Re TUSCHE Gmseigenrals Grundpreis für 1 um Aue im. 2 um Breie 15 v. rischer SCH kommen mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich, Selbsiabholer 1 85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funk„bör mit mir“ 45 Pf. monauich bei vier Sonntagen und 5 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das, Erscheinen der Zeiung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dal. verhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum bekannte kaufsstellen 38 r. Fromme 139, Ruf 65295 Koks, Brikells eibmaschinen mann, Viktoriastr. 73 Renaraluren allen Fabrikaten Fa#ältig und prompt adio-Stach mensstr. 2/ Rut 62926 spolizeiliche Anordnung die Maul= und Klauendem Rindviebbestande Wilhelm Hebeler, Dortadorimund. Westricher 8, erloschen ist, hebe ich envolizeiliche, Anordnung ovember v. J. auf. den 4. Januar 1938. Oberbürgermeister Irtspolizeibehörde. 8 80 333 36, 33333- 94 S Schnebebahnpassage ererlebnie 2z20(elien-S Bolomiten) s eisetermine 17..,3-.17.3. S Devisenbeschalfung inderprospekte sgweiser für ene u. preisacharbeit Pelzhaus Schu -warz an 1 Drehscheibe Schäfer „ Hattinger Strade 225 Rut 9106s Ite Reparaturen an Kratiahr zeugen Lioue und Haneskundendienst Sor ch u. Higensost C. m. b. H. sphalt- und run sgeschäft ur 991 51-52 I. van de Sand C. m. b. H. Straße 57, Ruf 851 93 srei 7 Schweißerei Werkstätten Freitag 7. Januar 1938 45. Jahrgang Nummer 3 Anzeigenpreise; Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite.5 Pf. im Anzeigenieil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Texttell. Familienanzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Bl. Anzeigen im Vereins= und Sportkalender im Tertiell 10 Pl., Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pl. Zur Zeit I1. Preisliste Nr. 9 gültig. Nachlaßstafsel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende,„Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551—54 Gautkantlen=Errentr dus kaltenische Iinperiam un Die italienische Presse begrüßt die Anerkennung Rom, 6. Januar. Einer amtlichen Verlautbarung zufolge hat die runänische Regierung dem italienischen Gesandten in Bukarest mitgeteilt, daß der rumänische Gesandte in Rom, bei Seiner Majestät dem König von Italien und Kaiser von Aethiopien beglaubigt wird. In italienischen politischen Kreisen betrachtet man diesen Beschluß als eine Anerkennung de kacto des italienischen Imperiums. Genugtuung in Kom Rom, 6. Januar. Der Beschluß der rumänischen Regierung ihren neuen Gesandten in Rom beim König von Italien und Kaiser von Aethiopien zu beglaubigen, wird von der italienischen Presse mit sichtlicher Genugtuung verzeichnet und als ein Beweis der realistischen Einstellung der neuen rumänischen Regierung begrüßt.„Tribuna“ betont. der Tag sei nicht mehr fern, an dem die großen Demokratien in ihrem verbohrten Widerstand gegenüber den Tatsachen allein stehen werden.„Lavoro Fascista“ unterstreicht, daß der Wille der Regierung Goga zur Zusammenarbeit mit Italien sich auf die politische Lage im Donauraum und deshalb auch auf die ganz Europas nur vorteilhaft auswirken könne. Zweierlei Minderheitenpolitik Uusseneerhastinor?. der Spa. nach Explosien in Rustungswert in Leningrad— 5 Tote, 18 Verwundete Der englisch=französische Druck in Bukarest Berlin, 6. Januar. Der englisch=französische Schritt in Bukarest zugunsten der Juden in Rumänien hat begreifliches Aufsehen erregt. Mit Recht fragt man sich, aus welchem Grunde die beiden Großmächte England und Frankreich erst jetzt sich des Minderheitenvertrages erinnern, obwohl schon seit 19 Jahren die unglaublichsten Rechtsbrüche in der Minderheitenfrage begangen worden sind. Die Antwort kann man nur darin erblicken, daß es sich hier in erster Linie um deutsche oder ungarische Minderheiten handelte, deren Rechte mit Füßen getreten worden sind. Man braucht nur an das furchtbare Schicksal der Sudetendeutschen zu erinnern. Die Tschechoslowakei zählt 14 Millionen Einwohner. Von diesen 14 Millionen sind 3½ Millionen Deutsche einem kaum zu beschreibenden Elend preisgegeben und dem Hungertode nahe. Hat man schon jemals davon gehört, daß die englische oder die französische Regierung einmal bei der Prager Regierung vorstellig geworden wäre, um sie an die Durchführung des Minderheitenabkommens zu erinnern? Mitnichten! In dem 18 Millionen Menschen zählenden Rumänien aber, wo die 1½ Millionen Juden ebenso wie in anderen Ländern keine Minderheit darstellen, sondern ein absolutes Parasitendasein führen, wo die Regierung Goga lediglich die Juden aus den Staatsstellen ausschließen und den jüdischen Betrügereien einen Riegel vorschieben will, glaubek sich die Regierungen in London und Paris bemühen zu müssen, damit die„armen Juden“ ihre erschlichene Sonderstellung behalten. Das ist mehr als merkwürdig und kann nur so gedeutet werden, daß es sich nicht um erwachtes Interesse der englischen und französischen Regierung an den Minderheiten handelt, sondern daß sich diese Regierungen zu einem willfährigen Werkzeug des Weltjudentums machen Das ist auch die Auffassung der politischen Kreise in Budapest. Dort wird mit Recht unterstrichen, daß bereits seit dem Jahre 1919 für diese beiden führenden Staaten der Genfer Entente hinreichend Veranlassung vorlag, die Lage der Minderheiten in den einzelnen europäischen Ländern einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Es wird dort darauf hingewiesen, daß weder die englische noch die französische Regierung es bisher für notwendig befanden, die zahllosen dringenden Beschwerden der verschiedenen europäischen Minderheiten an Genf, in denen über die unglaublichsten Rechtsbrüche und schwersten Verletzungen der Minderheiteninteressen Klage erhoben wurde, zu berücksichtigen und eine eingehende internationale Prüfung dieser Beschwerden zuzulassen. Die amtlichen Mitteilungen der Genfer Entencte zeigen vielmehr, daß von der großen Zahl der Minderheitenbeschwerden in den letzten 15 Jahren nur ein verschwindender Bruchteil überhaupt einer sachlichen Prüfung unterzogen und den begründeten Beschwerden der Minderheiten so gut wie nirgends stattgegeben wurde. Es liege daher die Vermutung nahe, daß es sich bei dem Schritt der englischen und französischen Regierung weniger um ein plötzlich erwachtes Interesse für die Minderheiten als um den Einfluß bestimmter internationaler Kreise handelt, die offenbar die rumänische Regierung an der notwendigen Bereinigung des öffentlichen Lebens von dem überwuchernden und das nationale Leben schwer schädigenden Einfluß des Judentums zu hindern versuchen. Von der römischen Presse wird die Haltung der Westmächte gegenüber der neuen rumänischen Regierung sehr aufmerksam verzeichnet. Uebereinstimmend weisen die Korrespondenten auf die Druckversuche hin, die Paris und London in Bukarest unternommen haben.— Giornale'Italia“ bezeichnet den englisch=französischen Schritt zugunsten der Juden als eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Rumäniens. Die Pariser„Oeuvre“ glaubt zu wissen, daß der ranzösische Gesandte in Bukarest sogar so weit gegangen sein soll, der rumänischen Regierung mit wirtschaftlichen Nachteilen vor allem hinsichtlich der Waffenlieferungen und des Erdölabsatzes, zu drohen. In Athen jubelnd empfangen Die Prinzessin von Braunschweig in der griechischen Hauptstadt anb Athen, 6. Januar. Prinzessin Friederike Luise von Braunschweig, die Braut des Kronprinzen Paul von Griechenland, traf am Mittwoch um 23 Uhr auf griechischem Boden ein. Sie wurde auf dem Grenzbahnhof Eidomeni von dem Kronprinzen herzlich begrüßt, der ihr einen prächtigen Blumenstrauß überreichte. Das Brautpaar setzte dann seine Reise nach Athen fort. Auf dem Wege nach Athen wurden die Prinzessin Friederike Luise von Braunschweig und der griechische Thronfolger Prinz Paul von der Bevölkerung herzlich begrüßt. Ueberall, wo der festlich geschmückte und illuminierte Zug eine Bahnstation passierte, und auch draußen auf freier Strecke bildeten die Bewohner Spalier, die dem Brautpaar zujubelten, ihm Glück wünschten und Blumen zuwarfen. Von dem Augenblick an, da Prinzessin Friederike griechischen Boden betrat, wurden im ganzen Lande die Festflaggen gesetzt. 21 Kanonenschüsse zeigten am Donnerstag nachmittag der Bevölkerung von Athen die Ankunft der Kronprinzessin=Braut Friederike Luise von Braunschweig an. Die Stadt hatte zum Empfang der Verlohten des Kronprinzen Paul ein festliches Kleid angelegt. Auf dem vier Kilometer langen Weg vom Bahnhof zum Schloß drängten sich seit den frühen Mittagsstunden die Menschen. Am Bahnhof erwartete der König mit allen Mitgliedern der königlichen Familie die Braut. Mit ihm warteten die zahlreichen Fürstlichkeiten und die von den Staatsoberhäuptern entsandten Diplomaten, die an den Hochzeitsfeierlichkeiten teilnehmen werden. Ferner hatte sich Ministerpräsident Metaxas an der Spitze der Regierung eingefunden. Außerdem waren anwesend das Diplomatische Korps, darunter der deutsche Gesandte Prinz zu Erbach=Schönbach, die Generalität, die Behörden und die athenische Stadtverwaltung. Als der Sonderzug unter dem militärischen Ehrensalut und dem Jubel der Menschenmenge eingelaufen war, begrüßten der König und die königliche Familie auf das herzlichste die junge Braut. Ministerpräsident Metaxas entbot ihr den Willkommsgruß der griechischen Regierung, und Frau Metaxas überreichte ihr einen prachtvollen Strauß weißer Rosen. Die Musikkapelle stimmte die Nationalhymnen an, und die Truppen präsentierten. Beim Verlassen des Bahnhofs empfing ein Jubelsturm die junge deutsche Prinzessin, der sie bis zum Schloß ununterbrochen begleitete. Die griechische Presse veröffentlicht zahlreiche bebilderte Lebensbeschreibungen über die Braut und berichtet eingehend über die Vorbereitungen zur Hochzeit. Die Blätter begrüßen die Prinzessin äußerst herzlich und weisen bei dieser Gelegenheit auf die große Zuneigung des griechischen Volkes zu seinem Herrscherhaus und auf das hohe Ansehen hin, dessen sich die griechische Dynastie bei dem ganzen Volke auch in Zukunft erfreuen werde. London 6. Januar. Wie der„Daily Expreß" aus Warschau meldet, sind bei einer Explosion in einem Leningrader Rüstungswerk fünf Personen getötet und weitere achtzehn verwundet worden. Ein für ein neues Kriegsschiff der Sowjets bestimmter Motor-flog beim Ausprobieren in die Luft. Unmittelbar nach der Explosion besetzte GPU. das Werk und verhaftete 34 Werksangehörige unter dem Vorwurf der Sabotage. Die GPU. behauptet nach dieser Quelle, daß die Explosion durch Dynamit herbeigeführt worden sei, das man in die Fabrik eingeschmuggelt habe. Die rote Gefahr Offene Worte eines Engländers über die bolschewistische Weltpest London, 6. Januar. Unter der Ueberschrift„Die rote Hand hinter der Unruhe der Welt" befaßt sich Jan Colvin im„Daily Telegraph“ mit der kommunistischen Gefahr für die Welt, und zwar mit einer Offenheit in der Charakterisierung dieser Weltpest, wie man sie öfter in englischen Zeitungen zu finden wünschte. Sowjetrußland bilde eine furchterregende Basis für den Angriff auf die ganze Welt. Drei der großen Mächte— Deutschland, Italien und Japan— seien schon im Bündnis gegen diese kommunistische Gefahr. Die französische Regierung habe augenblicklich ihre besonderen Schwierigkeiten gegenüber etwas, was einer Demenstratien des Kommunismus in der französischen Hauptstadt gleichkomme. Auf der spanischen Halbinsel brenne das Feuer der Zerstörung. Der Kommunismus habe sich vor Ausbruch des Bürgerkrieges in der spanischen„Regierung“ getarnt und von hier aus seine Politik der Zerstörung durchgeführt. Colvin zitiert den amerikanischen Journalisten Knoblaugh, der geschrieben habe, daß das Auftauchen der Bolschewisten in Spanien gleichbedeutend gewesen sei mit dem tatsächlichen Verschwinden von Ordnung und Eigentum. Knoblaugh gebe dann eine vorsichtige Schätzung der Zahlen derer, die hinter der Front ermordet worden sind. Er schätzt, daß im Madrider Gebiet 60 000, in dem von Valencia 30.000 und in dem Gebiet von Barcelona 50.000 Menschen hinter der bolschewistischen Front ihr Leben lassen mußten. Diese Zahlen seien den Regierungen Amerikas. Frankreichs und Englands von ihren Vertretern in Spanien zugeleitet worden. Sie seien schrecklich und deuteten die furchtbare Grausamkeit an— ein Blutbad im großen Stil. Colvin selbst glaubt, daß diese Zahlen ungefähr der Wahrheit eisprechen dürften. Dann wendet er sich der Lage in Indien zu. Der Führer der indischen Kongreßpartei besuche Moskau und lege mehr denn eine nur platonische Bewunderung für die Sowjetwirtschaft an den Tag. Gefährliche Tendenzen seien auch in den serienweisen gesetzwidrigen Blitzstreiks in den Industriezentren Indiens im Laufe des letzten halben Jahres zutage getreten. Zu China übergehend, fragt Colvin, ob der japanische„Imperig; lismus“ nicht doch recht habe und ob in China nicht vielleicht doch, wie die Japaner behaupteten, tatsächlich eine kommunistische Provokation zutage trete. Der Verfasser verweist auf zwei Bücher, auf das des amerikanilschen Journalisten Edgar Snow und das des neuseeDie Betschewisten werden eingerreit Noch rote Widerstandsnester in Teruel— Weitere Fortschritte der nationalen Truppen Sevilla, 6. Januar. General Queipo de Llano stellte in einer Unterredung im Zusammenhang mit der Unklarheit, die infolge der bolschewistischen Lügenmeldungen besonders im Auslande über das Schicksal Teruels herrscht, fest, daß ein Teil der Stadt den Nationalen gehöre, während im anderen Teil der Stadt sich noch einige bolschewistische, Widerstandsnester befänden. Wegen der geographischen Lage und wegen der Enge der Straßen seien die Kämpfe im Innern der Stadt äußerst schwierig. Im übrigen entscheide sich das Schicksal nicht im Stadtkern, sondern auf den Teruel umgebenden Schlachtfeldern. Hier gewännen die nationalen Truppen ständig an Boden. Die Lage der Bolschewisten in der Stadt werde durch die Einkreisungsbewegung der außerhalb der Stadt operierenden nationalen Truppen täglich kritischer. Im Heeresbexicht heißt es, daß die nationalen Truppen an der Teruel=Front ihre Operationen erfolgreich fortgesetzt und den feindlichen Widerstand gebrochen hätten. Unter schweren Verlusten des Gegners seien mehrere wichtige Stellungen besetzt worden. Nationale Jagdflugzeuge hätten fünf bolschewistische Beobachtungsflieger und drei Jagdflugzeuge abschießen können. Einer Meldung des Frontberichterstatters des Hauptquartiers von der Teruel=Front zufolge haben bolschewistische Gefangene erneut bestätigt, daß auf der bolschewistischen Seite die Ausländer in der Mehrheit seien und daß der bolschewistische„Generalstab“ in der Hauptsache aus Franzosen bestehe. Schneesturm in Südbayern Kempten, 6. Januar. Ein ungewöhnlich heftiger Schneesturm tobte bei 5 Grad Kälte den ganzen Donnerstag über im Allgäu. Zwischen Kempten und Kaufbeuren kam es zu Schneeverwehungen, die den Straßenverkehr behindern. Auf der Reichsbahnstrecke Kempten—Isny wird der Verkehr mit verkürzten Zügen aufrechterhalten, um die Schneemassen zu überwinden. München, 6. Januar. Am Donnerstag schneite es in Südbayern.vom frühen Morgen bis in die vierte Nachmittagsstunde hinein ununterbrochen. Auf der Zugspitze nahm die Schneedecke gegen Mittag innerhalb zweier Stunden um nicht weniger als 25 Zentimeter zu. In München mußten zur Straßenreinigung Schneepflüge eingesetzt werden. Auch bei der Reichsbahn mußten Schneepflüge in Tätigkeit treten. Die aus Norddeutschland kommenden Züge wurden in Mitteldeutschland durch Schneeverwehungen stark behindert und trafen teilweise mit mehr als zweistündigen, Verstätungen in München ein. Im Gegensatz zu Westdeutschland ist in t Südbayern noch kein Tauwetter zu erwarten. ländischen Journalisten James Bertram, die übereinstimmend feststellen, daß Tschiangkaischek im Dezember 1936 während seiner Gefangennahme durch Tschanghsueliang gezwungen worden sei, einen Waffenstillstand mit den Kommunisten zu schließen und eine Politik der Zusammenarbeit mit Japan aufzugeben. Auf jeden Fall, so stellt Colvin fest, habe in China ebenfalls der Kommunismus einen Finger im Brei. Der Verfasser schließt mit der Warnung, daß es daher nicht übertrieben sei, Wachsamkeit, Einigkeit, Klugheit und Patriotismus zur Verteidigung gegen derartige Gefahren zu fordern. Randbemerkungen Der rumänische Gesandte in Rom, Vernunftvolitik. so teilte die rumänische Regierung Setuunzeser. Goga mit, wird bei SM. dem König von Italien und Kaiser von Aethiopien beglaubigt werden. Durch diese Mitteilung vollzieht die neue Regierung Goga einen Schritt der politischergrogmugft, den zu tun sich bisher die verschiedensten Gro#ug. geweigert haben, obwohler nichts anderes zum Ausdruck bringen würde als die Zurkenntnisnahme einer vollzogenen Tatsache. Aber anscheinend legt der Genfer Leichnam jenen Diplomatien immer noch Zurückhaltung vor einer Geste auf, denn daß irgend jemand noch an die Aenderung der vollzogenen Tatsache Imperiums glauben könnte, ist unwahrscheinlich in jeder Form. So verrät das Zögern der großen Westdemokratien in diesem Punkte nur die eigene Um so begrüßenswerter, wenn andere, kleinere Staaten hier vorangehen. Aeußerungen der ausländischen Presse zu diesem diplomatischen Akt liegen noch nicht vor. Um so mehr aber beschäftigt sich die große Presse der demokratischen Staaten mit den innerrumänischen Maßnahmen und mit dem Schritt Englands und Frankreichs in Bukarest wegen der antijüdischen Verordnungen des Kabinetts Goga. Am schärfsten nehmen einige polnische Blätter gegen die französisch=englische Einmischung Stellung. Das Warschauer Blatt„Dziennik Narodowo“ faßt sein Urteil wie folgt zusammen:„Wenn man die Gründe für diese nicht alltägliche diplomatische Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates in die normale Sprache übersetzt, dann ist festzustellen, daß England unter dem Mäntelchen der angeblichen Menschenliebe in Wirklichkeit nur seine eigenen Interessen wahrnimmt, daß es nämlich mit den eigenen, in Palästina schon vorhandenen Juden bereits genug Schwierigkeiten hat.“..—3sce,..hosen Ebenso aktuell wie die innerrumänische Gesetzgebung wird von der europäischen Oeffentlichkeit die bevorstehende außenpolitische Aussprache zwischen Bukarest und Belgrad empfunden. Hier hat die in der Belgrader Zeitung„Vreme“ veröffentlichte Unterredung Gogas mit einem Berichterstatter des Blattes besonderes Interesse ausgelöst. Danach tritt der rumänische Ministerpräsident für die engste außenpolitische Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten Rumänien und Jugoslawien ein und kündigt an, daß der rumänische Außenminister anläßlich seines kommenden Belgrader Besuches mit den jugoslawischen Staatsmännern die außenpolitischen Fragen der beiden Staaten überprüfen werde. Es ist nicht verwunderlich, daß diese Ankündigung gerade in den westeuropäischen Hauptstädten Rätselraten und Kombinationen ausgelöst hat und daß man dort auf die Möglichkeit tippt, daß auf Grund der vollzogenen Tatsachen im Innern Rumäniens Bukarest jetzt auch dazu übergehen wird, seine bisherigen Bindungen an Prag — und von Prag führt die Brücke bekanntlich nach Moskau— erheblich zu lockern. Diese Vermutungen werden übrigens auch von der ungarischen Presse geäußert, die ebenfalls eine Neuorientierung im gesamten südeuropäischen Osten sich entwickeln sieht. Das ist nicht der Anfang des neuefahr' nach sten Filmschlagers, sondern die Hollnwood.“ Antwort der bisherigen LewsetzusPonz sischen Gesandtin in Stockholm, Kolontai, an Moskau, das die Divlomatin zur sofortigen Heimkehr und zur augenblicklichen Berichterstattung aufgefordert hatte. Die Kommunistin Kollontaj ist nicht nur in ihrem Privatleben als Lebedame bekannt— sie bezieht ihre Garderobe nur aus Paris und bewohnt in Stockholm eine Prachtvilla—, sondern sie scheint auch am Leben bleiben zu wollen, denn seit Einleitung der Stalinschen„Säuberungsaktion" unter den führenden Persönlichkeiten, den Diplomaten und den kommunistischen Parteibonzen hat sie es strikte abgelehnt, in ihr Sowjetparadies zurückzukehren, hat sich schwerkrank gemeldet und sich in ein Sanatorium der schwedischen Hauptstadt einliefern lassen. Sie zieht also die bürgerliche Ruhe der schwedischen Residenz einstweilen den paradiesischen Zuständen ihrer Heimat vor, in der späten, aber richtigen Erkenntnis, daß in Sowjetrußland weniger das Paradies auf Erden als vielmehr das schnelle Jenseits verwirklicht wird. Aber selbst in der so ruhigen und geordneten schwedischen Hauptstadt scheint sich die„Diplomatin“ nicht genügend sicher zu fühlen. Anders ist die Mitteilung eines Stockholmer Blattes nicht zu verstehen, daß die Kollontaj die Aufforderung des stellvertretenden bolschewistischen Außenkommissars, nach Moskau zurückzukehren, mit dem für amerikanische Filmkunst bezeichnenden Ausspruch beantwortete:„Ich .ite 2 Nr. 5# Tochumer Anzeiger„ Freitag, 7. Januar 1938 fahr' nach Hollywood...“ Denn tatsächlich hat sich die Kollontaj in Hollywood für einen Film verpflichten lassen, der nach einem„literarischen Werk“ ihrer kommunistischen Feder von einer amerikanischen Filmgesellschaft gedreht werden soll. Soweit das Stockholmer Blatt. Ob die Kollontaj bereits im Besitze einer Schiffskarte für die Ueberfahrt ist— natürlich für den modernsten Atlantikdampfer; denn etwas anderes kommt bei der kommunistischen Großzügigkeit dieser Frau nicht in Frage— und ob sie bereits ihre Emigration aus dem Sowjetparadies in die USA. vorbereitet hat, war nicht in Erfahrung zu bringen. Jedenfalls aber folgte sie dem Moskauer Befehl nicht, verleugnet ihre Vergangenheit und tanzt über den Ozean nach der Melodie ihres kommenden Films:„Ich fahr' nach Hollywood Die Ankündigung der MosStalin wütet weiter kauer„Prawda“, daß mit der „Säuberungsaktion“ im bolschewistischen Rußland während des neuen Jahres energisch fortgefahren werde, hat, soweit man den über das Ausland einlaufenden Berichten Glauben schenken kann, ihre Bestätigung erfahren. Wenn schon eine Explosion in dem Petersburger Rüstungswerk, der insgesamt 23 Arbeiter zum Opfer fielen, für den Säuberungsfanatismus des Kremls Anlaß zu umfangreichen Verhaftungen ist, so kann sich auch der Unbedarfteste vorstellen, wie blindwütig das Moskauer System gegen Personen vorgeht, die ihm verdächtig erscheinen oder in Moskau denunziert worden sind. Wir sind nicht darüber unterrichtet, haben auch kein Interesse an den Gründen der Petersburger Explosion, aber schon heute glauben wir zu wissen, daß nach dem juristischen Normalverfahren der Sowjetunion die anläßlich der Explosion verhafteten 35 Personen ohne vorherige Untersuchung und ohne eine Verteidigungsmöglichkeit zu den Tausenden gezählt werden müssen, die während der letzten Monate den GPU.=Pistolen zum Opfer gefallen sind. Die Geschichte Rußlands erzählt von verschiedenen Gewalthabern des Kremls, die, von Verfolgungswahn befallen, Todesurteile über Todesurteile unterschrieben, nur um sich in ihrer eingebildeten Ruhe zu erhalten. Stalin stellt die zaristischen Tyrannen der Geschichte in den Schatten. Diese Erkenntnis greift auch in der Oeffentlichkeit jener Völker, wenn auch langsam, um sich, deren Politik Sowjetrußland immer noch als einen brauchbaren Faktor der europäischen Diplomatie ansieht. Man kann nicht annehmen, daß auch die gestrige Veröffentlichung der Londoner„Daily Mail“, die von zahlreichen Verhaftungen maßgebender Offiziere in Moskau berichtet, vollkommen aus der Luft gegriffen sein soll. Dort heißt es nämlich, daß auf Grund einer weitverzweigten Offiziersverschwörung, die sich sogar die Ermordung Stalins zum Ziel gesetzt haben solle, 25 Offiziere, Generale und Obersten, verhaftet und in das bekannte Lubljanka=Gefängnis geworfen worden sind, wo sie ihrer Aburteilung oder, besser gesagt, den Genickschüssen der GPU. entgegensehen. Diese angebliche Revolte, die in der Umgegend von Moskau ihren Ausgang genommen haben soll, sei durch die Ernennung des GPU.=Kommandanten Jeschow zum Generalkommissar der Roten Armee ausgelöst worden. Die Offiziere hätten sich, so heißt es in dem englischen Blatt weiter, aus dem Moskauer Armee=Arsenal bewaffnet und dort Handgranaten und andere Munition entnommen. Ganz gleich, ob sich diese Einzelheiten der Nachricht der„Daily Mail“ bestätigen oder nicht, die „Prawda“ hat die neue„Säuberungs“= und Verhaftungswelle angekündigt. Sie flutet jetzt über das unglückliche russische Land und ergreift diejenigen, die sich vordem zu den vertrautesten Freunden des bolschewistischen Gewalthabers zählen durften. Hauswirtschaftliche Arbeitspflicht des B2M.— Anordnung des Reichsjugendführers anb Berlin, 6. Januar. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, erläßt unter dem.5. Januar 1938 in seinem amtlichen Mitteilungsblatt„Das junge Deutschland“ eine Anordnung zur hauswirtschaftlichen Ertüchtigung(Arbeitspflicht) des BDM. Danach gehört es zur Erziehungsarbeit des BDM., dafür zu sorgen, daß jedes Mädel bereits im Alter seiner BDM.=Zeit die selbstverständlichen Kenntnisse, die zu einer Haushaltsführung notwendig sind erwirbt. Daneben muß erreicht werden, daß die weibliche Jugend in erster Linie die Berufe ergreift, die ihrer Art am meisten entsprechen, um den außerordentlich großen Nachwuchsmangel in hauswirtschaftlichen, sozialen und pflegerischen Berufen auszugleichen. Um eine generelle hauswirtschaftliche Ertüchtigung zu ermöglichen und um eine Vorschulung für die sozialen und pflegerischen Berufe zu schaffen, wird es jedem Mitglied des BDM. zur Pflicht gemacht, im Alter von 14 bis 21 Jahren hauswirtschaftliche Arbeit zu leisten. Mit der Durchführung der Verordnung zur hauswirtschaftlichen Ertüchtigung und der hauswirtschaftlichen Arbeitspflicht wird die Obergauführerin Gertrud Kunzemann beauftragt. Zu dieser Anordnung erließ das Soziale Amt der Reichsjugendführung bereits die Durchführungsbestimmungen, in denen darauf hingewiesen wird, daß die hauswirtschaftliche Ertüchtigung der weiblichen Jugend ebenso wie die gesamte Erziehung der HitlerJugend zwar auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit, beruht, mit der Zugehörigkeit zum BDM. jedoch zur Pflicht wird. Auf die hauswirtschaftliche Ertüchtigung wird die Teilnahme am Landjahr und am Arbeitsdienst für die weibliche Jugend angerechnet. Jede berufsmäßige häusliche oder landwirtschaftliche, soziale, pflegerische oder erzieherische Tätigkeit befreit ebenfalls von der hauswirtschaftlichen Arbeitspflicht. Industrie unterstützt Reichsberufswettkampf Berlin, 6. Januar. Die Reichsgruppe„Industrie" fordert die Industrieabteilungen und Wirtschaftsgruppen in einem Rundschreiben auf, ebenso wie in den Vorjahren die Wettkampfleitungen des Reichsberufswettkampfes nach Kräften zu unterstützen. In diesem Zusammenhang wird auf die Mitarbeit fachkundiger Persönlichkeiten und auf die Bereitstellung von Werkstätten, Räumlichkeiten, Maschinen und Rohmaterialten durch die industriellen Unternehmen hingewiesen. Weiter erinnert die Reichsgruppe„Industrie“ daran, daß die Frage des Lohnausfalls, wie in den Vorjahren, bei den Jugendlichen wohlwollend geregelt werden soll. Ueber die Vergütung des Lohnausfalls bei den Erwachsenen soll der einzelne Unternehmer allein verantwortlich nach bestem Gewissen entscheiden. Wie sehr der Reichsberufswettkampf eine feststehende Einrichtung geworden ist, zeigt sich darin, daß auch Auslandsdeutsche an dem Wettkampf teilnehmen wollen. In der Westmark haben sich in auffallend hohem Maße Auslandsdeutsche zum Wettkampf gemeldet. Meldungen über hundertvrozentige Teilnahme von Betriebsgemeinschaften treffen jeden Tag ein. Ein Teil der Betriebsführer hat durch eigene Zuwendungen den Anreiz zur Teilnahme am Reichsberufswettkampf erhöht. So hat ein Koblenzer Betrieb Prämien für Sieger bis zur Höhe von 200 RM. ausgesetzt. Die Fagens schragt Wrucken Baldur von Schirach begrüßt die französischen und belgischen Teilnehmer der HJ.=Gemeinschaftslager München, 6. Januar. Zehn Tage froher Kameradschaft hat je eine Abordnung der französischen und der belgischen Jugend zusammen mit deutschen Hitlerjungen im HJ.=Lager bei Sonthofen bzw. auf dem Bodenschneid=Haus verbracht. Zum Abschluß dieser beiden Gemeinschaftslager hatte der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, die Teilnehmer an den Gemeinschaftslagern am Donnerstag nachmittag in das Hotel„Vierjahreszeiten“ in München geladen. Mit herzlichen Worten begrüßte Baldur von Schirach zunächst die französischen Kameraden in der Hauptstadt der Bewegung. Die Kameraden hätten wohl alle den Eindruck gewonnen, daß die deutsche Jugend ihren Verständigungswillen weniger durch Erklärungen. Artikel und Reden zum Ausdruck bringen wolle als vielmehr durch praktische Demonstrationen. Eine dieser praktischen Demonstrationen sei jenes schöne Lager, das nun seinen Abschluß finde und das allen, wie er hoffe, in angenehmer Erinnerung bleiben werde. So, wie hier in diesem kleinen Kreise, würden sich im Laufe des Jahres 1938 Tausende und aber Tausende Jugendlicher der europäischen Nationen zusammenfinden auf dem Boden des Deutschen Reiches, um gemeinsam mit der Hitler=Jugend die Grundlage zu schaffen für ein glücklicheres und friedlicheres Europa. In Deutschland freue man sich, im kommenden Sommer tausend französische Jugendliche in Deutschland begrüßen zu können. Dieser großen Abordnung des französischen Volkes wolle man zeigen, mit welcher Freude und Begeisterung die Jugend des Deutschen Reiches die Verständigung der jungen Generation Frankreichs und Deutschlands begrüße. Der Reichsjugendführer wandte sich dann an die belgischen Kameraden und sprach dabei den Wunsch aus, im kommenden Sommer auch eine Abordnung der belgischen Jugend in Deutschland begrüßen zu können. Vertreter der französischen und der belgischen Jugend dankten dem Reichsjugendführer mit herzlichsten Worten und stellten mit besonderer Befriedigung fest, daß sich schon nach ganz kurzer Zeit in den Lagern eine innige und herzliche Freundschaft herausgebildet habe. Gemeinschaftlich gesungene Lieder, die man im Lager voneinander gelernt hatte, waren ein schöner Beweis für das kameradschaftliche Zusammenleben der Jugend verschiedener Nationen in den HJ.=Gemeinschaftslagern. Rudolf Heß im deutsch=englischen Jugendlager NSK. München, 6. Januar. Zur großen Freude der englischen und deutschen Teilnehmer des deutsch=englischen Jugendlagers stattete der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß Donnerstag nachmittag unerwartet der Roßfeld=Hütte bei Berchtesgaden einen Besuch ab. Nach kurzer Begrüßung erklangen englische und deutsche Lieder von den Teilnehmern, die sich der Stellvertreter des Führers von dem Lagerführer Benemann von der Reichsjugendführung vorstellen ließ. Ueber eine Stunde weilte Rudolf Heß in lebhafter Aussprache im Kreise der deutsch=englischen Kameradschaft. Allerererserdung für Schristleiter gesehlicf Tarifordnung für einen wichtigen Kulturberuf dnb Berlin, 6. Januar. Im nationalsozialistischen Deutschland steht der Schriftleiter, der durch die Tageszeitungen die Verbindung zwischen Führung und Geführten mit zu gewährleisten hat, auf besonders exponiertem Posten. Dieser Tatsache hat das Dritte Reich bereits durch den Erlaß des Schriftleitergesetzes Rechnung getragen, das die moralischen und geistigen Voraussetzungen für die Tätigkeit als deutscher Schriftleiter brachte. Dieser durch den Vorrang der Weltanschauung bedingten primären Notwendigkeit folgt nun auch die materielle und wirtschaftliche Sicherstellung durch eine vom Sondertreuhänder der Arbeit, Regierungspräsidenten Rüdiger, erlassene„Tarifordnung für die in Zeitungsverlagen beschäftigten Schriftleiter". Zum ersten Male wird somit eine reichseinheitliche Regelung geschaffen, die den gesamten Kreis der materiellen Berufsdinge umfaßt. Der Bedeutung der Sache entsprechend, hat diese Tarifordnung eine Einleitung bekommen. Sie besagt folgendes: „Die Haltung der deutschen Presse im Dritten Reich wird durch das nationalsozialistische Ideengut bestimmt. Die öffentlichen Aufgaben, die der Presse im nationalsozialistischen Staat gestellt sind, und die Erfordernisse nationalsozialistischer Betriebsgemeinschaft verpflichten Verleger und Schriftleiter zu vertrauensvoller Zusammenarbeit.“ Die Tarifordnung gilt im Deutschen Reich für Schriftleiter, die von Verlegern der dem Reichsverband der deutschen Zeitungsverleger eingegliederten Zeitungen hauptberuflich und fest angestellt sind. Sie gilt auch für Schriftleiter, die im Ausland tätig sind, wenn die Dienste für inländische Verlage geleistet werden. Die Tarifordnung gilt nicht für Schriftleiter in der Ausbildung, für Pressestenographen und für technische Hilfskräfte. Für den Abschluß des Anstellungsvertrages des Schriftleiters gilt Paragraph 17 des Schriftleitergesetzes, auf das die Tarifordnung an den geeigneten Stellen Bezug nimmt. Der Schriftleiter muß ein festes Gehalt bekommen. Er hat Anspruch auf den Ersatz notwendiger Dienstausgaben. Im Falle des Todes eines Schriftleiters hat der Verleger an die hinterbliebenen Unterhaltsberechtigten das Gehalt für den Sterbemonat und mindestens drei weitere Monate zu zahlen. Der Schriftleiter hat nach einer Betriebszugehörigkeit von sechs Monaten Anspruch auf Urlaub. Dieser beträgt mindestens: Im ersten Jahre der Betriebszugehörigkeit zwei Wochen, im zweiten und dritten Jahre drei Wochen, nach dreijähriger Betriebszugehörigkeit vier Wochen. Der Schriftleiter hat Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von 24 Stunden in der Wache. Die Kündiaungsfrist beträgt mindestens sechs Wochen zum Ende eines Kalendervierteljahres. Nach Ablauf von drei Verlagsdienstjahren beträgt sie mindestens drei Monate, nach Ablauf von zehn Verlagsdienstjahren mindestens sechs Monate zum Ende eines Kalendervierteljahres. Von besonderer Bedeutung ist aber vor allem, daß nunmehr die bisher durch obligatorische Privatvereinbarung, mit beiderseitigem Recht der Abdingbarkeit, vorgesehene Altersversorgung zu einer gesetzlichen Pflicht gemacht wird. Schriftleiter, die das 25. Lebensjahr vellendet haben und die nach Beendigung der Ausbildungszeit ein Jahr als Schriftleiter tätig gewesen sind, sind verpflichtet, sich durch die Versorgungsanstalt der Deutschen Presse G. m. b. H. versichern zu lassen. Der Verleger, der 5 Prozent des jeweiligen Manatsgehalts des Schriftleiters als Prämienanteil leisten muß, ist Versicherungsnehmer, der Schriftleiter unwiderruflich begünstigter Versicherter. „Streiks gefährden Frankreichs Sicherheit“. Ministerpräsident Chautemps empfiehlt Abschluß eines„sozialen Friedensvertrages“ Appell an Arbeitgeber und Arbeitnehmer Paris, 6. Januar. Ministerpräsident Chautemps hat am Donnerstag der Presse folgende Erklärung abgegeben: „Im Verlaufe der letzten Wochen haben die Arbeitskonflikte wieder eine Heftigkeit angenommen, wie sie seit langem nicht bekannt gewesen ist. Die besondere Lage, die dadurch geschaffen wird, ist aber für den Wohlstand und die Sicherheit Frankreichs gefährlich. Es ist unmöglich, daß diese Konflikte weiter anhalten. Die Regierung wird dies daher auch nicht zulassen. Die Berufsverbände der Arbeitgeber und Arbeitnehmer werfen sich gegenseitig die Verantwortung hierfür vor. Auf der einen Seite erklärt man, es handele sich um eine Weigerung, die Schiedssprüche und die Freiheit der Berufsverbände anzuerkennen, auf der anderen Seite behauptet man, daß es sich um eine systematische Beunruhigung und eine Verletzung der bestehenden Gesetze handele. Notwendig aber ist in erster Linie die absolute Wiederherstellung des sozialen Friedens. Nach der finanziellen Gesundung ist die Regierung bestrebt, auch an der Gesundung der Wirtschaftslage und der sozialen Ordnung zu arbeiten. Sie richtet an die Vertreter der Arbeitgeber ebenso wie an die Vertreter der Arbeitnehmer den Appell, sich unter ihrem Schutz noch einmal zusammenzufinden und neue Abkommen zu schließen, die von nun an in jeder Weise geachtet werden sollen. Die Regierung wird diesen sozialen Friedensvertrag durch das Gesetz bekräftigen und ihn dem Parlament zur Billigung vorlegen. Es wird dann aber Pflicht eines jeden Staatsbürgers sein, welcher Ideologie oder welcher sozialen Schicht er auch angehören mag, sich vor der Souveränität dieses Gesetzes zu beugen. Um dieses notwendige Ergebnis zu erzielen, wird die Regierung nicht zögern, ihre ganze Verantwortlichkeit einzusetzen.“ Grundsteinlegung der Adolf=Hitler=Schulen am 15. Januar. Die Grundsteinlegung für zehn AdolfHitler=Schulen findet nicht, wie gemeldet, am 16., sondern am 15. Januar statt. Vermessungsschiff„Meteor“ in den Nordatlantik ausgelaufen. Unter dem Kommando des Fregattenkapitäns Hain ist Donnerstag nachmittag das Vermessungsschiff„Meteor“ der deutschen Kriegsmarine von Wilhelmshaven zu einer etwa sieben Monate dauernden Forschungsreise in den nordatlantischen Ozean ausgelaufen. Außer der Besatzung befinden sich zehn Wissenschaftler unter Leitung von Dr. von Schubert von der Deutschen Seewarte in Hamburg an Bord. Katapultschiff„Westfalen“ in Bremen. Nach zwölfmonatiger Abwesenheit kehrte am Donnerstag die „Westfalen" von ihrem Flugzeugstützpunkt an Südatlantik nach Bremen zurück. Das Katapultschiff verließ am 30. Januar 1937 Bremen, um die Station Bathurst zu besetzen. Jetzt wird das Schiff voraussichtlich zu einer Erholungspause von vier Wochen in Bremen liegenbleiben, um dann erneut seinen Katapultdienst im Südatlantik wiederaufzunehmen. GPU.=Agent an der tschechisch=polnischen Grenze verhaftet. Die polnische Grenzpolizei in Teschen verhaftete einen GPU.=Agenten namens Stanko. Er wollte sich mit einem gefälschten Paß von Prag aus über die tschechisch=polnische Grenze nach Polen begeben und hatte umfangreiches Hetzmaterial bei sich. Rumäniens Kronprinz in Konstanza. Kronprinz Michael von Rumänien, der auf dem Schwarzen Meer in Seenot geraten war, ist Donnerstag früh wieder in Konstanza eingetroffen und hat sich sofort nach Bukarest zurückbegeben. Wie verlautet, wird er auf dem Landwege nach Athen reisen, um an den Hochzeitsfeierlichkeiten teilzunehmen. Das amerikanische Spionagegesetz angenommen. Das amerikanische Abgeordnetenhaus nahm die schon vom Senat gutgeheißene Gesetzesvorlage an die das Spionagegesetz verschärft und photographische Aufnahmen sowie Anfertigung von Zeichnungen und Landkarten von Verteidigungswerken in den Vereinigten Staaten und ihren Besitzungen verbietet. Amerika verstärkt seine Luftstreitkräfte auf Hawai. Aus San Diego(Kalifornien) wird gemeldet, daß in diesem Jahr eine bedeutende Verstärkung der amerikanischen Luftstreitkräfte auf Hawai erfolgen soll. Portorico will Volksabstimmung über seine Unabhängigkeit. Die republikanische und die liberale Partei richteten an den amerikanischen Kongreß und das amerikanische Volk eine Bittschrift, Portorico eine Volksabstimmung über die Frage der Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu gewähren. Kommunistenzentrale in Brasilien aufgehoben. Die Polizei hob in der brasilianischen Hauptstadt eine Geheimzentrale der„Roten Hilfe“ und der bolschewistischen „Trotzki=Bewegung“, Brasiliens auf. 40 kommunistische Funktionäre und Parteigänger wurden verhaftet, umfangreiches Belastungsmaterial wurde beschlagnahmt. Frau Ludendorff dankt München, 6. Jonuar. Frau Mathilde Ludendorff in Tutzing veröffentlicht folgende Danksagung: „Für die überreiche Fülle von Beweisen warmer Anteilnahme an dem allzufrühen Hinscheiden meines lieben Mannes, des Feldherrn Erich Ludendorff, die aus dem In= und Auslande bei mir eintrafen, sagelich auf diesem Wege meinen aufrichtigen Dank. (gez.) Mathilde Ludendorff.“ Fernsprecher des Direktors überwacht Der französische Ministerpräsident als Schiedsrichter Paris, 6. Januar. Ministerpräsident Chautemps, der nach zwei mißglückten Einigungsversuchen im Streik der Goodrich=Werke zum Obersten Schiedsrichter ernannt wurde, hat am Mittwoch abend die fristlose Entlassung eines mit der Ueberwachung der Telephonleitungen beauftragten Angestellten als gerechtfertigt anerkannt und damit, ohne dies besonders zu unterstreichen, den Streik, der wegen dieser Kündigung ausgebrochen war, verurteilt. Die Untersuchung hat nämlich ergeben, daß von unbekannter Seite eine Abhörleitung an die Telephonleitung des Fabrikdirektors angeschlossen war, die der entlassene Angestellte gewollt oder ungewollt„übersehen“ hatte. Der Ministerpräsident hat beide Parteien aufgefordert. von gegenseitigen Zwangsmaßnahmen abzusehen und die Arbeit sobald wie möglich wieder aufzunehmen. Weltwirtschaftsplan des ehemaligen belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland London, 6. Januar. Der ehemalige belgische Ministerpräsident van Zeeland traf am Donnerstag abend in London ein und begab sich sofort in die belgische Botschaft, wo er während seines Londoner Aufenthalts Wohnung nimmt. Der diplomatische Korrespondent des„Evening Standard“ kündigt in großer Aufmachung an, daß van Zeeland am Freitag Chamberlain einen Plan für einen Wirtschaftspakt zwischen England, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland und Italien vorlegen werde. Der Kernpunkt des van Zeelandschen Vorschlags sei der, daß die genannten Staaten. übereinkommen sollten, ein Abkommen abzuschließen, auf Grund dessen in ihren gegenseitigen Beziehungen alle Währungs= und Handelseinschränkungen abgeschafft werden sollten. Die einzelnen Währungsausgleichsfonds in den einzelnen Staaten sollen abgeschafft und von einem allgemeinen Ausgleichsfonds ersetzt werden, der von der Bank für internationale Zahlungen in Basel verwaltet werden würde. Mörder nimmt Sowjetrußland auf Sonst dürfen auch alte ausländische Bolschewisten nicht hinein Warschau, 6. Januar. Seitdem die polnische Polizei mit aller Schärfe gegen das Unwesen der Kommunisten in Polen vorgeht, hat es sich herausgestellt, daß es einzelnen kommunistischen Verbrechern tatsächlich gelungen ist, sich durch eine Flucht in die Sowjetunion dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Im Zusammenhang mit den gerade in letzter Zeit sehr zahrreichen„Säuberungsaktionen“ Stalins und seiner immer größer werdenden Unzufriedenheit mit den alten Bolschewisten ist anscheinend nun auch in Moskau das Interesse, das man bisher in so starkem Maße jenen verfolgten Weltrevolutionsjüngern entgegenbrachte, eingeschränkt worden. Neuerdings wird von den sowjetischen Grenzposten selbst solchen Kommunisten die Einreise verweigert, die bisher als besonders verdienstvoll gegolten haben. Lediglich bei den intensiver denn je arbeitenden Agenten der Komintern läßt man Ausnahmen zu. Dieser Tage faßten nun zwei Mitglieder der kommunistischen Partei aus dem in Polen gelegenen Kreise Dubno der Westukraine, Pawel Kosak und Wasil Zacharczuk, den Entschluß, in das„Land ihrer Träume“ zu fliehen. Da aber auch ihnen die neuen strengen Vorschriften der Sowjets bekannt waren beschlossen sie, unmittelbar an der Grenze vor den Augen der sowjetischen Grenzposten einen bekannten Gegner des Kommunismus, den Ukrainer Korniej Dobrozynski, „umzulegen". Durch das Fenster schossen sie Dobrozynski, der in seiner Hütte beim Abendessen saß, nieder. In der Meinung, ihren Gegner umgebracht zu haben, entflohen sie in die Sowjetunion, wo sie auch auf Grund ihrer Mordtat sofort Aufnahme fanden. Japan erwartet Friedensangebot von China— Andernfalls geht der Krieg weiter Tokio, 6. Januar. Ein amtlicher Bericht, der nach Konferenzen zwischen dem Ministerpräsidenten Fürst Konos, dem Kriegs=, dem Marine= und dem Außenminister ausgegeben wurde, besagt, daß Japan von der chinesischen Regierung eine aufrichtige und entschlossene Bekundung zum Frieden erwarte. Die zögernde und bedingte Friedensbereitschaft reiche für die Einleitung von Verhandlungen nicht aus. Japan werde, falls China einen Beweis seines aufrichtigen Friedenswillens nicht geben werde, die militärischen Operationen so lange fortsetzen, bis die Voraussetzung für einen dauernden und endgültigen Frieden im Fernen Osten gegeben sei. Dies sei der feste Entschluß der kaiserlichen Regierung. Etwa vierzig japanische Flugzeuge erschienen am Donnerstag über den Städten Hankau, Nayang und Wutschang. Fast hundert Bomben wurden auf militärisch wichtige Plätze abgeworfen, u. a. wurde der Hankauer Flugplatz mit Bomben belegt. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Fritz Schmidt. Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Rudolf Koest, Bochumer Teil: Hans Schulte, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmidt, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann Kunst und Wissen: Kurt Dörnemann, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport und Provinz: Hans Hornberg. Nachbargebiet und Stadtteile: Paul Borke. Berliner Schriftleitung Michael Haupt. Berlin=Karlsborst. Heiligenberger Straße 25. Ruf 500 340. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16—17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs. Bochum, Rathausplatz 8. Ruf 675 51—54. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Scholz. Durchschnittsauflage Dezember 1937 ülber 30.000, Zur Zeit ist Anzeigen=Preisliste Nr. 9 gültig. Nachlaßstaffel B. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. BerlinCharlottenburg. Uhlanonraße 194. Ruf 316 813. dankt chen, 6. Jonuar. Tutzing veröffentlicht n Beweisen warmer Hinscheiden meines krich Ludendorff, die üir eintrafen, sagelich sen Dank. udendorff.“ rs überwacht als Schiedsrichter aris, 6. Januar. ps, der nach zwei Streik der Goodchter ernannt wurde. i stlose Entlashung der Telephonlten als gerechtohne dies besonders wegen dieser KündiDie Untersuchung bekannter Seite eine ing des Fabrikdirekassene Angestellte gehatte. Der Ministerfordert, von gegenehen und die Arbeit ehmen. nisterpräsidenten ndon, 6. Januar. iisterpräsident van bend in London ein gische Botschaft, wo tfenthalts Wohnung ent des„Evening ufmachung an, daß lain einen Vlan für schen England, den Deutschland und ipunkt des van Zeedie genannten Staabkommen abzuschlieenseitigen Beziehuneinschränkungen abnzelnen WährungsStaaten sollen abgeien Ausgleichsfonds für internationale rden würde. strußland auf sche Bolschewisten hau, 6. Januar. nit aller Schärfe gen in Volen vorgeht, nen kommunistischen t, sich durch eine griff der Polizei zu den gerade in letzgsaktionen“ Stalins den Unzufriedenheit nscheinend nun auch bisher in so starkem tionsjüngern entgeLeuerdings wird von solchen Kommunisten als besonders verh bei den intensiver Komintern läßt man Mitglieder der komlen gelegenen Kreise Kosak und Wasil n das„Land ihrer ich ihnen die neuen bekannt waren, berenze vor den Augen i bekannten Gegner Korniei Dobrozynski, schossen sie Dobrosendessen, saß, nieder. mgebracht zu haben, , w o s i e a u c h a u f fort Aufnahme densangebot t der Krieg weiter io. 6. Januar. ch. Konferenzen zwiirst Konos, dem lußenminister ausgevon der chinesischen schlossene Bekundung rude und bedingte Einleitung von Verse, falls China einen swillens nicht geben n so lange fortsetzen, uernden und endgülsegeben sei. Dies sei Regierung. zeuge erschienen am ankau, Nayang Bomben wurden auf fen, u. a. wurde der belegt. chs. Stellvertretender fik: Rudolf Foest, Wirtschaft und Bilder: und Unterhaltung: st und Wissen: Kurt ind Briestasten: Mar Hans Hornderg u Borke. p t. Berlin=Karlsdorft. 340. tags, außer mittwochs ir unverlangte Einsenung nur bei Rückporto. dlen& Dierichs —54. Kurt Scholz. ber 39 000. Zur Zeit 110. Nachlaßstafiel B. 8, Pemve: BerlinRuf 316 813. RoSwef Geite 3 Nr. 5 Bochumer Anzeiger Freitag, 7. Ins Wetter=Beschwerdebuch! „Kalt draußen?“ Es geht, „Na, dann geht's ja.“ Dieses Gespräch ist seit gestern morgen wieder zeitWann wären übrigens Gespräche übers Wetter sicht zeitgemäß! Geradezu unerläßlich sind aber Erörterungen über die Witterung, wenn auf diesem Gebiet irgendeine Aenderung eingetreten ist. Wie es gegenwärtig ja alle 24 Stunden der Fall zu sein pflegt. Genau betrachtet, ist es ja so: Eben spricht man noch vom Tauwetter, da tropft es einem in den Nacken. Da unter einer Dachrinne steht, ist daraus nur ein Schluß zu ziehen: Es regnet. Und also verhielt es sich gestern. Es regnete morgens, dann taute es ohne Regen, und abends goß es mal wieder zur Abwechslung. Und wem verdanken wir das? Das in den letzten Tagen über England befindliche Hoch hat sich weiter nach Süden verschoben und liegt jetzt mit seinem Kern über den Azoren. Die an seiner Nordseite entstandenen Störungen dringen nicht mehr von Skandinavien, sondern direkt vom Atlantik kommend in unser Gebiet ein und bringen uns regnerisches und mildes Wetter. Es liegt also am Wanderungstrieb des Hochs, von dessen Gnade oder Ungnade unsere Wintersportträume und ihre Erfüllung abhängig sind. Liebes Hoch! Verfalle gerade jetzt nicht in den Fehler der Seßhaftigkeit! Wir pfeifen auf mildes und regnerisches Wetter. Um so empfänglicher sind wir für Schnee. Sorge bitte dafür, daß wir unsere Störungen wie gehabt weiter von Skandinavien beziehen. Wir mit dem bisherigen Lieferanten nämlich außerordentlich zufrieden. Besten Dank im voraus! Gegen die Gerüchtemacher Vorgehen mit allen Mitteln! Die Justizpressestelle des Oberlandesgerichts Hamm „Die Jusizpresstelle brachte kürzlich die Pachricht on der Verhaftung folgender Personen: Dr. Schlitter, Hüning, Dr. Hoffmann, Wolf, Bongartz, Dietrich, Haupt und Müller(sämtlich in Bochum). Gegen die VorAnklage wegen des Verdachtes von Verfehlungen im Rahmen ihrer Tätigkeit beim schutzbund erhoben worden. Ob der Verdacht begründet ist, wird das in Kürze zu eröffnende Hauptverfahren ergeben. Seitens der Verteidigung wird mitgeteilt, daß von der Einlegung irgendwelcher Rechtsbehelfe gegen die erlassenen Haftbefehle abgesehen worden ist, um die Herauszögerung des Verfahrens auf jeden Fall zu vermeiden. Die Nachricht von der Verhaftung der obengenannten Personen hat jedoch zur Bildung von Gerüchten Anlaß gegeben, die jeder Grundlage entbehren. heher und Verbreitung derartiger Gerüchte wird mit allen Mitteln vorgegangen werden.“ Rüpelhafter Streich Volksschädlinge zerstören einen Stand der Arbeitsbeschaffungslotterie Am 2. Januar, gegen.40 Uhr morgens, wurde der Verkaufsstand der Reichsarbeitsbeschaffungslotterie, der auf dem Wilhelmsplatz. gegenüber der Bank der Deutschen Arbeit stand, von mehreren jungen Burschen auf den Fahrdamm der Kortumstraße geworfen und dadurch erheblich beschädigt. Hoffentlich gelingt es, den rüpelhaften Täter zu ermitteln. Alle Volksgenossen, die den Vorgang beobachtet haben oder die einen der Täter kennen, werden aufgefordert, dieses der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 71, Telephon 60661 Nebenruf 226, mitzuteilen. Auf Wunsch werden alle Angaben vertraulich behandelt. Gelegenheit macht Diebe Am 4. Januar, in der Zeit von 13.40 bis 14.00 Uhr, ist eine unbekannte Person durch eine offene Seitentür in das im Haus Düppelstraße 22 befindliche Geschäft eingedrungen und hat aus der Kasse, in der der Schlüssel steckte, einen Geldbetrag entwendet. Wer hat zu der fraglichen Zeit eine verdächtige Person aus dem Hause Düppelstraße 22 kommen sehen?: Wer kann sonst zu dem Diebstahl zweckdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. Propagandamarsch der SA. Die Symphonie des Regens begleitete am Donnerstag abend den Provagandamarsch desegeisterung der mander Witterung konnte aber der Begrzurrtzug der marschierenden braunen Kolonnen aus dem Ehrenfel der Stadtbereich keinen Abbruch tugzenfalsengsagztesteß sich unter ihren Fahnen auf dem Bestfalenplatz, und dann ging es, ein frohes, zackiges Marschlied auf den Lipven, in musterhafter Diszivlin durch, hr, Fergben er Innenstadt am Rathaus vorbei zum Eyrenfeld zurück, wo Obersturmführer Mathiak seine Kameraden verabschiedete, nachdem er ihnen seine Anerkennung für die gezeigte Bereitschaft ausgesprochen hatte und für die vorbildliche Haltung, die eines Soldaten des Führers würdig gewesen wäre. Der Bochumer Bühnenball 1938 Das große Bochumer Rosenmontagsfest Von 1426 auf über 313000 Einwohner— Die drei großen„Sprünge“ seit dem Jahre 1900 Vesherni Sehn Gechrüteschtruiensten urch. Seichzensestoung ute Mersestus, Popte, Haste, Scgate uite Peasfeet. Sestertesteute ien erseste Serter Porheatsauchn ifefes:s* S9SSS Die Entwicklung der Bochumer Einwohnerzahl von 1719 Rechts: Die Einwohnerzahlen der Altstadt von 1904 bis 1936 (Beide Darstellungen: Statistisches und Wahlamt der Stadt Bochum) 2 S S 8 8 8 3 S S S 88 8 8 S S 88883 8 S 8 8 8 8 S S 5 SS 8 S S S 3 Den Höhepunkt der karnevalistischen Veranstaltungen in Bochum bildet fraglos der große Bochumer Bühnenball 1938,/der am Rosenmontag in sämtlichen Räumen des Parkhauses stattfinden wird. Wie sehr gerade wieder eine Veranstaltung erwartet wird, die das Bochumer Publikum in näheren Kontakt mit der Künstlerschaft des Stadttheaters bringt, war aus zahlreichen Anfragen und Zuschriften zu ersehen, so daß sich die Künstlerschaft entschlossen hat— ähnlich wie im Jahre 1934—. eine große karnevalistische Schlußveranstaltung im Rahmen des Bochumer Karnevals aufzuziehen. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen. Ueber die Einzelheiten soll noch nichts verraten werden, nur, daß natürlich die Künstlerschaft des Stadttheaters und der befreundeten Kölner Oper zu einem großen humoristischen bunten Programm starten, daß zahlreiche Tanzkapellen und sonstige Ueberraschungen in den besonders für diesen Abend festlich und amusant hergerichteten Räumen des Parkhauses die Bochumer Theaterfreunde zu einem der schönsten und größten Feste dieses Jahres erwarten werden. Nähere Angaben werden noch bekanntgegeben. Vor ein Auto geraten. Am 4. Januar, um 18.35 Uhr, burde eine Frau auf dem Fahrdamm der Markstraße von einem Personenkraftwagen, angefähren; sie erlitt einen Bruch des rechten Handgelences, und einen Blutgrauß im rechten Knie. Die Verletzte wurde in ihre Wohnung gebracht. Die Entwicklung der Heimat, der Landschaft und der Städte ist sicher ein hochinteressantes Kapitel für jeden, der im inneren Zusammenhang mit seiner Umwelt lebt und sein Dasein nicht nur als ein Wechselspiel zwischen Arbeit, Schlaf und Essen betrachtet, sondern als das beziehungsreiche Hineingestelltsein in das Leben der Gemeinschaft. Gerade wir hier in Bochum haben viel Veranlassung, Anteil an diesen Dingen zu nehmen, denn mit unserer Geschichte verhält es sich anders, als mit der vieler deutscher Städte, denen das Schicksal in früheren Jahrhunderten einen größeren Platz und größere Aufgaben zuwies. Das ist durchaus kein Grund, auf Vergangenheit und Besitz anderer Städte mit Neid zu blicken. Sicher, uns fehlen die Fürstenschlösser früherer Residenzen. Die alten Museumsbauten Berlins, Dresdens, Münchens, Hannovers und Stuttgarts— um nur einige zu nennen— zieren nicht das Gesamtbild unserer Heimatstadt, aber das ist durchaus kein Grund, nun unser gutes, altes und unser schönes, neues Bochum geringer einzuschätzen! Im Gegenteil, fast könnte man im übertragenen Sinne dem Worte des alten Generals folgen, dessen Name mir gerade entfallen ist. Dieser General war wegen seiner großen Verdienste geadelt worden und wurde bei einer Gesellschaft von einem zwar aus altem Geschlecht stammenden aber im übrigen reichlich hohlköpfigen Herrchen herablassend nach seinen Ahnen gefragt. Vorauf er entgegnete, er habe zwar keine berühmten Ahnen, sei dafür aber mehr als die schlechte Fortsetzung einer großen Ahnenreihe, da er ja der Ahnherr selbst sei! Mit anderen Worten: uns hat die Vergangenheit aus dem Ablauf der Geschichte kein prunkvolles Erbe hinterlassen, aber wir sind dafür selbst dabei, uns das schönere Bochum aus eigener Kraft zu bauen! Wie sich aber diese Kraft aus dem Anwachsen der Bevölkerung zusammenballte bis zu ihrer heutigen Stärke, das ist eins der wesentlichsten Kapitel unserer Bochumer Geschichte, dessen Kenntnis zum Gesamtverständnis unseres heutigen Zustandes notwendig ist. Drei entscheidende Etappen kennzeichnen das Wachsen Bochums in den zwei Jahrhunderten vom Beginn das 18. Jahrhunderts bis auf unsere heutigen Tage: die lange Zeit des langsam wachsenden Ackerstädtchens, die bis etwa 1850 dauerte, das Emporschießen der von Eisenhüttenwesen und Bergbau ergriffenen Industrie= stadt bis etwa 1900 und dann die Schaffung des kommunalen Gebildes Groß=Bochum durch die 1904 einsetzenden großen Eingemeindungen, deren letzte wir im Jahre 1929 erlebten. Das Statistische und Wahlamt der Stadt Bochum hat in diese Zusammenhänge vor kurzem mit einer sehr verdienstvollen Arbeit hineingeleuchtet, die ein klares Bild der Zusammenhänge gibt. Ein kurzer Ueberblick über die Einwohnerzahlen zeigt das erst langsame, natürliche Anwachsen bis etwa 1850 die schnelle Entwicklung der dann folgenden 50 Jahre und schließlich die drei großen„Eingemein= dungssprünge“ in unserem jetzigen Jahrhundert: Jahr Einw. Jahr Einw. Jahr Einw. Jahr Einw. 1737 1426 1855 6660 1880 32798 1922 159060 1750 1449 1858 8797 1885 40429 1925 158160 1763 1482 1860.050 1890 47296 1926 213462“ 1775 1456 1862 10.034 1895 53478 1928 217552 1785 1516 1864 11757 1900 64825 1929 321836* 1808 2138 1865 12 407 1903 68023 1930 320853 1816 2148 1867 15000 1904 112443°1931 318049 1826 2524 1869 16 786 1908 130807 1932 316798 1881 3022 1870 17 585 1910 133660 1933 311401 1885 3402 1871 121192 1914 143176 1934 313419 1840 8859 1873 25174 1918 140928 1986 318470 1849 4868 1874 27 898 1920 148268 *(Eingemeindungsjahre.) Die Eingemeindungen, 1904(Grumme, Hamme, Hofstede, Wiemelhausen), 1926(Altenbochum, Bergen, Hordel, Riemke, Weitmar), 1929(Gerthe, Harpen, Laer Werne. Langendreer, Querenburg, Stiepel, Linden=Dahlhausen), waren entwicklungsgeschichtlich gesehen keine kommunalen„Beutezüge“, sondern nur das Ergebnis der industriellen Entwicklung, die der Bevölkerung in der inneren Stadt den Wohnraum immer mehr beengte und damit die äußeren Stadtteile zwangsläufig immer mehr zum Wohngebiet werden ließ. Die Grenze Bochums platzte also, um ein Vergleichsbild zu wählen, so, wie die Hülle einer reifen Frucht, der ihre Haut zu eng geworden ist! Mit der ersten Eingemeindung im Jahre 1904 wurde Bochum zu einer Großstadt mit über 112 000 Einwohnern, nach der Eingemeindung 1926 waren es über 213000 und nach der von 1929 über 321 000 Einwohner, die höchste Bewohnerzahl, die Bochum bisher erreicht hat. Daß die Entwicklung in ihrem Verhältnis zwischen der sogenannten Altstadt und den äußeren Stadtteilen tatsächlich so ging, beweisen die Einwohnerzahlen der inneren Stadt, in der 1904 rund 75 000, zwölf Jahre später 1926, trotz des starken Gesamtwachstums nur 79.000 und jetzt sogar nur noch etwa 74000 Menschen wohnen. .! Da nicht damit zu rechnen ist, daß Bochum in absehbaren Zeiten außergewöhnlichen Zuwachs erhält neben dem natürlichen, der sich hoffentlich aus hohem Geburtenüberschuß und vielleicht auch dadurch ergeben kann, daß der Zuzug nach Bochum stärker ist als der Weggang, haben wir jetzt wohl die Groß=Bochumer Familie— wenn man so sagen darf— zusammen, für die das Haus gebaut werden soll und muß. Und zwar nicht nur das Haus an sich, sondern„die schöne Industriegroßstadt im Grünen". Davon ist in den letzten Jahren nicht allein geredet worden, die Taten vielmehr haben gezeigt, daß für die verantwortlichen Stellen etwaige Schwierigkeiten nicht mehr Gegenstand theoretischer Betrachtung sind, sondern Widerstände, die mit allen Kräften überwunden werden. Und von dieser Seite aus gesehen hat jedermann in dem von 1400 auf jetzt rund 313000 Köpfe angewachsenen Groß=Bochum die schöne Pflicht, auch von sich aus daran mitzuwirken, daß unsere Generation in der Geschichte Bochums weiterleben wird als der„Ahnherr“, der der Heimatstadt zur inneren und wirtschaftlichen Bedeutung den würdigen und schönen äußeren Rahmen errang! Haneaeiirrusu,. auts Tehlei Aus alten Tagen des Bochumer Schulwesens— Die mißverstandene Versäumnisgebühr— Schullasten im vorigen Jahrhundert Die im Jahre 1768 erfolgte Gründung der Schule zu Steinkuhl ist wohl zweifellos in Zusammenhang zu bringen mit einer Anordnung Friedrichs des Großen, worin er schon bald nach seinem Regierungsantritt, 1740, es dem Adel ans Herz legte,„sich die Schuleinrichtungen in den Dörfern mit Eifer angelegen sein zu lassen“, und mit dem von ihm kurz nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges, 1763, erlassenen General=Landschul=Reglement, das jedem Pfarrer in Preußen zugesandt wurde, und weitere Anregungen zur Einrichtung von Volksschulen gab und dazu beitrug, daß das Lehramt in der Volksschule, das bisher neben einem Gewerbe betrieben worden war, als besonderer Beruf anerkannt wurde. Soviel sich aus den Aufzeichnungen des Pfarrers Natorp entnehmen läßt, ist als erster Lehrer in Steinkuhl Lukas Tonscheid tätig gewesen. Von ihm heißt es:„Er wohnte früher als Kleidermacher im Bergischen und hat nachher die Schulstelle zwischen Bakermühle und Horath im Kirchspiel Hattingen angenommen.“ Von der Vorbildung dieses Ritters von der Nadel für den Lehrerberuf verlautet nichts; auf keinen Fall ist sie in einem Seminar oder auf einer Akademie erfolgt. Dem Verfasser dieses Berichts wurde in den 90er Jahren gelegentlich einer Unterhaltung über frühere Steinkuhler Schulverhältnisse von dortigen ältesten Bewohnern mitgeteilt, daß nach Erzähjlungen ihrer Eltern und Großeltern dieser Lukas Tonscheid als Handwerksbursche auf seiner Wanderung auch nach Steinkuhl gekommen, hier in einem Wirtshause eingekehrt und von anwesenden einheimischen Gästen im Gespräch mit ihm als der Künste des Lesens, Schreibens und Rechnens kundig befunden worden sei, worauf man ihn bewogen habe. bei ihnen seinen Wanderstab mit dem Schulmeisterbakel zu vertauschen. Ueber das Einkommen des ersten Lehrers in Steinkuhl berichtet Natorp:„Zur Unterhaltung des Lehrers ist nahe bei dem Schulhause von der Stifterin der Schule ein Scheffelse Landes zur Selbstkultur des Lehrers angewiesen, und da weiter keine Fundation vorhanden war, so haben sich die Bewohner Steinkuhls und der benachbarten Ortschaften, zu welchen auch Brenschede gehörte, zu folgender Unterhaltung des Schullehrers verstanden: „1. Sie geben ihm jährlich ein Brot aus jedem Hause.“ Von dem damals in vielen ländlichen Gegenden üblichen Reihentisch für den Lehrer konnte in Steinkuhl nichts in Erfahrung gebracht werden. Das Brot(Schwarzbrot) wurde von den Hauseigentümern im eigenen oder einem benachbarten„Backs" unter Verwendung von Buchenholz aus selbstgezogenem Roggen gebacken. Diese Brote, von länglich viereckiger Form, waren von ansehnlichem Gewicht. „2. Auf Pfingsten kann der Schullehrer bei ihnen einen Umgang zur freiwilligen Gabe von Eiern, und 8. auf Weihnachten einen solchen Umgang zur Fleischsammlung halten, 4. Von jedem Kinde bekommt er wöchentlich einen Stüber.“ Im Jahre 1887 betrug das Lehrergehalt 100 Thaler, erhöhte sich aber mit Zunahme der Schülerzahl. Die Umgänge zur Entgegennahme von Brot, Eiern, Fleisch und Wurst kamen nach und nach in Wegfall: jedoch blieb es bis anfangs der 90er Jahre üblich, dem Lehrer diese nahrhaften Dinge als freiwilligen Zuschuß zum Lebensunterhalt, wenigstens von seiten der Haus= und Viehbesitzer, zu spenden. 1881 betrug das Lehrergehalt 1200 Mark, außer freier Wohnung im Schulhause und Benutzung des Schulgartens. Erhielt die Lehrerfamilie Zuwachs— die rühmende Auszeichnung„kinderreich“ war noch nicht im Umlauf —. so erschienen bald darauf die Frauen aus dem Schulbezirk, mitunter mehrere zugleich an einem Tage, im Schulhause zur Beglückwünschung mit einem Henkelkorb, dessen Inhalt aus einem stattlichen, unter 4 Nr. 5 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 7. Januar 1938 Verwendung von reichlich Butter, Milch, Eiern und Korinthen hergestellten Kuchen und einer ansehnlichen Welle„selbstgekernter" Butter bestand und dem beglückten Elternpaar überreicht wurde, worauf dieses seinen Dank für die erwiesene freundliche Aufmerksamkeit durch die Einladung„zu einer Tasse Kaffee“, aus la. Kaffeebohnen gebraut, zum Ausdruck brachte. Der Schulbesuch war außerordentlich unregelmäßig. namentlich in den Sommermonaten und vor allem seitens der älteren Schüler und Schülerinnen, da diese dann von ihren Eltern sehr ausgiebig zur Mithilfe bei den landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeiten herangezogen wurden. Gegen unerlaubte Fernhaltung vom Unterricht wurde später, auf Grund einer Verfügung der Regierung vom 26. Juni 1874, durch Verwarnungen und weiter durch Geldstrafen eingeschritten. In dieser Zeit— im Jahre vorher war im gangen Deutschen Reiche das einheitliche dezimale Münzen=, Maß= und Gewichtssystem eingeführt worden— ereignete sich in einer anderen Schule folgendes: Ein dreizehnjähriger Schüler war wiederholt ohne Erlaubnis und Entschuldigung dem Unterricht ferngeblieben. Verwarnungen waren nicht beachtet worden. Als er wieder eines Tages die Schule versäumte, wurde dies mit einer Strafe von 50 Pfennig geahndet. In der Strafverfügung stand:—.50 M. Voller Entrüstung begab sich der Vater zur Gemeindeverwaltung und erhob Einspruch gegen die unerhörte Strafe von 50 M. für eintägige Schulversäumnis seines Jungen, worauf ihm die amtliche Aufklärung über seinen hundertprozentigen Irrtum zuteil wurde. Ueber die Aufbringung der Schullasten in den 20er bis 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist folgendes in Erfahrung gebracht worden:„Da Steinkuhl selber keine starken Steuerkräfte hatte— es ist hierbei wohl an das Fehlen von großen industriellen Betrieben gedacht—, so kam dadurch die Schulsteuer auf einen hohen Prozentsatz(275 Prozent) der Einkommensteuer, damals als Klassensteuer bekannt. Aus diesem Grunde und weil die Kommunalgemeinde Wiemelhausen, wozu auch Steinkuhl gehörte, weit mehr und leistungsfähigere Steuerzahler hatte, so erstrebte in den 80er Jahren der Schulvorsteher Friedrich Köllermann, ein sehr kluger und weitblickender Mann, die Uebernahme der Schullasten in den Einzelbezirken Wiemelhausens auf den Kommunaletat, fand aber zunächst von anderer Seite her erfolgreichen Widerstand, der sich legte, als in der katholischen Schulgemeinde durch den Neubau einer Schule in Rechen für diese und die Erweiterung der Schule bei der katholischen Kirche in Wiemelhausen auch in dieser Schulgemeinde die Steuerlasten eine bedeutende Höhe erreichten, und da in Brenschede, ebenfalls zur Gemeinde Wiemelhausen gehörend, wegen des kostspieligen Schulneubaues(1877) die Schullasten prozentmäßig noch höher als in Steinkuhl waren, so wurden 1884 sämtliche Schulen der Gemeinde Wiemelhausen zufolge eines Gemeinderatsbeschlusses auf den Kommunaletat übernommen. Um aber dem Umstand vorzubeugen, daß der Steinkuhler Schulvorstand in Geldangelegenheiten von dem Gemeinderat für Gesamt=Wiemelhausen, der ja für Steinkuhl einmal sehr ungünstig zusammengesetzt sein konnte, zu abhängig sein werde, so behielt sich Steinkuhl außer seinem eigenen Schulvorstand die hergebrachte Einrichtung seiner„Schulrepräsentation" vor, die über Ausgaben zu Schulzwecken bis zu einem bestimmten Betrag selbständig bestimmen konnte, zum Beispiel zur Beschaffung von Lehr= und Lernmitteln, zur Veranstaltung von Schulfesten, zur Vergütung von Mehrunterricht bei Einrichtung von Halbtagsschule während der Jahre 1886 bis 1889 und 1892 bis 1894 und die dadurch notwendig werdende Erteilung von 38 Unterrichtsstunden wöchentlich an 110 Kinder durch den damals noch alleinigen Lehrer der Steinkuhler Schule. Teiderenung fal HafkelschrinPy Das RSKK. unterrichtet die Fahrer von führerscheinfreien Kraftfahrzeugen NSG. Mit dem ersten Januar 1938 trat eine neue Straßenverkehrsordnung in Kraft, die dem gesteigerten Verkehr angepaßt, in vielen Punkten grundsätzliche Neuerungen gegenüber dem alten Stand mit sich bringt. Dem RSKK.=Erziehungsdienst fällt die Aufgabe zu, durch seinen ehrenamtlichen aufklärenden Dienst bevorzugt mitzuhelfen, alle Verkehrsteilnehmer an die Erfordernisse der neuen Ordnung zu gewöhnen. Die NSKK.=Erziehungsmänner sind auf ihren verantwortungsvollen Dienst gut vorgeschult, sie lernen jetzt die Bestimmungen, der neuen Straßenverkehrsordnung neben der Erprobung ihrer praktischen Auswirkungen auf den Verkehr, wonach als sicher angenommen werden kann, daß auch fernerhin der RSKK.=Erziehungsdienst beitragen wird, alle Verkehrsteilnehmer zu der „Verkehrsfreundlichkeit aller" zu erziehen. Ohne die wiederholt geforderte Verkehrsfreundlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme werden wir letztlich bei unserem so schnell groß gewordenen Verkehr nicht auskommen. Eine der Neuerungen der Straßenverkehrsordnung ab 1. Januar 1938 geht dahin, daß jeder Führer eines Kraftfahrzeuges— auch der bisher führerscheinfreien Kleinkrafträder— künftig eine Prüfung über seine Kenntnisse der Verkehrsvorschriften machen muß. Diese Prüfung wird einfach sein. Wer die Prüfung besteht, erhält einen Führerschein Klasse IV. Er gilt für Kraftfahrzeuge mit einem Hubraum bis zu 250 ccm und solche mit nicht mehr als 20 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit. Bis Ende September 1938 müsund der in früheren Jahren gewährte Urlaub nach deren Bestimmungen zu verrechnen sei. Es handele sich um eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung, da hinter dem Kläger Tausende von weiteren Gefolgschaftsmitgliedern ständen, die sich in einer ähnlichen Lage befänden und unter Umständen daraus fahrzeugen der Prüfung unterzogen haben. Ab 1. 10. Millionen Mark Ansprüche entstehen 1938 gibt es keine führerscheinfreien Kraftfahrzeuge könnten und unzählige Prozesse vor den verschiedensten mehr. am sen sich alle Führer von bisher führerscheinfreien Kraft= verwerten kann. „Die hase alle Hen. Bei der Aufwerfung der Frage, welche Organisation besten geeignet ist, die Fahrer von führerscheinfreien Kraftfahrzeugen in den Verkehrsvorschriften und Gesetzen zu unterrichten, auszubilden und sie für die Prüsung praktisch vorzübereiten, ist wohl zunächst zu berücksichtigen, welche praktischen Möglichkeiten die betreffende Organisation in den Dienst der Sache stellen kann. Das RSKK. verfügt nun in seinen Lehrräumen, die sich jeder NSKK.=Sturm überall im Land errichtet. über die geeigneten und zweckmäßigen Ausbildungs= stätten. In arbeitsgemeinschaftlicher Form lernen die RSKK.=Männer auf den Sturmabenden das, was jeder verantwortungsbewußte Fahrzeugführer und gewissenhafte Fahrzeughalter vom Verkehr wissen und beachten muß. Die Bestimmungen und Gesetze der Verkehrsordnung werden an Hand von Darstellungen und Bildern erläutert, und auf dem RSKK.=Verkehrsdienst wird in der Theorie praktisch gefahren. Die Aufnahme in den RSKK.=Sturm steht jedem unbescholtenen deutschen Manne offen, dem es ernst ist mit der Mitarbeit an den Aufgaben des RSKK., die es als Träger des deutschen Motorisierungswillens zu erfüllen hat. Dem RSKK.=Mann selbst kommt der Dienst im RSKK.= Sturm wiederum zugute, indem ihm im Kreise gleichausgerichteter Männer technisches und handwerkliches Wissen und Können neben all dem anderen vermittelt wird, was er im Leben und im Beruf dann auch wieder Ein Pachtvertrag des Gutes Dahlhausen Tauwetter Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr Das in den letzten Tagen über England befindliche Hoch hat sich weiter nach Süden verschoben und liegt jetzt mit seinem Kern über den Azoren. Die an der Nordseite des Hochs entstandenen Störungen dringen nicht mehr von Skandinavien, sondern direkt vom Atlantik kommend, in unser Gebiet ein und bewirken trübes, regnerisches und mildes Wetter. Die Aussichten für Freitag: Bei mäßigen Winden aus West bewölkt und trübe. Niederschlagstätigkeit. Temperaturen— auch in den höheren Teilen des Berglandes— um den Gefrierpunkt. Nachts örtlicher leichter Bodenfrost.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei westlichen Winden unverändert und mild. Wie oft hört man reden von der„guten alten Zeit“, wo alles besser war als heute, wo die Jugend viel sittsamer, das Alter viel einsichtsvoller, die Menschen viel edler waren. Ja damals! Zwar flogen die gebratenen Tauben nur im Märchen vom Schlaraffenlande umher— sonst aber hatten es die Leute ach so herrlich! Jawoll, Hustekuchen! Wer sich etwas mit der Geschichte befaßt hat, der weiß, daß in keiner Zeit vordem das Los der großen Volksmasse so günstig gestellt war wie heute. Gut war die alte Zeit für die Herren, die Besitzenden; die große Masse war in der persönlichen Freiheit aufs engste begrenzt, fast rechtlos in manchen Landesteilen. Auf dem Lande grenzte ein Rittergut an das andere; freie Bauernhöfe gab es nur wenige(so der Hof Friemann in Altenbochum), die meisten Bauern und alle Kötter waren den Gutsherren zehntpflichtig und hatten zudem noch Hand= und Spanndienste zu leisten. So war es auch in unserer Heimat, in Westfalen, wo zwar keine Leibeigenschaft vorhanden war wie in östlichen Landesteilen, aber doch eine Hörigkeit, die dem nichtbesitzenden Landbewohner das Leben nicht angenehm gestaltete. Erst durch die Stein=Hardenbergschen Reformen wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts ein freier Bauernstand geschaffen, wurden die Frondienste beseitigt und auch der Tagelöhner zum freien Arbeiter gemacht. Wie es um die Rechte und Pflichten der Landbewohner stand, ist deutlich ersichtbar aus alten Pachtverträgen: die Rechte ausschließlich auf seiten des Grundherrn, die Pflichten wurden dem Pächter auferlegt. In welcher Art, das geht aus einem Pachtvertrag vom 10 Oktober 1794 hervor, den der damalige Besitzer des Rittergutes Dahlhausen in Bochum=Hordel mit einem seiner Kötter(die Kötter waren früher alle von einem Gut abhängig) abschloß. Es war nicht wenig, was so ein Kötter an den Gutsherrn abzuliefern hatte: je nach Größe des Pachtkottens ein oder zwei fette Schweine, Gänse, Hühner, Getreide— man kannte ja noch keine Abgaben in Bargeld. Recht unbequem war es den Köttern gewiß, wenn sie zur Erntezeit zunächst dem Gutsherrn bei der Einbringung behilflich sein mußten, ehe sie an ihre eigene Bestellung gehen konnten. Denn sie waren ja zu Handund Spanndiensten verpflichtet, sooft sie dazu aufgeboten wurden. Im Sommer mußten sie dann von Sonnenaufgang bis 6 Uhr abends für den Gutsherrn arbeiten; sie wurden morgens und mittags beköstigt. Im Winterhalbjahr(29. September bis 17. März) mußten sie von 7 Uhr früh bis abends 6 Uhr antreten, bekamen aber nur Mittagessen. Den ganzen Tag arbeiten für den Herrn und dann sich abends zu Hause noch selbst beköstigen— wirklich sozial gedacht! Doch es kommt noch besser: auch die persönlichen Rechte wurden in einer Weise beschnitten, wie sie heute unmöglich erscheinen. Der Kotten wurde einem Ehepaare verpachtet und kam nach dem Tode beider wieder an das Gut zurück. Starb einer der Gatten, so konnte der Ueberlebende nur wieder heiraten mit Einwilligung der Gutsherrschaft. Auch die Kinder durften, wollten sie auf dem Kotten bleiben, nur mit Genehmigung heiraten; taten sie es ohne diese, so mußten sie den Kotten verlassen. Wie die Eltern, so waren auch die Kinder verpflichtet, bei Bedarf auf dem Gute Dienste zu leisten. In dem erwähnten Vertrage von 1794 wurde der Pächter verpflichtet, jährlich 20 junge Eichen zu pflanzen; aus diesem Bestande durfte er Stämme auf seinem Pachtlande aber gehörten dem Herrn. Das nannte man dann eine gerechte Verteilung von Rechten und Pflichten! Der Kötter hatte in allen Dingen zu gehorchen. Auch bei Kirchenwahlen. Wenn es zur Wahl eines Pfarrers kam, hatte er sich zu erkundigen, welchem Kandidaten der Ritter seine Stimme geben wollte, und mußte diesem Beispiele folgen— tat er es nicht, wählte er nicht oder einen anderen, so konnte ihn der Verpächter vom Kotten jagen. Das nannte man dann„freie Wahl“. Nun, wem gefällt noch diese„gute alte Zeit“? Wie anders steht. heute der deutsche Bauernstand, der deutsche Arbeiterstand, jeder deutsche Volksgenosse, da! Nicht mehr eine kleine, bevorrechtigte Schicht hat alle Rechte auf ihrer Seite, heute gilt gleiches Recht für alle. Der nationalsozialistische Staat schützt jeden einzelnen und will alle Volkskräfte zusammenfassen kostenpflichtig ab, zu gemeinstmer Arbeit zum Wohle aller. Nicht der „guten alten Zeit“ sollen wir nachtrauern— die „schöne neue Zeit“ sollen wir freudig begrüßen und uns für sie einsetzen mit allen Fasern unseres Herzens. A. Peddinghaus Gerichten. Das Landesarbeitsgericht führt in seinen Entscheidungen aus, was zunächst die Widerklage anlange, so seien die Voraussetzungen des§ 256 3PO. nicht gegeben. Die beantragte Feststellung decke sich mit der für den Klageanspruch maßgebenden Rechtsfrage. Bei der Entscheidung der für die Klage maßgebenden Rechtsfrage sei mit dem angefochtenen Urteil zunächst davon auszugehen, daß die Tarifordnung gegenüber den früheren Tarifverträgen gerade den Hauptgrundsatz des Urlaubsrechts, daß jeder Arbeiter einmal im Jahre Erholungsurlaub erhält, sicherstellen soll. Die frühere Vorschrift, über die einjährige Wartezeit ließe für das eine Jahr der Beschäftigung einen Urlaubsanspruch überhaupt nicht entstehen. Es sei weiter auch möglich gewesen, daß ein Arbeiter, der in mehreren Jahren hintereinander seine Arbeitsstelle womöglich ohne sein Verschulden wechseln mußte, jahrelang überhaupt keinen Urlaub erhielt, weil er niemals ein Jahr in demselben Betrieb tätig war. Deshalb habe die neue Tarifordnung, wie zahlreiche andere, die Wartefrist auf sechs Monate herabgesetzt, so daß auch bei wiederholtem Wechsel ein Arbeiter auch Erholungsurlaub erhalten könne. Welcher Tarif soll gelten? Mit einer Urlaubsfrage anderer Art hatte sich das Arbeitsgericht Bochum zu befassen. Es handelte sich hier ebenfalls um eine grundsätzliche Entscheidung, so daß trotz des geringen Streitwerts von einem einzigen Urlaubstage, in Geld ausgedrückt von sieben Mirk, die Angelegenheit als berufungsfähig erklärt wurde. Kläger war ein Kraftfahrer bei einer Firma in WanneEickel, die zumeist Fernlastfahrten fur die Reichsbahn ausführt. aber nebenher auch kurze Transporte ausführt. Besoldet wird der Kläger nach dem höheren Ferntarif, da die Reichsbahn auf Einheitlichkeit des Betriebes drängt. Nach diesem Tarife hatte der Kläger Anspruch auf acht Urlaubstage. Er ist aber meist im Nahverkehr tätig. Nach dem Tarif für das Speditionsgewerbe hätte der Kläger Anspruch auf neun Tage und diesen Anspruch machte er geltend. Das Arbeitsgericht kam aber zu dem Erkenntnis, daß er den Urlaubsanspruch aus dem Tarife geltend zu machen habe, nach dem er besoldet werde, nicht nach einem anderen Tarife, wenngleich er auch meist im Nahverkehr beschäftigt sei. Der Fernverkehr sei das überwiegende Merkmal der Firma und die Beschäftigung im Nahverkehr sei nur als Arbeitseinteilung zu werten, zumal der Nahverkehr keine abgeschlossene Abteilung des Betriebes bilde. Daher wies das Arbeitsgericht den Anspruch auf den einen Tag Mehrurlaub oder Vergütung für den Unterschied Im Dienste gerechter Verteilung Antwort auf die Frage: Ist die Fettbezugregelung nötig? Der bisher übliche Weg der Fettzuteilung ist in einzelnen Punkten im Interesse der Verbraucherschaft geändert worden. In erster Linie wurde in dieser NeuWas Trunkenheit verschuldete Bei einem Baugeschäft in Groß=Bochum war ein Kläger zuerst als Oberschachtmeister tätig, verlor aber die verantwortungsvolle Stelle, weil er seine Pflichten durch Trunkenheit und Unpünktlichkeit vernachlässigte. Auf sein Bitten wurde er aber im Arbeitsverhältnis wieder eingestellt und demgemäß geringer entlohnt. Jetzt tlagte der Mann gegen die Firma auf den Lohnunterschied, denn er habe die Dienste eines Schachtmeisters bzw. Oberschachtmeisters auch später weiterverrichtet. Er forderte 129 Mark Lohn nachtraglich ein. Das Gericht hatte also zu untersuchen, ob seine Tätigordnung darauf gesehen, daß die Fettzuteilung, gn,„Dle kam zu dem Ergebnis, daß er vielleicht für einige Zeit als Hilfsschachtmeister oder Unterschachtmeister anzuseinen Bedarf an Geräteholz decken, die großen glaube". einzelnen Bezirke ihrem Bevölkerungsstande entspricht. In diesem Zusammenhang ist nun wieder einmal die Frage aufgetaucht, ob es überhaupt nötig sei; die Fettzuteilung planmäßig zu organisieren. Es gibt Menschen, die behaupten, das sogenannte Spiel der freien Kräfte würde eine viel gerechtere und auch viel einfachere Verteilung erreichen. In Wirklichkeit liegen die Dinge aber doch ganz anders. Wollte man bei einer Verknappung des so wichtigen Nahrungsmittels Fett die Verteilung nicht beeinflussen, dann würde das eine Bevorzugnug der begüterten Stände und eine Benachteiligung der minderbemittelten Berufsschichten bedeuten. Gerade im Interesse der weniger Begüterten ist die Regelung des Fettbezugs eingeführt worden. Ein Beispiel, wie sehr alle Maßnahmen des Staates besonders auf dem Gebiet der Ernährungswirtschaft darauf ausgerichtet sind, den Zustand einer möglichst eindeutigen und klaren sozialistischen Gerechtigkeit zu schaffen. Mag eine solche Regelung auch zwangsläufig gewisse Unbequemlichkeiten mit sich bringen, so liegen sie doch nur im Interesse der Verbraucher selbst. Nur so ist es möglich, jedem Volksgenossen die ihm zustehende Menge Fett auch tatsächlich zukommenzulassen. Deutscher Gottglaube Vortragsabend in der Deutschen Glaubensbewegung Der Vortragsabend der Deutschen Glaubensbewegung, Bezirksring Bochum, im oberen Saal der Tonhalle wurde vom Bezirksthingleiter W. Stegemann eröffnet. Anschließend sprach Richard LindhorstSchale über„Deutsche Jugend und deutscher GottEine wichtige Frage: UltautLunsprack und Albenswechsei Grundsätzliche Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes In einer Berufung hat das Landesarbeitsgericht Dortmund eine Arbeitsgerichtsentscheidung, die für den Urlaubsanspruch von grundsätzlicher Bedeutung ist, beStadttheater: 19.30 Uhr: Die Fledermaus. Tonhallen=Gaststätte und=Diele: Konzert und Tanz. Aponotheater: ab 15.50 Uhr: Zigennerprinzessin. Capitol; ab 15.30 Uhr: Petermann ist dagegen. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Wenn du eine Schwiegermutter hast. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Die Warschauer Zitadelle. Lichtburg: ab 15.20 Uhr: Die verschwundene Frau. Lichtspiethaus: ab 15.30 Uhr: Der Mustergatte. Odeon: ab 15.30 Uhr: Das Schweigen im Walde. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Das Schweigen im Walde. Uja Tonhalle: ab 15.30 Uhr: La Habanera. Weltlichtspiele: ab 15.20 Uhr: Wenn Frauen schweigen. Apollo Wettmar: Der Mann, der Sherlock Holmes war. Capitol Langendreer: Mädchen für alles. Capitol Werne: Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Kammerlichtspiele Gerthe: Gordian der Tyrann. Lichtburg Langendreer: Unternehmen Michael. Schauburg Wanne=Eickel: Ein Volksseind. Union=Theater Gerthe: Die Landstreicher. stätigt. Der Kläger war vom 10. November 1934 bis sem Jahr beschäftigt worden sei und die früheren Tarifzum 7. August 1937 als Kranführer gegen einen Stun= bestimmungen über das Karenzjahr den Anspruch des denlohn von 0,74 RM. beschäftigt. In diesem Zeit=Klägers nicht beseitigen können. Insoweit seien die raum hatte er im August 1935 und im Juni 1936 je alten Bestimmungen überholt und sechs Tage Urlaub erhalten. Die Auflösung des Ar=I dieneuen Bestimmungen hättenrückbeitsverhältnisses erfolgte im Einvernehmen mit den! wirkende Kraft, Parteien. Vor seinem Austritt aus dem Betriebe des zumal auch die Anwendung der alten Bestimmung bei Werkes verlangte der Kläger unter Berufung auf die dem neuen Vertrage nur zu weiteren Unbilligkeiten Tarifordnung für die Eisen= und Metallindustrie vom führen würden. 28. Mai 1937 die Bewilligung eines weiteren Urlaubsn: weigerte ihm den. Mit der Berufung beim Landesarbeitsger für das Urlaubs die Beklagte gleichzeitig wiberllagene dir Feststeuung ...— ersten begehrt, daß sie nicht verpflichtet sei, solchen Gefolgschaftsmitgliedern, die vor dem 25. 6. 1935 eingetreten sind, bereits nach sechs Monaten Beschäftigungsdauer im laufenden Jahr ihrer Betriebszugehörigkeit erstmalig oder erneut Urlaub zu erteilen. Diese Gefolgschaftsmitglieder hätten vielmehr nach Ablauf eines vollen Jahres mit der Erreichung ihres Eintrittstages Anspruch auf den tarifmäßig zu erwerbenden Urlaub. Zur Begründung ihres Widerklageantrages machte die Beklagte geltend, daß durch die neuen Vorschriften der Tarifordnung nicht rückwirkend in die bisherige Regelung eingegriffen werden könne von sechs Arbeitstagen. Das Werk weigerte ihm den Urlaub mit der Begründung, daß er jahr 1936/37 bereits im Juni 1936 Urlaub erhalten habe. Mit seiner Klage verlangte der Kläger eine Urlaubsabgeltung in Höhe von 35,64 RM. Das Arbeitsgericht hat nach dem Klageantrage geurteilt. In der Begründung gab das Arbeitsgericht an, nach dem neuen Tarifvertrage müsse jeder Arbeiter in jedem Beschäftigungsjahr einmal Urlaub erhalten. Das gelte auch, wenn er unter den früher geltenden Tarifverträgen eingetreten und danach im ersten Beschäftigungsjahr keinen Urlaub habe erhalten dürfen. Der Kläger habe aber für das dritte Beschäftigungsjahr sehen war. Es sprach dem Kläger daher 56 Mark nachträglich zu, wies ihn aber mit seinen weiteren Ansprüchen ab. Der Mann hatte es also nur sich selbst zuzuschreiben, wenn er nicht in der besser bezahlten Stelle blieb, für die er durchaus die genügenden Kenntnisse mitbrachte. der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Freitag, 7. Januar RS.=Frauenschaft und Frauenwerk Gerthe. 15 Uhr: Arbeitsbesprechung für Zellen= und Blockfrauen der Zellen 7 und 8 im Frauenschaftsheim. NS.=Frauenschaft Hamme. 16 Uhr: Zusammenkunft der Zellen 1 bis 13 bei Heiermann. NS.=Frauenschaft Griesenbruch. Singen bei Lotz, Königstraße. Deutsche Arbeitsfront Weihnachtsfeier des Reichsbundes der Körperbehinderten (RBK.), Kreis Groß=Bochum. Der Reichsbund der Körperbehinderten, Kreis Groß=Bochum, veranstaltet am Samstag, 8. Januar, 20 Uhr, in der Bürgergesellschaft(Jugendsaal) Bochum, Luisenstraße, eine Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung. Die Feier wird umrahmt durch Darbietungen der Unterhaltungsgruppe des RBK., Kreis Groß=Bochum. Zu dieser Feier werden alle körperbehinderten Volksgenossen sowie Freunde und Gönner unserer Bewegung herzlichst eingeladen. „Kraft durch Freude“ Spezial=Segel=Lehrgänge. Das Sportamt der RSG. „Kraft durch Freude“, Bochum, führt, wie alljährlich, so auch in diesem Jahre Spezial=Segel=Lehrgänge durch, und zwar auf der Ostsee, Ammersee und dem Steinhudermeer, letzteres liegt im Gau Westfalen=Nord. Programme über die Dauer sowie Preise dieser segelsportlichen Ausbildungsfahrten sind erhältlich in den Geschäftsstellen der RSG. „Kraft durch Freude“, Kortumstraße 62, und Alleestraße 125, sowie auf dem Sportamt, Hattinger Straße 19(Opelhaus). Es wird gewünscht und gebeten, daß alle Volksgenossen sich recht zahlreich an diesen Lehrgängen beteiligen, die bis zum 15. Oktober 1938 bei ganz geringen Preisen zur Durchfunrung gelangen. Es können sogar, falls die eine oder andere Firma mehrere Teilnehmer meldet, geschlossene Lehrgänge für diese Firmen durchgeführt werden. Gleichzeitig wird jeder Volksgenosse gebeten, in seinem Bekanntenkreise auf diese außerordentlich interessanten Lehrgänge hinzuweisen. Arbeitskreis für Zeichnen und Malen. Dieser Arbeitskreis ist gegründet worden, um bildnerisch begabten Menschen Gelegenheit zu geben, ihre Fähigkeiten auf den verschiedenen Gebieten zu entwickeln. Er umfaßt alle Volksgenossen, die aus Liebhaberei in ihrer Freizeit malen, zeichnen, modellieren oder basteln. Die Arbeitsgemeinschaft steht für jeden unentgeltlich offen, der seiner Lieblingsbeschäftigung im Kreise Gleichgesinnter nachgehen will. Die nächsten Uebungsabende sind Mittwoch, 12. und 26. Januar 1938. 19.30 Uhr, in der Verwaltungsakademte. Material: Zeichenblock, Malkasten oder Buntpapier. „Coriolan“ für die Kulturringe 1 und 2. Am Donnerstag, 13. Januar, 20 Uhr, findet für die Kulturringe 1 und 2 die nächste Pflichtvorstellung mit dem Schauspie' hatte-Cortolan“ von William Shakespeare, Spiellettung Dr. S Mit der Berufung beim Landesarbeitsgericht„#re Schmitt, statt.„Die Kartenausgabe beginnt beute. Freitag. derklagend die eststellung 7. Januar. Wir bitten um bestimmte Kartenabnahme. andernfalls die Karten verfallen. Die Mitglieder des Kulturringes 3 bekommen wie üblich Gastkarten. das heißt für die Zeit vom 10. November 1936 ab, noch keinen Urlaub erhalten, trotzdem er gemäß der neuen Tarifbestimmungen bereits sechs Monate in diedurch Freude. Samstag, 8. Januar Eislauf in der Westsalenhalle, Dortmund, für Inhaber mit Jahressportkarten von 19 bis 22 Uhr. Eintrittspreis .30 RM. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 10) Ei Seite* Nr. 3; Bochumer Anzeiger„ Freitag, 7. Januar Zurnen und Sport währte Urlaub nach sei. Es handele sich dsätzlicher Ber Tausende von weiden, die sich in einer er Umständen daraus üche entstehen or den verschiedensten t in seinen Entscheisiderklage anlange, so 256 3PO. nicht geig decke sich mit der en Rechtsfrage. Bei Klage maßgebenden enen Urteil zunächst rifordnung gegenüber rade den Hauptc h t s, d a ß j e d e r A r holungsurlaub #e Vorschrift, über die eine Jahr der Beüberhaupt nicht entch gewesen, daß ein hintereinander seine Verschulden wechseln Urlaub erhielt, weil Betrieb tätig war. ung, wie zahlreiche konate herabgesetzt, so el ein Arbeiter auch gelten? er Art hatte sich das Es handelte sich hier Entscheidung, so daß i einem einzigen Urvon sieben Mirk, die erklärt wurde. Klär Firma in Wannefür die Reichsbahn rze Transporte ausr nach dem höheren Einheitlichkeit des Befe hatte der Kläger er ist aber meist im für das Speditionsauf neun Tage und ). D a s A r b e i t s g e r i c h t ß er den Urlaubsanu machen habe. nach inem anderen Tarife, erkehr beschäftigt sei. egende Merkmal der Nahverkehr sei nur umal der Nahverkehr Betriebes bilde. Daspruch auf, den einen für den Unterschied erschuldete oß=Bochum war ein ter tätig, verlor aber eil er seine Pflichten ichkeit vernachlässigte. im Arbeitsverhältnis geringer entlohnt. Firma auf den Lohnienste eines Schachtauch später weiterLohn nachträglich ein. ichen, ob seine Tätigwie er es angab, und lleicht für einige Zeit erschachtmeister anzudaher 56 Mark nachseinen weiteren An3, also nur sich selbst der besser bezahlten ie genügenden KenntDAp. der Partei) uar perk Gerthe. 15 Uhr: Blockfrauen der Zellen 7 hr: Zusammenkunft der Singen bei Lotz, Königitsfront der Körperbehinderten Reichsbund der Körpereranstaltet am Samstag, gesellschaft(Jugendsaal) achtsfeier mit Kinderbedurch Darbietungen der reis Groß=Bochum. Zu hinderten Volksgenossen Bewegung herzlichst einFreude“ Sportamt der NSG. ührt, wie alljährlich, so el=Lehrgänge durch, und nd dem Steinhudermeer, kord. Programme über sportlichen Ausbildungs= eschäftsstellen der RSG. 62, und Alleestraße 125, r Straße 19(Ovelhaus). daß alle Volksgenossen ängen beteiligen, die bis ngen Preisen zur Durchgar, falls die eine oder meldet, geschlossene Lehrhri werden. Gleichzeitig n keinem Bekanntenkreise en Lehrgänge hinzuweisen. Malen. Dieser Arbeitslldnerisch begabten MenFähigkeiten auf den verEr umfaßt alle Volks1 ihrer Freizeit malen. Die Arbeitsgemeinschaft der seiner Lieblingsbeter nachgehen will. Die #och, 12. und 26. Januar ingsakademte. Material: apier. e 1 und 2. Am Don: et für die Kulturringe na mit dem Schauspie' are, Spielleitung Dr. S beginnt heute. Freitag. stimmte Kartenabnahme. Die Mitglieder des KulGastkarten. hFreude. anuar Dortmund, für Inhaber 22 uhr. Eintrittspreis auf Seite 10) 13 Mannschaften am Start „Die Nacht“ in der Dortmunder Westfalenhalle Die Besetzung des internationalen Achtstundenrennens„Die Nacht“ am 8. Januar in der Westfalenhalle steht nunmehr fest. Der Zweite aus der Straßen=Weltmeisterschaft der Berufsfahrer Emil Kijew= ski(Dortmund) wurde mit seinem Kollegen von der Straße Diederichs(Dortmund) zu einer interessanten Mannschaft zusammengetan. Der schnelle Berliner Ehmer hat den starken Sauerländer Schenk zum Partner und der kleine Funda(Berlin) bildet mit dem Bielefelder Wengler eine besonders gute Paarung. Als letzte Verpflichtung wird die von Kretschmer=Schultenjohann(Dortmund) bekannt, so daß das komplette internationale Feld nunmehr wie folgt aussieht: Guimbretière=Giorgetti(Frankreich) Pijnenburg=Wals(Holland) Deneef=Dekuyscher(Belgien) Piemoutesi=Bergamaschi(Italien) Egli=Heimann(Schweiz) Zims=Küster(Köln) Pützfeld=Hoffmann(Dortmund=Berlin) Schmidt=Tertilte(Münster) Weckerling=Bremer(Bielefeld=Bochum) Funda=Wengler(Berlin=Bielefeld) Kijewski=Diederichs(Dortmund) Kretschmer=Schultenjohann(Dortmund) Ehmer=Schenk(Berlin=Hemer) Da wir die vollständige Besetzung erst heute veröffentlichen konnten, ist der Einsendetermin für die Tipzettel bis Samstag abend verlängert worden. Bem. und.. Onlwottkumpte in Willtersers Die Belten der Gebicte und Obergaue Weittalen und RuhrNiederrhein am Start NSG. In diesen Tagen wurden die Ski=Besten der nationalsozialistischen Jugend aus den Gebieten und Obergauen Westfalen und Ruhr=Niederrhein zu den Ausscheidungswettkämpfen nach Winterberg einberufen. Seit Tagen schon werden die letzten Vorbereitungen von der Abteilung für Leibeserziehung des Gebietes Westfalen in Winterberg getroffen. Ab Mittwoch wurden die jugendlichen Wettkämpfer und Wettkämpferinnen zu einem Vorbereitungslager zusammengefaßt, in dem ihnen von Skilehrern der letzte Schliff beigebracht wird. Die Wettkämpfer, die das Gebiet Westfalen in dieses Treffen schickt, kommen vor allem aus den Bergen des Sauerlandes, und zwar aus den Bannen 137(Bestwig), 136(Iserlohn) und 143(Lüdenscheid). Aber auch aus der Ebene des Münsterlandes werden Mannschaften der HJ. und des BTM. an diesem sportlichen Treffen der Jugend teilnehmen. Diese Skiwettkämpfe der HJ. treten an die Stelle der fruheren Gaujugendskitage und bilden die Ausscheidungskämpfe für die Reichsskiwettkämpfe der die in der Zeit vom 31. Januar bis 7. Februar in Garmisch=Partenkirchen ausgetragen werden. Die Wettkampftage am 8. und 9. Januar werden am Freitag, dem 7. Januar, durch eine Kampfrichter= besprechung eingeleitet. Am Samstag, 8. Januar, beginnen um 14 Uhr die Geländeläufe für die Klassen 1 und 2 der HI. Am Sonntag, 9. Januar, finden vormittags um 9 Uhr die Abfahrtläufe für alle Klassen (HI., DJ. und B2M.) statt. Daran schließen sich die Tor= und Sprunglaufe an. Die Bekanntgabe der Langlaufstrecke und des Starts für die einzelnen Läufe erfolgt durch Aushang am Verkehrsverein Winterberg und am Gauheim der NSDAP., Gau Essen, in Winterberg. Schaffes Ainden-noch! Volles Programm in Weitfalens Handball-Gauklaffe Van Vliet schlug Scherens Dänemark vor Holland. Belgien und Deutschland Vor 10000 Zuschauern wurde auf der Kopenhagener Forumbahn ein Omnium der Flieger von Belgien, Holland, Deutschland und Dänemark in vier Läufen ausgetragen. Gesamtsieger wurde Dänemark mit 14 Punkten vor Holland(14), Belgien(18) und DeutschIm Fliegerkampf schlug der Holländer Arie van Vliet im Endkampf den Weltmeister Scherens mit 1½ Längen. Der Kölner Engel unterlag im Endlauf der Zweiten dem Dänen Falck=Hansen. Van Vliet gewann auch das 500=Meter=Zeitfahren vor Scherens, während der Däne Grundahl=Hansen im Verfolgungsrennen gegen den Belgier Debruycker, den Berliner Ehmer und den Holländer Pijnenburg erfolgreich war. Im 50= Runden=Punktefahren belegte Grundahl=Hansen ebenfalls den ersten Platz vor Debruycker, Piinenburg und Scherens. Ein 50=Kilometer=Mannschaftsfahren endete mit dem Sieg von Falck=Hansen Stieler in :14:15 Stunden mit 25 Punkten vor Magnussen Jacobsen Scherens Debruycker belegten vor Pijnenburg Ehmer den sechsten Platz. Stadtinterne Schwimmwettkämpfe am 5. Fehruar im Stadtbad In Ergänzung der gestern veröffentlichten Ausschreibung zu den stadtinternen Schwimmwettkämpfen(Stadtmeisterschaften) am 5. Februar anläßlich des internationalen Schwimmfestes des SV.„Blau=Weiß". Bochum im Stadtbad sei noch darauf hingewiesen, daß die Meldegebühr 0,50 Reichsmark beträgt und an Rechtsanwalt Hans Koch II. Bochum, Kortumstraße 97, gezahlt werden mus.#Vin Schmimmtest„. ki. Gat. Da beim internationalen Schwimmfest nur die Entscheidungsläufe durchgeführt werden können, findet am Sonntag, 28. Januar, vormittags 11¾ Uhr, im Stadtbad ein Ausscheidungsschwimmen statt. „Ich nehme Ben Foord ernit“ Max Schmeling über seine nächsten Kämpfe Am Tag vor seiner Abreise nach Hamburg sprach der Deutsche Meister aller Klassen, Max Schmeling, im engsten Kreise der Berliner Sportpresse über seine nächsten Kämpfe. Seinen ersten Gegner im neuen Jahre, den Südafrikaner Ben Foord, nehme er äußerst ernst. Er wisse genau, was auf dem Spiele stehe; er hoffe aber, in bester Form einen weiteren eindrucksvollen Sieg davonzutragen. Als Sparringspartner für seine Vorbereitungen habe er die Schwergewichtler Jakob Schönrath(Krefeld), Kurt Jost(Frankfurt) und Hermann Kreimes(Mannheim) verpflichtet, die später entweder ergänzt oder ausgewechselt werden sollen. Von seinem Kampf mit Louis um die Weltmeisterschaft, der fest abgeschlossen ist, sei er überzeugt. Daß der genaue Termin und Austragungsort noch nicht festliegen, sei weniger wichtig.„Entscheidend für mich“, so sagte Max Schmeling,„ist, daß die gesamte amerikanische Sportpresse und die breite Front der amerikanischen Boxsportfreunde meinen Titelkampf mit Louis fordern.“ Ob Schmeling zwischen seinem Hamburger Kampf und seiner Begegnung mit Louis noch einen weiteren Vorbereitungskampf austrägt, entscheidet sich erst nach dem 30. Januar. In der westfälischen Handball=Gauklasse hat es infolge der Spielausfälle der letzten Zeit und wegen des am 23. Januar in der Westfalenhalle stattfindenden Turniers und des Gautreffens Mittelrhein— Westfalen am 30. Januar eine völlig neue Terminansetzung gegeben. Danach bringt der zweite Sonntag des neuen Jahres mit fünf Punktespielen ein volles Programm. Es wäre zu wünschen, daß auch Witterungseinflüsse die Durchführung dieser Begegnungen nicht verhindern. Mit der wichtigste Kampf steigt in Dortmund zwischen der Eintracht und Sportring Gevelsberg. Das Hinspiel ging vor 6000 Zuschauern knapp für die Südwestfalen verloren, die sich diesmal doppelte Mühe geben werden, um eine Revanche zu erreichen. Wir glauben aber kaum, daß ihnen in Dortmund ein besseres Abschneiden möglich sein sollte. Bei den Bielefelder Arminen weilt der MSV. Hindenburg Minden zu Gast dessen glänzende Form keinerlei Aussichten für die Gastgeber offenläßt. Immerhin werden sich die Arminen anstrengen, denn in früheren Jahren hatten es die Pioniere in der Leinenstadt stets reichlich schwer. Westfalia Somborn empfängt auf eigenem Platz den MSV. Münster, der auswärts nie die Leistungen bot wie in den Heimspielen.... Gleichwertige Einheiten führt das Treffen Tus. Holsterhausen— TV. Spenge zusammen. Die Ostwestfalen sind zwar immer besser geworden, während die diesmaligen Gastgeber etwas nachgelassen haben, aber zu Hause haben die Wanne=Eickeler eigentlich noch nie enttäuscht. So sind die Aussichten durchaus Im fünften Spiel stehen sich Schalke 04 und der DSC. Hagen gegenüber, die sich in den letzten Jahren immer erbitterte Auseinandersetzungen lieferten, die wechselvoll endeten. Zumeist entschied der Platzvorteil, so daß es nicht verwunderlich wäre, wenn die Gelsenkirchener beide Punkte behalten würden. Uebrigens können beide Vereine die Punkte dringend brauchen. Es spielen: Eintracht Dortmund— Sportring Gevelsberg Schalte 04— DSC. Hagen Arminia Bielefeld— MSV. Hindenburg Minden Westfalia Somborn— MSV. Münster TuS. Holsterhausen—. TV. Spenge. Handball im Kreis Bochum 1. Kreisklasse Nach einer längeren Pause beginnen in der Kreisklasse wieder die Punktespiele mit folgenden Begegnungen: Spehem. Wattenscheid— Polizei SV. Bochum Tura Werne— Tkl. Herne Germania Bochum— Wattenscheid 01 TG. Ehrenfeld— Westfalia Bochum BfL. Herne— Westfalia Herne Die Polizei müßte in Wattenscheid erfolgreich bleiben. Tura Werne wird die Punkte an Herne abtreten müssen. Germania Bochum hat in Wattenscheid einen schweren Gegner. Ehrenfeld sollte kaum gegen Westfalia gewinnen. 2. Kreisklasse: Bochumer Verein— Postsport Bochum Tv. 48 Bochum— Reichsbahn Wanne. Vom 17. bis 22. Januar Reichsbundsportlehrer Feick in Bochum In der Zeit vom 17. bis 22. Januar findet unter Leitung des Reichsbundsportlehrers Feick ein Handball=Lehrgang für den Kreis Bochum statt. Die Dic erste Runde um den Tichammer-Pokal 1938 Areisniäne-Crolker dle Ponanpiele Während am Sonntag die Schlußrunde um den Tschammer=Pokal 1937 in Köln steigt, beginnt am gleichen Tage die Kreisklasse mit der ersten Runde der Potalspiele 1938. Das Programm im Kreis Bochum bringt nicht weniger als 30 Begegnungen mit zum Teil sehr interessanten Paarungen. Pokalspiele haben es in sich, Ueberraschungen zu bringen, und so wird auch der Sonntag manche Voraussage über den Haufen werfen. Die Spiele: SC. Altenbochum— Constantin Bochum Kortum Bochum— LFC. Laer Preußen 11— Langendreer 07 Langendreer 04— Bruchstraße Stiepel 04— Teutonia Stiepel Tu S. 26— VfL. Marathon STV. Werne— Laer 87 Rasensport Bochum— SuT. Harpen Teutonia Riemke— Borussia Bochum Weitmar 09— SpGem. /1 Bochum Querenburg— Concordia Bochum Fortuna Bochum— BfB. Gerthe Kaltehardt— Langendreerholz TuS. Engelsburg— Friesen Bochum BC. Hordel— SV. Phönix SV. Bochum=West— Reichsbahn Bochum SV. Sodingen— BV. Hiltrop SpSp. Gerthe— Holsterhausen. Postsport Bochum DSC. 31 Bochum Werne 19— Rasensport Herne Der SC. Altenbochum wird sich gegen seinen Gast Constantin schon gehörig strecken müssen, um erfolgreich zu bleiben. Leichter wird es der LFC. Laer gegen Kortum haben. Preußen 11 ist auf eigenem Platz ein schweres Hindernis für Langendreer 07. Langendreer 04 und Stiepel 04 sollten die erste Hürde glatt nehmen. Weiter sind als Sieger zu erwarten: Tu S. 26. STV. Werne, Rasensport und Teutonia Riemke. Schwieriger haben es Weitmar 09 und Concordia. In den übrigen Bochumer Begegnungen erwarten wir PfB. Gerthe, Langendreerholz, Engelsburg, Phönix, Bochum=West und die beiden Gerther Mannschaften Spep. und Hiltrop als Sieger In Srout. 9 Hu m mirh Tamafrs. 9. Postsport Bochum wiro rampflos eine munde weiter kommen, da der Gegner in den letzten Spielen keine Mannschaft mehr stellen konnte. Ferner finden im Kreis Bochum noch folgende Begegnungen statt: Constantin Herne— Schwarz=Weiß Herne Herne=Süd— BfL. Herne Preußen Wanne— Carolinenglück Reichsbahn Wanne— Wanne 11 Hansa Herne— Germania Herne Wattenscheid=Ost—. Hannibal Fortuna Herne— Rasensport Wanne Uebungsabende finden am 17. und 18. Januar in der Turnhalle an der Bleichstraße und vom 19. bis 22. Januar in der Turnhalle an der Wittener Straße statt. Beginn der Lehrarbeit an allen Tagen 20 Uhr. Da in unserem Kreise gerade im Handball noch Aufbauarbeit zu leisten ist, ist die Entsendung des bekannten Reichsbundsportlehrers und Nationalspielers Feick zu einem einwöchigen Lehrgang nach Bochum bes o n d e r s e r f r e u l i c h, d a F e i c k f ü r n u r i n s g e s a m t d r e i * Wochen im Gau Westfalen tätig ist.„ Es wäre zu wünschen, wenn alle Vereine, besonders auch die, die noch keine Handballmannschaft belsitzen, diese Gelegenheit wahrnehmen würden. Nur durch diese Lehrarbeit ist es möglich, den Handballsport in Bochum dahin zu bringen, wo er vor Jahren stand. Man denke nur an die großen Erfolge des Polizeisportvereins Bochum und des MBV. Linden in den (Spielen um die westdeutsche Meisterschaft. 90 Meldungen liegen vor Am Wochenende geht's in Köln um Kunstlauftitel Nichts kennzeichnet den Aufschwung des deutschen Eiskunstlaufs besser als die Tatsache, daß für die am Wochenende in Köln stattfindenden Deutschen Meisterschaften und deren Rahmenwettbewerbe nicht weniger als rund 90 Meldungen vorliegen. Das Preisrichter= kollegium sieht sich am Samstag und Sonntag auf den beiden großen Eisflächen des Kölner Stadions also vor eine schwere Aufgabe gestellt. Besonders stark besetzt sind erfreulicherweise die Titelwettbewerbe der Männer mit 9 der Frauen mit 6 Teilnehmern. Ernst Baier verteidigt seine Würde gegen Horst Faber, Loichinger und Bürschel(alle München), die Berliner Günther Lorenz, Theo Laß, Beuttel und Krause sowie den vielversprechenden Augsburger Erich Zeller. Wesentlich schwerer sollte es Lydia Veicht(München) gegen Maxie Herber haben, von der wir den Rückgewinn der Meisterschaft erwarten, falls Lydia Veicht nicht mit einer ganz großen Leistung aufwartet. Hier sind ferner die vorjährige Juniorensiegerin Sophia Schmidt, Martha=Maria Meyerhans, Gerda Grimminger und Margot Hertling(Hamburg) am Start. Zur Paarlaufmeisterschaft treten Koch Noack (Berlin), Gisa Grätz Otto Weiß(Berlin), Eva Prawitz Theo Laß(Berlin), die Europameister im Rollschuhlaufen Roth Walter(Nürnberg) und die Augsburger Werel(Wech gegen die Titelverteidiger Maxie Herber[Ernst Baier an, die übrigens schon für die Europa= und Weltmeisterschaft gemeldet wurden. 22 Meldungen gingen für das Juniorenlaufen ein. Am Laufen der Juniorinnen, für das 29 Teilnehmerinnen feststehen, beteiligen sich u. a. Susi Demoll und Lucie Merz(München).„ 862 Den Tanzwettbewerb bestreiten Eva Prawitz(Theo Laß(Berlin), Schmidt Rambold(München) und vier Düsseldorfer Paare. Meifterschaft im Mannschaftsturnen Am kommenden Sonntag wird in Schwäbisch=Hall der vierte Teilnehmer für die Deutsche Vereinsmeisterschaft im Gerätturnen festgestellt. Um den Gruppensieg kämpfen der Titelverteidiger TSV. 1860 München (Bayern), der TV. Villingen(Baden), der MTV, Schweidnitz(Schlesien) und die Mannschaft der Stuttgarter Feuerwehr(Württemberg). Voraussichtlich wird der Deutsche Meister TSV. 60 München sich für den Endkampf in Leipzig durchsetzen. Hier trifft er am 23. Januar mit den schon vor einigen Wochen ermittelten Gruppensiegern TSV. Leuna, MTV. Bad Kreuznach und Turnklub Chemnitz zusammen. Länderspiel gegen Ungarn Portugals Nationalmannschaft Die portugiesischen Fußballer werden am kommenden Sonntag in Lissabon ein Länderspiel gegen Ungarn austragen. Die Mannschaft spielt in der gleichen Besetzung, mit der sie im Dezember 1937 in Vigo gegen Nationalspanien mit:1 erfolgreich war. Bewährt sich diese Elf, dann wird sie auch wahrscheinlich am 23. April in Frankfurt a. M. gegen Deutschland und anschließend das Ausscheidungsspiel gegen die Schweiz in der gleichen Besetzung austragen. Es spielen: Azevedo(Sportring); Simoes(Belenenses)— Gustcvo(Benefica); Amaro(Belenenses) — Albino(Benefica)— Pereira(Porto); Maurao (Sportring)— Soeiro(Sportring)— E. Santo(Ben1 fica)— Sousa(Porto)— Valadas(Benfica). Schiedsrichter des Kampfes ist der Spanier Ostale. Gebrüder Rund nach USA. abgereist Olympiasieger Birger Rund hat nun doch zusammen mit seinem Bruder und seiner Frau über Bremen die Amerikareise angetreten. Birger Rund, der zum Holmenkol=Rennen wieder zurück sein will, wird mit seinem Bruder an den großen amerikanischen Sprungwettbewerben in Chikago, Minneapolis usw. teilnehmen. Aus Westfalen und Rheinland Sahne sul Kord un einem Tarl=Chausseul einen losen Briefbogen geschrieben wurden und die Unterschriften von fünf Kreisausschußmitgliedern tragen. Zwei Todesurteile— Sieben Jahre Gefängnis Düsseldorf, 6. Januar. Am Donnerstag fand vor land über Nacht eine dem Düsseldorfer Schwurgericht der Raubüberfall und getreten. Ein milder Mord an einem Taxi=Chauffeur aus Leverkusen seine am Donnerstag vormittag teilweise Regen, so daß der Sühne. In den Abendstunden wurden nach längerer Schnee, der in diesem Jahr besonders reichlich fiel und Zeratung die Angeklagten Heinrich Nehrkorn und auch der Jugend der Industriegroßstädte seltene WinFeter Virter zum Tode und zum dauernden#rniget tersportfreuden bescherte, schnell duhinschmilzt. Im klagte Horst Nehrkorn erhielt sieben Jahre Ge= Hochsauerland herrscht dagegen einstweilen noch Frost fängnis.(mit Schneefall und ausgezeichneter Sportmöglichkeit. *[ Wie der Reichswetterdienst Essen meldet, ist der Die Angeklagten hatten beschlossen, sich durch ein Abbau des britischen Hochs nunmehr so weit fortgeschritVerbrechen Geld zu verschaffen, und zwar wollten sie#ten, daß die atlantischen Störungen Einlaß nach Miteinen Arzt in der bstunde überfallen, gaben diesen###rong gewinnen. Damit ist eine durchareifende ErPlan aber Lbendstunden des 20. November vorigen Jahrerszenex, gültig zu kusen fahren zu lassen. Unterwegs ließen sie den ziemlich unbeständig und mild werden; auch im BergFahrer halten. Geld zu verschaffen, und zwar wollten.siesten, daß die atlantischen Störungen Einlaß nach Mitin der Sprechstunde übersalen, vgben Fiesen ielenropu gewinnen. Tamit ist eine burchgleisende Erauf. Dann beschlossen sie in den späten wärmung verbunden, so daß die Frostperiode endden des um sich vor Spladen snach'“; eine guttis zu Ende. Die Witterung wird daher jetzt zu lassen. Unterwegs, ließen sie den ft. z it mit Tauwetter zu i. Wayrend Bitter den Ehauffeur würgte, tano isr mit Tauwetter zu rechnen. menhang stehen, ersetzt werden sollten. Unter welchen Umständen diese Beschlüsse zustande kamen, konnten die Zeugen nicht mehr angeben. Der Sachverständige gab einen kurzen Ueberblick über die Vermögens= und Kasebenso plötzliche Erwärmung ein=senlage des Kreises Adenau zur Zeit der Auflösung am Westwind brachte Tauwetter und 1. Oktober 1932. Danach betrug der Barbestand 380,36 Reichsmark. Auf der anderen Seite lagen aber im ganzen 739 unbezahlte Rechnungen mit einer Gesamtforderung von 168 953 Reichsmark vor. Auf eine öffentliche Gläubigerversammlung hin, die der Nachfolgekreis Ahrweiler erließ, wurden Forderungen von über einer Million Reichsmark angemeldet, die allerdings zum Teil als unbegründet abgelehnt werden konnten. Am Mittwoch befaßte sich das Gericht mit der Silbersuchsfarm, die dem Kreise Adenau einen Verlust von 146000 Reichsmark eingebracht hat. Obwohl bereits neben der ersten Einlage von 20000 Reichsmark vom Kreis ein weiterer Betrag von ungefähr 00000 Reichsmark in dieses Unternehmen gesteckt worden war, entschloß sich der Kreistag, nochmals 22000 Reichsmark zu leisten. Dies geschah, um kleinere Landwirte und Handwerker vor größeren Verlusten zu bewahren. Als die Farmanlage und die vorhandenen schlug Heinrich Nehrkorn mit einem Revolverschaft so Vexeisung der Weser und des Mittellandkanals Sicherheit wurden lange auf den Wehrlosen ein, bis er leblos umfiel.—. ber unsr.. Dann raubten sie dem Getöteten die Barschaft von! Minden, 6. Januar. Wegen zunehmender Ver.90 RM. sowie die Brieftasche und fuhren davon. Der eisung ist die Schiffahrt auf der Ober= und MittelWagen der Räuber fuhr aber gegen einen Baum. weser sowie im Mittellandkanal eingestellt worden. Der Verkehr auf dem Dortmund=Ems=Kanal zwischen Münster und Bergeshövede bleibt vorläufig bestehen. Nachdem sie die Leiche wieder an das Steuer gesetzt hatten, versuchten die drei Raubgesellen zu flüchten, was jedoch dem einen, der körperbehindert ist, nicht gelang. Dieser wurde von einem Autobusfahrer, der den Unfall beobachtet hatte, festgehalten und der Polisei übergeben, die alsbald den wahren Sachverhalt ermittelte. Tauwetter und Regen im Ruhrgebiet Im Saterland noch Frost und Schneefall Eigenartige Protosollführung Der Prozeß gegen Dr. Creutz Adenau, 5. Januar. Der Prozeß gegen den früheren Landrat des Kreises Adenau, Dr. Creutz, wurde am Dienstag in Adenau fortgesetzt. Als Zeugen wurde ein Teil der ehemaligen Kreistags= und Kreisausschutzmitglieder vernommen. Hierbei kamen besonders einige Essen, 6. Januar. Nach dem plötzlichen Kälteein= Beschlüsse zur Sprache, die entgegen der Gepflogenheit bruch ist im Ruhrgebiet und im übrigen Westdeutsch=nicht im Protokollbuch eingetragen sind, sondern auf ilberfüchse dem Kreis übereignet. Angst vor der Strafe Selbstmord durch Erklettern einer Starkstromleitung Trier. 6. Januar. Die Fahrgäste eines Personenzuges der Strecke Ehrang—Trier=West bemerkten am Dienstag nachmittag zu ihrem großen Entsetzen, wie in der Nähe von Biewer ein junger Mann den Mast einer Hochspannungsleitung erkletterte. den Draht berührte und dann herabfiel. Von der nächsten Station aus wurde die Trierer Kriminalpolizei benachrichtigt, die sich sofort an Ort und Stelle begab und den jungen Mann, bereits mit Schnee bedeckt, tot auffand. Die Ermittlungen ergaben, daß es sich bei dem Toten um einen 15jährigen Jungen aus einem kleinen Ort im Kreise Berntastel handelt, der in Triek in der Lehre war und am Montag wegen Unregelmäßigkeiten entlassen wurde. Offenbar hat er sich gefürchtet, nach Hause zu fahren und daher den Tod gesucht, John mißbrauchte das Vertrauen Stadtkämmerer Dr. Wirtz als Zeuge im Koblenzer Besatzungsschäden=Prozeß Koblenz, 6. Januar. In der Mittwoch=Verhandlung in dem Besatzungsschäden=Prozeß wurde der damalige Dezernent des Koblenzer Besatzungsamtes und heutige Stadtkämmerer Dr. H. Wirß als Zeuge gehörtz In mehrstündigen Ausführungen ging der Zeuge auf die damaligen Zeitverhältnisse ein und beleuchtete insbesondere seine eigene Stellung zur Besatzung, die Behandlung der darauf zurückzuführenden Entschädigungsansprüche der Koblenzer Bürger und die vielseitigen Tätigkeitsgebiete, die er damals als verantwortlicher Mann zu leiten hatte. Verschiedene Umstände, wie die Personalknappheit usw., führten dazu, daß die entscheidenden Arbeiten in den Schadenssachen auf John allein hängen blieben. Dr. Wirtz wandte sich dann gegen die kürzlichen Aussagen Johns, daß er, der Zeuge, die treibende Kraft in der Durchsetzung unberechtigter Schadensansprüche gewesen sei. Er habe das Gefühl, daß John die Schwere der von ihm begangenen Verbrechen noch immer nicht erkannt habe. Im Monat seien durchschnittlich 500 Entschädigungsanträge bearbeitet worden, und bei feiner übermäßigen Beanspruchung habe der Zeuge sich im großen und ganzen auf John verlassen müssen. Beim Continental=Hotel sah der Zeuge die Rechtslage so an, daß eine dauernde Beschlagnahme vorhanden gewesen sei, so daß hier die Schäden nicht monatlich angemeldet zu werden brauchten, sondern erst nach Beendigung des Schadensfalles. Todessturz beim Fensterputzen. Der siebenunddreißig Jahre alte Richard Brebach aus Attendorn stürzte beim Fensterputzen aus einer Höhe von etwa acht Meter in den Hof. Der Verunglückte zog sich schwere Verletzungen zu, die seinen sofortigen Tod herbeiführten. Erst kürzlich war Brebach aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo er an den Folgen eines Unfalls längere Zeit gelegen hatte. Seite 6 Nr. 3; Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 7. Jonuar 1938 Die Weinende Novelle von Karl Reinrich Mohr Annemarie Stelzer traute ihren Augen zunächst nicht, als sie Kurt Bogners Kärtchen aus dem Umschlag, den ihr der Postbote soeben zugestellt, entnommen und einen Blick auf die Ueberschrift der kurzen Mitteilung geworfen hatte.„Sehr geehrtes Fräulein", las sie und erblaßte. Ein Scherz? Bewahre! Grausame, brutale Wirklichkeit folgte. Ein einziger Satz, in dem er, dem ihr Herz gehörte, sich von ihr wandte, ihr zu verstehen gab, daß eine andere ihm näher stand. Wie war das möglich? Annemarie stand vor einem Rätsel! Vor ein paar Tagen noch bekannte er sich unter Küssen rückhaltlos zu ihr. Glückselig lag sie in seinen Armen. Und jetzt?.— Annemaries Herz versagte. Sie muf folgen; da stand es schwarz auf weiß geschrieben, daß alles Lug und Trug gewesen war! Fort, fort, nur fort von hier, schrie es in ihr. Denn sie kämpfte wider die Gefahr des Zugrundegehens. nicht, wer die Dame ist?"(fühl des Geborgenseins. Und sie hätte nicht die Frau „Es ist, wie ich bald nachher erfuhr, ein Fräulein eines Künstlers sein müssen, wenn ihr der rauschende, Stelzer, das, des Lebens in der Stadt überdrüssig, hier ihrem Mann sichtlich bevorzugt geltende Beifall schon heraus flüchtete und im„Höhenblick“, wo man um eine nach den ersten Aktschlüssen nicht wie Himmelsmusik in entsprechende Kraft gerade verlegen war, Bürodienst an=den Ohren geklungen hätte. nahm“, gab der Künstler nichtsahnend zur Antwort. können. Es ist so eigenartig wie die Geschichte seiner Entstehung. Möchten Sie sie hören?“ Wie geistesabwesend stand Kurt vor der Plastik. Sein Blick bohrte sich förmlich in die Züge dieser„Weinenden“ und erst als der Künstler seine Frage wiederholte, antwortete er stürmisch:„Ja, bitte!“ Nun erzählte der Bildhauer:„Im Garten unseres einheimischen Ausflugsortes„Zum Höhenblick“, wo hinauf ich des öfteren schlendere, wenn es mich hinauszieht aus Stube und Atelier, traf ich eines Tages ein Mädchen an. Es saß allein auf einer verlassenen Bank und weinte leise vor sich hin. Vertieft und völlig hingegeben chmerz, nahm es meine Gegenwart nicht den Augen in seinen Schmerz, nahm es meine Gegenwart die ven enn wayr. Aulerdings hutete ich mich auch, meine Anwesengeschrieben, daß heit zu verraten, was mir schon deshalb nicht schwer fiel, weil wenige Schritte weiter ein Holunderstrauch, hinter den ich eilends trat, mich jeder Sicht entzog. Von dort aus, durch das Blätterwerk hindurch, beobachtete ich eine ganze Weile das unentwegt vor sich hinweinende MädAm Abend dieses Tages war Kurt Bogner erstaunt chen, dessen Anblick mich über die Maßen fesselte. Dabei n seiner Emkehr vom Geschäft einen Blumenstrauß prägte ich mir ihre Züge haarscharf ins Gedächtnis ein, vorzufinden dem ein Gillet; beigege= so lebendig nahm ich sie in mich auf, daß ich sie, wieder bei seiner Heimkehr auf seinem Tisch vorzasinten, dein ein Biuelt veigegrben war, auf dem weiter nichts zu lesen stand als, hingemalt in eigenartig verschnörkelten Schriftzügen:„Herzlichst! Dein Kleinchen.“ Allein weil ihn die herrlichen Blumen dauerten, warf er sie nicht, wozu ihn ehrlich gelüstete zum Abfall, sondern ließ sie unangefochten auf der Tischmitte stehen. Die Begleitkarte indessen zerriß er und warf die Schnipsel verächtlich in den Ofen. Dann legte er die Werktagskleider ab, wusch sich, zog Eine Stunde später standen Kurt und Annemarie einander gegenüber. In der grenzenlosen Verwirrung, die ihr das unerwartete Zusammentreffen bereitete, vermochte das Mädchen lange nicht, die Sachlage zu erkennen. Doch endlich, nachdem sie begriffen hatte, was seinerzeit geschehen—, daß Kurt versehentlich die für sie beltimmten Ziebezeilen in den für sene Ausfbrigstüg sein Stuhl polternd hinterübersiel, erhob sich der Sohn, umgekehrt— jubelte sie auf. K eur— eeie e..#t, Bermitser freißend, als wolle er ihn im nächsten Augenblick gegen Noch war der Höhepunkt des Stückes und des Abends nicht erreicht. Ihn brachte der letzte Akt, da der Sohn gegen den Vater tätlich zu werden droht, nachdem dieser seinen letzten und höchsten Trumpf ausgespielt hatte: die Ankündigung, ihn zu enterben, wenn er sich weiterhin der väterlichen Autorität widersetze. Mit atemloser Spannung folgten die Zuschauer dem erregenden Gang der Dinge. Da geschah das Unerwartete und doch insgeheim Befürchtete: Jählings, so daß Der eigentliche, wenn auch unbewußre, Vermittler ihres wiedergewonnenen Glückes, der Bildhauer Erwin Scheuring, war der erste, der sie beglückwünschen durfte. Sein jüngstes Werk aber,„Die Weinende", trug ihm hohe öffentliche Anerkennung ein. Mit diesem Meisterwerk rückte er in die vorderste Reihe schaffender Künstler auf. Dei fteldenvater Eine Tragödie von ftans C. Gerger Der Schauspieler Willy Breuer, seit Jahren„schwebesten Anzug an und verließ das Haus in jenar##er Held“ am Stadttheater zu., machte seiner Berufsjedem jungen Mar bezeichnung nicht nur in der äußeren Erscheinung alle Ehrg Den„Heldenvater“, wie sich sein Rollenfach außerdem noch nannte, glaubte man ihm ohne weiteres, mehr beseelten Gemütsverfassung, die Jeoem jungen Mann zu eigen ist, der weiß, daß die Geliebte ihn erwartet. * Drei Monate später. Kurt Bogner ist auf Urlaub, Drei Monate später. Kurt Bogner ist auf Urlaub, wohl noch den„Vater“ als den„Helden".„Väterlich“ wandert von Ort zu Ort, findet nirgends Ruhe, von war überhaupt das rechte Wort, die beruyigende WirErholung gar nicht zu reden. Eigentlich hätte er erst im kung seiner Persönlichkeit, eingeschlossen die warme, vollHerbst fahren und während der Sommermonate den ver= tönende Stimme, zu kennzeichnen. Kein Wunder, daß heirateten Kollegen mit Rücksicht auf deren Frauen und seine Beliebtheit allgemein war, wenn auch nicht von Kinder den Vortritt lassen sollen, aber seitdem das Unfaßbare geschehen war, ging es derart bergab mit ihm, daß der Chef kurzerhand Ausspannung gebot. Freilich, die Ursache seiner Zerrüttung kannte niemand als Kurt. „Wem hätte er auch mitteilen sollen, daß an jenem Abend, als er den Blumenstrauß zu Hause vorfand, die Geliebte#er für ihm entflohen, spurlos, ohne Abschied, ohne Hoffnungsdief auf= und davongegangen war? Daß ein einziger falscher und in der Eile unbedachter Griff ihn das Glück seines Lebens gekostet hatte? In Birkenwalde, wo er gerade eingetrassen war wird Kurt im Gasthaus mit einem jungen Bilohauer, Erwin Scheuring mit Namen, bekannt. Im Verlauf eines angeregten Gesprächs, das dem Irrenden, Ruhelosen willkommenen Anlaß zu geistiger Ablenkung bietet, lädt der Künstler ihn zu einem Besuch seines Ateliers ein. Gern nimmt Kurt Bogner an. Für Plastik und Malerei konnte er sich schon immer begeistern, und pünktlich zur verahredeten Stunde stellt er sich am folgenden Morgen bei seinem neugewonnenen Freund ein. „Das also ist mein neuestes Werk“, begann Scheuder Art, wie sie dem„jugendlichen Liebhaber“ gleichsam naturgesetzlich in den Schoß fällt. Wenn solche Verehrerinnen gewußt hätten, daß ihm selbst mit einem rebellischen Sohn eine Aufgabe gestellt, die seine besten Kräfte verzehrte! Unausgesetzt mußte er für Schulden aufkommen und Fehltritte ausmerzen, die sein Sohn leichtsinnig gemacht hatte. Am ehesten wäre noch die Frau, ein bescheidenes, tapferes Hausmütterchen, fertig geworden, hätte nicht unter vier Augen die zu Geduld und Nachsicht mahnende Stimme des Mannes immer wieder den Ausschlag gegeben. Ermutigt durch so viele Beweise blinden väterlichen Vertrauens, wagte der Sohn das äußerste: er vergriff Sparguthaben der Eltern, indem er mit einer einen ansehnlichen Betrag Rigens, als wolle er ihn im nächsten Augenblick gegen den Vater schleudern.„..8 Geh, Und nun hatte der Darsteuer des Geheimrats, da es ihm den Atem verschlug, gurgelnd und würgend nach Luft zu ringen und, wie von einem Schlaganfall gerührt, zu Boden zu sinken. Dies gelang ihm in so hohem Grade natürlicher Darstellung, daß er, ohne sich im mindesten zu schonen, schwer wie ein Sack zu Boden fiel, und das jähe Entsetzen seines eben noch zum äußerten entschlossenen Partners gleichweise den Ausdruck höchstgesteigerter Kunst annahm, ja in einem tieferen Sinne wieder Natur wurde...1 M 35rg Aber warum stockte plötzlich das Spiels Weshalb kam der Geheimrat so lange nicht wieder zu sich und auf die Beine? Nervös stampfte der Regisseur, der wie immer sprungbereit auf seinem verdeckten Platz stand, mit dem Fuß. Und da erkannte er blitzschnell die Situation: Augenblicklich rauschte der Vorhang nieder. Und während der Beifall draußen stürmsich, einsetztz, einzelne, dann immer mehr Stimmen laut das Erscherder Schauspieler begehrten bemühte sich der The Und mit einem Male weitete sich die Bühne zur selbsterlebten und durchlittenen Wirklichkeit. Es fielen die verstaubten Kulissen, die ganze Welt der eingebildeten Schmerzen barst krachend auseinander. Jeder Rolle, die er in dieser Zeit spielte, sah er bis auf den dunkel einzelne, dann immer mehr Stin schimmernden Grund aues tragischen Geschehens, und inen der Schaufpieler begehrten, vemühle sich der Theaeine Wollust war es ihm, die Schmerzen seiner Helden terarzt um den leblos Daliegenden. allabendlich zu den seinigen in ganz privatem Sinne zu machen,. g: W.=gst 63. Noch einmal hatte die traurige Wirklichten für ihn einen schweren Schlag bereit. Das war, als ein kurzer Kartengruß des Verschollenen aus Frankreich kam, der ganz nebenbei auch die Mitteilung enthielt, daß er, zusammen mit seinem Freunde, soeben im Begriff sei, in die Fremdenlegion einzutreten. Diese Nachricht erwartete den Schauspieler zu Hause, da er von einer Hauptprobe, überanstrengt und todmüde, zum verspäteten Mittagstisch geeilt war. Heute abend sollte die Premiere des mit großer Spannung erwarteten Stückes sein, in dem er die Hauptrolle eines alten Geheimrats zu spielen hatte — eine Rolle, die ihm nicht nur in künstlerischer Hinsicht auf den Leib geschrieben war. Aber was ging es das schaulustige Publikum an, wenn er zu dieser Rolle weiter keinen Ehrgeiz benötigte, als sich selbst, ganz einfach sich selbst zur Dorstellung zu bringen! alles wußte die Frau des Schauspielers, war sie entschlossen, ihm die Nachricht zu verheimsich an dem Sparguthaben der Eltern, indem nachgemachten unterschrift, einen ansennttugen Lettug sum war sie entschlossen, ihm die Nachricht zu verheimbei der Bank abhob und damit das Weite suchte.#lichen, wenigstens solange, bis die Premiere glucklich Von einer Fahndung nach dem Verschwundenen, ge= vorüber war. Aber frei und offen, wie sie. nn schweige von einer Anzeige hatte er abgesehen— damit Manne gegenüber stets zeigte, Spuren hätte er sich nur ins eigene Fleisch geschnitten. Das mußte ertragen werden, wie er als„Heldenvater“ ring mit der Darbietung seiner Schätze und trat vor Schweres zu ertragen gewohnt war. Manne gegenüber stets zeigte, konnte sie die frisch geweinter Tränen nicht verbergen. Warum sie einige Stunden später ausgerechnet ihr schwarzes Abendkleid heraussuchte, hätte sie nicht zu 70 Ein Gedanke durchzuckte Bertrams Hirn.„Dieser Brief, wie kommt er in Ihre Hände? Sie nehmen doch nicht nur auf Grund dieses Briefes an...?“ Er vollendete den Satz nicht, denn es war zu ungeheuerlich, als daß er es aussprechen konnte. In den Augen des Oberstaatsanwalts las er die Bestätigung seines Gedankens, die Bejahung seiner Frage, und trotz der Angst, der Sorge, wo Gertrud verblieben sei, mußte er lachen. „Herr Bertram“, sagte Dr. Hellmut,„Ihr Benehmen wird mir immer unverständlicher. In einem solchen Augenblick wagen Sie zu lachen, nachdem ich Sie der schrecklichsten, der entsetzlichsten aller Handlungen zu beschuldigen gezwungen bin, nachdem eine Reihe von Indizien vorhanden sind, welche die Sachlage leider nur allzu ernst erscheinen lassen! Sie kennen den Brief? Sie leugnen nicht, ihn geschrieben zu haben?“ Der Apotheker schien einigermaßen ruhiger.„Selbstverständlich kenne ich den Brief, denn ich habe ihn ja geschrieben.„Ich muß mich nur wundern, wie Sie in seinen Besitz gekommen sind. Und verzeihen Sie mir, wenn ich gelacht habe, denn die Sache ist wirklich lächerlich. Allerdings handelt es in dem Briefe um einen Mord, um einen kaltblütigen, abscheulichen Mord, nämlich den meines Hundes. Er hieß„Diana“, denn er war in Wirklichkeit eine Hündin. Meine Frau verlangte, ich sollte das alte Tier entfernen, und da ich selbst es nicht über das Herz brachte, den Hund zu töten, habe ich meinen Freund Steiner gebeten, mir diese Gefälligkeit zu erweisen, die er mir mündlich schon zugesagt hatte... Das ist die ganze Geschichte.“ Der Staatsanwalt wurde wankend. Mit einem Schlage stürzte der ganze kunstvolle Bau der Anklage durch diese einfache Erklärung zusammen. Dr. Hellmut warf dem Polizeilnspektor einen Blick zu. Glaub es nicht, schien dieser zu erwidern. Der Oberstaatsanwalt überlegte. Eine sehr einfache Erklärung und völlig annehmbar!... Aber die anderen Umstände waren doch noch nicht aufgeklärt. Warum dieses überhastete Reisen in das Ausland? Des Doktors, des Apothekers? Die geheime Zwietracht der Eheleute? Vor allem die Auskunft des Polizeiamtes in Ostende?—„Und diese Auskunft von Ostende?“ fragte Dr. Hellmut, indem er Bertram auch dieses Beweisstück vorzeigte. Bertram erblaßte wiederum und wurde sehr ernst. „Dies kann ich mir selbst nicht erklären und ich bin darüber in größter Sorge. Wenn Sie gestatten, werde ich augenblicklich Nachforschungen darüber anstellen, wo meine Frau geeiom ist. Vieneicht uu.., nur ihre Reise unterbrochen, vieneicht ist ihre Nachricht unterwegs.“ Als er den zweifelnden Blick der Beamten gewahrte, fiel ihm der Brief Steiners ein, den er gestern abend erhalten, und er war darüber ganz glücklich.„Wenn Sie noch zweifeln“, sagte er,„lesen Sie diesen Brief, den mir mein Freund gestern abend übersandte, und worin er mir mitteilte, daß er meinen Wunsch, den Hund zu vergiften, ausgeführt habe.“ Der Oberstaatsanwalt las den Brief und gab ihn an Seybold weiter.„Herr Bertram, dieser Brief ist sehr zweideutig und braucht keineswegs zu Ihren Gunsten ausgelegt zu werden.“ Nun packte den Apotheker eine ehrliche Entrüstung. „Herr Oberstaatsanwalt, ich habe Ihnen nun meine Erklärung gegeben. Der fürchterliche Mordbrief bezieht sich auf meinen Hund, den ich vergiften ließ, und damit habe ich alles gesagt. Wenn Sie mir keinen Glauben schenken und mich durchaus für einen Mörder ansehen, so muß ich das Weitere Ihnen überlassen. Mehr habe ich Ihnen vorerst nicht zu sagen und Sie werden nunmehr gestatten, daß ich sofort auf das Telegraphenamt eile und selbst Nachforschungen nach dem Verbleib meiner Frau anstelle, In demselben Augenblick aber zuckte er merklich zusammen und lauschte mit starren, weitgeöffneten, erschrackenen Augen. In dem Garten hinter dem Hause ließ sich ein heiseres, kurzes Bellen hören, das in leises, klägliches Winselin überging.„„en Vernohm man umm— Es verstummte. Dagegen vernahm man nun an der Haustüre ein Kratzen und Scharren. Der Polizeiinspektor hatte sich schon bei dem ersten Ton an das Fenster zurückgezogen, sein Gesicht verriet eine lebhafte Erregung. Er suchte dem Oberstaatsanwalt heimlich ein Zeichen zu geben. Doch es war unnötig. Auch Dr. Hellmut hatte das Heulen des Hundes vernommen, das jähe Erschrecken des Avothekers beobachtet.„Besaßen Sie mehrere Hunde?“ fragte er scharf. ae „Nein“, stammelte Bertram,„nur den einzigen, den Eine Stille trat ein. Alle Drei lauschten. Dem Hunde mußte es gelungen sein, die nur angelehnte Tür zu öffnen. Man hörte sein Winseln im Innern des Hauses, wie er mit leisem Tappen die Treppe heraufsprang. Jetzt scharrte er unter Knurren und mit demselben heiseren Geheul wie zuvor an der Türe „Oeffnen Sie, Herr Polizelinspektor, bitte“ Dr. Helmut kurz.,. f.. sich amaltfsam Durch die geöffnete Ture drangte sich gewalitsam unter Freudengeheul ein alter, häßlicher, gelber Hund in das Zimmer und sprang an dem Avotheker Bertram hinauf, dem er Gesicht und Hände zu lecken versuchte. „Diana! Wahrhaftiger Gott, es ist die Diana!“ ächzte Bertram. Er knickte völlig zusammen, seine Knie schlotterten. Er warf einen kläglichen, rührend bittenden Letzte Rettung Zu Professor von Renvers kam eine seiner Patientinnen und erklärte ganz verstört, daß sie leider ohne jeden Erfolg alle internationalen Bäder besucht habe, die ihr der berühmte Kliniker verordnet hatte.„Dann, meine Gnädigste", erklärte der Geheimrat,„bleibt uns nur noch die Heiratsannonce!“ Gelchichtstafel 7. Januar 1881 Der Staatssekretär des Reichspostamts Heinrich von Stephan, Gründer des Weltpostvereins, in Stolp in Pommern gevoren(gestorben 1897). 1834 Der Physiker Philipp Reis, Erfinder des Fernsprechers, in Gelnhausen geboren(gestorben 187½) 1926 Gröffnung des Deutschlandsenders nonigs=Wuster— vorziehe, ließ sich die Stimme in ihrem Innern nicht übertönen, die ihr zurief: Du hättest nach Ostende reisen müssen! Was soll dein Mann von dir denken, wenn er dich nicht antrifft“„„.g6. im.2 Sie fühlte, daß sie, wenn sie boisyer im Recht war, es jetzt nicht mehr war.... Gezenmart Ihr fehlte die ermutigende, bestärrende Gegenwart Es kam ihr vor, als würde sie, besonders im Hotel selbst, mit einem gewissen Mißtrauen betrachtet, als richten sich häufiger als üblich die Blicke der Männer, die Augengläser der Damen auf sie. Eben jetzt ging ein junger, hübscher, etwas geckenihr vorüber. Der weite, bequeme Fahrt durch die Straßen der Stadt. Neben dem Wagenführer saß die gedrungene Gestalt des Schutzmanns Pieseke, der eine unnachahmliche Würde zur Schau Manchmal traten die Leute vor die Haustür, schüttelten den Kopf. Es muß ein Unglück geschehen sein! Nein, es ist einer verhaftet worden. Sie fahren nicht zum Krankenhaus, sie fahren zum Justizgebäude. Aber der Wagen sauste weiter, bis er dorthin einbog, wo hinter dem kalten, stolzen, düsteren Gerichtsgebäude ein noch düstereres, langgestrecktes Haus aus roten Backsteinen stand und eine häßliche Front von eine hohe, einförmige, mit eisernen Spitzen gekrönte Flanellanzug war mit besonderem Schick zugeschnitten, Backsteinmauer hinzog... 6167, der Mggen Vor dem großen eisernen Tor hielt der Wagen. ilo st“, der Schutzmann Vieseke aus zoo mit des sagte den Blick bald auf den' Hund, bald auf den Ober= kum angelangt. staatsanwalt, der wie ein zürnender Engel der Rache vor ihm stand. 966 „Ist das der Hund, von dem Sie sagten, vaß Sie ihn vergiften ließen? Auf den sich“— er schlug mit der Hand auf das unheilvolle Papier—„dieser Brief hier beziehen soll?“ rief er mit lauter, feierlicher Der Apotheker war ein Bild des Jammers. Seine Sinne verwirrten sich. Hatte sich denn die ganze Hölle gegen ihn verschworen?„Ich weiß, bei Gott, nicht mehr, was ich denken und sagen soll“, stammelte er. „Steiner muß mich mißverstanden, er muß einen anIn Eile stieg der Schutzmann Piesen aus, zog mit kräftiger Hand die Glocke. g 14525 Ein gellendes, lang anhaltendes Läuten unterbrach die Totenstille des Hauses. Drinnen regte es sich, eine Tür wurde aufgeschlossen ein schlürfender Schritt kam über den gepflasterten Gefängnishof. Nun rasselte der Schlüsselbund an dem äußeren Hoftor, kreischend bewegte sich der Riegel. Der alte, grämliche Hausmeister in seiner dunklen Uniform öffnete die Augen weit und nahm eine militärische Haltung an. Pieseke hatte die Wagentür aufgerissen, der Herr Oberstaatsanwalt Dr. Hellmuth in eigener Person lieferte einen Gefangenen ab, und das war dem Hausmeister in seinem ganzen Leben noch nicht vorgekommen. Er warf Pieseke einen schnellen Blick zu. Dieser näherte sich ihm.„Ein Mörder“, raunte er Hinter dem Oberstaatsanwalt war ein kurzes dickes Männchen ausgestiegen, das mit seinem todesblassen, verzweifelten und doch so gutmütigen Gesicht durchaus nicht gefährlich aussah und nicht ein einzigesmal die Augen aufschlug, während es durch das Tor trat. „Er hat seine„Frau umgebracht“, flüsterte„Pieseke, und mit einem Blick das Staunens und des Grauens schloß der Alte hinter der kleinen Kolonne das Tor wieder ab. 1 4. Kapirel Frau Gertrud Bertram war wohlbehalten auf BorDieser Koman Läuft abs Fiem ab heute in der LICHTBURG/ KUNIGSALLEE geblieben in Vielleicht bot sie nur tore„.„Aba“, soeze,., Helpprt, rist, Bebrg, Sie der unwahrhel in solch brastischer Weise überführt sind, bezieht sich der Brief auf einen anderen Hund! Und wenn auch dieser zum Vorschein käme, auf einen dritten? Herr Apotheker Hans Bertram"— er verstärkte seine Stimme noch mehr—„ich kündige Ihnen die Festnahme an wegen des Verdachts eines ans der„Anstiftung zum Morde, begangen an Das Wetter war unverändert, andauernd schön, die Badegäste waren vollzählig auf der Insel eingetroffen. Am Strande entwickelte sich ein buntes Leben und Treiben, die Damen waren in entzückender, leichter Gewandung, die Männer in bequemen Strandanzügen. Im feinen weißen Ufersand arbeiteten Junge und Alte gleich einem Haufen fleißiger Ameisen, um Burgen mit Ringmauern, Wällen und Dämmen zu errichten gegen den Feind, das Meer, das mit seiner endlosen, kaltbläulichen, Irzgel Gamen., Fläche in ruhiger Feriget sich ausdehnte, bis Himmel und Wasser in feenster Folgen Sie mir, jeder Vervrechens Ihrer eigenen Ehefrau Widerstand wäre unnütz!“ Einige Minuten später fuhr ein Kraftwagen, dessen Vorhänge sorgfältig zugezogen waren, in schneller Ferne ineinander übergingen. In dem seichten Wasser st I. stolzierten die Kinder mit ihren nackten Beinchen wie Störche umher. Weiter draußen im Meere schwärmten ungezählte Kähne mit Segelbooten vermischt. Zahllose langbeschwingte weiße Möwen kreuzten in der blauen Luft und erhoben im Wettkampf um die ihnen zugeworfenen Brocken ein mißtöniges Geschrei. Frau Bertram betrachtete mit trüber Miene das heitere, wechselvolle Bild. Sie saß in einem der äußersten Strandkörbe und fühlte sich furchtbar einsam und von aller Welt verAuch wenn sie sich immer wiederholte, daß er ihr Mann, im Unrecht sei, da er einen Hund der weiße, leinene Strandhut saß kühn auf dem wohlfrisierten Kopf, ein Einglas verunstaltete das regelGertrad demerkte, daß er schon zum zweitz, Mele vorüberkam, daß er ihr einen schmachtenden Blick zuwarf, sodann wohlgefällig am Strande weiterging, und sie war froh, daß er sich entfernte. Aber nein, soeben drehte er sich, kam zurug und wandte sich wieder ihrem Strandkorbe zu.„ Abscheulich!— Voll Entrüstung erhob sich Gerrruo und kehrte nach dem Hotel zurück. Sie war erst am zweiten Tage auf Borkum und hatte schon unter der Belästigung eines Zudringlichen Frau Gertrud war über alle Maßen empört. Auf einmal wurde ihr klar, was sie zu tun habe.— Fort, fort, nach Ostende, so schnell als möglich, sagte sie sich. Wenn sie aber in Ostende war, sollte ihr erstes sein, ihrem lieben dicken Männchen einen langen Brief zu schreiben und ihn zu bitten, so schnell als möglich zu ihr zu kommen. Mochte er den Hund behalten oder nicht, es war alles gleich, wenn sie nur wieder vereint waren, wenn sie, Gertrud, wieder bei dem war, den sie liebte, wenn sie nur nicht mehr allein war, nicht mehr einsam, nicht mehr von aller Welt verlassen. Waren sie erst wieder zusammen, so wollte sie nicht mehr fordern, sie wollte— heiter lächelte sie in dem Gedanken— bitten und schmeicheln, ob er nicht doch sein liebes Frauchen einem häßlichen alten Hunde Im Hotel angekommen, richtete sie sofort ihr Gepäck und gab dem erstaunten Portier die Weisung, es nach Ostende aufzugeben. Dann aß sie in Eile, zum ersten Male wieder mit Appetit, seit sie Killingen verlassen hatte, und forderte die Rechnung. Gge.g Gast. Sie sah, wie der Kellner dem Besitzer des Gasthofs, der soeben in seinem würdigen schwarzen Rock mit selbstbewußter Haltung seine Gäste begrüßte, etwas mitteilte, und wie dieser erstaunt und anscheinend unangenehm berührt herüberblickte, wie er mit geringschätziger Miene die Achsel zuckt und dem Kellner einige Worte zurückgab. Gertrud errötete. Sicherlich hatte der Wirt sie von Anfang an mit Mißtrauen betrachtet, eine alleinreisende junge Dame, eine angebliche Frau ohne ihren Mann... Nun mußte sein Mißtrauen durch diese hastige, unbegründete Abreise, nachdem sie doch kaum erst angekommen war, noch verstärkt werden. (Fortsetzung folgt.) ltung nur größeren geDer Anblick schließesetzten Hauses somit ihrem Manne ig entspanntes Getie nicht die Frau ihr der rauschende, ende Beifall schon Himmelsmusik in Stückes und des r letzte Akt, da der verden droht, nachen Trumpf ausgeenterben, wenn er it widersetze. die Zuschauer dem chah das UnerwarJählings, so daß ehob sich der Sohn, enstand vom Tische n Augenblick gegen es Geheimrats, da und würgend nach n Schlaganfall gegelang ihm in so 3, daß er, ohne sich ein Sack zu Boden en noch zum äußerbeise den Ausdruck in einem tieferen 8 Spiel? Weshalb wieder zu sich und Regisseur, der wie deckten Platz stand, blitzschnell die Sir Vorhang nieder. stürmsich einsetzte, n laut das Erscheijühte sich der Thease eine seiner Patiendaß sie leider ohne Bäder besucht habe, rdnet hatte.„Dann, eimrat,„bleibt uns sel oostamts Heinrich von tvereins, in Stolp in 897). rfinder des Fernspre(gestorben 1874). ders Königs=Wusterihrem Innern nicht hättest nach Ostende inn von dir denken, isher im Recht war, stärkende Gegenwart besonders im Hotel auen betrachtet, als Blicke der Männer, e. ibscher, etwas geckenDer weite, bequeme Schick zugeschnitten, ##t abs Fiem er NIGSALLEE Seite 7 Nr. 5/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 7. Jannar 1938 Aus aller Welt Eins neue UsrnaEshrenm!. Dr. Lutz Heck vom Berliner Zoo fährt für vier Monate nach Kamerun Berlin, 6. Januar. Der Zoologische Garten in Berlin hatte seine Gesolgschaftsmitglieder zu einem Betriebsappell im Kameradschaftshaus zusammengerufen. Bei dieser Zusammenkunft, berichtet das„Bertiner Tageblatt“, verabschiedete sich Dr. Lutz Heck, der eine neue Afrikareise antritt, um für den Berliner Zoo neue Tiere zu erwerben und die Lebensverhältnisse bestimmter Tiergattungen in ihrer Umgebung zu studieren. Er wies bei seiner Abschiedsansprache auf die drei ersten, von ihm durchgeführten Expeditionen hin und schilderte dann eingehend die Aufgaben der neuen Reise, auf der er fast vier Monate, bis Ende April, unterwegs sein wird. Als einziger Begleiter reist mit dem Direktor des Zoos der neuernannte Inspektor des Gartens, Dr. Lutz Heck erinnerte zunächst an die erste Afrikareise, die ihn im Jahre 1925 nach Abessinien führte. Die zweite Fahrt trat er im Winter 1927/28 an und brachte aus unserer ehemaligen Kolonie Deutsch=Ostkühn auf dem wohlunstaltete das regelon zum zweite Male machtenden Blick zulande weiterging, und nte. sich, kam zurück und korbe zu. ng erhob sich Gertrud ige auf Borkum und g eines Zudringlichen Maßen empört. Auf u tun habe.— Fort, möglich, sagte sie sich. sollte ihr erstes sein, inen langen Brief zu schnell als möglich n Hund behalten oder sie nur wieder vereint er bei dem war, den nehr allein war, nicht aller Welt verlassen. n, so wollte sie nicht er lächelte sie in dem heln, ob er nicht doch äßlichen alten Hunde te sie, sofort ihr Gepäck die Weisung, es nach sie in Eile, zum ersten sie Killingen verlassen em Besitzer des Gastrdigen schwarzen Rock Gäste begrüßte, etwas t und anscheinend unwie er mit geringund dem Kellner einige hatte der Wirt sie von chtet, eine alleinreisende u ohne ihren Mann... urch diese hastige, undoch kaum erst angerden. (Fortsetzung folgt.) hof eintreffen, wo die erste offizielle Begrüßung Dr. Filchners stattfinden wird. Der große Empfang im Rathaus findet am 13. Januar, mittags um 12 Uhr, statt aber zunächst wird Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert den Forscher nur in engstem Kreise in seinem Arbeitszimmer begrüßen, und hierbei wird Berlins Stadtoberhaupt auch dem Forscher die Silberne Ehrenplakette der Reichshauptstadt überreichen. Danach trägt sich Dr. Filchner in das Goldene Buch der Reichshauptstadt ein, womit dieser Empfang beUieber die weiteren Pläne Dr. Filchners kann im Augenblick nicht das geringste gesagt werden, da hierbei lediglich der Gesundheitszustand des Forschers die Entscheidung gibt. Wie Dr Filchner selbst in einem seiner letzten Briefe einem Freunde mitteilt, will er sich zunächst einmal ausruhen und operieren lassen, und erst dann wird man weitere Pläne schmieden können. Brand an historischer Stätte Unschätzbare Werte zerstört London, 6. Januar. : D a s H a u s F r a n c i s D r a k e s i n B u c k l a n d Abbey, das zahlreiche Erinnerungen an den kühnen Seefahrer, dem wir die Verbreitung der Kartoffel in Europa zu verdanken haben, enthält, wurde am Donnerstag von einem Brand heimgesucht. Wertvolle alte Gemälde und Chinaporzellan von unschätzbarem Wert wurden ein Raub der Flammen. Der silberne Humpen, aus dem Königin Elisabeth trank, wenn sie mit Drake auf seinem Schiff speiste, die Bibel, die Drake auf seinen Fahrten begleitete, seine berühmte Trommel sowie eine Anzahl weiterer Erinnerungsstücke kennten gerettet werden. Unfall auf dem Güterbahnhof Warnemünde Nach Mitteilung der Reichsbahndirektion Schwerin wurden auf dem Güterbahnhof Warnemünde ein Rottenmeister und zwei Bahnarbeiter von einem durchfahrenden Personenzug angefahren. Ein Arbeiter war sofort tot, der andere wurde schwer verletzt, der Rottenmeister leichter. Der zur Zeit des Unfalls herrschende Sturm hatte das Geräusch des herannahenden Zuges übertönt. afrika reiche Beute für den Berliner Zoo. Fünf Giraffen, drei Flußpferde und zahlreiche andere wertvolle Tiere kamen nach Deutschland und wurden für Berlin eine Sehenswürdigkeit. Vor zwei Jahren fuhr er im Auftrage des Reichsjägermeisters nach Kanada, um Bisons und Elche zu hoten. Diese Tiere wurden dann in deutschen Freigehegen ausgesetzt. Die neue Expedition, die der Zoo nun ausgerüstet hat, besteht nur aus Dr. Heck und Inspektor Moesges. Es soll keine ausgesprochene Fangexpedition sein, sondern soll vor allem dazu dienen, die Lebensverhältnisse bestimmter Tierarten zu erforschen. Nach umfangreichen, langwierigen Vorbereitungen kann nun der Start nach Afrika erfolgen; die Fahrt geht mit einem deutschen Bananendampfer nach der früheren deutschen Kolonie Kamerun. Mitten im afrikanischen Urwald will Dr. Heck vor allem die Lebensweise der Menschenaffen studieren. Er erinnerte an den Gorilla„Bobby“, der für den Zoo ein so großer Anziehungspunkt gewesen sei, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß er auch diesmal dem Zoo etwas Besonderes mitbringen könne, nämlich Gorillas und Schimpansen. Gerade diese Tiere seien in Europa schwer zu halten, und er verspreche sich von der Erforschung ihrer Lebensgewohnheiten an Ort und Stelle sehr viel. Diese in der Wildnis gewonnenen Erfahrungen werde man später zum Vorteil des Zoos verwenden können. Daneben aber wolle er auch die Verbindung mit deutschen Farmern aufnehmen, die durch ihr Leben im Busch leichter die Möglichkeit hätten, für den Berliner Zoo kleinere Urwaldtiere zu fangen oder zu erwerben. Durch die ständig verkehrenden deutschen Bananendampfer sei auch die Transportfrage für solche Neuerwerbungen des Zoos einfach zu lösen. Voraussichtlich wird sich Dr. Heck in Afrika mit dem Direktor des Pariser Zoologischen Gartens treffen, und beide werden gemeinsam ihre Betrachtungen anstellen. Mit herzlichen Worten verabschiedete sich Dr. Heck von seinen Mitarbeitern. Direktor Ammon wünschte im Namen der Zoodirektion und der Gefolgschaft den beiden Afrikaforschern eine gute Reise und viel Erfolg. Begnadigung durch den Führer cnn Der Führer und Reichskanzler hat den durch das Groper Empfang für ei. Slchhet sanzjägesz-Güniher zum Tode Watzke zu einer 15jährigen Zuchthausstrafe begnadigt. rd der hereits im März 1924 verübt worden Julius Barmat gestorben Tod durch Selbstmord? dnb Brüssel, 6. Januar. Der berüchtigte jüdische Schieber Julius Barmat ist am Donnerstag vormittag im Brüsseler Gefängnis gestorben. Diese Nachricht hat in Brüssel großes Aufsehen erregt, da der Prozeß gegen den Millionenbetrüger nach seiner kürzlichen Auslieferung von Holland erneut vor der Brüsseler Strafkammer aufgerollt werden sollte. Der Jude Barmat war bekanntlich u. a. der Bilanzfälschung und des betrügerischen Bankrotts angeklagt, und seine Affäre war besonders durch die Millionenschwindeleien, in die auch die Belgische Nationalbank hineingezogen worden war, bekannt seworden... gn(, hesaaf: Harmet Ketl. k. Eine weitere Meloung besagt: Barmat hatte heute morgen um 8 Uhr verschiedene Einspritzungen zur Herzstärkung erhalten. Um 10 Uhr wurde sein Tod mitgeteilt. Die in der Oeffentlichkeit ausgesprochene Selbstmordvermutung wird durch eine Anordnung der Staatsanwaltschaft bekräftigt, die eine Leichenöffnung angeordnet hat. Weltbild Kinderwagen auf Kufen Auf dem französischen Wintersportplatz Mégeve ist eine findige Mutter auf die Idee gekommen, sich zum Ausfahren ihres Kindes einen„Kinderwagen=Schlitten“ anfertigen zu lassen. Die Rückkehr des Asiensorschers am 12. Januar Berlin, 6. Januar. Nach dreieinhalbjähriger Abwesenheit kehrt am nächsten Mittwoch der Asienforscher Dr. Wilhelm Filchner in seine deutsche Heimat zurück. Zu Ehren Dr. Filchners, dem auf dem letzten Reichsparteitag vom Führer der Nationalpreis verliehen wurde, gibt die Reichshauptstadt dem Forscher einen großen Empfang. Nunmehr stehen auch nähere Einzelheiten für die Begrüßung Dr. Filchners auf dem Anhalter Bahnhof und für den Empfang im Berliner Rathaus fest. Der Forscher, in dessen Begleitung sich seine Tochter Erika befindet und der von Genua aus über Frankfurt am Main nach Berlin zurückehrt, wird Mittpoch ,nach= Am 25. Januar. soll, mit de.„„ u nen merden mittag kurz nach 16.50 uhr auf dem Anhatter Bahn= Gebäude der Pariser Weltaussteuung begonnen werden. Der Moro, der ve###s im März 1924 verübt worden ist, konnte erst in letzter Zeit aufgettärt werden. Watzke, der jetzt Familienvater mit zwei Kindern ist, hat nach dem Morde ein ordentliches Leben geführt. Prinz Bernhard verließ das Krankenhaus Prinz Bernhard der Niederlande, der bei einem Autounfall schwer verletzt wurde, konnte wieder aus dem Bürgerkrankenhaus in Amsterdam entlassen werden. Er begab sich im Kraftwagen auf Schloß Soestdijk, wo Prinzessin Juliane inzwischen ihren Wohnsitz genommen hat. Der Abbruch der Pariser Weltausstellung Am 25. Januar, soll mit den Abbruchsarbeiten der Weltbild Flieger trafen sich Im Haus der Flieger in Berlin fand für den Oberbefehlshaber der argentinischen Luftwaffe, General Armando Verdaguer, der gegenwärtig in Berlin weilt, ein Empfang statt. Von links nach rechts: General Verdaguer im Gespräch mit dem argentinischen Botschafter in Berlin, Dr. Labougle und Generalmajor Udet DAS INDISCHE SRADMATE VON THEA VON HARBOU 10 Ich bin also wahnsinnig—! dachte er. Seine Zähne knirschten aufeinander. Er stierte, ohne sich zu regen, hinter der Frau drein, die ihm lautlos entglitt. Plötzlich schrie er auf, laut und gellend, riß sich Seiten ruhend, von dem Boden los, in den er eingewurzett schien, winkte mit beiden Armen, stürzte vorwärts und schrie: „Nicht dorthin—! Nicht dorthin, Irene—!“ Er hatte erkannt, daß die Frau dem Tore zuschritt, das den Hof der Tiger verschloß. Sie hörte sein Schreien nicht. Unaufhaltsam glitt sie weiter und erreichte das erzene Tor. Sie hob die Hände zu seinen Riegeln... Dem Mann trat das Blut in die Augen. Er rief, aber er vernahm keinen Laut von seinen Lippen. Er rannte, aber der Marmor des Bodens schien saugender Sumpf geworden zu sein und knebelte ihm die Füße, daß er sie zu jedem Schritt mit aller Kraft befreien ppe..„ Zeiner Krau mit ber Shut Er rief den Namen seiner Frau mit der Wut der siedenden Angst, unaufhörlich schrie er nach ihr. Aber sie hörte nicht. Sie hatte die Hände erhoben, daß der dünne Schleier über ihre Arme zurückfiel, und schob den gewaltigen Riegel, der das Tor in seiner Mitte zusammenhielt, aus den eisernen Klammern. Weit klaffend öffneten sich die Flügel des Tores; hinter ihnen lag die Dunkelheit. Diese Dunkelheit schluckte die Gestalt der Frau ein. Das Tor schloß sich hinter ihr lautlos, wie es sich geöffnet hatte. Und es stand hochaufgerichtet, mächtig und finster da, von keinem Licht getroffen..... 6. Der Mann erreichte das Tor und fiei an ihm zu Boden. Es war, als wären ihm die Sehnen zerschnitten worden, als baumelten ihm die Glieder haltlos am Leibe. Mit einer übermenschlichen Anstrengung richtete er sich auf, tastete nach dem Riegel, packte ihn und riß an den Flügeln des Tores. Sie rührten sich nicht. Der Riegel war zurückgeschoben; das Tor besaß kein Schloß. Vor weniger als einer Minute hatte es sich aufgetan, mit schwer klaffenden Flügeln gestanden. Jetzt schien es nur ein Einziges zu sein, unteilbar, unerschütterlich, nicht ein Tor— eine Mauer aus Erz, aus einem Stück Erz gegossen. Michael Fürbringer stemmte seine Schultern, seine Knie, seine Fäuste anstürmend gegen den eisernen Widerstand. Nicht das leiseste Zittern im Gefüge antwortete einer rüttelnden Wut, einer Angst, die kein menschliches Maß mehr hatte. Er hob seine blutigen Augen zum Himmel, den er nicht fand. Er schrie nicht mehr; aber der Name seiner Frau war in jedem Atemzug, der über seine röcheinden Lippen hastete. Und zuletzt, da er seine Kräfte erschöpft hatte bis zür Grenze der Besinnungslosigkeit, brach er zusammen und lag vor dem riesenhaften schwarzen Tor, die Stirn auf den Steinen. Als er den Kopf wieder hob, hatte er stumpfe Augen. sah sich um. Eine bleiche, graue Dämmerung herrschte unter den Säulen, die Hochgewölbtes trugen. Michael Fürbringer stand auf. Er dachte nichts. Er fühlte nichts. Er ging sinnlos geradeaus, wo der Weg frei war, erreichte die Treppe und stieg sie hinauf und stand nach hundert Schritten vor der Tür seines Wohnzimmers. Er ging hinein und brachte die Willenskraft nicht auf, sie hinter sich zu schließen. Er trat in sein Schlafzimmer, warf sich in den Kleidern aufs Bett und lag mit tauben Gliedern. Er schloß die Augen, und sein Einschlafen war wie Sterben. Ihm folgte tiefstes Nichts... 6. Fürbringer erwachte, ohne die Augen zu öffnen, von dem Geräusch eines sanften, gleichmäßigen Regens. Auf dem Rücken ausgestreckt, die Hände flach an den Seiten ruhend. lag er still und horchte auf den vertrauten, fast herzlichen Laut, der so ganz mit sich selbst beschäftigt war. Er war müde auf den Tod und hatte doch das Gefühl, eine Kette von Ewigkeiten verschlafen 99 Dapen.„.. sin, 63. Htemmen uim sich aufEr wollte sich auf seine Hande stemmen, um sich aufzurichten, aber seine Hände versagten ihm den Dienst. Er knickte in den Gelenken zusammen. Mit einer Bewegung des Stumpfsinns hob er sie auf wie etwas Fremdes, nicht zu ihm Gehörendes, und betrachtete sie. Geräusch ihrer Füße. Du wirst sie nicht wieder hören.“ Fürbringer entgegnete nichts. Er rang das Würgen nieder, das ihm nach der Gurgel griff. Er spürte vor seinen geschlossenen Lidern den goldenen Taumel des Lichtes, das sich im Rieseln des Wassers badete, und er empfand jede Schwingung des Windfächers wie ein Geschenk an Kraft. Der Fürst hat recht, dachte er. Die Nächte dieses Landes sind entsetzlich— man darf sie nicht wachend erleben wollen. Aber die Tage sind doppelte Tage, und ich will sie benutzen. Während er sich erhob, in Eiswasser badete und sich von vier braunen Schatten, die einander ständig im wie seine Höflichkeit. Fürbringer blickte auf den magedaß sie Durga gleichen, weil sie sich dem Blick so ganz entziehen.“. 66 „Sieh sie dir an, Sahib!“ sagte der Inder einfach. Fürbringer schob die Lippen vor.„Vielleicht", meinte er.„Gib mir eine Zigarette, Nissa!“ Nissa gehorchte. Fürbringer stand auf und ging im Zimmer hin und her. Ramigani stand unbeweglich an der Tür. Fürbringer warf die Zigarette fort und wandte sich „Nun?“ fragte er.„Geh voran, Ramigani!“ Der Inder öffnete die Tür vor ihm. Sein messingfarbenes Gesicht war ebenso leer und ebenso aufreizend Wege waren, ankleiden ließ, weil er seine Hände nicht zu rühren vermochte, entwarf er seine Pläne; beim Frühstück ging er an die Ausführung. Er fragte nach Ramigani. Ramigani trat ein. Er grüßte, die Hände zur Stirn erhebend, und blieb an der Tür stehen. „Höre, Ramigani!“ begann Fürbringer mit einer gewissen Kraftenttaltung,„ich langweile mich.“ In dem Gesicht des Inders regte sich keine Muskel. Er sah seinen abendländischen Gebieter schwermütig an. „Befiehl, Sahib“, sagte er. Fürbringer schüttelte den Kopf.„Ich möchte deine Vorschläge hören, mein Freund“, sagte er aufmunternd. schultern des Vordiese VollkommenDas Eintopfessen ist das Gelöbnis zur Gemeinschaft! Denke daran und gib reichlich Eintopflpende! Sie waren dunkelrot und geschwollen; an den Knöcheln stand über Wunden geronnenes Blut. Das Erztor. Michael Fürbringer stöhnte in sich hinein. An seinen zerschundenen Handen war ihm die Erinnerung an den rasenden Spuk der Nacht wiedergekommen. Er wandte den Kopf zur Seite, starrte nach den Fenstern. Sie schienen fließendes Gold zu sein. Die Rolläden, aus Holzfasern künstlich geflochten, waren herabgelassen und wurden von außen überspült von einem feinen, unablässig niederrieselnden Wasserfall, der im Feuer der Sonne dampfte. Am Kopfende des Bettes stand Nissa und ließ den Windfächer schwingen. Auch das Gewebe des Punka war durchfeuchtet von einer starken und erquickend duftenden Flüssigkeit. Fürbringer drehte den Kopf zurück und schloß die Augen. Er preßte die Zähne zusammen und horchte, bis das Brausen seines Blutes ihm wie eine Maske vor den Ohren lag. „Nissa! Sahib'“. 1, ar f. i „Warum sind die Tiger so fill?“ „Sie sind fort, Sahib“, antworte der Inder schläfrig. „ Fort—!“ „Ja, Sahib.“ „Sie sind nicht meyr in dem Hof, der unter meinen Fenstern liegt?“ „Nein, Sahib.“ Fürbringer hielt den Atem an. „Seit wann?“ fragte er verhalten. „Seit gestern morgen... Unser Herr wünschte nicht, daß du noch einmal gestört werden solltest vom Ramigani verbeugte sich. „Du hast Macht über alles, was Eschnapur besitzt, Sahib. Fünfhundert Pferde, mit Augen, deren jedes einen Goldbarren wert ist, warten darauf, daß du sie besteigst. In den Höfen schreien die Kamele, sie bieten dir ihre Rücken dar, und ihre Höcker strotzen von Kraft. Befiehl, und die Elefanten knien vor dir nieder, daß du ihre Rücken ersteigen mögest; sie machen die Erde dröhnen mit dem Gestampf ihrer Beine und dem Geschmetter ihrer Stimmen. Wenn du jagen willst, so nenne das Tier, das du suchst, und die Jäger des Fürsten werden dich zu seiner Sänfte bringen. Sie sind kühn und fürchten den Tod nicht.“ „Später, Ramigani“, antwortete Fürbringer,„ich habe mir die Hände verletzt— laß sie heilen!“ „Soll ich dir die Zauberer rufen, Sahib? Sie, die Feuer verschlingen, an deren näckter Haut die Schärfe des Stahles stumpf wird, die Bäume wachsen lassen aus einem Fruchtkern, daß du den Duft ihrer Blüten atmest und zuletzt mit deiner eigenen Hand die reife Frucht von den Zweigen brichst und ihre Süße schmeckst? Oder willst du die Schlangenbeschwörer kommen lassen, die den Sinn der Kobra berücken mit dem Ton ihrer Flöte, daß sie, die Heilige, die Tödliche tanzt?“ „Laß sie am Abend kommen, Ramigani! Die Sönne des Mittags ist eine Feindin der Zauberei.“ Ramigani zögerte.„Die Tänzerinnen des Fürsten, o Sahib, sind um ihrer Schönheit willen berühmt. Willst du sie sehen?“ Fürbringer hob den Kopf und sah dem Inder mit einem stillen Lächeln ins Gesicht.„Gibt es auch Frauen in eurem wunderlichen Lande?“ fragte er.„Ich glaube, ren Nacken und die unmännlichen anschreitenden. Er betrachtete ihn, heit des Gehorsams, mit der sichersten Ueberzeugung von der Unfehlbarkeit des Instinkts, mit dem dieser Mensch die Grenzen innehalten würde, die sein abwesender Herr seiner Untertänigkeit gegen den Fremden gezogen hat. Fast ohne es zu wollen, rief er ihn an:„Höre, Ramigani...“ Der Inder blieb stehen und sah sich um. „Sahib?“ „Liebst du deinen Herrn?“ fragte Fürbringer etwas zögernd. Die glühenden und dennoch leeren Augen des Inders hielten seinem Blick stand. Für die Dauer weniger Atemzüge verkroch sich der Ausdruck seines Gesichts so gänzlich bis unter die Haut, daß er fast einfältig ausa „Warum sollte ich ihn nicht lieben?“ entgegnete er sanft. „Wenn du es nichts tätest“, sagte Fürbringer, ohne ihn aus den Augen zu lassen,„dann würdest du wissen, warum.“ „Ja, Sahib“, antwortete der Inder. Er wartete, ob Fürbringer noch etwas hinzuzufügen hätte, wartete mit großer Höflichkeit. Der metallische Ton seiner Haut war ausgelöscht. „Gehen wir weiter“, sagte Michael Fürbringer. Der Weg, den sie machten, führte sie in den südlichsten Teil des Palastes, und sie brauchten nahezu eine Viertelstunde, um ihn zurückzulegen. Ramigani schlug einen Vorhang zurück, dessen Brokatstoff in schweren Falten erstarrte. „Tritt ein, Sahib!“ sagte er, zur Seite tretend. Der Raum, der Fürbringer empfing, war klein, rund und leer bis auf einen köstlichen Teppich und einige Polster an den Wänden. „Setze dich nicht, Sahib“, sagte der Inder mit der schwermutigen Bestimmtheit der Wissenden.„Die Krait braucht wenig Platz, und sie ist tödlicher als die Kobra.“ Er wandte das Polster um und glättete eine Falte des Teppichs. „Glaubst du gegen Schlangen gefeit zu sein, daß du mit nackten Händen nach ihnen suchst?“ fragte Fürbringer. Der Inder sah ihn an. „Sie können mich nicht töten, wenn es mir nicht bestimmt ist— wie sollte ich mich vor ihnen schützen?" „Und ich?“ fragte Fürbringer lächelnd. „Du bist ein Fremder.“ Fürbringer schwieg. Er setzte sich. „Soll ich die Tänzerinnen rufen?“ fragte Ramigani. „Rufe sie!“ Der Inder verschwand durch eine Seitentür. Als er zurückkam, folgten ihm fünf Mädchen bei deren Anblick Fürbringer sich unwillkürlich zurücklehnte, denn sie schienen in ihrer Gesamtheit den kleinen Raum auseinandersprengen zu wollen. (Fortsetzung folgt.) tadttheater Hansi Knoteck B OCHUM Freitag, 7. Jan., 19.30—23 Uhr, Vormiete B 11: OperettenGastspiel der Kölner Oper! von Joh. Strauß. Samstag, 8. Jan., 20—22.45 Uhr, Brauner Ring 5 mit PAUL RICHTER Nach dem Roman von Ludwig Ganghofer UFA-BEIPROGRAMM Sonntag 2 Uhr: Oroße Kindervorstellung Trauerspiel von Fr. Hebbel. Sonntag, 9. Jan., 19—22.30 Uhr Außer Vormiete Ein neuer großer Ufa-Erfolg! Der Wind hat mir ein Lied erzählt Von einem Glück, unsagbar schön Gerhard Menzel Ein Ule-Sp Der Roman einer großen Leidenschaft Der farbige Hintergrund des dramatischen Filmgeschehen: ist eine lerne südliche Insel in Heiterkeit und romantischer Schönheit. Ein glückseliges Paradies vom Meer umarmt, von der Sonne geliebt, vom Himmel gesegnet— im Mittelpunkt steht die einzigartige Frau und Künstlerin des deutschen Filma Poststraße Castroper Straße Tragödie von W. Shakespeare. ZARIATELANDER Spät-Vorstellung Samstag 2215 Uhr Sonntag Frühvorst. von bestrickender Feinheit im Lächeln und im Träumen In weiteren Hauptrollen: KARL MARTELL-FERDINAND MARIAN Julia Serda- Paul Bildt- Edw. Jürgensen Täglich.30,.30, 8 Se ab 3 Uhr Vermischtes Das mit Spannung erwartete Groß-Lustspiel nach dem gleichramigen Roman im eschichtliche Filmwerk Linoleum Balatum Stragula Haargarn Große Auswah Deutschland mein Deutschland Frieden im Lande Uns unvergleichliches Heer C große Kaiserparade 1 Unsere herrliche Flotte (Flottenp. Stonsdorfer Die vorbildliche Haar- u. Hautpflege für die Dame für den Herrn m S alon Bernh.Berning Friseurmeister, Inh. erst. Auszeichungen Bochum, Marktplatz 9, am Kuhhirten cher Gebirgskräuterlikör. anregend, Verdauung fördernd. .75.A. ½ Fl..45 R. 4o. Glas arade 1913) Handel und Scnitfahrt blühten 1914 Kriegsausbruch Einbruch der Russen in Ostpreußen Hindenburgs geniale Kriegsführung Bongardstr.13 eben d. Tonhalle befindet sich die Annahmestelle des BA bei der Buch- u. Schreibwarenhandlung Brüderstr. Ecke Märkische Str. Sei's ein Mädchen für die Küche oder irgend sonst semand, im.B..“ die Kleinanzeige schafft Dir schnell die richt'ge Hand. Schreibmaschinen Trautmann, Viktoriastr. 73 Kalserstraße 201 Heute Premiere Richthofens 75. Luttsleg Deutschlands Flotte im Kampf -Boot-Krieg Blockade—-Boot-Falle Kreuzer werden versenkt Hindenburg a. Reichspräs. Marienstraße 14 .55.70 O. 90.20.50 #nd Militär die Hälfte Eintrittspreise Jugendliche ur zeigt ab heute das Tollste, das Uebermütigste was man je im Film gesehen hat! Täglich.30, 6 und 8 Uhr BlauV..1 ZUR POSTKUTSCHE“ Josef Blum- Bochum- Viktoriastr.7 Unterricht Tanzunterricht PrSciafks Telephon 64110" Dorstener Straße 15 * Der neue Anfängerkureus für Erwachsene beginnt Montag, den 10. Januar, 20 Uhr, im Slicher-Haus, Humboldtstraße 14. Anmeldungen hierzu beldigst erbeten Zirkel für Vorgeschrittene, Gesellschaftszirke! Ein neuer Nöh.-Schüler-Kursus findet grundsttzlich vor Ostern nicht statt mit Rüchksicht aut die Schule. Heinz Rühmann Leni Marenbach Hans S öhnker Hell Finkenzeller Werner Fuetterer Im Vorprogamm: Rund um den Godensee„ozg Bei Gesuchen aller Art tausendfach bewährter Helfer, der noch Zeit und Mühe spart. ist der„B..“: provier es selber! eründlichen Unterricht in Cello, Leute. Giterte u. BlockHOte erteilt Altr. Hölemann Denziger Streße und Hellweg 3811 Gründliche Nachhilfe für Quartaner in Latein Gymn.) gesucht. Angebote G. M. 705 74 Anz. Wer erteilt Nachhilfestunden: Erierhich für Quartaner? V. W. 70638 Anz. nach Möglichkeit schon die tellungen zu beauchen Nachmittagsvorsteilutg da Wüst R. A. Roberts Madu Rahl Suse Graf Ernst Dumcke Rolf Weih Erwin Biegel K. Vespermann Spielleitung: Joe Stöcke Das große Lustspie Weitere Darsteller: FITA BENKHOFE 7 HILDEVON STOLZ ERNST WALDOW/ FRIEDRICH KRAHMER Ein fröhliches und verliebtes Spiel, umrahmt von der Eleganz und der Schönheit des Südens. Eine tolle Geschichte um ein Ehepaar in seinen Flitterwochen — ein reizvolles Abenteuer der Liebe und des Glücks Dazu im Beiprogramm: Der Kulturfilm „Blaue Jungens am Rhein“ ein herrlicher Bildbericht von dem ersten Besuch deutscher Kriegsschiffe, nach 25 Jahren, am Rhein. Weiter das Kurzlustspiel:„Die Seitensprünge des Herrn Blohm“ und die neue Wochenschau Täglich.20,.40, 8 Uhr WSEFEIUHT Ss Am BAHNHOF Rpollo Weitmar Der Mann, der Sherlock Holmes war mit Hans Albere, Heinz Rühmann, Hansi Knoteck, Marieluise Claudius und Hilde Weißner Capitol- Werne Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit mit Oiga Tschechowa, Ivan Petrovich, Sabine Petere, Altred Abel Lictoucg Heinrich George, Willy Birgel, Mathias Wieman, Hanneg Steizer Unternehmen PIICHAEL Der Kampfwille der Front in der Märzoffenelve 1918 Sonntag Jugendvorstellung.30 Uhr Wochentag Anfang 5 Uhr Schauburg eca“ Adoll-Aitter-Plet 2 Wir zeigen vom.— 13. Januar 1833: Heinrich George, Carsta Löck, Hans Richter u. a. m. In: Ein Volksfeind (Ein Arzt kämpft gegen eine Stadt) Dazu ein gutes Beiprogramm rapnor=Tneuter Langendreer Lachenohne Ende über Grete Weiser, Ralph Arthur Roberts, Rudolf Platte In: Mädchen für alles Wochentags 4 Uhr, Sonntage 2 Uhr Kammer-Lichtpiele Bochum- Oerthe Freitag bis Montag: Weiß Ferdl, Paul Richter, Trude Hasfelln, Josef Eichhelm in: Gordian der Tyrann Sonntag: Jugendvorstellung Ab Dienstag:„Pat und Patachon im Paradies“ mit Tibor v. Halmay, Lucie Englisch, Mady Rahl. union-Theater Oerthe Die große Film-Operette von Ziehrer: Die Landstreicher m. d. neuen Darstell. E. Drusowitsch. Paul Hörbiger, Rudolf Garl, Gret Theimer, I. Engliech, Rud. Platte. Für Jugendliche nicht zugelassen. im Biede über des, was in den Kinos gesplelt wird, sind Sie nach Stuclum des„B.“ Wenn man der Vater seiner eigenen Frau wird, Wenn der neue Chef nichts ahnend um die Hand dieser Frau anhält, Wenn man gleichzeitig der Mann seiner Schwiegermutter wird, Wenn zu allem Ubel noch die ehemalige Freundin auf der Bildiläche erscheint, dann gibt das unhaltbare und peinliche Situationen Für Sie aber bilden sie ein Lustaptel, das seinen Namen so recht verdient! Im Beiprogramm: Kulturfilm: Sagenhaftes Bodetal Lustspiel: Fellz der Kaier, Japanische Abenteuer Wochenschau.- Sonntag Anfang 2 Uhr gr. FamilienVorstellung mit Rudolf Forster in: Morgenrot. Gloria-Dalast Telepfon 66776 Bochum Rottstraße 26 e Seit 9 Nr. 5: Bochumer Anzeiger 7 Freitag, X. Januar 1938 Kar und Konitz, ale Ankierottäten Zum 30. Todestag von Wilhelm Bulch am 9. Januar— Wilwe Bolte aut chinelisch Der vierte Streich: eine„wahre Geschichte“ Am 9. Januar 1908 starb in Mechtshausen der Vater des unsterblichen deutschen Kinderbuches„Max und Moritz“. Es erscheint heutigentags in Deutschland kaum möglich, daß Eltern zwei von ihren Buben die Namen Max und Moritz geben. Denn was würden die armen Burschen später, vor allem in der Schule, auszuhalten haben! Auf Schritt und Tritt würden sie von den Versen unseres Wilhelm Busch begleitet sein, von jenen Versen, die wir alle aus den eigenen Tagen der Kindheit noch im Ohr haben. Ja, fast 70 Jahre sind seit dem Erscheinen von Max und Moritz" verstrichen, und noch immer begeistern die beiden„Lausejungen“ mit ihren Streichen Junge wie Alte, als Sinnbilder gewissermaßen für Böse Buben“ schlechthin und im übrigen als wahrhaft drastische Beispiele dafür, wie„man nicht sein soll“ und welche Streiche besser ungetan bleiben... Wie es aber zu der Drucklegung dieses Kinderbuches kam, das mutet wie ein kleiner Extra=Streich den das Schicksal in diesem Falle einmal ausnahmsweise nicht einem Autor, sondern im Gegenteil: einem Verleger spielte. Nachdem Wilhelm Busch zunächst nur kleine Zeichnungen— mit und ohne Versen— in den„Fliegenden Blättern" veröffentlicht hatte, erwarb später der Verleger Richter, ein Sohn des bekannten Malers und Zeichners Ludwig Richter, die ersten Bildergeschichten von Wilhelm Busch und brachte sie im Jahre 1864 in Buchform heraus. Jedoch: das Buch ging nicht. Es fand keine Liebhaber. Und so kam es, daß, als Busch kurz danach seinen „Max und Moritz“ fertiggestellt hatte und das Manuskript an den Verleger schickte, dieser es ablehnte. Er versprach sich auch davon nichts! Nun, dann eben nicht, dachte Busch und schickte die Arbeit an einen anderen Verleger. Dieser nahm sie an. Und als das Buch erschien, da mußte Herr Richter sich eingestehen, daß er danebengeraten hatte!„Max und Moritz“ wurde ein Welterfolg. Nun stürzten sich plötzlich die Verleger auf Busch, überhäuften ihn mit Verlagsangeboten. Und dann ging natürlich auch bald die Uebersetzerei los. Sogar die Chinesen lesen heute„Max und Moritz“ in ihrer Landessprache. Und vor ein paar Jahren wurde von einem begeisterten Busch=Verehrer und übrigens einem sehr klugen Manne „Max und Moritz“ sogar ins— Lateinische übersetzt, zur Freude all derer, denen diese schöne klassische Sprache mehr ist als eine mehr oder minder trübe * Schulerinnerung...umas 5. S., stellt. 9i. Wenn man nun aber einmal die Frage steut: Wie kam Wilhelm Busch, der ja keine Kinder gehabt hat und der ein einsamer Sonderling war, dazu, derartig lebenswahre Geschichten zu„erfinden"?, dann gibt die Biographie des Künstlers darauf die verblüffende Antwort: er hat die Geschichten selbst erlebt! So gehört zu dem Wenigen, was Busch aus seinem Leben und 1 vor allem aus seiner Kindheit einem neugierigen Publikum verraten hat, zum Beispiel die Geschichte von einem verrosteten Kirchenschlüssel. Diesen hatte der Küsterssohn des Dorfes, in dem der kleine Busch die ersten Jahre seiner Kindheit verbrachte, mit einem Zündloch versehen. Der kleine Wilhelm stahl dazu etwas Pulver aus einer Kruke, die sein Vater auf dem Speicher stehen hatte. Und dann vergnügten sich die beiden Buben beim Kühehüten auf einer abseits gelegenen Waldwiese damit, aus dem alten Schlüssel gewaltige Böllerschüsse abzugeben. Daß der kleine Pulverdieb nachher Prügel bekam und daß Busch in seinen Erinnerungen in bezug auf diese Tatsache schreibt:„... Und sonderbar! Ich bin weder Jäger noch Soldat geworden"..., das sei hier nur nebenbei erwähnt.— Für den Max=und=Moritz=Forscher ist etwas anderes von größerer Wichtigkeit: Mit 9 Jahren siedelte der kleine Busch zu seinem Onkel nach Ebergötzen über. Dort gab es einen„Dorftrottel". Diesem füllte Wilhelm eines schönen Tages die Tabakspfeife mit Kuhhaaren in der Hoffnung, dem arglosen Raucher einen bösen Streich gespielt zu haben. Aber:„... er rauchte sie aus, bis aufs letzte Härchen... mit dem Ausdruck der seligsten Zufriedenheit. Also der Erfolg war unerwünscht... Es macht nichts. Ein Trottel bleibt immer eine schmeichelhafte Erinnerung"(trotz der Prügel, die auch dieser„Streich“ einbrachte). Man braucht diese beiden Kindheitserlebnisse— die ja durch das beidermalige„Prügel=Resultat“ durchaus etwas Gemeinsames haben— nur miteinander zu verquicken, und schon haben wir die Geschichte vom Lehrer Lämpel, dem die bösen Buben Max und Moritz bekanntlich— Pulver in die Tabakspfeife stopften... In ähnlicher Weise hat auch der sechste Streich der Bösewichter, wo sie beim Bäcker einsteigen, dort in die Mulde mit Teig fallen, darauf als Brote in den Ofen geschoben werden, sich aber dann noch einmal„herausbeißen", seine„Urgeschichte“ in einem Kindheitserlebnis des Künstlers. Gleich am Tage seiner Ankunft in Ebergötzen schloß der kleine Wilhelm mit dem Sohn des dortigen Müllers Freundschaft, einen Freundschaftsbund übrigens, der dann ein ganzes Leben halten sollte. Von den ersten gemeinsamen Streichen der Freunde ist dem Schöpfer des„Max und Moritz" besonders einer in Erinnerung geblieben:„. Wir gingen vors Dorf hinaus, um zu baden. Wir machten eine Mudde aus Erde und Wasser..., überkleisterten uns damit von oben bis unten, legten uns in die Sonne, bis wir inkrustiert waren wie Pasteten und spültens im Bach wieder ab.“——— Wen will es wundern, daß zu den zwei„erlebten“ Streichen noch fünf„erfundene“ gehören? Max und Moritz sind ja nicht nur das Werk eines unterhaltsamen Humoristen, sondern zugleich die Phantasie=Kinder eines großen Künstlers, dem mehr zu Gebote steht als„nur“ Erinnerungen. Annahmestellen tür Kleinanzeigen Bochum Rathausplatz 8. Hauptgeschäftsstelle: Essener Straße 12 Fräulein Jeckel Schreibwarenhandl. Hattinger Strabe 20 G Lansenstück Schreibwarenhandl. Hattinger Straße 14 Karl Regelmann Buchhandlung .-Altenbochum Wittener Straße 241 Geors Lillpopp: Wittener Straße 253 H. Stüchemann .-Dahlhausen Elberger Strabe 4 E. Kipper: Dr-C. Otto-Strabe E. Bings .-Gerthe Castroper Hellweg 417 Buchdruckerei Zülch: Lothringer Straße 18 August Reuter .-Grumme Josefinenstraße 59 Frau Heinrich Pohl Zigarrengeschätt .-Hamme Dorstener Straße 171 Franz Grummet .-Harpen HarpenerHellweg 183 Hugo Rchter: Echsee 9 Frur Schneider .-Laer Wittener Straße 428 Auguste Eckert .-Langendreer Kaiserstraße 201 M. Nußbaum .-Linden Hattinger Straße 807 Eduard Beck .-Riemke Auf dem Dahlacker 45 oh. Szyska. Buchh.: Herner Straße 259 Friedtich Kilbsch: Herner Straße 384 Wilhelm Cornelius .-Stiepel Am Hang 52a Altred Berle: .-Weitmar Hattinger Straße 200 (Ecke Kohlenstraße) Mare Hübel .-Werne Zur Werner Heide 42 Fritz Gärtner: Zur Werner Heide 14 .Gräwe. Schreibw’h. Hattingen Viktor-Lutze-Str. 3 Carl Albert .-Eickel Hindenburgstraße 7 J. Arntz. Zigarreng. Wattenscheld Hochstraße 12 Buchhandl Lohn: Hochstraße 34 Wilh. Schoppmeler .-Höntrop Am Bahnhof Robert Bauditz Nach dem großen Bühnenerfolg „Petermann fährt nach Madeira“ ERNST WALDOW, FITA BENKHOFF HUGO FISCHER- KÖPPE H. SCHNEIDER. BERTH. EBBECKE WALTER GROSS. BEPPO BREM Sonne über Madeira! Das Paradies auf Erden! Jeder Adam findet seine Eva, bloß Petermann wird rückfällig. dicktälliger als zuvor. Aber er wird kuriert, gründlich und auf eine sehrnet e Weise. Err st Waldow als Petermann eine Kanone des Humors und Fita Benkhoft das, was man in Berlin eine„kesse Rübe“ nennt, aber stark gedämpft und mit sehr viel Herz Kulturflim: Den Schaden trügt schner d. Jahrhundert Wo..30.15 8 Sonntag ab 3 Uhr In teusenden Bochumer Familien liegt frühmorgens der Bochumer Anzeiger auf dem Tisch: Meist gilt denn der erste Blick den Familienanzeigen Wollen Sie also Familiengeschehen einem großen Personenkreis zur Kenntnis bringen, veröffentlichen Sie eine Anzeige im Bochumer Anzeiger 10 Nr. 5 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 7. Januar 1938 Nachrichten aus Groß-Bochum Wsee Weesthensach„.. 4un Wrert#siadtthegter, Bochum. Heutez,„ 265, Fledgrmage.“ Anser Tertehthjac,mang Her.., gen, Agüggen, Der, Srrausigen, Hcpigen Allerlei nebenbei— und doch sehr wichtig „Der Fahrer eines Fahrzeuges hat so zu halten, daß der Verkehr nicht behindert oder gefährdet wird." Stadttheater Bochum. Heute:„Die Fledermaus.“„Die gisherigen Aufführungen der Straußschen klassischen Meisteroperette„Die Fledermaus“ innerhalb der Gastspiele der Kölner Oper fanden ein so starkes Publikumsinteresse, daß auch für die heutige Aufführung ein ausverkauftes Haus Viele mögen sich über diesen ersten Absatz des§ 15 der StVO. wundern, weil er etwas Selbstverständliches ausdrücklich zur Verordnung stempelt. Aber so selbstverständlich ist es gar nicht, denn es wird vielfach den Tag über gerade gegen diesen Paragraphen gesündigt. Wie zum Beispiel? Der Fahrer eines Lieferwagens muß im Haus Nr. 10 einer vielbefahrenen Straße Waren abliefern und findet die rechte Straßenseite vor diesem Hause mit parkenden Fahrzeugen besetzt. Obwohl einige Meter weiter eine Lücke zum Halten vorhanden ist, bleibt er aus Bequemlichkeit einfach neben einem parkenden Wagen vor dem Hause Nr. 10 mitten auf dem Fahrdamm stehen, ladet umständlich ab, muß vielleicht noch einige Zeit auf die Empfangsbestätigung warten, ehe er dann endlich mit seinem Fahrzeug weiterfahren kann. Die Folge davon ist eine empfindliche Behinderung, wenn nicht gar Gefährdung des fließenden Durchgangsverkehrs durch das im Wege stehende Fahrzeug. Der§ 18 gestattet wohl das Be= und Entladen auf der Straße— nicht etwa auf der Straßenmitte—. aber auch nur dann, wenn dies ohne besondere Erschwernis sonst nicht möglich ist. Das Ladegeschäft auf der Straße muß außerdem ohne Verzögerung durchgeführt werden. Bei der Gelegenheit sei festgestellt, daß nur auf der rechten Seite in der Fahrtrichtung gehalten werden darf. abgesehen von Einbahnstraßen, in denen man auf beiden Seiten halten oder parken darf. Wo ist das Parken grundsätzlich verboten? Vornehmste Aufgabe der Verkehrspolizeibehörde ist, vorbeugend und unfallverhütend zu wirken. Diesem Grundsatz trägt die neue Straßenverkehrsordnung auch dadurch Rechnung, daß sie über das Parken ganz klare Bestimmungen herausgestellt hat. Das Parken, also das Aufstellen von Fahrzeugen, soweit es nicht nur zum Ein= oder Aussteigen und Be= oder Entladen geschieht, ist nicht zulässig an den durch amtliche Verkehrszeichen ausdrücklich verbotenen Stellen, an engen und unübersichtlichen Straßenstellen sowie in scharfen Straßenkrümmungen. an Verkehrsinseln, vor Grundstücks=Ein= und Ausfahrten, sowie auf den mittleren von drei oder mehr voneinander getrennten Fahrbahnen einer Straße. Die im Interesse des Verkehrs notwendigen Parkverbote haben eine streng zu beachtende Aenderung erfahren; die Parkverbotsgrenzen vor und hinter Haltestellenschildern der öffentlichen Verkehrsmittel und vor und hinter Straßenkreuzungen oder=einmündungen sind von fünf auf je zehn Meter erweitert worden. Diese neue Regelung war trotz des Mangels an Parkraum auf den öffentlichen Straßen notwendig, um den Kraftomnibussen das Heranfahren an die Gehbahn zu ermöglichen. Bei Straßenkreuzungen und =einmündungen wird die Entfernung der 10=MeterFreigrenze von der Ecke gerechnet, an der die Fahrbahnkanten zusammentreffen. Kurzes Aufblinken der Scheinwerfer statt Hupzeichen gestattet Der Kampf des Berliner Polizeipräsidenten gegen das sinnlose Hupen an jeder Straßenkreuzung hat die Reichshauptstadt zu einer der ruhigsten Großstädte gemacht. Die in Berlin gesammelten Erfahrungen haben auch in der neuen Straßenverkehrsordnung ihren Niederschlag gefunden. Die Abgabe von Warnzeichen ist durch die Neufassung der Vorschriften auf das notwendigste Maß beschränkt worden, um den Verkehrsgebracht. Wer Verantwortung besitzt, reicht seine Gabe zu erwarten ist. Da die Zahl der Wiederholungen der freudigen Herzens, wenn die nimmermüden Sammler„Fledermaus"=Aufführung beschränkt ist, sei es jedem andas Minterhilfswerks ihn aufsuchen. geraten, nach Möglichkeit die heutige Gelegenheit, die Kölner des Winterhilfswerts ihn aufsuchen.„ Aufführung zu sehen, wahrzunehmen(Vormiete): Beginn Der erste Eintopfsonntag im neuen Jahr wird alle der Aufführung: 19.30 Uhr. Morgen findet für die Spielvorjährigen der Spielungeteilten zur Fürsorge für die bedürftigen Volks= Erfolg, das auch bei den Aufsührungen in dieser Spielgenossen dürfen am Sonntag nicht geringer sein als zeit ein starkes Publikumsinteresse zu erwarten ist.: Die genossen Lürfen, am Sonntag nicht geringex hein Eis morgige Aufführung ist jur den Braunen Rung angesevt. an den Eintopssonntagen im vergangenen Jahr. Im Personalnachrichten Am 5. Januar legten vor der Dortmunder Handwerkskammer ihre Meisterprüfung mit Erfolg ab: Alfred Herchenröder, Heinrich Herms jun., Willi Issel, Otto Preuß(sämtlich Bochum) und Ewald Klein(Wattenscheid). Goldene Hochzeit Gegenteil. Wer in der Lage ist, soll sie noch höher bemessen und dadurch beweisen, daß er auch 1938 durch freiwillige Opferbereitschaft am Aufbauwerk des Fühmithelfen will. Sozialisten der Tat sein, das rers Tradiionseue wollen wir am Anfang des neuen Jahres freudigen Herzens bekennen. Mit dem goldenen Ehrenzeichen der HJ. ausgezeichnet. Eine besondere Freude erfuhr bei seinem Weihnachtsurlaub der im RAD., Abteilung 2/194, Diepholz, weilende Arbeitsdienstmann Heinz Auf der Landwehr. Ihm wurde nämlich während seines Weihnachtsurlaubs in Bochum das goldene Ehrenzeichen der Hitler=Jugend verliehen. Heinz Auf der Landwehr, aus altem Bauerngeschlecht stammend, stand bereits im Veterauen= und Landwehrkameradschaft Bochum hielt am 2. Januar im Vereinsheim Witwe Hugo Schatz ihren ersten Generalappell im neuen Jahr ab. Zu Beginn der Versammlung gedachte Kameradschaftsführer Werner des verewigten Feldyerrn Ludendorff und der im letzten Jahre verstorbenen Kameraden. Dann wurde mit dem Jahresbericht bekanntgegeben, daß alle Kameradschaftsführer und Beiräte in ihrem Amt bleiben und die Kameraden Schäfer und Gerold zu Kassenprüfern ernannt sind. Kassenwart Haus wurde in seinem mühevollen Amt entlastet. Den Hauptteil der Versammlung bildete dann die Weihnachtsund Neujahrsfeier, zu der auch die Frauen der Kameraden erschienen waren. Nach einer Festansprache von Kameradschaftsführer Werner wurden die Frauen mit einer großen Weihnachtstüte beschenkt. Zum Schluß wurden noch zwei Kameraden besonders geehrt: der 85jährige Altveteran Kaad Emmerich und Josef Hausmann, der Gründer der Mit großem sshauptversammlung am ine Liebe zum Bauernberuf. Gleich Mittwoch in der„Uhle“ Kenntnis genommen von dem Entnach dem Verlassen der Schule kam er in die Nähe schlusse des Kameradschaftsführers Knop, aus gesundheitvon Diepholz auf den Wiecheringschen Hof. lichen„Rücksichten und wegen Ueberlanung von Freitug, 7. Januar, feiern die Eheleute Kark Waibel und Frau, Anna geb. Waibel, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Sie stehen im Alter von 78 beziehungsweise 70 Jahren. Seit 39 Johren wohnen sie Sternstraße 1. Mit ihnen feiern drei Kinder und neun Enkelkinder. Der Jubelbräutigam ist Gründer des Turnerbundes Bochum 1884 und war 13 Jahre 1. Vorsitzender. ichen Rücksichten und„wegen, Ueberlastung von seinem Amte zurückzutreten. Kamerad Knop. der 12 Jahre hindurch Bohrmaschine aus einer Baubude gestohlen. In den an der Spitze der Bochumer Jägerkameradschaft stand, hat 5“ cd zember bis zum 2“ Dezemnher in treuer Hingabe an sein Amt die ihm obliegenden GeNächten vom 24. Dezemver bis zum 27. Dezember ein kreuer Hingahe an fein umt die ihmvollegengen Geschäfte mit größter Gewissenhaftigkeit geführt, wofür ihm Nächten vom..—., Aguhuh; die sich auf dem Lechennlatz schälte mit Größser, Gewisenhaftiglezt ge wurden aus einer Baudube, bietsich auf dem Hechenp#n9# in der Versammlung am Mittwoch Dank und Anerkennung der der Gewerkschaft Constantin, Schacht 10, in Bochum= gezollt und die Ernennung zum Ehrenkameradschaftsführer Hiltray hefindet bei einem Einbruch eine elektrische ausgesprochen wurde. Sein Nachfolaer im Amt des KameHalttor deiindet, ver enn;:u, 116 Tchuin, radschaftsführers wurde Kamerad Mar Unterdammer. Bohrmaschine, eine Handbohrmaschine und eine Schmir In Her' sonstigen Zusammensetzung des Vorstandes der gelmaschine gestohlen. Wo sind die Maschinen zum Kauf angeboten oder gesehen worden?„Wer kann sonst sachdienliche Auskünfte zu dem Diebstahl geben? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, werden vom 5. Kriminalkommissariat, 5. Kriminalkommissariat, Nebenstelle Bochum=Gerthe, oder von jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen. In der soggen„Zuigmmensetzung des Vorntandes der Bochumer Jägerkameradschaft ändert sich nichts mit Ausnahme des Postens eines Fechtwartes den das Ehrenmitglied der Kameradschaft Ferdinand Winkelmann übernommen hat. Im übrigen gelangten in der Versammlung der Jahres=, Kassen= und Schießbericht zur Verlesung. Es sei noch erwähnt, daß die Bochumer Jägerkameradschaft in selbstverständlicher Erfüllung einer sozialen Pflicht sich auch diesen Winter wieder an dem Opferschießen zum Besten des Winterhilfswerkes beteiligt. gesbruder Fritz Pitsch zu seinem 70. Geburtstag eine besondere Ehrung. In Ansprachen und Glückwünschen wurde dem hochbetagten Sangesbruder, der nun schon länger als ein Menschenalter für den Verein tätig ist, der Dank ausgesprochen. Es war für den Jubilar eine besondere Ehrung, daß man ihm einen der zahlreichen, einst von ihm ersungenen Preise in Anerkennung seiner Treue für die Sangessoche überreichte, den Fritz Pitsch natürlich auch mit größter Freude entgegennahm. Stadtteil Linden=Dahlbausen Balgen und Galer, die berschwanden 75 Jahre alt. Gestern beging der Invalide Michael Belles, Dr.=.=Otto=Straße 121, seinen 75. Geburtstag. Er ist noch sehr rüstig und verfolgt mit größtem Interesse die neuesten Geschehnisse in der Zeitung Bei seiner Tochter, Frau H. Astenscheidt, erfreut er sich einer liebevollen Pflege. Am Güter und Schlösser an dem Stadtgrenzstrich Bochum-Wattenscheid— Wanne=Eickel Die Güter Lakenbruch, Horle und Nosthausen spielten vor Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Wenn uns die Geschichte nicht einige Daten zurückbehalten hätte, wüßte man heute von ihnen nichts, denn sie sind spurlos vom Boden verschwunden. So finden wir in der Heimatgeschichte einen Verzu sichern. Das Konzert findet im Stuhlmannschen Saale an der Hiltroper Straße statt. Dieser Veranstaltung wird nicht nur in Kameradenkreisen, sondern auch von den übrigen Bewohnern dieser Stadtteile lebhaftes Interesse entgegengebracht. Das ist nicht zu verwundern, wenn man berücksichtigt, daß es über dreißig lärm in allen Städten mehr als bisher zu verringern. Wenn auch der Fahrzeugfahrer gefährdete Verkehrsmerk, daß Gut Lakenbruch beispielsweise vor hundert Jahre her ist, seitdem man ein solches Konzert zuletzt Jahren unter Zwangsverwaltung gestanden hat. Das am Orte gehört hat. Gut Lakenbruch lag in der früheren Gemeinde Horde! 25jähriges Dienstiubiläum. Rechnungsführer Gust. an der Grenze zu Röhlinghausen, etwa im Bereich König, Bochumer Straße 248, konnte bei der Hauptder alten Königsgruber Kolonie,, Wir finden heute verwaltung der Gewerkschaft Vereinigte Constantin noch die Straße„Am Lakenbruch“ in Röhlinghgusen. der Große auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Gut Lakenbruch war viele Jahre im Besitz der Asche= Die Verwaltung sowie die Kameraden ließen ihm die brocks. So kommt um 1500 ein Lake in Hüllen vor. gebührende Ehrung zuteil werden. Ob er mit dem Gut in Verbindung stand, ist nicht ganz klar. Jedenfalls saß 1592 Jürgen von Aschebrock Stadtteil Harpen auf dem Gut. Jost von Aschebrock auf Lakenbruch war von 1609 bis 1612 Droste des Amtes Bochum.] 72 Jahre alt. Ehefrau Karoline Feldmann, teilnehmer durch Warnzeichen auf das Herannahen seines Fahrzeuges aufmerksam machen muß, so ist es doch streng verboten, Warnzeichen zu anderen Zwecken, insbesondere im Interesse des eigenen rücksichtslosen Fahrens, abzugeben. Es darf auch nicht mehr als unbedingt notwendig gehupt werden. Dabei sei besonders darauf hingewiesen, daß das Geben von Warnsignalen den Fahrer durchaus nicht von seiner Sorgfaltspflicht entbindet. Die Absicht des Ueberholens darf durch mnzeichen kundgsgeben werden. Als Warnzeichen sind Schallzeichen(Hupen) zu geben Neu ist die Bestimmung, daß bei Dunkelheit an Stelle des Hupens auch Leuchtzeichen gegeben werden können durch kurzes Aufblenden der Scheinwerfer, wenn zum Beispiel in wenig beleuchteten Nebenstraßen diese Zeichen deutlich wahrgenommen werden können. Eines ist dabei aber streng zu beachten: das Aufblenden der Scheinwerfer darf andere entgegenkommende Fahrzeugführer nicht blenden. Denn auch dabei muß der§ 33 der StVO. respektiert werden, der das rechtzeitige Abblenden der Scheinwerfer anordnet, wenn die Sicherheit des Verkehrs auf oder neben der Straße, insbesondere die Rücksicht auf entgegenkommende Verkehrsteilnehmer es erfordert. Diese Verpflichtung besteht gegenüber Fußgängern nur, wenn sie in geschlossenen Abteilungen marschieren. Wenig bekannt dürfte es wohl sein, daß beim Halten vor Eisenbahnübergängen in Schienenhöhe stets abzublenden ist und Suchscheinwerfer nur vorübergehend und nicht zum Beleuchten der Fahrbahn benutzt werden dürfen. Wenn die Fahrbahn durch andere Lichtquellen ausreichend beleuchtet ist, zum Beispiel die Straßen in den Städten, darf mit Standlicht gefahren werden. kinder bringen der Hochbetagten, die sich als Alteingesessene allgemeiner Beliebtheit erfreut, am heutigen Tage ihre besten Wünsche dar. Im vergangenen Jahre beging das Paar die goldene Hochzeit. schichte unserer Heimat nicht festgehalten. Nicht anders ist es mit dem Gut Horle oder Hurle, das dem Stadtteil und der früheren Gemeinde den Namen gab. In einer Urkunde aus dem Jahre 1027 des Erzbischofs Pilgrim von Köln wird Horle bereits erwähnt. Das Geschlecht derer von Horle starb schon früh aus. 1398 wird Röttger von Dorneburg genannt Aschebrock, mit Horle bedient. Die Heimatgeschichte vermutet, daß das Gut später in den Besitz von Dahlhausen gekommen ist. Der letzte Ueberrest des Gutes wird in dem sogenannten Hordelhof gesehen. Das Schloß Nosthausen oder Nosthusen soll ebenfalls im 18 Jahrhundert von der Bildfläche verschwunden sein. Noch heute findet man Reste auf dem Gelände neben Lönsmühle, die noch von der Schloßkapelle berrühren solen. Fcggigz, rüh taucht der Name /46g brachte: Zu Mitarbeitern wurden ernannt: Kassierer von Aschebrog., Aischebrock Proste“ 9 Hochum, St. Kruppka, Schriftführer Poll, Korbwart Alb. ist ein Fürgen von Asche#hehrock genannt, der Stuhldreher,=Kassenrevisoren Franz Gümpel Stadtteil Laer 70 Jahre alt. Gestern konnte die Witwe Maria roniger, Wittener Straße 433, ihren 70. Geburtstag begehen. Sie erfreut sich sowohl körperlich als auch geistig bester Gesundheit und Frische. Der Haus= und Grundbesitzerverein kam zusammen. Im Lokale Wolf versammelten sich die Mitglieder des Haus= und Grundbesitzervereins. Als wichtigsten Punkt behandelte der Vereinsführer die Bestimmungen über Fortschreibung von Grundstückseinheiten. Ebenso wichtig waren die Ausführungen über die Bürgersteuer 1938. Abschließend sprach dann Rechtsanwalt und Notar Vogelbruch zu den Mitgliedern über das Thema: Preisbildung und Preisüberwachung bei Mieten. Pokalschießen in Linden. Die Kameradschaft der ehemaligen Soldaten, Linden, veranstaltet an den Samstagen, 8. und 15. Januar, ab 15 Uhr, und an den Sonntagen, 9. und 16 Januar, ab morgens 10 Uhr bis mittags 1 Uhr, auf dem Schießstand an der Hilligenstraße in Linden ein Pokalschießen. Es wird der Kameradschaftspokal ausgeschossen, der im Jahre 1934 von dem Mitglied Ernst Wolff. im Jahre 1935 von August Schulte und im Jahre 1936 von Karl Thöne errungen wurde. Es ergeht an alle Mitglieder die Bitte, sich auch in diesem Jahre an dem Kameradschaftsschießen zu beteiligen. Stadtteil Stievel Geburtstagskalender. Heute, 7. Januar, begeht die Witwe Lina Eikelbeck, geb. Vedohr. Gräfin=ImmaStraße, ihr 75. Wiegenfest bei bester Gesundheit. Ein großer Verwandtenkreis wird der Hochbetagten die besten Glückwünsche aussprechen.— Samstag, 8. Januar, feiekn die Geschwister Frau Heinrich Haarmann=Stemmann, Kemnader Straße und Frau Karl Burghoff, Im Haarmannsbusch 100, im trauten Familienkreise ihren diesjährigen Geburtstag. Die Erstgenannte begeht ihren 78. Geburtstag, und Frau Burghoff wird 76 Jahre alt. Beide Stiepelerinnen nehmen an den Geschehnissen des Tages noch regen Anteil. Jahreshauptversammlung des Brieftaubenzucht: Stadtteil Brenschede vereins„Luftkreuzer". Der Verein hielt Sonntag seine Jahreshauptversammlung ab, die eine einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vereinsführers Stodt Verbotener Handel mit Arzneimitteln Ein Gewerbetreibender hat mit Genehmigung der Betriebsleiter Betriebe aufgesucht, um in den Arbeitspausen Vorträge über Blutreinigungskuren zu halten und alsdann Aufträge für den Verkauf von MistelBlutreinigungstee und Faulbaumrindenpulver entgegenzunehmen oder zu sammeln. Das Gesundheitsamt bittet die Betriebsleiter, darauf zu achten, daß diese Art der Werbung und der Gestaltung eines Gewerbebetriebes nicht einreißt. Alle Stoffe und Zubereitungen, die zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten dienen sollen, sind Arzneimittel. Ihr Vertrieb in der geschilderten Weise ist verboten und strafbar. Wiedersehen mit Herrn Eintopf Zum vierten Male in diesem Jahre NSG Es erübrigt sich, um die Bedeutung des deutschen Eintopssonntags noch viele Wort zu machen. Heute weiß es jeder, daß der Eintopssonntag die schönste Einrichtung des Opferwerkes WHW. ist. Am nächsten Einrichtung des Opferwerkes WHW. ist. Am n Sonntag wendet sich das Winterhilfswerk wiederum an den Opferwillen der südwestfälischen Volksgenossen. Wer sich vom Opfer des Eintopssonntags ohne triftigen Grund ausschließt, verdient die Segnungen nicht, die andere für das Glück Deutschlands erreicht haben. Zwar haben die vorausgegangenen Feiertage manchen Geldbeutel erheblich in Mitleidenschaft gezagen, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Tur,###; 1550 wird ein Georg von Asche##u Pz de Schwager der Anna von und zu Eyll auf Dahlhausen ist. Das Erbe übernahm 1600 Heinrich, 1630 Johann, 1650 Philipp Otto. 1670 Wennemar Dietrich. 1688 Otto Heinrich von Aschebrock. Der letztere verheiratete sich mit Aanes Franziska Marie von Dobbe. Die letzte dieser Aschebrockschen Linie war eine Aebtissin zu Flaesheim im Vest Recklinghausen. Diese setzte ihren Vetter, einen Leutnant I. W. von Dobbe auf Lyren bei Wattenscheid zum Universalerben ein. Dieser aber starb kinderlos, und wieder sind es die Vettern die Nosthausen übernehmen. Zu Anfana des 19. Jahrbunderts wird ein Herr von Asbeck genannt. Das Gut war aber schon Jahrzehnte vorher arg vernachlässiat worden. Um sich Barmittel zu verschaffen, wurde ein Kotten nach dem anderen verpfändet, und schließlich brach auch diese Herrschaft zusammen. Die Stadt Bochum erwarb vor elf Jahren das Restgut mit 135 Morgen Land. Man könnte noch eine ganze Reihe von Schlössern und Gütern anführen, die einstmals in der näheren und weiteren Umgebung der bereits aufgeführten Güter gestanden und eine beachtliche Rolle gespielt haben. Die alte Burg Eickel, das Schloß Steinhausen usw. haben alle einmal bestanden. Der Zahn der Zeit hat sie vernichtet, in der Heimatgeschichte lebt ihr Name weiter. Die Namen künden alle.von jener Zeit, als der Bergbau bei uns noch nicht beimisch war, da noch Wald und Flur das Gebiet des heutigen Kohlenpotts beherrschten. und Leineweber. Als Vereinslokal wird Münstermann beibehalten. Von der NS.=Volkswohlfahrt. Heute, Freitag um 20 Uhr, findet beim Pg. Hans Zeiger, Wittener Straße, eine wichtige Sitzung der Zellen= und Blockwarte der Ortsgruppe Laer der NS.=Volkswohlfahrt statt. Die Genannten haben restlos zu erscheinen!—Die JanuarPfundsammlung wird nach dem 22. Januar durchgeführt. Laers Schützen kamen zusammen. Im Möllerschen Saale kamen die Mitglieder des Bürgerschützenvereins 1928 Laer zusammen, um mit ihren Angehörigen frohe Stunden im Schützenkreise zu verleben. Zu Beginn hieß Vereinsführer Müller die Erschienenen herzlich willkommen und nahm die Ehrung der besten Schützen des letzten Preisschießens vor. Bester Jahresdurchschnittsschütze und gleichzeitig Pokalsieger war Unteroffizier Brand. Die nächstbesten Schützen waren: Gleim, Eggemeier, Willich, Leimann und Flentie. Weiter geehrt wurden noch die zwölf besten Schützen im Wehrmannbüchsen= und die sechs besten im Kleinkaliberschießen. Den Siegern wurden Ehrenpreise und Ehrenscheiben, übepreicht. König Josef dankte allen, die mit zum Wohle des Vereins beitrugen, für ihre unermüdliche Mitarbeit. Mehreren Kameraden wurde das Verbandszeichen des Deutschen Schützenbundes überreicht. Der Ortsgruppe des WHW. konnte ein stattlicher Betrag zugehen. Aus dem Nachbargebiet Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen „Unsere kolonialen Forderungen.“ Am 18. Januar findet im Saale Franz Fabri an der Riemker Straße in Bochum V ein Lichtbildervortrag statt, der das Thema„Unsere kolonialen Forderungen!“ behandelt. Der Ortsverband Bochum=Marmelshagen des Reichskolonialbundes erwartet alle Volksgenossen und Volksgenossinnen aus Marmelshagen an diesem Abend. Stadtteil Riemke Militärkonzert in Riemke. Es ist dem Unternehmungsgeist der Krieger= und Landwehrkameradschaft Hofstede in Verbindung mit der Artisleriekameradschaft Bochum=Riemke gelungen, für den 28. Jonuar in der Zeit von 19 bis 28 Uhr ein graßes Militärkonzert, ausgeführt vom Musikkorvs des Flok=Regiments Nr. wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Das Lp'et ausgeführt vom Musikkarvs des Flgk=Regiments Nr des Eintopssonntags wird für Deutschlanos Zukunft(Dortmund) unter Leitung des Musirmeisters Nehl Stadtteil Werne Neuer Maurermeister. Vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer Dortmund bestand der Maurer Meinhold Wächter seine Meisterprüfung mit gutem Erfolg. Wohnungswechsel des Landpostens III im 12. Polizeirevier. Ortsteil Kaltenhardt. Mit dem 20. Dezember 1937 hat der Landposten III im Ortsteil„Kalten= hardt", in Bochum=Langendreer. Polizeihauvtwachtmeister Knehans seinen Wohnsitz von Wittener Straße 724 nach Urbanusstraße 8 verlegt. Polizeihauptwachtmeister Knehans ist fernmündlich unter Bochum 71593 zu erreichen. Sprechtag bei der NSKOV. Am 21. Januar ist Kamerad Olmes von der Gaugeschäftsstelle für alle Angehörige der RSKOV. in der Geschäftsstelle zu sprechen. Stadtteil Langendreer MGV. ehrt einen Sangesbruder. Bei der letzten Versammlung des MGV.„Westfalia“ erlebte der SanSeite 11 Nr. Als Reichsba ##tassentag in Es ##sehr beachtete 9 zu den versamt Stassen:„Wenn, nenz so sagen WReich hraucht. freiwinigen, Mi Sparers wird. Aegzelnen zunse Reihen sich ja uationaligeng Versttigguueb zu rhaltenze * Diese Ausf Apolitische Unter Tsetzen zu könne Tinhaltsreichen schaft über A Jsahreswende, AAdieser Abschnitt Ain seinen stat Verfolg, den wir ##. Vexeits die S „Deutschland. ge #trage von#d EEEE E Eeru en der Einkommer # w i e d e r i n G a r tasten Träger ##kapitalzuwachst 1. Sparkasse * Die Einzal haben sich im Se uverragte 1937 mit 800 Vorjahreszuw erheblich mehr auch alle Jahr gutschriften in gehoben wurd und auch noc waren, so z. Werksparkasse lagen sogarn November 193 neuen Höchst) # 2. Geldkapit Auch bei d ## hat sich in den # bestand aus! besonders deu tion„Spareit Anstieg desje Gelder und #ten geführt n # veraleichhgger resfrist(Okte # lionen. Reichs die festen u Reichsmark. 3. Lebensve Besonders die sich bei d unternehmun anlagen hat 1,8 Milliarde höht; das I# rund 370 M anlagen der zu diesem Ze mark. Die ## talien in er unter starker emnisionen d en s zugeführt. 4. Invalid MGV.„Liederfreund=Schneeglöckchen“. Am vergangenen Sonntag beging der Verein in seinem Vereinsheim Clevinghaus seine traditionelle Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung. In Vertretung des erkrankten Vereinsführers lag die Leitung in Händen des Vereinspräsidenten Julius Düppe, der die sehr zahlreich anwesenden Gäste und die Mitglieder, insbesondere deren Kinder, herzlichst begrüßte. Im Mittelpunkt des Abends stand das Weihnachtsfestspiel„Hans und Liesel in der Weihnachtswerkstatt", das unter Leitung des Kameraden Kramer recht wirkungsvoll von der Spielschar der RSKOV., Ortsgruppe Wiemelhausen, aufgeführt wurde. Lieder des Vereins, gemeinschaftliche Lieder und Gedichte der Kleinen wechselten im Verlauf des Abends einander ab. Der Höhepunkt für die Kinder war das Erscheinen des Nikolaus, der nach schönen Begrüßungsworten die Bescherung vornahm und gegebene Ermahnungen durch Knecht Ruprecht mit dessen Rute unterstreichen ließ. Mit einem gemeinsam gesungenen Liede und Dankesworten des Leiters des Abends wurde die schöne und harmonische Feier geschlossen. Einen b walten wei genden Bei der erreicht menzuwach Prämienres erhöhen un Kapitalmar der Angeste Reichsmark Ende Oktol 339 Millior sicherung v mark(seit Der entsche nahme von sowie zur Körperschaf 5. Private Außerha ger der Gel hringung b Unternehmt Rh.-W Mitg Fertlaufen Stadt Wattenscheid Wechsel in der Leitung des Polizeiabschnitts. In der Leitung des Polizeiabschnitts 4(Wanne=Eickel Wattenscheid) hat sich mit Beginn dieses Jahres ein Wechsel vollzogen. Der seit Monaten hier tätige Major Wenzel ist in gleicher Eigenschaft nach Berlin versetzt worden. Mit der vorläufigen Führung des Polizeiabschnitts ist Hauptmann Viek aus Bochum beauftragt worden. Abestz Pchossch #o Kruge 6% Mittelst Sanberg Berger Buderus Dahlbusch Demag Oiseh. Atlen Dtsch Erdö 0. Reichsb. Dortm. Unie ..Farben Feldmöhle Falten& S0 Goldschmie Kurse der Mütterschule. Die neuen Kurse der Mütterschule werden in der nächsten Woche wieder beginnen. Es ist augenblicklich noch möglich, zu den Kursen neue Anmeldungen weiter entgegenzunehmen. Allerdings muß eine Anmeldung zeitig erfolgen, damit sie noch berücksichtigt werden kann. Die Kurse laufen in Kochen, Nähen, Säuglingspflege, Gesundheitspflege mit häuslicher Krankenpflege und Basteln mit Heimgestaltung. Anmeldungen werden entgegengenommen in der Mütterschule, Sommerdellenstraße 76, während der Zeit von 10 bis 12 und 16 bis 18 Uhr. Ausgenommen sind die Mittwoch= und Samstagnachmittage. ochum ichten r Dortmunder Handg mit Erfolg ab: Alms jun., Willi Issel, nd Ewald Klein(Watbzeit 1 Eheleute Kark Waiibel, das seltene Fest i im Alter von 78 be39 Johren wohnen sie drei Kinder und neun am ist Gründer des war 13 Jahre 1. VorCeite 11 Nr. 5 Bochumer Anzeiger 4 Freitag, 7. Januar 1938 ee was 4 Eine Analyse der Reichs=Kredit=Gesellschaft Wenische Wirlschuft Als Reichsbankpräsident Dr. Schacht auf dem SparSassentag in Essen Ende September 1937 seine damals ##sehr beachtete Rede beendete, sagte er zum Schluß noch #. den versammelten Vertretern der deutschen Spar##. Wenn Sie von dieser Tagung nach Hause komie Ihren Srafern zweierlei: Das Dritte kassen: Ihren Sparern zweiertei: Das Reich braucht seine Aufgaben, sino nur mit eurer ligen Mitarbeit zu lösen. Diese Mitarbeit des Sparers wird genau so gewertet wie die Mitarbeit jedes einzelnen unserer schaffenden Menschen, aus deren Reihen sich ja der Sparer rekrutiert. Und ferner: Die nationalsozialistische Staatsführung ist sich aber auch der Veroflichtung bewußt, dem Sparer das in seinem Wert halten, was er dem Dritten Reiche anvertraut.“ Diese Ausführungen glaubeg wir als wirtschafts. Lurennmahlunge Apolitische Untermalung an den Anfang eines Kapitels Bildung von Realkapital #setzen zu können, das wir für die Behandlung aus dem##—llap Einhaltsreichen Bericht der Reichs=Kreditgesell Mit Recht weist die ReichsAshaft über Deutschlands wirtschaftliche Lage an der hin daß die gesamten oben anc Jahreswende 1937/38 ausgewählt haben. Denn gerade : I h s c h n i t t ü b e r d i e p r i v a t e G e l d k a p i t e tätigkeit, der in früheren Aufschwungsperioden ein besonders großes Gewicht zukam, ist während der letzten Jahre naturgemäß weit hinter die öffentlichen Anleihen zurückgetreten. Seit Mitte 1936 ist eine gewisse Auflockerung insofern zu erkennen, als seitdem auch eine Anzahl bemerkenswerter Neuemissionen von Industrieaktien und Industrieobligationen zugelassen worden ist, wobei selbstverständlich als Verwendungszweck die Finanzierung von Vierjahresplaninvestitionen im Vordergcund standen. Der Gesamtbetrag der Neuemissionen in der Zeit von Januar bis September 1937 wird von der Reichs=Kreditgesellschaft mit 3390 Millionen Reichsmark angegeben; davon entfallen auf öffentliche Anleihen 2848, auf Anleihe privater Unternehmungen 258 und auf Aktienbareinzahlungen 284 Millionen Reichsmark. Mit Recht weist die Reichs=Kreditgesellschaft darauf hin, vaß, die gesamten oben angegebenen Ges#lapitalzuwachsziffern nicht als genaues Bild der, wirklahen peutZavitalbildung anzusehen sind. Auf der einen Seite its die Tatsache— so inem 70. Geburtstag nsprachen und Glücken Sangesbruder, der enalter für den Verein en. Es war für den daß man ihm einen ersungenen Preise in die Sangessoche überich auch mit größter en der Invalide Michael 121, seinen 75. Geund verfolgt mit größehnisse in der Zeitung stenscheidt, erfreut er verein kam zusammen. sich die Mitglieder des Als wichtigsten Punkt e Bestimmungen über inheiten. Ebenso wichber die Bürgersteuer n Rechtsanwalt und Mitgliedern über das überwachung bei Miesie Kameradschaft der veranstaltet an den ib 15 Uhr, und an den ab morgens 10 Uhr chießstand an der Hilschießen. Es wird der n, der im Jahre 1934 . im Jahre 1935 von ahre 1936 von Karl geht an alle Mitglieder hre an dem Kameradanuar, begeht die hr. Gräfin=ImmaGesundheit. Ein Hochbetagten die Samstag, 8. JaHeinrich HaarStraße. und Frau usch 100, im trauGeburtstag. Die irtstag, und Frau ide Stiepelerinnen Tages noch regen zlöckchen". Am verganein in seinem Vereinsionelle Weihnachtsfeier retung des erkrankten in Händen des Vere, der die sehr zahldie Mitglieder, insist begrüßte. Im Miteihnachtsfestspiel„Hans ekstatt", das unter Leier recht wirkungsvoll ., Ortsgruppe Wiemelr des Vereins, gemeinder Kleinen wechselten er ab. Der Höhepunkt inen des Nikolaus, der n die Bescherung vorigen durch Knecht Rueichen ließ. Mit einem ind Dankesworten des schöne und harmonische bargebiet Polizeiabschnitts. In § 4(Wanne=Eickel Wateses Jahres ein Wechsel er tätige Major Went nach Berlin versetzt Führung des Polizeik aus Bochum beaufAm 21. Januar ist Kaschäftsstelle für alle Anschäftsstelle zu sprechen. neuen Kurse der Mütn W o c h e w i e d e r b e g i n möglich, zu den Kursen senzunehmen. Allerdings rfolgen, damit sie noch Kurse laufen in Kochen, idheitspflege mit häusIn mit Heimgestaltung. jenommen in der Müt3, während der Zeit von Ausgenommen sind die tage. 1937 erzielen konnten. Bereite vie Lahache— so schreibt die Reichs=Kreditellschaft—, daß es in den letzten drei Jahren in eutschland gelungen ist. Reichsanleihen im Gesamtbe##trage von über sieben Milliarden Reichsmark unterzu##bringen, läßt erkennen, daß es im Zuge der allgemeinen Wirtschaftsbelebung der Steigerung dex„Erträge und der Einkommen gelungen ist, auch die Gelorapitalbildung #wieder in Gang zu bringen. Untersucht man die wichPtigsten Träger und Erscheinungsformen dieses Geldkapitalzuwachses, so zeigt sich folgendes Bild: Sparkassen Die Einzahlungsüherschüsse der deutschen Sparkassen sind unter diesem Gesichtspunkt die vorstehenden Zif zu hoch, denn in den Zuwachsziffern spiegeln sich neben wirklichen Kapitalbildungsvorgängen auch noch andere Entwicklungen, so insbesondere Liquidierungsvorgange. Wenn z. B. die den Abschreibungen entsprechenden Ersatzinvestitionen unterlassen wurden, so führte das vielfach zu einer Erhöhung der Einlagen bei Banken und Sparkassen, bedeutete aber insoweit keine Kapitalbildung. Auf der anderen Seite aber sind die statistischen Geldkapitalsummen insofern zu klein, als sie bedeutungsvolle Realkavitalbildungsvorgänge innerhalb der Unternehmungen selbst sowie bei der öffentlichen Hand nicht berücksichtigen. Diese aber sind durch die gewaltigen Anstrengungen des Reiches und der Wirtschaft zur Förderung der Arbeitsbeschaffung und der WiederwehrhaftDie Einzahlyunstzuherschie, der deuffnstig entwickelt, machung, später auch für die Durchführung, des zweiten haben sich im laufenden Vayr sehr gumzg Rovemher Vierjahresplans außerordentlich groß gewesen. Sie, überragter, in den Monaten Jannar bis 2eovennve.] An den Kavitalmarkt, werden weiterhin, neue An1937 mit 800 Millionen Reichsmark den vergleichbaren spriche gestellt werden. Von hier aus, so schließt die Vorjahreszuwachs(plus 356 Millionen Reichsmark) um" grehitgesellschaft ihren allgemeinen Bericht über erheblich mehr als das„Doppelte und übertrafen damit d; zrziglten Erfolge und neuen Aufgahen muß die habe soit 1933. Da aleichzeitig auch die Zinsauch alle Jahre senl 1000. Ta gleichfeugg guch en g“ ssamtdurchschnitt der Anleger nicht abgutschriften im Gesamte ntog Suassen parblish. gehoben wurden, sondern bei den Sparrassen vervlieben, und auch noch einige sonstige Zugänge zu verzeichnen waren, so z. B. aus der Ueberführung eines Teils der * Werksparkassen, so ist der Gesamtbestand der Spareinlagen sogar noch erheblich stärker gestiegen und hat Ende November 1937 mit 15.5 Milliarden Reichsmark einen neuen Höchststand erreicht. 2. Geldkapitalbildung bei Kreditbanken Auch bei den privaten und öffentlichen Kreditbanken hat sich in den letzten Jahren ein zunehmender Einlagenbestand aus der Geldkapitalbildung ergeben. Dies geht besonders deutlich hervor aus der Zunahme der Position„Spareinlagen“, sodann aus dem bemerkenswerten Anstieg desjenigen Teils der Kreditoren, der als„Feste Gelder und Gelder auf Kündigung“ bei den Kreditbanken geführt wird. Während die Spareinlagen bei einem veraleichbaren Kreis von 45 Kreditinstituten seit Jah# resfrist(Oktober 1936 bis Oktober 1937) um 132 Millionen Reichsmark zugenommen haben, vermehrten sich die feiten und Kündigungsgelder um 135 Milionen! Reichsmark. 3. Lebensversicherungen Besonders bedeutsam ist sodann die Kapitalbildung, die sich bei den privaten und öffentlichen Versicherungsunternehmungen vollzieht. Der Bestand ihrer KapitalReichs=Kreoieerenschaft ihren ginim#7 die erzielren Erfoige und neuen Aufgaben, muß die hohe nationalwirtschaftliche Aufaabe des Svarers verstanden werden. Mit Nachdruck richten deshalb die für die deutsche Wirtschaftsführung verantwortlichen Persönlichkeiten immer wieder den Avvell zu aufbauender Kapitalbildung an alle Glieder der Nation. Seife aus Kaffeesatz Ein neuer Triumph deutschen Erfindergeistes Die Einfuhr von Rohkaffee nach dem Deutschen Reich betrug in der letzten Zeit im Jahr rund 150000 Tonnen und stellte einen Wert von rund 120 Millionen Reichsmark dar. Dabei diente der eingeführte Kaffee ausschließlich der Herstellung des Kaffeegetränks, während der Satz achtlos fortgeworfen wurde. Was sollte man mit dem Zeug schließlich auch anfangen können? Untersuchungen haben jetzt schon ergeben, daß die Kaffeebohne noch eine ganze Anzahl höchst wertvoller Bestandteile enthält, die auszunutzen im Interesse der deutschen Volkswirtschaft liegt. Was wir bisher unbeachtet gelassen haben, waren rund 16 Gewichtsteile Fett, dann Wachse und Harze, vor allem aber Zellstoffe. Diese Bestandteile sollen nunmehr nutzbar gemacht werden. Berlin liefert vorläufig 9 Tonnen Satz am Tag Ein besonders zu diesem Zweck gegründetes Unternehmen hat in Berlin eine chemische Fabrik errichtet, die es sich zur Aufgabe macht, die im Kaffeesatz enthaltenen Rohstoffe auszuwerten. Kaffeesatz steht in großen Mengen zur Verfügung, und, was besonders wichtig ist, er kostet ja nichts, da alle kaffeeverarbeitenden Betriebe, also jede Großgaststätte, aber auch jeder Haushalt froh sind, den ihnen lästigen Kaffeesatz loszuwerden. Schwierigkeiten entstehen lediglich beim Einsammeln des Satzes. Um diese Schwierigkeit auf ein Mindestmaß einzuschränken, hat man sich vorerst darauf beschränkt, nur die Großverbraucher, also die Gaststätten und Kaffeehäuser, die Hotels, die Kantinen der großen Werke und der öffentlichen Betriebe, in die Sammlung einzubeziehen. Den„Ertrag“ schätzt man etwa auf die Hälfte des Verbrauchs, das sind in Berlin etwa 9 Tonnen am Alles wird verwertet! Durch Aufstellung von Behältern wird das Sammeln erleichtert; diese Sammelgefäße fassen etwa 20 Kilogramm nassen Kaffeesatz. In regelmäßiger Folge werden sie von Lastwagen abgeholt und durch leere Behälter ersetzt. Der so gewonnene Kaffeesatz wird in drei verschiedenen Arbeit? gängen weiterverarbeitet. Nach der Trocknung wird der größte Teil des Fettinhalts, das sind etwa 12 v.., durch Verwendung von Benzin ausgewaschen. Durch ein zum Patent angemeldetes Extraktionsverfahren werden dann nochmals 8 v. H. Fett, Wachs und Harz ausgezogen. Dann verbleibt als Rest ein bräunliches Pulver, das fast reinen Zellstoff darstellt. Wie praktische Versuche bereits ergeben haben, eignet sich dieses Produkt ausgezeichnet als Füllstoff an Stelle von Holzmehl und anderen Füllstoffen für die Herstellung von Preßstoffen, wie sie heute in außerordentlich großer Zahl auf der Phenolgrundlage— aus Kohle— verwendet werden. Am Schluß des Verfahrens ist somit überhaupt kein Rückstand geblieben, vielmehr wurde der an sich wertlose Kaffeesatz hundertprozentig ausgenutzt. Und so wird tatsächlich Seife aus Kaffeesatz... Der wertvollste Bestandteil des neuen Verfahrens ist zweifellos die Fettgewinnung. Die gewonnenen Oele und Fette werden größtenteils zur Seifenherstellung verwendet. Da sie nicht der menschlichen Ernährung dienen, ist es auch nicht notwendig, bei der Bereitstellung des Kaffeesatzes besondere Sorgfalt walten zu lassen. Ohne das Verfahren zu beeinträchtigen, können auch verwandte Abfallstoffe dazugegeben werden wie Teeblätter, Kornkafsee, sowie das bei der Filterung mitverwendete Filtrierpapier. Anleihe=Erfolg Wie bekannt wird, hat der Zeichnungseingang auf die vom 3. bis zum 18. Januar zur Zeichnung aufliegende neue Reichsanleihe recht flott eingesetzt. Von dem Gesamtbetrage von einer Milliarde Reichsmark sind, wie erinnerlich, 250 Millionen Reichsmark vorweg fest gezeichnet worden, so daß noch 750 Millionen Reichsmark durch öffentliche Zeichnung aufgebracht werden müssen. Wie verlautet, übertrifft der bei der jüngsten Anleihe bisher gezeichnete Betrag denjenigen der gleichen Zeit bei der letzten Anleihe um etwa die Hälfte. Zweifellos wird sich auch bei dieser Reichsemission die schon bei den vorhergehenden Anleihen zu beobachtende Zunahme der Zahl der Anleihezeichner fortsetzen und eine weitere Steigerung der Publikumszeichnungen ergeben; mit einem vollen Anleiheerfolg ist sicherlich zu rechnen. So wird der gegenwärtige Appell des Reiches, unterstutzt vor allem durch die stetigen Anleihebedingungen, die günstige Verzinsung und betonte Kurspflege, von dem Vertrauen aller Bevölkerungskreise getragen einen guten Start in das Anlagejahr 1938 bringen. 400 Millionen gingen ins Kino Der Kinobesuch hat sich im vergangenen Jahr weiter günstig entwickelt. Noch nie sind so viel Menschen in die deutschen Lichtspieltheater gegangen. Man schätzt die Besucherzahl auf etwa 400 Millionen. Gegenüber 1936 bedeutet das eine Steigerung um nicht ganz 50 Millionen. Das bisher beste Jahr 1928 wurde übertroffen. Die größere Besucherzahl ist nicht nur für die Lichtspieltheater, sondern auch für die Filmproduktion sehr wichtig, denn die Hersteller sind ja durch die Leihmieten an der Einnahme prozentual beteiligt. Die Zunahme des Kinobesuches ist der beste Weg, um eine finanzielle Gesundung der Filmindustrie zu erreichen. Boisen unenhenniich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Das Geschäft war an den Aktienmärkten ziemlich ruhig und es kam zu Beginn zu leichten Abschwächungen, da die Kulisse mit Ware herauskam und das Publikum bei seinen Käufen mehr Zurückhaltung beobachtete. Nach den ersten Notierungen wurde die Stimmung wieder freundlicher und es kam bei den im Verkehr befindlichen Werten zu leich1 Pfund: 12,42½(Vortag 12,42½) 100 Dollar: 248,50(Vortag 248,30) RM. 100 holl. Gulden: 138,25(Vortag 138,31) RM. 100 franz. Frank: 8,43½(Vortag.43½) RM. 100 Belga: 42,15(Vortag 42,15) RM. 100 Schweiz. Franken: 57,50(Vortag 57,48) 100 öfterr. Schilling: 49,00(Vortag 49,00) RM. 100 ital. Lire: 13,10(Vortag 13,10) RM. Die deutsche Nationalwirtschaft hat einen neuen Hochstand von Produktion und Arbeitsleistung erzielt. Das Volumen der industriellen Prolegege bait isH von Ende 162 bis Ende 16 um zichie„beau von 1923,33, RetichigrPaeilen Fetieke 18 Milliarden Reichsmark, d. h. um rund 48 v. H. er- Industrie er, ie fast 20 Mlutonen Tonnen Rogstatt. bedt: das Jahr 1987 hat eine weitere Zunahme um Die Bedeutung dieser Tatsache beleuchtet den umstand, rund 370 Millionen Reichsmark gebracht. Die Kapital= daß eine Rohstahlproduktion von 18,3 Millionen Tonanlagen der Lebensversicherungen belaufen sich damit bis“ im Hochschwungjahr 1929 in Teutschland gu biesen Heitpunkt auf mehr als 5,8 Milliarden Reichs= nen, wie„sie im####cwg### dam Ginfalstand mark Die Norsichornngen hahen den Duwachs n OeniEtfrige und neur Ausharen Aus dem Bericht der Reichs=Kredit=Gesellschaft Zusammenbruch an der Newyorker Börse Signal des Rückschlags; auch die Preisbaisse * zu diesem Zeitpunkt auf mehr als 58 Milliarde mark. Die Versicherungen haben den Zuwachs an Kapi# talien in erster Linie zur Uebernahme von Effekten unter starker Beteiligung an den Reichskonsolidierungsemissionen der letzten Jahre verwandt. Daneben wurden auch dem Baumarkt durch Hypotheken erhebliche Mittel zugeführt. 4. Invaliden= und Angestelltenversicherung Einen beträchtlichen Teil der Geldkapitalbildung verwalten weiterhin die Sozialversicherungsträger. Bei steigenden Beitragsaufkommen— als unmittelbare Folge der erreichten Vollbeschäftigung und des Arbeitseinkommenzuwachses— war es den Anstalten möglich, ihre als * Prämienreserve dienenden Vermögensanlagen kräftig zu erhöhen und damit umfangreiche Mittel dem deutschen Kapitalmarkt zur Verfügung zu stellen. Das Vermögen der Angestelltenversicherung stieg von rund 2 Milliarden Reichsmark Ende 1932 auf.3 Milliarden Reichsmark Ende Oktober 1937— seit Anfang 1937 allein um 339 Millionen Reichsmark— und das der Invalidenversicherung von 1932 bis 1937 um 1039 Millionen Reichsmark(seit Anfang 1937 um 310 Millionen Reichsmark). Der entscheidende Teil des Zuwachses wurde zur Uebernahme von Wertvapieren(insbesondere Reichsanleihen) sowie zur Hingabe von Darlehen an öffentlich=rechtliche Körperschaften und ihre Betriebsverwaltungen verwandt. 5. Private Emissionen Außerhalb der bisher erwähnten institutionellen Träger der Geldkapitalbildung ist sodann die direkte Unterbringung von Neuemissionen beim Publikum und bei Unternehmungen zu berücksichtigen. Diese Emissionswar se ist einschließlich Saarland erzient wurde, den Gipfelstand früherer Aufschwungzeiten darstellte, und daß die englische Rohstahlproduktion 1937 eine Höhe von 13,4 Millionen Tonnen erreichte. Wenn nunmehr die Produktionsreserven aktiviert sind, so kennzeichnet dieser Sachverhalt gleichzeitig auch die neugestellten Aufgaben. Dabei handelt es sich um eine doppelte Problemstellung: einmal um die produktions= und wertmäßige Sicherung des erreichten Hochstandes, sodann um den energischen Ausbau der eigenen Produktionsmöglichkeiten. Beiden Zielsetzungen dient der zweite Vierjahresplan, der damit für die Entwicklung der gesamten Volkswirtschaft entscheidende Bedeutung gewonnen hat. Wegen der Begrenztheit des deutschen Bodens bleibt eine hohe Zuschußquote an Gütern und Rohstoffen mannigfacher Art auf lange Sicht bestehen. Hierzu bedarf es der vermehrten Pflege der Außenhandelsbeziehungen. Der weltwirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre und die stetige Zunahme des Güteraustausches von Land zu Land nahmen ihren Ausgang von der wiederhergestellten Gesundung der großen Nationalwirtschaften. Dabei stellten sich einer neuen Zusammenarbeit außerordentliche Schwierigkeiten entgegen, da während der Weltkrise entscheidende Grundlagen der weltwirtschaftlichen Ordnung einseitig zerstört worden waren. Der bis zum Frühsommer anhaltende ununterbrochene Anstieg ist von einer Periode der Unsicherheit und beträchtlicher Rückschläge auf zahlreichen Märkten abgelöst worden. So steht gegenwärtig das Problem des weltwirtschaftlichen Aufschwungs im Mittelpunkt der Diskussion. Eine Schlüsselvosition kommt dabei den Vereinigten Staaten von Amerika zu. Hier ist der Pessimismus am stärksten hervorgetreten. Der dort ausgegangen. Gleichzeitig besitzt aber gerade Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten eine Fülle potentieller Aufschwungkräfte. Das an allen Gütern der Welt reiche Land weist einen riesigen angestauten Investitionsbedarf auf. Von einem belastenden Vorratsdruck kann— abgesehen von Baumwolle— nicht mehr die Rede sein. Die Kreditmärkte sind bei außerordentlicher Flüssigkeit in der Lage, jeden an sie herantretenden Bedarf zu befriedigen. Das alles bedeutet freilich noch keine Aufschwungsgarantic; nirgends läßt sich klarer als gerade hier nachweisen, welche ausschlaggebende Bedeutung dem gefestigten Vertrauen einer abgewogenen Staatsführung, zukommt. Ob die großen Kräfte in der amerikanischen Wirtschaft wirksam werden können, hängt entscheidend von der Fähigkeit der Regierung ab, die vielfältigen Störungsherde abzudämmen. In den meisten übrigen Weltwirtschaftsgebieten stehen auch gegenwärtig noch den Baissetendenzen wirksame Auftriebskräfte gegenüber. Dies gilt besonders für den gesamten Raum des britischen Empire. Die überseeischen Rohstoffländer, während der vergangenen Jahre durch die anhaltende Preishausse außerordentlich begünstigt, weisen auch beim jetzigen Stand der Weltmarktpreise im allgemeinen noch durchaus befriedigende Erlöse auf, wodurch sie in die Lage versetzt sind, mit steigenden Umsätzen am Weltgüteraustausch teilzunehmen. Für Deutschlands Volkswirtschaft haben diese Unsicherheitsfaktoren um so größeres Gewicht, als der eigene Raum für die Bedarfsdeckung des 67=Millionen= Volkes zu klein ist. Von diesem Blickvunkt aus gewinnt das Kolonialproblem seine aktuelle Bedeutung. Für Deutschland könnten gerade die kolonialen Produkte seines ehemaligen Kolonialreiches eine wesentliche Quote seines Einfuhrbedarfs decken. Dazu kommt, daß koloniale Räume beim Einsatz entsprechender Aktiten Erholungen. Am Kurenmarkt war das Geschäft wieder recht lebhaft. Die Kurse lagen im Vergleich zu der etwas schwächeren Berliner Tendenz gut behauptet. Der Freiverkehr war nicht einheitlich. Am Kohlenmarkt Bergbau Lothringen etwas leichter. Der Schluß war uneinheitlich. Berliner Börse Wenn auch nach den festen Börsen der Vortage nicht von einem ausgesprochenen Tendenzwechsel die Rede sein kann — nach wie vor ist Anlagebedarf sowohl am Aktien, als auch am Rentenmarkt nicht zu verkennen— so war doch ein Stillstand in der Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten zu beobachten. Da der vorliegende Bedarf nicht immer in der Lage war, das herauskommende Material aufzunehmen, überwogen zu den ersten Kursen meist Rückgänge; allerdings zeigten sich im Verlauf wieder Rückkaufstendenzen. Am Montanmarkt erlitten nur Rbeinstahl einen kräftigen Rückgang von 2¾ Prozent. Im variablen Rentenverkehr blieben Reichsaltbesitz mit 129,90 unverändert. Die Umschuldungsanleihe setzte ihren Anstieg erneut um 5 Pfennig auf 95,05 fort, wobei größere Beträge den Besitzer wechselten. Der Verlauf der Börse war wieder leicht erholt. Dagegen war der Schluß abbröckelnd, aber im ganzen widerstandsfähig bei kleinem Geschäft. Am Geldmarkt Tägliches Geld 3 bis 3¼ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. An der Abendbörse erreichte das Geschäft keinen besonderen Umfang, da der Auftragseingang klein war. Die Mehrzahl der zur Notiz gekommenen Papiere lautete nominell. Die Kurse wichen nur unbedeutend vom Berliner Schlußstand ab. Die Grundstimmung war wetterhin freundlich. Am Rentenmarkt kamen Umsätze kaum zustande. Man nannte allgemein unveränderte Mittagskurse. Die Auslandsbörsen Newyork: Ruhig. London: Uneinheitlich. Amsterdam: Gut behauptet Paris: Unregelmäßig. vität heute rascher entwickelt werden können. Was not tut, ist Versständnis der übrigen Welt gegenüber den deutschen Lebensnotwendigkeiten im beengten mitteleuroväischen Raum. Brüssel: Fest. Zürich: Freundlich. Mailand: Geschlossen. Wien: Geschlossen. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtliche Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hafer märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) 21.10 21.10 34.-38.0 34.-38.0 33.-35.0 33.-35.0 24.-26.0 24.-26.0 * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 6. Januar: 57,00 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent: 133 Reichsmark. Aluminium, Walz od. Draht: 137 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 6. Jan. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen 6. 1. 16. 1. 6. 1. Oiv. Anfang Schluß Kassa Aübes tz Mittelstahl Bemberg Berger. Buderus Dahlbusch St. Benag. Oisch. Atlanten Otsch Erdöl O. Reichsb. V. 5. 1. Schluß 129.75 6. 1. 6. 1. 129.90 129.62/129.62 Pchossch Rul.— % Krupp RM. 100.00 100.00 100.00 %% Mttel-tehll-——.- 103.25 103.25 0—.——.— 6 152.00 152.00 152.00 4/124.50 125.50 125.75 6/151.00 151.00 151.00 146.50 148.75 146.50 6„ 123.00 5 145.62 145.75 145.50 nechsd. V. 7/129.75 129.25129.25 Dortm. Union /12/219.05 217.00 217.00 6. Farbenind. 7/163.62 162.87 162.87 Feldmühle 6/139.75—.—139.87 eten& Suile 6/135.12—.— 135.12/135.5 Goldschmict 5/141.12]—.— 142.25s142.50 Steinkohlen-Kuxe „ 6. 1. S. 1. Geld Brief Geld Brief CarlusNl. 6050 6475 6050 6500 Cogst. 8400 8800 8400 8900 Sestssh 370 405 370 415 Schwerin„—— 5000 Heinr. 17200 17700 16800 17600 Langd 19750 20700 19600 20600 Braunkohlen-Kuxe Gute Hoff. 7350 7850 7500 7900 ##nd 10000 10800 9800 10300 vach: 13300 15780 vins 10260 10850 10000 10600 Beraberorh 1450— 1400— Kall-Kuxe Beienrode 1180 1225 1170 1230 Burbach 3000 3200 3000 3225 Kargen— Hoesch Köln-N. Kall-Aschersl. Klöckner-W. Mannesmann Reichsbank Rhein Rhein. 6. 1. 15. 1. Div. Anfang Schluß Kassa Schluß 175.62 175.25s175.12s176.00 100.00 142.00 152.00 125.60 151.00 148.00 146.50 129.37 219.00 163.37 139.50 135 50 Neu-Staßf.---1 Siegtr. g, II—— Win 19000 20000 13300/20200 3 3 1/118.00 117.25/118.258118.25 5 114.00.— 114.00 49 121.00121.00 121.25s121.00 3/117.25117.25117.50s118.00 12209.50—.——.-210.00 Braunk. 12 Stahlw. 6 146.37/148.25 148.25|149.37 Westfalen ellerh. 4000 Rb.-.-Elek 6/130.87/131.00 131.376131.25 Salzdetfurth. 7 176.00 176.00 176.00|176.00 Schuckert& Co. 6 175.50—.—-. 176.00 Siemens 4 el. 8 208.09 67g Gebr. Stollwerk 6 127.50 128.00 127.874128.00 Ver. Stahlwerke 3. 115.62 115.12 115.624116.00 Westd. Kaufnofl 0 60.12 60.12 60.00 60.00 Westeregein 5 114.00"[113.501114.00 Wintershall 6/134.50 134.00 134.50s135.62 Erichseg. 3200(3250 3450 Habigh. 2500 2700 2500 2700 disenburg 280— 290— Mariagl. 7300 7900 7500 7800 Marie 3050 3200 3100 3300 Marie L. 3050 3200 3100 3300 Mer 3050 3200 3100 3300 Neusollst. 2700 2900 2700 2900 Reichsld. 280— 280 Thöringen—-Proiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 6. 1. 1 5. 1. Geld Brief Geld Brief Oierg. 11000 11600 11000 11600 4000 Kall-Kuxe 6. 1. S. 1. Ge'd Brief Geld Brief eraunschr 8309 6200 Einigken au90— 4900— Industrieaktien (Einheitskurse) Div. Balcke Masch. Bero. 6. Dahl.V. 8 Bonner Bo. u. H. 6 Bösp. Walzw.— ..13.1. 123.0125 131.0151 139.0139. 121.0120.0 6..15.1. 6 135.0135.2 .5 141.6/141.0 .5 160.0160.0 0 160.0158.5 .5 85.3 14—. 275.0 10 174.01740 .5— 6 139.8140.0 6 172.0172.0 5 141.0141.5 8— 156.7 155.0154.8 Braunk. Zuk. Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Düss.Masch. B. DynamitA.Nod. Eschw. Berg. V. Ewald-K- Ludw Glas- u. Sp. S. Glückauf-B. A0 Gebr. Goedb. AG Hallesche Salz lges hochtsel 46. Kabelw. Rheyot 14 199.0201.0 Gladb. Feuerv. Köln. Hagelv. Köln. Lioyd.A. V. Köln. Rückv. gr. Köln, Rückv. kl. Kali-Chemi w. Kreift H. Lehm& Co. Mülheim. Berg. Rhein. Meiall Rhein. Spiegel Roddergr. Brnk. Sachtl.AG Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Ver. Rumous Waggonf. Verd. Wasserv Gels. Westf. Dinnend. 156.3 101.8101.0 5 154.0153.0 6 181.0180.0 6 145.2 123.0118.0 19—.—. 9 .51148.7148. 5 135.0133. 0 144.0144.0 S(113.0111. 8—. 174. 133.0134.0 Bankaktien Sen. Handels 6.8 Com.-u Pr.-81 S 119.5/119. Deutsche Bank 5(126.7126. Dresdner Bank! 4 113.7113. Rb. W. 80. Cr. B. 7 141.0140. Westd. B..-A. S. 5 Versicherungsaktien Aach. Münch.F 32 1060 1060 Aach. Rückvers 14.8/220.0220. Agripp.., Fl. 1— 405.0 400. Alli. u Stuttg.V.21268.0267. Alll. u St.-V..8/221.0221. Colenia,.-.K.41149.0 Colonis Röckv.— 256.0256. ..15.1. 782.0782.0 90.0 90.0 265.0260.0 115.0115.0 77.0 77.0 Rentenwerte 41 Rb.-W. B. f. 6. 12. 10 100.0 100. 0 55 Oto. dto. S. 11 102.2/102.0 48 dto Gold-Kom 1926, 1927 S.—5 99.0 99.0 45 Wo. Bod. Gpfd. 100.0100.0 Em 3. 9/12,1:„ #dte. Gold.-.-Obl. 99.2 99.5 Freiverkehre-Aktien „ S. 1. S. 1. Geld Brief Geld Brief Adier-—.—... Alexand 92.7 95.5 92.2 95.2 Burd. K. 64.0 66.0 66.0 68.0 Bütt.-W110.O 111.0 Dol. Bas. 107.0109.0 108. 5111.5 Oyckerh 127.0130.0 126.5129.5 Eise C. 134.0—. 136.0 Hann. K. Humb. ON 129.5132.5— Kortum—. 63.0—. .-Fölz. 102.0 105. S 102.0 105.0 Lothrin. 113.5116.5114.0117.0 Lothr. 6. 80.0 77.0 79.5 Nch. Berg 119.5122.5122.0125.0 Pe. Une1260 1880 6v. 117 5128 5 V. Kugf. 447-9/440 5 .Schöti 105.S 108. 5 105.0 108.0 Waltber[125.5128.5125.0129.0 63.0 126.0129.0 114.5117.5 Slouergrtechelge 6. 1. fällig ab 1. 4. 1924 "" f. 4. 1933 "" I. 4. 1936 "" I. 4. 199 "" 1. 4. 199(116.7 113.1 .1. Berliner Börse, 6. Jan. Sscheschten e Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte Div. 6. 1. S. 1. kkumulatoren 14228.0 A. E. 6. 0122.0122.7 Anhalter Kohle 4128.5128.2 Aschaff. Zellstoff 6/144.0145.5 telektr. Lieferung. L" Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Felenst. Garhin. A. Froebein Zucker B Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Kr. u. Licht Maschinend. Buderus Chef. Wasser Chem. Geisenk. Conti Gummi Deimter Benz niech. Atlant. 6/132.71132.0 7145.5145.0 0 88.0 86.7 6126.0125.5 6123.0 6—. 127.0 6140.0 ahmeyer L Laurahötte Leopoldgrube Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. M. Maximil. Hütte Meyer Kauffmann Miag Mimose Mittelstahl Mülheimer Berg. 6/122.5123.0 19.7 19.6 5134.5133.5 9 178.8 177.7 8 161.5 7 199.5 5/122.5 6/140.6 140.0 8 155.7 156.0 5— 180.0 6/181.1 4125.0125.0 0 64.0 64.0 79150.2151.5 0141.0142.0 6152.0152.5 6142.5 10165.7165.5 6137.0136.5 5125.7125.5 5 117.8118.0 40—— 12191.0192.0 63139.8140.5 U Otsch. Atlant 6123.0125.0 Otsch. Conti Gas 5120.0120.5 " Kabel 6157.5155.5 " Lineleum 10167.0166.5 " Steinzeug 9—. 173.0 " Tel..Kab. 7 " Watten##—. 195.1 " Eisenhdl. 8151.0152.5 Dierig„ 10—. Oittmann Neuh. 39— Otmd Akt.-Brau. 10189.5187.0 " Union-Brau 12217.2219.0 Dürener Metall###—. 1114.8 gehasot 4co. German. Cem Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke Hagede Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hochtief 8—. 156.0 4117.7116.5 7148.0148.3 8— 167.0 9—. 193.0 54125.2125.5 61121.0219.7 ackethal Draht 69/143.5143.5 6125.5125.2 8152.2152.5 8157.0157.0 8154.5 jiederlaus. Kohle Nordd. Eisw. Nordd, Kabelw. renst.& Koppel Osnabr. Kupfer nittler Werkzeug 9 Pongs& ahn 10 198.0 Peppe ap; Wirth 0 59.5 Hoftmann Stärke 61152.0152.5 Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. Hutschenreuther 1ise Bergbau Jise Genuß Immob.Mnch. Bin John J. A. Isenbeck Brau. Junghans Gebr. Pokswerke A Kölner 62s Kreftt W. Kromschroeder 8156.3157.5 3 96.7 96.0 95.2— 6/166.0165.5 6136.0136.5 0 75.7—. 0 86.7 4112.0112. 4126.2127.1 7159.7161.0 3 88.0 87. 0101.8101.2 0110.0110 Kronprinz Metall 75 Köpoersbusch#.—. 1rhüringer Gas I Tuch Aachen Union chem. Wer.Sautzen Pap. ver. Otsch. Nick. Ver. Glanzstoft Ver. Ultramarin Vogel Draht ntgagner& Co. W Wandererw. Warsteiner Grub. Westfalen Draht 5)— Wicküler Brauereis 61— 1111.1 111.6 asquin Rhein. El. Werke Rhein.-.-Kalk Riebeck Montan Rosenthal Porz. Rütgerswerke -Sscht Sachtieben Sarotti Schlege! Schles. Berg. Beut " Elektr.6s Schubert& Salzei Schultbeiss-Patz. Seiffert Franz Siegersdorfer W. Siemens Glas Siem. amp; Halske Stollberger Zink 0 48.2 6/128.5 6134.6 133.0 .2/114 5 115.0 98.5 132.2 152.1 71143.0/142.0 0—. 105.0 113.7115.2 0 91.1 8 1170.0s169.0 5 71141.0141.0 8154.0153.0 125.0s122.5 8/169.0 169.5 109.7/109.7 eiß Jkon Zeilst.Waldhof 6/144.5 151.7 Verkehrswerte A. 6. für Verkehr 165/134.8/135.6 Boch.-Geisenk. 0 77.5 Hapes 0 80.8 Hamb. Sücamer.|117.0 Nordd. Lloyd 0 83.0 83.0 Freiverkehrswerte Ford Motor 0/100.5 Karstadt 45/114.7 Oberbedarf 0 78.5 Scheidemandel 41110.7 Uta Film 0 71.2 121.0 120.0 Rentenwerte 135.2 135.0145 Ot. R. Schatz. 41 99.51 99.4 5 123.0 123.]1 Dt. R. Anleihe 44 99.3 99. 7—. 140.5/56 0 R. Younganl. 106.7 107. 6 156.7 159.2¼ Reichsbahn Sch. 100.5 100. 4 99.3 99.51Westfalen Altbesitz 134.21134. 0-.—.% Bochumer Anl. 6/136.5 139.0/4 Duisburge: Anl. 96.6 96. 5 126 5 127.5/1 Düsseldorf FAnl. 99.0 99. 9 207.7 208. 5/4 Elberfelder Anl. 99.0 96.7 0 96.2 96.2145 Essener Anl.—.—. 99.0 99.7 99.2/99.2 Mölb.-Ruhr Anl. Ruhrverbd. Anl. 36 Pr. Ldpf. A. Pfd. Ldbk. Westf. Pfd. Lobk Westf.Kom. 99.0 98.8 Ot. Komm.Goldan 99.7 99.7 Westf. ldsch. Pfdl 99.6 99.7 45 Dt. Hyp. B. Bin. Pfo 100.0 100.0 4# Pr. Centr. Bod. Pfd 99.7 99.7 44 Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 99.8 99.8 Basalt Obl. 102.0s101. Chem. W. Essen. St. 102. 8 Concord. Ber g. Obl. 105.5 Geisenberg Benzin 102.7 Gelsenberg Bergw. 103.2 144 Harpener 5 Hoesch.Neuess. 103.5 Klöcknerv. Obl. 103.7 4# Krupp krogg Mitteldt. Stahlw. Mont Cenis Obl. Union Rh. Braunkohlen-Krafistoff 4# Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stah 6 Siem. ap; H. Obl. 6 Farbenbonde 100.0 104.0 103.2 103.3 103.41— 99.0 99.0 101.71101.3 102.7 186.5 186.2 131.0130.5 Umschuld. Anleihe Schuldb. F. 38 R. Schuldb F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/# 5 Essen. Steink. 42 45 Harpener 49 45 R. W. E. 52/3 5 R. W. E. 50 I6 Ruhrchemie 56 45 Ruhrgas 53 15 Ruhrwasser 53 45 Ruhrwohng. 39 45 V. E. W. 62 6..1 6. 1. Geld Brief 94.6 95.4 99.6 100.6 99.7100.5 99.211000 99.0 99.7 102.0 103.5 96.5 100.0 96.0100.0 101.5103.0 96.0 99.0 99.5100.5 96.0 99.5 99 2 100.2 97.5 99.0 — Gott der Herr nahm heute abend meinen lieben Mann, unseren guten Vater. Schwiegervater. Bruder. Schwager und Onkel, den Gastwirt PIRZ Lewal plötzlich und unerwartet, im Alter von 61 jahren zu sich. Um stille Teilnahme bitten: Frau Fritz Lewald seb. Menzel Anne Grahmann geb. Lewald Horst Lewald - Heinrich Grahmann Hans Neumann Bochum, den 5. Januar 1938 Wittelsbacher Straße 5 Die Beerdigung findet Samstag, den 8. Januar 1938, nachmittags 3 Uhr. von der Leichenhalle des Friedhotes an der Blumenstr. aus statt Trauerfeier daselbst eine Viertelstunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Alter von 69 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Luhn Familie H. Schübeler Bochum(Malteserstraße 44), Hamburg. Cuxhaven, den 6. Januar 1938 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 8. lan. 1938, nachmittags.30 Uhr. von der Kapelle Blumenstraße aus statt. Trauerteier eine Viertelstunde vorher. „Ich hab’ den Bers erstiegen. der euch noch müde macht. drum weinet nicht ihr Lieben. — ich hab’ mein Werk vollbracht“ Heute nacht.45 Uhr entschlief nach einem schweren Leiden mein lieber Mann. unser guter und treusorgender Vater. Bruder. Schwager und Onkel Bäckermeister i. R. PREGNUTASCRGTeH! im Alter von fast 66 jahren. In tiefer Trauer: Frau Friedrich Abendroth u. Kinder nebst Anverwandten Bochum(Hattinger Str. 59). Herten. Wattenscheid. Gelsenkirchen. Barmen, den 6. Januar 1938 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 8. Januar 1938, um 14 20 Uhr. vom Eingang des Friedhofes am Freigrafendamm aus statt Nach Gottes heiligem Willen entschlief am Mittwoch abend.30 Uhr meine liebe Frau, unsere gute. treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante geb. Randenrath Sie starb nach kurzer Krankheit, vorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel und versehen mit den Tröstungen unserer heiligen Kirche, im Alter von 49 jahren. Dieses zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme an im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Säcker Bochum. Düsseldorf u. Dortmund, 6. Januar 1938 Castroper Str 64 Die Beerdigung finder am Samstag. 8. Januar, vorm. 10.15 Uhr. vom Eingang des Hauptfriedhots am Freigratendamm aus statt. Das Seelenhochamt ist vorher um 9 Uhr in der Propsteikirche -.=Wohng. mit Bad. Ehren##feld, für 60 RM. zum 1. 4. z. verm. A Bochumer Wohnungs=Nachweis, Kortumstraße 74, Ruf 63597. dräum. Wohnung mit allem Zubeh., z. 1.., Nähe Prästdent, zu vermiet. Wohnungsnachw. Schürholz, Rottstraße 11, Telephon 63233. Zum 1. 4. bzw. 1. 3. eine 35 mit all. Zubehör zu vermiet. Preis 70 Mk. BrunsteinA straße 39, part. -.-Wohn. in ruhig. Hause, Stadtmitte, sofort zu vermieten. A. Z. 3596 Anz. Zwei abgeschloss. Herner St. 2, mbl. Frontzimmer frei. Näh. Zig.=Geschäft Horst=Wessel=St. 18 fdl. mbl..=Schliz. Zentralheiz., z. vm. Kronenstr. 51, III möbl. Zimmer zu vermieten. Metzstr. 15, 1. Et. 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