N6. 22 Samstag den 15. März. 1890. Erscheint am Mittwoch und Samstag und kommt bereits Dienstags und Freitags nachmittags zur Ausgabe. Abonnementspreis vierteljährlich 1 Mk. 20 Pf., per Post bezogen 1 Mk. 25 Pf., mit Illustriertem Sonntagsblatt 25 Pf. mehr. Anzeiger für das Sauerland und speziell für den Kreis Olpe. Verantwortlicher Redakteur: Gottfried Ruegenberg. Verlag der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. Anzeigegebühr: 10 Pfg. für die einspaltige Petit=Zeile oder deren Raum, unter 4 Zeilen 40 Pfg.; Reklamen 25 Pfg. die Zeile. Die Besorgung von Biiefen und Annahme von Adressen wird mit 25 Pfg. berechnet. Wochenrundschau. X Olpe den 13. März 1890. Es ist interessant und lehrreich, die letzte Reichstagswahl mit den Septennatswahlen vor drei Jahren in Bezug auf das Gewinn= und Verlust=Conto der größeren Parteien zu vergleichen, um zu erkennen, wie gewaltig die Stimmung zu Ungunsten der Cartell= brüder im deutschen Volke umgeschlagen ist. Wir setzen die Zahlen der Wahlen von 1887 in Klammern bei. Bei der jetzigen Reichstagswahl errangendvie Conservativen 90 Sitze(120), verloren also 30; die Nationalliberalen 40(100) verloren also 60; das Cartell büßte mithin 90 Mandate ein— eine Niederlage, die in so furchtbarer Größe doch wohl niemand geahnt hätte. Die Freisinnigen brachten es von 32 auf 70 Sitze, die Socialdemokraten von 11 guf 35, die Demokraten von Null auf 10, das Centrum von 98 auf 107, die Polen von 18 auf 16, die Welfen von 4 auf 11 Mandate. Centrum, Polen und Welfen repräsentieren also die stattliche, nie erreichte Zahl von 134, und angesichts solcher großartigen Erfolge kann man nur ausrufen: Br hast dich wacker gehalten! Der Aerger und Mißmut der so übel zugerichteten Nationallimerolen macht sich in einer Weise Luft, daß wir Deutsche uns dieser „Patrioten", vor dem ganzen Auslande schämen müssen. So macht die„Köln. Ztg.“ von dem Recht des Gerichteten, über seine Richter herzufallen, mit einem fast wahnsinnigen Fanatismus Gebrauch. Es genügen hier einige Blüten aus dem Bouquet.„Wir sehen der Vervollständigung des Volksgerichts mit einer gleichmütigen und unerschütterlichen Geringschätzung entgegen. Nun hat diese wüste Hetzarbeit ihren Zweck erreicht, die Mandate sind erschlichen.“ Man gelegenheit auch schon angeregt worden, aber ohne Erfolg. Die Ansprache, die Kaiser Wilhelm beim Festmahle auf dem Brandenburger Landtage gehalten, hat überall großen Eindruck gemacht. Es sind schöne tief durchdachte Worte, die der Kaiser sprach. Er sei auf den Reisen, wenn er einsam in sternenheller Nacht auf dem Schiffe gestanden, zur Klarheit gekommen, was noch zu thun sei und daß man sich nicht überschätzen dürfe. Sein hochseliger Herr Großvater habe das Reich nach außen groß und stark gemacht, und dann sich den inneren Verhältnissen zugewendet. Er folge den Absichten und wende seine Sorge den sozialen Aufgaben zu.„Und, so schloß der Kaiser seine denkwürdige Rede, wer mir dabei hilft, der soll mir willkommen sein, von welcher Seite er auch kommen möge; wer dagegen arbeitet, den zerschmettere ich.“ Die letzte Stelle erscheint nicht ganz verständlich. Daß der Kaiser die soziale Frage, speziell die Lösung der Arbeiterfrage, dabei im Sinne gehabt, gilt wohl als zweifellos. Und ebenso muß man annehmen, daß der Kaiser jede Partei genehm findet, die ihn unterstützt. Unterstützen müssen ihn ferner der Bravo, deutsches Volk, du Reichskanzler, die Minister, der Bundesrat; auf wen der Monarch nun mit den Worten zielen könnte:„Wer aber dagegen arbeitet, den zerschmettere ich,“ darüber haben die Gedanken einen weiten Spielraum. Noch immer halten sich die Erörterungen über eine Kanzlerkrisis. Der Rauch, der das Feuer ankündigt, läßt zwar einen Tag nach, steigt aber am nächsten Tag um so dicker auf. Das Bemerkenswerteste zu der Sage, daß Fürst Bismarck der„gehende Mann“ sei, hat der Wiener Correspondent der Londoner„Times“ geliefert. Er will erfahren haben, der Rücktritt des Kanzlers von allen seinen Aemtern und die Erfüllung seines Ideals, als Landedellasse diesem vortrefflichen Reichstage doch Zeit, sich so verächtlich zu mann ein behagliches ländliches Stillleben zu führen, sei jetzt ausmachen, als er kann und mag."„Man gestatte der Reichstagsmehr= gemachte Sache, da der Kaiser den Vorstellungen des Fürsten endlich heit doch, ihr Armutszeugnis auf jede Wand und Bank zu schreiben; nachgegeben habe. Die Kanzlerschaft solle durch eine Anzahl unabman übersättige das deutsche Volk dermaßen mit der sauren Speise hängiger Reichsministerien ersetzt, also im Reiche ein Ministerium mit dieses Anticartells, daß der deutsche Michel ganz wild wird. Und Collegialverfassung eingeführt werden. Ob das Dichtung oder Wahrschließlich mag die Nation im neuen Ringen versuchen, das harte heit ist, muß die Zukunft enthüllen. Joch abzuschütteln, welches die unwissenden Schichten ihr aufer Die Berliner Arbeiterschutz=Conferenz, welche am legt haben.“ So die„Köln. Ztg.“ Wir branchen nichts hinzuzusetzen. So ist das deutsche Volk und der von ihm gewählte Reichstag wohl noch nie beschimpft worden! Die Cartellpresse freut sich, daß der neue Reichstag keine Mehrheit habe, und mahnen die Conservativen ab, nur nicht das Präsidium zu übernehinen, damit er den äußern Stempel seines innern Charakters trage. Die Nationalliberalen erklären sogar offen, sie seien neugierig, was der Reichstag ohne sie ausrichten werde! Mögen die Leute doch einmal sich beruhigen und erst abwarten! Mit ihrem Gewinsel können die nationalliberalen Heulmeier doch nichts mehr ändern.— Wann der neue Reichstag zusammentreten wird, steht noch nicht fest; wahrscheinlich Mitte April. Im preußischen Abgeordnetenhause, wo noch das Cartell=Lämpchen glüht und zuweilen sogar hell aufflackert, fließen die Wellen wieder ruhiger dahin. Die zweite Beratung des Etats wird fortgesetzt, und die Positionen und Forderungen werden meist nach kurzer Erörterung genehmigt. Von Interesse für weite Schichten der landwirtschaftlichen Kreise war der Antrag auf Wildschadenersatz, der von allen Seiten als ein Akt der Gerechtigkeit betont wurde. Eine Commission soll die wichtige Frage prüfen, und für die ländliche vom Wildschaden vielfach heimgesuchte Bevölkerung wäre eine glückliche Lösung durchaus zu wünschen. Früher ist die AnSamstag den 15. März eröffnet werden soll, scheint eine größere Ausdehnung nehmen zu wollen, als in den kaiserlichen Erlassen angekündigt war. So haben noch mehrere Industriestaaten Einladungen erhalten und ihre Beteiligung zugesagt. Schon sind auch die Teilnehmer und Vertreter von den meisten Mächten ernannt, und ganz Europa beschäftigt sich gegenwärtig mit dem in Angriff zu nehmenden großen Werke. Frankreich hat sich denn auch entschlossen, teilzunehmen, nachdem man von deutscher Seite erklärt hat, daß die Politik daraus bleibt, und nur technische Fragen zur Erörterung kommen. Die baierischen Bischöfe drängen darauf hin, daß die Altkatholikenfrage endlich geregelt wird und sie bereiten eine Vorstellung an die Regierung vor, daß die Altkatholiken als besondere Religionsgesellschaft erklärt werden sollen, damit sie nicht von Staatswegen immer noch wie römische Katholiken behandelt werden.— Wie verlautet, gedenkt der Episcopat in Oesterreich noch einmal die Schulfrage in die Hand zu nehmen und die Angelegenheit der confessionellen Schulen wieder in Fluß zu bringen, an der selbst ihr eifrigster Vorkämpfer, Prinz Lichtenstein endlich verzweifelt hat. Wir glauben so lange nicht an einen Erfolg, als der Cultusminister v. Gautsch am Ruder ist. Kleine Ursachen— große Wirkungen. In Ungarn ist es über die Frage eines neuen Heimatsgesetzes zu einen Ministerkrisis gekommen. Ministerpräsident Tisza war der Ansicht, daß Kossuth, Ehrenbürger mehrerer Städte, aber wegen seiner revolutionären Ideen aus dem Lande gewiesen und jetzt in Turin lebend, dennoch ungarischer Bürger bleibe, seine Ministercollegen aber teilten diese Meinung nicht, und so hat der langjährige Ministerpräsident und Berater des Königs wegen dieses Zwiespalts seine Entlassung genommen und Szapary wurde sein Nachfolger. Die Vorgänge haben überall Aufsehen erregt, und sie zeigen, wie auch große Männer über kleine Hindernisse stürzen können. Das französische Cabinet hat zwei Stürme glücklich überstanden. Der Mißmut Vieler über den Rücktritt des Ministers des Innern, Constans, der sich viele Sympathieen erworben hatte, drohte in der Kammer zu einem Mistrauensvotum für die Regierung zu führen, doch kam nach den etwas großspurigen Erklärungen des neuen Ministers Bourgeois das Cabinet noch einmal mit heiler Haut davon. Die allgemeine Mißstimmung richtet sich gegen den Ministerpräsidenten Tirard, und die Kammer zeigt sich ihm kühl bis ans Herz hinau. Seine Tage scheinen gezählt: er ist schon„krank“ und kann füglich ans„Gesundheitsrücksichten" bald zurücktreten. Das zweite Ungewitter zog herauf, als die Boulaugisten die Regierung über die Teilnahme an der Berliner Conferenz interpellierteu. Sie hatten ihre schwersten Geschütze aufgefahren und sie mit „Patriotismus",„Nache" und Deutschenhaß geladen und feuerten nun Alles gegen den Minister des Aeußern, Spuller, ab. Doch er verstand es, in kurzer und überzeugender Weise darzulegen, daß Frankreich sich aus eigenen Interessen nicht von der Conferenz fernhalten könne, und die Mehrheit der Kammer spendete Beifall. Die Negierung hatte gesiegt, die Boulangisten waren geschlagen. So hat sich auch dieses gefürchtete Unwetter glücklich verzogen, und der französische Himmel lacht wieder heiter— so lange es dauert und der Horizont sich nicht durch die bedauerlichen Vorgänge in Dahome in Westafrika von neuem verfinstert— worüber nächstens mehr. In England sieht es in den Kohlenrevieren bös aus. Seit Jahresfrist haben die Kohlenarbeiter drei Mal je 10 Procent Lohnerhöhung erhalten und sie fordern nun zum vierten Mal 10 Procent. Ein Teil der Grubenbesitzer hat sich auf 5 Prozent geeinigt, die Mehrheit aber verweigert jede weitere Concession. Nun wollen die abgewiesenen Bergleute am 15. März die Arbeit einstellen, und dann würde der Strike 350000 Mann brotlos machen, wenn nicht eine Einigung zustande kommt. Es ist aber große Gefahr, daß das Strikefieber sich über den Kaual fortpflanzt und auch die deutschen Bergarbeiter ansteckt. Der h. Vater in Rom hat bei der Feier seines Geburtsfestes und Jahrestages der Krönung in einer Allocution an die Cardinäle wieder recht traurige Schilderungen von der Lage der Kirche gegeben, und ferner die für die heutigen Verhältnisse und die Staatenlenker beherzigenswerten Worte gesprochen, das Heil der Gesellschaft beruhe in der Lehre der christlichen Wahrheiten, und diese zu lehren, sei die Mission des Papstes. Die Zeit wird wohl kommen, wo unsere„moderne Weltanschauung“ sich diesen Worten des Kirchenoberhauptes anpassen muß.— Zwischen dem Ministerpräsidenten Crispi und dem Kammerpräsidenten Biancherie ist ein arger Zwist entstanden; infolgedessen wird wohl Einer von Beiden gehen müssen, wer aber? Aus Rußland kommen wieder Attentatsgerüchte. Studenten sollen einen Anschlag gegen den Zar vorbereitet haben, doch im Momente der Ausführung von der Polizei überrascht worden sein. Auch erzählt man sich von Drohbriefen, und Martha. Erzählung von Chr. Kimmich. 22.(Fortsetzung.) In großer Aufregung durchschritt er die Straßen, ohne zu wissen, wohin er seine Schritte lenken solle. Er glaubte in dem Grafen jenen Hochstapler erkannt zu haben, den er seit Wochen suchte. Die Personalbeschreibung stimmte, abgesehen von einigen Abweichungen, wie das Fehlen eines Vollbartes, vollkommen überein und dann der Name! war es nicht so natürlich, daß einer von Bentling auf Bentlingen kam? Was aber nun beginnen? Wie wollte er für seine Vermutung einen festen Anhalt gewinnen? Er beschloß, sich ohne Säumen an die Polizei zu wenden und dort Mitteilung zu machen, vielleicht gelang es doch, weitere Anhaltspunkte zu gewinnen. Es war schon ziemlich spät, weshalb er beschloß, bis zum Morgen zu warten, auch fiel ihm ein, daß ihm infolge seiner Begegeung mit dem Grafen wohl in allernächster Zeit Gelegenheit werde, sich näher mit ihm bekannt zu machen. Der folgende Tag war ein Sonntag, weshalb Oscar seine Ungeduld noch einmal bemeistern mußte. Zwar waren einige Beamte der Polizei auch am Sonntage zu sprechen, allein derjenige, an den er sich gerne gewandt hätte, hatte keinen Dienst. Als er zur Mittagszeit nach Hause kam, fand er einen Brief dort vor. Er kam vom Grafen von Bentlingen und enthielt die Aufforderung, Oskar möge sich wegen seines Verhaltens vom vorhergehenden Abend entschuldigen, widrigenfalls er ihm am folgenden Tage seine Sekundanten zusenden werde. Oskar war unschlüssig, was er beginnen solle. Einesteils war es unangenehm, gerade jetzt mit dem Grafen in einen Konflikt zu geraten, da hiedurch alles verdorben werden konnte, andererseits widerstrebte es ihm, sich ihm gegenüber nachgiebig zu zeigen. Nach reiflicher Ueberlegung beschloß er endlich, sich in einer Weise zu entschuldigen, die sich mit seiner Ehre vollkommen vertrug. „Es ist besser,“ sagte er zu sich,„der Mensch fällt in die Hände der Gerechtigkeit, als daß er schließlich dich zum Krüppel schießt in einer Zeit, in der es gilt, im Besitze seiner Vollkraft und Gesundheit seine ganze Thätigkeit zu entwickeln.“ Am Montag früh suchte er vor allem denjenigen Beamten auf, der ihn schon zweimal in der Angelegenheit des Hochstaplers Gotthold Bentling bedient hatte.„Ich habe eine wichtige Entdeckung gemacht,“ sagte er zu dem Beamten und teilte ihm seinen Verdacht mit. Dieser schüttelte bedenklich das Haupt. „Ich fürchte, Sie haben sich geirrt,“ entgegnet er.„Graf Bentlingen ist kein Schwindler, er stammt aus altem, guten Adel und ist in Schlesien ansässig; ich weiß das aus guter Quelle." Oskar begann bereits wieder der Mut zu sinken. Da siel ihm noch der Brief ein, den er von dem Grafen erhalten hatte. „Wollen Sie nicht die beiden Handschriften vergleichen?“ sagte er. Der Beamte holte den Brief hervor, der in seinem Besitz war und legte ihn neben denjenigen von Oskar. Die Handschriften stimmten vollkommen überein; es konnte kaum ein Zweifel darüber existieren, daß die beiden Briefe ein und dieselbe Hand geschrieben. „Was sagen Sie nun?“ rief Oskar triumphierend. Der Beamte mußte selbst zugeben, daß die Aehnlichkeit der beiden Handschriften eine sehr auffällige war, doch, sagte er, auf diese Thatsache hin könne er doch keine weiteren Schritte thun. „Ich habe,“ fuhr er fort,„über den Grafen von Bentlingen Informationen eingeholt, die durchaus günstige Resultate ergeben haben, infolge dessen bin ich nicht in der Lage, irgend etwas gegen denselben zu unternehmen.“ „Haben Sie sich denn bei dieser Gelegenheit überzeugt, daß jener Graf Bentlingen auch wirklich derjenige ist, der sich hier aufhält? Kann nicht jener zur Zeit in Amerika, Australien oder sonst wo sein und dieser hier nur seinen Namen geborgt haben?" Der Beamte mußte zugehen, daß er das allerdings unterlassen habe. „Dann ist jene Information für mich ganz ohne Bedeutung,“ entgegnete Oskar. Die beiden kamen nun überein, sich telegraphisch noch einmal an jene Quelle zu wenden und erhielten in umgehender Rückantwort die Mitteilung, daß Graf Heinrich von Bentlingen auf Bentlingen seit zwei Jahren sich auf Reisen befinde, daß sein letzter, vor acht Tagen angelangter Brief, vom Kap der guten Hoffnung abgesandt sei und daß er in diesem Bries seine Rückkehr für den Herbst in Aussicht gestellt habe. Nun lag die Sache allerdings anders. Wenn der richtige Graf von Bentlingen im Kap der guten Höffnung weilte, so war dieser hier ein Schwindler, ein Hochstapler, der sich unrechtmäßigerweise den falschen Namen angeeignet hatte, da es einen zweiten. Grafen dieses Namens im Lande nicht gab. Trotz dieses Umstandes bedauerte der Beamte, vorläufig nicht einschreiten zu dürfen und sich auf eine vorsichtige Ueberwachung beschränken zu müssen, da er vor allem seiner Sache sicher sein müßte. „Es liegt von keiner Seite eine Anklage gegen den Mann vor," sagte er,„und ihn wegen Aneignung eines falschen Namens zu belangen, wäre nach meiner Ansicht zum mindesten eine Uebereilung, die keinen Nutzen bringt, wohl aber den Mann zur Vorsicht, eventuell zur heimlichen Abreise bestimmt. Ist er der gesuchte Hochstapler, so entgeht er uns nicht mehr,“ schloß er mit Sicherheit. Oskar kam nun auf jenen, von dem damaligen Kommis Gotthold Bentling verübten Diebstahl zu sprechen und meinte, ob man ihn nicht dieserhalb belangen könnte. „Die Sache ist veraltet, auch fehlen die Beweise, daß er der Thäter jenes Verbrechens ist,“ entgegnete der Beamte und Oskar stimmte dem, wenn auch ungerne, bei.— So blieb ihm denn, trotz seiner Ungeduld, nichts anderes übrig, als sich wiederum in Geduld zu fassen. Er nahm sich jedoch fest vor, auf eigene Faust den Grafen zu beobachten und das that er auch mit Fleiß und Ausdauer. 10. Im Registrator Freund'schen Hause war längst wieder die alte Ruhe, der alte Friede eingekehrt wenigstens hatte es so den Anschein. Alles ging seinen alten geregelten Gang. Der Registrator war wieder genesen und von Frau Mariens güte= und liebevollem Angesicht waren die Zeichen, die Kummer und Sorge aufdrücken, gewichen. Freilich ganz frei von Kümmernissen war das Herz der braven Frau noch immer nicht, aber sie wußte den zurückgebliebenen Rest zu verbergen und still und ergeben zu tragen. Wie konnte sie auch ganz glücklich sein, so lange sie ihr Kind unglücklich wußte und daß dies der Fall war, gewahrte das scharfe Mutterauge täglich. Eine schöne Genugthuung war ihr freilich geworden, die sie um keinen Preis hingegeben hätte, an der sie sich labte, so oft sie daran dachte. Ganz langsam, gewissermaßen tropfenweise, hatte sie ihrem Gatten, als er##wieder hergestellt war, davon Mitteilung gemacht, in welch aufopfernder Weise sich Martha seiner Pflege während seiner Krankheit gewidmet hatte. Anfangs runzelte der alte Mann wohl in aufsteigendem Grimm die Stirne, als aber seine Gatten nicht müde wurde, ihm in den leuchtendsten Farben den Evelstein des Mädchens darzustellen, da gab er sich schließlich gefangen. Stillschweigend hörte er ihr zu und eines Tages erlebte Frau Marie sogar den Triumph, daß er selbst das Wort des Lobes für Martha sprach und den Wunsch äußerte, das Mädchen, das er, trotzdem es Wochen in seinem Hause zubrachte, nicht einmal kannte, kennen zu lernen. Was zwischen Martha und ihrem Sohne vorgefallen war, davon schwieg sie wohlweislich, um nicht neues Unheil herauf zu beschwören, das sollte er nie erfahren. Fortsetzung folgt.) 6 evol orde liord gar oluti esitz sätt! enise hen tor! irfol ospi röfft enst laut est Stag ahr nd en unge däre Jewi nd n d Müh oon etzen eseit ahn Bro in Stei 56 b chof ber sicht heit Voll uust Reie und Reg 1926 eina 935 dem kam Rei Cai sich erin eine den aud 85 zei glaubt Grund genug zu haben, den Zaren schärfer übernachen zu lassen. Armer,„Selbstherrscher aller Reußen“! Du seiter Haute doch gldlicher Du der Bauersinann in fenee Emle ke., Imitlicher daran. Politische Uebersicht. Deutsches Reich. Berlin. Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an Herrn von Bötticher, den Staatssekretär im Reichsamte des Innern und Vizepräsidenten des preußischen Staatsministeriums bedeutet eine so seltene Auszeichnuns, daß as nicht weiter verwunderlich erscheint, wenn der Vorgang nugememe aufmerksamkeit erregt. Es kann daher nicht überraschen, daß man die Herrn von Bötticher zuteil gewordene Auszeichnung in den Erörterungen über die fernere Gestaltung der und preußischen Staatsregierung, zugleich aber auch mit dem Sepzrg gernigen... Hern v. Böticher auf sozialpolitischem Grenn=Elingt. Jedenfalls wird die Annahme, daß man in der Decorierung des Herrn Staatssekretärs zunächst den kaiserlichen Dank sa thatkräftige Ausführung der bisherigen Sozialreform im dent## durch ihn zu erblicken hat, nicht ohne weiteres zurückzueisen sein, denn vermutlich wird nunmehr Herr v. Bötticher in der geuez, Aera der Sozialreform, wie sie in den berühmten Erlässen Wilhelms angekündigt ist, etwas in den Hintergrund treten, um Hrn. v. Berlepsch, den neuen preußischen Handelsminister, seine Stele einehnen zu lasen. „#is, Gerichte, über die dem Fürsten Bismarck zugezurü ckzutiehen gänzlich aus dem Stats= und Reichsdenste wollen nicht verstummen, obwohl ihnen schon schieden widersprochen worden ist. Neuerdings macht eine als offiziös geltende Correspondenz die Runde durch die Blätter, wvonach, der Kanzler diese seine angebliche Absicht anch nicht vollstänit aufgegeben haben soll und behauptet die Correspondenz, die gegenwärtige Anwesenheit des Großherzogs von Baden in Berlin verfolge mit den Zweck, den Fürsten Bismarck zum Bleiben in seinen Aemtern zu bewegen. Schließlich heißt es, in informierten Kreisen sei die verbreitet, bei der Erörterung des Ausscheidens des Kanzlers aus dem Dienste sei auch die Teilung seiner Befugnisse zur Sprache Sctoumen, doch hätten sich die Bundesfürsten mit Entschiedenheit im Nichtänderung der Verfassung ausgesprochen.— Jedenfalls ist die erwähnte Correspondenz ein neuer Beweis für die in der zinern Peichs= und preußischen Politik gegenwärtig herrschende Unbesumhen und Unklarheit und kann man nur den Wunsch aussprechen, aß dieser Zustand endlich am längsten gedauert haben möge. des Bundesrates zieht sich diesmal ingewöhnlich in die Länge; obwohl das Osterfest schon herannaht, ist das Plenum des Bundesrates noch immer versammelt. Erst am vorigen Sonnabend fand wiederum eine Bundesratssitzung statt, und derselben über die zwecks Ausführung des. Alters= und Invaliditäts=Versicherungsgesetzes zu bildenden Versicherungsanstalten, gußerdem in mehreren Zol= und Steuerangelegenheiten, Beschluß .#..„Die Couferenzen preußischer Fabrikinspektoren, welche kürzlich in Berun unter dem Vorsitze des Handelsministers v. Berlepsch abgehalten wurden, haben die Frage der Arbeiterschutzgesetzgebung zum Gegenstande gehabt. Als Frucht dieser Conferenz bezeichnet man einen Gesetzentwurf, betreffend die gänzliche Umgestaltung der Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung vom 1. Juli 1883 über die gewerblichen Arbeiter, dessen grundlegende Gedanken bereits im preußischen Staatsrate aufgestellt worden sind. Der Entwurf soll schon in allernächster Zeit dem Bundesrate zugehen und würde er wohl 1. eine der arsten Vorlagen für den neuen Reichstag zu betrach— Die Eröffnung des Reichstages ist für den 15. April bestimmtt in Aussicht genommen. Der Kaiser soll die Einberufung des neugewählten Parlamentes bereits für März gewünscht haben, was sich indessen in Hinsicht auf die noch zu erledigenden Vorarbeiten und auf die Nähe des Osterfestes als unthunlich erwies. beiterschunrad Meldugen über eine Verschiebung der Verliner Arerntrschugronferenz scheinen nicht begründet zu sein und steht also der Zusammentritt der Conferenz für Sonnabend den 15. März bestimmt zu erwarten. An der Conferenz werden außer den schon zekannten Mächten noch Portugal und Spanien teilnehmen. Als einer der Vertreter Deutschlands wird auch der Fürstbischof von Breslau, Dr. Kopp, bezeichnet. Zu Vertretern Frankreichs auf der Conferenz wurden die Senatoren Jules Simon und Tobain, der Deputierte Burdeau, ein Berg=Ingenieur und ein sozialistischer Arbeiter, namens Finance, ernannt. Der am 8. März in Bochum stattgefundene Deegiertentag des rheinisch= westfälischen Bergarbeiterverbandes hat eine Resolution gefaßt, die beweist, welche Verwirrung die sozialdenokratischen Theorien auch in den Kreisen der Bergleute angesustrr haven. Die Resolution spricht sich nämlich dahin aus, daß die sämtlichen deutschen Bergwerke ihren jetzigen Besitzern auf dem einfachen Wege der Expropriation zu verhandeln sind und in das Eigentum der Bergarbeiter und Beamten übergehen— mehr kann man allerdings nicht gut verlangen! ..„ Münster, 12. März. Der„Westf. Merkur“, erhält folgende Zuscheift: Die von Ihnen aus der Deutschen Reichsztg. übernommene, angeblich von gut unterrichteter Seite gemachte Mitteilung, mein Wiedereintritt in das parlamentarische Leben sei auf einen Brief Sr. Maj. des Kaisers, worin ich zur Wiederaufnahme des Mandats aufgefordert sei, zurückzuführen, ist von Anfang bis zu Ende erfunden. Ich bitte Sie und die Blätter, welche dieser falschen Mitteilung Raum gegeben haben, diese Berichtigung baldigst zum Abdruck zu bringen und fernerhin dergleichen Erfindungen, mich betreffend, die Wiedergabe in ihren Spalten zu versagen. Alst, 10. März 1890. Dr. Frhr. v. Schorlemer=Alst. — Aus Deutschostafrika kommt die Kunde von einem neuen glänzenden Siege des Reichskommissars Major Wißmann über den arabischen Rebellenchef Banaheri. Letzterer hatte seit seiner jüngsten Niederlage eine neue befestigte Stellung bei Sadaani bezogen, in welcher er am Sonntag von den Truppen Wißmanns angegriffen wurde. Es entspann sich ein hitziges Gefecht, welches mit der völligen Niederlage der Aufständischen endete, die schwere Verluste erlitten; Banaheri selbst entkam durch die Flucht. Ein deutscher Offizier fiel, ein anderer Offizier, sowie mehrere weiße und eingeborene Soldaten wurden schwer verwundet. Leider erlagen während des Marsches ein Offizier und mehrere Soldaten Wißmanns dem Sonnenstich.— Dieser neueste deutsche Waffenerfolg dürfte dem durch Banaheri nochmals emporgeflammten Araber=Aufstande in Deutschostafrika den Todesstoß beigebracht haben und steht nun wohl eine nachhaltige Beruhigung unseres ostafrikanischen Colonialgebietes zu erwarten. Als künftigen Civilgouverneur desselben nennt man jetzt Emin Pascha. — In Baiern bilden die bekannten Vorgänge im Finanzausschusse der Abgeordnetenkammer und die hiermit zusammenhängenden Straßendemonstrationen in München gegen den Cetrums Abgeordneten Dr. Oerterer noch immer den Mittelpunkt des politischen Tagesgespräches. In der Sonnabendsitzung des Finanzausschusses führten diese Straßendemonstratonen zu scharfen Erörterungen, bei denen auch die Redner der Linken, die Herren v. Stauffenberg und v. Schauß, ihrer entschiedenen Mißbilligung der Demonstrationen Ausdruck verliehen, während regierungsseitig Staatsminister v. Crails= heim gegenüber den von Cetrums Seite erhobenen Beschwerden erklärte, die Polizei hätte bei den Vorfällen ihre Schuldigkeit gethan. Ungarn. In Prag ist es in den letzten Tagen wiederholt zu lärmenden Kundgebungen der jungczechischen Studentenschaft gegen altczechische Professoren gekommen, die sogar das Einschreiten des Militärs notwendig machten. — Zur Ministerkrisis in Ungarn liegt nichts neues vor, doch gilt der formelle Rücktritt des Ministerpräsidenten Tisza als unmittelbar bevorstehend. Als künftigen Chef des neuen Cabinets nennt man jetzt neben dem Ackerbauminister Grafen Szapary auch den Cultusminister v. Csaky. Frankreich. In Frankreich haben am Sonntag wiederum eine Anzahl Nachwahlen zur Deputiertenkammer stattgefunden. Es wurden hierbei ein Boulangist, ein Monarchist und ein Republikaner gewählt, während in zwei Wahlkreisen, den beiden Toulouser, engere Wahlen stattfinden müssen, das eine mal zwischen einem Socialisten und einem Boulangisten, das andere mal zwischen einem Socialisten und einem Monarchisten. Auch diese jüngsten Nachwahlen sind demnach keineswegs günstig für die französische Republik ausgefallen und vermutlich wird ihr diese unangenehme Erfahrung auch bei den ferneren Nachwahlen zur Deputiertenkammer, die sich infolge der Ungültigkeitserklärung zahlreicher monarchistischer und boulangistischer Mandate seitens der republikanischen Kammermehrheit nötig machen, nicht erspart bleiben. Aus Cannes, dem Winteraufenthaltsorte des Großherzogs von Meckleuburg=Schwerin, kommen in neuester Zeit einigermaßen besorgniserregende Berichte über das Befinden des hohen Herrn. Es zeigen sich bei demselben sieberhafte Erscheinungen und schmerzhafte Verdauungsstörungen und dauerte das letzte Fieber sechs Tage bei zeitweiser Schwellung der Leber. Am 6. März trat Entfieberung ein und haßen sich. seitdem die gesunkenen Kräfte wieder etwas gehoben. In der italienischen Deputiertenkammer ist es zu einer Präsidentenkrisis gekommen, da der erste Präsident Biancheri, infolge von Aeußerungen des Ministerpräsidenten Crispi, durch die er sich in seiner Amtsführung gekränkt fühlte, seine Entlassung gab. Crispi ersuchte hierauf die Kammer, die Demission des Präsidenten nicht anzunehmen und das Haus gab diesem Antrage einstimmig nach. ..„Neueren Meldungen aus Rom zufolge hat Biancherie seine Demission zurückgenommen. Portugas. In der portugiesischen Universitätsstadt Oporto kam es seitens der Studenten zu erneuten anti=englischen Demonstrationen, welche die Regierung zu energischen Maßnahmen veranlaßten.— Der Lissaboner Gemeinderat wurde aus noch unbekannten Ursachen aufgelöst. Balkanhalbinsel. Auf die bulgarischen Bemühungen in Sachen der Anerkennung des Fürsten Ferdinand ist von Constantinopel aus plötzlich ein kalter Wasserstrahl gefallen. Die„Agence de Constantinople“ erfährt, die bezüglichen Bemühungen hätten bei der Pforte gegenwärtig keine Aussicht auf Erfolg und sei die Unterredung, welche der Großvezier mit dem bulgarischen Vertreter Vulkowitsch über die Anerkennungsfrage gehabt, für letzteren nicht ermutigend gewesen. In Petersburg fand dieser Tage eine russisch=serbische Verbrüderungs=Demonstration statt, bei welcher der gegenwärtig in Petersburg weilende Präsident der serbischen Skupschtina, Pasitsch, die Hauptperson war. Den äußern Rahmen der Demonstration bildete eine Versammlung des slavischen WohlthätigkeitsVereins, der indessen mehr in Politik als in Wohlthun zu„machen“ scheint, und hielt hierbei Pasitsch eine Rede, in welcher er die Zusammengehörigkeit der russischen und der serbischen Nation mit bezeisterten Worten feierte. Natürlich nahm die Versammlung die Rede mit großem Enthusiasmus auf und wurde schließlich Pasitsch zum Ehrenmitglied des slavischen Wohlthätigkeitsvereins ernannt. (Nachdruck verboten.) ., Neben dem Obdach und der großen Magenfrage spielt im Leben wohl vie Kleidungsfrage eine Hauptrolle. Wir, die wir in unserm Klima nicht wie die Feuerländer in der Lage sind, uns in Sonnenschein und Unschuld kleiden zu können, müssen einen großen Teil unserer Sorgen auf die Kleidung verwenden, und diese Frage erschwert uns sogar vielfach den Kampf um's Dasein. „Wollen wir etwas gelten, so müssen wir in der Gesellschaft und im Berneyr einen guten Rock tragen, und so sehr man auch den Satz: „Kleider machen Leute“ widerlegen mag, er behält im Leben immer seine praktische Bedeutung, denn die Welt urteilt nach dem äußern Schein und Eindruck, und verwechselt gar zu gern den innern mit dem äußern Menschen. Dagegen ist nun einmal nichts zu machen. Aber in dem Budget jeder Haushaltung bildet die Bekleidung einen Hauptposten, und mancher Mutter mag er wohl nicht geringe zumal wenn die liebe Jugend heranwächst und in das schöne Alter kommt, wo Umherrutschen und Zerreißen zu den vornehmsten Beschäftigungen der lieben Kleinen gehört. Wie manDer, Schmerzensruf entringt sich da den Lippen:„Kaum neu, kaum mechr beizuschafen guieder derisen! Junge, Junge, 45 ist der Für Leute, die mehr mit Kindern als mit Glücksgütern oder glänzenden Einkommen gesneget sind, gilt es daher ordentlich zu schaffer, wenn alle neben den vielen sonstigen Bedürfnissen des Lebens in guter Kleidung erhalten werden sollten, aber wie in vielen anderen Dingen, so tritt auch hier oft eine Unvernunft zu Tage, die vielfach vie Muyen verdoppeln, die Sorgen erschwert. Es fehlt eben die Sparsamkeit in der Kleidung, die ebenso wichtig bei einem so teuren Artikel ist, als in andern Dingen. Vielleicht ist es deshalb nicht unnütz, einige bewährte Grundsätze hier zu besprechen und die Erfahrung für sich reden zu lassen. Beim Ankauf von Kleidern gilt für alle Menschen, die nicht Modegecken sind und nur das neueste aber nicht das beste suchen, der Fundamentalsatz: Das Teuerste ist das Wohlfeilste. Es gibt immer noch Stoffe, auf welche das alte Wort paßt, sie sind gar nicht zu zerreißen. Der Herstellungs= oder Machersohn bleibt ja derselbe bei guten oder schlechten Stoffen, und der höhere Preis des Anzuges ist also in der höheren Güte und Dauerhaftigkeit bedingt. Darin allein liegt schon der Beweis für obige Behauptung. Gewiß, der Grundsatz„biuig und schlecht" erlaubt uns häufigere Anschaffungen zu machen und auch der Mode und der„Saison“ zu genügen. Aber wenn wir uns nach der Laune der Mode richten wollen, so müssen wir häufiger Anschaffungen machen, denn im folgenden Jahre ist die„Novitat“, schon altmodisch und außer Cours, noch ehe es verschlissen ist, und iegeae.. uustere Kleidung schon nach einem Jahre als tener Abgeordnetenhaus. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte in seiner Montags sitzung die noch restierenden Teile des Etats der Bauverwalttung und ging dann zur Beratung des Etats der Ansiedelungscommission für Posen und Westpreußen über. Die Thätigkeit der genannten Commission wurde in längerer Debatte nach verschiedenen Seiten hin erörtert und brachten natürlich hierbei die polnischen Herren ihre alten Klagen über die Unterdrückung des Polentums durch die preußische Regierung vor, während auch Herr Dr. Windthorst wiederum mit aller Schärfe gegen das ganze System der Ansiedelung protestierte. Zu einer Abstimmung über den genannten Etat kam es. am Montag noch nicht. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Dienstag vor Fortsetzung der Etatsberatung eine ganze Reihe größerer wie kleinerer Vorlagen im Sinne ihrer endgiltigen Annahme, von denen der Gesetzentwurf, betr. Abänderung des Gesetzes über Verbesserung der Oder und der Spree, und die Vorlagen, betr. die Abänderung der Pensionsgesetze vom 27. März 1872 und vom 6. Juli 1885 hervorzuheben sind. In erstmaliger Lesung fanden sodann Rechnungen und der Nachtragsetat Erledigung, worauf das Haus die am Montag abgebrochene Beratung des Etats der Ansiedelungscommission für Posen und Westpreußen wieder aufnahm. Die Verhandlung gestaltete sich wiederum zu einer groß angelegten„Polendebatte“, in Diese Modeideen haben für den praktischen weniger begüterten Menschen keinen Wert. Machst du dich auch noch so modern du kommst doch bald wieder aus der Mode, wenn du dir nicht einfallen lassen willst, jedes Semester deine Kleider an den Trödler zu verkaufen und dich beim Schneider in eine neue Montur stecken zu lassen. Ein noch so reizender Hut kommt aus der Mode und vielleicht nie wieder hinein; aber mit den Kleidern steht es etwas günstiger. Trage deinen Rock nur geduldig, bis er wieder modern wird. Aber auch abgesehen von der Mode, machen bllige Kleider dem Besitzer wenig Freude. Sie können nicht so gut und schön und dauerhaft sein, als teure Stoffe, und schon nach einigen Tagen steten Tragens, nachdem der Zauber des Schneiders seine Wirkung versagt, sieht man ihnen schon an, daß sie billig find, sie sehen weder fein noch dauerhaft mehr aus. Bald aber verziehen sie sich, verlieren den guten„Sitz“, scheinen schebig und abgetragen. Für die Arbeit und zum Spazieren taugen sie auch nicht viel, denn Stärke ist nicht ihre beste Seite, und bald zeigen sich die ersten Risse, und dann ist Polen bald ganz verloren. Ein guter teurer Anzug würde die doppelte, vielleicht dreifache Zeit ausgehalten haben, und von vornherein trägt man solche Sachen mit Lust. Kaufe nie viele Kleider in Vorrat. Wer einmal zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß er sparen muß, breche vor allen Dingen mit der thörichten Eitelkeit häufig in neuen Kleidern erscheinen zu wollen, denn Kleider gehören zu den Dingen, die die Motten verzehren. Kleider verderben auch, wenn sie lange nicht getragen werden, und sie sind auch ein höchst unpraktisch angelegtes Kapital. Die praktischen Engländer tragen einen Anzug, so lange er ihnen gut genug ist, Tag für Tag, dann wird er verschenkt oder an einen Trödler verkauft. Das ist zwar praktisch, aber darin liegt eine Verschwendung, denn kein Mensch braucht stets nur gute, tadellose Kleider. Ganz praktisch ist man nur beim Militär. Der nicht mehr tadellose Paradeanzug wird Dienstanzug, später Corveeanzug. Wer durch seine Lebensstellung genötigt ist, schwarze Feierkleider zu tragen, und sie dann Monatelang im Schranke hängen zu lassen, kann sich diesem Zwang ja nicht entziehen; aber freiwillig sollte Niemand diese Sitte mitmachen. Ein grauer oder brauner Wollstoff gilt noch beim Trödler doppelt soviel, als ein schwarzer, der noch teurer war. Gute Stoffe in dauerhaften Farben erweisen sich lange als fein und schön für die Gesellschaft und zum Ausgehen, und genügt er den Ansprüchen hierfür nicht mehr, so leistet er gewiß noch lange Dienste für die Arbeit. Das gilt für Männer und Frauen. Eltern, die Kinder haben und nicht gewohnt sind, Alles bis zum Zerreißen selbst auszunutzen und aufzutragen, sollten zumal vom ökonomischen Standpunkte aus schon darauf sehen, gute dauerhafte Stoffe zu nehmen; was sie selbst nicht verschleißen, läßt sich immer noch für die Kinder, Jungen und Mädchen verwenden, und für den Haushalt beveutet es nicht wenig, wenn die Mutter aus den abgelegten, aber noch starken Kleidern ein Höschen, Kittelchen oder Röckchen zu schneidern versteht. Eine solche Fertigkeit und Sparsamkeitssinn ist eine unschätzbare Tugend einer Frau in jeder bürgerlichen Familie. Gehe mit der Mode, soweit Du es für durchaus nötig hältst und gut ausführen kannst, aber mache sie nie, auch als vernünftige Frau oder Jungfrau, bis zum äußersten mit. Wird ein weiter Westenausschnitt Mode, den allerweitesten brauchst Du nicht gleich zu haben; trägt man die Aermel enger, auf die engsten kannst Du verzichten. Ich bin nicht verpflichtet, mich so zu kleiden, daß ich für einen Modegeck gehalten werde, oder auf Freiersfüßen zu stehen scheine. Beiden kann man ja manche Thorheit zu Gute halten. Eine englische Dame trug sich immer schwarz. Anfangs glaubte man, sie sei in Trauer, aber als die Trauer doch zu lange dauerte, klärte sie den Grund auf Befragen auf.„Aus Sparsamkeit", sagte sie,„kleide ich mich immer schwarz. Ich habe so den Vorteil, daß ich nicht viel haben und nicht viel wechseln muß.“ Aus dem Grunde kleiden sich auch viele Bureau=Beamte schwarz. Ein solcher sagte mir:„Ich sehe so immer fein und würdig aus und brauche nicht viele Kleidung.“ Aber mit dem feinen und würdigen Aussehen war es doch so eine Sache; er sah eher schäbig und lächerlich, als würdig aus. Die Regel, zur Kleidung Farben zu wählen, welche den Schmutz und Staub nicht zeigen, ist viel wichtiger geworden, seitdem alle Welt Steinkohlen brennt, und die Schornsteine sich in Deutschland so ungeheuer vermehrt haben, daß in Industrieorten oft die ganze Luft mit Rußflocken angefüllt ist. Die graue Farbe muß darnach eine praktische und sparsame seine. Aber grau tragen die Damen nur, wenn es Mode ist, und Bleichsüichtige tragen es auch. Bringt die Mode gelb, violett oder grasgrün, sie tragen es. Nicht einmal nach dem Schönen wird gefragt, viel weniger nach dem Praktischen. Die Schneiderinnen sind für sie Autorität und maßgebend; sie bilden eine Weltmacht gegen die die Vernunft und beißender Spott vergeblich zu Felde zieht. Auch für die Kinderkleider ist gerade das Beste und Stärkste nur gut genug. Das scheinen viele Mütter gar nicht zu wissen, denn man hört sie so oft äußern:„es ist ja nur für die Kinder.“ Sie kaufen heute dieses, morgen jenes armselige Fähnchen und Läppchen, welches kaum das Zusammennähen erträgt und nach einigen Wochen nur noch für den Lumpensammler brauchbar ist. Die Lumpensammler klagen am wenigsten über schlechte Zeiten. Also die Moral von der ganzen Geschicht', kaufe billige Sachen nicht, denn sie sind stets zuteuer bezahlt. Erlauben es die Verhältnisse nicht, gleich gute Kleider zu kaufen, so behelfe man sich lieber einige Zeit und suche sich allmählich eine gute dauerhafte Garderobe zu verschaffen. In guter Kleidung fühlt sich jeder Mensch besser und erhabener, und das Teuerste bleibt immer das Billigste, daran halte man fest. welch Erör Cent gieru Anna hielt des tritt am Amts pagnt tenes wichtig oder maßg gerade flussen deuten Fleiß Landt „Bam fahr'n „Mär segens prakti ist's o viel v# terwen zu lem S mann denne Art ve Herz!“ soviel Ueberh Schnee Märze „ein L des B wetter. Osterte welche legen. die bis den, vo schen 1 bei den Lohlief Gesuch Lohe. verhält der Uel vierung summe glaubho Unbekar men I Herr L marksch wieder geprellt hielt 2 gefallen Thäter hausen u. Co. gem Lei T 98 tigen chen nen ben ger, Stal stank am vor Gedi der von in d It nacht des zu g nahn För Die am morg G per 8. A gung un meldunge tagen des auf der Unterzeich welche namentlich auch wohl politische Momente und allgemein=politische 92 Mk. 30 Pfg. in seinem Besitz. Nach seiner verantwortlichen VernehErörterungen hineinspielten und bei welcher im übrigen Freisinn und mung wurde er dem Kgl. Amtsgericht zugeführt. Ueber die That befragt, Gekämpfung der Ausiedelungsvolitik der preußischen Re= soll derselbe angegeben haben, daß er von seinen Gläubigern gedrängt worietigverenn der Preußischen der= den sei und keinen andern Ausweg gewußt habe um in den Besitz des zur Centrum in Besämpfung der Ansiebelungsponen der preußischen gierung abermals eimg waren. Die Debatte endete mit unveränderter Annahme des Etats der Ansiedelungscommission. Am Mittwoch hielt das Haus wieder einen„Schwerinstag“ ab.— Die Osterferien des Abgeordnetenhauses werden am 29. März beginnen; am 15. April tritt das Haus zur Fortsetzung der Session wieder zusammen, also am voraussichtlichen Tage der Reichstagseröffnung. Provinzielles. Olpe, 14. März, Der Premier=Leutnaut der Landwehr Herr Amtsrichter Steinbicker hierselbst ist zum Controll=Offizier für den Compagniebezirk Olpe ernannt worden. Olpe, 13. März. Das Wetter gilt zwar eigentlich für ein verbotenes Gesprächsthema, doch sehr mit Unrecht. Denn was kann es wohl wichtigeres im Menschendasein geben, als die Gunst bezw. Ungunst guter oder böser Wetterfeen, die unser ganzes Erdenwallen Schritt für Schritt maßgeblich begleiten, weil sie Pläne, Stimmung, Gesundheit des Einzelnen gerade so wie Wohlfahrt und Wohlbefinden der gesamten Menschheit beeinflussen!— Auch die Stellung der verschiedenen Monate zu diesem hochbedeutenden Factor ist eine vielverschiedene,— besonders für denjenigen, dessen Fleiß und Schweiß wir das tägliche Brot zu verdanken haben: für den Landmann!— Naht der Frühling, so heißt das ja für ihn so viel als: „Bauer, laß schärfen dein' Pflugschar'n! Auf, auf,'s ist Zeit zu Acker fahr'n!“— Und doch ist just der Frühlingsmonat mit dem fragwürdigen „Märzenwetter“ ein bedenklicher, verantwortungsvoller für ihn und seine segensreiche Thätigkeit, die den Armen wie den Reichen nährt, weil die praktische Erfahrung ihm warnend zuruft:„Sä'st Du im März zu früh, ist's oft vergeb'ne Müh'!“— Ja! Der sogenannte Lenzmonat kann dem viel verschrieeneren Aprll sogar dreist Paroli bieten, als sein würdiger wetterwendischer Concurrent!— weiß er doch ein brausend Lied zu singen und zu sagen von Sturm und Schnee, Wind und Regen, nebenverheißungsvollem Sonnenschein und linden Lüften.— Jedenfalls hat der brave Landmann alle Ursache, dem Märzenwetter entgegen zu hoffen und zu harren, denn ein trockener März ist für seinen Beruf und dessen Gedeihen ja eine Art von Schicksalsfrage.„Langer Schnee im März bricht dem Korn das Herz!“ lehrt ein altes Weisheitssprüchlein, und„soviel Schnee im März, soviel Gewitter im Sommer,“ fügt eine andere Wetterregel hinzu.— Ueberhaupt:„nasser März ist des Bauern Schmerz.“— ob in Form von Schnee nun oder Regen,— beides bringt ihm Schaden, schafft ihm Sorge! „Märzenregen— magere Ernte,“ infolge des alten Orakelspruches:„auf Märzenregen bleibt der Sommer trocken und die Aehren halten.“ Dagegen: „ein Loth Märzstaub ist ein Dukaten wert," und„heiterer März erfreut des. Bauern Herz,“ weil er auf den ganzen Sommer schließt vom MärzenSeim„Nach einer Bestimmung des Unterrichtsministers sollen zum Ostertermin diejenigen Kinder in die Volksschule aufgenommen werden, welche bis zum 1. Oktober desselben Jahres das sechste Lebensjahr zurücklegen. Zum Oktobertermin sollen alle diejenigen Kinder Aufnahme finden, die bis zum 1. April des künftigen Jahres das sechste Lebensjahr vollenden, vorausgesetzt, daß sie die für den Schulunterricht erforderliche körperliche und geistige Reife besitzen. 11. März. Am Sonntag den 2. d. M. nachmittags zwischen 12 und 1 Uhr erschien ein unbekannter Mann von ca. 30 Jahren bei dem Gerbereibesitzer Herrn L., gerierte sich als ein Sohn eines seiner Lohlieferanten und überreichte ein von seinem angeblichen Vater schriftliches Gesuch um einen Vorschuß von 100 Mark auf die demnächst zu liefernde Da Herr L. wußte, daß sein Lieferant sich in guten Vermögensverhältnissen befand, zweifelte er die Aechtheit des Gesuches an, worauf aber der Ueberbringer desselben sich höchst beleidigt fühlte und durch die Motivierung, daß sein Vater einen Ochsen gekauft habe und ihm an der Kaufsumme das erbetene Geld noch fehle, trotzdem es fertig brachte auf weitere glaubhafte Ausführungen die 100 Mk. eingehändigt zu erhalten. Als der Unbekannte, der die ihm vorgelegte Quittung unterschriftlich mit dem Namen Johann K.. vollzogen hatte, das Haus verließ, bemerkte Herr L., daß der Besitzer des Geldes den nagelnen erhaltenen Hundertmarkschein in die äußere Tasche seines Kittels gleiten ließ und stieg jetzt wieder von neuem der Gedanke in ihm auf, daß er doch noch womöglich geprellt sein könne. Sofort fragte er bei seinem Lohlieferanten an und er2 Tage später den Bescheid, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen sei.„Mit Hülfe unserer Polizei wurde gestern Nachmittag der Thäter in der Person des Fabrisaghoge gasiegrrhggd, Elug zu EcknannsBezahlung seiner Schulden erforderlichen Geldes zu gelangen. Seine Gläubiger hätten noch in der letzten Stunde ihm einen weiteren Ausstand gewährt und habe er daher das Geld, von dem er einen kleinen Betrag bereits ausgegeben, in der Tasche nachgetragen. Eling, welcher sich der Urkundenfälschung in 2 Fällen und des Betruges schuldig gemacht hat, ist 30 Jahre alt und Vater von 4 Kindern. Neheim,(Kr. Arnsberg) 9. März. Heute fand in unserer Stadt, erweisen. Der grauhaarige Herr war der damalige französische Offizier, der junge Mann sein Sohn. Er überreichte seinem Retter zwei Tausendmarkscheine und bat denselben, ihn mit seiner Familie bekannt zu machen. Die 17jährige Tochter des Kondukteurs machte einen tiefen Eindruck auf den Sohn. Der Vater hielt für ihn um die Hand der Tochter an, sie geht nach Frankreich zur weiteren Ausbildung und ihr Vater folgt als Verwalter auf eines der Güter des Franzosen.(2) msterdam, 11. März. Eine überaus große Volksmenge streckte ihm der Fremde seine rechte Hand entgegen, an welcher drei Finger fehlten. Nun ging dem Kondukteur eine Ahnung auf. Im Feldzuge 1870—71 diente er bei den Dragonern. Nach einem der Gefechte bei Orleans ritt er zu Pferde zur Tränke, als er ein leises Wimmern hörte. Er folgte dem Ton und fand einen schwer verhausen wohnhaft, in dem Pudder= und wuizioer der Firma Schleifenbaum wundeten französischen Offizier. Dieser bat ihn, er möge ihn u. Co. zu Weidenau, ermittelt und verhaftet. Der Thäter, der nach eini= dem nächsten Dorfe schaffen. Der Soldat that es, der Franzose bat gem Leugnen die That eingestand, hatte von dem Hundertmarkschein noch sich seine Adresse aus, mit dem Hinzufügen, er werde sich dankbar welche ein Festkleid angelegt hatte, der Westfälische, Handwerkertag statt. hatte sich heute auf den Quais eingefunden, um die Ankunft des deutVon den geladenen Ehrengästen bemerkten wir leider nur den Herrn Land= 16/6., Susiliung N. 9 Schierhorn der am e. Juni n 9. rat Hammer zu Meschede. Von Herren Abgeordneten Windthorst, Fehrn. schen Fussters u. L. Schieryorn, der am 6. Jumi v. J. in Idi v. Schorlemer=Alst. Oberpräsident Studt, Regierungspräsident Winzer,(Atjeh) beim Belagern einer Verschanzung mit unbeschreiblicher TapLandrat Freusberg u. s. w. waren Entschuldigungsschreiben eingelaufen. ferkeit an der Spitze der Truppen focht, mitten in das Atseh=Lager Die Verhandlungen des Handwerkertages, dessen anwesende Mitglieder hineinsprang und durch seine Kühnheit den Sieg herbeiführte, zu ernebst Gästen Herr Bürgermeister Brüung in beredten Worten auf's herz= warten. Rlg ar um 9 Uhr landete brach aus Tausenden von Heblichste seitens der Stadt begrüßte, verliefen in glänzender Weise. Als Red= warken. alb er um 2 Uihr kandere, brach aus Tausenden von Kehner, welche die Bedeutung und Notwendigkeit der Handwerker=Innungen#len stürmischer Jubel los. Eine Anzahl Offiziere bereitete ihm einen von den verschiedensten Seiten beleuchteten, traten auf: Schreinermeister feierlichen Empfang, der General=Oberst Poortugael hielt eine warm aus Bensberg, Schneidermeister Möller aus Dortmund, Schuh= empfundene Ausprache an den Helden; eine Musikbande geleitete ihn chum. Zum Schluß sprach Herr Landrat Hammer aus Meschede, welcher unter Abspielen von Volksliedern nach seinem Quartier. Der König in anerkennenswertester Weise sich der Förderung des Handwerks annimmt, ernannte den mit Säbelhieben bedeckten Invaliden zum Ritter des Folgende Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme: militärischen Willem=Ordens. „Der Westfälische Handwerkertag zu Neheim erkennt in den ausge=—(Vom Todesritt bei Vionville.) Anläßlich des Todes des zeichneten kaiserlichen Erlassen, vom 4. Febr. d. I. eine erfreuliche Bot= Reitergenerals y Bredam'ch die gme:. schaft auch für den Handwerkerstand und erhofft, daß der hohe Bundesrat##tnsgruccals v. Bredow wird die Wiedergabe einer Episode, aus den obligatorischen Befähigungsnachweis als erste Folge dieses Erlasses der Schlacht von Vionville von Interesse sein. Wie nämlich die Reannehmen werde, damit hierdurch dem rapiden Anwachsen der Sozialde= gimentsgeschichte des 3. brandenburgischen Infanterie=Regiments Nr. aes esiede acd is beäcie eclscelct lchlnl ce caeganie an oche ue she de caoche den henihenchene die Anmeldungen zum Eintritt in das hiesige theologische Konvikt bis spä= neralmajor v. Bredow in der Schlacht bei Vionville am 16. August testes zum 19. März cur. beim Herrn Prof. Dr. Schneider erfolgen müssen. 1870 das Leben. Als Anerkennung für diese Heldenthat bekam Gutdie Erlaudbuis der bschsft. Bedolde zum Besuche eiser alspitigen Achr, Hauptmonn Freitern v. Hobelase anstalt nachgesucht werden muß, in Erinnerung gebracht. Hauptmann Freih###n v. Huvein einen persönlichen Dank aussprechen. Paderborn, 7. März. Bei uns feierte das hier und in Neuhaus Der Thatbestand ist nach Aussage des Büdners Gutschmidt eines garnisonierende Husaren=Regiment, Westfälisches Nr. 8, das Fest seines einfachen, schlichten Mannes, folgender: Die Kavallerie=Brigade des asfes Wionol.—9 gtale Reaiement sciwchts astaihgt Gensas gsthas he, aganschaften,„d'e, in, erz französiche Batterie nördlich der Chaunser Sevnoills=Rezonville utakkiert, wurde aber durch feindliche Infanterie zur Umkehr gezwungen und darauf von feindlichen Kürassieren in die Flanke gefaßt.. Die ganze Reitermasse wälzte sich der Aufstellung des Füsilier Bataillons des 3. Infanterie=Regiments Nr. 20 zu; einer der letzten war der General v. Bredow. Hinter ihm im vollsten Carrière ein franzögimentsangehörigen viele alte Grauköpte, Zie lscher Kürassieroffizier, ein Hüne von Gestalt. Von den Füsilieren, Leil weit hergekomnenen Gäste haten geglaubt, in Gemeinschaft mit ihren hosen Disen kamen beide Offiiere gau. frühren Offizieren ein recht kameradschaftliches Fest feiern zu können und ho#en. Diesen kamen beide Ossiziele gunz nahe. Hauptmann Freiwaren nun durch das Arrangement, welches Mannschaften und Offiziere herr v. Hadeln rief den Füsilieren deshalb zu, sie möchten auf den stets auseinanderhielt, nicht wenig verstimmt. französischen Offizier schießen. Da die Füsiliere=nicht darauf vorbeElberfeld, 12. März. Das hiesige Landgericht hat den Antrag reitet ein Fehlschuß auch leicht das Bataillon hätte erreichen können, auf Wiederaufnahme des Prozesses gegen den wegen Mordes verurteilten##ei,„„„ Ziethen abgelehnt. so stellte sich Füsilier Gutschmidt dem Feinde, der ihm ganz naye war, mit gefälltem Bajonette gegenüber. Aber eine geschickte Seitenwendung Vermischtes. des französischen Offiziers vereitelte diesen Angriff und derselbe er—(Später Dank.) Der Pferdebahn=Kondukteur H. in Ber=reichte den General v. Bredow. Die Klingen rasselten nun aneinlin erhielt neulich eine Einladung zu einem Fremden nach dem Hotel ander. Da aber der General v. Bredow den französischen Offizier de Rome. Er suchte den nötigen Urlaub nach und trat neugierig zmeigestz dand hatte, so war der General im Vortei. Purch, verzur bestimmten Stunde im Hotel ein. Hier empfing ihn ein grau Iösiche; Herzigegu uud eine geschickte Wendung gelangte haariger Herr, ein Franzose, nebst einem jungen Mann, und fragte Shunugg(Vier auf die andere Seite des Generals, ihn, ob er ihn kenne. Der Kondukteur verneinte die Frage. Jetzt Schwunze holte er zum tödlichen Streiche gegen den Reitergeneral ihn, ob er ihn kenne. Der Kondukteur verneinte die Frage. Jeßzt gug, der keine Zeit mehr hatte, sein Pferd zu wenden Aner der vegumeur inrer Wienstbsicht Genuge geinau, erlassen und viele Hunderte waren dem Rufe gefolgt. Zur Vorfeier war ein Kommers im Saale des Hotels„Preußischer Hof“ für die Mannschaften— auf dem Rathaussaale für die Offiziere veranstalret. Die Stadt hatte geflaggt; am Thore war ein Triumphbogen, gekrönt von einer lebensgroßen Germania=Figur, errichtet worden. Heute gegen die zwölfte Stunde begann das Fest in Neuhaus. Im Neuhäuser Schloß fand für die Offiziere ein Festmahl statt, während die Mannschaften in der Reitbahn bewirtet wurden. aus, der keine Zeit meyr hatte, sein Pfero zu wenden. über der Füsilier Gutschmidt, die Gefahr des Generals erfassend, legte schnell an, und ein wohlgezielter Schuß streckte den feindlichen Offizier tot zu Boden. seid, bedruckte Foulards von Mk. 1.90 bis 6,25 p. Met.— vers. roben= u. stückweise porto= u. zellfrei in's Haus das Seidenfabrik=Depot G. Henneberg(K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. Porto. Todes=Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, meinen guten Mann, unsern lieben Vater, Bruder u. Schwager, den Amtsverordneten, Standesbeamten, Kirchenvorstandsmitglied und Rendanten Franz Genen am 13. März morgens ¼ vor 5 Uhr nach schwerem mit Geduld ertragenem Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl. Sakramente, im Alter von nahe 54 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Indem wir diese Trauernachricht mitteilen, bitten wir des Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Um stille Teilnahme bitten Förde, 13. März 1890. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt am Montag den 17. d. M. morgens 7½ Uhr. Ein fast neuer Kapscher Flügel steht billig zu verkaufen. C. Schmitt, Hagen, Elberf. Str. 69. In. Wege der Zwangsvollstreckung sollen Walzmeister, Warmer, Sch„Sreher, und sonstige Walzarbeiter per 8. April auf dauernde Beschäftigung und guten Lohn gesucht. Anmeldungen können an den Wochentagen des Nachmittags von 2—6 Uhr der Fabrik zu Listernohl an Unterzeichneten erfolgen. Eberh. Sohler. Biele 1000!1 Husten= und Lungenleidende verdauken ihre Rettung meinem weltberühmten Schweizer Kräuter=Präpa= rat. Husten, Katarrh, Auswurf und Kratzen im Halse hören schon nach dem Gebrauch einer Flaschefast gänzlich auf. Den Betrag zahle ich hundertfach retour, wenn nicht Hilfe erfolgt. Mein Präparat ist ärztlich anerkannt und übertrifft alles Andere an Wirkung. Zahlreiche Atteste und Dankschreiben beweisen die Vorzüglichkeit meines Präparats. Arme mit Attesten erhalten von mir Hilfe gratis. à Flasche 2 M. 25 Pf., 3 Fl. 5.50 geg. vorh. Einsendung oder Nachnahme im Haupt=Depot. I. Waßmund, Berlin N7O. 48. 19. März cur., ## morgens 8 Uhr in Maumke 2 Kleiderschränke, Zusammenkunft bei Wirt Hufnagel,— morgens 9 Uhr in Meggen 1 Schwein und Kartoffeln, Zusammenkunft bei Wirt Schmelzer; am 20. März cur., morgens 8 Uhr in Förde 2 Schweine, 1 Kleiderschrank, 1 Glaserschrank, 1 Regulateuruhr und 1 Schreibpult, Zusammenkunft bei Wirt Schneider; am 22. März cur., nachmittags 2 Uhr in Benolpe 2 Kühe, 2 Rinder und 3 Schweine, Zusammenkunft bei Wirt Schmies, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden. Förde, den 13. März 1890. Gastreich, Ger.=Vollz. (zein tüchtiger Geselle gegen guten Lohn und ein ordentlicher Junge in die Lehre gesucht von Färber, Schreinermeister in Oberhundem. Mehrere tüchtige Holzarbeiter werden für guten Lohn auf dauernde Arbeit in die Gegend von Bergneustadt, Derschlag und Eckenhagen gesucht, ebenso erhält daselbst auch ein solider leistungsfähiger Zühranternehmer gute lohnende Beschäftigung auf Jahre hinaus. Meldungen bei Clemens Schwabe in Derschlag. Holzverkauf. 100 Mtr. Buchen=Brennholz pro Mtr. 8 Mark sind unter der Hand zu verkaufen bei Witwe Heffe in Vonzel. Bekanntmachung Zur Empfangnahme der Gefälle an die Adolphsburger Renteikasse bin ich anwesend: Freitag den 21. März cur., nachmittags von 2 bis 3 Uhr zu Langenei, Sonnabend den 22. März cur., vormittags von 8 Uhr ab zu Adolphsburg und nachmittags von 4 bis 5 Uhr im Liese'schen Gasthause zu Würdinghausen. Schnellenberg, den 10. März 1890. Wegener, Rentmeister. Gut genährte Nache Pserde werden fortwährend zu guten Preisen angekauft von II. Küthe, Siegen. Bekanntmachung. Mittwoch den 26. dss. Mts., vormittags 10 Uhr, wird bei Herrn Gastwirr Wette in Wenden das alte Vikarie=Gebäude öffentlich zum Verkaufe ausgestellt. Die Bedingungen werden im Verkaufstermin bekannt gegeben. Wenden, 13. März 1890. Der Kirchenvorstand. Trauring worden. Der Elgentümer kann denselben b. Vollziehungsbeamten Arndt in Empfang nehmen. Enthaltend an 1000 Rezepte nebst Speisezetteln für alle Fast= und Abstinenz=Tage des Jahres von Lovica von Pröpper. Preis 1 Mark. Vorrätg in der Ruegenberg'schen Olpe. 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Namen und Wohnort der Mitglieder des Vorstandes: 1. Conditor Friedrich Belke, 2. Wirt Joseph Kost, 3. Spinnereibesitzer Joseph Keespe, 4. Fabrikb.sitzer Jul. Isphording zu Attendorn, 5. Landwirt Jobann Rauterkus zu Dalhausen. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. ¾ breite Gebr. Haufes, Krcbuden. Ziegessteine Waldpslanzen. suenun chchlis 9— F. A. Belke, Grevenbrück. Eichenlohrinden= und Gruben55h Verhauf. der Meter von 3 M. C Freitag den 21. dfs. Mis., nachmittags 3 Uhr, soll im Rathause zu Olpe die in denf diesjährigen, in unmittelbarer Nahe von Olpe belegenen, cirka 58 Morgen großen Haubergsschlage aHatzenberg“, der Jahnschaft Olpe, zu gewinnende Eichenlohrinde in 2 ubreitungen auf dem Stocke zur Selbstgewinnung verkauft werden. Vach diesem Verkaufe sollen 2 Komplexe zu Grubenholz Bebongand greien uu einer Gläche von citka 6 Morgen an der ochonaro, auf dem Stocke öffentlich versteigert werden. auf mnmncher Lummersbach wird die Schläge, ai, Ang anunsen. S4 Olpe, den 8. März 1890. Die Vorsbeputatton. Am Donnerstag den 20. dfs. Mts., nachmittags 2 Uhr, soll in der Wirtschaft von Ad. Dettmer zu Neuenkleusheim der Pergen, große ca. 60jährige Fichtenbestand(Bauverkat werden. Ostrit gan der Rhonard“, öffentich meistitend Neuenkleusheim, den 10. März 1890. Die Forstdeputation. an u. höher in schönen neuen Dessins, uni schwarze chemires und schwarz gemusterte Kleiderstoffe Rommunikantenkleidern empfiehlt in großer Auswahl billigst Attendorn. Fr. Meckel Am Montag den 17. und Dienstag den 18. März c. halte ich mit einer großen Auswahl Belgischer, Ardenner und Münsterländer 3jähr. M. 3.— 5jähr.„ 4.— 4jähr.„ 7.— 5jähr.„ 8.— 1jähr.„ 1.— 2jähr.„ 5— 3jähr.„ 8.50 3jähr.„ 6.— Ters. ausrangiert. pro 1000 St. franko Bahn. Rinsicke bei Oberhundem. Obsibäume, Aepfel= und Birnenstämme, vom Kern aus gezogen, zur Frühjahrspflanzung empfohlen. Auswahl hier. Altenhundem, 13. März 1890. M. Höppe, Lehrer. Last=, Acker= und Luxus=Pierde Fichten-Verkauf. bei Wirt E Besuch ein. Selbecke, den 7. März 1890. Ed. Hesse in Kirchhundem. Kauflustige ladet zu zahlreichem 17. März nachm. 1 Uhr anfangend läßt die Heinze Haubergsgenossenschaft dah. eine größere Partie ausgehanuene W.& C. Caspar Weiskire Auktion von Pferden und Fuhrgeräten 2c. in Olpe. Im Auftrag der Ww. Wilhelm zu Olpe werde ich am Dienstag den 18. d. Mts. morgens 10 Uhr anfangend in deren Wohnung: 3 Pferde, 4 Wagen, 3 Rumpkarren. 1 Kippkarre, 1 Schlagkarre, 2 Pflüge, 3 Eggen, Heu, Stroh und Kartoffeln, öfentlich meistbietend gegen Credit verkaufen, wozu Käufer einladet. Olpe, 13. März 1890. E. Zeppenfeldt, A.=C. Am Montag den 17. März wird ein Ofen Fett=Kalk und ein Ofen Wasser=Kalt ausgewogen. Edm. Lohmann, Grevenbrück. ichtenstangen ause dar Chren=söhe. 1) Leiterbäume, Dachlatten und Heckenstöcke 2c. dem nach Brachthausen und Albaum führenden Wege, an Ort und Stell öftentlch meistbsetend verkaufen. Hilchenbach, den 12. März 1890. Haubergs=Vorsteher. Ed. Kreutz, Weidenau a. d. (früher Eisenbahnstation Haardt a. d. Sieg), Eisen=& Meial=Handlung (Lager an dem Bahnhofe, Comptoir und Laden gegenüber dem Bahnhofe an der Siegen=Hagener Chaussee) unterhält steis großes Lager in Gerihinndt, Siegen, Sandstraße. Wir bringen hiermit unser assortiertes Lazer in: f& Wasserleitungs-Armaturen, Ausgußbecken, Wand-Brunnen, Closeis, Bade=Einrichtungen 2c. zu billigst gestellten Preisen in empfchlende Ero;(innerung. Besonders erlauben wir uns darauf aufmerksam in machen, daß wir schon mehr#re##hr zu machen, baß wir schon mehrere Jahre uns eingehendst mit Installationen für Roheleitungen befassen und für fachgemäße Ausführung derselben Garantie leisten.(1626) Neu. Ca. 150 Ctr. gutes Wiesenheu sind abzugeben bei Ww. M. Born, Wendenerhütte. 50 Sesine gutes Wiesen= und Feldheu(Einte ohne Regen) hat abzugeben Lehrer, Altenhundem. 1 Sattlergehulfe gesucht von g Tchu C. Schulte, Attendorn. Bauträgern — — ferner in —sen(Sint in allen Profilen u. Längen, Basdpr Dreußische Lotterte=kose-u 1. Klasse 182. Pr. Lotterie(Ziehung vom 8. und 9. April 1890 versendet Originale pro 1. Klasse: 1/1 à 114, 18 à 57. ¼ à 28,50, 1/8 K 14.25 Mark(Preis für alle 4 Klassen: 1s1. à 240, 1/s A 120, 1/4 à 60, 1/8 à 30 M.), Anteile mit meiner Unterschrift an in meinem Besitz befindlichen Original=Losen pro 1. Klasse: 1/8 à 10.40, 1/16 à 5,20, 1/82 KA 2.60, 1/64 1.80 Mg,(Pxeis, für alle 4 Klassen; 1/8 à 26, 1/16 à 18, 1/99 à 6.50, 1/04 à 8.25 M.) Amtliche Gewinnlisten für alle 4 Klassen= 1 M. Ferner Schloßfreiheit=Lotterie=lose 1. Klasse:(Ziehung 17. März 1890, Hauptgewinn 500,000 M., kleinster 900 M.) Originale pro 1. Klasse: 1/1 64, ½ 32, ¼ 16, für alle 5 Klassen: 1/1 212, ½ 106, ¼ 58, 1/8 27 MN) elose mit meiner Unterschrst z. 1.9—12.2) gesig. M.) 1/8 8,50 (Gevinn 1000 M.) B. —12—, 7 8, Feustereisen u. allen anderen Fagoneisen, M.(Pgstz, shr alle 5 Klassen: I1., 212, 1= 106, 1. 58, 16 Oe, □)=,—=Eisen(Stab=Walzeisen), Dachfenster, Kellersenster, Ka= Originallosen mit glelchmäßigen Eplelbenden Zünröhren, Bletsöhen, Binbliechen, Weizblachen, Esenslechen, Biet, Untel=Volose für ale 5 Al. brchiet: s 10, st. 35, 1s 27, a 142. Zimi und anderen Metallen; Gußstahl und anderen Stahlen, Ketten, 10 Pf, eingeschrieben pro Klasse uue 5 Klassen; 1 Vi., Vorto pro Klasse Schrauben, fertigen Achsen, Oefen und uud Hausgeräten, landwirtschaftlichen Maschinen, sensationelle Erfindung für Raucher, Rich. Boreks eseizuen geschützie Sontige Piele Am Freitag den 21. März morgens ½211 Uhr soll bei Herrn F. P. Schulf= zu Saalhausen der Neubau einer eisernen Brücke daselbst, veranschlagt zu 3380 Mrk., öffentlich an die Mindestfordernden verdungen werden. Kostenanschlag, Zeichnung und Bedingungen liegen beim Unterzeichneten zur Einsicht offen Vasbach, 12. März 1890. — Der Amtmann Brüning. Bekanntmachung. Am Donnerstag den 20. d. Mts. morgens 9 Uhr anfangend verkaufe ich im Auftrage des Kaufmanns Fr. Wilmes in der Wohnung der Wwe. Ant. Sommerhoff zu Heggen: 1 Pferd mit sämtlichem Geschirr, 1 Rind, 6 Hühner, 1 Eckschrank, 1 Wannemühle, 6 Bänke, 4 Stühle, 8 Tische, 1 Schleifstein, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 2 Rißhaken, 1 Uhr, 1 Backtisch, 1 Trog, 1 Kuhtopf, 1 Bierpumpe, Gläser, 1 Kegelbahn mit Kugeln und Hölzer, 500 Pfund Kartoffeln, sowie verschiedene Gegenstände, wozu einladet Heggen, 12. März 1890. Pltmei. Rei. Eine Schafhude, Wiese mit eingesätem Klee, ca. 50 bis 60 Morgen groß, an der Lenne belegen, ist auf ein oder mehrere Jahre sogleich zu verpachten. Nähere Auskunft erteilt die Expedition des „Süderländer Volksfreund“ in Werdohl(West.) Werkzeugen für Schlosser, Schmiede und Schreiner, sowie Eisenwaren aller Art. Pulver und Schrot. billigs. Lseferung prompt. Deuenburger Staße 25(gr. 186). Berechtigte zanowirtsschaftsschule Lüdinghausen. Prospektefrei, AnmeldunBegiun des Schuljahres am 17. April. gen nimmt entgegen Direktor Dr. Bildhaut. Montag den 17. d. M. halte ich mit einer Auswahl schöner Schweine in Olpe bei Gastwirt Schröder am Markt und ebenfalls am selben Tage in Drolshagen, wozu Käufer einladet. J. Allerange. M Die Sanitdtspfelfe braucht nie gereinigt zu werden. No. 14. 100 otm lang, aus fein polirtem Ahornholz 3 M. No. 8. 95 otm lang, aus echtem wohlriech. Weichselholz 5 M. No. 2. 100 etin lang, ebenso, aber m. langem Hornabguß 8 M. Jede Ofeife mit breit. Spitze und Reservemundstück 25 Pf, mehn. Wieberverk, Rahatt. Vers. geg. Nachn, od. vorh. Eins. d. Beirags. I. Plesaohnun Nachi, Hastle(oche), Druck von Th. Mietens u. Othz Wir ersuchen um baldgefl. Zahlung der noch rückständigen Abonnementsbeträge aus 1889 und früheren Jahren. Expedition des„Sauerl. Volksblattes.“