Ir! kleinerung des shaltes und morgen von uhr allerhilligst: 1 Musiksglon(Ma; se, Tisch, Gondel, 3 uni), 1 Backenfessel rone, 1. klein.„Tisch, mit Decke, 1 GeKaulbach, 1 Pastell Badeosen(Junkers), 1 Messingbettstelle eit Roßhaarmatratze, (.90X4.20). Cocos1 Kinderschreibpult, de. 1, Meialbett miz tür. Kleiderschrank, 1 Vertiko, 1 kombin. (2 Röhren) mit Lautmowar, 150, Büicher, üchengeräte, 1, Gram10 Platten. 1 Bidet, Kristall, Rippes, Vore Tischlampen, Dekostoapparat,(6X9) und e andere Sachen. eim-Str. 3. part. teu Gut erbaltenes uf. Marken=Fahrrad 76. für 20.4, zu verk. ., Visenstr.20.2. Etg.I. Seseng Grne in b Ausfiphlung Fahrradhandlung sch. Herze, Brüdgrpr. Neumarkt. W un= Einjähr Hühner sch, als Schlachthühner (abzugeben(11. 5g Lebendgewicht.75 Mark), ferner ea. .., 10 Stück Junghennen(weiße lamerik. Legborn, —7 Monate alt) binig abzugeben. Hühnerfarm, Vommerellensitr. Gutesischh Suche 2 rnsehieches G. Roinius. Stargard i. Pomm. gn. Haus Neu=Meriko. #I.„Pahtermapotorrao erschein= und rfrei. mit od. Seitenwag., ausen gesucht. jederstr.88, pri. Geldsorgen? I inseriere im Sochumer Anzeiger Kapitalen) 1 ## Varlehn 00 450 R M. suchi erm, amter. Sicherbeit e zu und hobe„Zinseg. mel= Rückzahtz,. 19 6 100. O. P. 7486 Anzeig. „ WWW Pnseigenbreie: Grundpreise für 1 um Hobe in 22 pm. Preie 85. Vl. Bezugspreis mit Botenlohn: 215 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dal. verhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Vostscheckkonio Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag, 10. Sept. 1937 44. Jahrgang Nummer 212 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise; Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite.5 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil. Familienanzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Bs., kleine Anzeigen, Inscht geschättlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender, im Tertteil 10 Pf. Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 9 gültig„Nachlaßstaffel, B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551— 54 Der Führer legte den Grundltein zum Deutlchen Stadion —„„ Dr. Goebbels klagt Moskau an— Warnungsfanfare an die Welt dub Nürnberg, 9. September. In einem Festakt von mitreißender Schönheit wurde am Donnerstag durch den Führer die Grundsteinlegung zum Stadion der 400.000, einer der kulturschöpferischen Taten des Nationalsozialismus, vollzogen und zugleich wurden die Nationalsozialistischen Kampfspiele, die zum erstenmal in diesem Jahr zum Austrag komgen, eröffnet.„. 626 h. Das neue Stadion liegt= etwa auf der Höhe des alten Stadions jenseits der größten Straße, die vom Märzfeld in einer Länge von.75 Kilometer und einer Breite von 90 Meter quer über den Dutzendteich in den Luitpoldhain führt. Schon jetzt ist der Blick auf die große Straße ein Erlebnis von schwer zu beschreibender Großartigkeit. Vom Märzfeld aus gesehen, liegt im Blickfeld der Straße das gewaltige Massiv der Burg, das Wahrzeichen der Stadt der Reichsparteitage. Am anderen Ende zeichnet sich bereits das Märzfeld, der zukünftige Aufmarschplatz der Wehrmacht, in seinen Umrissen ab. Hier stehen zwei große Schaumodelle der 24 Türme, die das Märzfeld zu einer gewaltigen Riesenburg machen, die etwa fünfmal so groß als das gewaltige Zeppelinfeld ist, auf dem die Vorführungen der Wehrmacht jetzt statfiuhen. adian der 188 800 Auf dem Raume, wo das Stadion der 400 000 erstehen wird, ist eine provisorische Tribünenanlage errichtet worden. Auf der gegenüberliegenden Seite ragt ein mächtiger Turm empor, der auf der Stirnseite das SA.=Sportabzeichen trägt.„6# 8 Von den Stufen dieses Turmes grüßen die Standarten herab, die auch den ganzen Mittelblock des Feldes füllen, auf dem die Formationen der Bewegung aufmarschiert sind. Das ganze Feld ist von dem leuchtenden Bild der Sturmfahnen eingefaßt. In der Mitte der Tribünen ragt lang ein Vorbau heraus, auf dem das Modell des Deutschen Stadions in der Größe:200 steht, das einen Begriff von der Großartigkeit und Monumentalität der hier erstehenden Anlage gibt. Vor dem Modell erhebt sich aus silbergrauem Granit der Grundstein. Zur Rechten des Vorbaues sind Musik= und Spielmannszüge der drei Wehrmachtteile, auf der gegenüberliegenden Seite die der Kampfformationen der Bewegung aufmarschiert. Den mächtigen Innenraum aber füllen in dem Bunt ihrer Uniformen die Ehrenabordnungen der Formationen, in der ersten Reihe das Jungvolk und die Hitler=Jugend, dann die Standarte Feldherrnhalle“, die Männer des Arbeitsdienstes mit blinkenden Spaten, die Ehrenkompagnien des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, die Marschkolonnen der SA., des RSKK., des RSFK. und der Schutzstaffeln. Einen neuen Farbton bringen die Kolonnen der Polizei in das reizvolle Bild, und den Schluß endlich machen die Politischen Leiter. Das mächtige Viereck aber ist eingefaßt vom Grün des Lorenzer Waldes, der auch das werdende Deutsche Stadion einbetten wird. Kurz vor dem Eintreffen des Führers, den die Heilrufe schon von weitem ankündigen, wird die Blutfahne in das Innere getragen, während sich alles von den Plätzen erhebt und das heilige Zeichen der gruppenführer Kerrl, sowie dem Schöpfer des Bau=, planes, Professor Speer, begleitet, den Vorbau betritt. Die Ansprache Lutzes Der Stabschef erstattet jetzt Meldung an den Führer:„Mein Führer! Ich melde Ihnen als Chef des Stabes der SA. die zur Feier der Grundsteinlegung des Deutschen Stadions erfolgte Aufstellung der Ehrenformationen aus jenen Gliederungen, die dereinst wesentliche Träger der körperlichen Ausbildung und damit der Durchführung der Deutschen Spiele sein werden.“ Dann spielen die Musikzüge„Ein junges Volk spielt auf“, das von den Männern mit übervollem Herzen mitgesungen wird. Nun wendet sich der Stabschef zum Führer. „Mein Führer! Vor noch nicht einem Jahr gaben Sie der SA. den Befehl, die Nationalsozialistischen Kampfspiele vorzubereiten und alljährlich während des Reichsparteitages durchzuführen. Heute stehen die Männer der Kompfformationen bereit, Ihnen, mein Führer, den Dank für das in sie und ihr Wollen und Können gesetzte Vertrauen durch die Tat abzustatten. Ein kurzes Jahr hat genügt, um die große Arbeit nicht nur anzufangen, sondern um sie auch schon zu einem erkennbaren Ergebnis zu führen. Wenn Sie heute, mein Führer, den Grundstein legen zu dem gewaltigen Deutschen Stadion, dann darf ich Ihnen versichern, daß die Anerkennung, die in dieser Ihrer Tat für uns liegt, uns wiederum erneut Ansporn sein wird, die ganze Kraft für das Ziel einzusetzen, das Sie uns vor nunmehr über 15 Jahren schon wiesen. Mein Führer, ich bitte Sie, nun die Grundsteinlegung zum Deutschen Stadion zu vollziehen und die Nationalsozialistischen Kampfspiele zu eröffnen.“ Der Wortlaut der Arkunde Reichsminister Kerrl verliest dann die Urkunde, die folgenden Wortlaut hat: Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erließ am 27. November des vierten Jahres der nationalsozialistischen Revolution im neunzehnhundertsechsunddreißigsten Jahr christlicher Zeitrechnung folgenden Befehl: „In Verfolg meiner Proklamation am„Reichsparteitag der Ehre“ schaffe ich hiermit für alle künftigen Reichsparteitage die Nationalsozialistischen Kampfspiele. Zum Träger dieser Kampfspiele bestimme ich die SA. Sie ist mir verantwortlich für ihre Durchführung.“ Um diesen Kämpfen eine würdige und weihevolle Stätte zu geben, wurde vom Führer der Bau dieses Deutschen Stadions angeordnet. Seine Gesamtplanung, Form und Gestalt erhielt es vom Generalbauinspektor Professor Albert Speer. Die Errichtung des Bauwerkes erfolgt durch den auf Anregung der Stadt Nürnberg geschaffenen und unter der Leitung des Reichsministers Kerrl stehenden Zweckverband„Reichspaxteitag Nürnberg“ als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Den Grundstein legt heute am 9. September im fünften Jahr nach der nationalsozialistischen Revolution und im neunzehnhundertsiebenunddreißigsten. Jahre chrichlicher Zeitrechnung der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Nach seinem Willen sollen sich nunmehr die Deutschen jährlich in der Zeit des Reichsparteitages bis in fernste Jahrhunderte hinein an dieser Stätte im Wettkampf miteinander messen, um das höchste Ziel der nationalsozialistischen Revolution zu verwirklichen— ein Volk gestaltet in körperlicher Kraft und Gesundheit, erfüllt von der stolzen Stärke tapferer Männer und schöniter Frauen..— 4. 1. Aus.8. Dann wird die Urkunde in eine Kassette geschlossen und durch fünf Steinmetzen eingemauert, während alle Musikzüge mit einer Paraphkase über das Kampflied„Volk ans Gewehr“ einsetzen. bei denen er mit folgendem Ausspruch seinen Wünschen Ausdruck gibt: „Deutsche! In diesem geschichtlichen Augenblick, da ich nun den Grundstein zum Deutschen Stadion lege, erfüllen mich drei heiße Wünsche: 1. möge das gewaltige Bauwerk selbst zum Ruhme und Stolz des deutschen Volkes gelingen, 2. möge es der ewige Zeuge sein einer im Nationalsozialismus geeinten Nation und eines machtvollen Reiches, Schalke schlug PfB. Leipzig:0 In dem im Rahmen der gestern eröffneten NS.= Kampfspiele in Nürnberg zur Durchführung gelangten Revauchetreffen zwischen dem Deutschen Fußballmeister Schalle 04 und dem Deutschen Pokalmeister VfB. Leipzig errang Schalke 04 mit:0 einen sicheren Sieg. (Ausführlicher Bericht im Sportteil.) Auf dem Reichsparteitag der Ehre haben Sie, mein Führer, den kommenden Entwicklungsgang des Deutschen von seiner frühesten Jugend bis ins höchste Alter aufgezeigt, Heute sind sie hier nun vor Ihnen nach Kampflied„Volk ans Ge Korzger c, gei ch- 5ez Diedrei Hammerschlägedes Führers der Kriegsmaxzgs, und Lustmasse, die Einheiten, bes!“ g tit der Führer an den GrurdstelRSKK., des RSFK., der Polizei und der 1; sowie die Abordnungen der Politischen Leiter. 3. möge es die deutschen Männer und Frauen für alle Zeiten ermahnen und hinführen zu jener Kraft und Schönheit, die der höchste Ausdruck des Adels einer wirklichen Freiheit sind. Ich erkläre damit im Jahre 1937 die Nationalsozialistischen Kampfspiele zu Nürnberg für eröffnet.“ Im gleichen Augenblick, da der Führer die Kampfspiele für eröffnet erklärt, donnern die Geschütze, und die Musikzüge fallen mit den Liedern der Nation ein, die von den Zeugen dieser geschichtlichen. Stunde mitgesungen werden. Im gleichen Augenblick beginnen im alten Stadion die Vorentscheidungen der Kampfspiele mit dem Wettbewerb des deutschen Wehrwettkampfes. Nürnberg heute .45 Uhr: Polizei=Auf= und=Vorbeimarsch vor dem Führer am„Deutschen Hof“, Ab 10.00 Uhr: Fortsetzung der Vorkämpfe zu den R.=Kampfspielen. 10.30 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses. 16.00 Uhr: Kundgebung der NS.=Frauenschaft in der 20.00 Uhr: Appell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese. Der Reichssender Köln überträgt: 10.30 bis 10.45 Uhr: Schulfunk:„Kampfspiele der H3.“— 20 bis 22 Uhr: Appell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese. Bewegung ehrfurchtsvoll mit der erhobenen Rechten grüßt. Ringsum auf den provisorischen Wällen drängen sich Tausende und aber Tausende, unter ihnen auch die 16 000 Arbeiter aus allen deutschen Gauen, die am Parteitag als Gäste teilnehmen. Auf der Ehrentribüne ist wieder das gesamte Führerkorps der Partei vertreten. In das Bunt der deutschen und ausländischen Uniformen mischt sich das festliche Schwarz der Kleidung der Ehrengäste des Führers. Aus der Ferne klingt der Präsentiermarsch herüber. Das Brausen der Hellruse kündet die g u gp#t, Führers, der, vom Stabschef und dem Vorsitzender des Zweckverbandes„Reichsparteitag“, SA.=OberWeltbild Die Grundsteinlegung des Stadions der 400 000 Unser Bild peigt den Stabschel der#. Lutze wühernd)egtaepion, gahinte##r Geru„ Ke Bührr. In du Seite 2 Nr. 212„ Bechumer Anzeiger 7 Freitag, 10. September 1937 Der dritte Tag des Parteikongrelles OiSEGUTTJwewaeraug.ew Abrechnung inn dei Sotsche wiftischen Beterecherinm Aufratteinder=Appel un die Weil dnb Nürnberg, 9. September. Am Donnerstag nachmittag wurde in der Kongreßhalle der Parteikongreß fortgesetzt. Nachdem der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, stürmisch begrüßt von den Tausenden, die wieder die riesige Halle bis zum letzten Platz füllten, mit dem Führerkorps der Partei erschienen war, und nach dem Einmarsch der Standarten wurde die Sitzung mit Beethovens majestätischer„Coriolan“=Ouvertüre, gespielt vom Reichssinsonie=Orchester, eingeleitet, Mit fieberhafter, Spanz nung wartete nun alles auf die angekündigte Ankunft des Führers, und es dauerte nicht lange, bis man von draußen das Brausen des Jubels hörte der dann den weiten Raum selbst erfüllte, als der Führer die Halle betrat. Der Stellvertreter des Führers eröffnete die Sitzung und erteilte das Wort dem Reichsleiter Dr. Goebbels zu seiner großen Rede über das Thema:„Die Wahrheit über Spanien.“ Stürmischer Jubel begrüßte )r. Goebbels, als er das Rednerpult betrat. Dann aber folgte atemlose Stille im dichtgefüllten Raum, in dem)r Goebbels' Stimme wie eine Warnungsfanfare an die Welt erklang. Er sagte: Jr. Gorodeid Antlage „Spanien ist die Welt am Scheidewege.“ So schreibt das bolschewistische Zentralorgan„Die Rundschau“ in seiner Nummer 31 vom 22. Juli 1937. Mit diesen Worten ist treffend die internationale Bedeutung des Spanien=Proviems charakterisiert. Es ist in der Tat so. daß Hier muß die Entscheidung fallen zwischen Bolschewisd. h. Zerstörung und Anarchie auf der einen, tung all derer, die auf der schwarzen Liste verzeichnet Am 183. Juli 1936 wird der rechtsstehende Abgeordnete und nationale Vorkämpfer Calvo Sotelo durch die marristischen Polizeioffiziere Moreno und Garrido auf viehische Weise ermordet. Drei Tager später getrenntes Gebiet, das rechtmäßig von den legalen Vertretern des spanischen Volkes zurückerobert wird. Es ist absurd, Deutschland vorzuwerfen, es habe die Absicht, den Nationalsozialismus in Spanien einzuführen und sich hier eine geistige Einflußmöglichkeit zu sichern, oder es verfolge den Plan, Teile des spanischen ereilt den nationalen General Balmes in Las Pal Staatsgebietes unter Ausnutzung des gegenwärtigen mas das gleiche Schicksal. Am Tage darauf wird durch Notstandes zu annektieren. die Verruchtheit dieser Horden spontan und fast gesetzmäßig die Nationale Volksbewegung ausgelöst, an deren Spitze sich General Franco stellt.#m Diese einfachen Daten beweisen, daß die Komintern die gewaltsame Machtergreifung und Sowjetisierung Spaniens planmäßig vorbereitet hatte, daß sie unmittelbar vor dem Gelingen ihrer Pläne stand und nur in lepzter Minute durch die Tatkraft eines Mannes daran gehindert wurde. Es muß daraus die volitische Schlußfolgerung gezogen werden, daß der sogenannte rote Valeneia=Ausschuß keine„Regierung“, sondern das Exekutivkomitee der bolschewistischen Organisation darstellt, die noch einen Teil Spaniens im Besitz hält. Rotspanien ist also kein„Staat“ im völkerrechtlichen Sinne, sondern ein vom spanischen Volkskörper gewaltsam los= rechtmäßige Regierung in Wir wollen weder das eine noch das andere. Aber es kann unter keinen Umständen geduldet werden, daß die kommunistische Internationale sich im Westen Europas eine neue Operationsbasis sichert, von der aus der Keil der bolschewistischen Weltrevolution um so wirksamer und gefahrbringender in Euxopg hineingstrieben werden kann. Wir machen deshalb auch gar keinen Hehl daraus, daß unsere wärmsten Sympathien bei General Franco stehen, dessen heroischen, opfervollen und idealistischen Kampf das ganze deutsche Volk aufs tiefste bewundert. Es war deshalb mehr als ein diplomatischer Akt, daß der Führer und der italienische Regierungschef General Franco als die einzige rechtmäßige Regierung in Spanien anerkannten. Spanien— Teil bolschewistischer Weltrevolution mus, Autorität, d. Seite. „Seit über einem Jahr wird nun die Weltöffentlichkeit durch des immer in sol genüberstehenden Fronten ganz eindeutig voneinander zu trennen, will man zu einem festen Urteil über die möglichen Konsequenzen und Auswirkungen dieses Problems kommen. Wir werden uns zur Erforschung der hier vorgetragenen Thesen einer Reihe von unanfechtbaren Quellen bediegen, die wir zur besseren Durchh. Ordnung und Aufbau auf der anderen das Spanien=Problem in Atem gehalten. Wie solchen Fällen, so ist es auch hier gut, bei der ng dieses akuten Fragenkomplexes die sich geEs ist hier an der Zeit, die internationalen Zusammenhänge, die sich hinter den spanischen Vorgängen auftun, näher zu beleuchten. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der rote Aufstand in Spanien nur einen Teil der von Moskau geplanten bolschewistischen Weltrevolution darstellt. Die internationale Front des Kommunismus tritt unter spanischer Maske in die Erscheinung und es kann auch nicht weiter wundernehmen, sie wie immer anderswo, so auch hier die moralische, intellektuelle und auch materielle Unterstitzung der linksbürgerlichen Demokratie in aller Welt findet. Man kann sich diese fast rätselhaft anmutende Zuschlagskraft unseres Beweises nach Möglichkeit aus dem gegnerischen Lager zu nehmen bemüht sein wollen, Das Bild, das wir hier entwerfen, wird leider eine Reihe von furchtbaren, ja geradezu abstoßenden und ekelerregenden Einzelzügen tragen. Aber das darf uns nicht davon abhalten, den unleugbaren Tatsachen unerschrocken und kühn in die Augen zu schauen. Denn was heute in dem so unglücklichen Spanien vorgeht, das kann sich morgen in jedem anderen Lande abspielen, dessen Volk nicht Einsicht und Tatsachensinn genug besitzt, um die drohende Gefahr zu erkennen und aus dieser Erkenntnis die Mittel und Möglichkeiten zu schöpfen, ihr wirksam zu begegnen. Völker, die vor der gerade in letzter Zeit unheimlich schnell zunehmenden Gefahr des internationalen Volschewismus die Augen verschließen, werden eines Tages ein furchtbares Erwachen aus dieser geistigen Narkose erleben. Auch der Umstand, daß wir deutsche Nationalsozialisten als die bewußtesten und kompromißlosesten Vorkämpfer der antibolschewistischen Weltfront heute noch die Rolle des Predigers in der Wüste zu spielen verurteilt sind der tauben Ohren predigt, kann uns nicht davon abhalten, die Dinge zu sehen, wie sie sind und sie auch beim richtigen Namen zu nennen. Daß die internationale jüdische Zerstörungsfront wieder einmal ver Wut und Haß aufkreischen wird, wenn wir mitleidslos und klar in die Hintergründe dieses bestürzenden Weltverganges bineinleuchten, ist nach Lage der Dinge selbstverständlich. Daß sie uns deshalb mit einer Flut von Unrat, Lüge und Verleumdung überschütten wird, kann für uns nur eine Ehre und ein Beweis mehr dafür sein, daß wir mit unserer Warnung an Eurova auf dem richtigen Wege sind. Moskaus Anschlag auf Spanien Es ist öfter in der Geschichte festzustellen, daß Völker nach ganz großen Katastrophen von in ihrem Ursprung und in ihrer Auswirkung manchmal fast rätselhaft anmutenden Lähmungserscheinungen befallen werden. Daß aber eine politische, kulturelle, moralische und intellektuelle Infektion größten Stils einen, gangen Erdteil zu zerstören sich anschickt, das erleben wir in der Geschichte heute zum ersten Male in dem großangelegten und raffiniert durchgeführten Feldzug des internationalen Bolschewismus gegen die gesittete Welt. Nunmehr ist Spanien der zum Ausbruch gekommene Krankheitsherd. Hier zeigen sich die Symptome dieser gefährlichen Ansteckung am deutlichsten und klarsten. Die Moskauer Komintern wird nicht müde, der Weltöffentlicht eit einzureden, die nationale Bewegung in Spanien, die in die am 17. Juli 1936 schon gärende Entwicklung eingegriffen hat, sei ein Militäraufstand reaktionärer Generale, der bam spanischen Volk eindeutig abgelehnt werde. Die Wahrheit dagegen ist, daß diese Bewegung einen Akt völkischer Notwehr gegen den für dieselbe Zeit eingesetzten und dann auf den August 1936 verschobenen Aufstand der kommunistischen Partei Spaniens darstellt. Dieser Aufstand wurde in Moskau seit Jahren geplant, von Moskau organisiert und kommandiert und wird auch heute von Moskau praktisch durchgeführt. Getreu diesem in Moskau entworfenen Schlachtplan wird in Spanien vorgegangen. Im Jahre 1985 beläuft sich die jährliche Unterstützung der Kommunistischen Partei Spaniens durch Moskau auf mehrere Millionen Peseten, wovon die Komintern zwei Millionen offen eingestanden hat. Auf dem 7, Weltkongreß der Komintern in Moskau im Jahre 1935 gibt Dimitroff die Anweisung zur Bildung einer Volksfront in Spanien. Vom 16. Februar bis 20 April 1936 werden von den roten Horden 140 Menschen ermordet und 529 Gebäude verbrannt und zerstört, ebe die bolschewistische Revolution offen ausbricht. Der allgemeine Aufstand wird für Juni 1986 festgelegt. Eine im Original vorliegende Anweisung der Moskauer Komintern verschiebt ihn dann auf August 1936. Diese Anweisung enthält u. a. den Befehl zum Generalstreik und unter Nr. 11 die Hinrichsammengehörigkeit zwischen Bolschewismus und westlichliberalem Intellektualismus nur erklären, wenn man annimmt, daß es sich hier um eine geistige Erkrankung handelt. Dazu kommt noch, daß sich im Bolschewismus das internationale Judentum die bequemste Tarnung geschaffen hat für eine politische und moralische Kriminalität, die zwar seinem inneren Wesen entspricht, die aber, würde sie nackt und bloß zur Schau getragen, den Abscheu und das Entsetzen der ganzen Menschheit erregen müßte. fehlen, und über einer führerlos gewordenen Masse kann der internationale Jude gefahrlos die Diktatur des Terrors des Geldes aufrichten. Es ist unverkennbar, daß die Gegenwehr gegen diesen plumpen und dreisten Versuch einer Vorbereitung der jüdischen Weltherrschaft unter den Völkern in erfreulichem Maße zunimmt. Eine Reihe von Ländern hat diese so außerordentlich gefährliche Bedrohung ihres nationalen Bestandes bereits vollkommen abgeschüttelt. Wo sich aber in Europa tatkräftige und mutige Männer in den einzelnen Völkern gegen die bolschewistische Gefahr erheben, werden sie als vom Nationalsoziglismus oder Faschismus bestochene und ausgehaltene Subjekte seitens des Indentums und der ihm hörigen Presse angepöbelt, der Nationalsozialismus oder Faschismus selbst aber als imperialistischer Expansionsversuch Deutschlands oder Italiens diskreditiert. Nationalsozialismus keine Exportware a“##ehn: Es sei deshalb hier noch einmal in aller, EindringDenn die In= lichkeit festgestellt, daß wir niemals die Absicht hatten oder auch nur haben können, aus dem Nationalsozialismus eine Exportware zu machen. Wir denken viel zu geschichtlich, als daß wir glaubten, daß eine aus dem tiefsten Wesen eines Volkes entsprungene politische Weltanschauung wahl= und einschränkungslos in ein anderes Land ausgeführt werden könnte. Der Nationalsozialismus ist nicht nur kein Export=, er ist im Gegenteil ein deutscher Patentartikel, den ausEs ist müßig, die materielle Hilfe, die Moskau und schließlich füruunser Land zu reservieren und in Kon; Zerbihcher allem imn liberalen Staaten, leider noch nicht 130 sowietrustische zicher seiner trügerischen und angemaßten Wi gegenüber, wenn nicht aktiv fördernd, passiv hinnehmend sich verhält. Was gen, wenn Rabindranath Taspanischen Vorgänge„an das GeKorrespondenz berichtet darüber, daß eine nackte Frau über den Schützengraben hinausgeschoben wurde, um sie als Muster zu zeigen. Nach der„Daily Mail“ von 22. August 1936 wurden 28 Nonnen aus dem Kloster Santa Clara unbeschreiblichen Maxtern unterworfen, vergewaltigt und getötet. Ein zurückgekehrter Belgier berichtet im„Echo de Paris“ vom 29. März 1937 aus Mahora, daß sich junge Frauen selbst getötet haben, um der Vergewaltigung zu entgehen. Die Scheidung ist nach kommunistischem Muster eingeführt. In Bilbao trat die berüchtigte rotspanische Agitatorin La Pasionaria vor Regierungsanhänger und erklärte: „Ich predige die kommunistische These nicht nur, ich wende sie auch praktisch an. Folgt mir, macht es genau wie ich, werdet auch Apostel der freien Liebe.“ Die Sozialisierung der Frau wird auch in Rotspanien praktisch durchgeführt. Uns liegt ein Gutschein im Original vor, der folgenden Wortlaut hat:„Gutschein für 10 Nächte des Kameraden Juan Palomeque mit einer Frau, welche er will. Toledo, den 7. August 1936.“ Derartige Gutscheine sind in Toledo, Malaga und an der Cordoba=Front in Massen gefunden worden. Furchtbar und unbeschreiblich sind die Leiden, denen unschuldige Kinder im bolschewistischen Spanien ausgesetzt sind. In einer Prager Zeitung erzählt ein ,spanischer Flüchtling, daß die Milizen sein siebenjahriges Kind vor seinen Augen, vom vierten Stock auf den Kasernenhof warfen, wo es tot liegen blieb. Ein geflüchteter belgischer Freiwilliger schildert im„Echo de Paris“ vom 29. März 1937, wie 12= und 13jährige Mädchen in der schamlosesten Weise von den Roten mißbraucht wurden. In Malaga schleppten die Roten am 8. Februar 1937 70000 Flüchtlinge mit und deckten dadurch ihren Rückzug. Unter diesen Flüchtlingen befanden sich annähernd 50 000 Kinder. Unabschätzbar sind die Verluste, die der Bolschewismus in Spanien der Kunst und der Kultux zugefügt hat. Es ist bekannt, daß er sich ahnungslosen Gemütern gern als neue geistige Haltung vorzustellen beliebt. In der Praxis dagegen ist er ternationalität des Bolschewismus wird ja hauptsächlich durch das Judentum bestimmt. Der Jude wirkt sich im Bolschewismus in der Tat als die Inkarnation im Bolschewismus alles Bösen aus. Waffen=Großlieferung im Zeichen der Nichteinmischung senr nen darzulegen. die furchtbarste Barbarei Kriegsmaterial und Munition. Mias 184 Sn. Im Februar und März wurden in Reval 101 Sowjetflugzeuge nach Spanien verladen. Am 1. März gelangten nach Almansa auf dem Landwege 50 schwere sowjetrussische Geschüße. g g. v. 2 Arisgsmeteriet Eine einzige große Bestellung von Kriegsmaterial der Sowjetunion der letzten Zeit umfaßt 100 Großtanks, 500 mittlere Tanks, 2000 leichte Tanks, 4000 schwere, 6000 leichte Maschinengewehre und 300 Flugzeuge mit den dazu gehörigen, Pilotez.#.... schen Ungezählt das Kriegsmaterial, das von Frank= diese Leute reich und über Frankreich nach Rotspanien gegangen ist und noch geht. Endlos ist die Reihe der Waffen= und Munitionslieferungen, die die Tschechoslowakei bisher getätigt hat. Firmen in England, Holland und der Schweiz beteiligen sich an diesem Geschäft. Der international=jüdische Waffenhandel ist dabei in weitestem Umfang eingeschaltet. Und das alles geschieht unter einem internationalen Kontrollplan und im Zeichen der Nichteinmischungsvolitik. Wir betonten schon, daß die Ehe zwischen Bolschewismus und Demokratie ganz unverständliche um nicht zu sagen geradezu ververse Züge aufweist. Die Demowissen der Menschheit appelliert“ und dabei ausruft: „Helft der Demokratie, helft der Zipilisation und der Kultur!“ Wenn den gleichen Appell diesmal an das Gewissen der Welt die bedeutendsten amerikanisch=demokratischen Politiker und Kirchenmänner richten, wenn der Dean von Canterbury am 18. April 1937 in einem Aufruf schreibt:„Es ist nicht wahr, daß das rote Spanien religionsfeindlich ist. Im Gegenteil, ich war verblüfft über die tiefreligiöse Note, die heute, hinter dem spanischen Leben steht.„Es istzpöllig iglschpen, sagen, daß diese Leute unreligiös sind, auch wenn sie Gott leugnen. E Ei Wenn es sich hier nicht um eine schurkische, gemeine und niederträchtige Bagatellisierung einer furchtbar drohenden Gefahr handelt, dann stehen wir damit zweifellos vor In ihm wirkt sich der Haß des Untermenschen gegen die für ihn auf ewig unerreichbare Kulturhöhe der abendländischen Menschheit aus. Deshalb wird alle das vernichtet und zerstört, was diesen roten Barbare, unzugänglich bleibt. Unter den 20 000 Kirchen und Klöstern, die von den Roten geplündert und zerstört wurden, befindet sich eine große Anzahl historisch und architektonisch unersetzbarer Bauwerke, zum Beispiel das alte Kloster von Montserrat, die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche Santa Ana in Sevilla und piele andere mehr. Wundervolle Gemälde aus dem Proo=Museum in Madrid wurden im Januar 1937 nach Odessa verladen. Ein großer Teil der Kunstschätze aus Museen und= Privatbesitz in Madrid wurde in riesige Kisten verpackt und nach einem Sowjethafen verschickt. Das ist Kulturbarbarei und zugleich ein großangelegter jüdischer Diebstahl, der sich unter politischer Maske tarnt. Moskaus Vernichtungsfeldzug gegen Religion und Kirche Ein besonderes Kapital in der spanischen Leidensgeschichte nehmen Religion und Kirche ein. Wenn wir zu Anfang eine Reihe von Stimmen zitierten, die aus kirchlichen Kreisen kamen und für Rotspanien Stellung nahmen, so ist dieses Verhalten angesichts der Tatsachen vollkommen unverständlich: vor allem, wenn man sich dabei vergegenwärtigt, daß diese selben kirchlichen Kreise sich nicht genug moralisch entrüsten können über angebliche Verfolgungen, denen die Kirchen in Deutschland ausgesetzt sein sollen. Dabei ist im Verlauf unserer Revolution nicht einem einzigen, Geistlichen auch nur ein Haar gekrümmt worden. Die Vernichtungspraxis aber des Bolschewismus sowohl in Rußland als auch in Spanien gegen die Kirche ist eine furchtbare und grauenerregende. Die Kirchen selbst aber stehen dieser so unmittelbar und tödlich drohenden Gefahr voll; einer instinktlosen Dummheit Es ist, als habe die Welt die Augen vollkommen, ver= dieser so unmittelbar und tödlich drohenden Gefahr vol schlossen vor dem an sich so offen liegenden Versuch der kommen abnungslos und passiv gegenüber. Hier wirkt Moskauer Komintern. in Spanien ein Experimentierfeld sich der Bolschewismus als verkörverter Satanisder bolschewistischen Weltrevolution aufzumachen. Denn der Kampf in diesem unglücklichen Lande- ist nichts . s4 im Versaufe ihrer geschichtschen Mirs. der, Kampf in biesem, unglüchlichen Lardezist„nichts kratie hat sich im Verlaufe ihrer, geschichtlichen Wirzz)anderes als die Generalprobe dazu. Hier hält Mossehr als das halitische Aushängeschild tau Heerschau über seine Hilfsvölker ab. Hier hat es eine bequeme Gelegenheit, die Bundesgenossen in aller Welt zu überprüfen und seine taktischen und strategischen Maßnahmen zur Vorbereitung des großen Weltaufstandes danach einzurichten. Hier wird die Weltrevolution mit System weitergetrieben und gleichzeitig ausprobiert, wieweit Europa nun ist und was man ihm in seinem gegenwärtigen Zustand bereits sumuten kann. Jgigrene und uach einarächlgende Hier werden eingeschlagene und noch einzuschlagende Methoden auf ihren Wert und ihre Richtigkeit hin überprüft. Dabei spielen Kosten für Moskau, keine Rolle, denn alle Opfer bezahlt Spanien, das unglückliche Land, auf dessen blutendem Rücken dieses furchtbare und grauenerregende Experiment durchgeführt wird. samkeit immer mehr als das volitische Aushängeschild des Weltkavitalismus herausgestellt. Der Bolschewis=! mus führt sie nun bis an ihr letztes Ende durch. Er ist sozusagen die Demokratie des Terrors Er beschleunigt durch seine blutige und erbarmungslose Praxis eine Entwicklung, die an sich im Liberalismus schon vorgezeichnet ist. Um es mit einem drastischen Beispiel auszudrücken: In der Demokratie werden die Köpfe durch die Zahl überstimmt, im Bolschewismus werden die Köpfe mit dem Beil der Guillotine abgeschlagen! Das Ergebnis ist hier wie dort dasselbe, die Köpfe mus aus. Sein Vernichtungswerk an den religiösen Gefühlen der Völker ist ein radikales, und nichts, was an Gott und Religion auch nur im entferntesten noch erinnern könnte. findet vor diesem erbarmungslosen atheistischen Feldzug Gnade. Allein die Tatsache, daß der Führer die Kirchen in Deutschland vor diesem Schicksal bewahrt hat, müßte sie ihm gegenüber zu ewigem Dank verpflichten. Statt dessen aber werden sie nicht müde, über ihre religiöse Betätigung hinaus in die Sphäre der staatlichen Macht einzudringen und hier eine Wirksamkeit auszuüben, die weder ihrer Aufgabe noch ihrem göttlichen Auftrage entspricht. (Fortsetzung der Goebbels=Rede auf Seite 4) Die Vetschewistengreuer in Spulen Hier wird wie in Rußland die Wirtschaft durch Zer=] Die sogenannte Gleichberechtigung der Frau in Rotstörung des Persönlichkeitswertes verwüstet Hier wer= spanien führte zur Aufstellung von militärischen den die Bauern enteignet und im seelenlosen Kollektiv Frauenkolonnen und schuf den für Spanien neuen Typ eihaed TPhescritek Miherichlen ichs Hr Rekrib 6e Katern Zeichnen ausd in Stanien den Gles beailbe wistischen Verhängnisses. Auf ihrem Elend haben parasitäre Bonzen und skrupellose Juden sich wohnlich eingerichtet. Furchtbar wie in Gowietrußzland sind die Zerstörungen, die diese Weltpest an der Familie und an der Ehe anrichtet. Herabmürdigung der Frau, Sozialisterung des Weibes, Marterung des Kindes, das sind die Grundsätze, nach denen hier verfahren wird. Im Gegensatz dazu fvielen die Weiber des Bolschewismus selbst sogeesagen die Petrolensen der roten Fnarchte: ihr Terror an der nationalgesinnten Renölkerung is unbeschreiblich. ihrer Verhaftung verlangt habe, vor die spanische Regierung gestellt zu werden, worauf die rote Kommandantin zur Antwort gab: „Regierung? Diese Pistole eist die Regierung. Weißt du denn, wer ich bin? Weißt du, wie viele ich schon getötet habe? Ich habe 189 Menschen getötet!“ Am 2. August 1987 wurden von roten Milizsoldaten vor Madrid den nationalen Truppen, fünge Fraugg. eizm bi StellHauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(abwesend). vertretender Hauptschriftleiter: Fritz Schmidt. Verantwortlicher Schriftletter: Politik: Rudolf Bochumer Teil:„Hans Schulte(abwesend), s..; Pau Borke, Wirtschaft u. Bilder: Fritz Schmidi. Kulturpositik und Unierhaltund: Dr. Josef Schwermann(n Foest Pan Tausch gegen einen Arzt angeboren. Eine Pariser Anzeigen=Breislisse Nr. 9 gültig. Nachlatzstafte politit und Unterhaltung: Dr. Josef“ Urlaub). i..: Kurt Dörnemann, Gerschtsdienst Briefkasten: Mar Flegel. Sport und Provinz: Hans Hornberg, Nachbargebiet und Stadtteile: Paul Sorke. Age Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. Berlin=Karlsdorst Heiligenberger Straße 25, Ruf 500 340. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwoche und samstags, von 16—17 Uhr. Für unverlangts, Einle, dungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto Verlag und Druck: Lauvenmüblen& Diericht Bochum, Rathausplasz 8, Ruf 675 51—54. Verantwortlich für den Anzeigentell: Kurt Scolz. Berliner Anzeigenvertretung: F. W Pempe. GerlinEharlottenburg, Uhlandstraße 194. Rus 316 813. Aoselgen=Breisiste Ne. 8 adlia. Raclagzstastel K. Seite 3 Nr. 212 Bochumer Anzeiger Freitag, 10. September 1937 eine nackte Frau hoben wurde, um „Daily Mail“ vom aus dem Kloster tern unterworfen, ckgekehrter Belgier 9. März 1937 aus getötet haben, um ischem Muster einchtigte rotspanische ungsanhänger und Chese nicht nur, ich ir, macht es genau en Liebe.“ durchgeführt. Uns vor, der folgenden chte des Kameraden lche er will. Toledo, Gutscheine sind in -Front in Massen d die Leiden, denen hen Spanien ausna erzählt ein spasein siebenjahvom vierten warfen, wo es lgischer Freiwilliger 29. März 1937, wie schamlosesten Weise am 8. Februar deckten dadurch stlingen befanden Kinder. die der Bolschewisder Kultur zugeh ahnungslosen Geung vorzustellen bePe Ridel Bild rechts: Vor der Grundsteinlegung zum Deutschen Stadion besichtigte der Führer das neben dem Grundstein aufgestellte, im Maßstab:200 gehaltene Modell der größten Sportanlage der Welt. Links neben dem Führer Reichsminister Kerrl, rechts Architelt Professor Speer und Stabschef Lutze Weltbild(), Hoffmann(), Scherl(1) Untermenschen gegen tre Kulturhöhe der Deshalb wird alle: esen roten Barbaren klöstern, die von den en, befindet sich eine tonisch unersetzbarer Kloster von Montrt stammende Kirche andere mehr.„WunMuseum in Madrid essa verladen. itze aus Museen vurde in riesige Sowjethafen verund zugleich ein hl, der sich unter arnt. ug gegen spanischen Leidensirche ein. Wenn wir en zitierten, die aus ir Rotspanien Steln angesichts der Tatvor allem, wenn man ese selben kirchlichen ntrüsten können über Kirchen in Deutschist im Verlauf unigen Geistlichen auch Die Vernichtungswohl in Rußland als e ist eine furchtbare in selbst aber stehen rohenden Gefahr vollegenüber. Hier wirkt irverter, Satanisrk an den religiösen ales, und nichts, was im entferntesten noch sem erbarmungslosen führer die Kirchen in ewahrt hat, müßte sie erpflichten. Statt desber ihre religiöse Beder staatlichen Macht amkeit auszuüben, die ittlichen Auftrage entjede auf Seite 4) chs(abwesend). Stellis Schmidt. litik: Rudolf Roest, (abwesend). i..: Panl eitz Schmidt, Kulturef Schwermann(in un. Gerichtsdienst und rt und Provinz: Haus und Stadtteile: Paul upt. Berlin=Karlsdorft 340. sentags, außer mittwoche Für unverlangte Eiysendung nur bei Rückporto Oien& Dierichs 51—54. : Kurt Scholz. W. Pemve. BerlinRus 316 813. der 28.000. Zur Reit ist Nachlaßstaftel 3. Der Führer beim ersten Hammerschlag zum Neubau des Deutschen Stadions.— Rechts: Auf Einladung des Reichsarbeitsführers besuchten die zur Zeit in Nürnberg weilenden Staatsschauspieler Heinrich George und Mathias Wieman das Zeltlager des Reichsarbeitsdienstes Der Besuch der Gäste löste— wie unser Bild zeigt— bei den Arbeitsmännern große Freude aus.(Wieman im Bilde links neben George.) Bild oben: Der Bruder des spanischen Staatschefs, General Franco, Staatssekretär Nicolas Franco, der inzwischen als Gast des Führers in Nürnberg weilt, bei seiner Ankunft in München.— Links: Nach der großen Kundgebung des Reichsarbeitsdienstes auf der Zeppelinwiese marschierten die Kolonnen der Arbeitsmänner unter dem Jubel der Tausende durch die festlichen Straßen Nürnbergs. Vom Balkon des„Deutschen Hofes“ nahm der Führer, wie unser Bild zeig., den Vorbeimarsch des Reichsarbeitsdienstes ab Seite 4 Nr. 212 7 Bochumer Anzeiger7 Freitag, 10. September 1937 Dir Gn.MNhute Uoce W Vortsehung der Niror Dr. Gördbeis von Sent2 Zahlen des Grauens Rücrkan st 4.000 Priester ermordet. In Rußland 42000 Priester ermordet. In Spanien wurden bis zum 2. egprugrgichhg, eg 17000 Priester und Mönche und eir wischöfe mordet. Die schon exwähnte Berichterstatterin des „Newyork American“, Jane Anderson, erzählt von einem betrunkenen, ahrer eingetent Priestern grid PonNonnen, der von 11000 ermordeten Priestern und Nonnen spricht und hinzufügt, er säße jetzt auch im Tribunal und sei sozusagen„Haupthuchhalter des Fodes. Ein schwedischer Flüchtling berichtet unter dem 10. November 1936:„Ich habe Kirchen gesehen, wo, die Wände mit Frauenleibern bedeckt, Nonnen, die gekopft oder verbrannt worden waren— und die man reihenweise an den Kirchenwänden aufgenagelt hattz;“;. Mefeutig 246. Der Direktor des Sprach=Instituts in Valencia gibt zu Protokoll:„Ich sah die Ermordung der Nonnen und Priester, eine Horde von etwa 50 Männern, die sich auf die tierischste Art an Frauen vergingen.„Fünf Nonnen im Alter von über 70 Jahren, die gegenüber dem englischen Konsulat wohnten, wurden von einer Horde Kommunisten aus ihrem Heim gestoßen, mitgeIin Spanien gab es vor dem Bürgerkrieg 71 858 Kirchen, Kapellen und Klöster, davon wurden über 20.000 zerstört; in Madrid deren 2201, davon ist heute keine mehr geöffnet, die meisten zerstört. In Barcelona steht von ehemals 1778 nur noch die Kathedrale in unbeschädigtem Zustande.. Jose Diaz, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens, bestätigte das am 5. Mai 1937 in einer Rede, in der er erklärte:„In den Provinzen, in denen wir herrschen, existiert keine Kirche mehr.“ Aehnlich steht es mit den Schulen. Es liegen Befehle vor in denen man liest:„Eltern, die ihre Kinder nicht in die kommunistischen Schulen schicken, sind Faschisten.“ Die Straßburger Zeitung„Der Elsässer“ berichtet am 27. Februar 1937 von der erschütternden Tatsache, daß„mehr als 50000 Kinder gegenwärtig schutzlos und zerlumpt durch die spanischen Provinzen Man denkt mit Schaudern daran, wohin die Wenschheit geriete, wenn dieses System sich in der Welt durchsetzte. Mit Zorn und Empörung erinnert man sich eines Plakates, das vor einiger Zeit durch die Welt ging und den sowjetrussischen Ditator Stalin darstellte, umgeben von einer lachenden, ausgelassenen Kinderschar.— Hier stehen sich Theorie und Praxis in krassester Weise Der abnungslose Zeitgenosse fragt sich manchmal mit Bestürzung, wie es denn überhaupt möglich sei, daß ein so verruchtes, die Menschheit quälendes und marterndes System sich auch nur 24 Stunden halten könne, ohne von der Wut und Empörung des davon betroffenen Volkes hinweggefegt zu werden. Wer so denkt oder spricht, beweist damit nur, daß er von der inneren Struktur, dem Wesen und der Verfahrensart des Bolschewismus nicht die blasseste Ahnung hat. Das grausame und blutige Mittel, mit dem er sich an der Macht hält, heißt Terror, und zwar Individual- und Massenterror Er wird in einem so erschreckendem Umfange zur Anwendung gebracht, daß er jeden Wideghanz,öeher int Keime lähmt und erstickt. Die ganze##enschoeur hall wider von Wehgeschrei, wenn beispielsweise in Deutschland einem Juden verdientermaßen einmal eine Ohrfeige verabreicht wird. Was aber bedeutet das gegenüber einem Terror, der ganze Völker zerstört, martert, ei(s gehören schon Nerven dazu, um diese grauenvolle Blutpraxis auch nur in der Darstellung nachzuerleben. In unserem Besitz befinden sich Photographien von gemarterten und geschändeten Trape n. AzP, Sräent. die wegen ihrer Scheußlichkeit überhaupt nicht licht werden können. Das Blut gerinnt einem in den Adern, wenn man sich durch diese Hölle von Qualen und Leiden hindurchwinden muß. Das sind keine Menschen mehr, die solches planen und durchführen, das sind vielleicht Teufel, die ein unerklärbares und geheimnisvolles Schicksal auf die Welt losgelassen hat, um die Völker zu peinigen und zu martern und sie damit auch wahrscheinlich wieder zur Besinnung zu bringen. auf dem es gedeihen kann. Darum stehen auch die Juden der ganzen Welt gegen Franco. Hier kämpft wieder einmal diese internationale Verschwörung gegen das Erwachen eines Volkes. Ein Grund mehr noch für uns, mit allen Sympathien auf seiten des neuen nationalen Spaniens zu stehen. Unerschrocken wollen wir mit Fingern auf den Juden zeigen als den Inspirator, Urheber und Nutznießer dieser furchtbaren Katastrophe: Sehet, das ist der Feind der Welt, der Vernichter der Kulturen, der Parasit unter den Völkern, der Sohn des Chaos, die Inkarnation des Bösen, das Ferment der Dekomposition, der plastische Dämon des Verfalles der Menschheit. In Barcelona sitzt er in der Person des Wladimir Bischitzki als Leiter des internationalen Waffenschmuggels mit seinen gleichrgssigen. Genossen, Lurie und Fuchs. Seine Pariser Agenten sind die Rassengenossen Fratkin, Rosenfeld und Schapiro. In Hirtenberg Oesterreich arbeitet mit ihnen zusammen Mandl, in Amsterdam der Jude Wolf, in in der Jude Rotterdam Juden Kindler, Khan, Abter und Hitbner. Wir kennen sie alle, wir wissen Bescheid. Daß der westliche Liberalismus die Augen vor dieser Gefahr verschließt, ist nur ein Zeichen seiner fast kindlich anmutenden Naivität. Auf ihn paßt das gute deutsche Sprichwort, daß nur die allerdümmsten Kälber sich ihre Metzger selben wählen. Es ist ja seit jeher das Vorrecht der Demokratie gewesen, rascht zu werden, nichts zu merken, bis die Katastrophe wie furchtbare Gottesgeißeln auf die Völker einschlugen. „Wir werden zu keiner Handlung schreiten, die Eurova in zwei Blöcke teilt“, so sagte noch am 12. April 1937 einer der angesehensten englischen Staatsmänner. Nein, nicht wir, aber Moskau wird schreiten. Moskau ist geschritten und dagegen gilt es sich mit allen zur fügung stehenden Mitteln zur Wehr zu setzen. gendeses fund sdon meovios gch gericghenbenr S dle dem Osten, der im Hobgusholte ist an Deuischlands Beutschians harsich gegenden Weitseinderheden Der Führer ist uns als Retter erstanden Kultur und Sitte, der in den aufrüttelnden Worten Morden, zerstören— kommunistische Moral Theorie und die Man halte uns nicht entgegen, das seien Ausschreitungen unverantwortlicher Elemente, die nun einmal im Gefolge einer Revolution nicht zu vermeiden seien. Nein, im Gegenteil: wir können hier eine fast wortwörtliche Uebereinstimmung zwischen Praris Fall für Fall zum Nachweis bringen. Lenin selbst hat auf die Frage, was denn kommunistische Moral sei, auf dem 12. roten Parteikongreß zur Antwort gegeben:„Morden, zerstören, keinen Stein auf dem anderen lassen, wenn es der Revolution nützt.“ Selbst der offizielle Sowietstatistiker Oganowsky kann demgemäß die Opfer des reinen Terrors allein bis 1923 im roten Rußland laut Sowjetangabe mit 1,9 Millionen Menschen beziffern. Der spanische Bolschewist Ventura wandelt nur wahr gemacht. Ein belgischer Hoteldirektor berichtet am 14. Januar 1937 im„Matin“, daß in Valencia etwa 30.000 Menschen getötet worden seien, und daß sich viele junge Mädchen aus Bürgerkreisen den roten Veiligen hingeben mußten, um ihr Leben und das ihrer Familie zu retten.„Gringoire" berichtet am 6. Januar 7937: In Guarena habe man einem Einwohner die Därme mit einer Autopumpe aufgebläht. Anderen Gefangenen habe man Dynamitsprengkörper an die Kleider gebunden und laufen lassen. Die Unglücklichen wurden in Stücke zerrissen. Selbst die„Times“ berichtet am 28. Oktober 1936:„Im Laufe von einem Monat wurden in Posadas 150 Personen von den Roten ermordet, ein altes Ehepaar wurde ans mit Benzin übergassen und lebendig verbrangt,„Nach: dem ein Vater für seine vier Söhne Lösegeld bezahlt hatte, wurden sie vor seinen Augen getötet. Dann wurde er selbst erschossen.“ Ebenso furchtbar sind die Leidensberichte über die Marterung und Tötung von Geiseln Der Pariser„Jour“ gibt am 7. November 1936 einen Augenzeugenbericht aus Alicante:„Die den stürmten die Gefängnisse, etwa 1000 sind dabei Wenn in 500 Jahren noch Geschichte geschrieben wird. dann wird sein Name unter den ganz Großen des Roch ist nichts verloren! Noch ist alles zu gewinnen. In Italien, in Javan, in Oesterreich, in Ungarn, in Polen, in Brasilien. in der Türkei, in Portugal hat dieser Kampf schon sichtbar eingesetzt. Ein Kampf um Vaterland, Freiheit, Ehre, Familie, Gott und Religion. um Kind und Frau, um Schule und Erziehung, um Ordnung, Sitte, Kultur und Zivilisation, um unser Leben und um unser tägliches Brot, hat begonnen. In Deutschland ist er siegreich schon beendet. Wir sind von dem beglückenden Gefühl erfüllt, nicht nur Zeugen, sondern Mitträger dieses Kampfes gewesen zu sein und noch zu sein. Wir sind stolz in dem Bewußtsein, einen ganz Großen unserer Geschichte mitten unter uns zu wissen, dessen Fahne wir tragen und dessen Gebot wir geborchen dürfen. Wir danken, dem Kampfes bernifen. bai, den vrirritgg, Die sechs enalischen Unterhausabggrpgeten, die im Dezember 1936 Rotspanien besuchten, schreiben in ihrem Bericht von 18. Dezember 1936:„Bei zahlreichen Gelegenheiten drangen bewaffnete Männer in die Geiselgefängnisse ein, stießen die Wachen beiseite und bemächtigten sich der Gefangenen, deren Leichen später häufig am Straßenrande gefunden wurden. Von zuverlässigen Personen wird ferner mitgeteilt, daß zwischen Mitte August und Ende November Tausende von Personen auf diese Weise beseitigt worden sind.“ Der„Matin“ berichtet aus Cartagena unterm 14 Januar 1937, daß von dem Schiff„Jaime I“ auf hoher See 600 Geiseln mit Steinen beschwert ins Meer geworfen wurden aus Rache für einen nationalen Fliegerangriff. Die internationalen Brigaden, die an der rotspanischen Front eingesetzt werden, unterstehen dem Kommando der Sowjets Ihr bisheriger Anführer war der jüdische General Kleber. Sein eigentlicher Name ist Lazar Fekete. Er ist gebürtig aus Ungarn und war mit noch vier anderen Juden an der Exmardung der Zarenfamilie beteiligt. Auf sein Schuldkanto kommt der größte Teil der Greueltaten der internationalen Brigaden. Man fragt sich vielleicht, welche Pläne im einzelnen der Bolschewismus in Spanien verfolge. Seine Absichten sind zu durchsichtig, als daß sie noch irgend einem Zweifel begegnen könnten. Sie sind weltrevolutionärer und imperiglistischer Art.„„„ Der Bolschewismus will sich in Spanien wieder mit dem deutschen Schwert, vischis eied st ial Weden. Ei wich ein internaetenales System der Selbstachtung, der Großzügigkeit, der Anständigkeit, der Ehre, der Freiheit und des Verständigungswillens, der Zubilligung der Nation, des sozialen Aufbaues, des wirtschaftlicheg Emvorstieges und einer neuen Blüte von Kunst S Pes scie Khas alier uise Aasie, Katausr ause Adolf Hitler zeigt uns den Dr. Goebbels' lag, übertrug sich auf die Zehntausende und riß sie schließlich zu lebhaften Kundgebungen hin, ils der Redner darlegte, warum wir die Pflicht haben, die Welt auf diese Bedrohung der Menschheit aufmerksam zu machen. Diese Kundgebungen gestalteten sich zu einer gewaltigen Demonstration, als der Redner der Welt den aufrüttelnden Appell„Europa erwache!" zurief und dem verbrecherischen Judentum die Maske von er Fratze riß. Ist es zu verwundern, daß ein Sturm dankbaren Jubels durch die Halle brauste, als Dr. Goebbels zum Schluß seiner großen Rede dem Führer dafür dankte, daß er Deutschland vor dem Verbrechen bewahrte, das jetzt andere Teile Europas heim: suchts„Immer und immer wieder tobten die Stürme des Beifalls und der Zustimmung durch die Halle und kündeten so der Welt, daß das, was Dr. Goebbels hier in dieser denkwürdigen Stunde ins Gewissen gerufen hatte, dem Wollen und dem Glauben des ganzen deutschen Voltes entsprangz., nach dem Abschluß der Bede Lange dauerte es, bis nach dem Abschluß der Rede diese einzigartigen leidenschaftlichen und begeisterten Kundgebungen und der Dank der Kongreßteilnehmer an Dr. Goebbels für seinen aufrüttelnden Appell und seine gründliche Abrechnung mit dem Bolschewismus langsam verebbten. eine Plattform zur Revolutionierung von Westeuropa Zentral= als schaffen. Nachdem ihm die Bolschewisierung eurcpas durch die nationalsozialistische Revolution unmöglich gemacht worden ist, sucht e, er goficgepszche Einfallstor zum Westen zu Vfnegzugper, he se Armee Imperialismus„will sich einen####uu—.#is, und Flotte im Westen Europas und im westlichen Mitiw e Bosschewismus verfolgt die Absicht, über die Spanienfrage unter allen übrigen Staaten, instematisch Konflikte herbeizuführen. Das hat schon Lenin angeraten. Die Konsequenz, die sich daraus ergibt, geht selbst der„Morning Bost, zgeschlossen. Has her Angrif auf Wiscten Hewpeist wit aptr. Peopsichteit. daß hier eine 95 tute Gefabr fürganz Europa vorliegt. Wir haben den Feind mitten unter uns, aber er muß erkannt werden, wenn man ihn schlagen will. Darum ze gen wir mit Fingern auf ihn, machen die Welt aufmerksam auf die Bedrohung der Menschheit durch den Belschewismus und werden nicht müde, die Zeichen der Zeit in diesem Sinne zu deuten. Es ist in der Tat so, daß seit Beginn des spanischen Umfange zugeten Surowos Wiezumer bei solchen Gelegenbeiten, stand Aufrohr und Meuterei zur offenen Revolte über. gand,„Aufruhr und Menterei zur offenen Fevoste, über. Man soll die zuerst auftauchenden meistens norg#cmlos scheinenden Symptome gewiß nicht unterschätzen. Es wird dabei nur ausprobiert, wie schwer die gegnerische Front schon in ihrem Widerstand zermürbt und Hier ist das Problem in seiner Tiefe aufgerollt. Hier auch zeigt sich nackt und bloß die akute Gefahr, vor der alle Kulturländer stehen. Es ist den Völkern Eurovas nicht mehr erlaubt, davor die Augen zu verschließen, den Kopf in den Sand zu stecken und Strauß=Politik zu betreiben. Jedes Gewährenlassen ist Sünde angesichts der furchtbaren Bedrohung, die sich vor uns allen aufrichtet. Würden die Verantwortlichen und vor allem die Völker die tödliche Krankheit erken, die hier im Anzuge ist, es könnte keinem Zweifel ven de dier in Aunuszrag sich wie ein Donn erunterliegen, doß„gjege schleichende Pest abzuschütteln einToren der rote Feind stand und sich eben anschickte, unsere Städte und Provinzen zu überfluten, vor unserem Volke den Kampfruf„Deutschland erwache!“ angestimmt. Gegen eine Welt des Widerstandes, gegen Gelächter, Hohn, Verfolgung und blutigen Terror haben wir uns durchgesetzt; und was zuerst Verzweiflungsschrei einer kleinen und verleumdeten Sekte war, das wurde dann zum Kampfruf eines ganzen Volkes, das sich aus seiner tiefen Narkose wieder aufrichtete. Eine Brüsseler Zeitung schrieb vor einigen Monaten: „Der internationale Bolschewismus will diesen: Krieg, um auf den Ruinen der Zivilisation seine revolutionären Ziele zu erreichen.“ Der Pariser„Intransigean!“ schrieb am 1. Juni 1937, man müsse, sich hüten, das Spiel der Komintern zu spielen, die einen Krieg nicht fürchte, weil sie darin den Beginn der Weltrevolution erblicke. Ja, die Valencia=Bolschewisten geben das selbst mit zynischer Offenheit zu. Ihr sogenannter Ministerpräsident Negrin erklärte in einer Rede am 24. Juli 1987, daß, wenn General Franco weiter Widerstand leiste,„nichts anderes übrig bleibt, als den spanischen Konflikt in einen neuen europäischen Konflikt umzuwandeln“. Stärkste Wirkung auf die Zuhörer Die große Abrechnung mit den mgsigemitächen Brandstiftern, die Aufrollung des denregisters und die Schilderung des Leidensweges Spaniens übten die stärkste Wirkung auf die Teilnehmer am Parteikongreß aus. Als Dr. Goebbels zum ersten Male den Namen des Generals Franco nannte, und als er dann betonte, daß unsere wärmsten Sympgthieg bei diesem Manne stehen. kam es zu gebungen, in denen die Anteilnahme des deutschen Volkes am Schicksal des erneuerten Spaniens überzeugend und eindeutig zum Ausdruck gebracht wurden. Auch die Abrechnung mit den Helfershelfern des Bolschewisintellektuellen und kirchlichen Kreisen fand den stärksten Widerhall. Dr. Goebbels verstand es meisterhaft, die unabsehbare Bedeutung der Vorgänge in Spanien für die Existenz der ganzen europäischen KulDie große Anklagerede fand ihren erschütternden Höhepunkt, als der Redner die entsetzlichen Greuel und Verbrechen der Zeuguissen und Belsegen schilderte von dieses in der Weltgeschichte, wohl, einzig dastehende Register, an Verbrechen und Scheußlichkeiten. Der leide schaftliche Wille zum Kampf um die Erhaltung Dr. Frank: Volksnahe Justiz Reichsleiter dr. Frank das Wort zu seinem Porsag über„Rechtsleben und Justiz des nationalsozialistischen io Frank zeigte zunächst in einem ausführlichen Ueberblick, wie im abgelaufenen Jahr durch eine Reihe hochbedeutsamen Gesetzen die weitere Verwirklichung des Nationalsozialismus auf den verschiedensten Gebieten des Rechtslebens erfolgreich wurde. Besonders eindrucksvoll war u. a. das im zweiten Teil seiner Rede hochinteressante Zahlenmaterial, aus dem hervorgeht, in wie starkem Umfange sich, der. grg artige Gesundungsprozeß des deutschen Volkes seit der Machtergreifung gerade„auch auf dem Gebiete de Kriminalität ausgewirkt hat. Während im Jahre 1932 noch 566 042 rechtskräftig Verurteilte in gezählt wurden, war diese Zahl im Jahre 1934 bereits auf 385 972 gefallen und ist in den folgenden Jahren noch weiter abgesunken, und das trotz der viel straffer organisierten Verbrechensverfolgung. Begleitet von kräftigen Zt higpurgetistge sgergen, ging Dr. Frank dann u. a. auf die von gewissen Kreisen des Auslandes gegen die nationalsozialistische sprechung vorgghrachten, Beschzldigungen, ein und gab diesen ewigen Unruhestiftern den Rat, sich doch lieber etwas mehr mit den Rechtszgtägden in den demghergtisch; liberalistisch=kapitglistischen Ländern und vor allem mit den ungeheuerlichen Rechtsverhältnissen der Sowjetunion zu beschäftigen. Im Schlußteil seiner Rede beschäftigte sich Dr. Frank u. a. mit der Frage der Erziehung des nationalsozialistischen Rechtswahremnachwuchses. Aitäcke Nr. Bietrichs eu Kriegshehrt Der Jude ist der Feind der Welt cht klargelegt. Spanien geht die Damit ist die ganze Pelt an. Man braucht Suropa nicht mehr in zwei Teile zu teilen, das hat der Bolschewis: mus und die Komintern schon besorgt. Das ist ja auch der Sinn dieser roten Revolution, deren furchtbare Zuckungen sich jetzt über Spanien verbreiten. Ob und wie die Dinge nun weitergetrieben werden, das hängt nicht mehr von unserem Willen allein ab. Das geschieht jetzt zum Teil schon nach inneren, fast dyngmisch sich auswirkenden Gesetzen. Gewiß, gibt es in diesem Kampf noch Abseitsstehende; aber ausschlaggebend ist, daß er bereits begonnen, hat und nicht meor beliebig abgebrochen werden kann. Hier entscheidet sich auch die zur Einleitung der bolschewistischen Weltserrschaft. Darhetz,es durch Presse und Prongganßg, die ahnungslosen Völker gegeneiggen Hasfer zu, gex, auch setzen sich dagegen, die erwachten Pölker zur„Weyr. Das Indentum, das als Hauptträger der bolsche wistischen Weltrevolution erkannt und demaskiert ist. tiefste Erniedrigung erfuhr, in der auch Von lebhaftem Beifall begrüßt, nahm dann Reichsleiter Dr. Dietrich das Wort. Seine Ausführungen waren eine wuchtige Anklagerede gegen die lichen„Bresefteibest, ungent fteßend Die intermationale Presse zu einem Gefahrenherd der Weltpolitik werden ließen. barig, a Sech lichenr en. Frieden das Nachrichtepresen und Reuter beherrschte internationale NachrichtenNationalsozialismus box Vexjcdmelzung des Wolfschen Punkten der Erde zu bauen. Der Redner wandte sich dann der Pressesituation in einzelnen Ländern, insbesondere in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten zu und brachte schlabeln Kase 8627 der Presse geht und nicht mehr beliebig französischen Abgeordneten Perzet heißt.) Die Ve so weit, tung gegen feste jährliche Panstglluggeg, pacge#n gegen die seiner Auftraggeber in die Presse lanciert, ist eine nur Die Zeitung allein als Mitel des Gelderwepz ie. Meinung schriebe, würde bald auf der Ein Newyorker Journalist hat die Pflicht, zu lügen und sich zu Füßen des Götzen Mammon niederzuwerfen. Er muß sein Land und seine Rasse um des täglichen Brotes willen Verhgaufezie er Bresse, Die,Befreiung der Preste von ge. Fresse“ freiheit“ sei eine der größten geistesgeschichtlichen Taten, die der Nationalsozialismus und der Faschismus vollbracht haben. So werden Presselügen fabriziert Dr. Dietrich wies darauf hin, daß die Presse bereits mehrere Kriege auf dem Gewissen ha und führte folgendes lehrreiches Beispiel dafür an, wie scheieb die Kölulsche Zeitung“,„Als die Einnahme von Antwerpen bekannt wurde, läuteten die Kirie, Aüihe Geaiche zisiter Peheäitshehe „Corriere bella Sera“ wied bann wie solgt. ger meldet:„Nach dem, was die„Times“ von Köln der Dietrich=Rede auf Seite 6) Seite 5 Nr. 212/ Bochumer Anzeiger7 Freitag, 10. September 1932 iner. Wir kenAugen vor dieschen seiner fast paßt das gute ümmsten Kälber ja seit jeher das en Dingen überdie Katastrovhe ilker einschlugen. schreiten, die och am 12. April Staatsmänner. eiten. Moskau ist t allen zur Veriu setzen. Kräfte des Geder Ansturm aus nichtenden Schlag in Deutschlands shöden üttelnden Worten die Zehntausende undgehungen hin, die Pflicht haben, enschheit aufmerken gestalteten sich Is der Redner der spa erwache!" zuim die Maske von sundern, daß ein Halle brauste, als großen Rede dem and vor dem Verile Europas heimobten die Stürme irch die Halle und Dr. Goebbels hier Gewissen gerufen des ganzen deutAbschluß der Rede und begeisterten ngxeßteilnehmer an n Appell und seine hewismus langsam de Justiz arteikongreß, ergriff zu seinem Vortrag ttionalsozialistischen inem ausführlichen hr durch eine Reihe itere Verwirklichung verschiedensten Gewurde. a. das im zweiten zahlenmaterial, aus fange sich der großhen Volkes seit der dem Gebiete der end im Jahre 1932 ilte in Deutschland Jahre 1934 bereits n folgenden Jahren rotz der viel straffer nungskundgebungen, von gewissen Kreisen sozialistische Rechtsungen ein und gab Rat, sich doch lieber in den demokratischund vor allem mit issen der Sowjetbeschäftigte sich Dr. iehung des nationalhses. heher lanciert, ist eine nur des Gelderwerbs beichs weiteren Ausfühenglischen und In einer bereits 1913 tagung der American Oeffentlichkeit erkläct: und seine persönliche if der Straße liegen. hat die Pflicht, des Götzen, Mammon land und seine Rasse verkaufen. se von dieser„Presseesgeschichtlichen Taten, der Faschismus volliert daß die internationale auf dem Gewissen hat Beispiel dafür an, wie verpen im Oktober 1914 ung“:„Als die Einsurde, läuteten die KirMatin“ übernahm er„Kölnischen Zeitung“ erven gezwungen, nach rchenglocken zu läuten.“ lan am nächsten Tage in“ aus Köln vernomPriester, die sich weigererpen die Kirchenglocken n vertrieben.“ Dem sird dann wie folgt deEimes“ von Köln über Rede auf Seite 6) Veranden=oten=Pirutolun... Telegraphische Befehle der„baskischen Regierung“ zur Torpedierung und Bombarvierung beutscher Schiffe 97• # asten TELEGRAMA URUTIDATZ Kumzeoruc zumnobene 89— rersssen velsenane URUTIDATZ in: ventis Satun u Noste, 1 carwiate ni vrket urzom Se erdens Samasiunstep tigb se umrienren dues de Sasiem e 15 verenats 4 pless Fuves eafrnende presederin ptinssuze urretemienbe bune Blsabus ZAm bunk. Isemnhensn mesen nun rin Peren enttss 41 wetbir aste scuntcnetdn deberd ammmchssem alister am urgmete ei naver m pre 1e eparate povihls FUrs0 Personal peruasenerd in Auließe en estlde 4 testrassienns gue sn darta ul enl 4coan 1200 Raf0 Immnee Ainptimten dunme weie bitres PflkF“, Proschle ebjettre voler sewre Sentern srasers alesin. e1 fhens arosieo.8 *"#ilim: 4 hene 4e „ .4##: 1937 Sbbeereerianen dnb Berlin, 9. September. In den letzten Tagen konnte als Angreifer des im Mittelmeer überfallenen britischen Zerstörers„Havock“ ein bolschewistisches Unterseeboot nachgewiesen werden. Zu gleicher Zeit wird nun bekannt, daß die baskischen Bolschewisten seinerzeit sogar schriftliche Befehle zum Angriff ihrer=Boote und Flugzeuge auf deutsche Kreuzer erließen. Der Wortlaut dieser Befehle und die Photographien— es handelt sich um zwei Telegramme von Bilbao nach Santander, die nach der Einnahme von Santander aufgefunden worden sind— werden von uns jetzt vorstehend veröffentlicht. Daraus geht übrigens auch schlagend hervor in welcher Weise marxistisches Untermenschentum sich und seine Verbrechertaten mit einem amtlich=offiziellen Mäntelchen und hochtragenden„Amtsbezeichnungen" umgibt. Der Text der beiden Telegramme lautet: 1. Baskische Regierung Telegraphisches Kabinett Vorsicht Telegramm (in baskischer Sprache) Chef der eantabrischen Seestreitkräfte an den Kriegskommissar Santander. Es wird befohlen, daß Unterseeboote C 2 und C 5 sich in der Nähe von Santona bereithalten, um im Fall, daß Handelsschiffe oder Stadt beschossen wird, sofort deutsches Schiff zu torpedieren. Bilbao, 1. Januar 1927. Stempel: Gobierno Provisional de Euzkadi Presidencia Gabinete Telegrafico. (Unterschriften.) 2. Stempel: Fuerzas Navales del Cantabrico Estado Mayer. Baskische Regierung Vorsicht Telegraphisches Kabinett Telegramm (in baskischer Sprache) Chef der eantabrischen Seestreitkräfte an Chef der Wasserflugzeuge Santander. Nach Erhalt dieser Mitteilung haben Sie in aller Eile die größtmögliche Anzahl von Apparaten bereitzumachen stop Die Mannschaften haben in Malano zu bleiben und Befehle zum Abflug und Instruktionen abzuwarten, die an die Telephonnummer 1708 gegeben werden stop Wir halten Jagdflugzeuge bereit, um den Flug der Wasserflugzeuge zu schützen stop Wahrscheinlich Aufgabe Flug über Santona und Bombardierung, wenn nötig, des deutschen Kreuzers. Bilbao, 2. Januar 1937. Stempel. Stempel. Unterschrift. Vormarsch in Asturien dauert an Salamanca, 9. September. Der nationale Heeresbericht vom Mittwoch meldet von der Front von Asturien: Im östlichen Abschnitt setzten unsere Truppen ihren Siegeszug fort und brachen den Widerstand des Gegners. Sie durchzogen die Sierra Morera und besetzten die Grube Juncares sowie die Ortschaften Mollina und Para und die Berge Menera und Baja. Ein feindliches zweimotoriges Flugzeug wurde abgeschossen. An der Asturien=Front kämpfen in den bolschewistischen Linien jetzt auch wieder Frauen. Sie sind zum überwiegenden Teil den Maschinengewehrabteilungen zugeteilt worden. Bekanntlich wurden schon zu Beginn der Kämpfe in Spanien weibliche Abteilungen bei den Roten eingesetzt, die aber nach wenigen Monaten infolge der katastrophalen Zunahme der Geschlechtskrankheiten wieder aufgelöst wurden. eine große Gliederung, die den monumentalen Charakter zu stärkstem Eindruck steigert. Material und Form vereinigen sich zu einer einzigartigen Wirkung. Die hufeisenförmige Anlage des Stadions öffnet sich in der Richtung nach der großen Aufmarschstraße zu, gewaltige Türme begrenzen die Tribünenmauern und tragen oben Hoheitszeichen, deren Adler eine Flügelspannweite von über 15 Meter erhalten werden. Rundum auf den Umfassungsmauern stehen große Feuerschalen, so daß der Rhythmus der Pfeileranordnung durch diese Bekrönung noch einmal betont wird. Man kann sich von den ungewöhnlichen Ausmaßen kaum eine Vorstellung machen, so sind die Schalen allein 6 Meter im Durchmesser und 1,50 Meter tief Aufzugsystem zu den fünf Rängen Die Zuschauer gelangen zuerst in den Umgang, der durch die Pfeiler der Begrenzungsmauern gebildet wird, von hier aus führen 21 Verteilerräume in den Tribünenbau hinein. Die Verteilerräume müssen in großen Ausmaßen gehalten sein: sie sind 20 Meter hoch, 58½ Meter lang und 18 Meter breit. Von hier aus geschieht die Beförderung nach den Umgängen der Tribünen durch ein System von Aufzügen. Da das Stadion fünf Ränge enthalten wird, führen die Aufzüge die Besucher zu den fünf Umgängen, von denen aus die Tribünen von unten nach oben besetzt werden. An den Umgängen liegen auch die notwendigen Toilettenräume und Sanitätsräume. Selbstverständlich ist für alles gesorgt worden, was zum Betrieb einer solchen Riesensportstätte gehört: Umkleideräume für die Sportler, Ruheräume, Sanitätsräume, eine große Anzeigentafel und nicht zuletzt der große Tribünenraum für den Führer und seine Begleitung, der die Mitte der einen Längsseite einnimmt, während gegenüber die Pressetribüne ihren Platz erhält. Standartenhalle im Vorhof Zwischen diesem Stadion und der großen Aufmarschstraße wird ein rechteckiger Vorhof Platz finden, der nach innen einen Pfeilerumgang enthält. Das Feld dieses Vorhofes, das drei Meter höher liegt als die Straße und das Spielfeld, besteht aus einer Fläche von 150 mal 380 Meter. Die Umfassung des Vorhofes ist nach der Straße zu in der Mitte als große Ehrentribüne ausgebaut, die oben die Standartenhalle trägt. Der gewaltige Bau des Stadions, der in seiner granitenen festungshaften Mauer, die aus der Landschaft streng hinaufstrebt, die weiten, schön geschwungenen Stufen der Tribünenplätze birgt, ist in seiner baulichen Form eine Lösung, die bei höchster Zweckmäßigkeit einen symbolischen Charakter trägt. Weite und Geschlossenheit vereint er in sich, strenge Zucht der Form und doch ein Zusammenklang der Glieder zu lebendiger Gestaltung. Es ist ein Denkmal für den Deutschen Sport, wie es nicht schöner gedacht werden kann, für einen Sport. der aus dem Volk kommt und mit dem Leben des Volkes verwachsen bleibt. Jahrt durch den Schwarzwald Die größte Sportstätte der Welt Das Deutsche Stadidn faßt 405000 Zuschauern der Parteitagsgäste aus der Diplomatie dnb Offenburg(Baden), 9. September. Am Donnerstag vormittag trafen in zwei Sonderzügen die Parteitagsgäste des Führers aus dem Diplomatischen Korps ein. Sie wurden von Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wagner und Mitgliedern der badischen Regierung sowie Vertretern des Staates und der Stadtverwaltung empfangen. Der Oberbürgermeister der Stadt Offenburg begrüßte das Diplomatische Korps und übermittelte den Gästen die besten Wünsche für den Verlauf ihrer Fahrt in die schönsten Teile des Schwarz= waldes, die von Offenburg ihren Ausgang nimmt. Nach einem kleinen Imbiß traten die Diplomaten in Kraftwagen des RSKK. die Fahrt in den Schwarz= wald an. Die Bevölkerung von Offenburg, die die Straßen bei der Abfahrt umsäumte, spendete den Gästen freundliche Huldigungen. Dr. Guido Schmidt bei Göring Ein privater Aufenthalt in Berlin dnb Berlin, 9. September. Der österreichische Staatssekretär für die auswärtigen Angelegenheiten, Dr. Guido Schmidt, der zwei Tage in Berlin weilte, benutzte seinen privaten Aufenthalt in der Reichshauptstadt, um dem Ministerpräsidenten Generaloberst Göring auf dessen Einladung einen Besuch in seinem Haus in der Schorfheide abzustatten. Hierbei ergab sich die Gelegenheit zu einer freundschaftlichen Aussprache über die allgemeine Lage und die Beziehungen der beiden deutschen Staaten, die in herzlichem Geiste verlief. Das Deutsche Stadion wird in seinen Ausmaßen alles übertreffen, was bisher jemals an Sportstätten erbaut worden ist. Der berühmte Zirkus Maximus des antiken Roms hat nach seinen wiederholten Erweiterungsbauten an der langen Pferderennbahn etwa 200 000 Zuschauer fassen können. Das Stadion des Reichssportfeldes, auf dem die Olympiakämpfe des vergangenen Jahres ausgetragen wurden, kann auf seinen zwei Rängen etwas mehr als 100 000 Zuschauern Platz geben. Ungefähr die gleiche Menge lassen die großen Sportforums, die in den letzten Jahren in mehreren Ländern erbaut worden sind. Das Deutsche Stadion wird auf den fünf Rängen 405 000 Zuschauern Raum geben können. Wir führen hier die Vergleichsmaßstäbe für das Reichssportfeld in Berlin und das Deutsche Stadion in Nürnberg an, bei diesen Abmessungen ist der Vorhof des Deutschen Stadions in Nürnberg nicht berücksichtigt. Länge Breite Länge des Spielfeldes Breite des Spielfeldes Fläche des Spielfeldes Aeußere Höhe Innere Höhe Plätze (Der Unterschied in der Reichssportfeld 300 m 225 m 190 m 115 m 17152 am 16,97 m 29,22 m 115 000 Höhe ergibt Deutsches Stadion 540 m 445 m 380 m 150 m 55 000 am 82 m 82 m 405 000 sich dadurch, in der Höhe ergibt. daß beim Reichssportfeld das Spielfeld tiefer liegt als das umgebende Feld. Um unseren Lesern eine Bochumer Vergleichsmöglichkeit zu geben, nennen wir die Höhe des Turmes der Christuskirche mit 71 Meter und die des Bismarckturmes mit 30 Meter. Die Schriftltg.) Die Ausmaße des Deutschen Stadions, dessen Bau nunmehr in Angriff genommen wird, sind nicht etwa so groß gewählt geworden, um alles Bisherige in den Schatten zu stellen, sie ergaben sich aus der notwendigen organischen Eingliederung dieses Baues in die Gesamtbebauung und deren Maßstäbe. Außerdem entsprechen sie der besonderen Bestimmung dieser Sportkampfstätte. Zusammenklang von Schönheit, Symbolik, Zweckmäßigkeit Das Modell, das nach dem Entwurf von Professor Speer angefertigt wurde, und das auf dem Reichsparteitag ausgestellt ist, zeigt die ganze Schönheit dieser Anlage und ihre wohlerwogene Lage in der Gesamtbebauung. Wenn man über die große Straße vom Dutzendteich her nach dem Märzfeld geht, so werden sich rechts über die Wipfel der Eichen, die hier gepflanzt werden, die riesigen Umfassungsmauern der Tribünen bis zu einer Höhe von 90 Meter erheben. Sie umfassen die in einer langgestreckten Hufeisenform angeordneten Tribünen. Quadratische Pfeiler aus schönem rotgrauem Granit erheben sich bis zu einer Höhe von 65 Meter und werden durch Rundbogen verbunden. Der Granit wird in handwerklich behauenen, verschieden großen Quadern ausgeführt, so daß die lebhafte Wirkung der Struktur zur Geltung kommt. So erhält die Umfassung Weltbild Der vermißte Luftpionier Direktor Freiherr von Gablenz, der mit seinem Flugzeug auf dem Rückflug von Anshi(China) nach Kabul zur Erkundung eines Luftweges nach dem Fernen Osten verschollen ist Slachmt Schnappschüsse aus den Lagern Bochumer Nürnbergfahrer Links: Eine Gruppe Politischer Leiter aus Bochum vor ihrem Lagerzelt. Am Tisch sitzend, Zweiter von rechts, NSV.=Kreisamtsleiter Claas.—. Rechts: Auch unseren Bochumer Nürnbergfahrerinnen geht es gut. Hier eine Gruppe der Bochumer NS.=Frauenschaft, die es sich im Freien bequem gemacht hat Schulte(2) Seite 6 Nr. 212„ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 10. September 1937 (Fortsetzung der Dietrich=Rede von Seite 4) Paris erfahren haben, wurden die armen belgischen Priester, die sich weigerten, bei der Einnahme von Autwerpen die Kirchenglocken zu läuten, zu Zwangsarbeit verurteilt.“... Eir T9n Der„Matin“ schloß dann wieder den Kreislauf mit folgender nunmehr kompletter Lügennachricht:„Nach Mitteilungen, die dem„Corriere della Sera“ von Köln über London zugegangen sind, bestätigt es sich, daß die harbarischen Eroberer von Antwerpen die armen beigischen Priester zur Strafe für ihre heldenhafte Weigerung, die Kirchenglocken zu läuten, als lebendige Klöppel, mit dem Kopf nach unten, an die Glocken gehängt poven..„.än giht&ah tanfi#s#re Und wie dieses Beispiel gibt eb tausend andere, ob diese Lügenfabrikation nun auf den Krieg zugeschnitten oder mitten im Frieden zur Hetze in den Krieg betrieben wird.“ Die Juden schüren die Kriegshetze der Presse Der Redner erinnerte dann an die Presselügen, die allein in den letzten Monaten über das nationalsozialistische Deutschland der ganzen Welt verbreitet wurden und erklärte:„Hinter dieser Welle von Haß, von Lüge und Verleumdung spüren wir die Hand des Juden, der seinen ganzen gewaltigen Einfluß in der Weltpresse aufbietet, um Deutschland, das das jüdische Gift im Innern aus seinem Körper entfernte, von draußen her einzukreisen und zu vernichten. Von Moskau, der politischen Zentrale des Weltjudentums, wird die Kriegshetze der Presse geschürt, in den journalistischen Fälscherwerkstätten Europas und der Vereinigten Staaten wird sie getarnt und zur undurchsichtigen Lügennachricht verarbeitet und von dort über alle Drähte der Erde als letzte politische Sensation dem zeitungslesenden Publikum zugespielt. So feiert die politische Lüge Orgien, so vergiftet sie das Leben der Völker und ihr internationales Zusammengehen. Dr. Dietrich erinnerte an die warnenden Rufe, die der Führer zu wiederholten Malen an die Welt gerichtet, in denen er auf die drohende Gefahr hingewiesen und die Völker aufgefordert hat, ihr Einhalt zu gebieten.„Aber bis zum heutigen Tage hat sich kein Weltgewissen gerührt, keine der demokratischen Regierungen ihre Stimme erhoben, um dem papierenen Feind der Menschheit entgegenzutreterz. Dr. Dietrich hielt nun der Welt den Spiegel der deutschen Pressereform vor Augen, die die Presse von den Fesseln der Juden und des Geldes befreit hat und riet ihr, das Gleiche zu tun:„Dann wird es ein Leichtes sein, durch internationale Presseabkommen= und Nichtangriffspakte jeden Versuch, durch Lüge, Schmähung und Verleumdung der Nationen, die Völker in den Krieg zu hetzen, schon im Keime zu ersticken. Dann wird die Zusammenarbeit der Völker auf allen lebenswichtigen Gebieten sich fruchtbar und segensreich gestalten.“ Lang anhaltender Beifall dankte Dr. Dietrich. Rudolf Heß vertagte dann den Parteikongreß auf Freitag vormittag. 1000 Zentner Zucker versüßen die Oder Maltsch, 9. September. In unmittelbarer Nähe des Städtchens Maltsch fuhr das Motorschiff„Luise“ auf eine Oder=Buhne auf. Der Stoß war so heftig, daß der Schiffsboden ein ein Meter langes Leck erhielt. Das Wasser drang sofort ein und überflutete schnell die Laderäume. Obwohl alle Mann an den Pumpen tätig waren und sowohl die Matrosen eines zu Hilfe geeilten Schleppdampfers wie auch die Ortsfeuerwehr von Maltsch sich kräftig mühten, des Wassers Herr zu werden war der größte Teil der wertvollen Ladung nicht mehr zu retten Das Schiff hatte über 4000 Zentner Zucker. Mehl und Papier in Breslau und Maltsch geladen. Etwa tausend Zentner Zucker haben sich im Oderwasser aufgelöst; über die Hälfte der Mehlladung ist ebenfalls verdorben und auch das Pavier, das zur Anfertigung von Tüten und als Packpapier verwendet werden sollte, ist völlig naß und unbrauchbar geworden. Mitteinirerkensereits ehne S rurschlans und Grutten Berlin und Rom antworten England und Frankreich— Gegenvorschlag: Nichteinmischungsausschuß statt besonderer Konferenz Berlin und Rom solidarisch anb Berlin, 9. September. Die britische und die französische Regierung haben am 6. September einer Reihe von Regierungen, darunter auch der Reichsregierung, eine Einladung zugehen lassen zu einer Konferenz, die am 10. September in der Nähe von Genf zusammentreten und die Maßnahmen zur Beseitigung der letzthin im Mittelmeer hervorgetretenen Schwierigkeiten beraten soll. Die Reichsregierung hat in ihrer Antwort betont, daß sie selbstverständlich jeden Versuch, die durch den Bürgerkrieg in Spanien verursachte Unsicherheit im Mittelmeer zu beenden, begrüße, und daß sie sich freuen würde, wenn es gelänge, zu diesem Zweck zwischen den beteiligten Mächten eine Verständigung über gemeinsam zu ergreifende Maßnahmen herbeizuführen. Gleichzeitig hat die deutsche Antwort aber daran erinnert, daß die Reichsregierung, als sie vor wenigen Monaten ihrerseits mit einer ähnlichen Initiative hervortrat, bei der britischen und der französischen Regierung einer Haltung begegnete, die für sie wenig ermutigend ist, Vertrauen in neue kollektive Abreden auf diesem Gebiet zu setzen. Obwohl es damals nach dem folgenschweren Ueberfall auf das deutsche Panzerschiff „Deutschland“ zu einer bindenden Vereinbarung über die Behandlung solcher Fragen gekommen war, haben sich die britische und die französische Regierung nach dem gleich darauf folgenden Torpedoangriff auf den deutschen Kreuzer„Leipzia“ bekanntlich nicht dazu entschließen können, der Reichsregierung gegenüber auch nur ein Minimum von Solidarität zu zeigen Bei der Stellungnahme der Reichsregierung konnte ferner die Tatsache nicht unberücksichtigt bleiben, daß europäischen Hauptstädte überrascht haben. Nachdem die italienische Presse nach der herausfordernden Note Moskaus bereits die Unmöglichkeit für Italien zum Ausdruck gebracht hatte, mit den Bolschewisten an einer Konferenz in Nyon teilzunehmen, ist dies von Rom auch amtlich mitgeteilt worden. Die deutsche sowie die italienische Regierung haben vorgeschlagen, den ganzen Fragenkomplex im Nichteinmischungsausschuß zu verhandeln. Damit ist einerseits die Bereitschaft beider Staaten zum Ausdruck gebracht, in gemeinschaftlicher Beratung an der Herstellung einer internationalen Solidarität zur Sicherung der Mittelmeer=Schiffahrt zu arbeiten, anderseits aber der grundvernünftige Vorschlag gemacht worden, sich zu diesem Zweck eines schon vorhandenen diplomatischen Apparates, nämlich des Nichteinmischungsausschusses, zu bedienen, an dem dann auch andere als die von England eingeladenen Länder, wie z. B. Polen und Portugal, teilnehmen könnten. Eine objektive Würdigung des deutsch=italienischen Vorschlages wäre um so notwendiger, als gerade Deutschland mit seinem Vorschlag großzügig denken und bittere Erfahrungen zurückgestellt hat, die Deutschland seinerzeit bei der Behandlung des Falles„Leipzig" durch die französische und englische Regierung hat machen müssen. Wir geben zu, daß seitdem wenn auch kein grundsätzlicher Wandel, so doch in Paris und London eine etwas objektivere Betrachtung der aktiven Rolle Moskaus im spanischen Mittelmeer=Konflikt sich bemerkbar zu machen beginnt. Stutzig macht lediglich die Wahl des Ortes Nyon bei Genf für die Abhaltung der Mittelmeer=Konferenz. Will man die Mittelmeer=Aussprache damit auf ein falsches Gleise verschieben, indem man sie nicht nur in die örtliche Nähe von Genf, sondern ebenso in den diplomatischen Bereich des Völkerbundes verlagert? Gewisse Anzeichen der französischen Politik liegen hierfür vor. Auch muß der jüngste BeSeiste b.h „faschist ustil Ne e mit entede Sinne se der durch die sowjethenfall nicht befriedigend die Sowjetregierung es für richtig gehalten hat, in such holschewistischer Valeneia=Häuptlinge bei amtlichen diesen Tagen wegen gewisser Vorfälle im Mittelrzcer Pariser Stellen Argwohn erregen. Gerade im Hinblick auf diese Wühlarbeit, die in Genf fortgesetzt werden Vier Tote bei einem Flugzeugabsturz in Frankreich Paris, 9. September. Mittwoch abend stürzte bei der Landung auf dem Militärflugplatz Marignac eine schwere Kriegsmaschine, einer der neuen Bomber„Bloch 210“, über einem in der Nähe liegenden Wald ab. Bei dem Aufschlag auf die Erde erfolgte eine Explosion. Drei Besatzungsmitglieder kamen in den Flammen um. Einer der beiden Geretteten starb kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus an den schweren Brandwunden. Kurze Nachrichten Vier Memelländer begnadigt. Der litauische Staatspräsident hat 42 Personen, die durch das Kriegsgericht verurteilt worden waren, begnadigt, darunter auch vier Memelländer. Den nun noch verbliebenen 24 im großen Memelländer=Prozeß Verurteilten sind keine Strafermäßigungen zugebilligt worden. Alle Amerikaner sollen China verlassen. Die amerikanischen Bürger in China sind zur sofortigen Räumung des Landes aufgefordert worden. Eine Warnung an die amerikanische Handelsschifffahrt. Das amerikanische Marineministerium hat an die Handelsschiffahrt der Vereinigten Staaten eine Warnung erlassen, bei Befahren des Mittelmeeres Vorsicht zu üben. Das Ministerium gab in seiner Warnung die Gefahrenzonen genau bekannt, in denen in den letzten Wochen Angriffe auf Handelsschiffe erfolgten. Der Aufstand in Paraguay niedergeschlagen. In Asuncion(Paraguay) entwaffneten regierungstreue Marinesoldaten und Kavallerie die Aufständischen und stellten die Ordnung wieder her. Staatspräsident Paiva übernahm wieder die Regierungsfunktionen. Neue Unruhen an der Nordwest=Grenze Britisch= Indiens. Wie aus Simla gemeldet wird, ist es in der indischen Nordwestprovinz zu neuen blutigen Gefechten zwischen Aufständischen und der britischen Grenzpolizei gekommen. Die britischen Verluste beliefen sich auf drei Tote und einen Verwundeten. Prinz Chichibu ehrt Deutschlands gefallene Helden. Der zur Zeit in Berlin weilende Bruder des Kaisers von Japan, Prinz Chichibu, legte am Donnerstag mittag im Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder. Empfang des französischen Handelsministers zu Ehren von Staatssekretär Funk. Am Donnerstag veranstalteten der französische Handelsminister, der Unterstaatssekretär im Handelsministerium sowie der französische Generalkommissar der Weltausstellung zu Ehren des Staatssekretärs Funk einen Empfang. Es nahmen daran etwa 200 Vertreter der französischen Kunst, der Literatur, der Wirtschaft der verschiedenen Behörden und der Pariser Gesellschaft teil. Handelsminister unbewiesene Anschuldigungen gegen die italienische Regierung zu erheben und weitgehende Forderungen daran zu knüpfen. Die Reichsregierung pflichtet der italienischen Regierung darin bei, daß dieser nicht zugemutet werden kann, sich an einer Sonderkonferenz der geplanten Art zu beteiligen, so lange der durch die Note der Sowjetregierung verursachte Zwischenfall nicht eine befriedigende Erledigung gefunden hat. Trotz aller dieser erschwerenden Umstände hat aber die Reichsregierung den Versuch, durch gemeinsame Beratung zu einer Beruhigung der Lage zu gelangen, nicht verzögern wollen. Sie hat deshalb im Einvernehmen mit der italienischen Regierung vorgeschlagen, an Stelle der Einberufung einer Sonderkonferenz den Londoner Nichteinmischungsausschuß mit der Angelegenheit zu befassen, dessen Arbeitsgebiet aufs engste mit den hier in Rede stehenden Fragen zusammenhängt und dessen Organisation die Möglichkeit bietet, bei allseitigem guten Willen schnell zu einer Regelung zu gelangen. Die Beratung in dem Londoner Ausschuß würde zugleich den Vorteil bieten, daß daran außer den von England und Frankreich eingeladenen Mächten auch noch andere interessierte Mächte, wie zum Beispiel Portugal und Polen, teilnehmen könnten. * Die deutsche Antwortnote auf die englisch=französische Einladung zur Teilnahme an einer Mittelmeer=Konferenz wird auch nicht die Oeffentlichkeit der beiden westsoll, ist der deutsch=italienische Vorschlag um so begründeter, und die ehrliche Absicht Londons, endlich zu einem Uebereinkommen im Mittelmeer zu kommen, kann am besten durch die Beratung außerhalb der Völkerbunds=Atmosphäre zu einem positiven Ergebnis führen. Allen anderen Kräfte aber, die vielleicht erneut einen Keil in die deutsch=italienischen Beziehungen treiben und Frankreich als Mittelsmann in die italienisch=englische Aussprache einschalten zu können glaubten, ist erneut gezeigt, welch eminent praktische Bedeutung der Achse Berlin—Rom zukommt. Die italienische Antwort Rom, 9. September. Die italienische Antwort an England und Frankreich, die zur gleichen Zeit in Rom überreicht wurde, wie die deutsche Antwort in Berlin, zerfällt in drei Teile und ist inhaltlich der deutschen Antwort ähnlich. Im ersten Teil der Note wird festgestellt, daß Italien„als Mittelmeer=Großmacht unmittelbar an der Sicherheit und am Frieden in diesem für Italien lebenswichtigen Meer interessiert ist". Die ersten Nachrichten über die Initiative zu einer Mittelmeerkonferenz seien daher von der faschistischen Regierung günstig ausgenommen worden. Sie habe sich in der Tat darauf vorbereitet, zustimmend zu antworten, und das, obgleich gelegentlich des Angriffs auf die„Leipzig" eine ähnliche Initiative nicht ergriffen worden sei. Der zweite Teil weist auf die neue Lage hin, die durch die sowjetrussische Note und durch verschieben muß, solan russische Note entstandene Zwisch erlebigt Ist,#!, hrer Unimertnate„Wart B. Im dritten Teil ihrer Antwortnote erklärt die faschistische Regierung,„nichts unterlassen zu wollen, was dazu dienen könnte, für die bestehende Lage Abhilfe zu schaffen". Sie vertritt die Ansicht,„daß die zu behandelnden Argumente vom Nichteinmischungsausschuß in London sachgemäß geprüft und erörtert werden könnten". Dieser Ausschuß habe„auch in technischen und in Schiffahrtsfragen eine Erfahrung, die ihn vollkommen befähigt, die in der Verbalnote genannten Fragen zu erörtern“. Ein solches Verfahren würde nicht nur die Einberufung einer Sonderkonferenz vermeiden sondern auch den Vorzug haben,„keine der europäischen Großmächte und anderer unmittelbar interessierter Mächte auszuschließen und damit im besonderen die Teilnahme von Polen und Portugal zu ermöglichen". Die faschistische Regierung erklärt sich zum Schluß„im voraus bereit im Einvernehmen mit der Reichsregierung ihrem Vertreter im Nichteinmischungsausschuß alle notwendigen Anweisungen zu erteilen“. London: Konferenz steigt Scharfe Worte über die Schuld der Sowjetdiplomatie London, 9. September. Die Morgenpresse rechnet bestimmt damit, daß die Mittelmeerkonferenz am Freitag in Nyon eröffnet wird. Die englische Regierung sei entschlossen, die Konferenz ungeachtet der sowjetrussischen Torpedierungsversuche und auch im Falle, daß Deutschland und Italien nicht erscheinen würden, abzuhalten. Dieser Entschluß werde als das Ergebnis der gestrigen Kabinettssitzung bezeichnet, auf der die englischen Vorschläge für die Mittelmeerkonserenz fertiggestellt worden „Nürnberg— Mittelpunkt des Weltinteresses“. Ausländische Bewunderung für den deutschen Arbeitsdienst Berlin, 9. September. frichten den ungeheueren Eindruck, den der Aufmarsch nird rmitt=lu d' Ma ldieser Miliz der Arkeit“ auf die Wenge hernorgeWie aus London gemeldet wird, vermitteln die Berichte der heutigen Londoner Morgenpresse aus Nürnberg den Eindruck, daß man in England dem Parteitaggeschehen mit wachsendem Interesse begegnet. Von den Mittwoch=Ereignissen hat der Aufmarsch des Arbeitsdienstes den stärksten Widerhall in den Londoner Morgenblätter gefunden, die ihm ihre Nürnberger Berichte nahezu ausschließlich widmen und dabei ganz besonders die schneidige Haltung der Arbeitsdienstmänner bei dem Vorbeimarsch vor dem Führer hervorheben. Als bemerkenswert wird allgemein die Teilnahme des weiblichen Arbeitsdienstes herausgestellt. London:„Wasse des Friedens“ Die„Times“ gibt unter der Ueberschrift des Friedens“ einen kurzen Auszug Daily Eryreß“ veröffer „Waffe aus der Führerrede.„Daily Expreß,„veröffentlicht an Stelle eines Berichtes ein großes Bild von der Reichsarbeitsdienstparade vor dem Führer. Das Blatt bringt hierzu in hervorgehobenem Druck eine Mitteilung, die die in Nürnberg anwesende Mitwe des früheren britischen Schatzkanzler Snowden am Mittwoch im Anschluß an die Vorführungen des Reichsarbeitsdienstes nach London gesandt hat:„Es ist das Eindrucksvollste, was ich jemals gesehen habe. Wer auch immer in England es mit Roheit und Mißachtung behandelt, der begeht eine sehr große Torheit.“ Paris:„Der wahre Charakter des Dritten Reiches“. Nach Meldungen aus Paris findet der Aufmarsch des Arbeitsdienstes in mehreren Pariser Blättern ganz besondere Beachtung. Diese Kundgebung, so schreibt der Sonderberichterstatter des„Jour“, sei sicherlich von allen die eigentümlichste und schönste zugleich. Sie zeige wie keine andere den wahren Charakter des Dritten Reiches und das Bemühen, alle Männer in ein und dieselbe Form zu gießen. Die Blätter unterstreichen weiter die erstmalige Anwesenheit des Arbeitsdienstes der weiblichen Jugend. Die Kundgebung, so schreibt der„Figaro“, habe den Stempel eines eindrucksvollen Ernstes getragen und sei von einer unbestreitbaren Größe und Schönheit. Aus den Ausführungen des Führers, die keinen politischen Charakter getragen hätte, müsse man hervorheben, daß das Heer der Arbeit nur dazu bestimmt sei, ein Heer des Friedens zu sein. Rom:„Symbol des Aufbauwillens“ und der Pariser Gesellschaft, teil. Handelsminister Im Appell des Reichsarbeitsdienstes sieht die italiChapsal begrüßte in einer herzlichen Ansprache Staats=senische Presse ein Symbol des Aufbauwillens des Dritsekretär Funk, der in ebenso herzlichen Worten dankte, ten Reiches und unterstreicht in ihren ausführlichen Bedieser„Miliz der Arbeit“ auf die Menge hervorgerufen habe.„Messaggero“ erklärt, Deutschland zeige nach außen hin seine Macht und im Innern die Kraft seiner Arbeit. Der Führer habe mit Recht erklärt, der Arbeitsdienst sei eine der kostbarsten Organisationen des nationalsozialistischen Regimes und ebenso wie das Heer berufen, bis in die fernste Zukunft fortzubestehen. „Popolo di Roma“ betont, daß in einem Augenblicke, da alle Mächte des Umsturzes im Bund mit ihren Helfershelfern am Werk sind, um Europa und die Welt ins Verderben zu stürzen, der Reichsparteitag die gewaltigste Kundgebung des Friedens, der Arbeit und des Aufbauwillens der deutschen Nation darstelle. Dieser Wille zur konstruktiven Arbeit bringe das nationalsozialistische Deutschland dem faschistischen Italien noch näher. Denn beide wollten gemeinsam an dem großen Werk eines friedlichen Wiederaufbaues Europas und der Verteidigung der Kultur des Abendlandes arbeiten. Im Vorbeimarsch der 38000 Arbeitsdienstmänner hätten die Abgeordneten Mussolinis dieses Ideal verkörpert gesehen. Budapest: Einzig dastehende Leistung Unter den Nürnberger Berichten der ungarischen Presse steht an erster Stelle ein Sonderbericht des klerikalen„Uj Nemzedek". In der spaltenlangen, von zahlreichen Bildern begleiteten Schilderung wird ein farbenfrohes Bild der gesamten Heerschau in Nürnberg gegeben und besonders hervorgehoben, welche einzigartig dastehenden Leistungen der Nationalsozialismus tatsächlich nach einer viereinhalbjährigen Herrschaft den zahllosen ausländischen Gästen vor Augen führen könne. Gäste aus allen Ländern, zahlreiche aktive Politiker, eine Fülle weltbekannter Namen seien in diesen Tagen in Nürnberg versammelt. Der Bericht hebt an einer Stelle besonders hervor, daß die Organisation dieser gewaltigen Ansammlung von vielen Hunderttausenden von Menschen eine bisher in der Geschichte einzig dastehende Leistung sei. Unter den Sehenswürdigkeiten Europas— man zieht als andersgeartete Beispiele Paris und Monte Carlo heran— stehe Nürnberg mit neuen Farben und einem ganz neuartigen Stil. Es stehe im Mittelpunkt des Weltinteresses. Anfreundliche Kommentare in Oesterreich Wien, 9. September. Nachdem die führende österreichische Tagespresse bisher zum Nürnberger Parteitag geschwiegen und sich lediglich auf die Wiedergabe kurzer Meldungen beschränkt hatte, findet man nun eigene Kommentare, allerdings betont unfreundlicher Art. seien. Der Inhalt der Vorschläge wird noch geheimgehalten. Es wird aber angedeutet, daß die ursprünglich vorgesehenen englischen Vorschläge im Falle der Abwesenheit Deutschlands und Italiens von der Konferenz nicht in ihrem vollen Umfange durchgeführt werden könnten, sondern möglicherweise durch andere Vorschläge, die ebenfalls beraten worden seien, ersetzt werden müßten.. Itrgete fast i. 9enhDer„Daily Telegraph“, sagt, in London werde das sowjetrussische Vorgehen aufs schwerste getadelt, und betont, daß die englischen Vorschläge die Zustimmung von Paris erhalten hätten und daß sie die engste Zusammenarbeit zwischen der englischen und der französischen Flotte im Mittelmeer vorsehen würden. Im Völkerbundssekretariat in Genf hält man daran fest, daß die Mittelmeerkonferenz, wie vorgesehen, am Freitag um 16.30 Uhr im Gemeindesaal von Nyon eröffnet wird. Die technischen Vorbereitungen werden unter Leitung von Völkerbundsbeamten lebhaft betrieben. Gleichzeitig ist man sich jedoch auch in englischen und französischen Kreisen Genfs darüber im klaren, daß die Konferenz keinerlei politisches Interesse mehr bieten wird. Die englische Abendpresse steht ganz im Zeichen der Ablehnung Deutschlands und Italiens, an der Mittelmeerkonferenz teilzunehmen. Der„Evening Standard“ lehnt die Konferenz als nutzlos ab. Der Plan torpediere sich selbst. Der Plan, alle sich streitenden Nationen zu der Konferenz einzuberufen, um die =Boots=Angriffe im Mittelmeer auszuschalten, sei in jeder Hinsicht unvernünftig und unrealistisch gewesen. England sollte besser zu der Erkenntnis kommen, daß das Mittelmeerproblem unlösbar und das anormale Verhältnisse herrschen müßten, bis der Krieg aus sei. England solle seine eigenen Wege gehen, eigenen Schiffen den notwendigen Schutz geben und den Schutz fremder Schiffe den Nationen überlassen, denen sie gehörten. Die gesamte Pariser Presse verurteilt den Moskauer Brandstiftungsversuch, selbst der sozialdemokratische„Populaire", und verspricht sich nicht viel von dem Ausgang der Mittelmeerkonferenz. 400000 Verwundetenabzeichen Abschluß der nachträglichen Verleihung Berlin, 9. September. Den zahlreichen deutschen Verwundeten des Weltkrieges, die seinerzeit trotz Vorliegens der Voraussetzungen das Verwundetenabzeichen nicht oder nicht mehr erhalten haben, hat der nationalsozialistische Staat die Erfüllung ihrer Wünsche auf seinen Besitz durch die Verordnung über das Verwundetenabzeichen gebracht, die am 3. Jahrestag der nationalen Erhebung erlassen worden war. Die Antragsfrist war am 31. Dezember 1936 abgelaufen und ein letzter Fristübergang war bis 4. Januar 1937 vorgesehen. Es liegen nun die zahlenmäßigen Ergebnisse der Verleihung der drei verschiedenen Verwundetenabzeichen vor. Ministerialrat Dr. Hartrodt gibt sie im Reichsarbeitsblatt" bekannt. Insgesamt waren 442 669 Anträge eingegangen; insgesamt wurden 46 700 abgelehnt, unerledigt waren zur Zeit des Berichts noch rund 28000 Anträge. Die Tätigkeit der Versorgungsbehörden hat durch die von der NSKOV. geleistete Vorarbeit dankenswerte Unterstützung erhalten. Erteilt wurde der Berechtigungsausweis für das Verwundetenabzeichen in Schwarz rund 290 000mal, Mattweiß rund 71000= und Mattgelb rund 7000mal. Einschließlich der zur Zeit schwebenden Anträge ist mit etwa 400 000 erteilten Berechtigungsausweisen zu rechnen. Die hohe Zahl von Ablehnungen fällt leider auf einen großen Teil auch zu Lasten der Fristversäumnis, obwohl doch zehn Monate Frist vom 1. März bis 31. Dezember vorlagen. Ein weiterer großer Teil wird auf die sonstigen Gesundheitsschädigungen, die nicht Verwundungen sind, zurückgeführt. Das Verwundetenabzeichen durfte nicht durch Zuerkennungen entwertet werden, die in den Reihen der Kriegsbeschädigten selbst Zweifel oder Unwillen hervorgerufen hätte. Zum Tragen der Verwundetenabzeichen befugt sind nur die Inhaber eines Besitzzeugnisses. Judenhaufen greifen polnische Polizeibeamte an Der in Polen seit einiger Zeit auffällig hervortretende Massenterror fast ausschließlich jüdischer Unruhestifter hat sich wieder in Zyrardow bei Warschau gezeigt. Hier gingen die Juden gegen Polizeibeamte tättich vor, als Hiniertreppen=Geschäftemacher wegen Ha diese jüdische Uebertretung der tung ziehen wollten. der hundertköpfigen Judenmeng Polizeiabteilung verhaftete sech seigern Bolizebegaß, *#####estimmune Verantworhandelsbestimmungen zur VerantworEin Beamter wurde hierbei von ge verletzt. Eine stärkere hs jüdische Hetzer. Seite 7 Nr. 212 7 Bochumer Anzeiger" Freitag, 10. Sepeember 1932 Bochumer Nachrichten Von den Barberern bis heute Streifzug durch ein Jahrhundert Bochumer Medizinalwesen Wie andere Gesundheitsinnerhalb Bochums auf ken zurückblicken können. wesen. In Bochums Urväterzeit Der ichte Arfahrterup Die letzten Bochumer Nürnberg= fahrer unterwegs dheits= und Sozialeinrichtungen ein mehrhundertjähriges Wir1, so auch Bochums Medizinalsen. In Bochums Urväterzeit bestritten, noch die „Barberer“ die Fürsorge für das gesundheitliche Leben der Einwohner. Die uralten Ueberlieferungen der Stadt berichten im Jahre 1598 von einem„Barberer“ M. Melchior Kramer, der sich in dem genannten Jahr in Altbochum niederließ und das Bürgerrecht erwarb. Zu jener Zeit übten die Barbierer nicht nur das Gewerbe der Barbierkunst aus, sie bemühten sich auch, den Leidenden Hilfe zu bringen..... Erst aus dem Jahre 1607 hort man, daß sich in Bochum ein Wundarzt Bonaventhuir Brinkhuis niederließ, dem sich im Jahre 1658 der Chirurg Christoph Mars in Bochum zugesellte, der aber auch „Heilgehülfe und Barbier“ war. Er berief sich darauf, daß er„im Dienste der leidenden Menschheit" stehe und erreichte damit die Befreiung von der Bürgerschatzung". Im Jahre 1743 kam der Chirurg Christoph Grim aus Dortmund nach Bochum und wurde Bürger. Eine Bereicherung des Medizinalwesens Bochums erfolgte im Jahre 1770, als Dr. Johann Carl Arnold Kortum aus Mülheim nach Bochum kam und hier als Doktor erfolgreich wirkte. Er war Doktor und Schriftsteller zugleich und genoß als solcher bedeutenden Ruf in der Grafschaft Mark und darüber hinaus. Kortum starb im Jahre 1824 in Bochum. Im Jahre 1816 hatte er sein 50jähriges Doktgriubildum, feiern können, bei welchem Anlaß ihm König Friedrich Wilhelm III. den Hofratstitel verlieh. In der Folgezeit kamen immer mehr Doktoren nach Bochum, das im Jahre 1860 sieben Aerzte und zwei Wundärzte besaß, deren Zahl sich bis zum Jahre 1890 auf 33 erhöht hatte. Die erste Apotheke erhielt Bochum im Jahre 1691, die noch heute erhaltene alte Apotheke am Markt, die damals als Besitzer den Apotheker Georg Heinrich Severin hatte. Dieser erhielt den Apotheker=Lehrbrief am 15. April 1691 von Joh. Philipp Weigand, Apotheker zum Einhorn in Würzburg, ausgestellt. Dieser Lehrbrief ist noch heute im Besitz der Carl Flügelschen Familie, die in alter Zeit auch Besitzer dieser Apotheke gewesen ist. Einige Jahre später, im Jahre 1722, machte sich in Bochum eine zweite Apotheke, die EinhornApotheke im Einlauf der Eulengasse, auf, die noch heute erhalten ist und auf ein Alter von 215 Jahren zurückblicken kann. Viele Jahrzehnte lang waren diese Apotheken die einzigen in Stadt und Land Bochum. Aber mit der rapiden Zunahme der Bevölkerung, zumal die Industrie in Bochum und Umgegend seßhaft wurde, vermehrte sich auch die Zahl der heimischen Apotheken. Aber es war doch ein langer und beschwerlicher Weg von den„Barberern“ zu dem hochentwickelten Medizinalwesen des Bochums unserer Tage. Landgerichtsdirektor Wilh. Schulte vollendete soeben sein 60. Lebensjahr. Ein Westfale von echtem Schrot und Korn wurzelt er mit allen Fasern im Boden der Heimat. Am 1. Juli 1909 wurde er Landgerichtsrat in Bochum, wo er mit einer kurzen Dortmunder Unterbrechung tätig blieb. Seit 1. März 1922 ist er Landgerichtsdirektor in Bochum und Vorsitzender der 5. Zivilkammer. Sein reiches juristisches Wissen, sein praktischer Sinn und seine Verbundenheit mit Volk, Blut und Boden von seiten der Eltern her, kamen ihm in seinem verantwortungsvollen Amte sehr zu statten. Sein Rat und Urteil haben sich stets bewährt. So erfreut er sich höchsten Ansehens nicht nur unter den Juristen, sondern auch im Volke. Während der Krankheit des verstorbenen Landgerichtspräsidenten Broicher und bis zur Ernennung seines Nachfolgers führte er die Geschäfte eines stellvertretenden Präsidenten. Eine beneidenswerte Frische des Körpers und Geistes lassen erhoffen, daß er noch lange Jahre mit Erfolg seines Amtes Bürde und Würde tragen wird. Ansturm der NS.=Frauenschaft Nürnbergzug auf den Die Nürnbergfahrerinnen des Abfahrt BDM. vor der..-Muthherr Mittwoch war, wie schon berichtet, der Hauptabfahrtstag dek Bochumer Nürnbergfahrer. Zuerst fuhren die Politischen Leiter, dann die Abordnungen der Marine=SA. und des RSKK. und in später Abendstunde die Mitglieder der NS.=Frauenschaft, etwa 140 an der Zahl, sowie jene Zivilparteigenossen, die sozusagen als„Schlachtenbummler“ das große Erleben der Nürnberger Parteitage mitmachen wollten. Die freudigen Abschiedsszenen, die sich auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofes vor der Abfahrt des von Wattenscheid kommenden Sonderzuges abspielten, waren der Ausdruck einer festlichen Hochstimmung, wie sie sich in diesen Tagen überall dort äußert, wo Nürnbergfahrer Abschied nehmen. Bei solchen Anlässen geht es nun einmal bei dem Bochumer nicht ohne Musik. Eine Mundharmonika stimmte die Weise des Bochumer Jungenliedes an. Sie ging von Abteil zu Abteil und steigerte sich beim Abfahrtssignal zu einem gewaltigen Chor, der noch zu hören war, als der Sonderzug schon längst in das Dunkel hinausgefahren war. führerinnen des B2M. mit der Aerztinnengruppe des Untergaues Bochum abfahrtsbereit an der gleichen Stelle, um sie herum Kameradinnen aus den Untergauen Wattenscheid, Herne, Wanne=Eickel, Witten, Gelsenkirchen, Buer und Recklinghausen. Der in Dortmund eingesetzte Sonderzug brachte noch Kameradinnen aus den übrigen westfälischen Untergauen, mit denen die Weiterfahrt nach Köln=Deutz angetreten wurde, wo der Treffpunkt aller Nürnbergfahrerinnen des Obergaues Rheinland und Westfalen zu der Fahrt nach Nürnberg war. Den Beschluß der Bochumer Nürnbergfahrer machte am Donnerstag abend die Hitler=Jugend. 230 Jungen Strube am Bahnhof unterblieb, da der Sonderzug in Bochum nur wenige Minuten Aufenthalt hatte. Und diese Zeit mußte ausgenutzt werden, um den Abtransport ordnungsgemäß durchzuführen. Den Abschied von den Eltern hatte der Musik= und Spielmannszug mit einem musikalischen Ständchen schon vorher besorgt, wofür er großen Dank erntete. Pünktlich auf die Minute, um 21.41 Uhr, erfolgte die Weiterfahrt des Sonderzuges, der Freitag morgen in Nürnberg=Dutzendteich einlaufen wird. Am sechs Wanderpreise zogen mit ihren Fahnen unter Bannführer Hähne! Wanderpreisschießen ders6 zum Nordbahnhof, um hier die Ankunft des von Mün= Wanderpreisschl=fea der Ne ster kommenden Sonderzuges der westfälischen HitlerJugend abzuwarten, mit dem auch Oberbannführer Strube kam, der den Transport nach Nürnberg zu leiten hatte. Von einer offiziellen Verabschiedung, die am Standort an der Trankgasse vorgesehen war, Wenige Stunden später, Donnerstag früh um 2 Uhr, mußte wegen des starken Regens Abstand genommen standen die für Nürnberg abkommandierten Jungmädel= werden. Auch die Begrüßung durch Oberbannführer In den=Bochumtel=Bolomten Ein Besuch in den Sandgruben in Langendreerholz Wissen Sie daß noch im Jahre 1861 in der damaligen Gemeinde Linden im Jahre 10 358 Tonnen Eisenerz gefördert wurden? Längst ist der Betrieb der Eisenerzgrube, die hart an der Ruhr lag, stillgelegt. daß im Jahre 1861 die Ruhr den stärksten Schiffsverkehr mit 60 bis 80 Ladekähnen täglich aufwies, seit 1890 aber die Ruhrschiffahrt ruht? daß der Mensch beim Wandern dreimal soviel Luft einatmet als beim Liegen und ebensoviel mehr Sauerstoff den Blutkörperchen zuführt und mehr als dreimal soviel Kohlensäure aus dem Blute ausscheidet? daß an den Bochumer Volksschulen zur Zeit außer 100 Rektoren und Hauptlehrern 790 Volksschullehrer und Volksschullehrerinnen wirken, an den städtischen Berufs=. Gewerbe=, Haushaltungs=, Mittelund höheren Schulen außerdem noch 265 Lehrkräfte, insgesamt also 1155 Lehrpersonen? daß in diesem Jahre für die bauliche Unterhaltung und Ausbesserung an Schulhöfen der Volksschulen rund 210000 RM. eingesetzt sind?(Gegenüber dem Vorjahr 90000 RM. mehr.) daß die Jagdscheinabgabe in Bochum für das Rechnungsjahr 1937 insgesamt 3700 RM. erbringt? An Polizei= und Zwangsstrafen der Stadtkasse 5000 Reichsmark zufließen? daß im Haushaltsplan für 1937 zur Unterstützung für Unfruchtbarzumachende 8000 RM. eingesetzt sind? daß zur Stadtbücherei bei 4800 RM. Einnahmen und 80 400 RM. Ausgaben ein Zuschuß von 75 600 Reichsmark zu leisten ist? daß das Weltall 200 Weltsysteme umfaßt, die nach den Angaben von Astronomen 100 Millionen Lichtjahre (ein Lichtstrahl durchflutet in der Sekunde 300 000 Kilometer, ein Lichtjahr 10 Billionen Kilometer) entfernt sind? Können Sie sich diese ungeheuren Entfernungen klarmachen? Die Personalien des Toten ermittelt. Samstag morgen wurde unterhalb der Kosterbrücke eine männliche Leiche gefunden. Die Ermittlungen haben nunmehr ergeben daß es sich um den 30jährigen Friseur Karl W. aus Bochum=Grumme handelt, der sich in den Morgenstunden des Freitags aus der elterlichen Wohnung entfernte. Nach den angestellten Ermittlungen scheint zweifellos Freitod vorzuliegen. Wer über die Meisterwerke der Technik schreiben wollte, wird nicht an den Sandgruben in Langendreerholz vorübergehen können. Er wird dort ungefähr alles vermissen, was uns im Industriegebiet sonst an ragenden Wahrzeichen der Technik umgibt. Er wird vergeblich rauchende Schornsteine, zroße Maschinenhäuser und Fördertürme suchen, und es kann deshalb sehr wohl geschehen, daß er in einer Entfernung von zehn Meter an den Gruben vorbeigeht, ohne zu ahnen, daß dort unten goldgelber Sand losgehackt wird, dessen Berühmtheit weit über die Grenzen Bochums hinausgeht. Wie steht es also mit der Technik des Sandabbaues, wenn man an äußeren Zeichen so gut wie alles vermißt? Nun, wenn man den Arbeiten, die in einem an 15 Meter tiefen Kessel vor sich gehen, zusieht, hat man den Eindruck einer bewundernswerten Zweckhaftigkeit. Die Arbeiter fahren die Loren dicht an den Fuß der steil abfallenden Grubenwand heran, hacken eine Rille in den Berg, die in den gähnenden Rachen der Lore mündet, und beginnen oben damit, den Sand loszuhacken, der sich von selbst in dem vorher gegrabenen „Flußbett" sammelt und ununterbrochen in den kleinen Wagen strömt. So wird Lore um Lore gefüllt, und nun beginnt der schwierigste Teil der Arbeit: der Transport der gefüllten Loren aus der Grube heraus an die Erdoberfläche. Die FeldbahnSKOV.=Kametadschaften Kreis Bochum Am Sonntag bringt der Kreis Bochum der NSKOV. sein diesjähriges Wanderpreisschießen für seine Kameradschaften zum Austrag. Die Pflege des Schießsports erfreut sich bei den alten Frontsoldaten der größten Beliebtheit. Im vergangenen Jahr stifteten die Kreisleitung der NSKOV. Bochum und der Oberbürgermeister Dr. Piclum sowie Förderer der NSKOV. mehrere Wanderpreise, um dem Schießsport einen besonderen Antrieb zu geben. Die Bezirksleitung der NSKOV. Dortmund hat nun in diesem Jahr ebenfalls einen Wanderpreis gestiftet, so daß in diesem Jahr sechs Wanderpreise zur Verfügung stehen werden. Für das diesjährige Wanderpreisschießen haben 20 Kameradschaften ihre Meldungen abgegeben. Schon die regen Vorbereitungen zu diesem Kampf seitens der einzelnen Kameradschaften lassen einen erbitterten Kampf um den Sieg erwarten. Die Schießleistungen bei den Vorbereitungsschießen in den Kameradschaften zeitigten ausgezeichnete Leistungen. Jede Kamkradschaft stellt eine Mannschaft von 10 Kameraden. Jeder Schütze hat drei Schüsse stehend aufgelegt; geschossen wird mit der Wehrmannsbüchse. Die höchste Ringzahl einer Mannschaft ist für die Gesamtplacierung entscheidend. An erster Stelle rangierte im vergangenen Jahr die Kameradschaft Wiemelhausen, die den Wanderpreis der Kreisleitung zu verteidigen hat. Die Kameradschaft Werne hat den Wanderpreis des Oberbürgermeisters zu verteidigen. Die anderen Wanderpreise haben die Kameradschaften Grumme=Vöde, Hofstede=Riemke=Marmelshagen und Hiltrop zu verteidigen. Das Schießen erfolgt auf dem Schießstand Wiesmann, Castroper Straße, in der Zeit von 9 bis 18 Uhr. Anschließend findet die Preisverteilung bei Wiesmann statt. Stahlhausens neue Visitenkarte Nach der vollständigen Umgestaltung der unteren Alleestraße in Stahlhausen hat sich auch in der Wohnsiedlung selbst vieles zu seinem Vorteil verändert. Nachdem unter dem neuen Bürgersteig auf der Allee..-Brüning Wie Felsgestein eines Gebirges leuchtet der gelbe Sand in der Sonne. Feldbahngeleise führen in mäßiger gleise, Loren und fleißige Arbeiter zeugen von den wirtschaftlichen Hintergründen Neigung nach aben grad= dieser Schönheit Reigung nach oben, grodwegs auf ein winzig kleines Maschinenhaus zu, in dem sich, wenn der Motor„ gr.g,#.#### angestellt ist, eine große Trommei oreht. Das darum gewundene Drahtseil wird mit der Lore verbunden, und das weitere vollzieht sich wie der Anstieg zum höchsten Punkt einer Achterbahn: Der Wagen wird hinaufgewunden und steht im Nu zur weiteren Verarbeitung auf einer Ladebühne. Auch diese ist wieder mit allen„Schikanen" ausgerüstet. Der Lastwagen, der den Sand an den Verwendungsort transportiert, fährt unter die Bühne, deren vordere Wand aufgeklappt werden kann, so daß die Sandmassen fast ohne weitere Nachhilfe in das Wageninnere strömen. So liegen zwischen„Förderung“ und endgültigem Abtransport nur menige Minuten, und einige Stunden später ist der Sand bereits an Ort und Stelle, an den Baustellen, da er seine Verwendung findet. Der Bochumer Sand ist sehr gefragt, so daß die Sandgruben in Langendreerholz wieder voll in Betrieb sind. straße ein neuer Vorfluter eingebaut worden ist, ist hier eine Verbesserung der Entwässerungsanlage in der Wohnsiedlung erzielt worden. Weiter sind an den Häusern durchgreifende Erneuerungen vorgenommen worden. Einen besonders anheimelnden Eindruck machen die freundlichen Einfassungen der Vorgärten. Die früheren unfreundlichen Gartenzäune sind restlos verschwunden und an deren Stelle Ligusterpflanzen gesetzt, die durch niedrige Betoneinfassungen abgegrenzt worden sind. Diese Betoneinfassungen ergeben, zusammengerechnet, eine Länge von über 2000 Meter. Die Eingänge zu den Häusern hat man zum größten Teil schon mit Zementplattenbelag versehen. Hand in Hand mit diesen Arbeiten geht auch eine Neuinstandsetzung der Siedlungsstraßen. Die Mayerstraße, als die breiteste Straße, hat eine vollständig neue Decke aus Bruchsteinen erhalten, die Capellestraße ist mit einer Teerdecke versehen worden. Auch die übrigen Siedlungsstraßen werden folgen. Nach der endgültigen Fertigstellung aller dieser Arbeiten wird sich die Kolonie stahlhausen in einem vollständig neuen Gewande zeigen, das besonders auch dem gesamten westlichen Stadtteil zur Zierde gereicht.— An der Wattenscheider Straße ist nun auch der bisherige Bretterzaun durch eine ansprechende Mauer aus Klinkerziegeln ersetzt worden. Diebstahl einer Handtasche mit Inhalt aus einer Speisekammer. In der Nacht zum 22. August wurde durch das offene Fenster einer Speisekammer des Hauses Waldring Nr. 52 eine Handtasche mit 6,40 RM. Inhalt entwendet. Die leere Handtasche wurde in der Mülltonne wiedergefunden. Wer kann zu diesem Diebstahl Angaben machen? Augaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 242. Radfahrer vom Auto angefahren. Am 8. September, gegen.30 Uhr, wurde auf der Herner Straße, Ecke Auf dem Dahlacker, ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Der Radfahrer erlitt Hautabschürfungen und Prellungen am Kopf und an der linken Hand. Er wurde in das katholische Krankenhaus in Herne eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. N F WS Seite 8 Nr. 212/ Bochumer Anzeiger, Freitag, 10. September 1937 Spielzeitbeginn im Stadttheater Festlicher Austakt mit den„Meistersingern“. Das Stadttheater Bochum öffnet Ende dieses Monats wieder seine Pforten, und zwar erhält die Spielzeit durch ein zweimaliges Gastspiel der Kölner Oper mit Wagners„Die Meistersinger von Nürnberg“ einen würdigen und festlichen Auftakt. Die beiden Gastspiele finden am 25. und 26. September statt. Der Schauspielplan steht natürlich ganz im Zeichen der bevorstehenden II. Deutschen Shakespeare= Woche. So werden die beiden ersten Neuinszenierungen der Spielzeit Shakespeares„Die lustigen Weiber von Windsor“ und das erste der vier Römerdramen,„Titus Andronikus“ sein. Die Inszenierung beider Werke liegt in den Händen von Dr. S. Schmitt. Es folgen im weiteren Spielplan des Schauspiels: Maugham:„Die heilige Flamme“ ein seit Jahren auf den deutschen Bühnen bekanntes Schauspiel, und die Komödie des bekannten Schauspieler=Dichters Curt Goetz„Dr. med. Hiob Prätoriu Die bevorstehenden Festereignisse im Schauspiel und in der Oper haben, wie das Stadttheater uns mitteilt, noch eine weitere Steigerung der Vormiete=Nachfrage herbeigeführt. Trotzdem ist durch Erweiterung der Vormiete das Theater in der Lage, auch jetzt noch etwaigen Wünschen gerecht zu werden. Ein Tag Ferien vom Dienst Betriebsfahrt der Firma Reklame=Wilden Die Firma Reklame=Wilden veranstaltete am Sonntag, 5. September, mit ihrer Gefolgschaft eine Fahrt zur Düsseldorfer Ausstellung„Schaffendes Volk". Schon die Hinfahrt, die mit eigenen Wagen der Firma stattfand, war mit Hinsicht auf das schöne Wetter ein guter Vorgeschmack. Die gemeinschaftliche Besichtigung der prachtvollen Ausstellung zog sich über den ganzen Vormittag hin. Die Schlegel=Gaststätte auf dem Ausstellungsgelände sorgte ausgiebig für das leibliche Wohl der Gefolgschaft. Der Nachmittag war wieder Besichtigungen gewidmet. Nach dem gemeinschaftlichen Kaffeetrinken hatten die Gefolgschaftsmitglieder Gelegenheit, sich den vielseitigen Vergnügen des Lunaparks hinzugeben. Die Besichtigung der leuchtenden Wasserfontäne bildete den Abschluß des so frohen Tages. Um 11 Uhr langte die Gefolgschaft wieder in Bochum an. Sekernie Edeh Du Bienl Lart SserlamfferTedter. So urteilt man im Reich über unsere Bühne Der Bochumer Anzeiger veröffentlicht in zwangloser Folge eine Reihe von Worten führender Männer des Theateriebens und der Theaterwissenschaft. Autoren, Künstler und Intendanten über des Bochumer Stadttheater. Wir haben diese Persönlichkelten gebeten, als Vertreter der Gästeschar aus dem Reich, die In den letzten Jahren Immer wieder zu den großen Veranstaltungen unserer Bühne In Bochum wellten, uns einige Worte über die Bedeutung des Bochumer Theaters zu schrelben und über die Innere Notwendigkeit, die sich hleraus für den Bochumer erglbt, sein Theater und dessen Arbeit in jeder Weise zu unterstützen. Wir bringen heute als ersten Beltrag ein Bekenntnis zur unserer Bühne von Unlversitätsprofessor Dr. C. Niessen, Leiter des Theaterwissenschaftlichen instituts. Köln Von einer Erdlore in die Tiefe gerissen. Einen schweren Bauunfall ereilte in der gestrigen Nacht den 26jährigen Peter L. aus dem benachbarten Wattenscheid, Gertrudisstraße 47, der bei einem Bochumer Unternehmer beschäftigt ist. L. war im Beariff Betonmaterial fortzuschaffen, als er plötzlich von der umschlagenden Erdlore getroffen und in die Fundamentgrube gerissen wurde. Die erlittenen Verletzungen machten seine Ueberführung in ein hiesiges Krankenhaus notwendig. Einbruch in eine Hühnerfarm. In der Nacht zum 8 September wurde eine an der Gahlensche Straße kr. 188 gelegene Hühnerfarm erbrochen und aus derselben 8 bis 12 weiße und braune Leghornhühner entwendet. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 246. Unbeständig Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim am 9. September Auf der Rückseite der gestern über unser Gebiet hinweggezogenen Störung, deren Kern zur Berichtszeit über Skandinavien liegt, konnte sich über Mittel= und Westeuropa wieder recht hoher Luftdruck aufbauen. In dessen Bereich kam es zunächst, von verbreitetem Fruhnebel abgesehen, wieder zu vorwiegend freundlichem, aber nur mäßig warmem Wetter. Erneuter kräftiger Druckfall über Irland dürfte später auch auf unser Gebiet wetterwirksam werden und meist stärkere Bewölkung und nicht niederschlagsfreies Wetter aufkommen lassen. Vorhersage für Freitag: Nach verbreitetem Frühnebel meist stärker bewölkt und vorwiegend im nördlichen Vorhersagebezirk vereinzelte Niederschläge, nur mäßig warm.— Vorhersage für Samstag: Bei wechselnder Bewölkung und zeitweiser Aufheiterung noch nicht niederschlagssicher. Temperaturen mäßig warm.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wieder freundlicher. Donnerstag, 9. September Barometer 24 Uhr: 165.0 Thermometer 34 Uhr: 411 S Zeiten für Sonne und Mond am 10. September: ( Aufg..54, Unterg. 18.58: JAufg. 12.17, Unterg. 20.46 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Das Stadttheater Bochum hat eine Bedeutung weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Es ist eine der schönsten Tatsachen der deutschen Theaterkultur, daß eine den Jahren nach junge Bühne in einem Industriezentrum sich eine so starke Geltung zu verschaffen wußte. Mit unbeirrbarem Wollen wurde hier der Spielplan wirklich zu einer geistigen Architektur: das Eigebnis waren die unvergeßlichen Zyklen- Aufführungen. die ich mit einer stets begeisterten Schar von Studierenden besuchte. Jedesmal stelgerten sich die Eindrücke. Es ist der schönste Lohn für das Bochumer Stadttheater, daß sich die Jugend Deutschlands zu Leistung und Wollen bekannte; denn sie allein bietet die Gewähr dafür, daß hier ein Same in die Zukunft gestreut wurde. Einen ganz besonderen Dank verdient das Bochumer Theaterpublikum, das an diesen schönen künstlerischen Ergebnissen nicht nur den Anteil des Aufnehmens hat. Wenn der Satz richtet ist, daß jede Stadt das Theater hat, das sie verdient,— und er ist richtig— dann ergibt sich als Nutzanwendung, daß Bochum vortreffliche Theaterbesucher haben muß, die verstanden haben, um was es ging. Sie werden auch in dieser Spielzeit nicht versagen. in der es zu zeigen gilt. was eine deutsche Bühne für Shakespeares Gestaltung zu leisten vermag. Bochum darf auf seine Bühne stolz sein Aber die Einwohner haben eine heilige Aufgabe: sie können an einem Beispiele zeigen, daß eine Bühne mit hohen Zielen und geistbetonter Haltung Widerhall und den Dank der Zuschauer findet. Well die Bühne über Deutschlands Grenzen hinweg Beachtung gewann, hat jeder, der es ermöglichen kann, die Pflicht, In der Ehrenliste der werktätigen Theaterfreunde zu stehen. Bochumer. Ihr besitzt an Eurer Bühne ein köstliches Gut: wahrt es und heift damit, den Kulturwillen des neuen Deutschlands erfüllen. Forrctt Leiter des Theaterwissenschaftlichen. Instituts In Köln Wie man früher einen Voien anfagte... Eine aufschlußreiche 200 Jahre alte Todesanzeige Vattere Seel, den 21. dieses morgens zwischen Neun und Zehen Uhren im 85. sten Jahr seines Alters nach außgestandener drei wochentlicher Krankheit mit allen Heil. Sacramenten wohl versehen und gäntzlich in den Willen Gottes resignieret aus diesem zeitlichen zu sich in das ewige Leben seelig abzufordern und zu beruefen; wie nun Ew. Hochwohlgeboren von selbsten ohnschwer ermessen könne, wie tieff und schmertzhafft Unß sonderbar aßligirender frühzeitiger Hinitritt meines geliebten Herrn Vattere Unß Hinterlaßenen zu Herzen gehe, so zweifele auch nicht, mein HochgeEhrter Herr Vetter werden mit Unß auß naher anverwandtschaft nit allein ein Christliches mitleiden tragen, sondern auch der Seel in dero andächtigem Gebett eingedenck seyn, dabey dan von Hertzen wünsche, daßz der gütige Gott Ew Hochwohlgeb. und Dero Hohe Familie und Angehörigen von solchen traurigen und betrübten Zufällen gnädiglich bewahren noch lange Jahren in beständiger Leibesfrischung und selbstverlangendem Wohlstandt conservieren, Gelegenheit verleyhen wolle, durch angenehme Diensten bezeigen zu können, immerhin zu verbleiben Ew. Hochwohlgeb. Eigenhändig hatte der junge Freiherr nur die „Dienstergebener Diener“ und seinen Namenszug unter diesen Brief gesetzt. Wie man damals noch keine tung kannte, so wußte man auch nichts von einem Briefumschlag. Der große Doppelbogen wurde als Brief gefalten und mit schwarzem Siegellack an der Verschlußstelle beträufelt. Schließlich wurde noch das Wappensiegel aufgedrückt, das aber leider im Laufe der Jahre abgebröckelt ist. Sonst ist diese alte Urkunde noch gut erhalten. Als letztes wurde dem Brief dann schließlich die Anschrift vorausgesetzt. Das war ein kleiner Totenbrief, der aber trotzdem schon einen kleinen Einblick in die höfische Welt unserer damaligen kleinadeligen Herren vermittelt. Eine Großtankstelle gerichtet Gestern wurde an dem neu errichteten Betongebäude der neuen Großtankstelle an der Ecke Wittener und Düppelstraße(früher Schmiedeknecht) der Richtfestschmuck angebracht und nach alter Handwerkersitte das Richtfest gefeiert.— Zum 1. Oktober wird die neue Großtantstelle bereits dem Betrieb übergeben werden. Letzte Luftschutz=Lotterielose Ziehung am 11. September Die vom Reichsluftschutzbund mit Genehmigung des Reichsinnenministers und des Reichsschatzmeisters der NSDAP. aufgelegte Luftschutz=Lotterie ist überall angesichts des gunstigen Gewinnplanes und des guten Zweckes freudig begrüßt worden. Nur wenige Lose sind noch bei einzelnen Dienststellen des Reichsluftschutzbundes, Amtsträgern, und allen durch Plakat gekennzeichneten Geschäften vorhanden. Damit auch diese abgesetzt sind, wenn am 11. September dieses Jahres die Ziehung bestimmt erfolgt, ruft der Reichsluftschutzbund zum letzten Male auf, Lose zur Luftschutz=Lotterie zu erwerben, wo noch welche vorhanden sind. Für ein Los zum Preise von 0,50 RM. kann ein Gewinn von 25000 RM. und für ein Doppellos zum Preise von.— RM. ein Gewinn von 50000 RM. gezogen werden. Insgesamt kommen über 75000 Gewinne zur Ausspielung. Der Reinertrag der Lotterie kommt dem zivilen Luftschutz und damit der Sicherheit jedes Volksgenossen zugute. Wer also ein Luftschutz=Lotterielos erwirbt, hat nicht nur Aussicht auf einen Gewinn, er trägt auch zum Schutze der Heimat bei. Heute ist es recht einfach, den Freunden und Bekannten einen Todesfall anzusagen. Nicht so einfach aber war es vor 200 Jahren. Damals hatte die Nachbarschaft die Aufgabe, den Tod mündlich weiter zu berichten. In jener Zeit gab es schriftliche Benachrichtigungen noch sehr seiten. Diese Art der Uebermittelung war damals noch zu teuer, als daß sie sich der kleine Mann hätte erlauben können. Eine schriftliche Todesanzeige wurde deshalb damals nur bei hochstehenden Persönlichkeiten, Lehrern, Pfarrern und in Adelshäusern gebraucht. Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 1714 war der alte Freiherr Jobst Dietrich von Wendt gestorben, dem in unserer engeren Heimat mehrere Herrschaften gehörten. Der Sohn des verstorbenen Freiherrn von Wendt hatte sich nun der für die damalige Zeit nicht gerade angenehmen Aufgabe zu unterziehen, seinen nahen Verwandten den Tod des alten Herrn mitzuteilen. Aber auch für einen adeligen Herrn war damals das Schreihen keine leichte Sache So rief auch der junge Wendt einen Schreiber herbei. Der nahm nun einen großen, vierseitigen Doppelbogen, der sowohl auf der Innen= wie auch Außenseite mit einem fast zentimeterbreiten schwarzen Rand umzogen war. Nachdem mit dem Schreiber der erforderliche Inhalt besprochen worden war, kam für die Niederschrift der Todesanzeige folgender Brief, der heute noch in tiefschwarzer Tinte erhalten ist, in ausgeschriebener Schönschrift zustande: „Hoch=Wohlgeborener Freyherr Inbesonders HochgeEhrter Herr Vetter. Ew. Hochwohlgeb. Kann aufz Höchstbestrebtem Gemühthe nicht verhalten, was gestatten dem Allerhöchsten Gott seinem unterforschlichem Rat und willen noch gefallen habe, weilendt dem Hochwohlgebohrenen Herrn Jobst Dietrichen Freyherren von Wendet, Herren der Herrschaften Herdenberg und Horst, auch zu Holtfeld mats das Schreiben keine leichte Suche. So tief auch und Achtermberg p. p. Meinen HochgeEhrten Herrn Die Nachbarn jammerte das Kind Die schwere Schuld einer Mutter Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Wohin gehen wir heute? Tonhallen=Gaststätte und=Diele: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Mississippi=Melodie. Capitol: ab 15.30 Uhr: Warschauer Zitadelle. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Die letzte Fahrt der„Santa Margareta“. Hammer Lichtspiele: Sherlock=Holmes—. Die graue Dame. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der Scheidungsgrund. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: I. A. in Oberbavern. Odcon: ab 15.30 Uhr: Der Hund von Baskerville. Skala Lichtspiele: ab 17 Uhr: Der Hund von Baskerville. Uja Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Spiel auf der Tenne. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Peter im Schnee. Avollo Weitmar: Der Herrscher. Capitol Langendreer: San Franzisko. Capitol Werne: Sherlock=Holmes— Die graue Dame. Kammerlichtspiele Gerthe: Premiere. Lichtburg Langendreer: Heiratsinstitut Ida& Co. Schauburg Wanne=Eickel: Das Frauenparadies. Union=Theater Gerthe: Der Mann, von dem man spricht. Es kommt zum Glück in Deutschland recht selten vor, daß man eine Mutter wegen Mißhandlung ihres eigenen Kindes bestrafen muß. Das Einzelgewissen wie das Volksgewissen sind derart wachgerufen, daß Ausschreitungen solcher Art gar nicht mehr andauern können, ohne daß ihnen so oder so ein Ende gemacht wird. Vor dem Schöffengericht stand eine junge Mutter aus Wattenscheid. Sie ist beschuldigt, ihren jetzt neunjährigen vor der Ehe geborenen Sohn gequält, mißhandelt und vernachlässigt zu haben. Die Frau bestritt zwar, sich in solcher Weise an dem Knaben versündigt zu haben. Der Junge sei schwer zu erziehen und unartig, und die Aussagen der lieben Nachbarn seien nichts als gehässiger Klatsch. Sie habe ihre Kinder alle gleichmäßig lieb. Das Züchtigungsrecht als Mutter lasse sie sich nicht nehmen und von Mißhandlungen sei schon gar keine Rede. Auf behördliches Eingreifen hin ist der Knabe unterdes der Erziehung seiner Eltern entzogen worden. Wie die Fürsorgerin berichtet, war der Junge ganz glücklich, als man ihn in eine andere Pflege gab, er will auch nicht wieder nach Hause. Wo er sich jetzt aufhält, benimmt er sich gut und gibt zu Klagen keinen Anlaß. Da die Angeklagte jede Schuld bestreitet, mußte das Gericht die Zeugen hören. Mit Entrüstung berichteten die Nachbarn über die vielerlei Beobachtungen: Das Kind sei bei geringstem Anlaß geschlagen und mißhandelt und zu Arbeiten gepreßt worden, die weit über die Kraft des Knaben hinausgingen und oft ekelerregend waren. Dabei war seine Ernährung mangelhaft. Aß er das Frühstück, das er zur Schule mitnahm, gleich darauf, so bekam er Schläge und es wurde ihm gedroht, daß er überhaupt kein Brot mehr mitbekäm. Andere teilten dann ihr Brot mit ihm. Seine kleinen Geschwister mußte er während seiner Schularbeiten beaussichtigen und obendrein noch ein Schwein hüten. Der Lohn waren Prügel. Weitere Einzelheiten seien übergangen. Das übereinstimmende Bild, das alle Zeugen von dieser„Mutter“ entwarfen, war so schwarz, daß der Staatsanwalt ein Jahr Gefängnis bei sofortiger Verhaftung beantragte. Väterlichen Schutz scheine der Knabe nicht geyaor zu haben. Das Urteil lautete wegen fortgesetzter Mißhandlung des eigenen Kindes auf sechs Monate Gefängnis, weil die Frau bisher noch nicht vorbestraft war. Von der sofortigen Haft wurde abgesehen, weil Fluchtverdacht nicht vorlag und weil der Knabe bereits in andere Erziehung überführt worden ist, so daß dem Kinde keine direkte Gefahr mehr droht. Jeder Milde unwürdig Ein bereits in höherem Alter lebender Angeklagter wurde wegen fortgesetzter Erregung öffentlichen Aergernisses und Vergehens an Kindern unter Versagung der mildernden Umstande zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus und zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Gleichzeitig wurde auch die Entmannung angeordnet. Infolge seiner neuerlichen Verfehlungen und früherer Straftaten erschien er dem Gericht als ein gemeingefährlicher und unverbesserlicher Frevler an der Jugend. Ohne Führerschein am Steuer Die Verkehrsvorschriften bedeuten ein zwingendes Gebot. Sie müssen beachtet werden. Man darf sie nicht leichtfertig übertreten. Es hatte sich ein Angeklagter aus Bochum=Werne, der zwar fahren lernte, aber noch keinen Führerschein besaß, ans Steuer gesetzt zu einer eiligen Fahrt, während neben ihm sein Bruder saß, der einen Fuhrerschein hatte. Wie der Zufall es oft will— bei der Kontrolle fiel der Fahrer auf und bekam vom Schöffengericht vier Wochen Gefängnis. Das Landgericht sollte auf seinen Wunsch die Strafe in Geldbuße umwandeln. Da der Angeklagte jedoch bereits wegen Fahrens ohne Führerschein, fahrlässiger Körperverletzung mit Autoflucht vorbestraft war, sah ihn die Strafkammer als eine Gefahr für den Straßenverkehr an, hielt eine abschreckende Strafe für durchaus angebracht und verwarf die Berufung. Verträge müssen klar sein Aus einem Vertrage, die Führung einer Wirtschaft betreffend, war ein Vertreter aus Wanne=Eickel, der die Wirtschaft verlassen hatte, weil er nicht bestehen konnte, später auf Anzeige des Verpächters hin wegen Unterschlagung zu hundert Mark Geldstrafe verurteilt worden. Der Verurteilte focht das Erkenntnis nun aber vor der Strafkammer mit Erfolg an und erzielte Freisprechung weil der Vertretervertrag so unklar war, daß sich die Rechte des Vertreters und seine Pflichten nicht restlos erkennen ließen. Das Gericht verwies den Wirtschaftspächter unter solchen Umständen mit Recht auf den Weg der Zivilklage, wenn er glaube, gegen den andern noch Forderungen zu haben. te de a Verhängnisvoller Fahrradsturz. Auf einer Besorgungsfahrt prallte Mittwoch abend der 12jährige Schüler Erich., Haldenstraße 54, am Wegescheid derart heftig mit dem Fahrrad gegen den Bürgersteia, daß er kopfüber auf den Fahrdamm schlug und eine Gehirnerschütterung erlitt, so daß er in ein hiesiges Krankenhaus übergeführt werden mußte. Revision der Quittungskarten. Die Revision der Quittungskarten zur Invalidenversicherung erfolgt„in den nächsten Tagen in Bochum im Stadtbezirk 10: Albert=, Augusta=, Blücher=, Johanniter=, Julius=, Kloster=, Malteser=, Mühlen=, Wittelsbacher=, Bongard=, Gneisenau=, Hohenzollernstraße, Kortenpfad und Kortumstraße von Nr. 85 bis Ende. Allen Arbeitgebern wird empfohlen, etwa noch rückständige Beiträge sofort nachzuentrichten und der schriftlichen Aufforderung zur Vorlage der Quittungskarten, Aufrechnungsbescheinigungen und Lohnlisten im Sammeltermin pünktlich Folge zu leisten. Im Termin muß Auskunft und Nachweis über die Arbeits= und Lohnverhältnisse der Arbeitnehmer gegeben werden können. Sämtliche Marken müssen mit dem letzten Tag der Beitragswoche, dem Sonntag, entwertet werden. Zwei Verletzte bei einem Zusammenstoß. Am 8. September, gegen 13.45 Uhr, wurde auf der Dortmunder Straße vor dem Hause Nr. 52 ein Dreirad von einem Kraftrad angefahren. Der Fahrer des Kraftrades erlitt Verletzungen an der linken Kopfseite und Hautabschürfungen an der linken Hand. Die Soziusfahrerin des Kraftrades erlitt Bluterguß und Prellungen am rechten Knie und an der rechten Hand. Die Verletzten wurden mit dem städtischen Krankenwagen in das Augusta=Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Fahrraddiebstahl. Wer kennt den Täter? Am 4. September, gegen 14.15 Uhr, wurde ein vor dem Hause Humboldtstraße Nr. 48c abgestelltes, Herrenfahrrad, Rahmen dunkelbraun, Felgen gelb mit schwarzen Streifen, entwendet. Zweckdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, werden von der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 244, entgegengenommen. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Freitag, 10. Geptember NSDAP. Weitmar=Nord. 20 Uhr: Zusammenkunft sämtlicher nicht am Reichsparteitag in Nürnberg teilnebmenden Politischen Leiter der Ortsgruppe bei Göbel, Essener Straße 2(kleiner Saal) zum Gemeinschaftsempfang der Uebertragung des Appells der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese. Amtswalter und=warte können teilnehmen. durch FreudeFreitag, 10. September Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr Turnhalle des Hildegardislyzeums, Augustastraße. Kindergymnastik von 17 bis 18.30 Uhr: für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren, Gymnastikschule, Rottstraße 29. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnasiums, Dablhausen.„ 9 Schwimmen für die Gefolgschaft des Bochumer Vereins von 19.30 bis 20.30 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Schwimmen für Frauen und Männer von 19 Uhr dis 20.30 Uhr: im Freibad in.=Langendreer. Fahrten nach Düsseldorf. Folgende Fahrten finden noch zur Ausstellung statt: 12., 19., 26. September, seweils mit dem Autobus, zum Preise von 3,50 RM..— Am 3. Oktober mit dem Sonderzug zum Preise von.60 RM.— Weiter werden jeden Mittwoch Fahrten nach Düsseldorf mit dem Omnibus zum Preise von.50 RM. durchgeführt.— meldungen für genannte Fahrten werden bereits jetz“„Teg“ angenommen, und zwar bei sämtlichen DAF.=Dienststeuen, Vorverkaufsstellen der RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ und bei den Amts= und Ortswarten. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 12 und 14. Seite 9 Nr. 212 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 10. September 1937 Die Dame von Simmer Von Daguy Haaid Es begann damit, daß Brigitte vergessen hatte, sauhere Handtücher in das Badezimmer zu hängen. Sie hatte die gebrauchten fortgenommen, und als Jens geduscht hatte, stand er zähneklappernd und suchte nach den Handtüchern. Er öffnete die Tür einen Spalt weit und rief eine Reihe wenig schmeichelhafter Worte in die kleine Wohnung hinein. Mit einem Ruck fuhr Brigitte aus ihrem Bett hoch. So hörte sie ihn abends auch wieder heimkehren. Sie summte ein Lied vor sich hin, während sie im Zimmer hin= und herging. Plötzlich brach sie erschrocken ab. Der Herr im Zimmer nebenan begann dieselbe Melodie zu pfeifen— einen Augenblick später klingelte ihr Telephon. Sie wußte, daß nur er es sein konnte. Sie machte eine Bewegung, um den Hörer abzunehmen— aber dann ließ sie den Arm sinken und saß unbewegEin Wort gab das andere, und der Enderfolg war, daß lich neben dem Telephon. Schließlich hörte es auf zu Jens knallend die Flurtür hinter sich ins Schloß fal=klingeln. Der Herr nebenan verließ sein Zimmer. Sie len ließ. Brigitte saß im Lehnstuhl und weinte, sie hegte eine unendliche Bitterkeit gegen ihren Mann. Jahr auf Jahr tat sie alle Arbeit selber, Jens ahnte nicht, was sie den Tag über zu tun hatte, für Kleider konnte nur wenig, für Vergnügen gar nichts ausgegeben werden. Alles bekamen die Kinder. Jetzt waren sie während der Ferien auf dem Lande und sie hatte es ein wenig gut haben sollen. Jens wollte, daß sie morgens länger liegen blieb, und nun hatte er sie mit so vielen Vorwürfen geweckt. Entschlossen stand Brigitte auf. Sie sah sich in der Wohnung um, während ein Entschluß in ihr reifte. Dann ging sie in das Schlafzimmer und begann zu packen. Zuletzt nahm sie ihr Sparbuch aus dem Schreibtisch und legte es in die Handtasche. Unten auf der Straße nahm sie ein Auto. Es war schön, durch die Straßen zu fahren, ohne sich darum zu kümmern, was es kostete. Sie hob ihr Geld ab und sah Es wax fast zwölf.„Das Essen“, fuhr es aber saß und dachte: was habe ich eigentlich getan? Die goldene Freiheit bekam einen bitteren Geschmack. Wie verbrachte sie hier ihre Tage? Wozu lebte sie? Niemand, der sie brauchte, niemand, für den sie sorgte — und was fing Jens ohne sie nur an? Sie begann die Koffer zu packen, und immer mehr sie nicht am Telephon im nahm die Nervosität zu— was konnte während ihrer hatte, sondern heimgefahr Abwesenheit alles zu Hause geschehen sein! Hastig klingelte sie, ließ die Rechnung kommen und verließ das Hotel. Diesmal fuhr sie mit der Straßenbahn, denn die Rechnung war hoch gewesen... Als sie den Schlüssel in die Flurtür steckte, sah sie, daß alles noch so lag, wie sie es verlassen hatte. Armer Jens— wie wenig wohl mußte er sich dabei gefühlt haben. Sie machte sich sofort an die Arbeit, ordnete die Zimmer, deckte den Tisch einladend und nett und bereitete das Abendbrot. Nur— wo blieb Jens? Mit schwerem Herzen stand sie am Fenster. Dann hörte sie, wie die Flurtür geöffnet wurde. Zögernd stand Jens in der Tür. Wie schön und gemütlich hier alles war! Ja, das war sein Heim, wie sollte er nur Brigitte erklären, warum er so lange fort! gewesen war? Dem täglichen Allerlei hatte er entfliehen], wollen. Als er seinen Mantel ablegte, kam Brigitte zu ihm:„Jens, lieber Jens, laß uns kein Wort darüber verlieren, was inzwischen war, Ich weiß nicht, was mit mir los gewesen ist, ich.. „Du hast recht, Brigitte, laß uns nicht davon reden. Es gibt eben Dinge im Leben, die sich schwer erklären lassen. Ist das Essen fertig? Ich möchte mir noch schnell die Hände waschen.“ Zur Sicherheit sah Brigitte noch einmal nach ob auch Handtücher im Bad hingen, dann ging sie glücklich in die Küche und richtete das Essen an. Wie gut, daß Telephon im Zimmer Nr. 34 geantwortet ahren war! Im Badezimmer zerriß Jens ein Stückchen Papier in kleine Fetzen. Es war die Rechnung vom Zimmer Nr. 35. Wie war er in diesem Augenblick der Dame vom Nebenzimmer dankbar, daß sie nicht geantwortet hatte, als er sie anrief...! Berechtigte Uebersetzung aus dem Dänischen von Karin Reitz. Reksock in Net Von Franz ttotzen einer Schußverletzung durch Wilderer zu auf die Uhr. Es war fast zwölf.„Das Essen". fu ihr durch den Kopf. Dann glitt ein erleichtertes Lächeln über ihr Gesicht. Nein, heute bereitete sie kein Essen...] Ein einsames Forsthaus des Frankenwaldes hatte läufe oder Langsam stieg sie die Straße hinunter. Wie schön, uns zu kurzem Urlaub aufgenommen. An einem leuch= rechnen. sich nicht beeilen zu müssen! Sie kaufte sich neue Hand= tenden Augustmorgen waren wir wieder hinausgewan] Wir gingen Schritt für Schritt näher, ohne daß der schuhe und einen Kimono, den sie schon so lange brauchte dert. In der Nacht war ein schweres Gewitter nie= Bock, dem wir schließlich auf zwanzig Meter nahe geund zu dem es niemals gereicht hatte. Dann nahm sie dergegangen, das sich in einem wolkenbruchartigen kommen waren, absprang. Wohl arbeitete er jetzt heftig wieder ein Auto, und ihr Herz klopfte, als sie dem Sturzregen entlud, der stundenlang herabrauschte. Der Chauffeur die Adresse angab.„,„, 66g„ junge Morgen war um so schöner. Ueber den fichtenIm Hotel angekommen, verlangte sie fast verlegen dunklen Höhen, spannte sich blau und wolkenlos der ein Zimmer. Und dann stand sie im Zimmer Nr. 34. Himmel, in den tief eingeschnittenen Tälern weideten Wie eine Blume, die plötzlich in Wasser gesetzt wurde, schwarzbunte Rinderherden; an allen Blattspitzen an richtete sie sich auf, als sie die Fenster öffnete und die Farn= und Heidelbeerkraut und in den zarten Geweben etwete.„ der Radspinnen hingen funkelnde Tropfen. Wir durchschritten gerade auf einem schmalen Fußpfad, der nur ein Hintereinandergehen zuließ, eine halbhohe Lärchenschonung, als mein Begleiter, der voraufging, stehenblieb und nach vorn wies. Hundert Schritt vor uns, wo der verbreiterte Pfad auf eine kleine Blöße auslief, die auf der anderen Seite ein stark abschüssiger Hügel mit mannshohem Buchengebüsch begrenzte, stand unbeweglich ein Stück Rehwild, das, soviel zu erkennen war, seinen Durst aus einer Regenlache stillte. Wir hielten uns regungslos; es vergingen mehrere Minuten, ohne daß der Bock seine Stellung irgendwie veränderte. Das erschien verwunderlich, um so mehr, als der Wind gerade auf ihn zustand, er also unsere Anwesenheit längst wahrgenommen haben war aber schon so matt, daß er völlig teilnahmslos blieb, ohne unsere Anstrengungen zu unterstützen. Inzwischen waren die Läufe von dem morastigen Lehm, der wie schwerflüssiges Erdpech immer wieder zusammenfloß, mehr als bis zur Hälfte freigelegt worden, ich begann kräftig zu ziehen, und mit einem starken Ruck stellte ich den armen Lazarus schließlich auf die Läufe. Wir hatten erwartet, daß der Befreite unverzüglich flüchten würde, doch Schwäche und Erschöpfung waren größer als Furcht und Menschenscheu— sogleich tat sich das entkräftigte Tier von neuem nieder, wobei es nach Art ruhender Hühnerhunde den Kopf auf die ausgestreckten Vorderläufe legte. Ich goß etwas Weinbrand in die hohle Hand und fuhr dem Kranken, um seine Lebensgeister zu wecken, mit der beizenden Flüssigkeit über den Aeser, den jener gierig ableckte, so daß ich die„Kur“ noch zweimal wiederholte. Nun rieben wir ihm sacht und gleichmäßig die fliegenden Flanken und traten dann etwas abseits in die Junglärchen, um das Weitere abzuwarten; denn wir waren entschlossen, aus der Försterei einen Handwagen zu holen, um unser Sorgenkind zur ferneren Pflege dorthin zu schaffen. Der Bock blieb zunächst ruhig liegen, nicht ohne mehrere Male ganz vertraut zurückzuäugen, und es gehört zu meinen eindrucksvollen Beobachtungen und Erfahrungen, daß das— nächst der Gemse— scheueste aller Tiere in seiner Hilfsbedürftigkeit die unmittelbare Nähe des Menschen gegen seinen natürlichen Instinkt ertrug, ja seine Gegenwart mit einem Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit empfand, das in seinem Gebaren deutlich zum Ausdruck kam. Es vergingen wohl zehn Minuten, dann stand der Bock auf, schüttelte sich wiederholt, als spanne ihm die Haut, und zog darauf langsam, doch sichtlich erholt, einem nahen Buchenstangenholz zu, in dem er verschwand. Eine Woche später ist er gesehen worden, wie er auf einer Wiese gesund und munter äste. warme Sommerluft einatmete. Als sie auf den Klingelknopf drückte und Essen bestellte, kam es wie ein Rausch über sie. Am Nachmittag machte sie einen Spaziergang und trank Kaffee in einem Restaurant mit Musik, langsam ging sie dann ins Hotel zurück, in ihr Zimmer, in dem sie für sich allein war, in dem niemand sie stören konnte. Sie hörte Geräusche aus dem Nebenzimmer herüberschallen. Ein Mann pfiff eine frische Melodie. Jens pfiff niemals mehr! Brigitte wurde selber froh, sie hörte, wie der Herr nebenan sich die Hände wusch, und fast unbewußt summte sie nun selber vor sich hin. In den nächsten Tagen gewöhnte sie sich mehr und mehr an ihr jetziges Leben. Es war, als haben Jens und die Kinder niemals existiert. Der Herr im Nebenzimmer verließ jeden Tag zeitig das Hotel und kam abends zurück, aber begegnet war sie ihm bisher niemals. Trotzdem lag es wie der Anfang eines Erlebmit den Vorderläufen, blieb aber an Ort und Stelle. Da eilten wir hinzu und erkannten nun die Lage, in die das bedauernswerte Tier geraten war. Mit beiden Vorderläufen steckte es in einer drei Fuß hohen, meterbreiten Lehmbank, die der Regenguß der letzten Nacht am Grund des steilen Hügels angeschwemmt hatte. Tiefe, mit Schutt und Steingeröll gefüllte Erdschrunden und Risse ließen seinen Weg an dem abschüssigen Hang deutlich erkennen. Wahrscheinlich hatte der Verunglückte die Bank übersteigen wollen, um von dem frischgrünen Graswuchs der Blöße zu äsen, und war dabei mit den Vorderläufen in den lettigen, zähen Tonschlamm der Anschwemmung so rasch und tief eingesunken, daß er sich nicht mehr befreien konnte. Auch befand sich das Tier schon längere Zeit in seiner martervollen Lage, denn klebriger Schweiß hatte das Fell völlig durchtränkt, es zitterte am ganzen Leibe und stand Todesangst aus. Als Pflanzenfreund führe ich auf Wanderungen einen kleinen blanken Stahlspaten mit; diesen behutsam handhabend, begann mein Gefährte ohne Verzug die Vorderläufe des Gefangenen frei zu schaufeln, während Einsichtsvoll Knut Hamsun, der große nordische Dichter, äußerte einmal einem Freunde gegenüber: „Betrügt mich jemand einmal, dann strafe ihn Gott. Betrügt er mich zum zweiten Male, dann strafe Gott ihn und mich. Betrügt er mich aber ein drittes Mal— nun, dann möge mich Gott allein strafen!" mußte. Wir nahmen die Gläser zu Hilfe, und es Vorderläufe des Gefangenen frei zu. schaufeln, währe schien nun, als ob das Tier vor der Lache kniete. Aber ich selbst den Rumpf des Tieres unmittelbar hinter den nisses in der Luft. Sie fühlte, daß er ebenso wie sie ein„kniender" Rehbock? Das konnte nur Augentäu= Schultern fest umschlang und mit verschränkten Händen allen Geräuschen aus dem Nachbarzimmer lauschte. lschung sein, eher war mit einem Bruch der Vorder=leinen nachhaltigen Zug ausübte. Unser Schützling Auf jeden Fall... Der Arzt:„Ach, Sie rauchen gar nicht? Das macht nichts, dann werde ich Ihnen etwas anderes verbieten.“ echr Malhomen den dene Grl 15 „Bei dir hab ich ihn halt in guten Hände gesehn.“ „Ja, aber nun kann ich bei dir auch nicht mehr gut von Robert sprechen. Es muß dir ja jedes Wort. weh tun. Und ich hätte dich gebraucht. Ich muß doch einen Menschen haben, mit dem ich reden kann. Ach, Bärbel— es ist ja alles so schwer...“ Aufschluchzend sinkt ihr Kopf an die Schulter der Freundin. „Mußt net weinen, Linde“, versucht Bärbel zu trösten und sucht nach ein paar Worten, die barmherzig sein könnten.„Der Robert wird schon wiederkommen.“ „Doch, doch, kommen tut er schon. Er hat es mir ja versprochen. Er wird halt jetzt noch so viel verdienen wollen, daß wir dann das Haus bauen können.“ Linde wischt sich die Tränen fort.„Vergessen hat er mich gar auf keinen Fall. Das kann ich einfach nicht glauben. Ich bin ihm auch nicht böse, weil er mir niemals schreibt. Er weiß, daß ich ihm treu bleibe, und deshalb schreibt er nicht. Aber es tut manchmal schon sehr wehe.“ „Die Mannsbilder sind gar net wert, daß man um sie weint“, sagt Bärbel entrüstet.„Sei nur still, Linde. Und wenn er kommt, dann sag's ihm nur richtig. Er hätte dir unbedingt schreiben müssen. Jawohl, das mußt ihm schon sagen.“ So will Bärbel die Freundin nur von ihrem schweren Gedanken abbringen. Und es gelingt ihr auch. Linde lacht und meint: „Du bist da schon stärker als ich. Auch im Verbergen. Ich hätte mir nie was träumen lassen, daß dir Robert mehr ist als ein Bruder. Ich glaube, du hättest auch nie etwas gesagt, wenn wir heute nicht zufällig daraufgekommen wären." „Lieber hätt ich mir die Zung abgebissen.“ * Die stillen Tage auf dem Hof werden plötzlich durch aufregende Ereignisse unterbrochen. In einer mondhellen Herbstnacht ist es, die Tannhoferin ist länger als sonst aufgeblieben und die Uhr hat schon Mitternacht geschlagen, als sie die gezupfte Schafwolle fein säuberlich in eine Schachtel legt und sich anschickt, nochmals im Stall Nachschau zu halten. Da schlägt eine Faust ganz ungestüm ans Fenster, und eine Stimme keucht: „Aufmachen! Um Gotteswillen, aufmachen, Mutter!“ Die Tannhoferin erschrickt wohl, aber sie geht schnell hinaus und schiebt den schweren Riegel zurück. Und da stößt sie einen Schrei aus. Aber blitzschnell preßt sich eine Hand auf ihren Mund. „Schrei nicht! Die Jäger sind hinter mir.“ Christoph, schweißgebadet, Rock und Hemd in Fetzen zerrissen, schließt leise die Tür und schiebt den Riegel vor. Dann drückt er der schreckerstarrten Mutter ein Gewehr in die Hand und raunt ihr zu: „Versteck es in deinem Bett! Dort suchen sie net. 2a— meinen Rock und das Hemd nimm auch mit, So mach doch! Sie müssen alle Augenblick kommen.“ Dann huscht Christoph die Stiege hinauf, so rasch und lautlos, daß es die Bäuerin kaum merkt. Sie steht wie erstarrt, kann dieses Schreckliche nicht fassen, und doch ist ihr nun mit einemmal alles klar: das Heimkommen des Sohnes im Morgengrauen, seine verschlossene geheime Art.„" a: verste##t#e die Da kommt Leben in sie. Hastig versteckt sie die Sachen in ihrem Bett, streicht die Decke glatt, nimmt die Laterne an sich und geht in den Stall hinaus.] Sie geht den Futtergang entlang, grault den kleinen Kälbern zwischen den Hörnern und leuchtet in den Fohlenstand hinein, ganz ruhig und gelassen wie alle Tage, obwohl sie ganz genau weiß, daß sie durchs Fenster beobachtet wird. Und dann klopft es barsch an die Tür. „Ja“, sagt die Tannhoferin.„Was ist denn los?" „Aufmachen!“ kommt es von draußen. Sie öffnet ohne zu zögern die Stalltür und ein Jäger drängt sich hastig herein. „Ist der Christopf daheim, Tannhoferin?" „Wie soll ich das wissen? Der Christoph ist längst aus dem Alter, daß ich nachschauen müßt jeden Abend, ob er im Bett liegt. Was willst du denn vom Christoph?“ „Der Christoph wildert, Tannhoferin." Der Jäger kann annehmen, daß die Tannhoferin das weiß, denn sie erschrickt gar nicht. Nur ihr Gesicht leuchtet weiß im flackernden Schein der Petroleumlampe, die sie in der Hand hält. Der Jäger wendet sich wieder um. „Für heut ist er mir ausgekommen. Aber ein andermal geht es ihm schlechter. Vielleicht kannst du als Mutter was ausrichten bei ihm. Es ist noch sein Unglück, wenn er es nicht läßt, denn der Krug geht solang zum Brunnen— no ja, das Sprücherl kennst sa. Nix für ungut, Tannhoferin, und jetzt gut Nacht.“ Christoph steht droben in seiner Kammer am Fenster und horcht auf die sich entfernenden Schritte. Er geht wieder, Gott sei Dank! Christoph setzt sich auf den Bettrand und hat nun Gewissensbisse. Aber sie gehen nicht allzu tief. Es hat schon überhaupt nichts klappen wollen in dieser Nacht. Zuerst war sein Komplize schon nicht rechtzeitig zur Stelle. Dann wollte er ihn warnen, denn Jörg hat den Markus Winstetter durch den Dachsgraben pirschen sehen. Markus Winstetter ist der jüngste Jäger am Forstamt. Ein junger Teufel ist er, kühn, unerschrocken, verwegen. Christoph hat den Hansenbauern=Knecht ausgelacht. „Du bist ja nett. Wenn du den lausigen Grünrock siehst, dann fällt dir das Herz in die Hosen. Grad wie ein altes Weib wirst schon. Aber mir ist es gleich, ich hol mir den Bock. Soll mir nur den Spaß net verderben, der Markus. Dann soll's grad einmäl drauf ankommen, wer die sicherste Hand und das schnellste Aug hat.“ Und doch wäre es beinahe schief gegangen. Kaum war das Feuer aus seiner Büchse aufgeblitzt, brüllt ihm von zwei Seiten ein donnerndes Halt entgegen. Nur mit knapper Not ist er den Jägern entkommen. Der andere Tag ist ein Sonntag. Christoph steht steht mit hochgekrempelten Aermeln vor dem Spiegel und rasiert sich, als die Mutter von der Frühmesse heimkommt. Wortlos nimmt sie das schwarzseidene Kopftuch ab, legt das Gebetbuch fort und geht an Christoph vorüber zur Kammer hinaus. Es ist dann alles wie jeden Sonntag. Sie bezahlt die Leute nach der Morgensuppe, schafft sie in die Kirche und geht an den Brunnen hinaus, um den Salat zu waschen. Christoph ist es nicht besonders behaglich zu Mute. wie er sie vom Stubenfenster aus betrachtet. Auf irgendetwas hat er gehofft, auf einen heftigen, leidenschaftlichen Ausbruch ihrerseits. Es wäre ihm tausendmal lieber gewesen als dieses absichtliche Schweigen. „Wo will sie denn nur hinaus diesmal?" denkt er, während er sich umständlich die Seidenschleife um seinen Hemdkragen bindet. Die Tannhoferin kommt herein macht sich eine Weile am Ofen hinten zu schaffen und nimmt dann ein Strickzeug zur Hand. Christoph hat sich an den Tisch gesetzt und die Zeitung vor sich hingelegt. Die Mutter merkt wohl, daß er nicht liest, denn zuweilen sieht sie, wie er zu ihr herüberschielt. Die Stille im Raum ist drückend. Christoph hält das Schweigen nicht länger mehr aus. „So red doch endlich“, sagt er unwillig. „Da gibt es net viel zu reden. Du mußt heiraten, Christoph.“ Christoph hebt rasch den Kopf. Heiraten? Mit dreiundzwanzig Jahren? Willst du dich denn schon zur Ruh setzen?" „Nein!“ Ihre Stimme ist ganz laut.„Nein, ich muß arbeiten, weil ich sonst nimmer leben will, wenn ich net schaffen könnt. Ich arbeite weiter, wie ich seit mehr als zwanzig Jahren gearbeitet hab für dich und den anderen. Für mich hab ich ja nichts getan, alles für euch, weil ich haben wollt, daß was rechtes aus euch werde. Wie mich das heute Nacht getroffen hat, das kannst du dir denken. Aber ich hätte nie geglaubt, daß ich einmal für meine Kinder lügen müßt. Ich frag net, wie du zu dem gekommen bist. Obwohl— ich hab dich von jeher gewarnt, mit dem HansenbauernKnecht keine so dicke Freundschaft zu halten. Heut sag ich dir nur, schau dich um und such nach einem Mädl. Ein junges Weib hat vielleicht die Kraft, dich zu halten und abzubringen von einem Leben, das dich dorthin bringen wird, wo noch kein Tannhofer was zu tun gehabt hat. Daß der andere mich und seine Heimat vergessen hat, das hat mir weh genug getan. Aber daß du fortgehst zum Stehlen, das hätt ich net erleben dürfen." Christoph macht einen schwachen Versuch, der Mutter zu erklären, daß dies nicht zu vergleichen sei mit einem gewöhnlichen Diebstahl, sondern daß es eine Leidenschaft sei, die im Blute liegen. Aber die Mutter winkt heftig mit der Hand ab und sagt: „Leidenschaften sind net dazu da, daß man sich ihnen unterwirft, sondern daß man sie bekämpft. Traurig genug, daß das Wort immer herhalten muß. Damals bei der Bärbel hast auch gesagt, es sei eine Leidenschaft, und jetzt gehst an ihr vorbei, als wenn du sie net kennen tätst. Christoph streicht ein paarmal mit der flachen Hand über die Tischplatte, dann hebt er die Augen. „Die Bärbel, ja, wenn sie mich mögen hätt, die hätt mich vielleicht abbringen können vom Wildern. Die hätt vielleicht die Gewalt gehabt über mich, aber sie hat mich ja net mögen.“ „Die Bärbel wär auch net die Frau für dich. Die tät dich fürchten in deiner Wildheit, und du tätst ihr Leben zertreten, ohne daß du es recht weißt. Such dir eine von unserem Schlag. Ein Tannhofer kann überall anklopfen. Und wenn sie auch wenig mitbringt, die Hauptsache ist, daß sie einen anderen Menschen aus dir macht. Ich vermag es nimmer.“ Christoph erhebt sich und geht ein paarmal mit verschränkten Armen die Stube auf und ab. „Haja“, sagt er dann, vor dem Fenster stehen bleibend.„Ich muß es halt einmal versuchen. Vielleicht find' ich eine, die es aufnimmt mit mir.“ * Eines Tages sieht der junge Dr. Burgstaller, als er in München zu tun hat, in einem Kunstsalon an der Briennerstraße eine Bronzestatuette. Es ist ein Tierstück:„Sicherndes Reh“— steht darunter—„von Robert Meißner.“— Er versteht von Kunst nicht viel, aber immerhin so viel, um zu sehen, daß hier ein ganz entzückendes Kabinettstück geschaffen war. „Respekt!“— murmelt er vor sich hin—„Kann er halt doch was, der junge Tannhofer, und die Linde hat vielleicht gar nicht so unrecht, daß sie ein so großes Stück auf ihn hält.“ Er tritt in den Laden; tut so, als ob er sich für das Stück sehr interessiere, und läßt sich die Adresse des Künstlers geben. Dr. Burgstaller fährt mit einer Taxi in die Goethestraße, wo Robert wohnt, trifft ihn aber nicht zu Hause. Die Hausfrau meint zwar, er könne noch kommen, bevor er zum Nachtessen gehe, aber es sei unsicher. Vielleicht gehe der Herr am besten hinein ins Zimmer vom Herrn Meißner und warte. Die Hausfrau öffnet Roberts Zimmer— es ist nicht geschlossen— und fährt auf einmal verlegen zurück. „Ach Gott— da ist ja schon sein Fräulein da und wartet.“ „Dann will ich nicht stören“— sagte Dr. Burgstaller schnell, ohne erst einzutreten.„Geben Sie Herrn Meißner, wenn er kommt, meine Visitenkarte und sagen Sie ihm, ich bedaure, ihn nicht getroffen zu haben.“ Der Hausfrau scheint der etwas barsche Ton in der Stimme des Herrn aufzufallen; sie bemüht sich vergebens im spärlichen Lichte der Flurbeleuchtung, den Namen auf der Visitenkarte zu lesen, und als sie ihn schließlich entziffert hat und eben dem Herrn Dr. Burgstaller einen Vortrag halten will— denn sie hat schon längst Mitleid mit jenem Mädchen, dessen Briefe den Absender L. Burgstaller tragen— war er bereits verschwunden. Hellmut ist entrüstet. Also ist dieser Tannhoferbub doch ein Lump! Wenn hier, auf seinem Zimmer ein Mädchen,„sein Fräulein“, auf ihn wartet, kurzerhand seine Tür öffnet und sich in sein Zimmer setzt, so sagt das genug und es braucht gar keiner weiteren Beweise. Und nun ärgert sich Dr. Burgstaller erst recht, weil er fast bereit gewesen wäre, Robert entgegenzukommen. Er tritt in das Schreibzimmer des Hotels, in dem er abzusteigen pflegt, wenn er mehrere Tage in München zu tun hat, setzt sich hin und schreibt zwei Briefe. Der erste geht an Herrn Robert Meißner und besagt in kurzen, nicht mißzuverstehenden Worten, daß er ihn als einen Lügner, einen unaufrichtigen Menschen betrachte, der sich nicht schäme, von seiner Schwester seit Jahren Geld zu nehmen, während er sich mit anderen „Damen“ herumtreibe. Er erwarte von ihm, daß er das Verhältnis zu seiner Schwester sofort auf anständige Art löse und sie freigebe. Der zweite Brief geht nach Wolfsbach an die Schwester. Er ist in einem ruhigen, besorgten Ton geschrieben, und man kann aus jeder Zeile die Behutsamkeit herauslesen, mit der Dr. Hellmut Burgstaller an die heikle Aufgabe herangeht, der Schwester klaren Wein über Robert Meißner einzuschenken. Er schildert sein Erlebnis mit der Dame auf Roberts Zimmer und legt ihr nahe, doch dieses Band zu lösen, da Robert sie doch offensichtlich nicht mehr liebe, sondern nur aus Rücksicht auf die ansehnliche Unterstützung, die er von ihr erhielt, alles beim alten lasse und vorgebe, sie zu lieben. Nun werde ihr doch wohl klar sein, warum er so wenig schreibe! Dr. Burgstaller hätte auch dies alles seiner Schwester mündlich sagen können, und es wäre vielleicht besser gewesen: aber da er von München am gleichen Tage noch weiterfahren mußte zu einem Aerztekongreß in Wien, schrieb er lieber diesen Brief. (Fortsetzung folgt.) Seite 10 Nr. 212/ Bochumer Anzeiger7 Freitag, 10. September 1932 Turnen Der erlte Haupfkampftag der NS.-Kampffpiele Schalke— VIB. Leipzig:0 Im Modernen Fünfkampf führt-Unteriturmführer Hildebrandt vor Oblt. Cramer Der Bochumer Boxer Gänferig in der Endrunde— Hochbetrieb auf allen Plätzen Kaum hatte der Führer und Reichskanzler bei der feierlichen Grundsteinlegung des Deutschen Stadions den dritten Hammerschlag getan, da kündeten Kanonenschläge den offiziellen Beginn der 1. NS.=Kampfspiele, die nach dem Willen Adolf Hitlers künftig einen steten Bestandteil des Parteitagprogramms bilden werden, an. Im gleichen Augenblick setzten auf allen Plätzen schlagartig die Vorkämpfe in allen Wettbewerben ein. Die Hitze der letzten Tage war geschwunden, der Morgen brachte Gewölk mit. Aber am Mittag strahlte wieder die Sonne über der Stadt der Reichsparteitage. Ueberragende Leistungen im Patrouillenlauf Die Vorkämpfe begannen gleich mit einem Höhepunkt, dem 1500=Meter=Mannschaftspatrouillenlauf, den die Mannschaften in Stärke von einem Führer und elf Mann im Großen Dienstanzug zu erledigen hatten. Der Start ging in zwei Gruppen auf der Aschenbahn vor sich, wobei die Mannschaften durch je 20 Sekunden getrennt waren. Der Abstand innerhalb der Mannschaften durfte vom ersten bis zum letzten Mann, dessen Zeit gewertet wurde, nie mehr als 30 Meter betragen. Gleich im ersten Lauf vollbrachte der Arbeitsgau 27 Baden des RAD. eine ganz hervorragende Leistung, indem die Arbeitsmänner die 1500 Meter in.51,1 zurücklegten. Eine ähnlich ausgezeichnete Leistung hatte die SA.=Gruppe Kurpfalz zu verzeichnen. Sie erreichte das Ziel in 5,12,3, doch hatte sie das Mißgeschick, unterwegs etwas auseinanderzugeraten, wodurch sie gegen die Bestimmungen verstießen und nicht gewertet werden konnten. Als nächste ging die Polizei(Insp.=Bereich Hessen=Nassau) nach 5,29,5 durch das Ziel. Im zweiten Lauf siegte die 4(Oberabschnitt Südwest) in 5,11,8 vor dem RSKK.(Motorbrigade Kurpfalz=Saar), das 5,29,5 benötigte. Das RSFK.(Gruppe Nordland), das in 5,47,8 einkam, teilte das Schicksal der SA. und wurde nicht gewertet. So werden folgende schnellste Mannschaften die Entscheidung am Samstag bestreiten: Reichsarbeitsdienst(Arbeitsgau 27 Baden), Polizei(Inspekt.=Bereich Hessen=Nassau) und ½(Oberabschnitt Südwest). Gute Leichtathletik=Ergebnisse Obwohl einige der Gemeldeten nicht am Start waren— es fehlten u. a. Borchmeyer, Linnhoff, Stöck— gab es bereits in den Vorkämpfen in der Leichtathletik gute Leistungen zu sehen. Neckermann lief die 100 Meker in 10.9, Blazejezak die 400 Meter in 49,4, Leichum sprang.07 Meter weit und Kullmann schleuderte den Speer 63,13 Meter weit. 35 000 in der Hauptkampfbahn begeistert. Hildebrandt Platzziffer 15,5, 2. Oblt. Cramer 16,5, 3.=Uscharf. Rhinow 23.5, 4.=Ustuf. Kroggel 27,5, Lt. von Schlotheim 30,5, 6. Lt. Lemp 32,5, 7. Oblt. Miersch 33,5, 8.=Ostuf. Schröder 38,5, 9. Oblt. Püttmann 40, 10. Lt. Wiedemann 47,5. Klasse B, Stand nach vier Uebungen: 1. Oblt. Scharte Platzz. 15, 2. Lt. Schulze 16, 3. Oblt. von Sichart 17, 4. SA.=Stubaf. Greven 19, 5. Lt. Kaiser 20, 6. NSKK.=Oscharf. Friebe 21, 7. NSKK.=Stuf. Busse 27, 8. NSKK.=Stuf. Grziwetz 28,5, 9. SA.=Ostuf. Hohlbohm 29,5, 10. NSKK.=Sturmhptf. Netzel 33. Die Vorentscheidungen der Schwimmer Schlag auf Schlag wurden Donnerstag nachmittag im Schwimmstadion die einzelnen Wettbewerbe mit den zahlreichen Vorläufen in Angriff genommen. Daß die Zeiten in den Vorläufen nicht gut waren, lag an der ungewohnt niedrigen Wassertemperatur, der bekannt schweren Bahn und der durchweg doch starken Ueberlegenheit der Favoriten. In die Entscheidung kommen: 100=Meter=Freistil: Fischer(Bremen) 1,01,9, 2. Heibel (Bremen) 1,00,3, von Eckenbrecher(Spandau) 1,003,1, Wille(Berlin), Bachmann(Dortmund), Richter(Gleiwitz), Hein(Breslau) und Mendrzyck(Stuttgart). 400=Meter=Freistil: Arendt(Berlin) 5,19.4, Gaucke (Stettin), Hurtig(Göppingen), Heimlich(Reichenbach), Freese(Bremen), Geschke(Magdeburg), Bachmann (Dortmund), Schönges(Pforzheim). =mal=100=Meter=Freistilstaffel: 1. Bremischer SV. 4,20,6, Düsseldorf 09 4,23,1, Spandau 04 4,23,9, Borussia Silesia Breslau, Schwaben Stuttgart, Gladbeck 13, Hamburg 79 und 1. Frankfurter SV. 200=Meter=Brust: Heina(Gladbeck) 2,52,4, Sietas (Hamburg) 2,53. Ohrdorf(Magdeburg), Weigmann (Gleiwitz), Temke(Berlin), Schwarz(Göppingen), Schulte(Gladbeck), Ohligschläger(Trier). 100=Meter=Rücken: Schlauch(Gera) 1,10,8, Simon (Gladbeck) 1,11,5, Küppers(Halle), Gerstenberg(Magdeburg), Ruhfuß(Berlin), Nüske(Stettin), Söhlmann (Hannover), Hotz(Altona). Süd und Mitte im Wasserball=Endspiel Vier Auswahlmannschaften bestritten die Vorrundenspiele zum Wasserballturnier. Hatte es bereits im ersten Kampf zwischen Süddeutschland und Niedersachsen eine große Ueberraschung gegeben, als der Süden mit :2(:0) siegte, so kam der Ausgang des anderen Treffens zwischen Mitteldeutschland und Niederrhein noch unerwarteter Bis zum regulären Ende stand der Kampf :2(:); in der Verlängerung glückte Mitte dann ein knapper:=Sieg, so daß es am Samstag zu dem überraschenden Endspiel Süd—Mitte kommt. Mit einer wieder ganz hervorragenden Leistung wartete die HJ. der Ruhr=Niederrhein=Sieben im Endspiel der Deutschen Jugendmeisterschaft auf, das sie jederzeit sicher mit:0(:0) gegen Franken gewann. Der Sieger zeigte eine vorbildliche Mannschaftsleistung. Der Meilterschaftsionntag in den Kreisklalfen Man ist leicht geneigt, über den Großereignissen im Reich und oft sogar nur über den Spielen der einheimischen Gau= und Bezirksliga die große Fülle fußballerischer Ereignisse in den drei Kreisklassen zu übergehen. Wenn alle diese Vereine des Kreises Bochum Sonntag um Sonntag nur ihre Aktiven zum Kampf um die Punkte ins Feld führen, wenn jeder Verein„nur“ zwei Mannschaften in die Meisterschaftskämpfe schickt, so treten in den Kreisklassen allein an jedem Sonntag nahezu 1500 aktive Fußballer auf den verschiedensten Plätzen zum Kampf an. Weißt Du auch, lieber Fußballanhänger, wieviel Idealismus, wieviel Liebe zum Lederball in den kleinen und kleinsten Vereinen vorhanden ist? Sieh Dir die Kämpfe an, und Du wirst erfahren, daß hier mit der gleichen Erbitterung um die Punkte gekämpft wird, wie in den oberen Klassen. Der zweite Meisterschaftssonntag bringt wieder ein voll besetztes Programm. Die Mannschaften, die am letzten Sonntag noch von Punktekämpfen verschont geblieben waren, greifen diesmal ebenfalls in die Punktkämpfe ein. S 412W So ist die Gruppe A der ersten Kreisklasse mit sechs Spielen voll besetzt. Sieben Herner Mannschaften, drei Wanne=Eickeler und zwei Bochumer hoffen hier auf Meisterehren. Teutonia Riemke muß auch am zweiten Meisterschaftssonntag auswärts kämpfen und hat es diesmal erheblich schwerer, falls die Wanner Preußen nichts von ihrer vorjährigen Spielstärke eingebüßt haben. Nach dem knappen Siege am letzten Sonntag in Holsterhausen trauen wir unserer Mannschaft aus dem Norden auch diesmal einen Erfolg zu. Phönix Bochum muß nach dem Unentschieden gegen Sodingen nun nach Herne, wo es für die Bochumer Mannschaften von jeher schwer gewesen ist, Punkte heimzuholen. Hoffen wir, daß die Marmelshagener in dieser Saison wieder mit an der Spitze liegen. Im übrigen gibt es zwei Herner Lokal= und zwei Herne— Wanne=Eickeler Treffen mit ungewissem Ausgang. Deundter Tieher BellogrPokunioger Schalke nicht in beiter Beietzung Noch ganz unter dem gewaltigen Eindruck der Grundsteinlegung zum Deutschen Stadion durch den Führer und Reichskanzler fanden sich über 35.000 Zuschauer zu den Kämpfen auf der Hauptkampfbahn ein. Mit ungeheurer Begeisterung wurden die kämpfenden Kameraden angefeuert. Nach den beiden ersten Uebungen zum MannschaftsFünfkampf, dem 30=Meter=Schwimmen und dem Hindernislauf, ergibt sich folgende Punktwertung: 1. Reichsarbeitsdienst 280.: 2. SA. 265.; 3. f 259 .: 4. RSFK. 256.: RSKK. 238.: 6. Polizei 181 P. Große Begeisterung gab es beim 400=Meter=Hindernislauf, aus dem sich die sechs Besten für den Endlauf qualifizierten. Schnellster war Gefreiter Gottschalk in :23.6 vor=Scharführer Filleböck:24,5.=Unterscharführer Pistotnik:25 und Gefreiter Sprenger :25,1. Als erste Entscheidung in der Leichtatbletik fiel die in der Deutschen Staffel, 100, 200, 300, 400, 500 Méter. Allianz Berlin siegte hier überlegen in:03.4, vor der =Svortgemeinschaft Berlin(:06,2). Als Einleitung zeigte die deutsche Turnriege ihre große Kunst am Reck. Der Beifall der Zuschauer war nach jeder gelungenen Uebung recht groß. Der Frankfurter Winter erhielt für seinen Abgang, einem doppelten Salto, besonders reichen Beifall. Schlelien vor Sachsen und Franken Der Mannschafts=Wehrsport=Fünfkampf der Einen der härtesten Wettkämpfe führte die HitlerJugend mit dem Mannschafts=Wehrsport=Fünfkampf durch, der Donnerstag früh um 6 Uhr mit dem 20=Kilometer=Orientierungs=Geväckmarsch gestartet wurde Fast sämtliche Mannschaften erfüllten die Bedingungen. Bei einer Schlußansprache betonte Obergebietsführer Stellrecht, daß dieser Wettkampf nun regelmäßig in das Wettkampfprogramm der HJ. ausgenommen wird, da er als Mannschaftskampf in bester Weise Einsatzbereitschaft und Mannschaftsgeist verlangt. Das Ergebnis des Mannschafts=Wehrsport=Fünfkampfes der HJ. war: 1. Gebiet Schlesien 4178 Punkte: 2. Gebiet Sachsen 4161 Punkte: 3. Gebiet Franken 4095 Punkte: 4. Gebiet Mittelelbe 4077 Punkte: 5. Gebiet Mecklenburg 3969 Punkte; 6. Gebiet Mittelland 3863 Punkte: 7. Gebiet Niedersachsen 3851 Punkte: 8. Gebiet Ostland 3825 Punkte: 9. Gebiet Hessen=Nassau 3810 Punkte: 10. Gebiet Kurhessen 3793 Punkte. Auftakt zum Mannschafts=Fünfkampf Der schwierigste aller wehrsportlichen Wettbewerbe bei den NS.=Kampfspielen, der Mannschafts=Fünfkampf, wurde am Donnerstag vormittag mit dem 30=MeterSchwimmen in Angriff genommen. Geschwommen wurde im Stadion in Drillichanzug, mit Marschstiefeln, Kopvel, Mütze und Affen. Gleich die erste Uebung stellte erneut den Reichsarbeitsdienst in den Vordergrund. Arbeitsgau 13 Magdeburg=Anhalt. schwamm mit 33.6 Sekunden— für den schlechtesten Mann!—. eine hervorragende Zeit, für die er 132 Punkte erhielt.."## Mat, Die weiteren Ergebnisse waren: 2. NSKK., Motorbrigade Niederrhein 36,6 Sekunden= 127 Punkte: 3. SA.=Gruppe Westmark 36.7 Sekunden= 127 Punkte: 4. Polizei=Ordnungspolizei Inspekteurbereich Hamburg 87.8 Sekunden= 124 Punkte. Lt. Lemp bester Schwimmer Die vierte Prüfung zum Modernen Fünfkampf Mit dem 300=Meter=Schwimmen wurde am Donnerstag bereits die vierte Prüfung zum Modernen Fünfkampf entschieden. Lt. Lemp, der schon bei den Olympischen Spielen schnellster Schwimmer war, schlug nach .26,1. als weitaus bester Teilnehmer an.##=Ustuf. Hildebrandt erhielt mit 4,46 Platzziffer 2 vor HUscharf. Bramfeldt und Oblt. Cramer, der dadurch seinen ersten Platz in der Gesamtwertung nach vier Uebungen an=Ustuf. Hildebrandt abtreten mußte. Erst der letzte Wettbewerb, der 4000=Meter=Geländelauf, wird in diesem Ringen die Entscheidung bringen, die wohl nur noch zwischen Oblt. Cramer und=Ustuf. Hildebrandt liegen dürfte. In der Klasse B bewältigte Lt. Kaiser die Schwimmprüfung in der guten Zeit von 5,12,8. Oblt. Scharte als Zweitschnellster rückte in der Gesamtwertung vom zweiten Platz zur Spitze auf, dicht gefolgt von Lt. Schulze und Oblt. von Sichart, die jeweils nur um einen Punkt zurückliegen,(efänstritt 8. Stand nach vier Uebungen(Geländeritt, Fechten, Pistolenschießen, 300=Meter=Schwimmen): 1.=Ustuf. Nürnberg, 9. September. Von unserem nach Nürnbergentsandten H. Sch.=Schriftleitungsmitglied An dem historischen Tag der deutschen Leibesübungen, diesem Donnerstag, der die Grundsteinlegung zum neuen, riesigen Stadion im Reichsparteitagsgelände durch den Führer brachte, hatte der Deutsche Meister Schalke 04 die Ehre, zum dritten Male auf einem Reichsparteitag seine hohe Fußballkunst zeigen zu können. Das Bild des alten Stadions, in dem der Kampf zwischen Schalke und seinem vorjährigen Bezwinger im Pokal=Endspiel, dem VfB. Leipzig, stattfand, war gegenüber sonstigen Fußball=Großkämpfen ungewöhnlich durch die Farbgebung der Zuschauerränge. Das Braun der Braunhemden bildete den Grund für ein mosaikartiges Gemälde, in dem als dunkle Flecken die Uniformen der ebenfalls stark vertretenen und der Werkscharen zu sehen waren. Es ist erstaunlich, wie die Hunderttausende, die in Nürnberg weilen, zu jeder Ge** legenheit neue Begeisterungsfähigkeit aufbringen, wie sie morgens an den Straßen längs des Rings stehen und auf den Führer warten, wie sie die Kongresse besuchen, im Lager leben und wie sie daneben noch Zeit finden, auch zu den großen sportlichen Ereignissen in ungeheuren Maßen zu erscheinen. Nachdem schon am Vormittag zur Eröffnung der NS.=Kampfspiele das Stadion stark besetzt war, war am Donnerstag nachmittag zu dem Kampf zwischen Schalke und Leipzig kein Platz mehr zu finden. Da im übrigen Donnerstag der erste Tag mit kühler Witterung war, war er so recht geeignet für die Abhaltung eines derartigen Großkampfes. Obwohl ja kein Titel auf dem Spiele stand, gab es trotzdem ein ausgezeichnetes Treffen, und wenn auch das Ergebnis:0 für Schalke lautete, so wurden doch die Voraussagen Lügen gestraft, die geglaubt hatten, der VfB. Leipzig würde bei seinem derzeitigen Formrückgang keinen einigermaßen ebenbürtigen Gegner für die Knappen abgeben. Der Spielverlauf: Nach den mitreißenden wehrsportlichen Kämpfen flaute die Stimmung etwas ab, denn das Fußballspiel brachte wenig Höhepunkte. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an und stellten im Verlaufe verschiedentlich um. Eine Flanke von links verwandelte Gellesch schon kurz nach dem Anpfiff zum:0. Allmählich erhielt der Kampf etwas Farbe. Die Leipziger verblüfften durch feine von rechts vorgetragene Flügelangriffe. aber schießen konnten die Sachsen nicht. Aus einem schönen Zusammenspiel der Schalker ergab sich durch Bera der zweite Treffer. Die zweite Halbzeit brachte den Sachsen einen Elfmeter, doch Mittelläufer Thiele schoß ihn mit Wucht über die Latte. Der für Kallwitzki eingesprungene Mecke brauchte nur den Fuß hinzuhalten, um eine vorbildliche Vorlage von Gellesch zum dritten Tor zu verwandeln. Schalke wurde sichtlich überlegen. Kurz vor dem Abpfiff krönte Kuzorra einen geschlossen vorgetragenen Angriff mit dem vierten Treffer. Die Schalker Mannschaft spielte nicht in der üblichen Besetzung. Sie trat in folgender Aufstellung an: Klodt im Tor, Bornemann, Tibulski; Prinz, Szepan, Valentin; Kallwitzki, Gellesch, Berg, Kuzorra, Urban. Diese Aufstellung bewährte sich noch besser, nachdem Urban und Berg die Posten vertauscht hatten. Im übrigen zeigte Schalke in seinem Spiel nicht den geringsten Fehler. Besonders gut war wieder einmal Kuzorra aufgelegt, der den Sturm zu immer neuen Glanzleistungen anstachelte. Gellesch, Kallwitzki und Urban waren nur unmerklich besser als Berg. Die Läuferreihe arbeitete tadelsfrei. Besonders zeichnete sich Szepan aus, der es verstand, den an sich nicht ungefährlichen Sturm der Leipziger bis zur Hilflosigkeit vor dem Tore mattzusetzen. So wurde die Arbeit für die Hintermannschaft ziemlich leicht, und es gab trotz ziemlich verteilten Feldspiels während 60 der insgesamt 90 Minuten kaum wirklich ernsthafte Gefahr vor dem Schalker Tor, wenn man vielleicht von dem einen verschossenen Elfmeterball und einem von Bornemann verschuldeten Strafstoß an der Strafraumgrenze absieht. Leipzig versuchte anfangs ein frisches, schnelles Spiel mit Steilvorlagen, stellte sich dann vorübergehend sehr geschickt auf die trickreiche Art der Schalker ein, mußte aber von diesem für sie zu schweren System wieder abgehen und spielte dann überwiegend halbhoch. Auf diese Weise gaben die Sachsen einen Gegner ab von der Art wie er Schalke besonders schlecht liegt, und daraus erklärt sich, daß die Knappen trotz des hohen Ergebnisses nicht so überlegen waren, wie man im voraus angenommen hatte. Gatlenig fändg Te.VErger Die Vorkämpfe der Boxer Im Tanzring des Stadions wurden am Donnerstag morgen die ersten acht Vorkämpfe der Boxer abgewickelt. Die zahlreichen Zuschauer, unter denen man auch Reichsfachamtsleiter Dr. Metzner sah, erkannten den Wert der Leistungen unseres Nachwuchses, denn die Deutschen Meister griffen nach ihrer Auslandsreise— Italien und Ungarn— nicht in das Nürnberger Turnier ein. Die große Ueberraschung der ersten Vorkämpfe war die..=Niederlage vor Loibl. Der Ulmer traf auf den schlagstarken Berliner=Mann Seidler, der ihn in der zweiten Runde ausknockte. Loibl aber hatte Glück im Unglück. Er bleibt weiter im Wetthewerb, da Seidler Uebergewicht hatte und ausschied. Die Sieger der acht Vorkämpfe haben bereits die Endrunde erreicht. Die Ergebnisse: Fliegengewicht: Bruß(Berlin) Punktsieger über Sandhoff(Dortmund). ne) Geimnstfiannr 85. Bantamgewicht: Graaf(Hamburg) Punktsieger über Stätter(Rannheim). Federgewicht: Gänserig(Bochum) Punktsieger über Schöneberger(Frankfurt am Leichtgewicht: Krage(Berlin) Punktsieger über Kraft Weltergewicht: Herchenbach(Wuppertal) Punktsieger über Bredehorn(Hamburg)...2, burg v Mittelgewicht: Seidler(Berlin) siegte durch.o. in der zweiten Runde über Loibl(Ulm).(Loibl aber in der Endrunde, da Seidler Uebergewicht hatte.) Halbschwergewicht: Koppers(Hannover) Punktsieger über Hornemann(Berlin).„ ging#em S. Schwergewicht: Schnarre(Recklinghausen) Sieger über Schröder(Bremen). der nach mehreren Niederschlägen in der zweiten Runde wegen Tiefschlags disqualifiziert wurde. Wer kam in die Endrunde? Im Tanzring des Stadions waren inzwischen die letzten Vorkämpfe in den einzelnen Gewichtsklassen der Boxer durchgeführt worden. Wieder gab es technisch und taktisch gut durchgeführte Kämpfe, denen auch der Reichssportführer beiwohnte. 6, M6—4 Die Ergebnisse vom Fliegengewicht aufwärts: Färber(Augsburg) Punktsieger über Opazil(Bremen); Rappsilber(Frankfurt) besiegt Westhoff(Wuppertal) durch technischen K.., da der Westdeutsche durch Verletzung aufgeben mußte; Scholten(Ruhrort) siegt kampflos; Heese(Düsseldorf) Punktsieger über Mosel (SA.=Gruppe Niedersachsen); Fluß(Köln) Punktsieger über Petry(Saarbrücken); Köhler(Leipzig) Punktsieger über Schmidt(Hamburg); Moser(München) Punktsieger über Alexander(Görlitz); Fischer(Nürnberg) schlägt Augstein(Koblenz) in der dritten Runde k. o. Die Endrundenpaarungen vom Fliegen= bis zum Schwergewicht lauten: Bruß(Berlin)— Färber(Augsburg), Rappsilber(Frankfurt)— Graaf(Hamburg), Gänserig(Bochum)— Scholten(Ruhrort), Heese(Düsseldorf)— Krage(Berlin), Fluß(Köln)— Herchenbach(Wuppertal). Seidler(Berlin)— Köhler(Leipzig), Moser(München)— Koppers(Hannover) und Schnarre(Recklinghausen)— Fischer(Nürnberg). Seidler, der am Vormittag Loibl(Ulm) k. o. geschlagen hatte, aber Uebergewicht brachte, darf auf Anordnung von Reichsfachamtsleiter Dr. Metzner doch an den Endkämpfen teilnehmen, da Württemberg Loibl zurückzog. Ueber 500 Wettkämpfer und 50 Staffeln schwimmen heute beim Schulschwimmfest in BochumWerne. Die Ausschreibung zum Wettschwimmen aller Bochumer Schulen durch den NSLB., Sachgebiet für körverliche Erziehung, hat ein erfreuliches Ergebnis erbracht. Es haben nämlich 35 Schulen über 500 Wettschwimmer gemeldet, so daß Nachmeldungen heute nicht mehr angenommen werden können. Die Wettkämpfe müssen daher für die Unterstufe pünktlich um 15 Uhr, nicht um 15.30 Uhr beginnen. Die Mittel= und Oberstufe muß von 15.30 Uhr an zur Verfügung stehen. In diesem Jahre wird das Wettschwimmen nur für die männliche Jugend durchgeführt. Es werden nur Schulen zugelassen, die von einem Lehrer begleitet und beaufsichtigt werden. Die Spiele: Herne=Süd— Rasensport Herne SV. Sodingen— Germania Herne Fortuna Herne— Phönix Bochum Reichsbahn Wanne— Constantin Herne Viktoria Herne— SV. Holsterhausen Preußen Wanne— Teutonia Riemke Die Gruppe B setzt sich aus rein Bochumer Mannschaften zusammen, die sich zum größten Teil schon seit Jahren aus mancher Meisterschafts= und Freundschaftsbegegnung her kennen. Am Sonntag kommt es hier am Pappelbusch in Altenbochum zu dem seit Jahren erbitterten Kampf der beiden Altenbochumer Vereine. Die„Insulaner“ müssen in die Höhle des Löwen, der in diesem Jahre besonders scharfe Zähne hat. Der Sportklub ist sich bewußt, daß es bei der schweren Konkurrenz auf jeden Punkt ankommt und wird auch den zweiten Kampf der Saison siegreich bestehen wollen, nachdem die ersten Punkte aus Werne heimgeführt werden konnten. Rasensport Bochum hat den VfB. Gerthe zu Gast. Beide Mannschaften gestalteten ihr erstes Spiel unentschieden, beide allerdings gegen starke Gegner. Die Tagesform dürfte dieses Spiel voraussichtlich entscheiden.— Stiepel 04 hat die am Sonntag in Laer erlittene Niederlage hoffentlich schon überwunden, Langendreer 07 wartet ebenfalls auf die ersten Punkte, was dem Kampf in Stiepel Auftrieb geben könnte. Der STV Werne hat erneut einen sehr spielstarken Gegner auf seiner eigenen Platzanlage zu bekämpfen. Concordia spielte am letzten Sonntag zwar nur unentschieden, ist aber sehr zu beachten. Nach dem Unentschieden von Langendreerholz gegen VfB. Gerthe und dem glatten Sieg von BochumWest hat Langendreerholz auf eigenem Platz schwer zu kämpfen, um nicht erneut„gerupft“ zu werden. Die Spiele: SC. Altenbochum— TuS. 26 Altenbochum Stiepel 04— Langendreer 07 STV. Werne— Concordia Bochum Langendreer 04— LFC. Laer Rasensport Bochum— VfB. Gerthe Langendreerholz— Bochum=West 2. Kreisklasse: Hier geht es ebenfalls mit vollen Segeln in die Meisterschaftskämpfe. In Gerthe zunächst ein nachbarlicher Kampf zwischen Spiel und Sport und dem SuT. Harpen, dessen Ausgang völlig offen ist. Der BC. Hordel geht erstmalig an den Start und hat den Nachbarverein Rasensport Bochum zu Gast. Die Gäste machten am letzten Sonntag eine gute Figur und dürften den Platzleuten den Sieg streitig machen. Constantin Bochum hat nach dem anläßlich der Kampfbahneinweihung knapp verlorenen Spiel gegen SpuSp. Gerthe nun einen Herner Verein an der Vierhausstraße zum Gegner. Werne 19 muß nach Wanne und dürfte dort auf unliebsam harten Widerstand stoßen. Bleibt noch Bruchstraße Langendreer als letzte Bochumer Mannschaft der Gruppe A. Ob es zu einem Punktgewinn gegen Schwarz=Weiß Herne langen wird, muß abgewartet werden. Die Spiele: Spu Sp. Gerthe— SuT. Harpen Schwarz=Weiß Herne— Bruchstraße Langendreer Wanne 11—— Werne 19 BC. Hordel— Rasensport Bochum Constantin Bochum— VfL. Herne Hansa Herne— Fortuna Werne In der Gruppe B werden nur fünf Spiele gestartet. Hier hat Preußen 11 Bochum auf dem Platz an der Krümmede Weitmar 09 zu Gast, was den Platzleuten ob der guten Leistungen der Gäste in den letzten Spielen einiges Unbehagen eingeflößt hat. Reichsbahn Bochum macht einen Ausflug nach Querenburg. Ob dieser erfolgreich sein wird, ist nicht ganz sicher. Fortuna Bochum hat sich am letzten Sonntag recht brav geschlagen, aber diesmal eine recht rührige Mannschaft in TuS. Carolinenglück vor sich. Borussia Bochums Start hat ebenfalls angenehm überrascht. Wattenscheid=Ost muß also schon mit besseren Leistungen als am letzten Sonntag aufwarten, wenn die Punkte nicht bei den Platzleuten bleiben sollen. Der Postsportverein Bochum hat auf seiner herrlichen Platzanlage am Freigrafendamm in TuS. Engelsburg eine der stärksten Mannschaften Mannschaften zum Gegner. Die Spiele: Preußen 11 Bochum— Westfalia Weitmar Germania Querenburg— Reichsbahn Bochum Fortuna Bochum— TuS. Carolinenglück Barussia Bochum— Wattenscheid=Ost Postsportverein Bochum— TuS. Engelsburg 3. Kreisklasse Nun geht auch die dritte Kreisklasse in die Meisterschaftskämpfe. Wer sich hier den Aufstieg erkämpfen wird, ist wohl nicht schwer zu erraten. Sportgemeinschaft s Bochum muß, wie alle übrigen Mannschaften, den Aufstieg von der untersten Klasse aus beginnen. Bei ihrer Spielstärke ist es aber wahr scheinlich, daß sich die Mannschaft an die Spitze der Gruppe setzen wird. Am Sonntag haben die#=Männer in Laer 87 eine der stärksten Mannschaften der Gruppe zu besuchen. Hier wird sich schon zeigen, was in der jungen Mannschaft steckt. SV. Kortum, Pochzugt spielt an der Glücksburgerstraße gegen Edelstayl Bochum. Die Gastmannschaft ist in der vergangenen Satson frühzeitig aus den Meisterschaftskämpfen zurückgezogen worden, ist in diesem Jahre aber wiedgr. gist von der Partie. Tus. Hannibal und BV. Ert### trop liefern sich einen weiteren Kampf und auch Seite 11 Nr. 212 Bochumer Anzeiger7 Freitag, 10. September 1932 DSC. 81 wird versuchen, die ersten Punkte aus Wanne heimzuführen. Die Spiele: Laer 87— Sportgemeinschaft# Bochum Sportverein Kortum Bochum— Edelstahl Bochum TuS. Hannibal— BV. Gerthe=Hiltrop Postsportverein Wanne— DSC. 31 Bochum Estlands neue Fußball=Niederlage Völlig unerwartet kam der:(:)=Sieg Lettlands über Estland im Endspiel zum baltischen Fußballturnier in Kowno. Die Estländer hatten nach ihrer großen Leistung gegen Deutschland in Königsberg am Samstag und Sonntag zwei weitere Kämpfe bestritten und traten körperlich ermüdet gegen Lettland an. Noch kein endgültiger Belchlutz in lokio Das Präsidium des Organisationskomitees für die XII. Olympischen Spiele 1940 in Tokio hatte am Mittwoch abend unter Führung seines Präsidenten, des Fürsten Tokugawa, bezüglich der Durchführung der Spiele eine längere Unterredung mit Ministerpräsident Fürst Konoe. Im Beisein des japanischen Innenministers und des Erziehungsministers versprach Fürst Konoe, für die Ausrichtung der Olympischen Spiele einzutreten und die finanzielle Unterstützung der Vorbereitungen fortzusetzen. Die offizielle Auslassung der Regierung läßt noch alles im Unklaren. Sie lautet:„Die Regierung ist im Hinblick auf die gegenwärtige Situation nicht in der Lage, irgendeine definitive Antwort hinsichtlicht der Abhaltung der Olympischen Spiele 1940 in Tokio zu geben, sie wird daher vorläufig die Entwicklung der Lage weiter beobachten.“ Metze vor Schön in Dresden Lohmann Vierter Dresden hatte am Mittwoch abend mit seinen Steherrennen um den Herbst=Preis über 100 Kilometer wieder Pech. Bei 58 Kilometer mußte das Rennen wegen Regens unterbrochen werden. Die Rennleitung entschloß sich, bei der Wiederaufnahme der Veranstaltung das Rennen in zwei 50=Kilometerläufen zu werten. Metze lag bei 50 Kilometer an der Spitze vor Schön und Stach. Der Dortmunder wurde im zweiten Lauf nach prächtigem Endkampf nur um 10 Meter von dem Deutschen Meister Schön geschlagen, blieb aber dennoch im Gesamtergebnis Sieger. Die Ergebnisse: 1. Lauf, 50 Kilometer: 1. Metze 44:36; 2. Schon, 80 Meter zurück; 3. Stach, 150; 4. Lemoine, 560; 5. Alcemar, 570; 6. Lohmann, 750 Meter zurück.— 2. Lauf, 50 Kilometer: 1. Schön, 43:02; 2. Metze, 20 Meter; 8. Lohmann, 150; 4. Stach, 350; 5. Alcemar, 530; 6. Lemoine, 2030.— Gesamtergebnis: 1. Metze, 99 980 Kilometer; 2. Schön, 99 970; 3. Stach, 99 500; 4. Lohmann, 99 100; 5. Alcemar, 98 900; 6. Lemoine, 97410. Fünflatzlieg über Grant Gottfried von Cramm in der Vorschlußrunde Bei den amerikanischen Tennis=Meisterschaften in Forest Hills kämpfte sich Gottfried von Cramm durch einen Funfsatzsieg über den Amerikaner Grant in die Vorschlußrunde. In einem fast dreistündigen Kampf, in dem Grant von einem Beinkrampf befallen wurde, siegte von Cramm schließlich mit:7,:6,:6,:3,:3. Biesmarcardcciold Zaropulchler! Großer Preis von Italien für Rennwagen und Motorräder Sonntag wird Italien im Zeichen des Motorsports stehen. In Livorno wird auf der sieben Kilometer langen Montenero=Rennstrecke als letzter„Grand Prix“. des Jahres der Große Preis von Italien ausgetragen und auf der Mailänder Monzabahn starten die Motorräder um die für sie ausgeschriebene Trophäe, wobei es auf der Geraden einen besonderen Kampf um die Geschwindigkeitstrophäe des Internationalen Motorrad= verbandes geht. Wage dieses Rennen unter sich ausmachen, wenn auch die Italiener auf eigenem Boden die größten Anstrengungen machen und eine Rundstrecke gewählt haben, die den Alfas weit besser als den deutschen Silberpfeilen liegt. Gefährlich könnte uns der neue Alfa Romeo werden, der von Fabrikfahrer Guidotti gesteuert wird. Ein Nuvolari könnte aber mehr mit dieser Konstruktion, die in Pescara sich nicht bewährte, anfangen. Guidotti ist ziemlich unbekannt; wir glauben nicht, daß er in die Front der Deutschen einbrechen kann. Mehr wird man dann doch auf die von Nuvolari, Brivio und Dr. Farina gesteuerten alten Alfas achten, die eine größere Zuverlässigkeit besitzen. Belmondo und Rüesch, die noch ältere Alfas steuern, haben nur Platzaussichten. Deutschland ist natürlich mit stärkster Front zur Stelle. Mercedes=Benz schickt Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang, Richard Seaman und Christian Kautz ins Rennen, während die AutoUnion sich auf Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, Hermann Müller und Achille Varzi stützt. Der Zweikampf Auto=Union—Mercedes=Benz erhält eine besondere Note, da in diesem Rennen die Europameisterschaft 1937 der Rennfahrer entschieden wird. In Führung liegt Rudolf Caracciola, der nach seinem bisher so erfolgreichen Abschneiden auch die größten Aussichten auf einen weiteren Sieg besitzt. Bernd Rosemeyer, der VorjahrsEuropameister, ist natürlich sein größter Widersacher, kann aber auch im Falle eines Sieges nicht mehr viel erreichen, wenn Caracciola einen guten Platz herausfährt. Weit bessere Aussichten hat Manfred von Brauchitsch, der neben seinem Sieg von Monte Carlo auch auf gute Plätze gekommen ist. Es wird ein schweres Rennen werden. Der Kurs ist sehr kurvenreich. In den 55 Runden(385 Kilometer) kann man kaum„auf die Tube treten", dafür muß aber sorgfältig geschaltet und vorsichtig gebremst werden, damit ein Reifenwechsel nicht kostbare Sekunden kostet. BMW.=Sieg in Monza? Auch beim Großen Italien=Preis der Motorradfahrer ist Deutschland bestens vertreten. Es starten nicht nur unsere neuen Meister Kluge(DKW.), Fleischdie Geschwindigkeitstrophäe der FICM. zeigen, was die Maschine in der Spitze leistet. Der 12. September bringt uns also einen harten Zweifrontenkampf auf italienischem Boden. Welchen Alfa fährt Nuvolari? Rundenrekorde der deutschen Rennwagen Fünf deutsche Rennwagen unterboten beim ersten Training für den 15. Großen Preis von Italien in Li„Die deutschen Wugen werden aller Voraussicht nach Tagesschnellster war von Brauchitsch(Mer#t 318.6 Min und 126. kilometer. Tagesschnellster war von Brauchitsch(2 cedes=Benz) mir 5,10,0 Min. unv 120,8 Stundenkilometer. Ueberraschend gut hielt sich Varzi(AutoUnion) mit 3,20,2, dann folgten die Spitzenfahrer der deutschen Werke Caracciola(Mercedes=Benz)) mit 3,21,4 und Rosemeyer(Auto=Union) 3,21,6, Lang(MercedesBenz) fuhr 3,21,8, Stuck(Auto=Union) 3,23,4. Unter 3,30 blieb auch der fünfte Mercedes=Benz, den Kautz mit 3,26,8 in der gleichen Zeit über die sieben Kilometer brachte, wie Nuvolari den Zwölfzylinder Alfa Romeo 1936. Guidotti erzielte mit dem neuen Alfa Romeo 3,33,6, den auch Nuvolari steuerte. Welchen Wagen Italiens berühmtester Rennfahrer besteigen wird steht noch nicht fest. Zur Verfügung stehen ihm der Zwölfzylinder Alfa Romeo 1937, das Zwölfzylindermodell von 1936 und das noch ältere Achtzylindermodell, das eine neue Maschine erhielt. „Schnellfte Wagen der Welt im Donningion-Park“ Mercedes=Benz und Auto=Union in England Das Rennen um den Großen Preis vom Donnington=Park(Wales) am 2. Oktober, das erste Rundstreckenrennen, das die neuen deutschen Rennwagen auf englischem Boden bestreiten werden, findet jenseits des Kanals größte Aufmerksamkeit. Nachdem schon bekannt wurde, daß Mercedes=Benz mit Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang und Richard Seaman startet, steht nunmehr auch die Beteiligung der Auto=Union mit drei von Bernd Rosemeyer, Hans Stuck und Luigi Fagioli gesteuerten Modellen fest. „Sporting Life“ kündigt den Start der deutschen Wagen mit der Ueberschrift:„Schnellste Wagen der Welt im Donnington=Park“ an, und in den Londoner Tageszeitungen wird die Prüfung zu einem Rennen gestempelt, wie es England bisher noch nicht erlebt hat. Die„Morning Post“ ist davon überzeugt, daß in diesem Rennen„alle Rekorde gebrochen“ werden und es„eine rein deutsche Angelegenheit“ wird. Leichtathletische Mannschaftskämpfe am 26. September in Bochum und Herne In Bochum hat die Sportgemeinschaft## die Ausdes? Versucher im Kampf. um die Deutsche smeisterschaft der=, B= und=Klasse übernommen. Vereine, die sich an dem Kampf beteiligen wollen, melden sich bis zum 20. September beim Kreiszum 20 September bei Karl Bäcker, Herne, Steinweg Nr. 16, melden, in welcher Klasse die Vereine teilnehmen. Die Jugendkämpfe beginnen um 15 Uhr auf dem.=.=Platz an der Dingelstraße. Buhr, Kreisfachwart Ein schwerer Kampf Das Programm für Deutschland— Schweden Für den Leichtathletik=Länderkampf Deutschland gegen Schweden am 18. und 19. September im Olympiastadion zu Berlin liegt nunmehr auch die genaue Verteilung der Wettkämpfe für beide Tage vor. Jeder Tag bringt Kämpfe in zehn Disziplinen. Das Programm lautet: Samstag, 18. Sept., 16 Uhr: 800 Meter, Stabhochsprung, 100 Meter, Hammerwurf, 1500 Meter, 110 Meter Hürden, Dreisprung, 10000 Meter, Diskuswurf, 4 mal 100 Meter. Sonntag, 19. Sept., 14.45 Uhr: Einmarsch, 400 Meter Hürden, 400 Meter, Speerwerfen, 200 Meter, Hochsprung, 3000=Meter=Hindernislauf, Kugelstoß, 5000 Meter, 4 mal 400 Meter. Vom Turf Hoppegarten, 9. September (G. Streit), 2. Goldtaler, mann(NSu.) und Gall(Bwzs.), Hgggg„uchrichtung" 2 Versuches mann(NSU.) und Meier(BMW.). In der 250er##en#reine die sich an dem Kai Klasse wird die DKW. wieder mit der schnellen Guzzi zu kämpfen haben, die auch in der Halbliterklasse Gegner der BMW. ist. In der 350er Klasse ist Norton zu beachten. Das Rennen wird sehr schnell werden, da die Geraden von Monza nicht durch Schikanen versperrt sind. Unsere BMW. kann bei beim Wettbewerb um 1..: 1. Wiener Walzer 3. Tempo. Toto: Sieg 25. 2..: 1. Zibebe(Zuber), 2. Orgelton, 8. Uhnselsen. Toto: Sieg 58, Platz 19, 13. Ferner: Patron, Truchseß, Herzsolo. 3..: 1. Ducca(Zehmisch), 2. Omega, 3. Graviter. Toto: Sieg 56, Platz 15, 20, 13. Ferner: Ideolog, Panther, Marquis. 4..: 1. Elbgraf(Rastenberger) 2. St. Andreas II, 3. Spirula, 4. Senitza. Toto: Sieg 34. Platz 17, 15. 29,, 79. Ferner: Astrid. Dattler, Präsent, Lenz. Valanda, Talfahrt, Kantate, Marga, Heimatfreude, Conwallaria, Frühgotik. 5..: 1. Walzerkönig(Streit), 2. Ebro 3. Origenes. Toto: Sieg 57, Platz 38, 43. Ferner: Blinzen. Seine Hoheit, Trollius. 6..: 1. Peking, 2. Monte Christo, 3. Lerchenau, Toto: Sieg 29. Platz 12, 14, 15. Ferner: Narrhalla, Fragor, Yorick, Buxus, Talbot. 7..: 1. Londois(Zehmisch), 2. Saarburg, 3. Mawall. Toto: Sieg 44. Platz 17, 24, 20. Ferner: Francofurtia, Wasserspiegel, Glücksgöttin, Ronneburg, Tilia, Duenja. Le Tremblay, 9. September. 1..: 1. Mondicourt(Dusorez), 2. Manodia, 3. Aethelbert. Toto: Sieg 12. Platz 11, 16. Ferner: Sarastro. 2..: 1. Damas(Gaudinet), 2. Antitbese, 3. Marmone. Toto: Sieg 32, Platz 18, 20. Ferner: Hobal Fei, Ksars Pride, Huracan, Va Sans Crainte II. 3..: 1. Smash(Destandau), 2. Ripley, 3. Wancelle. Toto: Sieg 26, Platz 15, 18. Ferner: Feridoun, Prisunic, Cartolina. 4..: 1. Via Media(Dupuit), 2. Vers'Aurore, 3 Cour 'Honneur. Toto: Sieg 44, Platz 22, 41. Ferner: Mandoline, Goutte’Or, Dorinda, Hobal Morga. 1. Ange Gardien(Dupuit), 2. Noroc, 3. Carlo Toto: Sieg 151, Platz 39, 18, 21. Ferner: Kir5..: Balzant. fachamtsleiter. Die Kämpfe werden von 9 bis 13 Uhr sor, La Rencontre, Le Resultat, Sequana, Ursus, Falerne, auf dem städtischen Sportplatz an der Krümmede durch= Angelita, Savannah, Santonina, Grande Hathor. geführt. Der Turnklub in Herne hat die Vorbereitung der Jugendkämpfe übernommen. Die Vereine wollen bis 6..: 1. Nika(Dusorez),? Paname II, 3. Baptiston. Toto: Sieg 22, Platz 15, 34. Ferner: Primerose VI, Marquis de Mill., Glycine. Ca Altay Na. 17) Dann war also jetzt Andrews an der Reihe oder Oberst Keath.„„ „Andrewse dachte Duke angestrengt. Von dem hatte er sicher noch nie etwas gehört. „Geoffrey", rief er in Gordons Zimmer hinüber. Geoffrey trat in die Tür, ohne seine einseifende Tätigkeit zu unterbrechen. „Was ist los?“ fragte er. „Sag mal, mein Junge, hast du jemals etwas von einem gewissen Andrew gehört?“ Mr. Gordon vergaß vor Ueberraschung den Mund zu schließen, und der Rasierpinsel, an so etwas durchaus nicht gewöhnt, fuhr schnell hinein. Geoffrey fluchte und spuckte fürchterlich. Trent lachte laut auf. „Seit wann hast du denn Haare auf den Zähnen?“ fragte er grinsend. Gordon blickte ihn ein wenig blöde an. „Du willst mich wohl zum besten halten, was? Du kennst ihn doch besser als ich!“ Diesmal war es Duke, die ein ziemlich unintelligentes Gesicht machte. „Wen soll ich kennen?“ fragte er hartnäckig. „Na, eben diesen Jimmy Andrews“, erwiderte Geoffrey böse,„das ist doch dieses verrückte Huhn, der seine tollen Bilder nur mit den Fingern malt. Warte mal, wie nennt er sich doch noch? Künstlername...“ Er starrte überlegend auf die Zimmerdecke. .. richtig, natürlich: Pjotr Iwanowitsch heißt er!“ Duke sprang von seinem Stuhl auf, als sei er von einer starken Feder in die Luft geschleudert. „Was?" brüllte er dann. Und ohne ein weiteres Wort griff er nach der Tür, und knallend flog sie hinter ihm ins Schloß. Geoffrey wäre beinahe zum zweiten Male der Heimtücke seines Rasierpinsels zum Opfer gefallen, aber noch rechtzeitig erinnerte er sich, klappte schleunigst den Mund zu, und der Pinsel fuhr ihm nur widerstrebend in die Nase. 4. Jimmy Andrews liebte es, bis in die Nacht hinein zu arbeiten und bis Mittags im Bett zu bleiben. Er war gerade dabei, seine Morgentoilette zu vervollständigen als ihm der Inspektor gemeldet wurde. „Nanu“, meinte er fröhlich,„so früh...“ Trent schnitt ihm das Wort ab. „Sagen Sie, Andrews“, ging er sofort auf sein Ziel los,„haben Sie' Feinde?“ Der Maler schüttelte verwundert sein buschiges Haupt. „Komisch, daß Sie auch danach fragen. Eben war auch so ein merkwürdiger Mensch hier, der genau dasselbe wissen wollte.“ Er strich mit seinen Händen die dichten Haare aus * Stimn zuräck.. f, sich.che mienih „Aber nein“, fuhr er dann fori,„ich habe wirtlich keine Feinde, höchstens...“, er lächelte vielsagend, ... einige Eifersüchtige, die mir nicht gerade wohlkesinnt sind, aber die kommen wohl nicht ernstlich in Betracht!“ S Trent wollte sich nicht länger aufhalten. Als er sich gerade erhob, klingelte es, und der Diener brachte seinem Herrn ein kleines Paket. „Ah“, rief der Maler erfreut, nachdem er den Absender geiesen hatte,„die neuen Farben! Lord Kingsley hat sie mir beforgt.. g.. 1u6 und Guk. 7ah ih. Er knüpfte den Bindfaden auf, und Dure sah iym „Ich sage Ihnen, Inspektor“, fuhr Andrews lebhaft fort,„einfach fabelhaft. Halten mindestens tausend Jahre, ohne brüchig zu werden.“ Duke war es ziemlich gleichgültig, wie lange das Zeug sich hielt, und er verspurte keine Lust, einen Vortrag darüber anzuhören; deshalb empfahl er sich ziemlich schroff und ließ den Maler allein.— Er hatte aber kaum einige hundert Yards zurückgelegt, als ihm plötzlich etwas einfiel. Er drückte seinen Hut fester auf den Kopf und raste den Weg zurück, als ob ein wildgewordener Stier hinter ihm her sei. Atemlos kam er oben an und stürzte an dem verblüfften Diener vorbei in das Atelier des Malers. „Hände hoch!“ rief er und sah sich wild in dem Raume um. Jimmy Andrews wäre vor Schrecken bald hintenüber gefallen. Er war gerade dabei, die neuen Farben zu mischen, als ihm der scharfe Anruf veranlaßte, seine gefärbten Finger in die Höhe zu strecken. „Waschen: befahl Duke und bohrte ihm seinen Daumen in den Rücken. Unter der Aufsicht des Inspektors mußte der Maler eine gründliche Reinigung seiner Hände vornehmen. Andrews wußte nicht, wie ihm geschah, aber ohne Widerrede tat er alles, was man von ihm verlangte. Als sie in das Atelier zurückkamen, drückte Trent ihn in einen Sessel und machte es sich ihm gegenüber bequem. „Hören Sie zu, Andrews“, sagte Trent ernst,„Sie werden diese neuen Farben irgendwo einschließen und mir den Schlüssel aushändigen. Vorher aber werden Sie mir eine kleine Probe mitgeben...“ Der Maler unterbrach ihn.„„ „Aber, um Himmels willen, Inspektor“, warf er verstört ein,„sagen Sie mir doch wenigstens, was soll denn das alles?“ Trent ließ sich nicht beirren. „Ich kann natürlich nicht dauernd in Ihrer Nähe sein und auf Sie aufpassen. Das müssen Sie schon selbst tun. Lassen Sie niemanden herein, den Sie nicht ganz genau kennen. Essen und trinken Sie nichts, bevor Sie sich überzeugt haben, daß alles in Ordnung ist. Oeffnen Sie keine Pakete und Briefe, sondern senden Sie alles sofort an mich.“ Er hielt einen Augenblick überlegend ein. „Am besten wäre es“, meinte er dann langsam,„ich nähme Sie in Schutzhaft.“ Doch der Maler wollte nichts davon wissen. „Aber, Inspektor“, sagte er mit belegter Stimme, „ich glaube, Sie übertreiben. Wer sollte mir wohl etwas anhaben wollen?“ 826ut. S. „Ja, wenn ich das wüßte“, stohnte Treni,„oann könnte ich mich bald zur Ruhe setzen.“ Es blieb eine Weile still. „Sagen Sie, Andrews“, brach Duke das Schweigen,„besteht die Möglichkeit, daß Sie bei Ihrer Arbeit mit den Farben in engere Berührung kommen, daß Sie, sagen wir mal, daran lecken oder...?“ „Mhm“, machte der Maler ohne aufzusehen,„natürlich soll das nicht vorkommen, Inspektor, aber immerhin, wenn Sie mich fragen, die Möglichkeit besteht schon; zumal ich ja vollständig ohne Pinsel arbeite.“ Trent rührte sich nicht. „Haben Sie schon von Paolo Veronese gehört?“ fragte er langsam. Nun war Pjotr Iwanowitsch in seinem Element. „Aber ja, selbstverständlich“, lachte er,„ich als Maler! Paolo Veronese, eigentlich Paolo Cagliari, so um die Mitte des sechzehnten Jahrhundert. Ich sage Ihnen, Inspektor, fabelhaft leuchtendes Kolorit. Meister der venezianischen Schule. Kennen Sie nicht sein bekanntestes Bild, die„Hochzeit von Kana"?" „Nein“, erwiderte Trent finster,„das kenne ich nicht. Aber ich kenne etwas anderes von ihm: die Farbe, die er entdeckt hat. Vert Paul Veronese. Die tödlichste Farbe, die jemals auf den Markt kam. Und ich habe den dringenden Verdacht, daß sie das ist!" Er wies auf das Kästchen mit einem grünen Pulver. „Und eines Tages, mein lieber Jimmy, würden Sie daran geleckt haben. Und niemand wäre auf den Gedanken gekommen, daß Sie ermordet worden seien!" Plötzlich fiel ein Schuß. Mr. Andrews' Kopf sank auf seine Brust, als sei er von plötzlichem Schlaf überrascht worden. Trent lag in Gedankenschnelle am Boden, und sein Revolver krachte in die Richtung des Fensters. Das Glas klirrte, und die Scherben polterten splitternd zu Boden. Dann war alles ruhig. Unheimlich ruhig. Trent stand mit noch rauchender Schußwaffe in der Hand, als die Kriminalbeamten ins Zimmer stürzten. Andrews war tot. Die Kugel war ihm in den Hinterkopf gedrungen und hatte sein Leben beendet. Es hätte nicht viel gefehlt, und Trent wäre abermals in den Verdacht geraten, der Täter zu sein. Aber glücklicherweise entstammte das Projektil, das den Maler tötete, einem ganz anderen Kaliber als dem des Inspektors. Die Beamten eilten zum Fenster und untersuchten die darunterliegende Häuserwand. Andrews Wohnung lag in der dritten Etage, und die Hausfront zeigte nicht die geringsten Absätze oder Unebenheiten, die einem geschickten Manne die Möglichkeit gegeben hätten, daran emporzuklettern. „Zum Donnerwetter“, fluchte einer der Beamten, „er kann doch nicht durch die Luft gekommen sein!" „Vielleicht hat er Saugnäpfe an den Füßen gehabt", spottete ein anderer. Jedenfalls aber kamen sie über die Tatsache nicht hinweg, daß der Täter spurlos verschwunden war und es offenbar fertiggebracht hatte, an einer senkrechten Wand hinaufzulaufen. Ober er mußte Flügel gehabt haben! Man unterhielt sich beinahe ernsthaft darüber. Trent hörte nur mit halbem Ohr zu. Er hatte sich bereits seine eigene Ansicht darüber gebildet, wie der Täter dieses Kunststück fertiggebracht hatte. Einige Anzeichen, die er bei der genauen Untersuchung des Fensters und seiner Umgebung entdeckt, hatten ihn auf diesen Gedanken gebracht. Aber er hielt es für noch nicht an der Zeit, seine Meinung den anderen mitzuteilen. Er wollte lieber noch warten, denn daß es der „King“ gewesen war, daran zweifelte er keinen Augenblick. Nachdem die Mordkommission das ganze Zimmer nach Fingerabdrücken untersucht und die genaue Lage des Toten, das zerschossene Fenster und vieles andere photographiert hatte, wurde die Wohnung geschlossen und mit dem amtlichen Stempel gesichert. Auf der Treppe kam ihnen der Polizeichef entgegen. „Nun, Inspektor“, fragte er ängstlich,„Sie sind doch nicht verletzt?“ Nein, der Inspektor war nicht verletzt. Wenigstens nicht körperlich, und das andere sagte er nicht. Ja, er war verletzt. Schlimmer als das. Der„King“ hatte ihn tödlich beleidigt. Unter seinen Augen war ein Mann umgebracht worden, zu dessen Schutz er eigens gekommen war. Dadurch hatte er ihn verspottet, ihn einen unfähigen Detektiv geschimpft und seinen Ruf untergraben. Trents Züge zeigten einen verfallenen Ausdruck, als habe er nächtelang nicht mehr geschlafen. Aber hätte der„King“ einen Blick in diese harten grauen Augen tun können, er wäre sicher zu der Ueberzeugung gekommen, daß es ein Fehler war, diesem Manne so zuzusetzen. Seine Kollegen kannten diese Symptome und unterließen es, ihn mit unnötigen Fragen zu belästigen, und seine Vorgesetzten würden ihm sein Versagen sicher nicht nachtragen. Trent hatte eben Pech gehabt, scheußliches Pech. Und sie waren sicher, daß er alles selbst das anscheinend Unmögliche tun würde, um diese Scharte wieder auszuwetzen. Trent fiel es erst jetzt auf, daß die Kriminalbeamten so merkwürdig schnell am Tatort erschienen waren. Er fragte danach. „Vor etwa einer halben Stunde“, berichtete der leitende Beamte,„wurde ich im Yard angerufen. Ein Unbekannter, der seinen Namen nicht nennen wollte, teilte mir mit, daß hier, 24 Berkeley Square, der Maler Jimmy Andrews, mit Künstlernamen Pjotr Iwanowitsch, getötet worden sei. Ich hielt es für meine Pflicht...“ Trent unterbrach ihn. „Mein lieber Kollege“, sagte er mit finsterem Ernst, und der Beamte merkte es zum ersten Male, daß der Inspektor tiefe Schatten unter den Augen hatte,„mein lieber Kollege, Sie haben mit dem Mörder gesprochen!“ Die Yardleute sahen ihn überrascht an. „Sie wollen doch damti nicht sagen...“ begann der Polizeichef und hielt den Atem an. „Doch, Sir Everard“, meinte Duke ruhig,„das wollte ich damit sagen, daß nämlich der Maler zur Zeit des Anrufs noch lebte und erst erschossen wurde, als Sie bereits hierher unterwegs waren.“ Die Kriminalbeamten wußten nicht, was sie dazu sagen sollten. Und eine Zeitlang herrschte ein peinliches Schweigen. „Ein kaltblütiger Bursche“, meinte endlich einer. Oberst Keath nickte zustimmend. „Ja“, wiederholte er nachdrücklich,„ein verdammt kaltblütiger Bursche!" Dann fuhren Sie nach Scotland Yard zurück. * Im Zimmer des Polizeichefs wurde eine Konferenz abgehalten. Man beriet über die Schritte, die angesichts der veränderten bedenklichen Lage zu ergreifen notwendig seien. Nachdem er alle Anwesenden ehrenwörtlich zum Stillschweigen über diese Sache verpflichtet hatte, machte Oberst Keath den Vorschlag, Inspektor Trent die weitestgehenden Vollmachten für diesen Fall zu übertragen. Trent war überrascht und erfreut zugleich, als er das hörte. Es war äußerst selten, daß man einem Beamten vom Yard ein derartiges Vertrauen entgegenbrachte. Die weitestgehenden Vollmachten! Duke kannte die volle Bedeutung und Tragweite dieses an sich harmlosen Ausdrucks. Das war eins der Geheimnisse Scotland Yards, dem es manchmal in anscheinend unlösbaren Fällen die größten Erfolge zu verdanken hatte. (Fortsetzung folgt.) 12 Nr. 212 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 10. September 1932 Aiel Tarch=Wieinen, auft.. Der Zug nach dem Süden— Ein Rückblick auf 20 Jahre Entwickelung Ein Gebiet, das in den Jahren nach dem Kriege seine große Entwicklung zum sehr besuchten und modernen Wohnviertel durchmachte und noch durchmacht, ist der Stadtteil Wiemelhausen. War der Ortsteil fruher in der Hauptsache von großen, freien Acker= und Wiesenflächen bedeckt, waren damals die bebauten und bewohnten Teile als Unterwiemelhausen. Oberwiemelhausen und Brenschede noch räumlich verhältnismäßig weit voneinander getrennt, so trat bald nach Kriegsende hier ein starker Wandel ein. Als erster errichtete der Spar= und Bauverein in den Jahren 1918 und 1919 am Eingang des Lottentals eine schön gelegene Rentengutssiedlung, die sich heute zu einem wahren Schmuckkästchen entwickelt hat. An der oberen Seite ist in diesem Jahre die Bautätigkeit wieder stark aufgelebt. freie Gelände zu beiden Seiten der Burgstraße, die ins Lottental führt und eine Erbreiterung auf 15 Meter erfahren wird, soll nunmehr ebenfalls bebaut werden. Das erste Gebäude ist bereits im Rohbau fertig und die übrigen Bauplätze sind schon vermessen. In den Jahren 1920 bis 1922 folgte als zweites Projekt der große Koloniebau von Deutsch=Lux. Es entstand ein großes Wohnviertel für die Zechenbeamten und=angestellten zwischen Wiemelhauser, Bruchstraße und der Bahnlinie Laer—Weitmar, wodurch eine broße Lücke geschlossen wurde und das Straßenstück an der Unterführung eine schöne Ausgestaltung erfuhr. Das Verbindungsstück zwischen Ober= und Unterwiemelhausen stellt das prächtige, nach modernsten Gesichtspunkten gebaute Wohnviertel an der evangelischen Kirche, zwischen Wiemelhauser und Wasserstraße, dar. Es wurde in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre fertiggestellt und bietet mit seinen schönen Häusern, freundlichen Vorgärten und freien Platzanlagen ein anziehendes Bild. Etwas abseits vom Mittelpunkt entstand ebenfalls kurz nach dem Weltkriege hinter dem Konsumverein Wohlfahrt die Kriegsovfersiedlung an der Pilgrimstraße. All diese neuen Wohnblocks drucken der früheren Landgemeinde Wiemelhausen ihren besonderen Stempel eines gesuchten Wohnbezirks des Südens auf. Aber mit der Durchführung dieser großen Bauvorhaben war die Entwicklung des Stadtteils durchaus noch nicht abgeschlossen. Nachdem in den Jahren der großen Wirtschaftskrise und der riesigen Arbeitslosigkeit die Entwicklung stillstand, erwachte sie mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus zu neuem, stärkerem Leben. Das größte Bauprojekt nahm in Oberwiemelhausen der Bauverein Kameradschaftliche Selbsthilfe auf den Ländereien des Bauern Bleckmann in Angriff. Zwar ist dieses Bauvorhaben erst zu einem Drittel fertiggestellt, es schließt sich aber das bisher Geschaffene würdig den übrigen Wohnvierteln an. Die Brenscheder Straße. die bis dahin einen ziemlich vernachlässigten Eindruck machte, hat durch die Neuanlage bedeutend gewonnen. Neben der starken Bautätigkeit ist aber auch eine wirtschaftliche Entwicklung zu verzeichnen, die nicht zu unterschätzen ist. Gleichzeitig mit dieser Entwicklung folgte auch die Verbesserung des Verkehrsnetzes. Es wurde das Wiemelhauser Straßennetz ausgebaut. verbessert und neue Straßen angelegt, so daß wir in dieser Beziehung heute auch zufrieden sein können. Der Ausbau der Königsallee bis zur Markstraße, der mit allem Nachdruck betrieben wird, schließt unsern Stadtteil mit einer Prachtstraße an das schöne Ehrenfeld, von dem die Entwicklung ja auch zwangsläufig nach Wiemelhausen drängt. Hier wird wohl in Zukunft die Bautätigkeit am stärksten einsetzen, da dort zu beiden Seiten der Straße die nötigen freien Bauflächen reichlich vorhanden sind. So bietet der Stadtteil Wiemelhausen heute dem Beschauer ein geschlossenes Bild und verdeutlicht uns eindringlich den Zug nach dem Süden. line), Professor Georg Kniestädt(Violine), Maria Forst (Violoncello), Alfred Krause(Harse). Chor=Konzerte: Helene Vierthaler(Sopran). Gerda Schüler=Rehm(Sopran), Kammersängerin Emmp Leisner(Alt), Lilly Neitzer(Alt), Ernst Bauer(Tenor). Willi Lorscheider(Tenor), Ewald Kaldeweier(Baß), Eugen Die Kammer=Konzerte werden durch das Häus. ler=Quartett Bochum, Arno Schütze(Klavier) und die Städtische Bläservereinigung, Bochum, ausgeführt. Solisten: Professor J. M. Hauschild(Gesang), Professor Hervert Pollack(Klavier), Hanna Menzel(Cembalo). Si etei Wer spielt bei den Konzerten des Bochumer Orchesters im kommenden Winter? Für die Vormiete=Konzertveranstaltungen des Städtischen Orchesters sind für nachstehende Konzerte folgende Solisten verpflichtet worden Meister=Konzerte: Kammersänger Gerhard Hüsch (Gesang), Lubka Kolessa(Klavier), Professor Wilhelm Kempff(Klavier), Guila Bustabo(Violine), Professor Wilhelm Stroß(Violine). Symphonie=Konzerte: Annemarie Heyne(Klavier), Adrian Aeschbacher(Klavier), Erwin Häusler(VioPlatzerneuerung für Kulturring I. um g6. und 11 September werden für die Platzgruppen 2. Sperrsiv, Rang Seite, 3. Sperrsto, 2. Rang Mitte und Seite de Am 10 und 11. 1 Seite, 3. Sperrsitz, 2. Rang Mitte und Seite des Kulturringes I die Ausweiskarten umgetauscht. Wir bitten, diesen Termin unbedingt einzuhalten und verweisen auf die Geschäftsstunden von 10 bis 12.30 und von 15 bie 18.30 Uhr unserer Geschäftsstelle Kulturgemeinde in der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Kortumstraße 6# (Ruf 643 90). Geschichtstafel 10. September 1933 Autounglück der SA.=Reserve 3/17 Bochum zwischen Dronenburg und Kohlfurth. 10 Tote, 17 Schwer=, 13 Leichtverletzte. Abschiedswinken— Erste Stunde am Ziel ..-Brüning „Leb wohl, Bochum!“ Ein fröhlicher Abschiedsruf der Bochumer Hitler=Jungen vor der Abfahrt nach Nürnberg. Aufnahme: Schlickum Unmittelbar nach der„Ankunft im Nürnberger Lager begann für die Werkscharmänner des Gaues Westfalen=Süd das große Essenfassen vor den Zelten. Unser Bild zeigt einige Bochumer bei dieser fröhlichen Tätigkeit. Ja, da schau her!“ Doch die In sommerlicher Erholungszeit sulgespeichen. ten Kräfte werden erhalten, wenn jetzt die OoppelherzNachkur einsetzt, die das Blut erneuert, den Körper krättigt, die Nerven stählt! Fabrikniederlagen: Drog. Boes, Drusenbergstr. 72: Drog. F. W. Störing, Hellweg 1: Drog. Steizer, Brüderstraße, Ecke Märktschestr. 2: E. Plattfaut, Viktoriastr. 3: Drog. Plltz, Wiemelhauser Straße 21la: Hamme: Drog. Kühnel, Amtsplats 8: Langendreer: Drog. Schulte, Wilhelmshöhe. Hauptstr. 41; Linden: Drog. Feuerstein, Hattinger Str. 827. Drog. Stens, Linden u. Dahlhausen: Weltmar: Drog. Held, Hattinger Str. 225: Drog. Kappe, Hattinger Str. 214: Drog. Mack, Markstr. 386: Rlemke: Drog. Brune, Herner Straße 353; werne: Drog. Levenig, Wittekindstraße 32: Vinke-Drog. Plepenbreier, Rolandstraße 2; Wiemeihausen: Drogerie Lueg, Brenscheder Straße 52 W Ein herrliches Gaudi! Da gibts zu lachen mit Hell Finkenzeller- Erika Paull- Elise Aulinger- Joe Stöckel Fritz Kampers- K. Meisel- Rob. Dorsay- J. Eichheim Drehbuch: A. Lippl— Muslk: H. Carsta Spielleitung: Georg Jacoby Der neue, volkstümliche, lustige Ufa-Film— ein würdiger Nachfahre des unvergessenen„Weiberregiment“— in dem kerniger Humor, bäuerischer Witz und von allem Muft befreite, natürliche Erotik ein krättiges Wörtlein mitreden Unbekanntes China, Ufa-KulturtiIm— Die neueste Ufa-Tonwoche Spielz eiten: Wo..30.30 8 Uhr So. 3.30 8 Uhr Suchen Sie einen Baupartner oder sonst jemanden, der Ihnen hilft, Ihre Pläne zu finanzieren? Eine Kleinanzeige im B..“ unter Kapitalien hilft Ihnen schnell und sicher zu Ihrem Ziel. Hauft im Fachgeschäft Hod. Schirme laschenschirme Kinderschirme Eigene Fabrikate Stockschirme Spatierstöcke Alle Regoraturen Nimphlus Bochum Bongardstraße 9 und Kortumstraße 96 Getründet 1908 mit dem größten Filmerfolg der neuen Saison MAnisslscipp. Motsuio mit Barbara Stanwyck und dem aus„Broadwag melodle“ und „Zum Tanzen geboren“ bekannten Grotesk-Tänzer Budoy Ebsen Das Berliner Tageblatt schreibt über diesen Film: Das Publikum auf der Szene gerdt in einen Taumel der Begeisterung. das Publikum im Parkett vergißt völlig, daß es sich ja nur um einen Film handelt und geht angefeuert und applaudierend mit. Ste müssen unbedingt diesen herzhaften, abenteuerlichen und humorvollen Film von schöner, echauspielerischer Geschlossenheit schen. „ Täglich.30, 6 und 9 Uhr Sonntag 2 Uhr: Jugendvorstellung mit Pat u. Patachon nteusenden Bochumer Femilien Hegt krühmorgens der Bochumer Anzeiger auf dem Tisch. Meist gilt denn der erste Blick den Femilienenzeigen. Wollen Sie eiso Femillengeschehen einem großen Personenkreis zur Kenntnis bringen, veröffentlichen Sie eine Anzeige im Bochumer Anzeiger Capitol kangendreer zeigt ab heute bis Donnerstag den am erikanischen Spitzentonfilm in deutscher Spiache Rpollo Weitmar Der Rtenscker mit Emil Jannings, Marianne Hoppe und Marle Koppenhôter Beg.: Wochentags 4, Sonntags 2 Uhr lichtburg Capitol- Werne Langendreet de Wöst, R. A. Roberts. Theo Lingen. Rudolf Plette. Cerste Löck Hermann Speelmans in dem fesseinden Krlminalfilm Union- Theater Gerthe Der Mann, von dem man spricht Heinz Rühmann, Theo Lingen, Hans Moser, Gusti Huber Sonntag 2 Uhr: Jugendvorstellung Schauburg Agege. Die große heitere Überraschung der Scheuburg ROR mit Hortense Raky, lwan Petrowich, Leo Siezek, Georg Alexander. Ein Film der beglückt und begeistert. Dezu ein gutes Beiprogt. Kammer-Lichtspiele Bochum-Gerthe Zur Eröffnung der neuen Spielzeit bringen wir den Syndikat-Ertolgstilm BAERNEAE mit Zereh Leandef, Kerl Mertel, Marie Berd. Attile Hörbiger.— Auf der Böhne: die große Revue, hinter den Kulissen: ein sensationeller Kriminalfall. Dazu ein ausgezeichnetes Beiprogramm GAae B..-Anzeigen heifen verkaufen Bankdirektor a. U. Heinz Baecker Fernsprecher: Bochum 681 60 für OrtsFernverkehr.- Bochum, Farnstraße 48 Ab heute Wer Sinn für gesunden Volkshumor hat, kommt in diesem Film auf seine Rechnung Durchschlagpapier, Farbbänder, Kohlen. papiere liefert Trautmann Viktoriastraße 73 Rut 65434 am„Handelshof“ Sothaer Feuerversicherungsbank a. S.— Sothaer Kraftfahrzeug-.Transportversiche rungsbank.-S. HERMANN SPEELMANS in SHERLOCK HOLMES Ein fesseinder Kriminalfilm Wer ist„Die graue Damek" Sensation,Spannung. Kampt — Das Lustspfel— DerzZweckheil gtdie Mitte! Kulturflim Wochenschau Hauptgeschäftsstelle Bochum Versicherungen aller Art 2 altdeutsche Bettstellen mit Matratzen, kompl. Küche, 1 Gasyerd, für zusamm. 18 Mk. zu verkauf. Besicht.—11 Uhr. (Aut höchster Alarmstufe) Zoll- und Kriminalbehörde im nächtlichen Feuerkampf auf hoher See gegen raftinierte Sprit-Schmuggler.— Die große Besetzung: Hilde Hildebrand, Eise Eister, Bazarina. Walter Steinbeck, Fritz Genschow, Gugen Rex, Wilhelm Bendow. Dazu: 1. Lockrut des Meeres 2. Das geheimnisvolle Gelgensolo 3. wochenschau Sonntag Anfang 2 Uhr gr. Familien-Vorstellung mit Willy Fritsch und Lillan Harvey in HRMMERLichtspiele Hernerstr. 129, pt. SHERLOCKE HOLMES SPanncnors KRImINALABENTEUER Ein Berliner soll nicht fensterin gehen, ein rauhbeiniger Förster nicht zum Kavaller werden, und ein Forstgenilte nient hinter einem Stadtträulein her sein, sonst können die tollsten Dinge geschehen Rottstr. 29 Bochum Darsteller: Walter Lantzsch, Ursula Grabley, Harald Paulsen, Joe Stöckel, Vicky Werkmeister, Georg Bauer u. v. a. mit Peter Voss, Allce Brandt u. a. m. SEIPROGRAmM Kindervorstellung Sonntag 2 Uhr Dazu das bekannte gute Beiprogramm (Das Preislied. Chiemsee-Hanseaten) Täglich.30, 6. 8 Uhr. Sonntag ab 3 Uhr Kleine Anzeigen gibt man da auf, wo man sie zu suchen gewonnt ist, im Bochumer Anzeiger Freude am Einkochen haben Sie mit WELT-REFORM das erste bahnbrechend gewordene Einkochglas mit der Original-Rille 4 mal gröbere Dichtungstläche, kein Verderben des Inhalts. Millionenfach bewährt! Verkaufsstelle: Heinrich Cremer Eisen- u. Haushaltwaren Dorstener Straße 20, Rut 663 89 Schippers und Vanderville Deutschlands größte Vergnügun bringt Ein wundervoller Film mit Traudl Stark Sprle# Fomple) Paul Hörbiger, Llane Hald, Ursula Grabley. Dieser Film zeigt in einer abenteuerlichheiteren Handlung die kleine Traudl, das süße Herzensmädel, als wirklichenTausendsassa— den man zum Fressen gerne hat. Dazu den hervorragenden Segeispor film: „Leinenlos“, den Kulturtilm„Rhön“ und Wochenschau. yäglich.15,.40, 8 Uhr großem Erfolge in Berlin gastierte, mit den 40 kleinen Menschen, mit den mit den vielen kleinen Häusern und Straßen, Rathaus. Kirche, Post-, Steuer-, ihn- und Geschäftshäusern, Hotels, Café, Restaurant, Generalanzeiger. Liliput. äsidium, Kabarett und dem einzig auf der ganzen Welt dastehenden Lilfputzirkus vertehreinder durchSo9 Srucht's Scheanenweiß Die Wirtung wird beschleunigt und Milesser und Pickel verschwinden durch Schönheitswasser Aphredite Altmikue Stadt-Drog., Bongardstr. 12 Drog. Fiecher, Kortum-, Eche Rottstr. Drog Kneider. Große Beckstraße 11 Drog. Knepper, Dorstener Strabe 93 Part. Pracht, Kortumstraße 3 Part Herneffel, Hattinger Straße 14 Drog Feuerstein, Bochum-Linden Drog. Pell. Kortumstraße 27 Drog. Becker, Hattinger Strabe 19 für 11 Tage nach Bochum, Moltkemarkt auch Von Donnerstag, den 16. Sept., bis Sonntag, den 26. Sept. Seite 14 Nr. 212 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 10. September 1932 Nachrichten aus Gesnlag dei Solddlen 65 Jahre Dahlhauser Krieger= und Landwehrkameradschaft Dahlhausen Wieder wird Dahlhausen am Sonntag im Zeichen einer besonderen Festlichkeit stehen. An diesem Tage wird die Dahlhauser Krieger= und Landwehrkgrggrade schaft in den Räumlichkeiten des Dr.=.=Otto=Kasinos auf der Dr.=.=Otto=Straße in Dahlhausen ihre 65jährige Jubelfeier steigen lassen. An diesem Tage sollte auch eigentlich das für jeden Vereinskamerad zuge dachte Ehrenbuch aus dem Leben und dem Wirken der Dahlhauser Kriegerkameradschaft zur Ueberreichung ge langen. Leider aber bereitete die Fertigstellung des Buches derartige Schwierigkeiten, die sich besonders aus dem Verschwinden von alten Aufzeichnungen in der Be der Herausgabe Feiertagen des Jahres. An keinem Tage im Jahre sind sich Stiepels Hausfrauen im Kuchenbacken so einig wie an diesen Tagen. Denn in keinem Hause fehlt der wohlschmeckende„Prumen= und Appelkauken". nach Lendringsen und ins Hönnetal. Der in Lendringsen galt vorzugsweise einem Besuch des früheren Pfarrers von Laer, Meierfrankenfeld. Nachdem man sich an Kaffee und Kucher, Zutzechz, Pet u. hotze, fuhr man in das wildromantische wonne#gl,„auf der Heimreise wurde in Letmathe zu einer Einkehr halt gemacht, wo man noch einige frohe Stunden bei Spiel und Tanz zum guten Abschluß des Tages zubrachte. Personalnachrichten Goldene Hochzeit Heute feiern die Eheleute Karl Szodrowski, Buselohstraße 85, in aller Frische und Rüstigkeit das dankt einer LangenStadtteil Langendreer Tagung der Haus= und Grundbesitzer Stiepels. Am hreerin.'t= Unfere vor einigen Tagen zu letzten Ruhe Sonntag, 12. September, tagen Stievels Haus= und stragene Mitbürgerin Frau Wwe. Elisabeth König, Grundbesitzer beim Wirt Hellmich, Kemnader Straße. Phapfacz#rstraße, ließ vor einiger Zeit an den BeauftragFest der goldenen Hochzeit. Der Jubelbräutigam ist am 11. August 1859 in Ostpreußen, Kreis Neidenburg, geboren, und vor einigen Tagen feierte er noch seinen 78. Geburtstag. Seine Ehefrau, geboxene Szodrack, ist am 10. März 1867 in Ostpreußen, Kreis Hohenstein, Krundbesiter, bein Wirk, Helwict, ornung stehen, ist Overlagersrage, net, vor einiger Zeit an den Beauftg, e bschte, bunte au de og g Mstak von Heitächtlihsen Vberk enthielt. Das das Erscheinen eines jeden Mitgliedes Prlicht. Stadtteil Altenbochum Erntedankfest der südlichen Stadtteile Bochums in Querenburg. Die Ortsgruppen Wiemelhausen. Altenwort des Ministerpräsidenten Göring konnte Frau König echelche alir ai. Lasicheide aic hich diont Ministerpräsidenten eigenhändig unterschriebenen Bild Soldaten die vereins an. So fanden sich im Herbst des Jahres 187: u. a. die ehemaligen Soldaten Mühlenbesitzer Wilhelm Stammen, Wirt Wilhelm Jacoby, Bauer Becker, Manensteiger Diedrich Hoffmann, Gemeindebote HeinLoose und Bergmann Withelm Winkelmann zumen und gründeten den„Dahph.#e###### verein“. Zur Führung der Geschäfte des VerSersichzge hchsce, Kecie snts i. Ssite. festen hängen. Ein großer Rummelplatz ladet dazu noch in Langendreer ein. Sommerausflug des Vaterländischen Frauenvereins. Auch in diesem Jahre unternahm der Vaterländische verein im Roten Kreuz seinen Sommerausflug. Frauenbrern im Roten Kreuz, seinen Sommerausflug. es in vier bequemen AutovZaase und Beramann Wilhelm Wink sot; Veinrich # m e r 1 8 7 2 eins wurde laut Satzung vom 29. Seprepziajeder, ein Vorstand gewählt aus den wirklichen Agrzageng C. Moßberg(Präsident), D. Hoffmann(Vizepranident), E. Reese(Direktor), Friedrich Weener(Sekretär) und Heinrich Franke(Rendant). Als erstes Vereinslokal wurde das Lokal Heinrichsbauer gewählt. Vom Jahre 1879 bis zum Jahre 1884 tagte der Verein im Lokal des Kameraden und Wirts Wilhelm Jacohy. Nachdem wurde als Vereinsheim das Lokal des Mitbegründers Wilhelm Stammen gewählt. Hierbei ist jedoch zu erwähnen daß die Versammlungen in den 80er Jahren abwechselnd in beiden genannten Lokalen stattfanden. Das Lokal Stammen, heute Restaurant„Zum Fürsten von Hohenzollern“(Besitzer Heinrich Eckhardt). Dr.=.= Otto=Straße, ist bis heute Vereinsheim der Kamerad= ng der Kameradschaft lag in den 65 Jahren in folgenden Händen: 1. provisorischer Vorsitzender Bauer Becker(aus dem Hause bauer), 2. erster satzungsmäßiger Vorsitzender C. Moßberg, Präsident. Es folgten dann die Kameraden Pilhelm Jacoby, Julius Grüter und Wilhelm ggikgilgn, Jahre 1894 bis 1905 Dr.=Ing. e. h. Gustao Hilgenstock, 1906 bis 1911 Heinrich Wilhelm Eggemann, vom 1. Oktober 1911 bis 1913 Dr. von der Forst, 1914 bis 1918 Dr. med. Eduard Augener, 1919 bis 1920 Dr. jur. Hans Fußbahn und vom Jahre 1920 an Bürovorsteher Oberleutnant a. D. Karl Kulle, unter dessen Führung die Kameradschaft heute noch steht und Die Mitgliederstärke der Kameradschaft betrug in den Jahren bis 1895 etwa 250 Mitglieder, bis 1905 etwa 400 und nach dem Kriege von 1919 bis heute etwa 330 bis 350 Mitglieder. Die Kameradschaft gründete am 25. März. 1927.die Kyffhäuser=Jugendgruppe mit einem Spielmannszug. Letzterer erfreut sich auch heute noch einer guten Besetzung und hat in manchem Wettstreit gute Erfolge erzielt. Von den Kriegsteilnehmern erhielten 109 Kameraden das Frontkämpfer=Ehrenkreuz, 21 Kameraden zum Volksveranügen, zin, uns ein recht zahlreiches Er= eizi Losung uegpestet. Hier berging die scheinen zum Voltsfelt, in Luterezet Stähter Mgnger Musik un In herrlicher Fahrt ging es in vier bequemen Autobussen bei schönstem Wetter über Wetter, Hagen nach Hohenlimburg. In Franzosenohl folgte sodann ein frohes Kaffeestündchen, bei dem es munter zuging. tut der Rückschrt wurde de Decteziöhte ,eigebend—, gatre urcent des Bar ichen im Sutten besichtigt. Anschließend wurde der Donnerkuhle noch geboren. 55 Jahre wohnt das Paat sthon im Ortsteil Besuch abgestattet. Hier verging die Zeit bei froher gugußen“ Im Jahre 1882 kamen sie von und Tanz im Fluge. Im Faihre 1oo2 kamen sie von dafür sein, wie verbunden heute der Landbevölkerung ist. Krieger= und Landwehrkamergpstmgtig Fragz den bahnhofes Preußen“, Altenbocham. Der grszag „Prinz von Preußen“.„Im Jahre 1882 kamen Ostpreußen nach Westfalen. 35 Jahre lang hat er in Langendreerer Gütexe bahnhofes, der einer der größten des weuens is Zwei Ferien im Kameradschaftsheim Monatsappell wurde vom Kameradschaftsf rer Rusche mit Grußworten eröffnet. kanntgabe der neuesten Bundesparolen erst merad Jaschinski den Bericht aus Kreisführertagung. In der nächsten Beiggzir) die ede u. Aun gus. Baneanite ven Ai- ohsetelschehtbeslech bercdse oden Monat November, ou ern, Lamekauschatear szeiukerzs: staltet werden. An dem Schießen um den Reizgaros: Pokal und dem Oktoberschießen der Stadt Bochum nehmen beide Schützengruppen teil. Die den Wintermonaten sollen wieder durch kleine Vorträge belebt werden. Nach Erledigung des geschaftlichen Teils gab der Kameradschaftsführer Lehrer Rüsche einen Manöverbericht. ist, steht Söhne sind im Weltkrieg gefallen. Ihre Kinder und e. Unter Enkel überbringen dem Jubelpaare an ihrem Hochzei tage die allerherzlichsten Glück= und Segenswünsche. Täglich liest er noch bei seinem Schwiegersohn den „Bochumer Anzeiger“. Stadtteil Laer Steuerkalender. Auf der Verwaltungsstelle Hemkeaße 5 findet am Montag, 13. September, ein Steuerstraße hebetermin statt. Zwischen 15 und 18 Uhr können dort außer den Steuern alle von der Stadtkasse Bochum angeforderten Beträge gezahlt werden. Sauerlandfahrt des Müttervereins. Die Mitglieder des Müttervereins der hiesigen„Fronleichnamspfarre unternahmen Mittwoch unter Führung des Rektors i. R. Schmoll eine Autobusfahrt ins Sauerland Umsatz des Vorjahres erzielt. Insgesamt wurden an den Bochumer Bahnhöfen in den Monaten April. Mai und Juni 581996 Fahrkarten 3. Klasse und 11513 Fahrkarten 2. Klasse verkauft. Zechenhalden werden abgetragen. In den letzten Jahren hat sich der Stadtteil Langendreer an verschiedenen Stellen wesentlich verschönert. Nunmehr, werden zwei große Zechenhalden bald aus dem Sichtbereiche verschwinden. Die erste ist die Halde der Zeche Stadtteil Hamme „Bruchstraße an der die Ahtragungsgrheiten mittels Stavnen Dumme eines großen Baggers schon über ein Jahr im Gange sind. Nur noch eine dünne Wand und der mit Grünschmuck versehene Fuß der Halde ist verschwunden. Weiterhin wird die große Halde der stillgelegten „Vollmond“ nunmehr abgetragen. Die Bergmassen kommen in eine große Sortiermaschine, von wo aus sie mit der Seilbahn zur Zeche„Mansfeld" befördert werden. Das feine und grobe Material wird auf der Zeche„Mansfeld" selbst sowie auf dem Schacht 5 in Querenburg als Bergeversatz verwandt. nene Gelände wird urbar gemacht und soll späterhin Siedlungszwecken dienen. Der Bochumer Musiker Otto Ludwig. Sohn des Klavierlehrers Otto Ludwig. hatte bei seinem ersten Auftreten im Stuttgarter Wendling=Quartett einen außerordentlichen Erfolg. sie an die bedürftigen Volksgenossen zur Verteilung gelangen. Erntedankfest. In gewohnter Weise feiert die evangelische Gemeinde Hamme auch in diesem Jahre ih Erntedankfest zusammen mit dem Erntedankfest der Anstalt Overdyck, die damit das 118. Jahresfest, begeht. Das Fest findet am Sonntag, dem 3. Oktover, statt. Morgens ist zunächst Festgottesdienst in der Kirche, und am Nachmittag eine große Gemeindefeier im evang. Gemeindehaus auf der Amtsstraße. Geriher Haus und Grundbesihel taglen neue Grundsteuergesetz und Bergschädenansprüche Grunovesoeun„Bersammlung zusammen. Dieser Eineiner wichtigen Versamzllung zusammen.„Dieser Einladung war zahlreich Folge geleistet worden, standen doch auf der Tagesordnung die neue GrundsteuergesetzKyffhäuser= einsführer Dipl.=Kaufmann Pantring ging zunächst Nach mehrmonatiger Pause rief der Hasieherszu pflasterte Hälfte des Platzes wird an den Markttagen rundbesitzerverein Bochum=Gertbe seine P,piger Einz schon benutzt, und jeßzt schon spüren Käufer und Verkäufer die Annehmlichkeit einer sauberen Pflasterung. Chrenzeichen 2. Klasse 33 Korjegschat, ertziefer nach Das Zeichen für dem Kriege 7, für 50jähgiggtestitgliedschaft 34, für gebung ein und erlauterte Anschluß die, eizselnen Bestimmungen des Gesetzes sowie die Durchführungsbestimmungen. Um auch die Mitglieder vor, mtghrict Von den Kurzschriftlern. In der„Montag abend stattgefundenen Versammlung des 1932 gab Kamerad Bergmann zunächst die Ergebnisse des kürzlich unter den Mitgliedern stattgefundenen Vereins=Wettschreibens bekannt, das bereits gute Fortschritte der Teilnehmer habe erkennen lassen. Er, in einer Ansprache, darauf hin, wie wichtig die Kurzschrift heute sei. Beschlossen wurde, im November aus Anlaß des fünfjährigen Vereinsbestehens einen Kameradschaftsabend zu veranstalten, dessen genauer Termin noch mitgeteilt werden soll. Der vor einiger Zeit unternommene Ausflug verlief ebenfalls in zufriedenstellender Weise und führte nach Haltern. Wegen der beengten Rapmupgxhältnisse, Furdg in„e a, v z1. Kameraden. Die fil. der Stelle über Verasgädenangelgezheterle hes Heiten gerstorbenen Vaters Dr.— über Verjährung der Beraschädenansprüche gegegüber den Zechen, über die neueste Rechtsprechung der BeraHa) gezsgielgrung und er bewies„Mitarbeite pegr Haust felibers str se berchtisgsigeledhern Seacds Fiteris io, zu Ehren ihres verzurgenen, Hurers, Dr. Carel Otto. Die Stiftung sieht die Unterstützung von bedürftigen Kriegerkameraden und Soldaten, deren und Witwen vor. Die Verwaltung liegt in den des jeweiligen Vereinsführers, der zwei weitere bestimmt In den ersten 20 Jahren(1899 bis 1919) wurden insgesamt 11.000 stützungen gezahlt. Auch jetzt werden noch laufend, besonders jedoch zu Weilnachten, nennenswerte Beträge gezahlt. empfohlen, sich vorber an den Haus= und Grundhesiterberein zu wenden, besemand Hauftragen. Der zweite Wie die Kameradschaft das Ehrenmal für die im siegreichen Kriege von 1870/71 Gefallenen garrichtze, leisteten die Kameraden des Vereins auch r gzzig eI der Erichtzng des, Fhrenmals fur oie im Mitarbeit an der Er eier Kach ab dle.-29 Be dis eisger. ommend zur Verfügung geselt Gst„ähäifte Hocßh: and eingerichtet, über das der„B..“ bereits berichtet hat. letzten Wochen an den Marrttagen auch der Innenhof der früheren Hölterhoffschen Brennerei benutzt, Hier haben vor allem die Metzger und Fettwarenhänoler ihre Verkaufsstände aufgeschlagen. Durch die Arbeiten ist der Marktbetrieb in keiner Weise gehindert worden, im Gegenteil, der Andrang hat sich verstärkt. „Sie leben noch!“ So denkt jeder Besucher des kleinen alten Parks von Werne, wenn er an den idyllisch gelegenen Teich kommt. Damit sind nämlich die Enten gemeint, die sich kräftig entwickelt haben. Ihre Zahl ist nicht geringer geworden wie im Vorjahre, als im Spätherbst die Enten nächtlicherweile gestohlen wurden. Alle Tierfreunde hoffen, daß nun diese Enten wenigstens die normale Lebensdauer des Entengeschlechts erreichen, ehe sie auf legale Weise in den Kochtopf wandern. Neue Ruhebänke. In der Heinrich=Gustav=Straße, in der Höhe der Straße„Auf den Scheffeln“ wurde im vergangenen Jahre die Ueberführung des Anschlußgreises der Zeche Robert Müser abgebrochen, weil sie den Verkehrsanforderungen der Neuzeit nicht mehr entsprach. Die Straße wurde verlegt, so daß die hier vorhandene scharfe Kurve beseitigt wurde. Die Gartenbauverwaltung hat die noch stehengebliebenen Bahndämme Stadtteil Riemke Aus der DAF. Während der Reichsparteitage sind die Diensträume der Deutschen Arbeitsfront, Poststraße 10, bis zum 15. September, geschlossen. Unterstützungsanträge werden während dieser Zeit bei der Verwaltungsstelle 3 in Bochum, Viktoriastraße 34, entgegengenommen.— In der Verwaltungsstelle Riemke finden die Unterstützungszahlungen jeden Samstag von 9 bis 11 Uhr statt. mit Sträuchern und Bäumen bepflanzen lassen. Bahnesdo: Deutschlands machte die Vereinbeitlichung derseinigen Tagen sind nun am Fuße dieser gen der ärtlichen Vereine notwendig. Vereixs, dämme, Ruhebänke aufgestellt ,worden. Die„BürgerSatzungen der bicchen VVereine notwendig, Vereinsführer Divl.=Kaufmann Pantring gab den zingatt der nauen Satzungen bekannt. Sie wurden einstimmig von Satzungen müsOberdahlhauser Kinder feieztrgg„ahganisene Feier Schützen vom Bürgerschihr Echsizenfest bei Wibbecke auf der Kastenberver sgaiche bereis zogen Die Kinder unter mit alen Schrtihrent Zönig, genau so, wie es die„Al.Schüben“ Nud heronen, Hönicg von neuen Satzungen verannt. der Versamm grgner gnorhnung des Leiters der Deutsen auf Grund einer anoronung des Leiters der Deutschen Haus= und Grundbesitzervereine in kürzester Zeit in das Vergivsgrangez.e sHeptschen Hous= und Grund. in Köln ostsinde, buche ZAitrzgpere Verbundenheitzderz, Srischen Fiedrichs erlor. An hierauf den König... M Unter einen Gitterträger Verat gengachharten Schaßt: vort eines Gitterträgers auf einer haus überwiesen werden. fohlen. Um auch die innere Verhundenheit, der örtlichen sammlung gestellt wurden, durch den Ver#n antwortet. steige sind hier so erbreitert, daß Ruhebedürftige ungestört rasten können. Aus dem Vereinsleben. Der Paderborner=Verein Bochum=Riemke hielt im Lokale Dorlöchter auf der Herner Straße seine Monatsversammlung ab. Es wurRSROB. Hofftede=Riemke beteiliegg, chün en Geigren, ven auf dem Hachigshrandzschießene wurden destwessereichz Straße., Bei den uevungsgeßen, wurgen teilweise recht gute Resultate erzielt.— Der Billardklub„Fidele Jungens“ unternahm am Sonntag mit seinen Mitgliede eine Rheinfahrt, deren Ziel Godesberg war, nachdem zuvor in Köln Rast gemacht worden berg wurde das Aennchen=Museum besichtigt und die anderen Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen. Aus dem Nachbargebiet seschlachst, V. Siahiasen deni Ghesie di. li se Wäsche. Stadtteil Harpen Von einem Maschinenteil getroffen. Stadtteil Stievel adcer Sschlsler eele e Hevener Straße. Bg5„Erscheinen einge, ieden scharkameraden ist Pflicht. Besonders wird darauf hingewiesen, daß alle in Uniform antreten müssen. Stiepeler Fliegenkirmes. Wie uns 28. und 29. Septefrogen Pges 2Bie, Apftreichen Er wurde bei Transvgrigrsgetroffens daß er mit empaußstück derart unglüctum, einem Pochumer KrankenS6- Schuger Kranlenhaus zugeführt werden mußte. Stadtteil Weitmar Konnerstag unter, Htent Faher=gepekter Gr rubt nun bei allen, die ihn kannten, unvergessen. Stadtteil Werne ablen au lassen. Die Stieveler Pistees zu den koben Vklasterarbeiten auf dem Werner Marktplatz sind in den Nahmen des diesjährigen ammerrtuenc Stadtteil Hordel Zur Besichtigung freigegeben. Die Hordeler Volksgenossen werden darauf hingewiesen, daß das neugestaltete SGV.=Heim an der Bertastraße mittwochs, samstags und sonntags zur Besichtigung freigegeben ist. Jeder Hordeler sollte sich dieses schmucke Heim ansehen. Aus dem Hordeler Vereinsleben. Bei Thönshoff hielt die Kriegerkameradschaft„Westwacht" am Sonntag ihre Versammlung ab. Nach Erledigung verschiedener Eingänge und Mitteilungen wurde über den Schießbetrieb gesprochen.— In der Versammlung des Kanarienvogel=Zucht= und Schutzvereins„Unsere Sänger“ Züchter Muthmann einen interessanten Vortrag über das Thema,„Welche Singvögel kommen im Ruhrgebiet noch vor?" Beschlossen wurde sodann, von der beabsichtigten Jahre abzusehen und dafür mit den Angehörigen im Oktober einen gemütlichen Abend zu veranstalten. Kameradschaftsabend. Der am Sonntag abend im Anschluß an die Monatsversammlung veranstaltete Kameradschaftsabend des Kleintierzuchtvereins„Nosthausen", sollte gleichzeitig Ersatz für den in diesem Jahre ausgefallenen Sommerausflug sein. Das brachte auch der stellvertretende Vereinsleiter Budde in seiner Ansprache zum Ausdruck, in der er weiter von der hohen Bedeutung der Kleintierzucht sprach. Ein sich auf die Kleintierzucht und die Kleintierzüchter nach Wochen anstrengender Arbeit einige Stunden in harmonischer Weise vereint. Besichtigung der Düsseldorfer Ausstellung. Am Mittwoch unternahmen die Vrogeägefsgrfrgure Wezehnse Fhrenmal und eine Pootsfahrt auf dem Rbein statt. Ehrenmat und eine Voolsfahlt auf dem Rhein statt. Gutes Ergebnis der Gemüsesammelaktion. Die Stadt Wattenscheid Das Eppendorfer Kriegerfest. Entgegen dem ursprünglichen Wollen hat die Kriegerkameradschaft E pendorf, die ihr 70jähriges Bestehen feiern kann, sich entschlossen, das Fest nur am Samstag zu begehen. Die Festfolge sieht ein Antreten der Kameradschaft und der eingeladenen Kameradschaften des Kreis=Kriegerverbandes um 6 Uhr vor. Nach dem Abholen der Fahnen mar schieren alle teilnehmenden Kameradschaften im Festzu durch das Dorf. An den Ummarsch reiht sich die niederlegung und die Gefallenenehrung gar, derg Feie; gerehrenmal auf dem Marktplatz an. Die steigt unmittelbar hiernach im Saale Kuhlemann. Größe Wattenscheids. Sie benötigt zum„Heistigf, 200050 Zenfner" 200000 Zergie duktion Wattenscheids.Pr.gRgrtgkelr, geinghrten etwa in diesem Jahre einschließtic der Rters#tta###, ve. 200 Herzegzglso rund 80, aTfgrg44, 000 Zuadratruten. Nun rechnet der SegApirt, inr, ezgchchnit traa pro Rute von 80 Wruno urzjekgrtgffggr Punz ge. führen, oder rund 100000 Zentner. Hohes Alter. Der bei seiner Tochter in der körperlicher Frische seinen 75. Ge ner Straße wohnhafte Friedrich Nolte fergzeg, in# — Dasselbe Alter erreichte Witwe Karoline aus der Hermann=Göring=Straße. Herzlichen GlückMitgliedern der RS.=Frauenschaft, eingekocht. Im den, erbi stolsede piezjährigen Winterbilfswerkes weroen nr. 20. Pesern die Signaldräste des Blocsionals A. ei.hef mit einerz.5t woerbens konnte. Wer kennt 5 Seite 15 Nr. In den letzt vielen deutschen der bedeutendste Tabak gezogen Pfalz und das h ist in der Nähe meinden dabei, Doch damit alle wird auch in d Tabaks gearbei Schon bei Veredlung der die sachgemäße des Tabaks bee eine sorgfältige Güte des Tabe es bedeutet eine der Blätter. 1 ernte in ihrer mers beeinträck ergebnis als gu rund 16 000 bis Hier in Sül gedeiht, hat mi dem Anbau vor auf dem zwölf günstig auszufe scheinlichreit na Das wäre für großer Bedeut Ein Bei der W ren Angestellte werbslos ware gestellt, daß Reservatrechte dabei vorgehra erlaß des Pr. vermittlung u. ser Runderlaß dent an eine hatte. Es wir gelegt, daß, a Pflich, auch dazu führen: ten für die Kreis der Be rund 34.00 übersehen dar an Arbeitskrä Sonderver Nach Abla lung des Rt syndikats sich nunmehr chen grun! an der neu er bergbaues ber geplanten St auf das RW den Vereinigt schlag unterb über die Rul direkt z1 zelzechen abz nicht die Zu dürfte einma Pläne der 0 Steinkohlenb RWE. eine Zusammenha zern genann als die Gesat unternehmen Saar=Zechen durch den zu berücksichtigt chungen mit tragender B Warum L Der Kö einer imm sen die Ar 100000 M deutsche B bau mit wenn er d. Verhältniss auf der gl Futterbasts ausgesetzt, den. Um zur Kenn dem Heim nen die auf dem besonders erfordert, den Nachn und Trod fahren in Rh.-W Mitg Fortlaufer 0i Mbestz... #hoesch RMl. % Krupe RM. % Mitteistahl Grolus M. 64 Su 9800 Oestschl. 34 Schwerin 49 em.— gh 3c Braunko Oste roft. 810 4n2)— Bche!— 54 rohsrom. 14: er boae. Wal 9 Eiie 15 Nr. 212 Bochamer Anzeiger, Freiag, 10. Sepiember 1937 NemschePWchn. Szodrowski, nd Rüstigkeit das ubelbräutigam ist Kreis Neidenburg, cte er noch seinen rene Szodrack, ist Kreis Hohenstein, Rehinen..rar nus WLessen Anbauversuche, die Erfolg versprechen t schon im Ortsteil 1882 kamen sie von hre, lang hat er in n ihren neun Kineiratet sind. Zwei Ihre Kinder und an ihrem Hochzeitsnd Segenswünsche. Schwiegersohn den udwig, Sohn des bei seinem ersten ing=Quartett einen sen zur Verteilung zeise feiert die evann diesem Jahre ihr irntedankfest der An. J a h r e s f e s t b e g e h t. m 3. Oktober, statt. enst in der Kirche, neindefeier im evang. der Montag abend Stenographenvereins unächst die Ergebnisse stattgefundenen Verbereits gute Fortnen lassen. Er wies sie wichtig die Kurzse, im November aus stehens einen Kamessen genauer. Termin or einiger Zeit unters in zufriedenstellenReichsparteitage sind Arbeitsfront, Postr. geschlossen. 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Karoline Herzlichen GlückAm 5. Septemher, noch unbekannze. signals A bei der chen Hauptbahrz, mengebunden,„iht senkirchener St. In den letzten Jahren gewinnt der Tabakanbau in vielen deutschen Gauen immer stärkere Bedeutung. Eins der bedeutendsten Gebiete, in dem schon seit langer Zeit Tabak gezogen wird, ist die Gegend um Miltenberg, die Pfalz und das hessische Ried. Gerade in der letzten Zeit ist in der Nähe von Lorsch eine ganze Reihe von Gemeinden dabei, die Anbauflächen erheblich zu vergrößern. Hoch damit allein ist es nicht getan. Selbstverständlich wird auch in der Qualitätsverbesserung des heimischen Schon bei dem Aussuchen der Aecker beginnt die Veredlung der Qualität. Wichtig ist natürlich auch die sachgemäße Düngung, die wesentlich den Geschmack Tabaks beeinflußt. Und nicht zuletzt kommt es auf eine sorgfältige Trocknung an, die maßgebend für die Güte des Tabaks ist. Wichtig ist frühzeitiges Setzen, es bedeutet eine frühe Ernte und damit eine gute Farbe Blätter. Uebrigens ist in diesem Jahre die Tabakernte in ihrer Menge durch die Trockenheit des Sommers beeinträchtigt worden, doch kann man das Ernteergebnis als gut bezeichnen. Allein in Südhessen werden rund 16000 bis 18000 Zentner geerntet werden können. Hier in Südhessen, wo der Tabak ganz ausgezeichnet gedeiht, hat man zum ersten Male einen Versuch mit dem Anbau von Virginia=Tabak gemacht. Das Ergebnis auf dem zwölf Morgen großen Anbaugebiet scheint recht günstig auszufallen, so daß man in Zukunft aller Wayrscheinlichkeit nach die Anbaufläche noch vergrößern wird. Das wäre für den heimischen Tabakbau ein Erfolg von großer Bedeutung. Die älteren Angestellten Ein Mahnwort an die Wirtschaft Bei der Wiedereingliederung der sogenannten älteren Angestellten, die in der Systemzeit langfristig erwerbslos waren, in den Arbeitsprozeß, hat sich herausgestellt, daß bestimmte Wirtschaftsgruppen glauben, Reservatrechte für sich beanspruchen zu können. Die dabei vorgebrachten Argumente werden in einem#ung erlaß des Präsidenten der Reichsanstalt für Arveitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung widerlegt. Dieser Runderlaß behandelt einen Bescheid, den der Präsident an eine der genannten Wirtschaftsgruppen gegeben hatte. Es wird vom Präsidenten der Reichsanstalt dargelegt, daß, abgesehen von der rein staatspolitischen Pflicht, auch rein privatwirtschaftliche Ueberlegungen dazu führen mußten, die erfahrenen alteren Angestellten für die Praxis wieder nutzbar zu machen. Der Kreis der Betroffenen umfaßt ohnehin nur noch rund 34000 Volksgenossen, wobei man nicht übersehen darf, daß wir einer allgemeinen Knappheit an Arbeitskräften schon jetzt gegenuberstehen. Lehrgang findet statt vom 27. bis 29. September. Er ist kostenlos. Fur Jungbauern besteht die Möglichkeit billiger Unterkunft und Verpflegung auf dem Heimathof. Teilnehmer, die Einzelquartiere wünschen, werden in Paderborn untergebracht. Billiges Mittagessen(Eintopfgericht) für alle Teilnehmer auf dem Heimathof. (Anmeldungen sind an die Abteilung II C 4 der Landesbauernschaft Westfalen, Münster, Schorlemerstraße 6, zu richten. Dabei ist anzugeben, für welche Tage Unterkunft, ob Hotelunterkunft in Paderborn oder billige Unterkunft auf dem Heimathof gewünscht wird. Ebenso ist Mitteilung darüber notwendig, ob die Rundfahrt am 29. mitgemacht wird, die durch verschiedene Maisbau betriebe führt und bei der das landschaftlich schöne Bärental sowie die Externsteine berührt werden. Das Mittagessen wird am 3. Tage im Kurhaus Bad Salzuflen eingenommen. Schluß des Kursus und der Rundfahrt in Löhne i. Westf., von wo die Abend= bzw. Spätnachmittagszüge nach allen Richtungen erreicht werden können. Für Teilnehmer aus der Umgebung von Paderborn besteht die Möglichkeit, mit den Omnibussen nach dort zurückzukehren. Alle weiteren Einzelheiten können bei der Landesbauernschaft Westfalen, Abteilung II C 4, erfragt werden, die auf Wunsch auch Programme zur Verfugung stellt. 12000 Gesellschaften umgewandelt In einer Sitzung des Rechts= und des Steuerausschusses der Reichsgruppe Industrie in Berlin wies Amtsgerichtsrat Herbig vom Reichsjustizministerium darauf hin, daß nach roher Schätzung bisher etwa 1500 Aktiengesellschaften, 10000 Gesellschaften mit beschränkter Haftung und 500 bergrechtliche Gewerkschaften umgewandelt worden seien. Er nahm auch zu der in der letzten Zeit in der Presse mehrfach erörterten Frage Stellung, ob Aktiengesellschaften mit einem Grundkapital von weniger als 100000 Reichsmark zur Erhaltung ihrer Rechtsform schon vor dem 1. Oktober 1937 ihr Grundkapital auf 100000 Reichsmark erhöhen müßten oder ob dies auch nach diesem Zeitpunkt noch bis zum 31. Dezember 1940 möglich sei. Eine Erhöhung auf 100 000 Reichsmark auch nach dem 1. Oktober 1937 genüge, wenn die Durchführung dieser Erhöhung bis zum 31. Dezember 1940 in das Handelsregister eingetragen werde. Ueber das Umwandlungssteuerrecht sprach Oberregierungsrat Kaemmel vom Reichsfinanzministerium. Er behandelte in seinem Vortrag die Frage der Steuerkosten für die Rentabilität des Betriebes und die Bedeutung der Organisationsform des Unternehmens unter dem Gesichtspunkt der Steuerkosten. Von Interesse war in diesem Zusammenhang ein Steuerbelastungsvergleich zwischen Kapitalgesellschaft und gesellschaft oder Einzelunternehmen, der zu essanten Ergebnissen und Schlussen führte. und Personenrecht interKurz=Nachrichten Aus Westfalen und Rheinland Sondervertrag RWE. und Ruhrelektrizität? Nach Ablauf der in der letzten Mitgliederversammlung des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikats ausbedungenen vorbehaltlosen Frist haben sich nunmehr das RWE. und die Stinnes=Zechen grundsätzlich mit einer Beteiligung an der neu errichteten Gemeinschaftsgründung des Ruhrbergbaues bereit erklärt. Man hat jedoch hinsichtlich der geplanten Stromentnahme von den Zechenkraftwerken auf das RWE.=Netz im Gegensatz zu dem Vertrag mit den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen den Vorschlag unterbreitet, alle übernommenen Verträge nicht über die Ruhr=Elektrizitäts=AG. laufen zu lassen, sondern direkt zwischen dem RWE. und den fraglichen Einzelzechen abzuschließen. Diese Regelung, die bisher nicht die Zustimmung des Syndikats gefunden hat, dürfte einmal auf die bereits in Angriff genommenen Pläne der Errichtung eines eigenen Kraftwerkes auf Steinkohlenbasis zurückgehen, anderseits scheint dem RWE. eine kleinere Gruppe von Zechen— in diesem Zusammenhang wird in erster Linie der Stinnes=Konzern genannt— als Verhandlungspartner angenehmer als die Gesamtheit in Gestalt des neuen Gemeinschaftsunternehmens. Da an diesem auch die Aachener und Saar=Zechen entsprechend beteiligt sind, jedoch natürlich durch den zunächst abgeschlossenen VEW.=Vertrag nicht berücksichtigt werden, erscheinen die kommenden Abmachungen mit dem RWE.=Konzern von besonders weittragender Bedeutung. Warum Lehrgänge über Körnermaisanbau? Der Körnermaisanbau hat sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Das beweisen die Anbauzahlen von 1932 und 1936 mit 7000 bzw. 100000 Morgen. Dank der Arbeit der Züchter ist der deutsche Bauer und Landwirt in der Lage, den Anbau mit nahezu 100 Prozent Sicherheit vorzunehmen, wenn er den Anbau richtig durchführt und die für seine Verhältnisse richtigen Sorten auswählt. Er kann dadurch auf der gleichen Fläche durch die höheren Ertrage die Futterbasis des Betriebes bedeutend vergrößern, vorausgesetzt, daß die Anbaurichtlinien richtig befolgt werden. Um diese möglichst der gesamten Landwirtschaft zur Kenntnis zu bringen, wird der Maislehrgang auf dem Heimathof in der Senne durchgeführt. Hierzu dienen die Vorträge und die verschiedenen Versuche, die auf dem Heimathof angelegt sind. Da der Maisanbau besonders in der Ernte verhaltnismäßig mehr Arbeit erfordert, als die einheimischen Getreide, werden an den Nachmittagen praktische Vorführungen über Ernte und Trocknung veranstaltet, damit die einfachsten Verfahren in der Landwirtschaft Eingang finden. Der Jat Wher.. Jlag. g. Beisetzung der Opfer des Eisenbahnunglücks in Holzheim des Landes wieder den Soldatenrock auch in der eigenen, engeren Heimat zeigen dürfen. Der Oberbefehlshaber des Heeres bei den Herbstmanövern des VI. Armeekorps Schleiden, 9. September. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch, ist zur Teilnahme an den Herbstübungen des VI. Armeekorps in der Eifel eingetroffen. Mäuse zernagten über 600 Mark Die„sichere Sparkasse“. Lengerich, 9. September. Einen bösen Reinfall mußte in Lengerich ein Mann erleben, der glaubte, daß sein Geld in einer im Keller aufbewahrten Zigartenkiste besser aufgehoben sei als auf der Spartasse. Der unvorsichtige Mann hatte in der Zigarrenkiste über 1000 Mark liegen, von denen er dieser Tage einen Betrag„abhob“. Wenig später wollte er seinem„Geldschrank“ wieder Geld entnehmen und nun mußte er zu seinem Schrecken feststellen, daß statt der schönen Geldscheine nur noch zernagte Papierfetzen vorhanden waren. Er hatte bei der vorhergehenden Geldentnahme die Zigarrenkiste nicht fest verschlossen, so daß sich in der Zwischenzeit Mäuse über die Geldscheine hergemacht und diese so zernagt hatten, daß dem Mann ein Schaden von über 600 Mark entstand. Neuß, 9. September. Die Trauer und die Anteilnahme um die Todesopfer des Eisenbahnunglücks bei Holzheim fanden am Mittwoch mit den Beisetzungsfeierlichkeiten in der Gemeinde Rommerskirchen ihren ergreifenden Ausdruck. Im würdig geschmückten Saal Lyrmann am Bahnhof Rommerskirchen waren die Särge mit den 17 Opfern, die die Gemeinde Rommerskirchen zu beklagen hat, aufgebahrt.(Insgesamt forderte das Unglück 19 Tote.) Die überaus große Zahl von Kränzen zeugte von der allseitigen Anteilnahme. In ununterbrochenem Zuge zogen die Volksgenossen noch einmal an den Särgen vorbei, um von den Toten Abschied zu nehmen. Nach einem kurzen Trauerakt wurden von Mitgliedern der Feuerwehr und von Sanitätern die Särge zu je vier zu großen schwarzverhängten Wagen getragen. Unübersehbar war der Trauerzug, der sich dann zum Friedhof in Bewegung setzte. Dr. Remy, der das Beileid der Verwaltung und des Reichsverkehrsministers überbrachte, führte u. a. aus: „Gewöhnt daran, als Reichsbahner nur dem Wohl des Volkes zu dienen, sind wir dopvelt erschüttert von dem Unglück, das uns betroffen hat. Es gibt in diesem Augenblick, des seien Sie versichert, keinen rheinischen Eisenbahner, der nicht in Gedanken mit Trauer in dieser Stunde bei uns wäre und sich innerlich den Schwur ablegte, alles Menschenmögliche zu tun, durch technische Hilfsmittel, durch Selbstverleugnung, durch Diszivlin, durch genaueste Beachtung unserer betrieblichen Regeln die Wiederholung eines solchen Unglücks zu vermeiden.“ Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. September 1937 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 221,9 Millionen auf 5549,3 Millionen Reichsmark verringert. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen stellen sich bei einer Abnahme um 43000 Reichsmark auf 75,8 Millionen Reichsmark. Im einzelnen betragen die Goldbestände 70,0 Millionen Reichsmark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen 5,8 Millionen Reichsmark. Vom 9. bis 20. Oktober 1937(vird in Frankfurt a. M. die 7. Internationale Kochkunstausstellung abgehalten. Während dieser zwölf Tage werden 14 deutsche und acht ausländische Kochmannschaften ihre Künste zeigen. Vom Ausland sind vertreten: Schweiz, Oesterreich, Italien, Ungarn, Tschechoslowakei, Schweden, Frankreich und USA Die Busch=Jaeger Lüdenscheider Metallwerke AG., Lüdenscheid, schlägt der HV. die Verteilung einer Dividende von wieder 5 Prozent auf das um eine Million Reichsmark auf 3,5 Millionen Reichsmark erhöhte AK. vor. Von dem Gesamtumsatz, der mengenmäßig um etwa 20 Prozent gegen das Vorjahr erhöht werden konnte, entfällt ungefähr die Hälfte auf die Ausfuhr. Borseneiwus steandiicher Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Bei freundlicher Stimmung zeigten die ersten Notierungen am Aktienmarkt durchweg Kursbesserungen. Von Montanwerten gewannen Hoesch und Rheinstahl je ½ Prozent, Ver. Stahlwerke, Mannesmann 1½ Prozent, Buderus ⅝ Prozent höher bezahlt. Rheinmetall plus 1¼ Prozent, Felten plus ¼ Prozent. Von den übrigen Werten waren RWE. 1½ Prozent höher angeboten und auch teilweise bezahlt. Westdeutsche Kaufhof gingen 1½ Prozent höher um. 1 Pfund Sterling: 12,36(Vortag 12,35) RM. 100 Dollar: 249,50(Vortag 249,50) RM. 100 holländ. Gulden: 137,49(Vortag 137,48) RM. 100 französische Frank: 9,29(Vortag 9,29) RM. 100 Belga: 42,08(Vortag 42,14) RM. 100 Schweizer Franken: 57,31(Vortag 57,29) RM. 100 österreich. Schilling: 49,00(Vortag 49,00) RM. 100 italienische Lire: 13,00(Vortag 13,10) RM. Ganze halt“ Die Manöver der westfälischen 16. Division im Siegkreis Much, 9. September. Die am Dienstag begonnene Uebung wurde auch im Laufe des Tages nicht beendet, sondern noch in der Nacht fortgeführt, da die Truppen ihre während des Dienstags erreichten Stellungen besetzt hielten, sie ausbauten und die Fühlung mit dem Gegner aufrechterhielten. In Fortsetzung des Gefechts am Dienstag griff Blau dann nach eingehender Vorbereitung schlagartig am Mittwoch die rote Stellung an. Unter dem Schutz der schweren Infanteriewaffen, unterstützt von Panzerwagen und Fliegern, brach der Gegner in die rote Stellung ein. Selbstverstandlich ist Rot nicht kampflos gewichen, sondern hat. soweit seine Kräfte ausreichten, sich zur Wehr gesetzt. In der letzten Vormittagsstunde wurde dann, nachdem der Kommandierende General des VI. Armeekorvs. General der Artillerie von Kluge, bei der Manöverleitung eingetroffen war,„Das Ganze halt“ und gleich hinterher der Offiziersruf„Zur Besprechung" geblasen. Damit ist eine für die Truppen überaus anstrengende Uebung, die sich von den frühen Morgenstunden des Dienstags bis zum Mittwoch mittag ohne Pause hingezogen hatte, beendet. Stark waren die körverlichen Anstrengungen, die in dem lang andauernden Gefecht von jedem einzelnen Mann ausgehalten werden mußten, gab es doch während der ganzen Uebung keine störungsfreie Pause. Eine wahre Freude aber war es für die Soldaten, mit welcher Begeisterung die Bevölkerung ihnen ihren schweren Dienst erleichtern halt. Es ist überhaupt das Kennzeichen dieser Truppenübuna, daß die Bevölkerung so regen Anteil an sie nimmt. Man hat den Eindruck, daß nach der jahrzehntelangen Entfremdung von deutschen Soldaten die Freude darüber heute um so stärker hervortritt, daß diese Zeit vorüber ist und die Söhne Sie stahlen wie die Raben Autofledderer= und Hehlerbande unschädlich gemacht Essen, 9. September. In letzter Zeit wurden Autobesitzer, die ihre Wagen in den Straßen der Stadt Essen unbeaufsichtigt stehen ließen, durch gefährliche Diebe beunruhigt. Die Diebe entwendeten alles, was ihnen in die Hände fiel. Nach langer Beobachtung konnten nunmehr als Täter zwei Burschen im Alter von 22 bis 25 Jahren sowie acht weitere Personen als Hehler festgenommen werden. An Hand der bei den Durchsuchungen vorgefundenen Sachen ronnten den Tätern bisher 50 Diebstähle aus parkenden Autos, die zum Teil bis September 1936 zurückliegen, nachgewiesen werden. Beide Täter sowie zwei Hehler wurden dem Richter vorgeführt, der Haftbefehl gegen sie erließ. Für einen großen Teil der gestohlenen und bisher sichergestellten Sachen(Koffer, Aktentaschen, Autodecken, Damenhandtaschen, Mäntel, sonstige Bekleidungsstücke, eine„Kofferschreibmaschine usw.) fehlen noch die Eigentümer. 50 Zimmer vernichtet Großfeuer in einer Möbelfabrik Gütersloh, 10. September. In den Räumen der Polsterei und Fertigmacherei der Möbelfabrik Sewerin und Peschke in Gütersloh brach ein Brand aus, der an den dort lagernden Zimmereinrichtungen reiche Nahrung fand. Die Feuerwehr konnte nach halbstündiger angestrengter Arbeit die Gefahr des weiteren Umsichgreifens beseitigen. Ungefähr 50 fertige oder fast fertige Zimmer gielen dem Feuer zum Opfer. Der mittlere „„„„„„ Entslehungburfiche des Feuers ist noch unbetannt. Farben plus ½ Prozent, Wasserwerk Gelsenkirchen plus 2¾ Prozent höher gesucht. Von Kaliaktien gewannen Wintershall 1¾ Prozent. Der Anleihemarkt war ruhig, rren=Anleibe Ablösung plus 0,35. Auch am Kurenmarkt war Der das Geschäft bei den rückläufigen Kursen der letzten Tage heute etwas belebt. Von Kohlenkuren waren Constantin im Rahmen der Notiz im Verkehr. Im Verlause war die Stimmung nicht ganz einheitlich. Ver. Stahlwerke zogen nochmals ¼ Prozent an, während Farben und Mannesmann 1/ Prozent einbüßten und schließlich ½ Prozent schwächer zur Notiz gelangten. Im Freiverkebr setzte sich die freundliche Stimmung ebenfalls durch. Der Schluß war weiterhin freundlich. Berliner Börse Die Aktienmärkte lagen etwas beruhigt. Die Kurse hatten bereits am Vortag die Kulisse zu Rückkäufen veranlaßt. Sie setzten sich in leichtem Umfang fort. Aber im großen ganzen blieb doch die Zurückhaltung fortbestehen, nachdem sich in der außenpolitischen Lage noch keine Fortschritte gezeigt haben. Der Montanmarkt war fast auf der ganzen Linie erholt. Einzelne Werte hatten auf geringe Nachfrage und fehlendem Angebot ziemlich kräftige Erbolungen aufzuweisen. Auch auf den übrigen Märkten gab es Erbolungen. Die Anleihemärkte lagen nicht viel verändert. Altbesitz allerdings ziemlich fest. Kommunale Umschuldungsanleihe und Reichsschuldbuchforderungen unverändert. Der Schluß war sehr ruhig, aber wieder freundlicher. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2¾ bis 3½ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die Abendbörse war zu Beginn recht still. Aufträge fehlten, auch der Handel zeigte nur wenig Unternehmungslust. Auf Grundlage der Berliner Schlußkurse machte sich teilweise später etwas Nachfrage bemerkbar. Das Geschäft vermochte sich auch im Verlaufe kaum zu beleben. Neben einigen Montanwerten hatten Demag, IG. Farben und einzelne Nebenwerte bei im allgemeinen wenig veränderten Kursen einiges Geschäft. Die Auslandsbörsen Newyork: Fest. London: Freundlicher. Amsterdam: Fest. Paris: Freundlicher. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Brüssel: Erholt. Wien: Schwach. Mailand: Flau. Zürich: Schwach. 29.00 Roggenm..997 A. 21.10 21.10 Viktoriaerbsen 34.-38 034.0 38 C Speiseerbsen[33.-35.0s33 0 35 0 Futtererbsen 24.-26.0s24.-26 Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 9. tige Zimmer fielen dem Feuer zum Opfer. Der mit.,. 78.75 Reichsmark. für 100, Kilgeramm.„Aluminium, 98 bis Teil des Fabrikgebäudes ist vönig ausgebrannt. Die 199 Prozent, in Blöcken: 133 Reichsmark; Aluminium, Walz Entstehungsursache des Feuers ist noch unbekannt oder Draht: 137 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf. 9. Sept. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen 9. 9.., 9. 1 9..9 S. 9. Div Antang Schludl Kassal Schlut Mbestr...— 5% Hoesch RM. %% Krupp RM. Mittelstahl Bemberg Berger Buderus Dahlbusch St. Demag Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl Reichsb. V. S. eien . v. Farbenind. Feldmuhle Fellen& Guille Geldschmidt 98.87 102.25 151.50 142.75 125.62 96.75 98.75 142.75 126.30 150.25150.00 148.81150.25 0 151.75 152.25s152.12 127.64127.62 127.75 12 165.87 6/144.75 6/136.25 5 Steinkohlen-Kuxe 9150 Gelch Srief Seicd Sretfprin. Caro 165.75s165.75 —. 145 87 138.00138.50 145.37 9. 9. 1 9. 8. 9. 9. 1 8. 9. Dwr. Antang Schiusl Kassa Schluß Sh1114.59112 50 172.05 e— Hosschfols R. 34128.00128.80126 31125.12 142.75 12200 165.37 144.00 138. Kall-Ascherei. Klöckner-W. Mannesmann Reichsbank Rhein. Braunk. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& o. Siemens& Hal. Gebr. Stollwerk Ver. Stahlwerke Westd. Raufhof! 5/116.75 45/136.75 3/123.00 121207.00 12 6/158.50 6/132.09 75/159.50 6/174.73 8/214.00 116.75116.75 136.50 122.75 122.00 121.75 138.00 Westeregeln —.— Wintershall ——. 230.50 156.50156.0011.56.00 132.00131.5130.00 159.5013 175.00 74.75 13.00 217.002. 25217.00 6/-.—130.00s129.87—.— 35/118.00118.00 118. 26117.00 el 69.12) 65.00 5 6/131.50 133.50133.59|131.75 Braunk. Zuk Dortm. Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Oüss. Masch. B. Oynamit.Nod. Eschw. Berg. V. Ewald--Ludw as- u. Sp. S. Slöckauf-.A0, Gebr. Goedh.46 Hallesche Salz. Hilges .ndr.-Aufferm Hochtief 46. Kabelw. Rheyot 14 xe„Neu-Staßf.—--8. 9. Stegfr. u. II——- leld BrieflWin. 1— 20300—|20400 us M. 6400 OS00 6 300 6 Sonst Su 339 415 330 419 Schwerin /4960— 4900— — 19590— 19800 W c0 Braunkonlen-Kuxe #isdorr. 8100 8800 8000 850 uche!— 12000 11500 12300 vo“- 41309|— 173 vvoid— 12604##— s12600 e 140133 14591 gleKune hroge 1228 1250 11751225 een Lroslssol Preisorkehe Steinkehlen- u. Braunk.-Heze 9. 9. 1. 8. 9. Beld Brleilseld Briefl Dierg. 11300 11990 11900 11800 Westfalen 10521— 1030— Sellern. 4193/45300— 14400 Kall-Kune 9. 9.(. 8. 6. Geidh SnetlJeid Briet Erichaseg 31003300 S100S400 2390 2500 2300 2930 Habigh. Disenburg Martagl. Marie Marte L Mar Neusollst. Reicheld. Tnüringen 29. 7030 2625 2825 7600 3929 3025 2825|3025 230 244 299— 8900/74.50 2809/3990 2890109 200 230 240 230 Industrieaktien(Einheitek.) [016 Baiche Masch. 0 Berg. 6. Oahl. 7. 5 6 Einigkeit -—(6959 Bonner 8g...I —--— 920, Weisv.— 9. 9. 18. 125.0126.5 156..36.0 146.0 ..28 Kali-Chemie W. Kreitt Lehn& Co. Mülheim. Berg Khein. Metall Ihein. Spiegel. Roddergr. Brnk Sachtl. Ad. Bgo. Schied- Detriss Sch.eg. Scharp. der. Rumpus; Waggonf. Uerd. Nasserw. Gels. ..1 B. 9. 140.9s141.5 133.9134.0 138.5138.5 88.7 163.0 87.6 170.9 133.3 134.3 176.0176.0 141.0 170.8 153.0 100.7 169.0 158.0 212.5 101.5 181.7 154.0s152.0 122.5152. 409.0400.0 9 1192.0 .5 130.0152.0 152.0132.0 S 112.0— 0 173.0170 Gladb. Feuerv Köln Hagelv. Köln. Lioyd.V. Köln Rückv. gr. Köln. Rückv. kl. Rentenwarte 4 5Rh.-.-.4. 6. 12.10 5# dto. dto. S. 11 4 dto. Gold.-Kom. 1926, 1927 S.—6 15 Wd. Bod. Spfd. Em. 3. 9/12. 14 1# dto. Gold-.-Obl. Beskahles Berlin. Hand. 6. S—. Com.-u. Pr.-S. S(117.5117.8 J. Bank u..-G. Dtesoner Ban. dn. W. Bb. Cr. 5 Mesto. B..-Vereicherun geakten aach.-Mönch. F. 32 11975 1075 Aach. Rückvers Agnpp.s Alll.-u. St Alll-u. 8 Colonis, F. Colonie R 9..1 8. 9 800.08000 85.085.0 247.0247.0 117.0117.0 .7 99.7 101.51101.6 Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Fillale Bochum —. 113.0 93.7 98.7 99.5 99.5 93.5 99. 5 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Zinheltskurse Industriewerte .9..9. 12228.7— Freiverkehre-Aktien 9. S. ö. Brief Geld Brief Aerand Jurd. K. Sott.-M Geld Brier Geld Briaf 72.5 75.5 72.5 74.5 63.5 65.0 62.5 64.5 118.0120.0117. S120.5 197.3111.9100. S111. 131.01 2132 C. 132.9/1 Gin. K. 89.0 dom b. 0u 142.5 Kortum 65.8 Jol. 8a, MI . a/ 308.01 35. 136.0 Ssckern 1. 92. M1 9 g1-.M Hann doms Kartum .-Fölz. s113. 124.0 Lotarin, Lothr. 6. am. Bers cn. Liaot Str. 5. Mla. v. Aupt. Nr. Oian. f. Schot 143.5132.0 69.0 116.0/113.0 126.5122.3 84.0 82. 143.0 123.0125.01212. 114.911 114. 140.0143.0139.0142 99.5103 0.or. 146.0 61.0 116.0 125.5 63.5 145.0 Pe Waitner 128.0129.0128. 8s127. Aleserortecheler .9. Kir.A1. 9. Berliner Börse, 9. Sept. Dittmann Neuh..## Otmd. 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Obl. Mont Cenis Obl. Vertohranerte A. 6. für Verkchr Boch.-Geisenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer Norod. Lioye 9126.7126.5 0179 93.0 80.2 9 Bertoanerte #5 Ot. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 55 O. R. vounganl 4# Reichsbahn Sch. Westfalen Altbesitz ½5 Bochumer Anl. 45 Duisburger Anl. ##s Odsseldorter Anl. 99.0 99. 99.0 99. 104.8 100.3 96 5 99.1 Elberfeider Am.—. Essener Anl.—. Mölh.-Ruhr Anl Pr. Ldof. A. Pfd. Ldbk. Westf. Pfd. Ldbk. Westf. Kom. 98.1 99.0 99.5 99 2 98.7 3 115.0/114.514 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/81 Ver. Stah Siem. à H. Obl. Farbenbonds Umschuld. Anleihe R. Schuldb. f. 39 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 Schuldb. F. 43/8 5 Essen. Steink. 42 45 Harpener 49 45 R. W. E. 82/5 5 R. W. E. 50 55 Ruhrehemie 98 21% Ruhrgas 53 55 Ruhrwasser 53 55 Ruhrwohng. 50 75 V. E. W. 32 99.5 99.5 98.7 98.5 99.5 99.5 93.7 96.7 99.7 99.7 99.5 99.5 99.5 99.5 —. 102 0 10550 101 5— 101.5 97.5 97.5 99.7 99.7 192.0192.0 132.7s131.7 94.4 94. .9..9 Geid Brie 99.8100.6 99.6100.3 95.0 99.7 100.51020 98.5 97.5 100.5 97.0 98.5 97.21 93. 99.5 99.0 102.0 96.0 100.0 96.2 98.5/100.0 98.0 1133.3 Westtalenbank.-G. Bochum Austanrung samtllenerBankgesenatte Der Raucher weis, apas er will Er roucht le Coobe und ist sehr zufrieden zu hoben bei Fritz Jansen, Bochum Brückstr. 48, Kortumstr. 23 und 92 Am 7. September verschied unerwartet rasch unser Chef PrerrPrandieyer Während langer Jahre war er uns stets ein wohlwollender Führer. Sein Andenken wird uns unvergeßlich bleiben. Die Gefolgschaft der SALATIANDER.C. Filiale Bochum Warne hierm. jed., mein. Frau Elfriede Küthe auf meinen Namen etwas zu vorgen, da ich für nichts aufkomme. 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