Sezusspreis mit Botenig, 3t5 Bwr, wonggeg 3. Bj, Halhmonglch. Pelcherst Dotr mit Mir. 45,P/osane19 Veinr sae Srichelsten Be2 Zeitung durch böhere Gewalt,gPeizgg, scastspelle geöfnet von 8 bis 13 sd von 14 bis 19 Uhr sonntags verbindert wird, können bein; 1g und Hort.,8 bis 19 Uhr, sonntags bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag, 27. Juli 1937 44. Jahrgang Nummer 173 Einzelpreis 10 Pf. Anseigenpreite: Orundvrzze 0: Zreise 50 og. iu Pextell“ Hamiltenlich Lausgegebener Anzeigen kann keine Gewädr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551— 54 Londoner=Terutungeerheen! Liobrau unkeriunne. Ointo.s Anlerreinung Frunkes als eriegfuhrenee Macht abgelent Rückfragen bei den Regierungen über den britischen Plan— Antworten bis Donnerstag— Fragebogen abgelehnt Juli. Nichteintigen dnb London, Der Unterausschuß des Vorsitzenden des Nicht mischungsausschusses trat, wie vorgesehen, am Montagnachmittag um 16 Uhr im Foreign Office zusammen Nach einer vierstündigen Aussprache einigten sich die Vertreter im Unterausschuß darüber, daß das geeigneteste Verfahren, um die Erwägung des englischen Planes zu erleichtern und zu beschleunigen, darin bestehe, ihre Regierungen um Anweisung gHzzuighen suchen, die ihnen die Uebermittlung von Erklärungen an den Ausschuß ermöglichten. In diesen schriftlichen Erklärungen sollen möglichst kurz die A sichten der Regierungen zu jeder der in den neun A schnitten des englischen Planes enthaltenen Fragen und zu jedem der in den Unterabschnitten aufgeworfenen Punkte auseinandergesetzt werden.. Die Vertreter im Unterausschuß einigten sich ferner darüber, daß es erwünscht sei, sich bei diesen auf die Voraussetzung zu stützen, daß die Anna irgendeines der Vorschläge davon ab hängig sei, daß eine Vereinbarung über alle anderen Punkte erreicht werde. Die Erklärungen sollen dem Sekretär des Ausschusses bis Donnerstag mittag übermittelt werden. Der Unterausschuß kam weiter überein, de Vertretern im Hauptausschuß zu empfehlen, ihre Regierungen um Anweisungen zu ersuchen, die es ihnen ermöglichen würden, dem Ausschuß entsprechende Erklärungen über ihre Ansichten bis zu dem gleichen ZeitDie nächste Sitzung des Ausschusses soll Freitag Iu Ergänzung des amtlichen Verichtes über die Sitzung wird weiter gemeldet:„z4um Srsgskagens. Sowohl der Entwurf eines britischen Fragebogens, der der Sitzung vorgelegt worden war, wie italienischer Gegenvorschlag zu dem britischen Fragebogen und einige deutsche Ergänzungsvorschläge fanden nicht die Zustimmung des Ausschusses Grandi erläutert die italienische Haltung In der Sitzung erklärte der italienische Vertreter Graf Grandi, daß der britische Plan in der Reihenfolge erörtert werden müsse, in der er angenommen worden sei. Der Streit um die Frage, welcher Punkt zuerst behandelt worden solle, sei keineswegs lediglich eine Verfahrensfrage, sondern von materieller Bedeutung. Er müsse sich mit aller Schärfe gegen die französische Pressepolemik wenden, die ihn wegen seiner Stellungnahme in der letzten Sitzung des Ausschusses angegriffen habe, was er um so erstaunlicher finde, als er lediglich den Vorschlag gemacht habe, sich an den tischen Plan zu halten. Grandi hob sodann ausdrücklich hervor, daß die italienische Regierung nach wie vor bereit sei, die Frage der Zurückziehung der zu erörtern, und zwar sei sie ausdrücklich bereit, einem Beschluß zuzustimmen, der sich für die Zurückziehung der Freiwilligen ausspreche. Ferner sei Italien bereit, den Bericht des Technischen Unterausschusses über die Freiwilligenfrage anzunehmen, und weiter sich an der geplanten Kommission für die Auskämmung der Freiwilligen zu beteiligen. Die italienische Regierung nehme also den Punkt 7 des britischen Planes, Zurückziehung der Freiwilligen, ausdrücklich an unter der Voraussetzung, daß auch die vorhergehenden Punkte von den anderen Mächten angenommen würden. Der italienische Vertreter wandte sich darauf gegen den britischen Fragebogen und wies darauf hin, daß dieser etwas anderes als der ursprüngliche britische Plan sei. Er erwecke Mißtrauen und sei lediglich dazu geeignet, die Kräfte der Gegner der Nichteinmischung zu stärken. Wenn man überhaupt einen Fragebogen vorschlage, so müsse sich dieser eng an den ursprünglichen englischen Plan halten. Er bringe daher einen Vorschlag ein, der sich eng an den britischen VorSlag halte. s4 ure.2426 844 „Ich fordere jemanden innerhalv und außerhalb des Komitees auf“, so erklärte Graf Grandi wörtlich,„zu beweisen, daß der Fragebogen, den ich unterbreite, nicht dem Geiste und den Buchstaben nach, der Form und dem materiellen Inhalt nach Punkt für Punkt dem britischen Plan entspricht, wie er von jedermann als Grundlage der Aussprache aufgenommen worden ist.“ Ribbentrop über die deutsche Einstellung Botschafter von Ribbentrop begrüßte es hierauf, daß Großbritannien eine neue Initiative ergriffen habe, und erklärte sich grundsätzlich bereit, die Idee der Stellung von Fragen anzunehmen. Er hob sodann hervor, daß nach seiner Auffassung der britische Fragedogen lediglich eine Anregung der britischen Regierung darstelle, und daß der Ausschuß den endgülFragebogen selhstän di# autellen müsse. Die von den britischen Vertretern aus: Aisen Sechunlie de Gescer e Selcse esie uir behz an der Reihenfolge des britischen Planes festgehalten werde. Der Botschafter wies dann darauf hin, daß im britischen Fragebogen der Punkt d des britischen Planes, der bezwecke, die Kontrolle wirksam zu gestalten, nicht berücksichtigt sei. Der Punkt d sehe ausdrücklich vor, daß die Gewährung der Kriegführendenrechte erfolgen solle, um die Kontrolle wirksam zu gestalten. Seiner Auffassung nach gliedere sich der britische Plan in drei Hauptfragen: a) Wiederherbebandeln, da dies ein ursprünglich deutscher Vorgeantwortet hätten. Aufsehenerregende sowjetrussische Erklärung Der Vertreter Sowjetrußlands rief hierauf starkes Aufsehen durch eine Erklärung hervor, in der er einen der wichtigsten Punkte des britischen Planes als unannehmbar bezeichnete. Er erklärte im Namen seiner Regierung, daß diese nicht in der Lage sei, es anzunehmen, daß das Recht einer krieg führenden Macht General Franco gegeben werde. Nach sowjetrussischer Auffahung sei der Ausschuß für die Frage der Gewährung der Kriegführendenrechte überhaupt nicht zuständig. „Hoffentlich nicht das letzte Wort“ Der deutsche und der italienische Vertreter wiesen darauf hin, daß diese Erklärung des sowjetrussischen Vertreters geeignet sei, den britischen Plan vonig zu töten, während Lord Plymouth im Namen der englischen Regierung erklärte, daß dies eine außerordentlich peinliche Erklärung sei, die hoffentlich nicht das letzte Wort der Sowjetregierung bedeute. Nach längerer Aussprache wurde hierauf beschlossen, weder den englischen Fragebogen noch den von der italienischen Regierung vorgeschlagenen Fragebogen, sendern statt ihrer den ursprünglichen beitischen Plan den Regierungen zur Stellungnahme zu den einzelnen Punkten zu überweisen, das heißt also, daß damit die Regierungen aufgefordert werden, zu jedem einzelnen Punkt des britischen Planes sich in klarer Form zu äußern. Das Ergebnis dieser Rückfrage soll dann erneut dem Unterausschuß des Vorsitzenden am Freitag vorgelegt werden. Forts auf der Westseite Peipings. Die Operationen im Raume von Peiping werden durch die augenblicklich dort herrschende ungeheure Hitze stark behindert. Das Thermometer zeigt am Tage 38 Grad Celsius und bei Nacht 26 Grad Luftfeuchtigkeit von 90 und mehr Prozent macht die Temperatur völlig unerträglich.— Ueber die Vorgeschichte ist in Peiping folgendes bekannt geworden: Die pnehrfache Unterbrechung japanischez, Wiltrigz egarench leitungen in der Nähe von Langfang(nicht Lanfeng) führte vor einigen Tagen zur Entsendung einer Abteilung der japanischen Nachrichtentruppen die nach der Wiederherstellung der Leitungen in Langfang zu bleiben beabsichtigte. Auf die Vorstellungen des Kommandos der 113. Brigade der 38. chinesischen Division deren Stab in Langfang liegt, zog die japanische Nachrichtenabteilung zunächst jedoch wieder ab. Am Sonntag morgen kehrten die Japaner in Begleitung von hundert Mann japanischer Infanterie zurück und verlangten die Benutzung der chinesischen Militär=Fernsprechleitungen. Dies wurde von chinesischer Seite unter der Bedingung gestattet, daß die japanischen Truppen vor Betreten der chinesischen Fernsprechanlagen ihre Waffen ablegten. Hierauf entstanden im Laufe des Tages Streitigkeiten und schließlich Schießereien, die zur Besetzung der Anlagen durch die japanischen Truppen führten. Gleichzeitig riefen die Japaner aus Tientsin und Fengtai Verstärkungen herbei. Während aus Fengtai einige hundert japanische Soldaten mit vier Geschützen ungehindert in Langfang eintrafen, fand ein aus Tientsin kommender japanischer Panzerzug die Gleise durch Militär aufgerissen, worauf eine Beschießung der in der Nähe liegenden chinesischen Militärbaracken und schließlich der gemeldete Bombenabwurf japanischer Flugzeuge erfolgte. Deutsch=chinesische Unterredung Nanking, 26. Juli. Der deutsche Botschafter Dr. Trautmann hatte am Montag nachmittag in Nanking eine halbstündige Unterredung mit dem chinesischen Außenminister [Wangchunghue, bei der die Lage in Nordchina zur Erörterung stand. Der deutsche Botschafter hatte ferner Besprechungen mit den beiden Vizeaußenministern Hsuemo und Changchieh. Botschafter Trautmann war am Sonntag abend von seinem Sommeraufenthalt in Peitaiho in Nanking eingetroffen. Er will einige Tage in der chinesischen Hauptstadt verbleiben. Britische Lockrufe an Italien Boschepistenhäupting Regin.„ Brohung inn europalschein dertey Kontrollsystem soll auffliegen Berlin, 26. Juli. Schriftleitung Lord der Admiralität Duff=Cooper am Sonntag das Wort ergriffen shat, um sich in bemerkenswertem Freimut mit englisch=italienischen Verhältnis zu beschäftigen, Von unserer Berliner Die Tatsache, daß der Erste dem dnd Berlin, 26. Juli. Der spanisch=bolschewistische„Ministerpräsident“ Negrin sprach in einer öffentlichen Versammlung in Valencia erneut über den Vorschlag Edens und die Verhandlungen des Londoner Nichteinmischungsausschusses. Er drückte— wie der Deutsche Telegraphendienst meldet— die Hoffnung aus, daß das Kontrollsystem nicht wehe zur Anwendung erlangen wöge., e„pigerg, Plon der, Hart im Hafen wegen Wassenschnugge sei zu kompliziert, als daß er die einander wiverstreben= polschewistische Spanien beschlagnahmie den politischen Strömungen in Europa überbrücken„Lola“, unter schwedischer Flagge während könnte. Sollte General Franco, so meinte Negrin, weiter szu entkommen. Rumänische Posten schlu Widerstand leisten, so werde wohl„nichts anderes übrigbleiben, als den spanischen Konflikt in einen neuen europäischen Krieg umzuwandeln“(!!). Den Schlüssel dazu, so erklärte der Bolschewistenhäuptling weiter, halte Valencia in der Hand. Das sollten die europäischen zeigt, daß man jenseits des Kanals keine Möglichkeit außer Acht zu lassen gewillt ist, die eine Regelung der Spanienfrage— wohlbemerkt aber immer im englischen Sinne— zuläßt. Duff=Cooper hatte sich schon in der vergangenen Woche anläßlich der Spaniendebatte im englischen Unterhaus recht offen über die englische Taktik im Weltkriege gegenüber Deutschland ausgesprochen. Das sah nach einem ehrlichen Willen gegenüber Deutschland aus. Gestern hat sich der gleiche Minister mit dem englisch=italienischen Verhältnis beschäftigt und hierbei einen Oelzweig nach Rom ausgeWie aus Constende venehet wir7, sar gas Eroßerung Abesiniens durch Iialien und die, StreiTpanien beschlagnahmte Dampfer schung Abesüiniens von der Liste der souveränen, Staaten während der Nacht durch den Völkerbund soll nach Duff=Cooper ein Preis Kriegsschiffen eingeholt und., wieder in, den Hofen gee Ausgleichsabkommens zwischen London und Rom die Politiker bedenken, bevor sie sich entschließen, in London nochmals das Kontrollproblem zu erörtern. Vergebliche Flucht eines bolschewistischen Kriegsmaterialtransporters Istanbul, 26. Juli. aus Constanza gemelhet wird, gersuchte bracht werden. Wie rumänische Blätter mitteilen, befinden sich an Bord der„Lola“ 36 Waggon Maschinen gewehre und Kanonen und 20 Waggon Mehl. Waffeihsintstal in Rerochina Japanisches Bombengeschwader eingesetzt— Peiping wird beschossen Berlin, 26. Juli. Die Krise in Nordchina ist wieder in ein kritisches Stadium eingetreten, da es Sonntag abend„bei Langfang, halbwegs zwischen Tientsin und Peiund sapanischen Truppen gekomwen. s regefre Hhten Ge. sechtes annahm, das bis in die Morgenstunden des Montags andauerte. Die Japaner forderten hierbei wiederholt die chinesischen Truppen aufgtisezenergiegen Als diese den Kampf unvermindert fortsg gen die Japaner ein Geschwader von Bomoen: flugzeugen eingreifen. Dieses belegte Montag früh die Militärbaracken in Langfang mit Bomben. Dieser Bombenangriff forderte nach chinesischen Meldungen hoch in die Hunderte gehende luste von chinesischen Soldaten und auch Zivilisten. Um die Mittagszeit sah sich die chinesische Garnisgn## zwungen, Langfang aufzugeben und sich auf Huangtschun, das 16 Kilometer von Peiping entfernt ist, zurückzuziehen. Auf Grund dieser Zwischenfälle, die einen Bruch des Waffenstillstandes bedeuten, hat der Kommandeur der japanischen Garnison in Nordching, Katsuki, an den Chef der 29. Armee Sungrschehuan koutschiau und Paposchan stationierten Truppen der 37. Division nach Tschanghsingtien auf das Westufer des Yungtingflusses bis zum Mittag des 27. Juli. Die Rücknahme der Truppenteile der 37. Division aus Peiping und seiner Umgebung und die Aufgabe ihrer Stellungen an der Peiping=Hankau=Bahn muß bis zum 28. Juli mittags in Richtung auf Paotingfu erfolgt sein. Für den Fall, daß die japanischen Forderungen nicht durchgeführt werden, schiebt das Ultimatum die Verantwortung für die Folgen auf die 29. Armee. Im Laufe des Montags wurden Truppen der japanischen Brigade Kawabe gegenüber den West= und Osttoren Peipings konzentriert. Montag nachmittag bezogen Abteilungen Stellung gegenüber dem Westtor der Chinesenstadt außerhalb von Kuanganmen, weniger als zwei Kilometer von der Mauer entfernt, und richteten ihre Maschinengewehre und Geschütze auf die Peipinger Stadtmauer. Auf der Ostseite wurden 3000 Mann in Tungschou zusammengezogen, die die Osttore, besonders das Tor Tschihuamen, beobachten sollen. Montag abend eröffneten die vor den Westtoren Peipings eingesetzten Teile der japanischen Brigade Kawabe den Angriff. ein Ultimatum gerichtet. sofortige Zurückziehung der Darin in der fordert Nähe Brigade Kawabe den Angriff. die Geschütze und Maschinengewehre begannen mit der BeLu= schießung von Kuanganmen und des gleichnamigen letzten Unebenheiten aus dem Wege räumen. Beachtlich hierbei ist, daß sich die heutige Londoner Morgenpresse fast ausnahmslos mit den gleichen Fragen beschäftigt und den britischen Wunsch nach guten Beziehungen zu Italien zum Ausdruck bringt. Der Ton dieser Artikel ist verbindlich, ja fast herzlich, wodurch er um so mehr auffällt. Englands Brücke zu Franco Daß diese neue Rede Duff Coopers und die Artikel der Vorbereitung des letzten Abschnittes der Nichteinmischungsverhandlungen dienen, ist ersichtlich. Nicht ohne Staunen konnte man schon während der letzten Woche ein leises Abschwenken der englischen Diplomatie aus dem Lager der unbedingten Valencia=Anhänger und eine Annäherung an die Regierung des Generals Franco verzeichnen. Wirtschaftliche Verhandlungen über die Weiterführung der Eisenlieferungen von Bilbao gaben hierfür wohl den Ausschlag. Franco seinerseits ist im Begriff, eine Regierung aufzustellen, die auch dem an demokratische Begriffe gewöhnten Engländer und seiner politischen Ideologie entspricht. Hier ist also die erste Brücke geschlagen. Die zweite Brücke, die zu der Mittelmeermacht Italien führen soll, wird vorbereitet, aber das englische Außenministerium selbst wagt diesen Brückenschlag noch nicht offiziell. Als Wortführer erscheint darum der Erste Lord der Admiralität der Vertreter jenes Machtfaktors in der britischen Politik, der schon am Ende des Abessinienkrieges für einnen englisch=italienischen Ausgleich eintrat, damals auch den Plan des Ministers Hoare unterstützte und heute die englischen Interessen im Mittelmeer durch eine Verständigung zwischen London und Rom als gesicherter betrachtet als durch ei weiteres Aufeinanderprallen der Ansprüche des neuen italienischen Imperiums und der britischen Machtstellung im Mittelmeer. scwune i. Steht man vor einem Umschwung in der englischen Politik?... Viele Anzeichen deuten darauf hin, jedenfalls was das Mittelmeer betrifft. Vielleicht wird die Seite 2 Nr. 173 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Juli 1937 ser Wechsel aber, wie jede diplomatische Handlung Englands, nicht überraschend sein. Die Linien der Möglichkeiten zeichnen sich bereits ab. Würden sie Tatsache, dann ergäbe sich das interessante Schauspiel, daß die amtliche englische Politik sich auch außenpolitisch in schroffstem Gegensatz zu denen befände, die in England immer noch die Partei für das bolschewistische Spanien im Lager Valencias ergreifen und hierfür Stimmung zu machen versuchen. Weitere Fortschritte Der nationale Heeresbericht vom Sonntag Salamanca, 26. Juli. Der nationale Heeresbericht vom Sonntag meldet von den Fronten von Asturien und Leon Gewehr= und Geschützfeuer,,„ Mxd: 8 Warmersch An der Front von Aragon wurde der Vormarsch der nationalen Truppen im Abschnitt von Albarracin! fortgesetzt und sechs wichtige Stellungen besetzt. Der Feind, der auf der Flucht viele Gefallene und Kriegsmaterial zurückließ, wurde weiter verfolgt. Front von Madrid: Im Abschnitt beabsichtigte der Feind, die am Samstag Truppen eingenommenen Stellungen wiederzuerobern. Seine verzweifelten Gegenangriffe wurden zurückgeschlagen, wobei er große Verluste hatte. Der Feind wurde weiter verfolgt, unsere Frontlinie beträchtlich vorgeschoben und Stellungen des Gegners besetzt. In einem der Teilkämpfe wurde eine bolschewistische Truppenabteilung in Stärke von etwa 6000 Mann in die Flucht geschlagen und von unseren Fliegern und vom Artilleriefeuer verfolgt, wobei der Feind große Verluste hatte. Umfangreiches Kriegsmaterial fiel in unsere Hände. Samstag und Sonntag verlor der Gegner 24 sowjetrussische Tanks. In einem einzigen Schützengraben wurden über 40 Maschinengewehre aufgefunden. 58 Milizen mit Waffen sind zu uns übergegangen, und die Zahl der Gefangenen wächst unaufhörlich.„ gr.ren.zu,. bakFliegerei: In mehreren Luftkämpfen haben nationale Flieger 15 bolschewistische Flugzeuge abgeschossen. Seit Beginn der Offensive verlor der Gegner insgesamt 106 Flugzeuge. Bon Arr=Scul zuDret Femnarterl Katholischer Priester im Sowjetgefängnis gestorben— Immer neue Massenverhaftungen Francos Zuversicht dnb London, 26. Juli. Ein aus Spanien zurückgekehrter Pressevertreter berichtet in der„Daily Mail“ über den Stand der Dinge in Spanien. Demnächst, so schreibt er u. a. werde Spanien zu den Ländern Europas gehören, die sich mit Erfolg des Bolschewismus entledigt haben. Man sage, daß Madrid immer noch nicht gefallen sei, obschon Franco eine Armee befehlige, die mehr als die Hälfte Spaniens vom Bolschewismus gerettet habe. Man dürfe aber nicht vergessen, daß General Franco, als er zu seinem Kreuzzug auszog, mit nichts begonnen habe. Jetzt habe Franco ein Volksheer hinter sich, das nicht einen Augenblick an seinem Sieg zweifle. Nach einer Würdigung der Verdienste der Freiwilligen, die nichts anderes wollten, als Spanien stark und frei vom Bolschewismus zu machen, fährt der Berichterstatter fort: In allen seinen Teilen sei das Heer General Francos nun stark genug, um sich selbst überlassen bleiben zu können. Das nationale Spanien beginne das zweite Jahr mit einer vollständigen und modernen Kampfwaffe. Nur der unbezwingbare Geist der ursprünglichen Guerillakämpfer sei die einzige Sache, die Francos Armee heute mit derjenigen vom Beginn des Bürgerkrieges gemeinsam habe. Ordnung und Organisation sowie eine gute Ausrüstung seien die Vorteile derjenigen Männer, die die bolschewistischen Horden im ersten Jahr bis nach Madrid zurückschlugen. Die Zeit sei nicht mehr ein Faktor zugunsten der Bolschewisten. Den Sowjetspaniern bleibe nur noch ein Vorteil, nämlich das gestohlene spanische Gold. In nationalspanischen Gebieten gebe es eine Fülle von Lebensmitteln, während sich bei den Bolschewisten die Knappheit immer mehr bemerkbar mache. Selbst die strategisch vorteilhafte Lage der Verteidiger von Madrid werde mehr und mehr durch die schlechte Moral der bolschewistischen Banden aufgehoben. Kurzum, Francos Sieg sei niemals so sicher gewesen wie heute, und es sei sehr gut möglich, daß er sehr plötzlich komme. Roter Flugzeugagent in paris Riesige Flugzeuglieferungen über die französischspanische Grenze Paris, 26. Juli. Der„Jour“ will wissen, daß sich einer der hauptsächlichsten„Chefs“, der sowjetspanischen Fliegerei, „Oberst" Ortiz, seit Samstag abend in Paris aufhält. Das Blatt ist mit Recht neugierig, zu wissen, welches wohl das Ziel dieses Pariser Besuches sein möge. Eine indirekte Antwort auf diese Frage erteilt die„Action Francaise", die eine Aufstellung des Flugzeugmaterials gibt, das in letzter Zeit von Frankreich oder über Frankreich an das bolschewistische Spanien geliefert worden ist. Es handelt sich hierbei um sechs Spad=Blériot, acht Devoitine 56, 26 Potez 54 mit Bombenabwurfeinrichtung, neun Potez Modell 29 für Bomben für 100 bis 200 Kilogramm, einen Goureau und mehrere leichtere Bombenapparate. Die FordMotor=Werke in Antwerpen hätten am 12. d. M. 21 Chassis sechs Lastkraftwagen, sechs Zisternenwagen, 22 gewöhnliche Lastwagen über Cerbère nach Sowjetspanien geliefert. Im Hafen von Marseille lägen 20 Zisternenwagen, die an Bord des Dampfers„Jaron" nach Spanien befördert werden sollen. Moschee als Festung Der Großmusti von Jerusalem verschanzt sich dnd Paris, 26. Juli. Wie aus Jerusalem berichtet wird, hat sich der dortige Großmuftiz der Führer der arabischen Extremisten, der dieser Tage wegen aufrührerischer Machenschaften von den britischen Behörden verhaftet werden sollte, mit mehreren Anhängern in der Omar=Moschee verschanzt. Die Moschee sei zu einer regelrechten Festung umgewandelt worden. Auf den Mauern hielten ständig Wachtruppen Ausschau. Waffen und Munition sollen bereits vor längerer Zeit in die Moschee gebracht worden sein. Ein starkes Polizeiaufgebot und Truppenabteilungen hielten die Moschee und die umliegenden Straßenzüge besetzt, und jeder, der in dem Viertel ein= und ausgeht, müsse sich einer strengen Kontrolle unterziehen. Finnlandreise deutscher Bauernführer. Eine Abordnung von zwölf deutschen Bauernführern, darunter Hauptabteilungsleiter Beer vom Reichsnährstand, beendete am Montag eine mehrtägige Rundreise durch Finnland und kehrte mit dem Flugzeug nach Deutschland zurück. Am Sonntag wurden die Deutschen als besondere Auszeichnung vom Staatspräsidenten Kallio auf dessen Sommersitz empfangen. anb Warschau, 26. Juli. Wie die„Katholische Presseagentur“ aus Minsk meldet, ist der vor einiger Zeit von der GPU. verhaftete katholische Geistliche Borowitsch im Gefängnis von Minsk den Wunden erlegen, die er durch die Mißhandlungen der GPU. davongetragen hatte, durch die man ihn zu Geständnissen zwingen wollte. dnb Moskau, 26. Juli. Die Verfolgungs= und Verhaftungswelle in der Sowjetunion, die der derzeitigen Phase der Politik des Kremls ein so erstaunliches Gepräge gibt, zieht immer weitere Kreise. Während die Verhaftung der bisher gerüchtweise als verschwunden genannten Pervon Brunele sönlichkeiten sich fast ohne Ausnahme bestätigt, wie z. B. durch unsere im Falle der Volkskommissare Kaminski, Rosengolz, Lobow, Sulimow und der vielen anderen, vergeht fast kein Tag, ohne daß neue Maßregelungen der bisher höchstgestellten Partei= und Staatsfunktionäre bekannt wurden. So bezeichnen z. B. hartnäckige Gerüchte den bisherigen— im Range eines Volkskommissars stehenden— Vorsitzenden der„Kommission für Sowjetkontrolle“, Antipow, als verhaftet, desgleichen den früheren Vizepräsidenten des„Obersten Volkswirtschaftsrates", Lomow, den Präsidenten der„Gesellschaft für kulturelle Verbindung mit dem Ausland", Arosew, und dessen Frau, ja sogar den Justizkommissar Krylenko, der als Vorgänger Wyschiskis in der obersten Staatsanwaltschaft auf zahlreichen Monsterprozessen früherer Jahre, so z. B. noch auf dem Schachty=Prozeß, als staatlicher Ankläger aufgetreten war. Die Leiterin des„Moskauer Kulturparks“, Betty Klan, soll als„Spionin“ verhaftet worden sein, desgleichen die bekannte Moskauer Schauspielerin Natalija Satz. Der letzteren, die übrigens die Frau des Volkskommissars für Binnenhandel, Weizer, ist, soll ihre Bekanntschaft mit dem gleichfalls verhafteten früheren Stellvertreter Jagodas, Prokofjew. zum Verhängnis geworden sein. Außerdem wird der frühere Botschafter der Sowjetunion in Berlin und bisherige Volkskommissax für Binnenhandel der großrussischen Räterepublik(Reßen.), Chintschuk, als verhaftet genannt. In ganz großem Maßstabe wird die„Säuberungsaktion" zur Zeit in der Sowjetukraine fortgesetzt. Hier sind die allerhöchsten Spitzen der Partei und Verwaltung betroffen: so der zweite Sekretär des Zentralkomitees der ukrainischen bolschewistischen Partei, Chatajewitsch, der erst vor wenigen Monaten den nach Samara strafversetzten Postyschew auf diesem Posten abgelöst hat, ferner das Mitglied des Politbüros der ukrainischen bolschewistischen Partei, Scheleches, und der Finanzkommissar der Ukraine, Rekie. Die Stellung des Vorsitzenden des Zentralvollzugsausschusses der Ukraine, Petrowski der gleichfalls Mitglied des Politbüros der bolschewistischen Partei der Ukraine und Kandidat zum Politbüro der bolschewistischen Partei der Gesamtsowjetunion ist, gilt als erschüttert. Der Sohn Petrowskis wurde als„Trotzkist" verhaftet. Auch in den Armeekreisen des Kiewer Militär= bezirks soll es zu neuen Terrormaßnahmen gekommen sein: Der frühere Chef der politischen Armeeverwaltung des Militärbezirkes Amelin soll bereits erschossen worden sein; der General Borissenko, Chef eines der besten Tankregimenter, wird als verhaftet genannt; die gesamte Militärprokuratur des Kiewer Militärbezirkes sowie zahlreiche weitere Kommandeure und politische Kommissare sollen sein Schicksal teilen.— Wie man weiter aus sicherer Quelle erfährt, mußte auch die Komintern eine weitere„Säuberungsaktion“ über sich ergehen lassen. Das Mitglied des Sekretariats, also des obersten Komintern=Gremiums, Moskwin, wurde gleichfalls vor wenigen Tagen in Moskau verhaftet. Moskwin war der Leiter des„Kaderdepartements“, also der Personalabteilung der Komintern, und als solcher auch für die gesamte Besetzung der Posten in den ausländischen Sektionen der Komintern zuständig. Dieses ganze„Kaderdepartement“, soll übrigens von der Spitze bis zu den untersten Funktionären völlig umgebildet worden sein. Auch in anderen Abteilungen der Komintern kam es zu einschneidenden Veränderungen und zahlreichen Verhaftungen. Es besteht jedoch Grund zu der Annahme, daß die„Reinigung“ der Kominternorgane eine erneute Aktivität der Dritten Internationale auf allen Fronten ankündigt. Der Generalsekretär der Komintern, Dimitroff, macht sich— anscheinend mit Billigung der Moskauer Machthaber— daran, alle ihm nicht genehmen Persönlichkeiten verschwinden zu lassen. Darunter gehören zum Teil Leute, die Dimitroff aus persönlichen Rachegelüsten verfolgt, zum andern Teil aber auch„alte Genossen“, Kominternhäuptlinge wie Remmele, Heinz Neumann, Pjatnitzki und andere, die aus Gründen der weltrevolutionären Taktik gegen den„Volksfront"=Kurs Dimitroffs Opposition getrieben haben mögen. Jedenfalls will Dimitroff alle seine vermeintlichen und wirklichen Gegner— unter geschickter Ausnutzung der gegenwärtigen Moskauer Terror= und Verhaftungskonjunktur— loswerden, um allerorts, wie dies in letzter Zeit schon deutlich bemerkbar ist, die Komintern und ihre Organe verstärkt für die Absichten der Moskauer Politik zum Einsatz zu bringen. Die Sieger vom Nürburgring vom Führer empfangen anb Bayreuth, 26. Juli: Die Nürburgsieger Rudolf Caracciola und Brauchitsch besuchten am Montag Bayreuth und wurden Manfred von auf ihrer Reise nach Stuttgart dort vom Führer empfangen. däufte=Echlachtscht Italiens Schlachtkreuzer „Vittorio Veneto“, zugleich Europas größtes lief vom Stapel Rom, 26. Juli. Auf der Werft San Marco in Triest ist Sonntag vormittag der neue italienische Schlachtkreuzer„Vittorio Veneto“ in Anwesenheit des Kaisers und Königs Viktor Emanuel III. sowie der Königin, des Duce und der Vertreter der italienischen Regierung glücklich vom Stapel gelaufen. Das neue Schlachtschiff, das eine Größe von 35000 Tonnen hat und mit neun Geschützen zu 38,1 Zentimeter armiert werden wird, ist das größte Kriegsschiff, das in Europa seit dem Stapellauf des englischen Schlachtschiffes„Hood“ im Jahre 1920 gebaut worden ist. Die Taufe des Schlachtschiffes wurde auf besonderen Wunsch des Duce von der Frau des Arbeisters Bertucci vorgenommen, der seit bald 40 Jahren mit Auszeichnung auf italienischen Werften arbeitet. Beim Erscheinen von Frau Bertucci brachen die Arbeitermassen aus Begeisterung über die von Mussolini gewollte Ehrung in stürmische Kundgebungen aus, die sich erneuerten und zu einer minutenlangen Ovation steigerten, als die Königin und Kaiserin beim Abschied Frau Bertucci auf beide Wangen küßte. Das vom Stapel gelaufene Schlachtschiff„Vittorio Veneto“ wird von der ganzen Presse unter Betonung Italiens im Mittelmeer als das erste Schiff des italienischen Imperiums gefeiert, dem bald das zweite Großkampfschiff„Littorio“ folgen werde, so daß Italien nach dem vor dem Abschluß stehenden Umbau der vier Schiffe der Cavour=Klasse über sechs Schlachtschiffe verfügen werde.„Die großen Schiffe sind das Sinnbild der Größe der Nation“, so führte der Direktor des„Voce'Italia“ aus,„je mehr das Leben eines Volkes über den Kreis der nationalen Gewässer in die weite Welt und ihre Probleme hinausreicht, die nicht nur die des Beobachters sind, um so mehr muß die Flotte an Stärke wachsen, um allen Aufgaben gerecht werden zu können.“ Frunrreichs Kußschiffahel kah being Gefährdung der Lebensmittelversorgung von Paris durch den Schifferstreik Mobilgarde eingesetzt Paris, 26. Juli. Der Flußschifferstreik, der seit einer Woche immer größere Ausmaße angenommen und am Montag zu einer vollständigen Stillegung der gesamten Flußschiffahrt Frankreichs geführt hat, hat das Arbeitsministerium zu scharfen Maßnahmen veranlaßt. Die Folgen, die dieser Streik für die gesamte Wirtschaft und für die Versorgung der Hauptstadt mit Lebensmitteln nach sich ziehen kann, zwingen dazu, die schiffahrt auf der Seine von Rouen bis Paris sicherzustellen. Ein starkes Aufgebot von Mobilgarde und Sonderkommandos der Kriegsmarine auf Schleppern sind eingesetzt worden, um die Flußsperren, die von streikenden Schiffern mit ihren Kähnen allenthalben gebaut worden waren, zu beseitigen und die Wasserstraße nach Paris für den notwendigen Marktverkehr wieder zu öffnen. Sicherheitshalber wurden von einzelnen Gruppen der Mobilgarde Schwimmwesten angelegt. Das ungewohnte Schauspiel hatte zahlreiche Neugierige angezogen. Da es sich diesmal bei den Streikenden um kleine, selbständige Unternehmer handelt, die die Mehrheit der Flußschiffahrt ausmachen, sind die sonst bei Streiks üblichen roten Fahnen nicht zu sehen, vielmehr wehen auf den meisten Kähnen Trikoloren. Am Nachmittag gelang es einem starken Aufgebot von Mobilgarde und Matrosen, die Flußsperren auf der Seine bei Rouen zu beseitigen. Die Flußschiffer selbst hatten jede Hilfe abgelehnt. „Volksfront kann Frankreich nicht retten“ Exminister Frossard— ein schlechter Prophet für die Volksfrontregierung Paris, 26. Juli. Vor der sozialrepublikanischen Vereinigung beschäftigte sich der ehemalige Minister Frossard mit der Zusammensetzung der Volksfrontregierung, der er im übrigen nur eine kurze Lebensdauer voraussagte. Die Volksfront, so wie sie heute zusammengesetzt sei, könne Frankreich nicht retten, denn es sei unmöglich, im Namen von nur 55 Prozent der Bevölkerung zu regieren. Da das unweigerlich zu einem Bürgerkrieg führen würde, müsse man die Volksfront in eine nationale Front umändern. Die augenblickliche Regierung könne nur eine Uebergangsregierung von kurzer Dauer sein. In wenigen Monaten werde man sich vor großen Schwierigkeiten befinden. Die sozialdemokratische Partei sei schon jetzt innerlich zersplittert, weil sie nicht zugeben wolle, im Lande hinter den Radikalen nur an zweiter Stelle zu stehen. Die Freunde Léon Blums würden sich also gezwungen sehen, dem Experiment Chautemps ein Ende zu machen, denn wenn sie dies nicht täten, würde der äußerste linke Flügel der sozialdemokratischen Partei zur Mehrheit heranwachsen. Ferner müsse man mit den Kommunisten rechnen. Die rechtsstehenden Parteien seien ebenfalls tief zerrüttet. In einigen Monaten würden die sogenannten Ligen verschwinden. Wenn er den Untergang dieser Ligen auch nicht begrüße, so hindere dies nicht, daß Frankreich sich am 1. Oktober in einer sehr kritischen Lage befinden werde, die so ungewöhnlich sein werde, daß Frankreich nur durch die große Mehrheit der Franzosen gerettet werden könne. „Kampf gegen die Diktatur Moskaus“ Doriot über sein Programm Paris, 26. Juli. Auf einem Provinzialkongreß der französischen Volkspartei in Lyon hielt auch der Parteigründer und Vorsitzende, Jacques Doriot, der von seinen Anhängern begeistert begrüßt wurde, eine Rede. Ausgehend von seiner kürzlichen Wahlniederlage in St. Denis erklärte er u.., er sei wohl geschlagen, nicht aber besiegt. Er habe den noch viel stärkeren Willen, gegen den Kommunismus zu kämpfen, um über die Diktatur Moskaus zu triumphieren. Das Programm seiner Partei faßte Doriot in dem Satz zusammen: „Nach der Vernichtung des Kommunisnkus— wiederaufbauen!" Nach seiner Ansicht drohe die Gefahr des Bolschewismus mehr denn je. Früher hätten die Streitigkeiten unter Franzosen stattgefunden. Heute handelt es sich darum, gegen ein ausländisches Heer zu kämpfen, das auf französischem Boden lagere und von Männern mit französischem Namen geführt werde. Mit dem Absingen des Parteiliedes„Frankreich befreie dich" wurde die Veranstaltung geschlossen. Pessimistische Beurteilung des Vorschlages König Leopolds durch die englische Presse. Nachdem die englische Presse zunächst in allgemeinen Worten den Brief des Königs der Belgier an Ministerpräsident van Zeeland begrüßt hatte, äußert sie in ihren jetzt vorliegenden Kommentaren doch starke Bedenken zumindest bezüglich der Durchführbarkeit der Vorschläge König Leopolds. Abmachungen zwischen zwei Regierungen wären wertvoller als alle Verhandlungen von Wissenschaftlern. „Rheingold“ in Anwesenheit des Führers dnb Bayreuth, 26. Juli. Nach dem spielfreien Sonntag begann in den Festspielen am Montag mit dem„Rheingold“ die erste zyklische Aufführung von Wagners„Ring". Noch immer prangt Bayreuth im Festschmuck. Der Führer und die zahlreichen Persönlichkeiten aus Staat, Bewegung, Wehrmacht, Kunst und Ausland nahmen auch an der „Rheingold"=Aufführung teil. Begeisterte Heilrufe der Bevölkerung begleiteten auch am Montag wieder den Wagen des Führers von der Villa Wahnfried bis zum Festspielhaus. Auch die„Rheingold"=Aufführung zog die Hörer, die das Haus bis auf den letzten Platz füllten, in ihren Bann. Am Dirigentenpult stand Wilhelm Furtwängler. Herzlicher Beifall dankte am Schlusse der pausenlosen Aufführung allen an der Wiedergabe des Werkes beteiligten Künstlern. „parteizugehörigkeitspsychose“ Berlin, 25. Juli. Vor den Ehrenrichtern des Rechtswahrerbundes hielt Reichsminister Dr Frank eine Rede, die im Wortlaut jetzt im„Deutschen Recht" veröffentlicht wird. In dieser Rede heißt es u..: Denken wir an die Menschen, die in Ehren als gute und brave Bürger von der nationalsozialistischen Revolution überrascht wurden, Menschen, die am 31. Januar 1933 sagten:„Donnerwetter, jetzt hat sich etwas ereignet, mit dem du dich bisher nicht beschäftigt hast.“ Diese Menschen— unter ihnen auch viele Richter— waren durchaus honette und anständige Menschen. Viele dieser Leute bekommen nun plötzlich den Rappel, sich nachträglich mit aller Gewalt in die neue Gemeinschaft hineinzupressen, weil sie meinen, sie könnten anders nicht mehr existieren. Diese Leute bekommen dann das, was ich die Parteizugehörigkeitspsychose" nennen möchte Diese Psychose äußert sich negativ darin, daß der von ihr Betroffene sich auf einmal sagt:„Ich kann überhaupt nichts mehr werden, kann überhaupt nichts mehr machen, ich muß mich völlig zurückziehen, weil ich mit der Partei nichts zu tun habe“, — positiv in der Erscheinungsform, daß sich der von ihr Betroffene sagt:„Ich muß nun hundertfünfzigprozentiger Nationalsozialist werden, damit ich das ausgleiche, was ich früher nicht getan habe.“ Hierin liegt eine furchtbare psychische und psychologische Entwicklung für den einzelnen. Der davon Betroffene kommt in Konflikt mit Gott und der Welt; mit seinem Kreisleiter und Ortsgruppenleiter, die nun ihrerseits sagen:„Was will denn dieser olle schäbige Bourgeois?“ Dieser von der Revolution überraschte, bis dahin anständige Bürger, nehmen wir als Beispiel dafür den Richter, erläßt nun Entscheidungen, die besonders betonen sollen, wie nationalsozialistisch gesinnt er ist; er bestraft sinnlos mit vielen Monaten Gefängnis jemanden, der einmal ahnungslos eine Aeußerung getan hat, kurz, er zeigt, wie brav und treu nationalsozialistisch er ist. Hierin liegt eine große Gefahr. Seien wir uns darüber ganz klar, daß in dieser Beziehung die Einheitlichkeit des Ausgangspunktes durchaus noch nicht erreicht ist, weil sie noch nicht erreicht sein kann, da eben jede generelle Voraussetzung durch das individuelle Leben des einzelnen hier durchbrochen ist. In Berücksichtigung dieser Erkenntnis müssen Sie, meine Herren, für Ihre Ehrengerichtsbarkeit sich über folgende Dinge klar sein. Nicht jeder, der nun der Partei angehört, ist damit allein schon absoluter Ehrenmann. Die Entscheidungen der Parteigerichte sprechen eine ernste Sprache. Es kann auch nicht anders sein. In einer Massenorganisation kommen Menschen aller Art vor, Menschen, die sich in sie eingeschlichen haben und eines Tages auch wieder ausgemerzt werden. Die Partei selbst bleibt trotz dieser Einzelerscheinungen in ihrem Gefüge unerschüttert, denn sie stößt allmählich diejenigen wieder ab, die nicht zu ihr passen. Die Mitglieder des Rechtswahrerbundes teilen sich ebenfalls in die zwei Gruppen der Parteigenossen und der Nichtparteigenossen. Ich werde mich hüten, alle Mitglieder des Rechtswahrerbundes, die Parteigenossen sind, als weiße Schar zu bezeichnen und ihr den Platz rechts zuzuweisen, und alle Nichtparteigenossen als schwarze Schar auf die linke Seite zu verweisen. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Fritz Schmidt.„ Bgan###. Verantwortlicher Schriftleiter: Politik: Rudolf Koest (in Urlaub), t..: Fritz Schmidt, Bochumer Teil: Hans Schulte, Wirtschaft und Bilder: 1 Fritz Schmidt, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Gerichtsdienst und Briefkasien: Max Flegel, Sport und Provinz: Hans Hornderg, Nachbargebiet und Stadtteile: Paul Borke. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. Berlin=Karlsdorst. Heiligenberger Straße 25. Ruf 500 340. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16—17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Verlag und Druck: Laupenmüdlen& Dierichs. Bochum, Rathausplatz 8. Ruf 675 51—54. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Kurt Schol Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. B Ebarlottenburg, Uhlandstraße 194. Ruf 316 813. Durchschnittsauflage Juni 37 über 28 000. Zur Zeit Anzeigen=Preisliste Nr. 9 güitig. Nachlaßstaffel b. Verlin1s1 Seite 3 Nr. 113 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Juli 1937 dch Fer# 80i. #che Die Ausreise nach Schleswig— Hamburg, ein großes Erlebnis Hamburg, 26. Juli. (Sonderberichterstattung für den.„B..“ in Wort und Bild.) Die große Ferienfahrt der Bochumer HJ. nach Schleswig hat, wie schon gemeldet, am, Sonntag morgen ihren Anfang genommen. uder die Fahrt und die Lager wird der„B..“ in den nächsten Wochen eigene Text= und Bildberichte veroffentlichen, womit in dieser Ausgabe begonnen wird. Da nahmen wir’ne Kurve. und da konnten wir uns alle sehen. Wer denkt noch an Bochum? Bochum versinkt hinter uns. Noch eine gute Zeit sehen wir massige Häuserblöcke, Großstadtfassaden, Rädergetriebe, Schornsteine, hier und da Blumen zwischen berußten Häusern, Schlackenberge und den Nebel der Arbeit, der jetzt am Sonntag morgen allerdings nicht in den Himmel staubt, den wir aber zu sehen glauben, da wir es so gewöhnt sind. Das, monotone Rattern der Räder kann uns nicht einschlafern. Der weiße Dampf der vorwärtsstürmenden Lokomotive zersetzt gleich fliegenden Wolken vor den Fenstern. Wi sitzen zusammen. Willi, ein kleiner Pimpf, singt eine ulkige Sache, bis beim Kehrreim alle einstimmen, sich im Takt auf die Schenkel schlagen und jeder versucht, den anderen an Stimmstärke zu übertrumpfen. Pitt klampft und schlägt den wilden Takt eines Piratenliedes. Es sind nur wenige, die über das Wetter stöhnen— am Himmel ballen sich schwarze Wolken, das Land ist wie mit einem Tuch überzogen— die meisten merken das gar nicht. Sie sind im Kreise ihrer Kameraden und freuen sich allein schon über das Entfliehen vom heimatlichen Dorfe. Münster liegt hinter uns. In Osnabrück überkommt uns einmal die Sonne. Der Himmel befreit sich zum hellen Blau. Die meisten stehen an den Fenstern und werden nicht müde, alles in sich nehmen: Die grünen Wiesen, braune Felder, gelbe Blumenhügel, tiefgrüne Baumwälle am Horizont, denen die Frucht des Landes vorgebreitet ist, Roggenfelder, auf denen die Garben gebündelt und zusammer dahinter gewaltig sich wölbende Eisenbrocken, Krane — ein gigantisches Bild, und dazwischen kleine P boote, Nußschalen, die auf den nun schon anschwellenden Wellen wippen. Unsere Schritte hallen hohl ar der Brücke auf, die uns zu einem Ueberseedampfer führt, neben dem unsere Station liegt:„Hein Godenwind“, die schwimmende Jugendherberge. Wir schwim gen uns die Schiffbrücke hinauf klettern im Karussell der Wendeltreppen bis aufs erste Unterdeck und verr7g. ben elteppunserem Schlassal, einer geraumgen der Wendeltreppen bis aufs erste Un. zumigen triechen uns in unserem Schlaffaar, einer gekaumiger Kajüte mit Bullaugen—. Fenstern, durch die wir Kajüte mit Bullaugen—. Fenstern, einen Ausblick auf den ganzen Hafenbetrieb haben. Sprache aller Nationen Singen: die Bis sieben Uhr halten sich die Jungen im Lesezimmer auf, auf den oberen Decks, schließen Bekanntschaften mit einer internationalen Jungenwelt. Erst stockten wir— englische Laute, und dann Stimmen, die wir nicht verstanden. Natürlich, da wurde das Schulwissen ausgepackt:„Oh, English Scoutsk“. Und dann eine zusammengewürfelte Unterhautung Brocken Deutsch, Redefluß Englisch(natürlich nicht eh bien!— es klappte schon. Wir sitzen am großen ven beht, Die eäsige Usiertaltug,. die Bisen, Der Regen strömt., Doch z, gchulter daß wir sell. Zeltbahn werfen wir über die Schumet, daß wir au erschesen: Hochbahnen die über unseren Köpfen 75 pto, ausen per Aufzug in den Elbtunnel Leben. Der strömende Menschenwall. schüttelt die Häupter— unverständlich. Aber wir singen... Koje besser als ein Bett gestellt ausgerichtet sind, bis hinter Bremen tiefrotglühende Heide, weißer Sand und schwarzer Marschboden auftauchnn. ch guf den Bänken ausgestreckt. sen auftauchen. Einige haben sich auf den Banken ausgestreckt. Andere versuchen, mit kauenden, vollgepfropften Backen ihren Brotbeutel zu leeren. Ganz Unentwegte schlagen einem Vornübergeneigten auf den Pol des Südens, bis der Unglückliche nach langem Müssen“, den frevlerisch unbekümmert Lächelnden den saftigen Schläger— erspürt hat, so daß dieser nun die wenig angenehme„Stellung seines Vorgängers übernehmen muß.— Pitt schtchgtgshmg, rebellischen Wirbel mehr aus seiner Klampse.— er zupft aus den singenden Saiten ein wehes Abschiedslied, wobei die andern höhnend„Hu! Hu! Oooo rufen, vielmehr: zwitschern Zeltlager gebracht, während die Fahrtengruppe 23 (Hamme) und die St.=Peter=Fahrer in Kolonnen zur Jugendherberge„Hein Godenwind“, marschieren. Der Bahnhof liegt hinter uns. Unser Weg führt immer an der Elbe vorbei. Die Hamburger bleiben Der Regen knalt sozusagen. Das Gesicht herunter illt es in dicken Tropsen. Unser Marschlied springt auf, während in unseren Augen sich immer mehr Erspiegelt. Hart an die Kaimauer drängen sich gewaligen Leib, der über die trübe Wasserfläche ragt, Hamburg und der„Hein Godewind“. Sobald aber Hamburg in Sicht kommt, wird es anders. Man sieht einem jeden die Erwartung an, die flammende Ungeduld ins Gesicht treibt—.geng lich der Zug fauchend, ruckend und im knit##enden Schleifen stillsteht. Da klappen Türen auf. Rufe. Gesang. Begrüßung. Danach formieren sich die meiter und wird durch den Zug bis zum iweiligen weiter und wird durch den Zug bis gum 1 Weinigen Dann liegen wir später in unseren Kojen. Man Wor wie Ppschgaäsie aeält gnet icd aul die Seit, senem e hier und da schrilt eine Schiffssirene. Der ds Bulouge, itz Bild in seinen vielen, bunten, wechEin letztes, wirres Lild in seinen vielen, selreichen Farben. Dann schlafen wir. E. W. Aedes aus Bechan der Line 8 der Bac Weihe des Constantin=Ehrenmals am Sonntag, 1. August Mehrfach berichtete der„B..“ in Wort und Bild über das Ehrenmal, das die Gewerkschaft ver. Constantin der Große ihren gefallenen Gefolgschaftsangehörigen vor dem Hauptverwaltungsgebäude an der Herner Straße errichtete. Die Ehrenmalsanlage ist ein Werk des Bochumer Architekten Fritz Graßhoff, darin zur Aufstellung kommende Plastik eine Schöpfung von Professor Enseling(Essen). Die findet um kommenden Sonntag, 1. August, um Linie 6 der Bochum=Gelsenkirchener Steaam rechten Knie. Das Kraftrad wurde stark beschädigt Einbrecher im Geschäft Zusammenstoß in der Mausefalle Motorrad= und Soziusfahrer verletzt. Am 24. Juli, gegen.20 Uhr, erfolgte in der Unterführung Hattinger Straße ein Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Kraftrad. Der Fahrer des Kraftrades und der Soziusfahrer kamen zu Fall und erlitten Hautabschürfungen im Gesicht, an den Händen und Verletzungen an beiden Knien. Sie wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Geld, ein Photoapparat und Eswaren, erbeutet In der Nacht zum 25. Juli, trageei, Bochum ein Obstgeschäft an der Hattinggggppargt, 21.— RM. Barund entwendeten: Zegn Pbotzzünfpfennigstücken, einige besen, eoher hesen gal, de auf Plenischkesserish Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 246. Die Frau mit rotbraunem Mantel Taschendiebin verübt Geldbörsendiebstahl Am 17. Juli, gegen 11.30 Uhr, ist einer Ehefrau eine graulederne Gel=Bhrse, Verdachtiat Berd zine zrogee g zu gleicher Zeit sich im Geschäft aufhielt. Anzug gestohlen. Im Laufe der vergangenen Woche * einer Wohnung des Hauses Velsstraße 1 ist aus einer Wohnung des Hauses cu ar noch gut erhalten, ohne Zeichen, Wer Noch glimpflich abgelaufen Zusammenstoß Straßenbahn—Motorrad. Am Samstag, gegen 21 Uhr, erfolgte auf der Dorstener Straße, eur Vrrgguns, Fischen einem Motor119 in Der Zochum ein dunkelblauer Anzug gestohlen worden.„ zu den Diebstählen Angaben moscher,zggumteipans. straße 35, Zimmer 242, und von jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen. Ecke Berggate, zwis Sroßinne giichste Teistungen Prurtingen #e#####ndlichen Studienfahrt durch Rheinland und Westf Eröffnung der Wirtschaft.. 11., valch ergennan... Westfalen Eösuuns b. Guopmanm Ciem prach Seite 4 Nr. 173/ Bochumer Anzeiger7 Dienstag, 27. Juli 1937 .80 Uhr an erfreute eine Bergmannskapelle auf dem Rathausplatz die Volksgenossen durch prachtige Musikstücke. Kurz nach 10 Uhr erschien dann der Gauobmann. Gauberufswalter Pg. Becker hieß die Teilnehmer an der Fahrt, die aus dem ganzen Reich gekommen waren, herzlich willkommen. Anschließend gab er das Wort an Gauobmann Stein, der etwa folgendes „Männer und Frauen der Arbeit! Aus allen Teilen des Reiches sind Sie in das wirtschaftliche Herz Deutschlands gekommen, um Ihr Wissen zu erweitern und dieses Wissen wieder auswerten zu können. Deutschland, die deutsche Wirtschaft und das deutsche Leben sind nur dann möglich, wenn jeder einzelne das letzte, großtmöglichste leisten kann. Eine deutsche Zukunft ist nur dann möglich, wenn wir uns auf unsere eigene Kraft besinnen. Wir stehen in einem gewaltigen wirtschaftlichen Ringen“, fuhr Pa. Stein fort,„und die Männer der Chemie sind mit ihrem Wissen und Können in diesem Ringen von äußerster Wichtigkeit.“ In diesem Sinne freue es ihn, wenn die Teilnehmer an der Fahrt durch das Industriegebiet ihr Wissen und Können vertieften und so bereichert an ihren Arbeitsplatz zuruckkehrten.„Sie sehen aber nicht nur Stätten der Arbeit, sondern auch überall den neuen Geist in den deutschen Menschen.“ Ueberall bemühe sich der nationalsozialistische Staat, das wirtschaftliche Leben so einzurichten, daß es als nationalsozialistisch angesehen werden könne.„Während der Sechstagefahrt werden Sie die enge Kameradschaft sehen und die Erfolge überschauen können, die auch diese Fahrt im Herzen des wirtschaftlichen Deutschlands Ihnen bereitet. Im neuen Deutschland muß der einzelne in der Lage sein, die Stufenleiter der Entwicklung aufzusteigen. Dann wird jeder Volksgenosse nicht einen, sondern seinen Arbeitsplatz erhalten und auf ihm die größtmöglichste Leistung vollbringen, zum Nutzen des ganzen Volkes.“ Damit eröffnete Gauobmann Stein die Wirtschaftskundliche Studienfahrt.„, M 46745127 Stadtoberinspektor Arndt von der Pressenteue der Stadtverwaltung, führte die Fahrtteilnehmer anschließend durch das Rathaus. Achtung, Breslau=Fahrer! Die Gauverwaltung macht ausdrücklichst darauf aufmerksam, daß Breslau=Fahrer des Sängerkreises Bochum lediglich dann den Sonderzug„BochumNord“ benutzen dürfen, wenn die Fahrkarte für diesen Einsteigebahnhof auch ausgestellt ist. Die übrigen Fahrer müssen den Sonderzug in Witten benutzen. Dem 12. Deutschen Sängerbundesfest entgegen! Der Sängerkreis Bochum teilt mit: Die Vorbereitungen für Breslau sind nunmehr so weit abgeschlossen, daß alle Teilnehmer sich im Besitz der erforderlichen Ausweise und Fahrkarten befinden. Der Sängerkreis Bochum bittet nun um genaueste Beachtung aller ergangenen organisatorischen Maßnahmen um jegliche Störung des Festes nach Möglichkeit zu vermeiden. Alle Teilnehmer, die mit dem Sonderzug Wanne=Eickel fahren, versammeln sich am Mittwoch, 16 Uhr, in der Bürgergesellschaft, um von dort geschlossen zum Bahnhof=Nord zu marschieren. Abfahrt des Zuges 16.54, Ankunft in Breslau Donnerstag 10.31 Uhr. Diejenigen Teilnehmer, die dem Wittener Sonderzug zugeteilt sind, fahren schon ab Bochum=Nord 15.15 Uhr nach Witten und von dort 16.07 Uhr nach Breslau, wo der Sonderzug früh.19 Uhr am Donnerstag eintrifft. Für die Teilnehmer ist dann gemeinsame Mittagstafel im„Haus der deutschen Arbeit", Inhaber Fritz Seyler, Herbert=Welkisch=Straße. Die Breslau=Fahrer werden gebeten, daran alle teilzunehmen.„„ mäß Straßenbahn fahrkarten zum ermaßigten Preise von 2 Reichsmark sind auch in Breslau am BahnhofKiosk noch erhältlich Um eine gute Durchführung der musikalischen Veranstaltungen zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, daß alle Sänger an folgenden letzten Proben teilnehmen: Donnerstag, 15 Uhr: Probe der„Westfälischen Chorgemeinschaft“ im Konzerthaus. Freitag, 8 Uhr: Probe des ganzen Gaues zur Gaufeierstunde„Schaffendes Volk“ in der Jahrhunderthalle. Freitag, 15.30 Uhr: Probe zur zweiten Chorfeier im„Hermann=Göring"=Stadion. Zum Festzuge tritt der Gau Westfalen an der Bohrauer Straße an. Vereinsschilder werden nicht mitgeführt. Die Fahnen werden während des Zuges geschultert und nur beim Vorbeimarsch an den Tribünen im Gehänge getragen. Der Sängerkreis Bochum nimmt mit seinem Kreisbanner und 20 Vereinsfahnen teil. Es ist für den Sängergau Westfalen eine besondere Ehre, in diesem gewaltigen Festzug an der Spitze zu marschieren. Das erfordert von allen Sängern Haltung auf der ganzen Linie. Im Gauquartier Westfalen, Gesellschaftshaus„Wratislawia“, Mauritiusplatz 4, sind Dienststunden für Donnerstag, Freitag und Samstag von 13 bis 15 Uhr, Sonntag von 8 bis 9 Uhr angesetzt. Hier wird in allen Angelegenheiten Auskunft erteilt. Nur noch kurze Zeit trennt uns von dem 12. DSB.= Fest, dem ersten im Reiche Adolf Hitlers. Möge heller Sonnenschein die Festtage vergolden! Den 6000 teilnehmenden Westfalen sollen sie unvergängliche Eindrücke vermitteln in der deutschen Ostmark und allen neue Kraft schenken zur Arbeit am deutschen Lied und am ewigen Deutschland! Sänger Bunter Abend des Bochumer Männergesangvereins Einmal im Jahre ein schönes Fest zu feiern, das ganz der Parole„Freut euch des Lebens" zu folgen hat, gehört zur Tradition des Bochumer Männergesangvereins, die auch am Sonntag mit einem„Bunten Abend“ in den Räumen des Kolpinghauses an der Marienstraße wiederaufgenommen wurde. Wer sich mit den Sängern befreundet wußte, hatte sich eingefunden. Kein Wunder, daß die Säle überfüllt waren, da der Freundeskreis der Bochumer Sänger recht groß ist. Mit launigen Worten gab Vereinsführer Hugo Eiserloh dem Feste die schönste Einstimmung. Micht Recht betonte er, daß sich das deutsche Lied nur da wohlfühlen könne, wo die Fröhlichkeit zu Hause sei. Man folgte seinen Worten, war fröhlich und lustiger Dinge und zugleich auch empfänglich für das deutsche Volkslied, in dessen Dienst die Chorgemeinschaft des Bochumer Männergesangvereins unter der beschwingten Stabführung von Musiklehrer Wilhelm Harzheim ganz aufging. Die fröhliche Weise bevorzugten die„4 fidelen Wiener Sänger“ und der Akkordionsolist Schrammk. Eine höchst humorvolle Angelegenheit war die von theaterbeflissenen Sangesbrüdern gebotene„Urfidele Gerichtssitzung“, der noch viele andere Darbietungen folgten, die samt und sonders mit großem Beifall bedacht wurden. Den krönenden Abschluß des frohlichen Sängerfestes bildete ein Tanzvergnugen. In schöne deutsche Gaue Drei Ferienkindertransporte der NSV. von Bochum abgegangen Während der Ferienwochen soll unsere Jugend nicht nur körperlich Erholung finden, sondern in Verbindung damit auch ihr deutsches Vaterland kennenlernen. Die NSV. führt daher während der Ferienwochen verschiedene Kindertransporte durch. Ein Ferientransport ist in der vergangenen Woche nach dem Schwarzwald und dem Bodensee erfolgt. Ein zweiter Transport ist nach Bayern abgegangen. Sach= und Triemerungrsat!. der Staffel II der Motorstandarte 69 mit Bochumer Beteiligung Aus Anlaß des Kreistreffens der NSDAP. in Wanne=Eickel fand am Sonntag eine Such= und Orientierungsfahrt für die Stürme der Staffel II der Motorstandarte 69 statt, an der sich auch die in Bochum beheimateten Stürme 11 und 16 beteiligten. Nach der Flaggenhissung auf dem Marktplatz in Holsterhausen und dem Absingen des Panzerwagenliedes wurden die 23 Mannschaften(je ein Führer und neun Mann auf je fünf Fahrzeugen als eine Mannschaft) von Staffelführer Busse fur die Reise mit unbekanntem Ziel gestartet. Erst kurz vor dem Start erhielten die Mannschaftsführer ihre Karten, auf denen fünf Suchpunkte eingezeichnet waren, die in beliebiger Reihenfolge angesteuert werden konnten. Die Fahrt führte mit dem entferntesten Suchpunkt bis zum Seehof in Haltern. Für die Bewertung war nicht nur die gefahrene Zeit ausschlaggebend. Das gesamte Verhalten des Führers und seiner Mannschaft auf der Fahrt sowie die richtige Abfassung einer schriftlichen Meldung waren vielmehr für die Reihenfolge der Sieger mit ausschlaggebend. Am Ziel auf der Hundewiese in Wanne=Eickel, wo die ersten Mannschaften gegen 12.20 Uhr eintrafen, hatte sich auch der Führer der Motorstandarte 69, Oberführer Sonnenschein, mit seinem Adjutanten eingefunden. Oberführer Sonnenschein gab in seiner Ansprache seiner besonderen Freude Ausdruck über die überaus gute Die Wälder sinck unsalle teuer 6 Beteiligung der NSKK.=Männer, für die die Motorisierung nicht nur ein technischer Begriff, sondern etwas Lebendiges sei. Der Dienst des NSKK.=Mannes sei vielseitig und als Banner= und Willensträger der Motorisierung im neuen Deutschland habe er sich immer wieder für die Erfüllung der Aufgabe einzusetzen. Die Einsatzbereitschaft der NSKK.=Männer in der Staffel II sei immer gut gewesen. Bei einer kurzen Schleifenfahrt durch die festlich geschmückten Straßen Wanne=Eickels nahm der Oberführer die Vorbeifahrt ab. Mit besonderer Spannung warteten alle Teilnehmer auf die Bekanntgabe der Ergebnisse. Den Ehrenpreis in Form eines Ehrendolches mit Gehänge für die beste Beteiligung an der Fahrt erhielt der Führer des in Bochum=Gerthe beheimateten Sturmes 11/M 69, Obertruppführer. Bönnemann. Mannschaftssieger wurde der Sturm 17/M 69(Herne). An zweiter Stelle folgte der Sturm 14/M 69(Wanne) und den dritten Siegerplatz belegte der Sturm 11/M 69 (Gerthe). Von den Stürmen 15/M 69(Wattenscheid), 17/M 69(Herne) und 18/M 69(Castrop) erhielten die Mannschaftsführer für gute Einzelleistungen ebenfalls Preise. Auch mit dieser Fahrt hat die Staffel II wieder bewiesen, daß die Männer mit ihren Fahrzeugen stets zur Stelle sind, wenn der Ruf an sie ergeht. Wieder etwas freundlicher Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mühlheim um 21 Uhr Mit der langsam fortschreitenden Ostwärtsverlagerung des mit seinem Kern über Finnland liegenden Tiefs schwindet dessen Einfluß auf das Wettergeschehen in unserem Bezirk immer mehr. Auf der Rückseite dieser Störung kam es am Berichtstage zwar noch zu beträchtlichen Niederschlägen, doch wird damit auch der Höchstpunkt der Schlechtwetterlage überschritten sein. Da gleichzeitig über ganz Westeuropa der Luftdruck ansteigt, kann sich über unserem Gebiet ein Hochdruckteil aufbauen, in dessen Bereich wieder mit freundlichem und sommerlichem Wetter gerechnet werden kann. Die Aussichten für Dienstag: Morgens noch meist wechselnd bewölkt, gegen Mittag von West nach Ost fortschreitende Aufheiterung. Vorwiegend trocken. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wolkig bis heiter. Ansteigende Temperaturen. Montag, 26. Juli Barometer 24 Uhr: 165.0 Thermometer 24 Uhr: 4# 8 Zeiten für Sonne und Mond am 24. Juli: ( Aufg..41, Unterg. 20.31; 3 Aufg. 21.33, Unterg..28 War der Schiedsrichter bestochen? Die Sulachtel halten das Well... Kötters Verfahren unter der technischen Lupe Am Montag kamen vor dem Bochumer Schwurgericht in einer sich bis in die späten Nachmittagsstunden erstreckenden Verhandlung die beiden Gutachter Eisenbahn=Oberbaurat Dr. Derikartz(Essen) und Diplomingenieur Overhoff(Bochum) in längeren technischen, ins einzelne gehenden Gutachten zu Worte. Es kam bei diesen Gutachten über die Tätigkeit des Schiedsrichters Kötter in der Streitsache Moskoppgegen die Rheinischen Kalksteinwerke in Wülfrath nicht etwa darauf an, eine Kritik zu üben an der Höhe der im Schiedsgerichtsverfahren der Firma Moskopp zugesprochenen Summe. Ebenso wenig galt es, zahlenmäßig etwa den Betrag festzulegen, welcher der Firma Moskopp wegen der eingetretenen Bauerschwernisse tatsächlich zu erstatten gewesen wäre. Es handelte sich vielmehr darum, die Art und Weise zu untersuchen, wie Kötter seinen Schiedsspruch aufbaute und begründete. Hierbei hat sich dann ergeben, daß zunächst die ursprüngliche Forderung der Firma Moskopp während des schiedsrichterlichen Verfahrens stark erhöht worden ist. Ob der Schiedsrichter hierbei mitgewirkt hat, lasse sich— so erklärten die Gutachter— nicht feststellen. Wohl aber sei erkennbar geworden, daß er diese Erhöhung des Anspruchs angenommen habe trotz des Widerspruchs der beklagten Rheinischen Kalksteinwerke in Wülfrath, und ohne dafür zu sorgen, daß sein Auftrag dem Wortlaut und dem Umfange nach genau festgelegt wurde.. gitten Schichs, Zum sachlichen Inhatt des umstrittenen Schievsspruchs kamen die Gutachter dann zu einer gemeinsamen Ansicht wie folgt: Eine bewußte Begünstigung in bestimmten Fällen liegt vor. Worauf sie zurückzuführen ist, läßt sich aus dem Schiedsspruch selbst nicht erkennen, weil der Schiedsrichter für die hierunter fallenden Dinge keine Erklärung oder Begründung abgegeben hat. Der Schiedsrichter legte seinem Spruch teilweise die Vorschriften der Verdingungsordnung für das Bauwesen zugrunde, und wich teilweise ohne Begründung von dieser Verordnung ab. Wohin gehen wir heute? Tonhallen=Diele und=Gaststätte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Zum Tanzen geboren. Capitol: ab 15.30 Uhr: Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der Rächer. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Grenzpoltzei Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Heiratsinstitut Ida& Co. Lichtspielhaus: Vorübergehend geschlossen. Odeon: ab 15.30 Uhr: Das Hofkonzert. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Das Hofkonzert. Usa Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Karussell. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Inkognito. Apollo Weitmar: Die Stunde der Versuchung. Capttol Langendreer: Seine Sekretärin. Capitol Werne: April— Abgu.., Kammerlichtspiele Gerthe: Inrognito. Lichtburg Langendreer: Hummel— Hummel. Schauburg Wanne=Eickel: Die Puppensee. Der Tag der Baufachmänner Im einzelnen sei zu diesem Gutachten noch gesagt, daß die Meinungsverschiedenheiten ihre Hauptursache fanden in einem Briefe des Schiedsrichters Kötter an die Kalksteinwerke, den diese auch bestätigt hatten, daß Kötter über alle Meinungsverschiedenheiten entscheiden werde,„aus der Verlegung der Provinzialstraße, aus der Eisenbahnstreckenveränderung und aus allen sonstigen Arbeiten.“ Aus den Vortagen ist in Erinnerung, daß die Wülfrather Zeugen die Tätigkeit des Schiedsrichters viel enger gedacht hätten. Mit dem Kötterschen Briefe hatten sich die Kalksteinwerke dann einverstanden erklärt, ohne aber in Wirklichkeit einer Ausdehnung der schiedsrichterlichen Tätigkeit zustimmen zu wollen, weil sie weniger auf den Brief Kötters als auf die fortgesetzten Versicherungen des Angeklagten Moskopp sich stützten, daß es sich um eine ganz geringe Streitsumme handle, wie ja auch das Honorar des Schiedsrichters dieser niedrigen Streitsumme angepaßt war. Hatte doch auch Kötter vor seiner Berufung in diesem Falle ausdrücklich versichert, daß er nicht„unternehmerfreundlich“ sei. Diesen Eindruck hatte er dann später noch verstärkt, als er den Direktor der Kalksteinwerke darauf hinwies, daß diese aus der Arbeitsverzögerung ihrerseits eine Gegenforderung geltend machen könnten, woran die Kalksteinwerke zunächst gar nicht gedacht hatten. Auf Drängen Kötters habe Direktor L. dann diesen Schaden rein schätzungsmäßig auf 7000 Mark beziffert mangels genauer Unterlagen. Als der Schiedsrichter dann merkte, daß über seinen wirklichen Auftrag zwischen den Parteien erhebliche Meinungsverschiedenheiten auftraten, hätte er die Pflicht gehabt, nunmehr genau feststellen zu lassen, was er eigentlich tun sollte. Leider sind die Schiedsrichterakten selbst verschwunden, so daß die Aufklärung nur auf Umwegen erfolgen kann. Aus den Gutachten der Sachverständigen ergibt sich die große Schwierigkeit dieser Aufgaben und ihre Verantwortung. Dem Angeklagten Moskopp mußte zugestanden werden, daß er sehr erhebliche Erschwernisse bei der Bauarbeit zu überwinden hatte, für die ihm auch eine besondere Vergütung hätte zukommen mussen. Moskopp beziffert seine Verluste aus den Geschäften mit den Kalksteinwerken selbst in einem Schreiben auf 160000 Mark. Es ist im Rahmen dieses Berichtes jedoch ganz unmöglich, auf die technischen und rechnerischen Unterlagen des Angeklagten und auf die kritische Würdigung all dieser Dinge durch die Schiedsrichter näher einzugehen; für die rechtliche Beurteilung wurden die Ziffern zudem als nebensächlich bezeichnet. Jedenfalls stellten die Schiedsrichter fest, daß die vertraglichen Grundlagen zu den Bauausführungen im Laufe der Arbeiten sowohl als später im Rechtsstreit verlassen worden sind, daß Moskopp später seine Forderungen geltend machte auf Grund der Selbstkosten unter Zuschlag eines zehnprozentigen Unternehmergewinns, was man technisch als„Kolonialvertrag" bezeichnet. Festgestellt wurde allerdings auch, daß sich der Schiedsrichter diese Art der Berechnung der Firma Moskopp nicht zu eigen machte, sondern nach seinen eigenen Erfahrungsgrundsätzen verfuhr, daß er sein Verfahren aber im einzelnen nicht begründete. Unter dem Eindruck der Selbstkostenberechnung der Firma Moskopp aber habe er ohne Zweifel gestanden. Auch konnte man aus den Gutachten entnehmen, daß auf seiten der Firma Moskopp erhebliche und kostspielige Mehrleistungen gegenüber den Verträgen feststehen, die irgendwie bei der Abrechnung auch in Erscheinung treten durften. Weiter seien Verzögerungen der Arbeit eingetreten, welche die Rheinischen Kalksteinwerke zu vertreten hatten und nicht die Firma Moskopp. Bei der Provinzialstraßenverlegung erhöhte sich die Leistung an Bodenbewegung von 164000 auf 186000 Kubikmeter, die Bausumme von 360000 auf 570000 Mark, anerkannt wurde dann eine solche von 495000 Mark. Bei der Streckenverlegung stieg die Summe von 403 000 auf 578000 Mark nach der vorläufigen Abrechnung; anerkannt wurden 552000 Mark. Diese Ziffern nur als Beispiel...,.„ 47 hrungen der Sachverstä Ein großer Ten der ausfühlungen der Schberstandigenautachten beschaftigt sich dann mit der Berechnung des Bahndammes, dessen Errichtung durch Wetterungunst und schlechte Bodenbeschaffenheit stark beeinträchtigt und verteuert wurde. drum hütet sie vvor Schadenfeuen: Die SA.=Gruppe Westfalen in Gemeinschaft mit der Reichsarbeitsgemeinschaft für Schadenverhütung, Gau Westfalen=Süd, führt eine Waldbrandverhütungsaktion durch, um den wichtigen Rohstoff, das deutsche Holz, vor Vernichtung durch Feuer zu bewahren. 400 Einsatzübungen, 2500 Vorträge, 10 000 Plakate, Waldschutzstreifen, Errichtung von Gerätelagern usw. tragen dazu bei, zur Bekämpfung von Waldbränden bereit zu sein wenn Gefahr droht, und den Volksgenossen zur Gewissenhaftigkeit in der Erhaltung und Einhaltung der Schutzvorschriften zur Sicherung des deutschen Waldes zu erziehen. Letzte„Generalprobe“ Preiswettflug der Bochumer Brieftauben ab Rathenow(375 Kilometer) Am nächsten Sonntag steigt der große Nationalund Gauwettflug ab Firchow. Bochums Brieftaubenzüchter benutzten darum den letzten Preiswettflug ab Rathenow zur Sichtung ihres Materials. Fur diese Generalprobe meldete die für di igte ur .40 Uhr bei leichtem Westwind. Durch starke Regenschauer wurde die Fluggeschwindigkeit nicht unerheblich beeinträchtigt. Die beste Flugleistung wurde mit 900 Minutenmeter konstatiert. Die erste Preistaube fiel um 12.32,29 Uhr, die letzte um 13.40 Uhr. Die ersten Preise holten sich: 1. Leineweber(Luftkreuzer Laer), 2. Hoffmann(Siegespalme Stiepel), 3. Meyer und Söhne(Columbia Bochum), 4. Hornberg(Siegespalme Querenburg), 5. Eickelbeck(Siegespalme Stiepel), 6. Bräuning(Edle Taube Bärendorf), 7. Leineweber(Luftkreuzer Laer), 8. Rust(Blauer Vogel Weitmar), 9. Kruckmann(Vereinte Freunde Altenbochum), 10. Paulich(Telephon Weitmar). In die Serienpreise teilten sich 1. Eickelbeck(Siegespalme Stiepel), 2. Leineweber(Luftkreuzer Laer), 3. Diel(Flugpost Bärendorf), 4. Strank(Am Waldesrand Weitmar), 5. Haarmann(Hochsegler Weitmar), 6. Grigat(Froh Wiedersehn Eppendorf). Die Reisevereinigung Bochum=Nord hatte sich mit 395 Tauben an dem Preiswettflug ab Rathenow beteiligt. Es ging um 99 Preise. Der Abflug war auf.30 Uhr angesetzt worden. Der Konkurs begann um 12.26,45 Uhr und endete um 13.50,16 Uhr. Hier wurde die 375 Kilometer lange Flugstrecke von der ersten Siegertaube mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 896,4 Minutenmeter durchflogen. Die ersten Preisträger waren: 1. Leist(Auf zur Altstadt Bochum), 2. Schulte(Brieftaube Hamme), 3. Willi Drees(Fortuna Bochum), 4. Grell(Heimkehr Hamme), 5. Reiffert(Fortuna Bochum), 6. Mette(Auf zur Altstadt Bochum), 7. Lenz(Blau=Weiß Grumme=Vöde), 8. Paul Hackert(Auf zur Höhe Grumme), 9. Hoeps(Edler Sport Bochum), 10. Scheffler(Blitzpost Hamme). Die Serienpreise erhielten: 1. Reiffert(Fortuna Bochum), 2. Binger (Kehre wieder Hofstede), 3. Leist(Auf zur Altstadt Bochum). Im großen und ganzen darf man wohl sagen, daß die„Generalprobe“ geklappt hat. Beide Reisevereinigungen sind für den Nationalflug aufs beste gerüstet. So wird es auch in den übrigen Bochumer Reisevereinigungen sein, in denen die Vorbereitungen für Sonntag als abgeschlossen gelten dürfen. Die Kreisfachschaft Bochum einschließlich Hattingen wird sich mit rund 500 Tauben an dem Firchower Flug beteiligen. Schätzungsweise wird der Gau Westfalen insgesamt 4000 Tauben schicken. Der Wettbewerb wird ausgetragen zwischen den Kreisfachschaften Witten=Hagen, Unna, Groß=Dortmund, Coesfeld, Bochum, WanneEickel=Wattenscheid=Herne, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop. Die Leitung des Fluges hat die Kreisfachschaft Gelsenkirchen. Da von der Reichsfachschaft für diesen Flug keine Auszeichnungen vergeben werden, läßt die Gauleitung von sich aus sechs Diplome ausfliegen, die für die besten Leistungen auf drei vorher bestimmte Tauben ausgesetzt sind. Hinter schwedischen Gardinen. Festgenommen wurden zwei Personen auf Grund eines Haftbefehls, ein Mann wegen schwerer Urkundenfälschung und Betruges. Traditionsecke Gründung einer Kameradschaft Insanterieregiment 118. Am 22. August treffen sich alle Angehörigen des Insanterieregiments 118, des Reser=Insanterieregiments 118, des Landwehr=Infanterieregiments 118 und die Ersatzformationen in Herne i. W. im Lokale Stemberg, Bahnhofstr. 34, zur Gründung einer Kameradschaft. Anfragen„sind„zu richten an: Heinrich Wißner, Herne t.., Kaiser=WilheimStraße 5. Aus der (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Dienstag, 27. Juli RS.=Frauenschaft Laer. 12 Uhr: Abfahrt zum Ittertal. Treffpunkt an der Schillerschule. Dem Angeklagten Moskopp wurde vom Gericht sofort Gelegenheit gegeben, sich zu diesen Gutachten im einzelnen zu äußern. Ev versuchte klar zu machen, daß die Kalksteinwerke sich der Ausdehnung des Schiedsspruchs zuerst gar nicht so sehr sperrten, wie der Briefwechsel und die ersten gegenseitigen sachlichen Auseinandersetzungen zeigen könnten, die durch die Verlesung der betreffenden Schriftstücke auch den Geschworenen bekannt gegeben wurden. Erst im Laufe der Verhandlungen hätten sie sich dann„gesperrt“. Er habe jedenfalls nichts Ungebührliches von den Kalksteinwerken verlangt und auch den Schiedsrichter nicht veranlaßt, zu seinen Gunsten etwas zu unternehmen, was dieser nicht hätte verantworten können. Am Dienstag wird in die Zeugenvernehmung ein getreten. Tagesplan für Dienstag, den 27. Juli Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 15.30 bis 17.30 Uhr: Bürgergesellschaft(Privateingang Wilhelmstraße); von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Real15.00 uin 11.30 Wilhelmstraße); von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des gymnasiums, Bochum=Langendreer, Unterstraße 73; von 20.30 bis 21.30 Uhr: Gymnastikschule. Rottstraße 29; von 20 bis 22 Uhr: Licht= und Luftbad, Königsallee. Spezialgymnastik nur für Frauen von 20 bis 21 Uhr: für Männer von 21.30 bis 22.30 Uhr: Badeanstalt, MartenKindergymnastik für Kinder von 10 bis 15 Jahren von 16.30 bis 18 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29. Iln=Jitsu für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Alleeschule, Alleestraße. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 10 und 11) Seite 5 Nr. 113 Bochumer Anzeiger# Dienstag, 27. Juli 1937 800 Aus aller Welt ersten Mal in Europa „Arer...) Die Sensation der Pariser Weltausstellung Paris, 26. Juli. Einer der größten Anziehungspunkte der Pariser der Pont'9eng erichzum erstenmal auch lebende Piranhas die berühnten„Meuscherfreiseriche, — Rrüder Grimm, die in Rio leben und in der der Brüder Grimm, die in Rio leben und in der Welt als die bedeutendsten Kenner und Händler von seltenen Fischen gelten.. Seit fünf Jahren hat Frantreich versucht, in den Besitz eines lebenden Piranah=Fisches, dieses interessantesten Bewohnerns des Amazonen=Flusses, zu gelangen. Der Geschicklichkeit der Gebrüder Grimm ist es nun gelungen, neben vielen anderen Wundern der Ozeane und Flüsse zum erstenmal lebende Piranhas nach Europa zu bringen.. uugfinglichen Cch. Der Transport dieser uberaus empfinolichen Levewesen hat allein nahezu 10000 Mark gekostet. In den Wasserdschungeln des Amazonas ist der Paranha gefangen worden und dann tagelang stromaufwärts gereist. In dieser Zeit mußte man ihn mit rohem KaimanFleisch füttern. Von der Küste aus brachte das Flugzeug der Brüder Grimm die Ladung in besonderen Behältern, in denen jeder einzelne Fisch durch eine wand von seinem Nachbarn getrennta cht,zeppot,“- Hapte Tiere nicht gegenseitig auffressen, nuch Relhblk, dann beförderte man sie in einem Spezial=Eisenbahnwaggon nach Paris, wo sie zweifellos eine Sensation der Weltausstellung bilden. Die wütenden Fische springen mitunter sogar aus dem Wasser heraus, Tiere und Menschen anfallend, nur in dem Bestreben, zu beißen und Aljg)-Vorzicher meine auch selbst dabei zugrunde gehen.(Alse Telsicht, meine Herrschaften!) Erst vor kurzem wurde einer jungen Engländerin, die den Amazonas hinauffuhr, an zwei Fingern der rechten Hand das erste Glied abgebissen. Sie faßte gedankenlos nach dem Ende ihres Schals, der ins Wasser gefallen war, aber kaum hatte sie dus Wasser berührt, als sie mit einem gellenden Schmerzensschrei zusammensank— die beiden Finger waren am erst Glied wie mit einer Maschine abgeschnitten. Natrülich gibt es neben diesen Piranhas in dem Aquarium der Weltausstellung noch viele andere wundersame Lebewesen. Etwa den sogenannten„Blas rohrfisch"; der aus dem Hinterhalt die Fliegen mit einem Wassertropfen von den Pflanzen herunterschießt, um die ins Wasser Fallenden dann zu verspeisen. Der schwierigste Gast dieser Schau ist aber der Pterors volitans, der wie ein Zebra gestreift und an manchen Körperstellen durchsichtig ist. Er braucht genau sechs Milligramm Oxygen pro Liter Wasser, nicht mehr und nicht weniger, sonst geht er zugrunde. Die Seekühe die an den Wasserpflanzen nagen, wie die Hasen im Krautfeld, kosten pro Paar 900 Mark. Wenn man so ein Pärchen trennt, gehen sie sofort ein, ein Beweis, daß auch Fische an Liebeskummer sterben können! Der Kofferfisch hat einen Kopf wie ein Ochse, er trägt zwei kleine Hörner, und sein Körper ist gepanzert mit einem Ueberzug aus Knochenhaut. Fast alle diese exotischen Gäste sind auf dem Luftweg, zu Wasser und zu Lande von der deutschen Firma Grimm in Brasilien nach Paris befördert worden. Nur keine Angst Ein Komet rückt in Erdnähe Berlin, 26. Juli. Gegenwärtig gibt, wie schon berichtet, ein Komet in unserem Sonnensystem ein Gastspiel. Er wird nach den jüngsten Berechnungen am 7. August in Erdnäh sein. Seine Entfernung von der Erde dürfte an diesem Tage nur noch die Hälfte des normalen Erdabstandes von der Sonne betragen: nämlich rund 75 Millionen Kilometer. heimnisvollen Todesstrahlen erfunden habe, mit deren Hilfe man Leben vernichten kann. Oder interessieren Sie sich mehr für die Strahlen, mit denen ich angeblich ein Flugzeug, ein Automobil oder einen Tank anhalten kann?" „Unsinn“ antwortet Marconi auf die Frage, die er aus meinen Augen lesen kann.„Ich habe weder Todesstrahlen erfunden noch irgendeine Strahlenart, mit deren Hilfe man einen Explosionsmotor außer Funktion setzen kann. Es ist nicht wahr, daß es mir auch nur ein einziges Mal gelungen wäre, ein Flugzeug, ein Auto oder einen Tank durch Strahlen anzuhalten. „Wenn ich genau sein soll, muß ich allerdings zugeben“, so fährt Marconi fort,„daß wir in unseren Laboratorien tatsächlich mit„Todesstrahlen“ experimentiert haben, und sogar mit Erfolg. Wiz, habegigel Ratte getötet, allerdings auf eine ganz karze Distanz und mit Hilfe eines überaus komplizierten Apparates. Die Einzelheiten dieses Experimentes darf ich Ihnen nicht verraten. Aber Sie werden sich immerhin vorstellen können, was es mit unseren Todesstrahlen auf sich hat. Wir müßten uns unserm Opfer auf mindestens einen Meter nähern und außerdem eine riesige Maschinerie mit uns führen. Sollte es da nicht, wenn man jemand töten will, ganz erheblich einfacher sein, ein Gewehr abzufeuern?" Marconi leugnete also gar nicht, sich an Todesstrahlen versucht und dabei Schiffbruch erlitten zu haben. Weltbild Leichtmetall im Digeiste, Hez, Pierioheggrl. gere oe.. sehender Eiasbarung von densengebondenern, Bezgsteistene auf Veraulsgals deit Aniei sumtegierungen bergetelt worve,(ghef, Oherst Föh, den neuen Leichtmetgkein für deutsche Roh= und Werkstoffe zurück, dessen.=1,—er glektroindustrie erstmalig vorzugrte. Rahmen der Tagung des Beirates der Wirtschaftsgruppe Mädchenhändler gingen in die Falle HEri hadsche Die größte Bande Frankreichs von der Polizei gesprengt— Vier Verbrecher verhaftet Das ist zwar keine übertrieben große Annäherung, es gab Kometen, die uns schon näher kamen. Immerhin wird man den Fremdling in unserem heimatlichen Himmelsraum an diesem und den darauffolgenden Tagen, wenn er sich dann auch der Sonne am meisten genähert hat und sich gewaltige Veränderungen in seinem Innern vollziehen, am hellsten leuchten sehen. Zwischen dem 7. August, dem Tage der Erdnähe, und dem 11. oder 12. August, dem Tage der Sonnennähe, dürfte das Stadium seines höchsten Glanzes erreicht sein. Man wird ihn dann gut mit dem bloßen Auge sehen können. Augenblicklich leuchtet der Komet so hell wie ein Stern der fünften Lichtklasse. Das neue Ehescheidungsgesetz Beifall im englischen Unterhaus London, 26. Juli. Das Unterhaus hat jetzt die nach heißen Debatten vom Oberhaus vorgenommenen Abänderunen des neuen englischen Ehegesetzes, oder besser Scheidungsgesetzes gebilligt und das Gesetz in seiner jetzigen Form angenommen. Das Gesetz wird in dieser Woche Gesetzeskraft erlangen. Das bisherige englische Scheidungsgesetz stammte aus dem Jahre 1857 und sah als einzigen Scheidungsgrund Ehebruch an. In dem neuen Gesetz ist festgelegt, daß eine Scheidung erst nach dreijähriger Ehe eingebracht werden kann. Das Gericht hat jedoch gewisse Vollmachten, eine unglückliche Ehe früher zu trennen. Als Scheidungsgrund gelten nunmehr: Ehebruch, böswilliges Verlassen, Grausamkeit oder unheilbare Geisteskrankheit. Die Abgeordneten des Unterhauses erhoben sich nach Annahme des Gesetzes von ihren Plätzen und brachen in laute Beifallsrufe aus. Marconi über Todesstrahlen Eine Unterredung mit dem verstorbenen Erfinder Ein italienischer Mitarbeiter der„Kölnischen Zeitung" gibt in diesem Blatt eine Unterredung bekannt, die er noch vor kurzem mit Marconi hatte, und erzählt darüber: Italiens. großer Erfinder Guglielmo Marconi empfangt mich an Bord seines schwimmenden Laboratoriums, der Jacht„Elektra“. aris, 26. Juli. Der Kriminalpolizei in Toulouse ist nach sorgfältiger Kleinarbeit ein großer Schlag geglückt: sie konnte vier Verbrecher verhaften, die Mitglieder der Mädchenhändler= Organisation sind, die seit Jahren im Süden und Südwesten Frankreichs ihr schändliches Gewerbe ausübt. Die Bande, die weiße Frauen aus Paris und der französischen Provinz nach Algerien, nach Marokko und sogar nach Buenos Aires lieferte", das heißt verkaufte, unterhält„Filialen“ in fast allen größeren Provinzstädten des Südens und Südwestens..„. Gmn Eitz mi: uck Die Anfuhrer der Bande haben iyren Sitz, wie sich schon aus der Vernehmung der Verhafteten ergab, an der Porte Saint=Denis in Paris. Die Verhafteten, unter denen sich ein 27jähriger Araber befindet, leugneten zunächst. Als man bei dem Araber die Abschrift eines Telegramms an einen Komplicen in Oran fand, in dem mitgeteilt wurde, daß in dieser Woche noch zwei„hübsche Kollis“ zu den üblichen Bedingungen abgesandt würden, gaben sie ihr Leugnen auf. Die Pariser Kriminalpolizei arbeitet eng mit der Toulouser Kriminalpolizei zusammen, um die ganze Bande hinter Schloß und Riegel zu bringen. Man erwartet in nächster Zeit zahlreiche Verhaftungen. Seit Jahren verfolgen die französischen Kriminalbehörden das Treiben der Verbrecher, denen es bisher noch immer gelang, ihr Gewerbe zu verschleiern.., Die vier verhafteten Verbrecher fielen in eine von der Kriminalpolizei Toulouse geschickt gestellte Falle. Es gelang den Kriminalbeamten, festzustellen, daß die beiden„hübschen Kollis“, von denen in dem Telegramm nach Oran gesprochen wurde, nicht weniger als 23 Frauen und Mädchen waren, die in dieser Woche nach Oran abs###ndt werden sollten. Die 23 Frauen konnten identifiziert und in Sicherheit gebracht werden. Die Kriminalpolizei in Toulouse bewahrt noch das strengste Stillschweigen über die zahlreichen Komplicen dieser Organisation, die im Laufe der Jahre ein geradezu katastrophales Unheil angerichtet haben, und die man ebenfalls in Kürze dingfest zu machen gedenkt. Ueberredungsversuche scheiterten, und so rief er den Scheidungsrichter an. Zur Unterstützung seines Standpunktes führte er an, daß seine Frau jedes Pennystück, das ins Haus kam, mit Wasser und Seife zu behandeln pflegte; Vivian wiederum berief sich auf ein Handbuch der Hygiene, das sie als Backfisch gelesen hatte. Der Richter erkannte dieses Handbuch nicht an und trennte die kußlose Ehe; hierbei wurde Vivian zum schuldigen Teil erklärt.(So ist's recht!) Erst die Liebe, dann die Bakterien Andernfalls wird rücksichtslos geschieden London, 25. Juli. Frau Vivian Willes, die Frau eines Kaffeehändlers in London, war gegen den Kuß. Sie fürchtete den Kuß, weil sie sich vor Bazillen fürchtete, und sie gestattete ihrem Manne auch nur dann einen Kuß, wenn er sich vorher die Zähne putzte und den Mund mit einer desinfizierenden Flüssigkeit ausspülte. Mister Willes, der während der Verlobungszeit geglaubt hatte seine Frau küsse teils aus Zurückhaltung, teils aus Koketterie nicht, wollte sich nun nicht immer den Mund spülen: Schöner Reinfall „Klub der intelligenten Frauen“. Warschau, 26. In einem der bekanntesten Warschauer Gartenlokale tagte seit einiger Zeit eine Vereinigung, die sich selbst den schönen Namen„Klub der intelligenten Frauen“ gegeben hatte. Die mehr oder weniger anmutigen Klubmitglieder bewiesen ihrem Verein eine wahrhaft rührende Anhänglichkeit, denn es kam vor, daß einige dieser Damen fast 24 Stunden hintereinander an den Zusammenkünften teilnahmen, die unter schönen alten Bäumen und in frischer Luft sicherlich sehr reizvoll waren. Schließlich wurde diese bemerkenswerte Ausdauer den Ehemännern zu viel, zumal die Klubzusammenkünfte das ganze Wirtschaftsgeld aufzuzehren begannen. Sie erstatteten Anzeige bei der Polizei, die dann überraschenderweise grüne Tische und Spielmarken als Hauptgegenstände des„Klubs der intelligenten Frauen“ beschlanahmen konnte. Die Damen waren trotz ihrer„Intelligenz“ gewiegten berufsmäßigen Falschspielern zum Opfer gefallen, die bei dem schönen warmen Sommerwetter Tag und Nacht hindurch spielten. Ein panzerkreuzer wird versteigert Paris, 25. Juli. Am Donnerstag findet in Paris die öffentliche Versteigerung des französischen Panzerkreuzers„Diderot“ statt. Das Schiff, das lange Jahre auf dem französischen Kriegsschiff=Friedhof in der Bucht von Terenez südlich des Kriegshafens von Brest gelegen hatte, ist vor einiger Zeit in das Arsenal von Brest geschleppt worden, wo es seither zur Besichtigung für etwaige Käufer bereitsteht. Der Mindestpreis, den die franzosische Marineleitung für das Schiff verlangt, wird geheimgehalten. Jeder Bewerber muß der Marineleitung schriftlich die von ihm gebotene Mindestsumme mitteilen und diesem Schreiben einen Garantiescheck von 100 000 Frank beifügen. Der schriftlich meistbietende Käufer erhält den. Panzerkreuzer, allerdings mit der ausdrücklichen Verpflichtung, das Schiff abzuwracken und zu verschrotten. Sinnbild für Kampf und Erfolg Die Plakette zum Reichsparteitag 1937 München, 26. Juli. Die diesjährige, von Professor Richard Klein schaffene Reichsparteitag=Plakette, die bereirs in reichen Gauen Zum Verkauf, zalistische, das geich traNSK. meldet, drei nationalsozialist###., dus Reich kiugende Männerfiguren. Die drei Männer, die das Hi heitsabzeichen der Bewegung tragen, versinnbildlichen jene Kämpfer der Partei, die einst den Kampf um den Aufbau des Dritten Reiches auf sich nahmen. Sie wachsen aus dem Nichts, wie auch die Bewegung damals aus dem Nichts geschaffen wurde. Daß nun nach vier Jahren der kämpferische Einsatz seine reifen Fruchte zum Wohl der Nation gebracht hat, wird dargestellt durch die Aehre und durch die Weintraube. So symbolisiert die künstlerisch ausdrucksvolle Plakette des Reichsparteitages 1937, daß nur durch ständigen Einsatz und durch nimmermüde Arbeit und Bereitschaft etwas Geschaffenes erhalten und gefördert werden kann. Anheinnchri Milernachleerfach Ein etwas verwegener Reklame=Einfall Newyork, 26. Juli. Als unlängst eines Abends ein Herr in Newyork in seine Wohnung zurückkam, sah er zu seiner raschung einen maskierten Mann vor dem Geldschrank stehen. In diesem Augenblick wandte sich der Eindringling um und hielt dem rechtmäßigen Besitzer der Wohnung den Revolver vors Gesicht. Dann erklärte der vermummte Fremde, daß es ihm doch eigenzig, gitpjingerg wäre, die ganze Wohnung nach Wunsch Zu Tode erschrocken, brachte der Ueberfallene nur ein gepreßtes„Ja“ zwischen den bebenden Lippen hervor. „Ebenso leicht könnte ich Ihnen nun nach Herzensbust das Lebenslicht ausblasen“, fuhr der nächtliche unheimliche Gast fort. „Ich muß das zugeben", stotterte entsetzt und verzweifelt der Wohnungsinhaber.„Nun sehen Sie, ich bin durch das Salonfenster in Ihre Wohnung gelangt. H ten Sie indes Smith=Vatent, Siche ghozt g; F recge; Alarmvorrichtung angebracht, so ware das ein### der Unmöglichkeit... Der ganze Avparat kostet aues in allem fünfzig Dollar. Ich erlaube mir. Ihnen hiermit einen Prospekt zu überreichen in dgi, angznehrgen##; wartung, daß Sie uns bald mit zoren werten Aufträgen beehren werden.„Jrucsvolle R. Mit diesen Worten steckte der„einorunfantlag im lamemacher seine Waffe ein, expfabl sich, aautzor im Dunkel verschwindend. Aber FScreg„„###er also unsanft Umworbene vom ersten Schreu erholt hatte, verSchutzmann festnehmen. Der Herr sieht einer wegen Bedrohung und Nötigung entgegen. „Sie wollen zunächst sicher wissen;, sagt er mit sei sanft Umworbene von, ung ziag ihn“.“ ocit hat ner ruhigen Stimme,„ob es wahr ist, daß ich die ge= forgte er den agenten un nien von durch Geheimnisvoller Ozeanflieger 500 Meilen östlich von Neufundland gesichtet London, 25. Juli. Sämtliche Küstenstationen im Westen Englands und Irlands halten Ausschau nach einem geheimnisvollen Ozeanflieger, der am Donnerstag morgen kurz nach 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit von dem englischen Dampfer„Ranee“ gesichtet wurde. Die„Ranee" befand sich zu dieser Zeit 500 Meilen östlich von Neufund land. Das unbekannte Flugzeug, das starke Positionslaternen führte und deutlich hörbar war, flog nach Osten. Nach Meldungen aus Newyork hat keiner der bekannteren Flieger, Amerika im Flugzeug verlassen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen weniger bekannten Flieger, der heimlich von einem amerikanischen Flugplatz gestartet ist, da die amerikanischen Behörden in letzter Zeit regelmäßig die Erlaubnis zum Ueberfliegen des Atlantiks verweigert haben. Das geheimnisvolle Flugzeug müßte unter normalen Umständen Freitag in Irland oder England gelandet sein. Viille in die Wen Reichsautobahn Hamburg—Kassel wird im Herbst beFür die Reichsautobahnstrecke Hamburg—Kassel sind nunmehr zwei Linien vorgesehen, deren westliche etwa über Soltau—Gandersheim nach Nordheim führt; die andere verläuft östlich etwa über Uelzen—Braunschweig —Seesen, um sich bei Gandersheim mit der westlichen Linie zu vereinigen. Von der westlichen Linie zweigt in der Umgebung von Walsrode die Verbindung nach Bremen ab; an der östlichen Linie ist eine Abzweigung in Richtung Wittenberge—Mecklenburg geplant. Der Bau der westlichen Linie(Hamburg—Hannover) soll noch im Laufe des Herbstes begonnen werden. Hausmannskost bevorzugt!— Die Mahlzeiten in den Gaststätten Der Geschäftsführer der Fachgruppe Gaststätten, Geisthardt, hat Richtlinien für eine Umstellung und Anpassung der Mahlzeiten in Gaststätten nach gesundheitlichen Grundsätzen aufgestellt. Die Mahlzeiten in den Gaststätten seien häufig noch ernährungswissenschaftlich unzureichend. Gemüse und Obst müßten stärkere Berücksichtigung finden. Aus gesundheitlichen Gründen müßte das Gaststättengewerbe seinen Veror##uch an Kartoffeln, Grieß, Graupen, Haferflacken und Süßspeisen steigern und auch eine stärtere Berücksichtigung der landschaftlichen Eigenarten in der Küche vornehmen. Dabei sei die einfache Hausmannskost zu bevorzugen. Deutschlandkarte im Maßstab:5000 Vom 31. Juli bis zum 4. August hält der Deutsche Verein für Vermessungswesen seine diesjährige Reichstagung in München ab. Im Mittelpunkt der Tagung steht u. a. die Schaffung eines großen Kartenwerks von Deutschland im Maßstab:5000. Das deutsche Vermessungswerk wird alles daran setzen, ein solch riesenhaftes, in der Welt einzig dastehendes Kartenwerk zustande zu bringen. Unwetterkatastrophe in der Steiermark Ueber dem Gebiet des Murtales und der Oberwölser Tauern in der Steiermark ging ein schweres Unwetter nieder, das in der ganzen Gegend riesige Verheerungen anrichtete. Mehrere Ortschaften wurden von den Wassermassen, die sich an manchen Stellen in einer Flutwelle von drei Meter Höhe ergossen, völlig verwüstet. Zahlreiches Vieh wurde vernichtet, viele Familien sind Klages obdachlos. Vier Personen im Gebirgsbach ertrunken Als am Samstag ein Kraftwagen bei einem Wolkenbruch über eine Gebirgsbachbrücke in der Nähe von Gosau im Salzkammergut fuhr, brach diese ein. Der Kraftwagen stürzte in den Bach, seine vier Insassen, ein Herr und drei Damen aus Wien, fanden den ToTod damen aus Wien, fanden den Neue ostjüdische Ausschreitungen in Polen Als jetzt trotz der starken gesetzlichen Einschränkung des Schächtens Verkauf von„koscherem Fleisch“ festgestellt wurde, führten die polnischen Behörden umfangreiche Kontrollen bei jüdischen Fleischern durch. Hierbei wurden große Mengen von Fleisch geschächteter Tiere beschlagnahmt. In Sosnowitz rotteten sich daraufhin Hunderte von Juden zusammen, die gegen die Beamten eine drohende Haltung einnahmen. Ein starkes Polizeiaufgebot zersprengte die jüdische Massenansammlung. Französischer Dampfer fischte in belgischen Gewässern Beim Fischfang in belgischen Gewässern wurden zwei französische Dampfer überrascht. Sie wurden in den belgischen Hafen von Nieuport eingebracht und festgelegt. Eine Beschlagnahme der Fischerwerkzeuge der beiden Schiffe ist wahrscheinlich. Seite 6 Nr. 173 7 Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 27. Juli 1937 Anterhaltung Die StreitLinde, Von Gertkold Chiele Eine Höfe.— alte Linde stand auf der Grenze der beiden Der Gremsthaler behauptete zwar, daß die eiten auf seinem Grund und Baden Linde seit uralten Zeiten auf seinem Gruno und Boden stehe, und sein Nachbar, der Weidlinger, behauptete für sich das gleiche. Seit einigen Jahren nun war die Linde, die die Bewohner die Streitlinde nannten, wiederum Mittelpunkt des Gesprächsstoffes der Dorfbewohner. Es bildeten sich sogar zwei Parteien, die eine half dem Weidlinger und die andere dem Gremsthaler.— Nur der alte Lindenbaum kümmerte sich nicht um das Gezänk, er stand da groß und mächtig und niemand sah, daß er altersschwach wurde. Sein Stamm fing an, morsch zu werden. Sein dichtes Blätterdach bot allen, die zu ihm kamen, ein trauliches Heim. Und er hatte viele Bewohner, da waren Vögel und Käfer und allerlei Getier. Wenn er blühte, summten Hunderte von fleißigen Bienen um sein Haupt und nahmen die süße Frucht. Und auch die Bienen kümmerten sich wenig darum, wem der Baum gehörte. Im Dorf wußte niemand recht, wann der Streit um die Linde entbrannt war. Schon die Väter und die Großväter der jetzigen Besitzer der beiden Höfe hatten um die Linde Prozesse geführt. So gehörte dieser Streit zum Erbe. Ein schlechtes Erbe, das sich in den beiden Bauernfamilien fortpflanzte, so wie sich eine Krankheit fortpflanzt von Glied zu Glied. Der Weidlinger hatte eine Tochter und der Gremsthaler hatte einen Sohn. Wenn nun die Jugend des Dorfes zum Tanze ging oder sich sonst bei einem Feste vereinigte, dann gingen die beiden jungen Leute fremd aneinander vorbei. Aus diesem alten Streitfall entwickelten sich auch noch andere Plänkeleien, da war eine Henne, die über den Zaun flog, oder ein Knecht kam mit seinem Gespann auf den Feldrain des Gegners. Es gibt viele Reibungsflächen, wenn die Höfe und Aecker zusammenliegen und die Bauern feindlich miteinander sind. Heute war das Dorf in hellem Aufruhr, denn die Herren vom Gericht kamen. Die Dorfbewohner standen am Wege und schauten nach der Linde, als sähen sie sie heute zum erstenmal. Nachdem die Herren alles in Augenschein genommen hatten, gingen sie mit dem Gremsthaler und dem Weidlinger zur weiteren Verhandlung zum Gasthaus. Die Felder lagen einsam und verlassen und der junge Gremsthaler, der auf dem gepflügten Acker die Erdklumpen zerkleinerte, glaubte allein zu sein.— Er war absichtlich auf das Feld gegangen, um von der ganzen Sache nichts zu sehen. Der Streit um die Linde fing an, ihn zu ärgern. Als er sich einmal aufrichtete, sah er, daß drüben auf dem Nachbarfelde ein Mädchen Blätter von den Rüben nahm. Es hatte blondes Haar, Haar von der Farbe des reifen Roggenfeldes, das neben dem Rübenfelde hin und her wogte. Der junge Bauer arbeitete verbissen weiter, aber er konnte nicht umhin, er mußte sich immer wieder aufrichten und nach dem blonden Mädchenkopf sehen. Er wußte selbst nicht, wie es gekommen war, aber plötzlich stand er neben dem Mädchen— der Weidlinger Tochter:„Schöne Rüben habt Ihr.“—„Es mag sein", antwortete sie.—„Und auch euer Korn steht gut.“— Mag sein...... Gast uns 4545 Sraerlich k. Der Bursche holte tief Luft und sieß ärgerlich vervor:„Und die Alten sitzen im Dorfkrug und streiten sich um einen alten Baum.“ Ein lichtes Feuer glomm in den Augen des Mädchens:„Ja, sie streiten sich um einen alten Baum, und hier draußen stehen die Felder mit reifer Frucht.“ „Meinst du nicht, Liese, daß wir den Streit um diesen Baum, wenigstens unter uns Jungen begraben sollten.— Ich jedenfalls mache dieses Theater nicht mehr mit.“ „Was willst du tun, du kennst doch die harten Köpfe unserer Väter?" „Und ich werde etwas tun“, sagte der Bursche trotzig,„machst du mit?" Das Mädchen sah den jungen Gremsthaler an und dachte: er ist groß und stark wie sein Vater, wenn er etwas beginnt, dann führt er es auch aus. Und aus diesen Gedanken heraus sagte sie:„Ja, ich mache mit!“ Der Bursche drückte ihren Arm:„Du, die Linde muß weg, ich haue den Baum um, und nun hole noch einige handfeste Burschen aus dem Dorf, die mit zupacken.“—— Krachend stürzte der Baum zu Boden.— Die jungen Burschen, die mitgeholfen hatten, zogen zum Wirtshaus, in ihrer Mitte gingen die Liese und der junge Gremsthaler. Es sah fast aus wie ein Hochzeitszug. Die Herren vom Gericht, die beiden Rechtsanwälte, und die beiden streitenden Bauern machten erstaunte Gesichter, als der Haufe junger Leute in die Stube trat. Die beiden Bauern hatten gerade einen Vergleich abgelehnt und der Vorsitzende blieb mitten im Satz stecken:„Neuer Termin——“ „Es ist gar nicht nötig!“ schrie einer der Burschen, „das mit euern neuem Termin, die Linde steht nicht mehr, wir haben sie gefällt.“ Die Herren des Gerichts sahen sich hilflos um, und die Bauern glaubten nicht recht gehört zu haben. Endlich schrie der Weidlinger los, der Gremsthaler habe sein Eigentum angegriffen und das lasse er sich nicht gefallen und wenn—— Die Liese stand plötzlich neben ihrem Vater:„Und ich habe ihm geholfen, weil der Streit uns nur schadet, wir wollen den Streit vergessen, wir Jungen!" Der Rechtsanwalt des Weidlinger stand auf und sprach, wenn auch der Baum tatsächlich gefällt sei, wie die jungen Leute behaupten, so sei damit das Eigentum desselben noch nicht geklärt, denn schließlich müsse ja auch der Stamm jemanden gehören. Er schlage vor, noch einmal in die Verhandlung einzutreten. Es sah aus, als sollte es trotz des gefällten Baumes zu einem neuen Termin kommen. Der junge Gremsthaler sprach einige Worte mit der Liese und rief dann:„Die Liese und ich, wir haben uns soeben besprochen, wir lassen uns aus dem Holz der Linde Truhen und Schränke bauen, und all' das, was man zu einem jungen Hausstand braucht. Eine tiefe Bewegung lief durch die Leute im Raum und nahm auch von den streitenden Bauern Besitz.— Nach Jahr und Tag baute der Schreiner des Dorfes aus den übrigen Brettern der Linde eine Wiege. Und der Weidlinger pflanzte, zusammen mit dem alten und jungen Gremsthaler an die Stelle, wo die Linde gestanden hatte, ein junges Bäumchen, die Friedenslinde. 9Ocker kalen Sie die Oeiée?“ Von Kars Rodemann „Sie werden lachen, wenn ich's Ihnen erzähle.“ Der dies gesagt, nahm die Krawattennadel mit der Perle aus der Hand seines Gegenübers wieder zurück, sah selber noch einmal auf das herrlich glänzende Oval und schmunzelte dabei vor sich hin. „Eigentlich ist's ein Geschäftsgeheimnis, aber da die Sache schon lange her ist, darf ich es wohl preisgeben „Sie machen mich neugierig,“ antwortete der Goldschmied, der mit dem Wirt der kleinen Weinstube an einem Tischchen in der Ecke beim Moselschoppen saß. „Schade, daß die Perle jetzt gefaßt ist,“ meinte der Wirt,„sonst könnte man auch dieser Weinstube einmal auf die Beine helfen, wie es damals der Doktor Wegener mit der anderen getan hat.“ Der Goldschmied sah sein Gegenüber erwartungsvoll mit großen Augen an. „Vor dreißig und etlichen Jahren übernahm ich eine Kellerwirtschaft in Hamburg und machte Graumanns Austernkeller daraus. Haben Sie vielleicht die alte verräucherte Bude gekannt? Sie hatte eine gute Stammkundschaft, und wurde auch ein Anziehungspunkt für Fremde. Da geschah es aber eines Tages, daß in der Stadt eine ganze Familie an Fischvergiftung starb, und aus war's mit dem Austerngeschäft. Er bekommt die Portion. Ißt, trinkt und bestellt noch ein Dutzend. Die Umsitzenden recken schon die Hälse. Ich schmunzele innerlich, und denke, nun werden noch mehr Gäste Austern bestellen. Weit gefehlt, keiner macht es dem Doktor nach. Das verstimmte mich wieder. Wenn das alles für mein Geld sein sollte, so war's herzlich wenig. Doch während ich noch so im Groll hinter meiner Theke stehe, kriegt der Dokter bei der siebenten Auster mit einem Male einen mächtigen Hustenanfall, greift sich an die Kehle, fängt an zu würgen, und steckt rasch zwei Finger in den Mund. „Da! Beinah' wär ich dran erstickt!“ Ich stand schon neben ihm. Er hält eine Perle zwischen den Fingern! Und da ging's los. Im Nu hatte ich meinen ganzen Austernvorrat verkauft. Am nächsten Tage stand eine kleine Notiz über diesen Fund in den Zeitunge. Abends konnte mein Lokal die Gäste nicht fassen. Nicht nur am ersten Abend, auch an allen folgenden. Alle wollten Austern bei mir essen. Eine Perle fand allerdings niemand mehr, aber die Gäste waren wieder auf den Appetit gekommen, und das war ja für mich die Hauptsache. Wie gesagt, die Sache ist schon lange her, man könnte es beinahe noch einmal versuchen Aber ich will's lieber bleiben lassen.“ „Und dies ist die Perle von damals?“ fragte der Goldschmied.„n„I1., Poftar hatt. B. „Das ist sie. Mein alter Vortor hatte sie mir vermacht.“ echche Der letzte Wunsch. Das gedieh mir zum Verhängnis. Ich hatte einen Abschluß auf dreimalige Sendungen in der Woche und konnte nicht davon los. Alles mögliche versuchte ich, ließ große Plakate drucken, Zettel verteilen, und verkaufte billiger. Alles half nichts. Ich mußte Körbe mit Austern wegschmeißen. Nach drei Tagen sagte ein alter Stammgast, der Doktor Wegener, zu mir: Graumann, Sie fangen's nicht richtig an. Lassen Sie mich mal die Sache deichseln. Bevor Sie noch mehr Geld in Austern wegwerfen, langen Sie lieber jetzt gleich in Ihre Tasche und geben mir zwei große Scheine. Ich garantiere Ihnen, daß der Versuch, den ich machen will, ohne Gefahr für Sie ist, daß er aber voraussichtlich Ihren Austernabsatz wieder herstellt.“ Da ich den Doktor als Ehrenmann kannte, vertraute ich ihm. gv...2 Goka mar Liemsich Noch am gleichen Abeno, oas Toral war ziemlich voll, bestellte der Doktor, der spät gekommen war, ein Dutzend Austern. Die Nachbargäste horchten auf. Der Doktor läßt sie sich gut schmecken, trinkt seinen Wein und geht nach Hause. Am nächsten Abend, wieder war das Lokal gut gefüllt, lacht er mich an und sagt siemlich laut:.... garhen Gehen Ei. „Sie sehen, ich bin nicht gestorven. Geven Sie mir wieder ein Dutzend Austern." Lord Redcall, ein wegen seiner Ironie gefürchteter Diplomat im victorianischen England, starb in hohem Alter. Als er fühlte, daß es mit ihm zu Ende ging, ließ er außer seinem Hausarzt noch einen berühmten Londoner Arzt rufen.„trEtem ihn.7. Die beiden Doktoren untersuchten iyn und gelangten zu zwei einander völlig widersprechenden Diagnosen. Auch hinsichtlich der anzuwendenden Heilungsmethoden gerieten sie in Meinungsverschiedenheiten. Eines Tages vergaßen sie, daß sie sich in einem Krankenzimmer befanden und erneuerten ihren Streit mit heftigem Geschrei. Da rief der Lord sie an sein Bett und sagte:„Würden Sie mir einen letzten Wunsch erfüllen! „Gewiß, Eure Lordschaft!“ versicherten die Aerzte. „Dann teilen Sie der Oeffentlichkeit bitte nach meinem Ableben mit, ich sei im Zweikampf gestorben!“ Mit diesen Worten schloß Lord Redcall die Augen... Ursache und Wirkung „Alles breitet sich in der Wärme aus, nicht wahr?“ „Ja, sogar die Tage sind im Sommer länger.“ O KOHAP SO Da begann die Musik schon. Walter Greifenhagen setzte sich in Bewegung, sah, wie von der anderen Seite auch der pomadisierte Jüngling heranschwebte, und ging etwas schneller. Verbeugte sich. g... Gins— 5 Susi sah hoch auf. Stand auf. Ging an ihm bobei.„„ post..„Ggr nicht ahal: Do,.„, uinh eimem photare. Stand auf, der Tanzfläche, drehte sich um, woule einem Auto und den Anzugen: und einem phelogra„Wie lange kennen wir uns eigentlich schon, Walter?“ „Wenn ich genau nachrechne, können es jetzt dreizehn Stunden sein!“ lächelte er.„ „Komisch, nicht? Ich hatte eben das Gefuhl, als müßte unsere Bekanntschaft schon viel älter sein!“ „Dasselbe Gefühl habe ich!“ „Warum haben Sie sich vorhin gesträubt, den Smoking anzuziehen— und tragen ihn nun doch?“ „Man hat manchmal so seine Hemmungen, für die man nichts kann, nicht wahr? Dann sagte ich mir, daß es doch ganz gleich sei... und daß... naja... plötzlich hatte ich eben Lust, zu tanzen! Und da habe ich ihn doch angezogen! Ich wüßte aber doch gern, wer ihn vor mir trug!“,.., an. „Ich habe es Ihnen ja gesagr. Mein Onkel. Eines Tages bekam ich die Nachricht, daß er gestorben sei und mich zur Erbin seines Vermögens eingesetzt habe!“ „Aha!“ „Gar nicht aha!“ Das Erbe bestand in einen Hund, Stand auf, der Tanzftäche, drehte sich um, wollle einem Auto und den Anzugen: und den Arm auf seine Schutter legen und starrte ihn an. phischen Atelier, das ich seiner Gehilfin verkaufte. Was Sies“ solr—un Wenn man ein Auto erbt, muß man Er lächelte. „Ja! Komisch, nicht?“ „Was sagt man dazu! Fabelhaft sehen Sie aus, Walter... wie ein richtiger Kavalier! Da sieht man's wieder: Kleider machen Leute! Ich habe Sie tatsächlich im ersten Augenblick nicht erkannt! Paßt der „Paßt— ist zuviel gesagt! Akrobatische Uebungen darf ich nicht in ihm machen!" „Ist auch nicht nötig! Kommen Sie!“ Sie tanzten. Susi sah ihn an. Lächelte. „Jetzt gefallen Sie mir, Walter!" Freut michl“ 6. J.545. „Wirklich! Jetzt sieht man erst, was für ein fescher Mann Sie sind!“.. 2i64 in wich „Verlieben Sie sich nur nicht in mich!“ „Ich verliebe mich nie!“ „Nie! Und in meinen Reisemarschall schon gar nicht!“ lachte sie. phischen Aletier, das ich seiner sollte ich tun? Wenn man ein Auto erbt, muß man es auch benutzen. Ich tat es.. und kam von da ab jeden Morgen zu spät ins Büro, bis ich entlassen wurde. Und da habe ich mich einfach in den Wagen gesetzt und bin losgegondelt...“ Ein Alpdruck löste sich in Walter Greifenhagen. Auf einmal gingen alle Rätsel um Susi Bayer auf... auf einmal saß da ihm gegenüber ein kleines Mädel, von keinen Unverständlichkeiten mehr umgeben. Ganz nahe saß es ihm und sah ihn an mit hellen, klaren Augen und einem Lächeln, mit dem Walter Greisenhagen restlos zufrieden war. nun wieder die Musik spielte, stand er sofort Sie tanzten von neuem. Sein Arm hielt sie fest. Alles andere versank. Am andern Morgen verließ Walter Greifenhagen schon sehr früh das Hotel, ging zum nächsten Postamt, erledigte dort einige Dinge, die erledigt werden mußSie tanzte wundervoll. Lag in seinem Arm, weich und leicht. Walter Greifenhagen meinte, noch nie mit einer Frau getanzt zu haben, die so den Rhythmus der Musik in sich aufnahm und so ganz und gar in diesem Ryythmus aufging.„,.145.„„“..2 Er war ihr in der Zeit, seitvem er sie tannte, auch noch nie so nahe gewesen. Ein ganz anderes Menschenkind schien sie geworden zu sein in diesen Minuten des Tanzes. Alles Herbe, Resolute hatte sich aufgelöst, endete in der weichen Harmonie des Sichwiegens. Auch Susis Gesicht hatte auf einmal einen ganz anderen Ausdruck. Ganz zart waren die Linien des Mundes, ganz weich die Form des Gesichts. Ihr selbst wohl kaum bewußt, lag in den hellen Augen der Glanz einer leisen Sehnsucht, geweckt von der Melodie des Tangos. Als der Tanz zu Ende war, geleitete er sie an ihren Tisch zurück und nahm ihr gegenüber Platz. Bestellte sich ein Glas Bier. Susis Blick ruhte auf ihm. Er glaubte ein schen, eine gewisse Verwunderung darin zu erkennen. „Sie schauen mich so an, als wäre ich ein Wundertier, Fräulein Bayer!“ sagte er und trank ihr zu. „Ich stelle Vergleiche an!“ erwiderte sie. „Das soll man nicht! Da jedes Urteil subjektiv ist, gerät man leicht in die Gefahr, sich zu irren!“ ten, und kehrte dann zurück. Den Smoking hatte er wieder in den Autokoffer befördert, trug wieder seinen Wanderanzug, in dem Susi ihn kennen lernte.. 62467 bet. * Es war fast neun Uhr, als er oas Holel betrat. Von Susi war noch nichts zu sehen. Er ließ sich in einen Sessel in der Halle nieder, zündete sich eine Zigarette an und wartete. Es würde ja nicht mehr lange dauern, dann kam sie. Walter Greifenhagen dachte an den vergangenen Abend. Zwei Stunden lang hatten sie getanzt. Bis Susi aufstand und„Schluß“ sagte. In der Halle hatte er sich von ihr verabschiedet. „Waren Sie schon bei Ihren Bekannten wegen der Unterkunft?“ hatte sie ihn gefragt. „Ja!“ Ihre Hand hatte in der seinen gelegen. Mit einem Lächeln hatte sie zu ihm aufgesehen. „Sie sind ein netter Junge, Walter!“ hatte sie gesagt— und war dann gegangen.#.#.s S# Ein netter Junge— wenigstens eiwas. Bei Sust Bayers Einstellung vielleicht sogar schon sehr viel. Guten Morgen!,„ Har ihm fachens Er blickte auf. Sust stand vor iym, lacheno und frisch. Nuschi kam angetrottet und begrüßte ihn wie einen alten Bekannten. „Ausgeschlafen?“ fragte er. Herrlich habe ich geschlafen! Nun werden wir frühstücken— und dann zeigen Sie mir Nürnberg!“ „Ich habe schon gefrühstückt, aber wenn Sie gestatten. leiste ich Ihnen Gesellschaft!“ „Natürlich! Wozu sind Sie denn da! Während Susi sich die knusperigen Butterbrötchen schmecken ließ und dabei der zu ihren Füßen sitzenden Nuschi ab und zu einen Bissen gab, sagte sie: „Ganz anders sehen Sie jetzt wieder aus, Walter, ... wie ein... wie ein...“ „... Landstreicher!" lachte er. „Quatsch! Wie ein Landstreicher haben Sie nie ausgesehen! Dann hätte ich Sie ja niemals mitgenommen. Aber gestern abend in dem Smoking sahen Sie direkt... ja, also, wollen mal sagen, direkt vornehm aus!“. 816 im 8. „Ich kann doch nicht den ganzen Tag im Smoking herumlaufen!"„„ 865 „Natürlich nicht!“. Sie kaute. Und fargte nach einer Weile wieder.„Haben Sie auch wirklich gefrühstückt?“ „Kräftig sogar!“.“..4 „Sie kriegen es nämlich fertig und laufen mit knurrendem Magen herum, bloß, weil Sie zu stolz sind, etwas von mir anzunehmen. Sie haben doch sicher kein Geld mehr!“,. 8.in 8. „Seien Sie ganz beruyigt, Fraulein Bayer", lächelte er.„Reichtümer schleppe ich nicht mit mir herum. Aber eine knappe Woche reicht es doch noch.“ „Wieso? Sie sind doch arbeitslos?“ „Noch nicht lange. Und da habe ich mir immerhin etwas gespart. Also...“ Sie lachte.„, heinah, sa mis mitl 6c „Da geht's Ihnen ja beinahe so wie mir! Ich hab's zwar nicht gespart, sondern geerbt, aber allzu viel sts auch nicht....... 5 iu farschend Plötzlich wurde sie ernst und say ion sorschend an. „Dann haben Sie wohl gar das Huhn überhaupt nicht gemaust, sondern von Ihren paar Kröten gekauft?“ „Endlich haben Sie es erraten!“ Sie war entrüstet.„„„„ „Also hören Sie mal, Walter, das ist aber eine grenzenlose Frechheit! Da lassen Sie mich in dem Glauben, ich hätte einen Hühnerdieb aufgenommen, und dabei...... 9754., Marte v. „Sie haben mich doch gar nicht zu Worte kommen lassen, Fräulein Bayer! Als ich mit dem Huhn ankam, sind Sie ganz wild geworden, haben mir ein paar liebliche Grobheiten an den Kopf geworfen und sind losgesaust!“ „und die Wurst...?“ „... war auch nicht erbettelt!“ Susi setzte die Kaffeetasse hin. „Jetzt will ich Ihnen mal etwas sagen, mein Lieber! Ein Mann, der arbeitslos ist und sich auf die Wanderschaft begibt, um vielleicht unterwegs eine Beschäftigung zu finden, der verschwendet seine paar Pfennige nicht für Wurst und Hühner, verstanden? Der ist mit Butterbrot zufrieden! Wie weit wollen Sie denn kommen, wenn Sie so leichtsinnig sind?" „In Zukunft werde ich nur trockenes Brot essen!“ bekannte er mit zerknirschter Miene. „Immer noch besser, als drei Tage lang Wurst und dann überhaupt nichts mehr!“ las sie ihm weiter die Leviten.„Von jetzt an hat das aufgehört! Sie sind ja der reinste Hochstapler! Mir brauchen Sie nicht zu imponieren, mein Lieber! Ist ein arbeitsloser Wanderbursche und will ein Huhn im Topf haben— hat man so was schon erlebt?“ „Es soll nie wieder vorkommen!“ „Das will ich mir auch ausgebeten haben!“ Als sie dann, gefolgt von Nuschi, das Hotel verließen und die Straße betraten, sagte sie: „Im übrigen bin ich froh, daß das Huhn wirklich nicht gestohlen war! Was haben Sie denn mit dem armen Tier gemacht?“ „Ich hab's laufen lassen!"...— „Laufen lassen? Jetzt bleibt mir aber die Spucke weg! Sie kaufen erst ein Huhn— und dann lassen Sie es laufen? Dann schmeißen Sie doch lieber die paar Pfennige, die Sie haben, gleich auf die Straße! Na, Sie müßten mein Mann sein. Ihnen würde ich solche Manieren schon abgewöhnen!" „Ich bin ja nicht Ihr Mann!“ „Da können Sie von Glück sagen!“ „Aber ich kann mir ungefähr denken, wie mir's erginge, wenn ich es wäre!" „Gar nichts können Sie!“ fuhr sie ihn an.„Wenn Sie mein Mann wären, würde ich noch ganz anders mit Ihnen umgehen! Aber das ist ja Quatsch! Ich denke ja gar nicht daran, sowas wie Sie zu meinem Mann zu machen! Ich will überhaupt nichts mit Männern zu tun haben, das wissen Sie ja! Ich mich über mich selbst genug!“ Sie überquerten einen Fahrdamm. In ihrem Eifer vergaß Susi ganz ihren Hund. Nuschi aber fand, daß Nürnberg eine sehr interessante Stadt sei, die man in Muße beschnuppern müsse, eine Notwendigkeit, die aber die beiden Menschen vor ihr nicht einzusehen schienen. Sie marschierten dahin mit hocherhobenen Köpfen und kümmerten sich gar nicht um die herrlichen Gerüche am Boden. g, auch nicht Genau genommen auerdings waren sie auch nicht so gut daran wie Nuschi. Ihre Beine waren zu lang, und darüber kam dann noch der ebenso lange Leib— kein Wunder also, wenn sie die mannigfachen Geruschswunder der Nürnberger Straßen nicht wahrnahmen. Nuschi hatte es bequemer. Hatte es sogar bedeutend bequemer als ihre anderen Hundegenossen. Ihr Kopf brauchte keine Verrenkungen auszuführen, um mit der Nase die Erde zu erreichen.., 666 gi,# Ja, und da Nuschi der Ansicht war, vaß die Natur ihre Vorzüge nicht umsonst verschwendet, schnüffelte sie ausgiebig umher. Blieb hier stehen und blieb dort stehen— überall, wo es etwas Interessantes zu riechen So kam es, daß die beiden Menschen den Fahrdamm schon halb überquert hatten, als Nuschi sich erst anschickte, ihn zu betreten. Sie tat das sonst immer mit aller Vorsicht. Es war ihr natürlich längst bekannt, daß auf dem Fahrdamm alle möglichen Ungeheuer daherkamen. Menschen, die sich nicht wie andere fortbewegten, sondern in der Luft herumstrampelten und zwei heimtückische Räder in Umdrehungen versetzten— gewaltige Tiere, die einen Wagen zogen und dabei mit ihren Beinen einen Lärm vollführten, als hätten sie lauter Eisen unter den Füßen. Und Autos kamen auch— aber in die konnte man nicht hineinspringen, sondern mußte sich vorsehen, daß man nicht von ihnen überfahren wurde.„„„„ M 751„ Ein solches Auto rollte heran, als Nuschi ahnungslos den Fahrdamm betrat, um den Anschluß an die beiden Menschen da vorn wiederzugewinnen. Nuschi war so erschrocken über das heranrollende Ungetüm, daß sie entsetzt stehen blieb, keinen Schritt nach vorn, keinen Schritt nach rückwärts nin konnte. Sie sah das Auto kommen und konnte ihm doch nicht ausweichen.(Fortsetzung folgt.) Seite 7 Nr. 173 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Juli Kunst und Starker Andrang in Breslau Verschiedene Konzerte bereits ausverkauft. Das 12. Deutsche Sangerbundesfest, dg## pon 28. Juli bis 1. August in Breslau stattfindet, ist bereits heute, vier Tage vor seinem Beginn, halb ausverkauft. Je 5000 Karten für die Eröffnungsfeier am Mittwoch und für die Aufführung des Festoratoriums von Händel am Donnerstag, beide in der Jahrhunderthalle, sind vllkommen vergriffen. Von den Sonderdas am Freitag vormittag um 10 Uhr im Breslauer Schauspielhaus stattfindet, schon seit langem ausverkauft. Da die Nachfrage nach Karten für dieses Konzert trotzdem unvermindert anhält, hat sich der Ber liner Lehrergesangverein bereit erklärt, das Konzert am W 2550 Sitoläte auf den Tribünen am Schloßolatz für die Feier der Bannerübergabe am Donner####g ausverkauft. „Mario“ in deutscher Fallung Dresden wurde., hme htgarichtsoiel, gegarepigen Kscheca. Seschecsecne cher esie eitn he Pimpfe, die mit ihren Fahnen und einer Abordnung der Balih,paren, bas Lied„ünsere Fahne flattert uns auf dem Gipfel des gegen. Die Außenaufnahmen Alpenriesen haben begonnen. Die Welt unserer blauen Jungens wird lebendig in dem Kriegsmarine=Film„Kameraden auf in dem Kriegsmarine=Pt. I, Es, Trtazs: See“. Pola Neari werden wir als die Tragödin in dem Film„Die fromme Lüge" bewundern, während sie in dem Film„Die glückliche Insel“ als Revuestar auf einer einsamen Insel heitere Seiten ihrer Kunst zeigt.„Fünf Millionen einen Erben“ ist der Rahmen für ein ebenso komisches wie spannungsreiches Geschehen um Heinz Rühmann, während sich Harry Piel als„Der unmögliche Herr Pitt“ vorstellt.„ Aus dem vorigen Produktionsjayr stammen der Gustav=Gründgens=Film„Cavriolen“ mit Marianne Hoppe, Fita Benkhoff. Paul Henckels, Maria Bard und Volker von Collande,„Revolutionshochzeit“ mit Brigitte Horney, Paul Hartmann und Bernhard „Alarm in Pekina", ein Film mit Gustav Fröhlich, Peter Voß und Herbert Hübner sowie schließlich das schon bekannte„Land, der Liebe“ au dem Melichar die beschwingte wusit schrieb. Der deumäte Böntken Kopernina Ein Beitrag zur Rerkunft großer Männer der Willenschaft m voran.“ Der wurde mit aufgenommen. Film, der außerordentlich gut synchronisiert ist, mit starkem und herzlichem Beifall Dor der neuen Tümsailon 26 Filme der„Terra“ in Vorbereitung Mit einem Großaufgebot von 26 Filmen, gog, heren vier noch dem vergangenen startet die Terra=Filmkunst Saison. Die„Deutsche Allgemeine Zeitung" bringt angesichts der letzthin wieder geltend gemachten Auffassung, daß der berühmte Astronom=Nikolaus Kovernikus ein Po gewesen sei, einen interessanten Aufsatz. In dem heißt es: „Auf der Pariser Weltausstellung ist der große Forscher Nikolaus Kovernikus zweimal zu sehen: einmal als gewaltige Statue in dem rein repräsentativen Zwecken dienenden Rundbau des polnischen Pavillons, dessen Ausgestaltung übrigens in der volnischen Presse ständig schwersten Angriffen ausgesetzt ist, und hin in dem Bau des Deutschen Reiches, wo neben dem Bild jenes genialen Gründers unserer moderne stellung vom Weltenraum auch unzweifelhafte Dokumente über seine deutsche Herkunft und sein eigenes Deutschbewußtsein zu finven uno. Damit ist auf internationalem Boden eine Auseinandersetzung in neuer Form weiteraeführt worden, die seit vielen Jahrzehnten andauert. Wir haben vor längerer Zeit einen ebenso klugen wie interessanten Beitrag von polnischer veröffentlicht, in dem ein mutiger jugendlicher Wissenschaftler, der den rechtsgerichteten nationalen Bestrebunder Zeitschrift„Prostuz Mostu nahesteht, seinen noch Landsleuten an Hand eindeutig überzeugender waate; rialien klarzumachen versuchte, daß Kopernikus, soweir man an die Zeit seines Lebens und Schaffens überhaupt den Maßstab heutigen Nationalempfindens legen kann, jedenfalls nicht dem Polentum zugerechnet die Litauer im baltischen Pavillon gleichfalls Bilder ihres“ großen Königs und„ihres" Nationaldichters werden darf, Abver Tatsache ist jedenfals, daß im volProdutionssahr ungevoren, digers in der Wizonernikus einen weit größeren Platz P e.. uiden dente Herg eimimmt ais dop iz.LP gtaiselegse Genius auf wissersedentung Gosens als Kulturfaktor zur Zeit des ausgehenden Mittelalters nachgewiesen werden soll. Ueberall in Polen findet man KovernikusStraßen und=Plätze,=Denkmäler und=Vereine. Kovernikus=Feiern und=Gedenktage.“ filmungen „Marsch s] Im Zusammenhang damit kommt der Warschauer id Verfasser des Aufsatzes zu dem Ergebniszu dgh. es Film Zauber der Bobeme“ mit Martha Eggerth. in den wiesen:„Aber es handelt sich hier nicht nur um Kovermerkwürdige Entwicklung Polens als am Rande der westeuropäischen Kultur gelegenen, seit dem 14. Jahrhundert aus verschiedenen nationalen Bewicz, die gleichfalls im Pariser ihres zeigen. man denke, um auf das Gebiet der Sternforschung zurückzukehren, an den bekannten Danziger ese ece heie Kelchie c e ce. zeit nahezu ausschließlich aus Deutschen bestand. K in einem mißverstandenen nationalen Hegggng das angesichts der großen geschichtlichen Vergangenbeit es wirkliHhier dieser Tage das Parschauer Reaierungs. eine volnischen Weiter: sich als Pole fühlte"! Ses ese sesecseche sc Ranzen Ziehr, halsigemacht habe. Am vergargerereserper: sammlung der bolnischezu feisen“ Haobei spielten fühbion ,„ er gzibor helten Ansprachen der. Voxitzrde Mulik— aus Glas Seltsames Orchester in Jena. Ein Konzert des seltsamsten Betriebsorchesters der Welt wurde dieser Tage aus Zena über Den, gertichen Kurzwellensender auf die amerikgnischen„Seizt# bei tragen. Die Instrumente dieses Orchesters benehen alle aus feuerfestem Geräteglas, das in bekannten Jenauer Werk hergestellt wird. Glasarbeiter des Betriebes stellen die Musiker. Die Fanfaren des Klangkörpers und ein neuartiges Instrument, das Hyalophon, sind zu eigenwilliger schöner Klanawirkung entwickelt worden. Die Glasfanfaren haben einen vollen einschmeichelnden Ton. Sie sollen sich auch dem Klang eines gewohnten Blasorchesters besser anpassen als die Metallfanfaren. Das Hyalophon bringt ähnliche Töne hervor wie ein Yylophon aus Holz. Die Klangwirkungen werden durch Glasröhren, die bis ins feinste aufeinander abgestimmt sind, erreicht. Warum rauchen Mädchen? Amerikanische Studentinnen antworten Das Unterrichtsministerium der Vereinigtei, Sitagten hat an die weiblichen Hörer sämtlicher Univerninnen in USA. einen Fragebogen ausgegeben, um das in der Oeffentlichkeit viel besprochene Problem„Warum rauchen College=Girls?“ einer genauen Untersuchung zu nicht wenige: Zabakgenuß hin. Von den eingeSlsle Seae iz, Beske Keise is hies 84li: und„Ich rauche, weil ich einen Genuß dabei habe.“ Shakespeare=Aufführungen in der der bekanntesten Paxstellerinnen der Boxhrgier, in die u der Thense liegendes Wirtshaus ausfindig genacht Zeiten Theaterzwecken diente. Das Wirtshauf, pird Hriainal anvaßt,. 800 Personen fassen, Sämtzsche, PitOrlange Perobie 00 Lufjährunge)en, wooht wortezer als auch das Bedienungspersonal, werden im Kostüm Tänze vorzunehmen, die au ,hiffi hernig Fomrter felles. vier Mochen lang zu: Zuffscgup inzerinnen Bei den Aufführungen wirten 100 Tanzer mit. 9erch u man nen, daß im gegen Polen beste worden ist?" VON HANS ERASMUS Ios Baochianer, MobilherzZaen galesgrige un o Die Schulben an die Vereinigten Staten wur. Lik pon schschen gezagt, war von Entseten geschütRaten bezahlt. Die Verhandlunden in regelnzisgr. uv, Santa Eruz über die Aufwurde von der „Ich willsofort zum Präsidenten,:: Hexkömt Bur, schen, ich werde euch schon zeigen, oaß ich Pedro sprang zum Fenster. Draußen vor dem Portal stand ein Mann. Er hatte blerhg, Zagge, penr hiner schultrig und untersetzt... lev, gf.gg, Gebrg Soldaten, und ehe der von seiner Waffe chen konnte, hatte er ihn gegen den anderen geschmissen, daß sie beide umfielen, als wären sie aus„n, Gaa; der Mann stürmte über den Kiesweg gz.: son gefehen waren ganz hell... irgendwo hatte Jsaza inn gesehen jetzt kamen drei Diener aus dem Haus ihm entHalt, der Mann kommt herauf, es wird nicht geschossen...!“ Isazar rief den Befehl hinunter. Der Mann winkte und raste vorwärts. Das war kein Attentäter. Vielleicht aber ein WahnIsazar nahm seinen Browning aus der Schreibtischlade. Er hörte die Sturmschritte über die Treppe k. len, den rasenden Lauf des Mannes über Fuen Korridore hallen... Pedro öffneie die Tür seines Zimmers... der Mann stand vor ihm.. 212 Er warf sich, ohne ein Wort zu sagen, in den nächsten Sessel. Sein Atem flog, seine Stimme war hohl und brüchig, so war er gerannt.„Pedro, Hachite, n. er kannte ihn, er hatte einmal irgenowo gehoisen... es war ein Deutscher..... 5 keine stun de rVellenz, sie marschieren. Es wiro, Frzesehziertelnunde vergehen, und der Zug ist da... Segeligg: ist. eine wüste Bande... Reger, Braune, 1.# Weser eiltel als eists cn Ligen. Aalnr es auf. Horchte hinein. Trommelte auf die Gobel.„bizth finunter wie Wartete. Der Mann goß den Whl##h hinunterni wußte es— zu spät. Sie haben schon die e den ein dun Seicge Besig, die Sthun u Sesch=ig, Nans Kaite B äuntgernaten Der bronde Munn hatte sich einigermugen gefaßt. „Ich bin heute abend mit meiner alten Klapperkiste um die Plantage gefahren, Erdißer tpeter Drews bin lich Es war für biese, ährlecheg. „Geht, geht, quält mich nicht. Ich Verantwortung für euch tragen. Es gi Kampf keinen Sieg, nur Niederlage.“ Ausgang „Lassen Sie es uns nehmen, Freelenz, schnell, ehe es zu spät ist, denn sie müssen gleich en sein... Ich habe noch einiges zu ordnen. Ich gann nicht in kopfloser Flucht dieses Haus verlassen. Nehmt das Wir bleiben, bis Erzelenz fertig sind.“ Sie horchten auf. Es knirschte von ferne schon über „Da sind siel Die Rolläden runter! Aber schnell Hier sind die Schlüssel zum Waffenschrank! Haltet sie mir vom Leibe, bis ich fertig bin!“ Peter Drews fing die Schlüssel auf. Ueber den Kies fuhren, dunkel, so leise anrollend wie einer Kilometer vor Cartaya. Ich heide Peler Trews, Deutscher Sie haben mich selbst vor einem Jahr dageschützt, als die Bodenwucherer mich enteignen . Ba ner wuere im arsches,. Wogen, es ist eine wüste Bande... Reger, Brgune, Wei Besoffene, Vertierte und bewaffnet bpgsczinengi :: schwere Maschinengewehre. Bantg Eruz gegebe. .. sa... was es noch nie auf Sanid Elaz gegeben: zwei Tanks! Tausend, zweitausend Mann. Herr, du mein Gott... eine Bande von Barbaren, eine Kavalkade des Todes..... g.. los? „Mann, reißen Sie sich zusammen. Was ist ¼# Haben Sie getrunken? Sind Sie verrückt, Mensch, rei Sie doch zusammenhängend, vernünftig Pedro trat auf den Mann zu und riß ihn an den Schultern, als wolle er ihm die Knochen zerbrechen, damit der zu sich kam....„ak#n G. „Exzellenz, gehen Sie ans Telephon. Rufen Si Deutscher. vor geschützt, als. Pferde. 3ch hin ausgesiegen und hobe mihz glk.dge. Pferde: es war ein Zug des Krieges. Ich fuhr meiSie kamen näher, vorneweg Sehog, ui deo gesant. Sie, prteiste, Sgcbe= die Ministerposten. Eine infernalisch Fesellschaft. Die mußten gehört haben, daß mein Wagen ansprang. Ich mußte nahe an ihnen vorbei. Ich weiß nicht, ob si Die neun standen um Isaza und den fremden Mann berm.„ Har und b „Man hat mich verraten. Eine,„Bande diesem Hause waren Verräter. nicht euren Tod nur um, der Treue willen. darunter drei Soldaten, standen unbewegnur möglich, die Lastwagen. Da krachten die Rolläden herunter drei... vier... die Männer flogen fast von Fenster zu Fenster... die Rolläden hatten schon manchen Sturm erlebt und sie waren stark wie PanzerplatPeter Drews stand neben Isazas Schreibtisch. Er warf sich auf den Boden und zielte durch den Spalt... denn diesen stählernen Vorhang hatte er nicht ganz heruntergelassen... in seiner Hand lag der schwere Colirevolver fest und sicher, so wie er in den Schützengräben Frankreichs vier Jahre lang seine Braut, das Gewehr, gehalten... Draußen standen sie Sekunden ratlos.. Isaza hatte die Schubladen seines Schreibtisches aufgerissen. Er nahm Dokumente heraus, die niemals in die Hände dieser Verbrecher fallen durften. Er ging hinüber zu seinem Tresor, in dem der Staatsschatz verwahrt wurde eine einzigartige Sammlung von Juwelen und Gold, sagenhaften Ursprung wie der Schatz der Inkas... Da zersetzte der erste Schuß die Stille. Peter Drews hatte ihn abgefeuert. Sein Echo war Der erste Aufrührer fiel lang auf den Rasen: wenn dieser Mann schoß, gab es keine Verletzungen, sondern Im Erdgeschoß waren natürlich längst alle Zugänge von den Rolläden geschlossen. Peter Drews schoß ein zweites Mal. Ein drittes, ein viertes. Die ganze Bande von siebzig, achtzig, hundert Mann flitzte über den Rasen zurück. Sie kümmerten sich nicht um die Gefallenen. Was vier solche Schüsse ausmachten! dachte Peter Drews. Sie waren jetzt aus der Schußlinie. Sie mußten wohl erst Kriegs „Der erste Sturm ist abgeschlagen. Der Feind hat ZFaza hörte es schaudernd. In ihm tobte ein Sturm e Oesty fonnte er nicht fasen, was teiten die in den Händen dieser F Wassen des ketten, die in den Handen bieser Tiete zu Wassen des Bahnwites wurden.... a5 pis, Peter Drews Jetzt begann das Konzert. Sy, wie Peier Tie#os es kannte... dieses schnelle, hämmernde tack .. tack.. tack... 23. 1924 Der eallegeoorenugg gestorben(gebbten 1000). Aus dem sicheren Versteck ließen sie die MaschinenSie trommelten gegen die Platten der Fenster. Man Die neun Männer standen wieder da. Das Licht ging aus. Sie standen im dunklen Zi „Kerzen her... ich brauche noch fünf bis zehn Die Maschinengewehre schlugen durch. Sie neten mit den Kugeln einen richtigen Kranz in die „Schneller, Ervel grügitg es Isaza anwortete aber kommt...!“ Peter brauie ev. Isaza antworlel, über man konnte es nicht verstehen.„chiharer reckte sich Der Tankwagen wurde immer sichtbaler, keale sich auf wie eine furchtbare Silhouette. Stimmengewirr unten, Befehle, Schießen... Jetzt würden sie einfach den Tankwagen gegen das Fsaza kämpfte mit sich selbst: hatte es Sinn zu flie. hen? War es nicht besser, nun, da alles vernichtet, zu ? Aber worfür... für diese Verbrecher und * sterben: tack Der Tankwagen rollte über den Rasen. Das war kein Operettenspielzeug, das war eine grausige Kriegsie neun treuen Männer packten die Sachen, die nen, sonst schneiden sie uns den Weg durch den Keller ab... der Tank macht gleich die Bahn frei...“ Sie stürmten davon. Durch das dunkle Haus, sprangen über die Treppen, stolperten, krochen, sprangen wieder hoch. draußen hörten sie das grelle, reißende, splitternde Knirschen... der Tank warf seine stählerne Kraft gegen die Tür, und die Maschinengewehre tackten Sie waren im Keller... der Gang war ihre Rettung. Er führte unter dem Garten hindurch direkt zum Dort lag das Motorboot, mit dem Isaza— wie oft mit Conchita— fröhliche Fahrten unternommen. Hinter ihnen war wütender Donner. Jetzt waren sie im Palais..7, Meig. Da sprang der Motor an, und das schmale, weiße Boot flog über die Wellen, ohne Lichter, in die Nacht und das Meer hinaus. Die Hölle war los in dieser Nacht in Cartaya, der weißen Stadt. Die Menschen waren jäh aus ihrem Schlaf gerissen worden. Trommelwirbel und Paukenschlag waren dem wilden Heer voranmarschiert. Von Villafranca waren sie, Cassado an der Spitze, nach Cartaya gezogen. Cassado hatte angeordnet, daß der Haufen wenigstens Disziplin hielt, er hatte auch die wilde Musik spielen lassen. Er wollte Blutvergießen vermeiden. Bei den Menschen von Santa Cruz wurde Mord nicht so leicht vergessen, und immer wieder standen die Toten auf und forderten Rache. Auf der Plaza de Bolivar warteten Tausenoe von Menschen. Redner sprangen auf das Denkmal Bolivars. und hielten zündende, aufwiegelnde Reden. Soldaten des Präsidenten kamen im Laufschritt an und hieben ihre Gewehrkolben zwischen die wütnde Masse. Agenten Cassados peitschten die Erregung höher. Da dröhnte der Marschschritt der Revolutionäre heran. Man hörte die Alarmtruppen aus der nahen Kaserne.„ Das Polizeipräsidium war längst in den Händen Cassados. Das war ganz still und leise gegangen, denn das Knistern von Geldscheinen war nicht so weit zu hören wie der Donner von GeschsgForiggung folgt.) Alle Aufnahmen: Weltbild Von links nach rechts: Käthe Krauß wurde im 100=Meter=Lauf und im Weitsprung Deutsche Meisterin bei den am Samstag und Sonntag im Berliner Olympiastadion ausgetragene schen Leichtathletikmeisterschaften. Im Weitsprung stellte sie mit 5,96 Meter einen neuen deutschen Rekord auf.— Eine zweite neue deutsche Höchstleistung gab es im 800=Meter=Lauf. in dem der neue Deutsche Meister Harbig(Dresden) den alten Rekord von Dr. Peltzer auf 1,50,9 Minuten verbesserte.— Ueberraschend gewann der bisher überhaupt noch nicht hervorgetretene Berliner Gnädig die Meisterschaft im Marathonlauf. Der Sieger wird von Ritter von Halt, dem Führer der deutschen Leichtathleten, beglückwünscht.— Helene Mayer, die Olympiasiegerin von 1928 und Zweite der Berliner Olympiade, holte sich in Paris die Weltmeisterschaft im Frauen=Florettfechten Ernft von Delius 1 Am Montag morgen den Sturzverletzungen vom Nürburgring erlegen Der schwere Unfall, von dem beim Rennen um den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, wie bereits berichtet, der Deutsche Ernst von Delius und der Engländer Seaman betroffen wurden, hat nun leider doch ein Todesopfer gefordert: der hoffnungsvolle und erfolgreiche deutsche Rennfahrer ist am Montag morgen, gegen 7 Uhr, in der Klinik zu Bonn an den Folgen des Sturzes gestorben. Er hatte sich einen Beinbruch, Gesichtsverletzungen und— wie man Aufnahme: Lückel Ernst von Delius zunächst annahm, eine Gehirnerschütterung, wie sich aber später herausstellte—, eine Gehirnquetschung zugezogen. Mit dem Morgens gegen 4 Uhr einsetzenden Kräfteverfall war sein Schicksal entschieden: Ernst von Delius ist auf dem Kampffeld einer der männlichsten Sportarten geblieben, geblieben beim letzten Einsatz für die deutschen Farben. Ernst von Delius, der am 29. März 1912 als Sohn des Braunkohlenindustriellen Direktor Dr. von DeliusPlessa(Liebenwerda) geboren wurde, wandte sich frühzeitig dem Motorrad= und Sportwagen=Rennsport zu. Die erste große Erfolgsserie erzielte er 1933 mit neun ersten und zwei zweiten Preisen. 1934 versuchte er sich mit der Neukonstruktion des 1,5=Liter=Zoller=Kompressorwagens, an dessen Bau er beteiligt war, indessen ohne besonderen Erfolg. Siege im Sportwagenwettbewerb des Eifelrennens, am Kesselberg und beim Freiburger Bergrekord brachten ihn dann 1935 nach vorn. Mehrere Stürze konnten seinen Aufstieg nur verlangsamen, aber nicht verhindern. Mit seiner 1936 erfolgten Einreihung in die Auto=Union=Rennmannschaft war ihm der Weg in die Spitzenklasse des europäischen Rennsports geebnet. Bei den größten Rennen in Spanien, Ungarn, Italien und Deutschland war er schon 1936 mit auf den ersten Plätzen. Sein erster großer internationaler Sieg war Neujahr 1937 beim Großen Preis von Kapstadt in Südafrika fällig. ein Erfolg, dessen Bedeutung er durch einen dritten Platz in Tripolis und einen zweiten Platz im Avusrennen 1937 erhärtete. Aber dieses so erfolgreich begonnene Jahr sollte ein hartes Schicksal für ihn in sich bergen. Schon beim Training zum Eifelrennen stürzte er schwer durch einen Vogel, der ihm bei einem Tempo von 250 Stundenkilometer vor die dadurch zersplitterte Schutzbrille flog, so daß er die Gewalt über den Wagen verlor. Die ersten sechs Runden des Großen Preises von Deutschland sahen ihn am Sonntag in ehrgeizigem Kampf um den Anschluß an die Spitzengruppe. In der siebten Runde ereilte ihn dann dis furchtbare Geschick. Der Sportkamerad, der trotz aller Erfolge bescheidene, blonde junge Deutsche Ernst von Delius hat seinen Platz in der Geschichte des deutschen Motorsports in heißem Kampf erobert, sein Name wird auch fernerhin in kameradschaftlicher Hochachtung und Liebe genannt werden. he. „Blau-Weit" Bochum ausgeschieden Bei den Wasserball=Meisterschaftsspielen in Iserlohn am Sonntag gab es gleich beim ersten Spiel eine Bombenüberraschung. Iserlohn=Schledden hofen brachte es fertig. Münster 91 mit:2 Toren klar zu schlagen. Die Münsteraner zeigten bei weitem nicht ihr gewohntes Können. Bei den Westfälischen Schwimmeisterschaften überfuhren sie Iserlohn mit 10:3. Die Bochumer Blau=Weißen, die mit Ersatz spielen mußten, kämpften recht unglücklich und waren in beiden Spielen die Verlierer. Im ersten Spiel gegen Münster, das:1 für Münster endete, wäre bei etwas Glück ein Unentschieden durchaus möglich gewesen. Gegen Iserlohn war sogar die Möglichkeit eines Sieges gegeben. Die Iserlohner gewannen zwar das Spiel mit:1, die Bochumer waren aber lange tonangebend. gingen nach einer:=Halbzeit mit:0 in Führung und hatten dann kurz hintereinander zwei todsichere Torgelegenheiten. In beiden Fällen wurde der Ball freiliegend vor die Querlatte geknallt. Gegen Schluß der zweiten Hälfte kamen dann die Iserlohner immer mehr auf und warfen in kurzen Abständen, nachdem sie bereits den Gleichstand erreicht hatten, die beiden siegbringenden Tore. Im ersten Spiel gegen Münster spielte Bochum ohne Dr. Buschei und Hohendorf mit Franken: Rulf, Koch: Schumacher: Wiener II, Ratte II, Wiener I. Im Spiel gegen Iserlohn mußten für die erkrankten Ratte I und Rulf— die Bochumer hatten unter der geringen Wassertemperatur von 16 Grad besonders zu leiden— mit Ratte II und Oelrich zwei weitere Ersatzspieler eingestellt werden. Die Bochumer waren durch das Fehlen eines Freiwassertrainings (beide Gegner besitzen eine eigene Sommersportbahn) außerordentlich benachteiligt. Schwimmsportverenstaltung des Polizei SV. Bochum Einen Städtekampf der Polizei im Schwimmen bringt am Sonntag der Polizei=SV. Bochum im Sommerbad in Herne zur Durchführung. Zu der vielseitigen Veranstaltung, die Staffel= und Einzelwettbewerbe vorsieht, haben bereits u. a. Vereine der Präsidialbezirke Köln, Düsseldorf, Duisburg, Hagen, Dortmund. Gelsenkirchen und Bielefeld zugesagt. Zu diesen Kämpfen sind auch die NS.=Formationen, Werkscharen und Angehörige des Wehrbezirkskommandos eingeladen. Liglands Beppergeleindgen Amerika führt nun:1 im Davispokal-Endlpiel Es ist die alte Weisheit; der Favorit hat es schwer Das Doppel im Davispokalkampf USA.— England am Montag in Wimbledon lehrte es erneut. Die zwei Tennisgrößen und Wimbledon=Sieger aus Uebersee mußten kämpfen wie die Löwen, ehe sie ihrem Lande mit einem Viersatzsieg die Führung mit:1 Punkten gesichert hatten. Nicht die Amerikaner Budge—Mako, sondern das englische Verlegenheitsdoppel Wilde—Tuckey wurden zu den Helden des Tages. Während vor allem Donald Budges Spiel offenbarte, daß ihn die schweren Kämpfe gegen Gottfried von Cramm und Henner Henkel allerlei Kraft kosteten, wuchsen die zzwei Engländer über sich hinaus. Sie waren von einem eisernen Willen zum Siege beseelt und machten einen Strich durch die USA.=Rechnung auf einen klaren Sieg, den man ja nach der Ueberform der Yankees im Kampf gegen Deutschland erwarten mußte. Es kam anders. Erst nach vieler Mühe hatten Budge—Mako mit:3,:5, :9, 12:10 den Widerstand der Engländer gebrochen. Obendrein kannte man den jungen Wilde vor lauter Lampenfieber kaum noch wieder. Er war voller Hemmungen, und die 10.000 Zuschauer hätten gern Hughes für ihn spielen sehen. Um so größer aber war Tuckey. Es war sein Verdienst, daß die Engländer im ersten Satz :1, im zweiten:4, im dritten:2 führten und im vierten Satz bei 10:9 sogar Satzball hatten, nachdem Budge—Mako bei 8·7 vier Matchbälle nicht hatten auswerten können. Es war ein großer Kampf. Alles wartet nun auf die letzten Einzel am Dienstag. Udet mußte notlanden Internationaler Flugwettbewerb in Zürich— Francke Gewinner der Gelchwindigkeitsprütung Dem Haupttag des internationalen Flugwettbewerbes in Zürich war herrlichstes Wetter beschieden. Einen Höhepunkt brachte das Geschwindigkeitsrennen, das ein Deutscher auf einer deutschen Maschine gewann. Mit 409 Stundenkilometer siegte Francke mit der 640=PSMesserschmidt 109. 80 000 Zuschauer verfolgten ein reichhaltiges und vielseitiges Programm, das die Spitzenklasse der europäischen Piloten auf den besten ihrer Maschinen vortrugen. In sauberen Figuren zeichnete Gerd Achgelis mit dem Focke=Wulf=Stieglitz vollendete Darbietungen mit farbigen Rauchspuren. In der internationalen Staffelkonkurrenz gefielen die Italiener und Schweizer sehr gut. Nachdem die Franzosen ihre Meldungen zurückgezogen hatten, waren in der Entscheidung des internationalen Kunstflugwettbewerbs der Kategorie C drei Tschechoslowaken auf Avia unter sich. Lt. Novak siegte dank einer reichhaltigeren Kür mit 145,5 Punkten vor Lt. Siroky mit 135.47 und Adjutant Vyborny mit 99,12, Punkten. Mit großer Spannung wurde der Schnelligkeitswettbewerb erwartet, der ein anderes Gebiet des Flugsports in den Vordergrund rückte. Zwar war das Feld nach der Verzichterklärung der Franzosen klein, denn nur drei Maschinen starteten in Abständen von einer halben Minute. Als erster erhob sich Francke mit seiner 640PS=Messerschmidt 109, um die vier Runden des 50,5 Kilometer langen Rundkurses in Angriff zu nehmen. Ihm folgte der Engländer Gardner mit einer schwächeren Persival New Gull Gipsy. Den Beschluß bildete der Favorit Generalmajor Udet auf der BFW.=Messerschmidt 109 DB. 600, deren Leistung 950 PS beträgt. Nach der ersten Runde hatte Francke bereits einen Vorsprung von einer Minute gegen Gardner. Zur großen Ueberraschung aller schickte sich Generalmajor Udet zur Landung an und gab wegen eines Defektes am Gasgestänge auf. Der Fehler trat gerade an einer gefährlichen Kurve auf, doch Udets meisterhaftes Können und seine Geistesgegenwart ließen ihn die Maschine sicher zum Flughafen steuern. Inzwischen vergrößerte Francke seinen Vorsprung immer mehr und siegte in 29,35,2 Minuten mit 409,65 Stundenkilometer vor Gardner mit 34,33,8 Minuten und 350,66 Stundenkilometer. Notlandung Udets vor dem Alpen=Rundflug Vor Beginn des Montag gestarteten Internationalen Alpen=Rundflugs mußte Generalmajor Udet infolge Motordesekts in Steffisburg in der Nähe von Thun im Berner Oberland notlanden. Es gelang ihm, seine BF 109 mit geringem Schaden zur Erde zu bringen. Generalmajor Udet selbst kam mit ein paar Schrammen davon. Doppelsicg im Alpenflug Klassensiege von General Milch und Major Seidemann Mit einem unvergleichlichen deutschen Erfolg wurde der Alpenflug bei der 4. Internationalen Züricher Flugwoche am Montag abgeschlossen. Der über 367 Kilometer führende Wettbewerb vom Züricher Flughafen Dübendorf über Thun nach Bellinzona und unmittelbar zurück nach Dübendorf mit Zwangslandungen in Thun und Bellinzona wurde in zwei Klassen für Einsitzer und Mehrsitzer ausgetragen. In beiden Abteilungen stellte Deutschland die Sieger, wobei Major Seidemann mit 46.47,1 auf der BkW Messerschmitt 109 die Tagesbestzeit flog. In der Klasse B für Mehrsitzer siegte General der Flieger Milch mit einer Dornier I) 17 unter Führung von Major Polte und Bordwart Hänsgen sowie Funker Franz als Insassen in 48,42.3 vor dem belgischen Fliegerhauptmann van der Heyden (Fairy Fox) in 1,06,12,8 und Capt. de Caters(Belgien) in 1,08,07 bei sieben gestarteten Teilnehmern. Im Steilsturzflugwetthewerb gab es einen weiteren deutschen Doppelerfolg. Die 3000 Meter Höhe mit anschließendem Sturzflug bewältigte der deutsche Pilot Francke mit der Messerschmidt 109 in.07.7 als weitaus bester Flieger vor dem Piloten Schürfeld(Deutschland) in.23.0. 4 Siege Bochumer Kanuten Der.=C. Linden=Dahlhausen auf der Westdeutschen Kurzstrecken=Regatta in Duisburg Im schönen Wedau=Sportpark trafen sich auf dem Bertasee bei Duisburg die besten Kanuten der drei westdeutschen Gaue im Kampf um die Westdeutschen Kurzstreckenmeisterschaften. Es gab auf der ganzen Linie sehr spannende Rennen. Mit höchstem Einsatz wurde um die wertvollen Titel gekämpft. Im„wichtigsten Rennen des Tages, im„EinerKajak“, dem„Großen Einer vom Deutschen Rhein“, erkämpfte sich der starke Düsseldorfer Rein einen knappen Sieg in 4,38,4 Min. vor Bormann(„Störtebeker“ Düsseldorf), der 4,39 Min. benötigte. Dritter wurde Kleckers(Kaiserswerth). Sieger im„Zweier[Kajak“ für Senioren blieben Schwarz—Kube(„Wanderfalke“ Essen) vor Dahm—Hallebach(Düsseldorf). Im„Zweiten Einer=Kaial" für Senioren schlug Strathmann(Essen) in 4,37,3 überraschend Bormann(Düsseldorf) 4,39 und Kleckers(Düsseldorf). Auch den„Vierer=Kajak“ für Senioren sicherte sich ganz knapp„Wanderfalke“ Essen vor„Paddlergilde“ Düsseldorf. Recht schöne Erfolge konnte wieder der KC. Linden=Dahlhausen in den Kanadier=Rennen davontragen. Er bewies in Duisburg einmal mehr, baß die führende Stellung der Bochumer im westdeutschen Kanusport in dieser Bootsgattung unangefochten ist. Von den fünf Kanadier=Rennen, die auf dem Bertasee zum Austrag kamen, gewannen sie nicht weniger als vier. Geschlagen wurden sie lediglich im„ZweierKanadier“ für Junioren von„Roemryke Berge“ Wupvertal. Doch belegten sie in diesem Kampf den zweiten und dritten Platz. Alle Siege wurden mit klarem Vorsprung errungen. Im„Zweier=Kanadier“ für Senioren legte das sieggewohnte Paar Sievering— Ruthenbeck mit 5,10 Min. einen klaren Abstand zwischen sich und Müller—Grafe(Roemryke Berge), die in 5,20,4 Min. einkamen. Im„EinerKanadier“ für Senioren bezwang der Linden=Dahlhauser Sievering seinen Klubkameraden Ruthenbeck. Eine rein Bochumer Angelegenheit war der „Zehner=Kanadier“ für Jugendliche. Denn hier trafen die alten Rivalen KC. Linden=Dahlhausen und KC. Bochum aufeinander. Die Linden=Dahlhauser siegten hier in 2,53,3 Minuten vor KC. Bochum, der.59 Min, benötigte. Wieder einmal mußte der KC. Witten im„Zehner=Kanadier“ für Senioren dem KC. Linden=Dahlhausen den Vorrang überlassen. Die Bochumer benötigten 4,35,5 Min., die Wittener 4,41,3 Min. Halselberg erhielt Kortum-Plakette Auszeichnung des Fliegermeisters im Amateur=Radrennen Heinz Hasselberg Oberbürgermeister Dr. Pielum hat den Deutschen Meister Heinz Hasselberg in Anerkennung seines gestrigen Sieges im Kampf um den Deutschen FliegerMeisterschaftstitel im Amateur=Bahnfahren mit der Kortum=Plakette der Stadt Bochum ausgezeichnet. Harre fuhr mit Kempa! Den dritten Platz im 100=Runden=Mannschaftsfahren bei den Deutschen Radsportmeisterschaften in Bochum belegte nicht das Paar Hölper[Harre, sondern es fuhr Harre mit dem Bochumer Kempa. Kieninger führt knapp Um die Deutsche Schachmeisterschaft Nach den schönen und erbittert durchgeführten Kämpfen um die Deutsche Schachmeisterschaft wurde am Montag die 8. Runde ausgespielt. Die wichtigste Partie Richter gegen Schmitt wurde nach einem Zeitnotfehler Richters remis. Rellstab gewann im Mattangriff gegen Heinrich, dagegen verlor Ernst eine damenindische Partie gegen Reinhardt. Rodatz kam bei einem verfehlten Bauernvorstoß gegen Zollner in Nachteil und gab auf. Dr. Lachmann wurde von Kohler durch eine Mattkombination überrascht. Durch einen Sieg über Michel gelang es Kieninger. wieder die Führung im Turnier an sich zu reißen. Die Partie Kranki—Engels ging unentschieden aus. Der Stand nach der 8. Runde: Kieninger 6 Punkte, Schmidt, Rellstab je 5½, Richter 5. Michel. Dr. Lachmann, Reinhardt, Zollner je 4½, Engels, Ernst je 4, Kranki 3½, Kohler 2½, Rodatz ½½, Heinrich ½ P. Hans Herrmann fiegte Im Rahmen der Meisterschaft begann am Montag ein Fünf=Länder=Verbandsturnier zwischen Niederrhein, Niedersachsen, Nordmark, Weser=Ems und Westfalen. In der ersten Runde gewann der Bochumer Hans Herrmann gegen den Hannoveraner Lücke. In der zweiten Runde schlug Schmahl(Wilhelmshaven) den Hamburger Nitzel, Lücke schlug den Bremer Kurpjuhn, Loose(Düsseldorf) den Essener Huber. Unentschieden spielte Rogmann(Bochum) gegen Hans Herrmann (Bochum). Die anderen Partien wurden abgebrochen. Le Tremblay, 26. Juli 1..: 1. Lianon(Semblat). 2. La Rusée, 3.'Industrieuse. Toto: Steg 40, Platz 17. 17. Ferner: Scala, Carabosse II. La Friande, I Ching Bal. 2..: 1. Pair des Dames(Favennec), 2. Edmar, 3. Americ. Toto: Sieg 19, Platz 14, 26. Ferner: Torreon, Inspecteur. Hannibal. 3..: 1, Remanso(Lapialle), 2. Maiz. 3. Hötival. Toto: Sieg 39, Platz 18, 20. Ferner: Girst, Coupe de France, Bonhomme, Frifrl 4..; 1. Trissino(Dusorez), 2. Radouga, 3. Patoche. Toto: Sieg 34, Platz 15. 18, 20. Ferner: Phlos, Turbator, Turkisb Blend, Revocation, Chrysaline. 5. R: 1, Aethella(Tucker), 2. Noroc, 3. Papillotte. Toto: Sieg 61. Plasz 15, 14, 14. Ferner: El Mers, Passe Partout. Innova, Darsine, Terentia, Maiko. 6..: 1. Baptiston(Fried), 2.=Aigoual. 3. Kirga. Toto: Sieg 153. Ferner: Up to Date, Palmette, Kabarda, Rirvanne, Kerkyra. Seite 8 Nr. 173 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Juli 1932 Turnen und Sport Sportfilm vom Sonntag! Seite 9 Nr. 173; Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 27. Juli 1937 Neuische Wtelchnn Sirapene ahl. Derr=Fahren.. Erstaunliche Beobachtungen im Verkehrsgewühl— Straßenbahn hat den Löwenanteil— Das Stahlroß immer mehr in Front Der guten alten Straßenbahn wird mitunter der Vorwurf gemacht, sie sei, namentlich in den überfüllten Geschäftsstraßen, keineswegs das schnellste und wenschte Vertehr Fättg„besze 8 Mäfsenverkehrs. aller Jahr anderen öffentlichen Verkehrsmittel zusammen. Diese Feststellung ist vielleicht auf den ersten Willigrerg##. Tatsache bleibt aber, Haßrrau, Straße en, die im letzten Jatgr.#u#####0 pehrpert wurden, bahnen, Eisenbahnen und Omnibussen beforver, wurden, allein 2,7 Milliarden auf die Straßenbahnen der deutWer hätte das von der guten alten Straßenbahn förderten Personen berücksichtiet,„alle übrigen Verkehrsmittel in den Schatten steut. Fteilnh macht der in den sogenannte Nahverkehr, also Die me Sgtadten baw. in Großstädten und in vielen kleineren Sthen bzw. in deren umgebung fast drei Viertel des gesamten Verfolgender Zusammenstellung, die wir Wirtschaft“ Wigender Zusammenstellung, die wir„Wittschaft und Statistit entrgzaßer. und ein Instrument von unschätzbaren Wert sichergestellt. Ungeachtet der Schwierigkeiten, die sich der Verwirklichung der wohnungspolitischen Zielen in dieser Hinsicht entgegenstellen, werde es den vereinten Kräften geingen, das vom Führer geforderte Aufbauwerk in die tehr aus Paris unternimmt eine größere Delegation kehr aus zuhe mzethimme zeme globete Trlegttig der DaF.=Walter, Landeshandwerkmeister und Hanowerkskammerpräsidenten unter Führung von Paul ter eine offizielle Reise nach Bulgarien, um den Besuch ter eine offizielle Reise nach Bulgarien, bulgarischer Handwerker in Deutschland zu erwidern und um Vereinbarungen mit dem Präsidenten des bulzum Bespiel über Handwerund um Vereinbarzngen v..egiel äber am der garischen Handwerts zum Bespiel über Handwer keraustausch zu treffen. Tar umgusetzen. Neues Handelsabkommen mit Guatemala Der am 4. Oktober 1924 zwischen dem Deutschen Reich und der Republik Guatemala abgeschlossene, Handelsvertrag war infolge Kündigung durch die megeerung von Guatemala am 30. November 1935 außer Kraft getreten. Bereits im Jahre 1936 wurden jedoch Verhandlungen über ein neues Abkommen eingeleitet. Diese Verhandlungen sind jetzt abgeschlossen worden. Am 22. Juli ist in Guatemala ein Handelsabkommen unterzeichnet worden, das auf der Grundlage der unbeschrankten Meistbegünstigung. gilt für ein Jahr und verlängert sich stillschweigend auf unbestimmte Zeit, falls es nicht von einem der vertragsschließenden Teile mit dreimonatiger Frist gekündigt wird Straßenbahnen Schnellbahnen Reichsbahn Kraftlinien 8783 insgesamt 5475 3251 Zu den Schnellbahnen rechnen die Hoch= und Untergrundbahnen in Berlin und Hamburg und die Schwebebahnen im Industrierevier. Der Reichsbahn=Nahverkehr umfaßt die=Bahnen in Berlin und Hamburg. Vernverj6gg 1088 1986 Millionen Fahrgäste 1689 927 1217 Besuch deutscher Handwerker in Bulgarien Raul M Paul W sen Handwerks in der DeutWarter, hegibt sich in den Kurze Nachrichten Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich für den 21. Juli auf 106,5(1913 gleich 100). Sie ist gegenüber der Vorwoche(106,4) wenig verändert. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. Juli hat sich die Entlastung des Notenbankstatus in der Berichtswoche in noch etwas stärkerem Ausmaß als in der vorangegangenen Woche fortgesetzt. Insgesamt hat die Kapitalanlage der Reichsbank in der Berichtswoche um 150,6 auf 5104,3 Millionen Reichsmark abgenommen. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf stellte sich am 23. Juli auf 6444 Millionen Reichsmark gegen 5899 Millionen Reichsmark am entsprechenden Vorjahrstermin. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben um 0,1 auf 75,1 Millionen Reichsmark zugenommen. Davon entfallen 69,1 Millionen Reichsmark auf die Goldbestände und 6,0 Millionen Reichsmark auf die Bestände an deckungsfähigen Devisen. Die Preisüberwachungsstelle der Regierung von Oberfranken und Mittelfranken hat kürzlich gegen eine größere Webwarenfabrik eine Ordnungsstrafe von 15 000 hohe Verkaufspreise verlangt hat, ar. Internationalen Ganewerirgenirate un einer RarsReichsmark verhängt, Wei., Pke. Sihne sich tros der er. Seiter, bes, Mu g#t begibt sich in den lebrungen, durch die Fachzeitschriften u die PreisvorPe, vr getoston Bariz““. 73 Vizeyräsident der schriften für Textilten zu tummern. Den einschlägigen tionalen Handwerkszentrale an ine P ts= Betrieben kann nicht dringend genug empfohlen werden, Eisenbahnen Kraftlinien 190 118 155 insgesamt 1829 1040 1872 In diesen Zusammenstellungen fällt auf, daß der Verkehr auf der Straßenbahn in den letzten, Jahgen Aus Westfalen und Rheinland ihre Preisberechnungen erneut daraufhin zu prüfe ob sie den gesetzlichen Vorschriften genau entsprechen. Auf Unkenntnis der Preisvorschriften für die Spinnstoffwirtschaft kann sich heute kein unternehmer mehr berufen. 90 garbah Die Bestimmung, wonach private Bauvorhaben, wenn sie mehr als 5000 Reichsmark und öffentliche Bauvorhaben, wenn sie mehr als 25000 Reichsmark Arbeitslöhne an der Baustelle erfordern, anzeigepflichtig beim Arbeitsamt sind, ist mit Wirkung ab 1. August dahin abgeändert worden, daß in Zukunft alle öffentlichen und privaten Bauvorhaben, bei denen mehr als 2 Tonnen Baueisen verwendet werden, anzeigepflichtig sind. Zweifel über die Anzeigepflicht kann es also in Zukunft nicht mehr geben. Von der Münchner Rückversicherung wird mitgeteilt, daß sich Generaldirektor Kißkalt entschlossen hat. mit Erreichung des 65. Lebensjahres zu Ende dieses Jahres zurückzutreten. Der ordentlichen HV. im November soll seine Zuwahl in den Aufsichtsrat, in dem ihm der stellvertretende Vorsitz zugedacht ist, vorgeschlagen werden. Als Nachfolger des Generaldirektors Kißkalt ist Reichsminister a. D. Dr. Kurt Schmitt in Aussicht genommen. Reichsminister a. D. Dr. bisher dem Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherung an, mit der er vor seiner Berufung zum Reichswirtschaftsminister als Generaldirettgtean denr ga e heng lange, Jahre in engster Verbindung gestauten venn die Münchner Rückversicherung ist an den beioen AufanzGesellschaften maßgeblich beteiligt. Jährlich werden in Deutschland 80000 Tonnen Schmelzkäse(Emmentaler, Tilsiter und Holländer) rer; zehrt. Hauptliefexant ist der Allgäu, der„mit 18000 Tonnen an der Spitze steht, an zweiter Stelle folgt Ostpreußen mit 5800 Tonnen. Ostpreußens Imker werden in diesem Jahre mit etwa zweitausend Bienenstöcken, also rund 160 Millionen Bienen, in die Johannisburger Heide ziehen, um die Blütezeit möglichst gut auszunutzen. Der bei der Herstellung von Radioröhren als Glühfaden verwendete Wolframdraht ist so fein, daß ein Kilogramm dieses Drahtes, ausgespannt, von Berlin nach Wien reichen würde. Verarbeitet werden kann er nur von leichter Frauenhand. ozxhaiffern pon 7630“zurückbleibt. Ueberhaupt hat zwar wieder Rerordziffern von### hurunleibt. Ueberhaupt.hal verhaltnismäßig Köln, genannt. seiner „ATh, ron und zu Hochstapeleien eines Dreiundzwanzigjährigen von, Lastrad nach Koiln geiommen, um vierswordeten handelt es sch um einen Ervin Werdenenn, Beisen schaach Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf An den AZiniges-Material aber an den Marki, das jedoch bei der mangelnden Kauflust nur noch auf errückgänge über 1 Prozent biaaus. Nach den ersten Rotierungen traten Aenderungen von Belang nicht ein. Der An sich der gesamte Nahverreor " sbie Gründe dafür? Man wird sie nicht nur in der Zunahme des Autoverkehrs erblicken können,# Straße zeigt, daß die Fahrt zur Fabrik oder ins Büro mehr und mebr mit dem Hexb gahraßfabriken lehren ebenersonenbeschreibung noch Ab= den kann. Angaben, die zur Aufklärung der ruchlosen In Tot dienen önne(6 gerb itze:.g, ander, Malizeidienst. 1 Pfund Sterling: 12,39½(Samstag 12.37) RM. 00 Dollar: 249.00(Sal Polizeipräsidiums Essen oder jede undere Polizeivienst= stelle. über die Aufbewahrung von Fahrrädern. Im Jahre 1929 gaben nur.4 Millionen Radfahrer ihre„Karre“ auf den Bahnhöfen zur Aufbewahrung. Im Krisenjahr 1932 fiel die Aufbewahrungsziffer auf 1,4 Millionen. Aber 1936 wurden die Aufbewahrungsstellen der Reichsbahn in 11,8 Millionen Fällen in AnWenn diese Zahlen auch nur einen Teil des Heres der Radfahrer erfassen, so sind sie doch kennzeichnend dafür, in welchem Umfange das Fahrrad Konkurrent der öffentlichen Beförderungsmittel geworden ist.„Wirtschaft und Statistik" bemerkt überdies:„Neben der Abwanderung der Fahrgäste auf Fahrrad und Privatkraftwagen dürfte auch ein Teil der Berufstätigen häufiger als früher den Weg zwischen Wohn= und Arbeitsstätte Haben die Straßenbahnen den Löwenanteil an der Zahl der überhaupt beförderten Personen, so bleibt doch übrigens die Reichsbahn Sieger, wenn es auf die Kilometer ankommt. Denn im Fernverkehr legt im Durchschnitt jeder Fahregaprsreigeoperer g traten, während die durchschnittliche bahnbenutzer nur etwas über 4 Kilometer beträgt. einem Konfektionsgeschäft ließ er 20 der besten Kleider stelle. kandwirschaftlichen Gebisfen Karl Habermeh, geboren Wesisalens polizeibeamte in Bielefeld in Lauterbach, Kreis Schlitz, entlarvte. Es wurde fest Bielefeld, 26. Juli. Der Gau Westfalen im Ka100 Dollar: 249.00(Samstag 249.00), RM., 100 holländ. Gulden: 137,51(Samstag 134329) RM 100 französische Frank: 9,31(Samstag 9,2972) RM. 100 Schweizer Franken: 57,15(Samstag 57,13) RM. 100 österreich. Schilling: 49,00(Samstag 49,00) RM. 100 italienische Lire: 13,10(Samstag 13,10) RM. gestellt, daß er in Leverküse ind Autmigen die Lut radschaftsguno ventsagt Wetgen- Peteiigung ale Pet. Auto besteut, hatte. Der Hachstapler hat sich in den tag und Sonntag unter Lizftsen esgggs, auer weit, sitzten drei Monaten in der Nähe von Waldbröl. Hen= fälischen#t ebe. y. 9 Harmagin je ein d# st3kund deutscher Polizeibeamten hiett am Samsterttig prei Mtbugzen in der Nähe von Waldbröl, Hennef, Siegburg, Wahn und Westhofen umhergetrieben. Seine Persönlichkeit steht noch nicht einwandfrei fest. Die Aufbauarbeit der gemeinnützigen Wohnungsunternehmen. Die Jahrestagung des Hauptverbandes deutscher Wohnungsunternehmen trat in Karlsruhe in Anwesenheit des Schirmherrn der Deutschen Baugenossenschaften, Staatssekretär Dauser(München), von Vertretern der Ministerien und der Reichsstelle für Raumordnung und Landesblanung zusammen. Fechentrgzegenschähter Dötsch erstattete einen ausführlichen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der letzten Jahre. 1935 wurde der innere Aufbau und die Festigung der, gerneinnizi, gen„Wohnungsunternehmen und ihrer gesetzlichen Organisation durchgeführt. 1936 wurde ggexrägggrezgg nützige„Wohnungsbau„Programmatisch als Tr##er des nationalsozialistischen Wobnungsbau= un gemeinnützige programmes eingesetzt. 1937 hat Wohnungsbau, der sich von jeher tatkräftig für die Lösung der sozialen Wohnungsfrage eingesetzt hat, die Führung im Arbeitsstättenbau übernommen. Der Hauptverbandsführer stellte bei dieser Gelegenheit fest, daß die gesetzlichen Prüfungsverbände durch ihre Führung und sachgemaße Betreuung die in den gemeinnützigen Wohnungsunternehmen„ruhende kraft mobilisiert haben. Damit sei für das nationalsozialistische Wohnungsbau= und Siedlungsprogramm Mit der Vereinskasse verduftet Mit der ganzen Einnahme vom Schützenfeste durchgebrannt Soest, 26. Juli. Einem Wirte in dem benachbarten Eickelborn statteten Diebe, die aus der Tatsache, daß dort das Schützenfest abgehalten worden war, nicht unberechtigte Schlüsse zogen, nächtlicherweile einen Besuch ab und stahlen die ganze Einnahme aus dem Schützenfeste in Höhe von rund 1300 Reichsmark, die noch nicht zur Sparkasse gebracht worden war. Doppelmord in Friedrichsfeld 24jähriges Mädchen und gleichaltriger Mann von unbekannten Tätern erschossen Essen, 26. Juli. In Voerde am Niederrhein, und zwar im Ortsteil Friedrichsfeld, auf der Verkehrsstraße Wesel— Voerde in der Nähe der Bahnüberführung Hamborn— Wesel, wurden am Montag morgen die Leichen eines 24jährigen Mannes und eines 24 Jahre alten Mädchens gefunden, die etwa hundert Meter voneinander entfernt lagen. Bei den Toten handelt es sich um Einwohner aus dem Ortsteil Friedrichsfeld, die sich anscheinend unabhängig voneinander auf dem Heimweg von Wesel zu ihren Wohnungen befanden. Von Straßenanwohnern sind zwischen 2 und.30 Uhr zunächst zwei Schüsse und einige Minuten später fünf bis sechs Schüsse gehört worden. Nach den bisherigen Feststellungen ist anzunehmen, daß das junge Mädchen zuerst überfallen und getötet worden ist. Der zufällig hinzukommende junge Mann wird dabei aller lichkeit nach auf den Täter gestoßen und von diesem aus bisher noch nicht erkennbaren Gründen niedergestreckt worden sein. Während die Leiche des ermordeten Manonntag unter starter,###. fälischen Standorte, in Vielefeld seine Gaulagung ab. Eingeleitet wurde die Veranstaltung am Samstagmorgen mit der Flaggenhissung und einem auf„Neu=Bethlem“, bei dem der Gauwart des Kameradschaftsbundes, Polizeiobermeister Bock, teur der Ordnungspolizei beim Oberpräsidium Münster, Oberst der Schutzpolizei Becker und Burgermeister Graeven(Bielefeld) sprachen. Im übrigen galt der Samstag vor allem der Pflege der Leibesübungen. Bei den zahlreichen sportlichen Wettkämpfen zeigten besonders die Polizeisportvereine aus Bochum, Recklinghausen, Dortmund, Osnabrück und Bielefeld hervorragende Leistungen. Die Siegerehrung nahm Oberst Becker vor. Ein Kameradschaftsabend auf dem Johannisberg bezeugte die starke Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und den Hütern der Ordnung. Am Sonntag fand nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal die Gauarbeitstagung im Löwenhof statt. Am Sonntagnachmittag besuchten die westfälischen Polizeibeamten die altgermanischen Heiligtümer in Lippe. semlich unverändert. Der Freiverkehr hatte keine 8- Besad- Lalsheisen ie, Sechesle“ ehice. Schluß war vereinzelt erholt. Also doch Brandstiftung Erst Freispruch, dann sechs Jahre Zuchthaus Bielefeld, 26. Juli. Nach dreitägiger Verhandlung wurde der 58jährige Heinrich Scheidemann aus Minden, der, wie wir in unserer Freitagsausgabe berichteten, der Anstifter zum Meineid und der Brandstiftung im Wiederaufnahmeverfahren angeklagt war, unter Aufhebung des freisprechenden Urteils des Schwurgerichts in Bielefeld vom 10. Oktober 1931 wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu sechs Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Von der Anklage der Anstiftung zum Meineid wurde der Angeklagte frei gesprochen. Zu dem jetzigen Urteil kam das Schwurgericht nicht allein auf Grund des Geständnisses der verstorBerliner Börse An den Aktienmärkten setzte sich die Abschwächung fort. Das Publikum hält sich weitgehend zurück. Infolge dieser Zurückhaltung sah sich die Kulisse auch zu weiterer Verkäufen veranlaßt. Stärker abgeschwächt waren vor allem Montanwerte. Aber auch auf anderen bisher bevorzugten Gebieten kam etwas Material heraus. Der Anleich markt lag ziemlich freundlich, allerdings gab Altbesitz 1 Prozent nach. Kommunale Umschuldungsanleihe ziemlich fest. Der Verlauf war wenig verändert. Ledziglich, tanaktien hatten größeres Geschäft und konnten etwas erholen. Der Schluß lag nicht ganz einheitlich, aber größere Veränderungen ergaben sich nicht mehr. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2¼ bis 2½ Prozent. Rhein.=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Der Aktienmarkt eröffnete sehr ruhig, doch waren die Kurse im Vergleich zum Mittagsschluß behauptet. Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt unverändert ruhig. Kursveränderungen traten kaum ein. sprochen. Zu dem jetzigen Urteil kam, das Schwurgeri nicht auein auf Grund des Gestandigger der verstorbenen Frau, sondern in eingehender Beweisaufnahme wurde die Richtigkeit der Angaben nachgeprüft. Zahlreiche Zeugen bestätigten, daß Scheidemann schon immer mit Brandstiftungsabsichten umgegangen war, daß er versucht hatte, dritte Personen gegen Bezahlung dafür zu dingen, daß er vor dem Brand Wertsachen in Sicherheit gebracht und nach dem Brand unter Geldversprechungen Entlastungszeugen gesucht hatte. Die Auslandsbörsen Newyork: Fest. London: Stetig. Amsterdam: Gut behauptet. Paris: Uneinheitlich. Brüssel: Fest. Zürich: Gut gehalten. Mailand: Stetig. Wien: Freundlich. Getreidegroßmarkt zu Berlin Anti. Preise, Getreide und Oelsaaten per 100 kg. sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. (.820 Aschal Roggenm, 0. 997 A. 21.10„ 21.10 Viktoriaerbsen 34.-36.0134.0 36.0 Speiseerbsen[33.-35.0s33 0 35.0 Futtererbsen 24.-26.0s24.0·26 0 Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf. 26. Juli Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notlerungen 26. 7. 126.7. 126. 7. 524. 7. Div. Anfang Schluß Kassal Schlud Hltbesitz. 5% Hossch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl Bemberg Berger Buderus Dahlbusch St. Demag Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl D. Reicheb. V. Dortm. Union I. 6. Farbenind. Feldmöhle Felten& Suille Goldschmidt 125.50 126.25 126.25s125.30) hasoeg Owv. Antane Schiusl Kassa Schlus . S 178. 50 178 254119.25 127.37 99.75 99.75 .57 149.00 155.75 149.00149.00 131.50132.0032.50 150.25150.37153.50 153.50—.— 51.00 99.62 102.50 132.73 153.00 1127.75 151.87/152.12s152.25 121.133 15 121.87121 5 215.25 215.50s215.501216.00 169.31/169.37 169.81|169.50 —.— 148 50 148.75s159 12 143.00 143.75143.62|143.50 Hoesch Köln-N. 34/125.62/125.871 Kall-Aschersli..5 Klöckner-W. 42137.871137.87 Mannesmann 31125.82JS 23344 50 Reichsbank 112/214.59/214.30214.50 Rhein. Braunk. 12/231. 12 230. 00 229. 5 138.121 126.12 138.12 127.50 156.00 135.62 Rhein. Stahlw. 6/155.00 Rh.-.-Elek. 61135.00 Salzdetfurth /75 Schuckert#Lo. 6/181.00 101.00 Siemens amp; Hal. 81227.00 Gebr. Stolwerk6131 50 229. 75|232.00 156.00157.25 131.00 135.50 131.00 131.87 Ver. Stahlwerke Westd. Haufhof Westeregeln Wintershall 39/123.81123.62123.62 135.00 131.00 124.50 60.62 Steinkohlen-Kuxe 26. 7. 24. 7. Geld Brief Geld Briefl Carolus M. 63506750, 0400 6750 Const. 9150|10250 8750 10250 taad 995 420 NNeu-Staßt. Siegtr. lu. 11.— Win. 19900/199 420 385 420 Deutschl. Schwerin Heinr. 16200 1680016200 16800 LAb 2 220 211002100 Braunkonlen-Kuxe Gute Hoff. 8200 8600 8200 8600 Leonh. 12200 12700 1220012700 Michel! 17600— 11600 b 19900 19000 20000 Proiverkehr Steinkehlen- u. Braunk.-Kure 26. 7., 2% Geld Bvierselg#i Dierg. 11700 12 400 11600 12400 Westtalen, 1050— — 4400—— Kall-Kuxe 6 0 60.25 60.12 80.12] 60 5/120.62/120.50 120. 50129.75 6/137.50137.12/137.25s137.75 Erichsseg 31003425 3200 3350 Habigh. 2400 2250 2430 Jisenburg—— 290— Mariagl. T200700 Marie 28002950 2750 2950 Marie l. 2800 2950 2750 2950 Max 2800 295027502950 -. 27252550 300— 390 Neusollst. 2300 Reicheld. Tnöringen— Industrieaktien(Einheitsk.) Beienrode 11531220 1150 1215 Sraunsshu.— 00 Gurbach— 3000— 3000Einigkeit—-!-! M 124. Braunk. Zuk Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef. Br. Oöss. Masch. B. Oynamit.Nod. Eschw. Berg. V. Ewald-K-Ludw Glas- u. Sp., S. Glöckauf-.AG. Gebr. Goedh. A0 Hallesche Salz. Hllges Hindr.-Aufferm Hochtief 40. Kabelw. Rheydt 14 Kall-Chemie W. Kreftt H. Lehm& Co. Mülheim. Berg. Rhein. Metall Rhein. Spiegel. Roodergr. Brk Sachtl.AG. vgd. Schieß-Oetries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. 26../24.7. 141.0/141.0 —. 138.0 89.0 89.5 163 B 178.0187.0 Gladb. Feuerv Köln Hagelv. Köln. Lioyd A. V. Köln Rückv. Div. 126..124. 7 40 800.0/899.0 8 90.0 90.0 - 247.0247.0 6 115 01— 135.2s136.5 143.0— 6(165.0— 6 150.2 211.5s212.0 92.391.5 147.5147.7 155.7— 124.5— 98.5 98.5 99.2 99.2 Rückv.gr. 6 115.0—. Köln. Röckv. kl.— 76.0 76.0 Rentenwerte 4URh.-.-.4..12.10 99.5 99.5 59 dto. dto. S. 11 /102.0s102. 4dto. Gold.-Kom. 1926, 1927 S.—6 # Wd. Bod. Gpfd. Em. 3. 9/12, 14 4# dto. Gold-.-Obl. 95.2 98.5 Freiverkehre-Aktien 26. 7. 24. 7. Geld Brief Geld Brief 68.0 71.0 69.0 71.0 Burd. R. 83.0 65.0 63.5 65.0 Bött.-W 1107.0111.0108.0110.0 Dol. Bas. 104.0 107. 3 104. 0106. 5 Oyckerh 131.5134.5—. scaiesf oner Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte 26 7,24.7. 12229.7/229.7 0—.— 0134.5134.5 Alexand Burd. K. Ikkumulatoren Aku E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellstoft 148.5148.5 152.0s151.0 5 124.0124 0 0 1173.0173.0 115.0115.0 122.0122.0 105.0/105.0 139.0s139.0 120 4120.0 Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.-.Pr.-B. O. Bank u..-6. Oresdner Bank Rh. W. Bb. Cr. B. Westd. B..-A. Versicherungeaktien Asch.-Mönch. F 32— Aach. Rückvers 14.8 215.0/215.0 pop..: Fl. L.- 390 0/390 0 .-u. Sturig..2a70 03 65 Colonie Rückv.— 258.0258.0 Eise C. 133.5136.5— Hann. K. Numd. Di4 Kortum .-Fölz. Lothrin. Lothr. G. uch. Berg 135.6 143.0146.5144.0148.0 —.—. 63.0 65.0 110.5/114.9112.0115.0 125.0128.0125.5126.5 79.0 81.0 78.5 81.5 123.5126.5120.0 atch me. 119 3123.3117.3121.0 w. Kugf. 111.0114.0111. 5s114.8 wr. vinn. 141.0144 0141.0145. Walther 1128. 6/130. 5s126.0s130. Vessseeebhche uun fällig ab 1. 4. 1834 103.6— I. 4. 1935 107.6 i. 4. 1995 111.6— Kölger Gas Kreftt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch rhüringer Gas I Tuch Aachen 114.0114.0 4/126.8126.7 3153.7154.0 glektr. Lieferg. " Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union alcke Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Kr. u. Licht 8/167.0166.7 Maschinend. 6/153.2/155.0 Buderus 4/132.7s132. 118.0117.0 0 49.7 49.2 6/150.0150 8 155.2158 6/148 7149.0 4145.5143.6 8/167.0166.7 81152 9165 Feinjute Phan. Wasser U Chem. Geisenk. Conti Gumm S9 117.8 113. 11900 190. Ua bin Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as Habel Linoleum Steinzeug Tel. u. Kab. Waffen 137.4 138.5 6/124.7 5121.0120 6/159.7/159. 10168.5168. 8173.21— —. 150 6/181.5182. Oittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. 19216 " Union-Brau 12/214.7/216.5 Dürener Metall Oyckersh. Widm. Jahmeyer 1 Laurahdtte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. gebhardt& Co. German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke 6/135.2135.5 156.2156.7 92.5 93.3 6/129.2129.0 -icg Wure MIag Mimosa Mölneimer Berg. 126.01245 150.01500 4121.0123.0 6157.0158.5 8173.0172.9 s4120.01193 5123.5122.11 nackethal Draht I Hagede Hamb. Elektr. Hindr.-Autterm. Hottmann Stärke Hohenlohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 64/143.0142.7 6/126.0 8157.0157.0 8167.0166.0 62—.—. aise Bergbau Aise Genus Jsenbeck Brau. Jungnans Gebr. 6—. 176. 6/143.0142.6 4 4146.0141.0 6/130.51131.8 0 20.0 20.0 4133.2133.2 8180 0180.0 8163.5 Union chem. 9—. 119.7 er. Otsch. Nickel V ver. Glanzst. IVer. Ultramarin Vogel Draht Arenst.& Koppel 0 Osnabr. Kupfer Pongs& Zahn 9— 4146.0 6153.7/151.5 6/179.0— gagner& Co. W Wende Wanderen Warsteiner Grub. westalen draßt—.—. 112.|114.0 6—.— Wickdler Brau.## 10 hein. El. Werke Rhein.-W. Kalll 6/144 7— 130.5132.5 Rhein.-W. Kalll 6144 7/1188 Riebeck Montan.21—. 1118 0 Rütgerswerke 6/149 8150.2 Sechsenser 0 Sarott Schlegel Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. " Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas 9—. 0—. 4125.3125.0 112.0 7—. 6/169.0169.1 4101.5101.2 5140.7/141.0 163.0 162.2 147.0 5131.0131.2 8181.5 3117.0117.5 Verbchranerte 45 Elberfelder Anl. 45 Essener Anl. 4. Mölh.-Ruhr Anl, ½ Ruhrverbd. Anl. 36 4 Pr. Ldof. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. 1. Ldbk. Westf. Kom 45 Dt. Komm. Goldan 4. Westf. ldsch. Pfdl 440t. Hyp.Bin. Pfd. ½ Pr. Centr. Bod. Pfd. 4# Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 4# Basalt Obl. 5 Concord. Berg. Obl. 6 Daimler Benz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 4# Ver. Stahl 60 45 Ver. Stanl 47/31 Ver. Stah Siem. amp; H. Obl. Farbenbonds 99 5—. 98 3 98 3 96.0 98.0 99.7 99.7 99.3 99.3 99.7 99.5 99.2199.2 101 8102.2 104.0104.0 A. 6. für Verkehr Boch.-Geisenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer Nordd. Lioye 0129.0129.2 0 18.7 18.7 0 47.0 47.0 20.5s20.5 Rentenwerte 99.6 45 Ot. R. Schatz. 411 99.8 4 Ot. R. Anleihe 44 98.8 5# O. R. vounganl. 105.0 104.6 4# Reichsbahn Sch./101.0 Westtalen Altbesitz 132.5 45 Bochumer Anl. 98.2 4 Duisburger Anl. 97.7 4/129.5/128.0 Düsseldorfer Anl.—. 101.0 —.102.5 96.21— 100.21— 102 8—. 186.3186.7 133.7134.0 Umschuld. Anleihe 93.1 94.9 26.7. 126. 7. Geld Brief 100.1— 100.1— R. Schuldb. f. 39 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 s Essen. Steink. 42 4# Harpener 49 45 R. W. E. 52/8 5 R. W. E. 50 55 Ruhrchemie 48 45 Ruhrgas 53 45 Ruhrwasser 53 “e Ruhrwohng. 59 45 V. E. W. 52 99.3/100 101.5/103 99.5102. 97.8 99. 101.7— 97.2 98. 98.5100 97.2 96. 98.5100 97.2/ 98. Westtalenbank.-G. Bochum BankgesenaIte Austahrung samtllener Seite 10 Nr. 173 7 Bochumer Anzeiger/ Dienstag, 27. Juli 1937 aus Groß-Bothum Aus den=Bochumter=Eidonenen Statdteil Gertbe Abschluß des Gerther Volksfestes Das erste Volksfest, das die Ortswaltungen Hiltrop= Bergen und Gerthe der Deutschen Arbeitsfront. NS.= Gemeinschaft„Kraft durch Freude". in langen Wochen sorgfältig vorbereitet hatten, gehört der Vergangenheit an. Wie sehr die Veranstalter mit dem dreitägigen Volksfest einem allgemeinen Wunsche Rechnung getragen hatten, bezeugte der starke Andrang an allen Tagen. Am Sonntag herrschte eine geradezu beänastigende Fülle. Die Regengüsse hatten dem eigentlichen Feste keinen Abbruch tun können, vielmehr herrschte überall die beste Stimmung. Unter den zahlreichen Gästen, die das Gerther Volksfest besuchten, befanden sich auch Kreisobmann Meinert und Kreiswart Erhardt von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude". Am Montag nachmittag gehörten das Festzelt und der Kirmesplatz allein den Kleinen, die an der Festesfreude der Großen teilhaben sollten. Auch für sie sollte es besondere Freude geben. Professor Hawkins mit seinen vierbeinigen Freunden fand natürlich auch bei den kleinen Hundeliebhabern großes Interesse mit seinen Darbietungen. Groß war die Freude, als die Freifahrten auf Karussells und Schiffschaukeln angekündigt wurden. Die Stunde der Freifahrt wurde bis zum letzten ausgekostet. Am Abend fanden sich dann die Großen wieder im Festzelt zum„Kehraus" zusammen.b Daß das Stimmungsbarometer auch an diesem Abend keinen Sturz machte, dafür sorgte die fleißige Werkskavelle „Lothringen 1/3" unter Leitung von Kavellmeister Cremer. Das beste Werturteil in der Bevölkerung über den Verlauf des Festes liegt in dem vielfach geäußerten Wunsche, daß diesem ersten„Kraft=durch= Freude"=Volksfest in Gerthe in angemessenem Zeitraum weitere folgen möchten. * Hochbetagt. Heute feiert der in Gerthe allgemein bekannte Veteran von 1870/71 Wilhelm Sudhölter seinen 92. Geburtstag. Am 27. Juli 1845 zu Brackwede geboren, erlernte er das Schreinerhandwerk. Seiner Militärpflicht genügte er beim Infanterieregiment 81 in Mainz. Den Krieg 1870/71 machte er beim Infanterieregiment 15 mit. Gern erzählt er noch aus seiner Militär= und Kriegszeit. Bis vor zwei Jahren war er noch ein täglicher Besucher des Gysenberger und Hiltrover Parks. Seinen Lebensabend verbringt er bei seiner Tochter, Frau Karl Kroll, Wiescherstraße Nr. 129, in Herne. Viele Glückwünsche und Ehrungen werden dem alten Jubilar zuteil werden. Diebe im Kaninchenstall. In der Nacht zum 24. Juli brachen Diebe einen Stall am Hause Echstraße 29 in Bochum=Gerthe auf und entwendeten fünf schwarze und zwei silbergraue Kaninchen. Wer kann zu dem Diebstahl Angaben machen? Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei in Bochum=Gerthe. Stadtteil Grumme=Böde In hohem Alter. Frau Mathide Tegethoff geb. Nett, Castrover Straße 107, vollendete ihr 80. Lebensjahr. Drei verheiratete Töchter, zehn Enkel und sieben Urenkel brachten ihre Glückwünsche dar. Die Geburtstagsfreude wurde noch dadurch erhöht, daß gerade an ihrem Geburtstag der achte Urenkel geboren wurde. 40 Jahre Männerverein der Liboriuspfarrei Grumme. Die Liboriuspfarrei beging mit ihrem Patronatsfest am Sonntag zugleich die Feier des 40jährigen Bestehens des Männervereins. Seine Einleitung nahm das Fest am Sonntag morgen mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche, wobei der Präses, Vikar Sasse, die Festpredigt hielt. Im Vereinslokal Goeke, Josephinenstraße fanden sich die Mitglieder zu einer schlichten Feier zusammen. Im Mittelpunkt stand die Ehrung der Jubilare, die Präses Vikar Sasse vornahm. 13 Gründer stehen heute noch in den Reihen des Vereins. Sie wurden besonders geehrt. Außerdem gehören 37 Mitglieder dem Verein seit 25 Jahren an. Sie alle erhielten als Zeichen der Anerkennung ein Angebinde überreicht. Aus der Straßenbahn gestürzt. Am Wochenende, gegen 7 Uhr morgens, stürzte die 22jährige Hausangestellte Adele Sch., die auf der Oskar=HoffmannStraße 160 wohnt, bei der Fahrt zu der neuen Dienststelle aus dem Straßenbahnwagen. Eine plötzlich Ohnmacht verschuldete das Unglück. Die Hausangestellte erlitt eine Gehirnerschütterung und Hinterkopfverletzungen, die eine Krankenhausüberführung notwendig machten. Stadtteil Harpen Verkehrsunfall. Donnerstag abend gegen 18.40 Uhr kam es auf dem Harpener Hellweg unmittelbar vor der Haltestelle Kornharpen zu einem Verkehrsunfall. Wegen Straßenarbeiten am Ruhrschnellweg müssen die Fahrzeuge zwischen Abzweig Harpen und der Haltestelle Kornharpen auf der schmaleren Nebenstraße umgeleitet werden. Ein aus Düsseldorf stammender Personenwagen fuhr in Richtung Harpen und stieß mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Die Karosserien wurden beschädigt, Personen kamen aber nicht zu Schaden. Stadtteil Altenbochum Der Vogelhändler. Die Volksgenossen werden auf die heutigen Filmvorführungen im Lehmkuhlschen Saale hingewiesen. Außer dem lustigen Großtonfilm„Der Vogelhändler“ wird ein reichhaltiges Beiprogramm gezeigt. Das Gartenfest in der Querenburger Straße. Am Sonntag, 25. Juli, feierte der Schrebergarten an der Querenburger Straße sein zweites Gartenfest. Leider hatte der Wettergott das Fest, das in Verbindung mit der NSG.„Kraft durch Freude“ gefeiert wurde, durch seine Regenschauer stark beeinträchtigt. Hier spielte das bekannte NS.=Handharmonikaorchester und die Tanzgruppe der NSG. zeigte recht anmutende Volkstänze. Für die Kleinen hatte man recht lustige Unterhaltungen, wie Wurstschnappen. Apfelholen. Sacklaufen usw. vorgesehen. Die Kinder ließen sich ihre Stimmung durch die ungünstige Witterung nicht nehmen. In froher Stimmung fand dies Gartenfest seinen Abschluß. Stadtteil Laer Rentenzahlung. Bei der Postanstalt werden die Heeres=Versorgungsrenten am 29. Juli und die Invaliden= und Unfallrenten bereits am 31. Juli in den Dienststunden von.30 bis 12 Uhr und von 15.30 bis 18 Uhr gezahlt. Da in den Vormittagsstunden ein besonderer Beamter die Renten auszahlt, ist es angebracht, diese restlos in den Vormittagsstunden abzuholen.— Die Knappschaftsrenten werden bei Kuhweide ausgezahlt, und zwar für die Invaliden am 2. August um 14.30 Uhr und für die Witwen am 3. August um 15 Uhr beginnend. An die Witwenrentenzahlung schließt sich die Zahlung der Beamtenpensionen an. Stadtteil Langendreer Auch Bochum hat jetzt seinen Erntekindergarten. Ueberall dort, wo die Frau während der Sommermonate mit in die Feldarbeit eingespannt wird, ist die Frage:„Wo bleibt mein Kind während der Erntezeit?" ein Problem, das in der heutigen Zeit durch die NS.= Volkswohlfahrt bereits gelöst wurde. Nun hat auch Bochum seinen ersten Erntekindergarten erhalten, und zwar im Langendreerer Ortsteil Kaltehardt. Donnerstag fanden sich zum ersten Male die Kinderaärtnerinnen im Lokale Eckardt, Wittener Straße, zum Lehrabend ein. Diese Einrichtung der NSV. wird von allen Müttern begrüßt werden, denn nicht immer war es leicht, für ihre Kinder die rechte Aufsicht während der Erntezeit zu bekommen. Nun werden sie aber aller Sorge enthoben sein, denn hier, im Kinderaarten, sind die Kleinsten bei frohem Sviel in bester Obhut. KdF.=Sportkurse. Dienstag, 27. Juli: Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Realgymnasiums, Bochum=Langendreer, Unterstraße 73.— Mittwoch, 28. Juli: Kleinkaliberschießen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: bei Kneist in Bochum=Langendreer. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: im Lokal Landau in Bochum=Langendreer, Kaiserstraße. Jin=Jitsu für Frauen und Männer von 20 bis 92 Uhr: Realgymnasium, Bochum=Langendreer, Unterstraße 73.— Donnerstag, 29. Juli: Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: in Bochum=Werne bei Höhn. Werner Hellweg.— Freitag, 30. Juli: Schwimmen für Frauen und Männer von 19 bis 20.30 Uhr: im Freibad in Bochum=Langendreer. Sunz Enepei seietne Sommerfest des Bürgerschützenvereins Stiepel 1888 Ganz Stiepel war Sonntag nachmittag auf den Beinen, als sich die Schützen des Bürgerschützenvereins Bochum=Stiepel 1888 unten im Dorf zu einem Festzug formierten. Gegen 18 Uhr waren alle Straßen, die der Zug passieren mußte, von Schaulustigen dicht umsäumt. Nachdem die Fahne der Königskompagnie „Lottental“ am Hause des Schützenkönigs H. Welker eingeholt worden war. trat das Bataillon zur Paradeaufstellung an. Major Schmuck meldete dem Königspaar 300 Schützen. Unter Vorantritt der Stieveler Feuerwehrkapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Stemmann formierte sich das Bataillon zu einem Festzug durch die Kemnader und Gräfin=Imma=Straße bis zur Ministerstraße. Hier hatte inzwischen das Schützenkönigsvaar W. Wellker und Frau Rumberg Aufstellung genommen. Gerade, als das Bataillon im Paradeschritt vor dem Königspaar vorbeimarschierte, öffnete der Himmel seine Schleusen. Aber das machte den Schützen und auch den Zuschauern nichts aus. Unentwegt warteten sie, bis der letzte Mann vorbeimarschiert war. Anschließend verteilten sich die einzelnen Kompagnien im Saale der Wirtschaft Rumberg und im Saale Frische. Als die um die Hälfte verminderte Feuerwehrkapelle— die andere Hälfte spielte im Saale Frische— die ersten Märsche spielte, wurde von der Gelegenheit des Tanzens sofort Gebrauch gemacht. Dann entbot der stellvertretende Vereinsführer des Bürgerschützenvereins, Major Berthold Schmuck, den in stattlicher Anzahl erschienenen Festteilnehmern, darunter ganz besonders dem Schützenkönigspaar. dem Ortsgruppenleiter der RSDAP. Wiegand und Provagandaleiter Börder einen herzlichen Willkommsgruß. Er erinnerte an die Zeit vor drei Jahren, wo sich die Stiepeler Schützen vereinigten, um ein echtes Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes zu feiern. Man sei stolz und glücklich, daß im Verein des neugegründeten Bataillons alle Schützen mit ganzem Herzen bei der Sache seien. Auch habe man wiederum unter Beweis gestellt, daß jeder Schütze treu zum Verein stehe. Er gab dann einen kurzen Rückblick über die fast 50jährige Vereinsgeschichte und betonte in diesem Zusammenhang, daß die Schützen im Interesse dieser guten Sache große Opfer gebracht haben. Man sei auch den Gründern des Vereins und den Vätern dankbar, daß sie den Grundstein legten für den Stieveler Bürgerschützenverein. Eine besondere Freude herrsche darüber, daß man auch die Jugend erfaßt habe und sie nun zu schießfreudigen Schützen heranbilden könne. Im weiteren Verlauf des Sommerfestes herrschte in beiden Sälen Jubel und Trubel. Alle waren sich darüber einig, daß es auch diesmal ganz ausgezeichnet war und daß wohl jeder auf seine Kosten gekommen sein dürfte. Stadtteil Wiemelbausen Männergesangverein„Grüne Linde“. Die geselligen Abende des MGV.„Grüne Linde“ erfreuen sich im Mitgliederkreis und beim Anhang des Vereins größter Beliebtheit. Samstag abend hatten sich im Vereinsheim eine stattliche Zahl Freunde des deutschen Gesanges zum Unterhaltungsabend eingefunden. Das geschickt zusammengestellte Programm versprach Stimmung. Frohsinn und Freude, und diese hatte ein jeder mitgebracht. Der Humorist Arry Leese wartete mit schönen Darbietungen auf und sorgte dafür, daß der fröhlichen Stimmung kein Abbruch getan wurde. Die Darbietungen der Sänger die, wie immer, mit klangvollen Leistungen aufwarteten, paßten sich dem Rahmen des Abends an. Gelegenheit zum Tanz ließ die schönen Stunden viel zu schnell dahingehen. Weitmar Jubelfest der Kriegerkameradschaft Weitmar=Mark und=Neuling. Der Montag bildete den Abschluß der 60jährigen Jubelfeier. Es war ein echtes Kameradschafts= und Familienfest, das die gesamte Bevölkerung dieser Ortsteile noch einmal zu frohen Stunden vereinten.— In seiner Begrüßungsansprache am Sonntag bewillkommnete der Kameradschaftsführer auch den Obersturmbannführer Lange. War das Wetter auch unbeständig, so litt darunter doch nicht die Stimmung. Vom Spaziergang ins Krankenhaus. Samstag wurde die kleine Schülerin Hildegard B. von der Cramer= straße 39, als sie sich auf einem Spaziergang durch Hamme befand, beim Ueberqueren der Dorstener Straße von einem Personenauto erfaßt und überfahren. Die erlittenen Verletzungen machte die Ueberführung in ein Bochumer Krankenhaus notwendig. Bei Transportarbeiten verletzt. Der auf der Cimbernstraße 8 wohnende Vorarbeiter Friedrich K. erlitt bei Transportarbeiten auf einem benachbarten Werke so schwere Verletzungen am Oberkörper und innere Schäden, daß eine Ueberführung in ein hiesiges Krankenhaus sich als notwendig erwies. Stadtteil Linden=Dahlbausen 84 Jahre alt. Eine der ältesten Einwohnerinnen des Stadtteils Linden=Dahlhausen, Frau Witwe Tegethoff, auf der Keilstraße in Dahlhausen wohnend, konnte Sonntag bei bester geistiger und körverlicher Rüstigkeit ihr 84. Lebensjahr vollenden, zu dem der Hochbetagten zahlreiche Glückwünsche zugegangen sind. Auf der Arbeitsstelle verunglückt. Am Wochenende, in der Mittagsschicht, wurde der auf der Kassenbergerstraße 40 wohnende Dreher Emil M. schwer verletzt. Arge Beinverletzungen machten die Ueberführung in ein Bochumer Krankenhaus notwendig. In die Ruhr gesprungen— aber gerettet. In den Abendstunden des Samstags, gegen 18.30 Uhr, sprang in unmittelbarer Nähe der Fähre Voßnacken ein Mann in die Ruhr. Der den Vorfall gewahrende Eisenbahnbeamte Franz Schorn sprang kurz entschlossen nach, und es gelang ihm, den Lebensmüden, den aus Wattenscheid stammenden 87 Jahre alten Hermann., sicher ans Land zu bringen. Der bereits bewußtlose H. konnte ins Leben zurückgerufen werden; er will die Tat aus Verzweiflung über eine unheilbare Lungenkrankheit ausgeführt haben. Am Sonntag fand, wie bereits in der gestrigen Ausgabe berichtet, eine Besichtigung des Sturmes 12 M/69 des NSKK. im Rahmen des Reichswettkampfes des NSKK. statt. Unser Bild zeigt Brigadeführer Nieder Westermann während der Besichtigung eines Trupps. Der Bürgerschützenverein„Blau=Weiß“ Griesenbruch beging, wie berichtet, seine 10=Jahr=Feier. Hier sind die Schützen zum Generalappell am Moltkemarkt angetreten. Der Stiepeler Schützenverein Bochum=Stiepel 1888 feierte am Sonntag in großem Stil sein Sommerfest. Auf unserm Bilde schreitet der Schützenkönig Welker(mit Königskette) die Front ab. Die Weitmarer Kleingartenvereine„Engelsburg“ und„Am Trottenberg“ veranstalteten Sonntag in ihren Anlagen hübsche Gartenfeste. Am Trottenberg zudem ein Kinderschützenfest. Unser Bild zeigt, wie lustig es dabei zuging. Alle Aufnahmen: Muthherr 11 Nr. 173/ Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Juli 1937 Bochumer Leben Auf froher Fahrt Die Belegschaft der Zeche Flora fuhr ins Sauerland. Noch lag alles in tiefer Ruh, nur eizgige,„rgt; schichtler“ der Kriegervereinsfeier in der„War. ten dem Bette zu, als Verwaltung und Gefolgschaft der Zeche„Flora“ mit ihren Frauen sich am Sonntag morgen auf die Beine machte. Aber heute ging es nicht wie gewöhnlich zum Pütt, heute wollte man einmal, losgelöst vom Beruf, statt in die Tiefe auf Sauerlands Berge steigen. Funf bis auf den letzten Platz gefüllte Autobusse ließen gegen 6 Uhr ihre Motore anspringen, und dann ging es mit einem Lied auf den Lippen hinaus. 170 Fahrtteilnehmer rollten dem Ziele Bald stachen die Kalkgebirge um Letmathe und Hohenlimburg durch das Grun der Tannen. Kalkbruche und=brennereien verrieten den Beruf der hier ansässigen Sauerländer.„Pater und Nonne“, die bekannten Sagenfelsen, wurden passiert, und dann rollten die Wagen in Letmathe ein. Nach einer ausgiebigen Stärkung wurde die Höhle besichtigt, und Floras Kameraden, denen die„Unterwelt“ sicher nicht fremd war, mußten doch staunen über die zauberhaften Gebilde, die hier in den Klüften in Jahrtausenden entstanden waren. Doch die Fahrt eing werige, Thettezbherg hieß das Reiseziel.„In einem geräumigen####aat saßen, bald alle um das Mittagessen. Nach dem Mahle ergriff Betriebsobmann Wörenkämper das Wort. Er dankte der Verwaltung, dem Vertreter des Werkes Inspektor Mehring, dem Betriebsführer Zisler und dem Prokuristen Zeller, der die Leitung der Fahrt hatte. Inspektor Wieb zigs jieg um die Organisation der Fahrt Sun des stellvertretenden Gauteiters an die BetriebsNuf der, schierund Gesbigschaften res Gaues Wesiscenent NSG. Der Leistungskampf der deutschen Betriebe um die Auszeichnung des Führers =„Nationalsozialistische Musterbetriebe“ auf Grund seiner Verfügung vom 29. August 1936 füir das kommende Jahr hat begonnen. Zeistungskampf der deutschen Betriebe zu be= teiligen. Es gilt mehr denn je, nationalsozialistisches Gedankengut in die Betriebe hineinSas ur MAlichtschuntge. burdz, Gesähing se wunce iun iur Kaustset aetehlen Foverungen wiesan iun VugrIst ser vor Zasen Hurch ise Adeit der Vermielichung sozialistischen Grundsätze, konme in dir: Fugern dulch zuye Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit gab dem Huzerseitätg, baige„Bo# eutwortung sür den Vette, wie Er.hehzegrif im Vetriehsseben überwand den Klasenkamps. bo Valstag Hurchasen, misen ale, Varet urdz, Shanz, inige seher Wohle des ganzen Voles vurchzu###en, müssen alle, Partei und Staat, Betriebsführ der Lint, einer, Pralignalsgzsgalischen Wirschestsdenlene sest der Arbeilsbegiss. Deteit der Betrieb als vorbildlich zu bezeichnen, der unter Berücksichtigung sei dem Ortswart von„KdF.“ der Ortsgruppe Weitmar. In zwangloser Weise wurde der Nachmittag verbracht. Fußtouren in die Berge wechselten mit fröhichen Sp# len. Ein„Pferderennen unter sachkundiger Leitung des„Rennleiters“ Frasse stieg. Als der Trompeter gegen sieben zum Aufbruch blies, da stieg mancher nur schweren Herzens in den Wagen. Neues Bauvorhaben in Linden=Dahlhausen Günstige Entwicklung der Baugenossenschaft„Heimat“ e. Gen. m. b. H. Bochum=Stiepel. In der Gaststätte G. Westermann vereinigten sich am anntag vormittag die Mitglieder der Baugenossenschaft Sonntag vormittag die Mitglieder der B „Heimat“ e. Gen. m. b. H. Bochum=Stievel zu einer ordentlichen Generalversammlung. Der Vorsitzende des drach turg über die Verl Geschäz, ntviczr g. erthehKhaost. d dos Hallichen Slkafen gebesen st. VeBochum=Gelsenkirchener, Straßenbahn in Bochum=Weit mar an der Blumenfelonraße vervorgehoben. 62 schmucke Kleinhäuser wurden in kurzer Zeit erbaut. Die 1935 errichtete Siedlung„Heimatweg— Auf dem Schrick“ hat noch in der Außengestaltung einige Verschönerungen erhalten.„ 4 sich Genossenschaft— als Gemeinschaft— vaut sich auf Kapitalien auf, welche die Genossen in kleinen Beträgen durch Anteilzahlungen ersparen. Der Mitgliederbestand betrug am 1. Januar 1936 197 Genossen mit je 1 Anteil. An Zugängen sind 1936 69 Genossen mit je 1 Anteil zu verzeichnen. Insgesamt beträgt die Mitgliederzahl nach Abgängen 253 Genossen. Der Gewinn von 575.68 RM. ist geldrechnungsmäßig worden. Die Genossenschaft siebt, 8 P6. 68 Der Reichsorgansationsleiter der Nationalsozialistischen Deutschen Aeheitervaxtei. uud Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Parteigenosse Dr. Robert Ley, yat um Tage Leistungsabzeichen für vorbildliche Berufserziehung weiterhin vorgesehen die Leistungs„e bitdliche Sorge um die Volisgefundheit, vorbildliche Heimstätten und Wohnungen und vorbildliche Förderung von„Kraft durch Freude“. Die Leistungsabzeichen können jedoch nur dann verliehen werden, wenn die die Erstellung einer wahren Betriebsgemein)ug zuf Antrag des zuständigen Gauobmanns Die Vertenihung beziationsseiter, Parteigenossen D. Robert Ley. Der Betriebsführer, burch den Beichsorgong g...., am Leistungskampf der deutschen Betriebe nachkommen der meinem Wunsche auf Teilnahme gg.“. ge, Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, vih, sendet bis zum 15. Augut, 19, Bochum, Wiemelhauser Straße 38/12, über den Pareigenosen Ernst Stein,..9, dex vom Bettiebsführer und seinem Betriebsobmann täindigen Krikobnonn einen Antr=Zichtarische Betriebe find von der Vewerbung aus. geschlossen. Die Betriebe, die nach Prüfung würdig erscheinen, werde ich mit dem Deutschen Arbeitsfront dem Führer den Betrieb Zur Aexzelgtrgg. Mai eineg jeden Nusterbetrieb“ vor. Die Verleihung Her Arpeitszamser Wesfalen=Süd. Es gilt unter sohe iy eine, feier die, Betziebsführer und Betriebsgemeinschaften im Gau Wessalensotgschaften, daß der Wille zur Gemeinschaft in ihnen lebenvig.4#.., Heinrich Vetter, M. d.., stellv. Gauleiter. kann den Tag im Kreise von drei Töchtern. einem Sohn und acht Enkelkindern begehen. Stadtteil Hamme Hohes Alter. Die auf der Hofsteder Straße wohnhafte Witwe Anna Berke, geb. Streicher, vollendet heute in bester Gesundheit und Frische ihr 74. Lebensjahr. Von ihren sechs Kindern leben noch zwei Töchter, die zusammen mit fünf Enkelkindern gratulieren. Pfarrer=Ordination. In der evangelischen Kirche Von=der=Recke=Straße, fand am Sonntag die feierliche Ordination des Pfarrers Bohnenkemver statt, die der Synodalassessor Pfarrer Kraemer(Weitmar) in Verhinderung des Superintendenten vornahm. Silbernes Vereinsjubiläum. Im Kreise der Mitglieder beging der Kaninchenzuchtverein„Unsere Lieblinge" am Samstag abend sein 25jähriges Bestehen. In seiner Ansprache wies der Züchter Mertens auf die vielerlei Erfolge des Vereins in den 25 Jahren und auf die Menge der von den Mitgliedern aufgezogenen Tiere hin. Auch die Kaninchenzucht sei für die deutsche Volkswirtschaft von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Den beiden Mitgliedern Peter Fuhrmann und Johann Brandt, die die einzigen dem Verein noch angehörigen Gründer sind, überreichte er neben einer Ehrenurkunde ein schönes Angebinde und dankte ihnen für die dem Verein stets bewiesene Treue. Neue Verkehrsinsel. Um eine bessere Verkehrsregelung zu erzielen, ist auf dem Ruhrschnellweg zwischen Hofsteder und Robertstraße eine Verkehrsinsel angelegt worden. Diese Neuerung stellt einen weiteren Fortschritt im Kampf gegen Verkehrsunfälle dar. Auch während der Ferien geöffnet. Der Kinderaarten 2 an der Von=der=Recke=Straße, wird während der Ferien versuchsweise geöffnet bleiben. Verhängnisvoller Waschtag. Die betagte Frau Wilhelmine Kl. von der Robertstraße 23, war mit der Wäsche beschäftigt. Beim Aufspülen der Wäsche glitt sie mit ihren Holzschuhen so unglücklich aus, de. sie mit einer Gehirnerschütterung und anderen inneren Verletzungen liegen blieb. Die Bedauernswerte mußte einem hiesigen Krankenhause überführt werden. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Hohes Alter. Frau Maria Schuster geborene und acht Enkelkinder Herech, Tiarnen Ver=Gegenjaße Spaziergang durch einen interessanten Bezirk sundheit. Zwei Töchter, ein Sohn und acht gratutieren an ihrem Eyrentag. Silbernes Dienstjubiläum. Der Abteilungsvorsteher Walter Schade blickte Samstag auf eine 25jährige berufliche Tätigkeit zurück. Er wurde an diesem Tage von vielen Seiten herzlich geehrt. Dienste der G 1“ blistan zurück im der Maschi Die Jubilare wurden in üblicher schierbaum, examen. der Arbeit. Auf eine 25jährige Tarigkeit Subigre v.. Bergbau AG. onlaten gutm endenn, Capghe echrseage el Staatseinem Wohl in keinem Bochumer Stadtbezirk begeanen gerade in Bochum=Hordel, das am 1. April Maße, wie gerabe in Bochum=Hordel, das am an der Grenze dieses Stadtzgäat, gedehnte Landwirtschaft mit Spiegpeseg, von Zeergen liche Rilchertrag beträagt weiszuer Bilh Hnäßersche fen läßt, blickt man geradewegs auf die gewattigen Werksanlagen der Zeche„Hannover“. Wo ohen täglich die Veraleute die schwarien Kohlen auz, deg, Geseig. teil aufzuweisengintcemteintbung nach Bochum, während Hüste des der erintugonnt guigg Bochim, wäbrernd der kleinere Teil nach Wanne=Eickel geschlagen wurde. Orönung, während jenseits des Bahnübergangs die Straßen, beispielsweise die Derfflingerstraße. noch einiges zu wünschen übrig lassen. für richtiger, das Vermögensgebäude weiter zu Sie ist deshalb bestrebt, einen Teil kapitals für Restfinanzierungen bei ihren über Laib neue Bantor=Pohogenosen, Kheist“=Betgaiat= 7t Verschanzsgsbezisß si sie alch Hereitze robs Geastoethsdbent. so erlirte Verszeschge Gise 2 hie. Stollmann wiedergewählt. berg u. a. In Unterhordel spielt sich auch das meiste sich die Poststelle, das Standesamt, Bücherei und wie die Aleshfalsde. eisien Seirtenl Geseliche sen Veie sife! Stadtteil Riemte drei Deisch rate der bessen Gesimöbeil be ahre alt wurde argiPhanztag die„Witwe Mathilde Ham ihren Lebensabend verbringt. Auch sie ist korpe geistig noch sehr rege. Silberne Hochzeit. Sonntag feierten die Eheleute die tele Dahlkauter oder Vertotrabe binauscheben nte grrage, dag schöne Fest der silbernen Hachzel. Worheis eide, Pseache üibe den Heinaigeiager Eröteläikosf vom wichen Aebenwven auv.(Zans faihrte Ligeim Balcke in einen Lauazur., Vielen“ Verkebrsschilder„Privatstraße. Durchfahrt vortrag die Teilnehmer im Geiste elanise Hishelschalte iaie Kalescae aice le Schöner aber ist Hordel in den letzten Jahren Fall geworden. durch das schöne Hohes Alter. Franz Gerlemann 75 Jabre Günnigte der“ Thüringen. Mütter. Die im Muttererholungsheim ternahmen einen gemeinschaftlichen. Ausflug zur, Deil; unternugneigeinen gemeinse Aus dem Nachbargebiet Wattenschrierio Die Centrum=Gefolgschaft Gekolgschaft pein ungefähr tag unternahm die Centrum=Gefolgschaft mit 1000 Verioner,beiz. beg, Ziesem Jahre war das Ziel Zons am Rhein. Frühmorgens brachte der schaft zu froben Stunden zusammen und eine Ratsherrensitzung in WanneEickel Generalappell der alten Soldaten 45 Jahre Kreiskriegerverband Wattenscheid Schon am Samstag abend war in dem riesigen Festzelt auf dem Gertrudisplatz jeder Stuhl besetzt, als den Grußwort dos Vef Sonntag.: Der Tag wurde einam Kriegerdenkmal. Nachmittags traten die einzelnen Kameradschaften mit ihren Fahnen auf dem### Hitler=Platz an, wo zunächst die Führung des V# Verbandsleitung versammelten sich die vielen Teildieder im Feiigett,## Milstartgpellg, der., nehen n sprach. Er konnie neven Vertreter des Overourge.„aizei Hauptmann Möiller senberg, den Vertreter der Polige Faustimmn Zuller und den Vertreter des Landesgebietsfuyrers Major Baas(Gelsenkirchen) begrühergrußschreißen, darunter sammlung mit eingegangenepekannt A/s zwe bne bende ben gag# bes Aanden, Iung, bob Ze bengschtiog legngelesckeb anee ebede de Aesdascastsch asenichen bne zialsches einstecntagenchn n eun. auhe gebietsführers und des Kreisverbandes Gelsenkirchen, der Westfattscheg######chtet werden onne. wieder in Wattenscheid an. Kusfiung der Oontrover Halbzug am Sonntag morstark fuhr der Höhutz in die sauerländischen Berge. Es waren herrliche Stunden, die ihnen geboten wurden. 12000 befsuchten bisber die Przschzthühnee„# h öfnung der Wattenscheider hiel greisichtspiele bisber garten Wazgöch Personen besucht. Nicht eingerechnet in diese Zahl sind die jugendlichen Besucher der Märchenspiele. Die Ratsherrei erd. eee bene, Auer ung nehe gue icheshehes eltengege isher. e bene u ung is, Aesehanue, achengagiege Basecilt Kieste geer. hietungen einer Militarkapelle der Freie dem fratung###gemeu#, während des Fenoehr; hurer Hagedor#, zermeisters, Bürgermeister GeS bse un aunuen uer Die Griahgung en traten unter dem Vorhügesggle, d Zur Beder. Oer-geniten 53=Heime nach lieberwindung gewisser Grzerizrze, ed., un Zahzeh mit ben Kau des erten Heimes begug werden Lonne, Gartenstadt erhalten soll. Es sei auch die ver dot, begründet, daß auch die Erichtung des zweiten HF=Heimes nach im laufenden Rechnungsjahre, in Ein drittes Heim soll .=Heimes noch im Heute nachmittag letzter Verwandtenkinder=Transport. Heute nachmittag verläßt der letzte VerwandtenkinderTransvort Wattenscheid. Die Kinder müssen sich um 1780 Uhr auf dem Bahnhofsvorvlat, des Pahngofz Gelsenkirchen=Wattenscheid einfinden. Der geht in die Gaue Thüringen, Halle(Saale), Wersebzrg. Sachsen und in den Gau Schlesien. Dann I.„#., sem Jahre rund 250 Wattenscheider Kinder durrl#### mittlung der RSV. zu ihren Verwandten gestrickt „ worden. für die sigete Macht wahreno des Frienzer: ver wrde die Leitung gMaigesichtsig inr Pisiger Kasnungssahre ergeben werden. ne Gune Au u n n aun bun. Aeige e eg eie Genichene halten werde. sthalste odie Vrcetand- lsernaihtnt Vicgelscigen Bönnebruch=Althoff. 5jähriges Geschäftsjubiläum. Dex Fxiseurmeister Otte Am Ziele wurden sie zunächst mit Kaffee Viel zu früh kam allen Teilnehmern abends die Ab8chchs. stern sein 25jähriags„Geschäftssubilähtgn, Fhersg, gnge krieges geriet er im Dezembg, Prug, 10230 fzurischehrte. fangenschaft, aus der er im seine, Meisterprüfung und ause die zum Teil schon selbt eigene Geschäfte führen. Kriminalpolizei, Gelsenkirchener Straße 25. * Stadt Herne Leiche gelandet. Am 25. Juli, gegen 9 Uhr, wurde nes geborgen, der seit einigen Tagen als vermißt gemeldet wurde. Es liegt offenbar Selbstmord vor. Ennepe=Ruhr=Kreis Tragisches Anglück am Bahnübergang Vom Personenzug angefahren und getötet er estouyg g. alg agfichert betrauger nxeven Lonne, bustinie nunmeyt als ve. 4 der umwandlung ehne daß allerdings der Beitpun:. de demnächst eine beute bereue sest=Verlehrsmähzlichkeit auf der jetigen wesentlich schnellere Strabendo zise Etr aßenbahnverbindung vom Hauptkabn. hof Wanne=Eickel zum Stadtteil. Holsterhausen demnächst gleichzeitig in die Autobuslinie einbezegen werdaß nach dem augenblicklichen Stande to Strothmann, Hordeler Straße oo. beging urAuf der Bahnstrecke Sprockhövehr, Hattingen in der Samstag ein tragischez, Unglück, stüter wohnhafte Nagelschmied August Ru. hatte eine Weac nach.einem Heronieren, der nicht durch Bobr, einen Bahnubergang gbechueten, der nicht zurch Bahnposten bewacht wird, sondern dessen Schranken dauernd geschlossen sind, während für Fußgänger ein Gang derart schwere Verletzungen, daß er auf der Stelle tot gewesen sein sind eingeleitet. Statt Karten Die glückliche Geburt unseres Töchterchens Siuliana, Elisabetta, Clelia zeigen wir hocherfreut an Major Pietro Formentini und Frau lhea geb. Plangemann Bochum, den 24. Juli 1937 Rechener Straße 14 z. Zt. Bochum, Elisabeth-Hospital Statt Karten Die glückliche Geburt eines gesunden Sohnes zeigen in dankbarer Freude an Dr. Marie-Luise Picot geb. Cuntz Oskar Picot Bochum, 25. Juli 1937 Augusta-Kranken-Anstalt Heute starb nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwester. Schwägerin und Tante Prad Prieurien-Totel Henriette geb. Harke im Alter von 59 Jahren. In tiefer Trauer: Friedrich Peter sen. Friedrich Peter jun. Karl Peter Dr. med. Erwin Peter Bochum. Witten, den 25. Juli 1937 Akazienweg 22 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Juli 1937, 15.30 Uhr von der Kapelle des Friedhofs an der Blumenstraße aus statt. Trauerteier eine Viertelstunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitten wir abrusehen Die Dame aus Duisburg, die am Sonntag abd. v. Soest n. Boch.Präsid. mit der Eisenb. fuhr, wird gebet., ein Lebenszeich. v. sich zu geb. D. M. 52963 Anz. Erholungs. bedürttige erhalten liebevolle Aufnahme u. Verpfleg. bei Dissen (T..), 5 Min. vom Solbad Ravensberg. Pr..4. O. P. 6088 Anzeig. Alleinst. Herr od. ält. Ehepaar findet bei Dissen (T..), 5 Min. vom Soolbad Ravensberg, liebevolle Aufrahne u. Verpfl. Dauerheim. Pr. monatl. 40.K bei einigen Monat. Vorausz. P. S. 6089 Anzeig. Familien-Nachrichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Gevoren(Mädchen): Herringen bei Hamm: Karl Timpeltei(Lent Schulze zu Wiesch. Dortmund: W. Piepenbrink(Martha Schweer). Verlobte: Dortmund: Liesa Schierenbeck mit Dr. med. Wilh. Receius. Soeft: Ruth Gräfingschulte mit Waldemar Hüser. Essen: Erna Kratz mit Reg.=Baurat Gust. Geldmacher. Vermählte: Essen: Adolf Braun mit Hilde Kleinefinke; Dr. Hans Parbs mit Karen Kühn. Hagen: Max Richter mit Else Caspari. Gestorben: Dortmund: Dr. Gustav Brinkhoff, 40 Jahre. Essen: Wwe. Marie Pickert, 71 Jahre: Margarete Böhm, 59 Jahre: Nathanael Liebenthal, 71 Jahre: Dr. med. Leo Grüter, 66 Jahre; Hedwig Maaß. Essen=Stadtwald: Emil Orzareck, 65 Jahre. Leibbinden Brochbänder Hummistrümple liefert preiswert Fischer Kortumstraße Ecke Rottstraße. (Verioren) Verloren Weiße Korallen= kette Donnerstag abend von Friederika= bis Brunsteinstraße verlor. Geg.Belohn. ab zug. Friederikastr.38,pt. Kinder=Handtäschchen mit Inhalt am Freitag vom Waldring bis Hanefeld, Wiemelhausen, verloren. Wiederbringer erhält Belohng. Behrens, Glücksburgerst. 13. Saub., ehrl. Madchen oder Frau 3mal wöchtl., Näbe Milchhof, sof. ges. Ausk. Anz.(52936 Haustochter evangelisch, nicht unter 17., zur Erlerng. der Küche u. des Haushalts 3. 1. 8. gegen Taschengeld gesucht. Gasthof Overbeck, Wetter(Ruhr), Kaiserstraße 86, Ruf 2030. Aelteres, durchaus selbständiges Hausmädchen und jüngeres Kräschen für Haus= u. Küschenarbeit z. baldig. Eintritt ges. Café Fuchs=Grünewald, Kortumstraße 30. Suche für sof. ein saub. Mädchen f. kinderlos. Haushalt, nicht unter 18 Jahren. Frau Käte Diemel Alleestraße 140. Telephon 63738. Ordtl.„evg., jung. Kädchen zum Bedien der Gäste u. f. leichte Hausarb. gesucht. Lasch, Königstr. 9. Saub., kinderliebes Maschen gesucht. Grothues, Hattinger Str. 92. Maschen für Haushalt sucht Krause, Glücksburgerstr. 13. 5räum. Wohnung m. Etg.=Heizg. u. all. Zubehör, zum 1. 8. zu vermiet. Miete 85 Mark. Wohnungsnachw. Schürholz, Rottstraße 11, Telephon 63233. Herrschaftliche Parkertr Bergstraße 29, 5 Zimmer, Küche, Bad, Mansarde, z. 1. Okt. z. verm. Angebote an Gallhoff. Duisburg, Fürstenstraße 9. =.=Wohng. an ig. od. älteres Ehep. sof. z. orm. Bochum=Laer, Wittener Str. 502: =.=Wohng. z. 1. 8. 37 z. orm. Wittener st.189,.E. 2 Mansarden sofort zu vermiet. Roonstr.70, 2. Et.lk. Leeres Mani.=Zimm. Nähe Südpark, an alleinst. Person zu verm. Prs. 10 RM. N. V. 6717 Anzeig. 1 Zimmer, alleinlieg., m. Baderaum, zu vermiet. Laerstraße 32. Vermiahud Läden, versch. Raume) Herdenicbch mit 1 Zimmer, Wittener Str. 35, zu vermiet. Näh. Mauritiusst.34, vt. Mietgesuche (Wohnungen. leere Zimmer Angestellter in leitend. Stellung(3 Pers.) sucht zum 1. 9. oder später 3½--Zim. Wohnung Ehrenfeld o. Nähe Straßenbahndep. U. V. 6066 Anz. 4½.5 Zimmer z. 1. Oktober gesucht. Miete bis 75 M. Kleine Fam. T. E. 52986 Anz. Ig. Ehepaar sucht =.-Wohng. in der Nähe Bochumer Verein. Georg Wiesemann Mülheim(Ruhr), Kirchstraße 106. Hausgehilfin in allen Hausarb. erfahren, v. Witwe gesucht. Ausk. Anz.(52992 Vermietung (Möbl. Zimmer) Kortumstr.55, 2. Et. frdl. möbl. Zimmer zu vermieten. Marienstr.2,I. Etg., Eing.Humboldtstr. gut mbl. Zim. mit Zentralheizg. u. Badbenutz..omSuche für sofort ein fleiß. u. saub. Mächen Restaurant Hans Duppe, Mühlenstraße. Selbständiges bis 22 Jahre, für Geschäftshaushalt (3 Personen) für bald gesucht. Aug. Genheimer, Düsseldorf=Eller, Gumbertstr. 171. Anterricht startz Frite sisch, Englisch und Mathematik. D. L. 52923 Anz. Wer erteilt abds. englischen Anfangsunterricht? W. A. 52938 Anz. Ehepaar m. Mutter sucht =.-Wohng. ..9. od..10.1937. D. E. 52916 Anz. Ig. Ehepaar sucht zum 1. August leeres Zimmer. Preisangeb. unter D. H. 52993 Anz. Alleinst. Frau sucht z. 15. 8. od. 1. 9. leeres Zimmer und Keller. H. O. 52964 Anz. Hoch-Vortrat Mit Kostproben— Eintritt trei: Mittwoch, den 28. Juli, nachm. 4 Uhr, in unserem Geschäftshause. Eintrittskarten werden kostenlos an der Kasse abgegeben. Caspar Blume Westdeutschlands größtes Spezial-Otenhaus Bochum, Kortumstr. 111, Ecke Brückstr. 600 ccm, Eabriol. 2 Notsitze, 350+, versteuert u. zugelassen, zu verkf. Mansfeld, Gustavstraße 10. Snotblrab Wanderer, 750 ccm, mit Beiwagen billig zu verkauf. od. gegen 200 com zu tauschen.(52952 Johanniterstr. 6a. Herrenfahrrad gebr., bill. zu verk. Paeigen, Alleest.16 Nibelungenstr. 3, 2. Etage, möbliert. Zimmer zu verm. Rottstr. 11,1. Etage, mbl. Frontzimmer m. 2 Bett. z. verm. Mbl. Frontzimmer, 1. Etage, Stadtmitte, m. Zentralbeiz. u. voll. Pension, zu vermiet. Ausk. Anz.(52980 Mietgesuche möbl. Zimmer 1. 8. gut möbl. Iimmer in nur gut. Hause (Nähe Kreuzstr.) gesucht. Angeb mit Preis unt. Nr.1929 an Anz.Mittler Vehreschild, Hamm Westfalen). Aeltere Frau oder Mädchen für 4 Tage für Hausarb. gesucht. Vorzust. 8½ bis 1 oder 3 bis 7 Uhr. Viktoriastraße 36, Eingang rechts. Verkäufe Panis Bossensches Sahsfaheter unch 5 Tage in Paris 98.— Mk. ’dort—’dorf Abfahrten 17. August u. 7. Sepiember Prospekte und Anmeldung sofort Reisebüro Dömkes, Düsseldort Kaiser-Wilhelm- Straße 7, Ruf 14434 Kapitalien Stellenangebote (weiblich Für mein gutbürgerl. Unternehmen suche zum alsbaldigen Eintritt zuverlässiges, solides Fräulein als Stühr un Schen Angebote mit Lichtbild, Zeugnis1 abschriften u. Ref. erbeten an Robert Reuter„Die Klosterklause", Hamm in Westf. 5= bis 7000 Km. gegen hohe Zinsen gesucht. Als Pfand, ein Hypothekenbrief von 10.000 K. K. D. 52793 Anzeiger. Was gibt es Neues?— Solange diese Frage Interesse hat, wird man täglich Zeitungen lesen. und solange die Kundschaft solches tut, ist sie auch von dieser Sette für Ihr Geschäft zu gewinnen. Stellenangebote männlich Milreisender gesucht. Führende deutsche Nähmaschinenfabrik sucht einen tüchtigen Herrn als Verkäufer. Hohe Provision und Spesenver stützung. S. L. 6097 Auto- UnterAnzeiger Tücht. Herrenu. Damenfriseur Wegen Heirat meines jetzigen. suche ich zum 1. 9. ein in Küche und Hausarbeiten erfahrenes Marchen Vorzustellen vormittags. Frau Mertens, Vödestraße 49 Junges, saub. für ¾ Tage gesucht Alleestr. 14, part. Mädchen für 3/4 Tag i. Privathaush. z. 1. 8. gesucht. Brockmann, Weiberstraße 58. Für kl. Haushalt (2 Pers.) ein Halbtagsmädchen, nicht unter 18., gesucht.(53000 Fürstenstr. 32, prt: Jg. Mädchen für ¾ Tag gesucht. Jansen, Redemptoristenst.2. Putzfrau für 2mal in der Woche ges. Mittwochs u. Samst. vormitt. Golzen, Wörthstr.34, 1. Eig. Gesucht Frau oder Mädchen zum Putzen Zmal in der Woche. Hattinger Str. 55, I. Etage.(52958 putzfrau für ½ Tag in der Woche gesucht. Waldring 95. Schlafzimmer preiswert! Kompl. Schlafzimmer 295 RM., besonders schönes Schlafzimmer 325 RM., Schlafzimmer, mahagoni lack., 395 RM., Schlafzimmer, 2 m, 4tür., besonders günstig, 450 RM., Schlafzimmer, Mooreiche, gebeizt, 2 m, 4tür., 495 RM. Alle Zimmer sind gleich preisw. Wer Bedarf hat, kann günstig kaufen, da nur Lagerverkauf. Wir zeigen gern.„Möbellager Tecklenburg, Fahrenveuerstr. 20.(Nähe Kaiser=Friedrich=Platz). Kontorist(in) perfekt in Stenographie und Schreibmaschine, vertraut mit allen vorkommenden Büroarbeiten, an selbständiges Arbeiten gewöhnt, per sofort oder zum baldigen Eintritt gesucht. Selbstgeschriebene Bewerbungen mit Gehaltsansprüchen erbeten unter R. L. 6714 Anzeiger. für sofort gesucht. Kost u. Wohnung im Hause. Salon Rich. Vetter, Bestwig(Sauerl.). Jüngerer Kondftor ür sofort gesucht. Bäckerei Fork, .=Riemke, Auf dem Dahlacker. Zum 1. August Junge— s. die Landwirtschaft, w. auch melken kann oder erlernen will, bei gutem Lohn ges. O. Hubbert, Landmirt. A. Langen Junger erg (Goligtbfahrer), (Tempowagen= fahrer), sucht Bäckerei Julius Dieckhoff Grabenstraße 31. Suche einige Erntearbeiter Butzmann, Bochum Grumme, Wusae. 1lce Gen für ein. frauenlos. Haush. sofort ges. Plischka, Hordeler Str. 68. Tüchtiges Maschen n. unter 20 Jahr., gesucht. Gastwirtwiri, B. rungenSocham—„###schaft Fries, Hatdreer, Hauptst.197. Vierhausstraße 55 tinger Straße 421. Rotten Eppendorf, mass. Haus, 13., 3 Morg. Obst= u. Gemüseg., billig für 13 000, Anzahlung —7000. Mass. Haus ahe Moltkemarkt, 10., für nur 6500 J. Anz. 2500 bis 3000 K. zu vr. Wird bei Verkauf ganz frei. Näh. C. Steiner, Makler seit 1906, Dorstener Str. 2a. Bauplatz 108 Ruten groß, in Boch.=Stiepel, Blick auf d. Ruhrtal, zu verkaufen. Angebote an Ewald Aghte Blankenstein=Ruhr Wittener Str. 1. Schlafzimmer auf dem Transvort leicht beschädigt, billig gegen bar zu verkaufen. Möbellager Tecklenburg, Fabrendellerstr. 20 (Nähe KaiserFriedrich=Platz.) Mehrere gut erh. Mlod. Rüche einige Monate gebraucht, sehr bill. zu verkaufen. Möbellager Tecklenburg, Fahrendellerstr. 20 (Nähe KaiserFriedrich=Platz). Gut erh. 2schläfige billig zu verkaufen. Friedr. Scheideler Castrop.Hellweg 12 Gut erh. Küchentisch bill. zu verk. Emscherstr.11,partKommode, Ofen, Kanarienvogel billig zu verkaufen. Dibergstr. 57, I. Badeeinrichtung Kohlenofen), gut erh., zu verk. Castroperst. 228,3. Etg. Gebrauchter Herd billig abzugeben. Albertstr. 31,.Etg. 14—17 Jahre, für Metzgerei gesuchtPaul Lanfermann Poststr. 109. und Dietrich=BenkingStraße 90.(a6709 Neuer Ofen u. gut erhalt. Herd mit Wandplatte billig zu verkauf.(52928 Rodermund, Wittener Str. 170. Mod. Kinderwagen s. billig zu verkf. Friedenstr. 10,1. E. l. Stellen gesuche (weiblich Mädchen, 19., mit gutem Zeugn., sucht Stelle in gutem Hause, wo es zu Hause schlafen kann. M. K. 52912 Anz. für die Putzabteilung eines Kaufhauses gesucht. Bewerbungen mit Lichtbild u. Zeugnisabschriften unter.L. 6708 Anz. Ordentl., junges Rädchen zur Erlernung der Küche und für Hausarbeit zum 1. August gesucht. Bergstr. 212, 1. Madchen s. Heißmangel ges. Bochum Hordel, Hannoverstraße 79. Vorst. ab 3 Uhr. Vermietung (Wohnungen, leere Zimmer) =.-Wohng. mit einger. Bad, in gutem Hause, Stadtmitte, zum 1. 10. zu verm. Miete 95 Mark. Bochumer Wohnungsnachweis. Kortumstraße, 74, Ruf 63597. Abgeschlossene =Zimmer=Wohng. part., Miete 64 M, zum 1. 8. od. später zu verm. durch L. Kult, Immob., Viktoriastraße 21, Telephon 65598. (Ztür. Kleiderschrk. m. Wäscheeinteil.) in Zahlung genommen, f. 120. zu verkaufen. Möbelwerkstätten Szech Jakobstraße 9. Nähe Stadttheat. Bettstelle .Matratze, Sofaumbau, Nachtkonsole m. Marmor, gr. Spiegel mit Konsole, Tisch, Bett, Schrank, 2 Korbsessel, 2 Messing= bauer, Brotmasch. sof. bill. zu verkf. Dibergstr.4, 1. Etg. kaufen zu billigsten Preisen: Matratzen, Auflagen, Bettstellen, Federbetten, Kleiderschränke, Ledersofas, Chaise. longues, Herde, Waschmaschinen, Wringer in groß. Auswahl u. den bekannten Qualitäten beim Fachmann Gut erh. Kinderwagen billig zu verk. An d. Landwehr 11, 3. Etage. Sportwagen zu verkauf.(52925 Dibergstr. 2,3.Etg.l. Kinderwag., Kinder stuhl.vk. Brenschederstr.58, 1. Et.l. Kinderwagen zu verk. Weitmarer Str. 6, 1. Et. Nähmaschine versenkb., sehr gut erh., preisw. abz. neue, 138.— Kan. Reuter, Clemensstr. 5 Nähm.=Vertrieb, —11 u.—7 Uhr. Lastwagen .3 bis.5 10. sind aparsam und unverwüstlich. Ein Phänomen in der Leistung. hart wie Oranit. Alleinverkauf Stahlhacke& Trenczek Herne, Ruf 512 87 Fahrräder in Ia Ausführung. Fahrradhandlung Kurze, Brüderstr. Neumarkt.— 1 vollw. Automat „Trumpf“. für Schokolade, ist billig„abzugebenD. K. 6005 Anzeig. HolerSchreibmaschine fast neu, zu verk. Rottstraße 39. Motorräder sofort lieferbar Schüler& Co. Bochum Herner Straße 22 Schaf zu verkauf.(52919 Boch.=Stiepel, Nochtigallstr. 14. Dachpappe auch teerfreie, Carbolineum, Dachteer Klebemasse, lsoierpappe verkauft: Wilhelm Viethaus Horst-Wessel Str. 13 Ruf 67997 K 20 200 ccm 725.— Bernhard Lücking Hattinger Str. 62 Ruf 64629 laulenden sein“ das Ist grade für den Geschäftsmann sehr wichtig und darum llest er sländig den Bochumer Anzeiger Kaufgesuche Kl. Haus a. ländl., gl. welche Lage, f. zahlungsfäh. Käufer gesucht. Vertreterbesuch unverbindlich. C. Steiner, Makler, Dorstener Str. 2a. Triumph-Durabel Schreibmaschinen RM. 186.monatl..75 RM. Trautmann Viktoriastraße. 73 Ruf 65434 am„Handelshof“ Badewanne u. Gas=Wandofen gut erhalten, zu kaufen gesucht. 3. A. 52935 Anz. Ankauf von Gold u. Silber Gen. 56 Goldschmiedemeister Schneider Kortumstr. 55 K Ein erschütterndes Geschehen Olga Tschechowa, Ivan Petrovich, Sabine Peters, Alfred Abel u. a. Der große Erfolg alnstan Täglich .50, 6 und 8 Uhr I EUSHSSENDENNOUN BSEZSLIEEE 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der Firma W. Brugelmann Söhn(Köln=Deutz). Kavelle des Infanterieregiments 77 13.15 Heitere Ouvertüren. Orchester des Reichssenders Frankfurt(Dr. Reinhold Merten)., 1. Die Nürnberger Puppe(Adam). 2. Fra Diavolo(Auber). 3. Der Kalif von Bagdad(Boieldieu). 4. Die Abreise('Albert). 5. Lustspielouvertüre(Reznicek) 14.15 Bunte Musik. Milli Engelmann=Gillrath(Sopran): Nora Ehlert(Violine); Hermann Faßbender, Paul Mauel(zwei Klaviere) 16.00 Musik am Nachmittag(Emil Roosz) 17.00 Volk erzählt. Heinz Magka: Zwei GrielächerStöckelcher 17.15 Leichte Kammermusik. Alf. Schänzler(Cello); Erich Rummel(Klavier) 17.45 Die Rheinländer(Prof. Dr. Wrede). Ein Abschnitt aus dem neuen Werk„Der deutsche Volkscharakter“ 18.00 Blaskonzert. Musikkorps des Infanteriereaiments 77. 1. Großer Militärmarsch(Beethoven). 2. rinarella, Ouvertüre(Fucik). 8. Einsame Feldwache, Tonbild(Graener). 4. Stelldichein bei Lehar, Melodienfolge(Hruby). 5. a) In alter Frische, Marsch(Oltersdorf): b) Fliege, deutscher Flieger, Marschlied(Miller). 6. Konzertstück über das Lied„Alle Tage ist kein Sonntag"(LindsayTheimer). 7. Fridericus redivivus, Marsch(Schröder). 8. Bunte Walzermelodien(Zeller). 9. a) Das Regiment ruft, Marsch(Königshofer): b) Der Blomberger Marsch(Schumann) 19.00 Musik zum Feierabend. 1. Vorspiel zu„Der Freischütz(Weber). 2. Tausendundeine Nacht, Walzer (Joh Strauß). 8. Melodien aus„Der Bajazzo“ (Leoncavallo): Carla Spletter(Sopran); Peter Anders(Tenor): Karl Schmitt=Walter(Bariton), mit Chor und Orchester. 4. Habanera(Chabrier). 5. Freunde, vernehmet die Geschichte, Lied aus „Der Postillon von Loniumeau"(Adam): Helge Roswaenge(Tenor). 6. Ballszene(Hellmesberger). 7. Eifersucht, Konzert=Tango(Gade). 8. Pervetuum mobile, musikalischer Scherz(Joh. 20.10 Großes Unterhaltungskonzert. Das Kölner Funkorchester(Otto Julius Kühn). Ludwig Matern (Tenor): Rudi Rhein(Violine): Eabert Grape (Klavier) und das Kölner Harfen=Duo(Meta Keyßner, Kurt Wessel). 1. Ouvertüre zu„Die verkaufte Braut".(Smetana). 2. Andante und Menuett aus der Sinfonie=dur(Haydn). 8. Kölner Harfen=Duo: Spukhafte Gavotte(Poenitz). 4. Ungarische Rhapsodie nach der Paraphrase„Die drei Zigeuner"(Liszt=Hubay). 5. Polonäse=dur (Liszt). 6. Drei Lieder mit Orchester(R. Strauß): Freundliche Vision: Morgen: Liebeshymnus. 7. Lustspiel=Ouvertüre(Reger). 8. Kölner HarfenDuo: Festmarsch(Oberthür). 9. Rheinische Tanzweisen(Hammerschlag). 10. Rosen aus dem Süden, Walzer für Klavier(J. Strauß=Grave). 11. Italienisches Capriccio(Tschaikowsky). 12. Bolero(Ravel) 22.30 Unterhaltungskonzert. Landesorchester Gau Baden(Theo Hollinger). Ellen Pfeil(Sopran): Jula Kaufmann(Klavier) Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend!— 20.10: Großes Unterhaltungskonzert(Von Köln). — 21.10: Andersrum schippen!— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Wir bitten zum Tanz! Zan! Tanzen Lesoren. Trotz des großen Erfolges Kur bis einschließlich Donnerstag Nur bis einschl. Donnerstag Der große Lachschlager 995 lad& CU. Mit den Lustspielkanonen: daWust R. A. Roberts, Theo Lingen. Carsta Löck, RudolfPlatte Ein tolles Lustspiel in dem Witz u. Humor wahre Triumphe feiern. Dazu: Kulturillm, Wochenschau • Täglich.15,.40 und 3 Uhr 5 Homtpals EExEIPHANIWER Fred Macmurrag-Jean Parker in Grenzpolizei Texas Ein Film voll Spannung und Abenteuerlichkeit. Reichaltiges Beiprogramm STage! Dienstag-Donnerstag „uire beude orend nur TONHALLE D DER GASTSTATTE T Ein Ary zur Umsatzsteigerung: die Anzeige im De. Gesunder natürlicher Schlaf ist die beste Erholung für Geist und Körper, Trinken Sie den guten, schiaffördernd wirkenden -Blüten Schlafund Neiven-Tee Original=Packung .—, RM. Allein echt in d. Drogerie Kortumstraße Ecke Roitstraße Gönstige Kaufgeiegenheiten finden Sie im Bochumer Anzeiger. Aber trotzdem- geben Sie selbst eine Kleinanzeige auf. Dann erreichen Sie einen groß. Interessentenkreis tempel childer preiswert. sauber, schneil Bockau& Freese 25 Viktoriastr. 25 zwischen Amtegericht u. Rottstraße