C .8 se moleter 61.60 * Ihige eter.75 antel □ deter.90 eit AI er Paul silber. 35697. . 14. auer wach1925 And. Geldsorgen? nuenere in Bochumer dnzeiger Germischie) Prose 4 Chem. 1ab. Schneider, Wiesbaden ventgg Brasttee alet 50 Bi. Jorm Haus selm Zurheide, Fiumig. 113. #.##. s. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höbe in 22 com Breite 85 Vl. pezugspreis mit Votenlodn:.15 Rez, monatlich oder.08 Rm. bald.(Shet im Anzeigenieil und in 78 um Breite 50 Bl. im Terttell. Famillenencihe, Seiziottolte. 18 Ah, Monalig, der A4#. begogg awseigen. Jnd eizgsluge,..P geie snselassuich seäsluce Bezugspreiz zur die„Spchumgg, Imgnagsich.80 Gf. monatlich, oun 44. Jahrgang Wirtschaftswerbung dienen) 5 Vf., kle zetischrift„„hür mit mir“ 45 Pf, monatlich bei vier Sonntagen und 44. ut Sonntagen im Monat— Menn das Erscheinen der 5 Bl. bel sünf. Sonntagen im Monat.— Wenn, das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dal. berbindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden. u— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und famstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag, 16. Sept. 1937 anzeigen und Stellengesuche. 6 Pf., Vereinsgnzelgen(die„nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf. Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Terttell Nummer 217 Einzelpreis 10 Pf. Art) 8 Pf.,„Anzeigen, im Vereing, oder Sportkalender, 10 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 9 gültig. Nachlaßstasfel.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich ausgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551— 54 Aeus Sruper Soch)eitto für das Mittennrer kann die bolschewistische Flotte daran hindern, in das Mittelmeer einzudringen“— Paris für totale Kontrolle— Italiens Absage Berlin, 15. September. Von unserer Berliner Schriftleitung. In der britischen und französischen Presse wird heute der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Italien doch noch in irgendeiner Form zur Teilnahme an der Mittelmeerkontrolle zu bewegen sei. Dieser Optimismus erscheint im Augenblick um so unbegründeter, als auch in London nicht unbekannt geblieben ist, daß Moskau sogar eigene, selbständige Maßnahmen im Mittelmeer androht. So erklären die bolschewistischen Blätter Moskaus unumwunden, daß„nichts die bolschewistische Flotte daran hindern könne, zu einer unabhängigen Aktion zu schreiten und in das Mittelmeer einzudringen". Dazu kommt, daß man auch in Paris eine Verschärfung der Mittelmeerkontrolle fordert und in diesem Sinne das unersättliche„Echo de Paris“ die Ueberwachung der Flugzeuge und der Ueberwasserschiffe im Kontrollgebiet des Mittelmeeres verlangt. Im übrigen tritt man in London und in Paris hinsichtlich des Ergebnisses der Konferenz von Nyon schon etwas kürzer und leiser. Der erste Jubel über die Unterzeichnung des Arrangements über die Mittelmeerkontrolle, die ja schon von einigen englischen Blättern als„übereilt" bezeichnet wurde, hat sich schnell verflogen. Man hütet sich auch, von einem „Abkommen“ oder von einem„Vertrag“ zu sprechen. sondern wählt den weit vorsichtigeren Ausdruck eines „Arrangements“. Darf man hinter dieser auffälligen englischen Zurückhaltung tatsächlich den ehrlichen Wunsch nach einer Einigung, d. h. nach einer Hinzuziehung Italiens, erblicken?... Italien hat noch gestern seine ablehnende Antwort den Regierungen in Paris und London zugestellt und dabei auf die Rechtsansprüche verwiesen, die Italien als stärkste Mittelmeermacht zu erheben berechtigt ist. Dementsprechend fordert die gesamte faschistische Presse auch in den heutigen Morgenausgaben geschlossen die absolute Gleichberechtigung für Die Hibpre Echtuche seil Weginn der Kumpse m Ehma entbrannt— Die Japaner rücken vor— Die chinesische kommunistische Armee greift ein— Chinas größte Pulverfabrik durch japanische Fliegerbomben zerstört der Meinungsverschiedenheiten zwischen Italien und den Westmächten Vorteile für die eigene Spanienpolitik und für die bedrängten ValeneiaBolschewisten herauszuholen. Gibt es angesichts dieser neuen Anschläge der Komintern und ihres Spitzenagenten Litwinow=Finkelstein einen Zweifel an den wirklichen Absichten Sowjetrußlands?... Sind diese aus englischer Quelle stammenden Nachrichten nicht ein neuer Beweis für die Berechtigung der Weltanklage, die der deutsche Führer noch einmal in seiner Schlußrede auf dem Nürnberger Parteitag erhoben hat?... Wie lange noch will man bei den westlichen Staaten in schlafwandlerischer Demokratie durch die Weltgeschichte gehen? Oder soll der Ausschluß Moskaus aus dem Mittelmeer durch die Nyoner Beschlüsse wieder einmal nur eine Farce bleiben? Rundfunkrede Edens über Rhon London, 15. September. Außenminister Eden hielt am Dienstag um 22 Uhr von Genf aus eine Rundfunkrede über die englischen Sender. Er berichtete über die Verhandlungen von Nyon, ihren Zweck und ihr Ziel und stellte fest, jedes Patrouillenschiff sei nach dem Ergebnis der Konferenz jetzt berechtigt, zum Gegenangriff überzugehen und, wenn möglich, jedes Piraten==Boot zu vernichten.„Wir glauben“, so schloß Eden,„in Nyon dem =Boot=Piratentum im Mittelmeer ein Ende gemacht zu haben. Wir haben eine Polizei aufgestellt.“ Wenn irgendein=Boot wieder versuchen sollte, eine Schwarz= fahrt zu unternehmen, dann werde es, so hoffe und glaube er, die verdiente Strafe erhalten. Der Führer an den König von Dänemark. Der Führer und Reichskanzler hat Sr. Maiestät dem König von Dänemark drahtlich seine besten Wünsche für die Genesung Ihrer Majestät der Königin übermittelt, die wegen Darmverschlingung operiert werden mußte. Tokio, 14. September. Das Hauptquartier der japanischen Nordchina=Front gibt den Beginn einer neuen großen japanischen Offensive zwischen der Eisenbahnlinie Peiping—Hankau am Liuli=Fluß südlich von Liangshang und den chinesischen Stellungen auf dem rechten Ufer des Yungtingho(Hunho) bekannt. Die Kampffront hat eine Ausdehnung von 50 Kilometer. Die Offensive hat nach dem Urteil japanischer Militärsachverständiger zu der größten Schlacht geführt, die im Fernen Osten seit dem russischjapanischen Krieg geschlagen wurde. Die Kampfhandlungen begannen am Dienstag in großer Breite im gesamten Gebiet zwischen der Tientsin—Pukau= und der Peiping—Hankau=Eisenbahn, Die japanischen Truppen, die die Stellungen am nördlichen Ufer des Hunho oder Yungtingho inne hatten, begannen gegen Mittag den Fluß zu überschreiten, und zwar zunächst westlich der Stadt Kuan. Der etwa 300 Meter breite Fluß, dessen hohe Ufer mit Weiden bestanden sind, führt gewöhnlich wenig Wasser. Durch die heftigen Regenfälle der letzten Tage war er jedoch so angeschwollen, daß die Wassertiefe mehr als eineinhalb Meter betrug. Dieser Umstand sowie die chinesischen Befestigungen auf dem Südufer machten den Japanern beim Uebergang schwer zu schaffen. Schließlich gelang es jedoch den japanischen Truppen, unter dem Schutze von heftigem Infanterie=, Maschinengewehr= und Artilleriefeuer sowie unterstützt von Bombenflugzeugen, auf dem südlichen Ufer Fuß zu fassen und ihre Linien schnell zu entwickeln. Tanks und Kraftwagen folgten auf Pontons und anderen rasch hergestellten Brücken. Schon nach zwei Stunden fielen bedeutsame Stellungen in die Hände der Angreifer. und vor Einbruch der Dunkelheit hatten die japanischen Truppen in diesem Abschnitt mehrals zwölf Kilometer Boden gewonnen und den Fluß Tsingho oder Tschumaho Ein Blatt wie die„Stampa“ gibt seinen Besorgnissen hinsichtlich der Lage wie folgt Ausdruck:„Wenn die Kontrolle der englischen und französischen Flottillen sofort beginnen sollte, so würde damit recht unvorsichtig eine sehr schlechte Karte ausgespielt. Ein Zwischenfall, ja selbst ein unbeabsichtigter, könnte unübersehbare Folgen haben, während der mehr oder weniger getarnte Schmuggelzug der spanischen Revolutionäre dazu ermutigt würde, die günstige Lage auszunutzen. London hat sich dem französisch=bolschewistischen Manöver gegenüber zu wilfährig gezeigt S# Der Direktor des„Giornale d' Italia" betont, daß die italienische Note zu den Beschlüssen von Nyon eindeutig die unbedingten und für alle Zukunft geltenden Voraussetzungen festgelegt habe für ein Eingehen auf die französisch=englischen Vorschläge hinsichtlich der Zusammenarbeit im Mittelmeer. Angesichts dieser Tatsache komme jeder weitere Schritt nicht der faschistischen Regierung, sondern England und Frankreich zu. Ihre Regierungen hätten die Wahl zwischen einer gerechten Berücksichtigung des offensichtlichen Rechtes Italiens und der Verantwortung für eine eigenmächtige politische Initiative, die, falls sie dort ohne die bedeutendste Mittelmeermacht Italien zur Durchführung gebracht würde, den Charakter einer dem Geist der Zusammenarbeit, aber auch der Freundschaft fern liegenden Haltung annehmen könnte. Schließlich müsse man zum vollen Verständnis der augenblicklichen Lage auch die Manöver der sowjetrussischen Presse aufzeigen, die als neueste Spekulation die Beschlüsse von Nyon bereits als eine gewollte Scheidung der französisch=englischen von der italienisch=deutschen Gruppe darstellen möchte. „Popolo di Roma“ weist auf die geographische und geschichtliche Stellung Italiens im Mittelmeer hin, die von keinem Arrangement geändert oder aus der Welt geschafft werden könne. Italien habe im Mittelmeer lebenswichtige Interessen, die hinter denen keiner anderen Macht zurücktreten könnten. Seine Flottenstreitkräfte setzten es in den Stand, eine ebenso große Ueberwachungsaufgabe wie jede andere Macht zu übernehmen. Diese und andere italienische Aeußerungen nehmen gewissen englischen Hoffnungen ihre Berechtigung. Zudem muß vorerst abgewartet werden, wie sich der Nichteinmischungsausschuß zu dem Gesamtkompler der Mittelmeerkontrolle stellen wird. In London heißt es zwar, daß der Nichteinmischungsausschuß am Freitag noch nicht zusammentreten werde, sondern wahrscheinlich erst in der nächsten Woche seine Tagungen aufnehmen werde. Bekanntlich hatten Deutschland und Italien in ihrer Absage an die Nyoner Konferenz festgestellt, daß der Nichteinmischungsausschuß für die Behandlung des Kontrollplanes zuständig sei. Größte Aufmerksamkeit schenkt man den neuen Manövern, die der bolschewistische Außenkommissar Litwinow=Finkelstein bereits hinter der diplomatischen Kulisse vorbereitet. Selbst London ist gegenüber diesen Winkelzügen beunruhigt. In Geuf jedenfalls will man davon unterrichtet sein, daß Moskau die Einberufung einer Konferenz sämtlicher Mittelmeermächte in Genf durchzusetzen beabsichtige, um unter Ausnutzung Hreudentag der Weelner Ponzel Feierliche Einholung der ersten in Nürnberg geweihten Polizeistandarte ∆ In feierlicher Form wurde am Mittwoch vormittag die erste Standarte, die der Führer der deutschen Polizei in Nürnberg verliehen und im Luitpold=Hain mit der Blutfahne der Bewegung geweiht hatte, von einer starken Ehrenformation der Berliner Schutzpolizei eingeholt und vom Dienstgebäude des Kommandos der Schutzpolizei nach dem Hauptamt Ordnungspolizei Unter den Linden 72 übergeführt. Drei Hundertschaften in der neuen in Nürnberg gezeigten Paradeuniform begleiteten die von dem Blutordensträger Oberleutnant Albrecht getragene und von zwei Ehrenzeichenträgern flankierte Standarte auf ihrem Marsch. Unter den Klängen des neuen, für Nürnberg komponierten naWeltbild tionalsozialistischen Polizeimarsches zog die Ehrenformation durch das Brandenburger Tor zum Hauptamt, wo das Offizierkorps des Stabes des Chefs der Ordnungspolizei. General Daluege, das Wahrzeichen der neuen deutschen Polizei empfing. Unter den Rhythmen des Präsentiermarsches vollzog sich hier die feierliche Ueberführung der Standarte in das Dienstgebäude, wo sie im Zimmer des Chefs der Ordnungspolizei, General Daluege, neben drei der ältesten Fahnen der Bewegung, der ersten Frontbannfahne, der ersten Fahne der Berliner Nationalsozialisten und einer der ältesten Fahnen der kurmärkischen Braunhemden Aufstellung fand. erreicht, der zwar nur 15 Meter breit, dafür aber sehr tief ist. W22 Mg uurtun Fn e tum p In dem Abschnitt östlich von Kuan begannen die Japaner ihre Offensive ebenfalls am Dienstag und überschritten auch hier den Yungtingho. Die Stadt Kuan, der Mittelpunkt der ersten chinesischen Verteidigungslinie, fiel am Mittwoch morgen in japanische Hand. Zwei Stunden später wurde die wichtige Stadt Dungtsing besetzt. Weiter westlich, im Frentabschnitt südlich von Lianghsiang begannen die Kampfhandlungen am Mittwoch morgen. Die japanischen Truppen nahmen im Laufe des Vormittags zwei Ortschaften ein und trieben die Chinesen in Richtung auf Tschotschou und Paotingfu, wo sich das Hauptquartier der chinesischen Nordfront befindet, zurück. Ein japanisches Fliegergeschwader nach dem anderen überflog die Stadt Tschotschou und warf einen Regen von Bomben ab. Auch Paotingfu und einige kleinere Orte an der Bahnstrecke nach Hankau wurden heftig bombardiert. Die ganze Gegend ist in schwarzen Rauch gehüllt. Zwei chinesische Militärzüge, zweihundert Waggons mit Munition und Gasolin sowie zahlreiche Brücken wurden durch japanische Fliegerbomben schwer getroffen und zerstört. Wie das japanische Hauptquartier in Tientsin mitteilt, sind die japanischen Truppen im Verlaufe dieser großen Schlacht zum ersten Male auch auf Teile der chinesischen kommunistischen Armee gestoßen. Von der Schansi=Front wird berichtet, daß sich die dortigen chinesischen Truppen auf den Gebirgspaß Demmenkuan zurückziehen, der im Zuge der inneren Großen Mauer auf der Straße zwischen Tatung und Taiyan, der Hauptstadt der Provinz Schansi, liegt. Auch an dieser Front kämpfen zwei Divisionen der kommunistischen Armee. Am frühen Morgen des Mittwoch besetzten die Japaner die Stadt Huaijen. 50 Kilometer südlich von Tatung und 70 Kilometer nördlich vom Demmenkuan=Paß. Japanische Bombenflieger führten unterdessen einen erfolgreichen Luftangriff auf die Stadt Tayan durch und zerstörten das dortige Arsenal und die Pulverfabrik, die bedeutendste in ganz China. Die großen Wehrmachtmanöver Von Kauptmann(E) von Zeska Die junge Wehrmacht des Dritten Reiches wird in den Tagen vom 20. bis 26. September ihre großen Herbstmanöver abhalten. Nachdem im vergangenen Jahr erstmalig wieder nach mehr als zwanzig Jahren und nach Wiedergewinnung der Wehrfreiheit zwei Armeekorps daran teilnahmen und an Stelle der bis dahin auf Grund des Versailler Diktates üblichen Attrappen die neuzeitlichen Waffen herangezogen werden konnten, werden die kommenden Herbstübungen erstmalig als „Wehrmachtmanöver“ durchgeführt. Sie unterscheiden sich von den vorjährigen im wesentlichen also dadurch, daß an ihnen alle drei Wehrmachtteile, d. h. Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, beteiligt sein werden. Diese Tatsache ist nicht nur ein erfreulicher Beweis für die großen Fortschritte des seit dem vergangenen Jahr tatkräftig geförderten Ausbaus und der Schlagfertigkeit der drei Wehrmachtteile, sondern auch ein Beweis für die inzwischen erzielten Fortschritte in der Angleichung unseres Rüstungsstandes an die Umwelt. Wer die von den Staaten um Deutschland betriebene Aufrüstung in den vergangenen Jahren verfolgt hat, wird die Beobachtung gemacht haben, daß sie sich auf zweierlei erstreckte: Zunächst wurden die Effektivstärken der einzelnen Wehrmachtteile zahlenmäßig so weit wie irgendmöglich erhöht, sei es durch Verlängerung der aktiven Dienstzeit, sei es durch Herabsetzung des Einberufungsalters zum Wehrdienst. Alsdann wurden die technischen Kampfmittel nach den neuesten Erfahrungen vervollkommnet und stark vermehrt. Gerade dieses Moment hat seit dem vergangenen Jahr in allen Ländern eine erhöhte Bedeutung erlangt. In zunehmendem Maße sind in fast allen Heeren größere Truppenverbände motorisiert und mechanisiert, neue Waffen eingeführt, Truppeneinheiten einer Neuorganisation unterworfen, die Luftwaffe und die Kriegsmarine modernisiert und stark ausgebaut worden. Diese Rüstungsbewegung hat ihren Ausdruck in einer besonderen Verdichtung der diesjährigen großen Manöver in allen Staaten gefunden. Ueberall wurde der Schwerpunkt gelegt auf das Zusammenwirken der verschiedenen Waffengattungen und Wehrmachtteile, auf die Erprobung der neuen Waffen, auf die neuen Grundsätze der Führung und Taktik sowie auf die sich daraus ergebenden Folgerungen für Organisation und Einsatz. Für die neuerstandene Wehrmacht des Dritten Reiches liegen die Verhältnisse ähnlich. Nachdem ihr Aufbau im wesentlichen abgeschlossen ist, genügt es nicht mehr, daß die einzelnen, Wehrmachtteile. Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe für sich allein Uebungen durchführen. Wie bei den fremden Wehrmächten ist es auch für die deutsche Wehrmacht geboten, in engster Zusammenarbeit ihr Können zu erproben. Bei den Wehrmachtmanövern ist es von besonderer Bedeutung, daß unsere Lustwaffe erstmalig als selbständiger Wehrmacht Seite 2 Nr. 217/ Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 16 September 1937 Friede zwischen Blau und Rot Der deuing ist aus! Glanzleistungen der Truppen trotz schlechtester Witterung teil eingesetzt wird und ihre Wirkungsmöglichkeiten unter Beweis stellen kann. Aber auch für die Gesamtführung sind die Wehrmachtmanöver von Wichtigkeit; denn sie bieten zum ersten Male Gelegenheit, die einheitliche Führung der Wehrmacht und das operative Zusammenwirken der drei Wehrmachtteile in Fragen der Organisation und des Einsatzes für den Ernstfall zu erproben. Der Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall von Blomberg wird als Oberbefehlshaber der Wehrmacht die Wehrmachtmanöver selbst leiten. Ein eigener Stab steht ihm dafür zur Verfügung. Für jeden der drei Wehrmachtteile ist außerdem noch ein besonderer Leitungsstab tätig. Die Manöver aber werden sich in einem wesentlich größeren Rahmen und Raum abspielen als im vergangenen Jahr. Die Ausdehnung des Uebungsraumes ergibt sich nicht nur aus der Teilnahme mehrerer Divisionen des Heeres unter gleichzeitigem Einsatz motorisierter und Panzerverbände, sondern auch aus der Beteiligung der Kriegsmarine und Luftwaffe. Die Kriegsmarine wird ihre Uebungen zur Unterstützung der Kampfhandlungen des Heeres, die sich in der Hauptsache in Mecklenburg und Pommern abspielen werden, in der Ostsee durchführen. Die Luftwaffe wird ihre Tätigkeit aber nicht nur auf die Unterstützung von Heer und Kriegsmarine beschränken, sondern auch als selbständiger Wehrmachtteil Trägerin des Luftkrieges gegen die feindliche Luftwaffe und die feindlichen Industriegebiete sein. Infolgedessen werden im Verlauf der Manöver auch Luftangriffe und Luftschutzmaßnahmen in Großstätten und Gegenden geübt werden, die weit außerhalb des eigentlichen Uebungsraumes der Heeresmanöver liegen. Der militärische Wert dieser ersten deutschen Wehrmachtmanöver liegt in zweierlei: Durch die enge Zusammenarbeit der drei Wehrmachtteile wird die Führung wertvolle Erfahrungen sammeln, die für die Weiterentwicklung der Wehrmacht von wesentlicher Bedeutung sind. Die Truppe wird durch die kriegsmäßigen Uebungen in unbekanntem Gelände und in allen Kampfarten den Erfolg ihrer militärischen Ausbildung überprüfen können und dabei ihrerseits Erfahrungen für die Vertiefung ihrer Arbeit im neuen Dienstjahr sammeln. Unserem Volk aber werden die Wehrmachtmanöver ein Bild geben von der Einsatzbereitschaft, dem Geist und dem Können seiner Soldaten. Mithilfe bei der Spionageabwehr Ein aufklärendes Wort zu Beginn der Wehrmachtmanöver dnb Berlin, 15. September. Im letzten Drittel des September ist unser Heimatgebiet der Schauplatz der Wehrmachtmanöver 1937. Eine Woche lang wird die Wehrmacht mit ihren drei Wehrmachtteilen, Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, im unbekannten Gelände unter feldmäßigen Bedingungen Uebungen durchführen und die Brauchbarkeit des vielgestaltigen Kriegsgeräts erproben. Es liegt auf der Hand, daß die ausländische Spionage von derem Wirken die Landesverratsprozesse der letzten Jahre und Monate Kunde gaben, während der Manöverzeit eine verschärfte Ausspähungstätigkeit versuchen wird. Die Erfahrung früherer Manöver hat gezeigt, daß stets eine ganze Anzahl von Agenten, Spionen und Ausborchern unmittelbar in das Uebungsgebiet entsandt werden. Zur Abwehr dieser landesverräterischen Elemente und zum Schutz unserer Wehrmacht sind alle notwendigen Maßnahmen getroffen. Auch das Landesverratsgesetz, das für den Verräter den Tod durch das Beil des Scharfrichters vorsieht, wird inzwischen jenen verächtlichen Kreaturen bekanntgeworden sein, die sich durch Verräterei und Spionage ein schmutziges Judasgeld verdienen wolle. Niemand braucht daher in Sorge zu sein oder sich besondere Gedanken zu machen. Wer allerdings glaubt, aus verdächtigen Wahrnehmungen, Beobachtungen, Gesprächen usw. schließen zu müssen, daß Staatsfeinde ihr Unwesen treiben oder Spione am Werk sind, der wende sich umgehend vertrauensvoll an den nächsten Polizeibeamten. Es wird selbstverständlich von jedem Volksgenossen, der seine erwünschte Mithilfe zur Verfügung stellt, erwartet, daß er sich der Tragweite seiner Anzeige bewußt ist, damit die Ueberwachungsorgane nicht durch unbegründete Anzeigen von ihren Aufgaben abgehalten werden. Der Kaiser von Japan dankt dem Führer für den Empfang des Prinzen Chichibu. dnb Berlin, 15. September. Seine Majestät der Kaiser von Japan hat an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Es ist mir ein Bedürfnis, Ew. Exzellenz meinen aufrichtigen Dank für den liebenswürdigen Empfang auszudrücken, den Sie ebenso wie die Reichsregierung und das deutsche Volk dem Prinzen Chichibu während seines Besuches in Deutschland entgegengebracht haben. Ich beglückwünsche mich hierzu um so mehr, als dieser Besuch dazu beigetragen hat, die auten Beziehungen, welche jetzt schon unsere Länder verbinden, zu festigen und zu stärken.(gez.) Hirohito.“ Bombenspuren nach Rotspanien Italienischer Emigrant verhaftet— Der Pariser Bombenanschläge verdächtig Paris, 15. September. Der italienische Emigrant Tamburini, der im Zusammenhang mit den Pariser Bombenanschlägen gesucht wurde, wurde am Mittwoch in der Nähe von Toulouse verhaftet. Tamburini unterhielt enge Beziehungen mit Barcelona und Kreisen in Perpignan, dem Sammelort aller roten Flüchtlinge aus Spanien, sowie mit Anarchistenkreisen in Toulouse. Laut„Matin“, ist Tamburini am 10. September, abends, plötzlich von Toulouse mit zwei schweren Gepäckstücken mit unbekanntem Ziel abgereist. Sein Gepäck sei nicht mehr durchsucht worden, da er auf Grund eines Ausweisungsbefehls Frankreich habe verlassen müssen. Tamburini sei ausgewiesen worden, da Verdacht bestand, daß er an den letzten Bombenanschlägen auf das italienische Generalkonsulat in Marseille und im Eisenbahntunnel von Cerbère beteiligt gewesen sei. Freunden gegenüber soll Tamburini geäußert haben, daß seine Abreise„mit Lärm verbunden“ sein werde. Ministerpräsident Chautemps erklärte am Mittwoch vor Pressevertretern, daß die Untersuchungen der Polizei zur Aufklärung der beiden Bombenanschläge am Place de’Etoile mit aller Energie fortgesetzt würden. Er versicherte, daß die Polizei nichts vernachlässtzen werde, und kündigte eine Verschärfung der Ueberwachung unerwünschter ausländischer Emigranten an. Standartenführer Dr. Müller tödlich verunglückt. Bei einem Automobilunfall verunglückte auf dem Reichsparteitag der Arbeit der Hauptstellenleiter im Stabe des Stellvertreters des Führers, SA.=Standartenführer z. V. im Stabe der Obersten SA.=Führung Pg. Dr. Karl Hein Müller tödlich. P. O. Schleiden, 14. September. Von unserem am Manöver teilnehmenden Schriftleitungsmitglied Zu Ende ist das große Herbstmanöver 1937 des VI..-K. Damit gehören Uebungstage der Vergangenheit an, die als Lehr= und Anschauungsmaterial noch nicht so bald vergessen sein werden. Wir wissen nicht, was in dieser Stunde der Korpskommandeur, General der Artillerie von Kluge, im Rahmen der Offizierbesprechung als Ergebnis des Manövers im großen wie im kleinen feststellen wird. Wahrscheinlich wird er dabei die besonderen taktischen Notwendigkeiten in diesem Eifel=Hochland nicht zu betonen vergessen. Für uns Schlachtenbummler scheint jedenfalls der Charakter des ganzen Manövers durch zwei Momente besonders gekennzeichnet gewesen zu sein. Das ist einmal die Eifel als Verteidigungsmassiv überhaupt, das — wenn man so will— jenseits des Rheins, im Bergischen und Sauerland seine Fortsetzung findet. Zum weiteren haben diese Septembertage einen unerwarteten und nicht minder unerbittlichen Gegner auf den Plan gerufen: den Regen. Dabei ist es ja nicht nur die Unannehmlichkeit, bei Tag und Nacht durch Regen marschieren und im Regen kampfen zu müssen. Lassen wir mal diese Beeinflussung des einzelnen Soldaten ganz aus dem Spiel, obwohl sie ja über den Charakter der Unannehmlichkeit weit hinausgeht und ganz unerhörte Belastungen mit entsprechenden Mehranforderungen körperlicher und seelischer Art für jeden Mann darstellt. Wir meinen jetzt die taktische Beeinflussung des Kampfverlaufes durch Regen, schlechte Sicht und dergleichen, die die Luftaufklärung erschweren, vielleicht sogar verhindern, so daß die Erkundung der Feindabsichten besondere Schwierigkeiten bereitete, zum mindesten aber außerordentlich verzögert wurde. Ueber ein praktisches Beispiel dafür konnten wir gestern schreiben, als wir den Flankenangriff von Rot gegen die heranmarschierenden Kolonnen der blauen Partei schilderten und wobei es bekanntlich nicht nur zur Durchkreuzung der Pläne von Blau, sondern fast auch noch zur Gefangennahme des feindlichen Divisionskommandeurs, also des Generalleutnants Glokke, gekommen wäre. Durch Schlamm und Morast Von einem anderen Einfluß der Witterungsverhältnisse konnten wir uns heute ein besonders eindringliches Bild machen. Tage= und nächtelang sind jetzt die Kolonnen marschiert, sind vor allem die bespannten und motorisierten Formationen durch das Gelände gefahren, auf Fernverkehrs= und Provinzialstraßen, auf Feld=, Wald= und Flurwegen, und das alles fast dauernd in strömendem Regen. Wie also jetzt die Straßen und Feldwege aussehen, mag sich jeder selbst vorstellen, d. h. wer es nicht gesehen hat, kann es doch nicht. Vorhin bei der Rückfahrt zum Quartier fuhren wir eine ganz ordentliche Nebenstraße, die immerhin zwei große Dorfer miteinander verbindet. Am Dorfausgang war der Weg tatsächlich noch ganz anständig. Bald begegnete uns eine abruckende Artillerieabteilung, und die hatte die Wirkung eines Radiergummis. Vorher war ein Weg dagewesen, und auf einmal war er weg. Jedenfalls war er nicht mehr von dem Acker rechts und links zu unterscheiden. Eine tiefe, in den Weg eindringende Lehmspur war neben der anderen. Das ging kreuz und quer bis weit in die Felder hinein. Was das militärisch im Ernstfall für Verzögerungen bedeuten kann, ist klar. Vor allem, wenn manche Wege unpassierbar werden und der ganze Verkehr nach vorn und nach hinten auf wenige Hauptstraßen zusammengedrängt wird. Dann muß höllisch aufgepaßt und der gesamte Transport aller Formationen weitsichtig geleitet werden. Sonst ist bald das größte Schlamassel da. Infanterie marschiert zwischen bespannten und motorisierten Kolonnen einher, zwischendurch schlängelt sich vielleicht der Wagen eines höheren Führers. Andere Kolonnen, Transporte irgendwelcher Art, fahren, reiten, radeln oder marschieren entgegen. Das geht hin und her. An hundert Stellen muß die ganze Geschichte mit wechselnder Einbahnrichtung durchgeschleust werden. Darüber vergehen Stunden um Stunden, dabei werden Entfernungen, die sonst nur wenige Minuten beanspruchen, zu endlosen Strekken. Das alles sind Dinge, an die der Laie meist nicht denkt, wenn er sich so ein Manöver vorzustellen versucht. Und doch sind es zum Teil Hindernisse, deren Bewertung vielleicht genau so wichtig ist wie der eigentliche Kampfverlauf, denn wie soll der Soldat kämpfen und siegen, wenn die Munition ausbleibt, ja wenn auf längere Zeit nur die„Menage", wie der Oesterreicher so schön sagt, nicht nachkommt. Doch genug von diesen trockenen Problemen des nassen Elements, die hier auch nur deshalb angedeutet werden, weil sie im soeben abgeschlossenen Manöver eine ganz überragende Rolle gespielt haben. Mancher mag das bedauern, aber im Ernstfall kann man sich das Wetter ja auch nicht aussuchen. Deshalb pflichten wir auch jenem Berufskameraden bei, den wir gestern abend unter einer Kruste von Dreckspritzern als reserveübenden Ordonnanzoffizier der Düsseldorfer Infanteristen antrafen und der uns lachend empfing, weil das Wetter so„goldrichtig" sei.„Naß bis auf die Haut bin ich, es geht nimmer schlimmer. Aber so ist's recht, denn so war es auch im Kriege, und da ist es auch gegangen.“ Der letzte Angriff von Rot Und wie es damals gegangen ist, so ist es in diesen Eifeltagen auch überstanden worden. Früh um 6 Uhr sind wir heute wieder an die„Front“ gefahren. Frisch wehte der Wind, denn Gott sei Dank und endlich einmal regnete es nicht. Dünne Wolkenfahnen gingen über die Anhöhen. Sie flüchteten vor der Sonne, die sich in den letzten Stunden des militärischen Ringens noch noch zeigen will, obwohl sie ihre Abwesenheit während der Vortage damit nicht mehr entschuldigen kann. Auf dem Feldherrnhügel das übliche Bild der zuschauenden Gäste, deren Kreis sich heute nur noch vergrößert hat und in dem auch die Gauleiter aus Düsseldorf und Münster und andere führende Persönlichkeiten aus der Partei, aus der Verwaltung und aus der Industrie auffallen. Wir wandern gleich wieder eigene Kriegspfade und treffen vorn auf den zum Teil abfallenden Höhen die blaue Infanterie, verstärkt durch das MG.=Bataillon. Zwei Nächte liegen die Schützen jetzt draußen, irgendwo eingebuddelt auf dem Felde oder in einem Steinbruch. Wenn sie Glück gehabt haben, dann tarnen und wärmen sie sich zugleich durch eine oder zwei Garben Hafer, der in diesem unwirtlichen Gelände noch vielfach nicht vom Felde gefahren ist. Das ist neben Mantel und Zeltbahn aber auch alles, was sie bereit haben, und dabei pfeift hier oben heute früh manchmal der Wind wie sonst nur an kalten Novembertagen. Aber es ist wieder wie an allen Vortagen. Als gegen 8 Uhr der Hauptangriff von Rot beginnt, als es rechts und links und vorn wieder tackt und schießt, da ist jeder wieder auf seinem Posten. Mit der schweren Artillerie fängt es heute an. Sie trommelt auf die feindlichen Stellungen, um sie sturmreif zu machen, während das Artilleriefeuer von Blau den Angriff abzuwehren sucht. Eine halbe Stunde später etwa setzt die rote Infanterie zum Angriff an, drückt den Gegner aus dem Tal und kann auch die jenseitige Höhe, wenn auch nur unter schweren Verlusten. gewinnen. Stundenlang hat dieser Kampf um den Birkenberg gedauert. jeder Quadratmeter muß einzeln gewonnen werden, so schwer verteidigt Blau seine Stellung. die die Mannschaften auf Grund der Urteile der Schiedsrichter etapvenweise räumen müssen, um damit die Wirkung der feindlichen Artillerie zum Ausdruck bringen zu lassen. Es ist kurz vor ½10 Uhr. Rot hat inzwischen unsern Standort erreicht. Wir folgen der stürmenden Schützenreihe. Ein kleines Waldgefecht ist entbrannt. Alles ballert drauf los. so schnell es nur geht. Die MG.s machen einen Heidenlärm. Da, ganz vlötzlich, genau um ½10, verstummt alles und— lauscht. Tönt dort nicht in weiter Ferne ein Trompetensignal?„Das Ganze halt?“ Diese Freude unter den Soldaten kann man selbst wohl gar nicht so richtig mitempfinden, da man ja auch nicht in den letzten Tagen und Nächten unter gleichen Strapazen gelebt und gekämpft hat. So ist nun alles vorbei. Morgen ist noch Parade. Aber dann geht es wieder in die Kasernen. Im Spind wartet weiße Wäsche, dort liegen auch trockene Strümpfe, vielleicht auch Post von zu Hause. und irgendwo wartet eine Brause. In solchen Augenblicken wird selbst der Strohsack und sein blau=weiß gewürfelter Ueberzug mit dem scharfkantig gearbeiteten Kopfende zu einem Traumgebilde. Die Leistung vom MG.=Batl. 1 Auch wir rücken ab ins Pressestandauartier. Nur langsam geht die Fahrt, denn im Nu haben sich die Der nultonmle=Veriursch Zehl Weiter an der spanischen Nordfront— Bolschewistenhäuptlinge gefangen Santander, 15. September. Die Säuberung des letzten nördlichen Zipfels der Provinz Leon von den Bolschewisten macht gute Fortschritte. Die noch im roten Gebiet liegenden Grenzpunkte der Provinzen Leon und Asturien befinden sich fast sämtlich unter dem Feuer der Geschütze und werden teilweise sogar bereits von nationaler Infanterie beschossen. Die in den letzten Tagen genommenen Bergstellungen stellten für die Nationalen das größte Hindernis dar, da sie von den Roten zu kleinen Festungen ausgebaut worden waren. Nach Besetzung dieser Stellungen bietet sich für den Gegner nur noch geringe Möglichkeit für eine wirksame Verteidigung der nicht befestigten Berge hinter der jetzigen Front. Nationale Flieger bombardierten am Mittwoch die feindlichen Linien wieder mit Erfolg. Der Vormarsch der nationalen Streitkräfte an der von Pola de Gordon nach Oviedo führenden Straße geht nur langsam vor sich, da der Gegner auf seiner Flucht wieder Brücken und Wege gesprengt hat, deren Wiederherstellung in dem schluchtenreichen Gelände sich sehr schwierig gestaltet. Die Nationalen besetzten am Mittwoch die Orte Cinera sowie Lavid und erreichten die Umgebung des Ortes Villasimpliz an der Straße Leon—Oviedo. Die Bolschewisten hatten in diesem Gebiete die Anmarsch= straßen durch gewaltige Sprengungen in einer Länge von 1000 Meter durch riesige Felsblöcke versperrt. Die Front im Norden der Provinz Leon hat jetzt eine Ausdehnung von 50 Kilometer gewonnen. Nationale Kolonnen besetzten ferner wichtige Punkte, die sich nicht weit von dem an der Provinzgrenze liegenden Gebirgspaß Pajares befinden. Andere Kolonnen sind im Norden von Vegacervera ebenfalls weiter vorgedrungen und haben Valporquero und Gete besetzt. Im östlichen Teil der Provinz Asturien beherrschen nationale Truppen die von Barro nach Onis führende Straßen mit ihrem Feuer. Durch die Besetzung der bei Mere, 10 Kilometer von der Küste entfernt liegenden Höhe ist den sich noch im Cuera=Gebirge aufhaltenden bolschewistischen Abteilungen der Rückzug abgeschnitten worden. Im nationalen Heeresbericht vom Dienstag heißt es: Asturien=Front: Im östlichen Frontabschnitt wurde unser Vormarsch fortgesetzt, die sehr großen, durch Wetter und Gelände verursachten Schwierigkeiten wurden überwunden. Der Gegner wurde aus allen Stellungen vertrieben, wo er versuchte, unseren Siegeszug aufzuhalten. Unsere Streitkräfte stürmten den Ort Mazuco südlich von Llanes, dessen gleichnamiger GebirgsEs wurde umfangreiches Material erbeutet. Front von Leon: Auch an dieser Front haben unsere Truppen ihren Vormarsch fortgesetzt und mehrere Ortschaften besetzt. Sie erreichten die Ausläufer der Bergkette Celleros. Anarchistische Bluthunde verhaftet Bilbao, 15. September. In Bilbao wurde„Esperanza la Cigarrera“, die Anführerin in der kommunistischen weiblichen Miliz von San Sebastian, aus einem Versteck heraus verhaftet. Das entmenschte Flintenweib hat durch Greueltaten besonders an Gefangenen in den Kerkern Bilbaos und auf dem Gefangenenschiff„Aranzatu Mendi“ traurige Berühmtheit erlangt. Beim Sturm auf das Gefängnis von Bilbao im Januar 1937, wobei eine Anzahl von nationalen Gefangenen niedergemetzelt wurde, hat diese Frau eine Abteilung weiblicher„Milizen angeführt. Nach Meldungen aus Bayonne soll ein nationalspanischer Zerstörer auf offenem Meer einen bolschewistischen Dampfer aufgebracht haben, auf dem sich eine ganze Reihe von aus Gijon geflohenen Anarchistenhäuptlingen befand. Unter diesen Verbrechern, die den Tod von Tausenden von Landsleuten auf dem Gewissen haben, sei auch ein gewisser Nelero, einer der grausamsten und verworfensten Menschenschinder, des spanischen Anarchistenverbandes gewesen. Caballero ruft um Hilfe von Frankreich und England für Rotspanien. Paris, 15. September. „Matin" veröffentlicht eine Unterredung mit dem zur Zeit in Paris weilenden ehemaligen rotspanischen Usurpator Largo Caballero. Dieser erklärte, er sei nach Paris gekommen, um die demokratischen Regierungen zu veranlassen, Rotspanien offen die militärische Hilfe zu leisten, die der Beistandspakt des Völkerbundes im Falle des Angriffes auf eines seiner Mitglieder vorsehe. Diese Hilfe könnte z. B. in dem Rückruf aller ausländischen Freiwilligen bestehen, der die französische Regierung durchsetzen müßte, und weiter in der vollkommenen Freiheit. Waffen zu kaufen. Rotspanien müsse eine wirksame Hilfe erhalten. Formationen auf den wenigen Straßen gesammelt, auf denen sie jetzt den Standorten zustreben. Noch manch interessantes Bild bietet sich uns. Wir fahren an einer parkenden Panzerabwehrkompanie vorbei. Die Fahrzeuge stehen am Straßenrand. Offenbar wird die Rückkehr der Offiziere abgewartet, die zur Manöverbesprechung fort sind. Womit beschäftigt sich die Mannschaft indessen?— Die Gewehre werden gereiniat. Man soll' kaum glauben, eine halbe Stunde nach Abbruch dieser Tage dauernden Gefechte, noch ehe die Quartiere ei reicht sind, werden die Waffen schon wieder geputzt un „gewienert", daß es nur so ein Art hat. Mit der bevorstehenden 24stündigen Ruhe ist ee überhaupt nicht so weit her. Das GM.=Batl. I versam melt sich in dieser Stunde schon wieder auf der Reich straße Euskirchen—Köln. Noch heute soll die Garniso erreicht werden, geht es doch in wenigen Tagen scho wieder nach Mecklenbura ab ins Wehrmachtmanöve Da ist keine Zeit zu verlieren, obwohl doch gerade diese Bataillon in den Divisions= und Korpsmanövern de vergangenen Wochen so außerordentlich„herangemußt hat. Vorhin auf der Rückfahrt erzählte mir noch ein Ko lege ganz begeistert von dem überwältigenden Eindruck den er von diesem Bataillon mit nach Hause nehmer würde. Immer und immer wieder habe er diese Trupy### im Gefecht angetroffen, und deshalb sei ihm die Hal tung und die Führung der Mannschaften beim Gefecht: einsatz aufgefallen. Der gute Freund wußte gar nicht, welchen Gefallen er mir mit diesem Lob tat, den wer als Reservist in mancher Uebung auch Schweiß gelassen hat, um zu seinem Teil zur Erreichung des Be taillonszieles beizutragen, das jetzt im Manöver unter Beweis zu stellen war, der rechnet sich selbstverständlic dazu, wenn es heißt, daß die Manöver guter Prüfstein waren, an dem sich die Truppe wieder hervorragend bewährt hat. Was hier für das eine Bataillon bekräftigt wurde gilt aber auch für alle anderen Formationen des VI. AK. Das haben die vergangenen Tage beweisen sollen und tatsächlich auch bewiesen. Schwedische Generale in Berlin dnb Berlin, 15. September. Auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, ist der Chef der Königlich=Schwedischen Luftwaffe, Generalleutnant Friis, zu einem Besuch der deutschen Luftwaffe in Berlin eingetroffen. In Bealeitung des Generalleutnants Friis befinden sich der Chef des Stabes, Oberst Nordenskiold, und als Ordonnanzoffizier Hauptmann Sandström. Die schwedischen Gäste besichtigten Einrichtungen und Einheiten der Luftwaffe sowie Werke der Luftfahrtindustrie. Zu ihren Ehren gibt Generaloberst Göring im Haus der Flieger ein Essen. Japan warnt den Völkerbund dub Tokio, 15. September. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes hat zum Appell Chinas an den Völkerbund eine Erklärung veröffentlicht. Sie besagt: Japan ist nicht Mitglied des Völkerbundes. Obwohl Tokio nicht im Besitze des vollen Wortlautes der chinesischen Note an den Völkerbund ist, so ist dennoch deutlich erkennbar, daß China mit entstellten Tatsachen operiert und durch sein Vorgehen die Lage verschlimmert. Der Sprecher warnt den Völkerbund, auf einer solchen Grundlage sich in den Streit einzumischen. Als Beweis für die chinesischen Entstellungen führt er die von China aufgestellte Behauptung an, Japans militärischen Maßnahmen seien gegen Nichtkämpfende gerichtet und nähmen keine Rücksicht auf kulturelle Institutionen. Derartige Ausschreitungen würden nur von China begangen. Japan wolle Chinas Einigung nicht verhindern, es wünsche lediglich, daß diese Einigung im Interesse des Weltfriedens auf einer gesunden Grundlage erfolgt. Die gegenwärtige Chinapolitik sei darauf gerichtet, China zu einer Neuorientierung zu veranlassen und eine grundlegende Bereinigung seiner Beziehungen zu Japan in die Wege zu leiten. Beschränktes Waffenausfuhrverbot Amerikas Washington, 15. September. Präsident Roosevelt erließ am Dienstag für alle im Staatsgebiet befindlichen Handelsschiffe der Vereinigten Staaten ein Verbot, Waffen oder anderes Kriegsmaterial nach China oder Japan zu transportieren. Alle in Privatbesitz befindlichen Handelsschiffe unter der Flagge der Vereinigten Staaten können Waffen, Munition oder anderes Kriegsmaterial nach China oder Japan auf eigenes Risiko befördern. Die Frage der Anwendung der Neutralitätsakte wird vorläufig nicht berührt. Der Führer gratuliert General Daluege zum 40. Geburtstage. Der Führer und Reichskanzler hat in einem Telegramm dem Chef der Ordnungspolizei,=Ober= gruppenführer und General der Polizei Kurt Daluege, zu seinem 40. Geburtstag seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Ebenfalls gratulierten Rudolf Heß, Hermann Göring, Dr. Goebbels, Dr Frick und viele andere führende Persönlichkeiten von Partei und Staat. Ehrenvolle Berufung für Professor Bergius. Professor Dr. Bergius ist zum Vizepräsidenten des internationalen Ausschusses für Ersatzbrennstoffe ernannt worden. Der französische Erziehungsminister knüpft enge kulturelle Beziehungen mit der Sowjetunion an. Der französische Erziehungsminister Jean Zay hat Moskau verlassen und wird nach einem zweitägigen Besuch in Warschau nach Paris zurückkehren. Bei seinem Besuch in der Sowjetunion hat er sich vor allem mit der Frage des Professorenaustausches zwischen Frankreich und Sowjetrußland beschäftigt und die Frage der Gründung eines französischen Instituts in Moskau besprochen. Geflüchteter Valencia=Bolschewist in Oesterreich verhaftet. Bei Krems an der Donau nahm die Gendarmerie einen gewissen Louis Marton fest, der längere Zeit in den Bolschewistenhaufen von Valencia„Kriegsdienst“ geleistet hatte und schließlich geflohen war. Eingenäht in den Taschen seiner Kleider fand man gestohlene Schmuckgegenstände von beträchtlichem Wert. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(abwesend). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Fritz Schmidt. Verantwortlicher Schriftleiter: Politik: Rudolf Foest, Bochumer Teil: Hans Schulte(abwesend), i..: Paul Borke, Wirtschaft u. Bilder: Fritz Schmidt, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann(in Urlaub), i..: Kurt Dörnemann, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport und Provinz: Hans Hornberg, Nachbargebiet und Stadtteile: Paul Borke. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. Berlin=Karlsdorst. Heiligenberger Straße 25, Ruf 500 340. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16—17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs Bochum, Rathausplatz 8. Ruf 675 51—54 Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Scholi(erkrankt), i..: Hans Leiseld. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. BerlinCharlottenburg, Uhlandstraße 194. Rut 316 813. Durchschnittsauflage August 1937 über 28.000. Zur Zeit in Anzeigen=Preisliste Nr. 9 gültig. Nachlatzstaffel B. Auch die Politischen Leiter daheim Präsident der Deutschen Shekespeare-Gesellschaft war gar nicht zu überschauen. Den ankommenden Heimkehrern zu Ehren blies die Werkscharkapelle der Straßenbahner ein frohes Heimatlied. Durch ein Spalier von grüßenden und beglückwünschenden Händen mußten die Nürnbergfahrer gehen. Ihre Freude, sich so von der Heimat begrüßt zu sehen, kannte keine Grenzen. Das Wiedersehen mit den Lieben daheim, die Hände und Arme voll Blumen hatten, war zu schön und zu ergreifend. Aber trotzdem wurde noch nicht alle Disziplin über Bord geworfen. So müde und abgespannt die Nürnbergfahrer von ihrer langen Reise auch waren, sie rissen sich noch einmal zusammen, als Transportleiter Propagandaleiter Link den Befehl gab, im geschlossenen Zuge mit klingendem Spiel durch die Stadt zu marschieren. Auf dem Rathausvorplatz wurde dem Führer und der Heimat der Gruß der Treue entboten. Die deutschen Hymnen schwangen sich auf, und dann ging es, nach Bereitschaften geordnet, mit den Angehörigen, Freunden, Bekannten und Kameraden der engeren Heimat zu. Aufnahmen:..-Brüning ankommenden Politischen Leitern und ihren Frauen, die sie am Bahnhof erwarteten die Bochumer sie erlebten einen Willkomm, der den Nürnberger Festgeisterter Freude und Feiertagen den schönsten Ausklang gegeben hat. ein festlicher! Mit wehenden Fahnen kehrten am Mittwoch abend iatstadt Bochum die Politischen Leiter zurück. Ihr Sonderzug traf fahrreue mit einem planmäßig um 10.05 Uhr im Hauptbahnhof ein. Randeworden ist, die voll war der Bahnsteig von Volksgenossen, die sich zu Ueberall frohe Gesichter bei den Abendkursus für Drucker und Setzer. An der Stadtischen Gewerbeschule beginnt Mitte Oktober 1937 ein Abendkursus für graphische Techniken, und zwar für Radierungen(Kaltnadel und Aetzung), Steinzeichnung. Holz= und Linolschnitt. Der Kursus soll die technischen Voraussetzungen und die Darstellungsweisen vermitteln. Anmeldung und Auskunft: Geschäftsstelle der Städtischen Berufs= und Fachschulen, Bochum, Trankgasse 5, ihrer Begrüßung eingefunden hatten. Und was in der schen Betzirg Aid#### Bahnhofshalle und auf dem Bahnhofsvorplatz stand, Eingang A. Zimmer 20. Itein ZWeisel. Bechumer Haugen. ..-Brüning 8 45 Uhr, fuhr vom Bahnhof Nord ein RSB.=Transport mit 450 Bochumer Lilhelmshaven ab. Unser Bild zeigt das große Abschiednehmen. raßen gesammelt, auf ustreben. Noch manch Wir fahren an einer e vorbei. Die Fahrffenbar, wird die Rückzur Manöverbesprest sich die Mannschaft gereiniat. Man soll' e nach Abbruch diese be die Quartiere er on wieder geputzt un rt hat. ündigen Ruhe ist ee GM.=Batl. 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Da in den Gründen noch dein Wächterhorn erscholl.. Daß sie inzwischen sich so ganz verändert hat, Bereitete euch beiden Alten manchen Groll. Doch, lieber Kortebusch so geht es in der Welt Und anders, will mir scheinen, ist es nie gewesen. Der morsche Stamm mit dürren Aesten wird gefällt, Denn die Natur macht da kein langes Federlesen. Was einzig ist und bleibt, das siehst du ja an dir, Dein Wirken hält sich noch in fernen Tagen jung, Und daher stehst du wackerer Eumäos hier Als Zeuge unvergänglicher Erinnerung. Pitt Keine Betriebsfahnen bei Ausflügen Eine Anordnung des Organisationsamtes der DAF. NSG. Das Organisationsamt der Deutschen Arbeitsfront erließ neue Bestimmungen über das Führen von DAF.=Fahnen bei Veranstaltungen, wonach eine Fahne nur von einem dazu bestimmten Politischen Leiter oder DAF.=Walter von ihrem Platze entfernt und getragen werden darf. Nur bei Aufmärschen, an denen sich die Belegschaften geschlossen beteiligen, bei Betriebsfeiern, Jubilarehrungen, Beerdigungen usw. dürfen Fahnenabordnungen teilnehmen. Auf alle Fälle ist es nicht zulässig, daß Betriebsfahnen bei Ausflügen mitgeführt werden. Radfahrerin von Lastwagen angefahren. Am 14. September, gegen.15 Uhr, wurde auf der Kortumstraße in Höhe des Hauses Nr. 87 ein Radfahrerin von einem Lastkraftwagen angefahren. Die Radfahrerin erlitt leichte Verletzungen. Das Fahrrad wurde leicht beschädigt. Vorsicht bei kleinen Verletzungen. Der Bergarbeiter Heinrich., Bessemerstraße 63. zog sich auf einer hiesigen Zeche eine kleine, fast unbedeutende Handwunde zu, wodurch er jedoch jetzt in Lebensgefahr gebracht wurde. An der kleinen, unscheinbaren Verletzung stellte sich plötzlich Wundbrand neben Blutvergiftung ein, so daß schnellstens spezialärztliche Behandlung in einem Krankenhaus erfolgen mußte, wo nunmehr wiederholt operative Eingriffe notwendig wurden. Links: Mit Hammer und Meißel werden die Runzeln geglättet.— Rechts: Der Turm im ungewohnten hölzernen Kleid Alle vaar Jahre macht der Bismarckturm im Stadtpark eine großzügige Verjüngungskur durch. Er bedient sich dabei weder Steinachscher Methoden, noch ist er bestrebt, sich durch die Verwendung von Affendrüsen— die im übrigen wegen der Nähe des Tierparkes im Bereiche der Möglichkeit liegen würden— Jugendfrische zurückzukaufen. Bei einem Verjüngungskandidaten vom Ausmaße dieses Bochumer Wahrzeichens braucht's schon: drastischere Mittel. Da ist zunächst ein hölzernes Gerüst bis zur halben Turmhöhe errichtet worden, und darauf klettern nun die Männer herum, die an dem Riesen die Schäden ausbessern wollen, die ihm Wind und Wetter in den letzten dreißig Jahren zugefügt haben. Zu diesem Behufe geht man ihm mit Hammer, Meißel und Kelle zu Leibe. Und jedes Pfund„Speis“ hilft mit, eine Runzel im Gesicht des Riesen verschwinden zu lassen, so daß wir ihn hoffentlich wieder bald als den strahlenden Jüngling, der er ehemals war, begrüßen und— besteigen können. Persönlichkeiten des deutschen Kulturiebens über unsere Bühne Der Bochumer Anzeiger veröffentlicht in zwangloser Folge eine Relhe von Worten führender Männer des Theateriebens und der Thesterwissenscheft. Autoren, Könstler und intendanten über das Bochumer Stadttheater. Wir haben diese Persönlichkelten gebeten, uns einige Worte über die Bedeutung des Bochumer Theaters zu schrelben und über die innere Notwendigkeit, die sich hleraus für den Bochumer erglbt, sein Theater und dessen Arbeit in jeder Weise zu unterstützen. Professor Dr. Werner Deetien, Welmar, schrelbt uns: Das Bochumer Sta dttheater. über dessen Shakespeare-Aufführungen ich bereits in den Jahrbüchern unserer Gesellschaft mehrere sehr günstige Berichte gelesen hatte, habe ich im Jahre 1927 gelegentlich der Aufführung sämtlicher Historien Shakespeares kennen gelernt. Ich habe von vornherein des Intendanten Wagemut bewundert und bin mit großen Erwartungen nach Bochum gegangen, aber diese wurden durch das dortige Bühnenerlebniss weit übertroffen. Die künstlerischen Eindrücke, die ich damals gehabt, werden mir unvergeßlich sein. In den foldenden Jahren war es mir vergönnt. je mehrere Aufführungen des Goethe-, des Schiller-, desKleist-Zyklus und die scenische Darstellung von Immermanns gewaltiger dramatischer Mythe„Merlin“ zu sehen, und jedes mal habe ich erfahren müssen, daß auf der Bochumer Bühne durch Dr. Saladin Schmitt und seine Künstlerschar Ungewöhnliches geleistet wird. So sche ich der 2. Shakespeare-Woche mit freudiger Hoffnung entgegen. Seite 4 Nr. 217/ Bochumer, Anzeiger, Donnerstag, 16. September 1937 Bergmänner lernen in Bochum Besichtigung des Bergbaumuseums. NSG. In vorbildlicher Weise ist eine der Arbeitsgemeinschaften der bergmännischen Berufserziehung auf der Zeche„Minister Achenbach“ durchgeführt worden. Zum Abschluß dieser Arbeitsgemeinschaft wurde unter Führung des Ortsberufswalters, Parteigenossen Dröge, des Betriebsobmanns Parteigenossen Krüger und des Hauptschulungsleiters Parteigenossen Mans das Geologische Museum der Bergschule und das Bergbaumuseum in Bochum besichtigt. Die Teilnehmer waren von dem Gesehenen tief beeindruckt, insbesondere als ihnen gezeigt wurde, wie unsere Erde entstanden ist, wie die Kohle, die ihnen ihr Arbeitsfeld gibt, sich gebildet hat und welche Wege die Natur einschlug, um das aufzubauen, was ihnen heute ihren Beruf gibt. Anschließend fand ein Kameradschaftsabend statt, zu dem sich auch der Berufsreferent der Gaubetriebsgemeinschaft Bergbau, Parteigenosse Cordemann, einfand. Parteigenosse Cordemann schilderte seinen Kameraden noch einmal kurz Wesen und Ziel der bergmännischen Berufserziehung und forderte sie auf, im Sinne des Führers in der nunmehr gebildeten Kameradschaft weiter zu kämpfen als Soldaten der Arbeit für das deutsche Volk. Erhrert! Koblarten in reicher Auswahl Der Mittwochmarkt zeigte zu den Vorwochen ein nur wenig verändertes Bild. Mehr und mehr stehen nun schon winterliche Dauergemüse im Vordergrund. Für die einmachfreudigen Hausfrauen wartete der Markt noch mit Einmachgurken auf. Reich war das Angebot an Aepfeln, Birnen und Pflaumen, neben den anderen Obstsorten. Die Fischstände waren recht reichhaltig beschickt. 3 notierten die Preise am 15. September Möhren Frische Aepfel Pflaumen Mirabellen Weintrauben Birnen Kopssalat Endiviensalat Schlangengurken Pfirsiche Aprikosen Bohnen Einmachgurken Ufifferlinge Steinpilze Rübstiel Frischer Wirsing Blumenkohl Rotkohl Weißkohl Rote Beete Radieschen Bananen Tomaten Zwiebeln Frische Kartoffeln Kohlrabi Eier Zuronen Butter, Sahnekäse Quarkkäse Rindfleisch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Kabeljau Scellfisch Fischfilet Rotvarsch Seelachs Schollen Makrelen Bresen Grüne Heringe Hecht Seehecht Heilbutt ½ ke 10 B ½ ke 16—30 S ½ ke 15 S, 12 ke 40 J ½ ks 30- 40 S ½ ke 25-35 L Kopf 8 Stück 10 B Stück 20 S ½ ke 35- 45 L 1 ke 40 S ½ ks 20- 30 L ½ kč—27 B 19 ks 50 J ½ ke 30- 60 L Bund—8 c 19 ke 10 F 19 ke 10 J ½ ke 6 L8 ½ ke 10-15 L Bund—10 J ½ kr 30 S ½ ke 84—15 ½ kg 9 S 5 ke 41-51 L Sick.—12 S Sick. 113-125 S Stück 12 L ½ ks 160 J ½ ke 70• 1. ke 40 S ½ ks 85—100 S ½ ke 85-110 S ½ ke 90- 130 P 19 ke 120 J ½ kg 20 25 J ½ kg 30- 40 S ½ ke 35 40 S ½ be 30 J 13 ke 25 J 12 ks 30 S ½ kg 25 c ½ ke 30 L ½ ks 20 L ½ ke 90 L ½2 ke 35 ½ ke 80- 90*) 8. September ½ ke 10 B ½ ke 16-30 ½ ke 15 J 19 ks 40 S ½ ke 30- 40 S ½ kg 25-40 Kopf 8= Stück 10 3 Stück 20 B ½ ke 35-45 J ke 40 S ½ ks 15—30 ½ hs—27 3 ½ ke 50 S ½ ke 30 60 S Bund—8 3 ke 10 S 15—35 S ½ ke 10 S 19 kO 7• ½ ks 10 15 J Bund—10 S ½ kf 30 S ½ be 15 J 19 ke 9 3 5 ke 41—51 S Stück-12 L Stück 102- 12 Stück 12 3 2 ke 160 J 12 ke 70 J 19 ke 40 B ½ ks 85— 100 L ½ ke 85-110 S ½ ks 90—130 J ½ kg 120 S ½ ks 20- 25 J ½ ks 30- 40 ½ ke 35—40 5 ½ k8 30 S 1 kg 25 J ½ ke 30 5 12 5g 25 J 12 kg 30+ 1½ ke 50• ½ K8 99 L 12 kg 35 L ½ ks 80—90 L Westwetter Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr Ein umfangreiches Tief beherrscht mit seinen Ausläufern ganz Mittel= und Westeuropa. Ein kräftiger Teilwirbel hat am Mittwoch unser Gebiet überdeckt und stürmische, auffrischende Winde gebracht. An seiner Rückseite wird eine vorübergehende Besserung eintreten; im ganzen bleibt die Witterung jedoch unbeständig und zu Niederschlägen geneigt. Die Temperaturen werden etwas ansteigen. Die Aussichten für Donnerstag: Winde aus Südwest bis West. Vorwiegend bedeckt und nur vorübergehend stärker aufreißende Bewölkung. Niederschläge meist in Schauerform. Temperaturen um 15 Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Frische westliche Winde. Wechselnd, doch meist noch stärker bewölkt mit zeitweisen Niederschlägen, aber schon etwas freundlicher als am Vortag. Wieder etwas kühler. Mittwoch, 15. September Barometer 24 Uhr: 1378 Thermometer 34 Uhr: 45 8 Zeiten für Sonne und Mond am 16. September: ( Aufg. 6 04, Unterg. 18.44; JAufg. 16.38, Unterg..11 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Wohin gehen wir heute? Tonhallen=Gaststätte und=Diele: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Mississippi=Melodie. Capitol: ab 15.30 Uhr: Warschauer Zitadelle. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Die letzte Fahrt der„Santa Margareta“. Hammer Lichtspiele: Sherlock=Holmes—. Die graue Dame. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der Scheidungsgrund. Lichtsptelhaus: ab 15.30 Uhr: I. A. in Overbavern. Odeon: ab 15.30 Uhr: Der Hund von Baskerville. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Der Hund von Baskerville. Usa=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Spiel auf der Tenne. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Peter im Schnee. Apollo Weitmar: Der Herrscher. Capitol Langendreer: San Franzisko. Capitol Werne: Sberlock=Holmes— Die graue Dame. Kammerlichtspiele Gerthe: Premiere. Lichtburg Langendreer: Heiratsinstitut Ida& Co. Schauburg Wanne=Eickel: Das Frauenparadies. Union=Theater Gerthe: Der Mann, von dem man spricht. 1800 fühten nach Hianen KdF.=Sonderzug ab Bochum— Zwei schöne Wochen für die Südwestfalen NSG. Wie der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley zut der Tagung der Auslandsorganisation der ###2 AP. in Stuttgart bekanntgab, werden in diesem Herbst und Winter erstmalig 30 000 deutsche schaffende Volksgenossen mit der KdF.=Flotte nach Italien fahren. Dadurch werden auch 1200 arbeitende Menschen aus dem Gau Westfalen=Süd Gelegenheit haben, ihren Urlaub in Italien zu verbringen. Drei Fahrten sind Westfalen=Süd eingeräumt worden, die zweimal 500 und einmal 200 Teilnehmer befördern. Die erste Fahrt beginnt am 11. November und dauert bis zum 25. November. Der Sonderzug startet in Bochum und hält auf mehreren Stationen im Gaugebiet. Die Fahrt geht zunächst bis Genua, wo eineinhalb Tage Rast gemacht wird. Dort wartet bereits das KdF.=Schiff „Der Deutsche“, der die Urlauber nach Neapel bringt. In Neapel haben die Italien=Reisenden zwei Tage Zeit, um sich die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt anzusehen. Selbstverständlich wird auch Pompeji besucht, das in einem halben Tag besichtigt werden soll. Zur See geht es weiter nach Palermo, wo ein eineinhalbtägiger Aufenthalt vorgesehen ist.„Der Deutsche" dampft dann durch die Straße von Messina und bringt seine Insassen in Venedig endgültig an Land. Eineinhalb Tage werden sich die KdF.=Urlauber die Schönheiten der Lagunenstadt ansehen können, dann bringt sie der Sonderzug wieder in die Heimat zurück. Zu bemerken ist daß die Dampferfahrt„Rund um Italien“ natürlich nicht die Gefahr in sich birgt, einer Belästigung durch bolschewistische=Boote ausgesetzt zu sein. Die Fahrt erfolgt selbstverständlich ausschließlich durch italienische Hoheitsgewässer. Die Gesamtkosten betragen rund 150 Reichsmark einschließlich Bahnfahrt, Schiffahrt, volle Verpflegung und Unterkunft auf dem Dampfer sowie allen Sonderfahrten. Außerdem erhalten die Fahrtteilnehmer ein kleines Taschengeld in italienischer Währung. Teilnehmen können Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront, des Reichsbundes Deutscher Beamten sowie der der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ korporativ angeschlossenen Verbände. Um eine sichere Abwicklung des Fahrtverlaufs gewährleisten zu können, müssen korperlich behinderte Volksgenossen leider ausgeschlossen werden. Jeder Teilnehmer muß sich auf eigene Kosten untersuchen lassen und das Attest, daß keine Bedenken gegen die Teilnahme bestehen, der Anmeldung beifügen. Ueber die Teilnahme von Volksgenossen hat der Orts= und Kreiswart zu bestimmen. Reisepaß und Visum sind nicht erforderlich. Sämtliche Urlauber reisen in Zivil. Um alle noch notwendigen Vorbereitungen treffen zu können, müssen die Anmeldungen sofort, spätestens aber bis zum 30. September erfolgen. Sie müssen bei den Kreisdienststellen der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" abgegeben werden. Im Rahmen des Leistungskampfes der deutschen Betriebe ist hier den Betriebsführern Gelegenheit gegeben, den durch Leistung und kameradschaftliches Verhalten bewährten langjährigen Gefolgschaftsmitgliedern als Anerkennung eine Fahrt„Rund um Italien“ zu ermöglichen. Darüber hinaus steht dem nichts. im Wege, wenn Betriebsführer selbst mit einem oder mehreren ihrer Betriebsangehörigen an dieser Fahrt teilnehmen und so ihre kameradschaftliche Verbundenheit durch das gemeinsame Reiseerlebnis noch unterstreichen. Jeder Betriebsführer soll es sich zur Ehre machen, an dieser Fahrt, die die deutschen Arbeiter als die Sendboten des nationalsozialistischen Staates in das befreundete Land führt, wenigstens einen Teilnehmer von seinem Betrieb mit dabei zu wissen. Fragen der Berufserziehung Eröffnung der Winterschulung für ChemoLaboranten und Chemo=Techniker Auf Einladung der Gaubetriebsgemeinschaft „Chemie“, Abteilung für Berufserziehung, fanden sich die Chemo=Techniker, Chemo=Laboranten und ChemoWerker des Kreises Bochum am Dienstag abend im Lokale Timpe an der Alleestraße zusammen. Zur Besprechung stand der Winterschulungsplan 1937/38, zu dem Gauberufsreferent Bulk in grundsätzlichen Ausführungen Stellung nahm. Er äußerte sich vor allem über die Notwendigkeit der Berufserziehung, soweit sie für den Laborantennachwuchs in Frage kommt. Es besteht zur Zeit in der chemischen Wirtschaft ein großer Mangel an gelernten und fachlich geschulten Kräften. Der Fachgruppe„Chemie“ ist die Aufgabe zugewiesen worden, einen Nachwuchs heranzubilden, der allen charakterlichen und technischen Anforderungen des Vierjahresplanes genügt. Ein Hilfsmittel wollen nun die Berufserziehungsmaßnahmen sein, die im Rahmen der diesjährigen Winterschulung durchgeführt werden sollen. Sie erstrecken sich auch auf die Chemo=Werker, denen nun Gelegenheit gegeben wird, in Gemeinschaft mit den Chemo=Laboranten und Chemo=Technikern sich in allen einschlägigen Fragen, die mit ihrem Beruf zusammenhängen, auszubilden und zu schulen, wobei es für sie nicht so ganz unerwünscht kommt, daß auch Fachvorträge gehalten werden. Auf diese Weise wird es möglich sein, noch manche Lücken des beruflichen Wissens auszufüllen. In Arbeitsgemeinschaften und auf gemeinschaftlichen Besichtigungen sollen die praktischen Erfahrungen des Berufslebens in kameradschaftlicher Weise und unter fachlicher Anleitung ausgetauscht und weiterverarbeitet werden. Die Winterschulung findet ihre feierliche Eröffnung am Samstag, 16. Oktober, mit einer Arbeitstagung der ehrenamtlichen Mitarbeiter und der Lehrvertrauensmänner, auf der Reichsberufsreferent Hartig(Berlin) sprechen wird. Am nächstfolgenden Tage, am Sonntag, ist morgens eine Besichtigung des geologischen Museums der Bergschule und des erweiterten Bergbaumuseums vorgesehen. Nachmittags ist ein kameradschaftliches Beisammensein im Silcher=Haus. Wesifalens Kleingärtner in Bochum Schulungstagung der westfälischen Kleingärtner in der Ehrenfelder Kleingartenanlage. Die Provinzialgruppe Westfalen=Lippe beruft auch in diesem Herbst die Fachgruppenleiter seiner 25 Stadtgruppen zu einem Schulungslehrgang nach Bochum zusammen, der wieder im Heim der Kleingartenanlage im Ehrenfeld in der Zeit vom 24. bis 26. September stattfindet. Die Fachleiter der Stadtgruppen haben die Aufgabe, die der Stadtgruppe angeschlossenen Kleingartenvereine in den Fragen des Kleingartenwesens zu schulen. Auf diesem Gebiet hat die Provinzgruppe Westfalen=Lippe schon in den letzten Jahren Vorbildliches geleistet. Anweisungen in richtiger Bearbeitung des Bodens, vorschriftsmäßiger und zweckmäßiger Düngung, richtiger Sorten= und Saatenauswahl und der Schädlings= und Krankheitsbekämpfung durch Pflanzen= und Wenn sich die Sinne umnebeln Zeigen einer nachliichen Begegnung Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Ein Angeklagter Gr. aus Wanne=Eickel, der schon unter Verdacht des Straßenraubes monatelang in Haft sitzt, gab vor der Großen Bochumer Strafkammer eine Schilderung einer nächtlichen Begegnung vom 12./13. Mai. Der junge Mann hatte sich am 12. Mai wegen seiner Wirbelsäulenverletzung in Herne bestrahlen lassen und ging dann vom Arzt weg zur Kneiperei über,— es war Abschlagstag gewesen. Nach seiner Erinnerung trank er auf seiner Bierreise durch verschiedene Wirtschaften, ohne dazwischen zu essen, zwei halbe Liter und noch weiter dreizehn„Kleine“. Das ist eine Menge, die schon einen Gewohnheitstrinker in einen Rausch versetzen kann, viel weniger eine geschwächte, entwöhnte Natur, einen Mann, der, wie man hörte, sonst überhaupt nicht zum Trunke neigt. Der Angeklagte genießt an seiner Arbeitsstelle wie im privaten Leben ein ganz ausgezeichnetes Ansehen. Als er in jener Nacht endlich heimwärts zog, mochte er wohl spüren, daß er zu schwer geladen hatte. Sein Rad schob er mühsam neben sich her. Als er merkte, daß es nicht mehr weiter ging, bat er einen gerade daher kommenden Mann, ihm zu helfen. In der Nähe wohnte der frühere Hauswirt des Betrunkenen. Ihn klingelte man aus dem Bette, um das Rad dort unterzustellen. Zum Dank dafür sollte dort noch ein Liter Schnaps getrunken werden oder der Schnaps sollte als Entgelt für den Hauswirt angesehen werden. Der Trunkene händigte seinem Begleiter, wie er sagt, ein Zweimarkstück und ein Fünfzigpfennigstück ein für ein Liter Schnaps. Dem Hauswirt war jedoch an einem solchen nächtlichen Zechen nichts gelegen. Als der Dritte nicht gleich wiederkam, entließ er den Trunkenen aus seiner Wohnung und legte sich wieder schlafen, zumal seine Frau, die herzleidend ist, sehr der Ruhe bedurfte. * Was jetzt in Wirklichkeit zwischen den beiden Männern auf der Straße geschehen ist, als beide wieder zusammentrafen, das wird im einzelnen wohl kaum aufgeklärt werden. Die Erinnerungen des Angeklagten Gr. waren begreiflicherweise lückenhaft und widerspruchsvoll und die Aussagen des Hauptbelastungszeugen, der von Gr. überfallen, mißhandelt und beraubt worden zu sein vorgibt, waren an sich schon mit Vorsicht zu werten. Dazu kam, daß einige unbeteiligte Zeugen sich in schroffem Widerspruch zu diesem Manne befanden. * Um es kurz zu machen: Der Hauptbelastungszeuge behauptet, von dem Angeklagten nur 1,50 Mark für Schnaps erhalten zu haben, wofür er nur einen halben Liter und drei Zigaretten bekam. Sie seien unterwegs in bester Harmonie weitergeschritten, als plötzlich der Angeklagte ihn derart mit der gefüllten Flasche vor das rechte Auge schlug, daß er sofort umfiel. Am nächsten Morgen hade er sich zu Hause im Bett wiedergefunden und habe gesehen, daß er beraubt war; es war ihm alles abgenommen worden, auch sein Portemonnaie, in dem sich etwa 1,90 Mark befunden hätte. Der Angeklagte dagegen behauptet, daß er sich den Zeugen geärgert habe, weil dieser ihm mit dem halben Liter betuppen wolle. Es sei dann zwischen ihnen zu einem Streit gekommen und um ein Faustpfand in der Hand zu haben, habe er sich von jenem die Gegenstände entnommen— und zwar mit dessen Wissen und Einwilligung—, die später bei ihm vorgefunden wurden. Ein Portemonnaie habe er aber überhaupt nicht gesehen. Daß er im Streite mit dem anderen einmal zugeschlagen habe, wolle er zugeben, aber mit der Flasche zugeschlagen zu haben, müsse er durchaus bestreiten. Der andere aber war nächsten Tags zur Polizei gelaufen, hatte Gr. des Straßenraubes bezichtigt, schloß sich der Anklage als Nebenkläger an und erklärte auf Befragen, da es sich doch um eine„betrunkene Angelegenheit“ handele, ob er an der schweren Bestrafung des Gr. ein Jeteresse habe: Ja, das sei doch der Sinn seines Strafantrages. * „Nach ausführlichem Gutachten des ärztlichen Sachverstandigen Dr. Bombach befand sich der Angeklagte in einem durch sein Leiden und durch den reichlichen Alkoholgenuß hervorgerufenen Zustande verminderter Zurechnungsfähigkeit, n so daß ihm der Paragraph 51, Absatz 2, zur Seite stehe. Hatte der Staatsanwalt unter Anlehnung an die Aussagen des einzigen Belastungszeugen ein Jahr Gefängnis beantragt unter Annahme, daß wirklich Raub vorliege, so kam das Gericht nach einstündiger Beratung nur zur Verurteilung wegen gefährliche: Körperverletzung im Zustand verminderter Zurechnungsfähigkeit. Die verhängte Strafe von 100 Mark wurde als durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet und die Entlassung des Angeklagten angeordnet. Das Gericht habe als exwiesen angenommen, daß der Schlag mit der Flasche, nicht mit der Faust erfolgt sei, und zwar in einer gewissen Erregung, weil er sich betrogen glaubte. Den Raub habe das Gericht aus inneren Gründen verneint. Der Angeklagte habe die dem anderen abgenommenen Sachen zu Hause fein säuberlich aufgestellt. Wäre eine Geldbörse dabei gewesen, so würde er auch diese hinzugelegt haben, irgendeine Aneignungsabsicht sei bei dem Angeklagten nicht erwiesen, Der Einwand aber, daß die Entnahme der Sachen im Einverständnis mit dem anderen geschah, erscheint unglaubwürdig. Anderseits sei die Mißhandlung des Zeugen als sehr roh, heimtückisch und grundlos anzusehen. Damit fand ein Strafprozeß sein Ende, der in Wanne=Eickel und Herne ein erhebliches persönliches Interesse fand. Man kann die Freude des Angeklagten ermessen, daß dieser schwerste Tag seines Lebens für ihn einen solchen Ausgang nahm, denn eine Verurteilung wegen schweren Straßenraubes würde eine Vernichtung der ganzen Zukunft für ihn bedeutet haben. u. E Vogelschutz haben zu einer wesentlichen Steigerung des Ernteanfalls beigetragen. Die deutsche Kleingärtnerschaft hat damit eine ihrer Aufgaben im Rahmen des Vierjahresplans zu erfüllen versucht. Jetzt ist dem Kleingärtner ein weiteres Aufgabengebiet erwachsen. Mehr denn je soll auch in den Kleingärten die Kleintierhaltung Berücksichtigung finden. Neben der Geflügelhaltung spielt die Kaninchenhaltung eine große Rolle, denn hier kann ein großer Teil der Grünabfälle nutzbringend Verwertung finden. Eine besondere Rolle wird auf der Tagung auch die Bienenhaltung spielen, die eine steigende Beachtung bei den Kleingärtnern findet. Der zweite Tag der Schulung wird sich dann mit reinen Kleingärtnerfragen, wie Pflanzenschutz, Kartoffelanbau und Humusfragen befassen. Am letzten Tag wird neben dem Obst= und dem Gemüsebau die schönheitliche Ausgestaltung der Anlagen erörtert werden, insbesondere der Laubenbau. Zum Abschluß findet eine Besichtigungsfahrt durch die Bochumer Kleingartenanlagen statt. Am Samstag abend findet für die Teilnehmer ein Kameradschaftsabend. statt. Die Tagung wird durch den Provinzgruppenführer Müller (Bochum) eröffnet werden, während der Geschäftsführer Freitag(Buer) die Schulungsfragen behandeln wird. Steuern bezahlen! Von der Stadtkasse Bochum werden im Anzeigenteil der heutigen Ausgabe die im Monat September 1937 fällig gewordenen rückständigen Steuern und Abgaben öffentlich angemahnt. Die nach dem 22. September 1937 noch vorhandenen Rückstände werden eingezogen. Bautruppzug der Reichsbahn. Im hiesigen Hauptbahnhof werden zur Zeit umfangreiche Bauarbeiten ausgeführt. Mehrere Gleise im Bahnhof werden erneuert. Auch die an einzelnen Stellen befindlichen starken Kurven werden zweckmäßiger gestaltet. Die Arbeiten werden von Bautruppkolonnen der Reichsbahndirektion Essen ausgeführt. Vereinigung für Heimatkunde. Heimat= und kulturgeschichtlicher Rundgang am Samstag, 18. September, durch die Fluren westlich Bochums unter Führung von Rektor Hüls, Wattenscheid. Abfahrt 15.06 Uhr ab Bochum Hauptbahnhof mit Sonntagskarte nach Wattenscheid=Höntrop(.35 RM.). Die Wanderung geht von Höntrop über Sevinghausen nach Wattenscheid und wird den Heimatforschern kulturgeschichtlich sehr viel Wertvolles bieten. Bochumer Veranstaltungen Die Leute aus„Liliput“ kommen Vor dem Besuche der Zwergenstadt in Bochum Die bekannte Zwergenstadt der Firma Schippers und Vanderville, die nach längeren Auslandsreisen wieder in der Heimat gelandet ist und jetzt in Berlin so große Erfolge hatte, kommt auf der Durchreise nach Köln auch für elf Tage nach Bochum. Mit 28 Wagen, die am heutigen Donnerstag, 16. September, mittels Sonderzug hier eintreffen, mit 40 Liliputanern aus allen Teilen der Erde, 38 Mann technischen Personals, mit 25 kleinen ChetlandPonys kommt, wie uns berichtet wird; dieses Märchenland nach Bochum. In wenigen Stunden entsteht von fleißigen Händen ein Städichen in der Stadt, mit vielen kleinen Straßen und Häusern, in denen diese kleinen Leute wohnen und leben, mit sämtlichen städtischen Betrieben und Einrichtungen, das Rathaus mit dem kleinen Bürgermeister. Steuer=, Finanz=, Bau=, Postamt und selbst das unvermeidliche Polizeipräsidium mit dem Kittchen steht in der Nähe des Kirchleins, dessen Turmbahn jeder„Riese" mit dem Handstock necken kann. Die kleinen Wachtmeister regeln den Verkehr und verkünden mit lauter Stimme die streng zu befolgenden Gesetze der Zwergenstadt, aber der Bürgermeister weiß, was sich schickt und mit einer wohlgesetzten Begrüßungsrede heißt er die großen Gäste in selnem Märchenreiche willkommen. Heute wird er auch die Bochumer willkommen heißen und dann werden wir mehr von ihm hören. Am Donnerstag, 16.30 Uhr, sind 800 Kinder als Gäste der NSV. mit freiem Eintritt in der Liliputstadt. Sonderkonzertveranstaltung der Sängervereinigung Bochum. Die Sängervereinigung Bochum wartet am Sonntag, 19. September, mit einer Wiederbolung des Sonderkonzertes beim Deutschen Sängerbundesfest auf. Mit der Westfälischen Chorgemeinschaft, bestehend aus den Vereinen: Sängervereinigung Bochum e.., Herner Männer= chor Herne, Deutscher Sängerkreis Dortmund und Sängervereinigung Hörde ist eine Gemeinschaft gebildet, welche bekanntlich vor Wochen auf dem Bundesfest in Breslau außerordentliche Erfolge erzielte. Musikdirektor Albert Lamberts(Dortmund) hat hier einen Klangkörper von besonderer Einheit geschaffen und wird auch mit seinen 400 Mannen am Sonntag die Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Nach den verklungenen Schlußakkorden des Konzertes werden alle Besucher noch einige Stunden in echter Kameradschaft verleben. Ein gut zusammengestelltes Unterhaltungsprogramm wird hierfür unbedingt Sorge tragen. Der Besuch der Veranstaltung ist schon aus dem Grunde besonders zu empfehlen, weil der vorbenannte Chor in Breslau unübertreffliche Erfolge erzielt und somit auch besondere Verdienste für unsere Vaterstadt erworben hat. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Donnerstag, 16. September RS.=Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk WeitmarMark. 20 Uhr: Pflichtabend bei Hülsmeier. NS.=Frauenschaft Kreis. Allen Mitgliedern wird der Besuch des Gastspiels des Svensk=Trolltheaters am Donnerstag, 16. September, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus empfohlen. NS.=Frauenschaft Dahlhausen. 16 Uhr: Ueben der Singschar. NS.=Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk WeitmarNord. 15.30 Uhr: Zusammenkunft im Lutberhaus an der Hammer Straße: mit Berichterstattung der Teilnehmerinnen am Reichsparteitag. NS.=Frauenschaft Gerthe. 20 Uhr: Ueben der Singschar im Heim. RS.=Frauenschaft Ehrenfeld. 20 Uhr: Heimabend der Jugendgruppe im Schulungsheim(Knappschaftsgebäude). NS.=Frauenschaft Langendreer=Bahnhof. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Korzicke. NS.=Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk Queren== burg. 16 Uhr: Pflichtversammlung im Lokale Eggermann. Vortrag von Frau Brinkmann(Bochum). Anschließend Sitzung der Amtswalterinnen, Zellen= und Blockfrauen Donnerstag, 16. September Spezialgymnastik nur für Frauen von 20.45 bis 21.45 Uhr: Uebungsraum der Bürgergesellschaft. Wilhelmstr. 9. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29. Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Drusenbergschule. Schwimmen nur für Frauen von 20.15 bis 21.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße; von 21.15 bis 22.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Körperschule für die Politischen Leiter der RSDAp. von 20.30 bis 22 Uhr: Turnhalle der Verwaltungsakademte, Wittener Straße. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Wirtschaft Höhn, Bochum=Werne. Kleinkaliberschießen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: auf dem Schießstand des Volkssportplatzes an der Castroper Straße. Der Uebungsabend für das Reichssportabzeichen, der bisher einige Male ausgesallen ist, findet heute von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle der Drusenbergschule statt. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 10.) ntlichen Steigerung des deutsche Kleingärtner= gaben im Rahmen des rsucht. Jetzt ist dem gabengebiet erwachsen. Kleingärten die Kleiniden. Neben der Gezenhaltung eine große r T e i l d e r G r ü n a b f ä l l e . Eine besondere Rolle • Bienenhaltung schtung bei den Kleinder Schulung wird sich fragen, wie Pflanzenusfragen befassen. Am bst= und dem Gemüseung der Anlagen erörLaubenbau. Zum Abhrt durch die Bochumer imstag abend findet für ftsabend. statt. Die Taruppenführer Müller end der Geschäftsführer lungsfragen behandeln Stadtkasse Bochum wern Ausgabe die im Mowordenen rückständigen angemahnt. Die nach vorhandenen Rückstände i. Im hiesigen Hauptreiche Bauarbeiten aushnhof werden erneuert. efindlichen starken Kurtet. Die Arbeiten werr Reichsbahndirektion . Heimat= und kulturmstag, 18. September, ns unter Führung von Abfahrt 15.06 Uhr ab tagskarte nach WattenWanderung geht von lach Wattenscheid und urgeschichtlich sehr viel Krätlungen put“ kommen genstadt in Bochum Firma Schippers und luslandsreisen wieder in in Berlin so große Erreise nach Köln auch für Wagen, die am heutigen els Sonderzug hier einallen Teilen der Erde, nit 25 kleinen Chetlandwird dieses Märchenland den entsteht von fleißigen dt. mit vielen kleinen diese kleinen Leute wohstädtischen Betrieben und dem kleinen Bürgermeitamt und selbst das unt d e m K i t t c h e n s t e h t i n Turmbahn jeder„Riese" Die kleinen Wachtmeister i mit lauter Stimme die Zwergenstadt, aber der ckt und mit einer wohldie großen Gäste in selHeute wird er auch die dann werden wir mehr g. 16.30 Uhr, sind 800 freiem Eintritt in der der Sängervereinigung Bochum wartet am Sonniederholung des Sonderundesfest auf. 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Anschließend len= und Blockfrauen ch Freude. beptember en von 20.45 bis 21.45 sellschaft Wilhelmstr. 9. le nur für Frauen von Rottstraße 29. und Männer von 20 nbergschule. on 20.15 bis 21.15 Uhr: 15 bis 22.15 Uhr: Badeen Leiter der RSDAP. er Verwaltungsakademie, nner von 20 bis 22 Uhr: und Männer von 20 bis Volkssportplatzes an der Reichssportabzeichen, der findet heute von 20 bis enbergschule statt. auf Seite 10.) Seite 5 Nr. 217; Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 16. September 1937 Rultker=eine=Lahumensen.. Große Ueberschwemmungen in Oberschlesien Breslau, 15. September. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage ist die Oder in ihrem oberen Lauf gewaltig angeschwollen und hat große Teile der oberschlesischen Stadt Ratibor völlig unter Wasser gesetzt. Innerhalb der letzten drei Tage ist der Wasserstand der Oder in Ratibor um mehr als 5½ Meter, von 1,45 auf über 7 Meter, gestiegen. Das ist der höchste Wasserstand, den die Oder in Ratibor während der letzten zehn Jahre erreicht hat, und am Dienstag abend fehlten nur noch 28 Zentimeter an dem Wasserstand des Jahres 1902, der die große Ueberschwemmungskatastrophe in ganz Schlesien verursacht hat. Seit Dienstag abend ist ein Stillstand im Steigen der Oder eingetreten, und man hofft, daß die Wassermassen sich während der nächsten Tage verlaufen werden, vorausgesetzt, daß nicht neue Regenfälle eintreten. Oberhalb und Unterhalb Ratibors stehen die Felder viele Kilometer weit unter Wasser, und die Fluten, die die Außenbezirke der Stadt heimgesucht haben, haben eine solche Gewalt, daß sie nicht nur fast die gesamte Heuernte, die draußen auf den Wiesen lag, in die Straßen Ratibors gespült haben, sondern sie haben sogar Riesenkürbisse und andere Früchte aus den Schrebergärten mit in die Stadt gerissen. In vielen Straßen Ratibors steht das Wasser über einen halben Meter hoch, und ununterbrochen wird die Feuerwehr alarmiert, um die vom Hochwasser eingeschlossenen Menschen aus den tiefer gelegenen Wohnungen zu retten. Die Arbeiten an der Oder=Umlegung bei Ratibor, die in der vorigen Woche in ihren vierten Bauabschnitt getreten sind, mußten ganz eingestellt werden, da die Baustelle in einer Ausdehnung von vier Kilometer unter Wasser steht. Auch hier mußte die Feuerwehr eingesetzt werden, um aus den Baracken die letzten fünf Arbeiter sowie das Aktenmaterial zu bergen. Ebenso wie hier ist auch in einem großen Teil der Stadt Ratibor ein Verkehr nur noch mit Boot en möglich. Die meisten Wohnungen können überhaupt nicht mehr trockenen Fußes erreicht werden. Die Brücken in Rativor und in der Umgebung der Stadt ragen kaum noch aus dem Wasser heraus. Im Mittellauf und Unterlauf der Oder scheint das Hochwasser keine allzu großen Gefahren mit sich zu bringen. In Breslau, wo der Wasserstand während der letzten drei Tage von 2 Meter auf 4,50 Meter gestiegen ist, wird der Scheitel der Hochwasserwelle im Laufe des morgigen Nachmittags erwartet. Man nimmt jedoch an, daß sich ein großer Teil des Wassers auf dem Wege von Ratibor bis Breslau so weit verlaufen wird, daß hier und auch unterhalb Breslaus keinerlei Schaden mehr eintritt. Schweres Verkehrsunglück Pferdefuhr werk und Lastkraftwagen von einer Eisenbahnbrücke gestürzt. Ein Toter und zwei Schwerverletzte. Beuthen, 15. September. Dienstag nachmittag ereignete sich auf einer Eisenbahnbrücke in dem Ortsteil Bohrek=Karf ein schweres Verkehrsunglück. Ein mit Grubenholz beladener Lastkraftwagen mit Anhänger stieß beim Ueberholen an der schwer übersichtlichen Kurve auf der Eisenbahnbrücke auf ein in gleicher Richtung fahrendes zweispänniges Pferdefuhrwerk. Das Fuhrwerk wurde gegen das Mauergeländer der Brücke gedrückt und stürzte mit dem Kutscher und den beiden Pferden durch das eingedrückte Geländer auf die etwa sieben Meter tiefer gelegenen Rangiergleise des Eisenbahnkörpers. Der Lastkraftwagenführer hatte beim Zusammenstoß offenbar die Gewalt über den Lastkraftwagen, der mit dem Anhänger gleichfalls gegen das Mauergeländer geschleudert wurde, verloren. Der Wagen stürzte mit dem Anhänger auf den Eisenbahnkörper und kam umgekehrt mit der Holzladung auf Pferde und Fuhr* zu liegen. Der Lutscher und die heiden aufgenommen wurde, durfte sich beim Infanterieregiment 66 in Magdeburg allerlei herausnehmen.„Veilchen“, so heißt dieses Kriegspferd, wurde in diesen Tagen 30 Jahre alt. Wie bei allen Kriegspferden, nahmen die Soldaten auch auf„Veilchen“ die größte Rücksicht und muteten ihm nur leichte Arbeiten zu. In seiner Bor war der Kriegskamerad nicht festgebunden. Er konnte sich in den Gängen des Pferdestalles frei bewegen und nutzte diese Vergünstigungen auch weidlich aus Durch seine Streiche und Mucken gab es ausreichend Stoff für so manche Stallgeschichte. Jetzt schlug auch für„Veilchen“ die Abschiedsstunde. Nach etwa 25 Dienstjahren scheidet es aus dem Heere aus. Es gibt aber noch keinen Feierabend für„Veilchen". Vielmehr wurde es an einen Bauern aus der Börde verkauft, auf dessen Hof es noch nützlich sein soll. Die Soldaten haben aber die Gewißheit, daß„Veilchen" in gute Hände kommt. Der Bördebauer versprach den 66ern, den alten Kriegskameraden immer gut zu behandeln. Matuschka wird nicht hingerichtet Todesstrafe in lebenslänglichen Kerker umgewandelt Budapest, 15. September. Das ungarische Justizministerium hat entschieden, daß die vom Budapester Landesgericht über den Eisenbahnattentäter Sylvester Matuschka verhängte Todesstrafe in die Strafe des lebenslänglichen Kerkers umgewandelt wird. Diese Entscheidung bedeutet keinen Gnadenakt, sondern ist im Hinblick auf die internationalen Strafrechtsabmachungen erfolgt. Matuschka ist bekanntlich in Oesterreich zu einer Zeit verhaftet worden, als es im ordentlichen Verfahren noch keine Todesstrafe gab. Er wurde auch nur unter der Bedingung an Ungarn ausgeliefert, daß er nicht hingerichtet werde, da nach internationalem Recht über einen ausgelieferten Verbrecher keine höhere Strafe verhängt werden darf, als es die Gesetze des Landes, das ihn ausliefert, vorsehen. Nach einem langen und sensationellen Prozeß wurde der Eisenbahnattentäter von Bia=Torbagy zum Tode verurteilt. Nun ist dieses Urteil vom Justizministerium abgeändert worden. Matuska, der seine mehrjährige Kerkerstrafe in Oesterreich bereits verbüßt hat, befindet sich in einer ungarischen Strafanstalt. Die alten Schuhe waren schuld Das Glück des englischen Mittelstürmers Steele London, 15. September. Englands berühmtestem Fußballmittelstürmer Freddy Steele vom Stoke=City=Fußballklub war in der neuen Spielzeit noch kein einziges Tor gelungen. Er war untröstlich über sein Versagen, aber dann fiel ihm ein, daß daran vielleicht die neuen Fußballschuhe schuld seien. Am Schluß der vorigen Spielzeit hatte er die alten beiseite gestellt und konnte sie nicht wiederfinden. Mit Hilfe einiger Klubkameraden wurde das ganze Haus durchsucht, bis man die verschimmelten Schuhe endlich in einem Schuppen fand. Steele war glücklich, aber noch glücklicher, als es ihm gelang, am Montag und Samstag voriger Woche acht Tore zu schießen. Nun ist er wieder auf seiner alten Höhe. Fallschirm— amtlich ausprobiert General Valle landet wohlbehalten aus dem Boden Rom, 15. September. Unterstaatssekretär Balle, der als Chef der italienischen Luftfahrt demnächst auch an den deutschen Manövern teilnehmen wird, hat Dienstag morgen auf dem Gelände der künftigen italienischen Fallschirmschule von Viterbo persönlich einen für die italienischen Piloten vorgesehenen Fallschirmtyp ausprobiert. In etwa 600 Meter Höhe sprang der General von seinem Flugzeug ab. Der Fallschirm funktionierte ausgezeichnet, und nach 75 Sekunden landete der kühne General wohlwert zu laeßen. Del Knischer und dir beiden behalten auf dem Flugplatz. Pferde waren sofort tot. Der Lastkraft= wagenführer und ein neben ihm sitzender Beifahrer wurden schwer, ein zweiter Beifahrer leicht verletzt während ein dritter Begleitmann sich noch im letzten Augenblick durch einen Sprung von dem Anhänger auf die Brücke retten konnte. „Veilchen“ scheidet aus dem Heer Vierbeiniger Kriegskamerad macht Landdienst Magdeburg, 15. September. Das letzte Pferd im Bereich der 13. Division, das noch aus den Beständen der Kriegsremonte stammte, tapfer die Strapazen der Kriegsjahre überstanden hatte und in den Pferdebestand des Nachkriegsheeres Die Preissteigerungen in Frankreik. In Frankreich ist die Großhandelsrichtzahl im Vergleich zur Vorwoche um 2,7 v. H. von 589 auf 605 gestiegen. Diese Bewegung ist auf das Steigen der Getreidepreise und Rohstoffe zurückzuführen. Wie die Alten sungen... 3600 Lehrlinge von mehreren Industriewerken sind in Manchester wegen Lohnforderungen in den Streik getreten. In führenden Industriekreisen von Manchester wird wegen dieses Streiks Befürchtung gehegt, da die betroffenen Werke ausnahmslos Lieferungen für das englische Aufrüstungsprogramm ausführen. Führende Militärs fremder Nationen bei den deutschen WehrmachtsManövern Unter den vom Oberbefehlshaber der Wehrmacht Generalfeldmarschall von Blomberg zur Teilnahme an den Wehrmachtsmanövern eingeladenen führenden militärischen Persönlichkeiten des Auslandes befindet sich auch der Generalstabschef der italienischen Wehr. macht, Marschall Badoglio.— Unser Bild zeigt ihn im Gespräch mit Generalfeldmarschall von Blomberg bei dessen Besuch in Italien. Presse-Hoffmann *:9 F 7. A Ses Aubeilsjahres eines Jabakbauemn wies Surch den Jag gekennzeichnel. an dam er seine Cenie in Ballen manipulient zum Sammellagen öring#. ERNTEN 33 BIS 33 4 MUSTERCIGARETTEN · MISCHUNGSNUMMER R C eIRR Oiese Cigeretten werden in den Fathü#######gagen unseres technischen Muster betriebes in Allona-Behrenfeld nech völlig neuen Methoden hergestel Der ungewöhrlich zarte und reine Charatfer dieser Mischung logender Osichter: Srn## S# stion und geuer Febrihetions8u Aberchelich berertenred Die Cigeretten sig wetboden de uud A.APN.P REEMTSRRA&Op; CIGARETTENPARRIREN · AL TONA-BANRENFELE seeet ,O Srpoal — 11 Seite 6 Nr. 217 7 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 16. Sepiember 1937 VI. Der Mann mit der Schlangenfarm „Was ist denn mit der Wagner los?“ fragte der Anwalt verwundert seinen Sozius, als sich seine Bürovorsteherin mit rotem Kopf entfernt hatte. Seit sechs Jahren arbeitete er mit ihr, und noch nie war es vorgekommen, daß sie in einem wichtigen Vertrag einen ganzen Satz ausgelassen hatte. „Es ist Mai“, lachte der andere behaglich,„vielleicht ist sie auf ein spätes Glück gestoßen.“ Damit hatte er in gewissem Sinne recht.. Fräulein Wagner war eine überschlanke Dreißigerin mit gelblichem Gesicht und hervorstehenden Zähnen. Sie bot keinen sehr schönen Anblick und war sehr stolz auf ihre Bildung, wodurch der Umgang mit ihr wenig angenehm war. Auf einen gewissen Abstand zwischen sich und ihren Kolleginnen wollte sie keinesfalls verzichten. Aber die jungen Mädchen zuckten die Achseln und lachten hinter ihrem Rücken. Ja, Hertha Wagner führte in ihrer bescheidenen Wohnung ein sehr einsames Leben, zumal auch, weil Männer, wie sie oft betonte,„für sie nicht in Frage kamen". Manchmal deutete sie an, daß sie ein schweres Erlebnis mit sich herumschleppe, aber das hatte si: offensichtlich auch nur in Büchern gelesen. Als sich ihr einmal ein braver Handwerker zu nähern versuchte, hatte sie ihn mit so kaltem Hochmut ablaufen lassen, daß er die Lust verlor, sich noch weiter um die stolze Bürovorsteherin zu bemühen. Aber jetzt, an einem wundervollen lauen Maiabend, hatte sie in einem Gartenlokal einen Herrn mit gebräuntem Gesicht und funkelnden Augen kennengelernt, seine ungemein gewählte Ausdrucksweise gewann wie im Fluge ihr ganzes Herz. Er sprach gedämpft und schwermutig, und sein schmales Gesicht trug das Zeichen stiller Trauer. Sie erfuhr bald, daß er Akademiker war, ein Geschäft in Angola hatte und aus irgendeinem Grunde von Afrika in seine deutsche Heimat zurückgekehrt war. Aber über die näheren Umstände schwieg sich Dr. Walther Fuhrmann aus. Er begleitete sie nach Hause, und als er ihr die Hand geküßt hatte, richtete er sich plötzlich ganz grade auf und sah sie mit seinen dunklen Augen an.„Das ist der erste schöne Abend, den ich in der Heimat verlebt habe“, sagte er langsam.„Ich danke Ihnen dafür, Fräulein Wagner.“ Aber sie trennten sich noch lange nicht, sondern gingen die dunkle Straße auf und ab, und ein sonderbar glückliches Gefühl schwellte Herthas Herz. Sie konnte nicht einschlafen, und als sie am nächsten Tag ins Büro kam, sah sie noch gelber aus als vordem und vertippte sich immer wieder. Es ergab sich ganz zwanglos, daß sich die beiden häufiger trafen. Nach ein paar Tagen holte er sie vom Büro ab, und sie fuhren gemeinsam hinaus, in das stille Gartenlokal, wo sie sich kennengelernt hatten. Er sprach oft von seinem einsamen, freudelosen Leben, seiner gefährlichen Arbeit, aber wenn sie erwartete, daß er jetzt etwas Bestimmteres sagen würde, brach er plötzlich ab und schaute in die Ferne. Sie schwiegen beide, und als sie ihn verstohlen ansah, spürte sie, daß sein Gesicht elend und verfallen aussah. „Sie sind krank, Walther!“ rief sie plötzlich, denn sie nannten sich bereits bei den Vornamen„Bitte, bitte, sagen Sie mir die Wahrheit, was mit Ihnen ist.“ Er schaute vor sich hin. Ein tiefer Atemzug hob seine Brust und dann sagte er endlich:„Jawohl, Hertha, ich bin krank. Es hängt mit meinem Beruf zusammen.“ Ein bitteres Lächeln spielte um seine Lippen.„Ich habe nämlich eine Schlangenfarm.“ „Was haben Sie?“ rief sie halb erstaunt, halb entsetzt. „Eine Schlangenfarm. Ein schweres, gefährliches Geschäft. Ich züchte Schlangen, Giftschlangen natürlich, und verkaufe ihre Häute an Fabriken, die sie zu Taschen und Schuhen verarbeiten. Ein furchtbares Geschäft, Fräulein Hertha", setzte er bitter hinzu.„Man riskiert täglich sein Leben, und es kann noch ein, zwei Jahre dauern, bis sich die großen Kapitalien, die ich hineingesteckt habe, rentieren.“ „Sind Sie etwa von einer Schlange gebissen worden?" fragte sie ängstlich. Er nickte langsam.„So ist es. Eine Cobra hat mich angefallen und es ist ein Wunder, daß ich mit dem Leben davongekommer bin. Seit diesem Tag fühle ich mich elend. Es liegt mir schwer in den Gliedern, und manchmal fühle ich mich ganz wirr im Kopf. Aber der Professor, den ich hier aufgesucht habe, gibt mir Hoffnung. Nur ist es eine lange, kostspielige Kur...“ Er brach jäh ab. Und alle ihre Versuche, ihn zum Sprechen zu bringen, scheiterten an seinem Schweigen. Aber um so beredter war er ihr für die Freundlichkeit zu danken, mit der sie sich eines kranken Mannes angenommen hatte, und als sie sich verabschiedeten, versicherte er ihr noch einmal mit einem festen, feurigen Blick, daß er 20. Und nun schleicht er von dannen, scheu und schnell und ohne sich noch einmal umzusehen. Wie ein geprügelter Hund stürzt er an den Häusern entlang. Eine Bitterkeit ist in ihm, ein Ekel vor sich selbst. Es würgt ihn. Die Scham will ihn niederdrücken wie eine schwere Sch.„ 85j, A..eu m.. Das war die stärtste Krise, die Rovert Meißner in seinem Leben mitgemacht hatte, denn hier gab es keine Entschuldigung, keine Beschönigung, keine innere Rechtfertigung. Er hatte sich wie ein ungezogener Bursche benommen! * In diesen Tagen grenzenloser Niedergeschlagenheit erhält Robert Meißner eines frühen Morgens ein Telegramm aus Wolfsbach: Wenn möglich sofort kommen— Dr. Burgstaller sen. Sein erster Gedanke ist, daß der Mutter etwas zugestoßen sei. Er überlegt, ob er nicht telephonisch ruckfragen soll, entschließt sich aber dann, doch gleich zu fahren, ohne Zeit zu verschwenden. Er hat sich in letzter Zeit einen kleinen Zweisitzer angeschafft. Wenn er gleich fährt, ist er in einigen Stunden daheim. Und heim will er! Nur heim! Fort aus dieser Stadt, die ihm nur Leid und Kummer gebracht hat. Vort! 56„— Etmm Mann Leer. wie ausgeoranni, sitzt er am Steuer. Wenn jetzt auch noch die Mutter von ihm ginge!— Nur nichts denken! Still sein! * Robert atmet erlöst auf, als er zu Hause ankommt und die Mutter wohlauf und gesund findet. „Warum hat mir dann Doktor Burgstaller das Telegramm geschickt?“ fragte er.„Ich dachte an nichts anderes, als daß dir etwas passiert sei. Oder zum mindesten dachte ich, bist du schwer krank.“ „Die Linde soll schwer krank sein. Aber nicht erst seit heute und gestern, sondern den ganzen Winter schon. Doktor Burgstaller hat gesagt, daß sie dich gern nochmal sehen möchte.“., T, Lum 15 Robert erschrickt gar nicht so sehr. Es rann sihon bald kein Leid mehr eindringen in seine Seele. Sie ist bis zum Rande schon voll. Er geht in seine Kammer und zieht sich um. Kaum ist er richtig fertig, hört er unten schon seinen Namen. Rasch geht er hinunter und findet einen fremden Herrn vor. „Doktor Hartwig", stellt er sich vor. „Meißner“, sagt Robert knapp und knöpft sein Hemd am Hals zu. „Doktor Burgstaller hat Ihnen heute früh telegraphiert, und wir haben Sie um diese Stunde etwa erwartet. Wenn Sie die Güte hätten und gleich mitkommen würden?" „Ich komme sofort.“ Wenige Minuten später furrt das Auto schon durch den Wald hinauf nach Haus Bergfried. „Linde ist krank?“ fragt Robert einmal kurz. „Ja, sehr krank. Der Fall ist so gut wie hoffnungslos. Das Herz macht nicht mehr mit, und heute Nacht mußten wir zweimal zur Kampferspritze greifen.“ „Mein Gott, so schlimm steht es? Aber warum kommt man denn gerade auf den Gedanken, mich zu rufen?" „Fräulein Rosalinde hat schon in der ersten Zeit ihrer Krankheit immer nach Ihnen verlangt. In der letzten Zeit dann ganz entschieden, so daß wir uns schließlich entschlossen haben, Ihnen zu telegraphieren. Im übrigen— bin ich unterrichtet. Rosalinde ist seit ihrer Kindheit mit Ihnen befreundet. Und wenn Sie zu ihr kommen, dann lassen Sie sich durch nichts befremden und sprechen Sie mit ihr wie in früheren Tagen.“ ihr die glücklichsten Stunden seines einsamen Lebens verdankte. Hertha Wagner war völlig verwirrt. Sie liebte den schlanken, gebräunten Mann, und ihr Gesicht wurde ordentlich hübsch, wenn sie an ihn dachte. Wenn er doch nur gesund würde! Sie nahm sich fest vor, am Abend auf letzte Klarheit zu dringen. „Sie müssen mir alles sagen, Walther“ bat sie weich.„Ich— ich interessiere mich für Ihr Schicksal. Tun Sie auch alles, was der Arzt von Ihnen verlangt? Befolgen Sie auch alle Vorschriften?" Er sah sie mit halbem Lächeln an. Dann ergriff er plötzlich ihre Hand und führte sie an seine Lippen. „Ich will Ihnen jetzt die Wahrheit sagen, Fräulein Hertha, denn ich fühle, daß Sie ein Recht darauf haben. Sie müssen doch merken, wie sehr ich Sie liebe. Hat es Sie gar nicht gewundert, daß ich niemals ein Wort darüber gesprochen habe?“ Sie blickte ihn atemlos an und ließ seine Hand nicht los. „Ich darf nicht von meiner Liebe sprechen. Denn Sie kennen nicht die ganze Wahrheit. Ich kann die Kur, die mir der Professor vorschreibt, nicht beginnen. Sie kostet erheblich mehr, als ich aufbringen kann. Verstehen Sie nun, warum ich schweigen mußte, Fräulein Hertha?" „Hier hätten Sie gleich mißtrauisch werden müssen“, sagte später der Kriminalkommissar.„In Deutschland hat jeder Kranke die Möglichkeit, ein Krankenhaus aufzusuchen und sich kurieren zu lassen, ohne daß er ein Vermögen dazu aufwenden muß." Aber das wußte Hertha Wagner nicht oder hätte in ihrer Verliebtheit wahrscheinlich gar nicht daran gedacht. Sie warf sich ihrem Walther vielmehr um den Hals und beschwor ihn, alles zu tun, um wieder gesund zu werden— denn er sei ihr teurer als ihr eigenes Leben. Solche Versicherungen hielt sie unter Liebesleuten ihres Standes für durchaus angemessen! „Wieviel fehlt dir denn?" fragte sie schüchtern, während der erste Kuß noch auf ihren Lippen brannte. Aber von Geldsachen wollte er nicht reden, und es dauerte lange, bis er ihr endlich gestehen mußte, daß die Kur zwei= bis dreitausend Mark kosten würde. Ohne sich Gedanken über die merkwürdig: Dauer dieser Behandlung zu machen, bat sie ihn, den Betrag von ihr anzunehmen. Je mehr er sich weigerte, je energischer er auch nur die Möglichkeit ablehnte ihre Ersparnisse in Anspruch zu nehmen, desto dringlicher wurde sie. Es sei ja doch gleich, wer das Geld haben würde, sie oder er. Und sie freue sich schon auf Afrika, fügte sie unter Tränen lächelnd hinzu, auf die Schwarzen und die Schlangen. Am nächsten Abend brachte sie ihm ein versiegeltes Kuvert, in dem sich ein Bündel Geldscheine befand. Dann sprachen sie zärtlich von der Zukunft, und er war so gerührt, daß die Tränen sein braunes Gesicht entlang liefen. „Du hast mir nicht nur das Leben gerettet“, sagte er dankbar,„sondern du hast es mich auch von einer neuen Seite kennen gelehrt. Wir werden sehr, sehr glücklich sein.“ Aber auf dieses Glück wartete sie vergeblich. Denn am nächsten Tage holte sie der Heiratsschwindler Dr. Fuhrmann nicht vom Büro ab, ja, sie sah ihn vor der Verhandlung überhaupt nicht wieder, sie sah nur daß auf der Zeugenbank außer ihr noch andere Leidensgenossinnen saßen. Der Angeklagte schaute sie höhnisch an und sagte achselzuckend:„Was sollte ich machen! Die leichtgläubigen Gänse drängten mir ihr Geld auf— und dazu bin ich zu sehr Kavalier, um so freundlichen Damen einen Korb zu geben!“ Starke Zumutung Die ewigen Geldsorgen, die Liliencron bedrängten, brachten es mit sich, daß er oft in Schulden geriet, die er nicht bezahlen konnte. Das einzige, was ihm immer blieb, war sein grimmiger Humor. In einer dieser verzweifelten Lagen weckte ihn eines Morgens ein besonders hartnäckiger Gläubiger:„Ich brauche dringend mein Geld, Herr Baron!“ „Ich auch", lallte Liliencron, ganz verträumt. „So...“, die Stimme des Besuchers bebte vor Zorn,„aber ich brauche das Geld, das Sie mir schulden, und zwar sofort, da ich selbst eine Schuld zu begleichen habe.“ Liliencron kam plötzlich zu sich. Mit einem wütenden Satz war er aus dem Bett und brüllte den Mann an:„Sind Sie verrückt geworden? Sie machen Schulden— und ich soll sie bezahlen?" Der Gedankenleser kam zum Varietédirektor.„Können Sie mich für den nächsten Monat engagieren?“ „Was sind Sie denn?“ „Gedankenleser." „Was haben Sie sich als Gage gedacht?“ „Das, was Sie denken— vielleicht hundert Reichsmark pro Abend?“ Der alte Wintergarten lächelte:„Und Sie wollen Gedankenleser sein?" Da sind sie auch schon vor dem Sanatorium. Auf der Treppe steht Doktor Burgstaller, grau und gebeugt. Ergriffen reicht er Robert die Hand. „Ich danke dir, Robert, daß du gekommen bist. Verzeihung— es schickt sich wohl nicht mehr recht, wenn ich du zu dir sage.“ „Doch, doch, Herr Doktor. Sie dürfen es schon sagen. Das beweist mir, daß Sie mir nicht zürnen. Wo liegt sie denn?“ „Oben im Dachzimmer. Da wollte sie unbedingt sein. Wenige Minuten darauf stehen sie vor der Tür. Rosalinde liegt in der Nähe des Fensters starr ausgestreckt. Die seidene Steppdecke verhüllt ihre Gestalt bis zum Hals herauf. Zu beiden Seiten ihres Gesichtes liegen die langen, schweren, blaßgoldenen Zöpfe. Sie sieht fast erschreckend schön aus. Wie eine Statue, mit strengen, frühgotischen Linien. Sie rührt sich nicht, nur ihre Augen leben. Die Fenster sind offen, frischer Harzgeruch kommt vom Walde herein. Robert steht unter der Tür wie ein Pfahl und schaut auf das Bett hin. Daß Helmut Burgstaller oben am Kopfende des Bettes steht, sieht er kaum. Da sagt Linde, ohne den Kopf zu wenden: „Komm nur her, Robert, ich weiß es ja, daß du da Alle drei Aerzte sind im Zimmer und jeder furchtet, daß der Bildhauer nun etwas sehr unvernünftiges tun könnte, etwas, das die Schwerkranke über ihre Kräfte erregen könnte Statt dessen geht Robert aber recht gefaßt an das Bett hin und nimmt ganz ruhig ihre Hand. „So krank bist du, armes Lindemädl?“ Sie hat die großen, sanften Augen auf ihn gerichtet und lächelt. „Oh, wie bin ich froh, daß du gekommen bist. Ich danke dir, Robert.“ „Wenn ich gewußt hätte, daß du so krank bist, dann wäre ich schon viel eher gekommen“, sagt er. Sie schaut ihn immerzu an, als wärme sie sich an seinem Anblick. „Du bist so groß über mir“, sagt sie.„Setz dich doch zu mir ans Bett. Ihr dürft ruhig gehen, Hellmut“, wendet sie sich an den Bruder. „Aber du mußt versprechen, nicht viel zu reden“, mahnt ihr Vater. Und dann sind die beiden allein. Es ist das erstemal, daß Robert einen Kranken besucht, und er weiß gar nicht, was er sagen soll. Wenn sie gesund wäre, ja dann. Alles würde er ihr sagen, was ihm geschehen ist da draußen in der Welt. Aber in ihrem Zustand würde sie sich nur darüber aufregen. Noch während er darüber nachdenkt, was er sagen soll, unterbricht sie ihn mit den Worten: „Hattest du denn auch irgend ein Leid, Robert? Ich sehe es eben, dort an den Schläfen sind deine Haare grau. Robert erschrickt. „Ja, Linde, ich hatte auch ein Leid. Aber das ist nicht so schlimm. Wenn du wieder gesund bist, erzähle ich dir alles.“ Sie lächelt auf eine Weise, daß es ihm tief ins Herz schneidet. „Lieber Robert, dann mußt du es mir schon gleich erzählen, denn ich werde nicht mehr gesund.“ „Das darfst du nicht sagen Linde. Du wirst schon wieder gesund, wenn du den festen Willen zum Leben haft.“ „Das sagen die anderen auch immer. Aber es ist ja nicht wahr. Das Herz streikt bei jeder kleinen Gelegenheit. Es tut seine Arbeit nicht mehr gern. Ich bin nur froh, daß es so lange mitmachte, bis du kamst. Das war eigentlich das Schlimmste in letzter Zeit. Ich glaube, nur dieses Warten hat mich noch so lange leben lassen. Es wäre schrecklich gewesen, wenn ich dir nicht mehr hätte danken können für das Glück, das du mir geschenkt hast. „Du sollst doch nicht soviel sprechen, Linde“, unterbricht sie Robert. „Ach, laß mich nur. Ich habe die ganze Zeit geschwiegen, weil ich mir alles, was ich noch zu sagen habe, für dich gespart habe. Du weißt es, Robert, wie sehr ich dich geliebt habe und noch heute liebe, trotz allem. Niemand hat dich mir nehmen können. Und ich nehme diese Liebe mit hinüber in jene Welt, die ohne Schmerz und Qual sein wird. Es ist gar nicht so schwer— das Sterben. Es hört sich nur ein wenig schreckhaft an, aber in Wirklichkeit ist es eine Er„Linde, bitte red nicht so!“ bettelt er. Er kann das nicht mit anhören, denn er weiß, er ist schuld an dem Jammer. Er beginnt zu zittern, und der große, starke Mensch sinkt in sich zusammen. Aber ich weiß es ja, Linde— ich habe dir das Herz gebrochen. „Nein, Robert, das ist nicht wahr. Mein krankes Herz hatte ich immer schon. Es war vielleicht ganz recht so daß uns das Schicksal nicht zusammenließ. In den vielen Tagen und Nächten, die ich hier gelegen bin, ist mir das vollständig klar geworden. Ich hätte doch niemals Schritt halten können mir dir, denn du bist so weit über mich hinausgewachsen, als Künstler und als Mensch. Und jetzt, wo du in der Vollkraft deines Schaffens stehst, jetzt müßte ich dich allein lassen. Siehst du, als ich dich verlor, da tat das wohl sehr weh, ich erkannte aber zugleich auch, daß es eine Fügung des Himmels gewesen ist. Und nun, lieber Robert, erzähle mir von dir. Ich sehe es ja ganz genau, daß du auch ein Leid trägst. Du darfst es mir ruhig sagen. Hängt es mit der Frau zusammen, der du folgtest?“ „Ja, Linde. Sie hat einen andern genommen.“ „Armer Robert", flüstert sie leise.„Ich hätte dich so gern glücklich gewußt. „Das sagst du, Linde? Gerade du die doch wirklich den wenigsten Grund dazu gehabt hätte?“ fragt er erschüttert. Da sagt Linde:„Ach, laß das! Wenn ich gesund wäre, Robert, ich hätte dich gern wieder aufgenommen, denn du bist mein lieber Bub geblieben, mit all deinen Fehlern und Schwächen. Mein Gott, wie oft denke ich zurück an unsere Kinder= und Jugendjahre! Wie sind wir voll gewesen von tausend Wünschen und Hoffnungen! Und bei jedem hat es das Schicksal anders gewollt! Bei uns zwei am widrigsten! Nun muß ich dir noch was ganz wichtiges sagen. Es ist wegen der Bärbel!"— Sie setzt sich auf und schaut in sein Gesicht. „Ich weiß nicht, ob du es ahnst, die Bärbel hat dich von Herzen gern. Das ist mir ein großer Trost, daß die Bärbel noch da ist für dich. Nimm sie, wenn es geht, Robert, zur Frau! Sie hat dich ehrlich und wahrhaftig lieb und wird schauen auf dich. Du würdest mir meinen letzten Wunsch damit erfüllen. Nein, unterbrich mich nicht! Ich weiß es ganz genau, daß mir nicht mehr zu helfen ist. Du und Bärbel seid dann allein. Noch eine Bitte hätte ich, lieber Robert. Einen Rosenstrauch auf mein Grab— weiße Rosen— du weißt doch, die hab ich immer so geliebt.. Erschöpft fällt sie in die Kissen zurück. Er kann gerade noch rechtzeitig zugreifen und sie stützen. Dann will er auf die Klingel drucken. Aber da schlägt sie die Augen schon wieder auf. „Laß nur, Robert, sonst kommen sie und lassen mich wieder nicht allein. Ich bin nur müde— so müde. Und du nimmst mich in deinen Arm. Wie lieb das ist von dir! Da kann ich noch hinaussehen durch's Fenster in die Welt! Sieh, wie die Abendwolken glänzen! Und wie der Frühlingswind über die grünen Wipfel hinstreicht. Er ist ja nie ganz still, der Wald. Immer rauscht er und flüstert er etwas. Soviel hat er mir schon erzählt— mein Wald— in den Nächten— wenn die hellen Sternblumen über ihm stehen. Am lautesten rauscht er in den Frühmorgenstunden, wenn die blauschwarze Nacht in das Grau heraufdämmert. Und da wollten sie mich nicht in dieses Zimmer bringen, wo ich das alles am besten hören und sehen kann. Aber ich wollte nirgends anders hin— denn hier war es doch — wo wir uns das erstemal geküßt haben. Am 24. Mai war es. Und im Winter, Robert, da mußt du den Rosenstock zudecken, damit er nicht erfriert. Weißt du noch, wie du mir einmal einen Kranz aus wilden Kirschblüten gemacht hast? Ich habe es ihnen schon gesagt— daß ich einen solchen Kranz will— wenn sie mich— hinuntertragen... Da öffnet sich die Tür und Hellmut kommt mit Doktor Hartwig herein. „Es geht mit dem besten Willen nicht, daß du soviel redest, Kind“, sagt Hellmut.„Sie müssen entschuldigen, Robert, aber wir fürchten, daß es Linde zu sehr anstrengt. Robert erhebt sich sofort. Aber Linde läßt seine Hand nicht los. „Kommst du morgen wieder, Robert?“ „Gewiß, Linde. Jeden Tag komme ich. Und wenn du wieder gesund bist, gehen wir durch den Wald und du kannst im Grase liegen und darfst mir zusehen, wenn ich arbeite.“ Ein wundervolles Lächeln spielt um ihre Lippen. Ihre Augen leuchten. Jede Spur des Leidens ist aus ihrem Gesicht gewichen, sogar auf ihren Lippen blüht ein leises Rot auf, von innen her, wie das Rot an einer halberschlossenen Rose. Sie streckt den Arm wie verschämt glücklich nach ihm, legt ihn um seinen Nacken. Und willig beugt er sich unter dem sanften Druck zu ihr herunter. „Ich werde ganz still sein, Lieber, wenn du arbeitest.“ Sie neigt ihren Mund an sein Ohr und flüstert etwas. Das sollen die andern nicht hören. Es ist die Bitte um einen einzigen Kuß. Und er küßt sie und geht dann mit langen Schritten hinaus... Linde verharrt noch eine Weile. Stärker noch ist das Leuchten in ihren Augen. „Ach“, seufzt sie dann,„ich glaube, ich habe mich überfreut. Sie schließt die Augen und sinkt in die Kissen zurück, ganz hingegeben, wie in einer sanften Ruhe. Hellmut gibt einen Wink und Doktor Hartwig springt um ein belebendes Mittel. Aber es ist nicht nötig. Der Puls geht regelmäßig. Sie schläft ganz ruhig, den Kopf in die Kissen gedrückt wie ein müdes Kind. Halb im Schlaf sagt sie noch: „Morgen will ich mein Himmelschlüsselkleid anziehen, wenn Robert kommt.“ Sie zieht es aber nicht mehr an. Als der Morgen aufsteigt und eine Drossel hell und lockend den Tag ankündigt, macht Rosalinde Burgstaller den letzten Atemzug. Als Robert am nächsten Morgen mit einem mächtigen Strauß Schlüsselblumen ankommt, weiß er gleich, was geschehen ist, so totenstill ist es im Haus. Im ersten Stock begegnet ihm eine Schwester mit verweinten Augen. Im zweiten Stock ist es dasselbe. Und dann geht er die letzte Treppe hinauf. Er fühlt, wie seine Knie schwer werden, steht nun vor der Tür und hat plötzlich Angst. In dieser Nacht hat er wirklich geträumt, daß Linde wieder ganz gesund geworden sei. Und sie sind durch den Wald gewandert und er hat sie modelliert. So gut ist alles geworden und all die Jahre des Leides sind versunken und ein Glück hat sich aufgebaut, ein großes und starkes Glück. Ganz froh ist er am Morgen aufgewacht und hat die Bärbel um Schlüsselblumen auf den Anger geschickt, nicht ahnend, daß es Totenblumen sein sollen. Ein Schluchzen dringt aus dem Zimmer heraus, ein hartes, trockenes Schluchzen. Da drückt er die Klinke nieder, sieht zuerst nichts als die beiden jungen Aerzte und den alten, den Vater, der ganz gebrochen vor dem Bett kauert. Mit langen Schritten geht Robert zum Bett hin. Da liegt sie nun still und feierlich, seine Linde, die ihn geliebt hat von ihrer Kindheit an. Ein letztes, geheimnisvolles Lächeln liegt noch auf ihren blassen Lippen. Wie eine Bildsäule steht Robert. Sein Gesicht ist wie aus Erz. Und dann tun seine Künstlerhände noch ihr letztes Werk an ihr. Den Blumenstrauß legt er ihr in die gefalteten Hände und die schweren Flechten löst er und breitet das offene Haar lose und leicht zu beiden Seiten herunter. Niemand stört ihn dabei. Wie eine marmorblasse, junge Königin liegt sie nun da. Der Ring, den sie in keiner Minute ihres Lebens abgestreift hat, leuchtet an ihrer Hand.(Fortsetzung folgt.) robtbebe ben gerettet“, sagte lich auch von einer werden sehr, sehr le vergeblich. Denn iratsschwind= iro ab, ja, sie sah pt nicht wieder, sie außer ihr noch annisch an und sagte en! Die leichtgläud auf— und dazu freundlichen Damen st iencron bedrängten, Schulden geriet, die je, was ihm immer zen weckte ihn eines er Gläubiger:„Ich Baron!“ anz verträumt. 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Jahrhundert prophezeit hätte, daß eines Tages nach weniger als Menschenalter eine Stadt im Herzen von Deutscheinem lands „Black Country“, das, genau gesagt, ein„Red Country“, ein Land der roten Erde ist, ein reines Industriegebilde wie Bochum, das zwar eine alte Siedelungsgeschichte, aber nur verhältnismäßig wenige Spuren einer Kulturtradition aufzuweisen hat, plötzlich in den Mittelpunkt des Geisteslebens einer ganzen Provinz und sogar in den Vordergrund der Theaterkulturpflege von ganz Deutschland treten würde, der wäre damals wahrscheinlich für einen kompletten Narren erklärt worden. Mindestens wäre eine solche Voraussage der Generation vor uns als eine ebenso verwegene, ja phantastische Vorstellung erschienen, wie etwa der Gedanke, daß irgendein Stück nationalkultureller Erneuerung von der Kleinstadt ausgehen könnte. Beide haben wir inzwischen mehrfach in unserem Vaterland erleben können. Früher war die Führung in der Kunstpflege, insbesondere der theatralischen, im Deutschland der Vergangenheit zwar ebenfalls schon dezentralisiert, aber sie blieb fast durchweg den fürstlichen Residenzen und ihren Hoftheatern und höchstens noch einigen wenigen Metropolen des Handels vorbehalten. Hingegen gingen merkwürdigerweise die Zentren der Industrie fast völlig leer aus. Aber gerade lebendige Handelsstädte wie Mannheim und Frankfurt a. M. hatten bereits durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch bewiesen, wie wenig der ausgesprochen wirtschaftliche Sinn einer Stadtgemeinde und ihrer Bewohner ihren tätigen Anteil am geistigen Leben zu verhindern braucht, ja, je sehr der letztere sogar geradezu als notwendige Erder Regsamkeit der Arme und Fäuste zu dienen den Persönlichkeiten der Stadt wird innerhalb Woche zweifellos ebenso Gelegenheit geboten sein, wie zum Besuche einschlägiger Institute, auch außerhalb des Stadttheaters. Diese Bochumer Shakespeare=Woche ist bereits die zweite innerhalb eines Jahrzehnts, welche diese überaus aktive Stadt veranstaltet. Sie folgt dem gigantischen Werk einer Gesamtaufführung sämtlicher Königsdramen, die ebenfalls unter der künstlerischen Leitung ihres Intendanten Dr. Saladin Schmitt im Jahre 1927 in Bochum als der ersten und bisher einzigen Stadt im Deutschland des 20. Jahrhunderts veristaltet, ist und varaussichtlich(wir sagen auch: Römerdramen, die in geschlossener Form überhaupt erst. biesen pie hrl gnberen“ Konzerten Sie bekannten Solften mals zur Wiedergabe gelangt, obwohl drei von ihnen der Bläser und Streicher des Städtischen Orchesters Volängst, Heimatrecht, in Deutschtangz, grnießen.„Julius chum vielfach Gelegenheit haben werden, ihre MeisterCäsar“ ist sogar als das allererste#### von Shakespeare schaft zu gewesen, das bereits vor fast 200 Bezsegzlanß durch chland durch anstaltet worden ist und voraussichtlich(wir hoffentlich) bald ebenso vollständig und ir in gleichem nahezu wortgetreuen Uebersetzung in den Preußischen Gesandien in London veröffentlicht worden ist. Auf der deutschen Bühne angesiedelt sind sowohl„Julius Cäsar“ wie„Coriolan“ seit mehr als 150 Jahren, und insbesondere„Julius Cäsar" zählt zu den in Deutschland beliebtesten Stücken des größten germanischen Dramatikers. Sehr viel später beginnt die deutsche Bühnengeschichte von„Antonius und Cleopatra“, nicht nur wegen der wesentlich gelockerteren Form dieses Dramas, das wir zu den allergroßartigsten und unverlierbarsten Besitztümern größter dramatischer Dichtung zählen, sondern wohl, weil für die Titelgestalten, ganz besonders für die weibliche in jeder Generation nur wenige, vielleicht zwei oder drei Persönlichkeiten vorhanden sind, welche diesen gigantischen Aufgaben der Schauspielkunst sich gewachsen zeigen. Das vierte oder eigentlich erste der Römerdramen, das Jugendwerk„Titus Andronicus“, die genialste und zugleich wildeste Ausgeburt unreifen Ueberschwanges schäft zu zeigen Flichner in Leh eingetrotten Wie aus Bombay gemeldet wird, ist der deutsche Forscher Filchner in Leh(Kaschmir) eingetroffen. wie künstlerischen Glanze wiederholt werden wird. Diesmal eines Genies, wird ebenfalls in Bochum zur Auffühhandelt es sich um die Folge der sogenannten vier rung gelangen. Die Soltiien der Bodtünter=Konzerte im kommenden Winter als einer der ersten Konzertsänger Deutschlands ist beIn einem Hinweis auf die Solisten der Konzerte des Städtischen Orchesters Bochum schreibt uns die Orchesterleitung: Unter den Solisten der kommenden Meisterkonzerte sind zunächst einige zu erwähnen, die ihre überragende Meisterschaft in Bochum bereits unter Beweis gestellt haben. Wenn die etwas abgebrauchte Redewendung„Sie hat die Herzen im Sturm erobert“ auf irgend jemand zutrifft, dann auf die jugendliche Geigerin Guila Bustabo. Der Städtische Kapellmeister, Bochum, war einer der ersten, der diese bezaubernde Künstlerpersönlichkeit dem deutschen Publikum vorgestellt hat. Nunmehr freilich gehört sie bereits zu den Weltberühmtgänzung der begfamteil der Arme und Haufte zu dienen Manche deutschen Städte, die nach 1870 dem materialistischen Ungeist zu erliegen gedroht hatten, haben, von einer zielbewußten Führung ihrer Verwaltung getragen, die folgende einleuchtende kulturelle Idee in die legenheit haben. Tat umgesetzt: gerade deswegen, weil unsere Einwoh= Die Kunst des Klavierspieles ner zum großten Teile am Tage härtere und nüchternere Arbeit zu verrichten haben, als diejenigen in kulturell und landschaftlich gesegneteren Gegenden— gerade deshalb müssen wir erst recht am Abend und am Sonntag für den ideellen Ausgleich besorgt sein. Diesem Gedanken entspringt letzten Endes auch die Kunstpflege einer reinen Industriestadt wie Bochum, wo nach meiner festen Ueberzeugung, die sich auf eine umfangreiche Kenntnis der deutschen Bildungsentwicklung seit 1900 stützt, wahrscheinlich die systematischste und intensivste Aufbauarbeit auf kulturpolitischem Gebiet geleistet worden ist, die wir seit Kriegsende in deutschen Handels= und Industriemittelpunkten auf dem Gebiete des Theaterwesens finden. Der Engländer, den ein Weg zur zweiten deutschen Shakespeare=Woche im Oktober 1937 nach Bochum führt, wird gewiß auch unter heiten. Nachdem sie bei ihrem ersten Auftreten im Reitzer(Alt) und Violinkonzert von Tschaikoysky slawisches Temperament, bei ihrem zweiten Auftreten aber deutsche Tiefe(im Violinkonzert von Brahms) zeigen konnte, wird sie beim nächsten Male in einem Werk von Paganini die ganze Pracht ihrer geigerischen Virtuosität zu entfalten GeDie Kunst des Klavierspieles ist vertreten durch Lubka Kolessa und Wilhelm Kempff. Beide spielen ein Werk desjenigen Meisters, mit dem sie bereits bei ihrem ersten Bochumer Auftreten sich besonders innig vertraut erwiesen haben: Kempff: Beethoven; Frau Kolessa: Chopin. Natürlich sollen auch die Meisterkonzerte nicht in ewig gleichem Wechsel dieselben Namen brizgen, senzierg auch jüngeren Künstlern offen stehen— auf den stolzen Titel„Meister" bereits Anspruch erheben können. Die Wahl fiel dieses Jahr auf den Geiger Wilhelm Stroß und den Sänger Gerhard Hüsch. Stroß, bereits in jungen Jahren zum Professor ernannt und zur Leitung der ersten Violintlasse an der Münchener Akademie der Tonkunst berufen, zählt heute zu den wenigen ganz zur Ausland Oenamentlich in Rom reits bekannt.„ f.„.2 Sinkanig). Wenn nun die Solisten der Sinfoniekonzerte naturgemäß des öfteren solche sind, die um den Lorbeer der Meisterschaft erst ringen, so schließt das doch nicht aus, daß auch hier Künstler von Weltruf herangezogen werden. Gleich das erste Konzert bringt z. B. den Namen Emmi Leisner. Von sonstigen Gesangssolisten, die in Bochum bereits wohleingeführt sino, in als erster zu nennen Ewald Kaldeweier, ferner Helene Vierthaler aus Wien und Eugen Klein. Zum ersten Male werden sich vorstellen: Ernst Bauer (Tenor), Gerda Schüler=Rehm(Sopran), Lilly Willi Lorscheider(Tenor). Unter den Inncumentalsolisten sind zunächst zwei Mitglieder des Städtischen Orchesters Bochum zu nennen: Konzertmeister Erwin Häusler und der neu verpflichtete Harfenist Alfred Krause. Neben unserem eigenen Konzertmeister wird auch der der Berliner Staatsoper, Professor Georg Kniestädt(der Lehrer Erwin Häuslers!), sich solistisch betätigen. Die Neigung des Städtischen Kapellmeisters, Bochum, jungen Künstlern die Wege zu ebnen, die schon so häufig von Erfolg begleitet war, hatte ihn in der vergangenen Spielzeit mit der Heranziehung der jungen Cellistin Maria Forst einen besonders glücklichen Griff tun lassen. Die Künstlerin— die im Vorjahre mit dem ungeheuer schwierigen Konzert von Pizzetti überhaupt zum ersten Male öffentlich mit Orchester auftrat!— wird dieses Mal das Violoncellkonzert von Haydn spielen. Sie hat inzwischen von Enrico Mainardi eine Einladung erhalten, bei ihm einen Meisterkurs in Rom durchzumachen, den sie auch absolviert hat. Das Klavier ist vertreten durch zwei Künstler, die für Bochum neu, sonst aber bereits wohlbekannt sind: Annemarie Heyne und Adrian Aeschbacher. Bleibt noch zu erwähnen, daß in den Kammerkonzerten der in Deutschland und im Ausland sehr geDie Städtischen Bühnen.=Gladbach und Rheydt haben die Zuschauerräume der beiden Häuser, die Kaiser=Friedrich=Halle in.=Gladbach und das Theater in Rheydt nach den Entwürfen des Theaterbildners Akademieprofessor Walter von Wecus in den Sommermonaten neugestalten lassen. Der intime Charakter des Rheydter Hauses wurde durch neue Leuchtkörper, Holztäfelung und Stoffbespanung festlicher gesteigert. Die Jugendstilverzierungen in der.=Gladbacher Kaiser=Friedrich=Halle machten einer schlichten und formschönen Raumgestaltung Platz. Das Klopstock=Haus in Quedlinburg hat von dem italienischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini dessen Porträt mit eigenhändig geschriebener und in herzlichen Worten gehaltener Widmung erhalten. Die feierliche Uebergabe des Geschenks erfolgt während einer am 16. Oktober im Quedlinburger Klopstock=Haus in Gegenwart führender deutscher und italienischer Persönlichkeiten stattfindenden Feier. Das Geschenk des Duce ist ein erneutes Bekenntnis zu dem Dichter Klopstock und dem von ihm vertretenen Kunstideal. Schrieb Mussolini doch im Jahre 1908 an der Universität Bologne eine Doktorarbeit„Ueber die Poesie Friedrich Klopstocks“. Der Film„Unternehmen Michael“ staatspolitisch und künstlerisch wertvoll. Der Ufa=Tonfilm„Unternehmen Michael“ hat das Prädikat„staatspolitisch und künstlerisch wertvoll" erhalten. Er ist für Jugendliche zugelassen und kann auch an hohen Feiertagen gezeigt werden. Paula Wesselys geplanter Film abgesagt. Dieser Tage sollte im Rosenhügel=Atelier in Wien mit dem Drehen des neuen Films von Paula Wessely begonnen werden. Er hieß„Frau Doktor Christls erster Fall“. Das Buch dieses Films stammt von Hermann Heinz Ortner, die Regie war Geza v. Bolvary übertragen worden, und für die Hauptrollen waren neben Paula Wessely Attila Hörbiger, Hans Moser und Maria Bard engagiert worden.— Der Film wird nicht gedreht, weil die maßgebenden Faktoren, die mit der Herstellung und dem Vertrieb dieses Films beschäftigt sind, erkannt haben, daß sich das beabsichtigte Stück für Paula Wessely nicht eignet. Auch die Künstlerin selbst soll sich nach näherer Einsichtnahme in das Drehbuch gegen die Verfilmung entschieden haben. — größte Erfolge errungen. Der Name Gerhard Hüsch schätzte Sänger Professor J. M. Hauschild Lieder Geschichtstafel 17. September 1925 Befreiungsfeier in Bochum in Gegenwart des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg. Dutzen Sie ein Klavier mit Sand? das würde seinem Glanz wohl nicht bekommen. Genau so ist's mit Ihren Zähnen. Für sie ist das Feinste gerade gut genug. Probieren Sie mal Nivea-Zahnpasta. Die erhält ihre Zähne u. schont den Zahnschmeiz. Trent fragte etwas. 81n „Ja“, gab sie offen zu,„ich habe für den„King gearbeitet, aber heute morgen erhielt ich einen Brief von ihm. Er schrieb, man könne meine Dienste jetzt nicht mehr gebrauchen. Ich sei zu bekannt und jeder Polizist wisse über mich Bescheid. Ich sollte mit einer fürstlichen Belohnung entlassen werden, aber vorher noch einen Auftrag erledigen. Heute nacht um 11 Uhr sollte ich mich am Sankt=James=Park einfinden, wo ein Auto auf mich warten würde. Ich ging hin, aber als ich den Wagen mit den verhängten Fenstern und die Männer sah, die da auf mich warteten, bekam ich Angst und lief einfach davon. Die Leute hatten mich aber schon gesehen und nahmen(ofort die Verfolgung auf. Das übrige wissen Sie ja.“ Sie schwieg, und Trent rieb sich nachdenklich sein „Ich glaube“ sagte er endlich,„das war das Richtigste, was Sie jemals getan haben, sonst würde man Sie wahrscheinlich morgen aus dem Fluß gezogen Sie schauderte zusammen, und Duke sah, daß sie am ganzen Körper zitterte. Er nahm ihren Arm und stelt sie zurück.... Hans. 3chans fast. „Sie können nicht nach Hause gehen“, sagte er er„Nein“, erwiderte sie,„daran hahe ich auch schon gedacht. Ich werde im Hotel schlafen.“ Duke widersprach.„ict slcher., wich Si, fin„Auch da sind Sie nicht sicher. Er wird Sie sinden und dann...“ Er sprach nicht aus, was dann geschehen würde, aber sie wußte schon, was er meinte. Sie war so mit ihren Nerven fertig, daß sie am liebsten losgeweint hätte. Duke beruhigte sie.....m ung Sie sicher „Der einzige Ort“, meinte er ersin,„wo Eil sicher sind, is. meine Wohnung, und dahin werden Sie jetzt mit mir gehen."... 6(95 ihm aufSie wandte ihm ihr Gesicht zu und say iym aufmerksam in die Augen. „Ach“, erwiderte sie dann ruhig,„daran habe ich nicht gedacht. Ja, ich werde mit Ihnen gehen.“ Duke freute sich über die Selbstverständlichkeit, mit der sie sein Anerbieten annahm.„„„„ 6. „Eigentlich“, sagte er scherzend, als sie in seiner Wohnung angelangt war,„müßte ich jetzt irgendein Hospital anrufen und um eine mütterliche Krankenschwester bitten. Wenigstens habe ich das schon öfter so gelesen.“ Kay lachte nur.. 8i, 8an. „Ich habe keine Angst vor dem, was vie Teure „Und vor mirk“ wollte er etwas atemlos wissen. „Wäre ich sonst mit Ihnen gegangenf“ fragte sie leise. " Darauf wußte er nichts zu antworten und eine Zeitlang blieb es still. Kay brach als erste das Schweigen. „Sagen Sie mir, Mister Trent", fragte sie und beutete auf die vielen Drähte, die an den Wänden entlang liefen,„was hat das zu bedeuten?“ „Das ist der Grund, weshalb wir hier verhältnis— 2As sie ihn verständnislos ansah, erklärte er es ihr. „Haben Sie schon einmal von dem sogenannten elektrischen Auge gehört?“ Sie schuttelte den Kopf. „Sehen Sie“, fuhr er fort,„man legt um die Stelle, die man schützen will— in diesem Falle also meine Wohnung—, einen Kreis von unsichtbaren Strahlen. Macht sich nun jemand an der Tür, den selbst an den Mauern zu schaffen, unterbricht er vorher notwendigerweise diese unsichtbaren Strahlen und setzt damit automatisch eine elektrische Alarmglocke in TätigPlötzlich rieselte es ihm heiß über den Rücken. Ein unerklärliches Mißtrauen gegen sie erfaßte ihn. Wie, wenn sie nur eine Spionin des„King“ war, und die ganze Geschichte mit dem Ueberfall nur ein abgekartetes Spiel, um ihn in Sicherheit zu wiegen? Kay hatte den schnellen Blick bemerkt, den er ihr zuwarf, und ahnte, was in ihm vorging. Nein!“, sagte sie nur. 6 Duke fuhlte sich ertappt und errötete leicht. Er ärgerte sich, daß er so wenig von ihr wußte. Sie dagegen schien seine geheimsten Gedanken erraten zu können. Ein sehr schlechtes Zeichen für einen Detektiv! E# war ein wenig kurz angebunden, als er ihr Gutenacht Sie hatte bereits die Tür zu Geoffreys Zimmer, das Duke ihr schnell eingerichtet hatte, geöffnet, als sie sich noch einmal umwandte. „Mister Trent?“ Bittes“ sagte er förmlich..5. „Wußten Sie“, fuhr sie fort,„daß vor zwei Jahren eine sehr bekannte Persönlichkeit in Amerika unter denselben eigenartigen Umständen ums Leben kam wie Mister Jode, Mister Samton und all die anderen? Daß damals der englische Innenminister bei ihm zu Besuch war und selbst nur durch einen Zufall gerettet wurde? Daß außerdem alle Beteiligten sich untereinander sehr gut kannten und in jungen Jahren gemeinsam in InKay Vaugham empfing ihn mit leichtem Vorwurf. Obwohl er selbst am Abend vorher darüber gespottet, war jetzt auf seinen Wunsch hin eine Krankenschwester in seiner Wohnung, deren gutmütiges Gesicht und körperlicher Umfang ihre mütterlichen Gefühle auch nach außen hin zum Ausdruck brachten. Kay hatte keine Gelegenheit zu längeren Auseinandersetzungen, denn plötzlich ertönte über ihnen ein dumpfes Poltern. Die Schwester fuhr erschreckt auf ihrem Stuhl zusammen und ließ ihre Handarbeit fallen. Kay deutete zur Decke. 822 164, g,.f. „Was befindet sich hier drübere"; fragie sie leise. „Der Speicher", antwortete Duke ebenso,„von da aus kommt man auf das Dach.“ Gesicht des Mannes fiel, stieß Duke, einen Ruf der Ueberraschung aus. „Sieh mal einer an“, sagte er schmunzelnd,„wen haben wir denn da““. g..,.gr.ch mit Guy Pearson, der alte Sträfting, fuhr sich mit der Zunge verlegen über seine trockenen Lippen. „Sie müssen nicht denken, Inspektor“, stotterte er, „daß ich rückfällig geworden bin! Das habe ich jetzt nicht mehr nötig.„(.1s522 Gleichaewicht Guy war es gelungen, sein seelisches Gleichgewicht schnell wiederzufinden. Und er war schon wieder in der Lage, unverschämt zu grinsen, als er hinzufügte: „Ich habe nämlich reich geheiratet!“ Duke konnte ein Lachen kaum verbeißen. Er ging in sein Schlafzimmer. Als er wiederkam,„Das glaube ich Ihnen aufs Wort, Cuy“, verreichte er ihr einen kleinen Browning..# sicherte er,„aber sagen Sie mal, was wollten Sie denn „Passen Sie gut auf!“ warnte er.„Ich bin gleich da oben?“ Und er deutete mit dem Daumen zur Decke. wieder hier.“! Guy Pearson trat von einem Fuß auf den anderen. Behutsam öffnete er die Tür und schlich die Treppes„Och“, sagte er schließlich,„ich wollte bloß nachhinauf. Im Bodenraum herrschte biblische Finsternis, sehen, was für Wetter es morgen gibt.“ Duke leuchtete mit seiner Taschenlampe in alle Ecken, aber außer altem Gerümpel war nichts zu sehen. dien gewesen sind““, a. Ei, fhrach sa Schnel. Duke hörte ihr atemlos zu. Sie sprach so schnell, daß es ihm unmöglich war, Fragen zu stellen. „Woher...?“ begann er, aber sie fiel ihm ins „Ich bitte Sie, Duke“ sagte sie müde, nicht Mehr darf ich Ihnen nicht sagen. Ich habe mein Wort gegeben... 139 Ermihern Tannte 300 Rle Und bevor er irgend etwas erwivern konnie, zog sie die Tür hinter sich ins Schloß. Duke tröstete sich damit, daß morgen auch noch ein Tag sei, an dem man alles Versäumte nachholen konnte. Doch Kay weigerte sich standhaft, noch irgend etwas zu erzählen. Duke achtete ihr Gründe und gab sich damit zufrieden.„. 7. hast. E. An diesem Tage arbeitete er fieverhast. Er pendelte zwischen dem Innenministerium und der amerikanischen Botschaft hin und her. Außerdem besuchte er die Angehörigen der Opfer des„King“, und als er am Abend müde und zerschlagen nach Hause kam, hatte er wenigstens etwas Klarheit in diese verworrene Geschichte gebracht. Als er unter dem Dachfenster stand, sah er die Sterne am nächtlichen Himmel blinken. Da kam ihm ein Gedanke. Er stieg die Leiter hinauf, die die Verbindung mit dem Dache herstellte, und als er seinen Kopf durch das Fenster steckte, erblickte er gerade noch eine Gestalt, die sich hinter einem der Kamine zu verbergen suchte. Vorsichtig pirschte er sich heran. Aber der andere war anscheinend nicht gesonnen, sein Inkognito ohne Kampf preiszugeben. Duke vernahm wieder diesen verdammten Laut, wie er entsteht, wenn man den Korken aus einer Flasche zieht. Dieses Plop“, das nur von einem Revolver herrühren konnte, der mit einem Schalldämpfer versehen war. Trent zog sich zurück und brachte schnell einen Kamin zwischen sich und den Schützen. Dann nahm er wieder seine Zuflucht zu diesem eigenartigen, fast rechtwinklig geformten Gegenstand, den er immer bei sich trug und der ihm schon oftmals gute und vor allem geräuschlose Dienste geleistet hatte. Es war ein Bumerang, wie ihn Australneger benutzen, um ihren Feinden durch einen kräftigen Wurf den Kopf abzutrennen. Nur besaß er keine Schneide, sondern war vielmehr an den Kanten mit Gummi verklebt, das den furchtbaren Aufprall mildern und den Getroffenen vor dem Tode bewahren sollte. Duke wog ihn sorgfältig in der Hand. Er lehnte sich ein wenig zurück und zielte bedächtig. Dann ein Vorschnellen des Armes, und die Waffe flog wie ein Pfeil durch die Luft. Duke sah sie in dem fahlen Licht des Mondes über den feindlichen Kamin hinwegsausen. Dann verlor er sie aus den Augen. Jetzt mußte sie die Wendung machen und zurückkommen! Bruchteile von Sekunden vergingen. War seine Hand sicher gewesen? Er duckte sich zusammen der dumpfe Ton wvar kaum an sein. Saßzen er. für ihre zeweiligen Straftaten bevorseht, und die niereichte er den Kamin, bereit.. Nein, er brauchte wals eine Waffe mit sich führen um ja nicht in VerTrent lachte nicht mehr. „So!“ sagte er nur.„Na, dann kommen Sie mal Und bevor der erschrockene Mr. Pearson Einspruch erheben konnte, schob ihn Duke in sein Schlafzimmer Ueber welche bedeutenden Fragen sie sich unterhielten, blieb für immer ein Geheimnis. Jedenfalls waren die beiden Damen sehr überrascht, den selbstsicheren Pearson nach einer halben Stunde mit grauem Gesicht und schlotternden Knien wieder herauskommen zu sehen. Trent selbst trug eine äußerst befriedigende Miene zur Schau. Er fesselte den immer noch benommenen Guy und band ihn auf einen Stuhl fest. Kay Vaughan hatte den Vorgängen schweigend zugesehen. Jetzt trat sie an Duke heran. „Was haben Sie nur mit ihm gemacht?“ fragte sie betreten.„Er sieht ja schrecklich mitgenommen aus.“ Duke lachte leise. „Sie können ganz beruhigt sein", erwiderte er „nicht das Geringste! Ich habe ihm nur den Begriff der Mittäterschaft und anschließend den genauen Zeremonienverlauf bei einer Hinrichtung dargelegt. Kay fuhr ein Schauder über den Rücken. Sie hatte schon viel von den Methoden Trents gehört; aber daß sie so einfach sein würden, war ihr unmöglich, zu glauben. Sie war nahe daran, ihm das auch zu sagen. Es schien, als ob er ihre Gedanken erraten hatte, denn plötzlich fing er ganz von selbst davon an. „Das ist alles Unsinn, Miß Vaughan", begann er, „zwar liest man darüber in Büchern, aber ich wette mit ihnen, wenn ich mich unserem lieben Guy mit einer glühenden Zange genähert hätte, er würde die Zähne aufeinander gebissen und keinen Laut von sich gegeben haben. Hinterher wäre trotz seiner verbrannten Sohlen oder was weiß ich, sein erster Weg zum Kadi gewesen. Nein, nein, ganz so einfach ist das nicht. Meistens sind sich nicht auf den Mann zu stürzen, der hinter dem Schornstein in aufrechter Haltung auf dem Boden saß. Beide Hände hielt er hinter sich auf das Dach gestützt und rang nach Luft. Seine Augen waren weit aufgerissen. Anscheinend war ihm der Bumerang zwischen die Schuliern gefahren...,„ ud k. Der Mann war noch viei zu erschroaen und benommen, um an Widerstand zu denken, und Duke hatte weiter keinen Last mit ihm. Er packte ihn am Kragen und schob ihn vor sich her. Als in Trents Wohnung das Licht voll auf das mats eine Wasse mit sich ühlen, um ja Nicht in Versuchung zu kammen, von ihr Gebrauch zu machen. O ja, sie kennen das Gesetz, das sie täglich übertreten, sehr genau und haben einen heillosen Respekt vor ihm, oder besser— vor der angedrohten Strafe. Doch ein paar Monate oder auch Jahre Gefängnis? Gut und schön. Damit müssen sie immer rechnen und das macht ihnen nicht besonders viel aus. Schließlich hat es sich auch meistens gelohnt. Aber, sich an einem Menschenleben zu vergreifen! Brrer... davor hüten sie sich, wie ein gebranntes Kind vor dem Feuer.— Verstehen Sie nun?“.(Fortsetzung folgt) Bochumer Anzeiger# Donners'ag, 16. September 1937 Turnen und Meisterschaften der Tennislehrer „Caralat-Getrann urerarope Prene Die Erfolgsicrie des neuen Europameisters Rudolf Caracciola Weltbild Auf den Plätzen von Blau=Weiß Berlin begannen die Meisterschaften der Tennislehrer. Im Bild: Die stärksten Waffen der Vereinigten Staaten, Tilden(links) und Stoeffen, schauen interessiert dem Spiel ihrer europäischen Kameraden zu. Die letzten Acht in Berlin Die Kämpfe des Mittwoch nachmittags waren ein großer Erfolg für die Veranstalter der Tennislehrer= meisterschaften in Berlin. Bei schönstem Spätsommerwetter waren die Tribünen mit 4000 Zuschauern angefüllt und schon am frühen Nachmittag standen in Nüßlein, Stoefen(USA.), Messerschmidt, Ramillon(Frankreich), Goritschnig, Rott, H. Bartelt und Tilden(USA.) die letzten Acht fest. Roman Najuch war am Vormittag :6,:4,:7 Diekhoff unterlegen, Nüßlein hinterließ gegen Blank starken Eindruck, aber auch Tilden, Messerschmidt und Ramillon verrieten wieder ihre große Klasse. Diekhoff— Najuch:4,:4,:5; Nüßlein— Unverdroß:1,:2,:0; Stoefen— Eckmer:0,:2, :0; Messerschmidt— Schultz:2,:2,:0; Ramillon — Wendland:3,:3,:4,:0; H. Richter— Gulcz (Wuppertal):6,:3,:1,:6. 3. Runde: Nüßlein— Blank:2,:3,:2; Stoefen— Diekhoff:6,:2,:2, :4; Messerschmidt— Kautz:3,:3,:3; Ramillon — Eppler:6,:4,:4,:1; Goritschnig— Schmidt (Ungarn):5,:6,:4,:6,:1; Rott— Schlüter :6, 10:8,:6,:2,:2; H. Bartelt— H. Richter :3,:3,:2; Tilden— M. Solc(Tschechoslowakei) :3,:2,:3. Wiederum CrammHenkel Das neue amerikanische Meisterpaar Gottfried von CrammsHenner Henkel trat am Dienstag abend in Chikago den Amerikanern Donald Budge Gene Mako in einem Schaukampf gegenüber. Damit standen sich die beiden Spitzenpaare zum vierten Male in dieser Saison gegenüber. Vor zahlreichen Zuschauern triumphierte das deutsche Paar zum zweiten Male, es siegte mit:7,:6,:5,:5. Die Sportglosse „Der Erholungsort für Gellenkirchen: Schalke 04“ Kleine Randbemerkungen zu einem Kartengruß Vielen Dank, Sportkamerad Willy, für Deinen freundlichen Kartengruß aus Freienohl. Ich weiß, es ist idyllisch in den sauerländischen Bergen, so romantisch und verträumt, daß auch Schalkes Meistermannschaft dort Erholung und Schutz vor allzu begeisterten Freunden und Bewunderern gesucht hat.„Mei Ruh' will i hob’!“ wird der„Bumbes“ Schmidt gesagt haben, als er mit seinen Schützlingen, diesmal ganz ohne Fußballkoffer, abdampfen konnte. Ob er ahnt, daß heute noch Ansichtskarten das weltbewegende Ereignis verkünden, daß ausgerechnet dort für einige Tage der Deutsche Fußballmeister Schalte 04 auf seinen Fußballlorbeeren auszuruhen geruhte? Ich hab's nicht gewußt und hätte es nicht für möglich gehalten. Du hast mich aber durch Deinen Kartengruß darüber aufgeklärt, daß Schalke 04 nicht nur ein ausgezeichneter Propagandist für den deutschen Fußballsport, sondern auch für einen Kurort ist. Und da es in so unaufdringlicher und geschmackvoller Form geschieht, kann der Erfolg ja nicht ausbleiben. Bitte! Auf der Bildseite sieht man Arm in Arm Fritz Szepan, Ernst Kuzorra,„Bumbes“ Schmidt und„Vater“ Unkel lachend vor dem Hotel stehen, das die Ehre, Schalke 04 als Ferienaufenthalt zu dienen, nicht wie üblich im Goldenen Gästebuch, sondern auf einigen Tausend Ansichtskarten vermerkt hat. Im Hintergrund wird ein schnittiger„Rennwagen“ von ein paar Blagen gebührend bewundert, woraus man auf den Hersteller dieses Meisterphotos in zweifacher Bedeutung schließen kann. Auf der Rückseite steht schlicht: Hotel Soundso, Freienohl, Erholungsort für Gelsenkirchen=Schalke 04 (Deutscher Fußballmeister).“ Weiter nichts, und das ist der Vorwurf, den wir gegen den Werbechef erheben. Schalke 04 ist in den langen Jahren seines sportlichen Ruhmes schon in so manchem deutschen Hotel für einen längeren oder kürzeren Erholungsurlaub abgestiegen, daß die Tatsache allein nichts Besonderes mehr bedeutet. Man hätte zumindest die Erfolge des Schalker Erholungsurlaubs vermerken müssen. Beispielsweise:„Ernst Kuzorra hat sich in unserem Hause so gut erholt, daß er in acht Tagen 10 Pfund zunahm und anschließend eine Entfettungskur mitmachen mußte.“ Hänschen Vier Bochumer sind dabei Amateur=Boxkampf Westfalen— Südwest Auf ihrer Süddeutschlandreise bestreiten die westfälischen Amateurboxer am 20. September einen Gaukampf gegen Südwest, für den nun auch der gastgebende Gau seine Vertretung benannt hat. Die Paarungen lauten vom Fliegengewicht an aufwärts: Bamberger (.)— Manczik(.), Rappsilber(.)— Strang= feld(.), Schöneberger(.)— Gaenserig(.), Petry (.)— Jakubowski(.), Lehrmoser(.)— Koch (.), Ims(.)— Wittmann(.), Bock(.) oder Louven(.)— Schäsers(.), Seidel(.) gegen Knorr(.). Rudolf Caracciola hat Bernd Rosemeyer in der Europameisterschaft der Rennwagenfahrer abgelöst, die ihm der junge Auto=Union=Fahrer im vergangenen Jahre entrissen hat. Ein Alter des deutschen Motorsports, der schon überall bekannt war. als der Nürburgring noch nicht fertiggestellt war, hat damit einen Erfolg errungen, an den man zu Beginn der Rennzeit nicht glauben wollte. Als 1935 Caracciola auf Mercedes=Benz Rennen auf Rennen gewann, hatte auch niemand erwartet, daß der blutjunge blonde Bernd dem Altmeister„einen Strich vorfahren“ würde. Aber Mercedes=Benz hatte 1936 kein Glück. Die unerwartete Geschwindigkeitssteigerung hatten den Wagen an verschiedenen Punkten geschwächt: es gab fast immer Ausfälle. Doch im Wechsel liegt der Fortschritt. Schon zu Beginn der diesjährigen Rennzeit zeigte Mercedes=Benz durch die feinen Siege von Hermann Lana in Trivolis und auf der Avus, daß sein Wagen wieder alänzend im Schuß war. Als Caracciola dann auf dem Nürburaring den Großen Preis von Deutschland gewann, schob sich das Untertürkheimer Werk mehr und mehr in Front und verlor bis heute nur noch ein Rennen, da Rosemeyer sich die Coppa Acerbo in Pescara sicherte. Aber dann folgten zwei weitere Mercedes=Benz=Erfolge. die eindeutig den Untertürkheimern die Spitze sicherten. Was ist ein guter Rennfahrer ohne einen guten Wagen? Am Beispiel Caracciolas hat es sich gezeigt, wie wichtig jene Leute sind, von denen man nur wenig spricht und die die Welt überhaupt nicht kennt. Als Lang in Trivolis siegte, wurde Caracciola noch Sechster. Auf der Avus, wo ebenfalls sein Kamerad Hermann Lang siegreich blieb, schied Caracciola im Endlauf frühzeitig aus. Im Eifelrennen ging er aber dann mit Bernd Rosemeyer„über die Runden“ und wurde Zweiter hinter dem großen Draufgänger. der den Nürburaring genau so gut wie Caratsch kennt. Auch beim Vanderbilt=Pokalrennen in Newyork wollte es nicht klappen. Caracciola mußte zusehen, wie Rosemeyer und Seaman das Ende unter sich ausmachten. Am vorletzten Trainingstag zum Großen Preis von Deutschland war man im Mercedes=Stall mit den Ergebnissen noch nicht recht zufrieden. Aber in den letzten Fahrten des Samstaas zeigte es sich, daß der Wagen doch glänzend in Schuß gebracht worden war. Und dann brausten auch die Untertürkheimer alänzend ab und beherrschten von der vierten Runde an eindeutig das Feld. Caracciola gewann und war der Held des Tages. Zweiter wurde Manfred von Brauchitsch, der wenig später in einem unvergeßlichen Kampf Caracciola den Sieg im Großen Preis von Manoca entriß und so nach Jahren wieder einmal zum Erfola gekommen war. Dann kam Pescara, dann kam der Große Preis der Schweiz im Berner Bremgartenwald. Sieger wurde Caracciola, der damit das erste Anrecht auf die Eurovameisterschaft 1937 hatte. So gelang ihm denn auch der letzte Schlag. Auf dem winkeligen Kurs von Liverno schlug er am Sonntag Hermann Lana und Bernd Rosemeyer. Damit feierte er seinen dritten Siea in einem diesjährigen Grand=Prir=Rennen und holte sich durch seinen zweiten Platz in Monte noch weitere Punkte, so daß er alle seine Wettbewerber— in erster Linie Lana und Manfred von Brauchitsch— aus dem Felde schlug. Wer weiß, daß es dieser Caracciola, der in diesem Jahre sich wieder vermählte, gar nicht so leicht im Leben hat und ihm seine alte schwere Beinverletzung Tag für Tag große Beschwerden macht, der freut sich besonders über diesen Erfolg des Rheinländers, der ein wirklicher Meister am Volant ist. Denn bei ihm paart sich Können, Erfahrung und Draufgängertum zu glücklichen Teilen. Andere Länder, andere Futballlitten Dessiaets Schieusrionter, Cchlederionterkontroheut Intereifante Eigenheiten im südamcrikanischen Fußball Man weiß zwar in Europa, daß der Fußballsport in den südamerikanischen Ländern sehr populär ist und daß die führenden Mannschaften der südamerikanischen Staaten sehr spielstark sind; doch sind die inneren Verhältnisse und Gepflogenheiten im südamerikanischen Sportleben wenig bekannt. Andere Länder— andere Sitten, das Wort gilt auch hier, denn Rasse, Klima und andere Einflüsse haben eine Entwicklung geschaffen, die von der in Europa ziemlich stark abweicht. Einen interessanten Einblick in die Eigenheiten des südamerikanischen Sports gibt ein Bericht des„Sport“, Zürich, aus Rio de Janeiro, in dem die Lage in Brasilien geschildert wird. In Brasilien bestanden bisher zwei Fußballverbände, die sich stark befehdeten. Man hat aber doch eingesehen, daß bei gleichen Zielen nur ein gemeinsames Zusammenwirken ersprießliche Erfolge zeitigen kann, und so sind die bisher feindlichen Nachbarn in einen neuen Spezialverband aufgegangen. Sämtliche Vereine gehören dem Verband an und jeder Klub, der es in Zukunft wagen sollte, die Einheit des Verbandes zu gefährden, hat empfindliche Geldstrafen zu erwarten. Der Zusammenschluß der Verbände wurde der Oeffentlichkeit durch Spiele der bisher getrennten Mannschaften vorgeführt und die erste dieser Begegnungen, die Casco da Gama gegen den A. C. America mit:2 gewann, erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des Landespräsidenten, durch einen groß aufgemachten„Verbrüderungsakt“ und durch ein regelrechtes„Friedensfeuerwerk“. In Rio selbst ist der Fußballsport außerordentlich populär, und wenn die beiden führenden Mannschaften Flamengo und Fluminense, kurz„Fla—Flu“ genannt, zusammentreffen, gibt es vorher eine Aufregung, die selbst die englische Cup=Begeisterung in den Schatten stellt. Da werden viele kleine und große Warmluftballone in den Klubfarben abgelassen, es krachen Böllerschüsse und der Spektakel erreicht unvorstellbare Formen, wenn die Mannschaften den Platz betreten. Wildes Geschrei und ununterbrochenes Toben begleiten den Kampf von der ersten bis zur letzten Minute. Aber es muß anerkannt werden, daß die Kämpfe zwar hart, aber durchaus ritterlich ausgefochten werden. Dabei spielen beide Mannschaften auch einen hervorragenden Fußball! Interessant sind noch die Sonderbestimmungen, die im brasilianischen Fußballsport bestehen. Bei jedem Spiel können ohne Grund Spieler ausgewechselt werden, allerdings darf keine Mannschaft mit mehr als 14 Spielern einen Kampf bestreiten. Eventuell ausgeschlossene Spieler können gleichfalls ersetzt werden, dafür erhalten aber die„Sunder“ vom Verband eine Geldstrafe. Die Schiedsrichter sind festbesoldete Angestellte des Verbandes und können bei schlechten Leistungen jederzeit gekündigt werden. In Brasilien sind auch vier, statt zwei Linienrichter tätig; auf jeder Spielseite stehen zwei. Außerdem stellt der Verband bei jedem Spiel einen Kontrolleur des Schiedsrichters und der Spieler, der von einem vollkommen abgegrenzten Platz das Spiel beobachtet. Dieser Kontrolleur pfeift das Spiel an, gibt nach Unterbrechungen wegen Verletzungen das Signal zur Fortsetzung und er pfeift auch das Spiel ab. Brasiliens Fußball ist nun nach der Einigung stark im Aufstieg, und durch die Verpflichtung erstklassiger Trainer wird alles getan, um die Spielstärke noch weiter zu heben. So läßt sich denn auch allgemein sagen, daß der südamerikanische Fußball, der durch die Erfolge von Uruguay bei den Olympischen Spielen 1924 und 1928 und bei der ersten Fußball=Weltmeisterschaft 1930 in Montevideo seine Stärke bewiesen hat, noch vor einem weiteren Aufschwung steht, zumal Brasilien jetzt ein ebenbürtiger Rivale von Urugay und Argentinien geworden ist. VerngrurgesmiPreis der Sldarznen Dicht beletzte Tribünen in Horft-Emscher Trotz unsicherer, aber vorwiegend trockener Witterung konnte der Essen=Horster Rennverein auch am Mittwoch einen vollen Erfolg verzeichnen. Vor dicht besetzten Tribünen wickelte sich ein interessantes Rennprogramm mit durchweg ansprechenden Feldern ab. Mittelpunkt des Tagesgeschehens war der Preis der Stadt Essen für Zweijährige, den sich der Stall Rösler mit Forstaraf holte. Das einleitende Verkaufsrennen„Preis vom Sauerland" gewann Polarstern in denkbar leichter Weise vor dem ohne Wetten gestarteten Selim, Sextus und Heidjer.— Im Preis vom Münsterland ging Mauritza auf und davon. Die Stute zog schon im Bogen auf Längen vom Feld fort, vergrößerte ihren Vorsprung in der Geraden und wurde mit zwölf Längen verhalten durchs Ziel geritten. Im scharfen Kampf um die Plätze behauptete sich Dill vor Seeräuber und Tivo.— Der Preis der Roten Erde stand eindeutig im Zeichen von Segelflug, der nach ständiger Führung zu einem leichten Erfolg über Sirene, Herkules und Sauhatz kam. Fahrewohl und Feste Lup wurden aussichtslos angehalten, während Ivanhoe auf dem Nachhauseweg reiterlos wurde. Auf die Hauptprüfung des Tages, den Preis der Stadt Essen, legte der Stall Rösler mit Forstgraf Beschlag, der vor den Tribünen mühelos an den vom Start führenden Thammo vorbeizog und leicht vor dem Eichholzschen Henast und seinem Stallgefährten Anfänger gewann. Der Sieger lag von Beginn an an zweiter Stelle vor Hansemann und Bribora, die eingangs der Geraden zurückfiel.— Einen schönen Endkampf gab es im Preis vom Emschertal zu sehen, wo Sarafan und Galalith nach ständiger Führung in der Distanz von Gildetraut, die vom Start wea an dritter Position vor Partisane gelegen hatte. niedergerungen wurden.— Das Trost=Flachrennen brachte einen Zweikampf zwischen Elodie und Cirano, die nach anfänglicher Führung von Mungo bereits im Bogen in Front lagen und sich die ganze Gerade herunter einen scharfen Kampf lieferten, aus dem Elodie vor den Tribünen etwas zur Seite ausbrach und Cirano behinderte. Die Siegerin Elodie wurde daher disqualifiziert und auf den zweiten Platz gesetzt. Landsknecht führte den abgeschlagenen Rest ins Ziel.— Den abschließenden Preis vom Ruhrland gewann Sagius. der Mitte der Geraden schnell in die Spitzengrupve vorstieß vor Harald, Fohre und Lavant, während Mauser, der bis in den Bogen geführt hatte, im Endkampf keine Rolle mehr spielte. Die Ergebnisse: 1..: 1. Polarstern(M. Schmidt), 2. Sextus, 3. Heidzer. Sieg 17, Platz 16, 22. Einlaufswette: 100. Ferner: Obersteiger, Rücklauf, Selim. 2..: 1. Mauritza(Werner), 2. Dill, 3. Seeräuber.— Sieg 44, Platz 16. 16. 38. Einlaufswette: 296. Ferner: Lonsky Tivo, Ala, Saarfreund. 3..: 1. Segelflug(K. Broda), 2. Sirene, 3. Herkules. — Sieg 19, Platz 17, 15, 16. Einlaufswette: 84. Ferner: Jahrewohl, Ivanhoe, Sauhatz, Ancona, Feste Lup. 4..: 1. Forstgraf(M. Schmidt), 2. Thammo, 3. Anfänger.— Sieg 24, Platz 13, 14, 22. Einlaufswette 132. Ferner: Hansemann, Einschlag, Bribora. 5..: 1. Gildetraut(K. Buge), 2. Sarafan, 3. Galalith.— Sieg 57. Platz 12, 13, 12. Einlaufswette: 264. Ferner: Storm Flower. Partisane, Höllenfahrt. 6..: 1. Cirano(I. Pinter), 2. Elodie, 3. Landsknecht.— Sieg 36, Platz 14, 21. Einlaufswette: 70. Ferner: Mungo, Pomerol. 7..: 1. Sagius(A. Lommatzsch), 2. Harald, 3. Fohre, 4. Lavant.— Sieg 64, Platz 20, 65, 60, 38. Einlaufswette: 2114. Ferner: Prasser, Mauser, Heidekönig, Denar, Giazza, Heroine, Sintflut. Kölblin wieder im Ring Die Deutschlandhalle in Berlin leitet am Samstag die Wintersportzeit mit einem größeren Berufsboxkampfabend ein. Im Mittelpunkt der Kampffolge steht die Schwergewichtsbegegnung zwischen dem Europameister Arno Kölblin und dem englischen Riesen Nroman Baines. Der Brite ist zwei Meter groß und zwei Zentner schwer und steht in der britischen Rangliste gleich hinter Tommy Farr und Ben Foord. Kölblin wurde also eine sehr schwere Aufgabe gestellt, und er kann in diesem Gefecht beweisen, daß er zu höheren Aufgaben berufen ist.— Die weiteren Paarungen lauten: Emil Konter(Luxemburg) gegen Leonhardt Marohn (Berlin), Stanley Kirby(England) gegen Erwin Klein (Solingen), Bill Wainwright(England) gegen Kurt Haymann(München) und Werner Riethdorf(Berlin) gegen I. Aerts(Belgien). Die deutschen Reiter für Wien Das Aufgebot der Kavallerieschule Hannover Mit einem starken Aufgebot von Reitern und Pferden greift Deutschland in die diesjährigen Herbstreiterkämpfe in Wien vom 26. September bis 3. Oktober ein. Die Kavallerieschule wird ihren Spring= und Vielseitigkeitsstall entsenden, aber keine Dressurpferde mitnehmen. Die unter Führung von General Volk stehende deutsche Expedition setzt sich aus 24 Pferden der Kavallerieschule zusammen, die sich auf folgende Reiter verteilen: Rittmeister Momm: Baccarat; Hauptmann von Barnekow: Olaf, Nemo, Schneemann, Tora, Aeolus; Rittmeister Hasse: Nike, Fridolin, Baron IV Goldammer; Oberleutnant Brinkmann: Alchimist, Wotans Bruder, Erle; Oberleutnant von der Bongart: Oberst, Wange, Mosel. Für die Vielseitigkeitsprüfung: Major von Heyden=Linden: Odin: Oberleutnant Habel: Fortuna, Gründer; Oberleutnant Huck: Fasan, Immerglück; Oberleutnant Nette: Preisträger, Wanderfalke. Dem Transport schließt sich der mit zur Kavallerieschule gehörende Major Schunck mit seinem Springpferd Nelke an. Die Pferde werden am 22. September verladen und die Reitermannschaft begibt sich am 24 September nach der österreichischen Hauptstadt. Schalke 04 in beiter Laune SC. Osterfeld sHamborn 07 /Rot=Weiß Oberhausen— Schalke 04:8(:6) Das Jubelspiel des SC. Osterfeld, der es mit vereinten Kräften mit den besten Leuten von Rot=Weiß Oberhausen und Hamborn 07 am Mittwoch gegen Schalte 04 aufnahm, hatte 5000 Fußvallfreunde zum Stadion Niederrhein in Oberhausen gebracht. Trotz des unfreundlichen Wetters sicherlich der Beweis, wie sehr das Können des Deutschmeisters geschätzt wird. Die Auswahl, die doch sicherlich mit hervorragenden Einzelkönnern durchsetzt war, bekam im landläufigen Sinne gegen Schalte kein Bein auf die Erde. Acht Tore gegen einen Klassehüter wie Jürissen zu schießen, das ist schon eine Tat. Aber Schalke war in bester Laune, der sagenhafte Kreisel lief mit hohen Touren. Ein Tor schoß die Auswahl und das nach etwa zehn Minuten. Ahls von Hamborn legte seinem Klubkameraden Petry fein vor, ein blißschneller Schrägschuß und stlodt war geschlagen. Eine gute Viertelstunde lang führte die Auswahl:0, doch dann fielen innerhalb von fünf Minuten vier Tore für die Königsblauen, die übrigens Sontow und Berg(Mittelstürmer) für Schweißfurth und Pörtgen eingesetzt hatten. Eine Vorlage des halbrechts spielenden Szepan wurde durch einen unhaltbaren Schuß von Urban das:1, Kuzorrg schoß aus 16 Meter knallhart das:1, Kallwitzki schoß eine typische Szepan=Vorlage aus der Luft zum:1 ein, und Berg wartete mit dem vierten Tor auf. Fünf Minuten vor der Pause fand Berg wieder aus einem Gedränge das Ziel und schließlich umspielte Urban Jürissen und machte noch vor dem Seitenwechsel das halbe Dutzend voll. Nach der Pause spielte Schalte auf und zwei Tore fielen sozusagen„noch nebenher“. Eine Viertelstunde vor Schluß schoß Berg auf Zuspiel von rechts auch wieder einmal ins Schwarze, und fast in der Dunkelheit setzte Urban den Schlußpunkt unter das Scharfschießen. Szepan schoß kein Tor, war aber neben dem hervorragend spielenden Ernst Kuzorra der beste Mann auf dem Felde. Tibulski ließ als dritter Verteidiger dem gegnerischen Sturm nach seinem überrumpelnden Streich keine Chance mehr. Jürissen hat an der derben Niederlage keine Schuld. Das zerfahrene Läuferspiel brachte ihn vollkommen durcheiander. In der Auswahl kamen eigentlich nur Gipka, Schweigert und die Flügelstürmer Petry und Heidkamp sowie Durch zur Geltung. Südweit—Kurliften:0(:0) Die in Frankfurt unter der lehrenden Hand von Herberger zusammengezogenen Kursisten, spielten am Mittwoch gegen eine Sudwestelf. Im strömenden Regen kamen nur 400 Zuschauer, die einen überlegenen Sieg der Südwestelf, die um eine Klasse besser spielte, sahen. Fath, Eckert, Fath, Schmitt und Eckert schossen nacheinander die Tore gegen die Kursisten, die ausnahmslos aus süddeutschen Vereinen stammten. Schweden stellt um Schweden hat seine Leichtathletik=Ländermannschaft für Berlin erneut auf einigen Posten geändert. Die 100 Meter werden Strandberg und Fernstroem bestreiten, die 200 Meter Strandberg und Lindaren, die 400 Meter von Wachenfeldt und Danielsson. Andereson wird im Diskuswerfen durch Hedvall ersetzt werden. Für das Hammerwerfen stehen G. Jansson, Linnee und Malmbrand zur Wahl. Vom Turf Le Tremblay, 15. September 1..: 1. Kremlin(D. Duveau), 2. Hernani, 3. Biricchina.— Sieg 144, Platz 49. Ferner: Orly, Faranti, Falirette, Pré Salé. 2..: 1. Epi Normand(Aly Khan), 2. Arménienne, 3. Hornet's Cap.— Sieg 17, Platz 13, 17. Ferner: Savan= nah. La Tempete. 3..: 1. Sambo(A. Faugerat), 2. Dazid, 3. Miß Laeken, 4. Teresina.— Sieg 74, Platz 26, 48, 18. Ferner: Printemps, Ivan le Dur, Tendrefonds, St. Victor, Prisunic, Scamp, Rosita, La Miranbule, Cartolina. 4..: 1. La Favorite(F. Rochetti), 2. La Reboursiere, 3. Kiß Curl.— Sieg 28. Platz 20, 32. Ferner: Lokma, Cynara, Vers'Aurore, Hobal Morga. 5..: 1. Santonia(A. Papin), 2. Cornet, 3. Triquette. — Sieg 232, Platz 56, 19, 79. Ferner: Jessie, Marmone, Mon Etoile, Pleine Lune, Cote Basque II, Darsine, Fief, Général Urfé, Espadonne. 6..: 1. Lord Bob(di Cicco), 2. Magalo, 3. Terek.— Sieg 44, Platz 20, 20, 25. Ferner: Benozzo, Diable Quatre, Hai Hui, Bueno, Fregor, La Nonette. Enghien, 16. September. 1..: Borreca— Cuonca. 2..: Charleroi— Stall E. Veil=Picard. 3..: Hardol— Hong Vot. 4..: Le Calme— Satinella. 5..: Maitland— Stall Baron. 6..: Deucalion— Stall O. de Rivaud. Unsere Voraussagen: Karlshorst, 16. Geptember. 1..: Herzbube— Schnörkelbarsch. 2..: Titurel Wendelgard. 3..: Marcia— Ob. 4..: Ohio— Tantris. 5..: Eisack— Passy. 6..: Fundulus— Turmvogt. 7..: Agrarier— Montebello.— 8..: Pirat— Winifred. Presse-Hoffmann Schwerathlctik im Knicröckchen In Braemar in Schottland haben die großen Hochlandfestspiele und athletischen Wettkämpfe in Anwesenheit der englischen Königsfamilie begonnen. Der Muray of Stewartfield beim Werfen des 55 Pfund schweren Hammers. * S e i t e 9 N r. 2 1 7; B o c h u m e r A n z e i g e r„ D o n n e r s t a g, 1 6. S e p t e m b e r 1 9 3 7 erden am 22. September chaft begibt sich am 24. chen Hauptstadt. elter Laune st=Weiß Oberhausen— 8(:6) terfeld, der es mit verLeuten von Rot=Weiß am Mittwoch, gegen 00 Fußvallfreunde zum hausen gebracht. Trotz herlich der Beweis, wie meisters geschätzt wird. lich, mit hervorragenden bekam im landläufigen in auf die Erde. Acht wie Jürissen zu schie. er Schalke war in bester lief mit hohen Touren. nd das nach etwa zehn legte seinem Klubkamechneller Schrägschuß und gute Viertelstunde lang inn fielen innerhalb von die Königsblauen, die g.(Mittelstürmer) für sesetzt hatten. Eine VorSzepan wurde durch Urban das:1, Kuzorrg das:1, Kallwitzki schoß aus der Luft zum:1 i vierten Tor auf. Fünf Berg wieder aus einem eßlich umspielte Urban dem Seitenwechsel das e Pause spielte Schalte usagen„noch nebenher“. schoß Berg auf Zuspiel ins Schwarze, und fast den Schlußpunkt unter ir aber neben dem herorra der beste Mann auf dritter Verteidiger dem einem überrumpelnden Niederlage keine Schuld. rachte ihn vollkommen ihl kamen eigentlich nur flügelstürmer Petry und seltung. en:0(:0) er lehrenden Hand von Kursisten spielten am f. Im strömenden Regen einen überlegenen Sieg asse besser spielte, sahen. nd Eckert schossen nachkursisten, die ausnahmsstammten. tellt um thletik=Ländermannschaft 1 Posten geändert. Die und Fernstroem bestreiund Lindgren, die 400 Danielsson. Andersson dvall ersetzt werden. Für Jansson, Linnee und Turf September zu), 2. Hernant, 3. Biricrner: Orly, Faranti, Faliy Khan), 2. Arménienne, itz 13, 17. Ferner: Savan= 11),., Yazid, 3. Miß LaeBlatz 26, 48, 18. Ferner: resonds, St. Victor, Pribule, Cartolina. ochetti), 2. La Reboursiere, 20, 32. Ferner: Lokma, Morga, ). 2. Cornet, 3. Triquette. Ferner: Jessie, Marmone, Basque II, Darsine, Fief, ), 2. Magalo, 3. Terek.— erner: Benozzo, Diable# r. La Nonette. Leptember. .: Charleroi— Stall E. Hong Vot. 4..: L# Naitland— Stall Baron. de Rivaud. ussagen: September. lbarsch, 2..: Titurel— Ob. 4..: Ohio— Tan: F u n d u l u s.— T u r m v o g t. — 8..: Pirat— Winis 4 K S. Presse-Hoffmann Knicröckchen id haben die großen tischen Wettkämpfe in Königsfamilie begonzartfield beim Werfen ren Hammers. EinClruerGeschent=Arbeitsgemeinschaften 1937. Ueber das geschäftliche, Ergebnis berichtet der fördert. 9. Der Reichsfinanzminister hat durch Verordnung dem handwerklichen Mittelstand ein St geschenk gegeben, das vor allem die Bildung von Arbeitsgemeinschaften„des Handwerks dahin fördert, daß das wanowerk im Wettvewerb mit großen Unternehmen bestehen kann. Handwerks=Arbeitsgemeinschaften dienen der Förderung einer gesunden Mittelstandsvolitik. Sie bilden daher eine Voraussetzung zur Erfüllung des Punktes 16 des Proder NSDAP., der die Schaffung und Erhaltung eines gesunden Mittelstandes und die schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an die öffentliche Hand fordert. Um nun die Heranziehung selbständiger Handwerksmeister zu arößeren Aufträgen zu fördern, hat der Reichshandwerksmeister angeordnet, daß die Arbeitsgemeinschaften von selbständigen Handwerkern befugt sind. der Berechnung der Umsatzsteuer lediglich die Vermittlungsentgelte zugrunde zu legen, auch wenn sie im eigenen Namen aufgetreten sind. Dies bedeutet eine günstigere umsatzsteuerliche Regelung der Handwerksgemeinschaften, die jedoch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist. Die Arbeitsgemeinschaft darf nur für die Durchführung bestimmter Aufträge bestehen, und es dürfen an ihr nur selbständige Handwerker teilnehmen, deren Betrieb zu den kleineren rechnet. Die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaften, die der Minister genau festlegt, muß sich auf Hereinholung und Verteilung des Auftrages. Abrech= nung mit dem Auftraggeber und den Mitgliedern und Ueberwachung erstrecken, darf aber nicht dem Ausschluß des Wettbewerbs dienen. Jeder Handwerksmeister soll eigenhändig am Werk mitarbeiten. Er darf nur Handwerksgesellen dabei beschäftigen: Lehrlinge bleiben unberücksichtigt. Kein Handwerksmeister darf mit dem Auftrag Gegenstände liefern, die er nicht handwerksmäßig de und verarbeitet bot. KAgahehürftigen Hlei. Es sollen insbesondere die auftragsbevulihen kleineren und mittleren Betriebe begünstigt werden. In Zweifelsfällen wird die zuständige Handwerkskammer zu hören sein. Die Bestimmungen über die Umsatzsteuerpflicht von Arbeitsgemeinschaften im Baugewerbe bleiben unberührt. Noch unerledigte Fälle können dem Grundsatz dieses Erlasses gemäß erledigt werden. Neues Mitglied des Krupp=Direktoriums Mit Wirkung ab 1. Oktober 1937 ist Dr. zur. Ewald Löser in den Vorstand der Fried. Krupp AG. in essen berufen worden. Dr. Löser tritt als Nachfolger des verstorbenen Direktors Buschfeld in das Direktorium der Gesellschaft ein. Damit wird das Krupp=Direktorium wieder aus drei Köpfen bestehen, nämlich aus Prof. Dr. Goerens, Dr. Klotzbach und Dr. Löser. Das neue Mitglied des Direktoriums steht im 50. Lebensjahr. Dr. Löser hat Rechts= und Staatswissenschaften studiert und wurde im Jahre 1914 zum Regierungsassessor ernannt. Während des Weltkrieges stand er als Artillerieoffizier im Felde. In seinem Berufsleben war Dr. Löser zunächst bei Regierungsstellen und als Syndikus bei verschiedenen Firmen tätig. Später trat er zum Kommunaldienst über und wirkte hier zuletzt als Bürgermeister der Stadt Leipzig. In den letzten Jahren hatte Dr. Löser leitende Stellen in der Privatwirtschaft inne. Endlich weniger Autotypen Das Autojahr 1938 wird endlich den langersehnten ersten Schritt auf dem Wege der„Typenbereinigung“ bringen: das neue Programm der aroßen Zirmen sieht eine Anzahl der alten Wagentyven nicht nehr vor. Zwar werden auch wieder neue Tyven herauskommen, die eingestellten Tyven wiegen aber offenbar stark über. Die Forderung an die Industrie, nicht mehr so viele verschiedene Autotypen zu bauen, ist in den letzten Jahren immer wieder erhoben worden. Der Führer selbst stellte sie auf der letzten Autoausstellung noch einmal in den Vorderarund. Es ist auch im Laufe der letzten zehn Jahre schon viel geschehen, 1925 gab es 150 verschiedene Typen, heute nur noch 50. Aber während damals von 86 Firmen jede im Durchschnitt nicht ganz zwei Typen bauten, bauen heute zehn Firmen im Durchschnitt je fünf Typen. Und das ist vom Standpunkt der größtmöglichen Billigkeit gesehen zuviel. Je mehr Typen, um so kleiner die Serie, je kleiner die Serie, um so teurer das Auto und umgekehrt. Die Industrie hat die Verringerung der Typenzahlen in den letzten Jahren immer mehr herausgezögert. Auf der letzten Autoausstellung waren sogar sechs Typen mehr als das Jahr vorher vertreten. Jetzt ist ein Umstand eingetreten, der erzwinat, was bisher durch Zureden nicht zu erreichen war. Jede Autofabik bekommt ebenso wie alle anderen Unternehmen Rohstoffe, wie Stahl, Eisen Blech. Kupfer, Aluminium usw., nur in begrenzter Menge. Jede Fabrik pflegt jährlich mit einer neuen Tyve herauszukommen, leider aber nicht eine alte Type dafür einzustellen. Die Knappheit der Rohstoffe dürfte nunmehr die Einstellung weitgehend erzwingen. Weniger Sprit im Treibstoff Herabsetzung des Bezugsanteils von 10 auf.%% Im Reichsgesetzblatt vom 13. September wird eine vom 10. September datierte Verordnung über den Bezug von Spiritus zu Treibstoffswecken veröffentlicht, wonach die Treibstoffhersteller oder=einführer verpflichtet sind, von der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein eine Menge Spiritus zu beziehen, die.5 Prozent des Eigengewichts der einoder im Zollinlande hergestellten Treibstoffbetrug dieser Satz 10 Prozent. Spiritusanteils an der Deckung „Deutsche Handelsdienst", daß es von Branche zu Branche verschieden gewesen sei. Auf dem deutschen Markt seien vorzügliche Abschlüsse in den Geschäftszweigen erzielt worden, die schon seit Jahren Neustofte durch eine unseres Treibstoffbedarfs ist die logische Folge der Stei= verwenden. In denjenigen Branchen, die etwa erst seit Steuer=gerung des Treibstoffverbrauchs, da die für Treibstoff= einem Jahre zu stärkerer Verwendung von neuen Werkzwecke zur Verfügung steyenven Spirztusmengen mehr stoffen übergegangen sind, sei die geschäftliche Lage weoder weniger konstant sind und, auf längere Sicht ge sentlich von den starken Voreindeckungen der sehen, vielleicht sogar zurückgehen werden, denn man ist Frühjahrsmesse beeinflußt worden. Die Baumesse sei heute hestrebt, die Kartoffel in möglichst„weitgehendem von privaten Baufachleuten und Behördenverr#### se Maße Nahrungszwecken dienstbar zu machen. Entsprechende Ankündigungen hat Staatssekretär Backe bereits auf dem letzten Reichsbauerntag gemacht. Eine Herabsetzung des Spiritusanteils hat man bisher noch durch erhöhte Methanolbeimischung zu vermeiden vermocht. fördert. Die so vollzogene Transportleistung entspricht einem Frachtbetrage von insgesamt 17769940 Reichsmark. Börsen weiter schwach Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Wochenmitte war an den Aktienmärkten bei kleinem Geschäft zurückhaltend und eher schwächer. Farben setzten nach der voraufgegangenen Steigerung heute 1¼ Prozent niedriger ein. Von Montanwerter gugg S. a. nach schwächerem Beginn zu gestrigem Fchlußunggn#hl und weiter angeboten. Hoesch verloren 1¾, Mannesmann ⅞. Rheinstahl zunächst ¼ höher gesucht und nachher zu gestrigem Schlußkurs gehandelt. Harpener unverändert. Von Maschinenwerten notierten Demag ¼ Prozent niedriger. Der Frank rutscht weiter Nach Pariser Meldungen hat der Kurseinbruch am September eine neue Verstärkung der Flucht aus dem Franken und der Spekulation gegen den Franken zur Folge gehabt. Es hat sich gezeigt, daß die offiziellen Stellen wenig geneigt sind, den Frank zu verteidigen. Infolgedessen liegt der Frank in Paris seit Dienstag abend wieder sehr schwach. In Berlin überschritt der Frank Mittwoch mittag rasch den Stand von 139 und 140 und wurde gegen 11.30 Uhr mit 1433/8 gemeldet, also weit unter dem bisherigen Tiefstand. Paris meldet entsprechende Steigerungen für ausländische Valuten, so für den Dollar mit 28,40(Schlußkurs 28.04). Das englische Pfund wurde dadurch auch etwas beeinflußt. Es senkte sich z. B. im Verlauf in Zürich auf nach 21,54¾. Infolgedessen kam aus London später der Dollar mit.9495. Die Reichsmark befestiate sich in London später auf 12,32½. Der französische Frank wurde in Berlin amtlich auf 8,62(Dienstag 8,92) festgesetzt. Bilanz der Leipziger Messe Vorzügliches Abschneiden des Kunsthandwerks Die Leipziger Herbstmesse vom 29. August bis 2. September ist mit 5505 Ausstellern eine glänzend beschickte Messe gewesen. Neun Zweige wiesen eine größere Ausstellerzahl auf als bei der Rekordmesse im Frühjahr gut besucht worden, auch hier hätten am meisten die neuen deutschen Werkstoffe interessiert. Das Ereignis der Messe sei das vorzügliche Abschneiden des Kunsthandwerks und verwandter Zweige gewesen. An den Ständen sei immer wieder die Ansicht zu hören gewesen, daß die Leipziaer Herbstmesse immer stärker zu ausgesprochenen Pflegestätten des Angebots aller derjenigen Messezweige werde, in deren Mittelpunkt kulturelle und geschmackvolle Arbeiten ständen. In einer Reihe von Branchen seien die nichtdeutschen Besucher stärker hervorgetreten. Es überwiegen die Abschlüsse aus den westeuroväischen Staaten, Südamerika, den Mittelmeerländern, Schweden und Dänemark. Die südosteuropäischen Staaten seien etwas schwächer hervorgetreten. Die nichtdeutschen Aussteller seien von der Herbstmesse sehr befriedigt. Die Westfalia=Dinnendahl=Gröppel=AG. in Bochum fordert durch Anzeige in der vorliegenden Ausgabe die—. Suen mimt a Stammaktionäre entsprechend der GV.=Beschlüsse vom Gut gehalten waren RWE., Siemens dagegen 30. Juni auf, ihre alten Aktien zum Zwecke des Um= Schuckert minus 1 Prozent. Anleihen lagen freundlich. kei der Dresdner Bank und bei der Deutschen Bank und vo( tuar bei schwankenden Kursen weiter still 1 Pfund: 12.34½(Vortag 12.36½) RM. 100 Dollar: 249,50(Vortag 249.50) RM. 100 holl. Gulden: 137.30(Vortag 137.35), RM. 100 franz. Frank: 8,62(Vortag.92) Rwe. 100 Belga: 42.00(Vortaa 42.01) RM. 100 Schweiz. Franken: 57.31(Vortag 57.31) RM. 100 öfterr. Schill.: 49.00(Vortag 49,00) RM. 100 ital. Lire: 13,10(Vortag 13.10) RM. Diskontogesellschaft sowie außerdem in Bochum bei der Westfalenbank Aktiengesellschaft einzureichen. Mit Genehmigung des Reichs= und Preußischen Wirtschaftsministers ist Dr. Bergmeyer(Arnsberg) zum Nachfolger des am 15. September 1937 infolge Erreischung der Altersgrenze in den Ruhestand versetzten Hauptgeschäftsführers der Industrie= und Handelskammer für das südöstliche Westfalen zu Arnsberg, Dr. Rauchenberger, vom Präsidenten der Kammer bestellt worden. Seit dem 15. September 1936 hat die Deutsche Reichsbahn für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1936/37 insgesamt 2699·098 Tonnen frachtfrei beAus Westfalen und Rheinland Seine Zau nin der Scheieksechen Sühne für einen Gattenmord Dortmund), Vermäißtenstesse der sasige J. geklagte einen Ausklu.gbwegenheit-Zeiner Frau mit im. Begleiterscheinungen auf. Dem Ehemann wurden von lose Raserei vurc ven ung#in# seiner Frau ver######ewesen, daß er sich auf nichts mehr besinnen könne. Der medizinische Sachverständige, von dem Harnisch sechs Wochen lang beobachtet wurde, verneinte das Vorliegen des§ 51. Ueber den Angeklagten führte er aus, daß es sich um einen Mann von außergewöhnlicher Beherrschung handele, der auch nicht aus der Ruhe zu bringen gewesen sei, wenn seine Frau tatsächlich so hysterisch gewesen sei, wie er sie geschildert habe. Der medizinische Sachverständige, der die Leiche untersuchte, hat 11 Messerstiche an Hals und Brust festgestellt....„„ Das Urteil lautete wegen Totschlags auf fünf Jahre Gefängnis. Bei den ersten Ermitlungen fielen bereis verdachtige Vorüntersuchzne,agegeheigr er sei in zine derarz, sign: der Polizei Vorhaltungen gemacht, daß er das Ver= wesen, daß er sich auf nichts mehr besinnen könne.„Der schwinden seiner Frau so spät gemeldet habe. hatte jedoch als Entschuldigung geltend gemacht, daß er in der Zeit vor dem Verschwinden seiner Frau mit dieser erhebliche Auseinandersetzungen gehabt habe, die sich besonders am Abend vor dem Verschwinden gesteigert Bei den Nachforschungen ergaben sich verschiedene Verdachtsgründe, die darauf hindeuteten, daß die Frau Harnisch gewaltsam zu Tode gekommen sei. Nachdem man auf dem Grundstück, das Harnisch als Bauland gekauft hatte, eifrige Nachforschungen angestellt hatte, fand man auch am 8. Oktober v. J. die bereits stark in Verwesung übergegangene Leiche.— Nach anfänglichem Leugnen gestand der jetzt 45jährige Arno Harnisch aus Dortmund=Mengede, seine Frau am 30. Juli v. J. durch Stiche mit einer Schere getötet zu haben. Vor dem Schwurgericht, vor dem sich Harnisch zu verantworten hatte, seine Frau vorsätzlich, jedoch ohne Ueberlegung getötet zu haben, schilderte der Angeklagte zunächst weitschweifig seinen Werdegang und sein Eheleben. Er behauptete, von Anbeginn der Ebe sei es zu Auseinandersetzungen gekommen.— Im Jahre 1932 habe seine Frau eine Erbschaft gemacht, und die erste Auszahlung von dieser Erbschaft, in Höhe von 1500 RM. sei für die Beschaffung eines Grundstücks bestimmt gewesen, weil man sich mit dem Gedanken vertraut gemacht habe, ein Einfamilienhaus zu bauen. Ueber die Auswahl des Grundstücks sei es dann wiederholt zu war meist leichter. Lotbringen lauf war bei schwankenden Kursen weiter still. Berliner Börse Da es nach wie vor an Aufnahmeneigung der Bankenkundschaft fehlt, vermochte an den Aktienmärkten schon geringes Angebot größere Kurseinbußen herbeizuführen. Meist war es wieder der berufsmäßige Börsenhandel, der Restglattstellungen vornahm: vereinzelt will man auch Abgaben für Rechnung von Sverrmarkkonten beobachtet haben. Am Montanmarkt ermäßigten sich Harpener um 2 Prozent, Mannesmann um 1 und Hoesch um ¾ Prozent. Stärker gedrückt eröffneten auch chemische Papiere, so Farben um 1¼ Goldschmidt um 1½ und Kokswerke um 1¾ Prozent. Licht=Kraft gaben um 2¾. Schuckert um 1 Proient nach. Bembera und Stöhr je mtzgg ½½ Grgzient.# Rentenmarkt eröffneten Reichsaltdenn 4/ Proient höher mit 127¾. während die Umschuldungsanleihe um 7½ Psennig auf 94.80 zurückging.— Am Geldmarkt verteuerte sich Blankotagesgeldsatz infolge des Medio auf 3½ bis 3¾ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Am Aktienmarkt hielt die Geschäftsstille an, weil bei fehlenden Anregungen weiter eine starke Zurückbaltung herrschte. Soweit anfangs Umsätze erfolgten, betrafen sie Mindestbeträge. Im Verlaufe blieb das Geschäft zwar klein, es zeigte sich aber bei der Kulisse auf den meisten Marktgebieten etwas Nachfrage. der jedoch kaum Angebot gegenüberstand. Die Kurse konnten infolgedessen überwiegend um ¼ bis ½ Prozent anziehen. Die Auslandsbörsen Newyork: Unregelmäßig. London: Leichter. Amsterdam: Schwächer. Paris: Fester. Brüssel: Unregelmäßig. Zürich: Unregelmäßig. Wien: Fest. Mailand: Stetig. Rheinisch-Weftfälische Viehmärkte Zochun 14 Sept. Anftrieb Dortm Essen Jochun Auftried Dortm. Auftried 2 S 2 5 5 25 genge entspricht. Bisher betrug dieser Dse derahesung des Treftng.o Die Hecabsehung des Auseinandersetzungen gekommen. Schließlich habe jedoch selbst gehandelt, ein Grundstück erstanden und sich auch mit einem Architekten wegen der Bauentwürfe in Verbindung gesetzt. Ohne Wissen seiner Frau hat der Angeklagte die Baugenehmigung nachgesucht, die ihm auch erteilt wurde. Weil die Ehefrau von dem Vorgehen des Mannes keine Kenntnis hatte, ließ sich der Angeklagte die Baugenehmigung in sein Buro zustellen. Durch irgendeinen Umstand kam die Getötete am 30. Juli in den Besitz der Baugenehmigung, sie hat dann dem Angeklagten erhebliche Vorwürfe gemacht. Im Laufe der Auseinandersetzungen sei seine Frau, so führte der Angeklagte weiter aus, mit einer Schere auf ihn eingedrungen. Diese Schere habe er seiner Frau entrissen und auf sie eingestochen. Der Angeklagte hat dann sein 18jähriges Kind beruhigt, das von dem Streit im Bett erwacht war, sämtliche Blutspuren beseitigt. die Leiche in zwei Säcke verpackt und in den Keller geschleift. Am nächsten Tage hat der Angeklagte die Vorbereitungen getroffen, seine Frau zu vergraben und am gleichen Abend noch die Leiche auf das eigene Grundstück geschafft und etwa einen Meter tief in den Erdboden verscharrt. Bereits am 2. August hat der AnNordversuch und Selbstmord Mann stößt Frau ins Wasser und ertrinkt selbst Osnabrück, 15. September. Mehrere junge Leute, die nachts in der Nähe des Bahnhofs standen, hörten von der Hase her Hilferufe einer Frau und sahen kurz darauf tätsachlich eine Frau im Wasser treiben. Einer der jungen Leute rettete die etwa 35jährige Frau. Diese erklärte, von einem Manne ins Wasser gestoßen worden zu sein. Zwar dachte man zunächst nur an die Ausrede einer Selbstmordkandidatin, doch fand man tatsächlich am nächsten Morgen nicht weit von der Fundstelle der Frau eine männliche Leiche im Wasser liegen und benachrichtigte die Polizei. Es ergab sich, daß es sich erjum einen Mann von etwa 45 Jahren handelte, der gleich der Frau in Georgsmarienhütte beheimatet war. Er hatte die Frau, mit der er ein Verhältnis unterhielt, nichts ahnend mit ans Wasser genommen, sie dann plötzlich hineingestoßen und war dann nachgesprungen. Grobvieh Ochsen Bullen Köhe Färsen 938 105 266 391 156 Preise für 30 kg Lebendgewicht in Zeichs mart 45(43—45 41 96 41 45 91 36 43(42—4541—43 39 43[37—39 34[37—39 34 — 34 27 43 41-4341-43 39 37-3936—39 33[31-3330-33 20 15 23 25 25 44 /42-44 44 40(38-40 39—40 Holländische Presse= und Verkehrsfachleute im Münsterland. Die holländischen Verkehrs= und Pressefachleute beendeten am Sonntag ihren dreitägigen Studienausflug, den sie auf Einladung der Stadt Münster bzw. auf Veranlassung des städtischen Verkehrsvereins unternommen hatten. Man darf abschließend feststellen daß die niederländischen Gäste von der Fülle der in Münster und im Münsterland ausgenommenen Eindrücke begeistert waren. Vom Dampfhammer erschlagen. Ein schwerer Unfall ereignete sich in einem Mindener Eisenwerk. Ein Arbeiter, der am Dampfhammer tätig war, rutschte plötzlich aus und geriet mit seinem Kopf unter den niedergehenden Hammer, der ihm den Kopf zerschmetterte und den Mann auf der Stelle tötete. 35 35 35 Kälber do. 9 do. 6 do. 6 4o. 6 Schafe a 1. do. 2. beste Schafe mittlere Schafe geringe Schafe Schweine 317) 73- 78170—73 63 63 57 57 48 48 38 38 48 55 52(38— 45 44-47— 38 4030—36 25—27— 555 555 514 515 55 551 35 Bochum: Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugetellt. Dortmund: Marktverlaut: Großvien, Kälber und Schweine zugetellt, Schafe gut. Ausstichtiere über Notiz Essen: Marktverlaut: Großvich, Kälber und Schweine zugetelt, Schafe mitte, Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Gstreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Roggenm..997A. 21.10 21.49 Viktoriaerbsen 34.-38 U/34.0 38 C Speiseerbsen[23.-35.0133 0 35.0 Futteverbsen 24.-20.0 24.•26 0 Weizen märk. Roggen märk noustriegerste Hater märk. Wezenm. Auszm.„ 10.820 Aschen 29 00 29.00„ * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 15. September: 79.25 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 133 Reichsmark. Aluminium, Walz oder Draht: 137 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse. Düsseldorf. 15. Sept. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen Hlbssstz ###hloesch kl. E% Krupp RM. %% Mittelstahl Semberg. Bergen... Buderus Dahlbusch St. Demag Disch. Atlanten Disch. Erdöl v. Reichsb. V. Dortm. Union 6. Farbenind. Feldmühle Felten& Guille Goldschmidt 115. 9. Div Anfang 12 15.9. Schlus 127.75 99.00 148.75 143 00 129 25 152.—9 148.00 151.82 127.75 205.00 163.62 127.75 96.75 143.00 132.900 120.00 151.75 127.35 163.50 13..914. 9. Kasse Schlub) Dr. 121.5 98.62 148.25 143.00s142.50 126.37 152.00 147.62 124.54 Harpen....3) Hoesch Köln-N. 35 98.52 150.00 131.75 127.75 205.25 163.87 145 00 135.12 —. 142.00 Neu-Staßt. 153.50 127.75 164.97 136.25 Staßt. Siegtr. Iv. 11/47 Win. Kali-Aschersl. Klöckner-W. Mannesmann Reichsbank Rhein. Braunk. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& o. Siemens& Hal. Gebr. Stollwerk Ver. Stahlwerke Westd. haufhof Westeregein Wintershall 15. 9. 115. 9. Agtang Schius Kasse 173.00 1.. — 20300 ban 145.00 135 25133.00 5 140.75—. Steinkohlen-Kuxe 13. 9. 14. 9. Geld Briefl Geld Briet Garolus M. 6400 6 O0 4 00 00 Coet c Peutscht. 2a5 913### 40 aor usbog— 1s800 ung|23200— Sraunkorlen-Kure ott. 0 845 (vonh. 55921— 17300- 17800 vveis!— 12600— s12600 1329- 1350 Kall-Kuxe Pbenroge 1200 1250 1200 1280)eraunsche—— Prosch 2SS0M800 2700 2900 Einighel!— 14700— Preiserkehs Steinkehlen- u. Braunk.-Kuze 13. 9. f. 14. 9. Geld#####e 0 Brief 12206 bierg. 11500 1 22001000 Westralen 10301— 11090— Sellern.— 010 Kall-Auxe 1s. 8., 14. P. seid Snef(Geid Bret 123.25 132.75 120.75 205.25 155.12 132.12 172.00 213.50 116.75 58.75 131.50 Erichsseg Habigh. Jisenourg Martagl. Marie Marie L Mar Neusollst. Rescheld. 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Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. 9. Bank u..-6. Dresdner Bank Nh. W. Bb. Cr. B. Westd. B..-A. Vereicherungeaktien #ach.-Mönch. F 32 11080 1080 ##ch. Röckvers 14.-225.0225.0 arop..,#..#- 890.|3900 2li.- u. Stutig.W S. 2271. 0/271. Alll-u. St..-., 6. 8121 8. 0 218. Coionie,.-.K..4/135.0135. P ahv— 131.5 175.0 141.0 171.1 158.0 212.0s212.0 100.9 99.6 149.01151.0 146.1146.3 152.0132.0 113.0— 1170.7— Gladb. Feuerv. Köln Hagelv. Köln. Lloyo A. V. Köln Rückv. gr. Köln.Rückv. kl. Rentenwerte 4URh.-.-B. 4. 6. 12.10 99.7 99.7 5# dto. dto. S. 11 /101.7 4# dto. Gold.-Kom. 926, 1927 8.—6 I5 Wd. Bod. Spfd. Em. 3. 9/12, 14 45 dto. Gold-.-Obl. 96.5 98.5 15.9. 790.0 86.0 247.0 117.0 76.0 14. 9. 790.0 86.0 247.0 117.0 Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Fillale Bochum Freiverkehre-Aktien 15. Geld Brief 70.5 62.9 73.5 64.0 —. 119.0121.0 111101001 133.0138.9134.0 134.0 139.0 Aerand Burd. K. Sütt.Dol. B22 Oyckern 5isa C. dann. K. Num d. 044 Kortum .-Folz. Lothrin. Lothr. G. um. bere cn. Line str. 5. Mia. 4. Aupt. #I. Dinn. 149.0143 f. Schott Waither 14. 9. Geid Brief 71.0 74.0 62.5 64.5 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Einheitskurse Industriewerte 15 9. seiumpiateres Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellstoft 135.0 110.8 122.5 1745 136.5 136.0 141.5 114.5 126.5 84.0 145.0 123.5 5/114.0116.5 O1 40.0142.5 111.5 125.5123.0 84.0 81.0 144.0 0/120.5 /109.01— 99.5102.5 124 0/s126. 0124.0127.0 Gcionis Nuchv.— 257.0257.0* Stenerartecheles 13. 9 /14. 9. tällig ab f. 4. 1894 103.7—. I. 4. 1936 107.7 I. 4. 199 111 I. 4. 1927 1113.7— I. 4. inm.111. 217.2 Berliner Börse, 15. Sept. 12225.2 0 127.2 4122.0 3146.5 alcke D Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Sergmann El. Beri. Kr. u. Licht Maschinend. Boderus Chan. Wasse * Chem. Geisenk. Cont Summm 14.9. „Oittmann Neuh. S.—.—. Dumd. Akt.-Brau. 10 Union-Brau 12 205 2/205.0 Dürener Metall##— Oyckersh. Widm. 9#— 11 Oaiu der Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Iel. u. Kab. 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Lerbehranerte 105 Elberfelder Anl. 45 Essener Anl. 4 Mölb.-Ruhr Anl. 45 Ruhrverbd. Anl.36 45 Pr. Ldof. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. # Ldbk. Westf. Kom. 4. DI. Kom m. Joldan Westf. Idsch. Pfdl 140t. Hyp.Bin. Pfd. ## Pr. Centr. B0d. Pfd. ## Pr. Pfddr. Bk. Ptd. ## Basalt Obl. Concord. Berg. Obl. Daimler Benz Obl. Klöcknerw. Obl. 5 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Staht 60 1# Ver. Stan 47/#1 5 Ver. Stah Stem. 4 fl. Obl. 1 Ferdendond: Umschuld. Anleihe A. 6. für Verkehr Boch.-Geisenk. Hamo. Amer. Pak. damo. Südamer dorad. Loye 0125.5126.6 9 0 80.7 89.5 79.6 80. Bestonnerte 45 Dt. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleine 44 55 O. R. Voungani ## Reichsbann Son. Westtalen Altbesitz 45 Bochumer Anl. 49 Dulsburger Anl. #### Düsseldorfer Anl. 99.3 99.4 100.3 134.7 99.0 94 4 96.4 99.5 98.7 98.5 99.5 98.6 99.7 99.5 99.5 102.0 104 0 101.7 97.5 100.2 96 5 98.3 99.7 99. 98.5 99.5 96.6 99.7 99.5 99.5 101.3 97.0 99.7 3. Schuldb. f. 30 d. Schuldb. F. 40 k. Schunde, F. 42 R. Schuldo. F. 44/ 5 Easen. 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Im November veranstaltet der Verein eine große Kanarienausstellung, die gleichzeitig mit einer Ausstellung des Stadtverbandes verbunden sein wird. Krieger= und Landwehrkameradschaft. In Verhinderung des Vereinsführers wurde die am Sonntaa bei Faßhauer auf der Hordeler Straße stattgefundene Versammlung vom Kameraden Hellwich geleitet. Es wurde eingehend über das Schießen und über die Arbeit der Wintermonate gesprochen. Samstag und Sonntag vormittag fand auf dem Bernard=Schießstand, dem Vereinsschießstand an der Hüllerbachstraße, ein Uebungsschießen statt, bei dem recht gute Ergebnisse erzielt wurden. Frauenveranstaltung. Dienstag nachmittag fand ein gemütliches Beisammensein der Frauen des Kaninchenzuchtvereins„Unser Stolz" im Vereinsheim statt. Züchter Mertens hielt eine Ansprache, die in einen Avvell an die Frauen ausklang, auch zu ihrem Teil an der Förderung der Kaninchenzucht mit beizutragen. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken gab es noch manche frohe Stunde. Stadtteil Hofsiede=Marmelshagen Ausflug. Nicht gerade Glück hatten die Frauen des Vereins bessischer Landsleute„Teure Heimat" bei ihrer Ausflugsfahrt am Dienstaa. Es regnete den ganzen Tag über fast ununterbrochen. Das Ziel der Fahrt wurde daher geändert und man blieb in Essen. Hier wurde in einem größeren Lokal Einkehr gehalten. Bald entwickelte sich ein fröhliches Leben und Treiben. dem auch der Regen keinen Abbruch tun konnte. Bei dem Preisschießen der Frauen wurde Frau Brandt als Siegerin ermittelt. Sie schoß 29 Ringe. Stadtteil Riemke Generalversammlung. Sonntag hielt der Verein thüringischer Landsleute seine Generalversammlung ab, der ein Preisschießen vorausging. Bei dem Schießen waren die besten Schützen Heinrich Gebauer mit 34 Ringen, Walter Bracht mit 33 und Johann Kunze, Friedrich Gunia und Paul Brosinski mit 32 Ringen. In der Generalversammlung wurde zunächst eine Umbesetzung des Vorstandes vorgenommen. Der Vereinsleiter Erich Möller bleibt. Er ernannte zu seinen Mitarbeitern Franz Grewe als Schriftwart, Paul Meier als Kassenwart und Friedrich Berger und Helmut Krüger als Beisitzer. Beschlossen wurde dann die Veranstaltung eines Heimatabends, und zwar für den 24. Oktober. Ein Vortrag über eine Fahrt nach Nürnberg fand stärkste Aufmerksamkeit. Familienabend. Im Anschluß an seine Monatsversammlung veranstaltete der Kanarienzuchtverein„Niegedacht“ Sonntag abend eine gemütliche Familienfeier, an der auch die Angehörigen der Mitglieder fast vollzählig teilnahmen. Franz Schulz sprach mehrere plattdeutsche Gedichte, die sich mit der Vogelwelt befaßten. Gemeinsame Lieder, Lautenlieder und Klaviervorträge füllten den Abend angenehm aus. nlei Sidlonenen Jahresfrist, angelegt wurde, ist schon in einer kurzen Spanne mit mehreren Zwei= und Mehrfamilien=Häusern besiedelt. Weitere Neubauten stehen kurz vor ihrer Vollendung und schon wird Baugelände für weitere Häuser hergerichtet. Stadtteil Langendreer Arbeitsjubilar. Auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn konnte in diesen Tagen Herr Bernhard Obergesell zurückblicken. Aus Anlaß seines Ehrentages wurde er in der festlich geschmückten Halle des Reichsbahnbetriebswerkes vor den versammelten Arbeitskameraden mit einem Ehrengeschenk durch den Amtmann des Betriebswerkes ausgezeichnet. Zu gleicher Zeit sprach dieser ihm seinen Dank für die langjährige, treue Arbeit im Dienste der Reichsbahn aus. hohen Alter. Gestern konnte Herr Heinrich Stikel, Kaiserstraße 61, in körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Laienspieler tagten. Im Vereinsheim Grollmann hielten die Mitglieder des Theatervereins„Deutsche Bühne=Edelweiß" eine wichtige Versammlung ab. Vereinsführer Haag gab einen Ueberblick über die geleistete Arbeit und brachte den geschäftlichen Teil zur Erledigung. Im Mittelpunkt des Abends stand die Programmgestaltung für das Winterhalbjahr. Am Buß= und Bettag sowie am Totensonntag wird der Verein wieder an die Oeffentlichkeit treten. Mit den Vorarbeiten wird noch in dieser Woche begonnen. Nach Erledigung interner Angelegenheiten folgte ein gemütliches Beisammensein. Monatsappell der ehemaligen Kriegsgefangenen. Den gut besuchten Monatsappell im Vereinsheim Grollmann leitete Kameradschaftsführer Dütting mit einem Bericht über die geleistete Arbeit ein. Anschließend gab Schriftwart Haag einen Bericht über die am 28. und 29. August in Heven stattgefundene Bezirkstagung, mit der gleichzeitig ein Wanderpreisschießen verbunden war. Hierbei errang Kamerad Stamm den., Kamerad Pollmann den., Kamerad Berges den 4. und Kamerad König den 5. Preis. Auch in Zukunft soll der Schießsport mehr und mehr in den Vordergrund treten. Zu diesem Zwecke soll nun auch innerhalb der Kameradschaft ein Wanderpreisschießen veranstaltet werden, wozu der Pokal bereits gestiftet ist. Auch an dem in Münster stattfindenden Frontsoldatentreffen werden sich die Kameraden der Ortsgruppe Langendreer beteiligen. Im Oktober soll ein weiteres Preisschießen stattfinden. Interne Angelegenheiten bildeten den Schluß des offiziellen Teiles, nach dem man noch gemütlich zusammensaß. Stadtteil Werne Silberhochzeit. Montag, 13. September, feierten die Eheleute Martin Wilhelm, Rüsingstraße 51, im Kreise ihrer Familie das Fest der silbernen Hochzeit. Hohes Alter. Witwe Lisette Illberg, geborene Stribbecke, Boringhausen am Markt, konnte gestern im Kreise ihrer Familie ihren 75. Geburtstag feiern. Sie werden nicht vergessen. Das Werner Ehrenmal trägt diesen Sinnspruch:„Treue sei unser Gelöbnis.“ Wie dieser Spruch nun seine Verwirklichung erfährt, zeigt die Umgestaltung des Ehrenfriedhofs. Für die 40 dort ruhenden Helden des Weltkrieges, für den Ermordeten der Bewegung Helmuth Barm und für die fern der Heimat abgestürzte Fliegerin Luise Hoffmann wurden Gedenktafeln niedergelegt, um der Nachwelt die Namen der dort Ruhenden zu erhalten. Ferner tragen die Tafeln den Todestag. Die einzelnen Gräberreihen sind in eine Fläche umgewandelt, mit Sandsteinplatten eingefaßt und mit Blumen geschmückt worden. Der 60 Zentner schwere Findlina im Hintergrunde paßt sich dem Ganzen gut an. Hier hat die Stadtverwaltung eine Ehrenstätte geschaffen, die bei der Werner Bevölkerung und über die Grenzen des Stadtteils hinaus große Anerkennung findet. Frauenhilfsausflug. Dienstag nachmittag versammelten sich über 200 Frauen des 3. Pfarrbezirks am Bahnhof Langendreer. Die Eisenbahn brachte die Teilnehmerinnen nach Witten=Ost, wo dem Mutterhause des Diakonissenhauses ein Besuch abgestattet wurde. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken wurde der Nachmittag durch Aufführungen, Flötenspiel und gesangliche Darbietungen bereichert. Pfarrer Beckmann gab dann einige wichtige Mitteilungen. Anschließend erzählte Schwester Hanna Interessantes aus der weiblichen Diakonie. Mit einer Schlußandacht von Pfarrer Funke vom Mutterhause fand der Besuch seinen Abschluß. Stadtteil Laer Uebungsschießen. Unter sehr starker Beteiligung veranstaltete die Kriegerkameradschaft Kaiser=Wilhelm am Sonntag ihr erstes Uebungsschießen auf dem neuen Schießstand. Als bester Schütze ging der Kamerad Julius Zimmermann mit 36 Ringen aus dem Kampf hervor. Das nächste Uebungsschießen ist am 26. September. Der Monatsappell am gleichen Tag beginnt um 14 Uhr. Stadtteil Weitmar Hohes Alter. Frau Mathilde Brod. Hattinger Straße 218, wird heute 87 Jahre alt. Von ihren zehn Kindern leben noch sieben. Ferner bringen zehn Enkelkinder der Hochbetagten ihre Glückwünsche dar. Sie ist noch überaus rüstig und erfreut sich in Weitmar allgemeiner Beliebtheit. Stadtteil Stiepel Silberhochzeit. Gestern begingen die allseits geschätzten Eheleute Wilhelm Kogelheide und Ida Luise, geborene Stul, den Tag der silbernen Hochzeit. — Heute, am 16. September, feiern die Eheleute Friedrich Hasenkamp und Frau, Auguste geborene Lange, ebenfalls ihre Silberhochzeit. Haus= und Grundbesitzerverein tagte. Der Hausund Grundbesitzerverein in Bochum=Stiepel hatte am vergangenen Sonntag seine Mitglieder zu einer wichtigen Versammlung zu Wirt Helmich eingeladen. Zu Beginn der Sitzung gab der Vereinsleiter Hauptlehrer Haarmann die neuen Satzungen bekannt, die eine Vereinheitlichung der Satzungen und Gleichrichtung der Ziele der Haus= und Grundbesitzervereine Deutschlands bezwecken. Diese Satzungen wurden von der Versammlung einstimmig angenommen. Sie müssen auf Anordnung des Leiters der Deutschen Haus= und Grundbesitzervereine in das Vereinsregister eingetragen werden. Anschließend sprachen der Vereinsleiter und Sachberater Ansorge über die neue Grundsteuergesetzgebung. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß wahrscheinlich im Monat November oder Januar Dr. Düppe(Essen) über diese Grundsteuerreform in einer Vollversammlung eingehend sprechen wird. Auf die Reichsverbandstagung der Deutschen Haus= und Grundbesitzervereine, die vom 25. bis 29. September in Köln stattfindet, wurde hingewiesen und zwei Vertreter, die an einem Tage teilnehmen werden, bestimmt. Es wurde weiter beschlossen, im nächsten Jahre wieder einen Werbeabend zu veranstalten. Ausflug der evangelischen Frauenhilfe. Die evangelische Frauenhilfe unternahm am vergangenen DiensPersonalnachrichten Ewald Muscheiko und Willi Nautsch haben die Meisterprüfung als Schriftsetzer vor der Handwerkskammer Dortmund bestanden. Auf ein 25jähriges Bestehen konnte in diesen Tagen das Beraschulartikel= und Schreibwarengeschäft T. Brüggestrat(Inh. Toni Brüggestrat), Herner Straße 15, zurückblicken. Hammes älteste Bürgerin 97 Jahre Die Witwe Berta Wittmer. geb. Runtemund, Frankenstraße 9, wo sie bei ihrer Tochter, der Ehefrau Krause. ihren Lebensabend verbringt, vollendet am 16. September ihr 97. Lebensjahr. Sie ist die älteste Mitbürgerin des Stadtteils Hamme und darüber hinaus eine der ältesten von ganz Bochum. Am aleichen Tage wird ihre Tochter, Frau Krause. 66 Jahre alt. Mutter und Tochter zählen also zusammen das stattliche Alter von 163 Jahren. Oma Wittmer wurde am 16. September 1880 in Frexen im Waldeckschen, heute Hessenland, geboren. Schon im Alter von 16 Jahren kam sie erstmalig nach Bochum, und zwar nach Langendreer. Im August 1862 schloß sie den Bund fürs Leben, doch schon im Jahre 1876 starb ihr Gatte, dessen Todestag sich am 5. September dieses Jahres bereits zum 61. Male jährte. Aus ihrer Ehe gingen acht Kinder hervor. Der einzige Sohn wurde im Weltkrieg vermißt, und man hat niemals mehr von ihm gehört. Heute leben noch drei Töchter. Die älteste Tochter Auguste, die ebenfalls in Bochum wohnt, wird am 30. November d. J. 74 Jahre alt Außerdem bringen sieben Enkelkinder und zwei Urenkel ihre Glückwünsche dar. 28 Jahre lana hat Oma Wittmer mit ihren Kindern auch den„B..“ ausgetragen, dem sie bis ins hohe Alter stets die Treue gehalten hat. Im Juni ist Oma Wittmer sehr unglücklich gefallen, und unter den Folgen dieses Unglücksfalls leidet sie noch heute. An ihrem 97. Geburtstag wird diese älteste Hammer Mitbürgerin zweifellos im Mittelpunkt zahlreicher Ehrungen stehen. tag mit über 200 Frauen einen Spätsommerausflug zum„Stiepeler Hof“, an der Kosterbrücke. Pfarrer Husemeyer hielt die Begrüßungsansprache. Nach einem Bibelwort sprach Berufsarbeiter Lenk(Bochum) über die Arbeit der Inneren Mission. In der üblichen Form fand der Ausflug seinen Abschluß. Die schönen Stunden vergingen allzu schnell. Stadtteil Linden=Dahlbausen Versetzt. Die Lindener Lehrerin Fräulein Anna Puppe; die zuletzt ihre Lehrtätigkeit an der Engelbertusschule in Oberdahlhausen ausübte, wurde nach Lippstadt berufen, wo sie an einer dortigen Schule ab 1. Oktober weiterhin im Lehramt tätig sein wird. Eine tüchtige Linden=Dahlhauser Lehrerin scheidet somit aus dem hiesigen Lehramt, so daß es schon zu verstehen ist, daß die Kinder sie ungern scheiden sehen. Die Lehrerschaft der Engelbertusschule wird für Fräulein Puppe eine kleine Abschiedsfeier veranstalten. Scenst=Tren=Thedlei in Bochum Heute abend im Ernst=Moritz=Arndt=Haus Stadtteil Hamme Aus dem Vereinsleben. Sonntag hielt der Kaninchenzuchtverein 1928 Hamme seine Generalversammlung ab, in der für den verzogenen Schriftwart der Züchter Emil Marx als Schriftwart gewählt wurde. Sodann wurde beschlossen, im Dezember, und zwar voraussichtlich am 11. und 12., eine Vereinsausstellung zu veranstalten. Der Züchter Bamberger(Gelsenkirchen) hielt einen durch zahlreiche Lichtbilder illustrierten interessanten Vortrag über das Thema:„Gute Ställe— erfolgreiche Zucht.“ Weiter wurde noch beschlossen, für die Vereinsmitglieder gemeinsam Heu zu beschaffen. Der auf jedes Mitglied entfallende Betrag soll in Ratenbeträgen abgezahlt werden. Zu Kassenvrüfern ernannte man die beiden Mitglieder Ernst Reimann und Walter Krause. Stadtteil Grumme=Böde Krieger= und Landwehrkameradschaft Bochum=Böde. Sonntag, 12. September, veranstaltete die Kameradschaft auf dem Schießplatz des Städtischen Volkssportplatzes an der Castroper Straße ihr diesjähriges Kameradschafts=Preisschießen. Als Sieger ging Kamerad Wieber mit 34 Ringen aus diesem Wettkampf hervor. 33 Ringe erzielten: Heinrich Reiber, Weishaupt, Weiland, Schwiers, Paulin, Send, 32 Ringe erzielten: Stefan Noltenhans, 31 Ringe Dolny, 30 Ringe Michalsky, Höhle, Würzberger und Bernhard Noltenhans. Nach dem Preisschießen fand im Kameradschaftsheim Burrack ein Kameradschaftsappell statt, bei dem die laufenden Geschäfte ihre Erledigung fanden. Zum Schluß erfolgte die Verteilung der errungenen Preise. Vom Schicksal verfolgt. Dem Krankenhaus zugeführt wurde der auf den Hagenstraße 9 wohnende Werksarbeiter Emil R. Dieser zog sich vor einigen Monaten bei seiner Berufsarbeit erhebliche Beinverletzungen zu, die eine längere krankenhausärztliche Spezialbehandlung erforderten. Kaum hat R. nunmehr seine Arbeit wieder aufgenommen, als wieder eine Unfallverletzung an dem kaum geheilten Bein und Fuß eintrat, so daß der Aermste wieder Krankenhausbehandlung in Anspruch nehmen mußte. Der schwere Unfall geschab, indem ein 6 Zentner schwerer Eisenblock von einem Sägebock abglitt, so daß R. darunter geriet. Stadtteil Gertbe Hilf mit im Deutschen Roten Kreuz. Durch die Wiedereinführung der Wehrmacht im deutschen Vaterlande ist das Deutsche Rote Kreuz auf seine ursprüngliche Aufgabe des Bereitschaftsdienstes und der Unterstützung des Heeressanitätsdienstes, wieder eingestellt worden. Es sind große Aufgaben, welche die einzelnen Gliederungen des Deutschen Roten Kreuzes zu erfüllen haben, und mehr denn je ergeht an alle Volksgenossen und Volksgenossinnen der dringende Aufruf zur Mitarbeit. Eine besondere Aufgabe der Vaterländischen Frauenvereine im Deutschen Roten Kreuz ist die, Helferinnen und Samariterinnen auszubilden. Wie schon in den vergangenen Jahren, so richtet auch in diesem Winter wieder der Zweigverein Bochum=Gerthe des Vaterländischen Frauenvereins einen Ausbildungslehr= gang für Samariterinnen ein, der am 1. Oktober beginnen soll und jeden Freitag abend von 20 Uhr bis 21.30 Uhr unter Leitung des Kolonnenarztes Dr. Brämer in der Schule an der Hegelstraße abgehalten wird. An alle Frauen und an alle Mädchen über 18 Jahre aus den Ortsteilen Gerthe, Harpen und Hiltrop=Bergen ergeht die Bitte um Teilnahme an diesem Kursus. Bereit sein ist alles! Anmeldungen zu diesem Samariterinnenkursus nimmt die Vorsitzende, Frau Busse, Hegelstraße 5, jederzeit entgegen. Stadtteil Altenbochum Bautätigkeit. Eine überaus rege Bautätigkeit herrscht zur Zeit an der Teja=Straße gegenüber der unteren Dannenbaumstraße. Dieser Straßenzug, der erst vor Das Amt Feierabend in der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ vermittelte in Zusammenarbeit mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda dem Svensk=Troll=Theater, einer schwedischen Märchenbühne, eine Gastreise durch Deutschland, die bereits begonnen hat. Die Truppe wird auch heute, 16. September, im Ernst=Moritz=Arndt= Haus in Bochum ein Gastspiel geben. Wir geben nachstehend einen Auszug aus einem Aufsatz der Gründerin der Bühne, Oda vom Hau, über den Sinn der Aufführung Raum. Einsach, echt, natürlich „Das ist überhaupt das Eigenartige der gesamten Leistung dieser schwedischen Märchentanzgruppe, daß hier eine einfache, natürliche, ganz echte und volkstümliche Kunst geboten wird, in der sich der schwedische Volkscharakter in wunderbarer Weise spiegelt.“ Wie richtig empfunden ist das! Mein Ziel ist und bleibt auch fernerhin schlicht und stark und fern von allem Sensationell=Theatralischen zu wirken. Auf dieser Grundlage ist das„Schwedische Troll=Theater“(Svensk=Troll=Theater) aufgebaut. Dieses Tanzspiel von mir soll in ungezwungener Weise eine neue Seite der schwedischen Kulturwelt mit ihren mythischen Gestalten der Trolle und Waldgeister zeigen. Das Vorspiel, das nach der ersten Tournee in Deutschland geschrieben wurde, ist in Gedanken an die Volksgemeinschaft zweier verwandter Länder— Schweden und Deutschland— entstanden. Damit soll allen Deutschen eine festliche Feierstunde gegeben werden, so wie es wirklich überall in nordischen Ländern in der warmen Jahreszeit vor sich geht. Die echten handgearbeiteten Trachten aus den verschiedensten Gegenden, die mit vieler Mühe zusammengesetzten, ganz alten Volkslieder, die charakteristischen Tänze und Dialekte im Vortrag der Gedichte und, was die Hauptsache ist, die jungen und älteren künstlerischen Kräfte der Schweden, die dies alles unverbildet zum Ausdruck bringen, offenbaren die Seele eines verwandten Volkes. Svensk=Troll=Theater spielt für die HJ. Schon gestern berichteten wir über einen Teil der neuen Winterarbeit der Kulturstelle des Standorts Groß=Bochum der HJ. Heute tritt nun die Hitler=Jugend mit einer ganz besonderen Veranstaltung an ihre Jungen heran. Das Svensk=Troll=Theater spielt heute nachmittag um 4 Uhr in einer Sonderveranstaltung sein Märchenspiel im Ernst=Moritz=Arndt=Haus vor der Hitler=Jugend. Oda vom Hau, der Leiter dieser schwedischen Volkstumsgruppe wird sicher nie vor einem begeisterungsfähigeren Publikum spielen, als vor unserer Jugend. Dienstappell und Kameradschaftsabend der DAF., Ortsgruppe Dahlhausen. Samstag, 25. September, 20 Uhr, wird die DAF.=Ortsgruppe Dahlhausen für sämtliche Amtswalter im Rosensaal(Inh. Roose) auf der Eiberger Straße einen Dienstappell veranstalten. Sämtliche Amtswalter sind zu diesem Appell geladen. Diesem Appell wird sich ein Kameradschaftsabend anschließen, zu dem die Frauen der Amtswalter mit eingeladen sind. Für Stimmung und Humor wird bestens Sorge getragen werden. Die Werkscharmänner, die am 21. August den Zeltdienst beim Fest der Deutschen Arbeitsfront in Dahlhausen versehen haben, werden zu diesem Abend herzlichst eingeladen. Oberdahlhauser Schützen tagten. Im Oberdahlhau: ser Schützenheim Henke auf der Hasenwinkelerstraße hielt die im vorigen Jahre sich selbständig gemachte 2. Kompanie des Bürgerschützenvereins 03 Dahlhausen. die heute den Namen Schützenkameradschaft Dahlhausen führt, ihre besondere Monatsversammlung ab. Seit der Selbständigkeit des Vereins konnte wieder ein guter Fortschritt an Neuaufnahmen verzeichnet werden. 12 Jungschützen wurden in dieser Versammlung wieder aufgenommen. Es wurde dann weiter vom Vorstand beschlossen, daß das nächste Bedingungs= und Wanderkettenschießen Sonntag, 26. September, stattfinden soll. Der Beschluß wurde von sämtlichen Schützenkameraden gutgeheißen. Das Schießen für die Jungschützen findet am Sonntag, 19. September, statt. Weiterhin einigte man sich in dem Beschluß, daß am 7. November ein Kaffeetrinken für die Damen veranstaltet werden soll. Die Ausbildung der Jungschützen wurde dem Schützenbruder Wilhelm Westermann übertragen. Dann ging man zum gemütlichen Teil über, so wie es althergebrachte Schützentradition fordert. Harr beim Manöver des VI. AK. in der Eifel Aufnahme: BA.-Muthherz Bild links: Der Kommandeur der roten Division. Generallentnant Köhns.= Rechts: Das langersehnte Signal: Das Ganze Halt! ochum chten i Nautsch haben die vor der Handwerksonnte in diesen Tagen varengeschäft T. BrügHerner Straße 15, zurin 97 Jahre • Witwe Berta Wittr. geb. Runtemund, inkenstraße 9, wo sie ihrer Tochter, der Ehe1 Krause. ihren Lesabend verbringt, vollet am 16. September 97. Lebensjahr. Sie die älteste Mitbürgerin Stadtteils Hamme und über hinaus eine der sten von ganz Bon. Am aleichen Tage d ihre Tochter, Frau nuse. 66 Jahre alt. tter und Tochter zähalso zusammen das tliche Alter von 163 iren. Oma, Wittmer ede am 16. September heute Hessenland, geihren kam sie erstmalig igendreer. Im August Leben, doch schon im ssen Todestag sich am ereits zum 61. Male ht Kinder hervor. Der eg vermißt, und man ört. Heute leben noch Auguste, die ebenfalls ovember d. J. 74 Jahre kelkinder und zwei UrJahre lana hat Oma ruch den„.„.“ auster stets die Treue gezittmer sehr unglücklich ieses Unglücksfalls leiGeburtstag wird diese ifellos im Mittelpunkt n S p ä t s o m m e r a u s f l u g Kosterbrücke. Pfarrer ßungsansprache. Nach sarbeiter Lenk(Boeren Mission. In der seinen Abschluß. Die schnell. en rerin Fräulein Anna itigkeit an der Engelausübte, wurde nach r dortigen Schule ab 1. tätig sein wird. Eine erin scheidet somit aus schon zu verstehen ist, en sehen. Die Lehrerfür Fräulein Puppe stalten. saftsabend der DAF., stag, 25. September, uppe Dahlhausen für saal(Inh. Roose) auf nstappell veranstalten. iesem Appell geladen. meradschaftsabend anr Amtswalter mit einid Humor wird bestens erkscharmänner, die am n F e s t d e r D e u t s c h e n ehen haben, werden zu en en. Im Oberdahlhauer Hasenwinkelerstraße selbständig gemachte ereins 03 Dahlhausen. neradschaft Dahlhausen rsammlung ab. 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Die im Monat September fällig gewesenen und bisher noch nicht entrichteten Abgaben werden hierdurch angemahnt, nämlich: Fällig am 10. September 1937: Getränkesteuer für das Viertelahr Juli September 1937. Fällig am 15. September 1937: Abgaben vom Grundeigentum, Kurkosten, Unterstützungsbeiträge, Schulgelder für den Monat September 1937. Gewerbelohnsummensteuer für den Monat August. Nach Ablauf der Fälligkeitstermine wird auf Grund des Gesetzes vom 24. Dezember 1934 ein Säumniszuschlag von 2 Prozent erhoben. Die nach dem 22. September noch vorhandenen Rückstände werden im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben. Steuerhebetermine in Eppendorf. Der monatliche Steuerhebetermin findet Freitag, 17. September, von 15 bis 17 Uhr, im Lokale des Wirtes Niggeling statt. Nachtragshaushaltsatzung. Der Oberbürgermeister gibt die 2. Nachtragshaushaltsatzung bekannt. Auf Grund des§ 88 Absatz 1 in Verbindung mit§ 86 Absatz 2 der deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935(RGBI. I S. 49) wird für das Rechnungsjahr 1937 folgende 2. Nachtragshaushaltsatzung bekanntgemacht. 1.§ 1. Der Nachtragshaushaltplan wird im außerordentlichen Nachtragshaushaltplan in den Einnahmen auf 13000 Mark(gegenüber 30 000 RM. Einnahmen im außerordentlichen Haushaltplan), in den Ausgaben auf 13.000 RM.(gegenüber 30000 RM. Ausgaben im außerordentlichen Haushaltplan) festgesetzt.§ 2. Darlehnsbetrage zur Durchführung des 2. Nachtragshaushaltplanes werden nicht aufgenommnen. 2. Der Nachtragshaushaltplan liegt gemäß§ 88 Absatz 1 in Verbindung mit§ 86 Absatz 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 16. bis zum 22. September 1937 im Rathaus, Zimmer 8, öffentlich aus. Der Reichsluftschutzbund, Ortsgruppe Wattenscheid, teilt mit: In den nächsten Tagen wird nach einer Ruhepause für die Selbstschußkräfte die Ausbildungsarbeit im Reichsluftschutzbund wiederaufgenommen. Es ist zunächst beabsichtigt, den Hauswarten, die bereits eine Allgemeinausbildung im Luftschutz erhalten haben, eine “ g r ü n d l i c h e F a c h a u s b i l d u n g z u ü b e r m i t t e l n. D i e s g e schieht in den LS.=Schulen, denen die einzelnen Blocks zugewiesen werden.— Die Blockwarte werden die Einladungen überbringen, denen unbedingt Folge zu leisten ist. Es ist darum ratsam, daß die zur Schulung Eingeladenen, wenn sie ihrer Pflicht aus wichtigen Gründen nicht nachkommen können, sich sofort unter Larlegung der Gründe an ihre Blockwarte wenden, damit unnötige Härten vermieden werden.— Der Unterricht ist damit alle Eingeladenen daran teilnehmen können, in die Zeit von 18 bis 20 Uhr gelegt. Somit entstehen für die Werktätigen, die Vormittag= oder Nachtschicht haben, keinerlei Schwierigkeiten. Wattenscheider Erwerbslosenziffer sinkt ständig. Die Lattenscheider Erwerbslosigkeit hat bald ihr absolutes inde erreicht. Dies ist um so bedeutsamer, als Wattischeid die Stadt mit der höchsten Arbeitslosenziffer überhaupt war. Im vergangenen Monat stellte sich die Zahl der Arbeitsuchenden, nicht etwa die Zahl der utsächlich Arbeitslosen, die wesentlich geringer ist, auf 99. Sie konnte im Monat August durch weitere güntige Entwicklung des Baumarktes auf 676 Arbeitsuchende weiter gesenkt werden. Soweit heute schon übersehen werden kann, wird diese Ziffer sich im laufenden Monat noch weiter senken, so daß damit das Ende der Arbeitslosigkeit für voll einsatzfahige Kräfte erreicht ist. Stadt Wanne=Eickel Allerlei aus Wanne=Eickel In den letzten Jahren hat sich das Bild von Eickel vorteilhaft verändert. Hart an der Bochumer Grenze sind mehrere große Bauwerke erstanden, weitere umfangreiche Bauten sind im Entstehen. Die Herzoastraße ist zu einer Schmuckstraße geworden: nach der Nordseite zu wird sie von blühenden Sträuchern eingefaßt. Recht schmuck ist die Kleingartenanlage„Am grünen Ring". Die Prälat=Schneider=Straße wird gegenwärtig neu hergerichtet. Wer von Bochum kommend. die Eickeler Straße betritt, empfindet angenehm, daß hier ein breiter, mit Platten belegter Bürgersteig angelegt wurde. Die angrenzende Böschung ist mit grünem Rasen bewachsen. In den verschiedensten Ortsteilen entfaltet sich eine rege Bautätigkeit. Das Auge erfreuen die Grünanlagen und Blumenbeete, die an den noch unbebauten Stellen der Hauptstraße Eickels bis zur Stadthalle erstanden. Bei dem alten Lechtegeschen Hofe ist viel Schönes geschaffen worden. Der Plan. auf dem Gelände hinter dem Hofe eine Schwimm= und Badeanstalt zu errichten, wird allerdings erst verwirklicht werden können, wenn die erforderlichen erheblichen Mittel zur Verfügung stehen. Auch die Stadtteile Röhlinghausen und Wanne haben in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht. Ueberall wird die verschönernde Hand AEERESELESEE Ctesunenene 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der Firma Rawe u. Co., Nordhorn, Zweigwerk: Wäschefabrik Rheda in Westfalen. Kapelle eines Infanterieregiments(Musikmeister Ruhland) 13.15 Mittagskonzert(Von Frankfurt). Das Kleine Funkorchester(Fr. Hauck) 14.15 Zur Unterhaltung spielen die Funkschrammeln. Dazu singt: Theo Morschel. 1. Stadion=Marsch (Siede). 2. Ein Walzer aus Wien(German). 3. Gruß an die Heimat, Lied(Weißkopf). 4. Narzissenmädel(Siede). 5. Sein wir lustig, Ländler(Meyer). 6. Goldene Sterne, Lied(Kroberg). 7. Lachende Augen(Bukowski). 8. Alpenzauber, Mazurka(Schamann). 9. Wenn der Lenz durch die Wiener Stadt zieht, Lied(Trauner). 10. Serenade=Dur(Meyer). 11. Wiener Kinder, Marsch(Demuth) 16.00 Musik am Nachmittag(Deutschlandsender). Unterhaltungsorchester(Otto Dobrindt) 17.00 Von Mühlen, Müllern und Wassergeistern 17.30 Mir ist ein sein's braun' Maidelein gefall'n- in mein'n Sinn. Schöne alte Volkslieder und kleine Musiken 18.00 Musik zum Feierabend. Tänzerische Musik. Funkorchester(Leo Eysoldt); Prof. J. Streiffeler und W. Wielsch(an zwei Flügeln). 1. Tarantelle aus„Südlich der Alpen(Fischer). 2. Russischer Tanz Nr. 3(Bullerian). 8. Schleier=Intermezzo aus„Mona Lisa“(Schillings). 4. Balletszene(Taye). 5. Marionette, Groteske(Czernik). 6.„Drei Andalusische Tanze".(Infante). 7. Jalousie, Tango(Gade). 8 Gavotte(Sinding). 9. a) Spielzeug; b) Waldnixen(Ertl). 10. Die Quelle, Ballettfolge(Delibes). 11. Pierrot und Colombine, aus„Karnevalsfolge" (Bohn=v. d. Bergh). 12. Festtanz und Stundenwalzer aus„Coppelia"(Delibes). 18. Tanzfolge(Pierné). 14. Die Traumtänzerin(Hellmesberger). 15. Ludja=Tango(Mausz). 16. a) angeleat. Die junge Hafenstadt hat noch große Aufgaben zu lösen, sie wird sie meistern. ap. Ernennung im Beurlaubtenstande der Luftwaffe. Feldwebel der Reserve Kurt König, Wanne=Eickel, Herzogstraße 10, ist zum Leutnant der Reserve ernannt worden. Hohes Alter. Am heutigen Donnerstag feiert die Witwe Maria Eßmann, Moltkestraße 27, ihren 70. Geburtstag.— Invalide Josef Heinrich, Kurfürstenstraße 138, wurde 76 Jahre alt. Erhängt aufgefunden. Ein in der Paulstraße wohnender 33jähriger junger Mann wurde erhängt in seiner Wohnung aufgefunden. Nach den Ermittlungen liegt zweifellos Selbstmord vor. Hitler=Urlauber verlassen Wanne=Eipel. Nachdem unsere Hitler=Urlauber Montag als Gäste der NS.= Frauenschaft im Eickeler Parkhaus gemütliche Stunden verbracht haben und im Lokale Höll offiziell Abschied nahmen, fuhren die Gäste Dienstag ab. Im Laufe des heutigen Tages verläßt der übrige Rest WanneEickel. Stadt Herne Tödlicher Arbeitsunfall In einem Herner Betriebe ereignete sich am 14. September ein trauriger Betriebsunfall. Ein Arbeiter war mit mehreren Arbeitskameraden mit der Ausbesserung von Bergschäden, die sich an einer Krananlage eingestellt hatten, beschäftigt. Auf bisher ungeklärte Weise wurde dieser Arbeiter von einem fahrenden Kran erfaßt und zu Tode gedrückt. Die Nachforschungen, ob Verschulden eines Dritten vorliegt, sind noch nicht abgeschlossen. IELLEEEMZT Bitte schön, Polka(Joh. Strauß); b) Flirt, Galopp(Ziehrer) 19.00 bis 19.15: Kumpels aus allen deutschen Gauen. Ein Besuch in dem Bergmanns=Erholungsheim „Rosenau" 19.45 Momentaufnahme 20.10 Musik am Abend 20.30 Das Käthchen von Heilbronn. Romantisches Ritterschauspiel von H. von Kleist mit der Musik von Hans Pfitzner. Funkbearbeitung: F. Walther„Ilges, Spielleitung: Dr. E. Kurt Fischer. Musikarische Leitung: Generalmusikdirektor Reinhold Schulz=Dornburg 22.30 Volks= und Unterhaltungsmusik(Von Stuttgart). Das Mandolinenorchester„Odeon“(H. Becher); die Bauernkapelle(K. Rehfeld); Hildegard Hüfner=Grüninger(Laute); Stuttgarter Volksmusik; Hans Hanus und Eduard Pöltner Deutschlandsender: 18.20: Solistenmusik.— 19.00: Musik zur Unterhaltung.— 20.15: Musik aus der Queenshall in London.— 21.15: Der Tag klingt aus...— 22.30: Eine kleine Nachtmusik. — 23.00: Und zum Schluß tanzen wir! 18.00 Der Ruf des Schicksals(Friedrich Griese) 18.20 Vergessene Weisen(Von Hörern eingesandt). 19.00 Musik zum Feierabend. Funkorchester(Leo Eysoldt). Reinhard Fritzsche(Flote), Edmund Kirst(Klavier), Marga Bäuml(Gitarre). 1. Präludium aus den„Dramatischen Szenen"(Massenet). 2. Mosaik, Romanze(Schönian). 8. Hexenzug(Moussorgsky). 4. a) Lebenswalzer(Kromke), b) Tarantelle(Blumer). 5. Seid umschlungen, Millionen, Walzer(Joh Strauß). 6. Soeno(Tarregar). 7. Ständchen(Schmidseder). 8. Finnlandia(Sibelius). 9. a) Lied der Sehnsucht(Hernried), b) Pan und die Vögel(Mouquet). 10. Zigeunertanz (Debussy). 11. Fantasie(Legnani). 12. Im Reiche der Zwerge, Folge(Lindner): a) Abenddämmerung. b) Fröhliche Arbeit, c) Rasche Heimkehr. 13. Romanze(Kromke). 14. Arabische Serenade (Tarrega). 15. Walzer=Fantasie=moll(Glinka) 19.45 Momentaufnahme 21.00 Zum 75. Geburtstag des Dichters Augustin Wibbelt(Friedrich Castelle) 21.15 Musik mit Solisten. Milli Engelmann=Gillrath (Sopran), Wolfgang Berger(Violine), Martin Heinrich Steinkrüger(Klavier). 1. immungs; bilder(Strässer). 2. Musizierstücke für Lionine und Klavier(Unger): Walzer. Altes Lied. Walzer. 3. Vier Lieder nach dem Lochheimer Liederbuch(Jarnach). 4. Schwänke und Idyllen(Haas). 5. Norwegische Weise(Halvorsen) 22.30 Musik zur späten Nacht(Vom Deutschlandsender). Kapellen Eugen Jahn und Oswald Heyden. Das Berliner Trio Deutschlandsender: 18.00: Klaviermusik.— 18.30; Pökelfleisch mit Sauerkraut und Erbsen.— 19.00: Zur Unterhaltung.— 20.10: Wien— einmal anders. — 22.30: Musik zu später Nacht Wiking zwischen Wogen und Wolken. Hörszenen um Leben und Schicksal Günther Plüschows(Vom Deutschlandsender Spiel fur unsere Kleinsten(Liselotte (Aus Gleiwitz, Fröhliches Hoppe) 12.00 Mittagskonzert. Ostlandorchester Beuthen=.=.) 14.15 Wochenendkonzert(Schallplatten) 15.15 Musica lieb ich für mein Leben. Wir singen und spielen für unsere Jungmädel SLNCAULIENE 10.00 In der Ehrenhalle des deutschen Volkes. Aus der Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ 10.30 Körperliche Ertüchtigung. Als Segelfluglehrer in Uebersee(Von Stuttgart). 12.00 Mittagskonzert. Orchester Hermann Hagestedt 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei(Vom Deutschlandsender) 15.00 Bücher vom Kampf um das Schicksal des Bismarckreiches 16.00 Musik am Nachmittag(Vom Deutschlandsender). Unterhaltungsorchester(Otto Dobrindt) 17.20 Werke von Erich Sehlbach. Irma Zucca=Sehlbach (Klavier), Oskar Kroll(Klarinette) 1. Kleine Suite für Klavier. 2. Musik für Klarinette und Klavier. 3. Drei Klivierstücke 1936 16.00 Bunte Melodien. 17.00 18.00 18.05 19.00 20.10 22.30 Bunte Melodien. Zusammengestellt von H. Hoppe. Melitta Wittenbecher(Sopran), Friedrich Engen Engels(Tenor), die Sechs Frohen Sänger, Willi Althoff(Mandoline und Mandola, Alfons, Walter, Franz Leo Andries(an zwei Flügeln). Orchester Hermann Hagestedt.— Darin: Tiere, die im Sommer schlafen. Eine lehrhafte Plauderei(Herbert Kuntze) Der neue Funkplan Zur Unterhaltung. Unterhaltungs=Sertett. Ludwig Matern(Tenor), Edmund Kirst(Klavier). 1. Tanz unter der Dorflinde(Reinecke). 2. Alt=Wien (Niemann). 8. Inna tanzt(Häuser). 4. a) Sei mir gegrüßt(Schubert), b) Im Abendrot(Schubert). 5. Aufschwung(R. Schumann). 6. a) Vergebliches Ständchen, b) Minnelied, c) In den Weiden(Brahms). 7. Larghetto(Mozart). 8. a) Großmutters Menuett, b) Kobold(E. Grieg). 9.), Ständchen, b) Liebesbotschaft(F. Schubert). 10. Humoreske(Reger). 11. Fürs Album(v. Wilm). 12. Hochzeitszug(Reinecke) Zum Tag des deutschen Volkstums. Blick über die Grenze Der frohe Samstagabend des Reichssenders Köln mit Hans Salcher, Hans Müller=Schlösser, Karl Urbach u. a. m. Kölner Funkorchester(L. Ensoldt) Tanzmusik(Von Berlin). Kapelle Robert Gaden und Quintett Waldemar Haß Deutschlandsender: 16.00 Froher Funk für alt und jung. — 18.00: Eugen Wolf spielt.— 19.00 Die Berliner Philharmoniker spielen.— 21.15: Der Tag klingt aus...— 22.30: Eine kleine Nachtmusik. — 23.00: Tanzmusik Ihre Vermählung geben bekannt Otto Drewes Anne Drewes geb. Zilch Bochum-Riemke, Dahlacker 47 16. September 1937 Familienanzeigen finden im„S..“ große Verbreitung Heiraten Brav., fl. Mädchen, 39., mit Ausst., sucht die Beksch. eines anst. Herrn zwecks baldiger H. G. 58792 Anz. Am 13. September 1937 starb unser Getolgschaftskamerad, der Obermeister Gasiat-Peichen In dem Verstorbenen, der seit der Inbetriebsetzung unseres Stahl- und Walzwerkes bei uns tätig war. bis ihn vor 2 Jahren seine Krankheit zwang. in seiner Tätigkeit auszusetzen, verlieren wir einen langjährigen, treuen Mitarbeiter, der sich die Wertschätzung aller Gefolgschaftskameraden erworben hat. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Bochum, den 15. September 1937 Führung und Gefolgschaft der Eisen- und Hüttenwerke Aktiengesellschaft Ueneröffnung! Den werten Lesern von Bochum und Umgegend zur Kenntnis, daß ich einen Lesezirkel eröffnet habe. Bestellungen sind zu richten an den Odcon=Lesezirkel Bochum, Ehrenfeldstraße 57. Statt besonderer Anzeige Am Sonntag, dem 12. September verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser liebes Töchterlein und Schwesterchen, unser sonnigen Enkelkind Ilse Jansen Im Alter von 3½ Jahren. In tiefer Trauer: Dr. med. K. Jansen und Frau lise geb. Hanssen Bochum. den 16. September 1937 Dirschauer Strabe 4 Die Beisetzung hat in Brambauer in aller Stille stattgefunden. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen Die Beleidigung die ich gegen die Familie Olschinka, Schulstu. 11, ausgesprochen habe, nehme ich als unwahr zurück. Frau Gehrmann, Schulstraße 11. Kuriosseldeerauf rutenweise Montag, den 20. bis Freitag, d. 24. Sept. C. H. Eucken, Bochum-Goldhamme sofortlieferbar RT, 3P S, 100 ccm 345.KS. 200 ccm 540SB, 200 ccm 666.SB, 350 ccm. 875.auch Triumoh 200, 350 und 500 ccm sofort lieferbar Hl. Scherzek Wiemelhauserstr. 96 Tafelbestecke schw. versilb. sowie aus rostfr. Edelstahl, langs. Gar., nur Qualität! Gr. Auswahl, günstige Preise. Monatsraten. Freikatalog. Vetterlein, Besteckfabrikation, Solingen 21 Haben Sie selbst Stoff s. Paletot, Ulster, Slipon od. Anzug? 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Nur 11 Tagel an ner- Nur 11 Tagel BOCHUM, MOLTKEMARKT Schippers und Vandervilles weltberühmtes Uirc beude orend uur Eise Holländer Zum Schlußbindie Kurhaus Ruhrstein feiert Donnerstag, den 16. d. M. nachmittags und abends ihren Abschied.— Alle Freunde und Bekannte sind herzlich willkommen. Ruf Essen 40945 Tag der deutschen Artistik Preitag, den 17. September, abends 8 Uhr im Tonhallen- Varieté Sonderseranstaltung mit Spitzenleistungen deutsch. Artistik Eintrittskarten zum Preise von 1 RM. in den K. d..-Verkaufsstellen Oeffentliche Mahnung Die nachstehend ausgeführten, im September 1937 fällig gewordenen und nicht gezahlten Steuern und Abgaben werden hierdurch angemahnt: Am 4. September 1937 fällig: Schulgeld für die staatlichen höheren Lehranstalten, Unterhaltsbeiträge für September 1937. Am 10. September 1937 fällig: Getränkesteuer für August und Bürgersteuer. Am 15. September 1937 fällig: Biersteuer und Gewerbesteuer von der Lohnsumme für August 1937, Abgaben vom Grundbesitz, Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen, Schulgelder für die städt. höheren Lehranstalten, für die Haushaltungs= und Gewerbeschule, für die Gewerbe= und Betriebsfachschule für September 1937 und die Gebühren für die im Monat August 1937 ausgeführten Krankenwagen= fahrten. Nach dem Steuersäumnisgesetz vom 24. Dezember 1934 ist für alle Steuern, die nach den vorstehend angegebenen Fälligkeitsterminen gezahlt werden, ein Säumniszuschlag in Höhe von 2 v. H. zu entrichten. Nach dem 22. September 1937 werden die vorhandenen Rückstände zwangsweise eingezogen. Zahlungen können während der Kassenstunden von 8 bis 13 Uhr bei der Stadtkasse, Rathaus. Eingang B, und bei den Zahlstellen erfolgen. Ueberweisung auf ein Bank= oder Postscheckkonto wird unter Angabe der Hebebuchnummer empfohlen. Die Stadtkasse hat Konten bei allen Bochumer Banken und Postscheckkonto Dortmund 19637. Bochum, den 16. September 1937. Die Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde. KN Zwangsversteigerung 14 K 49/35. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 49, Blatt 2470, Flur 49, Parz. Nr. 596/10, a) Wohn= u. Geschäftshaus mit Hofraum, groß 0,01 Ar; Flur 49, Parz. Nr. 597/12, b) Hinterflügelanbau, links, mit Kellergebäude, groß 1,50 Ar; Wittener Straße 6; Flur 49, Parz. Nr. 812/30, c) Wohnhausmit Hofraum, Grabenstraße 53, groß 1,43 Ar. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1935: 64800,— RM. — Grundbuch von Bochum, Band 48, Blatt Nr. 2400, Flur 49, Parz. Nr. 600/13, a) Wohn= u. Geschäftshaus mit Hofraum, Wittener Straße 8„groß 0,16 Ar, Flur 49, Parz. Nr. 601/14, und Flur 49, Parz. Nr. 813/15, b) Bäckerei mit Wohnung, Grabenstraße 55, groß 1,17 und 0,66 Ar. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1935: 50 600.— RM. Eigentümer: Konditor Albert Rüsberg in Bochum. Versteigerungstermin am 20. Oktober 1937, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. Nr. 14, Zimmer Nr. 52. Amtsgericht in Bochum. Zwangsversteigerung Am Freitag, dem 17. September 1937, 11 Uhr, werde ich in Bochum, Alleestraße 54, folgende Gegenstände meistbietend gegen bar versteigern: 1 Herren=Taschenuhr(amer. Doublé), 1 Bücherschrank mit mittl. Glastüren, 1 Zimmerkredenz, 1 Zimmerkredenz mit Aufsatz. 1 Plüschsofa, dunkel geblümt, 1 Plüschsofa, grau, 1 Plüschsessel, 1 Rauchtisch, 1 Ruhebett, 1 Ausziehtisch und 4 Stühle mit hoher Lehne und Ledersitz, 1 gr. Posten Weine, Liköre und Sekt. Heckmann, Obergerichtsvollzieher, Dechenstraße 2. Ein Inserat zur rechten Zeit hat keinen Kaufmann je gereut. Und inserierst Du im B. hast stets Du viele Käufer dal Westfala Binnenbahr Eropper=Altiengesruschaft, Bochum Anläßlich der in unserer Generalversammlung vom 30. Juni 1937 beschlossenen Kapitalerhöhung hat sich zwecks Vereinheitlichung unserer Aktienurkunden, die zum Teil mit einem Stempelaufdruck versehen sind, zum Teil auf die alte Firma lauten, die Notwendigkeit eines vollständigen Neudrucks unserer Aktien ergeben. Wir fordern demzufolge hiermit unsere Stamm-Aktionäre auf, ihre alten Aktien zum Zwecke des Umtausches in neugedruckte Aktien bis zum 29. September 1337 einschließlich in Berlin, Bochum, Dortmund, Essen bei der Dresdner Bank und bei der Deutschen Bank und Diskontogesellschaft sowie außerdem in Bochum bei der Westfalenbank Aktiengesellschaft einzureichen. Gegen jede eingereichte alte Stammaktie über nom. RM. 100.— mit Gewinnanteilscheinen Nr. 9 ff.* Erneuerungsschein wird eine neue Stammaktie über nom. RM. 100.— mit Gewinnanteilscheinen Nr. 1 ff.* Erneuerungsschein, Ausstellungsdatum im August 1937, ausgereicht. Die neuen Aktien werden möglichst Zug um Zug ausgehändigt. Für die mit dem Umtausch verbundenen Sonderarbeiten wird die übliche Provision in Anrechnung gebracht; sofern jedoch die Stücke nach der Nummernfolge geordnet bei den vorstehend genannten Stellen unter Benutzung der daselbst erhältlichen Formulare direkt am zuständigen Schalter eingereicht werden und ein Schriftwechsel hiermit nicht verbunden ist, erfolgt der Umtausch kostenfrei. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß beantragt ist, mit dem Ablauf der vorgenannten Frist nur noch die neu zur Ausgabe gelangenden Stammaktien-Urkunden mit dem Ausstellungsdatum„Im August 1937“ für börsenmäßig lieferbar zu erklären. Bochum, den 16. September 1937. Westfalia Dinnendahl Gröppel Aktiengesellschaft Der neue PPROA Tup 3500 oope der moderne Wagen für große 2 OL SInsprüche ist eingetroffen Preis der 4tür. Lim. R M. 5950,-.W. Bitte erproben Sie diesen Interessanten Wagen bei der Generalvertretung HANSA-LLÖYD= HANSA WSeinmMEMTENNIG s, Ruf 43329 vollständig kompl. 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