M. 3. *, Mittwoch den 8. Jannar. Erscheint am Mittwoch und Samstag und kommt bereits Dienstags und Freitags nachmittags zur Ausgabe. Abonnementspreis, vierteljährlich 1 Mk. 20 Pf., per Post bezogen 1 Mk. 25 Pf., mit Illustrierten„Sonntagsblatt 25 Pf. mehr. 1890. Anzeiger für das Sauerland und speziell für den Kreis Olpe. Verlag der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. Anzeigegebühr: 10 Pfg. für die einspaltige Petit=Zeile oder deren Raum, unter 4 Zeilen 40 Pfg.; Reklamen 25 Pfg. die Zeile.„Die Besorgung von Briefen und Annahme von Adressen wird mit 25 Pfg. berechnet. Verantwortlicher Redakteur: Gottfried Ruegenberg. —4— Zur Fortsetzung der Reichstagssession. Am 8. Januar nimmt der Reichstag seine durch tie Weihnachtspause unterbrochenen Arbeiten mit der Spezialberatung des Marine=Etats wieder auf und noch wichtige Entscheidungen sind es, welche das Haus in dieser zweiten Hälfte der Session zu treffen haben wird. Es gilt, der Marine= und Militär=Etat und einige kleinere Etats in zweiter Lesung und sodann den gesamten Reichshaushalt in dritter Lesung zu erledigen, ferner die zweite und dritte Beratung des Sozialistengesetzes sowie des Nachtragsetats, betr. die WißmannExpedition, vorzunehmen und außerdem die Vorlage über die ostafrikanische Dampferlinie der Beratung zu unterziehen, obwohl der Entwurf dem Parlamente erst noch vorgelegt werden muß; schließlich harren noch eine ganze Reihe von Anträgen aus dem Hause der endgültigen Erledigung. Von allen diesen den Reichstag in dem bevorstehenden weiteren Abschnitte seiner Sitzungsperiode erwartenden gesetzgeberischen Arbeiten wird die Spezialberatung des Sozialistengesetzes jedenfalls das meiste Interesse erregen, denn es handelt sich hierbei um eine praktisch wie prinzipiell hochwichtige Frage und deren Lösung wird jetzt mit um so größerer Spannung entgegengesehen, als die bisherigen parlamentarischen Verhandlungen über das neue Sozialistengesetz nichts weniger als einen zuverlässigen Schluß auf den Ausgang der ganzen Angelegenheit gestatten. Namentlich befindet sich hinsichtlich der Ausweisungsbefugnis, die ja den Kernpunkt der gesamten Frage bildet, noch alles in der Schwebe und erhellt nur soviel aus dem jüngst veröffentlichten Commissionsbericht, daß die Regierung auf die Ausweisungsbefugnis nicht verzichten will. Inwieweit das mit Bestimmtheit angekündigte persönliche Eingreifen des Fürsten Bismarck in die bevorstehenden Sozialistengesetzdebatten des Reichstages zur Herbeiführung einer Verständiguug beitragen wird, muß noch dahingestellt bleiben und nur das Eine kann man schon mit Sicherheit annehmen, daß die Angelegenheit des Sozialistengesetzes heftige Kämpfe im Parlamente verursachen wird. Wenn indessen hie und da verlautet, die Regierung gedenke im äußersten Falle zur Auflösung des Reichstages zu schreiten, so dürfte dies kaum richtig sein. Einmal zählt das Dasein des gegenwärtigen Reichstages ja doch nur auf wenige Wochen und dann ist doch schwerlich zu glauben, daß der neue Reichstag der Regierung willfähriger sein würde, als sein Vorgänger, die Auflösung würde sich demnach nur als eine überflüssige und in ihren Wirkungen zudem bedenkliche Maßregel erweisen. Am wahrscheinlichsten ist es, salls wirklich keine Verständigung über das Sozialistengesetz erzielt werden sollte, daß der Reichstag dasselbe mit Hülfe der Kartellparteien, wie nationalliberale Blätter bereits vorschlagen, wieder auf zwei Jahre verlängert und dann dürfte sich die Regierung hierzu doch entschließen, da ihr an einem gänzlichen Scheitern des Gesetzes kaum gelegen sein kann. Im Uebrigen ist das dem Reichstage zur Erledigung seines Arbeitspensums zugemessene Zeitmaß ein so beschränktes, daß er bis zum 21. Februar, dem Tage, an welchem sein Mandat abläuft, noch tüchtig wird schaffen müssen, will er am Schlusse reinen Tisch sehen. Die vorwiegend schwache Besetzung des Hauses und die Erörterung von weniger wichtigen Sachen waren schuld, daß die Reichstagsarbeiten in dem Sessionsabschnitte vor Weihnachten außerordentlich langsam vorwärts schritten und daß dieses wenigstens in der beginnenden zweiten Sessionshälfte vermieden wird, ist deshalb nur dringend zu wünschen; der Reichstag wird in Anbetracht der am 15. Januar wieder eintretenden Concurrenz des preußischen Landtages und angesichts der sich immer lebhafter gestaltenden Agitation zu den Neuwahlen ohnehin einen ziemlich schwierigen Stand im ferneren Verlaufe seiner Session haben. □ Politische Plaudereien. Das alte Jahr hat mit der Grippe geschlossen und das neue hat mit derselben begonnen; was man hört und sieht, nichts als Influenza, und selbst die Politik, die doch sonst nach nichts fragt, hat der nichtsnutzigen Seuche ihre Verbeugung gemacht; denn Fürsten und Staatsmänner sind von ihr in gleicher Weise befallen worden, wie der kleine Mann, der Sorgen und unbezahlte Rechnungen mit in's neue Jahr genommen hat. Nur der Finanzminister v. Scholz hat sich von seinem Leiden völlig erholt und wird in der nächsten Session des preußischen Landtags wiederum den Etat vertreten. Dagegen soll nach einer übereinstimmenden Mitteilung verschiedener Reptilienblätter Herr v. Scholz noch immer an der„Ministerkrisis" leiden, und diese ist eine recht böse und heimtückische Krankheit, die ihren Opfern leicht verhängnisvoll werden kann; es kommt selten vor, daß ein Minister, der so erkrankte, daß er seinen Posten verlassen mußte, wieder völlig gesundete, und wenn sich dies bei Herrn v. Puttkamer auch wirklich ereignen sollte, so haben wir es mit einer bemerkenswerten Ausnahme von der Regel zu thun. Von einer Steuserreform, deren Notwendigkeit doch allseitig, anerkannt worden, ist vorläufig gar keine Rede, und wir sind neugierig, inwieweit sich der Finanzminister darüber vor dem Landtag äußern wird; wahrscheinlich hüllt er sich in diplomatisches Schweigen, denn man kann ihm doch nicht zumuten, zu erklären, er sei für die Ausführung dieser Pläne nicht berufen. Die Gründe, weshalb die Steuerreform nach Ostern plötzlich in's Wasser fiel und auch jetzt noch nicht auf's Trockene gebracht werden soll, sind unzweifelhaft in der Selbsteinschätzungspflicht zu suchen, denn manche hohe Herren, die schwere Einkünfte haben, scheuen die Selbsteinschätzung wie manche Hausfrau die Fleischer=Rechnung. Der Handwerker, der kleine Gewerbetreibende und Beamte sind bis auf den letzten Pfennig eingeschätzt; aber reiche Couponsabschneider zahlen oft kaum von dem zehnten Teil ihres Vermögens Steuer und sie glauben dem Vaterlande genug zu thun, wenn sie wacker über die„Reichsfeinde" schimpfen und bei „patriotischen“ Festen mitessen,— wenn es aber an den Geldbeutel gehen soll, dann hört der Patriotismus auf. Aber nicht nur Herr v. Scholz, auch Fürst Bismarck kommt wieder, dessen Eintreffen in Berlin in den nächsten Tagen erwartet wird. Wahrscheinlich hält der Herr Reichskanzler es für notwendig, in den weitern Verlauf der Reichstagsverhandlungen einzugreifen, namentlich dürfte er beim Militäretat und dem Sozialistengesetz sein gewichtiges Wort mit in die Wagschaale werfen. Am 3. November schrieb die„Köln. Zeitung“, der Verzicht der Nationalliberalen auf den einmal eingenommenen Standpunkt hinsichtlich des Sozialistengesetzes(Ablehnung der Ausweisungsbefugnis) sei ganz unmöglich; aber wir sind doch gespannt darauf, ob diese Unmöglichkeit auch dem Fürsten Bismarck gegenüber Stand halten wird. Auf alle Fälle wird das Erscheinen des Kanzlers etwas mehr Leben in den Reichstag bringen und die müden Volksvertreter elektrisieren. Ueberhaust wird der erste Monat im neuen Jahre ein recht lebendiger sein, denn der Reichstag hat noch die wichtigsten Sachen zu erledigen, und die Mitglieder desselben, die zugleich auch im preußischen Abgeordnetenhause sitzen, können sich halbieren lassen, um ihren Verpflichtungen zu genügen; leider sind solche„Schwabenstreiche" lebensgefährlich. Der Jahreswechsel hat sich in aller Stille vollzogen, denn die große Politik gab kanm ein Lebenszeichen von sich; nur die kriegslustige„Post“ die das Säbelrasseln als Liebhaberei betreibt, glaubte wieder eine neue Vermehrung der Militärlast in Sicht stellen zu sollen. Französische Blätter haben nämlich ausgeplaudert, der Oberkriegsrat in Paris trage sich mit der Absicht, im Jahre 1891 die Armee zu verstärken, und da darf Deutschland natürlich nicht zurückbleiben; denn jede militärische Maßregel der Franzosen wird von uns mit Gegenmaßregeln beantwortet. Es wäre sogar nicht unmöglich, dem braven Cartell=Reichstage, der so flott im Bewilligen ist, noch weitere Forderungen zuzumuten, denn auf einige hundert Millionen kommt es ihm bekanntlich nicht an; aber die Sache hat doch ihre Haken, weil der Reichstag erstens bis zum 21. Februar Arbeit in Hülle und Fülle hat, und weil zweitens auch jeder neue Reichstag das wirklich Notwendige dem Kriegsminister nicht versagen wird. Aber wie wäre es, wenn die Officiösen, die um eine Wahlparole verlegen sind, die geplante„Rüstung" der Franzosen benutzten, um den Wählern eine Gänsehaut über den Leib zu treiben? Das Vaterland ist in Gefahr, könnte es heißen; die Franzosen stampfen neue Regimenter aus der Erde, und da ist eine„nationale" Reichstagsmerheit, die alles und noch etwas mehr bewilligt, unbedingt notwendig, denn die ultramontan=freisinnig=socialistischen Reichsfeinde wollen das Vaterland bekanntlich wehrlos machen!„Wehrlos— ehrlos!“ rief der neue Kriegsminister in den Reichstag hinein, und mit einem solchen Schlagworte ließ sich schon etwas machen. Wenn nur das Cartell die Intzuenza nicht im Leibe hätte! Trotz der„Erneuerung“ der edlen Bruderschaft zanken sich die Nationalliberalen mit den Conservativen herum, daß es eine wahre Wonne ist, denn die Nationalliberalen wollen in Bielefeld auf Herrn v. Hammerstein nicht anbeißen, und die Conservativen sind darob so fuchswild, daß sie ausrufen:„Ein ganzer Posten nationalliberaler Herren fällt in den Sand, wenn wir nicht mitthun; entweder stricte Beobachtung des Cartells an allen Orten, oder Auflösung desselben.“ In Berlin sollte ein cartellfreundliches conservatives Blatt auf die Beine gebracht werden, aber es kam aus den Windeln frommer Wünsche nicht heraus; vielleicht wäre es anders gekommen, wenn die Nationalliberalen sich nicht so sehr auf's hohe Pferd setzten. Aber nicht bloß die Conservativen stoßen sie vor den Kopf, auch mit allen übrigen Parteien haben ste es wieder einmal gründlich verdorben. Die Reichstagsverhandlungen über den Befähigungsnachweis haben sie eine„reine Comödie“ genannt, und den Centrumswählern haben sie ihre unverbesserliche culturkämpferische Gesinnung mit der Erklärung in die Erinnerung gerufen:„Die Nationalliberalen halten daran fest, daß die Kirche nicht ohne den Staat leben kann, daß sie, wie jede andere Staatseinrichtung in erster Lienie vom Staate abhängen muß.“ Dieses interessante Sprüchlein wollen wir uns für den Fall merken, daß es den braven Füchsen noch einmal einfallen sollte, in die fromme Kutte zu kriechen und sich einen papstfreundlichen Anstrich zu geben. Inzwischen fährt aber die edle„Norddeutsche“ fort, die Schönheit und Notwendigkeiten des Cartells in allen Tonarten zu besingen und das Liedchen herunterzuorgeln, daß Niemand die Absichten der Regierung zu kennen brauche, sie aber billigen müsse. Das Parteiwesen macht bekanntlich„dumm", und nur der ist ein braver Mann, der seine politische Ueberzeugung in die goldenen Worte faßt:„Ich bin für die Regierung.“ Wer nicht so denkt ist ein Nörgeler, ein Oppositions= mensch, ein Reichsfeind,— fort damit! Ein sehr patriotischer Mann und gewaltiger Culturkämpfer vor dem Heirn war auch der Landesdirektor Dr. Wehr in Danzig, und jetzt sitzt der brave Mann mit den laugen Fingern im Gefängnis, wo er Muße hat über die von ihm mit fabricierten Maigesetze und das siebente Gebot Gottes uachMartha. Erzählung von Chr. Kimmich. 3.(Fortsetzung.) „Namentlich wenn die Verunglückte eine hübsche junge Dame und der Helfer in der Not ein junger Mann ist, nicht wahr?— Nun, ich will deshalb Oskar nicht zürnen; unter Deiner Pflege und mit Gottes Hilfe wird die Dame hoffentlich rasch genesen. Daß Oskar seine Teilnahme für das Mädchen nicht zu sehr ausdehnt, dafür wirst Du sorgen, Marie. Derartige Zusammentreffen und vollends ein derartiges Zusammensein, in welchen Mitleid und Dankbarkeit so große Rollen spielen, sind gefährlich für junge Leute und Oskar kann und darf sich in keiner Weise binden, ehe er eine selbständige, angesehene Stellung errungen hat.“ „Das dürfte in diesem Falle nicht zu befürchten sein. Weißt Du denn, lieber Mann, wie das Mädchen heißt?“ Die Frau Registrator richtete die Augen mit Spannuug auf ihren Gatten. „Nein,“ entgegnete dieser;„ist denn Dir ihr Name bereits bekannt?“ „Ja,“ antwortete sie und die Worte glitten sichtlich schwer über die Lippen;„sie heißt Martha Herder.“ Der Registrator blickte seine Gattin einen Moment sprachlos an; es schien, als hätte er die Worte nicht richtig verstanden. Dann aber grub sich eine Falte tief in seine hohe Stirne, sein Gesicht verfinsterte sich und in entstelltem Ton der Stimme sagte er, beinahe brohend:„Was soll das heißen, Marie?“ „Sei vernünftig Emil,“ besänftigte die Gattin, in banger Ahnung des heraufziehenden Gewitters;„gerne, Du weißt es, hätte ich Dir das erspart, aber konnte ich es denn ahnen, als man sie hier zum Hause herein trug, und selbst wenn es der Fall gewesen wäre: durfte ich ihr denn die Aufnahme versagen, sie wie eine Aussätzige von der Schwelle weisen?“ Der Registrator hatte sich erhoben. In seinem Gesicht arbeitete es wie zorniges, unheilverkündendes Wetterleuchten. Seine Hand, mit der er sich auf den Tisch stützte, ballte sich krampfhaft zusammen. „Gib mir Antwort auf meine Frage, Marie,“ sagte er,„ist sie vielleicht...?“ „Sie ist seine Tochter.“ Wie ein seit Jahren verhaltener Wutschrei kam es nunmehr aus der Brust des erregten Mannes.„Ha!“ rief er und sein kräftiger Körper bebte,„auch das noch.— Die Brut des Elenden im eignen Hause! Des Schurken, dessen Name mir wie Gift und Galle klingt!— Heute noch verläßt sie dieses Haus! Verstehst Du?“ Frau Freund brach beinahe zusammen vor diesem, alle für möglich gehaltenen Grenzen überschreitenden Ausbruch des unverlöschlichen Hasses.— Seit Jahren, seit langen, langen Jahren war sie ängstlich bemüht, den Namen Herder fern von den Ohren und Augen ihres Gatten zu halten, da sie nur zu gut wußte, welche Wirkung er immer und immer wieder auf sein Gemüt ausübte. „Sei barmherzig,“ sagte sie und legte besänftigend ihre Hand auf seinen Arm. „War er vielleicht barmherig,“ entgegnete er.„Hat er, der Schuldige, vielleicht den Mund aufgethan, als er mich ins Gefängnis wandern sah, als Du vor Elend und Jammer dem Tode nahe kamst?“— Und von mir, dem tausendfach tödlich Beleidigten, verlangst Du Barmherzigkeit?“ „Ich verlange von Dir diejenige Barmherzigkeit, die kein Mensch dem Hilfsbedürftigen versagt. Sagtest Du nicht selbst vorhin, Emil, daß du weit davon entfernt seiest, diese Barmherzigkeit jemals zu versagen?— Ich habe bis jetzt nicht versucht, Deinen Haß zu bekämpfen, weil ich wußte, daß dies nutzlose Mühe wäre, aber ich habe mir schon in Stunden ruhigen Ueberlegens die Frage vorgelegt: war er denn auch der Schuldige, an dessen Stelle Du büßen mußtest? Und diese Frage möchte ich Dir heute vorlegen. Weißt Du denn gewiß, daß er das Verbrechen verübt hat?“ „Er hat es gethan und kein anderer Mensch auf der Welt!“ Frau Freund sah bald ein, daß sie auf diesem Wege dem Ziele keinen Schritt näher kam.„Zugegeben,“ sagte sie,„willst Du dann das unschuldige Mädchen dafür verantwortlich machen, an ihr die von der etwaigen Schuld ihres Vaters keine Ahnung hat, Deinen Groll auslassen?— Emil, eine solche Handlungsweise wäre Diner nicht würdig!“ Nun schien die richtige Saite in der Brust des Mannes berührt zu sein.„Ich muß Dir darin recht geben,“ sagte er mit mehr Ruhe und Selbstbeherrschung;„aber mute mir niemals zu, den Fuß über die Schwelle zu setzen, in dem sie sich befindet. Man soll mir nicht nachsagen, daß ich ein Unschuldiges hart und ungerecht behandle, aber man versuche auch nicht, mich zu einer Annäherung an jene zu bewegen, die allein ich auf der Welt hasse, die mich um Vermögen, um Ehre und guten Namen gebracht haben!“ Frau Freund schwieg. Sie war zufrieden mit dem erzielten Resultat und hütete sich, dasselbe durch weitere Worte wieder illusorisch zu machen. Es herrschte längere Zeit Stille im Raume. Der Registrator stand in Gedanken versunken da und seine Gattin saß ihm so ruhig gegenüber, als fürchte sie, mit jeder Bewegung den Stein aufs neue in unheilvolles Rollen zu bringen.— Aufmerksam beobachtete sie jeden wechselnden Zug im Gesichte des Mannes und als dort mehr und mehr die gewohnte gleichmäßige Ruhe zurückkehrte, da atmete sie wie von schwerer Last befreit auf. Endlich trat er auf sie zu und streckte ihr die Rechte entgegen. „Vergib mir, Marie,„sagte er und seine Stimme klang bittend und versöhnend.„Es thut mir wehe, Dich unter dem Aufbrausen meines alten Hasses leiden zu sehen, Dich, das treue Weib, das keine Sekunde an meiner Ehrlichkeit zweifelte und mich in den schlimmsten Stunden mit nie ermüdender Ausdauer immer wieder aus der Verzweiflung emporriß, die mich wieder dem Leben zurückgab, die aus mir einen neuen Menschen schuf.— Verzeihe mir," sagte er noch einmal;„sieh, es kommt zuweilen über mich wie ein Fieber, wie eine Krankheit, gegen die ich vergeblich kämpfe. Der Anlaß heute, er kam so unerwartet und in einer Weise, auf die ich nicht gerechnet hatte. — Und nun wollen wir zwei wieder Frieden halten; mag die Verunglückte in meinem Hause genesen, ich will sie nicht daran hindern. Nur die eine Bedingung halte ich aufrecht, daß ich nie ihre Schwelle überschreite und dasselbe verlange ich auch von ihr, bezüglich meiner eigenen Wohnräume, das heißt, wenigstens so lange ich zu Hause bin und sie erst wieder gehen kann." Er setzte sich neben seine Gattin und ergriff wiederholt ihte Rechte. „Noch eins, Marie,“ sagte er,„hüte den Jungen, den Oskar, damit nicht ein Unglück aus des Mädchens Hiersein erwächst. Du weißt, wie nicht selten das Schicksal gerade diejenigen Menschen durch das Band der Liebe aneinanderknüpft, die sich doch nie und nimmer angehören können und dürfen; weißt, welch Herzeleid hieraus entstehen kann und darum sei auf Deiner Hut und hüte unser Kind. Und nun gute Nacht; ich bedarf des Alleinseins, der Ruhe nach diesem Sturm.“— Er küßte sie liebevoll auf die Stirne und trat durch die Thüre in das anstoßende Zimmer. Frau Marie aber faltete stumm die Hände zu einem frommen Abendgebet, das diesmal zugleich ein Dankgebet gegen Gott war, dafür, daß er alles so gut gelenkt hatte, dann verließ sie ebenfalls das Wohnzimmer, schritt geräuschlos über den Korridor und trat dort ein, wo die junge Damihre Unterkunft gefunden hatte.— Eine grün verhängte Lampe ver breitete eine angenehme Dämerung in dem Raum. Am Bette der jungen Dame saß deren Mädchen und las in einem Buch, das si# dem kleinen Bücherschranke des Zimmers entnommen hatte. „Ich bitte um gütige Entschuldigung,“ sagte sie verlegen,„# ich mir die Freiheit nahm, ein Buch shervorzuholen; der Schlaf droh mich zu übermannen und da wußte ich kein anderes Mittel ihn n age tevo ord ion gar olut besitz ssätt enif hen kor irfo sosp röff ens laut Jesut Sta( jahr und en ung oäre Bew ind ind Mut von zudenken; nebenbei kann er sich auch da über„entrüsten“, daß bezüglich der Redemptoristenfrage zwischen der baierischen Regierung und dem hl. Stuhle Verhandlungen schweben, und daß der Rheinbrohler Glockenprozeß zu Gunsten der dortigen Kirchengemeinde entschieden ist. Das neue Jahr steht noch im Unschuldskleide vor uns, aber das alte wollte nicht Abschied nehmen, ohne uns einige Ueberraschungen aufzutischen. So soll Herr Knappe, der vor einem Jahre als General=Sündenbock aufgestellt wurde, als Consul wieder nach Samoa zurückkehren, und die französischen und russischen Blätter quälten sich wegen der Unschädlichmachung Buschiris, der als Rebell, Sklavenjäger, Brandstifter und gemeiner Mörder doch wahrlich kein anderes Los verdient hatte, eine große Entrüstung gegen Deutschland an. Aber die Franzosen wie die Russen haben alle Ursache, dieses heuchlerische Geschrei einzustellen, denn die Hinrichtungen in Tongking und die Greuelthaten in Sibirien sind so empörend, daß die Beseitigung des Räuberhauptmanns Buschiri damit gar nicht in Vergleich u. elen e. g uich iu Benzsäch Die ernsten Worte, welche der h. Vater beim Weihnachtsempfange an das Cardinals Collegium gerichtet hat, haben in der ganzun katholischen Welt ein lautes Echo geweckt; mag der Liberalismus alich darüber spotten, daß der erhabene Priestergreis in Rom die Lage der Kirche eine unerträgliche und die gegen sie gerichteten Angriffe fanatisch nennt,— es werden noch andere Zeiten kommen, und wie schon so oft im Lauf der Jahrhunderte wird die Menschheit, wenn sie nirgend Halt und Rettung mehr findet, ihre Zuflucht wieder zur vielgeschmähten und verfolgten Kirche nehmen. Immer kühner erheben die revolutionären Elemente ihr Haupt, und mit welcen Mitteln sie arbeiten, lehrt uns die junge Republik in Brasilien. Wehmut erfüllte uns die Nachricht von dem plötzlichen Hinscheiden der Kaiserin von Brasilien,—„Herzkrankheit“ soll die Todesursache gewesen sein; wir glauben es gern. auch die Bürgschaften für Aufrechterhaltung ds Friedens zu verstärken. Mit hoher Befriedigung hat es Mich auch erfüllt, daß es unter der vertrauensvollen Mitoirkung der Vertretung des Reiches gelungen ist, dad Gesetz über die Alters= und Invaliditäts=Versicherung zustande zu bringen und dadurch einen wesentlichen Schritt auf dem Mir besonders am Herzen liegenden Gebiete der Fürsorge für die arbeitende Bevölkerung vorwärts zu thun. Ich weiß sehr wohl, welch reicher Anteil an diesen Erfolgen Ihrer aufopfernden, schaffensfreudigen Thatkraft gebührt und bitte Gott, Er möge Mir in Meinem schweren verantwortungsvollen Herrscherberufe Ihren treuen erprobten Rat noch viele Jahre erhalten.“ ..—. Liser Wilhelm hat seinen ersten Jagdausflug im neuen Jahre nach Schlesien gerichtet. Entsprechend einer Jagdeinladung des Fürsten von Hatfeld=Trachenberg, traf der erlauchte Monarch am Freitag Abend gegen 6 Uhr in Trachenberg ein, in dessen Umgebung der kaiserliche Gast am nächsten Tage den vom Fürsten Hatfeld veranstalteten Jagden beiwohnte. In der Nacht zum Sonntag reiste der Kaiser mit seinem Gefolge von Trachenberg nach Berlin zurück. — Die parlamentarische Weihnachtspause erreicht an diesem Mittwoch ihr Ende, da an genanntem Tage der Reichstag zur Fortsetzung seiner Session wieder zusammentritt, und diese zweite Sessions= hälfte wird alsbald bedeutsame Entscheidungen und Abstimmungen bringen. Zunächst handelt es sich um die Beschlußfassung über die wichtigsten Teile des Reichshaushaltsetat, den Marine= und den Militäretat, an deren zweite Lesung das Reichstagsplenum jetzt herangeht und wird es hierbei an lebhaften Redekämpfen sicher nicht fehlen. Alsdann folgt die zweite Beratung der wichtigsten Vorlage der ganzen Session, des Socialistengesetzes, und offenbar wird die Session in der Spezialberatung dieses Gesetzes, dessen Schicksal noch durchaus ungewiß ist, ihren eigentlichen Höhepunkt erhalten. Daneben gilt gestellt bleiben. es dann, den gesamten Etat in dritter Lesung und ferner den Nach= Ms das ungarische Heimatsgesetz umzeändert werden, um Ludwig Kossuth, dem ehemaligen, seit Jahren im Exil zu Turin lebenden, Diktator Ungarns, die Rückkehr nach der Heimat zu ermöglichen. Aber inzwischen veröffentlichte der alte Revolutionär ein Schreiben, dem zufolge er noch immer ein völlig selbständiges Ungarn unter Ausschluß der habsburgischen Dynastie fordert und hiernach ist natürlich die Rückkehr Kossuths nach Ungarn unmöglich geworden und Tisza hatte daher vollständig Recht, wenn er sich scharf gegen die von der Opposttionspartei betriebene Vergötterung Kossuths als des Nationalheiligen der Magyaren wandte. Aber dieselben machen nun Ludwig Kossüth zu ihrer Parole in dem neuen Feldzuge gegen Tisza und spekulieren hierbei die Herren von der äußersten Linken auf die unleugbare Thatsache, daß der ehemalige Diktator sich noch immer in weiten Kreisen des ungarischen Volkes großer Verehrung erfreut, so daß da die Stellung Tisza's eine ziemlich schwierige ist. Jedenfalls wird die am 11. Januar wiederbeginnende Session des ungarischen Abgeordnetenhauses gleich zu Anfang scharfe Auseinandersetzungen zwischen Tisza und der Opposition in der Kossuthfrage zeitigen. Dänemark. In Dänemark hat der fortdauernde Conflikt zwischen der Regierung und der radikalen Mehrheit der Volksvertretung zur Auflösung des Folkethings geführt. Allerdings wird diese Maßregel regierungsseitig äußerlich dadurch begründet, daß eine Beendigung der Budgetberatungen bis zum Ablaufe der am 28. d. Mts. zu Ende gehenden Legislaturperiode unausführbar erscheint, aber der wahre Grund der Auflösung liegt doch darin, daß das Ministerium Estrug mit der widerspenstigen Kammermehrheit nicht mehr auszukommen vermag. Ob die auf den 21. Januar anberaumten Neuwahlen eine der Regierung günstigere Zusammensetzung des dänischen Parlaments ergeben werden, muß freilich noch dahinden etzen besei jahr Bro ing Stei Sch in d schaf aber sicht heit Voll Ssls hse eae ee gnasce an scelchene esc de hase lechene chäche seine Vorginger. Hosfen pie das Bese, denn das Schliuue konnut von selbst und immer noch früh genug. Politische Uebersicht. Deutsches Reich. Berlin. Ueberaus friedenszuversichtlich und hoffnungsvoll nimmt sich die Stimmung aus, mit welcher fast die gesamte Tagespresse Europas den Eintritt des neuen Jahres 1890 begrüßt hat und diese beruhigende Auffassung der allgemein=politischen Verhältnisse deckt sich vollkommen mit den politischen unfr Ansprachen, welche bei den offiziellen Neujahrsempfängen in Rom, Reig Pest und Paris gehalten worden sind. König Humbert wie Ministeruud präsident Tisza und Präsident Carnot haben in ihren NeujahrsanRegi sprachen der Zuversicht auf fernere Erhaltung des Weltfriedens rückzeger haltlos Ausdruck verliehen und gewiß darf man annehmen, daß dies eingt von ihnen mit vollster Ueberzeugung geschehen ist. Weiter sind ja die es z zwischen Kaiser Wilhelm und dem italienischen Monarchen sowie zwiMa schen ihren ersten Veratern ausgetauschten Glückwunschtelegramme andem gaßuch, des Jahreswechsels ebenfalls nur geeignet, die Erwartung einer tam friedlichen Fortentwickelung der Weltlage im neubegonnenen wag schnitte zu verstärken und schließlich haben die Friedensbürgschaften, Reiz mit denen sich das Jahr 1890 einführte, auch durch den NeujahrserCar laß Kaiser Wilhelms an den Fürsten Bismarck eine wertvolle Versich mehrung erhalten. Der Renjahrv=Ellaß stengte Acbeitwachen bevor. Auch macht sich die lebige Conenren, mit dem preußischen Landtage demnächst wieder fühlbar, denn derselbe ist bekanntlich auf den 15. Januar zu seiner Wintersession einberufen worden und auch diesmal dürfte das Zusammentagen von Landtag und Reichsparlament einer glatten Abwickelung der Geschäfte des letzteren mehr oder weniger störend entgegentreten. — Die unter den oberschlesischen Bergleuten eingetretene Gährung macht weitere Fortschritte, da jetzt auch die Belegschaft der dem Grafen Ballestrem gehörenden„Wolfganggruben“ in Ruda die Arbeit niedergelegt hat. Außerdem hat die Bewegung zur Einreichung von Petitionen der oberschlesischen Kohlengrubenarbeiter an den Kaiser und an den Minister Maybach geführt, in denen die Klagen und Wünsche der Arbeiter niedergelegt sind.— In dem Dortmunder Oberbergamts= bezirke wird die Kohlenförderung auf vielen Zechen durch die unter den Bergleuten stark grassierende Jufluenza=Epidemie seit mehreren Tagen erheblich beeinträchtigt. Die meisten Belegschaften sind, wie die„Rheinisch=Westfälische Zeitung“ erfährt, durch Massenerkrankung an der Gripppe augenblicklich decimiert. — 6. Jan. Das Emin=Pascha=Comitee erhielt ein Telegramm: Clemens Denhardts habe in Lamu neuerdings Briefe von Peters für das Comitee erhalten. Peters sei unterwegs vom Kenia zum Baringasee.— Zanzibar. Wißmann erstürmte und zerstörte die mit 1500 Mann besetzte Position Banaheris. Deutscherseits wurden zwei Weiße und zehn Eingeborene verwundet. Oesterreich Ungarn. In Ungarn steht das Ministerium Tisza schon wieder vor schweren inneren Kämpfen. Die energischen Belgien. Die Streikbewegung unter den belgischen BergHöheynnkt endlich überschritten zu haben. erim— Der Neujahrs=Erlaß des Kaisers an den Reichskanzler, den feade ic Jhneg, leder Fuash, Meite senzsichsen und wsimnsten Glack, CErcktungen, nit danen sich Mastetgeisdent ier. Die enecgichensiun die deuschelateitauscen Bedticden angernten, bis ven im br auch wtasche, Bel bunigen Dates gngen Gdat bilke 3ch Buik auf das sahaganguachee, ig ui schuer Nauseyze Btsche Geltck widher ue Guen. De bausfanden Engzen 189 zu Ende gehende Jahr, in welchen uns beschieden war, nicht nur Kossuhz=Gultus wandte elen nach Erledigung der Angelegenheit auch einen unserein tenern Vaterlaude den dußern Frieden zu erhallen, sondern zu neuen witenden Angrissen auf gesin die erwünschte Handhabel Vorsoß den Tansußz Kinauf unternehnen, um ev, die ewagen Hir. ie den äußeren Frieden zu erguuten, sonwrtu zu nruen winengen angrissen auf Tisza gegeben. Bekanntlich solte terbiebenen der Petersschen Expedtion zu retten. Belgien. Die Streikbewezung unter den leuten scheint ihren Höhepunkt endlich überschritten zu haben. Kohlenbecken von Seraing befindet sich der Streik in der Abnahme, da die streikenden Grubenarbeiter mehr und mehr zur Arbeit zurückkehren und in den am linken Maasufer gelegenen Kohlengruben wird wieder voll gearbeitet. Spanien. Die schon längst im Schoße des spanischen Ministeriums Sagasta bestandenen Meinungsverschiedenheiten haben jetzt den Ausbruch der zu gewärtigenden Crisis veranlaßt. Am vorigen Donnerstag versammelten sich die Cabinetsmitglieder zu einer Beratung beim Minister des Aeußeren, Marquis Seja de Armijo, und kam die Versammlung dahin überein, daß sämtliche Minister gemeinsam ihre Demission bei Sagasta einreichen sollten. Dies geschah auch und begab sich der Ministerpräsident sofort zur Königin=Regentin, welche die Demission annahm und dem Vernehmen nach Sagasta mit der Neubildung des Ministeriums beauftragte, so daß also von einer Wiederberufung des konservativen spanischen Parteiführers Canovas del Castillo an die Spitze der politischen Geschäfte Spaniens keine Rede ist. Rumänien. König Karl von Rumänien empfing am Freitag die Commission, welche die von der Kammer genehmigte Adresse überreichte. Der Menarch hielt hierbei eine patriotisch warm empfundene Rede, in welcher derselbe auf die Festigung der zwischen dem Lande und der Dynastie bestehenden Bande durch die Anwesenheit des präsumtiven Thronfolgers hinwies. Schließlich betonte der König, anspielend auf die stürmischen Adreßdebatten in beiden Häusern des rumänischen Parlamentes, daß nur enges Einverständnis zwischen den gesetzgebenden Körperschaften und der Regierung die innern Schwierigkeiten des Landes zu beseitigen und seine Zukunft zu sichern vermöchte. Ostafrika. Zwischen der englisch=ostafrikanischen Gesellschaft und einem Häuptling des Vitulandes ist es zu Mißhelligkeiten gekommen, da letzterer einen Teil des britisch=ostafrikanischen Gebietes besetzte und entsandte die Gesellschaft arabische Truppen gegen ihn. Der betreffende Häuptling steht unter deutschem Schutze und haben ihm die deutsch-ostafrikanischen Behörden angeraten, das von ihm beDie betreffenden Truppen of vertreiben.“ Sie redete hierbei mit vorsichtig gedämpfter Stimme. ab„Bitte," entgegnete Frau Freund, wenn Ihnen das Lesen Vernu gnügen macht, so bedienen Sie sich nur hier." .. Sie dentete hierbei auf einen Schrauk, der nur in seinem unkei teren Teile mit einem Verschluß versehen war, während die Bücher nis oben frei zu der Anwesenden Verfügung sich befanden. tei„Schläft denn das Fräulein?“ „Seit mehr als einer Stunde." W Frau Freund atmete erleichtert auf.— Eine nicht geringe m Besorgnis hatte sie erfüllt bei den überlauten Ausbrüchen alten Hasses, denen sie kaum zuvor angewohnt hatte. War auch nicht zu befürchDten, daß die Kranke etwas von dem Gesprochenen verstehen würde, di dazu lagen die beiden Zimmer zu entfernt von einander, so hätte le sie doch in wachem Zustande unter allen Umständen den entstandeoinen Lärm vernehmen müssen und wie leicht hätte sie hierdurch auf eine recht sonderbare Anschauung über das Leben und die Gewohnheiten der Femilie, unter deren Schutz sie nunmehr stand, geraten können. 2:—„Hat sie nicht über Schmerzen geklagt in der Zeit, in welcher Hich nicht mehr anwesend war?" i„Nein, das nicht; nur geweint hat sie noch längere Zeit. Fräulein Martha liebt ihre Mutter so sehr und nun grämt sie sich wohl Gärger um diese als um ihr eigenes Unglück.“ J„Sie hat wohl eine recht liebevolle, gute Mutter, deren Liebe und Sorgfalt sie als brave Tochter vergilt, wie sich das von den Kindern geziemt?“ „Ja, ihre Mutter ist gut, eine herzensgute, liebe Frau, gleich Sucen lic Ficheuld Gheai K dal iae dagt aid imshihe Forsbestzerl rafft Euch auf zur Hedung Euer Sucht ausgeartet üher der au uunm Erar und Dlud u.g u. udan Forstwirtschaft! „Ja, ihre Mutter ist gut, eine herzensgute, liebe Frau, gleich 12 ist verz, 44stror en une um sanft und edel gegen ihr einziges Kind, als gegen ihre Dienstboten immer wieder in den sauren Apfel. und wer sonst noch mit ihr in Berührung kommt Wol-lich sie Ebenso ergeht es natürlich F. Sucht ausgeartet, über der er nun Frau und Kind und alles andere vollständig vergißt. Da glaubt er nun seine Gatten= und Vaterpflichten zu erfüllen, wenn er seiner Frau von Zeit zu Zeit einige hohle Phrasen in Gegenwart anderer hinwirft und seiner Tochter Geschenke macht, die recht viel Geld kosten, während doch die beiden um ein einziges Quintchen aufrichtiger Liebe alles Gold mit Freuden hingeben würden.“ Die Sprecherin kam mehr und mehr in einen Redefluß, gegen welchen ein Ankämpfen, wie die Frau Registrator sich selbst wohl sagte, nutzlos gewesen wäre, weshalb sie ihre Aufmerksamkeit mehr der Schlafenden zuwandte, um bei dem geringsten Zeichen, das einen durch das Reden gestörten Schlaf verraten hätte, sofort hemmend eingreifen zu können. Das Mädchen mußte jedoch dies Vorhaben ahnen, denn sie dämpfte mehr und mehr ihre Stimme, als sie fortfuhr:„Sie glauben gar nicht, was für eine Gesellschaft Jahr aus, Jahr ein bei uns im Hause verkehrt. Da ist alles willkommen, das sich Baron oder Graf nennt, mag der Titel echt oder falsch und der Betreffende der nichtsnutzigste Mensch von der Welt sein. Daß das meist nur Schmarotzer sino, die an unserem Tische speisen und von dem Gelde des Hausherrn leben, leuchtet jederman ein, nur, wie es scheint, dem Herrn Kommerzienrat selbst nicht. Und mit diesen Menschen muß unsere Madame nun verkehren, mit diesen Hohlköpfen, muß ihnen sogar noch schöne Worte sagen; denn thut sie das nicht, so ist der Unfriede da und um diesen zu vermeiden, beißt sie dann und wer sonst noch mit ihr in Berührung kommt. Wahrtich, sie verdient ein besseres Los als dassenige, das ihr bei allem Reichtum zuteil geworden ist.“ 4. Frau Freund fragte nicht, warum das Los der reichen Frau glein beneidenswertes sei; nichts lag ihr ferner als die Sucht, in die (Familiengeheimnisse anderer einzudringen. Aber das Rad, das nun schon ins Rollen geraten war, stand deshalb nicht still. L„O, die liebe Frau, wie ist sie zu bedauern,“ fuhr das Mädichen fort.„Alles ist da, was zum Glücke beitragen kann: ein prächZtiges Haus, Geld in Hülle und Fülle, eine Tochter, die ebenso gut zale schon ist und dennoch kein Glück und kein Friede im Hause und * als schön ist und dennoch kein Glück und kein Friede im Hause und daran trägt nur allein der Herr Kommerzienrat die Schuld.— Ich lbin nun sechs Jahre im Hause und kenne die Verhältnisse genau. (bin nun sechs Jahre im Hause und kenne die Verhältnisse genau. Damals war unser Fräulein noch ein Kind, ein Kind, an dem jedes seine Freude haben mußte und auch hatte, nur allein derjenige nicht, der doch am meisten Ursache dazu gehabt hätte: ihr Herr Papa.— Micht daß er sein eigenes Kind etwa gehaßt oder gar gemißhandelt shätte; durchaus nicht! Aber er hat es auch nicht geliebt und er liebt ses noch nicht, so wenig wie er seine Gattin und überhaupt etwas anderes liebt, als etwa sein Geld und vor allem seinen Titel und den Orden, den er an des Fürsten Geburtstag neuerdings erhalten Hat.— 3ch, kann es nun und nimmer versehen, wie ein Mensch sein gus Ooste uif hande Dios Kunechen bun ur G. kann es nun und nimmer verstehen, wie ein Mensch sein unges Ormen auf verartige Winge, konzenkrieren rann, an sie, wie Eberso ergeist es nattrlich Früalein Martha, jaich befürchte, daß für diese noch das größte Unheil aus diesem unsinnigen Treiben ihres Herrn Papa erwächst. Nicht nur einmal habe ich es selbst schon mit angehört, daß er aufs Bestimmteste versicherte, seine Tochter nur einem Herrn von hohem Adel zur Gattin zu geben.— Da ist zum Beispiel gegenwärtig ein Graf von Bentlingen hier, ein eingebildeter, geckenhafter Mensch, ein Herr von Habenichts, wie er im Buche steht, fünfzig Jahre alt, mit einem Kahlkopf und einem verlebten Gesicht mit dem widerlichsten Ausdruck darin; ich müßte mich sehr täuschen, wenn sich dieser nicht mit den ernstesten Absichten auf ihre Hand trüge und wenn ihn der Kommerzienrat hierin nicht ermuntere. Nun, Gott wolle verhüten, daß aus dieser Verbindung etwas wird; das gute Fräulein Martha verdient wahrlich einen tausendmal besseren Gatten als diesen.“ Die Kranke begann unruhig zu werden und die emsige Erzählerin wurde hierdurch zum Schweigen gebracht. Es schien, als werde sie von schweren Träumen beunruhigt und als sei ein Fieberanfall im Anzug, worauf die rosig angehauchten Wangen der Schlafenden schließen ließen. „Wollen Sie sich nicht ein wenig zur Ruhe niederlegen, mein Fräulein?“ redete Frau Freund die Zofe an, als die Schlafende sich wieder vollständig ruhig verhielt. (Fortsetzung folgt.) Diesen Mahnruf möchten wir an alle Forstbesitzer unseres Kreises richten: Was ist denn eure Waldwirtschaft, was fehlt derselben und was bedürfet ihr zur Hebung und guten Führung derselben? Eure Waldwirtschaft ist ein bedeutungsvoller Teil eurer Landwirtschaft oder sollte es doch sein, bezw. werden; sie soll euch durch die Erzeugnisse mit ernähren und die Mittel zur Erhaltung und Verbesserung eurer Wirtschaft, eures Hofes mit verschaffen. Ihr klagt und seufzet unter der Last der notwendigen Ausgaben und bemerket mit Schrecken das Uebergewicht über die Einnahmen dieses und jenes Jahresj Die Waldwirtschaft kann euch jetzt oder in näherer oder fernerer Zukunft helfen, sie kann euch über Wasser halten und retten vom Untergange und sie kann euch emporklimmen lassen auf der Leiter des Wohlstandes. Geben doch ihre Erzeugnisse bei der Ernte nicht 10 bis 20 M. Reinertrag pro Morgen, sondern gleich 500 bis 1000 M., und das gibt Blut und Lebensmut! Die Waldwirtschaft ist oder kann dem Landwirt sein eine unerschöpfliche Milchkuh, wie er keine im Stalle hat trotz 20, 30 und mehr stolzer Holländer oder Angler, wenn sie nur erst einmal im richtigen Stande und Betriebe steht und in diesem erhalten wird. Aber wie gedeihen vielfach die Produkte der bäuerlichen Waldwirtschaft? Weit schlechter vielfach als der dürftige Roggen. Und woran liegt das? Gewiß in vielen Fällen an den ungünstigen Bodenverhältnissen, in vielleicht ebenso vielen oder mehreren Fällen aber unzweifelhaft an der Behandlung des Besitzers. Wie viele mineralisch kräftige Böden unseres Hügellandes könnten statt der sie kummerlich und lückig deckenden, elend krüppelhaften Buchenstockausschlagsbüsche üppige schlanke Eichen= oder Fichten=Bestände tragen mit 600, 800, 1000 Stämmen auf dem Morgen im Werte von 2, 3, 5, 7 Mark pro Stamm? Oder wie viele Morgen oder Hectare nicht gar schlechten Haide= oder trockenen schlechten Weidebodens oder abgeholzten Walobodens liegen jetzt fast oder ganz nutzlos da und harren vergeblich der Aufforstung, um nach ca. 20 Jahren dem Besitzer schon 600 bis 700 M. für Kiefern= oder anderes Grubenholz liefern zu können? Es ist wahrhaftig die höchste Zeit, daß sich unsere bäuerlichen Wald= und Holzgrundbesitzer zu energischem Handel aufraffen! Viele, sehr viele sehen das längst recht gut ein; andere können es sich nach vielen Mahnungen nicht mehr verhehlen, die meisten wollen auch gern, aber sie können nicht vorankommen. Dem Einen fehlt es an Geld zu den Kulturen, der andere weiß sich das richtige gute Material an Samen und Pflanzen zu denselben nicht zu beschaffen, der Dritte verwendet schlechtes Material oder gutes verkehrt, weil er die Natur der Holzgewächse, ihre Ansprüche an den Boden und dessen Bearbeitung und den Boden selbst nicht genügend kennt und beurteilen kann, ein vierter weiß seinen vorhandenen Wald nicht richtig zu pflegen und zu nutzen, um guten Bestand zu erzielen, zu erzielen, zu erhalten oder wieder zu bekommen, ein Folgender kann 45 Zweihundert, Jahre später,„im Jahre Tod der Kaiserin Augusta. Berlin, den 7. Januar 1800. Ihre Majestät die verw. Kaiserin=Königin Augusta, welche seit voriger Woche an der Influenza erkrankt war, ist laut einem uns zugegangenen Telegramm heute Nachmittag gegen 4½ Uhr gestorben. Das Kaiserpaar, sowie die badischen Herrschaften befanden sich seit morgens 5½ Uhr bei der hohen Kranken. Im Palais befanden sich zahlreiche Hof= und StaatsWürdenträger, darunter Graf Moltke, Graf Herbert Bismarck, General v. Blumenthal. Kaiserin Augusta, Tochter des Großherzogs Karl Friedrich von Sachsen=Weimar und der Großfürstin Maria Paulowna, wurde am 30. September 1811 zu Weimar geboren. Am 11. Januar 1829 vermählte sie sich mit dem Prinzen Wilhelm von Preußen, späterem König von Preußen und deutschen Kaiser Wilhelm I. Ihre geistigen Vorzüge, ihr Kunstsinn und ihre außerordentliche Wohlthäligkeit sind weltbekannt und haben ihr die höchste Liebe des Volkes eingetragen, deshalb ist die Trauer um ihren Tod eine große. # der Gaul scheut, galopplert und so die unglückliche Frau veranlaßt, hin= Teil des Schlosses bildete. auszupringen. Dabel ist dieselbe auf den Lovf gefallen und hat außer 144g bestieg der große Ku starker Hirnerschütterung Dr. H. kam um füuf Uhr erst.— der linfall ereiguete sich gegen 3is2 sihr wiederum 100 Jahr — zu seiner Frau, welche von den Nachbarsleuten in der sorgsamsten Friedrich II., der Große, nach dem Tode seines am Weise aufgehoben und gebettet war. Ohnmachtsanfälle sind doch wohl bei heimgegangenen Vaters, König Friedrich Wilhelm I., sert und so die unglückliche Frau veranlaßt, hin= Teil des Schlosses bilbete. Zweihundert Jahre später, im Jahre schhere auf den Kovf, gehaggugetragen. Herr 1640, bestieg der große Kurfürst Friedricg Wtilhelm den Thron und Friedrich Ir dex Ge. ster, aso vor 150uehren, gelongt., ränig einem Manne, dem in der Praxis Alles pasieren kann, nicht vorgekommen. Derselhe hat seine Frau. möglichst bald in einem sicher getragenen Trag31. Mai 1740 zur Regierung. Endlich wiederum nach 100 Jahren folgte König Friedrich WilDesaihze hat sehte Pran miglahte bald,., ziuen Iicher getagzgen. Erge geadeich. vietzenm vustz,“ Po.J i1sag beisnereche korbe, den die hiesige Bahnverwaltung sofort zur Verfügung stellte, in seine helm IV. seinem am 7. Jum 1820, heimgegangenen Vater, König Provinzielles. .* Olpe, 6. Jan. Die Influenza hat in unserer Stadt nun auch bereits ein Opfer gefordert. Herr Rentmeister Nöske ist dieser Krankheit, nachdem sich Herzlähmung hinzugesellt, im besten Mannesalter erlegen. Freilich war der Körper des Entschlafenen im französischen Kriege Wohnung schaffen lassen. Der so unglücklich gefallenen Frau geht es viel besser. Einen Vorwurf wegen des Unfalls trifft keinen.“ s. Von der Lister, 6. Januar. Die Thatsache, daß der Herr 1 Silenbahumfuister mit Entschiedenheit darauf besteht, zu einer direkten Bahnverbindung Kassel=Köln dürften keine bedeutenden Summen verwendet werden, wird das Kasseler Komitee veranlaßt haben, die neue Linie von Wipperfürih aus über Meinerzhagen nach dem Lennethale in Vorschlag zu bringen. Jedenfals wird diese Route den Absichten des Herrn Ministers, durch Benntzung der vorhandenen Bohnen und Ausbau zweckmäßiger Teilstrecken eine bessere Verhindung Kassel=Köln herzustellen, am besten entsprechen. Außer der vom Herrn Minister bereits näher bezeichneten Strecke Kassel=Wolfshagen=Korbach=Winterberg=Fredeburg einerseits und der in sicherer Aussicht stehenden resp, genehmigten Verbindung Wipperfürth=Marienheide=Meinerzhagen, andererseits bleibt dann noch die Verbindung Meinerzhagen=Liternaots durch das zu einer Balnaulage sehr geignet Lsterthal herzustellen. Im Listerthal mit seinen Seitenthälern, wo an den zahlreichen vorzüglichen Wassergefällen in früheren Zeiten eine rege Eisenindustrie blühte, später aber infolge schlechter Verkehrsverhältnisse zu Grunde gehen mußte, wird durch eine Eisenbahn sich wieder einglohnende Industrie entwickeln können. Der Zusicherung des Herrn Ministers, den bis jetzt zu sehr vergessenen Gegenden solle geholfen werden, wird in dieser Wise sehr nicht die giftigen entsprochen, zumal auch die Gegend zwischen Fredeburg und Kassel noch Munde zuführte. gänzlich eines Schienenweges entbehrt.(Wir bringen die vorstehenden Zei= Wie oft len zum Abdruck, indem wir uns jeglicher Bemerkungen hierzu enthalten. D. Red.) Betzdorf, 2. Jan. Dem Schuhmachermeister Wilh. Roth zu Daaden ist auf ein Loos der Rothen=Kreuz=Lotterie der Gewinn von 50.000 M. zugefallen. Dortmund, 5. Jan. Auf den Zechen des Oberbergamtsbezirks Dortmund wird die Kohlenförderung durch die unter den Bergleuten epideFriedrich Wilhelm III., in der Regierung. —(Eingesandt.) Lang, lang ist's her, daß in jedem trauten Heim und in jeder gemütlichen Kneipe die Tabakspfeife hoch un in Ehren gehalten wurde und: Wie herrlich war es anzusehen, wenn Großväterchen sein Pfeischen rauchte und ein behagliches Lächeln um seine Lippen spielte, Wie froh und glücklich war die Gattin, wenn der sorgende Vater nach des Tages Last und Hitze mit der dampfenden Pfeife sich Erholung verschaffte, Wie heiter und gemütlich war es am Stammtisch, wenn die Pfeife der frohen Zecher Begleiter war. Teils hat man der allgemeinen Mode Rechnung tragen zu müssen geglaubt, indem man sich der kostspieligen Liebhaberei, der Cigarre bediente, aber im Großen und Ganzen ist wohl der Grund darin zu suchen, daß der wirkliche Raucher keine Pfeife fand, die ihm voll und ganz zusagte, eine Pfeife, die absolut gut und trocken rauchte und Bestandteile, die im Tabak sich befinden, dem Wie oft ist schon versucht worden, auf diesem Gebiete Neuerungen und Verbesserungen zu schaffen, aber immer wieder hielten diese Neuerungen nicht Stand, weil die meisten Verbesserungen darin bestanden, in dem Pfeifenrohr irgendwelche Vorrichtung zur Aufnahme der schmutzigen Bestandteile, die sich beim Rauchen ansammeln, anzubringen. Dadurch wurde aber einerseits die Luft in der Pfeife gemisch auftretende Influenza seit mehreren Tagen stark beeinträchtigt. Die hemmt und bei längerem Gebrauch die Pfeife selbst verstopft, andeburch zwei schwere Schuhwunden schwermitgenommen abernach menschlichem hurch, wiastl gaftez lind, Vie Ggeähpter gugenhäickich Heialsert. schrit verseits aber wiunrde der lästige Pfesenschuter dent Munde und der Ermsen Olotziezeau ghse dak S oderts gshast uid siek sshacheher Paderborn, 3. Jav. Dem„Miff. Mert, schreibt manvon hier: Nase nüiher gefsüht ud so den Naucher der Geut, Peitdorben. Prsterhoter Veautes, daer eihe bestaiger Batserat, eren Jzes ahan der Bisches del Gbern Donlcgiular ud Gesticken Rat Geatek zu Aulurnzag=Gpbente bout us gefaudestr gud eiten ersten 5o. seiner Aschel — Die Jufluenza=Epidemje hat auch Woche este geradezi algemeine Verbreitung Die ganze Absonderung des Tabaks und des Speichels gehört in den Pfeifenabguß, denn dazu ist derselbe da, es war bisher nur nicht möglich, diesen Pfeifenschmutz im Abguß festzuhalten, damit derselbe nicht ins Nohr gezogen und schließlich dem Munde zugeführt wurde. Durch Richard Berek's gesetzlich geschützte Sanitätspfeife ist es gelungen, eine Pfeife zu schaffen, die vorzüglich und trocken raucht, der Gesundheit in keiner Weise nachteilig ist, elegant aussieht und dabei Unsauberkeit und jeder Sterblichkeit hat in Köln einen außerordentlich cht. Während sonst durchschnittlich etwa 15 Todesfälle täglich auf dem hiesigen Standesamte angemeldet werden, beträgt die Zahl der Anmeldungen laut„Köln. V.=Ztg.“ seit dem 1. Januar bis einschließlich den 4. Jannar abends 6 Uhr bereits 130, von denen für die meisten Lungenentzündung, Brouchitis und so welter als Todes=Ursachen angegeben wurden. Die Beamtenstellen für die Annahme von Todes=Anmeldungen escescheschice a— Gemäß Verfügung des Bezirks=Ausschusses zu Arusberg Schluß der Hasensagd für den Regserungsbezirk Arnsberg auf der Jannar fistgesetzt worden. —(Feiertage im Eisen Außer an den Sonntagen kann noch an folgenden Fistagen des Jahres Geistesthrung bei ihm befüirchies1890 das Ent= bezw. Beladen der Güterwagen nicht verlangt werden: Neusahr, hl. drei Könige, Kaisersgeburtstag(27. Januar), Maric Verkün= 51n, 5. Jan. Die Sterblich Behanstnosient, Vo,. Osternonszahgeisegund Pszasz, Cbist Cigunsetzer hosten Guad ericht, Mishre und Pfingstmontag, Frohnleichnanz, Allerherggen, Maric Empfäugus, erster.9 htk, Grad erreicht, und zweiter Weihnachtstag. An diesen Tagen wird demgemäß auch von einer Erhebung von Wagenstcafmiete abgesehen. An allen übrigen Festtagen muß die Ent= bzw. Beladung wie an den Wochentagen ersolgen, sofern nicht etwa besondere Bestimmungen getroffen werden. Bei Uieberschreiwicd für die vorsichend augefsührten Festage auch dann Strafmiete ersio= Zis. esetse Vereie Shaelasen le.den Tages de sehgesehe Gnt. B3o. De de, Kalitz, weche Todesfile angmeiden haben, ost geraune Zeik warten Altenhundem, 5. Jannar. Die von uns in der vorigen Num= Hüßfeldorf a Gan. Nam Dienstag, den 7. d. M. wird hier mer gebrachte, dem„Sieg. Voltsbl.“ entlehnte, Notiz über den Unglücksfol wieder Sire gt 9rf, 3. Jan, Vom Dieustag, den 7. d. M. wird bier der Frau Dr. H. bedarf der Berichtigung: Demselben Blatte wird näm= tern gus Leden treten, wpelche in den verstossenen Winlich geschrieben:„Weil Dr. H. eiligst nach Schmallenberg berufen wurde Tchulstinzer, gat: eine Suppenanstalt für arme ohne vollständig seine hiesige Praxis bewältigt zu haben, sagte er seinem tggg in ollen in derselben täglich, ust,husrghne der Sontz, und Kuscher, welcher nach Absprache nach Elspe die Frau Dr. H. bringen Schulftuder mite Frästigen sollte, er solle in einem Hause etwas bestellen, da Dr. H. bis zum Abend Spitze Hurrga gt en igen sige ettgsen versehen werden. An der erst dorthin kommen könne. Der Kutscher besorgte dieses ganz pflichtgetreu. Spitze dieses genzgianstzigen Unternehmens steht uuser verdienter BeigeordDie Frau bleibt im Wagen sitzen, und als der Kutscher aus dem Hause“, Matag= D Klczuar. Der in Linen Rerhältuissen zurücko. tritt, fängt der Gaul, ein zwar junges aber ruhiges Pferd, an zu laufen. Meiger Gäßliude dan chtge gangene Ein entgegenkommender Mann hält dem Pferde, einen Korb vor, worauf heit Jeinen heidani eeiteeu Zutgude der Geistesgestgrt: ## estumt heit, seinen beiden jungsten Kindern im Alter von 9½2 bez. 2 Jahren den sein Hol; nicht sas wenden mail ur zu hach, kordert. ude Hals abgeschutten und sich darauf selbst erschosen. Eine ältere Schwester sein Holz nicht los werden, weil er zu hoch fordert, viele andere rettete sich auf den Speicher. Derselbe hatte die Frau vom Hause, fortwerden übers Ohr gehauen, weil sie den richtigen Wert ihres Holzes geschickt und dann dem ältesten Kind einen blutigen Zettel für die Mutter nicht kennen. gegeben, darin er Verzeihung erbittet.— Die Frkf. Ztg. teilt über das Dem eisten kann delicht eine Spzar= und Datehnstasse in der schretiche Vertbrchen uosgeadber Riher mut: Gestern Rkend gegen 8 ühe Gemeinde abbelten oder es lase m er el, au., schickte Kißling seine Frau und sein ältestes 14jähriges Töchterchen in einem Gemeinde abhelfen, oder es lassen sich aus der Wirtschaft kleine Be= dringenden Auftrage von Hause fort. Kaum hatten die Beiden das Haus träge nebenbei gewinnen, die ein ganz allmähliges Anfangen und verlassen, als Kißling sein jüngstes 2jähriges Bübchen aus dem Bette, langsames Fortschreiten ermöglichen; man braacht ja nicht alles oder worin es bereits schlief, hob und mit demselben nach einer in seinem Hause viel auf einmal zu machen. befindlichen Küferwerkstätte ging,„woselbst er mit einem scharfgeschliffenen Allen andern aban thnt tüchtige Hilfe und Iuleitun Meigermesser dem unglücklichen Wesen den Hals bis auf die Wirbelsäule Auen andern aber khur küchtige Hilfe und Anleitung not, denn durchschnitt. Daun begab er sich zurück in seine Wohnung, wo noch zwei die Forstwirtschaft ist ein Zweig menschlichen Lernens und Verstehens, Kinder im Alter von 8—10 Jahren in den Betten lagen. Das jüngere wie das Schreiner= und Schusterhandwerk, wie andere Erwerbszweige nahm er ebenfalls aus dem Bett, und zu dem älteren sagte er. es möge, und wie auch die Landwirtschaft und zwar erfordert die Forstwirt= wenn er ruse, sofort nach hiuten kommen. Auch dieses armeKind schlachtete und wir auch dir Einewiltschaft, und zung tesoivett in Goignge der Wüterich förmlich ab, kam aber nicht um auch noch das zehnjährige schaft recht mannigfaltige Kenntnisse und Erfahrungen, weil sie sich Mädchen zu rufen. Dieses hörte nur, daß sein Brüderchen einen lauten mit so vielen verschiedenen Verhältnissen zu befassen und darin zu= Schrei ausstieß, worauf ein Knall erfolgte. Der Mann hatte sicherschossen. recht zu finden hat. Diese aber kann sich meistens nur ein Fachmann Als die Mutter nach Hause kam, teilte ihr das Mädchendas Geschehene „fei eeggtene uut 8#ramz mit. Die Frau eilte nach der Werkstätte und fand hier die drei Leichen. Es scheint kein Zweifel darüber obzuwalten, daß der Mörder die schreckliche That in einem Zustande geistlicher Unzurechnungsfähigkeit verübt hat. Aeußerungen, die er gethan, lassen darauf schließen. Die Bevölkerung ist über diesen unerhörten Vorfall in einer leicht begreiflichen Aufregung. Schon vor 20 Jahren hatte Kißling einmal den Versuch gemacht, sich das Leben zu nehmen. vollkommen und zuverlässig erwerben, wie meistens nur der Landwirt in seinem Fache möglichst zuverlässig und tüchtig werden wird, welcher sich nur oder hauptsächlich mit der praktischen Laudwirtschaft unter allen verschiedenen Verhältnissen befaßt. Die Forstleute maßen sich in der Regel keine unverbesserliche landwirtschaftliche Kenntnisse an, obgleich sie meist oder doch vielfach auch Landwirtschaft treiben, und das mit Recht; ebenso kann man doch auch vom Landwirte nicht erwarten, daß er in der Forstwirtschaft, die er nur nebenher betreibt auf eigenen Füßen stets fest und sicher stehe. Jetzt aber ist namentlich den bäuerlichen Waldbesitzern unseres Kreises Gelegenheit geboten, sich in allen Angelegenheiten ihrer Waldwirtschaft Rat und Beistand zu verschaffen; der eine kann sich billigste Holzsamen oder Holzpflanzen auf diesem Wege verschaffen, indem er an den Vorstand des neugegründeten Forstvereins schreibt:„Ichwünsche das und jenes und bitte um Angabe, woher ich es am besten und preiswürdigsten beziehe,“ ein anderer wünscht schriftlich oder an Ort und Stelle Anweisung, was und wie er den Boden bearbeiten, säen oder pflegen soll, um mit möglich größter Wahrscheinlichkeit gut gedeihende und lohnende Bestände zu schaffen, wieder ein anderer ist nicht ganz klar über die beste, vorteilhafteste Art der gegenwärtigen und zukünftigen Behandlung seines Waldes und erbittet sich den Besuch und das Urteil eines Fachmannes vom Vereine; noch ein anderer holt sich auf diesem Wege einen Mann, der ihm eine möglichst zuverläßige Wertschätzung, eine Taxe seines zu verkaufenden Holzes fertigt, ihm event, dasselbe auch verkauft, resp. einen Käufer besorgt. Waldbesitzer! Wenn ihr nun noch im Dunkeln und in Unsicherheit in eurer Forstwirtschaft weiter tappt, wenn ihr euch nicht aufrafft, so ist es eure Schuld, die sich an euch und euren Kindern und Kindeskindern schwer rächen kann; wenn ihr aber jetzt freudig die dargebotene Hand ergreift und euch leiten lasset, so wird das hoffentlich und voraussichtlich zum großen Segen für euch und eure Nachkommen, für unsere altehrwürdigen Bauernhöfe mit ihrem Eichenkranze gereichen! Erwäge ein jeder setzt wohl was er thun will (Nach dem„Westf. Bauer.") Vermischtes. Die kritischen Tage des Jahres 1890. Auch für das eben begonnene Jahr hat der berühmte Wetterprophet seine kritischen Bedenken bereits ausgesprochen, und wenn er die kommenden 365 Tage auch im allgemeinen zur„schwächeren Klasse“ der Perioden rechnet, so sind sie doch keineswegs von drohenden Momenten frei. Im Gegenteil: Falb's Kalender weist für das Jahr 1890 nicht weniger als 25„kritische Tage“ auf, welche sich folgendermaßen verteilen: Erster Ordnung, also in der Gefahr am stärksten und drohendsten, sind der 20. Januar, 19. Februar, 20. März, 31. Juli, 30. August, 28. September und 27. Oktober. Zweiter Ordnung sind 9 Tage, und zwar der 6. März, 5. und 19. April, 4. Mai, 3. Juni, 2. Juli, 13 Oktober, 12. November und 12. Dezember. Dritter Ordnung, d. h. am wenigsten gefährlich, treten der 6. Januar, 5. Februar, 18. Mai, 17. Juni, 17. Juli, 15. August, 14. September, 26. November und 16. Dezember auf. Unter den beiden letzten Rubriken sind der 12. Dezember der Tage zweiter Ordnung und der 17. Juni und 26. November derjenigen dritter Ordnung insofern zweifelhaft, als sie auch als Tage höherer Ordnung auftreten können. Im allgemeinen sieht es also wiederum 25 Mal im neuen Jahre stark„windig“ für uns aus! Hoffen wir, daß uns das Schicksal gnädig bleibe! — Für die Geschichte unseres Königshauses ist das kommende Jahr 1890 reich an wichtigen Erinnerungen. Dann sind 450 Jahre verflossen, seit Kurfurst Friedrich II. seinem Vater Friedrich I., dem ehemaligen Burggrafen von Nürnberg, im Jahre 1410 in der Regierung folgte. In demselben Jahre legte er den Grundstein zu einer festen Burg zu Kölln an der Spree, welche den ältesten jüngst im WochenStadt im Harzgebirge zu lesen.„Das Muster wie es sein sollte und noch keineswegs mehr. Sie starb an den Folsehung in noch nicht einmal Leiden, von denen sich die Begriffe keine Vorstellung machen können, zu denen gehört meine dahingeschiedene, theure Ehegenossin, deren Herzensgüte rücksichtslos und deren Wandel beispiellos war. So war auch unsere Ehe kinderlos, da wir bis jetzt noch nicht mit Nachkommen gesegnet sind. Wer diesen Verlust in seinem ganzen Abscheu zu würdigen weiß, wird der Dahingeschiedenen noch im Grabe ein treuer Kunde bleiben und die von ihr betriebene Putzhandlung nicht im Stiche lassen, die ich mit verwaisten Putzmamsellen betrauere." —(Amerikanisch.) Szene: Das Lokal eines ingeniösen Gastwirts in Amerika. Gast(nach eingenommenem Souper): Kellner, zahlen! Kellner: Belieben der Herr einen Augenblick auf vie elektrische Waage zu steigen. Gast(thut es). Kellner: Danke bestens! Gewicht vor dem Souper war 76,37 Kilogramm, nach dem Souper 77,41 Killogramm, also Zunahme 1,04 Killogramm; macht einen Dollar vier Cent. Diese neue Art von Speiseberechnung berichten die amerikanischen Zeitungen ganz ernsthaft als eine epochemachende Neuerung.. e Humoristisch=satyrische Plauderei. Klinglingling!— Der Vorhang auf der großen Weltenbühne ist wieder aufgegangen, um das neue Stück, genannt das Jahr 1890, sehen zu lassen und erwartungsvoll blickt ein verehrliches Publikum, vornehmlich dasjenige des europäischen Parterre's, nach der politischen Bühne. Vorläufig ist hier aber noch nicht viel zu schauen, als im Vordergrunde eine„schöne Gegend“, in welcher der europäische Friede unterm Schutze der Bajonnette der Mächte ruhig schlummert, während der staatsmännische Tubus nichts weiter erkennen läßt, nicht 'mal das russisch=französische Zukunftsbündnis. Regisseure und Schauspieler des neuen Stückes stecken noch hinter den diplomatischen Coulissen und warten auf das Stichwort, das vielleicht noch lange nicht erschallen wird— wahrscheinlich ist man sich in den Kreisen der hohen politischen Direktion hierüber selber noch nicht klar! Nun, hoffentlich klingt es nicht zu sehr nach scharfen Noten, nach Rüstungskrediten und Rüstungsfieber, sondern nimmt sich recht hübsch, mild und versöhnlich aus, damit die Völker Europas nicht immer ängstlich nach dem hochpolitischen Barometer zu blicken brauchen, sondern sich mehr ihren eigenen Angelegenheiten kümmern können. Es hat ja schließlich fast jeder Staat und jedes Städtchen seinen eigenen Huckepack voll Sorgen und Beschwernisse mit sich herum zu schleppen und ist seelensfroh, wenn er wenigstens hiermit einigermaßen fertig wird. So haben wir in Deutschland an dem Kampf der Parteien, am Sozialistengesetz, an dem Schweine=Einfuhr=Verbot und noch einem halben Dutzend anderer unangenehmer Dinge vorerst mehr als genug zu kauen, im lieben Oesterreich plagt man sich noch immer mit der Beschwörung des Nationalitätenhaders ab, Italien laboriert heute mehr als je an einem heillosen Staats=Defizit, Frankreich sucht noch immer nach dem Rezept der Einigkeit seiner republikanischen Parteien, Rußland sitzt der nihilistische Schrecken nach wie vor in den Gliedern, England schleppt die irische Frage noch immer als einen schweren Klotz am Beine mit sich herum— kurz, jede Großmacht hat ihre häuslichen Sorgen und die Kleineren und Kleinsten in der europäischen Staatenfamilie sind gerade auch nicht auf eitel Rosen gebettet. Und dabei wird überall die Steuerschraube noch stärker angezogen, werden die Zölle verdoppelt und verdreifacht, sucht man nach neuen Geldquellen in allen möglichen und unmöglichen Ecken— und dabei können die Herren Finanzminister noch immer nicht genug des schnöden Mammons bekommen, dessen sie nach ihrer Meinung nötig haben, um die Staatsmaschinerie in Gang zu erhalten! Aber vielleicht wirds hiermit im neuen Jahre endlich besser, da ja unsere handels= und wirtschaftspolitischen Propheten„sleigende Tendenz auf allen Gebieten“ verkünden und so dürfen wir am Ende hoffen, daß sich die verehrlichen Staatssäckel wieder schwellend füllen, auch ohne daß hierbei die armen Steuerzahler allzusehr in die mühle genommen werden! Seiden=Grenedines, schwarz und farbig(auch alle Lichtfarben) Mk. 1,55 p. Met. bis Ml. 14.80 (in 12 versch. Qual.)— versendet robenweise porto= und zollfrei das Fabrik=Devot G. Henneberg(K. u; K. Hoftief.) Zürich, Muster un Briefe kosten 20 Pfg. Porto. A zud lich den Gl n age levo ord ior gar olut besitz Amtliche Seranntmachung. das gen Gezur weg Skl andet Die kommissarische Verwaltung der durch den Tod des Herrn Kgl. Rentmeisters Noeske hierselbst erledigte Steuerkasse und die damit verbundenen Gemeinde= und Institutenkassen ist durch die Kgl. Regierung, Abteilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten, zu Arnsberg dem Herrn Regierungs=Supernumerar Selle übertragen worden. " Die Kassen=Uebergabe hat heute stattgefunden. Olpe, den 7. Januar 1890. Der Landrat Freusberg. Weißt Du, wie viel Schulden stehen noch auf meinem Kirchenbau?— 10,000 M.!— Hilf, lieber Freund, verzinsen und abtragen! Mit meinen Pfarrkindern erflehe ich Dir Gottes Lohn! Idstein(Nassau), im Dezember 1889. Schilo, Diasporapfarrer. ungs von Ste S4 in scha aber sich Musik! Soeben erschien in prachtvoller Ausstattung die 10. Auflage der so schnell beliebt gewordenen Natalia-Gavotte von Friedrich Ullrich. Op. 15. 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Jan. bis 1. Febr. 1890 mit 65,000 Gewinnen, Hauptgewinn 60,000 Mk. bar) versendet gegen Bar: Originale 1/1 240, ½ 120, ¼ 60, 1/8 30 Mk., ferner kleinere Anteile mit meiner Unterschrift an in meinem Besitz befindlichen Original=Losen: 8 26, 1/16 13, 1/32 6,50, 1/64 3.25 Mk. Carl Hahn, Lotterie=Geschäft, Berlin SW., Neuenburger Straße 25(gegr. 1868). erin eine den aud 18 vom sende wünso zu E unsere # vertrei a m gnügen te teren n oben te 2 „ Besore 9 denen a ten, d dazu sie do nen 2 recht der —„ ich nie lein A ärger und S Kinder sanft und w verdien uteil lein be Famili schon chen fl tiges als sch daran lbin nu Damas seine# der do Micht shätte; es nog anderes den O peuze Gelo=Lolterie. 5. Marienburger GeldLotterie. Ziehung am 7. Mai 1890. 3872 Geldgewinne, darunter HauptGewinne zu M. 90.000, M. 30.000, M. 15.000 2c. Preis des Loses 8 Mark. Metzer Dombaulotterie Ziehung am 12. Februar 1890. 4000 Geldgewinne, darunter Hauptgewinne zu Mk 50.000, Mk. 20.000, Mk. 10.000 2c. Preis des Loses M. 3,15. Lose sind zu beziehen durch die Ruegenberg'sche Buchhdlg., Olpe. A#LLetLEL ##toher Ur * Greichen Kaufmann g F Wilhelm Soreth&# „PerreTte. *„* Düsseldort& Gungs, im Jannar 1890. NRRARRRRRRRRRRN Haushalt=Seife von Carl John& Co., Berlin N. und Cöln a. Rhein, in vorzüglicher Qualität ist äußerst mild für die Haut, und daher sehr empfehlenswert, à Pfund mit 6 Stück 60 Pfg. zu haben bei J. Klutmann& Sohn in Olpe. Prima hollst. holländer Centner Mark 24.— ab hier. Probepostkolli ca. 9½ Pfd. Mk. 3.20 franko dort gegen Nachnahme empfiehlt Claus Mohr, Nortorf(Holstein.) Oonnerstag den 16. Januar cur. nachm. ½82 Uhr anfangend läßt der Herr Caspar Rath zu Altenhundem verziehungshalber sein sämtliches Inventar 2c., 1 Kuh, 1 Ziege, 8 Betten, 8 Tische, 1 Klei250 Pfund Schweinefleisch, 2000 Pfund Heu, 1000 Pfd. Stroh, 6000 Pfd. Kartoffeln, Dünger 2c. öffentlich meistbietend gegen Credit verkaufen. Nach diesem Termin verpachtet derselbe sein Ha Seohnhaut mit Garten, die Wiese in der Emsecke, 1⅛/5 Morgen groß und das Feld am Bauerhagen, 2 Morgen groß. Zusammenkunft in dessen Wohnhause. Altenhundem, 8. Jan. 1890. Aukt. Ein ordentlicher Knabe, welcher Lust hat, das Sattler= und Tapeziererhandwerk zu erlernen, kann bei mir eintreten. Welschenennest, im Jan. 1890. Fr. Sonntag. Ein flinkes properes Mädchen, gesetzten Alters, welches in Küche und Hausarbeit erfahren ist und gute Zeugnisse besitzt, wird für den 1. Februar oder März gesucht von Frau Dr. Belke in Rellinghausen bei Essen. sensationelle Erfindung für Haucnel Rich. Berens eeseizuch beschützie D Ilsrifh Alles bicher Dageweseng— Vogzatm aules Binserongen. 4# Die Sanltütspfelfe braucht nie gerelnigt zu werden. No. 14. 1000 etm lang, aus fein polirtem Ahornholz 3 M. No. 8. 95 etm lang, aus echtem wohlriech. Weichselholz 5 M. No. 2. 100 etm lang, ebenso, aber m. langem Hornabguß 8 M. Jede Pteite wit breit. 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Ummer op de olle Hacke. 3. Auflage. 152 Seiten kl. 8. Mk. 1,15. Janst und Durtel oder de Klärmissengank. Lustspiel in sauerländischer Mundart in 5 Handlungen. 2 Aufl. Mk. 1. De Kumpelmentenmaker oder Hai mott wier friggen. Lustspiel in sauerländischer Mundart. 2. Aufl. Mk. 1,10. Bat us de Strunzerdähler hinnerläit. Vertellkes un Läier, mit Porträt des Verfassers. M. 0,80. Der unverwüstliche Humor hat F. W. Grimme zahlreiche Verehrer unter den Verehren der Dialekt=Literatur erworben und ihm mit Recht den Namen des westfälischen Reuter eingebracht. Ein Humor, wie Grimme ihn besitzt, schreibt Freiligrath von unserm Landsmann, ist etwas Herrliches und Kostbares! Möge er uns noch oft und lange damit erfreuen! Eine schönere Lektüre namentlich zum Vorlesen ist für die langen traulichen Winterabende nicht zu finden. Filzhüte Herren& Knaben in den neuesten Fagons zu 2,50, 3,—, 3,50, 4,—, 4,50 5,— Mark 2c. 2c. Jagd= und Knaben=Mützen, ferner französische Leverholzschuhe, Regenschirme, Unterhosen, Unterjacken in großer Auswahl zu den billigsten Preisen empfiehlt J. Hammerschmidt, Attendorn. ## Am Montag den 9 Dienstag den 14 13. und Januar werde ich bei Herrn Gebrüder Scheele in Bamenohl, Station Finnentrop, mit einer sehr großen Auswahl zu jedem Zweck geeigneter anwesend sein, wozu Kaufliebhaber ergebenst einlade. L. Löwenstein, Lippstadt. Todes- Anzeige. Gestern Abend 10 Uhr entschlief sanft nach dreitägigem Leiden infolge der Jufluenza mit hinzugetretener Herzlähmung, unser innigstgeliebte Gatte, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Königl. Rentmeister Eduard Noeske im Alter von 47 Jahren. Wir bitten um stille Teilnahme. Olpe, Cöslin, Wulflatzke, Neu=Steti'n, Weitmar, Dortmund, Altendorf und Bockenheim, den 6. Januar 1890. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr statt. Nachruf! Gestern Abend 10 Uhr verschied nach kurzem Kranksein infolge Herzlähmung der Königl. Rentmeister Eduard Noesße hierselbst. Ausgezeichnet durch treue Pflichterfüllung und musterhafte Accuratesse in der Verwaltung der ihm anvertrauten Kassen hat der Verstorbene durch seinen biederen offenen Charakter und sein Jedermann freundliches Auftreten sich die Wertschätzung seiner vorgesetzten Behörden und die Achtung der Bevölkerung in hohem Maße zu gewinnen vermocht und sich ein dankbares Andenken gesichert. Friede seiner Asche! Olpe, den 6. Januar 1890. Der Kassencurator Landrat. sgaue 7 auf das „„ als: Hauptbücher, Journals, Kassen= und Faktura=Bücher, Wechselund Copie=Bücher, Biblorhaptes 2c. halten stets in soliden Einbäuden auf Lager. Nicht vorrätige Liniaturen besorgen in kürzester Zeit. Geschäfts=Bücher aus der Fabrik von König u. Ebhard in Hannover, welche uns den Alleinverkauf für den Kreis Olpe übertragen hat, liefern wir zu Originalpreisen. Ebenfalls führen die seit einiger Zeit sehr beliebten „Shannon Erief beglstralbk, die einzige Methode der Correspondenz=Aufbewahrung, bei welcher jeder Brief, Postkarte oder beliebiges Schiftstück in wenigen Sekunden zu finden ist, gelesen werden kann, ohne von seinem Platz entfernt zu werden, herausgenommen und wieder aufgehoben wird, ohne die Ordnung der anderen Papiere im Geringsten zu stören. Aehnlich, wenn auch nicht so praktisch und bequem, sind die Soenneken's Briefordner, welche wir ebenfalls zu Originalpreisen auf Lager halten. Ruegenberg'sche Buchhandlung in Olpe. Sanerkandische Vollsblatt werden von der Expedition, deren Agenten und den Kaiserl. Postanstalten fortwährend angenommen. Tiele 1900.! Husten= und Lungenleidende verdauken ihre Rettung meinem weltberühmten Schweizer Kräuter=Präparat. Husten, Katarrh, Auswurf und Kratzen im Halse hören schon nach dem Gebrauch einer Flaschefast gänzlich auf. Den Betrag zahle ich hundertfach retour, wenn nicht Hilfe erfolgt. 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Januar bin ich bei Gastwirt Heffe in Kirchhundem zu sprechen, am 13. und 23. Jannar cur. in Förde. Besse, Rechtsanwalt und Rotar. Kalender pro 1890. Regensburger Marienkalender Mk. 0, 50 Kleiner Marienkalender„ 0 60 Kalender für Zeit u. Ewigkeit„ 030 Einsiedlerkalender, Ausg. 1.„ 0,35 Bonifazius=Kalender„ 0,50 Aachener St. Josephskalender„ 0,40 Fuldaer Bonifaziuskalender„ 0.30 Niedertheinischer Volkskalender„ 1,00 Rhein.=Westf. Hauskalender„ 0,60 Schreibkalender für Beamte 2c.„ 1,20 Geschäftskalender„ 1.50 Schreibkalender„ 1.20 Landwirtsch. Notizkalender„ 1,20 Te winkalender„ 1,60 dto. als Brieftasche„ 2,80 Kleiner Notizkalender" 0,80 Deutscher Lehrerkaleuder„ 1,00 Abreiß=Kalender Diverse Taschenkalender Diverse Rotizkalender Wandkalender. Bei Abnahme in Partien hohen Rabatt. Ruegenberg'sche Buchhdlg. in Olpe. Druck von Th. Mietens in Olpe.