konatlich. Selbstaddoler.35 Köhl manatlich oder N Az. halbmonatlich.„ PPWI 4n Jezugspreis ishr..25.., Misteser2. 36 B, Pht,balhmongtligh, 43. Jahrgang]SCAS n ePmst Psczmer, Illustrierig; 30 Vi. Tengtigg.,„ Sunk N6. Surepenpi T-WR s56 Pritz.,P#r##, mur: G. Wigigggstlich Lel. B/g, Sgpniagen ur, SamstagsSonntagVOrna. stenseitung durc hss ere Gewair. Plen“t:.enn. d4s, Erschelnen der SumslapfSonnug Nummer 196.ITT 5 rhindert wyr here Gewalt, Verbot, oder Betriebsstörung u. dgl. Jummer 190 u DTIAANN V. K Gr L. Va, Telegaech Pl.wotalich Del die Sohantiser unz 90 wr., bei funf Sonniggen im Vonat.— Wenn das, Erschelnen der Sumblack Soilliag Zerzsins., 170 döhere Gewalt,„Verbot, oder Beiriebsstörung u. dgl. vezeindert, pird können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags 22./23 Blug. 1936. von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung von 16 bis 17 Uhr 22.025. Aug. 1990 (außer Mittwochs und Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Samstagsausgabe 13Pf. wit„Sochumer Zustriertes.. 20 Pf. Ne Fr.— Angeigmannon— Zeitung um 16 Uhr.. Kündlich aufgegebener Anzeigen n Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8..— 9e3 oder .— : 85: 11.565 nende fernverden. 32, 83 Porlest in Wieerau und Maerie wegen der verhetzenden und verleumderischen Propaganda der Rundfunrsender gegen Geutschians Berlin, 21. August. 1. Der deutsche Botschafter in Moskau und der deutsche Geschäftsträger in Madrid haben bei den diesbezüglichen Regierungen wegen der verhetzenden und verleumderischen Propaganda der Rundfunksender gegen Deutsche aufs schärfste protestiert. Berlin, 21. August(Eig. Drahtber.). Die Hetze der bolschewistischen Sender Sowjetrußlands und der von Sowjetrußland geleiteten spanischen Rundfunksender hatte in den letzten Wochen Formen angenommen, die nicht unwidersprochen bleiben konnten. In einer lügnerischen Propaganda, die alle bisher dagewesenen Maße übersteigt, haben die genannten Sender Deutschland Handlungen unterschoben, nur zu dem Zweck, um innerhalb Europas eine Atmosphäre zu schaffen, die den Moskauer Agitatoren zur Erreichung ihres weltrevolutionären Zieles günstig erschien. Während sich Deutschland bemüht hat, an einem wirklichen Neutralitätsabkommen hinsichtlich Spaniens mitzuarbeiten, obwohl Deutschland schwerste Zweifel in die Ehrlichkeit mancher Staaten in diesem Punkte setzen mußte, während Deutschland sich gemäß seiner immer wieder grundsätzlich betonten Ausgleichs= und Versöhnungspolitik für eine Befriedung der europäischen Lage stark gemacht hat, wurde jede derartige deutsche Rezung und Anregung von den bolschewistischen Sendern In das Gegenteil verbogen und die deutsche Regierung sowie das deutsche Volk auf das gröblichste beschimpft und beleidigt. Nachdem die Madrider Regierung ihren Rundfunk dann eigens aus Moskau entsandten„Funktechnikern“ überantwortet hatte, konnte es nicht mehr wundernehmen, wenn nunmehr auch die spanischen Sender in den lügenhaften und hetzerischen Ton des Moskauer Rundfunks verfallen sind. Diese systematische Hetzpropaganda hat dann auch zur Ermordung verchiedener, deutscher Reichsangehöriger und zur Bedrobung anderer Deutscher geführt, die sich zur Zeit in Spanien aufhalten. Selbst die Hilfsaktionen deutscher Schiffe, die lediglich den gefährdeten Volksgenossen Rettung bringen sollten und nur darauf bedacht sind, die dem Terror der Roten Preisgegebenen in Sicherheit zu bringen, wurden zu den unglaublichsten Lügen und Hetzen umgedichtet. Die gesamte deutsche Oeffentlichkeit begrüßt den diplomatischen Schritt der Reichsregierung, weil wir nicht willens sind, Beleidigungen und Beschmutzungen des deutschen Namens hinzunehmen, weder von einem bolschewistischen Sender noch von einem bolschewisierten Volke, dessen Regierung stündlich die internationalen Gesetze bricht und sich schon längst jenseits jeder Neutralität aktiv in das spanische Ereignis eingemischt hat. Hinter der Reichsregierung steht auch in diesem Falle die einmütige Entschlossenheit einer in der Abwehr geeinten Nation. Schutz des deutschen Handels im Gebiet von Malaga dub Berlin, 21. Auguft. Das Panzerschiff„Admiral Scheer“ und die Torpedoboote„Luchs“ und„Leopard“ versehen nach dem Zwischenfall mit dem Dampfer„Kamerun“ zur Zeit den Handelsschutz in dem Gebiet von Malaga über die Straße von Gibraltar hinaus bis nach Kap St. Bincent hin. Das Panzerschiff„Deutschland“ und die beiden Torpedoboote„Kondor" und„Möwe“ stehen weiter zum Schutze der Einschiffung von Flüchtlingen in den spanischen Mittelmeerhäfen zur Verfügung. Der Dampfer„Hero“ ist mit 96 Flüchtlingen, darunter 53 Deutschen, von Palma(Mallorca) ausgelaufen, um nach Genua zu gehen. Der Dampfer„Leverkusen“ wurde mit 240 Rlüichtlingen, darunter 40 Deutschen, unter dem Schutz von„Kondor“ von Barcelona aus ebenfalls nach Genua in Marsch gesetzt. In Alicante wurden am 20. und 21. August wieder größere Trupps von Angehörigen verschiedener Nationen auf dem Dampfer„Taragona“ eingeder sie nach Lissabon bringen wird. Der Kreuzer„Köln“ und die Torpedoboote„Alhatros“ und„Seeadler“ verbleiben weiter an spanischen Biscaya=Küste. Es befinden sich noch in Bilbao etwa 50 Deutsche, in dem Gebiet Santander bis Gison 20 und weiter östlich 30. hinzu kommen wettere noch im Hinterland befindliche Deutsche. and Mailand, 21. August. Aus Genua traf in der Nacht zum Freitag um 7 Uhr ein Sonderzug mit deutschen lücht lingen aus Spanien ein. Er fuhr über den Brenner nach München weiter. Es handelt sich um den bisher größten Transpokt mit 787 Reichsdeutschen, 24 Oesterreichern und 10 Tschechoslowaken, unter denen sich insgesamt 124 Kinder befinden. Die Reichsdeutschen kommen vorwiegend aus Madrid und Barcelona und sind unter dem Schutz der deutschen Kriegsschiffe von den deutschen Dampfern „Baden" und„Monte Sarmiento“ aufgenommen und nach Genua gebracht worden. Viele Flüchtlinge wurden mit deutschen Flugzeugen.von Madrid nach Alicante befördert. Während des Aufenthaltes in Mailand wurden die Flüchtlinge trotz der nächtlichen Stunde von den Mitgliedern der deutschen Kolonie unter Leitung von Konsul Dittmann und dem Ortsgruppenführer der NSDAP. liebevoll betreut. Moskaus Hetze feiert Triumphe P 500 Erschießungen in Maorko Paris, 21. August. In seiner Abendansprache über den Sender Sevilla erklärte General de Llano, daß nach ihm zugegangenen vertraulichen Mitteilungen in Madrid ungefähr 7000 Erschießungen politisch Andersdenkender erfolgt seien, in einer andern Stadt seien es 1400. Komisch mute es an, so betonte General de Llano, wenn der Madrider Kriegsminister Sarabia in der offiziellen Zeitung der Marxisten, Tribung, ankündige, daß er nunmehr das Kriegsrecht anwenden wolle, nachdem schon so viele Erschießungen erfolgt seienz In einer anderen Meldung des Senders Sevilla heißt es, daß in Almendraleio 800 Geiseln mit Benzin übergossen und von den Kommunisten lebendig verbrannt worden seien. Weiter wird gemeldet, daß in der Nähe des Madrider Südbahnhofs über 200 aus Andalusien eingetroffene, dort gefangengenommene Nationalisten erschossen worden seien. Diese wehrlosen Opfer sollen mit Hochrufen auf das neue Spanien als Helden in den Tod gegangen sein. Nach einem Bericht aus Gibraltar wird eine neue kommunistische Bluttat aus Ronda berichtet. Dort hätten die Kommunisten 400 Einwohner zum Teil auf grausame Weise umgebracht. Während ein Teil dieser 400 Einwehner erschossen wurde, wurden die übrigen über einen 200 Meter tiefen Abgrund des Tajoin den Fluß gestürzt. Leichen von Sowjetrussen gefunden Ein offenes Wort aus San Sebastian:„Wenn nötig, soll Spanien dem Erdboden gleichgemacht werden“ dnb Paris, 21. August. Dem Berichterstatter der Agence Havas in Burgos hat General Mola ein bei einem gefangengenommenen Offizier der Regierungstruppen gefundenes Schreiben der Milizinspektion von Madrid gezeigt. Es trägt, wie der Berichterstatter meldet, das Datum des 26. Juli und neben der Unterschrift einen roten Stempel, der einen großen Sowjetstern darstellt. General Mola habe dazu bemerkt:„Kann noch jemand daran zweifeln, daß es sich hier von Anfang an schon um einen Kampf zwischen Nationalisten und Kommunisten handelt?“ General Cabanellas erklärte dem Berichterstatter der „Liberts“ in Burgos, die spanischen nationalistischen Truppen hätten auf den meisten Schlachtfeldern die Leichen von Sowietrussen gefunden. Dies beweise wohl zur Genüge die Betätigung Stalins in Spanien. dnb Hendaye, 21. August. Einen bezeichnenden Einblick in die Einstellung der spanischen Marxisten und eine Erklärung ihrer Bluttaten gibt ein Aufsatz des in San Sebastian erscheinenden Blattes„Frente Popolar“. In diesem Aufsatz heißt es:„Wir befinden uns mitten im Kriege. Alle unsere Anstrengungen kennen nur mehr ein Ziel: den Kampf bis zur endgültigen Zermalnung des Feindes, wenn es dazu nötig ist. Wenn alles Monumentale und Schöne des Landes, das sich in den Händen der Aufständischen befindet, zerstört werden muß, dann wird es zerstört. Wenn der ganze Heimatboden dem Erdboden gleigemacht werden muß und die Uebrigbleibenden wie die primitiven Iberer leben müssen, so wird er dem Erdboden gleichgemacht werden.“ Drei Sowjetgenerale bei den französischen Manövern. Mit dem Flugzeug ist auch der sowietrussische General Krivine aus Moskau eingetroffen, so daß sich die russische Abordnung, die an den Herbstmanövern in Frankreich teilnehmen wird, nunmehr aus drei Generalen zusammensetzt. Komintern und Rote Armee Die beiden Mittel der Weltrevolution Empörung, die nur im tiefsten Abscheu vor den bestialischen Terrortaten spanischer Bolschewiken eine Grenze findet, zittert durch die europäische KulturweltHingemordete Kinder, mit Bajonetten gekreuzigte ster, ersäufte spanische Patrioten, aus den Grüften gerissene Nonnenskelette. Feuersbrünste in den Palästen, Flammen auf den Dächern der Bauernhäuser, Zehntausende von viehisch Hingeschlachteten, und dabei die Gott, Freiheit und Menschlichkeit in Gosse und Blut zerrenden kommunistischen Schlagworte auf den Lippen: das ist die Freiheit aus moskowitischem Geist, das Bild des von der Mordgeißel des Bolschewismus hin und her gepeitschten spanischen Volkes. Man muß wie wir in den Spätmonaten des Jahres 1918 russische Städte mit den von Leichen angefüllten Straßen gesehen, muß das Jammerelend der geschundenen Bauern, das Wehgeschrei der Kinder und Greise gehört haben, um auch in der spanischen Tragödie die Hand Moskaus auf den ersten Blick zu erkennen. Damals— 1918— sagte ein russischer Bauer, der sich vor den Tschekisten in einer elenden Waldhöhle versteckt hatte, zu uns, die ihn auffanden:„Der Krieg war für Mütterchen Rußland härter als ein sibirischer Winter. Der Lenin wird der Welt die Hölle bringen!“... Der Bauer hielt andächtig ein Heiligenbild in der Hand und meinte:„Und das wird einmal doch stärker als der Lenin sein.“ Dieses Bild aus dem verschneiten russischen Wald taucht mit den grauenhaften Szenen des spanischen Kommunistenterrors auf. Wieviel Millionen sind seitdem mit einem Heiligenbild oder einem trotzigen Gebet auf den Lippen gefallen, gerichtet und gemordet?... Es hieße einen toten Erdteil zum Leben erwecken, wenn man nur annähernde Ziffern nennen wollte, die den Mordopfern des Bolschewismus in Rußland selbst und in anderen Ländern gerecht werden. Und die Diplomatie der europäischen Westmächtes Es gab eine Zeit— 1919/20—, als die ehemalige Entente die Gefahr des russischen Bolschewismus zu ahnen schien und die weißgardistischen Armeen gegen Moskau unterstützte. Diese Zeiten sind vergessen. Sowjetrußland ist bereitwilligst in das Völkerbundskonzert der Zivilisationsstaaten aufgenommen worden und von Frankreich zum militärischen Bundesgenossen erwählt, sa, heute hat es fast den Anschein, als beständen zwischen dem Räterußland und der französischen„Volksfrontregierung“ mehr als rein militärische Bindungen. Frankreich und Sowjetrußland arbeiten bei der Unterstützung der roten Madrider Regierung Hand in Hand. Zur militärischen Alliane tritt nunmehe auch die Sympathie des„roten Herzens“ Gwiß lehnt sich auch heute noch die große Mehrheit des französischen Volkes gegen die rote Bettgemeinschaft auf. Da aber in Frankreich nach den Segnungen des parlamentarischdemokratischen Systems die Partei regiert, so lädt die Bolksfrontregierung eine Verantwortung auf sich, die mehr als eine intern französische Angelegenheit ist. Denn, wohlgemerkt, die Ereignisse in Spanien sind nicht Auseinandersetzungen nach dem Beispiel früherer Karlistenkämpfe: Hier hat der Weltkommunismus den Generalangriff auf die europäische Kulturwelt befohlen. Der Weg ins Innere Mitteleuropas, der dem Bolschewismus Auch hier Angriffscharakter Role Srerustungen in der Ostser Fieberhafte Tätigkeit auf den Werften— Massenbau von-Booten, Torpedobooten und Minenwerfern dnb Königsberg, 21. August. Die fieberhaften Angriffsrüstungen der sowietrussischen Machthaber erstrecken sich nicht nur auf das Heer und die Luftflotte, sondern auch auf die Verstärkung der roten Marine, besonders in der Ostsee. Darüber gibt die„Preußische Zeitung“ in Königsberg folgende Darstellung: Die sowjetrussischen Werften sind in höchster Tätigkeit. Die rote Ostseeflotte hat in diesem Jahr besonders umfangreiche Uebungen gemacht, um die Besatzungen der zahlreichen neuen Schiffe auszubilden. An die Spitze der Ostseeflotte ist ein Fachmann aus der Zarenzeit berufen worden, der Flottenflaggoffizier (Admiral) Haller, der während des Krieges Erster Offizier auf dem bekannten russischen Linienschiff„Slawa“ war. An den roten Flottenmanövern waren außer zwei Großkampfschiffen aus der Zarenzeit zahlreiche Zerstörer und=Boote, Minenfahrzeuge und Fliegergeschwader beteiligt. Die Hauptwerften und Stützpunkte der Sowjetmarine sind Leningrad und Kronstadt. Aber neuerdings werden kleinere Kriegsschiffe auch in den Häfen am Nördlichen Eismeer und selbst auf einer Werft am Onegasee gebaut, von wo sie auf dem neuen von Zwangsarbeitern erbauten Stalin=Kanal in die Ostsee kommen. Nach der Wiederherstellung der noch modernen Schiffe der Zarenflotte sind zunächst zahlreiche Unterseeboote fertiggestellt worden, so daß jetzt mehr als 40 rote=Boote in der Ostsee vorhanden sind. Es handelt sich starker Angriffskraft. Sie sind 900 den acht Torpedorohre und zwei Geschütze und sind auch mit Minen ausgestattet. Der Fehrbereich der neuen Sowjet==Boote der Klasse„Dekabrist" beträgt 7000 Seemeilen, das ist zweimal die Entfernung von Kronstadt bis Kopenhagen. Neben die neuen Unterseeboote sind in den letzten Jahren die Flottillen neuer Torpedoboote getreten. Es handelt sich um die„Taifun“=Klasse von je 470 Tonnen. Diese Fahrzeuge sind in Wirklichkeit schnelle Minenleger, die je 40 Minen an Bord nehmen können. Neuerdings hat die englische Presse berichtet, daß in den sowjetrussischen Fabriken mächtige Schiffsturbinen gebaut werden, wie sie bisher in der Sowjetunion nicht bekannt waren. Die englische Presse vermutet, daß es sich dabei um den Bau von Kreuzern und Flottillenführern handelt, und derartige Kriegsschiffe werden von den Sowjetrussen von jeher besonders als große Minenleger ausgebaut. Der Bau zahlreicher=Boote und Minenleger unterstreicht den Angriffscharakter der roten Flotte. Er wird durch die zunehmende Verstärkung der roten Kriegshäfen gänzt. Die polnische Presse hat vor kurzem berichtet, erg daß im Fort Gorki, das Kronstadt vorgelagert ist, riesige unterirdische Flugzeughallenentstanden sind und daß auf der Werft Kotlin ein mächtiger=Bootshafen erbaut worden ist. Bezeichnend ist ferner die Anlegung großer Lager für Oelund Benzin. Sie sind so stark aufgefüllt worden, daß die sowjetrussische Erdölausfuhr in der letzten Zeit erheblich zurückgegangen ist. Für, die Lager in Ostasien sind sogar amerikanische Treibstoffe eingeführt worden, um die Anhäufung von Vorräten im europäischen Teil der Sowjetunion nicht durch die W Versorgung des Fernen Ostens zu beeinträchtigen. Tonnen groß, ha= Kronstadt, das„rote Malta“ Man hat Kronstadt das rote Malta“ genannt. Hier bereitet sich die Flotte des Weltbolschawvismus auf den Tag vor, an dem sie nach dem Willen Stalinz und der Komintern im Dienste der Weltrevolution auslaufen soll. Schließlich heißt es nicht umsonst in dem von S. J. Gusjew verfaßten Lehrbuch der Roten Armee: „Schließlich ist auch der Fall nicht ausgeschlossen, daß wir gezwungen sein werden, einen revolutionären Krieg mit dem Ziel der schnellsten Entfesselung der Revolution im Westen zu beginnen, und in diesem Fall wird unsere Strategie einen streng angriffsmäßigen Charakter tragen müssen.“ In Spanien sehen wir, wie der Weltbolschewismus am Werke ist, seine Angriffspläne zu Lande und zu Wasser durchzuführen. Rüstungsbesprechung in Moskau Abordnung der französischen Flugzeugindustrie beim Chef der sowjetrussischen Rüstungsindustrie Moskau, 21. August. Die sich augenblicklich in Moskau aufhaltende Abordnung der französischen Flugzeugindustrie die unter Führung des Besitzers der bekannten französischen Flugzeugwerke„Potez“ steht, wurde von dem sowietrussischen Volkskommissar für Schwerindustrie Ordschonikidse empfangen. Der französischen Abordnung gehören Flugzeugingenieure, Flugzeugindustrielle, Vertreter von Flugzeugfirmen, ferner mehrere Fachingenieure sowie der Hauptinspekteur des französischen Luftfahrtministeriums an. Der Unterredung der französischen Flugzeugindustriellen mit dem Chef der sowietrussischen Rüstungsindustrie, die über eine Stunde währte, wohnte auch der Chef der Hauptdirektion der sowjetrussischen zeugindustrie bei. Seite 2 Nr. 196 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 durch das Deutschland Adolf Hitlers versperrt wurde, hat sich für den Ansturm als unbeschreitbar herausgestellt. Also unternimmt Moskau den Versuch, vom äußersten Westen die gegen die Bolschewistenpest gefeiten Staaten einzukreisen. Von jeher haben die Theoretiker des Bolschewismus damit gerechnet, daß ihnen die westeuropäischen Demokratien weit eher als ausgereifte Revolutionsfrüchte in den Schoß fallen würden. Die Zersetzungserscheinungen in Deutschland während der Nachkriegsjahre hatten dann das Moskauer Augenmerk von den Westdemokratien abgezogen. Nach der radikalen Säuberung des deutschen Volkskörpers von den letzten Resten bolschewistischer Agitation wandte sich Moskaus Interesse folgerichtig Westeuropa zu das ihm obendrein mit seiner inneren Entwicklung Erfolge zu versprechen schien, als es zum Bundesgenossen erhoben wurde. Für seine Bereitwilligkeit, die bochgerüstete Rote Armee dem französischen Heere im Kriegsfalle zur Verfügung zu stellen, präsentiert Sowjetrußland heute seinen politischen Wechsel. Auch in Paris wird man sich hierüber kaum wundern. Denn, wie es uns bekannt ist, dürften auch die französischen Staatsmänner aufs genaueste darüber informiert sein, daß politische Agitation und Rote Armee zwei unlöslich miteinander verknüpfte und untrennbare Mittel der Weltrevolution sind, Instrumente, deren Unteilbarkeit von Lenin ebenso wie von seinen Nachfolgern und Revolutionsschülern unterstrichen wird. Als geschichtliche Geschehnisse wären, nur die Feldzüge gegen die Randstaaten, der Krieg gegen Polen(1920), die Eroberung der äußeren Mongolei, die Einmischung in China. die Agitationen in Indien, Indochina, Turkestan, Nordafrika, Palästina und Südamerika zu nennen. Allein diese Tatfachen müßten die französischen Ausflüchte und die Moskauer Täuschungsmanöver entkräften, als bestehe zwischen der weltrevolutionären Agitation der Komintern und den Aufgaben der Roten Armee keinerlei innerer Zusammenhang. Reicht die Tatsache, daß Stalin in Personalunion eines Diktators der Sowietunion und des Leiters der Komintern in sich den russischen Bolschewismus und die weltrevolutionäre Organisation vereinigt, zum Gegenbeweis aus?... Für unbelehrbare Diplomaten und Staatsmänner jenseits der Grenzen aber mögen folgende aufschlußreichen Zitate aus den grundlegenden Werken bolschewistischer Fachleute dienen: So schreibt Tuchatschewskii in seinem Werk „Die Rote Armee und die Miliz“ wörtlich: „Eines steht fest, wenn irgendwo eine sozialistische Revolution zur Herrschaft gelangt, dann hat sie das selbstverständliche Recht sich auszubreiten, dann wird sie mit elementarer Gewalt danach streben, durch unmittelbare Einwirkung auf alle Nachbarländer die ganze Welt zu umspannen. Ihr wichtigstes Werkzeug ist ihre militärische Macht. Wir sehen also, daß die sozialistische Revolution von ihrer Armee die Fähigkeiten zu aktiven Angriffsoperationen in den eigenen Grenzgebieten und, wenn der Gang der Ereignisse dazu zwingt, auch außerhalb derselben verlangen muß.“ Sind diese Ausführungen im Hinblick auf die spanischen Ereignisse in ihrer Klarheit nicht mehr als bedrohlich?... Weiter sagt der militärische Fachmann S. J. Gusjew in seinen Aufsätzen über die„Vorbereitung eines bolschewistischen Angriffskrieges":„Wir können im Zusammenhang mit dem sozialistischen Umsturz im Westen in einen revolutionären Angriffskrieg hineingezogen werden. Schließlich ist aber auch der Fall nicht ausgeschlossen, daß wir einen revolutionären Krieg mit dem Ziel der schnellsten Entfesselung der Revolution im Westen beginnen, und in diesem Fall wird unsere Strategie einen streng angriffsmäßigen Charakter tragen.“ Oder weiter:„Wir bereiten eine Klassenarmee des Proletariats vor, eine Arbeiter= und Bauernarmee, nicht nur für für die Verteidigung gegen die bürgerlich=gutsherrliche Konterrevolution, sondern auch für revolutionäre Kriege gegen die imperialistischen Staaten.“ Haben den französischen Imperialisten beim Abschluß jenes neuen Einkreisungsplanes nicht die Ohren geklungen?“... Noch deutlicher aber unterstreicht der verstorbene Leiter des Obersten Kriegsrates der Sowjets, Marschall Frunse, diese Unteilbarkeit zwischen weltrevolutionärer Agitation und Roter Armee mit den Worten:„Die Arbeiterklasse ist gezwungen, zur Offensive überzugehen. In diesem Punkte haben wir ein Zusammenfallen der Forderung der Kriegskunst und der allgemeinen olitik. Das Proletariat wird angreifen und seine Hauptwaffe, die Rote Armee, wird ebenfalls angreifen..“ Es besteht die Notwendigkeit, unsere Armee im Geiste der größten Aktivität zu erziehen und sie zur Lösung der Revolutionsaufgaben vorzubereiten. Die Grenzen dieser Front sind in der nächsten Reihenfolge durch die Grenzen des Festlandes der Alten Welt bestimmt.“ Sowjetrußlands Weltziele liegen klar auf der Hand. Sie schreien nach einer geschlossenen Abwehr durch die Einheitsfront aller derer, die sich durch Christentum, Kultur und sittliches Empfinden solidarisch wissen. Die spanischen Ereignisse sind nicht mehr eine aus spanischen Temperamenten und Weltanschauungen allein hervorgerufene Auseinandersetzung. In Svanien hat Sowjetrußland der europäischen Gesellschaft erneut Fehde angesagt, entsprechend dem Programm, das wir nur stichwortartig erwähnten. Im spanischen Lande führt der weltrevolutionäre Bolschewismus eine Schlacht mit irregeleiteten Spaniern gegen Spanien und gegen die Kulturwelt. M. H. Italiens Antwort an Frankreich in Rom überreicht and Rom, 21. August. Nach einer soeben ausgegebenen Mitteilung hat der italienische Außenminister am Freitag um 19 Uhr dem französischen Botschafter eine Note überreicht, in der in bedingter Form, nämlich unter Aufrechterhaltung des italienischen Standpunktes über die„indirekte Einmischung“, d. h. über öffentliche Geldsammlungen und Freiwilligenanwerbungen, erklärt wird, daß die italienische Regierung sich verpflichtet,„die direkte oder indirekte Ausfuhr, die Wiederausfuhr oder den Transit von nach Spanien, nach den spanischen Besitzungen oder der spanischen Marokkozone bestimmten Waffen, Munition und Kriegsmaterial wie auch von montierten oder auseinandergenommenen Flugzeugen und Kriegsschiffen zu verbieten" und„dieses Verbot auf alle in Ausführung begriffenen Verträge anzuwenden". „Diese Erklärung wird“, so heißt es in der Note weiter,„für die italienische Regierung in Wirksamkeit treten, sobald die Regierungen Frankreichs, Englands, Portugals, Deutschlands und Sowjetrußlands ebenfalls beigetreten sein werden.“ Außerdem erscheint es der italienischen Regierung wesentlich, daß diese Nichteinmischungsverpflichtung auch von den anderen wichtigen europäischen Staaten mit Kriegsindustrien übernommen wird Neutralitätsverletzungen am laufenden Band Gapfeage und Frellunge von Frankreich nach Spanien Staatsflugzeuge den Kommunisten zur Verfügung gestellt— Neue Waffenschiebungen dnd Lissabon, 21. August. Auf dem Madrider Flugplatz Baraias landeten am Donnerstag ein dreimotoriges französisches Breguet=Wibauld=Verkehrsflugzeug, das sofort mit den spanischen Farben bemalt wurde, sowie 25 Kampfflugzeuge mit französischer Besatzung und angeblich je sechs Maschinengewehren. dnb Paris, 21. August. Wie das„Echo de Paris“ aus Barcelona meldet, sind dort 100 französische Freiwillige eingetroffen, die vom Volksfront=Ausschuß unter dem Vorsitz von Viktor Basch angeworben wurden. Die Freiwilligen trafen unter Führung eines Mitgliedes des Antifaschistischen Ueberwachungsausschusses in der katalanischen Hauptstadt ein. Dieses Mitglied hat erklärt, weitere Freiwilligenabteilungen würden folgen. „Echo de Paris" und„Figaro" bringen am Freitag morgen einen neuen Beweis für die Auffassung von der Nichteinmischung,„wie sie die französische Regierung zu haben scheine". Die kommunistischen Arbeiter der Flugzeugwerke Bloch hätten am Mittwoch abend nach Betriebsschluß eine Versammlung in den Fabrikräumen abgehalten und beschlossen, den spanischen Marxisten zwei Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, deren Bezahlung durch Ueberstunden erfolgen soll. Unter Androhung des Streiks habe eine Arbeiterabordnung der Direktion diesen Beschluß unterbreitet und gebeten, daß man ihr die bereits fertiggestellten und auf dem Flugplatz Villacoublay befindlichen, dem Staat gehörenden Flugzeuge zur sofortigen Lieferung an die spanischen Marxisten zur Verfügung stellen solle. Eine zweite Abord= nung der kommunistischen Arbeiter habe sich zum Luftfahrtminister Pierre Cot begeben, der den Arbeitern zugesagt habe, daß er ihrem Vorhaben nichts in den Weg stellen werde. Die Direktion der BlochDie Roten=Lädmen=Feun Verbindung zwischen den nationalistischen Truppen aus Sevilla und Granada hergestellt dnb Paris, 21. August. Ein Sonderberichterstatter der Havas=Agentur in Burgos meldet, daß die nationalistischen Truppen von Sevilla und Granada aus am 19. August in Loja die Verbindung miteinander hergestellt hätten. Ein modernes Jagdflugzeug sei ihnen in die Hände gefallen und werde weiter benutzt. In Burgos umlaufende Nachrichten besagen, daß die Regierungstruppen Irun in aller Eile räumten. Dringender Hilferuf der von der Militärgruppe belagerten Stadt Gijon. dnb Hendaye, 21. August. Die von den nationalistischen Truppen belagerte fortige Hilfe gebeten. Madrid hat auf diesen Hilferuf geantwortet, daß die„Entsendung irgendwelcher, Reserven im Augenblick völlig unmöglich sei, da alle Streitkräfte im Norden für den Schutz von Bilbao benötigt würden. Zweiter Angriff auf Palma de Mallorca abgeschlagen. dnb Hendaye, 21. August. Aus Palma de Mallorca wird berichtet, daß die Roten einen zweiten Angriff auf die Stadt versucht haben, der ebenso abgeschlagen worden sei wie der bereits gemeldete von Mittwoch. Die Maschinengewehre der Nationalisten hätten den Angreifern fürchterliche Verluste beigebracht. Madrider Flieger zu den Nationalisten übergegangen. Paris, 21. August. Der Rundfunksender von Burgos bestätigte am Donnerstag abend die Gerüchte über den Abfall der Flieger des Flugplatzes Quatro Vien=tos in der Nähe von Madrid. Die Flieger hätten sich, so wurde vom Sender in Burgos erklärt, zugunsten der Nationalisten erhoben. Die Kämpfe an der Guadarrama-Front. Lissabon, 21. August. Der Sonderberichterstatter des„Diario da Manha“ meldet, daß die Operationen General Molas im Guadarrama=Gebirge am Donnerstag mit der Gefangennahme von 800 Mitgliedern der roten Miliz bei Navalperal abgeschlossen hätten. Waffenstillstandsbereitschaft der baskischen Separatisten. Paris, 21. August. Zur Waffenruhe, die Donnerstag bei Irun und San Sebastian herrscht, wird dem„Echo de Paris“ gemeldet, daß sich gegenwärtig in Pamplona die Führer der baskischen Separatisten aufhielten, um mit General Mola über den Abschluß eines Waffenstillstandes zu verhandeln. Die baskischen Bauern hätten einzusehen begonnen, daß ein Sieg der Marxisten für sie nur eine Niederlage bedeuten könne. Provinz Badajoz gesäubert Badajoz, 21. August. Der Sonderberichterstatter des DRB. meldet: Die in Badajoz liegende Standarte 4 der Fremdenlegion ist zur Zeit damit beschäftigt, die gesamte Provinz einer gründlichen Säuberung zu unterziehen und allenthalben die etwa noch vorhandenen marxistischen Widerstandsnester zu vernichten. Dabei ist es angesichts der entsetzlichen Greueltaten wie Verbrennungen, Kreuzigungen und Martern aller Art, die in den unter Kommunistenherrschaft stehenden Ortschaften an der Tagesordnung waren, nicht verwunderlich, daß teilweise recht umfangreiche Erschießungen von Kommunisten vorgenommen werden, um auf diese Weise das Uebel mit der Wurzel auszurotten. Außer den Städten Villa Nueva de la Serena und Don Benito mit seinem wichtigen Flughafen haben die Legionäre am Donnerstag die Ortschaften La Albuera, Almendral und Santa Marta sowie Aracena de Huelva erobert. Der Widerstand war überall nur gering. Damit ist in der gesamten Provinz Badajoz wieder Ruhe und Sicherheit eingetreten. Der Eisenbahnverkehr zwischen Merida und Badajoz konnte wieder aufgenommen werden. In der Provinz Badajoz wurden am Donnerstag drei Flugzeuge der Madrider Regierung abgeschossen. englische Bergwerksbeamte erlebten London, 21. August. Zwei englische Bergwerksbeamte, die vier Wochen lang von den Marxisten in Nerva im Rio=Tinto=Gebiet gefangengehalten worden waren sind in Gibraltar eingetroffen und haben dem Sonderberichterstatter des „Daily Telegraph“ über ihre Erlebnisse berichtet. Sie schilderten u.., wie die kommunistischen Arbeiter in der Nacht vor ihrer Flucht vor den nationalistischen Truppen 17 Gefangene, darunter zwei 14jährige Knaben, in einem Schlachthause niedermetzelten. Ein nationalistischer Soldat wurde auf einem Traktor festgebunden, mit Benzin übergossen und im Mittelpunkt der Ortschaft lebendig verbrannt; die übrigen Gefangenen wurden dadurch getötet, daß man Dynamitpatronen in ihr Gefängnis schleuderte. Beim Einmarsch der nationalistischen Truppen in die Ortschaft wurde kein einziger Schuß abgegeben. Spanische Künstler als Opfer der Roten London, 21. August. Nach einer Meldung aus Seyilla hat General de Llano durch den Rundfunk bekanntgegeben, daß in Madrid drei hervorragende Bühnenschriftsteller, Jacinto Benavente, die beiden Brüder Seraphim Alvarez Quintero und Joaquin Alvarez Quintero, sowie der Maler Ignacio Culoaga ermordet worden seien. Benavente hat im Jahre 1932 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Culoaga war einer der kühnsten Amateur=Stierkämpfer, der noch im Alter von 69 Jahren in die Arena ging. polnischer Konsul ermordet Ueberreichung einer scharfen Protestnote dnb Warschau, 21. August.— 1 Wie aus Valeneis gemeldet wird, ist der dortige polnische Honorarkonsul Naguera, ein spanischer Staatsbürger, von einer roten Bande ermordet worden. Die polnische Regierung hat in Madrid durch ihren Geschäftsträger eine scharfe Protestnote überreichen lassen, in der Genugtuung für diese Mordtat an einem Konsularvertreter gefordert wird. zweite Rote Die Militarisierung der Zivilbevölkerung dnd Moskau, 21. August. Im Zuge der gegenwärtig im Gange befindlichen gewaltigen Aufrüstungen der Roten Armee ist ein Faktor von besonderem Interesse, der geflissentlich von der Sowjetregierung übersehen wird, der indessen bei der Militarisierung der Sowjetbevölkerung eine außerordentlich wichtige Rolle spielt. In einem Aufsatz der parteiamtlichen„Prawda“ wird dargelegt, daß der Ossoaviachim, die„Gesellschaft zum Studium der Luft= und der chemischen Kriegsrüstung", der beste Helfer, ja der Bruder der Roten Armee sei. Diese Gesellschaft ist die Hauptträgerin der gesamten bolschewistischen Wehrpropaganda und vor allem der militärischen Ausbildung außerhalb der Roten Armee. An der Spitze des Ossoaviachim steht der frühere Leiter der Kriegsakademie, der den Rang eines Armeekommandanten bekleidet. Jede Republik innerhalb der Union, jeder Bezirk und jede Stadt hat einen eigenen Rat des Ossoaviachim, in dem die einzelnen Vereine des Gebiets zusammengeschlossen sind. Zu seiner Aufgabe gehören die durch das Wehrgesetz vorgeschriebene Ausbildung vor der Einberufung zum aktiven Dienst, die Fortbildung des Beurlaubtenstandes, die Ausbildung der Ueberzähligen, die Propaganda einer starken Landesverteidigung, die Organisation von Luft= und Gasabwehrgesellschaften, die Ausbildung von Fliegern, Segelfliegern, Fallschirmspringern, Fahrern, Kavalleristen, Artilleristen usw. Aus Mitgliederbeiträgen und Spenden hat die Gesellschaft in den letzten drei Jahren über 150 Millionen Rubel vereinnahmt, die ausschließlich für die Verstärkung der Verteidigungsmittel der Roten Armee verwendet wurden. Hunderte von Kampfwagen und Flugzeugen und Tausende von anderen Waffen hat der Ossoaviachim bereits der Armee zur Verfügung gestellt. Das Ausbildungspersonal besteht durchweg aus ehemaligen Offizieren der Armee. Die Mitgliederzahl des Ossoaviachim beträgt heute 13 Millionen(!). Seine Kavallerieklubs, Artilleriever= eine, Fliegerverbände usw. zählen Hunderttausende von Mitgliedern. In seinen Schulen werden die sogenannten Woroschilow=Schützen, die Woroschilow= Kavalleristen, Flieger, Fallschirmspringer usw. ausgebildet. Der zweite Fünfjahresplan sieht vor, daß die Zahl seiner Mitglieder bis 1937 auf rund 17 Millionen erhöht wird! Von besonderem Interesse ist, daß in den rund 140 Fliegerklubs des Landes heute auch in sehr weitem Umfange die russische Frau in der Flieger=, Gasabwehr= und Bombenwurftätigkeit ausgebildet wird. Der Ossoaviachim ist die stärkste Wasse in der Hand der Regierung, um neben der offiziellen Roten Armee eine zweite inoffizielle Armee, eine gewaltige Reservearmee zu schaffen, die nach den Plänen der Sowjets das ganze Volk umfassen soll, um so den Traum von dem„Roten Volk in Waffen“ in die Wirklichkeit umzusetzen. schluß der Arbeiter auf Veranlassung des marxistischen Gewerkschaftsverbandes hin erfolgt sei und ob es stimme daß die Direktion der Werke sich dazu entschlossen habe, den Preis für die Flugzeuge zu ihrem Schaden auf 164000 RM. herabzusetzen. Die„Action Francaise" bringt am Freitag erneut sehr ins einzelne gehende Mitteilungen über Waffentransporte für die spanischen Marxisten, die ununterbrochen im Gang seien, und zwar vor den Augen der zum Grenzschutz bestimmten Mobilen Garde. Die Mobile Garde scheine nur dazu da zu sein, Journalisten und Neugierige fernzuhalten. Auf den Munitionskisten lese man größtenteils die Aufschrift:„Cartuchos Sevilla 35 Polvora“, Granada oder Toledo. Von so weit her seien sie jedoch wohl nicht. Die beiden plombierten Eisenbahnwagen, die beispielsweise am Donnerstag in Hendaye eingetroffen seien und von Juvisy (südlich Paris) stammen sollten, kämen in Wirklichkeit aus Perpignan. Auch eine andere Geschichte sei in diesem Zusammenhang von Interesse: Ein früherer mexikanischer Offizier namens Manuel Zernimo, ein Agent der Madrider Regierung, habe vor einigen Tagen im Hafen von Marseille den alten Dampfer„Berbere“ gekauft. Die„Berbere“ sei inzwischen zum mexikanischen Transportdampfer„Jalisco“ umgearbeitet und übermalt worden. Am Donnerstag habe er endlich seine Ladung erhalten: mehrere Waggons seien= von der Schweiz kommend, plombiert in Marseille eingetroffen. Am Kai D des Hafens seien dann 120 Kisten Gewehrpatronen und 20 Kisten mit Maschinengewehren in den Luken der„Jalisco" verschwunden. Das Konnossement laute auf Veracruz in Mexiko, aber man spreche im Hafen von Marseille davon, daß alles bereits für eine Havarie vorbereitet sei, damit der Dampfer in Barcelona anlegen könne. Immerhin sei es bemerkenswert, daß die„Jalisco“, die doch nun ein mexikanisches Schiff geworden sei, weiterhin die französische Flagge führe. Belgien bleibt nicht verschont Verstärkte Wühlarbeit der Kommunisten— 26 Gruben liegen schon still dnd Brüssel, 21. August. Wie der„Standaard“ meldet, macht sich im wallonischen Industriegebiet verstärkte Wühlarbeit der Kommunisten bemerkbar mit dem Ziel, einen neuen Generalstreik zu entfachen. Die im Lütticher Bergwerksbezirk ausgesprochenen Teilstreiks haben sich in der Zwischenzeit ausgedehnt. Donnerstag abend lagen 26 Gruben still. Wie aus der Provinz Limburg gemeldet wird, kam es am Donnerstag zwischen Gendarmerie und streikenden Arbeitern eines Kupferbergwerks zu Zusammenstößen. Die Gendarmerie machte von der Schußwaffe Gebrauch. Verletzt wurde niemand. Mexikos„Neutralität“ Rohstoff= und Waffensendungen für die Madrider Regierung?— Mexiko lehnt Vermittlungsvorschlag für Spanien ab dnb Mexiko=Stadt, 21. August. Die merikanische Regierung lehnte den Vorschlag Uruguays für eine Vermittlung der lateinamerikanischen Länder in Spanien mit der Begründung ab, daß Mexiko in Angelegenheiten anderer Länder, die die mexikanischen Interessen nicht berührten, strikte Neutralität übe. Zu Meldungen über eine Waffenverschiebung an Bord des in Veracruz liegenden spanischen Dampfers„Magallanes" nach Spanien wird von maßgebender Seite erklärt, daß dies unwahrscheinlich sei, da die mexikanische Waffenfabrik auf Anordnung des Präsidenten in eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen umgewandelt worden sei. Dagegen sei es wahrscheinlich, daß von Mexiko aus Rohstoffe nach Spanien geschickt würden. Der Dampfer wird in den nächsten Tagen mit unbekanntem Ziel auslaufen. Wie weiter verlautet, planen gewisse Kreise die Einführung eines Gehaltsabzuges bei den Beamten zugunsten der spanischen Marxisten. Die Linksradikalen in Mexiko, besonders die Kommunisten, treten für die spanische Volksfront ein mit dem Motto „Rettung vor dem Faschismus". Während sich die Presse im allgemeinen neutral verhält, teilweise auch den spanischen Nationalisten gegenüber freundlich gesinnt ist, verteidigt das Regierungsblatt„Nacional“ die spanische Volksfront, unterdrückt alle ungünstigen Berichte und spricht in diesem Zusammenhang von„gefälschten Nachrichten“. Newyork, 21. August. Die gesamte Newyorker Abendpresse veröffentlicht in allergrößter Aufmachung eine Meldung der United Preß, wonach dreißig Eisenbahnwaggons Munition von Mexiko=City für die Regierung in Madrid unterwegs seien. Diese Nachricht ist für Amerika gerade augenblicklich äußerst bedeutsam, da alle übrigen bedeutenden amerikanischen Republiken durchweg bemüht sind, sich in keiner Weise in den Konflikt hineinziehen zu lassen. Ras Gugsa in Neapel. An Bord der„Victoria“ traf in der Nacht zum Freitag Ras Gugsa in Neapel ein. In seiner Begleitung befindet sich für die Dauer seiner Italienreise der frühere italienische Konsul in Adua Dr. Franc. (Weitere politische Nachrichten auf Seite 11.) Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreter: Haus Schulte. Verantwortlich für Politik: I. V. Fritz Schmldt, Kommunalpolltik und Stadtteike: Adolf Pebdlngdaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Jojef Schwermann Wirtschaft: Fritz Somidi, Gerichtsdienst und Briefkaften Max Flegel. SportHans Hornderg. Anzeilgen:, Kuri Schols, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsvorst, Dönhoffstraße 19. Anruf Karlsdorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung:„F. W. Pempe, BerlinCharlottendurg, Uhlandstraße 194. Anruf O 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen 5 Dierichs in Bochum, Ruf 67551, 52. 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig, Nachlaßstaffel.— DA VII 36 über 26.000. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags. außer Mittwochs und Samstags, von 16 bis 17 udr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die denüige Nummer umsast 28 Seiten Seite 3 Nr. 196 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Bochumer Junggesellen, Bochumer Junggesellinnen! In dreijähriger, mühsamer Rechenarbeit haben die großen amerikanischen Versicherungen herausgefunden, daß verheiratete Leute, von winzigen Ausnahmefällen abgesehen, bedeutend älter werden als unverheiratete. Ihre Todesrate ist um 20 Prozent geringer als die der Junggesellen und Junggesellinnen... Freunde, hört die Warnungskunde, Merkt euch, was ihr noch nicht wißt: Schneller kommt die letzte Stunde Dem, der Junggeselle ist! Uebel ist die Diagnose, Denn in jedem aller Fälle, Sei's am Magen, sei's Neurose, Ein Furunkel auf der Pelle, Sei der Blinddarm dir vergrießt: Stets ist es der Junggeselle, Der zuerst die Augen schließt! Dies— aus USA gekabelt— Ist statistischer Bescheid: Eh' der Tod dich weggesabelt, Wähl schon besser eine Maid! Bislang aßen wir Fisch und blieben gesund. Das ist jetzt endgültig aus. Es gibt nur noch eine Möglichkeit, den eigenen Vollbart zu erleben: man hat zu heiraten. Wir haben Junggesellenschaft immer für einen recht wandelbaren Tatbestand gehalten, dem in den meisten Fällen mit einigen Emmchen Gehaltszulage abzuhelfen war und dem im übrigen nur für Personenstandsregister, Bevölkerungspolitiker und Steuerbehörden Bedeutung beizumessen war. Oh, wie verkehrt Komma, wir sind ein medizinisches Problem! Diese Sensationsmeldung kommt aus Amerika.Das macht sie erfahrungsgemäß besonders beweiskräftig; denn was auch immer aus Amerika an Nachrichten kam, noch nie war es gekohlt. Angefangen bei Wilsons vierzehn Punkten und aufgehört bei der— wollen wir wetten?— bei der Verlegung des Schmeling=Braddock= Kampfes auf das Jahr 1937. Ehrlich davon überzeugt, nicht gerade mit geschlossenen Augen durch die Umwelt zu laufen, ist es mir dennoch nie gelungen, bemerkenswerte und feststehende gesundheitliche Unterschiede zwischen Ehemännern und Junggesellen zu entdecken. Daß Ehemänner sich im allgemeinen etwas wohlgenährter, etwas rundlicher ausnehmen, Gott ja,„die wack're Hausfrau kocht mit Fleiß, des Ehemannes Lieblingsspeis...“ Nun haben sich die amerikanischen Versicherungen in den Fall gekniet, und mit dem Augenblick, wo sie bestürzten Angesichts aus der wissenschaftlichen Kniebeuge in die bürgerliche Normalhaltung zurückkehrten, war es um uns geschehen. Wir sind entlarvt! Junggesellen, stillgestanden! Hört, was für Lulatsche wir sind. Daß wir uns um 20 Prozent schneller aus dieser köstlichen Welt entfernen als die Eheleute, konnte metaphysische Gründe, dunkle Schicksalsursachen haben... Ihr irrt euch, Freundchen! Es liegt auch nicht daran— was wir so gern anzunehmen bereit wären—, daß Ehemänner eben nicht immer so wegkönnen, wie sie wollen. Nein, die Schuld haben wir. Unsere Lebenshaltung ist von Grund auf verkehrt, uns fehlt sozusagen alles! Ich zitiere aus dem USA.=Bericht: Wir haben kein gemütliches Heim, wir lassen jede rechtzeitige Pflege vermissen, unsere Kleidung ist oberflächlich, die Ernährung unregelmäßig, wir sind planlos, haben keine rechte Muße und vor allem: wir haben keinen Goldeswert, Verzeihung, keinen eigenen Herd! Dafür strotzen wir aber vor Magenbeschwerden vor Influenza, Blutarmut Herzleiden, unsere Kropfbildungen gleichen im Halse steckengebliebenen Kokosnüssen. Und erst unser Blinddarm! Sobald wir das heiratsfähige Alter erreicht haben, legt er los und reizt. Und reizt. Achtzehn, zwanzig, vierzig, Hand, Schneider, schwarz, tot! Der böse Feind liegt unten rechts. Alles soll man mit uns machen, Uns zu Kraft und Schönheit päppeln, Uns zum Heiratswahn entfachen, Nur— man soll uns nicht veräppeln. Denn, kann manches ich verstehen, Fehlt mir doch für eins der Sinn: Wie soll schon mein Blinddarm sehen, Daß ich nicht verheirat' bin?... Aber, vom Blinddarm einmal abgesehen wir stehen jämmerlich da, aller tarnenden Hülle entkleidet, in einem Wolkenbruch von Anklagen. Was sind wir denn schon anders in amerikanischen Versicherungsaugen als Herumtreiber, die Zahn= und Haarbürsten verachten, die„vor dem Verlassen“ ihrer verwahrlosten Behausung vergessen, ihre Kleider zu ordnen“, wie man sich mancherorts so nett ausdrückt. Unser regelmäßiges Abendbier ist planloseste Wirtschaft. Ueberhaupt das Bier:„Die Zahl der Ledigen, die an den Folgen des Alkohols sterben, ist um 400 Prozent größer als die der Verheirateten.“ Kinder, Kinder, 400 Prozent! Bei acht Prozent Stammwürze! Also: was wir nachts singend oder lallend, auch vergnüglich trällernd, in jedem Falle aber in geometrisch unkontrollierbaren Kurven, durch die Gemeinde latschen sehen, was ist das, bitte schön?!„Alles Junggesellen, alles Ledige, vielleicht ein paar Witwer dazwischen. Wie stattlich nahmen sich doch, so meinten wir, unsere blau=weißen Junggesellen aus, wenn sie frühjährlich, der tapferen Myrmidonenschar des Achilleus nicht unähnlich, dem Wonnemond bis Harpen entgegenmarschierten. Wie habe ich stets die ranken Gestalten meiner Freunde Rudi und Willi neidvoll bewundert, wenn sie hoch zu Roß, trutzig wie Dürers Todund Teufelsritter, mit diesen sprühenden Reihen jugendlicher Kraft, Männlichkeit und Gesundheit leichtfüßig die Hindernisse der Castroper Höhen nahmen, von der Leichtfüßigkeit des Rückmarsches gar nicht zu reden. Und was ist nach der uns aus Amerika zuteil gewordenen Aufklärung in Wirklichkeit da hinaufgezogen? Wie bitte? Ein Haufen beklagenswerter Siecher mit baumelnden Kröpfen, geweiteten Mägen, nur vom ewigwachen Blinddarm zu letzter Energiehergabe gestachelt, gereizt. Rudi, Willi, nehmt meine schlaffe Hand Trauer erstickt meine Stimme. Quatsch, Trauer, es wird wohl auch bei mir die Kokosnuß, ich wollte sagen, der Kropf sein. Oder die Milz, oder der Blinddarm, oder ach, is ja auch egal. So stehen wir da! Ohne eigenen kombinierten Herd, ungewaschen, halb angezogen und nicht ganz nüchtern, zerlumpte Urbilder totaler Bresthaftigkeit. O ihr armen, o ihr wackeren Mädchen, ihr Heldinnen der Entsagung, die ihr durch einen von amerikanischen Versicherungsgesellschaften leider nicht revidierten Schöpfungsplan gezwungen seid, euch eure Ehemänner aus dem Junggesellenstand zu suchen! Hascht uns, wir sind der zerfranste Winter! „Mehr als zweimal so viel Junggesellen sterben durch Unfälle als Ehemänner." Das ist einleuchtend. Denn Ehemänner haben es nicht nötig, sich auf offener Straße nach holden Maiden umzusehen— und tun das auch nicht. Wer aber will wissen, wie mancher Junggeselle von den würgenden Rädern des Verkehrs gerade in dem Augenblick erwischt wurde, als er„in Außerachtlassung der ihm durch die Paragraphen 1 bis 36 der Reichsstraßenverkehrsordnung gebotenen Sorgfaltspflicht die Aufmerksamkeit aus den Augen setzte, zu der er als Teilnehmer am Verkehr usw.“ Weil er sich gerade die Augen nach der Schönen ausrenkte, die das Zeug dazu gehabt hätte, aus ihm endlich einen anständigen Kerl, oder was dasselbe ist, einen Ehemann zu machen. Junggesellen, geht in euch! Kommt nicht mit so albernen Einwänden wie dem, Eugen'Albert sei sechsmal verheiratet gewesen und kurz vor der siebenten Eheschließung im zarten Kindesalter von einigen sechzig Jährchen plötzlich nach Junggesellenart verstorben. Denki an Gandhis Reckengestalt. Der ist verheiratet. Und laßt mir Bernhard Shaw aus dem Spiel, der auf die neunzig geht und immer noch nicht ans Heiraten kommt. Er wird ja auch sein schönes Theater haben mit dem Darm, mit dem Kropf, mit der Milz, vallderah!“ Willst du frauenlos verbleichen, Schwach am Geist, am Leibe mies? Oder in die Ehe schleichen, Ins Gesundheitsparadies? Was aus den Versichrungshirnen Stammt, mein Freund, das ist gefeit Gegen Zweifel weicher Birnen. Lieber Freund, noch ist es Zeit! Wer verschmäht den eig'nen Herd, Ist es dann nicht besser wert! Drum, so wenig dir's auch praktisch, Nimm'ne Frau, denk prophylaktisch! In diesem Sinne: Junggesellen rührt Euch! Und Goethe im Herzen:„Noch ist es Tag, da rühre sich der Mann.. Kalla! Schlung. Tastschühatung in Siadimnern! Am 24. August findet im Stadtinnern in der Zeit von 19.30 bis 20.40 Uhr eine Luftschutzübung des Selbstschutzes, durchgeführt von der Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes, statt. Folgende Straßenzüge sind an der Uebung beteiligt: Kortumstraße(rechte Seite vom Hauptbahnhof bis Ecke Kreuzstraße)— Hellweg(ungerade Hausnummern)— Wiemelhauser Straße(Hausnummern 2 bis 12a)— Märkische Straße— Rechener Straße— Neustraße—. Brüderstraße— Hermannshöhe. Während dieser Zeit, von 19.30 bis 20.40 Uhr, ist das Uebungsgebiet für den öffentlichen Verkehr (Fahr= und Fußgängerverkehr) polizeilich gesperrt. Ausgenommen von der Absperrung bleiben die Straßenzüge Kortumstraße und Wiemelhauser Straße. Der Straßenbahnverkehr bleibt voll aufrecht erhalten. Der Beginn der Uebung wird durch eine Sirene (wechselnder hoher Heulton) ausgelöst. Das Ende der Uebung wird ebenfalls durch Sirene(langer, gleichbleibender hoher Ton) bekanntgegeben. Es wird erwartet, daß in allen Häusern, sowie in den Betrieben des erweiterten und Behörden=Selbstschutzes des Uebungsgebietes während der Uebung strenge Disziplin gewahrt bleibt und alles Erforderliche gemäß der erhaltenen Ausbildung veranlaßt wird. Außerdem wird von der an der Uebung nicht beteiligten Bevölkerung erwartet, während der Uebung das Uebungsgebiet nicht aufzusuchen, um den polizeilichen Aufsichtsdienst nicht zu erschweren. Auf keinen Fall darf es vorkommen, daß der Fußgängerverkehr auf der Kortumstraße, soweit sie in die Uebung einbegriffen ist, durch Schaulustige Stockungen erfährt. Iin Ratiger ni gesundes Won Im Industriegebiet die meisten Jugendlichen Das rheinisch=westfälische Industriegebiet, in dem unser engeres Ruhrgebiet eingeschlossen liegt, hat von jeher in mancherlei Hinsicht schwerere Aufgaben an die Gesundheitsführung gestellt als andere Gegenden Deutschlands. Dabei steht einwandfrei fest, daß bei uns keine größere Krankheitshäufigkeit besteht als in anderen Großstadten des Reiches. Die Gewerbehygiene sorgt dafür, daß die bei uns besonders gefährliche Verunreinigung der Luft durch die Fabrikschornsteine auf ein Mindestmaß beschränkt wird. Auf der anderen Seite bemühen sich die Gemeindeverwaltungen in verständnisvoller Weise, alle vorhandenen Grünanlagen zu erhalten und zu pflegen. Sie suchen stets nach neuen Grünplätzen, um die Erneuerung des Luftsauerstoffs durch die grünen„Lungen der Großstadt" zu sichern. Wenn durch das enge Zusammenwohnen zu vieler Menschen eine Infektionskrankheit ausbricht und sich gewissermaßen festbeißt, wie die Diphtherie in den letzten Jahren in einigen Städten des Ruhrgebiets, so ist das ein Schicksal, dem jede andere Großstadt auch unterliegen kann. Trotzdem muß auch hier die einheitliche Zusammenarbeit hervorgehoben werden, welche die Bekämpfung der Krankheiten und Seuchen zum Ziele hat. Eine ungewöhnlich große Zahl modernster Krankenhäuser ist über das rheinisch=westfälische Industriegebiet verteilt, von denen viele für die Versorgung und Heilung der Unfallverletzten errichtet wurden. Es ist auf diese Weise gelungen, schreibt der„Ruhrarbeiter“ größere Krankheitsausbrüche wirksam zu verhüten. Wir kennen im Gegensatz zu früher die oft sehr mörderischen Typhus= und Ruhrseuchen nicht mehr im Ruhrgebiet. Die bisher noch am schwersten zu bekämpfende Volkskrankheit, die Diphtherie, versucht allerdings immer wieder, ihr Haupt zu erheben. Obgleich im rheinisch=westfälischen Industriegebiet nur etwa ein Zwölftel der Gesamtbevölkerung Deutschlands lebt, macht hier die Zahl der Sterbefälle an Diphtherie fast den dritten Teil der Gesamttodesfälle an Diphtherie in Deutschland aus. Mit Ausnahme der Diphtherie hat das Ruhrgebiet nirgends eine höhere Krankheitshäufigkeit, als es dem Durchschnitt des Deutschen Reiches entspricht. Das ist ein wirklich schlüssiger Beweis für die Wirksamkeit der in ihm einheitlich organisierten Gesundheitsführung. Während der allgemeine körperliche Gesundheitszustand des rheinisch=westfälischen Industriegebiets somit als recht gut zu bezeichnen ist und sich im Rahmen eines zufriedenstellenden Reichsdurchschnitts hält, zeichnet sich der Altersaufbau seiner Bevölkerung in erfreulicher Weise vor den anderen Großstädten des Reiches aus. Ein Volk gilt als gesund, wenn es imstande ist, durch eine ausreichende Kinderzahl seinen Bestand zu sichern und zu vermehren. Die deutschen Großstädte galten schon seit Jahren bei einsichtigen Bevölkerungspolitikern als die Grabstätten unseres Volkes. In einer hocherfreulichen Ausnahmestellung befinden sich hier aber die Großstädte des rheinisch=westfälischen Industriegebiets. Wie aus der Zusammenstellung des prozentualen Anteils der Altersklassen von unter 16 Jahren, zwischen 16 und 50 Jahren, sowie über 50 Jahren hervorgeht, sind diese Großstädte weitaus am jugendlichsten von allen Großstädten Deutschlands! Das Ruhrgebiet marschiert demnach in bezug auf Jugendlichkeit an der Spitze aller Großstädte. Es liegt dicht neben dem Reichsdurchschnitt, bei dem genau 25 Prozent, also ein Viertel der Gesamtbevölkerung, unter 16 Jahren alt ist. Die alten Jahrgänge über 50 Jahre sind sogar noch etwas schwacher vertreten als im Reichsdurchschnitt. Einige Städte des Ruhrgebiets konnten dank der Maßnahmen unseres Führers schon im vorigen Jahre einen wirklichen(nicht scheinbaren) Geburtenüberschuß verzeichnen. Hand in Hand mit der hier zum Ausdruck kommenden körperlichen Gesundheit der Bewohner des rheinisch=westfälischen Industriegebiets geht eine bemerkenswerte geistige und seelische Gesundheit. Nicht nur in den letzten Jahren, schon seit jeher stehen die Städte des rheinisch=westfälischen Industriegebiets in bezug auf die Selbstmordhäufigkeit weitaus am günstigsten von allen deutschen Großstädten da. Denn im Ruhrgebiet werden pro Jahr nur 1,8 Selbstmorde auf das Tausend der Bevölkerung verübt, während zum Beispiel in Berlin die Selbstmordziffern rund zweieinhalbmal so hoch liegt, nämlich 4,1 pro tausend Einwohner. Es gibt Großstädte, in denen Selbstmorde sogar noch öfter verübt werden als in Berlin. So ist das Ruhrgebiet in jeder Beziehung ein gesundes Stück deutscher Erde. Kind tödlich überfahren In der Johanniterstraße geriet gestern nachmittag das vierjährige Söhnchen der Eheleute Klingenberg unter ein Lastfuhrwerk. Der Knabe lief in seinem fröhlichen Spiel dem mit Baumaterialien beladenen Einspänner direkt vor das Hinterrad, ohne daß den Fahrer die Schuld trifft und ohne daß er das Unglück verhindern konnte. Das Kind, dem das Hinterrad über Kopf und Brustkorb gegangen war, starb, bevor es durch den schleunigst herbeigerufenen Krankenwagen in ein Krankenhaus übergeführt werden konnte. Großes Wohltätigkeitskonzert der Schutzpolizeikapelle zum Besten der aus Spanien vertriebenen Reichsdeutschen Die Not der aus Spanien vor gewalttätigen Kommunisten geflüchteten Reichsdeutschen ist groß. All ihr Hab und Gut haben sie zurücklassen müssen, und auf das Dürftigste gekleidet sind sie in ihre Heimat zurückgekommen. Allenthalben regen sich mildtätige Hände, die erste und größte Rot der bedrängten „ltsgenossen zu lindern. Bei dieser Unterstützungsaktion will auch die Bochumer Schutzpolizei, die sich schon immer nach Kräften in den Dienst einer guten und vaterländischen Sache gestellt hat, nicht fehlen. Aus einem großen Wohltätigkeitskonzert, das die Kapelle der Schutzpolizei unter Leitung ihres bekannten Dirigenten Rungenhagen am Samstag, 5. September, um 20 Uhr im Bochumer Parkhaus veranstaltet, hofft sie, einen beträchtlichen geldlichen Erlös der Notspende der deutschen Flüchtlinge zuführen zu können, zumal der gesamte Ertrag restlos ohne Abzug von Unkosten abgeführt werden kann. Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft des Polizeipräsidenten und SS.=Brigadeführers Schleßmann. Der Veranstalter sowie die gesamte Schutzpolizei hoffen, daß die Bürgerschaft ihr Hilfswerk nach Kräften unterstützen wird. Karten zum Preise von .— RM. sind bei sämtlichen Polizeirevieren der Städte Bochum, Herne, Wanne=Eickel, Castrop=Rauxel, Wattenscheid und Witten, außerdem bei dem Verkehrsverein Bochum, im Zigarrenhaus„Zentral“, Bochum, Kortum=, Ecke Bongardstraße, und im Sporthaus Schubeis, Bochum, Große Beckstraße 3, erhältlich. S Uandeih Bwandein.... Das Wandern ist des Müllers Lust Welchen Weg sollen die jugendlichen Wanderer einschlagen? Die Karte soll Auskunft geben. „Das Wandern ist des Müllers Lust.“ So sangen zu erholen und aller=In schon unsere Großväter, wenn sie zuweilen bei aslerschönstem Sonnenschein mit Kind und Kegel ins Grüne zogen. Damals zog man noch recht sittsam im Sonntagsausgehanzug zum nächsten Dorfkrug, hübsch an der Hauptstraße gelegen. Dann entwickelte sich nach dem kriege der deutsche Wandervogel und umfaßte immer weitere Kreise unseres Volkes. Heute ist es einfach eine Selbstverständlichkeit, am Wochenende und in den Ferien hinauszupilgern weitab von Verkehr und Lärm. Groß und klein zieht hinaus ins Freie, in die Natur, um sich der Hauptsac die Heimat kennenzulernen. Tauptsache ist es natürlich unsere Jugend, die wandert, sei es im BDM., HJ., Jungvolk oder auch in zivilen Freundesgruppen. Sobald die Ferien begonnen haben, schnallt man sich den Tornister auf(Rucksack ist unmodern), hängt die Feldflasche an den Gürtel und vergißt auch die Laute nicht. Und dann geht es los, möglichst auf unbekannten Wegen, denn man hat ja eine Wegekarte mit und muß zeigen, daß man sie auch zu lesen versteh. und deuten kann. Frohe Wanderlieder erklingen, Scherzen und Lachen beflügeln den Froher Gesang und Zupfgeigenklang belebt die Wanderfahrt Marsch und lassen die Anstrengung vergessen; Massenlager im Heuschuppen findet man glänzend, und der Appetit entwickelt sich fabelhaft. Gesund und braun gebrannt kehren sie nach Hause zurück und meistern den grauen Alltag mit ihren jungen, in der Natur erneuerten Kräften. Rechte Wanderfreunde sind auch die Leute vom SGV., von denen selbst Siebzigjährige allwöchentlich stundenweite Wege machen; auch die Heimatfreunde tun es ihnen gleich. So ists recht, denn das rechte wandern bringt leiblichen und seelischen Gewinn. Seite 4 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 „Ruck=zuck“— Bochumer Funkexpreß Westsalen=Süd im Volkssender 1936 Nun ist die Zeit gekommen, wo sämtliche Gaue Deutschlands ihre auserwählten Vertreter zum großen Reichsrundfunkentscheid entsenden. Bekanntlich findet zum Ausgang des Monats in Berlin die große Rundfunkausstellung statt und im Rahmen dieser großen Ausstellung sollen nun die Sieger im Reichsentscheid festgestellt werden. Wir wollen uns nicht zu früh freuen, aber eins darf heute schon gesagt werden: Westfalen=Süd steht mit seinen Darbietungen führend an der Spitze. Drei südwestfälische Sendungen aus Berlin, das ist wahrlich vorab ein gutes Omen. Denn von 32 angemeldeten Gauen kann naturgemäß nicht jeder Gau drei Veranstaltungen belegen. Wenn die Südwestfalen noch nie bei solchen Veranstaltungen den Apparat eingestellt haben, diesmal gebietet es der Heimatstolz, daß wir es tun. Damit aber jeder rechtzeitig auf die von uns zu gestaltenden Programmnummern aufmerksam gemacht werden kann, geben wir das Programm bereits heute bekannt. Westfalen=Süd sendet: 28. August, von 15 bis 15.30 Uhr:„Ruck=zuck“ (Der Bochumer Funkexpreß). Mitwirkende: Gefolgschaftsmitglieder der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn AG.; 28. August, von 17 bis 18 Uhr: Arbeitervolk der Roten Erde gestaltet seinen Feierabend; 30. August, von 9 bis 10 Uhr:„Besinnlicher Frühschoppen“(Ein Dortmunder Programm der Dortmunder Union=Brauerei). Das ist ein Programm, das sich nicht nur sehen lassen kann, sondern das auch mit Interesse von all denjenigen erwartet wird, die an der Veranstaltung selbst als Zuhörer teilnehmen können. Wir sagten, als Zuhörer; denn tatsächlich ist es möglich, in diesen Tagen für billiges Geld in Berlin zu sein. Es fährt nämlich vom 27. bis 30. August ein KdF.=Sonderzug nach Berlin. Wir werden Einzelheiten über diesen Zug noch mitteilen. Masseure und verwandte Berufe Ersprießliche Arbeitstagung Am vergangenen Sonntag hielt die Deutsche Arbeitsfront, Fachgruppe Gesundheit, des Kreises Bochum und Witten eine Arbeitstagung für die Fachschaft „Masseure und verwandte Berufe" und„Badebetriebe“ im Lokal Heinrich Platte, Bochum, Marienplatz, ab. Der Kreisfachschaftswalter der Fachschaft„Masseure und verwandte Berufe“. Pg. Treder, führte aus, daß durch die Deutsche Arbeitsfront nunmehr auch die Masseure und Masseurinnen zusammengeschlossen werden und für Ordnung, berufliches Können und Sauberkeit bei den Arbeitskameraden gesorgt würde, denn nur geprüft und durch die zuständigen Amtsstellen bestätigte Fachmänner dürften in Zukunft einen Volksgenossen behandeln. Für die Fachschaft„Badebetriebe“ sprach der Kreisfachschaftswalter Müller, der Anregungen und Fingerzeige für die Gestaltung der Arbeit innerhalb der Fachschaft und für die Betreuung der Arbeitskameraden gab. Der Kreisfachgrut venwalter der Fachschaft„Gesundheit". Pg. Dr. Barkowski, legte zum Schluß in einer Zusammenfassung noch einmal die Ziele der Facharuppe dar im Hinblick auf die soziale und fachliche Betreuung durch die DAF. und unterstrich die Bedeutung der Fachschaften. Ein geselliges Beisammensein vereinigte anschließend die Arbeitskameraden und gab ein Beispiel wahrer Volksgemeinschaft. Wetter so leidlich Mitgeteilt vom Reichswetterdienst um 21 Uhr Essen=Mülheim Der Zustrom feuchter und kühlerer Luft aus Westen berursacht bei uns wolkiges, zeitweise trübes Wetter mit Niederschlägen. Da die Luftmassen in der Höhe aber schon zusammensinken, so ist für die kommenden Tage mit einer kleinen Beruhigung in der Witterung zu rechnen. Sie wird allerdings nicht lange anhalten. Es bleibt bei vorübergehender Aufheiterung, doch unbeständig. Aussichten für Samstag und Sonntag: Vorwiegend bedeckt und diesig mit örtlichen Regenfällen, später aber Lockerung der Bewölkung, bei westlichen Winden Temperaturen um 20 Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Warm, aber zunehmende Regenneigung. Freitag, 21. August Barometer 24 Uhr: 1578 Thermometer 34 Uhr: 44 8 Zeiten für Sonne und Mond am 22. August: (0 Aufg..23, Unterg. 19.41; J Aufg. 11.29, Unterg. 20.51 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags aus Bechan Bestandene Prüfung. Der Sohn Walter des Tagesarbeiters Johann Dignas von hier bestand mit gutem Erfolg seine Gesellenprüfung im Maler= und Anstreichergewerbe. Anmeldung des Mehrbedarfs an Mülltonnen. Wie aus einer Bekanntmachung in der heutigen Nummer hervorgeht, mussen die Anmeldungen des Mehrbedarfs an Mulltonnen für das am 1. Oktober beginnende Vierteljahr bis spätestens zum 1. September schriftlich an den Städtischen Fuhrpark, Südstraße 7, eingereicht werden. Die neuen Viehmarkthallen. Die Arbeiten an den Neubauten der Viehmarkthallen auf dem städtischen Schlacht= und Viehhof am Löbkerring gehen ihrer Vollendung entgegen. Gegenwärtig ist man mit den letzten Außenarbeiten, wie Verputzen der Fenster und dergleichen mehr, beschäftigt. In den Hallen wurden bereits die Viehbuchten angelegt. Aus der evangelischen Altstadtgemeinde. In diesen Wochen ist fleißig am Bodelschwinghhaus geschafft worden. Wer jetzt dort hineingeht, kann schon erkennen, wie es einmal sein wird. Augenblicklich wird das alte Haus eingebaut in das neue. Ob am 1. September der Kindergarten des 4. Stadtbezirks wieder anfangen kann, steht noch dahin. Aus den katholischen Pfarreien. Die althergebrachte große Stadtwallfahrt nach Hardenberg=Neviges, die alljährlich zu Mariä Geburt stattfindet, ist für dieses Jahr auf Montag, 7. September, festgesetzt worden.: Die Wallfahrt geht von der Propsteipfarrei aus. Abends wird sie auch in der Propsteikirche geschlossen. Der Fahrpreis beträgt einschließlich Unkosten 1,20 RM.— Am Dienstag findet wieder eine Wallfahrt mit Autobussen nach Kevelaer statt. Die Abfahrt erfolgt morgens .15 Uhr vom Kaiser=Friedrich=Platz aus„Auf der Rückfahrt werden die altertümliche Kirche in Calcar am Niederrhein und der St.=Viktor=Dom in Xanten in Augenschein genommen. Neuer Wohnblock wird gebaut. Die Altenbochumer Straße zeigt seit einigen Tagen das belebte Bild der Bautatigkeit. An der Ecke Steubenstraße ersteht ein neuer Wohnblock aus fünf Häusern mit je drei vollen Etagen über dem Kellergeschoß. Insgesamt erstehen hier durch die Bochumer Heimstätten G. m. b. H. sechzig Dreizimmerwohnungen. Am ersten Hause stehen bereits die Grundmauern, während für die übrigen Häuser bereits mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen wurde. Bautätigkeit im Ehrenfeld. Zu den Vierteln gehört der Stadtteil Ehrenfeld. Die Bautätig keit war auch in diesem Jahre sehr rege. Die Wohnungsbauten an dem von der Friederikastraße abzweigenden neuerschlossenen Straßenzug des Knüwer=Wegs gehen der Vollendung entgegen. Da auch das Straßenbild der Friederikastraße durch die kürzlich erfolgte Instandsetzung des Fahrdamms und des Bürgersteigs an Schönheit gewonnen hat, so dürften für die künftigen Anwohner keine Wünsche mehr offen bleiben. Dasselbe gilt auch von den in Angrif genommenen Neubauten an der Gabelsberger= und Stolzestraße. Auch hier werden mustergültige Siedlungen erstehen, die sich dem Gesamtbild bestens einfügen werden. marken in Berlin W 80 versendet zu den üblichen Bedingungen die zur Herstellung dieser Auflage gedruckten Markenheftchenvogen. Hinter schwedischen Gardinen. Festgenommen wurden: zwei männliche Personen von hier wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs, eine weibliche Person von hier wegen Diebstahls, eine männliche Person von hier wegen Unterschlagung und eine weitere männliche Person, ebenfalls von hier, wegen Sittlichkeitsverbrechens. Festgenommen wurden ferner eine männliche Person von hier wegen Unterschlagung und eine weitere männliche Person, zur Zeit ohne festen Wohnsitz, wegen Betruges. Beide wurden dem hiesigen Amtsgericht zugeführt. Sturz von der Treppe. Freitag morgen wollte der Volksgenosse P. von der Wörthstraße die steile Treppe zum Kohlenkeller hinabsteigen. Hierbei machte der junge Mann einen Fehltritt, rutschte und stürzte mitsamt einer Kiste ab. Der Bedauernswerte zog sich hierbei mehrere erhebliche Verletzungen zu und mußte mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Großstadtsperre für Hausgehilfen zugunsten Kinderreicher aufgehoben Im Rahmen der ordnenden Maßnahmen bei Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sind verschiedene größere Städte auch als Sperrgebiet für den Zuzug von Hausgehilfinnen vom Land erklärt worden. Aus volkspolitischen Gründen ist jetzt diese Sperre gelockert worden. Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung hat in einem Runderlaß ermöglicht, daß die Sperrvorschriften nicht angewendet werden, wenn es sich um die Beschaffung einer Hausgehilfin für kinderreiche Familien Es sollen sogar gegebenenfalls in derartigen Fällen die angeforderten Hausgehilfinnen auch für die Sperrbezirke im Wege des zwischenbezirklichen Ausgleichs durch die Arbeitsämter selbst beschafft werden. Neue Freimarkenheftchen. An den Postschaltern werden in nächster Zeit wieder Freimarkenheftchen verkauft. Sie tragen die Ordnungsnummer 8 und enthalten in rotem Umschlag 29 Marken zu den Einzelwerten von 1, 3, 5, 6, 8 und 12 Pfennig im Gesamtwert von zwei Reichsmark. Die Versandstelle für SammlerZeugnisse nicht überflüssig Arbeitsbuch kein hinlänglicher Ersatz Seit Einführung des Arbeitsbuches für weibliche Hausgehilfinnen ist besonders von den Hausgehilfinnen die Frage, ob neben dem Arbeitsbuch noch Zeugnisse notwendig sind, lebhaft erörtert worden. Viele Haus*" frauen und Hausgehilfinnen glauben, daß das Arbeitsbuch die Ausstellung von Zeugnissen überflüssig macht. Auf die Zeugnisse kann bei der Arbeitsbemühung nicht verzichtet werden, weil im Arbeitsbuch nur die Dauer der Beschäftigung vermerkt ist und Angaben über Führung und Leistung nicht gemacht werden dürfen. Es ist selbstverständlich, daß eine Hausfrau, die ein Mädchen in die häusliche Gemeinschaft einstellen will, aus den vorgelegten Zeugnissen etwas über Eignung, Fleiß, Sauberkeit und Pflichttreue ersehen möchte, daz her haben die Hausfrauen an der Ausstellung eines ausführlichen Zeugnisses selbst das größte Interesse. Auch die Hausgehilfin hat durch ein Zeugnis, das auch Angaben über Kenntnisse und Wesensart enthält, den rechten Arbeitsplatz zu finden. Die Hausfrau ist verpflichtet, ein Zeugnis auszustellen; die Hausgehilfin wird im eigenen Interesse nicht versäumen, ein solches zu erbitten. Sechs sind glücklich durch die NS.=Volkswohlfahrt „Nun, Kinder, seid schön artig und haltet vor allem die Stube hübsch sauber, damit eure Mutter alles in Ordnung befindet, wenn sie nachher nach Hause zurückkehrt.“ Man kann seine helle Freude an dieser schlichten und doch so sauberen Bochumer Arbeiterwohnung haben. Frische Gardinen hängen an den Fenstern, der Tisch ist mit einer weißen Decke belegt. Und mitten darauf steht ein Strauß frischer Feldblumen. Mit leuchtenden Augen schauen die Kinder, zwei Buben und drei Mädels, die Hauspflegerin der RS.= Volkswohlfahrt an, die dieses Zauberwerk vollbracht hat. Während die Mutter für einige Wochen von der NSV. zur Erholung entsandt wurde, haben die Kinder die„Tante“ bereits lieb gewonnen. Sie war ja auch so gut zu ihnen. Sie alle sind in recht erwartungsfroher Stimmung. Und dann ist endlich die Stunde gekommen, da die Pflegerin mit der Kinderschar zum Hauptbahnhof wandert. allwo die Mutter eintreffen wird. Kaum ist der Zug eingelaufen, da hat man sich schon erkannt und ein freudiges Begrüßen gibt es jetzt. Die Mutter sieht wirklich gut aus, sie hat sich von den täglichen Hausfrauensorgen prächtig erholt. Und dann geht es wieder hinaus in den Vorort. Die heimgekehrte Mutter ist bei ihrem Eintritt in die Wohnung freudig erstaunt. Das ist ja ein geradezu festlicher Empfang. Dankbar blickt sie die Hauspflegerin an:„Wie soll ich Ihnen nur für alles danken?“ Doch die winkt ab:„Ihr Dank gilt nicht mir, sondern unserem Führer, der uns das ermöglichte, und der uns erst zur wahren Volksgemeinschaft erzog.“ Die Pflegerin ist gegangen, ihrer warten neue Aufgaben. Ihr Dienst ist Ehrendienst am deutschen Volke und vor allem an der deutschen Familie. Gesuche um Verwendung als Angestellte oder Arbeiter in der Wehrmacht Bei den Heeresdienststellen im Bereich des Wehrkreises VI gehen immer noch zahlreiche Gesuche um Einstellung als Arbeiter oder Angestellte ein. Die Stellen sind inzwischen besetzt. Soweit noch hin und wieder Hilfskräfte benötigt werden, werden sie in erster Linie den Reihen der bei den Fürsorgedienststellen vorgemerkten Versorgungsanwärter und lang gedienten Soldaten entnommen. Falls im Einzelfall Bedarf an weiteren Hilfskräften vorliegt, erfolgt die Zuweisung durch die Wehrbezirksoffiziere, die sich dieserhalb mit dem zuständigen Arbeitsamt in Verbindung setzen. Die Wehrbezirksfürsorgeoffiziere führen keine Vormerkungslisten für solche Bewerber. Diese haben sich daber allein an das Arbeitsamt zu wenden und sich dort für Stellen in der Wehrmacht vormerken zu lassen „Kraft durch Freude“ Mit„Kraft durch Freude“ zur Insel Juist vom 27. August bis 5. Geptember. Fahrtpreis 40.— Rwe. dichtbevölkerten Industriegebiet Es war heuer nicht gut Kirschen essen Die Rlage dei Hausstau Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen wurde daher beschlossen, genaue Unterlagen über die Herkunft und Güte der Ware vom Großhandel bzw. von der genossenschaftlichen Kirschenverteilungsstelle einzufordern. Diese Unterlagen fehlten noch. Der Termin wurde also auf unbestimmte Zeit vertagt. Da der Fall jedoch die ganze Frauenwelt und die gesamte Händlerschaft bewegt, so werden wir über den Ausgang der Sache noch weiter berichten. Die Maikäferflugjahre haben es in sich. Es heißt, daß gerade in solchen Jahren die Kirschblüten von Insekten stark befallen werden. Da es nur wenige Kirschen gab, aber viele Insekten, ist der hohe ProWohin gehen wir? Parthaus: Samstag 20.30 Uhr: Stadtparkbeleuchtung; Sonntag 16 Uhr: Konzert. Städtische Gemäldegalerte: Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn= und fetertags von 10 bis 13, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Bödestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Eintritt: sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Felertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Berggewerkschaftstasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr, samstags von 15.30 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Die öffentliche Meinung. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Das Schloß in Flandern. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Der ahnungslose Engel. Odeon: ab 15.30 Uhr: Herbstmanöver. Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Herbstmanöver. Tonhalle: Vorübergebend geschlossen. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Soldaten— Kameraden. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Ein ganzer Kerl; ab 22.30 Uhr: Die Blume von Hawai. Capitol: ab 15.15 Uhr: Schabernack. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der schüchterne Casanova. Unterhaltungs= und Gaststätten: Da lagen die Kirschen dunkelrot in den Körben und lockten zum Kauf und frohen Genuß. Da das Frühjahr so unglaublich schlecht war und fast die ganze Kirschblüte erfror, war es zu verwundern, daß überhaupt noch Kirschen auf den Markt kamen. Freilich nicht so viel wie sonst, aber immerhin doch genug, daß sich jeder den Genuß der schönen, süßen, fleischigen Frucht hat leisten können. Es sind vielleicht auch Früchte eingekocht worden. Bei den lieben Frauen bestand jedenfalls der Wunsch dazu. Die Kirschen sind ja auch köstlich als erfrischender Nachtisch, als Belag für die kleinen Törtchen oder als Leckerei aus dem Rumtopf..—284# zentsatz der befallenen Früchte leicht zu erklären. Der „Ach, wer hat in früheren Jahren danach gefragt, bo mnilde Winter hat das Geziefer allzu reichlich werden mal eine Kirsche madig war. Das kannte man gar lassen nicht. Aber heuer, da es doch nur wenig Kirschen gab, ging das Gerücht, sie seien zum großen Teil wurmstichig. Also Vorsicht, zum Einmachen nur allerbeste, einwandfreie Früchte verwenden! Da lagen die roten, prachtvollen Kirschen in den Körben und lockten zum Kauf. Allererste Auslese offensichtlich! Ganz frisch! Ganz fest und hart! Haben die Kirschen auch keine Maden? Die Früchte sahen so herrlich aus, daß der Gedanke daran, sie könnten wurmstichig sein, kaum kommen konnte. Jeder Verdacht erschien förmlich als Beleidigung. Nichtsdestoweniger fragte eine junge Frau die Händlerin:„Die Kirschen sind doch auch wurmfrei?" Die Händlerin, welche die Ware doch auch nur von außen kennt, war ebenfalls der besten Meinung und gab dieser Raum. Es sei erstklassige Ware. Die junge Frau kaufte nun sechs Pfund der köstlichen Kirschen, entfernte zu Hause die Stiele und tat sie in ein Glas. Als die Arbeit vollendet war, bemerkte sie zu ihrem großen Schrecken, daß die herrlichen roten Kirschen aber doch Maden hatten. Sie verlangte von der Händlerin Ersatz bzw. Zurücknahme der Ware. Die Verkäuferin wollte dem Wunsche aber nicht willfahren. Die entstielten Kirschen waren für sie unverkäuflich geworden. Die Hausfrau ging zum Nahrungsmitteluntersuchungsamt, wo festgestellt wurde, daß die Ware zu sieben Zehnteln wurmstichig war. Das gab eine ebenso große Ueberraschung und Enttäuschung für die Hausfrau wie für die Händlerin. So etwas hätten beide nicht für möglich gehalten. Aus dem fähr: der Haus Bergmann, Wiemelhausen Ehrenselder Bierhaus Hansa=Krug,. Vogel Tonhallen=#ele Tonballen=Gaststätte Gaststätte Union=Palast Gaststätte D. Wahl. Restaurant Zum Wiesental Rest.„Zum Deutschen Eak“, Querenburg Rest. Friedr. Höltermann Das Nachspiel sollte jetzt vor dem Amtsgericht stattfinden. Die Händlerin war angeklagt, mindere Ware für hohen Preis unter falschen Zusicherungen verkauft zu haben. Sie aber wies jede Schuld weit von sich. Die Rechnung des Großhändlers wies nach, daß sie allerbeste Ware feilgeboten hätte, erste Auslese. Sie könnte nicht wissen, daß in diesem Jahre überSamstag haupt nicht gut Kirschen essen sein würde. War nun bei der Lieferung auf dem Kirschenzentralmarkt oder beim Versand nach Bochum doch ein Irrtum geschehen? Hatte die Marktfrau etwa doch nicht allererste Ware bekommen? Ansehen konnte man es den Kirschen allerdings nicht. Wer kann da überhaupt hineinschauen? Es blieben eine Anzahl Fragen ungeklärt, so daß das Gericht nicht einfach zu einem Schuldspruch gegen die Angeklagte kommen konnte. Es „Onkel Martin“ Eine gemeine Handlung ließ sich gegenüber einem Mitgefangenen Z. der Angeklagte X. aus Düsseldorf zuschulden kommen. Nach seiner Entlassung setzte er sich mit den Angehörigen des Z. in Verbindung und stellte sich als der Mann vor, der in dessen Sache zur Wiederaufnahme des Verfahrens wer weiß was unternommen habe und noch unternehmen werde. Er erhielt dafür 40 Reichsmark, wollte aber noch mehr haben, er spekulierte auf 800, ja auf 1000 Reichsmark. Als die Angehörigen nicht gefügig schienen, schrieb er Erpresserbriefe und setzte die Frau und den Sohn des Z. durch die Drohung in Aengste, er werde sie wegen Verleitung zum Meineid anzeigen. Er bezeichnete sich als„Onkel Martin". Ein netter Onkel! Für solche Gaunerei kennt das Gericht keine Milde. Da Onkel Martin überdies ein schlimmes Sündenregister hat, wurde er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und sofort verhaftet. Folgenschwere Schwarzfahrt Anstatt den Kraftwagen seines Arbeitgebers nach vollendeter Fahrt in den„Stall" zu bringen und der Ruhe zu pflegen, unternahm der Angeklagte., ein junger, etwas leichtfertiger Mann, eine nächtliche Schwarzfahrt mit Bekannten nach Essen. Sie verlief insofern sehr bedenklich, als bei der Rückkehr unterwegs die nicht ganz geschlossene Tür des Wagens sich öffnete. Bei dem Versuch, sie wieder zu schließen, gab es böse Scherben. Der Fahrer verlor infolge der Uebernächtigung die Gewalt über den Wagen und fuhr gegen einen Straßenmast. Der Wagen wurde beschädigt, zwei der Insassen wurden verletzt. Es entstand ein Schaden von etwa 1100 Reichsmark. Das Gericht setzte drei Monate Gefängnis fest. Dieser Angeklagte wird sein Leben lang keine Schwarzfahrt mehr machen. Frau in Neue Eine Frau hatte ihren Mann bezichtigt, sie auf falsche Wege getrieben zu haben. War die Beschuldigung zutreffend, so hatte der Mann schwere Strafe zu erwarten. Bevor es aber zu einer Gerichtsverhandlung kam, widerrief die Frau ihre Beschuldigung. Sie habe in nervöser Erregung gehandelt. Der Mann habe keine Schuld. Jetzt stand sie wegen wissentlich falscher Anschuldigung vor Gericht, denn die Behörden lassen sich doch nicht derart äffen. Sechs Wochen Gefängnis diktierte ihr das Gericht zu. Industriegehiet fährt Zug bereits nach wenigen Stunden durch die saftigen Grünflächen des Weser=Emslandes bis zur Küstenstation Norddeich. In festlichem Flaggenschmuck liegen die Dampfer, nur wenige Meter vom Zuge entfernt, an der Hafenmauer zur zweistündigen Seefahrt bereit. Zum erstenmal nimmt das weite Meer die landgewohnten Urlauber auf. Ueber die sonnenbeschienene, silberne Meeresfläche ziehen die Dampfer ihre gewohnte Wasserstraße entlang, von kreischenden Möven begleitet, dem Ziel entgegen, zur Insel Julst. Nach Anlandgehen bringen schmucke, gelbe Wagen der Inselkleinbahn die Urlauber über die drei Kilometer lange Mole zum eigentlichen Ankunftsbahnhof. Juist ist eine schmale Insel, an deren sandigen Hängen die öft stürmische Brandung verrauscht. Einzigartig wirkt der 17 Kilometer lange, von Buhnen unterbrochene Strand und die unschätzbare Weite des ewigen Meeres. Trotz der ausgedehnten Länge von 17 Kilometer hat die Insel Juist nur eine Breite von rund 500 Meter, so daß man von allen Häusern in zwei bis drei Minuten zum Strand gelangen kann. Der schmale Landstreifen läßt die Wunder des Seeklimas unbehindert beilkräftig wirken. Erfahrungsgemäß ist gerade das Augustwetter auf Juist, im Gegensatz zu anderen Bädern, durchaus geeignet, hier seinen Sommerurlaub zu verbringen. Abstecher mit Motor= und Segelbooten sind auch für die„Kraft=durch=Freude"=Urlauber erschwinglich. Mit Wagen und Reitpferden kann sich jeder durch einen Ausflug zur Vogelinsel Memmert einen interessanten Ferientag verschaffen. Zu dieser letzten Nordseefahrt des Gaues Westfalen=Süd müssen die Anmeldungen sofort bei allen Dienststellen sowie Orts= und Betriebswarten der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ erfolgen. Urlauberfahrt gesperrt! Das Gauamt der Deutschen Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" des Gaues Westfalen=Süd teilt mit, daß die für die Zeit vom 26. August bis 3. September in die Eisel führende Urlauberfahrt bereits besetzt ist. Weitere Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Gleichzeitig weist es darauf hin, daß die für die gleiche Zeit vorgesehene Fahrt ins Erzgebirge aus technischen Gründen ausfallen muß. Für diejenigen Arbeitskameraden, die sich für die Erzgebirgsfahrt angemeldet hatten, besteht jetzt noch die Möglichkeit, durch schnellste Ummeldung an den Fahrten zur Lüneburger Heide oder an unseren Blaufahrten, die bei den Kreisämtern näher zu erfragen sind teilzunehmen, da auch diese Fahrten kurz vor dem Abschluß stehen. KdF.=Eintrittskarten zum Schwimmsest der japanischen Olympia=Schwimmer in Bochum=Werne Die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ Kreis Bochum, Verkaufsstelle Kortumstraße 67, verfügi noch über eine Anzahl billiger Eintrittskarten, die hier abgeholt werden können, und zwar Stehplatz 0,70 RM., Tribünenpla( C und Beckenrand 2. bis 4. Reihe: 1,20 RM., Tribünenplatz B:.—, RM., Tribünenplatz A:.50 RM., 1. Reihe Beckenrand:.—, RM. An der Eintrittskarte befindet sich ein Abschnitt für die verbilligte Straßenbahnfahrt Bochum—Werne, ab Bochum=Rathaus. Da diese Veranstaltung von ausländischen Schwimmern nur einmalig ist und jeder die Olymplateilnehmer in ihrer Schwimmkunst sehen möchte, wird mit einer großen Beteiligung zu rechnen sein. Elberselder Zoo Die bereits angekündigte Fahrt zum Elderselder Zoo wird mit Omnibussen ausgeführt. Der Fahrpreis stellt sich hierdurch auf.—, RM. Alle Teilnehmer werden gebeten, sich umgehend in der Verkaufsstelle der RS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Bochum, Kortumstraße 67, umzumelden. durch FreudeN A Samstag, 22. August Kursus zur Erwerdung des SA.=Sportabzeichens von 15.30 bis 20.30 Uhr: auf dem Volkssportplatz an der Castroper und Lange Straße. Sonntag, 23. August. SA.=Sportabzeichen für Männer von.30 bis 11.30 Uhr: auf dem Sportplatz Weimar=Holz. Reichssportabzeichen für Männer und Frauen von 9 bis 11 Uhr: aus dem Sportplatz am Pappelbusch, Bochum=Altenbochum. Tenniskurse auf dem TuS.=Stadion an der Castroper Straße von 9 bis 10, 10 bis 11, 11 bis 12 Uhr. Boxen für Männer in Wanne=Eickel von 10 bis 12 Uot! Zeche„Pluto=Pließ“, Minister=Frick=Straße. (Weitere Lokalnachrichten Seite 12 und 13) Seite 5 Nr. 196„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Aus aller Oft geplant— jetzt verwirklicht Giruße durc die Sstsee Bald rollen Eisenbahnen über den Rügendamm Trockenen Zubes nach Deutschlands gröster Juset Ab Frühjahr im Auto auf Fernstraße 96 Stralsund, 21 August. Rügen ist im gegenwärtigen Augenblick eigentlich keine Insel mehr. Schon heute kann man trockenen Fußes von Stralsund nach Deutschlands größter Insel hinüberwandern. Der Eisenbahnverkehr über den Rügendamm wird in wenigen Wochen eröffnet. Ein halbes Jahr später können auch die Kraftfahrzeuge auf der Fernstraße 96(Berlin—Stralsund—Saß= nitz) unmittelbar über den Strelasund rollen. Vor der Anfahrt zur Rügenfähre warten die Kraftwagen und Motorräder heute oftmals stundenlang in Dreierreihen. Erst bei der zweiten oder dritten Abfahrt finden die Kraftfahrzeuge Platz auf der Fähre, eng eingepfercht. Deutschlands Autoverkehr ist infolge der Maßnahmen der Regierung Adolf Hitlers zu gewaltig geworden: Die Fährschiffe vermögen den immer weiter wachsenden Autoverkehr heute schon kaum zu bewältigen. Neues Wahrzeichen der Ostsee Von der Autofähre sieht man ostwärts den mächtigen Brückenkörper liegen. Wuchtig und doch formschön liegen die schweren Balken der stählernen Gewichte bereit, die Klappbrücke zu heben und den Schiffen Ostsee und Sund freizugeben. Die größten Seedampfer können durch die geöffnete Brücke hindurch ihre Fahrt in unverminderter Geschwindigkeit fortsetzen. Ein neues Wahrzeichen der Ostsee ist entstanden, geschaffen von den Architekten und Baumeistern des Dritten Reiches, denen ein fester Wille den Weg ebnete in des Wortes wahrster Bedeutung! 14 Stunden schneller! Nach kurzer Zeit, in wenigen Wochen, wird der erste fahrplanmäßige Eisenbahnzug über den Rügendamm rollen. Von diesem Tage an führt der Schienenstrang ununterbrochen von Berlin nach Saßnitz! Das Schneckentempo der Eisenbahn=Fährschiffe wird vom Blitzverkehr unserer Zeit abgelöst: 1½ Stunden werden eingespart, die Fahrpläne der Schweden=Züge" werden den Zeitgewinn als Kursbuch=Aenderung buchen Im Eisenbahnverkehr der Gegenwart ringt man schon um Minuten. Bei der Ueberfahrt der Eisenbahn über den Strelasund gingen täglich insgesamt viele Stunden verloren 27.000 mal fahren die verfügbaren Fährschiffe jährlich zwischen der Insel Rügen und dem Festlande hin und her. Mehr als eine Dreiviertelmillion Reisende haben den Sund jährlich in den auf die Fährschiffe gesetzten Eisenbahnwaggons überquert, viele kausend Waggons brachten die Güter hinüber und herüber. Ostseetraum— seit 70 Jahren Der Herbst 1936 bringt nun endlich die Erfüllung eines alten Ostseetraumes. Vor nunmehr fast 70 Jahren sprach man zum erstenmal davon die größte deutsche Insel durch eine mächtige Brücke mit dem Festlande zu verbinden. Zwei Menschenalter blieb der Wunschtraum unerfüllt. Aus der Kleinstadt Stralsund ist inzwischen längst eine Großstadt mit riesigem Durchgangsverkehr geworden. Zwei Menschenalter lang blieb es indessen nur bei Beratungen und Planungen. Im Jahr der deutschen Pleite, 1932, erhielt die Hoffnung neuen Auftrieb, endlich mit dem Bau des Rügendammes beginnen zu dürfen. Ein schwedisches Konsortium hatte die erste Rate der erforderlichen Millionensumme bewilligt: Feierlich wurde der erste Spatenstich getan——— und bald darauf geschah überhaupt nichts mehr. Mitten im Planen und Hoffen wurde es still, sehr still um den Rügendamm. Das Pleitejahr hatte auch die Schweden vor Schwierigkeiten nicht bewahrt. Abermals schien es, als sei es das Schicksal des Rügendammes, immer nur„geplant“, niemals aber wirklich gebaut zu werden! Dritte Reich packt an Viel Zeit war noch nicht seit der Uebernahme der Macht durch die Regierung Adolf Hitlers vergangen, da wurde Deutschland durch die klipp und klar in wenigen Worten erfolgte Bekanntgabe der amtlichen Mitteilung überrascht:„Der Rügendamm wird gebaut! Er wird sofort gebaut! Mit dem Bau wird noch im Jahre 1933 begonnen!“ Die unfruchtbaren Verhandlungen und Beratungen waren plötzlich zu Ende. Das Dritte Reich packte zu. Eines Tages standen die Baubüros an ihren Plätzen, Material wurde angefahren, Arbeiter wurden eingestellt. 26 Millionen Mark sind durch den Bau des Rügendammes der Wirtschaft zugeflossen. In weniger als 10 Jahren“ wird sich die„Straße durch die Ostsee“ allein durch die Ersparnisse im Eisenbahnverkehr bezahlt machen. Jährlich mußte für den Betrieb und die Unterhaltung der Eisenbahnfähren ein Betrag von rund 1 300 000 Mark ausgeworfen werden. 1000 Arbeiter sind 3 Jahre lang beschäftigt worden. Material für der Welt größtes Seebad rollllt über den Damm Bald werden die Züge des Reiseverkehrs und schwerbeladene Güterzüge über den Rügendamm rollen. In kurzer Zeit wird auch der erste Güterzug die 2500 Meter lange, Brücke„passieren, der Material für das große KdF.=Seebad Mukran bringen wird. Augenblicktlich sind auf dem Gelände zwischen Saßnitz und Binz Berliner Brunnenbauer dabei, die ersten Tiefbrunnen anzulegen. Die Trasse der neuen Eisenbahnstrecke über das Gelände des künftigen Seebades Mukran wird schon vermessen. Das Dritte Reich führt seine Bauten ohne Zeitverlust auf: Wenige Jahre nur— und monatlich werden allein 20 000 Urlauber aus ganz Deutschland über den Rügendamm fahren, 20 000 Badegäste von Mukran! Der erste Zug mit erlebnisfrohen KdF.=Besuchern für Mukran wird eine neue Zeit in der Geschichte der Seebäder einleiten. Der Rügendamm aber schafft erst die Voraussetzungen dafür so große Menschenmengen schnell vom Festland auf die Insel hinüberzubringen, die nun im verkehrstechnischen Sinne keine Insel mehr ist... Fast 1,5 Milliarden Briefe Günstige Entwicklung des Postverkehrs Berlin, 21 August. In ihrem Vierteljahrsbericht für die Monate April bis Juni kann die Deutsche Reichspost über einen kräftigen Auftrieb berichten. Er wurde verursacht sowohl durch den Oster= und Pfingstverkehr, als auch durch die Belebung in der Landwirtschaft und in der Bekleidungsindustrie. Sehr gut war das Ergebnis beim Briefverkehr, bei dem mit 1 490000 000 beförderten Briefen fast 1½ Milliarden erreicht sind. Gegenüber der entsprechenden Vorjahrszeit ist eine Erhöhung um 88 Millionen Stück eingetreten. Pakete wurden rund 69 Millionen befördert, das sind fast 4½ Millionen mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Beim Barverkehr ist in den Ein= und Auszahlungen eine Zunahme von 4,9 Millionen Stück, beim Postscheckverkehr eine solche von 11,2 Millionen Buchungen zu verzeichnen. Im Fernsprechverkehr wurden 24 Millionen Gespräche mehr geführt. Die Zahl der Postscheckkonten stieg um 6300 auf.081 654. Ueber 34 Milliarden Mark wurden durch 209 Millionen Buchungen beglichen. Die„kranken Schmuggler“ Prag, 21. August. Auf der Straße, die von Eger nach der bayrischen Grenze führt, stieß ein tschechoslowakischer Zollbeamter dicht an der Grenze auf drei Männer, die sich im Chausseegraben eifrig an einem Rucksack zu schaffen machten. Als die Männer den Beamten sahen, fingen sie kläglich an zu jammern und baten ihn, einen Krankenwagen herbeizurufen. Sie seien krank und auf dem Wege zusammengebrochen. Ihre Klagen rührten das Herz des Beamten, er ging ins nächste Dorf und veranlaßte den Gemeindevorsteher, einen Krankenwagen aus Eger herbeizurufen. Hilfsbereit eilte er dann zur Unfallstelle zurück, fand jedoch nur einige Reste Die„Kranken“ waren Schmuggler gewesen, die gerade ihre Beute verpackten, als der Beamte sie antraf. Während der Menschenfreund noch die Straße nach den Flüchtigen, absuchte, traf das Krankenauto aus Eger ein. Der Beamte erhielt von seiner Behörde einen Rüffel und mußte außerdem die Kosten für die Fahrt des Rettungsautos bezahlen. Facherusts gefachr 37 Berufe haben Mangel an Fachkräften— Arbeitsbuch als wertvolle Hilfe zur Tenkung des Arbeitseinsatzes Berlin, 21. August. Die Massenarbeitslosigkeit ist beseitigt. Nunmehr gilt es, den Mangel an gelernten Arbeitskräften zu beseitigen, die Unterschiede in der Arbeitslosigkeit von Beruf zu Beruf auszugleichen und die Jugendlichen in ihrer Berufswahl richtig zu beraten. Eine gute Hilfe auf diesem Wege ist durch die Einführung des Arbeitsbuches gegeben, die den verantwortlichen Stellen eine ständige und zuverlässige Unterrichtung über Berufsausbildung, Berufsentwicklung und Betriebszugehörigkeit aller Arbeiter und Angestellten ermöglicht. Bis zum 1. September werden rund 21,6 Millionen Arbeiter und Angestellte mit dem Arbeitsbuch ausgestattet sein. Von diesem Tag an darf kein Arbeiter und Angestellter ohne Arbeitsbuch beschäftigt werden. Wie wertvoll das Arbeitsbuch bei der Lenkung des Arbeitseinsatzes sein wird, ergibt sich gerade aus dem neuesten Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung. Dieser Bericht beschäftigt sich mit dem schon jetzt herrschenden Mangel an Fachkräften, was angesichts der noch immer vorhandenen.17 Millionen Arbeitslosen als Widerspruch erscheinen mag. In 37 Berufen macht sich heute bereits ein Mangel an geschulten Arbeitskräften bemerkbar. Darunter befinden sich Melker, Schiffbauer, Mechaniker, Zimmerleute, Dreher, Hafenarbeiter, Kupferschmiede, Bootsbauer, Maurer, Techniker, und Ingenieure. Daß es sich tatsächlich bei dieser Entwicklung um keinen Widerspruch handelt, geht aus folgenden Ueberlegungen hervor. Einmal ist die Arbeitslosigkeit nicht überall gleich niedrig. In den meisten Städten ist sie weit höher als auf dem Lande. So kamen Ende Juni im ganzen Reich auf 1000 Einwohner 19,9 Arbeitslose, in den Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern hingegen 36,7. Ferner ist die Unterschiedlichkeit in der Arbeitslosigkeit zu einem großen Teil auf die Eigenart des wirtschaftlichen Aufschwungs zurückzuführen. Das Schwergewicht des Bedarfs an Arbeitskräften liegt heute viel stärker bei den Investitionsgüter=Industrien, die Erzeugung von Verbrauchsgütern ist im Verhältnis recht langsam gestiegen. Schließlich kann die Zahl der Arbeitslosen in jeder Volkswirtschaft nicht unter ein gewisses Minimum sinken, weil ständig ein Teil der Arbeitskräfte den Arbeitsplatz wechselt und dabei vorübergehend arbeitslos wird. Diese Arbeitslosigkeit zu beseitigen, wird kaum möglich sein, da dann große Schwierigkeiten bei der Deckung des Bedarfs an Arbeitskräften eintreten müßten. Hinzu kommt ferner, daß ein Teil der noch vorhandenen Arbeitslosen aus älteren und beschränkt oder gar nicht erwerbsfähigen Kräften besteht. Hier bemühen sich die Arbeitsämter vor allem darum, diese Volksgenossen wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Dortmund, 20. August. Zur Aufklärung des westfälischen Handwerks über neuartige Werbemethoden zur Hebung des Handwerkerstandes war der Reichsbetriebsgemeinschaftswalter „Handwerk“, Pg. von Renteln, nach Dortmund gekommen, wo sich die Bezirksinnungsmeister Westfalens, die Innungsobermeister von Dortmund und die Fachschaftswalter der Kreisbetriebsgemeinschaftswaltung Dortmund im„Reinoldus" versammelt hatten. Nach herzlicher Begrüßung durch den Gaufachgruppenwalter Pg. Braun im Auftrage der DAFf. nahm Pg. von Renteln das Wort zu kurzen, aber für alle Anwesenden äußerst aufschlußreichen Ausführungen. Hier seien Männer zusammengekommen, die für die Zukunft ihrer Seifelgschaftsmitglieder verantwortlich seien. Diese Verantwortung müsse allen ständig vor Augen stehen, wenn man jetzt eine Aktion vorbereite, die für das Schicksal des gesamten Handwerks von großer Bedeutung sei. Es sei wahrscheinlich, daß diejenigen Lehrlinge, die Ostern 1937 ihre Lehre beendet hätten, in vielen Fällen nicht in ihrem Handwerk weiterbeschäftigt werden könnten, weil es den Meistern an der nötigen Arbeit mangele An diesem Zustand sei die heutige Regierung selbstverständlich nicht schuld. Auf der andern Seite fehle es einer ganzen Reihe von Berufen an dem nötigen Nachwuchs. Er erinnere dabei nur an die Facharbeiter. In der verflossenen Zeit habe mancher Vater seinen Sohn bei schwachen Leistungen in der Schule Handwerker werden lassen. Es gebe leider in Deutschland ganze Landstriche, in denen ein großer Teil des Nachwuchses des Handwerkerstandes aus den Hilfsschulen hervorgegangen sei. Das könnte nicht so weitergehen, denn das Handwerk sei viel älter als Industrie und Handel, es sei immer der Ausgangspunkt einer bestimmten Idee gewesen der Meisterschaft, der Selbstverantwortung. Diese Idee müsse auch als Forderung für die Zukunft herausgestellt werden. Wie mit dem Bauernstand der Begriff von Blut und Boden verbunden sei, so müsse auch dem Volk der Begriff der Selbständigkeit und der Qualitätsarbeit zum Bewußtsein gebracht werden. Zur Verwirklichung dieser Idee sollten nur die besten Kräfte angezogen werden. Auf der Suche nach schlagkräftigen Werbemethoden ist man auf Anregung aus dem Gau Westfalen=Süd auf einen für das Handwerk neuartigen Gedanken gekommen. Man wolle nämlich eine Werbemethode benutzen, die bisher die Großindustrie allein für sich in Anspruch genommen habe, die Herausgabe von Bilderserien. Es sollen von 50 verschiedenen Handwerkszweigen je sechs Bilder also insgesamt 300 Bilder, ausgegeben werden. Diese sollen durch diejenigen Handwerkszweige, die täglich viele Käufer haben, z. B. Bäcker und Fleischer, unter das Volk gebracht werden. Die Bilder würden in Paketen von je tausend Stück zum Preise von.80 RM. an die Handwerksmeister abgegeben. Dazu gebe es ein Sammelalbum,„Das Buch des deutschen Handwerks“, mit vielen bildlichen Darstellungen und geschichtlichen Abhandlungen aus dem Handwerk. Die neue Werbeaktion sei im Einvernehmen mit dem Reichshandwerksmeister beschlossen und sowohl von Dr. Ley als auch vom Werberat der deutschen Wirtschaft genehmigt worden. Der Redner Mussolini wieder an der Dreschmaschine Keuzenliche Werdung fül das Reichsbetriebsgemeinschaftswalter von Renteln sprach zum westfälischen Handwerk Scherl-Bilderdienst In diesen Tagen besuchte der italienische Regierungschef zusammen mit mehreren Ministern sowie Parteiführern die Siedler in Littoria. Sabaudig und Pontina in den ehemaligen, der Landwirtschaft nunmehr zurückgewonnenen vontischen Sumpfgebieten, die er schon seit drei Jahren zur Erntezeit besichtigt. In der Siedlung Pontina, in der in diesem Sommer die erste Ernte eingebracht wird, arbeitete Mussolini dann unter dem Beifall der Bevölkerung wieder eine Stunde lang an einer Dreschmaschine. gab der Hoffnung Ausdruck daß die neuartige Werbung in Dortmund und Westfalen den gleichen Erfolg haben werde wie anderswo. Bilderbestellungen nähmen sämtliche Innungsobermeister und die Kreisleitung der DAF.. Kreisbetriebsgemeinschaft Handwerk, Dortmund, I. Kampstraße 88, entgegen. „Vereinigung nichtarischer Christen“ Berlin, 21. August. Die zuständige Stelle des Reichspropagandaministeriums hat im Einvernehmen mit der Geheimen Staatspolizei den weitern Zusammenschluß nichtarischer Christen in einer Organisation genehmigt, die auf Wunsch ihrer bestätigten Leitung den Namen„Paulusbund, Vereinigung„nichtarischee Christene..“ trägt und ihren Sitz in Berlin hat. Zum verantwortlichen Leiter dieser Organisation, innerhalb deren nichtarische Künstler christlichen Glaubens für ebensolches Publikum tätig sein können, wurde Dr. Spiero(Berlin) bestimmt. Alle bisherigen Verbände nichtarischer Christen werden in den Paulusbund übergehen, der danach im ganzen Reich etwa 80 000 Mitglieder haben wird. Grünes Licht kein Ueberholungszeichen Berlin, 21. August. Im Handel werden zur Zeit Apparate angeboten, die mit Hilfe von grünem Licht das Ueberholungszeichen geben sollen. Von maßgebender Stelle wird darauf hingewiesen, daß die grüne Farbe im Verkehr als Signal für freie Fahrt gilt. Da das Zeichen aber lediglich bedeuten soll, daß der Eingeholte bereit sei, sich überholen zu lassen, nicht aber, daß die Straße zum Ueberholen tatsächlich frei ist, sei grünes Licht als Ueberholungszeichen ungeeignet. Tragödie im Wattenmeer Paris, 21. August. An der französischen Nordwestküste endete ein Rennen zwischen Auto und heraufkommender Flut mit einer Tragödie. Der Notar Chabonnier und seine Wirtschafterin fuhren von der Insel Noirmoutiers nach dem Festland und er glaubte, er hätte noch genügend Zeit, den etwas erhöhten Damm zu passieren, ehe die Flut eintrat. Als er aber auf halbem Wege war, bemerkte er zu seinem Schrecken, daß von allen Seiten das Wasser stieg. Mit größter Verzweiflung suchte er, sich und seine Begleiterin in Sicherheit zu bringen, aber es war zu spät. Die vom Ufer zurückprallenden Wogen drangen in den Motor ein und der Wagen blieb stehen. Nun sprangen die beiden Insassen heraus und ein Fischerboot, das durch ihre Hilferufe aufmerksam geworden war, versuchte, sie zu erreichen. Die Frau wurde aber von den Wellen in die hohe See hinausgetragen und der Notar, der sich zu retten versuchte, wurde dabek selbst abgetrieben, und als die Fischer bei dem völlig vom Wasser überspülten Auto angelangt waren, war von den Insassen keine Spur mehr zu entdecken. Das Reisekontingent für Jugoslawien erschöpft Reichsmarkaufträge für Reisezwecke in Jugoslawien können, wie der„Eildienst“ meldet, zur Zeit nicht mehr angenommen werden, da das deutsche Kontingent für Reisen nach Jugoslawien erschöpft ist. Der Reiseverkehr nach Oesterreich Nach der endgültigen Neuordnung des Reiseverkehrs mit Oesterreich, die in Kürze erfolgen wird, dürfen, wie gemeldet wird, reichsdeutsche Kraftfahrer an ihren Fahrzeugen wieder den Hakenkreuzwimpel führen. In 12 Schaufenstern wundervolle Einrichtungen und Teppiche Alle Ausstattungen sind interessant und zeitgemäß niedrig im Preis. Ein Rundgang durch unser Haus aber gibt erst einen Uberblick über unsere Leistungsfähigkeit; in 8 Stockwerken wetteifern einige hundert Wohnräume miteinander an Schönheit und Preiswürdigkeit. ESSEN, am Rathaus Wir sind nach Umsats und Ausdehnung das weitaus größte Haus für Heimgestaltung in Westdeutschland. Einrichtungshaus KRAMN Seite 6 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. Augusi 1936 „„„„„ Die besondere Verpflichtung der hausfrauen im handwerk und im handel Ueber die Bedeutung der Frau im Handwerk und im Handel ist schon viel geschrieben worden— es kann ja auch nicht verkannt werden, daß die Ehefrau des Handwerkers oder des Kaufmanns oftmals durch ihre tätige Mitarbeit erst die Existenz des Betriebes sicherstellt. So ist es im Einzelhandel, im Gaststättengewerbe und im Handwerk. Diese Frauen können für unsere Volkswirtschaft jedoch auch noch nach einer anderen Seite hin wichtig werden, die bisher wohl noch skaum beachtet worden ist. Drei Millionen Betriebsführer Die amtliche Statistik weist rund 1,6 Millionen Handwerksbetriebe, 850000 Betriebe des Einzelhandels und 250 000 des Gaststättengewerbes— also zusammen etwa knapp drei Millionen mittelständische“ Betriebe aus. Und da wir annehmen können, daß diese drei Millionen Betriebsführer im Regelfalle alle verheiratet sind, so können wir damit rechnen, daß einschließlich der verheirateten Gefolgschaftsmitglieder etwa —6 Millionen Familien unmittelbar vom Handwerk und Handel ernährt werden. Diese Zahl würde sich wahrscheinlich noch stark erhöhen, wenn wir den Großhandel, die Handelsvertreter, das Verkehrsgewerbe usw., also diejenigen, die durch die Aufträge des Handwerks und des Handels Beschäftigung finden, noch hinzurechnen würden. Alles in allem ergibt sich, daß von den etwa 16—17 Millionen Haushaltungen des Deutschen Reiches ein Drittel bzw. knapp die Hälfte durch die Tätigkeit des„Ernährers“ in Handwerk und Handel leben. Erfolge nationalsozialistischer Wirtschaftsführung Die nationalsozialistische Wirtschaftsführung n gerade dem Handwerk und Handel seit der Mac nun hat gerade dem Handwerk und Handels ergreifung eine intensive wirtschaftliche Förderung angedeihen lassen— mit dem Erfolg, daß die Umsätze des Handwerks von dem 9 Milliarden RM., auf die sie bis 1932 gesunken waren, wieder auf etwa 15 Milliarden RM. gestiegen sind. Und auch die Umsätze des Einzelhandels und des Gaststättengewerbes sind seit der Machtergreifung ständig im Steigen. Erst kürzlich konnte die Forschungsstelle für den Handel beim RKW. mitteilen, daß die Umsätze im ersten Halbjahr 1936 um rund 27 v. H. über denen von 1933 lagen. Das bemerkenswerte ist dabei, daß diese starken Steigerunzen nicht etwa den Großbetrieben zugute gekommen id, sondern in erster Linie den zahlreichen Klein= und kittelbetrieben. Der Nationalsozialismus hat die volkswirtschaftliche Bedeutung gerade dieser Betriebsform nicht nur anerkannt, sondern daraus auch die notwendigen Konsequenzen gezogen. So hat nicht nur das Handwerk seinen„großen Befähigungsnachweis“, sondern ebenso der Einzelhandel sein Einzelhandelsschutzgesetz und das Gaststättengewerbe die Konzessionssperre erhalten. Es würde zu weit führen, hier die vielen Einzelmaßnahmen aufzuzählen, die dem deutschen Handwerk und dem Handel nicht nur seine innere Ordnung, sondern auch die Gewähr für einen allmählichen Wiederaufstieg und eine neue Blüte gegeben haben. Praktisch beheutet das für den einzelnen Betrieb, daß dem tüchtigen und leistungswilligen Handwerksmeister und Kaufmann die Sorge um seine künftige Existenz genommen ist, und daß er wieder auf lange Sicht disponieren kann. Die Unterstützung durch die Hausfrauen Wenn wir nun bedenken, daß etwa 50 v. H. des deutschen Volkseinkommens durch die Hände der deutschen Hausfrauen gehen, und daß ferner jede dritte Frau ihr Wirtschaftsgeld von einem Handwerker, Kaufmann, Gaststätteninhaber, Handelsvertreter usw., erhält, dann müssen wir erkennen, daß in die Hände gerade dieser Frauen große Möglichkeiten gelegt sind, die vom Nationalsozialismus betriebene Förderung des Handwerks und des Handels von sich aus wirksam zu unterstützen. Da wäre beispielsweise zunächst an den Einkauf zu denken. Wieviele Frauen des Handwerks und Handels meiden auch heute noch das Fachgeschäft oder lassen sich bei ihren Einkäufen von dem allgemeinen Gerede leiten, statt auf den Rat des Kaufmannes zu hören. Andere wiederum lassen notwendige Instandsetzungsarbeiten von Schwarzarbeitern oder„guten Freunden“ ausführen, statt damit zum Handwerker zu gehen.— Auch zur Beseitigung des Borgunwesens könnten sie das ihre beitragen. So gibt es noch unendlich viele Möglichkeiten und Aufgabengebiete, von denen wir nur noch auf eins besonders hinweisen wollen. Von den Organisationen des Handwerks und des Handels wird seit einiger Zeit mit allen Kräften eine Bereinigung unserer Wohnung und unseres täglichen Lebens von dem Kitsch der Vergangenheit angestrebt. Ueberall bemüht sich das Handwerk darum, das geschmackliche Niveau seiner Erzeugnisse ständig zu verbessern, seine Leistungen immer mehr zu steigern. Und auch der Handel macht alle Anstrengungen, sein Lager von Schund und Kitsch zu säubern. Aber welche Kaufmanns= und Handwerkerfrau hat sich bislang mit diesen Dingen schon einmal ernsthaft auseinandergesetzt? " Man mag ja einwenden, daß hier— wie überall— die finanzielle Seite dieser Angelegenheit von ausschlaggebender Bedeutung sei. Gewiß, mancher Handwerksmeister hat aus dem gestiegenen Umsatz erst einmal seine Schulden abtragen müssen, vielen Kaufleuten und Gastwirten ist es genau so gegangen, so daß sie an die Verwirklichung dieser Dinge noch nicht in dem notwendigen Maße herangehen konnten. Das ändert aber nichts an der Aufgabe, sondern verpflichtet jeden einzelnen um so mehr, das Versäumte doppelt nachzuholen. Der Reichsinnungsmeister des Schuhmacherhandwerks sagte kürzlich seinen einzelnen Meistern, daß sie erst dann vom Verbraucher die Bevorzugung des Maßschuhes verlangen könnten, wenn auch der letzte Schuhmacher selbst Maßarbeit trage. Und das gilt für alle Handwerkszweige in gleichem Maße. Erst wenn das Handwerk und alle seine Angehörigen in dieser Beziehung mit dem besten Beispiel vorangehen, wird es auch von anderen ein Folgen verlangen können. Um wie viel mehr könnten hier die Hausfrauen wirken, wenn sie ihr allmählich doch wohl — infolge der steigenden Umsätze— größer werdendes Wirtschaftsgeld für den volkswirtschaftlich richtigen Einkauf einsetzen würden. GUU Unnnrealey Hetiehinpe Dividende für das laufende Geschäftsjahr In der ordentlichen GV. der Allgemeinen Elektrizitäts=Gesellschaft in Berlin, die über die bekannte Sanierung Beschluß zu fassen hatte, ergriff vom Vorstand Geheimrat Dr. Bücher das Wort zur Begründung der Vorschläge. Er wies darauf hin, daß die AEG. in der Kriegs= und Nachkriegszeit ganz außerordentliche Verluste erlitten habe, deren volle Tragweite man erst spät erkannte, um dann u. a. auszuführen: Die Kapitalzusommenlegung im Verhältnis:1 ist notwendig, um den Verlustvortrag von über 57 Millionen Reichsmark zu decken und das Anleihedisagio einschließlich des Rückzahlungsaufgeldes auf die Amerika=Anleihen im Betrage von rund 5½ Millionen Reichsmark abzuschreiben. Es soll dann ein Reservefonds von 10 v. H. des herabgesetzten Kapitals im Betrage von rund 6 Millionen Reichsmark geschaffen werden. Weitere rund 54 Millionen Reichsmark werden für die erforderlichen Wertberichtigungen benötigt. Dabei handelt es sich um Abschreibungen auf Anlagewerte im Betrage von rund 25 Millionen Reichsmark, um Abschreibungen auf Beteiligungen und Finanzdebitoren in der gleichen Größenordnung sowie um sonstige Wertberichtigungen im Betrage von rund 5 Millionen Reichsmark. Ehe diese Zahlen festgelegt wurden, hat die Verwaltung sehr sorgfältige Berechnungen angestellt, um festzustellen, welche Abschreibungen unbedingt erforderlich sind. Die vorgesehenen Abschreibungen und demgemäß die Zusammenlegung des Aktienkapitals im Verhältnis :1 erweisen sich als unbedingt erforderlich. Im Verfolg der Reorganisation werden der Gesellschaft insgesamt 75 bis 88 Millionen Reichsmark neue Mittel zufließen. Diese Mittel sollen vor allem zur Rückzahlung bestehender kurzfristiger Verbindlichkeiten der AEG. selbst und einzelner Tochtergesellschaften Verwendung finden.— Ferner soll eine Liquidationsreserve von 25 bis 80 Millionen Reichsmark geschaffen werden, die insbesondere der Finanzierung des weiter anwachsenden Geschäftes dienen soll. Nach Durchführung dieser Maßnahmen wird das Anlagevermögen mit rund 85 Millionen Reichsmark, das Beteiligungskonto mit rund 100 Millionen Reichsmark zu Buche stehen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das Beteiligungskonto zunächst durch Abschreibungen etwas zurückgehen und anschließend wieder eine Erhöhung dadurch erfahren wird, daß die AEG. bei einigen Tochtergesellschaften ihre Kapitalbeteiligung erhöhen wird. Diese Erhöhung erscheint notwendig, damit diese Tochtergesellschaften sich kapitalsmäßig konsolidieren. Die vorgenannten Zahlen sind naturgemäß nur Schätzungen. Endgültig können sie erst angegeben werden, wenn die Bilanz für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September 1936 abschließt, vorliegt. Um beschleunigte Vorlage dieser Bilanz wird sich die Verwaltung bemühen. Die Geschäfte im laufenden Geschäftsjahr haben sich weiter aufwärts entwickelt. Die Umsätze sowohl des Inlands= als auch des Auslandsgeschäftes sind so gestiegen, daß in dem am 30. September 1936 abschließenden Geschäftsjahr mit einem Umsatz von über 800 Millionen Reichsmark gerechnet werden kann. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres liegt naturgemäß noch nicht fest. Schon heute kann aber übersehen werden, daß in der Betriebsrechnung die Rentabilitätsgrenze überschritten ist. Die Ausschüttung einer Dividende kommt aus rechtlichen Gründen erst für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 1986 bis 30. September 1937 in Frage. Die Verwaltung hofft für dieses Geschäftsjahr die Dividendenzahlung wiederaufnehmen zu können. Die GV. stimmte den Vorschlägen der Verwaltung einstimmig zu, wonach das Grundkapital in erleichterter Form von 185 Millionen auf 61 666 600 Reichsmark zum Ausgleich von Wertminderungen, zur Deckung.von sonstigen Verlusten und zur Einstellung in den gesetzlichen Reservefonds herabgesetzt, sodann um bis 58 333 400 Reichsmark auf 120 Millionen Reichsmark wieder erhöht wird. Keine Verjährung am Sonntag Rechtsähnliche Anwendung des§ 193 BGB. auf Verjährungsfristen. Grundsätzliche Reichsgerichtsentscheidung Im rechtsgeschäftlichen Verkehr unter Kaufleuten und Gewerbetreibenden aller Art, mit Behörden und vielen anderen Stellen kommt es bei der Abgabe von Willenserklärungen oder bei der Bewirkung von Leistungen erfahrungsgemäß oft auf einen ganz bestimmten Tag oder eine fest begrenzte Frist an. Fallen die unbedingt einzuhaltenden Termine noch dazu ausgerechnet auf einen Sonn= oder Feiertag und werden die für Fälle dieser Art bestehenden Vorschriften aus Unkenntnis oder mangelndem Verständnis nicht beachtet, so können dem Betroffenen nicht nur allgemein wirtschaftliche Nachteile erwachsen, sondern unter Umständen kann im wahrsten Sinne des Wortes seine Existenz auf dem Spiele stehen. Man denke beispielsweise nur an die Nichteinhaltung von Verjährungsfristen bei der Geltendmachung lebensnotwendiger Ansprüche, die dann unwiederbringlich verloren sind. Deshalb verdient die jetzt in analoger Anwendung des Rechts ergangene grundsätzliche Entscheidung des Reichsgerichts, daß die für solche dringlichen Fristen und Termine überaus wichtige Vorschrift des§ 198 BGB. auch für Verjährungsfristen gilt, die Beachtung weitester Kreise. Nach§ 198 BGB. tritt dann, wenn an einem bestimmten Tag oder innerhalb einer Frist eine Willenserklärung abgegeben oder eine Leistung zu bewirken ist und der bestimmte Tag oder der letzte Tag der Frist auf einen Sonn= oder Feiertag fällt, an die Stelle des Sonn= oder Feiertags der nächstfolgende Wochentag. Unter Aufgabe einer weit zurückliegenden gegenteiligen Entscheidung hat nunmehr das Reichsgericht ausgesprochen, daß diese Vorschrift auch für Verjährungsfristen zu gelten hat. Die Auffassung, daß für die Ausdehnung des§ 193 BGB. auf Verjährungsfristen bei deren regelmäßiger Länge kein Bedürfnis bestehe, ist nach Auffassung wegen Verkennung des Gesetzeszwecks, nämlich der Wahrung der Sonntagsheiligung und Sonntagsruhe, abzulehnen. Ueberdies gibt es auch zahlreiche kurze Verjährungsfristen, die sich nur auf sechs Wochen bis zu einem Jahr erstrecken. Der auf der Sonntagsruhe und Sonntagsheiligung fußende Grundgedanke der Gesetzesvorschrift weist über seinen engern Wortlaut hinaus. Der Senat hält daher eine rechtsähnliche Anwendung des§ 193 BGB. auf Verjährungsfristen für geboten. Die gegenteilige Auffassung würde die Verjährungsfrist im Ergebnis um einen Tag verkürzen, wenn der letzte Tag auf einen Sonn= oder Feiertag fällt, was dem Sinn des Gesetzes nicht entsprechen würde. Der entschiedene Fall betraf die Unterbrechung einer Verjährungsfrist durch Klageerhebung. Die Verjährung wäre mit dem Ablauf des 24. März 1985 vollendet gewesen. Dieser Tag war ein Sonntag. Das Reichsgericht erklärte es als zutreffend, daß die am nächstfolgenden Werktag, also am 25. März 1935, zugestellte und damit erhobene Klage, die einen Schadenersatzanspruch eines Unfallverletzten betraf, noch gemäß§ 193 BGB. die Verjährungsfrist unRh.-Westf. Börse, Düsseldort, 21. Aug. Asterast en Altelm Schat ansgeurehtet. Bochum, Bongardstraße 14 Portlaufende Motierungen 21. 6. /21, 8. /21. 8. 620. 8. Div. Antang Schluß, Kassa“Schluß Atbesitz 5% Hossch RU. 6% Krupe RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl D. Reichsbahn .6, Farbenind. Feldmöhle Felten& Guille Geldschmiet Harpen Hoesch-Köln Kall-Aschersl. 112.90 113.90 103.62103.78 1030.0 ——.—103.12 4/107.00s107.87 S—.— 119.00 6/117.00117.00 4/122.50 122.75 122.67122.3 158.25 133.12 6/127.00 126.75 4—.— 128.00 109.37 0/124.00 124.50 3/102.87 103.25 3 116.30116.50 113.00 118 25 102.12 103.62 X 00 103.62 103.37 107.00 119.00 001II. 122.12 123.75 158.05 126.25 124.50 124.50 103.37 116.12 103.25 50 118.50 122.50 123.00 160.62 129.50 129.00 110.50 125.00 106.50 Köckner-W. Mannesmann Masch. Untern. Reichsbank Rhein, Braunk. Rhein, Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& o. Siemens&4p Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd, Kaufh. Westeregeln Wintershell Zeilst. Waldhof 21. 8. /21, f. 121. 8. Div. Anfang Schluß Kassal 75 105.28s105. 120. 6. Schluß S 104 S101. 0114. 12 176 121216 4132. 6/127. 75— 4/150 188 5— 35 0 40. 5 113. 5 118. —. 50110 .17 75/101.60 50 114.62 00 179.00 — 214.75 50 131.00 50|127.25 — 172.00 147.5 50 182.6 75/108.15 15 108. .00 50.0 25 116.25 .00 116.80 1MMO9 80 104.37 117.37 166.75 216.00 134.00 129.00 5015 62|18 5110 00 153.00 186.50 113.00 105.87 52.00 50|121.00 Nure Steinkohlen 91. 8. 1 20. 8. Gsic Brief Geld Brief Carelus M. 4350 4650 4550 4850 Const. b. 6. 7000 7250 7200 7550 Deutschl. 345 315 350 380 Schwefin 13309— 4000— Heinr. 10000 10700 10300 10800 Langdit 2700 13300 13000 13800 Braunkohlen Bruckd.-N.—-— Gutefloffn.— 8150|8900 4200 Leenh. 10500 1140 10700 11200 MMichel— 1430013600 14300 Weste 10300 10900 10600 11160 Bernhareth.— 1400— 1425 Nal Beienrode 1123 1200 1130 1225 Ieurssch— 5230— 5280 Neu-Staßt.——-— Siegfr. lv. II——.- Wih.— 12800— 12500 Freiverkehr Steinkehlen- u. Braunk.-Nune 21. 8. 20. 8. (Geid Brief Geld Briefl Uiergarot 6g00 S300 100 SM00 Westfalen 900— 900 900 Bellerh.[39004125/38501125 Kallkure 21. 8. 20. 6. Geld Brief Geid Brief Grapsschn. Einigkeit Erichsseg Habigh. Heimbold Hope Asenburg Mariagl Marie Marie L Mar Neusollst. Rensbach Reicheld. Thöringen — 6200— 16200 — 6700— /6900 24502450 3800 2625 2825 2600 5050 5430 5200 290— 290 — 7200— 2700 000 200 2700 20002800 2700 2900 2800 — 2800— — 3600 3500 —— 400 420— 420 2650 2800 5690 7300 9000 2890 3150 Industrieaktien(Einheitsk.) Div. 121../20. S. 0 Balcke Masch. Berg. 6. Dahl.V. Bonner Bg. u. H. Bösp. Walzw. Braunk. Zuk. Dortm.Ritterdr. Düss. Hoef.-Gr. Düss. Masch. B. Oynamit.Nob. Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. Glückauf-.A6. Gebr. Gosdh. A0 Hallesche Salz. Hochtief A0. Kabelw. Rheydt Kall-Chemie Mölhelm. Berg. Rhein. Metall Rhein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.A6. Bod. Schieß-Oetries.6 Schleg. Scharp. 5 Waggonf. Uerd.) 5 Wasserw. Geis. 0 83.6 80.5 5—.—. 6 1161.0161.0 — 120.5121.0 6 125.0139.0 116.0 83.1 119. 143. 1400 128.3123.5 4 202.0202.5 S—. 137.0 6 150.0130 0 150.0150.0 91.2 Colonis Rückv. Gladb. Feuerv. 40 Köln. Hagelv.# Köln. Lieyd.V.— Köln.Rückv. gr.# Köln. Röckv. kl.— Rentenwerte 5 Rhw..-Cr. Ghyp.6 Pfd. S. 4. 6. 12. 10 dte. dto. 8. 1 5½ Oto. dte. 8. 11 dto. Geld.-Kem. 1926, 1927 S. 4— 7½ Wd. B0d. Opfd. # dt6. Em. 3, 9/12, 14 127.5127.3 120.2 Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. 0. Banku..-G. Dresdner Bank Rbh. W. 8d. Cr. 6. Westd. B..-A. 133.0124.0 89.0100.0 98.0100.5 99.1100 123.0— 93.8 94.0 Versicherungsaktien RU Aach.-Münch.F 32—1— Asch. Rückvers 14.8230.0 203.0 Agripp.., Fl..#— 387.0337.0 Alll.- u. Stuttg.W 9. 2 /241. 0/241.0 Alli.-u. St..-V. 6. 8/200. 0/200.0 Celonie,.-V. K. 8.|137.0s1 37.0 Oiv. 21../20. S. 265.0265.0 780.07800 95.0 95.0 330.0250.0 M17 76 0 78.0 97.0 15 95.0 97.0 15 95.0 95.0 Mitgetellt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Reichsbankdickent 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte 21..20.6. Preiverkehre-Aktien 91. 8. 20. 8. Geld Brisf Geld Brief D urb. K. T2. 0, T4. 0, 72. 8 74.5 Eiss C. 120.0123.0 11.O22.0 E. Kö. L. 131. 51135.0 122.0 126.0 Goedh.h— Hann. K.— Nomd. 0N 101.5 Kortum Lothrin. Loinf, v. Nene Masch. Kr Arh. Bere ph. Linel. Wr. Oinn. W Kupf. 99.5 73.0 72.0 86.0 148.0s153.0 72.0— 12.0 104.S103.0/101.0 67.0—.„ 91.0 90 0 94 5 75.1 74.0 76.0 103.0 V. Kupf. 92.9 Oyek. Wiel 31. 5 Steuergutscheine 15 9 70 0 80.5 106.0111 95.5 93.0 95.0 135.0131.0134.5 fällig ab 1. 4. 1934 "" 1. 4. 1935 "" f. 4. 192 "" I. 4. 1937 "" f. 4. 1nm 21../20. E. 103.7103.7 107.1/1017 111.8 112.5 111.8 112.5 112.9112.2 Berliner Börse, 21. Aug. Dittmann Neuh. 0.—. Otmd. Akt.-Brau. 10170. Union-Brau 12— Dürener Metall 4/139. Oyckereh. Widm. 9—. H aemvisteren AkU A. E. 6, Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. ind. „ Kr. u. Lieht „ Maschinend. Suderus 12196.72000 0 60.2 60.0 0 87.0 87.1 0105.0 106.0 113.0118.0 chef. Wesser ss 110.0 Chem. Geisenk. 4½ Conti Gummi 11/170.1 0 82.5 6/132.7 S 82.0 6137.4 0108. 5137.6 8151. S122 4107. 5 96.0 2 10.1 2135.1 0 83.0 01134. .5 .0138 .6/153. 5/126 .0111. 0Pgater den: Disch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Conti 6as " Kabel „ Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Eisenhand 111.8 173.0 glektr. Lieferg. K„ Licht u. Kr. Engelh. Brauere Enzinger Unien Feinlute gebhardt& Co. O German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Welle Gruschw. Teutll Guanewerke •Gae Draht Nagede Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. 0172.1 198.0 .7141.0 1122. 143. 93.0 3/125.0 .0141.0 .0 93.7 117.0 112 8132.0133.5 4108.0110.0 6/132.6133.8 145.0147.5 10 54 104.0107.0 S109. 1/100.0 65/132.5132.6 6/124.5128.0 0118.|123.0 6—. 118.5 .— 105.0106.0 6/142.0143.5 8163.7/165.7 7—. 139.0 128. 8131.0 Hoffmann Stärke 61141-9. Hoheniohewerke 0/135.2/135.6 Holzmana Ph. 41121.0124.6 Hotelbstr.-Ges. 9 80.0 82.6 Dise Genus Jsenbeck Brau. Junghens Gebr. 6/162.2161.5 6133.2133.7 3 81.0 0 91.8 97.5 terbrochen hat. Hätte das Reichsgericht anders entschieden, so wäre die Klage von vornherein aussichtslos gewesen(VI. 480/85.— 11. 6. 1986). Börsen weiter schwach Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Abwärtsbewegung setzte sich im verstärkten Maße fort. Es lag auf allen Märkten Angebot vor, das nur zu erheblich gedrückten Kursen Aufnahme finden konnte. Die Kursabschläge bewegten sich zwischen 2 und 4 Prozent. Im Verlaufe traten weitere kleine Rückgänge ein. Von den sortlausend notierten Werten blieben Farben unter Abgabedruck und büßten nach den ersten Umsätzen 3½ Prozent ein. Goldschmidt waren um 1¾/8 Prozent schwächer. Auf dem Montanmarkt eröffneten Ver. Stahl.5 Prozent niedriger und waren nach einem weiteren Verlust von ¾ Prozent auf ermäßigter Basis etwas gefragt. Auch die übrigen Werte dieses Marktgebietes wiesen erhebliche Kursverluste auf. So waren Klöckner 4,75 Prozent, Hoesch 3% Prozent, Mannesmann 3¾/ Prozent und Rheinstahl 2 Prozent niedriger im Handel. Buderus gelangten.5 Prozent schwächer zur Notiz. Maschinenmarkt vernachlässigt. Muag blieben.75 Prozent niedriger genannt. Von den Elektropapieren gaben Schuckert bei kleinen Umsätzen 3 Prozent nach. Versorgungswerte gleichfalls schwach RWE. waren 2 Prozent gedrückt. Kaliaktien rückläufig. Wintershall gingen zunächst 2,5 und dann 3,5 Prozent niedriger um. Auf dem Markt der Sonderwerte verloren Westd. Kaufhof 1⅞ Prozent, wurden jedoch im Verlaufe eine Kleinigkeit höher bezahlt. Julius Berger waren.5 Prozent schwächer. Rentenmarkt still und eher etwas leichter. Auch der Kuxenmarkt stand im Zeichen größerer Kursrückgänge. obwohl sich das Geschäft in sehr engen Grenzen hielt, Am Kohlenkurenmarkt verloren Carolus bei einem Umsan 200 Reichsmark und Deutschland rund 10 Reichsmark Constantin lagen einige 100 Reichsmark niedriger im Angebot. Heinrich und Langenbrahm gelangten ebenfalls etwas niedriger zur Notiz. Braunkohlenkurenmarkt lustlos. Von den Kalikuren waren Beienrode etwas niedriger und auch Wintershall blieben zu schwachen Kursen angeboten. ElsässerWerte lagen kursmäßig etwas leichter und ohne Umsatz. Auf dem Kaliaktienmarkt hatten Burbach auf.5 Prozent niedrigerer Basis einige Umsätze. Kohlenaktienmarkt schwach. Zu mehrfachen Umsätzen kam es in BergbauLothringen=Genüsse und Ewald, die 1,5 bzw. 2 Prozent verloren. Im Verlause konnten sich Farben um.75 Prozent erholen. Auch Ver. Stahl waren leicht gebessert, dagegen bröckelten Wintershall und Kaufhof ab. Berliner Börse Die Börse war schwach. Bei Eröffnung lag ziemlich starkes Angebot auch aus der Kundschaft vor, die schon durch die Rückgänge in den letzten Tagen zu weiteren Verkäusen veranlaßt wurde. Das herauskommende Angebot stieß aber auf völlig fehlende Aufnahmelust. Wenn auch auf einzelnen Märkten die Banken etwas eingriffen, so waren an den Aktienmarkten die ersten Kursverluste doch beträchtlich gingen über den Rahmen der letzttägigen Verluste weit hinaus und erreichten teilweise ein Ausmaß von —4% und mehr. Diese neuen Verluste haben die Gesamteinbußen seit dem Börsenumschwung bei den Hauptwerten auf 20 bis 25 Prozent gebracht. Die damals teilweise für überhöht geltenden Kurse haben also wieder ein gesunderes Niveau erreicht. Der Verlauf war etwas beruhigt; aber zu nennenswerten Erholungen kam es nicht. Jedenfalls wurden sie durch weitere Abschwächungen auf anderen Gebieten wieder ausgeglichen. Von Montanaktien waren Hoesch z. leicht erholt, aber Mannesmann noch schwächer, ebenso Rheinstahl und Ver. Stahlwerke. Doch hielten sich die neuen Einbußen in recht bescheidenen Grenzen. Farben gingen auf 157½, Auch Gesfürel und Schuckert waren noch weitet schwächer. Schuckert damit 5 Prozent unter gestern. Auch Dessauer Gas noch niedriger, ebenso Bayrische Motoren, Daimler leicht erholt. Orenstein& Koppel weiter gedrückt. Stöhr gebessert. Auch Waldhof im weiteren Verlauf aut behauptet, ebenso Schultheiß, Junghans 1¼ Prozent besser. Otavi 29½ nach 30½ Prozent. Reichsbahnanteile auch nur vorübergehend erbolt. Die Börse schloß ziemlich unkustig, wenn auch auf einzelnen Gebieten erholt. Auch auf den Anleihemärkten kam es zu kleinen Abgaben. Altbesitz verlor fast ½ Prozent. Kommunale Umschuldungsanleihe behauptet. Sonst waren Anleihen verhältnismäßig gut gehalten. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2¾ bis 3 Prozent. Am Devisenmarkt notierten: Dollar unverändert 2,490, Pfund 12.525(12.535), französischer Frank 16.40 (16.395), Gulden 169,13(169,07), Lira unverändert 19.59. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. Die Abendbörse brachte eine weitere Beruhigung, wenn auch nennenswerte Erholungen nach der stärkeren Abschwächung nicht eintraten. Kleines Angebot der Kundschaft wurde ausgenommen. Die Rentenmärkte lagen vorerst geschäftslos. Im Verlaufe verstärkte sich die Neigung zu kleinen Rückkäufen, und da auch von der Arbitrage Kaufneigung bestand, überwogen bei etwas lebhafteren Umsätzen gegenüber dem Berliner Schluß Besserungen von ¼ bis 1 Prozent. An den Rentenmärkten ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen. Die Auslandsbörsen Newyork: Ruhig. London: Ruhig. Amsterdam: Nachgebend. Paris: Widerstandsfähig. Brüssel: Schwächer. Zürich: Uneinheitlich Wien: Freundlich. Mailand: Geschlossen. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, senat per 100 kg Roggenm..997 A.— Viktoriaerbsen 36.-39.0/36.0 39 0 Speiseerbsen 132.-34.032 0 35 0 Futtererbsen 24.-26.0s24.-26 0 Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. "(.820 Asche) * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 21. August: 55,50 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz od. Dr.: 148 Reichsmark. Ke ee Kolner Gas Kreift W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch ahmever L Laurahötte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lerenz 6. -Sigite Hote Miag Almose Mölhelmer Berg. 6123.9127. 3 74.0 74. 0 7 4. 3 1 5. 102.5106 49 P Gans epne Ponge& Zahn %sse P. Werte Rhein.-W. Kall 6/190.5 136.5139. 19.8 20 110.0111. 9154.0156 154 .—.— 110.0109.5 10144.0146.0 9—. 180.0 renst. 4p Koppels 0 80.6 82.7 usnaur. Kupfer 6—. 127.0 Rhein.-W. Kalk 6/130.5/181.0 Riebeck Montan.2—. Rötgerswerke B1128.0126.1 s·äsenmen ne—.—. Sarotti 8 97.6 97.0 Schlege„ 5118.01202 Schles. Berg. u. Z. 0 36. 8 87. 2 " Berg.Beuth. 0 94.0 96.8 „ Elekt. u. 6as 7/191.6—. Schub.& Salzer 10135.7138.0 Schultheis-Patz. 4103.7/106.5 Siegersdorfer W. 5/115.5117.5 Siemens dies 4 107.0129.5 Siem.&a Haleke Stollberg. Zink Thüringer Gas 1 Tuch Aschen Unlon ehem. gerotsch.Hietel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht wrgge s 6e, Wandererw. 8172. 8182. Se 132.4 101.1 111. 8157.: 0 145 6130 7/186.5 0 76.0 0132.5 .5 0112.0 ∆ .0150 0112.8 0163.0 0 75.1 .7 5112. andererw. 5 Warsteiner Grub. 0 75.6 Westfalen Draht 5133.7 Wickdler Brau.##— Vertchrauefte A. 6. für Verkehr B1109.6112.7 42 Mölb.-Nuhr Anl. Ruhrverbd. Anl, 36 44 Pr. Ldpf. A. Pfe. 45 Lobk. Westf. Pfd. 15 Ldbk. Westf. Kom, 420t. Komm.Goldan 44 Westf. ldsch. Pfd. 440t. Hyp. B. Bln. Pfd. 45 Pr. Centr. Bod. Pfd. 4# Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 44 Basalt Obl. 6 Concord, Berg.Opl. 6 Dalmier Begz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 44 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/81 6 Ver. Stahl 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds Umsch. Anleihe 97.5 97. 95.9 95 93.6 93.1 95.6 95.2 96.0 96.2 96.5 90.7 102.3s102 106.0106 95.6 95.9 96.0 96.2 97.8 91.1 192.5 101.0/101 103.2103.8 94.3 95.2 99.5 125.01252 97.6 95.0 99.5 125.3 97.6 21.0. e. 94.0 95.0 92.2 89ld 99 5 98.9 97•8 97.80 99.0 94.5 95.7 Briet — 99.7 96.2 100.0 94.5 93.7 96.5 93.5 95.2 99.7 Westtalenbank.-G. Bochum Ausführung sAmtlleher Bankgeschafte Bankgeschäft Wilhelm Schwarz, Bochum dongardstraße 14, Telephon 67475. Mitglied der Rhein.-Westf. Börse in Düsseldort An- und Verkauf, Verwaltung sowie Beleihung von wertpapieren Reichebank-Oire-Konte Postscheckkonte: Sesen 23835 wie wende Seite 7 Nr. 196 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22.=23. August 1936 Nacholympische Veranitaltung der Schwimmer Vessähnte-Ciyaspiararwmmer um Siarf Spannende Kämpfe im städt. Freibad Bochum-Werne— Olympialieger Tcrada (Japan) trifft auf den Deutschen Meilter Freeie Die zahlreichen nacholympischen Sportveranstaltungen sind das Echo der Berliner Olympischen Spiele, der Widerhall der sechzehn begeisternden Tage in den Kampfstätten des Reichssportfeldes. Während die leichtathletische Veranstaltung des TuS. und Polizei=Sportvereins Bochum noch mit dem zweiten Teil der Olympischen Wettkämpfe in Berlin zusammenfiel, rufen die Schwimmer zu ihrer Samstagnachmittag im Werner Freibad zur Durchführung gelangenden Veranstaltung auf, nachdem in Berlin längst das Schlußgeläut der Olympischen Glocke verklungen ist und die Wettkämpfer aller Nationen im Olympischen Dorf die Koffer gepackt haben. Nach den Amerikanern stellen sich nunmehr in Bochum die japanischen Olympiaschwimmer vor, die bei den letzten beiden Olympiaden die härtesten Rivalen der Amerikaner waren. Unerschöpflich ist das Menschenmaterial der„Preußen des Ostens". Mit wunderbar flüssigem Stil, ohne Ermüdungen erkennen zu lassen, schwimmen die knabenhaft gewachsenen Japaner ihre Bahnen, gleichgültig, ob sie 200, 400 oder 1500 Meter zurückzulegen haben. Das ist das Ergebnis härtester Kampfschulung und eines Trainingssystems, das wir in Deutschland nicht kennen. Der Bochumer Sportinteressent wird nun am Samstag selbst Gelegenheit haben, die japanische Schwimmerschule kennenzulernen, und zwar hat der Veranstalter Wert darauf gelegt, die Japaner durch eine Reihe der besten deutschen Spitzenschwimmer zu härtesten Kämpfen zu zwingen. Das Bochumer Japanerschwimmfest wird also keine Schau=, sondern eine Kampfveranstaltung ersten Ranges sein. Die Wettkampffolge wird eingeleitet durch die interessante Trainings=Gymnastik der Japaner. Gerade ihre Trainings=Gymnastik wird als das Geheimnis ihrer Erfolge bezeichnet. „Im 800=Meter=Kraulschwimmen für Männer geht mit dem Japaner Terada der Olympiasieger im 1500=Meter=Freistilschwimmen an den Start. Terada schwamm in seinem Rennen dem amerikanischen Weltrekordmann Medica einfach davon, um im überlegenen Stil den Kampf zu beenden. Japan schickt außerdem in Honda einen ausgezeichneten Kraul= schwimmer ins Rennen. Deutschlands Meister im 400Meter=Kraulschwimmen, Freese(Bremen) nimmt den Kampf gegen die beiden Japaner auf. Freeses Zähigkeit garantiert für einen spannenden Kampf. Die beiden besten westfälischen Langstreckenschwimmer, Haak (Linden=Dahlhausen) und Rundmund(Erkenschwick) vervollständigen das hervorragende Feld. Erwin Sietas startet... Einen der besonderen Höhepunkte der Veranstaltung bietet das 200=Meter=Brustschwimmen. Erwin Sietas der in Berlin die japanische Front sprengte und mit knappem Rückstand hinter Hamuro für Deutschland eine Silbermedaille erkämpfte, trifft wiederum auf einen der erstklassigen japanischen Brustschwimmer, und zwar auf Itoh, der in Berlin den fünften Platz belegte. Olympiasieger Hamuri ist zur Zeit verletzt, so daß ein Revanchekampf Sietas— Hamuro nicht so reizvoll ist als ein Kampf Sietas gegen den blutjungen Itoh, der jederzeit in der Lage ist, das 200=Meter=Brustschwimmen in.45 Minuten zu schwimmen. Im Rennen liegt ferner in dem Gladbecker Heina, der Deutsche Meister von 1935. Sein Klubkamerad Schulte steht als vierter Mann auf dem Startblock. Im 100=Meter=Rückenschwimmen für Frauen stellt sich die brasilianische Meisterin Lenk vor, die in der Berlinerin Halbsguth und den westsfälischen Schwimmerinnen Heiling(Dortmund) und Kellermann(Hamm) ernsthafte Gegnerschaft besitzt. Kunst= und Turmspringen Das Wasserspringen fand in Bochum schon immer eine besondere Pflegestätte und ein sachverständiges Publikum. Die verpflichteten Kunst= und Turmspringer werden ihre Kunst sowohl vom Dreimeterbrett im Kunstspringen als auch von der Fünfmeter Plattform im Turmspringen zeigen. Es stellen sich vor: Ziegler (Berlin), der Studenten=Weltmeister, der japanische Meister Koynanagi, der österreichische Doppelmeister Hoff und die beiden Westfalen Ernst(Iserlohn) und Lorenz(Erkenschwick). Die japanischen Springer waren, wenn sie auch nicht in vorderster Linie endeten, die große Ueberraschung der Spiele. Mit artistischer Eleganz meisterten sie die Schwierigkeiten der Sprünge. Sehr wahrscheinlich werden auch der Deutsche Doppelmeister Weiß(Dresden), die Dritte des Turmspringens für Frauen, Frl. Köher(Hamburg), und die westfälische Meisterin Frl. Bingel(Dortmund) ein Schauspringen zeigen. Arai gegen Fischer Eine besondere Delikatesse des Programms stellt das 100=Meter=Freistilschwimmen für Männer dar. Der Japaner Arai, dritter Olympiasieger, trifft in Helmut Fischer auf den Deutschen Meister und Rekordmann. Beide können jederzeit unter 58 Sekunden schwimmen, beide lagen im spannenden Endkampf der Olympischen Spiele nur um Zentimeter hinter den Siegern. Zwischen ihnen wird sich auch der Endkampf in Werne abspielen, denn Thelen(Düsseldorf), Lenkitsch a.###el. den ettfährten auf der Außenförde fiel in der =Meter==Klasse bereits die Entscheidung um das JahW MORRR MON RMM Louis Schlug Sharkey k. o. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag standen sich im Newyorker Yankee=Stadion Joe Louis und der Exweltmeister Jack Sharkey gegenüber. Der Kampf endete mit der.=.=Niederlage Sharkeys. Das auf drahtlosem Wege aus Amerika übermittelte Kampfbild zeigt den entscheidenden Nieder= schlag durch den Neger (stehend). Scherl-Bilderdienst I an are gane erch O R OR O (Aachen) und Höhle(Witten) dürften nur auf den ersten 50 Meter in etwa das Tempo mithalten können. Im 100=Meter=Rückenschwimmen wird der Olympiasieger von 1932 und Dritter der Berliner Llyompiade, der japanische Meister Kihokawa, in dem Deutschen Schlauch seinen härtesten Rivalen besitzen. Simon(Gladbeck) und Rundmund(Erkenschwick) werden sich einen harten Kampf um den dritten Platz liefern. Das 200=Meter=Freistilschwimmen sieht drei Japaner im Kampf gegen die Deutschen Freese Höhle (Witten) und Rundmund(Erkenschwick). Arai, Negami und Terada heißt hier Japans Garde. Arai hat in Berlin die schnellste Zeit über 200 Meter geschwommen und sollte sich dieses Rennen in seinen Spezialstrecke nicht entgehen lassen. Wasserballkampf gegen Holland Mit einem Wasserballkampf Westdeutschland gegen Holland klingt das Programm aus. Man hat von der Verpflichtung der zuerst vorgesehenen Mannschaft Uruguays abgesehen, da die Uruguayer in Berlin kein einziges Spiel gewinnen konnte, während Holland einen ehrenvollen vierten Platz belegte. Die Holländer sind ein alter Gegner der deutschen Nationalsieben. Westdeutschland hat seine besten Wasserballspieler aufgeboten, um ein gutes Ergebnis herauszuholen. Von besonderem Interesse wird es sein, daß in der westdeutschen Mannschaft die erfolgreichsten Spieler der deutschen Olympiamannschaft mitwirken, der Torwart Klingenburg und der Mittelstürmer Schneider. USA.-Preife Itellt klar Warum Weltmeister Braddock„erkrankte“. Der Kampf zwischen Max Schmeling und immy Braddock um die Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen, der durch die angebliche Verletzung des amerikanischen Titelträgers zunächst verlegt werden sollte, ist nunmehr ganz auf das Gleis geschäftlicher Abmachungen geschoben worden „ Die Angelegenheit wird in den Svalten der amerikanischen Sportpresse ausführlich behandelt, wobei alle möglichen Vermutungen über den wahren Grund der angestrebten Verlegung des Weltmeisterschaftskampfes erörtert werden. Dabei wird jedoch in voller Einmütigkeit festgestellt, daß die verletzte Hand des Verteidigers Braddock ernsthaft als Grund für einen Aufschub der Veranstaltung nicht in Frage kommt. Dort will man wissen, daß der Betreuer von Braddock sich von einem Kampf mit Louis größere Einnahmen und damit auch mehr Gewinn verspricht und aus diesem Grunde versucht, Schmeling auszuschalten. Es wird in diesem Zusammenhang erwähnt, daß der Weltmeister bis über die Ohren in Schulden steckt, und festgestellt, daß Braddock gegen Baer mit zwei gebrochenen Rippen angetreten sei und gewonnen habe. Seine viel geringere Beschwerde am kleinen Finger der linken Hand sei lediglich eine Taktik um Zeit zu gewinnen. Ausdrücklich wird betont, daß es Braddock nur am guten Willen fehle, um sich dem Deutschen zum Kampfe zu stellen. In einer sehr gut unterrichteten Zeitung wird die Frage des Filmrechts als die alleinige Ursache der Verschiebung des Kampfes angegeben. Der Veranstalter des Kampfes Schmeling gegen Louis, Mike Jacobs, hat für den Deutschen an die Unterzeichnung des Vertrages um die Weltmeisterschaft die Bedingung geknüpft, daß das Filmrecht an eine von ihm kontrollierte Firma für eine verhältnismäßig kleine Entschädigung vergeben würde. Nachdem jedoch der Schmeling—Louis=Film einen beispiellosen Erfolg hatte, wollen die Aktionäre der Madison Square Garden Gesellschaft, der Braddock vertraglich verpflichtet ist, und die dadurch auch den Weltmeisterschaftskampf durchführt, die Vergebung des Filmrechts anfechten, um dem Geschäftspartner das einträgliche Filmaeschäft nicht allein zu überlassen. Treffend ist die Schlußfolgerung, in der ausgedrückt wird, daß mit der Beilegung des rein geschäftlichen Streites Braddock wie durch ein Wunder von seiner Verletzung geheilt wäre... Endlich Wind in Kiel „Indian Scout gewinnt den Preis des Führers Nach Tagen der Flaute und langen Wartens auf Wind brachte endlich der sechste Wettfahrtstag der Kieler Woche zufriedenstellende Windverhältnisse. NRO A KORMM ia a KOREE Oek O RROSRPA (a er kostet weniger als viele Vierzylinder, und darüber hinaus bietet er Ihnen Vorzüge wie: * OPEL Synchron-Federung, die alle Unebenheiten der Straße auffängt und damit die Fahrt, selbst auf schlechtesten Straßen, zu einem santten Dahingleiten macht. * Die zugfreien Frischluftfenster der 4 tür. Lim. und des 4 fenstr. Cabr., die ständige Entlüftung sichern, ohne daß es jemals zieht. * Diesen starken 6 Zyl. Motor mit dem leisen Lauf. seiner einsatzbereiten Kraftresere, die ihn überlegen macht. * Den OPEL-Schnellstart-Fallstrom-Vergaser mit Beschleunigerpumpe- wirtschaftlichste Ausnutzung des Betriebsstoffes bei allen Geschwindigkeiten. überraschende Beschleunigung. * Die formschöne Karosserie, ausgestattet für den verwöhntesten Geschmack.- Reichlicher Raum und bequeme Sesselsitze, in denen man sich wirklich ausruhen kann. Den großzügig bemessenen Kofferraum, der allen Ansprüchen genügt. Die Probefahrt ist sein stärkstes Argurient. BESICHTIGEN SIE BUCKER& WITTE, KRAFTFAHRZEUG-VERTRIEB BOCHUM, ALLEESTRASSE 28, TELEPHON 62280 UNSERE AUSSTELLUNGSRAUME: von RM 32S.- an ab Werk „LREL AUTOMOBIL-VERKAUF SCHKOMMODAU& FEIX, BOCHUM, HATTINGER STR., TELEPHON 64714 OPELHAUS S eiie 8 Nr.96 7 Bochumer Anzeiger. Samstag Sonntag, 22. 23. August 1936 resanrecht auf den Preis des Reichskanzlers. Das amerikanische Boot„Indian Scout“ mit Whiten am Steuer hat sich mit seinem abermaligen Sieg nach Schweden und Norwegen für dieses Jahr das Anrecht auf die wertvolle Trophäe gesichert. Zum ersten Male kam bei den„Achtern“ die deutsche „Germania III“ nach einem guten Start und standiger Führung zu einem Siege. Ein ebenlo knappes und spannendes Ende gab es bei den 30er=Schärenkreuzern, wo die Berliner„Nirpana“ auf der letzten Kreuzstrecke an den führenden schwedischen Booten„Lillie" und„Tre Sang“ vorbei zum Siege laufen konnte. Dem Hamburger Starbootsealer von Hütschler dürfte nach seinem abermaligen Erfolge mit„Pimm“ der Punktpreis seiner Klasse nicht mehr zu nehmen sein. Auf der Innenbahn kam in der Olympiajollenklasse der Kieler Hansohm vor Kaptlt. Pahl abermals zu einem Erfolg. Bronzene für die Tichechen Aenderung im Ergebnis der„Military“. Das Oberste Schiedsgericht der Olymvia=Vielseitigkeitsprüfung(Militarh) mußte auf Grund eines Einspruches die Mannschaft der Polen disqualifizieren, weil Hauptmann Kawecki beim Jagdspringen am Sonntag, 16. August, mit seinem Pferd Bambino nach dem Sprung 10 einen Wendekegel rechts liegenließ. Nach der Sprungskizze hatten die Reiter an diesem Kegel rechts vorbeizureiten. Die Mannschaftsplacierung ändert sich demnach wie folgt: 1. Deutschland(wie bisher), 2. England(wie bisher), 3. Tschechoslowakei(bisher als Vierter unplaciert). Flieger wirbeln durch die Luft Zum Großflugtag in Bochum=Weitmar Zeche„PrinzRegent“, am 30. August 1936 Die Vorbereitungen zum Volksflugtag in Bochum, die durch die Flieger=Ortsgruppe Bochum in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, Gau Westfalen=Süd, getroffen wurden, versprechen Ausgezeichnetes. Im Mittelpunkt der wechselvollen Darbietungen, die durch Lautsprecher fachmännisch erklärt werden, steht etwas für Bochum Neuartiges: Kunstflug im Segelflugzeug! Der Führer des Segelflugzeuges, Fluglehrer Schilling, wird in diesem motorlosen Flugzeug sämtliche Kunstflugfiguren vorführen: Loopings, Rollings, Turnings, Trudeln usw. Es folgt dann eine zweite Ueberraschung: Mehrere Fallschirmabsprünge. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.„Da mit einem Massenandrang zu rechnen ist, ist den Teilnehmern frühzeitiges Erscheinen anzuraten. Für musikalische Unterhaltung ist bestens gesorgt. Es spielt die Kapelle der Luftsport=Landesgruppe, Ortsgruppe Bochum. unter der Stabführung des Kapellmeisters Roy. Eine Ueberraschung besonderer Art wird der„Luftangriff“ auf ein besonders aufgebautes Dorf darstellen, das mit„Bomben" beworfen wird. Ferner soll ein besonderes Ballonrammen die Wendigkeit der Flieger zeigen. Eintrittskarten sind bei allen Betriebs= und Ortswarten der KdF., sowie in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 67, zu haben. Die Eintrittskarten kosten.30 M. Für Arbeitsopfer stehen Sitzplätze zum Preise von .55 M. zur Verfügung. Deutschlands Frauenltaffel revanchiert sich Die Fülle der nacholympischen Sportfeste hat für Deutschland eine erfreuliche Ausbeute ergeben. Hans Woellke stellte in Frankfurt mit 16,60 Meter einen neuen deutschen Rekord im Kugelstoßen auf, der gleichzeitig europäische Bestleistung ist: Olympiasieger Stöck warf in Stockholm den Speer 73,87 Meter weit, Olympiasieger Hein kam im Hammerwerfen auf 54,96 Meter. Unsere Olympiasieger haben also ihre Berliner Siege bestätigen können. Bestätigen konnte auch beim Frauensportfest in Wuppertal unsere=mal=100=Meter=Frauenstaffel, daß sie die tatsächlich beste Frauenstaffel der Welt ist, der nur durch das bekannte Pech der Olympiasieg entging. Mit der blendenden Zeit von 46,6 schlug sie Amerika, das 46,7 Sekunden erzielte. Dabei klappte auch diesmal der Stabwechsel nicht sonderlich! Wie in Berlin, lief Fräulein Albus zuerst. Auf der dritten Bahn holte sie gegenüber der Amerikanerin Bland(fünfte Bahn) etwas auf. Frl. Krauß kam noch näher an die Amerikanerin Rogers heran, und Frl. Dollinger lief der Amerikanerin Hasenfus um rund 7 Meter weg. Mit diesem Vorsprung wechselten Dollinger=Dörffelt vor Hasenfus=Stephens. Mit Riesenschritten jagte„Helen“ der Berlinerin nach, näher und näher kam sie, aber in 46,6 Sekunden rettete sich Frl. Dörffelt gerade noch ins Ziel. Für Amerika 1 wurden 46,7 Sekunden gemessen. Harkortbergfeit in Wetter Zahlreiche Beteiligung in allen Wettkämpfen Stets hat das Harkortbergfest, das an diesem Wochenende zum 55. Male zum Austrag kommt, eine gewaltige Zugkraft bewiesen. Zu den zahlreichen Mehrkämpfen und Einzelwettbewerben der Besten traten Turnerinnen und Turner aus ganz Westdeutschland stets in stattlicher Anzahl an. So ist es auch in diesem Jahre. Wieder wird es auf den umfangreichen Wettkampfplätzen des„Alten Stamm“ in Wetter an der Ruhr hoch hergehen, zumal der Ausrichter des Festes, die Turngemeinde Harkort, gleichzeitig die Feier ihres 75. Jubeltages begeht. Neben den Kämpfen der Hauptklasse kommen aber auch die Jugendlichen und Altersturner zu Wort, und gerade dieser Wettstreit der „Alten“ gibt dem Harkortbergfest ein besonderes Gepräge. Schon am frühen Samstag nachmittag treten die dlichen an zum Dreikampf, denen sich bereits zwei Klassen der Altersturner anschließen. Begrüzungsfeier und Jubelfest der TG. Harkort bilden den Ausklang des ersten Tages. Der Sonntag sieht bereits in aller Frühe die über 1000 Wettkämpfer in voller Tätigkeit. Die Männer bestreiten in zwei Leistungsklassen einen Vierkampf, bestehend aus 100=Meter=Lauf, Kugelstoßen, Weitsprung und einem Sprung über das lauggestellte Pferd, der gleichzeitig auch als Mannschaftskampf gewertet wird. Der Sonntag nachmittag wird mit einer Fülle von Vorführungen, wie schon im Vorjahre, den Höhepunkt des Festes bilden. Honerubsschung desVornenensvburs Breisch köhnens 180 Fahrer haben gemeldet, darunter 3 Deutsche Mcifter 150000 Zuschauer werden erwartet— Die Bahn in beiter Verfallung Das weit über Westdeutschlands Grenzen hinaus be=(Rheda) auf.=Spezial und Petzold(Hannover) auf kannte Hohensyburg=Dreieck=Rennen gelangt am Sonn= Ford um die Siegespalme. Bei den Sportwagen mit Kompressor bis 800 Kubiktag zum zehnten Male am Fuße der Hohensyburg zur Durchführung. Die Rennstrecke, die sich durch weiteren Ausbau in glänzender Verfassung befindet, ist mit 5,5 Kilometer Länge der zweitkürzeste Rennkurs, den wir in Deutschland besitzen. Man hat mit Absicht diese kurze Strecke gewählt, um das Publikum durch dauernde Positionskämpfe in Spannung zu halten; denn der Kurs wird von den Lizenzfahrern in nicht weniger als drei Minuten zurückgelegt. Durch die immer wieder in drei Minuten erscheinende Spitzengruppe und durch die sich auf der Strecke dauernd abspielenden Positionskämpfe dürfte auch nicht für eine Sekunde Langeweile unter den Zuschauern aufkommen. Das Meldeergebnis von über 180 Fahrern dürfte zur Genüge beweisen, welch großes Interesse diese Veranstaltung in allen Sportkreisen ausgelöst hat. Drei Deutsche Meister nehmen den Kampf mit unserem Nachwuchs auf. In Anbetracht des überaus großen Nennungsergebnisses und des großen Andranges unserer jungen Nachwuchsfahrer hat sich die Rennleitung veranlaßt gesehen, die Rennen zu unterteilen. Insgesamt werden neun Rennen gestartet, die etwa sechs Stunden in Anspruch nehmen, so daß, da der Start pünktlich morgens 9 Uhr erfolgt, mit dem Schluß gegen 16 Uhr zu rechnen ist. Eingeleitet wird der Vormittag mit den Rennen der Ausweisfahrer. Mit rund 80 Nennungen ist eine Besetzung zustande gekommen, wie sie nur selten bei anderen Veranstaltungen erreicht wird. Die Lizenz=Motorrad= und Wagenrennen nehmen selbstverständlich das größte Interesse für sich in Anspruch. Die Wagenrennen werden anschließend an die Rennen der Ausweisfahrer gestartet. Schon der erste Versuch im Vorjahr, Wagen starten zu lassen, war von Erfolg gekrönt. In der kleinen Klasse bis 800 Kubikzentimeter kämpfen Ceyer(Dortmund) auf BMW., Oertzen(Dortmund) auf DKW. und Pflug(Schwerte) auf BMW. um den Sieg. Recht lebhaft geht es in der Klasse bis 1100 Kubikzentimeter zu, in welcher Vorster (Rheydt) auf MG., Odendahl(Köln) auf MG. und Steinmeyer(Bielefeld) auf RSU.(Fiat erste Siegeschancen besitzen. Glänzend besetzt ist die Klasse bis 1500 Kubikzentimeter, trifft doch hier die Garde unserer erfolgreichen, Sportwagenfahrer zusammen. Der Vorjahrssieger Roese(Düsseldorf) auf BMW., Heinemann(Geilenkirchen) auf BMW., Hillegaard(Altona) auf Aston Martin, Krings(Aachen) auf BMW. und Kleßmann(Gütersloh) auf BMW. werden sich einen scharfen Kampf liefern. In der Klasse über 2000 Kubikzentimeter streiten Ibing(Dortmund) auf Hanomag, Lütkemaas zentimeter dürfte der Ausgang nur zwischen den AustinWagen, die von Lang(Düsseldorf), Deutz(Lüdenscheid) und Verheyn(Düsseldorf) gesteuert werden, liegen. In der Klasse bis 2000 Kubikzentimeter bewerben sich (Altena) auf Alfa Romeo, Rindermann(Hamm) auf Wanderer und Röttger(Hagen) auf Wanderer um den Sieg Den Höhepunkt dieses 10. Hohensyburg=Dreieck= Rennens bildet aber wieder der Start der Lizenz=Motorradsahrer, denn hier ist alles vertreten, was im deutschen Rennsport Klang und Ruf besitzt. Schon in der kleinen Klasse finden wir klangvolle Namen. Demandt(Deutz) auf DKW., der sich beim letzten Dreieckrennen einen Rad=an=Rad=Kampf über viele Runden mit dem Bochumer Burge in der großen Klasse lieferte, dann aber durch Sturz ausfiel, versucht sich auf einer schnellen DKW.= Kompressor in der kleinen Klasse bis 250 Kubikzentimeter. Wo soll man in der Klasse bis 350 Kubikzentimeter anfangen und wo aufhören? Es ist unnötig, die Fahrer noch ausführlich zu besprechen, denn jedem Motorsportler sind sie bestens bekannt. Schneider(Düsseldorf) auf Velocette, Colle(Düsseldorf) auf Imperia, Wenzel (Köln) auf Sarolea, Kammer jun.(Völklingen) auf NSU., Berhausen(Godesberg) auf Velocette, Kate (Detmold) auf Imperia, In der Elst(.=Gladbach) auf Norton sowie Vaasen(Gülich) auf Norton werden sich einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern. In der großen Klasse, Motorräder bis 500 Kubikzentimeter, ist die Lage ähnlich wie bei der 350=Klasse. Auch hier gibt es keinen ausgesprochenen Favoriten. An erster Stelle nennen wir den Vorjahrssieger und Rekordhalter dieser Strecke Zwolle(Datteln) auf Norton, Burge(Bochum) auf Imperia, Bock(Mannheim) AIS. sowie Lange(Holzhausen) auf Imperia Rudge. Gegen dieses Elitefeld werden die restlichen Teilnehmer wohl keine ernstliche Chance besitzen. Die Beiwagenrennen versprechen mit Rücksicht auf die Qualität der einzelnen Fahrer recht interessant zu werden. In der Klasse bis 600 Kubikzentimeter dürfte mit Schneider(Düsseldorf) auf Velocette wohl der Sieger gegeben sein. In der großen Klasse bis 1000 Kubikzentimeter wird es einen harten Kampf zwischen Weyres (Aachen) auf Harley=Davidson, Stoll(Breinig) auf Horex und Kammer jun.(Völklingen) auf BMW. geben. Auch in der Solo=Klasse bis 1000 Kubikzentimeter dürften die Zuschauer voll und ganz auf ihre Kosten kommen, denn Weyres(Aachen) auf Harley=Davidson, Brinkmann(Münster) auf BMW. Kammer jun.(Völklingen) auf BMW., Vaasen(Jülich) auf Norton und Römer(Vohwinkel) auf Norton sind Könner größten Formates. Drei westdeutsche Mannschaften liegen noch im Rennen um den Von=Tschammer=und=Osten=Pokal: der Exmeister Schalke 04 und der Bezirksligist KlafeldGeisweid als Vertreter des Gaues Westfalen und VfL. Benrath als einzige Waffe des Gaues Nieder= rhein. Unerwartet kam am letzten Sonntag die Niederlage von Fortuna Düsseldorf gegen Klafeld=Geisweid, so daß der Niederrhein— der Kampf Benrath— „Club“ ist für die Düsseldorfer Vorstädter sehr schwer — aller Wahrscheinlichkeit nach am Sonntag seine Hoffnungen aufstecken muß. Nürnberg ist Verteidiger des Titels, den es im vorigen Jahre in dem bekannten Spiel gegen Schalke 04 erworben hat. Der :0„Club“ 1 Runde880 Fortletzung der Spiele um den Tichammer-Pokal VfL. Benrathempfängtden Club Klafeld-Geisweid beim SV. Waldhof wird alles daransetzen, um auch in diesem Jahre wieder in den Besitz des Pokals zu gelangen. Schalke ist der ernsthafteste Rivale der Nürnberger, und es ist nicht Gir gg. Soide- Bt, u. Suer Reuudu, u ur Enospiels kommt. Jedenfalls wird Düsseldorf sten diesjährigen Fußballgroßkampftag erleben, da beide Mannschaften in ihrer stärksten Besetzung an den Start gehen. Ein weiteres Spiel findet in Mannheim statt, wo Westfalens Bezirksligavertreter Klafeld=Geisweid auf den SV. Waldhof stößt. Die Siegerländer, die in den Pokalspielen so überaus erfolgreich waren, werden diesmal wohl ins Gras beißen müssen. Der VfB. Leipzig dürfte wohl kampflos eine Runde weiterkommen, denn Vorwärts=Rasenlsport Gleiwitz ist wegen Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen für ein halbes Jahr gesperrt Die Spiele: ViL. Benrath— 1. FC. Nürnberg SV. Waldhof— Klafeld=Geisweid VfB. Leipzig— Vorw.=Ras. Gleiwitz Fußball ist wieder Trumpf Zahlreiche Gesellschaftsspiele in Bochum Nach dem zaghaften Versuch des Vorsonntags, der noch durch die Schlußfeierlichkeiten der XI. Olympischen Spiele in Berlin überschattet war, scheinen die Fußballer nun mit dem zweiten Spielsonntag der neuen Spielreihe das Heft wieder fest in die Hand nehmen zu wollen. Einige Lokalspiele in Bochum und der nächsten Umgebung, einige recht interessante Auswärtsspiele Bochumer Mannschaften geben dem zweiten Spielsonntag schon ein regelrechtes„Fußballgesicht". Westfalia Bochum beginnt die Jubiläumswoche aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens mit einem Lokalspiel an der Hofsteder Straße. Westfalia BoHum— MBB. Linden, das Spiel der letzten 5 inen Bann geschlagen hat.. An der Wasserstraße trifft der vorjährige Gruppensieger Preußen 07 Bochum auf den Tabellenzweiten der Gruppe Dortmund, TuBV. Mengede, Sport-Kalender) Gapans Bihmpiaschwimmer starten Samstag nachmittag 5 Uhr im stadt. Freibad Böchum Werne Ab 15.15 Uhr verstärkter Straßenbahn= und Omnibusverkehr nach Werne ab Bochum Rathaus Uebersichtsplan zum Hohensyburg=Rennen. Aus der Karte sind ersichtlich die Streckenführung, die Zufahrtsstraßen, Parkplätze usw. Preußenplatz Wasserstraße: Preußen 07 Bochum— TuB V. Mengede Sonntag, 23. August.— Anstoß 16.30 Uhr. Vorher die Reservemannschaften. Westfaliaplatz Hofsteder Straße: Sabeülsumsfushalsoiel Westfalia Bochum— MBV. Linden Soxntag, Vorher## a. 23. August— Anstoß 16 Uhr. Spiel der unteren Mannschaften. " Khühzerenrag,uerenahteies lasssenillug. K 19 Line„hert“liche Fr. quenm ode „Hallo!.. Hallo! Na endlich, Ursel! Warum meldest du dich denn so spät?... Ach, du hast noch geschlafen? Was, so früh bist du heut nach Haus gekommen? Rate mal, weswegen ich dich anrufe! ... Nein, denk mal, eben lese ich das neueste Heft... ja richtig, dieselbe Zeitschrift meine ich... was, die hast du gestern schon gesehen.: ach so, im Café, ich bekomme sie ja immer erst am nächsten Tag. Ist dir denn da nichts aufgefallen?... Doch! Aber das Schönste ist ja, daß meine Schneiderin so fabelhaft versiert ist, sie hat mir sofort den besten Herrenschneider empfohlen wieso ahnst du etwas? Ich habe ja noch gar nichts gesagt... haha... ja, du hast recht! Ich habe es! Seit drei Tagen! Das frackähnliche Mantelkleid... ich wollte dich damit überraschen beim nächsten Five#clock. Du, es sieht smart aus! Die Bügelfalten im Rock sind genau denen des Frackbeinkleides nachgeahmt... wie?.. Natürlich, auch Kragen und Revers sind streng nach der Herrenmode. Und dazu trage ich einen Herrenhut... nein, keinen alten von Charles! Diese Ironie wirst du büßen, meine Liebe!.. I wo, ich habe mir extra ein Herrenhütchen arbeiten lassen, passend zu meinem Gamintyp. Nur ein winziges Schleierchen ist drumgebunden Du würdest den Schleier weglassen, weil er zu sehr das Weibliche betont? Wollen mal sehen, vielleicht tue ich es auch. Und denk mal, zwei Herrenwesten hat mir der Schneider noch dazu gearbeitet... nein, nicht aus demselben Stoff, ganz abweichend in der Farbe... hm, das verändert das Kleid immer wieder... ist wahnsinnig schnittig und wirklich praktisch... wie? ... Doch einen Schirm habe ich auch dazu. Unerhört sachlich und anständig wirkt er mit seinem Herrengriff. Ich schwankte erst zwischen Bambus oder irgend so einem edlen Holz, habe mich aber doch für sehr dicken Bambusgriff entschieden, weil er noch männlicher wirkt. Na, und daran hängt natürlich die klassische Quaste.. Ob das Kleid woraus ist?. Wie? Ich kann dich nicht verstehen. aus leichtem Wollstoff? Aber, Ursel, das wäre ja stilwidrig! Es ist selbstredend aus schwerem Herrenstoff. Ich sehe tatsächlich wie ein fescher Mann aus, kolossal herb in der Linie. Ach du, und phantastische Handschuhe ohne jede Verzierung, ohne Stulpe— genau so streng, wie sie Charles trägt... wie?. Gott, ich habe einfach kleinste Herrengröße verlangt... ja, sehr gute Paßform. Was sagst du? ... Ich soll dazu—— Brasilzigarren rauchen?.. und was noch?... Lieber einen Spazierstock nehmen als einen Schirm... wie?... und— und— ich soll mir—— man nicht— auf den—Schlips treten? Was fällt die denn ein, Ursel? Das ist ja eine Unverschämtheit! Ist ja nur blasser Neid bei dir! Ganz blasser Neid! Weil du so etwas nicht tragen kannst! Jawohl! Weil du viel zu mollig bist! Jawohl! Wie? Was hast du dir arbeiten lassen?.. Ach, daß ich mich bloß nicht verschlucke vor Lachen! Ein Georgettenkleid mit Schleifen und Volants?. Und was dazu?... Einen Strohhut mit Blumenranke? Haha, wie aus Omas Zeiten! Na, du wirst dich ja wundern, wie du abfallen wirst neben mir! Und wie, meine Gute! Nein... ich freue mit unglaublich über dies wahrhaft mondaine, neuentdeckte Frackmantelkleid! Endlich hat die Mode uns Frauen der eleganten Welt den richtigen Tip gegeben, endlich haben wir den Gipfel allen Schicks erklommen, endlich.. Hallo!... Hallo!... Ursel!... Hallo!... Frechheit! Abgehängt!...“ (Anmerkung der Schriftleitung:„Gott sei Dank, endlich!") Statt Coldmedaillen— ein silbernes Drei deutsche Frauen, die besten Segelfliegerinnen der Welt „Das ist die Frau mit dem silbernen“, wurde mir gesagt, als ich während der Schauflüge in der Olympiawoche auf dem Flugfeld stand. „Was ist denn das— das silberne?“ Mir schwebte so etwas wie das hohe C des Sängexs vor, die erstrebenswerte Stufe eines Tenors— aber ich konnte dieses C nicht in Einklang bringen mit der blonden Sportsfrau Hanna Reitsch, die eben aus ihrem Segelflugzeug kletterte. „Die internationale Studienkommission für den motorlosen Flug hat kürzlich an 200 Segelflieger das silberne C“ als höchste Auszeichnung verteilt! Unter den 200 Ausgezeichneten befanden sich nur 3 Frauen, und alle Drei waren Deutsche: Hanna Reitsch, Eva Schmidt und Lotte Tourné=Hogeweg!" Drei deutsche Frauen als beste Segelfliegerinnen der Welt: wir können stolz sein, dieses„silberne“, das da verteilt wurde, ist sicher gleichzusetzen mit einer goldenen Olympia=Medaille! Statt Goldmedaille— ein„silbernes“! Unsere deutschen Segelfliegerinnen dürfen mit dieser Auszeichnung zufrieden sein— denn sie wurde schwer erkämpft. Hanna Reitsch, die erste und bekannteste deutsche Segelfliegerin, die jetzt am Deutschen Forschungsinstitut für Segelflug in Darmstadt tätig ist, hat den Ruhm der deutschen Segelfliegerei weit über Deutschlands Grenzen getragen: sie nahm teil an den Segelflugexpeditionen nach Südamerika und Finnland und stand dort wacker„ihren Mann". Das„Mädchen mit dem Steuerknüppel“ wird nun in den Fliegerkreisen ernst genommen, man lächelt nicht mehr über die fliegende Frau, denn sie hat bewiesen, daß sie etwas kann. Jung, blond und immer lustig ist Hanna Reitsch— unsere Flieger=Hanne, wie sie genannt wird. Ein guter Kamerad, energisch und zielbewußt. Ihr erster Segelflug, von dem sie noch immer gern erzählt, war ein Flug im schwersten Gewitter über Schlesien. Sie kannte keine Furcht— als echte Fliegernatur. Eva Schmidt, ein Pommernmädel, erst 18 Jahre alt, ist die jüngste Trägerin des„silbernen“. Sie hat sich diese hohe fliegerische Auszeichnung schwer verdienen müssen, denn die Widerstände, daß ein Mädel ins Flugzeug klettert, waren groß. Die Eltern Schmidt hatten fur den Sport ihrer Tochter nicht allzu viel übrig— aber nun hat Eva sie überzeugt! Mit ihren 18 Jahren kann sie es ja noch weit bringen, vorläufig ist sie die jüngste Leistungssegelfliegerin der Welt! Sie bastelt selbst viel an ihrem Flugzeug herum, in Schlawe in Pommern ist sie bei der Fliegerortsgruppe zu Hause. Wenn man sie besuchen will, dann muß man in die Modellwerkstatt der Flugmodelle gehen— da findet man sie. Eva Schmidt will nun zur Motorenfliegerei übergehen, denn die Liebe zu Luft und Wolken, zum Vogelflug und Losgelöstsein von der Erdenschwere hat sie ganz gepackt, der Fliegerei hat sie ihr Leben verschrieben! Und das dritte„silberne C“ für Frauen? Eine Ehefrau hat es gewonnen, Frau Lotte Tourné=Hogeweg. Sie ist Berlinerin— aber man trifft sie hauptsächlich im Segelfliegerlager in der Rhön oder in Ostpreußen.„Flieger=Mutter“ wird sie genannt, denn neben ihren großen segelfliegerischen Leistungen hat Frau Tourné=Hogeweg ein warmes mütterliches Herz für ihre Fliegerkameraden. Drei deutsche Frauen als beste Segelfliegerinnen der Welt: gäbe es hier goldene Olympia=Medaillen zu verteilen— sie würden den Preis erringen! D. K. Hässliche Frauen? So lange die Welt steht, wird es immer wieder Frauen geben, die von der Natur benachteiligt sind, an deren Wiege eine böse Fee stand, die ihnen die Schönheit versagte. Aber müssen unschöne Frauen häßlich sein? Mussen unglückliche Geschöpfe aus ihnen werden, die im Bewußtsein ihrer Mängel sich ängstlich und scheu steis im Winkel halten? Wenn die Mütter solcher Töchter früh genug anfingen, bewußt diesem Schicksal entgegenzuarbeiten, dann würde die sogenannte Häßlichkeit bei Frauen, immer weniger existieren, dann würde zum mindesten Häßlichkeit nicht mehr Unglück bedeuten. Aus häßlichen Frauen können reizvolle Frauen werden, wenn man in ihnen gewisse Begabungen weckt, die die Natur fast immer zum Ausgleich gegen gewisse körperliche Mängel geschenkt hat. In jeder Frau stecken die verschiedensten Möglichkeiten, sie müssen nur entwickelt werden. Nie hat es eine Zeit gegeben, die es den Frauen, die es jeder Frau so leicht machte, reizvoll zu sein. Denn es gibt keinen festen Typ mehr wie etwa zu Goethes Zeiten, dessen arme Schwester Cornelia durch die Mode gezwungen wurde, die Haare straff aus der Stirn zu ziehen, aus dieser Stirn, die für die Schönheitsbegriffe ihrer Zeit viel zu hoch war. Heute hätte ihr der Friseur zu einer Ponyfrisur geraten, und der Fall wäre erledigt gewesen. Noch in den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts galten für die Schönheit ganz bestimmte Regeln. Heute steht es fast jeder Frau frei, sich ihren ganz eigenen Typ zu wählen und diesen Typ so zu kultivieren, daß sie in ihrer Art vollkommen, das heißt schön, wirken wird. Eine häßliche Frau kann heute eine ganze Menge anderer Eigenschaften haben, sie kann Temperament oder Charme haben oder Sportgeist... wie denn überhaupt der Sport ein wahrer Segen für die„häßlichen“ wie für die schönen Frauen geworden ist. Eine häßliche Frau mit einer sportlich durchtrainierten schönen Figur ist heute jeder hübschen Frau gleichgestellt. Sie hat eine Lockerheit der Glieder, etwas Sicheres in ihrer ganzen Art und meist auch ein so liebes kameradschaftliches Wesen, kurz, die meisten Sportfrauen sind„patente Kerle“, so daß die meisten Männer sich gar nicht den Kopf darüber zerbrechen werden, ob diese Frauen schön oder häßlich sind. Nun gibt es aber auch Frauen, gegen die die Natur besonders hart war, und denen selbst der geübteste Schönheitsberater wenig helfen kann. Aber selbst solche Frauen sind durchaus kein verzweifelter Fall. Es ist selbstverständlich, daß solche Frauen sich besonders pflegen müssen, denn eine gepflegte häßliche Frau wirkt immer noch hundertmal angenehmer als eine ungepflegte hübsche. Man hat heute außerdem sehr viel Möglichkeiten entdeckt, durch operative Eingriffe die ärgsten Fehler zu beseitigen. Aber es gibt zu alledem noch eine andere als die äußere Kosmetik... und das ist die En Dem Herbste entgege Was werden wir im Herbste tragen? Ist's nicht zu früh noch, locken nicht Organdy, farbiges Leinen, und die lichten, duftigen Sommerstoffe hinaus in sommerlich warme Sonnenstrahlen, will nicht das zarte Spitzenkleid noch zu seinem Rechte kommen? Und dennoch, Mäntel, Kostüme, Kleider werben und schmeicheln in allen Modenzeitschriften. Wundervoll warme Stoffe von winterlicher Weichheit in den satten, tiefen Farben, die an reifen Wein und fallende Blätter erinnern, liegen in den Schaufenstern. Man geht heute noch vorbei— vielleicht auch noch morgen—, dann Hertha Meyen geht's einfach nicht mehr, die Zeit des großen zerbregens beginnt! Und es gibt ja so herrlich viel Neues. Das herbstliche Kleid verlangt, und das ist wohl das benerkenswerteste der kommenden Mode, eine bewußte Trennung zwischen dem sportlichen Wollkleid, das knipp, schmal, sachlich und dem Nachmittagskleid, das ireendwie eine Weite hat. Der keulenartig gearbeitete Aermel, eckige Tütenfalten, eine glockige Kasack mit ihrem ausschwingenden Rand geben diesem die über die schlanke Linie hinaus strebende Weite. innere. Häßliche Frauen müssen versuchen, vor allem eines zu gewinnen: Selbstsicherheit. Durch Selbstdisziplin, durch seelische Erziehung, durch klare Erkenntnis ihrer selbst, ihrer Fehler und ihrer Möglichkeiten müssen sie jene Harmonie erreichen, die auf die Menschen so stark wirkt, stärker als äußere Schönheit, die zerfahren und eitel auftritt. Häßliche Frauen sollten ihre Stimme kultivieren. Es ist erstaunlich, wir stark schöne, sanfte Stimmen auf andere wirken können. Sie sollten ihre Bewegungen kontrollieren, nicht, indem sie sich geziert bewegen, sondern indem sie anmutig sind. Es gehört viel Selbsterziehung dazu, bis es zur zweiten Natur wird, denn Natur muß es werden, sonst wirkt es peinlich. Vor allem sollten sie alles Laute vermeiden. Bescheidenheit, Liebenswürdigkeit und Güte können die häßlichste Nase vergessen machen und werden auf die Dauer stets stärker wirken als das lärmende Auftreten einer hübschen Pute. es ladet dich herzlick ein Deine Lette Unser Kind als Gastgeber Soll man es gestatten, daß die Kinder immer einmal kleine Gäste zu sich bitten und dafür auch bei den Freundinnen einmal eingeladen werden? Ja, unbedingt ja. Da sind überängstliche Mütter, die befürchten, dieses„Aus=der=Ordnung=bringen“ könne ihrem Liebling schaden, mache es vielleicht gar blasiert und überheblich. Ja, das Kind braucht sehr viel Ordnung und Regelmäßigkeit, aber in Pedanterie soll sie nicht ausarten, und so ein kleiner Kindernachmittag braucht beileibe nicht dazu angetan zu sein, um aus deinem Kinde nun ein erwachsen wirkendes frühreifes Menschlein zu gestalten. Diese freudvollen Abwechselungen schaden unseren Kindern gar nichts; wir können sie ihnen ruhig gönnen. Je früher sich unser Kind in der Tugend des Gastgebers übt um so besser. Die echte Gastlichkeit ist eine starke Aeußerung der Lebensfreude, und eine fruchtbare Beziehung eines Menschen zu seiner Umgebung. Die gastlichen Kinder lernen Rücksicht nehmen, sich selbst aus dem Mittelpunkt fortzurücken und den kleinen Gästen den Vortritt zu lassen. Sie lernen ihr kleines Reich nicht ängstlich vor Fremden zu schließen und mit ihrem Eigentum nicht zu geizen! Besonders für„einzige“ Kinder sind diese frohen Nachmittage wertvolle erzieherische Exempel. Sobald es in den Kräften der Kinder steht, und sobald sie es wünschen, sollte man sie ruhig einen solchen kleinen geselligen Nachmittag allein vorbereiten lassen! Sie dürfen selbst decken, dürfen ihrer erfinderischen Phantasie freien Spielraum lassen, um alles recht nett auszugestalten. Wie viel Freude macht es ihnen, die bunten Einladungskärtchen zu schreiben, und wenn die kleinen Gäste die Papierservietten bewundern, auf die die kleinen Gastgeber eigenhändig selbstgeschnittene Schmetterlinge und Blumen aus Glanzpapier aufgeklebt haben! Ein solcher Nachmittag braucht durchaus nicht kostspielig zu sein. Im Gegenteil, er darf es gar nicht. Je anspruchsloser, um so netter. Auf Schlagsahne kommt es durchaus nicht an, genau wie ein Gästeabend unter Erwachsenen nicht vom Hummer abhängt. Gerade Kinder verstehen es reizend, aus dem Nichts etwas Wunderhübsches hervorzuzaubern. Als Höhepunkt solch kleiner Feier ist sogar gegen das berühmte und seit Generationen so beliebte„Topfschlagen“ nichts einzuwenden, bei dem jedes Kind eine kleine Ueberraschung erhält. Auf den Wert dieser winzigen Geschenke kommt es ja absolut nicht an, sondern lediglich auf die Spannung. Was gibt es da für nette, wertvolle Kostbarkeiten für ein Kinderherz! Ein solcher geselliger Nachmittag regt die Kinder ungemein an und hinterläßt nachhaltige Eindrücke, und wie freuen sich die Kinder, wenn sie auch einmal in fremder Umgebung sein dürfen, und einmal so ganz unter sich als kleine gewichtige Persönchen gewertet werden! Ein Zuviel allerdings wäre auch hier von Uebel, der Reiz der Seltenheit muß diesen kleinen Festen gewahrt bleiben. Zeitschrißtenschau Fratenkultur im deutschen Frauenwerk Ausgebe A.— Verlag Otte Beyer, Leipzig Die Reichsfrauenführerin Frau Gertrud ScholtzKlink, die die deutsche Frau lehrt, wieder mit ganzem Herzen Trägerin ihrer Art zu sein, wieder teilzuhaben an den Geschehen unserer Zeit, zeichnet in der Zeitschrift„Frauenkultur im Deutschen Frauenwerk" in einem Aufsatze„Die Aufgabe der Frau unserer Zeit“ den Wig auf, den wir deutschen Frauen im Gesamtbild der deitschen Volkheit zu gehen haben. Die Hauptaufgabe dir deutschen Frau ist: klar zu ihrer Volksart zu stehen, gut und böse zu erkennen und den Kampf zwischen ilnen zu ihrem eigenen zu machen, genau wie der deutsch Mann; darüber hinaus aber wollen wir uns — als Zugabe gleichsam— bemühen, Burg zu werden fü die Schwete dieses Weges, ein ruhender Pol zu sein, und für alle, die dessen bedürfen, ein frohes Lächelr zu haben... Im zweiten Aufsatze dieses Heftes, Arbeitsdienst und formbildende Kräfte“, vermag Elisabth W. Kallen ein lebendiges Bild zu geben, wie sterk im weiblichen Arbeitsdienste das Erlebnis unserer Zeit wach ist und um Gestaltung ringt. Lebendige Berichte aus der deutschen Frauenarbeit zeigen, we im Deutschen Frauenwerk die Arbeiterin neben der Wssenschaftlerin, die Künstlerin neben der Landfrau seht, und wie alle helfen, einen guten Weg in eine hile Zukunft zu finden. De Kleiderteil zeigt eine reich illustrierte Vorschau teils sihr eleganter Herbstkleider, von denen jedes in Schnit und Form eine eigene Note aufzuweisen vermag. Sehr viel Anregung bietet ein Artikel, der reich bebildert ist:„Aus Leder oder Ledertuch.“ Und wer schon aus den Ferien zurück ist und nicht mehr lange warten mag, dem hilft der Schnittmusterbogen diese einzig schönen Modelle zu arbeiten. Die Hausßrau zät: Roenparfüm für Zimmer. Man pflücke frische Rosen und lege sie ohne Stiele in ein gut gereinigtes und gstrocknetes Glas mit hermetischem Verschluß, wie man S beispielsweise zum Einmachen von Obst brauch, und zwar immer eine Lage Rosen und eine Lage Salz. Nachdem man das Glas fest verschlossen hat, biwahrt man es an einem kühlen Orte auf, und schon lach ein paar Wochen ist das Parfüm fertig. Will nan das Zimmer mit Rosenduft erfüllen, so brauch man nur das Glas kurze Zeit zu öffnen, und ein windervoller Rosenduft wird dann die Luft erfüllen. Durch sorgfältiges Verschließen nach dem Gebrauch kann man sich die Stärke des Duftes monatelang ehalten. Das Spiegelel Von Walter Sperling Hau ruck! Herr Alois Kindlich ist eine Seele von Mensch: aber was zu viel ist, ist zu viel. Den dicken Bemeier betrachtet er als seinen persönlichen Feind. Zwar kennt er Herrn Bemeier nicht— weiß nicht einmal wie er heißt. Das hindert ihn aber nicht, dem Gegner— wenn sich die Gelegenheit bietet— seine ganze Verachtung durch feindselige Blicke zu offenbaren. Die Feindschaft zwischen Kindlich und Bemeier hat einen Grund, der nur von besinnlichen Genießern verstanden werden wird. Passen Sie auf: Herr Alois Kindlich saß eines Tages in einem Lokal und bestellte sich, nach reiflicher Ueberlegung und Durchsicht der Speisenkarte— Spiegeleier. Daran ist nichts sonderbares. Herr Bemeier— der damals noch nicht Herrn Kindlichs Feind war— saß einige Tische weiter und vertrieb sich die Zeit damit, die Gäste zu beobachten: vornehmlich den ihm am nächsten sitzenden Kindlich.— Spiegeleier, richtig zubereitet, sind ein leckeres Gericht. Wohlverstanden, wenn sie richtig zubereitet sind. Herr Kindlich bedauerte daher lebhaft, daß zwei der aufgetischten Spiegeleier zerlaufen waren. Eine Beschwerde verursachte beim Ober Achselzucken, bei Bemeier hingegen gesteigerte Aufmerksamkeit. Mit vor Aerger herabhängenden Mundwinkeln machte sich nun Herr Kindlich daran, die mißratenen Produkte seiner Erwartung, ihrer Bestimmung zuzuführen. Schob mal ein Brötchenstückchen, mal einen Teil des zerlaufenen Spiegeleis in den Mund. Verbesserte ab und zu durch Pfeffer und Salz die Geschmacksrichtung, und vertiefte sich mehr und mehr in seine— für Zuschauer— apvetitanregende Tätigkeit. Herrn Bemeier lief bereits das Wasser im Munde zusammen. Er gestand sich, einen derart raffinierten Kaumglaublich Der treue Wachhund als— Mörder London. Die Wachsamkeit eines Hundes kostete vor kurzem auf seltsame Weise in einer kleinen schottischen Stadt seinem Herrn— das Leben. Ein Villenbesitzer, der in seinem Garten saß, bemerkte, daß in der verschlossenen Garage des Nachbarn ununterbrochen ein Motor lief, ohne daß der Nachbar selbst zu entdecken war. Er eilte in das Anwesen des Mannes um ihn auf seine Wahrnehmung aufmerksam zu machen. Er war jedoch nicht zu finden. Vor der verschlossenen Garagentür stand der riesige Wolfshund des Nachbarn, der knurrend und zähnefletschend jede Annäherung unmöglich machte. Erst nach einer halben Stunde gelang es dem Villenbesitzer und einigen Freunden, den vierbeinigen Wachposten, der das Tor der Garage bedrohlich hütete und auf jeden, der sich näherte, losfuhr, mit Hilfe eines Strickes zu bändigen und zu entfernen. In dem von Auspuffgasen erfüllten Garagenraum fand man den Besitzer des Wagens erstickt auf. Der Tod war erst vor wenigen Minuten eingetreten. Hätte der treue Wachhund den Eintritt in die Garage nicht so lange verhindert, wäre das Leben seines Herrn gerettet worden. Eieresser noch nie gesehen zu haben— und er begann sich über Herrn Kindlich zu ärgern. Das war vielleicht albern, aber das Gebaren des Herrn Kindlich reizte ihn maßlos. Es lag zu viel genießerische Beschaulichkeit in dessen Eiermahlzeit. Er hantierte mit dem Besteck so geschickt, daß zum Schluß nur das runde, unversehrte Eigelb auf seiner Unterlage zurückblieb. Mit zufriedenem Blick bereitete Herr Kindlich seine Sinne auf den letzten Genuß vor. Mit einem Brötchenrest tupfte er das Fett vom Teller, daß Herrn Bemeier am andern Tisch lechzend die Zunge durchging. Mit dem Brötchen schuf sich Herr Kindlich sozusagen die Unterlage für das wunderschön leuchtende Eigelb. Dann griff Herr Kindlich noch einmal nach den Gewürzen, um das Eigelb— die Krönung seines Mahles— aufs Aeußerste schmackhaft zu machen. Bemeier beobachtete jede Bewegung Kindlichs. Wie er mit dem Messer noch einmal um das Eigelb fuhr. Wie er es zur Probe darunterschob, um dann doch die Gabel. zu nehmen. Dann sah er, wie Kindlich das zitternde Eigelb auf der Gabel balancierte, und seinen Kopf mit dem geöffneten Mund senkte— dem Happen vorsichtig entgegenkommend... Auch Bemeier öffnete in Gedanken unwillkürlich den Mund. Dann packte ihn die Wut. Seine flache Hand fiel krachend auf die Tischvlatte, und er schrie: „OOOOber— zahlen!!"— ... Und plumps—' Herrn Kindlich fiel vor Schreck das schöne Eigelb von der Gabel, und zwar so. daß es umgedreht im Teller breitlief. Herr Kindlich legte die Gabel hin, und blickte zu Bemeier hinüber, der ihm in diesem Augenblick nicht nur das Ei— sondern auch eine Welt zerstört hatte, in der er soeben geweilt. Das Gesicht Bemeiers hat er sich für alle Zeiten gemerkt, und immer, wenn er ihn trifft, erdolcht er ihn mit seinen Blicken... „Noch mal'nen Ruck, Karl,—'s jeht schon leichter!“ mir.“ Der böse Vater Die Braut schluchzte: „Willi— mein Vater ist pleite.“ Der wackere Willi nickte: „Habe ich dir nicht immer gesagt, daß dein Vater noch Mittel und Wege finden wird, uns zu trennen.“ Dumme Frage „O weh!“ rief der Tourist,„haben Sie einen Unfall gehabt?“ „Sie Idiot, Sie!“ sagte der Automobilist,„ich habe den Wagen nur umgekippt, um zu sehen, warum sich die Räder drehen!“ Richtig Der Lehrer fragte: „Fünf Jungen stehen vor einem Apfelkarren. Jungen haben die Eltern verboten, rohes Obst zu essen. Wieviel Jungen essen dann Aepfel?“ Meinte Max: „Fünf, Herr Lehrer.“ Anders gemeint „Ich wünsche mir zum Geburtstag lediglich einen Klavierauszug. „Aus welcher Oper denn?“ „Aus keiner. Nur den Auszug des Klaviers über 00 HOrA TSLL LÖNE Silben=Kreuzworträtsel aber wahr Tiere als Blitzableiter Paris. In Laienkreisen, aber auch von Seiten der Wissenschaft wird vielfach die Ansicht vertreten, daß Tiere, besonders Hunde und Schafe, gute Blitzableiter sind. Schafhirten, die von Gewitter überrascht werden, bleiben in der Regel unversehrt, während rings um sie die Tiere dem Blitz zum Opfer fallen. Bei Worcester tötete der Blitz ein Pferd, ohne daß dem Kind, das das Tier führte, etwas geschah. In Belgien befand sich ein Herr Cowen mit seinem Hund in der Wohnung, als ein Blitz durch das geschlossene Fenster drang und das Tier tötete, ohne daß der Herr auch nur eine kleine Erschütterung verspürt hätte. In Praville bei Chartres ging ein Müller zwischen einem Pferd und einem Maulesel, die mit Getreide beladen waren. Der niederfahrende Blitz tötete auf der Stelle die beiden Tiere, während der Müller vollständig unversehrt blieb; ein Blitz, der während eines Unwetters in eine französische Kirche schlug, tötete fünf Hunde zugleich, die hier Unterschlupf gesucht hatten, während die Gläubigen mit dem Schrecken davon kamen. Nach den Berechnungen der Meteorologen sollen auf der ganzen Erde in jeder Stunde eine halbe Million Blitze die Luft durchzucken. Kalorien-Speilekarte im Mittelalter Der schwedische Professor erschaft de Stockholm. ir Eli Heckscher hat die Behlosses Grip köstigung der Dienerschaft oes Schlosses„Gripsholm bei Stockholm im Jahre 1555 mit dem für die heutige schwedische Armee aufgestellten Speisezettel verglichen und ist zu dem überraschenden Schluß gelangt, daß, abgesehen von den Veränderungen in der Art der Nahrung, der Kalorienwert beinahe derselbe geblieben ist. Der heutige Kalorienwert beläuft sich auf 4326, der vor 400 Jahren betrug 4275. Die Nahrung bestand zu jener Zeit hauptsächlich aus Brot, Fleisch, Speck, Fisch und Butter. Das einzige Getränk war Bier. Dagegen fehlten völlig Zucker, Gemüse, Milch, Käse, Eier und Kartoffeln. Die lägliche Fischration betrug im 16. Jahrhundert das Vierfache der heutigen. Der Bierkonsum, nach Kalorien bemessen, war etwa 50mal so groß wie heutzutage, dennoch klagten die Soldten über ungenügende Bierzuweisung. Freilich brauchte man große Biermengen, um die meist eingesalzene Nahrung herunterzuspülen. Taucherweltlauf unter Walter Eine Spoitveranstaltung seltsamer Art fand am Stillen Ozean statt. Drei bei derselben Bergungsgesellschaft angestellte Taucher trugen einen Wettkampf unter Wasser aus in voller Taucherausrüstung, wer am schnellsten eine Strecke von 200 Meter auf dem Meeresgrunde zurücklegen könne. Die Klarheit des Wassers ermöglichte es den Verlauf des Rennens von einem Boot aus zu verfolgen. Außerdem wurde durch den Rundfunk eine Sportreportage verbreitet, bei der der Mereigrunde weilte. densals auf dem Der verhängnisvolle Coltball Bersach Gass mer ein. Rewyork. vernaro Haug war ein munterer kleiner GolfCaddie, der seinem Herrn unermüdlich die Schläger trug, als ihn auf einem Golfplatz bei Newyork ein mit voller Wucht geschlagener Ball traf und betäubte. Als er wieder zum Bewußtsein kam konnte man keine äußerlich sichtbare Verletzung feststellen. Aber seit jenem Tage ist der bedauernswerte junge Mann von einer unheimlichen Krankheit befallen. Er wächst unaufhörlich und ist durch dieses rätselhafte„In=dieHöhe=Schießen“ körperlich so geschwächt, daß er das Bett hüten muß. Nachdem die Aerzte der Meinung sind, daß dieses Wachsen noch andauern wird, hat Bernard Haag den Golfspieler, dessen Schlag ihn verletzte, auf 15000 Dollar Schadenersatz verklagt.(?) Das Krokodil im Kriegsschitt London. George die neueste Attraktion des Londoner Tierparks, ist soeben in seiner Heimat wohlbehalten eingetroffen. Es ist ein Krokodil, das die Reise von China nach England auf dem britischen Kriegsschiff„Cornwall" unternommen hat, wo man den seltenen Passagier mit aller gebührenden Aufmerksamkeit bediente und pflegte. George, der die stattliche Länge von fünfeinhalb Fuß hat, wurde in einem gewaltigen Tank, der durch einen Drahtkäfig gesichert war mitten auf dem Deck des Schiffes untergebracht. Täglich bekam er frisches Fleisch und— sein Lieblingsgericht!— Steingarnelen serviert. Ein Radiator sorgte dafür, daß die Wassertemperatur in dem Tank stets unverändert blieb. So konnte der wertvolle Ehrengast vergnügt und gesund in London in Empfang genommen werden. Rente nach Gewicht Im Jahre 1885 starb ein Bostoner Millionär und hinterließ seiner Frau eine Rente, die in reinem Golde ihr jeweiliges Gewicht betragen sollte. Die Witwe wog 97 Pfund und erhielt im ersten Jahre etwa 81 000 Gulden nach österreichischem Gelde. Selbstverständlich war sie von nun an darauf bedacht, ihren Leibesumfang auf einer ihren Bedürfnissen entsprechenden Höhe zu halten. Der Erfahrene Ein älterer Herr hielt es für angebracht, doch noch zu heiraten. „Sieh mal“, sagte er zu einem alten Schulkameraden,„ich bin jetzt ein alter Mann und rechne nicht damit, noch lange zu leben, und da möchte ich doch, wenn das Ende kommt, jemanden haben, der mir die Augen schließt!" „Hör mal zu“, meinte der andere,„ich habe zwei gehabt, und ich kann dir sagen, die haben sie mir geöffnet!“ Kurz und bündig Dem Mieter wurde von seinem Hauswirt gekündigt. Da er die Meinung vertrat, daß der Hauswirt ihn zum Verlassen der Wohnung nicht zwingen könne, setzte er sich hin und schrieb folgenden Brief: „Sehr geehrter Herr! Ich verbleibe it vergigr P#... Zigeuner Ein Richter in Ungarn verurteilte einmal einen Zigeuner wegen Diebstahls zu fünfundzwanzig Stockschlägen. Der Zigeuner jammerte und schrie: :„Ich will ja gerne die Prügel entgegennehmen, nur erlaube mir, o Herr, daß ich mich so hinlege, wie es mir am bequemsten ist!" Der Richter war damit einverstanden. Da legte sich der Zigeuner unter die Bank und kommandierte: „Nun haut los!“ Wirkung Wien feierte Feste. Der Festredner begann: „Ich sehe vor mir viele glänzende Gesichter—“ In diesem Augenblick kamen zweihundertdreiundvierzig Puderdöschen aus den Taschen. Das durfte nicht kommen „Bist du immer noch verlobt mit der Aenni?“ „Nein!" „Mensch, hast du einen Dusel!... Wie bist du die alberne Gans denn los geworden!" „Ich habe sie geheiratet!“ Bedeutung der Wörter von links nach rechts: 1. Streichgarngewebe, 3. Kirchlein, 5. Biersorte, 6. Vorgebirge auf Rügen, 8. männl. Vorname, 10. Hauptstadt Lettlands, 12. Verdi=Oper, 14. mitteleuropäischer Fluß, 15. Säulengang, 17. Seidengewebe, 19. südostitalienische Landschaft, 22. albernes Geschwätz, 25. Nähgerät, 26. Volk (polit.), 28. der Hauptbegründer der Macht Karthagos im 6. vorchristlichen Jahrhundert, 29. der Gemeinderat im alten Rom, 31. Seeräuber(Mehrz.), 33. japanischer Staatsmann(1926), 34. Waffe, 35. der Autor des Chorals „Lobe den Herrn!“— Bedeutung der Wörter von oben nach unten: 1. Mutter (latein.), 2. Heiliger, 3. biblischer Ort, 4. Dasein, 5. eine der Großen Antillen, 7. Runde(latein.), 9. Denkzettel, 11. Tresse(Fremdwort), 12. der von uns bewohnte Planet. 13. französische Stadt, 14. weiblicher Rufname(Koseform), 16. Stadt westlich vom Vesuv (auf Italienisch), 18. Strafzug in den Kolonien, 19. Erinnerung(Fremdw.), 20. gelehriger Hund, 21. dän. Komponist, 22. französische Sperrbefestigung, 23. Gerücht(Fremdwort), 24. Oper, 27. die dreifache Krone des Papstes, 30. Schlange, 31. die Goldamsel, 32. landwirtschaftlicher Raum, 33. der Stamm eines Truppenkörpers. a— a— p— che— de— der— 93—* —#— find— ga— 9— gpit— heiln— —- In— ku— ling— lum— na— pe — n1— unsl— ot— ra— 500— 90— 91•— tar— 12— tus— ud— vI— wisch Aus vorstehenden 36 Silben bilde man 12 Wörter mit folgender Bedeutung: Päpstlicher Gesandter S E Der Wolf in der Fabel Gegensatzrätsel Man suche passende Gegensätze zu den nachstehend zusammengestellten Wörtern. Die Anfangsbuchstaben der dann entstehenden Wörter nennen, richtig geordnet, eine Oper von Wagner. Süß. Wasser.— Alter, Arbeiten.— Billig, Undank.— Außen, tot.— Mensch, Ecke.— Uber, Stall.— Jung, Männer, Winter.— Fern, Wasser.— Unter, schwarz, Strom.— Rose, Strom. — Dornen, Wald, sie.— Sitz, Unrecht.— Vor, ohne, Nacht.— Keller, Tisch.— Meer, Haus, Lehrling.— Weit, Meer Ossseebad Mohammedanischer Bettelmöng Bühnernagel Geiwaldähliger Mensch Erratischer Block A Nordamerikanischer Strom Eingelegte Arbeit Wallgetuche HGIFNE Anderes Wort für Gesundheitslehre Ruhiger Landsis Nach richtiger Zusammensetzung der Silben ergeben die Wörter in ihren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und den dritten Buchstaben von unten nach oben den Wahlspruch Walter Scotts. Figurenrätsel a Die Buchstaben in vorstehender Figur a sind so zu ordnen, daß die senkrechte e c 2 h 1 Reihe ein tierisches Erzeugnis und die waagerechte Reihe einen Teil der Kopfhaut bezeichnet. Wird nun das Fragezeichen in der Mitte durch einen gewissen Buchstaben ersetzt, so bezeichnen sie einen Berg im Berner Oberland und die Mutter Ismaels. Zeichnung von Georg E. Nagel. Nur zwei Silben! Wer handelte im 1, hat's oft beklagt, Ins 2 soll zieh'n, wer leben will in Mußen. Beim Ganzen einst zum Teufel hat gejagt Gar siegreich unser„Alter Fritz“ die Russen. Auflösungen aus der vorigen Nummer Silbenkreuzworträtsel: Senkrecht: 1. Mumie, 2. Cbarlotte, 4. Lilienstein, 5. Gabriele, 9. Kohlenkasten, 10. Cbenille, 11. Enklave, 13. Berber, 14. Salon.— Waagerecht: 3. Emilia Galotti, 6. Eli, 7. Brite, 8. Steinkohle, 10. Chemikalien, 12. Leder, 14. Save, 15. Bertillon. Kreuzrätsel: Wagen, Hase, Linde, Auber, Wade, Hagen, Lingen, Linse, Augen, Degen, Berlin, Bergen, Segen. Kürzungs=Anagramm: Iran, Maer, Sonne, Tal, Riga, Auder, Nase, Ding, Klee, Orel, Reis, Boa— Im Strandkord. Der Seeheld: Weihrauch, Eigensinn, Dramaturg, Demission, Industrie, Geiserich, Edelstein, Nordenham— Weddigen. Silbenrätsel: Wadal, Arras, Sauerkraut, Ramslau, Idiom, Celsius, Huangho, Tarlatan, Nonsens, Orhoft, Ebenholz, Tschisu, Inlett, Gazelle, Ilmenau, Sarasate. Trapper— Was nicht nötig ist, ist umsonst zu teuer. Dasselbe: Münster. Rosenverteilung: Gretel hatte ursprünglich 13. Marlene 7, Gisela 4 Rosen, also zuerst: 13..4—.14,8—..16— ..8. Eerur ARdr Peemtere Reise- un d Bä derbe i Iag de s B □ C humer Anzeiger — Samstag, 21. August 1936 Kund um den Ialdenensee Ein Wandersonntag Es ist noch gar nicht so lange her, da sah die Landschaft zwischen Kupferdreh und Werden ganz anders aus. Die Ruhr schlängelte sich durch das breite Tal, höchstens unterhalb Hügel wurde es lebendiger an ihren Ufern; denn dort hatten die Kruppianer ihr Bootshaus liegen und so konnte man in früheren Zeiten dort die HügelRegatta erleben. Gewiß, das war auch sehr schön. Aber jetzt ist auf der ganzen Strecke ein gewaltiger See entstanden. Die Ingenieure bemächtigten sich des Ruhrtals. Bäume wurden gefällt, Häuser niedergelegt, Dämme aufgeworfen. Man hörte so manchen Seufzer: Wo ist das liebliche Ruhrtal geblieben, an dem das Auge sein wohliges Entzücken fand? Die Ruhrgenossenschaft mit ihren Wasserwerken, die der Trinkwasserversorgung der anliegenden Großstädte dienen, mußte Vorsorge treffen für den riesig wachsenden Wasserbedarf, für die Reinigung des Stroms und für die Regelung der Flutverhältnisse, die für die Zukunft Hochwassergefahren ausschließen soll. Auch die Wasserwerke waren zur Aufspeicherung des Wassers gezwungen, damit in Zeiten der Dürre keine Not sei. So entstanden die Stauseen, von denen auch einer zwischen Herbede und Blankenstein im Plane ist, durch den dann auch die Großstadt Bochum zur Seestadt werden soll. Wie herrlich sieht jetzt die Landschaft aus! K STEELE PFEROREH&a # 9 HEISNG PAEISINGEN MMEROEN PASORATSBERG Es gibt kaum mehr einen Menschen, der sich ihrer nicht freuen würde. Das Ruhrtal hat neue Reize gewonnen durch dieses Staugewässer und niemand denkt mehr zurück an die senkrechten Bühnen, die etwa vor hundert Jahren ebenfalls von Ingenieuren in den Strom hineingelegt worden waren und die der Flußregulierung dienten. Jetzt ist der See nicht nur Staugewässer, nicht nur Kraftwerk, er ist ein Förderer der Volksgesundheit, ein Arbeitgeber, der immer neue Pläne reifen läßt. Seine Ufer wollen dei Freude, der Erholung und der Gesundheit dienen, nicht nur der Arbeit. In seiner Nähe entstehen neue Wohnviertel und Scharen von Ausflüglern treffen sich aus allen Richtungen täglich, besonders Sonntags. Hier oben im Wald und unten am See kann man Erfrischung, Gesundheit, Erholung suchen. Der Baldeneysee hat jedoch eine noch viel größere Aufgabe, die hier aber nur kurz gestreift sei. Er bietet im Notfalle die Möglichkeit, über die Ruhrstaue hinweg Rheinwasser stufenweise die Ruhr hinaufzupumpen, nämlich dann, wenn der Vorrat der Gebirgstalsperren einmal nicht ausreichen sollte, das der Ruhr durch die vielen Wasserwerke entzogene Wasser zu ersetzen. Das erste Rückpumpwerk dieser Art hat der Ruhrverband 1929 in der Ruhr bei Duisburg errichtet und im September 1929 eine Woche lang betrieben, als die Ruhr infolge Wassermangels überhaupt keinen Abfluß zum Rhein mehr hatte. Wenn wir also zum Baldeneysee wallfahren, dürfen wir ruhig einmal darüber nachdenken, daß die Schönheit des Sees, der Sport, der unsere Nerven stählt und unser Blut reinigt, nur eine angenehme Beigabe sind, daß der Hauptwert dieses Sees in seinen wirtschaftlichen Funktionen liegt. Wir werden uns dann auch gern über diese Dinge an Ort und Stelle noch näher unterrichten. Es sei nur noch erwähnt, daß die Bauarbeiten für den See im Juli 1931 begannen, und daß im Mai 1933 bereits mit der Kraftausnutzung begonnen werden konnte. Es ist also alles noch ganz neu und doch— welche Leistungen sind schon vollbracht worden. Zwischen Haus Scheppen und der Baldeneyer Stiege, zu der eine Fähre hinübersetzt, entsteht jetzt ein großes Freibad westlich des Winterhafens. Im Heisinger Bogen, hinter den Vogelschutzgehölzen, werden große Badewiesen hergerichtet. Der Segelsport hat sich bereits ganz groß aufgetan, ebenso die Ruderer und Paddler. Neue Bootshäuser schieben sich prächtig an den Strand. Wanderungen zum Seegebiet Von der Platte aus hat man einen wunderbaren Blick auf Werden, auf Villa Hügel und auf den Stausee, den man auf herrlichen Waldwegen, dann mühelos erreichen kann. Die Ruhrhöhenwege sind besonders zu empfehlen, sie führen meist durch Wald und bieten immer wieder neue entzückende Blicke in die Landschaft und auf den See. Wer von Bochum aus eine lohnende Wanderung für wenig Geld zum schönsten Aussichtspunkt über dem Baldeneysee gelangen will, der fährt nach Steele, sucht am Steeler Stadtgarten vorbei den Ruhrhöhenweg auf, kommt an der„Zornigen Ameise“ vorüber zum Hexenpoth an der Ruhr und tritt bald darauf nahe Schloß Schellenberg und den schönen Villen von Heisingen in den Wald ein, der auf lieblichen Wegen zur Ruine Neu=Isenburg führt. Wenige Schritte weiter liegt das alte kleine Gasthaus zur „Schwarzen Lene“ und die„Schöne Aussicht". Von hier aus kann man den ganzen See überschauen. Es lohnt sich aber auch, von Kupferdreh aus in die Berge hinauf zu steigen. Hier treffen sich die Wege von Langenberg und Nierenhof bzw. Velbert her. Der Schellenberger Wald, die Baldeney, der Kruppsche Wald und der Plattenberg bilden den herrlichen Rahmen für das reizende Seebild. Haus Scheppen, Baldeney gegenüber gelegen, ist eine alte Wasserburg, deren jetzige Lage am See viel schöner geworden ist. Hier geht der Weg ins Hespertal hinein, ins Bergische Land. Ein herrlicher Weg führt von hier aus zur viel besuchten Bleibergquelle. Eine Strecke weiter grüßt dich Schloß Aprath das unter neuer Hand seine Renaissance erleben will. Lebhaftes Treiben herrscht an schönen Tagen auf dem See. Morgens in aller Frühe aber liegt er ganz still da. Schaut man dann von der Höhe hinab auf die weite Wasserfläche so kann man sich das frühere Bild kaum mehr vorstellen und meint, so wie jetzt hätte es schon immer sein müssen. Billige Fahrten. Nun sei noch gesagt, daß man mit Sonntagsund Mittwochskarte zum Baldeneysee kommen kann. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Essen=Stadtwald,=Hügel,=Werden,=Heisingen,=Kupferdreh und =Steele. Man kann eine Baldeneyseekarte lösen und hat dann für den Rückweg freie Wahl. Man fährt z. B. bis Werden, beginnt dort seine Wanderung und kann über Kupferdreh oder Heisingen zurückfahren. Man kann auch auf dem Baldeneysee Dampferfahrten machen. Die Fahrten gehen von Werden zum Wehr, nach Hügel, nach Baldeney, zum Haus Scheppen, nach Heisingen, nach Heisingen=Aue und nach Kupferdreh. Die ganze Strecke kostet 50 Pfennig. Es ist also möglich, einen Wandertag am See abwechslungsreich mit Land= und Wasserfahrt zu durchbrechen, um so die ganzen Reize der Landschaft durchzukosten. M. F. MSe GALLE— LEBER FETTSUCHT Z UCKER MAGEN— DARM chron. VERSTOPFUNG HOTEL KURHAUS— KURANSTALT HOHENLOHE geöffnet April—Oktober Februar—November Ab 1. Sept. ermäß. Kurtaxe u. Pons.-Preise. Pauschal- u. Vergünstigungskuren. Heizb. Wandelhalle im Kurpark Zu Hauskuren: Mergentheimer Karlsquelle und Mergentheimer natürliches Quellsalz erhältlich in Mineralwasser-Großhandlungen, Apotheken u. Drogerien, wo nicht, durch die Kurverwaltung Bad Mergentheim Luftkurort Roienburg a. Fulda in Hessen-Nassau bei Kassel, mit seiner einzig schönen Lage im Fuldatal, am Fube des Alheimers, umgeben von bewaldeten Höhen, bietet freundliche Aufnahme dem Wanderer. Naturfreund, Erholungsuchenden und Dauermieter. Auskunft und Werbeschrift durch den Kurund Verkehrsverein und Bürgermeisteramt *• 00* Weserluftkurort 6 um von Bad Deynbausen Herrliche Gebirgslandschaft, Stahlbad f. Rheuma u. Nerven, Weserbadeanstalt, Sportplatz, Angelsport, Pauschalkuren, Tagespensionen. Schwefelmoorbäder Seebruch und Senkelteich bei Vlotho f. Rheuma, Gicht usw. Beste Heilerfolge. Autobusverbindung mit der Stadt. Prospekte durch das Städt. Verkehrsamt KNNN Moor- u. Schwetelbad bei Viotho a. d. Weser Fernruf Vlotho Nr. 381 Hervorragende Heilerfolge, auch in schwierigsten Fällen, bei Rheuma, Sicht, Ischias, Hautkrankheiten, Nerven- und Frauenleiden Billige Pauschalkuren von 130.— RM. an einschl. sämtlicher Kosten. Prospekte durch die Badeverwaltung Nert# Erschopffe und rheumatische Leiden Spezialkuranstalt Hotheim 34(Taunus) Mäßige Preise. Dr. M. Schulze-Kahleyes, Nervenarzt SPAT bei Boppard.Rh. Kurhelm Dr. Fuhrmann Hissanee Für Stoftwechsel-, Nerven- und innere Krankheiten. Erneuerungs-, Diät- und Fastenkuren Luftbäder! Jede Diätform! Wasser! Kneipp! Pauschalpreisel Prospekt. Fernsprecher Deti mold 2039 „Waldfrieden“ Privat=Pension, Berlebeck. Schönster Ort des Teutoburger Waldes. Herrl. staubfreie Lage. Nähe Hermannsdenkmal, Externsteine. Gute Verpfl. Preis.50. Hausprosp. frei. Teutoburger Wald Farsthaus Waldesruh(Gasthaus) „one, ruh. Lage i. Hochwald, Blick z. Hermannsdenkmal, Nähe Freibad, Sp.= u. Liegew., frdl. Aufn., eigene Landw. fl. Wasser, gute, reichl. Verpfleg., Pr. 3,25 J. k. Nebenkost. W. Hanning, Stapelage, P. Pivitsheide. Solbad Laer Pensionshaus Ridder biet. Ihnen in ruh., best. Lage, am Fuße d. Teutob. Waldes, angenehm. Aufenthalt. Volle Verpflegung, Erzeugnisse aus eigener Wirtschaft. Bill. Pensionspreise. Prospekte frei. Sommerfrische Wehrett Ganz in der Nähe von Bad Meinberg. Anerkannt gute Küche, große neuzeitlich einger. Zimmer, Garten mit Liegest., Bad i. H. K. Kurtaxe. Pensionspr. 3 J. Prosp. Freibadgel. Heinr. Hahn, Tel. 303 Horn. Bad Rothenfelde Wais““. Priv.=Pension Böhne, Tel. 580 In schön. sonn. Lage, dir. a. Walde, ruh. frdl. Zimmer, herrl. Aussicht. Großer Teich, freie Kahn= und Paddelfahrten. Gute u. reichl. Verpfl. Landwirtsch. Betrieb, August 3,50.4, September 3,25.4. (bei Bad Pyrmont) Haus Wiehe, Tel. 56. Neuzeitl. eing., nächste Nähe d. Kurparks u. d. Waldes, vollst. staubfr. rh. Lage, Gart., Liegewiese. Bekannt.gut. Verpfl., 4 Mahlz. Mäßig. Preise. Gratis=Prosp. anford. Sommer=# Phol- bei Schieder frische Stethonz Bd. Pyrmont Tel. Schieder 18. Gast= u. Pensionshaus Muß, dir. a. Hochw., Liegew., Bad, fl. Wass., Terr., mod. Speisesaal. Pensionspreis 3,50—3,75 c, September Oktober 3,25 J. finden liebevolle Aufnahme in m. saub. Landhaus, a. Hang d. Wiebengebirges gelegen. Schöne wald. Gegend. Liegestühle. Gute Verpfl., vier reichl. Mahlzeiten. Tagespr..60 MK, keine Nebenkosten. Eig. Landwirtsch. Privatpension Heinr. Tiemeyer, Ahlsen 8, Post Hüllborst, Bahnstat. Löhne. Verzichten Sie in Ihrer Urlaubszeit nicht auf den „B..“ Kurhaus Bad Holzhausen anerk. Stahl=Schwefelbad. Ruhige Lage am Fuße des Wiehengebirges. sch eingerichtet. Liegewiese Neuzeitlich eingerichter. Llegewiese, Frsbad. Pensionspreis:.— bis ####. Prospekte: Verkehrs=Verein und durch den Besitzer Fr. Holsing Fernruf: Lübdecke 460. Bad Purmont Pensionshaus„Göldener Anker“ Unt. Brunnenstr. H. Stäbe. Fernr. 461. Anerk. g. Küche b. zeitg. Preis. Haus Brand im Teutoburger Wald, Bad Meinberg Ruh., herrl. Lage für Sommer= u. Badegäste, gr. Gart., Liegewiesen m. Liegestühlen, schöne, sonn., moderne Zimm, fl. Wass., 10 Min. v. Kurpart, Haltest. d. Straßenb. 140 Meter entf. Erstkl. Verpflegung. Preis.25 b..50 J. Kurzeit bis z. 15. Oktob. Solbad baer Teutoburg Wald. Pension Heinrich Borgmeyer. Ruhe u. Erhol. bei la Verpfl. aus eigen. Landw., Nähe Solbad u. Wald, ruh. staubfreie Lage, Garten u. Liegewiese. Preis.85 Mark pro Tag. Sommergäste sind. angen. Landaufenhalt bei best. Verpfleg., in berrl. Wald= u. Gebirgsgegend. Nähe der Weser, Hörter, Corvey u. Carlshafen. Pens. Sept. ermäß. Bogt Amelungen bei Höxter. Kurhotel Bracksiek b. Osnabrück biet, liebev. Aufenth. u. wirkl. Erhol. i. Wiehengeh, i. Höhenluft u. waldr. Umgedg. Freibad. Dir. a. Walde. O. Haus d. wiederk. Gäste. Neuzeitl. Pens.=Pr. ab 1. 9. einschl. all. bei 4 Mahlz u. erütkl. reichl. verofl. 4 3 75. Hausorais. u. Boch. Res. Ponsion„Haus am Rhein“, direkt am Rhein, gegenüber der Marksburg gelegen. Herrlicher, großer, schaltiger Park. Liegewiese, Badegelegenheit. Bekannt gute, bürgerliche Küche, 4 Mahlzeiten..60 Mk. Keine Nebenkosten. Prospekte Privatpension Frau G. Althaus, Medebach i. Sauerland Sommergäste find. liebevolle u. gute Aufnahme v. best. Verpfl., in schön., 1929 erb. Landbs. mit schön. Liegew. u. Garten. 4 rei hl. Mahlz. Preis für Aug..30, f. Sept. .10 Mk. Nähere Ausk. erteilt Frau W. Geilmann, Bochum, Tel.66233 Warum so welt 7 Da: Gute llegt se uns Altbek. gute Verpfleg., 4 Mablz., 3 Mr. Aeuß. ruh. schöne Lage. Privatpension Haus Oberste Hilligloh, Otto Dahlmann, Albringhausen üder Witten. W WAESA W Strandbad, Wälder Berge Auskunft: Verkehrsverein Ruh. Landaufenthalt i. Sauerlande, herrl. waldr. Gegend a. Fuße der Bruchhäuser Steine, gute Verpfleg., frdl. Zimmer m. fl.., Liegestühle, eig. Landw. Pens.=Pr. 3 K. k. Nebk. Paul Wiese, Elleringhausen, üb. Bestwig, Bahnstr. Hagen—Kassel. Gaststätte und Pension Wulefrieden am Laacher See. Post Andernach. Tel. Burgbrohl 295. Zimmer mit fl. kalten u. warmen Wasser, Bäder. Wegen seiner herrl. Lage für Sommerfrische sehr geeignet. Das Haus mit dem schönsten Blick über den See zur Abtet Am Laacher See Gasthof u. Metzgerei Hugo Mittnacht in Wassenach. Herrl. an Wald u. See gel., neu eing. Zimm. m. fl. ., sch. Gart., beste Verpfl., 4 Mablz., garn. Frübst.,.=Pr. Sept..25, k. Nk. Höhenlustkurort Ober=Abtsteinach im Odenw., a. Hardtberg, 600 m(über Weinheim, Bergstr.), Pension„Zum goldenen Bock“, altbek.., g. Küche u. Landw. dabei. Autoverb., 4 Mahlz. 3 M. Monatspens. 80 J, Dauerp. v. 70 u an monatl. Bes. Gg. Berg. Ellenz Mosel Schöne Lage In der Mosel, gute Zimmer, reichliche Verpfl. Pension .— Mark. Gasthaus Pension Friedrichs, Ellenz(Mosel). Bassadeldnd der Kurpark des rhein.-welff. Indultriegebietes Empfehlenswerte Sommertrilchen Berghausen(Hochsanerland Gasthof und Pension Schulte, Tel. 328 Schmallenberg. Altbek. Haus, schönste 6gd. d. Hochsauen. Frdl. Aufn. ia Verpfl., 4 Mahlz., p. Tg..75, ab 25. 8..50 Mk. Bad, fl.., k. Abk. Bödefeld Bödefeld(Freiheit) Gasthof u. Sommertr. Josef Fehr. Tel. 10, Liegewiese,-stühle, ZI. m. fl.., Ztr.-Hz. Bad, Jederz. fr. Forell. 4 Mahlz. Pens.-Pr. v. 4,-Mk. an. Autohalle, Strandbad SIT F WE WES K IA Hemer-Sundwig Hemer-Sundwig bei iserlohn Gasthof Heinr. Meise in nächster Nahe des Feisenmeeres. Telephon 6231 Iseriohn. Sehenswürdigkeiten Heinrichshöhle Gute Speisen u. Getränke. Fremdenzimmer. Pension, Wochenend. Autounterstand.- Stets eingerichtet auf größere Gesellschaften. Iserlohn-Sauerland Sauerland Waldhotel„Franzosenhohl“ bei Iserlohn. Telephon 4122 Wenholthausen Wenholthausen Ponslon Schulte-Engelberts Tel. Eslohe 185, Strandbad, großeL iegewiese, fließendes Wasser auf allen Zimmern, ie Verpflegung. Mäßige Preise Werdohl Werdohl Nur Hotel„Zur Post“ Bes.: Walter Schulte. Erstes Haus am Platze, mit allem Komfort Park, Terrasse, Pension und Wochenend Prospekt anfordern. Telephon 258 und 296 Die.-.-Bäder-Beilage ist Ihr Wegweiser Runke!(Lahn) Beiggarten größt. Hotel a. Platze. Pens..50 JK. (4 Mahlz.), gr. Liegew., 2 Sirdbäd. Prospekt a. Wunsch. Fernspr. 236. Fadtbads(Lahn) 10 Min. von Bad Ems— Gasthaus „Zum Deutschen Kaiser", am Walde t. d. Nähe des Golsplatzes gelegen. Liegewiese. Vorzügl. Verpfleg., sonn. Zimmer, fließ. Wasser, Badegelegenheit. Pens.=Pr. Juli=August.75 4 bei 4 Mahlz. Eigene Landwirtschaft. Keine Nebenkosten. August Lotz. Wellburg Schutal“ Sommerfr. Guntersau, zwisch. Wald u. Wiesen gel., biet. beste Erbolung. 4 Mahlz.,.50 M. Keine Nebenk. Flammersteld Hotel- Pension„Westerwälder Hot“ Bes.: Herm. Neuser, Telephon 258. Schöne sonnige Zimmer, staubfreie Laße, grobe Liegewiese, Strandbad, gute Verpflegung. 4 Mahlseiten,.50 RM. Keine Nebenkosten chrath-Kur Sanster. Dr.Möler Chroch-Kur- Dresden-Loschwitz und alle Naturhelimsthoden Große Eroige. Prospette Pläne für Ihre Urlaubszeit machen Sie am besten nach eingehendem Studium der Anzeiten im „Bochumer Anzeiger“ Sommer= und Ferienausenthalt am Fuße des Malberges pr. Tag.80 RM. bei gut. Verpfl.(4 Mahlz.). Strandb. i. d. Nähe. Frau Peter Hölzgen II, Wwe., Leuterod, Post Siersbabn. Westerwald. Luftkurort Mündersboch Herrl. geleg., inmitten schön. Buchen u. Tannenwälder, dir. am Wald, reine Höhenl., Liegew. Radio, sch. sonn. Zimmer, beste Verpfl., gute bürgerl. Küche, 4 Mahlz. 3,20 RM., keine Nebenkosten, bietet Privatpension Friedrich Kaus. Trholungshaus a Zicheinbledt Idvll. sonn. Lage am Tannenwalde, Liegewiese, Liegestühle, Neubau, Zimmer m. fl. Wass., WC., Bad, eigene Landwirtschaft. Pens.(4 Mahlz.) ab .25 M. preisw. Wochenende, Dauerheim. W. Kaemper, Dahl an der Volme, Ruf 370 Dahl. Ruhe und Erholung find. Sie in still. Dörschen i. Sauerland, abs. v. Verkehr, Bad u. fl.., .=C. i. Hause, Schwimmbad in der Nähe, 4 Mahlz., Tagespr.—.50 ab 1. Sept..90 K. keine Nebenk. Abbolen frei d. Wagen ab Bahnhof Halden a. d. Lenne. Privatpension u. Wiamerfrische Nippel, Berchum, Tel. Nr. 2002 Amt Hohenlimburg. Gasthof Aufmhoff Referinghausen(Sauerland), Tel. Usseln 128. Herrl. Sommeraufenth., eig. Landw., Liegewiese, 4 Mahlz., garn. Frübst., Pens.=Pr..50 M. Nähere Ausk. Tel. 64632 Bochum, Sommerfrischler finden herrl. Landaufenthalt i. schön. waldr. Gegend, neues Landh., beste Verpfl., eig. Landw. Preis f. Sept. .60 J. Herm. Stuckstedde, Ostenfelde=Pohlstadt, Oelde=Land 72. Abholung vom Bahnhof Oelde. Heines' Gast= und Pensionshaus, Steinhorst, Inh. Herm. Zuche, Fernruf 2, Strecke Celle—Wittingen. Eine der schönst. u. ruhigst. Stätten der Heide. Für Erholungsuch, bestens geeignet. Beste Verpfleg. Badegeleg, Luftkurort Ehlscheid i. Westerw., d. Rengsdorf, Hochwald, gepfl. Waldanl., Privat=Pens. Sonnenhof, Bes.: A. Freund. Fernruf Rengsdorf 340. Zim. m. fl. Wasser, Bad i. Hause. Zentralheizg. Gute bürgerl. Küche, Pens..80—.00 K. 4 Mablz., garn. Frübst., k. Rebenk. Höhenlustkurort, Sommerfrische Mengerskirchen Westerw., herrl. Laub= u. Nadelwäld. Schwimm= u. Badegelegenh., wunderb. Fernsicht. Pens. einschl. Nebenk. 3 2c p. Tag. Pension Ferd. Strieder. Ruhe u. Scholung l. sch. ländl. Gegd. auf eig. schön. Gute d. reichlich gute Verpfl. täglich 4 Mahlzeiten. Pensionspr..25 C. Ausf. Prosp. Karl Wente, Gut Externbrock, Post Steinheim/W., Land. Verleben Sie Ihre ferien in Menden der romantischen Kleinstadt im Hönnetal. Ausgedehnter Hochwald, 2 Freilicht-Schwimmbäder, preiswerte Unterkunft. Ausk.erteilt d. Verkehrsverein. Bad Schwartau, Jod= u. Moorbad. am Walde gelegen, schöne, große Zimmer mit u. ohne Balkon. Anerkannt gute Küche. Pensionspreis —.50 Mark. Biete angenehmen Landaufenthalt. Schöne, ruhige Gegend. Gr. gemütl. Sonnenzimmer, Gartenanlage, Liegeweide m. Liegestühlen direkt am., Wald in der Nähe, 4 reichliche Mahlzeiten. Anerk. gute Verpfl. Pensionspreis.80 K. Keine Nebenkosten. Abbolen an der Bahn per Wagen. Landwirt A. Fröhlich, Wadersloh. Scheiderwule! Erholungsuchende finden frdl. Aufnahme bei gut. Verpfl.(4 Mahlz.). Pension.50 K. Keine Nebenkosten. Verkehrs= u. Verschönerungs=Verein Oderscheld(Dillkr.). W K Mut F Si Fe MA ML W Seine Kinder schickt man auch in Spätsomm. i. d. artsche Kinder=Erdolungsheim Schwester M. Jacodi, Ostseebad Brunshaupten= Arendiem Seite 22 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22.=23. August 1936 Kunst und Wissen Glaspapier elektrisch Glaspapier, wie man es benützt, um glatte Flächen abzuziehen oder nachzuglätten, stellt man dadurch her, daß man starke, zuvor mit Leim bestrichene Papierstreifen mit grob gepulvertem Glas bestreut. Die Schwierigkeit bei dieser Art von Herstellung besteht in der Notwendigkeit, die Glassplitterchen möglichst gleichmäßig zu verteilen, und in deren Neigung, sich nicht aufrecht zu stellen, sondern sich flach zu legen, was die Wirksamkeit des Papiers vermindert. Ein neues in Amerika aufgekommenes Verfahren will diese beiden Schwierigkeiten vermeiden. Die Streuapparatur besteht aus zwei metallischen Platten als Elektroden, die an eine Hochspannungsstromquelle angeschlossen sind, deren Stromstärke indessen nur gering zu sein braucht. Zwischen den beiden Platten läuft ein endloses Band, auf dessen Ende aus einem Trichter die Glassplitterchen fallen. Ueber diesem Bande bewegt sich der zu bestreuende Papierstreifen, dessen Unterseite mit Leim bestrichen ist. Sobald ein Glassplitterchen zwischen die zwei Elektroden gerät, findet es sich negativ elektrisiert, fliegt nach oben der positiv elektrischen Elektrode zu, trifft aber unterwegs auf die Leimschicht des Papierstreifens und bettet sich darin ein. Im gleichen Augenblick fühlt es sich aber umelektrisiert, es ist positiv elektrisch geworden, und möchte daher wieder nach der negativen Platte zurück. Der zähe Leim hindert es daran und so kann es sich nur in seinem Leimbett aufrecht stellen so daß das Papier die bekannte rauhe Oberfläche bekommt. Die Verteilung der Splitterchen aber wird dadurch vollkommen gleichmäßig, daß sie alle mit Elektrizität vom gleichen Vorzeichen geladen sind und daher einander während des Auffliegens zur positiven Platte abstoßen. Solches elektrostatisch bestreute Glaspapier soll 30 bis 40 Prozent haltbarer oder wirkungsvoller sein, als gewöhnliches Glaspapier. Rein Anbinden der Lachte mehr Das Anbinden der Lachse ist eine schwere Tierquälerei, von der in weiten Kreisen nichts bekannt sein dürfte. Gefangenen Lachsen, die man zur Zucht verwenden will, die aber noch nicht ganz ausgereift sind, zieht man einen Strick durch Maul und Kiemendeckel und hängt sie noch einige Zeit so in den Fluß. Die badische Staatsregierung hat diese Tierquälerei nun verboten, was lebhaft zu begrüßen ist. Was ein modernes Fernrohr leiltet Ueber die Leistung eines modernen, starken Himmelsfernrohrs werden sich wenige eine wirkliche Vorstellung machen können. Sie läßt sich aber durch folgenden Vergleich sehr hübsch veranschaulichen. Die Monde des Planeten Mars, Phobos und Deimos genannt, sind bekanntlich ziemlich klein. Während der erstere nur zwölf Kilometer Durchmesser besitzt, ist Deimos etwas, jedoch nicht sehr viel, größer. Ihr Abstand von der Marsoberfläche beträgt 6000 und 20 000 Kilometer, also für astronomische Verhältnisse außerordentlich wenig. Wegen ihrer Kleinheit wären sie aber trotzdem auch für Marsbewohner nur als sehr schwach leuchtende Himmelskörper zu sehen. Diese winzigen Sternchen können wir nun sogar mit den besten Himmelsfernrohren von unserer Erde aus beobachten! Da der Mars durchschnittlich 90 Millionen Kilometer von uns entfernt ist, und Phobos nur einen Durchmesser von zwölf Kilometer hat, entspricht dies— auf irdische Verhältnisse übertragen— einem aus 150 Kilometer Entfernung betrachteten Zehnpfennigstück! Wenn man bedenkt, daß dies etwa die Entfernung Bochum— Remagen ist, kann man es schon als ganz außerordentliche Leistung bezeichnen! III. Internationaler Lichtforscherkongreß. Vom 1. bis zum 7. September findet in Wiesbaden der III. Internationale Kongreß für Lichtforschung statt, auf dem eine Reihe von wissenschaftlichen Problemen behandelt wird. Reichsinnenminister Dr. Krick hat die Schirmherrschaft übernommen und wird den Kongreß mit einer Ansprache eröffnen. Den Festvortrag hält der Professor der Gießener Universität, Rudolf Herzog, über das Thema:„Das Licht im Glauben und Brauch der Zeiten und Völker." Zu Ministerialräten ernannt. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Der Fuhrer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Göring den Direktor bei der Generalintendanz Scheffels und den Oberregierungsrat Sawade von der Generalintendanz der Preußischen Staatstheater zu Ministerialräten ernannt. neuerdings wieder als Kraftgas für die ZeppelinLuftschiffe. Als im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts der Gasbeleuchtung bereits im elektrischen Lichte ein grimmiger(begner erstand, gelang es dem Oesterreicher Auer von Welsbach, durch die Erfindung des Gasglühlichts 1885 die unausweichliche Entscheidung um ein Menschenalter hinauszuschieben, und die Einführung des Hängeglühlichts sowie des Preßgaslichts halfen gleichfalls das Ende zu verzögern. Heute scheint die Aera des Gaslichts für allgemeinen Gebrauch vorüber. Daß es mit seiner trotz erstaunlicher Verbesserung mäßigen„Lichtdichte“ nicht immer genügen kann, ist nun einmal Tatsache, und so mußte es den willigeren elektrischen Lichtquellen mit der Zeit den Platz räumen. Wenn aber auch Gas kaum mehr als Leuchtmittel, nur mehr als Heizmittel gilt, wenn dem Gase derzeit nur geringe Sondergebiete in der Lichttechnik vorbehalten sind, so ist damit nicht gesagt, daß es nun ein für allemal ausgeschaltet bleiben wird. Landeskirchliche Archivare Die im Verhältnis zu früheren Zeiten ungeheuer gestiegene Beanspruchung der kirchlichen Archivare durch Millionen von Anfragen über Familien= und Sippenforschung hat dazu geführt, daß weiteste Volkskreise auch mit diesen, früher nur den Fachleuten bekannten Einrichtungen in Verbindung kamen. So gewinnt auch die Tagung der evangelischen Arbeitsgemeinschaft landeskirchlicher Archivare, die am Montag und Dienstag in Bonn stattfand, ein größeres öffentliches Interesse. Den Vorsitz führte dabei der Beauftragte für das Kirchenbuchwesen bei der Kanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche, Konsistorialpräsident D. Hosemann(Breslau). Dem Sinne der Arbeitsgemeinschaft entsprechend, die vor allem im Bewußtsein der Bedeutung des kirchlichen Archivgutes für unser deutsches Volk die Stärkung und gründliche Organisation der kirchlichen Archivverwaltung anstrebt, standen fachliche Themen auf der Tagesordnung der Bonner Tagung, die von Teilnehmern aus dem ganzen Reichsgebiet besucht war. Geschichtstafe! 22. August 1856 Der Architekt Emanuel von Seidl in München geboren(gestorben 1919). 1859 Der Maler Walter Firle in Breslau geboren(gestorden 1929). 1887 Der Reichsfinanzminister Graf Lutz Krofial= Schwerin in Rathmannsdorf(Anhalt) geboren. 1914(bis 27.) Deutscher Sieg bei Longwy=Longuyon (Kronprinz Wilhelm von Preußen). 28. August. 1572(in der Nacht zum 24.): Bartholomäusnacht Niedermetzelung von 2000 Hugenotten in Paris, gegen 20 000 in ganz Frankreich. 1831 Feldmarschall Graf Neithardt von Gneisenau in Potsdam gestorben(geboren 1769). 1914(bis 31.): Schlacht bei Tannenberg. Generaloberst Paul von Hindenburg und sein Generalstabschef Ludendorst vernichten die russische NarewArmee. 1914 Kriegserklärung Japans an Deutschland und Rumäniens an Oesterreich. ses Janse Leadtiga. in Beallattana Von Ed. R. Theiffer Volle 125 Jahre sind es hes, daß man in Deutschland erstmals einen Stadtteil mit Leuchtgas erhellte. Der Bergkommissar Wilhelm August Lampadius ein vielseitiger Gelehrter, war es, der damals, im Jahre 1811, einen Teil von Freiburg in Sachsen mit der „brennbaren Luft" beleuchtete, die in der ersten Zeit ihrer Anwendung in Deutschland wie im Ausland Gegenstand vieler Anzweifelung und noch mehr Zielscheibe des Witzes war. Doch die Entdeckung des Leuchtgases und die Erfindung der Gasbeleuchtung ist viel älter. Schon 1660 hatte der Deutsche Johann Joachim Becher, der 1685 in London starb, Steinkohle der trockenen Destillation unterworfen, daraus Teer und ein brennbahres Gas gezogen, dessen Flamme er als„philosophisches Licht" bezeichnete. Doch es sollte trotz vielen Versuchen von Engländern, Franzosen und Deutschen noch lange dauern, bis diese brennbare Luft zur Lichtquelle wurde. 1873 benutzte Lord Dundonald auf Culroß Abbey das aus Koksöfen entweichende Gas zur Beleuchtung seines Landhauses und Professor Pickel zu Würzburg im selben Jahre aus Knochenfett erzeugtes Gas zur Beleuchtung seines Laboratoriums. Das Jahr 1783 mag daher als das Jahr gelten, in dem wirklich der Gedanke der Gasbeleuchtung gefunden und in die Tat umgesetzt wurde, und England und Deutschland können sich in den Ruhm teilen, Saatbeet gewesen zu sein. Die Nutzanwendung zu ziehen, aber blieb den praktischen Briten vorbehatten. Der englische Ingenieur William Murdoch machte 1792 die ersten Versuche mit Gasbeleuchtung in seinem Wohnhaus in Redruth und beleuchtete von 1789 an in Soho die Fabrik, in der er tätig war, mit Gas. Das Gas dazu wurde durch trockene Destillation von Steinkohle gewonnen und der Vorteil war, daß man jetzt an einer Stelle erzeugten Brennstoff an beliebig vielen und weit entfernten Brennstellen gleichzeitig verwenden konnte. Aus diesem Grunde wurde die neue Beleuchtungsart bald ein freudig begrüßter Helfer für die bis dahin recht armselige Straßenbeleuchtung. 1803 hatte Murdoch seine Beleuchtung in den Fabrikräumen von Boulton und Watt in Soho eingeführt, 1804 und 1805 bereits einen Apparat für 3000 Flammen an die Baumwollspinnereien in Salford und Halifax geliefert. Sein Schüler Samuel Clegg kann als der Vater der Gaswerke angesehen werden. Er führte die Kondensation der Teerdämpfe ein, die Luftkühlung, die Reinigung des Gases mit Kalk, die Druckregler, Gasmesser und die heute noch üblichen zylindrischen Gasbehälter. Drüben in Amerika hatte man den ersten Pionieren gleich mehr Aufmerksamkeit geschenkt als in Europa, und der Fortschrittsdrang des Landes der damals unbegrenzten Möglichkeiten verhalf der Gasbeleuchtung zu weit rascherer Verbreitung als in Europa, als erst einmal Henfrey 1801 in Baltimore einen Saal mit Gas aus Lignit beleuchtet hatte. In Deutschland hatte, wie schon erwähnt, Lampadius versucht, der Gasbeleuchtung Eingang zu verschaffen, blieb aber ohne Unterstützung, während man in England wie in Frankreich bald große Fortschritte machte. Indessen dürfen wir doch das Jahr 1811 als das Jahr der Einführung der Gasbeleuchtung in Deutschland bezeichnen, und 1816 führte Lampadius auch in den Freiberger Amalgamierwerken das Gaslicht ein, und in Essen beleuchtete man um jene Zeit schon einige Werkstätten mit Gas. Auch in Wien machte Prechtl 1817 und 1818 ähnliche, wenngleich erfolglose Versuche. In London aber zählte man 1819 bereits 51 000 Gasflammen für Privat= und Straßenbeleuchtung und 1822 hatte man dort schon sechs Gaswerke, die 40 Millionen Kubikmeter Gas erzeugten und durch ein Rohrnetz von 400 Kilometer Länge verteilten. In Paris war Gaslicht schon seit 1815 eingeführt, doch erlangte diese Beleuchtung dort erst 1820 größere Bedeutung. In Deutschland aber übersah man Lampadius und seine Pionierarbeit gänzlich und überließ es einer britischen Gesellschaft, der Imperial Continental Gas Association, 1825 in Hannover und 1826 in Berlin für dauernd die Gasbeleuchtung einzuführen. Dann erst richtete 1828 Blochmann die Gasbeleuchtung in Dresden ein. 1833 folgte Wien, 1838 Leipzig. An den Fortschritten in der Gasbeleuchtung sind jedoch in der Folge Deutsche stark beteiligt gewesen. 1848 lehrte Pettenkofer die Darstellung des Holzgases 1879 erfand Siemens den Regenerativbrenner, Oelgas aus Braunkohle und Teer fand Verwendung bei der Zugbeleuchtung, Blaugas(vom Chemiker Brau erfunden) als Brennstoff für Leuchtfeuer und Seezeichen, 1) 1. Es war noch früh am Morgen. Der Strand des kleinen Ostseebades lag blendendweiß und sonnenüberstrahlt da. Langsam und stetig spülte die See ihre Wellen heran, die gichtig und fein sprühend über den weißen Sand liefen, um dann in einer wohltuenden Trägheit zurück in ihr altes Element zu fließen. An diesem schönen Morgen verließ Artur Pahlke die Strandkabine, in der er sich zum Baden umgekleidet hatte, und blieb in dem warmen Sand stehen. Wohlig streckte er die Arme der Sonne entgegen und sog genießerisch die frische, herbe Seeluft ein. Dann stieß er wie ein Junge einen fröhlichen Juchzer aus und rannte in die leise heranrollende See hinein. Vergnügt warf er sich in das aufspritzende Wasser und schwamm munter einer kleinen, sandigen Insel zu, die ein ziemliches Stück außerhalb des durch Bojen abgegrenzten Badegewässers lag. Seit zehn Tagen bereits weilte der junge Mann mit seinem um zwei Jahre jüngeren Vetter, dem fünfundzwanzigjährigen Anton Boller, in dem kleinen, aufstrebenden Badeort Lübitz, und mit jedem Tage gefiel es ihm besser hier. Während Vetter Anton, der den leiblichen Genüssen dieser Welt sehr zugetan war, um diese Morgenstunde ausgiebig zu frühstücken pflegte, nahm Artur Pahlke sein erstes Bad in der jungfräulichen See. Die kleine, weiße Insel kam dem jungen Manne, der mit kräftigen, gleichmäßigen Zügen das Wasser zerteilte, immer näher. Er erreichte sie und verließ In behaglicher Stimmung die See, um oben am Rande der Insel ein Sonnenbad zu nehmen. Plötzlich verhielt er den Schritt. Vor ihm lag in dem weichen, anschmiegsamen Sand ein junges Mädchen in einem roten Badetrikot, der wunderbar mit dem blonden, lockigen Haar seiner Trägerin kontrastierte. Die junge Schöne hielt die Augen geschlossen und schien zu schlafen. Das Mädchen im Sande! Gefesselt betrachtete Artur Pahlke das liebreizende Bild. Das Mädchen hatte eine feine, stolze Nase in dem ebenmäßigen, rosig überhauchten Gesicht und einen kleinen, roten und festen Mund. Das goldblonde Haar war hinter das rechte Ohr gezogen, das sehr niedlich war und von der Sonne rosig durchschimmert wurde. Die Hände hatte sie hinter dem lockigen Kopf verschränkt, und ihr schlanker, kräftiger Körper war voll der Sonne zugekehrt. Ein leiser Wind kräuselte einige vorwitzige Löckchen auf der glatten Stirn, und der hingerissene Artur sah noch, daß ihre geschlossenen Augenlider seidig und lang bewimpert waren. Einfach bezaubernd! dachte Artur entzückt und wagte nicht, sich vom Flecke zu rühren, um die reizende Schläferin nicht aufzuwecken, deren Brust sich in ruhiger Gleichmäßigkeit hob und senkte. Vorsichtig ließ sich der bestrickte junge Mann neben der jungen Seenixe nieder und sab ihr unverwandt in das feine Gesicht, über dem der Hauch eines glückseligen Lächelns lag. Unvermittelt begann sie sich zu regen. Ein leiser, wohliger Seufzer entfloh ihren roten Lippen. Langsam schlug sie die Augen auf, die blau waren. Und in diesen blauen Augen war mittendrin ein schwarzer Punkt, der ganz groß wurde, als das Mädchen den jungen Mann anblickte, der es mit lächelndem Gesicht ansah. Mit einem Ruck richtete sie sich empor. „Wie— was...“ sagte sic erschrocken.„Wer... wer sind Sie denn?" „Ich bin der Sohn vom alten Neptun, wenn Sie gestatten“, sagte Artur launig.„Mein meergreisenhafter Papa hat mich aus unserem nassen Reich heraufgeschickt, damit ich Ihren Schlaf bewache. Und deshalb bin ich hier, liebes Fräulein Seenixe. Guten Morgen!" Wer herzlich lachen will... Das blonde Mädchen mußte lachen und zeigte dabei eine Reihe weißer, wie Perlen schimmernde Zähne. „So, der Sohn von dem würdigen Herrn Neptun sind Sie?“ begann sie, auf den Spaß eingehend.„Wirklich, das ist ja sehr interessant! Darf man fragen, wie es dem Herrn Papa geht?“ „Etwas feucht", sagte Artur,„aber sonst ist der alte Knabe noch ganz gut auf dem Damme. Im Augenblick sitzt er mit seinem Dreizack bewaffnet auf einer großen Algenwiese und weidet seine Meerkälber. Sie sollten uns mal besuchen kommen. Wir haben es sehr nett da unten.“ „Ja, natürlich“, sagte sie lachend,„und dann verzaubern Sie mich unten in Ihrem nassen Reich in ein Fischweib und lassen mich nicht wieder rauf.“ Er ließ ein vergnügtes Lachen hören und fragte: „Mit Verlaub: sind Sie schon länger hier in dem schönen Lübitz?“ „Wir sind gestern nacht angekommen, Papa, Baron Loffberg und ich" erklärte sie. Papa und Baron Loffberg, der ein Bekannter von uns ist, wollten natürlich ausschlafen, und da bin ich allein in der Frühe losgegangen. Ich schwimme nämlich leidenschaftlich gerne. Sie auch?“ „Selbstverständlich“, sagte Artur, dem die melodische Stimme des jungen Mädchens wie Musik in den Ohren klang. „Können Sie auch tauchen?“ forschte sie lebhaft. „Sicher", versetzte er amüsiert. Sie sah ihn eine Weile an Der hochgewachsene junge Mann mit seinem hübschen Gesicht und seinem sehnigen Körper schien ihr sehr zu gefallen. Als er lächelte, lächelte sie auch. „So was, daß ich glatt hier eingeschlafen bin", sagte sie dann. „Sie boten einen allerliebsten Anblick“, versicherte er. „Da haben Sie wohl schon lange hier bei mir gesessen?“. „Leider erst seit einigen Minuten“ gestand er bedauernd und sah sie lächelnd an, worauf sie ein bißchen rot wurde. „Wissen Sie auch“, sagte sie nach einer Weile streng,„daß es eigentlich gar nicht schicklich ist, schlafende junge Mädchen zu belauschen?" „Ich weiß", sagte er und tat sehr zerknirscht.„Aber helf mir der Himmel: ich brachte es nicht übers Herz, Sie aufzuwecken oder gar wieder von hier fortzugehen. Ich kam mir vor wie ein Mensch, dem es vergönnt ist, plötzlich eine der entzückendsten Vertreterinnen aus dem Nixenteich zu sehen.“ machte sie und sah angelegentlichst nach ihren rosigen Zehen, die sie spielerisch in den Sand eingrub. Himmel! dachte Artur begeistert, sie ist doch zu reizend! Laut sagte er:„Uebrigens heiße ich Pahlke, Artur Pahlke." „Ich bin sehr erfreut“, sagte sie höflich.„Ich heiße Tornhausen, Annemarie Tornhausen.“ „Ebenfalls sehr erfreut“, versetzte er würdig, worauf sie vergnügt auflachten und sich die Hand gaben. „Bleiben Sie noch lange hier in Lübitz?“ wollte sie dann wissen. „Noch vierzehn Tage“, verriet er. „Das ist aber schade!“ Annemarie Tornhausen errötete leicht.„Ich meinte“, fuhr sie fort,„es ist schade für Sie, daß Sie dann wieder fort müssen. Sicher müssen Sie irgendeinen Dienst antreten, wie“ „Wie lange gedachten Sie denn hier zu bleiben?“ fragte er statt einer Antwort. „Vier Wochen hat Papa für unseren hiesigen Aufenthalt vorgesehen.“ liest diesen lustigen Roman „In diesem Falle", erklärte er,„werde ich meinen Urlaub verlängern lassen!“ „Oh, wirklich?“ Sie sah ihn freudig an, worüber er ganz glücklich wurde.„Das ist aber fein! Da können wir ja jeden Morgen zusammen schwimmen. Papa und Baron Loffberg, die können nämlich nicht schwimmen. Und zu zweien macht es doch mehr Spaß, nicht?“ „Ganz ohne Zweifel!" stimmte er lachend zu. „Und wenn der Herr Papa nichts dagegen hat, könnten wir auch gemeinsam segeln" „Das ist ja himmlisch!“ rief sie entzückt aus und klatschte in die Hände. Dann schob sie etwas nachdenklich die Unterlippe vor, um darauf fortzufahren: „Ja, wenn Papa es erlaubt, da haben wir schon den wunden Punkt. Sie müssen nämlich wissen, daß Papa große Stücke auf Baron Loffberg hält. Baron Loffberg ist ein ganz netter Herr, und Papa meint daß ich nichts besseres tun könnte, wenn ich ihn heiraten würde. Aber ich weiß nicht recht.. ich bin zwanzig und Baron Loffberg ist vierunddreißig... da ist der Baron doch wohr eigentlich ein bißchen zu alt für mich, wiek“ „Fräulein Annemarie,“ sprach Artur feierlich, „dieser Baron ist entschieden zu alt für Sie! Um Himmels willen, bedenken Sie doch: vierzehn Jahre Altersunterschied! Da ist doch der Baron direkt ein Greis gegen Sie.“ „Nicht wahr? meinte sie nachdenklich, und Artur mußte an sich halten, um sie nicht zu küssen. In ihrer reizenden Naivität wirkte sie noch entzückender als zuvor. Ihr Gesicht hellte sich plötzlich auf. „Aber wir sind ja schön dumm!“ rief sie lachend aus.„Wir brauchen doch Papa gar nicht zu sagen, wenn wir zusammen segeln geh'n. Und des Morgens, wenn wir gemeinsam schwimmen, da sind Papa und der Baron doch noch im Hotel. Na so was, daß wir da nicht dran gedacht haben!" „Da sind wir also zwei Verschwörer, Fräulei: Annemarie! Ich darf doch übrigens so sagen, wenn wir allein sind?“ „Natürlich, und ich werde Herr Artur rufen.“ „Diese langweiligen Prädikate könnten wir eigend lich auch noch weglassen,“ schlug er vor.„Nur Annemarie und nur Artur, find' ich, das klingt doch viel netter.“ „Das ist eine gute Idee,“ lobte sie lächelnd.„Ich bin damit einverstanden, Artur!“ „Das freut mich, Annemarie!“ „Und wenn ich Sie Papa und dem Baron vorstelle, da bewegen wir uns ganz feierlich und förmlich, nicht wahr?“ „Ja, das werden wir tun!“ lachte er,„da wir doch beide große Diplomaten sind!" „Ja, das sind wir!“. Sie lachte hell auf.„Uebrigens, es muß doch bald neun Uhr sein, wie?“ „Da wird wohl nicht mehr viel daran fehlen Wollen wir zurückschwimmen?“ „Ja, ich muß schon, Papa und der Baron werden bereits gefrühstückt haben und nach mir Ausschau halten.“ Annemarie Tornhausen sprang auf die Füße, klopfte sich den Sand ab und zog die rote Badekappe über die Locken. Artur stand ebenfalls auf, und als sie gemeinsan die Insel herunter nach dem Wasser gehen wollten, rutschte sie in dem nachgebenden Sand aus und fiel dem jungen Mann in die hilfsbereit ausgestreckten Arme. „Hoppla“, meinte er lächelnd, während er sie immer noch fest an sich gedrückt hielt,„jetzt hätten Siaber bald einen Purzelbaum geschossen, Annemarie.“ „Ach, dieser dumme Sand“, sagte sie errötend und machte sich sanft von ihm los,„man muß hier tüchtig aufpassen in der Böschung.“ Etwas verlegen eilte sie voraus, und er folgte strahlend. Lachend gingen sie unten in die See hinein wobe sie sich gegenseitig ausgiebig bespritzten. Dann schwammen sie los. * Der Fabrikant Sebaldus Tornhausen, ein kleiner, dicker Herr mit Klemmer und Glatze, in den Fünfzigern, stand in Begleitung des Barons Alexander Loffberg am Badestrand, wo die beiden Herren nach Annemarie ausspähten. Der= Baron, der kein unschöner Mann war, aber etwas verlebt und hager aussah, runzelte besorgt die Stirn. „Das Zimmermädchen“, sagte er,„erzählte mir, daß Annemarie bereits gegen sechs Uhr zum Baden weggegangen ist. Wo mag sie nur stecken? Hoffentlich ist ihr im Wasser nichts zugestoßen.“ (Fortsetzung folgt.) Seite 23 Nr. 196, Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Unterhaltung Der Leutselige Fra##### Von Otte Untkes Es war lange vor dem großen Kriege, da stand bei einem der vornehmsten Regimenter in Potsdam ein Graf von., der unter seinen Kameraden als der schneidigste Reiter des Heeres hoch geschätzt und zugleich der ganzen Bevölkerung als der übermütigste, aber auch freigebigste Lebemann des Standorts bekannt war; so zwar, daß auch die gelegentlichen Opfer seiner tollen Streiche ihm auf die Dauer nicht gram sein konnten. Und obwohl er sehr viel auf seinen uralten Adel hielt, war ihm diese Volkstümlichkeit doch lieb und er verfehlte keinen Anlaß, sie mit lustiger Ueberheblichkeit auf die Probe zu stehen. Wie etwas damals, als ihm ein Freund, der in Afrika diente, ein Paar junger Löwen zum Geschenk gemacht hatte. Da ging er zum Schrecken aller friedlichen Einwohner eine Zeitlang mit den beiden Wüstentieren in den Straßen von Potsdam spazieren. Wenn er auf solche Art begleitet auftauchte, wich vor ihm alles unter Gejohl und Gekreisch in die Haustüren, um dann hinter ihm wieder hervorzukommen und ihm ein anerkennendes Gelächter nachzusenden. Bis die Polizei, da die Löwen älter und bedrohlicher wurden, ihn bitten mußte, seinen wilden Anhang zu Hause zu lassen, Einmal war er von irgendeiner hohen Heeresstelle in dienstlicher Angelegenheit zu sehr früher Stunde nach Berlin befohlen. Als er in aller Herrgottsfrühe aus dem Bette fuhr, fand sichs, daß die Löwen die Stiefel angeknabbert hatten, die der Bursche vor die Schlafzimmertür gestellt hatte. Bis ein anderes Paar herbeigeschafft war, vergingen zwar nur wenige Minuten; aber als der Graf auf dem Bahnhof anlangte, war es dennoch schon zu spät, und der Schnellzug winkte nur noch mit der Schlußlampe aus der Dämmerung heraus. Nun muß an dieser Stelle gesagt werden, daß damals das Kraftwagenwesen noch in seinen allerersten Anfängen stand, und wer schnell von Potsdam nach Berlin wollte oder mußte, der war schon auf die Eisenbahn angewiesen. Der Graf also war nur einen Augenblick betroffen; dann aber, gewohnt, schnell seine Entschlüsse zu fassen, trat er bei dem Bahnhofsvorsteher ein und fragte, ob er einen Sonderzug nach Berlin haben könne. Gewiß könne er das. Und wie lange das währe? Zehn Minuten. Gut. Lassen Sie vorfahren! Damit trat der Graf wieder auf den Bahnsteig hinaus, wo sich indes ein Trupp Marktweiber eingefunden hatte, die auf den Stadtbahnzug warteten. Sie grüßten den Grafen, den sie alle kannten, und er näherte sich lhen „Nak Auch nach Berlin!“ fragte er. „Jawoll, Herr Jraf.“ „Dann könnt ihr ja mit mir fahren.“ Und indes die Weiber noch kicherten, rollte auch schon der Sonderzug, die Maschine und ein Wagen erster Klasse, in die Halle. „Denn man alle rin!“ Die Weiber kletterten lachend und kakelnd in den Wagen, und wie der Graf hinter der letzten den Fuß aufs Trittbrett setzte, fuhr die Maschine an. Als sie sich drinnen alle untergebracht hatten, setzte sich der Graf in einem Abteil mitten unter seine Fahreie feir fer Vechhing nree brie cean sich nicht maulfaul zeigten. veur eine, eine hübsche, unge und stattliche Person, saß still und ziemlich ernst gabel „Na“, wandte sich der Graf an sie,„ist es nicht doch ganz nett, auch einmal in der ersten Klasse zu fahren?" „Ach Jott, Herr Jraf“, gab die Frau zur Antwort, „et is ja janz ulkig. Aber det muß ich doch sagen: in de vierte Klasse is et bequemer.“ „Nanuk Bequemer?“ rief der Graf, aufs höchste erstaunt. „Ja“, sagte die Frau und lächelte nun doch auch. „Dort hätt ick mir uf meinen Korb jesetzt, und hier sitzt der Korb uf mir.“ In der Tat hatten alle Weiber in der Enge des Abteils ihre umfänglichen Körbe auf den Schoß nehmen müssen. Der Graf lachte zuerst aus vollem Halse. Dann aber, als er die Frau wieder ernst werden sah, wurde er nachdenklich und meinte:„Sagen Sie mal, Sie sind wohl ein bißchen aufsässig, was?“ „Nee“, gab die Frau ruhig zur Antwort,„ich sage ja: Der Korb ist mir aufsässig. Aber sehn Sie, Herr Iraf, det is so: Sie machen sich eenen Spaß mit uns. Un dat jeschieht uns ooch janz recht, denn warum sin wir mitjefahren? Aber det weeß ick doch, dat ick nich hierin jehöre un bloß vor Ihren Ulk hier sitze.“ Der Graf war fast betreten. „Aber nein“, rief er,„ich wollte Ihnen doch auch einen Gefallen tun!“ „Det is scheen von Sie“, sagte die Frau.„Un ick jloob ja ooch, dat Sie's nich bös jemeint haben. Aber. richtig wird die Sache erst, wenn Sie sich nu ooch von mich een Jefallen tun lassen.“ „Na, warum denn nicht?“ lachte er. Sie entnahm ihrem Korb einen großen Kohlkopf. „Ich schenke Ihnen diesen Kohlkopp. Un wenn Sie stieg. den vor een richtiget Jeschenk estimieren, denn is der Kram in Ordnung.“ Damit setzte sie den Kohlkopf dem Grafen auf den Schoß. Die Weiber im Abteil kreischten vor Vergnügen. Der Graf saß eine Weile einigermaßen verlegen da, sah auf seinen Kohlkopf und wußte nicht recht, wie er sich zu ihm und seiner Spenderin verhalten sollte. Dann aber ging ihm allgemach der tiefere Sinn und Humor der Sache auf. Er nickte seiner gewitzten Gegnerin fröhlich zu und war den Rest der Fahrt in bester Laune. Beim Aussteigen half er ihr ritterlich, mit ihrem Korb aus dem Abteil zu kommen und ihn auf den Rücken zu kriegen, und ging, seinen Kohlkopf im Arm neben ihr durch das Gewimmel der Leute, die den Bahnsteig und die Halle füllten und große Augen machten, als sie das Paar erblickten. „So“, sagte er, als sie auf dem Bahnhofsplatz angekommen waren,„nun muß ich mir aber einen Wagen nehmen. Sonst komme ich zu spät zu meinem Kommandeur.“ „Nee“, sagte die Frau,„nu is ooch jut. Nu sin wir quitt. Un nu keene Feindschaft nich, Herr Jraf.“ „Im Gegenteil“, rief er,„ich danke Ihnen bestens. Für den Kohlkopf und die Lehre.“ „Is jern jeschehn“, sagte sie. Und ging, ihren Korb auf dem Rücken, davon, während der Graf mitsamt seinem Kohlkopf in einen Wagen Woknt ein altei sten...! Eine Stinnerung von Cesert Lehsten Vor zwanzig Jahren inmitten der Brussilow= Offensive war es. Seit Wochen zogen wir bataillons=, batterieweise, kreuz und quer durch Galizien, bald hier, bald dort eingesetzt, die wankende österreichische Front zu schützen, fochten unter Tirolern, Kroaten, Tschechen, Slowaken, Polen und Ungarn, just wie der Kriegsgott gebot, machten bald gute, bald böse Erfahrungen und taten tiefe Einblicke in das so unendlich mannigfaltige Gefüge des österreichischen Staates und Heeres. Ein heißer Tag war es wieder gewesen. Die Nacht hatten wir marschiert, am Morgen geschanzt und um die Mittagsstunde vorfühlende Kosakenpatrouillen abgewiesen. Jetzt sank ein milder Augustabend auf die Höhen von Horozanka. Ein Duft von reifendem Korn zog über das reiche Land, am Himmel zitterten die Leuchtkugeln und am Biwaksfeuer sangen die Kameraden die alten Soldatenlieder. Eine österreichische Ordonnanz trat in das Offizierszelt.„Der Herr Oberst läßt die Herren von der deutschen Batterie zum Nachtmahl herüberbitten.“ Wir zogen die Mäntel an und wanderten zum Waldrand. Unter alten Buchen stand eine lange Tafel, Windlichter, Blumen darauf in reicher Fülle, wie sie die Bauerngärten bargen. Im Halbkreis umstand sie das Offizierskorps, junge, schlanke Gestalten in der schmucken Litewka der Honveds, das Käppi in der Hand. Herzlich war das Willkommen. Dann ging es zu Tisch. Schlicht, einfach das Essen, trefflich die Mehlspeise. Schaumwein perlte in den Gläsern. Der Oberst erhob sich, er sprach lange, ungarisch. Ich verstand kein Wort, sah nur die tiefe Erregung in seinem durchfurchten, vom ergrauenden Bart umrahmten Gesicht, den gesammelten Ernst auf dem Antlitz seiner Hörer. Dann schloß er deutsch:„Wir trinken auf das Wohl unseres allergnädigsten Kaisers, der heute im fernen Wien in banger Sorge um sein Volk seinen Geburtstag begeht.“ Die Gläser klangen. Mein Kommandeur erwiderte, kurz, markig:„Auf treue Kameradschaft!" Das Fest ging weiter, Sprachen umschwirrten mich, Zigeuner— welch' ungarisches Regiment zählte sie nicht, die Geige auf dem Rucksack, zu den Seinen— schluchzten ihre melancholischen Weisen, die Sterne funkelten, und durch meine Seele zog das Dichterwort:„In deinem Lager ist Oesterreich.“ Acht Wochen später. Als„Austauschprofessor“ war ich bei den Oesterreichern. Eine deutsch=böhmische Kanonenabteilung führte ich. In einem Forsthaus, inmitten unendlicher Wälder, war mein Quartier. In der niedrigen Stube saßen wir unter Rehkronen und dunklen Heiligenbildern. Um des Reiches Wohlfahrt ging das Gespräch, um den Hader der Nationen, um die Not der Deutschen im Böhmerland. Die Köpfe wurden heiß, hart stießen die Meinungen aufeinander. Ich schwieg, lauschte dem Streit meiner Batterieführer, des Tschechen, des Egerländers. Aus dem Nebenzimmer tönten Stimmen, die Försterstöchter sangen mit Landsleuten, dem Regimentsarzt, dem Abteilungsveterinär, das Polenlied:„Noch ist Polen nicht verloren.“ Der kleine Fähnrich stand auf, legte die Platte aufs Grammophon und leise klang die wehmütige Weise, so oft gehört, so oft gesummt, solange ich weilte unter den Bundesgenossen:„Draußen in Schönbrunn wohnt ein alter Herr..“ Still ward es drinnen und draußen, nachdenklich die Mienen. Der gute Geist Oesterreichs schritt durch den Raum. Friedlich gingen wir auseinander. Wiederum acht Wochen später. Das letzte Herbstlaub rieselte von den Bäumen. Da lief es eines Morgens durch die Gräben: Der Kaiser starb.“ Trauer umfing die Herzen. Auf der Waldwiese, unter den hohen, im Rauhreif glitzernden Tannen sammelten wir uns zur Feldmesse. Gewehre, Hörner um den Altar, der Feldgeistliche davor in golddurchwirktem Meßgewand. Deutsch sprach er, dann tschechisch, von der Liebe, Verehrung, die Kaiser und Reich mehr denn 68 Jahre verbanden. Das Glöcklein des Meßners erklang. Ofiziere und Mannschaften sanken auf die Knie. Mir war, als trüge man die Geschichte, die Tradition von Oesterreichs Heer zu Grabe. Der Feldgeistliche hob segnend die Hände. Der Gottesdienst war zu Ende. Ich, der Reichsdeutsche, trat in den Kreis, zog den Degen und nahm als Dienstältester die Bundesgenossen in Pflicht und Dienst für ihren jungen Kaiser. Ein neues Zeitalter war angebrochen. Die Mutter Von Erich Als Nummer 317 hereingeführt wurde, stand Direktor Barrington am Fenster und trommelte nervös gegen die Scheiben. Er drehte sich auch nicht um, als der Wärter Meldung erstattete. „Treten Sie näher, Cary Brent!“ Der Sträfling stand unbeholfen im Zimmer. Seine mächtige, breitschultrige Gestalt schien den Raum ganz auszufüllen. Verlegen sah er den Wärter an, der ihm gutmütig auf die Schulter klopfte. Diese ungewohnte Freundlichkeit machte Brent noch unsicherer. „Brent, ich habe die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, daß Ihre Mutter gestern im Langwoodspital an Herzschwäche gestorben ist.“ Der Sträfling war leichenblaß geworden. Der große, schwere Mann schien einen Augenblick zu taumeln, doch riß er sich zusammen.: Er bedeckte sein Gesicht mit den Händen und ließ sich von dem Wärter in einen Sessel drücken. Endlich hob Brent den Kopf. Er schien völlig gefaßt zu sein, als er sich ruhig an Berrington wandte: „Wann findet das Begräbnis statt?“ „Morgen mittag.“ „Ich bitte Sie— lassen Sie mich hin! Geben Sie mir drei Wärter mit, vier, so viele Sie wollen, aber lassen Sie mich zu dem Begräbnis gehen!“ Berrington sah zum Fenster hinaus, um dem Mann nicht in die Augen sehen zu müssen. Als er keine Antwort bekam, begann Brent zu sprechen. Er erzählte von seiner Jugend und der Mutter, die der einzige Mensch gewesen war, die er geliebt hatte. Die Erinnerung schien ihn zu besänftigen, immer ruhiger kamen die Worte aus seinem Mund und wirkten durch ihre Wärme und Schlichtheit. Zum Schluß bat er den Direktor nochmals, ihn zu dem Begräbnis zu lassen. Direktor Barrington trat zu dem Sträfling und sah ihn fest an.„Gehen Sie jetzt, Brent. Ich will sehen, was ich für Sie tun kann.“ Der Wärter trat zu Brent, der anscheinend noch etwas sagen wollte. Doch er überlegte sichs und verließ das Zimmer. Barrington ließ sich schwer in einen Sessel fallen, zündete sich eine Zigarre an und dachte noch.„„..#. mis e. Der Mann tat ihm leid. Aber die Sache war nicht so einfach: das Gefängnisreglement sah auch solche Fälle vor. Er ließ dem Direktor bei der Bewilligung eines derartigen Urlaubs freie Hand. Allerdings mußte er die volle Verantwortung für den Häftling übernehmen. Und ob diese bei Cary Brent, der schon wiederholt auszubrechen versucht hatte und wegen Gewalttätigkeit und Totschlag zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden war, ratsam erschien? Am nächsten Tag wurde Brent in Berringtons Zimmer geführt. Der Direktor hieß den Wärter wegtreten und wandte sich an den Sträfling, der seine Aufregung nicht mehr verbergen konnte.„Ich habe mich entschlossen, Sie zu dem Begräbnis gehen zu lassen, Brent. Aber es ist klar, daß ich Ihnen eine Bedeckung mitgeben muß, und zwar—“, er zeigte auf eine alte, weißhaarige Dame, die Brent bei seinem Eintreten gar nicht bemerkt hatte—,„und zwar wird meine Mutter Sie zu dem Begräbnis begleiten.“ sum Einmachen RSEEA K 23) mehr mit noch, wie Sie auf il hat mich lächerlich a das ich nie verzeihe. sen Sie von Sulkowski. Ich habe keinen naden überhäuft als ihn. Ich weiß doch ion neidisch waren. Er stirbt. Er gemacht. Das einzige Verbrechen, „Darum— durch Ew. Majestät Menschenkenntnis unterwiesen— habe ich jetzt so tiefes Mitleid mit ihm, daß ich ihn nicht fallen lasse, sondern auf Gefahr Ew. Majestät Ungnade um sein Leben ringe.“ August lachte. Es tat ihm wohl, in seiner selbstgefundenen Weisheit recht zu bekommen. Neid und Mitleid waren ja in seinem Weltbild die beiden Mühlsteine, die alles Erhabene zwischen sich zu Durchschnittsstaub zerrieben. „Durch seinen Sturz wird ein wichtiger Posten frei. Wollen Sie nicht Hofmeister meines Sohnes werden?“ „Es kommt hier nicht auf mich an, sondern auf Ew. Maiestät. Wenn Ew. Majestät morgen nach Warschau aufbrechen wird, wird die Rache an einem Polen eine schwarze Vorbedeutung, eine schlechte Einführung sein“. „Ich verbitte mir die Bezeichnung Rache! Er ist ein Staatsverräter!“ „Ew. Majestät wollen mir als dem Schüler Leibnizens gestatten, die Privatangelegenheiten meines Königs von den ihnen in diesem Fall zuwiderlaufenden Forderungen der Staatsklugheit scharf zu scheiden.“ „Man wird mit seiner Hinrichtung warten, bis ich neu gekrönt bin.“ Brühl überlief ein Frösteln. Er sah August erschrocken an, wie ein Kind, das einen leuchtenden Ball aufheben will und eine Schlange greift. „Dann würde Sulkowski das erste Opfer eines neuen Herrn sein, der mit meinem gnädigen Fürsten nichts mehr gemein hat als einen entstellten Namen.“ „Sie sind heute nicht elastisch, Brühl! Sie könnken sich doch sagen: wenn ich nur zögere, ist Ihr Freund gerettet. Denn ein Neugekrönter muß begnadigen. Aber— ich zögere nicht in diesem Falle. Ihre Gründe genügen mir nicht.“ „Dann werde ich mir also mein Leben lang den Vorwurf machen müssen, daß ich am Tode meines Freundes schuld bin, weil mein Scharfsinn Ew Malestät Widerstand nicht besiegen konnte. Wollen mich Ew. Majestät so unglücklich machen?“ „Ja. Schwäche entschuldige ich nicht.“ August ließ den kleinen Kammerherrn ungnädig stehen. Der Kurprinz trat ein, um dem Vater gute Nacht zu sagen. Der Junge konnte kein Wort herausbringen; die Tränen erstickten seine Stimme. Er ging auf Brühl zu und reichte ihm die Hand. „Hoheit", flüsterte Brühl ihm zu,„es gibt noch einen einzigen Weg, Ihren Hofmeister zu retten. Sie haben sich bisher geweigert, unseren protestantischen Glauben mit dem römischen Bekenntnis zu vertauschen. Gehen Sie hinein zu Ihrem erlauchten Vater. Drinnen steht ein Betpult. Knien Sie vor seinen Augen zum erstenmal nieder und beten Sie zu seinem Schutzpatron, daß er seinen Starrsinn erweiche.“ „Ich bin doch nicht katholisch.“ „So werden Sie es, Hoheit. Beten Sie in den Bräuchen dieser für Sie neuen Lehre um unseres Freundes willen. Seiner Majestät ist dieses Ihr Opfer im Sinne seiner Staatskunst ein verwirktes Leben wert. Bitten Sie, mit Ihrem Hofmeister auf Kavalierstour geschickt zu werden, erklären Sie Unterwerfung unter Seiner Majestät Wunsch, von einem Legaten Seiner Heiligkeit in Wien die Hostie zu nehmen. Der Papst wird damit Ihr und Ihres Vaters bester Bundesgenosse für Polen. Es gibt einen einzigen für diese Mission: den Grafen Sulkowski.“ Brühl bekam plötzlich selber einen Schreck vor dieser diplomatischen Konzeption, die er aus der Not heraus geboren hatte. Der junge Kurprinz verschwand im Zimmer seines Vaters. Brühl stand mit zusammengelegten Händen und wartete in der Galerie, seiner Sache jetzt beinahe gewiß. Nach einer knappen Stunde befahl August den Sekretarius vom Dienst. Er diktierte eine Order, die den Hofmeister Sulkowski in Rang und Stellung wieder einen Wenige Minuten später schrien die Angeln der Kerkertür zu Sulkowskis Zelle in schauerlichen Quietsch= tönen. Er stand aufrecht, gerüstet zum letzten Gang. Der Kurprinz stürzte ihm in die Arme. Beide verloren die Fassung. Der König erwartete sie. Brühl war nicht dabei. Er stand an seinem einsamen Fenster über der Elbe und warf die kleine Scherbe mit dem Zeichen der Exekias in die Tiefe der Nacht. Freispruch. Wer die entscheidende Stimme abgeworfen hatte, wußte niemand, wie einst beim attischen Scherbengericht. XVI. Sulkowski hatte nach seiner Verhaftung aus dem vergitterten Kellerfenster auf die schwankenden Wipfel neu eingepflanzter Ebereschenbäume sehen können, die mit einem einzigen Zweig nach dem Himmel tasteten. Die obersten Blätter verfärbten sich schon im Sommer, wie die Wangen schüchterner Mädchen, die sich zu weit vorwagten. Jahre vergingen. Die ranken Zweige waren zu starken Stämmen geworden. Mit tausend Aesten trugen sie rote Beeren ihr reiches Laub war festlich geschmückt, zu Ehren des Herbstes und des Königs August, der aus Polen zurückkehrte. Dresden rüstete sich zu dem Fest, das mit seinem Glanz und seiner Pracht alles bisher Gefeierte und Geschehene überbot. Der Traum von der Kaiserkrone war bisher nicht in Erfüllung gegangen. Der harte Kampf um die polnische Königswürde, jahrelange zähe Arbeit um die Erhaltung des Errungenen, hatte die Zukunftsschalmeien übertönt. Heinrich von Brühl war einer von den stillen emsigen Arbeitern um den König geworden, Geheimer Rat, Obersteuereinnehmer, Akzisendirektor, Inspektor über die Hofkirchen, Verwalter der Inneneinrichtung sämtlicher königlicher Schlösser. August kannte die Stärke und Schwäche seiner Leute. Unter Brühls Leitung entfalteten die Innenarchitekten ihre Fähigkeiten: nirgends waren die Farben so zart abgetönt als in seinem Palais in der Augustusstraße. Sein Festsaal, ganz in Weiß und Gelb, mit Spiegeln und Fenstern, die vom Fußboden bis zur Decke reichten, war ein Schmuckstück, das nicht an Pracht, aber in Sammlung und Harmonie die Räume in Pillnitz und Moritzburg übertraf. Aber über seinen schmalen und schwindsüchtigen Bibliotheksbau auf der Elbterrasse spottete August. Diese Anlage war ohne Mittelund Kontrapunkt, ein Ofenschirm, eine Steinkulisse, ein plattes Gesicht ohne Hinterkopf. Sein Freund Sulkowski hatte kein Sitzfleisch für Akten und keine Geduld für die diplomatischen Spaziergänge in Kabinett und Galerien. Sieben Jahre war er mit dem Kurprinzen in der Welt herumgereist. Und in den folgenden sieben Jahren nach ihrer Heimkehr sah man sie, wenn man sie in Dresden traf, in grünen Jägerröcken und enganliegenden Reithosen. Der Pole führte den Titel eines Flügeladjutanten und Oberjägermeisters. Ein Dutzend neuer Weibergeschichten waren von ihm bekannt; verheiratet war er noch nicht, aber bereit, als letztes Abenteuer in den Hafen der Ehe zu flüchten, während die Staatspolizei in ihren Akten über den Geheimrat Brühl wirklich nichts anderes niederzulegen wußte, als daß er für die Pastellmalerin Rosalba Carriera Toiletten bezahlt und ihr ein kleines Landhaus vor der Stadt geschenkt hatte, im Werte von insgesamt 4000 Taler. „Wenn es dich einmal packt“, prophezeite ihm Sulkowski,„dann wird es ein so hitziges Fieber werden, wie es den Mann schüttelt, der als Kind keine Masern gehabt hat und als Dreißigjähriger bekommt.“ Brühl lächelte. Die auf Rosalba Carriera angewandten Gefühle und Aufmerksamkeiten waren nicht verloren, sie setzten sich in zartgetönte Porträts um, die Brühl in seinen Zimmern vor den gelben Seidentapeten besonders liebte. Ueber Brühl und Sulkowski leuchtete die milde, gütige, aber nicht heiße Gnadensonne des Königs. Sie waren ihm lieb und wert, aber es wäre immer noch ohne sie gegangen. Bis mit einem Schlage Sulkowski durch eine ganz besondere Leistung sich dem König verpflichtete. August war zwar nicht Kaiser geworden aber vielleicht gelang es dem Sohn. Denn Kaiser Joseph l. war an den Blattern plötzlich gestorben. Sein Nachfolger Carl blieb kinderlos. Joseph selber hatte nur zwei Töchter hinterlassen; die ältere Maria=Josepha war mit dem sächsischen Kurprinzen im selben Alter. Wenn diese Ehe zustande gebracht wurde, hatte das Haus Wettin nach Carls Tod die erste Anwartschaft auf den Kaiserthrog, Die Diplomaten, Brühl einbegriffen, kratzten auf dem Aktenpapier mit den Federkielen und auf dem Parkett mit den Füßen, Minen und Gegenminen wurden gelegt, aber die Attacke auf die Frauenherzen konnten sie nicht anreiten. Sulkowski wurde in Begleitung des Kurprinzen nach Wien geschickt. Mit seiner polnischen Unbekümmertheit verkehrte und verlobte er sich mit einer Hofdame der Kaisertochter, die gleichzeitig auch noch eine Nichte der mächtigen Hofmeisterin war. Diese Hofmeisterin aber war dieselbe Gräfin Kolowrat, die August vor der entscheidenden Schlappe durch die Schweden bei dem Versuch, nach Polen durchzubrechen getroffen und eine köstliche Nacht in der sächsischen Posthalterei Brimsbroda mit ihr verbracht hatte. Sulkowski hatte die Ohrfeigen bekommen, weil er gelauscht hatte. Sechzehn Jahre war es her. Sulkowskis Beispiel und die Erinnerungen der Gräfin Kolowrat an den liebenswürdigen und liebespendenden König wirkte. Auch die Kabinette in Wien und Dresden wurden über die Heirat des Kurprinzen mit der Erzherzogin Maria=Josepha einig. Der große Tag kam heran, da August die Tochter des Kaisers und spätere Mittlerin der Kaiserkrone für seinen Sohn als Braut nach Dresden heimholen konnte. Es geschah am 2. September. Man hatte Glück mit dem Wetter. Ein dünner, silberner Nebelschleier war vor den Himmel gespannt, um die seit Tagen geputzten Uniformen richtig gleißen und glänzen zu lassen, ohne daß die Kürasse und Helme im allzu heftigen Sonnenlicht die Gaffer blendeten. Aus dem Wolkengespinst hatte ein vorwitziger Elbwind ein paar Fäden losgerissen und trieb sie als Altweibersommer umher: die kecksten verfingen sich in den Bärten der Schweizer Garde. Das Zeremoniell war wochenlang in Wien und Dresden geübt worden. Die Erzherzogin und ihre Hofmeisterin Kolowrat die in den Dresdner Dienst übernommen werden sollte, übernachteten in Freiburg, reisten dann nach Dresden und wollten sich in der Pulvermühle vor Dresden umkleiden, um sich für den offiziellen Einzug durch das Pirnaische Tor zu rüsten. Der Zug sollte sechs Stunden lang sein, damit die Fremden, die zu diesem Fest in Scharen eingetroffen waren, auch etwas zu sehen hatten. August hatte alles auf das sorgsamste mit seinem Hofmarschallamt festgelegt. Er selber sollte erst vor dem Schloß in Erscheinung treten. Dort erwartete er an der Spitze seiner Garde du Corps die Schwiegertochter, um sie in die Hofkirche zu führen. Große Tribünen für die fürstlichen Gäste und ihr Gefolge waren hier aufgeschlagen. In den Ebereschenbäumen vor dem Zwinger hingen die neugierigen Jungen so dicht wie die roten Beeren. (Fortsetzung folgt.) Vom 23. bis 25. August 1938° Sleichblelbende Tageseintellung: .45 Morgenlied— Wetter für den Bauern .55 Leibesübungen; anschließend Wiederholung der zweiten Abendnachrichten .80 Frühkonzert .00 Nachrichten; Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen .45 Zeit. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 13.00 Mittagsmeldungen—. Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldnugen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten 19.00 SSEEE .00 Hafenkonzert an Bord des Dampfers„Deutsch= land" .00 Funk ins Blaue 10.00... und unser Herrgott zürnt uns nicht, daß wir wollen Freie sein(Vom Deutschlandsender) 10.30 Musik am Sonntagmorgen(Schallplatten). 1. Vorspiel zu„Alceste"(Gluck); Konzertgebouw Orchester Amsterdam(Dr. Willem Mengelberg). 2. Zwei Lieder: a) Seligkeit, b) Rastlose Liebe(Schubert); Ria Ginster, Sopran. 8. Erster Satz: Andante con variazioni, a. d.„Trio in=dur(Haydn); Alfred Cortot, Klavier, Jacques Thibaud, Violine, Pablo Casals, Cello. 4. Wenn der Freude Tranen fließen, Arie aus der Oper„Die Entführung aus dem Serail"(Mozart); Julius Patzak, Tenor. 5. Menuett in=dur(Beethoven); Pablo Casals, Cello. 6. Ruhe Süßliebchen, Lied(Brahms); Heinrich Schlusnus, Bariton. 7. Impromptu in =moll(Schubert); Elly Ney, Klavier. 8. Walzer (Brahms); Jacques Thibaud, Violine. 9. Scherzo aus der Sinfonie Nr. 4 in Es=dur(Bruckner); Wiener Philharmonisches Orchester(C. Krauß) 11.15 Wir aber sind das Korn! Der Dichter Gerhard Schumann liest aus dem mit dem nationalen Buchpreis 1936 ausgezeichneten Gedichtwerk 11.35 Kleine Kostbarkeiten großer Meister. Bonner Madrigal=Vereinigung(Ludwig Böckeler) 12.00 Musik am Mittag(Von Berlin). Musikkorps des Regiments General Göring(Paul Haase). 1. Florentiner Marsch(Fucik). 2. Festouvertüre(Rossow). 8. Donausagen, Walzer(Ziehrer). 4. a) Hermann=Göring=Marsch(Gerlach); b) SchützenDefilier=Marsch(Lippe). 5. Rendezvous bei Lehar(Uhl). 6. In der Arena, Charakterstück (Groitzsch). 7. Melodien aus„Das Pensionat“ (v. Suppé). 8. Hacketäuer=Marsch(Beez) 13.00 Musik am Mittag(Von Berlin). Hans Bund und sein Orchester. 1. Fröhliche Jugend(Rust). 2. Adios, Adios(Nikolas). 8. Hört ihr Zigeuner (Grothe). 4. Melodienkranz(Plessow). 5. Gladiolen(Löhr). 6. Pikanterie(Bund); Klaviersolo: Hans Bund und Heinz=Carl Schulz. 7. Weißt Du?(Grothe). 8. Roszika(Maxen) 14.00 Kleine Unterhaltungsmusik. Die Funkschrammeln: Willi Jansen, Willi Meyer(Akkordion), Heinz Schlabers(Violine). 1. Unter dem Grillenbanner, Marsch(Lindemann). 2. Rund um die Liebe, Walzer(Lehar). 8. Csardas=moll (Meyer). 4. Valse sourdine(Ackermanns). 5. Unter der lachenden Sonne, Marsch(Eisele). 6. Lombardo, Bravour=Walzer(Baltimoro). 7. Auf Wiedersehn, Marsch(Zelt und Krauseneck) 14.30 Der lustige Rätselfunk 15.00 Unser ist das Land. Die erste Ernte ist geborgen— Ruhr=Nacht— Lippische Heimatklänge— Auszug aus der Heimat 16.00 Nette Sachen aus Köln. Die sechs frohen Sänger: Jupp Schmitz(Klavier); das Große Orchester (Josef Breuer) 18.00 Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten 18.30 Ernst und hetter— und so weiter(Jos. Kandner) 19.30 Internationales Aachener Reitturnier. Sprecher: Major a. D. Braun und H. Probst 19.50 Sportbericht 20.00 Volksmusikabend des Reichssenders Köln 22.30 Nachtmusik und Tanz. Kleines Orchester Köln (Leo Eysoldt) und das Kölner Klavier=Trio(Leo Eysoldt, Leo Kowalski, Walter Wielsch). Es singt Christa Loos(Kleinkunstlieder). 1. Romantische Ouvertüre(Künneke). 2. Meditation a. d. Oper „Thais“(Massenet). 3. Konzertwalzer in=dur für drei Klaviere(Kowalski). 4. a) Sprich zu mir vom Glück(Lenoir); b) Was weißt denn du? (Purmann); c) So geht alles dahin(Domina). 5. Mariska, Lied und Csardas(Lehar). 6. Zwei Tänze. 7. Rakoczy=Rhapsodie(nach Liszt) für drei Klaviere(Kowalski). 8. Bayrische Geschichten, Walzer(Richartz). 9. Melodien aus„Clivia (Dostal). 10. Zwei Tänze Deutschlandsender: 16.00: Musik, dazwischen Berichte vom Fürstenbergrennen. 18.30: Schöne Melodien. Das Unterhaltungs=Orchester(Otto Dobrindt). 20.00: München: Zauber der Stimme. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Köln: Nachtmusik und Tanz MeEE 10.00 Was brachte der Sportsonntag?(Richard Heinemeyer) 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der großen Schiebebühnenhalle des Reichsausbesserungswerkes Paderborn=Nord 13.15 Schloßkonzert(Von Hamburg). Das Niedersächsische Sinfonieorchester(Otto Ebel von Sosen). Lotty Meyer=Burghardt(Koloratursopran), Wesermünde; Richard Sengeleitner(Tenor), Berlin. 1. Ouvertüre zu„Grigri"(Lincke). 2. Das ist ganz einerlei, Walzerlied(Ziegler). 3. Melodien aus„Der Vetter aus Dingsda“(Künneke). 4.’schichten aus dem Wienerwald(Joh. Strauß). 5. Ungarischer Marsch(Kutsch). 6. Tal ab, Galopp(Kletzki) 14.15 Die Schrammeln spielen. 1. Unter dem Siegesbanner, Marsch(Blon). 2. Am Tegernsee, Landler(Meyer). 3. Münchener Bilderbogen(Gulden). 4. Polospiele, Intermezzo(Fetras). 5. Wovon träumt jedes Mädchenherz, Tango(Padito). 6. Frohsinn auf der Alm, Walzer(Siede). 7. A Hoi, Marsch(Novacek) 15.00 Wir fahren über'n See. Heute basteln wir ein Schiff aus Baumrinde 16.00 Kurkonzert. Städtisches Orchester Herne(Bruno Hegmann). Uebertragung aus dem Kurhaus in Bad Driburg. 1. Militärmarsch(Schubert). 2. Ballettmusik aus„Undine"(Lortzing). 3. Ein Albumblatt(Richard Wagner). 4. Die Schönbrunner, Walzer(Lanner). 5. Vorspiel zu„Eine Nacht in Venedig"(Joh. Strauß). 6. a) Norwegischer Tanz(Grieg); b) Polnischer Tanz (Scharwenka). 7. Notturno und Scherzettino (Delibes). 8. Frühlingsstimmen=Walzer(Joh. Strauß) 17.00 Die Planderstunde: Bunter Alltag 18.00 Fröhlicher Alltag(Von Stuttgart). Emma Mayer (Alt), Carl Jautz(Tenor), Hans Belle(Gitarre), Otto Hohn(Violine), Max Ladewig und Wilhelm Meister(zwei Klaviere), Erich Wassielke und Charlotte Nitsch=Wigand(Bandoneon=KlavierDuo); das Rundfunkorchester(Bernhard Zimmermann) Tanzmusik(Schallplatten). 1. Wenn die Glocke zwölf geschlagen(Grothe). 2. Die verliebte Harmonika, Foxtrott(Glahe); Orchester Willi Glahe mit Gesang. 8. Linzer Torte, Walzer(Fischer); Wiener Boheme=Orchester. 4. Du bist für mich ein Erlebnis, langsamer Foxtrot(Kaesser); Erich Börschel mit seinem Orchester. 5. Märchen, die man im Frühling träumt, Tango(Mohr); Ilja Livschakoff Tangoorchester mit Gesang. 6. Flatternde Noten(Thomas): Otto Dobrindts Klaviersinfoniker. 7. Ich wart' auf dich, langsamer Walzer(Sylviano); Tanz=Streich=Orchester. 8. Weit ist der Weg zu dir, Foxtrot(Edwards); Orchester Willi Glahe. 9. Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt, langsamer Foxtrot(Kreuder); Robert Gaden mit seinem Orchester. 10. Goldregen, Walzer(Waldteufel); Barnabas von Geczy mit seinem Orchester. 11. Bin ein Bajazzo nur, Tango(Scholz): Barnabas von Geczy mit seinem Orchester. 12. Tanzbär(Munsonius): Otto Dobrindts Klaviersinfoniker. 13. Leise klingt eine Melodie, langsamer Walzer(Richartz); Ilja Livschakoffs Tanzorchester. 14. Wenn die Heide verblüht, langsamer Foxtrot(Rito);„Elite"= Tanzorchester mit Gesang. 15. Grillen im Gras, Foxtrot(Buchholz); Klavierduo Hans Bund mit Orchester 19.45 Kleine Bücherkunde des Reichssenders Köln 20.10 Kleine Kostbarkeiten aus dem Schallplattenschrank (Ernst Kalthoff) 20.45 Zwei Väter und eine Epistel von Goethe. Eine kleine Spielerei 21.00 Ratshof=Konzert des Städtischen Orchesters(Curt Hofmann).(Uebertragung aus Bochum). 1. Ouvertüre zu„Die lustigen Weiber von Windsor“ (Nicolai). 2. Slawischer Tanz Nr. 1(Dvorak). 3. Kaiserwalzer(Joh. Strauß). 4.„Tasso“ sinfonische Dichtung(Liszt). 5. Ungarischer Marsch aus„Fausts Verdammnis“(Berlioz) 22.20 Das Schatzkästlein enthält: 1. Sonate=Dur für Klavier von Joh. Christ. Bach. 2. Alte Duette für Sopran, Alt, Klavier und Violine. 8. Sonate=Dur für Violine und Klavier von Joh. Jak. Walther. Das Heuken=Duett: Grete=AvrilKreuzhage(Sopran); Helene Rott(Alt); Hans Jakob Heuken(Klavier); Grete Heukeshoven (Violine); Erich Rummel(Klavier) 23.00 Musik zur guten Nacht. Schlesische Orchestergemeinschaft(Friedrich Weißhaupt) Deutschlandsender. 19.00: Und jetzt ist Feierabend! 20.10: Kammermusik. 21.00: Naturgeschichte des menschlichen Lebens. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Nachtmusik. Das Kleine Orchester des Deutschlandsenders(W. Sieber) 10.00 Kindergarten 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der Richthalle des Reichsbahnausbesserungswerkes Siegen; die Siegerländer Bergknappenkapelle(Hermann Gotthardt) 13.15 Mittagskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). 1. Im Frühling des Lebens, Vorspiel (Mouton). 2. a) Mondnacht in Venedig. Barcarole(Brase); b) Rikschafahrt(Niemann). 8. Zwischenspiel aus„Tausend und eine Nacht"(Joh. Strauß). 4. Ein Sommerabend an der Nordsee, Walzer(Döring). 5. Aus der Ballettsutte„Minnesold: a) Mazurka; b) Finale(Fresco). 6. Vorspiel zu„Donna Diana"(Reznicek). 7. Hexentanz(Dowell). 8. Der Springbrunnen(Drdla). 9. Hopak, kleinrussischer Kosakentanz(Tschatkowsky). 10. a) Hummelflug; b) Gauklertanz (Rimsky=Korsakow). 11. Tanz der Irrlichter(Berlioz). 12. Erotischer Tanz(Mascagni). 18. Bolero aus der Suite„Bilder aus dem Süden"(Nicodé) 16.00 Nachmittagskonzert(Schallplatten). 1. Vorspiel zu„Das Spitzentuch der Königin"(Joh. Strauß), Wiener Salonorchester. 2. Gounod in Wien, Walzerphantasie(bearb. Walter), Orchester Kaymonde. 8. Wer uns getraut, Duett aus„Der Zigeunerbaron".(Joh. Strauß), Erna Berger, Sopran, und Charles Kullmann, Tenor; Großes Sinfonieorchester. 5. Kuß=Walzer(Arditi), Miliza Korjus, Sopran. 6. Zirkusvolk(Kark), Salonorchester. 7. Du sollst mein Glücksstern sein, Lied(Brown), Herbert Ernst Groh, Tenor. 8. Fünfuhrtee bei Robert Stolz, Melodienfolge (Dostal), Salonorchester. 9. Der kleine Gernegroß, Tanzintermezzo(Fischer), Otto Dobrindts Klaviersinfoniker. 10. Viele goldne Sternlein stehn am blauen Himmelszelt, Lied(Geisler), Karl Schmitt=Walter, Bariton. 11. Polkapotvourri(Lindemann), Großes Salonorchester(Otto Kermbach). 12. Vielliebchen(Siede), Banjo=Sinfoniker. 13. Frühlingseinzug, Marsch(v. Blon), Militärorchester 17.00 Die Welt im Buch 17.15„Stimmungsbilder". Klaviermusik verschiedener Meister(Karl Delseit) 17.40 Deutsche Erzähler der Gegenwart. Hans Friedr. Blunck:„Auf Nachbarsbesuch“ 18.00 Kleine Unterhaltungsmusik. Das Kammerquintett; Hans Vries(Zither). 1. Tanz unter der Dorflinde(Reinecke). 2. Die Post kommt(Eilenberg). 3. Ein Stimmungsbild(Kollmanek). 4. Wochenendzauber(Kick=Schmidt). 5. Zwei Gitarren (Ferraris). 6. a) Nett und zierlich, Mazurka (Chlumsky); b) Ländliche Weise(Swoboda). 7. Trotzköpfchen(Siede). 8. Romanze(Erbe). 9. Moosroschen(Bosc) 18.20 Politische Zeitungsschau(Vom Deutschlandsender) 19.00 Unterhaltungskonzert. Das Gr. Orchester(Heinrich Knapstein). 1. Vorspiel zu„Simplicius"(Joh. Strauß). 2.'Arlésienne, Folge Nr. 2: a) Pastorale; b) Intermezzo: c) Menuett; d) Farandole (Bizet). 8. Vor= und Zwischenspiel aus„Der Corregidor“(Wolf). 4. a) Tanz der Hindus aus „Die Perlenfischer"(Bizet): b) Tarantelle(Leoncavallo). 5. Großer chromatischer Galopp(Liszt) 19.45 Momentaufnahme 20.10 Operettenfolgen. Das Große Orchester des Reichssenders(Heinrich Knapstein). 1. Aus„Der Zigennerbaron"(Joh. Strauß). 2. Aus„Schach dem König"(Walter Götze) 20.45 Franz Liszt zum Gedenken, gest. 81. Juli 1886. (Von Berlin). Reichssendung. Eine Faust=Sinfonie(nach Goethe), in drei Charakterbildern für Großes Orchester, Tenorsolo und Männerchor. Faust, Gretchen, Mephistopheles. Das Berliner Philharmonische Orchester(Prof. Dr. Peter Raabe). Der verstärkte Männerchor des Reichssenders Berlin; Heinz Marten(Tenor) 22.20 Zehn Minuten Schach(Dr. van Nüß) 22.30 Englischer Volksglaube. Ein Bericht von DuKirsch(Sprecher: Ingeborg Hesse, Dr. Kirsch) 22.45 Französische Unterhaltung(Le Bourgeois— Marcel Klingler) 23.00 Funkstille Deutschlandsender. 19.00: Und jetzt ist Feierabend! 20.10: Operettenfolgen(Köln). 21.00: Militärmusik. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Nachtmusik. Das Orchester des Deutschlandsenders (W. Meyer=Giesow) K der ergi, Geiemden Sonntag, 23. August 1936. (Ohne Gewähr.) Sammlung für die Frauenarbeit im Bereich der Deutschen Evangelischen Kirche. Christuskirche..45: Henriet. 11.15: Matthieu, 15: Taufen, Liz. Lotz. Friedenskirche..30: Jeismann, 10.45: Taufen, Klose. Lutherkirche..45: Matthien, 11: KGD., Liz. Lotz, 12: Taufen, Liz. Lotz. Pauluskarche. 8: Matthien,.30: Liz. Lotz, 17.15: Jeismann. Johanneskirche. 9: masur. Gottesdienst, Schneider, 11.15: KGD., Henrict, Krantenhauskapelle..30: Gottesdienst, Liz. Lotz. Herberge zur Heimat. 8: Lenz. 6. Bezirk(Gemeindeheim). Mi 20: Bibel= und Bekenntnisstunde. Do 20: Jugendbibelstunde. 7. Bezirk(Jugendheim). Di 16: Katechumenen= und Konfirmandenmädchen, 19.30: Bibelstunde für die weibliche Jugend. Fr 20: Bibelstunde. 10. Bezirk(Wichernhaus). Mi 20: Bibelstunde. Do 20: Wochengottesdienst. Kirchlich=evangel. Gemeinschaftsverein, Bochum, Adolfstr. 20. So 10: Sonntagsschule, 17.15: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde, 18.30: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde. Jugendbund für entsch. Christentum, Königsallee 163, Zweigstelle Konfirmandensaal Weilenbrink(Johanniskirche). Mi 20: Evangelisationsüunde. Stadtmission Bochum, Joachimstraße 8. So 17: Bibelstunde, Stadtmissionar i. R. Stein in EssenSteele. Do 20.15: Bibelbesprechstunde.—.=Engelsburg, Betsaal: Jeden Di 20: Bibelstunde.—.= Hamme, Glückaufstr. 33. Fr 16: Bibelstunde für jedermann. .=Engelsburg. So.30: Gottesdienst, Dieckhoff, 11: KGD., 12: Taufen, 18: Blaukreuzstunde. Di 15.30: Reichskirchl. Frauendienst, 20.30: Kirchenchor. Do 16.30: Frauenchor, 19: Blaukreuzstunde. .=Altenbochum. So.30: Frühgottesdienst. Sup. Niederstein,.45: Hauptgottesdienst. Pastor Christian= sen, 11: KGD., Pastor Christiansen, 12.45: Taufen, Sup. Niederstein; 14: KGD., Sup. Niederstein. Mo 20: Bekenntnisbibelstunde, Auf der Prinz. Di 20.15: Jungmädchenbibelstunde. Do 20: Vorbereitung für den KGD. .=Gerthe. So.30: Hauptgottesdienst, Missionan, Nolting. Di 20: Bezirksbibelstunde in Krav und im Mittelfeld. Mi 20: Gemeindebibelstunde im Konfirmandensaal. Ga 19.30: Betstunde der Gemeinschaft. .=Hamme. So Frübgottesdienst an der Maarbrücke 8: Simon; im Gemeindebaus 8: Kraemer: Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Simon: in Wegescheid.45: Kraemer; KGD. in der Kirche 11.10: Kraemer: im Gemeindehaus 11.15: Simon: Taufstunde in der Kirche 12: Kraemer: im Gemeindehaus 12: Simon.— Bibelstunden: Mi 20: an der Maarbrücke. Do 20: im Gemeindebaus. .=Harpen..30: Hauptgottesdienst. 10.45: KGD., 11.30: Taufen, Pfarrer Leich. Bekenntnisgemeinde Harpen..30: Gottesdienst im„Lobetal“. Vikar Große=Oetringhaus, 10.45: KGD., 16: Evangelisation des Missionsvereins. Di 20.15: Bibelstunde in Kornharpen. Mi 20.15: Bibelstunde in Kirchharpen. Do 20.30: Bibelstunde für Castroper Hellweg und umliegende Straßen, Fuldastr. 19. Fr 20: Bibel= und Gebetsstunde im „Lobetal“, 20.15: Vorbereitung zum K6D. .=Hiltrop..30: Gottesdienst, Sup. a. D. Sassenberg, 10.30: Tausen und KGD. Mi 20: Bibelstunde im Konfirmandenraum der Kirche, Stadtmissionar a. D. Elster. .=Hofftede=Riemke. 8: Mühge, 10: Pitsch, 11.15: KGD., Pitsch, 12: Taufen. Mi 20: Bibelstunde im Lutherhaus, Mühge. Fr 20: Vorbereitung für den KGD. .=Linden..30: Weber, 10.45: Taufen. Mi 17: Taufen, Weber. Do 20: Bibelstunde für junge Männer. .=Dahlhausen. 8: Neuhaus,.30: Neuhaus, 10.45: Taufen, 8: Gottesdienst auf Burg Horkenstein, Christiansen. Mi 20: Bekenntnisbibelstunde. .=Uemmingen..30: Gottesdienst, Vikar Baumann, 10.45: KGD., Vikar Baumann. Mo 20: Jugendbibelstunde in Querenburg. Di 20: Bibelstunde in Querenburg. Mi 20: Jugendbibelstunde im Pfarrhause. Fr 20: Bibelstunde in Laer. .=Wiemelhausen. Melanchtbon: 8: Engelbert,.45: Bertelsmann, 11.15: Kirchentausen(vorher. Anmeldung!).— Petrikirche:.30: Gottesdienst, Niedermeier, 11:K62. und Taufen. Niedermeier. Mo.30: Jugendbibelstunden. Waldkirche Ruhrlandheim: So 10: Gottesdienst. .=Weitmar(Presbyterium): 8: Frühgottesdienst, P. Görtz,.45: Hauptgottesdienst. P. Sauer, 11: KGD., 12: Kirchentausen. Bekenntnisgemeinde Weitmar. 9: Gottesdienst im Vereinshaus KarlFriedr.=Str., P. Kraemer,.45: Gottesdienst in der Kirche, P. Sauer, 10.15: KGD. im Vereinshaus Karl=Friedr.=Straße. Di 15.30: Frauenhilfe Wettmar. Mi 20: Bihelstunde Weitmar=Mark. Do 15.30: Frauenhilfe Eppendorf, 16: Frauenhilfe Weitmar=Mark. 1930: Weibl. Gemeindetugend im Vereinshaus Karl=Friedr.=Straße. 20: Weibliche Gemeindesugend Weitmar, 20: Weibliche Gemeindetugend Epvendorf, 20: Gemeinschaftsstunde im Gemeindesaale der neben der Kirche. Fr 20: Bibelstunde in Eppendorf bei H1ll. .=Hordel. 8: Gottesdienst. P. Höfker,.30; KGD. im Gemeindehaus, 10: Gottesdienst.., Abendroth, 11.15: KGD. in der Kirche.— Do 20: Bibelstunde im Gemeindehaus P. Abendroth 20: Bibelstunde im Kindergarten, Vikar Fischer. .=Werne. 8: Frübgottesdienst, Schmerkotte, 9: Hauptaottesdienst. Schmerkotte. 11.15: KGD., 12.30: Kirchentaufen. Mi 20: Bibelabend im Oberlinhaus. Do 20: Bibelabend im Gemeindehaus. Do 20: Bihelstunde in der Vollmondschule. Kreta. So 10: Gottesdienst, 11: K6D. .=Langendreer. Lutberkirche: 8: Morgenwache,.30: Gottesdienst. Schilling. 11: KGD. Do 20: Gemeindebidelstunde. Ga 20: Gebetsstunde. .=Stienel. So.30: Gottesdienst im Lutderhause, Lohmener. 10: Gottesdienst in der Kirche, Lohmeyer. 10.30: Gottesdienst in Buchholz, Altena. Jugendschar: Dorf: Di 20; Haar: Di 19.30. Posaunenchor: Mo 20. Kirchenchor: Do 20. Frauenchor Haar: Mi 17.— Buchholz: So 10.30: Gottesdienst, Altena, 11.30: KGD. .=Stiepel(D. Chr.). StiepelHaarmannsbusch: 10: Vikar Ködding(Bochum). .=Günnigfeld..30: Gottesdienst. 10.45: KGD., 11.30: Taufen und Trauungen. Wattenscheid. Friedenskirche: 8: Frühgottesdienst, 10: Hauptgottesdienst, 14: KGD., 15: Taufen.— Ev. Krankenhaus: 10: Hausandacht. — Kapelle Höntrop:.30: Hauptgottesdienst.— Gemeindehaus Leithe: 10: Hauptgottesdienst. Jeden Do 20: Bibelstunde der reichskirchlichen Gemeinde in der Alten Kirche am Gertrudisplatz. Wanne. Christuskirche: 8: Frühgottesdienst, P. Liz. Naunin,.45: Hauptgottesdienst, P. Meßling, 11: Taufen.— Lutherkirche:.45: Hauptgottesdienst, P. Liz. Naunin, 11: Taufen, 14: masur. Gottesdienst, P. Liz. Naunin. Do 15.30: Taufen. Amtswoche: P. Lizentiat Naunin. Eickel. Johanniskirche..30 Uhr: Frühgottesdienst, P. Maennel,.30: Hauptgottesdienst, P. Kurras, 11: KGD., P. Kurras, 12: Tausen, P. Maennel, 12.30: Taufen, P. Kurras..— Ev. Krankenhaus:.30: Gottesdienst in der Kapelle, P. Maennel. Röhlinghausen. 8: Frühgottesdienst, P. Tigges,.30: Hauptgottesdienst, Sup. Krahn, 10.30: Taufen. der talh. Gemeinten Sonntag, 23. August 1936. (Ohne Gewähr.) Propstei. 6: hl..,.45: hl. M. m. Pr.,.45: bl. M. m. Pr., 9: bl. M. m. Pr., 10: Hochamt m Pr., 11.15: hl. M. m. Pr., 14.30: Andacht m. Aussetzung u. Segen, danach stille Anbetung, 20: Rosenkranz mit Segen. Christ=König(Franziskanerkloster). 6: erste bl. M. ohne Pr., 7: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion all. Frauen und Mütter,.15: Kinderm. m. Pr.,.30: Hochamt m. Pr., 11: letzte hl.., 20: Festandacht zum hl. König Ludwig, dessen Fest am Dienstaa gefeiert wird. St. Marien..40: erste hl.., .15: hl. M. m. Pr.,.30: hl. M. m. Pr.,.30: Hochamt m. Pr. 11: letzte hl. M. m. Pr., 20: Andacht zur Hl. Familie. Gem. hl. Kommunion der Schulkinder der Klassen 4a und 4b in der.30=Uhr=Messe. St. Joseph..15: bl..,.30: hl. M. m. Pr.,.45: hl. M. m. Pr., 10: Hochamt m. Pr., 11.15: hl. M. m. Pr., 14: Andacht. St. Antonius..30: erste hl. M. m. gem. hl. Kommunion des Mütttervereins, 8: hl. M. m. Pr.,.30: Hochamt. 11: letzte hl. M. m. Pr., 14.30: Andacht. Klasterkirche der Redemptoristen. 5 und 6: stille hl.., 7: Sinam. m. Pr., 8: Sinam. m. Pr., 10.30: voln. Gottesdienst, 16.40: Rosenkr., Pr. u. Andacht m. sakr. Segen, 19: Rosenkranz, Pr. u. Segen für die Männer der Hl. Familie. St. Meinolphus. 6: hl.., 7: dl.., 8: Schülerm., 9: Kinderm., 10: Hochamt, 11.30: letzte hl.., 20: Andacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. .30: erste hl. M. m. gem. hl. Kommunion aller Frauen,.30: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Kinder der 4. Kl.,.45: hl. M m. Pr., 10: Hochamt m. Pr., 14.30: Andacht mit Segen. Wallfahrtskirche.=Stiepel(St. Marien)..35: Frühm 10: Hochamt..16 und 17.30: Andacht, 19: Komplet. St. Liborius,.=Grumme..30: Beichtgelegenheit, 7: bl.., 8: Austeilung der hl. Kommunion,.30: dl. M. m. Pr. u. gem. bl. Kommunion des Paramenten=Müttervereins und der Kinder der 4. Kl., 10: Hochamt m. Pr. 14.30: Andacht. Hl. Kreuz..30: Austeilung der dl. Kommunion, Beichtgelegenheit, 7: dl. M. m. Pr. und gem. Hl. Kommunion der Frauen und Mütter,.30: hl. M. m. Pr. und gem. dl. Kommunion der Knaden, 10.30: Hochamt m. Pr., 14.30: Andacht, 15: Predigt für Frauen u. Mütter. Herz Jesu,.=Hamme..30: hl. ., 8: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion aller Frauen und der Erstkommunikanten d..,.30: Hochamt m. Pr. u. Aust. der hl. Kommunion, 11: hl. M. m. Pr., 16: Andacht für die Frauen m. Vortrag, 20: Herz=Jesu=Andacht. St. Anna, Bochum=West..30: Beichtgelegenheit, 7: hl. M. m. Pr., .30: Kinderm. m. Pr., 10: Hochamt m. Pr., 15: Taufen, 17: Vortrag eines Paters für Männer und Jungmänner mit kurzer Andacht.; 20(nicht 19.30): Sakramentsandacht. St. Franziskus,.=Riemte..15: hl..,.15: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion d. Provitzer Schule, .30: hl. M. m. Pr.,.30: Hochamt m. Pr., 11: letzte hl. M. m. Pr., 14.30: Andacht m. Katechese über die Diaspora, 15: Taufen. Dreifaltigkeit, Bochum..30: hl. ., 8: hl. M. m. Pr., 10: Hochamt mit Pr., 14.30: Andacht zum hl. Herzen Jesu. Herz Jesu,B.=Hordel..30: hl. M. Männer und Mädchen, System 1; 8: hl. M. m. Pr., Kommunion der 10: Hochamt m. Pr.; 19.30: Karitasandacht. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Gemeinschaftsm.,.20: Austeilung der hl. Kommunion,.30: hl. M. m. Pr.,.45: Hochamt m. Pr., 10: Kinderm. m. christl. Unterricht, 11: letzte hl. M. m. Pr., 15: Taufen, 20: Andacht. Liebfrauen,.=Linden. Ab.15: Beichtgelegenheit, 7: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Mütter, .05: hl. M. m. Anspr. für die Kinder, 9: Hochamt m. Pr., 10.30: hl. M. m. Pr., 14.30: Andacht, 15.15: Taufen. St. Michael,.=Dahlhausen..30: Frühm. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Mütter und der 4. Kl., 10: Hochamt m. Pr., 15: Andacht. St. Engelbert,.=Dahlhausen. 7: Frühm. m. gem. bl. Kommunion aller Frauen,.30: Hochamt m. Pr., 14: Tausen, 14.30: Bruderschaftsandacht zu Jesus, Maria u. Joseph. Fronleichnam,.=Laer. Ab.30: Beichtgelegenheit,.30: Frühm. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Mütter u. Frauen, 10: Hochamt m. Pr., 14.30: Christenlehre mit sakr. Segen. anschl. kirchl. Versammlung der Mütter und Frauen, 15.30: Taufen. Liebfrauen,.=Altendochum..30: Frühm. m. Pr. und gem. hl. Kommunion aller Männer, 8: hl. M. m. Pr. und gem. dl. Kommunion der Erstkommunikanten des letzten Jahres,.30: Hochamt m. Pr., 11: hl. M. m. Pr., 14.30: Andacht mit Segen, 15: Taufen. Herz Jesu,.=Werne..45: hl. .,.15: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion aller Frauen und der Kinder des., 7. und 8. Schuljahr. der Wittekindschule, 10.15: Hochamt m. Pr., 14.30: Andacht, 15: Taufen. St. Marien,.-Langendreer. .30: hl.., 8: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Frauen und der Schulmädchen des 4. und 5. Schuljahres, 10.15: Hochamt m. Pr., 14.30: Andacht mit sakr. Segen, 15.30: Standespr. für Frauen und Mütter. St. Bonisatius,.=Langendreer. 6: hl..,.30: hl. M. m. Pr. und hl. Kommunion der Schulkinder, 10: Hochamt m. Pr., 14.30: Andacht. Hl. Geist,.=Harpen. 7: Frühm. m. Pr., gem. hl. Kommunion für die Frauen, 10: Hochamt m. Pr., 14.30: Herz=Jesu=Andacht. St. Elisabeth,.=Gerthe. 7: hl. M. m. Pr.,.30: bl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Kinder d. Leoschule, 10: Hochamt m Pr., 14.30: Andacht. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühm. m. Pr., 10: Hochamt m. Pr. 14.30: Sakramentsandacht. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Frühm.,.15: Kinderm. m. gem. Kinderkommunion u. Anspr.,.30: Hochamt m. Pr., 17: Andacht mit Segen. St. Gertrud, Wattenscheid. 6: hl.., 7: hl. M. m. Pr., 8: bl. M. m. Pr., hl. Kommunion der Kinder der Swidbertschule und der kath. Hilfsschule,.30: Hochamt m. Pr., 11: bl. M. m. Pr., 14.30: Andacht m. Aussetzung u. sakr. Segen, 15.15: Taufen. Sonstige Gemeinden Sonntag, 23. August 1936. (Ohne Gewähr.) Ev.=luth. Kreuzgemeinde BochumHamme, Kreuzkirche, Gahlensche Str. 146: So 9: Hauptgottesdienst. Pf. Kerle, 10: Taufen, 10.30: KGD.— Gemeindeheim, Lutherhof: So 15: Jugendstunde. Di 20: Kirchenchor. Do 15: Frauenstunde. Fr 20: Jugendstunde. Ev.=luth.(altluth.) Gemeinden in Bochum. 1. Gemeinde, Kirche Dibergstr. 52:.45: Predigt, Hilfspr. Krüger.— 2. Gemeinde, Kirche am Hindenburgplatz:.30: Predigt, Hilfspr. Krüger, 11: KGD. Evg. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Alleestr. 48: So 8: Uebung des Männerchors,.30 u. 18: Predigt, Prediger Haug, 11: Sonntagsschule, 15: in Witten, Augustastraße 57, Predigt. Di 15: Bibelstunde in Riemke, Riemker Str. 75. Di 20: Bibelstunde in Wattenscheid, Bismarckstraße 34. Mi 15.30: Religionsunterricht, Alleestraße 48, 20: Bivelstunde. Auferstehungskirche, Alleestraße 48. Do 15.30: Frauenstunde, 20: Uebung d. Gem. Chors. Freie evangelische Gemeinde, Rottstraße 34a. So.30: Bibelbesprechstunde, 11: Sonntagsschule, 18: Predigt, Prediger Reich. Mi 20: Bibelstunde. Fr. 20: Jugendstunde.— Gerthe, Gerther Straße 10: So 15: Predigt, Prediger Reich. Di 18: Bibelstunde.— Hordel, Laakenbruch 60: Do 16: Frauenstunde, 18.30: Bibelstunde. Neuapostolische Gemeinde. Bochum. Rheinische Str. 7: So 9, 16: Mi 20. .=Langendreer, Wallbaumweg 58: So 9, 16; Mi 19..=Linden, Kesterkamp 49a: So 9, 16; Mi 19.20..= Weitmar, Kellermannsweg 51. So 9, 16: Mi 20..=Weitmar: An der Landwehr 65: So 9, 15.30; Do 19. .=Riemke, Auf dem Dahlacker 42: So 9, 16; Mi 19..=Gerthe. Am Südblick 8: So 9, 16; Mi 19..= Kornharpen, Auf der Prinz 135: So 9, 16; Mi 20. Wanne=Eickel, Königstr. 21: So 9, 16; Mi 18..=Röhlinghausen, Füsilier= und Kurfürstenstr.=Ecke: So 9. 16: Mi 18. 1. Baptistengemeinde, Immannelskirche, Hermannshöhe 21: So.30: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundhenk, 11: Sonntagsschule, 16: Gottesdienst, 17.30: Jugendstunde. Mi 20: Gebetsstunde, Prediger Dr. Mundhenk.— Gemeindesaal.= Hamme, Hofsteder Str. 131: So .30: Bibelstunde, 11: Sonntagsschule, 17: Gottesdienst, Prediger Dr. Mundhenk, 18.30: Gemeindestunde. Do 20: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundhenk.— Gemeindesaal.=Bärendorf, Goldbammer Straße 17: So.30: Bibelstunde, 11: Sonntagsschule, 20: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde.— Gemeindesaal Wattenscheid, Bochumer Straße 36: So 9: Bibelstunde, 10.30: Sonntagsschule. Mi 20: Bibelstunde.— Gemeindesaal Boch.= Werne. Am Born 10: So.30: Bibelstunde, 11: Sonntagsschule, 16: Gottesdienst. Di 20.30: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundbenk. 2. Baptistengemeinde,.=Weitmar, Am Steinknapp 56. So.30: Bibelstunde. 11: Sonntagsschule. 16: Gottesdienst. Christl.=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science Society) Bochum, Emscherstr. 20. So 10: Gottesdienst, Lektionspredigt der Christlichen Wissenschaft, Thema: Gemüt. 11.15: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst(Zeugnisversammlung). Christl.=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science) Bochum, Rottstraße 29, 1. Et. So 10: Gottesdienst. Brautteute Große Auswahl Schlafzimmer Rachen sowie sämtliche Einzelmöbel, Couchs, Sofas, Federbetten und Herde finden Sie bei Bochum Rottstraße 35—57 wer deid sucht oder Geld zu vergeben hat, dem hilft eine KleinAnzeige im BR. Haben Sie Fubschmerzen? Kommen Sie zu: „Dawe die Uhr“ Schlerei„Fortschritt“ A. Melies Bochum, Hellweg 20, Fernsprecher 66492; Bochum-Hamme, Reichsstraße 2 Wenn Du nicht welbt, wie all der Schmter und wie das Oel soll ab von Dir. dann, Freund, auf alles andere pfeite. nimmdochde Dr. Jonsen-Telfe! n0 23. August 1936 MUgssisk 34 Denn Zungen keisen in der Sene Es war Abend geworden, und wir standen in der Mitte des kleinen Gebirgsdorfes,— zehn schwerbepackte Jungen. Wir scharrten mit den Schuhen in der Erde und warteten auf Hans, der für uns Quartiere besorgen gegangen war. Es dauerte lange, bis er kam. Er hatte nichts gefunden aber wir sollten da mal hinaufsteigen zu dem Hof, der sich oben an den Berg anschmiegte. Wir stiegen hinan, müde, Schritt für Schritt. Der Bauer saß mit seiner Frau auf der Bank vor dem Hause und rauchte seine Pfeise. Als wir ihn Beizeiten lebte der Hof auf. Die Hühner liefen geschäftig durcheinander. Doch der Bauer und der Knecht waren mit den Mägden schon längst auf den Feldern. Wir wuschen uns am Brunnen im Hof. Es war ein strahlender Tag, und die Sonne stach schon, obwohl es noch sehr früh war. Gegen 9 Uhr kam der Bauer auf den Hof, um einen Erntewagen zu holen. Wir grüßten. Er winkte uns zu:„A schon auf?“ „Frau“, wandte er sich zur Bäuerin, die aus dem Kuhstall trat,„man woaß net, es kann a'witter geben!“ Wir standen beisammen und packten unser Waschzeug weg.„Du“, meinte plötzlich Dieter in der Stille zu Gerd,„wie wäre es wollen wir ihm nicht helfen?“ Wir anderen sahen auf.„Was sollten wir schon helfen?“ warf einer ein.„Und unsere Fahrt, was soll aus der werden?“ knurrte ein zweiter. Aber wir anderen schrien ihn nieder:„Ihr Pfeifenköpfe, was ihr immer haben müßt!“ Da löste sich Hans aus unserer Mitte und schritt auf den Bauern zu.„Da nun einmal ein solcher Erntetag ist,“ sagte er, und es kam ihm ein wenig feierlich vor,„und Sie uns auch so schön bewirtet haben, wollen wir gern draußen mithelfen, das Korn hereinzuholen.“ „Der Bauer sah ihn groß an, dann lächelte er: „Soso, wenn ihr wollt, moantwegen!“ Wir setzten uns auf den langen Erntewagen, auf den der Bauer noch Gabeln aufgeladen hatte, und im scharfen Trab ging es zum Hoftor hinaus. Der Alte stand vorn auf dem Wagen, die Zügel lose in der Hand. Zuweilen blickte er sich zu uns um und lachte. Bald waren wir im Feld. Es leuchtete grellgelb in der Sonne. Lange Reihen Kornpuppen waren aufgestellt. Zwei Mägde saßen am Rande und frühstückten. „Na, wollen wir anfange!“ rief der Bauer. Da erhoben sie sich und kamen langsam herüber. Nun begann das Treiben. Die Mädel kletterten auf den Wagen. Der Bauer und der Knecht luden rechts und links. Einer von uns mußte die Zügel nehmen und anfahren. wenn alles aufgegabelt war. Und weiter vorn legten wir anderen die Puppen um. Rasch wurden von den Männern die Garben hinaufgelangt, von den Mägden erfaßt und auf den Wagen gelegt. Eine fein säuberlich neben die andere. Bis das Fuder zugeladen war. Dann nahm der Knecht die Pferde und fuhr langsam quer über das Feld davon. Die Räder sanken zuweilen in die Erde ein und der Wagen schwankte. Drüben aber rasselte schon ein leerer Wagen herein. Die Sonne brannte erbarmungslos auf uns herab. Jeder half, wo zu helfen war. Wir hatten rote, glühende Gesichter. Die Hemden waren verschwitzt, und die Grannen der Aehren stachen uns, wo sie sich festgesetzt hatten. Als der Abend sich über das Land senkte, war das Feld abgeräumt und das Korn hereingebracht. Eine weite Fläche, nichts als Stoppeln, nur hier und da lagen noch ein paar Kornähren. Dann saßen wir wieder beisammen— der Bauer, die Bäuerin und wir Jungen. Wir plauderten munter, verstanden uns prächtig und versprachen, am anderen Tage wieder zu helfen. Als wir uns niederlegten, spürten wir, daß uns alle Glieder schmerzten. Aber wir sagten nichts. So ging es fort. Einige Tage, bis es eine Woche wurde, dann zwei. Das Getreide von den anderen Schlägen wurde hereingeholt: Gerste, Hafer und der wenige Weizen, den es hier oben gab. Wir halfen vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Bald kam es zum Regnen. Aber der Bauer schmunzelte, denn alles war hereingebracht. Wir ruhten uns noch einen Tag aus. Dann wollten wir weiter, denn Wir halten, wo wir konnten fragten, ob wir in der Scheune schlafen könnten, nahm er langsam seine Pfeise aus dem Mund. „In der Scheune? Noa, da könnt ihr net schloafen, da is Hei drinnen... Aber, wenn ihr wollt, da is oben in der Kammer a wing Stroh, da könnt ihr naufgehen!“ „Prima!“ riefen wir wie aus einem Munde, und sahen uns wenige Minuten darauf in einer großen Kammer um. Wir gingen wieder hinunter und aßen in der Stube des Bauern. Aber wir durften nichts von unseren Vorräten nehmen, sondern mußten zulangen, was die Frau herzubrachte: Schwarzbrot, Schinken, Butter und einen großen Krug Milch. Wir saßen beieinander und waren guter Dinge. Dann hieß uns der alte Bauer herauskommen. Wir holten zwei lange Bänke und setzten uns zu ihm. Es war dunkel geworden, nur am Horizont, da, wo die Sonne untergegangen war, stand noch ein leichter, gelber Schimmer. Der Alte lagte bisweilen etwas. Ob wir auch singen könnten, meinte er dann. „Aber freilich!" riefen wir. Dann begann es. Es waren die alten Heimatlieder, die wir an den Abenden im Heim gelernt hatten. Eines nach dem anderen. Und die alten Leute hörten still zu, während ihre Hände auf dem Schoß lagen. Bis es Zeit zum Schlafengehen geworden war. In der Kammer legten wir uns nieder. Bald waren wir eingeschlafen, und unser Atemholen erfüllte den Raum. Sil, das Schöne Eisgeschhiecken. Durch die Fackel, brennend hciß, In der Karre schmilzt das Els. Scht euch nur den Schrecken an Von dem armen Elsbärmann. Was fangen Fuchs und Teddymann Wohl mit dieser Fackel an? Leise, leise, eins, zurei, drei, Schleichen sich heran dic zurei. 9) EvOrcerK Noc KD Merum Als Heidi wenige Minuten später wieder das Hotel #ind Kk. 1#;aT#.. Auch das Gesicht des Mannes färbt sich einen Schein dunkler.„Ach so! Verzeihen Sie, Heidi, daran hatte ich nicht gedacht. Ja, dann muß ich wohl fortan Sie...“ „Du“, heißt es, lieber Servatius. Und wie ist nun dein Vorname?" „Ich heiße Karl“, sagt der Professor verwirrt, der sich noch nicht so schnell an das vertraute„Du“ gewöhnen kann. „Karl?“ Ein Schatten von Unmut fliegt über Heidis Züge. Irgend etwas an diesem Namen scheint ihr nicht recht zu gefallen. Aber sie bezwingt sich rasch. „Dann auf Wiedersehen, Karl. Und vergiß bitte, nicht, daß Bruder und Schwester sich im allgemeinen duzen, wenn sie miteinander sprechen.“ Professor Servatius steht noch fast eine Minute lang und starrt nachdenklich die Tür an, die sich hinter Heidi geschlossen hat. Dann reißt er sich zusammen und geht zum Schreibtisch. Ein Witzblattprofessor, der alles vergißt und nichts vom wirklichen Leben weiß, ist Karl Servatius gewiß nicht, aber er der gewohnt ist, in Geschichtsepochen zu denken, die Entwicklung von Jahrtausenden zu übersehen, vergißt doch manchmal ganz kleine, naheliegende Dinge. Man mag ihm auch zugute halten, daß er in diesem Augenblick reichlich verwirrt und aus dem Konzept gebracht ist durch das abenteuerliche Auftauchen Heidis. Jedenfalls kommt ihm nicht der Gedanke, daß es im zwanzigsten Jahrhundert in jedem besseren Hotel einen Fernsprecher gibt, mittels dessen man den Professor Welling viel, rascher erreichen kann als durch einen Brief. Wie gesagt, dieser Gedanke kommt dem Professor Servatius leider nicht. Vielmehr setzt er sich hin und schreibt mit sorgengefurchter Stirn rasch einen Brief an seinen Studienfreund, in dem er ausführlich die Sachlage darstellt und den Professor Welling dringend ersucht, sofort nach Erhalt des Schreibens nach Lugano zu kommen, um dort Heidi in Empfang zu nehmen. * Heidi Welling sitzt währenddessen in der Hotelhalle, hinter einem riesigen Zeitungsblatt verschanzt. Aber sie liest nicht darin. Gestern nachmittag noch, als sie in Boppard statt zur Tante zu gehen, den Zug nach Basel bestieg, saßen ihr die Tränen recht locker. Ein verzweifeltes Menschenkind, das Eltern und Heim verläßt, in die weite Welt hinaus flieht, um den einen nie mehr sehen zu müssen, dessen vermeintliche Schande ihren schönsten Jugendtraum zerstört hat. Sie hatte herzliches Mitleid mit sich selbst und kam sich wie eine Märtyrerin vor. Aber einmal auf sich selbst gestellt, allein in dem Zug, der donnernd durch den Abend dem Süden zustrebte, war diese sentimentale Stimmung rasch verflogen. Das Neue, dieses Bewußtsein, einmal ganz allein sich durchschlagen zu müssen, hatte die alte, übermütige Heidi in ihr geweckt. Die dummen Jungs in der Prima sollten sich nur verstecken mit ihrer törichten Begeisterung für Karl Hofmeister! Betrug verüben und sich von der Polizei festnehmen lassen, das würde sie, Heidi Welling, zwar nicht, aber auch sie fuhr jetzt hinaus ins Abenteuer. Auch sie war„durchgebrannt“ und sie fuhr sogar noch einem viel aufregenderen Abenteuer entgegen als Karl Hofmeister: Sie war im Begriff, in die Welt hinaus zu gehen, in ein fremdes Land, zusammen mit einem Mann, der— das fühlt Heidi trotz ihrer Jugend ganz genau— sie liebte und begehrte. Von dieser Stunde an war alle Sentimentalität und alle weichherzige Bangigkeit von ihr abgefallen. Die Freude am Abenteuer überwog den Schmerz um den verlorenen Jugendtraum. Als sie in Basei am nächsten Morgen ausstieg und den Weg zum Hotel „International“ suchte, hatte sie schon fast vergessen, aus welchem tragischen Grunde sie eigentlich geflohen war. Sie war auch darauf gefaßt, daß Servatius sich weigern würde, sie ohne den Willen ihrer Eltern mitzunehmen, aber sie war fest entschlossen ihn dazu zu zwingen. Die Heidi, die dem Professor Servatius oben in seinem Zimmer entgegengetreten war, hatte nichts mehr an sich von dem verzweifelten, sich selber bemitleidenden Mädchen, das in einer stillen Sommernacht unter heißen Tränen daheim seine Sachen gepackt hatte, sondern war ganz der lustige„Struppes“, der bei jedem tollen Streich der Klassenkameraden mit dabei war. Auch nach der Einwilligung des Professors war Heidi auf ihrer Hut geblieben, denn diese Einwilligung kam ein wenig zu schnell. Warum schickte er sie in die Halle? Warum wollte er sie aus dem Zimmer haben? Sie hätte doch ruhig dableiben und ihm sogar beim Packen helfen können. Noch ehe Heidi die Treppen hinuntergestiegen war, hatte ihr ungetrübter Verstand das Richtige gefunden. Der gute Servatius wollte wohl allein sein, um sich mit Vater in Verbindung zu setzen. Oho, Herr Professor! So leicht laß ich mir das Abenteuer nicht verderben! Seit zwanzig Minuten schon sitzt Heidi hinter ihrem Zeitungsblatt, ganz nahe an der Empfangsschranke und spitzt die Ohren jedesmal, wenn der Portier den Anruf eines Zimmertelephons entgegennimmt und die gewünschte Verbindung vermittelt. Aber kein Gespräch mit dem heimatlichen Rheinstädtchen wird durchgegeben. Dagegen wird ein Boy auf Zimmer 325 verlangt. Das ist Servatius' Zimmernummer. Heidi läßt das Zeitungsblatt sinken und beobachtet gespannt. Nach drei Minuten kommt der Boy im Lift wieder herunter, einen Brief in der Hand. „Expreßbrief! Muß sofort zur Post“, hört Heidi ihn dem Portier im Vorbeigehen zurufen. Ein paar Sekunden später ist sie selber jenseits des Windfängers. Hinter dem uniformierten Jungen her, der über den Bahnhofplatz dem Postamt zustrebt. Jenseits der Straße holt sie ihn atemlos ein. „Ach, verzeihen Sie! Sie haben doch einen Eilbrief für Herrn Professor Servatius zu besorgen, nicht wahr?“ „Jawohl, Fräulein Servatius.“ Als gut geschulter Boy weiß der Junge natürlich bereits, daß die junge Dame, die heute morgen im Hotel angekommen ist, die Schwester des Gastes auf Nr. 325 ist, und hat keine Bedenken, ihr den Brief auszuhändigen, als sie ihm sagt, daß ihr Bruder noch etwas in dem Schreiben zu ändern wünsche. erreicht, wird eben das Gepaa des Professors aus der Tür gebracht und zum Bahnhof getragen. Servatius selber, den Sommerüberzieher über dem Arm, wartet bereits in der Halle. „Da si... hm... da bist du ja, Heidi. Hast du dein Gepäck beisammen?" „Das gnädige Fräulein hat ihr Gepäck bei mir zur Aufbewahrung abgegeben“, sagt der Portier dienstbeflissen und bringt Heidis Handkoffer unter der Schranke zum Vorschein. „Dann wollen wir gehen. Es wird höchste Zeit“, sagt Professor Servatius, dem Portier ein reichliches Trinkgeld in die Hand drückend. Befriedigt und überlegen öffnet er Heidi die Glastür und schreitet mit ihr dem Bahnhof zu. Heidis Gesicht aber drückt eine ebenso große Befriedigung aus, denn in ihrem Täschchen ruht wohlverwahrt der Eilbrief an„Herrn Professor Walter Welling". IV. Ganz so einfach, wie Karl Hofmeister sich die Reise vorgestellt hat, ist sie nicht. Bis Freiburg zwar hat er ein bequemes und billiges Fahren und als er dort mit herzlichem Dank von den beiden freundlichen Autlerinnen verabschiedet, liegen die zwölf Reichsmark Fritz Hövelers noch unangebrochen in seiner Tasche. Aber bei seinen Erkundigungen im Reisebüro muß er leider feststellen, daß dieser Betrag für eine Bahnfahrt durch die Schweiz bis Italien nicht langt. Woher nehmen und nicht stehlen? Karl Hofmeister hat kräftige Fäuste und würde gern damit zupacken aber Arbeit findet man nicht so mir nichts dir nichts auf der Straße. Auch würde damit viel Zeit verloren gehen. Zeit aber hat Karl Hofmeister noch weniger als Geld. Er hat unterwegs ausgerechnet, daß er bei glatter Durchfahrt Heidi und den Professor ungefähr an der italienischen Grenze einholen müßte, denn letzterer wollte ja, wie das Hausmädchen Wellings ihm versichert hat, in Basel die Reise unterbrechen. Muß er jetzt aber selber hier in Freiburg einige Tage bleiben und sich durch irgendwelche Arbeit noch ein paar Mark zu verdienen suchen, dann sind die beiden inzwischen weit in Italien und das Geld langt wieder nicht. Karl versucht es zunächst noch einmal mit den Automobilisten. Vor den Hotels am Bahnhof, wo eine ganze Reihe staubbedeckter Tourenwagen parken, macht er sich an verschiedene Herren und Chauffeure heran und bittet um Mitnahme nach Basel. Aber die freundlichen Damen, die einen netten jungen Wandersmann einladen in ihrem Wagen Platz zu nehmen, findet man nicht zu Dutzenden und selbst die wenigen Fahrer, die sich überhaupt in eine Unterhaltung mit dem Bittenden einlassen, schütteln schließlich ablehnend die Köpfe. Grade die Tatsache, daß Karl Hofmeister über die Grenze nach der Schweiz will, läßt ihn auf ungeahnte Schwierigkeiten stoßen. Er hat zwar seinen Paß noch von der Amerikafahrt mit dem Onkel her und zeigt ihn auf Verlangen bereitwillig den Herren, die ihn danach fragen, aber die Automobilisten machen trotzdem bedenkliche Gesichter. So ein Paß kann gefälscht sein. Der junge Mann sieht zwar nett und vertrauenerwekkend aus, aber— Vorsicht ist besser als Nachsicht. Es versuchen so viele zweifelhafte Elemente über die Grenze zu kommen, möglichst auf eine unauffällige Art. Keiner der Herren in Staubmänteln und Lederjoppen mag das Risiko auf sich nehmen, daß der junge Mann, den man da menschenfreundlich mitnimmt, von der Grenzwache verhaftet wird. Teufel auch! Da könnte man womöglich selber verdächtigt werden, mit dem Burschen unter einer Decke zu stecken! Nach zwanzig mehr oder weniger schroffen Ablehnungen gibt Karl die Hoffnung auf eine weitere billige Autofahrt auf und wandert resolut zum Bahnhof. Bis Basel langt sein Fahrgeld ja, es bleiben sogar noch zwo Mark und sechzig Pfennig übrig. Also los! In Basel wird man weiter sehen! Menschen auf Reisen. Menschen im Hotel.— Der eine kommt, der andere geht. Karl trifft genau mit dem Zug in Basel ein, mit dem Professor Servatius und Heidi über Olten=Luzern weiterfahren. Aber in Unkenntnis der lokalen Verhältnisse ist Karl bereits auf dem Badischen Bahnhof in Basel ausgestiegen, während Heidi und der Professor dreißig Minuten später den Zug auf dem Baseler Hauptbahnhof besteigen, genau zu der Zeit, da ihr Verfolger durch die Straßen der Stadt bummelt und am Hotel International vorbeikommt, ohne zu ahnen, daß vor kurzem noch Heidi Welling durch diese Tür getreten ist. Auf dem Bundesbahnhof stillt Karl seinen Hungen durch ein belegtes Butterbrot und ein Glas Milch und schlendert dann durch die Vorhalle, mit Argusaugen nach irgendeiner Verdienstmöglichkeit spähend. Trotz seiner leichtsinnigen Veranlagung verhehlt er sich nicht, daß seine Aussichten für die Weiterreise gleich Null sind. Gepäckträger gibt es genug hier am Bahnhof und sie sehen nicht danach aus, daß sie sich von einem Schwarzarbeiter ins Handwerk pfuschen lassen. Einen Bekannten hier zu treffen, der einem das Fahrgeld vorstreckt, wäre geradezu ein Wunder. Karls Bekanntschaften erstrecken sich nicht auf das internationale Reisepublikum. Und doch muß er weiter! Keine Sekunde kommt ihm der Gedanke, die Sache aufzugeben und per„pedes apostolorum“ wieder heimwärts zu tippeln. Heidi ist in Gefahr! Heidi reist schutzlos, allein mit einem unbekannten Verführer nach Italien! Da gibt es keine Wahl für Karl Hofmeister. Einmal bereits als blinder Passagier gefahren, ist für ihn der Gedanke einer Wiederholung natürlich naheliegend. Zu seiner Ehre sei es gesagt, daß ihm dieser Gedanke trotzdem sehr unangenehm ist. In Pernambuco, das war etwas anderes! Da hat er sich keine Gewissensbisse gemacht, sondern sich eins gelacht und den „Fiesco“, den er kurz vor seinem„Abschied“ in der Prima gelesen, vergnügt nach eigenem Bedarf umgewandelt:„Ohne Fahrkarte auf der Eisenbahn zu sahren, ist gemein. Sich auf einen Ozeandampfer einschleichen und übers Meer zu risen, ist frech. Als blinder Passagier mit dem Zeppelin, dem Wunderwerk deutschen Geistes und deutscher Technik aber über das Weltmeer zu fliegen, das ist göttlich!“ Diesmal gilt es also eine Gemeinheit. Ganz einfach einen Betrug an den Schweizer Bundesbahnen, kein Heldenstück, sondern eine Alltäglichkeit, die von tausend Vagabunden und Schnorrern ausgeübt worden ist. Karl Hofmeister windet sich bei dem Gedanken. Aber— Heidi! Diesmal gilt es Höheres, als einem ekelhaften Onkel auszureißen! Nicht dem eigenen Ich gilt es, sondern einem lieben Mädel das in seiner Unerfahrenheit drauf und dran ist, die Beute eines gewissenlosen Schurken zu werden! Zum Kuckuck, darf man da nicht ein bißchen jesuitisch denken und den Zweck das Mittel heiligen lassen? Wenn's doch gar nicht anders geht?! Der Gedanke an Heidi ist stärker als die moralischen Bedenken Karl Hofmeisters Mit zusammengebissenen Zähnen steigt er in den abfahrenden Schnellzug nach Mailand. Der Zug ist stark besetzt. Nur mit Mühe findet Karl einen Platz in einem Abteil. Drei Damen und zwei Herren sind außer ihm in diesem Abteil, kleinbürgerlich aussehende Leute aus der Provinz, nur eine der die Ferken gingen ihrem Ende zu. Die Tornister wurden wieder gepackt. Bald standen wir abmarschbereit im Hof. Die Bäuerin und der Bauer kamen aus dem saus. Zuvor hatten sie in unsere Tornister allerlei ißwaren gesteckt. Als wir ihnen die Hände drückten, sagte der Bauer:„Und zum Erntefest kommt ihr alle mit'nander. Da wollen wir a mal sehen, ob ihr auch so essen könnt wie arbeiten...“ Wir sagten zu. Die WDolken Ich sehe am Fenster die Wolken so gern, Sie ziehen und eilen so nah und so fern; Sie leuchten am Morgen in rosiger Glut, Am Mittag wie Schnee, am Abend wie Blut. Ich sehe am Fenster die Wolken so gern, Sie ziehen und eilen so nah und so fern. Willi Gonsta. Die klugen Bäckerjungen Ein Zuckerbäcker hatte zwei Lehrjungen, von denen er nicht wußte, welcher der einfältigste war. Durch ihre dummen Streiche hatten sie ihn schon öfter erzürnt, und nur die Rücksicht auf ihre Mutter, die eine entfernte Base seiner Frau war, hatte ihn davon abgehalten, sie davonzujagen. Eines Tages war im Nachbardorf Markttag. Da schickte sie der Zuckerbäcker mit zwei Körben voll Berliner Pfannkuchen hin, die sie den Martkbesuchern für zehn Pfennig das Stück feilhalten sollten. Aber draußen vor dem Walde gingen sie links statt rechts und kamen so in ein anderes Nachbardorf. Beim Dorfeingang setzten sie sich auf einen daliegenden Birnbaumstamm, stellten die Körbe vor sich hin und hielten ihre Berliner feil. Aber das Dorf war wie ausgestorben: denn fast alles, was Beine hatte, war ins Marktdorf gelaufen. So kam es, daß die Sonne schon zuhöchst am Himmel stand, und sie hatten noch kein Stück ihrer leckeren Last verkauft. Wenn sie aber mit vollen Körben zurückkamen, so gab es sicher eine Tracht Schelte. Und diese Voraussicht machte ihnen Kummer. Da fand Michel, wie er so hungrig und verlegen bis zuunterst im Hosensack nach einigen alten Brotkrumen suchte, einen blanken Groschen. Und einen klugen Gedanken fand er auch grad dazu.„Du, Muchel, sprach er,„ich kaufe dir für meinen Zehner einen Berliner ab. So hast du doch etwas verkauft und nicht umsonst so viele Stunden lang feilgehalten. Also gab ihm Muchel einen Pfannkuchen und steckte schmunzelnd das Geldstück in die Tasche. Aber noch schmunzelnder verzehrte Michel das lockere Gebäck mit der süßen Füllung. Nun hatte aber auch Muchel einen klugen Einfall. War er nicht soeben in den Besitz eines Zehners gekommen?„Hei, Michel, jetzt kauf ich dir auch einen Berliner ab, so hast du auch ein Geschäft gemacht!" sprach pfiffig der Muchel. Und der Handel wurde abgeschlossen. Muchel genoß mit nicht minderem Behagen das eben erworbene Backwerk. „Habe ich einmal ein gutes Geschäft gemacht, warum soll ich es nicht ein zweitesmal tun!" dachte nun Michel und wischte sich mit dem Aermel die letzten Krümchen des eben verschlungenen Kuchens vom Munde. Also kaufte er sich von Muchel den zweiten Berliner, und der Zehner wechselte wieder den Besitzer. Wenn aber Michel Appetit für zwei Berliner hatte, so wollte Muchel hierin nicht nachstehen und erwarb sich von Michel jetzt auch den zweiten. „Aller guten Dinge sind drei!“ sagte Michel, und tätigte den dritten Handel. Aber der Zehner fand auch zum britten Male den Rückweg von Muchels in Michels Tasche. Beide waren sichtlich erfreut darüber, wie sich das Geschäft nun auf einmal gut anließ. Also handelten sie getrost weiter und malten sich in Gedanken aus, wie sie der Meister für ihre Geschicklichkeit im Handeln loben würde. Je länger die Baumschatten wuchsen, desto mehr schwand der Inhalt der Körbe, und als die ersten Bäuerinnen vom Marktbesuch in das verlassene Dorf zurückkehrten, da hatten auch unsere beiden Händler ausverkauft. Vergnügt hängten sie ihre Körbe über die Achsel und wanderten heimzu, in Erwartung des Lobes, das ihnen diesmal sicher gespendet würbe. Der Zehner aber ruhte wieber an seinem Plätzchen, wo er zuerst gewesen war, zuunterst in Michels Hosensack. Daheim war der Zuckerbäckermeister zuerst hocherfreut, wie er die Burschen mit den leeren Körben anrücken sah. Als er aber nach dem Erlös fragte, da vernahm er die Geschichte von dem Kuchenhandei. Was weiter geschah, wollen wir lieber verschweigen. Aber noch lang erzählte man sich im Dorf die Geschichte von den zwei kklugen Bäckerjungen, die um einen Zehner für zehn Mark Berliner Pfannkuchen verzehrt hatten. R. B. Gatteimir. Nun sind die Ferien zwar noch lange nicht zu Ende, und doch wißt ihr nicht mehr, was ihr mit der schönen Zeit anfangen sollt. Sechs lange Wochen wandern, ballspielen, raufen oder mit den Puppen durch die Welt gondeln, das sind auch nicht gerade Beschäftigungen, mit denen man die lange, schöne Ferienzeit töten kann. Aber ich will euch einen Vorschlag machen, wetten, er hilft euch die Ferien prächtig verkürzen. Zunächst müßt ihr auf Streichholzschachteljagd gehen, und dann kann's losgehen. Also wir wollen uns einen Eisenbahnzug basteln. Die Lokomotive: a) eine leere Schachtel, b) eine halbe Schachtel aufgestellt, die Fenster ausgeschnitten, c) ein Stück einer Hülle mit der braunen Fläche nach oben, die Seiten ungefähr in der Mitte geritzt,„eingeknickt" und in die Schachtel a gesteckt. Schneide dann eine Sagenchteund=Driezkäften Liebe Jungen und Mädel! Krach— bumm— bumm! Das war ein Donnerschlag. der fuhr einem durch die Glieder, daß man glaubte, mit Haut und Haaren in die Hölle fahren zu müssen, ohne aber auch nur eine winzige Minute Aufschub zu haben. Und dann goß es in dicken Strömen vom Himmel, just, daß man annehmen konnte, im Himmel wären die Olympischen Spiele für die fixeste Gießerin angebrochen, und die beflügelten Engel täten, das können wir bezeugen, das Beste. Denn im Nu waren die Straßen überschwemmt, und wer es von den Menschenkindern dennoch wagte, mit Schirm und Mantel zwar bewaffnet, den Regengüssen zu trotzen, der troff schon nach wenigen Schritten aus allen Näbten, dem plätscherte es gar lieblich um die regennassen Knie. Ja, das war ein Wetter, wie wir es uns nicht alle Tage wünschen! Wie habt Ihr denn bis heute Eure Ferien um die Ecke gebracht? Nach den spärlichen Eingängen scheint die Langeweile Euch noch nicht gerade gepackt zu haben. Für mich wäre es jedenfalls angenehmer, wenn Ihr nicht schon(und das scheint mir doch fast so) vor Wochen einen regelrechten Ferienschlachtplan entworsen hättet, der fabelhaft gut ausgearbeitet ist und auf Stunde und Minute stimmt. Es Scheibe aus irgendeinem Stück Holz, das du übrig hast, die auf den„geknickten“ Vorderteil c der Lokomotive paßt und stecke eine Papierrolle in die Hülle, die als Schornstein dient. Der Kohlenwagen ist eine Schachtel mit einem aufgeklebten Stück einer anderen Schachtel. Wenn du nun zweidrittel von den Kanten einer Schachtel abschneidest, so hast du den Holzwagen. Die Personenwagen werden aus einer Hülle gebildet, von der an der Seite ein Stück abgeschnitten wird. Die Personenwagen sind mit Papier überklebt, auf das die Fenster gezeichnet sind. Haken und Oesen werden an den Böden der Wagen mit einer feinen Nadel festgenäht. Der Güterwagen besteht aus einer Hülle mit Schachtel, die auf die Kante gestellt wird und an der die Türen ausgeschnitten werden. Wenn du genügend Streichholzschachteln hast, kannst du einen ganzen Bahnhof, Tunnel, Brücken und vieles mehr bauen, nur ein wenig Phantasie mußt du haben. Und wenn ihr Buntpapier habt, so könnt ihr auch die Arbeiten mit den passenden, lustig bunten Farben überziehen. Ihr Mädchen dürft natürlich nicht maulen, daß ich euch vergessen habe, gebt acht, schon in der nächsten Jugendbeilage sollt ihr auch Arbeit bekommen. Aber „besorgt“ euch schon heute eine stattliche Anzahl an Streichholzschachteln. wäre mir schon lieb, wenn da und dort doch ein kleiner Zeitfehler steckte, der für einige Jugendfreundarbeiten Euch Zeit ließe. Also macht an drei oder nur an zwei Wochentagen einen Strich durch den Plan und arbeitet einmal für Eure Jugendseiten. Eure Jugendfreundin Erika. H. Roschkowski: Vielen Dank für die Zeichnung. Hoffentlich kann ich sie bald einmal gebrauchen. Lothar Benzig: Ja, das laß ich mir gefallen, seine Ferien im schönen Schwarzwald zu verleben. Das Gedicht ist recht nett geworden. Günter Böhme: Auch Du kannst Dich nicht über Deinen Ferienaufenthalt beklagen. Hoffentlich hast Du nur recht viel Sonne, damit Du auch viel baden kannst. Also noch recht viel Spaß. Heinrich Bentler: Das hat mich gefreut, daß Ihr Vierzehn einmal an den„B..“ gedacht habt. Natürlich werdet Ihr bald was von mir hören. Grüßt zunächst einmal alle Kameraden, und daß mir keine Klagen kommen von wegen„liegengebliebener Arbeit“. Rudi Krause, A. Lützig: Vielen Dank für die Rätsel. Meine Mappe war schon nett mager geworden. Silbenrätsel Aus den nachstehenden 22 Silben sind neun Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen, den Namen eines Raubvogels ergeben. Die Silben sind: S— a1— am— ar— dam— de— den— dreh er— er— fel— fran— gold— gu— 1a — kar— Ia— mer— mer— 30— tof— 50— Die Wörter bedeuten: Faubster Vergiristen Eingbogel Medallarbeider Angehöriger eines europäischen Volkes Männlicher Vorname Geschäft Knollentraucht Wlanet Manfred Brune, 12 Jahre. Der Durch welches Tor kommt man in die Mitte des Irrgartens? Ursula Kluge, 14 Jahre. Auflösung aus der vorigen Nummer Silbenrätsel: Sommer, Urlaub, Kante, Rente, Orden, Neger, Tusche, Regen, Esel, Belgrad, Rudern, Eile, Helda = Herbert Norkus. Damen, eine rotblonde, etwa fünfunddreißigjährige, stattliche Frau zeigt in Kleidung und Haltung eine großstädtische Eleganz. Aus den Gesprächen der Mitreisenden untereinander entnimmt Karl sehr bald daß sie samt und sonders zu einer Reisegesellschaft gehören, vie auf dem Wege nach Italien ist. Auch die übrigen Abteile des langgestreckten=Zug=Wagens sind mit Teilnehmern der Reisegesellschaft besetzt. „Hundert weniger vier!“ sagt einer der Herren verdrossen.„Ich war platt, als ich auf dem Bahnhof in Köln sah, wie viele wir sind. Im Reisebüro hatten sie uns doch versichert, die Gesellschaft würde höchstens 40 Teilnehmer umfassen!" „Na, das wäre ja nicht so schlimm“, meint versöhnlich eine der Damen, eine behäbige breite Fünfzigerin mit gutmütigem Gesicht.„Mich dauert bloß der arme Reiseführer. Sie hätten ihm doch wenigstens einen Assistenten beigeben sollen. Allein kann er uns ja gar nicht alle übersehen.“ „Dat stimmt, Frau Urbans“, meint der andere Herr, ein biederer Maurermeister aus der Eifel.„Die ganze Fahrt über is unser Reiseführer überhaupt noch mit hier bei uns gewesen. Er müßt uns doch eigentlich wat von der Gegend erklären, wo wir vorbeifahren. Durch das Schweizerland braust der Zug. Karl lauscht, ganz klein zwischen die Mitreisenden gedrängt, verstohlen den Gesprächen, aber seine Augen gehen unstet immer wieder zur Abteiltür hinüber. Jeden Augenblick kann dort der Zugbeamte erscheinen und die Fahrkarten revidieren. Dann ist die Herrlichkeit zu Ende. Blühende Obstgärten tauchen draußen auf, in saftiges Grün gebettete Villen, auf denen lustige Schweizerfahnen wehen. Blaues, sonnbeschienenes Wasser— Luzern! „Guck ens, wat für ne komische Brücke da!" Der Mann aus der Eifel weist zum Fenster hinaus.„Wo sin mer denn jetzt?“ „Ich glaube, das ist Luzern“, sagt die großstädtische Dame, ebenfalls interessiert hinausblickend.„Wir sollten wirklich mal nachsehen, wo denn eigentlich unser Reiseführer steckt.“ „Jawohl, das ist Luzern, die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, eine der schönsten Städte der Schweiz“, sagt plötzlich eine junge Stimme hinter den sich am Fenster drängenden Reisenden. Karl Hofmeister war zwar noch nie in der Schweiz, aber gottlob, Erdkunde und Geschichte waren seine besten Fächer aus der Schule. Er weiß allerhand und das Bild da draußen zaubert sofort Erinnerungen in ihm wach an Fotos und Filmbilder, die er gesehen. Der Mann aus der Eifel wendet sich ihm interessiert zu. „Dann können Sie uns am End auch sagen, wat dat für'ne Brücke ist?“ „Es ist die Kappelbrücke“, sagt Karl wichtig und kramt hastig aus, was er von der mittelalterlichen Geschichte der Stadt Luzern behalten hat. Es unterlaufen ihm zwar ein paar historische Fehler dabei, aber das schadet nichts. Die Reisenden wissen selbst noch weniger davon als er und die freche Festigkeit, die er seinem Ton gibt, läßt keinen Zweifel an der Richtigkeit aufkommen. Während des ganzen Aufenthalts auf dem Luzerner Bahnhof muß Karl die Wißbegierigkeit seiner Mitreisenden durch lange Vorträge stillen. Krampfhaft sucht er in seinem Hirn zusammen, was er über die Schweiz weiß. Der sterbende Löwe Thorvaldsens, die Tell=Sage, Konrad Ferdinand Meyers Novellen, die Schweizergarde, Sempach und Mongarten— es geht alles etwas kunterbunt durcheinander, aber die Zuhörer sind trotzdem sehr interessiert und befriedigt. Es kommen sogar Reisende aus den Nachbarabteilen an die Tür und gören ebenso interessiert zu, verlangen kategorisch ihr Teil an der Erklärung. Karl muß ihnen von Abteil zu Abteil folgen und den dort sitzenden Reiseteilnehmern seine Erklarungen wiederholen. Der Schweiß steht ihm auf der Stirn, als er endlich wieder in seinem eigenen Abteil anlangt.. Am Vierwaldstättersee vorbei geht die Fahrt. Küßnacht, die Tells=Kapelle, Rigi, Urirothstock— Karl muß in einem fort erklären. Selber die Gegend nur aus Büchern und Bildern kennend, muß er dabei seine Aufmerksamkeit so stark anspannen, daß er ganz den Zugbeamten überhört, der die Abteiltür geöffnet hat, und er erschrickt heftig, als er hinter sich plötzlich die laute Stimme des Herrn aus der Eifel hört: „Fahrkarten ham mer nit, Herr Zugführer. hat alle unser Reiseleiter.“ „Danke!". Der Zugbeamte tippt höflich an seine Mütze.„Die Herrschaften gehören alle zur Reisegesellschaft?“ „Jawohl!“ sagt Karl geistesgegenwärtig, bevor einer der anderen antworten kann.„Alle zusammen.“ Der Beamte nickt und markiert an den Nummernschildern der Abteiltür sechs belegte Plätze. Als er weitergegangen ist, richten sich fünf erstaunte Augenpaare auf Karl. „Nanu? Sie gehören auch zu uns? Davon haben Sie ja nichts gesagt!“ „Ja, ich... ich...“ Ein rettender Einfall kommt Karl in der Erinnerung an die Gespräche, die seine Mitreisenden vorhin unter sich geführt haben.„Ich bin dem Reiseführer als Assistent beigegeben.“ * Sechs Abteile weiter rückwärts im Zuge sitzt Zeidel, der wohlbestallte Reiseführer der„Werbü“ (Westdeutsches Reisebüro m. b.) und blickt finster auf ein Telegramm seiner Firma, das ihn auf dem Bahnhof Luzern erreicht hat. „Nachsendung von Assistent infolge Reiseandrangs unmöglich. Engagiert in Lugano oder Mailand zuverlässigen Assistenten. Werbü.“ Herr Zeidel ärgert sich gründlich. Wie die Herren in der Direktion sich das denken! In Lugano ist so leicht kein deutscher Reiseführer zu finden, der für wenig Gehalt die Arbeit übernimmt. Und etwa in Mailand? Einen der italienischen„Professionals"! Gott soll mich bewahren! Die machen hohle Pfötchen, wo sie können und die Reiseteilnehmer werden ungehalten, denn in unserem Prospekt steht ausdrücklich, daß dem Reiseführer die Annahme von Extra=Trinkgeldern streng untersagt ist. Außerdem radebrechen die italienischen Kollegen ein Deutsch, das kaum zu verstehen ist. Aber anderseits: Wenn das so weiter geht, werden die Teilnehmer auch unzufrieden. Ein einziger Reiseführer auf 96 Teilnehmer! Herr Zeidel muß mit den Hotels telephonieren, sich vergewissern, daß die bestellten Zimmer bereit sind. Er ist für die Gepäckbeförderung verantwortlich. Er muß rechnen, kalkulieren, mit den Mitropaangestellten über das Essen verhandeln— ausgeschlossen, daß man nebenbei noch die Sonderwünsche von 96 Fahrtteilnehmern erfüllen, jedem einzelnen seine Fragen beantworten, Land und Sehenswürdigkeiten erklären kann. Eigentlich sollte die Gesellschaft höchstens 40 Teilnehmer umfassen. Das wäre zur Not noch gegangen. Aber der Reiseandrang ist groß. Da hat man ihm ohne weiteres 96 Teilnehmer aufgehalst Und nun weigert sich die Firma auch noch, ihm auf seine dringende telegraphische Bitte hin einen Assistenten nachzuschicken, der einen Teil der Arbeit übernehmen kann. „Nächsten Ersten kündige ich und gehe zu„Kraft durch Freude“, brummt Herr Zeidel wütend, knüllt das Telegramm in die Tasche und macht sich auf den Weg durch den Zugkorridor, um nach seinen Schutzbefohlenen zu sehen. Karl hat den Schrecken, den ihm das Erscheinen des Zugbeamten einjagte, eben überwunden und ist eifrig dabei, seinen Fahrtgenossen den Kirchturm von Waasen zu zeigen, als die Katastrophe naht: Herr Zeidel schiebt die Abteiltür zurück und lächelt seine Reiseteilnehmer mit vorgeschriebener Liebenswürdigkeit an. „In einer kleinen Stunde, gleich nach der Abfahrt von Göschenen, wird im Speisewagen das Mittagessen serviert, meine Herrschaften. „Da sind Sie ja, Herr Reiseführer!" lacht die rotblonde Dame vom Fenster her.„Wir haben uns schon seit Basel die Augen nach Ihnen ausgeschaut.“ „Bitte vielmals um Entschuldigung, gnädige Frau. Eine so große Gesellschaft... nicht wahr, man kann nicht überall zugleich sein. Ich stehe natürlich gern zur Verfügung, wenn irgend etwas...“ „Is halb so schlimm“, sagt der Mann aus der Eifel gemütlich.„Ihr junger Assistent da is en Teufelskerl. Der hat uns alles gründlich erklärt.“ „Mein— Assistent?“ Herr Zeidel richtet einen baß erstaunten Blick auf den jungen Menschen, zu dem der Herr aus der Eifel hinübernickt. Aber noch ehe Herr Zeidel mehr sagen kann, reden schon zwei, drei der anderen Teilnehmer dazwischen. „Das war nett von Ihnen, Herr Zeidel, daß Sie uns den Herrn geschickt haben.“ „Ohne ihn hätten wir überhaupt nicht gewußt, was wir da draußen sehen.“ Der Reiseführer blickt noch immer starr den jungen Mann an und Karl erwidert fest den Blick. Etwas Flehendes liegt in seinen Augen. Herr Zeidel räuspert sich endlich. „Sehr erfreut, daß die Herrschaften zufrieden sind. Hm. Ja. Kommen Sie doch bitte mal mit. Herr...“ Die rotblonde Dame aus der Großstadt hebt protestierend die Hand.„Das giht's nicht, Herr Reiseführer! Sie dürfen uns den Herrn Hofmeister da nicht ausspannen! Wir haben hier im Abteil das erste Anrecht an ihn!" „Das habt ihr wahrhaftig“, denkt Karl insgeheim, laut aber sagt er beruhigend:„Ich bin gleich wieder zu Ihrer Verfügung, Gnädigste. Aber ich muß doch auch den anderen Herrschaften nebenan...“ „Also bitte!“ Herr Zeidel tritt ein wenig zurück and gibt Karl die Tür frei. Draußen auf dem Flur stellt er eine rasche Frage:„Sink Sie Angestellter des Westdeutschen Reisebüros?“ „Nein“, sagt Karl ehrlich,„das kenne ich überhaupt nicht. „Hm. Dann erklären Sie mir mal... Aber wir wollen nicht hier im Korridor verhandeln. Kommen Sie mit in mein Abteil!“ * Herr Zeidel hat ein eigenes Abteil, eines jener schmalen Halbabteile am Ende des Wagens, das nur drei Plätze aufweist, und wo man von seinem Platz gradaus auf eine kahle Wand steht. Fahrpläne, Kursbücher, Bädeker und Hotelprospekte liegen auf den Sitzplätzen verstreut. Herr Zeidel schiebt die Blätter und Hefte rasch in eine Ecke zusammen und fordert den jungen Mann auf, Platz zu nehmen. „Also bitte! Wer sind Sie eigentlich?“ Karl Hofmeister weiß, daß Ehrlichkeit jetzt die einzige Hoffnung ist„Blinder Passagier“, sagt er mit verzweifeltem Humor.„Ich habe keine Fahrkarte und kein Geld.“ Der Reiseführer zieht die Brauen hoch.„Sie haben sich also unter Mißbrauch des Namens meiner Firma als mein angeblicher Assistent in den Zug geschlichen?“ „Das nicht.“ Karl erzählt mit kurzen Worten, wie er auf den Einfall kam, sich als Mitglied der Reisegesellschaft auszugeben.„Die Teilnehmer beklagten sich darüber, daß niemand ihnen die Aussicht erklärte und meinten, Sie hätten sich einen Assistenten mitnehmen sollen“, schließt er ruhig. Herr Zeidel hat während der kurzen Erzählung den jungen Menschen scharf gemustert. Wie ein Gepäckmarder, der sich im Zug an die Reisenden heranmacht, sieht er nicht aus. Auch nicht wie ein Hochstapler. Diese unangenehmen Typen kennt Herr Zeidel aus seiner langen Praxis zur Genüge.„Wo wollten Sie denn hin?“ fragt er ein wenig freundlicher. „Nach Italien!“ „Hm. Haben Sie denn wenigstens einen Paß?“ Karl holt seine Legitimation heraus und reicht sie dem Reiseführer hin. Er studiert sie genau, vergleicht das Paßbild mit dem Original, prüft die Stempel— plötzlich blickt er interessiert auf.„Einreisevisum Pernambuco? Sie waren in Südamerika?“ „Jawohl. Ich bin mit dem Zeppelin zurückgekommen. Auch als blinder Passagier.“ Herr Zeidel lächelt wohlwollend. Scheint ein heller Junge zu sein. Mit dem Luftschiff als„Blinder“ über den Ozean, das erfordert Energie, Umsicht, Gerissenheit. Hm. Hat er ja auch hier wieder bewiesen. So einen jungen Menschen könnte man schon brauchen. „Welche Schulbildung haben Sie?“ will er wissen. „Realschule. Primareife." „Sie sprechen italienisch?“ „Nur französisch und leidlich englisch.“ „Genügt auch“, brummt der Reiseführer.„In unseren Hotels kommt man mit Französisch und Deutsch ebenso gut aus.“ Er behält das Paßheft in der Hand und sieht Karl überlegend an. „Es ist Ihnen doch klar, junger Mann, daß Sie sich da eine böse Sache eingebrockt haben. Wenn man Sie hier in der Schweiz als blinder Passagier erwischt...“ „Werd ich eingelocht“, nickt Karl.„Das ist mir ganz klar.“ „Nicht nur das. Man wird Sie nachher per Schub an die Grenze bringen und der deutschen Polizei übergeben. Vielleicht dürfte Ihnen das noch unangenehmer sein?“ Herr Zeidel beobachtete den jungen Mann scharf, aber es zeigt sich kein Erschrecken auf dem frischen Gesicht. Karl zieht nur ein wenig die Mundwinkel herab. „Das wäre allerdings sehr unangenehm. Dann könnt ich von vorne anfangen und die Reise noch mal machen. Denn nach Italien muß ich." Herr Zeidel atmet innerlich auf. In Deutschland scheint der junge Mann also nichts auf dem Kerbholz zu haben. Das ist gut. Da könnte man..„Ich werd Ihnen mal was sagen“, hebt er, jedes Wort betonend, an. Einen Gehilfen brauch ich wirklich auf dieser Reise. Darin haben die Herrschaften schon recht. Ich hatte daran gedacht, in Mailand einen Assistenten zu engagieren, aber— ein Deutscher wäre mir lieber. Was meinen Sie dazu, wenn ich Sie tatsächlich als Assistenten einstellen würde.“ „Das wäre sehr gescheit von Ihnen!“ „Junger Mann, nicht arrogant sein" warnt Herr Zeidel stirnrunzelnd.„Ihre Lage ist wirklich nicht danach.“ Karl sieht sein Gegenüber freimütig an.„Ich hab Ihnen ehrlich gesagt, wie es mit mir steht. Da kann ich doch ebenso ehrlich sagen, daß es wirklich ein Vorteil für Sie wäre, wenn Sie einen Gehilfen bei der Arbeit bekommen.“ (Fortsetzung folgt.) Seite 9 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 chon die derzeitige Form unter Beweis aak. der aic Aller p kist. und kann hier schon stellen. Am Lohbera sten auf Winz=Baar, per. Sc. altenbochum mißt seine Kräfte am Pappelbusch mit Phönix Bochum, an den Riemker Schrebergärten stoßen Teutonia Riemke und der LFC. Laer aufeinander und an der Krümmede kämpfen Preußen 11 Bochum und Concordia Bochum um den Sieg. Reichsbahn Tus. Bochum macht mit mehreren Mannschaften einen Ausflug nach Querenburg und stellt sich dort den Gegnern. An der Wasserstraße steigt der Kampf Rasensport Bochum gegen Witten 07 Unsere beiden Gauligisten weilen auswärts. Tus Bochum spielt am Samstag gegen Hilden 03, um am Sonntag beim Bezirksligisten Hagen 72 zu weilen. Germania Bochum ist Gast von Teutonia Lippstadt. In der gleichen Gegend weilt auch der SV. Höntrop. Die Spiele: Samstag: Bövingyausen 04— Preußen 07 Bochum Hilden 03— Tus. Bochum Minden— SV. Höntrop Union Günnigfeld— Wattenscheid 09/30 Sprockhövel— Stiepel 04 TB. Eickel— TG. Ehrenfeld Sonntag: Westfalia Bochum— MBV Linden Preußen 07 Bochum— TuBV. Mengede Polizei Bochum— Winz=Baak Teutonia Riemke— FFC. Laer SC. Altenbochum— Phönix Bochum Teutonia Lippstadt— Germania Bochum Hagen 72— Tus. Bochum Union Haspe— Wattenscheid 09/30 Preußen Wanne— Erle 08 SpVg. Herten— VfB. Speldorf Wanne 11— Hüllen 08 SV. Holsterhausen— Fortuna Wanne Langendreer 07— TG. Bochum=Ehrenfeld SC. Hörde— SC. Dahlhausen Düsseldorf 13— STV. Werne SV. Sodingen— Sp. u. Sp. Gerthe Hattingen 04— Langendreer 04 Werne 19— TuS. 26 Altenbochum SV. Herbede— Stiepel 04 Germania Querenburg— Reichsb. Tus. Bochum Carolinenglück— SpVg. Röhlinghausen(Res.) Rasensport Bochum— Witten 07 STV. Elberfeld— Schalke 04 Streit fuhr Beitzeit Training zum Hohensyburgrennen Trotz des regnerischen Wetters waren der Besuch und der Trainingsbetrieb zum Hohensyburgrennen am Freitag ausgezeichnet. Der Bochumer Streit erzielte auf seiner 500er Norton die beste Zeit von 2,50 für eine Runde und schaffte damit 114 Stundenkilometer. Bei den Wagen war Berg(Altena) auf seinem Alfa Romeo mit 2,56— 110 Stundenkilometer der Schnellste. Ferner wurden von den Motorradfahrern noch folgende Zeiten erzielt: Schneider(Düsseldorf) auf Velocette 2,59, Brockpähler(Dortmund) auf BMW. 3,00 Burge(Bochum) auf Imperia 2,52 und 2,54. Schmeling reift nach Deutschland zurück Mieilr vÖr NSveillper findet der Kampf Schmeling—Braddock statt Newyork, 21. August. Freitag tagte in Newyork die Newyorker Boxkommission, die sich mit der von Weltmeister Braddock beantragten Verlegung des Titelkampfes gegen Max Schmeling beschäftigte. Der mit der Untersuchung beauftragte Knochenspezialist gab bekannt, daß Braddock zur Ausheilung seiner linken Hand drei Wochen Zeit benötige. Die Kommission entschied, daß Braddock diese Frist eingeräumt würde und er sich am 15. September zur erneuten Untersuchung zu stellen habe. Der Manager Braddocks erklärte, daß Braddock nach Ausheilung seiner verletzten Hand mindestens sechs Wochen Zeit zum Training benötige, so daß der Titelkampf nicht vor Anfang November stattfinden könne. Max Schmeling, der der Sitzung beiwohnte, hatte zunächst die Absicht, bis zur nächsten Sitzung am 15. September in Newyork zu bleiben. Er hat aber, da er der Ansicht ist, daß der Kampf kaum noch in diesem Jahre stattfinden wird, auf der„Bremen“. Plätze belegt und will sofort nach Deutschland zurückkehren. Kölblin ift Schwergewichtsmeister Vinzenz Hower durch technischen K. v. besiegt Berlin, 21. August In Berlin kam am Freitag abend der Kampf um die Deutsche Schwergewichtsmeisterschaft zwischen dem Titelverteidiger Vinzenz Hower und seinem Herausforderer Arno Kölblin zum Austrag. Arno Kölblin führte den Kampf überlegen durch. Nachdem Hower in der 10. Runde einmal bis 4 und einmal bis 8 zu Boden mußte, stoppte der Ringrichter den Kampf und erklärte Kölblin zum Sieger durch technischen K. o. Wer Wira-Dezirkolncnfer. Die Meilterschaft im 1- und 10-Kilometer-Bahnfahren auf der Bochumer Radrennbahn Wie bereits angekündigt, finden am Sonntag auf der Bochumer Radrennbahn die Bezirksmeisterschaften im 1= und 10=Kilometer=Bahnfahren statt, zu denen ein erfreulich starkes Meldeergebnis eingegangen ist. Der Kampf um die beiden Meisterschaften des Industriebezirks dürfte sich in der Hauptsache zu einem Kampf der Bochumer gegen die Dortmunder Amateure zuspitzen. und gerade in diesem inoffiziellen Städtekampf Bochum— Dortmund liegt für die Bochumer Radsportfreunde der Reiz der Veranstaltung. Wir wollen hoffen, daß die Bochumer Radsportamateure heute schon beweisen, daß sie mit den Dortmunder Kameraden erfolgreich in Konkurrenz treten können. Die=Kilometer=Meisterschaft wird in vier Vorläufen ausgetragen. Die beiden Ersten dieser Vorläufe bestreiten die Zwischenläufe. Die Ersten der beiden Zwischenläufe kämpfen um den 1. und 2. Platz, die Zweiten der Zwischenläufe um den 3. und 4. Platz. Die Vorlaufeinteilung ist folgende: 1. Vorlauf: 2. Vorlauf: 3. Vorlauf: 4. Vorlauf: Strauch Mertens Mühr Hoffmann Büdenbender Rißmann Kramer Reiß Tenthoff Bergmann Krupp Schlegel Krause Pinnow Grobmeier Fischer Mielke Muhr Wiegmann Schneider In der 10=Kilometer=Meisterschaft gehen in der AKlasse die gleichen Fahrer an den Start. Innerhalb dieser Meisterschaft finden sechs Wertungen statt: Wer sich mit dem begehrten Titel eines Bezirksmeisters schmücken kann, ist sehr ungewiß. Die Jugend geht in einem Punktefahren über 20 Runden an den Start, für das vier Wertungen vorgesehen sind Hier wird sicherlich unser bester Bochumer Jugendfahrer Kompa die Siegespalme erringen. Den Abschluß der Veranstaltung bildet das Mannschaftsrennen über 100 Runden, für das folgende Mannschaften gemeldet haben: 1. 2. 3. 4. 5. Bergmann=Schlegel Mertens=Mühr Hoffmann=Büdenbender Rißmann=Mielke Muhr=Wiegmann 6. diesjährige Bezirkswanderfahrt der Radfahrer Der Bezirk 4 im Gau Westfalen des DRV veranstaltei Sonntag die 6. und letzte diesjährige Bezirkswanderfahrt. Um 9 Uhr sammeln sich die Fahrer am Bürgerhaus in Langenberg(Rheinland), von wo dann geschlossen zur„Bergischen Schweiz“ gefahren wird. Die Mitglieder des Radfahrer=Vereins„Westfala 1895“ Bochum fahren um.15 Uhr vom Bülowplatz. Die Mitglieder des Radfahrer=Vereins Westfalia 1895“ veranstaltet Sonntag eine Wanderfahrt nach der Bergischen Schweiz(Langenberg). Trefspunkt um.45 Uhr am Westfalenplatz. Jugendliche und Freunde des Radwandersports sind freundlichst eingeladen. Generalversammlung des BV. Westfalia Bochum. Im Vereinsheim Erich Mertens hielt der BV. Westsalla Bochum seine sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung ab, die vom Vereinsführer Berres eröffnet wurde. Die von dem Geschäftsführer und den Abteilungswarten erstatteten Berichte ergaben ein erfreuliches, reges Vereinsleben mit guten sportlichen Erfolgen. Nach den Berichten der Kassenprüfer sand der Vorstand und Kassenwart Entlastung. Zur Neuwabl des Vereinsführers übernahm als Alterspräsident das Mitglied Hilker, die Leitung der Versammlung. Er dankte dem bisherigen Vorstand für die geleistete ausopfernde Arbeit. Die Versammlung wählte dann das Mitglied Hilker zum Vereinsführer. Dieser berief zu seinen Mitarbeitern: Stellvertreter G. Berres; Geschäftsführer W. Eichelmann: Kassenwart K. Kaiser; Fußballwart A. Schmidt: Handballwart P. Schulte; Jugendwart A. Grewe: Dietwart H. Hohmann. Der neue Vereinsführer Hilker wandte sich dann an die Mitglieder und forderte zu einträchtiger Zusammenarbeit für die Ertüchtigung der deutschen Jugend, im Sinne des Führers Adolf Hitler auf. Mit einem Sieg=Heil auf den Führer endete die harmonisch verlaufene Versammlung. Trabrennen in Recklinghausen Unsere Voraussagen: 1.: Die Here— Hanst Watts— Feinsliedchen. 2..: Norma Todd— Dlabella— Anna Guv. 8. Woge— Tuja Guv— Herenjunge. 4..: Baroneß Dugout— Herenmeister— Hilde S. 5..: Zuletzt— Else Lee— Brillant. 6..: Phädra— Capitän— Doornkat. 7..: Luitpold— Weltruf— Mafalda. Deauville, 222. August. 1. R. Miß Cinders— Marmone. 2..: Prince Rouge— Fédor. 3..: La Tour— Ambrose Ligbt. 4..: Allumeur— Goudsa. 5..: Stall Boussac— Sabre au Clair II. Weitere Voraussagen: Sonntag, 23. August. Mülheim=Duisburg: 1..: Silbersee— Bargello. 2..: Renate— Mississippl. 3..: Höllenfahrt— Seydlitz. 4..: Limperich— Hohlweg. 5..: Ventre a Texre— Schwarzwaldreise. 6..: Meisterhieb— Pontisex. 7..: Pieta— Glanz. 8..: Manoli— Victorius. Baden=Baden: 1..: Hauptgestüt Graditz— Wiener Walzer. 2..: Meldereiter— Atlas. 3..: Chilone— Gratianus, 4..: Wahnfried— Verlander. 5.: Amaranto— Fabricto. 6..: Amaranta— Kanzlist. 7..: Walthart— Steinbruch. Clairefontaine, 21. August 1.: 1. Dionysies(Rochet) 2. Liste 3. Hannon.— Toto: S. 70, Pl. 28. 25. Ferner: Lépp, Prince Pompon, Sofia. 2..: 1. Winier Queen(Bonneau), 2. Dir vour Cent, 3. Ramadan.— Toto: S. 33, Pl. 15, 17. Ferner: Capelo, Barricade. 3..: 1. Opéra Bouise(Lolliérou), 2. Gooddoye Blues, 3. Corttote.— Toto: S. 80. Pl. 28. 27, 34. Ferner: Villeanelle, Vertigineux, Helen Fox, Mlle.'Argagnon, Ambush, Naxette. Pellegrino, Gré Gré, Le Printemps, La Mascotte. 4..: 1. Barboteur(Monnier), 2. Rumball, 3. Hellesvont.— Toto: S. 15. Drei liefen. 5..: 1. Royal Legend(Allemand). 2. Pérette, 3. Ampératrice.— Toto: S. 54. Pl. 45, 75, 37. Ferner: Padichab, Roval Guard II, Tracias, Lagoon, Madhinia, Magie Grey, Vautour, Gama, Katinka. 6..: 1. Bonne Combine(Brierre), 2. Cariciosa, 3. Atlas II.— Toto: S. 48. Pl. 24, 31, 49. Ferner: Silencieuse II, Cocagne. Fraulen, Compiégne, Flake. Kneipp-Kur-Wegweiseg kostenlos durch kneipp-Mittel-Zerirrale Wurzburg Sc heißt unser neuer Roman: "„" 1Wrerterntatte, kan gead Personen Ein lustiger Roman von Sonne, See und viel Liebe Artur Pahlke der junge Mann, der sich Hals über Kopf in das „Mädchen im Sande“ verliebt, das da heißt Annemarie Tornhausen die ein reisendes, blendes Geschöpf ist, dessen Vater Sebaldus Tornhausen der, klein u. dick, ein bißchen cholerisch, in einer geschäftlichen Klage mit dem jungen Manne lebt und der die reisende Annemarie gern mit dem etwas vertrottelten Baren Lottberg de dieser ein Aristekrat ist, verheiraten möchte, was aber die blonde Annemarie nicht will, genau wie auch des Barons Geliebte Der Verfasser dieser übermütigen „Hallch, Suse, die Kenkurrenz“! 5 P Mizzi Sedlmay: ein etwas umfangreiches weibliches Wesen, seine: Zeichens Bardame, dies nicht will und deshalb erbostauf dem Schauplatserscheint, der als weiteren Akteur Anton Boller der Vetter Arturs, hat. Und besagter Anton Boller, ein trischer, mit einem trokkenen Humor gesegneter Junge, hat sich in die braunlockige Mabel Pinter wieman sozu sagen pflegt: „unsterblich verknall!“, während sein Rivale bei Mabel, Stephan Stange sbenfalls ein junger Mann von recht angenehmen Außeren, zwar ein bißchen ang geraten, alles verzucht, um Anton ausaustechen. Daß nun die verwitwete Geschichte ist kein anderer als Hannes Peter Stelp. Diesmel werden Sie sicher ebense herslich und viel lachen. Rechnungsrätin Zahn eine gallsüchtige, ältere Dame, die in„Moralin“ macht, u. der weißbärtige Professer Schlemann der ein engbrüstiger, weltschmerzlicher Asker ist, dasTreiben derlebenstreudigen jungen Leute durch die Brille ihres Muckertums sehen und von einer moralischen Entrüstung in die andere tallen, das tut der guten Laune unserer Freunde keinen Abbruch. Auch das quicklebendige Ungarmädel Lore Lombös das die plötslich in dem Seebadauffauchende Base Stephans ist, paßt ausgezeichnet in den Kreis des übermütigen Völkchens, während Kapitän P. Pinter dieser alte Seebär u. Onkel Mabels, das Gesamtbild durch sein trockenes Wesen recht lustig abrunden hilft. * Denken Sie noch an seine ulkige Geschichte Mit dem Abdruck beginnen wir heute * im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht. welchen Schritten eine liebende Frau im Kampf um ihr und ihres Kindes Dasein fähig ist, das schildert dieser herrliche, zu Herzen gehende Großfilm, in dem neben Jean Harlow zahlreiche beste Kräfte für die übrigen Rollen eingesetzt wurden.— Im Beiprogramm fällt der lustige Kulturfilm„Lebendige Gemütlichkeit" besonders angenehm auf. Die neue Wochenschau bringt wieder sehr interessante Bildberichte aus aller Welt. Seite 10 Nr. 196/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 ersten Filmberichte von den Olympischen Spielen in Berlin, die aktuelle Wochenschau und einen sehenswerten Kulturfilm von der Arbeit im Walde. Bochumer Filmschau Echtr urg, Dar Schir pinglandern Hammer Lichtspiele:„Die öffentliche Meinung“ Jean Harlow, neben Greta Garbo der bekannteste amerikanische Star, spielt in diesem neuen Großfilm die Rolle einer Revuesängerin, die durch ihre Heirat mit einem jungen Mann der besten Gesellschaft Amerikas phot. Rota Marta Eggerth und Paul Hartmann Auch im Film bedarf eine stimmlich gewandte Sängerin eines dekorativen Hintergrundes für ihre Kunst. Und wenn der Stoff bei logischer Entwicklung nicht genügend Anlässe bietet, die Diva auf das Gesangsvodium zu stellen, muß eben eine solche Gelegenheit herbeigeführt werden. Nicht zum ersten Male hat man auch bei diesem besser als manch anderer Sängerfilm besetzten Werk den Eindruck, daß es in erster Linie um die Stimme und die technische Fertigkeit Marta Eggerths geht, wie die Regie auch durch kostümlichen Aufwand der Sängerin in der Handlung eine Bedeutung zu geben versucht, die inhaltlich viel mehr bei der Person der von Paul Hartmann wieder sehr vornehm und eindrucksvoll verkörverten Rolle des englischen Kapitäns lieat. Hier ist der Kernpunkt der kriminell=romantischen Geschichte, die viel konsequenter und vertiefter hätte entwickelt werden können. Zu einem gepflegten Unterhaltungsfilm, dem auch eine gewisse Spannung nicht abgeht, sind freilich alle Voraussetzungen gegeben, und die bravouröse Kunst Marta Eggerths und ihre stimmlichen Reize verstärken die Wirkung eines Films der immerhin Niveau hält und das Publikum fesselt. Mit Hilde Weißner steht auf der Gegenseite Georg Alexanders lächelnder Humor, der den Eindruck auch nach der witzigen Seite geschmackvoll abrundet und dem ernsten Kriegsschicksal einige dezente fröhliche Lichter aufsetzt. Die dritte Folge im Olymvia=Sonderbericht schließt sich in hochinteressanten und anschaulichen Bildern den voraufgegangenen Filmrevortagen gleichwertig an. Capitol:„Schabernack“ Das nach einer ausgelassenen Filmidee gedrehte übermütige Lustspiel vom„Schabernack", den die Insassen eines Sanatoriums inszenieren, findet alltäglich soviel brausenden und prasselnden Beifall, daß des grotzen Erfolges wegen die Vorführung noch um einige Tage verlängert wird. Welt=Licht:„Soldaten— Kameraden“. Soldatenfilme haben von jeher ihr begeistertes Publikum gehabt. Dieser erste Soldaten=Spielfilm nach der Wiedergeburt unserer Wehrmacht rückt ganz bewußt vom herkömmlichen Stil seiner Gattung ab und gibt unter strengster Vermeidung aller karikierenden Versiflage eine fast sachlich=schlichte Darstellung des soldatischen Lebens in der Kaserne, in der Freizeit, in der Erholung und, was den spielerischen Höhepunkt bedeutet, im Manöver. Ein Soldat ohne Humor ist gar nicht denkbar. Er will seinen Spaß haben und sein Mädchen. Derb und handfest geht es auch in manchen Szenen her. Im Mittelpunkt steht, wie schon im Titel angedeutet wird, die Kameradschaft. Das Prädikat „Staatspolitisch wertvoll“ wurde mit vollem Recht gegeben. Neben Nachwuchsspielern sieht man von der alten Garde. Ralph Artur Roberts, Hans Richter. Vicky Werkmeister, um nur die bedeutendsten zu nennen. Das Rahmenprogramm bringt neben einem sehenswerten Kulturfilm den dritten Sonderbericht von den Olymvischen Festspielen. Apollo:„Ein ganzer Kerl.“—„Die Blume von Hawai“ Ein volkstümlicher Unterbaltungsfilm, gedreht nach dem im„B..“ veröffentlichten Roman von Wolfgang Marken, an dem es nur Vorzüge zu nennen gibt. Ohne ehrgeizige Ansprüche, ohne aufdringliche Tendenzen zeigt er eine ganze Reihe von Ansätzen die ebenso geglückt wie vorbildlich sind.„Eine Wurstfabrik erhält einen neuen Betriebsleiter, der mit allem aufräumt, was „oberfaul“ ist. Zur Belohnung erhält er die Tochter des Hauses. Die Handlung kennt keine toten Augenblicke. Schlag auf Schlaa folgen die humorvollen Ueberraschungen. Dabei geht es ohne Geschmacklosigkeiten und Anzüglichkeiten ab. Der Haupterfolg wird getragen von den beiden prächtigen Menschen soe Stöckel und Hermann Speelmans, denen man kein besseres Lob nachsagen kann als daß sie vollendete Typen eines„ganzen Kerls“ sind. Bestes ist nur von der Partnerin Lien Deyers zu sagen. Erika Gläßner entfesselt: Lachstürme der Heiterkeit. Eine SonderNachtvorstellung ist für heute abend angesetzt. Es läuft der Revue= und Ausstattungsfilm„Die Blume von Hawai“, dessen Handlung der gleichnamigen Overette entnommen ist. Hier gibt es Marta Egaerth und Ivan Petrovich zu bewundern. Das große Lustspiel„Die beiden Seehunde“ wird bei der Jugend in der Sondervorstellung am Sonntag die beste Aufnahme finden. Gloria:„Der schüchterne Casanova“ Paul Kemp muß hier wieder einmal schüchtern und Ohren verliebt pikanten Zauberkünstlerin Lola Morgana. Unser Casanova ist so verschossen in die mondänen Frauen, daß er gar keine Augen für seine Kollegin Doddy hat(Fita Benkhoff) hat, die Paulchen zum guten Schluß doch noch allen anderen Frauen vorzieht. Das sehr interessante Beiprogramm mit dem spannenden Kriminalkurzfilm„Auf eigene Faust“ und der Kulturfilm„Die Holzer“ findet großen Beifall. Lichtspielhaus:„Der ahnungslose Engel“ Es hat seine eigene Bewandtnis mit diesem „ahnungslosen Engel“, der aus der Stadt zur Tante aufs Land kommt, die unweit der Grenze einen kleinen Gasthof betreibt, wo es nicht immer ganz einwandfrei zugeht. Wäre da nicht ein Grenzer, etwas beleibt, aber voller Güte, der sich des ahnungslosen Engels annähme, dann wäre es um seine Revutation geschehen und er zappelte im Netz der bösen Schmuggler. In dieser komödiantischen und witzig zugeschnittenen Geschichte hat Lucie Englisch, die mit Joe Stöckel ein unübertreffliches Komikervaar abgibt, reichlich Gelegenheit, ihr darstellerisches Können hundertprozentig zu beweisen. Zu erwähnen wäre besonders Erna Frentsch, ein richtiges„Münchener Kindl“. apart und zart und von ausgelassener Fröhlichkeit. Im Beiprogramm verdient die umfangreiche Tonwoche mit der ausgezeichneten Bildrevortage über die Olympischen Weltspiele größte Beachtung. Odeon und Skala:„Herbstmanöver“ Es handelt sich in diesem lustigen Militärfilm um einen Streit zweier Rittergüter um einen Wassergraben, ein„Krieg im Kleinen", der auf einem Manöverball von den Kindern der beiden Parteien geschlichtet wird. In diesem humorvollen Streit liegen sich vor allem Ida Wüst und Leo Slezak andauernd in den Haaren, bis schließlich das Militär mit Hans Söhnker und Jupp Hussels an der Spitze nahen und die Herstellung des Grabens fertigbringen.— Im zweiten Film feiert der Komiker Fritz Servos als„sanfter Jacob" wahre Triumphe. Ergänzt wird das Programm durch die Das Freyburger Jahnhaus wurde eingeweiht Durch Reichssportführer von Tschammer und Osten fand am Mittwoch in Freyburg an der Unstrut die Weihe des erneuerten Jahnhauses statt, in dem Turnvater Jahn seinen Lebensabend verbrachte. Unser Bild zeigt den Ehrenhof des Jahnhauses, zu dem kürzlich die Gebeine Friedrich Ludwig Jahns übergeführt wurden, während der Feierstunde. Am Rednerpult Reichssportführer von Tschammer und Osten. Freiwillige für die Armeen General Groß ist in Spanien die Zahl der Freiwilligen, die sich für die nationale Sache des Generals Franco zur Verfügung stellen. In der Hauptsache sind es Gediente, die nach Ausrüstung mit Waffen und Armaturen sofort an die Front befördert werden. Unser Bild zeigt einen derartigen Transport Franco=Freiwilliger. Aufnahmen: Scherl(), Hch. Hoffmann(3) Vorarbeiten zum Reichsparteitag 1956 verlegen— und zugleich bis über beide ein. Ist er anfangs in ein Varietémädel und eine Besangschülerin verliebt, versucht er sich dann mit der In Nürnberg, der Stadt des Reichsparteitages, wird jetzt fieberhaft an der Fertigstellung der großartigen Bauten auf dem Zeppelinfeld und an den sonstigen Anlagen für die reibungslose Abwicklung des bevorstehenden Reichsparteitages gearbeitet.— Bild links zeigt den 20 Meter hoben Ausgleichturm für die Wasserversorgung des Lagers„Langwasser“. Im Bild rechts erkennt man einen bereits vollendeten Teil des neu errichteten Säulenganges auf der Ehrentribüne des Zeppelinfeldes. Seite 11 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Heerudler Hasthreindeil Munierer Redestrom der Angeklagten Moskau, 21. August. Die Donnerstagabendsitzung des Prozesses gegen Sinowjew und Genossen brachte das Verhör der Angeklagten Smirnow, Olberg und Baermann. Smirnow den Sinowjew noch am Morgen als den Führer der trotzkistischen Truppe seiner Organisation bezeichnet hatte, bestritt, an der Vorbereitung terroristischer Akte im Auftrage Trotzkis unmittelbar teilgenommen zu haben. Die Angeklagten Olberg und Baermann erklärten, sie seien früher aktive Mitglieder in der ehemaligen deutschen kommunistischen Partei gewesen und hätten sich seit den letzten Jahren Trotzki verschrieben. Olberg, der übrigens einen falschen Paß der Republik Honduras besaß, erzählte, daß Stalin bei der großen Parade am 1. Mai 1936 durch Bomben ermordet werden sollte. Alle Vorbereitungen seien getroffen gewesen; die Verhaftung in letzter Minute habe jedoch die Verschwörer an der Durchführung ihres Planes gehindert. Studenten des Pädagogischen Instituts Gorki hätten den Anschlag in allen Einzelheiten geplant. Sie hätten auch an der Parade teilgenommen, so daß es ihnen ein leichtes gewesen wäre, ihre Tat auszuführen, wären sie nicht verhaftet worden. Die Täter seien im Besitz von fünf Bomben gewesen, die von den Chemikern des Instituts hergestellt worden seien. Seine sowie Baermanns Aussagen müssen mit größter Vorsicht aufgenommen werden. Nach den amüsanten Geschichten, die am Donnerstag abend die Angeklagten Olberg und Baermann fast ohne Unterbrechung durch den Staatsanwalt, erfüllt von einem bemerkenswerten Mitteilungsdrang, von sich gegeben hatten, begann am Freitag der dritte Tag des Prozesses gegen Sinowjew und Genossen mit der Vernehmung des Angeklagten Golzmann. Golzmann hemühte sich sichtlich, seine eigene Rolle bei den angeblichen Terrorplänen unter Anleitung des früheren Volkskommissars Smirnow als möglichst unbedeutend darzustellen. Mit auffallender Bereitwilligkeit betonte er dagegen, daß Trotzki durch seine Vermittlung die Weisung, Stalin„aus dem Wege zu schaffen“, an seine Anhänger in der Sowjetunion gegeben habe. Sichtliches Interesse riefen im Gerichtssaal, wo eine Reihe hoher bolschewistischer Parteifunktionäre zu sehen waren, die Aussagen des Angeklagten Nathan Lurse hervor. Er ist im zaristischen Rußland geborener Ostjude, besuchte nach 1918 die Universität in Berlin wo er später in der KPD. eine führende Rolle spielte. Der Angeklagte sprach ohne Stocken. Er war seiner Sache völlig sicher und wurde vom Staatsanwalt fast gar nicht unterbrochen. Seit 1927 will er Trotzkist gewesen sein. 1932 sei er nach Sowjetrußland gekommen, um dort die Verbindung mit den Resten der Trotzki=Opposition aufzunehmen. 1932 habe er in Moskau Auftrag erhalten, Anschläge auf Stalin, Woroschilow, Kaganowitsch auszuführen. Nathan Lurje schilderte, wie er versucht habe, Woroschilow erst durch einen Pistolenschuß, später durch eine Bombe zu„erledigen". Nach weiteren mißlungenen Anschlagsversuchen sei er schließlich am 22. Mai 1936 verhaftet worden. Besonders reizvoll war während der Aussagen Nathan Lurjes, die Geschäftigkeit seines Bruders Moisse Lurje(bekanntlich identisch mit dem früheren Leiter der berüchtigten Agitprop der KPD. Emil Alexander). Mit großem Eifer versuchte Moisse die „Richtigstellung“ einzelner Ausführungen seines Bruders, wobei er in munterem Redestrom sozusagen die Rolle des Staatsanwalts übernahm und von diesem lächelnd zum„Abwarten“ aufgefordert werden mußte. Der mit so großer Gesprächigkeit auftretende Moisse Lurje, der, wie es sich herausstellte, nicht durch brüderliche Bande an Nathan Lurje gebunden, sondern nur ein entfernter Verwandter Nathans ist, erklärte mit großem Redeschwall, daß er im März 1933 von ehemaligen KPD.=Größen, Maßlow und Ruth Fischer, beauftragt worden sei, in der Sowjetunion Terrorgruppen zu gründen. Dem Zweck des Prozesses entsprechend erklärte er natürlich, daß seine Auftraggeber im Einverständnis mit Trotzki handelten. Er habe seinerzeit Verbindung mit den Anhängern Sinowjews aufgenommen und Nathan Lurie zu einem Attentatsversuch auf Ordschonikidse und auf Schdanow angestiftet und sich auch selbst mit Terrorplänen getragen. Er ließ es bei seiner Vernehmung nicht an Selbstbezichtigungen fehlen. Es fiel allgemein auf, daß er vom Staatsanwalt immer dann unterbrochen wurde, wenn er sehr lebhaft seine Schilderungen abgab. Man befürchtete offenbar, daß der„Angeklagte“ in seinem Eiser zu weit gehen könnte. Der dann gehörte angeklagte frühere Schriftleiter der bolschewistischen Zeitung„Unter dem Banner des Marxismus“, Waganjan, versuchte in seiner Aussage sehr hartnäckig, den früheren Postkommissar Smirnow sehr enger Beziehungen zu verschiedenen TerroriPgahe 8 Monals Fachthaus für Bruder Gratian, den 35. Angeklagten des Prozesses gegen Franziskanerbrüder Koblenz, 21. August. In der Reihe der angeklagten Franziskanerbrüder von Waldbreitbach stand als 35. Angeklagter der 1908 in Bonn a. Rh. geborene Josef Werner, der frühere Franziskanerbruder Gratian, vor der Großen Strafkammer in Koblenz. Der Angeklagte wurde beschuldigt, in den Jahren 1932 und 1933 mit dem Bruder Alexander widernatürliche Unzucht getrieben und in mehreren Fällen mit einem minderjährigen Anstaltszögling unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben. Nach seinem Vorleben befragt, erklärte der Angeklagte, daß er erst mit 19 Jahren, nachdem er arbeitslos geworden war, auf Wunsch seiner Mutter ins Kloster gegangen sei Als völlig unschuldiger Mensch sei er in die Genossenschaft der Franziskaner eingetreten. Der Bruder=Novizenmeister habe die jugendlichen Klosterinsassen wohl in gewissen Dingen aufgeklärt und auf geschlechtliche Verirrungen aufmerksam gemacht, doch hatten die Brüder nach der Unterrichtsstunde zweideutige Witze darüber gemacht, und schließlich habe er auch gemerkt, was eigentlich los war. Damals habe er sich keiner Verfehlungen schuldig gemacht. 1932 befand sich der Angeklagte in einer Klosterniederlassung in Duisburg, und nun folgte ein ebenso trauriger wie abstoßender Lebensabschnitt. Der Angeklagte kam nach Waldbreitbach, um dort zehn Tage lang Exerzitien mitzumachen. Gleich am nächsten Tage näherte sich ihm der Bruder Alexander und verführte ihn. Während der ganzen Exerzitienzeit hat er sich mit dem Verführer eingelassen und Unzucht getrieben. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er sich denn gar keine Gedanken gemacht habe, erklärte er naiv. in der Zwischenzeit hätten sie doch religiöse Pflichtübungen machen müssen. Der Angeklagte muß sich sagen lassen, daß er die denkbar schlechteste Auffassung von seinem Beruf gehabt habe. Im Jahre 1938 war der Angeklagte in Linz. Hier hatte er als stellvertretender Abteilungsleiter einen Saal mit etwa 96 Anstaltszöglingen zu beaufsichtigen. Er verführte einen 16jährigen Zögling, der sein Zimmer zu reinigen hatte, auf die gemeinste Weise. Als einzige Erklarung für sein schmutziges Verhalten hat er die Antwort:„Ich bin mir damals der Tragweite meiner Handlungen nicht bewußt gewesen.“ Bei seiner weiteren Vernehmung gibt der Angeklaate an, daß er im September 1933 aus der Genossenschaft ausgetreten sei. Jako Bgekrunnd-Rluttur##ont. ein Zeichen netürlicher, gesunder Lebenssuffessung. Junge Frauen solllen euf leste, gesunde Figur bedacht sein— es lst besser! Viel Bewegung und Or. Richlers Frühslückskräufertve hellen den Körper lrisch und strall— kein unnötiges Fell wird sich ensehen, des Blust hei freie Zirkulstion und der Siolfwechsel ist in schönsle: Ordnung.- Peckg..80 u.25. Auch els Oriz-Tebleilen erhöltlich Dr. Srnsi Richters Frühstückskräufertee Ketmmrmmmmmm BIRZ Kaft defing schutzanlagen fahrt fachmännisch aus, auch Prüfen der Anlagen Wittener Str. 95 Ruf 68307 Privatdetektiv H. Hüning, Kriminal=Wachtm. a. D. Bochum, Graf=Engelbert=Straße 37. Ermittlungen, Beobachtungen in Ehescheidungs= u. Unterhaltssachen, Spezialauskünfte für Verlobte. Langjähr. brakt. Erfabrungen. Beste Referenzen. Streng vertraulich. Telephon 66224. Kapitalien Ludwig Kleesattel Agentur der Deutschen Hypothekenbank (Meiningen) Hypotheken kapital zu zeitgemäß. Bedingungen verfügbar. Essen, Fernsprecher 401 47 sabellastraße 33 Hypotheken Alt= und Neubau, 5 Proz. Zinsen. Sprechzeit—10 vormittags. 9. Jacger, Wittener Straße 108. .Hypotheken zu zeitgem. günstigen Bedingungen auf Neubauvorhaben und Altbauten durch Hypothekenbankvertretung Hennch& Windemuth Dortmund Tel. 22939 Schliepstraßet Hypothekengelder auf Wohn= und Geschäftshäuser, Neubauten und Bauvorhaben zu günst. Bedingungen d. W. Bonzek, Bankvertr., Oskar=Hoffmann=Str. 10, Rus 62009. bypothekengelder s. Wohn=, Mieksbäuser u. Neubauten, günst. Grundsätzl. Zusage schon in 10 bis 14 Tag. Benecken, Ferdinandstr. 7. 1000 RM. aus ein gut. Wohnhaus aus Privat= hand zu leih. ges. P. H. 15203 Anz. 1. theken f. Alt= u. Neubauten, schnell und günst. ohne Vork. durch Fritz Espey, Marschnerstraße 1 beldsorgen? Inserlere im 4 M abe“ gscherz ist Stef för alle, erneuer die* Goppelbet gn Bei Orogees-. 40 Stadt-Drog. Altmikus, Bongardstr. 12; Hl. V. Fiecher, Kortumstraße, Ecke Rottatr.: Droserie L. Hauder, Vereinsstraße 2: F. amp; H. Knepper, Dorstener Str. 93, Filiale Castroper Str. 203; Dreg. zur Altstadt J. Kneider, Große Beckstr. 10; M. Beinhardt, Moltkemarkt 39 und Brüderstr., W. Zurheide, Kortumstr. 113; Stern-Drog. F. W. Störing, Hellwes 1; E. Trase Nachf., Wilhelmsplatz: Aug. Walger, Dlbergstr. 1; Rechen-Drog. Händler, Pieperstr. 8; Dreg. zur Engelsburg Richard Grasedieck, Essener und Kohlenstr. Ecke: Emil Fringe, Kortumstr. 97, Linden: W. Stene: FachDreg., A. Feverstein, Hattinger Str. 827 Wein=Notverkauf! 140 Flaschen 34er Liebfrauenmilch .60 RM. p. Fl. aus Privathand, auch kleinere Mengen kostenlos gebracht. A. A. 10 Anzeiger Möbel auf Teilzahlung Leistumgsfühiges, arisches Unternehmen liefert allen, die den Nachweis fester Beschäftigung erbringen, Kuchen, Schlaf=, Speise= u. Derrenzimmer sowie Einzelmöbel aller Art gegen einen Kredit von 24 Monaten. Die erste Rate gilt als Anzahlung. Strengste Diskretion sowie neutrale Belieferung frei Haus zugesichert. fordern Sie heute noch unverbindlich persönliche Beratung oder Katalog. Rhein. Möbelhaus Duisburg=Ha., Weseler Straße 90 2 KOHLEN 2 4— W S W M Motorradrepara furen Speial-Werkstat Gernbard lücking Bochum, Hattinger Straße 4# 0 Ruf 54629# Mäntel" Palstots lacken Kragen füchse Besatztelle in großer Nuswahl! Maßanfertigungen, Umarbeitungen durch erstklassigen geprütten Kürschnermeister Pelzhaus Clemensstr. 10(am Stadttheater) Kombi für den Magen Liter.— ohne Flasche Mit-Rombi Kräuterbranntwein, Liter .40 ohne FI. empfenlen A. Janzik, Gußstahlstr. 12 F. Strätling, Hellweg 54 Er bekam eine Zivilanstellung als Krankenpfleger und suchte sich auch sonst als Sanitäter zu beschäftigen, bis er am 13. Dezember 1935 verhaftet wurde. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten, der im übrigen auch geständig ist, für voll überführt, bejahte die Erziehereigenschaft des Angeklagten und beantragte als gerechte Strafe zwei Jahre Zuchthaus und zwei Jahre Ehrverlust. Von besonderem Interesse ist noch folgende Einstellung des Angeklagten nach seinem Austritt aus dem Kloster. Der Staatsanwalt gab einen Brief bekannt, in dem sich der Angeklagte um einen Posten in der deutschen Jugend bewarb, da er durch sein Vorleben besonders geeignet sei, als Jugenderzieher zu gelten. Dabei wies der Schreiber auch noch auf seinen letzten Posten im Kloster zu Linz hin, wo er als Jugenderzieher tätig gewesen sei. Der Staatsanwalt bemerkte dazu, daß es, milde gesagt, eine bodenlose Unverschämtheit gewesen sei, einen derartigen Brief zu schreiben, besonders wo der Angeklagte wisse, daß er nicht Jugenderzieher, sondern Jugendverführer im allerschlechtesten Sinne war. Dieser Tatbestand zeige, wie undeutsch und gemein der Angeklagte gedacht haben muß, als er die unerhörte und traurige Kühnheit besaß, einen derartigen Brief zu schreiben, nachdem er selbst innerlich verdorben war und einen jugendlichen Anstaltszögling unglücklich gemacht hatte. Der Verteidiger konnte in seinem Plädoyer keine Argumente finden, die für den Angeklagten sprachen. Er bat um eine gerechte Strafe. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fortgesetzten Verbrechens gegen§ 174,1 und wegen fortgesetzter widernatürlicher Unzucht zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten Zuchthaus und 2 Jahren Ehrverlust. Auf Grund seines Geständnisses wurden 7 Monate Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Das Gericht betonte, daß das Entscheidende bei der Strafzumessung die einwandfreie Feststellung der Erziehereigenschaft des Angeklagten gewesen sei. Ein Erzieher, der sich auf solche Weise an seinen Pflegebefohlenen vergehe, wie es der Angeklagte getan habe, müsse mit der ganzen Strenge des Gesetzes verfolgt werden. Die Zubilligung mildernder Umstände habe deshalb auch versagt werden müssen. stenzellen zu bezichtigen.(Die Anklage behauptet, daß Smirnow Anführer der Trotzkisten der Sowjetunion und hauptsächlicher Organisator der Terrorgruppen gewesen sei.) Mit großem Interesse wurde Waganjans Behauptung ausgenommen, daß der aus den Prozessen von 1934 bekannte, inzwischen verstorbenen Laninadse Beziehungen zu den Sinowjewisten und Trotzkisten unterhielt. Er sagte weiter aus, daß der stellvertretende Leiter der kommunistischen Akademie, Seybel, ebenfalls eine Terrorgruppe in Leningrad gegründet habe. Auf Grund der„Enthüllungen“ Wagansans kann man wohl mit Recht annehmen, daß alle früheren Gegner des gegenwärtigen Regimes in diesen Prozeß hineingezogen werden sollen, und daß man mit allen Mitteln danach trachten wird, recht bald mit ihnen abzurechnen. In den in Moskau erscheinenden Zeitungen konnte man am Freitag verschiedene Artikel ehemaliger sehr überzeugter Trotzkisten aus den verschiedensten Lagern, der frühere Sowjetbotschafter in Paris ist darunter, lesen, in denen sie im Ton tiefster Zerknirschung und sehr reumütig ihre früheren Sünden bekennen und von der„trotzkistischen Mörderbande“ abrücke.n Für die Abendsitzung am Freitag war noch die Vernehmung des Angeklagten Fritz David vorgesehen. Mit dem Ende des Prozesses, der als ausgemachte bestellte Komödie anzusehen ist, rechnet man für Sonntag. Schuschnigg bei Horthy and Wien, 21. August. Reichsverweser Nikolaus von Horthy, der die Nacht als Gast auf der ungarischen Gesandtschaft verbracht hat, empfing heute vormittag um ½10 Uhr den Besuch des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg. Sogleich nach der halbstündigen Aussprache begab sich der Reichsverweser mit seinem Kraftwagen dem ein zweiter Kraftwagen mit der Begleitung folgte, zu einem Ferien= und Jagdaufenthalt nach Tirol. Die gesamte Wiener Presse begrüßt mit herzlichen Worten den Aufenthalt des Reichsverwesers in Oesterreich und unterstreicht die Tatsache, daß dies seine erste Reise nach Oesterreich nach seiner Wahl zum Reichsverweser vor 16 Jahren ist. Die christlich=soziale„Reichspost“ sieht in diesem Besuch ein neues Unterpfand der Freundschaft und loyalen Zusammenarbeit zwischen Oesterreich und Ungarn. Die„Wiener Neuesten Nachrichten“ erklären, der Besuch sei der Beweis für starke freundschaftliche Bande, die Oesterreich mit Ungarn verknüpfen. Die„Neue Freie Presse“ findet, daß sich die Freundschaft Oesterreichs und Ungarns immer inniger gestalte. Lebenslängliches Zuchthaus für den Vatermörder Röder. Gegen den 36jährigen Erwin Röder, der am 2. Mai 1920 seinen Vater, den 47 Jahre alten Zigarrenhändler Max Röder in Mahlsdorf, umgebracht hat, wurde folgendes Urteil verkündet: Der Angeklagte ist des Totschlages an seinem Vater schuldig und wird deshalb zu lebenslänglichem Zuchthaus und dauerndem Verlust der Ehrenrechte verurteilt. Eine deutsche Schule in Ostoberschlesien aufgeläst. Die Schulabteilung des schlesischen Woiwodschaftsamtes in Kattowitz hat die Auflösung der öffentlichen deutschen Minderheitsvolksschule für Knaben in Kattowitz verfügt. Die tagirene Karde Na R Wer würde nicht über diesen Hürdenläufer lachen, der im Straßenanzug ins Rennen geht? Beengt und behindert— ein geschlagener MXann schon am Start. Vergessen Sie nicht, daß das Leben auch Sie täglich zwingt, Hindernisse zu nehmen. Wir alle stehen in diesem Rennen und müssen darauf achten, richtig vorbereitet zu sein. Stets beweglich und voller Spannkraft— nicht beengt durch Furcht, das mühsam Erworbene zu verlieren, nicht behindert durch die Vorstellung, leicht. sinnig zu viel zu wagen. Nur so können wir es schaffen. Machen Sie sich Kopf, Arme und Rücken frei: versichern Sie sich! Nach den allgemein für die Privatwirtschaft gültigen Grundsätzen„allein auf sich selbst gestellt“, ohne staatliche Hilfe oder Vorrechte, erwerben die privaten deutschen Versicherungsunternehmungen das Vertranen ihrer Kundschaft nur durch den überzeugenden Beweis guter Leistungen. Freier Wettbewerb der Gesellschaften untereinander sorgt auch im zweiten Jahrhundert für fortschrittlichen und preiswerten Versicherungsschutz auf allen Gebieten und verbürgt überall besten Dienst am Kunden. 11 Seite 12 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Westfalen und Rheinland Kundgebung des westfälischen Landhandels Detmold, 21. August. Am 27 August findet in Detmold anläßlich des 3. westfälischen Landesbauerntages eine Tagung der Fachschaften der Landeshauptabteilung III der Landesbauernschaft Westfalen statt. Außer den Fachschaftsmitgliedern sind auch alle diejenigen Berufsgruppen eingeladen, die landwirtschaftliche Erzeugnisse be= und verarbeiten, so daß also das Lebensmittelhandwerk und die Lebensmittelindustrie gemeinsam mit den Verteilern landwirtschaftlicher Erzeugnisse sich zu einer Kundgebung zusammenfinden. Auf der Tagung, welche unter der Leitung des LHL, III Fohr steht, wird der DO. Wiemann das Wort ergreifen. Im Mittelpunkt der Tagung steht ein Vortrag des RöL. III Dr. Korte:„Die deutsche Ernährungswirtschaft.“ Es folgt ein Vortrag des RAL. III.=Willkomm:„Die Aufgaben der Verteilerfachschaften.“ Die Tagung der Fachschaften zusammen mit den Be= und Verarbeitergruppen im Rahmen des 3. westfälischen Landesbauerntages soll kundtun, daß alle Berufsgruppen, welche an der Erzeugungsschlacht und der Marktordnung zur Sicherstellung der Versorgung des deutschen Volkes beteiligt sind, in einer Front zusammenstehen. Treffen der westfälischen Bauernführer Der 3. westfälische Landesbauerntag wird vom 27. bis 29. August in Detmold stattfinden. Alle westfälischen Bauernführer(bis zum Ortsbauernführer eingeschlossen) werden in Detmold zusammenkommen, um gemeinsame Stunden ernster Besinnung und fröhlicher Kameradschaft zu erleben. Die Tagungsfolge sieht eine Arbeitstagung der Fachschaften der Landeshauptabteilung III vor. Alle versammelten Bauernführer werden zusammen einen Kameradschaftsabend verleben. Im Mittelpunkt des ersten Tages steht die Tagung der Fachschaften der Landeshauptabteilung III im Saalbau„Neuer Krug“, auf der Landeshauptabteilungsleiter III. Landwirt Fohr, der Landesobmann Bauer Wiemann, der Reichshauptabteilungsleiter III Dr Korte und der Reichsabteilungsleiter III F. Willkomm über Fragen der Marktordnung sprechen werden. Nebenher läuft an dem ganzen Tag ein Sportfest der westfälischen Landjugend, in welchem sich die Landjugendmannschaften aller westfälischen Kreisbauernschaften im sportlichen Wettkampf messen werden. Am Freitag, 28. August, 10 Uhr, sprechen der Landesbauernführer Habbes, die drei Landeshauptabteilungsleiter Göckenjan, Dunkel und Fohr sowie der Reichshauptabteilungsleiter I Haidn in einer Führertagung zu allen ehrenamtlichen Bauernführern, bis einschließlich Ortsbauernführer. Nachmittags wird unter freiem Himmel im Park des Neuen Palais das Stück„Deutsches Bauernspiel“ von Hermann Adam van Eyck aufgeführt. Ab 20 Uhr vereint ein Kameradschaftsabend alle Teilnehmer. Den eigentlichen Höhepunkt der Tagung bringt der Samstag mit einer Weihestunde des Landesbauernrates bei Sonnenaufgang an den Erternsteinen, in der auch die neu hinzugekommenen Mitglieder des Landesbauernrates vereidigt werden, und einer Großkundgebung um 16 Uhr, auf der der Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer und der Gauleiter und Oberpräsident Staatsrat Josef Wagner sowie der Reichsobmann Staatsrat Meinberg sprechen. Anwetterschäden im Münsterlande Münster, 21. August. Von den zahlreichen Meldungen über Gewitterschäden, die die Unwetter dieser Woche anrichteten, mögen nur einige hier aufgezählt sein. Im Kreise Warendorf wütete das Unwetter besonders stark in der Gemeinde Milte. Dort schlug der Blitz in die fast neue Scheune des Bauern Konrad KochBorgmann in der Bauerschaft Ostmilte, und mit der Scheune ging die gesamte Kornfrucht des 200 Morgen großen Erbhofes in Flammen auf, ebenso eine angebaute Wagenremise nebst drei mit Hafergarben beladenen Erntewagen. Acht junge Rinder, ein schwerer Zuchtbulle und mehrere Schweine erlitten durch den Brand so schwere Verletzungen, daß sie notgeschlachtet werden mußten. Das Bauernhaus selbst blieb vom Feuer verschont. In der Bauerschaft Empte bei Dülmen schlug der Blitz in das Haus des Kötters Paul Möllers und zündete. Das ganze Haus mitsamt der eingebrachten Ernte wurde ein Raub der Flammen. Auch in der Herrlichkeit Lembeck kam es zu zahlreichen Einschlägen, ohne daß Brand entstand. Aber der sturzbachartige Regen hat überall schweren Schaden angerichtet.— Nicht weniger als sechsmal schlug in Münster der Blitz in die Oberleitung der elektrischen Straßenbahn und legte in einem Falle den ganzen Straßenbahnbetrieb zeitweilig still. In der Unterführung bei der Landeseisenbahn versackte ein Pferd in einen Schacht der Kanalisation, dessen schwerer Eisendeckel von den Wassermassen weggespült worden war und ertrank. Zwei Landwirten wurden Kühe auf den Weiden vom Blitz erschlagen. Die falsche Heilige von Olpe Mutter und Schwester der Therese Halbe verhaftet Wir berichteten bereits am 11. August über die Festnahme der Schwindlerin Therese Halbe aus Olpe, die durch ebenso freche wie plumve Betrügereien insgesamt 30.000 Mark erbeutete. Die Untersuchung hat jetzt neue Einzelheiten aus der„Arbeit“ der falschen Heiligen zutage gefördert. Siegen, 21. August. Die Untersuchung über die Schwindeleien der Therese Halbe aus Olpe hat ergeben, daß auch Familienangehörige der Halbe an dem Schwindel beteiligt sind. Die Schwindlerin, die sich als gottbegnadete Missionarin ausgab, um leichtgläubigen Menschen Spenden aus der Tasche zu locken, hatte sich die nette Summe von 30.000 RM, erschwindelt und auf Vergnügungsreisen und bei Trinkgelagen vergeudet. Nachdem die Angeschuldigte Therese Halbe in Sicherheit gebracht werden konnte, wurden noch die Mutter der Angeklagten sowie auch ihre Schwester in Haft genommen. Wenn diese falsche Heilige„Zustände“ hatte, nach Bedarf Erscheinungen und Gesichte simulierte, ihre Opfer kaltblütig betörte und ausbeutete, so ist in dieser Handlungsweise der starke verbrecherische Wille der Angeschuldigten sichtbar zu erkennen. Während ihre Opfer glaubten. hofften und darbten, verpraßte die falsche Heilige das ergaunerte Geld in südlichen Ländern bei Sekt und Musik. In einem grotesken Gegensatz dazu steht ihre Behauptung, daß sie als Angehörige einer Missionsgesellschaft sich fortwährend in „besonderer Mission“ und im Kampf gegen die Gottlosigkeit im Ausland befand. Dabei sprach sie von ihren Leiden und Nöten, die sie im Namen Gottes um des Glaubens willen zu ertragen gehabt habe Sie gab sich in gefälschten Briefen als sterbenskrank und erbarmungswürdig aus und gewann so Leichtgläubige für sich, die immer wieder Geld und Gut opferten. Die Wohnung der Mutter bildete die Zentralstelle, an der die„milden“ Gaben für die„leidende Schwester“ Theresia abzugeben waren. Was die Mitschuld der Mutter angeht, so ist diese durch einige Aeußerungen in intimen Briefen an ihre „Heilige“ dargetan. Das Gewissen mochte dieser die Verbrechen ihrer Tochter deckenden Frau wohl öfter Die nene„Zapfstelle“ am Moltkemarkt Man pflegt bei Stadtrundfahrten durch Bochum neue Zapfstelle“, sondern auch als eine Verschönerung der lieben Verwandtschaft und den ehrenwerten Gästen des Moltkemarktes werten. Das freundliche Hellgelb die Existenz des Moltkemarktes schamhaft zu verschwei= der Hausfront zeigt die gleiche Farbe, wie die tiefgegen„Bitte hier unser Rothaus hier unser Stadt= ikühlten„Hellen“, die am Samstag erstmalig den Zapfhähnen des neuen Restaurants entströmen werden. gen,„Hille, hier, unser Rathaus, hier„unser Staolpark; einer unserer Stadtparks!“ Es ist ein verständlicher Stolz, Gästen nur die Schönheiten eines Stadtbildes vor Augen zu führen, und der Moltkemarkt weiß am besten selbst, daß er kein anziehendes Gesamtbild für die erste Seite eines Werbeprospektes bieten würde. Aber es gehört zu einer Industriestadt wie Bochum, und es ist sein Stolz, im Laufe der Zeit sein Aschenbrödeldasein aufzugeben. Erfreulicherweise werden fortlaufend Schönheitsfehler korrigiert. Das„Notwendigkeitshaus“ an seiner Stirnseite mit den Kinderspielkasten hat so schon den Gesamteindruck wesentlich freundlicher gestaltet. Zum Thema Verschönerung des Moltkemarktes leistet nicht nur die Stadtverwaltung, sondern liefern auch die Bochumer Bürger selbst Beiträge, als da sind: freundlicher Anstrich der Hausfronten, Erneuerung der Fassaden usw. Und so darf man auch den Umbau Vogel nicht nur als eine Die Bochumer Handwerker haben das Ihrige dazu beigetragen, um das Lokal wirklich zu einem kleinen Schmuckkästchen werden zu lassen. Auf den weiß gescheuerten Stammtischen standen zwar noch Farbenund Leimtöpfe, aber die Illusion einer gemütlichen Stammtischrunde erschien nicht mehr schwer; und durch die ätzende Schärfe von Salmiakgeist duftete schon der vertraute Geruch der weiß schäumenden„Blumen“. Noch stehen in dem freundlichen lichten Saal die Stühle übereinander(was man in der Fachsprache „aufgestuhlt" nennt), noch hämmert und klopft man auf der Kegelbahn, wenn aber im Kranze der Eröffnungsblumensträuße das Schild„Neueröffnung" prangen wird, rollen am„Tresen“ die Würfel des Knobelbechers und auf den Bohlen der Kegelbahn die Kugeln. geschlagen haben, wenn sie äußerte,„mir ist wirklich vor dem dicken Ende bang!“ Die wahrscheinlich demnächst vor der Großen Strafkammer in Siegen stattfindende Hauptverhandlung dürfte ein abstoßendes Bild von Verschlagenheit und Skrupellosigkeit liefern. Ehrung der Arbeit Menden, 21. August. Die Firma R. G. Schmöle AG., Menden, hat sich entschkossen, für ihre 1200 Arbeitskameraden ein Kameradschaftshaus mit einer würdigen„Ehrung der Arbeit“ und den erforderlichen Nebeneinrichtungen zu erbauen. Sämtliche Arbeitshallen sind bereits im Sinne von„Schönheit der Arbeit“ überholt und sehr schöne Grünanlagen geschaffen worden. Weiterhin sollen großzügige Sportanlagen für und Tennissport und eine Reitbahn angelegt werden, Vorbildliche Rettungstat bei einem Brandunglück Rheine, 21. August. Aus bisher unbekannter Ursache brach auf dem Dachboden eines Hauses in der Winkelstraße Feuer aus. Der Besitzer des Hauses wurde durch herabfallende brennende Balkenstücke unsanft aus dem Schlaf geweckt. Trotz schwerer Brandwunden rettete er noch die auf dem Boden spielenden Kinder, unter denen sich auch sein vierjähriger Junge befand, der aber bereits so schwere Brandwunden erlitten hatte, daß er dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte ein Umsichgreifen des Feuers verhindern. Der Dachstuhl brannte vollständig aus, wie auch die Mauern und Decken durch Feuer und Wasser in Mitleidenschaft gezogen wurden. Großer Bauernhof niedergebrannt Paderborn, 21. August. Auf dem in der Nähe des Brocksberges gelegenen Anwesen der Witwe Bentler im Heng bei Schwaney brach während einer Druschpause im Dreschmaschinenkasten ein Brand aus, von dem sofort das in der Nähe lagernde nicht gedroschene Getreide sowie die Strohpresse erfaßt wurden. Die Flammen sprangen dann auf das Haupt= und im weiteren auf die Nebengebäude über, die zusammen mit 32 Fuder Wintergetreide, vier Fuder Wintergerste und einem Schwein ein Opfer der Flammen wurden. Der entstandene Sachschaden geht in die Tausende. Vom Lastwagen überfahren und getötet. Ein zu Besuch bei einer Familie in Greven weilender zehnjähriger Junge aus Borghorst befuhr mit seinem Fahrrad die Münsterstraße. Dabei geriet der Junge zwischen einen Milchwagen und einen überholenden Lastkraftwagen, stürzte zu Boden und wurde von dem Hinterrad des Lastkraftwagens überfahren und auf der Stelle getötet. Das„Schwarze Benn“ jetzt Naturschutzgebiet. Das nahe der Gemeinde Heiden im Kreise Borken gelegene „Schwarze Venn“ ist soeben durch Verordnung des Regierungspräsidenten in Münster zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Drillinge! Die Gattin des durch seine Forschungen auf dem Gebiete der Heimatgeschichte bekannten Studienassessors Ur Paul Casser in Beckum wurde in der Universitätsfrauenklinik zu Münster von drei kräftigen Knaben entbunden. Mutter und Kinder sind wohlauf. Unbekannte Leiche aufgefunden. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags wurde auf dem Bahnkörper des Eisenbahnübergangs an der Straße Am Segen in Dortmund=Brüninghaus eine zerstückelte männliche Leiche aufgefunden. Ob Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. RourdeFstlung AiestaudantseHansu Keug Peter Vogel, Marienstraße 43 Ausführung der Maurer-, Putz- und Eisenbetonarbeiten durch BAUGESCHAFT Wiehenm Knche. AN DER LANDWEHR 1 W. Banze ir. Kohlenstraße 57 Ruf 61675 Elektro-Installation, Radio, Beleuchtungskörper. Schulte-Gestrich& Hilgenstock G. m..H. Brückstr. 58a Ruf 681 51 Plattierungs- u. Asphaltgeschäft wilhelm Schneider * Maler- und Anstreichergeschäft Sedanstraße 1 Seit Jahrzehnten kaufen wir bei Karl Bohlmann unsere TAPETEN UND LINOLEUM immer gröste Auswahl, billig und Qualltht Karl Bohlmann varben, Kortumstrase 107, Pernrur 89930 Molladenfabrik R. Seyda Kreuzstraße 13a Fernruf 63038 ANT PETER VOGEL, Marienstraße 43 eröffnet heute Samstag. nachm. 6 Uhr, nach vollst. Umbau. GR. EROFFNUNGS-KONZERT Küche und Keller bieten das Beste, und die neue elektrische Kühlanlage sorgt, daß alles frisch ist. Gr. Saal und Bundeskegelbahn Spezialausschank der Oortmunder Fenss Greuere Die Reklame sowie Neonanlage durch PTTTIEE Fernruf 64412 Seit 1904 DIE SCHREINERARBEITEN FUHRTE AUS: TISCHLERMEISTER BOCHUM, OSKAR- HOFFMANN- STR. 17 Malerarbeiten SioderneFfeumkunst aurch Heinzich Schlüter Rottstraße 3 0 Ruf 64910 ERICH ENGELS Bleiverglasung Glasmalerei Wielandstr. 6 Fernruf 61179 Robert Deppe Tonderner Straße 12 7 Ruf 636 91 Sämtliche Plattierungsarbelten in den Innenräumen und an der Außenfront führte aus: Walter Kachholz Plettierungsgeschäft„ Alleestraße 123„ Rut 63575 Konis Anzeiger dessechäniorAlzoiger Annahmestellen für Klein-Anzeigen: Bochum: Rathausplatz 8, Hauptgeschäftsstelle. Fillalen: Essener Str. 12.#l. Jeckel, Schreibwaren herner Str. 289. Frau Friedr. Kllbsch, Schreibwarenhandl. Hattinger Str. 20, G. Langenstück, Schreibwarenhandlung Hattoger Straße 14, Karl Regelmann .-Altenbochum: Wittener Straße 241, Seorg Lillpopp .-Dahinausen: Elberger Straße 4. E. Klpper .-Oerthe, Castroper Hellweg 417, Buchdruckerei Zdich Lothringer Straße 18, August Reuter .-Grumme: Josefinenstr. 58, Frau Heinr, Pohl, Zigarreng. .-Hamme: Dorstener Straße 171, Franz Grummet .-Langendreer: Kalserstraße 185, Robert Stalleiken Kaiserstr. 11, Buchhandig. Hagemann .-Linden: Hattinger Straße 807. Eduard Beck .-Rlemke: Auf dem Danlacker 45, Jch. Sauske, Buchh. .-Stiepel: Am Hang 92 a. Alfred Berlet .-Weitmar, Hellinger Straße 200. Marg, Höbel S. Werne: Zur We ner Heide 42, Fritz, Gättner Zur Werner Helde, Johann Gräwe, Schreibwarenhandlung Hastingen: Bahnholstraße 2, Cerl Albertl .=Eickel: Hindenburgstr. 7, dos. Arniz, Zigarrengeseh. Wattenecheid: Hochstr. 12, Buchhandl. Lohn Hochstraße 34, Wilh. Schoppmeler .-Höntsop: Am Bahnhof, Robert Baudliz Kleine Anzeigen für die am nächsten Tage erscheinende Ausgabe biten wir in der Hauptgeschaftsstelle, Rathausplatz 8, bis spätestens 4 Uhr nachmittags schrittlich autzugeben. Bei teiephonischer Bestellung übernehmen wir keine Gewähr für fehlertreie Wiedergabe des Textes. Preie des 22 mm breiten 1 mm hohen Anzeigenraumes 2, sPfennig, Kleine einspaltige Gelegenheitsanzeigen nichtgeschäftlicher Art mm 8 Pf., Stellengesuche u. Familenanzeigen mm e Pf. Zinler- u. Auskunftegeböhr 25 Pf. Angebet von Vermitlern usw., die mit dem unmittelberen Sinn der Anzeigen nichts zu tun haben, werden nicht weiterbefördert. Z. A. 47300 Anzelger heißt, das echriftliche Angebete unter diesem Kennzeichen bei den Geschäftsstellen des„..“ eingereicht werden mössen. Auskunft Anzeiger bedeutet, daß die entsprechende Adresse in der Hauptgeschäftsstelle, Rathausplats 4. zu erlahren ist. Umtangreichster, daher wirksamster Arbels-, Rohnungen Gelg, sowie anund Verkautsmarkt von Groß-Bochum Offene Stellen aunschienunnltechen. G Provinzvertreter für den Saatkartofselverkauf an Bauern sucht Obst& Schneider, Liegnitz, Saatkartoffel=Versand, ∆ Allein=Vertrieb hhr Hübner;, 9lelichhrüch und Supvenwürfel an gut eingeführte arische Firma zu vergeben. Auslieferungslager geg. Sicherh. bzw. Reierenzen, Ladenversaufspreis 5 Würsel 10 Pf. Helm. Schumanu, Nährmittelfabrik, Hamburg 6 Vertreter gesucht für Schaufenster=Dekor.=Neuheiten Verkauf an jed. Geschäft. Hobe Provssion, H. Brandes, Leipzig, Avolf=Hitler=Straße 68. Privat=Verkäufer(innen) f. Neubeit(Haush.=Art.) sofort geg. guten Verdienst gesucht. Ellangebote unter P. E. 15 143 Anzeiger. Tüchtiger Damenund Verenselseue perfekt in Wasserpellen u. Ondul., nur gute Kraft, sosort oder später gesucht. Ia Kost und Logis u. hober Lohn. Angeb. an Salon Lunte. Lengerich in Westsalen, Markt 64. Bakelite=Presser oder Schlosser gesucht. Angebote mit genauen Angaben und Anspi S. S. 3745 Anzeiger. Suche nettes, 1g., Persekt., 1g., kath. Mädchen das auch kochen., f. ¾ Tage gesucht. Graf=EngelbertStraße 31. Junges mädchen nicht unter 16 J. 1.% Tage gesucht. Friedbofstr.2,.6t. für Haushalt u. Geschäft, bei voll. Familienanschluß. Gebalt 40.— Mr. Zeugnisse u. Bild erw. Bei Einstell. wird die Reise vergütet, Gasth aus ., Schmaltuche, Emmerthal am „Lückebergg Ruf Nr. 122. Zum 1. 9. junge, träftigg SFer ebig tell. Fage, Vörstell. am 28.., zwisch. 18 und 19 Uhr. Dortmunder Str. 3, pt. Mädchen in all. Hausarbeit. ers., d. zu Hause schlafen, kang, Jof. od. 1. 9. gesucht. Frau Henß, Elemensstraße 10. Ordentliches Morgenmädchen Uür.sofort gesucht. Schrber. Hattinger Straße 34, 1. Saubere Putzfrau oder Mädchen, b. 30& Lohn sofort Kl. Tebensmittel 2 zusammenhäng. Ladenlokale m. od. ohne=.=Wodn., auch getellt, zu verm. Gesamtmietpr. RM. 80.—, Friedr. Blase, Weitmar, Maristr. 399 Brotfiliale oder ein Ladenlokal mit einem Zimmer zum 1. Oktober zu vermieten. — L. L. 3765 Anzeiger. Labstaßtsir. eu. Güt stablsir. 8. Suche für Lebensmittelgeschäft sauberes, flinkes LehrMädchen M. N. 3772 Anz. Für sofort 5 bis 6 putzer für Fassade= und Innenputz, ebenfalls mehrere tüchtige Plattenleger f. läng. Zeit(evtl. Winterard.) gesucht. Heinrich Steinhoff, Lippstadt, Stuck= u. Plattierungsgeschäft. Telephon 2718. Redegew. 9103 aun Biebhalteen gesucht. Provision wird sofort ausgezahlt,„Angebote „Düsseldorf. Postschließfach 575. Vertreter * Kleinlebensversicherungen verschiedener Art mit jesten Monatsbei. 1. 9. einen ordtl. sälische Lebensver=######### sicherang, a.., sicherung a. Bezirks=Geschäftsstelle Eessen(Ruhr), Dietr.=Eckart, Sta Nr. 6,III, Ruf 27509 iür, sofort gesucht. Ausk. Anz.(15225 Tüchtiger Hetin-Monteur hauptsächl. Innenniontage, f, Dauerbeschäfl. sof.gesucht. 87us Vernlstein, Elektroinstallat., Greifenberg k.., Fernsprecher 425. Suche einen kräft. Bäckerlehrling 3. sofgrt, Eintritt. Bäckerei Tönnesmann, Ostentrop über Finnentrop. Suche für sof. od. Iu vemieten Gemeinnütziger Wohnungsverein e. G. m. b. H. Zu vermiet, sind folg. Wohnungen: Zum 1. 1, 1937, mögl..,., 10.36: Christstraße 33, 3. Obergeschoß, IIs., 4 Räume.— Alexandrinensir. 18, Erdgeschoß, 4 Räume, 1 Mansarde. — Elemensstraße 31, Erdgeschoß, 5 Räume, 1 Mansarde.— Besicht. 25.., 15—18 Uhr. Schriftl. Bew. w. bis.28. d.., 12 Uhr, an uns. Geschäftsz., Clemensstr. 27, erb. -Zimmer=Wohnung, Alsenstr. 46, 3. Etage, mit einger. Bad, zum 1. 9. 1936 zu vermieten. =Zimmer=Wohnung, Erdgesch. Velsstraße 20, mit einger. Bad und Kachelosenheizung, J. 1. 9. 1936 zu vermieten. =Zimmer=Wohnung m. einger. Bad, Castrover Hellweg, zum 1. 9. 1936 zu vermieten. Vorsprech. am Montag, dem 24. 8. 1936 zwischen 15 und 17 Uhr., Ruhr=Lippe=Siedlungs=Gesellschaft m. b.., Wohnungsverwaltung, Bochum, Castroper Hellweg, Baubüro. Bad Niederbreisig a. Rh. Neuerbaute Einfamilienhäuser, ea. 7,.50X8.50, m. all. neuz. Komf., 5 Z. u. Küche, eingeb. Bad, Garage u. Garten, in schön., ruhig. Lage, mit Rheinaussicht, sofort oder später zu verm., mon. 75 JA. Anfr. an Haus am Frankenbach, Niederbreisig am Rhein. Bessere PariareHchaung. schön gel. g. Südpark, 5 gr. Räume, Badezinz, gr. Küche u. all. Zuben,„m. Zentralbeiz., schön. groß., Garten, 9. .„Okt., zu verm. Näheres bei Frau Trantenroth, Arndtstraße 16. Herrschaftliche 1. Etage 2 Sohein. sei 1 Okt. zu, vermiet. Frau Wilh. Berns Bülowstraße 40. 55 Mache einrichtung, Brunsteinstr. 1, z. 1. 10. zu perm. Zu erfr. Adam, dortselbst. 90 =ZimmerMalaung. mit einger. Bat Haderslebener St. Nr. 2. 3. 1. Sept. zu vermieten. Dr. Bartmann, Bergstraße 71. vermieten. Pet. Mürmann, Viktoriastraße 9. Herrschaftliche abgeschl. Etage, dochparterre, 5 gr. Z, u. Küche mit Speisek., Zentralh., Bad, Warmw., Laubenaustr., sch. Ziergarten, Mans., zum 1. Jan, zu vermieten. Näheres Wlitener Straße 80, I. nicht unter 17., der schon in der Landwirtschaft tät. war und gut mit inn Pferden, umgeb. k Uing Bauer Alb. Kost, .=Laer, Altenbochumer Str. 245 Steritg. tritfl. informieren. Wir sagen unterrichten, verständigen. Informationen sind Nachrichten. Aufklärungen, Auskünfte, Mitteilungen, Unterlsgen, Belehrungen. Welsungen, Erkundigungen, Quellen -Zimmer=Wohng. 1. Etg., m. groß. Balkon, el. Licht, Gas, einger. Bad pp. u. Garten, sofort od. z. 1. Okt. zu vermieten. Die Wohnung liegt im Vorort Bochum (Ruhrberge) und eignet sich besonders f. Rentner, da prächt. Landschaft. D. E. 3294 Anzeig. Geräumige -.=Wohng. zum 1. 10. Z, evil, mit Gar Wasserstr.31, Laden Schöne, sonnige 42.=Wohn. — Weiblich Tüchtige und intelligente Kontoristin gesucht Angebote mit genauen Angaben E. Anspr. u. T. U. 3746 Anzeiger. Junges Mädchen das Gäste bedient und Hausarbeit übernimmt, für sofort oder 1. September in Gastwirtschaft gesucht. Zweitmädchen vorhanden. V. Machnikowfki, Bielefeld, Schildescherstraße 36.— Lehrmädchen descgäft Gesuch: aer—— Suche p. 1. Sept. ein tücht., ehrlich., zuverlässiges Mädchen welches zu Hause schlafen kann, für alle Hausarbeiten. Frau Leo Müller, Wdetimnar Hattinger St. 371. 18—20s. Mädchen für alle Hausarh. 191. od. spät. gel. Schi gute Wöhnungen mit 4 großen Wohnräumen, Küche, Diele, vollst. Bad, gr., Balkon, Zentralbig. bzw. Kachelosenhzg., Linoleumfußbd., 1 od. 2 Mansarden, kl. Garten u. jonst. sehr gut. Ausstattg. Alsenstr. 47. Hochprt. u. Alsenstr. 43, 2. Obergesch., ab 1. Oktober d. J. preisgünstig zu vermieten. Näheres Auguste=Viktoria=Allee 12, Ruf 60391 und 62705. O. P. 15226 Anzeiger Für größere Feinbäckerei wird redegewandte, branchek. esseng gesucht zur Werbung bef d. Stadtkundschaft, Angeb. A. G. 15292 Anz. Suche für sofort ein nettes, ehrl. Feäulein , Bufett u. z. Bebienen der Gäste. Persönl. Vorstellg. erwünscht.(a3777 Gasthof Sondermann, Haltern „Römerstraße 2. Suche für Stagenhausd. ein kath., sauberes Alleinmädchen das bürgerl., Loch. kann. Meld, nachm. von—7 Uhr. Frau Fritz Riepe, Hellweg 36. Rädchen, nicht unt. e o voer buste Frau für einige Sid, vormitt., ob. —3mal wöchtl. zu sofort od. 1. 9. für alle Hausard, ges. Fürstenstr. 51, II, Rottstr. 12. 2. Suche z. 1. 9. od. spat,„gprl.;, saub., tinderliebes Mädchen, das mit all. Hausarbeiten vertraut ist. Angebote mit Lohnansprüch, an Mildnex,„Hässeldorf, Windscheidstraße 35. Suche für meinen Haush. ein solld., steis. Mädchen das auch k. Kochen etwas erfahr. ist. „Heinr. Leisels, Köndit. u. Cafe, Hattingen(Ruhr), Bahnbofstraße 4. Morgenmädchen „Le sucht. Brückstr. 13, 2. St. Abgeschl. 4 Zimm.=Wohng. I. Etiage, mit Bad, KachelosenEtagenheizung u. sämtl. Bequemlichketten, in rub. Wohnl., Stadtteil Weitmar am Dieckmannshof 26, mit oder ohne Garage, wird zum 1. 11. 36 bezugsfertig. Ebenfalls eine abgeschl. 2. ZimmWohnung an älieres rud. Ebepaar oder alleinst. Dame zu vermieten. R. Meyer, Haitinger Str. 437, Rus 81613 Zum I. Oktober, 2 große, helle Burbraume mit Kellerraum, Zentralbeizung, elektr. Licht, zu vermieten.— Preis 30.— RM. pro Monat. Evil. Garage. Angebote unter U. V. 3757 Anzeiger Je 2 Büro= oder Bechästerione parterre und 1. Etage, in nächst. Näbe des Land= und Amisgerichts, zu vermieten. Diekampstraße 3 hate: Schöne, abgeschl. -=Pohng. mit einger, Bad, in der Nähe des Barkbotels, umständeb.., 1. 10. zu vermieten. Mietpreis 77 Mr. Ausk. Anz.(a3778 Ehrenfeld! 3 Zimmer Küche, Diele. einger. Bad, in gut. Hause(Neubau) z. I. 10. zu vermiet. Ausk. Anz.(15245 Am Walde geleg., Agesrchl..Kage 3 Zim. u. Küche, sof. od. später zu verm Fritz Hille, Lusikurort Steinbergen. Weiherstr. 49, 2. E. frdl. möl. Frontz. an Herrn zu vrm. Gut mbl. Zim. Nähe Bülowplatz, zu vermieten. Telephon 63635. Frdl. möbl. Zim., Westfälische Str. 14, P.55 Pcmzsihe9 2. Cig., frdl. möbl. Ausk. Anzetger. Zimmer zu verm. Miets-Gesuche ehrenseld ober Südoertel Herrsch.—=Zimm.=Wohn., mit allen Bequemlichkeiten(Heizung usw.), in sonn. Lage, mit Balton oder Veranda, Hartenmitbenutzung, von höb. richterl. Beamten(Dauermieter) mit kleiner Familie sofort oder später gesucht. L. K. 2879 Anzeiger Großes modernes Schokoladenhaus mit Eis= u. Sadneverkauf. Großer Umsatz in Brot u. Backwaren. In allerbest. Lage, in kleiner, guigehender Industriestabt, günstig zu verkaufen. F. B. 15108 Anz. Korten t.=Vommern, sch. Wodndaus 3½ Morgen groß, bestand. mit schön. Obsthof, berrliche Wohnlage, Nähe Babnhof und Straßenbahn, sehr preiswert. Ferner ein schönes=Fam.=Haus m. je 6 Z. u. Diele in Ehrens. vk. W. Vonzek, Immob., Oskar=Hoffmann=Str. 10 Neubauwohn. ab Okt. beziehbar, 3 u. 4 Zimm.]: mit all. Bequemlk. Miete v. 62 M an. L. Kult, Immob., Viktoriastraße 21. 5 Ruf: 65598. Zum 1. Okt. 1936 haben wir noch einige =, I= u. bräumige Wohnungen in bess. Ausstatt., mit Diele, kompl. Bad, Waschtisch, Balkon u. sonstig. Zubebör„abzugeb. Näher.: Baubüro, Bödestraße. 31, Fernruf 60591.— 3. 4eäum. Mans.= Wohnung zu vrmi. H. B. 15251 Anz. Bessere -.=Bohng. in herrschaftl, Neuzbau a. Stadtpark. evil. mit Garage, z. 1. 10. zu verm. Ausk. Anz.(a3732 am Hauptbahnhof Bochum mit oder ohne Einrichtung, mit anschließenden drei Räumen, zu Wohnoder Geschäftszwecken, und Lagerraum, ganz oder getrennt, sofort od. spater zu vermieten. Angeboie unt. P. L. 2868 Anzeiger. im Hause Marktplatz 10 sof zu vermieten. Näheres Aug. Haarkamp, Querenburger Str. 40, Tel. 6ß4 17 ese. ebe mit Zubehör, im =.=Haus. Boch.= Wiemelbausen. 2. 1. 10. zu vermiet. K. K. 15171 Anz. Tadenlokal Abgeschlossene vermiet. Baizer. Gr. Beckstraße 28. 2 Zimmer. Städtmitte,„part., Person Poier zum 1. Ottober gesucht. A. L. 3764 Anzeiger. Junges Ehepaar Von 1g. Ebepaar in ges. Verhältniss. 1. 1. 10. od, evil. spät. ges. moderne =.=Wohn. mit Mans., eingericht. Bad, mögl. Zentralbeiz, erw., in gut. Wohnlage. Mietpreis höchst. 100 Mark. N. O. 3776 Anz. od. Teleph. 68297. -4½-Zimm.Posuag in ruh. Hause, v. alleinst. Herrn. Beamter, sich. Mieteabl b. 1,10, 9e. 15195 Anz. .-.Stadtmitte. v. 1g. Leuten bis spätest. 1. Okt. gesucht. E. G. 15181 Anz. -ZimmerNell=Bodn. mögl. mit Garage. Nähe Stadtpark, 2. S. 3137 Anzete. Sne ehechsehe (3 Pers.) sof. od. später. gesucht. Preisangeb, unter J. H. 15281 Anz. sucht für sofort 2 ZimmerWohnung B. H. 15266 Anz. =Zimmer=Wohng. v. ig. Ehepaar 3. 1. 9. gesu.ht. Sich. Mietezahler, D. K. 15267 Anz. Fräulein sucht leeres Zimmer. M. K. 15291 Anz. Alleinst. berufstät. Frl. sucht leeres Zim. Räbe Ratbos. T. A. 15283 Anz. 2 Fräulein suchen leeres Zimmer, auch Mans., Stadtmitte. B. K. 15249 Anzeiger. Folgende Grundstücke gelangen den nächst zur Zwangsverstelgerung: Wohn= und Wirtschaftsgebände, Bismarckstr. 3 7. Ecke Rheintsche Str.— Einsamilienhaus, Augustastr..— Dreisamtlienhaus, Farnstraße 45. Näheres: Ang. Haarkamp, Bochum. Auerenburger Str. 40, Ruf 66417 Einfamilien haus im Ehrenfeld, mit sehr schönem Garten. 7 Zimmer, Küche, Diele, 2 Mansarden, Bad. Nebenräume, Heizung, o. Hauszinssteuer, billig zu verkaufen. Angebote A. M. 15265 Anzeiger Schlafzimmer echt Eiche und Rüche 160 em br., Natur, Nuß= od. Kirschb. imitzg zusgm. nur 590.— Mark. Möbelfabrik Klein, Bochum=Weitmar, Markstraße 384. nur Sow Witlahre Größeres, modernes Einfamilienhaus am Stadtpark, in bestem Zustande. mit all. neuzeitlichen Einrichtungen sowie Garage mit Wohnung, kann zum 1. Januar 1937 oder früher erworben werden. Die Besitzung eignet sich auch als Dienstwohnung für Persönlichkeit der Industrie od. für leitenden Arzt m. Privatpraxis. P. O. 15192 Anzeiger. Ruh. Familie(3 Personen), sucht -35-=Mobsig, R. H. 15190 Anz. =Zimmer=Wohng. z. 15. 9. od. 1. 10. von tg. Ebepaar es ee! 15121 Anz Sich. Mietez. sucht zu sof. od, 1. 10. =Zimmer=Wohng. (3 erw. Person.) =.=Wobn. k. evtl. in Tausch gegeb. werden. St. 15180 Anzeiger. =Zimmer=Wohng. z. 15.,9. od. spät. sich. Miete-3= Motng. Sallel alnt ke in Stadtteil Wiemelsofort zu vermieten.— Räheres Humboldistraße 31 U. Roonstr. 17, part. frdl. möbl. Zimmer Sschie ch 1 ruh. Hause. p. sof. od. 1. 9. zu verm. Sophienstr. 6, 2. E. rechts, sep. möbl. an austeb. Person Fronizim. zu vm. od. ält. Edepaar Viktoriastr.73,Werzu vermieten. Inete, Oöf., 3t. mdl. K. M. 15191 Anz. Zimm. zu verm. -.-Wohng. gesucht. N. Z. 15117 Anz. =.=Wohna. Miete bis 35 Mk., lich. Mietezahl. 8 e 11H1. =.=Wohn. Reisah. Genalcht. Preisangeb.(#6 50 Mk.) u. K. N. 15243 Anzeiger. od. spät. ges. d. 15152 Anz. Suche für sof. od. -3 Zimmer ner). zum 1. Jan. 1937 gesucht. Suche 3. 1. Sept. oder 1. Oktober 23.-Botn. Biete abgeschloss. -Zimmer=Wohng. mit elektr. Licht. Ehrenfeld, D. K. Schönes, massives Einsanienhäuschen bei Siegburg, geeignet f. Inballd., preisw. zu verks. ser 30o(Ssegtreis) Rückporto erbeten. Leres Zinm. auch Mansarde, v. alleinst. Mann gef. G. K. 15264 Anz. Trockener, sauberer Raum zum privat. Abstellen einig, wertvoll. Möbelst. ges. 2. O. 3742 Anz. Stagenhäuser Nähe Christuskirche, bei geringen Anzahlung, preiswertz.verkaufen Carl Zum Gahr Grundstücksmakler Kortumstr. 52. Ruf 62123 Mile beweisen Ihnen bei einem Besuch, das wir in 99 Obeln b 11114 eind. 200 Zimmer Auswahl Borgmann Brückstr. 59—63 Mod. Einfamilienhaus m. Garageu. Garten. in schöner Wohnlage Bochums zu verk. Ang. unt. F. R. 15214 Anzeiger Anden in guter Lage, für Bäckerei geeignet, sofort gesucht. L. S. 15158 Anz. Zumer Achtung billig zu verkauf.: Herrenzimmer, Schlafzimmer. Flurgarderoben, Challelongue, Couch, =,=, Jtür. Kleiderschränke, Waschkommoden, Nachtsgnlolen, AuSztehtisch, Küchentische, Bettstellen mit „Auflag., mehrere Gessel, Herde und vieles andere, nur Malteserstraße 22, Ruhnaus, Möbelgeschäft. Gesch.„-Haus, Hhrasteich abgeuich.#u. Küchen -.-., 35000 Mk. bei 15000 Pik. Anz. Stagen-Haus, Ehrenfeld, abgeschloss.„Ponatsrate hauszinssteuertrei, 15000 Fk. Ansahlung„10.— RM. an. Abgeschl. Etagen-Haus, eute lase, Schlgfzimm. Geschöfts=und Wohnhaus 3 Stock, Mittelpunkt der Stadt, preiswert zu verkaufen. Größere Anzahlung Bedingung. Näheres Humboldtstr. 31 f Ig. Mann sucht z. 1. September nöh. Ziuner zu mieten. Preisangebote u. P. A. 15157 Anzeiger. Alleinst. Herr sucht einf. möbl., separ. Zimmer. Preisangeb, unter R. A. 15274 Anz. Möbl. Zimmer Nähe GußstahlBahnhf., 3. 1. 9. gesucht. Preisangebote u. E. M. 15275 Anz. Freundlich möd. Zimmer mögl. mit fließ. Wasser, ges. Angeb. obne und mit voller Pension V. S. 15323 Anz. 20000 Pk., bei 5000 Hk. Anzahlung. Ia Zinshaus. 20000 Plk. b. 10000 Ml. Anz. -Familien-Haus, Stadtpark, in best. Zustaade. 25000 Pik. Mod. i- bzw.-Fam.-Haus, bevorzuste lage, m. tr. Oarage, 25000 Flk Anz. -Familien-Haus, hauszinssteuertrei, großer Garten u. Garage, 10000 Pk. Anz. Maselvee Wohnnaus, Rlemke, ar. Garten, billig zu verkauten. Maseives Wohnhaus, herrliche Lage. Weitmar, mit Obsth. und 1½ Plorgen Gartenland. bei 10000 Mk. zu verkauten. Maselves Wohnhaus, Nühe Hauptbahnhof. 10000 Plk., bei 4000 Hlk. Anz. Maseives Wohnhaus, 5500 Flk., bei 1000 PIk. Anzahlung. Wollen Sie ein Haus kaufen oder verkaufen, so wenden Sie sich an Monatsrate 15.— RM. an. Geringe Anzahlg. auch in Raten. Wilh. Rehling Bochum, Wittener Str. Ecke Trankgasse. Ruf 61281. Kauschgesache) Tausche=..=Woy. Miete 40 K, Näbe Milchbof, gegen 2 Zimm. gl. Lage oder Stadtmitte. L. L. 15224 Anz. Renov.=.=Wohn. Badez., Diele, abgeschl., Pr. 38.50 Mt., Stadtm. geg. 31--=.=Wohng. Nähe Boch. Ver., sof, zu tausch, gesucht. Preisang. P. E. 15262 Anz. Verkäuse.) L. Kult, immoblllen Viktorlastr. 21, Telephon 63593 Massives Haus mit Stallung zu verk., in BochumNienike. B. H. 15183 Anz. Lebensnit.= Geschäft (Monatsumsatz ca. 1600 Mt.) zu perk. Daselbst auch =Zimmer=Wobng. W. W. 3760 Anz. Spezialbrotvertrieb in Herne billig zu verkauf. Eilangebote, unt. S. P. 15268 Anz. Vorratsschrant zu verkaufen. Bergstraße 73, I. Lies e cee billig zu verkauf. H. Merten, Loriumstraße 3. Gelegenhelt! Herren-Zimmer .30 Meter breit, kompl. für 650.— bar zu verkaufen, Fabelhaft. Modell Gebrauchtes Speisezimmer preiswert zu verk. Möbelhaus bafh. Aicsenbeset Bongardstraße 38. Schöne, moderne Schlafzimmer sehr preisw., auf Wunsch 50—100.4 Anzahlg, Rest in klein. Monatsrat. Moderne Küchen in allen Holzart., bei ganz geringer Anzadl, u. fleinen Monatsraten. Interessenten zeige ich gern meine große Ruswahl. Eine Besichtigung lohnt sich! Möbellager "—— Büfett, Kredenz, Auszugtisch, vier Volsterstüble, für 275 Mk. abzugeb. Möbellager To#lsnurg, Hayrenoeuerstr. 20 „Doppeltüriger Meiderschräht sortzugshalb, bill. zu verkaufenz Königsallee 18, 2. Etage. Glasschrank. klein. Schrank. 4 Stühle, Chaiselongue, Faulenzer. Tisch, Bettst. mit Matr. zu verkf. Wiemelhauser Straße 181 Gbeiszlugs. Form. gut erhalt., preisw. abzugeh. Kortumstr. 81,.E. Hochmodernes, schwer eichenes „Schlafzimmer. Schrank Atür., ipl. für 450,— Mark abzugeben. Möbellager Tealenkurg Fahrendellerstr. 20 Weiß. Küchenschrk., Tecklenburg, Sptral=Aufl. MaFahrendellerstr. 20 tratze,mittelgr. FenSun. ster. Waschkommode 205.- Mark Schönes Wohnzimmer Büfett. Eiche ger., 140 cm breit, mit Ausziebtisch und 4 gevolft. Stüblen Der weiteste. Weg lohnt sich! Möbelhandlung Wilh. Schrudde, Roonstraße 37, altes, reelles Geschäft. m. Marm, u. Spiegel zverk. Osk.=Hoffm.= Str. 55, 2. Etage. Schlafzimmer Eiche. 2 m, 4türig, .7 Liter .rrey 10 Monate alt. 19000 gelaufen, zu verkaufen. Karl Schwörer, Bochum, Wittener Straße. 43. Tel. 66082. Iflam. Gaskocher# m. St., 3 el. Hängelampen, 2 Anzüge(Nr..50 b. .70) bill. zu verk. Redemptoristenstr. Nr. 36, prt. 118. Badewanne und Eisenbett zu verk. Pillartz, Rottstraße 13. Komb. Herd für 60.— RM. zu verkauf. Wittener Straße 143, 1. Ei. — Herd,— Dauerbrenner u. Küchentisch zu vrk. Castroper Str. 99, 2. Eiage linis. WDegen Umaug billig zu verkauf.: ein 2 Meter hoher Rahfeichen (Tauerbrenner), 1 Wäschemangel, 1 Staubsauger (Hoover). Besicht. auch Sonntags. Graf=EngelbertStraße 31. Schrantgastocher Gasosen, Mangel, wenig gebr., billig abzugeb. Kettling, Rosenstraße 2. Gut erh. Kinderwagen zu verkauf. Ankonitusstr.2, III. Fast, neuer, mod. Kinderwagen KKasten) zu verkf. Rykat,.=Hordel. Röblunggauserst.(8 Gut erh., stabiler Velngergagen zu verkauf.(15120 Friedbosstr. 2..Et. Klavier schwarz pol., 165. 4 zu verkaufen. Kunnemann, Klavierstimmer, Humboldtstraße 67 Klavier und Smoking billig zu verkaufen. Ausk. Anz.(15322 Schreibmaschine billig zu verkauf, Arnold, Marstr. 14 Versenkbare Mähmaichine Holzgest., wie neu, preisw. abzug. u. Kasten=Nühmasch. von 25 Mk. an. Reuter, Ciemensstr. 5 Nähm.=Vertrieb, Verkauf:—7 Uhr. Nähmaschine für 30 Mk. zu verks. Krispin, Dorstener Str. 4. Fahriäder und Nähmaschinen gebr. u. neue Fahrräder u. Nähmasch. billig. Reparatur. gut u. preiswert. Fahrrad= u. Nähmaschinengeschäft E. Bögge Dorstener Str. 22. 2 gebr. Herrenräder billig zu„verkauf. Paelgen. Alleestr. 16 Fahrradhdl.— Fahrräder in ia Ausführung. Fahrradhandlung Kurze, Brüderstr. Neumarkt.4 Motorrad 200 ccm U. T. u. Waschtisch mit Marmor u. Spiegel, u. Zim.=Osen billig zu verkauf. Wasserstraße 261. oU. ZUndapp Victoria Motorräder Schüler Bochum Nerner Straße 22 420 Opel fahrber., m. brima Maschine,—4sitz., für 175 M zu vrk. Kuhnert, Wittener Str. 111 1 Karosserie als Gartenbaus, ein Kettenzug(4 Ton.) 1 Wagenwinde(3 Ton.) zu verkauf. Hattinger St. 203, Hinterhaus. Retzanschl., f. neu, 45. J4., kI. Schaukasten für 10# zu vrk. Schweers, Rottstraße 11. MontageSchweißapparat mit all. Zub., billzu verk. Wattenscheid, Bochumer Str. 110, 1. Etg. Reschischcte welle .52 m X 65 um mit Lagerschalen, billig abzugeben. Schreinerei E. Wille, Weitmos Steininapp. 2 getragene Maßeanzüge, 1 Wintermantel(beid. mittlere Größe); 1 Betistelle m. Matratze. Kissen u. Oberbeis preisw. z. verkauf. Rechener Str.3,pri, 1 Paar Stiefel (Gr. 42) mit schw. Hose f. 1814 3. vr. Tegeler, Altenbochumer Str. 39a, 1 ehm fassend, bill, abzugeben. Fernruf 67541. Kaufgesuche) baulich in gutem Zust., gute Wohnlgge, in Linden, Weitmar o. Boch.= Ehrenfeld zu kausen gesucht. L. B. 3 Anz große.„Ausführg.. Seient. ezsi ere: halten, zu kaufen Helucht. O. S. 3744 Anzeig. Altblet wird angekauft. Glasmalerei Engels, Wielandstraße, 6. 1/3.-Modlorrad 500 ccm, Sport, billig zu verkaufen. Besichtig. Samstag nachmittag, Sonntge, vormlitag. .= Gerihe, Hlitroper Landwebr. 65. DiamantRenmaihine Mod. 48, gut erd., B1, zu. perkauf. .=Wiemelbausen, Akazienweg 6. Dreirad Kinterlader, und =Rad, 500 cem, in sehr gut. Zust, preisw. zu verks. Bochum,Lagr, Suntumerstraße 3. Großes Mefsingtrichter=Grammophon(Lindström) sedr bill. zu perk. Ebristsir. 45, 1..r. Radio Netz=Markengerät bill. 3. vk. Gerihe, Kolpingplatz 1. — Vermischtes Pracht-Wurst la 47/5-Pschch. # Sorten Nk. 8. 80 unangeschnittens Wörste jede eine Delikatesse Rücknahme Garantie E. Ramm, Wurstfabrik, Horterf(Heist.) 45 1 Seite 12 Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Nachrichten aus Groß-Bochum Kleine Keidungen aus ven=Siadnenen Dad adel=Böcham==Eielmat! phot.: Schley Der noch ganz ländlich anmutende Stadtteil Steinkuhl feiert in diesen Tagen sein Volksund Heimatfest. Die Steinkuhler halten noch fest an alten Sitten und Bräuchen und sind sich der Schönheiten ihrer Gemarkung wohl bewußt. Unser Bild gibt einen Ausblick auf die Landschaft von der Zeche„Julius Philipp“ aus Stadtteil Hordel Der spanischen Hölle entronnen. Der für seine Firma auf einer Inspektionsreise in Barcelona in Spanien weilende Monteur Heinrich Schlüter von hier, kehrte jetzt wieder in die Heimat zurück. Wie er erzählt, sei auch das Büro der Lufthansa und der deutschen Arbeitsfront in Barcelona von den Bolschewiken gestürmt und das Mobiliar verbrannt worden. Neue Dammanschüttung. Am Freitag hat man damit begonnen, den durchgebrochenen Damm des Hüllerbaches neu anzuschütten. Auf der Wasseroberfläche und vor allem am Ufer schwammen ungezählte tote Ratten aller Größen. Sie hielten sich in den Feldern auf und konnten sich vor den hereinbrechenden Wassermassen nicht mehr in Sicherheit bringen. Stadtteil Hamme Ehrentafel des Alters. Sein 74. Lebensjahr beschließt morgen(Sonntag) der Volksgenosse Ludwia Förster, Heidestraße 104. Nahezu 50 Jahre war er auf den örtlichen Schachtanlagen im Untertagebetrieb als Bergmann tätig. Seit 1927 erfreut er sich des wohlverdienten Ruhestandes. Einen Sohn verlor er im Kriege. Vier Kinder, 13 Enkel und ein Urenkel gratulieren dem alten Herrn zum Geburtstag.— Die Ehefrau Maria Puzicha, geborene Bentnarz, Hofsteder Straße Nr. 45, wird heute 75 Jahre alt. Sie stammt aus dem Ostvreußischen und ist schon 32 Jahre in Bochum ansässig. Sie erfreut sich noch recht guter Gesundheit. 1934 konnte sie ihr goldenes Eheiubiläum mit ihrem Gatten begehen. Vier Kinder, zehn Enkel und zwei Urenkel gratulieren. Evangelische Gemeinde Bochum=Hamme. Am Sonntag, 6. September, findet in Hamme das Kreisverbandsfest der evangelischen Schulgemeinden Groß=Bochums statt. Reichsverbandswart Windel (Barmen) hält die Festansprache.— Von der Fladschen Falascha=Mission in Abessinien, die insbesondere den Frauen durch die interessanten Berichte von Frau Pastor Krüsmann bekannt geworden ist, kommt die Nachricht, daß alle europäischen Missionare das Land haben verlassen müssen.— Der Evangelisch=kirchliche Männerdienst hält am Sonntag um 11.15 Uhr im Gemeindehause seine August=Monatsversammlung ab. Aus der Herz=Jesu=Pfarrei Hamme. Am Dienstag, dem Feste des heiligen Königs Ludwig. von abends 8 Uhr bis Mittwoch morgen 7 Uhr, findet in der Kapelle des St.=Josephs=Schwesternhauses der Herz=JesuPfarrei die Eucharistische Feier der Ewigen Anbetung statt. Neuland im Dienste der Volksernährung. An verschiedenen Stellen Hammes hat man durch Kultivierungsarbeiten neues Acker= und Gartenland gewonnen. So wurde bereits ein Teil der Aschenkippe urbar gemacht. Auch an anderen Stellen, so an der Dorstener Straße, wird früher brach liegendes Gelände jetzt für Anpflanzungen von Gemüsen verwendet. Die hier aufgewendete Zeit und Mühe hat sich wirklich gelohnt. Allerlei Arbeiten. Mit umfangreichen Arbeiten ist man zur Zeit in der Umgebung der Zeche„Carolinen= glück“ in Hamme beschäftigt. Die durch die Errichtung der neuen Landabsatzstelle überflüssig gewordene alte Absatzstelle am Zecheneingang ist abgebrochen worden. Hier wurde eine neue Mauer errichtet, wie auch der Zecheneingang völlig umgestaltet worden ist. Der Platz vor den alten Schlammbecken ist zu einer Grünanlage umgestaltet worden. Gegenwärtig ist man mit der Ausgestaltung des hinter dem Zecheneingang zur linken Seite liegenden Platzes zu einer Grünanlage beschäftigt. und die Kleine Dorfstraße sollen jetzt ausgebessert werden. Stadtteil Riemke Hohes Alter. Ihr 75. Lebensjahr vollendete in erstaunlicher Frische und Rüstigkeit die Ehefrau August Kortmann, Amalie geborene Hetbeck, Schöllmannstraße 10, in Riemke. Sie wurde am 24. August 1861 in Sprockhövel gevoren. Da die Ehe kinderlos blieb, nahmen sie zwei Kinder an und zogen sie auf. Jeden Tag liest die Hochbetagte noch mit Interesse den„B..“ Ihr Gatte vollendete im Juni sein 79. Lebensjahr. Tödlicher Grubenunfall. Auf einer Herner Schachtanlage erlitt der Bergmann Ludwig Lentz, Moritzstraße 28, einen schweren Unfall. Der Tod trat durch Genickbruch auf der Stelle ein. Der Verunglückte stand im Alter von 31 Jahren und hinterläßt Frau und zwei unmündige Kinder. Am gestrigen Freitag wurde er unter starker Beteiligung seiner Arbeitskameraden und der Bürgerschaft auf dem Riemker Friedhof zur letzten Ruhe bestattet. Zahlreiche Kränze, auch von den Arbeitskameraden, wurden am Grabe niedergelegt. Fachgruppe Friseure. Die Inhaber aller Friseurbetriebe aus den Stadtteilen Hofstede, Riemke und Marmelshagen hatten sich am Donnerstag im Lokale Förster eingefunden, um über handwerkliche Belange und Berufsfragen zu beraten. Bei dieser Beratung war der Obermeister der Friseur=Pflicht=Innung von Groß=Bochum, Albert Wüst, zugegen. Bezirksmeister Bargon eröffnete die Versammlung und berichtete über neue Verfügungen und gesetzliche Bestimmungen. Ein Film über Frisur und Mode soll in der demnächst stattfindenden Innungsversammlung vorgeführt werden. Stadtteil Hiltrop Das konnte noch schlimmer werden. In großer Lebensgefahr befand sich am Mittwoch nachmittag der 10 Jahre alte Sohn Günther der Eheleute., Hiltroper Landwehr 17. Auf einem Hofe unweit des elterlichen Hauses war er damit beschäftigt, sich einen Luftvogel zu bauen und benutzte zum Schnitzen der Latten ein altes, abgebrochenes Taschenmesser. Als der Junge dann achtlos weiterging, stolperte er und kam dabei so unglücklich zu Fall, daß er mit dem Hals in die Schneide des Taschenmessers fiel. Er zog sich dabei eine tiefe Stichwunde in unmittelbarer Nähe der Halsschlagader zu. Unter starkem Blutverlust wurde der Junge sofort in das nahegelegene St.=Maria=HilfHospital gebracht, wo ärztliche Kunst die direkte Lebensgefahr zu bannen vermochte. Sein Zustand ist noch ernst, jedoch nicht hoffnungslos.— Der Fall zeigt wieder einmal mit aller Deutlichkeit, wie gefährlich es werden kann, wenn Kinder mit dem Messer spielen. Stadtteil Gertbe 25 Jahre Städtische Sparkasse Bochum, Zweigstelle Gerthe. Vor nunmehr 25 Jahren errichtete die ehemalige Amtssparkasse, jetzige Städtische Sparkasse Bochum, in Gerthe eine Nebenstelle, der später auch eine Filiale der früheren Amtsbank in Bochum angeschlossen wurde. Die Zweigstelle hat sich in den verflossenen 25 Jahren hier in Gerthe recht gut bewährt und hat einen regen Geschäftsverkehr aufzuweisen. 15 Jahre Bergmannssiedlung in Gerthe=Hiltrop. Mit der Aufwärtsentwicklung Gerthes hatte die Bautätigkeit in Gerthe nicht Schritt gehalten. Es entstand daher ein Wohnungsmangel, den der private Wohnungsbau nicht zu beheben vermochte.— Vor nunmehr fünfzehn Jahren errichtete daher die Bergmannssiedlung G. m. b.., Bochum, in Gerthe=Hiltrop zahlreiche geräumige, gute und gesunde Wohnungen, so u. a. am Grümer Baum, Castrover Hellweg, Otto=Gehres=Straße, Dietrich=Benking=Straße, Schulte=Hiltrop=Straße, OttoSenft=Straße, Adolf=Höh=Straße, Alfons=König=Straße, Paul=Patzmann=Straße, Gottfried=Thomae=Straße und am Kolpingplatz. Durch diese Bauten, welche sämtlich von schmucken Grünanlagen umgeben sind, hat die Bergmannssiedlung G. m. b.., Bochum, wesentlich zur Verschönerung des Gesamtbildes beigetragen. Vor einigen Jahren hat die Beramannssiedlung G. m. b.., Bochum, dann eine Anzahl Besitzungen in Gerthe=Hiltrop als sogenannte Eigenheime zu einem annehmbaren Preis veräußert. Stadtteil Harpen Hohes Alter. Die Witwe Auguste Nöthe geb. Mecklenbrank, Gerther Straße 252, vollendete gestern Freitag, ihr 73, Lebensjahr. Von den fünf Kindern leben noch zwei Söhne und eine Tochter die mit fünf Enkelkindern der Hochbetagten zu ihrem Wiegenfest ihre Glückwünsche überbrachten. Personalnachrichten Die Eheleute Karl Balzer und Frau geb. Remmert, Grabenstraße 58“, feiern Sonntag das Fest der silbernen Hochzeit. Das allseits geschatzte Jubelpaar ist 25 Jahre Bezieher des„Bochumer Anzeiger". Der Klempner und Installateur Fritz Fey, bei der Firma J. Ruhe, Bochum, bestand vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer in Dortmund seine Meisterprüfung mit gutem Erfolg. Altenbochum am Donnerstag durch den Beraretzierbeamten des Bergreviers Bochum II das Ehrenzeichen für Verdienste um das Gruben=Wehrwesen überreicht. Ehrentafel des Alters. Die Ehefrau Konrad Volkenandt, Dannenbaumstraße 15, feiert am Sonntag im Kreise der Familie ihren 78. Geburtstag. Sechste Filmvorführung. Vorgeführt wurde am Donnerstag der prachtvolle Zirkusfilm„Artisten". in dem Harry Piel und Hilde Hildebrandt die Hauptrollen trugen. Nedes aus Tinden=Sahthäusen Eine Fahrt ins Blaue. Am Donnerstag unternahmen die Frauen des Kaninchenzuchtvereins„Rassenzucht“ eine Fahrt ins Blaue. Sie führte zunächst nach Essen, wo man die Gruga besuchte, und dann weiter nach Kettwig, wo man den Rest des Tages bei fröhlicher Unterhaltung verbrachte. Gegen 21 Uhr langten die Teilnehmerinnen nach einem schönen Tag wieder in Hamme an. Landhelferin verunglückt. Die als landwirtschaftliche Helferin bei einem Bauer in Bredenbreck. Kreis Hannover, beschäftigte 20 Jahre alte Hildegard St. von hier fiel bei Erntearbeiten von einem Wagen und zog sich einen Bein= und Knöchelbruch zu. Man schaffte sie ins Krankenhaus. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Silberhochzeit und Kindtaufe. Ein nicht alltägliches Doppelfest können die Eheleute O. begehen. Sie feiern jetzt das Fest der silbernen Hochzeit und können damit die Kindtaufe begehen, da die Silberbraut vor einigen Tagen von einem strammen Jungen entbunden wurde. Straßenerneuerung. Gegenwärtig erhält die Bernhardstraße ein neues Straßenpflaster, ebenso Bürgersteiganlagen. Auch die vielbefahrene Hofsteder Straße Die diesjährige Lindener Kirmes ganz groß. In diesem Jahre soll die althergebrachte Lindener Kirmes ganz besonders groß herauskommen. Schon jetzt machen sich die kommenden fröhlichen Stunden stark bemerkbar, da der bereits stehende Wagenpark als willkommene Vorfreude angesehen wird. Schon nimmt sich die Jugend in diesen Tagen das Recht, alles einer kritischen Beobachtung zu unterziehen, die so verlockenden Verkaufsstände für Leckereien und Spielsachen zu umlagern. „Dat is Sache, Heini. Da kannsse sehen, wat in Linden los is...“ So sprechen sie, die Kurzhosigen. Der ganze Rummel wird sich auch in diesem Jahre wieder, genau wie in den vergangenen Zeiten, auf dem geräumigen Marktplatz wie auf der Hattinger Straße abspielen. Wenn der Wettergott ein Einsehen haben wird, dann ist mit einem überaus starken Besuch zu rechnen. Schon heute kann man sagen, daß die diesjährige Kirmes sich ihren Vorgängern würdig anschließt, wenn nicht sogar übertrifft. Um eine reibungslose Abwicklung des Verkehrs zu gewährleisten, ist die Hattinger Stuaße von der evangelischen Kirche in Linden bis unterhalb der Wirtschaft Moll und die Dr.=.=Otto=Straße von der Wirtschaft Bodt bis zur Einmündung in die Hattinger Straße an den Kirmestagen von 15 bis 22.30 Uhr für die Durchfahrt mit Ausnahme der öffentlichen Verkehrsmittel verboten. Die Umleitungsstraßen sind: Nehringskamp, Lindener Straße und Kesterkampstraße. Aus der St.=Michael=Gemeinde. Am Samstag, 29. August, findet die Wallfahrt nach Kevelaer statt. Frühmorgens 7,10 Uhr ist Pilgermesse in der Kirche. Nachmittags 3 Uhr fährt das Auto vom Kirchplatz ab. In Kevelaer ist abends Lichterprozession. Auf der Rückfahrt machen die Pilger in Xanten halt, wo gleichzeitig die berühmte Viktorstracht(Reliquienprozession) stattfindet. Abends gegen 8 Uhr kehren die Pilger zurück.— Am Dienstag und Mittwoch finden noch einmal Lichtbildervorträge über die Heidenmission in Japan und Neugninea statt, am Dienstag für die Männer und Jünglinge, am Mittwoch für die Frauen und Jungfrauen.— Wer seine Kirchensteuern am letzten Samstag nicht gezahlt hat, hat noch einmal dazu Gelegenheit am Freitag, 4. September, nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Stadtteil Altenbochum Hohes Alter. Ein bekannter und geschätzter Mitbürger unseres Stadtteils, der Küster a. D. Wilhelm Herbst, Philippstraße 1, kann heute seinen 81. Geburtstag feiern. Trotz seines hohen Alters erfreut sich H. noch der besten Gesundheit. Neun Kinder, elf Enkelkinder und zwei Urenkel, zahlreiche Freunde und Bekannte werden dem Hochbetagten an seinem heutigen Ehrentage die Glück= und Segenswünsche übermitteln. Auch der Evangelische Knappenverein wird am heutigen Tage des Geburtstagskindes besonders gedenken, gehört H. doch schon 50 Jahre diesem Verein als Mitglied an. Stadtteil Weitmar Zum Luginsland. Bei schönstem Sonnenschein machte sich in der Frühe des vergangenen Sonntags die weibliche Jugend der Bekenntnisgemeinde auf den Weg zum Jugendheim des Landesverbandes für die evangelische Jugend in Witten. Es ging durchs Lottental und Heven dem Ziel zu. Nach etwa zweistündiger Wanderung langte man in Witten an. Dort wurde zunächst der Gottesdienst besucht. Die noch übrig bleibenden Stunden bis zum Mittagessen verbrachte die Mädchenschar im Garten des Martineums bei frohem Gesang christlicher Lieder. Nachdem die Frühlingssuppe verzehrt war, ging's den Berg hinauf zum Luginsland. Um 8 Uhr begann unter Leitung von Fräulein Michaelis die Bibelarbeit. Dann folgte der Kaffee, dem dann Spiele im Freien folgten. Mit einem Liederreigen und Dankgebet nahm man Abschied vom Luginsland. Kriegerkameradschaft Bochum=Weitmar. Die Kriegerkameradschaft Bochum=Weitmar hielt am 16. August auf dem Schießstand des Kameraden Boraböhmer ein Uebungsschießen für das Wanderpreisschießen ab. Es herrschte eine rege Beteiligung. Geschossen wurde auf 24er=Ringscheiben. Folgende Ringzahlen wurden erreicht: Kamerad Friesen 68 Ringe, Stens und Laumann je 67 Ringe, Kreuzburg und Schlüter je 66 Ringe, Küthe, Wehmer und Fichte je 65 Ringe, Großmann, Hüsken je 64 Ringe, Paulfeuerborn 68 Ringe, Köster, Faßzmann und Glück je 62 Ringe. Stadtteil Laer Auszeichnung eines Bergknappen. Dem Bergmann Wilhelm Bojaczin von Zeche Dannenbaum I wurde Wiemelbausen Ein Kind verbrüht. Ein bedauerliches Unglück ereignete sich am Freitag morgen in der Wohnung der Familie Schm., Brenscheder Straße. Das dreijährige Töchterchen riß in einem unbewachten Augenblick, als die Mutter am Spülstein beschäftigt war, einen kleinen Kessel mit kochendem Wasser vom Gasherd. Das Wasser ergoß sich über das Kind und verbrühte es so schwer, daß eine sofortige Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich wurde. Stadtteil Stiepel Sturz mit dem Fahrrad. Am Mittwoch stürzte ein Bochumer Radfahrer auf der Kemnader Straße so unglücklich, daß er besinnungslos liegen blieb. Ein Arzt leistete die erste Hilfe und ordnete die Ueberführung ins Krankenhaus an. Stadtteil Werne Jubilare der Harpener Bergbau AG., Gruppe Bochum. Die nachstehend aufgeführten Gefolgschaftsmitglieder konnten auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Harpener Bergbau AG. zurückblicken: von der Schachtanlage„Arnold Jakob“ der Lokomotivführer unter Tage Heinrich Jenau, der Hauer Fritz Stillers, der Turbinenmaschinist Hugo Durst, der Anschläger Karl Koch, der Lokomotivfuhrer Otto Bals und der Zechenbote August Bahr; von der Schachtanlage Neu=Iserlohn“ der Reparaturhauer Kilian Zadowski; von der Schachtanlage„Siebenplaneten“ der Hauer Johann Dzennisch, der Bergeklauber Friedr. Hösche und der Tagesarbeiter August Bureck. Der Führer des Betriebes, Bergassessor Schulze=Höing, beglückwünschte die Jubilare zu ihrem Ehrentage und überreichte ihnen im Namen der Harpener Gesellschaft ein Jubiläumsgeschenk. Traditionsecke Kameradschaft ehem 13er Bochum. Die Kameradschaft ehem. 13er Bochum hielt am 18. d. M. im Vereinsheim Hugo Schulze, am Neumarkt, ihre Monatsversammlung ab. Kameradschaftsführer Claßen leitete sie und konnte, wie immer, auch diesmal eine stattliche Anzahl Kameraden begrüßen. Die neuesten Parolen wurden bekanntgegeben und verschiedene Punkte glatt erledigt. Erfreulicherweise konnten wieder mehrere Kameraden neu ausgenommen und verpflichtet werden. Am 27. Januar 1937 kann die Kameradschaft auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken. 13 Kameraden können auf eine 25jährige oder längere Mitgliedschaft zurückblicken. Allgemein begrüßt wurde die Anwesenheit des Kameraden Brucker, eines alten 13ers, der seit 14 Jahren in Amerika wohnt und zu den Olympischen Spielen nach Berlin gekommen war. Er wollte als Bochumer Junge einmal nach so langer Zeit wieder ein paar Stunden im Kreise seiner ehemaligen Kameraden verbringen. Nach einem gemeinsamen Essen, welches der Gast stiftete, überreichte der Kameradschaftsführer Claßen diesem zur Erinnerung an die mit ihm verlebten Stunden mit berzlichen Worten eine Grubenlampe. Kamerad Schäser überreichte dem Gast im Auftrage des Vorstandes unsere Vereinsnadel. Kamerad Brucker dankte für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Die schönen Stunden werden allen Kameraden noch lange in Erinnerung bleiben. Kriegerkameradschaft„Westwacht Graf von Haeseler". Bochum. Am Sonntag hielt die Kameradschaft im Kameradschaftsheim August Balkenhol, Klosterstraße, ihren Monatsappell ab. Kameradschaftsführer Soddemann entbot allen erschienenen Kameraden einen kameradschaftlichen Gruß und dankte allen Kameraden, die zum guten Gelingen des Ausfluges am 2. August beigetragen hatten. Dann wurden die Eingänge und Anordnungen der Parole bekanntgegeben. Es wurde beschlossen, die diesjährige Jubilarfeier am 18. Oktober im Kameradschaftsbeim abzuhalten. Am Sonntag vorher findet das Kameradschaftspreisschießen statt. Die Siegerehrung erfolgt dann bei der Jubilarfeier. Die Vorbereitungen sind bereits im vollen Gange. Der zwene K audrschinn der Koneniater Helm. Altenfeld Wie auf dem Bilde ersichtlich, geht der zweite Bauabschnitt des Lottentales seiner Vollendung zu. Gerade dieser Abschnitt forderte Monate hindurch mühselige Arbeit, die in der Durchdruchsarbeit eines mit altem Waldbestand besetzten Bodens ihren Aufschluß findet. Dieser Teil des Lottentales wird wegen seiner ganz besonders idyllischen Lage nach seiner Fertigstellung den ohnehin schon großen Ausflugsverkehr erheblich zu steigern wissen Seite 1. Nr. 196 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 22./23. August 1936 Aus dem Nachbargebiet Tuntenschrien Aufze rrichtt Sieben Fürsorgeeinrichtungen für 14.000 Gefolgschaftsmitglieder Im Jahre 1920 richtete die Zeche Rheinelbe der GBAG. eine Werksfürsorgestelle ein. Eine Fürsorgerin wurde eingestellt, die sich der in Not befindlichen Belegschaftsmitglieder annahm. 1922 folgten die Zechen Alma, Pluto Bonifacius und von 1928 an auch die durch den 1926 erfolgten Zusammenschluß mit den Phönix=Zechen hinzugekommenen Anlagen; Holland Zollverein, Graf Moltke und Nordstern mit der Einrichtung solcher Fürsorgestellen. Für die Gruppe Gelsenkirchen sind jetzt im Jahre 1986 für eine Belegschaft von 14000 Mann sieben Fürsorgestellen vorhanden, die alle von je einer Werksfürsorgerin geleitet werden. Die Gruppe Gelsenkirchen besitzt zwei Kinderheime seit 1918 das Kinderheim„Phönix“ in Rothenfelde und seit 1926 das Kinderheim„Rheinelbe". Meisterprüfung. Die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in Dortmund für das Schneiderhandwerk bestand der Schneider Anton Mikus, Sohn des Schneidermeisters Friedrich Mikus. Die Firma feierte in diesen Tagen ihr 25jähriges Bestehen. Jubiläumsfeier. Die Festwoche des Sportvereins Union Günnigfeld nimmt morgen abend mit der großen Jubiläumsfeier im Vereinslokal ihren Abschluß. Diese Feier ist sorgfältig vorbereitet und wird einen würdigen Abschluß der großen Festwoche bilden. Reichsbund für Leibesübungen. Die nächsten Abnahmen der leichtathletischen Uebungen zur Erlangung des Reichssportabzeichens finden am Sonntag im Stadioa statt. Urkundenhefte zum Preise von 1,15 Mark sind beim Schwimmeister zu erhalten. Die Abnahmen beginnen morgens.30 Uhr. Jungbergleute der Zeche„Holland“ besichtigen die Anfänge des Bergbaus. Es war für alle Jungbergleute der Mittelstufe 1 des Ausbildungswesens der Zeche„Holland“ eine große Ueberraschung und Freude, als ihr Leiter, Maschinensteiger Lindemann, mit ihnen eine sogenannte Fahrt ins„Blaue" unternahm. Die Ueberraschung war gut gelungen, denn das Ziel war Vormholz, wo der kleine Pütt der Schachtanlage Ver. Gideon besichtigt wurde. Hier konnten die Jungen sehen, wie mit den einfachsten Mitteln Kohlen gefördert wurden. Die Belegschaft hat eine Stärke von 54 Mann und fördert täglich 60 Tonnen Magerkohle Hier in den Ruhrbergen stand die Wiege des westfälischen Steinkohlenbergbaues. Von der Propsteikirche. Nun ist auch das Chorfenster dächtni eingebaut. Mit der Kriegergedä iskapelle geht es ebenfalls voran. Die Namentafeln sind angebracht in grünlich glasiertem Ton mit der Ueberschrift aus I. Mach. 4, 35:„Sie waren bereit, zu leben oder tapfer zu sterben.“ Nicht der einzelne Name soll laut und schreiend hervortreten— wer die Namen lesen will, mag näher hinzutreten—, in stiller Schicksalsverbundenheit, jeder an seinem Platze, standen sie in Treue zusammen am Tage der Schlachten, in den Monaten und Jahren des Schützengrabenkrieges. Was erreicht werden soll, ist Stimmung— religiöse Stimmung in dem kleinen Kapellchen, Gleichklana unserer Gefühle mit dem Gedanken an Allerseelen. Wenn es dem Künstler Dinnendahl aus Münster, der auch den katholischen Olympia=Altar in Berlin gebaut hat, gelingt, diese Gedanken seinem Christus einzubauchen und einzumeißeln, dann bekommt die Propsteikirche eine Gedächtniskapelle, die unserer lieben Taten würdig ist, zumal die neuen Fenster neben der Kapelle mit Schwert und Opferkerzen den Gedanken an den Krieg noch genauer betonen, nicht aufdringlich in Waffenlärm und Kriegsgetümmel, sondern in ruhig. erhabenen Symbolen. Die Gedächtniskapelle soll durch Schenkungen aufgebracht werden. Geschlossene Büroräume. An den Zahltagen: 11., 21. und 31. eines jeden Monats bleiben die Büroräume des Wohlfahrtsamtes geschlossen. Diebstähle. In der Nacht zum 19. August wurden einem Anwohner der Weststraße acht weiße, grau melierte Küken aus dem Stall gestohlen.— Am 14. August, gegen 21 Uhr, wurde vor der Wirtschaft Schönfeld, Bochumer Straße 132. ein Herrenfahrrad, Marke Phönix, Nr. 20 098, gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. Wanne=Eicke! Im Silberkranz. Die Eheleute Maschinensteiger Feuler können am Montag das schöne Fest der Silberhochzeit feiern. Feuler ist seit Jahren auf der Zeche Pluto als Maschinensteiger tätig. Hohes Alter. 70 Jahre alt wurde gestern Witwe Anna Klustag geb. Kanzik aus der Kurfürstenstraße. — Ihren 79. Geburtstag feierte Witwe Anna Grochoff geb. Hoffmann, Verbindungsstraße 4. Erfolgreiche Ferienkur. In vorbildlicher Zusammenarbeit setzten sich die Werksfürsorgen Pluto und Holland der G..A. G. für die Forderung des Gesundheitszustandes der Kinder der Werksangehörigen ein. Während man das ganze Jahr hindurch im Solund Thermalbad„Wilhelmsquelle" Kuren mit beachtlichem Erfolg durchführt, sind jetzt die Pluto=Kinder während der schönen Augusttage im Schwimmstadion in Wattenscheid zu Gast gewesen. An den Kuren im Sol= und Thermalbad„Wilhelmsquelle" waren die Kinder der Zechen von Pluto, Holland und Shamrock beteiligt. Bei zwölf Bädern wurden Gewichtszunahmen bis zu 6 Pfund erzielt. Die Ferienkur im Schwimmstadion Beckmannshof war für alle„Pluto"=Kinder täglich ein schönes Erlebnis. So wurde diese Ferienbadekur für die 40„Pluto"= und über 100„Holland"Kinder zu einem bleibenden Gewinn. „Westfalia“ von der Sängerreise zurück. Donnerstag abend kehrte der Männergesangverein 1884„Westfalia“ von seiner Sängerreise ins Thüringer Land zurück. Einen großen Erfolg hatte man in Erfurt, wo man vor nahezu 6000 Zuhorern in zwei Konzerten singen konnte. Auch die Konzerte in Bad Berka, Tabarz und Eisenach hinterließen besten Eindruck. Als Solisten bewährten sich Willy Speckbrock, Waltrop(Bariton), und Bernhard Zimmermann, Wanne=Eickel(Tenor). 900 Kilometer war man gefahren, als man abends wieder im Vereinsheim Schulte=Berge anlangte. Zwei schöne Ausflüge. Der Frauenverein der Pauluskapelle unternahm am Donnerstag bei guter Beteiligung eine Fahrt im Omnibus zur Essener Gruga. — Das evangelische Männerwerk Röhlinghausen unternahm einen Ausflug nach Werden. Im Gemeindehaus in Werden fand man gastliche Aufnahme und verlebte hier frohe Stunden. Superintendent Krahn hielt die Abendandacht. Von der Langfingerzunft. In der Nacht zum 20. August wurden einem Bewohner der Juliastraße zwei weiße und drei rebhuhnfarbige Hühner sowie drei graue Enten durch Einbruch gestohlen.— In der Zeit vom 15. bis 16. August wurden von einem umfriedeten Lagerplatz der Harkortstraße fünfzehn bis zwanzig Quadratmeter Fußbodenbretter, funfzig bis sechzig Dachlatten und sechs Blatt Zink entwendet. Wer kann bezüglich des Täters Angaben machen? Fahrraddiebstähle und kein Ende. Am 20. August, gegen 17 Uhr, wurde vor dem Hause Kurfürstenstraße Nr. 157 ein Herrenfahrrad, Marke„Meteor", Nummer unbekannt, gestohlen. Der Täter, der bei der Tatausführung gesehen worden ist, wird wie folgt beschrieben: 1,68 Meter groß, trug blaue Jacke und eine blaue Mütze der Deutschen Arbeitsfront. Ein Fuß war verwachsen. Leiche aus dem Kanal geboren. An der Schleuse 4/6 wurde aus dem Rhein=Herne=Kanal die Leiche eines elfjährigen Mädchens geborgen. Das Mädchen stammt aus Recklinghausen und wurde seit dem 16. August sere wart. Ennepe-Ruhr=Kreis Blitz verursacht Scheunenbrand. Bei dem testen schweren Gewitter schlug der Blitz in die neuerbute Scheune des Bauern Paas in Niederwenige'n. am Deiler Weg, ein. Der letzte Erntewagen mit Getreide stand vor dem Scheunentor, als das Gewiter begann. Plötzlich schlug der Blitz ein und im Nu sand die ganze Scheune in Flammen. Die anliegenden Behren wurden sofort alarmiert, aber es war nichts rehr zu retten. Die Scheune brannte vollkommen nieder und mit verbrannten die gesamten Getreidevorräte swie landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. DER REICHSSCHULUNGSBRIEF 1936.— KI ASE M Ihre Verlobungen geben bekannt: Mieze Strauch Willy Bornewaller Elilabeth Strauch Willy Braune Bochum, den 23. August 1936 Herner Straße 33 Walter Mahnke Else Mahnke geb. Hegemann Vermählte Hannover Bochum Straßburger Str.7 Rottstraße 26 22. August 1936 Auto-Stöhr Ruf 65500 Tag und Nacht Vermietung,Verleih Erfahrener Chemiker übernimmt chemisch=technische Betriebsberatung. Ang unt. C. S. 14975 Anzeiger Miezi Sondermann Gerhard Blank Verlobte Bochum. 22. August 1936 Oekar-Hoffmann-Str. 49 Ihre Vermählung geben bekannt Paul Figge Ursula Figge geb. Pfotenhauer Darmstadt, Hoteftur Wanhe Bochum Ihre Vermählung geben bekannt Altred Grüggelsberg Irma Grüggelsberg geb. Wahl Bochum-Stiepel, Nachtigallstraße 17 Für die uns in so reichem Mahe erwiesene Teflnahme sowie für die reichen Kranzspenden beim Heimgange unseres lieben. jüngsten Sohnes sagen wir allen, besondere Herrn Pastor Bertelsmann für die trostreichen Worte sowie seinen Kameraden der ehem. Feldjäger unsern herzlichsten Dank. Familie Heinr. Lehmbrink Bochum, den 21. August 1936 Dr. Rudolf Schrader Hedwig Schrader geb. Engelmann geben ihre Vermählung bekannt Bochum 22. August 1936 München-Harlaching Arnpechstr. 3 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Gatten und guten Vaters sprechen wir allen unsern herzlichsten Dank am Frau Wwe. Ida Wiesmann und Tochter irmgard Bochum(Hie Jwigstr. 20), im August 1936 Für die vielen Beweise aufrichtigster Tellnahme und Kransspenden anläblich des Heimganges meiner lieben Gattin und Mutter sprechen wir allen unsern herzlichsten Dank aus. 9 und Rind Bochum, im August 1935 Warne jeden, über mich unwahre Gerüchte zu verbreiten, widrigenfalls ich die Personen gerichtlich belangen werde. Robert Kalthoff, .=Gerthe, Loth= ringer Str. 49. Welche edeldenk., alleinsteh. Dame o. Witwe führt mit ält., gebild. Herrn auch mit Rente, gemeinsam. Haushalt? U. L. 15187 Anzeiger. Kuruc! Dr. Thelen Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenleiden Kortumstraße 47. Xurtlch! F. A. Schmidt Wirtschaftstreuhänder Amtlich zugel. Steuerbevollmächtigter Familien-Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen Gedoren: Knaben: Dortmund: Heint Hoffmann(Elfriede geb. Kern). Essen: Werner Lüdemann(Martha geb. Gärtner). Werner Bauersfeld(Eva gev. Ritter=Wichtler). Gerd Leymann(Milly ged. v. Nasse). Mädchen: Düsseldorf: Kurt Bätzel(Herta ged. Melcher). Gestorden: Dortmund: Kaufmann Joseph Batzdorf, 26 Fahre. Luise Brakensiek geb. Poppensteker, 62 Jahre. Karl Schulze, 58 Jahre. Duisburg: Witwe Margarete Hofius, ged. de West, verw. Abel, 68 Jahre. Johanne Luise Beeck, geb. Böhmer, 58 Jahre. Düsseldorf: Ferdinand Lutz, 75 Jahre. Dr. phll. Alfred Elbers, 75 Jahre. Josef Hischer 53 Jahre. Margarete Arens, ged. Klöppel, 80 J. Essen: Josef Pauli, 52 Jahre. Gelsenkirchen: Konrektorin i. R. Marta Kauke, 63 Jahre. Albert Moog, 54 Jahre. Willy Becker, 28 Jahre. Köln=Lindenthal: Baumeister Peter Witscher, 82 Jahre. Münster: Studienrätin i. R. Dr. Sophia Inkmann, 60 Jahre. Witwe Leopold von Eichstedt, Antonie ged. Henkelmann, 65 Jahre. Geselschauswagen den SS 213 morgens.30 Uhr ab Neumarkt zum Ronensyburgrennen Anmeldung und Kartenvorverkauf: □„„**" Rattstr. 82 Rut 621 96 Malls Haal, Kottstr. 52 Nach Heidelberg— am schönen Rhein entlang im eleganten Luxusomnlbus vom 29. Aug. bis 31. Aug. 25 RM., Fahrt, Ia Verpflegung und Unterkunft in Heidelberg. Noch einige Plätze frei. Karten im Reisebüre Cenleser, Ruf 93072 Samstat, den 22. August. Abfahrt 14.30 Uhr. Sonntag, den 23. August. Abfahrt 14 Uhr Loemühle..50 Hallern..80 Sonntag, den 23. August. Abfahrt 7 Uhr zum Hohensyburgrennen. à.75 RM. Anm. Kraftverkehr Scharpey, Kortumstr. 7, Hotel Fürstenhof, Rut 61110—11 Mobeltransporte J. Speter=Wittener Straße 50 Heiraten Bess. evgl. Fräul., 40., möchte, da hier fremd, mit bess. Hrn. in fester Stell.(Beamt.) bekannt werden zw. spät. Heirat. Nur ernstgem. Zuschr. L. 314 Anzeiger. Mädch., 24 15 kath. schule, Pens., musik., aus gt. Hause, w. Bekanntsch. m. nett., lieb. Herrn in fester Stellung zwecks Heirat Verm.vorh. Zuschr. mögl..Bild(zur.) R. G. 15313 Anz. Anonym zwecklos. Grsasse gut und preiswert, elegante Leisewagen für In- u. Ausland Anton Apel Elsaßstr. 5, Rut 81007 Tuchel Für Straßen-, Sportanzüge und Oesellschafte- Kleidung sowie für Paletots und Mäntel empfehle lch mein reichhaltiges Lager In reinwollnen und strapazierfähigen Qualitäten. Tuchladen Kar Hofmann kr. songardstr. 4, Rathaus, Mühlenstraße gegenüber Suubiiunnt LIL un4 TU.r ühe Welch. kath., charakterv., einsam lebend. Herr, in gef. Stell., solide u. lebensgereift, w. bei gegens. Vertrauen die Beksch. einer ja., schlicht. Dame (32.), aus guter Fam., v. jugendl. Frische, natur= u. musiklieb., v. wahr. Herzensbild., zw. Hornhaut u. Schwi beseitigt, Bellen-S durch die In Apot DR. SCHOLL“ Nur noch 8 Tage! Total-Ausverkauf ungen beschäftsauigab! 20 bis 50 Prozent Rabatt auf sämtlich: Uhren, Gold- und Silberwaren Frau Erna Schweers, Rottstraße 11 MSA Tage. Teutob. Wald Luftkurort Oerligohausen 35 Mk. 8 Tage an den Rhein Oberwesel bei Bacharach 37 ak. 8 Tage Nordsee Norderney Nochsals. 63,- sonet 60 Mk RRET FE Anmeldung des Mehrbedarfs an Mülltonnen. Es wird auf die rechtzeitige Anmeldung des Mehrbedarfs an Mülltonnen im Winterhalbjahr hingewiesen. Die Bestellungen für das am 1. Oktober beginnende Vierteljahr müssen spätestens bis zum 1. September schriftlich an den städt. Fuhrpark, Südstraße 7, eingereicht werden. Dies gilt auch für die in dieser Zeit bezugsfertig werdenden Neubauten. Nach dem 1. September 1936 eingehende Bestellungen können erst zum 1. Januar 1937 berücksichtigt werden. Bochum, den 22. August 1936. Der Oberbürgermeister. Fluchtlinienfestsetzung. Der Pian über die Aufhebung der festgesetzten Fluchtlinie des Platzes an der Straße„Am Gosepötken" und Neufestsetzung einer Baufluchtlinie ist gemäß§ 8 des Gesetzes vom 2. 7. 1875 betr. die Anlegung und Veränderung von Straßen und Plätzen usw. förmlich festgestellt worden und liegt vom 24. August bis 6. September 1936 beim Stadtvermessungsamt, Rathaus, 3. Obergeschoß, Zimmer 363, zur Einsicht offen. Bochum, den 17. August 1936. Der Oberbürgermeister. Frau Derenderft seit 17 J. erfolgreiche Ehevermittlung aller Kreise, in 15 Großstädten vertret., tausende Vormerkungen. Besuchszeit auch Sonnt. unverbindl. Essen, Christopbstraße 24, Ruf 46097, Dortmund, Hamburger St. 6, Ruf 35934. Ehevermittlung Fortuna Gegründet 1913 Frau v. Wysock! Roonstr. 41. part. vermittelt vornehm sowie Ehen jeden Stand. streng reell u. diekr. Täglich u. Sonntage bis 20 Uhr ur pprachee Fluchtlinienfestsetzung. Der Plan über die Aenderung eines Tetles der Fluchtlinien der Verbandsstraße N. S. VIII. vom Verwaltungsgebäude der Brauerei Müser in Langendreer dis zum Haus Langendreer, liegt gemäß§ 7 des Gesetzes vom 2. 7. 1875 betr. die Anlegung und Veränderung von Straßen und Plätzen usw. vom 24. August dis 20. September 1936 beim Stadtvermessungsamt, Rathaus, 3. Obergeschoß, Zimmer 363, zur Einsicht offen. Elnwendungen gegen diesen Plan können nur Innerhalb dieser Zeit beim Oberbürgermeister, Stadtvermessungsamt, erhoben werden. Bochum, den 20. August 1936. Der Oderbürgermeister. Fluchtlinienfestsetzung. Der Plan über die Festsetng der Fluchtlinien und Höhen der Hattinger Straße, von der Gerarkungsgrenze Weitmar(HausNr. 545) bis zur Gemarkungsgrnze Baak(Haus=Nr. 997), sowie die Anschlußfluchtlinien der einmünenden Straßen liegt gemäß§ 7 des Gesetzes vom 2. 7. 1875 betr. die Anlegung und Veränderung von Straßen und Plätzen usw. vom 24. August bis 20. September 1936 eim Stadtvermessungsamt, Rathaus 3. Obergeschoß, Zimmer 363, zur einsicht offen. Einwendungen ggen diesen Plan können nur inner alb dieser Zeit beim Oberbürgermester, Stadtvermessungsamt, erhoben verden. Bochum, den 17. August 1936. Der Oberbürgermeiste. vom Robruch Mieeslr abe u. a sehr gut erhaltene Feuster, Türen, Hlzund Steintreppen. Dachziegel, Brauholz usw. sehr billig abzugeben. Näheres Baustelle. Eingang Sedasstr. neben der Krankenküche und Baubiro Vödestr. 31. Fernruf 60391. Helles, eichenes Schlafzimmer gut gepflegt, an Händler der Private, fortzugshalber seit unter Preis zu verkaufen. Königsallee 18, I. Braune Sändin (Bracke), entlauf. Steuernumm. 603. Wiederbr. erb. Bel. August Wille, Henriettenstr. 28. FamilierAnzeiger finden im.A. weite Verbreitung K SE WA Aurrschnet und dann nur zu Elagen-Preisen! W K Zahlungserleichterung auf Wonsch! „eute M Gamtes Karchononderback Stadtparkbeleuchtung des Verkehrsvereins Bochum M Auf den Parkhausterrassen: Konzert und ab 20.30 Uhr Tanzgelegenheit im Freien. Einlaßkarten.50 RM. an der Abendkasse 85 825 85 e WALDESFRIEDEN Parkhaus Hohenstein inmitten der herrlichen Hohenstein-Waldungen, 600 Morgen Park, herrliche Terrassen, große Säle und Gesellschaftszimmer, 3000 Sitzplätze. Jeden Mittwoch und Sonntag Konzert 20 Minuten von Witten-West— Sonntagskarte Plats für 200 Wagen— 1.— Fernsprecher 1003 Kurhaus Bleibergquelle Meistbesuchtes Ausflusslokal zwischen Langenberg. Neviges und Velbert.— 2000 Sitzplätze für größere Gesellschatten. Mühlenschänke Wasserfälle Kegelbahn. Tel. 3280 Velbert ParkhausRecklinghausen Im Hindenburgpark. Inh. Albert Hesse. Rut 2609 Großer Austlugsort. Terrassen mit herrl. Aussicht Mittwoch und Sonntag: Großes Gartenkonzert, anschl. Tanz Empfehle meine Räumlichkeiten für Vereine und Gesellschaften. Bei vorheriger Anmeldung Preisermäßigung. Zoo u. sonstige Sehenswürdigkeiten KEE Am 23.Aug.1936 3. BIIIIger Sonntag ausgeführt vom Zoo- Orchester Eintrittspreise: 30 Rpf. für Erwachsene 20 Rpf. für Kinder Kinderbelustigungen auf dem Spielplatz: Kamelreiten und Wagenfahrten. Während der Ferien jeden Donnerstag 20O-KINDERFESTE Lindacers Fürberei und chemn. Reinigung reinigt u. färbt Ihre Garderobe wie„Neu“- Ruf 81490 und 61614 ARKHAUS sel gutem Wetter, Sonntag(19 Uhr) Nachmittags-Konzert Kapelle Alex Heid Castetätte Union-Palast Vertreter: Otto Paull, Rottstraße 29 Telephon 66323 Oepflegte diere und Weine Täglich geöffnet bis 4 Uhr morsens VOIMALEEN“ SASUSTANTE Songardstr. 11 Eingang Passage Täglich Heinz Niestegge mit seinen Solisten Gerti Hill tanzt Spitzen- und Grotesk-Tänze Tonhallen-Diele Für's Ohr: Muelk Für's Auge: Gerti Hill Ehrentelder Bierhaus Oekar-Hoffmann-Straße 5Sa Jeden Samstag und Sonntag Konzert und Tanz Es spielt die neue StimmungsKapelle„Das kleine musik. Kabarett“ Haus Bergmann .-Wiemelhausen, Markstraße am Eingang des Lottentals deden Sonntag ab 5 Uhr: Konzert und Tanz. Musik n hun r. I. S Ernst Clads, 51. 93: Sämtliche Reparaturen, Schweiß- u. L ötarbeiten werden schnell und gut ausgeführt. Ersatzteile in großer Auswahl! Anterricht Wollen Sie ein Hlotter Stenograph werden? Dann beteiligen Sie sich an meinen Lehrgängen in der Deutschen Kurzschrift. Kurse für Anfänger u. Fortgeschritt. Beste Unterrichtserfolge. Elee Zander, Bülowstr. 5 geprüfte Stenograph.-Lehrerin Fahrschule Menz (trüher in Herne) nunmehr in Bochum Brückstr. 4, Ruf 62534, Gegr. 1925 Gaststalts-Gietrich Wanl .-Altenbochum, Buselohstr. 94. Jeden Sonntag ab 5 Uhr: Hunz Schattige Gartenanlagen— Tanz im Freien Stimmungskapelle„Cola“ g Rostaurant Friedr. Höllermann .-Querenb., Markstr.281, Rut 81524 Am Sonntag neue Stimmungskapelle ff. Kaffee mit Bauernstuten Eigene Metzgerei Restaurant zam Wiesenlal F. Schmidt, Drusenberg-Wasserstraße-Ecke tth. Jang is spielt die * EIUIE Napelle Tango-Boys Restaur.„Tum Greischen tek“ .-Querenburg, Mark- u. Stiepeler Str.-Ecke Hermann Fleer, früher Kiekuth Stehuannanug Unterrichts. Anzeigen stete 1m Bechumer Honsiger empfichlt seine guten Getränke. Schöne Schallplattenmusik 3 Minuten vom Festplatz „„Helmat u. Volkstest“ gelegen. Verlangen Sie nur CrizinalSeItOF Schlörembf. Bochum Telefon 64904. Die Lichtblcherel-hre Sonstagstreude Den guten Markenfilm für morgen von Foto-Niggemeyer, Kortumstr. 43 Städtische Ingenleur-Schule STRELITZ Bechtenburg Hochbau, Tlefbau, Biahl- und Betonbau, Plugzeugbau, Maschlnenbau, Elektroteohn, Gesundheitstechn. Beginn Oktober u. April. Pregr. gratie. Telsphonisur können Sie jederzeit Anzeiten für den B..- aufgeben. Rufen Sie 67351 an Kauf ist Vertrauenssache Vor jedem Kaufabschlus sich im maßge. bend. Möbelbaus orlentieren! 200 Zimmer Auswahl Schlatzimmer Eiche## 485.-420,-UUU.Speise-985 zimmer LoU,“ Nüchen 165. wohnv0,Nur erstkl. Ware! Billiger wie angebliche Fabrikund SonderAngebete! Wir bieten Ihnen Gewähr für preiswerte, reelle Bedienung Garantie Daram—— Augen auf— beim Möbelkauf Borgmann Bochum Brückstraße 59 63 Leibbinden Bruchbänder bummistrumpfe liefert Sanitäts=Haus Fischer Kortumstraße. Ecke Rottstraße. Der Anzelgente!! ist der Mittler zwischen Angebot und Nachfragel Geringe Kraftanwendung— Tausendßach gesteigerte Leistung! Ein einfacher Hebelgriff,— und schon setzen sich gigantische Kräfte In Bewegung. Ein Wunder, sagen Sie? Durchaus nicht. Nur eine gut durchdachte Nutzanwendung der zur Verfügung stehenden Mittel. Istes bei der Zeitung nicht tagtäglich genau so? Geben Sie beisplelsweise eine Kleinanzeige im Bochumer Anzeiger auf. Der eine, von Ihnen geschriebene Text wird vielen Tausenden zur Kenntnis gebracht, und am nächsten Morgen weiß eine ganze Stadt, was Sie wünschen oder was Sie anzubieten haben. Aber die Kosten, fragen Sie? Oft genug wurde uns schon bestätigt, daß sie nur einen Bruchtell des Wertes ausmachen, der durch die Anzeige erzielt wird. Und In der Praxis erfahren wir es täglich aufs neue: Klein die Anzeige- groß die Wirkung! Dolg Leparatur#. . 40.". Reuanfer Jachgemass K. Preiswert PELZHAUS AN DER DREHSCHEIBE Wollten Sie nicht in diesem Jahre ein Fahrrad kaufen? Verlangen Sie sofort under Angebot. .& P. Stricker, Fahrradfabrik Brackwede-Bieleteld 433 POhTOT aus naturreinem Apfeidicksaft spendet Erfrischung, Wohlgeschmack und Gesundheit. Wilhelm Kegel Nacht., Nul 61116 geebe 1! K WES EE W a I M Lieferant aller Krankenkassen Plano-, Flügel-, MöbelTRANSPORTE DIANOPETEREIT Nachf. Paul Storch Friedrichsburg 21, Rut 61865 47. preuß.=Süddeutsche Staats=Lotterie 5. Klasse 11. Ziehungstag Vormittagsziehung 20. August 2 Gewinne zu 10000 RN. 293949 4 Gewinne zu 3000 RM. 87881 283135 22 Gewinne zu 2000 RM. 4830 54306 135709 169964 176529 188307 190899 232997 831313 354983 384075 86 Gewinne zu 1000 RM. 3789 7556 9023 13015 33597 49348 54384 65112 56817 59362 74868 85529 89010 90612 106845 107626 115132 123238 128607 137043 143280 154117 157068 158475 185407 189003 193137 195875 201894 209734 211212 238804 247847 253723 255791 272778 273164 284246 311352 324737 344333 356067 376153 88 Gewinne zu 500 RM. 6179 11314 15038 15541 26420 27085 31380 62395 64729 67846 77561 83144 94435 111379 111893 118214 136993 167197 168702 169788 173406 173508 193752 196072 206617 214340 226998 235719 239660 256874 261999 272358 277926 286595 303770 314403 319627 322697 328054 341060 341777 341935 387868 390236„ J ggg 378 Gewinne zu 300 RM. 780 787 994 1409 4711 9815 10020 10152 12369 12818 12845 14871 16500 17751 20174 21794 22683 23962 26504 27784 28802 29655 31497 33279 35278 35844 37437 40827 45626 47248 47786 48527 54241 55274 57303 58321 60485 62335 65814 72031 74419 75907 77480 77723 77915 78771 80330 85139 85872 89525 90790 91681 94151 94814 98804 101260 103404 104887 108675 109291 115303 116284 119374 120755 126223 131897 134421 134504 136287 141985 142113 146554 147402 148017 148202 148630 152221 157722 158596 160557 167524 169296 170750 175693 177460 177560 177797 180186 181687 183792 187529 190439 191254 193175 194885 196192 196360 196485 197776 198344 199083 203641 206069 209087 210761 210797 218437 219432 221365 223360 226761 227686 229092 230262 230990 231135 234043 234145 239832 239975 241484 245026 246099 253411=253765 254141 256995 257759 258231 259976 266573 268756 269042 269271 274075 274560 274778 281085 282625 283553 292987 295215 295267 299370 301386 302436 302739 307204 307876 310105 311306 312864 313310 313969 315035 315829 317241 317431 326257 327026 328828 329289 330944 334960 336069 336572 339232 341334 341559 349449 353927 354609 356275 355385 365378 370794 373197 373560 377544 379107 379457 380422 380479 383445 389462 390833 394643 396715 399684 Nachmittagd=sebung Ca. 100000 Kohtpflangen dat abz: Brennholz gebr. Bauholz, Türen, Fenster usw. ständig billig abzugeben. Bauhof Bödestr. 31, Ruf 60391 Kommen SIe zum Kallee-Restaurant Haus Sundern Haltern am See em Eingang des herrlich. Stadtwaldes Sundern mit Park und Alleewegen. Schöne Gartenanlagen, la Kaftee, gut gepflegte Dortmunder Biere. Spezialltät: Bauernstuten und Schinken. Hugo Könlg, Haltern am See, Rut 246 Einen neuen Hul brauchen Sie nicht, wenn Sie Ihren alten Damen= oder Herrenhut bei mir reinigen, färben, umpressen, umnäben oder neu garnieren lassen. Weiter und enger machen nach Wunsch. Outfabrik H. Müller, Boch im, ür. 31. Me Viktoriastr. Marienkirche. Rut 64824 K K Kons Darüber unterrichtet Sie ganz eingehend der Anzeigen- und Textteil des „Bochumer Hnzeiger“ 2 Gewinne zu 5000 RM. 236127 4 Gewinne zu 3000 RM. 76142 363600. 16 Gewinne zu 2000 RM. 7220 13832 72814 105079 288271 309969 344104 346201 50 Gewinne zu 1000 RM 571 25016 35099 38371 53188 61312 65185 91726 106021 109445 160428 174013 186812 206112 234203 239688 259331 270234 298133 307679 323062 333462 361353 385743 387088 82 Gewinne zu 500 RM. 6144 8136 10957 20363 27692 32543 44802 49875 66358 79308 84565 100479 104601 110181 120085 124548 144167 146268 158071 158755 196546 208093 222380 224520 260323 277398 279090 306828 330754 331561 331965 338860 339344 347598 350392 352628 353803 356995 363610 376560 379203 328 Gewinne zu 300 RM. 1251 5419 6448 7188 7605 10054 11284 13985 15536 16312 16996 20074 21036 23196 23263 24711 26234 27172 29263 31199 32350 38388 41351 46148 46890 49941 51313 55935 57444 61351 72965 74447 75957 78823 82436 82892 82962 83039 87015 89954 91905 91977 97302 103241 104726 105382 106565 109614 112738 113893 118033 120149 124041 124156 124522 130939 135266 136696 137947 138391 138789 146662 148107 149418 149482 149617 156169 158609 159307 160102 161938 162664 164855 166092 169362 170415 171901 174023 174195 174737 176351 177580 179049 181535 182061 184975 186963 187508 191317 191884 193271 194338 194679 196850 198838 203202 203965 205517 206207 208330 209713 212641 214969 216607 218219 225955 226133 229864 234972 243410 243651 244333 244960 250428 253670 257577 257897 260348 264935 267579 270385 273258 273629 286231 286324 291302 291486 292030 294742 295733 301316 301985 305871 306801 307494 309167 314642 318077 324667 325838 326308 332630 335214 335485 337020 341048 343291 343716 349804 357826 360303 364661 365082 367317 374293 375447 378458 382233 382963 386903 391536 391573 395859 399803 Ständige Ausstellung der Audi- und WandererAutomobile Bcchum Herner Str. 4. Ruf 63107 Besichtigung und Probefahrt unverbindlich