1889. Erscheint am Mittwoch und Samstag und kommt bereits Dienstags und Freitags nachmittags zur Ausgabe. Abonnementspreis, vierteljährlich 1 Mrk. 20 1 Mr. 25 Pf., mit Kagebfaerte Sonmblatt 25 Pf. mehr. Anzeiger für das Sauerland und speziell für den Kreis Olpe. Anzeigegebühr: 10 Pfg. für die einspaltige Petit=Zeile oder deren Raum, unter 4 Zeilen 40 Pfg.; Reklamen 25 Pfg. die Zeile. Die Besorgung von Briefen und Annahme von Adressen wird mit 25 Pfg. berechnet. Verantwortlicher Redakteur: Gottfried Ruegenberg. Verlag der Ruegenberg'schen Buchhandlung in Olpe. ∆ Olpe, den 14. November 1889. Die Generaldebatte über das Socialistengesetz ist mit der nötigen dramatischen Belebung im deutschen Reichstage in Scene gegangen, ohne jedoch die Erwartungen zu erfüllun, welche man an die Besprechung einer so folgenschweren Entscheidung geknüpft hatte. Sie hat die Stellung der einzelnen Parteien zu der Umänderung und Verewigung des Gesetzes nicht recht klar gestellt. Man hat den Eindruck gewonnen, daß die Cartellparteien, in deren Hand die Entscheidung ruht, noch selbst nicht recht wissen, was sie thun sollen, und die Discussion drängt uns die Ansicht auf, daß von einer Ablehnung des Gesetzes wohl nicht die Rede sein wird, aber wahrscheinlich auch nicht von einer Bewilligung auf ewige Zeiten. Die Nationalliberalen haben sehr lange Reden gehalten und ihr Hauptwortführer v. Cuny wußte zu beweisen, daß etwas gegen die Umsturzparteien gethan werden müßte; aber diese Vorlage müßte mit allem Ernste in einer großen Commission geprüft werden. So klug sind auch andere Leute, und wenn all diese Weisheit nur dazu dienen sollte, die wahren Absichten jener Leute zu maskieren, so sagte es ihnen der Socialdemokrat Singer ins Gesicht, daß die Nationalliberalen doch bereit sein würden, über den Stock zu springen, wenn sie nicht wieder an die Wand gedrückt sein wollten, daß sie„quietschten". Herr Reichenspergrr hat das Land über die Ansicht des Centrums nicht im Zweifel gelassen. Er sprach sich gegen die Vorlage aus und zwar trefflicher Begründung. Das Socialistengesetz habe seinen Zweck nicht erreicht. Es hemme die bürgerliche Freiheit und schädige die Arbeiter, welche der Socialdemokratie nicht angehörten. Man müsse durch kirchliche Gesinnung, Neligion und Hebung der Gesittung die Socialdemokratie zu bekämpfen suchen, mit polizeilichen Maßregeln allein werde man nichts erreichen. Und mit Ausnahme der Cartellbrüder bekannten die anderen Parteien offen ihren ablehnenden Standpunkt gegen die Verewigung des Socialistengesetzes. Aber jene haben die Mehrheit, und letztere standen unter dem drückenden Gefühl, was nutzt hier alles Reden, alle Gründe, es kommt doch, wie es kommen soll. Die Debatten selbst waren sehr lebhaft bewegt, und die Socialdemokraten wußten in den glühendsten Farben zu schildern, wie viel Unrecht, welche Unbilden ihnen durch das Gesetz zugefügt worden seien. Die Herren Minister Herrfurth und Bötticher suchten die Angriffe zu parieren, ob es ihnen immer gelang, alle Klagen über polizeiliche Uebergriffe zu entkräften, wollen wir dahingestellt sein lassen. Was die Eommission aus der Vorlage machen wird, bleibt abzuwarten. Von den übrigen Verhandlungen des Reichstages wollen wir uns mit dem Bankgesetze nicht weiter beschäftigen. Montag diskutierte man über die freisinnigen Anträge auf Abänderung der Militärstrafprozeß=Ordnung und über die Mittel zur Sicherung der Wahlfreiheit, aber man kam zu keinem Resultat, denn das Haus war nicht beschlußfähig. Dienstag begann der Reichstag die zweite Lesung des Etats. Im Uebrigen war alles Interesse der jüngsten Zeit auf die große Reise unseres Kaisers und seiner Gemahlin gerichtet, die mit einem abermaligen Gedankenaustausch der verbündeten Monarchen ihren glücklichen Abschluß gefunden hat. Die Aufnahme des Kaiserpaares am Hofe des Sultans war über alle Beschreibung großartig, und man hatte eine wahrhaft orientalische Pracht entfaltet, die unendliche Summen verschlungen hat. Aber die arme Türkei hat's ja, es ist ja da! Sollte sich doch auch die Kaiserin vom Sultan ein Diamant=Diadem von 600,000 Mark„gefallen" lassen, was sie aber aus Gründen nachträglich abgelehnt hat. Der Kaiser selbst muß von seiner Reise äußerst befriedigt gewesen sein, wie aus den Telegrammen an den Fürsten Bismarck hervorgeht, in denen er den Aufenthalt am Goldenen Horn einen berauschenden Traum nannte. Uebrigens ist der rege telegraphische Verkehr des Kaisers mit seinem ersten Ratgeber während der ganzen Reise als Zeichen besonderer Huld und Anerkennung für den greisen Reichskanzler nicht unbemerkt geblieben. Ende voriger Woche traten die hohen Herrschaften nach herzlichem Abschiede von dem Großsultan die Heimreise an, jedoch nicht, ohne auf der Rückreise mit dem Könige von Italien und dem Kaiser von Oesterreich noch eine Zusammenkunft zu haben. Dienstag war der Kaiser Gast des Königs Humbert in Monza, wird heute sodann eine persönliche freundschaftliche Begegnung unseres Monarchen mit dem Kaiser von Oesterreich in Innsbruck stattfinden, die keinen politischen Hintergrund haben soll. Aber der Besuch des Ministers Kalnoky in Friedrichsruh, der Aufenthalt des Grafen Bismarck in Pesth und Wien, sowie die Kaiserbegegnungen sind doch diplomatische Vorgänge, die sich seit dem Besuche des russischen Zaren in Berlin abspielen, aber in ihrer Ursache noch nicht klar vor den Augen der politischen Welt liegen. Zumal dem Aufenthalte des Grafen Bismarck in Pesth wird in diplomatischen Kreisen besondere Wichtigkeit beigelegt; worin sie aber bestehen soll, mögen die Götter wissen! Die Regierung hat über die Vorgänge und Kämpfe des Hauptmanns Wißmann an der ostafrikanischen Küste ein Weißbuch veröffentlicht, doch erfährt man daraus nicht viel mehr, als was durch die Presse bereits bekannt war. In der Budgetkommission legte die Regierung die Forderungen und Wünsche dar, die für unsere kolonialpolitischen Bestrebungen noch von Bedeutung sind, und wir hören, daß für den ostafrikanischen Feldzug Wißmanns wieder etwa 2 Millionen erforderlich sind. Daß es in den dortigen Gegenden noch lange nicht geheuer ist, das hat leider das traurige Ende der Expedition Dr. Peters zum Entsatze Emin Paschas bewiesen: Der mutige Reisende ist mit seiner Schar von den Eingeborenen niedergemetzelt worden, und dieser tragische Ausgang hat überall in Deutschland lebhafte Teilnahme erweckt. Wir haben thatsächlich bisher mit unseren Unternehmungen in anderen Weltteilen wenig Segen und Glück gehabt. Wißmann bereitet sich auch wieder auf neue Kämpfe vor. In Köln findet demnächst wieder eine Antisklaverei=Versammlung statt, der man mit Interesse entgegensieht und von der man einen neuen kräftigen Antrieb zur Unterdrückung des unwürdigen Menschenhandels erwartet. Das Centrum läßt es au Eifer nicht fehlen, wo es gilt, die Ruinen des Culturkampfes zu befeitigen. Außer dem Antrage auf Aufhebung des Expatriierungsgesetzes hat es einen solchen auf Befreiung der Theologen vom Militärdienst eingebracht. Wenn die angehenden Geistlichen im Kriege das Vaterland nicht mit den Waffen zu verteidigen brauchen, so ist es auch wenig zweckmäßig, daß sie eine militärische„Ausbildung" erhalten sollen. Ob die Cartellbrüder derselben Ansicht sind, muß man bei ihrer Art„Patriotismus" billig bezweifeln. Die Katholiken in der baierischen Kammer haben bei der Debatte über die beantragte Aufhebung der königlichen Genehmigung in Glaubenssachen ihrem Herzen einmal gründlich Luft gemacht. Aber Minister v. Lutz erwiderte„kühl bis an die Brust hinan", die Einrichtung sei ein Teil der Verfassung, und darauf könne er als „verfassungstreuer Mann“ nicht verzichten. Im Culturkampfe sind wir stets an solche Reden gewohnt gewesen, und doch hat die Verfassung oft genug nicht Kraft genug besessen, dem berechtigten Sturm auf die kirchenfeindliche Einrichtung Widerstand zu leisten. Die Liberalen sekundierten dem Minister und nach stürmischer Debatte fand der Antrag doch eine Mehrheit, mit 81 gegen 78 Stimmen. Wir sind gespannt, was der Reichsrat thun wird, der nun über den Antrag Beschluß fassen muß. Mittwoch stand der Antrag auf Rückberufung der Redemptoristen auf der Tagesordnung. Im böhmischen Landtage geht es stürmisch her und über die Adreßdebatte hat man sich fast mit den Köpfen gekriegt. Die Jungtschechen witten und wühlen, und der Klassen= und Racenhaß scheint sich immer mehr zu verschärfen.— Im österreichischen Landtage ist ein Antrag auf Einführung der confessionellen Schule abgelehnt worden, und die Aussichten auf Erreichung dieses Zieles scheinen wieder in die Ferne gerückt. In Frankreich ist am 6. November die Ausstellung mit einem großen Feste geschlossen worden. Möge es sich nun auch bewahrheiten, was die Franzosen bei jeder Gelegenheit betont haben, die Ausstellung sei ein Friedensbild, ein Zeichen der friedlichen Arbeit und Bestrebungen der Republik. Die Kammer beginnt heute wieder ihre Arbeiten und alle Welt ist neugierig, ob ein neuer Geist mit den Neuwahlen in die französische Volksvertretung eingezogen ist, ob die Regierung denn endlich mit den Deputierten fertig wird. Man liest noch immer von der Absicht einzelner Minister zurückzutreten, und vielleicht wird das ganze Cabinet nicht in die neugeschaffene Lage hineinpassen. Der Marineminister Kranz hat bereits seine Demission gegeben, und zurücktreten müssen. Das wird sich ja bald zeigen.— Boulanger hat auf seiner Verbannungsinsel einen Cengreß seiner Getreuen abgehalten— sonst hört man nicht viel mehr von ihm. Die Boulangisten aber wühlten in den letzten Tagen, um einen Streich gegen die Regierung auszuführen, die deshalb Vorsichtsmaßregeln anwandte, so daß ein Skandal nicht zum Ausbruch kommen konnte. Im Kohlenrevier im Norden Frankreichs sieht es bös aus. Der Strike hat sich weiter verschärft, selbst Weiber mischen sich hinein und dann ist es gewöhnlich schlimm. Polizei und Militär haben schon wiederholt eingreifen müssen. In London gährt es unter den Schiffsarbeitern auch noch fort, und wenn die Arbeiter an einem Ende beruhigt und befriedigt sind, bricht der Ausstand an einem andern wieber aus.— Die Lebensaufgabe des alten Gladstone, Irland mehr Freiheit und Selbständigkeit zu geben, wird im Lande immer mehr gewürdigt, wie die Wahlen zeigen. Sein Streben hat ihm zwar den Ministerposten gekostet, aber das Volk läßt ihm jetzt mehr Gerechtigkeit wiederfahren. — Der Prinz von Wales hat von den Hochzeitsfeierlichkeiten in Athen einen Abstecher hinüber nach Egypten gemacht und dort Paraden und Empfänge abgehalten wie der Souverain des Landes. Der französische Botschafter hielt sich fern und die Franzosen ärgert es furchtbar, daß England offen zeige, daß Egypten für die Engländer sei. Der Fürst von Bulgarien hat mit einer famosen Thronrede die Volksvertretung eröffnet und auf die friedliche Entwickelung Bulgariens hingewiesen. Besonders pochte er auf das Wohlwollen eines„weisen mannhaften“ Monarchen, den Kaiser von Oesterreich nämlich, mit dem er ja durch die Heirat der Nichte der Kaiserin, Prinzessin v. Alengon, in verwandtschaftliche Beziehung zu treten gedenkt. Der russische Zar soll zu dem Heiratsproject erklärt haben, es sei ihm ganz gleich, was man in Bugarien treibe, ob man sich heirate, oder sich— schlage.— König Milan ist nach Berlin gereist, Der Irrenarzt. 30.(Fortsetzung.) France schien ihn nicht zu hören.„Wer mag uns damals belauscht haben?“ murmelte sie halblaut vor sich hin.„Joses Diener war außer dem Hause, den ganzeu Tag über; er hatte sich einen Urlaub erbeten, um seine Eltern auf dem Lande zu besuchen; mein Mädchen befand sich in der Küche— ich erinnere mich, daß ich mich über ihr lärmendes Herumhantieren mit den Töpfen ärgerte.— und überdies— sie ist halb taub, sie konnte ein halblaut geführtes Gespräch nicht belauschen. Es bleibt nur—!“ Sie stockte und rang wie von einem ängstlichen Gedanken überwältigt, ihre Hände.„Jose!" hauchte sie kaum vernehmbar.„O Gott, es bleibt nur Jose!“ „Dein Mitschuldiger, Dein Helfeshelfer!“ knirschte der Fürst. „Wer weiß, wie viele Du schon betrogen und ausgeplündert hast, Du würdige Schwester eines bekannten Falschspielers!" France richtete sich mit einer ruhigen, fast stolzen Gebärde vom Boden auf.„Du willst mich quälen, in den Staub treten, vernichten, Ivan!“ sagte sie.„Und ich weiß es, warum, ich verzeihe einem Irrtum befangen bist. Wir sind doppelt strenge gegen ein Wesen, welches wir früher geliebt und hochgehalten haben. Wir lassen es ihm entgelten, daß wir uns in ihm getäuscht zu haben glauben. Unser Schmerz wird zum unerbittlichen Zorne und keine Schmähung scheint uns hinreichend, das schon in den Staub gestürzte Ideal noch mehr zu besudeln. Ich verlange keinen Glauben an meine Unschuld mehr von Dir, denn Du hast recht, ich selber zeugte in thörichter Uebereilung gegen mich. Ich fordere nur die nötige Zeit von Dir, um zu versuchen, ob ich Dir meine Schuldlosigkeit nicht beweisen kann.“ # Du willst mir entrinnen, Du willst mit Deinem unwürdigen Bruder entfliehen!“ sagte er bitter. „Nein, Du magst das Haus bewachen lassen, Ivan. Ich werde dasselbe nicht verlassen, bis Du wieder zurückkehrst, um zu hören, ob mir mein Rettungsversuch gelungen ist oder nicht!“ „Und welche Frist verlangst Du?“ „Nicht mehr als zwei Stunden!" „Könnte ich nicht hier bleiben und sehen was Du unternimmst?“ „Nein, denn dann wäre ich gelähmt. Dann vermöchte ich nichts mehr zu meiner Rettung zu thun!“ „Gut denn, ich gehe! Aber hoffe nicht, mich nochmals betrügen zu können. Ich selber werde dieses Haus im Auge behalten. Du (annst und sollst mir nicht entschlüpfen.“ „Ich denke nicht an Flucht!“ sagte France in trübem resigniertem Tone.„Denn wenn es mir nicht gelingen sollte, Dich von meiner Unschuld zu überzeugen, dann bleibt mir keine andere Hoffnung als der Tod.“ „Fürst Ivan warf nun doch noch einen prüfenden Blick auf das Mädchen, ehe er das Zimmer verließ. Ihr Ton hatte etwas so einfaches und wahres, dessen Einfluß er sich nicht ganz zu entziehen vermochte.„Ich wünschte, daß ich Dir glauben könnte!“ sagte er beinahe weich.„O France, Du hast die Achtung vor der Menschheit in mir zerstört, Du hast mein Lebensglück vernichtet!“ France streckte verzweiflungsvoll die Arme nach ihm aus, ein konvulsivisches Schluchzen krampfte ihr den Busen zusammen. Er machte eine abwehrende Bewegung gegen sie und verließ das Gemach. France blieb aufrecht stehen, eine starre Ruhe hatte sich ihres ganzen Wesens bemächtigt.„Nun zu ihm— nun zu Jose!“ sagte sie mit lauter, metallisch harter Stimme. Sie trat an ihren Schreibtisch, nahm ein Papier aus einem Fache desselben und verfügte sich in das Arbeitszimmer ihres Bruders. Sie wußte, daß Jose während ihrer Unterreduug mit dem Fürsten nach Hause gekommen war, sie hatte seinen Schritt im Vorzimmer vernommen. Warum war er nicht eingetreten bei ihr, seiner Gewohnheit gemäß? Nur die bleiche Furcht, daß sein Verbrechen entdeckt worden sei, konnte ihn davon zurückgehalten haben. Ehe France an die Thüre des Arbeitszimmers klopfte, legte sie beschwichtigend die Hand auf ihr ungestüm klopfendes Herz. Sie hatte keinen Zweifel mehr über die Schuld ihres Bruders, sie hoffte von ihm ein Geständnis und die Rückgabe des geraubten Geldes zu erpressen. Aber sie wußte auch, daß sie einem schweren und gefährlichen Kampfe entgegenging. Sie wußte ja, daß Jose versuchen würde, sie zu zertreten, wenn sie ihm angreifend und hindernd in den Weg trat. Endlich raffte sie doch all ihren Mut zusammen und begehrte Einlaß. „Herein!" rief Joses Stimme. France drückte auf die Klinke. Die Thüre war von innen verschlossen.„Oeffne, Jose!“ rief sie dringend. Er gehorchte fast augenblicklich. „Ich hatte vergessen, daß die Thüre versperrt ist!“ entschuldigte er sich.„Ich wollte bei einigen wichtigen Rechnungen nicht gestört sein, die ich im Dienste eines Advokaten übernommen habe! Aber was verschafft mir das unverhoffte Vergnügen Deines Besuches? Und nun sehe ich's erst, France, Du bist bleich und verstört, was ist vorgefallen?“ „Wer gab Dir das Recht, in meinem Namen einen Wechsel von zehntausend Franken von dem Fürsten Ivan zu verlangen und dann noch dazu die Ziffer durch eine Fälschung auf hunderttausend Franken zu erhöhen?“ rief das junge Mädchen unvermittelt. Aber ihre plötzliche Anklage brachte nicht die mindeste Wirkung auf Jose hervor. Er war ja für den Eintritt der Katastrophe gerüstet seit mehreren Tagen. „Schwester, Du bist nicht bei Sinnen?“ sagte er kaltblütig. „Hast Du einen aufregenden Roman gelesen? Gehe mache Dir ein Brausepulver zurecht, um Deine erhitzte Phantasie zu beruhigen.“ „Es steht Dir gut an, mich auch noch zu verhöhnen!“ entgegnete sie mir ruhiger Würde.„Aber denke nicht, daß ich mich Deinen hohlen Phrasen begnüge. Höre, was ich von Dir verlangt. Du wirst mir ein schriftliches Geständnis ausstellen, daß Du sowohl die Handschrift des an den Fürsten gerichteten Briefes nachgeahmt, als auch die Ziffer des Wechsels gefälscht hast.“ „Nur?“ fragte er.„Kommt sonst kein kleines Verlangen mehr?“ „Gehorche!“ sagte sie, ungeduldig mit dem Fuße stampfend. „Und wenn ich mich weigern würde, Schwesterchen?" „Dann würde ich dieses Papier vor die Gerichte tragen!“ sagte das junge Mädchen kalt.„Zurück mit Deiner Hand! Ich will Dir den Inhalt vorlesen, ohne daß Du Dich zu bemühen brauchst. Also höre:„Lieber Jose! Die gewisse Augelegenheit beginnt bedenklich zu werden. A. N. war heute bei dem Bankier. Es gab Erklärungen und eine aufregende Szene. A. N. will morgen Schritte thun. Der Wechsel ist in seiner Hand. Man muß ihn hindern. Mein Entschluß ist gefaßt. Er oder wir. Hrute Nacht werde ich uns den ruhigen Schlaf wiedergeben. Ich kann nicht zu Dir wegen Vorbereitungen und um keinen Verdacht zu erwecken. Dein Freund P. L.“ Ein Wutschrei entrang sich Jose's Lippen. „Wie ist dieses Papier in Deine Hände gekommen, Francez“ „Du hast es in einer Lade Deines Schreibtisches vergessen. Ich nahm es an mich, wußte es aber nie zu deuten. Heute ist mir der Sinn mit schrecklicher Klarheit aufgegangen. Die wider den Fürsten begangene Fälschung ist nicht Dein erstes Verbrechen. O, es fällt mir wie Schuppen von den Augen. Deshalb führtest Du mir Deine Bekanntschaften zu! Deshalb mußte ich Albumblätter von ihnen verlangen! Und ich errate noch mehr. Eines Morgens kam ein schöner, junger Mann zu uns mit Namen Albert Noir—“ Jose ließ seine Schwester nicht endigen. Wie ein Tiger sprang er auf sie zu und preßte seine große, kräftige Hand auf ihren Mund. (Fortsetzung folgt.) wahrscheinlich, um den Verkeher seines Sohnes mit der Exkönigin Natalie zu regeln. Ob's ihm gelingt? Politische Uebersicht. Mecklenburg durch die großherzoglichen Commissarien in Sternberg eröffnet. — In Deutschostafrika kann Hauptmann Wißmann auf neue Erfolge blicken. Die von ihm nach den Küstenlandschaften Usegua und Usambara entsandten Streifkorps zerstörten daselbst nach varhergegangener Erstürmung ein befestigtes Lager der feindlichen Araber und zersprengten die feindlichen Banden. Die Beruhigung der Deutsches Reich. Die Reise Kaiser Wilhelms nach Italien und der Balkanhalbinsel hat noch kurz vor ihrer Beendigung mit der Zusammenkunft des erlauchten Herrschers und des Kaisers Franz genannten Küstenlandschaften nimmt nach den Berichten Wißmanns Joseph in der Hauptstadt Throls ein Ereignis gezeitigt, dessen frie= einen günstigen Verlauf. Ueber die angekündigte Annäherung Emin dekündende Bedeutung man allseitig anerkennt. Dieselbe tritt um so Pascha's und Stauley's an das deutsche Schutzgebiet sind in den letzmehr hervor, als dem Wiedersehen der beiden befreundeten Monar= ten Tagen keine weiteren Nachrichten eingegangen. chen der nochmalige Besuch des deutschen Kaisers beim König von— Die vielfach angezweifelte Nachricht von dem tragischen Italien unmittelbar vorangegangen ist, während außerdem auch die Geschick des Afrikareisenden Dr. Peters scheint sich leider doch Friedrichsruher Begegnung zwischen dem Grafen Kalnoky und des zu bestätigen. Wenigstens sind der englischen Regierung Mitteilungen Fürst Bismarck dem Kaisertage von Innsbruck zur überaus men Folie dient. Mit Recht hebt denn auch das Wiener denblatt“ in einem längeren, diesen Fürsten= und Diplomatenbegeg= Gesterreich=Ungarn. Die Meldung einiger Blätter, daß nungen gewiducten Artikel hervor, daß dieselben nur dazu dienen(Graf Kalnoth, welcher sich von Wien nach Pesth an das kaiserliche könnten, die Friedenshoffnungen der Völter Europas aufs Neue zu Hoflager begeben hatte, seinen Sonverän nach Innsbruck begleiten stärten und zu Festigen,„Besonders, bemerkenswert ist bei diesen Aus= werde, findet keine Bestätigung. Vielnehr gedenkt der österreichische zu bestätigen. Wenigstens sind der englischen Regierung wirksa= aus Zanzibar zugegangen, wonach die Niedermetzelung des Dr. Peters „Frem= und seiner Gefährten nicht länger zu bezweifeln sein soll. abgelehnt.— Die jüngste Grenzaffaire zwischen Bulgarien und Serbien gilt als politisch völlig belanglos und wird sie ihre Erledigung durch die gewöhnlichen Gerichte finden. Griechenland. In der griechischen Deputiertenkammer haben in den letzten Tagen scharfe Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und der Regierung über die kretensische Frage stattgefunden. Der Ministerpräsident Trikupis erklärte schließlich, die griechische Regierung könne den Kretensern angesichts der gegenwärtigen europätschen Lage nur zur Mäßigung raten. führungen des Wiener Regierungsblattes der Hinweis auf den Gegenbesuch des Zaren in Berlin, der dem„Fremdenblatt" zusolge den Ministerbesprechungen von Friedrichsruh offenbar zum Untergrunde gedient hat und darf man jedenfalls nunmehr annehmen, Daß die Politik des Zaren in Bezug auf die Balkaufrage mit derjenigen des Dreibundes mehr und mehr harmonieren wird. Gestatten schon all diese Vorgänge den berechtigten Schluß auf eine gedeihliche Weiterentwickelung der gegenwärtigen allgemein politischen Verhältnisse Europas, so erfahren die allseitig auf's Neue geweckten Friedenshoffnungen noch eine weitere Kräfigung durch die zungue große politische Banketrede Lord Salisbury's, in welcher der englische am Schlusse die bestimmte Versicherung aussprach. aussichten zur Zeit die denbar besten wären und daß der politische Barometer dentlich in der Nichtung des Friedens steige; hoffentlich wird derselbe auf„Beständig" bleiben. — In der altberühmten Lagunenstadt Venedig hat am Dienstag die Meeresfahrt des deutschen Kaiserpaares von Konstantinopel her ihren Abschluß gefunden. Den Majestäten ist auch in der „Königin der Adria“, wie die Poeten Venedig zu bezeichnen lieben, ein enthusiastischer und glänzender Empfang zuteil geworden, nachdem schon in Malamocco, dem Vorhafen von Venedig, die erste Begrüßung der hohen Reisenden durch die Behörden der Stadt stattgefunden hatte. Als die„Hohenzollern“ mit dem Kaiserpaar an Bord im Hafen von San Marco angekommen war, ertönte Geschützdonner und jubelnde gefüllten Gondeln. dem Kaiser Franz Josef in von der ungarischen Hauptstadt Minister des Auswärtigen, nachden Pest Vortrag gehalten, dieser Tage nach Wien zurückzukehren. Frankreich. In Frankreich hat es noch unmittelbar vor der am Dienstag erfolgten Eröffnung der neuen Parlamentssession eine kleine Ministerkrisis gegeben. Der Marineminister Krantz reichte wegen Streitigkeiten mit dem Staatssekretär der Colonien, Ermel, seine Entlassung ein und ließ er sich auch nicht bewegen, sein Demissionsgesuch zurückzunehmen. Indessen gelang es rasch, durch ErnenSttztgrs Barben zum Marineminister Ersatz für Herrn Tirard am Wienstag vollständig vor der neuen Kammer erscheinen. — In Paris ist am Dienstag der Zusammentritt der neuen Deputiertenkammer ohne die befürchteten lärmenden Kundgebungen der Boulangisten erfolgt. Allerdings fehlte es innerhalb der Kammer wie außerhalb derselben nicht an vereinzelten boulangistischen Demonstrationen, anläßlich deren eine Anzahl Personen— unter ihnen auch der bekannte Abgeordnete und ehemalige Patriotenhäuptling Deroulede— verhaftet wurden, im Großen und Ganzen ging jedoch die Eröffnung der Kammersession ohne größere Ruhestörungen ab. Die Kammersitzung selbst wurde durch den Alterspräsidenten Blanc eröffnet, welcher in seiner Anrede den republikanischen Wahlsieg und die Erfolge der Weltausstellung feierte. Bei der hierauf d“ züngste große politische sionsgesuch zurückzunehmen. Indessen gelang es rasch, dur die Bungge grope evuny nung des Senators Baroey, zum Marinemugter asprach daß die Friedens= Krautz zu beschaffen und so konnte denn das Ministerium esprach, gat die Griegey“= Dienstag vollständig vor der neuen Kammer erscheinen. San Marco angekomznen ppor, ertohm. ,,„Shauerg dicht, vorgenommenen verläufigen Präsidentenwahl wurde Floguet(radikal) Zurufe erschollen aus den zahllosen mit Zuschauten vug mit bedeutender Mehrheit zum ersten Präsidenten gewählt, zu Vieedein, mit denen der gounze HoFaserigt gr, Uim 3 Uhr päsibenten wurden die den gemäßigterepublikgnischen Gruppen angechig gescgee Keuser und die Lragerm sowie, Forteg, Kez, hörenden Abgeordneten Casinir Perier und Deveues gewählt. Einschtig geschugate Munichattnegnttr, un ettuet vunz(gegangen ist ein boulangistischer Protest gegen die Wahl des ultranachmittags bestiegen der Kaiser und die Kaiserin sowie Prinz rich die prächtig geschmückte Municipalitätsbarke, auf welcher auch die Spitzen der Behörden Platz nahmen und fuhren, gefolgt von einem großartigen Zuge von ebenfalls festlich geschmückten Gondeln und Der Rachteg hatte am Montag seinen ersten„Schwerinstag“ in der gegenwärtigen Session, da in der genannten Sitzung ein Teil der freisinnigerseits eingebrachten Initiativanträge zur Erörterung gelangte. Zunächst stand der Rickert'sche Antrag, betr. die Abinderung der Militair=Strafgerichtsordnung, zur Debatte. Der Antrag, welcher in der Hauptsache fordert, daß die verabschiedeten Offiziere nicht mehr der Militairgerichtsbarkeit unterworfen sein sollen, ist im Reichstage schon wiederholt dagewesen und es vermochte daher die Montagsdebatte keine neue Anschauungen in dieser Frage zu Tage zu fördern. Nachdem außer dem Antragsteller Rickert auch die Abgeordneten Gröber(Centrum), Veiel(nat.=lib.) und Singer(soz.) für den Antrag gesprochen, wurde derselbe in zweiter Lesung mit einem vom Abg. Gröber gestellten Zusatzantrage angenommen. Es folgte alsdann die erste Beratung des Rickert'schen Antrages, auf Reform des Militairstrafwesens durch Schaffung einer sich den Formen des ordentlichen Strafprozesses nähernden Militair=Strafprozeßordnung. Der Antrag wurde vom Abg. Rickert eingehend begründet und wies derselbe auf die langjährige Vorgeschichte der angestrebten Reform und auf die wiederholt deshalb im Reichstage eingebrachten und auch angenommenen Anträge hin. Die Debatte, an welcher sich außerdem noch die Abgeordneten Gröber und Fieser beteiligten, endete damit, daß der Rickert'sche Antrag, soweit er sich auf Vorlegung gedachten Entwurfes bezieht, mit großer Mehrheit angenommen wurde, während das Haus die weitere Forderung des Antrages, die Zuständigkeit der Militairgerichte im Frieden auf Dienstvergehen der Militärpersonen zu beschränken, ablehnte. Hieran schloß sich die Beratung eines dritten freisinnigerseits gestellten Antrages, der im Wesentlichen die genaue Befolgung der sich auf die Wahlen beziehenden gesetzlichen Vorschriften der zuständigen Behörden betrifft. Der Antrag ist im Reichstage ebenfalls schon öfters dagewesen und wie schon bei den früheren Erörterungen hierüber, so führte er auch diesmal zu einer lebhaften Debatte über das alte Capitel der Wahlbeeinflussungen. Die sozialdemokratischen und freisinnigen Abgeordneten brachten hierbei eine ganze Reihe von Klagen über vermeintliche oder wirkliche behörliche Uebergriffe bei Wahlvorgängen vor und namentlich schlugen die Abgeordneten Rickert und Singer mitunter sehr scharfe Töne an. Zu einer Abstimmung kam es indessen nicht, da sich schließlich die ravikalen Gemeinderates Joffrin, welcher im Bezirke von Montmartre Beschlußunfähigkeit des Hauses zurückstellte. gegen Boulanger kandidierte. Das zum Kammer=Zusammentritte er= Der Reichstag trat am Dienstag in die zweite Beratung Varken und geleitet von den begeisterten Zurnfen der Meuge, den schienene Manifest Voulanger's hat in Fraukreich so gut wie gar kei des Etats ein und förderte sie am genannten Tage bis zum Etat berithnuten„Großen Kanal“ Buaz nach dem Bahnhofe. Hier Vtrach nen Eindruck genacht. Was die Stelung des Minsterinms Tirard des Reichsautes des Innern. Die Etats des Reichstags, des Reichsder Kaser den Vertrtern der Vetörden seiten Daut kur. den 1/ der neuen Kammer gegenüber anbelangzt, so witd sich dieselle erst tanzlers und der Reichskanzei und des Reichsfusizamtes, sowie die in Veneodio bereiteten Emskang aus und fchr um 4 Uhr mittls ziu Verlaufe der nächsten Verhandlungen klären, vorerst wurde von zur Erörterung gelangten Teile des Etats des Neichsamtes des InSouderzuges weiter nach Monza an das Hoflager Konig Huuberts, Ministerinm beschlosn, bis nach Bendigung der Wahlprüfungen im“. vo: ehne Aöstriche bewillat und die Verhandlungen verliefen Die Kaiserin kehrte an Bord der„Hohenzollern“ zurück und sah von hier aus am Dienstag Abend die effektvolle Beleuchtung des Markusplatzes an. Am Mittwoch nahm die hohe Frau verschiedene Sehenswürdigkeiten Venedigs in Augenschein und setzte am Abend die Reise nach Verona fort, um hier mit ihrem kaiserlichen Gemahl wieder zusammenzutreffen. In Monza traf Kaiser Wilhelm in der 11. Abendstunde des Dienstag ein, von König Humbert, dem Kronprinzen und den übrigen Mitgliedern der italienischen Königsfamilie herzlichst begrüßt. Die Weiterreise des Kaiserpaares von Verona nach Innsbruck anläßlich der Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem österreichischen Kaiser sollte am Spätabend des Mittwoch erfolgen. An diesem Sonnabend bedenken die Majestäten bekanntlich in Berlin einzutreffen. — Der sächsische Landtag ist am Mittwoch mittags durch König Albert feierlichst eröffnet worden, nachdem schon am vorhergegangenen Tage der geschäftliche Zusammentritt der beiden Kammern erfolgt war. Am selben Tage wurde auch der Landtag der beiden Meinistertum beschlossen, bis nach Beenoigung per Wahlptufungzen im nern wurden ohne nostriche oewilligt und die Verhandlungen verliefen Amte zu bleiben. Belgien. Auch die neue belgische Kammersession ist am Dienstag eröffnet worden. Der Eröffnungsakt vollzog sich ohne besondere Feierlichkeiten, das alte Präsidium und Bureau wurden wiedergewählt. Der Präsident bezeichnete die Gesetze über die Sozialreform als den Hauptgegenstand der Beratungen. Bulgarien und Serbien. Die bulgarische NationalVersammlung genehmigte die Adresse zur Beantwortung der Thronrede. Die Adresse charakterisiert sich im Wesentlichen nur als eine Umschreibung der Throurede, bemerkenswert ist jedoch die Stelle, in Macht Bulgariens werde den Mächten die Anerkennung des Ferdinand vorschlagen. Der von der Opposition gestellte Antrag, Verlangen nach einem Reichsfinanzminister aufs Tapet,„worauf inwerde den Mächten die Anerkennung des Fürsten dessen Herr v. Bötticher in seiner Erwiderung nicht nayer einging, Ministerpräsident Stambulosf energif m (Nachdruck verboten.) Wir haben kürzlich über die verschiedenen Nationen Europa's geplandert, unsere eigene deutsche Nation aber ausgelassen. Betrachten wir auch unser Spiegelbild einmal, wir werden uns selbst darin vielleicht in vielen Punkten so fremd vorkommen, als unsere eigene Stimme im Phonographen. ei, 8.1 Der Deutsche ist das Pflegma, der Greis, und die königliche Eiche ist das Symbol der Nation. Die Eiche braucht Jahrhunderte zu ihrer Ausbildung, und ebenso lange brauchten wir zu unserer geistigen Cultur. Aber endlich ist sie erreicht, und heute marschieren wir mit an der Spitze. Nichts beweist so schön die Redlichkeit des deutschen Charakters, als das lange Dasein unserer füuf freien deutschen Städte, und die deutsche Bedachtsamkeit zeigt sich bis zur Tafel, auf die der Deutsche eine Schüssel nach der andern aufträgt, während sie der Franzose alle auf einmal hinsetzt. Unser Wort nach ist überhaupt ein echtdeutsches Schlagwort. Wir denken nach, handeln nach etwas und sind nicht so voreilig, den Nachkommen Alles von dem Munde wegzuschnappen, denn sie müssen auch etwas zu thun haben. Das Ausland liebt es, uns heute noch als Vielesser und Vieltrinker hinzustellen. Letzteres vielleicht nicht mit Unrecht, denn die südlichen mäßigen Nationen stehen im Trinken durchweg weit nach. Man denke nur an den gewaltigen deutschen Bierconsum. Aber Unrecht scheint es mir, wenn uns die Ausländer immer noch Schwerfälligkeit, Grobheit und Verdrossenheit in Kleinigkeiten vorwerfen. Der Franzose allerdings lacht und wird witzig, wo der Deutsche ergrimmt und nach dem Stock greift, und Jener hat schon begriffen, wenn der Deutsche noch nachsinnt. Als Carl XII. dem Kurfürsten in Dresden einen Besuch gemacht hatte, und am folgenden Tage hörte, daß man in Dresden einen außerordentlichen Nat hatte, meinte er lachend:„Gebt Acht, sie beratschlagen heute, was sie gestern hätten Woug Sosten.. ule an Lonastug nicht noch in bieskaur, Zukgzhundert Zeigte sich dieser peationalzug mchr noch in diesem Jahrhundert eutschen Lande? Unsere Alten überlegten Alles Wichtige zweimal, der mit Höfickeit heraunkommt und Alen hudigt, die er für vornehmer hält, als sich selbst, so sagt uns unser Herz:„Das ist unser Landsmann.“ Die Duckmänserei und der Unterwürfigkeitssinn war die Folge unserer langen nationalen Splitterung und des Kleinheitsgeistes. Aber jetzt, da wir es, mit, einiger Energie zur Einigkeit ge= Außenseite wohnt haung ein geogperer gpeist, Nachdenken und tiefes bracht, gehen wir wieder mit unserer Deutschheit zu weit. Unsere Gefühl für Pflicht und Ehre, Wir gleichen zunseren# Schriftgelehrten sprechen von Bildung eines deutschen Nationalcharak= und dem Pumpernickel— gesund und derb, aber nicht sütz. Milder Schriftgelehrten sprchen, von Bildung eines dentschen ters wie vom höchsten Zwecke der Erziehung, als ob Herzens= und Menschenbildung nicht höher wäre; sie sprechen von deutschem Freiheitssinn, deutscher Redlichkeit, Gutmütigkeit, Sittsamkeit und Frömmigkeit, von deutscher Häuslichkeit— allerdings einst hervorstechende Tugenden unserer Alten— als ob alle diese Tugenden alle anderen Nationen entbehren. Schwärmer sprachen gar von einem Deutschen Gott, und ein Schreibkünstler studierte lange daran, für die Deutschen eine eigene Nationalhandschrift zu erfinden. Zeugt das nicht von unvernünftiger Taxierung deutschen Wesens und Charakters? Die Reste unseres frühern Abhängigkeitssinnes sind auch heute noch nicht ganz geschwunden, denn das Ausländische imponiert dem deutschen Michel auch heute noch ganz gewaltig. Deutsche Ware hat nur dann den Stempel des Trefflichen, wenn das Wort Paris oder London darauf steht, obgleich der Deutsche gerade auf seinen Kunstfleiß wie auf die Schätze seiner Wissenschaften stolzer sein dürfte, als irgend ein Volk der Erde. Und noch spricht der Deutsche gern die Sprache des Korsaren, der ihn einst mit Scorpionen peitschte und seine Fluren und Städte verwüstete, und er pocht sogar gern mit seiner Französelet. Im deutschen Lande sieht es lange nicht gleich aus. In Schwaben, Franken und am Rhein thront echte Genialität, Lebensfröhlichkeit und Gemütlichkeit; noch weiter geht sie in Oesterreich. Im Süden herrscht weniger Selbstgenügsamkeit, weniger Mundwerk, als im Norden.: Die platten Norddeutschen sind derber, zurückgezogegenügsamer, fleißiger und verständiger. im Allgemeinen recht sachlich. Beim Etat des Reichskanzlers brachte Abg. Richter die Angelegenheit des Nationaldenkmales für Kaiser Wilhelm zur Sprache und beleuchtete den Stand der Platzfrage; seitens des Staatssekretärs v. Bötticher wurde die Erklärung abgegeben, daß in der ganzen Angelegenheit genau nach den bezüglichen Beschlüssen des Reichstages verfahren werde. Ein sehr unangebrochter Versuch des antisemitischen Abg. Dr. Böckel, eine Debatte über die Frage der Abzählungsgeschäfte herbeizuführen, wurde durch das entschiedene Eingreifen des Präsidenten v. Levetzow alsbald unterdrückt. Hierauf brachte Abg. Richter das von Herrn v. Benningsen geäußerte dessen Herr v. Bötticher in seiner Erwiderung vielmehr verschanzte sich der Regierungsstellvertreter hinter der ErRußlands in der Adresse dankbar zu gedenken, wurde, nachdem ihn klärung, daß zur Durchführung einer solchen Anregung eine Verfasnt Stambuloff energisch bekämpft, mit großer Mehrheit sungsänderung nötig sei und mit einer solchen sich zu vefassen, lage ste Zug im Charakter unserer stillen häuslichen genügsamen, arbeitssamen und ehrlichen Landleute. Der Deutsche scheint beim ersten Aublick selten, was er ist, und kommt dem Fremden noch schwer fälliund linkischer vor, als er ist. Aber hinter dieser schlichten, ruhigen häusig ein gebildeter Geist, Nachdenken und tiefes Ernst und Beharrlichkeit im Nachdenken und Arbeiten ist deutscher Charakter und ein solcher führt von selbst zur Gutmütigkeit, und darum sind wir gastlicher, geselliger, als selbst die Franzosen. Wir führen die Fremden sogleich in die Gesellschaften und selbst unsere Familien, wir führen sie in's Wirtshaus, wo sie sich in ungenierter Geselschaft freit bewegen Können. 4e Piezuhe bühe In ganz Europa stehen ernste Wissenschaften nirgends höher, als bei dem fleißigen gründlichen Deutschen, dem Großhändler der Gelehrsamkeit. Unsere Universitäten haben Weltruf und die Söhne des Morgenlandes holen sich dort ihre Bildung. Und unsere Sprache ist wort= und bilderreich, wie kaum eine andere Sprache Europas, und wir haben drei, vier Ausdrücke mit verschiedenem Sinne, für welches der Franzose oder Engländer nur ein Wort besitzt. Der geLildete Deutsche geht dem Gebideten aller Nationen vor und wer Deutsche schätzen und sein Vaterland lieben lernen will, der gehe auf Reisen. Ist er ein Gec, so kommt er frelch als Eripgresz, Pag wieder heim, aus Italien als Kunstsüngerlein, aus Frouzr.g 615 Stutzer aus England als steifer Klotz. Aber sein Deutschland wird man draußen nirgends wiederfinden. Der Deutsche Mittelweg zwischen dem französischen Leichtsinn, der alles Gefühl zerstreut und flach macht, und dem britischen Phlegina, das einseitig und langweilig ist; die glückliche Mitte zwischen Ernst und Scherz, ohne italienische Knickerei, Verschlossenheit und Tücke. Gerade und offen sprechen heißt deutsch sprechen; hart ist des ber„g te t. aes Harant, Mie auder Wsehn wich. Der dausche Kunsatßz sieht üiger, Letoer, Veich. frise und ren blauen Augen und blonden Haaren. Wo guter Wein wächst, da wachsen auch gute Köpfe, und beides erzeugt der Rhein. Für u oush,Masche, und eignal iun der Rachtenshgeit, ud dan hane Doter, schgert Natur, bese V, schinate Fraudelten sie; und wir!— wie Deutsche mit dem rechtlichsten, langsam=en. Einen Wlang unt aid did asale de Sachasan auds dae den hate baige asge Baos ane aisce, asck is Kisiche och noch um sich stößt, wenn man schaftlichen Bunde verbindet, das ist der Kartoffel, was mam vom denn hier ist es schwarz, ihn reizt; wir aber, der deutsche Michel, ließen uns einen Tritt nach dem andern gefallen und fragten noch geben:„Was beliebt?“ Wenn im Auslande uns ein Mann begegnet, zu unbehülflich für einen Franzosen, zu ceremoniös für einen Engländer, zu treuherzig und offen für einen Italiener, zu biegsam für einen Spanier, zu lebhaft für einen Niederländer, zu bescheiden für einen Russen, ein Mann, täglichen Brot nicht einmal sagen kann, dort weiß, hier grob, dort fein, hier sauer, dort suß. Die kernige Natur, die feste, entschiedene und ehrliche Handlungsweise des deutschen Charakters hat uns selbstständiger gemacht und Deutschland auf eine Höhe gebracht, um die es von anderen Nationen beneidet wird. Sein, nicht Scheinen war immer der schönund Sinn sein. Der deutsche Kunstfleiß, steht hinter keiner Nation zurück und seine Industrie=Erzeugnisse haben das Ausland fast überflügelt und nehmen auf dem Weltmarkt einen Achtung gebietenden Rang ein. Selbst der deutsche Champagner tritt mit dem französischen in die Schranken— und doch schämt sich der Deutsche noch immer nicht, beusche Erzeugusse du vern Freutin gu. gihche. Mnax din: feUnd unsere deutschen Frauen und Mädchen: Wper rine s. vole, witzelnde Französin, eine leidenschaftliche, unwissende und faule einem gemein= Italienerin, eine langweliche, steife und melanchollsche,„Ergländerin dem deutschen gebildeten, häuslichen, frohen und gemüttichen Weib im Ernste vorziehen kann, der hat die Wahl, ob er lieber gekrönt, oder geplagt, oder gelangweilt sein will. Jedem gereisten Weltmann, der das Weib als den interessantesten Teil der studiert hat, wird von allen nicht nur in moralischer dern auch in Charakter, Bildung, Gemüt und selbst in Vorzügen die deutsche Frau voranstehen als die Krone der Frauen der de verciaseten Kesengen Ain Brlch ver. Der. Gies be soohy,9 Wounigste uit i. aist IP Ploaten Hasans bäagse. Des Rehseid. Bastoben(gauz Seide) Mi. 16.80 b. Robs, Reichsusthgmte, Veraplaßte eine lange und vorwiegend im iuriszischen Strafalf der nebrigen beliefen sich auf 10, 8, C und 5 Monate bis herabsopse wi. 2280, 28.—, 34.— 42.— 47.50 geföhrte Diskussion über den Entwurf des neuen bürgeruicgen au 3 Monate Gefänguis, 7 wurden freigesprochen und einer, da er zur wendig, Muster vorher kommen zu lassen; Peichehesthantes ernlahte eiur lug, ud vorwiegens iun Vurhzisge,(erazten der Acbrigen hrülchg, sch auf 90, 8, C ud 5 Monate ds Venesgose wi. 280,284.—, 34— 4a.— 47.30 helizsb gusz den Sek umn. Sinne gezughete P#vnon, une ven wign g### /80 0 Monte Wezuggg, wmen###eer##.—# wendig, Muster vorher kommen zu lassen; ich tausche nach dem Fest um, Geiesbsuches, wobei brschibeune bvezielte Wunsche Io t.3 bes Zuern has lhnd die sbtige Einsch artähsf fabe strafel seiten Eltem sberoiesen. 0s MPaser von(cwarzen, farbsigen ud westen Seldentosen ungehend. Schtud der Stang füte bein Siat de Reichaute, e outen vu vu., u—, usa.. zugzuache, Weite wrcde lau der„Hanu= Baicke Loten 2d u. Voto. Sehdenabelk=Dpel G. Konneporg(G.li. Schluß der Sitzung füllte Lingens angeregte Debatte über cht gefehlt habe, straffrei seinen Elter Hamm, 12. Nov. Eine originelle Wette wurde laut der„HammSoester Vztg.“ jüngst in einer Wirtschaft der Nordenfeldmark eingegangen. Seitens des Einen der Wettenden„spurde nämlich behauptet, wenin man ena, eerstanden) Stück Fünfmarkscheine aufemnanderlegte, so Höhe erreichen, gegen die diejenige des Thurmes . bedenteudes zurückbliebe. Im ersten so auch der zweite Herr. #rik W borg(K. u. Briefe, kosten 20 Pf. Porto, Seidenfabrik=Depot G. Honneborg(K. u. 9. Hooflick.) Zürich. eine vom Centrumsabgeordneten Dr. die Fabrikinspectoren aus. Seitens des Einen der Metten Am Mittwoch wurde die Beratung des freisinnigen Antrages, eine Million(wohlverstanden) die Regierung solle den Behörden die Beobachtung der gesetslichen Her hiesgen gioßen, Klirche um ein bedeitendes bes-de bounheg, echueg, gode, MAdung ane us haun Beuad use bes gaäisher Baids Katiage der Mate Lalit ich Prase V. Chusat. 3 Ee. emasten, Leuaste duch die Gatätfung aun, be bnos bote, beog aon zusteial chnuersfanden st. Nachden Riket bah der aiste Hark uit seiver Behganztung Rett, haultgz, Mozr. iz3 Zz uener Ersadugen von göisten Tragpetz, vie auch durch, Be, Frößten Verdienste um die Landwirtschaft haben sich in den letzten 5 Jahren die Fabriken landwirtschaftlicher Maschinen von Ph. Mayfarth& Co. in Frankfurt a. M. und Berlin N., Chzussestr. 2 E. erworben, sowohl durch die Einführung Sanz e ectheig Beie ien Sitadut vue. Bonibueg, hetu iun, big zge ghe eaes Mäarkz se anan beizeifez, Bsise I oshong, Der ise Bewuais baste, waun nan ains saicher uach dr nesd und ue dun duzg, ag un ue e g e gse ie en, biste ig busche baih ad Katuer andaen Schsit Hlang 6 hohe iur lechastg, Weise den Steaudzunt des Voncduers lutset.. gaung Scheinten nacht,.sch, eien, Reter, bei 80ngo der ebfe ge eg u, Zu Aicher Ghar autar Bistrig ut eiur Butgasge ichung sog e 2 zih hiße er Bitsie, liag datit. das als setuer aden Febeit glang io bose des Sozaunzgesetes anegeisfen hat trit hregbger eut, ur reicht, Da mud der Zepo= Zo gausß shtisg Halle man zur gleich au einen Auszeichungen im Iulaude wie im Auslande zu eringen.— Daen. Darutf shrushean uch Heel Gostd), Bouste, Stoer, ud 1e Buter oder Phrnge dagz Kasghtlichen Versichen Ghasen. sduch st wolgzlitg sestgestelt wosden, dais sitr ale Picket. Schläezich uitd der Autag der Gestauten voen be ud ud gAzsut, gs. Bovz, um Betiag Atad ehzrie in eigez, Batzi Maschnen, vie ingent se hbosten, gaus seadets ader fiür Blge, dais Centum algelchgut und de motbert Tagesorbzung Miler o,gust aun feigeleheig, Herr, Gcheigrch, Iiu Göliger enti 1283.3zs wschen angenommen. wie Ainet ie Beigg ng Geinen zur Bodenanliur, Dreschwerke, Fruchtreinigungsmacteu.;; Provinzielles. Ernst ein feingekleideter Hege,„guscheizerzd, ein Höllzder Au; nach, dem go.sGepäck zu schließen, kam derselbe aus Amsterdam. Am Samstag blieb Masch der Gast in seinem Zimmer und als auf,wehregsitgesp ar uistgrogen, se Trieure, Futterzubereitungsmaschinen, Obste, und GemüsegVerpertzr östuet wuche, lieh man de Thür aushrechen, Des vor ujgisegr, Mühe maschinen, Moterinaschnen ete. ete, de Firua Ph. Mayfarth. verbuden, denun ber, berkäalbenz, Iiu Imnzx. bes„Zkungzs fanzzuag den Co. unbestriten die beste. Bez verbunden, denn vor derselben, im Innern des„Ziumers fand, man den Reisenden an der Thurrlinge erhangt auf dem Boden niegen. Vie. galt angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der Arzt erklgste, das der Tod heraits seit mehreren Stunden eingetreten sei. Aus Jutterzubereitungsmaschinen, Obst= und Gemüse=Verporrtung#nen etc. etc, die Firma Ph. Mayfarth u. Bezugsquelle ist.(1450.) dem Tode unseres augencoren Weihbischofes des Herrn Dr. Joseph Freusberg. Hochderselbe starb gestern ½210 uhr nach nur zweitägigem Krantenlager und tigem Empfange der hh. Sterbesakramente. R. i. p. Süpe, u, ogte, bt, eoe en„tr#, be gaushger dbgruish ei ushterg Siunszs oieg, sei, uis den uoe Kaunschende Dutichter utenl eenze Dichese Paderborn böchst betreübende Nochricht von Hezan, die man bel der Leiche fand, erngad sih, dah der Ststmöeder dersat Vertie seizen wußz. eres algeltebten Meinbischofes des Gern 2.x in Ansetzan wohrenhe Hänische Konsik, G. Beand var. Mon depe. gestern Aben= schierte sofort an seine Familie. Heute wurde die Leiche dorthin geschafft. er und andäch= Was den Mann in den Tod getrieben, steht noch nicht fest. Kassel, 12. Nov. Eine dunkle That ist gestern aus Licht gekommen. oen Supsange der bv. Steresoteuneute, b. Feng, an Malde bei Sadershausegz, unweit der„Fesichechoungerigen, Gegue, e, Persthol Bischaf ou de, bochohrvof Hasprslat“. Przroe wunrde etvg 30 Schrsft, von Wegz eusernt de ziach volsiähitzig, eritglteite g701,. 2r. bhgo,,choen Sthpotongtarius Apostoli, Sur= Le, Jus jungen Mannes aufgefunden. Die Leiche, wpar aufgnend, gut aststeut Seinex Hezugter, Lompxrobst, P# o, er gisacg De. 1806: z Priester geweiht am 4. Mai 1830; nes war auch nicht, das geringste zu fiunden, welches. beb,. Du. SHesgggn, b. Otz, 18opz, vm. gee,# desselben hätte Aufschluß, geber,„önnen, evenso fegite Uhr, Geldbörfe, soSr. Vetiagt Pezt Puz Zim Bichof, von Sitzug, l. 65t, wie auich sederuch f. geruge, erg= uzer, Pelsgen uses die Leiche zum Weihbischofe der Diözese Paderborn präconisiert am 7. Aprik.„Hh) die Spur eines im Rücken erhaltenen Stiches auf, auch zeigte der Kopf consecziert am 14, Mai 1854; als Domprobst installiert am 14. Rovor, eine Flaffende Wunde, welche von einem stumpfen Instrumente gugenschein8# Griede, eis S hn unserer Stadt bisher Kaplan am lich herrührend, den Tod des Unbekannten herbeigeführt hat. Die Leiche — Herr C. Vrteden, ein.o graßste gungs godt, bioger Herigg, iu hat schon mehrere Tage im Walde gelegen, Nach dem Vefunde St. Joseophssift in Dresden st zum Protst und Pfarrer in Magdeburg scheint Raubnord vorzuliegen: Soweit bis jezt ermittelt, ist die enant borden.„usreicher Albop“, stebt wus in Verschnlichktelt des Ernordeten in Stadt und lingegend bölg uunbekannt. 2ar Oipez 14. Nov. Ein selten gemuhracher Abend steyt uune v., ist auch gar nicht bekannt geworden, daß in hiesiger Gegend Jemand der allernächsten Zeit bevor. Von der hiesigen im vorigen Jahre geuge“) Lwzrhe. Eine Gerichtskommission war gestern bereits an Ort und grinheten„Balgsealschafte st die 25 Mann Karke Fopele dss bes.Jäger, vermur würbe. Eine Verschtsingraise hatein 18 Nr. 11 aus Marburg auf Mittwoch den 27. d. M. für Konzert Berichtigung: In der Wochenrundschau dieser Nummer ist ein sinnstärender Druckschler unterlaufen, indem es am Schlusse Belgrad Zimmer, Stall, Keller und odenraum sind in der Nähe des Bahnhofs zu vermieten. Wo, Austrage, sagt die Expedition dss. Bl. Hrei Zim Bodeure Sschostben, der bochohriate der Joseph Bren., v. He ehzug 3a Schrist vom Tlage austernt de uoch volthndig athalteite 1u. u. vere.. Fed, Fur I. Nr. 35 Seilsotest Sp, Pe, Bete pgztoligns,: sche eines sungen Mapucs Aufoefausgzeingench einige 2au uugegge Eine Granatbroche guterberg, 2 beifxz.. 129 9; der Powprobt, Sgpoturyg, pozep g. Sche, gesleidet, der in den Tasahen des ancheneno gtuige 20 Jahe, alten Man= 18 4ltr 45/4 Mbg tt 5 2#/#., Meter groß, in 6 Telle ese ae benterzien. Schaten ie.. e gelge u odeg, huige ider de Verzazsäifge, vesorene. Von ven, ug die Crig, Woe. d. J, Bach.5 an 5. Otz. 16hz uum uragzer getpeisz om 4. Ba 1650) heavor ozu, Baschluß acben unen. eleng sgie Uhr, Geldbörsg, boe Hition bs. Bl., Cte=, oxenuicg, mesthsetend de Naosk Bis ir umn Bichofe von Sithuma 1. p. uid beieleg, hu. u— u.,.„ Wergastand. Daggen wies die Leichel e————e hchnten Grade erer. gründeten„Ballgesellschaft“ ist die 25 Mann starke Kapelle des bataillons Nr. 11 aus Marburg auf Mittwoch den 27. d. M. für Konzerr und Ball(Streichmusik) engagiert. Besonders dankenswert ist es, daß genannte Gesellschaft auch Nichtmitgliedern den Eintritt gegen Zahlung von 2 M. pro Person gestattet. Der neue geräumige Saal der Herren Gebr. Boge und die anerkannt gute Musik werden unzweifelhaft eine bedeutende Anziehungskraft ausüben, und allen Besuchern wird ein in jeder Beziehung angenehmer Abend geboten werden.(Das Programm zum Konzert finden die geehrten Leser im Anzeigenteile d. Bl.) —— Gerlingen, 12. Nov. Es ist den hier Eingesessenen noch wohl erinnerlich, wie die Eheleute Anton Weeg und Christinageb. Dornseiffer im Jahre 1882 nach Amerika übersiedelten, um sich jenseits des Oceaus eine neue Heimat zu gründen, welche ihre drei ältesten Söhne, die schon ein Jahr vorher hinüber gemacht waren, vorbereitet hatten. Nachdem der älteste Sohn Johannes die Grwißheit erlangt hatte, daß für Eltern und Geschwister ausreichend gesorgt sei, folgte er einem inneren Drange und trat Ende 1883 in das Carmeliker=Kloster zu Marienfeld, Martin County, Texas. Durch unermüdlichen Fleiß, verbunden mit vorzüglicher Begabung, brachte es der 30jährige junge Mann in wenigen Jahren so weit, daß ihm am 21. Oktober d. J. die hl. Priesterweihe erteilt wurde. Am 27. feierte er seine Primiz.— Wie wunderbar sind die Wege der göttlichen Vorsehung! Wäre die Familie nicht durch Armut und Not zur Auswanderung veranlaßt worden, der Priesteramts=Candidat hätte in seiner alten Heimat dieses Ziel nie erreicht. Möge der liebe Gott dem eifrigen Ordensmanne eine lange und gesegnete Wirksamkeit verleihen!— 12461u8 Scmm und est Unser Ort hat nun wieder 4 noch lebende geistliche Herren und seit Anfang dieses Jahrhunderts deren 8 gehabt; nämlich: 1) Busenbagen, schrift starb als Pfarrer ven Niederntudorf. 2) Petrus Petri, starb am 30, Dez. komik. 1620 als Pfarrer von Attenoorn. 3) F. Wissionar Johannes, Dortgeiffer, angebrochen. starh, nach einem vielbewegten Lehen am 9. April 19##### c, uger### Weihnag vermipt. Kirbe, Eie= Thailbestand aute se) Fraukfurt a. M., 14. Nov. Der Neubau des Postpalas, in naut wied, erichick bersden sal. ol 35ld dad Wi. bosel, Acs.10se Gebäude sol aus drei Stockwerken bestehen: Uutergeschoß, Mitelgeschoß und Obergeschoß. Das gesammte Mittelgeschoß wird zum„Absteigequartier“ für den Kaiser in Anspruch genommen, außerdem von dem Untergeschoß der gesammte mittlere Teil, so daß für den Post= und Telegraphendienst noch nicht zwei Drittel des Untergeschosses übrig bleiben, während das Obergeschoßz zu Dienstwohnungen für den Oberpostdirektor, den Postdirektor und den Telegraphenamtsvorsteher hergerichtet wird. 9em Montag den 18. dss. Mts., 24 morgens 10 Uhr, werde ich im Auftrage der Brau, Aunger, S. J. Kemper hier, das derselben gehörende Feld, Flur I. Nr. 35 am Ronneerberg 9 Hekt, 7 Are 52 1. Teile getheilt, bei ee Wirt F. J. Mund ald. Kante hier, offentlich meistbietend gegen„ausge— dehnten Vredig, Atar rfg Ssig in stellen, wozu Käufer einladet. Verdes kaufsbedingunger,eiud, iriezngeehen I das neau erbaute Boug, Hmten worher bei mie eingeschen Stellmacher Herrn Heinrich werden. Ich verlegte meine Wohnung.„ a.) das neu erbaute Haus Stellmacher Herrn Hei Schmelzer in Olpe. Olpe, 12. November 1889. Zeppenfeldtz Rendant u. Anktions=Commissar. Olpe, 7. November 1889. E. Zeppenfeldt, A. Caffer=Esstreg, Iioslen; der Zwangsvollireckung in Dosen liefert. Oig Paeh. Vermischtes. % 4 6 Mer I. am 18. Nov. morgens 9 Uhr in Meggen 1 Schwein, Zusammenkunft bei Wirt Schmelzer, g 816— am 19. Nov. morgens 8½ Uhr in Förde 1 Kuh, 5 Schweine, 1 Regulatoruhr, 1 Schiebkarte und 1 Glaserschrank, Zusammenkunft bei Wirt Schneider,„ am 20. Nov. morgens 9 Uhr in Meggen 1 Kuh, 2 Schweine, 2 Kleiderschränke und Koffer, Zusammenkunft bei Wirt Schmelzer, nachm. 2 Uhr in Benolpe 2 Rinder und 3 Schweine, Zusammenkunft bei O., von Kutzleben, Gelnhausen b. Hanen. billigem Preise. Vorzüglich gute Preßhe empfiehlt zu billigem Preise. Brennereibesitzer W. Hönnethal b. Menden, Westf. — Große Ereignisse werfen ihre Schalten und je größer das und“## Ereignis, desto größer ist natürlich auch sein Schatten. Nun giebt Wirt Schmies, es einen ungenein zahlreichen Teil aller Deutschen, denen das Weih ösfenlich meistbiefend. gegeg, Barnachtsfest ein außerordentlich großes und wichtiges Ereignis is ses ganhes gasiggg. näher es rückt, desto eifriger ist man beflissen seiner würdig; ge Horve, 14. rüstet zu sein. Allen voran natürlich die Kinderwelt. Je beginnen die Buchstabierkünstler„mit heißem Bemühen“ ihre Mschzettelschriftstellerei und damit eröffnet sich eine Aera lieblich FamilienJa! Jetzt ist nun die Saison der unheimlich agen Kinder nicht minde unheimlich is die veredwe Wirkung Gastreich, G.=V. starb nach einem vielbewegten Leben am 9. April. 1870 zr seigM0 zu Linz a. Rh. Seine Ordensbrüder veröffentlichten danals folgenden gebrochen, aber nicht minde unheimlich ist die veredide Weihnachten in Sicht bei Dienstboten oder sonstigen Fruer= und GlasVersicherungen Januar 1800. So höflich, so aufmerksam wird man im ganzen Jahre Von Zugend ean ühisger Reigug zeisesigtesesesie. leui; eterpigzeige delt wie sest, so eifige Lauscher auf die geheiusen Wiziche vgat liche Liebe zu seiner Mutter, welche früyzenig verwitwpet war, hielt ihn von man niemals gekannt. Lohn und Strafe, das sind die Götzen zu der Ausführung seines Vorhabens ab. Nach ihrem Tode konnte er seinen denen wir beten und am Weihnachtsabend erwartet die nun losgelasWunsch erfüllen, ging nach Rom und trat nach vollendeten Studlen In den sene Tugend ihren Kohmn. Noch in anderer Hinsicht wirft das Fest, Orden der Minoriten. Am 17. Januar 1834 wurde er zur Profeß zuge= sene Lugeno I/1eu A...,.. zeummen, seine Schaeten ode lassen und am 30. September desselben Jahres zum Priester geweiht. Sein von dem uns nur noch einige Wochen treunen, seine Schatten Eifer für Gottes Ehre bestimmte seine Obere, ihn als Missionar nach der da es ein solches des Lichtes ist, seinen Glanz voraus. Die geheimMoldau auszuschicken, wo er 17 Jahre am Heile der Selen arbeitete; nisvolle Nadelarbeit beginnt, welche so viele Nachtruhe und so mandann nach Aimerka, wvo er 11 Jahre wirkte. Wos er. Etgogzen sunz ches gute Auge kostet. Am Tage siud die zu überraschenden EmpfänEntbsehrungen, kennt Gokt alleint und hat es im Buche des Lebens verzeiche ger im Wege, auch mangelt die Zeit zu net. Im Jahre 1862 wurde P. Johannes, Dornseiffer, nach Linz berufen, tion, da sitzen nun die weiblichen Familienzlieder tief in verschwiegene Sei schlichtes Wesen, seinkindliches Gemüt, seine ungekünstelte Frögmigket, Nächte hinein und häteln, stricken, sticken und applizieren, als wäre das sein unermüdischer Szelzeiser zwangen Achtung und Lebe einem Jedezab, Weltall mit Tischdelken, Socken, Sophalissen und Schlummerrolen zu dem er gahe kom. Nach emem mühereichen Leben zuheg er aus im ewigen Weltall mit Tischdecken, Socken, galisen, und Schlunmexrolen zu Frieden.“— Unvergeßlich bleibt uns jener September=Sonntag=Abend des versorgen! Freilich auch anderwarts häuft sich dieser Proviant. Jahres 1852, an welchem derselbe nach 23jähriger Abwesenheit ganz uner= Die Geschäftslager und die Schaufenster füllen sich, und hier in waitet seine Heinat besuchte.— 4) Johann Auton Ergesegeligenh am 8. vollster Oeffentlichkeit gewahrt man die Ueberproduktion der vorweihren: 5) Johannes Dornseiffer. Pfarrer in Eslohe. 6) Dr. Wilhelm Schnei= nachtlichen Wochen. Man rüstet sich für den großen Umsatz, welcher der, Professor an der theologischen Lehranstalt und Präses am Theologen= in sehr vielen Geschäften das Desizit des ganzen Jahres decken und Convikt zu Paderborn. 7) Peier Alfes, Kaplan in Hohenlimburg. 8) die eigentliche Ernte industriellen Fleißes liefern soll. So wirft das P. Simon Weg in Texas.— Möge die Reihe der Geistlichen niemals er große Ereignis seinen Schatten voraus und wohin er fällt in Deutsch.sch, Veugern wud Tlssate(and— das ja allein so ausnahmslos das Christfest als Gabenfest in Zukuuft folgen werden, nie den Mut verlieren, songern mit Gorrger= feiert— bringt er Leben und Treiben die Fülle, bis ihn der Lichtertrauen ihrem erhabenen Ziele entgegenarbetten, Gott und gute Menschen Tenmauhaume ausluscht unter dossen pert werden schon weiter helfen. Ein Geistlicher ist ein großer Segen für die Famillel!— Tirant soguentes).. t. gwargen, warcke i. d., Bähe des Finnentrop, 13. Nov. Heute Morgen wurde in der Nahe der hiesigen Siation der Telegraphenarbeiter Noack von Altena von der Maschine eines Güterzuges erfaßt und auf die Seite geschleudert. Er erlitt schwere innere Verletzungen, namentlich wurde die Brust zerquetscht. Mit dem nächsten Zuge wurde der Unglückliche nach Altena transportiert und in dem dortigen Johanniter=Krankenhause untergebracht. Der Zustand des Verunglückten, welcher eine zahlreiche Familie besitzt, ist bedenklich. Siegen, 12. Nov. In der Lehrerzeitung für Westfalen Rheinprovinz und die Nachbargebiete vom 10. dfs. Mts. findet sich folgende Mitteilung:„Der Lehrerverein von Haspe und Westerbauer beschloß in seiner Sitzung am 5. November, den Provinzialvorstand zu ersuchen, für den nächsten in Siegen stattfindenden westfälischen Lehrertag und die damit verbundene Diesterwegsfeier als Nedner Herrn Dr. Dittes(Wien) zu gewinneu zu suchen. Es ist anzunehmen, daß der nächstjährige Lehrertag sich zu einem glanzvollen gestalten wird. Durch die Anwesenheit eines so berufenen Redners würde demselben noch eine besondere Weihe gegeben. Die westfälische Lehrerschaft aber dürfte es jedenfalls dem Vorstande Dank wissen, wenn es ihm gelänge, den ausgesprochenen Wunsch zu verwirklichen.“ Arnsberg, 10. November. Donnerstag, Freitag und Sonnabend spielte sich vor den Schranken des Schwurgerichts wiederum eines jener Dramen ab, welche der Hunderttausend=Streik vielfach im Gefolge gehabt hat. Auf der Anklagebank hatte als Haupträdelsführer der 30 Jahre alte Bergmann Anton Wigge aus Herringhausen mit noch 21 Gefährten Platz Genommen, beschuldigt des Aufruhrs, Diebstahls und Erpressung. Bier Rechtsanwälte hatten die Vertheidigung der Angeklagten übernommen. 35 Zeugen waren geladen. Der Thatbestand war ungefähr folgendermaßen: Am 31. Mal versammelten sich auf der Brücke von Ramsbeck einige Bergleute und verhinderten zur Grube gehende Kameraden am Arbeiten. Im Laufe des Nachmittags kamen noch andere Bergleute hinzu, sodaß cg. 50 Mann bei einander waren. Diese Rotte, zoc unn von Wirtshe gegen„billige feste Prämien(ohne Nachschilß), erstere ut beteiligung der Versicherten,*) besorgt prompt Olpe: Franz Mund, Helden: W. Rosdücher, Saalhausen: Sev. Wurm, Agenten der Gesellschaft „Rheinland“. *) pro 1889/90 wird(abgesehen von den beiden höchsten Gefahrenklassen) 10 pCt. Gewinn=Anleil den Versicherten zufallen. eir KKalc-8 Mann bei einander waren. Diese Rolte zog niun von W Wirtshaus, zertrümmerten Fensterscheiven und nahmen sonstige digungen vor. Schließlich brachen die Excedenten in einen Keller, entwendeten Schnaps und Speck, welche Gegenstände sie in einem nahellegenden Walde verzehrten. Auch an den Grubengebäuden hatten sie Zerstörungen vorgenommen.— Die Vernehmung der Angeklagten dauerte bis DounersWirtshaus zu ge Sachbeschäeiler, entwenWalde verzehrten. Auch an den Grubengebäuden hatten sie Zerstörungen vorgegommen.— Wie Vernchntung der Angeklagten dauerte bis Donnerstag Nachmittag fünf Uhr und wurde hierauf zum Zeugenverhör geschritten, welche Freitag und Sonnabend fortgesetzt wurden. Sämmtliche, Zeugen Gansisien die obgen Ausfährungen.— Die Schuldfrage beziglich des riedenshruchs wurde von den Geschworenen bejaht, dagegen die Schuld des Diebstahls und der Erpressung verneint.— Anton Wigge erhielt 1 feiert— bringt er Leben und Treiben die Fülle, bis ihn der Licht glanz des Tannenbaums auslöscht unter dessen verklärendem Glanze Alles ausgebreitet liegt, daß des großen Ereignisses Schattenepoche produziert hat. Es ist eine fleißige Zeit von jetzt ab bis Weihnachten—. 8 hastsche#0 ln. — Ueber die Geschenke des Sultans an das deutsche Kaiserpaar wird noch Folgendes berichtet: Der Gesamtwert beträgt 40,000 Pfund oder 1 Million Franks. In 24 gewaltigen Kisten verpackt, wurden die Geschenke von der ottomanischen Hafenbehörde an Bord der„Danzig“ gebracht; drei hohe türkische Polizeibeamte überwachten den Transport. Abgesehen von dem kostbaren Ehrensäbel und der wundervollen Agraffe für die Kaiserin, bestehen die Geschenke vorzugsweise aus prächtigen Shawls, Seidenwebereien und Teppichen, welche sämmtlich eigens zu diesem Zwecke hergestellt wurden. Die Agraffe(nicht Broche) kostet allein 540,000 Francs. Es ist eine collierartige Brillauten=Agraffe, welche dazu bestimmt ist, den Mantel auf der Brust zusammenzuhalten. Daran hängt ein Pendelogue von entzückenden Perlen und Brillanten. Die Arbeit ist wundervoll ausgeführt. Auch Graf Herbert Bismarck wurde vom Padischah reich beschenkt. —(Unterschied.) Ein deutscher Maler, der sich längere Zeit in Rom aufhielt, beschäftigte sich eines Tages mit der Zeichnung mehrerer Denkmäler in der Umgegend des Kolosseums, als ein paar Landleute, die der Hitze wegen ihre dürftigen Kleidungsstücke auf den Achseln trugen, sich ihm bescheiden näherten, längere Zeit stehen blieben, und nachdem sie Zeichnung und Urbilder mit einander verglichen hatten, weiter gingen, während einer zu dem andern sagte:„Ein tüchtiger Künstler!"— Derselbe Maler saß später vor den Thoren seiner Vaterstadt, damit beschäftigt, eine Gruppe alter schöner Eichen abzuzeichnen. Einige Bauern arbeiteten auf dem benachbarten Felde und die anhaltende Beschäftigung des Mannes regte ihre Aufmerksamkeit an. Endlich schickten sie einen ab, genauer zu erforschen, was der Die Hersteulung von fertigem Tuche aus Flachs und Werg besorge ich prompt und billig. R. Lenneberg, Attendorn u. Olpe. Pelzwaren, Hüte&Mützen, Regenschirmerc. empfiehlt alles in großer„Auswahl zu biligen Preisen. Joh. 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Mitglieder mit ihren Damen haben freien Zutritt; ausnahmsweise haben auch Richtmitglieder Zutritt gegen Zahlung von 2 Mark bra. Pexson„Anfang. des Komertes. 6 1/8 16. Programm zum Konzert. 1. Guten Abend! Marsch.(Michaelis). 2. Ouverture„Mignon". (Thomas). 3. Konzert für Flöte. Solo.(Popp). 4. Fantasie a. R. Wagners„Lohengrin".(Hamm). 5. Ouverture„Tell".(Rossini). 6. Konzert für Trompete. Solo.(Hoch), 7.„Die Schlittschuhläufer.“ Walzer. (Waldteufel.) 8. Fantasie a. Verdis Troubadour.(Neumann). 9. Ungarische Tänze Nr. 5 und 6.(Brahms). 10. Thema und Variationen für Xylophon(Bote). 11.„Kriegsraketen“. Potpourri.(Conradi). 12. Champagner=Galopp.(Wiegand.)„ax Wanse## Der Vorsland. in frischer Ware, vorzüglicher Qualität, zu allen Preisen. Anfertigung von Relten in kürzester Zeit. Ittendorn. Fr. Meckel. S* Ortskrankenkasse für die Stadt Olpe. General-Versammlung am Sonntag den 24. November nachmittags 4 Uhr bei Witwe Tillmann. Tages=Ordnung: Neuwahl für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder. Der Vorstand. Orts=Kerannen=Frusse Tilstein! Zu der am Sonntag den 24. Nov. nachm. 8 Uhr im Lokale des Herrn Kremer in Grevenbrück stattfindenden Generalversammlung werden die Herren Arbeitgeber und Kassenmitglieder hierdurch eingeladen. Tages-Ordnung: 1) Rechnungslage pro 1888 und Erteilung der Entlastung an den Vorstand. 2) Wahl von Vorstands=Mitglieder. 6) Ergänzung der in den General=Versammlungen vom 21. August 1887, 16. Sept. 1888 und 21. Juli 1889 beschlossenen StatutenAenderungen. 4) Ergänzung der in der General=Versammlung vom 21. Juli d. J. beschlossenen Statuten=Aenderung, bezw. Erhöhung der Beiträge. 5) Statuten=Aenderung, betr. Errichtung der 5. Lohnklasse. 6) Verschiedenes. Grevenbrück, den 14. November 1889. Der Vorstand der Orts=Kranken=Kasse Bilstein Hüttenhein jr., Vorsitzender. Mittwoch den 20. November nachm. 2 Uhr wird inder Gastwirtschaft von Herrn Kolb zu Littfeld der diesjährige Tohsching o.cimerich in dem Reviere Burgholdinghausen behufs eigener Loh= und Holznntzung öffentlich zum Verkaufe ausgeboten. Der Schlag ist 108 Morgen groß und 18 Jahre alt, vorzüglich bestockt und unmittelbar an der Provinztalstraße und eine halbe Stunde von der Güterhaltestelle Littfeld gelegen. Herdringen, den 13. November 1889. Die Hräfl. v. Fürstenberg'sche Jorstverwaltung. Den verehrten Rauchern wird der oftmals preisgekrönte, seit 150 Jahren bekannte auerbeste schmale Roll=Tabak mit blauem Band Hinterlader-Doppelflinten, Lefaucheux, von 30 Mk., Centralfeuer von 40 Mk. an, Revolver 5 Mk. Jagdgerätschaften aller Art. Größte Auswahl, umfassende Garantie für guten Schuß und Solidität. Preislisten gratis und franko. Fr. Körner, Gewehrfabrik, Siegen. Preußische Lotterie=Lose 3. Klasse 181. Lotterie(Zieh. 9.—11. 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