Bezugspreis mit Botenlohn: 215 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer, Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzettschrift„hör mit mir“, 45 Pf. monauich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Taupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag, 1. April 1938 45. Jahrgang Nummer 77 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite.5 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil. Familienanzeigen und Siellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= und Sportkalender im Tertteil 10 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 9 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551—54 Ais Girgerrehrenffr...... Die österreichische Legion auf der Fahrt in die Heimat— Herzlicher Empfang Salzburg, 31. März. Die österreichische Legion, d. h. die braven Männer aus Oesterreich, die wegen ihres Bekenntnisses zu Adolf Hitler ins Reich flüchten mußten, kam heute früh in Stärke von mehreren tausend Mann nach Salzburg, wo auf dem Domplatz die feierliche Uebergabe von 15 Sturmfahnen der SA.=Standarte 59 erfolgte. Darunter befand sich die Fahne des Traditionssturmes 1/59, die schon im August 1923 von dem damaligen Obersten SA.=Führer Hermann Göring der SA. in Salzburg übergeben worden war. „Auf dem Wege von Freilassing, jenseits der Brücke auf bayrischem Boden, bis nach Salzburg, grüßen die Menschen die Heimkehrenden. Immer wieder branden ihnen„Heil=Hitler=Rufe“ entgegen. Es regnet Blumensträuße. In Salzburg selbst kennt der Jubel keine Grenzen. Wie Mauern stehen die Menschen. Triumph= pforten haben sie errichtet. Wagen für Wagen rollt hindurch.„Wir grüßen Euch in Eurer Heimat!“, so lauten die Spruchbänder über den Straßen. Immer dichter wird das Menschenspalier, je näher es dem Domplatz zugeht. Ein Ehrensturm der Salzburger EA. hat hier Aufstellung genommen. Die nationalsozialistische Jugend säumt die Fronten des Platzes. Dahinter drängen und schieben sich die Menschen. Zahlreiche Ehrengäste der Partei, des Staates und der Wehrmacht und Vertreter aller Behörden sind zur Stelle. und es ist ein Fragen und ein Erzählen, das kein Ende Tief zu Herzen gehend ist das Wiedersehen, manches hmen mist uspet unt# Auge wird feucht. Als gequälte, geveinigte, unterdrückte nehmen will. Durch das Salzburger Land geht die Fahrt. Ueberall recken die Menschen die Hand zum Hitler=Gruß, und wenn es nur irgendwie möglich ist, stecken sie„ihrer“ Legion Blumensträuße oder Rauchmaterial zu. Der Bauer verläßt den Pflug auf dem Acker, der Arbeiter die Baustelle, die Jugend stürmt aus den Schulen, und die Frauen laufen aus den Häusern und grüßen und rufen und winken. i..2 8eJaumt 8. Gegen Mittag hat die Spitze der Kolonne den Gau Oberösterreich erreicht. Die an der Straße liegenden Ortschaften sind in ein Fahnenmeer, getaucht Auge wird feucht. Als gequälte, gepeinigte, unterdrückte und unterjochte Menschen nahmen sie seinerzeit Abschied, heute aber kehren sie wieder zurück als freie, stolze und glückliche Deutsche. In Wels wurde das Eintreffen der Legion erst in den Vormittagsstunden bekannt. Im Nu aber hatte die Stadt ihr Festkleid angelegt. Rot leuchtet es von den Häusern und Fenstern. Zahllos sind die Fahnen und zahllos auch die Menschen, die die Legion erwarten. Gegen 16 Uhr erreichte die Spitze des Zuges die Stadt. Teile der Brigade 3 verbringen die Nacht zum Freitag in Wels, der Rest der Brigade und die Brigade 1 der Legion in gpreschaften, sind in ein Fahnenweer., Vetczrcgt,.16#ihen im Umkreis van Vöcklamarkt und Vöcklabruck sind bereits passiert und lbleiben im Umkreis von die Kolonne nimmt ihren Weg über Attmang nach] Am Samstag erfolgt der Einzug Lambach, wo der Führer die Schule besucht hat. Kein Wien und dann ist ihr Marsch beendet und ihre letzte Haus ist hier ohne Fahne, kein Fenster ohne Schmuck. Sehnsucht in Erfüllung gegangen. Rühine bolan der Eegion Rückgabe der alten Sturmfahnen in Salzburg Um 8 Uhr marschiert ein Ehrensturmbann der Legion, der kurz vor dem Weichbild der Stadt die Wagen verlassen hat, im Paradeschritt auf dem Domplatz auf. Die 15 alte Sturmfahnen der Standarte 59 Salzburg tragen die Legionäre in ihren Reihen. Der Gauleiter von Salzburg, Wintersteiger, heißt mit herzlichen Worten die Legion in der befreiten Heimat willkommen und gibt der Freude Ausdruck, daß sie die Fahnen wieder mitgebracht hat, die das Land solange vermissen mußte, die aber nun den braunen Bataillonen wieder vorangehen werden jetzt und immerdar! Dann steht Obergruppenführer Reschny vor den Kameraden. Er erinnert an die Zeit vor 15 Jahren, als der damalige Oberste SA.=Führer Hermann Gö, ring der Salzburger SA. die erste Sturmfahne übergeben hat, zeigt dann mit knappen Worten die Entwicklung der nationalsozialistischen Bewegung auf und betont, daß aus einem kleinen Häufchen ein ganzes Volk und aus der einen Fahne der Bewegung die neue deutsche Reichsfahne geworden ist. Und jetzt folgt ein Augenblick, der alle bis ins Innerste ergreift und packt, die auf dem Domplatz stehen. Unter den Klängen des Präsentiermarsches geben die Legionäre die alten Sturmfahnen, die sie draußen im Reich so treu und sicher verwahrt hatten, zurück in die Hände ihrer Kameraden der Brigade Salzburg. Standartenführer Patzelt der Führer der Brigade 8 Salzburg, dankt in soldatisch knappen Worten für die ehrenvolle Verwahrung der Sturmfahnen und gelobt, sie so in Ehren zu halten, wie sich das für alte SA.=Männer geziemt. Ehrung der Toten Der erste Gruß der Legionäre gilt den Toten der Bewegung. Die heimgekehrten Fahnen senken sich, die Hände reckten sich zum stummen Gruß und die Kapelle spielte das Lied vom guten Kameraden. Aus der Domkirche klingt dann leise und getragen das Lied des unsterblichen Freiheitskämpfers Horst Wessel. Ein Sprecher verliest die Namen der Männer, die im Gau Salzburg ihr Leben für die Bewegung geopfert haben. Auf dem Residenzplatz nimmt dann Obergruppenführer Reschny mit den Ehrengästen den Vorbeimarsch des Ehrensturmbannes der Legion ab. Die Menschenmassen, die dem Schauspiel beiwohnten, brechen immer wieder in Heilrufe aus auf ihre braven Legionäre. Danach begibt sich Obergruppenführer Reschny auf den Friedhof in Salzburg und legt einen Kranz nieder, dessen Hakenkreuzschleife die Aufschrift trägt:„Den toten österreichischen Kameraden— die österreichische Legion. Der Obergruppenführer.“ Einige Minuten verweilt der Obergruppenfuhrer dort in stillem Gedenken an die Tolen. Einen zweiten Kranz widmet er den Eltern des Führers auf dem Friedhof in Leonding. Hinein in das deutsche Oesterreich Inzwischen hat der Ehrensturmbann der Legion seine Wagen bestiegen, denen sich auch die übrigen Fahrzeuge wieder anschließen. In endloser Kolonne geht die Fahrt der Legion weiter, hinein in das Land Salzburg, hinein nach Oberösterreich, hinein in die Heimat, in das deutsche Oesterreich, von dem brausenden Jubel der Volksgenossen begleitet..un 16. 60 Kilometer lang ist die Kolonne und zählt über 900 Fahrzeuge. Kraftwagen, Krafträder, Lastwagen, Personenwagen— und auf allen Sitzen Männer mit lachenden Augen und pochenden Herzen, beglückt durch das Bewußtsein, oaß sie jetzt wieder, endlich wieder, in ihrer Heimat sind, im deutschen Oesterreich, im großen deutschen Vaterland. Immer wieder grüßen sie den Führer, den Schöpfer dieses großen Deutschen Reiches. Viel zu langsam zieht sich die Kolonne vorwärts für diejenigen, die in den Wagen und auf den Krafträdern sitzen, viel zu rasch aber für die vielen Hunderte und Tausende, die auf der Strecke Spalier stehen, die Stunden um Stunden gewartet haben. Wo nur immer ein Wagen hält, wird er von der Bevölkerung umringt, In dem stolzen Augenblick, in dem die österreichische Legion in die Heimat zurückkehren darf, richten sich die Augen des ganzen deutschen Volkes und auch des Auslandes auf diese braunen Männer, die jahrelang für den Führer gekämpft, gelitten und gearbeitet haben. Nur wenigen ist bekannt, daß der größte Teil der Last des Kampfes um die Befreiung der Heimat auf den Schultern dieser Männer ruhte. Gibt es doch nur wenige Legionäre, die nicht die Arreste und Konzentrationslager kennengelernt hätten, keinen, der nicht seine Existenz verloren hätte und seine Familie verlassen mußte. Ihnen allen ist der Führer der österreichischen Legion, Obergruppenführer Reschny, leuchtendes Vordeutsches Gut und Volksvermögen zu schützen und zu mehren. Die rein SA.=mäßige Leistung der Legionäre gibt dasselbe großartige Bild ihres Einsatzes. Wenn sie bei den Reichsparteitagen oder anderen deutschen Veranstaltungen in strammer, soldatischer Haltung defilierten, wenn ihre Musikzüge im Rundfunk oder beim Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg 1936 oder in den Werken tausender großer Industriebetriebe usw. deutsche Volksgenossen ergötzten, dann zeigten sie, daß sie nicht nur zu arbeiten verstanden, sondern daß sie auch deutschen Volksgenossen Freude in freien Stunden bringen konnten. Groß waren ihre Leistungen und Erfolge auf sportlichem Gebiet. Der Reichswettkampf der SA. in Berlin 1937, die NS.=Kampfspiele 1937 in Nürnberg gaben ihr Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Ausgezeichnet waren die Leistungen bei den Gepäckmärschen, wo man sie überall unter den Besten fand. Ueberaus groß und für die SA. ehrend waren die Erfolge der Legion, wo immer eine Schiesportveranstaltung durchgeführt wurde. Diese kurze Uebersicht zeigt, daß die Legion, wo imwer sie vor eine Aufgabe gestellt wurde, diese unter Einbild gewesen. Das Opfer der Legionäre— fern der Heimat und ohne Verbindung mit ihr— bildet ein Ruhmesblatt mehr in der Geschichte der Sturmsoldaten Bührers„ Aturg Geshichtsschreibung wich all. Erst eine spatere Geschichtsschreidung wird alle diess Dinge zu würdigen wissen, auch die fruchtbringende Arbeit, die die Legionäre im Reich geleistet haben. Ihre große Arbeitsleistung stellt wohl der Bau der Autostraße auf dem Wallberg dar, die, zur Hälfte vollendet, als ewiges, Denkmal der SA. im Som= me. ue vor eine###,, eg# i gim. mer 1937 durch Stabschef Lutze dem Verkehr übergeben satz ihrer ganzen Kraft löste. So mögen die Leistungen werden konnte. Auch im Katastropheneinsatz stellten die der Legionäre dem ganzen deutschen Volk, besonders Legionäre ihren Mann, bei Ueberschwemmungen durch Wortenbruche und Wildwasserverheerungen und bei Bränden. Sie waren überall dort zu sehen, wo es gati, gen durch aber der heranwachsenden deutschen Jugend zeigen, daß und bei es nur einen Weg zum Erfolg gibt: durch Kampf zum galt, Sieg! 100 v. H.„Fa“ Die erste Abstimmung für das wiedervereinigte Reich— An Bord des Schulkreuzers„Emden“. vor Bilbao dub Bilbao, 31. März. Die erste Wahlabstimmung für das wiedervereinigte Reich fand am Donnerstag an Bord des Schulkreuzers„Emden“ im Hafen von Bilbao statt. An der Abstimmung nahmen die in Bilbao und der näheren und weiteren Umgebung wohnenden Deutschen und Deutschösterreicher sowie die Besatzungen der zur Zeit in Bilbao liegenden deutschen Handelsschiffe teil. Es wurden weit über 400 Stimmen abgegeben, die zu 100 v. H. auf„Ja“ lauteten. Die Wahlbeteiligung betrug auf Grund der Abstimmungslisten ebenfalls 100 v. H. Auch die Kranken, darunter eine 76jährige Greisin aus Oesterreich, waren erschienen. Mehrere Volksgenossen hatten den 250 Kilometer weiten Weg von Burgos nach Bilbao zurückgelegt. Andere kamen aus Vitoria und noch entfernteren Orten. Der Abstimmungserfolg ist um so denkwürdiger, als der Abstimmungstermin erst am Mittwoch angekündigt worden war. Die Tatsache, daß alle Stimmberechtigten zur rechten Zeit verständigt werden konnten, stellt einen beachtlichen organisatorischen Erfolg der Ortsgruppe der NSDAP. in Bilbao und ihres Organisationsleiters dar. „Erster Marschall des Imperiums“ Viktor Emanuel III. und Benito Mussolini die ersten Träger des neuen Titels Rom, 31. März. Die faschistische Kammer ist am Mittwoch abend kurz nach der Senatsrede Mussolinis zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten, in der in Anwesenheit des Außenministers, des Parteisekretärs und des Korporationsministers ein Gesetzentwurf angenommen wurde, durch den in Italien der Titel„Erster Marschall des Imperiums“ geschaffen und gleichzeitig dem [König von Italien und Kaiser von Aethiopien sowie Benito Mussolini verliehen worden ist. Der Kammerpräsident begab sich mit diesem Gesetzentwurf sofort in den Senat, der das Gesetz einstimmig genehmigte. Der Führer an Marschall Mussolini anb Berlin, 31, März. Der Führer und Reichskanzler hat an den italienischen Regierungschef Benito Mussolini nachstehendes Telegramm gerichgt:.z, gn. m. lini ale mm. „Ich sende Ihnen, Benito Mussolini, als dem Marschall des Imperiums meine herzlichen Grüße. Ich verbinde sie mit meinen Wünschen für die Größe Ihres I faschistischen Italien.(gez.) Adolf Hitler.“ Cruppen Foankrs sehen Eus Minkenneer auf 45 Kilometer herangerückt— Andauernder Vormarsch auf 300 Kilometer breiter Front Bilbao, 30. März. Auch am Donnerstag setzten die nationalen Truppen auf der rund 300 Kilometer breiten Front, die sich von den aragonischen Pyrenäen östlich von Jaca bis in den Norden der Provinz Castellon hinzieht, ihren Vormarsch fort. Während die Kolonnen in Südaragon eine Stellung Gandesa nach der anderen eroberten, drangen die Navarra=Brigaden nördlich von Caspe nach Säuberung des Nonaspe=Gebirges bis Batea vor und erreichten an der Straße Caspe—Gandesa Stellungen, die noch 50 Kilometer vom Mittelmeer und 15 Kilometer von Ronca e Nur. SIEE FRNTEREICH gmpo: Sgt Cs#% Bengbgre Orgaße„.## E Gorbastro Pr. AAch GRe e 4r Beichte teria Hertat Altaniz Kcasp Ichris Mllete : Norella Sehene e K sabade Borgas Free! AkKAGUNA TORTOSA Blaues Malare ELONA * Vinarez tront am 22. Marz Von den Nationalen seit 22 Mara besetat 15# Inzwischen sind die nationalspanischen Truppen weiter vorgedrungen entfernt liegen. Die Legionärsformationen im Abschnitt von Alcaniz stießen bis zur Grenze der Provinz Tarragona vor. Nordöstlich von Teruel wurde der Vormarsch in das Innere der Provinz Castellon fortgesetzt und Monroyo eingenommen. Nach heftigen Kämpfen im Marcos=Gebirge und im Menadella=Gebirge wurden 10 Kilometer vor Morella Stellungen bezogen, von denen aus in etwa 45 Kilometer Entfernung das Mittelmeer bereits zu sehen ist. Im mittleren Abschnitt konnte durch Säuberung der Hauptstraße Huesca—Lerida bis Binefar und des Pennarroya=Gebirges bis südlich von Binaced die Nordsüdverbindung Monzon—Fraga völlig frei gemacht werden. Die nationalen Flieger, die fortgesetzt die Bewegungen der Bolschewisten in ihrem Hinterland beobachten, warfen über Barcelona Millionen von Flugzetteln ab, in denen unter Hinweis auf das sozialpolitische Programm und die Aufbaupläne General Francos die bolschewistischen Machthaber erneut aufgefordert wurden, den sinnlosen Widerstand endlich aufzugeben. Dem Heeresbericht vom Mittwoch zufolge setzten die nationalen Truppen ihren Siegeszug an der Aragon=Front fort und besetzten nördlich wie südlich des Ebros zahlreiche Ortschaften und Stellungen der Roten. Die im Norden operierenden Truppen stehen nur noch wenige Kilometer vor Lerida. Im Süden des Ebros überschritten sie bereits den rechten Ebro=Nebenfluß Matarrana an mehreren Stellen in östlicher Richtung. Neben umfangreichem Material fielen zahlreiche Gefangene in die Hände der Nationalen, darunter ein geschlossener Brigadestab. Ein im Sektor Cerollera durchgeführter Gegenangriff kostete die Bolschewisten mehrere hundert Tote, ohne ihnen den geringsten Erfolg zu bringen. Auch an anderen Stellen, wo der Gegner zum Teil mit Tanks angriff, wiesen die Nationalen jeden Gegenangriff ab. Wie der Frontberichterstatter des nationalen Hauptquartiers meldet, haben die Bolschewisten den Damm des Stausees Evera gesprengt und eine große Ueberschwemmung verursacht, ohne jedoch den Vormarsch der Nationalen aufhalten zu können. In den katalanischen Ortschaften, die von den nationalen Truppen besetzt wurden, bereiteten ihnen die Einwohner einen jubelnden Empfang. Sie berichten, noch ganz mit Schrecken erfüllt, von den Greueltaten der Seite 2 Nr. 77] Bochumer Anzeiger] Freitag, 1. Avril 1938 S 85 anarchistischen Horden, die alle rechtsstehenden Personen, Frauen und Kinder sowie alle Mönche des Klosters Pueyo ermordeten. Allgemeine Flucht aus Barcelona Der Vormarsch der nationalspanischen Truppen in Katalonien hat nach einem Bericht des Pariser„Journal“ aus Barcelona in der katalanischen Hauptstadt sehr demoralisierend gewirkt. Die Bevölkerung verlasse die Stadt, und den ganzen Tag über sehe man Flüchtlingskarawanen, die das flache Land aufsuchen. 30 Kilometer im Umkreis der Stadt seien alle Dörfer und Orte mit Flüchtlingen überfüllt. Randbemerkungen era Der Hührer in der alten Neichestaet Frunkfurt Ein Begeisterungssturm empfängt Adolf Hitler— 500 000 Menschen auf der Triumphstraße 9; Mür= zumnbeschreiblichen Jubelsturm ausbrach, der sich immer mien, deren Blicke unverwandt stundenlang auf Frankfurt a.., 31. März. Nach einer beispiellosen Triumphfahrt durch das blühende Land am Rhein traf der Führer um 16.55 Uhr auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ein. Unendlicher Jubel umbrandete an allen Zwischenstationen vor Frankfurt, die der Zug in langsamer Fahrt passierte, den Schöpfer des großdeutschen Reiches. Auf den Vorortbahnsteigen drängten sich die Massen begeisterter Menschen. Kultureller Anschluß Reichsminister Dr. Goebbels hat mit seiner grundlegenden Rede vor der österreichischen Künstlerschaft in der Wiener Hofburg den kulturellen Anschluß Oesterreichs an das nationalsozialistische Reich formell vollzogen. Denn innerlich, geistig und gefühlsmäßig, bestand er immer. Reichsdeutsche Dichter waren in Oesterreich ebenso gelesen und geschätzt wie österreichische im Reich. Hier auf künstlerischem und geistigem Gebiet war trotz hoher und tiefer Politik niemals das„große Reich der Deutschen" zerschlagen oder zerrissen worden. Die Beziehungen zwischen Wien, der Hauptstadt der ehemaligen Doppelmonarchie, und der des kleineren Deutsch=Oesterreichs und dem deutschen Volke waren höchstens in den letzten fünf Jahren von derselben Clique unterbunden oder offensichtlich zerstört, die aus der deutschen Kunst einen volitischen Jahrmarktsrummel zu machen versuchten. Dr. Goebbels hat über die Größenverhältnisse zwischen den deutschen und den nichtarischen Kunstbetrieben in der Donaustadt aufschlußreiche Zahlen gegeben. Sie wirken in ihrer Größe noch eindrucksvoller, als es für die Situation im System=Berlin zutraf. Tgfärenzungsstrich ist mit dem 13. März gezogen., Diesec,Tag befreite nicht nur die deutsch=österreichische Politik, ebenso einschneidend wurde dieser Tag für die geistige ugd, kal; turelle Befreiung der geistigen und künstlerischen Gebiete Deutsch=Oesterreichs. Jetzt hat Dr. Goebbels die jungen Kulturkräfte des deutschen Oesterreichs durch seinen glü henden Appell organisch zusammengefaßt. Gewiß, mancher österreichische Künstler wird sich umzustellen und auf die volkspolitischen Aufaaben seiner künstlerischen Sendung einzustellen haben. Das ist Vorb künstlerische Betätigung im nationalsozialistischen Deutschland. Die Künstler Oesterreichs stehen bereit. Wir danken ihnen! unbeschreiblichen Jubelsturm ausbrach, der sich immer wiederholte, besonders, als die Tochter des Gauleiters dem Führer einen prächtigen Blumenstrauß überreichte. Nachdem der Führer die Fronten der Ehrenformationen der Gliederungen der Partei, der Wehrmacht, der ½Verfügungstruppe und der Schutzpolizei abgeschritten hatte, bestieg er seinen Wagen und hielt nun seinen ttiumphalen Einzug in die alte Reichsstadt. Hunderttausende, fast alle mit kleinen Fähnchen in den Händen, umsäumten den Weg des Führers und gaben jubelnd ein unvergleichliches Bekenntnis zu ihm. Nur Gonz longlg,u,„espermannschaften hatten ale Mübe, um Dolmann]ven, und die— der Zette durch die begeisterte Menge und Schroth, den Oberpräsidenter, Hessen und die übrigen Zum vmihrersunter Hoern=Portal F# verbziustraf, setzte, das Geläut der Glocken, das ihn sönlichkeiten. Kaum war der Führer unter vem Pottat terplatz ega trttz. sichtbar, als die unübersehbare Menschenmenge in einen bis zum Römerberg begleitete, Iin Kratsersaatdes Roiners Der Duce warnt „Heute ist das stolze Wort von der Nation in Waffen gefallen. Italien steht im Frieden wie im Kriege blindlings unter dem Kommando des Duce. bereit, zu handeln.“ Mit diesen Worten gibt der Messaggero“ seiner tiefen Befriedigung über die gestrige Rede des Duce über die italienische Wehrmacht Ausdruck. Mussolini sprach als verantwortlicher Minister aller drei Wehrmachtteile, des Heeres, der M rine und der Luftwaffe. Die Bedeutung seiner Ausführungen wird dadurch gekennzeichnet, daß die Rede über alle italienischen Sender und verschiedene ausländische Sender übertragen wurde. Mussolini sprach in seiner Art. Seine Sätze fielen gemeißelt, deutlich erkennbar an die Adresse derjenigen, für die sie bestimmt waren. Eine Warnung an alle diejenigen, die vielleich ihr eigenes innervolitisches Fiasko durch Stiftung außenpolitischer Unruhe abzureagieren versuchen. Fingerzeig an die notorischen Friedensstörer, die sich vielleicht mit dem Gedanken tragen, die rotspozMggg lini grag von iver,„Sinmischuggereizschafteveinez Polles in Waffen, der sofortigen Bereitschaft eines Voi#es in Waffen, falls irgendein Faktor in Europa dies notwendig machen sollte. Das Wort des Ministers ist eine Warnu# eine Bestätigung des auch vom nationalsozialistischen Deutschland verfolgten Grundsatzes: Wenn du den Frieden willst, so rüste für alle Kriegsfälle. Nur Sicherheit macht stark. Nur der Starke kann Die Mahnung kommt zur rechten S6ot, Tseigz gur, spielen einige französische Kreise sehr leichtsinnig mit dem Gedanken eines Eingreifens in Spanien. Der aufhaltsame Siegeszug der nationalspanischen Truppen in Katalonien läßt die Volksfront=Idealisten nicht schlafen. Diese Einmischungsabsichten sind in den politischen Zirkeln der französischen Hauptstadt so weit gediehen, daß jetzt sogar das„Journal des Débats“ eine ernste Warnung an die Regierung Blum in einem Leitartikel richtet und sie auffordert, von diesen dunklen spanischen Plänen abzusehen oder zum mindesten ihr Einverständnis mit diesen Einmarschabsichten zu dementieren. Das sei nicht geschehen, sagt das Blatt. Noch das rechtsgerichtete Pariser Blatt„Gringoire", das von einem anderen Plan der Pariser Regierung spricht. Dort heißt es, daß man den weiteren Vormarsch in Katalonien abwarten wolle, um dann eine Einmischung für die Katalanen und alle übrigen Bolschewisten unteg. dem für die englist benfole Oertgegengetreten. Er hat keinen Zweifel darzu den diplomatischen Winselzügen in der Welt starkt machen. Dieses Prinzip hat Ereignisse der letzten Wochen nur noch verstärkt hat. Horr! Das Todesurteil über die Bitte, der nächste Herr: gegenwärtige Volksfrontu. Balsige Selesteschetlfe ad. De Kaeshae be Stadt Frankfurt. Besonders prächtig nimmt sich die Fassade des Römers aus, dessen überaus reicher Flaggenschmuck durch lange goldene Fahnenbänder noch verschönt wird. Vom Turm der uralten Nicolaikirche wehen bis zur Hälfte des Turmes reichende Fahnen herab und die malerischen Dächer überragt der fahnengeschmückte Dom. Kopf an Kopf bis dicht an die einmündenden Gassen hinein, stehen die Menschen zu Zehntausenden und schwingen freudig bewegt ihre Fähnchen. Der Führer grüßt mit erhobenem Arm die ihm zujubelnde Menge und betritt dann den ehrwürdigen Römer. Am Eingang der Römerhalle wird der Führer vom Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt a.., Staatsrat Dr. Krebs, mit kurzen Worten begrüßt und durch die herrlich geschmückte Halle über die von prächtigem Blumenschmuck flankierte Kaisertreppe zum Kaisersaal geleitet. In diesem von der Geschichte des Ersten Deutschen Reiches umwobenen Saal, dessen Wände die Bilder deutscher Kaiser längst vergangener Jahrhunderte schmücken, haben sich die Gauamtsleiter des Gaues, die Generale und höchsten Offiziere, die leiter der Partei, die Spitzenvertreter der Behörden und die Stadträte und Ratsherren der Stadt Frankfurt a. M. eingefunden. Der Führer begrüßt jeden einzelnen mit Handschlag, und dann richtet Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs eine Begrüßungsansprache an den Führer. Nachdem der Oberbürgermeister dem Führer für seinen Besuch in der Stadt des deutschen Handwerks gedankt hatte, sagte er u..: „In diesen Räumen des Römers stehen wir auf einem durch die große Vergangenheit unseres Volkes geweihten Boden. Durch die Jahrhunderte hindurch sind in Frankfurt a. M. die deutschen Kaiser worden und haben hier ihre Krönungsfestlichkeiten begangen. Bereits im Jahre 1356 ist Frankfurt durch die Goldene Bulle Karls IV. zur gesetzlichen Waylstatt erhoben worden. War das Reich auch 1806 zu Grunde gegangen, so lebte doch im Volke selbst unversiegbar der Glaube und die Hoffnung auf ein Reich der Deutschen weiter und fand seinen stürmischen Ausdruck in der großdeutschen Erhebung von 1848, wo die Bannertrager dieser Idee in der Paulskirche zusammentraten, um eine neue Reichsverfassung zu schaffen. Aber auch dieses Einigungswerk scheiterte an der Eigensucht und Eifersüchtelei der Fürsten, die um ihre Rechte und ihre dynastischen Belange bangten. Und wiederum erklang die Sehnsucht nach des Freiheitssängers Arndt, des Turnvaters Jahn und ser Einheit kam die Trennung und, Z 6g, Spzagzehzrig Ihnen, mein Führer, blieb es durch die Vorsehung vorbehalten, und Ihrer genialen Schöpferkraft ist es gelungen, dieses neue Reich, das wahre Reich der Deutschen, zu schaffen, das sich nicht stützt auf Bundesverträge und nicht gründet auf die Souveränität von Staaten und Ländern, sondern einzig und allein wurzelt in der Souveränität des deutschen Volkes und in der Liebe des ganzen Volkes zu seinem als Retter aus dem Chaos erstandenen Führer, und dessen staatliches Leben sich vollzieht unter dem großen und ewigen Gedanken: ein Reich, ein Volk, ein Führer!“ Tiefbewegt gibt darauf der Führer der Bedeutung der denkwürdigen Stunde Ausdruck:„Ich daß ich diese Stadt heute betreten kann als einer Sehnsucht, die einst hier ihren tiefsten Ausdruck fand, und ich bin vor allem glücklich, daß ich dabei ersten Male in meinem Leben in diesem herrlichen Saale weile. Das Werk, für das vor 90 Jahren unsere Vorfahren kämpften und bluteten, kann nunmehr als vollbracht angesehen werden. Ich bin dabei der Ueberzeugung und der felsenfesten Zuversicht, daß dieses Werk, das neue Großdeutsche Reich, für alle Zukunft besteh wird; denn es ist getragen vom deutschen Volke selbst und begründet auf die unvergängliche Sehnsucht des deutschen Volkes nach einem Reich.“ Mit herzlichen Worten dankt der Führer abschließeno der Bevölkerung der Stadt Frankfurt a. M. für den Empfang, den sie ihm bereitet habe. Sprechchöre rufen nach dem Führer Die Zehntausende auf dem Römerberg, die den feierlichen Begrüßungsakt, durch. Lautsprecher übertragen, miterlebt haben, verlangen nun stürmisch nach dem Führer. Ihr durch ununterbrochene Sprechchöre zum Ausdruck gebrachter Wunsch wird erfüllt. Der Führer tritt mit dem Gauleiter auf den Balkon des Kaisersaales hinaus. Nun braust der Jubel orkanartig über den Platz. Immer wieder grüßt der Führer die Menge, die nicht müde wird in ihren begeisterten TreuebezeiAdolf Hitler trägt sich darauf in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt ein und besichtigt noch den Bürgersaal mit seinen großen historischen Wandgemälden und verläßt dann den Römer. Seine Fahrt zum Hotel Baseler Hof gestaltet sich zu einem neuen Triumpy. Vor dem Baseler Hof rufen Zehntausende in Sprechchören ununterbrochen nach dem Führer, der sich ihnen auch wiederholt, umbrandet von leidenschaftlicher Begeisterung, auf dem Balkon des Hotels zeigt. Einer Gruppe BdM.=Mädchen ist es gelungen, bis zum Führer vorzudringen, der jedem der frischen, glückstrahlenden Mädel die Hand reicht und sich von ihnen Blumen überreichen läßt. men, deren Blicke unverwandt stundenlang auf den Führer gerichtet sind. Neue Zustimmungskundgebungen begleiten den Führer, als er davon spricht, welche glücklichen Auswirkungen die nationalsozialistische Erhebung unseres Volkes gebracht hat, als er mit Stolz und Genugtuung feststellt, daß der Nationalsozialismus Deutschland wieder politisch zu Ansehen in der Welt geholfen hat, daß er Deutschland einen neuen wirtschaftlichen Aufstieg brachte, daß aber höchstes wirtschaftliches Glück nur Völkern zuteil werde, die sich dieses Glückes durch ihre Gesamthaltung verdienen. Ein neuer Jubelsturm bricht aus, und die Menschen springen wieder von ihren Plätzen hoch, als der Führer dann mit leidenschaftlich bewegter Stimme erklärt, daß er, wenn er das Versailler Friedensdiktat Seite für Seite zerrissen habe, sich nicht als Rechtsbrecher, sondern als Rechtswiederhersteller, nicht als Vertragsbrecher, sondern als ein Mann fühle, der es nur ablehne, ein Friedensdiktat als heilig anzusehen. Mit bewegten Worten schildert der Führer dann die Not des österreichischen Volkes unter dem Friedensdiktat und unter dem sogenannten demokratischen Regime. Als er weiler ausführt, wie er selbst von seiner Jugend an nichts anderes gekannt habe als sein deutsches Volk, als die Wiederauferstehung des deutschen Volkes, unterbrechen ihn die bewegten Massen minutenlang durch Beifallsstürme. Und als der Führer mit einem neuen Bekenntnis seiner Liebe und seines Vertrauens zum deutschen Volk seine Rede schließt, kennt die Begeisterung dieser Massen überhaupt kein Ende mehr. Der Fütrer speichrin der Festhatle Uhr beginnt die Fahrt des Füh=lderienigen, die ihr Leben für Deutschland hingegeben eseng Dad von Blam verlangte Volnachzgse, um mindesten in ihren Auffassungen entgegensieben. Eine dieser sozialistischen Gruppen fordert die Devisenkontrolle die zweite die Zwangswirtschaft und die dritte möchte so schnell wie möglich die Sozialisierung der Großindustrie durchführen. Dazu kommt die O stion der Radikalsozialisten gegen die Pgr. rPlgur, se forderten Vollmachten, die ja in anderer Form bereits zweimal vom Senat abgelehnt worden waren un die jetzt ebenfalls die Krise und den Rücktritt der megierung Blum beschleunigen werden. Schon gestern hat der Sonderausschuß der radikalsozialistischen. Partei getagt, der nur im Zusammenhang oder in Vorahnung einer Regierungskrise zusammentrat. Man hält es für wahrscheinlich, daß die radikalsozialistischen der Regierung Blum schon vor Beginn der parlamentarischen Schlacht zurücktreten, den Blum, wie er den Journalisten mitteilte, nicht fürchtet. Erfolgt jedoch dieer vorzeitige Rücktrit, so wird Blum nichts me Ha,in Verro,rasse, esgr ein Se zeigt sich die sich anbahnende oder bereits volzogenel ansehen und ausnuten. Kurz nach 18.30 uyr beginnt die Fahrt des rers zur Festhalle. Sowohl der geräumige Bahnhofsplatz wie auch die breite Hohenzollernstraße sind feenilluminiert. In den hellen Schein der Bogenlampen sowie der Lichterketten, die die Straßen überspannen, und die Menge der jedem Fenster stehen, mischen sich das satte R von hohen Flaggenmasten und von allen Ponzern Bängenden Hakenkreuzfahnen, das Gold der der, die diese Fahnen umranden, und das Grün des Tannenschmuckes, das die Häuser ziert. Jubel kündet von ferne die Anfahrt des Führers, und wie eine einzige riesenhafte Wede giz zur Feshale Freudegrufe über den ganzen Weg bis zur, straße wird, stehen wohl eine halbe Million Menschen, Die große etwa 20.000 Pgigneg, foserunz, tie ausgeschmückte Festglgesigt,#0 ruhe auf den allerletzten Plaßz pesetzt, und Freude und Zuversicht liegen auf den Gesichtern aller dieser Menschen. Große Spruchbänder künden von den Taten des Fuyrers und von der Treue seines Volkes. Unter dem Jubel der in der Festhalle versammelten Massen erfolgk um 19.40 Uhr der Einmarsch der Standarten und Fahnen der Bewegung und ihrer Gliederungen sowie des Heeres und der Luftwaffe. Während die Feldzeichen auf den hohen Treppen zu beiden Seiten der Ehrentribüne Aufstellung nehmen, rücken vier Kompanien des Heeres und eine Kompanie der Luftwaffe sowie die Ehrenformationen der Parteigliederungen in die Gänge ein, die bisher im Parkett de Halle zwischen den Sitzreihen noch freigehalten sino. Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger erö um 20 Uhr die Kundgebung und gedenkt zunächn aller verjenigen, die ihr Leven„ul Teglschtng„ngegeein haben, der Millionen Opfer des Weltkrieges in Deutschland und im ehemaligen Deutschösterreich, der Nationalsozialisten, die in Treue zu Volk, Führer und Reich gefallen sind, und auch all derer, die im Lebenskampf an ihren Arbeitsstätten ihr Leben für ihr Volk gelassen haben, insbesondere der Opfer, die das Bauunglück in Frankfurt am Mittwoch forderte. In einer Minute tiefen Schweigens ehrten die Zehntausende diese Helden. In seiner Ansprache gedenkt der Gauleiter weiter all der Männer, die sich seit Jahrhunderten für den Gedanken der deutschen Einheit eingesetzt haben. Er erwähnt dabei besonders den Versuch der deutschen Einigung im Jahre 1848. In dem Augenblick, als der Gauleiter in der Festhalle seine Rede beendet, betritt der Führer die Halle. Die 20000 Menschen springen von ihren Sitzen hoch und stimmen ein in die Jubelrufe, die noch von draußen her zu hören sind. Sie grüßen den Führer, der mit seiner Begleitung auf der Ehsezenschggeifihet nimmt, in einer überwältigenden, leidenschaftlichen Weise, die sich minutenlang in Sieg=Heil=Rufen Luft macht. Der Beifallssturm der Massen will fast kein Ende nehmen. Er übertönt alle Anstrengungen der Musikkapelle, und er lebt noch einmal auf, als der Gauleiter den Führer als den Einiger Deutschlands begrüßt. Krise— hat Blum die entscheidende Kabinettssitzung auf den Samstag und die Finanzdebatte im Parlament auf Sonntag verschoben. Die Krise und der wahrscheinliche Rücktritt sind fällig, nachdem die Vollmachten, die Blum verlangt, vor 14 Tagen bereits dem Ministerpräsidenten Chautemps verweigert worden waren. Frankreich lebt alse, wieder einmal in innerpolitischer Hochspannung. Wir jeooch, die ruhigen und objektiven Beobachter dieser Dinge im Nache n zesen uns mit vollem Recht etwas stolzer Dann stehtder Führer am Rednerpult Wieder setzt der gewaltige, himmelanstrebende Jubel ein, der mitreißende unwiderlegbare Ausdruck des tiefsten Vertrauens, der herzlichsten Zuneigung, der innigsten Liebe. Der Führer spricht in dieser weihevollen Stunde in der Frankfurter Festhalle von der großen Geschichte der alten Reichsstadt. Ergriffen lauschen die Massen den Worten des Führers, des Mannes, der wie kein anderer in der Geschichte der Jahrtausende so Großes und Bleibendes für sein Volk geleistet hat, als er der verschiedensten anderen Staatsmänner wie Bismarck gedenkt. Mit stürmischer Zustimmung folgen sie den Ausführuner sozialistischen Bewegung und über die ErziehungsaufUeber diesen Beifallssturm erheben sich schließlich die Klänge der nationalen Hymnen, die mitgesungen werden als ein Treuschwur für den Führer, als eine Verpflichtung des ganzen deutschen Volkes für den 10. April. „Weder Einsicht noch guter Wille“. Sudetendeutsche Erklärung im Prager Abgeordnetenhause zu einer verständnislosen Stellungnahme der tschechischen Regierungsparteien zur Mindherheitenfrage Prag, 31. März. Zu einer namens der Regierungsparteien durch den tschechisch=agrarischen Senator Stephanek ger Senat abgegebenen Erklärung, die eine entschiedene Ablehnung der bekannten Forderungen der nichttschechischen Volksgrppen enthielt. gab der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei, Dr. Franz Hodina am Donnerstag in der Vollsitzung des Prager Abgeordnetenhauses im Namen des parlamentarischen Klubs der Sudetendeutschen Partei und der Karpathendeutschen Partei eine Gegenerklärung ab. In ihr wird u. g. festgestellt, daß die tschechischen Parteien immer noch glaubten, die neue inner= und außenpolitische Entwicklung nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen. Nach einer scharfen Zurückweisung der in der tschechischen Stellungnahme enthaltenen Behauptungen und Unterstellungen wird diese Erklärung dahin gekennzeichnet, daß sie weder ihrem Wortlaut noch ihrem Geiste nach als Ausdruck irgendwelcher Einsicht öder auch nur als Ausdruck des guten Willens zu einer grundlegenden Lösung des für die Existenz des Staates entscheidenden Nationalitätenproblems angesehen werden könne. Neuer britischer Kontrollplan Einstündige Sitzung des Nichteinmischungsausschusses London, 31. März. In der Donnerstagsitzung des Hauptunterausschusses des Nichteinmischungsausschusses, die etwas länger als eine Stunde dauerte, legte Lord Plymouth einen neuen britischen Plan zur Wiederherstellung der Kontrolle an den spanischen Grenzen vor. Lord Plymouth gab dabei eine kurze Erläuterung zu diesem neuen britischen Plan ab. Anschließend sprachen die Vertreter verschiedener Länder, die alle mitteilten, daß sie die neuen britischen Vorschläge ihren Regierungen unterbreiten würden. Alle parteien Rumäniens aufgelöst Die neue rumänische Regierung verspricht Resorm des Staatswesens Bukarest, 31. März. Durch ein Sondergesetz sind alle bestehenden Parteien, politischen Gruppen und sonstigen Vereinigungen aufgelöst worden. Eine Errichtung von neuen politischen Organisationen und ihre Betätigung ist nur auf Grund eines Sondergesetzes möglich, das noch erlassen werden sol.„..64 zud ander In den neu geschaffenen Kronrat sind außer dem Patriarchen Miron Christea und den sieben ehemaligen Ministerpräsidenten, die bisher Staatsminister ohne Geschäftsbereich waren, noch der Marschall Prezan, der bisherige Handelsminister Argetojanu und der Verwalter der Krongüter General Balif berufen Die Regierung hat einen Aufruf an das Volk erlassen, in dem sie sich als Regierung der aufbauenden Arbeit" bezeichnet und eine Reform des Staatswesens verspricht. Zur Außenpolitik bemerkt der Aufruf, daß Rumänien unter Wahrung des Friedens sein Erbe in den jetzigen endgültigen Grenzen aufrechtzuerhalten wünsche. Weitere politische Nachrichten auf den Seiten 10 und 11 Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertretender Haupiscaristletter: Fris Schmi'.z, Rudolt#est, Verauwortlge,„ Schrit=gechziu#kes Pirischaft und Bilder: Bochumer Tel: VasZulturpolitik und Unterbaltung: Dr. bungen teine Hasitpslicht, Kücksendung nur bel Raaporio. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dlerichs. Verandvotlich fsüt den Anzeigegeljig sr 5o 656. Seite 4 Nr. 77] Bochumer Anzeiger] Freitag, 1. April 1938 eserttteet Der große Tag der Kleinen Uff! Da hätten wir mal wieder so ein braves Jährchen hinter uns gebracht. Nach dem„Wie“ möchte ich nicht fragen, denn schließlich ist man ja kein unhöflicher Mensch, und dann, die Hauptsache ist doch, daß man es eben geschafft hat. Und wer gestern so die muntere Mädelschar mit ihren frohen Gesichtern, den frischgelben Priemelsträußchen an den Mänteln, den bunten Mützen, die etwas verwegen und unternehmungslustig dreinschauenden, buntbemützten Schüler auf der„Renne“ einherwandeln sah, der mußte annehmen, daß bei allen das Vorführen der Zeugnisse im engsten Familienkreise so eine kleine, sehr erfreuliche Feierstunde gewesen sein müßte. Wie gesagt, man ist ja nicht unhöflich, und man läßt sich ja so gern täuschen. Ich kenne das ja von früher, aus eigener Perspektive. Da galt, und heute ist's nicht nicht anders, dieser letzte Schultag im Jahr, dieser erste der Osterferien, für die Mädel und Jungs so ein Freibrief dafür, von 10 Uhr an bis zum späten Abend einmal eigener Herr sein zu dürfen, mit all den Vorteilen, sich selbst sein Verkehrslokal aussuchen, ungehindert für unbestimmte Zeit auf der„Renne“ bummeln zu dürfen, und was der Vorzüge, die solch ein Tag mit sich bringt, mehr in sich birgt. Es soll jedoch auch natürlich solche gegeben haben, die nichts mit alledem zu tun hatten, dieweil die Eltern nicht damit einverstanden, weil, nun ja, die Zeugnisse nicht ganz nach Wunsch gefielen. Nun ja, sie werden es eben im nächsten Jahre wieder einholen müssen dieses wichtige Versäumnis, das mit soviel Freude und unerlaubten Streichen gespickt ist. Nur einen wunden Punkt hat diese ungetrübte Freude des ersten Ferientages, schließlich muß man ja auch mal wieder die Schulmappe packen, schließlich muß man ja mal wieder dieser ungebundenen Freiheit Valet sagen, und das schon in genau 20 Tagen. Aber auch dieser Tag wird im Gegensatz zu diesen sonstigen ersten Schultagen nach den Osterferien ein Tag der reinsten Freude werden, nicht, weil an diesem Tage einzig in der neuen Klasse die Plätze angewiesen werden, die mit mehr oder weniger reichlichem Krach unterschriebenen Zeugnisse vorgelegt, der neue Stundenplan verkündet wird, sondern weil an diesem Tage der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seinen Geburtstag begeht, ein Tag, der auch für die deutsche Schuljugend ein Tag der reinsten Freude sein wird. Seht die Stimmliste ein! Sichert euer Stimmrecht! Die Stimmlisten liegen im Reichsgebiet(außer Oesterreich) am 2. und 3. April bei den Gemeindebehörden auf. Ohne Eintragung in die Stimmliste kein Wahlrecht! Wahlrecht ist Wahlpflicht! Sperrung der Kortumstraße zwischen Hauptbahnhof und Kirchstraße für drei Wochen Die Kortumstraße in Bochum zwischen Hauptbahnhof und Graf=Engelbert=Brunnen wird auf die Dauer von etwa drei Wochen für den Durchgangsverkehr einseitig gesperrt. Entsprechende Sperr=Parkverbotsschilder sind aufgestellt. 25 Jahre im Diensie des 33. Silberjubiläum von Oberingenieur Heuvers Mehl uis dert oßpen Die Zahl der Kraftfahrzeuge seit der Machtübernahme— Stürmischer Vormarsch der Motorisierung in Bochum 1 Wenige Wochen nach der Machtergreifung eröffnete der Führer in den Berliner Ausstellungshallen zum erstenmal eine Automobil=Ausstellung. An jenem 11. Februar 1933 hielt der Führer und Reichskanzler die berühmte Rede, die den Anfang einer neuen Epoche der Motorisierung des Deutschen Reiches darstellt. Mut, Vertrauen und Zuversicht kehrten zurück, in rascher Folge fielen hemmende Barrieren, mit Macht ging es vorwärts und aufwärts. Eine stolze Erfolgsrechnung war das Ergebnis der kraftverkehrsfördernden Maßnahmen der nationalsozialistischen Reichsregierung. An Kraftwagen sind 1932 zugelassen worden: 56 400 Krafiräder, 1937: 234000 Krafträder, 1932: 41 100 Personenwagen, 1937: 216 000 Personenwagen, 1932 7000 Lastkraftwagen, 1937: 59 600 Lastkraftwagen. Insgesamt hatte Deutschland vor 5½ Jahren 1½ Millionen und heute rund 3 Millionen Kraftfahrzeuge. In Bochum wurden in den letzten Jahren bei den Reichszählungen der Kraftfahrzeuge jeweils am 1. Juli ermittelt: 1933... 4 051 1934... 5 198 1935... 6290 1936... 9737 1937... 12 658 In den ersten fünf Jahren des nationalsozialistischen Regimes hat sich also die Zahl der Kraftfahrzeuge in Bochum mehr als verdoppelt. Der Motor ist in unserer Zeit zum Sinnbild unseres Lebens geworden. Welch eine Entwicklung der Motorisierung des öffentlichen Verkehrs seit Adolf Hitlers Machtantritt! Damals: Verödete Fabriken, das Auto, ein Zeichen des Luxus. Rückgang der Produktion, Rückgang der Neuanmeldungen, trübe Zukunftsaussichten. Heute: Eine blühende Auto= und Motorradindustrie, die auch Herr der manigfachen Schwierigkeiten wird. Ständige Zunahme der Zulassungen von Kraftfahrzeugen von Jahr zu Jahr. Deutschland in der absoluten Höhe seines Kraftfahrzeugbestandes an erster Stelle in Europa. Um fast 1,2 Millionen Kraftfahrzeuge oder 69,3 v. H. erhöhte sich der Kraftfahrzeugbestand Deutschlands seit 1933. Noch ist die Entwicklung des Motors in Deutschland nicht abgeschlossen. Der vom Führer befohlene Bau des Volkswagens und die auf seinen Befehl im Bau befindlichen Reichsautobahnen eröffnen neben dem ständigen Fortschritt unserer autotechnischen Entwicklung ungeahnte Zukunftsmöglichkeiten. Wenn wir am 10. April an die Stimmurne treten, so sagen wir damit begeistert und freudig„Ja“ zu dieser politischen und wirtschaftlichen Großtat des Führers, die ungezählten Volksgenossen Arbeit und Brot und zahlreichen Wirtschaftsgebieten einen gewaltigen Aufschwung gegeben hat. NSG. Der deutsche Bergbau hat unter der Fahne Adolf Hitlers in wirtschaftlicher Hinsicht einen Aufstieg erlebt, den in diesem Maße selbst die größten Optimisten nicht erwartet haben... Während wir im Jahre 1933 im Gau WestfalenSüd noch 1 876 260 Feierschichten verzeichnen mußten, konnten allein im Jahre 1937 1 170 585 Ueberschichten verfahren werden. In den Jahren vor der Machtübernahme sind durch Streik und Aussperrung erhebliche wirtschaftliche Werte verloren gegangen. Diese Begriffe, Streik und Aussperrung, gehören heute der Vergangenheit an. Durch die Gesundung des gesamten Bergbaus hat sich auch das Lohneinkommen des Bergmanns erDen Bergmännern war vor der Machtübernahme die Bezahlung des Urlaubs bis zu 30 Prozent gekürzt worden. Die Deutsche Arbeitsfront sah hierin ein soziales Unrecht, das auszugleichen notwendig war. Zu diesem Zweck wurden zunachst einmal die 30 Prozent Lohnausfall aus dem gesamten Beitragsaufkommen der Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront zur Verfügung gestellt. Eine derartige Regelung konnte selbstverständlich nur als Uebergang betrachtet werden. Durch Verhandlungen erreichte dann die Deutsche Arbeitsfront, daß die Zechenverwaltungen des Ruhrgebietes ab 1. Oktober 1934 die Urlaubszeit voll und ganz bezahlten. Die Verhandlungen wurden fortgesetzt, und 1935 kam ein neues Urlaubsabkommen zustande, welches als Mindesturlaub sechs Arbeitstage vorsieht, während die vorherige Urlaubsordnung nur drei Arbeitstage als Mindesturlaub gewährte. Die augenblicklich geltende Urlaubsordnung bedeutet für die Jugendlichen eine wesentliche Verbesserung, und zwar hat sich hier der Urlaub von drei auf zehn bis achtzehn Arbeitstage erhöht. Was vielen kaum möglich erschienen ist, ist Tatsache geworden. So hat sich auch im deutschen Bergbau der wirtschaftliche Aufstieg seit der Machtübernahme durch den Führer zum Wohle des deutschen Bergmannes ausgewirkt. Darum, Bergmänner des Ruhrgebietes, dankt dem Führer durch ein einmütiges„Ja!“ am 10. April. Spender fül das Winnerhnftweit in Besterreich Sehnsucht des deutschen im Bruderland Oesterreich durch unser Opfer lin auch äußeren Ausdruck an der Arbeitsstätte und im täglichen Verkehr zu verleihen. Das trifft für Direktor Letixerant zu, und es ist vielleicht kein Zufall, daß der Jubilar seit langen Zeiten sein Heim in einem Wohnhaus hat, das inmitten der Kolonie Stahlhausen unmittelbar am Werk liegt. Und so, wie der Jubilar innerlich und äußerlich zu aller Zeit mit seiner Arbeit und den mit ihm Schaffenden verbunden war, hat er auch immer die Verbindung mit der Jugend und damit mit dem wirklichen Leben gehalten. So rundet sich das Bild des Jubilars als das eines Mannes der Arbeit und des Lebens, dessen Lebensaufgabe in Bochum liegt und ihn zu einem Bochumer Landsmann gemacht hat, der in unserer Vaterstadt seinen Wirkungskreis fand und restlos erfüllt! * Vom Torhaus V marschierten um 20.30 Uhr die Männer der Feuerwehr, der Werkschar und des Werksgesangvereins in einem Fackelzug zur Wohnung des Jubilars. Im lodernden Schein der Fackeln brachte die„Gußstahlglocke" Direktor Letirerant, der sichtlich bewegt und erfreut vor seiner Wohnung die Ehrung entgegennahm, ein Ständchen dar. Anschließend ergriff Branddirektor Giesenhaus das Wort zu einer kurzen Ansprache, um dem Jubilar die Glückies isterfüillt. Der große Glaube an das ganze Deutsch, danken reichischer Erde, uuse, Zönigeperg big Köln. panr Hamdas Deutsche Reich von Konigeberg dis Korn, von Humburg bis Wien. Wir selbst haben jetzt eine vordringliche Ehrenpflicht, unseren österreichischen Volksgenossen für ihre Treue und ihren glaubensstarken Kampf, der sie zu Tausenden in die Kerker warf, zu Tausenden ruinierte, zu helfen. Indem wir die große Not und das Elend im Benvertank Erperteich rurch uafr. Ppfe. Andern, wir dem Fuhrer für seine Tat. Wir richten an alle die Bitte, helft durch eine besondere Spende unseren Brüdern und Schwestern in Oesterreich, denn sie sollen unseren Dank und unsere Spenden können an das Winterhilfswerk des deutschen Volkes, Gau Westfalen=Süd,„Sonderkonto Oesterreich, Winterhilfswerk“, und zwar beim Postscheckamt Dortmund, Nr. 2500, und bei der Sparkasse der Stadt Hagen, Nr. 6425, überwiesen werden. Heil Hitler! Ein Wertehnt einen Mann Am 1. April 1938 blickt Oberingenieur Aloys Heuvers auf eine 25jährige ununterbrochene Werksangehörigkeit beim Bochumer Verein zurück. Geboren am 15. Dezember 1888 zu Dreierswalde(Kreis Tecklenburg), Sproß eines alten westfälischen Bauerngeschlechtes, studierte er an der Technischen Hochschule in Hannover. Als junger Ingenieur kam er am 1. April 1913 zum Bochumer Verein, wo er zunächst im technischen Büro beschäftigt wurde dann aber vom 1. Dezember 1913 an als Betriebsassistent zur Stahlgießerei des Werkes kam. Bereits nach fünf Jahren rückte er in dem gleichen Betriebe zum Betriebschef auf. In dieser Stellung wirkt der Jubilar, der im Jahre 1935 zum Oberingenieur ernannt wurde, auch heute noch. Auch die im vergangenen Jahre nach neuesten Gesichtspunkten ausgebaute Stahlgießerei des Werkes Weitmar wurde Heuvers als einem bewährten Stahlgußfachmann unterstellt. Sein Rat wird in Stahlgußfachkreisen sehr geschätzt, und es darf Oberingenieur Heuvers zur besonderen Ehre gereichen, die Werkstätte, die als Geburtsstätte des Stahlformgusses durch den Gründer des Werkes, Jacob Mayer, anzusehen ist, leiten zu dürfen. Unter seiner Leitung vollzog sich der Guß der Olympiaglocke für die olympischen Wettkämpfe in Berlin, die zugleich mit ihren Klängen auch den Namen Bochums in alle Welt trug. Oberingenieur Heuvers wurde dafür mit der Olympiamedaille ausgezeichnet. Auch auf fachliterarischem Gebiet ist Oberingenieur Heuvers wiederholt hervorgetreten. So gilt dem Jubilar der Wunsch, daß er noch viele Jahre auf dem Bochumer Verein in der weiteren Entwicklung des Stahlformgusses tätig sein kann! Heute, am 1. April, begeht Direktor Letixerant, Vorstandsmitglied des Bochumer Vereins für Gußstahlfabrikation AG., sein 25jähriges Werksjubiläum, beglückwünscht und geehrt von der riesigen Gefolgschaft des Werkes, für das zu schaffen und für dessen Ausbau mitzuwirken zur großen und alleinigen Lebensaufgabe des Jubilars geworden ist! Eberhard Letixerant stammt von der Mosel. Er wurde am 26. April 1880 auf Hof Siebenborn im Kreise Berncastel geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Traben=Trarbach studierte er an den Technischen Hochschulen in Darmstadt und Hannover sowie an der Bergakademie Clausthal. Nachdem er während der ersten acht Jahre seiner beruflichen Laufbahn von 1904 bis 1907 als Betriebsassistent im Stahlwerk und in der Stahlgießerei der Henrichshütte in Hattingen (Ruhr) und von 1907 bis 1913 als erster Assistent in Thomas= und Martin=Stahlwerken der Gutehoffnungshütte in Oberhausen tätig gewesen war, sah ihn der 1 April 1913 mit seinem Eintritt beim Bochumer Verein als Leiter des von dem heutigen Generaldirektor Dr. Borbet gebauten Martinwerks II in neuem Wirkungskreise und vor neuen Aufgaben, die von da an zu seinem beruflichen Lebensinhalt werden sollten. In Eberhard Letixerant hatte der Bochumer Verein einen Mann gefunden, der sich zu jeder Zeit den ehrenvollen Titel eines Mannes der Arbeit verdiente, einen Mann, der restlos in seinem Berufe aufging. Nach außen hin fanden diese Eigenschaften des heute sein silbernes Werksjubiläum Feiernden schon bald ihre Anerkennung durch die am 2. Juli 1919 erfolgte Ernennung zum Oberingenieur, die mit der Uebernahme der Leitung des Martinwerkes I, der Stahlgießerei und der Walzwerksbetriebe verbunden war, und im darauffolgenden Jahre, am 25. November 1920, durch die Ernennung zum Betriebsdirektor. So arbeitete der damalige Betriebsdirektor unermüdlich und erfolgreich Seite an Seite und in enger Verbindung mit Generaldirektor Dr. Borbet an der Erhaltung und am Ausbau des größten Bochumer Werkes in einer Zeit, die zu den schwersten unseres Vaterlandes und zu den schwierigsten für die deutsche Wirtschaft gerechnet werden muß. Am 18. August 1925 wurde der Jubilar mit der technischen Leitung sämtlicher Betriebe des Werkes Gußstahlfabrik des Bochumer Vereins beauftragt. In den nachfolgenden Jahren wurde ihm dann dazu auch die technische Leitung aller übrigen Werke des Bochumer Vereins anvertraut. Am 21. August 1934 erfolgte die Ernennung zum stellvertretenden Vorstandsmitglied des Bochumer Vereins, der nun mit der großen Erneuerung Deutschlands und seiner Wirtschaft durch die Tat des Führers in ständigem Aufstieg zu neuer Blüte gelangte. Diese neue Aera des Auf= und Ausbaues stellte auch Direktor Letixerant vor neue große Aufgaben, vor neuen Einsatz und vor neue Erfolge. Am 10. Januar 1938 wurde er zum ordentlichen Mitglied des Vorstandes des Bochumer Vereins bestellt, am Beginn des Jahres, in das mit dem heutigen Tage sein silbernes Werksjubiläum fällt. Wenn diese Zeilen bisher den beruflichen Weg des Direktors Letixerant aufzeigten, so besagten sie doch wenig über den Menschen Letixerant, über die menschlichen Qualitäten eines Mannes, dessen Arbeit so von Erfolg gekrönt gewesen ist. Aber sie enthalten doch schon eine Charakterisierung, für die gerade wir im ständig schaffenden und werkenden Ruhrgebiet höchstes Verständnis haben, die gerade uns größte Hochachtung abzwingt: die Bezeichnung„ein Mann der Arbeit"! Direktor Letixerant gehört zu jenen energievollen Männern, die in die Geschichte der deutschen Industrie gehören, denen der Ausbau unserer Wirtschaft zu ihrer weltbedeutenden Stellung mit zu verdanken ist. Es ist das höchste Lob, das man einem solchen Manne zollen kann, wenn man ihm nachzusagen vermag, daß er bei dieser Arbeit im großen Raum und in großen Maßstäben doch nie die Verbindung und das Verstehen zu allen mit am Werke Schaffenden verloren hat, daß er immer zu den leitenden Industriemännern gehört hat. die den Wert auch des letzten Mannes im Betriebe voll anerkennen und nicht zögern, dieser ihrer Einstellung wünsche der Werksfeuerwehr zu seinem Ehrentage darzubringen und für die Fürsorge seinen Dank auszusprechen, die Direktor Letixerant stets der Arbeit der Feuerwehr habe zuteil werden lassen. Die gleichen Glückwünsche und den Dank für des Jubilars Anteilnahme am Werksgesangverein brachte Schriftführer Eisermann vom Männergesangverein„Gußstahlglocke" zum Ausdruck. Darauf ergriff Direktor Letixerant das Wort und führte u. a. folgendes aus:„Ganz überrascht und ergriffen habe ich eben den Vorbeimarsch des Fackelzuges erlebt und den Choral der„Gußstahlglocke“ angehört zu Ehren des Tages, an dem ich vor 25 Jahren meine Tätigkeit beim„B..“ antrat. Haben Sie herzlichen Dank für diese Ehrung, womit Sie mich hoch erfreut haben. Wenn Sie in Ihrer Ansprache auf das Interesse hinwiesen, das ich für die„Gußstahlglocke“ und die Feuerwehr gehabt habe, so seien Sie sicher, daß das auch in Zukunft so bleiben wird. Und wenn Sie meiner Tätigkeit auf dem Werk in ehrenden Worten gedachten, so muß ich bemerken, daß ich stets Mitarbeiter hatte, die mir die Arbeit erleichterten. Sicher gab es in diesen 25 Jahren gute und böse Tage. Schwere Zeiten, in denen man mit besonderem Ernst und besonderer Liebe seiner Arbeit nachging.“ Nach einer weiteren gesanglichen Darbietung und einem Marsch, gespielt vom Musikzug der Werkschar des B..“, marschierte der Zug zum Kosthaus Stahlhausen, wo sich Jubilar und Arbeitskameraden noch im gemütlichen Beisammensein vereinten. Seite Nr. 77.] Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 1. April 1938 Gesundbrunnen am Schwanenmarkt In der Höhe des Schützenhofes verläuft unterirdisch eine Quelle, die Hohgate, die in dem Brunnen an der Eisenbahnböschung beim Wacholderhaus am Schwanenmarkt hervorsprudelt. Früher stand dieser eine Schöpfung des früheren Stadtbaumeisters an der anderen Seite des Schwanenmarktes sabeth=Hospital, wo er mehr zur Geltung kam. Bochumern ist bekannt, daß die Hohgatequelle heil ist. Es hat manchen Alt=Bochumer gegeben, der sich gens zum Brunnen begab, um sich dort am gesu fördernden klaren Trank zu laben. So war z. verstorbene Justizrat Duesberg allmorgendlich an nen, ehe er sich zum Gericht begab. Diesem Wasser schrieb Aus er die geistige und körperliche Frische zu, die er sich bis Abend ein. Herzliche, Graßporte, rchtete ins hohe Alter bewahrte. Junggesellenhauprmann Pranzenberg a. Auch heute gibt es noch Leute, die um diesen Ge= aäste. Dann uvernaym Kreisreferent Kra sundbrunnen wissen und dort gern einen kühlen Schluck tun. Eine Frühjahrskur mit diesem Heilwasser, soll Wunder tun. In jüngster Zeit hat sich nun leider gezeigt, daß das Wasser der Hohgate etwas getrübt ist. Man führt das zurück auf Eindringen von Wasser aus dem Mergelberg, der sich an der Ecke Blumen= und Castroper Straße erhebt. Bekanntlich war hier früher eine Schnapsbrennerei. Chemische Untersuchungen haben ergeben, daß das Wasser des Brunnens trotz zeitweiliger Trübung durchaus einwandfrei ist. Um aber eine völlige Klärung herbeizuführen, soll heute mittag von 12 bis 1 Uhr eine Durchspülung mit klarem Wacholderschnaps vor sich gehen. Man verspricht sich davon einen doppelten Erfolg, denn etwas Heilkräftigeres als Hohgatewasser mit Wacholder gibt es in keinem Badeort. Um möglichst vielen Bochumern die Wohltat zuteil werden zu lassen, ist das Mitbringen von Gefäßen mit mehr als 100 Gramm Inhalt nicht gestattet. Zur Regelung des Verkehrs bei dem zu erwartenden starken Andrang werden Ordnungsmannschaften herangezogen. Man merke sich die Zeit: 1. April, mittags von 12 bis 1 Uhr! Zam Hader Miulaeeneseft Ein Heimat= und Werbeabend im KdF.=Theater Tonhalle 147 in Groß=Bochum Die Sonderwahl der Deutschösterreicher NSG. Voller Begeisterung und stolzer Freude stehen wir jetzt Tag für Tag in der Vorbereitung für den großen Tag unseres vom Führer neu geschaffenen Großdeutschen Reiches, der der gangen Welt, zeigen soll, wie Vereint in frohen Stunden Kameradschaftsabend der Bochumer Polizei Der Kameradschaftsbund deutscher Polizeiheapten Ses egaen Seschnasie uit dien Bischäige de Feuerlöschpolizei und anderer Polizeiorgane waren vertreten. Der Abend wurde eingeleitet mit einem Gemeinschaftsempfang der Führerrede aus Köln. Spontan stimmten die Teilnehmer nach dem Ausklang der Führerrede in den Gesang der deutschen Hymnen ein. Als Rahmenprogramm des Abends war eine KdF.= Kabarettveranstaltung aufgezogen, die restlos begeierte. Der Ansager Walter Mattern hieß die Kameraden und insbesondere den Kommandeur der Schutzpolizei, Oberstleutnant d. Sch. Scheer, herzlich willkommen. Dann rollte ein kurzes, aber erlesenes Programm ab. Lya und Paul Hardevs zeigten als Melange=Jongleure ausgezeichnete Leistungen. Schmi und Weißweiler, die beiden rheinischen Humoristen, entfesselten mit ihren lustigen Szenen„Der Elek triker" und„Der unfreundliche Herr" Lachstürme. Ein musikalisches Unikum war Pao, der, ebenso, wie Danwoth, der Jonaleur, mit herzlichem Leifall bedacht wurde. Walter Mattern zeigte sich nicht nur als vollendeter Ansager, sondern auch als Humorist von Graden. Die Kapelle Carl Rossignol umrahmte das Programm ausgezeichnet mit musikalischen Darbietungen. Nach Programmschluß trat das Streichauartett der Schutzpolizei in Tätigkeit, und seine fröhlichen Weisen lockten zum Tanz. So nahm der Abend einen frohen Verlauf in kameradschaftlichem Geist.— Am abend wird ein weiterer Kameradschaftsabend mit dem gleichen Programm stattfinden. Besserung Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr Die atlantische Störungstätigkeit hat sich weiter nach Norden verlagert. Wenn auch Mitteleuropa weiterhin in der Westströmung verbleibt, so wird doch zunächst eine gewisse Beruhigung in unserem Gebiet eintreten. Oertliche Niederschlagsleitung besteht jedoch cdie Aussichten für Freitag: Lebhafte westliche Winde. In den Frühstunden meist nebligtrübe. Dann zeitweise Aufheiterung und mild.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei noch anhaltenden Westwinden weiter mild. Morgens vielfach neblig und tagsüber bewölkt bis heiter und vorwiegend trocken. Donnerstag, 31. März Barometer 24 Uhr: 11.6 Thermometer 24 Uhr: Lis C Zeiten für Sonne und Mond am 1. April: (Aufg..06, Unterg. 19.03; J Aufg..59, Unterg. 20.21 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags ischmüickung der Räume Flotte, Maisik zleitete den Herzliche Gxußworte richtete der frühere senberg an die Festgaue. Dann üvernahm Kreisreferent Kraft von der RSG.„Kraft durch Freude", die mit dem BürgerSchützenverein gemeinsam diese Veranstaltung aufgezogen hatte. die Rolle des Ansagers, die er mit gewohntem Geschick durchführte. Ein besonderer Anlaß sei gegeben: die Vorbereitung für das 550. Maiabendfest. Es solle Zeugnis ablegen von der Zusammengehörigkeit aller Bochumer, ein Bekenntnis sein zum deutschen Volkstum. KdF. lege Wert auf die Erhaltung alter Bräuche und Sitten und fördere somit auch das altüberlieferte Maiabendsest. 66e 1iri, Gleich die rechte Stimmung schuf der gemeinsame Gesang des Liedes„Freut euch des Lebens“ mit Schunkeln; sie wurde noch gehoben durch die frisch=frohen Verträge der jugendlichen Gitarrespieler unter Leitung ven Vieten. Zum Brauchtum gehört auch die heimische Mundart. Vg. Kattwinkel sang das„Westfolenlied“ von Karl Prümer und brachte einige lustige Vertellkes ut Stiepel mit gutem Humor zu Gehör. Die Tanzgruppe erfreute durch zwei Volkstänze und später noch durch die„Annenpolka“ und die„Bunte Schlange", das Auge erfreuende volkstümliche Tänze. Der stellv. Vereinsführer Rechtsanwalt Dr. Klute dankte für den zahlreichen Besuch, wies auf die Verpflichtung des Bürger=Schützenvereins zur Wahrung der alten Traditionen hin und gab seiner Genugtnung darüber Ausdruck, daß nun die Schützenvereine durch Pflege des Wehrsports wieder zu der alten Tradition, Schützer des Heimat= und Vaterlandes zu sein, zurückgekehrt seien. Jeder Bochumer müsse mit Stolz und innerer Anteilnahme beim 550. Maiabendfest dabei sein, denn nirgendwo gebe es ein solches Fest wie das Bochumer Maiabendfest. Den Vertretern von Partei, Stadtverwaltung, Presse, dem Kreisschützenführer Loewe, den in stattlicher Zahl erschienenen Harpener Schützen entbot er besonderen Gruß und wünschte allen Freunden und Gästen genußreiche Stunden. Daß dieser Wunsch in Erfüllung ging, dafür sorgten die weiteren Darbietungen. Das Bochumer Zithertrio spielte ein einschmeichelndes Stück und begleitete dann den Ansager und Sänger Kraft bei dem Vortrage des Löns=Liedes„Roter Mond im Schnee“. Eine dankbar aufgenommene Gabe Ein Harpener Freund erzählte in Platt von einem Schützenfest 1874 und erweckte stürmische Heiterkeit. Eine Bergmanns=Singegruppe brachte unter Leitung von Clevinabaus zwei Bergmannslieder und weiterhin die Chorlieder„Wie's daheim war“ von Wohlgemuth und„Was ist des Deutschen Vaterland“ klangschön mit Kraft und Ausdruck zu Gehör. Daß dann Fritz Winkelmann mit seinen Liedern, deren Refrain freudig mitgesungen wurde, Fränzken Fromme mit seinen vlattdeutschen launigen Versen, das Handharmonika=Orchester mit deutschen Tänzen die Stimmung immer höher trieben, ist kein Wunder. Der Haffmannsche Schlager„Mein Schatz, fahr' mit nach Blankenstein“ und das Bochumer=Jungen=Lied beschlossen den offiziellen Teil. Eine Schießbude und eine Sekthar sowie Tanzaelegenheit in reichem Maße ließen den Werbeabend in bester Weise ausklingen. lichen Feier aus. Im Rahmen der Entlassungsfeier der evangelischen Volksschule an der Adolfstraße fand zugleich eine schlichte Abschiedsfeier für die in den Ruhestand tretende technische Lehrerin Frau Martha Große=Weischede statt. Rektor Lenkenhoff widmete der Scheidenden, die 34 Jahre der Adolfschule die Treue hielt, herzliche Worte der Anerkennung und des Dankes 20 Jahre alt sind und die österreichische Staatsangehörigkeit besitzen, ferner diejenigen Deutschösterreicher, die seit März 1933 aus politischen Gründen Oesterreich verlassen mußten, auch wenn sie inzwischen die deutsche für ihre an den Kindern des Arbeiterviertels Griesenbruch geleistete unermüdliche und segensreiche Arbeit. est., P has Kollegiums wurde der Scheidenden als ecde asie ie hoics lan Veieiaeklalte en de Bihenr. straße ein besonderes Abstimmungslokal eingerichtet. von der Schule Im vollbesetzten Saale des Ernst=Moritz=Arndl=Hauses fand am Mittwoch ein Eltexnabend, verbunden mit einer Abschiedsfeier für den scheidenden Rektor der Drusenbergschule, Rektor Heinrich Vorwald, überaus gute Besuch war ein Beweis für die große Beliebtheit und Verehrung, die Rektor Vorwald, der nun in den Ruhestand tritt, bei den Schulkindern, Eltern und Lehrpersonen genoß. Die Feierstunde, an der Ortsgruppenleiter Göbbels und Schulrat Fischerworring teilnahmen, wurde mit einem kurzen Begrüßungswort von Lehrer Rapp eingeleitet. In einem Prolog wurden die Verdienste des Rektors gewürdigt. In bunter Reihenfolge wechselten Lieder, Gesang= und Orchestervorträge der Kinder. Großen Beifall fand der Holzpuppentanz der Oberklasse der Mädchen. Lehrer Rapy Seitens des Rouegiumn wurde der Scheidende Zeichen der Wertschatzung und Verbundenheit eine Erinnerungsgabe überreicht. Die Kinder brachten durch Blumenangebinde ihre Anhänglichkeit zum Ausdruck. Frau Martha Große=Weischede hat sich auch als Leiterin zahlreicher Kurse für Leibesübungen verdient gemacht, gehörte auch seit Jahren dem Prüfungsausschuß für technische Lehrerinnen an. Möge ihr nach getaner Arbeit noch ein froher Lebensabend beschieden sein! Abschlußprüfung an der Märkischen Gemeindeverwaltungs= und Sparkassenschule in Bochum Nach voraufgegangener, dreitägiger, schriftlicher, Prüfung fand am 28. März unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. Piclum die mündliche Abschlußprüfung des Lehrgangs I statt. Von 16 Bewerbern konnte 12 das Zeugnis über die Befähigung zur Bekleidung einer Sekretärstelle erteilt werden, und zwar 2 mit dem Prädikat„Gut“, 7 mit dem Prädikat„Im ganzen gut“ und 3 mit dem Prädikat„Genügend". Als Vertreter des Regierungspräsidenten in Arnsberg nahm Regierungsrat Dr. Stange an der Prüfung teil. Aenderung des Wertes der Sachbezüge für den Stadtbezirk Bochum gemäß§ 160 RVO. Die Teilleistungen der mit Wirkung vom 1932 für den Stadtbezirk Bochum festgesetz bezüge für 1. Angestellte täglich RM. a) männliche ). weibliche 1,60 2. Gewerbliche Arbeiter, Gehilfen, Gesellen: a) männliche 150 b) weibliche#. Ihait, 3. Landwirtschaftliche Arbeiter, Hausgehilfen(auch Halbtagsu. Stundenmädchen), Lehrlinge: a) männliche.38 werden mit Wirkung vom 1. 4. 1938 nach Zehnteln— bisher nach Achteln— und zwar wie folgt berechnet: 1. für Wohnung 2/10, 2. für erstes, Frühstück 1/10, 3. für zweites Frühstück 1/10. 4. für Mittagessen 3/10, 5. für Nachmittagskaffee 1/10, 6. für Abendessen 2/10. Wieder ein Manteldieb in einer Bochumer Schule aufgetreten Am 29. März, zwischen 8 bis 12 Uhr, wurden aus dem unteren Flur des Reform=Realgymnasiums an der Königsallee zwei Mäntel entwendet. Beschreibung der Mäntel: 1. ein schwerer, schwarzgrau gestreifter Flauschwintermantel. An der Innenseite des Kragens befindet sich die Firmenbezeichnung„Langlo& Co., Heidelberg“ Der Wert des Mantels beträgt 180 bis 200 Reichsmark; 2. ein sehr heller Gabardine=Sommermantel, Größe 44, mit braunem kariertem Futter, Marke Gumulus. Wert etwa 40 Reichsmark. Da sich ähnliche Fälle in letzter Zeit schon einige Male ereignet haben, ist größte Vorsicht für die Schulen Januar Bochum festgesetzten Sachjährlich RM. 648.— 576.— 540.— 468.— 468.— 396.— Totenglocke. Im Alter von 663 Jahren starb am Mittwoch abend nach kurzer, schwerer Krankheit der Färbereibesitzer Otto Jork aus Bochum, Dorstener Straße 186. Der nur 63 Jahre alt Gewordene, lebte ein Dasein der Pflicht und der Arbeit. Sein Andenken wird als das eines echten deutschen Mannes über sein Grab hinaus fortleben. NSG. NSV. übernimmt die Einrichtungen des Roten Kreuzes. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem Hauptamt für Voltstohlfghrt, und dem Deutscheg Roten Kreuz übernimmt die NSv. am 1. April die Gemeindepflegestationen und Kindertagesstätten des Deutschen Roten Kreuzes. Die in den Gemeindepflegestationen und Kindertagesstätten bisher tätigen Rotkreuzschwestern bleiben weiterhin im Dienst der RSV. Im Grüngürtel Bochums. Die im Grüngürtel BoWohnhäuser fertig. Verkehrsunfall auf dem Rathausplatz. Am Donnerstag, gegen.55 Uhr, erfolgte auf der Kreuzung Rathausplatz— Viktoriastraße ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen der Linie 28 und einem Motorradfahrer. Der Motorradfahrer wurde am linken Auge leicht verletzt und kam so noch glimpflich davon. Schaufensterscheibe eingeschlagen. Am 20. März, morgens gegen 5 Uhr, wurde eine Schaufensterscheibe der Firma„shertrder=Marienkirche, Traditionsecke liger Angehöriger des 4. statt. Auskunft„beim Peters, Hannover, Bessemerstraße 2. Bochumer Veranstaltungen ebemaligen Hier finder an 1. T 6. Stadttbeater Bochum. Am kommenden Sonntag estar Bochum„Shakespeaxes„Coxsolan“, noch Nachmittags ebenfalls eine„Cogeschlossene Aufführung für die Hitler=Jugend.„Heutezg„Hoghef, Lustspiel„Verwandte sind auch Menschen“, voraussichtlich zum letzten Male. im Stadttbeater einmal zur Aufführung. riolan"=Aufführung als gedachte der Verdienste des Rektors Vorwald. Schlicht geboten. Der Kampf um die kaufmännische Ehre Das keilende=Galachien?.. Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Galtet Nebel Nevel Nebei bedeckt bedect#umg fast bed., Dunst halb bed., Nebel Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft, 1. Bezirk. Sonntag, 3. April, vormittags von 9 bis 12 Uhr auf dem Schießstand Thiemannshof Uebungsschießen. Antreten der Kameradschaft zum gemeinsamen Abmarsch.40 Uhr am Bochumer Verein, Torhaus 5, Alleestraße, mit Kyffhäusermütze. Erscheinen aller Kameraden ist Pflicht. Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 20 Uhr: Verwandte sind auch Menschen. Ernn.Moratz=Arndt=Haus: 20 Uhr: Klavier=Abend. Tonhauen=Gaststatte und=Diele: Konzert und Tanz. upouotheater: ab 15.50 Uhr: Unter Mordverdacht; ab 22.15 Uhr: Das ningen um Verdun. Capitol: ab 15 Uhr: Es leuchten die Sterne. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Land der Lieve. Hammer Lichtspiete: ab 15.45 Uhr: Das große Abenteuer. Lichtourg: au 19.20 Uhr: Roman eines Schwindlers. Lichtspierhaus: ab 15.30 Uhr: Gabriele eins, zwei, Oocon: ab 15.30 Uhr: Gewitterslug zu Clauoia; ab 22.30 Skaia Lichtspiete: av 15.30 Uhr: Gewitterflug zu Claudia; ab 22.30 Uhr: Munerschaft. 8. uen 12 Usa=Tonhalle: av 15.30 Uhr: Kleiner Mann ganz groß. Weitlichtspiele: ab 15.20 Uhr: Der Berg ruft. uponothenter Weitmar: Die verschwundene Frau. Capitol Langendreer: Sonnenscheinchen. Capitol Werne: Mädchen für Alles. Kammerlichtspiele Gerihe: Gauner im Frack. Lichtvurg Langendreer: Es leuchten die Sterne. Schauburg Wanne Eickel: Im siebenten Himmel. Union=Theater Gertye: Die verschwundene Frau. Ein Fall, der für alle kaufmännischen und gewerblichen Kreise von Belang erscheint, wurde von der Großen Strafkammer entschieden: Es kann eine Firma in das Handelsregister, eingetragen sein, die Inhaber werden dadurch noch nicht zu Vollkaufleuten im Sinne des Handelsgesetzbuches oder besser des Strafgesetzbuches. zungran Wiharftruck in Tat. Um den scheinbaren inneren Widerspruch zu lösen, sei der Fall kurz geschildert: Es war von zwei Personen eine offene Handelsgesellschaft gegründet und eingetragen worden. Inhaber waren ein Mann, der sich um die technischen Dinge bekümmern sollte und eine Frau, der besonders der Verkehr mit der Kundschaft oblag und die dem„kaufmännischen Betrieb“ vorstand. Der Betrieb besaß auch einen Maschinenpark nicht bedeutenden Umfanosz,„4ht im Gchen.: Ees mlt arshen Goff. Wie es oft zugeht im Leben: das mit großen Hoffnungen begonnene Werk wollte nicht aufblühen, es brauchte eine zu lange Anlaufszeit und da zwischen den beiden Geschäftspartnern die Vertrauensgrundlage zerbrach, wurde der Konkurs angemeldet. Dem Konkurse folgte eine Anklage wegen Vergehens gegen die Handelsgesetze, es sollte eine Bilanzziehung unterblieben sein, ferner seien die Handelsbücher unvollständig und nicht ordnungsgemäß geführt worden. Das Schöffengericht verurteilte die unter Anklage gestellte Geschäftsteilhaberin zu hundert Mark Geldstrafe. Die Frau kämpfte jedoch um ihre geschäftliche Ehre einen heftigen Kampf. Es ging hier nicht um das Strafgeld, sondern um das Ansehen des ehrbaren Kaufmanns. Sie machte geltend, daß nicht sie persönlich die Bücher führte, sondern daß dazu eine besondere im Buchführungswesen bewährte Kraft gewonnen war und daß die Unterlagen auch durchaus genügten, um einen Ueberblick über„Soll und Haben“ zu vermitteln und eine Bilanz durchaus möglich war, später auch auf Grund der gegebenen Unterlagen gezogen worden ist. Die Frau legte Berufung gegen das Urteil ein. Die Strafkammer ließ durch den Buchsachverständigen Dr. Marks(Essen) den Fall noch einmal genau prüfen und kam dann auf Grund des Gutachtens zu einer kostenlosen Freisprechung der Angeklagten. sind auch Menschen", ety, Freitag,“ Aprik, imv= Erust. Moris=Arndt=Haus stattfindenden Klavierabend, der im Rahmen der städtischen Bochumer Blanist Arno Schübe bestreiter Zezsggapeg, Sonate Opus 110; Sonate Opus 53. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Freitag, 1. April NS.=Frauenschaft u. Frauenwerk Altenbochum. 20.30 Uhr: pe ,28. Frauenschaft u. Frauenwerk Hunscheldtsfeld. 20 Uhr: Zusammensein zum Frühlingsfest bei Schmidt, Ecke Drusenbergstraße. Gäste sind herzlich willkommen. RSDAP. Linden. 20 Uhr: Zusammenkunft der PolitiWRS. Frauenschaft und Frauenwerk Gerthe. 15 Uhr: Arbeitsbesprechung der Zellen= und Blockfrauenschaftsleitevin geg. Frauenschaft und Frauenwerk Hordel. 16.30 Uhr: Zusammenkunft der Zellen= u. Blockfrauenschaftsleiterinnen RS. Frauenschaft u. Frauenwerk Weitmar=Mark. 15 Uhr: Kindergruppe in der evgl. Schule. „Kraft durch Freude“ werden nicht mebr entgegengenommen: Nr. 24.38 slach Oberbayern; Nr. 55/38 zur Weinstraße: Nr. 60/38 nach Oberbayern. Für die Kulturring=Mitglieder! Wir weisen darauf hin, daß für alle Kulturring=Mitglieder zu der Opernaufführung„Tosca“ von Puccini, am Samstag, 2. April, 20 Uhr Karten in unserer Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, zu haben sind. Die Karten für diese Aufführung können als Pflichtkarten abgenommen werden. allen Platzgruppen sind noch vorhanden.— Pflichtveranstalzung. Für die Kulturringe, 1 und 2. Am Freitag, 8. Apzil, 20 Uhr, findet für die Kulturringe 1 und 2 die nächste Pflichtvorstellung mit dem Lustspiel„Die lustigen Weiber von Windsor“ von William Shakespeare statt. Spielleitung Professor Dr. S. Schmitt. Die Kartenausgabe beginnt ab Freitag mittag. Die Mitglieder des Kulturringes 3 erhalten Gastkarten. Am Samstag nachmittag findet keine Kartenausgabe statt. sellschaft eingetragen war, sei nicht maßgebend. Für die strafrechtliche Beurteilung kämen nur die tatsächlichen Verhältnisse in Frage. Die Mitinhaberin sei infolgedessen nicht als Vollkaufmann anzusehen. Darüber hinaus stellte der Gutachter fest, daß die Buchführung etwas veraltet sei, aber sie sei durchaus in Ordnung gewesen. Das Fehlen eines besonderen Wechselkontos könne man bei dem geringen, nur auf die Maschinenschulden beschränkten Wechselverkehr, der im Kassabuch mit zum Ausdruck kam, keineswegs beanstanden. Die buchmäßigen Unterlagen hätten jederzeit einen Ueberblick über die Finanzlage des Unternehmens gestattet, so daß für eine Anklage wegen Konkursvergehens kein Raum mehr blieb. Die Große Straftammer schloß sich diesen Gedan,[Bzug Isr Antaek für Sie Zulturringe.und., die näone kengängen voll an und hob das erstinstanzliche Urteil auf. Ein vollständiger Freispruch Einem großen Siedlungsplane für Bochum=Sundern(Im Bergefeld), an dem mit viel Unternehmungsfreude und Hingabe gearbeitet worden war, kamen leider im letzten Augenblick, als alles schon zur Ausführung bereit war, so schwere Hindernisse in den Weg, daß er fallen gelassen werden mußte. Das war natürlich eine große Enttäuschung für die Siedlungslustigen; denn bei der Ausführung des Planes wären in bezug auf Geldbeschaffung und Einzelbaupläne große Ersparnisse für den einzelnen eingetreten. Die Kosten für die Vorarbeiten waren dadurch aufgebracht worden, daß von den Siedlungslustigen eine Gebühr von fünf Mark eingezogen worden war, die infolge des Scheiterns des Planes allerdings verloren ist. Ein Mann hatte sich besonders der Vorarbeiten, der Werbung und Vorbereitung angenommen. Daß der Plan nun nicht ausgeführt werden kann, ist für ihn noch ein besonderes Pech; denn auf irgendeine Weise kam er in den Verdacht einer ungerechtfertigten Bereicherung, ja des Betruges und hatte sogar eine Untersuchungshaft auf sich zu nehmen. Am Dienstag beschäftigte sich das Schöffengericht mit der Angelegenheit, in der aber selbst 6# raft durch Freude. Freitag, 1. April Fröhliche Gymnastik und Spiele von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Theodor=Körngr Schule, Bochum=Dahlhausen, trüher Reform=Realavmyolt zAgzgmitglieder## Schwimmen für die Gefolgschaftsmitglieger, des B9. von 19.30 bis 20.30 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele für die RS.= Frauenschaft von 20.30 bis 21.30 Uhr: im Schulraum der Schule, Bochum=Linden=Dablhausen. Dr.=.=Otto=Straße. Kindergymnastik von 17 bis 18 Uhr: Gymnastikschule, Boskstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Hildegardis=Lyzeums, Augustastraße. Deutsche Arbeitsfront Beginn der Reichs=Sportabzeichen Kurse in Freien. Am kommenden Sonntag findet wie alljährlich die führung der Reichs=Sportabzeichen=Kurse auf dem Sportplatz am Pappelbusch, morgens von 9 bis 11 Uhr. statt. Ene Voltsgenossen und Volisgenoswerseg, Zepezen.“ solt oien Greisprechung der Angelagten. Schöfengericht mit der Angelegenbeit, in der Boag,“ l. ause Vonsigenosen und Voltsgenostung, die Iniezell: ausging. Der Umstand, daß es als ofene Handelige, sich die Schuldlostskeit des Angellagten ewpiesen habe.(Weitere Lokalnachrichten auf Seite 12) Wr DORTMUND · DOSSELDORF · DUISBURG · ESSEN KÖIN·.-BARMEN ·.-ELBERFELD Ein Filmschauspieler wird aachgeuhmt. Sie kennen die C&=Kurzfilme, die in knappen Scenen mit wenigen Worten die Vorzüge der„formtreu"=Kleidung vor Augen führen. Mindestens so wie das Wort„formtreu" selbst, wird Ihnen der bekannte Filmdarsteller im Gedächtnis geblieben sein, der diese Kleidungsstücke vorführte. In— man möchte sagen— geradezu unnachahmlicher Weise sprach er das Wort„formtreu" zu seinem Mitspieler oder auch zu Ihnen. Haben Sie darauf geachtet, wie er es aussprach? Haben Sie gesehen, wie er den Mund spitzte, als wolle er ein Flötensolo zum Besten geben? Ader immer wieder kam nur das eine Wort von seinen Lippen:„sormtreu“! Was dieser bekannte Filmdarsteller kann, das kann ich auch, werden nun die Leute gedacht haben, meinen Sie! Nein, sie dachten ja gar nicht daran, so etwas zu denken! Aber unbewußt— beobachten Sie mal daraufhin Ihre Mitmenschen(beobachten Sie sich selbst einmal daraufhin!)— unbewußt spitzen seitdem acht von zehn den Mund, wenn sie das Wort „formtreu“ aussprechen. Sicherlich eine ganz ungewollte Propaganda des bekannten Filmschauspielers für sich und seine Art! Der Volkstümlichkeit des Wortes„formtreu“ und der nach ihm genannten C&=Kleidung hat das bestimmt keinen Abbruch getan. Im Gegenteil! Was„formtreu“ ist, das wissen Sie doch!? Nun sagen Sie, ditte, nicht„so'n Bart“, wenn an dieser Stelle nochmals etwas über„formtreu“ geschrieben wird. Man kann nie wissen: vielleicht ist doch noch einer da, der„formtreu" nicht kennt! Die „formtreu"=Einlage— ein wesentlicher Bestandteil der C&-„formtreu"=Kleidung— ist nämlich im Gegensatz zur früher üblichen Wattierungs=Leineneinlage elastisch. Und darauf kommt es an! Sie sind freundlichst eingeladen, die„formtreu"Einlage im C.&=Haus einmal zu prüfen. Das verpflichtet Sie-zu nichts, wie Sie das ja von C& A auch nicht anders erwarten. Eins aber werden Sie feststellen:„formtreu“ ist schon etwas Besonderes! Barkauf ist der Sorgen Zeind. Tausende hat die Preisfrage„Warum bleibt C& A beim Barkauf" in Atem gehalten. Aus der Fülle der prämüierten Einsendungen greifen wir heute wiederum eine heraus. So sagt Marlis Hofmann, Duisburg, Hindenburgstr. 123: Das Borgen ist des Preises Feind Und stumpft der Wirtschaft Spitze ab.— Wenn es Dir auch als Vorteil scheint, So ist's doch Deiner Börse Grab! Drum sei nicht Borger,— fällt's auch schwer: Und spare vor= nicht hinterher! Merkst Du, warum wir nichts verborgen? Weil wir ein Feind sind Deiner Sorgen! Auflösung der Rätsel vom 18. 3. und 29. 3. C&=Schleifenrätsel: —4. Ofen.—11 Prozent. 11—17. Theodor. 17—20. Rest. 20—25. Torero. 26—32. Ameisen. 33—41. Amiranten. 41—47. Negativ. 47—53. Vorrang. 54—64. Rohrsänger. 64—72. Regenwurm. 72—78. Malheur. 79—83. Stufe. Die Kreuzungsbuchstaben ergeben:„formtreu“. C&=Kastenrätsel: 8. Futter. 2. Bohrer. 3. Barren. 4. Schmaun Die beiden Gitter ergeben:„formtreu“. Man kann ruhig drüber sprechen.. daß für kleine und große Freunde von C& A die Hauszeitschrift„Canterbumm erzählt Euch was“ kostenfrei bereitliegt daß die Hutabteilung von C& A ganz besondero reizvolle Angebote zu den bekannten C& APreisen zur Schau stellt daß die große Auswahl in der C&-Passage immer nur ein kleiner Vorgeschmack von dem ist, was C& A in seinen Abteilungen dietet Modell 38 "..... neuer Zotoapparat?“ „Nee, neues Kleid von C&!!“ Ein Mann sieht die Kleidermode! Modisch oder persönlich geschmackvoll? Da stand ich nun inmitten einer großen Auswahl Ouftiger Frühlingskleider, ganz unbeachtet von den vielen, vielen Frauen und jungen Mädchen, die mit Kennermiene die Ständerreihen prüften, auswählten und dann probten. Ich flüchtete zur einladenden Stuhlreihe, nahm verwirrt Platz, um eine Gruppe Frauen, die gerade gegenseitig die ausgewählten Kleider betrachteten, zu belauschen. Was schwirrten da für Fremdworte und modische Bezeichnungen durcheinander, die mir rätselhaft erschienen. Hier spürte ich so recht, wie reichhaltig die neue Kleidermode ist. Ich sah die herrlichsten Stoffe, von den zartesten Pastelltöpen bis zum gepunkten, getupften und gestreiften Muster. Mut gefaßt und schon rief ich aus:„Fräulein, ich habe einige Fragen!“ Eine nette Verkäuserin, freundlich und aufmerksam, gab mir erschöpfend Auskunft über all die Dinge, die eine Frau verschönen heisen. Das, was mir bei diesem kleinen Interview haften blieb, habe ich festgehalten und gebe der reizenden Verkäuferin selbst das Wort:„Sie fragen mich, was modern sei und was die Frau heut' trägt, das ist ganz individuell. Eine Frau liebt gestreifte Kleider in den neuen, aparten Verarbeitungen, dagegen trägt eine andere wieder gern geblümt oder getupft und wieder andere Frauen bevorzugen grundsätzlich Uni=Stoff. Alles, was wir in unserem großen Kleiderlager aber führen, ist modern. Besonders interessant ist, daß ein früheres Stiefkind der Mode heute wieder triumphiert: die Stickerei. Alle Arten findet man hier in allen Farbstellungen und Anwendungen. Alle Möglichkeiten der Stickerei sind aufmarschiert, um Frauen zu schmücken. Dabei ist besonders erfreulich, daß hier ein Gewerbezweig, der jahrelang vernachlässigt wurde, nunmehr wieder beweisen kann, wie kleidsam Stickereien sein können. Ich zeige Ihnen hier ein ganz besonders geschmackvolles Bolerokleid, das reich durch Stickerei belebt ist. Achten Sie einmal auf den jugendlich flotten Faltencock. Das Kleid ist aus prima Flamisol und in vielen modernen Farben für— wir sind ja bei C& 9— RM 23,75 am Lager vorrätig. Es ist eine besondere Leistung unseres Hauses und wird sicher bei vielen Frauen ungeteilten Beifall finden.“(Damit aber jede Frau sieht, wie gut dieses Bolerokleid aussieht. ist es in der nebenstehenden Zeichnung abgebildet.) " Immer neue Kundinnen kamen. Ich wollte die Geduld der mich so liebenswürdig belehrenden Verkäuferin nicht länger in Anspruch nehmen. Mit herzlichem Dank verabschiedete ich mich und schlenderte durch die Mantel=Etage, sah den Blumenkorso der Hutabteilung, die frohbewegte Kinderschar in der Kinderabteilung und verweilte kurz dort, wo Blusen und Röcke zum Kauf einluden. Was mir hier besonders auffiel? Ich gebe die fachliche Information wieder, die mir zuteil wurde:„Die Blusenmode des Frühjahrs ist diesmal besonders vielseitig durch die schönen neuen Stoffe. Aus der großen Auswahl ist besonders die sportliche Bluse aus leinenartiger Kunstseide mit Perlmutterknöpfen zu empfehlen. Denn diese schöne Bluse ist in vielen modischen Farben für RM.75 zu haben.— Ja, und das Rocklager ist sehr reichhaltig. Denn hier findet ja die Bluse erst ihre Ergänzung.“ Wo ich war? An der Einkaufstätte unserer Frauen und Mädchen. Es ist eine bunte Schau schöner Frühjahrskleidung, denn alles was C& A in seinem Haus zur Schau stellt, gleicht einer großzügigen Modenschau. Das Wichtigste aber, alles ist so preiswert gehalten, daß man staunt— und das ist ja mit ausschlaggebend, wenn Frauen und Mädchen dem Ruf der Firma folgen: Geben Sie zu C& 2! Mode-Telegramm anbieten allen frauen— stop:— in gtöße 38—46 — stop— für 5,75— stop— leichten wollrock aus holtbarem diagonal=rips— stop— mit seitlicher Falte e amp; a brennintmeyer Hemmungen—nicht angebracht...! C& Akennt nicht den Kaufzwang für seine Besucher, der von so vielen als unangenehm, als lästig empfunden wird. Jeder kann sich in den C& AGeschäften nach Herzenslust seinen Wunschträumen überlassen und sich sattsehen an der reichen Wahl moderner und preiswerter Kleidung. Wenn er aber eine Auskunft wünscht, dann ist immer geschultes Personal zur Stelle, um dem Besucher höflich Rede und Antwort zu stehen, die wohl einen Unterschied zu machen weiß zwischen einem wohlgemeinten Rat und einer Überredung zum Kauf. Im Bewußtsein seiner Stärke hat C& A diese Zwanglosigkeit als Motto unsichtbar über seine Geschäftshäuser geschrieben und damit die denkbar besten Erfahrungen gemacht. Das Wort„Gehen Sie zu C& A“ enthält auch die Aufforderung: lassen Sie alle Hemmungen draußen; seden Sie sich alles ungeniert an. C& A versucht nicht, Sie zu überreden. C&=Kleidung spricht für sich selbst. An alle„formtreu“=Kunden. Wir wandten uns an alle„formtreu"=KleidungsTräger und=Trägerinnen und daten um Berichte üder„formtreu“. Wir suchten den trefsenditen Bericht. Wir ditten, von weiteren Zuschriften Abstand zu gehmen, da wir die Vielzahl der uns zugegangenen Berichte erst nach und nach aufarbeiten können. Wir wußten, daß„formtreu“ hunderttausende von begeisterten Anhängern hat, konnten aber nicht erwarten, so zahlreiche Zuschriften zu erhalten, die wir in normalem Tagespensum gar nicht alle prüfen können. Eins aber steht heute schon fest: die Begeisterung, die aus allen Zuschriften spricht, zeigt, wie beliebt„formtreu“ ist. Ja,„formtreu“ ist eden etwas Besonderes. Am Sonntag, dem 3.., sind unsere Geschäftsräume von 14 bis 18 Uhr geöffnet Seite 6 Nr. 77] Bochumer Anzeiger] Freitag, 1. April 1938 Unterhaltung Oesepk Dudeck merkte was Grenzgesckickte aus Obersckkesien von 90. Jckimmel-Falkenau haht“, decht... aber so duhm is der Dudek Seit vielen Jahren fuhr Joseph Dudeck auf einem kleinen Wagen die Erzeugnisse seines Gartens auf den Markt von Pitschen. Wenn auch sein kleines Anwesen auf polnischem Boden lag, so fühlte er sich doch vollkommen als Deutscher. Stroinski, ein Pitschener Kanzleibeamter, hatte einmal beim abendlichen Trunk gesagt: „Aber Dudeck, du bist doch polnisch!“ Vierzehn Tage warteten sie in der Kanzlei vergebens auf Stroinski. Das nur ganz nebenbei.„., gamohf In Leinem ParfJoseph Dudeck nun hatte sowohl in seinem Dorse Dcziewczagora als auch in Pitschen einige neue Bekanntschaften gemacht, unter denen ein gewisser Kasimir Dezuck und ein Franz Stachowicz darum seine besondere Hochachtung genossen, weil sie ihn des öfteren zu einem Glase einluden. Dudeck lächelte schon immer vergnügt, wenn er seine neuen Bekannten sah, in Dcziewczagora den Landmesser Stachowicz aus Warschau und in Pitschen den Reisenden Kasimir Dezuck..51g re Auch heute war es wieder wie immer. Dudeck trank schmunzelnd auf Kosten Dczuck drei Nikolaschkas, dann ging er mit gutem Händedruck hinaus, legte den Riemen um die rechte Schulter, ergriff die Deichsel und fuhr seinen kleinen Wagen die abfallende breite Landstraße nach Golkowitz hinunter, unterhielt sich nach Art Altbekannter mit den Zollbeamten und war eine Stunde später wieder in Dcziewczagora. Dort begrüßte ihn gleich nach der Ankunft sein neuer Freund, der Landmesser und lud ihn zu einem Branntwein ein. Dudeck rieb sich das graustopplige Kinn und sagte lachend: „Marandjoseph, chas du aberr eilig.“ Während er mit Stachowicz dann trank und plauderte, blickte dieser unruhig nach der Tür.„Was chas du, kohmt noch wär?“ fragte Dudeck, und das vergnügte Lächeln vertiefte sich in seinem gebräunten Gesicht. Nach einer Viertelstunde trat ein Fremder ein, den Dudeck schon oft in der Gesellschaft des Landmessers gesehen hatte. Nach flüchtigem Gruße setzte sich der Fremde an einen Nehentisch und zuckte von dort aus zu Stachowicz die Schultern hinüber und schnitt dabei ein geradezu erschrockenes Gesicht, so daß der Landmesser jäh erblaßte und seine Augen sonderbar prüfend auf den trinkenden Gemüsebauern richtete. Weder er noch der Fremde merkten, daß Joseph Dudeck hin und wieder von seinem Glase aufsah und in den gegenüberhängenden Spiegel blickte. Dabei vertiefte sich das vergnügte Spottlächeln in seinem Gesicht zum Lachen. „Du kommst doch durch den Zoll immer unbesehen durch, fragte plötzlich der Stachowicz. „Aber freilich, die kennen mich doch“, erwiderte Dudeck wie erstaunt. ,.„ Knse ui „Da hat dich doch auch heute niemand kontrolliert?“ dränate der Landmesser,.3, denn. und„ „Aber nein... aber wochar venn... und er setzte das Glas an die Lippen. Bald darauf stand Stachowicz auf, bezahlte und verabschiedete“ sich auffallend kühl von dem Bauer Dudeck. Hinter ihm verließ der Fremde vom Nebentisch ebenfalls das Lokal. Joseph Dudeck trat an das Fenster und beobachtete, wie die beiden seinen Grünzeugwagen durchsuchten. Ein lautloses Lachen spielte um die gekniffenen Lippen des Bauern, als er das sah, und dann fiel ein halblauter Satz: „Chabt ihr gedacht nich...“ Am nächsten Morgen fuhr er, diesmal traf er niemanden unterwegs, wieder seinen vollbeladenen Grünzeugwagen nach Pitschen. Gleich hinter Golkowitz aber, gleich nach dem Passieren der Grenze, hielt er an und ging von der Straße weg, in den dichten Laubwald hinein. Dort hob er, sorgfältig unter Moos versteckt, ein Päckchen auf. Er schob es in seine Jackentasche und fuhr dann zur Stadt hinauf. Die uralten Stadtmauern leuchteten in der Frühonne, Stund, schon stand er nar 5 Nach einer halben Siunde schon stund er vor dem Polizeikommissar von Pitschen und legte ihm das Päck„Ich chabe doch gleich gewußt, daß die etwas von mir wollten... aber da chabe ich doch vom ersten Tage an aufgepaßt, un endlich gestern, da war es soweit, un jetzt da mechte ich schon gerne sehn, was das is?“ Nun, es waren Edelsteine, vorsorglich aus den aus großen Einbrüchen. Zwei Beamte in Zivil folgten Joseph Dudeck, als er mit seinem Grünzeugwagen weiterfuhr. Kurz vor dem Marktplatz kam ihm sehr aufgeregt der Stadtreisende Dczuck entgegen und schrie ihn fast an:„Wo stecken Sie denn, ich suche Sie ja schon Weiter kam er nicht. Plötzlich lagen die Hände der beiden Beamten auf seinen Schultern. Und eine Stunde später ereilte den Vermessungsbeamten in Dcziewczagora das nämliche Schicksal. Der unbekannte Fremde aher, der in Begleitung des Stachowicz so oft gesehen worden war, blieb verschwunden. Er war in letzter Minute geflüchtet. Joseph Dudeck erhielt eine Belohnung, die es ihm erlaubte, seinen Lebensabend sorgenfrei zu beschließen. Trotzdem aber fährt er noch heute jeden Tag — man sagt, er sei ein Siebziger— seinen kleinen Gemüsewagen von Dcziewczagora nach Pitschen hinüber, er plaudert alltäglich mit den Zollbeamten, er trinkt mal hier, mal dort seinen Nikolaschka, und ist sonders gut gelaunt, dann erzählt er die Geschichte, wie ihn der Dezuck und der Stachowicz hineinlegen wollten. Und wenn dieser treue schlesische Bauer diese Geschichte erzählt, wenn dabei so ein gemütliches und überlegenes Spottlächeln über sein zerfurchtes Arbeitsgesicht hinglitzert, dann glaubt man es gern, daß diejenigen, die Köpfe österreichischer Kultur IV. Fassungen herausgebrochen, Beutestücke, wahrscheinlich ihn hineinlegen wollen, viel schlauer sein müssen. Herzliche Bitte der Schriftleitung. Liebe Leser(und auch-innen): Elne Bitte, klein, doch fein! Wollt ihr unsern Dank gewinnen! Schiekt uns ohne langes Sinnen Recht viel Lenzgedichte ein! Lyrisches, den Lenz besingend. Bringt die Post uns leider nie Unser Wunsch ist also dringend, Und wir flehen händeringend: Schiekt uns Frühlingspoesie! Herzen— Schmerzen, Träume— Schäume, Liebe— Triebe, Brust und Lust: Solche einzigart'gen Reime Haltet nicht zurück im Heime! So was suchen wir ja Just.. Daß die Strophen nicht veralten. Schickt sie uns noch möglichst heut! Laßt nicht die Besorgnis walten. Unser Dienst würd' aufgehalten! Ach, wir haben soooviel Zeit... Höchstes Glück der Redakteure Ist doch so ein Lenzgedicht! Drum, daß unser Glück sich mehre, Daß es bis zum Sommer währe, Kargt mit Lenzpoemen nicht! I. Lirpa Ipieges an der Wand Mieler-Rüdersdor# Der vor wenigen Jahren Schauspieler und Intendant Ernst von Possart, der wegen seiner vollendeten Kunstleistungen geadelt wurde, war ein feuriger Verehrer weiblicher Schönheit und Anmut. Während seiner Intendantenzeit wählte er mit viel Verständnis für weibliche Reize auch die jungen Damen des Chors stets persönlich aus. Alle seine Kollegen und Kolleginnen wußten um Possarts Verliebtheit gut BeGegenüber der Tür zum Direktionszimmer Possarts befand sich ein großer Wandspiegel. Als der Intendant eines Vormittags aus seinem Büro trat und sich zur Probe auf die Bühne begab, verstorbene bedeutende entdeckte er einen Zettel, der mitten auf die Spiegelscheihe, geklebt war. Wißbegierig trat er heran, um zu erfahren, was deutlich auf dem Zettel geschrieben stand. Und er las: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wen küßte zuletzt der Intendant?“ „Frechheit! Unverschämtheit!“ donnerte Possart vor sich hin. Grimmig packte er dann sofort einen der in der Nähe stehenden beiden Stühle und schleuderte ihn mit voller Wucht in den Spiegel, so daß die schön geschliffene, mächtige Scheibe klirrend in Scherben sprang. Dabei merkte er nicht, daß im selben Augenblick hinter der Ecke sich hastige Schritte entfernten. Moritz von Schwind, der romantische Maler und Zeichner, geboren 1804 in Wien, gestorben 1871 in München. Zwei der Schwerenöter, die ihm den Streich gespielt hatten nämlich hier gewartet, um zu erleben, wie der Zettel auf den Intendanten wirken würde. Voll Stolz, seinen heißen Zorn so gekühlt zu haben, schritt Possart erhobenen Hauptes weiter. Ohne ein Wort über die Angelegenheit zu verlieren, wohnte er der Bühnenprobe bei. Nur lag eine eisige Strenge heut' auf seinem Gesicht. Nach Beendigung der Probe kehrte er sinnend in ein Büro zurück. Ehe er es jedoch betrat, lenkte der zertrümmerte Spiegel, der zum unschuldigen Opfer seiner Wut wurde, abermals seinen erstaunten Blick auf sich. Denn an einem noch im Rahmen haftenden oberen Stück der Scheibe klebte abermals ein Zettel. In noch stärkeren Buchstaben als vorher kündete er dem verblüfsten Possart:, Tpig) in Scherben=ist. „Wenn auch der Spiegel in Scherben ist, der Herr Intendant hat doch geküßt: HAFERFLOCKEN schig nuß-Juß KRIMINALROMAN VON! PPAAEINE SCHILLING 11) Schatten, wie er um die nächste Ecke des Ganges verschwand. Mit drei Sätzen war auch Michael an der Ecke, lugte wieder vorsichtig herum, und sah etwas, was sein Herz schneller schlagen ließ. Mann., auuch Der Schatten vor ihm war ein Mann, der gerabe einen langen Gegenstand in der Hand hatte, und auf der Handfläche prüfte. Es schien ein Messer zu sein, denn es blißte in dem Gegenlicht das von dem anderen Ende des Ganges durch ein Fenster fiel, leicht auf. Der Mann öffnete langsam die Tür, vor der er gerade stand, ganz langsam, steckte zunächst, den Kopf Also gab es für ihn auch nur einen Weg— nicht wieder hinaus, sondern in die Burg weiter hinein. Er nahm die beiden Schießeisen der Banditen, stopfte ihnen vorsichtshalber ein Stück Stoff in die Münder, damit sie nicht unnötigen Spektakel machten, wenn sie aus dem Reich der Träume wieder erwachten, und legte sie nebeneinander in einen Schrank, der an der Wand stand. Da konnten sie sich ihre Gedanken machen, wenn sie wieder dazu in der Lage waren. Michael ging zur Tür, öffnete sie vorsichtig, schaute rechts und links den Gang entlang, konnte aber infolge der Dunkelheit nicht erkennen, wie weit der Gang sich hinzog, er entschloß sich also auf's Geratewohl nach rechts zu gehen. Nach einigen Schritten war er an einem Fenster, aus dem man hinunter in den Hof sehen konnte. Der Hof lag inmitten eines Vierecks verschieden hoher Gebäude, eine kleine Tür führte zu einem größeren Hof. den die Mauer umschloß. Diese konnte Michael von seinem Fenster allerdings nicht sehen. Es wäre jetzt sehr angenehm für ihn gewesen, wenn er eine Lampe gehabt hätte, so mußte er sich behelfen und auf sein Gefühl verlassen. Das war zwar weniger bequem, aber im Augenblick nicht zu ändern. Plötzlich hörte er erregte Stimmen. Leise schlich er auf die Stelle des Ganges zu, wo sie am stärksten klangen. Dort mußte seiner Rechnung nach eine Tür sein, aber er hatte die Rechnung ohne den Erbauer der Burg gemacht, denn der hatte hier gerade keine Tür hingebaut sondern sie einige Meter weiter rechts hingesetzt. Michael fand sie und schaute durch ein riesiges Schlüsselloch, konnte aber nichts sehen, als daß der Saal, den sie abschloß, erhellt war, und daß ihm gegenüber gerade ein Kamin sich befand. Er schloß aus dem Gesumm der Stimmen, daß sich hinter der Tür ein größerer Saal befand, und nicht nur ein kleines Zimmer. Es wurde ruhig hinter der Tür, das Licht erlosch, aber erst nach einer Weile wagte Michael die Tür, vor der er stand, zu öffnen. Sie war nicht abgeschlossen. Der Saal war leer und dunkel, und kein Zeichen deutete darauf hin, daß noch vor einigen Minuten Menschen hiergewesen waren. Da der Saal Michael nicht interessierte, schloß er die Tür wieder und setzte seinen Entdeckungsgang im Dunkeln weiter fort. Wie lange er so herumschlich, konnte er nicht sagen, denn in der unheimlichen Stille der Nacht ging jede Kontrolle über die Zeit verloren, und eine Uhr hatte er nicht. Allmählich wurde er des ziel= und planlosen Herumstreifens müde, aber er hatte weder einen Schimmer, wo er seinen Herrn finden konnte, noch wo er die Frau suchen konnte, deren Hilferuf sie hier hinaufgeführt hatte. fofast STik Da hörte er das Knarren einer Tur, sofort blieb er stehen und lauschte es war nicht weit von ihm, unmittelbar hinter der Biegung, die der Gang jetzt machte. Dann wurde die Tür geschlossen und leise Schritte entsernten sich nach der anderen Seite. Michael war schnell an der Ecke, sah vorsichtig den weiteren Gang herunter, und gewarte gerade noch einen gerade stand, ganz langsam, steckte zunächst den hinein und folgte dann mit dem ganzen Korper. Michael ahnte, daß er da gerade zur rechten Zeit gekommen war, sprang leise zur Tür und war einen Augenblick später hinter dem Mann, der sich gerade auf eine Frau stürzen wollte, die in der äußersten Ecke des kleinen Raums stand und sich nicht rührte. Der Mann vor ihm knickte zusammen, lautlos und schnell, denn Michael hielt ihm die Gurgel zu, bis ec sich nicht mehr Dann nahm er die zitternde Frau an der Hand, zog sie hinter sich her, und ging so schnell er konnte den Gang zurück, den er eben gekommen war, um den Raum zu erreichen, in dem er seine beiden Freunde liegen gelassen hatte. Hier verschnaufte er erst einen Moment und flüsterte der Frau zu, keine Angst zu haben, denn es würde nicht mehr lange dauern, so wären sie beide Margrit, denn sie war es nickte nur mit dem Kopf, sie war zu erschöpft, um sprechen zu können. Sie lehnte sich gegen die Wand, und in dem gleichen Augenblick versank das ganze Zimmer, wie es. war, in der Tiefe. Michael war so perplext, daß er sich erst einmal hinsetzte und einige Minuten nichts sagte. Achtes Kapitel. Der Inspizient tobte wie ein Wilder, der Spielleiter raste durch die Gänge des Opernhauses und fluchte, daß sich die Balken bogen, der Kapellmeister rannte hinter ihm her, fuchtelte mit den Händen und schrie unverständliche Worte. Statisten sprangen zur Seite, drückten sich in eine Ecke, um nicht mit einem der beiden Rasenden zusammenzustoßen. Aus einem Zimmer drang der Gesang einer Frauenstimme, der Kapellmeister blieb stehen, riß die Tür auf und schrie:„Wagner— um Gotteswillen— Sie singen ja immer noch F statt E— wenn Ihnen das auf der Bühne passiert, schmeiße ich Ihnen die große Trommel an den Kopf—— „Hoffentlich nicht mitten in der Szene— Sie wildjewordener Handfeger—!“ Die Wagner lachte und der Kapellmeister warf die Tür zu, um hinter dem Spielleiter herzulaufen, der indessen schon verschwunden war. Das glockenhelle Lachen der Sängerin klang hinter ihm her.. 44. Die Jagd tobte weiter die Gänge entlang zum Zimmer des Herrn Tenors. Wütend riß Wegmann, der Spielleiter, die Tür auf und ließ sich einen Atemzug später verzweifelt in den dastehenden Sessel sinken.„ „Ich habe es geahnt— ich habe es geahnt——“, murmelte er und fuhr sich voller Wut durch die Haare. „Da können diese Herren einen Ton gerade singen und kommen sich vor, wie der liebe Gott aus China aber das muß ein Ende haben— diese verdammten Allüren dieser Herrschaften—— Himmel——— Den weiteren Fluch erstickte er, denn jetzt ging die Tür auf und der Herr Kavellmeister erschien auf der Schwelle, er übersah schnell die Lage, ließ einen fürchterlichen Fluch vom Stapel und blieb dann ratlos stehen und starrte den Spielleiter an. „Was stieren Sie mich an, wie ein Ochse den Mond— „Idiot——!“ Der Kapellmeister warf die Tür zu und ging mit wütender Miene den Gang zurück. Die Stimmung war denkbar gereizt im Opernhaus. Wie es gekommen war, wußte keiner zu sagen, aber es hieß, Wegmann hätte von der Strada einen ausgewachsenen Korb gekriegt, und ihr daraufhin versprochen, die Premiere zu versauen. Daraufhin hätte dann der Tenor Herr Gardener dem Spielleiter versprochen, ihn sitzen zu lassen.„ 6 M Das Versprechen wollte er anscheineno wirklich erfüllen, denn es war noch eine knappe halbe Stunde bis zum Beginn der Vorstellung, und der Herr war noch nicht da, ebenso die Strada=Wegener nicht. Wegmann beschwor alle guten und bösen Geister, aber seine Beschwörung half nichts, unerbittlich rückten die Zeiger der Uhr vor, jetzt waren es nur noch fünfundzwanzig Minuten bis zum Beginn, von den beiden war noch nichts zu sehen—.„. Eben kam der Kapellmeister, der Inspizient und ein Schwarm derjenigen Leute, die an allen Theatern sind, und anscheinend nichts zu tun haben, den Gang entlanggerast, in der Mitte prallte der Schwarm mit dem Spielleiter zusammen. „Wo ist er—?“ „Wo ist sie?“ Der Teufel soll doch gleich——“ Und eine Reihe unverständlicher, aber wenig liebevoller Bemerkungen ergoß sich über die beiden Abwesenden. „Die Premiere ist geschmissen— kaputt— hinüber — erledigt— himmelschreiend sowas— fliegen müßten diese— diese——.“ Ehe der Inspizient seine Verwünschung zu Ende gerasselt hatte, stand mit einem Mal Frau Strada=Wegener lächelnd hinter dem Schwarm schimpfender Männer und sagte laut und deutlich:„Kindsköpfe.. Dann drehte sie sich um und ließ den verdutzten Haufen erstaunter und wütender Männer stehen, verschwand in ihrer Garderobe., und „Das ist die Höhe—!“ schrie der Inspizient, und seine Stimme überschlug sich——. „Wo ist denn ihr— ihr——!“ „Na, wer denn?“, sagte da eine Stimme hinter dem Schimpfenden. Es war Gardener, der den Männern einen lächelnden Blick zuwarf und dann ebenfalls in seiner Garderobe verschwand.„ 41.6 g. ge. und fchri, Wegmann holte indessen einmal tief Luft und schrie dann:„Was stehen Sie denn hier herum— haben Sie gar nichts zu tunk“ Worauf der Schwarm zerstoo und in einer Minute in den zahllosen Ecken und Winkeln verschwunden war. Die Vorstellung begann mit einer Verspätung von einer Viertelstunde....., Asgus eiats M. Es klappte natürlich hinter der Bühne nichts, aber auch gar nichts, der Chor war nicht rechtzeitig da— die Solisten schienen sich gegen Inspizient und Spielleiter verschworen zu haben, denn der erstere konnte auf seine Knöpfe drücken solange er wollte, die Herren kamen erst, wenn der Einsatz schon gegeben war, und letzterer verlor seine wenigen Haare heute vollkommen. Es war nur gut, daß das Publikum vor der Bühne nichts davon merkte, denn für die Zuschauer lief die Vorstellung so wie am Schnürchen ab. Der erste Teil:„Cavalleria rusticana“ war vorüber. Jetzt folgte der„Bajazzo“. Gardener, sang den Bajazzo und Merfelde seinen Nebenbuhler, der ihn mit einer Frau betrhgt. Dam dux Geigzig fhmane has Die letzte Szene sam, der Basazzo schwung das Messer in seiner Hand, um den Nebenbuhler zu erdolchen, es blitzte im Schein der Rampenlichter, und einen Augenblick später stach Gardener— und das rote Blut „Es gibt keinen größferen adel für die Frau, als Mutter der Söhne und Töchter eines Volkes zu sein.“ Rdolf hitler spritzte auf sein Kostüm— färbte seine Hand rot— er hielt in der Hand nicht den Theaterdolch, sondern einen richtigen Dolch, der jetzt im Herzen seines Gegenspielers Das Publikum merkte erst, daß sich auf der Bühne eine Tragödie vollzogen hatte, als Merfelde mit einem schrillen Schrei zusammenbrach und leblos liegen blieb, und sich die anderen=ohne Rücksicht auf die laufende Aufführung um den Leblosen scharten. Jemand rief:„Einen Arzt——!“ Die Leute im Zuschauerraum sprangen auf, jemand drängte sich nach vorn, kletterte über die Rampe auf die Bühne, es war Doktor Mende, er beugte sich über den Gestochenen, um nach einigen Minuten den Kopf zu schütteln und wieder aufzusehen. Merfelde war tot. ,. 68 8. Eine ungeheure Aufregung bemächtigte sich der Zuschauer, die keine Miene machten, das Theater zu verlassen. Rufe Stimmengewirr, Fragen kreuzten sich, schufen ein Durcheinander von Lauten und Tonen, in dem man nichts verstand und das alle Worte unartikuliert klingen ließ.„ 4. 6— 65. Rolf, der in der ersten Reihe mit Kreuter, dem ständigen Beobachter und Begleiter Merfeldes, saß, war sofort aufgesprungen, hatte Kreuter einige Anweisungen gegeben und stürzte dann ebenfalls auf die Bühne. Der Vorhang war noch nicht gefallen, denn in der allgemeinen Aufregung hatte der verantwortliche Mann sich zu dem Kreis gesellt, der um den Toten herumRolf zeigte seinen Ausweis, man machte ihm stumm Platz, er nahm das Messer, mit dem die Tat verübt wurde, schlug es sorgfältig in sein Taschentuch ein und Unterdessen wollten die ersten Zuschauer das Theater verlassen, allerdings wurden sie am Ausgang höflich aber bestimmt aufgefordert, ihre Personalien anzugeben, und da leider eine große Anzahl Damen und Herren nicht im Besitz eines genügenden Ausweises waren, gab es einige wütende Szenen, die aber nichts nutzten, die Betreffenden mußten mit zum nächsten Polizeirevier. Hermetisch war das ganze Theater gegen die Außenwelt abgeriegelt. Wo irt Gardener““., Gmipzizienten, der R. Rolf stellte die Frage an den Inspizeeneen, der sie weitergab, und bald schwirrte sie durch das Haus. Wo ist Gardener?... Wo ist Gardener?" Kein Mensch hatte ihn gesehen seit der verhängnisvollen Szene, er war verschwunden... er war nicht in seiner Garderobe, nicht in einem anderen Zimmer, er war im ganzen Haus nicht aufzufinden. Während es am Ausgang immer weiter unliebsame Auftritte gab, war hinter der Bühne eine wilde Jagd im Gange..., indessen wurde Gardener nicht gefunden, nicht einmal eine Spur von ihm. Der Portier erklärte, daß Herr Gardener den Personalausgang nicht passiert hätte, es wäre überhaupt noch niemand aus dem Hause gegangen...„ „Gibt es noch einen Ausgang aus dem Theater?“ fragte Rolf den Inspizienten, der mit verstörtem Gesicht neben ihm herlief und nicht wußte, wo er seine Händ lassen sollte. 9— 69# (Forlsetzung folgt.) 15 G Seite 7 Nr. 77 Bochumer Anzeiger] Freitag, 1. April 1938 aller Welt Gutopus gießie Echissahtisfape Von der Nordsee zum Schwarzen Meer— Die Rhein=Main=Verbindung Frankfurt a.., 31. März. Durch die Heimkehr Oesterreichs ins Reich wird die seit 16 Jahren im Bau befindliche Großschiffahrtsstraße Rhein=Main=Donau zu einem Wasserweg, der das Reich vom äußersten Westen bis zum äußersten Osten durchzieht. Die Großschiffahrtsstraße verbindet als größte europäische Schiffahrtsstraße die Stromgebiete des Rheins und der Donau über den Main. Ein mehr als tausend Jahre altes geopolitisches Problem wird damit seiner endgültigen Lösung zugeführt. Mit diesem direkten Wasserweg von dem industriellen Rheinland nach dem Donauwirtschaftsraum wird die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbunden. Außerdem wird damit ein Handelsweg nach den unteren Donauländern geschaffen, für deren wirtschaftliche Entwicklung Deutschland heute unentbehrlich ist. Der Gedanke dieser großen Wasserstraße ist schon so alt, und zwar kann das Jahr 1922 als Beginn der Verwirklichung dieses Gedankens angesetzt werden. Damals wurde mit dem Bau des Kachletwerkes bei Passau, des größten Wasserwerkes des ganzen Unternehmens, ein Anfang gemacht. Während des Krieges war die Großschiffahrtsstraße bis Aschaffenburg vorgetrieben worden. 1927 begannen dann die Arbeiten der Mainkanalisierung oberhalb Aschaffenburgs auf dem Abschnitt bis Lengfurt. Sieben Staustufen wurden errichtet, und zwar bei Obernau, Klein=Wallstadt, Klingenbera. Klein=Heubach Freudenberg, Faulbach und Eichel. Von dem zweiten größeren Abschnitt Lengfurt— Beilngries wurde zunächst die Teilstrecke bis Würzburg in Angriff genommen. Sechs Staustufen waren auf dieser 75 Kilometer langen Strecke erforderlich. Bis zum Sommer 1938 wird Würzburg an die Großschiffahrtsstraße angeschlossen und die Fortführung bis Nürnberg beschleunigt, A42### g, 4. M Die Großschiffahrtsstraße benutzt von Mainz über Frankfurt a. M.— Aschaffenburg— Würzburg bis Bamberg den Main, von Bamberg über Nürnberg bis Beilngries eine Kanalstrecke, von Beilngries bis Kehlheim die Altmühl und von Kehlheim ab die Donau über Regensburg, Passau, Linz, Wien bis Preßburg. Bei Preßburg verläßt die Großschifffahrtsstraße deutsches Gebiet und wendet sich über Budapest südlich weiter über Belgrad und Braila zum Schwarzen Meer. Der steigende Verkehr auf dem Main beweist am deutlichsten die günstigen handelspolitischen Grundlagen für die Rhein=Donau=Großschiffahrtsstraße, die durch den Anschluß Oestekreichs sich noch weit günstiger gestalten werden.. 91 Die großen Donauhäfen Wien, Linz, Passau und Regensburg werden zu einer großen Verkehrseinheit zusammengeschlossen, die auf die weitere Entwicklung der Donauschiffahrt einen günstigen Einfluß haben wird. Den größten Umschlag hat der Mainhafen in Frankfurt a.., der mit 2 960 299 Tonnen die Dreimillionengrenze erreicht hat(gegen 2 119 862 Tonnen im Jahre 1935). Regensburg und Passau hatten vor dem Krieg einen Umschlag von 363000 Tonnen, der 1937 auf 1 Million Tonnen angewachsen ist. Linz konnte seinen Umschlag in der Vergleichszeit verdoppeln(150 000 Tonnen), während Wien von seinem Vorkriegsumschlag in Höhe von.75 Millionen Tonnen bisher etwa erst 1 Million zurückgewonnen hat. Auf der Bergfahrt wurde bisher über Wien überwiegend Kohle befördert, auf der Talfahrt hauptsächlich Getreide, Holz und Steine. Die großen Reedereien, die Erste Oesterreichische Donau=Dampfschiffahrtsgesellschaft und der Bayrische Lloyd, werden nunmehr einheitlich zusammenarbeiten und den Wasserverkehr auf der deutschen Donaustrecke bewältigen...4, Juske. Lur Olk. in Mgin H. Der beschleunigte Ausbau der Rhein=Main=DonauVerbindung ist, wie Generalfeldmarschall Göring in seiner Wiener Rede ausführte, eine der wichtigsten Aufzeuge mit einer Nutzlast von 2000, 1000 sowie 500 Kilogramm und ohne Nutzlast über 1000 und 2000 Kilometer, die ihm am 20. März von einem HeinkelWasserflugzeug mit 331 bzw. 329 Stundenkilometer entrissen worden waren, wieder an sich gebracht. Ueber 1000 Kilometer erreichte„Stoppani 403,424 Stundenkilometer, über 2000 Kilometer 399,644 Stundenkiiometer. Den Einbrecher auf Eis gelegt Die Rache eines Schlächtermeisters Prag, 31. März., Zu einer drastischen Bestrafung eines Diebes griff ein Prager Schlächtermeister, der seit Wochen bemerken konnte, daß ständig große Fleischmengen aus seinem Kühlraum verschwanden— seit er eine moderne, elektrische Kühlanlage hatte einbauen lassen. Schließlich ließ er sich eine Alarmklingel anbringen, und als diese eines Tages schellte, kam der Schlächter rechtzeitig, um zu sehen, wie sich ein fremder Mann bei den Fleischvorräten zu schaffen machte. Es war ein entlassener Monteur der Kühlschrankfabrik. Der Fleischermeister schloß daraufhin den Schrank von außen, legte ein Sicherheitsschloß vor und ließ den Dieb mit seinen Fleischvorräten einige Stunden allein. Als er dann die Polizei rief, holte diese einen Mann aus dem Kühlschrank, der halb tot gefroren war und Frostbeulen an verschiedenen Körperstellen aufwies. Der Dieb wird einige Wochen Gefängnis erhalten— der Schlächtermeister aber wird ihm Schadenersatz für die Mißhandlungen im Eisschrank zahlen müssen. Der Dieb hat aus dem Gefängnis heraus Privatklage eingereicht. Ein„schwerer Junge“ gefaßt Für 2,5 Millionen Mark Brillanten gestohlen Warschau, 31. März. Ein internationaler Juwelendieb namens Nawrocki konnte von der Warschauer Polizei in einem Nachtlokal festgenommen werden. Nawrocki hatte zum letzten Male im Januar bei einem Juwelier in Wien ein Säckchen mit 380 Brillanten gestohlen. Er e e erche. Saaar Aent usn shg Dir A Weltbild Einweihung des Luftkreiskommandos in Braunschweig In Braunschweig fand die Einweihung des Luftkreiskommandos 7 statt, zu dem Generalfeldmarschall Hermann Göring am 1. November 1936 den Grundstein gelegt hatte. Unser Bild zeigt das Luftkreiskommando 7 war außerdem von der Polizei in elf europäischen Ländern wegen zahlreicher Juwelendiebstähle verfolgt worden. Der Gesamtwert der von ihm gestohlenen Schmucksachen dürfte 2,5 Millionen Mark übersteigen. Brasilianische Ehrungen für die deutschen Weltrekordflieger dnb Rio de Janeiro, 31 März. Am Mittwoch nachmittag hielt der Vorstand des Aeroklubs von Brasilien eine Ehrensitzung für den Führer des deutschen Rekordflugzeuges ab. Von Engel beantragte dabei die Anerkennung des Rekords auf seinen und Gundermanns Namen. Am Freitag wird der Aeroklub einen Empfang für die Besatzung des Do 18 veranstalten. Die brasilianische Presse gibt ausführliche Beschreibungen über den Flug und die Landung der deutschen Rekordflieger. Von Engel erklärte sich gegenüber dem DNB.=Vertreter außerordentlich befriedigt über den Flugverlauf. Bord und dei schwafzgeir urt Egen „Liebesroman“ vor dem Berliner Schöffengericht an gaben zum Anschluß der österreichischen Wirtschaft das Reich. Neue Weltrekorde Stoppanis Rom, 31. März. Der bekannte italienische Rekordflieger Stoppani hat auf der viermal durchflogenen 500 Kilometer langen Rumpfstrecke Santa Marinella— Neapel— Monte Cavo— Santa Marinella mit einem dreimotorigen Wasserflugzeug die internationalen Klassenrekorde für WasserflugEin Berlin, 31. März. Schluchzend stand die 22jährige Dora K. vor dem Berliner Schöffengericht unter der Anklage der schweren Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug und Hehlerei. Doras Leben war bis zum Mai vorigen Jahres ruhig und solide verlaufen. Ihr Verlobter, ein sehr ordentlicher junger Mann, hätte sie sicher bald geheiratet, wenn damals nicht der schwarzgelockte Egon wie ein dunkler Schatten in das Leben der blonden Dora eingegriffen hätte. Auf einem Ausflug forderte sie der unbekannte Dunkle zum Tanz auf und traf mit ihr eine Verabredung. Dora K. erzählte:„Ich war sehr erzürnt, denn schließlich saß doch mein Verlohter neben mir. Aber ich mußte dauernd an Egon denken, und als die verabredete Stunde kam, ging ich, ohne zu überlegen, zum Treffpunkt. Von da an wußte ich nicht mehr, was ich tat. Ich konnte meinen Willen nicht durchsetzen.“ Zuerst glaubte das Schöffengericht, dieser Unbekannte. von dem Dora angeblich weder den Namen noch den Beruf noch die Adresse wußte, sei nur eine romantische Erfindung der Angeklagten, um sich zu entlasten. Als Dora K. aber weiter erzählte, stellte sich heraus, daß der Unbekannte doch irgendwo existieren muß. Egon hatte schnell und leicht alles von Dora erfahren, was er wissen wollte, und hatte sie dann auch noch in seine dunklen Geschäfte hineingezogen. Dora, die zuerst nicht ahnte, worum es sich handelte, und nur eifrig bemüht war, ihrer„großen Liebe“ einen Gefallen zu tun, plauderte bereitwilligst aus, wann die Wohnung ihres Verlobten unbewacht ist und was sich dort alles befand. Eines Tages brachte Egon Wäsche und Bücher zu Dora, die alles das verwahren sollte. Nun erkannte Dora die Sachen ihres Verlobten und endlich ging ihr ein Licht auf.„Aber“— so sagte sie—„ich konnte mich von Egon nicht trennen. Ich befand mich in einer schweren Lage und handelte wie unter einem Zwang. Es dauerte auch nicht lange, da entdeckte mein Verlobter seine vermißten Sachen bei mir.“ Der Verlobte, der als Zeuge geladen war, ging dann sofort zur Polizei und erstattete Anzeige gegen seine Braut wegen Einbruchdiebstahls. Als ihm aber Dora von ihrer unglückseligen Leidenschaft erzählte, zog er die Anzeige wieder zurück, so daß Dora als Verlobte des Geschädigten in keinem Fall wegen Diebstahls bestraft werden konnte. Damals befand sich Dora K. in einer tragischen Situation. Die Verlobung war formell noch nicht aufgelöst, weil sich Dora nicht entscheiden konnte. Einerseits hing sie sehr an ihrem ordentlichen Freund und andererseits stand sie völlig unter dem Einfluß des schwarzlockigen Egon. Da Dora sich nicht gegen die Aufbewahrung der Sachen gesträubt hatte, ging der Unbekannte noch weiter und benutzte Dora dazu, einen Sparkassenbetrug zu begehen. In diesem Zusammenhang verführte er sie auch, eine Privaturkunde zu fälschen Vor Gericht war Dora geständig und von bitterer Reue erfaßt. Diese Reue ging aber nicht so weit, den Namen des Unbekannten zu nennen Das Gericht gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß Dora diesen Namen bestimmt wisse, aber in diesem Fall immer noch unter dem Zwang stehe. Dora K. müsse den Namen wissen, weil sie als anständiges und ordentliches Mädchen sich kaum mit einem völlig Unbekannten eingelassen hätte. Es billigte ihr aber auf Grund ihrer völligen Unbestraftheit und ihrer großen Jugend weitgehend mildernde Umstände zu und verurteilte sie zu vier Monaten Gefängnis. Dora nahm das Urteil sofort an und gab auch zum Schluß den Namen des geheimnisvollen Egon nicht preis. Die Bodenorganisation und vor allem die dauernde Funkverbindung mit Hamburg hätten sich glänzend bewährt und wertvolle Dienste geleistet. Das amtliche Ergebnis des von Do 18 erzielten Landstreckenrekordes für Seeflugzeuge werde in gerader Linie 8300 Kilometer überschreiten und in gebrochener Linie werde der Rekord voraussichtlich noch größer sein. Wie er weiter mitteilte, wird der Rückflug voraussichtlich in der nächsten Woche unternommen. Wirbelsturm=Katastrophe in den Staaten Newyork, 31. März. Ueber die Staaten Kansas, Missouri und Oklahoma segte ein Tornado hin. In seiner Bahn richtete er schwere Verwüstungen an. In Columbus waren die Verwüstungen am verheerendsten, etwa 50 Gebäude wurden von dem Orkan eingerissen, darunter eine Schule. Der Einsturz des Schulgebäudes ereignete sich während des Unterrichtes; vier von den anwesenden 100 Kindern wurden getötet. Auch die Staaten Illinois und Arkansas wurden von den verheerenden Wirbelstürmen heimgesucht. Die Zahl der Toten beläuft sich bereits auf über 30. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt. Die Zerstörungen sind besonders groß in der Umgebung von Pek in(Illinois). Augenzeugen berichten, daß Hunderte von Wohnhäusern wie Kartenhäuser umgeweht worden seien. Der Bahnhof Soutpekin sowie 150 Personen= und Kraftwagen wurden völlig zertrümmert. In einigen kleineren Orten sind sämtliche Häuser zerstört worden. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Dollar geschätzt. Die KdF.=Schiffe verließen Lissabon Nach zweitägigem Aufenthalt verließen die drei KdF.Schiffe„Der Deutsche",„Sierra Cordoba" und „Oceana“ den Hafen von Lissabon und setzten ihre Heimreise weiter fort. Polens nAtwort auf die jüdische Börsenpanik Nachdem bereits vor einigen Tagen jüdische Börsenschieber in Warschau und Lodz verhaftet und in das Isolierungslager von Bereza Kartuska übergeführt wurden, sind jetzt die gleichen Maßnahmen gegen zwei Juden in Lublin ergriffen worden. Der eine von ihnen war bisher der Vizevorsitzende der Fleischbörse. Auch diese Verhaftungen stehen im Zusammenhang mit der von den Juden während der letzten polnisch=litauischen Spannung organisierten Börsenpanik. „Weltsender Paris“. Der kürzlich errichtete neue Richtstrahlsender bei Essarts le Roi, der am 1. April seine Sendungen aufnehmen wird, erhielt den Namen„Paris=Mondial“, also den recht anspruchsvollen Titel„Weltsender“. Sendungen werden zu bestimmten Tageszeiten ausgeführt nach dem Orient und dem Fernen Osten, nach Südamerika, Nord= und Mittelamerika, Afrika und nach den Ländern des östlichen Mittelmeeres. 15 144 A Reichswahlkampfleitung Draußen: Bolschewistische Zerstörungshetze und Streiks— Bei uns: Deutsche Arbeiter mit RöF. auf hoher See Kals doen Bior aids nd de Aobeiter Sder Leisoit un Stg ie, Hengasgess, euaten ud erbhuoder zisadersaite, detnal dier sase Saist aun groste Peirseigod.n eastese Ur DIE UND SCHONEN UND OEET .43 20 F Kc BAKELITT 39• Seite 8 Nr. 77] Bochumer Anzeiger] Freitag, 1. April 1938 Berufsfußball und Deutschöfterreich Nach Schluß der Spielzeit Unterbringung der Spieler in anderen Berusen Der Berufsfußball ist das Zentralproblem des sportlichen Anschlusses der deutschen Ostmark an das Deutsche Reich. Wer das bestreitet, hätte sich in den letzten Tagen in vielen Anfragen von Auslandsjournalisten davon überzeugen können, daß wir uns keinen Scherz erlauben. Die Bestätigung dafür, daß wir keine weiteren Sorgen haben dürfen, als uns einzig und allein mit dem österreichischen Berufsfußball zu beschäftigen, finden wir dann auch in den ausländischen Sportzeitungen. „Nekrolog" über Sport=Oesterreich heißt beispielsweise die Schlagzeile eines langen Artikels, in dem sich ein schwedischer Journalist bemüht, dem österreichischen Sport eine Grabrede zu halten. Nach einem ausgiebigen Tränensturz über die österreichische Gemütlichkeit, Natürlichkeit und Liebenswürdigkeit landet er dann beim Berufsfußball. Deutlich sieht man es vor sich, wie ein Sarg mit der ganzen österreichischen Gemütlichkeit und Liebenswürdigkeit in die Grube gleitet, während die Auslandsjournalisten den lieben Toten„wurdigen. Nun hat inzwischen der Reichssportführer in Wien diese für den Sport scheinbar gewaltige Frage so beantwortet und so geklärt, wie sie allein nach nationalsozialistischen Grundsätzen auf dem Gebiet der Leibeserziehung gelöst werden konnte. Die deutsch=österreichischen Berufsfußballspieler werden ihre Rundenspiele wie bisher zum Ende des Sportjahres austragen. Dann wird man versuchen, die Spieler anderen Berufen zuzuführen und ihnen nach Möglichkeit wieder die Amateureigenschaft zusprechen. Wie lebte denn der Berufsspieler? Das Gehalt eines Wiener Berufsspielers beläuft sich auf 30 bis 300 Schilling im Monat, außerdem gibt es 10 Schilling Startgeld für jedes Spiel, 20 für ein gewonnenes und 10 Schilling als Prämie für ein unentschiedenes Spiel. Da aber selbst bei diesen Preisen nicht immer Deckung vorhanden war, so mußte der österreichische Berufsspieler stets über kurz oder lang als Schiffbrüchiger enden, der zwar keine zehn Schritte zu gehen brauchte, um einen angeblichen Freund zu treffen, aber auch keine zwanzig Schritte, um einem Gläubiger zu begegnen. Hans Stuck bleibt in Deutschland Aus Amerika hat Hans Stuck nach seinem Ausscheiden aus dem Auto=Union=Rennstall das Angebot erhalten, den neuen Grand=Prix=Wagen von Miller, der Frontantrieb hat, zunächst in den 500 Meilen von Indianapolis und dann bei den europäischen Rennen zu fahren. Der frühere Deutsche Bergmeister hat das Angebot abgelehnt. Er will nicht nach USA, und nicht auf einem ausländischen Wagen starten. Krättiges Dementi Aston Villa spielt selbstverständlich in Deutschland Im Zusammenhang mit der Rückkehr Oesterreichs zum Reich sind in einer Anzahl ausländischer Zeitungen alle möglichen Kombinationen auch bezüglich Folgeerscheinungen für die internationalen sportlichen Beziehungen Deutschlands angestellt worden. U. a. ging durch die englische Presse eine Nachricht, wonach Aston Villa seine Gastspielreise in Deutschland, die bekanntlich am 15. Mai mit einem Spiel in Berlin beginnt, abgesagt hat. Aston Villa hat diese Nachricht in England bereits dementiert und telephonisch und brieflich dem DRL. mitgeteilt, daß man nicht daran denke, eine derartige Maßnahme zu treffen, sondern besonders gern in Berlin spielen werde und sich schon auf diese Reise freue. Ein bezeichnendes Schlaglicht ist diese für Sportsleute selbstverständliche Nachricht für die Vergeblichkeit der Hoffnungen jener Leute, die, wie der Ertrinkende nach dem Strehhalm, nach jeder scheinbaren Möglichkeit der Erzeugung eines Zwiespaltes auch unter den Sportsleuten der Welt greifen. TG. Ehrenfeld steigt nicht ab! Im Falle der Vereinigung von TuS.(Germania und Tv. 48. Wie wir in Erfahrung bringen konnten, wird die erste Fußballmannschaft der Turngemeinde BochumEhrenfeld sehr wahrscheinlich nicht in die 1. Kreisklasse abzusteigen brauchen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß der Vereinszusammenschluß zwischen TuS., Germania und Tv. 48 Bochum zustande kommt. In diesem Falle wird durch das Ausscheiden der TuS.= Mannschaft aus der Bezirksliga bekanntlich ein Platz in dieser Klasse frei, der für die Turngemeinde Ehrenfeld reserviert wird, da man diesem Verein auf Grund seiner Tradition gegenüber der Mannschaft des Polizeisportvereins den Vorzug gegeben hat. Die Breslau-Lotterie Hunderttausend Mark sind zu gewinnen Dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen ist anläßlich des Deutschen Turn= und Sportfestes in Breslau die Durchführung einer Geldlotterie genehmigt worden die 2 Millionen Einzellose zu 0,50 RM. bzw. 1 Million Doppellose zu 1 RM., Spielkapital 1 Million Reichsmark, umfaßt.„ Am 1. April wird mit dem Vertrieb der Lose begonnen, der vorzugsweise in den Vereinen des DRL. erfolgt. Entsprechend ihrer Mitgliederzahl erhalten alle Vereine des DRL. an diesem Tage eine Anzahl Lose zum Vertrieb in den einzelnen Abteilungen, insbesondere unter den Breslaufahrern. Die Ziehung findet am 2. Juli, also mehrere Wochen vor Breslau, findet Insgesamt werden 81 804 Gewinne und 4 Prämien ausgelost. Die Gesamtsumme der Gewinne beträgt 250000, der Höchstgewinn 100000 RM.(Doppellos) bzw. 50 000 RM.(Einzellos). „Der Führer beglückwünscht Sie“ Anerkennung für Josef Bradl Der hervorragende Salzburger Skispringer Josef Bradl der auf der Großschanze von Ratege=Planica in Jugoslawien einen Sprung von 107 Metern ausführte, hat auf Grund dieser großartigen Leistung einen Glückwunsch des Führers und Reichskanzlers erhalten, und zwar mit folgendem Telegramm: „Zu Ihrem schönen Erfolg läßt der Führer und Reichskanzler Sie herzlichst beglückwünschen.(gez.) Staatsminister Dr. Meißner.“ Josef Bradl dankt dem Führer Josef Bradl, der sich beim Skispringen auf der Zellerschanze eine Beinverletzung zuzog, liegt im Salzburger Krankenhaus und bedauert, daß er gerade an den erhebenden Tagen seines Landes nicht in den Reihen seiner SA.=Kameraden mitmarschieren kann. Auf das Telegramm des Führers hat der berühmte Skispringer wie folgt geantwortet: Allesfür Deutschland! Jetztgerade!“ Der sehnlichste Wunsch des jungen Salzburgers ist, den Führer einmal zu sehen. Der Welrancherkaderkumpf Samstag zum 90. Male Oxford gegen Cambridge und Die„Boat Race“ der Universitäts=Achtermannschaft von Oxford und Cambridge, die am Samstag zum 90. Male auf der Themse vor sich geht, ist auch für die außerenglische Sportswelt ein Begriff. Es ist gewiß nicht das Rennen der besten Achtermannschaften der Welt, und in seiner Bedeutung wird es auch vielfach überschätzt, aber es ist einer der traditionsreichsten Sportkämpfe Englands, und am Tage des Rennens beschäftigt sich jung und alt, arm und reich mit diesem Ereignis. In England ist die Welt am 2. April in zwei Lager gespalten. Dort die Dunkelblauen, die Oxonians, hier die Hellblauen, die Anhänger von Cambridge. Das Rennen, das 1829 zum ersten Male ausgetragen wurde, erlebte eine erfreuliche Belebung, als Oxford im vergangenen Jahre nach dreizehn hintereinander erlittenen Niederlagen die Cambridger schlagen konnte, deren„ewige Siege“ schon eine Lähmung des Interesses gebracht hatten. Die Oxforder hat man auch für diesen Kampf favorisiert, denn Cambridge hatte in den letzten Wochen noch Schwierigkeiten mit der Besetzung. Aber viele glauben trotzdem fest an den Sieg von Hellblau, weil er den zweckmäßigsten Stil rudert. Deutscher Achter auf der Amstel Am Sonntag wird auf der Amstel bei Amsterdam die holländische und auch festländische Rudersportzeit mit einem Achter=Verfolgungsrennen eingeleitet. Elf Mannschaften nehmen in zwei Abteilungen an diesem Wettbewerb teil, den im vergangenen Jahre ein Achter der RG. Wiking Berlin gewinnen konnte. Auch in diesem Jahre ist Deutschland vertreten. Die Renngemeinschaft Etuf Krupp Essen setzt ihre neugebildete Acht gegen sünf holländische Achter in den Kampf um den Poseidon=Jubiläumsbecher ein. Das Rennen geht so vor sich, daß jeder Achter einzeln im Abstand von 15 Sekunden gestartet wird. Essen hat die Startnummer II in der ersten Abteilung und geht hinter dem Achter von Nereus Amsterdam ins Rennen. Es wird gegen die Uhr gerudert, und die lange Strecke von Ouderkerk nach Amsterdam erfordert nicht nur eine weise Einteilung der Kräfte, sondern auch ein gutes steuerliches Zusammenspiel der Mannschaft, da verschiedene knifflige Steuermanöver vorgenommen werden müssen. Wieder Start des Ballons Bochum III Bei günstiger Witterung wird am Sonntagvormittag der Ballon„Bochum III“ wieder eine Fahrt unternehmen und sich an diesem Tage in den Dienst der Wahlpropaganda stellen und bei seiner Fahrt Flugblätter ausstreuen. Wer Kemm-Ais Eilafpier! * Vorschlußrunde um den Alerpreis Im Wettstreit der Handball=Gaumannschaften um verstanden. Es wird hier einen Kampf auf Biegen den Adlerpreis des Reichssportführers fällt am kommen= Brechen geben. Vielleicht gibt der Platzvorteil den den Sonntag die Vorentscheidung. Die letzten Pier, der Ausschlag zugunsten der Bayern. vorjährigen Sieger Gau Mitte, Mittelrhein, Bayern„„„„„„„„„ Handball im Kreis bochum Wattenscheid 01— Westfalia Herne. Der Tabellenführer Westfalia Herne wird seine guten Aussichten, Meister zu werden, sicher nicht untergraben lassen, denn bei einer Niederlage würde Westfalia Bochum wieder Hoffnung hegen dürfen. und Schlesien tragen in Köln und München unter sich aus, wer 14 Tage später, am Ostersonntag in Danzig, nach der heißbegehrten Trophäe greifen kann. Wenngleich auf dem bisherigen Weg mancher Gau auf der Strecke blieb, dem man größere Erfolge zutraute, so kam doch für die Vorschlußrunde ein stärkes Feld zustande. Ein Neuling in dem Quartett ist nur der Gau Mittelrhein. Aber man muß den Rheinländern bescheinigen, daß sie sich ihren Platz in der Vorschlußrunde durch schöne Siege über den vorjährigen Zweiten, Gau Südwest, und den Gau Niederrhein ehrenvoll verdient haben. Alle übrigen Teilnehmer der dritten Runde drangen schon in früheren Pokalkämpfen bis in die Vorschlußrunde vor. Die Mannschaften sind am Sonntag wie folgt gepaart: In Köln: Mittelrhein— Mitte In München: Bayern— Schlesien Der Gau Mitte, der über die derzeit stärksten Handballspieler verfügt, galt von Haus aus als sicherer Anwärter auf den Endsieg. Seine bisherigen Erfolge, 19:6 über Niedersachen und 17:10 über Brandenburg, gaben dieser Auffassung Recht. Es ist auch nicht anzunehmen, daß die vorzügliche Magdeburg=Weißenfelser Kombination am Sonntag in Köln noch strauchelt. Viel schwerer ist es schon die Aussichten der Münchener Gegner abzuwägen. Schlesien und Bayern setzen ehrgeizige Svieler ein, die sich auf den entscheidenden Charakter der Pokalspiele bisher ausgezeichnet einzustellen sonntag nur 10 Begegnungen. freunde haben ihre Mannschaft zurückgezogen, so der Bochumer Schachverein kampflos Sieg und Punkte rhält. Die Spitzenreiter in allen Klassen haben sicherioch harte Kämpfe zu bestehen, um den Ansturm nchorbrnng,, Wrnigzschgiegn, in ven beiden Aepien Hunde aller Raffen starten Heute Hunderennen auf der Radrennbahn. Windhundrennen hinter dem künstlichen Hasen zählten vor einigen Jahren zu den auch in Westdeutschland sehr beliebten und volkstümlichen Sportarten. Auch in Bochum sind bereits im TuS.=Stadion derartige Rennen aufgezogen worden, aber allmählich ist es doch stiller um diese Veranstaltungen geworden. Nachdem nun die Bochumer Radrennbahn durch den Einbau einer Rollschuhbahn die Gewähr für eine tadellose Lauffläche bietet, werden auch in Bochum wieder Hunderennen stattfinden. Der Rheinisch=Westfälische Windhundverein hat sich entschlossen, heute nachmittag um 15 Uhr den ersten Versuch auf der Bochumer Radrennbahn zu machen. Außer den hervorragenden Rassehunden, die der Verein selbst mitbringt, ist auch ein Start anderer Rassen in einer„gemischten Klasse“ gestattet. Alle Bochumer Hundefreunde haben also Gelegenheit, ihre Tiere in den auf 5 Kilometer festgelegten Läufen starten zu lassen. Dem Sieger in der„gemischten Klasse" winkt als Preis eine einjährige Befreiung von der Hundesteuer. Wienikzrwarlung a Jebsulraua. Freude über die Wiederaufnahme der Zulammenarbeit Der Präsident des Oesterreichischen Fußballbundes, Oberlandesgerichtsrat Dr. Eberstaller, hat in Wien über die mit Reichssportführer von Tschammer und Osten geführten Besprechungen über die Durchführung des Spiels der Reichsmannschaft gegen die Fußballmannschaft von Deutsch=Oesterreich einige Mitteilungen gemacht. In den Besprechungen der Wiener Presse über die Einzelheiten der Vorbereitung kommt die Freude über die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Fußballsports zum Ausdruck. Die deutsche Auswahlmannschaft wird ein freudig begrußter Gast sein, so heißt es, und in Wien wird es ein ausverkauftes Stadion geben, wie auch die Spiele in den Bundesländern neue Rekordbesuche aufweisen dürften. Die Vorverkaufskarten werden auf Mark und Schilling lauten. Diese Preise sind volkstümlich gehalten, doch werden außerdem noch besonders verbilligte Arbeitslosenkarten ausgegeben. Man erwartet in Wien Reichsfachamtsleiter Oberregierungsrat Felix Linnemann sowie den Schatzmeister des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, Arthur Stenzel, und den Betreuer der Nationalmannschaft, Dr. Nerz, so daß die Fragen der künftigen engen Zusammenarbeit in allen Teilen erörtert werden können. In den weiteren Ausführungen, die sich mit der Zukunft des deutsch=österreichischen Fußballsports befassen, wird noch darauf hingewiesen, daß der Reichssportführer nach den Mitteilungen von Oberlandeshen der Reichssportführer alles tun wird, um dem deutschösterreichischen Fußballsport seine Geltung, die er bisher gehabt hat, auch im Verbande des Reichsbundes für Leibesübungen zu erhalten. Oelterreich-Ungarn als Wien-Budapest Neuregelung der traditionellen Fußzballkämpfe Die ungarische Presse beschäftigt sich mit der Neuregelung der sportlichen Beziehungen im Verkehr mit Deutschosterreich, die besonders auf dem Gebiet des Fußballsports sehr eng gewesen sind und nach Möglichkeit auch in der alten Form erhalten werden sollen. Da für den 24. April ein Landerspiel Oesterreich— Ungarn nach Wien abgeschlossen war, sieht man den weiteren Entscheidungen mit größter Beachtung entgegen. Die Frage, ob das für den 24. April anberaumt gewesene Länderspiel in irgendeiner anderen Form überhaupt stattfinden kann, so heißt es, wird vom Reichssportführer von Tschammer und Osten erst nach dem 10. April entschieden werden. Die Hoffnungen und Erwartungen der ungarischen Fußballkreise gehen aber dahin, daß durch die Austragung von Städtespielen Wien— Budapest die früheren Länderspiele eine Fortsetzung finden werden. Die Wittener SchachZuruggezogen, so daß erhält. Die lich noch der nachfolgenden Mannschaften in den beiden letzten Runden abzuwehren. Wohl schalten sich an den vergangenen Kampftagen die Favoriten heraus, doch zeigten auch die Unterlegenen ein recht beachtliches Können. Es svielen:=Klasse: Schachfreunde Weitmar— Schachfreunde Bochum, Königsspringer Bochum— Schachklub Altenbochum, Bochumer Schachgesellschaft— Schachverein BV. Schachfreunde Bochum, Königsspringer und Schachgesellschaft haben gute Aussichten, weitere wertvolle Punkte zu sammeln. =Klasse: Schachverein Welper— Schachverein Linden, Schachfd. Wattenscheid— Schachverein Langendreer. Schachklub Werne— Schachfreunde Bochum II, Schachklub Laer— Schachverein Gunnigfeld. Das interessanteste Spiel der=Klasse steigt in Welper zwischen Schachverein Welper und Linden. Der Ausgang der Begegnung ist offen. Die Spitzenreiter Langendreer und Werne dürften sichere Sieger bleiben. Günnigfeld darf das Spiel in Laer nicht unterschätzen. =Klasse: Turm Hamme C II— Schachverein BV., Königsspringer C I— Schachverein Wattenscheid, Königsspringer C II— Turm Hamme E l. Spielfrei: Schachklub Altenbochum. Schachverein BV., Wattenscheid und Turm Hamme C l erwarten wir als Sieger. Hervorragende Beletzung Sieben Nationen kommen zur Eilenriede Vor den Toren Hannovers, in der Eilenriede, feiert Eukropas Motorrad=Rennsport am 24. April den Beginn der neuen Saison. Was die Werke in stiller Winterarbeit geschaffen haben, das wird zum ersten Male auf deutschem Boden im harten Kampf erprobt. Sieben Nationen folgten dem Ruf: Belgien, England, Estland, Finnland, Frankreich und Schweden schicken eine Auswahl aus den Reihen ihrer Besten, um sich mit den Vertretern Deutschlands zu messen, in dessen Gliedern zum erstenmal auch Oesterreichs führendes Werk steht. An die 100 Fahrer kämpfen auf dem verbesserten Dreieckskurs der Eilenriede um den Sieg, in jeder Klasse stehen starke Felder bereit. In der 250-com=Klasse setzt die Auto=Union ihre DKW. mit Meister Kluge und Petruschke ein. Die österreichische Kompressormaschine von Puch unter Novotny, die italienische Binelli unter Dickwell(Belgien), die schwedische Husgvarna unter Notet(Belgien) und die englische Excelsior unter Berley(Frankreich) geben eine starke Gegnerschaft ab. NSU., Excelsior, Velocette und nicht zuletzt die neue DKW., auf die man besonders gespannt ist, machen sich in der 350=ccm=Klasse streitig. sind Meister Fleischmann, Henze(NSU.), Bodmer, Winklex, Wünsche(DKW.), Jülich=Schweden(NSs1.), Loyer=Frankreich(Velocette), Anderson=England (NSu.). In der Halbliterklasse vertritt als lehle die schnelle DKW. gegen die Meistermaschine von BMW. mit Gall und dem jungen G. Meier. Zahlreiche Privatfahrer werden in allen Klassen für eine Belebung, wenn nicht sogar für eine Ueberraschung sorgen. Louis vor Schmeling und Baer Neues Klassement der NBA. Die National Boxing Association der Vereinigten Staaten hat ihre alljährliche Liste der besten Boxer der Welt veröffentlicht. Die Einteilung lautet: Schwergewicht: Joe Louis, Max Schmeling, Max Baer, Tony Galento, Tommy Farr, Baerlund: Halbschwergewicht: John Henry Lewis, Al. Gainer; Mittelgewicht: Freddie Steele, Young Corbett, Fred Apostoli; Weltergewicht: Barney Roß, Ceferino Garcia; Leichtgewicht: Lon Ambers, Pedro Monzanez, Day Beauhald: Federgewicht: Henry Armstrong, Fregdie Migex; Ban tamgewicht: Sixto Escobar, Pancho Biua; Fliegengewicht: Benny Lynch, Jurich. Daß Heuser inzwischen IBN.=Weltmeister geworden ist, davon nimmt man in Amerika reine Noliz. Die International Boxing Union, der europäische Weltverband der Boxer, wird am 16. April in Mailand zusammentreten. Die Vertreter der Länder werden nicht weniger als 41 Fragen zu begpigiam, Fame, un bisherige Präsident, der Schweizer Wiuium nunne, ist von seinem Amte endgültig zurückgetreten. Kreiekfaltelr-Pahran Die Abltiegskämpfe im Mittelpunkt Mehr denn je treten bei den letzten Spielen der Kreisklassen die Kämpfe am Schluß der Tabellen in den Vordergrund des Interesses, da hier die absteigenden Mannschaften noch nicht ermittelt sind. Am Sonntag ist das Programm recht mager. 1. Kreisklasse, Gruppe 1: Teutonia Riemke— Germania Herne(vorm.) Das letzte Spiel der Riemker auf dem PhönixPlatz gibt ihnen die Chance, sich vor dem Abstieg zu retten.- Hierbei müssen die Riemker aber einen klaren Sieg herausholen, um durch das bessere Torverhältnis den punktegleichen Rasensportlern aus Herne das Nachsehen zu geben. Nach den letzten Leistungen der Riemker ist aber kaum mit dieser Tatsache zu rechnen. Gruppe B: Bochum=West— Concordia Bochum Stiepel 04— TuS. 26 Altenbochum BfB. Gerthe— Langendreer 07 Langendreer 04— STV. Werne Bochum=West und Concordia sind stark vom Abstieg bedroht. Für beide kann nur ein Sieg die Gefahr bannen. Es wird zu einem erbitterten Kampf kommen. Concordia zeigte in den letzten Spielen schwache Leistungen, so daß ein Sieg von Bochum=West zu erwarten ist. Auch Stiepel und Tus. 26 sind noch nicht von allen Sorgen frei. Hier liegt eine Punkteteilung im Bereich der Möglichkeit. Gerthe hat gegen Langendreer die besseren Aussichten. Werne dagegen wird in Langendreer versuchen, die Niederlage im Pokalspiel zu berichtigen. 2. Kreisklasse, Gruppe A: SpSp. Gerthe—. Bruchstraße Wanne 11— Rasensport Wanne In diesen beiden Treffen haben die Platzmannschaften die größeren Aussichten auf Gewinn. Gruppe B: Preußen 11— Borussia Bochum Weitmar 09— Reichsbahn Bochum Postsport— Carolinenglück Preußen 11 wird auf eigenem Platz seine gute Chance, noch Meister zu werden, sicher wahren. Schwerer dagegen wird es Weitmar gegen die Reichsbahn haben, sollte aber dennoch knapp gewinnen. Der Postsport wird eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. 10 Begegnungen Vorschlußrunde im Bochumer Schachturnier Das Spielprogramm der Vorschlußrunde um die Bochumer Kreismeisterschaft bringt am ersten AprilKurlistenelf liegte:0(:0) Die Hamborner Kombination gefiel Die Hamborner Stadtelf, die am Donnerstag gegen eine Kursusmannschaft ihre Generalprobe für das Brusseler Turnier an Östern recht gut bestand, mußte sich von den Kursisten mit:3(:3) geschlagen bekennen. Rund 5000 Zuschauer hatten sich im Hamborner Stadion eingefunden, die einen schönen und fairen Kampf zu sehen bekamen. Der neue Radsport-Führer =Standartenführer Viktor Brack Durch die Anordnung des Reichssportführers vom 10. Februar 1938 wurde der deutsche Radsport neu gegliedert. Ab 1. April 1938 unterstehen der Amateursport dem Fachamt Radsport im DRL., der Berufssport dem Berufsverband und die Touristik und das Versicherungswesen dem Deutschen Radfahrer=Verband. Der kommissarisch beauftragte Führer des Deutschen Radfahrer=Verbandes, Regierungsrat Lüttwitz, hat seine Tätigkeit mit dem 31. März beendet. Der Reichssportführer hat nunmehr#=Standartenführer Viktor Brack zum Reichsfachamtsleiter und gleichzeitigen Führer des Berufsverbandes und des Deutschen Radfahrer=Verbandes ernannt. Vom Turf Unsere Voraussagen: Maisons=Lasitte, 1. Aprik. 1..: Enigme— Alrisk. 2..: Le Koh I Noor— Pontorma. 3..:'Ingenue— Lyricen. 4..: Marin— Quartier Mestre. 5..: Générality— Corinne. 6..: Balk— Bucheur. 7..: Pistole— Hospodar. Geschichtstafel 1. April 1732 wurde der große Komponist Joseph Haydn als Sohn eines Schmiedemeisters in Rohrau a. d. Leitha in Oesterreich geborer, uub#, ganiiee 5#. 1815 wurde der Gründer und erste Kanzler des Deutschen Reichs Otto von Bismarck geboren. 1924 Urteilsverkündung im Münchener„Hitlerprozeß“. Adolf Hitler kommt nach Landsberg in Festungshaft. 1926 Eingemeindung von Riemke, Bergen, Weitmar und Altenbochum in den Stadtkreis Bochum.— Bildung der Stadt Wanne=Eickel aus den Gemeinden Eickel, Röblingbausen und Wanne. Seite 9 Nr. 77] Bochumer Anzeiger] Freitag, 1. April 1938 Deutsche Dir dunten=Tem=Hatrer. Von Hüttendirektor Otto Make, Präsident der Industrie= und Handelskammer zu Bochum, Kreiswirtschaftsberater der NSTAP. des Kreises Bochum. NSG. Wenn das deutsche Volk am Sonntag, dem 10. April 1988, zur Wahlurne schreitet, dann wird es vor der Welt bezeugen, daß es die Wucht des historischen Geschehens, die das große Deutschland zusammenschmiedete, im tiefsten Innern und in voller Tragweite begriffen hat. Es wird der Welt beweisen, daß es geschlessen zu seinem Führer steht, daß es ihm für sein gigantisches Aufbauwerk, an dem es stolz, freudig, voller Bewunderung und voller Verantwortung hat mitarbeiten dürfen, aus ganzem Herzen dankt. In seiner von Stolz über die deutschen Leistungen getragenen Rede hat der Führer am 20. März 1938 vor dem Deutschen Reichstag eine überzeugend belegte Wirtschaftsbilanz gezogen. Das Ergebnis der auf jede fremde Hilfe verzichtenden, nur auf die eigene Kraft bauenden nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik ist überwältigend. Das Produktionsvolumen der deutschen Wirtschaft ist dadurch gekennzeichnet, daß das Jahr 1937 die Hochkonjunktur des Jahres 1928 in der industriellen Erzeugung mengenmaßig um 56 Prozent und in der landwirtschaftlichen Erzeugung um 19 Prozent überboten hat. Das Mehr an erzeugten Gütern findet seinen realen Niederschlag in der Schaffung von neuen Einkommen für die 8 Millionen gegenüber 1932 im Produktionsprozeß mehr tätigen Volksgenossen und in der Erhöhung der allgemeinen Lebenshaltung. Das deutsche Volk hat im Jahre 1937 23 Milliarden Reichsmark mehr erarbeitet als im Jahre 1932, das Volkseinkommen ist von 45,2 Milliarden Reichsmark auf 68 Milliarden Reichsmark gestiegen. Das Anwachsen der Sparkasseneinlagen von 11,4 auf 16,1 Milliarden Reichsmark und die Umsatzsteigerung des deutschen Einzelhandels von 22,7 auf 31 Milliarden Reichsmark spiegeln deutlich den materiellen Aufstieg unseres Volkes wider. Diesem materiellen Aufstieg reiht sich die Erschließung aller geistigen und kulturellen Güter für das Volksganze an. Die Hebung der Volksmoral, die in der Beseitigung der Arbeitslosigkeit liegt, die Beteiligung breitester Schichten an den ideellen Gütern des menschlichen Daseins, die Hebung der Arbeitsfreudigkeit, hervorgerufen durch das gestärkte Selbstbewußtsein des schaffenden Menschen, die äußerliche Ausgestaltung der Arbeitsstätten und die innerliche Befriedigung, die der schaffende Mensch durch seine bewußte Teilnahme an der wirtschafts= und wehrpolitischen Erstarkung des deutschen Volkes empfindet, schweißen das Volk zu einer Volks= und Leistungsgemeinschaft aller Deutschen zusammen, in deren Mittelpunkt nicht die Frage des Geldes und des Kapitals, sondern neben der Frage der Produktionsvermehrung diejenige der Gesinnung und Gesittung steht. Auch der Gau Westfalen=Süd, das Land der roten Erde mit seinen rauchenden Schloten und auf hohen Fördertürmen nimmer ruhenden Seilscheiben, legt Zeugnis davon ab, daß in dem von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsnot besonders schwer heimgesuchten Revier der machtvolle Aufschwung nationalsozialistischer Wirtschaftsfuhrung die Not langer Jahre vertrieben und hier die Freude emsigen Mitschaffens am deutschen Aufstieg ihren Einzug gehalten hat. Das Schreckgespenst der Arbeitslosigkeit der Jahre vor dem Umschwung ist geschwunden. Die Gesamtzahl der männlichen und weiblichen Arbeitslosen im Bezirk des Landesarbeitsamtes Westfalen betrug Ende Januar dieses Jahres nur noch rund 25000(diese Zahl war zur Zeit der sommerlichen Höchstbeschäftigung im Sommer 1937 auf 30000 herabgesunken) gegenüber 483 495 im Februar 1933. Da ein erheblicher Teil der als arbeitslos Verzeichneten nicht mehr voll einsatzfähig ist, so ist die Arbeitslosigkeit als solche überhaupt praktisch überwunden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß nicht nur die Zahl der Schaffenden sich vergrößert hat, sondern daß auch die tägliche Arbeitszeit gestiegen ist, und zwar im Reichsdurchschnitt von 6,91 Stunden im Jahre 1932 auf 7,68 Stunden im Jahre 1937. Nicht nur das! Im Revier merken wir es am stärksten, daß die Massenarbeitslosigkeit von 1933 sich zu einem Mangel an Arbeitskräften, vor allem an Facharbeitern, gewandelt hat. Wir haben zu wenig Hände für all die großen Aufgaben, die der Ausführung harren. Das Recht auf Arbeit ist verwirklicht. Eine ungeheure Arbeits= und Schaffensfreude durchpulst auch unseren Wirtschaftsraum; wir sind in Wahrheit wieder ein Volk der Arbeit geworden. In Werkstätten und Kontoren wächst eine Jugend heran, die sich wieder dessen bewußt geworden ist, daß sie ein Höchstmaß an Kenntnissen und Fertigkeiten zu erwerben hat, um demnächst ihren Platz im Wirtschaftsprozeß voll und ganz ausfüllen zu können. Während die gesamte deutsche Steinkohlenförderung von 104,7 Millionen Tonnen im Jahre 1932 auf 184,5 Millionen Tonnen im Jahre 1937 gestiegen ist, betrug sie im Ruhrgebiet im Jahre 1932 73,3 Millionen Tonnen und ist im Jahre 1937 auf 127,8 Millionen Tonnen gestiegen. Allein im Jahre 1937 ist die Zahl der im westfalischen Teil angelegten Bergarbeiter von 180 000 auf 215 000, also um 19 Prozent angewachsen. In der Eisen= und Stahlerzeugung erforderten die Durchführung des Vierjahresplanes und die deutsche Aufrüstung eine gewaltige Anspannung. Hier ist eine Leistungshöhe zu verzeichnen, die in der Vergangenheit nie erreicht worden ist. Die Erzeugung an Roheisen stieg von.9 Millionen Tonnen im Jahre 1932 auf 16 Millionen Tonnen im Jahre 1937, die Rohstahlerzeugung von 5,8 Millionen Tonnen auf 19,85 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum. Auch in der Wirtschaft des Arbeitsamtsbezirks Bochum zeigt sich deutlich die ständige Aufwärtsentwicklung. Hier fiel die Zahl der Arbeitslosen von 41 915 im Februar 1933 auf 3014 am 31 Januar 1938. Die Kohlenförderung stieg von 852 427 Tonnen im Januar 1933 auf 1331 984 Tonnen im Juni 1987(plus 56,2 Prozent), die Koksgewinnung im gleichen Zeitraum von 166 515 Tonnen auf 309 872 Tonnen(plus 86 Prozent) und die Briketterzeugung von 88970 Tonnen auf 155 081 Tonnen(plus 74 Prozent). Die vermehrte Gütererzeugung führte zu einer beträchtlichen Verkehrssteigerung; so stieg in den Häfen des Bezirks der Industrie= und Handelskammer zu Bochum der Güterumschlag von 6 653381 Tonnen im Jahre 1933 auf 10 564 677 Tonnen im Jahre 1937. Der Wirtschaftsaufschwung findet gleichermaßen seinen Niederschlag in den Erfolgen des Vierjahresplanes. Dank dessen Auswirkung ist die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von fremden Wirtschaften ständig im Abnehmen begriffen, sie wird in naher Zukunft diese einst so bedrohliche Eigenschaft der Abhängigkeit völlig verlieren. Dieser Zustand bedeutet nicht nur wirtschaftliche Freiheit, sondern eröffnet zugleich auch aussichtsreiche Möglichkeiten für deutsche Erzeugnisse auf den Weltmärkten. Deutschland will sich ja nicht von der übrigen Welt abschließen, ist vielmehr bereit, als gleichberechtigter Partner den Güteraustausch mit der übrigen Welt zu hegen und zu pflegen, muß dabei aber von der Außenwelt die Respektierung seiner Lebensnotwendigkeiten erwarten. Im Rahmen des Vierjahresplanes sind auch im Revier zahlreiche neue Projekte teils bereits zur Durchführung gelangt, teils noch im Bau begriffen. Kaum ein Werk oder Betrieb, die nicht durch Neu=, Um= und Ausbauten ihre Grundlage erweitert und sich somit in den Rahmen der Aufgabe des Vierjahresplanes eingespannt haben. Im besonders starken Maße treten hierbei Bergbau, Kokereien, Nebenproduktengewinnung, eisenschaffende und eisenverarbeitende Industrie in Erscheinung. Erinnert sei hier nur an die Errichtung verschiedener Großanlagen für Treibstoffgewinnung. Der nunmehr vollzogene Anschluß des österreichischen Brudervolkes an das Mutterland, das Zusammenklingen und der Ausgleich der Wirtschaften dieser bisher getrennten Länder, die beide gleichermaßen Gebende als auch Nehmende sind, gewährleistet eine noch größere Entfaltungs= und Aufstiegsmöglichkeit der gesamten deutschen Wirtschaft zu neuer ungeahnter Blüte. Das größere Deutschland wird der Führer zu noch größeren Leistungen und Erfolgen führen. Wir bekennen uns am 10. April zu einem Volk, zu einem Reich, zu einem Führer! Der pleitegeier wird arbeitslos In Deutschland gab es im Jahre 1937 nur noch 2251 Konkurse, das sind 29 auf je eine Million der Bevölkerung. Im gleichen Jahre hatten England 4920, Frankreich 8070, USA. 7240, Holland 3920 Konkurse. Im Durchschnitt entsielen damit in diesen Ländern 113 Konkurse auf je eine Million der Bevölkerung, das sind viermal soviel als bei uns. Der ssbiulener Wres Die Bedeutung des österreichischen Eisenerzvorkommens dessen nordwestlicher Gruppe. Ferner ist Springorum Senatsmitglied der Kaiser=Wilhelm=Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und Vorsitzender des Kuratoriums des Kaiser=Wilhelm=Institutes für Eisensorschung„. GiiH4amsl## hat dam bemährt. Der Führer und Reichsranzter hat dem bewährten Vorkämpfer der westdeutschen Montanindustrie anläßlich seines 80. Geburtstages seine herzlichen Glückwünsche übermittelt. Borsen Reundnich Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Das Geschäft war an den Aktienmärkten ziemlich ruhig, die freundliche Grundstimmung blieb aber erhalten. Seitens des Publikums besteht noch Kaufneigung. Anderseits kam in einigen Werten etwas Material an den Markt. Von den Renten konnten Altbesitz leicht gewinnen. ReichsDie Bedeutung, die die steirischen Eisenerzvorkommen für die gesamte deutsche Eisenversorgung haben, ist jetzt durch den Besuch unterstrichen worden, den Hermann Göring dem Erzberg sowie den Hüttenwerken in Donawitz abstattete und durch die Erklärungen, die er bei dieser Gelegenheit abgab. Der [Erzabbau soll vervielfacht werden, in Donawitz sollen weitere Hochöfen errichtet werden. Außerdem soll in Linz ein neues Hochofenwerk gebaut werden. Vor den Arbeitern des Hüttenwerks Donawitz verkündete Hermann Göring in einer Ansprache, daß die Werke der Alpinen Montangesellschaft von den„Reichswerken Hermann [Göring" übernommen würden. Es ist bekannt, daß die Mehrheit des Aktienkapitals der Alpinen Montangesellschaft von 40 Millionen RM. bisher bei den Vereinigten Stahlwerken lag. Von diesen dürfte sie jetzt auf die Reichswerke Hermann Göring übergehen. Außer dem Erzberg und dem Hüttenwerk Donawitz werden damit vor allem die steirischen Werke Zeltweg, Kindberg und Neuberg zu den Reichswerken stoßen. Sie stellen Walzwerkerzeugnisse, Federn und Eisenbahnmaterial her. Die Geschichte des Das Interesse, dem der steirische Erzberg heute in der deutschen Oeffentlichkeit begegnet, ist geschichtlich wie geologische gleicherweise gerechtfertigt. Der Volksdes Wassers zu Brauneisenstein. In 60„Etagen“. die sich treppenartig um den Hang des fast ganz freistehenden Berges bis zur Kuppe hinaufziehen, geht der Abbau des braunen Gesteins vor sich. Das Gestein ist sehr hart, es kann also nicht etwa wie die Kohle einfach mit der Hacke gelöst werden. Es wird durch Sprengungen gelöst. Alle zwei Stunden wird gesprengt. Hammerschläge auf ein Blech geben die Warnungszeichen. Die Belegschaft kennt diese Zeichen und kriecht in die„Schußfluchten". Von dort kann man dann überall am Berghang auf den Etagen den Rauch der kleinen Luntenfeuerchen aufsteigen und fortkriechen sehen. Irgendwo kommt es zuerst zum Zünden und Knallen, die Berge ringsum hallen wider. Plötzlich platzt und kracht es dann auf allen Etagen wie ein kleines Trommelfeuer. Nach zehn Minuten ist alles vorüber, die Knappen kommen wieder aus den Verstecken hervor, die Arbeit beginnt. Die Gesteinsblöcke, die die Schüsse gelöst haben, werden zerkleinert und sortiert, das taube Gestein wird vom Erz getrennt und das Erz dann mit der Bahn zu Tal in die Hochöfen von Donawitz befördert.— Das Erz des Erzberges ist sehr hochwertig. Sein Eisengehalt geht bis zu 55 v.., im Mittel liegt er bei etwa 40 v. H. Außerdem enthält es einen hohen Hundertsatz von Mangan dem für uns ebenfalls sehr wichtigen, aber in Deutschland nicht vorkommenden Metall. Der Umfang der Erzmengen, die hier vorhanden sind, wird auf gische gleicherweise gerechtfertigt, I. m,#etwa 200 Millionen Tonnen geschätzt. Es ist nicht mund nennt den Erzberg den„blutenden verg. Wenn allein der Erzberg, der Erz tragt, um ihn herum beder Alpenwanderer von den Niederen Tauern zum finden sich noch eine Anzahl kleinerer Vorkommen, Hochschwab vordringt, sieht er den Berg plötzlich in die ebenfalls abgebaut werden können. Auch die bisbrauner Farbe inmitten seiner grünen oder im Winter her nicht abgebauten weniger reichen Erze dürften in 1 Pfund: 12,38½(Vortag 12,39) RM. 100 Dollar: 249,30(Vortag 249.20) RM. 100 holl. Gulden: 138,06(Vortag 138,12) RM. 100 franz. Frank: 7,66(Vortag 7,60) RM, 100 Belga: 42,15(Vortag 42,12) RM. 100 Schweiz. Franken: 57,18(Vortag 57,18) RM. 100 ital. Lire: 13,10(Vortag 13,10) RM. weißen Umgebung vor sich. Gegen Abend sendet die Sonne ihre letzten Strahlen über die schneebedeckten Nachbarn und läßt den Berg aufglühen, er„blutet". Seit dem achten Jahrhundert wird hier Erz gegraben. Zwei Ortschaften waren seit dieser Zeit am Bergbau beteiligt. Vordernberg und Innernberg, das heutige Eisenerz, wo Hermann Göring weilte. Die Kuppe des Berges war den Vordernbergern zum Abbau zugeteilt, der untere Teil unterhalb der„Ebenhöhe" den Eisenerzern. Die Vordernberger schmolzen ihr Erz in Vordernberg und schickten das Roheisen nach Leoben südlich des Erzbergs. Die Eisenerzer verschmolzen es in Eisenerz und schickten es nach Steyr, nördlich des Berges. Leoben und Steyr waren lange Zeit hindurch die einzigen Stapelplätze, von wo die„Hammerherren“ das Roheisen abholten und in den vielen mit Wasser getriebenen Hämmern, die es überall in den Tälern gab, zu Sensen, Pflugscharen und landwirtschaftlichen Geräten verarbeiteten. Im 17. Jahrhundert wurde der Erzbergbau von zwei großen Gesellschaften ausgeübt, von der„Innernberger Hauptgewerkschaft" in Eisenerz und der„Radmeister=Kommunität“ in Vordernberg. Der Staat blieb aber Eigentümer des Erzvorkommens, und die Gesellschaften mußten erhebliche Steuern an ihn zahlen. Im 30jährigen Krieg wurden die beiden Gesellschaften selbständig. Das 19. Jahrhundert brachte eine völlige Umstellung der bergbaulichen Methoden. Bis dahin wurde noch im Stollenbau gefördert, jetzt ging man zum Tagebau über. 1881 übernahm die österreichische Alpine Montangesellschaft den ganzen Berg, der Bergbau nahm einen großen Aufschwung. 1913 wurden schon 7000 bis 8000 Arbeiter, also doppelt soviel wie zur Schuschniggzeit, beschäftigt. Alle zwei Stunden wird gesprengt Seit das Erz im Tagebau abgetragen wird, hat der Berg auch seinen Wald verloren und die braune Farbe angenommen. Der Spateisenstein, aus dem der Berg besteht, oxydiert durch den Sauerstoff der Luft Zukunft ohne größere Schwierigkeiten verwendungsfähig sein, unsere modernen Aufbereitungsverfahren können ihren Mangel unschwer beseitigen. Die Alpine Montangesellschaft förderte im letzten Jahre hier und auf dem ihr ebenfalls gehörigen Huttenberg in Kärnten insgesamt 1,8 6000 Tonnen. Millionen Tonnen, täglich also etwa bahnvorzüge wurden unverändert bezahlt. Am Kurenmarkt ließ die Unternehmungslust nach. Im allgemeinen waren die Kurse aber gut behauptet. Im Freiverkehr war die Umsatztätigkeit gleichfalls sehr gering. Zu ungefähr letzten Kursen wurden von den Kohlenaktien Bergbau Lothringen und Niederrheinische Bera gehandelt. Elsa=Zement gaben 1 Prozent nach. Die Börse schloß still und leicht abbröckelnd. Berliner Börse An den Aktienmärkten gab es mit einigen Ausnahmen kein größeres Geschäft. Immer noch haben Rheinmetall ein umfangreiches Geschäft, obwohl der Kurs unverändert gelassen wurde. Stärkeres Interesse wandte sich wieder den AEG.=Aktien zu. Auf den anderen Gebieten kam teilweise etwas Material heraus, was in Verbindung gedracht wurde mit der Festigkeit der Sperrmark im Ausland, die ja immer wieder Auswandererverkäufe an der Börse hervorruft. Der Montanmarkt war im allgemeinen wenig verändert. Rheinische Braunkohle zogen 3 Prozent an. AEG. gewannen 1⅝ Prozent. Am Anlethemarkt machte sich der Quartalsultimo als Anlagetermin bisher nur wenig geltend. Zwar ist auf verschiedenen Gevieten die Nachfrage gestiegen, aber meist scheint man sich doch einige Zurückhaltung aufzuerlegen, da man nach wie vor mit der baldigen Auflegung einer Anleibe rechnet, wenn man auch glaubt, daß das nicht vor Ostern geschehen wird. Altbesitz zogen etwas an. Kommunale Umschuldungsanleihe, einzelne Reichsschuldbücher und Wiederaufbauzuschläge ebenfalls fester. Die Nachfrage nach Pfandbriefen und Kommunalobligationen hat sich verstärkt, so daß nicht nur die alten Revartierungen verschärft werden mußten, sondern auch wieder neue Repartierungen eintraten. Der weitere Verlauf war recht ruhig, aber freundlich. Der Schlucß war nicht gan; einheitlich. Am Geldmarkt Tägliches Geld 3¼ bis 3½ Prozent. und Der 80jährige Springorum Glückwunsch des Führers zum Geburtstag Kommerzienrat Dr.=Ing. h. c. Friedrich Springorum vollendet heute sein 80. Lebensjahr. Ueber ein halbes Jahrhundert seines an Arbeit reichen Lebens hat er der deutschen Montanindustrie gedient, an deren Entwicklung er als Fachmann und Wirtschaftler großen Anteil genommen hat. Als langjähriger Generaldirektor und nunmehriger Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Hoesch AG. in Dortmund ist sein Name mit diesem Unternehmen eng verbunden. Als Mitte 1920 Springorum nach vierzigjähriger erfolgreicher Arbeit die Leitung des Gesamtwerks in die Hande seines Nachfolgers legte, hat ihn der Aufsichtsrat zu seinem Vorsitzenden ernannt. Auch diesen Posten füllte er, seinem Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite stehend, noch zehn Jahre aus, bis ihn die Generalversammlung zum Ehrenvorsitzenden wahlte. Seine unermüdliche Tätigkeit auf den verschiedenen Gebieten der Montanindustrie brachte ihm mancherlei Ehrungen ein, so z. B. die Verleihung der Würde eines Dr.=Ing. h. c. der Technischen Hochschule Breslau und eines Dr. of Science der Universität Leeds in England für die Verdienste um die Hüttenkunde. Zwölf Jahre war er Vorsitzender des Vereins Deutscher Eisenhuttenleute, der ihn nach seinem Ausscheiden zu seinem Ehrenvorsitzenden berief, außerdem war er Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Eisen= und Stahlindustrieller und Die Auslandsbörsen Brüssel: Stetig. Zürich: Behauptet. Mailand: Kaum stetig. London: Fest. Newyork: Unregelmäßig. Amsterdam: Fest. Paris: Zuversichtlich. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtliche Preise. Getreide und Oelsadten per 1000 kg, sonst per 100 kg * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 31. März: 55.75 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 133 Reichsmark. Aluminium, Walz oder Draht: 137 Reichsmark. Reichsbankpräsident Dr. Schacht traf Donnerstag mittag auf dem Brüsseler Nordbahnhof ein, um dem Gouverneur der Belgischen Nationalbank, Janssen, einen zweitägigen Gegenbesuch privater Natur abzustatten. Janssen war zum Empfang auf dem Bahnhof erschienen, ebenso der deutsche Gesandte Freiherr von Richthofen sowie der Landesgruppenleiter der NSDAP., Schulze. Bis Ende 1937 sind nach den Angaben des Leiters des Amtes„Schönheit der Arbeit“ weit über 500 Millionen Reichsmark bisher von den Betrieben für solche Zwecke aufgebracht worden. Der deutsche Arbeiter ist heute der bestbetreute der Welt. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 31. März Mitgeteilt von Wilhelm Schuarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Braunk. Zuk. Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Döss. Masch. B. OynamitA.Nod..5 83.0 84.0 Fortlaufende Notierungen 31. 3.[31. 3.[31. 3. Div. HAnfang Schlus Kasse 132.90132.75 132.751 99.57 Altbesitz.. 5% 1oesch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl Bemderg Berger Buderus Dahlbusch St. Demag Otsch. Atlanten Otsch. Erdö O. Reichsb. V. Dortm. Union 12/88187 I. G. Farbenind. Feldmühle Felten& Guille Goldschmidt 99.75 99.73 30. 3. Schluc 132.62 99.75 102.75 148.50 157.50 121.00 147.62/147.75 147.75 6/137.751157.75 —.„12200 121. 871 6/152.50 152.50 152.504153.00 155.00155.00 154.124196.09 6„ 5/143.75/143.75 143.751143.05 131.50131.50 131.50131.50 121221.25 159.29/159.25158.87|159.75 6/145.25 6/141.00 141.00 141.00141.25 147.25—.— 46.60 Ow. Komen.. Hoesch.-G. Kali-Aschersi Klöckner-W. Mannesmann Reichsbank Rheig, Braunk. 12 Rhein. Stahlw. Rh.-.-Eiek. 6 Salzdetfurth 75 Schuckert& Co. 6 Siemens& Hal. 8 Gebr. Stollwerkl 6 31. 3. 131. 3.[31. 3. 130. 3. Anfang Schluß Kassa Schluß 172.25172.50 172.50 173.00 Ver. Stahlwerke Westd. Kaufaof Westeregein Wintershall 115.25115.00 114.624115.37 10.001.0. 121.37— 116.50116.25116.50116.25 193.50199.25199.50/200.00 2/234.00s232.00 232.02 31.00 6/149.00148.25/148.12|148.75 126.00126.0025.624125.50 166.00 166.00 166.00s166.00 182.50—.—.25 206.00—.—206.00 129.50129.62s129.62 115.87 116.00 115.75|116.00 99.62 99.75 99.75 99.6 109.00 109.00109.00 134.12/134.25s134.25s134.25 Steinkohlen-Kure 31. 3. 30. 3. Geld Brief Geld Briet CarolusM. 6000, 6 400 60 90. 6400 Const. 8050,8500 8100 8500 Deutschl. 345 375 345 385 Schwerin—.# Heinr.— 17500— 17800 Langd 22590 2275023750 Braunkohlen-Kure Gute Hoff. 7800/8200 7150/8200 Leonh. 10 700 1: 300 10809 11400 Michel 16100 16800 16100 16800 veste 10800 150 0800 1500 Bernhereth. 15731725 1579/1725 Kall-Kure Beienrode 1040 171110110 Burbach 2875/3075/2850 3050 Neu-Staßt.—— Siegtr.lu. NI— 19 Win— 20600 19000 Proiverkehr Steinkohlen. u. Braunk.-Kuxe 31. 3. 30. 3. Geld Briefl Geld Briet Oie g. 10900 11509 10900 11500 Westtalen]-.—— Sellerh.— 4200— 1200 Kall-Kuxe 31. 3. 30. Geid Srieflde#d Graunschr 1200— 17209 Einigkeit———. Erichseg. Habigh. Jisenburg Mariagl Marie Marie L. Mex Neusollst. Reicheld. 280 3600 2600 Industrieaktien (Einheitskurse) Dir. 81. 3/39 Baicke Masch. 4 125.0s125. Berg. 6. Dahl.v. S 152.|133. Sogner 8g..n. 8 150.|159 B0sp. Walzw.1— 121.0 31..130. 3. 6 134.0 7(142.1 .5173.0 0 175.0 134.0 143.1 172.0 172.0 Eschw. Berg. V. Ewald--Ludw Glas- u. Sp. S. Glückauf-B. A0 Gebr. Goedh A6 Hallesche Salz Hilges Hindr.-Aufterm Hochtief 46. Kabelw. Rheydt Kall-Chemi W. Kreitt Lehm& Co. Mülheim. Berg. Rhein. Metal Rhein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.A6.Bgd. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf.Uerd. Wasserwv. Gels. Westf. Dinnend. 14 Div. 31..130.3. 40 I780.0/780.0 83.0 83.0 7 108.0 71.0 71.0 6 135.8135.5 6 170.0170.0 S—. 149. 8 165.0/163.0 6 162.0162.0 14 208.0205.0 6 134.0 0 5 157.5157.0 6 171.0171.0 142.5 4—. 123.5 18 400.0400.0 9—. .5s154.6/154.0 6—. (149 0148.0 s 118.0118.0 8(186.8 142.0142.0 Gladb. Feuerv. Köln. Hagelv. Köln. Lioyo.A. V. Köln. Rückv. gr. Köln. Rückv. kl. Rentenwerte #Rb.-W. B. 4. 8. 12. 10 100.0 5, Oto. dto. S. 11 /101.6 44 dto Gold.-Kom 1926, 1927 S.—5/100.0 Berliner Börse, 31. März eschesh oen e Commerz- und Privat-Bank.-., Fillale Bochum 100.0 101.3 100.0 4 Wd. B0d. Gpfd. 100.|100.0 Em. 3. 9/12, 14 ##dto. Gold.-.-Obl. 100.|100.0 Freiverkehre-Aktien 31. 3. 30. 3. Geld Brief Geld Brief 93.0 95.0 92.0 94.0 74.5 76.2 75.0 77.0 118.0113.0117.0 111.0115.0111.0114.0 133.0s136.0133.0135.5 135.5138.5138.0139.5 139.5136.0s139.5 62.—. 62.0 3130 3380 Berl. Handels. 8.51129.8129.8 3150 3350 Com.- u. Pr.-S. 6 17.0117.0 31303350 eutsche Bankl 5 127.0s127.0 ### Dresdner Bank 4 117.7117.5 —I 2901 Ro. W. 80. Cr. B. 7 138.2138.5 Westd. B..-A. 5. 5/116.0 Versicherungeaktien Aach. Mönch.F 32 1035 1035 Aach. Rückvers 14.0—. Agripp.., F..1— K17 17 Alll. u. Stuttg.V 9. 2/284.0/202. Alll. u St.-V..8233.0s233. 0/150.0 Colonis,.-.K 2. 8/143.0s143.0 0/123.0 Colonis Röckv.— 261.|269.0 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Einheitskurse Industriewerte Oiv. 31. 3. 30. 3. nasumuigstoren 13245.5—. 0121.5119.2 4131.7131.7 Adler Alerand Burd. K. Bött.Dol. Bas Oyckerh Eisa C. Hann. K. Humb. 014 Kortum Fölz. Lothrin Lothr. 6. Arh. Ber9 1 33.0136.0134.0136.0 8n. Lines:. „ 11 136.0 112.0114.5111.5115.0 110.5113.5110.5s113.5 81.0 83.0 80.0 83.0 Str. b. Nla. W. Kupf. Nr. 9inn. fl. Schött Walther 131.0 120.3s123.5 112.0s115 133 8645 11.35 Meuergriechelge 31../30. S. fällig ab 1. 4. 1934(103.3 "" f. 4. 1923(107.3 "" f. 4. 1938 111.3 "" I. 4. 1937(115.3 ". I. 4. 1n(119.|119.3 a10 Ia. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilstoft B Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Beri. Kr. u. Licht Maschinend. Suders Chen. Wasser Chem. Gelsenk. Conti Gummi 0Puier Ben: 6/144.0144.5 4125.1125.0 0 64.7 65.0 70 158.6159.5 0147.8148.3 6157.7157.5 6/146.0146.9 10165.0164.0 6/152.11151.3 5121.7121.0 9112.0112.0 49—.—. 12219.2218.5 89 146.0/146.3 6/123.0123.7 5122.2s122.2 Plektr. Lieferung. " Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union galkenst. Gardin. II Feinjute Froebein Zucker gebhardt& Co. German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll Guanowerke 740 Otsch. Atlant. Otsch. Conti Gas " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Hatien##.5 " Eisenhdl. 8156.5157.0 Dierig" 10191 0191.8 Oittmann Neuh. 39121.0s118.0 Otmd.Akt.-Brau. 10—. 178.0 " Union-Braus1 Dürener Metell 144.5 6195.2 194.5 Megteihel Dracht Nageda Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hochtiet Hoftmann Stärke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. Hutschenreuther 6/130.0130.0 7 143.5— 0 84.0 84.0 6/125.0125.0 124.7124.3 6—. 6129.5129.0 —. 4109.0108.5 7149.5149.5 8169.0170.0 Sb 119.2118.2 6/113.|114.0 85143.0143.0 6/126.2s125.5 8154.0154.0 8165.0 8162.5162.0 61—. 162. 8/164.0163. .28.5 95. 0103.2104 10—. 1178.0 W. 0—.— ise Genuß Immob. Mnch. Bin Isenbeck Brau. Sohn J. A. uggpans Gote. A Kage Kolner 6as Kreftt W. Kromschroeder —. 164. —. 147. 77.0 77. 89.5 38. 0— 125.0125 158.2s158. 3 86.5 86. 100.5/100 0113 8111. Kronprinz Metall 74/153.5152. Küpperebusch###—. Tahmeyer I Laufahütte Leopoldgrube Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. M Maximil. Hütte Meyer Kauffmann Miag Mimosa Mittelstahl Mülheimer Berg. iederlaus. Kohle Nordd. Eisw. Norod. Kabelw. 6/126..126.8 01—. 18.5 5—133.5 9 137.01187.7 8/160.51160.2 155 0 153.2 122.5 153.8/152.6 8/156.0— 5 173.5 6/138.0138.0 8 158.0s157.5 nrenst.& Koppels O/113.7/114.0 Osnabr. Kupters 6—. ittler Werkzeug Pongs& Zahn Poppe≈ Wirth gasquin I Rhein. El. 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Bei strahlendem Sonnenschein fand am Donnerstag vormittag auf dem Adolf=Hitler=Platz in Innsbruck die Parade der in Innsbruck und Hall stationierten Truppenteile der vereinigten deutschen Wehrmacht vor Generaloberst von Bock statt. In einer kurzen Ansprache an die Truppen gab der Generaloberst seiner Freude darüber Ausdruck, daß er heute zum ersten Male vor den Soldaten des Freiheitslandes Tirol und ihren ruhmbedeckten Fahnen stehen dürfe. Heute finde die treue Waffenbrüderschaft aus dem großen Kriege ihre schönste Verwirklichung durch die Vereinigung der Wehrmacht Oesterreichs mit der starken Wehrmacht des nationalsozialistischen Deutschlands. Die stolze Tradition des österreichischen Heeres sei das sicherste Unterpfand für die höchsten soldatischen Tugenden: Tapferkeit, Pflichterfüllung und Treue. Das glanzvolle militärische Schauspiel der Parade, die dann folgte, löste bei der zu Tausenden herbeigeströmten Innsbrucker Bevölkerung wahre Stürme der Begeisterung aus. Nach dem Vorbeimarsch begab sich Generaloberst von Bock zur Tiroler Heldengedenkstätte am Berg Isel und legte dort zu Ehren der im Weltkriege gefallenen österreichischen Soldaten einen prachtvollen Kranz nieder. Um 12.30 Uhr trat der Generaloberst mit seiner Begleitung die Rückreise nach Wien an. Feierliche Staatsflaggenhissung an der ehemaligen italienisch=österreichischen Grenze in Kärnten An der einstigen italienisch=österreichischen Staatsgrenze in Thörl fand am Dienstag der feierliche Akt der Staatsflaggenhissung statt. Auf deutscher Seite hatten eine Ehrenkompanie des Feldjägerbatallons Nr. 5 und eine Hundertschaft der Schutzpolizei aus Westfalen sowie eine Abteilung Gendarmerie und Zollwachbeamte, auf der italienischen Seite eine Ehrenkompanie der Alpini Aufstellung genommen. Außerdem waren erschienen der Militärstationskommandant und Kommandant des Feldjägerbataillons Nr. 5 Oberst Lagger, und Major Berger von der Schutzpolizei, italienischerseits der Bürgermeister von Tarvis Cav. Arteoli und der Leiter des Fascio Cav., Pio die gesamte Grenzbevölkerung. Während die Ehrenkompanien die Gewehre präsentierten und die Lieder der Nation erklangen, wurde die deutsche Staatsflagge am Fahnenmast, der knapp an der Grenze steht, gehißt. Anschließend brachte Oberst Lagger auf den Führer und Obersten Befehlshaber ein dreifaches Sieg=Heil aus und ließ den König von Italien und Kaiser von Aethiopien sowie den Duce hochleben. Sodann begaben sich die deutschen Offiziere auf italienischen Boden, wo der Kommandant der Ehrenkompanie der Alpini ein Sieg=Heil auf den Führer ausbrachte. Nach der Feier fand auf Einladung der Italiener ein kameradschaftliches Zusammensein in einem Gasthof auf italienischer Seite statt, wobei herzliche Trinksprüche gewechselt wurden. und vordem Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis 3, die Uniform des Kampfgeschwaders General Wever Nr. 253. Auch nach außen hin bleiben so die bisherigen Kommandierenden Generale aufs engste mit ihrer Truppe verbunden. Generalleutnant Karlewski, bisher Kommandeur der Lufttechnischen Akademie, und Generalleutnant Wilberg, bisher Kommandeur der Höheren Luftwaffenschule, erhielten den Charakter als General der Flieger. Auch der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, überreichte den Generalen in der vergangenen dnb Berlin, 31. März. Der Führer und Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. April 1938 u. a. ernannt: den Generalleutnant Schubert, Kdr. d. 12. Div., zum Kdr. d. 44. Div.(Wien); die Generalmajore: Felber Chef d. Gen. St. d. III. AK., zum Chef d. Gen. St. d. Gr. 3; Gallenkamp, Art. Kdr. 16, zum Chef d. Gen. St. d. II. AK.; von der Leyden, Kdt. d. Befestig. b. Lötzen, zum Kdr. d. 12. Div.; Materna(Friedrich) i. ehem. österr. Bundesmin. f. Landesverteidigung, zum Kdr. d. 45 Div: Nißl, Kdr. d. Inf. Rgt. 40, zum Kdr. d. 3. Geb. Div.; Suttner, Kdr. d. Inf. Regt. 56, zum Landw. Kdr. Eilbing. Mit dem 1. April 1938 werden u. a. versetzt: Generalleutnant Muff, bisher Mil.=Attaché bei der 44 Eniserkerper Bird Huburlen Frühjahrs-Großreinemachen— im IIlenschen wie in der(Dohnung 31 Ehrung ausscheidender Generale der Luftwasse durch den Berlin, 31. März. Im Zuge der Neuorganisation der Luftwaffe, die am 4. Februar der Oeffentlichkeit durch die Nachricht über die Neuaufstellung von drei Luftwaffengruppen bekanntgegeben worden war, scheiden mit dem 31. März 1938 außer dem Kommandierenden General und Befehlshaber im Luftkreis 2, General der Flieger Kaupisch, fünf Generale der Luftwaffe aus dem aktiven Wehrdienst aus, und zwar: General der Flieger Halm, General der Flieger Wachenfeld, Generalleutnant Karlewski, Generalleutnant Wilberg und Generalleutnant Niehoff. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat den scheidenden Generalen Dankschreiben übersandt und ihnen sein Bild mit Unterschrift zukommen lassen. Er sprach Anerkennung aus den in Krieg und Frieden bewährten Offizieren, die in einer langen, ehrenvollen Laufbahn stets ihre Person zurückstellten hinter die Erfordernisse des Reiches und dem Aufbau des dritten Wehrmachtteiles, der Luftwaffe, ihre wertvolle Mitarbeit widmeten. Sie scheiden von ihren Posten, um für jüngere Kräfte ihre Führerstellen frei. Die Kommandierenden Generale haben eine besondere Ehrung erfahren dadurch, daß ihnen die Uniform von Kampfgeschwadern ihres Befehlsbereichs verliehen wurde. Der Führer hat verliehen: dem General der Flieger Kaupisch, bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis 2, die Uniform des Kampfgeschwaders Hindenburg Nr. 152, dem General der Flieger Halm, bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis 4, die Uniform des Kampfgeschwaders Nr. 254, dem General der Flieger Wachenfeld, bisher General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber des Heeres Alles neu Wir haben zwar noch keinen Mai, der nach dem Liedertext das„Neumachen" besorgen soll, aber schon jetzt im März fängt es mit dem Neuwerden an allen Ecken und Enden an: draußen auf dem natürlichen Wege des Grünens und Sprießens an Büschen, Bäumen, Blumen, drinnen, das heißt im Haus, manchmal etwas gewaltsam mit dem hausfraulichen Großreinemacheifer, der sich mit dem ersten Frühlingssonnenstrahl einstellt, pünktlich wie die Uhr. Es wird nicht nur gestaubt, gereinigt, entlüftet— allenthalben kann man sehen, wie die Wohnung— geschrubbt, gestrichen, tapeziert— ein neues, erfrischendes Gesicht bekommt, wie die Kleider— gewaschen, gereinigt, gefärbt und verändert— neue Frühlingsreize entfalten. Und in all diese strahlende, reine„Taufrische" wollen wir einen winterschweren, vom vielen Stubenhocken und Hausluftatmen unbeweglich und dumpf gewordenen Menschen stellen! Das wäre schon beinahe geschmacklos— und: unklug gegenüber dem eigenen Körper außerdem! Spüren wir es denn nicht, wie uns der Lufthunger mit dem ersten Sonnenstrahl, der ersten lauen Wärme nach draußen treibt erfahren wir es nicht jedesmal von neuem, wie rasch wir müde werden, die Glieder schmerzen, der Schlaf gebieterisch sein Recht fordert von der ungewohnten Frühjahrswohltat? Bei diesen Anzeichen tippt sich der nachdenkliche Mensch an die Stirn und spricht zu sich: „Eigentlich wäre es mal wieder an der Zeit, eine Frühjahrskur zu machen.“ Richtig Großreinemachen an sich selbst, innen und außen, seine Menschlichkeit erneuern— das kann gar nicht schaden. Wie man das anstellt mit so einer Kur? Man denkt bei„Kur" unwillkürlich an Tee trinken, Tabletten nehmen, an Regelmaß und Genauigkeit. Keine große Sorge, das stimmt auch alles, und zwar wendet man sich im Frühjahr und zur Auffrischung eines an sich gesunden Körpers an die Mittel, die die verjüngte Natur uns Menschen in die Hand spielt— mehr als an nach komplizierten chemischen Formeln zusammengesetzte Tabletten, die an ihrem Platz auch ihren Nutzen erweisen können. Also: Tees in allen Ehren, ebenfalls die übrigen Kurmittel, von denen wir gleich noch hören werden dazu aber muß auch eine Umstellung der ganzen Winterlebensweise erfolgen, die dann auch nach der angesetzten „Kurzeit" beibehalten wird. Punkt eins: anderes Essen, keine Päppchen, keine Sachen, die den faulen Magen verwöhnen, sondern richtige frische Frühjahrskost, alles, was einem so draußen an vitaminhaltigen Gemüsen zuwächst. Punkt zwei: Körperpflege, Gewöhnen an Luft, Sonne, Wasser, Generalprobe für die Beanspruchungen des Sommers durch Höhensonne(natürlich muß vorher die Haut geschmeidig, geschützt und vorbereitet werden durch gute Hautcremes und Hautfunktionsöle), durch Pflege der Füße, die ja bei Sommerwanderfreuden mehr als im Winter beansprucht werden, und— durch Baden, vor allem Baden! Nun sag mir nur keiner, daß er sowieso zweimal oder mehr in der Woche badet, Zwar ist das eine schöne Gewohnheit— Lob seiner Sauberkeit—, aber beim Frühjahrshausputz darf man seinem Körper schon mal mehr angedeihen lassen als nur warmes Wasser und Seife. Wie wäre es zum Beispiel mit einem heißen Wannenbad, dem etwa Heublumen oder Fichtennadelextrakt oder Kohlensäure zugesetzt sind? Erfrischend, anregend, schweißtreibend..“ Uebrigens, in diesem Zusammenhang darf man auch mal römisch=irische Dampfbäder in Erwägung ziehen— der„alte Adam“, sprich: Körper, wird einem nur dankbar für solche Wohltat sein, ebenso für die„kalte Seite“ der Badeangelegenheit: Kneippgüsse Wechselduschen. Man wird elastisch, dabei und härtet sich herrlich ab— kann gar nichts schaden, ihr verwöhnten Winterleute! Nun aber genug von der Pflege des„äußeren" Menschen, und hin zu der des„inneren", zur gesundheitsmäßigen, vitaminhaltigen Nahrung, zur Frühjahrskost. Frühjahrskost? wird jetzt mancher etwas bänglich mit dem leisen Hintergedanken an seine Börse fragen. Aber, aber, wer wird denn jetzt gleich an kostbare Frühgemüse aus südlichen Zonen denken! Abgesehen davon, daß das Devisen kosten würde, die wir ja alle sparen wollen, und sündhaft teuer wäre— haben wir es auch gar nicht nötig. Frisches Gemüse fängt jetzt auch bei uns schon an— im Frühbeet und nach und nach draußen. Vor allem aber ist im Frühjahr die Zeit der Salate und Wildgemüse. Jetzt ist der Löwenzahn noch zart und jung, auch die ganz zarten Spitzchen der Brennessel haben noch nicht die unangenehmen Eigenschaften ihres Namens und eignen sich gut zum Salat— ebenso wie die Brunnenkresse. Nun, und in punkto Salat ist doch wohl jede Hausfrau erfinderisch; so kann gerade im Frühjahr der Mittagstisch mit billigsten Mitteln ein beinahe raffiniert abwechslungsreiches Gesicht bekommen. Nur, wenn ich bitten darf, nicht zu scharf gewürzte Saucen, die die guten Seiten des Salatessens wieder zunichte machen. Da wir aber schon mal bei Löwenzahn und Brennessel sind: auch der Saft dieser Pflanzen ist sehr gesund und noch konzentrierter wirksam als die Pflanzen selbst. Damit rutschen wir schon so sachte in das Gebiet der„richtigen“, sorgfältig durchgeführten Frühjahrskur hinein. Brennesselsaft gegen Blutarmut, der des Löwenzahns zur gründlichen Reinigung von Leber, Galle, Darm. Schafgarbensaft hilft dem Magen, und Birkensaft soll bei Gicht und Rheuma den steifen Gliedern gute Dienste leisten. Es sind die guten alten Hausmittel Die viel zitierten Schäfer, die Zeit zum Nachdenken und Naturbeobachten hatten, wußten schon, was sie taten, wenn sie sich früher mit dem Sammeln und Auswerten von Kräutern befaßten, und die Reformhäuser. Drogerien und auch die Apotheken wissen heute ebenfalls, was sie tun mit ihrer Einstellung auf die guten alten Hilfsmittel der Natur, die dem müden, verbrauchten Großstadtmenschen wieder auf die Beine helfen. Bei diesen Mitteln wollen wir vor allem die lange Reihe von Tees nicht vergessen. Lindenblüten= und Pfefferminztees sind schon von der Kindheit her für uns mit Kranksein und Gesundschwitzen verbunden, dazu kommen noch der gesunde Kräutertee, die Tees aus Stiefmütterchen= und Erdbeerblättern, die alle reinigen und beleben. Dem Frühlingsfanatiker, für den sich mit dem Begriff der Kur auch der des Einnehmens verbindet, sei eine ansteigende Kur mit Wacholderbeeren(roh) empfohlen, die das Blut reinigen. Auch — Knoblauch fällt mit unter diese Rubrik. Mit ihm verbinden sich zwar unangenehme Geruchs= und Geistesvorstellungen, aber seine Wirkung ist gut, und es ist alles getan, um ihm in Tablettenform seine Unannehmlichkeiten so viel wie möglich zu nehmen. Um aber auch an wohlschmeckendere Frühjahrskurmöglichkeiten zu erinnern: das ganze Heer der gehaltvolleren Obstsäfte wie Apfel=, Trauben=, Johannisbeer=, Brombeer= und Holundersaft ist hervorragend blutbildend und vitaminreich. Fehlt noch ein ganz wichtiges Kur= und Genußmittel, das alles an Aufbaustoffen enthält, was wir nur wollen: der Honig. Und auch der Traubenzucker ist nicht zu vergessen, der als Nervennahrung immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Nun, sieht es nicht ganz reichhaltig und auch recht angenehm mit unseren Frühjahrskurmöglichkeiten aus? Also meine Lieben, keine Müdigkeit vorschützen! Ueberwindet die Winterträgheit und überholt euren Körper mal in einer Kur, die beileibe keine kostbare Arbeitszeit zu kosten braucht. Ihr werdet euch selbst dankbar sein, wenn ihr dann verjüngt aufsteht, wie Phönix aus der Asche. z deutschen Gesandtschaft in Wien, i. d. St. d. Gru. Kdo. 5; Generalmajor von Förster, Inspekteur d. Wehrers.=Inspektion Erfurt, zu d. Offz. zur Verf. d. Ob. d.., er wird vom 1. April 1938 an mit der Führung d. 24. Div. beauftragt. Generalleutnant Löhr Kommandierender General der Luftwasse in Oesterreich dnb Berlin, 31. März. Mit Wirkung vom 1. Februar 1938 wird befordert zum Generalleutnant: der Generalmajor Löhr, bisher Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte. Er wird mit Wirkung vom 1. April 1938 zum Kommandierenden General der Luftwaffe in Oesterreich ernannt. Mit Wirkung vom 1. April 1938 wird befördert zum Generalmajor: der Oberst Gautier, unter gleichzeitiger Ernennung zum Inspekteur der Wehrwirtschaftsinspektion Wien. Deutschland als Beispiel Flandin:„Nur Arbeit kann ein Volk wieder hochbringen.“ Paris, 31. März. Den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Deutschlands seit der Machtübernahme durch den Führer nahm der ehemalige französische Ministerpräsident Flandin zum Anlaß, um in einer Rundfunkrede darauf hinzuweisen, daß nur die Arbeit ein Volk wieder hochbringen könne. Flandin appellierte an den gesunden Menschenverstand und forderte das französische Volk auf, parteipolitische Erwägungen außer acht zu lassen. Er schilderte die Lage Frankreichs angesichts des Wunsches eines jeden, mehr Geld ausgeben zu können und der dringenden Notwendigkeit des Staates, über sehr viel Geld zu verfügen, um die Landesverteidigung sicherzustellen. verfügen, um die Landesverteidigung sicherzustellen. Um aber die Mittel zum Ausgeben zu haben, müsse man arbeiten. Der ehemalige Ministerpräsident stellte Deutschland als Beispiel hin und erinnerte daran, daß dort die Arbeitslosigkeit in fünf Jahren, von sieben Millionen auf eine halbe Million zurückgegangen ist. Im Jahre 1937 seien in Deutschland 16 Milliarden Arbeitsstunden geleistet worden gegenüber kaum acht Milliarden im Jahre 1932. Der Fleischverbrauch sei in der gleichen Zeit je Kopf von 42 auf 46 Kilo gestiegen, der Mehlverbrauch von 44,7 auf 55 Kilo, der Zuckerverbrauch von 20 auf 24 und der Butterverbrauch von 8 auf 9 Kilo. Die Zahl der Bankrotte sei dagegen jährlich von 27900 auf 5000 herabgegangen und die der Zwangsversteigerungen der Landwirtschaft von 5800 auf 1670. Das nationale Einkommen, das 1932 45 Milliarden RM. betragen habe, sei im letzten Jahr auf 68 Milliarden gestiegen, und zwar ohne Entwertung der Mark. „Stellen Sie sich vor,“ erklärte Flandin,„daß die Franzosen sich entschließen sollten, einmal kräftig Hand anzulegen. Eine Erhöhung von 50 v. H. des nationalen Einkommens würde den Wohlstand, die Wiederherstellung des Haushaltsgleichgewichtes, die Währungsstabilität und das Ende der Preissteigerung bedeuten.“ Leider gehe die Erzeugung in Frankreich aber ständig zurück. Im Jahre 1937 habe Frankreich riesige Mengen ausländische Kohlen kaufen müssen, d. h. mehr als das Doppelte des vergangenen Jahres, und die Kohlenförderung sei je Grubenarbeiter von 1332 Kilo auf 1198 Kilo gefallen. Die Folgerungen, die man daraus ziehen müsse, seien die, daß Frankreich sich endlich an die Arbeit machen müsse. Opfer an Lohn und Gehalt für das WHW. auf„Konto Oesterreich“. dnb Berlin, 31. März. Auf zahlreiche Anfragen hin gibt der Reichsbeauftragte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes bekannt, daß nach Verlängerung der Sammlungen des Winterhilfswerks zur Linderung der Not in Oesterreich bis 10. April 1938 die freiwilligen Opfer an Lohn und Gehalt auch für den Monat April zur Linderung der Not in Oesterreich auf das„Konto Oesterreich" bei allen in der Reichsgruppe„Banken“ zusammengeschlossenen Kreditinstituten überwiesen werden können. Weitere Spenden für Oesterreich Für 40000 Kinder Ferien im alten Reich dnb Berlin, 30. März. Dank der Opferfreudigkeit deutscher Volksgenossen hat der Aufruf, österreichische Kinder mehrere Wochen lang in Pflege zu nehmen, einen großen Erfolg gebracht. So ist es gelungen, die Zahl der bis 10. April zur Verfügung stehenden Freiplätze von 20 000 auf 40 000 zu erhöhen. Diese 40000 österreichischen Kinder sollen bis zum 10. April zur Erholung ins alte Reich geschickt werden. Drei Millionen Portionen Erbswurst Im Nachtrag zu den bereits gemeldeten Mengen an Lebensmitteln, die vom WHW. des deutschen Volkes für die notleidende Bevölkerung in Oesterreich zur Verfügung gestellt wurden, sind Dienstag drei Millionen Portionen Erbswurst nach Oesterreich abgeschickt worden, die in Feldküchen zubereitet und dann an die Bevölkerung ausgegeben werden. „Ikabo“=Kräutertees welche aus allen Teilen Deutschlands verlangt werden, sind auch für Sie zur Frühjahrskur besonders zu empfehlen. Große Beckstraße 10/ Tel. 63176 eine Kräuterkur „Bergblume“ Blutreinigungs-Tee Paket 50 und 90°f. Harnsäurelöser Sicht- und Rheuma-Tee Paket.— Mk. Marien-Drogerie Helmut Höltermann Marienstr. 81 Rut 833 72 Machen Sie Jetzt eine Blutreinigungskur 125 Jahre Drogerie Aug. Fleischhauer Wiemelhauser Straße, Ruf 62070 Pnoto-Haus Biatreinigung! Schutzmarke Ales gehr schel wenn du im Frühjahr dein Blut nicht reinigst. 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Ein Teil der Blätter stellt mit einer gewissen Beruhigung fest, daß der Duce es diesmal vermieden habe, die demokratischen Länder besonders anzugreifen, während einigen anderen Zeitungen dennoch die wuchtigen und stolzen Worte des Schöpfers des italienischen Imperiums auf ihre nicht sehr starken Nerven gefallen So schreibt die„Epoque“, Mussolini habe sicherlich das Ausland beeindrucken wollen; die Bilanz, die er aufgestellt habe, sei auch wirklich eindrucksvoll. Man müsse feststellen, daß die einheitliche Kommandogewalt in Italien unmittelbar nach der in Deutschland hergestellt worden sei. Der römische Sonderberichterstatter des„Journal“ erklärt, daß diejenigen, die täglich Zeugen der italienischen Tätigkeit seien, zugeben müßten, daß die Bilanz Mussolinis der Wahrheit entspreche. Den marxistischen„Populaire“ hindert dies aber nicht, frech zu behaupten, die Rede des Duce sei„Größenwahn". Auch in der Londoner Morgenpresse wird die große Rede des Duce außerordentlich stark beachtet, insbesondere die Sätze, in denen er von der Kriegsbereitschaft Italiens sprach. Der diplomatische Korrespondent des„Daily Expreß“ knüpft hieran die Frage, gegen wen sich wohl diese Rede gerichtet habe. Mussolini habe zwar kein Land genannt, aber die italienischen Zeitungen sprächen von der roten Gefahr. In informierten Kreisen werde wenigstens nicht angenommen, daß sich die Rede des Duce gegen England richtete. Die italienische Presse befaßt sich am Donnerstag abend bereits mit dem Auslandsecho. Der Direktor des„Giornale'Italia" erklärt, jenseits der Alpen fragten bereits einige Stimmen, gegen wen eigentlich diese ungeheuere, schlagfertige italienische Wehrmacht gerichtet sei. Man musse, so betont das halbamtliche Blatt, hierauf sofort mit aller Deutlichkeit antworten, daß die bewaffnete Macht des faschistischen Italiens nicht zur Verwirklichung von Hegemonieträumen diene oder eine Bedrohung legitimer Interessen anderer Nationen darstelle, sondern vielmehr zur Verteidigung aller durch Opfer und die Revolution errungenen unantastbaren Rechte diene, angefangen von denen des faschistischen Regimes, dem Italien seine Macht verdanke, bis zu denen seiner Kultur, seiner Freiheit und seiner unbedingten Gleichberechtigung im Kreise mit allen anderen Großmächten. In Frankreich versuche man bereits in gewissen Kreisen die Rede des Duce als kriegerisch hinzustellen.„Die Rede ist nicht kriegerisch, sondern eine Warnung!"„Die Rede“, so schreibt das Blatt weiter, „war notwendig für alle, die in Europa glauben, in Volksversammlungen und in den Wandelgängen der Ministerien über den Faschismus, d. h. über Italien, richten zu köngen, und die versuchen,„Volksmenzen, weite und bei der Ordnung der Interessen Seite an Seite mit jeder anderen Großnacht zu stehen. Stabschef Lutze in Leonding am Grabe der Eltern des Führers NSK. München, 31. März. Auf seiner Fahrt von München nach Wien, wo am Samstag die Oesterreichische Legion und die SA.=Standarte Feldherrnhalle einmarschieren, begab sich Stabschef Lutze von Linz nach Leonding. Auf dem dortigen Friedhof legte er am Grabe der Eltern des Führers einen Kranz nieder, dessen Schleife die Worte trägt:„In Dankbarkeit denen, die uns den größten Deutschen schenkten. Für die SA. Großdeutschland. Der Stabschef.“ Thronwechsel und Regierungsumbildung in Liechtenstein. Fürst Franz I. von Liechtenstein betraute den Coseph mit der Ausder ihm verfassungsmäßig zustehenden Rechte. Prurz. granz Joseph ist ein Sogn des Prinzen Aloiz von Lie auf den Thron verzichtete. Er steht im Alter von 32 Jahren und ist unverheiratet. Die Liechtensteiner Regierung wurde umgebildet. Hierbei wurde der Vaterländischen Union als Minderheitspartei ein vermehrtes Mitsprachrecht eingeräumt. An der Selbständigkeit des Fürstentums und an den bestehenden Staatsverträgen soll festgehalten werden. Dr. Goebbels verließ Wien. Als Reichsminister Dr. Goebbels am Donnerstag nachmittag auf dem Flugplatz Aspern nach Breslau startete, um dort in einer riesigen Wahlkundgebung zu reden, bereitete ihm die Wiener Bevölkerung herzliche Abschiedskundgebungen. Umwandlung der Wiener jugoslawischen Gesandtschaft. Die königlich jugoslawische Regierung hat beschlossen, die jugoslawische Gesandtschaft in Wien aufzuheben und dort ein Generalkonsulat zu errichten. Hilfe für Oesterreichs Landwirtschaft Das Reich stellt zunächst 54 700000 Schilling zur Verfügung Berlin, 31. März. Die Reichsregierung hat eine Reihe großzügiger Hilfsmaßnahmen für den Wiederaufbau der österreichischen Landwirtschaft ergriffen. Insgesamt stellt das Reich für den Wiederaufbau der österreichischen Landwirtschaft zunächst 54700 000 Schilling größtenteils in Form von Beihilfen' zur Verfügung. Thronfoiger Prinz Franz Jo übung per ulg Whagaatg Prinz Franz Joseph ist ein Soyn des Prinzen Alois liechtenstein, der zugunsten seines ältesten Sohnes Aus Westfalen und Rheinland suntir in Ven Traurige Folge einer unsinnigen Wette Aachen, 31. März. Ein trauriger Vorfall in der Nacht(peraturen den Tod durch Erfrieren verursachen könne. zum 4. Oktober vergangenen Jahres in dem kleinen Hinzugetreten sei eine Herzschwächung durch AlkoholSelfkant=Oertchen Waldenrath fand jetzt ein gerichtliches vergiftung. Nachspiel vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Aachen. Ein Wirt war wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Und zwar warf ihm die Anklage vor, seiner Rechtspflicht als Wirt zuwider einem schwer bezechten Gast weiter Alkohol verabreicht und ihn schließlich in eine Scheune gelegt zu haben, wo den Mann der Tod ereilte. In dem Ort hatte man am 3. Oktober Kirmes gefeiert. In der Wirtschaft des Angeklagten saßen gegen .30 Uhr morgens noch Gäste, darunter auch der später zu Tode Gekommene. Dieser ging mit anderen Gästen eine Wette ein, nach der er ein Viertelliter Schnaps in einem Zuge trinken wolle. Das tat er auch. Als er ein zweites Mal dasselbe versuchte, fiel er nach dem ersten Schluck plötzlich bewußtlos zu Beden. Der Wirt brachte ihn in die Scheune, wo er ihn auf Stroh bettete. Als man gegen.30 Uhr nach ihm sah, fand man zum Entsetzen den Gast tot vor. Ein Arzt stellte das Eintreten des Todes infolge Erfrierens fest. Die Hauptverhandlung ergab nun, daß den angeklagten Wirt an diesem Tod doch keine Schuld traf. Er hatte während der ganzen Zeit bei anderen Gästen am Tisch gesessen und sich unterhalten, während seine Frau ausschenkte. Der Mann hatte sich selbst den Schnaps genommen und auch später die Wirtsfrau zurückgestoßen, Ein zweiter Sachverständiger, der die Leiche obduziert hatte, bestätigte dieses Gutachten und ergänzte, daß ein Laie, wie der Angeklagte, von der Möglichkeit eines Erfrierens unter solchen Umständen meist nichts wisse. Parteien und Reaierungen aufzuwiegein, sowie für jene siezjie ihn daran indern walte, weiterzutrinken. Als Parteien, und Regierungen aygur, eperendeten Politik, ziese dann ihren Mann zu. Hitfe rief, war es zu spät. letzten ueberlebenden einer längst verendeten.#—, Ehe er eingreifen konnte, fier der Gast schon um. Der die Italien in die zweite Reihe unter den Großmächten medizinische Sachverständige erklärte, daß infolge des einreihen wollen. Ganz gleich, ob es ihnen paßt oder übermäßigen Alkoholgenusses eine Erweiterung der nicht, Italien beansprucht und verteidigt mit Waffen sein Hautgefäße eingetreten sei. Dadurch werde eine starke Recht, bei Entscheidungen von internationaler Trag= Wärmeabgabe hervorgerufen, die bei kühlen AußentemDer Staatsanwalt beantragte darauf die Freisprechung. Die Strafkammer konnte sich nicht von der Schuld des Angeklagten überzeugen und sprach ihn daher mangels Beweises frei. Seyß=Inquart spricht in Essen Essen, 81. März. Der Reichsstatthalter Dr. SeyßInquart wird am 7. April in Essen sprechen. Abschiedsparade für General der Flieger Halm Münster, 31. März. Mit einer großen Parade sämtlicher in Münster liegenden Truppen der Luftwaffe verabschiedete sich am Donnerstag mittag der wegen Auflösung des bisherigen Luftkreises 4 aus dem aktiven Wehrdienst austretende Kommandierende General und Befehlshaber im Luftkreis 4, General der Flieger Halm. In Anerkennung seiner, für den AufLuftwaffe im Westen des Reiches geleisteten Krieg und Frieden geleisteten Dienste den Dank aussprach und als nach außen sichtbaren Ausdruck der Zugehörigkeit zur Luftwaffe dem scheidenden General die Uniform des Kampfgeschwaders Nr. 254 verlieh. Der Esch=Prozeß Die Verteidigerreden dauern an Düsseldorf, 31. März. Die Donnerstag=Sitzung im Esch=Prozeß wurde mit den Plädoyers der Verteidiger der Angeklagten Stappen, Dr. Döhmen und Frau Nacke ausgefüllt. Rechtsanwalt Dr. Oberloskamp, der den Angeklagten Stappen vertritt, beruft sich darauf, daß Stappen durch seine Krankheit aus einem einwandfreien Berufsleben gerissen wurde und ein schwerkranker Mensch sei, der, soweit er gefehlt habe, eine milde Beurteilung verdiene. Rechtsanwalt Dr. Krieger, der den Angeklagten Döhmen verteidigt, untersucht die verschiedenen und kommt zu der Ansicht, daß die meisten dieser Fuue in die Jahre 1931 und 1932 zurückfallen und infolgedessen verjährt seien. Rechtsanwalt Dr. Oidtmann wies darauf hin, daß seine Klientin, Frau Nacke, in ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit sich nie irgendeine Pflichtverletzung als Steuerberaterin habe zuschulden kommen lassen. Die Beweisaufnahme habe, nach Ansicht des Verteidigers, eine Schuld der Frau Nacke nicht restlos erbracht, so daß für diese Angeklagte eine Freisprechung angebracht sei. Weiterverhandlung am Freitag. Rettes Früchichen Ein 18jähriger Lehrling als Geldschrankknacker Oberhausen, 31. März. In der Nacht zum 28. März wurden dem Möbelhändler Bahn aus Oberhausen durch Einbruch zwei Geldkassetten mit 1100 bis 1200 RM. Inhalt aus einem Bücherschrank gestohlen. Im Verlaufe der kriminalpolizeilichen Ermittlungen geriet ein 18jähriger Lehrling in dringenden Verdacht. Als er auf seiner Arbeitsstelle festgenommen werden sollte, riß er plötzlich die Haustür mit Gewalt auf und ergriff die Flucht in die anliegenden Gärten. Dabei warf er mit Knüppeln und Holzteilen auf den ihn verfolgenden Kriminalbeamten, so daß dieser mehrfach stürzte. Da der Fliehende den wiederholten Halt=Rufen des Beamten nicht nachkam und er überdies den ihn verfolgenden Beamten mit Gegenständen machte der Beamte von der Schußwaffe Gebrauch. Der abgegebene Schuß traf den Fliehenden in das Becken. Der Verletzte, der bereits wegen schweren Diebstahls vorbestraft ist, wurde von Beamten in das JosefsHospital eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Der erst 18jährige Dieb hat ein Geständnis abgelegt. Er ist schon zweimal einschlägig vorbestraft. Den gestohlenen Geldbetrag hatte er in einer Senkgrube versteckt, wurde dabei aber heimlich von dem„Beobachter" selbst wiederum bestohlen. Dieser Dieb, der inzwischen auch gefaßt ist, entfernte den „Schatz“ aus dem Versteck und vergrub ihn an anderer Stelle. Dort hat ihn inzwischen die Kriminalpolizei gefunden und dem rechtmaßigen Besitzer wieder zugestellt. hau der Tustwageim##...755 Dienste hat der Fuhrer und Oberste Befehrshaber der Wehrmacht an den General der Flieger Halm ein Schreiben gerichtet, in dem er ihm für die in der ehrenreichen langen Militärlaufbahn dem Vaterland in das heißt vor dem Einsellen. 1 Nives-Creme gibt geschmeldige, gut raslerfähige Haut, die # weder spannt noch eufspringt F R A N Z M AI RA OFE R OestelLeichsschwerer Zeit Ein Roman aus dem Wiener Freiheltskampl 193s 4) Sie beugt den Kopf an seine Schulter.„Ich halte fest zu dir.“ Ein Glückslächeln fliegt um seinen Mund und verschwindet wieder.„Sie sind alle gegen dich.“ „Schorsch nicht.“ „Er kann dir auch nicht helfen, er ist abhängig von deinem Vater, und er versteht uns Nationalsozialisten ja auch nicht. Wenn wir nur erst die Macht haben! Annerl, glaub' an mich. glaub' an uns!“ „Ja, Hans“, sagt sie fest. „So, da bist du ja, Annerl“, ruft Schorsch und tritt an den Wagen.„Pünktlich! Danke vielmals, Herr Ingenieur!“.....„ Gatt.s DausAnnerl springt aus dem Wagen.„Goll sei Dank“, sagt sie nur. Die Herren reichen sich die Hände. Schorsch ist höflich, aber reserviert. Nur einen Blick können die beiden noch tauschen. „Auf Wiedersehen, Hans!“ Hans preßt seine heißen Lippen sekundenlang auf die kleine Hand, die in der seinen ruht. Dann wendet der Wagen und die Geschwister treten aus dem Schatten in das helle Mondlicht. Als sie in die Nähe der Villa kommen, sagt Schorsch: „Papa steht im Garten, er wartet auf uns“ „Hilf, Mutter Gottes!“ seufzt Annerl leise. „Wo wart' ihr denn?" fragt der Finanzrat und sperrt das Eisengitter auf. Im Kino.“ „So... davon habe ich nichts gewußl. „Ich habe es der Mama gesagt, lieber Papa.“ „Aber mir nicht!“.. „Ich kann nicht zu jedem im Haus hinrennen und sagen, wo ich bingeh“.,..g f1..2 Scharsch „Ich bin nicht jeder im Haus... lieber Schorsch. Schorsch wirft den Kopf hoch.„Es wird wohl nichts dahei sein, wenn ich meine Schwester ins Kino führe. Das kann ich mir doch erlauben.“ „Schön... aber diesen Ton kannst du dir nicht erlauben, verstehst du! Anna, mit dir hab' ich noch zu reden. Komm mit mir in mein Zimmer.“ Annerl stockt der Herzschlag. Schorsch wirft ihr einen ermutigenden Blick zu. „Gute Nacht!“ sagt er laut und steigt die Treppen hin„Armes Mädel!“ denkt er, wie er die Türe sich hart schließen hört.„Sauwirtschaft verdammte in unserm Staat.. elendige Abhängigkeit!. Ich nähm' sie zu mir, bis sie heiraten können, wenn ich selbständig wär'. Das bisserl Lieb einem auch noch verhunzen! Die ganze Gemütlichkeit ist zum Teufel bei uns in Wien. Das hat uns grad' noch gefehlt!“ Er zündet sich in seinem Zimmer zur Beruhigung eine Zigarette an.„Armes Ding!"— Eine halbe Stunde später liegt Annerl in ihrem weißen Bett und starrt mit großen, brennenden Augen tränenlos zur Decke.. 4765146, Ihr kleiner Mund ist fest und trotzig geschlossen. Sie hebt schon die Portiere, die aus der Bibliothek in ihr Boudoir führt. Da fällt das Mondlicht auf ein Porträt. Die Tuchfalten entgleiten ihrer Hand und schließen sich wieder. Sie bleibt stehen und schaut auf das Bild, das unbeschreiblich lebendig ist. Was sie denkt, das steht in ihrer Stirn so unzusammenhängend, losgelöst, unbewußt und durcheinander: Egon... Er ist doch ein Künstler, der Maler Feistinger! Der Maler hat ihn erfaßt. Kleine, scharfe Augen, unverkennbar östlicher Einschlag. Geist, der schwer fühlbar ist. Egon Koch... ein Name, der genannt wird! Lisa fühlt in dieser Nacht plötzlich... Einsamkeit, nicht so wie sonst, wenr sie allein war... anders. Lisa geht durch ihr geräumiges Haus, vom Zimmer zu Zimmer, knipst das elektrische Licht ab, daß hinter ihr die Räume ins Silberlicht des Mondes fallen wie in einen Traum. Frau Christine Kolb hat unter allerhand Vorwänden die Einladung hinausgeschoben. Annerl ist krank.“ „Was wird ihr fehlen? Flausen!“ brummt der Finanzrat. „Sie ist verkühlt.“ Für die nächste Woche ist die Wäscherin bestellt. Sie ist so schwer zu haben. Endlich muß es sein. Es ist Ende Mai geworden. Die weiße Villa in der Auhofstraße erstrahlt in hellem Licht. Es ist ein warmer Tag gewesen. Die Verandatüren sind weit offen. Der Ministerialdirektor Hopfner, bequem in einen Stuhl auf der Veranda zurückgelehnt, zieht mit weißer, feingliedriger Hand die Hose ein wenig auf. Ein lila Strumpf wird sichtbar. „Gewiß, lieber Finanzrat, es sind auch an mich allerhand Fragen und Bitten gekommen. Es ist lächerlich, diese Sache zu einer Gewissenssache zu machen. Wenn die Regierung auch diesen Eid von ihren Beamten verlangt, so ist sie sich dessen bewußt, daß sie weiterhin auf die Treue und Pflichterfüllung der Staatserekutive bauen kann, sie will nur vor aller Welt dokumentieren, daß der Verwaltungsapparat wie die Exekutive der Auffassung ist, daß sie in ihrer Pflicht nicht wanken wird. Es gibt doch nur zwei Sorten von Menschen, die Heimattreuen, also die Staatstreuen, und die Staatszersetzenden.„„5immere# Der Finanzrat verveugt sich zustimmend.„Leider gibt es eben solche Staatszersetzende. Die ganze braune.„ à„ 49 ein „Ja... ja, ja, darüber sino wir uns einig. Die Regierung wird alle Maßnahmen ergreifen.“ „Ja, ja, leider, man muß sehr arbeiten die Regierung unterstützen. Sie verstehen. Wo ist denn eigentlich Ihre Kleine man sieht sie ja gar nicht?“ „Annerl? Sie wird meine Frau in ihren hausfraulichen Pflichten unterstützen, aber ich sah sie vorhin draußen im Garten. Apropos: Das Kind macht mir Sorgen.“ „Wieso?“ „Nun..., sie hegt eine Neigung zu einem jungen Nationalsozialisten. „So, so. Das dürfen Sie nicht zulassen, lieber Finanzrat. Da müssen Sie die Augen offen haben. „Hab ich auch. Jedoch, es ist nicht leicht. Die heutige Jugend...“ Der Ministerialdirektor seufzt schwer.„Die heutige Jugend... ja... das ist ein Kapitel für sich. Aber so ein junges Ding müßte man doch... Wir brauchen Frauen und Mütter, lieber Kolb... und gut österreichische. In ihrer Hand liegt die Erziehung eines man ihm lassen, er versteht es, er erfaßt die Jugend. Wir müssen es ihm nachmachen. g M6. „Das ist eben auch meine Meinung Ich möchte meine Tochter nicht an einen Nationalsozialisten verheiraten, und sie deshalb so bald als möglich...“ „Sehr gut, sehr gut, lieber Freund, sehr gut, das ist das beste Mittel. Wie wir heute stehen und kämpfen, zählt jeder Mensch zehnfach. Auch jede Frau. Wen haben Sie denn in Aussicht genommen?“ „Wenn ich offen sein darf, ich habe dieses kleine Fest zu diesem Zweck arrangiert. Sie sehen dort den Herrn, der gerade durch den Salon geht... jetzt bleibt er stehen und spricht mit meiner Frau. Es ist Layons Pekassi, Gutsbesitzer, Ungar zwar, er wollte schon fast um ihre Hand anhalten, aber weil Anna ihm kein Interesse entgegenbrachte, hat er sich dann zurückgezogen. Ich habe ihn also heute wieder herzlich eingeladen, nach langer Zeit Er ist gekommen. Mir, als Vater... sind natürlich die Hände etwas gebunden.. „Versteh'.. versteh' schon. Verlassen Sie sich auf mich. Günstiger Zufall! Kenne ihn von der Stephansfeier vor zwei Jahren her damals, in Budapest. Layos von Pekassi... sehr reich... fabelhafte Partie! Wird gemacht!" „No, nicht in Heidelberg Bin ich schwerfälliger Mensch. Glück bei Frauen. bisserl#iter östlich. Hab ich nicht so viel „Herr von Pekassi!" Layos Pekassi dreht sich rasch um. Der Ministerialdirektor erhebt sich, geht ihm ein ir Schritte entgegen.„Kennen mich wohl nicht mehr? „Hab ich nicht #., Suuezuit entgegen.„Ken Ministeriatdirektor Hopfner. Pekassi schaut etwas verdutzt drein. die Ehre, glaub' ich..“ Der Ministerialdirektor legt ihm die Hand auf die Schulter.„Erinnern Sie sich nicht mehr an das große „Kleingläubige verwalten nur ihren eigenen Bezick... Der großte Glauben ist das schäumende Vertrauen. Der Beweis des Glaubens aber ist die Treue.“ Hauns Jehe: Teils dieser Jugend. der Zukunft Oesterreichs. Ich liebe Hitler nicht, selbstverständlich... aber, das muß H# Diner beim Kardinal Drassy in Pest... bei der Stephansfeier?“ „Müssen Sie entschuldigen!. Hab ich damals gesehen so viele Prälaten und hohe Beamte, wie Schwalben auf Telegraphendraht sitzen, bei Diner.“ Der Ministerialdirektor lacht.„Setzen Sie sich zu uns. Wie kommen Sie denn nach Wien?" „O... hab ich Wien gern. Find' ich, ist entzückende Stadt. Nicht wahr, Herr Finanzrat... bin ich immer von Zeit zu Zeit in Wien und Ehre, Gast zu sein in Ihrem Haus.“ „Zu unserer großen Freude, lieber Herr von Pekassi! Aber... meine Frau winkt mir eben. Sie entschuldigen.“ Der Ministerialdirektor sieht dem Finanzrat nach, dann wendet er den Kopf.„Ein guter Freund von mir. Ein liebenswürdiger Mensch.“ „Bin ich ganz Ihrer Meinung! Ganze Familie scharmant.“ „Hm... hm... ja, ja. Sind Sie noch immer ledig, lieber Pekassi?. Oder haben Sie inzwischen..“ „Bin ich noch Junggeselle, Herr Ministerialdirektor. Will ich nicht heiraetn, wo nicht ist... Herz dabei.“ „Da haben Sie recht. Wo haben Sie denn Ihr Herz verloren!" c bei Frauen.„„ 4. M3. „Das glauben Sie. Es gibt doch so reizende Mädel bei uns in Wien. Sehen Sie zum Beispiel gleich das Töchterlein vom Haus... wie? Ist doch herzig! Gefällt es Ihnen nicht?“ Pekassi beißt die Zähne aufeinander. Sein Gesicht ist plötzlich finster und kalt.„Warum sagen Sie mir das? Meinen Sie gut... aber dank ich schön. Bin ich nicht heuriger Has', daß ich nicht merke... haben Sie Absicht. Kleines Mädel, armes, ist ganz verstört heute. Bin ich kein Barbar, daß ich sie zwingen möchte, mich zu heiraten, wenn sie nicht will. Möcht' ich Sie nicht aufhalten. Finden Sie bestimmt bessere Gesellschafter als mich! Hab ich die Ehre!“ Er verbeugte sich tief und eilt die Verandastufen hinab in den Garten.„ Jerialdirektor näch Aergerlich sieht ihm der Ministeri#en## nach. Layos hat Annerl den Arm geboten und führt sie schweigend auf die Veranda hinaus. Er legt den Schal wieder um sie.„Möcht' ich Ihnen bisserl erzählen von .. meiner Heimat. Wollen Sie?“ „Bin ich auf Pußta zu Haus. Muß man kennen, um zu begreifen. Wird man einsamer, schwermütiger Mensch.„„ 425„ Sie nickt.„Es muß schon sein...“ „Ist„schön“ nicht das richtige Wort. Schön ist Wien, ist Wiener Wald. Aber dort draußen ist alles weit... ist endlos... ist Ewigkeit. Verstehen Sie? Sie nickt wortlos. „Am Abend ist schön zu reiten. Ist Himmel und Erde violett. Weiß man nicht mehr, wo hört auf Pußta und fängt an Himmel. Und morgens. fällt Gold wie Regen, und Pferd ist bis an die Fesseln in Silber, von Gras und Tau. Haben Sie prachtvolle Figur... für Reiten! Möchten Sie nicht lernen?“ „O ja...“ sagt sie leise. Ein Lächeln fliegt um seinen Mund und vergeht wieder„Sind die Dörfer nieder und lang. Oft ziehen Störche und Wildgänse in Schwärmen. Sitzen am Abend braune Burschen und Mädeln auf Hausbank und singen. Wenn ich heimkomm', ist das große Schloß. totenstill. Geh' ich durch Zimmer und Säle und weiß ich... hab ich keinen Menschen, der mich erwartet. Kommt Stephan und bringt mir Nachtmahl. ich ein paar Glas Wein hinunter. Was soll ich tun Sind Nächte, so wie diese, reiß ich hohe Feuster auf ... fiedeln meine Zigeuner. Horch ich zu. Spielen weich und schwer... macht mich toll und krank... vor Sehnsucht. Muß man auch kennen. Wird man verrückt dabei. Hör' ich dann Tschardasch aus Wirtshaus, laß ich mir Pferd satteln, reit' ich wie halbe Nacht. Bin ich Teufel, armer, weiß ich... hab' ich auf kein Glück zu hoffen.“ Annerl sagt, vor der wilden Verzweiflung dieser Worte mitleidig und tief erschrocken:„Nein, nein. Warum sagen Sie das? Das ist doch nicht wahr. Sie Er hört die setzten Worte nicht. Wirst seinen Kopf nieder fast bis in ihren Schoß, faßt ihre Hände und „Machenr Sie nich. 4eg, Hoös Slien alein. mit mir. Kann ich nicht bleiben, sap; Jegt nicht vertra, Darf ich kommen morgen?. Kann ich seg# nlcht vertcagen Menschen. Darf ich kommen morgen?“ Seine heißen, flehenden Augen reißen ein leises Ja.4 von ibrem Bbune.,(Forsetzung felgt.) Städtisches Orchester Bochum Humors Außer Vormiete Arno Schütze B ist in seig ndigkeit von Ende dieser in demheitere“ gach dem ande spleit heute, Freitag, den 1. April, 20 Uhr. im Ernst-Moritz-Arndt-Haus die Klavier-Sonaten op. 27 Nr. 2, 109, 110 und 53 von Ludwig van Beethoven iröhlichen piellim, kr!? W FIEEFFIERL INGERORG KUSSEROW * TIFA-FILM von F.., deggen Zeiiner, H. F. Begergtüc. v. E. Kahn Preise: 75 Rpf. bis.50 RM. Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben. Schülerkarten und ermäßigte Eintrittskarten für die Konzeitvormieter werden nur an der Konsert- und Abendkasse ausgegeben. Vorbestellungen unter Nr. 61051 Kriminel Neueröffnung Die große Filmrevue von Hans H. Zerlett mit über 50 Stars und Prominenten von Film und Bühne Gaststätte„Zum Nordbahnhof“ Wir haben die Gaststätte der Frau Wirtin Stumpe, Bismarckstraße 37, übernommen und bitten um gelällige Zuneigung. jepfl. Blere Kalte u. warme Küche Es laden ein Hans Fabritz und Frau verlängert Es wirken mit: VERABERGMAN CARLARUST RINGER GESCHWISTER HUPFNER HILLER-BALLETT/ URSULA DEINERT Pe OSM an der-Hall Schiffes„ 84--e. uuu räglien.:“ ue National Strand9 Gameralteldmats Verstellung .13 Uhr: Homins In diesem Film vom Film, der uns selbst die Entstehung eines Revuefilms miterieben läßt, rollt an den Augen des Zuschauers eine sinnverwirrende Folge von Senaationsnummern der Weitrevue-Bühnen vorüber. Um nur einige Namen bekannter Stars zu nennen: La Jana, Ursula Deinert, Geschwister Höpfner, Carla Rust und das Rolt-Hiller-Ballett, nicht zu vergessen den Sänger und Tänzer Paal Roschberg, die alle mit sollstischen Darbietungen brilHeren. Man hört schmissige Schlager, sieht bezaubernde Balletts, lacht über komische Szenen. Eine Revue von hinrelßendem Schmiß schreibt die Presse Täglich 3.30 8. Sonntag ab 2 und viele andere bekannte Darsteller Ein Inserat zur rechten Zeit hat keinen Kaufmann je gereut. Und inserierst Du im B.., hast stets Du viele Käufer da! Schreibmaschinen Trautmann, Viktoriastr. 73 EI n leidenschaftlicher Film Ein Mann geht 20 Jahre unschuldig ins Zuchthaus, um die geliebte Frau zu schützen. . Die Anwartschaft auf einen Gewinn * i n d e r n e u b e g i n n e n d e n „ Preußisch-Süddeutschen-Klassenlotierte S f sichern Sie sich durch ein Los bei der Staatlichen Lotterie-Einnahme JSLLSANG Telephon 84041 Mittelsperson: Weitz-Eichholz, Eppendort, Holzstraße 77 Conunenkal eelene demens ber wenofess muuns unduss besons: Hoftmann& Co BOCHUM Ruf 617 41.42 Viktorlastr. 11 Sonnabend, den 2. April und Sonntag, den 3. April abends 22.15 Uhr Sia-Tollfans .A.- Anzeigen hellen verkaufen ganz eigener Prägung. Der Täter in unglaublichen Zutall überfünrt. eitender Film von atemraubendem Tempo, zuschauer vom Anfang bis zum Ende mitin seiner neuen Rolle Ein Kriminaltilm wird durch eine Ein ergre das den reißt. 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Umzüge lichtburg kangendeser La Jana, Willy Ferst, Theo Lingen, Hane Söhnker, Jenny Jugo, Paul Hörbiger, Paul Kemp, Anny Ondra, Luise Ullrich, Luis Trenker, Karl L. Diehl u. a. m. Es leuchten die Sterne märchenhaft- zauberhaft-fabelhaft Capitollangendreer Freitag bis Montag SHIRLEV TEMPLE in ugendlichesugelassen Wochentags 4 Uhr, sonntags 2 Uhr Telephon 66776 Bochum Rottstraße Union-Theater Oerthe Die verschwundene Frau Nach d. Roman d.„Boch. Anzeig Ela neues bezauberndes Filmlustspiel mit Paul Hemp, Nane Moser, Thee Lingen, Lucie Engliech, Trude Marien, Dsear Sima im M über das, was in den Kinos despielt wird. sind Sie nach Studlum des„BA“ Kuld-Schmfar Brück straße 51 Rut 682 96 durch Behandlung der Bäume mit Obstbaumkarboli= neum, zu hab. bei Fardenmüller, Bochum, Humboldtstraße 48 Telephon 67619. Seiprogramm FaATNTEN LICHTSPIELE Altmikus, Stadt-Drog., Bongardstr. 12 Drog. Kneider, Große Beckstraße 11 Drog. Pell, Kortumstraße 27 Drog. Fiecher, Kortum-, Ecke Rottstr. Drog. 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Der Dank an den Führer komme am 10. April in unserm freudigen„Ja" zum Ausdruck. Große Freude löste die Mitteilung über die Verschmelzung des Deutschen Soldatenbundes mit dem nunmehrigen NS.=Reichskriegerbund„Kyffhäuser" aus. Durch das Opferschießen konnten dem WHW. rund 50 überwiesen werden. Die Schützengruppe wird in den kommenden Monaten die silbernen Ehrennadeln ausschießen. Einige Kurzfilme, vom Kameradschaftsführer vorgeführt, verschafften Einblick in den Dienst und die Arbeit der jungen Wehrmacht. hierzu aufs herzlichste eingeladen. Pflicht der Mitglieder ist es, sich an diesem Schießen restlos zu beteiligen. Für die besten Schützen gelangen wertvolle Preise zur Verteilung. Stadttell Altenbochum Stadtteil Riemke Filmabend. Die Gaufilmstelle Westfalen=Süd tritt nach einer kurzen Pause wieder mit einer Filmvorführung an die Oeffentlichkeit. Donnerstag, 7. April. gelangt im Saale Lehmkuhl der Tonfilm„Weiße Sklaven“ zur Aufführung. Beginn 20 Uhr. Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Kampf der Weißrussen gegen die rote Flut. Karten sind im Vorverkauf bei allen bekannten Verkaufsstellen zu bisherigen Eintrittspreisen zu haben. Heinrich Wengler zu einer wichtigen Besprechung einHpferschießen der Schützen. Am 8. April veranStadtteil Werne Hofstede=Riemkes Jungvolk hat einen neuen Stammführer. Der bisherige Stammführer Gustav Arabin, der sich nunmehr wieder ganz seinem Beruf widmen will, verabschiedete sich in einer kurzen, aber stimmungsvollen Feierstunde von seinen Jungen.„Sein Nachfolger wurde der Fähnleinführer Willi Lipowsti, der bereits lange Jahre Jungvolkführer in BochumRiemke ist. Stadtteil Gertbe In den wohlverdienten Ruhestand Nach einer 45jährigen ununterbrochenen Dienstzeit tritt heute der langjährige Leiter des Gerther Standesamtes, Stadtinspettor Pg. Heimann, in den wohlverdienten Ruhestand. 1893 begann er seine Laufbahn als Freiwilliger auf der Unteroffizier=Vorschule in Weilvurg. Nach einer aktiven Dienstzeit von 13 Jahren kam er 1908 zum damaligen Amte Harpen als Verwaltungsassistent. Hier wurde ihm bald die Leitung des Standesamtes übertragen. 80 Jahre hat er als Urkundsperson mit allen Einwohnern in engster Fühlung gestanden. Bei seiner Tätigkeit, die er als Beamter und als Mensch voll ausfüllte, war er sich der berufsethischen Seite durchaus bewußt. Den Eheschließungen wußte er stets eine besondere Note zu geben und bei Geburten und Eheschließungen verband ihn Freud und Leid mit den Einwohnern. Seine langjährige Tätigkeit brachte es mit sich, daß die von ihm beurkundeten Kinder später bei ihm getraut und deren Kinder wiederum von ihm registriert wurden. Manchem Silberhochzeitspaar, das er getraut hatte, konnte er zum Ehrentage persönlich gratulieren. Ausgestattet mit reichen Menschen= und Ortskenntnissen holte sich mancher bei dem Standesbeamten Heimann gern und oft seinen Rat. Jedermann schätzte die freundliche, liebenswürdige und im gegebenen Falle auch tröstende Art, mit welcher er sein Amt versah. Als einer der ältesten und weithin bekannten Sippenforscher Westfalens hat er in Bochum schon vor Jahrzehnten bahnbrechend für die Ahnenforschung gewirkt und durch fachmännische Vorträge und Presseberichte den Gedanken der Familien= forschung in breite Volkskreise getragen. Nach einem arbeitsreichen Leben tritt in Pg. Heimann ein treu erprobter Beamter in den Ruhestand, dem nach 45 Jahren treuer Pflichterfüllung an Volk und Staat ein geruhsamer Lebensabend beschieden sein möge. Silbernes Berufsjubiläum. Ein alteingesessener und wohlgeachteter Gerther Bürger, der Rektor Pg. Wilhelm Brücher, Hans=Sachs=Straße 5, kann heute, 1. April, sein silbernes Berufsjubiläum feiern. Der Jubilar wurde in Langendreer geboren und besuchte das Lehrerseminar in Hattingen. Am 1. April 1913 trat er seine erste Lehrerstelle in Hordel an, kam jedoch schon am 1. Mai desselben Jahres an die Gerther Volksschule an der Heinrichstraße. So kann er an seinem Jubeltage fast auf eine 25jährigg erzieherische Tätigkeit an der Gerther Jugend zurückblicken. Im Oktober 1914 wurde er einberufen und stand dann vier Jahre im Osten und im Westen an der Front, zum Schluß als Leutnant und Kompanieführer. Bis Januar 1919 stand er noch beim Grenzschutz im Westen. Am 1. April 1929 wurde ihm die Rektorstelle an der Friedrich=Wilhelm=Schule übertragen. Seit 1934 steht er als Helfer und Blockwart in Diensten der NSV. und der Kriegerkameradschaft Bochum=Gerthe gehört er im Führerbeirat an. Aus Anlaß des Silberjubiläums von Rektor Brücher veranstaltete die Friedrich=WilhelmSchule am Donnerstag morgen im festlich geschmückten Klassenzimmer eine schlichte Feierstunde, die mit der Entlassung der Oberklasse verbunden wurde. Lehrer Pg. Reiff überbrachte dem Jubilar die Glückwünsche der Schule und des Lehrerkollegiums, Lehrer Pg. Billard die des NS.=Lehrerbundes und Jugendwalter Wildmann die Glückwünsche der Elternschaft. Aus aller Munde erklang das gute und vorbildliche Zusammenarbeiten der Schule. Von jeder Schulklasse überbrachte ein Kind dem Schulleiter die besonderen Glückwünsche. Ihre Liebe und Verehrung zu ihrem Rektor brachten die Kinder dadurch zum Ausdruck, daß sie ihm ein großes Bild Hermann Görings zur Erinnerung an seinen Jubeltag und an seine Schule überreichten. Silbernes Steigerjubiläum. Der Steiger Gustav Flentje, Heinrichstraße 31, kann heute, 1. April, eine 25jährige Tätigkeit bei der Bergbau=AG. Lothringen als Steiger zurückblicken. Obwohl er aus dem Weltkrieg als Schwerkriegsbeschädigter infolge Verlustes seiner rechten Hand zurückkam, hat er stets seine Schichten treu und redlich verfahren. Insgesamt ist der Jubilar jetzt 38 Jahre im Bergbau und erfreut sich bei Vorgesetzten und Untergebenen allgemeiner Beliebtheit. anstaltung sind sämtliche örtlichen Organe der NSDAP., Vereine und deutschen Volksgenossen herzlichst eingeladen. Geschossen wird mit Wehrmannbüchse stehend aufgelegt. Anfang 8 Uhr morgens; Schluß bei Eintritt der Dunkelheit. Sämtliche schießender Zeilnehmer haben 0,.35 RM. zugunsten des Winteryufswerks zu entrichten. Dieser Betrag wird restlos an den Kassenwalter der Querenburger Ortsgruppe des WHW. abgeführt. Der Lospreis beträgt für das erste Los .25 RM., jedes weitere Los kostet 0,15 RM. Stadtteil Stievel Walter Westermanns letzte Fahrt. Unter großer Anteilnahme der Parteiformationen wurde am Wochenbeginn der verstorbene Blockwalter der Partei, Walter Westermann, zur letzten Ruhe geleitet. Pfarrer Klein sprach herzliche Worte des Gedenkens und zeichnete ein Bild von dem Wollen und Streben des Toten. Ortsgruppenleiter Wiegand widmete dem treuen Kämpfer des Führers ebenfalls Worte des Abschiedes, dann senkten sich die Fahnen zum letzten Gruß für den toten Kameraden. 70 Jahre alt. Heute, 1. April, feiert Frau Hulda Wengeler, geb. Beckmann, Haarstraße 193, ihren 70. Geburtstag. Zehn Kinder, zwölf Enkelkinder und ein Urenkelkind bringen der Jubilarin ihre Glückwünsche entgegen. Sie ist noch rüstig und verrichtet noch Garten= und Hausarbeit selbständig. Mit großem Interesse liest sie jeden Morgen den„B..“ Im Silberkranz. Die Eheleute Gustav Freund und Frau, Alwine geb. Halsband..=Stiepel, Heimatweg 1, feierten am 29. März das Fest der silbernen sochseh 25jähriges Dienstjubilaum. Heute, 1. April, kann Lehrer Karl Schelkmann, Stiepel=Dorf, auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Lehrer Schelkmann ist im hiesigen Ortsteil und darüber hinaus eine gern gesehene Persönlichkeit. Seit vielen Jahren wirkt er auch als Organist in der alten Stiepeler Dorfkirche. Zu seinem 25jöhrigen Jubeltag werden ihm viele Glückwünsche zugehen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Die Schule Stiepel=Schrick hatte die Schülerschaft und deren Eltern zu einer Schulentlassungsfeier geladen. Nach dem den Abend eröffnenden Liede„Stiepel, du mein Heimatland“, sprach Hauptlehrer Linnhof zu den Schülern. Seine Worte galten der aus der Schule scheidenden Jugend und dem Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus. Ein buntes Programm, für das Lehrer Altersgrenze trat der Polizeimeister Johagn. Him= Weber verantwortlich zeichnete, gab den Rahmen zu netmann in den nugenugu„Ueber drei Jahrghrte diesem Ahend. Lieder, Gedichtvorträgg, Filmporftuorun: zet er in Wierzelhausen, ats Polideibegzefgeg gew igatz, gen und Theaterstücke wechselten in bunter Folge mireinander ab. Elternabend und Entlassungsfeier der Kreyenfeldschule. Die Schulgemeinde der evangelischen Voltsschule an der Kreyenfeldstraße veranstaltete Mittwoch im Saalbau„Zur Deutschen Flotte“ einen Elternabend, womit eine Entlassungsfeier und Ausstellung verbunden war. Rektor Rogge hieß die Erschienenen herzlich willkommen und verstand es, diese in kurzen und klaren Ausführungen in Zweck und Ziele der Schulgemeinde einzuführen. Der Abend stand unter dem Motto:„Nichts kann uns rauben, Liebe und Glauben zu unserm Land.“ Eine„Deutsche Feier" mit Fanfaren, Trommeln, Sprüchen und Liedern der Kinder leitete den ersten Teil der Programmfolge ein. Im zweiten Teil der Vortragsfolge zeigten Jungen und Mädel ihr Können. Kleine Musikanten musizierten, dem sich der Volkstanz„Ich fahr' mit der Post" und ein Knabenturnen anschlossen. Gut gefiel der dann vorgeführte Film„Mädel im Landjahr", der über Leben und Treiben der Mädel den Eltern reichlichen Aufschluß gab. Märsche und Lieder, dargeboten von dem Orchester der Schule, ein Volkstanz und Ballgymnastik der Mädchen belebten die Vortragsfolge. Eine Entlassungsfeier für die Ostern, 1938 zur Entlassung kommenden Jungen und Mädel beschloß den letzten Teil der Programmfolge. Rektor Rogge fand herzliche Worte für die nun scheidenden Kinder und gab ihnen die besten Wünsche der Schule mit auf den Weg. Personalnachrichten Stadtteil Wiemelbausen In den Ruhestand getreten. Mit der Erreichung der Altersgrenze trat der Polizeimeister Johann Himmelmann in den Ruhestand. Ueber drei Jahrzehnte In den letzten Jahren stand er dem Meldeamt des 9.(früheren.) Polizeireviers vor. Polizeimeister Himmelmann ist in den weitesten Volkskreisen bekannt und erfreute sich durch sein immer freundliches Wesen und Hilfsbereitschaft größter Sympathien. Mit ihm scheidet ein Polizeibeamter aus dem Dienst, der immer ein Freund der Bevölkerung war. Am 1. April 1938 begehen ihr 80jähriges Dienstjubiläum der Stadtinspektor Berghoff, Verwaltungsstelle Gerthe, der Stadtobersekretär Lomb, Städtische Sparkasse, und ihr 25jähriges Dienstjubiläum der Gartendirektor Pick. der Stadtinspekton Pohlmann, Steueramt, der Stadtinspektor Part= mann, Stadtkasse und der apl. Stadtsekretär Pamp, Bauverwaltung. Reichsbahnoberinspektor Peter Hermens(Bochum) kann am 1. April 1938 auf eine 40jährige treue Dienstzeit im Reichsbahnverkehrswesen zurückblicken. Der am 18. März 1879 zu Ruhrort geborene Jubilar kam vor 30 Jahren an das eben gegründete Reichsbahnverkehrsamt Bochum, bei dem er also seit dessen Gründung ununterbrochen tätig gewesen ist. Ueber 15 Jahre wirkte er als Bahnverkehrskontrolleur. In seiner pflichteifrigen Diensttätigkeit erwarb er sich das Vertrauen seiner Vorgesetzten und seiner Berufskameraden. Hermann Müller, der Geschäftsführer des Bochumer Städtischen Orchesters, kann heute auf eine dreißigjährige Tätigkeit im Dienste der Stadt zurückblicken, Seit Gründung unseres Orchesters, also seit rund zwei Jahrzehnten, ist Hermann Müller für die geschäftlichen Dinge unseres Tonkörpers verantwortlich. Der bei der Ruhrknappschaft tätige Obersekretär Heinrich Dietz, Yorkstraße 16, begeht heute sein 25jähriges Dienstjubiläum. Heute, 1. April, tritt Oberbrandmeister L. Kücklick, Normannenstraße 35, in den wohlverdienten Ruhestand. Er war seit 1902 bei der hiesigen Berufsfeuerwehr tätig und machte den Weltkrieg von 1914 bis 1918 mit. Oberbrandmeister Kucklick begann seine Laufbahn von der Pike auf. Er war auch bei den Unruhen während des Ruhreinbruchs auf seiten der Feuerwehr beteiligt. In Potsdam bestand der Maschinen=Techniker Heini Streich, Bochum, Wittener Straße 101, sein Examen als Ingenieur mit Auszeichnung. Stadtteil Brenschede Zu Grabe getragen. Im Alter von 69 Jahren wurde der alte Brambrink, der Inhaber der Verkaufsbude an der Ecke Brenscheder und Stiepeler Straße, zu Grabe getragen. Er war im Straßenbild der Brenscheder Straße eine bekannte, eigentlich gar nicht wegzudenkende Persönlichkeit. Innerhalb von zwei Tagen hat ihn eine Lungentzündung hinweggerafft. Stadtteil Querenburg Sämtliche Bürgerschützenverein 1888 Bochum=Stiepel. Im Gegensatz zu den anders lautenden Meldungen, findet Sonntag, 3. April, das Opferschießen=doch statt. Der Bürgerschützenverein führt mit seinen sämtlichen Kompanien, auf eigenen Ständen, das Opferschießen durch. Sämtliche Schützen sowie auch alle anderen Volksgenossen werben unter der Parole:„Für Adolf Hitler und sein großes Deutschland.“ Stadttell Baak=Sundern ferschießen". Sämtliche Parteigenossen, sowie scheidenden Amtsbaurat eine schlichte Abschiedsfeier. Amtswalter der NSV. und DAF. beteiligen sich am Besondere Verdienste hat er sich als Förderer der Hei. S o n n t a g. 3. A p r i l, a m O p f e r s c h i e ß e n b e i m a t u n d d e s H e i m a t g e d a n k e n s ü b e r h a u p t e r w o r b e n. Heinrich Wengler. Antreten um 9 Uhr am Volkshaus. In Anerkennung dieser Verdienste wurde Amtsbaurat Die Amtswalter der NSV., die nicht um 9 Uhr antre=[Pflüger gestern zum Ehrenmitglied des Heimatten können, werden gebeten, sich um 10 Uhr im Lokale vereins ernannt. Amtsbaumeister Pflüger tritt in den Ruhestand. Mit dem heutigen Tage tritt der am Amte Winz tätige Amtsbaurat Karl Pflüger in den verdienten Ruhestand infolge Erreichung der Altersgrenze. Auch in dem heutigen Sundern ist der Scheidende sehr gut bekannt, denn vor der Eingliederung in das Stadtgebiet Bochum unterstanden ihm alle Wegebaufragen des heutigen Sundern. Die Amtsverwaltung bereitete dem scheidenden„umtsogurgt, eine schlichte Abschiedsfeier. Vem= Nachearge!... Stadtteil Laer Aus den Kriegerkameradschaften. Der unter Langendreer in der Mittwochnummer veröffentlichte Bericht bezieht sich auf die Kriegerkameradschaften des Ortsteils Bochum=Laer. Schützenverein 1928. Das Opferschießen für das WHW. findet Sonntag, 3. April, von 9 bis 18 Uhr im Vereinslokal Küpper(vormals Wwe. Möller) statt. An diesem Schießen für die gute Sache dürfen und sollen sich alle Volksgenossen beteiligen und werden Stadt Wattenscheid Die Wahlarbeit. Das städtische Wahlamt hat seine vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. Nicht weniger als rund 40 500 Wahlscheine müssen ausgestellt werden. Die Riesenarbeit der Durchsicht der Wahllisten, die natürlich berichtigt werden mußten und das Ausstellen der Wahlscheine hat eine Woche in Anspruch genommen, so daß gestern nachmittag die Wahlscheine schon zugestellt werden konnten. Die Stadt ist in 35 Stimmbezirke eingeteilt, wozu noch die drei Stimmbezirke des Versorgungshauses und der beiden Krankenhäuser kommen, so daß, da jeder Wahlvorstand mit neun Personen besetzt sein muß, insgesamt 324 Personen am Wahltag ehrenamtlich tätig sind. Die neuen Steuersätze Wattenscheids. Die Steuersätze für das Rechnungsjahr 1938/39 sind, wie folgt festgesetzt worden: Grundsteuer für die landwirtschaftlichen Grundstücke 105 Prozent, für bebaute und sonstigen Grundstücke 235 Prozent, Gewerbesteuer nach dem Ertrage 22 Prozent, nach der Lohnsumme 950 Prozent, Bürgersteuer 500 Prozent, Zweigstellensteuer nach dem Ertrage 66 Prozent und nach der Lohnsumme 285 Prozent. Neuer Spielplatz. Ein Kinderspielplatz wird an der Höntroper Straße auf dem früheren Lagerplatz für Straßenbaumaterialien errichtet. Die Planierung ist bereits beendet. Es sind auch schon die Sträucher gepflanzt, die den Platz von der Straße trennen und die so eine wesentliche Verschönerung erhält. Stadt Wanne=Eicke! „Ein Volk— ein Reich— ein Führer!“ Heute, Freitag, abend findet im Wanner Stadtgarten die zweite Großkundgebung des Kreises Wanne=Eigfel der statt. Auf dieser von der Ortsgruppe Mitte ausgerichteten Kundgebung spricht der Reichsredner und=Standartenführer Pg. Dr. Caesar aus Berlin.„em. 2. Zum WHW.=Opferschießen angetreten: Der 3. April ist als Tag des Opferschießens der Schützen für das WHW. 37/38 bestimmt. In allen Kompanielokalen der Schützen und auf allen Schießständen der Stadt beginnt am 2. April, um 18 Uhr, und am 3. April, um 10 Uhr, das Opferschießen. Nicht nur alle Schützen, sondern darüber hinaus alle Volksgenossen werden zu diesem Opferschießen eingeladen. Verlegung städtischer Dienststellen. Die Diensträume des städtischen Versicherungsamtes befinden sich ab morgen in der Verwaltungsnebenstelle Richard=Wagner= Straße 7 in Eickel. Auch das Standesamt wird nach Eickel, Richard=Wagner=Straße 7, verlegt.— Seit gestern sind die Diensträume des städtischen Leibeserziehungs= und Jugendpflegeamtes in der Verwaltungsstelle Sedanstraße 12 untergebracht. Heute werden die Diensträume der städtischen Finanzverwaltung zur Verwaltungsstelle Scharnhorststraße 7 verlegt.— Die Diensträume des Schul- und Kulturamtes befinden sich ab 1. April in dem Gebäude Kaiser=Wilhelm=Straße 15. Fortfall der Hauszinssteuerstundungen für hilfsbedürftige Mieter. Nach§ 2 Absatz 3 des Gesetzes zur Aenderung der Vorschriften über die Gebäudeentschuldungssteuer(Hauszinssteuer) vom 1. Dezember 1936(RGBl. 1 S. 992) treten die landesrechtlichen Bestimmungen über die Stundung und Niederschlagung der Hauszinssteuer zugunsten hilfsbedürftiger Mieter mit Wirkung vom 1. April 1938 außer Kraft. und fallen hiernach mit Ablauf des Monats März fort. Vom 1. April 1938 an erfolgt die Unterstützung der hilfsbedürftigen Mieter nur noch aus Mitteln der öffentlichen Fürsorge, nicht mehr aus Hauszinssteuermitteln. Die in Frage kommenden Mieter werden hiermit darauf hingewiesen, daß sie vom 1. April an an die Vermieter auch den Betrag abzuführen haben, den sie bisher auf Grund der Hauszinssteuerstundung nicht zu zahlen hatten. Soweit erforderlich, wird die öffentliche Fürsorge den Fortfall der Hauszinssteuerstundung durch Erhöhung der Unterstützung ausgleichen. Entsprechende Anträge sind nach dem 1. April im städtischen Wohlfahrtsamt zu stellen. Stadtteil Weitmar 25järiges Dienstjubiläum. Heute, 1. April, begeht der Gemeindesekretär Justus sein 25jähriges Dienstjubiläum. NS.=Kriegsopferversorgung, Kameradschaft BochumWeitmar. Der für den 3. April im Lokale des Pg. Albert Steffen angesetzte Kameradschaftsabend kann mit Rücksicht auf den bevorstehenden Wahlkampf am genannten Tage nicht stattfinden. Die bereits verkauften Programme behalten jedoch ihre Gültigkeit. Ein neuer Termin wird demnächst an dieser Stelle bekanntgegeben werden. Stadtteil Linden=Dahlbausen Silberjubiläum. Heute, 1. April, begeht der Modellschreiner Paul Kirschbaum, Lewackerstraße 248a, bei der Firma Dr. C. Otto& Co. sein 25jähriges Arbeitsjubiläum. Er erfreut sich bei seinen Mitarbeitern größter Beliebtheit und es wurden ihm zahlreiche Ehrungen zuteil. Der Leiter der katholischen Volksschule an der Dr.= .=Otto=Straße verläßt Dahlhausen. Rektor Weber, der Leiter der katholischen Volksschule an der Dr.=.= Otto=Straße, verläßt nunmehr Dahlhausen, um eine andere Stelle zu übernehmen. Dem Rektor, der seit 5 Jahren die Schule leitete, wurde zu seinem Scheiden eine schöne Abschiedsfeier zuteil, bei der die Lehrerschaft, Eltern und die Schüler zugegen waren. Lieder, Gedichtvorträge sowie Ansprachen dankten dem scheidenden Rektor für seine Arbeit. Lehrer Theimann 25 Jahre im Beruf. Der an der Schule an der Kassenbergerstraße tätige Volksschullehrer Fritz Theimann konnte Mittwoch auf ein 25jähriges Dienstjubiläum zurückblicken. Aus diesem Grunde hatten sich die Lehrerschaft, die Schüler und Schülerinnen der Schule zu einer schlichten Feierstunde versammelt, die in der Schule stattfand. Rektor Hoppe sprach kernige Worte und würdigte die Verdienste des Jubilars um die Erziehung der deutschen Jugend. Immer habe der Jubilar seine Pflicht erfüllt und kameradschaftlicher Geist habe ihn immer erfüllt, nicht nur in der Schule, sondern auch in den Formationen der Bewegung, wo er immer ein guter Kamerad gewesen sei und es auch heute noch ist. Namens der Lehrerschaft überreichte Rektor Hoppe dem Jubilar ein Bild, auch die Schüler und Schülerinnen erfreuten ihren Lehrer durch einige Aufmerksamkeiten. Lehrer Theimann selbst dankte in bewegten Worten für alle Aufmerksamkeiten und hob hervor, so wie bisher, werde er auch weiterhin seinen Beruf ausüben im Dienste an der deutschen Jugend für Volk und Nation. Seit dem Jahre 1915 ist Lehrer Theimann in Oberdahlhausen tätig. Neuer Geselle. Willi Müller. Am Trappen 6, konnte vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer seine Prüfung als Schneidergeselle mit„Gut" bestehen. Entlassungsfeier für die Schüler der Schule Lindener Straße. Zu einer Entlassungsfeier hatten sich die Schüler und Schülerinnen der Schule an der Lindener Straße in Anwesenheit der Eltern und Lehrer sowie in Anwesenheit von Vertretern der Partei in der Schule zusammengefunden, um rückschauend nochmals auf die Stätte zu blicken, wo sie acht Jahre lang gelernt haben. Rektor Vahle als Leiter der Schule sprach herzliche Grußworte und begrüßte vor allem Ortsgruppenleiter Pg. Burggräf, weiter die Frauenschaftsleiterin Frau Burggräf und als Vertreter der NSV. Pg. Breunling. Kurz sprach er über den Weg, den die Jugend, nun aus der Schule entlassen, jetzt marschieren werden, und wünschte allen für das fernere Leben und Vorwärtskommen alles Gute. Die Feierstunde stand unter dem Geleitwott:„Wir sind ein marschierend' Volk!“ Geschäftliches (Außer Verantwortung der Schriftleitung) Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Defaka, Deutsches Familien=Kaufhaus...., Essen, am Hauptbahnhof, bei, auf den wir unsere Leser hinweisen. S Ootob!Pn Nns Jrrbover m.„"— ORSSHre —* Wir backen Hafernoaterg hhst 6 Scheien .5 Tropfen Dr. Oetker's Backöl Bittermandet 50 g Weizenmehl (eei„Backin“ 8 grot 75 6 Zucher— 1 EI 1 gestr. keri.(3g) Dr. Die haferflochen werden mit dem bl und einem Eslöffel des Zuchers unteg sändigem Rühren goldgelb geröstet. Danach lästt man sie erkalten. Das Ei wird mit dem restlichen Zucker und dem Backöl recht schaumig geschlagen und dann das mit dem„Bachin“ gemischte und gesiebte Mehl und zuletzt die haferflochken dazugegührk, Auf ein gefettetes Blech setzt man mit 2 Teelöffeln grosse Häufchen. Eegebgis: 20-25 Stück. Bachzeit: 25-30 Mllinuten bei illitteinitze. Bitte ausschneiden! ioinusgre Steit Kerten Uneere Marietta lat angekommen. Hanny Standhaft geb. Schneider Heinz Standhaft Münster(Westfalen), den 29. März 1938 Wolbecher Straße 94 Freibank Fleischverkauf Samstag, 2. 4. 38, vorm. von 8 Uhr ab(Anf.=Nr. 201). Schlachthofverwlt. Gepflegter Privatmittagstisch Nähe Hbhf. und Zentrum.(80136 Ausk. Anzeiger. WA Statt jeder besonderen Anzeige Nach kurzer, schwerer Krankheit wurde heute abend 10.30 Uhr unser treusorgender. lieber Vater und Großvater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Färbereibesitzer Dere JeINT nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 63 jahren von uns genommen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 30. März 1938 Dorstener Straße 186 Die Trauerfeier im Sterbehause findet statt am Samstag, dem 2. April 1938. nachmittags.15 Uhr. daran anschließend die Beerdigung vom Eingang des Friedhofes Bochum-Hamme, Wanner Straße. Es wird gebeten. von Beileidsbesuchen abzusehen Heute morgen.30 Uhr verschied nach langem. schwerem Leiden meine liebe Frau, meine herzensgute Mutter. Schwester, Schwägerin und Tante FTad funePiehmtsTz geb. Rese verw. Thiele im Alter von 47½ Jahren. In tiefer Trauer: Erich Helmholz Paul Thiele und Anverwandte Bochum, den 31. März 1938 Castroper Strabe 270 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 4. April 1938. 13.30 Uhr. vom Trauerhause. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, heute 16 30 Uhr unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Pwe. Kareiine Winketto verw. Schulze geb. Ricke nach längerer, schwerer Krankheit, unerwartet im Alter von 72 jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Robertstr.), Hattingen und Hannover. den 30. März 1938 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 2. April 1938, nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle des Friedhofs BochumHamme aus statt.„„„ 448 Trauerteier eine halbe Stunde vorher dortseibst Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme und für die Kransspenden beim Heimgange meiner lieben Frau unserer guten Schwester sagen wir allen herzlichen Dank Adolf Nickel und Anverwandte Bochum, den 1. April 1938 Ordnung über die Erhebung eines zuschlages bei Lebendvieh in der Ge— meinde Bochum. Auf Grund des§ 5 Abs. 4 der VO. über die Erhebung des AusGeicheu Ggeegt. 1 S. 1390), 1 S. 423) und der Anordnung„#e Ru PrMfEuL, vom 20. 12. (LwRMBl. S. 898) über die Erhebung eines Ausgleichszuschlages bei Lebendvieh in Verbindung mit §8 13, 18. 69, 70,: 77 und 82 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. 7. 1893 in seiner z. Z. gültigen Fassung wird für die Gemeinde Bochum nachstehende Ordnung erlassen: § 1. Für Schlachtvieh, das in der Gemeinde Bochum dem Schlachthof unmittelbar ohne Berührung eines Schlachtviehmarktes, zugeführt wird, wird ein Ausgleichszuschlag erDer Ausgleichszuschlag wird bei Rindern, Kälbern, Schweinen und Schafen erhoben. Der Ausgleichszuschlag beträgt„ apl für ein Stück Großvieh für ein Schwein für ein Kalb für ein Schaf S 2. Der Ausgleichszuschlag erhoben für a) Hausschlachtungen; wird nur gewahrt. Hausschlachtungen vor der Schlachtung unter Vorlegung des Ermäßigungsbescheides der Schlachtsteuerstelle bei dem Oberbürgermeister(Schlachthofverwaltung) zwecks Befreiung vom Ausgleichszuschlag angemeldet sind; b) die auf veterinärpolizeiliche Anordnung dem Schlachthaus unmittelbar zugeführten Tiere: c) die zur Notschlachtung bestimmten Der Ausgleichszuschlag wird ferner nicht erhoben für Schlachtvieh, das dem Schlachthof aus einer an dern zur Erhebung des Ausgleichszuschlages berechtigen Gemeinde zu geführt wird, wenn das Schlachtvieh auf dem Schlachtviehmarkt diegeltenden Bestimmungen. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Anordnung werden mit Geldstrafe bis zu 150.— RM. und im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft, sosern nicht nach sonstigen Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist. Die Ordnung tritt am Tage der Veröffentlichung in Kraft. Bochum, den 1. Februar 1938. Der Oberbürgermeister Dr. Pielum. Genehmigt bis zum 31. März 1940. Arnsberg, den 11. März 1938. Der Regierungspräsident. In Vertretung: (gez.): Unterschrift. 154. Turtck! 20.— RM .—„ .—„ .—„ wird nicht Befreiung wenn die Dr. med. Garnatz Herner Straße 304 Ruf 64637 ser Gemeinde gekauft worden ist. § 3. Der Ausgleichszuschlag ist vor der Schlachtung des Tieres fällig. Der Ausgleichszuschlag ist an die Gemeindekasse(Kasse des städtischen Schlachthofes) unter genauer Bezeichnung der Tiere nach Art und Zahl und des Zahlungspflichtigen abzuführen. Bei Verletzung der Anmeldepflicht kann neben dem Ausgleichszuschlag ein Zuschlag bis zur doppelten Höhe des Ausgleichszuschlages erhoben werden. Dieser Zuschlag ist mit dem Ausgleichszuschlag fällig. § 5. Jeder, der in der Gemeinde Bochum Schlachtungen ausführt oder an Schlachtungen beteiligt ist, ist verpflichtet, dem Oberbürgermeister (Schlachtbofverwaltung) und seinen Beauftragten die zur Erhebung des Ausgleichszuschlages erforderliche Auskunft zu erteilen. Der Oberbür= germeister(Schlachthofverwaltung) ist befugt, zur Ermittlung richtiger Angaben durch seine Beauftragten Geschäftsbücher und Geschäftsbriefe einzusehen sowie Betriebseinrichtungen und=räume zu besichtigen und zu untersuchen, in denen frisches Fleisch gelagert, feilgehalten oder vermutet wird. § 6. Den Abgabepflichtigen steht gegen die Heranziehung zum Ausgleichszuschlag der Einspruch zu. Das Rechtsmittel ist binnen einer Frist von 4 Wochen bei dem Oberbürgermeister zu erheben. Ueber den Einspruch beschließt der Oberbürgermeister. Gegen den Beschluß steht dem Abgabepflichtigen binnen einer mit dem ersten Tage nach erfolgter Zustellung beginnenden Frist von 2 Wochen die Klage im Verwaltungsstreitverfahren offen. S 1 Der Ausgleichszuschlag unterliegt der Beitreibung im Verwaltungszwangsverfahren nach den hierfür I Bet. Nr.— Viehseuchenpolizetliche Anordnung. Nachdem unter dem Rindviehbestande des Landwirts Herbert Schulte=Limbeck in Bochum=Werne, Limbeckstraße 83 a, die Maul= und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt worden ist, wird zum Schutze segen diese Seuche auf Grund der § 18 fs. des Viebseuchengesetzes vom 26. 6. 1909(RGBl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg olgendes bestimmt: § 1. Das Sperrgebiet umsaßt das Seuchengehöft. Es wird begrenzt vom Harpener Hellweg, im Norden und Osten von der Gemeindegrenze Dortmund bis Dortmunder Straße, Dortmunder Straße bis Werner Straße, Werner Straße bis Harpener Hellweg. S 2. Auf das Sperrgebiet finden die Bestimmungen der viehseuchenpolizetlichen Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 12. November 1937, Anwendung. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden nach § 328 des Reichsstrafgesetzbuches und nach§§ 74 bis 76 des Reichsviehseuchengesetzes vom 26. 6. 1909 bes 4. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Bochum, den 31. März 1938. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde. Jetzt auch B. extro verstärkt in Juben.95. Beschleunigte Wirkung durch VenusGesichtswasser.80,.35,.20 Erhältlich In Fechgeschäften Kauft im Fachgeschäft! Mod. Schirme Taschenschirme Kinderschirme Stockschirme Spazierstöcke Viehseuchenpolizeiliche Anordnung. Die Maul= und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Bauern Karl Georg Eucken, Bochum, Hofstr. 1. ist erloschen. Ich hebe daher die viehseuchenpolizeiliche Anordnung vom 28. Februar d. J. auf. Bochum, den 31. März 1938. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde. Alle Reparaturen Nimphius Bochum, Kortumstraße 98 Gegründet 1908 Empfehle mein billiges Fehlfarben- Sortiment „Glücksfall“ 10 Stück 80 Pf. sehr preiswert Zigarren-Klöpper Bochum, Bongardstr. 25 direkt neben dem Automaten Wenn der Erähling komet fühlt man sich oft so abgespannt, matt. zerschlagen, mißgestimmt und unbehaglich. 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