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Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer Mittwochs und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Samstag Sonntag 27./28. Juni 1936 Nummer 148 Samstagsausgabe 15 Pf. mit„Bochumer Illustrierte“... 20 Pf. anzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(Stellenangebote, Anzeigen privater Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Textteil 10 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig, Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens. Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Telumphaler=Ennpfung in Frankfurt und in Berlin— Ehepaar Schmeling heute Gast des Führers Frankfurt a.., 26. Juni.(Drahtber.) Vonunserem nach Frankfurtentsandten Ibg.=Schriftleitungsmitglied. Deutschland wird in diesen vorolympischen Tagen durchflutet von einer riesigen Welle der Sportbegeisterung, die irgendwie jeden mitreißt, mag er auch bisher dem Sport gleichgültig oder gar ablehnend gegenübergestanden haben. Das ist ein Triumph der sportlichen An der Landungsbrücke in Cuxhaven ist das Symbol der Olympischen Spiele aufgerichtet worden, fünf riesige, ineinandergeschlungene Ringe, die die fünf Erdteile versinnbildlichen. Die Berliner Bahnhöfe sind mit einem Meer von Fahnen ausgeschmückt. Australier, Amerikaner, Japaner, alle Nationen der Welt fast ziehen ein in das moderne Babylon, ins olympische Dorf in Berlin=Döberitz, in dem tagtäglich neue Sprachen aufklingen. Nürnberg und ganz Bayern hat dem Deutschen Fußballmeister 1936, dem 1. FC. Nürnberg, einen triumphalen Empfang bereitet, und Düsseldorf mit dem ganzen Westen hat die ehrenvoll unterlegene„Fortuna“ nicht geringer gefeiert, als wenn sie Sieg und Meisterschaft mit zur rheinischen Kunst= und Gartenstadt gebracht hätte. Mitten in diese sportliche Hochstimmung hinein platzte wie eine Bombe der großartige.=.=Sieg Max Schmelings über den„braunen Bomber" Joe Louis. Noch nie sind die Standortmeldungen des Luftschiffs „Hindenburg“ mit einer derartigen Spannung verfolgt worden als bei seiner diesmaligen Atlantiküberquerung, kehrte doch Max Schmeling in diesem silberglänzenden „Triumphwagen“ in seine Heimat zurück, die ihn feiern wird wie nie zuvor. Max Schmeling hat das„Hosianna“ der Massen ebenso oft kennengelernt wie das„Kreuziget ihn". Das Wiedersehen mit dem Vaterlande nach seinen zahlreichen Kampfreisen über den„Großen Teich“ ist so oft durch einen kühlen Empfang getrübt worden, wie. es ihm durch Begeisterungsjubel verschönt wurde. Max Schmeling hat große Siege mit heimgebracht, aber auch Niederlagen, die dann als das Ende einer großen sportlichen Laufbahn gewertet wurden, und es mutet fast wie eine Ironie des Schicksals an, daß man ihm nun, da er sich mit seinem Sieg über Louis jetzt„nur“ den Weg zur zweiten Weltmeisterschaft frei gemacht hat, den triumphalen Empfang bereitet, den man ihm im Jahre 1930 wo er als erster Europäer die Krone im Schwergewichtsboxen nach Deutschland brachte, versagte. Damals, als man es Schmeling verübelte, daß ihn sein Gegner Jack Sharkey regelwidrig traf. Schmeling, der sich weder durch Anfeindungen noch durch Lobpreisungen den klaren Blick trüben ließ, hat aus jenen Kritiken eine harte Folgerung gezogen, die den großen Sportsmann erkennen läßt. Er nahm die vier klaren Tiefschläge des Negers hin, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne zu reklamieren.„Ich wollte nicht wieder durch Disqualifizierung des Gegners siegen.“ So sprach ein Berufsvoxer, der in seiner ganzen sportlichen Haltung jedem Amateur Vorbild sein kann. Luftrennen zwischen Ju 52 und„Hindenburg“ „Der„Hindenburg" trifft Freitag vormittag zwischen 5 und 7 Uhr in Frankfurt ein. Schmeling wird in Frankfurt nur in ein Sonderflugzeug umsteigen und sogleich nach Berlin weiterfliegen. Keine Empfangsfeierlichkeiten, nur Händeschütteln, dazu vielleicht ein Blumenstrauß." Das war die erste Meldung über Schmelings Heimkehr, die dann Stunde um Stunde neue Lesarten erhielt.„Der„Hindenburg“ hat Gegenwind über dem Ozean. Ankunft verzögert sich bis 12, bis 14 und schließlich bis 16 Uhr." Letzte Meldung: „Ankunft in Frankfurt erst nach 17 Uhr. Doch Empfangsfeierlichkeiten. Eintragung in das Goldene Buch von Frankfurt." Das war das Signal, das uns noch um 14 Uhr am Freitag nachmittag in Bochum zu Schmelings Empfang nach der Mainstadt starten ließ, mit heimlichen Stoßgebeten zum himmlischen Wettermacher doch die im allgemeinen unbeliebten Gegenwinde in diesem besonderen Falle einmal aus vollen Backen blasen zu lassen. Um 15.45 Uhr dröhnt unser Schnellzug über die Kölner Rheinbrücke. Da gellt eine Stimme auf:„Ueber uns fliegt der„Hindenburg"!“ Und im gleichen Atemzug:„Vielleicht winkt Max aus einem Kabinenfenster!" Stimme des Volkes. Alles stürzt an die Abteilfenster. Majestätisch und ruhig zieht der silbergraue Riese seine Bahn. Jetzt wird es zwischen ihm und unserer„Ju 52“ die um 16.35 Uhr starten soll, zu einem Luftrennen kommen. 50 Minuten Vorsprung hat der„Hindenburg", aber unser Flugkapitän verspricht uns sicher, daß wir die Landemanöver in Frankfurt noch erleben werden. Und tatsächlich wir gewinnen! Kurz vor Frankfurt haben wir ihn erwischt. Von mehreren Flugzeugstaffeln umschwärmt, zeigt er uns die Kehrseite und biegt nach rechts hinüber zum neuen Weltluftschiffhafen Rhein=Main, während unsere„Ju 52“ zum alten Flughafen Rebstock hinüberschwenkt, der heute ausgedient hat. Durch ein Trinkgeld angespornt, braust nun unser Taxichauffeur wie Caracciola zu dem in unmittelbarer Nähe der Reichsautobahn Frankfurt— Heidelberg liegenden Weltluftschiffhafen. SA. und Polizei haben das weité Gelände abgesperrt. Tausende von Autos, Zehntausende von Menschen sind hinausgeeilt, um dem siegreichen„Maxe“ ihren ersten Willkommensgruß auf deutschem Boden zu entbieten. Vor der Halle stehen die nächsten Angehörigen Schmelings, seine uns aus zahlreichen entzückenden Filmhumoresken bekannte Frau Anny Ondra und Maxens alte Mutter, beide furchtbar aufgeregt. Anny zappelig=temperamentvoll wie in ihren Filmen. Beide sind morgens in einem von Dr. Goebbels zur Verfügung gestellten Sonderflugzeug von Berlin nach Frankfurt geflogen. Anny erzählt war immer zuversichtlich", versichert Anny, „wenn ich auch nicht geglaubt hätte, daß Max so entscheidend gewinnen würde. Ein Punktsieg stand für mich aber fest.„Weiter erzählt sie, daß sie die Kampfnacht auf Einladung von Dr. Goebbels und dessen Frau in der Wohnung des Ministers verbracht habe. „Die ganzen Tage vorher war ich sehr ruhig. Sogar am Kampftage selbst. Als aber die Uebertragung begann, hielt ich es am Radio nicht mehr aus und bin aus dem Zimmer gelaufen. Ab und zu habe ich dann durch den Türspalt auf das Gesicht des„Doktors" gesehen, und da wußte ich schon Bescheid. Ich bin in der Nacht nicht mehr nach Hause gefahren, sondern bis morgens bei„Doktors“ geblieben, weil in meiner Wohnung das Telephon nicht mehr stillstand.“ Anny Ondra wiederholt, daß sie noch nie bei einem Kampf ihres Mannes zugegen gewesen sei. Sie verzichte auch darauf. Zuschauerin des Weltmeisterschaftskampfes Braddock—Schmeling zu sein.„Ich habe während unseres gemeinsamen Films manchem Schaukampf meines Mannes beigewohnt. Wenn dabei aber der Schlagwechsel zu hart wurde, dann mußte ich mich immer umdrehen.“(In Ordnung, Anny!) Daß die im Film so burschikose und kesse Anny im Privatleben so zart besaitet ist, überrascht. Maxens Mutter kennt sogar das Telegramm auswendig, das ihr ihr Sohn aus Newyork gekabelt hat:„Liebe Mutter! Danke für Dein Telegramm. Ich bin heute der glücklichste Mensch der Welt. Ganz Amerika steht kopf. Dein Max.“ Jetzt kreuzt das Luftschiff über dem Rhein=MainFunkbild Photo: Rombach. Max Schmeling mit seiner Mutter und seiner dem Verlassen des L5.„Hindenburg“ Hafen. Die Menschen jubeln und schreien, winken mit Tüchern herauf und können den Moment nicht abwarten, wo die Landung erfolgt, Anny Ondra versucht unter den aus den Seitenfenstern winkenden Fahrgästen ihren Max zu erkennen. Hilfreich reicht ihr ein Kavalier ein Fernglas.„Ach, was sieht der arme Kerl schlecht aus! Nein, das war er gar nicht. Aber das, der Braune, das ist er!“ Um 17.30 Uhr fallen die Taue, die die Haltemannschaften sofort ergreifen, um den Riesen nach dem Kommando„Luftschiff marsch!" zum Ankermast vor der Halle zu ziehen. Es ist fabelhaft, zu beobachten, mit welcher Genauigkeit jeder Griff ausgeführt wird. Nachdem das Luftschiff am Ankermast festgemacht hat, enttfteigr Mar io eester bo und zunächst einziger Passagier, denn ihm sind die Zollformalitäten erlassen worden. Und nun stolpert er förmlich den Laufsteg hinunter, umarmt gleichzeitig Frau und Mutter, denen beiden die Tränen in die Augen schießen. Max ist tiefbraun. Sein linkes Auge, durch dessen Braue eine Narbe geht, ist noch geschwollen und schimmert in allen Regenbogenfarben. Vor der Halle haben Rundfunk und Filmleute ihre Apparate aufgebaut. Aus Frankreich und England sind Pressevertreter anwesend, außerdem die Auslandskorrespondenten der großen amerikanischen Blätter. Gaupropagandaleiter Müller=Scheld heißt als erster Max Schmeling in der Heimat willkommen. Nach ihm begrüßt SA.=Gruppenführer Beckerle den Heimkehrer im Namen des Reichssportführers. Und dann bricht der Sturm los. Die Massen haben die Absperrketten der Polizei und SA. durchbrochen. Eine riesige Staubwolke begleitet diesen Sturm. Eingekeilt in die Menge, Reichskabinett verabschiedet wichtige Gesetze Uins fenrung Wire Zinsermäßigung für Hypotheken der freien Hand— Aenderung des Beförderungssteuergesetzes— Erweiterter Schutz gegen Wehrmittel=Beschädigung dnd Berlin, 26. Juni. Das Reichskabinett trat heute nachmittag zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen, um noch einige Gesetzentwürfe rechtlicher und wirtschaftlicher Natur zu verabschieden. Angenommen wurde ein Gesetz zur Aenderung des Strafgesetzbuches, nach dem einmal ein erweiterter Schutz gegen Wehrmittel=Beschädigung geschaffen wird und ferner der Bruch der Amtsverschwiegenheit sowohl bei Beamten als auch bei nichtbeamteten Personen durch besondere Bestimmungen dem Strafrecht unterstellt wird. Das Gesetz über Hypothekenzinsen stellt eine Fortsetzung der Zinssenkungsaktion dar, indem nunmehr auch die Zinsen der Hypotheken, die sich in privater Hand befinden, der Zinsermäßigung unterworfen und die Voraussetzungen für eine Angleichung der Zinssätze der Hypotheken des freien Marktes an die Sätze der Anstalts=Hypotheken geschaffen werden. Dabei ist an einen gesetzlichen Zwangseingriff nicht gedacht. Falls eine freie Vereinbarung zwischen dem Schuldner und dem Hypothekengläubiger nicht zustande kommt, soll durch Vertragshilfe des Reiches eine Senkung von nicht mehr zeitgemäßen Hypothekenzinsen erreicht werden. Die Regelung soll nur für den langfristigen Realkredit gelten. Das zweite Gesetz über die Gewährleistung für den Dienst von Schuldverschreibungen der Konversionskasse für deutsche Auslandsschulden sieht eine Verlängerung der bisherigen Bestimmungen für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1936 vor, da eine Besserung der Devisenlage nicht eingetreten ist, die die Ausgabe von verzinslichen Fundierungsschuldverschreibungen der Konversionskasse an Stelle des Bartransfers von Zinsen, Dividenden usw. notwendig gemacht hat. Durch das Gesetz zur Aenderung des Beförderungssteuergesetzes sollen Einnahmequellen für den Bau der Reichsautobahnen, insbesondere für die Tilgung und Verzinsung der eingegangenen Verbindlichkeiten, erschlossen werden. Danach wird die Beförderungssteuer auf den gewerbsmäßigen Kraftfahrzeugverkehr, und zwar den Güterfernverkehr und den Werkfernverkehr sowie auf andere gewerbsmäßige Beförderungsarten ausgedehnt. Hierzu gehören der Ortslinienverkehr mit Kraftomnibussen, die Personenbeförderung durch die Deutsche Reichsbahn, der Gelegenheitsverkehr, der Linienverkehr und der Kraftdroschkenverkehr. Bei letzteren tritt durch diese Neuregelung eine Erhöhung der Besteuerung im ganzen nicht ein. Das Reichsumlegungs=Ermächtigungsgesetz bezweckt die Zusammenlegung zersplitterten ländlichen Grundbesitzes, um den Erfolg der Meliorationen, der durch diese Zersplitterung beeinträchtigt wurde, voll zur Wirkung kommen zu lassen. Schließlich verabschiedete das Reichtskabinett ein Gesetz über die Befähigung zum höheren bautechnischen Verwaltungsdienst, das die Grundlage für die Vereinheitlichung des Ausbildungs= und Prüfungswesens für den Nachwuchs der höheren bautechnischen Verwaltungsbeamten bildet. Am Schlusse der Sitzung sprach der Führer und Reichskanzler den Mitgliedern des Reichskabinetts seinen Dank für die im ersten halben Jahre geleistete Arbeit aus und entließ die Kabinettsmitglieder mit den besten Wünschen in die Sommerferien. steht Max mit Frau und Mutter mitten unter den jubelnden und schreienden Menschen. Immer wieder werden ihm Blumensträuße zugeworfen. Das Gedränge nimmt nahezu lebensgefährliche Formen an. Endlich ist es den vereinten Kräften von SA. und Polizei gelungen, eine schmale Gasse zu dem Wagen frei zu machen. Max nimmt Frau und Mutter unter beide Arme und trägt sie förmlich zum Wagen, setzt sich dann auf die Rücklehne des Vordersitzes, grüßt lachend nach links und rechts und bietet so ein ausgezeichnetes Ziel für Blumensträuße aller Größen und Sorten. Auch Anny Ondra hat ihr spitzbübisches Lachen wiedergefunden. Die Fahrt durch das Menschenspalier der Frankfurter Hauptstraßen zum Römer gleicht einem Triumphzuge. Vor geladenen Gästen trug sich Max dann nach kurzer Begrußung durch Bürgermeister Linder im Römer ins Goldene Buch der Stadt Frankfurt ein. Auf dem Römerberg hatte sich inzwischen eine vieltausendköpfige Menschenmenge eingefunden, die Sprechchöre bildete und immer wieder Max Schmeling zu sehen wünschte. Max erfüllte die Bitten und ließ sich, freundlich lächelnd, auf dem Balkon stehend, immer wieder zujubeln. Eine gute Stunde hat der gesamte Aufenthalt Schmelings in Frankfurt gedauert. Eine Stunde, über die die Frankfurter noch lange reden werden. Um 18.40 Uhr flog Schmeling vom Flugplatz Rebstock aus in einem Sonderflugzeug nach Berlin weiter, wo für heute abend ebenfalls große Empfangsfeierlichkeiten vorgesehen sind. Ist das Luftschiff abgestürzt? Im Augenblick der Landung des„Hindenburg“ erhielt die Leitung der Zeppelinreederei in Frankfurt ein Ferngespräch ihres Newyorker Vertreters, der ängstlich anfragte, ob die amerikanischen Zeitungsmeldungen stimmten, wonach das Luftschiff„Hindenburg“ abgestürzt sei. Die Meldungen hätten ihn sehr beunruhigt und zu diesem Anruf veranlaßt. Die Antwort war der durch die Telephonmuschel hörbare Tusch der Kapelle und das Begeisterungstoben der Massen, die die auch diesmal glückliche Landung des Hindenburg" begleiteten. Der Fall beweist aber, wie hemmungslos ein gewisser Teil der Auslandspresse immer noch in der Verbreitung von Lügenmeldungen gegen Deutschland ist. Berlin hat seinen Maxe wieder Berlin, 26. Juni. Von unserer Berliner Schriftleitung. In diesen Abendstunden gleicht der Flugplatz Tempelhof einem summenden Bienenschwarm. Die Menschen schieben und drängen sich lachend. Tausende haben sich eingefunden, um ihren„Maxe“ bei seiner Rückkehr in die Reichshauptstadt zu umjubeln. Unbeschreiblich ist das Geschrei der Tausende, die sich vor dem Flughafen=Restaurant, auf der Plattform des Verwaltungsgebäudes und guf dem Rollfelde drängen. Voller Erwartung suchen Felostecher den Horizont ab, der sich in seiner dunklen Bewökkung mit den roten Positionslaternen der Schornsteine und den Bodenlichtern zu einem farbenprächtigen Bilde mischt. Darüber die schmale Mondsichel. Die Uhr zeigt knappe Minuten vor 21 Uhr. Um 19 Uhr ist die von Reichsminister Dr. Goebbels dem Ehepaar Schmeling zur Verfügung gestellte„Ju 52“ unter dem brausenden Jubel der Frankfurter Bevölkerung gestartet. An Bord neben dem Ehepaar Schmeling auch die Mutter. Die Hafensirene heult: Flugzeug in Sicht! Das tiese Surren einer Maschine brummt auf. Und schon lösen sich die Umrisse der aus der sich tiefer senkenden Dämmerung. Taschentücher winken nach oben. Hüte werden in die Luft geschwenkt, Hände sind hochgestreckt, während die Maschine in ruhigem Bogen den Flughafen umkreist und in sanften Stufen auf dem Rollfelde aufsetzt. KinoOperateure und Photographen, sind bei der Arbeit. Scheinwerfer blitzen auf. Langsam rollt das Flugzeug, während nur noch die beiden Seitenmotoren laufen, heran. Die Begeisterung überbrandet den Motorenlärm. Die Kabinentür fliegt auf, und unter einem neuen Begeisterungssturm entsteigt„Maxe“ der Kabine, groß, schlank und kernig. Er winkt nach allen Seiten, sein altes Jungenlächeln um die Lippen, so wie Berlin seinen„Maxe“ seit je kennt und immer liebt. Zu seinem Empfang haben sich Staatssekretär Funk als Vertreter des Reichsministers Dr. Goebbels, Obergruppenführer Brückner als Adjutant des Führers, der Stellvertreter des Reichssportführers, Arno Breitmeyer, und der Leiter des Fachamtes für Boxen, Rüdiger, eingefunden. Daneben eine große Anzahl von Sportlern, Sportjournalisten, Künstlern und vor allem das Berliner Volk, das heute mehr noch als ehedem auf seinen Liebling schwört. Frau Ondra=Schmeling wetteifert mit Mutter Schmeling in glücklichem Lächeln. Die Massen drängen gegen die Polizeiketten vor. Der Sprecher des Rundfunks hat sehr achtzugeben, daß er in dem Strom nicht untergeht. Drei Verkehrspolizisten sind sein Rettungsring. Den Hut in der Hand, tritt Max auf die Herren der Reichsregierung zu, die ihm herzlich die Hand schütteln. Obergruppenführer Brückner überbringt die Grüße des Führers und eine Einladung des Führers an das Ehepaar Schmeling, am Samstag Gast des Führers zu sein. Wieder jubeln die Massen. Die Begeisterung legt sich erst, als Staatssekretär Funk die Grüße von Dr. Goebbels überbringt und den Meisterboxer in der Reichshauptstadt willkommen heißt. Der Staatssekretär gibt seiner herzlichen Freude Ausdruck, den wiederkehrenden Sieger begrüßen zu können, der mit seinem glänzenden Siege nicht allein für sich selbst neuen Ruhm erworben, sondern eine Tat für das gesamte deutsche Volk vollbracht habe. Der Jubel des gesamten deutschen Volkes sei der beste Dank, den die Nation einem Manne abstatten könne. Die Worte des Staatssekretärs werden mit stürmischem Jubel aufgenommen, während„Maxe“, mit seinem bescheidenen Lächeln dankt. Die Glückwünsche des Reichssportführers überbringt sodann dessen Stellvertreter Breitmeyer. Auch er betont die Größe des Sieges, durch den Schmeling zu einem Pionier, des deutschen Sports überhaupt geworden sei. Als Ehrung überreichte er ihm eine Plakette des Reichssportführers sowie zwei Olympiakarten für das Ehepaar Schmeling, der mit seinem Siege einen würdigen Auftakt für die Olympischen Spiele geschaffen habe. Den Dank des deutschen Boxsports übermittelte darauf Fachamtsleiter Rüdiger, der Mar herzlich die Hand schüttelte und erklärte, daß der deutsche Boxsport stolz sei auf seinen Schon haben die Massen hier und da die Polizeiketten durchbrochen. Noch werden sie aber immer wieder von den Absperrungen zurückgedrängt. Sichtlich ergriffen vom jubelnden Empfang, blick Max um sich und findet nur die Worte:„Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich bin glücklich, überglücklich!" Jedes weitere Wort geht im brausenden Freudenlärm der Berliner unter. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Man will ihn sehen.„Maxe, Maxe“, schreit es im Chor. Was würden in einem solchen Falle Kinnhaken, Schwinger und Uppercuts helfen! Sie haben den Meister gepackt. Ein unbeschreibliches Gewühl, in das sich auch die jungen Boxer mischen, die auf dem Rollfeld Aufstellung genommen hatten. Ruck, zuck, und„Maxe“ ist von starken Armen auf breite Schultern gehoben worden. Er winkt und winkt, während andere ängstlich um das Schicksal der Frau Ondra bemüht sind. In einem wahren Triumphzug trägt man„Maxe“ durch die Menge zum Auto. Lachen, Freude, Jubel und Herzlichkeit: Das ist der Dank der Berliner an ihren„Maxe“, der neben Frau Ondra immer wieder grüßend die Fahrt zur Stadt und schließlich zum Heim draußen in der Mark antritt. Nanch und Brest ohne Gas Der Streik in Frankreich geht weiter dnb Paris, 26. Juni. Der Streik der Matrosen von Marseille ist beendet. Dagegen ist am Freitag vormittag auf den Werften und Eisenwerken von St. Nazaire der Generalstreik ausgebrochen. Auf allen Schiffen wehen rote Fahnen. Bestreikt werden fünf Großbetriebe mit insgesamt 9430 Arbeitern. Die Arbeiter fordern die Durchführung des Einigungsabkommens über den Rahmenvertrag. Auch sonst sind in ganz Frankreich neben der allgemeinen Tendenz für Wiederaufnahme der Arbeit zahlreiche neue Streiks zu verzeichnen. So konnten die fünf großen nordfranzösischen Zeitungen von Lille und Roubaix am Freitag früh nicht erscheinen, weil die Maschinensetzer und das sonstige Druckereipersonal in den Ausstand getreten waren. In Nancy hat sich die Streikbewegung seit Donnerstag wesentlich verschärft. Streikende besetzten die Gaswerke, worauf sich der Bürgermeister der Stadt entschlossen hat, die Werke durch eine Abteilung der Mobilen Garde räumen und militärisch besetzen zu lassen. Der Streik der Arbeiter der Gasanstalt von Brest hat inzwischen zu Unzuträglichkeiten geführt, durch die die Bevölkerung außerordentlich stark in Mitleidenschaft gezogen wird. 20 000 Familien haben nicht mehr die Möglichkeit, sich des Gasherdes zum Essenkochen zu bedienen. Der Bürgermeister von Brest hat sich außerdem gezwungen gesehen, die ärmere Stadtbevölkerung, die Säuglingsmilch sterilisiert von einer Wohltätigkeitseinrichtung mit Unterstützung der Stadt erhielt, davon in Kenntnis zu setzen, daß die Sterilisierung infolge Gasmangels in Zukunft nicht mehr möglich sei. Auf die Bitte der Stadtverwaltung, Marinesoldaten zur Weiterführung der Gaswerke zur Verfügung zu stellen, ist von der Regierung bisher keine Antwort eingeirosten. Präsekt verbietet Nationalsahne! Der Präfekt des Departements Scealpen hat das Anbringen von Fahnen und anderen Abzeichen an Kraftwagen untersagt. Der Anlaß ist ein Zwischenfall, der sich, dem„Matin“ zufolge, in Nizza ereignete. Dort hielten Streikende einen Kraftwagen, der die französische Fahne führte, auf und griffen die Insassen tätlich an. Cutopuisuio Jahnid „Wir erkennen die Macht des Hasses, die uns hier entgegentritt. Es wird von uns verlangt, daß wir uns als die allein Schuldigen am Kriege bekennen. Ein solches Bekenntnis wäre in meinem Munde eine Lüge!"——— Sitzend, während die schwarz behandschuhte Rechte den soeben überreichten Band der Friedensbedingungen zur Seite schiebt, formt Außenminister Brockdorff=Rantzau die männlichen Worte. Der britische Staatsmann Balfour hat später seine Eindrücke dieser historischen Szene mit dem Geständnis wiedergegeben, es sei ihm peinlich gewesen, den deutschen Außenminister in diesem Augenblick anzuschauen... Das war am 7. Mai 1919, an dem gleichen Tage, als die deutschen Vertreter wie reißende Tiere hinter Stacheldraht gehalten und vom chauvinistischen Pöbel der französischen Hauptstadt umjohlt wurden. Männlich, von der Ungeheuerlichkeit der densbedingungen innerlichst erschüttert, aber würdig, aristokratische Verachtung für das Haßdokument auf den Lippen, fand Brockdorff=Rantzau in jener schmerzlichsten Stunde seiner Diplomatenlaufbahn als Verteidiger und Ankläger zugleich jenes Maß nationaler Würde, die dann im innerpolitischen Hader wie ein Weizenkorn unter zähem Unkraut erstickte. Brockdorffs Auflehnung prallte auf die Verbissenheit der Versailler Konferenz und auf die seelische Entnervung der in Weimar und Berlin tagenden Nationalversammlung. Zwar schäumte in weiten Kreisen des Volkes die Empörung noch einmal auf. Die Oberste Heeresleitung hielt über die Haltung der Bevölkerung gegenüber einer Wiederaufnahme des Krieges Umfrage. Aber die Reichsregierung von Gnaden des Marixsmus verbot bezeichnenderweise die Umfrage der Heeresleitung, da sie als„politisch“ anzusehen sei. Brockdorff=Rantzau zog aus der Haltung der Parteien die Konsequenz. Sein Rücktritt wurde für viele aufrechte Männer das Signal zum gleichen Schritt. Unter ihnen war der jüngst verstorbene Staatssekretär von Bülow. Aber der letzte Widerstand an Würde, Entschlossenheit und Selbstverteidigungswillen wurde an dem Wenn und Aber feiger Parteien zuschanden, die am 22. Juni mit 237, gegen 138 Stimmen bei 6 Stimmenthaltungen in der Weimarer Nationalversammlung die Zustimmung zur Unterzeichnung des „Friedensvertrages", erteilten. Deutsche Vorbehalte wurden von Clemenceau abermals zurückgewiesen. Soldaten und vaterländische Männer ballten die Faust. Noch war der Mut der Frontsoldaten nicht gebrochen. Sie hofften stündlich auf ein mannhaftes Wort aus Weimar. Aber auf der Waage des deutschen Schicksals gab die seelische Entnervung durch Hunger, Entbehrung und Kriegsverluste zu einem psychopathischen Zustand gesteigert, den Ausschlag. Am 28. Juni ließ die Reichsregierung im Spiegelsaal von Versailles den Schandvertrag unterzeichnen. Aber noch größere Verantwortung, als sie die Männer von Weimar auf sich nahmen, lud in dem gleichen Augenblick der Siegerblock auf sich. Indem er trotz schärfster deutscher Zurückweisungen dem deutschen Volke die Alleinschuld am Weltkriege abpreßte, übernahm er durch den Verrat an den vom Präsidenten Wilson verkündeten Grundsätzen europäische Schuld von tragischem Ausmaß. Das peinliche Geständnis eines Lord Balfour an jenem 7. Mai 1919 ist heute, siebzehn Jahre später, mehr als eine persönliche Erinnerung. Die unhaltdare Ungerechtigkeit des„Vertrages“ ist zur diplomatischen Erkenntnis geworden. Diese Erkenntnis mußte zu praktischen Schlußfolgerungen führen. Da sie von den Vertragsgegnern kategorisch verweigert wurden, nahm sich das neue Deutschland die Freiheit des Handelns. Noch in den letzten Tagen haben wir von Frankreich her wehklagende Stimmen vernommen, der Versailler Vertrag, nach französischem Wunsche das Fundament einer neuen europäischen Ordnung, sei ausgehöhlt und vernichtet. Wir sagen: zum Heile Europas! Da Frankreich nicht den Mut zur Revision eines den friedlichen Bestand Europas bedrohenden, die wirtschaftliche Grundlage des alten KonTum 28. Jumi tinents zersetzenden und die europäischen Nationen in dauerndem, wachsendem Mißtrauen haltenden Vertrages aufgebrachte, der sich in seiner letzten Wirkung nur die Unverträglichkeit zum Ziele setzte, so mußte die Friedensinitiative von Deutschland ausgehen. Längst, ehe das Deutsche Reich zur Verkündung der Wehrfreiheit und schließlich zur Herstellung der vollen Souveränität in der ehemals entmilitarisierten Zone schritt, war Geist und„Recht" des Vertrages durch Frankreich gebrochen. Nichtabrüstung und Verletzung des Locarnovertrages durch den Abschluß des französisch=sowjetrussischen Militärbündnisses, sind heute politische Tatsachen, die keiner langen Erörterung mehr bedürfen. Recht setzt Bindungen nach zwei Seiten voraus. Wo die Bindung einseitig ist, wird das Recht zum Diktat und zur Rechtlosigkeit. Frankreich mag sich aus bekannten imperialistischen Regungen zur einseitigen Rechtlosigkeit bekennen. Deutschland setzte durch Ueberwindung des„Vertrages der Unverträglichkeit“ an die Stelle der Entmündigung die Souveränität der sittlichen Gerechtigkeit, die keine noch so große irdische Gewalt aus dem internationalen Leben verbannen kann. Es verhalf damit zum ersten Male seit Aufstellung jener vierzehn Punkte des amerikanischen Präsidenten Wilson dem Grundsatz von der freien Selbstbestimmung der Völker, also dem der sittlichen Souveränität, zur Geltung, ein Fundamentalgesetz im internationalen Leben, das der Geist von Versailles zum Vorrecht der Diktatmächte umzubiegen versuchte. Maßgebende Staatsmänner des Auslandes haben seitdem anerkannt, daß sogenannte Friedensvexträge nicht für die Ewigkeit geschmiedet sein konnen,## erzeugt Gegendruck, Ungerechtigkeit Selbstvefreiung. Deutschland hat mit keiner seiner entschlossenen Handlungen Lebensrechte, geschweige denn moralische Grundsätze anderer Nationen verletzt. Das größte Volk im mitteleuropäischen Raum, ja, abgesehen von der nach Asien zurückgekehrten Sowjetrepublik, die bevölkerungsstärkste Nation des Kontinents kassierte nur bar die Münze ein, die man ihm als Köder für die Waffenstillstands= und Friedensverhandlungen hingehalten hatte, ohne sie dann zu zahlen. Deutschland hat damit einen Teil des Unrechts aus eigener Machtvollkommenheit wiedergutgemacht. Die Wiederherstellung der deutschen Souveränität ist somit die erste und einzige „Wiedergutmachung“, denn was die Siegerstaaten seinerzeit mit der Bezeichnung„Reparationen“ belegten, waren Tribute. Dennoch bleibt der deutsche Anspruch auf„moralische Wiedergutmachung“ weiterhin bestehen. Auf dem Nürnberger Parteitag von 1933 hat der deutsche Führer und Reichskanzler unumwunden zum Ausdruck gebracht, daß das deutsche Volk nicht nötig habe, seine Ehre auf dem Schlachtfeld wiederzuholen. Auf dem Schlachtfeld sei sie ihm niemals genommen worden. Nach innen hat die nationalsozialistische Revolution sie wiederhergestellt. Von außen her erwarten wir jedoch— und dies am Jahrestag der Friedensunterzeichnung auszusprechen, ist unsere Pflicht— die Streichung der auf Deutschland gehäuften Kriegsschuldlüge. Denn nur so wird auch praktisch dem Geiste Rechnung getragen, den fremde Staatsmänner noch in ihren letzten Reden beschworen haben und der die psychologische Plattform für die Ueberwindung der internationalen Gegensätzlichkeiten bilden kann. Das Märchen von der deutschen Alleinschuld am Kriege mußte zur Entrechtung Deutschlands auf kolonialem Gebiete herhalten. Noch heute verpflichtet, für eine den Grundsätzen des Gesetzes entsprechende Zinssenkung durch allgemeine Maßnahmen zu sorgen. Entsprechend der bisherigen Zinsgesetzgebung sind ferner Hypotheken ausgenommen, die zur Deckung von im Auslande aufgenommenen Anleihen dienen. Auch auf Aufwertungshypotheken soll das Gesetz grundsätzlich keine Anwendung finden. Nur für Ausnahmefälle ist hier zur Vermeidung von Härten eine Sonderregelung getroffen. Der weitaus größte Teil der vom Gesetz erfaßten Hypotheken unterliegt den allgemeinen Bestimmungen über die Beschränkung der Hyyothekenfälligkeit. spukt diese chauvinistische Lächerlichkeit in den Hirnen mancher Politiker und sogar Staatsleute. Zäh und wird das deutsche Volk unter der Führung 914oen. atem dem Reiche 8, Adoif Hitiers an dem Ziele festhalten, dem neiche Kolonien wiederzugewinnen. Erst wenn alle Ungerechtigkeiten des Versailler Vertrages beseitigt sind, wird das internationale Zusammenleben entlastet und der Weg in eine Zukunft geöffnet, die den Geist der Achtung, der Solidarität und der Friedensgemeinschaft atmet. M. H. Beschrantung der Hypothelenfalligkeit. Von einer weiteren Ausdehnung des Anwendungsbereiches der Moratorien hat die Reichsregierung abgesehen, weil sie es als selbstverständlich ansieht, daß ein seiner Verantwortung gegenüber der Volksgemeinschaft bewußter Gläubiger eine Hypothek nicht deshalb kündigt, weil der Zins auf den angemessenen Betrag ermäßigt worden ist. Das Gesetz gilt auch im Saarland, wo es besondere Bedeutung auf dem Gebiete des landwirtschaftlichen Realkredites hat, da die reichsrechtlichen Vorschriften über die Zinserleichterung für den landwirtschaftlichen Realkredit und über die landwirtschaftliche Schuldenregelung im Saarland nicht eingeführt sind. Da für die Anwendung des Gesetzes im Saarland besondere Vorschriften notwendig waren, haben die beteiligten Reichsminister zu diesem Zweck eine Sonderdurchführungsverordnung erlassen. Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und Italien anb Berlin, 26. Juni. Während des Aufenthalts des Unterstaatssekretärs im italienischen Luftfahrtministerium, Generals Exzellenz Balle, wurde am 26. Juni in Berlin eine Vereinbarung zwischen dem deutschen Reichsluftfahrtministerium und dem italienischen Luftfahrtministerium über die Einrichtung und den Betrieb von Luftverkehrslinien geschlossen. Sie betrifft im wesentlichen den wechselseitigen Betrieb der Italien und Deutschland verbindenden und über beide Länder hinwegführenden regelmäßig beflogenen Luftverkehrslinien und enthält Zusatzbestimmungen über die Erweiterung der Linien. Die Vereinbarung ist auf 10 Jahre abgeschlossen. Ein Jahr Reichsarbeitsdienst Glückwunschtelegramm des Reichsinnenministers an den Reichsarbeitsführer dnb Berlin, 26. Juni. Der Reichs= und preußische Minister des Innern, Dr. Frick, hat anläßlich des ersten Jahrestages der Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht an Reichsarbeitsführer Hierl folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Am ersten Jahrestag der Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht ist es mir eine Freude, Ihnen, lieber Pg. Hierl, und dem gesamten Arbeitsdienst meine besten Glückwünsche übermitteln zu können. In zäher Arbeit ist es Ihnen gelungen, den Arbeitsdienst von den kleinsten Anfängen bis zu seiner jetzigen Größe zu führen. Am heutigen Tage dürfen Sie darauf hinweisen, daß es in den wenigen Monaten seit der Verkündung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht gelungen ist, die Idee Adolf Hitlers zu verwirklichen, den Reichsarbeitsdienst zur Schule der Jugend der gesamten deutschen Nation zu machen. Der Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst am deutschen Volke geworden. Er erzieht die deutsche Jugend im Geiste des Führers. Das dankt Ihnen am heutigen Tage das deutsche Volk. Heil Hitler! Dr. Frick, Reichsminister des Innern.“ Die nunenischen Fiieger dei Gerig im dnb Berlin, 26. Juni. Am Freitag vormittag besuchten der Staatssekretär königlich italienischen Luftministerium, Luftarmeegeneral Valle, und die ihn begleitenden italienischen Flieger die Flugzeugfabrik Henschel in Berlin=Schönefeld und die Fabrikanlagen des Flugmotorenbaues von Daimler=Benz in Berlin=Marienfelde. Mittags gab der Reichsminister für Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Göring zu Ehren der italienischen Gäste ein Frühstück in seinem Hause, in dem außer den aus Italien gekommenen Fliegern der königlich italienische Botschafter Exzellenz Attolico und der italienische Luftattaché Oberstleutnant Teucci teilnahmen. Pon deutscher Seite war die Generalität der deutschen Luftwaffe und vom preußischen Staatsministerium Staatssekretär Körner anwesend. Generaloberst Göring hob in einer Ansprache hervor, daß er sich glücklich fühle, den hervorragenden Befehlshaber und Generalstabschef der italienischen Luftwasse, Erzellenz Valle, dessen Persönlichkeit er seit Jahren ganz besondere Wertschätzung entgegenbringe, mit seinem verdienten Mitarbeiterstab in seinem Haus begrüßen zu dürfen. Es sei ihm eine tiefempfundene Freude, am heutigen Tage der herzlichen Kameradschaft zu gedenken, die die italienischen Flieger mit den deutschen nun schon seit Jahren verbinde. Er glaube, mit Recht der Hoffnung Ausdruck geben zu dürfen, daß der Aufenthalt Exzellenz Valles in Deutschland die freundschaftlichen Bande zwischen den Fliegern der beiden Nationen noch vertiefen werde. Exzellenz Valle dankte Generaloberst Göring in herzlichen Worten für die ihm und seinen Mitarbeitern erwiesene Gastfreundschaft und für die starken Eindrücke, die ihm der Besuch bereits vermittelt habe. Generaloberst Göring habe in seiner Ansprache den Geist gekennzeichnet, der auch die italienischen Flieger in ihrer Verbundenheit mit ihren deutschen Kameraden beseele. Nach dem Besuch bei Generaloberst Göring begaben sich die italienischen Flieger in zwei Sonderflugzeugen der Lufthansa von Tempelhof nach Dessau, wo sie das Junkers=Flugzeug= und Motorenwerk eingehend besichoven..#t. 43sPrstärs im Malelich Zu Ehren des Staatsserretars im königlich=italienischen Luftministerium, Armeegenerals Valle, findet am Samstag um 22.30 Uhr ein großer Zapfenstreich der Wachtruppe der Luftwaffe vor dem„Haus der Flieger“ in der Prinz=Albrecht=Straße statt. Hindermaßisuns für Phpeiheten der freien Bank das neue Gesetz bezweckt Besichtigungsreise des Reichskriegsministers. Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, besichtigt am 29. und 30. Juni Truppenteile des Heeres im Bereich des Wehrkreises 5(Stuttgart). Bei dieser Gelegenheit wird der Generalfeldmarschall dem Reichskommissar für das Saarland einen Besuch abstatten. dnb Berlin, 26. Juni. In der heutigen Sitzung hat die Reichsregierung auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner das Gesetz über Hypothekenzinsen erlassen. Bereits auf Grund der Gesetze vom 24. Januar und 27. Februar 1935 sind im Zuge der freiwilligen Zinsermäßigung die Zinsen in einem großen Bereich der langfristigen Bodenverschuldung auf einen der gegenwärtigen Wirtschaftslage entsprechenden angemessenen Satz gesenkt worden. Dagegen sind die Hypothekengläubiger der freien' Hand noch vielfach bei Zinssätzen stehen geblieben, die nicht mehr zeitgemäß erscheinen. Dem soll durch das nunmehr erlassene Gesetz abgeholfen werden. Das Gesetz will in erster Linie die Gläubiger dazu anregen, freiwillig die Zinsen auf den Satz zuermäßigen, der nach der allgemeinen Wirtschaftslage und den besonderen Umständen des einzelnen Falles angemessen ist. Die Reichsregierung richtet daher in der Einleitung zum Gesetz an die Gläubiger, insbesondere an die Gläubiger der freien Hand, die den Zins ihrer Hypotheken noch nicht ermäßigt haben, die Mahnung, dem Beispiel der anderen Gläubiger zu folgen. Können sich Gläubiger und Schuldner über den angemessenen Zinssatz nicht einigen, so soll der Richter versuchen, die Einigung unter den Parteien zu vermitteln. Nur dann, wenn auch mit Hilfe des Richters eine Vereinbarung nicht zustande kommt, soll der Richter den angemessenen Zinssatz seinerseits bestimmen. Wie der angemessene Zinssatz zu bestimmen ist, wird des näheren in Richtlinien geregelt, die noch erlassen werden. Danach wird grundsätzlich von einem Zinssatz von 5 v. H. für erststellige und von 5½ bis 6 v. H. für zweitstellige Hypotheken auszugehen sein. Die Regelung des Gesetzes ist auf den langfristigen Realkredit beschränkt. Ausgenommen sind die Hypotheken der Kreditanstalten, die den Zins bereits auf Grund der Gesetze vom Frühjahr 1935 ermäßigt haben. Für die Hypotheken der sonstigen Anstaltsgläuhiger, die unter staatlicher Aufsicht stehen, und der öffentlichen Gebietskörperschaften ist eine Sonderregelung vorgesehen. Bei ihnen ist die Aufsichtsbehörde Beamtenstreik droht in England Befristete Forderung der englischen Beamten dnd London, 26. Juni. Die Zeitungsmeldung, nach der die unteren Beamten im englischen Staatsdienst mit ihren Gehalts= und Arbeitsbedingungen unzufrieden sind, bestätigt sich. Vor einiger Zeit sind bereits Verhandlungen zwischen der Beamtengewerkschaft und dem englischen Schatzamt geführt worden. Sie hatten allerdings kein Ergebnis, son dern wurde vertagt. Die Beamtengewerkschaft hat nun mehr an das Schatzamt die Forderung gerichtet, daß die Lage geklärt werden müsse. Sie erwarte eine Ant: wort bis zum kommenden Montag. Wenn diese Antwort nicht bis zu diesem Tage eintreffe, dann werde der Verhandlungsausschuß weitere Maßnahmen beschließen. Die Abendblätter berichten dazu, daß die unteren Beamten einen Streik planen. Es ist bemerkenswert, daß sie den königlichen Gerichtsrat Sir William Jowitt um seine Meinung darüber gefragt haben, ob ein Streik, bei dem die Beamten ihre Büros besetzt halten würden, in England rechtlich zulässig sei. Sir Williams Jowitt hat die Anfrage mit einem langen Schriftstück beantwortet, das vorläufig noch veröffentlicht worden ist. Verstaatlichung der Kriegsindustrie Der Gesetzentwurf in der französischen Kammer eingebracht dnd Paris, 26. Juni. Der Gesetzentwurf zur Verstaatlichung der Kriegsmittelindustrie ist am Freitag nachmittag in der Kammer eingebracht worden. Er sieht die völlige oder teilweise Enteignung sämtlicher Industrien vor, die die Landesverteidigung betreffen. Die Aktien können entweder zu einem aus den letzten Jahresnotierungen festgestellten Mittelkurs vom Staat angekauft oder es kann den Aktienbesitzern eine besondere Rente bewilligt werden. Für Streitfälle ist ein Schiedsgericht vorgesehen. Weitere politische Nachrichten auf Seite 6. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(adwesend) Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortl. s. Politik: Rud. Foest, Kummunalpolltik und Stadtteile: Adolf Beddinghaus. Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterdaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar Flegel. Sport: Hans Hornberg, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael HauptBerlin=Karlsvorst, Dönhoffstraße 19. Anrus Karlsdorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: H. W. Pempe, BerlinCharlottendurg, Uhlandstraße 194. Anruf C 1 6813. Verlag und Druck: Lauvenmüdlen 8 Dierichs in Bochum, Ruf 67551, 52 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 gültig, Nachlaßstaffel B.— DA V. 36 über 26 500. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer Mittwochs und Samstags, von 16 bis 17 Udr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 30 Seiten Seite 3 Nr. 148 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 27.728 Juni 1936 unseres Amtes, außerdem könnte„Mariechen", böse werden, und mit ihr wollen wir's auf keinen Fall verderben. Das neue Kleid, ein Gedicht aus Musselin (nicht Mussolin), wird ihr bezaubernd zu Gesichte stehen, und wo heute noch die Bochumer Jungens in der Sandkuhle hinter dem Schützenhof Landklauen spielen, wird demnächst Mariechens Schleppe von einem stolzen Karussellpferdchen in den Wind gewirbelt werden. Daß Bählamm, der mal wieder die Klappe riskierte, behauptete, er würde den Vogel abschießen, dürfte auf Strunzerei beruhen, und auch wir wollen diese größenwahnsinnige Aeußerung auf sich beruhen lassen, denn bestenfalls hat er Anspruch auf den Vogel, den ihm niemand streitig machen wird. Da fällt mir übrigens, da wir gerade von Vogel sprechen, noch etwas ein, was des Zickzacks würdig ist. Irgendwo las ich dieser Tage eine Geburtsanzeige, und zwar wiesen die glücklichen Eltern mit Stolz auf die Ankunft des 6. Kindes und 3. Jungen hin. Auch wir freuen uns dieser Tatsache, halten es aber für übertrieben, wenn da gleichzeitig zu lesen steht:„Alles für Deutschland! Deutschland soll leben, auch wenn wir sterben müssen!" Diese Hitze, diese Hitze, du ahnst es nicht! Uebrigens ist das Zitat falsch, denn in dem herrlichen„Soldatenabschied“ des lieben, kürzlich verstorbenen Heinrich Lersch heißt es:„Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!" Hiermit sei unser Zickzack=Kurs für heute beschlossen und das Segel auf ruhigere Fahrt gestellt, die allen Bochumern zum Sonntag in ausgiebigem Maße wünscht Palt. „Transchpirieren Sie auch so?“— Bählamm„ganz groß in Ordnung"— Geräuschverzehr=Erfinder gesucht— Von Schützenfest, Hitzevogel und ähnlichen Dingen VerWerschante„rau inn seinei Frack In dieser Woche mit der Bergung des in 800=Meter=Tiefe eingeschlossenen Knappen kaum zu rechnen Scherz beiseite! Aber 30 Grad Celsius oder Réaumur— so ziemlich Hose wie Jacke, gehüpft wie gesprungen— ist ein bißchen viel auf die nüchterne Haut, und da wir gerade mal beim Wetter sind, wollen wir uns die Hitze mit einem rechtschaffenen Aerger versüßen. Schließlich sind es ja unsere Schweißtropfen, die wir vergießen, und kein Mensch kann verlangen, daß wir zu solchen„erpreßten Ausgaben" nun auch noch ein freundliches Gesicht machen. Vornehme Leute„transpirieren", im Sachlichen bleibt es dasselbe. Nur darf man dann natürlich nicht sagen, wie ich es kürzlich von einer Dame in Taschenformat hörte:„Ach, Sie glauben ja nicht, wie mein Gustav immer transchpiriert, wenn er mit seinem Schmoking im Theater sitzt!" Da kann man nur sagen„zack!“, besser noch„zicke zacke!" Ja, ja, die leidigen Fremdwörter! In diese Abteilung gehört auch der klassische Ausspruch, den meine nicht trauen wollenden Ohren auffingen, als ich mich vor einigen Tagen als Schwarzhörer in ein Nebentisch=Gespräch einschaltete. Da war die Rede von Bildungswerten allgemeiner Art, ganz vernünftig, ganz sauber, bis sich eine bis dato gewiß unbescholtene Hausfrau zu der Wendung hinreißen ließ:„Seit mein Mann das Konservationslexikon angeschafft hat, sind wir prima im Bilde!" Ist das nicht„prima“? Ich muß schon sagen, lieber als dieses„Konservationslerikon“ ist mir schon eine mit sauren Gurken gefüllte Konservendose. Da weiß man doch, was man hat. „Prima“ ist übrigens ein herrliches Erzeugnis unserer Muttersprache, es übertrifft in seiner klanglichen Harmonie fast die ganz und gar unwiderstehliche Redeblüte„ganz groß in Ordnung". Wenn etwas so ist, da kann kommen, wer und was will, denn dieses „Etwas" strotzt dann von Ueberlegenheit und ist gewissermaßen mit Hochglanz=Polituren aller Art gewoschen... I-hriens immer nach umnser Stadtgesprach ist uorigens immer noch„unser Maxe", und wird es vorerst auch bleiben, ganz davon abgesehen, daß die für oder gegen ihn verwetteten Runden ja nicht alle auf einmal getrunken werden können. Mein in vielen Lebenslagen schon so oft vorbildlicher Freund Bählamm, der die kleinen Hellen wie kein zweiter zu meistern versteht, hat in der bewußten Nacht mit guten Kameraden auch vor dem Volksempfänger gesessen. Seine Sportbegeisterung, die sich bisher nur auf das Stemmen von Halblitergewichten beschränkte, hat nach der vierten Runde derart leidenschaftliche Formen angenommen, daß man ihn rauh, aber herzlich ermahnen mußte, nun doch endlich einmal die Klappe zu halten. Da er dieser zarten Andeutung beklagenswerterweise nur geringes Gewicht beimaß, lief er in einen rechten Aufwärtshaken, der sein gutmütiges Kinderlächeln im Keim erstickte und die boxsportliche Anteilnahme einer schweren Belastungsprohe unterwarf. Sollte er immer noch bettlägerig sein, wollen wir ihm auf diesem Wege unsere besten Genesungswünsche übermitteln. Schließlich hat er's ja nicht so böse gemeint, aber lästig war er doch. Seine schmerzhaft erprobte Begeisterungsfähigleit wäre ein propagandistisches Zugmittel für unser Theater, das gerade eben wieder ein prächtiges Lustspiel startete. Hier wäre seine Teilnahme angebracht und könnte wahre Lachorgien feiern, ohne daß ihm diese höchst erwünschten Aeußerungen mit einem Kinnhaken vergolten würden. Sein anregungsfreudiges Gemüt und goldiges Lachen brächte es vielleicht sogar dahin, die vertrackten Nebengeräusche zu bannen, die aus hüstelnden Hälsen, schnaubenden Nasen, und was es an dergleichen ärgerniserregenden Organen sonst gibt, aufsteigen. Die Technik erfüllt so viele, selbst die kühnsten Wünsche, weshalb erfindet sie nicht einen Geräuschverzehrer statt der unpraktischen Rauchverzehrer, die selten funktionieren, einerlei ob sie in Gestalt von Eulen, Elefanten oder Känguruhs das Vertiko bevöltern* L4sen böchst Freudige Geräusche, im Gegensatz zu oiesen höchst störenden, waren am vergangenen Mittwoch in der Nähe des Alten Markts zu hören, als einer unserer braunen Glücksmänner fünf wackeren Bürgern ein Los bereitete, wie man es sich schöner nicht träumen kann. 500 silberne Eier rollten aus Fortunas Mantel, und die glücklichen Gewinner genasen für nur zehn Pfennige eines freudigen Schreckens, der sich sogleich in hüpfende Bewegung, Laute des Wohlbehagens und noch eine Weile später in saugende und schmatzende Betätigung der Lippen=, Zungen= und Gaumenmuskulatur umsetzte. Hier nun wäre wieder der gute Bählamm zuständig gewesen, wenn nicht..., aber wir wollen nicht alte Wunden aufreißen. Es naht das große Schützenfest und mit ihm ein paar feuchtfröhliche Tage, die hoffentlich mit recht viel Sonne in die Bochumer Lokalgeschichte eingehen werden. Was sonst an Stimmung dazugehört, an Durst und Trall und Tschingtata, machen wir ganz alleine, wenn der Herr Petrus nur für die nötigen himmlischen Zutaten sorgen wollte. Mit wolkenloser Bläue beispielsweise könnte er uns sehr imponieren, und es ist nicht ausgeschlossen, daß wir seinem Beispiel, was„Bläue“ angeht, gelehrig und gehorsam solgen würden.„Ach, Mariechen, was soll das'n Spaß geben, nöch? Aber das sage ich dir, den Hausschlüssel lasse ich mir diesmal nicht nehmen!" Ueber diese vorschützenfestlichen Ausbrüche können wir nur mitleidig lächeln. Was heißt hier schon Hausschlüssel! Kommt etwa der Milchmann nicht schon morgens um 7 Uhr und führt etwa auch er einen Hausschlüssel am Bunde? Genauere Anregungen zu geben, ist nicht Der Kampf um die Bergung des in einer Tiefe von nahezu 800 Meter auf der 7. Sohle der Schachtanlage „Shamrock 1/2“ in Herne seit Montag früh eingeschlossenen Knappen Schmidt wird von den Rettungsmannschaften mit unverminderter Energie fortgesetzt. Zunächst galt es, die seit Donnerstag 17 Uhr unterbrochene Verbindung mit dem Eingeschlossenen wiederherzustellen, und tatsächlich hatten die Bemühungen am Freitag nachmittag Erfolg. Es wurde zunächst ein acht Meter langes Rohr zu dem verschütteten Knappen vorgetrieben, doch erwies sich dieses Rohr als zu kurz, daß ein um vier Meter längeres Rohr benutzt werden mußte. Die Hoffnungen auf Bergung des Knappen sanken aber auf den Nullpunkt, als im Laufe des Freitagabends das Gebirge in einer Höhe von acht Meter wiederum zusammenbrach. Mit größter Aufopferung wurde aber weiter gearbeitet, und dann gelang schließlich eine Leistung, die sicher im gesamten Grubenrettungswesen als einmalig anzusehen ist: Es wurde eine telephonische Verbindung mit dem Eingeschlossenen und der Außenwelt hergestellt. Mit Preßluft wurde dem Knappen eine Sprechund Hörmuschel in sein Verlies geschickt, eine tausend Meter lange Leitung nach oben büro geführt, und dann war es möglich, daß der seit weit über 100 Stunden Eingeschlossene mit seiner Frau sprach. Und diese Minuten haben ihn, wie er selbst sagte, mit neuer Kraft und neuem Lebensmut erfüllt. Endlich war es möglich, dem Eingeschlossenen anderc als flüssige Nahrungsmittel zuzuleiten. Auch sandte man ihm am Freitag abend sieben Flaschen Milch in sein Gefängnis. Vor allem wurde ihm aber auch Licht besorgt, und zwar leitete man ihm fünf Grubenlampen von je zehn Stunden Brenndauer zu. Wenige Minuten später„telephonierte“ der Knappe nach außen, daß er sehr gern eine Sportzeitung lesen möchte. Und prompt sandte man ihm eine Fußballzeitung und eine Brieftaubenzeitung in sein Verlies, wo er mit großem Interesse sich ein Bild über die für ihn neuesten Sportereignisse am letzten Sonntag machte. Nach seinen Nahrungswünschen befragt, erbat er sich seine Lieblingsspeise: Speckpfannkuchen. Dazu Tee mit Rum und ein Ei.— In der Nacht zum Samstag soll versucht werden, von Ort 4 zu Ort 5 durchzubohren. Es muß dabei überaus vorsichtig zu Werte gegangen werden, da unter allen Umständen vermieden werden muß, daß die Kohle sich entzündet. Der verschüttete Hauer selbst rechnet damit, daß seine Bergung vor Montag nicht möglich sein wird, man hofft aber, daß die Rettung schon am Sonntag gelingt. Die schöne Nuhi der Bocham Aufnahme: Bildarchiv der Stadt Bochum Am Kameradschaftsheim der Stadtverwaltung Bochum Bocham um Boradene Fir ßer Ereignisse! Volksschützenfest und Provinzial=Reitturnier Die erste Juliwoche bedeutet für Bochum eine Festwoche besonderen Formats: vom 2. bis 4. Juli Volksschützenfest, am 4. und 5. Juli Provinzial=Turnier des Provinzialverbandes westfälischer Zucht=, Reit= und Fahrvereine. Große und festliche Tage für unsere Vaterstadt, die sich den sicherlich zahlreichen auswärtigen Besuchern in diesen Tagen in einem Fahnenmeer präsentieren wird. In das Echo der Schüsse der um die Königswürde ringenden Schützen wird also das Hufgetrappel der Gäule klingen; Bochum steht zum zweitenmal im Zeichen des Pferdes. Die Vorbereitungen zum Provinzialturnier, dem als 10. Verbandsturnier besondere Bedeutung zukommt, sind abgeschlossen. Das TuS.=Stadion wird an den beiden Turniertagen in einen platz verwandelt, während die Gewerkschaft„Constantin“ entgegenkommenderweise die Räumlichkeiten der alten Zeche an der Castroper Straße als Pferdeställe zur Verfügung stellte. Das Stadtamt für Jugend: pflege und Leibesübungen, dem der technische Teil des Turniers übertragen wurde, hat den Ausbau der Stallungen übernommen und darüber hinaus für zusätzliche 3000 Sitzplätze im TuS.=Stadion Sorge getragen. In einem Festzelt werden die Turnierbesucher Erholung und Kühlung— natürlich auch in flüssiger Form— finden. Daß die Wahl für das diesjährige Jubiläumsturnier des Provinzialverbandes auf Bochum fiel, verdankt unsere Vaterstadt dem großartigen Erfolg des Provinzialturniers im Jahre 1933, das allen Bochumern noch in lebhafter Erinnerung ist. Obwohl Bochum eine Metropole der westfälischen Industrie ist, hat es seine Liebe zum edelsten aller Tiere, dem Pferd, nicht verloren. Es ist ein herrliches Bild, das sich bei einem Reitturnier dem Auge, auch des Laien, bietet. Auf jeden Zügel= und Schenkeldruck reagieren die Pferde, nehmen elegant die Hindemnisse und kämpfen mit dem Reiter um den Sieg. Der Liebling des ersten Bochumer Turniers, das kleine„Fränz= chen“, das namentlich die jugendlichen Zuschauer begeisterte, wird auch diesmal sehr wahrscheinlich wieder dabei sein, wenn es auch inzwischen ein Franz geworden. 4 Das Turnier beginn am Freitag nachmittag mit dem Eintreffen der Gespanne, die sich an der großen Gefpann=Sternfahrt beteiligen: Samstag und Sonntag kommt jeweils ein geschlossenes Programm zur Durchführung, bei dem die Wehrmacht und der Bochumer Reitersturm interessante Vorführungen zeigen werden. Der Reitermarsch durch die Stadt am Sonntag, angeführt vom Musikzug der Reiter=Standarte 17, wird einen besonders festlichen Höhepunkt des Turniers darstellen, über dessen sportliches Programm wir in unserem Sportteil ausführlich berichten. Viermal Wein für Bochum bei der Weinwerbewoche 1936 Die vom Reichsnährstand der Hauptvereinigung der deutschen Garten= und Weinbauwirtschaft übertragene Zuteilung der Patenschaften für die diesjährige Weinwerbewoche vom 19. bis 27. September ist inzwischen erfolgt. Nach einer Meldung aus Berlin ist Bochum in diesem Jahre nicht nur Weinpatenstadt für CochemCond an der Mosel, sondern auch für die Winzergemeinden Braubach am Rhein, Weisenheim=Sand und Gau=Odernheim. Damit gäbe es für die Weinwerbewoche 1936 in Bochum Weine von der Mosel, dem Rhein und ferner aus den Weinbaugebieten Saarpfalz und Hessen=Nassau. 61. WB.“ merhemack; bekannt. Im Jahre 1935 war die Weinwerbewoche vekanntlich in Bochum ein guter Erfolg, obwohl Bochum an sich eine Bierstadt ist und der Bochumer im allgemeinen das Bier bevorzugt. Wie sich die Zuteilung von vier Weinpatenorten für diese selbst absatzmäßig auswirken wird, muß abgewartet werden. Ein eigenartiger Anfall Wasserrohrbruch stürzt Laterne— Laterne verletzt Schüler Am 25. Juni ereignete sich auf der Hattinger Straße, in Höhe des Hauses 389, ein Wasserrohrbruch. Eine an der Bruchstelle stehende Gaslaterne stürzte um und verletzte einen dort stehenden Schüler. Die Instandsetzungsarbeiten wurden sofort in Angriff genommen. Glück gehabt! Auf der Hattinger Straße in Bochum=Linden wurde ein Motorradfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren. Personen wurden nicht verletzt. Das Motorrad wurde stark beschädigt. „Wir arbeiten mit!“ Frauen=Kundgebungsversammlung des Reichsluftschutzbundes, Ortsgruppe Bochum Eine große Schar von Bochumer Frauen war am Mittwoch abend dem Rufe der Bochumer Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes zu einer Kundgebungsversammlung im Ernst=Moritz=Arndt-Haus gefolgt, um ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit an den Aufgaben des Reichsluftschutzbundes zu bezeugen. Ortsgruppenleiter Hüning begrüßte unter den Gästen besonders die Landesbeauftragte für Westfalen, Frau Bevers, und versicherte ihr, daß die Bochumer Frauengruppe des Reichsluftschutzbundes sich niemals dem Dienst an Volk und Vaterland versagen werde. Aufrüttelnd wirkte die Rede der Reichssachbearbeiterin Frau von Willig (Berlin), die die Arbeit des Luftschutzes mitten hineinstellte in den großen Zusammenhang und Zusammenklang des deutschen Gesamtgeschehens unserer Tage und dabei die nicht zu entbehrenden Helferdienste der deutschen Frau als Laienhelferin und Samariterin würdigte. Sie ging von dem einleuchtenden Gedanken aus, daß der Schutz des Volkes nicht Sache des einzelnen, sondern der Gesamtheit sei. Erinnert wurde an die uns durch die Ueberlieferung verbürgten Großtaten der deutschen Frau in der germanischen Frühgeschichte als Hüterin der Herdstatt, als Priesterin der Familie und als Schildträgerin des Mannes. Erstens Gesetz sei die Treue zur Sippe, zur Stammesgemeine schaft gewesen. Niemand dürfe sich der Gemeinschaft des Volkes entziehen, am wenigsten die deutsche Frau, die über das Leben des Volkes und damit der volklichen Gemeinschaft zu wachen habe. Mit einer Fülle von praktischen Beispielen aus der Arbeit des schutzes wartete die Vortragende auf, um den anwesenden Frauen zu zeigen, wie sie sich nach Maßgabe ihrer Kräfte und ihres Könnens auf den vielseitigen Aufgabengebieten des heimatlichen Luftschutzes betätigen können. Der Film„Volk in Not“ war gewissermaßen eine bildliche Erläuterung des hörenswerten Vortrages, der mit dazu beitragen wird, daß der Aufklärungsarbeit der Bochumer Frauengruppe im Reichsluftschutzbund der Enderfolg nicht versagt bleibt. Dritter Gausängertag in Herne Der Sängerkreis Bochum hat in seiner letzten Gruppenführersitzung die notwendigen Vorbereitungen für die morgige Sängertagung in Herne getroffen und wird mit einer großen Anzahl Vertreter und zahlreichen Sangesbrüdern an der wichtigen Tagung teilnehmen. Besonderes Interesse wird bei den Sängern die Vorführung des Werbefilms in der Lichtburg erwecken, der zur Teilnahme an dem gewaltigen Breslauer Bundesfest begeistern, will. Das für nachmittags vorgesehene Festkonzert in Herne wird vom Herner Männerchor, der unter Lamberts Leitung steht, bestritten. Es verdient besondere Beachtung, weil die Vortragsfolge alle Chöre des neuen Westfälischen Chorbundes enthält. Diese Chöre werden vielerorts auch als Aufgabechöre für die Wertungssingen gewählt. Eine ganz besondere Note erhält der Gausängertag durch die in den Mittagsstunden auf dem Adolf=Hitler=Platz stattfindende musikalische Aufführung, an der nicht weniger als 2000 Kinder aller Schulen Hernes mitwirken. Es steht zu erwarten, daß die Sänger aus allen Gegenden Westfalens und Lippes in großer Zahl zum Gausängertag in der Emscherstadt sich einfinden, um ein lebendiges Bekenntnis zum deutschen Lied und zum Dritten Reich abzulegen. Fußbodenbretter gestohlen. In den Abendstunden des 22. Juni sind von einer Baustelle an der Robertstraße in Bochum mehrere Fußbodenbretter entwendet worden. Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 242. Gandstuc C##- Mitelstuck IO Pg. Ooppelstuck 22 M0. Seite 4 Nr. 148* Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonnlag, 27./28. Juni 1936 Seite 5 Nr. 148 Exerzierabend der„Ersten“. Der Exerzierabend der 1. Kompagnie(Griesenbruch und Engelsburg), der am Donnerstag abend in den Ausstellungshallen in der Bessemerstraße abgehalten wurde hat mal wieder bewiesen, daß der Schützengedanke in diesem Stadtteil heimisch geblieben ist. Die Kompagnie war in einer erfreulichen Stärke angetreten. Die Exerzierübungen sielen, wie Hauptmann Wiegand jun. später bei der Kritik betonen konnte, zur größten Zufriedenheit aus. Unter Vorantritt des Heidornschen Trommlerkorps und der Musikkapelle Herbst unternahm die Kompagnie durch den Bezirk Griesenbruch einen Werbemarsch, der sie in den Bezirk Engelsburg führte, ins Stammquartier des Zuges Engelsburg bei Floren. Hauptmann Wiegand konnte als Ehrengast den Ehrenoberst Cornelius begrüßen; dessen Verdienste um die Bochumer Schützensache in den letzten drei Jahrzehnten er unter lebhafter Zustimmung der Schützen hervorhob. Der Oberst dankte in der ihm eigenen kernigen Bochumer Art für die warme Begrüßung und erklärte, daß sein Herz der Bochumer Schützensache gehöre bis zum letzten Lebensaugenblick. Im Laufe des Abends erschien auch Major Dr. Klute mit seinem Stabe, der gleichfalls den Griesenbrucher und Engelsburger Schützen verdientes Lob erteilte. Eine Reihe Beförderungen in der Kompagnie, die am Abend von dem Bataillonskommandeur mitgeteilt wurden, setzten die Kompagnie in Freude. Mit großer Anerkennung wurde auch die Mitteilung entgegengenommen, daß das über 90 Jahre im Griesenbruch beheimatete Bochumer Werk, der Bochumer Verein, den am Schützenfest aktiv teilnehmenden Schützen für die Schützentage Arbeitsurlaub erteilte. Man war überzeugt, daß noch manch: Bewohner dieses Stadtteils jetzt der Kompagnie sich anschließen werden, die herzlich willkommen sind. Der Abend war in seinem ganzen Verlauf ein echter Schützenabend, voll kameradschaftlicher Stimmung, die sich in Ansprachen, Marschweisen und Schützenliedern, unter denen das Bochumer Jungen=Lied und das Lied der., nicht fehlten, kundtat. Das eigens für die 1. Kompagnie von Leo Sander für das Schützenfest 1936 gedichtete Lied mit dem Motto der.:„Ob's donnert, ob’s blitzet, mag kommen das Schwerste, wir bleiben die stolze, die eiserne„Erste“, hat Schlagerwert. Da am Spätabend des kommenden Sonntags die Einzeichnungslisten aus den Lokalen des Kompagnieviertels der 1. abgeholt werden, so ist für alle noch Gelegenheit, sich der Kompagnie anzugliedern. Bezüglich der Verpflegung in der 1. an den Schützentagen gilt der Vers des Kompagnieliedes: Eßt und trinkt euch richtig satt, weil die„Erste" reichlich hat! Jedem Schützen wurde an dem Abend der Kompagniebefehl ausgehändigt, der für die Schützenfesttage in dem Lagerleben auf dem Schützenhofe alles regelt. verwunderlich, daß der Hauptmann der 4. Kompagnie sich mächtig freute, als er endlich alle seine Getreuen beisammen hatte. Eigentlich hätten die Schützen ja gestern zeigen müssen, daß sie, wenn es sein muß, pünktlich antreten können, denn wo soll das schließlich hinführen, wenn am Donnerstag abend bei dem Festzug durch die Straßen der Stadt alle netten Mädel sehnsüchtig mit Blumen auf die Schützen warten und viele dann den Anschluß verpaßt haben. Aber nichts für ungut. Daß die Schützen marschieren und mit dem Gewehr umgehen können, haben sie nachher gezeigt. Und als es später unter den Klängen der SA.=Standartenkapelle„rundging“, da klappte die Sache noch einmal so gut. Nachdem die verschiedensten Uebungen, die programmäßig durchgeführt werden müssen, erledigt waren, erfolgte der Vorbeimarsch an dem Hauptmann der 4. Kompagnie, Willi Patt, und dem Offizierkorps. Wie man an den freudigen Gesichtern der Offiziere sah, war man mit dem Exerzierabend durchaus zufrieden. Unter Vorantritt des Heidornschen Trommlerkorps und des Musikzuges der SA.=Standartenkapelle 17 bewegten sich die Schützen zu einem Werbemarsch durch das Kompagnieviertel bis zur Wirtschaft Hahnefeld, wo ein gemutlicher Schützenabend abgehalten wurde. Eigentümer eines Herrenfahrrades gesucht. Bei der Kriminalpolizei in Bochum ist ein Herrenfahrrad, Marke Feldhoff, Nr. 2035,., sichergestellt, das an der Weitmarer Straße in Bochum gefunden wurde. Eigentumsberechtigte wollen sich bei der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 242, melden. Die„Vierte“ exerzierte Die Schützen der 4. Kompagnie des Bochumer Bürger=Schützenvereins, die Freitag abend in der Reihe der Exerzierabende zum letzten Male vor dem großen Fest auf H. Knüwers Holzplatz angetreten waren, kamen nicht pünktlich, aber sie kamen. Und so war es nicht Etwas trüber als bisher Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Die Großwetterlage zeigt wenig Umgestaltung. Fortgesetzt werden an der Ostseite des über dem Westrand des Kontinents befindlichen Hochdruckgebietes kühlere Luftmassen nach Südosten verfrachtet. Dabei kommt es in der Küste zu starkem Nebel und tiefer Bewölkung, im Inland noch zu vereinzelten Gewitterschauern. Die leichte Unbeständigkeit wird vorerst noch erhalten bleiben, doch wird, vor allem in den Abendstunden, sich auch stärkere Aufheiterung bemerkbar machen. Die Temperaturen bleiben etwas zu niedrig für die Jahreszeit. Aussichten für Samstag: Nach leichter Eintrübung in den Morgenstunden über Tag stärker bewölkt, gegen Abend wieder Bewölkungsabnahme, nur vereinzelte örtliche Schauer, Temperaturen um 20 Grad, schwache, um Nordwest schwankende Winde.— Wahrfcheinliche Weiterentwicklung: Keine wesentliche Aenderung des leicht unbeständigen Wetters. Gänstige Ennwicklung nn Geschafthjaht 33730 Die Städtische gewerbliche Berufsschule mit Gewerbeschule und Betriebsfachkurse zur Ausbildung zu Werkmeisteru Die Belebung der Wirtschaft wirkte im letzten Schuljahr günstig auf das Schulleben. Industrie und Handwerk stellten mehr Lehrlinge ein, so daß die Fachklassen einzelner Berufsgruppen, wie Metallgewerbe, Bau= und Baunebengewerbe stark anwuchsen. Die Staatsregieden 14jährigen Erzperbelosen ihre beson 50 RM. u. Von den Ostern 1935 entlassenen Volks=] Wie ir en 320 Schüler in Landjahrschulheime, etwa! Schuljahr Lamnerengewerde, fart anflichse rung wendet dere Sorge zu. schülern kamen S0 Schuterm Tungntichiheige S# 500 Schuler waren von April bis Dezember als Landhelfer tätig. Für die zurückkehrenden Landjahrschüler und einen Teil der Landhelfer wurden Sonderklassen gebildet, in denen diese Schüler eine umfassendere und bevorzugte Beschulung erhielten. In Verbindung mit dem Arbeitsamt und der HJ. wurde der Pflichtunterricht der Schule noch ergänzt in Fachkunde, weltanschallicher Schulung, körperlicher Ertüchtigung und Werkstattübungen. Dadurch war es möglich, fast sämtliche Landjahrschüler bevorzugt in Lehr= und Arbeitsstellen zu vermitteln. Den Unterricht erteilten im Berichtsjahr 47 vollbeschäftigte Lehrer, 3 vollbeschäftigte Werkmeister, 7 einstweilen nicht vollbeschäftigte Lehrer, 7 nebenamtliche Fachlehrer. Der Gewerbeoberlehrer Duden wurde zum Fachvorsteher befördert, die Gewerbelehrer Döhmann, Müller, Köthe und Hinte erhielten ihre endgültige Anstellung, Fachlehrer Höpermann trat in den Ruhestand, durch Tod verlor die Schule den Gewerbeoberlehrer Koßzmann, Dipl.=Ing. Klostermann erhielt Anstellung an der bergm. Berufsschule. Die starken Jahrgänge von 1920 bis 1923 erforderten die Neueinstellung von 4 vollbeschäftigten und 2 nicht vollbeschäftigten Lehrkräften. Mehrere Lehrer nahmen an weltanschaulichen Schulungskursen teil. Im Schiiljahr 1985 fanden eine Reihe Gruppen= und Gesamtkenferenzen statt, die sich mit wichtigen Fragen der staatsbürgerlichen Erziehung, Rassenfragen und fachlichen Unterweisungen befaßten. Gewerbelehrer Thiem beendete am 30. September 1985 sein praktisch vädagogisches Ausbildungsjahr. Am 29. September 1935 fand eine Revision der Berufsschule durch den Regierungsund Gewerbeschulrat statt. Die Berufsschule zählte im Sommerhalbjahr in 208 Klassen 6043 und im Winterhalbjahr in 204 Klassen 5494 Schüler ohne Landhelfer und Landjahrschüler. Besondere Bedeutung für die Jugend gewann der Reichsberufswettkampf 1985. Die Schule unterstützte die Durchführung dieser nationalsozialistischen Neuschöpfung durch Werbung, Bereitstellung der Räume, und Werkstätten. Die Beteiligung der Schüler war um etwa 800 gestiegen gegenüber dem Vorjahr, der Gesamterfolg zeigte Fortschritte. Auch im Berichtsjahr fanden die Gesellenprüfungen der Handwerkergruppen unter Mitwirkung der Schule statt. Der Facharbeiterprüfung unterzogen sich 185 Lehrlinge von 82 Werken. Gemäß Aufforderung des Ministeriums beschickten die Berufsschulen des Reiches die internationale Kraftfahrzeugausstellung in Berlin mit Schülerzeichnungen des letzten Schuljahres. Den Schülern der Städte Altona, Bochum, Bonn, Stuttgart und Plauen wurden Anerkennungen ausgesprochen. Die Berufsschule Bochum erhielt als Auszeichnung vom Reichsinnungsverband 50 RM. in den Vorjahren, so wurde auch in diesem an der Anstalt die Erziehung der Schüler für den nationalsozialistischen Staat in besonderer Weise gefördert durch eine Reihe von Sonderveranstaltungen und Werbung für die HI. Die Berufsschulabteilung Weitmar erhielt die HI.=Fahne. Im Winterhalbjahr 1935 erfolgté zum ersten Male durch die Berufsschule die Einrichtung einer Geländesport=Arbeitsgemeinschaft für 18jährige Berufs= und Fachschüler zum Erwerb des SA.=Spartabzeichens. Es beteiligten sich in 120 Stunden 47 Schüler, von denen 40 die Prüfung bestanden. Die Schule trug zur Förderung des Luftsportes bei durch theoretische und praktische Lehrgänge. Ein Gleitflugzeug wurde fertig, die Werkstätten wurden erweitert und Anschauungsgeräte beschafft. Die körperliche Ertüchtigung wurde durch Turn= und Schwimmstunden gevflegt. Beim„Deutschen Jugendfest“ errangen die Berufsschüler beachtenswerte Erfolge. Der Haushaltsvlan der Berufsschule wies eine Einnahme von 259 400 RM. aus, der eine Ausgabe von 466300 RM. gegenüberstand. Der städtische Zuschuß betrug 206 900 RM. Die Gewerbeschule entwickelte sich im Berichtsjahre weiter aufwärts. Die vermehrte Einstellung von Facharbeitern, die höheren Anforderungen, die Industrie und Handwerk an den Nachwuchs stellen, zeigen sich in den Anmeldungen zur Gewerbeschule, welche ihren Schülern das Rüstzeug für eine bessere fachliche Leistung durch theoretische Weiterbildung und praktische Werkstattübungen vermittelt. Die vielgestaltigen Bildungseinrichtungen besuchten im Sommersemester 387 Schüler, im Wintersemester 635 Schüler. Lehrgegenstände waren: Mathematik. Mechanik und Festigkeitslehre, Maschinenelemente, Physik und Chemie, Malen. Gas= und Wasserinstallation, autogene Metallbearbeitung, Elektroschweißen, Elektrotechnik. Auto= und Metorenkunde, Ondulieren, Gesetzeskunde sowie Buchund Rechnungsführung zur Meisterprüfung. Die gewerbliche Tagesklasse zählte zwei Abteilungen mit je 28 Schülern, die 24 Wochenstunden fachtheoretische Schulung und zwölf Wochenstunden Werkstattübungen erhielten. Die städtischen Betriebsfachkurse für Werkmeister nahmen zu Ostern 1935 einen neuen Lehrgang mit 85 Schülern auf. Die Vorprüfung legten 16 Schüler nach Abschluß des dritten Semesters ab. Die staatlich anerkannte Werkmeisterprüfung bestanden 14 Schüler. Insgesamt sind bis heute 214 Werkmeister geprüft, welche infolge der günstigen Entwicklung der Wirtschaft gute Stellungen erhielten. Betriebsfachleute dieser Art sind stets begehrt. Mieter=Verbandstagung in Bochum Gegenwartsfragen des Wohnungswesens und des Mietrechtes. Die Vertreter der im Bund Deutscher Mietervereine zusammengeschlossenen Mietervereine von Rheinland und Westfalen hielten in Bochum eine Verbandstagung ab, auf der Gegenwartsfragen des Wohnungswesens und Mietrechtes behandelt wurden. Die Tagung wurde von dem Verbandsleiter Pg. Straeter(Bochum) eröffnet und geleitet. Aus dem Geschäfts= und Kassenbericht war zu ersehen, daß der Verband im letzten Geschäftsjahre einen erfreulichen Aufschwung zu verzeichnen hat. Nicht weniger als 56 Vereine sind dem Verband angeschlossen und hatten ihre Vertreter entsandt, um die Ausführungen des Bundesführers Pg. Herrmann(Dresden) und des preußischen Geschäftsträgers im Bunde Deutscher Mietervereine, Pg. Gramse(Berlin), entgegenzunehmen. Bundesführer Pg. Herrmann(Dresden) führte u; a. aus, daß die freie Bau= und Wohnungswirtschaft der Vorkriegszeit sich in den Mietkasernen und in einer Verschandelung der deutschen Landschaft ausgeprägt habe. Das Leben eines Volkes wird aber stark dadurch beeinflußt, wie es wohnt. Das vom Staate und der Partei in Angriff genommene Siedlungswerk schafft daher die um die Volksgenossen wieder mit dem Heimatboden zu verbinden. Die Höhe der Miete spielt innerhalb des Familienhaushaltes eine entscheidende Rolle. Es ist daher besonders zu begrüßen, daß die Reichsregierung durch wirtschaftliche und gesetzliche Maßnahmen unberechtigten Steigerungen der Miete entgegengewirkt hat. Das Ziel ist eine gerechte Miete, die dem Hausbesitz das gibt, was er zur Erfüllung seiner volkswirtschaftlichen Aufgaben braucht, die Hohe der Miete jedoch von Konjunktureinflüssen auf dem Wohnungsmarkte möglichst unabhängig macht. Hieraus ergibt sich auch, daß Vermieter und Mieter nicht gegeneinander, sondern miteinander zu marschieren haben. Durch den von der Spitzenorganisation des Hausbesitzes und der Mieterschaft mit Forderung des Reichsjustizministeriums geschaffenen Deutschen Einheitsmietvertrag ist die Brücke geschlagen worden, die der Hausgemeinschaft förderlich sein muß.„„„.(Barlin) erhrtGeschaftsträger Pg. Gramse(Berlin) fuhrte in einem Referat über„Die Neuregelung des Mietrechtes“ u. a. aus, daß die von den früheren Regierungen laufend erfolgten Lockerungen des Mieterschutzes diesen Schutz so weit abgebaut hatten, daß er mit der jetzigen Lage auf dem Wohnungsmarkte nicht mehr in Uebereinstimmung stand. Die Reichsregierung traf durch die Neuregelung des Mietrechtes diejenigen gesetzlichen Maßnahmen, die das Mietrecht wieder an die Wohnungsmarktlage anpaßten. Das Schwergewicht der Mietgesetzgebung ist zugleich von den Ländern auf das verlegt worden. Hierdurch ist sichergestellt, daß im Gegensatz zu früheren Jahren die Einheitlichkeit des Mietrechtes auch zukünftig gewahrt bleibt. Das Mietrecht ist keine einseitige Maßnahme, die dem Mieter Vorteile oder dem Vermieter Nachteile bringen soll. Wie auf allen anderen Gebieten, steht auch im Mittelpunkte dieses Rechtsgebietes das Volk nur in seiner Gesamtheit. Es ist besondere Aufgabe der Mietervereine, die Mieter in objektiver Weise über ihre Pflichten und Rechte aufzuklären und zugleich zu dem Gedanken der Hausund Volksgemeinschaft zu erziehen. Freitag, 26. Juni Barometerz4 Uhr: 65.8 Thermometer i3 Uhr: H# S Zeiten für Sonne und Mond am 27. Juni: (DAufg..09, Unterg. 20.57; J Aufg. 13.43, Unterg..02 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Ein treues Weib, ein herzig Kind... Die Versachung des Antomus Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen aut KTT Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Der blaue Heinrich: Sonntag 20 Uhr: Der blaue Heinrich. Städtische Gemäldegalerie: Conn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr. werktags von 10 bis 16 Uhr Heimatmuseum Haus Rechen, Kunigsallee 17: Conn= und fetertags von 10 bis 13, werklags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Bödestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Eintritt: sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Feiertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Berggewerkschaftstasse, Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr, samstags von 15.30 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badcanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Das letzte Fort. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Tanzmusik. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: So endete eine Liede. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Bosambo. Capitol: ab 15.15 Uhr: Vergitzmeinnicht. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Lockenköpschen. Hammer Lichtspiele: Geschlossen. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der Abenteurer von Paris. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Die scharlachrote Blume. Odeon: ab 15.30 Uhr: Das letzte Fort. UnterhaltungsEhrenfelder Bierbaus Restaurant Hülsmann Partoaus im Stadtpark Gasthaus Wagener und Gaststätten: Restaurant Zum Wiesental Gasthaus Zum Denkmal Eppendorf War ein sonst biederer Geselle, der gute Antonius is Wattenscheid. Aus irgendeinem Grunde war ihm „sauwohl“ zumute, so„kannibalisch“ wohl, wie es im „Faust“ bei der Szene in Auerbachs Keller angedeutet ist. Sein Freund Karl sollte an seiner Fröhlichkeit teilnehmen; denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Aber dieser Freund saß ja zu Hause. Also wollte er ihn besuchen. Flugs ließ er sich eine Flasche Wein einpacken und machte sich mit Sonne im Herzen und Freude im Magen— denn er hatte schon heftig„geschlaucht“— auf den Weg. Er hatte aber Pech. Sein Kumpel war auf Arbeit. Die schmucke Lisbeth war allein zu Hause. Na, auch gut! Also bat er sie, mit ihm einige Gläschen zu trinken. Harmlos und fromm, wie eine Elisabeth sein muß, empfing und beherbergte sie den Angesäuselten und ließ sich nichts merken von ihrem Unmut über den Zustand des Besuchers. Dieser aber geriet in die Stimmung, die das Lied an die Freude wie folgt zeichnet: „Seid umschlungen, Millionen, diesen Kuß der ganzen Welt.“ Aber als Antonius, verführt durch die Teufel, die oft aus einer Flasche mit dem Weingeist gemeinsam emporsteigen, die erstaunte Elisabeth mit allzugroßen Augen ansah und gar mit Händen nach ihr griff, um seine Zuneigung allzu stark durch seine Gebärde zu betonen, mußte er sich allerhand Dinge sagen lassen, die dem Standpunkt einer echten deutschen Frau und Mutter, die Treue und Verantwortung kennt, Ehre machten. Es sagt zwar der Dichter: „Tritt den Frauen zart entgegen, Du gewinnst sie, auf mein Wort, Doch wer kühn ist und verwegen, Kommt vielleicht noch besser fort.“ Aber dieser Antonius war nicht nur kühn, er war sehr frech geworden, und als die gute Elisabeth deshalb diesen Be= und Versucher entrüstet aufforderte, das Haus sofort zu verlassen, war die Angelegenheit so brenzlig geworden, daß sich jetzt der Strafrichter mit der dummen Geschichte zu befassen hatte. Der Fall lag an der Grenze sehr schwerer Paragraphen und der allzu liebenswürdige Antonius kam in arge Bedrängnis. Wie die Sache verlief? Es wurde nur Hausfriedensbruch und tätliche Beleidigung angenommen. Die Strafe lautete auf drei Monate und drei Tage Gefängnis. Gerade genug, um abschreckend zu wirken und den Willen des Gesetzgebers zu unterstreichen, daß die Ehre der deutschen Frau unter den energischen Schutz der deutschen Gerichte gestellt ist. Der Leichtfertigkeit ist auf der ganzen Linie der Krieg erklärt. Es soll das Lied wieder recht haben:„Ein treues Weib, ein herzig Kind, das ist der mel auf der Erden!“ Den Ast durchsägt, auf dem er saß... Von einem Manne, der sich als Treuhänder, Verwalter, Rechtsbeistand bezeichnet, erwartet man berufliche Ehrauffassung und unbedingte Gewissenhaftigkeit. Der Angeklagte Pl. aus Wanne=Eickel erwies sich aber als ein großer Gauner, der die für seine Kunden eingezogenen Gelder aus Hausverwaltungen, Erbschaftsregulierungen, Inkassogeschäften in die eigene Tasche steckte. Dafür spielte er aber den „großen Mann“, kutschierte mit einem erst halb bezahlten Kraftwagen im Bezirk umher und streute der Kundschaft Sand in die Augen. Eine betrogene Witwe erachte den Stein ins Rollen und bald meldeten sich die Geschädigten in großer Zahl, und mit seinen kassogeschäften ist's nun vollständig zu Ende. Zunächst verhängte die Strafkammer anderthalb Jahre Gefängnis gegen ihn. Der angerichtete Schaden wird mit 5000 Mark angegeben. Daß Pl. den Ast, auf dem er saß, selbst durchgesägt hat, ist die weitere Folge seines bodenlosen Leichtsinns. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Samstag, 27. Juni. RSDAP. Sundern. 20 Uhr: Antreten sämtlicher Polktischen Leiter, Amtswalter und=warte zur Sonnwendfeter auf dem Wienkopp. Soweit vorhanden, Dienstanzug. Erscheinen jedes einzelnen ist Pflicht. RSDAP. Stiepel. 19 Uhr: Antreten aller Politische ete der Gliederungen an de den der Leiter, Amtswalter und=warte der Gliederungen Geschäftsstelle. Dienstanzug. Bereitschaft Ortsgruppe Altstadt. Sonntag 7 Uhr: Antreten zum Schießen an der Schule in der Trankgasse. Erscheinen ist Pflicht! D. B. „Kraft durch Freude“ KdF.=Wochenendfahrten Juli 1936 Ausschneiden! Aufbewahren! Die Deutsche Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude", Kreisamt Bochum, beabsichtigt, im Monat Juli die nachstehenden Wochenendfahrten durchzuführen. Da diese Fahrten erfahrungsgemäß schnell ausverkauft sind, bitten wir Sie, in Ihrem Interesse Ihre Teilnahme umgebend in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62 und 114, oder bei den Orts= und Betriebswarten anzumelden. 4. Juli 1936: Zum Badestrand nach Haltern,.45 RM. Abfahrt um 15 Uhr ab Wilhelmsplatz. 4. Juli 1936: Kaffeefahrt ins Blaue, 1,05 RM. Abfahrt um 15 Uhr ab Wilhelmsplatz. 4. und 5. Juli 1936: Autobusfahrt nach Detmold,.60 RM.; 9,10 RM. mit Uebernachtung und Verpflegung. 5. Juli 1936: Nach Ahrweiler, 5,55 RM. Abfahrt 6 Uhr vormittags ab Wilhelmsplatz. 11. Juli 1936: Kaffeefahrt nach Kettwig=Werden,.15 RM. Abfahrt um 15 Uhr ab Wilhelmsplatz. 11. Juli 1936: Nach Schloß Baldeney mit Motorbootfahrt, 1,45 RM. Abfahrt um 15 Uhr am Wilhelmsplatz. 18. Juli 1936: Zum Schwerter Wald,.65 RM.(einschließlich Kaffee mit Zubrot). Abfahrt um 15 Uhr ab Wilhelmsplatz. 18. Juli 1936: Nach Dahl,.60 RM. einschließlich Wanderung zur Glörtalsperre. Abfahrt um 15 Uhr ab Wilhelmsplatz. 18. und 19. Juli 1936: Nach Cochem an der Mosel, 11,70 RM.(einschließlich Uebernachtung und Verpflegung). 25. Juli 1936: Fahrt ins Blaue, 1,05 RM. Abfahrt um 15 Uhr ab Wilhelmsplatz. Außerdem jeden Mittwoch nachmittag Kaffeefahrt ins Blaue. Der Preis wird jeweils bekanntgegeben; er beläuft sich zwischen 1,10 bis.50 RM. Geplant ist noch eine 1½=Tagefahrt am 1. und 2. August 1936 nach Heidelberg. Preis einschließlich Uebernachtung, Verpflegung und Autobusfahrt 15,70 RM. Anmeldungen für alle Fahrten sind sofort zu tätigen. Ehe und Trug, Liebe und Lug Vor dem Schwurgericht wurde der Angeklagte Hübner aus Recklinghausen wege Meineids zu drei Jahren Zuchthaus, Ehrverlust und Eidesunfähigkeit verurteilt. Es war einfach eine ganz tolle Sache. Dieses Mannes wegen hatte in seinem Ehescheidungsverfahren ein junges Weib bereits einen Meineid geschworen. Als diese Frau vor einigen Monaten vom Schwurgericht verurteilt wurde, schwor Hüdner ihr zu Liebe falsch. Jetzt wurde diese Frau als Zeugin in seiner Sache vernommen. Obgleich sie damals ein Geständnis ablegte, wollte sie jetzt den Angeklagten Hübner, durchaus wieder herausreißen und das damalige Gestandnis widerrufen. Man hatte den zwingenden Eindruck als ob in irgendeiner Weise zwischen ihr und dem Angeklagten noch immer starke Beziehungen ständen, die selbst Wigste wagien., Eie Eninenmung der apderen “o deutliche Beweise nan der Schuld heiteinbar erschien. Das Urteil mußte dementsprechend ausfallen. Als das urteil gefällt war, nahm der Angeklagte die Strafe an. Hätte er dem Rate seines Verteidigers und den Mahnungen des Vorsitzenden entsprochen, das Unheil durch sein Verhalten nicht noch zu vergrößern und die Zeugin nicht auch in neue schwere Gefahren zu bringen, wäre das Strafmaß wahrscheinlich milder ausgefallen. Weltkongreß für Freizeit und Erholung. Zum„Weltkongreß für Freizeit und Erholung“ in Hamburg beabsichtigen wir, einen Sonderzug nach Hamburg vom 26. Juli bis 30. Juli 1936 starten zu lassen. Der Preis einschließlich Fahrt, Verpflegung, Uebernachtung sowie Führung in Hamburg wird mit 28.60 RM. pro Person berechnet. Sonderzug fährt am 26. Juli, gegen.30 Uhr, ab Hagen. Die Rückkehr von Hamburg ist für die Nacht vom 30. zum 31. Juli festgelegt,„Anmeldungen hierzu sind ab sofort beim Orts= oder Betriebswart oder aber in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, vorzunehmen. 6c Rraft durch Feude. Tagesplan für Samstag, 27. Juni. Körperschule nur für Männer von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle des Reformrealgymnasiums Bochum=DahlHallentennis in Herne ab 15 Uhr, Tennishalle auf der das Aergste wagten. Die Vernehmung de Zeugen erbrachte so beutliche Beweise von des Angeklagten, daß dessen Verstockth ach. ganzunsat eschlen. Has ur Pappelbusch aus. (Weitere Lokalnalbrichten Seite 11 und 14) Schachtanlage„von der Heydt“, Herne; Haltestelle der Linie Kursus zur Erwerbung des Sk.=Svortabzeichens von 17 bis 22 Uhr auf dem Volkssportplatz an der Castroper Straße. Tagesplan für Sonntag, 28. Juni Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 9 11 Uhr auf dem Sportplatz am Pappeldusch in BochumTenniskurse auf dem Tus.=Stadion an der Caxropet Straße von 8 bis 9. 9 bis 10, 10 bis 11. 11 bis 12 Uhr. Kursus für das Reichssportabzeichen. Jülli aus. Insolge der Abhaltung der Kreisjugenowetttampfe fällt am kommenden Sonntag, 28. Juni, der Kursus für das Reichssportabzeichen von 9 bis 11 Uhr auf dem Sportplatz aw Par Tichte Jene Welt der der Fürsten, Grafer tanten des Zarenrei hausgeiger und Kel die geheime Sehnst Hoffnung auf einen im Herzen, diese einen packenden Fi eines ehemaligen F nenden jüngeren B Geld zum Studiun großen Abenteurer nehmster Haltung in Hannes Stelzer sich— durch ein ersch fen— in das glei besessenen Pariser □ d u r c h s e i n e n B r u d e Hilde von Stolz diesem mit ausgeze Ein gutes Beiprog tonfilm„Beim Re und Liesl Karsta zu nennen sind, be Capitol Der gesanglich Neuaufführung der zeigt. Es ist der eines großen Kür Kind— dem klein Ruhm seiner Erfol Mädchen(Magda treue, verstehende bende Mutter, wir von den wundervol Sängers, der jetzt Film gewonnen w deten Italieners, d Sängers, zu lausch film auch bei der selten vermittelt, n prachtvollen Quali To Eine auf son abgestimmte„mus bastisch=amerikanise weanerischen Hapt tionen vollzieht sie aufgemachten, klei lung. Aus einen ein meisterlicher I überstürzten Ehe Glück. Greift die Zuschauer beim C Herzen. Das reich auf große Ansprü Gusti Huber al mann Thimig dem entzückend kr Konzertmanager Georg Aleran! lung vortrefflich! Das Beiproare ausgezeichneten§ Wochenschau die ballgroßkam 1. FC. Nürnberg Glo Wieder wird d Jahren sich die H obert hat, einen „Lockenköpfchen". der Wunschtraum es das Leben zu Fabel dieses neue lacht und weint Freund der schön men sollte.— De vaar herrliche L und in dem Lus zwei ganz tolle zeigt das Theate die Staatsmänne die neue TonwoWelt=Lie Paula Wessel zu sehen, bedeut Genuß. Paula einer ganz selten Ein Bochun Emil Kriegsfre von W .=R. 17 Dieses Bild im Jahre 191. um für die Hei Kriegsfreiwillig 1900 geborenen der jüngste Kri bei Ausbruch Bochumer Mar freiwillige des ochum und des Lietervereine Rheinland bandstagung gungswesens dsleiter Pg. t. Aus dem sen, daß der erfreulichen niger als 56 hatten ihre des Bundesdes preußir Mieterverhmen. i) führte u virtschaft der n einer Verseprägt habe. durch beeind der Partei fft daher die der mit dem Miete spielt entscheidende zen, daß die setzliche Maßiete entgegeniete, die dem seiner volksse der Miete Wohnungsus ergibt sich egeneinander, Durch den tzes und der ministeriums ist die Brücke aft förderlich i) führte in Mietrechtes" erungen lauhutzes diesen t der jetzigen hr in Uebertraf durch in gesetzlichen in die Wohicht der Mietauf das Reich , d a ß i m G e eit des Mietdas Mietrecht ieter Vorteile Ul. Wie auf telpunkte diee Gesamtheit. eine, die Mien und Rechte en der Hausster) imtlicher VolkSonnwendfeter enstanzug. Erler Politischen ungen an der g 7 Uhr: AnTrankgasse. Er* 1936 nschaft„Kraft gt, im Monat durchzuführen. usverkauft sind, Teilnahme um62 und 114, nzumelden. tern,.45 RM. RM. Abfahrt Detmold,.60 erpflegung. M. Abfahrt 6 =Werden,.15 nit MotorbootWilhelmsplatz. .65 RM.(einm 15 Uhr ab schließlich WanUhr ab Wilan der Mosel, Verpflegung). RM. Abfahrt Kaffeefahrt ins egeben; er beam 1. und 2. einschließlich hri 15.70 RM. rt zu tätigen. Zum„Weltmburg beabsichvom 26. Juli Preis einschließsie Führung in berechnet. Der Uhr, ab Hagen. st vom 30, zum sind ab sofort der Verkaufsüde und 14) Sichtoutg. ZWer Areineuter von Parik unt. bis 22 Uhr in Bochum=Dahlishalle auf der estelle der Linie abzeichens von der Castroper der Castroper 11 bis 12 Uhr. aus. Insolge fällt am komür das ReichsSportplatz aw Jene Welt der russischen Emigranten in Paris, in der Fürsten, Grafen, Exzellenzen und kaiserliche Adjutanten des Zarenreiches als Chauffeure, Tänzer, Kaffeehausgeiger und Kellner sich ihr Brot verdienen, immer die geheime Sehnsucht nach dem alten Rußland, die Hoffnung auf einen Zusammenbruch des neuen Regimes im Herzen, diese ungewisse Welt gibt den Rahmen kiit einen packenden Film. Peter Voß hat in der eines ehemaligen Fürsten, der seinem in England lernenden jüngereu Bruder auf geheimnisvolle Weise das Geld zum Studium verdient, alle Möglichkeiten, einen großen Abenteurer aristokratischer Pragung und vornehmster Haltung im Kampf um das Dasein zu spielen. Hannes Stelzer gibt den jüngeren Fürsten sich— durch ein erschütterndes Ereignis seelisch umgeworfen— in das gleißende Irrlicht der vom Spielteufel besessenen Pariser Nachtwelt verliert, bis er sich selbst durch seinen Bruder wiederfindet. Karin Hardt und Hilde von Stolz stellen die wertvollen Frauen in diesem mit ausgezeichnetem Tempo gedrehten Film dar. Ein gutes Beiprogramm, aus dem der köstliche Kurztonfilm„Beim Rechtsanwalt“ mit Karl Valentin und Liesl Karstadt sowie die Wochenschau besonders zu nennen sind, beschließt die Programmfolge. Capitol:„Vergiß mein nicht“. Der gesanglich unerreichte Giali=Film wird in Neuaufführung den Freunden herrlicher Singgkunst. gez Es ist der rührende Film von der Einsamkeit eines großen Künstlers, der mit seinem verwaisten Kind— dem kleinen Peter Bosse— unglücklich ist im Ruhm seiner Erfolge Sein Künstlerweg läßt ihn einem Mädchen(Magda Schneider) begegnen, das ihm treue, verstehende Kameradin, seinem Kinde eine liebende Mutter, wird. Diese einfache Fabel ist umrankt von den wundervollen Gesangsdarbietungen des großen Sängers, der jetzt mehr und mehr für den deutschen Film gewonnen wird. Und der Stimme dieses begnadeten Italieners, dieses bedeutenden und vollllommenen Sängers, zu lauschen, ist ein Genuß, wie ihn der Tonfilm auch bei der heutigen technischen Vouendung nur selten vermittelt, weil es nur wenige Sänger von solch prachtvollen Qualitäten und hohem Können gibt. Tonhalle:„Tanzmusik“. Eine auf sommerlich=leichte Unterhaltungswünsche abgestimmte musikalische Komödie mit einem bombastisch=amerikanischen Beginn und einem weanerischen Happy end. Zwischen diesen beiden Stationen vollzieht sich in dem Helden des liebenswürdig aufgemachten, kleinen Geschehens eine zwiefache Wandlung. Aus einem weltgefeierten Jazzdirigenten wird ein meisterlicher Interpret, der Klassiker, und aus einer übersturzten Ehe findet jemand den Weg ins wahre Glück. Greift die eine Besinnung den gut gelaunten Zuschauer beim Geschmack, so tut's die andere beim Herzen. Das reicht für den Erfolg des Films, der nicht auf große Ansprüche ausgeht. Mit Liane Haid und Gusti Huber als den ungleichen Partnerinnen, Hermann Thimig als einem besinnlichen Mittelpunkt, dem entzückend komisch durch die Szenen schreitenden Konzertmanager Leo Slezak und dem feierlichen Georg Alexander sind die Hauptrollen der Handlung vortrefflich besebtgnthäft ein Kustsn#l einen Das Beiprogramm enthau ein Lusrsoiel, einen ausgezeichneten Kulturfilm und in der neuesten Wochenschau die ersten, fesselnden Bilder vom Fußballgroßkampf„Fortuna". Düsseldorf gegen 1. FC. Nürnberg um die Deutsche Meisterschaft 1936. Gloria:„Lockenköpfchen“. Wieder wird dieses einzigartige Kind, das in wenigen Jahren sich die Herzen aller Kinobesucher der Welt erobert hat, einen neuen großen Erfola buchen können. „Lockenköpfchen“, ein Märchenspiel für jung und alt, der Wunschtraum des armen kleinen Mädels, mit dem es das Leben zu guter Letzt doch wohl meint, ist die Fabel dieses neuen Films. In diesem Film singt, tanzt, lacht und weint Shirley, so daß kein Kinofreund, kein Freund der schönen Unterhaltung, diesen Film versäumen sollte.— Der Film:„Städte am Meer“ zeigt ein vaar herrliche Landschaftsaufnahmen von der Ostsee und in dem Lustspiel„Tanzrivalen“ lachen wir über zwei ganz tolle Matrosen auf„Urlaub". Außerdem zeigt das Theater noch einen interessanten Film über die Staatsmänner der Welt in Wort und Bild, sowie die neue Tonwochenschau. Welt=Licht:„So endete eine Liebe“ Paula Wessely, Willy Forst und Gustaf Gründgens zu sehen, bedeutet von vornherein einen künstlerischen Genuß. Paula Wessely ist Künstlerin und Frau.„In einer ganz seltenen Weise deckt sich in ihr die künstlerische Ein Bochumer ältester Kriegsfreiwilliger des.=R. 172 wissenskampf zwischen Liebe, Pflicht und Freundschaft ausfechten muß. Die Hauptrollen spielen Cary Grant, Claude Rains und Kathleen Burke.— In dem sehr interessanten Beiprogramm läuft neben einem tollen Grotesklustspiel ein spannender Reiterfilm:„Meister im Sattel", ein sehenswerter Lehrfilm aus der Geschichte des Fernsprechers, und der lustige Kurzfilm:„Bettys Besuch bei Opa.“ Gehatung dner Role mit der wiellichen sebertboer. I s fehlbarer Sicherbeit, wie sich Willg Forst neben soviel Bochumer Der Bande und Vereilte Licht zu behaupten weiß. Restlos begeistert Gustaf Grundgens, der eine prächtige Charakterstudie gibt.— Das reichhaltige Beiprogramm bringt einen Treffer nach dem andern. Lichtspielhaus:„Die scharlachrote Blume“ Die Schreckenszeit der Französischen Revolution gibt den Rahmen für ein historisches Geschehen von bestrikkendem Reiz. Die geheimnisvolle, ewig lächelnde und spöttische Maske eines einfältigen Stutzers, des„roten Pimvernell", wird zum Spiegelbild des Lebens an sich. Die Liebesgeschichte, wie überhaupt alles Gefühlsmäßige, ist nur in Halbtönen angedeutet. Ein kraftvoller Zug geht durch alle Szenen. Hin und wieder bricht die Satire durch, die immer feind und liebevoll bleibt. Den Haupterfolg trägt Leslie Howard, ein künstlerisch starker. Charakter. Die Schönheit„von Merle Schlesierverein Bochum. Die Juniversammlung brachte nach Erledigung der vorliegenden Tagesordnung den bochinteressanten Vortrag des Mitgliedes E. Herda über seine„Kraft=durch=Freude"=Fahrt nach Madeira. Reicher Beifall lohnte den Redner für seine Ausführungen über die Seereise. Mitgliedern, die nicht anwesend waren, wird später Gelegenheit geboten, seine Schilderungen über den Aufenthalt auf Madeira zu hören. Fheater und Kunlt in den Nachbarltädten Die Spielpläne der kommenden Woche Obereon, bes, gep ra„aramm mit dem Kulturflim nerstag 20 Udr: Der Veuer aus, Gungsda; Duisburg Stadttheater: Samstag 20 Uhr: 20 Uhr: Paganini; Montag 20 Uhr: Obereon, der jungen Frau des„Pimperneu“ unwirklich.— Das Beiprogrumm mit dem Kulturflim und der Wochenschau genügt verwöhntesten Ansprüchen. nerstag 20 Uhr: Der Vetter aus Tanzabend; Samstag 20 Uhr: Fip#elio: JonnOinello: DiensOthello: DonDingsda: Freitag 20 Uhr: der Barbier von Sevilla. Apollo:„Bosambo“ Ein englischer Afrika=Film, der unsere Anerkennung verdient. Neben Sanders, dem echten Kulturvionier, steht der gekrönte Negersträfling Bosambo. Europäischer Geist zügelt, lenkt und leitet den afrikanischen Urtrieb durch die Ueberlegenheit des verstehenden, hochgemuten Herzens. Das ergibt Szenen und Bilder von stärkster Wirkung, die noch durch Kriegs= und Tanzgesänge in ihrer ureigenen Fassung unterstrichen werden.— In der Jugendvorstellung am Sonntag wird der Film „SOS. Eisberg“ gezeigt. Odeon und Skala:„Das letzte Fort“ In diesem Film steht ein Leutnant des Geheimdienstes im Mittelpunkt der Handlung, der einen GeDüsseldorf Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Zar und Zimmermann: Sonntag 19.30 Uhr: Fürst Igor: Montag 20 Uhr: Martha; Dienstag 20 Uhr: Schirin und Gertraude: Donnerstag 19 Uhr: Die Frau ohne Schatten; Samstag 20 Uhr: Martha. Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr: Meine Tochter— Deine Tochter: Sonntag 19.30 Uhr: Maria Stuart: Montag 20 Uhr: Meine Tochter— Deine Tochter; Dienstag 19.30 Uhr: Maria Stuart. Opernhaus: Samstag 17.30 Uhr: Götterdämmerung: Sonntag 19.30 Uhr: Aida: Montag 20 Uhr: Der Freischütz: Mittwoch 19.30 Uhr: Der Zigeunerbaron: Donnerstag 20 Uhr: Die Gärtnerin aus Liebe: Freitag 20 Uhr: Die heilige Fackel, Kaiserwalzer, Bayerische Janzhil: der: Samstag 19.30 Undine. Schluß der Uhr: Carmen; Spielzeit. Sonntag Erstaufführung im Bochumer Stadttheater Fets Gaminr Bar Von Heinrich von Gich Venden Erstes Bild(Entwurs: Dr. Harry Mänz) Von links nach rechts: Gerhard Meinecke(Graf Rupert), Horst Caspar Sohn), Adele Schönfeld(Eustache, Ruperts Gemahlin) und Walter Kaltheuner(Jeronimus von Schroffenstein)..-Muthherr Für die Kleist=Woche der kommenden Spielzeit wurde Heinrich von Kleists Schicksalstragödie„Die Fanilie Schroffenstein“ von Dr. Saladin Schmitt einstudiert und gelangte nach einem dramaturgisch ebenso geschickten wie einleuchtenden Kürzungs= und Straffungsverfahren vor gut besuchtem Hause zur Erstaufführung. Kleists dramatischer Erstling ist es wert, Die sAbunK Privataufnahme Emil Huber(links), Deutschlands jüngster Kriegsfreiwilliger und der Bochumer Marian von Wysocki, der älteste Kriegsfreiwillige des .=R. 172. Dieses Bild legt Zeugnis ab von dem Geist, mit dem im Jahre 1914 jung und alt zu den Fahnen eilten, um für die Heimat einzustehen. Es zeigt den jüngsten Kriegsfreiwilligen Deutschlands, den am 7. Oktober 1900 geborenen Emil Huber aus Offenbach, der wohl der jüngste Kriegsfreiwillige Deutschlands war, und den bei Ausbruch des Krieges bereits 48 Jahre zählenden Bochumer Marian von Wysocki, der der älteste Kriegsfreiwillige des Infanterieregiments 172 ist. Photo: Theaterarchiv Köln Walküre', die am Dienstag durch die Kölne: Oper zur ersten Aufführung gelangt. denn sie bringt wirklich guten Tabak in höchst zulässiger Menge! der Bühne wiedergewonnen zu werden, ist doch schon in ihm die szenische Kraft und dichterische Leidenschaft des Meisters zu spüren. Auf die schöne, darstellerisch sehr geschlossene Aufführung werden wir in der Montagsausgabe ausführlich zurückkommen. Der Beifall war herzlich. MCNZE 0 Se ite 6 Nr. 148 7 Bochumer Anzeiger" Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 PSC 1290 4 918384 0 (Seurschrund=Winden Zeireen! Botschafter von Ribbentrop über die Geschichte der deutschen Außenpolitik anb München, 26. Juni. Auf Einladung der nationalsozialistischen Journalisten gab Pg. Botschafter von Ribbentrop auf der Reichstagung der nationalsozialistischen Presse in München einen Ueberblick über die Geschichte der deutschen Außenpolitik unter besonderer Berücksichtigung ihrer Entwicklung seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus. Von der geographisch ungünstigen Lage Deutschlands in der Mitte Europas ausgehend und von der Tatsache, daß Deutschland in entscheidenden Epochen seiner Geschichte über keine überragenden politischen Führerpersönlichkeiten verfügte, gab von Ribbentrop zuerst einen umfassenden Abriß der deutschen Geschichte. Er wies auf die Schwäche des mittelalterlichen Reiches hin, umriß den Gegensatz zwischen Oesterreich und Preußen und hob die Bedeutung des Erwachens des deutschen Gedankens in Preußen während des Kampfes gegen Napoleon hervor. In längeren Ausführungen würdigte von Ribbentrop die staatsmännische Leistung Bismarcks und schilderte die Zerfahrenheit der deutschen Außenpolitik bis zum Kriegsausbruch, das Ausschlagen mehrerer englischer Angebote zur Zusammenarbeit, die Folgen der Tirpitzschen Flottenpolitik, das traurige Bild der politischen Führungslosigkeit im Weltkriege und die furchtbaren Folgen der nach der Auffassung des Botschafters keineswegs notwendig gewesenen Unterzeichnung des Waffenstillstandes und des Diktats von Versailles. Von Ribbentrop kennzeichnete dann den unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Nationalsozialismus und Bolschewismus und wandte sich gegen die Versuche des Auslandes, sich in unsere Glaubensangelegenheiten einzumischen, da nur der Nationalsozialismus die Kirchen vor der Zerstörung durch den Bolschewismus gerettet Dann leitete der Botschafter über zu einer umfassenden Würdigung der grundlegende Neugestaltung des Verhältnisses Deutschland zu Polen durch den deutsch=polnischen Nichtangriffsvertrag vom 24. Januar 1934. Er ist ein Schulbeispiel dafür, daß, wenn zwei Länder von weitsichtigen Männern geführt werden, die die Verständigung wollen, eine solche auch erreicht werden kann. Am 7. Februar 1934 wurde der zweite große Vorschlag des Führers für eine Rüstungsbegrenzung und einen Rüstungsausgleich Deutschlands gemacht. Ohne sich durch Enttäuschungen entmutigen zu lassen, hat der Führer immer wieder Frankreich die Hand, zur Versöhnung hingestreckt. Allen Hoffnungen machte die Note Frankreichs an England vom 17. April ein Ende. In dieser wurde jegliche unmittelbare Verhandlung mit Deutschland über eine Beseitigung der Rüstungsbestimmungen des Versailler Vertrages abgelehnt und die Vermittlung Englands zurückgewiesen. Damit war dieser Vorschlag des Führers ebenfalls gescheitert. Bereits im Sommer 1934 wurden von uns erneut Fühler nach verschiedenen Seiten ausgestreckt, um die Möglichkeit der Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem Ziele einer Rüstungskonvention zu prüfen. Sofort nach dem großen Bekenntnis des Saarvolkes zur Heimat hat der Führer erneut einen Verständigungsappell an Frankreich gerichtet. Auch zu Verhandlungen über den Luftpakt kam es nicht. Daß die deutsche Wehrgleichheit infolgedessen nicht durch eine allgemeine Abrüstung hergestellt werden konnte, ist nicht die Schuld Deutschlands gewesen!“ Der Botschafter bezeichnete das französischsowjetrussische Bündnis als ein bedauernswertes Ereignis, das einen dauernden störenden Einfluß in Europa habe, und begründete dann die Unvereinbarkeit dieses Bündnisses mit dem Locarnovertrag. Die Proklamation des Führers vom 21. Mai 1935 mit den bekannten 13 Punkten habe ein spontanes Echo fast in der gesamten Welt gefunden. Man habe neue Hoffnungen gehabt, insbesondere, als im Juni 1935 dann der Flottenvertrag zwischen England und Deutschland abgeschlossen worden sei. Das Bekanntwerden des Militärbündnisses zwischen Sowjetrußland und der Tschechoslowakei mußte bei Deutschland Bedenken über die Absichten Rußlands auslösen. Uebergehend auf die Ratifikation des französisch=sowjetrussischen Bündnisses vom 27. Februar 1936, führte der Botschafter aus: „Auf diesen Schritt Frankreichs erfolgte der deutsche Schritt vom 7. März 1936, der das primitivste Recht eines jeden Volkes auf seine Selbstverteidigung darstellt. Damit hat der Führer die volle Souveränität und uneingeschränkte Gleichberechtigung Deutschlands innerhalb des Reichsgebietes wiederhergestellt. Daß Deutschland nur gezwungenermaßen infolge der Nichteinhaltung der Verpflichtungen durch die anderen sich sein Recht selbst nehmen mußte, dies geht klar aus den oben dargelegten Ereignissen hervor.“ am Völkerbundskommissar in Danzig— Grundlegende Ausführungen von Staatsrat Albert Forster falls der ordentlichen Septemberversämmlung zu setzen. Chile halte an dem Grundsatz der Universalität fest und wüsche daher, daß diejenigen Staaten, die dem Völkerbund nicht angehörten, in angemessener Form gebeten werden, sich über ihren eventuellen Eintritt in den Völkerbund zu äußern. Hemänggst. 845 Litwinoff(Sowjetrußland) vemangelte, oaß der Vertreter Chiles keinen formulierten Vorschlag eingereicht habe, und warf die Frage auf, ob der chilenische Vorschlag nicht praktisch auf eine Zerstörung des Völkerbundes hinauslaufen würde. Würden genaue Vorschläge gemacht, so könnte ein Ausschuß mit einer Prüfung betraut werden. Man könne aber nicht eine Entschließung fassen, in der verkündet werde daß der Völkerbund reformiert werden müsse. Er(Litwinoff) glaube, daß der Pakt nicht versagt habe, sondern daß man die Waffen, die der Pakt biete, nicht angewandt Auch der rumänische Außenminister Tituleseu hielt die Unbestimmtheit des chilenischen Antrags für bedenklich,. H, Auhenministe,##. Der französische Außenminister Delbos warnte vor zu hochstrebenden Plänen. Mit Nutzen könnte man gewisse bescheidene greifbare Vorschläge ins Auge fassen, die die Grundsätze der kollektiven Sicherheit verstärken würden. Er bitte den Rat, keine sofortige Entscheidung zu treffen, damit man auf der nächsten Versammlung etwaige Anregungen entgegennehmen Diesem Vorschlag schlossen sich Eden, der polnische und der türkische Außenminister an. Der chilenische Vertreter erklärte in einem Schlußwort zu dieser Aussprache, daß es für seine Regierung entscheidend sei, zu verhindern, daß die ganze Welt in eine Katastrophe hineingezogen würde. Presse=Empfang beim Negus Der Negus hat heute abend in seinem Hotel die Vertreter der Presse empfangen und ihnen eine Erklärung übergeben. Wie schon bisher, hält er darin seine Ansprüche unvermindert aufrecht und verlangt in scharfen Worten, daß der Völkerbund seinen Verpflichtungen gerecht wird. Die Deutschlandreise Dr. Leys Außenpolitik Adolf Hitlers Er schilderte die Einigung des Volkes durch den Nationalsozialismus, unterstrich die Notwendigkeit einer unabhängigen deutschen Handels= und Wirtschaftspolitik und wandte sich dann der Wiederherstellung der Wehrhoheit des deutschen Volkes zu.„Am 30. Januar 1933 war Deutschland innerhalb eines hochgerüsteten Europas wehrlos. Da unser neues Deutschland diese Lage nicht länger ertragen konnte, stellte der Führer nach seinem Regierungsantritt an die Welt die Forderung der militärischen Gleichberechtigung. Die Notwendigkeit einer baldigen Verwirklichung dieser Forderung Deutschlands ergab sich erstens aus seiner geographisch gefährdeten Lage im Herzen Europas und zweitens vor allem aus seinem Gegensatz zu dem von einer aggressiven und expansiven Weltanschauung beherrschten Sowjetrußland. Hier eine grundsätzliche Bemerkung:.., 5enuasiischer Grss. Bei der Beurteilung außenpolitischer Größen muß der Realpolitiker sich klarmachen, daß mit dem Erscheinen des Bolschewismus ein völlig neuer Faktor in das außenpolitische Kräftespiel eingetreten ist, der eine schleichende Gefahr für alle Völker darstellt, und der geeignet ist, politische Kombinationen und Kalkulationen der alten Schule der Vorkriegszeit hinfällig zu machen. Der Außenpolitiker, der dies nicht in Rechnung stellt, wird zwangsläufig Enttäuschungen erleben. Deutschland, das durch den Kommunismus an den Rand des Abgrundes gebracht wurde, ist sich der unermeßlichen Gefahren bewußt, die ein Dulden der bolschewistischen Propaganda im eigenen Lande sowie die immer weiterschreitende militärische Erstarkung des Sowjetstaates als Träger des expansiven Bolschewismus in sich birgt. Deutschland wünscht den Frieden und lehnt aus seiner innersten weltanschaulichen Ueberzeugung Eroberungen und die Beherrschung fremder Nationen ab. Diesen deutschen Friedenswillen hat der Führer in den letzten drei Jahren unter klaren Beweis gestellt. Als der damalige englische Ministerpräsident Macdonald am 16. März einen Vorschlag machte, laut welchem Deutschland eine kurzdienende Armee von 200 000 Mann erhalten sollte, hat der Führer am 17. Mai diesen Vorschlag sofort angenommen. Der Führer hat aber noch mehr getan. Er hat der Welt das große Angebot unterbreitet:„Deutschland ist bereit, bis zum letzten Maschinengewehr abzurüsten, wenn auch die anderen Mächte dasselbe tun.“ Eine idealere Art, die militärische Gleichberechtigung herzustellen, kann man sich wohl nicht vorstellen, und der Führer ist hiermit auf den Grundgedanken zurückgegangen, der seinerzeit dem Präsidenten Wilson 1919 vorgeschwebt hat. Aber dieses großzügige Angebot wurde kaum zur Kenntnis genommen, und der Vorschlag der 200 000 Mann=Armee, der sogenannte Macdonald=Plan, scheiterte an Genf. Danach blieb Deutschland nichts anderes übrig, als dem Völkerbund den Rücken zu kehren. Damit war dieser erste Vorschlag des Führers zur Abrüstung und Rüstungsgleichheit der Welt erledigt. Des Führers Entspannungsschritte dnb Danzig, 26. Juni. Im Zusammenhang mit der Tatsache, daß der Kommandant des gegenwärtig in Danzig zu Besuch befindlichen deutschen Kreuzers„Leipzig“ den sonst üblichen Besuch beim Danziger Völkerbundskommissar nicht abgestattet hat, veröffentlicht der Gauleiter von Danzig, Staatsrat Forster, heute in der Danziger Presse einen grundlegenden Aufsatz über den Völkerbundskommissar in Danzig, in dem er u. a. sagt: „Mit der Uebernahme der Macht durch den Führer in Deutschland und der nationalsozialistischen Bewegung in Danzig hat die deutsche Ostpolitik eine Aenderung erfahren. Es wurde erreicht, daß sich das Verhältnis zum Osten Europas zwischen Danzig und Polen und in der Folge auch zwischen Deutschland und Polen immer erträglicher gestaltete und der Völkerbund seit drei Jahren keine Streitigkeit zwischen Danzig und Polen mehr zu besprechen hat. Da nun der Völkerbund bzw. sein hoher Kommissar in Danzig in der Beseitigung von Streitigkeiten zwischen Danzig und Polen nichts mehr zu tun hat und seine Existenz im großen ganzen überflüssig geworden ist, glaubt der hohe Kommissar seine Existenzberechtigung in Danzig auf einem anderen Gebiete nachweisen zu müssen. Er tut das, indem er sich fortwährend in die innerpolitischen Geschehnisse des Freistaates einwischt... g v. v.. isten resieren und zuck Erst seit wir Nationalsozialisten regieren und auch in Danzig die Einheit der Bevölkerung hergestellt und die Parteien geschwächt haben— soweit das bei den besonders gelagerten Verhältnissen in Danzig gilt—, bemüht sich der jetzige Vertreter des Völkerbundes, Lester, die Opposition in Danzig, die sich aus den letzten Resten der übrig gebliebenen Parteien, angefangen bei den Deutschnationalen über das Zentrum bis zu den Kommunisten, zusammensetzt, bei jeder Gelegenheit in seinen Schutz zu nehmen und der Regierung in Danzig das Leben sauer zu machen.... 8ne Es gäbe in Danzig längst keine Parteien mehr, wenn der Völkerbund nicht wäre. Diese Parteien hetzen seit drei Jahren planmäßig und bewußt gegen denNationalsozialismus, gegen Deutschland und gegen den Führer. Anstatt daß der hohe Kommissar des Völkerbundes der Danziger Regierung die Möglichkeit gibt, mit diesen berufsmäßigen kommunistischen und sonstigen Hetzern aufzuräumen, fällt er der Regierung in die Arme und duldet diese Hetze. Wieweit diese Hetze geht, das haben die Ereignisse der letzten vierzehn Tage in Danzig bewiesen. Ein halbes Dutzend schwerverletzte und drei tote Nationalsozialisten sind das traurige Ergebnis der Hebe.....,.lagenhaeit mah. Der hohe Kommissar nimmt jede Gelegenheit wahr, der nationalsozialistischen Regierung Stöcke zwischen die Beine zu werfen und der Danziger Opposition zu helfen. Er trägt damit wahrlich nicht zur Befriedung und zur Beruhigung in Danzig bei. So wie die Hitler=Bewegung ohne hohen Kommissar in Danzig ein ruhiges, verständnisvolles Verhältnis zu Polen und damit die Ruhe nach außen geschaffen hat, so wird die Hitler=Bewegung auch im inneren Leben Danzigs ohne hohen Kommissar sie aufrechtzuerhalten wissen. Dieser Mann müßte dem Führer und seiner Bewegung dankbar sein, daß heute ein gutes Verhältnis zwischen Danzig und Polen besteht und der Parteikrieg auch in Danzig gegenüber der Zeit vor der Machtübernahme durch uns vorbei ist. Der Vertreter des Völkerbundes in Danzig kann sich kümmern, um was er will. Er soll jedenfalls uns Nationalsozialisten in Ruhe wirken lassen. Wir werden ihm beweisen, daß wir imstande sind, sowohl nach außen als auch nach innen Ruhe und Frieden zu bewahren. sch. Der Oölterbundvent tagir kann in der abessinischen Frage keine wesentlichen Schritte unternehmen“.— Die Frage der Völkerbundsreform Genf, 26. Juni. Heute begann hier die Tagung des Völkerbundsrats, auf der über die Aufhebung der Sanktionen gegen Italien beschlossen werden soll. Mit dem gleichen Pariser Schnellzug traf am Freitag morgen der Negus Haile Selassie, begleitet von Ras Kassa und einem Teil seines Gefolges, zugleich mit dem englischen Außenminister Eden und dem französischen Außenminister Delbos in Genf ein. Während die Minister Eden und Delbos kaum beachtet wurden, umbrausten begeisterte Zurufe der etwa 7000köpfigen Menge, die sich auf dem Bahnsteig versammelt hatte, minutenlang den Negus, der im Carlton=Park=Hotel Wohnung nahm, wo auch die britische Abordnung wohnt. Die Tagung des Völkerbundsrats begann mit einer nichtöffentlichen Sitzung. Der englische Außenminister Eden verlas als Ratspräsident ein Schreiben des neuen italienischen Außenministers Graf Ciano, der mitteilte, daß Italien aus den bekannten Gründen nicht an der Behandlung der abessinischen Frage teilnehme und demgemäß auch der Erörterung der Locarnofrage fernbleiben müsse. Italien hoffe aber auf eine baldige Klärung, die ihm die Beteiligung an den Genfer Arbeiten ermögliche. Im übrigen war sich der Rat darüber einig, daß er in der abessinischen Frage keine wesentlichen Schritte unternehmen könne, nachdem die Versammlung damit befaßt worden sei. Der größte Teil der Sitzung war von einer Aussprache über Voraussetzungen und Methoden der Völkerbundsreform ausgefült. x.##, Gallerhunher An der öffentlichen Sitzung des Völkerbundsrates nahm für Abessinien Ras Nasibu teil. Er hatte jedoch keine Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, da Eden die Aussprache durch den Hinweis auf die Versammlung abschnitt...„ 95. Der polnische Außenminister Beck kündigte an, daß er im Auftrage seiner Regierung dem Rat eine schriftliche Mitteilung über gewisse Punkte der aufgeworfenen Frage zu machen habe. Der englische Außenminister Eden schlug hinsichtlich der Locarnofrage vor, eine Befragung der Ratsmitglieder über den Zeitpunkt zu veranstalten, an dem sich der Rat mit der Frage des Locarnovertrages beschäftigen könnte. Diesem Vorschlag wurde zugekimmt.„ M Der chilenische Vertreter Rivas Vicuna begründete hierauf ausführlich das Verlangen seiner Regierung, die Frage der Völkerbundsreform lauf die Tagesordnung der bevorstehenden oder jedenanb Mannheim, 26. Juni. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat auf der vor elf Tagen begonnenen Reise in die deutschen Betriebe bis heute sechs Gaue besucht. In 37 Werksbesichtigungen, die in größere und mittlere Betriebe führten, nahm Dr. Ley enge Fühlung mit Arbeitern und Betriebsführern. Neun Großkundgebungen wurden in den großen Städten, die auf der Reise berührt wurden, durchgeführt. Dr. Ley sprach in diesen Massenversammlungen zu rund 550000 schaffenden Menschen. Auch bei allen Betriebsbesichtigungen hielt er Ansprachen an die Belegschaften. Am Donnerstag abend sprach er in einer großen Kundjebung auf dem Mannheimer Meßplatz vor 100 000 haffenden deutschen Menschen. „Zentralstelle für weltanschauliche Gestaltung“ im Amt des Reichsleiters Rosenberg eingerichtet dnb Berlin, 26. Juni. Der Beauftragte des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, gibt, wie die NSK. mitteilt, folgendes bekannt: Zum Zwecke der Vertiefung und Sicherung der einheitlichen Formung der nationalsozialistischen Weltanschauung richte ich in meinem Amt eine Zentralstelle für weltanschauliche Gestaltung ein. Diese Stelle untersteht zunächst meiner persönlichen Leitung. Die„Zentralstelle für weltanschauliche Gestaltung" hat die Aufgabe, in engster gemeinsamer Arbeit mit den anderen Dienststellen und Gliederungen der NSDAP., die der nationalsozialistischen Weltanschauung entsprechende gedankliche Ordnung herauszuarbeiten und damit die Voraussetzungen auch für eine einheitliche nationalsozialistische Lebensgestaltung zu fördern. 40=Stundenwoche kostet 11, 5Milliarden Frank Paris, 26. Juni. Der„Figaro“ hat in industriellen und kaufmännischen Arbeitgeberkreisen eine Umfrage gehalten, wie hoch die Mehrbelastung durch die neuen Gesetze in der französischen Industrie sein würde. Danach bedeutet bei einer durchschnittlichen Beschäftigung von rund 7 776000 Arbeitnehmern in Industrie und Handel mit rund 10000 Frank Jahreseinkommen die Einführung der 40=Stunden=Woche eine Mehrbelastung von 11,5 Milliarden Frank. Kurz=Nachtichten Zum stellvertretenden Generalgouverneur in Italienisch=Ostafrika wurde der frühere Generaldirektor für Bergbau und Verhüttungsindustrie im italienischen Wirtschaftsministerium, Arnoldo Petretti ernannt. Politischer Mord in Mexiko. Der in Mexiko sehr bekannte national=revolutionär: Politiker und Abgeordnete Manlio Altamirano, der für den Gouverneurposten des Staates Veracruz kandidierte, ist in der Nacht zum Freitag in einem Kaffeehaus ermordet worden. Die Täter, in denen man politische Gegner des Getöteten vermutet, sind entkommen. 0 0 0 Seite 7 Nr. 148 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 Turnen und Um den Aufftieg zur Gauliga Dorumid-Vorikiand-Oder-Preuhen-Bodiaht! Preußens letzte Chance in einer Niederlage von Borufsia Dortmund zu luchen VIB. Bielefeld an der Wallerstraße Wenn am Sonntag abend in den Aufstiegsspielen zur westfälischen Gauliga das Schluß=Signal„Das Ganze halt!“ ertönt, dürfte der von Beginn der Aufstiegsspiele an mit stolzen Schwingen seine Kreise ziehende und an den letzten Sonntagen gestürzte Preußenadler aller Wahrscheinlichkeit müde und geschlagen in seinen Horst einfallen, wenn nicht noch Wunder geschehen. Keine Mannschaft im großen weiten deutschen Fußballager ist vor Ueberraschungen und Rückschlägen sicher und das Endspiel um die„Deutsche" am vergangenen Sonntag ist der beste Beweis dafür, daß im Fußball eben alles drin ist. Aber auf dieses Wunder in Gestalt einer Niederlage der Dortmunder Borussia in den beiden letzten Spielen zu rechnen, ist zwar jedem gestattet, verlassen kann man sich jedoch darauf beileibe nicht. Gewiß, man kann sagen, was die Siegener gegen Preußen Bochum am letzten Sonntag fertiggebracht haben, müßte auch gegen Borussia Dortmund gelingen. Aber die Rollen sind diesmal vertauscht. Die Siegener haben die weite Reise zu machen, die Siegener stoßen auf einen Gegner, der noch ungeschlagen ist und der sich in seiner eigenen Höhle mit aller Macht verteidigen wird. Ob es den Siegenern gelingt, in Dortmund mit der gleichen Leistung wie gegen die in Siegen weit unter Form spielenden Bochumer aufzuwarten, ist mehr als fraglich. Gewinnt Borussia Dortmund das Spiel gegen Siegen, so ist der Aufstieg der Dortmunder so gut wie sicher, denn das letzte Spiel gegen Recklinghausen müßte klar von den Dortmundern gewonnen werden können. Mit Rotthausen, das am Sonntag gegen Recklinghausen aller Wahrscheinlichkeit nach siegreich die Aufstiegsspiele beendet, würde also Borussia Dortmund, eine in Bochum recht beliebte Mannschaft, trotz mannigfacher Schwierigkeiten sich als Gauliganeuling vorstellen. Kommt es aber doch noch anders, so würden die Dortmunder das Schicksal der Bochumer übernehmen müssen und kurz vor dem Ziel um die durch die Niederlage der Bochumer neubelebten Hoffnungen kommen. Das setzt natürlich voraus, daß die Begegnung an der Wasserstraße: schaftet und muß für einige Wochen in Zwangspause gehen, was den Aktiven nur zu gönnen ist. Am Sonntag ist kleines Gesellschaftsspielprogramm. Wenn es dabei hier und da doch noch zugkräftige Begegnungen gibt, so liegt ihre Hauptanziehungskraft in erster Linie in den Revanchegelüsten, die Rückspiele meistens mit sich bringen; und um solche handelt es sich am Sonntag in der Hauptsache. Die Spiele Samstag: Bochum=West— Fortuna Weitmar Alemannia TuBV. Mengede—. SV. Höntrop LFC. Laer— Preußen 11 Bochum=Vöde Concordia Bochum— TuS. 26 Altenbochum Sonntag: MBV. Linden—. Edelstahl Krefeld Wattenscheid 19— Fortuna Gelsenkirchen Borussia Bochum—. Bochum=West TuS. Engelsburg— Wattenscheid 09/30 Langendreer 07— Steele TuS. 26 Altenbochum— Urania Lütgendortmund SV. Dortmund=Schüren—. STV. Werne Phönix Bochum— Polizei Bochum im Pokalendspiel beim DSC. 31 Bochum Am Sonntag steigt auf dem Platz am Lohberg das Endspiel des Jubiläum=Pokalturniers des DSC. 31 Bochum. Phönix Bochum und Polizei Bochum haben sich nach beiderseits glänzenden Leistungen in den vorangegangenen.=.=Kämpfen bis zu diesem entscheidenden Gang durchgerungen, wobei die Leistungen der Bochumer Polizisten als besonders gut hervorgehoben werden müssen, hatten sie doch die schwersten Kämpfe in den Vorrunden und vor allen Dingen in der schenrunde zu bestehen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Marmelshagener im Endkampf von der sich tapfer schlagenden Polizeimannschaft in die Knie gezwungen werden. stieg in die höhere Klasse und die Siegerehrung des Pokalsiegers statt. Um den BA.-Handball-Pokal Am letzten Spielsonntag vor der Sperre bringen die Pokalspiele noch zum Abschluß einen Höhepunkt. Zwei spannende Lokalbegegnungen bringt die Terminliste zum Abschluß der Saison, die beide heiß umstritten sein werden. Folgende Spiele sind angesetzt: Der Führer empfängt Staatsickretär a. D. Dr. Lewald Berlin, 26. Juni. Der Führer und Reichskanzler empfing heute in Gegenwart des Staatssekretärs Pfundtner den Präsidenten des Organisationskomitees für die XI. Olympiade, Staatssekretär a. D. Dr. Lewald, zum Bericht über das Programm der vom 1. bis 16. August dieses Jahres in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele. Bei dieser Gelegenheit überreichte Staatssekretär a. D. Dr. Lewald dem Führer ein Modell der Fackel, die am Altar in Olympia entzündet und mittels Stafettenlaufs der Sportler der sieben beteiligten Nationen zur Entzündung des olympischen Feuers im Olympiastadion nach Berlin getragen werden soll. Staatssekretär Pfundtner meldete anschließend dem Führer, daß die Olympiabauten des Reichssportfeldes am 10. Juli dieses Jahres völlig fertiggestellt sind und von diesem Tage an den olympischen Kämpfern zu Trainingszwecken zur Verfügung stehen. Preußen 07 Bochum— VfB. Bielefeld von den Bochumern gewonnen wird. Während der ganzen Meisterschaft und auch in den Aufstiegsspielen sind die Bochumer von Verletzungen verschont geblieben, bis Wittig, Preußens zuverlässiger Läufer im Spiel gegen Borussia Dortmund und nun auch Schmidt in Siegen sich Verletzungen zuzogen, so daß es noch nicht feststeht, ob die beiden Spieler am Sonntag mitwirken können. Da aber auch Bielefeld nicht mit kompletter Elf antreten kann, dürfte sich das Handicap ausgleichen. Die Preußen werden nach den Mißerfolgen der letzten Sonntage, die fünf Punkte gekostet haben, in ihrem letzten Spiel an der Wasserstraße sich hoffentlich einen guten Abgang schaffen. Noch sind die Hoffnungen nicht restlos dahin, noch kann das Wunder geschehen, daß Dortmund doch noch strauchelt, das mögen sich die Preußen ins Gedächtnis einhämmern, denn nur ein Sieg über Bielefeld würde gleichlaufend mit einer Dortmunder Niederlage im letzten Augenblick noch den Aufstieg sichern. Verloren ist nur der, der sich selber verloren gibt. Borussia Dortmund— Sportfreunde Siegen Zwei Mannschaften mit gleichen Waffen, mit fliegender Kombination, die bei den Siegenern infolge der famosen Außenstürmer etwas systemvoller ist als bei den Dortmundern. Beide Mannschaften auf Aschenplätzen zu Hause. so daß der Vorteil für die Dortmunder hier fortfällt. Borussia ohne den noch immer nicht wiederhergestellten Lenz, Borussia aber auch ohne den seither Mittelstürmer, spielenden Beerheide, der ebenfalls im Krankenhaus liegt. Das ist ein doppeltes Handicap für die Dortmunder und vielleicht die Grundlage zu dem Wunder, auf das die Bochumer warten. Rotthausen— Recklinghausen 13 Klare Sache für Rotthausen, das im letzten Spiel wohl einen sicheren Sieg über die nur zeitweilig eine gute Form erreichenden Recklinghäuser erringen wird. Eine Niederlage der Rosthausener würde den Bochumern nur dann einen Vorteil bringen wenn sie einen haushohen„Zu=Null=Sieg" über Bielefeld landen würden. Fußballabschluß der Sailon 1935/36 Die Gesellschaftsspiele Am letzten Sonntag der damit verflossenen Fußballsaison steht schon eine ganze Reihe von Vereinen mit Gewehr bei Fuß. König Fußball hat abgewirtAm Abend findet im Lokal Hahnefeld(Hermannshöhe) die Jubiläumsfeier in Verbindung mit dem AufGruppe Bochum=Wattenscheid: Westfalia Bochum— TV. Friesen Bochum Germania 06 Bochum— Tus. Bochum TG. Ehrenfeld— Wattenscheid 01 Wattenscheid 09/30— BC. Hordel Die Westfalen zeigten in den beiden letzten Spielen eine ausgezeichnete Form; gelang es ihnen doch am vergangenen Sonntag, die spielstarke Mannschaft des Tus im Endspurt zu schlagen. Die Begegnungen gegen den Nachbarverein Friesen haben immer spannende Kämpfe gebracht, und so wird es auch am Sonntag sein. Nach einem schwachen Start sind die Friesen zur Zeit in guter Verfassung und werden den Westfalen auf eigenem Platz einen Sieg nicht so leicht machen. Die Germanen sind ebenfalls nicht zu unterschätzen, und die Tus.= Leute haben allen Grund, den Gegner sehr ernst zu nehmen, um nicht alle Hoffnungen auf die Endspiele um den Pokal begraben zu müssen. Ehrenfeld wird sicher kampflos zu den Punkten kommen da die Wattenscheider selten auswärts angetreten sind. Den Kampf in Wattenscheid sollte die stärkere Elf von Hordel gewinnen. Das Endsviel der„Alten Herren“. Westfalia Bochum und Polizei=SV. Bochum Für das Endspiel um den vom Polizei=SV. Herne gestifteten Pokal für Alte=Herren=Mannschaften, das am Samstag abend in Herne ausgetragen wird haben sich die beiden Bochumer Mannschaften nach schweren Kämpfen durchgesetzt. In beiden Mannschaften spielen alte bekannte Handballspieler aus den Anfangsjahren des Handballs mit. Wir lassen den Ausgang offen. Der Aufftieg zur Bezirksliga Noch Hoffnung Eilrelfreid Am Sonntag fällt die Entscheidung— TG. Ehrenfeld auf eigenem Platz gegen den Tabellenletzten Viktoria Dortmund Die Stunde der Entscheidung ist herangerückt, am Sonntag dürfte das Rätselraten um den Aufstieg zur Bezirksliga endgültig entschieden werden. Wer die drei iga endgültig entschieden werden. Wer Glücklichen aus diesem mörderischen Kampf sein werden, steht noch nicht fest, noch haben fünf von den sechs Bewerbern Aussichten, in letzter Minute die Entscheidung für sich zu gewinnen. Vier von den fünf Vereinen können sich den Aufstieg noch aus eigener Kraft erkämpfen, während die TG. Bochum=Ehrenfeld auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Den eigenen Sieg über Viktoria Dortmund vorausgesetzt, hängt der Aufstieg der Ehrenfelder in erster Linie von dem Ausgang des Treffens SV. Hombruch— VfB. Börnig ab. Die Ehrenfelder dürfen den Börnigern nur einen Sieg wünschen, denn dadurch wird der dritte Platz für Ehrenfeld frei, sofern natürlich Herbede in Haspe auf der Strecke bleibt, was anzunehmen ist. Anders liegt der Fall, wenn wider Erwarten Herbede in Haspe gewinnen sollte, dann ist der Traum für Ehrenfeld ebenfalls aus. Nur die Niederlagen von Hombruch in Hombruch und Herbede in Haspe retteten die Ehrenfelder. Daß der letzte Sonntag zu einem erbitterten Kampfsonntag zwischen den einzelnen Bewerbern werden wird, steht fest. Hoffentlich geht alles reibungslos vonstatten. TG. Bochum=Ehrenfeld— Viktoria Dortmund Auf dem Platz an der Landwehr herrscht am Sonntag Hochbetrieb. Den ganzen Tag über tummelt sich die Jugend anläßlich des Jugendtages und in den frühen Abendstunden steigt dann Ehrenfelds letzter Aufstiegskampf. Der Gegner ist der Tabellenletzte Viktoria Dortmund, der außer dem aufsehenerregenden Sieg über VfB. Börnig nicht gerade mit sonderlich großen Taten in den Aufstiegsspielen aufgewartet hat Das besagt schon alles. Ehrenfeld muß also, wenn man die Sache nicht gar zu leicht nimmt, wozu bei der derzeitigen Lage keinerlei Veranlassung besteht, glatter Sieger bleiben können. Hoffentlich hat man die in den letzten Wochen entstandenen Lücken in der Mannschaft zweckmäßig ausgefüllt und geht im letzten Kampf mit dem notwendigen Ernst an die Sache, dann sollten die Punkte auch in Bochum bleiben. Argentiniens Olympiakämpfer gelandet Mit dem größten Dampfer der Hamburger Flotte. dem Hamburg=Süd=Dampfer„Cap Arcona", traf am Freitag vormittag die 57köpfige argentinische Olympiamannschaft im Hamburger Hafen ein. Die Mannschaft setzt sich zusammen aus 12 Seglern, die zunächst in Hamburg bleiben, sowie 11 Boxern mit ihren Trainern, 8 Leichtathleten, 5 Schützen, 4 Ruderern, 14 Fechtern und weiter der Schwimmerin Jegnette Campbell, die zum ersten Male als weibliche Teilnehmerin Argentiniens zu den Olympischen Spielen entsandt worden ist. Die argentinische Mannschaft, die unter Führung von Dr. Raul Almeida steht, wurde deutscherseits von dem amtlichen Beauftragten des Organisationskomitees der 11. Olympischen Spiele, Sandstede, betreut. Die Gesamtzahl der argentinischen Vertreter bei den Olympischen Spielen beläuft sich auf 92, womit Argentinien in diesem Jahre seine bisher stärkste Meldung abgab.„„ G a2 14 In den frühen Morgenstunden hatten sich auf einem Hamburg=Süd=Schlepper zahlreiche argentinische Freunde, darunter auch der Marathon=Sieger Juan Zabala, eingeschifft, um der„Cap Arcona“ auf der Elbe entgegenzufahren. Auf der Höhe von Schulau wurde der über die Toppen geflaggte Dampfer. an dessen Vormast die Olympiaflagge wehte, gesichtet. Die Gäste wurden an Bord genommen, wo sich dann herzliche Begrüßungsszenen abspielten. Während der Ueberfahrt war den Argentiniern Gelegenheit gegeben, täglich ihr Training durchzuführen. Außer einem 1300 Quadratmeter großen Sportdeck standen ihnen eine modern eingerichtete Turnhalle sowie ein geräumiges Schwimmbad zur Verfügung. Im Rahmen eines festgesetzten Tagesprogramms waren die Argentinier in der Lage, sich in Form zu halten....Karszchr Als die„Cap Arcona“ an der Ueberseebrücke festgemacht hatte, begaben sich Legationsrat Weber, der argentinische Generalkonsul in Hamburg, Dr. Daneri, sowie der Gausportbeauftragte, Obersturmbannführer Ullrich, an Bord, um die Argentinier in Deutschland willkommen zu heißen. Nachdem die Argentinier ein dreifaches„Hurra" auf Deutschland ausgebracht hatten, begrüßte der Gausportbeauftragte die Mannschaft im Namen des Reichssportführers und wünschte ihr bei den Olympischen Spielen einen guten Erfolg.— Im Hamburger Rathaus fand am Freitag vormittag ein offizieller Empfang der argentinischen Gäste statt. SV. Hombruch— VfB. Börnig Der Tabellenführer hat sich in Auswärtsspielen die meisten Verlustpunkte eingefangen und steht in seinem letzten Spiel vor keiner leichten Aufgabe. Die Hombrucher haben mit wechselvollem Erfolg die Aufstiegsspiele bestritten und haben noch eine Aufstiegschance durch einen Sieg über die etwas aus dem Konzept geratenen Börniger. Börnig hat nichts zu verlieren und steht mit seinen 11 Punkten und dem besten Tordurchschnitt bereits als Aufstiegskandidat fest. Union Haspe— SV. Herbede Beide Mannschaften liegen noch im Rennen. Haspe mit dem Vorzug, mit elf Punkten ebenfalls gesichert zu sein. Herbede kämpft dagegen noch um den dritten Platz und würde sogar im Falle eines Unentschiedens der. lachende. Dritte sein, sofern Hombruch nicht über Börnig die Oberhand behält. Es besteht also noch eine Fülle von Möglichkeiten und allen möglichen Kombinationen ist Tür und Tor geöffnet. Juan Zabela verletzt Die neuerliche Begegnung zwischen Zabala und seinem dänischen Bezwinger Siefert, die für kommenden Sonntag in, Kopenhagen angesetzt war, kann nicht stattfinden, da der Argentinier sich einer Kieferoperation unterziehen mußte und nicht starten kann. Japanische Olympia-Schwimmer in Berlin Schon Quartier im Olympischen Dorf bezogen. Mit dem fahrplanmäßigen Zuge von Warschau traf am Freitag früh die Hauptstreitmacht der japanischen Olympiaschwimmer in der Reichshauptstadt ein. Stärke von 22 Mann unter Führung des japanischen Olympiasiegers von Los Angeles, Kivokawa, haben die Japaner die Reise von Tokio über Sibirien, Moskau und Warschau ohne Aufenthalt zurückgeleat und sind nach der wochenlangen Bahnfahrt wohl und munter am Schauplatz ihrer Kämpfe eingetroffen. Am Vormittag folgte ein Empfang im Olympischen Komitee und dann bezogen die Japaner sofort ihre Quartiere im Olympischen Dorf. Weltfalens beite Schwimmer kämpfen in Bielefeld um die Gaumeisterschaft Als erster der 16 deutschen Gaue im Fachamt Schwimmen führt am Sonntag in Bielefeld der Gau IX(Westfalen) seine Titelkämpfe durch. Am Tage vorher werden die Kämpfe der Alten Herren und gendlichen abgewickelt. Die Meisterschaften weisen eine überraschend gute Besetzung in allen Konkurrenzen auf. Auch mehrere Olympiakandidaten befinden sich unter den Anwärtern. In den kurzen Kraulstrecken hat Schwarze(Münster) seine Titel zu verteidigen. Bei den Frauen hat Frl. Maus(Dortmund) gute Aussichten. Ueber 200 Meter Brust wird Balke(Dortmund) nicht zu schlagen sein; ebenso sollte Simon(Gladbeck) über 100 Meter Rücken keinen Gegner antreffen. Diese Prüfung der Frauen müßte an Frl. Heiling(Dortmund) fallen. In den Staffeln wird es bei den Männern zu erbitterten Kämpfen zwischen Westfalen Tortmund 19•• 12 50 sor 1. Schwar Sog.-Se S9e P0# er Chevreaux riester eindeschun und fer bie Chevreset 11. 50 Autoachse 808ggitterg, und et nürde guge unbrauch. das Fahrzeupung denkt aber de Aohse 8/7,.zen uie Hisen hel u gebr.z richugen. He111##. Schuh tut es ein hggmfedernde mit 8ePegiebigen aber Urgleichzeitig die biegübr Laufschle für ein leicheer erdr schwert und f9rbig Chevreaus Seite 8 Nr. 148/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 und Gladbeck 13 kommen. Bei den Frauen sind Germania Dortmund und Rote Erde Hamm hier die Rivalen. Das Kunstspringen führt Leo Esser an den Start, der für Gut=Naß Iserlohn springt. Olga Eckstein gilt bei den Frauen als Favoritin. Im Zeichen des olympischen Gedankens Tagung des DRL. Groß=Bochums. Die Gaugeschäftsstelle 9(Westfalen) der Deutschen Sporthilfe hatte die Vereinsführer und Vertrauensmanner der Ortsgruppe Bochum des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen zu einer wichtigen Tagung ins Evangelische Vereinshaus eingeladen. Der Mitarbeiter Pa. Vogelsang(Gerthe) richtete an die Erschienenen herzliche Worte der Begrüßung und konnte insbesondere die beiden Gaugeschäftsführer Hertel(Dortmund) und Heine(Duisburg) sowie den Kreisführer des DRL., Pa. Groll(Wanne=Eickel), willkommen berggr 9tand im Gticen k. Die Tagung stand im Zeichen des olympischen Gedankens und unter dem Motto:„Was leistet die Deutsche Sporthilfe?“ Eingehend sprach hierüber Geschäftsführer Hertel, der hervorhob, daß die Deutsche Sporthilfe die Unterstützungskasse der Turn= und Sportvereine geworden sei, die in der Lage ist, die durch Verletzungen in Not geratenen Sportler zu unterstützen oder verletzte Sportler in der Heilstätte Hohenlychen zur Wiedergenesung zu führen. „Einen Höhepunkt erreichte der Abend durch das Zerschlagen der Olympia=Sparglocken, die symbolisch den Gedanken des Olympia 1936 verkörpern und dazu beitragen, die Spiele in Berlin zu finanzieren. Die feierliche Handlung wurde durch den Kreisführer des DRL., Pg. Groll, sowie die Gaugeschäftsführer Hertel und Heine, die Mitarbeiter und Vereinsvertreter vorgenommen. Zu jeder Glockenzerschlagung wurden Worte gesprochen, die Aufschluß gaben über die Bedeutung dieses ideellen Sammelwerkes. Erfreulicherweise konnte festgestellt werden, daß sich in den Glocken ein namhafter Betrag befand. Mit einer Ansprache des Kreisführers Pa. Groll erlebte die Tagung ein besonderes Ereignis. Der Redner konnte die Grüße des Gauführers des DRL., Brigadeführers Lorenz(Münster), übermitteln. Er sprach über die Ziele des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, wo er betonte, daß wir am Anfang eines neuen Gedankengutes stehen, die Einheit, die Totalität, der Leibesübungen zu erreichen, daß eine Einheit zwischen Körper und Seele geschaffen werden soll, die in der Lage ist, die noch bestehenden Schwierigkeiten, den klaffenden Riß der Trennung zu beseitigen. Pg. Groll richtete an die Vereinsvertreter den Appell, mitzuhelfen, daß dieser Einheitsgedanke seine Verwirklichung findet. Er betonte, daß er im Kreise Bochum eine Führergemeinschaft zu schaffen gedenkt, die gewillt ist, treu zusammenzustehen, um für den Kreis Bochum das Bestmögliche zu erreichen. Besondere Ausführungen widmete der Redner dem Gedanken der Olympischen Sviele. Die Ansprache fand den lebhaften Beifall der Zuhörer. Sie endete mit einem begeisterten„Sieg=Heil!" auf den Führer. Mit dem Horst=Wessel=Lied fand die Tagung ihren Abschluß. Weitfalens LeichtathletikElite trägt die Gaumeisterschaften in Herford aus Herford mit seiner schönen neuen Kampfbahn ist am Wochenende der Zielpunkt der westfälischen Leichtathleten, die dort ihre diesjährigen Gaumeisterschaften austragen. Die bisherigen Ergebnisse im westfälischen Leichtathletiklager haben im Olympiajahr erfreulicherweise schon eine stärke Aufwärtsentwicklung erkennen lassen, wenn auch nur wenige Leistungen erzielt wurden, die in das deutsche Spitzenniveau hineinragen. Bei den 18 Wettbewerben der Männer sind vor allen Dingen die kurzen Strecken ausgezeichnet besetzt. Ueber 100 und 200 Meter ist zweifellos Butye=Pieper Favorit. Im 400=Meter=Lauf hat der Olympische Sportverein Hörde mit Goldhausen, Glagowski und Stemberg drei gute Eisen im Feuer. Gute Aussichten. die 800 Meter zu gewinnen, hat Destadt(Iserlohn). Sehr viel verspricht der 1500=Meter=Lauf, in dem so gute Kräfte wie der Hochschulmeister Saake(Hagen), Göttmann (Hamm) und Falcke(VfL. Dortmund) an den Start gehen. Die 5000 Meter werden Kelm(Hamm) nicht zu nehmen sein. Auch die 10000 Meter werden eine sichere Beute von Kelm werden, hinter dem sich Legge (Bochum), Prange(Schwelm), Starke(VfL. Dortmund) und Hilner(Eintracht Dortmund) einen harten Kampf liefern werden. Die 110 Meter Hürden sind verhältnismäßig schwach besetzt. Nach dem Abgang von Kumpmann nach Köln wird Kortzikowski(Dortmund) der erste Platz nicht zu nehmen sein, und die lange Hürdenstrecke hat in den beiden Hördern Ebert und Vogelsang, Pfingsten(Breckerfeld) und Fröhlich(VfL. Dortmund) die aussichtsreichen Anwärter. Im Weitsprung hat der Schwelmer Simon mit 6,92 Meter die beste Leistung bei den Kreismeisterschaften erzielt. Der Hochsprung sieht Staus(Neheim), der 1,81 Meter übersprang, vor Neuruhrer(Bielefeld), Plieth(Preußen Münster) und Gomille(Iserlohn) als Favoriten. Der Bochumer Dzwiza müßte sich abermals den Gaumeistertitel im Stabhochsprung vor den Dortmundern Regener, Scholz und Kehrstephan holen. Im Dreisprung erzielten Hülsmann(Sieker) und Scholz(VfL. Dortmund) die besten Leistungen in den Kreismeisterschaften. In den technischen Wettbewerben wird es im Kugelstoßen durch Werring(Gronau), der in diesem Jahre schon wiederholt über 15 Meter kam, einen sicheren Sieger geben, im Diskuswerfen dürfte es der Bochumer Buschen schwer haben, Hoffmeister(Münster), der immer noch dabei ist, zu bezwingen; im Speerwerfen hat der Münsteraner Hartmann mit 57.44 Meter die beste Jahresleistung erzielt, und schließlich wird Löring(PfL. Dortmund) sich im Hammerwerfen den Sieg nicht nehmen lassen. Der Zehnkampfwettbewerb ist schlecht besetzt. In Herford werden lediglich die ersten fünf Uebungen durchgeführt. Die aussichtsreichsten Teilnehmer, sind Regener(Dortmund), Fahrt= mann(Bielefeld) und Wagner(Menden). Vom Radlport Bezirkswanderfahrt. Am Sonntag, 28. Juni, findet die 4. diesjährige Bezirkswanderfahrt statt. Sie geht nach Recklinghausen, wo um 9 Uhr vom Rathaus aus eine Propagandafahrt durch die Stadt gemacht wird. Die Fahrt geht dann weiter zum Strandbad„Mollbecke". Badeanzug mitbringen! Der Radfahrerverein„Westfalia 1895“ fährt um 7 Uhr vom Bülowplatz. Der Radfahrerverein Sturmvogel 04 Bochum unternimmt am kommenden Sonntag eine Wanderfahrt nach der Mollbecke bei Recklinghausen. Treffpunkt der Mitglieder um 6 Uhr bei Kortländer. Die Fahrt ist mit einer Bezirkswanderfahrt verbunden. Jugendliche und Freunde des Radwandersports sind freundlichst eingeladen.— Die Rennfahrer des Vereins bestreiten den ersten Lauf zur Vereinsmeisterschaft über 60 Kilometer(Rundstrecke). Treffpunkt 6 Uhr bei Kortländer, Ecke Herner Straße. 23o00 Hiaderundfungeniranpt Das Deutiche Jugendfelt in Bochum— Hochbetricb auf 28 Sportplätzen Samstag abend auf dem Wienkopp Sonnenwendteier der Hy. Bekanntlich mußte mit Rücksicht auf den Gauparteitag in Dortmund das allgemein auf den 20. und 21. Juni 1936 festgesetzte Deutsche Jugendfest 1936 in Bochum auf den 27. und 28. Juni 1936 verschoben werden. Die dem Fest der Deutschen Jugend voraufgegangenen Einzelwettkämpfe in den Schulen wurden pünktlich bis zum 19. Juni 1936 restlos durchgeführt. Die Kämpfe fanden bei günstigem Wetter statt und zeitigten gute Erfolge. Es wäre verfrüht, schon jetzt ein Leistungsurteil über die Kämpfe abzugeben; dies wird erst nach Sichtung der Leistungsergebnisse möglich sein. Es sei allerdings schon jetzt bemerkt, daß stellenweise die Zahl der Sieger über 50 Prozent der Teilnehmer liegt. Die Schulen haben den Siegern aus Einzelkämpfen die vorgeschriebene Bescheinigung ausgestellt. Mit dieser Bescheinigung melden sich die Sieger bei ihren IV.= bzw. IM.=Gliederungen auf dem Wettkampfplatz. Nicht der H J. bzw. dem BDM. angehörige Sieger und Siegerinnen der Volks=, mittleren und höheren Schulen melden sich zum Empfang der Siegernadel auf dem ihrer Wohnung am nächsten liegenden Wettkampfplatz am 27. Juni 1936, und zwar die Jungen um 10 Uhr und die Mädel um 12.30 Uhr. Jeder Sieger bzw. jede Siegerin muß im Besitze des Siegerausweises sein. Im Mittelpunkt des Deutschen Jugendfestes stehen die am 27. und 28. Juni stattfindenden Gemeinchaftskämpfe der Hitler=Jugend. Wie bereits bekanntgegeben, ist der Zeitpunkt der Durchführung der Wettkämpfe wie folgt festgesetzt: Samstag: 7 bis 11 Uhr D., 11 bis 13 Uhr IM., Sonntag: 8 bis 13 Uhr HJ., 14 bis 17 Uhr BDM. Wie im vergangenen Jahre werden zur Durchführung der Kämpfe fast sämtliche städtischen und privaten Sportplätze in Anspruch genommen. Es kommen folgende Plätze in Frage: als stadteigene Plätze 1. Volkssportplatz, 2. An der Landwehr, 3. Am Pappelbusch, 4. An der Krümmede, 5. Pestalozzistraße, 6. Tippelsberger Straße, 7. Hasenkampstraße, 8. Freiligrathstraße, 9. Buscheystraße, 10. Hattinger Straße(am Weitmarer Holz), 11. Hüllerbachstraße, 12 Rüsingstraße, 13. Bockholtstraße, 14. Ehrenmal Gerthe; als Vereinssport plätze: 1. Castroper Straße! TuS.=Stadion(Turn= u. Sportv. 1908 e..), 2. Am Lohberg(Pol.=SpV.), 3. Wasserstraße(ReichsbahnTuS.), 4. Essener Straße(TuS. Engelsburg), 5. Dorstener Straße(Rasensportverein), 6. Riemker Straße SpV. Phönix), 7. Hiltroper Straße(Turn= u. SpV. Constantin), 8. Dannenbaumstraße(LFC. Laer), 9. An der Zeche Amalia(STV. Werne), 10. Borchallee (SpV. Langendreer 04), 11..=Köckritz=Straße(Spiel u. Sport Gerthe), 12. Am Lewacker(MBV. Linden), 13. Kassenbergerstraße(Sportelub Dahlhausen), 14. Kemnader Straße(Spu Sp. Stiepel). Die Verteilung der Teilnehmer auf die einzelnen Sportplätze ist so erfolgt, daß eine reibungslose und schnelle Abwicklung gewährleistet ist. Vor Beginn der Kämpfe erfolgt die feierliche Fahnenhissun Durch die gegenüber dem Vorjahre geänderte Organisation des Deutschen Jugendfestes konnte es ermöglicht werden, daß die Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahre mehr als verdoppelt ist. Während im Vorjahre etwa 12000 Wettkämpfer an dem Jugendfest teilnahmen, werden in diesem Jahre über 23.000 Teilnehmer zu verzeichnen sein, die sämtlich Angehörige der HI.= Formationen sind.„„e J6 Sumi Die Wettkämpfe am 27. und 28. Juni 1936 sind Mannschaftskämpfe und bestehen: für die 10= bis 14jährigen männlichen und weiblichen Jugendlichen aus: 60=Meter=Lauf, Weitsprung, Schlagballweitwerfen(80 Gramm), für die 15= bis 18jährigen männlichen Jugendlichen aus: 100=Meter=Lauf, Weitsprung, Keulenweitwerfen(500 Gramm) und für die 15= bis 18jährigen weiblichen Jugendlichen (B2M. bis 21 Jahre) aus: 21 Jahre) aus: 100=Meter=Lauf, Weitsprung, Schlagballweitwerfen(80 Gramm). Zu den Kämpfen wird die gesamte Bürgerschaft Bochum, ganz besonders aber die Eltern und Erzieher, eingeladen Am Samstaa, 27. Juni 1936, findet auf dem Wienkopp die Sonnwendfeier der H J. für den ganzen Standort Groß=Bochum(Bochum, WanneEickel, Witten und Wetter) statt, an der alle Führer der HJ. und Führerinnen des BDM. teilnehmen. Als Abschluß des D..=F. finden am Sonntag, 28. Juni 1936. die Sonnwendfeiern der einzelnen HI.= und BDM.=Einheiten statt. Die näheren Anweisungen zu den Sonnwendfeiern hat die Hitler=Jugend bereits erlassen. Bochum, den 25. Juni 1936. Die Kreisgeschäftsstelle des Deutschen Jugendfestes für den Stadtkreis Bochum. 600 Nennungen Zuschauern ansprechend. Es gab zum Teil recht gute Kämpfe. Leider wurde im Schwergewichtskampf der Hamborner und im Federgewichtskampf der Bochumer Vertreter im Urteil benachteiliat..64, Iu incahf Die Ergebnisse: Schüler=Papiergewicht: Manczyr 8 (.) gegen Kosipa(.) unentschieden. Bantamgewicht; Manczyk 2(.) Punktsieger über Blumeroth(.). Müller(Schalke) siegte in der 2. Runde durch Niederschlag über Gottschalk(Duisburg=Meiderich). Halbschwergewicht: Schneider(Laer)— Hillers(.) unentschieden. Schwergewicht: Vienhofen(.) Punktsieger über Pethofer(.). Jugend=Weltergewicht: Grimm(.) — Bohlen(.) unentschieden. Mittelgewicht: Prieß (Wanne=Eickel) Punktsieger über Matuschewski(Duisburg=Ruhrort). Weltergewicht: Distelrath(.) Punktsieger über Lohmann(.). Federgewicht: Seifert(.) gegen Sturm(.) unentschieden. Einlagekampf im Fliegengewicht: Petermann(BSK. 19) gegen Röttger (Bochum=Laer) unentschieden. Schachwerbeturnier in Querenburg Am kommenden Sonntag veranstaltet der Schachib„Nimmer patt" Laer im Lokale Hahne, Buscheystraße, ein Schachwerbetuxnier. Als Gegnex ist die zum Bochumer ProvinzialReitturnier am 4. und 5. Juli Weitfalens Reiterelite am Start— Wer fiegt in der Viellcitigkeitsprüfung um die Provinzialltandarte? treffen mit entscheidend ist. Zu den Dressurprüfungen und Eignungsprüfungen für Wagen= und Reitpferde liegt ein großes Nennungsergebnis vor. Einer der bekanntesten deutschen Dressurreiter, SS.=Untersturmführer C. H. Andreas(Hagen), der auch in diesem Jahre im Kampf um das Championat in Führung liegt, wird ebenfalls in Bochum mit seinem berühmten Dressurpferd Indra an den Start gehen und an beiden Tagen Aufgaben aus der Olympia=Dressurprüfung vorreiten. Jagdspringen sind bekanntlich beim Publikum besonders beliebt. Die auf dem Programm stehenden sechs Jagdspringen tragen diesem Interesse Rechnung. Im Mittelpunkt steht hier das Rekord=Jagdspringen der Provinz Westfalen, an dem auch der vom ersten Bochumer Turnier her bekannte Obertruppführer Staupendahl mit seinem Springpferd Scheik teilnimmt. SA.=Obertruppführer Staupendahl konnte beim letzten Turnier mit seinem Scheik mit 1,85 Meter einen neuen Rekord aufstellen. Zu jedem Reitturnier gehört ein besonderer Höhepunkt, für den in Bochum an beiden Turniertagen die Wehrmacht mit einer großen Vorführung und der Bochumer Reitersturm mit einer Quadrille sorgen. Die Bedeutung des Bochumer Turniers geht schon daraus hervor, daß der Chefreiterführer der bekanntlich jetzt dem Reichsnährstand angegliederten ländlichen Reitervereine Deutschlands, Graf Wolf=Metternich, sehr wahrscheinlich dem Turnier beiwohnen wird. Das am 4. und 5. Juli auf dem Bochumer TuS.= Platz zur Durchführung gelangende 10 Provinzialturnier des Provinzialverbandes westfälischer Zucht=, Reitund Fahrvereine wird zu einem Stelldichein der gesamten westfälischen Reiterelite werden, kommt doch dieser Veranstaltung als Jubiläumsturnier besondere Bedeutung zu. Das erfreulichste Ergebnis einer vom Vorsitzenden des Verbandes, Sümmermann, geleiteten Besprechung war die Feststellung, daß alle Vorbereitungen ein Reiterfest besonderen Formates versprechen. Mit 600 Nennungen hatte die Ausschreibung einen durchschlagenden Erfolg. Der Vorsitzende des Provinzialverbandes erläuterte das umfassende Programm in seinen einzelnen Punkten. An der Spitze der Wettkämpfe steht der Wettbewerb um die Provinzialstandarte, die der Reit= und Fahrverein Greven zu verteidigen hat. Während hier die besten westfälischen Vereine aufeinandertreffen, bleibt die zweite große Vielseitigkeitsprüfung des Turniers, der Kampf um den Wanderehrenpreis des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, den Anfängern vorbehalten. Hier hat der Reit= und Fahrverein Soest die wertvolle Trophäe zu verteidigen. Aus dem umfangreichen Programm ragt besonders noch die große Gespann=Sternfahrt nach Bochum hervor. Aus allen Teilen der Provinz treffen am Freitag nachmittag die Gespanne in Bochum ein. Sieger wird das Gespann, das die größte Kilometerzahl zurückgelegt hat, wobei der Zustand der Pferde beim EinBeundies Berb, Onicher denn10 Dic 69.„Deutsche Meilterschaft im Turf“ traditionelle Hamburger Rennwoche erreicht ein, Schachwerbeturnier, Als Gegn spielstarke Mannschaft des Schachvereins des Bochumer Vereins verpflichtet worden. An alle Querenburger Schachfreunde und solche, die es werden wollen, ergeht der Ruf, sich dieses Werbespiel anzusehen, da sehr spannende Kämpfe zu erwarten sind. Reit- und Fahrturnier in Wanne Wehrmacht, Schutzpolizei, SA., SS., HJ. und Zivilreiter am Start Heute beginnt auf dem Eickelplatz das große Reit=, Spring= und Fahrturnier der Reiterstandarte 67, das ein großes reitsportliches Ereignis für Wanne=Eickel und Umgebung zu werden verspricht. 250 Nennungen wurden für die 16 Wettbewerbe abgegeben. Es beteiligen sich an den verschiedensten Prüfungen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Wehrmacht, vornehmlich des Reiterregiments 15 und des Artillerieregiments 16. Es fehlt aber auch nicht die Schutzpolizei, die aus Bochum Pferde entsendet. Unsere braunen und schwarzen Reiter aus Westfalen und Rheinland werden mit ihren guten Pferden den Kampf aufnehmen. Wagemutige Amazonen wird man in den Sattel steigen sehen. Für den Großen Preis von Europa, der die Elite der Motorradrennfahrer am 5. Juli in Hohenstein=Ernstthal versammelt, gaben 14 Nationen insgesamt 117 Meldungen ab. Deutschland ist mit 48 Fahrern am stärksten vertreten. Trabrennen zu Gellenkirchen Der letzte Tag des großen Sommer=Meetings am Sonntag steht wieder im Zeichen gut besetzter Felder, da die Nennungen für die einzelnen Rennen recht zahlreich abgegeben wurden. Dieser Renntag wird besonders guten und interessanten Sport bringen, da nach langer Zeit wieder ein Stichfahren,„Großer Rheinland=Preis", als wertvolles Zuchtrennen ausgeschrieben ist. Unsere Voraussagen: 1..: Hansi Watts— Allax— Wehrmacht. 2..: Luitpold— Weltruf— Adi Guv. 3..: Maikönig— David W.— Vogel. 4..: Maria R.— Wege— Erna Bacon. 5..:(2. Stechen): David W.— Vogel— Maikönig. 6..: Circe— Bello Watts— Adolf Lee. 7..: (3. Stechen): David W.— Vogel— Baroneß Dugout. 8. .: Peter Dooley— Rheingold— Patschuli. 9. R.(Entscheidungslauf): David W.— Baroneß Dugout. 10..: Adda— Fiedler— Heide. Rennen in Neuß Der Neußer Reiter= und Rennverein leitet am Sonntag sein Juni=Juli=Meeting mit einem umfangreichen Programm ein. Nicht weniger als acht Prüfungen kommen auf der Bahn am Hessentor zur Entscheidung, von denen der Preis vom Rosengarten den Rennreiterinnen vorbehalten ist. Dem Werte nach steht der Preis von Schlenderhan über 2000 Meter im Mittelpunkt der sportlichen Geschehnisse. Unsere Voraussagen: 1.: Commodore— Drachenkopf. 2..: Finor— Pollur II. 3..: Die Lupine— Odenwald. 4..: Ma Clochette— Filene.„5..: Griffon—. Lösfelmann. 6. .: Nuri— Pieta. 7..: Nußknacker— Rücklauf. 7..: Fahrewohl— Fedeler. Weitere Voraussagen: Samstag, 27. Juni Paris=Longchamp: 1..: Belle Mab— Rosctown. 2. .: Tesse— Le Duc. 3..: Fingall— Hue Cocotte. 4..: Fu Ming— Don Milo. 5..: Hors Bord— Acthelflead. 6..: Tranche Montagne— St. Lord Derby, Die am Sonntag mit der Entscheidung des Deutschen Derbys ihren Höhepunkt. Mit überaus großer Spannung sieht man dem Ausgang des Kampfes um das„Blaue Band“ entgegen, der noch nie so offen anmutete wie in diesem Jahre. Es gibt keinen ausgesprochenen Favoriten für das 69. Deutsche Derby, das mit 60000 Mark ausgeschrieben ist und bekanntlich über 2400 Meter führt. Und gerade diese Ungewißheit erhöht noch den Reiz der„Deutschen Meisterschaft im Turf“, die im vergangenen Jahre von dem großartigen Schlenderhauer Sturmvogel mit großer Ueberlegenheit gegen Glaukos, Lampadius und Manzanares gewonnen wurde. Das endgültige Derby=Feld hat folgendes Aussehen: O. Blumenfeld und Samson:„Item“., 58 Kilogramm.(E. Böhlke): Hauptgestüt Graditz:„Abendstimmung“., 56½ Kilogramm(H. Zehmisch); Gestüt Erlenhof:„Nereide"., 56½ Kilogramm(E. Grabsch): Gestüt Erlenhof:„Idomeneus“., 58 Kilogramm(O. Schodd A. Horalek:„Treuer Geselle“., 58 Kilogramm(K. Visek); P. Mülhens:„Reichsfürst“., 58 Kilogramm(J. Rastenberger): P. Mülhens:„Seine Hoheit“., 58 Kilogramm; Gestüt Mydlinghoven:„Geradeaus“., 58 Kilogramm; Gestüt Schlenderhan:„Walzerkönig“., 58 Kilogramm (P. Ludwig); Gestüt Schlenderhan:„Wiener Walzer“., 58 Kilogramm(W. Printen); A. und C. Weinberg:„Periander“., 58 Kilogramm (G. Streit); A. und C. Weinberg:„Alexandra“ S. 56½ Kilogramm (J. Starosta). Die Hengste tragen alle das gleiche Gewicht von 58 Kilogramm. die Stuten 56½ Kilogramm.— Wochen vor dem Derby galt der Schlenderhaner„Walzer: könig" als hoher Favorit, doch hat sich inzwischen eine vollkommen veränderte Situation ergeben, Per Sohn der„Wiener Blut" gewann zwar das Henckel„Union" versagte der Schlenderhaner vollkommen, und auch in dem am letzten Mittwoch von„Nereide“ gewonnenen Nickel=Eintracht=Rennen kam„Walzerkönig" über einen belanglosen dritten Platz nicht hinaus. Er mußte sogar dem Röttgener„Reichsfürst" den Vorzug lassen, der sich wiederum sehr gut zu„Nereide" hielt, da er nur um einen„Kopf“ gegen die Erlenhofenerin unterlag.„Reichsfürst", der bereits das BotschafterRennen auf sein Konto bringen konnte, hat sich zweifellos verbessert und sollte auch am Sonntag eine achtbare Rolle spielen. Ein ernsthafter Anwärter ist„Periander“ der zwar nach seinem siegreichen Debüt versagte, dann aber in der„Union“ in hervorragender Zeit einen Ueberraschungssieg gegen„Idomeneus",„Wahnfried" und„Treuer Geselle“(1) davontrug, in der sich„Walzerkönig" überhaupt nicht zu vlacieren vermochte. In der Arbeit zeigt sich der Waldfrieder weiterhin von der besten Seite, so daß man in dem Oleander=Sohn einen ernsthaften Bewerber für das„Blaue Band“ erblicken muß.„Seine Hoheit",„Item",„„Abendstimnung„Alexandra" und„Treuer Geselle“ werden für den Ausgang kaum in Betracht zu ziehen sein, dagegen muß man aber dem Stallgefährten„Walzerkönigs", „Wiener Walzer“, einige Chancen einräumen.„Wiener Walzer“ könnte unter Umständen jedenfalls aussichtsreich für„Walzerkönig“ einspringen, der wahrscheinlich doch die ersten Farben Schlenderhans tragen wird. Zusammengefaßt ist zu sagen, daß„Nereide" oder„Idomeneus", das verbündete Schlenderhaner Paar,„Periander" und„Reichsfürst“ in erster Linie die Entscheidung unter sich ausmachen sollten. Bochums große Revanche BSK. 19 Bochum— Sportsmann Hamborn 14:4. Im Tonhallen=Varieté standen sich Freitag abend die verstärkten Mannschaften von BSK. 19 Bochum und Sportsmann Hamborn im Rückkampf gegenüber. Die Bochumer konnten für die im Vorkampfe erlittene Niederlage glänzend Revanche nehmen und den Gästen im gewann zwar das Henckel= Gesamtergebgis eine hohe Schlappe heibringen. Für Rennen im Stil eines Derby=Favoriten, aber in der die warme Jahreszeit war der Besuch mit rund 500“ Sport-Kalender Tv. Friesen 1887 c. Sonntag, 28. Juni. Beginn 20 Uhr. Eintritt 35 Pf. einschließlich Sportgroschen. Preußensportplatz Wasserstraße. Sonntag, 28. Juni. nachmittags 4 Uhr, letztes Aufstiegsspiel zur Gauliga Prrußen di Dochum — P/S. Snlesen Vorher: Preußen Res. gegen Teutonia Stiepel 1. M. Platz an der Landwehr: Sonntag, 28. Juni, 6 Uhr abends, um den Aufstieg zur Bezirksliga 2G.Boch.=Ehrenfeld— Villbrin Vbeliinte Freundschaftsspiel Sonntag, 28. Juni: Tus. Engelsburg(1. Mannschaft)— Wattenscheid 09/30(1. Mannschaft) Platz: Bochum=West. Anstoß 11 Uhr vorm Seite 9 Nr. 148; Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 27.728. Juni 1936 Westfalen und Rheinland „Die wnn nnd, doch nicht heirnien Fortsetzung der Zeugenvernehmung im Prozeß um das Verschwinden der Frau Graß Köln, 26. Juni. In der Nachmittagssitzung am Donnerstag richtete der Vorsitzende eine scharfe Mahnung an den Angeklagten, dem er strengstes Einschreiten und Strafe in Aussicht stellte, wenn er dem Gericht gegenüber sich nicht würdig benehme, weiter ausfallend gegen Zeugen werde, sich überhaupt weniger als Angeklagter denn als Dirigent des Gerichts betrachte. Der Angeklagte erwiderte, daß er zu seinen unziemlichen Auslassungen gereizt worden sei. Er werde gern der Mahnung des Vorsitzenden folgen. Es wurde dann eine Reihe von Zeugen vernommen, die über das Verhältnis zwischen Ludwigs und Frau Graß aussagen wollten und die insbesondere darüber Aussagen machen sollten, was ihnen im Hause Graß aufgefallen sei. Zunächst wurde ein Privat= wächter vernommen, dem die Bewachung des„verwunschenen Schlosses" oblag. Der Zeuge ist der Ansicht, daß Frau Graß im Juli 1934 über eigene Schlüssel verfügte. Im August oder September 1934 sah dieser Wächter Frau Graß zum letzten Male. Der nächste Zeuge, ein Pferdehändler, sagt aus, er habe Ludwigs gelegentlich den Rat erteilt, Frau Graß zu heiraten. Darauf erklärte Ludwigs:„Sie will mich doch nicht heiraten.“ Nach Ansicht des Zeugen kann der Angeklagte nicht der Täter sein. Frau Graß hatte Devisen im Besitz, und der Zeuge meinte, daß die Witwe vielleicht doch aus Sorge und Verdruß über steuerliche Belastung auf und davon gegangen sein könne. Eine Zeitungsträgerin sagt aus, es sei ihr aufgefallen, daß sie im Oktober und November nicht mehr zu rufen brauchte, um das Bezugsgeld zu erhalten. Ludwigs gab jetzt vielmehr acht und rief der Zeitungsbotin vom Fenster aus zu, ob sie nicht das Geld mitnehmen wolle..467„ 9. Ein Anstreichermeister erzahlr als Zeuge, Frau Graß sei immer sehr gesprächig gewesen, wenn er im Hause gearbeitet habe, zuletzt im Sommer 1934. Die ihm zugesagte Anstreicherarbeit erhielt er nicht. Es ergab sich hinterher, daß ein entlassener Gehilfe dieses Anstreichers die Arbeit„schwarz“ ausgeführt hat. Bei den Anstreicherarbeiten des Schwarzarbeiters war Frau Graß bereits nicht mehr zugegen. Uebrigens war mit der Witwe in Gegenwart von Ludwigs ausgemacht worden, daß im Wohnhause alle Zimmer mit besten Tapeten hergerichtet werden sollten. Diese Vereinbarungen lassen kaum verstehen, daß Frau Graß verreisen wollte. Ein Oberpostsekretär i. R. berichtete, daß er den Eindruck gehabt habe, Ludwigs wolle die Frau vollkommen isolieren. Ludwigs habe sicher nicht gern gesehen, daß jemand zu Frau Graß gekommen sei, denn er habe sich selbst mit Heiratsabsichten getragen. Eine Kölner Kohlenhändlerin, die jahrelang mit Frau Graß geschäftlich in Verbindung stand, sagt aus, daß Frau Graß ihr gegenüber den Ludwigs stets in höchsten Tönen gelobt habe und seinen Fleiß und seine Umsicht hervorhob. Der Zeugin fiel auf, daß die letzte Kohlenrechnung plötzlich durch einen Boten des Ludwigs bezahlt wurde, obwohl am gleichen Tage der Betrag im Hause der Witwe Graß abgeholt werden sollte. Der Angeklagte hat den Betrag mit einem Brief geschickt, worin er die längst abwesende Witwe Graß als erkrankt ausgibt und von ihr Grüße bestellen läßt. Wichtig ist für die Anklage das Abheben von insgesamt 5000 Mark in den kritischen Septembertagen. Ludwigs will glaubhaft machen, Frau Graß selbst habe einen Teil dieses Geldes an der Sparkasse abgeholt und nicht er. Die damalige städtische Schalterbeamtin bekundet jedoch, daß Ludwigs allein erschienen sei. Heiterkeit verursacht die Bemerkung, daß man Ludwigs wegen seines schwarzen Bartes den„heiligen Josef“ genannt habe und Frau Graß infolge der auffälligen Geldabhebungen im September„unsolide Schwiegermutter". Dag der Mololstandarte 33 Die große Veranstaltung des RSKK. in Witten Witten, 26. Juni. Die schöne Ruhrstadt Witten steht am kommenden Samstag und Sonntag ganz im Zeichen des RSKK. Witten, der Sitz der Motorstandarte 69, rüstet fieberhaft für diese beiden Tage, die der Oeffentlichkeit gegenüber den Beweis erbringen sollen, daß der Motorisierungsgedanke im Bereich der Motorstandarte 69 marschiert. Der Bereich der Motorstandarte 69 umfaßt die Gebiete der Städte Witten Hagen, Bochum, Herne, Wattenscheid, Wanne=Eickel, Castrop=Rauxel und den gesamten Ennepe=Ruhrkreis. Aus diesem großen Bereich werden die Männer des NSKK. in Witten aufmarschieren. Es werden mehr als dreitausend Männer sein, die das Bild der sonst so ruhigen Ruhrstadt Witten an diesem Wochenende auf ihre Art beleben werden. Die Anfahrt der Männer geschieht auf einer riesigen Lastkraftwagenkolonne, die auch als geschlossene Kolonne am Vorbeimarsch vor dem Führer der Motorbrigade Westsfalen, Oberführer Nieder=Westermann, teilFür die beiden Tage sind zahlreiche Veranstaltungen vorgesehen, die der Oeffentlichkeit beweisen sollen, wie weit der Motorisierungsgedanke bereits im Volke verkörpert ist, und welchen Stand der Motorsport erreicht hat. Daneben wird aber die geistige Arbeit nicht vergessen. Im städtischen Saalbau findet am Samstag eine große Kundgebung des RSKK. statt, auf dem Oberführer Sonnenschein einen Vortrag über „Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps, seine Ziele und Aufgaben“ halten wird. Auf dieser Tagung wird ferner der Leiter des Rassepolitischen Amtes der NSDAP. des Gaues Westfalen=Süd, Parteigenosse Dr. Jeß, das Wort ergreifen, der über die rassepolitischen Grundlagen des Nationalsozialismus spricht. Der Sonntag selbst läßt die Einwohnerschaft und Gäste Wittens dann allerhand erleben. Von größtem Gesauenenehrung der Hamnier= Schatzen als Auftakt zum Hammer Schützenfest Mit einer eindrucksvollen Heldenehrung leitete der Bürgerschützenverein Bochum=Hamme gestern, Freitag abend, sein auf vier Tage bemessenes Schützenfest ein. Gegen 20 Uhr setzte sich der Verein unter Vorantritt des Musikzuges der Reiterstandarte 67, der berittenen Hauptleute und der Jungschützen zu einem durch den Stadtteil Hamme in Bew=gung. Dicht waren die Straßen, die der Zug berührte, von Menschen umsäumt. Besonders groß war die Menschenansammlung vor dem Kriegerdenkmal auf der Von=der=Recke=Straße, wo der Zug etwa gegen 22 Uhr eintraf. Vor dem Denkmal nahm der Verein Aufstellung, flankiert von Fackeln tragenden Jungschützen. mungsvoll und dem Ernst der Stunde angepaßt leitete der Musikzug die Heldenehrung mit„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" ein. Dann hielt der Vereinsleiter Simon die Gedenkrede. Ausgehend von einem Wort unseres Führers, das den Toten des Weltkrieges gewidmet ist, betonte er, daß es der Verein als heilige Pflicht angesehen habe, am Vorabend seines Festes der toten Helden des Vereins und des ganzen Stadtteiles zu gedenken. Noch einmal stehe man an diesem Denkmal, aber der Opfersinn der Hammer Bürgerschaft werde bald ein würdiges Ehrenmal erstehen lassen. In diesem Zusammenhang appellierte er an alle Volksgenossen, dieses Werk nach besten Kräften zu unterstützen. Er griff dann in die Zeit des großen Weltgeschehens zurück, erinnerte an die Heldenkämpfe in Flandern, bei Langemarck und an der Somme. Alle Mann seien damals nur von dem einen Gedanken beseelt gewesen: Alles für Deutschland! Zu den zwei Millionen gefallenen Helden des Weltkrieges gehörten auch 1000 Helden des Stadtteiles Hamme. Nie werde man diese Toten vergessen. Der Redner schloß mit dem Gelöbnis:„Tote Helden, wir Frontsoldaten wollen im gleichen Sinne wie damals leben, wirken und arbeiten. Wir wollen es Euch gleichtun in der Liebe und Treue zum Vaterlande. Und ihr Jugend schwört: Wir danken es Euch, daß Ihr die Heimat beschützt habt. Ihr sollt uns unvergessen sein!" Unter den weihevollen Klängen des Liedes vom guten Kameraden gedachte man der Gefallenen und legte am Denkmal einen Kranz nieder. Mit dem Musikvortrag„Wie sie so sanft ruhen“ klang diese eindrucksvolle Feier am Kriegerdenkmal aus. Dann marschierten die Schützen in geordnetem Zug weiter durch den Stadtteil. Am Samstag und Hauptfeierlichkeiten an. Sonntag schließen sich dann die Interesse dürfte von allen Veranstaltungen die große Mannschaftsorientierungsfahrt der Motorstandarte sein, die um 7 Uhr vormittags vom Humboldtplatz gestartet wird. Von besonderer Weihe gestaltet sich die Verleidigung der neuen Einheiten, die um 11.15 Uhr auf dem Adolf=Hitler=Platz stattfindet. Kurz nach Mittag erlebt dann der Hindenburgplatz in Witten seinen großen Tag. Hier finden die motorsportlichen Vorführungen der Standarte statt; die an Waghalsigkeit und Mut nichts zu wünschen übrig lassen und artistischen Leistungen gleichkommen. Auch die HJ. beziehungsweise das Jungvolk wird hier zeigen, was es schon alles gelernt hat. Ein großartiges Schaubild für die Wittener Bevölkerung wird der Vorbeimarsch der Motorstandarte und die Vorbeifahrt der Lastkraftwagen= lolonnen vor dem Führer der Motorbrigade Westfalen, Oberführer Nieder=Westermann, sein, der um 18.15 Uhr auf dem Wilhelmsplatz stattfindet. Hier wird sich die ganze Größe und Kraft der Standarte M. 69 zeigen. Den Abschluß bildet die Preisverteilung an die Sieger im Städtischen Saalbau. Fünf Monate Gefängnis Ein weiteres Urteil im Koblenzer Prozeß gegen Franziskanerbrüder Koblenz, 26. Juni. Am heutigen Freitag stand in der Reihe der Sittlichkeitsprozesse gegen die Franziskanerbrüder der 20jährige Bruder Ildefons vor Gericht. Der Angeklagte hat eine strenge und ordentliche Erziehung gehabt und ging, da er sich dazu berufen fühlte, mit 16 Jahren ins Kloster der Franziskaner zu Waldbreitbach. Hier führte er sich außerordentlich gut, bis der Bruder Redemptus in sein Leben trat, der ihn zu unsittlichen Dingen verführte. Es folgten dann selbständige Handlungen des Bruders Ildefons mit den Brüdern Suitbert und Basilius. Der Angeklagte hatte noch kein Gelübde abgelegt. Der Staatsanwalt beantragte acht Monate Gefängnis für den Angeklagten, der auf Grund der Beweisaufnahme nicht so innerlich verdorben wie die meisten der Brüder sei, die bisher vor Gericht gestanden hätten. Er habe aus sexueller Not gehandelt, sei verführt worden und stände sicherlich nicht in der Anklagebank, wenn er das Kloster nie gesehen hätte. Das Urteil lautete auf fünf Monate Gefängnis. Die Strafe ist durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt, der Haftbefehl wurde aufgehoben. Reichsarbeitsführer Hierl in Dortmund Dortmund, 26. Juni. Auf seiner Dienst= und Besichtigungsreise, die u. a. auch durch die Gebiete des Siegerlandes und des Sauerlandes führt, traf Reichsarbeitsführer Hierl am Donnerstag abend in Begleitung der Arbeitsgauführer aus dem Reich in Dortmund ein. Gauleiter Wagner hatte es sich nicht nehmen lassen, die Gelegenheit zu benutzen, hier an der Spitze führender Männer, der Bewegung und ihrer Gliederungen im Gau mit dem Schöpfer der neuen Einrichtung des Dritten Reiches zusammenzutreffen und dadurch erneut seine Verbundenheit mit dem Reichsarbeitsdienst zu bekunden. Bereits am Freitag morgen setzte der Reichsarbeitsführer mit seiner Begleitung die Reise in Richtung West=Nord fort. Blitz schlägt in pulverlager St. Goarshausen, 26. Juni. Bei einem schweren Gewitter, das über der Gegend von St. Goarshausen niederging, schlug der Blitz in ein Pulverlager, in dem sich die Munition für Felssprengungen befand. Mit einer gewaltigen Detonation entlud sich das Pulver und eine haushohe Steinfontäne sauste in die Lust. 1 /20 ausidsbale Schähanweisungen Deutschen Reichs von 1936, Zweite Folge rückzahlbar zum Nennwert in den Jahren 1943—1948 Beichnlungdungerei Im Zuge der Durchführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich RM. 700000000,— 4 ½% auslosbare Schatzanweisungen von 1936, Zweite Folge. Die Schatzanweisungen lauten über RM. 100, 500, 1000, 5000, 10 000 und 20 000. Sie sind vom 1. Juli d. J. ab mit 4½% jährlich verzinslich. Die Ziusen werden halbjährlich am 2. Januar und 1. Juli j. J. gezahlt, erstmalig am 2. Januar 1937. Die Tilgung der Schatzanweisungsausgabe erfolgt nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert mit je einem Sechstel zum 1. Juli der Jahre 1943—1948. Die Auslosungen werden in der Weise bewirkt, daß in den Jahren 1943, 1944, 1946 und 1947 je 17, in den Jahren 1945 und 1948 je 16 der Ziffern 00—99 gezogen werden. Alle Schatzanweisungen aus jedem Wertabschnitt, deren Nummern in den beiden letzten Stellen gezogen sind, gelten als ausgelost und sind an dem auf die Ziehung folgenden 1. Juli zum Nennwert rückzahlbar. Die neuen Schatzanweisungen des Deutschen Reichs sind gemäß§ 1807 BGB. mündelsicher Sie können im Lombardverkehr der Reichsbank belieben werden und sind auch im Lombardverkehr bei der Preußischen Staatsbank(Seebandlung) als Deckung zugelassen. Die Einführung der 4½ 2 Reichsschatzanweisungen von 1936 an den deutschen Börsen wird alsbald nach ihrem Erscheinen veranlaßt werden. Von den vorstebend bezeichneten RM 700 000 000,— 4½% auslosbaren Schatzanweisungen von 1936 sind RM. 200 000 000.— bereits fest gezeichnet worden. RM. 500000000,— 4 ½% auslosbare Schatzanweisungen Deutschen Reichs von 1936, Zweite Folge werden hiermit im Auftrage des Reichs durch das unterzeichnete Konsortium zur öffentlichen Zeichnung unter den nachfolgenden Bedingungen aufaelegt. Zeichnungsbedingungen 1. Der Zeichnungspreis beträgt 98 ¾% unter Verrechnung von Stückzinsen(siebe Ziffer). Zeichner. 2. Zeichnungen werden in der Zeit Die Börsenumsatzsteuer trägt der vom 29. Juni bis 14. Juli 1936 bei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Banken, Bankfirmen und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden entgegengenommen. Die Zeichnung kann auch durch Vermittlung aller übrigen Banken, Banksers, Sparkassen und Kreditgenossenschaften bei den Zeichnungsstellen vorgenommen werden. Früherer Schluß des Zeichnungsgeschäfts bleibt vorbehalten. De, Aichuhghoe zis eie den. Ssletise deir Voeicen Wsiezgslgezalseiselt. zugesagt worden ist. 4. Die Bezahlung der zugeteilten Schatzanweisungen hat spätestens mit 39:; in der Zeit bis zum 23. 7. 1338 3Zusen vom 1..836 20"* 10. 9. 1936(einschl.) bis zum 20%„ 5. 10. 1936 1 Zahlungstage e verden guid Holfadlung vor hissen Terminen, srd, Juläisig; von der Zeichnungsselen Plungesagte Betrs sap zuc vor bieschz Tepährend der Zeichnungsfrist beglichen werden. Für Zählungen vor dem 1. Juli 1936 werden Zinsen nicht bergütet. Bei allen Teilzahlungen be rie Zeichner erdallen, enuicht überfagears, Kasengutungen, gegen deren nuggabe später die Stücke durch die Zeichnungssteuen ausgegeben werden. 5. Die Lieferung der 4½% Reichsschatzanweisungen erfolgt baldmöglichst. Im Juni 1936. Pranfurt(Molv), Sotrgurg 1% Sechwersg,(Weczh Stultgar, Meimar Lidenburg k.., Schwerin(Dieal.), Stuttgart, Weimar. Preußtsche Staatsbank(Scehandlung). Gane der Deutschen G. Commerz= und S. Bleichröder. Aktiengesellschaft. Delbrück Schickler& Co. Deutsche Bank und Disconto=Gesellschaft. Deutsche Girozentrale Deutsche — Deutsche Kommunalbank—. A. Deutsche Zentralgenossenschaftskasse. Gesien elisceesin erien. Reichs=Kredit=Gesellschaft Westholsteinische Bank. Westfalenbank Aktiengesellschaft. Braunschweigische Staatsbank (Leibhausanstalt). Eichborn& Co. E. Heimann. Sächsische Staatsbank. C. G. Trinkaus. Deutsche Effecten= und Wechsel=Bank. B. Metzler seel. Sohn& Co. L. Behrens& Söhne. Aktiengesellschaft. Norddeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft. Baver& Heinze. Gebrüder Bethmann. Frankfurter Bank. Hallescher Bankverein von Kulisch, Kacmpf& Co. Vereinsbank in Hamburg. Kommanditgesellschaft auf Aktien. M. M. Warburg& Co. Badische Bank. Sal. Oppenheim fr. a. Cie. J. H. Stein. Poveriso, Dovotte1, Vereinsganf.“-Bont. Berck, Hinak& Co. Mecklenburgische Depositen= und Württembergische Notenbank. Beaselvon. Thüringische Staatsbank. Offizielle Zeichnungsstellen in Bochum sind: Per, elie be blie blche.. echelchent Alichleiched Seite 10 Nr. 148/ Bochumer Anzeiger" Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 Deutiche Wietschaft *„„" 20 Eine Industrie, die wir jetzt lieben schon vom Oktober 1934 bis September 1935 hergestellt haben. Vom 20. bis 23. September findet in der„Neuen Welt“ in der Hasenheide die 52. Seifen=Messe statt, auf der Seifen, Kosmetik, Bürsten und Wirtschaftsartikel zur Schau gestellt werden. Im Vorjahr zeigten 400 Firmen aus allen deutschen Gauen ihre Erzeugnisse. Nach dem Statistischen Reichsamt hat die Beschäftigung der Industrie im Mai den Stand der gleichen Vorjahrszeit weit überschritten. Die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden ist auf 65,9 Prozent der überhaupt möglichen Arbeiterstunden gestiegen(im April 63,8 Prozent). Stromversor: „Vereinigte .) Sommerhitze bringt nicht nur Freuden, sondern auch Gefahren, vor allem für Speisen und Lebensmittel. Da heißt es entweder: Aufessen! oder aufpassen, daß Milch und Suppe keinen„Stich“ bekommen. Zwar halten wir es für selbstverständlich, daß selbst in den heißesten Tagen Händler und Restaurationen Speisen und Lebensmittel völlig frisch liefern, indessen ist wenig bekannt, welch wohlorganisierte Industrie der Kältemaschinen und Kühlwagen erst die Voraussetzung dafür schafft. Diese Industrie ermöglicht es zugleich, die zu Ernteoder bestimmten Zeiten oft in großen Mengen anfallenden Güter, wie z. B. Butter, Eier, Fleisch, Gemüse, zum entsprechenden Teil in den Kühlhäusern einzulagern, vom Markt zunächst fernzuhalten und so einen Markt= und Preisausgleich zu schaffen. Etwa 96 Prozent der in Deutschland künstlich erzeugten Kälte wird für den Schutz und die Sicherung der Lebensmittelversorgung vor allem in den Großstädten verbraucht. Von der Eismiete zur Kältemaschine Noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts benutzte man das im Winter gebrochene und in Kellern und Mieten aufbewahrte Natureis für die Kühlung im Sommer. In den sechziger und siebziger Jahren wurden die ersten Kältemaschinen gebaut. Die Kälte wird künstlich unter Anwendung der physikalischen Tatsache erzeugt, daß bestimmte chemische Stoffe, d. h. Kältemittel, wie z. B. flüssiges Ammoniak und gewisse Schwefelverbindungen, bei der Verdampfung durch Druck oder abwechselnde Erhitzung und Abkühlung ihrer Umgebung Wärme entziehen oder Kälte liefern. Man unterscheidet daher Kompressionsmaschinen, bei denen, heute meist durch elektrischen Antrieb, das Kältemittel verdampft wird, Absorptionsapparate, bei denen die Kälte durch abwechselnde Erhitzung und Abkühlung (ohne mechanische Bewegung) mittels Strom erzeugt wird. Bei den Kühlanlagen wird die erzeugte Kälte zur Kühlung der Räume oder zur Herstellung von Kunsteis benutzt. Heute bauen in Deutschland 60 Fabriken Kälteerzeugungsmaschinen aller Größen für Großanlagen und Haushaltsgebrauch. Früher wurde ein erheblicher Teil der Kältemaschinen ausgeführt. Im Jahre 1934 belief sich der Wert der Erzeugung von Kältemaschinen(mit Ausnahme der Antriebsmaschinen) auf rund 15 Millionen RM., von denen nur noch etwa 15 Prozent ausgeführt wurden. Neben diesen Betrieben bauen noch vier Firmen Maschinen für die Herstellung von Trockeneis d. h. sogenannte Kohlensäureanlagen. Den größten Kälteverbrauch haben die großen Kühl= und Gefrierhäuser. In Deutschland haben zehn öffentliche Markthallen Kühlanlagen. Von rund 550 Schlachthöfen besitzt der größere Teil Einrichtungen zu künstlicher Kühlung. Von den 4400 Brauereien haben 400 Groß= und Mittelbetriebe Kühlanlagen. Daneben gibt es noch 45 große gewerbliche Kühlhäuser, die Waren aller Art einlagern und gefrieren. In diesen Anlagen werden insgesamt 240 000 Quadratmeter mit einem Stromaufwand von etwa 7 Millionen Kilowattstunden künstlich gekühlt. Damit kommen im ganzen Reich auf 250 Einwohner ein Quadratmeter künstlich gekühlter Fläche. Kühlhäuser und Kühlwagen Die Ausnutzung der Kühlhäuser ist je nach der Außentemperatur und der Ernte oder dem Anfall der Güter verschieden. Auch müssen die Güter je nach den Gerüchen, die sie abgeben, und den Temperaturen, die sie zu ihrer Frischhaltung brauchen, getrennt gelagert werden. Der größte Teil der in der Eierschwemme anfallenden Hühnereier wird für den Winter eingelagert. Butter, Fleisch, Fische und Gemüse werden wochenlang frisch gehalten. Am wenigsten Kälte, etwa 2 Grad unter Null, brauchen Eier und Gemüse, am meisten, etwa 10 Grad Butter und Fleisch. In einigen Fällen ist eine Abkühlung bis zu 15 Grad unter Null notwendig. Nicht nur bei der Lagerung, sondern schon auf dem Transport müssen die Lebensmittel gekühlt werden. Heute laufen auf der Eisenbahn rund 1000 Kühlwagen, von denen die meisten gewissermaßen rollende Eisschränke sind, in denen die Kälte in Form von Eis mitgeführt wird. Daneben sind aber für besonders wärmeempfindliche Transporte noch 13 durch Dieselmotorenantrieb maschinell gekühlte Spezialwagen im Betrieb, die der in Deutschland zum erstenmal 1923/24 nennenswerie Verwendung, indessen ist auch heute noch der weitaus größte Teil aller Speisekammern und Küchen mit dem alten Eisschrank besetzt. Eisschränke, von etwa 25 Betrieben hergestellt, haben ohnehin eine lange Lebensdauer und kosten bei einem Durchschnittspreks von 50 RM. nur einen Bruchteil der Maschinenkühlschränke, regeln sind, bei einem Anschaffungspreis von 300 bis Handwerksmeister beim Führer Allgemeinen Transportmittel AG. angehören und von die leicht zu bedienen und in der Temperatur genau zu dieser für Sondertransporte, wie etwa die Erdbeereinfuhr von Bulgarien, vermietet werden. 30 Millionen Zentner Kunsteis im Jahre Nächst der Kühlung der Räume wird die künstliche Kälte in fester Form von Kunsteis geliefert. Das Kunsteis hat gegenüber dem Natureis den Vorteil, daß es unabhängig von der Eisbildung der Natur in beliebiger Menge jederzeit hergestellt werden kann, billiger und keimfrei ist. Neben einem Teil der Brauereien und Schlachthöfe, die auch Kunsteis, indessen meist für den Eigenverbrauch, herstellen, wird der größte Teil des Kunsteises von etwa 600 Eisfabriken geliefert; im vergangenen Jahre waren es rund 30 Millionen Zentner im Werte von etwa 30 Millionen RM. Kunsteis wird heute immer noch zum überwiegenden Teil aus Wasser hergestellt. Das sogenannte„Trockeneis" aus Kohlensäure vernichtet zwar doppelt soviel Wärmemengen wie Wassereis, hinterläßt auch kein Schmelzwasser, ist aber gegenwärtig noch dreimal so teuer und nur für Sonderzwecke im Gebrauch. Künstliche Kälte in der Küche Während in anderen Ländern, hauptsächlich Nordamerika, schon vor dem Kriege Kältemaschinen im Haushalt im großen Umfang angewendet wurden, fanden sie Im Interesse der Einheitlichkeit in der E gung der Provinz Westfalen haben die Elektrizitätswerke Westfalen“. AG., Dortmund(BEW.), das Elektrizitätswerk der Stadt Warendorf gepachtet und mit der Stadt Warendorf einen Konzessionsvertrag abgeschlossen, nach dem die VEW. die unmittelbare Belieferung der Bewohner mit elektrischer Energie übernehmen. Im Rahmen dieses Pachtvertrages haben sich die VEW. weiterhin verpflichtet, das zum Elektrizitätswerk gehörige Wasserkraftwerk an der Ems weiter zu betreiben. Börsen weiter freundlich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die geringe Geschäftstätigkeit erfuhr an der Börse keine Belebung. Die Stimmung blieb freundlich, und da immerbin kleine Nachfrage überwog, konnten sich die Aktienkurse weiter erholen, wobei allerdings die einzelnen Märkte nicht einheitlich lagen. Am Markt der festverzinslichen Werte herrschte auch heute Geschäftsstille. Die Kurs700 RM., aber nur für größere Haushalte in Frage sänderungen waren unwesentlich. Die Grundtendenz blieb im kommen. Immerhin dürften heute schon weit über allgemeinen gut behauptet. Am Aktienmarkt wurden 100 000 Haushaltungskühlmaschineen in Betrieb sein.(plus'1 Prozent), Rpeinstahl stärter erböbt um 238 Prozent auf 138⅞ und im Verlauf auf 140 anziehend bei verhältnismäßig kleinen Umsätzen. Mannesmann% auf 100¾ und später auf 101 befestigt. Harpener plus 1½. Klöckner plus %, dagegen Buderus minus ¼ Prozent. Farbenaktien lagen sehr ruhig und ½ Prozent höher. Felten um 3/8 ProDer Führer und Reichskanzler empfing am Freitag vormittag in Berlin die 17 Landeshandwerksmeister, die ihm im Beisein des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley durch den Reichshandwerksmeister Schmidt vorgestellt wurden. Vorher empfing Reichsminister Dr. Schacht den Reichshandwerksmeister Schmidt mit den 17 Landeshandwerksmeistern und der Spitzenführung des deutschen Handwerks. In einem kurzen Vortrag äußerte er sich über die Aufgaben des deutschen Handwerks innerhalb der gewerblichen Wirtschaft. Am Nachmittag fand im Hause des Deutschen Handwerks eine kurze Tagung statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley zur Spitzenführung des deutschen Handwerks sprach. Es wurde zwischen ihm und dem Reichshandwerksmeister eine Vereinbarung getroffen, die künftig im Einvernehmen mit den Gauwaltern der DAF. die Personalunion zwischen dem Reichsstand des deutschen Handwerks und der Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk vorsieht. Diese Vereinbarung wurde vom Reichsorganisationsleiter Dr. Ley unterschrieben. Eingethunder und Henlungewereung Aus der Tagung des westfälischen Einzelhandels Die Bezirksgruppe Westfalen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hielt in Soest eine Tagung ab, an der die Leiter der Bezirksfachgruppen und der übrigen Untergliederungen der Bezirksgruppe teilnahmen. Die Tagung befaßte sich mit den Aufgaben des Einzelhandels, die sich für diesen aus der Neuordnung der deutschen Wirtschaftspolitik ergeben, in erster Linie mit den Bemühungen, dem Einzelhandel durch geeignete Werbung die ihm zukommende Beachtung zu verschaffen. Der Hauptgeschäftsführer der Bezirksgruppe Bremen, Appel, berichtete sehr anschaulich über die in Bremen geschaffene„Werbegemeinschaft Verbraucherversorgung“, die entstanden ist aus dem freiwilligen Zusammenschluß von ungefähr 500 Bremer Lebensmitteleinzelhändlern. Die Gemeinschaft hat sich einen Werkraum beschafft, in dem sie in gemeinschaftlicher Arbeit aller Mitglieder Schaufensterdekorationen und andere Werbemittel herstellt. Jedes Mitglied arbeitet nach seinen Fähigkeiten hierbei mit; für die Werbung in der Tagespresse bildet dieser Zusammenschluß die Grundlage für eine Gemeinschaftswerbung, die so ausgezeichnete Erfolge gehabt hat, daß man auch an anderen Orten dem Bremer Vorbild folgen will. Wie der Leiter der Bezirksgruppe Westfalen, Zarnitz, und Hauptgeschäftsführer Dr. Hopff hierzu bemerkten, wird man auch hier die Voraussetzungen für die Bildung solcher Werbegemeinschaften an jedem Ort prüfen und möglichst bald zur Verwirklichung ähnlicher Pläne übergehen, denn man sei sich bewußt, daß der Einzelhandel nur dann mit Recht beanspruchen könne, die große Aufgabe der Verbraucherversorgung zu übernehmen, wenn er durch Leistung seine Eignung dazu gegenüber Wirtschaftsformen des Einzelhandels beweise, die ihm einst vor allem in der Propagierung dieser Leistung überlegen erschienen sind. Der Geschäftsführer des Landesverbandes Niederrhein=Westfalen im Reichsverband der deutschen Zeitungsverleger, Dr. Keßler, sprach in diesem Zusammenhang in ausgezeichneter Ergänzung zu diesen Bestrebungen über die Bedeutung der Zeitungswerbung und die Zusammenarbeit zwischen Zeitungsverleger und Einzelhandel. Er wies darauf hin, daß durch die Pflicht zu einer wahrheitsgemäßen Auflagenangabe und die Einführung einer verbindlichen Preisliste für den Anzeigenteil jedes Mißtrauen, das in der Vergangenheit bestanden habe, beseitigt sei. Grundsätzlich wurde von der Tagung anerkannt, daß die Zeitung nach wie vor das wichtigste UI Werbemittel für den Einzelhandel darstellt. Dr. Holle im Vorstand des Kohlensyndikats Am 1. Juli wird Dr. jur. Ludwig Holle, Vorstandsmitglied der Essener Steinkohlenbergwerke Aktiengesellschaft, unter freundschaftlicher Lösung seiner Beziehungen zu dieser Firma in den Vorstand des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikats als ordentliches Mitglied eintreten und dort in erster Linie das früher von Dr. Cappenberg betreute Arbeitsgebiet übernehmen. Bergassessor a. D. Dr. Gustav Stutz und Ernst Schulte, bisher stellvertretende Vorstandsmitglieder des RheinischWestfälischen Kohlensyndikats, werden zu ordentlichen Vorstandsmitgliedern bestellt. Während bereits seit 1. Oktober vorigen Jahres jeder Kaufmann zur Führung eines Wareneingangsbuches verpflichtet ist, müssen ab 1. Oktober 1936 Großhändler auch ein Warenausgangsbuch führen. Die Verarbeitung von Sahnepulver und Blocksahne — nicht aber von Kondenssahne— zur Herstellung von Sahneschokoladen mit und ohne Zusätzen, SahneUeberzugsmassen und Sahnebonbons ist bis auf Widerruf allen Betrieben gestattet, die solche Erzeugnisse zent erholt. Von Kaliwerten Wintersball um 1 Prozent auf 123 befestigt. Der Kurenmarkt wies gleichfalls kleine Kursbesserungen auf. Bei kleinem Geschaft wurden von Steinkoblenkuren Constantin und Deutschland höher bezahlt. Im Verlauf konnten die Aktienkurse noch eher etwas anziehen. Berliner Börse Auf Grund verschiedener günstiger Berichte aus der Wirtschaft herrschte an der Börse eine freundliche Grundstimmung. Bei im allgemeinen kleinen Umsätzen überwog am Aktienmarkt die Kaufneigung. Der Rentenmarkt verbarrte in seiner ruhigen Haltung, was durch die Vorbereitungen zur neuen Reichsanleihe zu erklären ist. Von öffentlichen Anleihen Reichsaltbesitzanleide behauptet 112.60, Reichsschuldbuchforderungen nach einem Abschlag von ½ Prozent auf 97½ wieder auf 97¼ ervolt. Steuergutscheine gefragt. Zinsvergütungsscheine gehalten. Gut behauptet lag auch die 4½ prozentige steuerfreie Reichsbahnanleihe. Das in der Umschuldungsanleibe der Gemeinden verauskommende Angebot aus Hausbesitzerkreisen fand nur zu gedrücktem Kurs von 88,65 in der Mitte langsam Aufnahme. Am Aktienmarkt waren Montanwerte durch die wahrscheinliche Erhöhung der Dividende bei Rheinstahl um 2 Prozent angeregt. Der Kurs von Ver. Stahl zog um 3½ Prozent auf 140 an. Auch die übrigen Montanwerte waren dadurch etwas beachtet und bis zu 1½ Prozent höher. Farben wenig verändert 173 ¼, Goldschmidt plus ½, Rütgers plus ½. Fest waren Kaliwerte wie Salzdetfurth(plus 1¼). Kali=Aschersleben(plus 1½). Deutsche Linoleum auf den günstigen Geschäftsbericht hin um 2 Prozent auf 189½ befestigt, dagegen Conti=Linoleum minus 1¼ Prozent. Charlotten Wasser plus 3/8. Dessauer Gas minus ½, Schuckert minus ½. AEG. hatten etwas regeren Umsatz bei 35½ (minus). Am Freiverkehrsmarkt wurden Burbach und Karstadt je ¼ Prozent niedriger gebandelt. Im Verlaufe hielt die feste Stimmung an. Blankotagesgeld zog auf 2½ bis 2¾ Prozent an. Am Devisenmarkt notierten: Dollar unverändert 2,487, Pfund 12,480(12.50), Gulden 168,88(168.20), französischer Frank 16.145(16,410), Lira unverändert 19,55. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Ausgehend von der Bewegung der Rbeinstahl=Aktie ergaben sich an der Abendbörse auch auf anderen Märkten erneute Kursbesserungen. Gegenüber dem Berliner Schluß waren zahlreiche Papiere zu ½ bis 1 v. H. höberen Kursen gefragt, ohne daß Angebot herauskam. Im Verlaufe waren Spezialwerte weiter gesucht und erneut um ¼ bis ¾ v. H. befestigt. Die Auslandsbörsen Newyork: Unregelmäßig. London: Freundlich Amsterdam: Nachgebend. Paris: Teils gut erholt Brüssel: Widerstandsfähig. Zürich: Ruhig, gehalten. Mailand: Fest. Wien: Unregelmäßig. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg 26 220 183.0 T. 8 220 183.0 Roggenm..997 A.— Viktoriaerbsen 35.-38 0/35.-36.0 Speisserbsen 32.35 5 32.-35.5 Futtererbsen 24.-26 024.-26.0 Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hafer märk... Weizenm. Auszm. (.820 Asche) * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 26. Juni: 52,75 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98—99 Prozent, Bl. 144 Reichsmark. Aluminium, Walz o. Dr.: 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse, Düsseldort, 26. Juni stgaut on büsbeln Sehont, andenent. Bochum, Bongardstraße 14 Portlaufende Notierungen 26.6. 26.6. 26..125..1 26. 6. 26. 6. 26. 6. 125. 6. „Div. Anfang Schlus Kassa Schlus). Oiv. Antang Schlus Kasse Schlug Industrieaktien(Einheitsk.) Div 26..25.6. Balcke Masch. 0 75.1 Atbesltz..—112.12—.— 112.50g112.371 5% Hloesch RN.— 101.25 101.25 101.25s101.50 6% Krupp RM.— 102.00102 75 6% Mittelstahl— 102.37 102 37 102.75 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl 0 Reichsbahn .8. Farbenind. Feldmühle Felten& Guille Goldschmidt Harpen... Hoesch-Köln Kali-Aschersl. 102.62 102.75 102.87 102.75—— 103.37 129.50 129.50 129.50129.50 6— 4128.12 129.75129.50|129.00 7 122.00 122.00 122.25 173.37173.75 173.87 6/127.50—. 129.50 4130.62 130.72 131.00s130.25 5 113.50 113.50 113. 75s112.00 125.50 128.00 127.50 8125.00 3/108.62 109.87109.37 S 126.75—.— 125.50 102.75 103.00 122.25 173.25 107.25 125.00 Klockner-W. 3 104 37 105.25s104.50s192.72 Mannesmann 3 100.37/101.25 101.50 99.75 Masch. Untern. 0 108.75/110.00 109. 5110.00 Reichsbank 12/193.62——194.50|194.00 Rhein, Braunk. 12 240.25/240.00 241.00 Rhein, Stahlw. 4 138.87/141.50 140.87/136.50 Rh.-.-Elek. 6/132.50 133.00133.00s132.75 Salzdetfurth. 76 180.00—.—182.50179.05 Schuckert& o. 4 155.25 155.50 155.50 155.50 Siemens amp; Hal. 8/204.00—.— 204. 37/203.50 Gebr. Stollw. S—.——.— 112.37 3• 95.25 0 45.50 5 124.50 Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall Zellst. Waldhof 94.25 45.25 95.87 95.62 45.25 45.50 124.50 5 123.00123.12/122.50|122.00 6—.——.—— Berg. 6. Dahl. V. Bonner Bg..H. Bösp. Walzw. Braunk. Zuk. Dortm. Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Döss. Masch. B. Oynamit A. Nod..5—. 88.7 Eschw. Berg. V. 14 Glas- u. Sp. S. 10 Gluckauf-.46. T. 5.—. Gebr. Goech. A6 6 118.6115.7 Hallesche Salz. 6 141.6140.0 Hochtief A6. 6 134.0133.1 Kabelw. Rheyot 14 192.8/192.5 Kuxe Steinkehlen 26. 6. 1 25. 6. Gacd Brief Geld Brief Carolus M. 4600 4850 4600 4850 Const. b. 6. 7000 7 4006950 7350 Deutschl. 370 400 360 390 Schwerin Heinr. 10600 11100 10600 11100 Langd 13200 13800 13300 13700 Braunkohlen Bruckd.-W—-— GuteHoftn 3900 4150 3900 4100 Leonh. 10000 10800— 10600 Michel 13500 14000— 14200 Vesta 10100 10700 10600 Bernheretn.— 1375/1375/1500 Kall Beienrode 111601230 1170 1240 Burbach— 5250— 5250 Neu-Staßt.—— Siegfr. Iu. 1/ 6600 900 8400 6800 Wth.— 12500— 12500 Preiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Keze 26. 6. 25. 6. Geid Brief Geld Brief Oiergardt 6200 6500 6150 6350 Westfalen 900— 900 Rensbach 3100 40003700 Reichsld.—-— Gellerh.— 4100— /4100 Thüringen 420— 420 Kallkene 26. 6. 25. 6. geld Brist Geid Brief Braunschw. 6200 6600 6100 6400 Einigken 6600 7000 6600 7000 Erichsseg 3400 3550 3350 3550 Habigh. 2700280026502800 Heimbold. 2850 3000 2800 2950 Hope. 5600 5700 5500— disenburg 300— 300 Mariagl. 7600 8100— 8100 Marie 2650 28002650 2800 Marie L. 2650 2800 2650 800 Mar 2650 2800 2650 800 Neusolist. 2800 3000 2800 2950 5 150.0150.0 6 143.5144.0 120.0120.0 6 137.0137.5 116.1115.0 5—. 83.0 83.0 Colonia Rückv. Gladb. Feuerv. Köln, Hagelv. Koln. Lioyd.V. Köln. Rückv. gr. Koln. Röckv. kl. Kall-Chemie Mulheim. Berg. Rhein. Metall Rhein, Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.A6. 6go. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Waggonf. Uerd. 1335.0 90.7 90.6 114.3113.0 119.0119 88.0 88.0 Wasserw. Geis..5 166.8—. Bankaktien Berlin. Hand. 6. 6 117.5116.5 Com.- u. Pr.-B. 4 92.2 91.7 0. Bank u..-G. 4 93.0 93.2 Dresdner Bank 4 93.2 93.7 Rh. W. 8d. Cr. 8. 7 123.8—. Westo. B..-A. S—. 93.5 Vereicherungsaktien RU Aach.-Mönch.F 32 1130 1130 Aach. Rückvers 14.8240.0240. Agripp.., Fl.#.#- 370.0370 400#.- u. Stuttg.V 9. 2265..265. Allil.-u. St..-V. 6. 82 10. 0210.0 Colonis,.-V. K. 2.|1 40. 0s140. 26..25.6265.0265.0 770.07750 94 0 91.0 235.0s235.0 120.0120.0 80.0 80.0 10 97.0 101.81 97.0 1 95.0 96 3 Rentenwerte Rhw..-Cr. Ghyp.Pfd. S. 4. 6. 12. 10 dto. dto. S. 1 ½ dto. dto. S. 11 dto. Gold.-Kom. 1926, 1927 S.—6 95.0 1½ Wd. Bod. Gpfd. 6 6 dto. Em. 3, 9/12,14 96.3 Freiverkehrs-Aktien 26. 6. 1 25. 6. Geld Briefl Geld Brief Burb.K. 68.2 69.7 67.7 68.7 Eise C. 113.0117.0113.0116.0 .Kö../110.0112.5/109.0110.0 Goech.n-.Hann. K.—.——.— Numb. oN 100.0/103.0 96.01101.0 Kortom— 65 0—. 70.0 Lothrin. 100.9103.0 98.5102.0 Lothr. 6. 74.0 76.0 74.0 76.5 Manst.—.-.—. Masch.Kr 67.0—. 67.0—. Arh. Berg 84.0 86.5 83.0 85.0 Rb. Linef. 160.0—.—. wr. Oigg. 97.0 99.0 96.5 98.5 w. Kogt. 94.0 92.0 95.0 Ogek. wie 106. S 109. 5106, S/109. 5 Steuergutecheine 26..25.6. tällig ab f. 4. 1934 1. 4. 1933 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinsfuß 5% Einheltskurse Industrie perte 26.6. Ikkumulatoren Aku E. 6 Anhalter Kohle Aschaft Zeilst. 1. 4. 1933 1. 4. 1937 1. 4. 1930 103.6 —. 107.6 111.8/111. 112.3112. 112.3112.30 Berliner Börse, 26. Juni Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Oittmann Neuh. 0 53.0 52.5 Otmd. Akt.-Brau. 10184. 6184.7 Union-Brau 12205.0—. 25.6. 12199.5198.0 0 55.0 55.0 0 35.6 35.8 105.5105.0 0104. 7102.3 Dürener Metall Oyckersh. Widm Flektr. Lieferg. Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Kr. u. Licht Maschinend. Buderus 0 75.0 75.3 .10.0 6137.7137.0 84.6 84.7 6137.7137.2 110.71100 5108.0 8132.2152.0 5132.0130.5 604 54 116.8116.0 Feinfote Germen. Cem. 4/106.50—. Ges. f. ei. Untern. 6/140.0138.6 CPafl. Wasser Chem. Gelsenk. 44#—. Conti Gummi 11/191.0 geenier Beuz Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle Conti 6a3 Kabel Lincieum Steinzeug Tel. u. Kab. 118.2116.1 6—. 11160 147.91460 7119.0119. 6/148.7/143.7 8189.2/187.5 137.0—. Eisenhand. 4 143.5145. 6139.0—. 6149.7 gebhardt& Co. 6/132.7132.0 157.5154.6 97.5 96.5 6117.7118.0 —. 125.0 8/130.0135.0 Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke 7154.0150.5 10169.6169.0 59107.0107.0 ee ackethal Draht 6 0/130.7/131.7 Hageda 6115.0115.0 Hamb. Elektr. 9141.5142.0 Hindr.-Aufferm. 6127.0 Hoffmann Stärke 69/145.0145.0 Hoheniohewerke 0/150.0150.0 Holzmann Ph. OlHlotelbetr.-Ges. 123.0119.6 89.7 90.5 ise Bergbau Jise Genuß bsenbeck Brau. Dunghans Gebr. 6— 167.0 6133.6135.0 9—. 0 99.6 96. Loronz C. gazimil. Hötte Miag Mimosa Mölheimer Berg. M 8/185.0182.0 0107.0107.0 10 55.2154.7 6158.5158.5 Siem.& Halske Stollberg. Zink Thüringer Gas Tuch Aachen Union chem. er. Otsch. Nickel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht renst.&4mp; Koppell O 80.1 80.0 Oanabr. Kupfer 6—.— Pongs&am; Zahn 14 — hein. El. Werke 6133.3133.3 Rhein.-W. Kalk 6/133.0133.2 Riebeck Montan..—. 116. Rütgerswerke 6/126.3126.7 •chsag Sarotti Schlege! Schles. Ber 28 292.0296 5 95.0 95.0 5119.0119 .0 39·6 39.8 Berg. Beuth. 0 94.7 94. Elekt. u. Gas 7140.1136. 10145 0144.0 4109.3109. 5115.0114. 4101.0101. Schub,& Saizer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Gles 8 204.3203.51 0—. 75.0 W Jagner& Co. Wanderenw. 7135.7133.2 7 105.7106.6 5—.— 8159.2159.2 0 7147.0— 6—. 150.0 5111.0109.5 8168.7168.7 Rentenwerte 44 Dt. R. Schatz. 41 5 Ot. R. Anleihe 44 4# 0. R. Tpungagl. „ Reichsbahn Sch. 96.6 98.5 102.0102.2 99.1 99.0 Westtalen Altbesitz 115.5115.2 ½ Bochum Anl. 45 Duisburg. Anl. 45 Düsseld. Anl. 45 Elberfeid. Anl. 45 Essen Anl. 92.1 91.3 93.7— 92.5 92.7 92.3 92.0 45 Mülb.-Ruhr Anl. 6 Ruhrverbd. Anl. 36 ## Pr. Ldof. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. 4# Ldbk. Westf. Kom #0f. Komm. Goldan * Westf. ldsch. Pfd. #Dt. Hyp. B. Bln. Pfd. 44 Pr. Centr. B0d. Pfd. 96. 4# Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 96. 45 Basalt Obl. 88. 6 Concord. Berg. Obl.— 6 Daimler Benz Obl. 106. 6 Klöcknerw. Obl. 101. 6 Mont Cenis Obl. 102. ½ Ver. Stahl 60 93. 45 Ver. Stahl 47/51 95. 6 Ver. Stahl 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds Umsch. Anleihe 92.1 97.5 5 .0 .3 .5 2 0 0 7 .6 „ 40 21.96.5 .0101 .71— .5 93.7 .5 95.5 83.3 95.5 95.7 96.0 96.0 96.7 135. 71135.7 2 88.5 R. Schuldb. F. 36 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 4# Haroener 49 45 R. W. E. 52/5 5 R. W. E. 50 ½ Ruhrchemie 48 45 Ruhrgas 53 45 Ruhrwasser 53 45 Ruhrwohng. 58 4 V. E. W. 52 26../26.6. Geld Brief 99.8 98.5 99.5 97.2 96.1 96.7 97.6 •— 10010 93.0 94.5 99.5 94.5 960 95.0 96.0 92.5 94.0 94.0 95.0 92.5 94.0 Westtalenbank.Ausführung samtlleher -G. Bochum Bankgeschatte Bankgeschäft Wilhelm Schwarz, Bochum„ Bongardstraße 14, Telephon 67475 An-.Verkauf, Verwaltung sowie Beleihung von Wertpapleren Mitglied der Rhein.-Westf. Börse in Düsseldort„Reichebank-Olro-Konto ndenbeettr 1 Ke Portacheeick. Seite 11 Nr. 148 7 Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 „Gcfung, arzir hlich von Psissen Tarchirrage Wie Bochumer Jungen in Briesen(Dommern) ihr Landjahr verleben .. sind wir noch die Bochumer Jungs!“ ist ein Artikel in der„Neustettiner Kreiszeitung“ überschrieben, der einen Besuch bei den Bochumer Landjahrjungen im Landjahrheim Briesen schildert. Der Bericht gibt ein lebendiges Bild vom Leben unserer Jungen im deutschen Osten, und die ausführliche Erwähnung des Bochumer Jungen=Liedes scheint uns darauf hinzudenten, daß unsere Jungen tausend Kilometer von der Heimat entfernt unserer blauweißen Hymne zu bedeutender Volkstümlichkeit verhelfen. Dies ist der Artikel: Habt Ihr sie schon einmal durch die Straßen unserer Stadt marschieren sehen, die frischen Jungen in den grauen Uniformen mit der HI.=Binde? Wart Ihr Euch gleich darüber klar, wer diese Jungen waren? Oder ist Euch der Begriff Landjahr immer noch nicht geläufig. Drum sei er erklärt: Das Landjahr ist gewissermaßen das neunte Schuljahr. Großstadtjugend aus dem Westen des Reiches wird zum Beispiel nach Pommern geschickt und in Heimen unter Betreuung eines Lagerleiters auf acht Monate untergebracht. Kommt mit und seht Euch einmal so ein Lager an. Ihr würdet ebenso begeistert sein wie wir, die wir gestern Gelegenheit hatten, das Lager Briesen, Kreis Neustettin, zu besichtigen. Hier weht der Geist der neuen Zeit in erfrischender Reinheit. 4 84. 8 T5. Schon von weitem grußl die Ho.=Fahne aus einem Laubdach hervor. In dieser schönen Landschaft, zwischen Wurchow und Buchwald, haben die vierzig Landjahrjungen aus Bochum ihr Heim. Ein ehemaliges Gutshaus in einem prachtvollen Park gelegen. Kann es für die Jungen etwas Schöneres geben? Das heißt, das Heim selbst haben sie, wie uns Lagerleiter Todt erzählt, mit eigner Arbeit erst wohnlich machen müssen. Als die Jungen gerade angekommen waren, und noch so manch einer, leicht heimwehkrank, sich nach Muttern sehnte, ging es gleich heftig hinein in die Arbeit. Mit Farben und Pinsel gab man den Wänden ein freundlicheres Gesicht, ja, es wurden sogar Tapeten geklebt und Decken geweißt. Regale wurden gebaut und ein Beleuchtungskörper aus Birkenholz entstand unter ihren fleißigen Händen So ist der Tagesverlauf in diesem Heim: Nach dem Wecken um.30 Uhr, geht es auf 20 bis 30 Minuten an den naheliegenden See zum Frühsport. Dann werden die Betten gebaut, was die Jungen ganz ausgezeichnet verstehen, wie wir uns überzeugen konnten. Blitzsauber ist alles, wenn der Morgenappell beginnt. Kein Stäubchen unter den Betten und— keine Trauerränder unter den Fingernägeln. Nach der Morgenfeier gehts an den Kaffeetisch. Dann wird die Arbeit eingeteilt. Täglich vier bis fünf Stunden ist der Landjahrjunge einem Bauern zugeteilt, um das dörfliche und bäuerliche Leben beurteilen und schätzen zu ternen.„„ A 6. Denn das ist ja überhaupt der tiefe Sinn vieser wundervollen Einrichtung: Jene Jungen, deren Väter meist Bergleute oder Handwerker sind, sollen den Osten und seine Bewohner kennenlernen. Man will endlich einmal aufräumen mit den dunklen Vorstellungen, die man sich im Westen über Pommern und den deutschen Osten macht. Nach dem Mittagessen gibt es allerlei Arbeit und Beschäftigung. Da ist zum Beispiel die Gartenarbeit. Jeder der Jungen hat ein Stück Land, das seiner Obhut anvertraut ist, und das er hegen und pflegen muß. Da entpuppen sich so einige gärtnerische Talente, und manch einer entdeckt hier seine Eignung für seinen künftigen Beruf. Ein anderer entwickelt wieder große handwerkliche Fähigkeiten, bewährt sich als Maler oder Modellbauer, beweist beamtliche Zuverlässigkeit oder stellt sich geschickt in der Küche an. Der Lagerleiter und sein Helfer hat hier die Aufgabe, mit richtigem Blick diese oder jene Berufseignung zu erkennen und dem jungen Menschen klarzumachen, daß er auf Grund dieser seiner Begabung den entsprechenden Beruf ergreifen muß. Denn noch immer hat es fast den meisten die Maschine angetan, und wenn es nach ihnen ginge, so möchten sie am liebsten alle Autoschlosser werden. Es ist eine Massensuggestion, fast eine Modekrankheit. Nur einer der Großstadtjungen will wieder zurück aufs Land, will Bauer werden. Zwei andere werden sich dem Gärtnerberuf zuwenden. „Landjahrpflichtiger Lugge vom Postholen zurück“, so meldet sich mit militärischem Schneid ein kleines Kerlchen beim Lagerleiter. Diszipliniert geht hier überhaupt alles zu, das ist eine wahre Freude, ja ein Erlebnis für den, der zum ersten Mal ein Landjahrlager besucht. Es sind auch lauter ausgesuchte Jungen hier, und die Bezeichnung„landjahrpflichtig“ ist eine ehrenvolle. Kreisleiter Wolfermann, der zu den Jungen sprach, sagte sehr mit Recht, daß es ihnen erst nach Jahren richtig klar werden wird, was sie dem Führer zu verdanken haben, denn uns Aelteren ist es in unserer Jugend nicht vergönnt gewesen, so zielsicher geleitet ins Leben hineinzutreten. Den Müttern und Vätern der vierzig Bochumer Jungen, die diesen Artikel vielleicht zu Gesicht bekommen, können wir bestätigen, daß ihre Söhne hier im Lager Briesen sehr gut aufgehoben sind. Was können sie nicht alles! Ihr solltet einmal die schneidigen Fanfarenbläser hören oder den forschen Musikzug. Ihr hättet Euch gefreut über das Bochumer Lied mit dem schönen Kehrreim„Sind wir immer noch die Bochumer Jungen, da kannst die up verlaten“, ein Gesang, der urplötzlich von Pfiffen durchkreuzt wird, die durch Mark und Bein gehen. Hättet Ihr nur gesehen, wie unvermittelt ein gutgezielter Lassowurf den Kreisleiter beinah von seinem Stuhl gerissen hätte. Fredy, genannt„Trapper Geyerschnabel", ist der Jüngling, der so geschickt mit Sochume=Werunstanutg... Bochum. Heute und morgen:„Der blaue an Gahenslaget, mit Hat. d. F zur Teite zu steb Stadttheater Bochum. Heute und morgen:„De Heinrich.“ Die heutige und morgige Aufführung unter Spielleitung von Curt Bartz weist die gleiche Besetzung wie die Premiere auf. Gesangschule Glettenberg, Bochum. Samstag, 4. Juli, 20 Uhr, veranstaltet die Gesangschule Glettenberg im Ernst=Moritz=Arndt=Haus ihren diesjährigen dritten Vortragsabend des Studienjahres 1935/36. Der Abend wird diesmal eine besondere Note bekommen, da nur Schüler der Opernschule unter Leitung des Opernspielleiters Herbert Decker vom Stadttheater Dortmund ihre Arbeit unter Beweis stellen durch szenische Auffübrungen von Mozarts Oper„Figaros Hochzeit“, erster Akt, und Teilen aus Lortzings„Waffenschmied“:„Die musikalische Leitung übernimmt Kapellmeister Fritz Rohde. Heute abend Johannisfeier. Heute abend in sämtlichen unteren Räumen des Parkhauses: Jobannisfeier des graphischen Gewerbes(Varieté, Gautschen, Tombola und Tanz). Karten zum Preise von.— RM. für Arbeitskameraden bzw..50 RM. für Arbeitskameradinnen sind bei allen Betriebs= und Ortswarten und in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, zu erhalten. Vortragsabend im Reichsbund der Körperbehinderten Immer noch gibt es eine große Anzahl von körperbehinderten Volksgenossinnen und Volksgenossen, die den Reichsbund der Körperbehinderten nicht kennen oder, wenn sie ihn kennen, aus falscher Scham es nicht über sich bringen, ihm als Mitglied beizutreten und dadurch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl mit allen anderen Schicksalskameraden zu beweisen. Der Reichsbund der Körperbehinderten hat sich in zäher, unermüdlicher, jahrelanger Arbeit bemüht, nicht nur die Körperbehinderten in eine Organisation zusammenzufassen, sondern dem Körperbehinderten in aulen Tevens#ae n mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ihn zu unterstützen in seinem Streben zu Selbstständigkeit, gesundheitlicher Lebensführung, auf kulturellem Gebiete, bei der Eingliederung in den Arbeitsprozeß usw. Auch in der fürsorgerischen Arbeit mit den zuständigen Stellen will der RBK. seine Mitglieder beraten und betreuen. Durch ständige Zusammenarbeit mit Handwert und Industrie versucht der Bund, den Körperbehinderten neue Arbeitsgebiete zu erschließen. Eine Hauptaufgabe des Bundes ist aber auch, bei den Körperbehinderten das Selbststbewußtsein durch geistige Schulung und Berufsertüchtigung zu wecken, zu stärken und zu erhalten. Die körverbehinderte Jugend ist durch Bildung des Bannes„K“ in die Hitler=Jugend eingereiht. So will der RBK., der dem Hauptamt für Volkswohlfahrt bei der Reichsleitung der NSDAP. unterstellt ist, durch den Zusammenschluß aller Körperbebinderten Deutschlands ausklärend wirken und dazu beitragen, den körperbehinderten Volksgenossen zum vollwertigen Mitglied der deutschen Volksgemeinschaft zu machen. Die Ortsgruppe Groß=Bochum des RBK. hält am Samstag, 27. Juni, 20 Uhr, im Bundeslokale Hilgert, Ecke Rott= und Roonstraße, eine Werbe= und Monatsversammlung ab. Referent dieses Abends ist Professor Dr. Bürkle=de la Camp(Bochum). Thema des Vortrages(mit Lichtbildern):„Körperbebinderung und ihre Behandlung.“ Weiterhin spricht an diesem Abend der Rechtsberater und langjährige Vertreter vor den Spruchkammern Bundeskamerad Oskar Büchel(Bochum). Körperbehinderte, die ihr uns noch fernsteht, kommt zu uns, arbeitet mit an den Aufgaben, die uns gestellt sind. Ihr aber, denen euch ein gütiges Geschick euren Körper voll erhalten hat, die ihr in Arbeit und Brot steht, helft uns diese Arbeit erleichtern, werdet fördernde Mitglieder! Zeigt, daß ihr den Körperbehinderten nicht mehr als bemitleidenswertes Geschöpf betrachtet. Nicht nur die Mitglieder, sondern auch alle Unbehinderten, sowie Partei und Behörden sind zu dieser Versammlung herzlichst eingeladen. dem Tau umzugehen versteht. Wir erlebten noch atterlei Proben seiner Treffsicherheit. Dann kam„Ernst der Ansager“ und kündigte uns in drolliger Rede die beiden Sprachgenies Werner und Heinz an, die mit ihrer neu erfundenen Fremdsprache einen außerordentlichen Beifall erzielten. Durch das einfache Einschieben eines„l“ zwischen die einzelnen Silben wird die Muttersprache jedem restlos unverständlich. Das heißt, wenn man eine so ungeheure Zungenfertigkeit hat, wie die beiden. Sie unterhielten sich eine viertel Stunde lang über ein bestimmtes Thema, ohne daß auch nur einer von uns ein Wort verstanden hat. Es hat uns gut gefallen bei den fixen Kerlchen, die tausend Kilometer von ihrer Heimat entfernt, hier bei uns gern gegebenes Gastrecht genießen. Möge es ihnen gelingen, das Band zwischen Osten und Westen noch fester zu knüpfen.—er. Aus den katholischen Pfarreien. Am Montag wird das Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus als gebotener kirchlicher Feiertag begangen. Die Gottesdienste in den katholischen Kirchen sind wie an den Sonntagen. Die altehrwürdige Propsteikirche, die bei ihrer Weihe den Namen dieser beiden Heiligen erhalten hat, begeht an diesem Tage in feierlicher Weise ihr Patronatsfest. Morgens 10 Uhr ist ein feierliches Levitenhochamt, abends ist Gemeinde=Festandacht mit Reliquienprozession: durch die Kirche.— In der Antoniuskirche ist für die Früharbeiter bereits um 5 Uhr morgens eine Messe.— Der Kreuzbund der Propsteipfarrei begeht am Sonntag sein Patronatsfest. Zur Vorbereitung auf das Fest wurde ein Triduum abgehalten. Nach einer kirchlichen Feier am Sonntag morgen in der Pfarrkirche findet nachmittags in der Pfarrkirche zu Bochum=Linden in Verbindung mit der dortigen Pfarrgruppe eine Johannesfeier statt, bei der Bezirkspräses Pfarrer Östermann die Festpredigt halten wird. Anschließend ist im Vereinsheim in Linden eine Feierstunde.— Vikar Meinolph Kleff, ein Sohn der Bochumer Propsteipfarrei, bisher in der Seelsorge in Wanne=West tätig. hat von der erzbischöflichen Behörde eine Anstellung als Vikar an der Josephskirche in Dortmund erhalten. Er hat seinen neuen Wirkungskreis bereits übernommen. Eigentümer gesucht. Bei der Kriminalpolizei in, Bochum ist eine Büchse Biskuit, die wahrscheinlich aus einem Diebstahl stammt, sichergestellt worden. Eigentumsberechtigte können sich im Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 79 oder 87, melden. Traditionsecke Kriegerkameradschaft Westwacht„Graf v. Haeseler“. Vochum. Die Kameradschaft Westwacht„Graf v. Haeseler“ hielt am Sonntag, 21. Juni, im Kameradschaftsheim August Balkenhol, Klosterstraße 33, ihren Monatsappell ab. Eingangs gedachte der Kameradschaftsführer Soddemann in würdiger Weise des verstorbenen Generals Litzmann sowie des durch Flugzeugunglück zu Tode gekommenen Generals Wever. Zu Ehren der großen Toten hatten sich die anwesenden Kameraden von ihren Sitzen erhoben. Dann wurden die Eingänge und Anordnungen der Parole bekanntgegeben. Ferner gab der Kameradschaftsführer Bericht über die am 12. und 13. Juni in Bottron stattgefundene 65. Führertagung des Landesverbandes Westfalen. Am Sonntag, 28 Juni, findet in Borbeck der Korpsappell des„Haeselerbundes“, verbunden mit der Delegiertentagung, statt, woran die Kameradschaft mit einer größeren Anzahl Kameraden teilnimmt. #. Jetl denken Sie vielleicht, ne, je— Junge Leuie können gus schlenk und trohlich sein. Aber die sind diesmel nicht gemeint. Gewih, auch für diese ist Dr. Richters Frühstückskräuiert ee schr von Nuhen, aber für die ällere Generalion, die in die Breite geht, ist Or. Richters Frühslückskräuferlee des einzig Wahre, um schlank und irch zu bleiben.- Peckung RM.80 und.25. Auch els Driz-Teblellen erhälll. Nehmen Sie aber nur den echlen Dr. Ernst Richters Frühstückskräufertee MI Tanft Ausbildung in allen Klassen, Fahrlehrer Gust. Zippel, Wilh. Zippel Ssor-Tottmgun=Nr. 100. nat 1141t. Gustab Blennemann MOBEL a TEPPICHE Ep; DEKORATIONEN Seit 50 Jahren das Haus für gute Wohnungseinrichtungen bei niedrigen Preisen. Bongardstraße 21 J. 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Der Fachausschuß für Lärmminderung beim Verein Deutscher genieure(Berlin NW. 7) hat sich die praktische Bekämpfung des Lärms im Wohnraum zur Aufgabe gemacht. Es handelt sich einmal darum, die Uebertragung des Straßenlärms zu unterbinden und zum anderen, den Lärm innerhalb der Häuser zu bekämpfen. Ein von dem Fachausschuß in Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft für Bauwesen herausgegebenes Merkblatt gibt zahlreiche Anhaltspunkte, wie eine Bekämpfung des übermäßigen Lärms ohne erhebliche Mehrkosten möglich ist. der Oeffentlichkeit werden zumeist die Nachkriegswohnungsbauten als besonders unrühmliche Beispiele mangelhafter Lärmfreiheit angeführt. Wie der Zentralverband deutscher Haus= und Grundbesitzervereine hierzu ausführt, ist zweifelsohne in vielen Fällen infolge einer auf Geldknappheit zurückzuführenden leichten Bauweise ein unzureichender Schallschutz ausgebildet worden. Die Tatsache, daß die Nachkriegsbauten zum Teil ausgesprochen „laut“ sind, ist auch mit darauf zurückzuführen, daß die moderne Wohnungsausstattung nicht mehr die früher übliche Ueberfüllung des Raumes kennt. Vor allem sind aber die in älteren Haushalten und entsprechend in Altbauten meist noch in besonders starkem Ausmaß vertretenen Textilien, wie Teppiche, Vorhänge usw., ein schalldämpfendes Moment. In das Gebiet der Lärmbekämpfung im Wohnhaus fällt z. B. die Vermeidung des lauten Knackens der Lichtschalter. Ebenso können Hausherr und Mieter verlangen, daß die Wasserleitungen ruhig arbeiten und daß laute Fahrstuhlmotoren verschwinden. Es handelt sich hierbei vielfach nur um die Auswahl geeigneter Konstruktionen. Der Bau schallsicherer Außen= und Trennwände und entsprechender Türen und Fenster ist dem Baumeister durchaus möglich. Was von Außen= und Trennwänden gilt, gilt auch von den Decken. Der Architekt kann durch eine entsprechende Planung von vornherein die lärmkräftigsten Räume, wie Kinderzimmer, Küche und Bad, Fahrstuhlschächte u. a. möglichst von Schlaf= und Wohnräumen getrennt anordnen. Gegebenenfalls wird auch, vor allem bei Bauten an Hauptverkehrsstraßen, eine Isolierung gegen die Verkehrserschütterungen vorgenommen werden müssen, die gleichzeitig auch eine Schonung des ganzen Gebäudes mit sich bringt. Hermann Bühlbecker 6. m. b. H. Holz- und Baustofthandlung Bochum-Gerthe, Lothringer Straße 35-37 Fernsprecher 71835 Sausssohfe., im Spezialhaus W Nagel Nachf. Ruf 61256 Rottstraße 43 Schoch& Co. Rol 6ss%## Kachelofenbau Vertrieb d. Immerbrand.Heißluft(Grude-)Herde, Preßgas-Sparkochherd für Autobenzin H.& M. van de Sand...H. Herner Straße 57, Fernruf 69493 Schlosserei u. mech. Werkstatt Die Anzeige ist nicht nur ein ankündl. gungsmiltel sondern auchein Ralgeber für von Loser! Grundstücksmakler A. 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Bei telephonischer Bestellung übernehmen wir keine Gewähr für fehlertreie Wiedergabe des Textes. Preis des 22 mm breiten 1 mm hohen Anzeigenraumes .5 Plennig. Kleine einspaltige Oelegenheitsanzeigen nichtgeschäftlicher Art mm 8 Pf., Stellengesuche u. Familienanzeigen mm 6 Pf. Zitter- u. Auskunftsgebühr 25 Pf. Angebot von Vermittlern usw., die mit dem unmittelbaren Sinn der Anzeigen nichts zu tun naben, werden nicht weiterbefördert. Z. A. 47300 Anzeiger heißt, daß schriftliche Angebote unter diesem Kennzeichen bei den Geschäftsstellen des„..“ eingereicht werden müssen. Auskunft Anzeiger bedeutet, daß die entsprechende Adresse in der Hauptgeschäftsstelle, Rathausplatz 9, zu erfahren ist. Umlangreichster, daher wirksamster Arbeita-, Wohnungs-, Geld- sowie Anund Verkaufsmarkt von Groß-Bochum Sssene Sieuen Keine Original=Zeugnisse einsenden sucht Vertreter oder Verleger für Flaschenbiere, Bezirk Bochum und Umgebung sowie für alle anderen freien Plätze. Angebote unter A. 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Ramm, Wurstfabrik, Hertert(heist.) 45 Seite 14 Nr. 148 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 27./28 Juni 1936 Kleine Aneidungen aus den=Siadnenen Stadtteil Hordel Neuer Pfarrer der Herz=Jesu=Gemeinde. Für den verstorbenen Pfarrer der katholischen Herz=JesuGemeinde Bochum=Hordel ist Vikar Karl Stolte aus Dortmund ernannt worden. Vikar Stolte wirkt seit 1921 an der Liebfrauengemeinde Dortmund und hat sich hier einen großen Freundeskreis erworben, nicht zuletzt auch durch seine Tätigkeit als Bezirkspräses der Dortmunder Cäcilienchöre. Der neue Seelsorger steht im 50. Lebensjahr und wurde in Hohenwepel, Kreis Warburg, geboren. Seine Einweisung in Bochum=Hordel ist nicht vor Ende Juli zu erwarten. Brücken werden um 1,80 Meter gehoben. Interessante Arbeiten werden im Zuge der Höherlegung der Hordeler Straße, über die wir eingehend berichteten, an den über die Hüllerbachstraße führenden Brücken ausgeführt. Um hier einen Ausgleich mit der höhergelegten Bahn zu erhalten, müssen diese Brücken um etwa 1,80 Meter gehoben werden. Mittels großer Winden werden die Betonbrückenköpfe gehoben und die dadurch entstehenden Zwischenräume mit Eisenbeton ausgefüllt. Gegenwärtig ist man mit der Anschüttung des Bahndammes an der Hüllerbachstraße beschäftigt. Stadtteil Hamme Drei Unfälle am Arbeitsplatz. Von Arbeitsunfällen betroffen wurde gestern der Hilfsprüfer Hermann., An der Maarbrücke 4 wohnhaft. Er wurde auf seiner Arbeitsstelle von einem Maschinenteil derart unglücklich getroffen, daß er empfindliche Beinverletzungen erlitt, die ärztliche Behandlung im Augusta=Krantenhaus notwendig machten.— Gleichfalls ins Krankenhaus mußte der Schmied Ewald., Dorstener Straße, der auf seiner Arbeitsstelle von einem glühenden Stabeisen am Kopf getroffen wurde, wobei er einen Kieferbruch und Verbrennungen davontrug.— Ebenfalls in ärztliche Behandlung mußte der Werkslehrling Fritz., Theodor=Imberg=Straße 4, der arge Beinverletzungen auf seiner Arbeitsstelle erlitt. Kein Petroleum aufs Feuer gießen! Die leidige Unsitte, das Herdfeuer unter Zuhilfenahme von Petroleum zu entzünden, hat hier wieder einen schweren Unfall verursacht. Am Freitag morgen wollte die Ehefrau des Arbeiters Johann St., Dorstener Straße, schnell das Feuer anzünden. Da nach mehrmaligem Versuch das scheinbar feuchte Holz nicht anbrannte, goß sie kurzerhand etwas Petroleum auf. Da das Holz noch glimmte, schlug plötzlich eine hohe Flamme auf und verletzte die Frau im Gesicht und an den Händen erheblich. Auch die Kleidung fing Feuer. Glücklicherweise war der Ehemann sofort zur Stelle und konnte die Flammen ersticken. Vor diesem sträflichen Leichtsinn kann nicht genug gewarnt werden. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen 80 Jahre alt. Heute, 27. Juni, feiert Frau Witwe Auguste Nowack geb. Neubert, Bochum, Poststraße 5, in voller Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag. Kinder, Schwiegersöhne, Enkel und Urenkel bringen ihr herzliche Glück= und Segenswünsche. Amtswaltertagung der DAF. Sonntag, 28. Juni, findet im Lokal Bergmann, Riemker Straße, eine Amtswaltertagung der Ortsgruppe Marmelshagen statt. Der Beginn ist um 10 Uhr vormittags. An dieser Tagung haben alle Amtswalter der DAF. teilzunehmen. Ferienzeltlager der HI. Vom 15. Juli bis 15. September finden in diesem Jahre die Zeltlager der HJ. in Breckerfeld statt. Jedes Zeltlager dauert 14 Tage (12 Arbeitstage). Es können zu jedem Lager bis zu 12 Hitlerjungen der Lehrwerkstatt von Hannibal beurlaubt werden. Während der genannten Zeit wird der Urlaub nur für die Teilnehmer an den Zeltlagern gewährt werden. Die Kosten für 14 Tage Zeltlager betragen nach Mitteilung der Standortführung der HI. in Bochum nur etwa 2 Mark, die für die Fahrt ausgegeben werden. Die Jungen, die weniger als 12 Tage Tarifurlaub zu beanspruchen haben, erhalten Nachurlaub, für den, vorbehaltlich der Zustimmung der Stammfirma, wahrscheinlich eine Unterstützung von 50 Prozent des entgangenen Lohnes gewährt wird. Einrichtung einer Nothilfekasse. Um bei Krankheitsfällen von längerer Dauer oder in anderen Notfällen den Arbeitskameraden eine Beihilfe gewähren zu können, hat der Vertrauensrat mit Zustimmung der Verwaltung die Einrichtung einer„Nothilfe" beschlossen. Jeder auf der Anlage Hannibal tätige Arbeitskamerad leistet zu dieser Nothilfe monatlich einen Beitrag von 10 Pf. Das Einverständnis aller Gefolgschaftsmitglieder wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Knappschaftsangelegenheiten. Der Knappschaftsarzt, Dr. Müller, in Herne=Baukau tritt vom 1 Juli an in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Dr. Otto Hoppe in Herne, Bismarckstraße 66. Die Arztwahl der Knappschaftsmitglieder die von Dr. Müller abgemeldet oder zu ihm umgemeldet sind, wird vom 1. Juli ab ungültig. Stadtteil Riemke Hohes Alter. Ihr 71. Lebensjahr vollendet die Witwe Wilhelmine Schwerdt, geborene Lueg, Herner Straße 113. Sie wurde 1865 in Bochum geboren. Aus ihrer glücklichen Ehe entsprossen sieben Kinder, von denen heute noch fünf leben, und zwar ein Sohn und vier Töchter. Ein Sohn ist im Weltkriege gefallen. Daneben bringen acht Enkelkinder ihre Glückwünsche dar. Ein neuer Sportplatz entsteht. Unmittelbar an der Herner Straße hinter dem Hauptverwaltungsgebäude der Zeche Constantin wird gegenwärtig ein neuer Sportplatz hergerichtet. Hier wird Gelegenheit zur Ausübung aller Sportarten gegeben werden. Die zum großen Teil seit einiger Zeit abgetragene Steinhalde ist in der Zwischenzeit geebnet und planiert worden. Jetzt hat man schwarze Asche angefahren, die als Decke des Sportplatzes dienen wird. Nach Beendigung dieser Arbeiten wird man mit der Herrichtung des Sportfeldes und der Aschenbahn beginnen. Stadtteil Harpen Harpen vor dem Regentenwechsel Das 2. Schützen= und Volksfest kann steigen In dem sonst noch ländlich stillen Harven herrschte in den letzten Tagen ein reges Leben und Treiben durch die letzten Vorbereitungen zu dem großangelegten 2. Schützen= und Volksfest, in dessen Zeichen Harpen von heute, Samstag, bis Montag steht. Nach siebenjähriger Regentschaft des Königspaares Könia Ernst und der Königin Frieda wird am Sonntag morgen die Königswürde neu ausgeschossen. Nach dem Trophäenschießen der Schützen werden die 12 Königsanwärter— 8 Mann vom Offizierkorps und 4 Schützen— den König ausschießen. Es kann bestimmt als ein gutes Omen für das Fest angesehen werden, daß der Verein zwölf ernsthafte Anwärter auf die Königswürde stellen kann; auf dem Festplatz an der Baldurstraße, auf dem an allen drei Tagen großer Kirmestrubel und Volksbelustigung herrscht, werden die letzten Buden aufgeschlagen. In dem Festzelt ist man mit den letzten Ausschmükkungsarbeiten beschäftigt, um den großen Raum farbenprächtig und gemütlich zu gestalten. Festprogramm: Samstag: 17 Uhr Antreten der Schützen am Vereinsheim zum Abholen des Königspaares von der Wirtschaft Loebel. Dort Empfang und Rückmarsch zum Festzelt. Anschließend Festkommers, Ansprachen und Königsball. Sonntag: 6 Uhr großes Wecken, 8 Uhr Abmarsch des Bataillons zum Schießstand Ruwe und Beginn des Vogelschießens. Daselbst Konzert und Proklamierung des neuen Königs. Rückmarsch zum Festzelt. Dort Frühkonzert und Proklamierung und Krönung der neuen Königin. Nachmittags von 14.30 bis 15 Uhr Empfang der Nachbarvereine. 15 Uhr Antreten der Schützenbataillone an der Baldurstraße. Festlicher Kronungszug durch die Straßen des Stadtteiles Harpen mit anschließender Königsparade an der Baldurstraße vor dem Festzelt. Im Zelt finden Konzertdarbietungen, Ansprachen und Liedvorträge des Männergesangvereins „Germania“ Harven statt. Abends 20 Uhr großer Krönungsball. Montag: 15 Uhr großes Kinderfest mit Kinderbelustigung. Die Kinder versammeln sich um 14.30 Uhr an der Verwaltungsstelle am Harvener Hellweg und marschieren in Begleitung der Eltern und Schützen zum Festplatz. Abends 19 Uhr großer Schützenball. Stadtteil Altenbochum Aus der Liebfrauengemeinde Altenbochum. In der Pfarrkirche zu Altenbochum wird am Sonntag die Feier der Ewigen Anbetung gehalten. Die Eröffnung ist morgens 7 Uhr mit einem feierlichen Hochamt. Die Betstunden beginnen nach den Messen und dauern bis zum Montag morgen. Die Schlußfeier mit Tedeum ist von 6 bis 7 Uhr.— Die diesjährige Wallfahrt der Liebfrauenpfarrgemeinde nach Stiepel ist auf Sonntag, 12. Juli. festgesetzt worden. 40. Stiftungsfest der Marianischen Jungfrauenkongregation von St. Liebfrauen Altenbochum. Am nächsten Sonntag, 5. Juli, begeht die Marianische Jungfrauenkongregation der Altenbochumer Liebfrauenpfarrei die Festfeier ihres 40jährigen Bestehens, die allerdings nur im kirchlichen Rahmen begangen wird. Den Auftakt bildet eine eucharistische Familienwoche, die am Montag, 29 Juni, beginnt und am Freitag. 8. Juli, mit einer Marienfeier endet. Die allabendlich um 8 Uhr aus Soest. An den Abendandachten beteiligt sich auch die Marianische Jungfrauenkongreaation der Fronleichnamspfarrei Bochum=Laer. Am Festsonntag selbst ist morgens um.80 Uhr ein Levitenhochamt mit Generalkommunion und Festpredigt des Religionslehrers Tacke aus Hagen, nachmittags um.30 Uhr marianische Festandacht mit Aufnahme neuer Mitglieder. Von einer weltlichen Feier ist Abstand genommen worden. Stadtteil Laer Fünfter Filmabend der NS DAP. Die von der Ortsgruppe veranstalteten Filmvorführungen erfreuen sich einer sehr guten Beteiligung. Der große Langbeinsche Saal war in allen drei Vorführungen voll besetzt. In der Kindervorführung wurde das Märchenspiel„Hänsel und Gretel“ vorgeführt, was den Kindern große Freude bereitete. Das Programm für die Erwachsenen war sehr reichhaltig. Neben dem Hauptfilm„Walzer für Dich“ wurden Wochenschau und Kulturfilm gezeigt. Dem Wunsche der Bevölkerung, diese Vorführungen fortzusetzen, wird Folge geleistet. Im nächsten Monat findet wieder eine Veranstaltung statt. Achtung, Eichpflichtige! Heute findet im Lokale der Witwe Möller, Wittener Straße, eine Nacheichung der Maße, Waagen und Gewichte statt. Der nächste Eichtag ist der 30. Juni. Vom Gerüst gestürzt. Dem St.=Elisabeth=Hospital zugeführt wurde gestern nachmittag der 33jährige Maschinenschlosser Gerhard B. aus der Roomersheide, der in Bochum auf einer Werksneuanlage beschäftigt ist. B. war mit dem Aufstellen einer Pumpenmaschine beschäftigt, als er durch Abgleiten von dem Hängegerüst rücklings in die Tiefe sturzte, wo er mit Hinterkopfverletzungen und inneren Verletzungen liegenblieb. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Stadtteil Werne Haus= und Grundbesitzerverein Werne. Der Hausund Grundbesitzerverein Werne hielt im Vahrenkampschen Saale eine Vorstands= und Untergruppenversammlung ab, die der Vereinsführer Zimmermann eröffnete und leitete. Erfreulich war die Feststellung, daß der Verein ständig einen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hat. Die Geschäftsstelle des Vereins am Amt Werne wird von den Mitgliedern in den wöchentlichen Sprechstunden rege besucht. Hier erhalten die Mitglieder über alle den Haus= und Grundbesitz angehenden Fragen eingehend Auskunft. Um den abgeschlossenen Ortsteil Kreta enger mit dem Stadtteil Werne zu verbinden, beschloß man, Schritte zu unternehmen, um den Ausbau der Verbindungsstraße möglichst bald zu erreichen. Eingehend in der Versammlung besprochen wurden die postalischen Verhältnisse, die gerade für den Ortsteil Kreta viele Wünsche offen lassen. Gleichzeitig wurde angeregt, personalnachrichten Herr Friedrich Studenski und Frau feiern am 28. Juni ihre goldene Hochzeit. Studenski ist am 2. Februar 1865 in Buchwalde, Kreis Osterode, und seine Gattin, Karoline geb. Mathias, am 7. März 1863 in Johannesberg, Kreis Osterode, geboren. Von 1887 bis 1889 diente der Jubelbrautigam beim 4. Grenadierregiment in Danzig und Allenstein. Nach kurzem Aufenthalt in der Heimat siedelte er mit seiner Familie nach Bochum über, trat 1891 in die Dienste des Bochumer Vereins und wurde bis 1897 am Hochofen beschäftigt. Dann arbeitete er ein Jahr bei der Bochumer Stahlindustrie. Er trat darauf wieder beim Bochumer Verein ein und war vom 30. April 1898 ununterbrochen in dessen Diensten. Im Jahre 1917 feierte er sein fünfundzwanzigjähriges Dienstjubiläum. Aus der Ehe sind vier Kinder, ein Sohn und drei Töchter, hervorgegangen. Alle Kinder sind verheiratet. Ferner können noch sieben Enkel und ein Urenkel an der Jubelfeier teilnehmen. den sich auch hier recht schwierig gestalten, da auf dieser Strecke größere Höhenunterschiede zu beseitigen sind. Stadtteil Querenburg stattfindenden religiösen Vorträge hält Vikar Ernst für den Ausbau der Nörenbergstraße einzutreten. 5000 benn Tangeneitererrinrg..s2s. Die Vorbereitungen zum großen Treffen der Kyffhäuser=Kameraden Nur noch kurze Zeit trennt uns von der großen Jubelfeier, welche die Kompagnie Bahnhof anläßlich ihres 60jährigen Bestehens in einem großen Festzelt gegenüber dem Ehrenmal feiert. Wie gewaltig und erhebend dieses Fest werden wird, zeigt ein Einblick in die Vorarbeiten. Rechnet man doch allein für den Festmarsch am Sonntag, 12. Juli, mit rund 2500 bis 3000 Kyffhäuser=Kameraden. Ferner haben die NS.=Formationen ihre Teilnahme zugesagt. Mit großer Freude kann festgestellt werden, daß die Kompagnie Bahnhof nichts unversucht gelassen hat, das 60jährige Jubelfest zu einem wahren Volksfest zu gestalten. Nach Rücksprache mit den leitenden Männern der Partei unseres Ortsteils ist die Kameradschaftsverbundenheit aufs beste gesichert. Mehrer Sitzungen des Kreisverbandes Bochum haben zu dem Ergebnis geführt, daß für Sonntag, 12. Juli, eine Führerbesprechung stattfindet. Für den Festmarsch am Sonntag nachmittag kommt der Kreisverband Bochum mit einem Sonderzug nach Langendreer. Besonders kameradschaftlich haben sich die militärischen Vereine von Werne gezeigt, die geschlossen in Langendreer antreten. Auch die Kameradschaften von Laer, Stockum, Querenburg werden zur Stelle sein. Man rechnet auch mit den Kameradschaften des Kreisverbandes Witten. Der ganze Aufmarsch für den Festzug wird in mehrere Blocks eingeteilt. Mehrere Musikzüge werden den Marschtritt der Kameraden begleiten. Das RSKK. hat ebenfalls seine Zusage gegeben und wird der Kompagnie für kriegsbeschädigte und körperbehinderte Kameraden 20 Wagen zur Verfügung stellen. Für den Festmarsch am Sonntag wird in Sechserreihen marschiert. Der Zug bewegt sich vom Aufmarschvlatz Dördelstraße(früher Wilhelmstraße) durch die Kaiser=, Uemminger. Mansfelder, Unter= und Kaiserstraße. Am Amtsplatz findet eine große Parade statt. So sind alle Veraussetzungen gegeben, daß das Jubelfest der Kompagnie Bahnhof glanzvoll verläuft. Feierabendgemeinde Bochum=Querenburg. Der Heimatabend der Feierabendgemeinde Bochum=Querenburg am Sonntag, 28. Juni, 19 Uhr, im Lokale Hahne, Buscheystraße, wird voraussichtlich den Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungen bilden. Aus allen Kreisen der Querenburger Bevölkerung ist dieser Abend wiederholt gewünscht worden und kann endlich, nachdem in mühevoller Vorarbeit der Rahmen für die geplante Veranstaltung geschaffen wurde, zur Durchführung gelangen. Es winkt ein Abend echter Freude an heimischer Art und Sitte für jung und alt. Stadtteil Weitmar Das projektierte Stück durch die Bömmerdelle wird in Angriff genommen. Die Arbeiten am Bau der Verbandsstraße D Vl in Langendreer auf dem Westerberg haben infolge der günstigen Witterungsverhältnisse besonders in letzter Zeit gute Fortschritte gemacht, so daß damit zu rechnen ist, daß noch im Laufe dieses Sommers dieser Abschnitt für den Auto= und Fuhrwerksverkehr freigegeben wird. Im Interesse der Verkehrssicherheit ist besonders zu begrüßen, daß nunmehr auch das seit längerer Zeit schon projektierte Stück durch die Bömmerdelle in Langendreerholz in der nächsten Zeit in Angriff genommen werden soll. Die Arbeiten werAus dem Nachbargebiet Werbeabend des Reichsluftschutzbundes. Am Samstag, 27. Juni, 20 Uhr, veranstaltet die Gemeindegruppe Weitmar=Nord des Reichsluftschutzbundes im Saale der Wirtschaft„Zur Engelsburg". J. Göbel, Essener Straße 2, einen Werbeabend Es spricht der Schulungsleiter der Gemeindegruppe Weitmard=Nord Rektor Waschinsky über„Luftschutz tut not“ und die Referentin der Landesgruppe Frau Bevers über„Die Frau im Luftschutz". Anschließend hält Pa. Winkler einen Filmvortrag:„Die Heimat des Führers.“ Diese interessanten und lehrreichen Vorträge werden den Volksgenossen bestens empfohlen. Vorsicht bei schadhaften Kellerrosten. Mit schweren Beinverletzungen wurde dem St.=Elisabeth=Hospital der 12jährige Schuler Fritz der Eheleute Ma. aus der Kavellenstraße 2 eingeliefert. Als er sich auf der im hiesigen Stadtteil gelegenen Hennigfeldstraße befand, brach er plötzlich beim Ueberschreiten eines schadhaften Kellerrostes in die Kellerlochöffnung ein, wo er mit empfindlichen Beinverletzungen liegenblieb. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Vom Tode errettet. Der kaufmännische Angestellte ., Hattinger Straße, der seit einigen Tagen seinen Erholungsurlaub angetreten hat, wollte am Donnerstag früh in der Ruhr an einer erhöhten Stelle ein Bad nehmen. Er sprang in das Wasser. Schon nach wenigen Minuten ging er plötzlich unter. Der Vetter des., der mitschwamm, sprang mit einem anderen Manne schnell hinzu. Beide Personen holten den mit dem Tode Ringenden glücklich an Land. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche hatten vollen Erfolg. Kutenscheilei Rufzericte Goldene Hochzeit. Heute, Samstag, können die Eheleute Michael Skusa und Frau, Ottilie geb. Doliwa, Hansastraße 26, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Jubilar wurde am 23. April 1863 in Ruttkowitz, Kreis Neidenburg, die Jubilarin am 28. Dezember 1865 in Wiersban, Kreis Neidenburg, geboren Das Jubelpaar erfreut sich bei allen Bekannten und Nachbarn größter Beliebtheit. Bestandene Meisterinnenprüfung. Frl. Salomon, Wattenscheid, Weindorfstraße 6, vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer zu Dortmund ihre Meisterinnenprüfung im Damenschneiderhandwerk mit„Gut.“ Die Schulte=Hordelhof=Stiftung genehmigt. Der im Jahre 1933 verstorbene frühere Günnigfelder Gutsbesitzer Schulte=Hordelhof vermachte testamentarisch den Wattenscheider Waisenkindern, unter besonderer Berücksichtigung der Waisenkinder des Artillerievereins Wattenscheid, dessen Ehrenvorsitzender der Erblasser war, zwei größere Güter im Bergischen Land als Erholungsstätten. Die Stiftung, die den Namen Schulte=Hordelhof=Stiftung trägt, soll als selbständige Stiftung mit eigenem Kuratorium geführt werden. Die Stiftungsurkunde und die Stiftungssatzungen sind nunmehr endgültig von der Regierung genehmigt worden, so daß der Geschäftsführer der Stiftung noch in diesem Jahre die erforderlichen Maßnahmen ergreifen kann, Hedwig lum die ersten Erholungskuren durchzuführen. vestang Der Tag des deutschen Liedes in Höntrop. Die äußerst rührigen Männergesangvereine Höntrops haben Vorkehrungen getroffen, den Tag des deutschen Liedes am 5. Juli in besonderer Weise würdig auszugestalten. So beteiligen sich an dem großen Freikonzert im Höntrover Waldtheater der MGV. Schlägel und Eisen, der MGV. Glück Auf, MGV. Deutsche Eiche der evangelische gemischte Chor, der Knaben= und Mädchenchor, die Gesangabteilung des Sauerländischen Gebirgsvereins, Ortsgruppe Höntrov, und eine Abordnung der HI. Am Morgen des 5. Juli findet zunächst eine Generalvrobe des Massenchors der Gesangvereine statt, an die sich der gemeinsame Abmarsch aller Teilnehmer zum Südpark anschließt, wo um 11 Uhr das Freikonzert seinen Anfang nimmt. Der gemeinsame Marsch zum Sudpark hat Festzugcharakter. So werden große Transbarente mitgeführt, die für das deutsche Lied werben. Die Straßen, die der Zug berührt, erhalten besonderen Schmuck. Sollte an dem Festtage das Wetter einen Aufenthalt im Freien nicht zulassen, findet das vorgesehene Konzert im Knappmannschen Saale statt, und zwar ebenfalls um 11 Uhr. Gründung des Arbeitsdankes. in Wattenscheid. Im Lokale Langensiepen kamen eine Anzahl ehemaliger Arbeitsdienstler und ehemaliger Angehöriger des weiblichen Arbeitsdienstes zwecks Gründung einer Mitgliedschaft des Arbeitsdienstes zusammen. Nach Grußworten durch den Kreisarbeitsdankwalter Behrmann (Bochum) sprach Bezirksarbeitsdankwalter Oberfeldmeister Klann(Dortmund) über Ziel und Zweck des Arbeitsdankes. Heute beginnen die Mannschaftskämpfe des Jungvolks. Auf allen Wattenscheider Sportplätzen beginnen heute die Mannschaftskämpfe des Jungvolks. Das Fest der deutschen Jugend findet am Sonntag nachmittag seinen Abschluß auf dem Gertrudisplatz mit einer großen Feier der HJ., bei welcher Gelegenheit auch den Siegern in den Einzelkämpfen die Siegernadeln überreicht werden. Auszahlung der Heeresrenten. Die Auszahlung der Militär=Versorgungsgebührnisse findet am Montag, 29. Juni. die Auszahlung der Alters= und Invaliden= renten am Mittwoch, 1. Juli, in der Zeit von 8 bis 11 Uhr statt. Es wird daran erinnert daß die Rentenempfangsscheine beglaubigt sein müssen. Bei der Arbeit tödlich verunglückt. Am 20. Juni wurde ein 61jähriger Mann, der mit Revaraturarbeiten an seinem Hause Rohrstraße 120 beschäftigt war, von einer vom Wind umgeworfenen Leiter getroffen und derart verletzt, daß er in das Beramannsheil Bochum eingeliefert werden mußte. Dort ist er am 24. Juni an den bei dem Unfall erlittenen Verletzungen gestorben. Es liegt ein Unglück vor. Einem Badegast Schmucksachen gestohlen. Am 19. Juni, in der Zeit zwischen 14 und 15 Uhr, wurden einem Badegast im Stadion eine goldene runde Damenarmbanduhr mit einem fest sitzenden Gliederarmband, welches sich zum Schluß hin verjüngt, gelb schattiertes Zifferblatt mit arabischen Zahlen, eine Elfenbein=Holzkette, weiß mit gelblichem Schein, Perlen verjüngen sich zum Verschluß, der aus gleichem Material und schraubbar ist, ein goldener Damenring mit Aquamarinfassung, an den Seiten mit Haken verziert, gestohlen. Stadt Wanne=Eicke Dienstiubiläum. Gestern, Freitag, konnte der Schlosser Franz Berheide, Märkische Straße 1, auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn zurückblicken. Evangelischer Männerverein Eickel. Bei Rendel fand eine gut besuchte Versammlung statt. Nach der von Pfarrer Maennel gehaltenen Andacht sprach der stellvertretende Vereinsleiter Panhorst Grußworte. Dann wurde Bericht über Freizeiten erstattet. Der Arbeitsdank tagte. Donnerstag abend hielt der Arbeitsdank im Kurhaus eine Versammlung ab. Mit dem Werksoldatenlied wurde die Zusammenkunft eröffnet. Kreisobmann Winter, der sich gleichzeitig von Wanne=Eickel verabschiedete, sprach herzliche Grußworte. Kreiswalter Muller richtete kernige Worte an die Mädel und Jungen. Im weiteren Verlauf der Zusammenkunft besprach man vor allem die Veranstaltung eines Kameradschaftsabends. „Schönheit der Arbeit.“ Eine stattliche Anzahl von Handwerkern ist augenblicklich dabei, den Zechenplatz der Schachtanlage„Pluto=Thies" zu verschönen. Neue Grünanlagen und Blumenbeete werden angelegt, ein Fahrradständer errichtet sowie Aschenwege durch Kleinpflaster ersetzt. Direktor Bergassessor Wilberg als Gefolgschaftsführer legt größten Wert darauf, den schaffenden Volksgenossen eine schöne Arbeitsstätte zu bieten. 9000 Jungen und Mädel beim„Deutschen Jugendfest“. Heute und morgen werden auf den städtischen Platzanlagen Goebbelsplatz, Horstplatz, Reimersplatz, Bickernplatz und Reichsplatz schätzungsweise 6000 Mädel und Jungen unter 14 Jahren und 3000 Mädel und Jungen über 14 Jahren antreten, um in sportlichen Wettkämpfen dem Deutschen Jugendfest 1936 besonderen Ausdruck zu verleihen. Es werden nur die eigentlichen Dreikämpfe ausgeführt, während von Sonderveranstaltungen abgesehen worden ist. Hessenverein Röhlinghausen. Im Saale des Vereinswirtes Otto Horstmann versammelten sich die Hessen Röhlinghausens mit ihren Frauen zu der Nachfeier zum kürzlich begangenen Jubiläum des Vereins. Vereinsleiter Schweinsberg begrüßte die Erschienenen. Wie in den vergangenen 25 Jahren, so werde es auch weiterhin das Ziel des Vereins bleiben, den Heimatgedanken zu pflegen. Stadt Castrop=Rauxel Wem gehört der Knabe? Am 24. Juni wurde in der Nähe des Rhein=Herne=Kanals ein zwei bis drei Jahre alter Knabe, dessen Personalien bis jetzt nicht bekannt sind, aufgegriffen. Er befindet sich in Recklinghausen=Süd auf der Wache des 7. Polizeireviers. Vermißt wird seit dem 24. Juni der Erdarbeiter Franz Walkenhorst, geboren am 3. Dezember 1897 zu Castrop, zuletzt in Castrop=Rauxel, Im Osterkotten 2, wohnhaft gewesen. Beschreibung: 1,65 Meter groß, dunkelblondes Haar, glatt rasiert, gebräuntes Gesicht, blaue Augen, gradlinige Nase, kleine abstehende Ohren, luckenhafte Zähne. Auf dem rechten Unterarm sind eine Frau in einer Schaukel sitzend und die Buchstaben F. W. und auf dem linken Unterarm ein Herz mit einem Dolch eintätowiert. W. ist bekleidet mit grau=braunem Rock, einer braunen Hose mit rötlichen Streifen, grünem Sportoberhemd mit gleichem Kragen und Krawatte. schwarzen Strümpfen und braunen Halbschuhen. Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei in Castrop=Rauxer. K dee Provinzlalverbandes der Reitervereine Westtalens. Am Sonnabd., 4. u. Sonnt., S. Juli In Bochum, Tus.-Stadien Nachmittage 2 Uhr besinnend. Ver prüfungen an beiden Vormittagen. Dressurprüfungen, Eignungsprütungen für Wagenpferde und lagdspringen Vorführungen der Wehrmacht und der Reiter-SA. Sternfahrt aus der ganzen Provinz nach Bochum. Eintrittspreise von 50 Pl. an C Die Verlobung unserer Tochter Maria mit Herrn Apotheker Otto Hahn geben wir bekannt Heinrich Neueling u. Frau Henriette geb. Hille Bochum Kaiser-Friedrich-Platz 2 Maria Neueling Otto Hahn Verlobte Bochum Rosenstraße 7 Für die vielen Beweise aufrichtiger Tellnahme beim Hinscheiden meines lieben Sohnes sage ich allen meinen herzlichsten Dank Bochum, im Juni 1936 August Helmig 27. Juni 1936 Bochum Oberhassel-Bonn Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Heinz Reinermann Ilse Reinermann geb. Schneider 27. Juni 1936 Leipzig Hotel Fürstenhef Familien= Nachrichten aus anderen Zeitungen ubernommen— Vermählte: Dortmund: Ferdinand Schmitz mit Else Hoff. Gestorben: Dortmund: Paul Willing, 72 Jahre. Duisburg: Verleger Carl Fincken, 60 Jahre. Essen: Heinrich Brammertz, 64 Hagen: Ludwig Mues, 61 Jahre. Münster: Anni Ahmann, geb. Lutterbeck, 28 Jahre. Von der Reise zurüick! Dr. Poensgen Facharzt für innere Kranhheiten Kortumstraße 43 (Sprechzeit:—11½.—5½ Uhr) M M Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute morgen.15 Uhr nach schwerem Leiden, versehen mit den Tröstungen unserer heiligen Kirche, plötzlich. aber nicht unerwartet, mein lieber, unvergeßlicher Gatte, unser herzensguter Vater, Schwiegersohn. Bruder. Schwager und Onkel Buchhändler SüstafBrecheyer Im Alter von 57 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Wwe. Anna Brockmeyer seb. Mobs nebst Kindern und Anverwandten. Bochum(Spichernstr.). Wanne-Eickel, den 26. Juni 1936. Das Beerdigungslevitenamt ist am Dienstag. in der St.-Marien-Kirche. Die Beerdigung findet am gleichen Tage morgens 10 Uhr vom Freitrafendamm zum Zentraltriedhof aus statt. Haltern Abfahrt 14 Uhr— Preis 1,80.4 Loemühle Abfahrt 14 Uhr— Preis.80.A Abfahrt Wilhelmaplatz Krallverkehr Scharpey Ruf 61110—11 Samstag, 10.15 und 14 15 nach Haltern.80 RM. 14 30 zur Loemühle 1,50 RM. Sonntag, 10.30 nach Haltern.80 RM. Montag(Peter und Paul), 14.30 zur Loemühle.50 RM. Abfahrt Wilhelmsplatz, Anmeldung: Zentralbüre R. Genieser Kortumstr. 60 Hinaus in die Ferne mit dem eleg. Reiseautobus von Wilh. Meyer, Bochum Ruf 62810 Elegante Grob- u. Kleinautos für Hochzeiten und Fernfahrten bei billigster Berechnung Wer nimmt nimmt einig. Zimmermöbel mit nach Düren(Rhld.)? 99286 Anz. 1½--Zimm.Einrichtung in der kommenden Woche mit nach Berlin? Preisangebote J. R. 2501 Anzeig. „„* Beginn 1. Juli 1936 Total-AusverKauf wegen beschäftsaulgabe! 20 bis 50 Prozent Rabatt auf sämtliche Uhren, Gold- und Silberwaren Frau Erna Schweers, Rottstraße 11 .B. 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Heinrich Winkler von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden. In tiefer Trauer: Frau Laura Winkler geb. Bonnermann den 25. Juni 1936 Marburg(Lahn). Körnerstraße 8 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 29. Juni. nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle in Marburg(Lahn) SchlörenbH. Bochum Telefon 64904. 2 Ich hab’ den Bers erstiegen, der euch noch müde macht, drum weinet nicht ihr Lieben. ich hab’ jetzt Rost gemacht! Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute nachmittag.40 Uhr meinen treusorgenden Vater. Schwiegervater, unseren guten Großvater. Urgroßvater. Bruder. Onkel und Schwager, den nach kurzem. schwerem Leiden im Alter von 73 jahren zu sich in ein besseres Jenseits zu nehmen. Dieses zeigen tiefbetrübt an im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Trösken und Frau Anna geb. Schmitz .-Stiepel. Hattingen(Ruhr), Lünen, Flensburg, den 25. Juni 1936 Die Beerdigung flindet am Sonntag, dem 28. Juni, nachmittags .30 Uhr. vom Trauerhause,.-Stiepel. Kemnader Strabe 269, aus staft.— Trauerteier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Verseben keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Suche f. m. Nichte, 40., schuldl. gesch., vornehme, jugendl. Ersch., sehr sol., in allem bewandert, ein. ehrl., g. Mann in fester Stellung Zuverlässiger als der beste Freund Ist eine ausreichende Versicherung: diese schützt Sie und Ihre Familie vor wirtschaftlichen Schäden Wir übernehmen: Unfall-, Haftpflicht-,Auto-, Einbruch- Diebftahl-, Kautions-, Lebens-, Aussteuer-, Studlengeld-,Renten-Versicherungen Verlangen Sie Prospekte Winferrhur Verttateraug!n. Berlin SW68, Charlottenstr. 77 Ludwig Kleesattel Agentur der Deutschen Hypothekenbank (Meiningen) Hypotheken kapital zu zeitgemäß. Bedingungen verfügbar. Essen, Fernsprecher 401 47 Isabellastraße 3 3 zu bankmäßigen Zins. u. Gebühr. auf 24 Mon. Vorkostenlos. 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Damals war er zur Beerdigung einer entfernten Verwandten auf der Bildfläche erschienen, korpulent, wie immer, mit leicht nachgedunkeltem Rotweingesicht unter dem altmodischen Zylinder und mit den Hüftbeschwerden, ohne die es ein Apotheker, der zeit seines Lebens hinter dem Rezeptiertisch gestanden, offenbar nicht tut. Im Holsteinschen besitzt Onkel Jobs noch heute eine schmucke Apotheke, die ein vergoldetes Einhorn im Wappen führt und zu der die Menschen an kranken und gesunden Tagen wallfahren. Ich erinnere mich an herrliche Ferientage, die ich als zwölfjähriger Knirps dort erlebte. Der große Obstgarten hinter dem Hause, ein romantisch verwilderter Teich unter zauberhaften Blutbuchen, nehmen in meiner Phantasie einen Ehrenplatz ein, den sie rechthaberisch und zäh behaupten, mögen sie selbst auch längst dahingegangen sein. Das Tollste und Wunderbarste aber, das Onkel Jobs zu bieten hatte, waren sein spökenhafter Humor und sein Arzneikeller, den zu besichtigen er nur den Auserwählten seines Herzens erlaubte. Onkel Jobs war immer ein stattlicher, wohlbeleibter Herr gewesen, der seine Fülle an einer goldenen Uhrkette gewichtig vor sich her trug. Wenn er an der großartigen Wölbung der Weste entlang sah, stürzten seine Blicke schon beim vierten Knopf ins Bodenlose, ohne daß es ihnen jemals vergönnt gewesen wäre, bis zu den Stiefelspitzen vorzudringen. So dick war Onkel Jobs, der etwas von einem Magier an sich hatte, von einem arabischen Paracelsus, der nach Kräutergeheimnissen duftete und mit der unsichtbaren Welt Verbindung hielt. In seinem Apothekerkeller gab es neben seltsam geformten Flaschen, die gleich riesigen Feigen dunkelglänzende ölige Flüssigkeiten bargen, gläserne Behälter mit unförmigen Trichtern, in denen es glucksend gärte, Kisten und Retorten, denen grinsende Totenschädel und furchterregendes Menschengebein auflackiert war. Zottelige Büschel von Kräuterleichen hingen in eisenbewehrten Verließen, das schlimme Bilsenkraut neben Schierling, Tollkirsche und Stechapfel. Aus einem anderen Käfig waberte es süß nach Gewürznelken, Thymian und Rosmarin. Als ich den Onkel das erste Mal in sein schauriges Gewölbe begleiten durfte, stand mir der Angstschweiß auf der Stirn und gern hätte ich ihn mitsamt seinen Wurzeln, Moosen, Salben und Mixturen im Stich gelassen, wenn ich nicht eben doch ein zwölfjähriger Knirps gewesen wäre, der sich nicht leicht ins Bockshorn jagen läßt. So folgte ich denn zitternd dem dicken Medizinmann, der hier unten ein anderer schien als oben im Licht. Sein gewaltiger Leib warf einen Schatten, der meinen aufzufressen und in sich hinabzuschlingen drohte. Hinter den funkelnden Brillengläsern erloschen die guten Augen wie in unergründlichen Spiegeln, und auch seine Wackelschritte bekamen etwas Gespenstisches, das mich tief beunruhigte. Erleichtert atmete ich auf, als ich die vertraute Stimme hörte und wir in die Nähe der breit ausgemauerten Nischen traten, durch die spärliches Licht von hoch oben hereinfieselte. „Sieh her“, sagte er und wies auf ein plumpes, dämmergrünes Gefäß,„das ist Napoleon.“ Aus kugeligen Augen glotzte es mich an, eine Kröte, größer noch als meine Kinderfaust, mit braunen wulstigen Höckern und einem flach gewölbten, giftig schillernden Bauch.„Ich habe ihn von deinem Großvater geerbt,“ sagte Onkel Jobs,„er dient im dreiundvierzigsten Jahre und hilft mir das Zipperlein vertreiben.“ Während er beiläufig diese tolle Geschichte erzählte und ich das schreckliche Tier kaum zu betrachten wagte schloß er das rechte Auge bis auf einen schrägen Spalt Mich überlief ein Gruseln und ich kostete alle Schrecknisse der Phantasie, bevor mich der Onkel an den nächsten Glashafen führte. Der war mit hunderten, ach wohl mit tausenden von gleißenden Pfennigstücken angefüllt, eines schöner und strahlender als das andere.„Der Schatz“, sagte Onkel Jobs,„die Mühsal eines Lebens steckt in diesen Pfennigen. Wenn du dich brav hälst, sollst du sie besitzen, sobald ich die Augen geschlossen habe. Ich konnte dem großmütigen Onkel nur stumm und verschüchtert danken und war ihm aus tiefstem Herzen zugetan, daß nicht auch„Napoleon" bestimmt war, zu meinem Erbteil geschlagen zu werden. Was es sonst noch zu sehen gab, erinnere ich nur dunkel. Die vielen seltsamen Dinge nisteten sich in meine Träume ein, und aus den Träumen wuchsen der Phantasie die Schwingen zu. Als ich Onkel Jobs, der als Sonderling und närrischer Kauz verschrien, als wohlmeinender Freund jedoch allen, die eines guten Rats und tätiger Hilfe bedurften, verehrungswürdig war, im vergangenen Herbst aufsuchte, hatte er zwar an Leibesumfang einiges, an Schrulligkeit dagegen nicht das mindeste eingebüßt. Bei einer guten Pulle süffigen Bordeauxs plauderten wir von alten Zeiten, von Aberglauben und Geisterspuk, kurzum von allen möglichen unvernünftigen und unbegreiflichen Dingen. „Hast du von meinem Museum gehört?“, fragte er mich plötzlich in seiner kargen Art. Natürlich hatte ich nichts gehört, soviel man mir über den verrückten Apotheker auch in die Ohren geblasen hatte. Es gab also ein Hin und Her von Frage und Antwort, und endlich erhob sich Onkel Jobs, dessen Zipperlein auch der unlängst sanft entschlafene„Napoleon“ nicht hatte bannen können, und führte mich in ein kleines Kabinett neben seinem Schlafzimmer.„Da hätten wir mein Museum“, sagte er gleichmütig, aber das unmerkliche Zittern seiner Stimme verriet mir, daß ich der erste und wohl auch einzige Besucher dieser unerhörten Raritätensammlung war. Er stand an der Tür, lächelte schalkhaft und zugleich ein wenig verlegen, als ertappe man ihn auf einer Dummheit, einer kindischen Albernheit. Bevor ich in dem engen Raum Umschau halten konnte, dessen Wände mit schmalen Tischchen zugestellt waren, knipste er das Licht aus.„Gewöhne dich erst an die Dunkelheit“, sagte er mit einer gewissen Feierlichkeit.„Mein Leben ist unfreundlich und einsam gewesen, es hat da nicht viel zu lachen gegeben. Mag sein, daß ich ein Kauz geworden bin, mein Junge, aber es hat doch alles seine Richtigkeit.“ Nach diesen Worten ließ er es wieder hell werden und hängte sich in meinen Arm. Er führte mich vor ein halbrundes Glasgehäuse, in dem ein paar Eierschalen lagen.„Das sind Dinge, mit denen man erst brechen muß, ehe man zum Menschen wird“, sagte er. Als nächstes wies er mir einen Haken, wie ihn die Fischer zum Angeln verwenden. „Das Häkchen“, sagte Onkel Jobs.„Beachte die Krümmung. Ich alter Wurm sitze immer noch dran.“ „Was soll ich groß erzählen! Wir gingen von Stück zu Stück. Da lagen ein paar struppige Federn SSTLELLISL von Heinrich Schwaney Nun blühen die alten Linden Wieder am Megesrand, Auf weichen Molken und Minden Flutet ihr Duft ins Land. Die Rosen leuchten im Garten Weiß und rot mie das Blut, Die Tulpen wollen nicht warten, Gluhend in Sommerglut. unter Glas.„Bitte“, sagte der Onkel,„man hat sie mir ausgerupft.“ Vor einem Zwillingspaar halbverrosteter Radsporen, die ein mittelalterlicher Reitersmann getragen haben konnte, erläuterte Onkel Jobs, „das war, als ich Provisor in Bergen wurde und mir die ersten Sporen verdiente. Du siehst, ich habe sie aufbewahrt.“ Und so ging es weiter, Stück für Stück, eins schnurriger und verdrehter als das andere, ein Museum bildhafter Prägungen, wie es in ganz Europa kein zweites geben dürfte.„Und hier“, sagte Onkel Jobs und bugsierte mich, der ich offen gestanden ein wenig verdutzt und seltsam betroffen war, vor eine flache Tonschale,„hier wird es dir leicht fallen, den Sinn zu deuten.“ Ein Häufchen dunkler Gartenerde, vielleicht unter seinen geliebten Blutbuchen weggekratzt. „Erde ist gut", half er uns über beklommenes Schweigen hinweg.„In ihr geht das Irdische zur Ruhe, in ihr lebt das Wunderbare. Niemand weiß, wie es beginnt...“ An diesem Abend saßen wir noch lange beisammen, der alte Onkel Jobs und ich. Draußen wilderte der Herbststurm durch den Garten, das Blättersterben setzte bunt und feindselig klirrend ein. Im Wipfel der Buchen nisteten Sterne, erhellten das Dunkel und besänftigten die Nacht. Die Saaten wogen und wehen, Morgen bluhen sie schon, Und zmischen den Halmen stehen Ackerminde und Mohn. Und rings auf sonniger Halde Loht der Ginster am Strauch, Bald blüht am Mese und Walde Duftend die Heide auch Vieltausend Lerchen frohlocken, Dudeln und singen dazu, Und ferne Angelusglodten LAuten den Tag zur Ruh. Unbekannter Blick: Die Bochumer Folo: Strodthoff Johannis-Kirche von der Westseile Karfferaceh Von Alfred Probst Leit zwei Stunden steht Colonel Perry von der englischen Besatzungsarmee mit sechs Mann seines Regiments vor der großen Rheinbrücke auf Posten. Die Nacht ist kalt und naß. Heulend braust der Wind in den Kronen der breitästigen Ulmen, die zu beiden Seiten die Straße säumen, die sich wie ein endloses Band im Dunkeln der Nacht verlieren. Der übermittelte Befehl lautet: Jedes Gefährt, welches die Brücke passiert, ist auf Waffen zu durchsuchen. Einige verwegene Kerle, hat der Captain hinzugefügt, versuchen Waffen und Munition nach drüben zu bringen. Die Schultern gegen die Bretterwand der Hütte gelehnt, in der seine Leute auf dem Spreu liegen, starrt Colonel Perry, eine Zigarette zwischen den schmalen Lippen in die Nacht hinaus. Zu seiner Rechten wuchten die massigen Pfeiler der Rheinbrücke empor, unter der das Wasser des Flusses gurgelnd dahinfließt. Von Zeit zu Zeit taucht zwischen dem Filigranwerk der Verstrebung der Schatten des Postens auf, der, das Gewehr im Arm, mit gemessenem Schritt auf und ab geht. Der Colonel folgt ihm mit den Augen, zählt mechanisch die Schritte und geht dann langsam über den schmalen Wiesenstreifen auf die Straße zu. Zu beiden Seiten der Straße verlieren sich kahle Felder im Dunkel der Nacht. Den Horizont säumt eine Kette mattglänzender Perlen. Köln, denkt Perry, und blickt die endlos lange Straße hinab. In der Ferne tauchen auf dem grauen Band der Straße zwei winzige Lichter auf und schieben sich langsam näher und näher. Perrys Augen schließen sich zu schmalen Schlitzen. Minuten verinnen. Dann tönt das gedämpfte Rumpeln eines schweren Wagens an sein Ohr. Mit der Stablampe gibt er dem Posten ein Zeichen, und wendet seine Aufmerksamkeit dem langsam näher kommenden Wagen zu. 500... 400... noch 30 Meter, dann umspielen die Lichter des Lastwagens die regungslos auf der Straße stehende Gestalt. Langsam=nimmt der schwere Wagen die letzte Steigung. Eine Hupe tönt dumpf. warnend: Colonel Perry hebt den Arm. Bremsen knirschen... dann steht der Wagen. Ein Mann in einer hellen Lederjacke schwingt sich vom Fahrsitz und schiebt sich langsam in den Lichtkreis. Seine Augen suchen das Dunkel zu beiden Seiten der Straße zu durchdringen, und bleiben dann auf der vom Licht der Lampen hell überstrahlten Gestalt des Offiziers haften. Plötzlich weiten sich seine Augen in maßlosem Staunen, mit vorgebeugtem Oberkörper starrt er in das Gesicht des Engländers. Die kalt und hart klingende Stimme des Colonels, der sich der deutschen Sprache bedient, schreckt ihn zurück. „Was haben Sie geladen und wohin geht die „Fünf Tonnen Koks... Colonel Perry!“ Der Engländer hebt überrascht, den Kopf. Der Schein der Stablampe taucht das Gesicht des Deutschen in blendende Helle. Die Blicke der Männer kreuzen sich. Während in den Augen Perrys eine stumme Frage liegt, spielt um die Lippen des anderen ein leises Lächeln. „Erkennen Sie mich... Colonel?“ Der fährt mit der Hand über die Augen.„Leutnant Haake... Sie?“ Der andere senkt bejahend den Kopf. Colonel Perry atmet tief, sein Blick ist in die Ferne gerichtet. Bilder tauchen vor seinen Augen auf. Flandern 1916! Zerwühlt und zerrissen die Erde, er selbst in einem Granattrichter liegend, die Hand mit letzter Kraft auf die schmerzende Wunde gepreßt, aus der langsam, aber unaufhaltsam das Leben sickert... und über ihm das Stahlgewitter der Schlacht. Ein Schatten taucht auf, und springt Schutz suchend in den Trichter. Ein deutscher Offizier. Mit einem Blick umfängt er den wehrlosen Gegner, und verrichtet dann schweigend sein Samariterwerk. Sorgsam verbindet er dem andern die blutende Wunde, verschafft dem durch Blutverlust geschwächten Gegner eine bequeme Lage und reicht dem Dürstenden die Feldflasche. Stunde um Stunde liegen die Gegner dicht aneinander gepreßt im Trichter, während der Eisenhagel über sie hinwegbraust. In diesen Stunden tauschen sie Namen und Herkunft. Das Brüllen der Schlacht versiegt, und mit dem Schrei:„Ihre Kameraden kommen!" verschwindet der deutsche Offizier im Dunkel der Nacht. Minuten später ist der Verwundete geborgen. Das Bild zerrinnt, und Perry schaut in die grauen Augen Haakes, die fragend auf ihn gerichtet sind. Mit einer impulsiven Bewegung reicht er dem Deutschen die Hand. „Ich danke Ihnen, Kamerad... für damals.“ „Es ging um ein Menschenleben, Colonel... um das Ihre!" erwidert er mit leiser, eindringlicher Stimme.„Heute geht es um das Leben Tausender meiner Brüder. Ich habe Koks geladen... und Munition. Im Ruhrgebiet aber warten die Kameraden auf mich, die gleich mir vier Jahre durch ein Inferno gingen, und die heimgekehrt, die Not des Vaterlandes tiefer packte als alle eigene Not... die nur den einen Wunsch haben, das Vaterland zu retten vor dem Ansturm jener Horden, die nie auf ein Kommando hörten, die nie ein Vaterland kannten.“ Den Kopf gesenkt lauscht Perry den Worten Haakes. Die Pflicht und das Verstehen um das Wollen des Deutschen halten sich die Waage. Die Entscheidung liegt in seiner Hand und er kämpft einen schweren Kampf. Sekunden nur, dann reicht er dem Deutschen fest die Hand. Blick ruht in Blick. „Leben Sie wohl... Kamerad!" Colonel Perry tritt zur Seite und gibt den Weg frei. Er erhascht den letzten Blick Haakes und sieht den schweren Wagen im Dunkel der Nacht verschwinden. Langsam geht er auf die Hütte zu, die Gewißheit im Herzen, eine große Schuld abgetragen zu haben. Aaer Hangen MRadema, Aus der Fälscherwerkstatt der Kunst— Stilmöbel fabrikneu Seit Jahrhunderten gibt es einen tollen Wirbel= fand oft eine seltsame Anwendung. Der dänische Arzt tonangebend. Auf diesem Gebiet hat Frankreich auch Marktwert hatte, mit dem echten Rücken, der tanz um den Tempel der wahren Kunst. Fälscher, be= Sperling besuchte 1621 das Atelier von Rubens zwei Künstler hervorgebracht, die bis heute unerreicht Schnecke zu versehen, damit auch die gewiegtesten Kenner p v,. Kandlar“, er wgze oder auch einfältige und schreibt darüber:„Wir sahen auch einen großen sind, nämlich Boule und Riesener. unschlüssig. Kadter dezachle Helser.d Hesser führen diesen To, Sal dem vsele—sh, bbean verschiedenen Vile ud nüinlich Boute und Riesener. waseam sghlte der Rest nicht echt seine Käufer, besahte, Peser, ud), Dehler, Vuhrgxhgsein fristen, des9“, v, btzen, biste bunge Bigle, on Pobenz in Freide Jrz 132., Johrhznhert, da die Sröhfe, scgähfge, nach die man früher um einige tausend Mark erstehen konnte, Nachfrage nach an. Während zahllose Künstler ein Hungerdasein fristen, dern arbeiteten. Die Zeichnung hatte Rubens in Krc##s echten Möbeln der drei erwähnten Stilepochen herrschte, Während zahsose Künisger, g g,5agergzfesguch nur entworfen und hate nur hier und da einige Farbiöne Schten. Pöheln. der,= Ore, erwähsten, Sizlerochen. befe " denn die Dummen werden nicht allel Um leine Früchte betrogen die man früher um einige tausend Mark erstehen konnte, stieg im Wert plötzlich auf das Fünfzigfache! In Paris lebten zu Anfang des 19. Jahrhunderts zwei Geigenmacher, die herrliche Geigen herstellten. Es waren Lupot und Buillaume. Heute werden ihre Geigen mit sehr hohem Preis bezahlt, man stellt sie beinahe Dos herrliche Guarneri stark beschädigt und gab sie Stab von Künstlern, die Vortreffliches leisteten. Man Vuillaume zur Reparatur. Vuillaume führte den Aufkann beispielsweise im Loure den herrlichen Schreibtisch trag aus, da aber Paganini inzwischen eine Konzertvon Louis XV. bewundern, der nur eine Nachbildung reise nach Deutschland unternommen hatte, fertigte er derstellt, da sich das Ortainal im Deyat hefindet Diese aine Hayie dor echten Geige an Als Naggnini zurückzm bilig„ Daß in den meisten Fällen Kunsthändler mit den darstellt, da sich das Original im Depot befindet. Diese eine Kovie der echten Geige an. Als Paganini Zurüicknen, um Fälschern unter einer Decke stecken, liegt auf der Hand. Nachbildungen kosteten sehr viel Geld, machten sich aber kam, legte er ihm die zwei Geigen vor:„Suchen Sie sich Kunst= Es ist geradezu ungeheuerlich, was in unserer Zeit bezahlt, da der Staat seine Schätze in Sicherheit wußte. Ihr Instrument selber, Meister!“ sagte er Und Pabeten sich alles gefälscht wird nicht nur Bilder, sondern Möbel. Die Kunstischler ließen sich dann später vor dan Fäl= ganini griff nach der Koviel Er merkte den IrrRuhens, obzwar, er sich manchmal zu einer Preisver= im Louvre oder in dem nationalen„Garde=Meuble“, mit sehr hohem Preis bezahlt, minderung herablieck. Man besitt von seiner Hand Run müssen aber auch die zahlreichen Halais, in denen den Eremoneser Geigen gleich, Statt sich damit zu ber eine Rechnung für Sir Dudley Carton, in der er eine hochstehende Persönlichleiten als Gäste des Landes ab= gnügen, eigene Geigen ihrer Marke zu bauen, bildeten Reihe von Gemälden zu verschiedenen Preisen ansetzt, steigen, in echtem Stil möbliert sein. Man machte sie auf das täuschendste die Geigen der beiden großen jie nach dem Ausmaß seiner eigenen Mitarbeit. Seine schlechte Erfahrungen mit diesen Gästen, die zahlreiche Eremoneser Guarneri und Stradivari nach und verinen, die des Meißels eines Prariteles würdig waren, damaligen Mitarbeiter aber hießen Ban Dyck Snyders, dieser Möbel arg beschädigten. Deshalb ließ der Staat kauften sie auch als solchel Einmal hatte Paganini Troßden nagg er noch als, Vierzsgzpzige, Zuogzstzich Vert hzieser. Bülder anzuzpesetha deinen Grund, den diese Möbel imiteren, urdg, schufzschurch, einen greßen Fiug, berliche Gegrers Pespigrschs am Hungertuch, Dann wurden ausländische Kunstzänd. Wert dieser Bilder anzuzweisein. Staß van Dünstlern die Nartreftlisches lei ler auf ihn aufmersam. Seine wundersam feinen Bild= Rauptlache: die alte Leinwand! werke, Madonnen, ein Eros, eine Venus, Reliefs in Nuupll antiker Art, religiöse Marmorgruppen wurden ihm hil abgekauft. Dossena genügte es, soviel zu verdienen Padter schasfen aid Kiment. Die Vesele, nelden sch ales geflscht pied, sichk muir Blhger, sonhzern Misel, Die Kanstische lszen sch donn Laiter don den Pale Kanzni gris.“, lach der Koztel Ermerte den Fer. wiederum, sie rafsen zusammen, was Dossena vorrätig Bronzen, Kunstgegenstände, Porzellan, alte Geigen, schern anverben. In Faubourg St.=Antoine und in kum aber sofort, als er die ersten Töne auf dem hatte, dabei gaben sie besondere Wünsche kund. Sie ver= Autographen usw.„.. 6.. g6.#. St.=Denis aibt es heute noch mehrere Fabriken, in strument spielte. langten Bildwerke die in der Art der Darstellung und In Paris sind den Eingeweihten zahlreiche Ateliers denen alte Möbel täuschend ähnlich hergestellt werden, im Stil an Michelangelo, an Donatello und andere auf dem Montmartre bekannt, wo die— übrigens oft aber leider nicht als Kopien zum Verkauf kommen, son Das Geschäft mit der Tollstrafe große Meister erinnerten. Das sei ein Zugeständnis ganz vortrefflichen— Fälschungen hergestellt werden, dern mit allen Merkmalen der Echtheit! Auch da gibt es an den Geschmack der Käufer, denen man entgegenkom= Man braucht zu einem solchen Bild vor allem eine echte ganz drollige Kniffe. Alte Möbel sind meist wurmstichig, In den meisten Ländern ist die Einfuhr von Kunst men müsse. Ein Jahrzehnt später stellte sich heraus, daß alte Leinwand. Da sich diese nicht künstlich herstellen die Wurmlöcher werden aber kurzerhand mit einer werken durch hohe Zölle erschwert. Aber auch das kann diese Kunstwerke als antike Schöpfungen verkauft worden läßt. und die Kenner mit der Lupe vor allem die Rück Schrotpistole in das Holz geschossen! Man vergräbt die den Fälschern sehr zustatten kommen. Beispiel dafür waren. Der Prozeß, in den auch Dossena verwickelt seite des Bildes untersuchen, neuestens auch die Durch= Möbel sogar auf einige Wochen im Mist, um ihnen den der Verkauf von drei„echten“ Rembrandts nach Amerika. wurde, verlief eigentlich im Sande. Die im Ausland leuchtung zu Hilfe nehmen, so bedienen sich die Fälscher ehrwürdigen Altersglanz zu geben..! Die Fälschungen wurden in Paris hergestellt, in glänlebenden Kunsthändler konnte man nicht fassen, da sie des Mittels, ganz wertlose alte Bilder der betreffenden zender Art. Wie sollte man aber den Amerikanern weiserwerben. Auf dieses Bild wird dann die Kaggwini greist danohen machen, daß es sich um echte Gemälde handeltes. Die Fälscher wendeten da einen geradezu genialen Kniff an. die Hochburg für Fäl= Sie schickten die drei Bilder versichert nach Newyork, gen alter Geigen. Heute kostet eine echte Guarneri aber als Kopien deklariert, weil da der Zollsatz gering Falien hate einen genialen Büldhauer mehr der aber„Echtheit“ sind leicht zu erzielen. Ein altes Bild weist oder Stradivari beinahe 250000 Markl, Da lohnt sich war. Ehe aber die Bilderkise der Nevhorker Zollbe. genau so arm blieb wie vorher... die Spuren von Schimmelpilzen auf., May feuchtet also also eine Fälschung... Allerdings ist es unmöglich, hörde zukam, erhielt die Direktion ein Kablogramm aus Eine reizende Mädchenbüste aus Wachs bilbete vor das Bild an und läßt es dann einige Tage in einem den echten Lack der Eremoneser nachzuahmen, der dem Paris, worin die Absender als Betrüger denunziert etwa dreißig Jahren das Entzücken der Berliner Kunst= feuchten, dunklen Raum, worauf sich auf der Leinwand Ton dieser Geigen die bezaubernde, strahlende Klang= wurden. Es handle sich nicht um Kopien, sondern um freunde. Sie war von dem Kaiser=Friedrich=Museum eine Unmenge von Schimmelpilzen entwickeln. Aber wie farbe gibt. Aber für Sammler, von denen es besonders echte Rembrandts. Die Behörde brauche bloß in der erworben worden, und die Kenner konnten sich nicht erzielt man die dunkle Tönung, die Patina? Das Bild in England und Amerika sehr viele gibt, genügt es rechten Ecke jedes Bildes, in einer Höhe von acht Zeninigen, welchem berühmten Künstler man dieses Werk wird ganz einfach, wie ein Schinken in den Rauchfang schon, daß die Geige in manchem ihrer Teile unzweifel= timeter, die Oberschicht der Farbe vorsichtig mit Firnis Laiser Wilhelm den gehängt. Alte Bilder weisen auch unzählige feine Risse haft echt ist. Der Ton ist ihnen Nebensache, da ja die abzuwaschen, worauf man die echte Signatur der Bilder nur als Schaustück in einem Glaskasten von der Hand Rembrandts finden würde! Das geschah berühmten Künstler man dieses Werk wird ganz einfach wie ein Schinken in den Rauchfang schon, daß die G Endlich gab Kaiser, Wilhelm den gepangr,„Alte Zzuber weisen guch unzählige feine Risse haft echt ist. De rklärte in vompöser Weise, daß es sich der Farhe guf,„Man kann diege„Risse in funf Minuten Geige ohnehin vompöser, Zoeis;, daß gs 119) hervorrufen! Man hedect das Aisd mit iner Erikenplatte aufbewahrt wird zuschreiben sollte. nur um einen Leonardo da Vinci handeln könne. Dabei hexporrufen! Man bedeckt das Bild mit einer Eisenplatte aufbewahrt wird. So hat sich nun seit beinahe einem auch.., der amerikanische Kunsthändler, der die Bilder blieb es auch, aber dann kam eine Ueberraschung und hämmert dann eine Weile vorsichtig kreuz und quer. Jahrhundert der Brauch herausgebildet, daß von echten reklamierte, wurde mit einer Strafe von 98 000 Dollar aus England! Ein in London ansässiger, beinahe ganz Wenn man sich dann noch einen echten Rahmen der be= alten Geigen einzelne Teile gestohlen wurden, wenn man belegt. Er zahlte aber diese Summe ohne Weigern, im unbekannter Bildhauer bezeichnete die Büste als sein treffenden Epoche verschafft hat, haben auch gewiegte diese Instrumente zur Reparatur gab. Wenig skrupel= Innern hochbeglückt! Denn nun hatte er den amtlichen Werk! Er hatte sie einst zu seinem Vergnügen in der Kenner Mühe, die Fälschung festzustellen. hafte Geigenmacher entnahmen der Geige die Schnecke, Ausweis, daß er für drei echte Rembrandts der amerikaeFüinstler zesch Fr.,(4zm Phgl, Jah-Thmagz den Rücken, die Decke, und der entwendete Teil wurde nischen Zollbehörde eine so hohe Summe erlegt hatte. durch einen täuschend imitierten ersetzt. Solche Frag Die Quittung war für ihn wertvoller als die Zeugnisse Manier der italienischen Renaissancekünstler geschaffen, Jillmöbel— jabrikneu! bracht, der über den wirklichen Schöpfer keinen Zweifel grg3aris war zwei Jahrhunderte hindurch das mente echter Cremoneser Geigen wurden unter der Hand aller Kunstkenner der Welt. Die Bilder wurden kurz ließ. Zudem gab er genau die Stelle an, wo sich dieser Eldgrado, der Möbeltischler. Die Stile Louis XIV Beweis befand. Man entfernte an der Grundfläche des Louis XV. und Louis XVI. Kunstwerkes eine dünne Wachsschicht und fand darunter sehr teuer verkauft. Denn man brauchte dann nur darauf insgesamt um beinahe eine Million Dollar an waren für die ganze Welt irgendeine gute alte Geige, die aber keinen besonderen amerikanische Sammler verkauft.. ein Pergamentblatt, das den Namen und die Adresse des englischen Bildhauers enthielt... Die Wunderwelt des Unsichtbaren Xuviel„Külle“ von Rodin Im Jahre 1919 entdeckte man, daß sich in Paris vorfanden. Run verdankt eine Bronze eines so berühm= Besuch bei dem berühmten Forscherehepaar Joliot-Eurie, das den Nobelpreis erkielt ten Künstlers ihren sehr hohen Kaufwert— 50 000 bis zwei Umständen: erstens dem Namen 100 000 Frank des Schöpfers, zweitens die Gewißheit, daß von dieser Bronze nur wenige, vertraglich festgesetzte Abgüsse hergestellt wurden. Es ist klar, das beispielsweise eine Bronze nach der weltberühmten Gruppe„Der Kuß“ einen Seltenheitswert besitzt, weil jedem Kunsthändler bekannt ist, daß Rodin nur 24 Abgüsse erlaubte. Dieser Preis muß aber sofort um ein erhebliches sinken, wenn man erfährt, daß tatsächlich mehrere hundert solcher Bronzen im Umlauf sind. Die Pariser Polizei Unser A..=Korrespondent hatte Gelegenheit, von mehr als 500 Meter pro Sekunde gleichkommt. Sie des Uraniums den größten Kern hat, um den sich dem berühmten französischen Forscherehepaar, bewegen sich in gerader Linie vorwärts, wie etwa das 92 Elektronen als Trabanten bewegen. Auf diese Weise den jüngsten Nobelpreisträgern für Physik, Mon= Geschoß eines Mörsers, aber sie kommen nicht weit, konnte man die 92 verschiedenen Atomarten, die es gibt, „Joliot-Legiexzesiper Rauß ohne mit anderen Molekülen zusammenzustoßen. Der feststellen und unterscheiden. von dem die Wissenschaft scherzhaft sagt, daß er Physiker, Marcel Voll hat ausgerechnet, daß infolge Alle diese Dinge sind für das Forscherehepaar ganz „mit Atomen Billard spielt“, versteht es wie kaum gueser ständigen Zusammenstöße mit anderen ein einziges selbstverständliche Begriffe. Herr und Frau Joliot beein zweiter Gelehrter, über die Wunderwelt der Molekül in einer einzigen Sekunde fünf Milliarden Zick= fassen sich mit dem Studium der radioaktiven Körper, Moleküle und Atome in populärer Form zu zackbewegungen ausführt.“ von denen die Wissenschaft festgestellt hat, daß sie unspxechen,.u.— m„„„„„ I.#.#### sichtbare Projektile mit einer Geschwindigkeit von 15 000 stellte Nachforschungen an und brachte bald heraus, daß junge franzssische Forscherebevaar Joliot=Curise Trä. Der Menlch, nicht mehr als ein Hlecknadelknopt Klometer pro Sekunde in den Raum„schießen“. Dieder Gießer das„Vertrauen des Meisters Schpex mäß ger eines großen Namens und des Nobelpreises für Es ist schwer, sich vorzustellen, das auch diese um. 1rh StPfacht heifer kannte“ 65.8= gteschasfe üind Srent. Gießer braucht hatte. Er war verpflichtet, das Modell nach Herstellung der festgesetzten Anzahl von Abgüssen zu stören. Er hatte es aber aufbewahrt und eine große Es ist schmer sich varaustellan.s#urc####. un. les,„Hozmhardement“ ist es, das den Krebs angreift Es ist schwer, sich, vorzustellen, daß auch diese un= und biefach heilen konnte. Die„Geschosse“ sind Kerndlich winzigen Moleküle noch teilbar sind. Man hielt ghan, die aus dem großen Atomkern herausgeschleudert ger. Phrske, Um von ihm erzggz ader bese,.Pgeschexitigleiz gudlich wirziern, mgleküle noch teibar fnd,„Vegz, Fseth chen, die aus dem großen Atoniern bergusgeschegdert große zu erfahrgg,„uß, man sich exst in jene dem Laten so das lange ,fur unmöglich, heute weiß man, zaß„sie sich werden. Mit dieser Erkenntnis, steht, die Wissenschaft an ndere kernliegenge Wunderwelt der Moleküle, und Atome ein= aus noch kleineren Sphären, den sogenannten Atomen einem Abgrund, der in die Unendlichkeit des Kleinen Dahl weiterer Abgüsse in den Handel gebracht. Andere fernliegende Wunderwelt der Moleküle und Atome ein= aus noch kleit galvanoplastischem Wege herge= führen lassen, die, von Monsieur Igliot=Curie erklärt, zusammensetzen. Es giht 92, verschjedene Arten„von hineinführt. Denn es ergiht sich aus ihr die Tatsache, Bronzen wurden auf galnanaplastischer. Wag; karge, führen lassen, die, von Monsieur Joliot=Curie erklärt, zusammensetzen. Es aibt 92 verschiedene Arten von stellt. Es gab damals einen förmlichen„Rodin=Krach“,#intexessant und so atemrauben ist, daß man aus Atomen— sie unterscheiven sich nach ger Dicke ihres daß auch der Atomkern, dieses scheinbar Allerletzte, keine denn diese Skandalaffäre hatte auf dem Kunstmarkt eine dem Staunen nicht herauskommt. Kernes und der Anzahl der Elektronen, die diesen Kern Einheit ist, sondern sich wieder aus etwas zusammenderartige Panik ausgelöst, daß man ihre Wirkungen Ein Fingerkul voll Waller 5120=berz,„pist deseg gefertrig,#asgten Karten isite setzt.„Die moderne Physik nimmt an, daß sich der sofort in den„Ergebnissen der Kunstversteigerungen u. nseten rre ene„„ die Natut,„wie der Spieter, inn feingn, Rutzg ste Atomkern aus zwei Grundelementen zusammensetzt, die fpürte. Einen Monat später wurde nämlich der Nach„„Die Idee, daß die Materie die uns überall auf der kombiniert stets aufs neue, um vie Molekule zu fabrizie= universell sind.„Geben Sie mir“, sagt Joliot lachend, laß des Schriftstellers Octave Mirbeau versteigert. Mir= Welt umgibt, nicht beständig ist, sondern sich aus einer ren, aus denen die 300 000 verschiedenen Materien, die„diese zwei Elemente und sagen Sie mir, wie man sie beau galt als größter Kenner der modernen Kunst. Er Unendlichkeit von kleinen eiförmigen Gebilden zusam= es im Universum gibt, gemacht sind. Wie die Sonne zusammensetzt, so bin ich bereit, diese ganze Welt mit hatte seinerzeit nicht nur für Rodin, sondern auch für mensetzt, die man Moleküle nennt, ist schon sehr alt. von Planeten umgeben ist, so ist der Atomkern von Bergen, Flüssen und Lebewesen noch einmal zu machen. Van Gogh, Renoir, Gaugnin und die Impressionisten Schon Naturforscher, die lange, vor Christus gelebt sogenannten Elektronen umgeben, die sich mit der Ge= Hier haben wir das Geheimnis der Schöpfung! Es gekämpft. Die Werke seiner berühmten Sammlung hahen, sprachen davon. Heute wissen wir, daß die Flüs= schwindigkeit von 15 000 bis 150 000 Kilometer je Se= wird trotz aller Gelehrsamkeit ein Geheimnis bleiben.“ waren unbestreitbar echt. Die Witwe hatte den Erlös sigkeiten, das Gas und die festen Körper, kurzum alles, kunde um ihn drehen. Es gibt kein Wort, das die der Versteigerung für ein Schriftstellerheim bestimmt, woraus das Universum besteht, sich aus solchen Kleinheit, dieser Elektronen ausdrücken könnte. Herr Nackiumbeetlleaks und Radiumbohnen und man rechnete mit einer Summe von mindestens Molekülen zusammensetzen, und zwar in unvor= Joliot versucht es, uns durch einen Vergleich verständlich zwei Millionen. Es wurden aber nur 418000 Frank stellbaren Quantitäten. Lassen wir uns von Herrn zu machen: Wenn man ein Elektron mit einer Laus Und nun kommt das Billardspiel“ des Forschers, erzielt. Es befand sich in der Sammlung eine große Joliot=Curie ein paar Vergleichsziffern nennen, vergleicht, so ist das Molekül dagegen so groß wie der das ein großes Ziel verfolgt. Das erwähnte Projektil, Anzahl echter Rodins, die man aber nur um ein die uns staunen machen:„Ein Fingerhut, voll Wasser Eiffelturm.„Dabei ist“, erklärt der Gelehrte,„der das jede radioaktive Materie„ausschießt“, nennt man Sechstel ihres Wertes losschlagen konnte. enthält ebenso viele Moleküle, wie es seit dem ersten Atomkern, um den sich die Elektronen drehen, nur ein Helion. Dieses Helion läßt Joliot auf ein AluminiumMenschen, der auf unserer Erde Korn anbaute, Getreide= winziger Bruchteil des Atoms selbst und verhält sich atom auftreffen, ähnlich, wie man zwei Billardkugeln Flichzug im Nebel körner gegeben hat. Wenn man die Anzahl der in einem zu ihm wie ein Orangenkern zum Place de la Concorde, gegeneinandersagt. Dabei entsteht etwas sehr Merkwürdie Paris vor einem Fingerhut voll Wasser vorhandenen Moleküle gleichsetzt Alles um uns ist Staub von atomischen Kernen. Wenn diges: Sowohl das Helion als auch das Aluminiumdutzend Jahren in Aufregung versetzte, betraf den Nach= der nämlichen Anzahl von Kllometer, so würde das es möglich wäre, aus diesem großen Tisch hier den Ler= atom verschwinden nach dem Zusammenprall, dafür erberühmten Malers Eugsne Corrière. Dieser Licht, das bekanntlich in der Sekunde 300.000 Kilo= raum herauszuziehen, so daß nur die reelle Materie scheint ein neuer Körper, das sogenannte„Neutron“, St des berühmten Malers Eugene Carriere. Tieser meter zurücklegt, 50 Milliarden Jahre brauchen, um bliebe, würde man ihn, kaum mehr sehen, er hätte etwa das nach„Joliots Beobachtungen eine sensationelle wenn man Fähigkeit hat: es durchfliegt 40 Zentimeter Blei, denn bliebe es ist so klein, daß die Leerräume zwischen den Atomen enorm wirken. wie wenn man Luremburg bewundern kann. Alle Bilder sind in grau seht, ist oleich der Zahleder Sekugden, die, seitz,100 nahelkgpfes, zas aber trozdem, genau wie Pgrher, 3a.68—„Das ist so“, grklärt der Gelehrte,„wie penn man dem berühmten„Carrisre= Millionen Jahren verflossen sind. Trotzdem die Klein= noch ein 1,70 Meter großes Lehewesen bildete, 60 bis mit verbundenen Augen durch ein Zimmer schießt, in Nebel“ den kein Maler nachzuahmen wagt, weil man heit der Moleküle jedes Vorstellungsvermögen übersteigt, 80 Kilogramm wiegen würde. Das klingt faszinierend dem ein paar Fingerhüte aufgehängt sind, die Chance ihm sofort den Vorwurf des Plagiats machen würde ist sich die Wissenschaft ihrer Existenz absolut sicher. Es und märchenhaft, denn ung erscheinen ja der Tisch und ist äußerst gering, daß man einen trifft.: Dieses NeuLiht sogar eine Ziffer, die die Gräk=“ ein hesanders der Mensch als kompakte Masse. Gleichwohl wird diese tran beweist schlagend, daß es möglich ist, eine Materie eines Steck= des Bleis gegen das Neutron geradezu porher, da es—„Das ist so“, erklärt der Gelehrte,„wi Wier elnituich Bresk Eiale sch, Ksehdertishe aüt lag Ige Ise, de die Veihes,suas beiondes der Mlenich godengake Hes. Glatshpest wid bise sen bernzsk schlgend, sotzes migsch H,. ide Raleze so viele echte“ Carriäre in den Privataglerien großen Moleküls— das von reiner Seife— zu berech= scheinbare„Masse“ nur zusammengehalten, weit der in die andere zu verwandeln, es ist nichts anderes als Amerika so viele„echte“ Carrière in den Privatgalerien prunkten, die der Künstler selbst bei angestrengtester Areines Methusalems erreicht hätte. In Wirklichkeit aber starb Carrière als Fünfziger. Die Anzeige der Witwe, die bei einem sehr bekannten Pariser Kunsthändler gefälschte Bilder ihres Mannes auffand hatte zu der Verhaftung einiger Kunstzigeuner im Quartier Montpar##; nen versucht: Die Länge beträgt 1230 Milliardstel eines Atomkern und die Elektronen mit Elektrizität geladen die ersehnte„Transmutation“ der alten Alchemisten, die dann hätte malen können, wenn er das Alter Millimeters, die Höhe 640 und die Breite 756 Milliard= sind und sich mit einer Riesengeschwindigkeit bewegen.“ den„Stein der Weisen“ suchten, um Blei in Gold zu beit nax dann narre maten ronnen, wenn er oas Aller stel eines Millimeters. Dag Soheimuie der schkatung. verwandeln., Freilich will der Nobelprezsträger,„ kein " Milligedan Tichsachhomansungen Das Leneimnis der Ichopfung Gold fabrizieren, er sucht nur auf diesem Wege billiges 5 Millarden Lickrackbewegungen„Bie ist 2s denn mö rich diese Gekeimpisse gng# Radium zu erzeugen, damit es einmal möglich sein wird, in der Jekunde Welt des finsichtbaren überhaup So un= den Magenkrebs zu heilen— wie Joliot sich ausdrückt: „eiz des Unggrbgren, überhaus, zu entdecken“. Soz g;„Mit radioaktiven Befsteaks und radioaktiven Bohnen. gasse geführt die in ihren Ateliera die Mars= dar 2 kezem Ist diese aus einer Ansammlung von Molekülen be= glaublich es klingt; man hat Elektronen sogar photo. Wir wollen so viel Radium haben, daß man die Nahnasse geführt, die in ihren Ateliers die Werke der meisten stehende Materie unbeweglichs Wir möchten diese Frage graphiert. Sie lassen durch ihre rasende Bewegung im rung der Krebskranken damit präparieren kann. Das berühmten Maler der letzten achtzig Jahre kopierten! besahen, wenn wir an die Unbeweglichkeit eines Felsens Wasserdampf eine Spur zurück, die man bei riesenhaftet ist ein großes Ziel, wert des Schweißes der größten Wer einige Trozent Rubens oder eines Stück Eisens denken. Und doch kreisen die Vergrößerung.— das Ehepaar Joliot hedient sich falt Gelehrten.“ Nur einige Forem Rubens... Moleküle wie die Tänzer in einem Ballsaal—„sie durchweg neutscher Meßapparate, deren Qualität sie als Das Unrecht, das dergestalt den Namen großer kreisen“, sagt der Gelehrte,„in dem Pflaster, auf das unübertrefflich bezeichnen— und von genügend hellem Ein kleiner Ausflug in die Welt des Unsichtbaren. Künstler zugefügt wurde, kann beliebig vervielfacht wer Sie treten, in der Schuhsohle, mit der Sie auftreten, Licht bestrahlt, wahrnehmen kann. Frau Joliot führt Wir vermögen die Wunder nur zu ahnen, die sich im den. Es gibt fast keinen großen Namen der Kunst= im Holz ihres Lehnstuhls, in den Ziegeln des Daches, selbst diesen Versuch in der sogenannten Wilsonschen rasenden Lauf der Atome vollziehen. Und wir neigen geschichte, der nicht seinen Fälscher fand. Manchmal aber unter dem Sie schlafen, in allem, was eristiert. Die Kammer vor. So war es möglich, die Existenz der uns ehrfürchtig vor der Wissenschaft, diesem, Gemeingut half sogar der betreffende Künstler selbst mit! In sogenannten„Moleküle des Gases“ sind selbst in einer Elektronen zu beweisen und beispielsweise festzustellen, aller Völker, die hier eindringt in eine rätselt früheren Zeiten hatte man nicht die Manie, über Pla= ruhigen Atmosphäre, etwa in einer leren Schachtel, daß das Atom des Wasserstoffgases den kleinsten Kern same Materie, um die Geheimnisse der Schöpfung zu ergiate zu zetern. Der Spruch:„Was dein ist, ist mein!“ ständig in einer Bewegung, die einer Geschwindigkeit hat, um den nur ein Elektron kreist, während das Atom gründen. Beobat beim Willst? in seine so sieh wenn ei Schläigt daß jed so ist er Ou zäh Und wi sobald und we ebmoht und we und an so ist es daß mo Und si. Hält er so daß ihm in so trau und ho daß er stets in Ooch vorsich michte und sti danni ein üb Ihmf und F Und v 5 ob er und ke Orum gewär denn auch Frei zue Bitt Jetzt in vor, daß ei Brotkanten Hausfrau au nur damit ar doch gar nit doch kein M Umkomm frau einmal etwas herstel nicht mit de wird:„Ach, Brötchen man gut geb wird das B in etwas B Ein ausreid wenn man herstellt. A ein Ei mit Pfeffer und geschmeidige backte grüne Dill. Dann sie in sprud stunde kocher zu Spinat zu Kompott Diese S Weise abwa Kirschen en allerdings d zerfallen. Geriebe richten gebi trockenem 2 Sehr gut se Om Deiche der Frau Wochenbeilage des„Hochumer Hnzeiger 2. Blatt 7 26. Woche Beobackte den Mann beim Kartensgiel Willst Ou erkennen, wie ein Alann in seinem Innern denkt und fühlt, so sieh ihn Oir genauer an, wenn er mit Freunden Karten spielt. Schlägt er zum Heispiel auf den Tisch. daß jedes Glas zur Höhe springt, so ist er mehr als kriegerisch,— Ou zähmst ihn dann wohl nur bedingt. Und wenn er bös und krittlich wird, sobald er merkt, daß er verliert, und wenn er sagt, daß er nicht irrt, obwohl man ihn schon überführt, und wenn er laut wird und gar schreit, und an der Stirn die Ader glüht, so ist es wohl die höchste Zeit, daß man sich nicht mehr um ihn müht. Und sieh, wie er die Karten hält! Hält er sie nicht an sich heran, so daß ein jeder, dem's gesällt, ihm in die Karten gucken kann, so traue ihm nicht allzuviel und halte an der Aleinung fest, daß er sich auch im Lebensspiel stets in die Karten gucken läßt. Doch falls er, wenn ein Hlatt er zückt, vorsichtig äugt und unentwegt mißtrauisch dann noch um sich blickt und stundenlang erst überlegt, dann ist er, dessen sei gewiß, ein übler, kleinlicher Dedant. Ihm fehlen Nachsicht, Schwung und Schmiß, und Freimut hat er nie gekannt. * Und wenn es ans Bezahlen geht, so gib wohlweislich darauf acht, ob er zu dem Verlust auch steht und keinerlei Sperenzchen macht. Orum passe auf und schaue hin, gewärtig Oeines Lebensziels, denn es liegt wahrlich tiefer Sinn auch in der Art des Kartenspiels! Puck Treude an- altem 3rot! Bitte, nicht immer Brotsuppe Jetzt in den warmen Sommertagen kommt es öfter vor, daß einmal ein Brötchen übrigbleibt oder der Brotkanten hart und trocken wird. Seufzend sieht die Hausfrau auf dieses alte Brot und denkt: was soll ich nur damit anfangen? So viel Semmelbrösel brauche ich doch gar nicht, und immer Brotsuppe essen, das mag doch kein Mensch! Umkommen darf nichts— also muß sich die Hausfrau einmal überlegen, ob sie aus dem alten Brot nicht etwas herstellen kann, was wirklich Appetit macht und nicht mit dem Ruf begrüßt— oder besser beklagt— wird:„Ach, schon wieder mal Brotsuppe!“ Brötchen, die nicht älter als zwei Tage sind, kann man gut gebrauchen, um Semmelklöße herzustellen. Dazu wird das Brötchen in Würfelchen geschnitten, die man in etwas Butter oder Fett anbrät und dann kaltstellt. Ein ausreichendes Mittagbrot bekommt man schon, wenn man diese Semmelbröckchen aus sechs Semmeln herstellt. Wenn die Bröckchen kalt sind, verquirlt man ein Ei mit einem Viertelliter Milch, Salz, einer Prise Pfeffer und etwa 75 Gramm Mehl und mengt einen geschmeidigen Teig daraus. Hinzu fügt man kleingehackte grüne Kräuter, wie Schnittlauch Petersilie und Dill. Dann formt man nicht zu große Knödel und läßt sie in sprudelndem Salzwasser ungefähr eine Viertelstunde kochen, bis die Knödel hochkommen. Sie schmecken zu Spinat ganz ausgezeichnet. Will man diese Knödel zu Kompott reichen, dann läßt man die Kräuter weg. Diese Semmelknödel kann man auf die verschiedenste Weise abwandeln. Gut schmeckt es auch, wenn man Kirschen entsteint und zu dem Teig gibt, man braucht allerdings dann etwas mehr Mehl, damit die Klöße nicht grichen. ueen W Je 1 Geriebene Semmeln werden zu allen möglichen Gerichten gebraucht, und doch kann man den Vorrat an trockenem Weißbrot nicht auf diese Art aufbrauchen. Sehr gut schmeckt, besonders an heißen Tagen, den Kindern eine Buttermilchkaltschale mit geriebenem Brot überstreut. Man nimmt dazu entweder trockenes Schwarzbrot oder Pumpernickel oder auch trockenen, geriebenen Zwieback. Unter das Reibebrot mischt man Zucker und Zimt.,.. 6. 46äms. Mit geriebenem Schwarzbrot kann man die schönsten Speisen herstellen. Es sollte die Hausfrau sogar freuen, wenn ein Schwarzbrotkanten übrigbleibt, denn sie kann ihn gut gebrauchen. Neben der üblichen Brotsuppe aus Schwarzbrotresten kann man auch eine kräftige Gemüsesuppe mit Brot herstellen. Man kocht Suppengrün aus, schneidet junges grünes Gemüse, wie Spinat, Kohlrabi, junge Mohrrüben usw. feinnudelig, gibt Kümmel dazu, ein bißchen Fett und zum Sämigmachen einige Eßlöffel geriehenes Schwarzbrot. Diese Suppe schmeckt ganz besonders kräftig und ist sehr nahrhaft. Eine Käsesuppe, die man in Italien viel ißt, die hier aber unbekannt ist, schmeckt so gut, daß unsere Hausfrauen sie immer wieder kochen werden, wenn sie sie einmal probiert haben. Man schneidet Reste von Weißbrot oder Semmel(allerdings darf das Brot nicht älter sein als zwei bis drei Tage) in Würfel, die gleiche Menge Schweizerkäse wird ebenfalls in Würfel geschnitten, jedes muß einen guten Suppenteller voll geben. Käse und Brot gibt man in den Kochtopf und füllt etwa zwei Liter Wasser auf. Dann läßt man die Suppe kochen, und zwar so lange, bis Brot und Käse sich völlig aufgelöst haben, der Kase darf auf keinen Fall mehr„Fäden ziehen". Das Wasser kocht auf die Hälfte ein— und die Suppe ist fertig! Geriebenes Schwarzbrot, vermischt mit Johannisbeergelee und Schlagsahne, gibt die bekannte„Götterspeise", die ja auch wirklich„göttlich“ mundet. Wenn man aber nicht so üppig sein will, dann mischt man das geriebene Brot mit Stachelbeerkompott, etwas Gelee und dem zu Schaum geschlagenen Eiweiß. Trockener Kuchen läßt sich immer noch verwerten. Man schneidet ihn in Würfel, überfüllt ihn mit Vanilletunke und Obst. Schon schmeckt diese Speise, die man hübsch kaltgestellt hat, allen ausgezeichnet, und meist ahnt der Hausherr nicht, daß in ihr der trockene Sonntagskuchen„begraben“ ist über den er sich beklagt hatte. Daß jede Tunke kräftiger und schmackhafter wird wenn man einen Kanten Schwarzbrot mitschmort, weiß wohl jede Hausfrau— und wenn nicht, dann sollte sie es schnell probieren! Also: Freude an— altem Brot! Man kann immer etwas damit anfangen! Lore Thograf. Eine Lananerin schneidert ein Kleid.. Kleidersorgen im fernen Osten— Das Schneiderkleid von der Stange Ein deutsches Mädel lehrt den„Obi“ binden Tokio, Sommer 1936. Japan ist noch immer ein Zauberland für uns Europäerinnen trotz aller modernen Bauten, trotz der Hochhäuser und der Fünfuhrtees in den Hotels. Bunt sind die Farben, leuchtend und lockend. In den Städten sieht man die zierliche und fast immer hübsche Japanerin in europäischen Kleidern. Die Stenotypistinnen in fast einheitlicher Uniform, hochgeschossenes dunkles Kleidchen mit weißer Garnitur. Aber die alten japanischen Familien legen besonders heute Wert darauf, die alte schöne Nationaltracht zu erhalten, und es gibt wohl keine Japanerin der besseren Familien, die nicht wenigstens drei bis vier verschiedene Kimonos und Obis ihr eigen nennt.„, a2 8 Neulich hatte ich die Freude, zuzusehen, wie sich die junge, 19jährige Tochter Lai=Lan ein Kleid schneiderte. Nein, ein Kleid war es nicht, sondern ein japanisches Gewand für ein Blütenfest. Ich halte mit Lai=Lan gute Freundschaft, sie ist ein bezauberndes Wesen. Das Haar glänzt wie lackiert, ebenholzschwarz, die feinen Augenbrauen sind wie mit dem Pinsel gezogen— und der Pinsel tritt hierfür auch manchmal in Erscheinung. Lai=Lan will sich also ein Gewand schneidern.„Aus Seide?“ frage ich.„Natürlich!" nickt sie.„Willst du R Sommerliches Seidenkostüm Mauritius-Verlag mit mir kaufen kommen?“ Sie spricht langsam und akzentuiert, denn wir beide können die gegenseitigen Sprachen noch nicht gut. Gut— gehen wir also den Stoff kaufen! Ich stellte mir vor, daß wir in eines der schönen großen Geschäfte gingen und dort vier bis fünf Meter Seidenstoff abmessen lassen, denn so viel brauchen wir für das weite Gewand. Aber in Japan ist das anders: man kauft die abgemessenen Kleider fix und fertig im wahrsten Sinne des Wortes„von der Stange“! Nicht etwa das fertige Gewand— sondern nur das fertiggewebte Stoffgewand. In den Seidenwebereien werden die Stoffe nach Kleidern gewebt, gefärbt und gemustert. Dann werden diese Stoffstücke auf Stangen aufgewickelt, damit die Seide nicht bricht— und so verkauft. Da braucht man nicht lange mit dem Zentimetermaß abzumessen, mühselig zuzuschneidern und abzustecken. Es ist alles für die Normalfigur zugemessen— nur die Farbe und die Qualität kann man sich aussuchen. Herrlich bequem, so ein Kleiderkauf! Die Muster sind besonders geschmackvoll, in den Farbenzusammenstellungen so schön, wie man es in Europa nicht kennt. „Ist es schwer, so ein Gewand zu schneidern?" Lai=Lan lächelt freundlich, und ich darf zuschauen, wie sie das Kleid„schneidert". Selbst Unbegabte würden es können— denn die Stoffbahnen sind schon so gewebt, daß man sich nicht irren kann, und ein Kimono wird ja nicht„auf Taille“ gearbeitet. „Diese beiden Stoffbahnen ergeben unzerschnitten das Rückenteil, diese zwei das Vorderteil, sie fassen wegen ihrer Breite schön übereinander, und hier die beiden noch übrigbleibenden Stoffbahnen werden die Aermel!" Kinderleicht— ich könnte es auch! Pfauenblau ist die Seide mit rosa Pfirsichblüten bestickt. Es wäre ja auch zu schade, wenn dieser schöne Stoff verdorben würde, wenn man ihn falsch zuschneidet— vielleicht werden deshalb die Stoffe so genormt verkauft! Lai=Lan hat die Stoffe schnell zusammengesetzt. Dann aber kommt der schwierigste Teil des Gewandes: der Obi! Wissen Sie, was der Obi ist? Das ist der breite Gürtel, der— sowohl vom Mann wie von der Frau— um den Kimono geschlungen wird und rückwärtig zu einer Schleife geschlungen werden muß. Die Obis der Männer sind immer schmal, aber der FrauenObi, das ist ein Kunstwerk. Obis gibt es in allen Farben— und jede Farhe hat eine andere Bedeutung. So trägt das junge Mädchen einen anderen Gürtel als die verheiratete Frau, die Mutter eines Sohnes darf eine andere Farbe tragen, als die Mutter, die nur Töchter ihr eigen nennt. Jedes Fest hat seinen besonderen Obi— zum Kirschblütenfest wird ein anderer getragen als etwa zum Fest des Mondwechsels. Obi=Binden wird sogar in den Mädchenschulen gelernt! Die richtige Schleife, die manchmal den ganzen Rücken einnimmt, muß in korrekten Falten sitzen. Endlos kommt einem das Stück Seide vor, aus dem man den Gürtel schlingen soll! Wie hat Lai=Lan gelacht, als ich mich daran versuchte... Der Kleiderschrank einer Japanerin ist eigentlich gar kein Kleiderschrank, sondern eher eine Kommode. Die Kleider=Kimonos liegen hier übereinander, die Obis gesondert. Diese Schubladen verschwinden dann in dem großen Schrank, der neben diesen Schubladen noch die Schlafkissen und Bettdecken beherbergt. Ja, auch die Mückenschleier werden hier aufbewahrt, also eigentlich das ganz Schlafzimmer im Schrank! Einen eigenen Schlafraum haben die wenigsten— die Betten werden des Abends aus dem Schrank geholt, die Kissen aufgerollt, die seidenen Decken darübergebreitet und das Moskitonetz aufgespannt. Weich und warm liegt man so, denn der Fußboden ist ja mit dem Tatami, der herrlichen weichen Matte, bedeckt. Lai=Lan hat ihr Gewand fertig geschneidert, nur zweimal hat sie die Schere gebraucht, um den Kragen und die Klappen auf der Brust zuzuschneiden. Stolz zeigt sie mir ihr Gewand.„Schön ist es geworden, Lai=Lan!“ In Japan Kleider schneidern ist so einfach— weil man sie„von der Stange“ kauft! Das schmeckt jetzt Kühle Speisen für heiße Tage Rhabarber=Schokoladenspeise: Haben Sie schon einmal probiert, wie gut die Zusamenstellung von Rhabarber und Schokolade ist? Man kocht das Kompott— selbstverständlich schmeckt diese Speise auch mit Stachelbeeren ausgezeichnet—, läßt den Saft abtropfen und füllt in eine große Schüssel. Schokoladencreme aus einem Päckchen wird zubereitet und über das Kompott gegossen. Dann stellt man die Speise kalt. Zum Schluß gibt man eine Haube aus Schlagsahne oder mit Vanille gewürzten steifen Eiweiß=Schnee darüber. Erdbeer=Buttermilchspeise: Fast alle Hausfrauen kennen die Butermilchspeise, die als„Mädchenerröten“ oder „Alpenglühen“ bekannt ist. Diese nahrhafte Speise kann man auf die verschiedenste Weise abwandeln, indem man ihr Frucht zusetzt. Man rechnet auf 1 Liter Buttermilch sechs Blatt rote und sechs Blatt weiße Gelatine, kocht die Butermilch mit Zitronenschale auf und gießt eine Schicht in eine Kastenform. Dann— wenn die Speise anfängt, steif zu werden, legt man eine Schicht Erdbeeren, dann wieder eine dicke Schicht Buttermilchspeise, dann eine Schicht in Scheiben geschnittene Bananen und zum Schluß eine Schicht Buttermilchspeise! Obenauf ein Häubchen Schlagsahne oder Eisschnee, den man mit einem Hauch Zimt bestreut. Also: Hausfrauen, entwickelt ein bißchen Phantasie in Süßspeisen für die heißen Sommertage. Ab und zu eine Eiswaffel, das schadet unsern Kindern nicht. aber dreimal am Tage darf es nicht heißen:„Bitte, Mutti, ne Eiswaffel!" denn mit Opekta wird die Marmelade billiger. Ohne Opekta nämlich kocht die Marmelade durch die lange Kochzeit häufig bis zur Hälfte ein. Mit Opekta jedoch bekommen Sie ungefähr das ganze Gewicht an Marmelade in die Gläser, das Sie an Obst und Zucker in den Kochtopf geben. Russen Restantun.! Von trich auI Ueber dem Portal stand in großen Lettern„Musikrestaurant Russia“ und als Alfred mit seinem kleinen Pekineserhündchen das Lokal betrat, tönte ihm schwermütige Balalaikamusik entgegen. Als der Wein kam, wandte sich Alfred an den Kellner: Nettes Restaurant— wer ist denn der Besitzer?“ Der Kellner wies auf einen etwas dicklichen Mann: „Paschousta— sehen Sie diesen Herrn dort? Ist Großfürst Alexander Alexandrowitsch Letischinsky, ehemaliger Adjutant seiner Majestät des Zaren.“ Der Kellner bekreuzigte sich..1, Matur gfAlfred ist eine kindliche und nawe Natur. Alfreo nahm erstaunt den ehemaligen Adjutanten in Augenschein und wunderte sich. „Was? Dieser Herr dort ist Großfürst?“ Der Kellner lächelte:,. Ham, Gart im.s. „Jawohl, Herr! Und jene Dame vort im rosen Kasak was sitzt hinter der Kasse, ist seine Gemahlin Großfürstin Vera Natascha. War eine Kusine seiner Majestät des Zaren.“ Kaumglaublich Ein Dikar, der Toztrolls komponiert London. Einer der erfolgreichsten englischen Schlagerkomponisten ist der Vikar der Allerheiligen=Kirche von Clapton, Rev. Julius Lawson. Seine ganze Freizeit widmet er der modernen Tanzmusik, und der Schlager, der gegenwärtig in ganz London gesungen, gespielt und getanzt wird.„The Little Girl Down Qur Street", ist von ihm geschrieben worden. Natürlich entrüsten sich nicht wenig Leute über diese Tätigkeit eines Geistlichen, aber Rev. Lawson erklärt, daß das Schreiben moderner Tanzmusik durchaus nicht den Pflichten eines Geistlichen zuwiderlaufe, Gläubige, die fröhlich seien und zur rechten Zeit der Lebensfreude huldigten, seien ihm lieber als Mucker und Heuchler. Eine Anarchiltin hinterließ 100 000 Mark Newyork. Nina van Zandt, die als Inhaberin eines großen Boarding=Hauses in Chikago starb und ein Vermögen von 100000 Mark hinterließ, hat ein seltsames Lebensschicksal gehabt. Die schöne Tochter eines reichen Chemikers verliebte sich im Jahre 1886 in den Anarchisten August Spies, den sie zum ersten Mal bei der Verhandlung erblickte, in der er zum Tode verurteilt wurde. Man erlaubte ihn nicht, den Verurteilten zu besuchen, aber man konnte ihr nicht verbieten, ihn zu heiraten. Allerdings mußte die Trauung ohne den Anarchistenführer stattfinden, sein Bruder trat als Vertreter August Spies' an den Altar, als die Trauung stattfand. Ninas Eltern sagten sich von der Tochter. los, die ihr ganzes Hab und Gut den Anarchisten gab und in ihre Reihen trat. Später wurde sie die Leiterin eines Boarding=Hauses, warf ihre politischen Ambitionen über Bord und erwies sich als so tüchtig, daß sie schließlich das Boardinghaus kaufen konnte. Nun ist die einstige Anarchistin, zufrieden mit sich und der Welt, als Kapitalistin gestorben. Die salschen Füntlinge London. Großes Aufsehen erregte in der englischen Stadt Southend die Meldung, daß eine Frau Pirrie Fünflinge zur Welt gebracht habe. Reporter, Photographen, Aerzte und eine große Anzahl von Neugierigen versammelten sich um das Haus der Frau Pirrie und versuchten, irgend etwas davon zu erfahren. Bis die Anteilnahme in eine allgemeine Enttäuschung umschlug. Zwar waren im Hause der Frau Pirrie tatsächlich Fünflinge zur Welt gekommen, aber die Mutter der Kinder war die Neufundländer Hündin Betty, die Frau Pirrie gehörte. Frau Pirrie, die ebenfalls Betty heißt, hatte nämlich voller Glück einer Verwandten folgendes Telegramm geschickt:„Betty hat Fünflinge, stop, vier Mädchen und ein Junge, alle wohlauf!“ Und durch dieses Telegramm war der falsche Alarm entstanden. Frische Fische gefällig? New Lork Kennen Sie die hübsche Geschichte von dem Mann, der einem anderen stundenlang beim Angeln zuschaute? Nachdem er vier Stunden geduldig ausgeharrt hatte, Und der Kellner bekrenzigte sich wieder. Alfred zog sein Gesicht in ungläubige Falten. „Und wer sind denn die drei Musiker dort oben? „Nichts Besonderes, Herr— waren bloß Rittmeister seiner Majestät des Zaren von kaiserlicher Leibgarde— nicht Besonderes, Herr— nur der eine, mit Balalaika, welcher was jetzt singt, war Oberstleutnant und stammt aus guter, fürstlicher Familie.“ „Und was waren Sie, wenn man fragen darf?“ fragte Alfred. 4t, 34c5 flol, Der Kellner verneigie sich stolz: „Natürlich dürfen der Herr fragen: mein Name ist Fürst Waclaw Berjadewitsch und ich hatte die Ehre, am Hofe seiner Majestät des Zaren erster Hofmeister zu sein. Alfred warf dem Hofmeister des Zaren zur Bezahlung der Zeche ein Geldstück hin und stand böse auf. Er faßte die Leine des Pekineserhündchens. Der Kellner schien den kleinen Hund erst jetzt zu bemerken. „Was für ein niedlicher Hund“, sagte er,„was ist das für ein Hund““.., Jang heffie. der mar „O der“, meinte Alfred gunz beilaufig,„bei war früher einmal ein Bernhardiner—“ aber wahr Adeles Geburtstag Adele Sandrock hatte Geburtstag. Man darf es wohl sagen: Sie wurde 71— in Ziffern: einundsiebzig — Jahre alt. Der Produktionsleiter F. kommt, um zu gratulieren. Aber Adele macht ihr dämonisches Gesicht und erklärt, daß sie Glückwünsche— angesichts dieser hohen Ziffer— für eine Taktlosigkeit halte. „Aber, Frau Sandrock“, lächelt.,„einundsiebzig Jahre— das ist doch kein Alter!“ Adele schaltet ihren tiefsten Baß ein.„Für eine Burg=Ruine nicht", grollt sie,„für eine Frau, mein Freund, ist es zu alt!“ Vor Gericht „Wenn die Aussagen des Zeugen stimmen, muß Ihr Gewissen so schwarz sein wie Ihre Haare!“ „Wenn wir nach den Haaren gehen wollten, hätten Sie gar kein Gewissen, Herr Richter!" Liederabend „Die Leute bringen dir ja riesige Ovationen dar! Die klatschen in einem fort! Was hast du denn gewach? un „Ich habe ihnen gesagt, ich werde nicht eyer weiter singen, bis sie sich beruhigt haben!“ Stifte unter sich „Kriegst du denn nie einen Tag frei zur Beerdigung deiner Großmutter oder so?“ „Blödsinn— wo ich doch ausgerechnet uffm Standesamt beschäftigt bin!“ Erklärt Suse kommt mir manchmal vor wie der Devisenhandel!— „Was bedeutet denn das?“ „Na, so beschränkt!“ FOTAPSEI PUTE Kreuzworträtsel kratzt. Lebten wir im Mittelalter, dann stände die Katze selbst vor der Inquisition. So aber muß Herr W. Die Sachlage ist so. Frau S. ging die Treppe hinauf, ihr Hund lief an der Leine. Auf dem Treppenabsatz saß die Katze des Herrn W. Und da geschah der Überfall,— ohne daß Frau S. oder ihr Hund die Katze gereizt hätten— behauptet die Klägerin. und da hat der Hund die Katze böse angesehen, und da wollte die Katze auf den Hund losgehen, weil sie nämlich Junge hat, und da ging die Katze eben auf Frau S. los, sie war sozusagen im Irrtum— behaupEs ist eben der übliche Streit zwischen guten Nachbarn, er würde niemals bereinigt werden, wenn der Richter nicht ein kluger Mann wäre. Warum, so fragte er Frau., haben Sie die Anzeige erstattet, etwa der kleinen Kratzer wegen? Nein, fährt sie los, Durchaus nicht! Ich habe mich nur geärgert, weil— der Hund Steuern zahlen muß und die Katze nicht!#..(4(„.. a y, 6. Und da hat sie der Richter schon in der Faue, die Frau S. nämlich. Er spricht den Herrn W. natürlich frei. Frau S. möge sich in dieser Angelegenheit gefälligst an den Reichsfinanzminister wenden... Die Herren des Hauses „Meine Frau ist zu niederträchtig. Wenn ich mal ein Gläschen Schnaps trinke, dann macht sie mir eine und komme ich mal ein bißchen später, dann läßt sie mich nicht in die Wohnung.“ „Was sagt denn deine Frau, wenn du spät nach Hause kommit“ Gaus, I,mm,.. Kansz ½5 „Wenn ich spät nach Hause komme, vann fange ich sofort an zu schreien.“ So ohne weiteres?“,(.4, f66a24 16 „Ja, ich öffne die Tür und schreie sofbre tos.“ Das verstehe ich nicht!“. Mm zi... „So? Und was würdest du machen, wenn dir ein eiserner Topf auf den Schädel gehauen wird?“ Sonntagsreiterfreuden Bedeutung der Wörter von oben nach unten: 1. Pflanze mit aromatischen Blättern; 2. altengl. Familie; 3. Großmutter; 4. Tierleiche; 5. deutsch=feindliche französische Zeitung; 6. russischer Staatsmann; 7. weiblicher Vorname; 9. weiblicher Vorname(Koseform); 11. Trauerspiel von Goethe; 13. Schmähschrift(Fremdw.); 15. Spottgedicht; 20. Nebenfluß der Aller; 21. Preisverzeichnis; 22. die sagenhafte Gründerin von Karthago; 25. italienischer Weinort; 26. Bergtrift; 28. ein Unkluger; 30. Fechthieb. Bedeutung der Wörter von links nach rechts: 2. amerikanischer Arzt, nach welchem ein Brot benannt wird; 6. Siegesort Friedrichs des Großen in Böhmen anno 1745; 8. Fisch; 10. Verschrobenheit(Fremdwort); 12. halt!(engl.); 14. griechische Mythengestalt; 16. weibl. Rufname; 17. Dichter der Romantischen Schule; 18. christlicher Abkömmling der alten Aegypter; 19. diplomatische Schriftstücke; 23. Wolga=Zufluß; 24. wildreiche Ebene am Südfuß des Himalaja; 27. Güte; 29. deutscher Minister; 31. eine der schönsten Städte der Welt; 32. Dichter(Gattung, Fremdwort); 33. Werbung.— Die Diagonale, im Felde rechts neben der 6 beginnend, durch die Figur nach rechts unten gezogen und im Felde unter der 30 aufhörend, nennt eine Besonderheit des Jahres 1936. Schöne Wahrheit Aus diesen 41 Silben sind 18 Wörter zu bilden, deren Anfangs= und Endbuchstaben, letztere entgegen der Wortfolge gelesen, ein Wort von Vauvenarques in Uebersetzung wiedergeben. Bedeutung der Wörter: al— baum— da— dach— da— de— dn—• ed— ei— ex— gau— gau— ge— glo— heim 1— kel— land— le— lenz— mon— muk mum— ne— ne— ne— nen— ner— nuß ob— P0— P0s— ra— re— 58— 501— spin to— vell— sel Zahlenrätsel sinnigeres als zu angeln?“—„O ja“, erwiderte Befragte,„zuzuschauen, wie ein anderer angelt“ Diese Anekdote hat zwar unmittelbar nichts mit dem zu tun, was hier erzählt werden soll, aber sie beweist immerhin, daß Angler schlagfertige Leute sind, die sich in allen Lebenslagen zu helfen wissen. Sie wissen sich sogar zu helfen, wenn sie trotz größter Geduld und Ausdauer keine Fische fangen. Mr. John Churchill, Inhaber einer großen Fischerei in der Nähe von Memphis, ann es bepengeg ga#. Jic ein Mine Arbistrst, Mr. Churchiu hat namlich eine kleine Indiskretion begangen, was den unzähligen amerikanischen Anglern nicht gerade angenehm sein wird. Er behauptet, allein im vergangenen Jahre mehr als 500000 Pfund frische Fische an Angler verkauft zu haben, denen Petri Heil versagt blieb, und er erklärt, daß schlechte Angler seine besten Kunden seien. Böser Geist Buchstabe Papst Musikinstrument Sternbild Metall Hornartiges Gebilde Buchstabe Gestalt einer Wagner=Oper Ehrenttiel Minderwertiges Individuum Militärischer Weckruf(Fremdwort) Underkuunft Wüssensurm Arbeiterin der Tierwelt Inlichen de Abn Altrömischer Geschichtsschreiber Nordischer Sagenkranz Sandhügel vor dem Meere der Vereinigten Staaten bevölkern, der wird überzei davon sein, daß Fischereiaktien eine ausgezeichnete Kapitalsanlage sind. Wohlbegründele Klage „Da haben sie mir wieder den Zirkusgaul gegeben. Immer, wenn er einen Kerl mit Zylinder sieht, macht er###fesische Stadt seine Kunststücke...“ In Geographie schwach „Und Ihr Neffe ist also in Amerika?“ „Ja, das heißt nein. Er wollte eigentlich nach Amerika. Aber neulich schrieb er uns aus Südafrika.“ „Ja, ja, er war schon immer in Geographie schwach.“ Dann geht es nicht „Na, was sagte denn deine Frau, als du gestern abend so spät nach Hause kamst?" „Kannst du zwei Stunden hier stehenbleiben?“ „Nein. „Dann kann ich's nicht erzählen.“ Meerespllande Pruchtiragender Haum Stadt, in deren Nähe sich die Befreiungshalle erhebt Berlin Theater Muse heißt, Frau S. wohnt an im## Vier Tote liegen schon auf der Bühnz,— das iw ersten, Herr# im Stück ist aber auch zum Sterben langweilig. kittelreihe lautet gleich der entsprechenden waagerechten. Silbenanfügung Ger— Strich— Grat— Art— List— Lot Land— Rest— Tag— Takt— Torte— Kuli— Los Den vorstehenden Hauptwörtern soll je eine der nachfolgenden Silben vorn angefügt werden, so daß neue Wörter, und zwar wieder Hauptwörter entstehen, die in ihren Anfangsbuchstaben, werden diese miteinander verbunden, einen lieben Hausfreund uns nennen. ar— car— cel— dog— e— frey— he— kon Iiv—0— re= rück— stu Zweisilbig —2 ein Feldmaß früher war Wohl zur Großeltern Zeit. Man zahlte damals noch in bar. Wie liegt zurück das weit!— —1 war früher und ist jetzt. Das Mahnwort, wenn voran Du willst, auch wenn du abgehetzt, Zu stehen deinen Mann. Der Rest ist wichtig! Silbe— Stich— Rampe— Georg— Nabob Riese— Drang— Topas— Grieg— Enkel Drei Buchstaben sind in jedem Worte zu streichen, und zwar Buchstaben, die zusammenhängen. Der Rest ergibt ein altes merkenswertes Wort. Auflösung aus der vorigen Nummer Kreuzworträtsel: Senkrecht: 1. Bremse, 2. Baku, 3. Oboe, 4. Hut, 5. Menzel, 8. Statur, 11. Morast, 14. Peso, 15. Amen, 16. Hai.— Waagerecht: 2. Bornbolm, 6. Gabe, 7. Komet, 8. Sues, 9. Erz, 10. Elm, 12. Aue, 13. Opal, — 16. Harem, 17. Asen, 18. Robinson. Wie heißen die Dichter: Martin Wieland, Theodor Koerner, Wilhelm Raabe, Karl Gerok. — Scharade: Zugelangt— Silbenrätsel: Interview, Eholera, Haschisch, Imker, Nazgzeis Wunde, Akelei, Soldat, Somalt, Eros. Renegez, *: Vetland(Linin, Hero“s xhemstglfeg; Arche, vel, — Ferten, Lettland, Ore, Schiller,„Hem##— Wahryer. Herr W. und Frau S. sind senkrechte Nachba das heige, gruu, S. wohnt im eisum Frre 2o. im zweiten Stockwert. Heute stehen sie sich horizontal vor Gericht gegenüber, nicht nur wie Hund und Katze, sondern auch wegen eines Hundes und einer Katze. Es ist der klassische Streit guter Nachbarn. Beklagt ist Herr W. Herr W. hat eine Katze. Und diese Kape hat Frau S. meuchlings überfallen und geHeiliger Selbsterkenntnis „Ihre Frau erzählt allen Leuten, daß Sie nicht zu ihr passen!“. g 9n2 uk, 14 u. „Die dumme Gans Naturlich bagse inh zu ihr!“ Versrätsel Stellt auf den Kopf der Schwarze sich, Dann wird das Wetter fürchterlich. Ferten, Jettland, Lxe, S# ist ein Stein, der sich in Wasser nicht auflost. Ergänzungsrätsel: ehemals, ehrenwert, gangbar, nahebei, rechtschaffen, schamrot, taktlos, übelwollen, vorteilhaft, zweieins reicht dem andern die Hand: Minute, Exaudi, Interlaken, Neudeck, Korona, Album, Misanthrop, Panzerschiff, Fatum— Mein Kampf. Versteckrätfel: darüber genau— Bergen; zu lange## Ulan; Dackel lernt— Keller; kann auch— Anna; Marie sagt— Riesa; Alpenreise geriet— Eger; ersten Gelenkes— Acht Raben— Traben u. Bukarest. „ uR S Rennde Fahr mit in den schönen Harz! Wer nur ein einziges Mal im Harz gewandert ist oder wer nur ein einziges Mal erfahren hat, welch Wunderwirkungen seine Heilbäder tun können, der versteht den heimlichen Jauchzer, der in den Worten schwingt: Ich fahr in den Harz! Wundersam ist das Wandern in unseren Harzbergen und von immer neuem Reiz. Es gibt nie ein Alltäglichwerden, sondern immer nur ein Neuerleben. Wo du auch wondegherbggr,) jgr 5 Dör boz im Pesthor, der einstigen großen Burg Kyffhausen. Von der Oberburg steht nur noch der Bergfried, und an der Stelle der Mittelburg erhebt sich das gewaltige Denkmal, und wo einst die Unterburg war, findest du nur noch wenige Trümmer. Wenn du aber dort sinnst und fernen Zeiten nachdenkst, dann machst du vielleicht eine Burgenfahrt durch unsere Berge und wirst darin eine neue Quelle der Freude finden, dem Einst nachzuspüren. Oder steig hinab in die Geheimnisse der Erde. Wenn sich dir ihre tausend Wunder erschließen, dann stehst du ergriffen vor all dem Zauber, von dem du nichts ahntest, und wieder wird dein Herz schwingen und singen vor Wanderfreude und Glück. träumte alte Städtchen, von Burgen oder Schlössern reichgesegnetes Land zum Harz hinüber und zur nahen überragt und einsame Gipfelhäuser, um die der Berg= alten Reichsstadt Nordhausen, der„Tausendjährigen wind seine Lieder singt. zwischen Südharz und Kyffhäuser". Das alles ist Harz, und das alles wartet auf dich! Der Kyffhäuser ist gleichermaßen ein lockendes AusBunter blühen die Wiesen, und dichter buscht sich das flugsgebiet, ein wichtiges Erholungsbereich; durchaus Heidelbeerkraut. Weiß blüht es schon im braunen selbständig und doch eng verwandt dem Südharz. Moor, und die vom Wind so arg mitgenommene Moorbirke trägt ihr Festtagskleid Schon recken sich die Knospen der Fingerhüte und der Königskerzen, und nicht mehr lange wird es dauern, dann wiegt sich die rote Purpurseide des Fingerhuts auf schwanken Stielen und umzaubert den verlassenen Hai mit rotem Duft. Die Königskerze aber steckt ihre leuchtendsten Blütenkerzen an und wartet auf dich! Und mit ihr wartet der sommerselige Harz mit seinen tausend Schönheiten, seinem nie ganz zu erfassenden Zauber. also, wundere und hole dir Kraft, Freude Komm also, wandere und hole dir Ja es ist etwas Herrliches um unsern Harz! Und und Gesundheit im herrlichen Harz! alle Menschen, die ihn noch nicht kennen, möchte man an die Hand nehmen und hineinführen. Es rauschen und singen die Wälder so wundersam! Es erlebt der Wanderer und der Kurgast eine solche Fülle von Schönheit, Abwechslung und Freude hier! Einsamkeiten sind da und buntbelebte Kurorte. Wirres Felsdurcheinder und gepflegte Kuranlagen. Wälder, in denen die Wettersichten ihre trutzigen Stämme den Sturmwinden des Brockens lachend aussetzen und liebliche Walder, in denen die Weisen einer guten Musikkapelle das Herz höher schlagen lassen. Kleine stille Dörfer, eingebettet in steile Hänge und allermodernste Heilbäder. VerAuß zum Kyßtkäuser! Bad Frankenhausen, die alte Salzstadt und heilberühmtes Badestädtchen, liegt am Südhang des Kyffhäusergebirges, unmittelbar an Waldbergen. Kelbra und Roßla säumen weiterhin den Rand des zwanzig Kilometer langen und sieben Kilometer tiefen Waldgebirges. Vom Kyffhäuserdenkmal und vom Turm inmitten der Trümmer der aus den Jahren 1100 stammenden Rothenburg schweift der Blick weithin über oder Ostharz— ob in rauschenden Täiern oder einsamen Mooren— ob auf bequem angelegten Wanderwegen oder irgendwo auf engem Pfad— überall empfängt dich eine Welt von Schönheit, eine Fülle von Freude! Freude aber gibt Kraft, und das schentt dir unser Harz überreichlich! Komm nur und wandere! Komm und laß dich von singenden Winden einwiegen irgendwo im Tann, wo die Sonne auf die Tannenwälder scheint und die ganze Luft durchströmt ist von berauschendem Duft. Komm und bette dich hinein in die einsame Bergwiese und schau zu dem leuchtenden Purpur der Fichtenblüte hinauf. Komm und steige einmal die Höhen hinauf— schau hier in ragende Tannenwälder, in denen nur selten das helle Grün einer Birke weht, und dort auf unendliche Fernen, immer wechselndem Licht= und Schattenöpiel, Und warst du auch anfangs noch alltagsermüdet lebensenttäuscht, immer beschwingter wird dein Wandern und immer froher dein Sinn, und schließlich die in liegen. und singst du vielleicht in innerem Frohsinn so gar nicht! Dann hast du recht geweil du auf Fahrt oder auch in Fahrt bist, da wandere aus den Wäldern des Suoyarzes auch einmal hinüber in die wundervolle Bergwelt des Kyffhäusers. Laß dich gefangen nehmen von dem Zauber der Rothenburg und raste im Schatten und Calcium-Solbad Bad Suderode(Harz) Inmitten eines Kranzes grüner Bergwälder, nur neun Minuten Bahnfahrt von der alten Kaiserstadt Quedlinburg und acht Kilometer vom Bodetal mit dem wildromantischen Herentanzplatz entfernt, liegt Bad Suderode Europas erstes Kurbad für natürliche Kalkbehandlung. Ein Heilbad ersten Ranges bei Herzschwäche, Adernverkalkung, Gicht, Rheuma, Stoffwechselkrankheiten, aber auch ein Luftkurort, dessen reine, milde, ozonhaltige Luft erfrischt und den Atmungsorganen wohltut. Ein besondrer Vorzug ist die Calciumquelle von einzigartiger Wirkung, ein rechter Jungbtunnen. Der Ort zählt 2000 Einwohner und weist zahlreiche Hotels und Pensionen auf. Der Bochumer wird auch sein Bochumer Bräu nicht vermissen. Der Naturfreund findet reiche Anregung, die Wälder weisen starke Bestände an Rotund Schwarzwild auf. Auch ein Mineralfreischwimmbad fehlt nicht. Bad Suderode bietet alle Vorzüge eines der Gesundung und Erholung dienenden, freundlichen Badeortes in reizvoller Jegend. Direkte Zugverbindung über Soest— Halberstadt besteht. Der Kyffhäuser bei Frankenhausen. Burg Falkenstein bei Ballenstedt(Junkers Luftbild) Grong. des bieten. Nordseebad Langeoog Niedrige Preise. Töglich dreimelige Ver.„ bindung zum Festland. die SchoneIIIse! Nordseebad St. Heter? Kurvension Verlangen Sie Hausprospekt. Forsthaus utterode, Post Sollstedt. Südharz. Ruh., schöne, waldr. Höhenlage. Beste Unterk. u. Verpfl. Zentrale Lage s. Autoausflüge Harz Thür. Garagen. Vollpens. 3,25— 3,50 o. Nebenk. Nordseedod NORDERNEY Staatsbad Eckwarderhörne nenenüber Wilhelmshaven) (sgenuse. Wnenwenaven) as Nordseebad der Ruhe Echolung. Mäßige Preiebel bester Verpflegung. rospekte durch den Verkehrsverein und die Badeverwaltung Pens. Mangels Seasson Zimmer mit fies. Wasser, vorzügliche Verpflegung.(4 Mahlzeiten) zeitgemäße Preise. Ruf Hahme 19. 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R. sichlepp. Calclum-Solbad Bad Suderod-Harz W FNN WI T M WWE M Ja, so geht's alle Augenblicke auf den Bochumer Bahnhofen. Mit jedem Zuge fahren andere Urlauber ihren Ferien entgegen. Und das Ziel? Nun, das sind die vielen Kurorte und Sommerfrischen, die in Bochum gut bekannt geworden sind, das sind die Pensionen, die wissen, daß Gäste aus Bochum durch die Zeitung gewonnen werden. Es ist ja auch tatsächlich so: die vielen tausende Leser des„Bochumer Anzeiger“ unterrichten sich an Hand der Beilage„Heimat und Fremde“. wo die besten Erholungsmöglichkeiten bestehen. Wollen Sie, daß möglichst viele unserer Leser Ihre Gäste werden? Dann veröffentlichen Sie regelmäßig Ihre Anzeige im„BOCHUMER ANZEIGER“ Cete 22 Nr. 148„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 .8 „Der Rhein in Flammen Diesmal gewaltiger als je! Die zweite der drei großen Rheinufer=Beleuchtungen„Der Rhein in Flammen“ findet am 4. Juli statt. Beleuchtet wird die Siebengebirgsstrecke zwischen Linz—Remagen—Rolandseck—Bad Godesberg—Bonn. Die dritte Beleuchtung auf der Mittelrheinstrecke Braubach—Ehrenbreitstein soll am 25. Juli folgen. Ueber 50 Dampfer, Motorschiffe und Boote haben ihre Teilnahme an der großen Flottenparade angemeldet. Sonderzüge der Reichsbahn, Hunderte Autobusse, auch aus Holland und Belgien, bringen große Zuschauermengen. Zu der Beleuchtungsfahrt, die um 21.45 Uhr bei Linz beginnt, fahren die Dampfer der Köln=Düsseldorfer wie folgt: ab Köln 16.50 Uhr ab Bonn 19.30 Uhr ab Gobesberg 20.00 Uhr ab Königswinter 20.15 Uhr Diese Dampfer beenden die Beleuchtungsfahrt in Bonn. Die Dampfer, die die Beleuchtungsfahrt schon in Godesberg beenden, fahren ab Honnef Rolandseck ab Unkel ab Remagen ab Niederbreisig Der Dampfer„Loreley“ fahrt Köln=Nord fährt zur 20.30 Uhr 21.40 Uhr 20.30 Uhr 21.00 Uhr 20.50 Uhr der PassagierdampfschiffSiebengebirgsbeleuchtung (Kaiser=Friedrich=Ufer). Das amtliche Reichsorgan„Der Fremdenverkehr" stellt, wie das Presseamt des Reichsfremdenverkehrsverbandes mitteilt, in der am Samstag erscheinenden Ausgabe 9 fest, daß das Meldeergebnis für die XI. Olympischen Spiele mit 6000 olympischen Kämpfern aus 53 Kulturstaaten einen Welterfolg des Führers darstellt, und zwar deshalb, weil auf Grund der herrlichen Anlagen, die nach dem Willen des Führers und Reichskanzlers geschaffen wurden, die Inschrift der Olympiaglocke„Ich rufe die Jugend der Welt" durch das Nennungsergebnis vom 26. Juni zur Wahrheit geworden ist. Der Sport hat sich als Fremdenverkehrsmagnet der Welt erwiesen. Wanderungen durch Westhalen Das neue Jugendherbergsverzeichnis für Westfalen und Lippe. Der von vielen Wanderfreunden schon langerwartete Führer durch Westfalen, der alljährlich vom Landesverband Westfalen für Deutsche Jugendherbergen zum Preise von 15 Pf. herausgebracht wird, ist erschienen. Das Heftchen enthält in seiner freundlichen Aufmachung außer den Anschriften der 125 westfälischen und lippischen Jugendherbergen auch genaue Angaben, über die besondere Eigenart jeder Jugendherberge, ihre Vorteile und Annehmlichkeiten für Fußwanderer, Radwanderer, Wassersportler, Wintersportler und für diejenigen, die auch Daueraufenthalt in einer Jugendherberge nehmen möchten. Die vielen mit großer Liebe und reicher Erfahrung zusammengetragenen Wandervorschläge für Fuß=, Rad= und Flußwanderer machen das Heftchen auch empfehlenswert für diejenigen, die keine Jugendherberge benutzen. Es sei hier wieder daran erinnert, daß diese Häuser der Jugend auch von Erwachsenen benutzt werden können. Vorbedingung ist in jedem Falle, daß man einen DIH.=Ausweis besitzt. Zum Schluß bringt der Führer durch Westfalen" eine ganze Reihe von Wanderregeln, die jedenfalls manchem auch schon älteren Wanderer wertvolle Hinweise geben werden. Amateurphotographen an die Front! Fürwahr, kein schlechter Gedanke, den der Verkehrsverein von Obernhof— Arnstein an der Lahn gefaßt hat, alle Photoamateure zu einem friedlichen Wettkampf in diesem Sommer einzuladen. Der aufstrebende Sommerfrischenort Obernhof—Arnstein, an der Eisenbahnstrecke Koblenz—Gießen, unweit den Weltbädern Bad Nassau und Bad Ems, bietet eine Fülle von Motiven für jede Kamera. War Obernhof mit seinem Kloster Arnstein, samt der abwechslungreichen Umgebung schon immer eine Fundgrube für Photofreunde, so wird das Preisausschreiben sicher viele Freunde finden. Schon Goethe bezeichnete den vorsprung, an dessen Fuß Obernhof gelegen ist, als den schönsten Aussichtspunkt des Lahntals Willi Stünings Warum Kurtaze?— So ßragen viele Diese Frage beantwortet die Badeverwaltung eines bekannten Bades ihren Kurgästen in der Bäderzeitung durch folgende nützliche Aufschlüsse: Warum Kurtaxe? Die Kurtare stellt keine Steuer, sondern eine Bezahlungs für Leistungen dar. Diese Leistungen bestehen in folgendem: 1. Abgabe aller Trinkbrunnen, die zur Durchführung einer Trinkkur erforderlich sind, einbegriffen Einrichtung und Unterhaltung der Wandel= und Trinkhallen. 2. Unterhaltung der Park= und Promenadenanlagen, der Pflege des Blumenschmuckes, Betrieb der Gewächshäuser und Unterhaltung der Sitzgelegenheiten. 3. Betrieb und Unterhaltung der umfangreichen Gradierwerke, die als natürliches Inhalatorium den Gästen zu Inhalationszwecken zur Verfügung stehen. 4. Einrichtung und Unterhaltung der Lese=, Schreib= und Musikräume, einschließlich Beschaffung der Tages= und Fachzeitungen, der illustrierten Blätter und der Unterhaltungsschriften. 5. Veranstaltungen, die der Unterhaltung und Genesung des Kurgastes dienen, wie täglich mehrmals Kurmusik, Parkbeleuchtungen und sonstige Darbietungen, für die keine Sonderbezahlung gefordert wird. 6. Einrichtung und Unterhaltung des Kurhauses und der Gesellschaftsräume. 7. Allgemeine Verwaltung und Stellung des Personals in anteiliger Höhe zum Gesamtetat. Die tatsächlichen Ausgaben für die hier zusammengefaßten Punkte liegen nachweislich durchschnittlich um 20 Prozent höher als die Einnahmen, die durch die Kurtaxe erzielt werden. Es gibt Bäder, bei denen die Ausgaben noch sind Der Präsident des Reichsfremdenverkehrsverbandes Staatsminister Esser, hat sich über die Kurtaxe geäußert; „Die Kurtaxregelung hat wohl für einige Heilbäder und Kurorte verschiedene Härten. Sie mußte aber durchgeführt werden, damit einmal in die Gesamtwirtschaftsführung der Kurorte und Bäder Ordnung kam. Außerdem mußte verhindert werden, daß die Kurtaxe zu einem Werbemittel der Bäder wurde. Mit anderen Worten: benachbarte Bäder sollten Höhe und Herabsetzung der Kurtaxe nicht gegeneinander ausspielen, weil damit gerade im Publikum der Eindruck erweckt wurde, daß die Kurtaxe eine willkürliche, zusätzliche Besteuerung des Gastes sei. Bäder und Kurorte sind die Verwalter der Heilbäder des deutschen Bodens und haben deshalb die erhöhte Pflicht zu einer einwandfreien Wirtschaftsführung. Auf der anderen Seite muß der Kurgast einsehen, daß die großen Einrichtungen, die ja auch für die Gesundheit sehr wichtig sind, nur erhalten werden können, wenn der Besucher durch die Kurtaxe zu ihrer Erhaltung beiträgt. Die Kurtaxe darf nur für Veranstaltungen und Einrichtungen des Bades ausgegeben werden. Es wird genau darüber gewacht, daß niemandem zuviel abgenommen wird.“ Jedem Einsichtigen dürfte damit genug gesagt sein. W M W F b Honnef mit Rhondorf am RHEIN und SIEBENGEBIRGE bietet ihnen RUHEUNDERHOLUNO Auskunft u. Prospekt durch: Städt. Verkehrsamt Honnef(Rhein) K K H Vllge eeee #-TTFEETE A CE TEEEIE Idyll. Weindorf Leubsdorf a. Rhein Gasthof=Pension„Zur Traube“ Jos. Hoppen I. Mod. eing. Haus, Zimmer m. fl. Wass., eig. Weinbau, Bad i.., gute reichl. Verpfl., 4 Mahlz., garn. Frühstück 3,50 Mk. 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Wie Papierdrachen, die von den Knaben aufgelassen werden, wenn die Felder gemäht sind, zappelten für einen kurzen Augenblick Zahlen, die meine Arbeit und mein Leben bestimmen, im Raum, den wir in uns tragen und der keine Grenzen kennt. Nun sitze ich in der Frühe beim Caspar Heinrich! Man nennt ihn sauer. Zu Unrecht, — dieser Säuerling, der hier sprudelt, ist ein Wasser, das die gütige Natur dem kranken Menschen als wunderbare Gabe schenkte.— Von einem Lindenbaum trägt der Morgenwind mir süßen Duft zu. Mit den Gläsern in der Hand wandeln sie hier auf und ab, die Gesunden und Kranken, die Müden und Ruhesuchenden. Ich kenne viele Gesichter und weiß um das Leid Mancher, die hier wandeln. Ich weiß aber auch um wieder bei ihnen einkehrt, wenn sie ihre Treue zu diesem Quell erneuerten.— Im Glanze des Morgens steigen seltsame Bilder in mir auf. Die Driburger Quellen sind alt! Große Männer tranken dieses Wasser und Gelehrte schrieben schon vor mehreren hundert Jahren dicke Bücher über die Heilkraft der Brunnen.— Der Caspar Heinrich wurde benannt nach dem eigentlichen Gründer des Bades, nach dem braunschweigischen Oberjägermeister Caspar Heinrich von Sierstorpff. Herrliche Geschichten sind mit diesen Quellen verbunden. In Paderborn erkrankte einst ein hoher englischer Würdenträger. Sein siecher Leib hatte„zähen Schleim im Geblüte, Magen, Gedärm, Milz, Leber, Gekrös und anderen Drüsen. Die Aerzte legten ihre Gesichter in ernste Falten.— Der Kranke aber kannte ein Mittel, das ihm in England schon geholfen hatte. Ein wunderleistet. Aber dieses Wasser gab es nur in England. Und sofort wurden Kuriere ausgesandt. Müde schleppte sich der hohe Herr durch die Tage, die ihm immer dunkler schienen. Und lange mußte er warten. Endlich traf der Wundertrank ein. Als man die Kiste öffnete und die Aerzte behutsam die Flaschen herausnahmen, schüttelten sie die Köpfe. Das hätten sie einfacher haben können! Schneller und frischer! Es war das Driburg= Wasser, nach dem der Kranke verlangt hatte. Wie wurden früher die Kranken verarztet! B. W. Rödder, der 1757 eine„gründliche Beschreibung des zu Driburg im Hochstifte Paderborn gelegenen Gesundund Stahlbrunnens gab, schreibt:„Das Laxieren geschieht auch ganz leicht, und ohnvermerkt, nach Proportion, das einer viel oder weniger trinkt, oder auch, daß jemand von Natux schwächer oder stärker ist; doch findet man gemeiniglich, daß die meisten nach sechs Pfund Wasser sattsam laxieren. Wenn man diese Therapie kennt, dann kann man erst folgenden Satz aus einer Schrift von F. v. Beroldingen„Phisicalisch Chemische Beschreibung des im Bisthum Paderborn gelegenen Gesundbrunnen zu Driburg“ verstehen:„Die ganze bisherige Anlage bestünde also in Driburg aus diesen zwey Brunnengebäuden, einem guten Packhaus, worin die gefüllten Bouteillen verwahrt werden und den nöhggen Abtritten:(1788). Die Zeiten haben sich geändert. Die ärztliche Wissenschaft ist tiefer eingedrungen in die Geheimnisse der Natur. Die„Fixe=Luft", das„wesentliche Ingredienz aller Sauerbrunnen“, kannte Doktor Bernhardus Wilhelmus Rödder, der sein Werk dem Erzbischof Clemens August von Cöln widmete und diesen im Vorwort mit „Durchlauchtigster August" anredet— noch nicht. F. v. Beroldingen, der 81 Versuche mit dem Driburger Wasser gemacht hat, weist ausdrücklich auf diese„FixeLuft“ hin und kommt zu der Auffassung, daß nicht die große Menge, sondern die richtige Anwendung kleiner Dosen die beste Wirkung hervorruft. Ich sitze noch allein auf der Bank. Die Musikanten haben Schluß gemacht. Der Park liegt still. Schwer krümmen sich die Berge der Egge. Eine Kuh brüllt ganz nahe, denn die Aecker und Wiesen stoßen in Driburg bis zum Kurpark vor. Oben hoch im Blau zieht ein Bussard ohne Flügelschlag seine Kreise. Im Grase zirpen die Grillen. Vom Kloster drüben am Berge klingt ein Glöcklein zu mir herüber. In mir steht froher Glaube! Diese Tage werden mit goldenem Klang in die Schale meines Lebens fallen. I. L.(bei Bad Pyrmont) Haus Wiehe, Tel. 56. Neuzeitl. eing., nächste Nähe d. Kurparks u. d. Waldes, vollst. staubfr. rh. Lage, Gart., Liegewiese. Bekannt.gut. Verpfl., 4 Mahlz. Mätzig. Preise. Gratis=Prosp. anford. rische Siekholz B5. Vormont Tel. Schieder 18. Gast= u. Pensionshaus Muß, dir. a. Hochw., Liegew., Bad, fl. Wass., Terr., mod. Speisesaal. Pens.=Pr. Juli=Aug. 3,50—3,75. Nachsaison.25#. bas. Gasthof=Pension Wehrmann, am Fuße d. Sternberger Berge, 400 m, in unm. Nähe d. Wald. Freibad, Liegew. m. Liegest., bek. r. Verpfl., 4 Mahlz., garn. Frühst. Pens.=Preis .—., Juli=August.25 K. Eig. Landwirtschaft, keine Nebenkosten. Hefrifce.Lipperland Sommertrische Geschw. Flake, Nähe Bad Meinberg. Neuz, einger. Landh. bestbes eig. Bauernh., Wald, Liegew. Pens. Preis Juli Aus..25 Mc. bei 4 Mahlz Proso AGrg1g. Teutob. Wald ROrSIe bei betmold Privat=Pension Sturhahn 10 Betten, schöne sonn. Zimmer m. fl. Wass. Dir. a. 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Es wird nun an der Montierung der Längsträger gearbeitet. Damit ist das Großabteil des DuraluminiumGerüstes geschaffen. Der Bau des„LZ 130“ wird rasch voranschreiten, denn zwei weitere Geripperinge sind in der Halle in Arbeit. Nach ihrer Fertigstellung werden die Ringe„gekippt“ und gleichmäßig mit Hilfe eines neuartigen Montageringes dem Mittelstück des Gerippes angeschlossen. In der neu erstellten Ringbauhalle, nördlich der Halle des„Graf Zeppelin", ist mit dem Aufriß eines weiteren Ringes begonnen worden. Eine Anzahl Einzelteile für weitere Ringe sind fertiggestellt und das Bautempo ist demzufolge ein bedeutend rascheres als bei„LZ 129“. Die Werksleitung rechnet mit der Fertigstellung bis Ende nächsten Jahres. Die Maschinengondeln befinden sich bereits im Bau. „LZ 130“ erhält wie sein Schwesterschiff Räumlichkeiten für 50 Fluggaste; die Aufenthaltsräume die Mannschaften werden noch etwas vergroßert. Volkssender mit einer eigenen technischen Rundfunkanlage, seinen Sendesälen und der großen Freiarena. In der Halle 6 und in dieser Freiarena werden die täglichen Veranstaltungen des Volkssenders stattfinden. Tribüneneinsturz in Philadelphia Schwere Schlägerei zwischen Roosevelt= und keiten für 50 Fluggäste; die Aufenthaltsrät für die Mannschaften werden noch Aiwas vergrößert. Reiseverkehrsabkommen Deutschland—Belgien—Luxemburg mith=Anhängern Philadelphia, 26. Juni. Während des abendlichen Festzuges anläßlich des demokratischen Parteitages stürzte am Donnerstag eine überfüllte Zuschauertribüne in der Nähe des Washington=Denkmals ein. Zweihundert Zuschauer stürzten auf die Straße, wobei fünfzig zum Teil erhebliche Verletzungen erlitten. Der Unfall verursachte stundenlange Verkehrsstörungen in den von riesigen Menschenmengen erfüllten Straßen. Dies war jedoch nicht die einzige Störung des Parteitages. Schon am Vormittag kam es beinahe zu einer kleinen Palastrevolte, als die Vertreter der Südstaaten heftig dagegen protestierten, daß ein Negerpfarrer das Gebet sprach. Später entstand auf der Galerie eine wüste Schlägerei, als hundert Anhänger des Roosevelt feindlich gegenüberstehenden früheren Gouverneurs Alfred Smith mit Plakaten für ihre Richtung warben. Da beinahe alle anwesenden Vertreter Regierungsbeamte oder Angestellte der„New=Deal"=Organisationen waren, wurde die Kundgebung der Smith=Leute mit Wutgeheul begrüßt. Die Anhänger Roosevelts sturzten sich auf die Smithgruppe und warfen sie die 30 Meter hohe steinerne Treppe hinunter, wobei mehrere verletzt wurden. Die Polizei nahm 25 Verhaftungen vor. dnd Berlin, 26. Juni. Zwischen der deutschen und der belgischen Regierung aben in den letzten Wochen Besprechungen über Wirthaftsfragen stattgefunden, die jetzt abgeschlossen worden nd. Diese Besprechungen haben zu Vereinbarungen eführt, die die Wiederaufnahme des Reiseverkehrs von deutschland nach Belgien und nach dem Großherzogtum uxemburg ermöglichen, und die gleichzeitig der Reichsank vermehrte Deviseneingänge zum Bezuge erwünschter Laren aus Belgien zuführen werden. Das im Rahten dieser Vereinbarungen geschlossene Reiseverkehrsbkommen ist am 24. Juni 1936 in Berlin unterzeichet worden und gilt für die Zeit vom 1. Juli bis zum 0. September 1936: der Wortlaut wird demnächst im keichsanzeiger veröffentlicht werden. Funk=Ausstellung vom 28. August bis 6. September Berlin, 26. Juni. Die Leitung der„13. Großen Deutschen Rundfunktusstellung Berlin 1936“ hat in diesen Tagen über die Bestaltung der diesjährigen Funkausstellung ihre Bechlüsse gefaßt. Die Ausstellung findet diesmal in der Zeit vom 28. August bis zum 6. September zu Füßen des Berliner Funkturms statt, wobei schon jetzt betont vird, daß eine Verlängerung der Ausstellung mit Rückicht auf den Reichsparteitag nicht möglich ist. Den Auftakt der Ausstellung wird die Apparate sauende Rundfunkindustrie bilden, an die sich dann voruussichtlich die Fernseh=Ausstellung der Deutschen Reichspost und die Ausstellung der Lautsprecher= und Zubehör=Industrie anschließen. Den Abschluß der Austellung, die diesmal im übrigen sämtliche Hallen und das ganze Freigelände beanspruchen wird, bildet der Hch. Hoffmann 53 Selunden zu stal gerrrinst Das Arteil im Groß=Heringer=Prozeß—.1 Jahr 3 Monate bezw. 7 Monate Gefängnis für die beiden Angeklagten Seltsames Ehrenmal für Kriegsverletzte dub Naumburg, 26. Juni. In dem Groß=Heringer Prozeß wurde am Freitag mittag das Urteil verkündet. Die Angeklagten wurden der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung, fahrlässiger Transportgefährdung und fahrlässiger Beschädigung von Telegraphenstangen für schuldig befunden. Demgemäß wurde der Lokomotiv= führer Kurt Dechant aus Weißenfels zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis, der Lokomotivführer Willi Bande aus Berlin=Schöneberg zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Die Kosten des Verfahrens haben die Angeklagten zu tragen. Dem Angeklagten Dechant werden zehn Wochen der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende, daß beide Angeklagten ausgeruht die Fahrt angetreten hätten. Als Dechant merkte, daß der Wasserdruck seiner Maschine nachließ, beschäftigte er sich selbst mit der Feuerung. Diese Ablenkung war die Veranlassung, daß Dechant das Vorsignal übersah und überfuhr. Seine Angaben, daß er sich bei der Suche nach dem Signal umgedreht und das Sternlicht des Vorsignals von rückwärts gesehen und daraus geschlossen habe, daß es auf freie Fahrt stand, sah das Gericht durch die Beweisaufnahme als widerlegt an. Der Angeklagte Dechant hatte auch bei mehrfachen früheren Vernehmungen nichts davon erwähnt, weißes Sternlicht wahrgenommen zu haben. In der Unterhaltung, die Dechant und Bande nach dem Unglück führten, wurde auch nichts davon erwähnt, daß das Vorsignal auf freie Fahrt gestanden habe. Dechant habe in seinem Schuldbewußtsein sogar Selbstmordgedanken geäußert. In der Ueberfahrung der drei Baken und des Vorsignals sei eine Pflichtverletzung zu sehen. Das Gericht sieht aber auch für erwiesen an, daß der Zug nach der Berechnung der Bremswirkung und des Bremsweges um 5,9 Sekunden zu spät gebremst wurde, um noch vor dem Personenzug zum Halten gebracht werden zu können. Der Fahrdienstleiter von Groß=Heringen konnte nach der Fahrdienstordnung keine andere Entscheidung treffen, als er es getan hat. Er mußte sich auf die Beachtung des Einfahrtssignals durch das Fahrpersonal des D 44 verlassen. Bei der Strafzumessung war maßgebend, daß es dem Volksempfinden und nationalsozialistischen Begriffen widersprechen würde, wenn der Tod von 53 Personen und die schweren zum Teil dauernden Verletzungen vieler weiterer Volksgenossen nicht eine entsprechende Sühne finden würden. Anderseits komme dem Angeklagten Dechant eine Reihe von Umständen zugute, vor allem, daß er sich zunächst weigerte, den Heizer Gutjahr auf die Maschine zu nehmen, und daß er Gutjahr, der nicht den Anforderungen auf der Maschine gewachsen und nicht zum Dienst auf Schnellzügen berechtigt war, in seinem Diensteifer in der Arbeit unterstützt hat. Das erzeugte bei Dechant zweifellos eine innere starke Ueberlastung, in der er das Vorsignal übersah. Die zweite Pflichtverletzung war, daß er auch nach Feststellung des Ueberfahrens noch nicht gleich bremste. Dechant sei eine bisher im Krieg und Frieden bewährte Persönlichkeit. Das sei auch bei der Urteilsfällung berücksichtigt worden. Die Sühne für seine Tat müsse aber erfolgen, unbeschadet der Anerkennung seiner ehrenhaften Gesinnung. Die Angaben des zweiten Angeklagten Bande, daß ihn Rauchschwaden der Vorspannlokomotive so behindert hätten, daß er das Vorsignal nicht habe sehen können, sieht das Gericht durch die Beweisaufnahme als widerlegt an. Es mag sich eine gewisse Rauchentwicklung gezeigt haben, aber diese sei nicht so stark gewesen, daß Bande das Signal nicht hätte sehen können. Auch habe er nach Ueberfahren des Hauptsignals nicht alles getan, was er hätte tun müssen, um einen Unfall zu verhindern. Die Strafhöhe wurde danach bemessen, daß Dechant die Hauptschuld trage, Bande aber unzweifelhaft als Mitschuldiger zu betrachten sei. Dabei kann er nicht die Entschuldigungen des Dechant für sich geltend machen, daß er von irgendeiner Seite von der Erfüllung seiner Pflicht, die Strecke zu beobachten, abgelenkt wurde. Zugute sei ihm zu halten, daß er eine geachtete Persönlichkeit sei, die mit der Ausführung von Vertrauensaufträgen beauftragt wurde. Das Gericht erkannte deshalb auf eine Strafe, die es ihm erlaubt, im Dienst weiter zu verbleiben. Darüber allerdings stände die letzte Entscheidung einer anderen Behörde zu. König Georgs Jacht wird versenkt London, 26. Juni. Die berühmte Segeljacht König Georgs., die „Britannia", wird im nächsten Monat in der Stille der Nacht im Lichte von Scheinwerfern von einem englischen Zerstörer auf das Meer südlich der Insel hinausgeschleppt werden und hier ihr Grab finden. Noch ein letztes Mal werden ihr langjähriger Kapitän, der Obermaat und ein Teil der Bemannung an Bord sein, bis das Schiff von der englischen Marine, wie König Georg es wünschte den Wellen übergeben wird. Die Ausrüstung der Jacht wurde am Mittwoch in Cowes öffentlich versteigert. Die 350 Gegenstände brachten 1050 Pfund. Der Stuhl König Georgs, der sich auf der„Britannia“ befand, brachte 10 Pfund 10 Schilling. Sechs Wasserbehälter, die man überall zum Preise von 7 Schilling 6 Pence das Stück kaufen kann, erbrachten den Liebhaberpreis von 15 Pfund. Der neue Hauptmast des Schiffes ist der Marineschule in Dartmouth übergeben worden. Die Einnahmen aus dem Verkauf sind dem König=Georg=Fonds für die Errichtung eines Denkmals zugeflossen. In Wien passiert Tasig unsd auf Postein=Kegt Hch. Hoffmann In Neuville St. Vaast bei Arras wurde dieses in seiner Art wohl einzigartig in der Welt dastehende Ehrenmal für die Kriegsverletzten von Neuville St. Vaast errichtet. Steigende Eigenwirtschaftlichkeit— Hoffnungen auf den Nordatlantik=Verkehr sache, daß die Versicherungsprämie laufend gesenkt werden konnte. Wie groß die sich daraus ergebenden Ersparnisse sind, ist daraus ersichtlich, daß der Satz für die jetzige Prämienrücklage seit der Uebernahme des Kaskorisikos durch Selbstversicherung vom Jahre 1929 bis zum Jahre 1935 um etwa 70 Prozent vermindert werden konnte. Berlin, 26. Juni. In der ordentlichen Generalversammlung der Deutschen Lufthansa AG.(Berlin), die den bekannten Abschluß genehmigte, machte der Vorsitzende, Staatsrat Dr. von Stauß, in Ergänzung des Geschäftsberichts interessante Ausführungen über die fortschreitende Eigenwirtschaftlichkeit der Lufthansa. Danach konnte die Lufthansa ihre Betriebskosten zu 56,82 v. H. aus den Eigeneinnahmen decken und brauchte nur noch für die restlichen 43.18 v. H. Beihilfen in Anspruch zu nehmen. Die Fortschritte sind ferner daraus erkenntlich, daß der 1935 für den geleisteten Nutzlastkilometer errechnete Zuschuß um rund 80 Prozent geringer war als im Jahre 1926. Diese schrittweise erfolgte Verminderung des Zuschusses für den Nutzlastkilometer ermöglichte es, daß die Verkehrsleistung von Jahr zu Jahr gesteigert werden konnte, ohne daß eine entsprechende Erhöhung der Beihilfensumme erforderlich war. Dementsprechend hat auch der Wirtschaftlichkeitsgrad, der sich in dem Verhältnis der Eigeneinnahmen zu den Beihilfen ausdrückt, von Jahr zu Jahr eine Verbesserung erfahren. Die Verkehrserfolge des Jahres 1936 lassen hoffen, daß dieses Verhältnis im laufenden Geschäftsjahr sich wiederum bessern wird. Ein weiteres Zeichen dafür, daß der deutsche Luftverkehr sich auf dem besten Wege befindet, sei die Tatund zudem noch die Bildung einer unbelasteten Gesamtrücklage von über 4 Millionen RM. möglich war. Das sei gleichzeitig auch ein Beweis der erhöhten Sicherheit, denn die Kosten der Flugzeugversicherung der Lufthansa lägen dabei schon wesentlich unter derjenigen für Kraftwagen. Auch das laufende Geschäftsjahr hat sich erfreulich entwickelt. Besonders die ersten Monate des laufenden Jahres lassen die Verwaltung hoffen, daß die Entwicklung im gleichen raschen Zeitmaß auch weiter fortschreiten werde wie bisher. Man hoffe, daß die große Aufgabe, die sich die Gesellschaft dadurch gestellt habe, nach dem Südatlantik nun auch den Nordatlantik im Luftpostverkehr zu erschließen, in diesem Jahre durch die geplanten Versuchsflüge ihrer Lösung nähergeführt werde, und daß es ihr gelingen möge, im Jahre 1937 diese wichtige Verbindung von Erdteil zu Erdteil durch das Flugzeug herzustellen. Blicke in die Welt 55 se Modesensation in den englischen Seebädern London, 26. Das Neueste in englischen Seebädern ist ein Badeanzug aus schillerndem Silber der aussieht, als ob er aus Stahl besteht. In Wirklichkeit ist das Material Baumwolle, fühlt sich aber wie Seide an. Es glänzt außerdem in der Sonne, als ob es mit Tausenden von Diamanten besetzt ist. Bei einer Modeparade englischer Strandmoden haben diese Badeanzüge eine Sensation hervorgerufen. Ueberfallkommando sollte eine Brille suchen Wien, 26. Juni. Ein Ingenieur hatte in seinem Stammlokal seine Brille verloren. Er ging in die Telephonzelle und alarmierte das Ueberfallkommando. Da dieses aber nicht mit sich spaßen ließ, wurde er statt, wie er gehofft hatte, nach Hause zur Polizeiwache gebracht. Vor Gericht wurde er aber freigesprochen. Man wollte es ihm glauben, was er dramatisch schilderte. Er war nach dem Verlust seiner Brille in Aufregungszustände geraten, zumal seine Stammtischfreunde, anstatt ihm zu helfen, ihn noch mehr in Verwirrung gebracht hatten. Der Richter begründete den Freispruch von der Anklage der Irreführung der Behörde damit, daß man wohl verstehen könne, daß ein stark Kurzsichtiger, wenn er seine Brille verliert, in Aufregung gerät und sich von aller Welt verlassen glaubt. Ehrenkreuz für Scapa Flow Auf eine Eingabé der NS.=Kriegsopferversorgung hat sich der Reichs= und preußische Innenminister damit einverstanden erklärt, daß die Witwen und Eltern der bei Scapa Flow ums Leben gekommenen Marineangehörigen bei der Verleihung des Ehrenkreuzes berücksichtigt werden. Nach umständlichen schen Kurie war am 24.; ren also, in der pfalzaräf bei Schwetzingen die Bul getroffen,„das General= berg, die wegen ihrer a Fruchtbarkeit ihrer Umge meinen Quelle der Wis sei“ nunmehr zu eröffne Drei Magister, daru Rektor der Pariser Univ hatte Ruprecht I. gework licher Studenten hatte si 18. Oktober des gleichen feierlicher Messe in der Schöpfung dem Schutz de zeitgenössische Urkunden gen Marsilius über Logi Brief an Titus, Magiste Mittag über die Physik das Studium gut eröffn Es ist heute von nur lichen Gründe der Errich untersuchen. Der Stre Avignon und Rom resi stischen Lehrmeinungen listen hinterließ keine hätte weiter wirken kön Heidelberas Universit det worden, es sollte ein des dortigen Gegenpapst in allen Kunsten, die vr botten sin, lesen, leren 1 1450 als Leitspruch. U Jahrzehnten der neue, delberger Universitätsar Kirche, aus einer Stätt schule der Schönen Wist des Deutschen Reiches. Es war Heidelbergs fürstlichen Gründer un sität nicht einem pseude teten, der in Wirklichkei und statt zu einer Rei universität geführt hätt Heidelberg ward zur dung! Nicht die Geschic hier im Verlauf der nä Geschichte der deutscher ebenfalls lediglich„rom Eines hob den Hei von dem in andern Schon vom 15. Juli an Fahrradbriefe Nachdem die Vorarbeiten so gut wie abgeschlossen sind. ist mit aller Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, daß der geplante Fahrradbrief bereits vom 15. Juli an für alle neu zum Verkauf kommenden Fahrräder eingeführt werden wird. Banknotenfälscher in Argentinien verhaftet In Mendoza wurden mehrere Personen verhaftet, die seit geraumer Zeit falsche Banknoten in Santiago de Chile hergestellt und dann in Argentinien vertrieber haben. all diese selbst wenn sie sich dess Nicht die Namen w erhielten sich. Die Re Trithemius; sie führt v Dalberg und Wimpfeli „evitome rerum Gern unter dem fremden A geschichte unseres Vater In Heidelberg ern Landschaft. Es weitet Seele, es hielt Einzug zuvor in die Arbeit der ward von dem Geist d hier seinen„Aristarchu Osched * du K 19) Er macht sich ern Traute und kann es wird. Sollte vielleich Billys—? Sollte si andere aufkeimende u müht sich zurückzublätt wußtsein, daß Madys lich ganz gegen ihre bochmütig gewesen. A Stellung nicht wehren daß er sich nicht zu w Traute hatte Madyn diese meinen Falle zu den Wehrlosen, ab wenn er lachte, anste Und hatte Mady nie klatscht, als er diesen nach Talmi vorkam, so, daß Menschen, di gebracht waren, auch Jemand abfallen lasse fall klatschen, wenn e einem Atem, das ließ Gleichgewicht schließe Wie vordem Trar achtete Billy jetzt Ti stellung machen zu schönen Frühlingsmg eigenwilligen coien E gesehen, daß ein nette ner Biuy auf Kumn entgegenbrachte. Bill würde, wenn es an auch wenn es una Jemand zu bändiger dabei reine Schram aus. Das war dan Mady mußte man Billy merkte, wie lingsmorgen in ein Etwas an dieser Tre treu und tapfer für an gesorgt hatte, da verloren hatten. Si schränkteren Maßen, dies Heim traulich u daß Traute aus dem Mutter Mady. Wie Arbeit Interesse ent beit zu helfen! Sie Wie sie tapfer dage Enttäuschung hochko möchte vor Früchter ihn zu hoch hingen. umgewandelt hätte, Mütterlichkeit um Freundin, das wä weiß, daß er damit „Es wäre nett, Ihre Freundschaft sagt, Billy. Traute lächelt W CII 14 CIIE ktmens ublisicht, einen etzte. Juni. 8 V. die der Stille einem engInsel Wight ab finden. er Kapitän, ig an Bord Narine, wie geben wird. Nittwoch in tände brachgs, der sich id 10 Schilzum Preise n kann, erDer neue le in Dartn aus dem Errichtung 5. Juni. ein Badenussieht,„als ist das Maide an. Es s mit Taueiner ModeBadeanzüge e suchen 5. Juni. mlokal seine lle und alars aber nicht gehofft hatte, Vor Gericht n wollte es Er war nach zustände gestatt ihm zu racht hatten. der Anklage ; man wohl er, wenn er und sich von Seite 25 Nr. 148 7 Bochumer Anzeiger“ Samstag Sonntag, 27./28. Juni 1936 350 Jalile KaperilT Jendung und Ertüllung der Reidelberger Univerlität literaxische Probleme. Und wenige Jahre später heißt es:„Von der Deutschen Poeterey.“ Ein klägliches Machwerk, mag der unbefangene Leser des Büchleins heute denken, und doch historisch eine Nach umständlichen Verhandlungen mit der römiKurie war am 24. Juni 1386, vor genau 550 Jahren also, in der pfalzaräflichen Sommerresidenz Wersau bei Schwetzingen die Bulle des Papstes Urban VI. eingetroffen,„das General=Studium in der Stadt HeidelFruchtbarkeit zihrer bgzghuggen au gaugx. solchen allges wenn bisher die Oden und Hymnen Gerzen gehichte, meinen Quelle der Wissenschaften vorzüglich geeignet sei“ nunmehr zu eröffnen. Drei Magister, darunter den berühmten früheren Rektor der Pariser Universität, Marsilius von Inahen, Ruprecht l. geworben; eine stattliche Schar geistlicher Studenten hatte sich eingefunden. Und schon am 18. Otobephesse in der Vezsg=gsesisgfrche Pienan in Schöpfung dem Schutz des gen Marsilius über Logik, um 8 Uhr PegerSthußer pg Brief an Titus. Magister Heylmann eine Stunde nach Kunst und Wissen Aserich un Brten., Miehts Veistse usb aici der Kelas de eihelie, Beishase Letsgen.— odte besoung der Heselberat sou; aud in dens Die Grige, eri. ingem Holishgabend ausgetiht Kriegsjahre kam von Bewelbetg. und auch u pen Jahren der Erniedrigung war die Stimme der Stadt und der Universität ohne Hall. Es wiederholte sich, was sich vor den Befreiungskriegen zugetragen, daß unter der Jugend und unter den ansässigen Freunden das Neue geschgtergrmigge Kein Wunderhorn ward gesammelt, keine Liter### wurde für Deutschlands Erneuerung hier lebendig: Wenige zwanzig„Kilometer vom Hause der Alma rsorgung hat er damit einltern der bei tarineangehöberücksichtigt schlossen sind. rechnen, daß 15. Juli an ahrräder ein* in verhaftet, in Santiago ien vertrieber Brief an. Tuns, Manllister Schimung eine Mittag über die Physik des Aristoteles, und somit war das Studium aut eröffnet“...... gi. iammt. ist heute von nur geringer Wichtigteit, die eigentSchritt von ungebeurer Bedeutung, Eprachen, shroff mater standen franzonische Truppen, in naher Nachoars berwote ber Hot, de, venden auf /dat Balter, schaft versuchte der Separatsgetge, Peuishe Hire bell. land in griechischen oder lateinischen Mutzersgrache den hier ihre Aufaabe, sie ward in einer A. worden waren, so hat von jetzt ab die Muttersprache Und wieder war der Anstoß aus Heidelberg gekomEs nerstag, 16. Juli, mit einem von einer deutschen Volkste Pirr.ui, weszterer Pstanzgrupber und Zetz-Verbandes rumänischen Ffreien—.uom-hateramateure Matica der freiwilligen kroatischen Theuterummteure Matica Den Reigen der Solotänze eröffnen am Frestgg. 17. Juli, Palucea(Deutschland) und Huge, Sngesg (Warschau). Am Samszag, 18. Juli, Jeutschland) Volkstanzgruppe und der TanzAm Sonntag, 26. Juli, Geisfäases He idierten, der Kampf der scholazwischen Realisten und Nominalisten hinterließ keine Spur, Heidelberas Universitcht wox, gegen Abiangn gearün, thison, Gotfried Zeller und Angust Woilatent Stziget, edeiber., sat, ein Goboxzt sein gegen die Reberei(Jean Paul und 2od. Heinrich Boß waren fur angere oder kürzere Zeit schöpferisch mit dem Geistesleben dieAvignon und Rom resivienten, istane hirtarsiseerheiger Spur, die bis auf unsere Tage Heidelberas Universität war gegen Avignon gegründet worden, ex, sollle ein Boulwerr sein gegen die Ketzerei b els aschalch uld be bansie cse e e chu epeat, Hezörge cheissenschaften und eine Universität wriberstät geführt hote.. der, deutschen Bildungl Nicht die Geschichte der Nationalide spiegelt sich Fürsten in bie Er wirkte durch die Jahrhunderte bis heute. schadete nichts, daß die Regierenden die neue Sitte nicht liebten, daß gerade am Pfälzer Hof man Vorliebe für Französisch und Englisch zeigte. Heidelbera hatte längst eine Stellung, wie sie bisher keiner der deutschen Landesuniversitäten zugekommen war. Als die fürstlichen Zuwendungen geringer, als landesherrlicher zu Zeiten sich völlig abgekehrt hatte, da lebten Universität und Stadt aus eigenem geistigem Reichtum. Fast drei Jahrhunderte wechseln Stadt und Universität in der gei stigen Führung. Für ein Jahrzehnt zuweilen tritt selbst die Universität zurück hinter den Kreis von Männern, die sich um sie— als den gegebenen Mittelpunkt— Die Bewegung des„Sturm und Drang“ hatte hier ihre Anhänger. Aeltere und jüngere Romantik war hier vertreten. Goethe und Görres, Ssgzein, g Generationen werten können, gelöst. Unter Opfern von wenerationen werten können, gelöst. Unter Opfern Piut und Out.. has Tor zum Westen. Doch Shankar. Wieder war Heidelbgra oas.9t, 2u.: Sezhglberg bin,### nicht herein stromte die seremde— über Heidelberg hinaus drängte nach Westen all das, was Geschlechter bisher gesammelt und geschaffen hatten in unendlicher Mühe. Funfhundertundfünfzig Jahre Geschichte stellten Heidelbera vor eine neue Aufgabe:ginn Zigsag Wartes Reichs=Universität im wahren Sinn nieses Wo zu sein und das vervielfacht zurückzugeben, was Deutschland einst empfing. Hans Erman in„Das deutsche Wort“(Hans-Bott-Verlag). Grimani(Atben), Haraio Kreutzbern2## und Leon Wojeikowsti(Polen), am Dienstagt., 2x. Ir Vimala, Malai(Kalkutta), Mascha Arsenjem Jugoslawien), sowie die Solisten der Gxupve Bexis Valson(Kanada). Die Veranstgztung am Fuetssien Juli, sieht Länze durch. Ertito Ziezeniger am Dienstag. Jeht Toute.,(Zurich, viesenzut, umr Botarigzn. oder kürzere Zeit schöpferisch mit dem Geistesleben, die ser Stadt verbunden. Von den Sammlungen der Brüder Boisserée ging die Erneuerung deutscher bildender Kunst aus: Arnim und Brentano planten und sammelten hier die Schätze für„Des deutschen Knaben Wunder„In Heidelberg hat sich ein guter Teil des deutschen Feuers entzündet, welches später die Franzosen verzehrte", schrieb der Freiherr vom Stein nach dem großen Befreiungskrieg; denn nochmals, zum dritten Male, hatte sich in Heidelberg das Wunder vollzogen, daß seine geistigen Ziele eins geworden waren mit dem Gedanken sten der a. Bresiclen en eae eune Aehe be de biste uns ausichie Aschals der anshesen und kat zu einer Reiche, leobtalich zu einer bondevs, Geschichte Heidelbergs begann mit der großberzglich ba. dischen Restitution vom 18. Mai 1803. Vielleicht trat in seinem Verlauf, der etwa bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts reicht, der wundervolle Genius loci Heidelbergs weniger in Erscheinung. Vielleicht triumphierte allzu sehr die Wissenschaftlichkeit als solche. Doch wie dem auch sei:.66. g4. Die Namen Mittermaier, Treitschre, Helmholtz, Häusser, Gervinus, Thibaut, Bunsen, Bluntschli, Kuno Fischer bis zu Windelband, Troelsch und Mar Weber sind Male einer bedeutsamen Entwicklung. Sie umschließen all das, was jahrzehntelang nun als einzig angesehen worden war— die unabhängige und voraussetzungslose Wissenschaft. Das fachwissenschaftliche Leben hatte einen ungewohnten Aufschwung genommen: zu den alten vier Fakultäten war schon Ende des 19. Jahrhunderts eine fünfte, die naturwissenschaftliche, gekommen: zum Beginn des zwanzigltgg.; JoherhrPertz, heete als sechste die Fakultät der Staals= und Wirtschafts* hirk: Manner waren deutsch und dachten deutsch, all diese Manner, wbaren deutsch und dachten de geschichte unsere Tzterlangeg d die erte Ratonol.) u,.43, die Falaltak der In Heidelbera erwachte das Gefühl. für hentischer vi sHas Gefige von Staat und Nation, von Universtät Landschaft. Es weitete sich zum Bekennt=Zichter; wie und Stadt, von Wissenschaft und Religion oder WeltSeele, es bielt Einzug„issenschaft. Auch Martin Opitz anschauung hatte sich gelockert. Eine Tradition von mehr zuvor in die Arbeit, der Stadt eingef Er schrieb als 500 Jahren verhinderte zwar, daß die geistige Subhier seinen„Aristarchus„noch ein lateinisches Buch über stanz Heidelbergs zerstört wurde, aber auch diese TraInternationale Univerlitdtskonferenz in Heidelberg. Donnerstag vormittag trat in einem der großen Hörsäle der Universität Heidelberg die internationale Universitätskonferenz zu ihrer allgemeinen Sitzung zusammen. Geheimrat Professor Dr. Hoop.s, der sident der diesjährigen Konferenz, eröffnere die mit einem kurzen Ueberblick auf die bisherigen Kongresse. In diesem Jahre wird eine der Hauptaufgaben sein, die genauen Satzungen der internationalen Konferenzen festzulegen. Alle politischen Fragen sind ausgeschlossen. Im Vordergrund der Tagung steht ein Bericht über die Beseitigung der Ueberfüllung der Universitäten und über die Frage der Gesundheitsfürsorge für die Studierenden. Zum Vizepräsidenten der Tagung wurde Professor Winkler von der Universität HeiEnschließend bielt Professor Schra gegrogeseheg tur". Zusammenarbeit der enalischen Universitätsleyegzang der Reaierung und mit der erzsahanzs Herichtete über Professor Son) uniberstätswesens in Je 28. Juli, Vorführungen durch Mercedes Goritz=Vabetio (Zagreb) und Brigitte Schellander(Italien) vor während am Mittwoch, 29. Juli, Nevenka Perko(Zagreb) und Juliette Sandovici(Bukarest) ihre Tanzkunst Die Tanzaruggenwerke seben, gei, Hgerstalg tungen vor, und Par, Wigman“ Donnerste Tanzgruppe schulwesen in China und über die dortigen Gelehrten; esellschaften. Professor Lehmann=Nietzsche gab eine Schilderung des argentinischen„Universitätslebens. Den Schluß der Vormittagssitzung onvere der kurze Geschäftsbericht von Professor Mac Len(England). Nachmittags fanden Gruppensitzungen statt. Die Janzfeltspiele Berlin 1936 Für die vom 16 bis 81. Juli aus Anlaß der Olymvischen Spiele in Berlin stattfindenden internationalen Tanzfestspiele ist nunmehr das Programm festgelegt worden. An den Berliner internationalen Tanzfestsoirlen kann sich jeder Staat mit drei Solotanzern oder Tanzpaaren und drei Laientanzgruppen oder drei Theaterballettgruppen beteiligen. Alle Tanzarterg#per; den vertreten sein und je nach der Eigenart der werke einzelne Klassen eingeordnet, innerhalb deren dann geprüft und bewertet wird. In 14 Festaufführungen, 23. Juli,(Zünchen) und am Freitag, 24. Juli: die Korist Volop(Ganahdas..“ Vei den Verantaltunge. der Theatertänzer treten am Sonntag, in der Staatsovezaguzgr den Linden Pxgite, Fronzgge und die Ballettgruppe des Deutschen Overnhauses auf. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Unter dem Vorsitz von Ministerialdirektor Dr. von Staa aus dem Reichs= und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung trat der Verwaltungsrat des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg zusammen, der den Verwaltungs= und Rechnungsbericht der Direktion entgegennahm und genehmigte. Der Sitzung schloß sich die Besichtigung der Neuerwerbungen an, die vor der Einreihung in die Sammlungen eine zeitlang als gesonderte Ausstellung dem Besuche zugänglich bleiben. 300 Jahre Universität Utrecht. Ehrung deutscher Professoren. Gelegentlich der Dreihundert=Jahr=Feier der Universität Utrecht wurde eine große Anzahl Gelehrter durch Rektor und Senat der Hochschute zu Ehrendoktoren ernannt. Unter diesen befinden sich Professor Dr. C. Wessely aus München, der von der medizinischen Fakultät, und Professor Dr. phil. Baron von Uexwell aus Hamburg, der von der naturwissenschaftlichen Fakultät zum Ehrendoktor ernannt wurde. Geschichtstafel Juni. 1866 Gefecht bei Langensalza zwischen Hannoveranern und 1882 Her Kulturphilosoph Eduard Spranger in GrozLichterfelde geboren. K Er nacht bec ernitlich Herzsuzeg, Hag sie caurig wird. Solle vielleicht auch Mad, hochmutiges Abtun über ihre eigene Neigung eine andere aufkeimende übersehen haben?— Trauie beführte, waren. in dem über Nacht die Blüten aufgegangen bochmütig gewesen. Wer sich vermöge seiner abhängigen daß er sich nicht zu wehren braucht, war Traute hatte Mady nie anders handeln sehen! Nur. diese meinen Falle Billy.— Zwar gehörte per Boy nicht wenn er lechtz, ganstatt sich gedgumtsgzichh Beifall Und hatte Maoy nicht gestern dem Blah Veifall geklatscht, als er diesen schwarzen Ritter, der ihr verteufelt nach Talmi vorkam, abfallen ließ? Es war doch w so, daß Menschen, die innerlich aus dem Gleichgewicht gebracht waren, auch nach außen hin ungleich waren! Jemand abfallen lassen, wenn er es hört, und ihm Beifall klatschen, wenn er es nicht sieht, und beides fast in einem Atem, das ließ doch wohl nicht auf ein ungstörtes Gleichgewicht schließen. Wie vordem Traute Billy beobachtet hatte, so beobachtete Billy jetzt Traute. Auch er glaubte eine Feststellung machen zu können, die die Freude über den schönen Frühlingsmorgen ein wenig eindämmte: Ob des eigenwilligen roten Schopfes hatte er nämlich gar nicht gesehen, daß ein nettes, gutes frisches Mäddel dem Gärtner Billy auf Kummrow ohne Besinnen seine Neigung entgegenbrachte. Billy dachte, daß er etwas darum geben würde, wenn es anders wäre. Jemand weh zu tun, auch wenn es unabsichtlich geschah, lag ihm nicht. Jemand zu bändigen, lag ihm schon besser!, Wenn es dabei kleine Schrammen gab, machte ihm das nichts aus. Das war dann eben Notwehr. Und bei dieser Mady mußte man sich, weiß Gott, zu wehren wissen so leid, kleine Traute, aber mach' dir keine Hoffnung Traute gibt sich einen Ruck. Du mußt deiner Schwermut Herr werden, ermuntert sie sich. Mußt dich mühen, daß du in diesen schönen Frühlingsmorgen hineinpaßt. Und nebenbei haßt du wohl auch noch ein kleines bißchen die Verpflichtung, die Hände sperßezg, Age, ziesen Boy zu halten, damit er sich nicht versteige;„Denn— konnte mit Mady so sein, wie sie es sich dachte, es konnte aber auch anders sein. Und selbst wenn es so war— ob sich dann Mady wirklich für einen einfachen Gärtner auf Schnurbäume entscheiden konnte? Traute lächelt wie ein kleines Mädel, das eben auf die Nase gefallen ist und nun kraft seiner ganzen Haltung dokumentieren möchte, daß es nicht weh getan „Warum bitten Sie mich um etwas, was Sie schon haben, Herr Billy! Ich bin eigens heute morgen so zeitig aufgestanden, um mit Ihnen zu plaudern! Hernach, wenn die anderen aufstehen, ist die Konkurrenz zu groß!" Traute lacht treuherzig zu Billy auf.„Außerdem, Herr Billy, gehöre ich genau so zum Gesinde, wie Sie, auch wenn Mady nie Gebrauch davon macht, das scholisches Gesicht macht;, udern auch uvermuten. Rein, ertra zu betonen. Ich habe eben eine gute Hgxschaftssuur mehrs9 Lustig scheint er sich über sie zu machen, Mady taten diese rosig angehauchten und schneeig weißen Blüten beinahe weh.— Unglücklich Verliebten tut der Frühling immer weh!— Das hatteler 10 ar sich. Und daß Mady vor ihre Liebe ein Unglücklich meinte setzen zu müssen, stand für sie außer Frage, wenn sie sich Trautes und Billys Gesichter an diesem herrlichen Frühlingsmorgen anschaute. Konnten die beiden ihr Glück überhaupt noch verbergen? Machte sie auch nur die leisesten Anstalten, es vor den anderen zu verstecken? Stunden hatten sie allein in dem samen Blütengarten verbracht. Als Traute sich fortgestohlen hatte, war es fünf Uhr gewesen. Und jetzt ver ts um acht...anden bist Wadhl„Schade, daß du so spät aufgestanten, bist, Mavy: lachte ihr Traute entgegen.„An solch einem Morgen verpaßt man wirklich etwas!" Vielleicht hättet ihr etwas verpaßt, wenn ich euch hier im Obstgarten gestört hätte— denkt Mady, und muß sich ordentlich zusammenreißen, daß sie kein melancholisches, Gesicht macht; denn sie findet, daß,Zillygicht iesem schönen frühen Früh lingsmorgen in eine weiche Stimmung V. Madn die Etwas an dieser Traute erinnerte ihn an die#uy, die treu und tapfer für ihren Jungen von dem Augenblick an gesorgt hatte, da sie beide auf Eichsfeld das Asylrecht verloren hatten. Sie hatte ihm, wenn auch in viel beschränkteren Maßen, ein neues Heim aufgevaut. Hatte dies Heim traulich und wohnlich gestaltet. Billy meinte, daß Traute aus demselben Holz geschnitzt war, wie seine Mutter Mady. Wie das Mädel sich jetzt mühte, seiner Arbeit Interesse entgegenzubringen, ihm bei seiner Arbeit zu helfen! Sicher mit einem beschwerten Herzen. Wie sie tapfer dagegen ankämpfte, keinen Schein einer Enttäuschung hochkommen zu lassen! Wie sie ihn hüten möchte vor Früchten, von denen sie meint, daß sie für ihn zu hoch hingen. Was sich bei einer andern in Neid umgewandelt hätte, wandelt sich bei dieser Traute in Mütterlichkeit um— Mady als Frau und Traute als Freundin, das wäre etwas, denkt Billy, wiewohl er weiß, daß er damit sehr egoistisch denkt. „Es wäre nett, wenn Sie einem einfachen Gärtner Ihre Freundschaft schenken würden, Fräulein Traute", sagt, Billy. gefunden. Das kommt nicht alle Tage vor. Wie es bei Ihnen ist, weiß ich nicht. Ihr Deister, wenn ich den höchst unvernünftigen Bestper, änbsg, githzepegenbese so nennen darf, glänzt ja durch ständig.#gmen. Aber wenn Sie einmal Sorgen haben, Herr Biuy, kommen Sie ruhig zu mir. Jederzeit zu Diensten! Auch Billy sah gerührt die ungeweinten Tränen eines tapferen Kerlchens.„Es ist seltsam, Fräulein Traute, aber ich habe Sie vorhin tatsächlich mit meiner Mutter in Verbindung gebracht. Leider ist sie nicht mehr! Aber Sie haben etwas von ihrer Art: sich mit freundlichem Gesicht und ohne Gezeter zu fügen. Traute sah Billy unsicher an. Er ahnte doch um himmmelswillen nicht, wie es in ihr aussah. Und Billy hatte im selben Augenblick denselben Gedanken. Aber nicht das tapfere Kerlchen merken lassen, daß man etwas von seinen Schmerzen wußte. „Ich meine, Fräulein Traute, daß besondere Verhältnisse Sie zwingen, sich in abhängige Stellung zu „Meine Stelung ist nicht eigentlich oder überhaupt wbhängiag, Mady und ich uind Vresnäizrsg a6 bude este e ee, Seapmn, Aineinuge Srauben, sn denen ich belk, pie schsn es wür, noch Elternhaus zu haben Meine Eltern waren in ein een n, Wei faider kurz#ren guten Verhältnissen. Sie starben lein#. turz nacheinander, und viel zu früh für mich.“ „Mein Vater starb für mich auch zu früh, was meine Mutter veranlaßte, wieder dorthin zurückzukehren, woher sie kam: zur Operettenbühne. Sie war eine große Künstlerin, ein einfacher Mensch und eine gute Mutter.“ In Traute stieg eine kleine, wehmütige Freude auf, daß sie mit Billys Mutter Aehnlichkeit haben sollte. Und gleichzeitig wurde ihr klar, weshalb Billy zeitweilig so ein wenig von einem verwunschenen Prigzen an sich hatte. Und schon meldete sich ihre sorgent## art. Vielleicht war die Tatsache, daß Billns Mutter große Künstlerin war, eine Brücke, auf der Billy und Mady zueinander gelangen könnten? Jedenfalls hatten an diesem frühen Frühlingsmorgen zwei Freundschaft geschlossen. Zwei, die gar nicht daran dachten, aus dieser Freundschaft ein Hehl zu machen! Sie dehnten ihre Plauderstunde aus, bis die anderen, die Langschläfer, kamen, um in Herrn Neptuns Nähe den Morgenkaffee einzunehmen. Ueber einen Umals ahne er, daß sie sich in Uebereile, noch ehe sie gerufen worden war, bereits nach einem gangbaren Weg umgesehen hatte der nach einem Schnurbaumgärtner hinführte. Ordentlich herunter lachte dieser Billy auf sie.— Hier war Mady so ungerecht, nicht in Betracht zu ziehen, daß Bilhs Größengexhaltznisse gar nichts anderes als ein Herunterlachen gestanenn. Du mußt irgend etwas sagen, was den Uebermut dieses Boys eindämmt, denkt Mady. Aber es wil ihr nicht einfallen. Ja, wenn dieser Boy nicht ger#be Trautes Liebe wäre!—— Da greift Ricardo in den Gang der Handlung ein, als hätte der Inspizient hinter den Kulissen auf den Klingelknopf gedrückt. Ricardo de Sole tritt auf. Mit Biaritzer Strandeleganz. Ganz auf Weiß abgetönt. Bis auf das rohseidene Hemd, das in mattem Gelb schimmeret, und die karrierte Krawatte. Mady wußte zufällig, daß karriert für Herrenkrawatten die große Mode war. Von die Stadnpunkt aus ließ sie sie gelten. Traute und Billy aber fanden die Krawatte einfach scheußlich. Riccardo de Sole sieht nur die beiden Damen. Ueber billigt. Sie registriert den vollendeten" Riccardo als einen Flegel von mäßiger Intelligenz. Mady rechnete nämlich so, daß Dünkel und Dummheit dicht nebeneinander standen. Das Lächeln aber, das Mady Riccardo entgegenringt, ist strahlend, weil es ja als Dämpfer für diesen silly gedacht ist. Freilich ist nicht festzustellen, ob Billy es„voll erfaßt“ hat, denn er hat sich jetzt ausschließlich der Schädlingsbekämpfung zugewandt und scheint nicht einmal mehr Traute zu sehen— von Mady gar nicht zu reden. Ferner ist es„nicht heraus“, ob Billy in die sem Zustand des völligen Aufgehens in seinem Beruf etwas hört. Trotzdem sagt Mady Riccaro, daß die Panne gestern eigentlich ein Glück im Unglück gewesen sei. Denn ohne diese Panne würde Kummerow vollständig ohne Männer sein. Was Billy veranlaßt, die Frage aufzuwerfen, natürlich nur sich selbst gegenüber, wozu in der Botanik ihn eigentlich diese entzückende Mady rechnet. Traute ist wieder einmal peinlich berührt. Sie behandelt den Affen Riccardo, als wenn er ein Affe wäre. Sie läßt ihn einfach stehen, nachdem sie ihn und seine Krawatte genügend betrachtet und kritisiert hat, und wendet sich Dinge zu, die sie mehr interessieren. Und das sind die Schnurbäume und der Schnurbaumgärtner. Was Mady hinwiederum veranlaßt, sich an Riccardo de Soles Seite in Bewegung zu setzen und unter liebenswürdigem Geplauder den Garten und den Gärtner zu verlassen. Daß Traute zurückbleibt, tut ihr weh. Aber darin wird sie sich in Zukunft fügen müssen. „Ein widerlicher Kerl“, sagt Traute zu Billy, damit er sich nicht irgendwo„an die Wand gedrückt“ fühlt. Aber Billy lächelte.„Zum Ablesen, Fräulein Traute, gibt es nicht nur auf den Bäumen etwas, sondern auch anderswo——. Da lacht Traute so lustig und so herzlich, daß Mady weh tut. Die bestfundierte Schokoladenfabrik. schützte den Menschen nicht vor Kummer. Vieles konnte man sich kaufen, aber nicht alles. Und die nichtkäuflichen Sachen waren gerade die begehrtesten. Riccardo aber sah auf Grund seiner langjährigen Praxis, daß Madys Lächeln soeben nicht echt gewesen war. Das kam ihm wie gerufen. Ein strahlendes Lächeln, das plötzlich„unterging“, deutete auf ein gestörtes seelisches Gleichgewicht hin. Und solch eine Gleichgewichtsstörung hing in neunundneunzig von hundert Fällen mit der sogenannten— sogenannt, weil sie Riccardo nur vom Hörensagen kannte—, also mit der sogenannten Liebe zusammen. Frauen aber, die Trost brauchten, konnte man mit diesem Trost zugleich unmerklich, aber sicher, zu einer neuen Liebe hinüberleiten. Das beste Rezept, eine alte Liebe totzumachen, war stets, eine neue zu entfachen. Riccardo besaß Rezepte für den Verkehr mit Frauen dutzend=, nein grosweise. Er trug sie, wohlgeordnet nach Gelegenheiten, in sich, wie der Pastor seine Predigten für die verschiedenen Sonn= und Festtage des Kirchenjahres. Riccardos Fingerspitzengefühl riet ihm im Falle dieses keineswegs uninteressanten roten Schopfes zu einem Nähern mit Zartgefühl und zeitweilig spontan durchbrechender Leidenschaft..... Jas... am hesten Aus diesem Grunde meinie er, oaß er am besten Eindruck schinden könne, wenn er, wie in aufdämmernden Verstehen eines fremden Schmerzes, plötzlich verstummte. Nur hin und wieder ein Seitenblick, den man so„hinwarf“, daß er von der Partnerin aufgefangen wurde. Auf eine also herabgelassene Fallbrücke wagte sich jede Frau. Riccardo hatte nämlich allen Grund, wieder einmal nähere Beziehungen anzuknüpfen. Das Geld das er auszugeben verstand, als sei er als Sohn eines sehr begüterten Mannes geboren, war wieder einnmal vertan bis auf einen nicht nennenswerten Rest. Es galt also einen neuen Coup zu landen, über dessen Anlage und Ausgang sich Riccardo, seit er die Bekanntschaft dieses Fräulein Mady Eckhardt mit der glänzend florierenden Schokoladenfabrik gemacht hatte, noch nicht ganzwar. Riccardo, dessen ganzes Leben immer auf schnellste Entschlossenheit gestellt gewesen war, spielte nämlich mit dem Gedanken, sich vom Geschäft in eine gutfundierte Bürgerlichkeit zurückzuziehen. Er hatte sich in den letzten Wochen, zum ersten Male in seinem Leben, etwas müde gefühlt. Als ihm dann die nahrhafte Schokoladenfabrik in den Weg gelaufen war, war ihm, und zwar blitzartig, der Gedanke einer Zurruhesetzung gekommen. Er verglich seinen Beruf mit dem Beruf eines Operettentenors, der seine Glanzzeiten hatte, die automatisch in einem gewissen Alter ausschalteten.(Fortsetzung folgt.) EATENSHLENENENS M c 4 A AC Vom 28. Juni bis 29. Juni 1938 0 Gleichbleibende Tageseintellung: .55 Wetterbericht für den Landwirt .00 Morgenruf und Frühkonzert .45 Leibesübungen .00 Wiederholung des Morgenrufs. Zeit, Wetter, Nachrichten .15 Morgenkonzert .15 Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen .20 Frauenturnen .00 Hafenkonzert an Bord des Dampfers„Deutschland". 1. Glocken vom Großen Michel, dem Wahrzeichen der deutschen Seefahrer. 2. Deutsches Dankgebet(Blume). 3. Weckruf. 4. KaiserFriedrich=Marsch(Friedemann). 5. Ouvertüre zur Oper„Zar und Zimmermann"(Lortzing). 6. Frauenliebe und=leben, Walzer(von Blon). 7. Lieb und treu, Marsch(Kutsch). 8. Leise flehen meine Lieder(Schubert). 9. Türkische Scharwache (Michaelis). 10. Im Zigeunerlager, Marsch (Oscheit). 11. Freut euch des Lebens, Potpourri (Lincke). 12. Schön ist jeder Tag, den du mir schenkst, Lied(Meisel). 13. Parademarsch. 14. Ungarische Rhapsodie(Reindl). 15. Wiener Bürger, Walzer(Ziehrer). 16. Adlon=Marsch(Heinecke) .00 Funk ins Blaue 10.00 Deutsche Morgenfeier der HJ.„Kameraden“(Von Königsberg) 10.30 Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester(Leo (Eysoldt). 1. Einzugsmarsch aus„Die König.n von Saba“.(Gounod). 2. a) Russisches Lied (Häuser), b) Annette, kleiner Walzer(Häuser). 3. Csardas aus„Der Geist des Wojewoden" (Großmann). 4. Liebesaugenblick(Eysoldt). 5. Zwischenspiel aus„Der Bajazzo“(Leoncavallo= Mausz). 6. Der Geliebten, kleiner Walzer (Schütt). 7. a) Dolorosa(Lindemann), b) Diavoletta(Lindemann). In der Pause:„Links die Fahrt und rechts die Bremse.“ Aus dem Tagebuch eines Straßenbahners namens Hermann Josef Müller. 8. Wenn ich Musik hör', muß ich tanzen, Walzerlied(Mackeben). 9. Serenade (Jensen). 10. Die kleinen Soldaten, Intermezzo (Marks) 11.40 Neue Musik für Bläser. Werke von Walter Jentsch: 1. Thema mit Variationen für Flöte, .45 Zeit, Wetter, Nachrichten 13.00 Mittagsmeldungen 1. 14.00 Mittagsmeldungen II 15.30 Wirtschaftsmeldungen 18.40 Vom Tage 18.50 Wirtschaftsmeldungen und Svortvorbericht 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten Oboe, Klarinette, Horn. Fagott und Klavier. 2. Musik für vier Hörner. Alfred Sauerteig (Flote): Fritz Glahe(Oboe); Fritz Zimmermann (Klarinette): Richard Kunze(Fagott): Eabert Grape(Klavier): Hermann Hartung, Hermann Zabel, Georg Färber, Peter Budinger(Horn) 12.00 Musik am Mittag. Hans Bund und sein Orchester; Balalaika=Quintett Sokoloff; Prudentia Olbrich und Paul Noack=Ihlenfeld(2 Klaviere). 1. Romantische Ouvertüre(Noack). 2. Kaulasische Weisen(Balalaika). 3. Eine Walzer=Redoute(Hildebrandt). 4. Zigennerlieder(Balalaika). 5. Hymne an die Sonne(Kick=Schmidt). 6. Polonäse(2 Klaviere). (Arensky). 7. Musikalisches Kabinett(Noack). 8. Alte russische Soldatenlieder(Balalaika). 9. Kennst du mein Liebeslied(Drdla=Kirchstein). 10. Russischer Gardemarsch(Balalaika) 11 An der Donau(Kollenberger). 12. Ukrainische Melodien(Balalaika). 13. Der vierjährige Posten (Schubert=Bullerian). 14. Plauderei am Brunnen (Roßmann). 15. Impromptu=Rokoko(Schuett). 16. a) Ball bei Ziehrer(Schneider), b) Tausend schöne Frauen(Gabriel). 17. Alte russische Volkslieder(Balalaika). 18. Wenn die Garde marschiert(Lisbona). 19. Russischer Marsch(Balalaika). 20. Spanisches Blut(Winkler) 14.00 Klein=Ederland! Ein Märchenspiel von Dr. Valeria Höttaes 14.30 Lustiger Rätselfunk 15.00 Heut' wollen wir fröhlich sein! Eine bunte Folge 15.45 Provinzial=Feuerwehrtag Rheinland(Aus Remscheid) 16.00 Nette Sachen aus Köln. Das Große Orchester und der Kammerchor(Josef Breuer): Annemarie Richartz(Sopran); Friedrich Eugen Engels(Tenor): Edmund Kirst. Erich Rummel(Klavier); Sprecher: Martha Walter. Rita Plum, Lotte 18.00 18.30 18.45 19.00 20.00 22.20 22.50 23.30 schen Uebertragung aus Hambura=Horn: Stimmungsbilder und Funkberichte vom Verlauf des Deutschen Derby 1936 Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten„.. Hastn 8n Westfälische Schwimmeinerschaften(Dr. Ernst). (Aus Bielefeld). Auut#ume Endspiel um die Deutsche Handballmeisterschaft Hindenburg(Minden)— MTSA. Leipzia(Aus Tortmund) Wir Studenten von heute Westdeutsche Funkauslese. Frischer Auftrieb am Volfssender„.„„ Warä434 Geihelh. 550jähriges Jubilaum der Unterniat Heivelberg Zur Unterhaltung. Es spielt das Kammerquintett. 1. Tanz unter der Dorflinde(Reinecke). 2. Die Post kommt(Eilenbera) 3. Anita(Meisel). 4. Zwei Gitarren(Ferraris). 5. Trotzköpfchen, Intermezzo(Siede). 6. Bitte schön, Polka(Joh. Strauß). 7. Moosröschen(Bosc). 8. Lisonja (Lautenschläger). 9. Wochenendzauber, Intermezzo(Kick=Schmidt). 10. Ist die Welt auch noch so schön, Marschlied(Lincke) Tanzmusik(Schallplatten) Deutschlandsender: 16.00: Unterhaltungsmusik.— 18.30: Melodie und Rhuthmus.— 20.10: Für jeden etwas!— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: E. Rambour spielt zu Tanz und Unterhaltung. — 24.00: Beliebte Kapellen spielen zum Tanz! WE 10.00 Die Eidechsen, die von den Schlangen nichts wußten. Naturkundliches Spiel von Gertraude Knab Von Leiväio) Tuzrtsgnntane(Bichard Gei. Was brachte der Sportsonntag:(Richard Heinemeher), Süclt Artaftellster Bauer, merk auf! Vorsicht: Kartoffelkäfer! Die Werkpause. Uebertragung aus dem RheinischWestfälischen Elektrizitätswerk AG., Verwaltung Wesel aus Wesel. Gauwerkscharkapelle des RWE. Simonet)„ g Ap7ächfisch, Sinkani, Schloßkonzert. Das Niedersachsische SinfonieOrchester(Otto Ebel von Sosen). Else Schürhoff, Alt(vom Overnhaus Hannover). 1. Spanische Legende(Rust). 2. Zwei Lieder aus„Carmen“ Bizet), a) Sequidilla, b) Habanera. 3. Spanischer Tanz für Streicher und Harfe(Kaempfert). 4. Melodien aus„Der Zigeunerbaron",(Joh. Strauß). 5. Till Eulenspiegel. Konzertmarsch Ruyprecht),..9(Mhartrame Konzert auf der Kino=Orger(Uebertragung aus dem Europa=Palast, Düsseldorf)(Adolf Wolff). 10.30 11.50 12.00 13.15 14.15 talischer Tanz, b) Garten=Romanze. 4. Aus „Broadway=Melodie(Brown), a) An einem schönen Sonntag, b) Ich werde nie das Gefühl los, c) Du sollst mein Glückstern sein. 5. Melodien aus„Lockenköpfchen“(Henderson) 16.00 Beliebte Tenöre singen!(Schallplatten) 16.45 Georg Britting. Trager des Literaturpreises der Stadt München 1935 17.05 Lieder von Peter Cornelius'Alquen(1795—1863) Elisabeth Schmidt(Sopran); Friedrich Eugen Engels(Tenor): Erich Rummel(Klavier) 17.25 Aus dem großen Kriege. Irgendwo bei (Thor Goote) 17.40 Jungmädel auf Fahrt„. I2 18.00 Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). Annemarie Richartz(Sopran). 1. Vorspiel„Ein Opernball“(Heuberger). 2. Galantes Schäferspiel(Weninger). 3. Melodien aus„Frasquita"(Lehar). 4. Ich träume immer nur von dem Einen, Lied und Csardas(Grothe). 5. Frühlingsgeschichten, Walzer(Rust). 6 a) Xantippchen (Königsberger), b) Humoreske(Kick=Kletzki). 7. Frühlings=Suite(Newin). 8. Frühlingsstimmen, Walzer(J. Strauß). 9. Melodien aus dem Ballett „Die Puppenfee“(Bayer). 10. a) Komödianten (Kark), b) Strandgeflüster(Kockert). 11. FünfUhr=Tee bei Robert Stoltz, Melodienfolge(Dostal) 19.45 Kleine Bücherkunde 20.10„Zum Kampf der Wagen und Gesänge".(Von Stuttgart). Europäische Liebes= und Fruhlingslieder 21.10 Westdeutsche Wochenschau 22.20 Das Schatzkästlein.„Nach dem großen Kriege.“ Ein Stück Wilhelm Raabe, gesprochen und ge23.00 Musik zur„Guten Nacht“(Von Breslau). SA.= Standartenkapelle 156. 1. Strauß bleibt Strauß Potpourri(Schweichert). 2. Fantasie über das Lied„Santa Lucia"(Loehr). 8. Die Mühle von Sanssouci(Leuschner). 4. Ouvertüre zu„Die streitsüchtigen Weiber"(Cardoni). 5. Balletterinnerungen(Robrecht). 6. Wochenendzguber (Kick=Schmidt). 7. Abendlied(Blume). 8. Samt und Seide, Walzer(Ziehrer). 9 Liebesserenade (Glan). 10. Außer Atem, Galopp(Faust), 11. Grenzmark=Marsch(Schurdel) Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend! — 20.10: Kammermusik.— 21.00: Die Geusen. — 22.30: Eine kleine Nachtmusik— 23.00: Wir bitten zum Tanz! Gettervienst der rogi. Gemeiden Sonntag, 28. Juni 1936. (Ohne Gewähr.) Sammlung für den Westfälischen Herbergsverband. Christuskirche..45: Schmidt II: 11.15: KGD., Matthien; 15: Tauffeier, Henrici. Friedenskirche..30: Dr. Ehrenberg: 11: KGD. Winnacker: 12.15: Tausseier, Winnacker.— Wochengottesdienst: Do 20: Winnacker. Lutherkirche..45: Sander: 11: K6D Schmidt II; 12: Tauffeier, Schmidt II. Pauluskirche. 8: Sander:.30: Winnacker: 17.15: Dr. Ehrenberg. Johanneskirche: 9: masur. Gottesdienst, Schneider; 11.15: KGD., Henrict. Herberge zur Heimat. 8: Dr. Ehrenberg. Gerichtsgefängnis. 8: Klose. 6. Pfarrbezirk(Gemeindeheim). So 11.15: KGD., Ehrenberg. Mo u. Di 16—18: Jungbibelschar. Mi 20: Bibel= u. Bekenntnisstunde. Do 20: Jugendbibelstunde. Fr 20: Bibellesestunde: 20.45: Helferstunde. 7. Pfarrbezirk(Jugendheim). Di 16: Katechumenen= und Konfirmandenmädchen: 19.30: Bibelstunde für die weibliche Jugend. Fr 20: Bibelstunde. 10. Pfarrbezirk(Wichernhaus). Mi 20: Bibelstunde. Do 20: Wochengottesdienst. Bibelstunden. Mi 20: Gemeindehaus am Moltkemarkt und Düppelstraße 25. Do 20: Vereinshaus und Fahrendeller Straße 14. Jugendschar Bochum Altstadt, Jugendheim, Fahrendeller Straße 14. Di 20: Gemeindejugendstunde für Neukonfirmierte. Do 20: Bibelstunde für die Aelteren. Kirchlich=evangel. Gemeinschaftsverein, Bochum, Adolfstraße 20. So 10: Sonntagsschule: 17.15: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde: 18.30: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde. Jugendbund für entsch. Christentum, Königsallee 163, Zweigstelle Konfirmandensaal Weilenbrink(Johanneskirche). Mi 20: Evangelisation. .=Engelsburg. Martinikirche:.30: Gottesdienst, P. Lotz; 11: KGD.; 12: Taufen. .=Engelsburg. 8: Frühgottesdienst im Kindergarten, Kraemer. Mi 20: Bibelstunde. .=Altenbochum..30: Frühgottesdienst, Brühmann:12.40: Taufen, Sup. Niederstein; 14: KGD., Sup. Niederstein. Mo 16: Bibelschar(3. und 4. Schuljahr);.30: Bibelschar (5. und 6. Schuljahr); 20: Bibelstunde Auf der Prinz. Di 20.15: Bibelstunde für die weibliche Jugend. Do 17.30: Bibelschar 5; 20: Bibelstunde für die männliche Jugend. Fr 17: Bibelschar(Katechumenen). .=Harpen..30: Hauptgottesdienst: 19.45: KGD.; 11.30: Taufen, Pf. Leich. Mi 20: Bibelstunde in Kornbarpen. Pf. Leich. .30: Gottesdienst im Lobetal": 10.45: KGD.; 16: Evangelisation des Missionsvereins. Di 20.15: Bibelstunde in Kornbarpen. Mi 20.15: Bibelstd. in Kirchbarpen. Do 20.30: Bibelstunde für Castroper Hellweg und Umgegend. Fr 20: Bibel= und Gebetsstunde im„Lobetal“. .=Uemmingen..30: Hauptgottesdienst. Vikar Baumann: 10.45: Kirchentausen, Kublmann: 10.45: KGT., Kuhlmann. Mo 20: Bibelbesprechung der jungen Mädchen in Querenburg. Di 20: Bibelstunde in Querenburg. Mi 20.30: Bibelstunde der Jugendschar. Do 20.30: Vorbereitung für den KGD.. Fr 20: Bibelstunde in Laer. .=Wiemelhausen. Melanchtbon: 8: Engelvert:.45: Dr. Klein; 11.15: K6D. und Kirchentausen(Engelbert). Mi 20: Bibelstunde. Fr 18: Jungmädchenvibelkreis; 20.15: Helserkreis. Bergmannsheil. Di 19.30: Engeldert. B. Wiemelhausen. Petrikirche:.30: Gottesdienst, Engelbert: 11: KGD., Vikar Rinne. Mo 19.30: Jugenddivelstunde. Mi 20: Bibel= und Bekenntnisstunde, Reiffert. Fr 20.15: Vorbereitung zum KGD. Ruhrlandheim=Waldkirche: So 10: Gottesdienst. B. Wiemelhausen. Petri: So.30: P. Niedermeier; 11: KGD. B. Hordel. 8: Gottesdienst, Vikar Fischer:.30: KGD. im Gemeindehaus: 10: Gottesdienst, Past. Abendroth: 11.15: KGD. in der Kirche. Do 20: Gemeindebibelstunde im Gemeindehaus, Pastor Abendrotb: 20: Gemeindebibelstunde im Kindergorten, Vikar Fischer. B. Weitmar. 8: Frühgottesdienst, P. Goertz:.45: Hauptgottesdienst, P. Kraemer: 11: KGD.; 12: Kirchentausen. Mo 20.15: Kirchenchor. Mi 20: Bibelstunde im Kindergarten an Mi 20.45. der Schutzenstraße. Fr 20: Gemeindebibelstunde im Gemeindesaale an der Kirche. So 15: Blaukreuzstunde. Eppendorf: So 14.30: Evangelisation. Di 20: Gemeinschaftsstunde. Mi 17: Ueben des Chors der Reichskirchlich. Frauenhilfe. Do 15: Reichskirchl. Frauenbilfe, auschl. Ueben des Chors.— Bärendorf=Süd: So 17: Männerbibelkreis in der Schützenstraße(Kindergarten).— WeitmarMark: Do 16: Reichskirchl. Frauenhilfe Weitmar=Mark bei Metzmann. Bekenntnisgemeinde Weitmar: 9: Goltesdienst im Vereinshaus KarlFriedrich=Str., P. Jungcurt: 19.15: KGD. im Vereinshaus Karl=Friedr.= Str. Di 15.30: Frauenbilfe Weitmar. Mi 20: Bibelstunde im Vereinsbaus Karl=Friedr.=Str. Do 15.30: Frauenb. Eppendorf; 19.30: Elternavend des Jungmadchenkreises; 20: Gemeinschaftsstunde im Gemeindesaal neven der Kirche. Fr 20: Bibelstunde in Eppendorf bei Hill. .=Werne. 20: Frühgottesdienst, anschl. Beichte u. Feier des beiligen Abendmahls, Pastor Schloemann: .15: Hauptgottesdienst, Pastor Rummelt: 11.15: KGD.; 12.15: Kirchentaufen; 17: Bibel= u. Gemeinschaftsstunde. Mi 20: Bibelstunde im Oberlinhaus: 20: Bibelbesprechstunde im Gemeindehaus. Do 20: Bibelstunde in der Vollmondschule. Sa 20: Gebetsstunde. Kreta. 10: Gottesdienst: 11.15: K62. B. Langendreer. Lutherkirche:.30: Morgenwache;.30: Gottesdienst, Pastor Höfker(Boch.=Hordel): 11: KGD.. Do 20: Gemeindebibelstunde. Sa 20: Gebetsstunde. .=Gerthe..30: Hauptgottesdienst, Strümpfel(Abschiedspr.); anschließ. Pfarrerwahl vor der Gemeinde in der Kirche. Mo 17: Bibelstunde für Mädel von 12 bis 14.: 20: Bibelstunde für die weibl. Jugend in Bethanien und für die männl. Jugend im Jugendheim. Di 7: Frühandacht in der Kirche, Strümpfel: 20: Bezirksbibelstunde für das Mittelfeld und den Kray. Mi 20: Gemeindebivelstunde im Konfirmandensaal. Do 15.30: Bibelstunde für die Mädel von 10 bis 12.: 17: Bibelstunde für die Jungen im Jugendbeim: Bezirksvibelstunde für Klüsenerstraße. Fr 7: Frühandacht in der Kirche: 20: Helferkreis des KG2. Sa 19.30: Betstunde der Gemeinschaft. .=Hamme. Frübgottesdienst an der Maarbrücke 8; Kraemer: im Gemeindehaus 8: Bach. Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Kraemer; in Wegescheid.45: Bach. Taufstd. in der Kirche 12.15: Kraemer; im Gemeindehaus 12: Bach. Bibelstunden. Mi 20: an der Maarbrücke: 20: in Wegescheid: Do 20: im Gemeindehaus. Vorbereitung zum KGD.: 1. Freitag 20: im Gemeindebaus. 2. Freitag 20: in Wegescheid. Deutsch. Frauen=Miss.= Gebetsbund: Di 16.30: im Gemeindehaus. Ev. Gemeindejugend: a# männliche: Mo 20: Bibelgruppe(14—18= jährige). Di 17: Bibelschar(10—14= jährige): 20: Aelterer Jungmänner= kreis: b) weibliche: Di 17: Bibelscharstunde(10—11jädr.); 20: Scharabend Do 20: Scharabend. .=Hiltrop..30: Gottesdienst: 10.45: KGD.: 11.45: Taufen. Mi 20: i. Gemeindebaus Gemeindebibelstunde. Do 20.15: im Gemeindehaus Jugendbibelstunde. Mo 17 bis 19: weibliche Bibelschar im Kindergarten. Di 20: weibliche Jugendschar im Kindergarten. .=Hofstede=Riemke. 8: Pitsch; 10: Mübge: 11.15: KGD., Pitsch: 12: Taufstunde. Mi 20: Bibelstunde im Lutberbaus, Mübge: 20: Bibelstunde im Kindergarten an der Riemker Straße, Pitsch. Fr 20: Vorbereitung 1u- den(60 Mönnl Jugend: des Posaunenchors): 11.30: KGD. in] Wanne. Christuskirche: 8: Früh=[Mütter und Buchbolz. Bibel= und Bekenntnis= gottesdienst, Hilfspredig. Dr. Franz:.30: Frühm. m. Pr.; 10: Hochamt Spr:.tesdienst, P. Engel; m. Pr. u. sakr. Segen; 14.30: Miss.= : 12.30: Taufen. Do Andacht: 15; Taufen. stunde: wi 20: im Lutherhause. Jugendschar Dorf: Di 19.30: Haar: Di 19.30.— Bibelschar, Mädchen: Mi 15. Fr 15. Knaben: Mi 16.30. Frauenchor Haar: Mi 17.— Kirchenchor: Do 20.— Posaunenchor: .=Stiepel=Dorf: 10: Waldgottesdienst. Hilfsprediger Hunsche(Günnigfeld). Wattenscheid. Friedenskirche: 8: Frübgottesdienst: 10: Hauptgottes11.30: KGD.; 15.30: Taufen.— Lutherkirche: 8: masur. Gottesdienst. P. Liz. Naunin: .45: Hilfspr. Dr. Franz: 11.30: KGD.: 12.30: Taufen.— Amtswoche P. Bunte. Eickel. Johanneskirche:.30: Frühgattesdienst. P. Kurras:.30: Hauptgottesdienü. P. Reuter; 11: KGD., P. Kurras: 12: Taufen, P. Kurras. Amtswoche: P. Kurras.— Ev. dienst: 14: KGd: 15: Taufen.— Ev. Krankenhaus:.30: Andacht auf der Krankenhaus: 10: Hausandacht.— Inneren Männerstation, P. Kurras. Alte Kirche: 10.15: Hauptgottesdienst, Vikar Voß(Hüllen).— Kapelle zu Höntrop:.30: Hauptgottesdienst. Gemeindebaus Leitbe: 10: Hauptgottesdienst.— Jeden Do Bibelstunde der Reichskirchengemeinde. Röhlinghausen. 8: Frühgottes= dienst, P. Tigges:.30: Hauptgottesdienst, Sup. Krahn: 11: KGD., Sup. Krahn: 12.30: Taufen. Fr 20: Gemeindebibelstunde. Geilervienst der kath. Gememden Sonntag, 28. Juni, und Montag, splet. Wochentags.05: hl. M. fur den NGV. Manni. Jugeno# So 15: Jugendbibelstunde. Mi und Fr 17.30: Jugendbibelschar. Weibl. Ingend Hofstede=Riemke: So 15 u. Mo 20: Jugendbibelstunde. Mo und Di 17.30: Jugendbibelschar. Weibliche Jugend Marmelsbagen: Di 20: Jugendbibelstunde. B. Linden..30: Weber, 11: KGD., 12: Taufen. Mi 17: Tausen, Bäumer. Di 19.30: Bibelstunde für jg. Mädchen. B. Dahlhausen. 8: Bäumer:.30: Bäumer: 11: K6D.; 12: Taufen. Di 20: Bibelstunde im Konfirmandensagl V. Stiepel. So.30: Gottesdienst in d. Kirche, Husemener:.45: KGD.; 10:„Gottesdienst im Lutberhause, Husemever: 11.15: KGD.: 10.20: Gottesdienst in Buchholz(Mitwirk. 29. Juni(Peter und Paul) 1936. (Ohne Gewähr.) Propstei. 6: hl..,.45: hl. M. m. Pr.:.45: hl. M. m. Pr.: 9: hl. M. für Gymnasium und Oberreal= schule: 10: Hochamt m. Pr.: 11.15: vl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre, Aussetzung und Segen, danach stille Anbetung: 17: Beichtgelegenheit; 20: Herz=Jesu=Andacht und Segen. Montag: 6: hl..:.45: bl. M. m. Pr.:.45: hl. M. m. Pr.: 9: hl. M. für Gymnasium und Oberrealschule: 10: Levitenamt mit Aussetzung und Segen; 11.15: hl. M. mit Predigt; 14.30: Festandacht mit Segen, danach stille Anbetung: 20: Andacht zu Ehren des hl. Apostels Petrus und Paulus mit Reliquienprozession durch die Kirche. Christ=König(Franziskanerkloster). 6: erste hl. M. o. Pr.; 7: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Frauen und Mütter:.15: Kinderm. m. gem. hl. Kommunion aller Schulkinder:.30: Hochamt mit Pr.: 11: letzte hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre über den sechsten Glaubensartikel: 20: Herz=Jesu=Andacht.— Montag: Gottesdienst wie an Sonntagen..30: Festhochamt und Aussetzung mit Segen: 14.30: Festandacht für die Kinder; 20: Festandacht für alle.— Dienstag:.30: Hochamt mit Segen; 20: Antoniusandacht. St. Marien..40: erste hl..: .15: hl. M. mit Pr.:.30: hl. M. m. Pr.:.30: Hochamt m. Pr.: 11: letzte hl. M. m. Pr.: 20: Andacht zur Hl. Familie(Sursum corda 95). Montag:.40: bl..;.15: hl. M. o. Pr.;.30; bl. M. m. Pr.: .30: feierl. Hochamt m. Auss. des Allerheiligsten: 11: letzte hl. M. m. Pr.: 20: deutsche Vesper. St. Joseph..15: stille hl..: .30: hl. M. m. Pr.: gem. hl. Kommunion der Klosterschule:.45: bl. M. mit Pr.; 10: Hochamt mit Pr.: 11.15: letzte hl. M. m. Pr.: 14: Herz=Jesu=Andacht.— Montag:.15: stille hl..:.30 u..45: bl. M. m. Pr.: 10: feierl. Hochamt vor ausgesetztem Allerheiligsten mit Pr. und sakr. Segen: 11.15: letzte bl. M. m. Pr. In allen dl. M. vorgeschriebene Kollekte für den Papst. 11: Andacht für die Anliegen der Kirche. St. Antonius..30: bl. M. mit gem. bl. Kommunion des Müttervereins: 8: bl. M. mit Pr.: 10: Hochamt mit Pr.: 11: letzte bl. M. m. Pr.: 11.30: Bonisatinsandacht. Montag: Gottesdienst, wie an den Sonntagen: 5: hl. M. für die, die arbeiten müssen. Klosterkirche der Redemptoristen. 5 u. 6: stille hl..: 7 u. 8: Sinam. m. Pr.: 9: Gottesdienst für die böh. Mädchenschulen; 10.30: voln. Gottesdienst m. Pr.: 15: voln. Andacht: 16.40: Rosenkranz, Pr. u. Andacht m. sakr. Segen: 7: Rosenkranz, Pr. u. Segen für die Erzurnderschaft der Hl. Familie.— Montag: 5 u. 6: stille hl..: 7: Sinam. m. Pr.: 8; Hochamt m. Anspr. z. hl. Gerbard: 10.30: voln. Gottesdienst mit Pr.: 16.40: Rosenkranz. Pr. u. Andacht m. sakr. Seg. Abends keine Andacht. St. Meinolphus. 6: bl..: 7: bl. .: 8: Schülerm.: 9: Kinderm.: 10: Hochamt: 11.30: bl. M.— Montag: Die Gottesdienstordnung ist wie an Sonntagen. 20: Festandacht. St. Johannes, B. Wiemelhausen. .30: hl. M. m. gem. hl. Kommunion des Müttervereins und aller Frauen der Gemeinde:.30: bl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Kinder der 4. Kl.:.45: bl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Aussetzung des Allerheiligsten, Pr. u. Segen: 14.30: Festandacht m. Seaen.— Montag: Hl..:.30,.30,.45 u. 10 Uhr: 11.30: Andacht m. Segen. Montag: Die Ordnung ist wie an Sonntagen. St. Liborius,.=Grumme. 7: hl. M. m. Pr.; 8: Austeilung der. hl. Kommunion:.30: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion des Paramentenvereins und der Kinder der 4. Kl.; 10: Hochamt m. Pr.; 16: Herz=JesuAndacht.— Montag: 7: hl..: 8: Austeilung der hl. Kommunion; .30: hl..; 10: Hochamt m. Aussetzung des Allerheiligsten u. Segen; 16: Vesper. Hl. Kreuz..30: Austeil. der hl. Kommunion; 7: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Komunion der Frauen und Mütter:.30: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Knaben; 10.30: Hochamt m. Pr: 14.30: Andacht; 15: Vortrag für Frauen und Mütter.— Montag:.30: Austeil. der hl. Kommunion; 7: hl..;.30: hl..; 10.30: Hochamt; 14.30: Festandacht. St. Anna, Bochum=West. 7: hl. M. m. Pr.;.30: Kinderm. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 15: Taufen; 19.30: Rosenkranz m. Segen.— Montag: 6: erste hl..: Die and. hl. M. wie an Sonntagen. Im Hochamt ist aussetzung. 19.30: Festandacht mit Segen. St. Franziskus,.=Riemke..15: hl.., gem. hl. Kommunion des Müttervereins;.15: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Provitzer Schule:.30: feierl. Levitenbochamt mit Festpr. u. Generalkommunion der Mitglieder des St. Josephvereins: 10: hl. M. mit Pr.: 11: letzte bl. M. m. Pr. 14.30: Herz=JesuAndacht: 15: Tausen; 17: feierliche Dankandacht m. Pr., Tedeum und sakr. Segen; kurze Beichtgelegenheit. Montag: Die Ordnung ist wie an Sonntagen: 14.30: Festandacht. Dreifaltigkeit, Bochum..30: bl. .: 8: hl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre u. Andacht mit Segen.— Montag: Die Ordnung ist wie an Sonntagen, das Hochamt jedoch m. Aussetzung des Allerheiligsten. Pr. u. Segen. Nachm. Festandacht. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Gemeinschaftsm.;.20: Austeil. der vl. Kommunion:.30: hl. M. m. Pr.:.45: Hochamt m. Pr.: 10: Kinderm. m. Unterricht: 11: letzte bl. M. m. Pr.: 15: Taufen; 20: Andacht.— Montag:.15: Gemeinschaftsm.:.20: Austeilung der hl. Kommunion:.30: bl..:.15: Hochamt; 10: Kinderm.: 11: letzte bl..: 14.30: Kindheit=Jesu=Feier mit Opfergang 20: Andacht. Liebfrauen,.=Linden..50: Austeilung der hl. Kommunion: 7: hl. M. m. Pr., gem. bl. Kommunion der Mütter, Beichtgelegenheit:.05: bl. M. m. Anspr. für die Kinder, gem. hl. Komunion der Kinder der oberen Klassen; 9: Hochamt m. Pr.; 10.30: hl. M. m. Pr.; 15.15: Andacht: 15.15: Taufen.— Montag: 6: hl. M. o. Pr.: 7: bl. M. m. Pr.: .05: bl. M. m. Anspr. für die Kinder: 9: Levitenamt m. Pr.: 10.30: hl. M. m. Pr.: 11.30: Festandacht. St. Michael,.=Dahlhausen..30: Frühm. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Mütter und der 4. Kl.: 10: Hochamt u. Pr.; 15: Andacht. Montag: Frühm. m. Pr.: 10: feierl. Hochamt m. Pr.: 15: Vesper. St. Engelbert,.=Dahlhausen. 7: Frühm. m. gem. hl. Kommunion der Frauen;.30: Hochamt m. Pr.: 14: Taufen: 14.30: Christenlehre u. Andacht: danach Beichtgelegenheit. Montag: 7: Frühm. m. Pr.:.30: Hochamt m. Pr.: 14: Tausen: 14.30: Andacht für die Kirche, Priester und Volk. Fronleichnam,.=Laer..30: bl. M. m. Pr. u. gem. bl. Kommunion Andachr! IJ. Tansen. Liebfrauen,.=Altenbochum..30: Frühm. m. gem. bl. Kommunion d. Knappen= u. Arbeitervereins d. St.= Josephs=Männervereins und aller Männer: 8: Gemeinschaftsm. m. gem. vl. Kommunion der Erstkommunikanten des letzten Jahres:.30: Levitenamt m. Aust. der hl. Kommunion: 11: letzte hl..: 16: feierliche Vesper: 15: Taufen. Ewige Anbetung von Sonntag 7 Uhr bis Montag 7 Uhr.— Montag:—7: Levitenamt mit Aust. der hl. Kommunion: .30: Hochamt mit Austeilung der hl. Kommunion: 11: letzte bl..: 11.30: Andacht mit Segen: 20: Eröffungspr. für die encharistische Woche der Jungfrauen. Herz Jesu,.=Werne..45: erste hl..:.15: hl. M. m. Pr. und gem. bl. Kommunion der Frauen und der Kinder des., 7. und 8 Schuljahres der Wittekindschule: 10.15: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht.— Montag: Gottesdienst wie an Sonntagen. St. Marien,.=Langendreer..30: hl..: 8: hl. M. m. Pr. und gem. bl. Kommunion der Frauen und Mütter und der Mädchen des 4. und 5. Schuljahres: 10.15: Hochamt mit Pr.: 14.25: Christenlehre und Andacht: 15.30: Andacht m. Standespr. für die Frauen und Mütter.— Montag:.30: hl..; 8: hl. M. m. Pr.; 10.15: Hochamt vor ausgesetztem Allerheiligsten, Pr. u. sakr. Segen; 14.30: Festandacht; nach der Andacht Generalabsolution für den 3. Orden, ebenso am Do. nach der 1. hl. M. St. Bonisatius,.=Langendreer. 6: hl..:.30: bl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Frauen; 9: Kinderm. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht.— Montag: hl. .: 6,.30, 9 und 10 Uhr; 14.30: Festandacht. Hl. Geist,.=Harpen. 7: Frühm. m. Pr., gem. hl. Kommunion für die Frauen; 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht.„.„ St. Elisabeth,.=Gerthe. 7: hl. M. m. Pr. u. gem.hl. Kommunion auler Frauen und Mütter;.30: hl. M. m. Pr. u. gem. hl Kommunion der Kinder der Leoschule; 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Andacht zum hl. Herzen Jesu.— Montag: 7: hl. M. m. Pr.:.30: hl. M. m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr., Aussetzung und Segen; 14.30: Festandacht. Herz Jesu,.=Hordel..30: erste hl..; 8: hl. M. m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr; 14.30: Andacht.— Montag:.30: erste hl..; 8: hl. M. m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Vesper. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühm. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Männer und der Knabenoverklasse: 10: Hochamt mit Pr.; 14.30: Christenlehre mit Andacht.— Montag:.30: Frühm.; 10: Hochamt: 14.30: feierl. Vesper. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Früm.;.15: Kinderm. m. gem. hl. sommunion der Schulkinder;.30: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre, Trauung u. Segen; 17: Andacht zu Ehren des bl. Herzens Jesu. Montag: 7: Frühm.:.30: Hochamt: 17: Andacht und Segen. St. Gertrud, Wattenscheid..30: hl..:.30: hl. M. m. Pr., hl. Kommunion der Frauen und des Müttervereins;.30: bl. M. m. Pr. vl. Kommunion der Kinder der Swidvert= und der katb. Hilfsschule; .30: hl. M. m. Pr. für die höheren Schulen;.30: Hochamt m. Pr.; 11: vl. M. m. Pr.; 14.30: Andacht mit Aussetzung und sakr. Segen: 15.15: Taufen.— Montag:.30: bl..; .30: bl..;.30: bl..:.30: hl. M. für die böheren Schulen;.30: Levitenamt: 11: hl.; 14.30: feierl. Vesper. rediger Haug: 11: Sonntagsschule: 19.30: Jugendstunde; 15: Predigt in Witten, Augustastr. 57. Di 15: Bibelstunde in Eickel, Bonisatiusstr. 20. Di 20: Bibelstunde in Wattenscheid, Bismarckstr. 34. Mi 15.30:. Religionsunterricht, Alleestr. 48: 20: Bibelstunde. Auferstebungskirche. Alleestraße 48. Do 15.30: Frauenstunde: 20: Uebung des Gem. Chors: 20: Bibelstunde in Witten, Augustastr. 47. Fr 18: Vierteljahreskonferenz: 20: Vorbereitungsgottesdienst, Sup. R. Steckel. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science Society), Bochum, Emscherstr. 20. So 10: Gottesdienst, Lektionspredigt der Christl. Wissenschaft, Thema:„Die christliche Wissenschaft“: 11.15: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst(Zeugnisversamml.). Neuapostolische Gemeinde. Bochum. Rheinische Str. 7: So 9. 16: Mi 20. .=Langendreer, Wallbaumweg 58: So 9, 16: Mi 19..=Linden, Kesterkamp 49a: So 9, 16; Mi 19.30..= Weitmar, Kellermannsweg 51. So 9. 16: Mi 20..=Weitmar: An der Landwehr 65: So 9, 15.30: Do 19. .=Riemke, Auf dem Dahlacker 42: So 9 16: Mi 19..=Gerthe. Am Südblick 8: So 9, 16: Mi 19..= Kornbarpen. Auf der Prinz 135: So 9, 16; Mi 20. Wanne=Eickel, Königstr. 21: So 9, 16: Mi 18..=Röhlingbausen. Füsilier= und Kurfürstenstr.=Ecke: So 9. 16: Mi 18. 1. Baptistengemeinde, Immanuelskirche, Hermannshöhe 21: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Janssen: 17.30: Gemeindestunde.— Gemeindesaal.Hamme, Hofsteder Str. 131: So.30: Bibelstunde, Pred. Janssen: 11: Sonntagsschule; 17: Gottesdienst: 18.30: Jugendstunde. Do 20: Bibelstunde.— Gemeindesaal.=Bärendorf: Goldhammer Str. 17: So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 20: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde, Pr. Janssen.—.=Harpen, Kornharpener Str. 241: So 11: Sonntagsschule.— Gemeindesaal Wattenscheid, Bochumer Str. 36: So 9: Bibelstunde: 10.30: Sonntagsschule. Mi 20: Bibelstunde. Pr. Janssen.— Gemeindesaal.=Werne. Am Born 10: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Di 20.30: Bibelstunde, Pr. Janssen. 2. Baptistengemeinde,.=Weitmar, Am Steinknapp 56. So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagschule; 16: Gottesdienst. und ein Gartenschirm von Scmpper Kortumstr. 109 Haben Sie Fußschmerzen? Kommen Sie zu: „Da wo die Uhr“. Sohlerei„Fortschritt“ A. Melies Bochum, Hellweg 20. Fernsprecher 66492: Bochum-Hamme, Reichsstraße 2 liefert sohnell und preiswert Bürobedarts-Gesellschalt 400 Bochum, Kortumstr. 30 Fernruf 63446 Grobkohlen.75 RM. p. Ztr. Nußkohlen 0,70„„ ab Zeche. Für Anfuhr bill. Berechnung Zeche St. Mathias Erbstolin Bochum-Linden, Holzstraße 7 Fernruf 81841.810 96 Wallfahrtskirche,.-Stiepel..35: der Mütter und Frauen: 10: HochFrüm.: 10.05: Hochamt m. Pr.: amt m. Pr.: 14.30: Christenlehre u. 16.05 und 17.20: Andacht; 19: Kom Andacht, anschl. kirchl. Versamml. d. Sonsiige Gememnden Sonntag, 28. Juni 1936. (Ohne Gewähr.) Ev.=Luth. Kreuzgemeinde Bochum. Kreuzkirche, Gahlensche Straße 146: .30: Frühgottesdienst, Pfarr. Stallmann; 10: Hauptgottesdienst, Pfarr. Kerle; 11: Taufen: 11.30: KGD.— Gemeindeheim, Lutherhof: 17: Männerstunde. Di 20: Kirchenchor. Do 20: Frauenstunde. Fr 20: Jugendstunde. Ev.=luth.(alt=luth.) Gemeinden in Bochum. 1. Gemeinde, Kirche Dibergstr. 52. 10: Predigt, Hilfspred. Krüger.— 2. Gemeinde, Kirche am Hindenburgplatz..30: Predigt, P. Greve: 11: KGD.; 16: Stunde der Kirche; 18: Beichte und bl. Abendmadl. Mi 19.30: Wochengottesdienst. Ev. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Alleestr. 48. 8: Uebung des Männerchors:.30: u. 18: Predigt, E Wenn Du nicht weißt, wie all der Schmnter und wie das Oel soll ab von Dir. dann, Freund, auf alles andere pfelte. ninen dochdte Dr.Jonsen-Seife! Zuan-Vernandez, ale Inzel=Kooijons Die Regierung von Chile hat soeben die 650 Kilometer westlich von der chilenischen Küste gelegene Inselgruppe Juan Fernandez zum„Nationalpark“ erklärt und unter Naturschutz gestellt. Schilder und Führer werden künftig die berühmtesten Stätten aus der Geschichte von Juan Fernandez bezeichnen. Zugleich soll aber auch der Andenkenjagd ein Ende bereitet werden, durch die im Laufe der letzten Jahrzehnte wertvolle Erinnerungsstücke von den Inseln verschleppt wurden. Juan Fernandez ist eine der merkwürdigsten Inseln des Stillen Ozeans. Ihre Geschichte ist reich an seltsamen Abenteuern und ungeklärten Rätseln. Ihren Namen verdankt die Insel dem spanischen Kapitän Juan Fernandez, der im Jahre 1563 im Auftrag der spanischen Konquistadoren mit seinem Schiff von Callao nach Valpareiso segelte. Ein Sturm verschlug das Schiff auf die bis dahin noch unbekannte Inselgruppe. Fernandez entdeckte zugleich einen Seeweg, der die bisher eingeschlagenen Seglerrouten längs der Küste erheblich abkürzte. Aber sein Bericht über die Auffindung einer neuen fruchtbaren Insel und seine unwahrscheinlich schnelle Fahrt wurde von den chilenischen Machthabern als Zauberei ausgelegt, und der kühne Kapitän entrann mit knapper Not dem Hexenrichter. Der Statthalter von Peru, Pizarro, rettete ihn vor dem Todesurteil und schenkte ihm sogar die von ihm entdeckte Insel. Fernandez siedelte sich später auf seiner Insel an. Aber nach einem anfänglich sehr erfolgreichen Handel mit Seehundsfellen und Fischen verließen ihn seine Schlupfwinkel der englischen Flibustier, die um 1670 den Stillen Ozean beherrschten. Der Piratenkapitän Morgan, vor dessen Flotte die spanischen Kauffahrer zitterten, erwählte sich diese wenig besuchte Inselgruppe zum Ausgangspunkt seiner Raubfahrten. Auf der größeren der beiden Hauptinseln, Mas a tierra, hatten die Seeräuber jahrelang ihr Lager aufgeschlagen. In einer ihrer Buchten ruhen noch die drei spanischen Schiffe, die dort 1675 in einen Hinterhalt Morgans gerieten und nach heftigem Kampf von den Piraten gekapert und versenkt wurden. Und irgendwo zwischen den Felsen auf Mas a tierra soll angeblich noch So sieht Juan Fernandez heute aus Matrosen, denen das Einsiedlerleben nicht behagte, und Fernandez kehrte als armer Mann nach Spanien zurück. Ein Jahrhundert später ergriffen spanische Jesuiten Besitz von der Insel. Sie legten Kartoffelfelder, Gemüse= und Obstgärten an, setzten zahlreiche Ziegen aus und trugen sich mit dem Plan, aus Juan Fernandez eine große Kolonie ihres Ordens zu machen. Aber auch diese Pläne scheiterten. Juan Fernandez wurde ein Robinsons Höhle ist durch ein Gitter vor den Andenkenjägern geschützt der riesige Goldschatz ruhen, den der Piratenkönig hier vergraben ließ. Unzählige Abenteurer durchsuchten später die Insel nach dem sagenhaften Morgan=Schatz. Aber er ist bis heute noch nicht gefunden...— Berühmt geworden ist Juan Fernandez vor allem durch seinen„Robinson", den englischen Seemann Alexander Selkirk, dessen Schicksale Daniel Defoe— allerdings mit vielen dichterischen Zutaten— beschrieben hat. Aber Selkirk war nicht der erste Einsiedler auf Juan Fernandez. Schon 20 Jahre vorher wurde ein Moskitoindianer von Freibeutern auf der Insel ausgesetzt. Er hieß Robin, und nach ihm hat Defoe auch sein Buch benannt. Auch Selkirk war Offizier auf einer Piratenfregatte. Er faßte 1704, als die Seeräuber Juan Fernandez anliefen, den Entschluß, auf der Insel zurückzubleiben, da er die Grausamkeit seines tyrannischen Kapitäns nicht länger zu ertragen glaubte. Fünf Jahre hauste er dann auf der Insel— ohne den„Freitag", den ihm Defoe in seinem Buch zum Begleiter gegeben hat! Er erlebte mancherlei aufregende Abenteuer, so eine verzweifelte Flucht vor Spaniern, die sein Versteck ausfindig gemacht hatten, und denen er nur durch seine ungewöhnliche Schnelligkeit entrann. 1709 wurde er von englischen Matrosen gerettet. Was die Inseln für die Seeräuber besonders wertvoll machte, waren die riesigen Herden wilder Ziegen, die seit den Zeiten der jesuitischen Kolonisten auf Juan Fernandez hausten. Um den Flibustiern diese natürliche Vorratsquelle zu nehmen, setzten die Spanier im 18. Jahrhundert ganze Rudel von Bluthunden aus, die den Ziegen den Garaus bereiten sollten. Aber in dem jahrelangen Kampf, der sich zwischen Hunden und Ziegen abspielte, blieben die Ziegen schließlich Sieger. Noch heute sind die Inseln von großen Ziegenherden bewohnt, Nachkommen jener von den frommen Patres ausgesetzten Ziegen, die sich in drei Jahrhunderten ungeheuer vermehrten... Im März 1915 gelang es dem deutschen Kreuzer „Dresden“, aus der Seeschlacht bei den Falklandsinseln zu entkommen, wo das Geschwader des Grafen Spee nach tapferem Kampf ins Meer sank. In einer schützenden Bucht vor Mas a tierra suchte die„Dresden“ Zuflucht vor den Verfolgern. Doch schon am 14. März wurde sie von drei englischen Kriegsschiffen entdeckt und angegriffen. Da die Maschinenanlage defekt war, vermochte sich das manövrierunfähige Schiff nur schwach zu wehren. Nach kurzem Kampf verließ die Mannschaft den Kreuzer und versenkte ihn. Acht in diesem Gefecht gefallene deutsche Matrosen fanden in der Erde von Mas a tierra ihre letzte Ruhestätte. Noch sind mancherlei Spuren und Zeugnisse dieser wechselvollen Geschichte von Juan Fernandez zu sehen. Die Fremdenführer, die in diesem seltsamen Nationalpark tätig sind, zeigen den Reisenden die Höhle, in der der wahre Robinson einst gehaust hat, den Felsen, von dem er sehnsüchtig Tag für Tag nach einem Schiff ausschaute, die Bäume, die einst von den Jesuiten gepflanzt wurden, und die Bucht, auf deren Grund neben spanischen Goldschiffen der letzte Kreuzer des Heldengrafen Spee ruht... Städtewappen erzählen aus alter Zeit Unsere Ortswappen vermögen fast alle Geschichten zu erzählen. Oftmals in Uebereinstimmung mit dem Ortsnamen berichten sie von den Gründern des Ortes, Wappenzeichen erinnern an die einstigen Besitzer der Stadt, landschaftliche Besonderheiten, Tiere und Pflanzen, Sagen, der Haupterwerb seiner Bewohner in früheren Jahrhunderten, all das kann der Inhalt solcher Wappengeschichten sein. Gehen wir zurück bis in die Zeit einer Ortsgründung, so erinnern wie der Name auch die Wappenfiguren an die Entstehung der Ansiedlung. Friedrichroda in Thüringen zeigt im Wappen klar und deutlich den Mann, der in der Rechten eine Rodehacke, in der Linken einen entwurzelten Baum hält. Auch das bayrische Tirschenreuth zeigt einen solchen rodenden Mann, nur ist er hier ein Riese, woraus sich auch der Ortsname erklärt, denn Riese hieß einstmals turse. Vom Leben und Treiben unserer Altvordern wissen zahllose Wappen zu zeugen. Da ist Dingelstedt, das in Namen und Wappen an die alte Dingstätte mahnk. Auch das bayrische Legau weist ein Rutenbündel mit Beil als Erinnerung an die alte Gerichtsstätte auf; diese Deutung aber greift bereits in das Gebiet der Sage über, nach der hier die uralte Stätte Nibalgavia (im Nibelgau) gelegen haben soll. Von alten, längst vergessenen Fürstengeschlechtern wissen Emden und das Oertchen Frohse im Magdeburgischen zu erzählen. In Emden ist der Jungfernadler der friesischen Häuptlingsfamilie der Cirksena erhalten geblieben, der Wappenkönig von Frohse weist hin auf die alten Sachsenkaiser, die hier einen Hof hatten. Die alte Reichseinteilung wird wieder lebendig, wenn wir das Wappen von Dreieichenhain deuten. Dieser Ort mit der Wappeneiche und den drei kleinen Eicheln war einstmals der Hauptort des großen, schon im 10. Jahrhundert genannten Reichsforstes. Der Reichsbienengarten mit dem Sitz des Zeidlergerichtes dagegen lag bei Feucht im Nürnbergschen. Der Immenkorb seines Wappens erinnert daran und ein beigegebener Armbrustschütze läßt die alte Geschichte wieder auferstehen, nach der dieser Ort für die Erlaubnis dieser Wappenführung vom Kaiser die Verpflichtung auferlegt bekam, zum Heeresbann sechs Armbrustschützen zu stellen. Als alte Kultstätte weist sich das westfälische Herdecke aus, das eine Eiche zeigt, die in Uebereinstimmung mit dem Ortsnamen die Hertaeiche ist. Eine slawische Gottheit ist dagegen nach Bothos Sachsenchronik die Göttin Sywa im Wappen des brandenburgischen KM * ROMAN VUN KURT.TEMANN Aufheulend schießt der Wagen davon, Herr und Gefährt sind wieder auf ihrer üblichen Tourenzahl angelangt. Im Weichbild Berlins, die Lampen brennen schon und die Geschäfte sind längst geschlossen, fällt es Thormeyer ein, daß er das Fräulein Doktor doch mal besuchen könnte. Er vermißt seine kluge und stille Sekretärin sehr, ihren Widerspruch, ihre versteckten Verweise, wenn er sein Temperament nicht zügeln kann, vor allem aber ihr sehr klares Urteil über Menschen. Er hat sich das oft zunutze gemacht. Wenn er noch mit seiner Verstandesschärfe bei einem Menschen, einem Verhandlungspartner beispielsweise im Dunkel tappte, war sie längst mit ihrem Urteil fertig. Ihr Instinkt sagte fast immer die Wahrheit. Er hat's jedenfalls nie zu bereuen gehabt, wenn er ihrem Rat gefolgt war. Frauen ahnen eben doch meist viel mehr als ein kluger Mann mit seinem Verstand begreifen kann. Richtig! Er hat sich da verschiedene Sachen überüberlegt... Korff geht ihm doch ein bißchen sehr im Kopf herum, er muß sich doch um diesen Mann etwas mehr kümmern. Er hat da einige Vermutungen, der kleine Zeichner hat da auch allerlei eigenartige Sachen erzählt— wie hieß er doch wieder, der Mann, der sich da in einen Abgrund gestürzt hatte? Hambacher oder Hanacher oder so, na, ist ja auch egal, jedenfalls kann man bei Ohlsen mal so ein bißchen auf den Zahn fühlen, ohne daß sie es merkt. Die hat doch auch auf der Insel und schon öfter mit ihm zu tun gehabt. Schön. Frische Fische, gute Fische. „Fahren Sie mich zu Doktor Ohlsen, Stephan! Sie wissen doch die Wohnung?" Vor dem glatten, mächtigen Neubauwohnblock wartet bereits eine Droschke. Thormeyer sieht auf die Uhr. „Du lieber Gott! Viertel vor zehn!“ Kann man da eigentlich einer Dame noch einen Besuch machen? Er sieht hinauf. Es ist noch Licht im ersten Stockwerk, also klingelt er kurz entschlossen. Er kann sich die Zeit nicht aussuchen. Fräulein Doktor macht ihr erstauntestes Gesicht, als ste ihn erkennt. „Ueberraschung, was?“ lacht er.„Ja, ich mußte doch mal sehen, wie es Ihnen überhaupt geht, Ohlsen. Hoffentlich werfen Sie mich nicht hinaus.“ „So kühn... und so rückständig bin ich nicht!“ gibt sie zur Antwort.„Bitte, treten Sie ein, Herr Generaldirektor. Sie sind sogar nicht einmal der einzige Gast in meiner Klause.“ Annemarie bereitet ihm in aller Eile einen kleinen Imbiß, nachdem sie ihn mit Vater Heinrich bekannigemacht hat. Die beiden Herren sitzen zuerst eine Weile schweigend. Thormeyer ist ärgerlich, daß Ohlsen nicht allein ist, und Vater Heinrich etwas neugierig, den gewaltigen Herrscher des Konzerns auf diese Weise kennenzulernen. „Kennen Sie Fräulein Ohlsen schon längere Zeit?“ beginnt Thormeyere mühsam ein Gespräch. Der Mann vor ihm macht einen intelligenten Eindruck, außerdem interessieren ihn die Bekanntschaften seiner Sekretärin. Nicht aus Neugierde, nicht aus Mißtrauen, nein, eigentlich ist das Gewohnheit bei ihm. Er muß immer wissen, was es für ein Mensch ist, der ihm da gegenübersitzt. „Seit rund acht Wochen. Wir haben uns auf der Insel kennengelernt, von der Sie ja auch wissen, Herr Generaldirektor.“„„„„ „Insel?... Keine Ahnung. Was fur eine Insel meinen Sie?" „Falkenau. Sie haben sie doch angekauft.“ „Richtig! Jetzt weiß ich Bescheid. Wie kamen Sie denn dahin?" „Mit dem Boot.“ Thormeyer stutzte, dann muß er lachen. „Gut gegeben! Ich habe natürlich kein Recht, Sie hier einfach auszuhorchen.“ Ein Geheimnis ist's nicht. Eine Gruppe sehr anständiger Menschen, die etwas abseits der großen Herde liefen, bewohnte dieses Eiland während des Sommers durch fünf Jahre.“ „Da hat Sie die Amag also heimatlos gemacht?“ „Wenn Sie es so ausdrücken wollen... ja. Wenigstens für die Ferien. Aber das läßt sich ja wohl kaum ändern. Die Industrie ist unerbittlich. Sogar wenn man ihr bessere Möglichkeiten bietet.“ „Wieso? Bessere Möglichkeiten?“ „Hab' ich auch erst vor einer guten Stunde erfahren, lieber Herr Generaldirektor. Aber gewundert habe ich mich schon eine ganze Weile. In aller Stille hatte ich nämlich versucht, diese Insel für mich zu erwerben. Zu kaufen. Da erfuhr ich, daß vor einem Vierteljahr der Fiskus die Insel an einen Berliner Makler abgegeben hatte. Und der verlangte einen Preis, den kein normaler Mensch dafür zahlen kann.“ „Aber die Amag hat ihn gezahlt?“ Vater Heinrich lächelt sehr fein. „Allerdings." „Sie wollen also sagen: Die Amag ist gewaltig übers Ohr gehauen worden?" „Bitte, das haben Sie gesagt, Herr Generaldirektor. Aber was kommt es schon einer Gesellschaft wie der Ihren auf zwanzig= oder dreißigtausend Mark an... Sie mußten eben gerade diese Insel haben, das wußte der Agent und machte seinen Preis. Pech für Sie! Dabei hätten Sie eine benachbarte Insel für die Hälfte des Geldes kaufen können. Fräulein Ohlsen hat sie aufgestöbert. Sie soll besser und größer sein.“ „Warum hat sie mir denn das nicht gesagt? Zum Teufel, das ist doch ihre Pflicht!“ „Sie ist lange krank gewesen, außerdem weiß sie nichts Bestimmtes. Haben Sie sie danach gefragt?“ „Nein. Das stimmt. Sie mußte annehmen, daß alles in Ordnung ist. Korff hatte Vollmachten. Korff ist mein Konstrukteur.“ „Ich weiß. Er ist tüchtig. Beinahe zu tüchtig.“ „Wie meinen Sie das?“ „Ich habe mit meinen eigenen Augen den„Primus“ versagen sehen. Es gibt noch mehr Leute, die das sehr, sehr merkwürdig finden. Ich habe kein Interesse daran, einen Menschen bei Ihnen anzuschwärzen, aber ich würde an Ihrer Stelle darüber sehr lange nachdenken.— Herr Korff hat also auch die Insel gekauft? Er war es wohl, der sie der Amag empfahl?“ Ja.“ Thormeyer ist einsilbig geworden. Nach einer Weile steht er auf. „Würden Sie mir einen außerorventlichen Gefallen tun?“ „Warum nicht!“ „Lassen Sie mich jetzt mit Fräulein Doktor Ohlsen eine halbe Stunde allein. Es geht um sehr wichtige geschäftliche Dinge.“ „Ich wollte mich sowieso verabschieden. Ich sitze seit sechs Uhr hier, wir haben uns reichlich ausgesprochen.“ „Ich danke Ihnen wirklich herzlich für Ihre Liebenswürdigkeit. Vater Heinrich verabschiedete sich von Annemarie, die über den plötzlichen Aufbruch zwar etwas erstaunt ist, ihn aber nicht länger halten will. Sie fühlt, daß Thormeyer nicht ohne Grund gekommen ist. „Sie sagen niemand etwas von Ihrem Besuch? Auch.. Doktor Ohlendorff nicht! Ich habe Ihr Ehrenwort!" Er nickt ihr beruhigend zu und verabschiedet sich mit festem Händedruck.— „Schwein muß der Mensch haben. Der alte Herr kam mir wie gerufen. Ohlsen, setzen Sie sich bitte hierher. Ich esse jetzt Ihre vorzüglichen Butterbrote, denn ich hab' Hunger wie ein Wolf. Wenn Sie irgendwo noch einen Becher Milch auftreiben könnten.. ach, da ist er ja! Sie denken auch an alles, Ohlsen. So. Und währenddessen berichten Sie über Ihre Erlebnisse auf der Insel. Ausführlich. Mit Einzelheiten. Besonders was sie mit Korff gesehen oder erlebt oder was Sie an ihm beobachtet haben. Mir schwant da was. Bitte. Ich hab' bisher immer gedacht, die Sache ist längst in Ordnung, jetzt sehe ich, daß sich da etwas zusammenbraut, von dem ich keine Ahnung hatte. Also zieren Sie sich nicht, Ihre Liebesabenteuer können Sie mit kurzen Sätzen abtun!“ Er sieht nicht, wie es bei seinen letzten Worten ein wenig schmerzlich über Annemaries Gesicht zuckt, dann aber hat sie sich gleich wieder in der Gewalt, lächelt verbindlich über seinen Scherz und beginnt zu erzählen. * „Vater Heinrich setzt sich bequem in seine Taxe zurück. Er hat dem Fahrer befohln, nicht zu rasen. Er will diese schöne Fahrt durch die Sommernacht genießen. Dieser Abend— er hat sich unter einem Vorwand aus Werder weggestohlen— ist ihm wie im Fluge vergangen. Er braucht Zeit und Ruhe, alles zu überlegen, was sie dort in dem gemütlichen Erkerzimmer miteinander besprochen haben. Wie sie auftaute, das Fräulein Doktor! Wie nach und nach die Befangenheit wich! Und dann lugte überall ein wundes, armes Herz hindurch, das in ihm den Boten in jene andere Welt sah, in jene Welt, die sich um ihn drehte. Schließlich war ihr Gespräch nur noch ein Frage= und Antwortspiel gewesen. Sie fragte, er gab Antwort. Und aus allen Fragen klang es:„Wis tut er? Was treibt er? Wie geht es ihm? Erzähle mir doch von ihm, laß dich doch nicht bitten!“ Er hat's gern getan. Was steht denn nun eigentlich zwischen den beiden? Ein Dickkopf und ein Mißtrauen, ein verwundeter Stolz und etwas gekränkte Eitelkeit auf der einen Seite und eine übertriebene Korrektheit, eine unglückliche, schicksalhafte Verkettung von Umständen auf der anderen. Wenn sich der Doktor nicht hätte ins Bockshorn jagen lassen von diesem Korff, wenn er damals auf der Insel das Mädel angehört hätte und nicht jenen aalglatten Schweinehund... es wäre manches anders gekommen. Nein, diese Augen lügen nicht. Er hat es im Grunde seiner Seele immer gewußt, und heute haben „Damals zog der Bauer selbst seinen Pflug", erzählt das Wappen des brandenburgischen Fleckens Zinna.— Auch von Not= und Kriegszeiten können Ortswappen erzählen. So war der Ort Jettingen in Bayern durch Kriegsnöte derart verwüstet und entvölkert, daß nur zwei Bauern übriggeblieben waren, die abwechselnd den Pflug ziehen mußten, als es wieder an das Aufbauen ging, ein Vorgang, der sich im Wappen erhalten hat. Im pfälzischen Rülzheim wieder wütete einst die Rinderpest so stark, daß aller Viehbestand zugrunde ging. Der reitende Tod erinnert an diese Schreckenszeit als Wappenbild des Ortes, der nebenbei bis hinein in die Neuzeit alljährlich einen Tag des Fastens und Betens zur Erinnerung an dieses Unglück beging.— Wenn der rheinische Ort Schifferstadt ein stolzes Schiff im Wappen führt, so beweist das, daß dieser Ort einstmals an den Fluten des Rheins gelegen hat, während er heute infolge der Stromveränderungen der Jahrhunderte gut 14 Kilometer entfernt vom schiffbaren Strome liegt. Dieser Ort täte besser, jetzt ein Rad in sein Wappen aufzunehmen, wie es Oederau tut, um zu bezeugen, daß es eine Radstadt ist, das heißt, ein Handelsplatz ohne Wasserweg, der nur durch Rad und Achse zu erreichen ist Auch Nördlingen nannte sich in früheren Zeiten Radstadt. Von den Bären, Wölfen, Bibern und anderem Getier, das einstmals Orten Namen und Wappen gab, ist heute nichts mehr übriggeblieben. es die Tatsachen bestätigt. Annemarie ist nicht die intrigierende Sekretärin, das Weib, das aus Gründen des Geschäfts mit einer Mannesliebe Fangball spielt, wie es Ohlendorff denkt. Sie ist nur etwas zu treu. Warum hat sie nicht gesprochen? Gleich am ersten Tag? Er muß lächeln, wenn er daran denkt, daß man sagt, Frauen seien schwatzhaft. O nein, diese Frau kann schweigen und Kummer und Gram in sich hineinfressen und dazu lächeln. Sie ist stärker als du, lieber Doktor. Sie hat standgehalten— dich haben wir mit Mühe und Not vor der Flucht abgefangen. Du wirst ihr einmal viel abbitten müssen. Korff arbeitete also ebenfalls an einen neuen Vergaser! Komisch, wie doch Ideen in der Luft liegen! Vater Heinrich gibt sich keiner Illusion darüber hin, daß Korff der gefährlichste Gegner für Ohlendorff ist. Er hat die unerschöpflichen Mittel der Amag hinter sich. Ohlendorff und seine Freunde müssen alles allein machen. Welche Mühe bereitet ihnen beispielsweise nur das Fahrgestell! Wie sehr vermissen sie hier die großen Möglichkeiten einer Fabrik und ihres Maschinenparks. Wenn Ohlendorff nicht so zäh und so verbissen alle Kraft daransetzen würde, sie hätten die Flinte bereits ins Korn geworsen. 7,. 1. Weschinen TeckKorff dagegen hat Hilfsarbeiter, Maschinen, Techniker, Ingenieure— jeder ein Spezialist auf seinem Gebiete. Das ist ein Vorsprung, der nicht zu unterschätzen ist. Als Gewinnposten auf ihrer Seite stehen dagegen Ohlendorffs überlegener Geist und der eiserne Arbeitswille der Gruppe. Jeder gibt sein Letztes für die Sache: Sieg auf der Nürburg... Sieg... und alle Möglichkeiten stehen offen. Er sieht noch keinen klaren Weg in der vielfachen Verworrenheit, aber er gibt die Hoffnung nicht auf, daß etwas geschieht, was zur klaren Entscheidung führt. Nein, schließt er seine Gedankenreihe es heißt vor allem auf der Hut zu sein. Dafür bin ich da! Ihm ist die Sache dieser Menschen, die er liebt, die eigene geworden. Was soll er sonst mit seiner Arbeit, seinem Vermögen? Er ist ein Einzelgänger, aber ihm ist längst die Erkenntnis zum Lebensgrundsatz geworden, daß der einzelne nichts ist, daß er sich selbst bestätigt findet immer und immer wieder nur in der Gemeinschaft, daß es Glück nicht gibt, wenn man allein ist. * Thormeyers Besuch ist ergebnisreicher gewesen, als er sich hat träumen lassen. Annemarie hat ihm erzählt, was sich auf der Insel zugetragen hat. Es stimmt vollständig mit dem überein, was ihm der sonderbare Gast vor einer halben Stunde berichtete. Korffs Charakterbild erscheint in immer stärkerer Verzerrung. Der Mann verbigt etwas, zumindest macht er Geschäfte auf eigene Faust. An der Insel Falkenau hat er bestimmt seine zwanzigtausend Mark verdient. Der Mann wird ihm unheimlich. Nun ist Thormeyer aber nicht derjenige, der in seiner Arbeit mit unbekannten Größen rechnet. Er muß Klarheit haben, Bescheid wissen. Wie er das macht, weiß er. Er läßt sich noch einmal ins Werk fahren, entläßt Stephan und ruft Niemöller an. Niemöller, ehemaliger Frontoffizier, ein Mann von außerordentlichen Beziehungen zum Ausland und auch zu inländischen Stellen aller Art, nimmt eine seltsame Stellung im Werk ein. Niemand außer Thormeyer weiß etwas Rechtes. Die einen halten ihn für einen verkrachten Konstrukteur, Niemöller hat dieser Lesart nie widersprochen. Die andern glauben an eine alte Kriegskameradschaft mit Thormeyer, aus der Niemöller von Zeit zu Zeit Geld schlägt. Niemöller hat auch diesen Meinungen nicht widersprochen. Im übrigen haben ihn nur sehr wenige gesehen, in den letzten Jahren ist er Reilerei im-Zug Eine aufregende Geschichte Langsam rollte der=Zug heran. Ein Ruck— und #r stand still. Ein dicker Herr stieg in einen Wagen zweiter Klasse. Er setzte sich neben einen jungen langen Herrn auf eine Bank und nahm Platz für zwei weg. Eine Weile war es still. An diese Stille knüpfte der Dicke ein Gespräch.„Bochum ist ein sehr schönes Dorf", sagte er.—„Das ist nicht wahr“, entgegnete der Lange, „Bochum ist eine Großstadt.“—„Danach sieht sie gar nicht aus“, meinte der Dicke.— Ich bin geborener Bochumer und muß das besser wissen", erwiderte der junge Mann.—„Was?“ schrie der Dicke,„Sie wollen das besser wissen als ein alter Mann?“ Damit griff er zu seiner Schnapsflasche und wollte sie dem Langen an den Kopf schleudern. Dieser aber bückte sich, und die Flasche flog durchs Fenster. Ein Beamter, der gerade vorbei ging, bekam sie an den Kopf. Im Zuge war unterdessen schon eine schwere Keilerei im Gange. Der Lange war unterlegen. Er konnte gegen den Dicken nicht ankommen. Darum zog er die Notbremse. Bald stand der Zug und der Lokomotivführer erschien im Wagen. Weil er auch so lang war, bekam er von dem Dicken eins gewischt. Der Dicke dachte, es sei der junge Herr. Plötzlich wurden der dicke und der lange Herr am Kragen gefaßt. Sie drehten sich um, und vor ihnen stand der Beamte, der die Flasche an den Kopf bekam. Beide Fahrgäste wurden jetzt verhaftet und der Zug setzte mit fünf Minuten Verspätung seine Fahrt fort. Horst Senff, 13 Jahre. hielt, der Kutscher stieg ab öffnete den Schlag und fand 4. einen leeren Wagen. Auf der Straße war niemand zu sehen. Kräftig brummend— er glaubte sich betrogen— wendete der Mann den Wagen und fuhr zurück. Im gleichen Augenblick hopste Rich durchs Fenster in den Wagen zurück und klopfte an die Scheibe: „Warum laßt Ihr mich nicht aussteigen?“ Entsetzt sah der Kutscher, daß sein Fahrgast wieder da war hielt an, und als Rich bezahlen wollte, schrie er:„Ihr seid der Teufel und wollt meine Seele haben. Behaltet Euer Geld.“ Schlug auf das Pferd ein und jagte davon. Jugencfrennd-Brieskasten Inge Horst, 13 Jahre. Ein Autscher fährt den beufel össst.:1 Im vorigen Jahrhundert gab es am Theater in London einen bekannten Spaßmacher, der wegen seiner körperlichen Gewandtheit berühmt war. Rich, so hieß er, soll eine geradezu unheimliche Gelenkigkeit besessen haben. So wird von ihm erzählt, daß er sich eines Abends nach der Vorstellung von einem Lohnkutscher ins Wirtshaus„Zur Sonne“ fahren ließ. Als sie ankamen, bemerkte Rich, daß neben der Tür ein Fenster offen stand. Er schnellte sich also zum Kutschenfenster hinaus durch das offene Fenster ins Haus. Der Wagen Wev sagt das nach? Klapperverse von der pommerschen Ostseeküste Hier ist die Geschichte von den drei Jungfern: Die Erste hieß Binka, die Zweite Bibeldibinka, die Dritte hieß Zicknicknackbabeldibibeldibinka. Da nahm die Binka einen Stein Und warf die Bibeldibinka ans Bein. Da fing die Zicknicknackbabeldibibeldibinka an zu schrein. Das hörte der Hausmeister mit seinen drei Söhnen. Der Erste hieß Schack, der Zweite hieß Schackschaberack, der Dritte hieß Schackschaberackscharobeam. Der Schack nahm sich die Binka, der Schackschaberack nahm sich die Bibeldibinka und der Schackschaberackscharobeam nahm sich die Zicknicknackbabeldibibeldibinka. Auf der Hochzeit da schnabelten sie Zippzibbelippzippdazu tranken sie Schi—schako—kikoka—babobi—wiwaLiebe Jungen und Mädel! Das ist ja ein Wetterchen wie Ihr es Euch lange gewünscht habt. nicht wahr! Manche von Euch würden sicher, wenn die Schule nicht wäre, das Strandbad kaum noch zum Essen verlassen. Und außerdem scheint mir die Hitze gar nicht geeignet, Euren Schreibfleiß sehr anzustacheln. Ich merke es daran, daß der Strom Eurer Einsendungen allmählich zu einem spärlichen Bächlein zu werden droht. Und das soll doch nicht sein, denn Ihr könnt ja nicht verlangen, daß die Jugendfreundin die Kinderseiten ganz alleine vollschreibt. Also helft weiter tüchtig mit, zeichnet und erfindet Geschichten. Seht mal zu, ob Euch nicht, wenn Ihr an der Ruhr faul in der Sonne liegt, die besten Gedanken kommen. Viele Grüße! Eure Jugendfreundin Erika. Maria Knesel. Du bist ja mit Deinen 12 Jährchen schon eine richtige kleine Dichterin. Dein Sommergedicht ist sehr nett und soll bald einmal mitgehen. Inge Horst. Das Gedicht vom„Vogelschreck“ hat mir gut gefallen. Diesmal hat allerdings der Platz nicht zur Veröffentlichung gereicht. Aber Du wartest sicher noch erwas, nicht wahr! Auch die lustigen Zeichnungen werde ich gut gebrauchen können. Emil Brandenburger. Vielen Dank für Deinen netten Brief. Das Gedicht„Leuchtendes Vorbild“ ist sehr ordentlich. Nur weißt Du ja, daß ich nicht alles gleich in die Zeitung bringen kann. Du wirst Dich also noch gedulden müssen. Schick aber inzwischen schon mal was Neues ein wowein, o Herjemine! Eine Geschichte vom Fußballplatz „Werner komm mit deinem Ball, wir spielen Fußball!“ rufe ich. Er kam. Wir gingen zum Sportplatz. Es wurde gewählt. Es spielte meine gegen Werners Partei. Ich spielte natürlich Mittelstürmer. Das Spiel begann. Da kommt Kurt, unser Rechtsaußen, mit dem Ball vor Werners Tor, gibt ihn an Walter, der den Ball ins leere Tor schiebt::0. Schon begann das Spiel wieder. Werner, der gegnerische Verteidiger, knallt das„Bällchen“ auf unser Tor, aber Fritz, unser„Jakob“, hält den Ball. Abschlag vom Tor. Wieder kommt Kurt vor, schießt den Ball aufs Tor. er prallt vom Silbenrätsel Aus den nachstehenden 21 Silben sind zehn Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, eine Schlacht im Weltkriege ergeben, die mit dem Namen des Generalfeldmarschalls von Hindenburg unlöslich verbunden ist. Die Silben heißen: a— ben— drum— c—°—cn— fe— gu land— mil— na— nef— nel— nen— ruß 9e— 30l— 81— 50n— tur— zin Die Wörter haben folgende Bedeutung: Gegenstand des Schulunterrichts Erdteil Englicher Geeheld Verwandter Pfosten ab. ich nehme ihn auf die „Lasche" und„Bum!“ sitzt der Ball in der Masche Jau! •01 Wir hubeln. g#u. Wet#u Aber nicht lange währt die Freude. Karl, der gegnerische Linksaußen, schießt Rudis Hand an. Elfmeter! Werner legt sich den Ball zurecht. Ssssst...:1! Aber es wurde so langsam dunkel. Der Platzwärter machte unserem Spiel ein Ende. Das Spiel wurde abgebrochen. Wir hatten:1 gewonnen. Stolz, mit der Würde des Siegers gekrönt, verließen wir den Platz. Helmut Gallwitz, 13½ Jahre. Spatzen-Emils # V u. Rännlicher Vorname eester Kummer Teil des Gesichts Prennsof Toltiter Der Dogelschreck Osserrrophisches Kand Auf unserem Felde steht ein Mann, den Kinder, seht euch einmal an. Man nennt ihn überall den Vogelschreck. Was hat denn dieser für'nen Zweck, Soll jagen er die Vögel weg? Er macht ein bitterbös’ Gesicht, Doch fürchten ihn Vögel und Hasen nicht. Sie wissen es ja, das ist ein Mann, Der einem gar nichts anhaben kann. Inge Horst, 13 Jahre. Mädchenname Auflösungen aus der vorigen Nummer Scherenichutt von F. 24 Junghanns Theodor. Graudenz Zahlenrätsel: Malaga, Udet, Tannenberg, Erzgebirge, Rumänien, Tausendschön, Aloisius, = Muttertag. Eine große Familie: Vier Personen, nämlich die Großmutter, deren Tochter mit ihrem Sohn und ihrem Bruder. Verwandlungsrätsel: Tinte, Tante. Tanne, Kanne— Lahn, Bahn, Band, Bund— Ball, Baal, Saal, Saar. K nur nach Feierabend ins Werk gekommen. essiert sich auch weiter nicht für ihn. Die Wahrheit weiß nur Thormeyer. Der Mann ist ihm vom Außenministerium als einer der fähigsten Agenten empfohlen, er hat während des Kriegs sein Leben mehr als hundertmal eingesetzt, und unzähligen Soldaten haben seine Klugheit und seine unbegreifliche Tapferkeit das Leben gerettet. Seine Informationen haben einen Vorzug: Sie sind durchaus zuverlässig, sachlich, leidenschaftslos. Niemöller selbst ist untadeliger Gesinnung, das hat er mehr als einmal bewiesen. Thormeyer weiß, daß er bei geschäftlichen Verhandlungen mit Fremdstaaten Beträge der Konkurrenz lächelnd zurückgewiesen hat die ihn zum unab Menschen gemacht hätten. Man inter= so eine Ahnung, als wenn Prag auf der Nürburg eine Fertig, Jungs. da steht er nun!“ Ueberraschung für uns hätte." Sie treten alle herzu und betrachten ihr Werk. Die P. A..?“„Bloß'n Namen hat die Karre noch nicht!“ meint „Ja. Man war so liebenswürdig bei meinem letzten Thiele endlich nach inniger Betrachtung. Ja, das Besuch führte mich durch das ganze Werk. ging auf stimmt."„ e„ Wig unn en Preisverhandlungen ein... ich fürchte das Schlimmste,„Einen Namen muß er haben. Wie wär's mit Sillieber Niemöller!" berfalke? Weil wir ihn doch weiß streichen wollen?“ „Haben Sie eine Vermutung, ob Korff mit einer schlägt Schorsch vor. ausländischen Firma, sagen wir beispielsweise den Pra= Eine Weile überlegten alle..„Garse zimmt Niemöller selbst ist gern, in Verbindung steht?":„Nicht übel. Schorsch hat'ne poetische Aver!“ srimm. Thormeyer sieht ihn entsetzt an"„Aber ich weiß einen besseren Namen, Jungs. Einen „Das wäre ja Landesverrat! Nein, das traue ich Namen, der ein wenig mehr auf uns alle hier zugelächelnd zurückgewiesen hut, vir iyn zum unubhängigen Korff nicht zu. Ich, glaube viel eher, daß er so ein Art schnitten ist,“ Zwischengeschäft zwischen sich und die Firma schaltet.„Raus damit, Vater Heinrich!"# Niemöller sitzt in seinem Stammlekal keim Schach. Das bringt ihm natürlich allerlei Gewinn! Er hat ja„Ich würde hinten an den Bug malen: Glück auf ihm Thormeyers einer da gewisse. Vollmachten für seine Abteilung, da kann er Falkenau,“ e„ de fitzen beide Männer im Direktionsbürg so etwas schon eine Weile durchführen. Aber mit den halben Stunoe uhen vei5g, Lisfeng, ,itt,#rg###ggug Tschechen?... Nein, nein! Der Mann riskiert doch Der Doktor sieht ihn nachdenklich an. „Glück... auf Falkenau?... Eigentlich hast du zusammen, Niemand würde diesem mittelgroßen Mann, nicht das Zuchthaus! Er hat doch ein Gehalt, das sich recht, Vater Heinrich: Ohne Falkenau und ohne euch zerl der mit seiner behäbigen Fülle und dem Ansatz zur sehen lassen kann! Was will er eigentlich mehr?“ drei wär' der Wagen nie etwas geworden. Also kann's zel Glatze einem aufriedenen Handwerksmeister gleicht, sei. Geld Hexr Generaldirektor Sie mit ihren— ent: gar keinen besseren Namen geben. Ich bin einverstan Bü a e„ G e l o, H e r r G e n e r a l o i r e t t o r. S i e m i t i h r e n— e n t= g a r k e i n e n b e s s e r e n„ N ü m e n g e v e n. I c h v i n e i n v e r s t a n Thormeyer erzählt Ok, 1mschweife ohne Geheim, schuldigen Sie— spießbürgerlichen Ansprüchen könnten den. Glück auf Falkenau— soll er heißen.“ Suc ge Fröcht,„Ohne Umschweife, ohne Geheim, das nicht begreifen. Ich auch nicht. Aber für Geld tun Sie sind einig. Aber Thiele Hartmann meint, der nisse, ohne Rückhalt. Von seinen Absichten, von Korfs. die Menschen alles.“ Name wäre schon prima, doch die Tauffeierlichkeit lasse Geschichte auf der Insekz, Von Anne. Rie, ser sagt das sehr ruhig, aber Thormeyer verdammt zu wünschen übrig. Er hätte sie Von der seltsamen Geschichte auf der Insel. Von Anne H mölle: sagt das sehr runig, aver Tyormeyer veroammt zu wunschen ubrig. Er harte sich das wenigmaries Beobachtungen und seinen eigenen Vermutungen, fühlt, daß hinter diesen bitteren Worten Erlebnisse stens etwas anders gedacht. Als er fertig ist, nickt Niemöller wie abwesend. Er hat st.“; sich in Zigarrenrauch gehüllt und wird gleich beginnen zu fragen. Das ist so seine Art. Knapp, ohne Umschweife, immer auf den Kern der Sache zielend. „Wie lange kennen Sie Korff?“ „Zwei Jahre. Er ist von einem Aktionär empfohlen.“ „Tüchtig?“ „Gewiß. Zu tüchtig... vielleicht.“ „Hm. Kennen Sie den Aktionär näher?“ „Nein. Das Aktienkapital wanderte damals bis es Er hat die wichstehen.— Niemöller weiß nun genug. tigsten Dinge notiert. „Ich werde sehen, daß ich Ihnen in den nächsten acht Tagen Bericht geben kann. Soll ich Sie hier oder in Ihrem Haus anrufen?" „Menschenskind, wie denn? Wir können doch mit dem Ding nicht in die Kirche und die Orgel spielen lassen?.“, „Affe! Laß deinen Blödsinn! Ich hab' gedacht, jetzt ziehen wir uns mal wieder anständig an und trudeln „Ueberhaupt nicht, lieber Niemöller. Kommen Sie nach Berlin. Da begießen wir dann die Taufe etwas selbst. Sicher ist sicher. Ich gebe Ihnen hier eine Anweisung auf die Dresdner Bank, Sie sollen ungebunden arbeiten können.“ und Vater Heinrich hält die große Taufrede dabei. „Großartiger Vorschlag! Was meinst du, Doktor?“ „Einverstanden! Das haben wir uns bestimmt ver„Danke. Aber ich werde es kaum nötig haben. Ich dient. Unser„Glück auf Falkenau“ wird feierlichst geHiemäsler verrute, daß eine Reise nach Prag schon viel klärt.“ tauft das ist ein Rechtsanwalt. Warten Sie, Niemöller, den Namen kann ich Ihnen geben!“ Er geht in die Kartei. „Krasselt, Baumann& Co., NW. vierzig... Mir hat damals der alte Krasselt den Korff empfohlen. Ich Es ist Mitternacht, als die beiden Männer den Autobus besteigen. Sie gleichen zwei braven Bürgern, die ihren Abendschoppen etwas verlängert haben. „Mein Schwager kommt auch mit!“ „Aber selbstverständlich, Thiele! Heute wird doch keiner mehr was aus eurer Benzinpulle tanken wollen. Und dann bleibt ja deine Schwester zu Haus.“ Draußen in Werder steht abseits der Durchgangs=„Doktor...“ grinst Thiele vergnügt und beginnt brauchte alle Stimmen auf die Abschreibungen für Halle straße Brandenburg—Berlin ein Gehöft, das sich in bereits seinen blauen Anzug abzupellen,„das war nach sisher hab ich eigentlich kaum nichts von den anderen unterscheidet, Es trägt bäger= langer Zeit wieder mal das erste vernünftige Gespräch lichen Charakter, woran auch die Tankstelle vor dem Tor mit dir.— Kinder, ich habe einen Höllenbrand nach Draußen in Werder steht abseits der Durchgangseine Klage gehabt.“ „Ist die Finanzgruppe stark?“„.„ nichts ändert. Das Vordergebäude enthält die Wohn„Zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent. Wenn Sie räume, dann geht man über einen Hof, der mit Bruches genau wissen wollen...“.„......„ steinen gepflastert ist, um in die Scheune zu gelangen. „Danke. Aber ich möchte wissen, wer dahintersteckt.“ „Soviel ich weiß, eine Reihe kleinerer Privatleute.“ „Hm. Wissen Sie eiwas über Korsso Phwbalieben“ Allerdings— Tenne und Heuboden sucht man vergebhinlich, auch Wagen und Ackergeräte fehlen. Dafür ist ner großen Molle!“ Eine Stunde später verlassen fünf Männer vergnügt das Haus und eilen zur Stadtbahn. Sie sehen zufrieden und glücklich aus wie Menschen, die ihre Arbeit getan haben. Zum ersten Male scheint auch der letzte Schatten Der Zaun, halb durchlöchert, halb niedergetreten, bietet ihm kein Hindernis. Er steigt gemächlich hinüber. Nachdem er sich versichert hat, daß ihm bei seinem seltsamen Beginnen nur die Sterne zuschauen, schlüpft er gewandt durch die Oeffnung in der Wand. die früher ein Hühnerauslauf gwesen sein mag.— Dann ist er offenbar am Ziel seiner Wanderung, in der großen Scheune......schen empe Klanhst I. k. Den Strahl seiner Taschenlampe blendet er sorgfältig ab. Er sieht genug: Den Wagen, die Maschinen... oh, er bemerkt, daß es allerneueste Konstruktion ist, verdamt modern sind die überhaupt eingerichtet... dann holt er eine kleine Kamera heraus... lautlos leuchtet das Licht grell auf... der ganze Wagen... die Haube hoch!... so... nun aus der Nähe den Motorblock .. aber das ist alles nur Vorspiel, die Hauptsache kommt erst. Er holt Werkzeug aus der Rocktasche. Man braucht nicht viel, um einen Vergaser schnell zu demontieren. Er zerlegt, ihn sorgfältig mit geübten, Händen in die Einzeheite, mißt in aller Ruhe, notiert in ein kleines rotes Büchlein, stizziert, dann steckt er sich eine Vorsatzlinse auf die Kamera und macht noch zwei Aufnahmen. In wenigen Minuten hat er alles erledigt, den Vergaser wieder eingebaut, die Haube geschlossen, und alles sieht wieder unberührt aus. Auf dem Wege, der ihn herführte, verläßt er das Haus. Schnellen Schrittes eilt er dann auf die Hauptstraße zu und beginnt über die kleine Brücke hinweg in Richtung Potsdam zu marschieren. Nach wenigen Minuten stoppt ein heller, grauer Sportwagen. „Friedrich?“ Der einsame Wanderer steigt ein und der Wagen saust davon, auf Berlin zu, nachdem ihr der Fahrer elegant auf der schmalen Straße wendete. In dieser Nacht entwickelt Dr. Korff einen Filmstreifen. Friedrich bereitet das Fixierbad. Korff ist vergnügt. Er pfeift leise einen Schlager, während er das Zelluloidband durch den Entwickler zieht und von Zeit zu Zeit das langsam heraustretende Negativ prüft. „Großartig!“ meint er endlich, und man merkt seiner Stimme die Zufriedenheit an.„Das war mein bester Gedanke, daß ich Fräulein Doktors Liebhaber auf die Spur ging. Ach, Friedrich, du versteht das alles nicht, aber laß nur, mein Sohn, wenn du die Sache morgen in Prag zu meiner Zufriedenheit machst und auf der Nürburg geht alles gut, dann kriegst du deinen Schein und kannst gehen, wohin du willst!“ Herr Doktorl, Ich „Hm. Wissen Sie etmas über Korffs Privatleben?“ ter dem breiten Tor „Keine Ahnung. Er sieht manchmal miserabel aus. eine Handvoll Männ tung. Nachtlokale wahrscheinlich.“ „Hat er Personal?“ S ter dem breiten Tor eine Werkstatt aufgebaut, in der von des Doktors Stirn geschwunden zu sein, Vater nner im Schweiße ihres Angesichts Heinrich pfeift leise vor sich hin. Zur gleichen Zeit, als der Vorortzug in Richtung arbeiten. Sie stecken in blauen Arbeitsanzügen, das Zur gleichen Zeit, als der Vorortzug in Richtung „Hat er Prru##ez„„„., heißt, die waren mal blau, jetzt sind sie schwarz von Oel, Potsdam—Berlin den Bahnhof aßerder ver#aß##tele„Er hat einen Chauffeur oder Diener oder was der Fett und Dreck. Das ist der Doktor mit seinen Ka= phoniert allerdings ein seltsamer Mann nach Berlin, Kerl sonst ist. Eine Art Faktotum. Friedrich heißt er, meraden. der ein eigenartiges Interesse an diesem Quintett zu das ist alles, was ich weiß.“ In der Mitte der kleinen Werkstatt steht das Sor= haben scheint. Er braucht nur kurze Zeit, bis er die „So. Dieser Doktor Korff konstruiert einen Renn= genkind: der Wagen. Er ist fast fertig. Morgen wollen Telephonzelle des Bahnhofs wieder verläßt, dann geht wagen?“ sie den Motor Probe laufen lassen, und in ein paar er langsam in den Ort, kauft in einem Drogengeschäft „Ja— und nein. Das grundlegend Neue ist die Tagen soll der Wagen auf der Avus ausprobiert werden. eine Anzahl Vakumblitze, kleine glühbirnenähnliche KörVergaserkonstruktion. Bei geringstem Hubvolumen und Er sieht ganz eigenartig aus. Der Oberbau ist noch per, die leuchten, ohne Qualm zu hinterlassen, setzt sich Verhrauch soll eine erstaunliche Rutzleistung erzielt wer= uplackiert Tief ziebt er sich nach hinten berab dem dann gemütlich in Gastwirtschaft und trin den.“ „Herr Doktor! Ich werde „Pscht! Red' nicht Friedrich! Immer schön kusch und Order pariert! Bist doch ein lieber Kerl. nicht? Uebrigens.. du fährst mit der Bahn nach Prag morgen. Der Wagen ist dach ein wenig zu auffällig. Und nun geh’, mach mir einen Kaffee drüben! Das Bad hier bring' ich schon in Ordnung, wenn ich alles fertig hab...“ ganz eigenartig aus. Der Oberbau ist noch ger, die, leuchten. kutzleistung erzien wer= untaciert. Tief zieht er sich nach hinten herau, dem dann gemutlich in eine Gastwirtschaft und irinkt eine Fahrwind den Sog abzuschneiden und gleichzeitig die ganze Flasche Obstwein für sich allein aus. Erst als die „Also eine Sache, die bei Serienkonstruktion die Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs zu erhöhen. Nach Uhr auf neun zeigt, zahlt er, schlendert scheinbar zielBasis für ein Riesengeschäft geben kann?" der Probefahrt wird Schorsch den Lacktopf nehmen und los durch die Straßen, verläuft sich in eine Nebenstraße, die Kiste weiß anstreichen. Diese Farben haben sie in durchschreitet einen schmalen Pfad, der das Gehöft vom gemeinschaftlicher Beratung gewählt... Nachbarn trennt, und steht dann vor einem kleinen Stm... Der Doktor wirft den Schraubenschlüssel beiseite und Obstgarten. Im Haus ist alles dunkel. Auch das Licht „Natürlich. Jede Automobilfirma. Aber das Aus= wischt sich das Haar aus der Stirn. Tief aufatmend in der Benzinpumpe vor dem Tor ist gelöscht. Hier land ist uns scheinbar dichter auf den Fersen. Ich hab' steht er neben dem Wagen schläft alles. biete?“ „Sicher.“ „Haben Sie im Inland Konkurrenz auf diesem GeDie Reise des Herrn Niemöller ist ohne alles Aufsehen vor sich gegangen. Er hat in Prag einige Bekannte aufgesucht und eigentlich ganz mühelos alles erfahren was er wissen wollte. Fest steht für ihn bereits, daß Korff ein ganz gewissenloses Doppelspiel treibt, daß er zwei Eisen im Feuer hat und sie beide schmiedet. Die Leute in Prag verlassen sich auf ihn genau so fest wie es Thormeyer in Berlin tat. Allerdings ist den Pragern ein kleiner Irrtum in der Person des Herrn Korff unterlaufen. Nach der Beschreibung seines Gewährsmannes kann der Prager Korff unicht mit dem Berliner identisch sein. FFortsetzung folgt) 29 Nr. aue Die Batterie, in sein lehte, lag an i in Stellung. Die Pi wärts in einem zer schnitt war ziemlich Divisionskommanden stellungen dieser Bat pagnieführer einzuri leristen zwar nicht g war, mußte es durch denn, wie ein schna abquälte, einer Reih Reiten beizubringen. ten nicht die gerings ein überragendes T allgemeinen gut geli gutmütigen Feixen schlicht den„Kunstre Eines schönen 2 die Feuerstellung d Herrn um Ueberlas Ritt zu einer rückw haft ist er aufgema neue Uniform, Reitl Gedicht. Wie ein mitten seiner Umgel zeitlich' Gewand tri über solche Kluft ve Sporen zirpen kann Das leuchtet auch der ein, denn er stellt Wachtmeister dem s Gaul zur Verfügung mit einem liebenswi schöne Eigenart des reiter aber beschwich bewegung, wobei a gut zur Wirkung ko Nun ist Wotan alle Nachfragen blei reiter ward noch nikommt ein simpler einen hohen Fuchs Hallo in der Batter pert der Heimgekehr ihm zunächst einm um die Freude über verraten. Wo sich Tage umhergetriebe hat ihn friedlich gr seines Depots ang zeichen von Regime gewissen lüsternen Anwartschaft, lieble zu werden, dem Lo kaum vorzuziehen n Nach Tagen fin Es muß betont we sangen das schöne trägt sichtbares Lei mehr so schön wie fehler bei der Sto men werden, da mi geworden sein. Au erwartet, sicherlich Leders, wenn die Sporen nur einige hatte man den Ein wieder weniger zu zu einem schmerzlic Was wirklich p telt werden, allerdi 6) Währenddessen hin Ali erschienen mehr zurecht, ihm fremde Issit gekor Gleichmaß der Ta wurde. Klaus befahl decken, während er Plötzlich stand „Ich habe sch mir“, sagte sie un rund um die ganz Münsingen, kann schwimmen?" „Schwimmen? Aber das ist imr Stunden verbunde See, der das Wa mer hinein hält, schattigen Stelle „Das muß he Mordshunger. H „Nein, noch können wir zusan „Natürlich.“ Die frische Ar und er kam sich Bär vor. Ali kam und lichen Autotransp europäischen Mag klatschte entzückt Lächelnd sah! Toaststück nach de Kaffee schmecken! kam Gordon und setzte sich zu ihner „Nun, was gi „Aerger, Aerg Zigarette an. „Ich habe ei tohlen gestohlen hat.“ uch lange gewürden sicher, ium noch zum die Hitze gar stacheln. Ich endungen allin droht. Und cht verlangen, z a l l e i n e v o l l und erfindet n Ihr an der nken kommen. rika. 12 Jährchen sommergedicht reck“ hat mir latz nicht zur sicher noch etgen werde ich Deinen netten sehr ordentgleich in die noch gedulden s Neues ein zehn Wörin oben nach ergeben, die s von Hin1e— gu 1n— ruß zin Kummer erg. Theodor. us. Graudenz nlich die Großihrem Bruder. ine, Kanne— Taal. Saar. niedergetreten, chlich hinüber. ei seinem selten, schlüpft er nd, die früher Dann ist er n der großen det er sorgfälMaschinen... iktion ist, verstet... dann zutlos leuchtet . die Haube en Motorblock sie Hauptsache Man braucht nontieren. Er n in die Einkleines rotes e Vorsatzlinse fnahmen. 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Die Protzen mit den Pferden standen rückwärts in einem zerschossenen Dorfe; der Gefechtsabschnitt war ziemlich ruhig, und das mochte wohl den Divisionskommandeur veranlaßt haben, bei den Protzenstellungen dieser Batterie Reitkurse für angehende Kompagnieführer einzurichten. Das wurde von den Artil= leristen zwar nicht gern gesehen, aber da es angeordnet war, mußte es durchgeführt werden. Und so sahen wir denn, wie ein schnauzbärtiger Wachtmeister sich damit abquälte, einer Reihe junger Infanterieoffiziere das Reiten beizubringen. Einer von ihnen besaß zum Reiten nicht die geringste Anlage, dennoch hielt er sich für ein überragendes Talent. Als Kamerad war er im allgemeinen gut gelitten, man übersah daher mit einem gutmütigen Feixen seinen Reitfimmel und nannte ihn schlicht den„Kunstreiter". Eines schönen Tages kommt dieser Marsjünger in die Feuerstellung der Batterie und bittet Wotans Herrn um Ueberlassung des Tieres für einen kurzen Ritt zu einer rückwärtigen Korpsmarketenderei. Fabelhaft ist er aufgemacht, der angehende Reiter: Nagelneue Uniform, Reithosen und Stiefel sind geradezu ein Gedicht. Wie ein junger Gott nimmt er sich aus inmitten seiner Umgebung, von der nur wenige ein hochzeitlich' Gewand tragen. Allgemeiner Eindruck: Wer über solche Kluft verfügt und derartig elegant mit den Sporen zirpen kann, der ist ein Meister der Reitkunst. Das leuchtet auch dem Leutnant und Beherrscher Wotans ein, denn er stellt nach einem Ferngespräch mit dem Wachtmeister dem Kameraden von der Infanterie den Gaul zur Verfügung. Dabei vergißt er allerdings nicht, mit einem liebenswürdig=listigen Lächeln auf die wenig schöne Eigenart des Pferdes hinzuweisen. Der Kunstreiter aber beschwichtigt ihn mit einer eleganten Handbewegung, wobei auch die silberbeknopfte Reitpeitsche gut zur Wirkung kommt. * Nun ist Wotan schon seit drei Tagen verschwunden, alle Nachfragen bleiben ohne Erfolg. Auch der Kunstreiter ward noch nicht wiedergesehen. Am vierten Tage kommt ein simpler Pionier zur Protzenstellung und führt einen hohen Fuchs am Halfter, es ist Wotan. Ein Hallo in der Batterie, mit hochgestellten Ohren beschnuppert der Heimgekehrte freudig seinen Pfleger. Der gibt ihm zunächst einmal eine anständige Tracht Prügel, um die Freude über das Wiedersehen nicht allzusehr zu verraten. Wo sich dieser unerzogene Gefechtsesel die Tage umhergetrieben hat, weiß niemand. Der Pionier hat ihn friedlich grasend auf einer Wiese in der Nähe seines Depots angetroffen. Nur die frischen Brandzeichen von Regiment und Batterie haben Wotan vor gewissen lüsternen Spekulationen bewahrt, worunter die Anwartschaft, lieblos als Feldküchenaspirant betrachtet zu werden, dem Los, als Dauerwurst wiederzukehren, kaum vorzuziehen war. Nach Tagen findet sich auch der Kunstreiter zurück. Es muß betont werden: Nicht er, sondern die anderen sangen das schöne Lied von den„blauen Augen“. Er trägt sichtbares Leid und seine Uniform ist längst nicht mehr so schön wie vor einigen Tagen. Fabrikationsfehler bei der Stoffbereitung können kaum angenommen werden, da müßten schon andere Einflüsse wirksam geworden sein. Auch von den Stiefeln hat man mehr erwartet, sicherlich lag es nur an der Qualität des Leders, wenn die Absätze mit den dazu gehörenden Sporen nur einige Tage gehalten haben. Vom Reiter hatte man den Eindruck, er verziehe die Lippen hin und wieder weniger zu einem liebenswürdigen, als vielmehr zu einem schmerzlichen Lächeln. Was wirklich passiert war, konnte nicht mehr ermittelt werden, allerdings genügten einige gewundene Erklärungen, um das stille Mitwirken eines neckischen Radfahrers erkennen zu lassen. Im übrigen verließ sich der Kunstreiter auf Wotans Verschwiegenheit. In der Folge ist der Infanterist dann etwas stiller geworden, d. h. er hat nicht mehr ganz so laut mit den Sporen gezirpt. Durch einen tückischen Zufall brachte er sich aber bald wieder in empfehlende Erinnerung, und das verdankte er dem„anhänglichen Peter“. In Rußlands Lausedreck war eigentlich ein Pferd so unentbehrlich wie ein Kamel in Afrikas Wüstensand. Und darum bekam auch unser lieber Kunstreiter in seiner hohen Eigenschaft als Kompagnieführer ein Roß. Weniger, um es im männermordenden Streite zu benutzen, als um mit ihm auf Rußlands Straßen durch den Schlamm zu waten. Dieses Rößlein war ein„Abgabepferd“ der Batterie, bei der der Kunstreiter in so erfrischender Form die ersten Reitversuche gemacht hatte. Hier hatte das nette Pferdchen bereits über ein Jahr Felddienst gemacht; es sah immer noch ganz lieb aus mit der kurz geschorenen koketten Mähne. Wer mit diesem Hottehüh umzugehen verstand, brachte ihn sogar zu schnellem Laufen. Peter hieß das edle Tier. Obgleich einige bösartige Kanoniere über Peter die häßliche Mär verbreiteten, er habe im Frieden in ihrer Heimatstadt einen nicht gerade schön lackierten Milchwagen mit hochmütigem Trippel=trappel gezogen, war er in der Batterie sogar als Chargenpferd im Batterietrupp gegangen. In dieser ziemlich„windigen“ Umgebung fühlte Peter sich scheinbar ganz wohl, denn er versuchte sogar mitunter die Geschwindigkeiten seiner Kollegen in geradezu beängstigender Form nachzuahmen, ob aus militärischem Anstandsgefühl oder aus Anhänglichkeit an seine Umgebung, war nicht festzustellen. Nun hat Peter seinen gewohnten Kameradenkreis verloren und träumt einsam dahin als„Stütze“ eines Kompagnieführer, des bereits besungenen Kunstreiters. Im weiten Rußland steht die Kompagnie an einem sogenannten„Straßenrande" und wartet auf Vormarsch= befehl. Der Führer döst im Sattel, und Peter döst mit; vielleicht briemelt sein Pferdegeist über die vergangenen Zeiten, da er sich noch zur Kavallerie bekennen durfte, statt wie jetzt, als deren einziger Vertreter die„Fußinfanterie" zu zieren. Da nahen plötzlich in schneller Gangart einige Reiter und galoppieren an der Kompagnie entlang; es ist der Stab einer Batterie, der nach vorn saust, um eine Feuerstellung auszumachen. Peter sieht sie kommen, hebt den Kopf, stellt die Ohren, wird unruhig—— soll da etwa sein Batterietrupp..? Wahrhaftig, es sind Peters Kollegen; im Vorbeisausen hat er sie erkannt, er hört sogar seinen Namen rufen. In Peter steht plötzlich das Pflichtgefühl auf, das ihm gebietet, sich anzuschließen und mitzutun. Und ehe der Kunstreiter sich versieht, hat Peter Gas gegeben und saust mit begeistertem Wiehern hinter den anderen her. Alle, die Peter gekannt haben, behaupten, so schnell sei er noch nie gelaufen, selbst dann nicht, wenn man ihm noch so nett zugeredet hatte. Zwischen Peter und seinem Herrn scheint aber etwas nicht in Ordnung zu sein. Man kann durchaus den Eindruck haben, als ob zwischen den beiden über das plötzliche Anschlußbestreben einige Meinungsverschiedenheiten entstanden seien; die seltsamen Bewegungen des Kunstreiters, begleitet von lauten und häßlichen Worten, deuten darauf hin. Aber hier scheint nur die Ansicht Peters Geltung zu haben. Fanatisch setzt er seine Reise fort und ruht nicht eher, bis er den Spitzenreiter des Stabes, den Batteriechef, eingebolt hat...,„.iuem Hierheini. Der ist nicht wenig erstaunt, seinen vierbeinigen früheren Untergebenen„mit Infanterie auf dem Halse“ plötzlich neben sich zu sehen. Was bleibt da übrig— der Stab hält, und Peter schreitet würdevoll in den Kreis. Es ist nicht nett von ihm, der grinsenden Korona seinen neuen Herrn auf solche Weise zu präsentieren. Die Begrüßung ist denn auch demgemäß; man kann nicht gerade sagen, Ausdrücke wie„Schinder", „Kunstreiter auf Schaukelpferden“ seien Jubellaute der Höflichteit.,„.g, Bater.r Vhsckichd sch Dennoch aber fäut Peler der Avschiev schwer von seinen alten Kameraden, und sein Herr muß, selbst bei Mithilfe der Artillerie, alle Listen und Tücken seiner hohen Reitkunst aufwenden, um ihn zum Rückzug zu bewegen. Immer wieder bleibt er stehen und schaut sich wehmütig um. So finden beide langsam und mürrisch heim zu den Infanteristen. Die aber liegen, nein, wälzen sich sogar am Straßenrand— nicht nur vor Müdigkeit. * Der Herr Bataillonskommandant soll, dem Vernehmen nach, später dem Kunstreiter die Schönheiten und Vorzüge einer„Radfahrerkompagnie“ mit begeisterten Worten eindringlichst vorgehalten haben. Gleichviel, der Kunstreiter war ein guter Soldat und braver Offizier; wenige Wochen später sank auch er in treuer Pflichterfüllung in den Tod. Unterhaltung Die Turmuhr schlug eins. Das war bisher in Osterwitz stets das Zeichen gewesen, daß die Schule beendet sei. Heute sagte Borchmann nur:„Wie? Schon ein Uhr? Na, das ist ja schön.“ Gleichzeitig gab er eine neue Rechenaufgabe auf. Die Bengel wurden plötzlich aufmerksamer als je zuvor. Sehr schnell war diese Aufgabe gelöst.„Gut, sehr gut!“ lobte der neue Lehrer. Es schlug zwei Uhr und noch immer machte Borchmann keine Anstalten, den Unterricht zu beenden. Draußen schien die herrlichste Sonne und manchem Jungen knurrte der Magen schon ganz gehörig. Um drei Uhr faßte sich einer ein Herz. Er hob den Finger.„Herr Borchmann?“ „Ja, mein Junge?“ „Wann gehen wir denn heute nach Hause?“ „Nach Hause? Ach so. Na, selbstverständlich doch erst, wenn es ganz dunkel geworden ist. Ihr werdet euren Lehrer doch nicht bei Sonnenschein mit solcher Hose nach Hause gehen lassen. Und ihr wollt mich doch sicher auch nicht hier so lange allein sitzen lassen, nicht? Also weiter, die nächste Aufgabe.“ Es war sehr still in der Klasse geworden. Um fünf Uhr kamen zwei Papas, die sich Sorge um ihre Jungen machten. Schon leuchteten die Augen der Sprößlinge erwartungsvoll. Aber leider wurde die Sache nur noch ungemütlicher.„Natürlich bleiben die Bengel hier und wenn sie bis morgen früh hier sitzen sollten! Kommt nur nach Hause, ihr Lümmels...!“ drohten die beiden Herren ergrimmt und machten unmißverständliche Zeichen mit der Rechten. Borchmann schüttelten sie beim Abschied freundschaftlich die Hand. Kurz nach acht Uhr abends schlichen achtundzwanzig Lausejungen mit knurrendem Magen und brummendem Kopf nach Hause. Aber vom nächsten Tage an unterrichtete Lehrer Borchmann eine Musterklasse. Wer andern eine Hiule grätt... Von E. C. Christophe Der Junglehrer Borchmann war nach Osterwitz versetzt. Osterwitz hatte einen ganz bestimmten Ruf, leider keinen guten. Es hieß nämlich, daß die Schuljungen hier von einer ganz besonderen Frechheit seien. Doch das focht Borchmann wenig an. Die Jungen der Schule, an der er bisher unterrichtete, waren auch gerade keine Engel gewesen. Er würde sich schon durchsetzen. Die erste Schulstunde in Osterwitz nahm ein vorzeitiges Ende. Die Lümmels hatten in die flache Mulde, die das Sitzbrett des Lehrerstuhles bildete, Tinte gegossen und darüber ein dunkles Tuch gespannt. So sah es aus, als läge ein Kissen auf dem Stuhl. Da es Sommer war und die Hitze förmlich über den Steinen flimmerte, hatte Borchmann zur Feier des Tages eine wunderschöne, schneeweiße Hose angezogen. Das war Pech..,.. Bähl, 6, Als er sich setzte, spurte er die Kuhle, die ihm für einen Augenblick wohltat, sofort. Dann aber sah er die Bescherung. Die Hose war hin. Sein Vorsatz, sich durch nichts, aber auch gar nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, allerdings auch. Der junge Lehrer sprang auf wie von der Tarantel gestochen, drehte sich einige Male im Kreise und flüchtete aus dem Klassenzimmer, da er fühlte, wie die schwarze Flüssigkeit langsam an seinen Beinen herabsickerte. Bis hierhin war es mucksmäuschenstill gewesen, denn die Bengel hatten Angst vor ihrem eigenen Streich bekommen. Jetzt aber, als der Lehrer wie ein geölter Blitz aus dem Raum geschossen war, lachte und lärmte die ganze Schar durcheinander. Da ging die Tür wieder auf. Mit einem Schlage verstummte das Geschrei. Lehrer Borchmann erschien wieder im Türrahmen. Er hatte die schöne Hose anscheinend unter der Wasserleitung notdürftig gesäubert, denn der riesengroße Flecken schien etwas ausgeblaßt zu sein.... Fatamreste uam Sp Borchmann wischte die Tinienreste vom Stuhl und der Unterricht nahm seinen Fortgang, als wenn nichts gewesen wäre. Nicht fragen! Ein Weltreisender besuchte, als er durch Spanien kam, hier ein Benediktinerkloster. Er überbrachte so gute Empfehlungsbriefe, daß er zum Essen eingeladen wurde. Als die Mahlzeit beendet war, zog er seine Zigarettentasche heraus und fragte: „Euer Ehrwürden haben doch nichts dagegen, daß ich rauche“ ,567 nicht eleachen“ „Ich kann es Ihnen leider nicht erlauben“, antwortete der Abt.„Das Rauchen im Refektorium verstößt gegen die Ordensregeln.“ Ueberrascht deutete der Reisende auf verschiedenZigarrenstummel, die da herumlagen. Und woher stammen die?" Mit mildem Lächeln sagte der Abt: „Von den Reisenden, die nicht fragen!" Als der Mond am Himmel aufstieg—: „Gib mir einen Kuß, Marianne!" „Ich habe noch nie einen Mann geküßt, Max!“ Er nickte: „Wir passen zusammen! Ich auch nicht!“ amm WWschen Wotfherk u. von Bill Behm 6) Währenddessen war auf das Klatschen von Klaus hin Ali erschienen. Der kleine Mann fand sich nicht mehr zurecht, ihm war es gar nicht lieb, daß eine fremde Issit gekommen war, und daß das ruhige Gleichmaß der Tage in aufregender Weise unterbrochen purde.„„„„—„ Klaus befahr iym, den Tisch auf der Terrasse zu decken, während er selbst sein Zimmer aufräumte. Plötzlich stand Ingeborg in der Tür. „Ich habe schon einen langen Spaziergang hinter mir“, sagte sie und reichte ihm die Hand.„Ich bin rund um die ganze Oase gelaufen. Sagen Sie, Herr Münsingen, kann man hier irgendwo baden und schwimmen?“. 464 „Schwimmen: Hm, ja, es giot eine Möglichkeit. Aber das ist immerhin mit einem Ritt von zwei Stunden verbunden. In den Bergen ist ein kleiner See, der das Wasser ziemlich lange bis in den Sommer hinein hält, weil er an einer verhältnismäßig schattigen Stelle liegt. Aber das Wasser ist sehr „Das muß herrlich sein. Aber jetzt habe ich einen Mordshunger. Haben Sie schon gefrühstückt?“ „Nein, noch nicht. Wenn es Ihnen recht ist, können wir zusammen essen.“ „Natürlich.“ Die frische Art des Mädchens gefiel ihm sehr gut, und er kam sich ihr gegenüber wie ein schwerfälliger Bär vor. Ali kam und deckte den Tisch. Dank der wöchentlichen Autotransporte war alles vorhanden, was einen europäischen Magen befriedigen konnte, und Ingeborg klatschte entzückt in die Hände. Lächelnd sah Klaus ihr zu, wie sie heißhungrig ein Toaststück nach dem anderen verzehrte und sich den Kaffee schmecken ließ. Während sie munter plauderten, kam Gordon und wünschte ihnen guten Morgen. Er setzte sich zu ihnen.„.6 Gunsiste###. „Nun, was gibt es Neuesk“ errundigte sich Klaus. „Aerger, Aerger“, sagte Gordon und steckte sich eine Zigarette an. „Ich habe einen Mann entlassen müssen, weil er gestohlen hat.“ „Nanu?“ machte Klaus, doch dann entsann er sich, daß Gordon am Abend vorher so plötzlich abgerufen worden war. „Ja, er heißt Seldon, und er hat gestern abend dem Burschen, den ich Miß Keller zukommandiert habe, ein paar Pfund gestohlen. Ich hätte ihn natürlich bestrafen können, aber das hätte nicht viel Zweck gehabt, und nach Abbüßung seiner Strafe wäre seine Stellung unter den Kameraden doch recht peinlich gewesen.“ Klaus sah Gordon aufmerksam an. Er wußte, daß es nicht Gordons Art war, über dienstliche Dinge zu sprechen. Irgend etwas stimmte an der Geschichte nicht. Zwar kannte er die Dienstregeln nicht genau, aber hatte Gordon überhaupt das Recht, einen Mann einfach zu entlassen? Möglich war es, denn er besaß auch die Polizeigewalt über die Oase. „Und was macht der Mann nun?“ wollte Ingeborg Keller wissen. „Ich weiß es nicht. Jedenfalls wartet er auf den nächsten Freitag und wird die Automobile benutzen, um von hier fortzukommen. Es trat eine kleine Pause ein, dann fragte Ingeborg: „Reiten Sie für längere Zeit fort?“ „Ich? Wieso?" wunderte sich Gordon. „Nun, ich sah heute morgen bei den Baracken eine Menge gesattelter Pferde.“ „Ach so, nein, ich bleibe hier. Ich habe Leutnant Pond zu einer kleinen Expedition abkommandiert.“ „Uebrigens hat mir Herr Münsingen von dem kleinen See im Gebirge erzählt“, fuhr Ingeborg lebhaft fort,„ich möchte da ganz gern einmal hinreiten. Wie mir Ridell heute morgen meldete, waren Sie so liebenswürdig, mir ein Pferd zur Verfügung zu stellen.“ „Gern geschehen, ich muß doch für unsere Gäste sorgen“, lächelte Gordon mit einer kleinen Verbeugung. Dann rief Gordon den Ridell an. „Nun, wie weit sind Sie, Ridell?“ „Ich, denke in zwei Stunden fertig zu sein, Captain. „Haben Sie alles besorgt?“ „Zu Befehl, jawohl.“ Dann verabschiedete sich Gordon, da er noch dienstlich zu tun hatte. „Würden Sie mich wohl auf einem Spaziergang begleiten?“ wandte sich Ingeborg an Klaus,„ich möchte so gern noch einmal durch die Oase gehen und mir auch die Ruinen ansehen.“ Und dann führte Klaus sie aus dem lärmenden Getriebe heraus durch einen Palmenhain vor die Oase. Gegen den weißlichen Himmel stachen die graubraunen Berge klar ab. Weit draußen am Horizont bewegten sich die Kamele einer Karawane langsam vorwärts, und die Blendung des Sandes war so stark, daß es aussah, als hätten sie keine Beine, sondern schwebten frei in der Luft. „Kennen Sie Gordon schon lange?“ brach Münsingen das Schweigen, während sie durch den Sand auf die Ruinen zugingen. Ingeborg sah ihn von der Seite an: „Nein, eigentlich erst ein paar Tage. Ich lernte ihn auf dem Dampfer kennen, und er war es auch, der mich überredet hat, hierher zu kommen.“ „Darf ich fragen, wohin Sie ursprünglich wollten?“ „Offen gestanden, das weiß ich selbst nicht recht", lachte Ingeborg.„Ich habe mich treiben lassen. Schon als Kind war es mein Wunsch, einmal eine Reise um die Welt machen zu können. Und nun kam plötzlich der große Glücksfall. Ich habe diese Reise in dem Preisausschreiben einer Zeitung gewonnen. Ich bekam eine Summe Geld, die zu einer Weltreise gelangt hätte, unter der Bedingung, daß ich das Geld lediglich auf einer Reise verwende. Es wurde mir freigestellt, wohin ich reisen wollte, wiederum unter der Bedingung, daß ich über meine Erlebnisse Berichte schreiben würde." Münsingen dachte: Sie ist auf Gordons Wunsch mitgekommen, es wäre kein Wunder, wenn sie sich in Gordon verliebt hätte. Es war ein leises Bedauern in ihm.„. 4 7 4m Hermiss Als sie die Nuinen erreicht hatten, vermied Klaus daher jedes persönliche Wort, sondern zeigte ihr die zerfallenen Gebäude und Zisternen. Vieles war vom Sand der Wüste verschüttet, aber unter dem Sande mochte eine ganze Stadt liegen, von deren Existenz man keine Kunde hatte. Klaus verstand es, durch seine Erzählungen die alten Mauerreste zu beleben. Es machte ihm Freude, mit seiner Phantasie zu spielen und vor dem Mädchen das Bild einer Stadt aus Tausendundeinenacht erblühen zu lassen. Im Café der Oase ging es lebhaft her. Da saßen Unteroffiziere und Mannschaften zusammen. Niemand hätte Seldon zugetraut, daß er ein so abgefeimter Dieb sein könnte, der beinahe auf frischer Tat ertappt, auch noch solange leugnete, bis man den Beweis bei ihm gefunden hatte. Dann erst hatte er die Tat zugegeben. „Man hätte ihn aufhängen sollen", rief ein alter Unteroffizier,„der Captain war viel zu anständig.“ „Nu, nn, sachte, Ihr seid doch alle keine Heiligen.“ „Darum dreht es sich auch gar nicht. Daß mal einer was klaut, na schön, das kommt in den besten Familien vor, aber daß einer seinem Kameraden das Geld aus der Tasche holt, einem Kameraden, mit dem er sogar noch befreundet ist, da hört doch verschiedenes auf.“ Herr Papuolus war ein aufmerksamer Zuhörer. Dann brachen die Gespräche plötzlich ab. Ueber den kleinen Platz kam Seldon mit langsamen Schritten, die Hände in den Hosentaschen, in das Café, ließ sich an einem noch freien Tisch nieder und bestellte bei Papuolus einen Whisky. Die andern sahen verlegen fort. Zwischen ihnen und dem früheren Kameraden war eine Kluft entstanden, die durch nichts überbrückt werden konnte. Eine Zeitlang herrschte ein peinliches Schweigen in dem Raum. „Los, Herrschaften, gehen wir Fußball spielen“, sagte plötzlich jemand sehr laut. Das war ein befreiend wirkendes Signal, dem ein etwas überstürzter Ausbruch folgte. Alle wollten so rasch wie möglich fort, nur einer blieb einen Augenblick zurück, stutzte beide Hände auf Seldons Tisch und sah ihn an. „Seldon, ich kanns nicht fassen, und wenn du es nicht selbst zugegeben hättest, dann würde ich es auch nicht glauben. Du hättest doch ein Wort sagen können, daß du Geld brauchst, wir hätten es dann schon aufgetrieben und wenn wir hätten alle zusammenlegen müssen. Na, nun ist nichts mehr zu machen.“ Einen Augenblick schien es, als ob Seldon etwas sagen wollte, denn in das Gesicht des andern sehen zu müssen und dabei den Mund zu halten, überstieg beinahe seine Kraft, und für den Bruchteil einer Sekunde bereute er es, sich auf die Sache eingelassen zu haben. Er kniff die Augen zusammen und seine Lippen bewegten sich, dann aber machte er eine wegwerfende Handbewegung und zuckte nur mit den Schultern. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, ging der andere den Kameraden nach. Seldon blieb allein sitzen und dachte darüber nach, wie es einem zumute sein mußte, der wirklich einen Diebstahl ausgeführt hatte. Dann zahlte er seinen Whisky. „Kann ich Ihnen irgendwie helfen?“ fragte Herr Papuolus, während er Geld herausgab.„Ich habe gehört, daß Sie Unannehmlichkeiten hatten.“ Seldon sah ihn an. Die Aufgabe, die er sich gestellt hatte, hatte ihn mißtrauisch gemacht. Hier ist ja doch nichts mehr zu holen, nee danke, ich fahre am Freitag fort.“ „Wie Sie meinen“, sagte der Grieche höflich.„Vielleicht überlegen Sie es sich noch, ich habe viele Verbindungen, sehr viele Verbindungen, vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit, daß ich Sie bei einem meiner rteunde unterbringen kann.“ „Ja, aber als was denn?“ fragte Seldon. Der Grieche wiegte den Kopf hin und her. „Solche Leute wie Sie, kann man immer gebrauchen. Kräftig, stark, intelligent, warum auch nicht?“ „Danke schön, Papuolus, ich werde es mir überlegen(Fortsetzung folgt) der Welt bereits eine begeisterte Gemeinde besitzt und gerade in diesen Tagen als Gast der Berliner Staatsoper in„Eugen Onegin“ die Aufmerksamkeit aller Freunde der Musik auf sich lenken wird: Maria Cebotari, die ebenso schöne wie jugendliche Dresdener Kammersängerin wird in ihrer Wahlheimat Deutschland zum ersten Male vor die Kamera treten. Hans von Wolzogen hat die Künstlerin für die Hauptrolle des Films„Mädchen in Weiß“ verpflichtet. Die Aufnahmen unter der Regie von Viktor Janson beginnen Ende Juni. 58r dehn aus Moztor! Ein berühmter Silmheld auf vergeblicher Brautschau Clark Gable der berühmte, auch in Deutschland Gable sein, sondern nur der Mann, der Zuflucht sucht beliebte amerikanische Filmdarsteller, will sich verheiraten, aus einer Welt des Scheins in eine Welt des echten aber der Mann, dem Millionen Mädchenherzen zuflie= Fühlens.“ gen, erklärt, er fände trotz all seiner Bemühungen nicht die Frau, die er sich wünscht. Jo jung— und schon lo berühmt Es klingt wie eine Ironie des Schicksals, daß der Shirley Temple verdient augenblicklich im Jahr in Mann, dessen Bild hunderttausende Jungmädchenzim= Amerika allein durch ihre Filmarbeit 300000 Dolmer in allen Ländern der Erde schmückt— Clark=Gable= lar. Nicht viel weniger erhält sie von Firmen, die Photographien haben bis heute eine Auflage von 121 sie in Schrift und Bild für ihre Reklame zur AnMillionen Exemplaren!— erklärt, er könne preisung von Puppen, Hüten, Mänteln, Schuhen, Unterkeine passende Frau finden. Zweimal war der Film= wäsche bemühen und aus dem Verkauf von Grammoschauspieler bereits verheiratet, zweimal mit einer Frau, phonplatten, die von ihr gemacht werden. Der amerikadie zehn Jahreälter war, als er selbst. Nun ist nischen Mentalität entspricht es, wenn man Shirley als Clark Gable 37 Jahre alt und sehnt sich, wie er selbst Ehrenämter die Stellung eines Hauptmanns des sagt, nach„der dritten und letzten Mrs. Gable." „Man wird vielleicht sagen“, schreibt Mr. Gable in Forst=Korps von Texas und die eines Obersten der National=Miliz von Kentucky übertragen hat. Daß sich einer amerikanischen Sonntagszeitung, in der er täglich ungefähr 20 Pressephotographen um sie einen mühen entspricht der großen Beliebtheit, die sie mühen, entspricht der großen Verleotheit, die Lande der unbegrenzten Möglichkeiten genießt. sie Maria Cebotari erlimalig im Film Wiederum hat sich der Film die Mitarbeit einer künstlerischen Persönlichkeit gesichert, die, durch den Stoßseufzer veröffentlicht,„ein Mann, der zweimal geschieden wurde, ist unverträglich, er verdient es nicht, daß man ihn bemitleidet. Aber als ich 1922 meine erste Frau kennenlernte, war ich ein junger Dachs von 22 Jahren, der auf einer Wanderschmiere schlecht genug den„Hamlet“ und den„Onkel Tom“ mimte. Später künstlerischen Persönlichkeit gesichert, die, durch den und weint steinerw. fand ich eine Anstellung als Kontrolleur in einer Tele= Rundfunk bekannt, an den berühmtesten Opernbühnen Dollar bekommt. phongesellschaft und mein erster Dienstgang führte mich zufällig zu Mrs. Josephine Dillor Sie nahm sich meiner an, gab mir dramatischen Unterricht und wurde ein paar Wochen später meine Frau. Josephine und ich sind heute noch gute Freunde, wenn auch die Ehe an dem großen Altersunterschied scheiterte. Sie ist eine der ersten Schauspiellehrerinnen von Hollywood, und viele Weltberühmte verdanken ihr die tadellose Aussprache und den Bühnenschliff. Dennoch kann man meiner Meinung nach auch mit einer Frau, die älter als der Mann ist, sehr glücklich sein.“ „Auch meine zweite Frau, Rhea Langham, war zehn Jahre älter als ich. Sie hat mich verlassen, weil sie das Milieu, in dem ich arbeiten und leben muß, nicht ertrug. Wir wären heute noch glücklich miteinander, hätte sie sich in Hollywood heimisch fühlen können. Aber es lag eine Welt zwischen mir und ihr. Rhea konnte sich mit dem Leben in der Arbeitshölle Hollywood niemals aussöhnen, unsere Feste waren ihr zu laut, unsere Tage zu abgehetzt, unsere Prunkvilla zu überladen. Sie hat recht gehabt— auch ich sehne mich oft aus diesem Trubel heraus nach jener Einfachheit, aus der ich mich emporgehungert und emporgekämpft habe. Aber das Leben ist stärker als die Wünsche. So sind wir auseinandergegangen.“ „Und nun? Seit sieben Jahren wünsche ich mir eine Frau, die zu mir paßt. Es kann auf die Dauer einen Künstler nicht befriedigen, wenn die jungen Mädchen ihm rührende Briefe schreiben und in sein bißchen Privatleben einzudringen versuchen. Ich kämpfe zugleich um ein kleines privates Glück, das unabhängig ist von Kunst und Beruf. Wie diese Frau, die ich mir wünsche, aussehen soll? Es ist so schwer zu sagen. Sie müßte in einer Welt leben, die nichts mit meinem Beruf zu tun hat und mich doch nicht entfremdet. Sie dürfte vom Film nichts verstehen und nie ein Kino besuchen, sie sollte nicht zu jenen Damen gehören, deren Bilder man in den Zeitschriften sieht und deren Kleidersorgen die Welt beschäftigen. Sie soll verbunden sein mit der Natur und in ihrem Mann nicht einen Filmhelden sehen, sondern einen einfachen Menschen. Für diese Frau, die ich noch nicht kenne, aber die ich zu finden hoffe, will ich nicht der Filmdarsteller Clark Ein Film von Wolken und Wetter Professor Mügge von der Wetterdienststelle Frankfurt(Main) dreht gegenwärtig einen Film, der den Titel„Wetter des Sommers" trägt und alle nur denkbaren Wolkenbildungen zeigt—, von zartesten, im Blau des Himmels stehenden Zeichnungen bis zu den Ballungen der Gewitterwolken. Man erlebt u. a. das Entstehen eines Wolkenbruchs und sieht Aufnahmen von einem Tagesgewitter, die bisher noch nie geglückt sind. Die ständige Bewegung der Wolkenmassen, deren Aufnahmen Stunden beanspruchen, wird mit dem Zeitraffer gefilmt. Auf dem Dach der Frankfurter Wetterwarte ist ein Hochsitz errichtet worden, von dem aus mit einer wind= und wetterfesten Kamera die Aufnahmen gemacht werden. Lohnende Beruse Zwei Balljungen aus Denver(Colorado) werden dafür bezahlt, daß sie, nunmehr schon seit sieben Mosich naten, einen verlorenen Golfball mit dem Autobe= gramm von Greta Garbo suchen, den der Millionär im Thomas Delroy beim Spielen verloren hat. Eine blendend schöne Frau, Florence HardingPipers, sitzt bei jeder Premiere eines tragischen Films in der Loge eines Newyorker Premierentheaters und weint steinerweichend, wofür sie im Monat 400 Foto: Uia — Fita Benkhoff als Bianca; Gina Falchenberg Die drei Grazien von Ferrara Fote Ufe .- Lannos Ho.: der Darsteller des Simon Jokaltites Preesters in der Film-Operette „Der Bettelstudent“ Kleine Silmpost Gustaf Gründgens wird noch in dieser Spielzeit einen Film inszenieren, dessen Stoff er selbst frei nach# Theodor Fontanes„Effi Priest“ gestaltet hat. Die Hauptrolle spielt Marianne Hoppe, die übrigen Rollen des Films werden mit Mitgliedern des Ensembles des Berliner Staatstheaters besetzt. Dampferkino. Während der Hin= und Rückfahrt des englischen Riesendampfers„Queen Mary“ wurden in den vier Vorführungsräumen des Schiffes insgesamt 51 Filme gezeigt. Gary Cooper, der amerikanische Filmschauspieler, hält den Rekord, der meistbeschäftigste Filmdarsteller zu sein. Seit dem 20. August 1934 ist er ohne jede Unterbrechung tätig gewesen. Doppelrolle. In ihrem neuen Film„Schatten der Vergangenheit“ spielt Luise Ulrich eine Doppelrolle. Der Film wird von Werner Hochbaum inszeniert. In weiteren Rollen spielen Lucie Höflich, Gustav Dießl und Oskar Sima. Rolf von Goth, der mit Karin Hardt verheiratet ist, spielt in dem demnächst erscheinenden Film„Das Schloß in Flandern“ die Rolle eines Kriegsteilnehmers. „Drei tolle Tage.“ Ein Film vom Kölner Karneval wird unter der Spielleitung Hans Deppes gedreht. Hauptdarsteller sind Paul Henckels, Jupp Hussels und Paul Heidemann. Die weiblichen Rollen werden von Trude Hesterberg und Tina Eilers verkörpert. „Allotria“, dessen 25. Vorstellung stattfand, soll während der Olympiade in 60 Berliner Erstaufführungstheatern laufen. Lilian erkrankt. In Neubabelsberg mußten die Aufnahmen zu dem Film„Glückskinder“ unterbrochen werden, da die Hauptdarstellerin, Lilian Harvey, plötzlich erkrankte. Uebertragungskosten. Die amerikanischen Wochenschaugesellschaften und der Rundfunk sollen insgesamt 125 000 Dollar für die Aufnahme resp. Uebertragung des Boxkampfes Schmeling— Louis gezahlt haben. Ein westsälischer Ichandbrief aus dem 16. Jahrhundert Säumige Schuldner, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wollten, wurden noch vor nicht langer Zeit oft von den erzürnten Gläubigern in den Zeitungen aufgefordert, an die Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten zu denken. Oder der Gläubiger ließ in ein öffentliches Blatt setzen, daß eine Schuldforderung an Herrn K. (mit Angabe der Summe) billig abzugeben sei. Die neuere Rechtsprechung hat ein solches Ausbieten fast unmöglich gemacht, da sie in ihm, wohl mit Recht, eine Herabsetzung des Schuldners erblickt. Bürgen schildernden besiegelten Schrift vom 25. Juli 1570 an den Kirchtüren zu Bochum, Hamm, Dortmund und Lippstadt angeschlagen. Ein für eine weitere Stadt bestimmtes Exemplar ließ der Magistrat zu Hamm dem Boten abnehmen. Man wird nicht bestreiten dürfen, daß Adolf von Schwarz im Vergleich mit ähnlich oder gleich liegenden Fällen bei seinem Vorgehen in jeder Beziehung die mildeste und mäßigste Form gewählt hatte. Aber die drei Bürgen, sehr angesehene Männer, die in kaiserlichen Regimentern gedient hatten, spien Feuer und Flamme ob diesem öffentlichen Angriff auf ihre Ehre. Sie wandten sich an das Reichskammergericht in Wetzlar, und dieses forderte auch am 12. Juli 1572 den Angeschuldigten vor seine Schranken. Schwarz bestritt die Zuständigkeit dieses Gerichts, und so entspann sich ein 13 Jahre währender Prozeß, über dem Viktor von Knipping und Alfred von Hoerde dahinstarben. Endlich im September 1585 zeigte der Gläubiger an, daß er von den Beteiligten befriedigt worden sei, und somit erreichte der Streit sein Ende. Zwar hatte inzwischen die neue Reichspolizeiordnung von 1575 das Anschlagen von Schandbriefen untersagt; allein da diese Verordnung keine rückwirkende Kraft haben konnte, so blieb die Verkündigung der neuen Polizeiordnung ohne Einfluß auf den vorliegenden Fall, und mit gutem Grund konnte sich Schwarz darauf berufen, daß jenes Verfahren bis dahin„ein erlaubter und landkundiger Brauch unter dem Adel gewesen". Walter Bartz Immerhin ist ähnliches schon in längst vergangenen Jahrhunderten dagewesen. Wenn damals der Gläubiger nicht zu seinem Gelde kommen konnte, nahm er nur selten seine Zuflucht zu der langsamen und unsicheren Rechtspflege, sondern suchte seinen Zweck dadurch zu erreichen, daß er in einem in der Regel mit einem Spottbild gezierten sogenannten Schandbrief, der an öffentlichen Orten, selbst an Galgen und Pranger, angeschlagen wurde, die Treulosigkeit des Schuldners oder seiner Bürgen der Verachtung des Volkes preisgab. Ein merkwürdiger Fall solcher Selbsthilfe, wie er aus unserm Westfalen berichtet wird, sei hiermit dem Staube eines Archivs entzogen. Der lippische Landdrost Adolf von Schwarz hatte durch Heirat ein Kapital von 1000 Gulden erworben, eine für das 16. Jahrhundert bei etwa 30000 Mark heutigem Geldwert ganz beträchtliche Summe, die Johann von Westram Schwarzens Frau seit 1563 schuldete. Für diese Schuld hatten drei vornehme märkische Edelleute, Viktor von Knipping, Alfred von Hoerde und Rotger von Türk, in bündiger Form„bei adeligen Ehren und Treuen“ an Eidesstatt und unter Verpflichtung zum Einlager mit je zwei reisigen Pferden die Bürgschaft übernommen und die Schuldurkunde mit besiegelt. Der Schuldner konnte später nicht zahlen, und die Bürgen hatten auch keine Lust dazu; alles Erinnern und Mahnen blieb umsonst. Adolf von Schwarz griff deshalb nachdem er vergeblich die Bürgen mit öffentlichem Anschlag bedroht hatte, zum Mittel des Schandbriefes. Das betreffende Spottbild stellte die drei Bürgen mit ihren„unehrlichen Siegeln“ in ehrenrührigen Stellungen dar, z. B. Viktor von Knipping verkehrt auf einem Esel reitend mit der Umschrift„Hier stehe ich stegelloser Mann“: es wurde mit der das Verhalten der Aus einem alten Kammergrab Reiche Funde wurden in einem aus der Zeit um 600 n. Chr. stammenden Kammergrab gemacht, das bei Soest aufgemacht wurde. U. a. fand man darin eine Schmuckscheibe, die hier in natürlicher Größe wiedergegeben ist. Die Funde sind im Landesmuseum für Vor= und Frühgeschichte in Münster untergebracht phot.: Landesmuseum Münster Düt un Dat in Baukumskem Tlatt (Nich nohdrücken.) De Unglückshippe Kaal ut de Schiämbiäke, Biärgmann op„Marianne“, hadde so'n kleinen Prumenkotten met’nem Prachtexemplar van Hippe. Düse Hippe stunn meestendeels ächter Kaals Hus im kleinen Obsthuof, wo et ümmer wat Besonneret te schnabuleeren gaw. De Hippe hadde man bloß de dumme Angewuohnheit, ouk junge Obstböimkes anteknabbern un diän Bast te friäten. Eenes Dags, as Kaal ouk wiär vam Kuollbjärg kam un all unnerwiägens een paar Schnäpskes tevüöll gedrunken hadde, awer hennig noh Hus bi sienem Kalinken gohn wuoll un dann ouk an dem Obstuof vüörbikam, sog he, dat de Hippe wiär an de Obstböimkes am herümknabbern waß. Do kreg he in sienem Dusel de Wut, nahm siek den ersten besten un dicksten Knüppel, schleig dat Dier füör den Kopp, dat et„Quack“ sag un fuortens alle veere van siek straak. As Kaal nu sog, wat he in siener Wut angericht hadde, kam he te Besinnung un doh den Knüppel wier schöen op de Siete. Dann stell'n he siek ganz dumm an, gong int Hus rin un, reip: „Kalinken, Kalinken, komm mol wacker rut, eck glöw, use Hippe hiät een Schlag gekriägen.“ Kalinken kam ouk fuortens rut, besoh siek dat Dier fong an te hülen un sag dann trüherzig:„Jo, jo Kaal, du häs recht, dat hät so kummen salln, dat es ne Strofe vüör de Hippe jähre fiene Tunge. Kaal huoll de Ohrn stief un verdrüggen siek so hennig, as he konn. He dach so bi siek:„Junge, Junge, de Sake häw eck mol wiär fien geschmieten.“ W. K. Ratte im WDams Dä Wiäg nom Spitznamen es nich wiet. Besonners biem Kumpel nich. Dat wor ouk Willm gewahr. Willm was op äine Zäche im Süden Baukums am arbäidn. Dä Betrieb liet gietts still un dä Stollen un Strecken stoht unner Water. Op dä Schachtanlage worn ouk tiämlich vüöll Ratten. Sä flitzen dürch dä Piärreställe un knagen an dä Gezähkisten rüm. Sä klummen op dä Timmerungen rop un balancäiern üöwer dä Schienen. Kuotüm, dä langstiättigen Biester worn üöwerall te finnen. Aeines Middags noh dä Schicht— dä Tied drängere— schnappen Willm siene Jacke vam Nagel. Hastig susen hä met dä Hand in däm Aermel, doch im selwigen Moment schmätt hä dä Jacke wier wiäg un reip erschrocken:„Scht, scht, Ratte im Wams!“ Grinsend bekäiken sick dä annern Kumpels dän Vüörgang, un kuott drop belöchten sä ne kapotte Ratte, dä irgend so'n Nichtsnutz uesen biederen Willm in dän Jackenärmel gestoppt hadde. Willm äwer hedden van nun an„Ratte im Wams“. W. B. Bezugspreis mit Bote monatlich, Selbstabhol Bezugspreis für die zeitschrift„hör mit: 55 Pf. bei fünf Soni Zeitung durch höhere verhindert wird könr schäftsstelle geöffnet v# von 11 bis 12 Uhr.— und Samstags, von Verlag und Druck Festesfreud De 1500 P E In seiner tause die schwersten Stu Zweimal legten se mer, noch öfter ver die Blüte der Ber nerung an diese t ner des Neckartals diger bejahen läßt jungen Stadt so l wo sie den 550.( In den sonst so sti Weltstadtverkehr, senseits des Fluss# Geschehens gerisser Welt sind zur Ju troffen. Die Vertri liche Glückwüns reichstem Fla Der Glü Der Führer u stit Heidelbers jührigen Bestehen. richtet: „Der Universi schen Reiches, spr sie im Kreise ihrer und von Vertre jähriges Bestehen regierung Glückwi Herr Rektor, dem mir aus diesem A erwidere sie herzl ehrwürdige Heil Ueberlieferung— Pflanzstätte edel Mittlerin echten bleiben möge.“ fahren. 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