M. 31. Oipe, Mittwoch den 16. April. Erscheint am Mittwoch und Samstag und kommt bereits Dienstags und Freitags nachmittags zur Ausgabe. Abonnementspreis vierteljährlich 1 Mk. 20 Pf., per Post bezogen 1 Mk. 25 Pf., mit Illustriertem Sonntagsblatt 25 Pf. mehr. Anseiger für ons Sänerland und spesien für den Kreis Oipe. Anzeigegebühr: 10 Pfg. für die einspaltige Petit=Zeile oder deren Raum, unter 4 Zeilen 40 Pfg.; Reklamen 25 Pfg. die Zeile. Die Besorgung von Briefen und Annahme von Adressen wird mit 25 Pfg. berechnet. Verantwortlicher Redakteur: Gottfried Ruegenberg. Verlag der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. —.— Die Arbeiterkundgebung zum 1. Mai Der im vorigen Jahre zu Paris versammelt gewesene internationale Sozialistencongreß hat bekanntlich den Beschluß gefaßt, am 1. Mai 1890 eine Kundgebung der Arbeiter aller Länder zugunsten der Einführung des achtstündigen Normalarbeitstages ins Leben zu rufen und der Zeitpunkt für diese Demonstration, welche jedenfalls die Beachtung weiterer Kreise verdient, ist demnach allmählich herangenaht. Die Bewegung für den Achtstundentag spukt in der Arbeiter= schaft fast aller europäischen Industrieländer bereits seit längerer Zeit und in den Ausständen zahlreicher Arbeiterkategorien bildet derselbe seit Jahr und Tag eine stehende Forderung. Jetzt soll aber das Verlangen einer achtstündigen täglichen Arbeitszeit zum ersten Mal als ein allen Arbeiterkreisen gemeinsames in Erinnerung gebracht werden und die ganze Art und Weise, wie von den sozialdemokratischen Aposteln bereits seit Wochen und Monaten für die Verwirklichung dieses Planes vorgearbeitet wird, beweist, daß man es hier mit einer Kundgebung zu thun hat, welcher die Forderung des achtstündigen Arbeitstages nur als Aushängeschild dient, hinter dem sich ganz andere Bestrebungen verbergen. Die gesamte Feier des 1. Mai soll sich zu einer großen„Probemobilmachung“ der Arbeiter aller Culturländer auf Befehl der internationalen Sozialdemokratie gestalten, welche der Welt hierdurch ihre Macht über die Arbeiter in noch nie dagewesener Weise zeigen will, auf ihr Commando sollen an diesem Tage alle Arbeitsstätten leer stehen und in der ganzen Welt sollen von den feiernden Arbeitern außerdem noch besondere geeignete Kundgebungen zum 1. Mai veranstaltet werden. Diese Erkenntnis, daß es sich bei der bevorstehenden Feier des 1. Mai weniger um den achtstündigen Normalarbeitstag als vielmehr um eine Beleuchtung und Verherrlichung der internationalen Sozialdemokratie, um eine Heerschau der sozialistischen Revolution handelt, ist aber mehr und mehr nicht nur auf seiten der Arbeitgeber und besitzenden Classen, sowie der staatlichen Autoritäten, sondern vor allem unter der Arbeiterschaft selbst aufgedämmert und hat hier vielfach schon zu einer lebhaften Gegenbewegung gegenüber der Agitation zu gunsten der Feier des 1. Mai geführt. Es gibt eben glücklicherweise noch zahlreiche Elemente unter den handarbeitenden Bevölkerungsschichten, welche von einem Umsturz unserer heutigen Staats= und Gesellschaftsordnung nichts wissen wollen, welche sich noch entschieden als Anhänger des monarchischen Gedankens bekennen und die infolgedessen von den Bestrebungen der Wortführer der internationalen Sozialdemokratie nichts wissen wollen, mögen sich jene auch noch so sehr in ein arbeiterfreundliches Gewand hüllen. Außerdem sagen sich auch viele Arbeiter, daß ihnen mit dem zunächst erstrebten achtstündigen Normalarbeitstage durchaus nicht bedient wäre, denn es würde derselbe in zahlreichen Gewerbszweigen für die Arbeiter einen nicht unbedeutenden Lohnausfall bedingen, und daß, um letzteren zu verhüten, neue Streiks und hiermit neue schwere Lohnkämpfe mit den Arbeitgebern ins Werk gesetzt werden müßten. Je näher der 1. Mai heranrückt, desto schärfer macht sich daher auch die Opposition der verständigen und ruhiger urteilenden Elemente unter den Arbeitern gegen den allgemeinen„Arbeiterfeiertag“ geltend, und daß selbst unter den Arbeiterführern, wenigstens in Deutschland, Bedenken über die Zweckmäßigkeit der beabsichtigten Kundgebung aufgetaucht sind, beweist der hierüber innerhalb der sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten ausgebrochene Zwiespalt. Die Arbeitgeber aber beginnen immer entschiedener Stellung gegen die sozialdemokratische Demonstration vom 1. Mai zu nehmen, deren Tragweite sie ja sehr wohl zu würdigen wissen und da sie bei dieser ihrer Stellungnahme auf die Unterstützung der Regierungen zählen können, so steht zu gewärtigen, daß die ganze Manifestation für den achtstündigen Arbeitstag, sollte sie überhaupt noch zustande kommen, keineswegs jenen Charakter tragen wird, den ihr die Urheber derselben gern aufgeprägt wissen möchten. □ Politische Plaudereien. Die politische Stille, welche das hohe Osterfest uns gebracht hat,— wenigstens in Deutfchland ist die Ruhe durch kein aufregendes Ereignis gestört worden,— mag manchem Anlaß gegeben haben, sein Gemüt zu sammeln und rückwärts in die jüngste so sehr bewegte Vergangenheit zu schauen, um sich über sich selbst, die gegenwärtige Lage und vielleicht sogar über die Zukunft klar zu werden. Aus solchen mir vorliegenden Osterbetrachtungen will ich einige zum Besten geben, denn in diesen Selbstbekenntnissen spricht der Mensch sich viel freier aus, als es sonst der Fall zu sein pflegt. An erster Stelle könnte ich den Leser in den schönen Sachsenwald, der sich mit den ersten Knospen und Blättchen schmückt, und nach Friedrichsruh führen, wo Fürst Bismarck mit finsterm Gesichte in die lachende Frühlingslandschaft hinausschaut. Die Geburtstagsfeierlichkeiten sind vorüber, die Jubelrufe verhallt, die Kränze fangen an zu welken,— es ist still, sehr still im fürstlichen Hause geworden. Wir könnten uns den Fürsten denken, wie er dasteht, mit dem Rücken an den Stamm einer alten Eiche gelehnt, wie er sinnend und prüfend hinausschaut in's Weite; wir könnten sehen, wie ein Zug von Menschenverachtung seine Lippen umspielt und sein Selbstgespräch belauschen,— aber wir verzichten hierauf, so verlockend die Schilderung auch wäre; denn der Fürst hat aufgehört, eine politische Rolle zu spielen, und deshalb verdient er auch in den Zeitungen Ruhe. Dagegen wollen wir einem Offiziösen das Wort geben, denn ein solcher hat„an der Schwelle einer neuen Zeit" alle Ursache, in sich zu gehen und eine ernste Gewissenserforschung anzustellen. Schmerz und Zorn sind auf seinem Gesichte ausgeprägt, während er spricht: Die Sonne lacht mir wie zum Hohne, und die allenthalben erwachende Natur ist mit ihrem jungen Grün und ihren Blüten eine verkörperte Ironie auf mein Schicksal, denn ich soll nicht wieder auferstehen aus der goldgefüllten Truhe des Reptilienfonds, sondern ins Grab gelegt werden! Ich komme mir vor, wie ein alter Schauspieler, der als Mephisto die größten Triumphe feierte, und nun, wo neue Dramen über die Bühnen gehen, keine Verwendung mehr findet. Aber wäre es bei der Schmiegsamkeit meiner Natur undenkbar gewesen, mich auch in die„neue Aera" zu finden? Als Landknecht der Presse diene ich ja Dem, der mich bezahlt, und habe nie nach der Sache gefragt, die ich zu verteidigen oder zu geißeln hatte. Selbst die Nationalliberalen, dich ich doch immer möglich glimpflich behandelte, haben sich dem Wunsche nach einer gründlicheren Umgestaltung des offiziösen Preßwesens angeschlossen und die undankbare Erklärung abgegeben, die Regierung habe von unserer Thätigkeit viel mehr Schaden als Nutzen gehabt. Ich will es ja nicht leugnen, daß dieses Preßwesen arg ausgeartet ist; aber wo will man in Zukunft mit der Million bleiben, welche der Regierung, ohne daß sie Rechenschaft darüber zu geben hatte, aus dem Welfenfonds zur Verfügung stand? Sollte es möglich sein, daß die Beschlagnahme dieses Fonds sich nicht mehr rechtfertigen lasse? Nun, dann stehen der Regierung aber immer noch zwei geheime Fonds von 210,000 M. jährlich zur Verfügung, was zwar nicht viel, aber etwas ist, und die Regierung kann ihren Lieblingen in der Presse auch in anderer Weise Wohlthaten zuwenden. Mit welcher Lust habe ich, anstatt die öffentliche Meinung über die Absichten der Regierung oder Vorgänge in den obern Regionen aufzuklären, für die Verwirrung der Geister gesorgt und die Parteien gegen einander verhetzt! Es war ergötzlich, heute schwarz zu nennen, was ich gestern weiß nannte, und noch schöner war es, das gerade Gegenteil von dem in die Welt zu setzen, was ein anderer offiziöser College zu schreiben beauftragt war. Aber wir alle, die wir aus dem gemeinsamen Topfe genährt wurden, waren nur gefügige Werkzeuge und haben auch nie unter bösen Preßprozessen zu leiden gehabt. Zwei Dinge trösten mich: das Bewußtsein, daß auch das neue Regiment ohne alle offiziöse Bedienung in der Presse nicht gut denkbar ist, und daß mein Ober=College Pindter von der „Norddeutschen“ seit dem Rücktritt Bismarcks auf magere Kost angewiesen ist und sich großenteils von Nachdruck ernährt. Die Osterbetrachtung eines Nationalliberalen lautet folgendermaßen: Das waren Ostern, wie solche die Welt niemals erlebt hat! Nicht Frühlingswehen, sondern Todesschauern gehen durch Deutschland, denn die Sonne ist untergegangen, seit der Held, wie noch nie ein ähnlicher dagewesen, von uns ging. Mit Börne, als er am Grabe Jean Paul's stand, rufe ich aus: Eine Krone ist gefallen von dem Haupte eines Königs; ein Schwert ist gebrochen in der Hand eines Feldherrn; ein Stern ist untergegangen, der vielleicht in Jahrhunderten nicht wiederkehrt! Wohl mögen wir den beweinen, der uns Ersatz gewesen und uns nun unersätzlich geworden. Jedem Lande ward für jedes trübe Entbehren irgend eine freundliche Vergütung. Der Norden hat seine eiserne Kraft, der kränkelnde Süden seine goldene Sonne, den darbenden Franzosen erquickt der spendende Witz, und Englands Nebel verklärt die Freiheit. Wir hatten den Fürsten Bismarck und wir haben ihn nicht mehr, und in ihm verloren wir, was wir nur in ihm besaßen: Kraft und Bedeutung! Wir wollen trauern um ihn, den wir verloren, und um die anderen die ihn nicht verloren. Allen hat er gelebt und eine Zeit wird kommen, da alle ihn beweinen werden. Er aber steht geduldig an der Pforte des zwanzigsten Jahrhunderts und wartet lächelnd, bis sein schmeichelnd Volk ihm nachkomme... So ähnlich wie Börne haben auch unsere gesinnungstüchtigen Blätter dem Schmerze, der unsere nationale Brust durchwühlt, Ausdruck gegeben, denn ein Münchener sagte in den Hamburger Nachrichten, daß durch die Bismarck=Tragödie der letzte Rest von Frohmut und Zuversicht in nationalen Kreisen untergegangen sei, und die„Wormser Zeitung" kennzeichnete die Größe des Momentes mit den Worten:„Als Friedrich der Große die Augen geschlossen hatte,(also noch nach seinem Tode! D. R.) soll er, erfüllt von Schmerz, gefragt haben:„Wer soll nun die Welt regieren?“ In der Wurststadt Türkheim wurde eine Adresse an den geschiedenen Kanzler abgefaßt, in welcher es heißt:„Unsere Sonne, an deren Strahl sich jedes deutsche Herz erwärmte, ist verblichen; unser Anker ist gebrochen, unser fester Turm ist gefallen, Trauer und Wehmut erfüllen ob solchem Umschwunge unsere bekümmerten Seelen.“ Aber mit unserem Schmerze allein ist es nicht gethan; wir, die Nationalliberalen, wollen doch weiter leben, und es ist nicht unbedingt notwendig, daß wir mit unserem bisherigen Meister, dem wir ein Nationaldenkmal errichten, von der Bildfläche verschwinden. Zweifelnd und beklommen stehen wir der neuen Aera gegenüger; aber wenn sie uns nicht zermalmen soll, müssen wir uns ihr anzupassen suchen. Für mein nationalliberales Gemüt ist dies nicht besonders schwierig, denn auf eine Wandlung mehr oder weniger kommt es nicht an,— wenn ich nur wüßte, wo der Kaiser eigentlich steht? Er eilt„mit Volldampf voraus", aber wohin der Curs geht, weiß nur er allein. Nun, ich 5. Eugel und Dämon. (Fortsetzung.) „Du vergissest, guter Kaspar daß der Herr als Freund meines Sohnes hier eingeführt worden ist." „Halten S' zu Gnaden, Frau Rätin,“ so redete der Alte gemeiniglich die Witwe seines früheren Obersten an, der nach seiner Pensionierung als Kriegsrat beim k. k. Ministerium amtiert hatte, „halten S' zu Gnaden, aber i mein', daß i den Gottseibeiuns ebenso gern zum Freund haben möcht' als diesen„Herrn" da, der ausschaut, als sei er eben frisch vom Galgen abg'schnitten.“ „Ha! nun machst Du es aber zu arg, Alterchen!“ sagte die Rätin, flüchtig lächelnd,„ich trau dem Herrn zwar auch nicht viel Gutes zu, da er auf meinen Sohn einen so unheilbringenden Einfluß ausübt, aber man darf die Menschen nicht gar so lieblos verurteilen, ohne daß man wirkliche Proben ihrer Schlechtigkeit erfahren hat. Doch sorg' Du jetzt nur, daß er nicht in's Haus kommt und mir den Edmund wieder beredet; ich will indeß zum lieben Herrgott bitten, daß er alles zum Guten wende. „Möge er Ihr Gebet erhören, liebe, gute, gnädige Frau!“ sagte der treue, alte Diener, dem die Thränen in die Augen schossen;„der arme Herr Edmund, weiß Gott, wie mir sein Leid zum Herzen geht, hab' ihn ja schon gekannt als ganz klein's Bübli und ihn gar oft auf dem Arm zur Schule g'tragen. Weiß Gott, wie er mir leid thut, war doch sonst a lust'ger Bursch, und die dummen Streich', die er mir g'spielt, hab' i ihm nimmer nachg'tragen.“ Frau von Manderd reichte dem Alten gerührt die Hand und trat dann ihren Weg zur Kirche an. Anzelica war mittlerweile in Küche, Keller und Kammer beschäftigt, wo sie, als Stütze der Hausfrau, ihren täglichen Geschäften eifrig und frohen Sinnes oblag. Obschon auch ihr das unbegreifliche Schicksal ihres Betters und der Kummer der guten Mutter sehr zu Herzen ging, so war doch dadurch der Frieden ihrer heiteren Natur nicht gestört. Gerade trillerte sie ein lustiges Lied, wie die Lerche, die in das duftige Blau des Morgenhimmels hinaufsteigt— doch plötzlich hielt sie inne. Sie horchte auf; zum zweitenmale wurde heftig an der Klingel gezogen und an der Hansthüre gezerrt, als wenn sie aus den Angeln springen sollte, wührend das lärmende, fluchende Poltern, daß diese Kundgebungen der Ungeduld begleitete, ihr sofort den Besuch dessen verkündete, der als Störenfried in diesen kleinen Kreis sich eingedrängt hatte. Obschon die wie gewöhnlich— mit Recht oder Unrecht!— den Töchtern Eva's zugeschriebene Schwäche nicht die ihrige war, so befand sie sich doch heute begreiflicherweise in nicht geringer Spannung, ob es Kaspar gelingen würde, den ungebetenen Gast auszusperren, und so hielt sie mit ihrer Arbeit in der Vorratskammer einen Augenblick inne, um ihrer verzeihlichen Neugier Genüge zu thun und zu lauschen. Sie hörte den alten Kaspar behutsam zur Thüre schleichen, an die er vorsorglich die Nachtkette angehängt hatte, und indem er sie dann so weit öffnete, als die Kette es zuließ, fertigte er den Besuch so barsch als möglich mit den Worten ab: „Herr von Mandern ist krank und hat sich für heut' alle Besuche verbeten.“ Damit wollte er die Thüre zuschlagen, doch indem er noch sein pfiffig dreinschauendes Gesicht vorstreckte, um zu beobachten, welchen Eindruck seine Botschaft auf den„Lumpen", wie er ihn vorzugsweise qualisicierte, gemacht habe, schlug dieser mit seinem derben Spazierstock gegen die Kette, daß sie klirrend in zwei Stücke sprang und die Thüre weit aufflog. Im nächsten Augenblick fühlte sich der alte Kaspar derb am Kragen geschüttelt, und allerlei liebliche Titulaturen prasselten ihm wie Hagelschlossen um die Ohren. Schon erhob der erzürnte„Pole“ seinen Stock, der einen verdächtig klirrenden Ton von sich gab, als eine Thüre sich öffnete und Angelica, wie eine drohende Fürstin, näher trat. „Wer gibt Ihnen das Necht, Herr von Ludomirski, sich wie ein Räuber in fremde Häuser zu drängen und die Hüter derselben in einer Weise zu überfallen, die eines gebildeten Mannes unwürdig ist?“ lautete die entrüstete Frage. Der„Pole“ ließ den Diener los, zog den Hut, und indem er sich, von der entschlossenen und imponierenden Haltung des jungen Mädchen unwillkürlich getroffen, verbeugte, sprach er so ehrfurchtsvoll, als seine rohe Natur es ihm gestattete: „Verehrtes Fräulein, hitte zu entschuldigen— aber der alte Mensch hier erkühnte sich, mich in einer Weise abzufertigen, die— sacré nom de tonnere— kein Gentleman sich gefallen lassen darf. „Wenn Sie wirklich auf den Namen eines Gentleman Anspruch machen wollen,“ entgegnete Angelica spöttisch,„so möchte ich Ihnen raten, sich nächstens in etwas weniger polternden Weise hier anzumelden und in meiner Gegenwart keine Ausdrücke zu gebrauchen, die ich allenfalls einem Matrosen zugute halten würde. Uebrigens hat Kaspar die Wahrheit gesagt: mein Vetter ist krank und hat hier diesen guten Mann beauftragt, Ihnen das mitzuteilen. Wenn er es einigermaßen ungeschickt angefangen, so hätten Sie das einem alten Manne schon verzeihen dürfen.“ Hier wollte sich Kaspar in das Gespräch mischen, doch Angelica hielt ihn sanft zurück, indem sie sich zugleich flüchtig gegen den Freutden verbeugte, in der Absicht, sich zu entfernen. Aber von Ludomirski blieb im Gang stehen, und obschon Verlegenheit und Zorn in ihm um die Herrschaft rangen, so war er doch nicht gewillt, sich in solcher Weise abspeisen zu lassen. „Entschuldigen Sie, mein Fräulein!“ sagte er deshalb in gedehnter Weise, wie um Zeit zu gewinnen,„aber ist Ihre Frau Tante nicht zu Hause? ich möchte die Gelegenheit benutzen, ihr einige Mitteilungen zu machen, die vielleicht ein Interesse für sie haben dürften.“ Angelica horchte auf und sah ihren Gegner scharf an, als wünsche sie in seinem Innern zu lesen, ob er die Wahrheit spreche oder nur einen Vorwand suche, um sein Bleiben zu verlängern. „Ich bedaure,“ sprach sie dann,„Frau von Mandern ist nicht zu Hause und wird in der ersten Stunde schwerlich zurückkehren.“ „So würden Sir mir doch vielleicht gestatten,..... hier einen Augenblick zu verweilen.... und.... eine Karte an meinen Freund zu schreiben.....?“ sagte er zögernd. Obschon Angelica ihm keineswegs traute, am allerwenigsten, wenn er seine Krallen einzog und die Sammetpfötchen hervorkehrte, so konnte sie ihm diese Bitte doch füglich nicht abschlagen, und so führte sie ihn, da Kaspar sich mürrisch weigerte, für den Lumpen, wie er in den Bart brummte, auch nur einen Finger auszustrecken, in das Empfangszimmer, wo sie ihm Papier, Feder und Tinte vorsetzte, und dann Miene machte, das Zimmer zu verlassen. Doch der Glücksjäger war nicht gesonnen, die Gelegenheit, welche sich ihm darbot, unbenutzt vorbeigehen zu lassen. Er sann ein paar Secunden nach, ein Mittel zu finden, Angeliea noch zurückzuhalten, und schien alsbald das Richtige gefunden zu haben, indem er begann: „Der arme Edmund ist tief zu beklagen, Fräulein: Er leidet jetzt schon seit verschiedenen Monaten an einer fixen Idee, die ich ihm vergebens aus dem Kopf zu setzen suche. Er glaubt sich fortwährend von Feinden verfolgt, die seinem Leben nachstellen; überall steht er sie mit gezücktem Dolch oder geladener Pistole nahen, und obgleich ich alles Mögliche thue, um ihn zu zerstreuen und auf andere Gedanken zu bringen, so bleibt er doch fortwährend in seiner Apathie versunken .... doch bitte, lassen sie mich nicht stören, gnädiges Fräulein! Ich werde Ihnen ein anderesmal, wenn es Sie interessiert, mehr davon erzählen.“ (Fortsetzung folgt.) folge diesem Kurse, denn das Leben ist so süß. Nicht ganz so düster ist die Osterbetrachtung eines Centrums= mannes, die also lautete:„Soll dem deutschen Reiche wirklich ein Ostermorgen leuchten, sollen wir auferstehen aus dem Grabe, in welches der falsche Liberalismus das junge Reich mit seinen großen Hoffnungen und kühnen Entschlüssen gelegt hat? Ich höre die frohe Botschaft, daß wir an der Pforte einer neuen Zeit stehen, und wenn mir auch der Glaube nicht fehlt, daß diese Botschaft etwas mehr als ein schönes Wort ist, so will ich ihr doch mit jener Vorsicht begeguen, die mit Thatsachen zu rechnen pflegt. Sonderbare Blasen hat die gurgelnde politische Flut aufgeworfen; man spricht von„neuen Parteien“, chelche die Plänemacher in ihrem Kopfe sich zurecht gelegt haben, sogar von der„großen liberalen Partei“, welche die verlorenen Söhne des Nationalliberalismus, des Fortschritts und der Demokratie sammeln soll. Aber wäre diese Partei, selbst wenn sie zustande käme, nicht viel zu klein, um etwas ausrichten zu kännen?.. Wir brauchen keine neuen Parteien, denn das Centrum mit den Conservativen, die den Fürsten Bismarck nicht mehr zu fürchten haben, sind vollauf stark genug, um alle an die parlamentarischen Körperschaften herantrelenden sozialen Aufgaben befriedigend zu lösen. Christliche Grundsätze sollen in Zukunft unser Staats= und Volksleben durch dringen, und diese Grundsätze hat das Centrum nicht nur seit Jahren vertreten, sondern auch die Conservativen werden jetzt dafür zu haben sein. Was der zielbewußte Kaiser will, ist keine Frage mehr, und der Arbeiterschutz=Conferenz ist der erste Schritt auf einem schwierigen Gebiete gelungen. Auch die Arbeitec scheinen einzusehen, daß sie der Fürsorge des Monarchen vertrauen dürfen, denn der drohende Ausstand der Bergleute darf als beigelegt gelten, während die Gährung in den belgischen Kohlenbecken und in Holland im Zunehmen begriffen ist. Voll und ganz dürfen wir unserm christlich gesinnten, arbeiterfreundlichen und volkstümlichen Kaiser vertrauen, denn seine Thaten und Aeußerungen ziehen die Umrisse seines Wesens so fest und sicher, daß sein Charakterbild in der Geschichte nicht mehr schwanken wird. Daß er ein ganzer Mann ist, der nicht allein auf den Adel der Geburt baut, sondern auch der Tüchtigkeit in bürgerlichen Kreisen Rechnung trägt, hat seine jüngste Cabinetsordre über die Ergänzung des Offiziercorps und gegen den Luxus im Heere deutlich genug bewiesen. Wie mancher tüchtige Offizier scheiterte„an der scharfen Majorsecke"; aber jetzt soll nicht mehr nach der Ahnentafel, sondern nach der persönlichen Leistungsfähigkeit und Gesinnungstüchtigkeit gefragt werden,— wahrlich ein rechtes Wort zur rechten Zeit! Alle Achtung vor dem Adel der Geburt; aber es giebt auch einen Geistesadel, und dieser soll nicht fürderhin unter verknöcherten Vorurteilen und veralteten Zöpfen zu leiden haben. Der Kaiser versteht seine Zeit und wird ihr gerecht das österliche Stillleben geht zur Neige; bald klappern die parlamentarischen Mühlen wieder; der preußische Landtag hat dem Etat den dritten Schliff zu geben, die Sperrgelder unterzubringen, die Beamtenbesoldungen zu erhöhen und die große Eisenbahnvorlage zu erledigen, und der neue cartellfreie Reichstag wird außer anderen wichtigen Vorlagen, zu denen aber das Sozialistengesetz schwerlich gehören dürfte, eine Militär= und Colonial=Vorlage auf der Rolle finden. Mag er nun jetzt oder erst im Mai zusammentreten, jedenfalls wird er den Beweis liefern, daß es nicht blos ohne Cartell in Deutschland geht, sondern daß sich die Regierung noch viel besser bei selbstbewußten Männern steht, die freiwillig ihre gesunden Forderungen unterstützen. Während in Rußland die Zeit um Ostern eine wenig erfreuliche war, da Studenten=Unruhen, Bauern=Aufstände in Polen und Finnland, nihilistische Attentate und die Erkrankung des Zaren alle Gemüter in Spannung hielten; während in Spanien ein mißvergnügter General zur Ordnung gerufen werden mußte und die Franzosen vor deutschen„Spionen" zitterten, wurden wir mit einem afrikanischen Osterei überrascht, welches ebenso verblüffend auf die Engländer, als begeisternd auf die Freunde der deutschen Colonial= politik wirkte. Wichtige Dinge sind in Deutsch=Central=Afrika in Vorbereitung, denn der von Stanley wider Willen„gerettete“. Emin Pascha ist in deutsche Dienste getreten und wird an der Spitze einer großen Karawane in das Innere Afrika's einrücken. Natürlich erhob sich darob ein großes Jammergeschrei in der englischen Presse; sie sprach von„schwarzem Undank" und von einem„Eroberungszuge" Emins; aber nachgerade, besonders seit Stanley selbst sich geäußert, sind die Engländer zu der Einsicht gekommen, daß sie dort nichts zu suchen und verloren haben, wo Emin Pascha etwas suchen und finden wird, und daß Afrika groß genug ist, um neben den Engländern auch den Deutschen Raum zu bieten. Das moderne Handelsvolk der Engländer ist die getreue Copie der alten Carthager; der Bereicherung der Krämerseelen ist niemand entgegengetreten, aber sie mögen auch dafür sorgen, daß sie nicht das Schicksal der Carthager teilen! Politische Uebersicht. Deutsches Reich. Berlin. Unserm Kaiser Wilhelm ist bei dem Besuche, welchen er am vergangenen Freitag der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich in Wiesbaden abstattete, von der Bevölkerung dieser schönen Bäderstadt eine überaus begeisterte Aufnahme zuteil geworden, die sich in stürmischen Kundgebungen der freudig erregten Volksmenge für den hohen Herrn äußerte. Am Mittag begrüßte der Kaiser die Kaiserin Elisabeth in der Villa Langenbeck, dem Absteigequartier der erlauchten Dame, und trug die Begegnung beider Fürstlichkeiten einen ungemein herzlichen Charakter, ebenso die Begrüßung des Kaisers mit dem Erzherzog Franz Salvator und der Erzherzogin Valerie. Am Freitag abend in der zehnten Stunde trat der Kaiser unter begeisterten Hochrufen der Bevölkerung die Rückreise nach Berlin an. — Der„Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Staatsminister v. Berlepsch und des Staatssekretärs v. Marschall zu Bevollmächtigten des Bundesrates. — Mit der in Gießen stattgefundenen Stichwahl, welche den Sieg des Antisemiten Pickenbach über den Freisinnigen Dove ergab, haben die Nachwahlen zum Reichstage vorläufig ihren Abschluß erhalten und es läßt sich nunmehr ein vollständiger Ueberblick über die Fraktionsverhältnisse im neuen Reichstage ermöglichen. Dieselben gestalten sich folgendermaßen: 107 Centrumsabgeordnete, 72 Conservative, 67 Freisinnige, 434 Nationalliberale, 35 Sozialdemokraten, 19 Freikonservative, 16 Polen, 11 Welfen, 10 Demokraten (süddeutsche Volkspartei), 10 Elsässer, 5 Antisemiten, 1 Däue und 1„Wilder“(Prinz von Schönaich=Carolath) ergiebt zusammen 397 Abgeordnete. — Im Reichstage sitzen der Confession nach 212 Evangelische, 147 Katholiken, 3 Reformierte, 5 Israeliten und 20 Confessionslose, die Letztern nur unter den Sozialdemokraten. Herr v. Zedlitz=Neukirch, einer der Führer der freikonservativen Partei, hat sich in einem von ihm veröffentlichten Zeitungsartikel ziemlich unverhüllt gegen die herrschende Zoll= und Steuerpolitik im Reiche und Preußen ausgesprochen und erregt der betreffende Artikel namenlich wegen der amtlichen Stellung seines Verfassers— Herr v. Zedlitz=Neukirch ist Geh. Ober=Regierungsrat im preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten— Aufsehen. Infolgedessen legt man in einem Teile der Tagespresse diesen Auslassungen eine erhöhte Bedeutung zu und faßt sie als Anzeichen veränderter Auschauungen in Regierungskreisen über das gegenwärtige Zoll= und Steuersystem auf. Für's Erste scheint es indessen, als ob Herr v. Zedlitz=Neukirch nur seine eigene Meinung ausgesprochen habe, und zwar nicht als Ober=Regierungsrat, sondern als Parteimann und Abgeordneter; weitergehende Schlüsse aus seinen Aeußerungen zu ziehen, dürfte zum Mindesten verfrüht sein. — Zur Frage der Sonntagsruhe haben die neulichen Verhandlungen des Finanzausschusses der baierischen Abgeordnetenkammer über die Münchener Petition, betr. die Herbeiführung einer strengeren Sonntagsruhe, einen bemerkenswerten Beitrag geliefert. Der Ausschuß empfahl der Regierung die Würdigung der Petition, was nach den vom Regierungskommissar Landmann abgegebenen Erklärungen auch geschehen wird. Der Regierungsvertreter sprach hierbei die Vermutung aus, daß der Bundesrat die Anordnungen über die Sonntagsruhe auch auf den Handelsstand ausdehnen werde und versicherte er im Uebrigen die Kammer des Wohlwollens der Regierung in diesen Bestrebungen. Schließlich erklärte Herr Landmann, die Reichsregierung beschäftige sich mit dieser Angelegenheit, doch sei bis jetzt noch nichts darüber an den Bundesrat gelangt. In der Debatte sprach sich der Referent der Centrumspartei u. a. tadelnd über das späte Schließen der Läden in Berlin aus, selbst Sonntags würden dieselben erst abends um 11 Uhr geschlossen.— Es kann allerdings nicht geleugnet werden, daß inbezug auf die Sonntagsruhe vielfach noch arge Mißstände im Handelsgewerbe herrschen, und daß speziell im Kleinhandel das Hülfspersonal im allgemeinen stärker zu entbehrlicher Sonntagsarbeit herangezogen wird, als in der Großindustrie und im Handwerk, ist ebenfalls erwiesen. Hoffentlich steht eine Beschränkung dieser Sonntagsarbeit auf eine mäßige Stundenzahl durch Beschluß der maßgebenden Faktoren baldigst zu erwarten. — Der Mission, in deren Ausführung der General= adjutant Kaiser Wilhelms, General a la suite Graf von Wedel, jüngst in Wien weilte— der General überbrachte dem Kaiser Franz Joseph ein Handschreiben des Kaisers Wilhelm— wird allseitig erhöhte Bedeutung zugelegt. In den Berliner wie Wiener leitenden Kreisen betrachtet man den Brief des deutschen Kaisers an seinen erlauchten Freund und Verbündeten als sichere Garantie für die Stetigkeit der äußeren Politik Deutschlands und erwartet man von dem Vorgange, daß er die Unsicherheit beseitigen werde, t#elche der Rücktritt des Fürsten Bismarck der friedensbedürftigen Welt einflößte. Während der Anwesenheit des Grafen Wedel in Wien dürften zugleich auch Berabredungen über die etwaigen Zusammenkünfte zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Joseph im Laufe dieses Sommers oder Herbstes getroffen worden sein. Die schweizerische Bundesregierung widmet der militärischen Sicherung der strategisch wichtigen Bahnen und Alpenpässe des Landes fortgesetzt rege Aufmerksamkeit. So hat der Bundesrat die Vildung einer Anzahl Festungsartillerie=Compagnien beschlossen, von denen eine für Airolo, den südlichen Ausgangspunkt des St. Gotthardstunnels, zwei für Andermatt(an der St. Gotthardsstraße), und eine für die Oberalp, den Furka= und den St. Gotthards=Paß bestimmt sind. Dänemark. In der zwischen Regierung und Volksvertretnüg in Dänemark bestehenden Streitfrage wegen der Befestigung Kopenhagens auf der Seeseite hat der dänische Staatsrat jetzt kurz entschlossen Stellung genommen. In der am Freitag abgehaltenen Sitzung der genannten Körperschaft wurde der Kriegsminister Bahnson, in Uebereinstimmung mit dem provisorischen Finanzgesetz, ermächtigt, im laufenden Etatsjahre 3½ Millionen Kronen zu der geplanten Befestigung Kopenhagens zu verwenden. Insgesamt sind dafür 9 Millionen veranschlagt und soll die Befestigung binnen 3 Jahren vollendet sein. Vermutlich wird dieser Beschluß des Staatsrates in der nächsten Session des dänischen Abgeordnetenhauses noch zu einem bewegten Nachspiel führen. Spanien. In Valencia, an der Ostküste Spaniens, gelegen, ist es vorige Woche zu einer nicht unbedenklichen antikarlistischen und zugleich antiklerikalen Kundgebung gekommen. Als der Karlistenführer Marquis Cerralbo in genannter Stadt eintraf, nahm eine sich rasch sammelnde Volksmenge eine so drohende Haltung gegen ihn ein, daß das Militär einschreiten mußte. Die wütende Menge wollte das Absteigequartier des Marquis in Brand stecken, ebenso das Gebäude des-karlistischen Clubs, selbst eine Kirche wollten die Tumultuanten anzünden und sogar Barrikaden begann der Pöbel bereits zu bauen, so daß die gesamte Garnison unter die Waffen gerufen wurde. Infolge dieser militärischen Machtentfaltung ist es nun zwar in Valencia zu keinen neuen Ausschreitungen gekommen, immerhin hielten es die Behörden für rätlich, über die Stadt den Belagerungszustand zu verhängen und die Hauptpunkte militärisch zu besetzen. Jedenfalls wirft der ganze Vorgang gleich der noch immer nicht abgeschlossenen Daban=Affaire von Neuem ein merkwürdiges Licht auf die unruhige Stimmung, in welcher sich Spanien offenbar wieder einmal befindet. Rußland. Ueber die an den russischen Universitäten und sonstigen höheren Lehranstalten stattgefundenen Unruhen der Studierenden verbreitet sich jetzt endlich auch ein im Petersburger„Regierungsboten" veröffentlichtes Communique. Dasselbe erklärt, das angeblich zu strenge neue Reglement hätte den Studierenden nur den Vorwand für ihre Unzufriedenheit abgegeben, in Wahrheit habe es sich um eine direkte Auflehnung derselben gegen ihre Vorgesetzten gemn Planderci. (Nachdruck verboten.) Jetzt um die Osterzeit, wo Tausende Eltern zum erstenmale mit der Schule in Berührung kommen, scheint es angebracht, die Beziehungen zwischen Schule und Haus einer Besprechung zu unterziehen und dabei manche Punkte zur Sprache zu bringen, über welche die Ansichten oft noch weit auseinandergehen. An der Erziehung und Ausbildung der Jugend beteiligen sich Eltern, Kirche, Staat und in hervorragender Weise auch die Schule. Selbstverständlich sind zunächst die Eltern von Gott und der Natur dazu berufen, ihre Kinder zu erziehen und zu unterrichten, doch sind die wenigsten in der Lage, diese gewiß schwierige Aufgabe voll und ganz zu lösen, und so bleibt der Kirche und Schule ein guter, wenn nicht der Hauptteil. Daraus folgt, daß die Schule im Dienste der Familie steht, und das fortzuführen hat, was das Elternhaus bereits begonnen. Sie soll dem Kinde die Bildung übermitteln, welche ihm die Eltern nicht geben können und es so erziehen, wie eine gute Familie die Erziehung verlangen kann. Das Maß und die Ziele des Unterrichts hat der Staat festgesetzt und den Eltern zur Pflicht gemacht, die Kinder in die Schule zu schicken, wenn sie durch anderweitigen Unterricht diese Ziele nicht erreichen können. Der Schulzwang ist demnach für die Eltern nur eine Nötigung, den Kindern ein gewisses Maß von Kenntnissen beibringen zu lassen, wenn das Elternhaus hierzu anderweitig nicht imstande ist. Da nun die Unterrichtsziele festgesetzt sind, so sollte man glauben, es würden auch in allen Elementarschulen gleiche Anforderungen gestellt werden. Doch die bestehenden Vorschriften finden die verschiedenste Auslegung, und so wird es erklärlich, daß in dem einen Bezirk mehr gefordert wird, als in dem andern, und daß man so oft über Ueberbürdung der Schuljugend klagt, Zuweilen glauben die Lehrpersonen, die Unterichtsvorschriften noch übertrumpfen, oder sich in Fleiß, Strebsamkeit und Tüchtigkeit gegenseitig überbieten zu müssen, und den Kleinen wird alles auf den Hals geladen. Wenn aber die Schule wirklich im Dienste der Familie steht, so soll sie auch die vorgeschriebenen Ziele nur in dem Umfange verarbeiten, wie die häuslichen Verhältnisse der Kinder dieses erfordern: die Schule muß der Familie Rechnung tragen. Es ist darum zunächst ein Akt der Rücksicht auf Kinder und Familie, daß der Schulunterricht pünktlich geschlossen und nicht in übertriebenem Eifer über die vorgeschriebenen Schulstunden ausgedehnt wird. In einem auswärtigen Bezirk pflegten vielfach einzelne Lehrer und Lehrerinnen in dem gewiß schönen Wunsche, bei der bevorstehenden Klassen=Revision des gestrengen Herrn Schulinspectors zu glänzen, die Kinder eine Z it lang mittags bis ein Uhr und nachmittags bis fünf Uhr in der Schule zu halten. Aber mancher Familienvater ist nur in der Mittagsstunde zu Hause und im Kreise seiner Familie. Morgens geht er oft weg, noch ehe die Kinder aufgestanden sind, und abends kehrt er heim, wenn die Kleinen häufig zu Bett gebracht sind. Ist es da nicht hart, wenn ihm nun auch noch in der Mittagszeit die Kleinen entzogen sind? Aber noch einschneidender, als die Ausdehnung der vorgeschriebenen Schulstunden für Familie und Haus, sind die häuslichen Schulaufgaben unserer Elementarschüler, oder unvernünftige, mechanische, geisttötende Strafarbeiten. Wenn auch mit 6 Stunden strenger Schularbeit die jugendliche Kraft ausreichend angespannt erscheinen dürfte, so soll damit doch nicht gesagt sein, daß jede häusliche Arbeit in Wegfall kommen soll; nur einer rechten Maßhaltung möge hier das Wort geredet werden. Die Eltern brauchen die erwachsenen Kinder ja vielfach nach der Schule zu Dienstleistungen aller Art, und manche Mutter, die nicht Dienstboten halten kann, sieht sich auf die Hülfe ihrer Kinder geradezu angewiesen. Das hört aber auf, wenn die Kinder nach der Schule bis zum Abend noch für die Schule beschäftigt bleiben sollen. Hierzu kommt, daß das Kind sich anch körperlich entwickeln soll; dazu bedarf es der Muße, der Bewegung, der Spielzeit. Was nutzt es alles, wenn es geistig fortschreitet, der Körper aber zurückbleibt und verkümmert. In solchen Fällen sind die Klagen über Ueberbürdung der Elementarschüler nicht unbegründet. Das„Allzuviel“ führt ganz sicher zu größeren Unzuträglichkeiten, als das„Zuwenig". Wir wollen hier jedoch ausdrücklich bemerken, daß unsere Ausführungen nur allgemeine Ansichten und Punkte betreffen, und durchaus nicht auf hiesige oder benachbarte Schulen sich speciell beziehen. Das gilt auch von allem Folgenden. Jedenfalls wird jeder, der in früheren Jahren geboren und erzogen ist, erstaunt sein, wenn er sieht, mit welchem Balast von Wissen und Stoff unsere Schulkinder überladen sind. Du lieber Himmel, muß das heute aber eine kluge Welt werden! Wir haben das nicht alles eingetrichtert bekommen und sind doch alt und vernünftig geworden und durch die Welt gekommen. Und die Frage, ob das alles zum spätern Leben praktisch ist, womit das Kind in der Elementarschule beschäftigt wird, ist jedenfalls keine müßige, und erregt weitere Kreise, als manche Pädagogen glauben werden. Das Vielerlei thut's nicht allein. Gründlichkeit und Tiefe in wirklich für das Leben nötigen Dingen gilt weit höher. Gewiß soll den Lehrpersonen damit kein Borwurf gemacht werden; es gibt genug Pädagogen, welche ebenso urteilen, daß zu vielerlei Stoffe die Volksschule beschweren, und manches ohne Schädigung der Volksbildung ausgeschieden werden könnte. Was nun die wirkliche Stellung der Schule rücksichtlich mancher Familienverhältnisse angeht, so läßt dieselbe oft genug zu wünschen. Zunächst kann es nur bedauert werden, daß zwischen vielen Lehrpersonen und den Familien ein Verhältnis überhaupt nicht besteht. Die Kinder werden einfach, wenn sie das vorgeschriebene Alter erreicht haben, in die Schule geschickt, und damit ist es vielen Eltern genug. Die Lehrperson kennen sie vielleicht kaum dem Namen nach, viel weniger persönlich, und sie halten es in ihrer Gleichgültigkeit gar nicht für nötig, mit der Schule Fühlung zu halten. Mehr zu beklagen aber ist es, wenn einzelne Lehrpersonen unnahbar sind und ihre Stellung so auffassen, als ginge die Familie die Schule gar nichts an, und es stände ihr nicht zu, ihren Wünschen Ausdruck zu geben. Einsichtsvolle Lehrpersonen suchen sich mit den Eltern der Kinder möglichst in Verbindung zu setzen, um so an der Erziehung der Kinder Hand in Hand mit ihnen arbeiten zu können. Die stellenweise Handhabung unseres heutigen Schulzwanges, — wir sprechen hier im Allgemeinen— bestärkt uns in der That zu der Ansicht, daß viele Lehrpersonen die Kinder nur als Schulkinder kennen, und gar keine Fühlung mit den Eltern haben. Liegt die Mutter krank, und der Vater muß notwendiger Weise zur Arbeit, so werden der Beurlaubung des Kindes vom Unterricht oft unnötige Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Ebenso ist es doch unbillig, daß — an vielen Orten wird strenge darauf gehalten— bei jeder leichten Erkrankung eines Kindes gleich ein ärztliches Attest verlangt wird. Das macht oft unnötige und für arme Leute fühlbare Kosten. Wenn auch die Lehrpersonen gehalten sind, strenge nach der Weisung ihrer Vorgesetzten zu verfahren, so würde sich doch manches weit einfacher und freundlicher gestalten, wenn sie die häuslichen Verhältnisse kennen zu lernen suchten. Gar manches Kind würde dann in der Schule anders und richtiger beurteilt werden, der Lage der Eltern, manchen Charaktereigentümlichkeiten der Kinder könnte Rechnung getragen und auch wohl Hintergehungen und Täuschungen vorgebeugt werden, wenn nur die Schule der Familie näher gerückt wäre. Liegt der Grund mancher Unzuträglichkeit an der Schule, so tragen auch viele Familien die Schuld, weil sie sich von der Schule vollständig abschließen. In manchen Kreisen vermeidet man es sogar, mit dem Lehrer, der Lehrerin zu verkehren, wenn man deren Leistungen auch noch so sehr anerkennen muß, welche man an dem kleinen Herrn oder Töchterlein täglich wahrzunehmen die Gelegenheit hat. Namentlich zeigt sich das Verhältnis mancher Familie zur Schule im traurigsten Lichte, wenn einmal dem Kinde in der Schule angeblich ein Unrecht geschehen, oder das Strafrecht anscheinend überschritten ist. Sicher kann ein angethanes Unrecht oder eine übermäßige Züchtigung nicht gebilligt werden und sollte in einer guten Schule nicht vorkommen. Ist es aber nun einmal geschehen, so nehmen viele Eltern eine Haltung gegen die Lehrpersonen ein, daß das Tischtuch zwischen ihnen für immer zerschnitten ist. Im Beisein der Kinder wird über die Lehrperson geschimpft, der Arzt muß eine Untersuchung anstellen, der Fall soll der Behörde angezeigt werden, und bald weiß die ganze Schuljugend, daß gegen den Lehrer vorgegangen werden soll. Wo bleibt da die Achtung und Autorität des Lehrers, ohne die an Erziehung nicht gedacht werden kann? Man halte strenge darauf, daß die Kinder stets mit Austand und Achtung von Schule und Lehrern sprechen, man schenke den Lehrpersonen das Ansehen und Vertrauen, dessen sie bedürfen, um ihre gewiß schwierige Aufgabe der Erziehung lösen zu können— nur so kann die Schule werden, was sie sein soll, eine Segensanstalt für unsere Jugend. handelt. Im Weiteren gibt das Communique die Zahl der infolge der Unruhen gemaßregelten Hörer der einzelnen Lehranstalten bekannt und erhellt hieraus, daß im Ganzen nur 11. Studierende entlassen (relegiert), 126 dagegen„beurlaubt“ worden sind. Wenn diese amtliche Darstellung erklärt, die Studenten hätten gar keine Ursache gehabt, mit dem neuen Reglement unzufrieden zu sein, so entspricht dies offenbar nicht den Thatsachen, denn gerade die Beschränkung der akademischen Freiheit der russischen Studenten durch das ueue Reglement, welches dieselben in allen möglichen Dingen unter die Aufsicht des Ste Widerspruch. Afrika. In den portugiesischen Besitzungen in SüdostAfrika scheint dieselbe Erregung gegen England zu herrschen, wie im Mutterland selbst. Eine„Neuter"=Meldung aus Mözaubique besagt, daß in allen Bezirken der Provinz Protest=Meetings gegen das Vorgehen der britischen Regierung in der Streitfrage mit Portugal stattfanden; mit papierenen Protesten werden aber die Portugiesen John Bull freilich nicht aus Nyassaland vertreiben! — An 17 587, Frankreich 65 Millionen Anweisungen im Betrag von 4800 Mill. Frks., dasicht des Staates stellen will reizte die jungen Leute(gegen in Frankreich 21 Mill. Anweisungen im Betrage von 058 d's Staates steiten wint, reizie die jungen Leute zum Mill. Frks, befördert. Die Postbehörde hat das Recht, in Frankmachen, wenn sie irgend etwas jemandem sagen würden. Dieser Bursche ward von der Strafkammer zu Düsseldorf mit 5 Monaten Gefängnis bestraft. Vermischtes. Provinzielles. Olpe, 14. April. Gestern, am weißen Sonntage, hatten die Kommunionkinder ihren Ehrentag. Ueber 100 an der Zahl wurden dieselben zum erstenmal zum Tische des Herrn geführr. Die Kirche infestlicher Zierde, war gedrängt voller Andächtigen, welche an der hehren und ergreifenden Feier freudig teilnahmen. — 15. April.„Der April, der machts wie er will,“ das kann man in den letzten Tagen mit vollem Rechte sagen, denn nach den schönen Märztagen, wo der Ofen schon kalt gestellt werden konnte, erscheint sein Auftreten als die reine Willkürherrschaft. Frostig, staubig und regnerisch hat er sich gezeigt, dabei ist es ein windiger Patron und besitzt auch einen Vorrat von Schneeflocken, mit denen er sich die Miene eines gestreugen Herrn geben will. Aber mit dem Aprilschnee hat es nicht viel auf sich, die Erde will nichts mehr von ihm wissen und wenn er mit ihr in Berührung kommt, so wird seine Absicht zu Wasser und es kann aus ihm noch nicht einmal ein Schneeball gemacht werden. Seit heute morgen ter wir uach d Grad Kile u. schgat iut unsch wischer sch in Möge dieses deur— soll einfach leben, nicht wie bisher— durch Repräsentieren sich strengen an— mehr als er etatsmäßig bieten kann.— So denkt der Kaiser, beim Militäre— steht über Allem erhaben die Ehre— die hat nichts zu thun mit Prunk und Pracht— sie hat uns zum Sieger von Sedan gemacht.— Auch nicht des Adels stolze ostämtern besitz Dautschland 19 476 England Zier— hat erbgepachtet das Kriegspanier— stets ist der Man„e e e Prutsc tga nesmut zu preisen— entstammt er auch bürgerlichen Kreisen.— rreich nur 7346. In Deutschland wurden letztes Jayr Ist seine Devise: Treue und Mut— ersetzt sie voll das blaue Blut— ersetzt auch der Moneten Menge— des Mammons Goldund Silberklänge.— Es kommt auch gar nicht darauf an— was Jährlich ar nang Poststellen zu errichten, während ihr 800 Einer im Club verjubeln kann— nur was der Mann im Innern ch jagrtig, 20 weue os gan Rastämtern vorliegen. wert— uns wahrhaft über ihn belehrt.— Das ist den Reichen Forderungen auf Errichtung von postamtern voruegen. In Paris langt eine Nohrpostkarte erst nach 1—1 ½ Stunden an den Adressaten, während in Berlin bei 16—18 Leerungen der Briefkästen ein Brief schon in einer Stunde in Händen des Empfängers ist. Potsdam. Laut Befehl des General=Commandos des Garde=Corps sollten zu den Osterfeiertagen Soldaten nach Rheinland und Westfalen nicht beurlaubt werden. Dieser Befehl traf aber, wie man aus Potsdam schreibt, bei den in Potsdam garnisonierenden Garde=Regimentern erst am Donnerstag ein, während die meisten Urlauber schon am Mittwoch nach ihrer Heimat abgereist waren. Es erging nun der weitere Befehl, diese Urlauber sofort telegraphisch nach ihrer Garnison zurückzubeordern. Man kann sich nun den Schreck und die Bestürzung der Angehörigen denken, als diese telegraphischen Ordres eintrafen. Die Leute glaubten nicht anders, als daß Krieg oder eine Revolution ausgebrochen sei. An etwas fatal— doch bleibt ein Trost, wenn sie General— so dürfen sie nicht nur kommandieren— sondern auch gute Küche führen — und Weine, die alt sind und kostbar munden— wenn sich Gesellschaft eingefunden.— Sie dürfen Bälle und Feste geben— und sich, so glänzend sie wollen, das Leben— gestalten, der Kaiser wünscht dies sogar— von seinen Generalen, das ist klar— denn was erlaubt ist, wer weiß es nicht— ist beim Soldaten heilige Pflicht.— Nun junges Volk, an die Gewehre— im Heer zu dienen ist höchste Ehre— und Lieutenant sein und billig leben— kann's auf der Welt was Schöneres geben? e Humoristisch=satyrische Plauderei. Im Lande der Don's und der Castanien ist's wieder einmal jeg oder eine Revolution ausgebrochen sei. An einzelnen Orten nicht recht geheuer— ein kleines, niedliches Pronunciamento schwebt traf das Zurückberufungstelegramm früher ein als die Urlauber, von dort anscheinend in der Luft! Der Kriegsminister Reina, welcher denen auch einige die Vaterstadt gar nicht erreicht haben, sondern den General und Senator Daban zu zwei Monaten Arrest verdonunterwegs durch Vermittelung der Eisenbahnbehörden schon zurückge= nerte, weil der sehr ehrenwerte Sennor durchaus eine Gastrolle als schickt wurden. Mit der Festesfreude war es natürlich für diese Ur= spanischer Boulanger geben wollte, hat mit dieser Maßregel in ein lauber vorüber, denn dem Befehl mußte sofort Folge geleistet werden, hübsches Wespennest gestochen. Die spanische Generalität kann es und so trafen denn bereits am Sonnabend Abend die Potsdamer Herrn Reina nicht verzeihen, daß er ihr heiligstes Recht, nämlich 1 Scrgball gemacht werden. Seit heute morgen— gestern hat= Gardemänner in ihrer Garnison wieder ein, wo sie erfuhren, daß in das, jederzeit ein Pronunciament machen zu können, so rücksichtslos sich in der angenehmsten Weise durch wilsde Luft kenn. Ver und Potsdam alles ruhig sei und daß ihre Zurückbernfung antastete, der würdige spanische Senat seinerseits aber fühlt sich durch dieses Lenzeszeichen ein dauerndes sein! wahrscheinlich eine Folge der in den Bergwerken Westfalens herr= die Maßregelung Daban's ebenfalls tief gekränkt, denn was soll aus ein danerndes sein! —.— Der Kuliusminister hat so eben über die Beaufsichtigung der schenden Arbeiterausstände sei. Schulkinder im Gottesdienste folgendes verfügt:„In vielen Gemeinden be=— Der in diesen Tagen erfolgte Tod des Berliner Baurates bezc u atgzte shene Schulkinder an Tolle erweckt aus ganz besonderen Gründen in weiteren Kreisen allgeSonn= und Feiertagen einem besonderen Schulgottesdienst auf ihnen eigens.1n C#i-umg.(Fe mar hafe angewiesenen Plätzen in der Kirche beiwohnen. Wo dies der Fall ist, ha- meine Teilnahme. Es war bekannt, daß der jetzt Verstorbene im Herbben die Leher und die Lehrerinnen die Verpflichtung, die Schulkinder bei ste 1888, nicht lange nach dem Heimgange des Kaisers Friedrich, von diesem Gottesdienste zu beaussichtigen; darüber hinaus haben die Lehrver= derselben heimtückischen Krankheit befallen wurde, die dem kaiserlichen u. Somt. zund Feletagen in iher Gesontet an bestmumten, lhnren von güiten Gertige atgerebenen Go, lauten daibin daß P. der Kirchengemeinde eingeräumten Plätzen überhaupt an dem Gottesdienste Poßen Geruns abgegebenen Eutachten kauferen dahi, daß Tolle am der Gemeinde sich beteiligen. Selbstverständlich wird hierdurch das Recht Kehlkopfkrebs litt und daß Rettung nur in der Entfernung des Kehlsich Sum Gattesdienstr zu Fahueg Iui Teiner ucheh, Linder mit kopfes gesucht werden könne. Tolle entschloß sich, die schwere Opera= Glück, auf Spaniens Throu zu sitzen, heutzutage ein recht zweifelhaftes Zierungen verantass ch, das hiernach Erforderliche auznorduenz.“ Ate; tion vornechnez, 2z, lalsen, weiche, von. Prosellog, von(Zeronamn mit Oung istl. Judesen, diese Wahrheit gilt schließlich nicht allin vom — Saatenstand in der Provinz Westfalen laut Bericht des Reichs= vorzüglichstem Erfolge ausgeführt wurde. In den seither verflossenen spanischen Throne, sondern auch noch von so manchen andern HerrAnzeigers: Reg.=Bez. Münster: Der Stand der Wintersaaten ist als gut anderthalb Jahren erfreute der Genesene sich der besten Gesundheit, schersitzen und namentlich kann da Ferdinand von Bulgarien ein Liedzu bezeichnen. Die Frühahrsbstelung hat Ende März begonen.— Neg= komute seine dienstliche Thätigkeit unnnterbrochen wahrnehnen und mit schen von den fraglichen Annehmichteit der Welt noch werden, wenn nicht einmal ein spanischer Senator davor sicher ist, in's Gefängnis gesteckt zu werden? Daher hat die leidige Daban=Affaire eine wahre Sturmflut von Angriffen gegen Herrn Reina wie gegen das ganze Cabinet Sagasta hervorgerufen, und wer weiß, ob dasselbe diesen Angriffen noch wird lange Stand halten können! Wenn aber Sagasta geht, dann hat möglicherweise auch die Stunde für die Dynastie Alfonso XII. geschlagen— ein wahres Glück darum für die kleine spanische Majestät, daß dieselbe noch so tief in den Kinderschuhen steckt und noch nichts davon spürt, daß das es Sasdise Alschae lec esisesien iae eche eliee. sichtlich des Roggens wohl nur eine mäßige Mittelernte in Aussicht. Der Roggen ist hauptsächlich vom Frost betroffen worden, weniger der Weizen. Der Klee hat den Winter meist gut ertragen. and„Siegen, 14. April. Nach übereinstimmenden Berichten hat Se Mcaj. der Kaiser dem Kuratorium der Diesterwegstiftung in Berlin 10000 M. aus seiner Privatschatulle überwiesen.(S. Z.) Freudenberg, 11. April. Vorgestern wurde die Familie G. von hier durch Verunglückung eines ihrer Knaben in tiefe Trauer versetzt. Der den Wsthaße 5esg 1) mit seinem taubstummen Bruder nach der umzännan Aachatang d u. Laeche datatche at. ale d) Kansäise iche ihe i.s Keostad I. eaice Klacanl ins Crihcene waren im Halbkreise um den Altar aufgestellt, nachdem der Geistliche bis dato noch nie recht froh geworden ist. Ja, ja, es lebte sich eben mit jedem Paar ein besonderes seelsorgerisches Gespräch gehabt, so unter Umständen als österreichischer Husarenlieutenant besser, denn als daß er sich in der Traurede auf allgemeine Gedanken beschränken Fürst von Bulgarien, aber Freund Ferdinand muß nun, da er A gekonnte. Dann vollzog er bei jedem Paare Ringwechsel und Trauakt, sagt, auch B sagen, und zum Aushalten ist es am Ende auf dem worauf die feierliche Einsegnung zu je zwei Paaren erfolgte. bulgarischen Miniaturthrone immer noch, obschon„Väterchen" fortgeWurst wider Wurst— unter dieser„geschmackvollen“ Ueberschrift serviert die in San Franzisko erscheinende„Calisaben, der Iin Perd traiuterseramer sng sie mit Interese dem Kuscher zu= fornia Staatszeitung“ folgendes Entresilet: Siana urzruge„ uart Dasselbe war Soehen über eine hingehaltene„Wie die Leser wissen, haben deutsche Behörden sich geweigert, amerikaniStange gesprungen, als es auf einmal dem Stalle zusprengte, in dessen Nähe die Brüder ihren Standpunkt hatten. Durch die plötzliche Wendung des Pferdes wurden die Knaben ängstlich und der eine lief in seiner Aufregung vor das Pferd, stürzte hin und geriet so unter die Hufe. Mehrere sofort herbeigeeilte Aerzte konstatierten eine schwere Verletzung des Brustkastens und der Lungen und konnten den jammernden Eltern wenig Hoffnung geben; gegen Abend hauchte der 4jährige blühende Knabe sein Leben aus. Das so jäh hereingebrochene, von keiner Seite verschuldete Unglück erregt hier allgemeine Teilnahme. g. Hamm i. W., 14. April. In Hamm, dem Centralpunkt der in Getreidebau und Industrie bedeutenden Provinz Westfalen, findet vom 1. „#8½: J. eine Ausstellung, für Bäckerei und Conditorel, die ein die von amerikanischen„Colleges“ ausgefertigten Diplome scher, in Deutschland praktizierender Aerzte anzuerkennen; im Hinblick setzt seinem undankbaren bulgarischen Schützling grollt. Vorläufig sitzt aber der Zar selber noch zu sehr in mancherlei„Schwudibus“, als daß er sich sonderlich der bulgarischen Frage widmen könnte, es wimmelt ja bezüglich Rußlands und des Zaren von Attentats= und Aufstandsgerüchten und wer weiß, ob sich nicht der kleine Ferdinand k abends immer noch ruhiger auf's Ohr legen darf, als der große Aerzten, welche auf inländischen Schulen sich für ihren Beruf heranbildeten, begreiflicherweise eine hochgradige Entrüstung hervorgerufen. Die Medical Society von King Connty, N.=Y., ist die erste, Juni d. I. eine Ausstellung, für Bäckerei und Conditorei, die ein welche auf die Aechtung amerikanischer Aerzte geantwortet hat, indem 8 alles dessen geben wird, was das„tägliche Brot“ betrifft. Die Aus= sie den Beschluß faßt, daß auswärtige Diplome nicht zum Praktizieren den. Tachziparstau de großen Räumen deszuficgen zezad,Fozestungn) in den Vereinigten Staaten berechigen sollten, so lauge die beteffenlandwirschaftliche Rohorodukte, undustrielle Fabrikate und ferige Bäcker= den Inhaber sich nicht einer Prütfung unterworfen haben. und Conditorwaren. Auch die Verarbeitungsmaschinen werden ausgestellt.] Von den beiden Methoden gefällt uns die amerikanische eigentBaldigst zu bewirkende Anmeldungen nimmt entgegen das Komitee der lich am besten. Die deutschen Behörden sind allerdings durchaus im Ausschm sas Hemunige gane Busmarestrabe 7.— Zur selben Zeit findet Rechte, wenn sie der Quacksalberei ein Bein zu stellen beabsichtigen, statf das bekannte große Wettrennen, das alte„Hammer Reiterfest“ und an Gelegenheit hierzu wird es zu keiner Zeit fehien, denn was sich hier alles als„Doktor“ aufspielt, das würde man nicht zu Rate ziehen, um eine Lieblingskatze zu behandeln. Trotzdem erscheint uns ihr Verfahren unnötigerweise schroff. Um die„Eisenbärte" lahm zu legen, hätte man nicht alle Amerikaner über einen Kamm scheeren dürfen, denn es gibt auch unter ihnen Leute, die eine gründliche Schule durchgemacht haben und in ihrem Berufe tüichtig sind. Da ist die New=Yorker ärztliche Gesellschaft viel vernünftiger und gerechter vorgegangen, indem sie von jedem deutschen Applikaten den Beweis der Reife dadurch verlangt, daß er sich einer Prüfung unterzieht. Wer eine solche nicht bestehen kann,— und es laufen auch in den Vereinigten Staaten genug deutsche Aerzte herum, die nicht kraft ihrer Kenntnisse über Leben und Tod entscheiden, sondern sich diese Befugnis erschwindelt haben— der wird mit vollem Rechte von der Praxis ausgeschlossen. Wenn auch solche Aerzte, welche eine deutsche Universität absolviert haben, von dieser Bestimmung betroffen werden, so wird es ihnen nicht schwer fallen, den Beweis für ihre Befähigung zu liefern. —(Zeitgemäße Knittelverse.)— Kostspielig dieses Leben ist— für Militär und Civilist!—. Wer eine leckere Tafel liebt— und dabei gern Gesellschaft giebt— kommt häusig in die Brüche— durch Keller und durch Küche.— Dagegen wer bescheiden bleibt— nicht übertriebenen Luxus treibt—, gewissenhaft sein Haus bestellt— schaut froh und sorglos in die Welt.— Es soll zu diesem guten Zwecke— sich Jeder strecken nach der Decke.— Bei kaltem Aufschnitt und Moselwein— kann man auch recht gemütlich sein.— Die Witwe Cliquot ist für Prasser— der Bürgersmann trinkt Sodawasser— das löscht den Durst in der Minute — und kost't fünf Pfennig an der Bude.— So einfach und bescheiden kann— haushalten jeder junge Mann— der General zu werden denkt— und an als Unterlieutenant fängt.— Braucht Zuschuß fünfundvierzig Mark— dabei bleibt Leib und Seele stark— denn Schwelgereien sind verpönt— kein Muttersöhnchen wird verwöhnt— bei solchen Ziffern des Etats— im Interesse des deutschen Staats.— Und mancher wackre Bürgerssohn— sieht mit dem Schleppschwert nun sich schon— nachdem der Kaiser selbst gesagt— daß ihm viel besser es behagt— wenn schlicht der Offizier sich giebt— als wenn er den Krösus zu spielen beliebt.— Und rückt er langsam dann hinauf— und wird Major in der Zeiten Lauf— so braucht er nach des Kaisers Erlaß—, nicht finanziell so belastet sein, daß— zum Sprichwort er wird im Volkshumor— er habe Schulden wie ein Major.— Sogar der Regimentskommanauf den Schwindel, der in dieser Beziehung in unserem Lande häusig Alexander! Vielleicht, daß sich's Alexander III. heimlich wünscht, er getrieben wird, darf man sich über diese Maßnahme nicht wundern. säße für immer als Privatmann im weltentrückten Schlosse zu FreNichtsdestoweniger hat diese Verfügung unter den amerikanischen densborg und brauchte sich kein Jota um Nihilisten und aufrührerische Gelsenkirchen, 13. April. Eine hierselbst abgehaltene Versammlung, an welcher über 200 abgekehrte Bergleute des Gelsenkirchener Bezirks teilnahmen, ward polizeilich aufgelöst, und zwar infolge einer Aeußerung des Bergmanns Brodam, daß die Zechenverwaltungen selbst den Streik Eerheizuführen trachteten, um die Streitenden mit Hülfe des Militärs zur Raison zu bringen. „. Barmen, 11. April. Die„N. N.“ melden: Auf Veranlassung einiger Bewohner eines Hauses an der Moritzstcaße, welche aus einem Zimmer des Hauses einen starken Leichengeruch wahrgenommen haben wollten, wurde die Thüre des betr. Zimmers am Mittwoch polizeilich geöffnet und fand man nach kurzem Suchen unter dem Bette in einem Waschkübel in Lumpen gehüllt die stark in Verwesung übergegangene Leiche eines neugeborenen Kindes. Die Mutter des Kindes, eine Witwe, welche eine Kosthalterei hatte, wurde vor ungefähr 14 Tagen tot im Bette liegend aufgefunden. Die eingeleitete Untersuchung wird diesen etwas rätselhaften Fall wohl bald aufklären. . Jelp, 10. Aprl. Der große aftkausche Elephaut iuseres Zolochen Gartens, seit 16 Jahren eine der Hauptsehenswürdigkeiten desselben, gestern verendet. 18. April. Die kürzlich gebrachte Nachricht von der gänzder Stadtbefestigung der wichtigen Rheinfestung Koblenzund F#x„Abtretung des Festungsgebiets an die Stadt bedarf insofern einer Eruchiusican“ 4i nur die Befestigung des bisherigen Kerus des Platzes, umngesen.##a, Graben und Glacis, welche die eigentliche Stadt Reiten Gorens. mmt sind, während die Koblenz beherrschenden halten dagren Franz, Alexander und Karthause nach wie vor ergeimähre Armee, welche Koblenz im Besitz hat, Schutz zu gewähren, sowie ihr den beliebigen Wechsel der Rheinufer zu gewähren. 3d c-Painzer Fuß=Artillerie=Regiment Genebais eisen inr enr Kelscier Weshateng aeit 1.. pll. Vor kurzem sund dier die Blduis der Eitrn der Wworster, Kestoengenggn Während man eim beglaubigtes Büdnis von Beethovens hatte, ist man jetzt auch durch eine photographische dieses Bildes zu dem Bilde des Vaters Beethovens durch Zugelangt; denn das gefundene Bild ist genau das Gegenstück zu dem der Mutter und da die Gesichtszüge auch eine unverkennbare Genußsucht Leisn Scheu tregege.— Bethovens Bater soll dem Trunke ergeben gewesen kaum an der Echtheit des Bildes zu zweifeln. Bei Hessesenhet, der Bethoven=Ausstellung wvird die Sache wohl böllg klar gebeit in früher Jugenchzest sesen Vettübende Blder sitlicher Verkommenwige dir Schlie bie Taschen geiler hod snten gbrosht, se eicpzal. 3u. Bauern, und schließlich ebenso wenig um Bulgarien oder Serbien oder den ganzen politischen Weltkram zu kümmern— erklärlich wenigstens wäre ein solcher Wunsch! Standes=Ants=Nachrichten von Oipe pro März 1890. Geborene: Friedrich Franz, Sohn des Gelbgießermeisters Heinrich Spenner zu Olpe. Johann Joseph, S. des Fabrikarbeiters Joh. Joseph Jung zu Ronnewinkel. Maria, Tochter des Schneidermeisters Franz Jos. Kirchhoff zu Olpe. Maria Josepha, T. des Fabrikarbeiters Joh. Joseph Lütticke zu Friedrichsthal. Antonie, T. des Fabrikarbeiters Wilh. Lackner zu Olpe. Joseph Emil, S. des Bäckermeisters und Gastwirts Stefan Wilhelm Kost zu Olpe. Maria Regina, T. des Puddelmeisters Joh. Pet. Halbe zu Saßmicke. Anton, S. des Gerbereiarbeiters Joh. Ant. Bonrath zu Olpe. Bernardine Paula, T. des Landwirts Joseph Sommer zu Sondern. Maria Elisabeth, T. des Ackerers Th. Heite zu Wankemicke. Paula, T. des Fabrikarbeiters Joh. Feldmann zu Griesenert. Maria Anna, T. des Zimmermeisters Fr. Alfes zu Sondern. Anton, S. des Lokomotivheizers Pet. Ant. Hatzfeld zu Olpe. Louise. T. des Wegewärters Eberhard Halbe zu Rüblinghausen. Hugo Albert, S. des Stadtschullehrers Johann Mauritus Kaiser zu Olpe. Anna Barbara, T. des Metzgermeisters Franz Joseph Rölle zu Olpe. Anton Paul, S. des Handelsmanns Jos. Feldmann zu Olpe. Gestorbene: Witwe Schuhmachermeister Eberhard gnt. Bernard Gummersbach, Anna geb. Hüpper zu Olpe. Almosenempfänger Joh. Casp. Kühr zu Oberneger. Pflegling Jos. Braun aus Derschlag, F im Waisenhause zu Olpe. Pflegling Lukas Anton Freitag aus Olpe, t im Waisenzu Olpe. Gerbereiarbeiter Theodor Bleser zu Olpe. Ehefrau Flurschütz Theodor Weiß, Maria Anna Regina geb. Schöne zu Olpe. Maria, T. des Fabrikarbeiters Peter Schell zu Olpe. Witwe Gerbereiarbeiter Peter Anton Neuhaus, Anna Katharina geb. Muckenhaupt zu Olpe. Postbote Heinrich Joseph Schmidt zu Olpe. Angela Schnüttgen ohne besonderes Gewerbe zu Mittelneger. Ehefrau Kreisbote August Louis Hermann Holick, Friederike Julie geb. Krumme zu Olpe. Literatur. Wer die besten und gediegensten Leistungen unserer zeitgenössischen katholischen Dichter kennen will, der abonniere auf die„Diehterstimmen der Gegenwart", praktisches Organ für das kath. Deutschland, herausgegeben von L. v. Hemstede.(Verlag von Feyel in Ueberlingen.) Das Blatt erscheint seit dem Jahre 1887 regelmäßig allmonatlich, bringt auf 12—16 Seiten ausgewählte Beiträge der besten katholischen Dichter und Dichterinnen, ist vom Mainzer „Katholik“, den„Laacher Stimmen“, den„histor. polit. Blättern“, dem„Blichermarkt" und zahlreichen Tagesblättern wiederholt auf das Wärmste empfohlen, hat schon manchem schüchtern aufkeimenden Talent die Bahn geebnet und bietet dem gebildeten wie dem schlichteren Leser eine Fundgrube trefflicher Gedanken in schöner Form. Der Preis beträgt nur 1,50 M. pro Semester. Man abonniert am besten bei der Post oder direkt beim Verleger A. Feyel zu Ueberlingen am BoTpuE— Farbige Seidenstoffe von 95 Pig. bis 12.55 per Met.— glatt, gestreift, karriert und gemustert(ca. 2500 versch. Farben und Dessins)— vers. roben= und stückweise porto= u. zollfrei das Fabrik=Depot G. Henneberg(K. u. K. Hoflief.) Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. G age. levoli orden Rord gar oluti besitzt enisch hen kord irfol ospil röffn ens laub Jesut Staa Jahr. nd en unge däre Bewe ind ind Müh von den etzen seseit jahn Gros ung Stei Sch schaff. aber sicht heit Volk uufr Reid uud Regi zege eina Mai dem kam wag Reie Car sich erin einen den auch 88 Amtliche Bekanntmachung. Laut Mitteilung des Kgl. Landratsamtes zu Waldbroel fallen wegen Ausbruchs der Maul= und Klauenseuche die Viehmärkte in Schladern und Eckenhagen am 16. und 17. April aus. Olpe, 11. April 1890. Der Landrat Freusberg. W.&aam E. Reisslandt, Siegen, Sandstraße. Eisenkonstruktions=Werkstätte. Balkonen, eiserne Treppen für Wohn= und Lagergebäude, schmiedeeiserne Thore. Geländer jeder Art, Grabgitter, Thürfallungen, eiserne Hartenmößel, BeeteEinfassungen. 4 13 26 10 10 32 65 160 250 300 800 1558 5384 1 à 600000 M. 2„ 500000„ 2„ 400000„ 4„ 300000„ 5„ 200000" 150000„ 100000„ 50000„ 40000" 30000„ 25000„ 20000„ 10000„ 5000„ 3000„ 2000„ 1000„ 500„ SchlosstreiheitGelü-) Lotterie. am 12. Mai d. J. Ziehung mpfehle und versende ich Preisen. Achtel 11.50 M. Nächste Für neu eintretende Spieler eingfehl Sriainal=Lose zu planmäßigen Ganze 92 M. Halbe 46 M. Viertel 23 M. Zur Bequemlichkeit meiner werten Kundschaft empfehle ich Anteil=Volllose, giltig für alle Ziehungen dieser Lotterie, auf welche keine Nachzahlungen zu leisten sind und für welche ich im Falle eines Gewinnes in den ersten 4 Klassen die im Voraus bezahlte Einlage der folgenden Klassen zurückerstatte. Anteil=Volllose 1/1 ½ 1 1/8 1/16 1/32 1/64 für alle Klassen giltig.) M. 200 M. 100 M. 50 M. 25 M. 12,50 M. 6.25 M. 3.50 Zur Erhöhung der Gewinn=Chancen empfehle ich, möglich viele Anteile an verschied. Nummern zu nehmen 10/64 10/82 10/16 10/8 104 M. 35 Telegramm=Adresse Fuhsebank Berlin. M. 62.50 M. 125 M. 250 M. 500 Jeder Bestellung, welche durch Postanweisung erbitte, sind f. Liste u. Porto 30 Pf. f. jede Klasse beizufügen. August Fuhse, Bankgeschäft Berlin W. Friedrichstraße 79. 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Lose 4 1 M.(11 Lose für 10 Mark) empfiehlt und versendet(auch gegen Briefmarken) Carl Heintze, Bankgeschäft, Berlin W., Unter den Linden 3. Für Porto und Liste sind 30 Pfg. beizufügen. Gewinne: 1 Jagdwagen mit 4 Pferden 1 Landauer mit 2 Pferden 1 Halbwagen mit 2 Pferden 1 Sandschneider mit 2 Pferden 1 Parkwagen mit 2 Ponnys 1 Brougham mit 1 Pferde 1 Herrenphacton mit 1 Pferde 1 Damenphacton mit 1 Pferde 83 Reit= und Wagenpferde 20 complette Reitsättel 80 vollständige Zaumzeuge 50 wollene Pferdedecken 20 Jagdgewehre 87 Gew.: Div. Ledersachen 80 gold. Drei=Kaisermedaillen 4000 silb. Drei=Kaisermedaillen 1000 silb. hippologische Münzen Haus=& Gutsverkauf Bäckerlehrling auf sofortsgesucht von Franz Rölle, (Siegen am Kampen. Den seit 1880 bei Pfarrern, Lehrern, Beamten, Gutsbesitzern 2c. rühml. bekannten Holländ. Tabak lief. nur B. Beoker in Seesen In unserm Verlage ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Geschichtliche Darstellungen aus der Vorzeit des Bistums Paderborn. Von Karl Frhr. von Ledebur=Wicheln. 82 Seiten. kl. 80, Preis 60 Pfg. Harten=Samen in bester frischer Ware, echten Seeländer Leinsamen, per Pfd. 25 Pfg., prima Kleesamen empfiehlt billigst Olpe. Jof. Feldmann, zu Drolshagen. Im Auftrage der Erben des verstorbenen Peter Schmidt zu Drolshagen werde ich am Montag den 21. April morgens 10 Uhr anfangend im Saale der Ww. Schmelzer an der Brücke zu Drolshagen die zum Nachlaß des Peter Schmidt gehörenden Immobilien mit aufstehendem Wohnhaus öffentlich meistbietend unter günstigen Bedingungen verkaufen, wozu Käufer einladet. Olpe, den 10. April 1890. Zeppenfeldt, A.=C. am Markt. Van ussen Hierguede. En Preuweken int ner plattduitschen Mueke. Van Antun Willdeyand. 159 Seiten. kl. 80. Preis 50 Pfg. Die Eresburg, Ober= und Niedermarsberg nebst Umgegend in Gegenwart und Vergangenheit von Joh. Wilh. Fischer, Kgl. Amtsgerichtsrat a. D. IV und 262 Seiten. Preis 2,70 M. Bonifazius=Druckerei, Paderborn. sonsationelle Eründung für Raucher. Rich. Bereks assetzlich beschützie Der. man a tto P geemunme insu ee Apotheker Rich. Brandt'sche Schweizerpillen versendet Apotheker Jos. Göbel in Altenhundent. Speise=Talg, feinster Qualität empfiehlt Wiederverkäufern billigst. Flick. Metzger, Weidenau. Mariazeller Magen-Tropfen, vortrefflich wirkend bei allen Krankheiten des Magen: Unübertrossen bei Appetitlosigkeit, Schwäche des Magens, ubelriechendem Athem, Blähung, saurem Aufstoßen, Kolik, Magenkatarrh, Sodbrennen, Bildung von Sand und Gries, übermäßiger Schleimproduction, Gelbsucht, Ekel und Erbrechen, Kopfschmerz (falls er vom Magen herrührt), Magenkrampf, Hartleibigkeit oder stopfung, Ueberladen des Magens mit Speisen u. Getränker Schutzmarke. 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Das bedeutendste u. rühmlichst bekannte „Bettledern-Lager Barry„Unna in Altona bei Hamburg versendet zollfrei gegen Nachnahme (nicht, unter 10 Pfund) gute reue Beitfevern für 60 Pf. das Pfu# vorzüglich gute Sorte 1 M. u. 1,25 M., prima Halbdaunen nur 1,60, Das Bettfedern-Lager Schliemann& Kähler in Hamburg versendet portofrei gegen Nachnahme Verrsedern 9 Plung für KK 03.—. 9 Pfund vorzüglich gute.K.12.—. Plund la. Halbdaunen.K. 15.—. 9) Plund la. DaunenM23.Kopfung und Hartleibigte werden jetzt vielfach nachgeahmt. Abführnillen&a Prady Fre enterschrist bes#p Abtahreihenn“ Mirtiicherg-— Breie ver. S###g#o g. Wie Mariazeller, Aggentropfen und die Mariazeuer Abführpilles sind keine Gehelmmittel, die Vorschrift ist auf jeder Flasche und Schachtel genau angegeben.„„ Die Mariazeller Magentropsen und Markazeller Abführpillen sind echt zu haben in t angenenbeten Pillen Man achte daher auf Unterschrift des Apothekers Breis per Schachtel 50 Pf. Olpe: in der Apotheke; in Elspe: Ap. A. Küppers; in Attendorn: Ap. E. Pfeiffer; in Rosbach: Ap. Thiemann. LÖSE der 5. Marienburger Geldlotterie, Ziehung am 7. Mai 1890. 3372 Geldgewinne, darunter HauptGewinne zu M. 90.000, M. 30.000, M. 15.000 2c. Preis des Loses 3 Mark. Stettiner Pferde=Lotterie, Ziehung am 20. Mai 1890. Hauptgewinn 1 Jagdwagen mit 4 Pferden. Preis des Loses 1 Mark. Gegen vorherige Einsendung des Betrages nebst 10 Pfg. für Porto erfolgt Franko=Zusendung des Loses. Wird Ziehungsliste gewünscht, so beliebe man 15 Pf. mehr beizufügen. Ruegenberg'sche Buchhdlg., Olpe. 9 Tage. Zwangsversleigerung. Im Wege der Zwangsvollstrekkung sollen die im Grundbuche von Selbecke, Band 4 Blatt 29, auf den Namen des Landwirts Peter Stracke zu Selbecke eingetragenen Grundstücke: Flur 3 Nr. 317 318 322 323 335 348 354 359 378 387 398 607/339 613/339, Flur 4 Nr. 5 140 326/192 295/92 268/18, 3/12 Anteil an Flur 4 Nr. 93, 1/8 Anteil an Flur 4 Nr. 26a, 180/2160 Anteil an Flur 4 Nr. 10 13 159 160, ½2 Anteil an Flur 3 Nr. 372 403 405, Flur 4 Nr. 95 131 nebst aufstehenden Gebäulichkeiten am 9. Juni dfs. Is. vormittags 9½ Uhr vor dem unterzeichneten Gericht— an Gerichtsstelle,— versteigert werden. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlages wird am 10. Juni 1890 vormittags 11 Uhr an Gerichtsstelle verkündet werden. Kirchhundem, den 10. April 1890. Königl. Amtsgericht. 15 tüchtige Mauerleute finden bauernde Beschäftigung gegen hohen Lohn bei Jof. Schulte, Mauermeister in Dünschede bei Grevenbrück. „Montag den 21. d. M. morgens gegen 8 Uhr anfangend setzen die Unterzeichneten in ihrer Wohnung allerhand Haus= und Küchengeräte, 1 Kochmaschine, Viehtopf mit Mantel, eiserne Töpfe, Oefen, Schränke, Bänke, Tische, Glas= und Porzellanwaren 2c. 2c. zum Verkauf aus, trozu Käufer eintaden. Beträge bis zu 3 Mark gegen Bar, über 3 Mark gegen Zahlungsausstand. Kruberg, 12. April 1890. Erben Peter Limper. den 21. d. M. morgens ir für Wwe. 2 KüMit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amrrika in 9 Tagen machen. Ferner fahren Dampfer des Norddeutschen Lloyd L Bremen nach Rirchenhau zu Weimar. Die katholische Gemeinde in Weimar besaß bisher keine Kirche, sondern nur einen kleinen Betsaal. Es war unmöglich, daß er die Zahl der Andächtigen beim Sonntagsgottesdienste fassen konnte. Obwohl ohne Mittel legten wir im Frühjahr den Grundstein zur neuen Herz Jesu=Kirche. Leider machte die Fundierung des Baues große Schwierigkeiten. Das verzögerte dn Bau und erhöhte die Ausgaben um 25,000 Mark. Trotzdem haben wir mit Gottes Beistand im Sommer einen großen Teil des Kirchleins Kustralten—. Südamerika. Näheres bei dem Agenten J. Kippenberger, Hauptagent f. d. Kr. Siegen. Answänderungr Vertrage We 9 Uhr verkaufe ich Oefen, Kartoffeln, 2 Schinken, Heu, Dünger, Haus= und Küchengeräte 2c. öffentlich meistbietend. Beträge bis 3 Mark sind sofort zu bezahlen. Attendorn, 13. April 1890. Bigener= K.=e. Ein Schmiedegesell und ein Lehrling sucht Th. Knirr, Allenbag bei Hilchenbach. Ein Schuhmacher=Lehrling gesucht von Jos. Clemens, Schuhmachermeister, Oipe(an der Klrche.) Sunthufer, Saatgerste, Saatwillen, sind stets vorrätig bei I. A. Ursell, Attendorn. Bekanntmachung. In der Familienstiftung des Vikar Poggel sind für 1890 sowohl für Studierende als für Mädchen die Stipendien zu vergeben. Geeignete Bewerber haben sich beim Stiftungsvorsteher Hesse zu Heinsberg— der auch nötigenfalls Auskunft erteilen wird— bis Mitte Juni 1890 zu von Bremen und Hamburg nach melden und ihre Verwandtschaft mit wir mit Gottes Beistand im Sommer einen großen, Tg, des Kirchleins Amerika schließt zu Originalprei= dem Stitter nachzuweisen. aufgerichtet. Aber nun sind alle unsere Mtttei erschopft. Die Kräfte unserer unnen sihmpt zu S##mmr##ks dem Stifter nachzuwetsen. Gemeinde waren auf's Aeußerste angespannt. Selbst der Taglöhner opfert sen ab Olpe, 10. Ahrll 1890, seine Gabe; das Schulkind seinen Sparpfennig. Mehr können wir nicht thun. Wie sollen wir nun weiter bauen? So wende ich mich denn noch einmal an Euch, katholische Brüder, mit der Bitte um einen Baustein für unsere Kirche. Ich kenne keinen anderen Fond's, als jenen, der in Eurer christlichen, Wohlthätigkeit gegründet ist. Gebet darum, was Euch die Liebe zu geben ermahnt:„ein Jeder nach freiem Herzenstriebe, nicht mit Unwilten, denn nur einen freudigen Geber liebt Gott.“(2. Kor. 9. 7.) Er, der dem Sämann den Samen reicht und Brot giebt zur Nahrung, wird auch die Früchte Eurer Mildthätigkeit vervielfältigen. Gott ist ein getreuer Zahler, der auch ohne Mahnung zur rechten Zeit Zinsen giebt. Katholiken! helfet uns weiter bauen?„Besser wenig geben als gar nichts! Aus vielen kleinen Gaben wird unser Kirchlein gebaut. Jede Gabe in Postanweisung oder Briefmarken ist uns angenehm. Weimar, Thüringen. K. Jungst, Pfarrer. Die Expedition ist gern bereit, weitere Beträge in Empfang zu nehmen. Red StarLiu Rothe Stern Linie König. Belg. Postdampfer von prima Ganzdaunen nur 2.50 Bei Abnahme von 50 Pfd. 5%0 Rabatt.— Umtausch bereitwilligst, Fertige Betten(Oberbeit, Unrerbett und 2 Kissen prima Inlettstoff aufs beste gefüllt einschläsig 20 u. 30 M. Zweischlang 80 u. 40 M. Für Hoteliers und Händler Extrapreise. 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