1889. 2 Oipe, Mittwoch den 27. November. Erscheint am Mittwoch und Samstag und kommt bereits Dienstags und Freitags nachmittags zur Ausgabe. Abonnementspreis., vierteljährlich 1 Mk. 20 Pf., per Post bezogen 1 Mk. 25 Pf., mit Illustriertem Sonntagsblatt 25 Pf. mehr. Anzeiger für das Sauerland und speziell für den Kreis Olpe. Anzeigegebühr: 10 Pfg. für die einspaltige Petit= Zeile oder deren Raun unter 4 Zeilen 40 Pfg.; Reklamen 25 Pig, die Besorgung von Briefen und Annahme von Adressen wird mit 25 Pfg. berechnet. Verantwortlicher Redakteur: Gottfried Ruegenberg. Verlag der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. —88— Der Sturz des Kaisertums in Brasilien. Nur wenige Tage ist es her, daß die erste überraschende Kunde vom Ausbruche eines Militäraufstandes in Rio de Janeiro zu gunsten der Einführung einer republikanischen Regierungsform im bisherigen Kaiserreiche Brasilien nach Europa gelangte und schon erweist sich die Errichtung einer brasilianischen Republik als vollendete Thatsache. Innerhalb kaum achtundvierzig Stunden hat sich diese staatliche Umwälzung vollzogen und zwar im frappanten Gegensatze zu den Gräueln, welche sonst immer die revolutionären Bewegungen in Südamerika begleiteten, anscheinend fast ohne jedes Blutvergießen und überhaupt ohne größere Unordnungen. Das Militär, von dem der Aufstand getragen wurde, war offenbar gleich vom Beginne der Bewegung an Herr der Lage und da scheint denn ein besonderer Widerstand von seiten des etwa hnionarchistisch gesinnten Teiles der Bevölkerung gar nicht erst versucht worden zu sein man ergab sich einfach in das inüberall in den Provinzen des ungeheuren Reiches ist die republikanische Regierung in Rio de Janeiro, an deren Spitze der General Fonfeca, das eigentliche Haupt der revolutionären Erhebung, steht, sofort anerkannt worden und auch die Provinz Bahia hat ihren ursprünglichen Widerspruch bereits fallen lassen. Die proklamierte Bundesrepublik soll den Namen„Vereinigte Staaten von Brasilien“ die Religion und die Schaffensfreudigkeit zu erhalten, und alles zurückweisen und unterdrücken, was hieran rütteln will. Geschieht das aber immer? Nein, wir sehen daß der Liberalismus sich breit machen darf, der mit seinen Grundsätzen die Volksseele vergiftet, die Socialdemokratie groß zieht und somit die Revolution vorbereitet. desrepubik soll den Namen„Vereinigte Staaten von Brasilien“, er= Wir sehen, wie man in fast allen Staaten darauf auszeht, die conhaltes und will sie alle vom Kaiserreiche eingegangenen Verpflichtungen fessionslose Schule einzuführen, damit das Kind schon von vornherein aufrecht erhalten. Angeblich bereitet das provisorische Ministerinnt in senen erhabenen Iben entfremdet werde, welche die Grundlage des Rio ein telegraphisches Rundschreiben an die auswärtigen Regier= ganzen christlichen Lebens sindl wir sehen in vielen Ländern die Kirche, ungen vor. die Trägerin dieser Ideen, verfolgt, drangsaliert, in ihrer Thätigkeit lahm gelegt und als„staatsgefährlich" bezeichnet, und in Italien Plgudereien dürsen segar die Kirchenfeinde mit behödlicher Genchuigung den □ Politische##meen.(Weltertoser zu, Einem g0ttbtnt, gwunder daß die Kror Plaubereten. Welterlöser zu einem„Revolutionär“ herabwürdigen und ihn den Nachwirkungen der Garibaldi zu Seite stellen! Ist es da ein Wunder, daß die Kronen In uuserer zersehzenden Zeirz, die an den Nachwitrtungen der pielfach wertlos, die Atentate und Nevolutionen aber sozusagen an großen französischen Revolution krankt, sud die Kronen auf den der Tagesordnung siunds Ssten us aue hananrähgsgh, pednten Talch der Baustheung, Heischuohen, Phasgungansage darch Ghage taschent, san die cone Die Miähgn den Sdte diaen G sick ach, an Gugze denr ncht erst versiucht worten zu sein, nan ergab sch einfach iun bos hun, vot ve ein Zust ge uder ves, Histenterg, der den Iutignen der Frieden zu erhalten; ganz besonders hat es auch der deusche Kaser ebiantzerliche, vonit demn wonuzhhtighen Siue der Vostig;, Dog uigiszengs Zosick nuerzanver von Batenterg, de. vbeo H, walesich angelegen sein lasen, un durch sein vesnsches Erscheinen beim lein sonderlich uihnendwertes Zeugnis ausgestelt witd, Kaiser Dousugigen Polik zun zumn Oyser set, 1e6t, Jut und Zaten, bei der Kiniain von England, den Kager von Oesserreich, Peor II. eig, der, wie die verierlichen Mecbugen beitauten, Aict vohongen u, gsen fatäichen, Gause ansagt, ud den Kaise Don deu Kinige von Jtallen ud den Sualtan, die Ktegstute zu bonnen nach Petrozolis gestlichtet, fonden in seinem egenen Palaste iun Rid Oestenrich vut gisen haktige Biälia-=Revulaiten de Krone von und der Friedenspolik eine solche Fesigkeit zu geben, wie ste anter e besete un ben bpeoven, Zeizachgag, eun ge boden,. Gige Kae ven Busiuen uu u u., La. Aizaer grüiht, un seiesden gegennzhtigen Vetksitisen, vo gonz Caroig dis an de Zihre alebald die Nutlosgeit seden Versuches, der Neroluton die Spiter gzere geschlagent er hat bicht eing. zudern hatte nichts bewasfnet ist und die Eisersucht in verschievenen Staaten leicht einen du bieteng, eigseten und bestudet er c Ihon ziu Fag uit seiter Pochte und b, alsch seige Hat in Sichergeit zu beingen ud die Welterund entzinden Konnte, nur miglch ist. Wir danten es den vie dies schon seiue beiden Glechate burch bovohuuneg, guth daen saghen gautalt, aher das fteitolige der uftähpiäige Brigeben der Wese I. erig be Ghaite uueeei, Gaue Auer busd uis Dan Hanz ie haul Odter der üscdantcautih tund dis Bcdanr Kaun Bacg üir Manarchen ide, dies Keuiten GHen die woicher, Scaite vermalache, Aicz, Kaudanen und Vaganauge ud die Suthenlgsient, deß Ve,zishengad der Antichesesteice eie weich, belen ersehglosen Versuche, die in Mezio mit den Kusetu gesider Throaue, sondern die Liche des Boltes und die Mhr=gge Gde sig er zu eigen umgebdener heranwächt, das in deun weiesten Krisen macht wurten und nunnehr haut aucd in Brositien der ezaultausche ses der Autoritäst entzegenkbriüngt. Wer aber brbigt bvu Hoeze Kaiz bergetug wites, Die Rezserung glaubt mit der Verewigung des Gedante orsegt. Ader wihrend in Mezite de Herschast, Joursde=s sarzhigz, ver fagt ihu, baiß es dem Kaser Auden, Iou, vo, Iden ein. Soialstangesegzes die zeisehenden Lendenzen der Soaldenokrate Crosin 1), ud des ungücklichen Moxiuiion uur buz= Bet ,uhrtz hersgosg uusicht seue Schrier, Die beute iu Loouhhtonhntengez, de geizupsen zu knen, nähend das Ausnahnegeses nur das Gegerntel Geud us Gelentg Augten bueg en udte ue io buhe ue Kaste hasanz und de wuongan auf de Vartaden sigen, nean selder dathschigen Wituag enorust die Schigng leigekeur h.es be Md en eeaece eescenehne a e ua. ae ae a n a e u. ie. üder Brusien egag zuid dersbalth in Lusde sche belich van, haswicher Getiade sie auf den Tritanen ausbouen solen. Riczt euresang, Sohse, ulsähzaichte duit vichethelt oerlangt, das demn Vele de an diesen sühen Wiechsel der Dinge nicht das Geriugte z, ändern Agenten der roten Iuternationale, welche den Arbeitermassen muit locken= Ersahrnung Aizen geiße, aber wir sesen, daß sozialistische Agitetoren vermocht. Aber allerdingg, machte sich in Brasilen schon seit einiger den Zutuftebisdern schmeicheln und ihnen zugleich mit dem Glauben Religion erhalten berge'ger, den Guchzeitermanen vertragen dürten. Zeit eine rezublikanische Propaganda bemertlich und diese erhielt ihre an Gott und eine Vergeltung im Jenseits den letzten sitlichen Halt und Weibsbilder unbehiggege ggo, de, Se, nach dem Tode ein nachhaligste Kräftigung durch die Autzebung der Stlaverei. Es war saus dem Herzen nishsen. Auch nicht seue liberdlen Krostzgerschen, de zäeiden, Feste gise glschen ss, daß der beiterische Miasterprisdent, dies von stlichen und rein meanschlichen Staudpunte aus gewiß ein sich als die Stiuleun der Zeit, als die Tonangelbeudeg, vienente Viy, Lertisg. szi Giauhensachen die leste Guischedung haben wick, ein überaus iühmendnertes Wert des Kalsers Don Bedo, aber de Plau= stelen ud verächtlich auf den arnen Abeiter herabbitben, und benen n ug der zathelschen Sliche statszfährlich neunt, und daß die tagenbester, die berschende Klase in Vrasilien, warten Hierduch teil= der Industrie=Moeloch, böher stetht, als ales auder in der Wel. Thinmesei iuner neue Riederträichtigkeiten ersint, um die erhabenwese zu Orunde grichtet und die muinlerten ehenaligen Staveante, Ale diese fud es uicht, die den Throu und die Prou, Id gaz, bouteungz sen geigen der tatbolisihen Kliche lächerlich zu machen und den Ge. sder bideten uun den sesten Kern der reutlkauschen Zatzz, diesder belite ud gestutze Ken ded Volts, der aleitet und betet, un= spzig sreigzugehen, Angestaft dürsen gruselge Dichterlunge aber auch mit dem Hene immer engere Fühlung gewamn. Verschiekene der, weilt er Gott gibt was Gottes ist, auch Achtung vor der welt= agt. Rous zeter, i— und weich leichtes Spiel haben dann aunder Reosezugenahroetg, dienten ur boy, ben Ion. hwouyo, dzie Gost, das iu dem, Ladesftusen die von Gott Ooizseit die Rievolulonüir, wein innen in selcher Weise vongegrbeizet piedt un u an ue un, ad, a eur eun Badhaund ur Alaun, Auns u. ugehachr de u hches d ie eshens enaden uil dues Tuick uchi ute ür Ga de dur u Gude, unr un Gudguen un und un ue Aundun, un un ehe ae eae aihe ae ie Soshgege Saihehe Kee Pegiue weiter entwickcln werten, beit ferlich alzuntzten, Bounsicht autgzescthen, denen an der Erhaltug izer Dhuaste geutg. Lista. etalet, sodach Verkandlungen gar vige mege natrunen. und doch ponziagt sich dieser Unschwung indessen in merkwrürdig glatter Wese, auspietet, un ihren Völtern die Gottegzurcht und die fromme Site, erkaltet, sodaß Verhandlungen gar nicgt meyr v. 33. durchsuchten das Verdeck und alle Kabinen mit großer Genauiskeit.]„Frauce ermordet!“ schrie Leper erschüttert auf. Das Verschwinden des Kranken wurde endlich auch dem Kapitän Geheimnis. Was muß zwischen Jose und dem unglücklichen Mädgemeldet, der die Nachforschungen nach demselben fortsetzen ließ. Bald chen vorgefallen sein? Bist Du auch dieser schrecklichen Thatsache geEr elite, ehne dine Antwot alzuwartan, de. Trapze Buaustz ider bet von b, ister etzungen seine muszte, vamn vsichg Wiatel Pwpdan hat Fraue erwotlngt in Jose Arseilsziuner aufesanbis deun, Vozeg berihe de Dbe=Waagen sgzo dun der Stausringen, u. us, Boug, ue gadsahen und leihe Spur var von den und er ug den Schust doen dentsathen in seiner Taiche, de V Sune hueg, Vegtite, vor, De Bge boti# euiteckt wordten, auser seinen Hat, den man zur Vestätzung er wegen der Filschung verhastet wuarde. Ich dene, in viesen Der Irrenarzt. (Fortsetzung.) im Zunehmen begriffen war. Die Marrosen liefen, mit ziehung der erhaltenen Befehle beschäftigt, zwischen den Masten umher oder waren mit dem Auspumpen des eindringenden Wassers beschäftigt. Der Schiffsarzt befand sich noch immer in der Kajite des des Schiffes war undurcsucht gebliehg und keine Spzur war von den und er tug den Schlsel von denfeizg. seturg, Leschz„eise Dewill emdeckt worden, außer seinem Hale, ven man zur Bestarigung er wegen der Fälschung verhaftet wurde. Ich denke, in diesem Fal der düsteren Vermutungen auf dem Verdecke vorfand.— Der gibt es keinen Zweifel. Mau spricht auch davon, daß man einen Schiffsarzt mußte sich mit Paul Leper beschäftigen— der junge Brief bei Jose gefunden habe, den die Polizeibeamten zwar bis jetzt Steuermannes, Paul sah ihn neben den sitzen und Mann war durch das seinem Ohein zugestoßene Unglück auscheinend nicht gauz zu, entzissern vermochten, der demselben Eisnnschläge auf den Kopf machen. Das Terrain wars so tief ergzssen worden, daß eine nervöse Kriss die Anwendung enthaltezgose; liegt eine Gefahr in der Lustst rief Lever beur demselben Eisumschläge auf den Kopf machen. Das Terrain war also vollständig günstig und für seine Absichten geebnet. Er kehrte zu seinem Oheim zurück und half vemselben, sich vom Lager zu erheben. Er warf einen langen Mantel über ihn. Dann führte er ihn auf des Verdeck hinauf. Niemand achtete auf die beiden Männer. Paul geleitete den Oheim an den Schiffsrand, wo sich die Bänke für die Passagiere befanden. Das Geländer, welches das Schiff rings umher einfaßte, war fast überall mit einem soliden Drahtgeflechte versehen. Nur an einer einzigen Stelle, die zum Anlegen der Treppe beim Laden diente, war es nur unvollständig durch zwei Querstangen geschützt. Und gerade dorthin trug Paul einen Feldstuhl für seinen Oheim. quemen Sitze hin und her. er war, von der nächtlichen der Querstangen beschäftigt. so tief ergriffen worden, daß eine nervöse Krisis die Anwendungsenthalten soll!“ K e. F. i. der Gustsn vice deuer energscher Gerahiomgsgistel bei ihm ndtig machte.— Der Staem 5509— 68 hege., und ich kann nich nicht vornahm immer miehr an Macht und Ungesiüm zu und verwischte in den fruhigt aus.„Ich weiß, ich fühle es. Und sch) uuurctt Pan Gedanken der Passagiere und Matrosen das ganze traurige Ereignis, sehen, da ich nicht weiß, von welcher Seite das Gewitter broyt. Ist Erst nach Tagesanbruch begann das Wetter klarer und ruhiger zu der Name Noirs in der ganzen Angelegenheit genannt worden? werden. Paul Leper hatte sich wieder erholt. Aber er war sehr„Neiu! mscun bleich— und er weinte fast unaufhörlich über den Tod seines„Das beruhigt mich einigermaßen!“ sagte Leper tief aufatmend. Oheims und machte sich laute Selbstvorwürfe, daß er ihn durch„Mir ist zuweilen, als ob ich das Blut des zu Melun Minuten allein gelassen hatte.. in einer roten Saat aufgehen sähe— und als ob es um Nache Als das Schiff in Havres angekommen war, ließ sich Leper ein riefe. Ach, daß man mit allem Mut und aller Entschlossenheit nicht mit vielen Zeugenunterschriften versehenes Dokument von dem Schiffs= einmal eine unangenehme Erinnerung verjagen kann!“ än ausstellen, in welchem der durch einen unglücklichen Dufall Morion und sein Verbündeker tauschten noch lang Der Krauke schwankte auf dem unbe= kapitän aupgtugg, in weichen der duich einen unginttugen Zusau...g Zmezzef ang Enzlich ue Paul kimmerte sich gar, wenig um ihnzsherbeigeführte„od des Baukters Heinrich Dewill ausführlich beschrie, Ehre Ratschläge uur,„Hpprier gno. Endlich nahm der junge Mann b“, He, Wiglösen ben wurde. Mit dieser Schrift versehen eilte der Verbrecher sofort A beschrie= ihre Ratschläge und Zweifer aus. Endlich nahm der junge Dunkelheit beschützt, mit dem Auslosen ben wurde. Mit dieser Schrift versehen eilte der Verorriyer soforr aoschied, um nach weeinn zu vem Mädchen zu fahren, welches er als r sein Werk vollbracht. Er nach Paris und begab sich zu Doktor Morion. Er kam zu spät. seine Verlobte betrachten durfte. sich in der Nähe, Marbo hatte Maria und Eugenie Dewill am Tage zuvor aus blickte nun vorsichtig um sich. Niemand befand sich in der nahe, geutee gutte Ginten und Enpent. Gugg,####por aus der alle drängten sich, an den Segeln, an den Pumpen oder bei den Ma= Irrenanstalt abgeholt. Morion hatte dig gprtg###er Frauen we schinen beschäftigt, nach dem Mittelpunkte des Schiffes. Paul faßte verzögern noch irgend etwas gegen das Leben derselben unternehmen nun seinen Oheim unter dem Vorwande, ihn zu unterstützen, fest in dürfen, um nicht einen dringenden Argwohn auf sich zu laden. seine Arme. Er hob ihn empor, er trug ihn zu der Lücke, welche„Aber ich weiß, wo sich die beiden Fraueu befinden!" setzte durch die Entfernung der Stangen in dem Geländer entstanden war. Morion seinem unangenehmen Berichte zu.„Die Schwester des er„Was thust Du—“ fragte Dewill mit matter Stimme. mordeten Noir hat sie bei sich aufgenommen und sich die Erlaubnis Paul gab keine Antwort— er schleuderte den kraftlosen Greis zu erratzlen gewußt, die Geistestranke unter Beiziehung zweier kräfin die hochgebäumten Wogen. Das Heulen des Sturmes verschlang tiger Wärterinnen in ihrer Villa zu verpflegen.“ das Geräusch des Falles und einen heisernen Todesschrei!—.„Wie, meine Tante und Eugenie in Johannas Hause?" jubelte Paul Leper legte die Stangen wieder vor, dann mischte er sich deper auf.„O Schicksal, Du selber hilfst mir, der einzige Erbe unter die Matrosen, die noch immer hastig und in scheinbarer Ver= der Millionen meines Oheims zu werden!“ wirrung durcheinander liefen.„Hilfe, Hilfe!“ schrie er in den Tö=„Um so besser, wenn Dir meine Nachrichten angenehm sind!“ nen der vollsten Verzweiflung.„Mein Oheim hat im Fieberdelirum sagte Morion.„Leider muß ich Dir noch etwas sehr Beunruhigendie Kasütte verlassen, während ich Wasser für ihn herbeiholte. Helft des berichten. Jose Belle ist vor drei Tagen wegen einer entdeckten mir suchen— wie leicht kann dem kranken, alten Mann irgend ein Wechselfälschung verhaftet worden. Und auch noch eine zweite, weit Leid zugestoßen sein!". schwerere Anklage lastet auf ihm. Jose ist fast überwiesen, seine Zwei Matrosen fühlten sich durch Lepers Flehen gerührt— sie Schwester France ermordet zu haben!“ 28. In der Villa Noir hatte seit Marias und Eugeniens Anwesenheit ein völlig neues, geschäftliches Leben und Treiben begonnen. Die Pflege und Ueberwachung der Geisteskranken machte eine bedeutende Vermehrung des Dienstpersonals nötig. Und um Eugenie zu erheitern, welche durch ihren Aufenthalt und ihre Erlebnisse in dem Irrenhause nervös und melancholisch geworden war, lud Johanna manchmal einige Freunde und Bekannte ihrer Familie zu einer gesellschaftlichen Unterhaltung nach Melun ein. Und noch zwei andere Gäste lebten seit mehreren Tagen in der Villa. Doktor Marbo hatte der guten empfindungsvollen Johanna von dem kleinen Robert Etoiles und dessen halbblinder Mutter erzählt. Marbo hatte sich selbst von der Würdigkeit und von der dringenden Not dieser verlassenen Wesen überzeugt und konnte sie also mit innerer Lieberzeugung dem Mitleid des Fräulein Noir anempfehlen. (Fortsetzung folgt.) wäre ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Kaiser und Papst minbestens so viel wert, wie ein Bündnis mit England und Rußland, vielleicht noch viel mehr denn wenn die Kirche in den Stand gesetzt wird, ihre segensreiche Thätigkeit voll und ganz zu entfalten, dann würde dies die Nation sittlich stärken und manche Erscheinung lahm legen, die jetzt als Krebsschaden am Staats= und Gesellschaftskörper frißt. Eine einzige, allgemeine Mission der verpönten Jesuiten würde mehr fruchten, als hundert Artikel der„Norddeutschen“ und als zehn Ausnahmegesetze! Die Zufriedenheit der Völker und die Gottesfurcht, die durch die Sonntagsruhe wesentlich erhalten und gefördert wird, sind die beste Grundlage der Staaten,— aber mit welchen Gefühlen folgen wir den gegenwärtigen Reichstagsverhandlungen? Im Geldbewilligen leistet die Cartellmehrheit das Menschenmögliche, aber über die Anträge aus dem Schooße der Volksvertretung geht sie kalt lächelnd zur Tagesordnung über. Kann das Zufriedenheit erzeugen, oder drückt die Regierung, welche die Willfährigkeit des Cartells ausnitzt, mit ihrer ablehnenden Haltung gegen alle Wünsche des Volkes nicht selber den Oppositionsparteien die schneidigsten Waffen in die Hand? Wenn nachgewiesen wird, daß die Wahlfreiheit durch zahlreiche Ungehörigkeiten beeinflußt worden ist, und an die verbündeten Regierungen das Ersuchen gerichtet werden soll, für die Abstellung solcher Uebelstände zu sorgen, dann schiebt das Cartell einen solchen Antrag einfach unter den Tisch; wenn es sich aber um Millionenforderungen handelt, dann finden die Cartellbrüder es unbegreiflich, daß überhaupt noch ein Wort darüber verloren und nicht alles schlankweg bewilligt wird. Haben wir es im Reichstag denn wirklich noch mit einer Volksvertrettung zu thun, oder nur mit einer gut aufgezogenen Regierungsmaschine? Vom Arbeiterschutz darf nicht geredet werden, aber das Interesse der Industrie wird als höchstes Evangelium gepriesen, und es muß recht sonderbar berühren, daß es unter den Nationalliberalen nur einen Abgeordneten gibt, der den Mut hat, für die Arbeiterfrauen und Kinder einzutreten. Wenn nach dem Ergebnisse der Untersuchungs=Comision bei dem Bergarbeiter=Streik gefragt wird, dann färbt Zornesröte das Gesicht des Vertreters der Regierung, und er lehnt die Beantwortung mit der Ausrede ab, das sei eine preußische Sache. Als ob die Ueberarbeitung der Leute und die Art und Weise, wie sie von den Großindustriellen behandelt werden, nicht das ganze Reich lebhaft interessierte! Hat nicht auch der Kaiser sein Wort den Arbeitern gegenüber eingesetz? Hunderttausende von Bergleuten warten auf Antwort; Millionen Arbeiter warten auf Schutz gegen leibliche und sitlliche Gefahren. Können solche Zustände aber Zufriedenheit erzeugen? Es ist ein wahres Glück, daß der Cartell=Reichstag in den letzten Zügen liegt, und wenn bei den nächsten Wahlen dafür gesorgt wird, daß ein ähnliches„Angstproduct“ nie mehr auf die Beine kommt, dann ist das in erster Linie das Verdienst jener Leute, welche das Ansehen der Volksvertretung herabgewürdigt haben. Die Bänke im Reichstag sind leer, es fehlt das Leben und die Thatkraft; man hört die Reden nicht an und liest sie nicht, und ganz Deutschland ruft mit dem sel. Valentin: Schluß, Schluß! Man wußte ja im Voraus, wie alles kommen würde, und schenkt dem lebenssatten Greise kein Interesse mehr. Sind das die Vertreter der großen, stolzen, deutschen Nation? Wir machen uns so oft und so gern über die Zustände in Frankreich lustig, und nicht mit Unrecht wird der westliche Nachbar nur spöttisch behandelt; aber haben wir nicht alle Ursache, uns selbst bei der Nase zu fassen und für gründliche Aenderung zu sorgen? Mögen die Franzosen, die Engländer und die Völker auf der Balkauhalbinsel für sich selbst sorgen,— wir haben die erste Pflicht, da uns das Hemd näher geht als der Rock, uns ein Bett zu bereiten, das nicht allzu hart drückt, und dafür wollen wir bei den nächsten Wahlen sorgen, daß wir dem Cartell den Laufpaß geben! Politische Uebersicht. Deutsches Reich. Berlin. In den letzten Tagen sind erneute Gerüchte über den Plan einer Vermählung des Großfürsten=Thronfolgers von Rußland und der Prinzessin Margarethe von Preußen, der jüngsten Tochter der Kaiserin Friedrich, aufgetaucht, und wissen Petersburger Nachrichten bereits von der angeblich vollzogenen Verlobung der beiden Fürstlichkeiten zu melden. Es ist nun allerdings ein öffentliches Geheimnis, daß die Kaiserin Friedrich dieser projektierten Verbindung nicht abgeneigt is, aber ob sich der Plan in der That schon bis zu der gemeldeten Verlobung, die sich also in Athen vollzogen haben müßte, entwickelt hat, entzieht sich vorläufig noch der Beurteilung. Der russische Thronfolger hat zwar erst jetzt die Rückreise von den Athener Hochzeitsfeierlichkeiten nach Petersburg angetreten und da die Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern Viktoria und Margarethe bislang ebenfalls noch am griechischen Hofe weilte, so könnte man hieraus gewisse Schlüsse ziehen. Jedenfalls wird man gut thun, die obigen Gerüchte zunächst nur mit großer Zurückhaltung aufzunehmen. — Der Bundesrat erledigte in seiner Wochenplenarsitzung vom 21. d. M. wiederum eine ziemlich reichhaltige Tagesordnung. Unter den gefaßten Beschlüssen ist die Genehmigung des zweiten Nachtragsetats zum Reichshaushaltsetats für 1889/90 und die Ablehnung des vom Reichstage angenommenen Antrages Benda auf Errichtung eines Reichszoltarifantes hervorzuheben. — Die Sozialistengesetzkommission des Reichstages hat in voriger Woche die erste Lesung des Entwurfes beendigt. Die Ausweisungsbefugnis der Regierung wurde nach nochmaligen eingehenden Debatten gegen die Stimmen der Conservativen abgelehnt, dafür aber die unbeschränkte Geltungsdauer des Gesetzes mit den Stimmen der Kartellparteien genehmigt. Nach den von dem preußischen Minister des Innern, Herrfurth, abgegebenen Erklärungen wollen die verbündeten Regierungen auf Beibehaltung der Ausweisungsbefugnis bestehen und wird wohl die an diesem Dienstag beginnende zweite Commissionslesung zeigen, inwieweit noch eine Verständigung in dieser Frage, von welcher das Schicksal des Sozialistengesetzes abhängt, möglich ist. — Vom Bundesrate ging dem Reichstage das neue Weißbuch über Afrika zu. Dasselbe enthält die Anweisung des Reichskanzlers an den Reichskommissar Puttkamer in Togo, betr. die Beschwerden deutscher Handelshäuser gegenüber der englischen Neger=Gesellschaft, sowie diese Beschwerden selbst, weiter einen eingehenden Bericht Puttkamers in der Angelegenheit und endlich die auf Grund desselben an die englische Regierung gerichtete Note des Fürsten Bismarck. — In der gesamten Culturwelt hat die Nachricht von dem glücklichen Eintreffen Stanley's und Emin Pascha's auf dem Boden des deutschostafrikanischen Schutzgebietes, in Mpwapwa, freudigste Genugthuung hervorgerufen, da die kühnen Männer nunmehr als gerettet betrachtet werden können. Von Mpwapwa aus richtete Stanley ein Schreiben an den englischen Consul in Zanzibar, welches einen ersten flüchtigen Bericht über den gefahrvollen Marsch der beiden Reisenden vom Viktoria=See her enthält. Weiteren eingehenden Mitteilungen über die abenteuerlichen Erlebnisse Stanley's und Emin Pascha's in Afrika darf nach deren zu Anfang Dezember zu erwartender Ankunft an der ostafrikanischen Küste mit Sicherheit entgegengesehen werden. —(Dr. Peters lebt noch!) Das Emin=Pascha=Comite erhielt von Hansing u. Cie. in Zanzibar, datiert 23. November, folgende Drahtmitteilung:„Ein Mitglied der Expedition Borchert, meldet aus Tokomoni: Die Somalis zersprengten eine englische, nicht die deutsche Expedition. Dr. Peters und Genossen sind wohlauf. Dieselben errichteten eine befestigte Station am Kenia. Depeschen betreffend Einstellung der Expedition wegen Rückkehr Emin Pascha's besitzend, werde ich Dr. Peters in Eilmärschen am Kenia, eintretendenfalls am Baringo=See, einholen.“ Belgien. Ueber die Lage des Congostaates hat der Minister desselben für das Auswärtige eine sehr zuversichtliche Denkschrift an den König Leopold von Belgien gerichtet. Es wird in derselben namentlich auf die zunehmende militärische Stärke des jungen Staatswesens hingewiesen, die reguläre Armee des Congostaates zählt heute 2200 Mann mit 23 Offizieren und kann sie in einzelnen Bezirken auf ansehnliche Milizen rechnen. Ein verschanztes Lager für 600 Mann, das den Handelsweg nach den großen Seen beherrscht, wurde am Vereinigungspunkte des Congo mit dem Aruwhimi angelegt, ein zweites soll in der Gegend des oberen Loami errichtet werden. Die diplomatische Aktion des Congostaates geht mit seinen militärischen Bestrebungen Hand in Hand und wird als das wichtigste Ergebnis dieser diplomatischen Aktion das Bündnis mit dem bekannten einflußreichen Sklavenhändler Tippo Tip bezeichnet, durch welches die Gräuel der Sklavenjagden vermindert worden seien. Frankreich. Das französische Ministerium Tirard wird also auch fernerhin im Amte bleiben, nachdem seine Programmerklärung seitens der republikanischen Mehrheit der neuen Kammer so beifällig aufgenommen worden ist. Auch der Finanzminister Rouvier, welcher seine Entlassung geben wollte, verbleibt im Cabinet, da er sich vom Ministerpräsidenten Tirard hat umstimmen lassen und so sind demnach die Anzeichen für die Stabilität der Regierung für's Erste recht günstige. Ob die Harmonie unter den Republikanern, von welcher allein der Fortbestand des Ministeriums Tirard abhängt, lange andauern wird, das ist freilich eine Frage, deren Beantwortung noch dahingestellt bleiben muß. Rußland. Die Friedensäußerung des Kaisers Alexander bei dem Artillerie=Jubelfeste in Petersburg wird in Petersburger Kreisen als höchst bemerkenswert bezeichnet. Man weist hier auf die sonstige Schweigsamkeit des Zaren bei officiellen Gelegenheiten hin, von der seine diesmalige Rede so abstehe und betont man weiter, daß er mit seinen Worten den vielen, beim Jubelfeste zugegen gewesenen Generälen von der Kriegspartei einen deutlichen Wink habe geben wollen. Südamerika. Aus Brasilien liegen augenblicklich keine weiteren Meldungen von Belang vor. Ueber die Gerüchte, wonach in Rio de Janeiro der Proklamierung der Republik doch blutige Kämpfe vorangegangen sein sollten, ist nichts weiteres bekannt geworden und scheinen sie nicht sonderlich begründet zu sein. — Das Ministerium der Republik Uruguay trat aus noch unbekannten Gründen zurück. Der Präsident der Republik beauftragte die Direktoren in den Ministerien mit der einstweiligen Leitung der Geschäfte. über die dem Generalstabschef Grafen Waldersee zugeschriebenen Versuche, in den Gang der answärtigen Politik des Reiches einzugreifen, zur Sprache. Mit größter Bestimmtheit bezeichnete der preußische Kriegsminister Verdy du Vernois diese Gerüchte als leichtfertige Erfindungen und auch Staatssecretair Graf Bismarck sprach sich in ähnlichem Sinne aus, zugleich betonend, der Kaiser leite die auswärtige Politik allein und nehme hierbei nur von denen Rat an, die dazu berufen seien. Nach einer Erwiederung des Abg. Richter wurde der Titel„Staatssecretair" bewilligt und trat das Haus dann in die Beratung der Position ein, in welcher zwei vortragende Räthe und ein Hilfsarbeiter für die neue Colonialabteilung im Auswärtigen Amte gefordert werden. Graf Bismarck begründete die bezüglichen Forderungen mit der wachsenden Last in den colonialpolitischen Geschäften, zu deren Bewältigung der bisherigen Kräfte des Auswärtigen Amtes nicht mehr ausreichten. Abg. Dr. Windthorst bemängelte die deutsche Colonialpolitik und erkläre er unter hinweis auf die Congoacte, seine politischen Freunde verlangten Garantie für die gleichmäßige Behandlung der katholischen Missionen mit den protestantischen Missionen, sonst müßten sie jede weitere Forderung für die Colonialpolitik ablehnen. Auch Abg. Richter griff die letzteren scharf an, obgleich er seine Zustimnung zu den geforderten Stellen aussprach. Der freisinnige Führer läugnete, daß in der deutschen Colonialpolitik bis jetzt überhaupt etwas geleistet worden sei und meinte, die Unsicherheit an der deutsch=ostafrikanischen Küste bestände noch immer fort; gegenüber den Hoffdungen des Centrums auf Beseitigung des Sklavenhandels und Einführung des Christentums in Afrika bemerkte Richter, daß sich dieselben recht erfüllen würden. Staatssekretär Graf Bismarck trat den Ausführungen Windthorst's und Richter's entgegen, denjenigen Richter's aber nur soweit, als sie sich auf die colonialpolitische Abteilung bezogen, da der Regierungsvertreter darauf verzichtete, die allgemeinen Darlegungen des freisinnigen Redners zu widerlegen. Nationalliberalerseits befürworteten Hammacher und Wörmann die Forderungen und bestritt Wörmann, daß das deutsche Kapital in den kolonialpolitischen Unternehmungen zu zaghaft vorgehe; auch wies Wörmann die Insinuation des Abg. Dr. Bamberger, die Hamburger Großkaufleute wollten zu wenig aus eigener Tasche opfern und verlangten zu viel von der Regierung, zurück. Die gesamte kolonialpolitische Debatte, an welcher sich außer den schon genannten Rednern noch die Abgeordneten Dr. Frege und Rickert beteiligten, endete mit Genehmigung der Forderungen für die colonialpolitische Abteilung. Bei der Position, betr. den Gesandtenposten in Bern, brachte Abg. Baumbach(freis.), die Wohlgemuth=Affaire auf's Tapet, welche Graf Bismarck indessen für erledigt erklärte und leugnete der Staatssekretär, daß in dieser Angelegenheit überhaupt eine Verstimmung zwischen der deutschen und der schweizerischen Regierung bestanden habe(?) Die Debatte hierüber mußte schließlich, da sich inzwischen die Beschlußunfähigkeit des Hauses herausstellte, abgebrochen werden. Am Sonnabend pausierte das Haus, am Montag beschäftigte es sich wieder mit den Arbeiterschutzanträgen. Provinztelles. —.— Olpe, 25. Novbr. Die vom hiesigen Männerverein veranstalte Namenstagsfeier ihres Präses, des Herrn Vikar Budde, fand gestern Abend im festlich geschmückten Saale der Herren Gebr. Boge hier statt. Die Versammlung wurde durch den Vizepräses Herrn Dölken mit dem Gruße:„Gott segne die christliche Arbeit“, eröffnet, worauf derselbe den zahlreich erschienenen Mitgliedern und deren Familien auf die Bedeutung der Feier aufmerksam machte und dem Herrn Präses für seine Ovfervin zahlreich erschienenen Mitgliedern und deren Familier.„„ der Feier amfmerisam machle und dem Herin Pichlr iui„eme Opfer“ wiuigkeit um die Leitung des Vereins dankte. Das auf den Herrn Präses die Linung des Belemo dunin. ausgeorachte Hoch wollte kein Ende nehmen. Nach dem Vortrage mehrerer Musikstücke seitens des hiesigen Musikvereins und nach Absingen mehferer Lieder brachte der Schriftführer des Verrins, Herr Bieker, das Hoch auf die belden höchsten Gewalten, auf Papst und Kaiser, aus; auch dieser Toast wurde mit Begeisterung aufgenommen. Hierauf nahm der Herr Präses das Wort, dankte für alles ihm dargebrachte und setzte die Ziele und Bestrebungen des Vereins auseinander und betonte dabei, daß der hiesige Männervein vollständig ausreichend sei, der Verrohung der Ingend mit Erfolg entgegen zu treten, ohne daß es der Bildung eines Gesellen= oder Jünglingsvereins hier am Orte bedürfe. Sein Hoch galt den Frauen der Mitglieder des Vereins. Die außerordentlich zahlreiche Versammlung bli b bis gegen Mitternacht in der fröhlichsten Stimmung und allerseits hörte man sagen, daß seit langer Zeit ein solch vergnügtes nicht gefeiert worden sei. Dem hiesigen Musikverein, welcher in so zuvorkommender Weise zur Hebung der Feier beigetragen hat, sei auch an dieser Stelle den Dank dafür ausgesprochen. — Bei der diesjährigen Personenstandsaufnahme zur KlassensteuerVeranlagung wurde für Olpe eine ortsanwesende Bevolkerung von 2961 Köpfen ermittelt. — 24. Nov. Ein Brand dessen böse Folgen unabsehbar geworden wären, wenn derselbe zum vollen Ausbruch gekommen, wurde vergangene Reichstag. Der Reichstag trat am Freitag in die Specialberatung des Etats des Auswärtigen Amtes ein und brachte Abg. Richter (freis.) beim Gehalt des Staatssekretärs die vielverbreiteten Gerüchte wären, wenn derselbe zum vollen Ausbruch gekommen, Nacht gegen 12 Uhr in der Dampfgerberei des Herrn Lüttick= rechtzeitig entdeckt und durch die rasch herbeigeeilte, Feuerwehr...rc Zeit eistickt. Vom 1 Dezember ab fährt der 5.52 nachmittags von und durch die rasch herbeigeeilte Feuerwehr in kurzer Zeit eist Vom 2. Bizember ub fahlt der mag m u,m., u5, von Rothemühle nach Finnentrov abfahrende Personenzug Nr. 32, 14 Minuten früher als gegenwärtig. Ab Olpe ist demnach Anschluß um 6,7 abends, ab Listernohl 6,34, ab Attendorn 6.56. 4. M4#5e bi. —.—. Sonntag hielt der Gesang=Verein„Eintracht in Rohde die angekundigten Lieder=Vorträge und theatralischen Aufführungen, deren Ausführungen an Präcision nichts zu wünschen übrig ließen. Vereine kann man in der That zu seinen Leistungen Glück wünschen. Möge uns derselbe noch recht oft mit seinen Vorträgen, namentlich auch in ferneren künstlerisch gediegenen, schauspielerischen Auffuhrungen, genußreiche Stunden bieten. Alle Ehre und Anerkennung den Herren Dirigenten des Attendorn, 21. Nov. Ein entsetzliches Unglück dem hiesigee Bahnhofe. Mehrere Knaben spielten auf demselben, während gleichzeitig Arbeiter mit dem Rangieren von Eisenbahn=Waggons beschäf—9— Ook en Vertällzien! Was dat nit en schöhne Sitzunge amme Sunnendah in Bogen, Franz? En Stoht, was et, Päihter, sohen Plasäer hew' jäck lange nit gehatt. Un watt der Herr Vikarrges do wier mannigem ähn geJoh, datt hette! Et is doch en nette Sahke met sohem Vereine. Do meinte neilich äihner imme Kreisblatte, dei jungen Nicksnutze in Olpe müchtent innen Gesellenverein odder innen Verein jugendlicher Arbeiter, dann wüertent se biätter. Dat giähwe jäck ohl tau, owwer irrümme kumment se nit no uns innen Männerverein, doh sind doch ohk alt Gesellen un derglieken inne? Wieh wüllent se wall rümmebrengen. Weinte Buther s. 105d verwahrt Himant so 0. Oh gewiß! Doh wöhrent se gobe Lerwühli, awen so godd as dei kleinen Blahn in der Verwahrschaule. Sohen Gesellenverein te gründen is lichter gesacht ase gedohn, un dann hänn sie inner Staat ase Olpe ohk bloß en paar Gesellen, besonders frütömmede. Alle jungen Lühe kamme nu zwar doch nit bändigen, dat bränget kein Männerverein, kein Gesellenverein odder wat füörn Verein fäherig, noch nimmohl biehen Zaldoten. Doh fällt me gerade in, wat der ahle sellige Görres gesacht hah, asse in München de Studenten an der Universitäht unger de Fuchtel niämmen sull. Hei sachte, et kähm emme akrade soh vjähr, ase wann se emme en Flöh ohne Deckel dohländöhnt taume Verwahren.„Se hüppent mieh furt, läck kann se nit haten!“ mainte, un do ha dei Mann Göres hette dei Mann?. Dat mutt en klaugen Hähren gewäst sinn Datt süll jäck meinen, Franz. Dei hah ohk ens vertahlt, der Dühwel häh stäck bestahn wüllen, un do wöhre op de Brutschau gegangen un häh stäck sohen schöhn Miäkelzien met Namen Gottlosigkeit tauer Fraue genommen un do hähe stäwwen Döchter gekriähen, de stäwwen Hauptsünden. De ähste dervan hähe an en Dokter un Professer bestatt un so widder. Nä nu vertell et uht, Päihter! Me dahr nit alle Leier uhtsingen, Franz, sachte mien Großmutter luhter, dat daunt de Gecken, un van der Sorte henn sie hie Gott sie Dank noch wiännig. Imme Kreisblahre meinte zwor ähner, me süll hie en Zunft van soh Lühen gründen, ase in Köllen. Jäck glöhwe, et wohr em kein Aehrenst, doh hört doch mäh Witz un ohl mäh Geld tau ase in Olpe is. Wann se awwer dat fährig brächtent, dat dei ähkelige Prossesjon op Fastowend ganz opphöhrte, dann trät täck sofort bih. Un jäck ohk, Päihter, doh is ohk gar nit, niddemohl en kitzken Witz inne, dat is de schiere Dummheit. Heß recht, Franz! So watt mahlent de Kölschen nit, dai lohtent de Rellejohn in Rugge, un wie welt huapen, dat diäse abscheilige Fastowensgeschichte anderes Johr füör de Katte is. Anders schient et mieh awwer doch met der elektrischen Belüchtunge te sinn. Dei hennt ve nu alt an twäi Stiehen. In der füörrigen Wiähle was jäck opme Bahnhoffe un soh doh dat nigge Hessen elektrische Lecht. Ah, dacht jäck, datt sall der Bergisch=Märkischen wall schmakken! Wann nu noch ens dei twette Flammbohe brennt, dann kamme opme Perun, odder jetz muttme glöwik Bahnsteig siehen, ganz bequem liäsen. Schah, dat dat elektrische Lecht nit umme de Ecke an dei andere Siet vamme Bahnhoawe no der Bigge hiän schient! Wat würtent dann de Foherlühe un andere Menschenkinder, bei jetz ohwens nohme Güterschoppen mutt, lachen! Gustern ohwend brannte an der ganzen hingersten Siet ähne ganze Lampe, akrat soh hell ase unse Nachtslämpzien te häime, un dobie hung se hingen bahle bieme Güterschoppen, viär an der Ecke was kein, un ook amme Abtritte nitt. Me mutt sik wahne inachtniämmen, wamme do ümme dei Hecke well, dei ümme den schöhnen Gahren bieme Abtritte is. Du kenns den Gahren jo, imme Sommere wassent so schöhne Tuhselen drinne, un dann Bickesbohnen an so langen schoiwegguu g Do künnent se owwer ook godd wat anders Hanmählen, Päihter, täck meine so kleine nette Anlagen, derr se jetz sogar amme Bahnhoawe te Listernohl gemahlent hent. Gewiß künnent se dat, Franz, owwer diäse Bahn brenget so wiänig in, do mutt se vermutlick sparen; drümme blohsent se der ähne Latüchte umme acht Uhere ook noch uht un dann herrschet opme Bahnhoawe, wo stätt me doch ikkes, ja— so en ägyptische Finsternis, dat me froh is, dat me kein kleinen Blahn mäh is, suß stähl me stäck an der Döhrenhecke wahrhaftig de Ohgen uht. Du kanns doch alles so fien uhtkleigeln, Päihter, ase en Affekoten. Jäck wüll awwer doch, dat se dat Spahren nit akrat an unsem Bahnhoawe dähnt, süs künn ähnen doch noch ens sohen Fohermann do ungen ählelig anschmähren, dat me füörr sien Leppdag Ja, un wähste, watt se dann van de sächtent: bei mutt ohl wier en Schwohren gehatt hen, un dann künnste mett em dicken Koppe hähme gohn un de Bergisch=Märkische döh dieh kein Penning So ie et! Also de Moral ubt dem ganzen Gedäh ie: En kitzken mäih Lecht amme Bahnhoff künn nit schahn, un dann oo# sohen schöhne Uhere, wovan se netlich imme Blahre klaffetent. Nu bit nächsten Sunnendagg imme Männervereine! tigt waren. Im Eifer der Spieles kamen jene einem in Bewegung gesetzten Waggon zu nahe und einer von ihnen, das Söhnchen des Herrn Apothekers P. geriet derart unter die Räder, daß ihm der Kopf, buchstäblich zermalmt wurde und der Tod selbstverständlich augenblicklich eintrat. Der Schmerz der Eltern über das gräßliche Ende ihres geliebten Kindes läßt sich leicht begreifen; die Teilnahme in der Stadt ist eine allgemeine. Welschenennest. Der Stationsvorsteher Gübsfeld wird am 1. Dezember von Welschenennest in gleicher Eigenschaft nach Finnentrop und der Stationsvorsteher Kuthe aus Plettenberg als Stationsvorsteher nach Welschenennest versetzt. X. Bilstein, 25. Nov. Mit dem 28. dss. Mts. gelangt in dem zum Bestellbezirke des hiesigen Postamts gehörigen Orte Oberveischede eine Posthülfstelle zur Einrichtung. Die Verwaltung derselben ist dem Consumverwalter Auton Schneider übertragen worden. 1. 88## Siegen, 22. Nov. Von einem hiesigen Bankier wurde ein falsches 10 Marksiück angehalten, welches von einem Sieghütter Geschäftsmann in Zahlung gegeben war. Da sich wohl noch mehr Falsifikate im Umlauf befinden dürften, ist Vorsicht für Jedermann zu empfehlen.— Wie wir hören, soll die Polizei sich auch schon mit der Sache befaßt haben. Hagen, 22 Nov. Vor drei Jahren wurde im Flur des hiesigen katholischen Pfarrhauses ein wenige Monate altes Kind ausgesetzt aufgefunden. Jetzt ist es endlich gelungen, die Muter, ein Dienstmädchen in Olpe, zu ermitteln. Der Knabe ist inzwischen zu einem prächtigen Burschen herangewachsen, nachdem er zu einer Familie in Pflege gegeben war. (Wir lesen dieses im Münsterschen Anzeiger; uns ist hierüber bis jetzt nichts bekannt geworden. D. Red.) Ahlen, 20. Nov. Welch gefährliches Raubzeug Ratten sind, beweist wieder folgender von der„Hamm=Soester Vztg.“ mitgeteilte Vorfall, welcher sich in der Nordstraße vor kurzer Zeit zutrug. Das Kind einer Familie lag des Abends im Nebenzimmer und schlief. Durch einen lauten Schrei der Kleinen erschreckt, eilt die Mutter hinein und steht, wie eine große Ratte einen Finger des armen Kindes benagte. Die Ratte nahm Reißaus. Der Finger des Kindes ist gerettet, man sieht aber deutlich die tiefen Eindrücke der scharfen Schneidezähne des Nagetieres. Bochum, 24. Nov. Der im August dieses Jahres hier gegründete Verband katholischer Lehrer hat sich in Folge des vor Kurzem ergangenen Aufrufes ganz erfreulich entwickelt. Obgleich seine Gegner in pädagogischen Zeitschriften und politischen Tagesblättern die Ziele des Verbaudes ganz entstellten, die Möglichkeit einer freien, selbständigen Bewegung bestritten; obgleich sie ferner behaupteten, am Gründungsorte selbst sei kein warmes Interesse für den Verband, wohl aber eine große Abneigung gegen denselben wahrzunehmen, haben sich nunmehr außer einer großen Anzahl einzelner Collegen eine Reihe von Vereinen bereits angeschlossen, bezw. ihren Beitritt in Aussicht gestellt. Wir nennen in erster Linie den Diöcesanenverband zu Osnabrück mit 260 Mitgliedern, ferner die Vereine zu Aachen, Essen, Hörde, Altendorf, Elberfeld, Solingen, Düren, Werden, Altenessen, Kattowitz. In Ermland wird soeben ein Aufruf zur Gründung eines Diöcesanenverbandes erlassen, was wir mit besonderer Freude begrüßen. Mit Genuathnung constatieren wir feiner, daß der Bochumer Lehrerverein in seiner letzten Sitzung 15 neue Mitglieder gewonnen hat, so daß jetzt 44 Lehrer von Bochum und seiner nächsten Umgebung demselben angehören. Die meisten Aumeldungen sind aus Hannover und der Rheinprovinz erfolgt. Westfalen führt sich auch, bleibt aber hinter anderen Bezirken zurück. Durch diese Zeilen soll nun nochmals zum Anschluß an den Verband und namentlich zur Bildung von Ortsvereinen die Anregung gegeben werden. Die Ziele des Verbandes sind wiederholt erörtert worden; unsere fernere Thätigkeit wird es beweisen, daß thatsächlich nur diese und nicht politische Bestrebungen die Gründung des Verbandes veranlaßt haben. Wir werden der modernen Pädagogik gegenüber, welche sich mehr und mehr vom positiv christlichen Standpunkte entfernt, betonen, was christliche und vor Allem, was katholische Pädagogik ist. Darin liegt unsere Aufgabe, darin liegt auch die Notwendigkeit der Gründung des Verbandes. Zu anderen Lehrervereinen wird derselbe niemals ohne Not in eine Kampfstellung eintreten, sondern in allen gemeinsamen Fragen auch zu einem gemeinsamen Vorgehen bereit sein. Daß der Verband dann auch die materiellen Interessen der Lehrer nach jeder Richtung hin mit Ruhe, Entschiedenheit und Ausdauer vertreten wird, ist selbstverständlich. Die hohe Bedeutung des Verbandes zeigt sich in den vielfachen Augeiffen auf denselben. Eine Sache, welche den Gegner ruhig und gelassen läßt, kann nicht viel Bedeutung haben; dagegen liefern die großen Angriffe von gegnerischer Seite und ihr gewaltiges Rüstzeug den Beweis, daß wir uns auf dem richtigen Wege befinden. Nehmen wir einmal an, der Verband stehe da in seiner schönsten Blüte; die katholische Lehrerwelt Alldeutschlands gehöre ihm an; wird da nicht die Schule, die katholische Schule, nach allen Seiten hin einen unberechenbaren Nutzen daraus ziehen? Und ferner: wird nicht die katholische Lehrerschaft als eine Macht dastehen, welche bei weiterer Ausgestaltung aller Verhältnisse, die ihre matertelle Lage, ihre Stellung, ihre berufliche Thätigkeit betreffen, gehört werden müßte! Der einzelne Lehrer findet nicht die Beachtung wie die Gesamtheit, und dann fehlt ihm auch die Auregung und Gelegenheit, den ganzen Stand angehende Wünsche zu äußern. Freilich hat es schon früher Männer genug gegeben, welche die katholische Pädagogik in Erziebung und Unterricht der altkatholischen gegenüber betonten, aber solch ein Bild katholischen Strebens auf dem Gebiete der Schule, solch eine Manifestatton katholischer Einheit, wie sie der Lehrerverband, fußend auf katholischen Principien, darbieten würde, wäre bewundernswert. Wer sollte sich nicht dafür begeistern? Das ist unser Ideal, unsere Gegner neunen es vielleicht— Illusion, aber daß sich dieses Ideal verwirkliche, das hängt zunächst von der Bereitwilligkeit der einzelnen Collegen ab, sich in den Dienst desselben zu stellen. Deshalb, Collegen, schließt Euch dem großen ganzen an, helft mit arbeiten an dem großen, gemeinsamen Werk, das da dienen soll, zuerst unserer hl. Religion, dann unserer Schule und uns selbst und endlich der allgemeinen Wohlfahrt. Recklinghausen, 24. Novbr. In der Zeche„Schlägel und Elsen“ wurden vorgestern Abend 250 Bergleute durch einen Unfall in den Schacht eingeschlossen. Die Zufuhr von Nahrung blieb möglich und kann man heute sämtlichen Leuten Rettung bringen. Hanan, 23. Nov. Von den Opfern der Pulverkatastrophe ist nunmehr am Donnerstag das letzte gestorben. Es sind bei dem gräßlichen Unglück im ganzen 19 Mädchen umgekommen. am Dienstag morgen, woselbst zu Archangelsk— 32 Grad C. oder 26 Grad R. vorkam. Ebenso niedrig war die Temperatur zu Potma und nur um einen Grad höher viel weiter südlich zu Viatka, unter dem 59. Breitegrade, nördlich von Kasan, während Kasan selbst 22°, Ikaterinburg im Ural 29° und Nischny=Nowgorod unter dem 56. se6? Breitegrade immer noch 20° Kälte hatten. Am Onegasee herrschten = gleichzeitig heftige Schneestürme aus südöstlicher Richtung. Seitdem hat die Kälte in Nordrußland an Strenge abgenommen, und es ist nicht wahrscheinlich daß auch Deutschland einen Teil derselben zu kosten bekommt. Denn wenn selbst der derzeitige Südwind bei uns eine nördliche Richtung annehmen sollte, so liegen dazwischen die westlichen russischen Gouvernements, welche sich, wie sogar Finnland, in den letzten Tagen gerade eines sehr milden Wetters mit Morgentemperaturen von 4 bis 5° Wärme oder darüber erfreuten. — Welches ist die reichste Witwe der Welt? Neulich brachten die Zeitungen über diese hochwichtige Frage eine ausführliche Statistik, die nut den einen Nachteil hatte, daß sie allein Nordamerika bermesichiigte. Die keichsne zwitwe der Welt aber lebt in dem schöneValparaiso(Chile). Sie heißt Donna Nilliarde Mark. Ueber die günstigsten „Roeddeutsche Lloyd“ den Vermischtes. — Ueber die Heizung der Eisenbahn=Personenzüge sind neue Bestimmungen getroffen. Danach muß während der s. g. fakultativen Heizzeit(vom 15. Oktober bis 1. Mai) mit der Heizung aller Personenzüge begonnen werden, sobald die äußere Temperatur an einem Tage in den Mittagsstunden unter 4 Grad Reaumur herabsinkt. Außerdem findet eine Heizung der Nachtzüge schon dann statt, wenn die Temperatur während einer Nacht bis auf 0 Grad Reanmur sinkt. Ist mit dem Heizen einmal begonnen, so wird damit erst dann wieder aufgehört, wenn während dreier auf einander folgenden Tage die Temperatur des Nachts nicht mehr auf+ 4 Grad Reaumur gesunken ist. — In der Nacht zum 27. d. M. haben wir wiederum einen beträchtlichen Sternschmppenfall; in dieser Nacht erreichen die Adro= berücksichtigte. Die reichste Wi meden, so genannt, weil sie aus dem Sternbild der Andromeda zu ren Südamerikg und zwar in fallen scheinen, ihr Maximum. Man wird sie gut wahrnehmen kön= Isidorg Camino und besitzt 1 neu, da der Mond nicht sichtbar ist, freilich in diesem Jahre nicht in Ueberfahrtlinien nach Valparaiso giebt der„Norddeut ihrem Glanz. Die Andromeda steht am 27. um 1 Uhr Nachts fast unternehmungslustigen Mitgiftjägern bereitwilligst Auskunft. genau über dem westlichen Horizont und ist leicht durch das Himmels= Berlin. Ein riesiger Elephantenzahn, der größte, der jemals aus W der Kassiopeia zu erkennen, dessen unterer Oeffnung sie gegenüber= Afrika hierhergesaudt worden sein dürfte, ist soeben in der hiesigen steht.— In der ersten Hälfte des Dezember schwärmen auch die „Geminiden“. Sie haben ihr Maximum am 10. Dezember. (Schutz der Pferde im Winter.) Für die den Pferden äußerlich durch Schlagen oder sonstige Veranlassung verursachten Verletzungen werden wohl Mittel angegeben und auch angewandt, aber welche Pein das arme Tier da zu erdulden hat, wohin wir selten einmal blicken, im Maule, das hat man jetzt im Winter Gelegenheit zu beobachten, da diese Verletzungen durch das Einlegen des Gebisses, welches die Nacht hindurch bei einer Temperatur unter Null Grad gehangen hat, veranlaßt werden. Die Zunge friert nämlich sofort an das Gebiß an und ist auch nicht so leicht wieder los zu bekommen. — Der Appetit eines Vogels ist außerordentlich. Eine Drossel verzehrt auf einmal die größte Schnecke die man bei uns finden kann. Ein Mann würde in demselben Verhältnis eine ganze Rindskeule zum Mittagbrot essen. Auch das Rothkelchen ist sehr gefräßig. Man hat ausgerechnet, daß, um ein Rothkelchen bei normalem Gewicht zu erhalten, eine Menge tierischer Kost täglich erforderlich ist, die einem 14 Fuß langen Regenwurm gleichkommt. Nimmt man einen Menschen von gewöhnlichem Gewicht, und vergleicht man seine Masse mit der des Rothkelchens, so läßt sich berechnen, wie viel Elfenbein=Schnitzerei von Paul I. Meyer, Mittenwalderstraße 38, eingetroffen. Dieses Prachtstück hat bei einer Länge von 2½ Meter und einem Durchmesser von 18 Centimeter ein Gewicht von ein und einem halben Centner(75 Kilo); es repräsentiert einen Materialwert von 2500 Mark. London, 20. Noo. Der Brauereibesitzer Edward Guinneß in Dublin stiftete für den Bau von Arbeiterwohnungen 250000 Pfund Sterling, und zwar 200000 Pfund für London und 50000 Pfund für Dublin. e Humoristisch=satyrische Plauderei. „Das ist die Schweinenot der Zeit, das Schweinezeit...“ diese lustige Parodie des„Kladderadatsch“ auf ein bekanntes geflügeltes Wort könnte man den kürzlichen Reichsragsververhandlungen über das Schweine=Einfuhrverbot als Motto und Leitmotiv voransetzen. Denn so verschiedenartig man auch in diesen zweitägigen„schweinernen“ Debatten das Verbot der Reichsregierung, die grunzenden Vierfüßler des Auslandes über die Reichsgrenzen hereinzulassen, beurteilte, so klangen doch all' die schönen Reden für und wider das Regierungsverbot mehr oder weniger in dem Stoßseufzer Nahrung er in 24 Stunden verbrauchen würde, wenn er in demselben aus, daß das Fleisch der geschätzten Borstentiere in der That erschreckVerhältnis wie der Vogel äße. Gesetzt, eine Wurst, neun Zoll im lich teuer sei. Selbst Excellenz von Bötticher konnte nicht umhin, in Umfang, stelle den Regenwurm dar, so würde der Mensch 27. Fuß das allgemeine Klagelied über diese„schweinerne Not der Zeit“ mit von solcher Wurst alle 24 Stunden verzehren. Aus diesen Beispie= einzustimmen, wobei stark zu vermuten steht, daß Frau v. Bötticher len kann man sich einen annähernden Begriff von der Thätigkeit ihrem Herrn Gemahl vor der bewußten Reichstagssitzung in aller Gemachen, welche von insectenfressenden Vögeln entwickelt wird. schwindigkeit noch ein kleines Privatissimum über die leidige Fleisch—(Der Todeskuß.) Eine erschütternde Scene wird aus teuerungsfrage gehalten hat. Wenn man nun aber die Quintessenz Berlin gemeldet. In der alten Schönhauserstraße wohnt das Ju= aus dieser ganzen Schweinediskussion herauszieht, so ergiebt sich, daß welier R'sche Ehepaar, in glücklichster Ehe lebend. Am Dienstag zunächst noch Alles beim Alten bleiben und daß demnach das SchweineAbend begab sich Herr R. gegen 10 Uhr in sein Schlafzimmer, um thema auch noch ferner im häuslichen Kreise wie an der Bierbank sich niederzulegen, während Frau R. in der Küche noch einige An= und schließlich noch in der Tagespresse grassieren wird, indeß sich die ordnungen gab. Nach der Schlafstube zurückgekehrt, fand ihren Gatten bereits im Bett und anscheinend schlafend. den Schlummer ihres Mannes nicht zu stören, begab sie sich gleichfalls zur Ruhe und beugte sich vor dem Lager ihres Gatten nieder, um letzterem den gewohnten Gute=Nachtkuß zu geben. Kaum aber die Dame Herren Fleischer ins Fäustchen lachen; es wird sich eben schließlich Leise, um Jeder noch seine eigene Ferkelzucht hinter'm Ofen anlegen müssen, dann wird's wohl besser werden! Freilich, wenn es nach den freisinnigen Politikern ginge, dann hätte die Reichsregierung überhaupt keine anderen Schmerzen als die Schweinefrage, aber es giebt für sie hatten ihre Lippen diejenigen ihres Mannes berührt, als sie erschreckt hie und da doch auch noch andere Sachen zu bedenken und speziell emporfuhr. Der Kopf des Daliegenden sank zurück, ein schwerer vom Kanzler munkelt man, daß er gegenwärtig in der Einsamkeit von Atemzug entrang sich der Brust und dann deckte Todesblässe das Friedrichsruh wieder über hochpolitischen Fragen brüte und deshalb Antlitz. Ein Herzschlag hatte den Mann getroffen. Der Gutenacht= dem Reichstage noch immer nicht die Freude seines Erscheinens machen Kuß seiner Frau war ein Abschiedskuß für die Ewigkeit geworden. könne. Leider pflegt es Fürst Bismarck Niemand auf die Nase zu — Eine furchtbare Kälte hat sich seit wenigen Tagen über binden, was er im Arbeitszimmer seines lauenburgischen Tusculums Nordrußland ausgebreitet. Zu Archangelsk, am Weißen Meere, wo= treibt, aber man darf vielleicht doch vermuten, daß der Schloßherr selbst in der vorletzten Woche bei trübem Wetter der Frost sich von Friedrichsruh zur Zeit zur Orientfahrt Kaiser Wilhelms eine immer nur auf wenige Grade beschränkt hatte, traten am Sonntag kleine Nachlese hält und bei einer Pfeife Tabak deren politische ErAbend leichte Nordostwinde auf, welche die trockene, eisig kalte Luft gebnisse einer kritischen Sichtung unterzieht. Was der Kanzler hiervom Nordpolarmeere dorthin führten. In der folgenden Nacht klärte bei herausgefunden hat, das ist natürlich noch tiefstes Geheimnis, insich der Himmel auf, und sofort sank die Temperatur bis Montag dessen kann man sich für versichert halten, daß er es verstehen wird, Morgen auf— 23 Grad C. Auch im Laufe des Tages trat dann auch die Früchte der jüngsten Kaiserreise im Sinne der weiteren Festikeine Milderung der Kälte ein, da in der jetzigen Jahreszeit die gung des europäischen Friedens zu verwerten. Es ist möglich, daß Mittagssonne unter 65 Grad nördlicher Breite nicht mehr gegen die hierbei Ferdinand von Bulgarien ein wenig auf die Hühneraugen geWirkung der Ausstrahlung aufzukommen vermag. Im Gegenteil treten wird, aber der gute Ferdinand mag sich alsdann mit dem Bewurden am Montag Mittag sogar— 24 und am Abend— 28 wußtsein trösten, daß ihm vorläufig nicht mehr geschehen könne und Grad C. beobachtet. Ihren Höhepunkt erreichte jedoch die Kälte erst wer weiß, ob's nicht bald ein Pflaster für die getretene Stelle giebt! In Folge Luftröhren=Entzündung entschlief sanft im Herrn heute Morgen gegen 4 Uhr unser geliebter Gatte, Vater, Bruder u. Schwager, Schlossermeister im Alter von 48 Jahren. Die Seele des teuren Verstorbenen wird der frommen Fürbitte der Gläubigen empfohlen. Olpe, 26. Nov. 1889. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag den 26. dss. M. nach dem Seelenamte statt. Hauptgewinn 150.000 Mark. 4.119 Geld=Gew. v. zus. 575.000 M. ohne Abzug. Berliner Rote=Kreuz=Lose, 8.50 M., ½ 2 M., ¼4 1 Mk. Liste 20 Pfg. Porto, empfiehlt J. Hammerschmidt, Attendorn. Manufaktur- und Möde=Waren=Handlung GUSTATVENRON, VETE Der diesjährige Weihnachts-Ausverkauf! sämtlicher Manufakturwaren beginnt am Mittwoch den 27. Novbr. und dauert bis Ende Dezember. Sämtliche Artikel habe ich ohne Rücksicht der bisherigen Preise zurückgestellt und offeriere dieselben zu nachstehenden enorm billigen Preisen. Ein Posten doppelbreiter Kleiderstoffe in vielen hübschen dunklen Farbenstellungen, per Meter von 60 Pfg. an. Ein Posten farbiger Cachemiere, per Meter 2 Mark, früherer Preis 3—4 Mark. Ein Posten schwarzer Cachemiere in glatt, geblümt und gestreift, p. Mtr. 2—2,25 Mrk., früherer Preis 3—3,75 Mrk. 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Sonnabend den 30. dss. wets., vormillugs 10¾4 Uhr in Hünsborn Heu, Stroh und Kartoffeln; Montag den 2. Dezember cr., vormittags 8¼ Uhr in Sondern Kartoffeln und Heu,— um 11½ Uhr in Neuenkleusheim 1 Kalb, Heu, Stroh und Kartoffeln; 944 M.. Mittwoch den 4. Dezember cr., vormittags 9#78 Uhr tenkleusheim 1 Rind,— um 11 Uhr in Thieringhausen 1 Rind, 1 Ziege, Kartoffeln und 1 Kleiderschrank,— nachmittags 1 Uhr in Günsen 1 Rind, meistbietend gegen Barzahlung öffentlich versteigern. Olpe. Haupt, Ger.=Vollzieher. Die Sparkasse Kirchhundem(Immobilarverkauf Berliner Rote=Krenz=Lotterie. 4110 Bapeiy. 20.00 Mal und zwar 1 Gewinn von 1 Gewinn von 75.000 Mark 1 Gewinn von 30.000 Mark 1 Gewinn von 20.000 Mark 5 Gewinne a 10.000 Mark 50.000 Mark 10 Gewinne a 5000 Mark 50,000 Mark 10 Gewinne a 500 Mark 50,000 Mark 500 Gewinne a 90 Mark 45,000 3500 Gewinne a 30 Mark 105,000 Mark Der Preis eines Loses beträgt 3,50 Mark. Ziehungsliste und Porto 25 Pfg, Die Ziehung erfolgt im Ziehungssaale der Königlichen General= Lotteriedirektion zu Berlin am 20. Dezember. Zu haben in der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. wirh vom 1. Januar 1890 ab bis auf Weiteres: 1) von der gegen hypothekarische Sicherheit innerhalb der Kreise Olpe, Siegen und Meschede ausgeliehenen Kapitalien jährlich 4 Prozent zur Verzinsung und ½ Prozent zum Kapital=Abtrag, 2) von den gegen Bürgschaft ausgeliohenen Kapitalien jährlich 4 Prozent zur Verzinsung und 1 Prozent zum Kapital=Abtrag bei rechtzeitiger Zahlung berechnen. Die in den Schuldokumenten getroffenen Vereinbarungen bleiben von dieser Festsetzung unberährt, da die Sparkasse sich auch fernere Abänderungen des Zinsfußes, je nach Lage des Geldmarktes, vorbehalten muß. Von demselben Zeitpunkte ab werden die Einlagen der Kirchenund Schulfonds, sowie der Gemeinden mit 3½ Prozent, alle übrigen Einlagen mit 3 Prozent verzinset. Es wird angenommen, daß diejenigen Einleger, welche ihre Einlagen bis zum 1. Jamnar 1890 nicht kündigen, mit dem neuen Zinsfuße einverstanden sind. Die gekündigten Einlagen werden innerhalb 6 Wochen, den Statuten gemäß, zurückgezahlt. Kirchhundem, den 20. November 1889. Sparkassen=Verwaltung: gez. Brüning. Sömer. Cordes. Balve. zu Thieringhausen. Die dem Daniel Gummersbach zu Lütringhausen gehörenden bei Thieringhausen gelegenen Grundstücke sollen am Montag den 2. Dezember d. J. morgens 10 Uhr anfangend in der Wohnung des P. A. Klein zu Thieringhausen öffentlich meistbietend gegen ausgedehnten Credit verkauft werden, wozu Käufer einladet. Olpe, 20. November 1889. Tannenholz-Verkauf. Die unterzeichneten Interessenten lassen am Donnexstag den 5. Dezember nachmittags 2 Uhr ihr 6 Morgen großes, 40jähriges Tannenstück, im Liese'sche Gasthause dahier, öffentlich verkaufen. Das Holz ist sehr langschaftig und eignet sich größtenteils zu Bauholz. Dasselbe steht an guter Abfuhr, 15 Minnten von der Chaussee und hiesigem Orte und 1 Meile vom Bahnhof Altenhundem. Würdinghausen, den 23. Nov. 1889. Die Interessenten. I. V.: H. Liese. 568 # LIEFERANTER DES KAISERS CHOCOLADEAA SA CHCHOS Wud eneen pe### 05 We e Stollwercksche Chocoladen. Sachgomässe, durch die nonesten maschinellen Eründungen verbesserte Fabrikationsmethode und Verwendung von nur gutom und bestem Rohmatorial sichern don Consumenton von Stollwerck'schen Chocoladen- und Cacao-Präparaten ein ompfohlonswortios, der Angabo der Ritikotte ertzrgglagdes Fabrikat, dessen Vorzüglichkeit durch 26 Hotund durch 32 Ehren-Diplome, goldene, silberne etc. Medaillen auerkannt ist. Eschei-Verkauf. Samstag den 30. dss. Mts. morgens 11 Uhr sollen die unter Kirchhundem an der Chaussee lagernden 30 Stück sehr schöne Eschen, meistbietend gegen gleich bare Zahlung an Ort und Stelle verkauft werden. Würdinghausen, den 23. Nov. 1889. Die Wegebau-Commission. I. V. H. Liese. 15 Mark Belohnung. Das unberechtigte Betreten meiner Helzenwiese untersage ich hiermit wiederholt und sichere ich demjenigen eine Belohnung von 15 Mark zu, der mir eine Person, welche die Wiese widerrechtlich betritt, so zur Anzeige bringt, daß dieselbe gerichtlich belangt werden kann. Joh. Pet. Müller, Schlade. In den Tagen, da wir das Fest unserer thüringischen Landesmutter und lieben Patronin St. Elisabeth begehen, wende ich mich noch einmal an alle deutschen Katholiken mit der Bitte, um einen Banstein für unsere Kirche. Unter Gottes Beistand haben wir im Sommer einen großen Teil des Kirchleins aufgerichtet. Unsere Mittel sind hierdurch erschöpft. Wie sollen wir weiter bauen? Katholiken Deutschlands! Denkt an unser Vorhaben! Helfet uns, liebe Christen, zur Vollendung des Gotteshauses! Welch' ein süßes Gefühl, seine Gabe der Ehre Gottes zu weihen! Welch' ein tröstliches Bewußtsein, den lieben Gott sich dadurch zum Schuldner zu machen! Gott ist ein getreuer Zahler, der auch ohne Mahnung zur rechten Zeit die Zinsen giebt. Deutsche Katholiken, Helfet uns weiter bauen! Besser, wenig geben, als gar nichts! Aus vielen kleinen Gaben wird unser Kirchlein gebaut. Jede Gabe in Postanweisung oder Briefmarkn ist uns angenehm. Gott segne dich, lieber Leser! Weimar, Thüringen. Diechpasch Nie Uice Kalih gerne bereit, milde Gaben entgegen zu uchmen. In vergangener Nacht 12¼ 8 Uhr entschlief nach Gottes # heiligem Willen meineinnigst geliebte Frau, unsere liebe gute Mutter Maria Neuhaus 1 geb. B· ohries### nach mehrmonatlicher Krank# heit, wiederholt mit den hell. * Sterbesakramenten, im 59. Lebensjahre. Die Seele der Entschlafenen empfehlen angelegentlich dem * Gebete der Priester und Gläubigen. dem, 23. Nov. 1889. Die Trauernden Hinterbliebenen. F W. Spickermann, Siegen, Markt 46. Fabrik und Lager chirurgischer Instrumente. Künstl. Arme. Beine, Bruchbandagen. Apparale zur Beförderung eines normalen Körperbaues, wie: Gradehalter, Corsetts 2c. Sämmtliche Artikel zur Krankenpflege. Electrisitrrraschinen, Perspective, Fexurohre, Hapen, Kyorg, meter, Baromeler, Thermometer, küuftl. Augen Ilulein4i e# versguf, von Rodenstack's neuen, gerbesserten, Sxillen. MEh W Tpaen, ger Bandagen und Brinen auf Grund #erkguf, von Rodenstogk's neuen verhesserren A#, unpassen, der Bandagen und Brislen auf Grund ngjahriger Erfahrung und vermittelst geeigneter Apparate. Neues Bravourstück ersten Ranges Bei der großen Kaiser=Parade in Dresden von beiden Majestäten Kaiser Wilhelm und König Albert Da Capo verlangt! „Ich bete an die Macht der Liebe“. Altrussisches Kirchenlied(Kosackenmelodie) für Klavier zu 2 Händen Op. 633. von F. Friedrich. Preis 75 Pfg. Gegen Einsendung des Betrages sende ich franko. P. J. Tonger in Schilmttnachung die Beschädigung der Telegraphen=Anlagen betreffend. Die Reichs=Telegraphenlinien sind häufig vorsätzlichen oder fahrlässigen Beschädigungen, namentlich durch Zertrümmerung der Isolatoren mittels Steinwürfen 2c. ausgesetzt. Da durch diesen Unfug die Benutzung der Telegraphenanstalten verhindert oder gestört wird, so wird hierdurch auf die durch das Strafgesetzbuch für das deuische Reich festgesetzten Strafen wegen dergleichen Beschädigungen aufmerksam gemacht. Gleichzeitig wird bemerkt, daß demjenigen, welcher die Thäter vorsätzlicher oder fahrlässiger Beschädigungen der Telegraphenanlagen derart ermittelt und zur Anzeige bringt, daß die Thäter zum Ersatze„Erdzur Strafe gezogen werden können, Belohnungen bis zur Höhe von 15 Mark in jedem einzelnen Falle aus der Postkasse werden gezahlt werden. Diese Belohnungen werden auch dann bewilligt werden, wenn die Schuldigen wegen jugendlichen Alters oder wegen sonstiger persönlicher Gründe gesetzlich nicht haben bestraft oder zum Ersatze herangezogen werden können; desgleichen wenn die Beschädigungen noch nicht wirklich ausgeführt, sondern durch rechtzeitiges Einschreiten der zu belohnenden Person verhindert worden ist, der gegen die Telegraphenanlage verübte Unfug aber soweit feststeht, bob Die Bestimnmungen in dem Strafgesetzbuche für das denische Reich § 317. Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Telegraphenanstalt vorsätzlich Handlungen begeht, welche die Benntzung dieser Anstalt verhindern oder stören, wird mit Gefängnis von einem Monat bis zu drei bod oz 318. Wer gegen eine zu öffentlichen Zwecken dienende Telegraphenanstalt fahrlässiger Weise Handlungen begeht, welche die Venntzung dieser Anstalt verhindern oder stören, wird mit Gefäugnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft. bensberg, 1., Jo, 199, Derx Kaiseliche Ober=Postdirektor: gez. Christkindlein hilf! Um Beihülfe zur Schuldenzahlung der hiesigen Misstonsstation bittet um des Christkindleins willen der ergebeust Unterzeichnete. Täglich beten wir in unserer Muttergotteskirche drei„Ave Maria“ für die Wohlthäter und gedenke ich ihrer beim heil. Meßopfer, welches ich am Feste Maria Opferung(24. Nov.), der unbefleckten Empfängnis(8. Dezbr.) und in der Christnacht wieder besonders für die Wohlthäter aufopfern weide. Also säumet nicht, uns zu helfen! Northeim,(Hannover), im Nov. 1889. Pagel, Pastor. Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts zu Olpe. Maria Gossen Wilh. Ruegenberg Bdodesberg. Olpe, 8 H im Novombor 1880. Geleg„* kauf! Manse=Fallen aus verzinktem Drahtgeflecht— nicht rostend— giebt in Posten billig ab Nin. Bornheim, Mülhelm(Rhein.) Bei der unter Nro. 146 des Gesellschafts=Registers eingetragenen Gesellschaft: Zinnentroper Hutte, Aktien=Geseuschaft zu Finnentrop ist am 30. Oktober 1889 Folgendes vermerkt worden: In der am 13. August 1887 abgehaltenen Generalversammlung ist der Gewerke Heinrich Fuchs aus Tiefenbach au Stelle des verstorbenen August Fuchs als Aufsichtsratsmitglied gewählt. A##. und bas alan Kranthaten das Gegags. AA vortreftlich wirkeng bei allon nrankneien des magens. vorwennen Wirkend ber unon Mahnnenen des magene. Unübertrossen bei Appetttlosigkeit, Schwäche des Magens, übelriechendem Atbem, Blähung, saurem Aufstoßen, Kolik, Magenkatarrb, Sodbrennen, Bildung von Sand und Gries, übermäßiger Schleimproduction, Gelbsucht, Elel und Erbrechen, Zepschuen (fals er vom Magen herrührte, Magenkrampf, Hartle###n oder Verstopfung, Ueberladen des Magens mit Speisen u. Getränken, Würmer=, Milz=, Leber= u. Hämorrhoidalleiden.— Preis à Flasche sammt Gebrauchsanmeisung 80 Pf., Doppelstasche Mk. 1.40. ## Centr.=Vers. durch Apoth. Carl Brady, Kremsler(Mähren). Schutzmarke. Mariazeller hopfung und Hartlelbigkelt angeng e berez gisgangse a.schgeshit Bfalk ac 43 9.* 49#, obige Schomgege und auf die untersariteh Abrahreilien, C. Drady, Kromstor.— Preis per Sche P. Die Marioigige Bozighentri#eguf## eschee Abführpillen Hue, Heing, Gehelmmlttol, die Vorschrh, i auf jeder Die Mariazeller Magentropsen und Martezeller Abführpillen sind echt zu haben in Das älteste und größte Celtsererng William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnahme (nicht unter 10 Pfd.) gute neue Bettfedern für 60 Pfg. d. Pfd. vorzüglich gute Sorte Mk. 1,25. Prima Halbdaunen nur M. 1,60, und M. 2, reiner Flaum nur M. 2,50 und Mk. 3. Bei Abnahme von 60 Pfd. 5 pCt. Rabatt. Umtansch gestattet. Prima Inlettstoff zu einem großen Bett(Decke, Unterbett, Kissen u. Pfühl zusammen für nur 14 M. Im Wege der Zwangsvollstrekkung sollen die im Grundbuche von Bleche, Band 5 Blatt 34, auf den Namen des Steinhauers Heinrich Hunbt in Wegerinhausen auf Grund der Auflassung vom 21. Dez.1888 eingetragene ein Fünftel Anteil an den Grundstücken: Flur 8 Nro. 29. 34. 37. 46. 17. 224. 609/261. 275. Flur 4 Nro. 153. 171. Flur 7 Nr. 83. Flur 8 Nr. 249. 604/257. 607/259. Flur 9 Nro. 192 und 463/261 der Steuergemeinde Bleche am 10. Febeuar Ist. Is. vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gericht— an Gerichtsstelle, Zimmer 17— versteigert werden. Die Gaundstücke sino mit 3,75 Mk. Reinertrag u einer Fläche von 7 Hekt. 26 Ar 80 □M. zur Grundsteuer verevlagt..: Tinemane Auszug aus der Steuerroue, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblattes, etwaige Abschätzungen und andere die Grundstücke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberet, Abtielung 3, eingesehen werden. 6= Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Ve. steigerungsvermerks nicht heivorging. insbesondere derartige Feiderungen von Kapttol, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteiger ungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betrelbende Stäubiger widerspricht, dem Gerichte gloubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des ge Gebots nicht berücksichtigt werden undbei Vertetlung des Kaufgeldes, gegen die begücksichtigten Arsprüche im Range zurück reten.(6m 5 Diejenigen, welche das Eigenum des zu versteigernden Anteiles der Grundstücke veanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungetermins die Einstellung des Verfahrers berbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks t#llt. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlages soll am 14. Februar 1890 vormittags 11 Uhr an Gerichtsstelle verkündet werden. Olpe, den 11. Nov. 1889. Königl. Amtsgericht. Die seit Jahren mit bestem Erfelge bei Stuhlverstopfung und Hartlelbigkeit angewendeten Pillen den jett vielfach nachgeahmt. Man achte dayer auf chrift des Apotbekers er Schachtel 50 Pf. P eesrer:. Die MarsazgiggRggentropfen und, die Mariazeller Telshtel-ssnn 910 jeder Gich,und führpillen sind echt zu Olpe: in der Apotheke; in Elspe: Ap. A. Küppers; in Attendorn: Ap. E. pfeiffer; in gaosbach: Ap. Themann. Am Samstag den 30. Novbr. halte ich mit einer großen Auswahl Schweine bei Herrn Zeppenfeld in Olpe und lade Käufer freundl. ein. Dissmann. Prima houst. holander Käse, Centner Mark 28.— ab hier. Probepostkollt ca. 0½ Pfd. Mk. 3.80 franko dort gegen Nachnahme empfiehlt Claus Mohr, Nortorf(Holstein.) Vor längerer Zeit ist auf dem Wege von Olpe nach Ronnewinkel ein Gebetbuch gefunden. Der Eigentümer kann dasselbe gegen Erstattung der Unkosten in der Exped. d. Bl. in Empfang nehmen. Das Anführen Tannenstämme will ich vergeben; auch kann das Fällen mit übernomReflektierende wollen sich baldigst Siegen. Heiur. Feindler. Haushalt=Seife Neueste Frucht=Preise, 22. Nov. vom Neußer Fruchtmarkt. Frische Wellenbutter, per Pfd. 1,20 M., frische Eier empfiehlt Jos. Filzhüte für Herren& Knaben in den neuesten Fagous zu 2,50, 8,—, 8,50, 4,—, 4,50 5.— Mark 2c. 2c. Jagd= und Knaben=Mützen, ferner französische Lederholzschuhe, Filzschuhe, Regenschirme, Unterhosen, Unterjacken u großer Auswaht uu bun bur=ier Hersiten. amst, Freitag den 29. Nov. halte ich mit einer schönen Partie Schweine bei Gastwirt Hundt in Attendorn und lade Kaufliebhaber freundl. ein. Dißmann. Christbaumkonfekt (delikat im Geschmack und reizende Neuheiten für den Wethnachtsbaum) 1 Kiste enthält c. 440 Stück, versende gegen 3 Mark Nachnahme. Kiste n. Verpackung berechnenicht. Wiederverkäufern sehr Hugo Wiese, Dresden, Pillnitzerstr. 475. Weizen, Landroggen, 100 do. 2. do. 1. do. 2. do do. do. do. do. 500 Kilo ha. Gerste Buchweizen Hafer, alter do. neuer Kartoffeln Heu Roggenstroh, 90. Aveel(Rüvsen) 100 Rüböl pr. 100 Kilo in Par tien von 100 Ctr. Rüböl pr. 100 Kilo faßwv. Preßkuchen pr. 1000 Kilo. Kleien pr. 50 Kllo M. 19.00 " 18.00 „ 16,00 „ 15,00 „ 00,00 „ 15,00 " 15.00 „ 14.00 „ 6,00 „ 25,00 „ 18.00 „ 80.00 „ 31.50 „ 74,00 „ 75,.50 „ 1 2 4, 0 0 „ 4.60 Druck von Th. Mietens in Olpe.