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Heer un Ausweitung der englisch=französischen Seepolizei im Mittelmeer— Rom an Paris und London: Storung der italienischen Schiffahrt wiro nicht geouldet Berlin, 17. September. Von unserer Berliner Schriftleitung. Noch härter als die Dinge im Raum stoßen sich augenblicklich die politisch=diplomatischen Auffassungen über den Mittelmeerraum. Paris und London haben heute ihren Entschluß bekanntgegeben, die Seekontrolle der Spanienküste, also den Hauptinhalt der Nichteinmischungsbeschlüsse, aufzugeben. Im Hinblick auf den für Samstag einberufenen Londoner Nichteinmischungsausschuß immerhin ein merkwürdiger Auftakt, der angesichts der heute ebenfalls recht eilig beschlossenen Aufteilung der künftigen Mittelmeerkontrolle auf 13 Schiffahrtsstraßen mit den Ausgangspunkten Marseille und Gibraltar einen auffallenden Optimismus verrät. Wohlweislich hat man das Thyrrenische Meer aus diesen zweiseitigen, zwischen England und Frankreich getroffenen Vereinbarungen herausgehalten. Man hofft anscheinend in den beiden Hauptstädten noch auf ein Einlenken der italienischen Regierung, die ja nach dem Beschluß von Nyon zur Teilnahme an der Mittelmeerkontrolle eingeladen wurde. Im Anblick der nach wie vor heftigen Kritik, die jene englisch=französischen Vereinbarungen in der italienischen Presse finden, erscheint es unerfindlich, worauf man im Lager der Westdemokratien seine Hoffnungen noch baut. Wie der italienische „Corriere della Sera“, so erklärt im Grundton die gesamte Presse Italiens, daß man nicht um Zugeständnisse zu betteln habe, sondern sein Recht, die absolute Gleichberechtigung, hergestellt wissen wolle. Daß nebenbei die britische Diplomatie keine Schonung von der römischen Oeffentlichkeit zu erwarten hatte, war ersichtlich. Aus diesem Grunde mindert auch die Haltung der italienischen Zeitungen die Londoner Zuversichtlichkeit herab. Das einzige Positivum, das man aus den heutigen Beschlüssen über die Durchführung der Mittelmeerkontrolle herauszulesen vermag, ist die Tatsache, daß auch diesmal Sowjetrußland aus der ganzen Maschinerie der Kontrolle herausgehalten wird. Anderseits aber weist der Kontrollbeschluß ganz bestimmte Marseille und Gibraltar, so daß die Straßen] Schiffahrt im Mittelmeer dulden werde. Italiens von dort nach den spanischen Häfen ungeschützt bleiben. Rechte auf hoher See müßten peinlichst geachtet werden. In einem Zusatzprotokoll wird die Ausdehnung Schließlich will das Blatt berichten können, daß Graf des Schutzes der Mittelmeerschiffe auf An= Grandi sich noch heute nach London begeben werde, griffe von Ueberwasserfahrzeugen und um dort Mussolinis Stellungnahme zur Lage im MittelFlugzeugen festgelegt. Erfolgen derartige Angriffe ohne Berücksichtigung der völkerrechtlichen Humanitätsgrundsätze, die in dem Londoner Flottenvertrag von 1930 und im Protokoll von 1936 niedergelegt sind, so haben die Fahrzeuge der englischen und französischen Patrouillenflottillen auf das betreffende Luftfahrzeug das Feuer zu eröffnen und nach Maßgabe ihrer Mittel, gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Verstärkungen, gegen das betreffende Kriegsschiff vorzugehen. Italien warnt London, 17. September. meer darzulegen. Italien hat nichts weiter zu sagen Rom, 17. September. Die Forderung Italiens nach völliger Gleichberechtigung bei der Mittelmeerkontrolle steht auch weiterhin im Mittelpunkt der Erörterungen der italienischen Presse.„Giornale'Italia“ betont, daß die am 14. September überreichte italienische Antwortnote bereits in unzweideutiger Weise die Grundbedingungen festlege, unter denen Italien über seine Teilnahme an einer Mittelmeerkontrolle diskutieren könne. In seiner Note habe Italien einen deutlichen Vorbehalt ausgesprochen, der seine Stellung klarlege, ohne die anderer zu verletzeg. Es J. unverständlich, „Daily Expref“ läßt sich aus Rom melden, Rechte anderer zu verletzen.„Es He.unverständlich, Italien habe England und Frankreich mitgeteilt, daß daß man überhaupt erwarte, daß Iratien yeure noch es auf keinen Fall irgendeine Störung der italienischen etwas zu sagen habe. Aieseihseder in Wien Die„Rotunde“ völlig niedergebrannt— Gerüchte über Brandstiftung von Kommunisten anb Wien, 17. September. arbeiten erlitten zahlreiche FeuerwehrmänRauchvergiftungen.,###.#. gaß hes plötzlich Gerüchte auf, vaß oas vernichein Wahrzeichen der österreitzisaen. gung#envt veivet,##stiftung zurückzuführen sei. Der Präsident der heute bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Wiener Messe AG., der ehemalige österreichische HandelsDie„Rotunde“ diente zur Zeit als Hauptgebäude minister Heinl, machte Pressevertretern gegenüber die der Wiener Messe. Sie war noch mit Waren von der aufsehenerregende Mitteilung, daß in der letzten Die Wiener„Rotunde“, ein Kolossalbau, der zens“ Am Abend tauchten potzuich Geruchte, auf, vaß dat Zeit der Wiener Weltausstellung am Ende des guppes Riesenfeuer, das dieses Wahrzeichen der Stadt vernich sunderts errichtet wurz chischen Haupisadt sildet ist tete, nicht auf einen Kabelbrand, sondern auf Brand diplomatisch=politische Gefahren auf. Sie zu leugnen wäre Leichtsinn, denn auch der einfältigste Laie, noch mehr aber die berufenen Diplomaten Europas werden erkennen müssen, daß sich mit dem Ergänzungsbeschluß der Nyoner Diplomaten der Zündstoff vergrößert hat und die Möglichkeiten, Italien doch noch zu einem Beitritt zu den Beschlüssen zu bewegen, immer geringer geworden sind. Britische Blätter unterstreichen noch immer die Möglichkeit eines schließlichen Beitritts Italiens zu jener Nyoner Abmachung. Das hat insofern seine Richtigkeit, als Italien keine Tür zugeworfen hat, anderseits aber doch mit Fug und Recht auf der Anerkennung seiner Mittelmeergeltung entschlossen weiterbeharrt. Dieser italienische Standpunkt muß um so mehr gewürdigt werden, als die Sowjetpresse die Konferenz von Nyon trotz der ersten, in die Augen springenden diplomatischen Niederlage als einen Erfolg bucht. Darf man der deutschen und italienischen Oeffentlichkeit es dann verübeln, wenn sie bei solchen sowjetrussischen Aeußerungen einen offenen Zweifel an der Richtigkeit der englischfranzösischen Methode hegt?... Oder soll der Nyoner Beschluß nur einer Demonstration gleichen, die gegen diejenigen Mächte in Szene gesetzt wird, die sich nicht nur aus guten eigenen Gründen, sondern aus Gründen europäischer Notwendigkeit von der Konferenz fern hielten?... Wir wollen noch nicht daran glauben, daß sich Paris und London trotz der bolschewistischen Absichten in Spanien auf dem kalten Wege immer mehr für die anderen europäischen Ziele der Sowjetunion einsetzen und so vielleicht einem Garantiepakt für die sowjetrussischen Grenzen den Weg ehnen wollen. Die unverschämte Rede des spanischen Bolschewisten Negrin auf der gestrigen Tagung des Völkerbundes spricht diplomatische Bände, weil sie von den Erbpächtern des europäischen Friedens nicht beantwortet, ja nicht einmal zurückgewiesen wurde. London und Parks gehen einen ebenso schlüpfrigen wie gefährlichen Weg. Auch dort sollte man langsam erkennen, daß Europas Friede und Ordnung nicht mit einem Kathederprogramm vom Kollektivismus zu sichern sind, sondern daß dieser Friede am sichersten aufgehoben ist jenseits jeder diplomatischen Dogmatik, und das ist eine sinngemäße Abgrenzung der Rechte und Einflußnahme gemäß der Bedeutung der einzelnen Mächte. Hier aber im Mittelmeer kann Italien nicht übergangen werden, oder die Dinge nehmen einen Lauf ähnlich Ereignissen der letzten Jahre. Zusatzabkommen zu Rhon 13 Schiffsstrecken werden überwacht Genf, 17. September. Die Teilnehmer der Konferenz von Nyon haben sich über ein Zusatzabkommen geeinigt, das heute in Genf unterzeichnet wurde. Es setzt in Ausführung des Abkommens von Nyon 13 Schiffahrtsstrecken fest, auf denen Handelsschiffe, die anderen Ländern als den beiden spanischen Parteien gehören, von der englischkranzösischen Patrouillenflotte gegen völkerrechtswidrige erst am vergangenen Sonntag abgeschlossenen Wiener Herbstmesse angefüllt. Eine ungeheure Rauchsäule wälzte sich vom Prater her, wo die„Rotunde" steht gegen die sich vom Pralerpher, wo die„Viblande“ steng, grgen Stadt. Alle Feuerwehren wurden zur Bekampfung des Flammenmeeres aufgeboten. Trotz aller Anstrengungen der Feuerwehren war der Kolossalbau nicht zu retten. Unter ungeheurem Getöse stürzte die mächtige Kuppel der„Rotunde“ zusammen. Menschenleben sind Freitag ausgebrochen sei, lasse den fast unwiderleglichen nach den bisher vorliegenden Meldungen nicht zu bekla= Schluß zu, daß die„Rotunde“ in Brand gesteckt worden Zeit drei mal Brände in der„Rotunde" ausgebrochen seien, jedoch immer wieder vom Hauspersonal gelöscht werden konnten. Es erscheine absurd, anzunehmen, daß sich Kabelbrände in so rascher, fast regelmäßiger Aufeinanderfolge ereigneten. Man vermutete daher schon bei dem zuletzt unterdrückten Feuer Brandstiftung. Die Art aber, wie das Riesenfeuer am gen. Das weite Gelände um das brennende Gebäude sei. .5 C. niliender jellenoder 5 Vr. 5 der — is erschenende # den richidgen Abdruck serne keine Gewähr übernommen werden. haftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Dolkssprache— Dolksseele Der Tag des deutschen Volkstums Im Jahre 1933 ließen die tschechoslowakischen Kommunalbehörden der volksdeutschen Stadt Eger folgenden Spruch vom Rathause entfernen: „Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Das höchste Gut des Volkes ist sein Recht. Des Volkes Seele lebt in unsrer Sprache.“ Aus dem geduldigen Stein konnte man zwar das deutsche Wort entfernen. Aber die lebendige Sprache, das Bekenntnis zum Volkstum, vermochte keine Gewalt aus der Seele des Sudetendeutschtums, selbst nicht die gröbsten Eingriffe in die verbrieften Rechte der Minderheiten, auszulöschen. Leid und Entrechtung des deutschen Volkstums außerhalb der Reichsgrenzen sind zum europäischen Tagesgespräch geworden. Selbst Zeitungen und Politiker, denen ein anderer Ruf als der der Deutschfreundlichkeit vorangeht, sehen mit wachsender Sorge der vorwärtsgreifenden Sprach= und Sozialentrechtung des Volksdeutschtums, aber ebenso den aus diesem Zustande erwachsenden Gefahren entgegen, ohne daß von den für diese systematische Entdeutschungspolitik verantwortlichen Regierungen— von der Hilflosigkeit und Oberflächlichkeit des einmal für den Minderheitenschutz eingesetzten Völkerbundes ganz zu schweigen!— bisher Gegenmaßnahmen getroffen wären. Ganz im Gegenteil! Unter dem Deckmantel von Gesetzen, die dem Wortlaut nach zwar für alle Parteien und Volkstumsschichten des betreffenden Nachfolgestaates paritätisch gelten sollen, treibt man diese Entvolkung und Entsprachlichung weiter, indem man in der Praxis jene Gesetze nur gegen die Minderheit zur Anwendung bringt. Dieser kalte Entvolkungsprozeß bleibt in seinen letzten psychologischen und volksrechtlichen Gründen um so unverständlicher, als er von jenen National=Nachfolgestaaten betrieben wird die selbst Jahrzehnte und Jahrhunderte um ihre völkische und sprachliche Selbständigkeit sowie um ihre nationale, wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung wahre Kreuzzüge durchstanden, dann aber, durch jene vierzehn Thesen eines weltfernen und später wortbrüchigen. Präsidenten Wilson sowie durch die Pariser Vorstadtverträge in den Vollbesitz ihrer nationalen Ansprüche gelangt, nicht nur ihre eigenen-Forderungen von ehedem vergaßen, sondern den von ihnen einmal selbst bekämpften Chauvinismus ihrer Gegner mit noch gesteigerten Haßausbrüchen gegen die Minderheiten überboten. Selbst dort, wo einzelnen Köpfen ein eigenes Bild und eine eigene Form der zukünftigen Gestaltung dieser Nachfolgestaaten vorschwebte und man zu einer tatsächlichen nationalen Gleichberechtigung hinstrebte, reichte die konstruktive Kraft dieser Männer nicht aus, um dem destruktiven Chauvinismus tatkräftig genug zu begegnen, der dann die Idee von gleichberechtigten Nationalitätenstaaten ins Gegenteil verbog. Dies gilt ebenso von allen Viel= und Schönrednern des Völkerbundes, vom Präsidenten Wilson wie selbst vom ersten tschechoslowakischen Staatspräsidenten Masaryk, an dessen Bahre heute das tschechische Volk in Trauer verharrt. Auch er, dem für den neuen tschechoslowakischen Staat ein Aufbau nach schweizerischem Muster vorschwebte, Wiener Tagolant in Sonderausgaben verbreitet. Auf dir Anftagr des DRB.=Berichterstatters erklärte jedoch ist mit starken Aufgeboten von Truppen des Bundesheeres abgesperrt. Ungeheure Menschenmengen haben die Anfrage des DRB.=Be sich an den Sperrketten angesammelt. Das Feuer ist die Polizeidirektion, daß sie vorderhand noch keine Anvermutlich um die Mittagsstunde in der Abteilung für haltspunkte für diese Auffassung besitze. Beleuchtung der Wiener Messe, deren Ausstellungs=] Um 8 Uhr abends teilte der städtische Branddirekgegenstände noch nicht wegtransportiert waren, durch ein tor Ingenieur Wagner, im Rundfunk mit, daß als schadhaftes Kabel ausgebrochen. Ursache des Brandes der„Rotunde“ ein Kabelbrand Bis in die Abendstunden war die„Rotunde“ bis nicht in Betracht komme. Alle elektrischen Leitungen auf die Grundmauern niedergebrannt. Wie schnell das seien zur Zeit des Ausbruchs des Feuers ausgeschaltet Feuer gewütet hatte, geht daraus hervor, daß es kaum gewesen. In Frage komme nur entweder Unvorsichtigeine Viertelstunde dauerte, bis der Riesenbau anallen keit oder Brandstiftung. vier Ecken in hellen Flammen stand. Das] In der Stadt sind bereits Gerüchte verbreitet, daß zur Zeit des Brandes noch im Gebäude befindliche die Brandstiftung von kommunistischer Messegut wurde restlos vernichtet. Die Gerüchte, daß Seite ausgehe. Die Blätter bringen fortlaufend Sondie Nachbildung des Hamburger Freihafens, die ein derausgaben heraus. In einer von diesen wird behaupMitteilungen Heinls wurden vom„Neuen mußte vor dem übersteigerten Nationalismus seiner ahlatt“ in Sanderausgaben verhreitet Auf Handslauzt= zum mindesten was seinen Staatsplan besonderes Anzieyungsstück der letzten Messe gebildet hatte, mitverbrannt sei, haben sich jedoch als unrichtig erwiesen, da die meisten Aussteller ihre Waren schon in der letzten Woche weggeschafft hatten. Bei den Löschtet, daß die Polizei bereits mehrere verdächtige Personen in Haft genommen habe. Die Polizei hat alle dienstfreien Mannschaften einberufen und in Bereitschaft gestellt. Chlas 29. Wemner in der Zange Fortschritte der Japaner in der Einkreisungsschlacht Peiping, 17. September. Verteidigungslinie vorbereitet, wo sie starken WiderIn Fortsetzung ihres großen Einkreisungsmanö= stand leisten können. Paotingfu selbst ist inzwischen vers an der Nordchina=Front haben die japanischen befestigt worden, und 350000 Mann Nankingtruppen Truppen am Freitag mittag nach Ueberschreiten sind hier zusammengezogen. Starker Regen an während andere Truppenteile von Norden heranrückten! Wolkenburchartige Regenfälle ließen am Freitag an und am Morgen des gleichen Tages die Bahnstation den Fronten von Schanghai eine nur geringe GefechtsLiuliho sowir die fünf Kilometer weiter westlich gelegene Ortschaft Hsitungtsun besetzten. In dieser Zange, die sich über etwa 12 Kilometer in nordsüdlicher Richtung erstreckt, befindet sich die chinesische 26. Armee, die von General Sunlientschung aus der Provinz Hupeh nach Norden geführt worden war. Die einzige Rückzugslinie, die dieser Armee noch offen steht, führt in westlicher Richtung in die Berge, hinter denen jedoch bereits andere japanische Truppenabteilungen unter General Yamada stehen. Die Abteilungen Yamadas, die für ihre Gewaltmärsche schon berühmt sind, haben an der Eroberung des Nankau=Passes und der Stadt Huailai teilgenommen. Der japanische linke Flügel, der wegen des sumpfigen Geländes nur langsam vorwärts kommt, verfolgt die Armee General Wanfulins in Richtung auf Paotingfu. Um dem japanischen Vormarsch an der nordchinesischen Front wirksam entgegentreten zu können, haben Angriffe geschützt werden. Diese Strecken endigen in die Chinesen zwischen Paotingfu und Tschangtschou eine tätigkeit aufkommen. Die Verwendung das Vordringen der schweren japanischen Geschütze, die jetzt gelandet wurden, ist in dem aufgeweichten Gelände fast unmöglich. In den Schützengräben steht bis zu halber Höhe Wasser.— In der Nacht zum Freitag kam es zwischen Batterien in der japanischen Kaserne und der Linesischen Front bei Tschapei zu einem Artilleriegefecht, das sich am Freitag morgen auf das Gebiet von Kiangwan ausdehnte. Eine stärkere Gefechtstätigkeit ergab sich nur im Abschnitt von Lotien, wo auf beiden Seiten heftig mit Maschinengewehren geschossen wurde. Die Front verläuft jetzt von Liuho— Lotien über westlich Liuhang und den westlich vom Verwaltungszentrum gelegenen internationalen Rennplatz nach Tschapei zum Nordbahnhof. Am Freitag herrschte eine rege Tätzig.ke##.###a##er Flieger über Putung, wobei auch chinesische Maschinengewehrnester in der Nähe von Wangpu wiederholt bombardiert wurden.. Landsleute, zum mindesten was seinen Staatsplan anlangte, die Segel streichen. Wohin aber dann unter der Leitung der verschiedenen Prager Kabinette und unter der Staatsführung des Herrn Dr. Benesch die Minderheitenpolitik und die restliche Stellung des Deutschtums geriet, darüber haben die an dieser Stelle veröffentlichten, tschechischen Blättern entnommenen Elendsstatistiken aus den sudetendeutschen Grenzbezirken Aufschluß gegeben, die einer ungeheuren Anklage gleichkommen. Am Tage des deutschen Volkstums an einen, und zwar an den typischsten Entdeutschungsprozeß zu erinnern, ist völkerrechtliche und nationale Gewissenspflicht. Damit wird weder einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten das Wort geredet, noch werden damit Sonderrechte verlangt. Wir wollen uns auch an diesem Tage nicht der ebenso drückenden, wirtschaftlichen und sozialen Auspowerungspolitik erinnern, für die die Verhältnisse in der Tschechei nur einen Teilausschnitt aus den auch in anderen Staaten geübten Drangsalierungen darstellen. Das Fest des deutschen Volkstums soll vor allem die deutsche Heimat mahnen, nicht der seelischen und kulturellen Aufgaben zu vergessen, die ihr zum Schutz und zur Förderung der deutschen Seele in den Volkstumsbezirken des Auslandes gesteckt sind. Diese Seele aber hat ihren Urgrund in der deutschen Sprache. In allen jenen Gebieten, die das Versailler Diktat vom deutschen Mutterlande losriß, und darüber hinaus auch in jenen Distrikten, die seit Jahrhunderten deutsche Kultur= und Sprachenklaven bildeten, hat der Druck gegen das deutsche Element— einige Ausnahmen bestätigen das Entdeutschungsprogramm— zugenommen. Dieser seelischen Entrechtung ist das deutsche Volkstum in geschlossener Gegenwehr entgegengetreten. Man hat diese Menschen zwar politisch und wirtschaftlich knebeln können. Die letzte seelisch=geistige Zuflucht jedoch, die deutsche Sprache, das deutsche Lied, hat man ihnen nicht rauben können. Das aber ist auch für die Heimat der Ansporn, von sich aus diese seelische Treue mit den Mitteln zu unterstützen, die ihr erlaubt sind und zur Verfügung stehen. Langsam sollte man es sich auch im Auslande abgewöhnen, in dieser Unterstützung eine politische Einmischung zu sehen. Das deutsche Volkstum sammelt sich um seine völkischen, kulturellen und heimatlichen Ideale nach den gleichen Grundsätzen, wie dies andere Nationalitäten unbehelligt in Deutschland oder sonstwo in der Welt tun dürfen. Gerade in dieser Frage hat der Nationalsozialismus dem Prinzip der nationalkulturellen Gleichberechtigung als einer Grundthese seiner Weltanschauung noch mehr als früher zur Geltung verholfen. Wenn er aber von Monat zu Monat deutlicher erkennen muß, daß dem deutschen Volkstum Seite 2 Nr. 219# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 18 /19. September 1937 draußen mit dem Gegenteil geantwortet wird, so wird landes denkt daran, nun auch Reichsgrenze und Sprachhm keine Mlacht der Welt vermehren können den Stam= grenze zusammenzubringen. Solche vhantastischen Geiym keine Macht der Welt verwehren können, den Stammesbrüdern die zulässige Hilfe dort angedeihen zu lassen, wo sich der feindliche Ansturm gegen das ursprünglichste Recht richtet: gegen die deutsche Sprache. Dieses Urband zwischen gleichstämmigen Menschen zu schützen und zu verstärken, bleibt trotz Haßverträgen und Drangsalierungsgesetzen das sittlichste Gebot jeder selbstbewußten Nation. Auch in der Fremde ist die Sprache der heimatliche Acker, auf dem angestammte Kultur und Volksseele gedeihen können. Mit Stolz blickt das deutsche Volkstum des Auslandes auf Deutschland, das sich aus Schwäche und Hader zu neuer Weltgeltung erhob und von den„drei deutschen Grenzen“.— Reichsgrenze, aufgezwungene Wehrgrenze und Volkstum=Sprachgrenze— die aufgezwungene Wehrgrenze von 1919 kraftvoll auslöschte und mit der Hoheitsgrenze des Reiches in Uebereinstimmung brachte. Weder das Reich, noch das Volkstum des Ausgrenze zusammenzubringen. Soiche phantästischen Gedankengänge überlassen wir getrost den immer noch herumspukenden Ideen des Panslawismus. Deutschlands Volkstumsarbeit hat keine politischen Ziele, geschweige imperialistische. Deutschlands Volkstumsarbeit ist ein unerläßlicher Bestandteil seiner grundsätzlichen Friedenspolitik. Aber auch sie schließt in gleichem Maße unser unbedingtes Recht ein, durch Aufrechterhaltung und Stärkung des deutschen Kulturgutes, der deutschen Sprache und damit der deutschen Seele, die Rechte zu sichern, die andere Nationen in oft sehr anmaßender Form für sich beanspruchen und verwirklichen. Darum: helft in erster Linie den deutschen Schulen im Auslande! Erhaltet kommenden Geschlechtern die Muttersprache! So erhaltet ihr ihnen das Vaterland! So helft ihr der deutschen Seele! M. H. Heussigreise für=Speiseratie ssein Eine Anordnung des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen Münster, 17. September. In Ergänzung der Verordnung über Erzeugerpreise für Kartoffeln vom 23. März 1937(RGBl. I S. 377) setzt der Oberpräsident der Provinz Westfalen auf Grund des Runderlasses Nr. 137/37 des Reichskommissars für die Preisbildung vom 24. August 1937 nach Anhörung des Kartoffelwirtschaftsverbandes Westfalen in Unna=Königsborn für den Umfang der Provinz Westfalen nachstehende Preise für Speisekartoffeln der Ernte 1937 fest: .1. 1. Die Erzeugerfestpreise für die Speisekartoffeln betragen je 50 Kilogramm frachtfrei Empfangsstation für die Monate September bis einschließlich Dezember 1937: fär weiße, rote und blaue Sorten 2,40 RM. für gelbe Sorten 2,70 RM. für Nierenkartoffeln„ 8,70 RM. 2. Bei Abholung ab Hof dürfen diese Preise bis zu 0,15 RM. je 50 Kilogramm unterschritten werden. 3. Der Versandverteiler hat eine Festspanne von 0,20 RM. je 50 Kilogramm in Rechnung zu setzen, die weder über= noch unterschritten werden darf. S 2. 1. Es werden folgende Verbraucherhöchstpreise festgesetzt je 50 Kilogramm: für weiße, für gelbe rote und Sorten blaue Sorten RM. RM. I. 1. Bei Abgabe durch den Empfangsverteiler an den Verbraucher, ab Waggon oder ab Lager 2,90.20 2. Bei Abgabe durch den Empfangsverteiler oder den Kleinhändler frei Keller des Verbrauchers„.20.50 3. Bei unmittelbarer Belieferung des Verbrauchers frei Keller durch den Erzeuger darf der Erzeuger als Abgeltung seiner sämtlichen Unkosten für Verladung, Transport usw. einen Zuschlag zu den in§ 1 Abs. 1 genannten Erzeugerfestpreisen bis zu 0,35 RM. je 50 Kilogramm erheben. Folgender Preis darf auf keinen Fall überschritten werden:.. 2,70 8,05 II. 1. Beim Auspfunden durch den Kleinhändler je 5 Kilogr. 0,38 0,41 2. Bei Nierenkartoffeln kann zu den vorstehend für gelbe Kartoffeln festgesetzten Höchstpreisen ein Zuschlag von 1,00 RM. je 50 Kilogramm erhoben werden. 3. Die Verbraucherhöchstpreise dürfen nicht überschritten, wohl aber unterschritten werden. s 3. 1. Ueber jeden Verkauf von Kartoffeln an Wiederverkäufer ist eine mit Firmenangabe versehene Rechnung oder Verkaufsbestätigung zu erteilen, aus welcher die Kartoffelsorte und deren Preis je 50 Kilogramm ersichtlich sein muß. 2. Diesen Herkunftsnachweis hat der Wiederverkäufer auf dem Transport und an der Verkaufsstelle für etwaige Kontrollen zur Verfügung zu halten. S 4. Jeder Kartoffelhändler, der Nierenkartoffeln feilhält, hat auch Speisekartoffeln in ausreichender Menge feilzuhalten. 8 5. Es ist verboten, Handlungen vorzunehmen, durch die mittelbar oder unmittelbar Vorschriften dieser Anordnung umgangen werden oder umgangen werden sollen. S 6. Zuwiderbandlungen gegen diese Anordnung unterliegen den Strafbestimmungen des Paragraphen 4 des Gesetzes zur Durchführung des Vierjahresplanes vom 29. Oktober 1936(RGBl. 1, S. 927/28). Diese Anordnung tritt mit Wirkung vom 16. September 1937 in Kraft. „Der Errpe= Trffadler Neues Großverkehrsflugzeug der Junkers=Werke— Raum für 40 Fluggäste dnb Dessau, 17. September. Die starke Zunahme des zivilen Luftverkehrs in Deutschland hat seit langem den Wunsch entstehen lassen, Großverkehrsflugzeuge in Dienst zu stellen, die eine möglichst hohe Zahl von Fluggästen befördern können. Die Junkers=Werke in Dessau haben jetzt ein neues viermotoriges Großraumflugzeug„Ju 90“, das für 40 Fluggäste Platz bietet, fertiggestellt. Das Flugzeug, bei dessen konstruktiven Aufbau die vieljährigen Erfahrungen in der Herstellung von Ganzmetallflugzeugen verwertet wurden, bietet den Fluggästen größte Sicherheit, Bequemlichkeit und außerdem dem Flugzeughalter größte Wirtschaftlichkeit. Die deutsche Presse hatte am Freitag Gelegenheit, auf dem Fluggelände der Junkers=Flugzeug= und Motorenwerke AG. in Dessau das neue Wunderwerk deutschen Flugzeugbaues, das den Namen„Der Große Dessauer" erhalten hat, kennenzulernen, seine außerordentlich bequeme Inneneinrichtung zu besichtigen und sich von der Flugsicherheit zu überzeugen. Die„Ju 90“ hat bereits bei den ersten Probeflügen gezeigt, daß sie sowohl in der Leistung als auch in der Sicherheit der weltbekannten„Ju 52“ ebenbürtig zur Seite steht, ja sie sogar übertreffen wird. Die Ju 90“ ist wie alle Junkersflugzeuge ein Ganzmetall=Tiefdecker. Sie zeichnet sich wie ihre Vorgänger durch sehr starke Bauweise aus. Alle betriebswichtigen Teile sind so durchgebildet und gebaut, daß sie leicht zugänglich sind. Der durchgehende Flügel ist in fünf Teile unterteilt, in das Flügelmittelstück, auf dem der Rumpf organisch aufgebaut ist, die beiden Flügelzwischenstücke, die die beiden inneren Motoren aufnehmen, und die beiden Flügelenden, die die Außenmotoren tragen. Zum ersten Male besitzen die Flügelzwischenstücke und das Flügelmittelstück durchgehende Landeplatten, durch die die Landegeschwindigkeit dieses 21 Tonnen=Flugzeuges unter 100 Kilometer liegt. Neue Eigenschaften zeigt die„Ju 90“ in ihrer Bequemlichkeit, die wohl für heutige Verhältnisse eine Spitzenleistung bedeutet. Die Kabine ist in ihren Raumverhältnissen größer als ein moderner=Zugwagen. Eine erstmalig zur Anwendung kommende Schalldämpfung läßt eine völlig normale Unterhaltung in den einzelnen Abteilen zu. Auch die Frage der Gesamtlüftung der Kabine sowie der direkten Zuführung von Außenfrischluft ist neuartig gelöst. Die Flugkabine selbst hat eine Länge von 10,5 und eine Breite von 3 Meter. Rechts und links vom Mittelgang sind 1,25 Meter breite Doppelsitze angebracht. Jeder Sitz ist mit Leselampe und individueller Belüftung ausgestattet. Außerdem sind Räume für eine Garderobe, für das Handgepäck der Fluggäste und für eine Anrichte, wie sie bei der Mitropa üblich ist, vorhanden. Zum ersten Male sitzen Funker, Bordmonteur und Flugkapitän gemeinsam ohne Abtrennung in einem Führerraum. Die Instrumentierung des Führerraumes ist selbstverständlich im modernsten Umfange ausgeführt und weist alle neuzeitlichen Einrichtungen für Blindflug, Nachtlandung usw auf. Die„Ju 90“ ist für den Einbau verschiedener Motoren in der Leistungsgröße zwischen 800 und 1200 PS. vorgesehen. Sie erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 410 Kilometer in der Stunde, was als Spitzenleistung neuzeitlicher Großverkehrsflugzeuge der Welt anzusprechen ist. Die Reisegeschwindigkeit wird durchschnittlich bei 250 Kilometer liegen. Das neue Großflugzeug wird bevor es von der Deutschen Lufthansa in den Verkehr gestellt wird, noch für einige Wochen in Streckenerprobung genommen. „Dereirnerie=Wenpelnk Portugal erklärt:„Die bisherigen Methoden internationaler Politik sind sinnlos“ Eine deutliche Antwort auf Amerikas Friedensmahnung behelfsmäßige Wege klar Voil in Lelerbudungen Gründungstagung für das Deutsche Turn= und Sportfest 1938 in Breslau Breslau, 17. September. Mit einer Versammlung, die im Remter des Breslauer Rathauses stattfand und an der der Führerstab des Gaues Schlesien des Reichsbundes für Leibesübungen sowie zahlreiche Vertreter der Partei und der Gliederungen, der Wehrmacht und der Reichs= und Staatsbehörden teilnahmen, wurde das Deutsche Turnund Sportfest 1938 durch den Reichssportführer von Tschammer und Osten begründet. Er führte den Zuhörern vor Augen, wie es in den vergangenen vier Jahren gelungen ist, im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen die zusammenfassende Form einer Leibeserziehungsgemeinschaft zu schaffen. Der Reichssportführer führte dann weiter aus:„Nun ist die Zeit reif geworden zu einer Darstellung der gesammelten Kräfte und der Möglichkeiten eines solchen, das ganze Volk umfassenden Bundes vor aller Offentlichkeit. Was die Olympischen Spiele der Welt bewiesen, was Hunderte von Länderkämpfen und Tausende von Wettkampfveranstaltungen rein zahlenmäßig schon an Beweisen der Arbeit und Leistung erbrachten, das soll und muß und wird in einem großen Volksfest unserer deutschen Leibesübung, unserem Turn= und Sportfest 1938 Breslau, nunmehr auch dem letzten Volksgenossen klargemacht werden müssen. Alle Zweige der deutschen Leibesübungen werden sich zusammentun und alle ihre Kräfte anstrengen. Noch niemals war unser Volk in seiner Geschichte so nahe daran, ein Volk der Leibesübungen zu werden und die kulturelle Dreieinigkeit von Land, Geist und Seele zu verwirklichen, als gerade jetzt in unserer Zeit. Ich muß mit aller Entschiedenheit aussprechen: Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen hat eine volkspolitisch wichtige Aufgabe zu erfüllen, die im Zusammenspiel aller Kräfte und unter Berücksichtigung der internationalen Ziele nur er und niemand anders als er durchführen kann. Noch vor wenigen Monaten hat mich der Führer selbst zu der Erklärung ermächtigt, daß der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen auch in Zukunft der Träger wichtiger volkspolitischer Aufgaben ist.“ Dann wandte sich der Reichssportführer an die Amtsträger im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen: „Auf Eure Schultern werden nun in großem Ausmaß die Aufgaben der Vorbereitungen und der Führung des Deutschen Turn= und Sportfestes 1938 gelegt. Der Führer selbst hat die Durchführung dieses Festes befohlen und die Mitwirkung aller Stellen des Staates und der Partei dabei angeordnet. Diese Anordnung ist zugleich ein eindeutiger Vertrauensbeweis zu der Organisation des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Mit der Ueberzeugungskraft, die uns die eindeutige Zustimmung des Führers zu unseren Absichten verleiht, rufe ich daher das ganze deutsche Volk in allen seinen Gliederungen und Schichten zum Deutschen Turn= und Sportfest zu Breslau 1938 auf. Es soll ein Fest des guten Wollens, eine Darstellung volklicher Kraft und ein Bekenntnis blutgebundener, über die Grenzen des Reiches hinausragender deutscher Kameradschaft sein. Ich weiß, daß das deutsche Volk meinen Aufruf für Breslau verstehen und daß es ihm folgen wird. Ich weiß, daß die siegreiche Fahne des Dritten Reiches über den Festplätzen in Breslau wehen wird, und ich bin gewiß, daß dieses Fest ein Sieg des Glaubens und ein Sieg der volklichen Gemeinschaft und damit zutiefst und zuletzt ein Sieg der nationalsozialistischen Idee sein wird. Unsere Arbeit wird beflügelt von dem stolzen Bewußtsein, daß sie auf Befehl unseres Führers geschieht. Er ist die Quelle unserer Kraft, und wir wollen mit unseren Anstrengungen für Breslau nichts weiter tun, als dem großen Baumeister des deutschen Volkes gewaltige Quadern der Volkskraft aufzuschichten für seinen Aufbau des germanischen Volkes deutscher Nation.“ Masarhks Leiche in prag aufgebahrt Prag, 17. September. Die Leiche des verstorbenen ersten tschechoslowakischen Staatspräsidenten G. Masaryk wurde am Freitag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von Schloß Lana nach Prag übergeführt und feierlich auf der Prager Burg aufgebahrt. Washington, 17. September. Auf die von Staatssekretär Hull im August aus Anlaß des japanisch=chinesischen Zusammenstoßes abgegebene Erklärung, daß man doch„im Geiste internationaler Zusammenarbeit" und„durch friedliche Methoden“ Streitigkeiten schlichten lassen solle, hat sich Portugal jetzt in einer entschieden gehaltenen Note geäußert. Darin erklärt Portugal, die Nationen der Welt gäben sich heute oft falschen Gedanken hin und hätten sich angewöhnt, die Lösung ernster und tiefgreifender Probleme ungenauen Formeln und inkonsequenten Kombinationen anzuvertrauen. Die Regierung Portugals halte es für notwendig, daß man die völlige Sinnlosigkeit derartiger bisher unternommener Bemühungen einsehe, wenn man irgendwelche konstruktive Arbeit beabsichtige. Portugal stimme mit den meisten von Hull geäußerten Grundsätzen praktisch überein, glaube aber, daß die üblichen Methoden der kollektiven Politik zwar imstande wären, einen gewissen moralischen Druck auszuüben, aber nie praktische Wirkung erzielen könnten.„Wenn schwere Ungerechtigkeiten in der Lösung internationaler Probleme bestehen und keine friedliche Methode zu ihrer Beseitigung in Aussicht steht“, so stellt die Note Lissabons fest,„ist es nutzlos, den Opfern dieser Ungerechtigkeiten es ausreden zu wollen, sich aus eigener Initiative Recht zu verschaffen.“ Mit Entschiedenheit verteidigt die portugiesische Regierung gegenüber einer seiner Meinung nach verblendeten Weltpolitik die Nationen, die unter dem Zwang internationaler Ungerechtigkeiten Notmaßnahmen politischer und wirtschaftlicher Art treffen. Das würden übrigens solche ungerecht behandelten Nationen auf jeden Fall tun, auch wenn sie sich über den Charakter ihrer Notmaßnahmen a wären. Luftsperre während der Manöver anb Berlin, 17. September. Anläßlich der Wehrmachtmanöver 1937 ist der Luftraum über dem Gebiet innerhalb der Linie Lübeck— Lauenburg—Eberswalde—Stettin—Usedom(Orte einschließlich) vom 18. September 1937, 0 Uhr, bis 20. September 1937, 0 Uhr, sowie der Luftraum über dem Gebiet nördlich der Linie Fraustadt—Sagan —Halle—Kassel—Duisburg—Geldern(Orte einschließlich) vom 20. September 1937, 0 Uhr, bis 26. September 1937, 18 Uhr, für Luftfahrzeuge gesperrt. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Für Flugzeuge im Flugverkehr gilt Sonderregelung. Wieder ein Bombenanschlag in Frankreich Paris, 17. September. In einer im Streik befindlichen Fabrik in Marseille brach ein Feuer aus, das offenbar auf Brandstiftung zurückzuführen ist. Die Polizei hat bei der Untersuchung des Brandherdes die Spuren einer Brandbombe festgestellt. Ein Nachtwächter behauptet, gesehen zu haben, wie fünf Männer, nachdem sie die Bombe von der Straße über die Mauer in den Fabrikhof geschleudert hatten, in aller Eile die Flucht ergriffen. Glücklicherweise hat die Bombe, die mit hochexplosivem Sprengsttoff gefüllt war, nicht richtig funktioniert, so daß nur ein kleiner Brand entstand, der schnell gelöscht werden konnte. von den nationalspanischen Truppen an der Nordfront—. Großangriffe der nationalen Flieger Leon, 17. September. Der Freitagvormittag stand an der Front von Leon im Zeichen von Großangriffen der nationalen Flugstaffern, die den ganzen südlichen Teil der Front von Somiedo bis Oseja bombardierten und feindliche Ansammlungen mit Maschinengewehrfeuer bestrichen. Die wichtigsten Kampfhandlungen der Infanterie fanden im Abschnitt der Hauptstraße Leon—Oviedo statt, wo die nationalen Truppenverbände wichtige Berge im Osten und Westen des Gebirgspasses Pajares erstürmten, und sich weiter an die taktisch wichtige und von den Bolschewisten zu einer Bergfestung ausgebaute Stellung heranarbeiteten. Im Westen von Pajares besetzten die Nationalen die Ortschaft Poladura und auf der Ostseite wurden mehrere wichtige Höhen genommen, von denen aus die gegnerischen Grabenlinien und die betonierten MG.=Nester von den nationalen Geschützen bereits in direktem Beschuß unter Feuer genommen werden können. Durch diese Operationen zu beiden Seiten des Gebirgspasses werden die südlich von diesem an der Hauptstraße gelegenen Ortschaften Villamin, Ventosilla und Rodiezno abgeschnürt. Der starke Widerstand der Bolschewisten in der Umgebung von Pajares läßt darauf schließen, daß sich in diesem Gebiet noch heftige Kämpfe abspielen werden, da dieser Gebirgspaß als die Schlüsselstellung für einen erfolgreichen Rückenangriff auf die bolschewistischen Belagerer von Oviedo gilt. Im Osten der Hauptstraße Leon—Oviedo ist Hoces und Felmin im Norden von Vegacaroera besetzt worden. und mächtige Explosionen, die an den Bergwänden widerhallen, künden den nationalen Truppen auf ihrem Vormarsch an, welche Orte von den bolschewistischen Horden geräumt und vernichtet worden sind. Diese machen keinen Unterschied zwischen den Häusern der Wohlhabenden und den Wohnungen der Arbeiter, und sie plündern natürlich auch die Geschäfte. Die gemachten Gefangenen werden vor dem Abzug der Bolschewisten entweder ermordet oder mitgeschleppt. Die Einwohner werden gezwungen, ihre Wohnungen zu verlassen und nach Gijon zu fliehen. Nur wenigen gelingt es durch Flucht in die Berge, sich dem Räumungsbefehl der Bolschewisten zu entziehen. Die Marsch= straßen weisen alle zwei= bis viertausend Meter gewaltige Sprengtrichter auf, was den Nachschubverkehr der nationalen Truppen erschwert. 2500 Nationalspanier ausgelöst Salamanca, 17. September. General Franco hat einen Erlaß unterzeichnet, durch den ein Uebereinkommen mit dem Internationalen Roten Kreuz in Kraft gesetzt wird. Danach kann eine gleiche Anzahl Svanier aus dem nationalen in rotspanisches Gebiet überwechseln, wie rechtsstehende Personen auf Grund einer Vereinbarung des Internationalen Roten Kreuzes mit dem Valencia=Ausschuß Madrid verlassen dürfen. Dieses Uebereinkommen wird die Befreiung von 2500 Personen bewirken, die sich seit Jahresfrist in den Gebäuden ausländischer Botschaften und Gesandtschaften in Madrid befinden und die nicht nur unter den größten Entbehrungen leiden mußten, sondern auch in ständiger Lebensgefahr schwebten. Im östlichen Teil der Nordfront besetzten die Nabon Lauet acgeries del Loderlel. Käaich dor Gad, Srauenkundgebung für Franco in Barelona Estnische Pressevertreter bei Dr. Goebbels. Reichsminister Dr. Goebbels empfing Freitag abend die Vertreter der estnischen Presse und der deutschen Presse in Estland, die auf Einladung der Reichsregierung eine vierzehntägige Reise durch Deutschland machten, und erläuterte in einer kurzen Ansprache Ziele und Aufgaben der nationalsozialistischen Politik. Das größte Erlebnis der estnischen Pressevertreter war der Reichsparteitag. Sowjetspanier hetzen in Frankreich. Der Pariser „Jour“ fordert das sofortige Einschreiten der französischen Behörden gegen die bolschewistischen Spanienflüchtlinge in Amiens, da diese Flugschriften drucken ließen mit der Losung:„Tod dem Klerus!“ Geheimgesellschaft in Frankreich ausgehoben. Die Pariser Polizei hob eine Geheimgesellschaft, die unter dem Namen Cagoulards(die Kuttenträger) besteht, aus und verhaftete mehrere Mitglieder. Es soll sich um eine militärisch organisierte Vereinigung handeln. In Paris hat man bereits Waffenlager entdeckt, in denen sich Revolver und Schnellfeuergewehre sowie Kisten mit Handgranaten befanden. Zwei bolschewistische Menschenschmuggler in Holland verhaftet. Der Polizei von Beverwij in Nordholland gelang es, zwei Personen festzunehmen, die im begründeten Verdacht stehen, holländische Arbeitslose für die spanischen Bolschewisten angeworben zu haben. Wieder ein englisches Bombenflugzeug ins Meer gestürzt. Ein englisches Bombenflugzeug stürzte am Freitag in der Nähe der Walliser Küste in die See. Die vier Insassen wurden getötet. Mit diesem Unfall hat die englische Luftstreitkraft in diesem Jahre bisher 64 Abstürze zu verzeichnen, die insgesamt 105 Todesopfer gefordert hatten. rana wurden gleichfalls wichtige Höhen besetzt. Auch im Süden der nach Cangas führenden Bergstraße konnte der Gegner aus seinen Stellungen auf den Höhen von Covardeles nach sch werden. chweren Nahkämpfen vertrieben Die Roten morden, rauben, sprengen Die im Norden der Provinz Leon und in Asturien von den nationalen Truppen zurückeroberten Ortschaften bieten ein trauriges Bild der Verwüstung. Gewaltige Brandherde, deren Rauch die Täler erfüllt, Paris, 17. September. Wie der„Jour“ meldet, haben in Barcelona Demonstrationen gegen die bolschewistischen Machthaber stattgefunden. Zahlreiche Gruppen von Frauen seien über den Hauptplatz von Barcelona, den Plaza Catalung, und den Ramblas gezogen. Sie hätten Schilder mit sich geführt, auf denen man zum ersten Male in Barcelona habe lesen können:„Eslebe Franco! Wenn doch Franco käme!" Die bolschewistischen Horden seien mit Waffengewalt gegen die Frauen vorgegangen. Auf beiden Seiten habe es zahlreiche Verletzte gegeben. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Fritz Schmidt. Verantwortlicher Schriftleiter: Politik: Rudolf Foest, Bochumer Teil: Hans Schulte, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmidt, Kulturpolttik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann(in Urlaub), t..: Kurt Dörnemann, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport und Provinz: Haus Hornberg. Nachbargebiet und Stadtteile: Paul Borke. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. Berlin=Karlsvorst. Heiligenberger Straße 25, Ruf 500 340. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16—17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hasipflicht. Rücksendung nur bei Rückvorto Verlag und Druck: Laupenmüdlen#p Dierichs Bochum, Rathausplatz 8. Ruf 675 51—54. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Scholz(erkrankt), l..: Hans Leiseld.„„ gm Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Wempe. BerlinCdarlottenburg, Uhlandstraße 194. Ruf 316 813. Durchschnittsauflage August 1937 über 28.000. Zur Zeit i Anzeigen=Preisliste Nr. 9 gültig. Nachlaßstaffel B. Seite 3 Nr. 219# Bochumer Anzeiger2 Samstag Sonntag, 18./19. September 1937 Archniner Nacheichten 40 Fluggäste schwindigkeit dieses 21. Kilometer liegt. „Ju 90“ in ihrer Beitige Verhältnisse eine Kabine ist in ihren ein moderner=ZugAnwendung kommende eine völlig norden einzelnen AbteiGesamtlüftung der Kazung von Außenfrisch= Flugkabine selbst hat Breite von 3 Meter. ang sind 1,25 Meter Jeder Sitz ist mit Leseing ausgestattet. Außerderobe, für das Handne Anrichte, wie sie bei den. Zum ersten Male d Flugkapitän gemeinFührerraum. Die Ines ist selbstverständlich ihrt und weist alle neulindflug, Nachtlandung Einbau verschiedener ze zwischen 800 und reicht eine HöchstgeKilometer in der ig neuzeitlicher Großusprechen ist. Die Reiselich bei 250 Kilometer ird, bevor es von der rkehr gestellt wird, noch erprobung genommen. Fir tik sind sinnlos“ ung helfsmäßige Wege klar der Manöver rlin, 17. September. növer 1937 ist der Luftalb der Linie Lübeck— in—Usedom(Orte ein1937, 0 Uhr, bis , s o w i e d e r L u f t r a u m inie Fraustadt—Sagan eldern(Orte einschließ0 Uhr, bis 26. Septfahrzeuge gesperrt. ZuFür Flugzeuge im g. ibenanschlag sich tris, 17. September. ichen Fabrik in Mardas offenbar auf BrandPolizei hat bei der UnSpuren einer Brandstwächter behauptet, geänner, nachdem sie die die Mauer in den Failler Eile die Flucht ere Bombe, die mit hochwar, nicht richtig funker Brand entstand, der Dr. Goebbels. ReichsFreitag abend die Verder deutschen Presse in er Reichsregierung eine itschland machten, und ache Ziele und Aufgaben ik. Das größte Erlebnis r d e r R e i c h s p a r t e i t a g. rankreich. Der Pariser Einschreiten der französiolschewistischen Spaniense Flugschriften drucken dem Klerus!“ kkreich ausgehoben. Die eimgesellschaft, die unter luttenträger) besteht, aus der. Es soll sich um eine jung handeln. In Paris itdeckt, in denen sich Resowie Kisten mit Handsenschmuggler in Holland erwij in Nordholland genehmen, die im begrünsche Arbeitslose für die orben zu haben. enflugzeug ins Meer gelugzeug stürzte am FreiKüste in die See. Die Mit diesem Unfall hat i diesem Jahre bisher e insgesamt 105 Todeserichs. Stellvertretender id t. Politik: Rudolf Foest, sulte, Wirtschaft und kulturpolitik und Untervermann(in Urlaub). Gerichtsdienst und Briefrt und Provinz: Hans und Stadtteile: Paul .aupt. Berlin=Karlsborst. 500 340. dochentags, außer mittwochs Für unverlangte Einsenendung nur bei Rückporto sldien& Diericht 75 51—54. niell: Kurt Scholz(erd. W. Vemve. Berlin4. Rut 316 813, über 28.000. Zur Zeit i# a. Nachlaßftaffel B. An die Devonerung don Westsaten=Sut! Der Aufruf des Reichsministers des Innern Pg. Verpflichtung, die jedem Volksgenossen erwächst; er verstärktem Einsatz. An die gesamte Bevölkerung von Westfalen=Süd Bitte, an der Arbeit des Volksbundes für das Deu regen Anteil zu nehmen und sie nach besten Kräften ei Vetter, stellv. Gauleiter der NSDAP., Gan Westfalen=Süd. Dr. Frick kennzeichnet die Größe der gesamtdeutschen ist allen Mitarbeitern im VDA. eine Mahnung zu richten wir am„Tag des deutschen Volkstums“ die tschtum im Ausland im Landesverband Westfalen=Süd zu unterstützen. itler! Dr. Banike, Leiter des LV. Westfalen=Süd des B2A. Der Herbst ist da.— Bochum die Theaterstadt. — Das singende und klingende Bochum.— Dorfabend und Bergfest. Wänn de Härwst küemt angetrokken, Maket wie us op de Sokken, Nich düörch Büsch' un Biärge buten— Näi, wi kiekt mol düörch de Ruten, Uem te seihn, wat't Nigges giet, Wänn me in de Stadt verblit. Wat es do nich all's te kieken! Doch ik well äint unnerstrieken: Lü, verschuwet nich op later, Antemelln Ink bim Thiater! Bolle gäiht de Vürhang op, Un verlotet Ink män drop: Wat et brengt, in alle Welt Me dovan met Stolt vertellt! Baukums Stadtthiaters Ruhm Dat es use Aeigendum! Unnerstützet et met Freiden Un sind gar nich te bescheiden. Schriemt Ink in in diäm Büro, Gäne süht me alle, alle do. Dä hett Sin vüör wohre Kunst. Ohne Gunst es sä ümsunst! Liebe Bochumer! Der Herbst ist da, davon hat uns die letzte regenfeuchte, kühle Woche hinreichend überzeugt, obschon die Herbst=Tag= und Nachtgleiche erst am 23. September ist. Das Laub fällt von den Bäumen an den Straßen und auf den Plätzen, der Wald beginnt sich langsam zu färben. Die Freibadeanstalten sind geschlossen, des Sommers Treiben ist vorüber. Nun beginnt wieder das winterlich=gesellschaftliche Leben. Noch acht Tage, und das Bochumer Stadttheater öffnet wieder seine Pforten. Mit der Shakespeare=Woche hat es sich erneut an eine Aufgabe herangemacht, an die sich nur Bühnen wagen können, wie es eben unser Bochumer Stadttheater ist, das man im übertragenen Sinne ein „Bayreuth des Westens“ nennen könnte. Bochum kann stolz darauf sein, eine Bühne in schwersten Zeiten aufgebaut und durchgehalten zu haben, die sich einen Namen im In= und Auslande gemacht hat. Das verpflichtet; verpflichtet zum regsten Besuch unseres Theaters, verpflichtet zum Einzeichnen in die Liste der festen Stammgäste. Wie sehr unsere Bühne und ihre klassischen Leistungen gewürdigt werden, beweisen die Zeugnisse hervorragender Vertreter der bildenden Künste, des deutschen Schrifttums, der Kritik des In= und Auslandes. Wenn Bochum, die Stadt rastloser Arbeit, ein Kulturzentrum in Westdeutschland geworden ist, so verdankt es diese Anerkennung nicht zuletzt unserem Stadttheater und den Männern die ihm die bevorzugte Stellung am deutschen Theaterhimmel verschafft haben. Ihren Dank kann die Bochumer Bevölkerung dadurch abstatten, daß sie sich in die Liste der Abonnenten einzeichnet, daß sie gern und freudig ihr Theater besucht. Allen Kreisen ist dazu Gelegenheit gegeben. Benutzet sie! singe, wem Gesung gegeren; Hom Gesang gegeben! Vom 23. September bis 3. Oktober führt der Sängerkreis Bochum in großzügiger Weise eine Musikfestwoche durch, 15 000 singende und spielende Volksgenossen sind daran beteiligt. Vor allem die Jugend ist hier mit eingespannt; das deutsche Volk, durch eine harte, unfrohe Prüfungszeit hindurchgegangen, soll wieder singen lernen, sich erbauen und erfreuen an echtem, deutschem Liedgut, an edler Musik. Fort mit den seichten, nichtssagenden, kitschigen Schlagern, der Negermusik, die den Geschmack verdarben— das schlicht=schöne deutsche Volkslied soll wieder sein Hausrecht bekommen edler Gesang soll von allem Hohen künden, was Menschenbrust bewegt. Eine singende und klingende Stadt soll aber Bochum nicht nur in der kommenden Woche sein, vielmehr soll ihr Nachhall immer in uns lebendig sein. Große Tage begeht der Stadtteil Wiemelhausen heute und morgen. Aus Anlaß ihres fünfjährigen Bestehens veranstaltet die Ortsgruppe Wiemelhausen der NSDAP. ein Volksfest, das sich zu einem solchen im wahren Sinne des Wortes gestalten soll. Die Bewohner von Stahlhausen aber wollen heute einen Dorfabend feiern, der diesem„Industriedorf“ mitten in der Stadt vor Augen führen soll, was den Großstädtern fremd geworden war: schlichte Feierstunden echter Volksgemeinschaft. Möge das Wetter allen Veranstaltungen hold sein! Das wunschen auch die Turner und Sportler, die am morgigen Sonntag beim Querenburger Bergfest ihre Kräfte messen wollen. Was das Harkortbergfest für Westfalens Turner bedeutet, das soll Querenburg für den Turnkreis Bochum werden! * Die motorisierte Verkehrspolizei waltet nun auch hier ihres Amtes mit vollem Einsatz. Wer die täglichen Unfälle verfolgt und die Zahl der Opfer des Verkehrs beklagt, wird es begrüßen, daß die Polizei sich verstärkt bemüht um die Hebung der Verkehrsdisziplin. Wer nicht hören will, muß erfahren, daß Leben und Eigentum höher zu bewerten sind als ein paar Sekunden oder Minuten Zeitgewinn. Kraftfahrer, Radfahrer und Fußgänger müssen sich an die nun einmal gegebenen Verhältnisse gewöhnen. Mehr Vorsicht und mehr Rücksicht! Das verlangt nun einmal die Zeit, die im Zeichen des zunehmenden Verkehrs steht. Ein Menschenleben ist zu kostbar, als daß es dem Leichtsinn, der Rekordsucht oder der Gewissenlosigkeit zum Opfer fallen dürfte. Die Unfallziffern reden eine erschütternde Sprache. * Herbst ists geworden. Rauhe Winde wehen über die Stoppelfelder, Wolken jagen am Himmel dahin. Die Tage werden kürzer, die Lichtrechnungen länger. Auch der September hat bisher nur eine Woche Sonnenschein gebracht. Er bleibt uns daher noch eine Woche voll Sonne und Glanz schuldig, ehe er dem Oktober das Regiment überläßt. Möge er diese Erwartung nicht enttäuschen und uns zunächst mal ein freundliches Wochenende bescheren. In diesem Sinne mit Sonntagsgruß Euer Gottlieb vom Tippelsberg Neue Bochumer Straßennamen: „Vorm Gruthoff“ und„Zum Kämpchen“. Wie der Polizeipräsident in Bochum mitteilt hat er auf Vorschlag des Oberbürgermeisters der Stadt Bochum der Verbindungsstraße zwischen der Herzogstraße und Auf dem Dahlacker in Bochum den Namen „Vorm Gruthoff“ und der kürzeren Verbindungsstraße zwischen der Straße Auf dem Dahlacker und der Fröbelstraße in Bochum, die die Pantaleonstraße kreuzt, den Namen„Zum Kämpchen“ gegeben. Bekämpfung der Kinderlähmung durch Sammlung von Blut Genesender Mit dem Frühherbst pflegen sich mehr oder weniger zahlreiche Fälle von Kinderlahmung zu ereignen. Das beste Heilmittel gegen die Erkrankung ist das Blut von Kindern und Erwachsenen, die Kinderlähmung durchgemacht haben. Es enthält Schutzstoffe, die an Kinderlähmung erkrankten Kindern Heilung von der gefürchteten Krankheit bringen können. Das Reichsgesundheitsamt hat deshalb erneut eine Sammlung von Blut der von der Krankheit Genesenden in die Wege geleitet. Alle Personen, die wenigstens sechs Jahre alt sind und in den letzten fünf bis zehn Jahren Kinderlähmung überstanden haben, können als Blutspender zum Kampf gegen die Krankheit beitragen. Sie wenden sich am besten an das Krankenhaus, in dem sie früher behandelt sind. Dort erfahren sie den Zeitpunkt, der für die Blutabnahme günstig ist. Für das von ihnen gespendete Blut wird eine Entschädigung bezahlt. Sie beträgt für 1/4 Liter Blut 25 RM. Eigenartig verunglückt Fuhrmann durch elektrischen Schlag vom Wagen gestürzt Am 16. September, gegen 10.55 Uhr, zerriß auf der Herner Straße, vor dem Hause Nr. 118, die Telephonleitung der Feuerlöschpolizei und fiel auf die Straßenbahnoberleitung. Durch ein herabhängendes Stück Draht wurde ein Fuhrmann, der die Herner Straße mit einem Einspännerfuhrwerk befuhr, am Kopf gestreift, erhielt einen elektrischen Schlag und fiel vom Fahrzeug. Er erlitt Quetschungen am rechten Ellenbogen, am Rücken und am Hinterkopf. Nach Hilfeleistung eines Arztes wurde der Verletzte seiner Wohnung zugeführt. Das Fest der deutschen Traube auf 16./17. Oktober verlegt. Das Fest der deutschen Traube und des Weines 1937, die große Gemeinschaftswerbung für die Erzeugnisse des deutschen Winzers, das unter der Leitung des Reichsnährstandes steht, findet nicht, wie ursprünglich geplant, am 25. und 26. September, sondern erst am 16. und 17. Oktober statt. NSG. Anträge auf Frontzulage bis zum 30. September. Die Frist zur Stellung der Anträge auf Zahlung einer Frontzulage läuft mit dem 30. Sepiember ab. Die Anträge müssen der Gaudienststelle der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung in Dortmund zugeleitet werden. Dei Schatzenhe, in neden Kielo Bochum um eine schöne Gaststätte reicher Bechuns„Dag del beulschenl Kmsin Prachtvoller Erfolg zum Auftakt des Veranstaltungswinters 1937/38 BA.-Muthherr Beim Czardas des Jo=Tello=Balletts Es ist nicht zu leugnen, wir Menschen sind nun mal ein undankbares Völkchen. Treffen wir einmal einen lieben alten Bekannten(die Betonung hat auf„alt" zu liegen), so glauben wir, im Unterbewußtsein zunächst, dann aber immer deutlicher werdend, Mängel an ihm wahrzunehmen. Sein Haar ist nicht mehr so voll und blond, seine Hautfarbe nicht mehr so frisch und gesund, seine Haltung ist nicht mehr so straff und elastisch. überhaupt, er scheint recht alt geworden zu sein. Man zieht etwas verächtlich die Mundwinkel herab... man sollte ihn etwas links liegen lassen oder ihn gar gänzlich meiden! Und jene Rücksichtslosen, daß seine Augen noch jung und lebendig, daß sein Herz noch so freudig mit uns geht, das bemerken sie nicht. Geht es uns mit all den gegenständlichen Dingen in dieser Welt nicht ebenso, stellen wir nicht allzu oft fest, daß sie zu alt, uns nicht mehr dienen können, nicht mehr den Anforderungen dieser heutigen Zeit entsprechen? Und wir fangen an zu murren, kramen hier und da Mängel heraus, wollen ihnen hier und dort am Zeuge flicken! Ganz ehrlich, unserem lieben, alten Schützenhof, ergeht es ihm nicht ebenso wie diesem„lieben, alien Bekannten"? Alle haben sie vergessen, daß dieser im Jahre 1919 von der Stadt erworbene Besitz vor dem Kriege als der größte Saal Westdeutschlands galt, und auch heute noch von Musikkennern als ein Konzertsaal von einzigartiger Akustik gerühmt wird. Und doch hat die Stadtverwalkung Bochum nun alles darangesetzt, sein Gesicht ganz wesentlich zu verändern. Grünanlagen und ein heller Anstrich lassen ihn so freundlich erscheinen, wie es nur irgend möglich ist, Umbauten wurden getätigt, und auch der große Saal wird in Kürze einen Dauerschmuck erhalten, der diesen nicht sehr freundlichen Raum fest: licher gestalten wird Aber das, was heute den Gast des Schützenhofes am stärksten beeindruckt, sind die in ..-Brüning neuem Gewande sich vorstellenden Räume der Tagesgaststätte. Man kennt diese Räume, die Tagesgaststätte, die Glasveranda oder auch die beiden auf der Südseite gelegenen Gesellschaftszimmer in ihrem neuen Schmuck nicht wieder. Vollkommen verändert muten einen diese Gasträume, in lichten, hellen Farben gehalten, an, denn die feine Farbigkeit ist das, was diese Räume am stärksten beeindrucken läßt. Einen noch freundlicheren Eindruck macht die helle und lichte Glasvaranda, die nicht allein durch die Tagesgaststätte, sondern auch direkt von draußen zu besuchen ist. Auch dieser Raum ist in einem vornehmen Beigeton gehalten. Die großen, viel Licht hereinlassenden Fenster, die mit dem gleichen Gitterstoff behangen sind, sind belebt durch kräftige lichtblaue Vorhänge in handgedrucktem Münchener Künstlerleinen, das schwer an den Seiten herunterfließt. Mit wieviel Liebe an die Ausgestaltung dieses Raumes vor allen Dingen herangegangen worden ist, beweist ein Blick zur Decke. Das verkröpfte, ovale Mittelstück dieser Decke zeigt nämlich die heraldischen Muster der Fensterbehänge, natürlich vergrößert, also blaue Muster auf sandfarben getöntem Grunde. Und um diesem Raume etwas mehr Farde und Festlichkeit zu geben, ist der übrige Teil der Decke in einem kräftigen Bronzeton gestrichen. Und es müßte schon nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn diese im neuen, schönen Gewande sich vorstellende Gaststätte, für deren Neugestaltung die Stadtverwaltung verantwortlich zeichnet, durch die gleichzeitig die gesamte Schützenhofanlage gewonnen hat, nicht als Gaststätte, als Raum für Versammlungen, Besprechungen und Tagungen aller Art die Beliebtheit finden würde, die ihr zugedacht ist. es. Zu den Taten der Gemeinschaft aller deutschen Menschen gehört seit den vergangenen Jahren neben den Tagen, die der politisch=weltanschaulichen Sammlung, der Vereinigung aller im Kampf für das WHW und anderen hohen Zielen dienen, ein Abend im Jahr. der den Namen„Tag der deutschen Artistik" trägt. Hinter diesem einfachen Namen verbirgt sich eine große Tat der Kameradschaft, die die Artisten unter sich, aber auch wieder diese Künstler und die von ihnen das ganze Jahr hindurch erfreuten Millionen deutscher Volksgenossen verbindet. Denn in jedem Jahre arbeiten an diesem Tage auf allen deutschen Kleinkunst= und Varietöbühnen und in allen deutschen Zirkusunternehmungen alle Künstler ausnahmslos, auch die gerade gastierenden ausländischen Kollegen, unter Verzicht auf ihre Gage, werden alle Unternehmungen dieser Art auf ihren Gewinn verzichten, zugunsten eines Fonds, der den alten oder ohne eigenes Verschulden nicht mehr zur Arbeit fähigen Artisten einen sorgenfreien Lebensabend sicherstellen soll. Gauwart Breidenbach der NSG. „Kraft durch Freude“. Gau Westfalen=Süd, unterstrich diese Bedeutung des Abends beim„Tag der deutschen Artistik" im KdF.=Tonhallentheater am Freitag vor Hunderten von Gästen, unter denen sich Kreisleiter Riemenschneider und Kreisprovagandaleiter Link befanden, mit treffenden Worten, ehe sich der Vorhang für eine Fülle wirklich erlesener Darbietungen hob. Hinter den Darbietungen der sieben Nummern des Programms und der Kapelle ist es das achte, allerdings nach Schluß der Vorstellung stattfindende Kunststück, in kurzen Worten das zu würdigen, was 20 Menschen als Ergebnis ihrer bisherigen Lebensarbeit und höchsten Vollendung ihres versönlichen Könnens in drei Stunden zur Freude Ungezählter mit letztem Einsatz geben. Das wirklich wundervolle Programm des Abends, das Bochum auch heute und am Sonntag noch begeistern wird, hat seinen Ansager in dem Humoristen Richard Kaut desser Humor den besten Bundesgenossen aller Zeiten hat: die Herzlichkeit und das Unverbildete, aus dem er entspringt. Kautz ist sein eigener Dichter mit ausgezeichneten Sachen, wie beispielsweise den Gedichten „Der Trostpreis",„Das Ehe=Abe".„Der Student und der Hund", zugleich aber der urfidele Stegreifdichter seiner auftretenden Kollegen. Auch das gelingt ihm glänzend, schon weil er nicht zu loben braucht, was dieses Lob nicht im höchsten Maße verdient. Erst bringt er vier prächtige Mädel heraus, das Jo= Tallo=Ballett, das im Laufe des Abends einen Csardas, einen plastischen Tanz, Florettspiele, exentrische, gymnastische, chorische Tänze und einen Ballettwalzer bringt, von denen jeder wirklich ein Genuß ist. Dann folgen die„3 Herms“, zwei Männer und ein Bübchen, als Matrosen kostümierte Parterreakrobaten, die mit Gipfelleistungen der Kraft und Gewandtheit aufwarten und in dem kleinen Partner einen besonderen Publikumsliebling haben. Der Franzose Menito, Manipulator und Zauberer, der sich für diesen Abend genau so selbstlos zur Verfügung stellt, verblüfft und erheitert durch ungeahnte Kunststücke mit sich immer mehr vermehrenden Bällen, noch mehr aber mit seinem glänzenden Zigarettenkunststück, bei dem er brennende Zigaretten zig=weise aus der Luft, aus seinen Kleidern und überall her zaubert und zuletzt sogar Zigarren und eine Pfeife hervorschwindelt. Glänzend die komisch arbeitende schleuderbrettnummer„8 Landos",„gleich ausgezeichnet in der Art des Vortrages, wie in der Steigerung der Leistung bis zum Doppelsalto und gleich9 Monwertigen Künsten,„Etwas ganz anderes wieder:„Mon tez Ina“, als Musikal=Balanceakt bezeichnet, ein unglaubliches Musizieren beim Stehen auf einer hoch oben rollenden Walze, mit den Höhepunkten: Kylophon= und Glasharmonikaspiel im Kopfstand, Originaltricks des Künstlers Montez, der die Fähigkeiten eines erstklassigen Akrobaten und eines erstklassigen Musikers in sich vereinigt. Die„2 Angoras“ beschließen mit einem „Perche=Sensationsakt“, wie es in der Artistensprache heißt, den Abend, den die Kapelle Tonko mit Kunst und Fleiß musikalisch verschönt. Diese„2 Angoras“ sind verteufelt kräftige Burschen, von denen der eine seinen Partner auf einem riesigen Bambusstab (französisch: perche) balanciert. Der andere vollführt mittlerweile in schwankender Höhe die schwierigsten turnerischen und akrobatischen Kunststücke und wird dann zum Abschluß sogar auf einem besonders konstruierten Stab in rasender Geschwindigkeit wie ein Propeller herumgedreht. Der Beifall rauscht dazu genau so freudig, wie an diesem ganzen wohlaelungenen Abend, der der Kleinkunst und Artistik in Bochum zu den vielen alten ungezählte neue Freunde erworben hat. Hans Schulte Seite 4 Nr. 219 7 Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 18./19. September 1932 Freude für 800 Der Tag der Schwerkriegsbeschädigten Bochums— Ausfahrt nach Iserlohn Auch in diesem Jahre bringt die RSKOV. Kreis Bochum, in engster Zusammenarbeit mit dem RSnK. die bereits traditionelle Schwerkriegsbeschädigtenfahrt zur Durchführung, die am morgigen Sonntag mit dem Ziel Iserlohn gestartet wird. Dank der großen Bereitwilligkeit des Motorsturms 12/M. 69 des RSKK. und zahlreicher Privatkraftwagenbesitzer wird es wieder möglich sein, über 800 Kriegsbeschädigten einen schönen Tag zu bereiten. Die Ausfahrt hat in diesem als Ziel Iserlohn im Sauerland. Die Kriegsopfer werden bei dieser Gelegenheit die Schönheiten unserer engeren Heimat, des herrlichen Sauerlandes, bewundern können. Sie, die zum Teil schwere körperliche Schäden und Leiden im Kampf um die Heimat haben hinnehmen müssen, sollen erfahren, daß ihre Opfer heute mehr denn je den Dank der Volksgemeinschaft finden. In mehreren hundert Kraftwagen des RSKK. und der Bochumer Volksgenossen sollen sie hinausgefahren werden in die Berge des Sauerlandes, sollen die Schönheiten der Heimat genießen, für die sie schwere Opfer brachten und für diesen Tag die Sorgen des Alltags vergessen. Der Start der mehreren hundert Wagen, die sich um 8 Uhr am Moltkemarkt sammeln, erfolgt gegen 9 Uhr. Die Fahrt geht dann durch die Marien= Humboldt=, Hattinger, Oskar=Hoffmann=Straße zur Wittener Straße in Richtung Witten zur Hohensyburg. Dort wird eine Totengedenkfeier mit Kranzniederlegung stattfinden. Von hier aus geht anschließend die Fahrt nach Iserlohn zur Alexanderhöhe. Hier werden die Teilnehmer das gemeinsame Essen einnehmen. Für die Unterhaltung in den Nachmittagsstunden ist gesorgt. Gute Humoristen, der Musikzug der Motorbrigade Westfalen des NSKK. werden den Teilnehmern einige frohe und angenehme Stunden bereiten. Am Abend wird den Kameraden noch ein Imbiß gereicht, und gegen 20 Uhr wird die Rückfahrt angetreten. Die Fahrtleitung liegt bei RSKK.=Obersturmführer Neuhaus, der mit seinen Mitarbeitern für restloses Gelingen der Fahrt sorgen wird. Achtung! RSKOV.=RSKK.=Fahrt am Sonntag, 19. September! Volksgenossen und RSKK.=Männer, die ihre Fahrzeuge für die genannte Fahrt zur Verfügung gestellt haben, werden hiermit gebeten, sich am Sonntag, 19. September, bis spätestens morgens 8 Uhr, auf dem Moltkemarkt mit ihrem Fahrzeug einzufinden, um eine ordnungsgemäße Einteilung und rechtzeitige Abfahrt zu gewährleisten. Um weitere Beteiligung der Bochumer Fahrzeugbesitzer an dieser Fahrt wird ganz besonders dringend gebeten! Es gilt, den Opfern des Weltkrieges Kameradschaft und Volksgemeinschaft zu beweisen! Umgehende Meldungen unter Angabe der verfügbaren Plätze und der Polizeinummer des Fahrzeuges sind zu richten an die Kreisdienststelle der NSKOV., Bochum, Trankgasse 5, Fernsprecher 66076, oder an das NSKK., Motorsturm 12/M 69, Bochum, LuegHaus, Zimmer 27. Im ganzen freundlicher Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Westeurova bleibt weiterhin im Bereich des ausgedehnten kräftigen Sturmwirbels über England, dessen Kern sich unter Auffüllung nur langsam in südlicher Richtung verlagert. An dessen Südseite entstehen beim Zusammentrefsen ungleicher Luftmassen zwar immer noch Randstörungen, die jedoch unsern Bezirk nicht nenneuswert beeinflussen werden. Von zeitweise stärkerer Bewölkung und nur vereinzelten örtlichen Schauern abgesehen, kann daher über das Wochenende mit vorwiegend trockenem und freundlichem Wetter gerechnet werden. Die Aussichten für Samstag: Bei lebhaften südlichen Winden wechselnd wolkig bis aufheiternd. Vorwiegend trocken. Temperaturen bis 20 Grad.— Die Aussichten für Sonntag: Bei zeitweise böigen südlichen Winden wechselnd bewölkt, mit Aufheiterung verbunden. Vorwiegend trocken und wenig gcänderte Temperaturen gegenüber dem Vortag. Freitag, 17. September Ie aaumn: 1840 Thermometer 3. Uhri.58 Zeiten fur Sonne und Mond am 18. September: (0 Aufg. 6 08, Unterg. 18.39; DAufg. 17.23, Unterg. 3 36 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Wohin gehen wir heute? Parthaus: Sonntag 16 Uhr: Freikonzert. Schützenhof: Sonntag 18 Uhr: Wiederholung des BreslauKonzertes der Westsalischen Cyorgemeinschaft. Stadtische Gemaldegalerie: Sonn. und seierlugs bei freiem Einirin von 10 bis 13 Uhr, wertlags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn- und feiertags von 10 bis 13, werklags von 10 bis 16 Udr. Bergbaumuseum, Böbestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmitltagen bei freiem Einiritt; sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Felertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Westsalischen Berggewerkschafts. tasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 13 Uhr, mit Ausnahme der Feiertage. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad Tonhallen=Varieté: Samstag ab 20.15 Uhr, Sonntag ab 16.15 und 20.15 Uhr: Varteté=Programm. Tonhallen=Gaststätte und=Diele: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Annemarie. Capitol: ab 15.30 Uhr: Freudenheim Filoda. Gloria=Palast: ab 15.30: Die Botschaft an Garcia. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Krach und Glück um Künnemann. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Gabriele eins, zwei, drei! Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Shirley abot. Odcon: ab 15.30 Uhr: Das Mädel vom Ballett. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Das Mädel vom Ballett Usa Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Zu neuen Ufern; ab 22.15 Uhr: Barcarole. Weitlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Sieben Ohrseigen. Avollo Weitmar: Unter heißem Himmel. Capitol Langendreer: Der Mann, von dem man spricht. Capitol Werne: Shirlev abol. Kammerlichtspiele Gerthe: Gleisdreieck. Lichtdurg Langendreer: Das Schweigen im Walde. Union-Theater Gerthe: Hannerl und ihre Liebhaber. Schauburg Wanne=Eickel: Lumpaci Vagabundus. Unterhaltungs= und Gaststätten: Deutsches Haus Stammhaus Köhler Hotel Monopol Gaststätte Schäfer Konzerthaus Schlüter Schützenhof=GaststättenBetriebe Restaur. Zum Wiesental Schwevische Vons= und Marcheinunge Gastspiel des Svensk=Troll=Theaters im Ernst=Moritz=Arndt=Haus Artverwandten Völkern einmal außerhalb ihrer modernen und abgeschliffenen Lebenssphäre zu begegnen, sie im uralten Vorstellungsgut der Träume und Märchen, an der Quelle ihres Bilderdenkens von Umwelt und Schicksal, aufzusuchen, ist im Sinne Goethes einem Gang zu den Müttern vergleichbar. Gemeinsames offenbart sich, mögen die Wege und Deutungen dieser frühen Bilder im entwickelten Kunstleben der Völker auch auseinandergeführt haben. In Volksbräuchen und Volkssitten, im Lied, in Form alter Tänze, in Mundart und Tracht, sind die Elemente dieses Gutes erhalten geblieben. Verhältnismäßig rein und zum Teil heute noch lebensbestimmend haben es die nordischen Völker bewahrt. Das vom Amte Feierabend in der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" vermittelte Gastspiel der schwedischen Märchenbühne„Svensk=Troll= Thea= ter" bestätigte diese Erkenntnis kürzlich durch ihre Tanzvorführungen im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, denen am Donnerstag nachmittag geschlossene Abteilungen der Hitler=Jugend beiwohnten. Die Künstler suchen unter der Leistung von Oda vom Hau einen Weg, der aus der Vereinsamung und Verselbständigung der Einzelkünste, wiewohl auf lehrhafte Weise, in die große Einheit zurückführt. Schwedens Märchenwelt ist unbehauster, unheimlicher als die deutsche, und das hat seinen Grund in der Landschaft, die großartiger ist als die deutsche, denn das mythologische und das dämonologische Märchen bildet sich an der Landschaft. In den hohen Bergwäldern Schwedens haust der Urtroll mit der großen Sippe der Unterirdischen, halb tierischen und halb menschlichen Geschöpfen, die unseren Hexen, Zwergen, Kobolden und Elfen in etwa, doch nur in etwa, verwandt sind. Die Märchenhandlung, nach der eine edle Königstochter in die Gewalt der Trolle gerät und von einem stolzen Königssohn, der dem Trollhaupt das Schwert und damit die Macht abgewinnt, befreit wird, ist auf dem uralten Erlösungsmotiv kosmischen Ursprungs aufgebaut. Sie ist in eine Anzahl von Szenen gegliedert, zwischen denen ein Sprecher vermittelt, indem er ihren Inhalt jeweils in erzählender Form zusammenfaßt. Die Handlung selbst ist eine durch Pantomime, Tanz, Lied und Maske stellvertretende und naive und nähert sich unseren Mysterienspielen. Es treten auf der Urtroll als vorweltliches Reptil, ein uraltes Trollweibchen mit Rüsselschnauze, ein Trolljunges mit der entwaffnenden Physiognomie einer menschenähnlichen Mohrrübe, die grüne anmutige Waldfrau, die braune Moorfrau und endlich die Königskinder. Vielgestaltig und phantasievoll sind die Tanzformen, die sich im Troll=Menuett, im Tanz der Waldfrau, im Pastorale der Hirten und im Schwerttanz des Jünglings, auch kostümlich entsprechend betont, unserem Programmtanz angleichen. Alte Dorftänze und Spiele, wie sie noch heute in Schweden üblich sind, leiten die Vorführungen ein, zierliche Rund= und Reigentänze, Neck= und Eifersuchtsspiele in tänzerischen Rhythmen. Von besonderem Reiz sind die Trachten, die fein bestickten bunten Röcke, Mieder, Kopftücher und das Gürtelzeug der Mädchen und die aus Jäger= und Hirtenzeiten der Nation bewahrte Kleidung der Jünglinge. Der Ernst und die Schlichtheit, mit der sich die schwedischen Künstler für ihre alte Volkskultur einsetzten, erwarb ihnen den stürmischen Dank und das herzlichste Verständnis unserer Hitler=Jugend. Dr. Emil Strodthoff Die Bochumer Musikfesttage und ihr Programm Das Programm der Bochumer Musikfesttage vom 23. September bis 3. Oktober ist sehr vielgestaltig und weist in seiner Zusammensetzung alle Arten der Musikpflege auf, so daß jeder Volksgenosse, seiner Neigung entsprechend, sich für diese oder jene Veranstaltung entscheiden kann. Am ersten Tage, Donnerstag, 23. September, bildet nachmittags ein Werbeumzug der HJ. mit Fanfaren den Auftakt; von den Türmen der Mittelstadt erklingen um 19.30 Uhr altdeutsche Turmmusiken, und um 20 Uhr wird durch„Kleine Festmusik“ im Ernst=Moritz=Arndt= Haus der feierliche Beginn der Festwoche eingeleitet. Am zweiten Tage, Samstag, 25. September, findet im Stadttheater, unter Mitwirkung der Sängervereinigung Bochum, die Aufführung„Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner statt. Am dritten Tage, Sonntag, 26. September, ist im Rathaus=Innenhof eine Morgenfeier, in der das deutsche Volkslied und der deutsche Tanz in harmonischer Vereinigung Freude erwecken sollen. Abends ist sodann eine Wiederholung der„Meistersinger“ im Stadttheater. Der vierte Tag, Montag, 27. September, bringt im Ernst=Moritz=Arndt=Haus ein„Weltliches Chorkonzert". Der fünfte Tag, Dienstag, 28. September, wartet mit Geistlichen Chorkonzerten“ auf. Am sechsten Tage, Mittwoch, 29. September, singen und spielen auf 30 Plätzen in allen Stadtteilen 13000 In schwerer Schuld und Aln, Efte und Giad berldren Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Die bedenkliche Zunahme der Verfehlungen gegen Jugendliche zeigt ein Krebsgeschwür am Volkskörper auf, dessen Weiterwuchern zur Vergiftung einer ganzen Nation, zur Entartung und Entsittlichung des Volkes führt. Der neue Staat aber will diesem Verfall kraftvoll entgegenwirken, will jeder volksschädlichen Erscheinung, wo sie sich auch zeigt, ein Ende machen, will Auskehr halten mit allem, was das sittliche Leben bedroht oder auf unnatürliche Bahnen lenkt. Er verkündet offen als sein oberstes Ziel die innere Reinigung und Höherentwicklung des Volkes zu sittlicher Pflicht und Verantwortung. Er beseitigte bereits mit kraftvoller Hand alle Auswüchse, die sich auf Straßen und Plätzen offen breit machten, vernichtete den Schund und die Verführung durch Bild und Wort, reinigte Büchereien, Auslagen und Galerien von allem Schmutz in geistiger und moralischer Hinsicht und führt einen unerbittlichen Kampf gegen alle diejenigen, die sich an dem kostbarsten Gute des deutschen Volkes, an der Jugend, besonders aber an Kinder, versündigen. Hier erscheint ihm jede Milde fehl am Platze. Wo sich hier ein bedrohliches Geschwür am Volkskörper zeigt, wird es mit Stumpf und Stiel ausgerottet und ausgebrannt. * Viel zu oft in den letzten Jahren haben Prozesse vor den Gerichten stattfinden müssen. Immer und immer wieder hat bei der Berichterstattung über solche Fälle die Warnung ausgestoßen werden müssen, daß Verfehlungen an der Jugend schärfste Sühne erheischen. Auch an Warnungen von behördlicher Seite hat es nicht gefehlt, und das kam auch durch den Vorsitzenden des Gerichts deutlich zum Ausdruck, es könne heute niemand mehr behaupten, daß ihm die Einstellung des Staates zum unbedingten Schutze der Jugend unbekannt geblieben sei. Daß der Staat den Reinigungsprozeß mit allen Mitteln und mit aller Strenge durchzuführen beabsichtigt im Interesse einer völligen Gesundung des Volks= und Familienlebens, ist jüngst zum Ausdruck gekommen durch die Errichtung besonderer Jugendschutzkammern, an den Landgerichten, durch die eine einheitliche und straffe Rechtspflege auf der ganzen Linie bewirkt werden soll. * Vor der Jugendschutzkammer am Landgericht Bochum stand am Freitag wieder ein düsterer Fall zur Verhandlung; handelte es sich doch um einen Angeklagten, der in seinem Amt als Erzieher vom Staate besonders berufen war, zur Pflege und zum Schutze der Kinder vor allen sittlichen Gefahren, der auserwählt war, ihnen als Vorbild zu dienen. Hunderte von Eltern mußten ihm ihre Kinder in blindem Vertrauen überantworten, daß er sie lehre, den rechten Weg zu gehen, und daß er sie stark mache gegen die Gefahren, die das Leben später an sie heranbringen werde. Der Angeklagte, selbst Vater von fünf Kindern, hatte sich nun in einer ganzen Reihe von Fällen an den Mädchen die seiner Obhut an einer Schule in Linden=Dahlhausen anvertraut waren, in einer hier nicht näher darzulegenden Weise, sozusagen vor aller Augen, vergangen. Die Verhandlung wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt, und man kann sich die Sorgen und die Tiefstimmung der Eltern vorstellen, deren Kinder durch diesen Mann vielleicht einen gar nicht mehr wiedergutzumachenden Schaden erlitten haben können. Der Angeklagte war in mehreren Fällen geständig. Seine Verfehlungen sind längere Zeit fortgesetzt worden, bis durch irgendeinen Umstand der Fall zur Kenntnis der Eltern und dann der Behörden kam. Der Verdächtige wurde sofort beurlaubt, später aber auch auf seinen geistigen Zustand untersucht. Nach ärztlichem Gutachten besteht jedoch kein Anlaß zu der Annahme, daß irgendwelche Mängel nach der Seite des§ 51 hin vorliegen. Der Fall ist um so trauriger, als es sich um einen Mann handelt, der im Kriege für sein Vaterland tapfer gekämpft hat, einen Kopfschuß davontrug und aus dem besetzten Gebiet fliehen mußte. Dieses alles wurde ihm zugute gerechnet, konnte ihn jedoch nicht vor strenger Strafe schützen. * Das Urteil lautete, dem Antrage des Staatsanwalts entsprechend, auf drei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Dem Antrage der Verteidigung, den Stab doch nicht vollständig über den Angeklagten zu brechen und ihn wenigstens vor der entehrenden Zuchthausstrafe zu bewahren, verliere der Angeklagte doch schon Amt und Zukunft, Glück und Familie, konnte deshalb keine Folge gegeben werden, weil es sich um einen ganz außergewöhnlich schweren Fall fortgesetzter Verbrechen aus §§ 174 und 176,3 handelte. Das Gericht verfügte die sofortige Verhaftung, da wegen der Höhe der Strafe Fluchtverdacht vorliege. Der falsche Vermittler An ein Ehepaar, das um die Zukunft des Sohnes besorgt war, hatte sich ein Mann herangemacht, der die beiden naiven Leute in den Glauben versetzte, er habe gute Beziehungen und könne dem Sohn eine Stellung als Kraftwagenführer bei einem Generaldirektor verschaffen. Die beiden Leute gaben dem Manne mehrfach Geld für seine Bemühungen, der Besucher hielt sie auch mit fingierten Gesprächen am Fernsprecher in gutem Glauben; in Wahrheit war alles Schwindel. Schließlich war der„Generaldirektor“„plötzlich gestorben“, und die Sache war aus. Die Leute waren ihr Geld los. Eigenartigerweise kam unterdes der Sohn durch einen Unfall zu Tode. Dem Betrüger aber wurde der Prozeß gemacht. Für solchen Schwindel gibt's heute nur noch Freiheitsstrafen. Die Einrede, daß die Tat aus Not geschah, kann nicht als volle Entschuldigung gewertet werden. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. Hier sah der Angeklagte wenigstens seine Hinterhältigkeit reuig ein. gelobte Besserung und hat den Leuten bereits einen Teil des Verlustes wieder ersetzt, was zudem nichts anderes als seine Pflicht und Schuldigkeit war. Der verschmierte Backofen Bei einem Recklinghäuser Bäckermeister war der Backofen neu auszuschmieren. Dem Meister war ein Mann bekanntgeworden, den er für einen Fachmann hielt, und ließ ihn kommen. Der Mann redete auch große Töne, ließ sich Geld für Chamotte und Magnesit geben und ging an die Arbeit. Als er fertig war, verlangte er 40 Mark und haute ab. Dem Meister war schon während der Arbeit ein eigenartiger Verdacht aufgestiegen, aber er unterdrückte ihn da der andere seine Einrede zu entkräften suchte. Als nun der Ofen zum ersten Male angeheizt wurde, zeigte sich, daß der Bäckermeister betrogen war, die neue Verschmierung blätterte ab, es war gar kein richtiges Material, sondern nur Gips verwendet worden. Zornentbrannt lief der betrogene Meister wegen des Betruges und der Geschäftsschädigung zur Polizei. Diese ermittelte den Täter in der Person eines gewissen., der in Wirklichkeit gar kein Backofenbauer war und fälschlich den Namen eines bekannten tüchtigen Bochumer Fachmanns mißbraucht hatte, sonst wäre er gar nicht erst„ins Geschäft“ gekommen. Der Recklinghäuser Meister war der Ueberzeugung, es mit dem guten Bochumer Fachmann zu tun zu haben, dem er ohne weiteres vertrauen durfte Dem gleichen Schwindler wird noch ein zweiter ähnlicher Fall zur Last gelegt. Hier ließ er sich zwölf Mark Vorschuß aufs Material geben und kam nicht wieder. Er traf unterwegs gute Freunde, fing an zu saufen und„versackte“. Mit Zerknirschung und Reue gestand der Angeklagte seine bedenklichen Taten ein und gelobte Rückkehr auf ehrliche Wege. Das Gericht meinte, daß solchen bösen Gaunereien aber doch ein Ende gemacht werden müsse durch abschreckende Strafe. So muß der falsche Backofenbauer den ersten Schwindel mit drei Monaten Gesängnis, den zweiten mit sechs Wochen büßen. Pimpfe und Jungmädel. Jungvolk und Jungmädel marschieren singend durch die Straßen der Stadt. Um 19 Uhr ist dann auf dem Rathausplatz ein Großkonzert“ des Musik= und Spielmannszuges der HJ. unter Mitwirkung eines 120 Jugendgenossen starken Fanfarenzuges. Um 20 Uhr schließt sich ein Musikabend der HJ. im Ernst=Moritz=Arndt=Haus an. Am siebten Tag, Donnerstag, 30. September, wird um 20 Uhr im Schützenhofsaal ein großes Chor= und Orchesterkonzert geboten, in dem Hans Pfitzners aufrüttelnde Kantate„Von deutscher Seele" zur Aufführung gelangt. Für den achten Tag, Freitag, 1. Oktober, ist wieder ein umfangreiches Programm vorgesehen. Der Tag steht ganz im Zeichen von Hausmusik= und Schülerkonzertveranstaltungen. In der Aula der Goethe=Oberrealschule, im Friedrich=Silcher=Haus, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus und im Parkhotel Haus Rechen wird die Musizierfreudigkeit der Bochumer sich erweisen. Der neunte Tag, Samstag, 2. Oktober, wird durch eine Abendfeier„Erntedank“ im Ernst=Moritz=Arndt= Haus die Form einer offenen Singstunde zeigen. Der letzte, zehnte Tag, Sonntag, 3. Oktober Erntedankfest, bringt den hehren Ausklang der Musikfestwoche durch eine„Feier des Volkes“ im Schützenhofsaal, bei der 1200 Ausführende sich noch einmal zu einer großen musikalischen Kundgebung vereinigen. An allen Tagen der Musikfestwoche werden altdeutsche Turmmusiken zur regen Teilnahme mahnend ertönen. Schöner Gefolgschaftsausflug Die Gefolgschaft der Tiefbaufirma Gockel und Niebur mit ihren Angehörigen unternahm einen heiteren Gemeinschaftsausflug nach Niederstüter. Nach einem gemeinsamen Kaffee im Lokale„Zum Hackstück“ gab es der Unterhaltung recht viel. Die Mannschaft oblag mit Eifer dem Kegelspiel, für das die Firma wertvolle Preise gestiftet hatte. Für die Frauen hatte man besondere Unterhaltungsspiele, die gleichfalls mit anerkennenden Preisen bedacht waren. Ein gemeinsames Abendessen mit nachfolgendem Gesang, Tanz und humorvollen Vortragsdarbietungen ließen die Stunden nur zu rasch verfließen. Namens der Firma begrüßte Herr Lodde junior die Gefolgschaft mit Dankesworfür geleistete Berufsarbeit. Aus der Mitte der Gefolgschaft gab man der Befriedigung Ausdruck für das gute Vertrauensverhältnis, welches bei der Firma zwischen Leitung und Gefolgschaft bestehe. So verlief der Gemeinschaftsausflug für alle zur größten Zufriedenheit. Von einer schweren Stalltürklappe getroffen. Donnerstag abend geriet der 66jährige Pferdepfleger Rudolf F. vom Moltkemarkt zwischen eine eisenbeschlagene Stalltürklappe und brach zusammen. In einem städtischen Krankenhaus wurden neben inneren Verletzungen Brustbeinquetschungen und ein Bluterguß festgestellt. Bochumer Veranstaltungen Alte Vormieterzahl überschritten Glänzender Erfolg der Vormiete=Werbung des Stadttheaters. Die Theaterleitung berichtet: Angesichts des bevorstehenden großen Spielplans der kommenden Spielzett und vor allem auch der großen Veranstaltung der 2. deutschen Syakespeare=Woche konnte die diesjährige Vormiete=Werbung ein ganz besonders günstiges Ergebnis zeitigen: Der bisherige Stand der Vormieten ist bereits überschritten worden und immer kommen noch neue Anmeldungen. Trotzdem ist es noch immer möglich, weiteren Interessenten gute Platzmöglichkeiten zu bieten: wir bitten jedoch, die Anmeldungen schnellstens vornehmen zu wollen.(Kassenstunden: 10—13 Uhr und 16—19 Uhr, außer Mittwoch und Samstag nachmittags.Ruf 61051.) Der reich bebilderte Werbeprospekt wird auf Wunsch gern in die Wohnung gesandt. Aus der NSDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Samstag, 18. September RSV. Langendreer. 20,15 Uhr: Zellen= und Blockwalterbesprechung der Gruppe 1(Zellen 1 bis 95 bei Brücher, Im Uhlenwinkel 12. Sonntag, 19. September 11 Uhr: Zellen= und Blockwalterbesprechung der Gruppe 2(Zellen 10 bis 19) bei Lindemann, Hauptstraße 176. „Kraft durch Freude“ Lest die KdF.=Monatshefte Berichte und Mitteilung für alle Schaffenden NSG. Die Deutsche Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Westfalen=Süd, gibt ein Monatsheft heraus, das auf 32 Seiten ein interessantes Spiegelbild der erfolgreichen„Kraft=durch Freude"=Arbeit vermittelt. Das geschmackvolle, mit reichem Bildmaterial versehene Heft ist für alle Schaffenden da. Neben aktuellen Berichten ist aus ihm alles zu ersehen, was die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ dem deutschen Schaffenden in seiner Freizeit bietet. Es gibt Auskunft über die monatlich stattfindenden Feterabendveranstaltungen, Sportkurse, Veranstaltungen des Volksbildungswerkes und kündet sämtliche neuen Fahrten, sowohl Urlaubsfahrten als auch Kurz= und Wochenendfahrten, an. Kurzum: es berichtet über alles, was dem Schaffenden die Freizeit und den Feierabend verschönt. Das neue Heft wird u. a. im größeren Rahmen die bevorstehende Italienfahrt des Gaues Westfalen=Süd behandeln. beträgt 10 Pf. Sie sind bei allen Waltern und Warten sowie in den Dienststellen der DAF., NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", zu haben. Zur Ausstellung„Schaffendes Volk“. Die Omnibusse der Deutschen Arbeitsfront, NSG.„Kraftdurch Freude". fahren regelmäßig mittwochs und sonntags nach Düsseldorf der Ausstellung„Schaffendes Volk“. Der Fahrpreis einschließlich Eintritt beträgt insgesamt.80 RM. Anmeldungen in den Verkaufsstellen Kortumstraße 62 und Alleestraße 125. KdF.=Wanderung am 19. September..20 Uhr ab Bochum=Hauptbahnhof Fahrt nach Wetter. Wanderung: Harkortsee, Kaisberg, Vorhalle, Osterhalle. Auf der Halle, Volwarkein„Weiter(zirka 20 Kilometer). Fahrtkosten.30 mei##mark. unmeldung bis zum 18. September. Deutsche Arbeitsfront Deutsche Arbeitsfront, Ortswaltung Griesenbruch. Samstag, 18. September, abends 19.30 Uhr auf dem in Stahlhausen vor der Kleinkinderschule findet wieder ein Dorfgemeinschaftsabend der Ortswaltung Griesenbruch der Deutschen Arbeitsfront statt. Die Deutsche Arbeitsfront teilt mit: Die Deutsche Arbeitsfront(einschließlich der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“) betreut im Rahmen ihres Tätigkeitsgebietes in zunehmendem Maße Vereinigungen, Gemeinschaften oder Teilnehmerkreise, die sich die Förderung kultureller, geselliger oder sportlicher Zwecke zum Ziele gesetzt haben, zum Beispiel Freizeitheime, Betriebssportgemeinschaften, Singgemeinschaften, Sammlergemeinschaften usw. Es wird darauf hingewiesen, daß diese Gemeinschaften und Vereinigungen nicht Dienststellen oder nachgeordnete Aemter der Deutschen Arbeitsfront bzw. der NS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude“ sind sondern rechtlich selbständige Organisationen mit eigener finanzieller Verwaltung, die durch die Deutsche Arbeitsfront bzw. die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ lediglich gefördert und betreut werden. Die Deutsche Arbeitsfront bzw. die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ haftet dader Dritten gegenüber nicht für Verbindlichkeiten dieser Gemeinschaften. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 9 und 14) 5 Nr. 219 7 Bochumer Anzeiger 7 Sams'ag Sonntag, 18./19. September 1937 lk und Jungmädel marraßen der Stadt. Um ausplatz ein„Großkonnszuges der HJ. unter nossen starken Fanfarenin Musikabend der HJ. g, 30. September, wird ein großes Chor= und n Hans Pfitzners aufSeele" zur Aufführung , 1. Oktober, ist wieder rgesehen. Der Tag steht und SchülerkonzertverGoethe=Oberrealschule, rnst=Moritz=Arndt=Haus wird die Musizierfreu2. Oktober, wird durch m Ernst=Moritz=Arndt= ngstunde zeigen. tag, 3. Oktober, Erntelang der Musikfestwoche im Schützenhofsaal, bei einmal zu einer großen igen. An allen Tagen itsche Turmmusiken zur en. firma Gockel und Nieernahm einen heiteren erstüter. Nach einem „Zum Hackstuck“ gab Die Mannschaft oblag is die Firma wertvolle Frauen hatte man begleichfalls mit aneren. Ein gemeinsames Gesang, Tanz und en ließen die Stunden is der Firma begrüßte schaft mit DankesworAus der Mitte der jedigung Ausdruck für welches bei der Firma ft bestehe. So verlief lle zur größten Zuklappe getroffen. Dontige Pferdepfleger Ruen eine eisenbeschlagene nen. In einem städtii inneren Verletzungen Bluterguß festgestellt. staltungen iberschritten rbung des Stadttheaters. gesichts des bevorstehenmnden Spielzeit und vor ig der 2. deutschen Syase Vormiete=Werbung ein zeitigen. Der bisherige lberschritten worden und ungen. Trotzdem ist es ressenten gute Platzmögdoch, die Anmeldungen (Kassenstunden: 10—13 ooch und Samstag nachderte Werbeprospekt wird gesandt. 5 DAp. der Partei) tember : Z e l l e n= u n d B l o c k w a l en 1 bis 95 bei Brücher, tember Zellen= und Blockwalter= 10 bis 19) bei LindeFreude“ atshefte alle Schaffenden ront, RS.=Gemeinschaft id, gibt ein Monatsheft interessantes Spiegelbild ude"=Arbeit vermittelt. ldmaterial versehene Heft n aktuellen Berichten ist NS.=Gemeinschaft„Kraft enden in seiner Freizeit monatlich stattfindenden ese, Veranstaltungen des imtliche neuen Fahrten, Kurz= und Wochenendt ü b e r a l l e s, w a s d e m eierabend verschönt. Das en Rahmen die bevorBestfalen=Süd behandeln. Pf. Sie sind, bei allen Dienststellen der DAF., zude“, zu haben. Volk“. Die Omnibusse .„Kraftdurch Freude". onntags nach Düsseldorf Volk". Der Fahrpreis samt.80 RM. Anmelumstraße 62 und Alleeiber..20 Uhr ab Botter. Wanderung: Harlle, Auf der Halle, Voleter). Fahrtkosten.30 18. September. Freude. itsfront 9 ltung Griesenbruch. S 19.30 Uhr, auf dem r der Kleinkinderschule abend der Ortswaltung front statt. mit: Die Deutsche Armeinschaft„Kraft durch 8 Tätigkeitsgebietes in 1, Gemeinschaften oder na kultureller, geselliger jesetzt haben, zum Beiemeinschaften, Singgeusw. Es wird darauf ten und Vereinigungen Aemter der Deutschen inschaft„Kraft durch ständige Organisationen die durch die Deutsche Anschaft„Kraft durch eut werden. Die Deutmeinschaft„Kraft durch über nicht für VerbindSeite 9 und 14) Berliner SV 92 ein schwerer, aber nicht unbezwinglicher Gegner Neben der soeben begonnenen Meisterschaft läuft im deutschen Fußballsport der Tschammer=Pokalwettbewerb weiter, der bei seiner dritten Durchführung nun mehr und mehr ins entscheidende Stadium tritt. An diesem Sonntag treten noch 32 Bewerber auf den Plan, doch in der dritten Schlußrunde, die am 31. Oktober fällig ist, werden es nur noch 16 sein. Dann wird die Zahl weiter kleiner, bis schließlich am 9. Januar 1938 im Schlußspiel der Pokal vergeben werden kann. Wer wird der Gewinner sein? Die Sieger der beiden ersten Wettbewerbe, 1. FC. Nürnbera und VfB. Leipzig. sind nicht mehr im Rennen. Schalke 04, der neue Deutsche Meister, ist wieder erklärter Favorit. Aber waren es die„Knappen“ vorher nicht auch? Und dann siegte der „Club“ bzw. der VfB. Leipzig. obwohl Schalke beide Male das Endspiel erreicht hatte... An diesem Sonntag werden allerdings die„Letzten 16“ noch nicht vollzählig ermittelt sein, denn die Begegnung zwischen Hannover 95 und Victoria Hamburg steigt erst am 17. Oktober. 15 Spiele finden jedoch statt. in denen Westdeutschland noch durch neun Mannschaften vertreten ist. drei von Westfalen, vier vom Niederrhein und zwei vom Mittelrhein. Aber nicht alle neun können in die nächste Runde kommen, sondern— wenn es gut geht— nur acht, da mit Schalke 04 und Rot=Weiß Oberhausen zwei Mannschaften des Westens zusammentreffen. Sonst aber sind die Paarungen„gemischt“.„ gu. 4:.es4s Die Aufgabe ist allgemein fur die westdeutschen Mannschaften sehr schwer. Von den drei westfälischen Gauligisten kann Schalke 04 zu Hause gegen Rot=Weiß Oberhausen spielen. Die Meisterelf wird kaum unterliegen. Germania Bochum und Borussia Dortmund dagegen werden von so guten Gegnern wie Berliner SV. 92 bzw. Werder Bremen zu Gast erwartet. Da werden große Leistungen erforderlich sein, wollen sich die Westfalen weiter durchsetzen. Von den vier niederrheinischen Vertretern kann nur der in die Bezirksklasse abgestiegene Duisburger FV 08 in seiner Heimat antreten. Er hat gegen den badischen Gauligisten Mühlburg eine Chance. Die ebenfalls in der Bezirksklasse spielenden Wuppertaler Schwarz=Weißen müssen dagegen zum badischen Gaumeister SV. Waldhof, den sie kaum schlagen können. Auch im Sviel Karlsruher gegen Fortung Düsseldorf kommt es zu einer Auseinandersetzung„Baden—Niederrhein". Der KFV. ist sehr ernst zu nehmen. Schlecht getroffen haben es auch bei der Auslosung die beiden Mannschaften vom Mittelrhein. Sülz 07 besucht Eimsbüttel und Tura Bonn ist Gast der Braunschweiger Eintracht. Aussichtslos ist der Gang nicht und gerade bei Pokalkämpfen bleiben Ueberraschungen selten aus. Schalke 04— Rot=Weiß Oberhausen Einmal mehr wird der Schalker Angriff vor die nicht leichte Aufgabe gestellt, gegen Jürissen und seine stabilen Vordermänner Tore zu schließen. Würde noch die Rot=Weiß=Elf der vergangenen Saison auf dem Platz stehen, könnte es einen knapven Ausgang geben. Unter den gegebenen Umständen jedoch wird sich das Schalker Spiel glatt entfalten und dann werden auch Jürissen und seine Vorderleute Treffer nicht vermeiden können. Am Angriff der Gäste liegt es, eine Wendung zum Guten herbeizuführen und dafür zu sorgen, daß sich die zu erwartende Niederlage in erträglichen Grenzen hält. Werder Bremen— Borussia Dortmund Nach dem schönen Erfolg über den Nordmark=Meister Hamburger SV. tritt August Lenz mit seinen Kameraden jetzt dem Niedersachsen=Gaumeister gegenüber. Der Gang nach Bremen ist schwer, aber nicht aussichtslos. Beide Mannschaften sind aut eingespielt und sollten sich einen schönen Kampf liefern. Für Dortmund spricht der entschlossene Angriff. während Werder in der Hintermannschaft, vor allem in der Läuferreihe, besser besetzt ist. Die übrigen Spiele Tennis=Borussia Berlin— Dresdner SC. in Berlin BC. Hartha— Wacker 04 Berlin in Hartba Polizei Chemnitz— VfR. Mannheim in Chemnitz Eimsbüttel Hamburg— Sülz 07 Köln in Hamburg Holstein Kiel— Hertha]BSC. Berlin in Kiel Eintracht Braunschweig— Tura Bonn in Braunschweig Duisburger FV. 08— VfB. Mühlburg in Duisburg Waldhof Mannheim— Schwarz=Weiß Wupvertal in Mannheim Sieger im Spiel Freiburc gegen SSV. Ulm: Karlsruher FB.— Fortuna Düsseldorf in Karlsruhe VfB. Stuttgart— SC. Planitz in Stuttgart Spielva. Fürth— Breslau 06 in Fürtb Ftelburger FC.— Wormatia Worms Jo, Well aus Giden-Hi. An guten Wünschen, daß die launische Dame Fortung ihrer Kollegin Germania hilfreich zur Seite steht, wenn auf dem Platz des Berliner Sportvereins 92 am Kaiserdamm das mit Spannung erwartete Spiel gegen die Berliner„Störche" angepfiffen wird, wird es nicht fehlen. Es ist das erste Mai, daß eine Bochumer Mannschaft zu einem Verbandsspiel, zur Reichshauptstadt fährt, und es hieße das Maß der Freude voll machen, wenn die elf Germanen einen Sieg mit nach Hause bringen würden. Die Pessimisten überwiegen zwar die Optimisten, aber die Vorzeichen sind doch günstig! Nachdem die Generalprobe am Sonntag gegen die Spielvereinigung Herten mißlang, muß traditionsgemäß die Hauptaufführung klappen..(Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, war die Niederlage gegen Herten lediglich ein Trick der Germanen, die die Berliner über ihre wahre Form im Unklaren lassen wollten.) Daß der vorjährige Berliner Meister auf eigenem Platz Favorit ist bedarf keiner Frage, aber die Tatsache, daß schon so manche Mannschaft an ihrer Favoritenstellung gescheitert ist, läßt zumindest die Möglichkeit offen, daß den Bochumern der Vorstoß zur dritten Schlußrunde im Kampf um den Tschammer=Pokal gelingen könnte. Die„Störche", wie der Berliner Volksmund die in schwarzweißer Tracht und roten Strümpfen spielende Mannschaft des BSV. 92 genannt hat, stellten sich im Vorjahre in Gelsenkirchen im Vorrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Schalke vor und verloren damals glatt:0. Es ist eine Mannschaft, die namentlich in der Deckung außerordentlich stark ist, ein schnelles Tempo liebt, sehr ausdauernd ist, dabei aber nicht über die technische Reife der deutschen Fußball=Spitzenklasse verfügt. Der Gegner der Germanen verlor Sonntag sein Verbandsspiel gegen die hier unbekannte Mannschaft der Bewag überraschend mit:0 und hatte dabei, dem einen sin Uhl ist dem annern sin Nachtigall, drei Spielerverletzungen zu beklagen. Der bekannte Verteidiger Tiefel, der von Union Niederrad über Eintracht Frankfurt nach Berlin gekommen ist, erlitt eine Gehirnerschütterung, so daß der mehrfache Nationalspieler kaum mitwirken kann. Verletzt wurden weiter der linke Läufer Drähn und Berlins bekannter Nationalspieler Hänschen Appel. In welcher Aufstellung die Berliner spielen werden, läßt sich unter diesen Umständen nicht sagen. Vorgesehen war im Tor an Stelle des im Manöver weilenden bekannten Valinski Strache, in der Verteidigung Tiefel und der lange Reitz, in der Läuferreihe Sobanski, Holzhaus und Drähn und im Sturm Ballendat, Lehmann II, Morokutti, Appel und Simon I. Die Hoffnungen, daß den Germanen in diesem schweren Spiel wieder der Torwart Lasarski zur Verfügung stehen würde, haben sich leider nicht erfüllt, jedoch wird in Berlin wie alle Spieler auch Kurzich seine Pflicht tun. Erfreulicherweise ist der rechte Verteidiger Schneider II, dessen Fehlen sich im Spiel gegen Herten außerordentlich unangenehm bemerkbar machte, wieder hergestellt, so daß die Mannschaft in kompletter Besetzung antreten und sich vielleicht noch durch Micka verstärken kann. Das muß aber noch abgewartet werden. Ellenlange Orakelsprüche über den mutmaßlichen Ausgang des Spieles zu verzapfen, ist unnütz. Die Mannschaft weiß, daß sie nur dann eine Chance hat, wenn die Leistungen des Vorsonntags um mindestens 100 Prozent überboten werden, sie darf nicht mit Hemmungen ins Spiel gehen, sondern muß gerade im Gegenteil die Berliner, die nicht wissen, wie stark ihr Gegner ist, durch einen temperamentvollen Start überraschen. Daß Germania mit den richtigen taktischen Anweisungen ins Spiel geht, dafür sorgt schon „Schorsch“ Hochgesang, und was den etwa zwei Dutzend Schlachtenbummlern als„Rückendeckung“ gegenüber der Uebermacht der Berliner fehlt, werden sie durch entsprechenden Stimmenaufwand wieder wettzumachen versuchen. ... Und dann kommt es immer noch auf die bereits erwähnte Kollegin der Germania an. Hinein... hbg. Wechdlens-Tunbunddungu un ewer Wonten Dreimal im Pokalkampf, drei Meilterschaftsspiele Recht bescheiden ist das Meisterschaftsprogramm der westfalischen Fußball=Gauklasse für den 19. September ausgefallen. Nur dreimal geht es um die Punkte, dafür hat aber Westfalen die stolze Genugtuung, noch drei Mannschaften im Pokalwettbewerb zu haben. Schalke 04 Borussia Dortmund und Germania Bochum sind die drei„Eisen“, die das Land der Roten Erde am Sonntag im Feuer des Pokalkampfes hat. Drei Spiele in Höntrop, Rotthausen und Marten bilden die Fortsetzung des noch längst nicht in vollen Akkorden begonnenen Meisterschaftsprogramms, dessen Durchführung man in den Kreisen der westfälischen Gauligisten auch deshalb mit besonderer Sorge entgegensieht, da Schalke 04 frühestens Mitte Oktober mitmachen kann. Die Meisterelf wird also erst in den Kampf ziehen, wenn die neun„Mitbewerber“ schon Federn gelassen haben. Ein klarer Favorit nach Schalke ist nicht vorhanden, wenn man auch Hüsten 09, Borussia Dortmund und die Spog. Herten im Vorderfeld erwarten darf. Von diesen drei Genannten ist am 19. September nur SuS. Hüsten 09 dabei, das bei der Martener Arminia zu Gast weilt. Es spielen: Um die Meisterschaft: Arminia Marten— Hüsten 09 SV. Rotthausen— Westfalia Herne SV. Höntrop— Sppg. Röhlinghausen Arminia Marten— Hüsten 09 Ebenso wie die Sauerländer auf ihrem Platz nur schwer eine Niederlage zulassen, so darf man mit Gewißheit annehmen, daß auch die Dortmunder Vorstädter auf ihrer etwas kleinen Anlage manchen Gegner zum Straucheln bringen werden. Dem SV. Rotthausen ging es gleich im ersten Treffen mit der:=Niederlage in Marten nicht besser, und so müssen auch die Hüftener Spyg. Röhlinghausen Spielvereinigung Röhling= auf der Hut sein, zumal die Dortmunder in der Deckung außerordentlich stark sind. SV. Rotthausen— Westfalia Herne Für die Gäste begann die neue Spielzeit nach der knappen Niederlage mit dem Sieg über Marten immerhin noch etwas erfreulicher als für die Rotthausener, die gleich zweimal Punkte abtreten mußten. Desto mehr wird das Bestreben der Gelsenkirchener Vorstädter dahin gehen, am Sonntag gegen Herne einen Sieg herauszuholen. Röhlinghaufens Start SV. Höntrov— Der Gauliganeuling######rerengung hausen greift nun am Sonntag zum ersten Male in die Meisterschaftskämpfe ein, und zwar hat sich die Mannschaft am Höntrover Hellweg den Rothosen zum Kampf zu stellen. Unter normalen Umständen wäre kaum mit einem Siege des Neulings zu rechnen, dem jetzt allerdings zugute kommt, daß Höntrop wieder mit Ersatz für Stein und Ochs antreten muß. Die:0= Niederlage, die Höntrov am Vorsonntag in Hüsten bezog. ist in der Hauptsache auf diese empfindliche Schwächung der Höntrover Mannschaft zurückzuführen, die sich sehr zusammenreißen muß, wenn das Minuskonto nicht erneut belastet werden soll. Aus der Kreisklasse Das Meisterschaftsspiel zwischen BochumzWest und dem STV. Werne findet bereits vormittags statt. In der dritten Kreisklasse spielt nicht Laer 87 gegen den Postsportverein Wanne, sondern der TV. Friesen Bochum. V 855 P ** Ulralle Isansporlmiller geben auch heule noch im Orient als Sie zuvertäsoigesen Venmillter zwiechen den Jalakdörsenn und den Müslenglotzen ERNTEN 33 BiS 33 4 MUSTERCIGARETTEN · MISCHUNGSNUMMER R G alR! Oisse Cigaretten werden in den Fah pegen unseres technischen Muster. betriebes in Altone-Bahrenfeld nache####### völlig neuen Methoden hergestellt. Der ungewöhnlich zerte und reine Charakfer dieser Mischung beruht darauf, daß sämtliche Tabake zweimare) E Em 8# F G DP Rie wird eusschlie ßlich ohne edei##### aus leigenden Oistrikten: Mundstöck hergestellt Oe Ogeretten sig methoden. die zug ###rg#r ösemen. Sbman S Wrisih Vess i P eer., scnel uues Fabrhaleer gaue M N.A PHL. F. RERMTSIRA&a; CIGARETTENFABRIKEN · ALTONA-BAHRENFELD Seite 6 Nr. 219 7 Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 18./19. September 1937 Tü. Enrehleis-Kunn-Tuschenährer-Werden Vier Spiele in der Bochumer Bezirksliga 44 P Die Meisterschaftskämpfe der Bezirksliga sind jetzt aus dem Stadium der ersten Tastversuche heraus, die beiden ersten Spieltage lassen Rückschlusse auf das Stärkeverhältnis der zehn Mannschaften der Bochumer Gruppe zu, so daß die Vorhersagen nicht mehr ein bloßes Ratselraten bedeuten. Die Tabellengestaltung ist zwar im Augenblick noch von problematischer Bedeutung, aber immerhin hat sich jetzt schon eine Spitzengruppe herausgebildet, die sich gegen eine Verschiebung" kräftig zur Wehr setzen wird. Der MBV. Linden, der wieder die Tabellenführung übernommen hat, kann Sonntag auf den dritten Platz zurückfallen, da er tatenlos zusehen muß, wie ihn eventuell TG..=Ehrenfeld und der SC. Dahlhausen um einen Punkt überflügeln. Beide Vereine müssen allerdings auf fremden Plätzen spielen. Erstmalig greift auch der Polizeisportverein in die Kämpfe ein. Im TuS.=Stadion kommt es zu einem Kampf zwischen der aus der Gauliga abgestiegenen Tus.=Elf und den aus der Kreisklasse aufgestiegenen Polizisten. Preußen Bochum hofft, auf eigenem Platz gegen Witten 92 endlich die ersten Punkte sicherstellen zu können. Also wiederum drei Spiele im Bochumer Stadtkern an einem Spielnachmittag. Die Spiele: Westfalia Bochum— TG. Ehrenfeld Tus. Bochum— Polizei Bochum Preußen Bochum— Witten 92 Witten 07— SC. Tahlhausen Westsalia Bochum— TG. Ehrenfeld Nach dem Fehlstart, gegen Westfalen diesmal guf ein etwas umgestellten Mannschaft, Linden den bereits erwähnten Platzwechsel vorzunehmen gedenkt. Beide Mannschaften spielen in der Hintermannschaft in bekannter Besetzung. Im Sturm hat Westfalen jedoch als Linksaußen an Stelle von Marten den jugendlichen Drangewitz aufgestellt, während Ehrenfeld den verletzten Filipiak durch P. Heffmann auswechseln mußte. Also ausgeglichene Chancen. Preußen Bochum— Witten 92 Die Preußen versuchen es gegen Witten 92 erneut mit einer Mannschaftsumstellung. Vor der bekannten Hintermannschaft spielt der Sturm diesmal ohne die Gebr. Glatz in folgender Besetzung: Fronapfel, Kalfelder, Rescher, Michniewski und Reinmöller. Ob das Schmerzenskind sich dadurch in einen hoffnungsvollen Sprößling verwandelt hat, muß allerdings noch abgewartet werden. Die Preußen sind jedenfalls Sonntag ihrem bereits ungeduldigen Anhang den ersten Sieg schuldig. nen folgende Pferde einfinden: Sturmvogel(Streit), Vatellox(St. Donoghue, Corrida(Elliot), Wahnfried (Max Schmidt), Blinzen(Printen), Abendfrieden(Zehmisch), Blasius(Held), Cousine(R. Bretches). Iniga Isolani(Otto Schmidt). Amerina(Renzoni) und Atis (Narr). Vervollständigt wird das Feld vielleicht noch durch Ricardo, dessen Start allerdings noch ungewiß ist. Das Rennen ist eine Neuauflage des„Braunen Bandes", denn abermals wird die deutsche Elite den Ansturm des Auslandes, das durch drei französische und ein italienisches Pferd vertreten ist, abzuwehren haben. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, daß unsere Pferde in Hopvegarten zu Hause sind und nicht zu reisen brauchen, ist ihre Aufgabe diesmal außerordentlich schwer, da sich die Gewichtsverhältnisse zum Teil stark zugunsten der ausländischen Pferde verschoben haben. Das trifft vor allem auf Cousine zu, die mit 56½ Kilogramm auf dem Papier vor Blasius und selbst vor Vatellor sein muß. Ein weiterer aussichtsreicher Bewerber ist die Italienerin Amerina, die mit 53½ Kilogramm überaus günstig weggekommen ist. Nach der Rechnung des Ausgleichers ist Amerina die gleiche Klasse wie der Franzose Mousson, der in seiner Heimat nur ein Pfund unter Vatellor gestellt wird. Am Sonntag muß aber Vatellor an Amerina nicht weiger als 8½ Kilogramm geben, so daß die Pavierrechnung klar für Amerina spricht. Corrida, die in Bestform an den Start kommt, hat es gegen Amerina sehr schwer, doch wird die Siegerin des Großen Preises von Ostende bestimmt ein großes Rennen laufen. Von den deutschen Pferden kommen in erster Linie Blasius. Abendfrieden, Sturmvogel und Wahnfried für den Ausgang in Frage. Weniger übrig haben wir für Iniga Isolani, die die Derbydistanz auf der schweren Hoppegartener Bahn schon zu weit finden könnte. Ein verhältnismäßig günstiges Gewicht trägt Wahnfried. der mit 58 Kilogramm jedenfalls reelle Chance haben muß, zumal er großartig auf dem Posten ist. Das Fragezeichen im Rennen bleibt aber Sturmvogel, der bekanntlich in Hoppegarten seine beste Rennen läuft und nach Gesamtform gut genug ist, allen das Nachsehen zu geben. Wir entscheiden uns für den Schenlerhaner Henast und erwarten Sturmvogel in Front, dessen gefährlichste Gegner Amerina. Cousine, Corrida und Vatellor sind. 500 Pienrkänfpfer Bochum-Querenburg Als letzte Großveranstaltung dieses Jahres bringt fel, da hier von den beteiligten Vereinen 14 Läufer der Kreis Bochum des Reichsbundes für Leibesübungen jeglichen Alters und Geschlechts einzusetzen sind. Mannschaftskämpfe gibt es sonst noch im Hochsprung, Kugel= und Steinstoßen. Eine weitere Ausgestaltung erfährt das Fest durch Sondervorführungen des Bochumer Vereins, des Tv. Friesen Bochum, des Tv. Bochum 48 und durch ein Kürturnen der Kreisriege am Reck, so daß die Veranstaltung an Reichhaltigkeit nichts zu wünschen übrig läßt und ein Besuch sich lohnen wird. am Sonntag sein 2. Bergfest in Bochum=Querenburg zur Durchfuhrung, das von nun an als Traditionsfest unseres Heimatkreises alljährlich wiederkehren wird. gegen Wattenscheid hoffen die Wie schon im vorigen Jahre, so ist auch diesmal das ein besseres Abschneiden der Meldeergebnis zufriedenstellend ausgefallen, sind doch ischaft, während Ehrenfeld mit von 40 Vereinen etwa 800 Mehrkämpfer gemeldet, wobei besonders hervorzuheben ist, daß die Turn= und Sportabteilung des Bochumer Vereins allein 160 Wettkämpfer stellt. Alle Mehrkämpfer, ob Männer, Frauen, Jugendliche oder Altersturner, haben einen Dreikampf auszuführen, der aus einer Lauf=, Sprung= und Wurfübung besteht. Im Vordergrund steht naturlich der Dreikampf der Männer, Klasse 1, der die besten Mehrkämpfer des Kreises wie Strathmann, Buschei und Gölzenleuchter(Sportgemeinschaft 1 Bochum), Wietelmann (Herner Turnklub), Östermann(Turngemeinde Bochum=Ehrenfeld) usw. am Start sieht. Der Mehrkampf wird auch als Mannschaftskampf gewertet, und zwar für Vereine über 200 und für solche unter 200 Mitglieder. Eine gute Besetzung weisen auch die Einzel= und Mannschaftskämpfe auf. Im 100=Meter=Lauf werden sich bei den Männern Mulroth(Tura Werne), Kittel und Thöne(Herner Turnklub) einen scharfen Kampf liefern, während bei der männlichen Jugend Behrendt und Wessel vom Herner Turnklub als aussichtsreichste Bewerber zu nennen sind. Bei den Frauen dürfte die kurze Strecke wohl an Fräulein Brauckhoff(Herner Turnklub) fallen. die allerdings noch mit Fräulein Ehrke(Bochum 48) zu rechnen hat. Die 3000 Meter für Männer wird in Abwesenheit von Legge voraussichtlich Kutzer(Tura Hattingen) gewinnen, der sich schon mehrfach als guter Langstreckler bewährt hat. In der=mal=100=Staffel der Männer ist mit einem Siege des Herner Turnklubs zu rechnen, während die=mal1000=Meter sowie die=100=Meter der Frauen offen sind. Für die große Vereinsstaffel haben Herner Turnklub, Bochum 48, Jahn Querenburg, Deutsche Edelstahlwerke Dortmund und Tv. Heven=Herbede gemeldet. Es ist dies zweifellos die interessanteste StafTuS. Bochum— Polizei Bochum Das Spiel findet eine Stunde nach der üblichen Anstoßzeit statt. TuS. Bochum muß in der Verteidigung immer noch auf den starken Hannemann verzichten. Die Mannschaft hat sich im ersten Spiel gegen Witten 92 nicht in der Verfassung vorgestellt, um für eine Favoritenrolle geeignet zu sein. Man wird selbst gegen die aufgestiegenen Polizisten zulegen müssen, da der PsV. sich auf verschiedenen Posten verstärken konnte, und zwar in der Läuferreihe durch Dudzniak und im Sturm durch Lerch. Witten 07— SC. Dahlhausen Die Dahlhauser haben sich gut herausgemacht, so daß ein Sieg über Witten 07 sehr wahrscheinlich ist. Der Gastgeber des Sportklubs verlor gegen die TG. Ehrenfeld glatt:0 so daß es überraschen würde, wenn er die Punkte in Witten behalten würde. Die Nachbargruppen: Gelsenkirchen: Schwarz=Gelb Gladbeck Westfalia Buer; Union Gelsenkirchen— Delog Rotthausen; VfB. Bottrop— VfB. Börnig; Erle 08— Gelsenguß Gelsenkirchen; BV. 12 Gelsenkirchen— Sportfreunde Gladbeck. Dortmund: Unna 08— Sportfr. Dortmund; SC. Hörde Sus. Ahlen; Union Recklinghausen— Viktoria Recklinghausen: TuBV. Mengede— VfL. Altenbögge; Alemannia Dortmund— TB. Eickel. Minden: Arminia Bielefeld— SV. Neuhaus; SuS. Herford — VfB. Bielefeld; Spog. Gütersloh— Union Herford; Borussia Lippstadt— Spog. Schildesche; Spog. Beckum — VfI. Paderborn; VfL. Geseke— Teutonia Lippstadt. Münster: SC. Münster 08— BV Rheine; Spog. Erkenschwick — Titania Essel; SuS. Hüls— Vorwärts Gronau; Borussia Rheine— Preußen Münster. Sauerland: Sportring Gevelsberg— SV. Herdringen: FC. Schwelm— DSC. Hagen; SuS. 09 Menden— SV. Hemer: Union Haspe— VfL. Schwerte; Hagen 72— Tus. Milspe. Siegerland: RSV. Eiserfeld— VfB. Weidenau; SV. Altenseelbach— Tus. Eiringhausen; SV. Jahn Werdohl— RSV. Lüdenscheid; Spog. Klafeld— Spog. Olpe. Handball(Gauliga): DSC. Hagen— Eintracht Dortmund; Westfalia Somborn— Sportring Gevelsberg; TV. Spenge— Tus. Holsterhausen; Arminia Bielefeld— Schalte 04. Die Nachbargaue Der Favorit im Gau X(Niederrhein), Schwarz= Weiß Essen, trifft nach den bemerkenswerten Siegen über Benrath und Fortuna auf eigenem Platz auf den BV. Altenessen. Da sollte ein neuer Sieg nicht ausbleiben, zumal der Neuling gegen Turn nur mit Glück zu einem:2 kam. Ein zweites Lokalspiel führt in Hamborn den Neuling Union mit dem Spielverein 07 Der Zeitplan Die Veranstaltung wird sich nach folgendem Plan abwickeln: .15 Uhr: Kampfrichterbesprechung auf dem Sportplatz. Beginn der Mehrkämpfe. Beginn der Staffelläufe, Entscheidung im Schleuderballwerfen, Vorkämpfe im Hochsprung der weiblichen Jugend. Entscheidung im Mannschaftshochsprung der Männer, 3000=Meter=Lauf, Entscheidung im Mannschaftssteinstoßen der Altersturner. Sondervorführung des Bochumer Vereins. Entscheidung im Mannschaftshochsprung der Frauen. Entscheidung im 3000=Meter=Lauf der Jugend, Sondervorführung der Frauen des Tv. Bochum 48, Entscheidung im Mannschaftssteinstoßen der Männer. 1500=Meter=Lauf=Entscheidung, Entscheidung im Schleuderballwerfen und Hochsprung der weiblichen Jugend. Entscheidung im 100=Meter=Lauf aller Klassen. =mal=1000=Meter=Staffel. Pendelstaffel der Altersturner. Entscheidung in der=mal=100=Meter=Staffel aller Klassen. Vereinsstaffel Sondervorführung der Frauen des Tv. Friesen Bochum, Turnen der Kreisriege am Reck. Einmarsch und Ehrung der Sieger. .00 11.30 14.00 15.00 15.30 15.45 16.15 16.30 16.45 16.55 17.00 17.80 18.00 Nackebeir erner Liappelmeger Radfernfahrt Mailand-München im Regen Strömender Regen begleitete die 24 Amateure der Radfernfahrt Mailand—Munchen auf ihrer ersten Tagesstrecke über 241,1 Kilometer bis nach Trient, wo eine neun Mann starke Spitzengruppe geschlossen eintraf, aus der heraus sich Herbert Hackebeil(Chemnitz) den Spurtsieg holte. Da auch noch etliche seiner Kameraden unter den Ausreißern waren, erreichte Deutschland in der Länderwertung mit gleicher Zeit vor Italien die Führung. Mit einigen Minuten Verspätung nahmen die je acht Straßenfahrer aus Deutschland, Italien und Oesterreich in Mailand den Kampf auf, der am ersten Tage mit den 241,1 Kilometer nach Trient die längste Etappe brachte. Nach 122 Kilometer wurde in Besenzano eine 3 Minuten lange Zwangspause eingelegt, zumal auch der Regen den Fahrern stark zu schaffen machte. Schon hier lagen die Oesterreicher Hraba und Strohmayer mit fünf Minuten im Rückstand. Ein Kilometer vor dem Ziel lagen Bisio und der Deutsche Straßenmeister Scheller noch allein in Front, doch dann rückten die Verfolger näher. Auf org#zen##n wetec trat Hackebeil mächtig an, löste sich 30 Meter vom Felde und war nicht mehr zu holen. 1. Hackebeil(Deutschland) 7,00.44,0; 2. Bisio(Italien) 7,00,44,2; 3. Tomasoni(Italien) 7,00,44,6; 4. H. Schmidt(Deutschlanb) 7,00.44,8; 5. Scheller(Deutschland) 7,00.45.0; 6. Cerasa(Italien) 7,00,45.2; 7. Montebbio(Italien) 7,00,45.4; 8. Irrgang(Deutschland) .00,45.6; 9. Menavace(Italien) 7,00,45,8; 10. Meurer gender Pfeil und Frau Sieverts=Weidtmann(Altona) auf Nita kamen innerhalb der vorgeschriebenen Zeit ohne Fehler über den Kurs, und so teilten sich drei Bewerber in den ersten Rang. Leichter hatten es die 21 Bewerber um den zur Vielseitigkeitsprüfung zählenden Steilhang=Preis der Klasse L am Nachmittag. Obwohl der Boden noch weich war, kamen neun Bewerber ohne Fehler über den Kurs und damit auf den ersten Rang. Nüßlein und Tilden fiegten Deutsche Meisterschaften der Tennislehrer Wieder war die Anlage des TC. Blau=Weiß Berlin trotz regendrohender Wolken von über 4000 Zuschauern besucht, als am Freitag die Endkämpfe zu den internationalen Deutschen Meisterschaften der Tennislehrer begannen. Im Einzel der Klasse Aum den ersten bis vierten Platz, wo jeder gegen jeden spielt, kamen Tilden den letzten 500 Meter trat und der Titelverteidiger Nüßlein zu klaren Siegen den hepten unn Hgeter tcht über den Franzosen Ramillon baw. den Homb# (Deutschland) 7,05.31. Länderwertung: 1. Deutschland 28,02,58,8; 2. 28,02,58,8; 3. Oesterreich 28,56,51,8. Italien zusammen. Der Ausgang ist völlig offen. Turn Düsseldorf muß zum SSV. Wuppertal, der seine Abwehr durch den Schalker Torwart Mellage machtig verstärkt hat und in diesem Jahr keine schlechte Rolle spielen sollte. Das technische Uebergewicht spricht jedoch für die Düsseldorfer. Einen schweren Gang tritt der VfL. Benrath an. Duisburg 99 begann in Oberhausen mit:0 gegen Rot=Weiß recht vielversprechend und hat auch die gleiche Elf zur Stelle, die im Vorjahr der Fortuna so stark zusetzte. Nur zwei Begegnungen steigen im Gau XI(Mittelrhein). Die neue Kölner Mannschaft des BfL. 99 hat bisher nicht überzeugen können. Gegen den aufgestiegenen Kölner BC. müßte jedoch ein sicherer Sieg herausspringen. Weit besser als der KBC. hat die ebenfalls aus der Bezirksklasse aufgerückte Alemannia Aachen eingeschlagen. Die von Münzenberg geführte Elf wird sich daheim von Rhenania Würselen kaum schlagen lassen. Großer Preis der Reichshaupfftadt Die deutsche Elite im Kampf mit hervorragenden Ausländern. Das größte turfsportliche Ereignis dieses Herbstes, der Große Preis der Reichshauptstadt, wird am Sonntag auf der Bahn in Hoppegarten entschieden. Durch die Schaffung dieses großen internationalen Rennens, das ebenso wie das Deutsche Derby und das„Braune Band von Deutschland“ mit 100000 RM. ausgestattet ist, ist Hoppegarten, die Zentrale des deutschen Rennsports, mit einem Schlage wieder in den Mittelpunkt des deutschen Turfgeschehens gerückt. Das große Rennen hat durch die Teilnahme franRadlport Reichssportabzeichen und Radsportjugendabzeichen Der Radfahrerverein Sturmvogel 04 nimmt am Sonntag, 26. September, vormittags.30 Uhr, die letzte diesjährige Prüfung für das Reichssportabzeichen und für das Radsportjugendabzeichen ab. Für das Reichssportabzeichen finden Prüfungen ohne Leistungsbuch nicht statt. Meldungen am Start werden nicht angenommen. Der Start ist am Restaurant Schulte, Marmelshagen(Inhäber Chr. Diederichs), Dorstener Straße 419. Anmeldungen sind bis zum 24. September in der Geschäftsstelle des RV. Sturmvogel 04, Zigarrenhaus Josef Klöpper, Bochum, Bongardstr. 25, oder bei dem Sportwart Wilhelm Fastrich, Hattinger Straße 63, abzugeben. Meisterschaft der Seitenwagen Zum 11. Male„Rund um Schotten“ Sonntag wird mit dem 11. Rennen„Rund um Schotten" die so ereignisreiche deutsche Motorrad=Rennzeit 1937 beendet. Auf der 16 1 Kilometer langen Rundstrecke im Gebiet des Vogelberges werden gleichzeitig auch unsere letzten Meister in den beiden Seitenwagenklassen ermittelt. Ueber Stock und Stein Auftakt zum Hagener Reitturnier Zwei Geländeritte leiteten am Freitag das Reitund Springturnier Hagen 1937“ ein. Der Wettermacher meinte es nicht gut mit dem Veranstalter. Als sich am Vormittag die zehn Bewerber um den„GutHomborn=Preis" zum Start rüsteten, strömte unentwegt der Regen. Mit 39 Minuten ritt SA.=Rottenführer zösischer und italienischer Spitzenvferde eine geradezu Keg,, auf Scheik fehlerlos die beste Zeit Doch sensationelle Besetzung gefunden. Am 2400=Meter= seuer uu, guut#,#immgdie desse gen. Doch auch Startpfosten werden sich nach den bisherigen Disvositio. SA.=Rottenuorer Beinvorn aus Hannover mit Flieüber den Franzosen Kamiuon bzib. den Hämdurger Goritschnig. Im Wettbewerb der Klasse B um den vierten bis achten Platz hat der Amerikaner Lester Stoefen gestrichen. Rott setzte dem Berliner H. Bartelt derart zu, daß er beim Stande von:4,:2,:0 für Rott zuruückzog. Im Doppel sind Tilden=Stoefen und Eppler=Messerschmidt bzw. Nüßlein= Ramillon und Rott=Najuch die Vorschlußrundenpaare. Ausgezeichnetes Tennis boten die Spiele der vier Favoriten. Zunächst standen sich Tilden und Ramillon gegenüber. Kampfgeist, Stellungsspiel und seine ausgezeichnete Vorhand verhalfen William Tatem Tilden zum zahlenmäßig klaren:2,:0,:=Sieg über den technisch famosen französischen Lehrer. Nußlein und Goritschnig bestritten den zweiten Kampf. Auch hier gab es vorzügliche Leistungen. Nüßlein als der große Taktiker lockte den Hamburger immer wieder vor und setzte ihn am Netz mit genauen Passierschüssen matt.:3,:3,:3 siegte Nüßlein. Im Doppel spielten: Rott=Najuch— H. Bartelt=Diekhoff:2,:7, :3,:4; Nüßlein= Ramillon— Schmidt=Iszak:1, :0,:2. Vorbereitungen werden fortgeletzt Japan hält an der Durchführung der Olympischen Spiele fest dnb Tokio, 17. Sept.(Ostasiendienst des DNB.) Das Organisationskomitee für die XII. Olympischen Spiele in Tokio 1940 befaßte sich auf einer Sitzung mit der Frage der Abhaltung der Olympischen Spiele. Es wurde beschlossen, an der Durchführung der Spiele 1940 festzuhalten und die Vorbereitungen fortzusetzen. Angesichts der augenblicklichen ernsten Lage im Fernen Osten soll lediglich der Ausbau des Tokioter Olympiastadions und der Wintersportanlagen in Sapporo bis zur Beendigung des Chinakonfliktes zurückgestellt werden, da finanzielle Unterstützungen von der Regierung vorläufig nicht zu erwarten seien. Ebenso sollen einige weitere Maßnahmen, die größere Summen beanspruchen, aufgeschoben werden. Diese Beschlüsse hindern jedoch nicht daran, daß der vom Internationalen Olympischen Komitee eingesetzte deutsche Berater Werner Klingeberg und der mit dem Ausbau der Olympia=Bobbahn in Sapporo beauftragte deutsche Fachmann, Ingenieur Zentzytzki, ihre beratende Tätigkeit für die organisatorische Vorbereitung der Spiele aufnehmen. Die Tip-Ecke Was Diogenes meint: Pokalspiele: Berliner SV. 92— Germania Bochum:1 Schalke 04— Rot=Weiß Oberhausen:0 Werder Bremen— Borussia Dortmund:2 Gauliga: SV. Höntrov— Spva. Röhlinghausen:2 SV. Rotthausen— Westfalia Herne:2 Arminia Marten— Hüsten 09:8 Bezirksliga: Westfalia Bochum— TG. Ehrenfeld:2 TuS. Bochum— Polizei Bochum:1 Preußen Bochum— Witten 92:0 Witten 07— SC. Dahlhausen:1 Und August Schrömmel? Pokalsviele: Berliner SV. 92— Germania Bochum:1 Schalke 04— Rot=Weiß Oberhausen:1 Werder Bremen— Borussia Dortmund:1 Gauliga: SV. Höntrov— Spvg. Röhlinghausen:1 SV. Rotthausen— Westfalia Herne:0 Arminia Marten— Hüsten 09:2 Bezirksliga: Westfalia Bochum— TG. Ehrenfeld:1 TuS. Bochum— Polizei Bochum:2 Preußen Bochum— Witten 92:0 Witten 07— SC. Dahlhausen:2 Galopprennen in Krefeld Am Tage des Großen Preises der Reichshauptstadt werden auch die westdeutschen Turffreunde nicht zu kurz kommen, da der Krefelder Rennverein für Sonntag ein ausgezeichnetes Programm zusammengestellt hat, das durch die Teilnahme zahlreicher Berliner Pferde besonders interessant zu werden verspricht. Glänzend besetzt ist vor allem der im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen Preis der Rheinprovinz, ein mit 10000 Mark ausgestattetes Flachrennen über 2400 Meter, in dem ein Dutzend Pferde guter und bester Klasse den Kampf aufnehmen werden. Gegen die Berliner Pferde Laurus, Ebro, Trollius, Goldtaler und Elritzling werden die westdeutschen Vertreter einen sehr schweren Stand haben. Unsere Voraussagen: 1..: Staatsoper— Verafina. 2..: Schwede— Meridienne. 3..: Famasino— Aurel. 4..: Trollius— Elritzling. 5..: Lebensart— Erlkönig II. 6..: Mithra— Heidefalke. 7..: Aviatik— Prasser. Trabrennen in Gellenkirchen Nach längerer Pause treten an den beiden nächsten Sonntagen die westdeutschen Traber auf ihrer Heimatbahn in Gelsenkirchen wieder in Aktion. Im Mittelpunkt des Tages steht der Westdeutsche Jugend=Preis. In dieser wertvollen Prüfung für den jüngsten Jahrgang kommen voraussichtlich neun unserer besten Zweijährigen an den Start. Winzerin, Bettie, Granitta und Milanka haben schöne Erfolge aufzuweisen und sollten für den Ausgang des Rennens in erster Linie in Betracht kommen. Unsere Voraussagen: 1..: Lydia— Westerholt— Tambour. 2..: Matador— Volly— Guy Albert. 3..: Herodias W.— Rheinstolz— Desiré Guy. 4..: Winzerin— Bettie— Janitor. 5..: Stall Teßmann— Heide— Lederstrumpf. 6..: Prinzeß Elisabeth—. Else Lee— Capitän. 7..: Marsilius W.— Diskont— Debut. Maissons=Laffitte, 17. September 1..: 1. Simouste(W. Johnstone) 2. Blue Stone, 3. Belle Lolette.— Sieg 23. Platz 16. 26. Ferner: Aqua Caliente, Mirandola. 2..: 1. Monclo(A. Duputt), 2. Hué, 3. Mauritius. — Sieg 37, Platz 18. 15, 38. Ferner: Suerier, Presbyterian, Gabalka. La Pomme II, El Galgo, Maffia, Scotch. 3..: 1. Accroche Coeur(F. Hervé), 2. El Boy Lilv, 3. Valetta.— Sieg 91, Platz 42, 30. Ferner: Cleres, Coupe de France, Sarastro, Zoiso. 4..: 1. Iskandar(F. Rochetti), 2.'Heure’Eté, 3. Catherinette.— Sieg 31, Platz 15, 13. Ferner: Turbator, Ma Normandie. 5..: 1. Frero(R. Brethes), 2. Proetor, 3. Tope.— Sieg 39, Platz 22, 38, 57. Ferner: Gazetti, Tracias, Duquav Trouin, Souna. Le Résultat, Porte Bonheur II. Amici, Rostabat, Sabir, Attacus, Blue Flower, Sonny Boy, Gazelle VI. Hobal Fei. 6..: 1. Ethnical(Duputt). 2. Faraoum, 3. Bucheur. — Sieg 54. Platz 16, 21. 15. Ferner: Ortélie, Bellemoise, Saliabadil, Debaucheur, Beauprée, Mmme. Camelia, Quille, Star of India, Arcole. Unsere Voraussagen: Samstag, 18. September. Le Tremblay: 1..: Hetival— Fougy. 2..: Magvar— Kirsch II. 3..: Lied— Priène. 4..: Malkowicze— Son in Love. 5..: Copperfield—'Ecoute. 6..: Claros— Ursus. Sonntag, 19. September. Longchamp: 1..: Générality— Stall Hennessy. 2. .: Stall Rothschild— Cavallino. 3..: Gonfalonier— Trapolin. 4..: Sylvanire Stall Rothschild. 5..: Pontormo— Cor Fleuri. 6..: Allusion— Verjus. Hoppegarten: 1..: Marliese— Pommernherzog. 2..: Hauptgestüt Graditz— Geisha. 3..: Harewood— Bella Amie. 4..: Liebesgabe— Cicerone. 5..: Amerina— Corrida. 6..: Landmädel—Hanseat. 7..: Pharaon— Feuergarbe. 8..: Aktinie— Sennhütte. Sport-sämlemder) Der interessante Lokalkampf: Westsulla bochum— 15. Eirenselo Anstoß Sonntag nachmittag 4 Uhr. Platz: Hofsteder Straße. Sonntag nachmittag 4 Uhr an der Wasserstraße: Prrussen bomum— Witten 92 Das wichtige Bezirksligaspiel. Spielbeginn 17 uhr! kus. Bochum= Polizei Bochum Der erste Meisterschaftskampf der Polizisten. Sonntag nachmittag im TuS.=Stadion. Meisterschaftsspiel Spielverein Sochum-West— an der Pestalozzistraße. Anstoß: 11 Uhr vormittags. 8172 Seite 7 Nr. 219„Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 18./19. September 1937 und „Dei Schinagglelieng dei Eisel Mit neun Panzerkraftwagen über 300 Zentner Schmalz geschmuggelt 5½ Jahre Gefängnis und hohe Geldstrafe für den Haupttäter Prüm, 17. September. Am Donnerstag ging in Prüm in der Eifel vor der II. Trierer Großen Strafkammer ein Schmuggelprozeß zu Ende, der über eineinhalb Monate gedauert hat. In der Anklageschrift waren 21 Angeklagte und 150 Zeugen benannt. Ueber 500 Zentner Schmalz allein neben anderen Waren sind von der Bande nach Deutschland eingeschmuggelt worden. Man war den Schmugglern, die bereits seit 1933 am Werk waren schon längere Zeit auf der Spur gewesen. Fassen konnte man sie jedoch erst, als den Schmugglern eines Tages in der Nähe von Hallschlag bei einem Transport ein Auto umschlug. Hallschlag war auch die Heimat des Hauptangeklagten Schröder, der unter dem Namen„Schmugglerkönig der Eifel“ bekannt war. Wie die Beweisaufnahme ergab, wurden bei den Schmuggelfahrten neun Panzerkraftwagen und ein Motorrad benutzt. Der Haupttäter Schröder, der in Hallschlag Landwirt war, konnte sein unsauberes Gewerbe um so besser durchführen, als er von Schiebern, die auf der belgischen Seite wohnten, unterstützt wurde. Die Strafen waren infolge des großen Schadens, den der deutsche Staat erlitt, entsprechend hoch. Der „Schmugglerkönig“ Schröder erhielt wegen Bandenschmuggels und Devisenschiebung 5½ Jahre Gefängnis und 3 750 000 Mark Geldstrafe. Die Freiheitsstrafen der übrigen Angeklagten sind ebenfalls hoch, und die Geldstrafen bewegen sich zwischen 3000 und 4100 000 Mark. Dieser Monsterprozeß wird noch eine Reihe von Meineidsprozessen im Gefolge haben. Die spanischen Jugendführer am Rhein Remagen, 17. September, Von München kommend trafen am Donnerstag die Jugendführer und Führeranwärter des nationalen Spaniens, die sich auf Einladung des Reichsjugendführers zur Zeit auf einer Deutschlandreise befinden, in Begleitung von 60 reichsdeutschen HJ.=Führern auf der Reichsführerschule der Hitler=Jugend, Haus Kallmuth in Remagen, ein. Die spanischen Gäste wurden auf dem mit den Fahnen Deutschlands und des nationalen Spaniens geschmückten Bahnhof von Bürgermeister Dr. Kemming begrüßt und mit Omnibussen nach Haus Kallmuth gebracht. In diesem inmitten herrlicher Rheinlandschaft gelegenen Haus der Reichsjugendführung bleiben die spanischen Gäste bis zum 23. September. Am 20. September besuchen sie die Hansestadt Köln, um hier gemeinsam mit der Kölner Hitler=Jugend den Film„Hitlerjunge Quex" zu sehen und die Schönheiten der Hansestadt Köln kennenzulernen. Fleckiges Fleckenwasser Reisender Schwindler vor Gericht. ein„Fleckenwasser". Alle Mittel aber hatten eines gemeinsam, sie taugten sämtlich nichts, und das„Fleckenwasser" hatte sogar die Eigenschaft, nicht nur Flecken nicht zu entfernen, sondern sogar selbst Flecken zu hinterlassen. So war es denn kein Wunder, daß die Betrogenen hinter dem Betrüger her waren und der bald in dieser, bald in jener Stadt hinter vergitterten Fenstern sich länger aufhalten mußte, als ihm lieb war. Auf seinen Verkaufsreisen, bei denen er vor allem einschlägige Geschäfte besuchte, brauchte er allerdings zum Vorführen ein Mittel, das verblüffende Wirkung hatte. Wenn aber später die Käufer ihrer Kundschaft das Mittel gleichfalls vorführen wollten, merkten sie den Reinfall. In Duisburg stellte sich nun vor Gericht heraus, daß der„geschäftstüchtige“ Angeklagte bereits 20 mal einschlägig vorbestraft war. Man erfuhr auch, woraus sich das„Wundermittel“ zusammensetzte. Außer wenigen Aetzstoffen enthielt das Mittel 90 Prozent Bohnenwasser, das der Schwindler durch stundenlanges Abkochen von Bohnen gewann und von dem er behauptete, daß es eine reinigende Wirkung habe. Das Gericht hielt den Angeklagten nach dem Urteil des Sachverständigen des Betruges für überführt und verurteilte ihn wegen der Gefährlichkeit seines Treibens zu ½½ Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren. Die verliebte Schwiegermutter Ein„starkes Stückchen“ vor dem Kölner Gericht Köln, 17. September. Ein 25jähriger Mann wollte vor einiger Zeit in Köln ein Mädchen heiraten. Da bestellte ihn eines Tages die Mutter seiner Braut und warnte ihn vor der Tochter, sie sei eine Herumtreiberin. Wie vor den Kopf gestoßen, hörte er den Erklärungen zu, die er gar nicht fassen konnte. Obwohl er sich bitter über die„Treulosigkeit“ seiner Braut grämte, verstand es die Mutter, obwohl sie 14 Jahre älter als er auch in kaum mißzuverstehender Weise sich ihm als auf Freiersfüßen stehend vorzustellen. Fast drei Jahre lang hatte diese seine„Ersatzbraut“ es verstanden, den jungen Mann zu umgarnen, die, wie er deutlich zu erkennen vermochte, sich ihm geradezu als„Geliebte“ an Stelle ihrer Tochter aufdrängte. Als er sich dann 1932 gewaltsam von ihr trennte, indem er sich einem anderen Mädchen näherte, hatte er die Hölle auf Erden. Bei der Kriminalpolizei und Zollfahndungsstelle gingen anonyme Zuschriften gegen ihn ein die ihn allerhand Betrügereien und Erpressungen beschuldigten. Der junge Mann strengte nun Klage gegen die Frau an, die auch vor dem Schöffengericht zunächst bei ihren falschen Verdächtigungen blieb, bis ihr durch die schlichten Schilderungen des Mannes über sein„Liebesmartyrium“ die Maske vom Gesicht gerissen wurde. Sie erhielt für ihre niedrige Gesinnung, bei der verschmähte Liebe die Triebfeder bildete, eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Fristlose Entlassung wegen Vertrauensbruchs Köln, 17. September. Wegen Vertrauensbruchs und Beleidigung wurde die Privatsekretärin eines Unternehmens, die seit 1932 gegen ein Gehalt von 250 Mark monatlich tätig war, fristlos entlassen. Am Kölner Arbeitsgericht klagte sie auf Widerruf der Kündigung, da sie als Mitglied des Vertrauensrats nicht ohne weiteres entlassen werden könne. Der Beklagte machte geltend die Klägerin habe wichtige Geschäftsvorgänge, die sie als Privatsekretärin erfahren habe, ausgeplaudert und durch üble Nachrede die Ehefrau des verstorbenen Geschäftsführers gröblich beleidigt. Nach Vernehmung einer Anzahl Zeugen Arbeitsgericht folgendes Urteil: Die Kündigung eines Vertrauensratsmitglieds ist, abgesehen von zwei Aus Copoon im Campf nahmefälsen, schlechthin nichtig. Der eine Ausnahmefal Herzent An Kump betrigst, die Betriebssllegung, der zweite, wenn ein Heebene deer Vulilh wichtiger Grund vorliegt, so daß man es dem Betriebsleiter nicht mehr zumuten kann, den Gekündigten weiterzubeschäftigen. Der zweite Fall trifft hier zu. Die Klägerin war als Privatsekretärin der Geschäftsleitung ganz besonders zur Geheimhaltung von wichtigen Vorschaftsmitgliedern, daß die Inhaberin darüber verhandelt hätte, die offene Handelsgesellschaft in eine...H. umzumodeln, wodurch für die Beklagte sehr unangenehme Folgen hätten entstehen können. Angesichts der Zeugenaussagen hat sich das Gericht nicht dem Eindruck verschließen können daß ein Grund zur fristlosen Entlassung vorlag. Die Klägerin hat ihre VertrauensAimmmmn Heute beginnen im„Bochumer Anzeiger“. Dneue Rolnane die unseren Lesern gewiß sehr viel Freude machen und ihnen spannende Unterhaltung schenken werden. Da ist zunächst unser neuer Tagesroman: Guten morgen, Herr Fischer ein lustiger, witzsprühender Roman von Hannes Peter Stolp, leicht und flott schrieben für alle, die gern lachen. Gleichzeitig beginnen wir heute mit dem Abdruck des Romans: war, nicht nur reichlich Trost zuzusprechen, sondern gängen verpflichtet. So aber erzählte sie vor GefolgEr tag kir einen farschen Bei Eine weinselige Verwechslung Bernkastel, 16. September. Kehrt da ein biederer Kaufmann aus Hessen in Bernkastel ein, wo er infolge des starken Fremdenverkehrs nur noch ein Privatquartier erhaschen konnte. Nachdem er sich von seinem Quartiergeber den Hausschlüssel erbeten hatte, wollte der Kaufmann auch etwas von der weinfrohen Moselstadt profitieren. Schließlich landete er in einer der gemütlichen Gaststätten, wo der Lebensfreudige schnell Anschluß fand und eifrig den Weinen zusprach. Als der Wirt nach Anbruch der Polizeistunde an den Heimweg erinnerte, entsann sich unser Kaufmann weder seines Quartiers noch des Namens seines Wirtes. Auf dem Gestade legte er sich auf einer Bank zum Schlafen nieder. Doch machte die Kälte ihn bald wieder wach. Da er sich noch erinnern konnte, daß sein Quartier sich auf Haus zu. Zufälligerweise paßte auch der Schlüssel auf die Haustür. Stolpernd ging es die Treppe hinauf. Hier stand ein Zimmer mit einem unbenutzten Bett offen, in dem der Weinselige verschwand und schnell die gewünschte Ruhe gefunden hatte. Unterdessen wurde der Hausbesitzer wach, der— Einbrecher vermutend— die Polizei herbeirief, die dem schnarchenden Eindringling die Pistole vorhielt. Den flehenden Beteuerungen des Gastes, daß er kein Verbrecher sei, schenkte man um so weniger Glauben, als Ausweispapiere und Geldbeutel fehlten. Erst bei dieser Feststellung wurde der Schläfer richtig wach. Mit Hilfe des Wachtmeisters fand er schließlich sein richtiges Quartier, während Nachforschungen ergaben, daß ein Kellner Geld und Papiere vorsorglich an sich genommen hatte, als der weinselige von Liane Sanden. Dieser Roman um die Liebe zweier Menschen, die das Leben immer wieder voneinander reißt, bis sich schließlich ihr Schicksal erfüllt, wird sicherlich auch alle Leser in seinen Bann ziehen. m stellung als Privatsekretärin aus Schwatzhaftigkeit mißbraucht, so daß dem Beklagten nicht mehr zugemutet werden konnte, sie weiterzubeschäftigen. Unerträglich ist auch für die Beklagte, daß die Klägerin als Angehörige des Betriebes üble Nachreden verbreitet hat. Feuer vernichtete die Ernte Wymeer(Emsland), 17 September. In der Nacht zum Mittwoch wurde das Anwesen des Bauern Rademaker in Wymeer von einem verheerenden Großfeuer heimgesucht, dem eine große, mit Heu= und Getreidevorräten gefüllte Doppelscheune zum Opfer fiel. Das Vorderhaus konnte dank des tatkräftigen Eingreifens der Freiwilligen Feuerwehren Wymeer und Bunde erhalten bleiben. Mit der Scheune verbrannten neben anderen landwirtschaftlichen Gerätschaften eine fast neue Dreschmaschine, ferner vier Schweine und der gesamte Hühnerbestand. Ueber die Entstehungsursache ist noch nichts ·S s9anV NAvaIVI ONN 9A38-N2 1132 38310 S3IN SIM NASVA’NSSHOA D2 NSONV SOA ONSOSGNV·LILSAGV ONN A91T! Seite 8 Nr. 219# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 18./19. September 1937 24) Die Maschine schwebte jetzt in geringer Höhe über der Jermyn Street. Hier machte sie eine Wendung, um in dieselbe Richtung zu steuern, aus der sie gekommen war. Als sich das Flugzeug in der Kurve auf die Seite legte, malte das unbestimmbare nächtliche Licht der Großstadt glitzernde Reflexe unter die silberhellen Tragflächen. Und da sah es Gordon. „Achtung!" brüllte er erschrocken, und gleich darauf lag er auf dem Bauch und hielt sich krampfhaft an seinem Maschinengewehr fest. Trent wußte zwar nicht, was das zu bedeuten hatte, aber ohne zu überlegen, tat er schleunigst dasselbe. Und das war gut. Denn sonst hätte ihn der ungeheure Luftdruck einfach von dem Dach herunter geweht. Ein ohrenbetäubendes Krachen, Splittern von Glas und Klirren von Scheiben erfüllten die Luft. Die spitzen Schreie hysterischer Frauen gellten dazwischen.— Einige Sekunden. Dann war es plötzlich still; unheimlich still. Duke und Geoffrey sprangen auf und stürmten die Treppen hinunter. Als sie die Haustür aufrissen, fiel ihr Blick auf eine leblose Gestalt, die auf den Stufen der Steintreppe lag. Es war einer der beiden Beamten. Trent untersuchte ihn schneg. Er war nicht gefährlich verletzt. Ein Steinsplitter hatte seinen Kopf gestreift und ihm das Bewußtsein geraubt. Duke nahm ein sauberes Tuch aus seiner Tasche und verband ihn notdürftig. Dann eilten sie in der Richtung davon, aus der sie das Schrillen der Polizeipfeife vernahmen. Sie mußien Haufen von Erde und Steinen, die der mehrere Yard tiefe Trichter mitten auf der Fahrbahn ausgespien hatte, übersteigen. Ueberall knirschte das Glas zerbrochener Scheiben unter ihren Stiefeln. Sie bogen in die York Street ein und erreichten bald James Square. Trotz der späten Stunde wurde die nahezu quadratische Grünfläche von einer ansehnlichen Schar heftig gestikulierender Leute umringt. Trent durchbrach die Menge und sah das Flugzeug vor sich. Der unverletzte Beamte, der die Verfolgung aufgenommen, erstattete ihm Bericht. „Ich habe es nicht aus den Augen gelassen. Herr Inspektor“, sagte er„und ich kam nur wenige Sekunden nach seiner Landung hier an. Trotzdem war es bereits verlassen, und kein Mensch in der Nähe.“ Duke untersuchte die Maschine mit peinlicher Genauigkeit. Aber weder ein Typenschild noch sonst irgendein Merkzeichen war zu entdecken, auf Grund dessen man den Eigentümer hätte ausfindig machen können. Es war eine Serienmaschine, wie sie zu Dutzenden im Verkehr waren. Der Propeller war vollkommen zersplittert.: Sicher hatte ihn eine Kugel getroffen und den Piloten zur Landung gezwungen, die im übrigen ohne Bruch vonstatten gegangen war. Der„King“ sah sich gezwungen, die Bombe, die eigentlich für das Haus mit den roten Lämpchen bestimmt war, einfach fallen zu lassen, um nicht bei der Landung selbst von ihr in Stücke gerissen zu werden. Trent prüfte den Motor und war weiter nicht überrascht, als er sah, daß die Nummer, die in jeden Motor eingemeißelt ist, vollständig ausgefeilt war. „Immer dasselbe!“ murmelte er zornig vor sich hin. „Er vergißt nie etwas.“ Duke beugte sich über den Führersitz und sah auf dem Boden, auf dem die Füße des Piloten gestanden hatten, eine Handvoll Erde. Trent nahm einen Briefumschlag aus seiner Brusttasche und füllte das Häuschen Erde sorgfältig hinein. Geoffrey sah diesem Tun mit spöttischem Lächeln zu. Er sagte aber nichts. „Duke wandte sich um und blickte seinem Freunde vol ins Gescht. 4 Tee„Wia—.6. „An einem der nächsten Tage", erklärte er ruhig, „werde ich meine Hand auf den„King" legen. Und das wird ein böser Tag für ihn sein!" Gordons Augen weiteten sich vor Staunen. Seine Kehle war wie ausgedört. g67.— Eax semr 6. „Ja aber...“ brachte er mühsam hervor,„kennst du hhn denn?“: a 8 In Trents Augen zuckte kein Muskel. „Natürlich“, warf er leicht hin,„wundert dich das?“ Und mit langen Schritten ging er hinaus in die Nacht. 8. Duke wußte sehr wohl, was Guy Pearson für seinen Verrat bevorstand. Der„King“ würde nicht lange zögern, ihn umzubringen, obwohl er doch nur recht dürftige Aussagen machen konnte. Wenn Guy nur ein wenig vorsichtiger zu Werke gegangen wäre, würde dieser verfluchte„King“ sein Ziel erreicht haben. Der Tod hätte sie alle erreicht, und sie würden nicht einmal gespürt haben, daß er es war.— Vielleicht gar nicht einmal so schlecht. Kein Schmerz... keine Sorgen... keinen Aerger mehr mit dieser Bestie Mensch...! „Na, na, na, na, Duke, du alter Kindskopf“, schimpfte Trent ärgerlich,„was sind das für Sachen? Ein ausgekochter Detektiv mit Weltschmerz? Zum Lachen?— Nein, gar nicht zum Lachen! Das wird man sich doch wohl noch leisten dürfen, nicht wahr?“ Duke ergriff ein Gefühl der Dankbarkeit gegen Pearson. Es war ihm bitterere Ernst gewesen mit der Anzeige wegen Selbstmordversuchs. Guy war ein toter Mann, wenn er nicht gewissenhaft für ihn sorgte. Trent eilte rasch zur Jermyn Street zurück. Er holte Guy Pearson aus seiner Wohnung und brachte ihn zur Bow Street Station, wo er seine Anklage wegen versuchten Selbstmordes wiederholte. Guy zitterte am ganzen Körper, als man ihn in eine Zelle sperrte. Duke versuchte, ihn zu beruhigen, aber es half nicht„ Wun Auft Giewig uihte enschche „Hier kann Ihnen doch wirklich nichts geschehen, Guy“ erklärte Trent entschieden.„Seien Sie doch nicht kindisch!,„.„ F6„i. in mm. Eräunie Aber Pearson benahm sich wie ein Wahnsinniger. Er hatte die Nerven vollkommen verloren. Seine Augen schweifte unruhig umher, und bei dem geringsten Geräusch fuhr er fast erschreckt zusammen. Duke fühlte sich angewidert von dem Gebaren des Verbrechers. Aber nach allem, was man von dem„King“ zu hören bekommen hatte, konnte er auch wieder verstehen, daß diesem alten Gauner jetzt die Furcht im Nacken saß. Diese Art Leute fühlen sich nur stark, wenn sie Schwächeren gegenüberstehen, im anderen Falle werden sie zu Memmen. a.. i4. f.). Sut. Jum 11.karfl. 6 Halb aus Mitleid sagte Trent:„Zum Ueberfluß werde ich noch Inspektor Clarke anrufen, damit er vor Ihrer Tür die Wache hält.“ Pearson war nicht imstande, zu antworten; seine Zunge versagte den Dienst. Er nickte nur heftig mit dem Kopfe. Und erst als die Zellentür hinter ihm verschlossen wurde, atmete er erleichtert auf und ließ sich erschöpft auf die Pritsche fallen. Duke läutete Scotland Yard an. und in wenigen Minuten war Inspektor Clarke zur Stelle. „Clarke“, sagte Trent eindringlich, nachdem er den Inspektor über die abendlichen„Vorgänge aufgeklärt hatte,„Sie sind mir für den Mann bekantwortlich. Bleiben Sie die ganze Nacht vor seiner Tür, und lassen Sie niemanden in seine Zelle. Auch nicht, wenn es der Premierminister selbst ist. Der„King“ wird alles daransetzen unseren Häftling zu ermorden. Er muß es tun, Clarke. Es ist für ihn eine Prestigefrage. Passen Sie also gut auf!“. „Sie können sich auf mich verlassen Trent", versicherte Clarke und bezog gleich seinen Posten vor der Tür Guy Pearsons.— Es waren erst wenige Minuten verstrichen, als Trent aufgeregt zurückkam. „Das hätte ich doch wirklich bald vergessen", rief er schon von weitem.„Hören Sie zu, Clarke. Wahrscheinlich nämlich wird dieser Schurke später versuchen, in meiner Maske hier einzudringen. Wir wollen also ein Losungswort ausmachen, nicht wahr? Aber leise, damit uns niemand hört!“ Sie einigten sich auf„the Queen“— eine naheliegende Association. „Ich werde die Sorge um ihn nicht los, Clarke“, sprach Trent weiter.„Durch diese ganzen mysteriösen Geschichten bin ich bereits so mitgenommen worden, daß ich beinahe auch schon an Spuk und Gespenster glaube. Ich habe mir eben noch eingebildet, daß heute nacht noch etwas Geheimnisvolles geschehen würde Und man soll diese Ahnungen nicht mißachten.— Schließen Sie auf, Clarke, ich will mich überzeugen, daß alles in Ordnung ist.“ Guy lag schlafend auf seiner Pritsche. Trent schüttelte ihn. und Pearson fuhr mit einem Schrei in die Höhe. Aber das Entsetzen in seinen weit aufgerissenen Augen verschwand, als er die beiden Detektive erkannte. „Ruhe", beschwichtigte ihn Trent,„wir wollten uns nur noch einmal überzeugen, daß es Ihnen gut geht.— Clarke“, wandte er sich an seinen Kollegen, „ich bin heute abergläubisch. Wählen Sie, bitte, einen von Ihren Leuten aus. Er soll hier in dieser Zelle bei Pearson bleiben. Diesmal will ich kein Risiko auf mich nehmen.“ Nach kurzer Zeit erschien Inspektor Clarke mit einem Polizisten, der mit Guy Pearson zusammen eingesperrt wurde. Guy nahm von dem neuen Gast weiter keine Notiz. Er hatte sich bereits wieder zur Wand hin umgedreht. Anscheinend war seine Furcht bei soviel Fürsorglichkeit verpflogen. Trent verabschiedete sich. Doch nach zwei Stunden war er bereits wieder da. „Ich halte es doch für richtiger", sagte er zu Clarke. „wenn wir einen Mann zu Guy hineinsperren...“ „Ach, du lieber Himmel“, rief Clarke überrascht, „noch einen?“ Duke blickte ihn verständnislos an. „Noch einen? Wieso noch einen?“ Clarke lachte. S 49 2 „Was ist denn nur mit Ihnen los, Inspektor? Sie haben doch noch vor zwei Stunden...“ Plötzlich zuckte er zusammen. „Nennen Sie das Losungswort, Trent!“ sagte er heifg. Duke schüttelte hilflos den Kopf. „Ja, zum Donnerwetter noch mal“, rief er in komischem Entsetzen,„nun sagen Sie mir bloß das eine, Clarke: wer von uns beiden ist nun eigentlich verrückt? Was denn für ein Losungswort, Mann Gottes?“ Clarke warf unter halb gesenkten Augenlidern einen Blick zu ihm hin und trat einige Schritte zurück. Dann faßte er blitzschnell zur Hüfte, und bevor Trent eine Bewegung machen konnte, blickte er in den Lauf eines schweren Dienstrevolvers, der drohend auf seine Brust gerichtet war. „Rühren Sie sich nicht", befahl Clarke mit belegter Stimme,„in Ihrem eigenen Interesse. Ich verhafte Sie wegen vielfachen Mordes. Sie sind der„King!“ Der andere nahm die Hände in die Höhe, schlug sie aber über seinem Kopf zusammen. „Ich will verdammt sein“, stöhnte er,„wenn ich auch nur ein Wort begreife! Was ist denn in Sie gefahren, Clarke? Soll ich nicht lieber einen Arzt holen, lassen?“ „Den werden Sie eher nötig haben als ich!“ Er zwang den anderen, nach vorn in das Dienstzimmer zu gehen, und nach wenigen Sekunden saßen feste Stahlklammern um seine Handgelenke. „Ich protestiere!“ rief der Gefangene.„Ja. wollen Sie denn nicht endlich Vernunft annehmen? Vielleicht ist es noch nicht zu spät.“ „Ihr Leugnen hilft Ihnen nichts, mein Junge", erklärte Clarke zufrieden.„Diesmal kommen Sie nicht wieder weg.— Inspektor Trent hat mit mir ein Losungswort vereinbart. Sie wissen es nicht, also können Sie nicht Trent sein!“ „Wann war das?“ „Vor etwa zwei Stunden. Inspektor Trent warnte mich noch ausdrücklich, daß Sie wahrscheinlich versuchen würden, in seiner Maske hier einzudringen. Das war gut. Sonst hätte ich wirklich keinen Verdacht geschöpft...“ „Was hat er denn sonst noch hier getan?“ unterbrach ihn der Gefangene atemlos „Er sagte mir, daß er es für sicherer hielte, einen von unseren Leuten mit Pearson zusammen einzuschließen. Das haben wir auch getan.“ Der Gefesselte sprang auf. „Clarke“, sagte er mit finsterem Ernst,„haben Sie Trent mit Guy Pearson allein gelassen?“ Der Inspektor überlegte. „Nur einen Augenblick“, sagte er endlich,„während ich unseren Mann holte.“ Der andere lachte spöttisch auf und ließ sich schwer auf seinen Stuhl fallen. Plötzlich beugte er sich vor. „Clarke“, sagte er eindringlich,„nun denken Sie einmal ganz schnell! Wie groß war der Mann, mit dem Sie das Losungswort vereinbarten? Konnie er überhaupt Trent sein?“ Clarke sah den Sprecher verblüfft an. „Großer Gott", rief er entsetzt,„er war nicht Trent!“ „Nein“, sagte der andere ruhig,„es war der „King“! Trent bin ich. Greifen Sie in meine Tasche ... meine Papiere... nun machen Sie doch schon!“ Bald darauf fielen die Fesseln, und die beiden eilten zur Zelle Guy Pearsons. Clarke schloß auf. Der Polizist saß auf einem Stuhl und las. Auf Clarkes fragenden Blick deutete er mit seinem Daumen zu der Prische. „Er hat sich die ganze Zeit nicht gerührt, Herr Inspektor.“ Duke war rasch an das Lager geeilt. Er beugte sich über den Mann und rüttelte ihn. Aber der Mann wachte nicht auf. Durch die heftige Bewegung drehte sich der Pörper von der Seite auf den Rücken. Clarke war jetzt ebenfalls hinzugetreten. „Um Himmelswillen!“ stöhnte er entsetzt. Guy Pearsons Gesicht sah fürchterlich aus. Wachsbleich und eingefallen. Die weit geöffneten Augen verrieten ein unbeschreibliches Grauen. Und mitten aus seiner Brust ragte der eigenartig verzierte Griff eines Dolches. Duke drückte dem Toten die Augen zu. „Das dachte ich mir“, sagte er leise,„armer Kerl!“ 9. Es war noch nicht einmal sieben Uhr, als Geoffrey seinen Freund besuchte. Doch Duke war bereits auf. „Ich kann mir schon denken, weshalb du kommst“, meinte er, als Geoffrey Platz nahm. (Fortsetzung folgt) 2 In herbstlicher Ruhe liegt das Land da. Droben auf dem Bergacker geht der Knecht hinter dem Pflug. Robert betrachtet ihn lange und spürt plötzlich heißes Verlangen, selbst wieder einmal hinter dem Pflug zu gehen, um all seine schweren Gedanken hineinzuackern in die Tiefe des Ackers. Aber was würde der Knecht sagen, wenn er sehen würde, wie der junge Herr sich ungeschickt anstellt beim Einsetzen des Pfluges, beim Wenden der Pferde und so... Ja, das ist es eben. Dies alles ist ihm ein wenig freund geworden und er hat kein Vertrauen mehr zu sich, daß er es könnte, und keinen Mut, es zu versuchen. Er legt das Modellierholz beiseite, zieht den weißen Kittel aus und geht aus dem Haus. Zuerst geht er in den Obstgarten, hilft Bärbel ein wenig beim Aepfelbrocken und geht dann weiter, am Waldrand entlang, bis er schließlich doch vor dem Acker steht. Zuerst schaut er dem Knecht zu, wie er wendet und den Pflug einsetzt, läßt ihn noch eine Furche umlegen, und erst als er wieder zurückkommt, sagt er: „Die Mutter hat gesagt, du sollst auf die Wiese nübergehen zum Steffel und sollst ihm helfen, Grummet zusammenrechen.“ Damit nimmt er ihm die Zügel aus der Hand, spreizt die weißen Finger um die Pflugsterzen und klemmt sie wieder zusammen. „Wüah...!“ Die Pferde wenden die Köpfe nach hinten, erstaunt über die fremde Stimme Dann ziehen sie an, und Scholle um Scholle legt sich über, glatt geschnitten, in fettigem Braun glänzend. Einmal hält er mitten in der Zeile inne und schaut den Hügel hinunter. Breit und üppig hingelagert liegt der Tannhof unten. Wie eine Glocke aus Glas spannt sich der seidenblaue Himmel darüber. Klingt er denn nicht, der Himmel? Oder die Luft, die Sonne? Es ist nämlich, als wolle irgend etwas die schwere Seele des Künstlers aus allem Dunkeln heben. Und plötzlich breitet er die Arme weit aus. „Heimat"." flüstert er.„Meine Heimat...“ Nach dem Essen sagt die Mutter zu den Knechten: „Morgen schaffen wir das Grummet heim. Der Bergacker müßte zwar notwendig umgeackert werden, aber wir kommen nicht dazu. Und Robert hat nicht Zeit, der muß sein Bild fertig machen.“ „Das ist ja schon fertig“, sagt er. Die Mutter tut sehr erstaunt, obwohl sie es weiß. Sie weiß auch, daß er am Morgen die Pferde wieder vor den Pflug spannen wird. Nur schaffen hätte sie es ihm nicht können. Nein, ganz von selber muß er die alte Vertrautheit wieder finden, von selber soll ihm die Freude wieder kommen und die Liebe zum Bauernwerk. Eine Woche später erst spricht sie mit ihm darüber. „Du hast nun den Acker umgebrochen“, sagt sie. „Du hast ihn geeggt, und nun wirst du ihn wohl auch säen müssen. Es will nicht mehr recht gehen bei mir, und Säen ist keine Knechtsarbeit. Das muß der Bauer selber tun.“ Säen ist das einzige, was Robert nicht gelernt hat. Damals, als es feststand, daß er Bildhauer werden soll, hat die Mutter diese ehrwürdigste aller Bauernarbeiten den Christoph gelehrt. Die Tannhoferin lügt absolut nicht, wenn sie sagt, daß es nicht mehr recht gehen will mit ihr. Ein inneres Leiden macht ihr sehr zu schaffen und verursacht ihr mitunter heftige Schmerzen. Sie sagt allerdings nichts davon. Wahrhaftig, die Tannhoferin schämt sich, krank zu sein. So fahren sie also am nächsten Morgen zum Bergacker hinauf. Der alte Steffel bindet den ersten Sack auf und die Mutter hängt Robert das Sätuch um. „Jedesmal, wenn du mit dem linken Fuß vortrittst, mußt du werfen“, sagt sie Robert ist feuerrot vor Verlegenheit. Dann taucht er die Hand in das kühle Korn. Vor Aufregung und Scham, weil ihn die Mutter so anschaut, schwingt Robert beim ersten Wurf zu kurz aus. Aber er findet sich schnell. Er wirft die Saat in ruhigem Schwung, und als er das zweitemal den Acker hinaufschreitet, geht er in stolzer Leidenschaft an der Mutter vorüber. Steffel eggt die Körner unter die Erde und schmunzelt still vergnügt dabei Nachen il der üiche Thstg der del.) tun kann auf eigener Scholle? Daran denkt Robert nun gerade nicht. Während er wirft, steigt Bild um Bild aus der Tiefe des Ackers auf und wandert vor seinen Augen her. Er sieht sich in Oberammergau beim Meister Hagen, sieht Hilde Bergendorf auf sich zuschreiten, er sieht sich mit Linde im Wald und sieht sich hinter dem Paare am Seewirtshaus, er erlebt die Abschiedsstunde von Linde und die Trennung von Hilde. Aber es schmerzt nicht mehr. Die Bilder verblassen wie ein farbloser Traum. Er hat zurückgefunden aus jener Welt und geht mit festen Füßen über den Boden, dem sein Vater, Großvater und Urahn schon die Frucht anvertraut haben. Und nach ihm wird dann sein Sohn——— Hoppla! Stopp! Wohin rennen nun seine Gedanken Wer sollte ihm denn einen Sohn schenken? Niemand hat darauf gewartet, bis er sich dessen besann. Ja, wenn Linde noch wäre! So lange hat sie auf ihn gewartet. Und nun liegt sie auf dem stillen Platz von Wolfsbach und weiße Rosen blühen auf ihrem Grab. Aber hat denn nicht noch eine gewartet auf ihn? Bärbel! Sie ist es nun, die sich aus der Ackertiefe lautlos aufhebt und neben ihm herschreitet, nicht mehr als Kind und Schwester, wie er sie bisher gesehen und behandelt hat, sondern ein junges Weib, rank und schlank und fest gefügt an Leib und Seele. Mitten auf dem Acker bleibt er stehen, die Hand halb zum Wurf ausgezogen, den Blick in Fernen gerichtet. Ganz still steht er, als ob er wachsen wolle. Und er spürt bei diesem stillen Verharren etwas aufsteigen aus der Tiefe des Ackers etwas Großes und Starkes, das zu seinem Herzen will. Ganz klar sieht es mit einemmal aus in ihm, und er sagt sich: „Ich bin Bauer und Künstler zugleich. Pfleger der Erde und Diener der Kunst. Aber das Blut in meinen Adern ist Bauernblut und gleichen Blutes muß auch die Frau sein, die ich auf den Tannhof nehme. Das bin ich dem alten Geschlecht schuldig und das fordern die andern von mir, die ein Recht dazu haben, das Kornfeld hier zum Beispiel, die Mutter und all die anderen Tannhofer, die längst unter der Erde ruhn.“ An diesem Abend noch nimmt er sich vor, mit Bäroel zu reden. Es schickt sich die beste Gelegenheit dazu als ihr die Mutter aufträgt, ein paar Wäschestücke vom Garten hereinzuholen, die dort zum Bleichen liegen. Robert verläßt gleich nach Bärbel die Stube und folgt ihr in den Garten. „Wenn du fertig bist da, dann komm zu mir auf die Bank“, sagt er kurz und geht weiter bis hinauf zur Bank die vom Haus aus nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar ist. Völlig ahnungslos setzt sich Bärbel nach einer Weile zu ihm und sie denkt sich auch immer noch nichts, als er ihr seine Hand schwer auf die Schulter legt. „Heute hab ich mir alles zurechtgelegt, Bärbel“, beginnt er.„Viel Worte gibt es da nicht zu machen. Du kennst mich und ich kenne dich. Und wenn du mich nehmen willst, so wie ich bin, dann wollen wir auch nicht mehr lange warten. Der Mutter wird es recht sein, da hab nur keine Angst. Ueberlege es dir bis morgen früh und dann gib mir Antwort!“ Das kam zu unverhofft. Ein Zittern geht durch das junge Leben. Mit weitgeöffneten Augen schaut sie in die Ferne, wo wie ungeheuere, große Tiere die Wolken in den Abendhimmel stoßen.„Ich soll ihm gehören dürfen für alle Zeit“, singt es in ihr, und ihre Brust ist schier zu klein für dieses Singen und Klingen. Und plötzlich schluchzt sie laut auf. Ganz behutsam, wie ein Kind schließt er sie in die Arme, „Sagen wir halt bis in acht Tagen“, meint er, „wenn es dir morgen noch zu früh ist zur Antwort.“ „Ach nein, das ist es net. Du weißt es ja. Die Antwort kann morgen net anders sein als jetzt: Ich hab dich lieb. Es fragt sich nur, ob du dann glücklich bist mit mir“ „Das laß nur meine Sache sein. Ich bin von einem besonderen Holz geschnitzt, und wer weiß, ob eine andere mich so versteht wie du. Also, willst du?“ Sie nickt nur und schmiegt sich enger an ihn. Sie hat keine heiße Umarmung erwartet von ihm und ist ganz glücklich in dieser Ruhe, die nun zwischen ihnen ist. Am Westhimmel steht der runde Mond und überschüttet sie mit vollem Schein, als die beiden Hand in Hand über die Schwelle des Hauses treten. — Ende.— Die neue Prsuhiseh-Sudurstäutssottene begint #ie 1OS jeKIass 3 RNI. Jo LOS eKIass 3 Rrj. ngene.„Ja, wollen mehmen? Vielleicht chts, mein Junge", 1l kommen Sie nicht sat mit mir ein Loes nicht, also können pektor Trent warnte wahrscheinlich verr einzudringen. Das ich keinen Verdacht hier getan?“ untersicherer hielte, einen usammen einzuschlie1 Ernst,„haben Sie sten?“ er endlich,„während und ließ sich schwer beugte er sich vor. ),„nun denken Sie war der Mann, mit barten? Konnie er ifft an. setzt,„er war nicht uhig,„es war der Sie in meine Tasche hen Sie doch schon!“ und die beiden eilten schloß auf. Der Pos. Auf Clarkes franem Daumen zu der cht gerührt, Herr Ingeeilt. Er beugte sich lber der Mann wachte segung drehte sich der ken. Clarke war jetzt er entsetzt. chterlich aus. Wachsgeöffneten Augen vern. ragte der eigenartig Augen zu. e leise,„armer Kerl!“ sen Uhr, als Geoffrey suke war hereits auf. weshalb du kommst“. m. storsetzung stolot! er sich vor, mit Bärbeste Gelegenheit dazu. paar Wäschestücke vom um Bleichen liegen. härbel die Stube und 1 komm zu mir auf die veiter, bis hinauf zur gleich auf den ersten härbel nach einer Weile immer noch nichts, als Schulter legt. echtgelegt, Bärbel“, bea nicht zu machen. Du Ind wenn du mich nehwollen wir auch nicht wird es recht sein, da 1e es dir bis morgen 1* in Zittern geht durch fneten Augen schaut sie große Tiere die Wol„Ich soll ihm gehören in ihr, und ihre Brust zen und Klingen. Und d schließt er sie in die ht Tagen“,„meint er, früh ist zur Antwort.“ Du weißt es ja. Die ers sein als jetzt: Ich r, ob du dann glücklich ein. Ich hin von einem wer weiß, ob eine anlso, willst du?“ sich enger an ihn. Sie gartet von ihm und ist die nun zwischen ihnen runde Mond und überils die beiden Hand in auses treten. innt! Jo LOS eKIass 3 Rrj. Seite 9 Nr. 219 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 18./19. September 1937 Bochumer Leben Die neuen Verdraacheihocsperrst für Obst und Gemüse vom 20. bis 26. September Preisfestsetzungskommission für Obst und Gemüse teilt nachstehend die Verbraucherhöchstpreise für Zeit vom 20. bis 26. September mit: Salat 8 Rpf. je Kopf, Spinat 15 Rpf. 500 Gramm, Pirsing 10 Rpf. 500 Gramm, Weißkohl 6 Rpf. 500 Gramm, Rotkohl 10 Rpf. 500 Gramm, Kohlrabi, blau 10 Rpf. 500 Gramm, Kohlrabi, blau.,.5 Rpf. 500 Gramm, Blumenkohl, in= und ausländischer., Rpf., 2. 26 Rpf., 3. 15 Rpf. je Kopf, Möhren 1. 10 Rpf., 2..5 Rpf. 500 Gramm, Strauchbohnen 16 Rof., Strauchbohnen, fadenfrei 20 Rpf. 500 Gramm, Wachsbohnen 20 Rpf., 500 Gramm, Stangen= und Pollbohnen 24 Rpf. 500 Gramm Prinzeß= und Julibohnen 30 Rpf. 500 Gramm, Schlangengurken, in= und ausländische., 28 Rpf. je Stück, 2. 20 Rpf. je Stück, Salatgurken(gültig ab 17. September) 10 Rpf. 500 Gramm, Einmachgurken A, 3 bis 6 Zentimeter, 27 Rof., B. 6 bis 9 Zentimeter, 23 Rpf., C. 9 bis 12 Zentimeter, 14 Rpf., D. 12 bis 15 Zentimeter, 8 Rpf. 500 Gramm, Senfgurken(weiße Holländer) 20 Rpf. je Stück, Tomaten(in= und ausländische) 15 Rpf. 500 Gramm, Pfirsiche(in= und ausl.), 1. 45 Rpf., 2. 35 Rof. 500 Gramm, Zwiebeln(in= und ausl.) 9 Rpf. 500 Gramm, Perlzwiebeln(ausl.) 17 Rpf. 500 Gramm, Einmachzwiebeln, deutsche, ungeschälte 13 Rpf. 500 Gramm, Tafeläpfel(in= und ausl.) 1. 30 Rpf. 500 Gramm(kein Fallobst), 2. 25 Rpf. 500 Gramm, Kochäpfel 1. 16 Rpf. 500 Gramm. 2. 11 Rpf. 500 Gramm, Birnen(in= und ausl.) 1. 35 Rpf., 2. 25 Rpf. 500 Gramm(kein Fallobst), Koch= und Speckbirnen 14 Rpf. 500 Gramm, Eier= und Edelpflaumen 25 Rpf. 500 Gramm, Zwetschen(Backpflaumen) 1. 18 Rpf. 2. 14 Rpf. 500 Gramm, Trauben 1(in= und ausl., ausschl. dicke, blaue, Bulgaren, Jugoslawen und Portugiesen) 40 Rpf. 500 Gramm. Kartoffel, gelbe.1 Rpf. 500 Gramm, gelbe.50 RM. 50 Kilogramm, weiße, blaue, rote 3,8 Rpf. 500 Gramm, blaue.20 RM. 50 Kilogramm, Kartoffel. Julinieren,.1 Rpf. 500 Gramm, Julinieren 4,50 RM. 50 Kilogramm. Unter Aepfel 1. Sorte fallen die zur Zeit festgesetzten Wertgruppen(Grafensteiner, Astrachan, pfirsichroter Sommerapfel, Goldparmaine, Goldreinette, Gruhm von Kirchwärder): unter Aepfel 2. Sorte Charlamovsky, Croncels, Jakob„Lebel“. Unter Birnen 1. Sorte fallen Clapps Liebling, Williams Christ, Köstliche von Charneux, doppelte Griesbirne und gute Luise und Frühe von Trévour. Unter Birnen 2. Sorte fallen grüne Sommer=Magdalene, Gute Graue. Amanlis Butterbirne, Neue Poiteau. Vorstehende Verbraucherhöchstpreise sind abgestellt auf Obst= und Gemüsesorten 1. Qualität. Mindere Qualitäten(2. und.) sind entsprechend billiger zu verkaufen. Die vorstehend aufgeführten Hochstpreise sind als Höchstpreise zu betrachten, das heißt sie dürfen in keinem Falle über= wohl aber unterschritten werden. Für diejenigen Erzeuger, die ihre eigenen Waren auf dem Wochenmarkt selbst feilbieten, muß der Verbraucherhöchstpreis in jedem Falle um 15 Prozent unterschritten werden. Das Wandern ist— der Alten Lust Als den ältesten Sport darf man wohl das Wandern bezeichnen. Die ihm von Jugend an die Treue bewahrt haben, spüren auch im Alter noch Jugendfrische. Ist es nicht ein Beweis für diese Behauptung, wenn eine stattliche Gruppe von SGVern weiblichen und männlichen Geschlechts im Alter von 60 bis 80 Jahren regelmäßige Wanderungen von mehrstündiger Dauer ohn' alle Beschwerden hinter sich legt? Unter Führung des Bezirksführers Hermann Meyer machten am Mittwoch nachmittag von Witten aus über 30 Damen und Herren dieser Altwanderergruppe eine herrliche Wanderung über Bommern, Frielinghaus, Muttental, Rauendahl, Vormholz zum Steinenhaus beim Bahnhof Blankenstein. Der neue„Dreieck=Wanderweg“ erschloß den Teilnehmern ein reizvolles, abwechslungsreiches Gebier, bald durch Buchenwald, bald durch Wiesentäler und ansteigenden Taynenwald, ging es bergauf und bergab, immer neue landschaftliche Schönheiten offenbarend: Ja, auch unsere engere Heimat bietet dem für die Natur offenen Blick viel des Sehenswerten, Auge und Herz Erfreuenden. Wer im Alter so die Heimat erwandert, der bleibt jugendfrisch und gesund, auch wenn die Haare bleichen. Es ist erfreulich, wie diese Altwanderer im SGV. zusammenstehen! ap. Im Zeichen der Arbeitskameradschaft 70 Jahre Baugeschäft Rehme Im Lokale Knepper hielt die Firma Rehme, Hoch=, Tief=, Eisenbeton= und Industriebauten, Bochum, ihre Betriebsversammlung ab. Diese Versammlung sollte eine Ueberraschung für den Gefolgschaftsführer Pg. Hermann Rehme sen, werden. Pünktlich 8 Uhr wurde sie durch den Betriebsobmann Pg. Koch eröffnet, der sofort dem Ortsobmann der DAF. Pg. Kampmann das Wort erteilte Pg. Koch sprach über die Betriebsgemeinschaft und Verbundenheit und forderte treue Gefolgschaft zum Führer. Dann nahm das Gefolgschaftsmitglied Pg. Sievers das Wort zu längeren Ausführungen. Rückschau haltend, schilderte er die Tradition des Hauses seit der Gründung. Zum Schluß überreichte Pg. Sievers dem Gesolgschaftsführer mit dem Versprechen treuer Gefolgschaft und Verbundenheit ein großes Führerbit, Durchgruch dercher „Gebt mir vier Jahre Zeit" und zialen Ehre“ mit besonders künstlerischer Widmung und ein Blumenangebinde. Sichtlich gerührt, dankte der Gefolgschaftsführer. Stundenlang saß man später noch in feuchtfröhlicher Runde zusammen. Bochumer Verbände und Vereine eesct eusechetheieer ut ereie der Städtischen Gewerbeschule Bochum abgehaltenen Halbjahresturse für das Klenipnerei= und Installationsfach. Die sich im Installationsfach überstürzenden Neuerungen sind in den Einrichtungen der Schule voll berücksichtigt. St samen Berufsangehörigen ist die beste Gelegenhelt gegeben, sich gründlich weiterzubilden. Beginn der neuen Kurse: Mitte Oktober 1937. Anmeldungen und Auskunft in der Geschäftsstelle der Städtischen Berufs= und Fachschulen, Bochum, Trankgasse 5, Eingang A. Zimmer 20. Reichsbund der Körperbehinderten, Kreis Samstag, 18. September. 20 Uhr, sindet im Lokale Wilh. Hilgert, Bochum. Ecke Rott= und Roonstraße, die monatliche Versammlung statt. Freunde und Gönner sind herzlichst eingeladen. Sonderkonzertveranstaltung der Sängervereinigung Bochum e. V. Es sei nochmals auf die morgen, Sonntag, 18 Uhr, im Schützenhossaale stattfindende Großveranstal: tung der Sängervereinigung hingewiesen. Das Konzertbrosramm enshält auschleszlch Kombostizgneg,„35seiz und kleinerer Chorwerke der Neuzeit. Es alle Freunde des Männerchores von großem Interesse sein, diese Chöre von einem so gut besetzten Klangtäfper. zu hören.— Erwähnt sei auch nochmals der anschließende Kameradschaftsabend, an tung gesorgt ist. Dieser Teil des Abends wird durch sprecheranlage zu Gebör gebracht. U a. ist Meister Fred Roy zur Ausführung der Tanzmusik verpflichtet. Freiherr=vom=Stein=Oberlyzeum(früher Städtische Höhere Mädchenschule, Arndtstraße). Zusammenkunft ehemaliger Schülerinnen Montag, 27. September, 20 Uhr, im Parkhaus Bochum. In Weimar ist die junge Dame zugestiegen, dies Hans gegenübersitzt und angelegentlich in die Landschaft starrt. Hans war sehr froh, daß er ein wenig Reisegesellschaft bekam, denn so allein sitzt es sich im leeren Abteil wenig angenehm, und auf die Dauer kann man ja schließlich nicht immer die Landschaft bewundern. Verstohlen hat Hans das junge Mädchen gemustert. Es ist ein verteufelt hübscher Kerl, schlank, übermittelgroß, mit großen braunen Augen, denen Hans zutraut, daß sie ganz lustig blicken können, und einem wunderhübschen, braungelockten Wuschelkopf. Aber sie nimmt kaum Notiz von Hans. der ein schlanker Bursche, einer von den frischen Kerls ist, die das Leben mit Lachen meistern. Er ist nicht auf den Mund gefallen, aber merkwürdigerweise ist ihm noch nicht das Richtige eingefallen, um das nette Mädel ansusprechen.. treisfen 5. 2 ihre Vrugen dach Aber plötzlich treffen sich ihre Augen doch. Beide sehen sich an und... lächeln. „Schweigen wir einmal von etwas anderem“, sagt Hans humorvoll und zwinkert sie vergnügt an. „Gestatten Sie zunächst, daß ich mich Ihnen vorselle!“ Er macht eine kleine, drollige Verbeugung und fährt fort.„Hans... bis hieryer ist meine Name selle!“, Er macht eine kleige, drollige Verbeugung. jfahrt fort.„Hans... bis hieryer int meine Name ganz normal, aber dann kommt ein Name, bei dem Sie unwiderruflich lachen werden... Schimmelweiß!“ Und tatsächlich, das junge, nette Mädel lacht auf „Sehen Sie, spricht Hans befriedigt,„das habe ich gleich gewußt. Ich nehme jedoch an, daß Sie mich an= und nicht auslachen!“ „Oh, Ihr Name ist originell“, entgegnet das junge Mädchen,„und gefällt mir gar nicht übel. Aber jetzt möchte ich das gleiche tun. Greta... und jetzt kommt ein Name, bei dem Sie auch lachen werden!“ „Kommt gar nicht in Frage“, schwört sich Hans. „Ein so scharmantes Mädel wie Sie kann einen Namen tragen, wie es will, er wird immer schön wirken.“ „Das ist sehr liebenswürdig von Ihnen, also... Kannegiebery.6 Gans fackt vicht fandUnd wirklich, Hans lacht nicht, sondern sagt ganz ernst:„Aber ich bitte Sie. das ist doch ein wunderschöner altdeutscher Name!“ „Mir hat er noch nie gefallen“, seufzt Greta.„Aber Papa hat nun einmal so geheißen, und da ist nichts zu vschen.„„.„I, S. halin mun Si. einmel „Trösten Sie sich, mein Fräulein, wenn Sie einmal heiraten, bekommen Sie vielleicht einen schöneren Namen. Bei mir ist es ja nun schlecht. Ich werde es sehr schwer haben, eine vernünftige Frau zu finden. denn ich bitte Sie, wer möchte... Frau Schimmelweiß heißen!“ dann lacht sie herzlich auf.„Wenn ich das Mama erzähle, dann wird sie ja lachen“, gibt sie zurück. „Das soll sie ja auch. Lachen ist gesund, und ich lache ja für mein Leben gern. Man kommt damit am leichtesten über die schweren Dinge des Lebens. Und darf ich jetzt einmal neugierig sein?“ „Sie dürfen!" „Wie weit fahren Sie?“ „Bis nach Morgenthal.“ Hans strahlt über das ganze Gesicht. „Ausgezeichnet! Das ist auch mein Endziel!“ Sie glaubt es ihm erst nicht recht, sie fürchtet, daß er mogelt, aber er beteuert:„Glauben Sie mir, ich will nach Morgenthal. Dort ist doch die große NestorTextil=Aktiengesellschaft. Dorthin bin ich engagiert worden. Ich bin von Beruf Färbmeister und will heute meinen Dienst antreten!" „Das ist originell“, aibt Greta schelmisch zurück. „Und ich will zu meiner Mama, die übermorgen Doktor Fischer, den Generaldirektor der Gesellschaft, heiratet!" „Alle Wetter!“ entfährt es Hans.„Dann muß ich ja in Ihnen das zukünftige Töchterchen meines Chefs erblicken. Mein gnädiges Fräulein, ich erstarre in Respeckt und werde mich bemühen, fünfzig Prozent würdiger zu erscheinen.“ „Aber warum denn?“ wehrt sie lachend abz„Sie sind ein junger Mensch, und ich bin ein junger Mensch! Er ist sechsundzwanzig Jahre alt, sehr groß, überschlank und nach der neuesten Mode gekleidet. Ständig trägt er das Einglas, das sein Gesicht noch blasierter erscheinen läßt. Hinzu kommt, daß er eine Art zu sprechen und zu nörgeln hat, die geeignet ist, jedem Untergebenen das Blut in den Kopf zu treiben. „Meine Herren“, spricht Oskar mit dem österreichischen Akzent im Ton,„was sagen Sie dazu? Der Herr Generaldirektor ist mit Herrn Ferdes unzufrieden! Ja, es besteht sogar die Absicht, ihn zu entlassen!“ Da klingelt das Telephon. Mit nachlässiger Gebärde nimmt der Direktor den Hörer ab und meldet sich. Er zuckt zusammen, denn am anderen Ende der Strippe spricht der Kommerzienrat und ist sehr erregt. „Was habe ich gesagt, Herr von Kuppersbach? Dieser Ferdes ist eine Null, glatt ein Pfuscher!“ „Aber ich bitte Sie, Herr Kommerzienrat!“ „Ein Pfuscher, jawohl! Und jetzt haben wir die Bestätigung! Die Schweinerei ist da! Das Leipziger Großtextilhaus stellt uns die letzte Lieferung zur Verfügung. Sie werden sich entsinnen, daß wir einen Auftrag der Firma auf sechzehnhundert Meter SteineriBlau hereinnahmen, auf das Blau, mit dem wir im Orient unsere großen Geschäfte machen und das uns in der ganzen Welt berühmt gemacht hat.“ „Ich weiß... Aber Herr Ferdes hat doch das vorzüglichste Blau geliefert!“ „Vorzüglichste Blau, ha, daß ich nicht lache! Es ist nicht lichtecht, mein Lieber. Ja, in Leipzig prüfen sie ganz scharf. Die Farbe hält nicht stand. Nun haben wir den ganzen Bowel auf dem Halse. Ich bin jedenfalls froh, daß ich wieder einen richtigen Färbmeister bekomme. Ferdes lasse ich nicht länger arbeiten, er versaut uns das ganze Geschäft. Kommen Sie einmal herüber zu mir, damit wir uns über den Fall unterhalten können!“ Hier beginnt ein lustiger Roman voller vonz Und Aumor! Wenn Sie vielleicht auch zehn Jahre älter sind, so denke ich doch, daß man mit Ihnen bestimmt—— Pferde stehlen kann.": „Topp“, spricht Hans vergnügt,„das soll gelten!“ Und in flotter lustiger Weise plauderten sie weiter. * Der Prokurist Hermann Krause, ein kleiner vermickerter Herr, der immer ein unzufriedenes Gesicht macht, und der Oberbuchhalter Sebastian Störtebecker. ein großer, starker Mann Anfang der Vierzig, noch Junggeselle, der durch sein brennend rotes Haar auflfällt, stehen dem kaufmännischen Direktor Oskar von Kuppersbach in dessen Büro gegenüber. Oskar von Kuppersbach ist der Stiefsohn des Generaldirektors Doktor Wilhelm Fischer, der dem Unternehmen, das über dreitausend Arbeiter beschäftigt, tatkräftig vorsteht. Und nur diese verwandtschaftliche Bindung hatte Oskar von Kuppersbach auf diesen Posten gebracht. „Jawohl, Herr Generaldirektor, ich komme!“ Oskar legt auf und zieht unwillkürlich den Kopf ein, als er sich an die beiden Männer wendet:„Ich danke Ihnen, meine Herren!" Als der Kommerzienrat die kleine Elly Körber als Privatsekretärin annahm, da staunte das ganze Büro. Elly Körner war erst achtzehn Jahre alt und kam aus Dresden, aus der Zigarettenbranche. Drei Stunden prüfte sie der Kommerzienrat auf Herz und Nieren, und dann war auf Grund der wirklich vorzüglichen Leistungen die Anstellung perfekt geworden. ! Elly Körner schrieb zweihundertfünfzig Silben und war eine ebenso schnelle wie saubere Maschinenschreiberin. Dazu kam die verblüffende Intelligenz des Mädels, so daß sie sich in ein paar Tagen eingearbeitet hatte. „Das war aber ein kurzes Diktat!“ „Ja, nur ein Brief nach Leipzig! Aber den habe ich auch wieder durchstreichen müssen Das Groß=Textilhaus hat uns doch die letzte Lieferung zur Verfügung gestellt. Der Chef hat eine Stimmung! Ich sage dir. die Abreibung möchte ich nicht bekommen, die jetzt Herr Ferdes erwischt!“ „Geschieht dem ekelhaften Kerl gänz recht“, sagt Reni.„Dieser Fatzke trägt die Nase hoch, und in Wirklichkeit scheint er gar nichts zu können.“ „Nein. er kann nicht viel, und deshalb ist er auch abgemeldet. Ein neuer Färbmeister kommt. Er hat einen lustigen Namen... Hans Schimmelweiß!“ „Hans Schimmelweiß! Na, das muß ja eine putzige Kruke sein!“ „Ja, der Herr Kommerzienrat erwartet ihn heute schon und denkt, daß er mit dem Elf=Uhr=Zug eintrifft. Du, ich bin gespannt, wie er ausschauen mag.“ „Wie soll er ausschauen? Wie sein Name, lustig!“ „Vielleicht ist er schon ein alter Kerl!“ „Warum denn? Es gibt auch junge Färbmeister. Vielleicht gefällt er dir, Elly, und du machst einmal als Frau Färbmeister eine gute Partie.“ „Ach, red' doch nicht solchen Unsinn!" wehrt die kleine Körner ab. „Na ja, den Seeräuber willst du doch nicht heiraten, der dir so treu nachläuft.“ „Nein! Den möchte ich auch nicht heiraten. Uebrigens sollst du ihn nicht„Seeräuber“ nennen, wenn er auch Störtebecker heißt. Er ist stolz auf Störtebecker!“ „Wie auf sein rotes Haar und seinen schmelzenden Bariton!“„ E., 2 St andt: „Aber alle sagen doch, daß er gut singt.“ „Das stimmt. Er hat eine schöne Stimme, und sein Gesangverein geht ihm über alles. Mich hat er schon überredet, daß ich eintrete, und dich hat er doch auch eingeladen.“ „Ja, leider, und ich konnte nicht absagen. Na, er ist ja sonst kein übler Mensch.“ „Ach, komm nur, es ist ganz nett und gibt viel Spaß. Uebermorgen ist Probe, und dann haben wir eine jubelnde Lerche mehr.“ * Im Büro des Generaldirektors Doktor Wilhelm Fischer gab es kurz darauf eine sehr erregte Auseinandersetzung. Jean Ferdes hatte sich Mühe gegeben, sich vor dem Allgewaltigen der Firma, dem korpulenten Kommerzienrat Doktor Wilhelm Fischer, zu rechtfertigen. Aber der Kommerzienrat unterbrach nach einer Weile seine wortreichen Ausführungen. „Es ist schade um jedes Wort, das Sie sagen. Für mich kommt es auf die Leistung an. Ich kann mit einem Menschen, der zwar den guten Willen hat, aber seiner Aufgabe nicht gewachsen ist, nichts anfangen. Die Nestor=Aktiengesellschaft besteht nicht nur aus Ihnen und mir, sondern aus über dreitausend Arbeitern, die regelmäßig mit Arbeit versorgt sein wollen. Und da kann ich nicht zugeben, daß Lieferungen erfolgen, die uns schädigen. Da müssen alle freundschaftlichen Rücksichten zwischen Ihnen und meinem Stiefsohn zurücktreten. Ich habe einen neuen Färbmeister engagiert, und ich hoffe, daß er Steinert ersetzt. Aus seinen Zeugnissen ersehe ich, daß er wirklich etwas kann. Ich erwarte ihn jeden Augenblick und werde ihn dann einführen.“(Fortsetzung folgt.) Heute gibt's hunderttausend Mark für nur 3 Mark! Dao nächste„Große Loo“ kann Ihnen gehören! Das„Große Los“ der 49. Preußisch=Süddeutschen(275. Preußischen) Klassenlotterie ist soeben gezogen worden. Je! Million fiel in beiden Abteilungen auf dieses Glückslos; Die Preußisch= Süddeutsche(276. Schon am 20. Oktober findet die Ziehung der ersten Klasse statt— insgesamt werden in S Klassen 343 000 Gewinne auf 800 000 Lose ausgespielt. Fast jedes zweite Los gewinnt also— der Gewinnplan sieht insgesamt 67.660.180.— Reichsmark vor. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei, und ein Achtellos koster nur.— RM jeder, der ein Achtellos für.— RMje Klasse spielt:, erhielt nun bare 100.000.— RM= wer einen größeren Losanteil sein Eigen nannte, das entsprechend Vielfache dieser SummePreußksche) Klassenlotterie beginnt: je Klasse. Sichern Sie sich noch heute ein Los. Sie erhalten es nebst dem amti lichen Gewinnplan bei den staatlichen Lotterieeinnehmern. Anschriften werden Ihnen auf Wunsch gern mitgeteilt, wenn Sie an die Preußisch= Süddeutsche Staatslotterie, Beelin W 35, Viltoriastraße 29, schreiben. Aus dem Gewianplan der neuen Letterie: 2x1.000.000 2 x 500.000 2 x 300.000 2 x 200.000 10 x 100.000 In der 5. Klasse der 49. Preußisch=Süddeutschen(275. Preußischen) Klassenlotterie fiel das„Große Los“ mit je 1 Million Mark in beiden Abteilungen auf die Nr. 196 710. 12 F 50.000 Auderdem 8 Gewinne au je 95.000.— RM und 8490ee weitere Gewiane im Gesamtbetrage von 61.910.190.— RM Der Präsiden: der Peeußisch[, Süddeutschen Staatelotterie Jaur Dit Soduumnuen an duue aunn zns aerune ET Seite 10 Nr. 219# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 18./19. September 1932 Aufnahmen: Privatphotos Hier sieht man einen, der mit List ein kleines Blumenbeet begießt. Nun ratet mal: Wer steht denn das (Mensch, das ist Hamlets Onkel ja!!) Wo Alfred Schieske war, das sollten wir erraten. In Rottweil ist er aber bestimmt gewesen— sofern der Stempel auf der Rückseite seines Photos Walter Kaltheuner Penthesilea besuchte den Bamberger Reiter „Eigentlich sollte meine Reise nach Florenz Rom gehen“, schreibt als nächste Heidi Kuhlmann. Holthuysens ohne Chor In einer Woche beginnf die Spielzeit des Stadttheaters Bochum Ssielzen Liellltung 23. 20. Bepieniber. Ier„Wir Leieittertinger von ZZarnortg Die ersten Schauspielpremieren: Shakespeare„Die lustigen Weiber von Windsor“ „Titus Andronikus“, Maugham„Die heilige Flamme“, Goetz„Dr. med. Hiob Prätorius“ Noch immer haben Sie Gelegenheit, Vormieter des Stadttheaters zu werden Prospekte, Auskünfte und Bestellungen an der Kasse des Stadttheaters Kleine Einleitung Neulich suchte ich in der Rocktasche und zählte nach. Es waren noch 35 Pfennig drin, und ich beschloß also, eine Tasse Kaffee zu trinken. Nach einem kleinen Bummel die Königsallee hinauf hockte ich mich dort irgendwo an einen marmorblassen Tisch, legte mein Geld auf die Platte und rief infolgedessen laut und vernehmlich in die Richtung jenes Loches in der Wand, wo immer das Fräulein mit dem Kaffee herauskommt. Durch eine außerordentlich schön und sinnvoll geputzte Spiegelscheibe betrachtete ich dann still und frieden die Leutchen auf der Straße und freute mir jedesmal ein Bein ab, wenn ich keine Bekannten sah. Aber dann hatte ich Pech, es kam eine ganze Menge von Leuten, die ich kannte. Doch aus diesem Pech entstand dann diese bunte und unterhaltsame Seite. „Ich sah dort draußen nämlich tröpfchenweise friedlich einsam und allein, oder auch mit gar erregend ,wirbelnder Gebärde mal zu zwein durch's grüngestrichene und melodisch knarrende Törchen hindurch und die Feuerwehrtreppe empor einige unserer Bochumer Schauspieler zu einer Riesenprobe steigen. Nun sind sie alle wieder da— dachte ich, und noch zehn Tage, dann geht's wieder rund. Schön braun sind einige— und der war in den Bergen, darf dem Gamsebart man trauen. Wo sie nur alle gesteckt haben mögen? Und ob das Rollenlernen ihnen jetzt so wenig schmeckt, wie mir vor einem Monat nach dem Urlaub mein Geklapper auf der Schreibmaschine? Man müßte doch mal hören... Abgemacht! Doch alle Mitglieder unseres Stadttheaters kann man ja nicht fragen. So viel Raum steht mir für eine Plauderei in diesen ereignisreichen Tagen ja doch nicht zur Verfügung. Aber die, die in den nächsten zehn Minuten jetzt noch kommen, die könnte man doch mal fragen. Gedacht— getan. Ich knüselte mir einen Bleistiftkrümel aus der Tasche, entwendete dem Kaffeehausbesitzer einen Getränkeverzeichnisgegenstand und schrieb auf die Rückseite der Speisenkarte die Namen der Ankonmende. die 260 Zurückgekehrt in mein Redaktionsgehäuse hab' ich mich hingesetzt und einen wohlerzogenen und freundlichen Brief(das war er doch, nicht wahr, meine Damen und Herren?) an diese Mitglieder unseres Stadttheaters geschrieben. Und ebenso haben sie netterweise geantwortet. PENEAVORIBO. Urlaubskleinigkeiten unlerer Bochumer Schaulpieler Heute in acht Tagen, am 25. September, eröffnet das Bochumer Stadttheater mit den„Meistersingern von Nürnberg“ seine neue Spielzeit, an deren Beginn eines der größten theaterpolitischen Creignisse in Deutschland im kommenden Theaterwinter, die 2. Deutsche Shakespeare=Festwoche, steht. Die Vorarbeiten für dieses, alles künstlerische und technische Können zum Einsatz fordernde Ereignis sind bereits abgeschlossen. Die Proben sind in vollem Gange, nachdem unsere Schauspieler aus allen Ferienrichtungen zu neuem Schaffen wieder eingetroffen sind. Bevor jedoch alle Kräfte wieder eingesetzt werden, für das große Ziel künstlerischer Leistung, gibt's auch bei ihnen noch manches Erzählen aus der Urlaubszeit, an dem wir unsere Leser auf dieser Seite in Wort und Bild teilnehmen lassen... dieser Zeilen am liebsten zwischen Strand und Welle tobt). Er schreibt uns: „Der Sinn der Ferien ist es, sich zu erholen. habe ich auf den ostfriesischen Inseln nach allen Regeln der— Natur getan. Nun geht's mit frischen Kräften in die neue Spielzeit.“ Und so stellen wir uns„Napoleon“ am Badestrandvor: (einem Nicht=Kollegen, um vor Fachsimpeleien sicher zu sein) in ein Auto, das uns in einem entlegenen Dörfchen des Sauerlandes als Ausgangspunkt unserer geplanten Wanderung ansetzte. Acht respektable Tagesmärsche über die Berge des Sauer= Siegener und Wittgensteiner Landes ersetzten eine kostspielige Karlsbader Kur und— na, und jetzt käme das von der Freude des Wanderns und den Schönheiten der Heimat, was aber ausführlicher in jedem einschlägigen Quartaneraufsatz nachzulesen ist. Nach dieser heroischen Ferienouverture verlebte ich bei herrlichem Wetter fünf, Wochen in dem ebenso schönen wie geschichtereichen Ostseebad Kolberg mit meinem Töchterchen, das mit dem Arbeitsplan des Bochumer Stadttheaters ganz und gar nicht einverstanden ist, weil er das ganze lange Jahr hindurch, sogar am Weihnachtsfeste, den Papa auf Kosten des billigerweise wünschenswerten Gedanken= und Gefühlsaustausches zwischen Vater und Tochter beansprucht. Des Kindes erstes See=Erlebnis und die ungezählten Strandfreuden waren auch meine größten Ferienfreuden.(Dies für sentimentale Leser.) Nun trete ich zum 16. Mal zu Beginn der Bochumer Spielzeit meinen Dienst an, wie immer mit dem Ehrgeiz, durch meine Arbeit etwas zu den Erfolgen meiner vaterstädtischen Bühne und damit zum Ruhm und Ansehen meiner Heimatstadt beizutragen.(Letzteres für die mir stammverwandten Urindianer.) Also: Mit Begeisterung in die nächsten Festwochen!“ Heidi Kuhlmann Heinz Holthuysen schreibt einen„Ferienbericht an den Bochumer Anzeiger“: „In der Furcht, nach den Strapazen der festwochengesegneten Spielzeit 36/37 in einen mehrwöchigen Dauerschlaf zu verfallen, stieg ich am ersten Ferientag in zünftigen Wanderdreß, darauf mit einem Freunde Wellte Cllausslage Altred Schieske 122.— e e! hast Du, lieber Leser, eine Ahnung, wie schwierig es ist, italienische Lire zu bekommen? Auch andere Pläne— Dolomiten und Hohe Tauern— scheiterten an gleichen Schwierigkeiten. So blieb ich im Vaterland und wanderte, ging alte Wege in Thüringen. neue im Frankenwald und in Schwaben erlebte Wendepunkte deutscher Vergangenheit in Eisenach, Weimar und Saalfeld, stand vor Baudenkmälern in Naumburg, zu Vierzehn, Heiligen und Banz, Bamberg, Maulbronn, Lorch, Gemünd und Heidelberg, suchte die Spuren alter und neuer Malerei in den Galerien von Kassel und München. In Bayreuth bedeuteten„Lohengrin“, in München unter anderem „Die Meistersinger“ Höhepunkte musikalischen Erlebens. Meine Urlaubstage haben mir gebracht, was ich suchte, einen glücklichen Einklang von Natur und Kunst, neue Kraft zur kommenden eigenen Arbeit und darüber hinaus die Freude, ein Blatt im Walde der Kunst sein zu dürfen, der so tief im Deutschtum wurzelt.“ Mit einem wohlgelungenen Gedicht, dessen Kürze und Würze nur verschandelt wird, wenn man etwas darum herum erzählt, erfreute uns Frau Adele Schönfeld „Nordseestrand— Bergesland— Ferienfreuden allerhand: Sonnenschein und Regen! Kontersei— nicht dabei, Film versagt: Unverzagt— Nun der Kunst entgegen!“ S Seite 11 Nr. 219 7 Bochumer Anzeiger# Samstag Sonntag, 18./19. September 1937 nicht lügt. Was er im Urlaub getan hat, steht man oben ja auch. Im übrigen aber hat er nicht nur Blumen begossen, sondern in seinem Urlaub eine Menge ungebärdiger Pferde zunichte geritten, mit anderen Worien, dem Reitsport zu neuer Blüte verholfen. EErst setzt sind die Leute in dem Ort seines Ferienaufenthales abergläubisch geworden. Die Sage vom„wilden, Reiter“ raunt von Mund zu Mund. Aengstlich und still gehen die Leute eilig in ihr Haus, wenn nur ein Hufgeklapper fern ertönt. Ein Geist geht um...), Im übrigen aber schließt. Alfred Schieske selbst mit diesen lapidaren Reimen: Schön war die Zeit— schnell ging sie um! und vollendet das Werk: Auf an die Arbeit im„klassischen" Bochum! Pygmalion im Süden „Professor Higgins“, auch unter dem Namen Curt Bartz bekannt, hat diesmal keine phonetischen Versuche, sondern photographische, und auch nicht im nebelrieselnden Bühnen=London, sondern im sonnigen Bochumer Filmschau Tichidulg!„Sabkleie ennd— zwel— 91“ ergabe eignet— zeigt, mit lichem Erfolg. Wie er der Cäsar aus„Antonius und Kleopatra“ an jenen klassischen Stätten wandelte, die sein erlauchtes Vorbild vor rund 2000 Jahren einst mit den Sandalen trat, da gesellte sich freundlichen Blickes auch zu ihm die Muse, die unverbesserlich Feixende, uns jetzt Erfreuende, und er schrieb: „Ferien sind wunderschön, aber künstlerische Arbeit zu leisten am schönsten! Nach sonnigen Gestaden stand mein Sinn zu diesen zog es mich in meinen Ferien hin. Ich brauche wohl den Namen nicht zu nenen, wer sollte nicht das Land der„maccheroni“ kennen! Wer würde sich nicht für dies Paradies erwärmen von dem schon unsre klass'schen Dichter schwärmen? Was braucht's der Worte und der Schreiberei, (der Teufel hole diese Dichterei!) das„Dolce far Niente, ist vorbei! Und gut erholt mit frischer Kraft erfüllt, der neuen Spielzeit bin ich nun gewillt nach Kräften meine„Arbeitswut" zu geben. Hoffentlich lohnt es sich für mich. Na eben!“ Aufnahme: Tobis Willl Busch setzt über seine Zeilen das Motto: „Schön ist es auch anderswo, hier bin ich ja sowieso!“ dessen Trefflichkeit und faustische Weisheit niemand bezweifeln kann. Er schreibt dazu:„Nachdem wir Schauspieler in der vorigen Spielzeit die Höhen und Tiefen der Menschheit durchwandert haben, zog es mich in den Ferien auf die Höhen der Alpen. Ich bin in den Hohen Tauern und in Oberbayern viel gewandert und geklettert. Auf die neue Arbeit freue ich mich sehr, selbst wenn sie so anstrengend werden sollte, wie in der vergangenen Spielzeit. Denn schließlich kommen ja wieder mal Ferien.. Wilhelm Pitsch „Wer nun erwartet, ein überalltägliches Ferienerlebnis geschildert zu lesen, wird arg enttäuscht sein. Denn, abgesehen von einem mehrtägigen Abstecher ins schöne Lahntal, ist„nur“ das Sauerland mein Ferienaufenthalt gewesen! Aber wenn es der Sinn der Ferien ist, neue Kraft zum Arbeiten zu gewinnen, so bin ich voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Das Wetter war schön, die Luft rein und gesund, Berge gab es genug zu ersteigen und Wälder genug zu durchwandern. Wer sollte sich dabei nicht erholen?! Mit Freude gehe ich wieder an die Arbeit, in mein zweites Bochumer Spieljahr, das mir ebensoviele schöne Aufgaben bringen möge, wie mir in der vergangenen„Stzielzeit übertragen wurden. Und dem Bochumer, Publikum wünsche ich ein erlebnisreiches Theaterjahr!“ Leider läßt es der Raum nun nicht mehr zu, sich noch ein wenig länger mit den„Urlaubskleinigkeiten“ unserer Bochumer Schauspieler zu beschäftigen. Die Seite nähert sich ihrem Ende und die letzten zwei der Aufgeschriebenen können wir, wie man sieht, nur noch ganz kurz zu Wort kommen lassen. „Gabriele eins— zwei— drei“: ein undurchsichtiger Titel. Wird einer Gabriele das Schwimmen beigebracht? Erhält sie Walzerunterricht? Fehlgeraten! Gabriele ist in dreifacher Auflage zu haben, und das Behagen des Zuschauers, der von vornherein genau Bescheid weiß, lebt von dem Kopfzerbrechen der Filmakteure, denen sich ein— zwei— drei— Mädchen als die besagte Gabriele präsentieren, die reiche, ihres monotonen Luxusdaseins etwas überdrüssige Gabriele Brodersen aus Bremen. Gabriele hat, wie so manche Filmhelden und=heldinnen vor ihr, die große Sehnsucht nach der anderen Welt. Da sie von Hause aus eine große Dame ist, möchte sie also einmal eine kleine Dame sein. Zu diesem Zweck tauscht das gelangweilte Kind auf einer Mittelmeerreise mit der Stewardeß des Schiffes die Kleider und die Persönlichkeit. Damit beginnt die filmische Verwirrung. Das„wirkliche" Leben hat Gabriele bald satt, aber die Rückkehr in das alte„Jch“ hat ohne die echten Legitimationen seine polizeilichen Schwierigkeiten. Während Gabriele Nummer 2. von der prächtigen Grete Weiser mit unübertrefflichem Berliner Schmiß hingehauen, naiv, dreist, gottesfürchtig und wieder wankelmütig im Dasein Oeugeegegohnken umpilgert, widerfahren der kühlen. banseatischen Patriziertochter vor Konsulat und sonstigen nicht gerade leichtgläubigen Behördenstellen die veinlichsten Mißhelligkeiten. Marianne Hoppe geleitet diese echte, ara verkannte Gabriele in souveräner Haltung und einem bei aller Verzweiflung nicht zu tötenden Standesbewußtsein mit feingespielter norddeutscher Gemessenheit durch die Flut der Aergernisse. Das Ende ist nach mühseliger Aufklärung zwiefach happy. Gustav Fröhlich, der als halb grober, halb gutmütiger Genleman zur rechten Zeit das Elendshäuflein einer Senatorentochter in seine Obhut nahm, erhält die rehabilitierte Gabriele 1. Will Dohm in der liebenswürdig=tolpatschigen Figur eines Gendarmeriehäuptlings und anbetenden Ritters bewahrt seiner Gabriele 2 die zärtlichen Gefühle, auch als sie in die alte, bescheidene Eva zurückschlüpfen muß. Den kleinen Teufel Gabriele 3, mit allerhand dunklen Punkten die gegebene Partnerin für Harald Paussens gerissenen Gauner und Fremdenführer, macht Tatjana Sais. Im unterhaltsamen Beiprogramm verdient die Wochenschau mit fesselnden Ausschnitten aus den Nürnberger Großtagen besondere Außnerkiamfigit, eine ganze Fülle von Verwechslungen und Mißverständ. nissen rund um die Familie Filoda heraufzubeschwören, in deren Wirbel dann Theo Lingens kundige Hand die letztmögliche Verwirrung anstiftet. Einer rührigen Mutter fallen plötzlich 5000 Mark in die Hand, zwei kleine Mädchen wollen zum Kabarett und sollen nicht, weil da noch zwei junge Männer sind, die sie heiraten wollen, ein steinaltex, guter braver Ehemann entdeckt plötzlich nach dreißig Jahren eine„Untreue“ seiner Frau usw. usw.. man sieht schon, aus welchen erprobten Mitteln dieser Filmschwank zurechtgezimmert ist. Ida Wüsts herzliches, mütterliches Sviel, so nett und frisch. stets mit einem Lachen in den Augen, behauptet sich selbst in diesem komischen Durcheinander. Theo gen, überhöflich, überzuvorkommend, überdiskret. übereifrig... kurz, wieder einmal in einer Rolle als „Ueber“=Komiker, hat dafür zu sorgen, daß das Tempo der Handlung nicht verschleppt wird, und richtet dementsprechend ein Unheil nach dem andern an. Richard Romanowsky spielt einen verzappelten, nervösen, vom Alltag zur Karrikatur verzeichneten Ehemann, hinter dessen fahrigem, lächerlich unbeholfenem Wesen aber immer die Güte eines Menschen aufleuchtet, die allen Mitteln der gröbsten Komik nicht zu zerschlagen Sabine Peters und Mady Rahl spielen die beiden bühnenhungrigen Mädels, die sich erobern wollen. Am Rande der Ereianisse zeichnet., g. Rudglf Platte einen Friseur, herrliche Type, die sich die Welt, erovern möchte, eine herttiche Type, die sich erhaben fortwendet, als man sie verneint. Die Svielleitung dieses flotten Schwanks führt der ehemalige Bochumer Schauspieler Hans Hinrichs— Im Beiprogramm siebt man einen auten,#tpärhgr und die neueste Wochenschau. Kurt Dörnemann in einer großen Rolle zu sehen. Herrliche Landschaftsund Stimmungsbilder von der See geben dem Ganzen einen prächtigen Rahmen. Gloria:„Die Botschaft an Garcia“ Man kennt die Großzügigkeit der Darstellung geschichtlicher Begebnisse, die, guch, de sachen fern bleibt, aber man ist auch diesesmal voll Bewunderung für die Technik, die keine Mittel gescheut hat, um den kubanischen Freiheitskampf in seinen wichtigsten Phasen möglichst wirklichkeitsgetreu erstehen zu lassen. Im Mittelpunkt der höchst spannenden Handlung steht ein junger Offizier, der dem General Garcia, der sich irgendwo in der kubanischen Wildnis aufhält, eine wichtige Botschaft übermitteln soll. Unter den größten Gefahren an Leib und Leben kämpft sich der tapfere Soldat durch. Der Film ist das Hohelied von der soldatischen Pflichterfüllung und darf deshalb auf eine begeisterte Aufnahme rechnen. Eine eindrucksvolle Charakterdarstellung ist der Deserteur, der seine Ehxlosigkeit mit dem Soldatentod der Ehre sühnt, Wallace Beery, Amerikas beliebtester Schauspieler, beweist in dieser großangelegten Charakterstudie wieder, einmal sein glän zendes Können. John Boles, der eigentliche Held de Filmerzählung, hat es ziemlich schwer, sich neben ihm zu behaupten. 652 Hammer Lichtspiele:„Krach und Glück um Künnemann“. Ein ganz ausgezeichnetes Filmlustspiel, dieser Krach um den braven Künnemann. In der Fülle heiterer Episoden fehlt aber auch die besinnliche Note nicht. In Künnemanns grauem Alltag, der durstarzetr, ziegkisheze Eheweib nicht gerade annehmlicher gestageet wird, flattert als ein trügerisches Geschenk der hier recht boshaften Glücksgöttin ein Hundertmarkschein. Er verwandelt für einen Abend den tragikomischen Helden des Spiels in einen Unglücksraben von Lebemann und läßt den Ahnungslosen auch noch in eine wüste Verbrecherge: schichte hineingeraten. Aber schnell hat der enttäuschende Ausflug in die große Welt, die für ihn zur Unterwelt wurde, den alten, ehrlichen Künnemann wieder zur Besinnung gerufen. Viktor Ahlers schreibt uns:„... Mit großer Freude lese ich die lobenden Worte führender Männer deutschen Kulturwesens über unser Theater, die der„Bochumer Anzeiger“ seit einigen Tagen veröffentlicht. Ich bin stolz, diesem Theeter anzugehören!“ Frau Johanns Koch-Bauer hat in diesem Jahre einen langgehegten Vorsatz ausgeführt und ist ins schöne Sauerland gefahren:„Ich habe es kennen und lieben gelernt, das wunderschöne Sauerland, habe seine rauschenden Wälder durchwan: dert, seine geheimnisvollen Seen erblickt und„Jennes Teich" durchschwommen, habe mir neue Freude neue Kraft zu neuer Arbeit geholt——“ —— und diese Feststellungen dürften wohl auf alle unsere Schauspieler zutreffen, auch auf die, die hier heute nicht in Wort und Bild erzählt haben, und die das daher sicher beim nächsten Male tun werden.“ Im übrigen aber glaube ich nun, daß sich die 35 Pfennig für die Tasse Kaffee glänzend gelohnt haben. Denn diese Plauderei hat allen Lesern sicher viel gemacht, und dem Stadttheater wohl gleichfalls. Daß darüber hinaus aber auch mit diesen kleinen Erzählungen Beziehungen zwischen eigem Publikum und seinen Schauspielern geschaften wurden, ergibt sich von selbst. Es war doch der Sinn dieses Erzählens. Tonhalle:„Zu neuen Usern“. Der neue und, um das vorauszunehmen, künstlerisch ungemein wirksame Ufafilm„Zu neuen Ufern“ nach einem Roman von Lovis H. Lorenz ist zugleich das Debüt einer Begabung, die dem Filmhimmel nicht alle Tage geschenkt wird. Zarah Leander heißt die stellerin der Hauptrolle, einer Londoner Schauspielerin, die die Wechselfälschung ihres Geliebten deckt und zu sieben Jahren Zuchthaus in der australischen Siedlungsstadt Parametta verurteilt wird. Dort wartet sie vergeblich auf den geliebten Mann, der inzwischen als Offizier erfolgreich war, Gloria Vane vergessen hat und im Begriff steht, die Tochter des in Sidney stationierten Gouverneurs zu heiraten. Nach einem alten den die Zuchthäuslerinnen von Parametta ihrer Strafe los und ledig, wenn sie einen Mann finden, der sie heiratet. Henry, ein englischer Farmer, sieht Gloria und löst sie aus, kann sie jedoch nicht halten, da es die schwergevrüfte Frau zu ihrem Gesiebzen ziebt. Hier aber muß sie erkennen, wie gewissenigs Albert Finsbury an ihr gehandelt hat. Ihre einstige Liebe ist tot, sie erreicht das neue Ufer und verbindet sich mit Henry „Soweit die Handlung. Aber wie ist sie von Detlef Sierck, dem Spielleiter des Films gesehen: erregend, mit der düsteren Romantik eines Dickens, und Licht und Schatten sind auf das rätselhaft elegische Antlitz Zaray Leanders verdichtet. In ihm sind Größe und Bürde, und die Dämonen je geliebter und Festöffer Frauen sind hinter ihrer Stirn, in den sehnsuchsvouten und der dunklen Altstimme verhorgen. Sie gebt Welt=Licht:„Sieben Ohrseigen“. Ein sprühend=witziges Spiel um sieben Ohrfeigen, die den Grund zu einer glücklichen Liebesehe legen. Wenn es auch nur im Film geschieht, so kann man sich die Lebensweisheiten doch merken, die in dieser schlagkräftigen Liebesgeschichte durch die Praxis auf ihre Allgemeingüstigkeit untersucht, werden. Mitreißende Frohlichkeit bestimmt das amüsante Geschehen, in dem es keine leeren Minuten gibt. Die Regie Meisterstück der fein pointierten Ueberblendungskunst, und der Dialog sitzt manchmal wie die Ohrfeige. Den Hauptanteil an dem Erfolg trägt die Darstellung. An der Spitze stehen Lilian Harvey und Willy Frirsch, die wieder einmal das Beste ihrer bekannten Kunst geben. Mit einer prachtvollen Leistung wartet Alfred Abel auf, der die schwierige Aufgabe des Mannes, der die Ohrfeigen kriegt, mit einer wunderbaren Gelassenheit erfüllt. Außerdem sieht man das glänzende DreiOdeon und Skala:„Ein Mädel vom Ballett“ Handlung ein übriges, in gefällger Glosierung die verklungene Welt von damals vor den gutgelaunten Zuschauern vorüberziehen zu lassen. Neben Anny Ondra sind Viktor Staal, Rudi Platte und Ursula Grabley maßgebend am Erfolg beteiligt. Ein ausgezeichnetes Beiprogramm vervollständigt den sehenswerten SpielApollo, Weitmar:„Unter heißem Himmel“ Ein abenteuerlicher spannender Hans=Albers=Film, die dramatischen Erlebnisse eines Kapitäns amichen Hongkong und Singapur. Der Kapitän, ein Teufelskerl, und in allen Hafenstädten der Welt zu Hause, wird in dunkle Geschäfte eines Waffenschiebers verwickelt und hat allerlei Gefahren zu bestehen, bis schließlich eine Katastrophe, die Explosion auf einem Schiff, den dramatischen Höhepunkt und schließlich auch die Lösung aller Konflikte bringt. Capitol, Langendreer:„Der Mann, von dem man spricht“. Dieser große Lustspielschlager wird auch in dreer ein großer Erfolg werden. Die Komik und der Witz Heinz Rühmanns, die unbeschreibliche groteske Kunst Theo Lingens, der hier eine seiner glanzvollsten Dienerrollen gibt, bewirken immer wieder neue Lachstürme. In buntem Wirbel drehen sich die Ereignisse um ein hübsches Mädchen, die Tochter eines Zirkusdirektors, das in diesem Film Gusti Huber darstellt. Frauen sind hinter ihrer Stirn, in den sehnst Auger„ g 67a—4 ihren Weg, unbeirrt, traumwandelnd. Wenn sie flüstert „ich liebe dich nicht mehr“ sind es tödlich ergreifende Worte, wenn sie sagt„ich liebe dich“, ist es ein zu Tode beglückendes Geständnis. Vor dieser Leistung. die uns sehr reif scheint. tritt die ihrer Partner, Willv Bürgel als Albert, Viktor Staal als Henry, in Nebenrollen Carola Höhn, Lina Lossen, JIwa Wanja und Erich Ziegel, zurück, ohne daß letztere innerhalb des straff geführten Ensembles an Bedeutung einbüßt. Aufnahmetechnisch, in Ton. Bild und Schnitt, ist der Film ausgezeichnet gelungen. Das Rahmenprogramm ist abgestellt auf einen höchst interessanten Kulturfilm„Hinunter“, der die Kunst des Tauchens behandelt, sowie auf die glänzende Revortage vom eben beendeten Reichsparteitag der Arbeit in Pirskenß gerogehort Capitol:„Fremdenheim Filoda“ Ein Mann aus Pernambuco, der einer ren geliebten Frau. nachdem er„drüben“ Glück gehabt hat, eine alte Schuld abzahlen will, muß dazu herhalten, heit erfüllt. Außerdem sieht man das glägsep gestirg der Komiker, Osigr Sima, Erich, Fiedler und Otz Tollen. Die Musik geht in die Herzen und in die Beine. Apollo:„Annemarie“. Eine feine und zugleich tief ergreifende Geschichte um das Leid und die Liebe von„juggen, Menschenkindern mit künstlerischem und feinem###n und Gespür für die feinsten Regungen der Seele aufgebaut, umdräut von den Stahlgewittern des beginnenden Weltkrieges, der in diesem Sviel der Leidenschaften und Sehnsüchte klärend und läuternd wirkt. Im krassen Gegensatz dazu die von strahlendem Sommersonnenschein übergossene Landschaft der Heide, ein symbolisches Bild des Friedens, ein wunderbarer Hintergrund für das Liebesspiel einer sorglos=heiteren Jugend. Schicksalsträchtig ist das Geschehen und darum auch von unerhörter Eindruckskraft. Die gxoße Ueberraschung des Films ist die frühere Bochumer Schauspielerin Gisela Uhlen, die in der Rolle der Titelbeldin Annemarie als Repräsentantin der im Kriege gereiften Jugend sich durch ihre sein angelegte Charakterstudie einen unbestreitbaren Erfolg sichert. Viktor von Zitzewitz gibt sich für sein erstes Auftreten erstaunlich echt. Else Wagner und Paul Bienert vertreten mit bewährtem Geschick ihre Tyvenrollen. Lichtspielhaus:„Shirley ahoi!“ Das amerikanische Lockenköpfchen Shirley hat sich auch bei uns schon durch sein kindlich=drolliges Spiel viele Freunde erworben. In diesem Film stellt es ein kleines Findelkind dar, das einem Leuchtturmwächter und seinen Kameraden ganz ans Herz gewachsen ist. Köstliche Szenen aus dem Seemannsleben umranken die einzelnen Geschehnisse, in denen Shirley immer der strahlende Mittelpunkt ist. Sie singt, tanzt und spielt sich in alle Herzen hinein. Die Handlung, in die eine Liebesgeschichte verwoben ist, hat Spannung, Schmiß und Tempo, kennt auch keinen Leerlauf, so daß die Freude ganz auf seiten des Publikums ist, das dann auch mit seinem Beifall nicht zurückhält. Shirley Temple siegt mit einem Wort auf der ganzen Linie. Buddy Ebsen, Shirleys unzertrennlicher Begleiter, ist als Stepptänzer und parodistischer Sänger wieder einmal Lichtburg, Langendreer:„Das Schweigen im Walde" Dieser, nach dem bekannten Roman von Ludwig Ganghofer gedrehte Film wurde in anderen Städten ein ganz großer Erfolg. Die Schönheit der Bergwelt, die einfache, gemütvolle Handlung, die vielen hübschen Einfälle und die kraftvolle, lebendige Darstellung von Paul Richter, Gustl Stark=Gstettenbaur und Hansi Knotek werden allen Besuchern wieder schöne Stunden bereiten. Ein unterhaltsames Beiprogramm beendet die Spielfolge. Capitol, Werne:„Shirley ahoi!“ Das bekannte amerikanische Lockenköpfchen tollt auch in diesem Film zur Freude seiner vielen kleinen und großen Freude und Bewunderer frisch, lebendig, drollig und schelmisch durch eine Fülle bunt wirbelnter# eignisse und stellt sich wieder einmal als Ehe####### vor. Tanzen, Singen, Steppen, große und kleine Streiche vollführen, das ist das Gebiet Shirley Temples, mit der sie in der Welt der Erwachsenen viel Freude erregt. Kammerlicht, Gerthe:„Gleisdreieck“ Eine packende Spannung erfüllt diesen Film aus dem Leben eines Untergrundbahnschaffners, der durch eine dramatische Verknüpfung der Ereignisse in den Kampf mit einer Verbrecherbande geführt wird. Die Liebe zu einem jungen Wäschen ist das Schicksgl, ieles Mannes und läßt ihn schließlich siegreich alle Gefahren bestehen. Gustav Fröhlich und Heli Finkenzeller spielen die Hauptrollen. Uniontheater, Gerthe:„Hannerl und ihre Liebhaber“ Dieser Film stellt die Verfilmung des bekannten gleichnamigen Romans von Rudolf Hans Bartsch dar und erzählt von der Liebe dreier Männer zu einer Frau. dem Kampf der Männer um das„Hannerl“. Er ist mit einer Fülle wirksamer dramatischer Szengn, gusgenrattet, besitzt darüber hinaus aber in vielen Vilofuigen auch die fröhlichen Lichter echten Humors. Olly von gunt, Olga Tschechowa und Albrecht Schönhals spielen die Hauptrollen. Schauburg, Wanne=Eickel:„Lumpaci Vagabundus“ Ein fröhlicher, launiger, heiter beschwingter Film vom ewigen Wanderburschen und Landstreicher! Die unsterbliche Posse Nestroys, die Geschichte von den Abenteuern des Schusters Knieriem, des Schneiders Zwirn und des Tischlers Leim erstehen hier, von der prachtvollen Darstellungskunst Heinz Rühmanns, Paul Hörbigers und des jungen Heinz Holt getragen, zu fröhlichem Leben auf der Leinwand. Meine Frau bezahlt auch alle Haushaltsrechnungen durch Scheck Meine Einnahmen wandern sofort auf einfach einen Scheck aus. Monatlich fällige Zahlungen erVertvau Deiner Bank un geben Deinem gesunden Unternehmen Kredit. Deinem Bankier! Bankgewerde • HTPOTHEKENBANKEN Stellenangebote (männlich Belersche Gauuniernehmung sucht für sofort od. später für ihr kaufmännisches Büro für alle vorkommenden, Arbeiten.(Buchhaltung, Lohnbuchhaltung, Abrechnung etc.) Scehbsänen Uungeren vern mögl aus dem Baugewerbe, in entwicklungsfäh. Dauerstellung Auslührl. Angebote mit Levenslauf. Zeugnisabschr., Gehaltsansprüchen. moal. Lichtbild, unter J. 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Lehrer Wortmann blickt jetzt auf eine 10jährige ununterbrochene Tätigkeit als Dirigent des Evangelischen Kirchenchors Hamme zurück. Unter seiner Führung hat der Chor einen erfreulichen Aufschwung genommen. Im Dezember dieses Jahres kann der Chor selbst sein 45jähriges Bestehen feiern. Fahrt nach Düsseldorf. Die Frauen der Mitglieder des Fellverwertungsvereins 1934 veranstalteten Mittwoch eine Fahrt zur Ausstellung„Schaffendes Volk“ in Düsseldorf. Wenn auch das Wetter nicht gerade günstig war, so verlief die Fahrt doch in angenehmster Weise. tungen der„Kunstfreunde" teilnehmen können. Die Altenbochumer Bevölkerung hat nun Gelegenheit, durch den Besuch der Aufführungen ihre Anteilnahme am Schaffen der„Kunstfreunde" zu bekunden. Gelegenheit hierzu wird bereits die erste Veranstaltung des Spieljahres 1937/38 am Sonntag, 19. September, abends 20 Auch die Ausstellung machte auf alle Teilnehmerinnen„Kraft durch einen tiefen Eindruck.— Der Billardsvortverein„Grüne Straße, veranstaltet. Linde" weilte am letzten Sonntag in Düsseldorf, besuchte hier ebenfalls die Reichsausstellung und veranstaltete abends gegen einen Düsseldorfer Verein ein Wettspiel. Venderungen den Fuherruns beiant Lod sand ein. stimmige Zustimmung. Der bewährte Spielleiter der „Kunstfreunde", Willi Bündemann, dem auch diesmal wieder die Einstudierung des am Sonntag zur Aufführung gelangenden Volksstücks„Das Musikanten= dorf“ obliegt, sprach noch einmal über das zur Darbietung gelangende Werk. Kasperle kommt wieder nach Altenbochum! Der allseits beliebte Kasper besucht am 22. September die Altenbochumer Kinder, um sie mit neuen Spielen einige Stunden zu unterhalten und zu erfreuen. Es wird auch jetzt wieder der Wunsch aller Kinder sein, diese künstlerischen und lehrreichen Handpuppenspiele mitzuerleben. Es ergeht daher an alle Eltern die Bitte, ihren Kindern Gelegenheit zu dem Besuch zu geben. Die Spiele werden von der Deutschen Arbeitsfront. RSG. Freude" im Lokal Lehmkuhl, Wittener Das Theater beginnt nachmittags um 15 Uhr. Stadtteil Hofsiede=Marmelshagen Silbernes Vereinsjubiläum. Am 15. September sind genau 25 Jahre seit der Gründung des Vogelliebhabervereins„Finkenschlag“ vergangen. Damals waren es etwa zehn Vogelliebhaber, die dem neugegründeten Verein beitraten. Die Mitgliederzahl hat sich dann im Laufe der Zeit erhöht und betrug zeitweise sogar über 50. Zwei Kameraden fielen im Weltkriege. Ihr Andenken wurde auf einer Ehrentafel wachgehalten. Der Verein hat sich nicht nur der Förderung der Stubensingvögel gewidmet, sondern ist auch stets auf die Pflege der freilebenden Singvögel bedacht gewesen. In früheren Jahren wurde regelmäßig ein Vereinswettstreit veranstaltet. Zwei Mitglieder haben dem Verein ununterbrochen die Treue gehalten. Ihnen wurde am Gründungstag ein Ehrendiplom und ein Buch überreicht. Es sind dies Heinrich Mertens und Emil Bäcker. Von der Veranstaltung einer besonderen Jubiläumsfeier hat man Abstand genommen. Dafür sollen die Kinder der Mitglieder am heutigen Samstag nachmittag einige frohe Stunden verleben. Aus dem Vereinsleben. Der Unterstützungsverein „Hilfe“, der im Vorjahre noch in schlichter Weise sein 25jähriges Bestehen feierte, hat jetzt in einer Generalversammlung die Auflösung des Vereins beschlossen, weil seine Aufgaben erfüllt sind und mit dem nötigen Nachwuchs nicht mehr zu rechnen ist. Stadtteil Riemke Heute Unterstützungszahlung. Nachdem der Geschäftsverkehr in der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront, Poststraße 10. wiederaufgenommen worden ist, findet hier am heutigen Samstaa von 9 bis 11 Uhr die Zahlung der Unterstützungen statt. Die Unterstützungszahlungen sind jeden Samstag um diese Zeit. Sprechstunden der Fürsorgerin. Die NSV.=Fürsorgerin hält am Montag, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. in der Geschäftsstelle der NS.=Volkswohlfahrt auf der Poststraße ihre Sprechstunden ab. Stadtteil Grumme=Böde Ortswaltung Grumme=Vöde veranstaltet Lachen am laufenden Band am 18. September im Schützenhof Die Ortswaltung Grumme=Vöde veranstaltet am Samstag, 18. September, im Schützenhof wiederum einen volkstümlichen Abend unter dem Motto:„Lachen am laufenden Band.“ Dem Motto entsprechend wird an diesem Abend ein Programm geboten, daß dem Titel alle Ehre machen wird. Der Saal wird mit einer künstlerischen Dekoration ausgestaltet und paßt sich dem vielversprechenden Motto an. Lachen hält gesund! Warum sollten Sie da nicht auch mal bei uns eine Kur machen. Lachen macht jünger! Sind Sie ehrlich: möchten Sie nicht auch noch gerne jünger sein? Lachen macht aber auch schön! Deshalb sollten Sie nicht die Gelegenheit versäumen, an diesem Abend einmal ohne weitere Hilfe noch schöner zu werden. Also tun Sie etwas für sich und Ihre Familie und besuchen Sie das Fest der Ortswaltung Grumme=Vöde: „Lachen am laufenden Band“ am 18. September im Schützenhof. Eintritt 60 Pfg. Stadtteil Gertbe Hohes Alter. Der Schneidermeister Heinrich Diedrichsmeier, Castrover Hellweg 413 wohnhaft, kann heute in seltener Rüstigkeit und Frische seinen 82. Geburtstag feiern. Die Last der Jahre hat den biederen Handwerksmeister nicht zu beugen vermocht. Hart traf ihn das Schicksal dagegen vor einiger Zeit, als ihm der Tod seine Lebensgefährtin nahm, mit der er vor drei Jahren das schöne Fest der goldenen Hochzeit feiern konnte. Eine große Nachkommenschaft überbringt dem Hochbetagten die besten Glückwünsche. 75 Jahre alt. Die Ehefrau des Invaliden Dietrich Voßbrink. Ida geb. Hetheier, Vinzentiusweg 12, kann heute in ziemlicher Rüstigkeit ihr 75. Lebensjahr vollenden. Kürzlich konnte sie mit ihrem gleichfalls schon hochbetagten Gatten das schöne Fest der goldenen Hochzeit im Kreise ihrer Familie feiern. Kinder und Enkelkinder gratulieren der lieben„Oma“ zum Ehrentage. Stadtteil Altenbochum „Musikantendorf“ in Altenbochum. Der erweiterte Führerring der Spielgemeinde„Kunstfreunde", Altenbochum, befaßte sich in seiner letzten Arbeitstagung nochmals mit der notwendig gewordenen Umorganisation für die kommenden Veranstaltungen. Während bisher nur den passiven Mitgliedern der Spielgemeinde der Zutritt zu den Aufführungen möglich war, soll jetzt die gesamte Bevölkerung Altenbochums an den Veranstalder Eintrittspreis beträgt 10 Pfennig. Städtteil Laer In hohem Alter. ger Gesundheit Bei bester körperlicher und geistiund Frische vollendet der Rentner Friedrich Willich, Wittener Straße, Sonntag sein 75. Lebensjahr. Im Frühjahr konnte der Alterszubilar mit seiner Gattin die goldene Hochzeit feiern. Seinen Geburtstag verlebt der Hochbetagte bei seinem Sohn Emil in Münster.— Montag seiert die Witwe Renzing. Werner Hellweg, im Kreise der Familie ihren 77. Geburtstag. Auch diese Jubilarin erfreut sich bester Gesundheit und Frische. Stadtteil Langendreer 40jähriges Dienstjubiläum. Der auf der Zeche„NeuIserlohn“ der Harvener Bergbau=AG. beschäftigte Holzmeister Friedrich Vollmert konnte auf eine 40jährige Tätigkeit zurückblicken. Von diesen hinter ihm liegenden vier Jahrzehnten war er ein Jahrzehnt im Grubenbetrieb tätig. An diesem hohen Ehrentage wurde der Jubilar der Arbeit durch den Gefolgschaftsführer, Bergwerksdirektor Schulze=Höina. beglückwünscht, der ihm gleichzeitig das Ehrengeschenk der Gesellschaft überreichte. Stadtteil Werne Gesegnetes Alter. Der Schmiedemeister i. R. Wilhelm Sprave, Fliederstraße, konnte in seltener Rüstigkeit und geistiger Frische seinen 80. Geburtstaa feiern. Fast 48 Jahre stand er in den Dienste der Harpener Bergbau=AG. auf der Zeche„Amalia", wo er seinen verantwortungsvollen Posten gewissenhaft versah. Aus nab und fern wurden dem Altersveteran Glückwünsche zuteil. Sesach in Snlepen Ziegenei In Stiepel werden wieder Ziegel„gebacken“ Fünf Jahre lang lag das städtische Ziegeleiwerk an sich des Materials an, und schwere, als Feinsiebe gearder Kemnader Straße still, bis es vor kurzer Zeit wieder beitete Eisenplatten lassen das nun fein gemahlene MaD Erdmaterial das hier lterial in den gewaltigen Silo wandern Dieser wird in Betrieb gebracht wurde: Das Eroma#####at, dus hier für die Ziegelfabrikation verwandt wird, ist keine Lehmerde, sondern reiner Schiefer, der mit Sandstein vermischt wird. Dieses Gemisch erzeugt einen Stein, der durch seinen metallenen Klang nach dem Aufschlagen ganz besonders auffällt, der in seiner Eisenhärte sprungund wetterfest ist. So kann dieser Stein auch für Zwecke Verwendung finden, die besondere Anforderungen stellen. Die Tagesproduktion der Stiepeler schwankt zwischen 13.000 und 15000 Stück Steine. Der Laie macht sich nicht im geringsten einen Begriff davon, wie in einer modernen Ziegeleianlage mit Maschinenbetrieb gearbeitet wird. Das Stiepeler Werk kann hierüber die besten Aufschlüsse vermitteln. Der Lehmberg oder die Lehmgrube fällt hier weg; an seine Stelle tritt der Schieferberg. Der Schiefer wird geschlagen(wurde auch schon mal gesprengt) und auf Gleiswagen zum Werk transportiert. Hier erfährt er seine erste Verarbeitung im sogenannten Kollergang. Mächtige, übermannshohe Walzräder nehmen tertat in den gewantigen Siro wandern. Dieser wirb durchlaufen von zwei breiten, durch Transformatoren betriebenen Bändern, die mit einer ganzen Menge kleiner Kästen, sogenannter Mehlbeschicker, behaftet sind. Diese Mehlbeschicker werfen den feinen Schieferstaub in die Mischmaschine, in der das Mischverfahren mit Sandstein eingeleitet wird. Hier in diesem Betrieb ist der Mischer wohl die wichtigste Persönlichkeit. Nur er allein ist für die Güte des Ziegelsteines vor dem Brennen verantwortlich. Man kann das Mischverfahren der großen Schneckenwalze beobachten. Ueber dieser Schneckenwalze laufen mehrere Wasserkräne, die mit größter Sorgfalt vom Mischer bedient werden. Das Material darf unter keinen Umständen zu trocken oder zu naß ausfallen, soll der Stein sich überhaupt zum Brennen eignen. Das richtige Verhältnis hier zu finden, ist Aufgabe des Mischers. Ist die Mischerei des Materials beendet, dann geht es in die Presse, in der der Rohziegelstein seine Form findet. Auf dem Abschneidetisch kommt er ebenfalls maschinell zu seiner Personalnachrichten Bei körperlicher und geistiger Frische feiert heute Herr Passenheim, Dibergstraße 22, seinen 73. Geburtstag.„„ 95.— 2 A 5 Die Eheleute Malermeister Th. Hulsmann und Frau Kläre, geborene Düsterweg, Josephinenstraße 50, feiern am Sonntag, 19. September, im Kreise ihrer Familie das Fest der silbernen Hochzeit. 80 Jahre alt Am Sonntag, 19. September, vollendet die Wwe. Heinrich Hogrelle ihr 80. Lebensjahr. Ihr Mann ist ihr bereits im Jahre 1895 durch den Tod entrissen worden. Neun Kindern hat sie das Leben geschenkt, von denen noch zwei. Söhne und zwei Tochter leben. Ein Sohn ist im Weltkriege gefallen. Sie ist geistig noch sehr rüstig. Ihren Lebens. abend verbringt sie bei ihrer Tochter Therese und dem Schwiegersohn Albert Pfeiffer, Cramerstraße 24. sie liest noch täglich den „B..“ Seit 1906 ist sie in Bochum ansässig. Neben den Kindern werden 12 Enkel und vier Urenkel Glückwünsche darbringen. 90 Jahre alt Herr Heinrich Bröhland, im Volksmund Opa Kley genannt,.=Stiepel, Krockhausstraße 68, wird am Samstag, dem 18. September, 90 Jahre alt. Der alte Herr ist geistig noch sehr rege und verfolgt die täglichen Geschehnisse mit großem Interesse. Normalgröße. Der Preßwagen steht bereit zur Aufnahme des Rohziegelsteines. Bald darauf finden wir ihn im Trockenschuppen wieder, von denen sich in Stiepel acht befinden mit einer Aufnahmefähigkeit bis über 30 000 Stück Steine. In diesen Trockenschuppen müssen die Rohziegelsteine eine längere Zeit lagern. Die erste Voraussetzung zum guten und schnellen Trocknen ist der von Warmluft eingeleitete Durchzug. Nur so ist es zu verstehen, daß beim Aus dem Nachbargebiet Eer phägiger=Wehnungse au in Honiten Der Plan des neuen Wohnblocks. Aufnahme: Knapp Jahrzehntelang konnte von einer Entwicklung des Stadtteils Höntrop nicht gesprochen werden. Denn nach der unerwarteten und plötzlichen Stillegung der Zeche „Maria=Anna=Steinbank“ war der damaligen Gemeinde der Lebensnerv genommen. Erst seit dem Jahre 1933 zeigt sich für den Ort eine neue Entwicklung in baulicher Beziehung, die dahin zu führen scheint, daß Höntrop ein ausgesprochenes Wohngebiet wird. Bisher aber war lediglich eine bemerkenswerte private Bautätigkeit zu verzeichnen, während Baugenossenschaften andere Baugelegenheiten vorzuziehen schienen, obwohl die günstige Verkehrslage Höntrops gerade für sie alle Möglichkeiten in sich barg. Diese Möglichkeiten hat nun die Leitung der Wattenscheider Baugenossenschaft„Heimat", im Verbande westfälischer Wohnungsunternehmen erkannt, und sie wird in allernächster Zeit mit dem Bau eines Projektes beginnen, das neben der im Erstehen begriffenen Siedlung in der Feldmark in Wattenscheid eines der größten Projekte ist, die jemals in Wattenscheid zur Durchführung gekommen sind.. Die Baugenossenschaft„Heimat“ hat das Gelände zwischen der Vinzenzstraße, der Mühlenstraße und der Straße In der Hönnebecke bis zur Tiefe der hier liegenden Schrebergärten in Höntrop käuflich erworben, um hier eine große moderne Wohnsiedlung von insgesamt 85 Wohnungen zu errichten. Zunächst wird die Vinzenzstraße voraussichtlich gleich bis zum Hellweg ausgebaut. Dann wird das in Frage kommende Gelände genau in der Mitte zwischen Vinzenzstraße und Mühlenstraße von einer neu anzulegenden Straße durchschnitten und so in zwei Hälften geteilt, während eine ganz neue Straße sich hinter dem Baugelände als eine Privatverbindungsstraße zwischen Mühlenstraße und Vinzenzstraße hinziehen wird. Die Siedlung selbst wird nach ganz modernen Gesichtspunkten errichtet. Nicht große Reihenhäuser oder auch eine Art von modernen Mietskasernen werden errichtet, sondern 17 Einzelhäuser, die sich über das ganze Gelände verteilen. Jedes Haus, dessen Baustil ganz modern und von vornehm einfacher Linienführung ist, enthält fünf Wohnungen, und zwar vier Etagenwohnungen und eine Mansardenwohnung, deren Raumverhältnisse die gleichen der anderen Wohnungen sind, lediglich daß die Decke um eine Kleinigkeit abgeschrägt ist. Da mit einem Andrang der Mietsuchenden zu rechnen ist, hat die Leitung der Baugenossenschaft„Heimat“, um den Mietsuchenden unnötige Wege zu ersparen, besondere Sprechstunden eingerichtet, die auf dienstags nachmittags von 15 bis 17 Uhr und donnerstags morgens von 10 bis 12 Uhr gelegt sind und die im Geschäftszimmer der Genossenschaft, Parkstraße Nr. 61, abgehalten werden. Entwurf und Bauleitung liegt in Händen von Architekt Rengelband. schlechten Wetter die Steine fünf bis sechs Wochen dem Trocknen ausgesetzt werden müssen, während bei gutem Wetter nur acht bis vierzehn Tage notwendig sind. Der trockene Stein wird in den Ringofen überführt. Die Durchschnittstemperatur beim Brennen beträgt 900 bis 1000 Grad. Aufgabe des Brenners ist es, die Steine nicht„an=" und„durchbrennen" zu lassen. Nach zehn bis zwölf Tagen, in die Anfeuern, Brennen und Abkühlen mit eingerechnet sind, können die Steine verladen werden. Achtung, Ziegenzüchter! Der Ziegenzuchtverein in Bochum=Stievel gibt am Sonntag. 19. September, nachmittags von 4 bis 5 Uhr, im Vereinsheim Witwe Becker. Kemnader Straße 251, die Deckscheine aus. Außerdem können Deckscheine beim Mitglied von der Höh. Kemnader Straße 258, abgeholt werden. Stadtteil Wiemelhausen NSDAP., Ortsgruppe Bochum=Wiemelhausen. Dem Aufruf der Ortsgruppe, Quartiere zur Unterbringung von Militärmusikern, die bei den Veranstaltungen anläßlich des fünfjährigen Bestehens der Ortsgruppe den musikalischen Teil bestreiten, zur Verfügung zu stellen, sind in anerkennenswerter Weise eine Anzahl Parteiund Volksgenossen gefolgt. Mit dem Dank an alle, die sich in selbstloser Weise in den Dienst der Sache stellten. wird darauf hingewiesen, daß das Musikkorps des Flalregiments 4 heute, Samstag, gegen 17 Uhr, in Wiemelhausen bei der Wirtschaft Vocke eintreffen wird. Die Quartiergeber werden gebeten, um diese Zeit zum Empfang der Gäste in der Wohnung zu sein oder aber sich gegen 5 Uhr bei der Wirtschaft Vocke einzufinden. Stadtteil Linden=Dahlbausen 77 Jahre alt. In beneidenswerter Gesundheit, körverlich sowie geistig, konnte der im Stadtteil Dahlhausen sehr bekannte und nicht minder beliebte Volksgenosse Karl Rackebrandt seinen 77. Geburtstag feiern. Eine Omnisbusfahrt ins Blaue! Die Deutsche Arbeitsfront RSG.„Kraft durch Freude", Ortswaltung Bochum=Linden, unternimmt am 18. September eine Omnibusfahrt ins Blaue mit allerlei Ueberraschungen, deren Kosten sich auf 2,40 Mark einschließlich Verpflegung belaufen. Abfahrt um 16 Uhr von der Dienststelle Hattinger Straße 857, wo auch die Anmeldungen entgegengenommen werden. RiformaBlutkreislauf-Tee verschafft ruhigen Schlaf, ist erprodt bei Verkaltung. Bellemmung, Atemnot, Herzklopfen, Kopsweh, Schwindet, Unsähigkeit klar zu denken, Gemüteverstimmung, harnausscheidend. 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Dem iere zur Unterbringung en Veranstaltungen anins der Ortsgruppe den r Verfügung zu stellen, se eine Anzahl Parteidem Dank an alle, die dienst der Sache stellten. 18 Musikkorps des Flalgegen 17 Uhr, in Wiescke eintreffen wird. Die im diese Zeit zum Empa zu sein oder aber sich Vocke einzufinden. isen werter Gesundheit, körder im Stadtteil Dahlminder beliebte Volksseinen 77. Geburtstag aue! Die Deutsche ArFreude", Ortswaltung m 18. September eine illerlei Ueberraschungen, rk einschließlich VerpfleUhr von der Dienststelle die Anmeldungen enteht 50 Jahre itig ist, daß erhalten hat. hwanenmarkt, das Herr ibernommen und vollhultem Personal führe Erfahrungen als Fachdem Anspruch gerecht astroper Straße 1! rückstraße 42 uf 62110 STATT KARTEN Hiermit geben wir die Verlobung unserer Tochter KLARE mit Herrn WILLI PAUL bekannt Wilhelm Käse und Frau Klara geb. Schmidt 19. 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Anna besah sich den Bewerber, wiegte nachdenklich das Haupt und meinte, man könne es ja schon versuchen— wirklich vorerst nur versuchen in einer dreijährigen Probeehe, um zu schauen, ob man auch zueinander passe. Josef zeigte sich anfangs überrascht von diesem eigenartigen, Vorschlag, aber die Liebe war stärker als alle Bedenken und so zog man probeehelich zusammen. Drei Jahre diente auf diese Art Josef um Anna. Er behauptete vor Gericht, daß er ein Muster, ein wahres Ideal eines Probeehemannes gewesen sei. Die probewütige Anna dagegen habe sich schließlich als verräterische Teufelin entpuppt. Denn am gleichen Tag, da die Probejahre zu Ende gegangen wären und er im Begriff gewesen sei, das Aufgebot zu bestellen, sei Anna nicht nur heimlich aus der Wohnung unter Mitnahme aller Geschenke entwichen, sondern habe ihn auch noch angezeigt—— wegen Verführung! Eher würde er zur Hölle fahren, als noch einmal in seinem Leven auf Probe heiraten.„Inscame LWagte.2 Uur. Ga. Anna dagegen, die Entwichene, beklagte sich vor Gericht ihrerseits wegen bitterer Enttäuschungen. Sie heirate überhaupt keinen Mann, der geschieden sei, gern, dagegen einen Witwer.„Und da er das nicht geworden ist, bin ich eben davongelaufen und hab' ihn angezeigt — wegen dreijähriger Verführung. Das kann mir doch keiner verdenken— wo er soviel Zeit gehabt hat, Witwer zu werden!“ Dem Richter sträubten sich die Haare.„Sagen Sie, Fräulein, auf welche Weise hätte es denn der Beklagte anstellen sollen, um Witwer zu werden— nach Ihrer Meinung?“ Die schöne Anna lächelte geschmeichelt. „Meine Meinung, Herr Richter, oh...! Sehen Sie, bafür ist er doch nun mal Mann, das muß er schon allein wissen. Und ein Mann, der mich liebt, tut alles, was ich vil)“„.u z— aatt ftig en an Der Richter schüttelte den Kopf, sprach den Angeklagten von der dreijährigen Verführung frei und meinte, daß die schöne Anna sich einmal auf ihren Geisteszustand hin untersuchen lassen solle. Entsetzt rauschte sie aus dem Gerichtssaal. Draußen wartete bereits ein neuer Verehrer auf sie, mit dem sie wieder drei ProbeEbejahre vereinbart hatte. Die heiratslustige Witwe und ihr finanzieller Berater Berlin, 17. September. Ferdinand Hansen machte von Sagan einen Abstecher nach Berlin. Eine heiratslustige Witwe war mit ihm in Korrespondenz getreten und Ferdinand meinte, trotzdem er verlobt war, daß man sich die Sache— hier die Witwe— immerhin ansehen könne. Aber die Erkundigung nach der finanziellen Güte der Eventuellen lieferte keine allzu hoffnungsreichen Ergebnisse. Ferdinand blieb abwartend. Immerhin ließ er sich zum Berater der Witwe ernennen und besorgte deren finanzielle Geschäfte. Sein Verhängnis dabei war ein Inkasso von 200 Mark. Ferdinand lieferte es nicht ab, sondern gab es bis auf die Neige mit irgend welchen lustigen Berliner Mädchen aus, die ihm anscheinend besser gefielen als die Witwe. Die Bummelnacht muß sehr toll gewesen sein, denn Ferdinand fand sich des Morgens in irgend einer Pension wieder, wo er. ernüchtert, ein Lamento erhob, weil ihm die 200 Mark gestohlen seien. Gewissermaßen als Abfindung erleichterte er die Pensionswirtin noch um 50 Mark. Obwohl die Braut aus Sagan herbeieilte, um den Schaden zu ersetzen, war die Polizei bereits mit dem im übrigen vorbestraften Ferdinand Hansen befaßt, die Sache kam vor Gericht, das dem Bummelanten ein Jahr drei Monate Gefängnis und zwei Jahre Ehrverlust aufbrummte. Ein Millionentestament Die verunglückte Herzogin von Bedford London, 17. September. Vermögen von 355 000 Pfund(etwa 4¼ Millignen Mark) hinterlassen. Die Haupterbin ist eine Nichte der Herzogin. In dem nun veröffentlichten Testament hat die Herzogin außerdem zahlreiche hohe Legate ausgesetzt. So erhält der Pilot der Herzogin ihre Flugzeubge und sämtliches Zubehör, außerdem eine Barsumme von 3000 Pfund. Eine angenehme Ueberraschung ist das Testament für zwei Angestellte der AngloIranian Oil Company in Bushir am Persischen Golf, die vor acht Jahren der Herzogin bei einem Flug nach Indien behilflich gewesen waren. Beiden hat die Herzogin ein Legat von je 2000 Pfund ausgesetzt. Heimliche Anleihen Gerda unterschlägt 3000 Reichsmark Berlin, 17. September. Diese Gerda war mit ihren 23 Jahren ein hübsches und flinkes Mädchen. Ihr Brotgeber, in des Wortes vollizer Bedeutung, nämlich ein Bäckermeister in hielt große Stücke auf sie und beschäftigte sie auch wiederholt als Verkäuferin im Laden. Mit der Zeit fiel es dem Meister aber auf, daß der Kontrollstreifen der Kasse immer wieder nicht mit dem Bestand übereinan den Feblbeträgen schuldig zu sein. Er mußte sich jedoch davon überzeugen, daß er mit dieser Unterstellung seiner Frau bitter Unrecht getan hatte. So blieb nur noch eine, die des Rätsels Lösung sein konnte— Gerda. Mißtrauisch geworden, sah nun der Bäckermeister seiner bisher so geschätzten Hilfskraft im Laden auf die Finger, und nun stellte sich heraus, daß die„geschäftstuchtige“ Gerda fortlaufend in die eigene Tasche wirtschaftete. Es waren beinahe 3000 Mark daraus geworden. Vor dem Schöffengericht vergoß jetzt Gerda W. viele Tränen und beteuerte immer wiedan, daß sie ihre Verfehlungen tief bereue. Das Gericht ließ denn auch noch einmal Milde walten und hielt eine Gefängnisstrafe von vier Monaten für eine ausreichende Sühne. 1 fand die Mädchen, die sich in ihrer Angst aneinanderklammerten. Zwei der Mädels hatten bereits die Besinnung verloren. Unter übermenschlichen Anstrengungen gelang es dem heldenhaften Lebensretter, die Mädel an den Strand zu bringen. Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg. 120 Wohnhäuser eingeäschert Großfeuer in der deutschen Siedlung in der Zips dnb Prag, 17. September. In Topotz in der Zips, einem ausschließlich von Deutschen bewohnten Ort, brach am Freitag, gegen 7 Uhr früh, aus bisher unbekannter Ursache ein Großfeuer aus. Durch starken Wind verbreitete sich das Feuer so schnell, daß bereits um 10 Uhr 120 Wohnhäuser niedergebrannt waren. Auch das neue Konsumgebäude und die Kirche sind den Flammen zum Opfer gefallen. An der Bekämpfung des Brandes arbeiteten nicht weniger als 30 Wehren. Auch Militär wurde zu den Löscharbeiten eingesetzt. Bravourtat eines Deutschen Drei Mädchen vom Tode des Ertrinkens gerettet Zerpenschleuse, 17. September. Der in Zervenschleuse geborene 27 Jahre alte Mechaniker Erich Römer, der seit fünf Jahren in Holland tätig ist, rettete am Badestrand von Scheveningen drei junge Holländerinnen vom Tode des Ertrinkens. Die Mädchen waren weit ins Meer hinausgeschwommen, plötzlich gingen zwei der Mädchen unter, das dritte nach sich ziehend. Römer sprang in das bewegte Meer und Verwertung der Kastanienernte im Interesse der Rohstofswirtschaft anb Berlin, 17. September. Von den in Frage kommenden amtlichen Stellen ist beschlossen worden, die diesjährige Kastanienernte möglichst weitgehend für die Zwecke der Rohste wirtschaft nutzbar zu machen. Zu diesem Zweck soll, ohne die Sammlung für den eigenen Bedarf im Rahmen der Landwirtschaft zu berühren, eine möglichst umfassende planmäßige Erfassung der Kastanienernte durch die Schulen und durch Einsatz von Zentralsammelstellen erfolgen. Hierüber werden die Einzelheiten örtlich bekanntgegeben. Als Sammellohn wird im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung ein Entgelt Zum„Tag des deutschen Volkstums“ „Das Blut ist stärker als alle Papiere und Dokumente.“ Adolf Hitler. Jackie Coogan heiratet Jackie Coogan, der Junge der in den Zeiten des stummen Films die ganze Welt begeisterte, ist heute 22 Jahre alt. Nachdem er seine Studien beendet hat, lebi er immer noch in Hollywood. Heute ist er ein geschätzter Schauspieler, dem das amerikanische Publikum seine Gunst zuwendet. Jetzt wird bekannt, daß er die Schauspielerin Betty Grable, eine blonde Schönheit, am 18. Dezember heiraten wird. Das Geheimnis des alten Ein Mord nach 18 Jahren aufgeklärt Newyork, 16. September. Kürzlich verhaftete, der Syerig,„Wynmore der Sheriff, Pynmore#n Tueson im State Arizona(USA.) den reichen und sehr geachteten Grundbesitzer G. Farnsham wegen Mordes. Aus der Anklageschrift ging hervor, daß vorachtzehn Jahren Holzfäller in einem in der Nähe von Tucson gelegenen Walde den jungen Bergingenieur Horace Judge tot aufgefunden hatten. Der Polizeiarzt gab damals das Gutachten ab, daß Judge ermordet worden wäre. Der unbekannte Täter hatte ihn mit einem Schrotgewehr erschossen und die Leiche im Gebüsch versteckt, nachdem sie bereits erkaltet war, ein Zeichen, daß der Mörder etliche Stunden nach dem Morde neuerlich an den Tatort kam und alle Spuren verwischte. Das war im Februar 1919 gewesen. Nach wochenlangem Suchen verhaftete der Sheriff einen gewissen Davison, von dem man zu wissen glaubte, daß er Judge nicht gut gesinnt war. Zudem befand sich das Haus Davisons nur 200 Schritte von dem Gebüsch entfernt, in dem man den Toten gefunden hatte. Davison blieb mehrere Monate in Untersuchungshaft, mußte aber dann freigelassen werden, da er ein Alibi erbringen konnte. W6. 411— g2676 Der ermordete Judge war mit einem hübschen Mädchen, Cecily Black, verlobt gewesen. Ein Jahr nach dem Morde heiratete Fräulein Black den reichen Gutsbesitzer F. Farnsham. und man vergaß den toten Judge und den Mord. Dieser Tage aber verhaftete der Sheriff den ahnungslosen Farnsham und 24 Stunden später legte der Vorsitzende der Jury dem Gericht die Beweise für die Schuld Farnshams vor. Davison. der seiner Zeit des Mordes verdächtig gewesen war, hatte im April dieses Jahres sein Haus umbauen lassen und dabei im Keller, in einem alten Faß, das einer Katze als Lager gedient hatte, einen vergilbten Zettel gefunden. Auf dem stand mit Bleistift:„Farnsham hat mich angeschossen und läßt mich verbluten. Alles wegen Cecily, meiner Braut. Ich kann nicht fort von hier und fühle, daß ichs muß. Ich weiß, daß Farnsham zurückkommen wird, um alle Spuren zu verwischen. Ich habe die Katze! an mich gelockt und binde ihr diesen Zettel um. Wer ihn findet, soll ihn um Gottes willen sofort dem Sheriff geben. Ich kann nicht mehr. Horac Judge.“ Die Katze, der der umgebundene Zettel wahrscheinlich unangenehm war, lief auf ihr Lager und streifte dort das Dokument ab. Hier blieb es achtzehn Jahre lang unbeachtet liegen. Jetzt erst fand es Davison und brachte es sofort dem Sheriff, der in seinem alten Archiv noch Schriftproben Judges entdeckte. Die Sachverständigen gaben ihr Gutachten ab, daß der Zettel lich von Judge geschrieben war, und unter der Last der Beweise brach Farnsham zusammen und legte ein Geständnis ab. Seine Frau, Cecily, war bereits 1933 gestorben, so blieb ihr das quälende Bewußtsein erspart, mit dem Mörder ihres ersten Bräutigams verheiratet gewesen zu sein. von 1,50 RM. je Doppelzentner bei Ablieferung an die Schulen und 2 RM. bei unmittelbarer Ablieferung an die Zentralsammelstellen und für den Händlerzuschlag 1 RM. je 100 Kilogramm, der bei Waggonladungen von 10 Tonnen aufwärts auf 1,50 RM. je 100 Kilogramm gesteigert werden darf, als angemessen betrachtet. Der Sammelentgelt wird auch sonstigen Sammlern bei Ablieferung an Schulen und Zentralsammestellen gewährt...6. 4 Ticherstell. Als Verwertung ist neben der Sicherstellung der Aesung für das Hochwild die technische Aufarbeitung nach neuen Verfahren vorgesehen. Die Ueberwachung sämtlicher Maßnahmen auf diesem Gebiet liegt beim Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe. Das Oder=Hochwasser hat Oberschlesien verlassen. Freitag früh hat die Hochwasserwelle der Oder Oberschlesien verlassen und etwa die Gegend von Brieg erreicht. Auf der gesamten Oberoder ist das Wasser im Fallen. Jüdischer Scheckschwindler verhaftet. Nach einer längeren Fahndung ist es jetzt gelungen, den 27jährigen internationalen Scheckfälscher Siegfried Loschinsti zu verhaften. Loschinski, der Jude ist, verübte in den verschiedensten Staaten Europas dreiste Schwindeleien. Er füllte die Schecks aus, und es gelang ihm auch, im Laufe weniger„Monate 6000 englische Pfund zu ergaunern. Loschinski wurde in Kopenhagen festgenommen und nach Danzig gebracht. Man konnte bei ihm und seinen Verwandten etwa 5000 Gulden beschlagnahmen. Todessprung vom Aussichtsturm In Mitau fragte ein älterer Mann auf dem 40 Meter hohen Aussichtsturm eine neben ihm stehende Frau. ob sie starke Eindrücke möge. Ohne eine Antwort abzuwarten, schwang er sich im nächsten Augenblick über die Brüstung und sprang in die Tiefe. Er war sofort tot. 1 4 Hoffmann(), Weltbild(1) Berlin rüstet zum Mussolini=Besuch Die Veichohaupthovt ev) Gtraßen einen Dauerschmuck, der bereits zum 3 hebsihnenbidner Benne von Aremt baustragt. Gegenwirtig snd Handerte von Arbeitern beschäftigt, um die Dauerausschmückung Verkiys Prachztstrage, unteriher Linden“. R e ch rs: Oode) Fahnentarmé, der zum Besuch bes sialenischen Rezierungshes; auf berz Phol; Hitler=Platz errichtet wird und an dem die Fahnen des - Genchemmiandenr anp erter üe den Brie ectäch uch uich Geruen Gerene Perselsteunten-diertusinburer-3hetel-burer guch., hn heren ühr Kundfonchänder erwener Sie zur Verührung die Bandbreitenregelung für großenTonumfang und beste Trennschärf Seite 18 Nr. 219* Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 18./19. September 1932 A „* an den Schünen aohelachen Nehmen wir Papier, Kunstseide, Zellwolle oder auch Vulkanfiber und Cellophan, all diesen hochwertigen Erzeugnissen liegt ein äußerst wichtiges Material zugrunde, der Zellstoff. Zellstoff selbst ist wieder ein großtechnisches Produkt aus Holz. Bei dem wichtigsten Verfahren der Zellstoffherstellung— die Chemie nennt es Sulfitverfahren— fällt in großer Menge eine Flüssigkeit, die Sulfitablauge, ab. Bei einer jährlichen Produktion von etwa 1,4 Millionen Tonnen Sulfitzellstoff in Deutschland beträgt die Menge dieser Ablauge rund 14 Millionen Kubikmeter. Das entspricht einem See, der 2 Meter tief, 7 Kilometer lang und 1 Kilometer breit ist. Da man mit der Ablauge ursprünglich nichts anfangen konnte, wird jeder verstehen, daß die Zellstoffindustrie diese gewaltige Abfallmenge als höchst lästig empfand, mußte sie doch unter Aufwand hoher Kosten für die Abführung in Flüsse usw. sorgen. Der Wissenschaft hat diese Sulfitablauge aber von Anfang an keine Ruhe gelassen, nachdem sie erkannt hatte, daß nur etwa 50 v. H. der Holzsubstanz im Produktionsverfahren beim Kochen aufgelöst und praktisch für den Zellstoff gewonnen wurden. Die andere Hälfte der Holzsubstanz befindet sich also in der Ablauge. Aehnlich wie die Zuckerrübe, enthält auch das Holz zuckerartige Bestandteile. Mit Recht konnte daher angenommen werden, daß auch die Ablauge diese Substanz enthält. Tatsächlich haben Untersuchungen ergeben, daß beträchtliche Mengen an Zucker, und zwar 10 v. H. der Trockensubstanz, in der Ablauge enthalten sind. An dieser Erkenntnis hat die Wissenschaft angesetzt. Mittels eines Gärungsprozesses wird der Zuckergehalt in Alkohol umgewandelt. Aus 1 Kubikmeter Ablauge können heute 10 Liter Spiritus gewonnen werden. Das Verfahren ist so weit entwickelt, daß die deutsche Sulfitzellstoffindustrie gegenwärtig 70000 Kubikmeter(gleich 700000 Hektoliter) vollkommen reinen Sprit pro Jahr herstellt. Dieser Spiritus wird vornehmlich dem Treibstoff für unsere Kraftfahrzeuge zugesetzt. Damit ist allein aus dieser„Abfallproduktion" ein für unsere Volkswirtschaft kostbares und wichtiges Erzeugnis gewonnen. Aber damit nicht genug. Es ist weiterhin gelungen, aus der Ablauge einen wertvollen Gerbstoff zu gewinnen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Ablauge bereits der Zuckergehalt für die Spiritusgewinnung entzogen wurde. Deutschland mußte bisher große Mengen an Quebracho=Holz= extrakt für unsere Gerbeien aus dem Auslande einführen. Gerbversuche mit dem aus der Ablauge gewonnenen Gerbstoff, der als„Cellulose=Extrakt" oder„Fichtenholzextrakt“ in den Handel kommt, führten zu der überraschenden Feststellung, daß dieser neue Gerbstoff dem ausländischen gegenüber mindestens ebenbürtig ist. Um allen Zweifeln zu begegnen, hat man unserer Wehrmacht und dem Arbeitsdienst Stiefel gegeben; der eine Stiefel jedes Paares hatte Sohlen nach dem alten Gerbverfahren, die Sohle des anderen Stiefels war unter Verwendung des neuen Gerbstoffes gegerbt worden; beide Stiefelsohlen hatten die gleiche Lederart. Die Ergebnisse der Voruntersuchungen hat die Wissenschaft praktisch also an den Schuhsohlen ablaufen lassen. Die Qualität des Leders, das mit dem neuen Gerbstoff gegerbt war, erwies sich auch bei der praktischen Erprobung als mindestens gleichwertig. Unsere Zellstoff=Fabriken können von diesem„Fichtenholzertrakt“ weit mehr liefern, als wir in Deutschland selbst zu verbrauchen in der Lage sind.„ Der Sulfitablauge ist erst in jüngster Zeit noch ein weiteres Verwendungsgebiet erschlossen worden. Sulfitablauge besitzt nach neuesten Erkenntnissen ausgezeichnete Wascheigenschaften. Die Ablauge, die nach bestimmten Verfahren gereinigt sein muß, kann bis zu; 50 v. H. des Fettgehaltes der Seife zugesetzt werden. Die durch die Beimengung von Ablauge hergestellte Seife hat die gleiche Schaumbildung und Reinigungswirkung wie reine Seife. Wenn wir bedenken, daß gerade die Rohstoffe der Seife. Oele und Fette in Deutschland nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, dann wird jedem die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser neuen wissenschaftlichen Erkenntnis deutlich. Wir sind vermutlich noch lange nicht am Ende der Verwendungsmöglichkeiten dieses einstmals lästigen Abfallprodukts. Was heute das Haupterzeugnis dieser Ablauge darstellt, wer weiß es, ob es nicht schon in Kürze von noch bedeutsameren Gütern aus diesem„Abfall“ übertrumpft wird? Wir müssen uns überhaupt hüten, überbleibende Stoffe der Industrie als„Abfall“ zu bezeichnen. Bei der Kohle wurde erstmalig in großem Ausmaß erkannt, was für Werte im Abfall enthalten sind. Ganze Industrien haben sich darauf aufgebaut. Und was für die Kohle gilt, kann man zum Teil heute schon vom Holz, dem Ausgangsrohstoff des Zellstoffs, sagen. Die Wissenschaft ruht nicht. Sie schafft. in Verbindung mit unserer Technik, umwälzende Produkte. Wir müssen stolz sein auf diese Leistungen. Auch die pelle ist wichtig In der Kunstdarmindustrie rechnet man nach Kilometern. 80000 Kilometer Kunstdarm wurden auf der Pergamentbasis, 70000 Kilometer auf der Zelluloseoder Leimlederbasis hergestellt. Auch dieser Zweig der deutschen Kunststoffindustrie ist aus dem Gedanken erwachsen, daß es nicht nur im Interesse der Devisenchaftung, so wicklung des Wirtschaftszweiges liegt, einem Austauschstoff den Vorzug zu geben. Denn gegenüber den eingeführten Naturdärmen, die vorwiegend aus Amerika kamen, hat der deutsche Kunstdarm nicht nur den Vorzug, Devisen einzusparen. Er ist auch dem Naturdarm in gewisser Beziehung überlegen. Insbesondere kann der auf Leimlederbasis(also auf tierischer Grundlage) hergestellte Darm nach dem Motto„Die Pelle ist das beste“ mitgegessen werden. Bei der Wurstherstellung verhindert der Kunstdarm vor allem das unwirtschaftliche Auskochen. Daß nicht die Devisenersparnis der Hauptgrund ist, geht auch schon aus der Tatsache hervor, daß im Verfolg des etwa 75 v. H. betragenden Preissturzes auf dem Naturdarmmarkt die Devisenersparnis von 0,60 auf 0,14 Millionen Reichsmark gesunken ist. Die verschiedenen Kunstdarmherstellungsweisen sind in Deutschland eingehend geprüft und erprobt. Wir hatten Gelegenheit, die Verwendung des Kunstdarmes bei 23 verschiedenen Fleischwarenerzeugnissen zu prüfen, und können nur feststellen: wenn man für die Schlachtung schon früher Kunstdarm gekannt hätte, wäre man niemals auf den Gedanken gekommen, sich mit den„alten Därmen“, herumzuärgern. Verdoppelter Ueberschuß im deutschen Außenhandel des Monats August Die Einfuhr betrug im August 482 Millionen Reichsmark. Gegenüber dem Vormonat ist sie damit um 18 Millionen Reichsmark, d. h. nicht ganz 4 Prozent, gesunken. Die Abnahme ist im wesentlichen jahreszeitlicher Natur. Nach den bisherigen Erfahrungen pflegt die Einfuhr im August regelmäßig zurückzugehen. Gegenüber dem August 1936 ergibt sich eine Steigerung um 136 Millionen Reichsmark. Von Juli zu August 1937 hat von den beiden Hauptwarengruppen lediglich die Einfuhr der Ernährungswirtschaft abgenommen. Mit einem Betrag von 168 Millionen Reichsmark lag sie um rund 12 Prozent unter dem Stand des Vormonats. Ausschlaggebend für diese Verminderung war Rückgang der Getreideeinfuhr um insgesamt 15 Millionen Reichsmark. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft hat sich die Einfuhr dagegen leicht erhöht. Die Ausfuhr hat sich der Jahreszeit entsprechend im August weiter erhöht. Mit 541 Millionen Reichsmark lag sie um rund 2 Prozent über dem Vormonatsstand. Zum Teil beruht diese Erhöhung anscheinend allerdings auf einer Steigerung der Ausfuhrpreise. Gestiegen ist in erster Linie die Ausfuhr von Halbwaren und von Rohstoffen, nämlich Kohlen und Kalisalzen. Der Absatz von Fertigwaren lag im ganzen nur wenig höher als im Vormonat. Eine Zunahme bei Enderzeugnissen um rund 7 Millionen Reichsmark wurde durch einen Rückgang der Ausfuhr von Vorerzeugnissen größtenteils ausgeglichen. Die Handelsbilanz schließt im August mit einem Ausfuhrüberschuß von rund 59 Millionen Reichsmark ab. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Aktivität damit verdoppelt. Für die ersten acht Monate des: laufenden Jahres ergibt sich ein Aktivsaldo von 279 Millionen Reichsmark. Altersgliederung der Arbeitslosen Bei starkem Absinken der Jüngeren steigt der Anteil der Aelteren Mit dem Rückgang der Arbeitslosenziffer hat zugleich eine charakteristische Umschichtung in der Altersgliederung der volleinsatzfähigen Arbeitslosen eingesetzt. Ende November 1936— wir zählten damals noch rund 1 Million volleinsatzfähiger männlicher Arbeitsloser— waren noch 169000 jüngere Arbeiter bis zu 25 Jahren vorhanden. Bis zum 30. Juni d.., dem Stichtag der jüngsten Sondererhebung der Arbeitsämter. war ihre Zahl auf rund 17000, d. i. auf ein Zehntel zurückgegangen. Die volleinsatzfähigen Arbeitslosen im mittleren Alter von 25 bis 40 Jahren gingen im gleichen Zeitraum von 434000 auf 96.000, die im höheren Alter von über 40 Jahren von 438000 auf 108000 zurück. In diesen beiden Altersgruppen war das Tempo der Verminderung der Arbeitslosigkeit also viel weniger stürmisch. Es konnten nur etwa drei Viertel von ihnen in das Erwerbsleben wieder eingeschaltet werden. Anteilmäßig zeigt sich infolgedessen eine entsprechende Steigerung der höheren Altersgruppen. Während die Gruppe der jüngeren Arbeiter, deren Anteil Ende vorigen Jahres noch etwa 16 v. H. betrug, jetzt auf 8 v.., also genau auf die Hälfte anteilmäßig zurückgegangen ist, ist der Anteil der höchsten Altersgruppe von 42 v. H. auf rund 49 v. H. gestiegen, und auch das mittlere Alter weist eine Steigerung von 41 auf 43 v. H. auf. Der Anteil der höchsten Altersgruppen wird noch beträchtlicher, wenn man die nichtausgleichfähigen Arbeitslosen der nicht aufnahmefähigen Berufe heranzieht. Hier beträgt nämlich ihr Anteil im Durchschnitt 60 v. H. und schwankt im einzelnen von 47 v. H. bei den Bau= und Kunstschlossern bis zu 84 v. H. bei den Werkmeistern und sonstigem Aufsichtspersonal. Auch bei den Ausgleichsfähigen sind die über 40jährigen bei fast allen Angestelltenberufen vertreten, daneben noch besonders bei den Heizern und Maschinisten, den Zigarrenarbeitern, den Arbeitern für Papiererzeugung, den Wirkern und Posamentierern im Spinnstoffgewerbe, der chemischen Industrie und den Uebertagearbeitern im Bergbau. Mit Ausnahme der Angestellten handelt es sich aber um geringfügige absolute Zahlen. Bei den unter 25jährigen fällt besonders ein recht hoher Anteil gerade in den handwerklichen Berufen auf. Aber auch hier sind die absoluten Zahlen nur gering. Am höchsten bei den Bäckern mit 366 und den Buchdruckern und Schriftsetzern mit 340 Arbeitslosen. Viele neue Werkstoffe auf der Köl er Messe Vom 19. bis 21. September wird die diesjährige Kölner Herbstmesse für drei Tage ihre Tore öffnen. Sie wird wiederum vornehmlich als der Markt Westdeutschlands für Gebrauchsgüter hervortreten, zu welchem sie sich seit Jahren immer mehr und mehr entwickelt hat. Die Anfragen aus Ausstellerkreisen waren so stark, daß bereits vor Monaten die verfügbare Fläche belegt war. Mit einer Ausstellerzahl von 513 und einer belegten DurepuFersergi die Wen inn Hausral Deutschland führt— Zusammenarbeit der europäischen Unternehmer Der Welthandel in Hausrat löst sich allmählich aus seiner Erstarrung. Noch immer ist Deutschland trotz aller Nackenschläge der wichtigste Lieferant des Weltmarktes. Eisen= und Stahlwaren, Porzellan= und Glaswaren, Küchengeräte und Haushaltmaschinen„made in Germany" nehmen ihren Weg in alle Welt. Wie klein der Weltmarkt für diesen Hausrat, zu dem auch noch Teppiche und Gardinen, Möbel und Bettzeug gehören, aber geworden ist, zeigt sich darin, daß die Ausfuhr aller wichtigen Länder der Welt 1934 und 1935 kleiner war als die deutsche Ausfuhr des Jahres 1929 für sich allein. Im letzten Jahr lag die Ausfuhr der neun wichtigsten Länder mit 519 Millionen Reichsmark etwa ein Zehntel über dem bisher niedrigsten Stand. Den größten Anteil von etwa drei Zehntel vereinigt Deutschland auf sich, in weitem Abstand folgen Großbritannien, die Vereinigten Staaten und die Tschechoslowakei mit 12 bis 15 v. H. Von den übrigen Ausfuhrländern, deren Anteil überall unter einem Zehntel liegt, hat Japan als einziges Land der Welt seine Ausfuhr in den letzten fünf Jahren verdoppeln können; aber es ist wenig wahrscheinlich, daß es im Ostkonflikt jetzt seine Ausfuhr weiter steigern kann. Die deutsche Ausfuhr bewegt sich seit Mitte 1935 wieder in aufsteigender Linie; sie betrug 1934 167 Millionen Reichsmark, 1936 aber 192 Millionen Reichsmark und ist im ersten Halbjahr 1937 wieder fast ein Fünftel höher als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die ausschlaggebende Rolle spielen dabei Eisen= und Stahlwaren, feine keramische und Glaswaren; auf sie entfallen fast drei Viertel der Gesamtausfuhr. Dazu kommen elektrische Hausgeräte und Uhren, während die Möbelausfuhr, das Schmerzenskind der deutschen Möbelwirtschaft, mit ihren 4 Millionen Reichsmark nicht ins Gewicht fällt und im Gegensatz zum übrigen Hausrat immer noch rückläufig ist. Die Wiederbelebung des Welthandels wird überraschenderweise von einem Zusammenschluß der Fabrikanten der einzelnen Waren begleitet. So besteht seit mehreren Jahren ein Internationaler Emaillewarenverband, dex alle wichtigen Ausfuhrfirmen in den europäischen Erzeugungsländern umfaßt. Nach seinem Muster organisiert, kam im vergangenen Jahr ein internationales Ausfuhrkartell für einen so eigenartigen und verschiedenartigen Gegenstand wie Haushaltmaschinen, hinzu, das deutsche, tschechoslowakische, schwedische und finnische Fabrikanten vereinigt. Zu Beginn dieses Jahres haben die deutschen, tschechoslowakischen und französischen Geschirrporzellanfabrikanten ein Preisabkommen untereinander abgeschlossen, jetzt haben sich auch die maßgebenden europäischen Fabriken für Haushaltgeschirre zu einer Preisverständigung zusammengefunden. All diesen Zusammenschlüssen gelang es, auf einzelnen Märkten eine Besserung der gedrückten Preise herbeizuführen. Fast immer handelt es sich bei diesen internationalen Zusammenschlüssen um Unternehmer des europäischen Festlandes. Wenn auch mitunter auf den Beitritt der Vereinigten Staaten gerechnet wird, so zeigt sich doch deutlich, wie stark der Druck auf dem Weltmarkt zur europäischen Zusammenarbeit zwingt. Nur so ist auch wohl die auffällige Tatsache zu erklären, daß diese neue Kartellwelle über Europa— von der diese Fertigwarenkartelle nur eine Teilerscheinung sind— in dem Augenblick eingesetzt hat, in dem sich die Märkte des Weltmarktes allenthalben wieder zu beleben beginnen. 18. Fläche vu rund 6000 Quadratmeter hat sie gegenüber der letzten Messe(492 bzw. 5500)erneut einen Zuwachs aufzuweisen. Am stärksten vertreten sind naturgemäß Aussteller aus dem westdeutschen Industriegebiet. Durch die neuen Werkstoffe hat das Angebot eine wesentliche Erweiterung erfahren, die Auswahl ist vielseitiger geworden. Die deutschen Fabriken der Fertigwarenindustrie führen eine erstaunliche Anzahl neuer Artikel vor. Der Siegeszug der Kunstharzpreßstoffe, die zusammen mit Metall, Keramik, Porzellan und selbst mit Holz verbunden verarbeitet werden, hat sich fortgesetzt. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. September 1937 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 287,6 Millionen auf 5261,8 Millionen Reichsmark verringert. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen sind um 150000 Reichsmark auf 75,6 Millionen Reichsmark zurückgegangen. Im einzelnen stellen sich die Goldbestände auf rund 70,0 Millionen Reichsmark. die Bestände an deckungsfähigen Devisen auf 5,6 Millionen Reichsmark. Durch die Errichtung der Großanlagen für die Erschließung und Verhüttung der Salzgitterschen Erze werden auch umfangreiche Siedlungsbauten notwendig, die im Raum zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel errichtet werden sollen. Da in Braunschweig die Arbeitslosigkeit fast vollkommen behoben ist, wird es notwendig sein, aus anderen Gebieten die erforderlichen Arbeitskräfte heranzuholen und hier anzusiedeln. Die Wirtschaftliche Vereinigung der Süßwarenwirtschaft hat durch eine Anordnung bestimmt, daß die Preise für Zuckerwaren und Dauerbackwaren aller Art, zu deren Herstellung ausländische Rohstoffe oder aus ihnen hergestellte Halbfertigwaren sowie Stärkeerzeugnisse und Weinsteinsäure Verwendung finden, in dem nachweisbaren Ausmaße erhöht werden dürfen, in dem der Einstandspreis gegenüber dem 17. Oktober 1936 eine Preiserhöhung erfahren hat. Börsen wieder freundlich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Börse eröffnete unter dem Eindruck der starken Kurssteigerung für die Aktien der Dresdner Bank auf den Aktienmärkten überwiegend fest. Geringe Nachfrage nach einigen Werten führte zu Kurssteigerungen, die in manchen Fällen über 2 Prozent hinausgingen. Nur einige Werte lagen auf geringe Abgaben hin etwas schwächer. Das Ge1 Pfund: 12.36½(Vortag 12.35½) RM. 100 Dollar: 249,50(Vortag 249.50) RM. 100 holl. Gulden: 137,37(Vortag 137,24) RM. 100 franz. Frank: 8,44½(Vortag.43½) RM. 100 Belga: 41,96(Vortag 41,98) RM. 100 Schweiz. Franken: 57,29(Vortag 57,31) RM. 100 österr. Schilling: 49.00(Vortag 49.00) RM. 100 ital. Lire: 13,10(Vortag 13,10) RM. schäft setzte ruhig ein und hielt sich auch im Verlauf in engem Rahmen. Die Kuxenbörse verkehrte in ruhiger behaupteter Haltung. Bei Kohlenwerten bestand eher Nachfrage. Die Rentenmärkte lagen nicht einbeitlich. Für Altbesitz zeigte sich erhöhte Nachfrage. Der Freiverkehr war reger. Lothringen waren zu leicht erhöhten Kursen gefragt. Genußscheine knapp behauptet. Der Verlauf war zum Teil etwas leichter. Berliner Börse Nachdem man vorbörslich ziemlich fest gestimmt war, entsprachen die Anfangskurse am Aktienmarkt nicht ganz den Erwartungen. Allgemein war aber doch eine zuversichtliche und eher festere Grundtendenz nicht zu verkennen. Die Umsätze blieben allerdings weiter recht bescheiden, Harpener zogen bei einem Bedarf von nur 6000 Reichsmark um 1½ und Buderus um 1 Prozent an, während die Gewinne über ½ Prozent nicht hinausgingen. Am Rentenmarkt blieb es sehr still. Altbesitz gaben den Vortagsgewinn von ½ wieder her, waren aber zu 128 gefragt. Die Umschuldungsanleihe ermäßigte sich weiter um 15 Pfennig auf 94,55. Der Verlauf war lustlos bei weiter abbröckelnden Kursen. Der Schluß war unerholt. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Bei fehlenden Anregungen eröffnete die Abendbörse bei überaus begrenztem Geschäft, zumal kaum irgendwelche Aufträge vorlagen. Auch später trat keine Umsatzbelebung ein, so daß die Stimmung als ausgesprochen still zu bezeichnen war Ueberwiegend börte man nur wenig veränderte Kurse. Im Verlaufe war das Geschäft weiter klein, da die Unternehmungslust mit Rücksicht auf den Wochenschluß gering blieb. Auch kursmäßig ergaben sich gegenüber den letzten Berliner Kursen nur unwesentliche Abweichungen, wobei sich die Umsätze meist auf Mindestbeträge beschränkten. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 ko Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk... Weizenm. Auszm. (.820 Asche: Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 17. September: Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken; 133 Reichsmark. Aluminium, Walz oder Draht: 137 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf. 17. Sept. asganut un dülbeln Sehant, anberete Bochum, Bongardstraße 14 17../16. 9. 138.0s138.0 133.5133.0 138.5 85.3 138.5 86.0 Steinkohlen-Kuxe 17. 9. 16. 9. Geld Brief Geld Brief Carolus M. o230 0659 6250 5950 Const. 9400 9900 SM00 Deutschl. 385 420 390 419 Schwerin—1—— 5450 Heinr.— 19300— 119300 Langb 23200—[23300— Braunkonlen-Kuse Gute Hoff. 7900 8350 7900 8300 Leonn.)— 12300— Michel— 17000— 17300 Vesta— 12500— 1290 Berahereih.— 1543— 1525 Kall-Kuxe Beienrode 12001240 1200s1225 Burbach 250027002509 2700 „Neu-Staßf.—--— Siegfr. lu.11—— 4600)— Wth. 19300/26000]—— Proiverkehr Steinkehlen- u. Braubk.-Kuxe 17. 9.. 16. 9. Geld BpiefGeid Briet! Oierg. 11880 12430 11800 12300 Westralen.—— 1030— Sellera.—--Kall-Kuse 17. 9. 16. 9. Geld Briet 6 21d Briet Graunschw.ali 5900-—— Einigkeit 4650——— Erichsseg Habigh. Jisenburg Mariagl. Marie Marie L Mar Neusollst. Reicheld. Tnöringen 32503450 3200 3200 2500—— 290—1 299— 8300T2o0 2800 3000 2830 3900 2800 3000 2800 3000 239 30 2800 0 2300 240 2300/2500 240— Industrieaktien(Einheitek.) Baicke Masch. Berg. G. Dahl. V. Bonner Bg. u. H. Böep. Welzw. 01v. 17..16.9. 123.5121.5 152.0153.0 145.0145.0 Braunk. Zuk Dortm. Ritterdr. Düss. Hosf.-Br. Döss. Masch. 8. Oynamit 4. Nod. Eschw. Berg. V. Ewald--Ludw Glas- u. Sp. S. Glückauf-.46. Gebr. Goedh. 46 Hallesche Salz. Hllges Hndr.-Aufferm Hochtief 46. Kabelw. Rheydt Kall-Chamie Kreffi H. Leym& Co. Mulheim. Berg Rhein. Metall Rnein. Spiezel. Roddergr. Brak Sachtl.A6G. Bgb. Schied- Oefries Schleg. Scharp. Ver. Kumpus Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. 9. Bank u..-G. Dresdner Bank an. W. Bo. Cr. B. Westd. 8..-A. Versicherungeaktien Asch.-Mönch. F 32(1030 1080 Aach. Röckvers 14.8225.0225.0 Agripp.., Fl.L)— 390.|390.0 A- Stina. 168.9163.0 133.0132.5 — 174.7 140.5/140.5 —. 170.5 155.0— 214.0212.0 —. 162.5 —. 100.0 150.0149.9 182.0 133.0s152.0 122.0122.0 18 400.0400.0 9 189.8189.8 .5 144.0116.1 S 151.0152.0 117.0117.0 01-. 172.5 118.0117.0 122.5122.5 112.5110.0 Alll.-v. Stuttg. Alll.-u. St..-V. Colonia,.-V. K. Colonis Röcks. .2/289.0s270.0 .8/217.0213.0 .4135.0135.0 287.0257.00 17..116. 9. 790.0790.0 7 86.0 86.0 247.0247.0 117.01170 76.0 76.0 101.7101.8 98.7 98.7 99.5 99.5 98.5 98.5 Gladb. Feuerv. Köln Hageiv. Köln. Lioyd A. V. Köln Rückv. gr. Köln. Röckv. Kl. Rentenwerte 45Rb.--...12.10 99.7 99.7 5# dto, 4to. S. 11 #dto. Gold.-Kom 926, 1927 S.—9 I# Wd. Bod. Gpfd. Em. 3. 9/12, 14 4# dto. Gold-.-Obl. Freiverkehre-Aktien 17. 9. 1 16. 9. Geld Brief Geld Brief Alexand 71.9 73.0 70.7 73.0 Suro. K. 63.9 65.0 62.5 64.5 Sutt.-——— Dol. Bas. 109.0114.O109.0111.0 Dyckern 134.0136.9134.6/136.0 eisa C.[131.0133.0—. 134.0 Hann. K. 81.0 85.0—.— Hum o. 08 1 37.0 40. 5s136.0139.0 dortum 112.5115.5111.3 123.0125.5 89.0 82.0 144.9— .-Folz. Lotynn. Lotor. G. sc. bers aa. 41e S4r.5. MNIa. v. Asot. 123.0 115.3 119.5 wor. 112.0 Wr. Oin k. 149.0/143 0 fl. Schott 106 0s109.0 Waltner[129.|127.0 Alesergetecheles tällig an i. 4. 1994 I. 4. 1946 I. 4. 1935 I. 4. 1937 I. 4. 1933 17../16. 9. 103 7103 107.7107.7 111.111.7 115.7115.7 117.2/117.21 Berliner Börse, 17. Sept. I4 Klger Wischsce e Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum perke Kölner 6as Kreifft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Einheitskurse Industriewerte 17.9116. 9. kkumulatoren Ako A. E. 6. 0s127.7s127.7 Anhalter Kohle 4122.0s122 0 Aschaft. Zellstoft 3147.3146.7 Dittmann Neuh. 8—.—. Otmd. Akt.-Brau. 10—.—. Union-Brau 12 206 2205. 5 % Basalt Sayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Beri. Kr. u. Licht " Maschinend. Boderus chan. Passer Chem. Geisenk. Cont Gumm Oelaler Bens Otsch. Atlant. Otsch. Cont: Gas " habel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Watten " Eisenhand. Dierig 0123.5s121.5 0 66.41.64.7 6/152.2s152.0 0/130.5149.0 6144 0143.3 168.1 152.0 127.1 113.0 54 115.1 45 111186.0163 5 168.1 152.2 126.0 139.8 6s121.5 121.0 6/158 10/167.2 139.3 118.5 166.8 172.0 9. 6/148 0147 21 10—.—. 203.0 Oörener Metal Oyckersh. Wida giektr. Lieferg. L Licht u. Kr. Engelh. Brauere Enzinger Union Feinjute gebhardt& Co. O German. Cem Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke 6 204.0 HPcksthal Graht Nageda namb. Elektr. Hindr.-Aufterm. Hottmann Starke Honenicnewerne Hoizmann Pn. dotelostr.-Ges. enbes Jise Genus ##enbeck Brau. Junghans bebr. 6—. 131.5 152.5152.2 0 83.7 83.5 6128.0s127.0 160.0159.7 4118.0118.5 6/133.7/153.5 8/174.0174.0 9— 55 121.51202 5 69/148.0146.2 6126.0126.6 Jahmeyer I Laurahötte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. M ete Mlag Mimosa Mülneimer Berg. arenst.& Koppel“ 0 Osnabr. Kupfen Pongs&am; Zahn 6/160·5160.0 3 93.0 92.0 101. 7/100.0 5111.0 74 6—. 131.8 7 6127.5127.0 0—. 20.0 4—. 132.0 8 173 7174.7 8162.51—. 9/150.8 9115.7 #/ 890 153.0 0 92.5 437.6 111.3 152.7 91.3 6/172.0 6/140.5 9.—. 4/134.2/133. 139.5 hein. G. Werke Rhein.-W. Kals 6/149.5 Riebeck Montan.2/118 0 Rütgerswerte 6/149 1 8/203.0 9145.0 114.7 10 128 0 158.1 113.5 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhöringer 6as Tuch Aachen Union chem. er. Otsch. Nicke Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht Jjagner& Co. # Wanderers Warsteiner Grud. Westfalen Draht Nicküler Brau. 13010 eschsenwerk 9 Sarotu Schlege schles. Berg. u. L. Berg. Beuth. Elekt. u. 6as Schub. 4 Salzer Schultheis-Patz. Stegersdorter W. Siemens Glas 28/388 4118.5 1431 117.0 91127.9121.2 125.2/1250 6/161.6/162.0 4 99.0 94.6 5138.8/138.0 9131.9132.2 9213.2/213.7 7/140.2/140.5 110.0 9—.— 8170.7172.0 0 131.7/150.0 148.2148.1 128.5127.5 8 179.0177.0 3114.2113.5 1 555 Verkehrewerte 195 Elberfelder Anl. 44 Essener Anl. 45 Möfh.-Ruhr Anl. 45 Ruhrverbd. Anl. 36 98.7 99.0 45 Pr. Ldof. A. Pfd.—. 99.5 45 Lobk. Westf. Pfd. 98 7 98.7 4 Ldbk. Westf. Kom. 98.5 98.5 45 0. Komm. Goldan. 99.5 99.5 „ Westt. ldsch. Pfal 99.1 98.8 #Dt.Hyo.8in.Pfd. 99.7 99.7 ###Pr. Centr. B0d.Pfd. 99.5 99.5 4# Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 99.5 99.5 45 Basalt Obl. 101.8 6 Concord. Berg. Obl. 104. 7 104.2 5 Daimler Benz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 #5 Ver. Stanl 47/01 5 Ver. Stahl Siem. 6 H. Obl. 1 Farbenbonds Umschuld. Anleihe Rentenwerte 45 Dt. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 55 O. R. Tounganl # Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz ½5 Bochumer Anl. 45 Duisburger Anl. ### Dösseldorter Anl. 99.21 99.2 100.3 135.2 96.1 96.2 99.3 99.21 105.0 100.3 134.5 98.5 R. Schuldb. F. 39 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldo, F. 43/8 5 Essen. Steink. 42 45 Harpener 49 45 R. W. E. 52/8 5 R. W. E. 30 1% Ruhrenemie 58 55 Runcgas 52 45 Ruhrwasser 83 45 Ruhrwohng. 50 45 V. E. W. 32 192.0 97.3 97.3 100: . 176.5 131.6132.9 94.1/94.3 179.17.2 Geid Brief 99.8/100.6 100 99.3 102.0 99.5 99.0 102.0 96.7 100.0 98.7 100.0 96.8 90.0 99.6 98.6 100.5 98.5 97.5 100.5 97.2 98.5 97.2 98.5 Westtalenbank.-G. Bochum Austührung samtllener Bankgesena11e MMOTEPUnd PiNGf-Dalk. Pälate-Bscian! Wilhelmsplatz—4, Fernsprecher 60031 meter hat sie gegenüber 10)erneut einen Zuwachs rtreten sind naturgemäß Industriegebiet. Durch Angebot eine wesentliche swahl ist vielseitiger geen der Fertigwarenindunzahl neuer Artikel vor. reßstoffe, die zusammen und selbst mit Holz versich fortgesetzt. hsbank vom 15. Septemsenen Bankwoche die gechseln und Schecks, Lom7,6 Millionen auf 5261/8 rt. Die Bestände an isen sind um 150000 nen Reichsmark zurücken sich die Goldbestände smark, die Bestände an 5,6 Millionen Reichssroßanlagen für die Erer Salzgitterschen Erze dlungsbauten notwendig. hweig und Wolfenbüttel n Braunschweig die Arehoben ist, wird es notbieten die erforderlichen hier anzusiedeln. ung der Süßwarenwirtung bestimmt, daß die auerbackwaren aller Art, sche Rohstoffe oder aus ren sowie Stärkeerzeugvendung finden, in dem werden dürfen, in dem em 17. Oktober 1936 eine freundlich ierbörse in Düsseldorf em Eindruck der starken r Dresdner Bank auf den fest. Geringe Nachfrage rssteigerungen, die in mansgingen. Nur einige Werte twas schwächer. Das Ge12.35½) RM. 249.50) RM. Lortag 137,24) RM. Lortag.43½) RM. 1,98) RM. (Vortag 57.31) RM. (Vortag 49,00) RM. ig 13,10) RM. sich auch im Verlauf in örse verkehrte in ruhiger iwerten bestand eher Nachlagen nicht einheitlich. Nachfrage. 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Von Alexander Wirtz ( n der blassen Sonne hinter dem Wald reckte sich Pit Kalker, der Herrgottschnitzer, und sang ein übermütiges Lied von der Wiederkehr. Im dichten Geäst der Bäume hatte des Windes Eilen brausender geklungen; in Schatten wandernd, hatte Pit Kalker fröstelnd den Rock um sich geschlagen und die Augen gesenkt, doch nun dünkte iym nach Trübsinn die Welt wieder herrlich. An seiner Schulter hing an einer Schnur die Rolle mit seiner Habe: einem Hemd, einem Handtuch und einigem geschnitzten Holzwerk, das andere trug er am Leib. Er hatte kein Brot, keine andere Speise mehr im Hüftsack, nur in den Lücken zwischen den Zähnen erinnerten ihn Reste an vergangene Aepfel, die er unter einem Baum an der Landstraße vor Stunden aufgehoben hatte. Sie stimmten ihn etwas wehmütig, und darum sang er die Sonne an. Es mußte wohl stark gegen Herbst gehen, da der Apfelkern, den er soeben ausspuckte, fast schwarz war, und weil an Pit Kalkers Schuhen bunte, nasse Blätter vom Wald her klebten. Sein Lied verstummte, als er dieses gewahr wurde, seine Augen öffneten sich erschrocken eine Weile lang, dann sang er das Lied leise zu Ende. Und derweil dachte er, daß es Zeit sei, die Schritte länger zu machen, um aus diesem Strich Land, in dem kein Herrgottsschnitzer einen Gesellen brauchte, weil es yier keinen gab, in das Gebirge zu kommen, wo er im frühen Jahr Arbeit und Schlemmen gefunden hatte. Aber ehe er das Ziel erreichte mochte noch mancher Apfel vom Baum fallen, und Pit Kalker dachte, daß dabei die Blätter noch oben bleiben dürften. Mit dem Sonnenuntergang wurde Pit Kalker daran erinnert, sich ein Lager für die Nacht zu suchen. Rechterhand gewahrte er in einiger Entfernung einen Weg, der zu einem Wald führte, vor sich, etwas weiter, die Dächer eines Dorfes. Der Wind hatte sich gelegt. Pit Kalker blickte mit Kennerblicken gegen den Himmel, schüttelte besorgt den Kopf und überlegte, ob es nun besser sei, wie gewöhnlich im Wald auf Moos und Farn zu schlafen, oder ob er die gerade Straße bis zum Dorf weiterwandern solle, um da einen Bauer zu bitten, ihn in der Scheune übernachten zu lassen. Sein Zweifel wurde behoben, als es aus einer schwarzen, dicken Wolke über ihm zu regnen begann. Da setzte er seine langen, dünnen Beine in heftig schlenkernde Bewegung zum Dorf hin. Doch wurde das Regnen schnell so stark, daß er bis auf die Haut durchnäßt wurde, als er die ersten Häuser erreicht Pit Kalker fror jämmerlich. Er klopfte an dieses und jenes Hoftor, brachte, wenn man ihm öffnete, bescheiden seine Bitte vor und hätte heulen mögen, da man ihn überall freundlich oder barsch oder gleichgültig abwies. Der eine gab vor, kein Stroh zu haben, der andere keine Scheune,####d viele schlugen ihm einfach wortlos das Tor vor den bettelnden Augen Ju.„. 105 Jud auf di. Aans Da setzte er sich mude uno eleno aus die Bank unter der Linde des Marktplatzes und hätte hier schlafen mögen. Er stützte die Ellbogen auf die Knie und das Kinn auf die Hände und spuckte oft grübelnd aus. Aber plötzlich fuhr er auf und schritt langsam weiter; denn in solchen Träumereien kam gern der Gedanke an die gemütliche Stube zu Hause, an Vater und Mutter, die doch so schrecklich weit waren. Diese Gedanken fürchtete er mehr noch als den Regen; denn der Regen konnte ihn nicht zum Heulen bringen. Ihm war der Mut vergangen, in diesem unfreundlichen Dorf weiter nach einer Scheune und einem Busch Stroh zu suchen. Er wollte nun den Wald aufsuchen, da, wo er unter jungen Tannen am dichtesten war, oder gemächlich zum nächsten Ort schreiten. Ihn störte das dichte Regnen nun nicht mehr, da er nichts mehr am Leib trug, was nasser hätte werden können. In seinem Sinnieren überholte ihn eine Bäuerin, die einen Handwagen hinter sich her zog, der mit Stroh gepolstert und mit gefüllten Obstkörben beladen war. Sie hatte des Regens wegen den Rock über ihren Kopf geschlagen. Pit Kalker war versucht, über den wollenen, rotblaugestreiften Unterrock der Bäuerin zu lachen, aber da geschah es, daß der Wagen in einer Vertiefung des Weges umschlug, und die Früchte, Aepfel und Zwetschen, über die Straße kollerten. Mit Murren bückte sich die Bäuerin und raffte die Früchte wieder in die Körbe, da sprang auch Pit Kaiter hinzu und half ihr. Sie musterte ihn erstaunt und abweisend zugleich und ließ seine Hilfe wortlos geschehen. Dabei gewahrte Pit Kalker weiße und graue Strähnen in ihrem Haar. Und als er ihr die letzten Hände voll in die Körbe legen wollte, winkte sie ab und sagte kurz, er möge sie schon in seine eigenen Taschen stecken. Damit wollte sie wieder mit einem undeutlichen Gruß in die Gabel des Wagens treten. Pit Kalker biß herzhaft in einen roten Apfel und blickte die Bäuerin fröhlichen Gesichts an. „Schönen Dank!“ sagte er,„aber lieber wäre es mir, Ihr würdet mir das Stroh da auf dem „Was wollt Ihr mit dem Stroh?“ fragte die Bäuerin und konnte ein Lächeln nicht verbergen. „Und einen trockenen Platz, wo ich es für die Nacht hinlegen könnte“, überging Pit Kalker verschmitzt die Frage und trat näher zu der Bauecin. Sie sah ihn groß an. Schlafen“ antwortete er lakonisch. Da verstand sie ihn, musterte ihn eindringlicher noch als zuvor und sagte dann, daß er mitkommen solle. So fand Pit Kalker eine Scheune und Stroh für die Nacht, und das erste war, was er darin tat, daß er die nassen Kleider vom Leib streifte, das trockene Hemd aus dem Bündel anzog und sich dann behaglich aufatmend auf dem Strohberg niederließ. Dann begann er einen Apfel zu essen. Darüber erschien die Bäuerin, hantierte hier und da in der Scheune herum— zwecklos, wie es Pit Kalker dünkte — und fragte schließlich nach seinem Namen, nach Herkunft und Ziel. Pit Kalker antwortete verlegen; denn er schämte sich seiner nackten, haarigen und dürren Beine, die er krampfhaft im Stroh zu verbergen suchte. Sie bemerkte das. „Habt Ihr keine Hose mehr?“ fragte sie. Pit Kaller verneinte.., WBi, 2s1 7 15 G. „So!“ Sie hantierte weiter.„Wie all seid Iher „Im September 38“, antwortete er. „Das wäre in diesem Monat...?“ „Wie? Schon September?“ fuhr Pit Kalker auf. „Der neunte... „Der neunte? Und morgen— Herrgott!— der zehnte? Dann... werde... ich... morgen... 38... Herrjeh... ja, Geburtstag...“, stammelte er. So“, sagte die Bäuerin kurz und unbeweglichen Gesichts und ging. Nach einer Weile kam sie zurück und brachte ihm eine Hose. 644,„ 28 zzunt. „Probiert, ob sie paßt“, sagte sie,#### lonnte sein. Und dann kommt ins Haus—, ich habe Euch eine Schüssel Milch hingestellt.“ Sie entfernte sich wieder. Pit Kalker zog die Hose an. In der Länge paßte sie, aber sie war etwas eng, auch in den Beinen so lächerlich altmodisch eng. Pit Kalker entsann sich undeutlich, vor Jahren, vielleicht als Achtzehnjähriger solche Hosen getragen zu haben. Als er in die Küche trat, stand die Bäuerin am Herd. Sie bedeutete ihm, die Milch auf dem Tisch zu trinken und das Brot zu essen. Und während er ihren Worten nachkam, brachte sie ihm noch zwei Eier, die sie gerade gekocht hatte, und ein Stück Eleisch..., 8, um M „Eßt!“ sagte sie nur, als er sie verwundert anHaute,„„:. tranf T. mas Cch. h. Pit Kaiter aß und trank. Er war sehr gungrig gewesen, obwohl er es nicht hatte wissen wollen. Die warme Milch belebte ihn. „Ihr seid allein?“ fragte er. Sie schüttelte den Kopf.„Noch zwei Knechte und eine Magd“ antwortete sie gleichmäßig ruhig. Pit Kalker unterdrückte die Frage nach Mann und Kind; er aß und trank nun nachdenklicher. Die Frau hantierte immer noch am Herd, und wiederum zwecklos, wie es Pit Kalker schien. „Frau!“ sagte er schließlich bedrückt,„Ihr seid so gut zu mir...“ Das Lärmen am Herd wurde lauter und heftiger. „Frau!“ fuhr Pit Kalker fort,„wollt Ihr nicht mit mir essen und trinken? Dann... dann brauchte ich nicht allein Geburtstag zu feiern. Dann ist es, als wäret Ihr meine Mutter...“ Das Lärmen und Bewegen am Herd setzte aus. Die Frau blieb unbeweglich. „Kommt Frau... Mutter“, bat Pit Kalker. Da kam sie steif an den Tisch. Sie goß sich eine Tasse Milch ein, trank aber nicht. Sie brach Brot, aß es aber nicht; sie zerkrümelte es, und das Weiche vom Brot wurde zu vielen dickbäuchigen Würmern. „Mutter“, sagte Pit Kalker weich und scheu, als er einmal ihre Hände berührte. Sie zuckte zusammen und barg die Hände unter dem Tisch. Als sich Pit Kalker zum Schlafen in die Scheune begeben wollte, erhob sie sich mit ihm und führte ihn in eine Kammer. Sie deutete wortlos auf ein Bett mit frischen Kissen und ging hinaus. Und Pit Kalker blickte sich scheu um und war verwundert über einen üppigen Dahlienstrauß auf der Kommode. Der Morgen begann für ihn, indem ihm die Bäuerin in den Schlaf Milch und Brot und Eier brachte. Ehe er es begriff, hatte sie die Kammer wieder verlassen. Er aß und trank, wusch sich und kleidete sich an und ging die Stiege hinunter. Die Bäuerin war nirgends zu sehen. Er trat in die Scheune, packte sein Bündel, aber er ließ ein hölzernes Kreuz, das er für seine Mutter geschnitzt hatte, draußen. Schließlich kam die Bäuerin im Sonntagsstagt,..kins(aat. Bit.0, „Ich werde nun gehen“, fügle Pil Kalter. „Ja..“ erwiderte sie und hantierte am Herd. „Meinen besten Dank“, sagte Pit Kalker schwerfällig, Ja...“ „Und das will ich Euch hierlassen“, sagte Pit Kalker und zeigte ihr das Kreuz. Sie nickte. „Legt es da auf den Tisch“, sagte sie und hantierte weiter am Herd. Da ging er noch einmal in die Kammer hinauf, knickte eine brennendrote Dahlie vom Strauß und steckte sie an seine Mütze. „Weil heute Geburtstag ist“, sagte er zu der Frau und die nickte. Dann ging Pit Kalker. Und die Sonne schien. Und Pit Kalker sang sein Lied von der Wiederkehr, wie er es inniger noch nicht gesungen hatfe.„.„ Hein mar nehm... Und als die Frau auein war, naym sie das Kreuz, faltete darum die Hände und beugte die Stirn darauf. Und dann nahm sie den prächtigen Dahlienstrauß, band das Kreuz hinein und ging damit zum Dorf hinaus. Auf einem Hügel vor einem Stein hielt sie inne. Auf dem Stein lagen in Stein gemeißelt Schwert und Stahlhelm. Und in den Sockel waren Namen und Daten eingegraben. Viele Namen und hinter jedem zwei Daten: ein Stern und ein Datum und ein Kreuz und ein Datum. Und ihr Blick fand einen Namen mit den zwei Daten, aber er haftete nur auf dem ersten: 10. September... Und die Frau stellte Kreuz und Blumen davor und faltete die Hände. Und sie rechnete und rechnete, obwohl sie es lange wußte, daß zwischen dem ersten Datum hinter dem Stern und dem heutigen Tag 38 Jahre lagen. Aber zwischen dem Datum hinter dem Stern und dem hinter dem Kreuz lagen nur achtzehn... c 5 ∆ Leere Kähne— Herbststimmung an der Ruhr Seichnung Hannes Loos Du kannst nicht Von J. H. Braach (#'in kleines Büro auf Londons berühmtem E b gzadßz überträgt und vervielfältigt die Wettermeldungen, die ihr von der meteorologischen Station zugegangen sind.—5 Jounh, der Die Ture wird aufgerissen und Jon, Freund ihres Verlobten, stürmt in seiner hastigen „Was Besonderes los, Gladys? Keine angekündigt? Keine Stürme?" „Alles in Ordnung da oben.“ „Famos. Dachte schon, daß die Schwüle so ein bißchen Poltern und Rumoren anziehen würde. ein wenig in die Höhe. Aber du— fehlt dir etwar## Mit einem Satz ist er bei ihr. Sie ist auf ihrem Stuhl zusammengesunken wie eine Ohnmächtige. Ihr Gesicht ist leichenblaß, sie keucht schwer, ihre Augen schauen entsetzt auf Jonny. „Du hast doch einen neuen Motor in die Maschine bekommen?" fragt sie mühselig und gequält. „Ja— vorgestern— achtzig PS stärker. An die dreihundert Kilometer werde ich jetzt rausbekommen. Feine Sache. Ist dir besser““„äder und „Ja“, erwidert das kleine hlonde#####er und richtet sich auf.„Es war wie ein Schwinvel. ScheußDie Hitze ist schuld. Bisher kaltes und feuchtes Wetter— jetzt der Wechsel— die Sonne knallt nur so herunter— das fällt vielen Menschen auf die Gladys geht nicht auf seine Worte ein. Fest und bestimmt erklärt sie:„Du kannst nicht fliegen, „Wiesos Voxher sagtest du, daß kein Gewitter zu befürchten wäre.“ c „An deiner„Flying dog“ muß etwas nicht in Unmöglich— gestern brummte er wie besessen 108. „Holton war vorher da und erzählte es mir. Erkundige dich bei ihm... einem Gruß 18 Jonny hat nicht mal Zeit zu einem Gruß, so Kaum hat er die Türe geschlossen, da ruft Gladys schon den Meister der Werkstätten an. „He— Holton— Jonny Harding. kommt. Er darf nicht fliegen. Verhindern Sie auf alle Fälle „Gut— Miß Burke. Hat er Schlagseite? Zu „Das nicht— aber lassen Sie ihn nicht in seinen Apparat.“ Wird gemacht.“... s4m 2; Gott sei Dank, denkt Gladns und aimet auf. Vorher das— mit der abscheulichen Schwäche— das war zu hart. Zu wahnsinnig. Während sie in Jonnys lachendes Gesicht schaute, war es ihr, als ob sie ein zertrümmertes Flugzeug sähe. Ein Flugzeug mit einem neuen Motor. Die Hitze— natürlich. Aber— weiter getippt und sich nicht mehr des häßlichen Gesichts erinnert. Jonny fliegt ja nicht. Nach einer Viertelstunde kommt ein bekannter Sportflieger, und bringt ihr drei rote „Die sind zum Anstecken“, erklärt er. Die Flieger geben dir heute abend ein Fest. Eine kleine Ueberraschung— ich soll es dit,igoerdag zg, schön. „Was?“ freut sich das Maver.„Tux ist schon. Aber— geh mal zu Jonny. Der arme Junge wird untröstlich sein.“ Hat er Bruch gemacht?“..... „Nein— seine„Flying dog“ hat eine Panne. Nicht schlimm, aber dennoch so, daß er heute nicht starten kann.“„. um fehen „Gut— winl nach ihm sehen. Fred trifft Jonny bei seiner Maschine, die vor Zum Teufel", schimpft er,„Holton behauptet, daß der Vergaser bocke. Habe den Motor laufen lassen— tadellos— ich sage dir, es ist nicht das Ge„Werden wir gleich haben“ erwidert Fred und schaut nach. Er stellt den Motor an und hört auf sein Tosen und Singen, er gibt Gas und zieht es wieder weg, er kontrolliert den Verteiler, die Zündkerzen— nichts— nicht die kleinste Störung ist festHolton soll kommen“, befiehlt er zuletzt einem o Der ist gerade nach Hause. Heute abend muß er nach Southampton.“ „Wissen Sie, was der Maschine fehlt? „Nichts.“ „Holton erzählte mir doch, daß er sie heute morgen noch einmal ausprobiert hatte, und daß der Motor ausgesetzt habe“, erklärt Jonny. „Woher denn— er ist den Apparat doch nicht geflogen. In das neue Fokkermodell aus Schuppen 18 hat er sich gesetzt. Ihre Bor wurde überhaupt nicht geöffnet. Holton hat sich geirrt.“ „So ist die Geschichte" pflichtet Fred bei und meint zu seinem Freund:„Ich ziehe eine Runde.“ „Das kann ich auch.“ „Bin doch ein älterer Pilot und kenne den neuen Motor besser als du.“ Fred brummt los. Fünf Minuten lang, zehn Minuten lang— der Motor ist gesund— alles klappt— das Höhensteuer, das Seitensteuer— und großartig ist es, was der Apparat durch den stärkeren Motor gewonnen hat— wie er losfegt— wunderbar. Noch eine Kurve, dann zum Landen angesetzt. Den Knüppel langsam herum— vorsichtig— jetzt— was ist das— ein Loch in der Luft— der Apparat fällt— in der Schräglage— in Gradflug gegangen und die Maschine aufgefangen— das Höhensteuer angerissen— zu stark— viel— viel zu stark—— Gladys hat sich die Rosen angesteckt und unterbricht zum dritten Male in der kurzen Zeit ihre Schreibmaschinenarbeit, um vor einen kleinen Spiegel zu treten und zu sehen wie schön die dunkelroten Blumen auf ihrer hellen Bluse leuchten. KungVellunVur santts genebater. Eche Frage, die jeden jungen Menschen angekt, und secks Antwonten „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ heißt es im Dichterwort. Wie lange soll aber die Zeit der Prüfung ausgedehnt sein, wann ist der Zeitpunkt gekommen, der zur Eheschließung geeignet ist? Sollen zwei Menschen, die beschlossen haben, den Bund für das Leben zu schließen, längere Zeit verlobt sein oder ist es besser, in kurzer Zeit zu heiraten? Diese Frage, die unzählige junge Frauen und Männer angeht, hat unser Mitarbeiter einigen Personen vorgelegt. Welche Vorzüge und Schattenseiten hat eine länger ausgedehnte Brautzeit, worin liegt der Wert oder Nachteil einer schnell geschlossenen Ehe? Erst ganz auseinander einttellen... „Keinesfalls bin ich für eine zu schnelle Heirat“, erzählt uns die 22jährige Inge., die als Verkäuserin in einem Schuhgeschäft angestellt ist.„Sehen Sie, ich finde, zwei Menschen müssen sich wirklich erst ganz aufeinander einstellen und versuchen, die Interessen und Gedanken des anderen zu verstehen und zu schätzen. So etwas braucht Zeit. Es kommt während der Brautzeit wohl weniger auf die netten Stunden an, die man verlebt, als auf das Sichkennenlernen in den Fragen des Lebens. Ich selbst bin schon über zwei Jahre verlobt. Ich finde, man muß, bevor man eine Ehe schließt, den Partner des späteren gemeinsamen Lebens so gut kennen, wie sich selbst. Man muß seine kleinen und großen Schwächen genau so mit offenen Augen sehen, wie seine guten Seiten. Erst durch dieses wirkliche Sichkennen scheint mir die Gewähr für eine glückliche Ehe gegeben zu sein!" Gemeinsam das Leben aufbauen... „Ich habe längere Zeit über Ihre Frage„Lange verlobt oder schnell geheiratet?" nachgedacht“, sagte der junge Mediziner, den wir um seine Stellungnahme zu dem Thema baten.„Ich möchte mich eigentlich für eine schnelle Heirat entscheiden. Ich finde, daß gerade heute, wo in verhältnismäßig jungen Jahren Ehen geschlossen werden, die Vorbedingungen dazu vorhanden sind. Die jungen Menschen von heute sind sich ihrer Pflichten und Aufgaben im Lebenskampf und in der Ehe weit mehr bewußt, als Menschen gleichen Alters in den Tagen unserer Väter. Daraus darf man wohl schließen, daß die jungen Menschen, die heute eine Ehe eingehen, wissen, was sie tun, und die einzelnen Probleme der Ehe gründlich genug betrachtet haben. Warum ich weiter für die schnelle Heirat so eintrete, ist die Tatsache, daß jungverheiratete Menschen gemeinsam ihr Leben und ihre berufliche Betätigung aufbauen und damit den Grundstein zu einem fest verankerten Zusammenhalt legen. Gerade dieses gemeinsame Schaffen in den ersten jungen Jahren einer Ehe scheint mir weitaus wichtiger für das zukünftige Glück zu sein, als die lange unzeitgemäße Brautzeit, die beiden Partnern in den meisten Fällen nur wenig zu bieten vermag.“ Dor der Verlobung prüten... „Glauben Sie, daß man für die Frage nach der langen oder kurzen Verlobungszeit allgemein gültige Regeln aufstellen kann?" Mit diesen Worten beginnt eine junge Ehefrau uns ihren Standpunkt klarzumachen. Sie ist seit vier Jahren glücklich verheiratet.„Ich finde, im allgemeinen ist von einer zu langen Verlobungszeit unbedingt abzuraten. In allen Dingen des Lebens ist ein langes Hinausschieben nur nachteilig. Dagegen sollen sich zwei Menschen erst dann verloben, wenn sie geprüft haben, ob sie wirklich zueinander passen. In solchen Fällen erübrigt sich eine nochmalige Prüfung in der Brautzeit. Auf diese Weise verhindert man eine Entfremdung während der Verlobungszeit und kann die kurzen Wochen der Brautzeit rein praktischen Dingen zuwenden. Die Einrichtung der Wohnung, das Gestalten des eigenen Heims— all das sollen die Brautleute gemeinsam vornehmen, sollen gegenseitig ihre Wünsche und Bedenken äußern und sich während dieser kurzen Verlobungszeit auf das Familienleben vorbereiten.“ Von der liebe allein kann man nicht leben „Es kommt auf die innere Reife der beiden Ehepartner an“, meint ein bald fünfzigjähriger Familien= vater, dem wir unsere Frage vorlegten.„Ist einer der beiden jungen Leute noch nicht recht für das Leben mit all seinen harten Kämpfen seelisch gewappnet, so ist eine möglichst lange Verlobungszeit am Platze. Häufig schon sah man, daß Verlobungen, die in einem plötzlichen Glückstaumel, aus irgendeiner Stimmung heraus geschlossen wurden, sehr bald auseinandergingen. Warum? Die jungen Leute sahen den Himmel zu blau, dachten nicht an Schwierigkeiten persönlicher oder wirtschaftlicher Art und glaubten, von der Liebe allein leben zu können. So sollten die jungen Menschen in einer nicht zu knapp bemessenen Verlobungszeit die sachliche Grundlage für das Glück der Ehe schaffen, denn ich allgemeinen wird nur die Ehe glücklich werden, die dem gesunden Verantwortungsgefühl des Mannes und der Hilfsbereitschaft der Frau entspringt. Aus diesem Grunde trete ich für eine längere Verlobungszeit zum Wohl der jungen Eheleute ein.“ Warum koltbare Zeit verlieren? „Ich ziehe die schnelle Heirat vor“ meint die junge Sportlehrerin, mit der wir uns unterhalten.„Ich sehe in der langen Verlobungszeit die Gefahr, daß jeder der beiden Partner dem anderen zu viel zu geben versucht, und daß dadurch die Ehe leidet. Ich finde, daß es nichts Schöneres gibt, als den Menschen, den man liebt und der zu einem gehört, schnell zu heiraten. Warum schöne, kostbare Zeit verlieren? Hat man nicht viel mehr vom Leben, wenn man frühzeitig heiratet und alle Dinge— Verfehlte Spekulation am Nordpol Gutes und Schlechtes— gemeinsam erlebt? Früher, in den Tagen unserer Großeltern, als der junge Bräutigam zuerst einmal Kavalier zu sein hatte, ja, da lernte man den wahren Menschen doch während der langen Verlobungszeit nicht kennen. Aber heute, wo der Sport den Menschen wieder die Natürlichkeit gab, da, glaube ich, lernt man sich in wenigen Wochen besser und tiefer kennen, als in früheren Zeiten in mehreren Jahren. Langes Warten hemmt nur das Glück.“ Spielerei oder echte Liebe? „Eine lange und zum Teil getrennte Verlobungszeit ist das Richtige", ist die Meinung eines jungen Mannes, der erst seit einem Jahr verheiratet ist.„Das Wichtige scheint mir zu sein, daß sich die Brautleute einmal während der Verlobungszeit drei, vier oder fünf Monate lange nicht sehen. Dadurch hat jeder am besten die Möglichkeit, sich selbst, seine Liebe und Treue zu überprüfen und Schlüsse daraus zu ziehen. Gerade in der Ferne wird man viel eher erkennen, ob es nur eine verliebte Spielerei oder die wirkliche tiefe Liebe ist.“ Fespennerkaute inteldigenErs Sanze Ortschaften liegen verlasten hinter dem Tolarkreis Man stelle sich vor: Weit oben hinter dem Polarkreis, zwischen den Eiswüsten von Spitzbergen, steht eine Anzahl großer Niederlassungen, in denen keine Menschenseele wohnt! Kaum tausend Kilometer vom Nordpol entfernt findet man Eisenbahn, Radio, und Kino, obwohl es weit und breit nur ein paar Füchse und Eisbären gibt Was sind das für gespenstische Siedlungen, und wer hat sie in dieser Einsamkeit erbaut? Spitzbergen-Marmor stark gefragt Natürlich waren es findige Leute, die selbst in der Nähe des Nordpols noch ein Geschäftchen machen wollten. Da liegt in der Kingsbai, sechs Tagesreisen vom Nordkap entfernt, die kleine Niederlassung London. Irgendein Abenteuer hat hier zufällig einen Marmorbruch entdeckt. Die Nachricht erregte seinerzeit in England ungeheures Aufsehen. Es war im Jahre 1911. Ueberall gab es hoffnungsvolle Menschen, die gern den großen Einsatz wagten. Eine Aktiengesellschaft wurde gegründet— Spitzbergen=Marmor war der große Trumpf. Die Londoner Börse erlebte ein paar heiße Tage. Schiff auf Schiff bahnte sich seinen Weg durch die Packeisfelder nach Norden. um in der Kingsbai seine kostbare Last zu löschen. Inmitten unerforschter Wildnis entstand ein Bergwerk von riesigen Ausmaßen. Ueber zwei Millionen Reichsmark wurden in den Bau hineingesteckt! Mehrere hundert Arbeiter waren bereits nach Spitzbergen gekommen... das Bergwerk konnte eröffnet werden. Und da geschah die Katastrophe. In dem allgemeinen Begeisterungstaumel hatte man ganz vergessen, sich mit dem eigentlichen Wertobjekt— dem Marmor— näher zu befassen. Einige Gesteinsproben hatten genügt, und die waren wirklich von hervorragender Qualität. Als man jedoch den Marmor in größeren Mengen zu fördern begann, stellte sich heraus, daß er eine üble Eigenschaft besaß. Bis in die tiefsten Lagen hatte das Gestein durch den starken Frost gelitten und fiel auseinander, sobald es in wärmere Gegenden kam. Man verschiffte zwar einige Ladungen davon nach England, doch bei der Ankunft war der Marmar völlig wertlos. Es folgte ein furchtbares Erwachen, das Bergwerk war dem Untergang geweiht. Unheimlich schnell zogen sich die Geldleute zurück. Überall geisterhafte Stille Einige Pelzjäger trafen die Stadt in sonderbarem Zustand an. Bei ihrer Abreise vor wenigen Tagen war die Siedlung noch bewohnt, jetzt herrschte überall geisterhafte Stille. Die Jäger gingen in das Direktionsgebäude und trauten ihren Augen kaum. Sie standen vor einem fertig gedeckten Mittagstisch! Die Gläser waren zur Hälfte noch mit Wein gefüllt, Speisereste lagen auf den Tellern. Ein Klavier war aufgeklappt, die Notenblätter standen auf dem Pult. Aber so viel man auch suchte, kein Mensch war in der ganzen Siedlung zu entdecken. Unheimlich wirkten die stillen Zimmer, in denen kein Gegenstand zu fehlen schien. Fluchtartig mußte diese Siedlung während der letzten Stunden verlassen worden sein! Niemand hatte Lust verspürt, in dieser toten Stadt zu überwintern. Die Jahreszeit war vorgeschritten. Draußen in der Bucht mahnte der letzte Dampfer zur Abfahrt. Der Kapitän hatte es eilig. Unheimlich schnell schob sich ein breites Eisfeld heran— zehn Minuten noch, dann würde es den Dampfer umlagern, festhalten bis zum nächsten Jahr! Zehn Minuten noch! Und es gab keinen Menschen in der Siedlung, der nicht alles im Stich ließ und an Bord eilte. Durch eine der letzten Rinnen im Eis wurde das offene Polarmeer erreicht. Zurück blieb eine tote Stadt. Nur ein Friedhof blieb zurück Noch seltsamer ist die Geschichte der großen Kohlenstadt Ny=Alesund, die ebenfalls in der Kingsbai liegt. Die Aktionäre haben nicht gespart, als sie dies Bergwerk erbauten. Hier stehen keine einfachen Baracken, sondern hübsche zweistöckige Häuser, die mit allen Bequemlichkeiten, fließendem Wasser und elektrischem Licht versehen sind. Eine fast drei Kilometer lange Bahnanlage und mehrere Lokomotiven verrosten auf der sumpfigen Tundra. Sogar ein Kino ist vorhanden und eine Bibliothek mit mehreren tausend Bänden. Aber Ny=Alesund sah andere Tage. Dicht neben dem Direktionsgebäude steht ein gewaltiger eiserner Ankermast. Und ein paar Schritte weiter, hinter den dunklen Kohlenhaufen, erhebt sich, alles überragend, das gebleichte Holzgerüst einer riesigen Ballonhalle. Im Jahre 1925 kreisten zwei große Dornier=WalMaschinen über der rauchenden Kohlenstadt. Amundsen flog dem Nordpol entgegen! Ein Jahr später herrschte in der Kingsbai noch größerer Trubel. Ny=Alesund wurde zum Treffpunkt der berühmtesten Nordpolflieger. Während Amundsen die Mitwelt mit einem Luftschiff überraschte, nahte als gefährlicher und ungeahnter Konkurrent der Amerikaner Byrd mit einem dreimotorigen Fokker=Flugzeug. Nach diesem Luftrennen zum Pol, bei dem die Amerikaner den Sieg davontrugen, folgte Nobile mit seinem Unglücksschiff. Seit dieser weltbekannten Tragödie herrscht in der Kingsbai beklemmende Stille. Das Kohlenbergwerk ist stillgelegt. Spitzbergen als Jankltelle Aber schon werden neue Pläne bekannt. Die Forscher haben ihre Pionierarbeit beendet, jetzt kommen die Geschäftsleute an die Reihe. Schon wird von ausländischen Luftfahrtunternehmen allen Ernstes der Plan erwogen, einen ständigen Personenflugdienst über den Nordpol einzurichten. Großzügig ist der Plan durchdacht: einsame Inseln werden zu Wegweisern, Spitzbergen soll als Tankstelle dienen. Vorläufig alles Phantasie oder schon beinahe Wirklichkeit? Woetersthelböt Schatt Bochum vor hundert Jahren Im Bochumer Wochenblatt des Jahrgangs 1837 finden wir manche Anzeigen, die uns einen Blick in die Zeit vermitteln, als„Kaubaukum" noch ein kleines Landstädtchen war. Es entbehrte nicht ganz der bildenden Künste, gab es doch einen„Musikverein“, der sich bemühte, den Bochumern edle Musik zu bieten— wenn das auch nicht ohne Schwierigkeiten gelang, wie nachstehende Anzeige erkennen läßt: Concert. Nach Beseitigung mehrerer Hindernisse sieht sich nunmehr der hiesige Musikverein wieder in den Stand gesetzt, dem Circular vom 13. v. M. gemäß das erste diesjährige Concert, in welchem Solopartien für Flöte, Violine, Klarinett 2e vorgetragen werden sollen, am Sonnabend den 2s. dieses Monats im Saale des Herrn Kaltheuner zu veranstalten. Anfang präcis 6½ Uhr abends. Entree für Herren 10 Sr. Damen sind von dessen Entrichtung frei. Nach dem Concert ist Ball, zu welchem auch von Mitgliedern des Vereins Eingeführte Zutritt haben. Bochum, den 16. Februar 1837. Der Musikverein. Bochum war vor hundert Jahren wie heute noch der geschäftliche Mittelpunkt des ganzen Umkreises. Die Kaufmannschaft war bestrebt, der Kundschaft das Neueste zu bieten. Beweis dafür auch die folgende Anzeige: Durch vortheilhafte Einkäufe auf der Messe zu Frankfurth am Main bin ich im Stande, mein wohl assortirtes Lager bestens zu empfehlen. Darunter zeichnen sich besonders aus: schöne ächt geschliffene Krystall=Waaren in mehreren Farben, moderne Spiegel und Spiegel=Gläser, pariser und englische Porcellan= und pariser ächt vergoldete Galanterie=Waaren, so wie coblenzer und berliner Blechwaaren, ordinäre und feine Porcellan, hölzerne und Oel=Pfeifenköpfe, Regenschirme und ächte potsdamer Dampf=Chocolade. Zur geneigten Abnahme, unter Versicherung der billigsten Preise, empflehlt sich bestens. Bochum, den 13. April 1837. Ph. Heinsberger. Damals war die Voede der Weideplatz der VoedeHudschaft. Hierhin trieb der Kuhhirt seine Kühe und ochafe; man war darauf bedacht, die wechselweise benutzte Weidefläche als nahrhafte Futterplätze zu erhalten. Wir lesen da: Bekanntmachung. Die im künftigen Jahre zur Hude kommende städtische Voede soll mit Klee besäet werden. Es sind hierzu ungefähr 700 Pfund Kleesaamen erforderlich. Die Voede=Hudschafts=Deputirten ersuchen diesenigen, welche die Anlieferung der zur Einsäung erforderlichen Quantität Kleesaamen übernehmen wollen, das Muster von demselben nebst dem Preise vor dem 1. März d. J. verschlossen an den Wirth Kaltheuner portofrei gelangen zu lassen. Bochum, den 10. Februar 1837. Die Deputirten der Voede=Hudschaft. In deren Auftrage I. W. Kaltheuner * Daß die Viehhaltung vor hundert Jahren eine große Rolle spielte, geht aus den Zwangsversteigerungsanzeigen hervor, in denen allemal auch„Bestialien“ (als solche wurden Rinder, Schweine, Schafe, bezeichnet) zur Versteigerung gelangten. Auch die Anzeigen über Klee= und Grasverkäufe sind Beweise dafür, welche Rolle das liebe Vieh im alten Bochum spielte: Klee=Verkauf. Auf dem Widumer Kampe nahe vor dem Brückthore sind 2 bis 8 Scheffeise Klee zu kaufen. Für s Ruthen kölnisch muß 1 Thaler gezahlt werden. Kauflustige können sich bei mir melden. Bochum, den 13. Februar 1837. A. Osterman * Jetzt, wo auf den noch vorhandenen Kartoffelfeldern die Ernte beginnt, wird es interessieren, daß unsere Vorfahren sogar dicke Erappeln ernteten auf ungedüngtem ärmlichem Boden. Diese Sorte kennt man heute nicht mehr: Von der so reichlich tragenden sogenannten Armenkartoffel, die zu Overdyck seit 6 Jahren mit dem günstigsten Erfolge ohne allen Dünger auf dem magersten Lande gebaut wird, sind daselbst noch 200 Scheffel auseriesene dicke Kartoffeln zu laufenden Preisen zu haben. * Wo sind die stolzen Eichen= und Buchenwälder geblieben, von denen in den nachstehenden Anzeigen die Rede ist:„„ Holz=Verkauf. Am 8. Mai d.., Vormittags 9 Uhr, werde ich in meinem zu Honscheidts Hofe zu Wiemelhausen gehörigen Der Eisbär wackelt mit dem Kopf... Freiübungen und Tierinitinkt— Moderne Toos lorgen für ihre Insallen Die Sorge mancher Tierfreunde die Insassen der Zoologischen Gärten könnten ihre Freiheit schmerzlich entbehren, dürfte unbegründet sein. Denn nachweislich werden Zootiere älter als ihre Artgenossen draußen in der Freiheit, und auch ihr Gesundheitszustand ist durchschnittlich ein besserer. „Nerr Direktor— nun Ut er wahnlinnig geworden!“ Jedem Zoodirektor ist es wohl schon passiert, daß ein aufgeregter Besucher zu ihm kam und ihm mitteilte, nun sei der Eisbär wahnsinnig geworden. Er stehe am Gitter und wackle immer mit dem Kopf hin und her. Man solle doch etwas für das arme Tier tun! Und dann holte der Herr Zoodirektor wohl erst einmal tief Atem und erklärte dem Aufgeregten, daß das alle Eisbären so machten, sogar in der Freiheit ihrer Polarheimat. Es ist dies wohl eine instinktive Bewegung, die sie sich bei ihrer Turnerei von Eisscholle zu Eisscholle angewöhnt haben. Auch die Sitte der Braunbären, von einem Fuß auf den andern zu treten— was wie eine Freiübung aussieht—, beruht auf Instinkt. Es ist eine Rückerinnerung an die Zeit der Ahnen, die noch Bergabhänge hinunterrutschten oder Gletscherhänge Schritt für Schritt zu überwinden hatten. Sie haben überhaupt alle seltsame Angewohnheiten, diese Tiere im Zoo. So gibt es z. B. Elefanten, die nur dann ihre Nachtruhe finden, wenn man ihnen vorher die schweren Fußketten angelegt hat. Wird das vergessen, dann fangen sie sogar zu toben an. Zuweilen genügt auch die Illusion. So wickeln in Indien die Mahouts ihren Elefanten einfach ein Büschel Stroh um die Beine, und das erfüllt dann auch seinen Zweck! Käfige mit allem Komfort Man braucht sich wirklich keine Sorgen um die Insassen der modernen Zoos zu machen. Die dort lebenden Tiere werden sorgfältig und sogar nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ernährt und behandelt. So gibt es Löwenhäuser wo die Luft alle vier bis fünf Minuten erneuert wird, und in vielen Zoologischen Gärten, die noch massive Bauten haben, sind im Innern Luftbefeuchter angebracht, die automatisch arbeiten. Ueber Komfort wäre also nicht zu klagen. An warmen Sommertagen braucht das Wasser einer mittleren Pinguinen=Anlage bis zu 200 Pfund Eis, damit das Wasser auf einer entsprechend kühlen Temperatur gehalten werden kann. Und ein Flußpferd kann heute im Zoo in aller Ruhe Mutter werden. Jedenfalls sind die Bassins tief genug, um eine Geburt auch im Wasser zu ermöglichen. Das Neugeborene kommt übrigens in den ersten Tagen nur zum Luftholen an die Wasseroberfläche. Dom Zwinger zum Freizoo Immer mehr setzt sich überall die Idee des Freizoos nach dem berühmten Vorbild von Carl Hagenbeck durch. Ein Zoobesucher braucht nicht gleich zu jammern, wenn ein Tier ein paar Tage nach seiner Ankunft erst in die Quarantäne gegeben und dabei in einem engen Käfig gehalten wird Würde man neuankommende Raubtiere oder Vögel gleich in größere Käfige setzen, dann würden sie sich sicherlich Schaden zufügen. Dieses Eingewöhnen ist bei allen Tieren notwendig, auch bei denen, die in einen Freizoo kommen, wo also nur ein Graben mit und ohne Wasser oder ein Gitter die Tiere von dem Beschauer trennen. Aus den modernen Zooanlagen verschwindet auch der Zementboden mehr und mehr. Dieser Boden war kalt und hart und hielt häufig die Feuchtigkeit zu lange. So bekamen die Füchse Gelenkentzündungen, die Affen Tuberkulose und die Giraffen rutschten aus und brachen sich ihren langen Hals— wie es tatsächlich in Philadelphia zweimal passiert ist. Je natürlicher alles ist, um so besser. Mit Kameradschaft und einem Gespielen — auch wenn dieser einer anderen Tiergattung angehört— finbet jedes Zootier in sein neues Leben. Zahnbürkten und Bestrahlungen Nicht nur das Durchschnittsalter der meisten Tiere ist in der Gefangenschaft ein höheres, auch das Fell ist schöner. Sie werden meist auch größer, weil sie besser und regelmäßiger ernährt werden. Wie weit die Pflege geht, beweisen die Affen im Münchener Zoo— das dortige Affenhaus ist wegen seiner Einrichtungen weltberühmt—, die alle ihre eigenen Zahnbürsten haben und im übrigen besondere Bestrahlungen bekommen zur Behandlung der gefährlichen Paradentose, des Zahnfleischschwundes. Die Zootiere brauchen um ihren Lebensabend nicht besorgt zu sein. Wer je einen alten Löwen, siech, von Würmern angefressen und mit vereiterten, dornendurchstochenen Pranken draußen in der Wildnis zu Grunde hat gehen sehen, der weiß, daß es die Zootiere besser haben. Die Natur ist jedenfalls mit solchen alternden Geschöpfen weniger gnädig... Gehölze circa 100 Nummern hochstämmiges Eichenholz zum Verkaufe aussetzen. Kauflustige wollen sich zur bestimmten Zeit auf Honscheidts Hofe zu Wiemelhausen einfinden. Bochum, den 27. April 1837. Stratmann. Holz=Verkauf. In dem zum adlichen Hause Rechen gehörigen BuschDistrikt, Neuling genannt, sollen unweit Clevinghaus Hofe zu Weitmar 20 Nummern Schlagholz meistbietend nummernweise verkauft werden. Hierzu ist ein Termin auf Mittwoch, den 29. März, Nachmittags 2 Uhr, anberaumt. Kauflustige werden eingeladen, sich auf der Brücke vor der Weitmar Mark nahe bei Oberheitmanns Hofe vorab einzufinden. Bochum, den 6. März 1837. A. Osterman. Holz.=Verkauf und Verding von Erdarbeiten. Herr Schulze Kleinherbede will am Dienstage, den 21. d. Mts.: 1) Vormittags 9 Uhr, eine Partie hochstämmiges schweres Eichen=, sowie Buchen=Bau= und Nutzholz, nummerweise öffentlich zu verkaufen und 2) Nachmittags 2 Uhr, die zur Anlage einer neuen Wiese nothwendigen Erdarbeiten, auch das Reinigen eines Baches in der Meße, abtheilungsweise an den Wenigstfordernden verdingen lassen. Qualisizirte Kauf= und Andingelustige wollen sich zur vorgedachten Zeit gefälligst in Schulzen Behausung zu Kleinherbede einfinden. Querenburg, am 8. März 1837. Aus Auftrag, G. Buschmann. Der hier genannte„Bach in der Meße“ ist der heutige Oelbach. Auf seinem langen Lauf von Gerthe bis Querenburg=Stiepel schmücken ihn keine Waldbestände mehr, abgesehen von dem kleinen Vogelschutzgehölz in der„Langen Wiesche“ in Querenburg. Bearbeitet von Adolf Beddinghaus. t dem Kopf.. 1— Moderne 2oos Inlallen unde, die Insassen der ire Freiheit schmerzlich ein. Denn nachweislich Artgenossen draußen in idheitszustand ist durchjahnlinnig geworden!“ l schon passiert, daß ein und ihm mitteilte, nun rden. Er stehe am Gitkopf hin und her. Man Eier tun! sodirektor wohl erst einAufgeregten, daß das in der Freiheit ihrer eine instinktive Bewenerei von Eisscholle zu h die Sitte der Braunandern zu treten— ht—. beruht auf Inan die Zeit der Ahnen, utschten oder Gletschererwinden hatten. ltsame Angewohnheiten, S z. B. Elefanten, die wenn man ihnen vorlegt hat. Wird das vertoben an. Zuweilen geeln in Indien die Maein Büschel Stroh um auch seinen Zweck! 1 ne Sorgen um die Inschen. Die dort lebenden ogar nach wissenschaftbehandelt. So aibt es vier bis fünf Minuten oologischen Gärten, die im Innern Luftbefeuchirbeiten. Ueber Komfort raucht das Wasser einer zu 200 Bfund Eis, tsprechend kühlen Temind ein Flußpferd kann itter werden. Jedenfalls eine Geburt auch im ugeborene kommt übrizum Luftholen an die 00 all die Idee des Freild von Carl Hagenbeck licht gleich zu jammern, nach seiner Ankunft erst dabei in einem engen neuankommende Raubere Käfige setzen, dann n zufügen. Dieses Einwendig, auch bei denen, 10 also nur ein Graben itter die Tiere von dem agen verschwindet auch sr. Dieser Boden war e Feuchtigkeit zu lange. ntzündungen, die Affen tschten aus und brachen Is tatsächlich in Philae natürlicher alles ist, t und einem Gespielen ren Tiergattung angeein neues Leben. ungen alter der meisten Tiere seres, auch das Fell ist größer, weil sie besser n. Wie weit die Pflege chener Zoo— das dorEinrichtungen weltbeZahnbürsten haben und igen bekommen zur Bezentose, des Zahnfleischhren Lebensabend nicht alten Löwen, siech, von sereiterten, dornendurcher Wildnis zu Grunde es die Zootiere besser mit solchen alternden ämmiges Eichenholz zum stimmten Zeit auf Honfinden. Stratmann. auf. Rechen gehörigen Buschunweit Eledinghaus Schlagholz meistbietend kittwoch, den 29. März, sich auf der Brücke vor erheitmanns Hofe A. Osterman. Verding ten. de will am Dienstage, hochstämmiges schweres und Rutzholz, nummerind nlage einer neuen Wiese uch das Reinigen eines geweise an den Wenigstelustige wollen sich zur zen Behausung zu KleinAus Auftrag, G. Buschmann. der Meße“ ist der heun Lauf von Gerthe bis ihn keine Waldbestände en Vogelschutzgehölz in mburg. eiche der Frau Wochenbeilage des„Hochumer Anzeiger 2. Blatt 39. Woche Kennen Sie Furoshiki Für uns Europäer haben natürlich die Sitten und Gebräuche der fernen asiatischen Länder noch einen besonderen Schimmer der Romantik. Sind wir nicht geneigt, hinter einem indischen Turban, einem bezopften Chinesen, hinter einer Kimono=Dame stets irgendeine erregende oder seltsame Geschichte zu vermuten? Dabei finden sich im Fernen Osten außerordentlich reale Gewohnheiten im täglichen Leben. Da ist zum Beispiel der Furoshiki aus dem Straßenbild Japans nicht mehr fortzudenken. Furoshiki ist die Einholetasche der japanischen Frau. Kein echt japanischer Haushalt besteht ohne ihn. Ein Kenner des japanischen Lebens hat einmal im Scherz behauptet, er habe in einer Untergrundbahn in Tokio von den 40 anwesenden Personen 35 mit einem Furoshiki gezählt.... Die übrigen 5 hätten ihn in der Tasche gehabt. Das ist nämlich der große Reiz des Furoshiki, daß man ihn ähnlich unserem Einholenetz— in der Tasche des Kimonos bei sich tragen kann. Im Grunde ist der Furoshiki nichts anderes als ein großes viereckiges Herrentaschentuch, soweit ihn die japanischen Frauen zum täglichen„Shopping=Gehen“ benutzen. Er wird natürlich auch wesentlich größer verwendet, um ansehnliche Pakete oder sogar Betten einzuschlagen. Denn das ist ja gerade der große Reiz. Furoshiki paßt immer, für alle Dinge: ob lang und dünn oder kurz Wie auf sämtliche Gegenstände ihrer Umgebung, legt die Japanerin auch auf die Schönheit eines Furoshikis großen Wert. So kann man ihn nicht nur in den verschiedensten Farben, gemustert, gezeichnet, gemalt und sogar gestickt erstehen, sondern auch in den verschiedensten Stoffen, vom einfachen Leinen bis zu kostbaren Seiden= und Silberbrokaten. Und selbst den kleinen fraulich=modischen Spielexeien, den Furoshiki zum Beispiel in der Farbe zum Kimono abzutönen, ist die Japanerin genau so zugänglich wie die Frauen Europas. Das junge Mädchen„trägt“ den Furoshiki in hellen, leuchtenden Farben, während die ältere Japanerin ihn schlicht und dunkel bevorzugt.„Sage mir, was für einen Furoshiki du trägst, und ich will dir sagen, wer du bisti:, ,. Seseneuin iu 2. Aber nicht nur für die Javanerin ist er ein wirklich unentbehrlicher Gegenstand. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, auch einen Mann in den Straßen der Stadt mit einem Furoshiki anzutreffen. Die japanischen Studenten sind es sogar gewöhnt, ihre Einkäufe beim Bäcker und Fleischer im Furoshiki zu verpacken. Wann und wo der Furoshiki in Japan eingeführt wurde, weiß man nicht mehr. Vielleicht ist er mit den ersten Kausseuten ins Land gekommen. Es scheint so, als ob er immer da war. Jahrhunderte sind seitdem vergangen. Auch Japan ist den Errungenschaften der Neuzeit nicht verschlossen geblieben. Neuartige Taschen und Körbe zum Einholen sind aufgekommen— und wieder verschwunden. Der Furoshiki aber blieb, Heute läßt sich die moderne Japanerin oftmals ihre Einkäufe in Papier verpacken. Aber in einem wahrt sie die alte Tradition, denn niemals würde eine Japanerin ein Geschenk anders überbringen als in einem Furoshiki..P. ver PSch. süt Gen Tjetost G # Aufnahme: Haenchen Sportmantel in schlichter Form und besondgser,rlegstge, Zeraxheitung. Die Schulieg#e Sscicschesc ecie Seschesice eäcle ecbhscheäce sächce Sterweite erhältlich.. 9. u2 u 64l5. Sehr kleidsames sportliches Wollstoffkleid in Jumperform. Der Rock kann #* Peter Stoste“/30 Ventimeter breit Buute Bever=Schnitte für 96. 104 und .75 Meter Stoff, 130 Zentimeter breit. Bunte Beyer=Schnitte für 96, 104 und 112 Zentimeter Oberweite erhältlich. Entnommen: Beyers„Mode für Alle“, Verlag Otto Beyer, Leipzig=Berlin er ou, bos bos vseicht gnrsege. v. vo ve. veoh, Hrtisigien Schrann lader ui6t, Tosz, Harintz e gev bo 4 Hus, v.„5 zn vielen Haushalten Plau= schwanmi), lege dies Stückchen auf den Topboden un2 swei Glostutemn, wie er Basen der Keugelsur poisch das“, aß woehe beie Kachen ist zu. hrau. gratenle. Dee sach eschehhe e e en e Az ues bocd er bc uich gede guee e unge Hlausfrau in Röten: dem Einsalen in das Narmeladengsas wieher enteunt zit Haßerzacket ihen st deie Schaden gehell. uns Se ie ir! n es s Spelien unden unr dienah Dus aie Aaiter ia de denr Gesieanen urn. üder: Pornt ür dich nog bmen.. g..4 Dma geschäißt und auch de verlechteste sunge Ehefean hat bengen. Bele Hausfraten wisen nicht, daß bei mu bies dun, eeschtz v zuschsähzrüchen 9. e, ange sigen Erschaldsignggnd, Haun ist die Dualikt kanier Unschite den Ausgagr. geigetigg, Bäsis. de dddg ies halas ah. Be. Angebrannte Speilen Unnen ohgr gien, des Saizer hrscheden, ucd leicht brgsohzidit ves. Salsz sctaisl Vor A seite Gherise schite man der Puter ader Iüit mit becheten bop) ug, be oopv Zuagen st is, wisg, datß nian nicht duch Aühen de arstall Luad der dann gcholla perden. Ri mr Kuchet, udem nant aulf den Lig ein geseitetes Bater Snschubigungen, wihrnd der Besuch mit verinfz. Soche, Alpgangezeg o, Hovsud sie zur licht ange. Lir Tuatze odier Koese nit Plaser ein woerige Vrszngt, dvtpapier leot. Betit. en P gscht gretf dem Sofa sitzt und shelnimmt. Helga wird zum Verräter man vor Kindern alles besnrechen? fenem Gesicht auf dem Sofa sitzt und übelnimmt. Huch das Bügeln will gelernt sein die Speisen sich am schwach versalzen dann genügt es meistens, weng man Topfboden angesetzt, d.., sind sie nur leicht ange= die Suppe oder Speise mit Wasser ein wenig verdünnt, renem Genagr au dem Sofa sitt und übelnimmt. hrannt, so, kann man den unangenehmen, erbrannten Solche Dinge sind natürlich nicht tragisch zu Geruch dadurch nehmen, daß man den Topf in ein nehmen. Aber sie stimmen, wenn die Komik des größeres Gefäß mit kaltem Wasser stellt, ihn mit einem Augenblicks verslogen, ist, sehr nachdenklich. Gerechte feuchten„Leinentuch bedeckt und die„Enden des Tuches g184828 22### Strie eridien. vosftage)e Spzgens dem Toi, ahnue den Boden mit einen seauchen Tuch, damit kein Glam euheht, der Glgntz je ben ind deisonders enpfiadlch, und ee ucd bache Aunschshontet der Gr. Saherzers ud luesi un Gericht n einmn vurn. G. Banmwglle uich gi gerlich besen Vien gr dat wan se Zumnak vu. Keu der Briczauten Gägel, die aiet bonnen u. 2e ge u zu Briätrung, IHir keriz. biget, ngden man den Stof zwor mit einen seuch se iz dieser Fesler nicht mehr zu ensernen, eseuen unier Sinte ut beoiegeu e Müch bat die Eigenschasftz leicht anzubrenen ouer en Lipregzen betrichen bat....„ Samt, Panne und Velou: Chiffeon vich ben onten, ensgnsen gpgger g eden Vdergalochen, der penetrante Brandgeruch ist damn kon.— Keine Seide picd von liais und miglicht auch in der Last gebigelt, sotem es nicht genigt, einet beie g, ene e, Sepaugeg e aben dentang nicht aus der Bohung berauszubringenl Nan unter einem Tuch gersitet, doch darf das Eisen nie Samtstof, ur üder einent damzsenden Kasertopf mu de de oiue; Son, u uneg Sun, weiche sa nur Gciht die Mich ver den Usderlachen durch eiur, Pauz mas zu beiß sein. Bil Eeine Sede nich gsetz wer halten. Gerigz dies selacßh nichte se zmuis ene gurie bun e,gen Peaden verfäigen. Oder sie dommen leien Trick, zpei Fingerbreit unter den oderen Topf, denz, sann man se Ghense, wie den Baumpokfos von Person behislich seig, Ze den, Stost mit belden Händen. a Sgsich eslug vor, weil ste„wissen“, was die rand bringt man einen ganz seinen Buterstreifen an. links mit einem feuchten Läppchen streichen. hält, die bügelnde Person hält mit der einen Hand auf bend e. Da aibt 2s Jausend Miglc, ücder desen Feickrsen bigiz, aun de. Wishäche, gugsfeide Ainaegen dasf nienals seucht ge der andern Seitz und streicht, ung, von lunids ie 14 — kommen! Legt man in den Milchlochtopf, ein Stückchen g, Eisen.—.2.— 44 seim.;, über das Material, als dies in der Lust gelingen wird, Marmor, so kocht die Milch nicht über und brennt auch bügelt werden. Das Eisen darf nicht zu heiß sein, es Aermel und Falten werden am besten auf Kinder leben in ihrer eigenen kleigen Welt, in der Ptuut, s. eun ur t. demn, Bügelbrett geplsitet. 1. i us dm site glücklich sind. Und sie haben ein Recht darauf, daß man in ihrer Gegenwart über Dinge redet, die in diese kleine Welt hineingehören. Darum müssen die Eltern keiten, und eine ist so ungesund wie die andere. Leine Welt hineingegoxen.g. Turt. Fuujchen ehen Rücksicht üben und sich mit den Gesprächen vorsehen. Das ist nicht immer sehr bequem. Denn wie oft fehlt den Eltern die notwendige Zeit, um etwas Wichtiges miteinander zu besprechen. Aber auch da findet sich immer noch ein Ausweg, wenn der gute Wille vorhanden ist. So liebevoll die Eltern auf die Gedanken ihrer Kinder eingehen sollen, so dürfen sie doch niemals merken lassen, daß sie den Kleinen zuliebe eine besondere Unterhaltung pflegen. Und vor allem darf es nicht geschehen, daß die Kinder mißtrauisch werden. „Guck mal“, sagte einmal ein kleiner Junge zu seinem Bruder, während er ihm vor Aufregung ein wenig unsanft den Zeigefinger zwischen die Rippen bohrte,„Mutti macht dem Vater immer so komische Zeichen. Verstehst du das?“ Die junge Frau meinte gerade:„Nicht doch, Franz, das hat ja bis nachher Zeit.. die Kinder!“ Da begegnete sie den forschenden Blicken ihres Jungen und stand schnell auf. Man kann sich auch vor Kindern schämen. Die Kleinen verarbeiten alles, was sie erlauschen, auch wenn sie nicht gleich damit herausplatzen. Und manchmal, das sollte sich jede Mutter warnend sagen, geschieht das sogar, ohne daß sie dabei ißt Oenn Dommertage Oann müssen die Hüterinnen am Herd WANDA HAGEMANN in allen Stuben die Lichter anzünden! Oann wird des Heimes Glück begehrt—— und jeder möcht nach Hause finden! Oann— Mütter— müßt Ihr„Sommer“ sein und drin mit Segenshänden walten! urZeiceghen. Oann müßt Ihr mit der Liebe Schein, Sur n4eiche Set zum Garten Luer Heim gestalten! Oann tragt des Hauses Kinderschar— als Gärtnerin in treuen Mühen— gleich Blumen auf den Hausaltar, daß sie für Dolk und Gott erblühen!... Kein Detter wird dann Schaden bringen— mag nur der Sturm umwehn das Haus... Im Heimglück, wenn die Kinder singen, geht nimmermehr der Sommer aus!.. Wenn Sommertage zur Reige gehen und früh schon am Abend die Sonne versinkt, wenn zeitig am Himmel die Sterne erstehen und irgendwo schon ein Herbstlied aufklingt... wenn das Nachbarngeplauder im Wind verweht und das Kinderlachen im Ounkel verhallt... wennniemand mehr draußen am Gartentor steht verschließt die Natur ihr Reich uns bald.. dem, Bügelbrett geplättest.—4 Der Halsausschnitt wird auf dem runden Bügelkissen am schönsten. Durch ziehen oder nachgeben, kann man dabei dem guten Sitz noch etwas nachhelfen. Biesen, welche nach außen stehen, sollen, wird man ebenso wie Samt in der Luft bügeln müssen. Glocken und Schrägteile bügelt man dem Lauf des Fadens nach, also schräge, wie das Teil es verlonst.-4r belet und schäaelft, brar.s Falten werden gelegt und gebügelt, bevor das Teil zusammengenäht wird, und zwar genügt es in der Regel, die Falten auf dem Bügelbrett zu stecken und nun unter einem feuchten Tuch fest zu bügeln. Hat man sie gut auf das Bügelbrett gesteckt, so werden sie sich nicht verziehen. Man bügelt Falten von der Mitte aus und erst zuletzt an den Kanten. Nähte, die man zu straff genäht oder die noch etwas gedehnt werden müssen, werden von links an einigen Stellen mit der Schere eingeknipst und erhalten dann durch Bügeln die gewünschte Form. Das gleiche gilt für Halsausschnitt und Armloch. Durch gutes Bügeln erhält das Kleid zuletzt erst sein„Gesicht“, alles was zuvor vielleicht gebeutelt oder gezerrt hat, kann beim Bügeln noch verschwinden, darum ist richtig bügeln für guten Ausfall des Kleides von eoher Sehathng. Verantwortlich: Erika Scheich eddinghaus. Die Wathungelafer Von B. Manuel Meinen Freund, der ein erfolgreicher Obstzüchter ist, und dem es gelingt, Pflaumen hervorzubringen, die an Größe und Geschmack alles andere in den Schatten stellen— meinen Freund entheben liebevolle Zeitgenossen der Mühe des Pflückens. Jeden Abend, wenn er aus dem Geschäft nach Hause kommt und die mit Widerhaken versehene Tür des Kleingartens öffnet, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen. Dann ist ein Teil der Pflaumen immer schon gepflückt. Mit anderen Worten: die Pflaumen meines Freundes haben Liebhaber, denen es nicht darauf ankommt, den Pfad der Tugend zu verlassen. Und durch diesen Frevel verlieren wir jedes Jahr nahezu die halbe Ernte. Ich sage„wir". Denn da ich so viel essen darf, wie ich kann, habe ich an den Pflaumen einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Natürlich sieht mein Freund dem Treiben der geheimen Mächte nicht tatenlos zu. Doch gelang es bisher nicht, dem ein Ende zu machen. Die von meinem Freund im Schweiße seines Angesichts gelegten Stacheldrahtverhaue werden von den Spitzbuben niedergetreten. Angedrohte Selbstschüsse nahmen sie nicht für voll. Auch ein bissiger Hund verfehlte seinen Zweck. Denn er schützte wohl seinen Futternapf vor den gefräßigen Spatzen, nicht aber die Pflaumenbäume gegen den Zugriff der Diebe. „Das sind auch alles keine wirksamen Mittel“, sagte ich zu meinem Freund. „Wenn das keine wirksamen Mittel sind, dann weiß ich nicht, was zu machen ist“ behauptete er. „Laß mich mal überlegen“, sagte ich. Ich überlegte zwei volle Tage, während dessen die Pflaumen immer weniger wurden. Dann erhellte ein Hoffnungsschimmer das Dunkel meiner Verzweiflung. Ich machte eine vornehm nachlässige Gebärde und sagte zu meinem Freund:„Paß auf, ich habe es!“ Kaum alaublich Das Registerbuch der Czeane Alljährlich gibt die berühmte englische Versicherungsgesellschaft Lloyds in London, bei der fast alle Ozeanschiffe versichert bzw. rückversichert sind, ein„Registerbuch der Ozeane“ heraus, in dem nicht nur die Handelsflotte der einzelnen Länder, sondern auch die Tonnage und Gattung der Schiffe genau verzeichnet sind. Aus dem soeben erschienenen Registerbuch für 1937/38 geht die interessante Tatsache hervor, daß der Kohlenverbrauch auf den Weltmeeren in ständigem Rückgang begriffen ist. Das hängt damit zusammen, daß alle neuen Schiffe nicht mehr mit Dampfmaschinen, sondern mit Oelmotoren angetrieben werden. Der Sieg des deutschen Dieselmotors hat die Welt belehrt, daß man mit Verbrennungsmotoren besser und wirtschaftlicher fährt als mit Dampf. Nicht einmal mehr 50 Prozent der Handelsmarinen der Welt fahren heute noch mit Kohlen, während sich die Ziffer im Jahre 1914 aus 89 Prozent belief. So groß ist der Aufschwung, den das Motorschiff sowohl für den Fracht= als auch für den Passagierverkehr, gegenüber dem Dampfschiff, genommen hat. Während im letzten Jahr die Tonnage der Dampfschiffe um nahezu 200 000 Tonnen zurückging, stieg die Tonnage der Motorschiffe um 1,5 Millionen Tonnen. Die Welthandelsflotte hat sich also beträchtlich vergrößert, und zwar sind Deutschland, Norwegen, Japan, Großbritannien, Holland, Italien und China am meisten in diesem Anwachsen beteiligt, während die Handelsflotten der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Spaniens, im Vorjahr an Tonnenzahl zurückgegangen sind. Dier Originalbriefe auf einer Schreibmaschine Ein amerikanischer Ingenieur hat eine neuartige Schreibmaschine erfunden, die in Fachkreisen allgemeines Erstaunen erregte. Auf dieser Maschine, die vier verschiedene Walzen hat, lassen sich nämlich gleichzeitig vier gleichlautende Originalbriefe schreiben. Es kommt sehr häufig vor, daß große Firmen zahlreiche gleichlautende Briefe zu versenden haben, zu denen man ja doch aus geschäftlichen und repräsentativen Gründen keine Durchschläge, die als solche ja ohne weiteres erkennbar sind, verwenden kann. Die neue Schreibmaschine, die bei Benutzung einer einzigen Tastatur die gleichzeitige Herstellung von vier Originalbriefen gestattet, erspart naturgemäß das Vierfache an Zeit und Geld. Jeder der vier Briefe wird auf eine der vier Walzen eingespannt, die automatisch miteinander verbunden sind. Außerdem lassen sich auf diesem neuen Schreibmaschinenmodell auf jeder Walze noch fünf Durchschläge machen, so daß bei einmaligem Schreiben vier Originalbriefe und zwanzig Briefkopien hergestellt werden können. Der Errinder dieser Maschine hat bereits riesenhafte Angebote bekommen von Fabriken, die die Herstellung übernehmen wollen. Schwarzfahrer mit Gewillensbillen Wie in der ganzen Welt, so gibt es auch in Bournemouth Schwarzfahrer auf der Straßenbahn. Den Verlust, den die Verkehrsgesellschaften durch sie erleiden, kann man sogar berechnen. Da jedoch gute Psychologen wissen, daß der Mensch öffentlich seine Sünde nicht zugeben will, entschloß man sich zu folgendem Trick: Man brachte in den Omnibussen und Straßenbahnen Gewissenskästchen“ an, in die jeder Schwarzfahrer die Münze hineinwerfen soll, die er zu irgendeiner Zeit einmal der Omnibus= und Straßenbahndirektion entzog. In einer einzigen Woche hat man 2200 Pennystücke aus den„Gewissenskästchen“ herausgeholt. Die Menschheit ist also doch noch nicht gänzlich verdorben, auch Schwarzfahrer haben Gewissenbisse! „Nerr über Bord!“ Eine lustige Geschichte erzählt der Obersteward des italienischen Ozeanriesen„Rex“ aus seiner Praxis. Unlängst ereignete es sich, daß der Gatte einer sehr vornehmen Dame auf der Ueberfahrt nach Amerika über die Reling der ersten Klasse in die Wogen stürzte. Als ein Passagier dies bemerkte, schrie er laut:„Mann über Bord!" Der Verunglückte wurde sehr schnell wieder herausgefischt, und die Sache hatte für ihn keine Ich besitze ein Lexikon, aus dem ich meine Bildung schöpfe. Diesen Born der Weisheit befragte ich. Ich blätterte an mehreren Stellen. Und als ich abermals geblättert hatte, sprang mir ein glücklicher Gedanke in den Sinn. Ich nahm eine Tafel, nahm schwarze Ausziehtusche, malte einen Totenkopf und schrieb darunter die Warnung:„Achtung! Lebensgefahr! Die Prunus domestica kommt hier zahlreich vor!“ Als ich meinem Freunde die Tafel zeigte, sagte er geringschätzig:„Ich bin wohl der letzte, der sich für eine großartige Idee nicht begeistern könnte. Aber was du dir davon versprichst, ist mir wirklich unverständlich.“ Ich versprach mir davon eine ganze Menge. Und tatsächlich hörte schon am gleichen Tage der-Frevel auf! Es schien, als interessierte sich kein Mensch auf Gottes Erde mehr für die Pflaumen. Vor allem nicht für die prachtvollen meines Freundes. Als sich erwiesen hatte, daß die Tafel einen überraschenden und ganz fabelhaften Erfolg brachte, nahm das Aussehen meines Freundes einen tiefsinnigen Charakter an. Er sagte mit scheuem Respekt:„Weißt du, wenn ich mir die Sache genau überlege, kann das noch zu Unannehmlichkeiten führen. Denn wenn ich hier Giftschlangen habe, wird man auch verlangen, daß ich sie ausrotte. Die Gemeinde, der ich unterstehe, kann das von mir fordern.“ Bei der Vorstellung dieser Möglichkeit überlief meinen Freund ein Schauder. Ich war erstaunt, welche Gedanken solche Tafel im Gehirn eines gebildeten Menschen auslöste, und sagte: Eigentlich hätte ich dir mehr Belesenheit zugetraut. Wer spricht denn hier von Giftschlangen?“ Mein Freund sah auf die Tafel, las sie genau durch und konnte sich zu keiner anderen Ansicht durchringen. „Was ist das wohl anders als eine Schlangensorte?“ Er trug ein in jeder Weise unbehagliches Gefühl zur Schau. Ich tat, als sei ich kolossal gebildet, hätte mindestens sechs Semester Naturgeschichte studiert, und sagte, indem ich mich in die Brust warf:„Wie kann man nur so unwissend sein! Prunus domestica ist bekanntlich der lateinische Name für deine Pflaumenbäume!“ aber wahr weiteren schlimmen Folgen. Die vornehme Dame soll aber hernach ganz ernsthaft verlangt haben, daß der Alarmruf in diesem Falle nicht„Mann über Bord“, sondern„Herr über Bord“ lauten müsse. Und ihre Entrüstung über die unstandesgemäße“ Behandlung, die ihrem, dem Ertrinken nahen Gatten zuteil wurde, soll sie nicht einmal ganz unterdrücken haben können, als sie dem Lebensretter dankte. Wie krieg' ich einen Mann? Ein Buch wird in Amerika in diesem Jahr vermutlich der große Schlager auf dem Büchermarkt werden. Dieses Buch wird von Mr. Harvey L. Kalisch geschrieben und behandelt das Thema, wie die 15 Millionen unverheirateten Frauen Amerikas an den Mann kommen könnten. Der Autor ist Psychologe und Mathematiker. Einerseits behauptet er daher, daß kein Mann wirklich gern allein bleibt. Zudem aber gebe es in den Vereinigten Staaten 1,5 Millionen Männer mehr als Frauen. Mithin sei es die eigene Schuld jedes Mädchens, wenn es ledig bleibe. „Mädchen, die heiraten wollen, müssen herumgehen wie die Jäger, die ein Kaninchen erlegen wollen.“ Die Männer seien heute oft scheu. Wenn es eine daher versäume, einem Mann entgegenzukommen, werde bestimmt eine andere, die geschickter ist, den Sieg davontragen. Und nun folgen noch zahlreiche Ratschläge aus der Praxis. Wenn dieses Buch nicht mindestens eine Auflage von 15 Millionen bringt, dann gibt es wohl keine Kalkulation mehr auf dem Büchermarkt. Mr. Kalisch ist übrigens— verheiratet... Jedenfalls... „Aber Oechsle, was sind Sie für ein mißtrauischer Mensch! Alle Augenblicke drehen Sie sich herum, ob Ihr Mantel noch am Haken hängt. Denken Sie denn, daß jemand kommt und ihn wegnimmt?“ „Das weiß ich nicht. Jedenfalls ist der Ihrige seit einer halben Stunden verschwunden.“ Geben wir's auf Semmel ist stark angeheitert. Vergeblich versucht er, den Schlüssel in das Schlüsselloch der Haustür zu bringen. Schließlich murmelt er:„Ich geb es auf! Zwei sehe ich, eins brauche ich, und keins finde ich.“ „Wie geschah die Explosion in der Fabrik?“ „Tja, Olsen ging gerade übern Hof mit einem Kasten Dynamit... und da pfiff es zur Frühstückspause!“ (Morgenposten) Unsicherheit Herta hat einen Hund. Hertas Hund kannte Hippe noch nicht Als Hippe zu Herta ins Zimmer trat, bellte der Hund. Hippe wich entsetzt zurück. „Was hast du, Hippe?“ „Der Hund bellt!“ „Aber er wedelt doch mit dem Schwanz?“ Meint Hippe: „Hinten wedelt er, vorn bellt er— welcher Seite soll ich glauben?“ In der Schule „Lehmann“, sagt der Lehrer im Deutschunterricht, „nenne mir noch ein weiteres Beispiel für eine gutartige Drohung!" „Wer jetzt noch lärmt, muß das Klassenzimmer verlassen!“ Glaubwürdige Erklärung Rentier Bandermann überrascht zwei Jungen auf seinem Apfelbaum. „Was wollt ihr denn da oben?“ fragt er barsch. „Wir suchen nur Fallobst!“ antwortete der größte Junge ziemlich verdattert. Erinnerung Gern kehrt man zurück zu den Stätten der Erinnerung. Als Walter die kleine Bank in den Anlagen wiedersah, auf der er zum ersten Male mit Liesel gesessen hatte, schlug sein Herz höher. Im Geiste sah er sich mit dem Taschenmesser das Herz in die Lehne schnitzen und darin stand mit ungefugen Buchstaben: Walter— Liesel. Ob das Herz wohl noch zu sehen war? Er ging näher und beugte sich über die Bank. Richtig, da war es noch. Aber die Inschrift war von der Zeit etwas mitgenommen. Da stand nur noch: — alter—— esel. Hork ASEL EÖRE Kreuzworträtsel Bedeutung der Wörter von links nach rechts: 1. ein Zug Soldaten, der gleichzeitig feuert; 4. Prüfungsbeamter; 7. Zuruf der Gladiatoren beim Einzug in die Arena; 8. Sunda=Insel; 11. Mädchenname(Koseform); 13. Schwimmvogel; 16. Kunstgenuß; 17. Gleichklang am Ende von Verszeilen; 18. Name des ägyptischen Sonnengottes; 20. persönliches Fürwort; 21. Soldatenbezeichnung(volkstüml.); 24. Riesenschlange. Bedeutung der Wörter von oben nach unten: 1. europäische Weltstadt; 2. geschichtlich bekannter Flecken im Freistaat Danzig; 3. Oper von Bellini; 5. blutsaugendes Gespenst; 6. Hunderasse; 9. Behältnis; 10. altgermanisches Schriftzeichen; 11. Eingang; 12. Schmuckstein; 14. Lebewesen; 15. deutsches Bad; 19. rätselhafte Naturkraft; 22. Donauzufluß; 23. belgisches Bad. Immer das Gleiche Offen soll sie sein, nicht schonen, Inhaltreich und int'ressant. Auch hab' ich sie bei der Hand, Will den Saft ich von Zitronen. Voller Saft Seife gut vermengt mit Plan, Das ißt gern wohl jedermann. Mischst mit Rebe Rede du, Dann greif' ich noch lieber zu. Silbenrätsel bag— bau— bau— be— bub— dad— de del— e— e— e1— erb— han— he— hof 111— 1e— k1— laus— ling— nau— ne per— rob— schier— sent— stor— tal— thel trap— Wi— wut Aus vorstehenden 32 Silben forme man 16 zweisilbige Wörter, die in ihren Anfangsbuchstaben, von vorn nach hinten, und Endbuchstaben, von hinten nach vorn gelesen, ein Sprichwort ergeben. Die Wörter haben folgende Bedeutung: Fast ausgestorbenes Wildrind Weiblicher Personenname Seesäugetier Gistpflanze Schlsteiwinde Stadt in Thüringen Gewerbsmäßiger Verkauf von Waren Bäuerlicher Besitz Alter, weiser Ratgeber Berggglihaus Volkstümliche Bezeichnung für einen ungezogenen Jungen Gesetzliche Gemeinschaft Ort in der Schweiz Stadt im Frak Nordamerikanische Pelztierjäger Russischer Branntwein Wortkette ah— bau— de— di— do—en— er— ger ka— kat— le— 11— ma— mur— mus na— nau— 10— nor— re— sche— te Wa— 2e Aus diesen 24 Silben sind 24 zweisilbige Wörter zu bilden. Die zweite Wortsilbe ist gleichzeitig die erste Silbe des darauffolgenden Wortes. Diese 24 gefundenen Wörter schließen sich zu einer Kette. Mosaik Die Kästchen ergeben in geschickter Umordnung einen sich reimenden Zweizeiler, den man, eingezeichnet auf einem Schaupfennig, lesen kann. Silbenwechsel Meltau Lerche Spelze Derby Basalt Schakal Lenne Marburg Dolman Mumpitz Mentor Dingo Werder In den vorstehenden Wörtern ist die letzte Silbe zu streichen und eine der nachfolgenden vorn anzusetzen. Die Anfangsbuchstaben dieser neuen Wörter ergeben dann, aneinandergereiht, eine Erholungsstätte. car e eb foh hin 1 mi mie ort rad rei sa sem Besuchskartenrätsel Wera Tasters Wie nennen sie ihre Freundinnen, da sie von früh bis abends in der Elbe liegt??? Auflösungen aus der vorigen Numiner Silbenkreuzworträtsel: Senkrecht; 1. Askart, 2. Anno, 4. Legende, 5. Dorts, 6. Amalfi, 7. Palermo, 8. Marinc, 9. Alkali, 10. Elite, 12. Niobe, 14. Almosen, 16. Vetterli, 17. Kolumbus, 18. Linne, 20. Modena, 22. Leber.— Waagerecht: 1. Assuan, 3. Novelle, 5. Doria, 7. Paris, 8. Made, 9. Alfiert, 11. Monika, 13. Lineal, 15. Olivette, 17. Kobe, 18. Linsen, 19. Limone, 21. Bussole, 23. Bernina. Silbenrätsel: Tannin, Unterricht, Groschen, Erbse, Neviges, Derwisch, Iridium, Standarte, Troubadour, Martinique, Echse, Herisau, Robert, Wangeroog, Erasmus Rollenhagen, Tirade.— Tugend ist mehr wert als Geist und Versteckrätsel: Abessinien, Teerseise, Aarhorn, Flunder, Siegfried, Lohengrin, Scheibe, Imker, Lehre.— Beste Erholung— Frohe Heimkehr. Diagonal: Belgard, Wolgast. Scharade: Marktschreier. Besuchskartenrätsel: Buchhalter. Erklärung rrascht zwei Jungen auf oben?“ fragt er barsch. !“ antwortete der größte ung den Stätten der ErinneBank in den Anlagen sten Male mit Liesel gehöher. Im Geiste sah er das Herz in die Lehne t ungefügen Buchstaben: Herz wohl noch zu sehen zugte sich über die Bank. er die Inschrift war von 1. Da stand nur noch: 70 20 73 tte do—en— er— ger ma— mur— mus —re— sche— te 2e id 24 zweisilbige Wörter tsilbe ist gleichzeitig die n Wortes. Diese 24 gezu einer Kette. ik geschickter Umordnung er, den man, eingezeichlesen kann. schsel erby Basalt Schakal umpitz Mentor Dingo F ern ist die letzte Silbe zu lgenden vorn anzusetzen. neuen Wörter ergeben Erholungsstätte. e ort rad rei sa sem enrätsel sters freundinnen, da sie von liegt??? vorigen Numier echt: 1. Askart,., Anno, I, 7. Valermo, 8. Marinc, 14. Almosen, 16. Vetterli, Modena, 22. Leber.— lle, 5. Dorta, 7. Baris, 8. 3. Lineal. 15. Olivette, 17. 21. Bussole, 23. Bernina. richt, Groschen, Erbse, Redarte, Troubadour, MartiBangeroog, Erasmus, Rolmehr wert als Geist und erseise, Aarhorn, Flunder, Imker, Lehre.— Beste erUno SN. 19. Sept. 1937 MUMslss 39 1 STSt Es waren einmal drei Brüder, Trill, Troll und Trollolo. Die waren so faul, daß die Fliegen an den Wänden gähnten, wenn sie das Trio auf der Bank hocken sahen. Dabei ließen diese großen, starken ner ihr armes, altes Mütterchen schuften, daß ihr Rücken krumm war, wie in einer ewigen Verbeugung. Das ging nur immer: war es aber aus, mit dem Kommandieren, denn ein Engel holte das müd gearbeitete Weiblein vor Gottes Angesicht. Wie es so erbärmlich da stand, fragte der Herr: „Wovon ist dein Rücken so gebeugt?“ „Von der Arbeit.“. Gab ich dir nicht drei kraftige Söhne?“ Seufzte es:„Drei große Kreuze.“ Da erzürnte Gott und winkte zur Hölle. Lautlos breitete der Teufel seine Fledermausflügel und flog zur Unterdeß saßen Trill, Troll und Trollolo auf der Ofenbank und aßen das letzte Stück vom Begräbniskuchen, den die Nachbarn, wie es so Sitte war gebacken hatten. Kaum war der letzte Krümel verspeist, sagten Trill, Troll und Trollolo: „Ich habe Hunger.“ Doch keiner kam und tischte ihnen auf. „Troll, du mußt uns Essen machen“, meinte Trill. „Nein, Trollolo ist der Jüngste, er soll kochen“ sprach der.„Trill ist der Aelteste, und folglich steht ihm das zu“, wollte sich der davon freimachen. So stritten sie eine Weile, bis sie sich endlich einigten, jeden Handgriff gemeinsam zu tun. Zu dreien faßten sie eine Schublade nach der andern und zogen sie auf. Gähnende Leere war in allen. Nur in der allerletzten fanden sie eine einzige Bohne.„ achen „Davon können wir keine Suppe rochen, stellte Trill fest.„Nein, satt werden wir jedenfalls nicht davon“, ärgerte sich Troll. Wütend nahm Trollolo die Bohne und warf sie zum Fenster hinaus. Sie ahnten nicht, daß es eine Teufelsbohne gewesen, die auf des Beelzebubs höchsteigenem Mist gewachsen war. Während sie sich noch ärgerten, sproß es draußen, wuchs und rankte sich um das ganze Haus, bis über den Dachgiebel. Rote Blüten sprangen auf und wurden zu zarten, fetten Schoten, die verlockend Fenster hereinbaumelten. Trill, Trou und Trollolo wunderten sich nicht lange, sondern holten einen Topf und wollten ernten. Sauste es in der Luft, raschelte es im Laub, sprang es„plumps, plumps“ in das Gefäß, bis es voll war. Die drei Faulen hatten nichts mehr zu tun, als ein wenig Wasser nachzugießen und das Gericht auf den Ofen zu stellen. Zwar war der schon lange ausgegangen, doch trotzdem fing es. an zu Mauer brechen, sonst können wir gar nicht aus dem Hause heraus. Wir sind viel zu dick“ wurden sie verspottet. Ein dummer Schulte, der das ernst nahm, meinte, sie sollten es doch mal probieren. Arm in Arm erhoben sich die drei von ihrer Bank und gingen so auf die Tür zu. Wie zu erwarten war, stieß Trill rechts an die Türfüllung und Trollolo links. „Warum wollt ihr denn alle drei auf einmal hindurch?" „Ja, das liegt an unseren dicken Köpfen, die wollen das so. Beleidigt drehten sich die Bauern um und gingen, während sich die drei wieder zu ihrer Suppe setzten. Ihr Appetit wuchs, je mehr sie davon aßen. Schon wurde es dunkel, und sie mochten immer noch nicht aufhören. Der Abendnebel rauchte auf den Wiesen draußen und zog durch das offene Fenster. Zuerst fröstelte Trill, dann schudderte Troll, und Trollolo begann mit den Zähnen zu klappern. Keiner wollte das Feiter anmachen, denn es war kein Holz gehackt. Trill bequemte sich endlich dazu, wenigstens das Fenster zu schließen. Das Rankenwerk raschelte, als er es aus dem Rahmen schob. Es war schon so dürr geworden, als hätte es drei Wochen lang in der Sonne gelegen. „Hei“, rief er:„Nur bekommen wir es ganz bequem. Wir zünden das Bohnenstroh an. Dann wird es schön warm hier drinnen.“ Troll holte ein Streichholz, Trollolo strich es an und hielt es nach draußen. Das flackerie sofort auf. Tausend Flämmchen sprangen an der Mauer auf und ab. Es wurde sehr mollig drinnen. Trill, Troll und Trollolo aßen weiter. In den Wänden knisterte und puffte es. Auf einmal brannte das ganze Haus. drei Faulen sprangen auf und wollten zur Tur hinaus. Aber sie waren von der Teufelsbohnensuppe so dick geworden, daß sie nun auch einzeln nicht mehr hindurch konnten.=Mitdem kamen die Bauern gelaufen und volten bschen beise, riesen Hi. hresi. Grecht die „Hierher, hierher“, riesen die brei:„Blecht die Tür größer, damit wir heraus können..648 Suatt Da meinten die Bauern, das wäre wieder Spolt, „So schlagt doch mit euren dicken Köpfen an die Wand, dann bricht sie schon“, und gingen wieder fort. Was dann geschah, kann man sich denken. Der Hahn krähte es am andern Morgen vom Zaun herab: „Trill, Troll und Trollolo Verbrannten in dem Bohnenstroh.“ Und die fetten Enten wackelten herbei und schnatterten: Ihre Seelen schnapp, schnapp, schnapp, Holte sich der Teufel ab“ K 5 Ja, die Fahne gilt mehr als der bod... bapserkeit eines Fähnrichs im Dreißigjährigen Krieg nahm er die Fahne fest in die Arme und sprang mit gewaltigem Satze über die Brüstung des Turmknopfes hinunter in die gähnende Tiefe des Tales. Aber welch Wunder! Die wehende Fahne breitet sich im Winde voll aus, so daß er von der Höhe hinunter schwebte und unversehrt unten ins weiche Moos sank. Dann raffte er sich schnell auf und rettete sich und die Fahne in den nahen Wald, wohin ihn die Schweden nicht mehr verfolgen konnten. Noch heute ist am Hoftor des Schlosses Scharfenberg das verwitterte Steinbild eines geharnischten jungen Ritters zu schauen— zum Gedenken an den tapferen Fähnrich. Hans Spacek brodeln zu dampfen uno höchst angenehm zu duften. Zwei Minuten später kamen die Teller aus dem Schrank geflogen. Der Topf hüpfte vom Herd und goß eine köstliche Suppe in sie hinein. Trill, Troll und Trollolo brauchten nur zu essen. Ihre Teller wurden immer wieder gefüllt..„... 6 Mitdem kamen einige Bauern und wollten die drei Faulen zur Arbeit mieten, denn sie dachten, so starke Knechte könnten sie wohl gebrauchen. „Ihr müßt zuerst ein großes Tor für uns in die „... ja, die Fahne gilt mehr als der Tod!“ So singt ihr Hitler=Jugend heute begeistert das Lied eurer Fahne, eures Glaubens! Aber ihr seid nicht die erste Jugend, die diese heilige Auffassung vom Werte der Fahne in euch tragt. Eine Begebenheit aus dem Dreißigjährigen Krieg zeigt euch, daß eure Vorfahren ebenso mutig ihr Leben einsetzten für ihre Fahne. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde das Sachsenland, und besonders die Gegend von Meißen, von den Schweden arg verwüstet. Eines Tags erschienen sie auch vor dem Schloß Scharfenberg, das nur eine kleine Besatzung hatte. Die Mannschaft des Schlosses wehrte sich aber tapfer, und dreimal gelang es ihr, den Sturm der Feinde abzuschlagen. Vor allem tat sich dabei ein junger Fähnrich hervor. Der hatte seine Fahne auf dem Turm des Schlosses aufgepflanzt und beschoß von dort aus die Feinde. Die Schweden setzten aber alles daran, die Burg zu nehmen. Zum viertenmal liefen sie Sturm. Lange blieb der Kampf unentschieden. Endlich gelang es den Schweden, das Burgtor einzurammen. Mit Siegesgeschrei drangen sie ins Schloß ein und stürmten die Turmtreppe hinan, um die Fahne an sich zu reißen. Der junge Fähnrich oben im Turm sah, daß er gegen die Uebermacht der Feinde nichts mehr ausrichten konnte. Aber die Fahne sollte nicht in Feindeshand fallen, solange noch ein Atemzug in ihm war. Kurz entschlossen und den Tod nicht fürchtend, Du willft wiegen und haft keine Waage? Da können wir dir helfen. Ein tüchtiger Mensch wird sich bekanntlich in allem selbst zu helfen wissen, und so wollen wir zeigen, wie man auf eine ganz einfache Art sich eine Waage herstellen kann, die nicht nur nichts kostet, sondern auch auf die Dauer genau arbeitet. Man kann unseren Wiegeapparat sowohl im kleinen Maßstab, für Briefe und ähnliches, anfertigen, als auch im großen Maßstab für Postpakete, Haushaltlieferungen usw. Den„Waagebalken“ bei unserer Waage vertritt je nachdem ein starker Faden Seide oder Bindfaden. Die Zunge wird her1 * 1) S rrn ROMAN voN LIANE SANDEN „Stürmchen machen Sie Ihrem Namen und unserer Zeitung Ehre, stürmen Sie davon! Wenn Sie hören, was man von Ihnen erwartet, werden Sie vor Begeisterung gleich den Kopf verlieren!". Unwillig fuhr ein blondes Geschöpf von der Arbeit auf. Ein nicht allzu freundlicher Blick traf den hünenhaften Christians, den Chef vom Feuilleton, Hanna Sturms direkten Vorgesetzten. Wäre er es nicht geSturms, direrren Vorgesetzten. Wäre er es nicht ,J, Wort stundenlang, oder er sprach ohne, die geringste wesen, sie hätte wohl in ihrer temperamentvollen Art Atempause. Und wenn du alles sein säuberlich zu Paihrer Wut in ein paar energischen Ausdrücken Lust pier gebracht hast, bringst du's dem Chefl. Aber nicht Feinucht.„ st. Unterbrechung kürzen, und die Autorin nicht vergessen, mein Lieber!“ Das war nun ungefayr die sechste Unletorechung während der letzten halben Stunde. Und dabei sollte man die Post sichten, Korrekturen lesen und dem Falter, der kleinen buckligen Sekretärin mit dem lieblichen Namen, das Interview mit dem berühmten Wirtschaftsführer diktieren, das Hannas Tüchtigkeit früher als ihre Konkurrenz ergattert hatte.s „Sie scheinen es heute besonders auf mich abgesehen zu haben, Chef!“ brummte sie halb lachend, halb ärgerlich.„Ich habe doch heute Umbruch der Frauenseite, die Atelierbesichtigung in Staaken und abends die Urund daß morgen Sonntag ist, weiß ich auchl Da können Sie ja stundenlang in Ihrem neuen Auto spazierenfahren. Heute müssen Sie noch einmal fort. Und zwar zu Ihrem alten Freunde, Geheimrat SchromEin schneller Schatten flog über Hanna Sturms Gesicht. Doch schon hatte sie sich wieder in der Gewalt. „Was soll ich bei Schrombeck?“ „Durch Ihre journalistische Gewandtheit herausbekommen, wie es um sein neues, narbenloses Transplantationsverfahren steht. Wetten, daß Sie bei diesem Auftrag nicht streiken?“ Hanna Sturm ging ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit diesmal nicht auf den freundschaftlichen Neckton des Chefredakteurs Christians ein. Sehr knapp kam ihre Gegenantwor:. g4lg Hamährten, Thesi B. „Sie sind mit Wetten voreing, verehrter Cheft, Natürlich streike ich nicht. Aber ich sehe nicht ein, warum gerade ich zu diesem Interview angespannt werden soll. Da sind doch noch andere, die das auch können.“ „Nee, können sie eben nicht. Ich habe schon den kleinen Fischer hingeschickt. Aber Schrombeck hat erklärt, es wäre ihm unmöglich, sich mit einem Laien so schnell zu verständigen, wie seine beschränkte Zeit das fordert. Wenn wir nicht jemand hätten, der einigermaßen mit ihm Fach reden könnte, bedauert er. Und das war doch ein Wink mit dem Zaunpfahl, Stürmchen; damit meinte Schrombeck doch natürlich Sie ehemalige Modizinerin. Vermutlich hat er Sehnsucht. Sie zu sehen.“ heit des jungen Gesichts ein so erschütternder Kontrast, daß Hanna Sturm geradezu einen Ruck am Herzen spürte. Es war eine jener Begegnungen, an denen man nicht so achtlos hätte vorübergehen sollen. Bei denen man das unabweisbare Bedürfnis spürte, ein verzweifeltes Menschenkind anzuhalten, zu fragen:„Was ist dir wer bist du? Woher kommst du? Wohin gehst du? Kann man dir helfen?" Aber ehe noch Hanna Sturm diesen jähen Anruf ihres Herzens richtig ins Bewußtsein dringen fühlte, flammte das Freifahrtzeichen auf. Ganz mechanisch schalteten ihre Hände den Wagen ein. Schon fuhr er an. Nun war es zu spät. Hinter ihr kamen schon die anderen Fahrzeuge. Das blasse junge Gesicht war bereits auf der anderen Straßenseite im Gewühl verschwunden. Hanna Sturm durchfuhr schon die Vorortstraßen, da ging Marlena Hagen noch ganz mechanisch den Weg an der Universität entlang. Die Sonne schien heißer, als es an Maitagen üblich war— Marlene hatte das pelzbesetzte Jäckchen über der blauen Bluse geöffnet und das schwarze Mützchen in die Hand genommen. Ab und zu hob ein Luftzug ihre rötlichbraunen, lockigen Haare. Dann sah das ganze schlanke, grauäugige Mädel aus, als ob eine Wolke von gesponnenem Golde es umwehte. Verzweifelt blickte Marlene Hagen vor sich hin. Wieder war der Gang nach Arbeit, den sie so hoffnungsvoll angetreten hatte, ein vergeblicher gewesen. und die Autorin nicht vergessen, mein Vi#ver: Am Morgen hatte sie das Inserat in der Zeitung gelachend drohender Blick traf den Hünen, ehe funden, durch das eine Uebersetzerin gesucht wurde, die Hanna Sturm fortfuhr, zu reden:„Sie wissen doch, das Argot, jene südfranzösische, heute fast ausgestorbene daß ich es vertraglich habe, bei großen Artikeln mit Na= Mundart, ins Deutsche zu übertragen verstung, Du hatte nen berausautommen!“„ichts bergessen!“ knurrte es Wie gerufen kam das Angebot; denn Marlene wußte unzufrieden zurück. Unsanft flog eine Tür ins Schloß nicht mehr aus noch ein. Augenblicklich waren die beiUnser neuer Romalhmenne gtopsediebel Hanna Sturm antwortete nicht. Sie sprach zu dem ältlichen Mädchen hinüber, das von seiner Schreibmaschine verzückt den stattlichen ChriBend esterts. uic. 16 „Falterchen, du wirst's schon ohne mich schaffen, gelt? Alles, was mir der schwedische Nobelpreisträger im„Adlon“ gesagt hat, habe ich gleich so mitstenographiert, daß es nur übertragen zu werden braucht. War keine Kleinigkeit; denn entweder er überlegte sich jedes — der Feuilletonchef liebte es nicht, an Schlappen irgendwelcher Art erinnert zu werden. Draußen stand Hanna Sturm einen Augenblick still. Nun sie allein war, flog die Maske der munteren Forschheit gleichsam von ihrem Gesicht. Unruhe, Schmerz und Beherrschenwollen dieser Empfindungen gingen wie Licht und Schatten wechselnd über ihre strengen, schönen Züge. „Herrgott, immer noch diese Torheit", dachte sie dann. Energisch warf sie den Kopf zurück. Sie sich wieder in der Gewalt. Funj meinuten später sauste ein roter Sportzweisitzer, von Hanna gesteuert, die Straße entlang. Geschickt wand er sich durch alle Lücken, jeden zwangsläufigen Aufenthalt auf das geringste Minimum beschränkend. An einer Kreuzung mußte sie ein wenig länger warten. Ehe das grüne Licht die Freifahrt anzeigte, ging ein junges Mädchen über den Damm. Es sah Hanna Sturm an. Das heißt, eigentlich sah es durch sie hindurch mit einem Ausdruck der vollkommenen Verzweiflung. Dies völlig Gebrochene war zu der zarten Schönden Fünfmarkstücke in ihrer Handtasche das letzte Geld, das sie noch besaß. Die Wirtin der Fremdenpension, in der Marlene lebte, sah sie von Tag zu Tag unfreundlicher an. Sie hatte ja seit Wochen keine Zahlung mehr für Essen und Unterkunft bekommen. Dabei wohnte man bei Frau Reschke sowieso nur geduldet. Ohne das Machtwort von Marlenes Rechtsanwalt, des berühmten Strafverteidigers Lerch, den Frau Reschke gut kannte und außerordentlich schätzte, hätte die niemals eine „Vorbestrafte“, bei sich aufgenommen. Das bekam da junge Mädchen täglich von ihr zu hören. Als ob sie selber nicht die Schande und den Schmerz immer wieder in sich aufbrennen fühlte! Immer wieder bäumte sie sich auf gegen die Ungerechtigkeit dieses Urteilsspruches. Die Justiz, in deren Maschen sie geraten, hatte nur die Tat und nicht die Motive gesehen. Aber die Tat hatte nun eben für ihre Schuld gesprochen. Es war ihr nicht möglich gewesen, den Beweis für den guten Glauben, aus dem heraus sie gehandelt, zu geben. Keinen Menschen hatte sie mehr auf der Welt, der zu ihr stand. Der einzige wäre der Pflegevater gewefen. Trotz alledem hätte er vielleicht an sie geglaubt, doch er war so plötzlich gestorben. Wäre nicht der Verteidiger Dr. Lerch so menschenfreundlich gewesen, die ersten Tage nach ihrer Entlassung sich ihrer anzunehmen, sie hätte auf der Straße gelegen. Doch er hatte Marlene in seine Obhut genommen und sie zu Frau Reschke gebracht. Als er sich dann kurz verabschiedete, lag eine kleine Geldsumme auf dem Tisch des bescheidenen Stübchens, das ihr eingeräumt worden war. Zum Schlusse hatte er ihr gesagt, sie möchte sich wieder einmal bei ihm melden, um ihm zu sagen, was sie unternehmen wolle und ob er ihr behilflich sein könne. Aber in ihrem übertriebenen Feingefühl, durch die furchtbaren Erlebnisse geradezu krankhaft empfindlich geworden, konnte sich Marlene nicht entschließen, den vielbeschäftigten Anwalt nochmals aufzusuchen. Sie wollte nicht ein zweitesmal ein Almosen von ihm in die Hand gedrückt bekommen. Und Dr Lerch, der Arbeitsuberlastete, vergaß im Drange der Geschäfte seine junge Klientin. In seinen Akten wie in seinen Gedanken hatte die Tragödie „Marlene Hagen“ ihren vorläufigen Abschluß gefunden... Wäre Marlene etwas leichtsinniger oder weniger stolz gewesen es hätte sich vielleicht eine schnelle Verdienstmöglichkeit für sie gefunden. Aber keines der verlockenden Angebote, die ihr bereits am Morgen des zweiten Prozeßtages zugegangen waren, kam für sie in Betracht. Sie wollte weder in einem Film, der ihre traurigen Erlebnisse auf die Leinwand brachte, die Hauptrolle übernehmen, also sich selbst spielen, noch über ihr Schicksal, in Gestalt von„Lebenserinnerungen", schreiben, oder andere schreiben lassen. Sie wollte Arbeit, Verdienst, um an ihrem früheren Brotgeber das gutzumachen, worum sie ihn geschädigt hatte. „Setzen Sie sich doch einmal mit Hanna Sturm von der„Zeit" in Verbindung und beziehen Sie sich auf mich!“ hatte ihr Dr Lerch wiederholt geraten. „Leute von der Presse wissen meistens einen Rat!“ „Niemals würde ich in meiner Lage die Bekanntschaft einer Journalistin suchen!“ wehrte Marlene angstvoll ab.„Ebensogut könnte ich ja auch filmen oder das, was ich erlebte selbst in die Blätter bringen. Für Fräulein Sturm wäre ich sicherlich nichts anderes als ein interessantes Objekt für Zeitungsartikel!" Wie war sie doch plötzlich auf Hanna Sturm gekommen? Ach, vermutlich, weil sie jetzt die neueste Ausgabe der Zeitung„Die Zeit“ ausrufen hörte, bei der diese Hanna Sturm Redakteurin war. Nur um sich abzulenken, kaufte sie ein Blatt und ging mit ihrem Handköfferchen, das sie seit dem Morgen bei sich trug, in eine nahgelegene Konditorei. Dort wollte sie überlegen, wo sie unterschlüpfen konnte. Mädchenheim oder Heilsarmee? Haus für alleinstehende junge Mädchen? Unterkunft für arbeitende Frauen? Gehört hatte sie im Gefängnis von allen. Vielleicht ließ sich durch's Telephon feststellen, wo noch ein Winkel für Marlene Hagen frei sei. Was es heißt, mit einem Makel belastet, ganz auf sich selbst angewiesen zu sein, war Marlene erst heute wieder klargeworden, als sie vor dem Leiter des großen Buchverlags gestanden, der die südfranzösische Uebersetzerin gesucht. Sie sollte im Hause selbst beschäftigt secein gezurtzt: Sie sollte im Hause selbst beschäftigt werden, um ständig zur Verfügung zu sein. Nach einer längeren Unterhaltung mit dem jungen Mädchen hatte der Verleger erkannt, daß sie die richtige Kraft für sein Unternehmen wäre. Beglückt atmete sie auf, als man thr den Vorschlag machte, ihre Arbeit bereits am kommenden Tage zu beginnen. Er ließ sich ihre Papiere geben, um den Anstellungs=vertrag, der sie zunächst auf einen Probemonat verpflichten sollte, im Sekretariat ausstellen zu lassen. Dann verließ er das Zimmer. Als er nach einer Weile es wieder betrat, Marlenes Schul= und Lehrzeugnisse in der Hand, sah sie an sei gestellt durch einen in die genaue Mitte geknüpften Knoten, durch welchen man noch eine feine Nähnadel senkrecht hindurchsticht. Die Waagschalen können verschieden angefertigt werden und entweder ein viereckiges Brettchen sein, welches an vier Fäden aufgehangen und erhalten wird, oder ein doppelter Drahthaken oder ein Spankörbchen. Die Waage wird nun dergestalt eingerichtet, daß man den Faden ganz locker, fast in Form eines Halbkreises, frei an zwei Nägeln aufhängt in gleicher Entfernung von dem in der Mitte des Fadens besindlichen Knoten befestigt man die beiden Waagschalen daran und„justiert“ zuletzt die Waage, das heißt, man beschwert die eine oder die andere der Schalen durch Unterkleben von Pappe, je nach Erfordernis, bis der Fadenteil zwischen den zwei Schalen ganz wagerecht erscheint. Der Knoten wird sich bei einseitiger Beschwerung augenblicklich nach der beschwerten Seite hin verschieben, wobei die eine Schale tiefer sinkt, die andere höher steigt, bis er durch Gegengewicht wieder in die Mitte gebracht wird, und zugleich der Faden wieder wagerecht erscheint. Damit man dies beim Gebrauche schnell erkennt, befestigt man hinter dem Knoten auf einem Leistchen eine Kartontafel und zeichnet eine feine, senkrechte Linie darauf. Es muß alles so abgepaßt und berechnet werden, daß bei völligem Gleichgewicht die senkrecht in dem Knoten steckende Nadel sich genau mit dem Stiche deckt. Zum Wiegen selbst benutzt man die in Eisenwarenhandlungen käuflichen Messing= oder Eisengewichte. Jugendfreund-Briefkasten Liebe Jungen und Mädchen! War das nicht allerliebst, diese kleine Stadt mit ihren kleinen, lustigen Menschen sich anzusehen? Und was die nicht alles konnten in dem Liliputzirkus! Da seid Ihr doch sicherlich auch platt gewesen, daß da auf einmal, wie Pilze aus der Erde, in unserer Stadt eine zweite, kleine Stadt entstand. Und was Ihr da nicht alles zu sehen beWas auch du nicht weißt Die Giraffe kann nicht den leisesten Laut von sich geben. Die Ursache liegt im Mangel jeglicher Stimmbänder. kamt. Das muß ich schon sagen, ich hätte auch nicht daran gedacht, daß diese kleinen Leutchen so tüchtige Reiter seien. Das war ein Leben und Treiben, und wenn ich mich nicht ganz gehörig irre, dann waren eine ganze Reihe meiner Freunde Donnerstag nachmittag in diesem kleinen Wunderzirkus auf dem Moltkemarkt. Es war aber auch zu schön, und wer ganz tüchtig ist, der könnte ja mal was dazu schreiben oder malen. Wißt Ihr, daß vor nicht allzu langer Zeit in unserer Beilage auch so ein kleiner Zirkus war, den ihr auszuschneiden, anzumalen und aus Pappe zu kleben hattet? Kramt ihn mal raus und veranstaltet eine prima Gala=Vorstellung bei Meiers. Jetzt müßtet Ihr's doch können, wo Ihr Donnerstag so viel Spaß dabei hattet. Also nun zur Gala=Vorstellung bei Meiers. Hei, wird das’ne seine Sache werden! Es grüßt Euch Eure Jugendfreundin Erika. Seite 25 N Von der Geburt des Menschen an vermehrt sich sein Gehirn während des Wachstums auf ungefähr das Dreifache. Hei, Inge Rischmüller. wie lecker die roten Aepfel doch schmecken! Rosemarte Steffen: Liebe Rosemarie! Natürlich halte ich mein Versprechen, um das Ihr mich batet, denn ich habe Dein Märchen gelesen, und es gefällt mir sehr gut. Nur müssen wir uns noch einige Zeit mit der Veröffentlichung gedulden da unser Zeichner verreist ist, und zu dem Märchen doch Bilder gehören, was? Aber vergessen wird's bestimmt nicht, und begib Dich schon mal an das nächste. Ursula Kluge: Für Dich gilt genau das gleiche. Und an das Kreuzworträtsel werde ich auch bald denken. Also nur fleißig zu! Georg Szymkowiak: Weißt Du. Deine Geschichte hat mir gut gefallen. Vor allem das Rätsel mit den versteckten Tieren ist sein. Ich freue mich schon ordentlich auf Deinen nächsten Brief. Natürlich denke ich auch recht bald an Dich. Werner Krause: Mit den Kreuzworträtseln macht Ihr mir rechten Kummer. Denn so sein sie sind, nehmen sie uns in unserer Seite doch so viel Platz weg. Wanda Ubawski: Weißt Du, gar so schlimm ist das denn nun doch nicht; denn man kann ja schließlich nicht alles, was? Wenn Du mir aber ein Rätsel einsendest, dann mußt Du es auch schon lösen, denn sonst weiß ich vor lauter Rätselraterei ja nicht mehr ein und aus. Also im nächsten Brieschen steht die Lösung. Kurt Wilhelm Sommer: Das war ja ein ordentlich gewichtig dicker Brief, den Du mir da geschickt hast. Vielen Dank für das Fahrtenerlebnis und die Zeichnung! Ich werde wohl bald an Dich denken. Silbenrätsel Aus den nachfolgenden 23 Silben sind 11 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, einen deutschen Mann ergeben. Die Silben sind: a— ber— bicht— die— e— fahr— ge— ha haus— 11— le— ler— lipp— mel— ot— pe pe— rau— to— tul— sel— sprim:— stuhl Die Wörter bedeuten: Stadt im Münsterland Fluß bei Carlshafen Männlicher Vorname Heilbad im Teutoburger Wald Beförderungsmittel Naubngges Nebenfluß der Donau Zwiebelblume Inneres Organ Lasttier Scherenschnifte werden Tostkarten Schädling der Pflanzen Edith Bresser, 12 Jahre Drei ganz verschiedene Bildchen hat uns unser Künstler mit der scharfen Schere aus dem schwarzen Papier gezaubert. Da sitzen zwei Schwälbchen vor ihrem Nest, Klein=Ursel hat einen riesigen Regenschirm aufgespannt, weil sie nicht naß werden will, und endlich sind die Englein im Himmel beim Großreinemachen und putzen die Sonnenscheibe blitzeblank. Wenn wir unsere drei Vorlagen ausschneiden und sie schön sauber Füllaufgabe In die waagerechten Reihen müssen jeweils Buchauf die Rückseite einer weißen Postkarte kleben, wird sich ftuthen eingesetzt werden, die Wörter folgender Bedeuder Empfänger sicher über das niedliche Bild freuen, ergeven: das er da geschickt bekommt. Baum Gottesgabe Planet Naturerscheinung Baum Edith Bresser, 12 Jahre Besuchskartenrätsel LORE HINS Wo wohnt die Dames Erich Ernst Auflösungen aus der vorigen Nummer Silbenrätsel: Venus, Onkel, Nordhausen, Rußland Isar, Scherenschnitte von C. Firzlaff Cäsar. Heinrich, Thea, Helgoland, Oldenburg, Feldwebel, Echo, Nilpferd— von Richthofen. Kammrätsel: Senkrecht Elbe, Ural, Dose, Rosa Ekuador. gabe der Zeitung„Die Zeit“ ausrufen hörte, bei der diese Hanna Sturm Redakteurin war. Nur um sich abzulenken, kaufte sie ein Blatt und ging mit ihrem Handköfferchen, das sie seit dem Morgen bei sich trug, in eine nahgelegene Konditorei. Dort wollte sie überlegen, wo sie unterschlüpfen konnte. Mädchenheim oder Heilsarmee? Haus für alleinstehende junge Mädchen? Unterkunft für arbeitende Frauen? Gehört hatte sie im Gefängnis von allen. Vielleicht ließ sich durch's Telephon feststellen, wo noch ein Winkel für Marlene Hagen frei sei. Was es heißt, mit einem Makel belastet, ganz auf sich selbst angewiesen zu sein, war Marlene erst heute wieder klargeworden, als sie vor dem Leiter des großen Buchverlags gestanden, der die südfranzösische Uebersetzerin gesucht. Sie sollte im Hause selbst beschäftigt werden, um ständig zur Verfügung zu sein. Nach einer längeren Unterhaltung mit dem jungen Mädchen hatte der Verleger erkannt, daß sie die richtige Kraft für sein Unternehmen wäre. Beglückt atmete sie auf, als man ihr den Vorschlag machte, ihre Arbeit bereits am kommenden Tage zu beginnen. Er ließ sich ihre Papiere geben, um den Anstellungs=vertrag, der sie zunächst auf einen Probemonat verpflichten sollte, im Sekretariat ausstellen zu lassen. Dann verließ er das Zimmer. Als er nach einer Weile es wieder betrat, Marlenes Schul= und Lehrzeugnisse in der Hand, sah sie an seinem Gesichtsausdruck, daß ihr Tätigkeit und Verdienst wiederum vernichtet waren.— „Es tut mir leid, mein liebes Kind, daß ich Sie enttäuschen muß", sagte der alte Herr.„Ich irre mich doch nicht in meiner Annahme, in Ihnen die Hauptperson eines Prozesses zu sehen, der vor nicht allzu langer Zeit die Oeffentlichkeit auf das lebhafteste bewegte?" Blutrot vor Scham senkte Marlene den Kopf. „Fräulein Hagen“, es kam nun sehr kühl,„ich kann Sie auf Grund dieser Tatsachen unmöglich bei uns einstellen! Bedenken Sie die vielen wertvollen Sammlungen, die Ihnen hier anvertraut werden müßten!" Marlene stieß einen schluchzenden Laut aus. „Aber Fräulein Hagen, wenn ich Ihnen sonst vielleicht irgendwie behilflich sein darf?“ Seine Hand fuhr in der Richtung der Brieftasche, doch schon hatte Marlene fluchtartig das Zimmer verlassen. Nun hatte sie, völlig entmutigt, auf einer Bank im Tiergarten vor sich hingestarrt, bis es Mittag geworden war und sie todmüde und verzweifelt in die Pension zurückkehrte. Sie überlegte, was ihr nun noch zu tun übrigblieb, welche Hilfsquellen ihr offenstanden und wie sie zu einer gesicherten Existenz käme, ohne sich dem Film oder der Zeitung, durch Preisgabe ihres eigenen Schicksals, zu verschreiben. Frau Reschke öffnete ihr und sah sie forschend von der Seite an.„Na, erfolgreich gewesen, heute morgen?“ erkundigte sie sich neugierig.„Ich wünsche es in Ihrem Interesse ebenso, Fräulein, wie in dem meinen, denn jetzt sind gute Zimmer in dieser Gegend rar. Uebrigens, was ich Ihnen noch sagen wollte, Maria hat heute Besuch aus der Heimat. Ich selbst habe gleichfalls etwas Wichtiges vor und möchte Sie daher bitten, doch das Mittagessen für die Herrschaften von Zimmer drei, vier und fünf zu servieren und nachmittags Tee und Mokka zu brühen. Sie können sich dann ja auch eine Tasse nehmen. Ich kann mich doch wohl auf Sie verlassen, wenn ich Sie um diese kleine Gefälligkeit bitte, nicht wahr?" Gequält lächelnd sagte Marlene ihre Bereitwilligkeit zu, die Stütze zu vertreten. Müde schlich sie ihrem kärglichen kleinen Hinterzimmer zu, seelisch und körperlich gleichermaßen erledigt. Ein eigentümlicher Schwindel ließ sie taumeln, aber sie hatte keine Zeit, um sich auszuruhen. Sie mußte ja für heute abend noch etwas richten, wenn sie servieren sollte. Sie besaß ein einfaches schwarzes Kleidchen mit einem weißen Krägelchen. Es verlangte nach einer Reinigung, und so trennte sie den Kragen ab, griff nach einer Flasche Benzin und suchte das Badezimmer auf. Achtsam setzte sie die Flasche auf den kleinen Tisch neben den brennenden Gasbadeofen. Sie wollte schnell noch ein heißes Bad nehmen, um sich zu erfrischen. Nun entkorkte sie die Flasche, tränkte das Krägelchen gründlich mit Benzin, schloß die Flasche wieder und begann den feinen Stoff vorsichtig zu reiben. Plötzlich fuhr sie schreiend zurück— eine mächtige Stichflamme loderte vor ihr auf, schlug ihr ins Gesicht und fraß sich durch ihre Kleider. Gleichzeitig ertönte das Geräusch einer schweren Explosion, Fensterscheiben barsten, und Kalk und Mauersteine stürzten zu Boden. Wahnsinnig vor Schmerzen raste Marlene den Korridor entlang in die Küche, wo sie besinnungslos zusammenbrach, während Frau Reschke schleunigst nasse Tücher über die Unglückliche warf, die sofort die Flammen erstickten... II. Eine halbe Stunde später, nachdem Hanna das Redaktionsgebäude verlassen, hielt ihr Wagen vor einem großen weißen Gebäudekomplex in einer Villenvorstadt. Dieses Haus schien den ganzen Zauber des Frühlings hier gleichsam ein gefangen zu haben. Eine schlanke Birke beugte sich über die Eingangspforte. Auf dem Rasen blühte es gelb und lila von Krokus. Weiterhin nach dem Garten zu sah man Blumenbeete blau, weiß und rötlich aufleuchten, überall war Werden und Blühen. Geheimrat Schrombeck, Besitzer des Parksanatoriums und der großen Klinik, gab auf die gärtnerische Ausgestaltung seines Anstaltsparks mehr als sparsame Kollegen seiner Fakultät verstanden. Aber Strombeck kannte nicht nur die Körper seiner Patienten— er kannte auch ebenso gut ihre Seelen. Und wo Schrombeck erschien mit seinem scharfgeschnittenen, leicht angegrauten Gelehrtenkopf und den jugendlichen, hellen Augen, da ging es wie eine Welle von Mut und Gesundung durch den kranken Menschen. „Na, also, Herr Schröder—“, er blieb einen Augenblick stehen, nickte einem älteren Manne zu, der mühsam an zwei Stöcken den Weg entlanghumpelte, das geht ja schon wieder mit dem Laufen. Und wer hat mir vor acht Tagen erzählt, daß er überhaupt nicht mehr in die schöne Welt hinaus könnte? Sehen Sie, was man ernstlich will, das erreicht man auch!“ „Das hab' ich mir auch gedacht, Herr Geheimrat!“ sagte eine energische Stimme hinter Schrombeck„Der Arzt vom Dienst hat Stein und Bein geschworen, daß Sie schon längst über alle Berge wären. Aber ich hab' geschworen, daß ich Sie noch erwischen müßte. Und ich hab' Sie erwischt!“ Hanna Sturm stand vor dem erstaunten Schrombeck. „Der Kollege vom Dienst ist ein Esel" erklärte Schrombeck überzeugt,„aber verraten Sie's ihm nicht, Stürmchen. Allmählich könnte er schon kapiert haben, daß Sie trotz unserer ewigen Kabbelei die einzige Frau sind, von der ich mich gern erwischen lasse!" Unwillkürlich mußte sie lachen. „Was möchten Sie also von mir wissen?" „Das Neueste, Herr Geheimrat, immer das Neueste. Also in diesem Falle Ihre neueste Behandlungsmethode der schmerz= und narbenlosen Transplantation.“ „Ach so, das wollen Sie? Ich glaubte schon, Sie wollten etwas über mein neues Drüsenpräparat wissen. Aber das kann ich sogar Ihrem Reporterspürsinn nicht ausliefern. Das ist nämlich das Neueste!" „Und auch mir werden Sie es nicht sagen?“ „Nein, auch Ihnen nicht.“ In aller Liebenswürdigkeit lag etwas Bestimmtes,„Sie wissen, ich gehöre nicht zu den Medizinern, die von einigen erfolgreichen Versuchen auf ein endgültiges Resultat schließen. Ich bin nicht eitel genug, um mich dauernd in der Presse wiederfinden zu wollen.“ „Oder zu eitel“, stellte Hanna Sturm fest. „Ein guter Menschenkenner sind Sie. Muß man Ihnen lassen. Ihnen kann man nichts vormachen. Gnade dem Mann, der Ihnen einmal in die Hände fällt.“ Es sollte scherzhaft klingen, aber ein bitterer Unterton war deutlich herauszuhören. Hanna Sturm schwieg. Eine plötzliche Stille lag zwischen den beiden Menschen. Gerade wollte Schrombeck etwas sagen, da wandte er sein Gesicht gespannt dem Laboratoriumseingang zu. Von dort aus kam ein Assistenzarzt sehr eilig über den grünen Rasen ihnen entgegen. Von weitem hob er schon die Hand. Nun hörte man auch, wie er„Herr Geheimrat, Herr Geheimrat!" rief. „Aha, da brennt's schon wieder einmal“, seufzte Schrombeck.„Na sehen Sie, Stürmchen, mit meinem Privatkolleg Ihnen gegenüber ist's schon wieder aus. Ja, was gibt's denn, Kollege?“ fragte er, als Dr. Winkler heran war. „Herr Geheimrat, eben ist eine Patientin eingeliefert worden, schwere Brandwunden nach einer Explosion. Man wird operieren müssen. Oberarzt Schmidts ist bereits fort.“ „Ich komme schon. Also auf Wiedersehen, Fräulein Sturm.“ „Kann ich nicht mit?“ fragte Hanna Sturm.„Vielleicht, daß da etwas für mich ist.“ „Immer wissensdurstig? Na also, kommen Sie mit! Vielleicht ist es wirklich etwas, was Sie interessieren könnte.“ Hanna Sturm ging neben den beiden dem Hauseingang zu. Der Assistent erläuterte schon den Fall. Der Polizeibericht, den man mit der Patientin zusammen erhalten hatte, war folgender: „Ein junges Mädchen hätte durch Reinigen von Handschuhen mit Benzin in der Nähe einer Flamme eine Explosion durch Benzingase hervorgerufen, und dadurch schwere Verbrennungen im Gesicht, an den Händen und Oberarm davongetragen." Der Assistent gab die ungefähre Größe der Verbrennungsfläche an. „Dritten Grades!“ sagte Schrombeck.„Da werden wir wohl ohne Transplantation schwer auskommen. Sehen Sie, Fräulein Sturm, da hätten Sie gleich den Fall in praxi. Wollen Sie Näheres hören? Sie sind ja eine halbe Kollegin— haben wohl Ihre medizinischen Studien noch nicht vergessen.“ „Gern“, sagte Hanna Sturm heiß. Wenn sie in die ärztliche Atmosphäre kam, war es ihr immer noch eine vertraute Luft. Sie hatte damals das Studium aufgegeben weil die Journalistik sie unrettbar anzog. Sicher war sie da auch besser am Platze. Aber ihre alte Liebe zur Medizin lebte doch noch in ihr. Sie sah Schrombeck von der Seite an, sah sein angespanntes, klares Arztgesicht— die gesammelte Energie in den klaren Augen — so mußte ein Arzt aussehen, zu dem man Vertrauen haben konnte. „In welchem Zustand ist die Patientin?“ erkundigte sich Schrombeck. „In denkbar schlechtestem Ernährungszustande, Herr Geheimrat, sieht aus, als ob sie seit Monaten kaum gegessen hätte. Selbstverständlich habe ich ihr sofort eine tüchtige Spritze gegeben, sie fühlt im Augenblick nichts.“ „Verbrennung dritten Grades", dachte Hanna Sturm. Sie stellte sich das vor. Schon als Kind hatte sie vor nichts eine so rasende Furcht empfunden, wie vor Verbrennen. (Fortsetzung folgt) Der Fren Hauptbahnhof Reize das ne den südlichen führung biete in den letzter Aecker und T an Straße,§ sich zur Gese an den ander ebenso wiei auch nicht a terhaltungsst finden wir, und so setzt Grenze. Ei Wohnviertel Rittergute R zerstreut lag Königsallee, alln 10d Jose Drogen, C Hattinger .T jetzt Hauptba Schirf Dein im Eh noch d 1 Bochum Kond Rie Die g Das vor Jos. Hattinge Gesund In 3 01 Ber Hattin Heei Part liefert ei Hd Oekar-H M P. SN ETFTT WSRE? Wcchg meuun P HEUMEE Eine Hau GK Hat kerbrehe cätsel 3 Silben sind 11 Wörter chstaben, von oben nach n Mann ergeben. e— fahr— ge— ha lipp— mel— ot— be sel— sprine— stuhl dith Bresser, 12 Jahre ufgabe sen müssen jeweils BuchWörter folgender BedeuBaum Gottesgabe Planet Naturerscheinung Baum dith Bresser, 12 Jahre enrätsel INS * Dame? Erich Ernst vorigen Nummer Rordhausen, Rußland, Isar, nd, Oldenburg, Feldwebel, 1 be, Ural, Dose, Rosa—. Geheimrat, Herr Geheimwieder einmal", seufzte Stürmchen, mit meinem ist's, schon wieder aus. ge?“ fragte er, als Dr. t eine Vatientin eingelienden nach einer Explosion. Oberarzt Schmidts ist uuf Wiedersehen, Fräulein ate Hanna Sturm.„Viel2 Na also, kommen Sie h etwas, was Sie interi den beiden dem Hausrläuterte schon den Fall. mit der Patientin zusammnder: hätte durch Reinigen von n der Nähe einer Flamme ingase bervorgerufen, und ungen im Gesicht, an den songetragen.“ gefähre Größe der VerSchrombeck.„Da werden ttion schwer auskommen. da hätten Sie gleich den käheres hören? Sie sind ben wohl Ihre medizinisessen.“ rm heiß. Wenn sie in die r es ihr immer noch eine tals das Studium aufgee unrettbar anzog. Sicher ate. Aber ihre alte Liebe ihr. Sie sah Schrombeck ngespanntes, klares Arztrgie in den klaren Augen 1, zu dem man Vertrauen ie Patientin?“ erkundigte Ernährungszustande, Herr ie, seit Monaten kaum gehabe ich ihr sofort eine blt im Augenblick nichts.“ brades", dachte Hanna Schon als Kind hatte sie urcht empfunden, wie vor (Fortsetzung folgt Seite 23 Nr. 2197 Bochumer Anzeiger 7 Samstag=Conntag, 18./19. September 1937. Baren Gochams Velmkachötertersdonen der Ehsenocm Du a hafße'.“####nsteigende Nuetzgarten## Hauses Rechen sag erbeht Der Fremde, der mit der Eisenbahn auf unserem Hauptbahnhof landet, ahnt nicht, welche städtebaulichen Reize das neue Bochum jenseits der die Altstadt von den südlichen Stadtteilen trennenden Eisenbahnunterführung bietet und welch geschäftliches Leben sich hier in den letzten Jahrzehnten entfaltet hat. Wo einst Aecker und Wiesen sich dehnten, reiht sich nun Straße an Straße, Haus an Haus. Die Hattinger Straße hat sich zur Geschäftsstraße entwickelt, ein Laden reiht sich an den andern und es gibt nichts, was man dort nicht ebenso wie in der Altstadt finden könnte. Es fehlt auch nicht an Gastlokalen, an Kaffeehäusern und Unterhaltungsstätten. Gleich hinter der Unterführung finden wir, wo einst die Kokerei war, stattliche Bauten, und so setzt sich das fort bis jenseits der Weitmarer Grenze. Ein großstädtisches Bild! Zum bevorzugten Wohnviertel ist das Gelände geworden, das einst zum Rittergute Rechen und zu den kleinen Gehöften, die hier zerstreut lagen, gehörte. Bochums Prunkstraße ist die Königsallee, die bekanntlich als Ruhrallee ausgebaut wird. Sie durchschneidet den 10,20 Hektar großen Südpark, Rechener Busch genannt. Hin und her ziehen sich die wohlgepflegten Straßen, durch die dieses Viertel nach wohlüberlegtem Plane aufgeschlossen wurde. Mehr der Altstadt zu, um den baumbestandenen Westfalenplatz, erblickt man dicht aneinandergebaute Wohnhäuser, nach Süden zu ist die Bauweise gelockerter, anheimelnde Häuser im Landhausstil wechseln mit stolzen Villen, inmitten lieblicher Gärten. Die Stadtverwaltung hat der Entwicklung des schmucken Stadtviertels sorglich die Wege geebnet, so daß einmal vor einem Dutzend Jahren ein Stadtverordneter meinte,„die Kompottschüssel für das Ehrenfeld sei nun voll“. Das hat die Stadtverwaltung nicht gehindert, weiterhin die Verschönerung von Ehrenfeld=Rechen zu fördern. Der Bülowplatz, der Wagnerplatz, der Waldring, der Graffring, der Steinring, die Fortführung der Friederikastraße bis zur Hattinger Straße beim Zugang zur herrlichen Grünanlage„Im schönsten Wiesengrunde", wie die Fortführung der Königsallee und noch andere Straßen und kleine Zierplätze sind ebenso Zeugen dafür, wie die Neuerungen am Südpark und der Westfalenplatz. Stadttheater und Parthotel Nun begann im Rechener Feld ein eifriges Bauen. Der Beamtenwohnungsverein errichtete im Laufe der Jahre drei große Wohnblocks, private Bauten schossen aus der Erde. Die„Apollo=Theater=.=.“ schuf einen Bau mit 2000 Sitzplätzen für eine Varietsbühne, die am 9. Oktober 1908 eröffnet wurde. Ein Jahr darauf wurde ein Operettentheater daraus gemacht. Erlemann hatte sich aber übernommen, ihm ging die Puste aus und er mußte Konkurs erklären. Gänzlich verarmt, zog er sich nach Oeynhausen zurück, woselbst er am 2. März 1937 starb. 1914 erwarb die Stadt aus der Konkursmasse das Theatergebäude und ließ es durch Baurat Moritz aus Köln zum heutigen Stadttheater umbauen, dessen Eröffnung um Weihnachten 1915 erfolgte. Später ist das Bühnenhaus durch einen Anbau erweitert worden. Dort aber, wo früher hinter der Gräfte der ansteigende Nutzgarten des Hauses Rechen lag, erhebt sich nun der stolze Bau des Hotels Parkhaus Rechen. Ihren Stempel drücken außer dem Stadttheater dem Stadtteil die am 24. Oktober 1909 eingeweihte Meinolphuskirche, die Melanchthonkirche, am 2. November 1913 eingeweiht, und die Ruhrknappschaft auf mit ihren massigen wuchtigen Türmen. Der ältere Bau der Knappschaft macht einen bezwingenden Eindruck. Er ist nach den Plänen des Bauinspektors Thierbach ausgeführt; der neuere, nach dem Kriege erbaute Teil nach den Entwürfen von Baurat Uhlig und Architekt Landgrebe. An der Königsallee, nördlich vom Rechener Busch, steht der reichgegliederte Bau des Reform=Realgymnasiums, an der Südseite der ebenso imponierende Bau der Realgymnasialen Studienanstalt. Mit zum Ehrenfeld rechnen auch die umfangreichen Bauwerke des„Bergmannsheils“, das in den Jahren 1888/89 erstand und später durch mehrere Erweiterungsbauten vergrößert wurde. Wenn erst die #lgeplanten Umbauten unseres Hauptbahnhofes ausgeführt #e Medizinat-Drogerie Josef Günther Drogen, Chemikalien, Spirtuosen Hattinger Straße 34— Rut 61485 A. Block jetzt Hallinger Straße 11 Hauptbahnhof(Södausgang) Schirme, Stöcke, Pieifen Schirmreparaturen Seit 1909 arischer Fachmann für Ankauf getragener dung mit eigener Aufbügel=, Reparaturund Reinigungs=Anstalt Heinz Richarz, Bochum Jägerstraße 2. 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Wäre er nicht eingesprungen, so wäre die Knappschaft, die 500 000 Mark für das Gebäude verlangte, indessen die Stadt sich auf 400000 Mark versteifte, nach Essen abgewandert. A. Peddinghaus Stadttheater, haupteingang BA.-Archiv sind, wird Ehrenfeld=Rechen noch enger mit der Altstadt verbunden werden und einen weiteren geschäftlichen Aufschwung nehmen. Der Erschließer des Ehrenfeldes Es wäre undankbar, des Mannes zu vergessen, der Ehrenfeld=Rechen, das Dornröschen vor den Toren Alt=Bochums, erschlossen hat. Das ist Clemens Erlemann, an den die Clemensstraße erinnert. Am 27. Februar 1875 zu Buer geboren, gründete er 1891 in Bochum ein Baugeschäft. Ihm war es klar, daß Bochums Entwicklung nur gefördert werden könne, wenn ihm Ausdehnungsmöglichkeit nach Süden gegeben werde. Damals gehörten Ehrenfeld und Rechen noch zur Gemeinde Wiemelhausen, die erst 1904 eingemeindet wurde. Es gelang Erlemann, von dem Besitzer des Hauses Rechen für 750000 RM. zunächst den Teil zu erwerben, der sich von der Eisenbahn bis zur jetzigen Oskar=Hoffmann=Straße erstreckt. Als dann Generalleutnant Otto von Schell einige Jahre später starb, verkaufte sein Sohn und Erbe den restlichen größten Teil für drei Millionen Reichsmark an Erlemann, der mit Hilfe von Banken die geforderte Baranzahlung von 1 Million Reichsmark leisten konnte. Die Aufschließung des von Siepen und Hügeln durchzogenen Geländes erforderte weiterhin große Mittel. Erlemann war ein kühner Planer, ein Städtebauer, dem es darauf ankam, Schönes zu schaffen. Er sah breite Straßen vor, ansprechende Platzanlagen und schenkte der evangelischen wie der katholischen Kirchengemeinde Bauplätze unentgeltlich zur Bebauung; den Rechener Busch trat er an die Stadt ab um ein Drittel geringer, als die Traditionsecke 10. Batterie des Reserve=Fußartillerieregiments 7. Die 10. Batterie des Reserve=Fußartillerieregiments 7 erhielt im Weltkriege ihre Mannschaften und den Ersatz zum groten Teil aus den Bezirken Bochum, Wattenscheid, WanneEickel, Herne und Recklinghausen und Umgegend. Seit einigen Jahren finden sich die ehemaligen Batteriekameraden aus dem Kriege alljährlich zu einem großen Batterieappell zusammen. Das diesjährige Trefsen erfolgt am 25. und 26. September zu Münster im Hotel Watzmann an der Wollbecker Straße. Der Appell steht unter der Führung des Hauptmanns der 10. Batterie Dulheuer(Godesberg): Kamerad Köster(Münster) berichtet in einem Lichtbildervortrag über die Montfaucon=Stellungen der Batterle auf dem westlichen Kriegsschauplatz. Man hat zu diesem Appell die Hauptstadt der Provinz Westfalen gewählt. weil die Batterie im Felde dem ruhmreichen westsälischen Fußartillerieregiment Nr. 7 angehörte. Kriegerkameradschaft Westwacht„Graf von Haeseler“ Bochum. Am Sonntag unternahm die Kameradschaft ihren diesjährigen Familienausflug, verbunden mit Wanderpreisund Preisschießen nach Platzmann, Laerheide. Trotz der ungünstigen Witterung hatte sich doch eine recht stattliche Anzahl Kameraden mit ihren Angehörigen dort eingesunden. In herzlich gehaltenen Worten entbot der Kameradschaftsführer Soddemann allen Teilnehmern freundliche Grüße und wünschte allen recht fröhliche Stunden für den Verlauf der Veranstaltung. Nachdem der Kaffee eingenommen war, konnte sich alt und jung der Fröhlichkeit hingeben, denn für Unterhaltung war reichlich Sorge getragen. Ganz besonders war hierbei an unsere Kleinen gedacht, die mit allerlei Süßigkeiten und sonstigen schönen Sachen bedacht wurden. Für die Frauen war ein Preiskegeln angesetzt, an welchem die Beteiligung äußerst rege war. Als Belohnung konnten auch einigen Frauen recht schöne Gewinne überreicht werden. Bei dem Wanderpreisund Preisschießen ging der Kamerad August Haas mit 31 Ringen als Sieger des Wanderpreises und des 1. Preises hervor. Den 2. Preis errang der Kamerad Hermann und den 3. Preis der Kamerad Leidinger, Weiterhin konnten noch einige Kameraden mit Preisen bedacht werden. Für Kameraden über 50 Jahre stand ein Sonderpreis zur Verfügung und errang diesen der Kamerad Diehl. Zum Abschluß fand eine kleine Verlosung statt, wobei eine ganze Anzahl Teilnehmer recht nützliche Gegenstände mit nach Hause nehmen konnten. Dent un Beinen nehlenketler Die herrlichen Herbsttage haben uns alle ein wenig sorglos gemacht. Man denkt nicht daran, daß die schönen Tage überhaupt kein Ende nehmen könnten. Aber wie mit des Geschickes Mächten, ist auch mit der Herbstzeit kein ewiger Bund zu flechten, und über Nacht kann der Umschwung kommen. Dann aber wehe dem, der nicht rechtzeitig vorgesorgt hat und seinen Kohlenkeller für die kommende kalte Zeit aufzufüllen vergessen hat. Es ist nun wirklich die zwölfte Stunde, das nachzuholen, und jeder Tag, den wir noch zögern, kann recht unangenehme Folgen für uns haben. Unser von der warmen Sonne verwöhnter Körper vermag sich nicht so rasch umzustellen und ist leicht gesundheitlichen Schädigungen ausgesetzt, wenn wir dann in ungeheiztem Zimmer zu verweilen gezwungen sind. Vor den Witterungseinflüssen im Freien vermag man sich durch gutes Schuhwerk und warme Kleidung zu schützen, gegen die Gefahren des ungeheizten Zimmers gibt es keinen Schutz, und langwierige Erkältungserkrankungen, die sehr heimtückisch sein können, sind die Folgen. Das gilt ganz besonders für die Kinder. Kommt aber über Nacht der Umschwung, dann nutzt uns meist auch der schleunige Anruf beim Kohlenhändler nichts, dann vermögen wir auch durch ungeduldiges Drängen und Berufung auf unsere langen Geschäftsbeziehungen kaum, die Lieferung zu beschleunigen, denn die vom Kohlenhändler für solche Fälle bereitgestellten Vorräte sind dann erfahrungsgemäß rasch erschöpft, und die bei den Werken einlaufenden Abrufe häufen sich so, daß auch hier eine Stockung in der Belieferung unvermeidlich ist. Schon zwei drei Tage bei häßlichem kaltem Herbstwetter in ungeheizter Wohnung können uns aber zur Ewigkeit und mit ihren schlimmen Folgen zu einer harten Strafe für unsere Saumseligkeit werden. Darum bedeutet wirklich jeder Tag, den wir noch „abwarten“ zu können vermeinen, einen Leichtsinn. Aber noch eins müssen wir dabei bedenken: der Bezug von Kohle, Briketts, Feuerholz usw. ist eine reine Vertrauenssache. Es gehören ganz ausgezeichnete Fachkenntnisse dazu, um der Kohle ihren Wert und ihre einwandfreie Beschaffenheit anzusehen, und nicht zuletzt gilt auch für die Feuerungsstoffe das alte Wort, daß das Teuerste immer das Billigste ist. Falsche Sparsamkeit hat sich gerade beim Kohlenbezug noch immer gerächt. Darum darf, wer sich vor Schaden schützen will, grundsätzlich Kohlen, Briketts, Holz usw. nur beim alteingesessenen Fachgeschäft kaufen, das als vertrauenswürdig bekannt ist. Wer beim fliegenden unbekannten Händler kauft, läuft immer Gefahr, daß er übervorteilt wird. Die Presse hat sich gewißlich ehrliche Mühe gegeben, die Käufer aufzuklären, und die sich immer wiederholenden Meldungen über Betrügereien fliegender Kohlenhändler durch falsches Gewicht, durch minderwertige Ware usw. müßten es eigentlich längst zum feststehenden Grundsatz gemacht haben, nur beim ortsansässigen Händler seinen Bedarf zu decken. 1 Schon Ihre Großeltern brannten Kohlen von Joh. König Weilenbrink 7a. 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Bochum Ruf 68122 ANTHRAZIT Rottstr. 12 LANGENBRAHM KOHLEN K O KS BRIKETTS 10ST auplatz. Man hat zu dierovinz Westsalen gewählt. ruhmreichen westsälischen ehdrte. ht„Graf von Haeseler“, m die Kameradschaft ihren rbunden mit Wanderpreisnn, Laerheide. Trotz der doch eine recht stattliche ingehörigen dort eingesunirten entbot der Kameradlen Teilnehmern freundrecht fröhliche Stunden für Nachdem der Kaffee einund jung der Fröhlichkeit ; war reichlich Sorge gesierbei an unsere Kleinen iten und sonstigen schönen e Frauen war ein Preis. Beteitigung äußerst rege luch einigen Frauen recht n. Bei dem Wanderpreisnerad August Haas mit erpreises und des 1. Preiang der Kamerad Her: Kamerad Leidinger, ameraden mit Preisen beüber 50 Jahre stand ein errang diesen der Kameund eine kleine Verlosung Teilnehmer recht nützliche hmen konnten. teiter brufe häufen sich so, daß : B e l i e f e r u n g u n v e r m e i d ge bei häßlichem kaltem ohnung können uns aber 5limmen Folgen zu einer iseligkeit werden. eder Tag, den wir noch en, einen Leichtsinn. Aber jedenken: der Bezug von sw. ist eine reine Vernz ausgezeichnete Fachihren Wert und ihre einsehen, und nicht zuletzt offe das alte Wort, daß igste ist. Falsche SparKohlenbezug noch immer ch vor Schaden schützen letts, Holz usw. nur beim ufen, das als vertrauensn fliegenden unbekannten fahr, daß er übervorteilt sißlich ehrliche Mühe geund die sich immer wieBetrügereien fliegender sewicht, durch minderwerigentlich längst zum festhaben, nur beim ortsanzu decken. ithrazit Briketts Wamn. 10, Telephon 64218 Briketts nthrazit □ heistian Ruf 65408 attatung licher Sorten chten Zeche Is, Briketts, razit In Apel — Ruf 66800 18 traße 33. Ruf 84670 „Glück auf“ HO1emann MI. Ruf 81946 kromg! (8— Briketts Vom 19. bis 20. September 1937 Gleichblelbende Tageseintellung: .00 Morgenlied— Wetter für den Bauern .05 Leibesübungen .80 Frühkonzert .00 Nachrichten: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt: Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen.„.ams .45 Zeit. Nachrichten. Wanerstanosmeldungen 18.00 Mittagsmeldungen—. Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldungen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten CCTOENE .00 Frühkonzert(Von Königsberg).„Musikkorps des 8. Inf.=Regts. 23(Musikmeister Peters) .00 Zeit, Wetter, Wasserstand. 88—6 .05 Bauernherz und Bauernleben. Gedichte von Ernst 815 Bunte Musik. Werner Flender(Baß): Gertrud Maria Kiesselbach(Geige); Karl Delseit(Klavier). 1. Schumacher: a) Duett; b) Karneval, 2. Schubert: a) Die Forelle, b) Die Liebesbotschaft. 3. Siegl: a) Romanze, b) Ländlerweisen. 4. Strauß: a) Morgen, b) Heimliche Aufforderung. 5. Unger: a) Altes Lied, b) Walzer Nr. 1. 6. Siegl: a) Sommerfest, b) Uebermut .00 Morgenfeier des Reichssenders Köln. Die Schönheit im Evangelium .30 Musik am Sonntagmorgen. 1. Toccata in=dur (Bach). 2. Liebesmelodie aus Das Herz"(Pfitzner). 8. Zwei Lieder(Kilpinen): a) Spielmannssehnen, b) Tanzlied, Gerh. Hüsch. 4. Erster Satz aus der„Pathetischen Sinfonie"(Tschaikowsky). 5. Vorspiel zum Musikdrama„Tristan und Isolde“ (R. Wagner). 6. Intermezzo=dur(Brahms); Wilhelm Backhaus(Klavier). 7. Finale des ersten Aufzuges der Oper„Othello“(Verdi). 8. Ungar. Marsch aus„Fausts Verdammnis“(Berlioz) 10.30 Vom Selkant bis zum Hohen Venn. Ein bunter Bilderbogen 11.15 Der junge Beethoven. Erich Hammacher(Klavier), Lore Schröter(Sopran); Egbert Grape(Begl.) 11.45 Der Intendant spricht 12.00 Mittagskonzert(Von Bad Aachen). WestmarkOrchester(Detlev Grümmer). 1. König Stephan, 14.00 14.30 15.00 16.00 16.30 18.30 19.00 19.30 19.45 20.00 Ouvertüre(Beethoven). 2. Aus Holbergs Zeit, Folge(Grieg). 8. Traumpantomine aus„Hansel mannsfest, Rhapsodie Nr. 9 scher Bergmannsliever(Kaempfert). 6. Heitere Ouvertüre(Unger). 7. Rheinische Rhapsodie(Prager). 8. Präludium(Järnefelt). 9. Melodien aus„Aennchen von Tharau"(Strecker). 10. Dynamiden=Walzer(Jos. Strauß). 11. Ouverture zu„Rosamunde“(Schubert) Ein fröhliches Kasperlspiel mit Max Radestock. Der gestiefelte Kater Der Kiepenkerl packt aus„„ Musik zur Unterhaltung. Das unterhaltungssextett und Dr. Karl Lenzen(Klavier) Annette Freiin von Droste=Hülshoff. Feierstunde auf Haus Rüschhaus bei Münster i. W. Nachmittagskonzert. Else Wolff(Sopran); Leo Kowalski, Walter Wielsch; die Funkschrammeln; der Stabsmusikzug des Hilfswerks Nord=West (Stabsmusikzugführer Karl Siegfried Nußbaumer); Funkorchester(L. Eysoldt) Aachen— Eckstein des Reiches(Karl Petry) Max von Schillings in seinem Heimatdorf Gürzenich. Rolf Pfarr(Bariton); Rudi Hauck(Violine); Karl Strahn(Klavier) Der Sonntag im Funkbericht Svortvorbericht„.4: dus: gstem van Dichter und Bauer. Opereite in brei Akten von Gustav Quedenfeld und Eugen Rex. Musik von Franz von Suppé. Funkorchester und Funkchor (Josef Breuer). Spielleitung: Werner Vielhaber. Personen: Der Bauer Martin: Felix Knäpper; Jelka, seine Tochter: Henny Neumann=Knapp; Peter Werschitz, sein Mündel: Paul Reinecke; der Bauer Lugosch: Hubert Mertens; Bogdanowitsch, sein Sohn: Hans Salomon; Baron Rico, Oberleutnant: Richard Riedel; Kugler, Varietédirektor: Alfred Wehle; Gitta, ein Varietéstar: Else Veith; Julischka, eine ungarische Magd: Melitta Wittenbecher; der Landrichter: Hanns Kämmel; Husi, der Gerichtsvollzieher: Fritzleo Liertz; der Bürgermeister: Willi Stassar; Puter, der Polizeidiener: Walter G. Pastor; der Verlagslehrling: Lotte Fritzsche; der Primas einer Kapelle: Fritzleo Liertz; ein Kellner: Walter G. Pastor; ein Auktionator: Karl Urbach; Siebenbürger und rumänische Bauern und Bäuerinnen, Varietégäste, Sommergäste, Ort der Handlung: Siebenbürgen, Zeit: vor 1900 22.30 Wir bitten zum Tanz(Vom Deutschlandsender). Eugen Wolff. Fantasien auf der Welte=KinoOrgel aus dem„Stella=Palast", Berlin(Mile Sagawe) Deutschlandsender: 17.20: Tag des deutschen Volkstums. — 18.00: Schöne Melodien.— 20.00: Herbstnotenschau.— 22.30: Wir bitten zum Tanz! WEEE 10.00 Die Regentrude. Märchen von Theodor Storm 10.30 Was brachte der Sportsonntag? 12.00 Die Werkpause. Uebertragung von der Rurtalsperre in Schwammenauel bei Hasenfeld, Kreis Schleiden 13.15 Schloßkonzert(Von Hamburg). Das Niedersächsische Sinfonie=Orchester(Otto Ebel von Sosen). Lüttjohann(Baß). vom Landestheater Braunschweig. 1. Ouvertüre zur Kantate vier Menschenalter"(Lachner). 2. a) Hochzeitslied(Loewe), b) Der Noeck(Loewe). 3. a) Tanz unter der Dorflinde(Reinecke), b) Liebesgeständnis aus„Faschingsbilder"(Nicode). 4. Kleiner Haushalt(Loewe). 5. Bei uns z' Haus, Walzer (Joh. Strauß) 14.15 Lustiger Rätselfunk 15.00 Schleidener Kinder singen und erzählen: Sause, Wind, sause! 16.00 Nachmittagskonzert(Von Leipzig). Funkorchester (hacdor tumer) 16.30 16.45 17.15 17.30 Volk und Grenze(Dr. Hans F. Zeck) Lieder aus aller Welt. Maja Clarenbach(Sopran); Heinz Herkrath(Klavier) Bildende Kunst im Grenzland(Christean Jenssen) Walzer, gespielt unter großen Dirigenten. 1. Aufforderung zum Tanz(Weber=Berlioz); Wilh. Krauß. 4. Walzer aus der Serenade für Streichorchester(Tschaikowsky); Willem Mengelberg. 5. a) Künstlerleben(Joh. Strauß); b) MorgenJoh. Strauß); Robert Heger. 6. SphärenClemens Krauß. 7. KaiserErich Kleiber 18.30 Abschluß=Kundgebung des Adolf=Hitler=Warsches der HJ. in Landsberg(Von München). der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach Bunte Opernmelodien(Von München). Unterhaltungs=Funkorchester(Fr. Mihalovic). 1. Ouvertüre„Der Waffenschmied von Worms“(Lortzing). 2. Intermezzo aus„Cavalleria rusticana"(Mascagnt). 8. Musik aus„Carmen"(Bizet). 4. Schleierintermezzo aus„Mona Lisa“(Schillings). 5. Meditation aus„Thais“(Massenet) Die Grenze entlang(Prof. Dr. Adam Wrede) Westdeutsche Wochenschau Musik mit Solisten. Johanne Marie Unkel(Alt); Josefa Kastert(Violine); Erich Rummel(Klavier); Hans Haaß(Begleitung). 1. Fantasie und Fuge=moll(Spies),„2. Zwei Lieder(Heuser): a) In meine Heimat kann ich wieder, b) Heidenacht. 8. Suite für Violine und Klavier(Lemacher). 4. Improvisationen(Riethmüller). 5. Drei Lieder(Heuken): a) Trübe endet der Tag, b) Friedhofsgang, c) So ist's auf Erden. 6. Romanze, Ländlerweisen(Siegl) Nachtmusik und Tanz. Funkorchester(Leo Eysoldt), Kapelle Will Glabe 19.00 19.45 20.10 21.00 22.30 Deutschlandsender: 18.00: Dreißig bunte Minuten.— 19.00: Die Berliner Philharmoniker spielen.— 21.15: Der Tag klingt aus...— 22.30: Zur Unterhaltung Gonterrienst der echl. Gemeinden Gonntag, 19. September 1937 (Ohne Gewähr) Christuskirche..45: Schmiol 2; K6D. 11.15: Matthien; 15: TaufFriedenskirche..30: Hardi; R00. 11: Winnacker; 12.15: Tauffeier, Lutherkirche..45: Matthien; Kindergottesdienst 11: Schmidt 2; 12: Johanneskirche. 9: masur. dienst, Schneider; KGD. 11.15: Krankenhauskapelle..30: Henrict. Herberge zur Heimat: 9: Klimmeck. .=Altenbochum. So 10: Festgottes: dienst zum Jahrestag der Inneren Mission, Brühmann; 11: Festkindergottesdienst, Niederstein. 11: Pechzseiödurg. Seo e: Brutgeitz, dienst, Bach; 11.15: KGD.; Gemeindebibelstunde: Fr 20.15: Kindergottesdienst=Helferkreis. .=Gerthe. So.30: Festgottesdienst, Schaefer: 19.45: KGD.: 20: Gemeindeabend: Di 7: Frühandacht: Fr 20: Bittgottesdienst. .=Gerthe..30: Gottesdienst. Paulmann: 10.45: KGD.; 11.30: Taufen. .=Harpen. So.30: Gottesdienst Lobetal=Notkirche, Willer; 10.45: Kindergottesdienst. .=Hamme. So Gottesdienst an der Maarbrücke 8: Bach; Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Bach; in Wegescheid.45: Dannert: KGD. in der Kirche 11.10: Dannert; im Gemeindehaus 11.15: Bach; Taufstunde in der Kirche 14: Kraemer; im Gemeindehaus 12: Bach. .=Weitmar(Presbyterium). So 8: Gottesdienst, Kraemer;.45: Hauptgottesdienst, D. Engelke(Berlin); 11: 62.: 12: Kirchentausen., Wn. .=Weitmar. So 8: Gottesdienst in der Kirche, Kramer: 9: Gottesdienst im Vereinshaus.=Mark, Sauer; 10.15: KGD. im Vereinshaus.= Mark, Sauer. .=Werne. So 8: Gottesdienst, Beckmann:.45: Hauptgottesdienst, Pfr. Schmerkotte. .=Langendreer. Christuskirche: 10: Hauptgottesdienst zum Opfertag der Inneren Mission, Lichtentbäler; 11: Feier des hl. Abendmahls: 11.15: 12: Kirchentaufen.— Paulus= kirche: 10: Hauptgottesdienst zum Opfertag der Inneren Mission, Diekkerhoff; 11: KGD.; 12: Kirchentaufen.— Krone: 9: Gottesdienst, Menzel.— Kalte Hardt: 10.30: Gottesdienst, Menzel; 11: KGD.— Wilhelmshöhe:.30: Gottesdienst, Lichtenthäler;.30: KGD.— Krankenhaus:.45: Gottesdienst, Dieckhoff. .=Hiltrop. So.30: Gottesdienst, Fortmann; 10.45: KGD.; 11.45: Taufen. .=Hofstede=Riemke. So(Opfertag der Inneren Mission) 8: Mühge: 10: unter Mitwirkung des Kirchenchors, Pauhgs: 11.15: KGD., Mühge; 12: Tausstunde. .=Wiemelhausen. Melanchthon. So 8: Bertelsmann;.45: Festpredigt (Volkstag der Inneren Mission), Höfker(Hordel); 11.30: KGD. und Kirchentaufen. .=Wiemelhausen(Petri). So 8: Christenlehre(Frühandacht), Opfertag der Inneren Mission, Niedermeier;.30: Gottesdienst, Bertelsmann; 11: KGD., Vikar Schmidt; K: Taufen. .=Linden. So 8: Weber:.30: Sassenberg; 11: KGD.; 12: Taufen; Mi 17: Tausen, Bäumer. .=Dahlhausen. So.30: Neuhaus; Taufen nach dem Gottesdienst. .=Stiepel. So 10: in Stiepel=Haar. .=Stiepel. So(Tag der Inneren Mission).30: Gottesdienst im Lutherhaus, Husemeyer; 11: KGD.; .30: Gottesdienst in der Kirche, Wagener: 10.45: K6D. Buchyolz. So 10.30: Gottesdienst, Altena; danach KGD. Uemmingen. So(Tag der Inneren Mission).30: Hauptgottesdienst, Vikar Staupendahl; 10.45: Kirchentaufen, Kuhlmann; 10.45: KGD. .=Hordel. So 10: Festgottesdienst zum Opfertag der Inneren Mission, Engelbert(Bochum); 11.15: KGD. in der Kirche. .=Hordel. So 8: Gottesdienst, Tomzik;.30: KGD. Wattenscheid. Alte Kirche: 10.30: Hauptgottesd., Spieckermann; 11.30: KGD., Spieckermann.— Friedenskirche: So 8: Gottesdienst, Luncke; 10: Missionsfestgottesdienst, Misstonar Stär; 14: KG0., Müllex; 15: Taufstunde, Müller.— Alte kirche: So 9: masur. Gottesdienst, Podzelnv. — Krankenhaus Lutherstift: So 10: Hausgottesdienst, Rimmel.— Kapelle zu Höntrop: So.30: Hauptgottesdienst, Stuhlmann; 10.45: KGD..— Gemeindehaus in Leithe: So 10: Hauptgottesdienst, Luncke; 11.15: K6D. Günnigfeld. So 8: Gottesdienst: .30: Plate: 10.40: Taufen; 11: KGD. — Evgl. Kirche: So.55: Festgottesdienst zum Opfertag der Inneren Mission, Rimmel; 20: Beichte und Feier des hl. Abendmahls, Rimmel. Wanne. Christuskirche: 8: Scheinhardt;.45: Engel; 11.30: KGD.; 12.30: Taufen: Do 15.30: Taufe.— Lutherkirche:.45: Scheinhardt; 11.30: KGD.; 12.30: Taufen. Eickel. Johanneskirche: 11: Festtag der Inneren Mission im Kindergottesdienst, Kurras. Röhlinghausen..30: Hauptgottesdienst, Krahn; 11: KGD., Krahn: 12.30: Taufen. Gottesdienst der kath. Gemeinden Sonntag, 19. September 1937 (Ohne Gewähr) Propstei. 6: hl..;.45: bl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen;.45: hl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der ., 2. und 3. Mädchenkl.; 9: hl. M. für Gymnasium u. Oberschule; 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Kinderandacht mit Pred. u. Opfergang; 20: Feierstunde der Pfarrjugend u. der Gemeinde für die katholische Auslandsdeutschen=Mission. Christ=König(Franziskanerkloster). .55: Austeilung der hl. Kommunion: 6: hl. M. ohne Pred.; 7: hl. ., Eröffnung der Jugendwoche durch den Leiter P. Osmundus Linden aus Köln, mit gem. hl. Kommunion der Pfarrjugend;.15: Kindermesse mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der weibl. Schuljugend; .30: Hochamt mit Pred.; 11: letzte hl. M. mit Pred.; 14.30: Christenlehre; 20: gem. Andacht mit Jugendbekenntnis: 20.30: erste Hauptpredigt für die Pfarrjugend. St. Marien..40: erste hl.., .15: hl. M. mit Predigt:.30: hl. M. mit Pred;.30: Hochamt mit Pred.; 11: letzte hl. M. mit Pred.; 20: Feierstunde unserer Jugend mit Opfer und Predigt für die kathol. Auslandsdeutschen=Mission. St. Joseph..15: hl. M. mit gem. hl. Kommunion der Jungfrauen;.30: hl. M. mit Pred.; .45: hl. M. mit Pred.; 10: Hochamt mit Pred.: 11.15: hl. M. mit Pred.; 14: Andacht mit Ansprache an die Kinder. St. Antonius..30: Gemeinsch.= M. mit gem. hl. Kommunion für alle Jungfrauen; 8: hl. M. mit Pred.;.30: Hochamt mit Pred.: 11: letzte hl. M. mit Pred.; 14.30: Christenlehre. Mariahilf(Redemptoristenkloster). 5 u. 6: stille hl..; 7: Singm. m. Pred.; 8: Deutsches Hochamt m. Pred.; 10.30: voln. M. ohne Pred.; 15: poln. Rosenkranzandacht o. Pr.; 17: deutsche Bruderschaftsandacht m. Pred.: 10: Pred. u. Segen für die Männer. St. Meinolphus. 6: hl..; 7: bl..; 8: Schülerm.; 9: Kinderm.; 10: Hochamt; 11.30: bl..; 14.30: Christenlehre: 20: Andacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. .30: hl. M. m. Pred. u. hl. Kommunion der weibl. Pfarrjugend; .30: hl. M. m. Pred. u. hl. Kommunion;.45: hl. M. m. Pred.: 10: Hochamt m. Pred.; 15: Andacht u. Segen; 18: Feierstunde für die Auslandsdeutschen mit Pred. u. Segen. Wallfahrtskirche,.=Stiepel..35: Frühmesse; 10: Hochamt; 15: Andacht für die Mütter, darauf Versammlung: 16: Andacht; 17: Andacht zur Muttergottes. Wochentags.05: hl. M. Mittwoch 10: Hochamt, von 14—18: Aussetzung, Predigt und Prozession. Liborius,.=Grumme..30: Gelegenheit zur hl. Beichte: 7: hl. M. mit Pred.; 8: Austeilung der hl. Komnunion;.30: hl. M. m. Pred. und gem. hl. Kommunion der Jungfrauen und der 1. und 2. Mädchenklasse: 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Opfergang der Kinder für die Diaspora: 20: Feierstunde der Pfarriugend für die Auslandsdeutschen=Mission. Hl. Kreuz..30: Austeilung der bl. Kommunion;, 7; hl. M. mit Pred. u. gem. vi. Kommunion der Jungfrauen;.30: bl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der Schulknaben; 10.30: Levitenamt mit Aussetzung und Pred.: 14.30: Gerz Jesu,.=Hordel..30: bl. M. m. Pred.; 8: hl. M. mit Pred. und hl. Kommunion der weiblich. Pfarrjugend; 10: Hochamt m. Pred.; 14.30: Christenlehre; 16: Feierstunde für die Auslandsdeutschen mit Pred. u. Segen. Herz Jesu,.=Hamme..30: hl. .;.30: Austeilung der hl. Kommunion; 8: hl. M. mit Pred.; .30: Hochamt mit Pred.; 11: hl. M. mit Pred.; 15: Bonisatius= andacht für die Kinder mit Pred. u. Opfergang: 20: religiöse Feierstunde mit Pred. St. Franziskus,.=Riemke..15: bl.., gem. bl. Kommunion der Jungfrauen;.15: hl. M. mit Pred.; gem. hl. Kommunion der Hofsteder Schule:.30: hl. M. mit Pred.; .30: feierl. Levitenhochamt mit Festpred.: 11: letzte hl. M. m. Pr.; 14.30: Festandacht mit Anspr. an die Kinder über die Diaspora; 15: Tausen, Puchum mnan„ St. Anna, Bochum=West. 7: hl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauenkongregation und der Gablenschen Schule(Ordn.: Kinder, Kongregantstinnen, Frauen, Männer):.30: bl. M. m. Pred.; 10: Hochamt m. Pred. In allen bl. Messen ist heute Kollekte für den Bonisatiusverein: 18: Muttergottesandacht mit Aussetzung u. Segen. Dretfaltigkeit..30: hl. M. mit Ansprache: 8: dl. M. mit Pred.: 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Christenlebre mit Segen; 20: Missionsfeierstunde für die Auslandsdeutschen mit Pred. u. Segen. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Gemeinschaftsmesse;.30: Bet= und Singmesse mit Pred.;.45: Hochamt mit Pred.: 10: Kindermesse; 11: letzte hl. M. mit Pred.; 11.30: Vorbesprech. der Kirchenvorstandswahl im Gemeindehause: 14.30: Christenlehre: 18.30: Andacht. In allen Gottesdiensten predigt ein auswärt. Herr für die Diaspora. Donnerstag 20: Bibelstunde oder Christusabend in der Kirche. Liebfrauen,.=Linden. 7: hl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen:.05: hl. M. mit Ansp. für die Kinder und gem. hl. Kommunion der Kinder der oberen Klassen; 9: Hochamt mit Pred; 10.30: letzte hl. M. mit Pred.: 14.30: Andacht; 15: Taufen. St. Michael,.=Dahlhausen..30: Frühm. m. Pred.; 10: Hochamt mit Pred.; 15: Andacht; 16: voln. Andacht mit Pred. St. Engelbert,.=Dahlhausen. 7: Frühmesse u. gem. bl. Kommunion der weibl. Pfarrjugend;.30: Hochamt mit Pred.; 14.30: Christenlehre und Andacht.„.„ 5# Fronleichnam,.=Laer. 7: hl. M. mit Gesang u. Pred. u. hl. Kommunion der weibl. Pfarrjugend: 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Feierstunde für die Auslandsdeutschen mit Pred. u. Segen. Liebfrauen,.=Altenbochum.30: Frühmesse mit Pred. u. Austeil. d. hl. Kommunion;.45 Gemeinschaftsmesse mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen; 9: Hochamt als Kindermesse mit Pred. u. bl. Kommunion der Mädchen: 11: hl. M. m. Pred.; 14.30: Christenlehre mit Segen: 15: Taufen: 20: Feierstunde für die Auslandsdeutschen=Mission mit Predigt u. Segen. Herz Jesu,.=Werne..45: Gemeinschaftsmesse mit Pred.:.15: hl. M. mit Pred.; 10.15: Hochamt mit Pred.: 14.30: Bonisatius=Andacht; 17: Schlußandacht für die Jungfrauen.,.„" Gap. h St. Marten,.=Langendreer..30: dl..;.45: hl. M. mit Pred., gem. hl. Kommunion der weiblich. Pfarrjugend; 9: Kindermesse mit Pred., gem. hl. Kommunion der Knabenklassen; 10.15: Hochamt mit Pred.; 14.30: Bonisatiusandacht. St. Bonisatius,.=Langendreer. 6: hl..;.30: hl..; 9: Kindermesse mit Pred.; 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Andacht für die Kinder: 18: Feierstunde für die Auslandsdeutschen mit Predigt. Hl. Geist,.=Harpen. 7: Frühmesse mit Pred.: 10: Hochamt mit Pred.; 14.30 Andacht. St. Elisabeth=Hospital..45: hl. .: 8: hl. M. m. Pred.: 9: Kindermesse mit Pred.; 17: Andacht. St.= Josephs=Hospital, Bochum. .30: hl..,.30: hl. M. m. Pred.; 17: Andacht.„ 842 St. Elisabeth,.=Gerthe..30: hl. M. mit Pred., gem. hl. Kommunion der Pfarriugend;.30: hl. M. mit Pred.: 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Christenlehre: 20: Andacht mit Pred. zuannsten der Mission unter den Auslandsdeutschen. St. Joseph,.=Hiltrop..30: hl. M. mit Pred. u. gem. bl. Kommunion der Jungfrauen: 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Christenlehre. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Frühmesse mit Pred.;.15: Kindermesse mit Pred.: 10: Hochamt mit Pred.; 14 30: Christenlehre u. Segen: 17: Andacht und Segen. Propstei, Wattenscheid. 6: bl..; 7: hl. M. mit Pred. u. bl. Kommunion der weibl. Pfarringend: 8: hl. M. mit Pred.: 9: hl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion für die höheren Schulen: 10: Hochamt mit Pred.; 11.30; hl. M. mit Pred.; 14.30: Christenlehre mit Andacht; 15.15: Taufen: 20: Andacht für die Auslandsdeutschen. St. Magdalenen, Höntrop..45: bl..: 8: Frühm. mit Pred.: 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Christenlehre: 15: Taufen; 20: Pfarrandacht mit Segen. Herz=Mariä=Kirche,.=Günnigfeld. .15: Austeilung der bl. Kommunion:.30: bl. M. mit Pred.:.30: Austeilung der hl. Komunion: 8: hl. M. mit Pred.: 10: Hochamt m. Pred.: 14.30: Andacht: 20: Andacht für die gesamte Pfarrjugend. Sonstige Gemeinden Evangel.=Luther. Kreuzgemeinde Bochum, Kreuzkirche, Gahlensche Straße 146: So.30: Frühgottesdienst, Pfarrer Kerle: 10: Hauptgottesdienst. Pfarrer Kerle: 11.30: KGD.— Gemeindeheim, Lutherhof: So 15: Jugendstunde. Evang.=luth.(altluth.) Gemeinden in Bochum. 1. Gemeinde: Kirche Dibergstr. 52: So.45: Predigt (Sup. Ziemer).— 2. Gemeinde: Kirche am Hindenburgplatz: So.30: Predigt(P. Greve); 11: KGD. Ev. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Alleestr. 48: So 8: Uebung des Männerchors; 9 und 18: Predigt und Feier des hl. Abendmahls, Sup. Steckel und Prediger Haug: 11: Sonntagsschule; 15: Predigt u. Feier des hl. Abendmahls in Witten, Augustastr. stunde in Hordel, Mathildenstr. 12. Di 20: Bibelstunde in Wattenscheid, Bismarckstr. 37. Mi 15.30: Katechettsche: Unterricht, 20: stunde, Alleestr. 48. Do 15.30: Frauenstunde; 20: Uebung des Gem. Chores; 17.30: Bibelstunde in Witten, Augustastr. 57. Gottesdienste der Neuapostolischen Gemeinde, Bochum, Rheinische Str. Nr. 7: So 9, 16; Do 20..=Langendreer, Wallbaumweg 58: So 9, 16; Do 20..=Kornharpen. Auf der Prinz 135: So 9, 16: Do 20..= Linden, Kesterkamp 49a: So 9, 16; Do 19.30..=Weitmar, Kellermannsweg 51: So 9, 16; Do 20..= Weitmar, Schützenstr. 21: So 9. 16; Do 19..=Riemte, Auf dem Dahlacker 42: So 9, 16; Do 19..= Gertbe. Am Südblick 8: So 9, 16; Do 19. Wanne=Eickel. Köniastr. 21: So 9, 16: Do 18. Wanne=Röhling= hausen. Ecke Füsilier= und Kurfürstenstraße: So 9, 16: Do 18 Uhr. Christl.=Wissenschaftl. Vereinigung (Christian Scienee), Bochum, Dorstener Str. 182: So 10: Gottesdienst; 11: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst. Christl.=Wissenschaftl. Vereinigung. (Christan Science Snciety), Bachum, Emscherstraße 20. So 10: Gottesdienst; Lektionsprediat der Christlichen Wissenschaft, Thema:„Materie“: 11.15: Sonntagsschule. Am 2. Mittwoch jeden Monats 20: Gottesdienst(Zeugnisversammlung). Freie evangel. Gemeinde, Rottstraße 34a. So.30: Bibelbesprechstunde; 11: Sonntagsschule: 18: Predigt, Prediger Reich. Mo 20: Cyorprobe. Mi 15.45: Kinderunterricht; 20: Gebetsstunde. Fr 20: Jugendstunde.— Gerthe, Gerther Straße 10: So 14.30: Predigt, Prediger Reich.— Hordel, Laatenbruch 60: Do 16: Frauenstunde; 18.30: Gebetsstunde. 1. Baptisten=Gemeinde: Immanuelskirche, Hermannshöhe 21: So .30: Bibelstunde, Prediger Janssen: 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Prediger Dr. Mundhenk; 17.30: Jugendstunde. Mo bis Fr 20: Bibelstunde, Prediger Mundhenk (Köln).— Gemeindesaal.=Hamme, Hofsteder Str. 131: So.30: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundbenk; 11: Sonntagsschule; 17: Gottesdienst. Do 20: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundbenk.— Gemeindesaal.= Bärendorf, Goldhammer Str. 17: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule; 20: Evangelisation Prediger Dr. Mundbenk. Do 20: Bibelstunde, Prediger Janssen.— .=Laer, Werner Hellweg 19: Di 20: Bibelstunde, Prediger Janssen.— Gemeindesaal Wattenscheid, Bochumer Straße 36: So 9: Bibelstunde: 10.30: Sonntagsschule. Mi 20: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundbenk.— Gemeindesaal.=Werne, Am Born 10: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Di 20.15: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundhenk. 2. Baptisten=Gemeinde,.=Weitmar. Am Steinknapp 56: So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Prediger Janssen. P Urvier 73 Ach wo. wenn du wüßfest, wie lange ich das schon trage! Ich nehme zum Waschen immer Persil— natürlich kalt— und das ist zuverlässig und billig! la, gerade für farbige Woll- und Seidensachen und auch für alle neuartigen Mischgewebe ist die bewährte Persil-Kaltwäsche die richtige Pflege! 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