*BE* E Enseigenptelse: Grunppreis fur 1 am Oose 1 M2 Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. daldmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. balbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illusitrierie= 30 Bf. monatlich. Funkseitschrift„bör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch böbere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verbindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schrittleitung, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Udr.— Bostscheckonio Dorimund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag, 17. Juni 1937 44. Jahrgang Nummer 139 Einzelpreis 10 Pf. anzeigen und Siellengesuche 6 Pl., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschaitlicher Art) 8 Bf. Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Terttei 10 Pf., Auskunft= und Ziffergebühren 25 Vf., Zur Zei int Preisliste„Nr. 8 galtig,„Nachlaßzstattel, 8.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frübmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich ausgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden Nufiaclsch Fer kruntcnrscheo=ZreHeus vor Abotf Viller in Berlin— Eine Ansbrache des Führers dnb Berlin, 16. Juni. Den eindrucksvollsten Höhepunkt der Deutschlandreise der 1300 italienischen Jugendführer und=führerinnen bildete am Mittwoch nachmittag ihr Aufmarsch vor dem Führer und Reichskanzler auf dem Wilhelmplatz unter dem Jubel einer nach vielen Tausenden zählenden begeisterten Volismenge.„.„ Sezm ötähur.ekr Der Marsch der italienischen Jugendführer nahm auf dem Königsplatz seinen Anfang und führte durch das Brandenburger Tor, die Straße Unter den Linden und die Wilhelmstraße zum Wilhelmplatz. Zu beiden Seiten des Aufmarsches hatten Formationen der Berliner Hitler=Jugend und des Jungvolkes ein Ehrenspalier gebildet. Viele Zehntausende der Berliner Bevölkerung begleiteten die Mannschaft mit begeisterten Heilrufen und erwiesen den Feldzeichen der faschistischen Jugend mit erhobener Rechten ihre Ehrenbezeigung. Als sich der Zug der Reichskanzlei näherte, betrat der Führer und Reichskanzler durch den Vorgarten die Wilhelmstraße, wo er von der vieltausendköpfigen Menge mit begeisterten Heilrufen begrüßt wurde. Der Führer nahm dann, in seinem Wagen stehend, den Vorbeimarsch der italienischen Jugendführer und führerinnen ab. Vor seinem Wagen hatte der Führer der italienischen Jugend, Staatssekretär Ricci, Aufstellung genommen. Neben ihm standen Ministerpräsident Generaloberst Göring, der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach. Obergruppenführer Brückner, Brigadeführer Schaub, Stabsführer Lauterbacher und Reichssportführer von Tschammer und Osten Man sah es den italienischen Jugendführern und=führerinnen an, daß der Vorbeimarsch vor dem Führer und Kanzler des Deutschen Reiches für sie das größte Erlebnis ihrer Deutschlandreise bedeutete, genau so wie vor drei viertel Jahren für die deutsche Jugend ja auch der Marsch vor dem Duce die eindrucksvollste Stunde ihrer Italienreise war. Der Führer an Italiens Jugend Nach dem Vorbeimarsch vor der Reichskanzlei nahmen die italienischen Jugendführer und=führerinnen auf dem Wilhelmplatz in einem weiten offenen Viereck Aufstellung. Der Führer Adolf Hitler schritt nun in Begleitung des italienischen Jugendführers und des Jugendführers des Deutschen Reiches die Front der angetretenen Balilla=Offiziere ab. Danach richtete er folgende Ansprache an sie: „Junge italienische Kameraden! Ich freue mich, daß ich Sie heute auf diesem Platz in Berlin begrüßen kann. Sie sind zu Besuch in ein Reich gekommen, das von denselben Prinzipien und Ideen beherrscht wird wie Ihr eigenes Land. Italien und Deutschland haben unter ähnlichen Voraussetzungen einen Weg zu finden gesucht und haben ihn gefunden: einen Weg, der aus nationaler Schwäche zu nationaler Kraft, Stärke und damit, wie wir wissen, zum nationalen Recht führt. Ihr werdet bei Eurer Reise durch Deutschland empfinden, wie sehr diese gleichen Gedanken in den Gefühlen der Freundschaft und Zuneigung hier ihren Ausdruck finden. Deutsche Kameraden und Kameradinnen vor Euch haben dieselben Eindrücke aus Italien mit in ihre Heimat zurückgebracht. Italien und Deutschland sind erfüllt von der Ueberzeugung, daß die beiden Träger dieser Gedanken nicht hsoliert in der Welt stehen, daß diese Ideale nicht nur in diesen zwei Staaten eine Heimstätte gefunden haben, sondern von ihnen ausgehend auch anderen Ländern und Völkern als beachtenswert erscheinen. Vor allem aber führt uns in dieser Zeit die gleiche Abwehr zusammen gegenüber einer der größten Weltgefahren, die es gibt, gegenüber dem Bolschewismus. Es ist für uns ein beglückendes Gefühl, zu wissen, daß in Italien ebenso wie bei uns ein Land in Wehr und Waffen aufgebaut ist und daß dieses Volk nun seine Jugend als Repräsentant hier nach Berlin geschickt hat. So wie das deutsche Volk stolz und glücklich ist auf seine Jugend, so kann auch das italienische Volk stolz und glücklich auf seine Jugend sein! Auch das ist etwas, was uns verbindet: eine Jugend, die Ideale hat und die bereit ist für diese Ideale zu leben und, wenn notwendig, auch für sie in den Tod zu gehen! Das ist für uns eine stolze Erkenntnis. Ich kann Euch in dieer Stadt und damit im Deutschen Reich nicht besser wilkommen heißen, als daß ich Euch erkläre: Millionen und aber Millionen sehen in Euch die jungen Repräsentanten einer uns befreundeten Nation! Heil Euch!“ Nach der Rede des Führers spielte der italienische Musikzug die deutschen und die italienischen Nationallieder. Der Reichsjugendführer brachte dann ein SiegHeil auf den Führer und Reichskanzler, den König von Italien und Kaiser von Aethiovien und auf den Chef der faschistischen Regierung Mussolini aus, das bei den Tausenden einen begeisterten Widerhall fand. Die jungen Italiener antworteten mit einem brausenden„Eia Eia Alala“. Festabend in der Deutschlandhalle Die italienische Jugend zeigt ihr musikalisches und sportliches Können Berlin, 16. Juni.(Eig. Drahtber.) Nach dem imposanten Vorbetmarsch, den die in Berlin zu Gast weilende Balilla heute vor dem Führer aurf dem Wilhelmplatz unternahm, legten die faschistischen Akademien für Jugendführer und Jugendführecinnen des Forum Mussolini in Rom—Orvieto Proben ihrer musterhaften Ausbildung und ihres Könnens ab. In der vollbesetzten Deutschlandhalle, geschmückt mit den Farben des befreundeten Italiens und den Farben des Reiches, hatten sich an 18.000 Personen eingefunden. Stark vertreten waren die Mitglieder der italienischen Kolonie und die Gliederungen der nationalsozialistischen Jugendverbände. In den Ehrenlogen sah man neben dem italienischen Staatssekretär Ricci den Reichsjugendführer Baldur von Schirach, den italienischen Botschafter Attolico, Reichsminister„Ruß, Reichsführer ti Himmler, den Berliner Polizeiprästdenten Graf Helldorf sowie Vertreter von Reich, Staat und Partei. Unter dem Jubel des festlich gestimmten Hauses marschierten die jugendlichen Gäste in strammer Haltung ein. Angetan mit ihren schmucken Sportanzügen, nahmen sie im weiten Oval des Riesenhauses Aufstellung, immer wieder mit den Rufen„Heil Mussolini“,„Heil Hitler“ begleitet, während die über 100 Mann starke Balilla=Kapelle die deutschen Nationalhymnen intonierte und schließlich mit dem ganzen Feuer italienischer Begeisterung die Giovenezza anktimmte.##HXS4m a Emn Im Maikut. Es ist schwer zu entscheiden, ob man der rhythmischen Exaktheit der Kapelle und der ausgesprochenen Musikalität ihrer Mitglieder oder den temperamentvollen Chorgesängen den Vorzug geben soll. Der sechsstimmige Chor aus der„Romannia“ übrerascht ebenso wie der Chor aus Rossinis„Wilhelm Tell“ und der Kriegerchor aus„Don Sebastiano“. Aber am stärksten kommen Rhythmus und Melodienreichtum wohl im„Kampf der Venezianerinnen“ zum Ausdruck, der immer wieder Beifallsstürme hervorlockt. Turnerische Vorführungen Nach diesem musikalischen Intermezzo der Kapelle marschieren dann die Jugendführer des Forum Mussolini auf. Nach äußerst knapp gehaltenen Kommandos nehmen die ranken Gestalten Aufstellung, wahrlich, ein ausgezeichnetes Menschenmaterial, sehnige, sonnengebräunte Körper, die einen im Sportdreß, die anderen nur in kurzen Turnerhosen. im Vordergrund Keulenschwinger, links und rechts flankiert von Tennisspielern, dahinter Skiläufer und ganz im Hintergrund mehrere Riegen Gerätturner. Und während die Scheinwerfer ihre Lichtkegel über dieses herrliche Bild von stählernen Körpern tasten, schwingt durch die Reihen ein turnerischer Rhythmus, der für die italienische Akademie ein einziges Lob bedeutet und der an die Spitze jedes turnerischen Sports gestellt werden muß. Auch die noch nerischen Sports gestelt werden muß. Auch die noch hanken, daß, fals der Tod an sie herantreten solle, sie folgenden Uebungen der Zugendführerinnen mit vresen wissen, mie stolz Eltern sein können, wenn sie einen und Bogen, zeigen, wie man hier in vorbildlicher Weise pissen, wie., Herzens bingeben müssen für das satzung gern ihre Bitte erfüllt, trotz des Ausfalles von 100 Mann in den spanischen Gewässern bleiben zu dürfen. Auf Befehl des Obersten Befehlshabers sei sie mit ihren toten Kameraden heute heimgekehrt, die in einem gemeinsamen Grab auf deutscher Erde ihre letzte Ruhe finden sollten. Dann wandte sich der Flottenchef an die Angehörigen, denen er sein tiefstes Mitgefühl zum Ausdruck brachte.„Wir trauern mit euch“, führte er aus,„aber wir bitten euch, seid mit uns stolz auf eure Söhne, stolz auf eure Brüder. Macht es uns damit leicht, den Verlust der Kameraden zu tragen. Macht es den Kameraden leicht, wenn sie erneut in Gefahr und Tod ziehen müssen, mit dem Geund Bogen zeigen, wie man hier In,„gehhichen#ber, heise die turnerische Leistung zum choreographischen Erlebnis gestaltet und musikalisch durchdringt. Der brausende Beifall, die Zurufe und das Händeklatschen der deutschen Jugend werden von den italienischen Freunden als Anerkennung und höchstes Lob gewertet werden. Ich sah ganze Reihen von Hitlerjungen und BDM.=Mädels, die mit fieberglänzenden Augen den Darbietungen folgten und immer wieder in Staunen ausbrachen, ganz zu schweigen von der reiferen Jugend und dem noch reiferen Alter, die mit diesem Abend einen ausgezeichneten Einblick in die ernste Arbeit des Faschismus an seiner nationalen Jugend erhielten. Kaum zu steigernder Beifall galt den militärischen Vorführungen der Jugendführer=Akademie. Hier waren es nicht allein die schmucken ansprechenden Uniformen, sondern noch mehr die Exaktheit der Darbietungen, die Aufmärsche, die Schwenkungen und Parademärsche und die Entwicklungen aus der marschierenden Front. Als schließlich verkündet wurde, daß die italienischen Gäste das HorstWessel=Lied in deutscher Sprache singen würden und dies dann auch geschah, erhob sich das festlich gestimmte Haus. In breiter Front hielten die Formationen, in der Mitte die Jugendführerinnen mit ihren schmucken Kostümen, bis schließlich drei vaterländische Hymnen mit dem Feuer und mit der Innigkeit der Jugend emporbrausten. Ein dreifacher Gruß galt Deutschland, dem Führer, galt Italien und seinem Duce, von den Zehntausenden feierlich erwidert. So wurde dieser Festahend in der Deutschlandhalle mehr als eine turnerische Darbietung. Von neuem hat er gezeigt, wie die beiden gast= und artverwandten Nationen immer näher zueinander rücken und wie gerade diese Jugend dazu berufen ist, die noch junge Freundschaft weiter zu vertiefen zum Heil der beiden Völker selbst und schließlich für den Frieden des Kontinents. Und wenn diese Festtage, an denen Deutschland die jungen Italiener bewirten darf, unseren Gästen ebenso unvergeßlich bleiben werden wie uns, die wir Zeugen der großen Leistungen sein durften, so wird dieser Besuch der Balilla nur ein Auftakt für einen noch innigeren Gedanken= und Leistungsaustausch sein. Sohn trauernden Herzens hingeben müssen deutsche Vaterland und unsern Führer: Der deutsche Rundfunk überträgt heute die Trauerfeier für die Gefallenen der„Deutschland“ dnb Berlin, 16. Juni. Der Reichssender Hamburg überträgt und alle Reichssender mit dem Deutschlandsender übernehmen am Donnerstag, dem 17. Juni, in der Zeit von 11.20 bis 12 Uhr vom Marine=Ehrenfriedhof in Wilhelmshaven die Trauerfeier für die bei dem Ueberfall auf das Panzerschiff„Deutschland“ Gefallenen. Es spricht Generaladmiral Dr. h. c. Raeder. Außer Gefahr sind nunmehr alle Verwundeten der„Deutschland“ anb Berlin, 16. Juni. Nach Meldung des Kommandos des Panzerschiffes „Deutschland“ ist das Befinden aller Verwundeten, auch der zur Zeit noch im englischen Militärlazarett in Gibraltar befindlichen, zufriedenstellend. Nach menschlichem Ermessen besteht bei keinem der Verwundeten noch Gefahr, auch dürften voraussichtlich kaum noch wesentliche Gesundheitsschädigungen zurückbleiben. Die Gennteht=err=Gesattenen Panzerschiffes„Deutschland“— Wilhelmshaven im Zeichen der Trauer Die Kriegsmarine empfängt ihre toten Kameraden Wilhelmshaven, 16. Juni. Das Panzerschiff„Deutschland“ brachte heute seine 31 deutschen Matrosen, die im Dienste des Vaterlandes und in treuer Pflichterfüllung dem feigen bolschewistischen Flugzeugüberfall zum Opfer fielen, in die Heimat zurück. Das Panzerschiff war am Mittwoch vormittag auf der Schilling=Reede an der Jademündung vor Anker gegangen. Die Wilhelmshavener Jugend, 2000 Schüler und Schülerinnen entboten als erste den heimkehrenden Toten ihren Gruß. In langsamer Fahrt näherte sich der Dampfer„Roland“, auf dem sich die Jugend, befand, dem Panzerschiff, wo unter den Geschützrohren auf dem Achterdeck die Särge der deutschen Seeleute aufgebahrt waren, bedeckt mit der deutschen Kriegsflagge, Kameraden hielten die Totenwache. Die deutsche Jugend ehrte die Gefallenen während der langsamen Vorbeifahrt mit dem Deutschen Gruß und mit einem stillen Gedenken, an das sich die Lieder der Nation Die Straßen von Wilhelmshaven sind in ein Mer von Trauerflaggen gehüllt. Im großen Hafen, an dem die Särge das Schiff verlassen, ist der freie Platz mit Pylonen umgeben. Die Straßen, durch die die Trauerparade ihren Weg zum Ehrenfriedhof nehmen wird, sind mit Blumen, Trauerfahnen und Trauerflor weihevoll geschmückt. Die Laternen und Fahnenstangen sind dicht umflort. Seit den frühen Morgenstunden strömt eine ernstgestimmte Menschenmenge der Hafeneinfahrt zu, und ungezählte, Tausende stehen an den Ufern, um die heimkehrenden Toten mit dem Schwur zu empfangen, daß ihr Tod unvergessen bleiben wird. Run ist es so weit, daß das Vaterland seine gefallenen Söhne und Brüder auf deutscher Erde empfangen kann. Gegen 20 Uhr gleitet das Panzerschiff„Deutschland“ langsam in die Nordschleuse der dritten Hafeneinfahrt, wo sich eine Offiziersabordnung unter Führung des Kapitäns zur See Thilo von Seebach an Bord der Deutschland“ begibt, um den toten Kameraden den ersten offiziellen Gruß in der Heimat zu entbieten. Nur kurze Zeit noch währt es. bis die„Deutschland“, auf der die gesamte Besatzung in straffer Paradeaufstellung divisionsweise angetreten ist, sich langsam unter lautloser Stille der am Kai harrenden Menschenmenge der Gazelle=Brücke nähert. Langsam gleitet der mächtige graue Schiffsleib der„Deutschland“ an die Kaimauer, von der Bevölkerung in ehrfürchtigem Schweigen mit erhobenem Arm begrüßt. Unter dem Turm sieht man die aufgebahrten 31 Särge, jeder mit der Reichskriegsflagge bedeckt und mit zwei Kränzen geschmückt. Davor halten zwei Obermatrosen mit gezogenem Seitengewehr Ehrenwache. Am Kai haben zahlreiche Angehörige Platz genommen. Zu ihrer Rechten ist eine aus drei Kompagnien bestehende Trauerparade von der 2. Marineartillerie=Abteilung und der 1. Schiffsstammabteilung„Nordse“ mit Spielmanns= und Musikzügen angetreten, um den Toten die militärischen Ehren zu erweisen. Nach dem Anlegen des Schiffes begibt sich der Flottenchef. Admiral Carls, in Begleitung des Kommandierenden Admirals der Nordsee, Admiral Schultze, des Festungskommandanten von Wilhelmshaven, Konteradmiral von Schrader, des Chefs des Stabes des Flottenchefs. Kapitän zur See Schniewind, und des Kreisleiters Meyer an Bord. Der Kommandant des Panzerschiffes„Deutschland“, Kapitän zur See Fanger, erstattet dem Flottenchef Meldung von der Rückkehr des Panzerschiffes, während eine Ehrenwache der„Deutschland“ von 20 Mann unter präsentiertem Gewehr dem Flottenchef die militärische Ehrenbezeigung erweist. Dann begibt sich der Flottenchef mit seiner Begleitung zum„Hindenburg=Turm“, um bei den toten Kameraden in einer Minute stillen Gedenkens zu verharren. Nach dem Abschreiten der angetretenen Besatzung des Panzerschiffes durch den Flottenchef betreten nun auch die Angehörigen über den mit Trauerflor und grünen Girlanden versehenen Laufsteg das Schiff. Inzwischen nehmen die Besatzungsmitglieder auf dem Achterdeck Aufstellung, um sich von den toten Kameraden zu verabschieden. Abschied von den Gefallenen Mit bewegter Stimme nimmt dann der Kommandant der„Deutschland“, Kapitän zur See Fanger, in einer kurzen Ansprache Abschied von den Toten. Er feiert ihre Treue und ihre Einsatzbereitschaft. Die 31 Seeleute seien gefallen als Helden und sollten deswegen auch auf dem würdigen Heldenfriedhof in Wilhelmshaven beigesetzt werden. Zu diesem Heldengrab, sollten und würden fortan die deutschen Seesoldaten wallfahren. Der Kommandant gelobte den für Volk und Vaterland Gefallenen, sie immer wieder zu ehren. „Dann sprach der Flottenchef, Admiral rief den Toten und denen, die im Dienste des Reiches und des Führers geblutet haben, wie der ganzen Bemit satzung, die ihre Pflicht und Schuldigkeit getan habe, „Hindenburg“=leinen innigen Willkommsgruß zu. Er habe der BeGeneral Beck fährt nach paris Der Chef des deutschen Generalstabes besucht den Chef des französischen Generalstabes dnb Berlin, 16. Juni. Der Chef des Generalstabes des Heeres, General der Artillerie Beck, hat sich heute zu einem Privatbesuch der Pariser Weltausstellung nach Parks begeben. Er wird dabei auch Gelegenheit nehnen, dem Chef des französischen Generalstabes, General Gamelin, einen Besuch abzustatten. Bis 27. Juni verlängert Die Reichsausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit“ Berlin, 16. Juni. Das ungewöhnlich große Interesse, das die Reichsausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit" bei der gesamten deutschen Bevölkerung gefunden hat, und der immer noch steigende Besucherzustrom aus dem ganzen Reich haben die Ausstellungsleitung veranlaßt, diese einzigartige Leistungsschau des Nationalsozialismus am Kaiserdamm in Berlin um eine Woche bis einschließlich Sonntag, den 2 7. Juni zu verlängern. Damit ist auch denen, die in dieser Zeit der beginnenden Hochsaison der deutschen Bade= und Kurorte über Berlin in die Sommerfrische fahren, die Gelegenheit geboten, die große Reichsausstellung zu besichtigen. KdF.=Sonderzüge werden auch in der Verlängerungswoche aus allen Gauen nach Berlin fahren. Auskunft darüber erteilen alle KdF.=Stellen. 95 95 Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551— 54 5 4 4 # 5 K Die Alte Garde in Danzig Danzig, 16. Juni. Heute vormittag trafen die vier Sonderzüge der Alten Garde der NSDAP. in Danzig ein. Die Alte Garde marschierte zunächst unter dem Jubel der Danziger Bevölkerung sowie der Spalier bildenden NS.=Gliederungen zum Friedrich=Wilhelm=Schützenhaus. Die Gäste wurden mit Blumen überschüttet. Nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt Danzig, die im Schmuck von Fahnen, Blumen und Transparenten prangt, fand am Mittag im großen Saal des Friedrich=Wilhelm=Schützenhauses ein gemeinsames Mittagessen für die Alte Garde statt. Kurz vor 13 Uhr war auch der Stabschef der SA. Lütze im Schützenhaus eingetroffen. Auf die Willkomms=Ansprache des Danziger Gauleiters Forster antwortete Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der zunächst den Stabschef Lutze begrüßte und dann dem Danziger Gauleiter Forster den Dank für den Willkomm und die herzliche Aufnahme in Danzig aussprach.„Wir fahren gen Osten, um unseren Landsleuten hier zu zeigen, daß das ganze Reich immer an sie denkt.“ Das Herz einer Nation liege nicht im geographischen Mittelpunkt, sondern an den Grenzen. Dr. Ley schloß mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer. Um 14.45 Uhr begann der Marsch der Alten Garde durch Danzig, der einem wahren„Triumehzug, glich. Zwei Dampfer brachten die alten Kämpfer des Führers anschließend nach Zoppot. Die Fahrt von Danzig durch den Hafen weichselabwärts in die Danziger Bucht erfolgte bei herrlichstem Sommerwetter Zehntausende begeisterte Zuschauer umsäumten die Ufer bei der Abfahrt der beiden Dampfer. Sprechchöre wie„Grüßt unsern Führer!“ ertönten. Eine Flottille von Danziger Motorbooten begleitete die Dampfer auf ihrer Fahrt. An den Ufern hatten die Danziger Ruder= und Sportvereine mit ihren Booten und Kanus Aufstellung genommen. Während der Fahrt hielt Regierungsrat Dr. Peiser einen informatorischen Vortrag über die geschichtliche und gegenwärtige wirtschaftspolitische Lage des Danziger Hafens. Am Zoppoter Seesteg erwarteten Tausende von Einwohnern und Badegästen die Alte Garde. Nach der Be Seite 2 Nr. 139/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 17. Juni 1937 grüßung durch den Oberbürgermeister Temp(Zoppot) ging es in geschlossenem Zuge durch das Spalier der begeisterten Zoppoter über den Seesieg, der mit Girlanden und Fahnen reich geschmückt war, zum Kurhaus. In dem festlich geschmückten Saal fanden ein Konzert des Danziger Stadttheater=Orchesters sowie Tanzvorführungen des Balletts der Danziger Staatsoper statt. Abends erstrahlte der Zoppoter Kurgarten in märchenhafter Festbeleuchtung. Gegen 24 Uhr verließen die vier Sonderzüge Zoppot, um die Alte Garde nach Königsberg zu bringen. Oesterreichische Industrielle beim Führer unb Berlin, 16. Juni. Der Führer und Reichskanzler empfing heute eine aus 20 Herren bestehende Gruppe, österreichischer Industrieller, die unter Führung des Präsidenten des österreichischen Industriellenbundes, Staatsrats Ludwig Urban, zur Zeit eine Besichtigungsreise durch Deutschland ausführt. Die Vertreter der österreichischen Industrie wurden durch den österreichischen Gesandten Tauschitz eingeführt, der in einer Ansprache der Reichsregierung und der Reichsgruppe Industrie seinen Dank für die Einladung der österreichischen Industriellen nach Deutschland und zugleich die Erwartung aussprach, daß diese Reise zur Festigung der deutsch=österreichischen Beziehungen beitragen möge. Der Führer und Reichskanzler hieß in seiner Erwiderung die Gäste herzlich willkommen, wies auf die großen Aufgaben hin, die sich Deutschland durch den Vierjahresplan gestellt habe, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich die Besucher bei ihrer Besichtigungsreise durch die Stätten der deutschen Industrie selbst davon überzeugen werden, mit welcher Tatkraft und welchem Vertrauen die deutsche Wirtschaft sich der Erfüllung der ihr gestellten Aufgaben unterziehe. Dem Empfang wohnten Reichsbankpräsident Dr. Schacht und der Leiter der Reichsgruppe Industrie, Gottfried Dierig, bei. „Riveau der Dresse aufs höchste steigern“ Eröffnung des ersten Reichslehrganges für pressefachliche Fortbildung Berlin, 16. Juni. Im Haus der Deutschen Presse im Tiergarten wurde Mittwoch nachmittag der erste Reichslehrgang für pressefachliche Fortbildung durch seinen Leiter Hauptmann Weiß eröffnet. Es nehmen an diesem Lehrgang, der die vom Institut für Zeitungswissenschaft an der Universität Berlin früher veranstalteten Fortbildungskurse weiterführt und sich auf einen Zeitraum von zehn Tagen erstreckt, fast 200 aus dem ganzen Reich kommende Schriftleiter und Verleger von Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenbüros und Korrespondenzen teil. Viele Fachvorträge führender Männer der Partei, des Staates und der Presse selbst über alle einschlägigen Wissensund Arbeitsgebiete finden ihre Ergänzung durch die Besichtigung von Einrichtungen des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Reichshauptstadt. In der Eröffnungssitzung hieß der Leiter des Lehrganges und Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Hauptmann a. D. Weiß, die Lehrgangsteilnehmer willkommen. Er stellte die Aufgabe der Reichslehrgänge dar, die den deutschen Schriftleiter in die Anwendungsweise nationalsozialistischer Grundgesetze auf dem pressepolitischen und journalistischen Gebiete einzuführen hätten. Sie wollten zeigen, wie ena nationalsozialistische Lehre mit der nationalsozialistischen Praxis verbunden sei und welche Methode die Presse anzuwenden habe, um diesen Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis täglich von neuem zu dokumentieren.„Wir werden", so sagte er u..,„alle zusammen unsere Anstrengungen darauf zu richten haben, daß das geistigpolitische Niveau der deutschen Presse aufs höchste gesteigert wird. In dieser Beziehung haben wir eine Verpflichtung, die mehr und mehr internationalen Charakter annimmt.“..„3siung veranst, Im Anschluß an die Eröffnungssitzung veranstaltete der Reichsverband der Deutschen Presse einen Empfangsabend im Haus der Deutschen Presse. Die Teilnehmer bereiteten dem im Laufe des Abends eintreffenden Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr Goebbels einen überaus herzlichen Empfang. Der Minister nahm alsbald Gelegenheit, in einer längeren Ansprache grundsätzliche Fragen der Pressearbeit zu berühren. Gipfelpunkt der Heuchelei „Das sowjetrussische Volk bittet um eine Rüstungsanleihe“ Moskau, 16. Juni. Die propagandistische Auswirkung des neuesten Moskauer Bluturteils, die sich bisher nur in zahllosen Ergebenheitstelegrammen an Stalin äußerte, hat heute plötzlich andere Wege eingeschlagen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur„TASS“ berichtet, sind Eisenbahnerorganisationen an die Regierung mit der„Bitte“ herangetreten, daß„zur Stärkung der Schlagkraft der Roten Armee eine neue Verteidigungsanleihe ausgegeben werde“.. gill i„ 5 Für die„Plötzlichkeit dieser Bitte in es bezeichnend, daß nicht nur die erwähnten Eisenbahner, sondern auch Arbeiter einer Anzahl von Werken, Kollektiv= bauern und andere Organisationen mit staunenswerter Gleichzeitigkeit auf diesen„originellen Gedanken" gekommen sind. Es ist der Gipfelpunkt der Heuchelei, wenn die Sowjetpropaganda ihre bestellte Arbeit mit dem Satz: „Das Volk bittet um eine Rüstungsanleihe" zu begründen sucht. Die Vergangenheit hat genügend Beispiele dafür geliefert, wie derartige„Bitten des Volkes" zustande kommen. Um den katastrophalen Eindruck der Vorgänge in der Roten Armee im Auslande abzuschwächen, muß das Volk nun darum„bitten“, seine Haut für eine weitere Aufrüstung zu Markte tragen zu dürfen. Diese Methode kennzeichnet das System zur Genüge. Lebhaftes Interesse in Rom am bevorstehenden Besuch des Reichsaußenministers in London Rom, 16. Juni. Die bevorstehende Reise des Reichsaußenministers Freiherrn von Neurath erweckt in italienischen Kreisen lebhaftes Interesse. Die römischen Abendblätter verzeichnen ausführlich die ersten Berliner Pressestimmen. Besondere Beachtung findet dabei der Umstand, daß die Initiative von London ausgeht, wie auch die Feststellung, daß die Londoner Reise des Reichsaußenministers in keiner Weise die Achse Berlin— Rom beeinträchtigt. Der Direktor des„Giornale'Italia" stellt fest, daß die Achse Rom— Berlin nicht ein Moment der Trennung sei, sondern vielmehr eine Brücke zu den anderen Nationen, die von den gleichen Grundsätzen geleitet werden. Bei der Entwicklung ihrer in so großem Umfange übereinstimmenden Außenpolitik sei das stete Streben der Regierungen von Rom und Berlin, den anderen Nationen die Grundsätze, die das Wesen der Achse Rom— Berlin bilden, durch Klarstellungen und Erläuterungen näherzubringen, wobei sie selbst bei jeder Gelegenheit als erste streng daran festhalten. Wenerer fiegreicher der nationalspanischen Truppen bei Bilbao San Sebastian, 16. Juni. Die nationalen Truppen setzten am Mittwoch den Angriff an der Bilbao=Front an allen Abschnitten weiter fort. Im Verlaufe des Nachmittags wurden die Stellungen von Santa Isabel besetzt, von wo aus der Ort Deusto völlig beherrscht wird. Sämtliche von Bilbao herausführenden Landstraßen und die auf dem westlichen Ufer der Nervion=Mündung befindlichen Höhenzüge liegen im Feuerbereich der nationalen Artillerie. Im Küstenabschnitt haben die nationalen Freiwilligenverbände bedeutende Erfolge erzielt. Auf der Straße San Sebastian—Bilbao befinden sie sich nur noch sieben Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Im Südosten von Bilbao wurden bei Galdacano die nationalen Angriffe in nordwestlicher Richtung fortgeführt. Hierbei geriet ein bolschewistisches Bataillon geschlossen in Gefangenschaft. Außerdem liefen Hunderte von Milizsoldaten zu den Nationalen über. Die nationalen Truppen sind vor Lastrenas, 14 Kilometer nördlich von Bilbao, an der Flutzmündung des Nervion angelangt. Sie haben also am Mittwoch einen Vorstoß von 12 Kilometer durchgeführt. Im Abschnitt von Galdacano haben die nationalen Truppen den Vorort von Bilbao Dos Cominos sowie die Ortschaften San Miguel de Basauri und Bedia besetzt. Im nationalen Lager laufen viele Personen ein, die von den Bolschewisten in den Gefängnissen von Bilbao gesangengehalten wurden und infolge der in der Stadt herrschenden allgemeinen Unordnung und Panik entweichen konnten. Das nationale Hauptquartier von Salamanca teilt mit: Der Druck der nationalen Truppen im Abschnitt von Orduna, südlich Bilbaos, sei so stark, daß die Zivilbevölkerung alle in diesem Abschnitt liegenden Ortschaften bis nach Amurrio geräumt habe. Am Mittwoch morgen warfen zahlreiche nationale Flugzeuge Bomben über den Befestigungen von Bilbao ab. Auch die Landstraße Bilbao— Santander wurde bombardiert, um die Flucht der bewaffneten roten Horden aus Bilbao in Richtung Santander zu unterbinden. Die nationalen Flieger haben die Bahnstation von Villanueva de la Serena an der Front von Estremadura bombardiert und dabei einen aus 20 Wagen bestehenden Munitionszug in die Luft gesprengt. Der französische Konsul in Bilbao traf an Bord eines französischen Torpedobootes in St. Jean de Luz ein. Er erklärte, daß die nationalen Truppen Bilbao fast ganz umzingelt hätten. In St. Jean de Luz traf heute auch ein Motorboot ein, an dessen Bord sich sechs hohe Beamte der Marinepolizei von Bilbao und der Hafenmeister von Las Arenas befanden. Seutschians und Glatten urbeiten wirder mit im Nichteinmischungsausschuß und im Kontrolldienst dnb Berlin, 16. Juni. Der deutsche und der italienische Botschafter in London haben heute den Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses davon unterrichtet, daß die deutsche und die italienische Regierung als Ergebnis des am Samstag, dem 12. Juni, unter den vier für den Beobachtungsdienst des Secüberwachungsplanes verantwortlichen Mächten erzielten Uebereinkommens beschlossen haben, ihre Mitarbeit in dem Nichteinmischungsausschuß sowie ihre aktive Beteiligung an dem Beobachtungsdienst in spanischen Gewässern wieder auf zunehmen. * Damit ist in sachlicher Arbeit eine ernste Angelegenheit beigelegt worden. Unter den vier für die spanische Seekontrolle verantwortlichen Mächten wurde eine Einigung erreicht. Da dies geschah, ohne daß sich Sowjetrußland in den Verhandlungsgang einschalten konnte oder gerade weil die Moskauer Diplomatie ausgeschaltet blieb darf man auch für andere Fragen der europäischen Politik eine befriedigende Lösung erhoffen. Vor allem für den kommenden Londoner Besuch des Reichsaußenministers Freiherrn von Neurath schafft der günstige Ausgang der Londoner Verhandlungen eine gute Atmosphäre. Die Mäßigung, mit der die an den Ausschußberatungen teilnehmenden Staaten zu Werke gingen, beweist von neuem, daß sich mit gutem Willen und ohne die Starrheit einer vorgefaßten Verhandlungsmethode auch die ernstesten Probleme aus der Welt schaffen lassen. Den Valencia=Bolschewisten mag diese Lösung aller Fragen eine neue und ernste Warnung sein. Der Versuch mit jenem Mordanschlag auf das deutsche Panzerschiff„Deutschland“ den Frieden Europas zu treffen und unter den vier Großmächten der Seekontrolle Unfrieden zu stiften, ist mißlungen. Wir stehen nicht an, auch die englische sowie die französische Regierung zu dem in gemeinsamer Arbeit erzielten Erfolg zu beglückwünschen, stellen wir doch fest, daß letzten Endes die entschlossene Haltung Deutschlands und Italiens ausschlaggebend gewesen sind. Diese Festigkeit war ihrerseits aus der Rechtsauffassung bestimmt, die nunmehr auch in die neuen Beschlüsse des Kontrollausschusses eingegangen ist, wonach der Schutz und die Vergeltungsmaßnahmen für irgendwelche Angriffe grundsätzlich den angegriffenen Seestreitkräften selbst zustehen und erst dann die Gesamtheit der Kontrollmächte zu gemeinsamen Maßnahmen schreitet. So erwartet Europa, daß die erfolgreichen Methoden des guten Willens und der Solidarität auch auf andere Komplexe Ausdehnung finden möchten. Gelegenheit hierfür bietet sich schon in allernächster Zeit. London begrüßt die Reise des Reichsaußenministers Freiherrn von Neurath. In den englischen Blättern spricht man sogar davon, daß der Besuch auf die Initiative des neuen Ministerpräsidenten Chamberlain zurückzuführen sei, der ein besonderes Interesse an den außenpolitischen und vornehmlich an den ost= und südosteuropäischen Fragen habe. Hinzu dürfte kommen, daß die britische Regierung nach Beendigung der Weltreichskonferenz nunmehr den Zeitpunkt für gekommen erachtet um die verschiedenen Probleme der europäischen Politik, wie Spanien= und Westpaktfrage, in zweiseitiger Aussprache zu klären. Eine pikante Seite der Stimmen der Londoner Blätter in der gegenwärtigen Situation ist der Teil, der sich mit dem Ergebnis der Weltreichskonferenz beschäftigt. Hier wird behauptet, daß neben den veröffentlichten Entschließungen der Konferenz auch geheime Abmachungen getroffen worden sind. Danach sollen sich die Gliedstaaten Großbritanniens vorbehalten haben, England im Falle eines Angriffs unter Einsatz aller ihrer Machtmittel zu Hilfe zu kommen, während sie sich gleichzeitig Handlungsfreiheit für den Fall vorbehalten, daß England im Zusammenhang mit seiner heutigen Politik in Europa in einen Krieg verwickelt werden sollte. Wie gesagt, handelt es sich bei diesen Betrachtungen um Meldungen britischer Blätter die aber für die augenblickliche Taktik der britischen Politik einen Schlüssel geben. Die Einigung der vier Kontrollmächte hat auch auf die französische Presse ihre Wirkung nicht verfehlt, denn selbst ein Blatt wie der Pariser„Temps“ bezeichnet diesen Erfolg als den Beweis für die Möglichkeit einer internationalen Zusammenarbeit. Auf deutscher Seite hat dieser Wille niemals gefehlt, und wenn er selbst auf der Gegenseite sich bemerkbar machte, so wurde er immer wieder durch die englisch=französisch=bolschewistische Freundschaft und durch die Moskauer Querschüsse beeinträchtigt. Darf man erwarten, daß nunmehr auch jene Mächte, die bisher die Kollektivität als das Allheilmittel für Europa ansahen, aus dieser geradezu fixen Idee herauskommen werden? Ein Erfolg für den Frieden Europas wird jedoch nur dann von Dauer sein können, wenn man sich in allen anderen ganz Europa berührenden Fragen bewußt bleibt, daß die letzte Verantwortung für das Wohl und Wehe des Kontinents schließlich nur auf den Schultern der vier Großmächte, Deutschland, Italien, England und Frankreich, ruht. Die Reise des Reichsaußenministers steht unter günstigen Vorzeichen. Der Augenblick muß aber auch gerade von der„demokratischen“ Gegenseite genutzt werden. Artrennung Tense ven Versunter Das Ergebnis der Konferenz des britischen Weltreiches London, 16. Juni. Die britische Reichskonferenz wurde am Dienstag nach einer Dauer von vier Wochen mit einer feierlichen Sitzung im historischen St.=James=Palast abgeschlossen. Nach Absendung eines Ergebenheitstelegramms an Könia Georg VI. hörten die Konferenzteilnehmer Ansprachen der Ministerpräsidenten der Dominien und des britischen Ministerpräsidenten und Konferenzvorsitzenden Neville Chamberlain, der erklärte, daß die Konferenz nichts Aufsehenerregendes erbracht habe. Wie im Schlußbericht mitgeteilt wird, hat die Konferenz im Verlaufe ihrer Beratungen zwei Erklärungen über die Außenpolitik und über die Verteidigung des britischen Weltreiches abgefaßt. Darin wird zunächst darauf hingewiesen, daß keine Verpflichtungen formuliert worden seien, daß aber die Vertreter sich in Uebereinstimmung hinsichtlich allgemeiner Fragen befunden hätten. In dem Wunsch, ihre Politik entsprechend den Zielen und Idealen des Völkerbundes zu führen, haben die vertretenen Staaten einstimmig erklärt, daß ihre jeweiligen Rüstungen niemals für Zwecke des Angriffs oder für Zwecke benutzt werden, die nicht mit der Völkerbundssatzung im Einklang stehen. Es besteht der Wunsch, den Einfluß des Völkerbundes durch die Erweiterung seines Mitgliedskreises zu verstärken. Die britischen Staaten sind gemeinsam der Ansicht, daß dieses Ziel durch die Abtrennung der Völkerbundssatzung von den Friedensverträgen leichter erreicht werden würde. Schließlich wird in der Erklärung gesagt, daß die Mitglieder der Konferenz mit den Grundsätzen der Demokratien und der parlamentarischen Regierungsformen verbunden seien, daß aber nach ihrer Ansicht Verschiedenheiten der politischen Weltanschauung kein Hindernis freundschaftlicher Beziehungen zwischen Regierungen und Ländern sein sollten und daß nichts schädlicher für eine internationale Befriedung wäre, als die wirkliche oder anscheinende Aufteilung der Welt in gegensätzliche Gruppen. In der Erklärung über Verteioigungsfraaen heißt es, die Konferenzmitglieder hätten mit tiefer Besorgnis festgestellt, daß sich die internationale Spannung seit der letzten Reichskonferenz im Jahre 1930 merklich verstärkt und daß eine große und schnelle Vermehrung der Rüstungen aller Hauptmächte stattgefunden habe. Gleichzeitig halten sie es aber für bedeutungsvoll. Verhandlungen über die Begrenzung der Rüstungen zu eröffnen, wenn eine Aussicht auf Erfolg vorbanden sei. Sie hätten mit Bedauern festgestellt. daß trotz der Rüstungsbearenzung, die im Londoner Flottenvertrag und im deutsch=englischen Flottenvertrag erzielt worden sei, die internationalen Beziehungen zur Zeit nicht günstig für einen weiteren Fortschritt in Richtung der Abrüstung seien. Schließlich habe allgemeine Uebereinstimmung darüber geherrscht, daß die Sicherheit der Staaten durch den freien Austausch von Auskünften über den Zustand ihrer Streitle, durch die Fortsetzung der bereits eingeleiteten Maßnahmen für die gemeinsame Planuna der Hafenverteidigungen und durch Zusammenarbeit bei der Verteidigung der Verbindungslinien erhöht werden könne. Gleichzeitig sei aber anerkannt worden, daß die Natur und das Ausmaß der Verteidigungspolitik der einzelnen Dominien einzig und allein der Verantwortung der jeweiligen Parlamente überlassen bleiben. Kinder, Frauen, Greise mobilisiert die Tschechoslowakei durch ein neues Wehrerziehungsgesetz Prag, 16. Juni. Kriegsminister Machnik sprach heute im Wehrverteidigung vorbereitet werde. Den Frauen und jenen Männern, die keine Soldaten seien, werde die Aufgabe zufallen, im Hinterlande jene Funktionen auszuüben, die während des Weltkrieges von Soldaten ausgenbt worden seien. Der Dienst im Hinterland werde nicht minder anstrengend und nicht minder gefährlich sein als der an der Front. Das Interesse der Staatsverteidigung erfordere, daß das Gesetz noch vor den Ferien angenommen werde. Sonst würde die Gefahr entstehen, daß man wieder ein wertvolles Jahr verliere. Die Wehrerziehung der Ingend solle noch in diesem Herbst beginnen. Neue Steuern in Frankreich in Sicht— Blum erhielt von der Kammer Vollmacht Paris, 16. Juni. Nach einer mehrfach unterbrochenen und teilweise erregten Nachtsitzung erhielt heute früh in der sechsten Stunde die Regierung Blum von der Kammer mit 346 gegen 247 Stimmen die Vollmacht für die Dauer der augenblicklichen Sitzungsperiode, des Parlamentes, durch Verordnungen die für die Wiedergesundung der öffentlichen Finanzen und den Schutz des Sparertums, der Währung und des öffentlichen Kredits notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Die Maßnahmen sollen weiter den Zweck haben, den Franken auf der im Abwertungsgesetz vom 1. Oktober 1936 bestimmten Parität zu halten und eine Devisenkontrolle auszuschließen. Hinter dieser Formulierung verbirgt sich die Notwendigkeit der Volksfront=Regierung, sich neue finanzielle Mittel durch neue Steuern zu beschaffen. Die Zahlen der neu zu beschaffenden Mittel schwanken zwischen 5 und 10 Milliarden Frank(550 und 1100 Millionen Reichsmark). Man denkt daran, sowohl auf den Verbrauch wie auf das Einkommen und die Vermögen erhöhte Steuern zu legen und die Eisenbahntarife, Posttarife und den Benzinpreis zu erhöhen. Diese Ermächtigungsvorlage hatte insofern eine heikle Lage für die Regierung Blum geschaffen, als die Kommunisten beschlossen hatten, die Vorlage abzulehnen. Damit war die Gefahr eines Sturzes der VolksfrontRegierung gegeben. Aber kurz vor der Abstimmung haben sich die Kommunisten nach Verhandlungen mit dem Ministerpräsidenten Blum eines anderen besonnen und für die Vorlage gestimmt. So wurde die Gefahr einer Regierungskrise in Frankreich beseitigt. Nun bleibt abzuwarten, wie sich der Senat zu der Vollmachtsvorlage stellt. Trauerfeier für Josef Riedle Buenos Aires, 16. Juni. Die Landesgruppe Argentinien der NSDAP. veranstaltete am Dienstag abend auf dem deutschen Friedhof eine ergreifende Trauerfeier für den ermordeten Parteigenossen Josef Riedle vor der Einäscherung der Leiche. Eine große Zahl von Parteigenossen und Volksgenossen erwiesen dem durch Mörderhand Gefallenen die letzte Ehre. Die Fahnenabordnungen der Parteigliederungen, der Arbeitsfront und des Kyffhäuserbundes marschierten beim Scheine der Fackeln am kranzgeschmückten Sarge des toten Kameraden auf, während die SA.=Sportabteilungen und die MarineSA. der im Hafen liegenden deutschen Schiffe ebenfalls mit Fackeln Ehrenspalier bildeten. Der deutsche Botschafter und der Landesgruppenleiter sprachen den letzten Gruß an den Toten und riefen das vorbildliche Leben des Ermordeten, sein Wirken als Soldat und Parteigenosse fürs Vaterland ins Gedächtnis zurück. Bei gesenktem Fahnenwald klang das Lied vom guten Kameraden über die nächtliche Stille des Friedhofes und schloß die eindrucksvolle Feier ab. Die Mörder des Parteigenossen Riedle wurden durch das tatkräftige Vorgehen der argentinischen Polizeibehörden inzwischen gefaßt und sehen ihrer Aburteilung entgegen. Die Annahme, daß es sich um einen Mord aus politischen Beweggründen gehandelt habe, hat sich erfreulicherweise nicht bewahrheitet. Kurze Nachrichten Der Führer empfing den iranischen Parlamentspräsidenten. Der Führer und Reichskanzler nahm am Mittwoch den Besuch des zur Zeit auf der Durchreise durch Deutschland in Berlin weilenden iranischen Parlamentspräsidenten Exzellenz Hassan Nuri Esfandiari entgegen, der vom Kaiserlich=Iranischen Gesandten in Berlin Mohsen Rais begleitet war. Auch Ministerpräsident Göring empfing Exzellenz Esfandiari. Reichswirtschaftsminister Reichsbankpräsident Dr. Schacht gab zu Ehren des iranischen Parlamentspräsidenten in den Festräumen der Reichsbank ein Frühstück. Reichspostminister Dr. Ohnesorge Ehrenführer des NS.=Fliegerkorps. Anläßlich der Einweihung eines Jugendfliegerheimes auf dem Gelände der Reichspost in Zeesen in Anwesenheit des Korpsführers des Nationalsozialistischen Fliegerkorps Generalmajor Christiansen und des Staatssekretärs General der Flieger Milch verlieh der Korpsführer dem Reichspostminister Dr. Ohnesorge im Auftrag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Generaloberst Göring den Rang eines Ehrenführers des Nationalsozialistischen Fliegerkorps. Der französische Schulkreuzer„Jeanne'Arc“ dankt. Beim Verlassen der deutschen Hoheitsgewässer hat der Kommandant der„Jeanne'Arc“ herzlich gehaltene Danktelegramme für die Aufnahme bei der Kriegsmarine und bei der Stadt an den Kommandierenden Admiral der Marinestation der Ostsee und den Kieler Oberbür= germeister gerichtet. Neue Dienstbezeichnungen bei der Technischen Nothilfe. Der Reichsführer 11 und Chef der Deutschen Polizei Heinrich Himmler hat durch Erlaß vom 12. Juni 1937 verfügt, daß#=Gruppenführer Weinreich mit sofortiger Wirkung als Leiter der Technischen Nothilfe die Bezeichnung„Chef der Technischen Nothilfe“ und die von ihm geleitete Dienststelle die Bezeichnung „Reichsamt Technische Nothilfe“ führen. slowakei, führte er aus, sei genötigt, alles Erdenkliche zu ihrer Verteidigung zu tun. Die Armee sei technisch vervollkommnet worden, die zweijährige aktive Dienstzeit habe die Ausbildung gebessert. Das Staatsverteidigungsgesetz habe die Grundlagen für eine erfolgreiche Erfassung der gesamten Bevölkerung zum Zwecke der staatlichen Verteidigung ermöglicht. Diese Maßnahme werde nun für den Bau von Festungen an den wichtigsten Orten der Republik ergänzt. Dennoch habe sich in diesem System eine Lücke ergeben, die durch das Wehrerziehungsgesetz nun geschlossen werden soll. Die gesamte Bevölkerung, die Frauen, die Jugend und die älteren Männer, die zum Militärdienst nicht tauglich seien, müßten moralisch und körperlich zur Staatsverteidigung herangebildet werden. Es sei unbedingt notwendig, daß die Bevölkerung gewissermaßen schon von der Wiege an, auf ihre Aufgabe in der StaatsHauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Fritz Schmidt.„„ Verantwortliche Schriftleiter: Politik: Rudolf Foest, Bochumer Teil: Hans Schulte, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmidt, Kulturpolitik u. Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar Flegel, Sport und Provinz: Hans Hornberg. Nachbargebiet und Stadtteile: i. V. Paul Borke. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlshorst, Heiligenberger Straße 25, Ruf 500 340. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16—17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs. Bochum, Rathausplatz 8, Ruf 675 51—54.— Verantwortlich für den Anzeigenteil: I. V. Hans Leise Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. Berlin28 000.“ Zur Zeit in Nachlaßstaffel B. Charlottenburg, Uylandstraße 194, 3 Durchschnittsauflage Mai 37 über Anzeigen=Preisliste Nr. 8 gültig. Deutdle= Aieltäaltten und Baltntenwberiecger in Beatunt Die Arbeitstagung der Reichstheaterkammer wurde Dienstag im Festsaal des Rathauses der Stadt Bochum mit einer Sitzung der Fachschaft Bühne, Fachgruppe I, fortgesetzt. Im Namen der Stadt Bochum begrüßte Stadtrat Stumpf die Tagungsteilnehmer aus dem ganzen Reich auf das herzlichste. Ministerial= rat Scheffels, der Leiter der Fachgruppe I und der Tagung, dankte im Namen der Anwesenden der Stadt Bochum und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß gerade die Stadt, in der sich vor einigen Wochen die deutsche Jugend und das deutsche Theater zu gemeinsamer Arbeit zusammenfanden, Tagungsort der deutschen Bühnenleiter ist. Der Präsident der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Schlösser, stellte in seiner Begrüßungsrede fest, daß im Mittelpunkt der 4. Reichstheaterwoche die Grundfeststellung stehen muß, daß auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens der Nationalsozialismus aus dem Stadium der Revolution endgültig in das Stadium der Evolution Der Führer an die Reichstheater-Feltwoche Der Führer und Reichskanzler sandte anläßlich der Reichstheaterfestwoche folgendes Telegramm: „Reichstheaterkammer, Präsident Dr. Schlösser, Düsseldorf. Den zur Tagung in Düsseldorf versammelten deutschen Bühnenschaffenden danke ich für die mir telegraphisch übermittelten Grüße. Ich erwidere sie herzlich mit meinen aufrichtigsten Wünschen für Ihr weiAdolf H eingetreten ist wie es der Führer von Anfang an gefordert hat. Die bis jetzt abgeschlossenen Ergebnisse dürfen nicht einmalig bleiben, sondern sie müssen zu Grundeinstellungen werden, auf denen Jahr für Jahr schöpferisch weitergebaut werden kann. Wir wollen die organisch erwachsende und organisch verlaufende große Fortbewegung, die das erste Kennzeichen aller wahrhaften und innerlich begründeten Kultur ist.„Das große Schiff der nationalsozialistischen Kulturpolitik“, so führte der Präsident der Reichstheaterkammer weiter aus,„hat die Küsten des Beginnens hinter sich gelassen und fährt majestätisch dahin. Wir können heute nach vierjährigem Start feststellen:„Wir arbeiten; also sind wir!“ Unter diesem Gesichtspunkt haben wir die Durchführung der 4. Reichstheaterfestwoche unternommen.“ Die Frage, warum die 4. Reichstheaterfestwoche eigentlich in dieses Industriegebiet gelegt wurde, das gleichermaßen ein Symbol der deutschen Arbeitskraft ist, beantwortete Dr. Schlösser dahin, daß man damit zum Ausdruck bringen wollte, daß das Theater unter den arbeitenden Kräften selbst eine arbeitende Kraft ist. Zu Beginn der einzelnen Referate gab Ministerial= rat Scheffels einen Rückblick über die Erfolge der Bochumer Theaterwoche der HI. Als besonderes äußeres Ergebnis dieser Woche kann festgestellt werden, daß die deutschen Bühnenleiter dem Problem der Zusammenarbeit mit der HJ. sehr aufgeschlossen gegenuberstanden und daß auf beiden Seiten der gemeinsame Weg der Zusammenarbeit beschritten wurde. Der Geschäftsführer der Reichstheaterkammer, Gauleiter Frauenfeld, sprach dann in Ergänzung seiner Düsseldorfer Ausführungen über die Frage des Bühnennachweises und seiner Umgestaltung. Der stellvertretende Geschäftsführer der RTA., Ludwig Körner, gab noch einmal einen Ueberblick über das Problem der Altersversorgung. die deutBühnenleiter, Landesleiter und Obleute der Reichstheaterkammer auf Einladung der Stadt Bochum der Burg Blankenstein an der Ruhr einen Besuch ab Anschließend an die Arbeitstagung statteten schen Bühnenleiter, Landesleiter und Obleute der Der Rerzog von Hergamo und Caroline von England Horst Caspar und Heidi Kuhlmann in Gerhard Aichingers„Kleinod, in die Silbersee gefaßt“. Gerhard Richinger:„Kleinod in die Silbersee gefaßt“ Schauspiel„Kleinod Mit Gerhard Aichingers Schauspiel„Kleinod in die Silbersee gefaßt" kam am vierten Tage der Reichstheaterfestwoche auch die Bochumer Bühne zu ehrenvollen und ihrer Bedeutung gemäßem Einsatz. Sie machte sich— um das vorauszunehmen— zum wahrhaften Treuhänder einer jungen Dramatikerbegabung, der das Erreichte nicht Ruhekissen, sondern Ansporn zu bedeuten hat. Das in München uraufgeführte Stück des jungen Autors behandelt das Schicksal der mit ihrem Gemahl, Georg IV., in Ehezwistigkeiten lebenden Königin Caroline von England, die von der Schulo des Ehebraches in einem 1820 von der Krone angestrengten Scheidungsprozeß freigesprochen wurde. Aichinger, der für sein Drama das poesievolle England=Gleichnis Shakespeares vom„Kleinod, in die Silbersee gefaßt" (der alte Johann von Gaunt sagt es in„König Richard II.“) nicht nur im Titel, sondern als Leitmotiv für die allen Stürmen widerstehende Kraft Britanniens verwendet, komponiert den Stoff in menschlich vertieften Zügen und ideendramatischen Beziehungen durch und läßt, die geschichtliche Fabel in die Bezirke tragischer Notwendigkeit einmunden. Caroline entsagt, nachdem sie infolge Ablebens ihres Schwiegervaters Georg III. rechtmäßige Königin ist, ihrem Geliebten, dem Herzog von Bergamo, und kehrt von ihrem Sommersitz im Comersee nach England zurück. In einem Akt gleichsam mystischer Verwandlung stellt sich ihr Wesen um, und die im Liebesverzicht frei werdenden dämonischen Energien gelten der Krone, der Idee eines von Geschlechterqual und Menschennöten unangetasteten Königtums. Sie glaubt, die Revolution mit dem ihr zujubelnden Volk und mit der ihr dienstwilligen Armee kraft höheren Rechts gewonnen zu haben, und muß es angesichts ihres Sieges erleben, daß sie an die Kette des Sexus gefesselt ist, daß die Massen und ihre Führer nicht der Königin, sondern dem Weibe erliegen. Die Situation, in der Aichinger ihre Versündigung als Voraussetzung der Erkenntnis, was dem Manne und was dem Weibe gebühre, sichtbar macht(zweite Bancroft=Szene), verschiebt den gleichnishaften Akzent nicht ohne Gefahr für das Stück zum naturalistischen Effekt. Die Aufführung, von Intendant Or. Saladin Schmitt betreut, fängt den psychologischen Absturz dieser Szene auf und leistet dem Schauspiel damit ganz entscheidende dramaturgische Verdienste. Ganz unwichtig ist die Andeutung, die Königin habe sich einem kleinen Offizier hingegeben, um sich seiner und der Treue seiner Truppen zu versichern. Schon die Erkenntnis, daß es ihre Schönheit und nicht etwa der Glaube an ihre königliche Berufung ist, die sie Diener und Werkzeuge finden läßt, würde ausreichen, müßte ausreichen, das tragische Mißverständnis einer edlen Seele durch den Tod zu sühnen. Es verdient besondere Erwähnung, daß sich die großartige Imagination des englischen Dichters, der das Wort vom„Kleinod, in die Silbersee gefaßt" schrieb, in der Inszenierung durchsetzte.- Ausgezeichnet wurde der aus der Leidenschaft irrenden Gefühls entwickelte Stil des Dramas in den hochräumigen, kunstvoll pathetischen und auf erlesene Farbnuancen abgetönten, Buhnenbildern(Dr. H. Mänz) getroffen. Hier wird die in großer Architektur und in sich ruhender überlegener Kraft dargestellte Staatsidee nicht als dekorative Dienerin, sondern als dramaturgischer Antrieb empfunden. Textliche und szenische Bearbeitungen verhalfen der poetischen Linie zu reicherem Fluß, ohne das überzeugend durchgeführte staatspolitische Thema zu beeinträchtigen.... Die große Rolle des Stuckes, die Konigin, spielte Heidi Kuhlmann mit jenem zwischen Gefühl und Willen, zwischen Wärme und Kälte, fluktuierenden Temperament, das dieser interessanten Zwittergestalt eigen ist. Es ist eine erstaunlich modulationsfähige Rolle, die von der Darstellerin der Penthesilea mit allen Mitteln großer und intimer Charakterisierungskunst durchgeführt wurde. Zur Staatsführung berufen, als Weib auserwählt und zum Scheitern verurteilt! Es gehört schon ein nicht geringes Maß darstellerischen Vermögens dazu, diese Spannungen menschlich glaubwürBeim Feltabend im Stadttheater Aufnahmen: Muthherr Der Dichter Gerhard Aichinger(links) im Gespräch mit dem Präsidenten der Reichstheaterkammer(rechts) und Gauleiter Frauenfeld, Geschäftsführer der Reichstheaterkammer(Mitte). K Der Präsident der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Rainer Schlösser, bei seiner Ansprache an die deutschen Intendanten. Auf der Tagung im Bochumer Rathaussaal. Von links nach rechts: Stadtrat Stumpf, Jntendaut Leithäuser, Ministerialrat Scheffels und Dr. Rainer Schlösser. dig zu überbrücken und aus nicht leicht zusammenzuhaltenden Elementen eine so erschütternde Gestalt zu formen, wie Heidi Kuhlmann es tat. Die Besetzung auch der Nebenrollen entsprach in beglückendem Umfang der künstlerischen Tradition des Hauses, aus der Abgestimmtheit und Disziplin des Ensembles heraus eine Aufführung zu gestalten. Vier fest durchgezeichnete und als Charakterchargen durchgehaltene Typen des englischen Mannes, Ernst Holznagels Liverpool, Willi Buschs überlegener Lord Erskine, Walther Kaltheuners intriganter Castelreagh und Gerhard Meineckes Herzog von Wellington. In der wenig dankbaren Rolle des Herzogs von Bergamo setzte sich Caspar mit leuchtkräftiger Farbe ein, den Leutnant Bancroft spielte Curt Bartz in diskreter Form. Die Aufführung, der neben vielen Persönlichkeiten des deutschen Theater= und Kunstlebens, der Partei, der Bebörden und der Wehrmacht auch Reichsdramaturg Dr. Schlösser und Oberbürgermeister Dr. Piclum beiwohnten, fand ein überaus herzliches Echo für den anwesenden Dichter, den Intendanten und die Darsehler. Dr. Emil Strodthoft Geschichtstafe! 17. Juni 1810 wurde der Dichter Ferdinand Freiligratb als Sohn eines Lehrers in Detmold geboren und bei einem Oheim zum Kaufmann erzogen, als welcher er 1832 nach Amsterdam ging. Dort bekam seine glübende Phantasie jene Anregung, die in Gedichten wie „Die Auswanderer",„Löwenritt“ usw. den schwungvollen, farbenprächtigen, zum Teil exotischen Ausdruck findet, der seinen Dichterruhm begründet. Aus seiner damaligen zarten Lyrik ist der Anfang des Liedes„O lieb, so lang du lieben kannst!" zum geflügelten Wort geworden. 1813 wurde das Lützowsche Freikorps bei Kitzen trotz Waffenstillstand durch den französischen General Fournier überfallen und fast völlig aufgerieben. Lützow und sein Adjutant Theodor Körner, entkamen verwundet. 1932 Aufhebung des SA.= und SS.=Verbots, Brünings vom 13. April durch von Papen. 1936 Reichsführer SS. Himmler zum Chef der Deutschen Polizei im Reichsinnenministerium ernannt. 66 Seite 4 Nr. 139 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 12. Juni 1932 Bothumer Nachrichten Betriebsappell auf„prinz=Regent“. zum Abschied der Jungmannen Auf Zeche Prinz=Regent fand am Mittwoch nachmittag ein Betriebsappell zum Abschied der dort beschäftigten Jungmannen der NPEA. Bensberg und Köslin statt. Nach einem Vorspruch, vorgetragen von einem Jungmann, hielt Bergwerksdirektor Auffermann eine kurze Begrüßungsansprache und faßte das Ergebnis des Aufenthaltes der Jungmannen noch einmal zusammen, dankte ihnen für ihre Einsatzfreudigkeit und gab ihnen die besten Wünsche mit auf den ferneren Weg. Kreisobmann Meinert betonte den Wert des Appells, der alte und junge Arbeitskameraden mit den Jungmannen zu einer großen Gemeinschaft vereinigte. In einer längeren Rede entwickelte Gauobmann Stein die sozialpolitischen Gedankengänge, wie sie sich aus der Anschauung der Verhältnisse im Bergbau entwickeln und öffnete den Jungmannen, nicht zuletzt aber auch den Kumpels, den Blick für die mannigfachen Verzahnungen von Politik und Wirtschaft und ihre sozialpolitischen Auswirkungen. Die allgemeinverständlichen Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall entgegengenommen. Zum Schluß verweilte der Gauobmann noch in längeren Gesprächen mit Jungarbeitern und den Jungmannen.(Siehe Bilder auf Seite.) Der Arbeitseinsatz der Körperbehinderten Mitgliederversammlung des Reichsbundes der Körperbehinderten, Bezirk Groß=Bochum Der Reichsbund der Körperbehinderten, Bezirk GroßBochum, trat mit seinen Untergliederungen zu einer wichtigen Arbeitstagung im Jugendsaal der Bürgergesellschaft zusammen. Zur Besprechung stand neben wichtigen Bundesfragen der Arbeitseinsatz des Körperbehinderten im Vierjahresplan. Hierüber sprach in bedeutsamen Ausführungen kommissarischer Kreisobmann Flores(Dortmund). Wie er einleitend in seiner Rede betonte, sollen auch die Körverbehinderten, soweit sie irgendwie einsatzfähig sind, in den Wirtschaftsprozeß wieder eingeschaltet werden. Als geeignetes Mittel dazu bezeichnete er die Vor= und Umschulungen. In dieser Beziehung sind auch schon in Bochum Schritte unternommen worden.... aenn..* Unterstrichen wurden diese Darlegungen durch einen ausführlichen Rechenschaftsbericht über die vom Reichsbund für Körperbehinderte im ersten Vierteljahr 1937 erzielten Erfolge. die die Bemühungen des Jahres 1936 weit in den Schatten stellen. Insgesamt wurden im Reichsbund 18370 Körperbehinderte betreut gegenüber 1172 im Vorjahre. In Arbeit vermittelt wurden 1018 Körperbehinderte(im Vorjahre 175). Der Umschulung und Berufsfortbildung wurden 1324 Mitglieder zugeführt. An Sportkursen beteiligten sich 7655 Körperbehinderte. Als Ergänzung hierzu konnte der Vortrag des Bundeskameraden Wiemers gelten, der über die kulturellen Aufgaben des Reichsbundes der Körperbehinderten sprach. Die neugegründete Unterhaltungsgruppe setzte die Darlegungen ihres Leiters in die Praris um und gab in mustergültigen Darbietungen die Wegweisung für eine erfolgversprechende Betätigung. Der Appell des stellvertretenden Kreisobmanns Walter Beckmann, der alle Bundesmitglieder zur vertrauensvollen Mitarbeit aufforderte gab der Arbeitstagung einen eindrucksvollen Abschluß. Wenn man ins Krankenhaus geht Um die Ersparnisse gekommen. Viele Jahre war sie als Hausangestellte ihrer Arbeit nachgegangen und hatte dabei auch nicht vergessen, sich einige Groschen zu sparen. Viele Groschen zusammen ergeben eine Mark, und dann wurden es 10 Mark und 20 Mark und immer mehr. Aber wenn man 62 Jahre alt ist, ist man nicht mehr so rüstig, und so ging es auch dieser Hausangestellten in Köln. Sie mußte das Krankenhaus aufsuchen. Als sie von dort zurückkehrte, machte sie eine furchtbare Entdeckung. Sie hatte nämlich ihre Ersparnisse in Höhe von 200 RM. unvorsichtigerweise in eine Holzkiste gelegt, die selbstverständlich nicht verschließbar war. und so war es leicht dazu gekommen, daß, man wußte nur nicht wie, 50 RM fehlten. Nun wollte die Hausangestellte von ihrer„Herrschaft" das abhanden gekommene Geld wiederhaben. Diese lehnte ab, so daß sogar der Rechtsweg beschritten wurde. Das Arbeitsgericht kam selbstverständlich zu dem Ergebnis, daß dieser Anspruch nicht bestand. Das Gericht machte, wie berichtet wird, der Klägerin den Vorwurf, daß sie ja selbst fahrlässig gehandelt habe, denn eine unverschlossene Holzkiste sei kein Aufbewahrungsort für Ersparnisse. Geld. so sagte das Gericht, gehört vielmehr auf die Sparkasse. Was schon so oft gesaat ist, was aber doch noch nicht von allen bedacht wird, hier hat es das Gericht mit Deutlichkeit festgestellt, so daß man dem weiter nichts hinzuzufügen braucht, vielmehr nur noch wünschen kann, daß andere Volksgenossen nicht diesen oder ähnliche Fehler wie jene Hausangestellte machen und aus diesem traurigen Fall eine Lehre ziehen. Arteile, die alle angehen Die die Gerichnt enschier?n Kündigung zwecks Mieterhöhung ist unwirksam Nach der Preisstoppverordnung bedürfen Preiserhöhungen auf bestimmten Gebieten der vorherigen Genehmigung. Zu den verbotenen Preiserhöhungen gehören auch die Mietserhöhungen. In der„Juristischen Wochenschrift“ 1937, Seite 1545, wird über einen Prozeß berichtet, der vor dem Kammergericht geschwebt hat. In dem Prozeß handelte es sich um eine Kündigung, die nur zum Zweck der Mietserhöhung ausgesprochen worden war. Dieser Grund war im Kündigungsschreiben zwar nicht ausdrücklich erwähnt, ergab sich aber aus dem Hinweis der Vermieterin in dem Kündigungsschreiben, daß sie zur Fortsetzung des Mietsvertrages bereit sei, und daß die Kündigung zwecks Einbaues von Wasseruhren erfolge, und weiter aus dem im Anschluß an die Kündigung übermittelten Vertragsangebot. Nach diesem sollte die Miete von monatlich 80 Mark auf 82 Mark erhöht und die bisher in der Miete enthaltene Bezahlung des Warmwasserverbrauchs nach dem Stand der Wasseruhren besonders bezahlt werden. Das Kammergericht hat in Uebereinstimmung mit dem Landgericht in dieser Kündigung eine Kündigung zwecks Mietssteigerung erblickt, die gesetzlich unzulässig ist. Es hat daher die Wirksamkeit der Kündigung verneint. Die Kündigungsfrist in der Tarifordnung Ein Gastwirt kündigte seinem Küchenmeister mit einer einwöchigen Frist. Dem Anschein nach mit Recht. Die Tarifordnung bestimmte nämlich, daß für das kaufmännische Personal die Kündigungsfrist des Handelsgesetzbuches gelte; für die übrigen Gefolgschaftsmitglieder gelte eine Kündigungsfrist von sieben Tagen. Der Küchenmeister gehöre zweifelsohne nicht zu den kaufmännischen Angestellten, sondern zu jenen Gefolgschaftsmitgliedern, für die die Tarifordnung eine kürzere Kündigungsfrist vorsieht.— Gleichwohl ist dem Küchenmeister eine Kündigungsfrist von sechs Wochen zum Schluß des Kalendervierteljahres zugute gekommen, und zwar so:§ 1338 der Gewerbeordnung bestimmt, daß Gefolgschaftsmitgliedern, die eine Betriebsabteilung leiten, nur mit sechs Wochen Frist zum Schlusse eines Kalendervierteljahres gekündigt werden darf. Mit ausführlicher Begründung stellte das Landesarbeitsgericht Breslau(15 Sa 127/36) fest, daß der Küchenmeister Leiter einer Betriebsabteilung im Sinne dieser Vorschrift sei. Infolgedessen brauchte er sich nicht mit der kurzen Kündigungsfrist der Tarifordnung abzufinden, sondern könne die längere Kündigungsfrist des Gesetzes beanspruchen. Betriebsführer und Gefolgschaftsleute mögen daraus entnehmen, sich wegen der Kündigungsfrist nicht allein auf die Tarifordnung zu verlassen, sondern immer auch die gesetzlichen Vorschriften zu Rate zu ziehen. Beiträge für die Belegschaft müssen unter allen Umständen gesichert werden. Unter Druck gesetzt Eine gehörige Standpauke mußte sich ein junger Mann gefallen lassen, der sich seit der vor sechs Jahren erfolgten Geburt eines unehelichen Sohnes um das Kind noch niemals kümmerte.„Solche Leute können wir gerade im Dritten Reiche gut gebrauchen!" rief ihm der Richter strafend und ironisch zu.„Da werden wir Sie eben einmal unter Druck setzen. Bei nur etwas gutem Willen hätten Sie doch wenigstens versuchen müssen, für das Kind, dessen Vater Sie sind, etwas zu erarbeiten!“ Der Angeklagte, der so schnöde seine Pflichten gegen das Kind hintansetzte, entschuldigte sich mit Arbeitslosigkeit und Krankheit. Jetzt hat die Kindesmutter einen andern geheiratet, aber da die Wohlfahrtsbehörde für das Kind hatte sorgen müssen, ist gegen den Angeklagten schon eine ganz nette Schuldsumme entstanden. Jetzt endlich will der junge Mann arbeiten. Er wurde zu drei Wochen Haft verurteilt, weil er seine Unterhaltspflicht so arg verletzt hat.„Dann verliere ich ja meine Arbeit wieder!“ entgegnete der Verurteilte.„Sie können der einstweiligen Vollstrekkung des Urteils im Gnadenwege vielleicht dann entgehen, wenn Sie genügende Sicherheiten geben und mit der Tat beweisen, daß Sie Ihren Pflichten von jetzt an nachkommen werden. Es muß Ihnen aber ernsthaft zu Gemüte geführt werden, daß es so wie bisher mit Ihnen nicht weitergehen kann.“ Das war die letzte Belehrung. Jetzt liegt es an dem Angeklagten, noch schlimmere Zwangsmaßnahmen von sich fernzuhalten. Am ein paar Säcke Altmetall In einem Bochumer Betriebe, wo Bleireste abfallen, hatten sich zwei altbewährte Gefolgschaftsmitglieder durch einen Außenstehenden leider verleiten lassen, ihm diese Bleireste ohne Wissen des Geschäftsinhabers zuzuschieben. Schließlich hatte der hartnäckige Versucher zum Bösen den einen Gefolgsmann so weit, daß die„Schiebung“ beginnen konnte. Der erste Besuch wurde gestört und führte deshalb nicht zum Ziele, beim zweiten Besuch handelte es sich um 60 bis 70 Kilogramm Blei und beim dritten Besuch fuhr der Anstifter zu diesem Vorhaben sogar bis auf den Hof des Bestohlenen, um eine Anzahr Säcke mit Bleiresten abzuholen. Aber jetzt platzte bereits die Bombe. Dieses Besitzes ist der Verführer nicht mehr froh geworden. Die Polizei war bereits dahinter und die Beute wurde sichergestellt. Die Tat geschah im Herbst v. J. Jetzt kam der Fall vors Amtsgericht, und es war Heulen und Zähneklappern um ein paar Zentner fast wertlosen Abfalls entstanden. Man muß auch Hleinen ohrlich sein! Man syjolt sonst mit Arheit. Unsicher und ziemlich kühl Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim, um 21 Uhe Im Witterungsverlauf, der von dem ausgedehnten atlantischen Hoch bestimmt wird, ist noch keine Aenderung eingetreten. Fortgesetzt werden abwechselnd kühle und etwas mildere Luftmassen vom Nordwesten her nach Mitteleuropa befördert, die bei uns noch vielfach regnerisches und unfreundliches Wetter hervorrufen. Zunächst wird sich noch keine durchgreifende Aenderung einstellen. Doch bleibt es nicht dauernd unfreundlich. Aussichten für Donnerstag: Noch geringe Niederschlagstätigkeit. Bei wechselnder Bewölkung Winde zwischen West und Nord. Noch immer ziemlich — Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Vorwiegend trocken, wolkig, bei mäßigen westlichen Winden. Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Langsame Erwärmung. Mittwoch, 16. Juni Barometer 24 Uhr: 1638 Thermometer 34 Uhr: H Zeiten für Sonne und Mond am 17. Juni: (2 Aufg..06, Unterg. 20.55: J Aufg. 14.35, Unterg..32 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags im Kleinen ehrlich sein! Man spielt sonst mit Arbeit, Diesozialen Beiträge sind vordringliche Luiten sährigen bewährten Arbeitern: denn die eigentliche Ein Jahrikent aus Recklinahausen hatte es mit den Schuld saß er hei dem Vorführer zum Bösen der i Ort Essen Kabler Asten Brocken Hamburg Berlin München Zugspitze Lustdruck in mm 7662 647.4 675,3 762.8 764.4 523.2 Windricht u. Stärke NW 4 WRW 4 RW 6 RW 4 RW 4 N 4 Temperazur C Wetter Ein Fuoritam aus Realinghäusen halte es mit den Beiträgen seiner Angestellten und Arbeiter zur Krankenkasse und zur Alters= und Invalidenversicherung nicht sehr ernst genommen und war zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilt worden. Die Fälle waren bis zum Revisionsgericht gegangen, und wurden jetzt erneut in Bochum verhandelt, weil die Frage einer teilweisen Amnestie nicht genügend geklärt war. Die Beweisaufnahme fiel gegen den Angeklagten aus, da sich herausstellte, daß er sehr wohl in der Lage gewesen wäre, diese Beiträge zu leisten, wenn er von anderen nicht so zwingenden und aussichtslosen Aufgaben abgesehen hätte. Dabei war zu berücksichtigen, in welch schwierige Lage ein Arbeiter oder ein Angestellter kommt, für den die Versicherungspflicht nicht erfüllt ist. Die Strafkammer kam zu dem Gesamturteil in den beiden Anklagefällen auf Schuldig und setzte 3000 Mark Geldstrafe bzw. 60 Tage Gefängnis gegen den Angeklagten fest. Eine Amnestie komme nach näherer Prüfung der Unterlagen nicht in Betracht. Die sozialen Schulo sah er bei dem Verführer zum Bosen, der ja auch das„Geschäft“ hatte machen wollen. Der ältere Gefolgsmann hat überhaupt keinen Vorteil gehabt und hatte mehr im Rausch die Augen nicht ganz offen gehalten, so daß gegen ihn wegen Geringfügigkeit das Verfahren eingestellt werden konnte. Der Hauptschuldige erhielt vier Monate Gefängnis. Fast hatte er auch Sohn noch auf dem Gewissen, der das der Beiangeklagt war. Der Richter hielt aber den Einwand nicht für widerlegt, daß der Jüngling nichts von den krummen„Geschäften" seines Vaters wußte und nicht mit Bewußtsein Diebshelfer gespielt hat. Der Sohn wurde infolgedessen zu seinem Glück freigesprochen. Der eine Gefolgsmann, der dem Hauptangeklagten das Blei zuschob, bekam zwei Monate Gefängnis. Die Frau eines Althändlers, die zweimal Bleireste ankaufte, ohne sie in das Einkaufsbuch einzutragen, wurde zu hundert Mark Geldstrafe verurteilt, da solche Unterlassung als Fahrlässigkeit bestraft wird. Der Althändler selbst konnte seine völlige Unkenntnis der Sache nachweisen und wurde freigesprochen. Hausgemeinschaft von heute Volksgemeinschaft beginnt bereits in der Familie. Der nächst größere Kreis sind die Bewohner eines Hauses. Täglich erlebt man heute Beispiele dafür, daß auch unter den Mietern wahre Hausgemeinschaft geübt wird. Da war kürzlich eine Frau in schwere Bedrängnis. Ihr Gatte lag schon längere Zeit krank danieder und war dadurch arbeitsunfähig. Da er zudem wegen der Schwere der Krankheit noch ins Krankenhaus geschafft werden mußte, stand der Frau mit mehreren Kindern nur ein bescheidenes Krankengeld zu. Unglücklicherweise hatte sie auch noch andere dringliche Verpflichtungen zu erfüllen und so kam es, daß sie mit der Miete im Rückstand blieb. Der Hausherr, der auswärts wohnte und wahrscheinlich die Familienverhältnisse nicht kannte, reichte kurzerhand wegen der rückständigen Miete die Räumungsklage ein. Nun gingen die anderen Mieter her und veranstalteten unter sich eine Sammlung und brachten so aus freien Stücken den rückständigen Mietbetrag auf. Auf diese Weise wurde die Familie vor der Notwendigkeit der Räumung ihrer Wohnung geschützt. Einem Hausbewohner wird das sechste Kind geschenkt. Der Hausbesitzer läßt es, als er von diesem freudigen Ereignis erfährt, nicht allein mit dem üblichen Glückwunsch sein Bewenden haben, sondern er teilt dem glücklichen Vater mit, daß er ihm für den nächsten Monat den Mietsbetrag ganz erlasse. Ein anderes Bild. Zwischen den Bewohnern eines Hauses bestanden schon seit längerer Zeit wegen der Benutzung des Trockenbodens Unstimmigkeiten, die sich, wie es schien, kaum beilegen ließen. Der Streit ging von einer Familie aus, die den Boden immer dann benutzen wollte, wenn gerade eine andere Familie Wäsche hatte. Die anderen Bewohner taten sich zusammen und teilten als Ergebnis der Unterredung der streitsüchtigen Familie mit, daß sie in Zukunft ihre Wäsche in der Wohnung trocken würden, damit der Familie der Trockenboden jederzeit zur Verfügung stände. Dieses Mittel half. Die streitbare Familie fühlte sich ob dieser Bereitwilligkeit tief beschämt und versprach dem Hausherrn, sich nun mehr ganz in die allgemeine Hausordnung einfügen zu wollen. So manche Hausstreitigkeit, die heute noch vor den Gerichten ausgetragen wird, könnnte zweifellos vermieden werden, wenn jeder sich bei seiner Handlungsweise von dem Gedanken der Volksgemeinschaft leiten ließe. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Donnerstag, 17. Juni. NS.=Frauenschaft Gerthe. 20 Uhr: Singschar im Heim. NS.=Frauenschaft Erbhof(Hofstede=Riemke). 20 Uhr: Pflichtabend im Josef=Wagner=Heim. Es spricht Parteigenosse Bräuner. NS.=Frauenschaft Hordel. 15 Uhr: Spielkreis für Oberhordel in der Katholischen Schule an der Schragmüllerstraße. NS.=Frauenschaft Weitmar=Nord. 20 Uhr: Zusammenkunft im Lutherhaus an der Hammer Straße. Pflichtabend mit Vortrag von Fräulein Gutjahr. RS.=Frauenschaft Griesenbruch. 20 Uhr: Pflichtabend bei Lotz. RS.=Frauenschaft Langendreer=Oberdorf. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Heemann. Liederbücher mitbringen. NS.=Frauenschaft Harpen. 16 Uhr: Pflichtstunde im Gemeindeheim an der Evangelischen Kirche. Aeußerste Pünktlichkeit ist dringend erforderlich. NS.=Frauenschaft Hofstede=Riemke. 20 Uhr: Pflichkabend im Josef=Wagner=Heim. Es spricht Parteigenosse Bräuner. NS.=Frauenschaft Weitmar=Mark. 20 Uhr: Singabend für alle Frauen bei Hülsmeier. Amtswalterinnen, Zellenund Blockfrauen eine Stunde früher zu, einer wichtigen Besprechung. NS.=Frauenschaft Felsenburg. 15 Uhr: Ueben der Singschar bei Backwinkel. NS.=Frauenschaft Laer. 20 Uhr: Singabend mit Fräulein Schwarz. Alle Mitglieder, auch des Frauenwerks, müssen erscheinen. NS.=Frauenschaft Altenbochum=Steinkuhl. Im Ortsteil Steinkuhl, in der Wirtschaft Sonneborn(Grunewald), wird am Samstag abend eine Werbeveranstaltung für das Deutsche Frauenwerk stattfinden. In einer Feierstunde wird Frau Plessow zu den Frauen sprechen. Wie schon in andern Ortsgruppen, wird auch hier die reichhaltige Ausstellung Grenzland— Ausland gezeigt werden. „Kraft durch Freude“. Abteilung Deutsches Volksbildungswerk. Museumsbesuch: Jeden Sonntag von 10 bis 13 Uhr: Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee. Gemäldegalerie, Kaiser=WilhelmStraße. Bergbaumuseum, Vödestraße. Geologisches Museum(Bergschule), Herner Straße. Eintritt frei! durch FreudeLidonnlonorce +11 + 8 + 5 +15 *13 Regen Nebel Nebel bedeckt halb bed., Dunst Schneefall Stadttheater: 19.30 Uhr: Romeo und Julia. Tonhallen=Gaststätte und=Diele: Konzert und Tanz. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Blinde Passagiere. Odeon: ab 15.30 Uhr: Der Abenteurer von Paris. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Der Abenteurer von Paris. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Zwischen Abend und Morgen.— Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: April— April. Apollotheater: ab 15.45 Uhr: Die graue Dame. Capitol: ab 15.30 Uhr: Meine Frau, die Perle. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Donogoo=Tonka. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Wenn wir alle Engel wären. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Millionen=Erbschaft. Apollo Weitmar: Menschen ohne Vaterland. Lichtburg Langendreer: Die Kreutzer=Sonate. Schauburg Wanne=Eickel: Der müde Theodor. Capitol Werne: Unter heißem Himmel. Capitol Langendreer: Eine Nacht mit Hindernissen. Kammerlichtspiele Gerthe: Die Nacht mit dem Kaiser. Union=Palast. Kameradschaft ehemaliger 16er(Hacketäuer). In der Monatsversammlung am 12. Juni im Kameradschaftsheim „Haus Düppe“ sand nach Bekanntgabe der geschäftlichen Mitteilungen das übliche Preisschießen statt, aus dem Kamerad Arzt als Sieger hervorging. Die anschließende gemütliche Unterhaltung hielt die Kameraden noch eine Zeit lanck zusammen. Am 13. Juni war nachmittags auf dem Schießstand an der Castroper Straße das alljährlich stattfindende Schießen um die Wanderpreise, an dem sich die Kameradschaft zahlreich beteiligte. Bei dem vorausgehenden Uebungsschießen war mit 32 Ringen Kamerad Weidmann bester Schütze. Den Wanderpreis der Kameradschaft errang mit 31 Ringen Kamerad Schöttler. Die gleiche Ringzahl erreichte Kamerad Weidmann. Nach dem Schießzen auf die Ehrenscheibe wurde Kamerad Gerold Kameradschaftsführer sowie. die, Beiratsangehärigen, als Sieger ermittelt, dem somit der Ehrenpreis des Ehren=svon jetzt an zur Kenntlichmachung an der Bundesuniform kameradschaftsführers Manthey für dieses Jahr zu= sein entsprechendes beiderseitiges Aermelabzeichen. Dem Kofiel.— In der dem Schießen folgenden Zusammenkunft im lonialmuseum wurde vom stellvertretenden KameradschaftsKameradschaftsheim, wo sich die Frauen der Mitglieder zum führer Hugo Knoop eine in echt chinesischer Tusche geKaffee eingefunden batten, wurden den Siegern vom Ka=s schaffene Malerei(Familienidyll) überwiesen. Zu dem diesmeradschaftsführer Geumann mit anerkennenden Worten jährigen Reichs=Kriegertag in Kassel, wird, die Fahnenabdie Preise überreicht. Der unterhaltende Teil wurde von sordnung entsandt werden. Die Schießgruppe der KameradMitgliedern in bester Weise bestritten.— Am 4. Juli be= schaft wird ihre Schießleistungen innerhalb des Kyffbäuserginnt in Düsseldorf der diesjährige Regimentstag, bundes auf dem Scheibenstand bei Düppe in der Wanne an dem sich die Kameradschaft mit einer Reihe von Mit= austragen. Kamerad Judjahn als Kassenführer befaßte gliedern beteiligen wird. Weitere Meldungen können im sich noch kurz mit Hinterbliebenenangelegenheiten und wies Kameradschaftsheim oder beim Kameradschaftsführer er= auf die Merkblätter hin, die jedem Kameraden genaue Richtfolgen. linten geben. Zum Schluß machte Kamerad Knoop einige Ausführungen zur Wiederkehr des 30jährigen GründungsDeutscher Kolonialkriegerbund, Kameradschaft Bochum, tages der Kameradschaft, der im kommenden Winter in gegründet 1907. Auf dem letzten Kameradschaftsappell im einem würdigen Rahmen begangen werden soll. Kolonialheim Ludger Hünseler wurde der Rechenschafts= 2. Garde=Fußartillerie=Regiment, Schießschule Jüterhog. Tagesplan für Freitag, 18. Juni Volkstanz für Frauen und Männer des Arbeitsdankes von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Hildegardislyzeums, Augustastraße. hatte Kamerad Knoop die Leitung übernommen. Er gedachte in ehrenden Worten des verstorbenen Kameraden Heinrich Körner. Anschließend folgte eine kurze Wiedergabe der Bundestagung in Düsseldorf. Nach der Bestimmung der Bundesleitung hat die Kameradschaft von jetzt ab die Namensbezeichnung, so wie sie am Anfang des Berichts gegeben ist, zu führen. Ferner erhalten die Kameraden demnächst Personalausweise, die die Zugehörigkeit zum Deutschen Kolonialbund und die Berechtigung zum Tragen der Bundesuniform bei besonderen Anlässen bestätigt. Der Anschluß an den Deutschen Kolonialbund und an den Nationalsozialistischen Deutschen Marinebund machte eine Ergänzung und Aenderung der Bundessatzungen notwendig und soll demnächst durchgeführt werden. Die Bezirks= und Kameradschaftsführer sowie die Beiratsangehörigen erhalten Kolonialbeim Ludaer Hünseler wurde der Rechenschaftsbericht der Gautagung des Bezirksverbandes RheinlandWestfalen vom 14. und 15. Mai in Düsseldorf entgegengenommen, dem man freudig zustimmte. In Verhinderung des Kameradschaftsführers, Standartenführer Hüning, Beim Deutschen Gardtetag am 10. und 11. Juli in Düsseldorf treffen sich die Kameraden des Regiments in Düsseldorf. Meldet euch an:„Deutscher Gardetag 1937“, Düffeldorf, Europäischer Hof. hamstern Sie„Sonne“! Sonne ist Kraft u. Energie. Sie können nicht genug davon in sich aufnehmen! Aber Vorsicht vor Sonnenbrand! Nivea erlaubt Ihnen, in Sonne zu schwelgen, wenn Sie sich vorher und nach Bedart wiederholt einreiben. Kindergymnastik von 17 bis 18.30 Uhr für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren, Gymnastikschule, Rottstraße 29. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnasiums,.= Dahlhausen.„„ Pottafuent un unhumee m. Schwimmen für die Gefolgschaft des Bochumer Vereins von 19.30 bis 20.30 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Schwimmen für Frauen und Männer von 19 bis 20.30 Uhr: im Freibad in Bochum=Langendreer. Tagesplan für Sonntag, 20. Juni Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 9 bis 11 Uhr: auf dem Sportplatz am Pappelbusch in BochumAltenbochum. Bochum=Felsenburg Der Reichsbund der Kinderreichen(RDK.), angeschlossen dem rassepolitischen Amt, veranstaltet am 19. Juni, 20 Uhr, im Lokale des Wirtes Brauckmann, Ecke Wiemelh Ferdinandstraße, eine Werbeveranstaltung mit einem Vortrag über rasse= und bevölkerungspolitische Fragen sowie einen Bericht über das Reichstreffen des Bundes der Kinderreichen in Frankfurt vom 5. bis 7. Juni. Alle kinderreichen Familien sind herzlich dazu eingeladen. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 5 und 10.) MAGGI Immer reichlich Soße was Sie auch kochen und braten! Den Würfel zerdrücken, mit 1/8 Liter Wasser gut verrühren, aufkochen und 3 Minuten ziehen lassen Wös: rr# Rr 33.## Bochumer Leben Tausend und mehr Mark... Die Lose der braunen Glücksmänner Seit dem 1. Juni, also schon zwei Wochen, gehören die Glücksmänner wieder zum Straßenbild„Bochums wie der Ast zum Baum. Und mit ihrem Erscheinen hat die Glücksgöttin Einzug in die Kästen gehalten, deren 200 Lose nur mit wenigen Buchstaben geschmückt zu sein brauchen, um Gesicht und Börse in eitler Wonne strahlen zu lassen. Auf den Straßen und Plätzen hat das bei allen beliebte, heitere Spiel mit dem ernsteren Sinn„Arbeitsbeschaffung" wieder begonnen. Zum erstenmal in den vier Aufbaujahren ist die Arbeitslosenziffer unter eine Million gesunken. Mit diesem gewaltigen Erfolg kündigt sich der Endsieg an, mit dem der letzte Mann in Arbeit gebracht worden ist. An diesem Sieg haben die Glücksmänner und die in ihren Taschen klimpernden Groschen der Volksgenossen einen großen Anteil.„„ N. 152614 20 Glücksmänner sind es in Bochum, die täglich miteinander wetteifern, ihre Kästen mit je 200 Losen an den Mann zu bringen. Fünf feste Stände in der Altstadt stellen einen Hauptteil des Verkaufs aber sie sind nicht bei allen Verkäufern beliebt, die sich lieber zu„fliegenden“ Glücksboten entwickelt haben und auf den Straßen der Innenstadt sowohl wie der Außenorte ihre Lose an den Mann bringen. In den Sommermonaten ist der Verkauf etwas lässiger und es dauert länger, bis der Kasten geleert ist. Bei der Frage nach etwaigen Rekorden muß geantwortet werden, daß schon drei Kästen, also 600 Lose, an einem Tage verkauft wurden. 50= und 100=Mark=Gewinne finden täglich ihre lachenden Eigentümer, ein höherer ist in den zwei Wochen nicht herausgekommen. Man wartet aber täglich und stündlich darauf. Daß er nicht mehr lange auf sich warten läßt, liegt an jedem Volksgenossen selbst. Wenn ein Glücksmann vor dich hintritt, denk an das Geleistete und auch an die noch zu leistende Arbeit. Es darf kein Zögern geben. Schnell gekauft ist halb gewonnen! Zusammenstoß Auto—Motorrad an der gefährlichen Ecke Arndt= und Wietener Straße— Motorradfahrer verletzt Am Mittwoch nachmittag stießen an der stets nur mit äußerster Vorsicht zu befahrenden Ecke Arndt= und Wittener Straße ein Personenkraftwagen und ein Motorrad zusammen. Der Motorradfahrer mußte verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden, wo eine erhebliche Knieprellung und ebensolche Schürfwunden festgestellt wurden. Die Verletzungen des Verunglückten sind indessen nicht irgendwie gefährlicher Natur. Vom Kraftwagen erfaßt Radfahrer zu Boden geschleudert und verletzt Am 15. Juni stieß auf der Bongardstraße ein Personenkraftwagen mit einem Radfahrer zusammen. Der Radfahrer wurde zu Boden geschleudert und erlitt starke Prellungen am linken Oberschenkel. Er wurde durch den Kraftwagenführer dem Elisabeth=Krankenhaus zugeführt. Als kriminelles Verbrechen zu werten Trunkenheit am Steuer unentschuldbar Ernste Warnung an Kraftfahrer Der Reichsführer s und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, erläßt im Hinblick auf die mit dem verstärkten Ausflugsverkehr in der letzten Zeit wieernste Rese ece „Der Pfingstverkehr hat wieder eine erhebliche Anzahl von Toten und Verletzten durch Verkehrsunfälle gebracht, die einwandfrei auf einen übermäßigen Alkoholgenuß von Kraftfahrern, Radfahrern und Fußgängern zurückzuführen sind. In Zukunft werden alle Schuldigen an Verkehrsunfällen, bei denen übermäßiger Alkoholgenuß durch die polizeiliche Blutuntersuchung festgestellt wird, sofort verhaftet und bleiben bis zur scse e e oc sce gemeinheit gefährdet wird, wird Trunkenheit an„Steuer und im Straßenverkehr fortan als kriminelles Verbrechen angesehen und behandelt.“ Nauf hereiichen=Dapen inn Eau Westftien=Sur Die polnischen Gäste der DAF. von Bochum aus nach dem Rheinland weitergereist Herzliche Verabschiedung in der Gaustadt Wie tief die Eindrücke der aus 22 führenden Männern und Frauen des polnischen wirtschaftlichen und sozialen Lebens bestehenden Reisegesellschaft waren, die seit Montag als Gäste der DAF. im Gau WestfalenSüd weilten, und wie stark den Ausländern die Bedeutung und der Wert des in Deutschland unter Adolf Hitler Erkämpften ins Bewußtsein gedrungen sind, davon gab die Verabschiedung der Gäste am Mittwoch in Bochum ein überzeugendes Bild. Dieses Bild formte sich nicht allein aus den Worten, die der Führer der polnischen Gesellschaft, Professor Dr. Sokolowski, zum Abschied fand, sondern noch mehr aus der Herzlichkeit dieser letzten Stunde und dem Lachen froher Dankbarkeit, mit dem die Gäste Gauobmann Stein und seinem Stab die Hände drückten, ehe die Fahrt nach Essen weiter ging.,„ 46.. S2 utteil 8 Am Mittwoch vormittag war der Hauptleit der Gäste zu einer Besichtigung nach Bochums Rathaus gefahren, während ein kleinerer Teil noch der Gauwaltung der DAF. einen Besuch abstattete. Im Innenhof des Rathauses bewunderten die Polen zuerst das schöne Glockenspiel, um dann im Ratsherrensitzungssaal von Stadtrechtsrat Böminghaus als Vertreter der Stadt Bochum empfangen zu werden. Stadtbaumeister Spannmacher erklärte anschließend das Gemälde „Deutscher Parnaß" und gab Erläuterungen zu dem gewaltigen Rathausbau, in dem weiter noch verschiedene Räume und unter anderem auch das reizende Trauzimmer im Standesamt in Augenschein genommen wurden. Professor Dr. Sokolowski sprach in fließendem Deutsch den Dank der Gäste aus. Eine anschließende Besichtigung der Schlegel=Scharpenseel=Brauerei AG., bei der Betriebszellenobmann Hähnel und Braumeister Schütza führten, gab den Gästen Gelegenheit. einen besonderen Zweig unserer heimischen Wirtschaft und sein edles Produkt kennenzulernen. W Ber 95 A MIA Lr 5 Hunderte von Volksgenossen wohnten dem Abschied auf dem Rathausplatz bei.— In der Mitte (etwas nach rechts) Gauobmann Stein während seiner Ansprache. Zusammenstoß auf der Kortumstraße. Am 15. Juni wurde auf der Ecke Kortum= und Harmoniestraße ein Lastkraftwagen von einem Personenkraftwagen angefahren. Personen wurden nicht verletzt. Der Personenkraftwagen wurde stark beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Versteigerung im Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerstag, 15. Juli. im Stadtleihamt, TrankPärde stattindenden Versteigerunggg,der verfalenen änder aus dem Monat November 1986 wird aufmerrgemacht. K W der ausländischen Gesellschaft, Gauwart Breidenbach. Inzwischen hatten auf dem Vorplatz des Rathauses schon Fahnenträger der Werkschar und der Musikzug der Gauwerkschar Aufstellung genommen. Mit schneidigen Marschweisen wurden die von der Schlegel-Brauerei in Begleitung von Gauobmann Stein, Gauwart Breidenbach, Kreisobmann Meinert zum Rathausplatz kommenden Gäste begrüßt. Zahlreiche Volksgenossen umstanden wie eine dichte Mauer den freigehaltenen Platz, auf dem dann die Verabschiedung erfolgte. Zunächst sprach Gauwart Breidenbach von der RSG.„Kraft durch Freude" noch einmal zu den Gästen. Dann ergriff Gauobmann Stein das Wort, um Sinn und Wert der drei Tage zu deuten, die die polnischen Vertreter in unserem Gau verlebten. unserem Lande der Arbeit hätten sie verwirklicht gefunden, was ihnen in Hamburg auf der KdF.=Reichstagung theoretisch nahegebracht worden sei, hätten sie sich hier im Brennpunkt der Arbeit davon überzeugt, daß das deutsche Volk in geordneten Lebensverhältnissen sich befinde. Das nationalsozialistische Deutschland kenne nur das eine Ziel: jeden deutschen Volksgenossen so zu stellen daß er sich als gleichberechtigter Sohn des Volkes fühle. Er knüpfe daran die Bitte, in Polen zu erzählen, wie es in Deutschland sei, wie es ihnen bei uns gefallen habe. Ziel der Gäste sei es ja, genau wie wir in Deutschland, so in ihrer Heimat dem polnischen Arbeiter zu helfen. Beide Nationen, als Wall im Osten gegen eine Weltanschauung der Zersetzung, würden damit nicht nur ihre wirtschaftliche und soziale Pflicht erfüllen, sondern bedeutsam mitarbeiten an der Befriedung Europas und der Welt. So, wie die Gäste ihren großen Staatsmann Marschall Pilsudski verehrten, dessen Geist heute noch bestimmend für Polen sei, so dankten wir Deutschen unser Vaterland, Leben und Zukunft unserem Führer Adolf Hitler. Beiden Staatsmännern gelte daher der Gruß, den auszubringen er die Anwesenden auffordere. Anschließend erklangen die polnische und die deutschen Nationalhymnen. Nachdem ein Vertreter der Polen sodann seinen Landsleuten in polnischer Sprache den Sinn der Abschiedsstunde nähergebracht hatte, sprach zum Schluß Professor Dr. Sokolowski, der ausführte, daß sie auf Einladung Dr. Leys nach Deutschland gekommen seien. Sie bewunderten das deutsche Volk. nachdem sie gesehen hätten, daß es in Deutschland wirklich so sei, wie ihnen in Hamburg geschildert worden wäre. Großen Eindruck habe auf sie der Besuch bei den KdF.=Urlaubern in Rüthen gemacht, bei denen sie sich davon überzeugt hätten, wie dem deutschen Arbeiter sein Urlaub schön gestaltet würde. Zum Wohle des polnischen Volkes wolle man nun das in Deutschland Gesehene verwerten. Herzlichen Dank zolle man der DAF. und ihren Männern in unserem Gau für die Gastfreundschaft, die Bereitwilligkeit, alles zu zeigen und für die damit übernommenen Mühen. Sein Gruß gelte zum Abschied dem Führer Deutschlands, Adolf Hitler, und dem polnischen Staatspräsidenten Professor Moscicki. Noch einmal erklang anschließend die polnische Nationalhymne und dann hub endgültig das Verabschieden mit herzlichem Händeschütteln, mit Grußworten und Winken an. Hunderte von Volksgenossen nahmen Anteil an diesem Abschied bis der große gräue Reiseomnibus anzog und die Gäste in Richtung Essen davonführte. Heute abend im Volkstumsabend der NSG.„Kraft durch Freude“. „Schaffende Menschen gestalten ihren Feierabend", unter diesem Motto veranstaltet die Deutsche Arbeitsfront. RSG.„Kraft durch Freude“, heute abend 20 Uhr im Ratshof einen Volkstumsabend, zu dem alle Bochumer Volksgenossen herzlichst eingeladen sind. Der Eintritt ist frei. Mitwirkende sind die KdF.=Gruppen HandharmonikaOrchester(Leitung: Häßler), Singegruppe(Leitung: Sprenger), Volkstanzgruppe(Leitung: Jansen), Gitarren, Mandolinen, Blockflöten(Leitung: Vieten). Großer Reiterabend am Samstag abend im Parkhaus. Das Wochenende, vom Freitag angefangen, steht diesmal im Zeichen des 4. Bochumer Reit=, Springund Fahrturniers. Im Rahmen dieser festlichen drei Tage steht der Große Reiterabend, der am Samstag abend um 8 Uhr auf der Terrasse und in den Räumen des Parkhauses beginnt. Er wird in Verbindung mit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" durchgeführt und verspricht ein Ereignis zu werden. Die Umgebung wird festlich erleuchtet und Musik und Tanz finden im Freien statt. Es spielt das Tromveterkorps der SA.=Reiterstandarte 67, und ferner wirken die Werkssänger des Eisen= und Hüttenwerks mit. der Arden und des Dernens Abschied der Jungmannen der nationalpolitischen Erziehungsanstalten vom Ruhrgebiet ## 0 er 6 3 624 A 95 E. FI. + VE Die Jungmannen der RPEA. auf Zeche„Prinz=Regent zum Vordergrund rechts Gauobmann Stein.(Siehe Bericht auf Seite 41. Im * Alle Aufnahmen: BA.-Muthherz Ganobmann Stein im Gespräch mit Jungarbeitern nach dem Betriebsappell. 4 A EER Seite 6 Nr. 139# Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 17. Juni 1937 Das Jakzuäpfchen Von Daus Sodker Herr Anton und seine junge Frau wollen frühstücken. Sie stecken noch tief in den Flitterwochen, was Wunder, daß im Hauswesen noch nicht alles so klappt, wie es klappen sollte. Besonders die kleine Frau Elly ertappt sich noch sehr häufig auf Fehlern, die sie sich unbedingt abgewöhnen muß. Zu diesen gehört ihre Vergeßlichkeit, die sie selbst zwar noch nicht groß als Fehler empfunden hat, die ihr aber schon des öfteren einen Blick, ein Schmunzeln oder wohl gar einen ernsthaften Vorwurf ihres Anton eingetragen hat. So harmlos aber diese Rügen bisher waren, sie fühlt sich doch bebrückt davon.,. g„äpschen.: f. 48 Heute nun ist es das Salznapschen, oas sie auf den Tisch zu bringen vergessen hat. Sie weiß ganz bestimmt, daß sie es bereitgestellt und daß nur ein Uebersehen es auf der Anrichte in der Küche gelassen hat. Schnell huscht sie darum hinaus und kehrt auch ebenso schnell damit zurück, noch ehe der gestrenge Gemahl das Fehlen bemerkt und so seinem Spott Ausdruck zu leihen vermocht...... am Gina, 4m S anhei. Aber Hast ist zu keinem Dinge gur. Irgenvein Hindernis, war's das Stuhlbein, wars der Teppich, hat es bewirkt, daß das Salznäpfchen ihren Fingern entglitt und auf den Teppich fiel. Hat das dem Näpfchen auch nicht geschadet, so ist doch das Salz verschuttet. Das Salz. Wären es Knöpfe oder Rosinen, würden die einfach wieder aufgelesen und der Schade wäre kuriert. Aber Salz? Welche junge Frau wüßte nicht, daß„Salz verschütten“ Streit bringt? Und streiten, sie mit ihrem heißgeliebten, herzensguten Anton? Einfach nicht auszudenken. Furchtbar wäre das. Aber das Salz liegt zu ihren Füßen und ihr Mund spricht aus, was sie nicht zu denken wagt:„Ach Gott, Anton, das gibt Streit!“ Anton, der das heftige Erschrecken seines Frauchens bemerkt hat, unterdrückt natürlich die Anwandlung eines neckenden Vorwurfs und sagt so beruhigend sachlich, wie möglich:„Unsinn. Was Streit, wenn ein Näpfchen Salz verschüttet wird. Hol frisches und dann ist alles aut!“„ 7Hltgft— Kum grs, Die kleine Frau aber schuttent, an iyren Tranen würgend, den Kopf.„Du glaubst es natürlich wieder nicht, aber es ist so, gib Acht, er kommt!“ „Wer?— Der Streit?— Sei nicht kindisch. Mir steht der Sinn nicht nach Streit.“ „Weil du eben nicht glaubst, weil du in allem so ungläubig bist.“ „Bin ich das?“ „Ja, das bist du.“ „Nun in diesem Falle gewiß mit Recht.“ „Recht?— Siehst du! Das ist gerade solch Wort, wie Unsinn und kindisch. Gleich pocht ihr Männer auf eure Ueberlegenheit uns schwachen Frauen gegenüber. Recht! Recht!“ Es quillt das erste Tränlein unter Frau Ellys seidigen Wimpern hervor. „So, nun weine auch noch“, sagt ihr Mann mit wohlmeinender Absicht, die Anklage seiner Frau wider ihn zu ignorieren. „Muß ich nicht?“ „Nein. „Wenn ich es aber muß?“ „Also bitte, dann tue es.“ Solche Unlogik fordert ja etwas verschärften Ton geradezu heraus. Und Frau Elly tupft wirklich ein paar Schmerzenstränlein in ihr Spitzentüchlein. Somit könnte diese Angelegenheit erAber Salzverschütten“ soll doch Streit bringen. Herr Anton legt deshalb Messer und Gabel nieder und spricht schon wieder beruhigter, indem er zur Morgenseitung greift:„Ich warte jedenfalls, bis du fertig Fertigs— Pomit fertig!“ „Mit Weinen.“ „Ich weine ja gar nicht mehr.“ „Dann ist's ja gut.“ „Nein, Anton, das ist's eben nicht.“ „Warum nicht?" „Weil du's nicht glaubst.“ „Was nicht glaube?“ „Daß Salz verschütten Streit bringt.“ „Himmel, Herrgott! Diese Frauen!“ „Siehst du!“ „Daß es doch so ist. Du selbst fingst den Streit „„ Herrn Antons Sprachvermogen versagt einen weoment, um dann um so machtvoller einzusetzen.„Ich fing Streit an? Höre mal, das ist doch der Gipfel der Einbildung bei dirk“.„.6ae#. „Keine Einbildung. Gar keine. Tarsache. Natürliche Folge. Die ihr Männer in eurer Voreingenommenheit nur nicht gelten lassen wollt!“ Quatio““,, Hthabereh achet in Minsszagenheit. „Anton, deine Rechrhaverei arrei in Ungezogenhelt, in Brutalität aus.“ Ein kräftiger Schlag von Antons Hand auf den Tisch erschreckte Frau Elly so, daß sie aus weitaufgerissenen Augen auf diesen starrt.„Da! Siehst du, da Nun brauchst du dich nur noch auf mich zu stürzen und mich tätlich zu mißhandeln!“ „Verrückt!" Die Morgenzeitung fliegt auf den Tisch und Anton stürmt hinaus zur Garderobe, um Hut und Stock zu ergreifen. Die Haustür fällt geräuschvoll ins Schloß. Frau Elly aber fährt zehn Minuten später in einer Taxe— der rotgeweinten Augen wegen— zu ihrer Mama, um der ihren ersten Streit in der Ehe zu Als aber zur nächsten Mahlzeit Herr Anton mit einem Blumenstrauß bewehrt heimkehrt gewahrt er, daß ein neues, deckelbewehrtes Salznäpfchen auf dem Tische prangt. Er unterdrückt aber die Frage darum, denn er möchte in Frieden essen. kteintich spielt Schicksae Von Werner Oelkers Zwar wissen es nur wenige aber es ist darum nicht weniger wahr, daß mein Freund Heinrich ein Dichter ist. Freilich schreibt er seine Dichtungen nicht nieder, aber die Niederschrift macht ja auch nicht den Dichter aus. Was er niederschreibt, hat mit Dichtung rein gar nichts zu tun. Er sitzt an der Hauptpost am Schalter für postlagernde Sendungen. Da kommen allerhand Leute zu ihm, die er nicht kennt: Touristen und durchreisende Geschäftsleute, viel unsichere Kantonisten auch, und vor allem junge Mädchen und junge Männer. Die sind dann meist noch sehr jung, und die Anschriften der Briefe geben nicht einmal den Namen preis. Manche kommen voll Aufregung und Erwartung, andere mit kühler Sachlichkeit. Die einen nehmen einen unguten Bescheid mit äußerem Gleichmut hin, andere verbergen nicht ihre Enttäuschung oder gar ihr Erschrecken. Es kommt auch vor, daß sein bedauerndes„Es ist nichts da“ Tränen hervorlockt. Dann schaut er noch einmal alles durch, meist aber ohne Erfolg. Kurzum, es ist viel Geheimnis um seine Tätigkeit. Was aber hat seit Menschengedenken dichterische Kraft mächtiger beflügelt als das GeheimSeit einiger Zeit erzählt er von einem Mädchen. Kennte ich nicht seine gediegene Art, man sollte meinen, es sei ihm, der schon ein paar erwachsene Söhne herumlaufen hat, ein wenig arg ans Herz gegangen. Aber es ist nur die begierdelose Freude des Alters an Schönheit und Anmut, die seine Phantasien um das Mädchen verklärt und in den Begegnungen der Gegenwart die eigene Jugend wieder aufstehen sieht. Freilich spürte ich, als er seine Begeisterung zum erstenmal bei mir ablud, nicht geringe Lust, eine andere Erinnerung bei ihm aufzufrischen: Die Erinnerung daran, daß er vor gar nicht langer Zeit einem seiner Söhne grob geworden war, als er ein ehrbares Mädchne mit ins Elternhaus hatte bringen wollen, und daß er seine polternde Ablehnung nicht anders zu„begründen“ gewußt hatte als mit der undichterischen Meinung, der Sohn sei noch„ein grüner Junge, der noch nicht trocken hinter den Ohren sei“. Zum Glück fiel mir ein, daß es nicht schicklich und wenig fruchtbar ist, sich in anderer Leute Familienverhältnisse einzumischen, und schließlich ist es ja auch das Recht der Dichter, im eigenen Hause unvernünftig zu sein. Inzwischen ließ seine Begeisterung für die Kleine in nichts nach. Oft mußte es scheinen, als sei es seine eigene Herzensangelegenheit, die da auf dem Spiele stand, so sehr rühmte er ihren Liebreiz, ihre scheue Mädchenhaftigkeit, ihre sanfte, stille Art. Es war nun schon eine zarte, wenn auch wortlose Vertraulichkeit zwischen ihnen, denn das Mädchen kam mit regelmäßiger Pünktlichkeit jeden vierten Tag morgens um dieselbe Stunde und holte einen Brief ab, auf dem mit der Maschine die Chiffre geschrieben stand„X9Z 999“. Der Poststempel war aus einer Nachbarstadt. Wenn sie kam, hielt er den Brief schon lächelnd in Bereitschaft. Einmal traf ich sie im Schalterraum. Da sah ich nun ein, daß der Zauber, der von dem Mädchen ausging, einem dichterischen Herzen wohl einigen Auftrieb geben mochte und daß auch ein Außenstehender, ob er wollte oder nicht, den geheimnisvollen Dingen, die sich mit Heinrichs dienstlicher Hilfe entwickelten, den besten Ausgang wünschen mußte. So schön war sie, so natürlich und zurückhaltend war ihre Art, daß jeder sie gern haben mußte. Wie sie mit stillem Lächein an den Schalter kam, wie sie ein wenig errötete, wie die beiden, als seien sie alte Freunde, einander zunickten— es war beglückend zu sehen und auf geheime Weise ergreifend. So kam es, daß ich selber nicht unbeteiligt war. als Heinrich plötzlich mit verstörtem Gesicht herumlief und mir vertraulich erzählte, es stünde schlecht um die Sache. Schon dreimal sei die Kleine vergeblich am Schalter gewesen, und ich könne mir wohl denken, wie sehr es sie mitnehme. Und was seine Meinung angehe, so verdiene der Lausebengel von Kerl, der das Prachtmädel so schändlich behandelte, mit dem Tauende traktiert zu werden und das nicht zu knapp.(Heinrich kommt in der Altstadt viel mit Rheinschiffern zusammen, so daß ihm die Drohung mit dem Tauende geläufig ist.) Seine Not und sein Zorn waren gleichermaßen ehrlich, und ich verstand ihn gut. Als er meine Anteilnahme bemerkte, kam es schließlich heraus, daß er dem untröstlichen Mädchen schon Mut zugesprochen und ihm geraten hatte, dem Kerl, wo er auch stecke, auf die Bude zu rücken und„ihm den Marsch zu blasen“. Anders sei dieser Art von Windhunden nicht beizukommmen. Zwar habe ich meine eigene Meinung von so wohlgemeinten Ratschlägen, aber ich sagte nichts. Danach sah ich ihn viele Tage nicht, bis es mir eines Tages einfiel, ihn aufzusuchen. Wer aber beschreibt mein Erstaunen, als ich auf dem Sofa fröhlich und munter Fräulein X9Z 999 neben dem Sohne sitzen sah? Freund Heinrichs Gesicht, als ich auftauchte, war kaum geistreich zu nennen, aber er erholte sich schnell und schleppte einen Krug herbei.„Denk dir", flüsterte er,„sie hat meinen Rat befolgt.“ Es war ein reizender Abend. die Aeshaße Komplimente! Der große französische Staatsmann Talleyrand hatte zu einem Abendessen geladen. Die Gäste hatten sich eingefunden,es fehlte nur noch der tapfere General Montbrun. Als dieser endlich eintraf und sich beim Gastgeber entschuldigte, weil er der Letzte sei und außerdem zu spät komme, erwiderte Talleyrand mit ausgesuchter Höflichkeit:„Ich bitte Sie, das hat doch nichts auf sich, da es sich ja nur um ein Abendessen handelt. Hätte man Sie, mein General, auf ein Schlachtfeld eingeladen, Sie wären sicher als erster dort gewesen!“ Sind's die Augen... Der moderne Dichter hat seiner Angebeteten sein neuestes Gedicht vorgelesen. „Ihre Augen, Fräulein Mary, haben mich zu diesem Gedicht inspiriert!" flüsterte er zärtlich. „O Gott“, ruft Mary erschrocken aus,„da muß ich aber gleich morgen zum Augenarzt gehen!" Die Kroneim Rhein ROMAN VON WOLFGANG MARKEN 23 Unlustig tat sie an diesem Nachmittag ihre Arbeit. Frau Renate sah es mit sehenden Augen. Sie begriff, daß die Tochter mit sich rang, daß sie langsam zum Weibe heranreifte, das die Beglückung durch die große Liebe ersehnt. Sie hatte alles Vertrauen zur Tochter. Sie wußte, daß Hanna ein starker Mensch war, der mit allen Dingen in Ordnung kam. Sie kannte keine Halbheiten, die Hanna! Wenn sie liebte, dann tat sie es mit dem ganzen Herzen, mit aller Aufopferungsfähigkeit, mit aller inneren Anteilnahme, dann gab sie sich ganz auf und wurde Teil des Mannes. Sie war von ihrem Blut! Der Abend ging ruhig zu Ende. Man ging ziemlich zeitig schlasen..,. Zimmr vam Gand Als Alexander auf sein Zimmer cam, fand er Willy, auf der Bettkante sitzend, mit den kleinen Katzen pielend.„., 4 Schnurrenh Seket und Mieze=Betty aber saß schnurreno vavei und schien „Allerliebste Kerle“, sagte Willy, glücklich wie ein Junge.„Schau doch nur, drei haben schon die Augen offen! Wie Garnknäuel sind sie. Und kratzen können sie auch schon ein bißchen.“ Alexander beteiligte sich an dem Spiel mit den kleinen Kätzchen. Plotzlich sagte er:„Sag mal, Will, welche schicken wir denn Sir Ben?“ „Meinem Vater?“ Willy sah den Freund verblüfft an.„Was soll denn mein Vater mit dem kleinen Seine Freude dran haben. Er hat doch jetzt Zeit und könnte doch mal Langeweile haben. So ein Kätzchen hält ihn schon munter. Das vertreibt ihm die Zeit. Ich schicke ihm die schwarzweiße Miez mit den schwarzen Tupfen auf dem Schnauzchen. Die ist doch „Und frech!“ „Das will ich meinen. Also die bekommt Sir Ben.“ „Dürfen Katzen denn überhaupt nach England eingeführt werden?“„ „Aber natürlich! Da mache ich mir keine Sorgen. Und wenn Sir Ben auch Laufereien drum hat, das schadet doch nichts. So ein Glückskätzchen ist es doch wert.“ „Und was fängst du mit den anderen ank“ „Das wird sich schon finden, Hast du noch die Absicht, morgen früh abzurügen: „Ja, das will ich. Frau Renate und Hanna wissen schon Bescheid. Wenn ich du wäre, dann würde ich auch türmen.“ „Ich! Vor der kleinen Person soll ich ausreißen? Nein, mein Junge, das kommt nicht in Frage. dem der Engländer auf der Narrenburg gewesen war. Zwei glückliche Tage! stellte Viktoria fest. Am nächsten Tage war sie zusammen mit Tante Elmire nach Rüdesheim gefahren und hatten allerlei schöne Sachen eingekauft, die dringend notwendig waren. Zwei schöne Kleider, das eine für die Sonntage, das andere als Hauskleid, und verschiedene andere Sachen für sie, für Vater und auch für Tante Elmire. Viktoria war restlos glücklich.... 66 JHer Lief, m. Sie war ein stiller, seiner mensch, aver diese Naturen haben hin und wieder einmal den Wunsch, mitten im Leben zu stehen unter anderen Menschen, sie sprechen zu hören und sich mit ihnen auszutauschen. Zu letzterem kam es freilich nicht. Viktoria sprach außer mit der Tante mit keinem Menschen, aber sie war so vergnügt wie noch nie in ihrem Leben. Und das dankte sie dem jungen Mann aus England, der ein ein Geschenk des Himmels auf der Narrenburg erschienen war.„„„„ 849 Zwei Tage lang waren ihre Gedanken von Willy nicht losgekommen. Immer hatte sie abends gebetet: Lieber Gott, laß ihn doch wieder auf die Narrenburg Und als heute morgen plötzlich die Glocke gezogen wurde, durchfuhr sie ein freudiger Schreck, und ehe der Vater, der am Schreibtisch arbeitete, oder Tante Elmire dazugekommen waren, war sie draußen, öffnete das Tor und erkannte in dem Draußenstehenden Willy, den jungen Engländer. Ihre Stimme jubelte förmlich sie ließ ihn schnell ei dürfen überzeugt sein, daß ein Gentleman unter Ihrem Dache wohnen wird, der die erwiesene Gastfreundschaft zu würdigen weiß.“..„„ Die Augen der beiden Männer lagen ineinander. „Das weiß ich, Herr Lloyd, darum sind Sie mir willkommen.“ Das schönste Zimmer wurde Willy angewiesen, und alle drei Torenheims geleiteten ihn hinauf. In ihren Herzen war Freude, als sie sahen, wie glücklich sich der junge Engländer umsah. Weit und licht war das Zimmer. Die Front nach außen bestand fast nur aus Fenstern, die das Licht ungehemmt herein ließen. Vom Fenster aus konnte man auf den großen Altan treten, von wo man einen herrlichen Blick über das Rheintal hatte. Willy wandte sich den Torenheims wieder zu und sagte:„Oh, hier ist es herrlich, hier ist es einzig schön. Ich werde sehr glücklich in Ihrem Schloß sein, Herr von Torenheim.“.„ 4. g. Mistarte 81. Eine halbe Stunde spater toute Vittoria, die vor Freude ganz aufgelöst war und sich unbefangen wie ein Kind gab, zusammen mit Willy durch das kleine, erBesitztum, Andlich die zeigte ihm aues noch einmal, aber gründlicher, der Vater es getan hatte, denn sie vermutete, daß allem, auch den kleinsten Dingen, Interesse fände. „Guten Morgen“, und sie ließ un schneuchen. „Guten Morgen, Fräulein Viktoria. Sie wundern sich, daß ich so plötzlich erscheine?“ „Die Französin ist sicher nicht abgereist“, sagte sie „Leider nicht. Ich halte es aber da unten nicht mehr aus. Und deshalb wollte ich Ihren Herrn Vater fragen, ob er mich für einige Zeit als Sommerfrischler auf seinem Besitztum aufnehmen will.“ „Ganz gewiß wird er das, ganz gewiß. Dort kommt schon Tante Elmire. Sie wissen ja gar nicht, wie ich mich freue, daß es so gekommen ist.“ Er sah sie dankbar und glualich an. „Sie freuen sich? Aber Sie kennen mich doch kaum. Ich bin vielleicht ein ganz unleidlicher Mensch, und Sie sind dann enttäuscht.,.14.,#i, gud bektimmt „Nein, nein!“ lachte sie heiter.„Sie sind bestimmt ein guteer Mensch. Und es kann nicht schaden, wenn es endlich einmal ein bißchen Leben auf der NarrenFrau Elmire kam den beiden entgegen und begrüßte Will herzlich.„Sie sind also doch gekommen, Herr Lloyd“, sagte sie einfach.„Mein Bruder und wir alle freuen uns, daß Sie die Gastfreundschaft der Narrenburg in Anspruch nehmen wollen.“ „Ich werde mich mühen, Ihnen allen ein guter Hausgenosse zu sein, gnädige Frau.“ „Ich bin keine gnädige Frau, Herr Lloyd“, sagte Tante Elmire schlicht,„nennen Sie mich Tante Elmire an. i.-## Also komme vielleicht auch vielleicht brauchen sie * gut, laß was von dir hören. mal rauf, aber so hald nicht. „Das wäre ein Gedanke. Ich will mich erst einmal „Gemachtl! Also jetzt schlaf gut! Und Hals= und Beinbruch auf der Narrenburg!“ Nun sind schon wieder einige Tage vergangen, seitoder sagen.“ frau Elmire, wie mich alle nennen.“ Lenn mir das erlaubt ist, möchte ich Tante Elmire Langsam schritten sie durch den Park und sahen den *„erade aue dem Hause treten Ein Zug NAuse tgeien. Win Gag als er ihnen entSchloßyerrn gerabe aus dem Hause der Freude lag auf seinem Gesicht, Er brückte Willy herzlich die Hand und „Seien Sie mir herzlich willkommen als unser#s, Lloyd. Ich freue mich, und Tante Elmire und Viktoria genau so. Sei sehen es ja beiden an.“„ „Ich weiß es zu schätzen, daß Sie mich als Gast aufnehmen, Herr von Torenheim“, sagte Willy.„Sie Gast, leseige Besitztum,., vach ziumal okar. 1. See—„ Haum sie vermattete daß als der Und sie irrte sich nicht. Willy interessierte alles. Sie zeigte ihm mit derselben Unbefangenheit ihr kleines Mädchenstübchen, ihre Puppen, führte ihn dann in das etwas abseits gelegene Stallgebäude, wo zwei Ziegen standen, zeigte ihm die Hühnerschar, und dann ihre beiden Lieblinge, zwei schlohweiße Angorakaninchen. „Mit denen spiele ich immer", erklärte sie mit leuchtenden Augen.„Das ist der Stupps, und das ist die Isolde, aber Sie dürfen mich nicht auslachen, weil ich ihnen so komische Namen gegeben habe. Der Stupps ist ein ganz wilder Kerl, er will immer von mir zu fressen haben, und wenn er nichts kriegt, dann stuppst er immer mit der Nase.“ Und warum heißt das andere Häschen Isolde?“ „Warum?“ Mit großen Kinderaugen sah sie ihn „Das weiß ich auch nicht. Ich habe nach einem Namen überlegt, und da fiel er mir plötzlich ein. Es ist doch ein schöner Name.“ „Oh, er gefällt mir sehr gut. Aber Viktoria klingt noch schöner.„, g. Kahsn 5c gi. „Wirklicht sagte sie strahteno.„uch, Sie scherzen nur. Oder er gefällt Ihnen doch sicher nur so gut, weil Sie einmal eine Königin hatten, die Viktoria hieß. „Das wird gewiß eine große Rolle spielen“, gab er unumwunden zu,„aber der Name würde mir genau so gut gefallen, wenn wir keine Königin dieses Namens gehabt hätten,.„.4 Hau Leihen MeinbDann schlenderten sie nach den beiden Weinbergen, und Willy erzählte ihr, daß er mit einem Freunde nach dem Perkeohause gekommen war, und daß Alexander ein bildhübscher Bursche sei. „Und den haben Sie nun unten gelassen? Wenn ihn nun die Dame aus Frankreich überrumpelt, und er muß sie heiraten““..4, Lasgeren 2 Kat mch„Ach, das kann ihm nicht passieren. Er hat mehr Energie im Leibe als ich. Und dann hat er auch noch die Hannoz,..#... krast. p. „Wer in das, die Hannar fragte sie neugierig. „Das ist das Wirtstöchterlein, ein hübsches Mädel mit braunem Haar und schönen braunen Augen. Das Gegenstück zu Ihnen. Sie haben von der Natur das herrlichste Blondhaar und die schönsten Blauaugen mitbekommen.“ Sie sind größer als ich und auch viel schöner, zudem sind, sie. große Künstlerinnen. Aber Papa freut sich nicht „Können Sie das nicht verstehen, kleine Viktoria? Welcher Vater läßt seine Kinder gern in die Fremde? Welcher Vater hat nicht den Wunsch daß seine Kinder in seinem kleinen Paradies hier glücklich sein möchten. „Ja, wenn das geht, aber das geht doch nicht für immer. Wenn sie einmal heiraten würden, dann zögen sie sicher auch woanders hin. Wovon sollten sie hier auf Torenheim leben? Wir sind nicht reich, Herr Lloyh „Da haben Sie schon recht, Fräulein Viktoria, aber vielleicht hat Ihr Vater gehofft, daß sie in der Nähe einen Menschen finden, mit dem sie glücklich werden konnten.“ Viktoria sah nachdenklich vor sich hin und sagte dann beklommen:„Ach ja, es ist nicht immer so einfach im Leben.“ „Nein, das ist es leider nicht kleine Viktoria“ gab er zurück.„Aber nur die Schwachen lassen sich unterkriegen, die Starken finden ihren Weg und lernen die Kunst, sich mit den Dingen abzufinden. Sie sind noch jung, Fräulein Viktoria, aber einmal wird auch der Tag kommen, wo Sie sich zu dem Mann Ihres Herzens finden, und wer weiß, ob Sie dann nicht für immer von Ihrer schönen Heimat scheiden müssen.“ „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht“, sagte sie leise,„.. heiraten... oder ich meine... einen Mann liebhaben?“ Sie sah dabei verlegen zu Boden, und Willy war entzückt von dem reizenden Kind. „Darüber zerbrechen Sie sich heute nicht den Kopf.“ Viktoria nickte. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. Plötzlich hob sie den Kopf und sagte schelmisch:„Das muß komisch sein.“ „Was denn?“ lachte Willy. „Ich meine, es ist ja Dummheit, daß ich darüber spreche, aber es fällt mir so plötzlich ein. Ich meine, wenn sich zwei lieben, das muß doch komisch sein.“ „Warum soll das komisch sein? Ich kann zwar auch noch nicht mitreden, obwohl ich ein paar Jahre älter bin als Sie. Aber ich stelle es mir herrlich vor. Zwei Menschen müssen natürlich zusammenpassen, sich gegenseitig ergänzen. Jeder muß den Wunsch haben, immer mit dem anderen zusammenbleiben zu wollen. Können Sie sich das vorstellen?" „Oh ja, ein bißchen schon. Aber wie merkt man denn das, wenn man jemand lieb hat?“ Herzlich lachte Willy auf und sagte:„Fräulein Viktoria, das werden Sie schon zur rechten Zeit spüren, wenn der Mann kommt dem Sie von Herzen gut sind, der Mann, dem Sie alles zuliebe tun können, bei dem Sie nicht lange überlegen, sondern dem Sie dorthin folgen, wo er das Restchen bauen will, und mit dem Sie für immer vereint sein wollen.“ „Ja, aber weiß man denn das immer? Es kann einem doch mal einer ganz gut gefallen, aber das ist doch nicht genug.“ „Nein, das ist nicht genug. Leider kann ich es Ihnen doch nicht genauer erklären. Da müssen Sie schon abwarten, bis Sie den finden, mit dem Sie immer zusammen sein möchten.“ „Das kann ich mir nun doch nicht vorstellen", gab sie zurück. „Ich werde es Ihnen mal an einem Beispiel demonstrieren. Nehmen wir an: Ich! Sie sehen mich, ich gefalle Ihnen. Wir werden gute Freunde, wir verstehen so ausgezeichnet, daß wir immer den Wunsch .„(uns„—-geichi „Meine Schwestern sind auch blond. Oh, die soll=haben, miteinander zusammen zu sein. ten Sie einmal sehen in ihrem rötlichblonden Haar.!(Fortsetzung folgt.) Seite 7 Nr. 139/ Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 17. Juni 1937 Die e Barbaras ROMAN VON MAARTANNS.ANOE 20) daß Toinette sich von Anfang an mit Racheplänen gegen ihre Vorgängerin trug. Brachte er dies in Verbindung mit dem seltsam gehässigen Interesse, das sie für jene vermeintliche Dagmar Ohlsen an den Tag legte, so ergaben sich für ihn grundlegende Anhaltspunkte, deren geschickte Auswertung ihm ein ziemlich klares Bild der Sachlage vermittelte. Zu seinem eigenen, grenzenlosen Verdruß mußte er sich zugestehen, daß Toinettes Beschuldigungen keineswegs aus der Luft gegriffen waren und daß es um Barbara Flint in allem und jedem äußerst bedrohlich stand. Wie gern hätte er ihr geholfen.— Aber auf welche Weise konnte er, selber ein Niemand und ein Nichts, sich dem unerbittlichen Ablauf der Ereignisse hindernd in den Weg stellen? Bangen Herzens diesen Gedanken nachhängend, stieg er die Treppen hinauf.... 11.6 a.. Erst auf sein zweimaliges nropfen ließ sich ein müdes„Herein" vernehmen. Wellhof saß, den Kopf mit beiden Armen gestützt, vor dem Schreibtisch. Als er sich dem eintretenden Donabona zuwandte, schien es, als kehre er aus weiten Fernen zur Wirklichkeit zurück, so versonnen und abwesend war der Ausdruck seiner Züge. Auge in Auge standen sich die beiden Männer gegenüber. Jeder fühlte, daß der andere über alles unterrichtet war. „Seit wie langer Zeit kannten Sie— Barbara Flint?“ fragte Wellhof, unmittelbar an die eben unterbrochenen Grübeleien anknüpfend. „Kurz vor ihrer Abreise von Marseille machte ich ihre Bekanntschaft.“ „Damals nannte sie sich schon Dagmar Ohlsen? Armand nickte. „Und Sie wußten...*“ „Ich zog alsbald aus verschiedenen unzeichen den Schluß, daß sie den Namen zu Unrecht trug. Weitere Zusammenhänge waren mir bis jetzt nicht bekannt. „Und was halten Sie nun von alledem?“ Man konnte es Wellhof anmerken, wie schwer ihm das Sprechen darüber wurde. Donabona ließ den Kopf sinken. „Ich halte Barbara Flint für verloren. Kein Richter der Welt würde angesichts solch belastenden Materials an ihre Unschuld glauben. Angenommen— Dagmar Ohlsen wäre wirklich eines natürlichen Todes gestorben, wodurch ließe sich das heute beweisen? Ich sehe keinen einzigen Umstand, der in diesem Falle für Barbara Flint ins Gewicht fiele. Schon die Art, wie sie diesen Todesfall ihrem eigenen Interessen nutzbar machte...“ „Sie brechen also den Stab über sie?“ „Verstehen Sie mich nicht falsch, Herr Wellhof. Was ich hier vorbringe, ist, die Angelegenheit vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes betrachtet. Das hat aber mit meiner persönlichen Stellungnahme nicht das geringste zu tun. Für mich ist entscheidend der Mensch und nicht seine Tat. Und es giot nichts, was ich zu tun bereit wäre, wenn ich dadurch das drohende Unheil von Barbara Flint abwenden könnte, gleichviel ob sie schuldig ist oder nicht.“ „Ja, halten Sie denn auch nur einen Moment diese Frau einer derartigen Tat fähig?" stieß Wellhof mit leidenschaftlicher Heftigkeit hervor. Donabona machte eine hilflose Gebärde. „Kann man es ergründen, welcherlei Einflüssen ein Mensch zeitweise unterliegt?“.. Manse „Es gibt keine Einflüsse, die einen Menschen, der an sich eines Verbrechens nicht fähig ist, dazu treiben könnten. Ueber diese Fähigkeit oder Nichtfähigkeit entscheiden innere, unverletzbare Gesetze, und niemand vermag einen gemeinen Mord zu verüben, der das Gesetz in sich trägt. Und meldete sich in Barbara Flint das Gesetz nicht schon damals, als sie es einfach nicht länger über sich brachte, ihre zu Unrecht angemaßte Rolle weiterzuführen?,„... 9: 6ürkt.2 Donabona lachette steptisch.„Ich furchte“, entgegnete er,„daß die Welt diesen Schritt anders deuten würde. Der Boden sei ihr zu heiß geworden, hieße es gegebenenfalls. Ebenso wird der Hinweis auf das innere Gesetz niemals einen lückenlosen Indizenbeweis entkräften vermögen. Nein, wenn wir Barbare Flint retten wollen gibt es nur eins: die ganze Angelegenheit niederzuschlagen. Wir müssen versuchen, Toinette Marlén auf irgendeine Weise zum Schweigen zu bringen.“ „Das werden wir nicht tun, Vicomte.“ So hart und schneidend klang die Stimme daß Donabona betroffen aufblickte. Er begegnete Wellhofs festem, entschlossenem Blick. g.inf. „Was soll aber sonst geschehen; fragte er kleinlaut. Um Wellhofs Mund arbeitete es, als gäben die zusammengepreßten Lippen nur widerwillig Auskunft. „Selbstverständlich muß der Fall gerichtlich untersucht werden.“ Donabona starrte ihn entgeistert an.„Sie... Sie könnten das tun? Sie wollen Barbara Flint ausliefern Weuhof war sehr blaß geworden. Fast unmerklich schüttelte er das Haupt. „Ich will nicht— ich muß“, sagte er leise. Und— gleichsam nur vor sich hinsprechend— fügte er leise hinzu:„Alle tragischen Konflikte sind bedingt durch das unvereinbare Mißverhältnis zwischen Wollen und Müssen. Ein beklommenes Schweigen folgte. Ratlos und verstört hing Armands Blick an Wellhofs Gesicht. Tastend begann er nach mehrfachen, vergeblichen Ansätzen: Erklärten Sie nicht vorhin mit aller Bestimmtheit, daß Sie Barbara Flint eines Verbrechens unfähig halten?“ „Meine persönliche Ueberzeugung kommt hierbei nicht in Frage. Es ist meine Pflicht, einem Gerücht, das issen will Schwägerin sei eines gewaltso in Frage. Es ist meine Pflicht, einem Gerücht, wissen winl, meine Schwagtrmn„A eines gewaltsamen Todes gestorben, auf den Grund zu gehen. Barvara Flint wurde verdächtigt, der Schein ist gegen sie— also wird sie sich rechtfertigen müssen.“ „Und wenn es ihr— was das Wahrscheinliche ist— nicht gelingt, ihre Unschuld zu beweisen?" „Dann werden wir beide die Folgen zu haben. Erstaunt hob Donabona die Brauen. „Ich verstehe nicht... Wieso beide?“ „Ich liebe sie“, sagte Wellhof einfach. Jetzt begehrte Donabona auf. „Und dennoch wollen Sie sie anzeigen? Aufgeregt rannte er durch das Zimmer. Dann begann er aufs neue, eindringlich und beschwörend: „Hören Sie auf meinen Rat. Schaffen Sie die Sache aus der Welt. Es handelt sich ja nur um diese Toinette. Man wird ihr schon irgendwie beikommen können, damit sie den Mund hält. Wollen Sie einen Menschen, an den Sie selber glauben, ins Verderben stürzen? Bedenken Sie— dieses erdrückende Material, das gegen Barbara spricht. Ueberdies hat sie sich in der Folge auch noch eine Reihe von Vergehen gegen das Gesetz zuschulden kommen lassen. Sie muß verurteilt werden, selbst wenn Dagmar Ohlsen zehnmal eines natürlichen Todes gestorben wäre.“ „Recht muß Recht sein“, entgegenete Wellhof starr. „Ich gehe keine krummen Wege." „Und ich sage Ihnen, daß Sie im entscheidenden Moment es doch nicht über sich bringen werden, das, was Sie für Ihre Pflicht halten, auszuführen. Gibt es denn wirklich keine andere Möglichkeit?“ Ein seltsam leerer Ausdruck trat in Wellhofs Blick. Wie in tiefem Atemholen hob sich seine Brust. „Es gibt eine...“— erwiderte er, fast flüsternd. Armand überrieselte es kalt. Er verstand, worauf Wellhof hinzielte. Das fehlte noch, dachte er, daß man diesen Mann eines Tages mit durchschossener Schläfe auffände: Wellhofs Hand strich über Gesicht und Stirn, als scheuchte sie etwas Unliebsames fort... Und dann— in Ton und Haltung völlig wieder Herr seiner selbst— äußerte er abschließend: „Zunächst— ehe überhaupt ein weiterer Schritt unternommen werden kann, dürfte es sich empfehlen, die mir hinterbrachten Angaben einer gründlichen Nachprüfung zu unterziehen.“ Eine Galgenfrist, die er sich zugesteht... schoß es Donabona durch den Kopf, und er verschwieg wohlweislich, daß von seiner Seite aus bereits alles geschehen war. Immerhin— etwas Zeit würde darüber noch vergehen....„„. garhereiten“, „Ich sehe da ein Drama sich vorvereiten“, sagte er Abend, Halb Arzt, halb Diplomat, saß er denn auch Barbara in dem abseits gelegenen Lokal gegenüber, das sie als Ort des Zusammentreffens in Vorschlag gebracht hatte. Ohne sich gerade aus der Fassung bringen zu lassen, mußte er sich zugestehen, daß ihn solch seltsam gearteter Fall noch nicht unterlaufen war. Ihrer völlig unbewegten Miene, die ebensogut Hochmut wie Gleichgültigkeit ausdrücken konnte, war nichts zu entnehmen, tes gab den einzigen Anhaltspunkt, aus dem hervorging, daß sie überhaupt zuhörte. Warum ereiferte sich dieser nachlässig gekleidete, aber mit seinen klugen und lebhaften Augen gar nicht unsympathisch wirkende Mann so sehr? dachte Barbara für sich. Merkte er denn nicht, daß es eines solchen Aufwandes gar nicht bedurfte? Seit jenem unvorhergesehenen Streich, den die überreizten Nerven anläßlich Marios Besuch ihr gespielt hatten, war eine Teilnahmslosigkeit über sie gekommen, die jede selbständige Willensäußerung schon im Entstehen unterband. Es war ja im Grunde so gleichgültig, auf welche Weise es mit ihr weiterging. Weshalb also dem Wunsch der Mutter nicht Folge leisten und sich der Führung dieses Intelmann überlassen? Sie meinte es ja so gut, die kleine Frau, und man mußte alles tun, um den Ausdruck kummervoller Sorge aus den geliebten Zügen zu verbannen. Mochte sie denn ihren Willen haben. Was hatte sie selbst dabei zu riskieren? Entdeckung? Lächerlich... Wer sollte wohl darauf verfallen, sie mit einer in Marseille verstorbenen Gesellschafterin Namens zu identifizieren? Monate la zwischen, und Marseille war weit am als er wieder daheim war, zu Bianka. Selten hatte Intelmann einen Mißerfolg zu verzeichnen, wenn er es unternahm, jemanden für seine Pläne zu gewinnen. Gefühlsmäßig verstand er es, auch den Widerstrebensten mit jenen Argumenten zu überzeugen, denen er sich, seiner augenblicklichen Lage und Gemütsbeschaffenheit entsprechend, gerade am zugänglichsten erwies. lagen chon sie mit gleichen hon datragen Nein, dessen fühlte sich Mario nun doch gemüßigt, das gänzliche Scheitern seiner eigenen Bemuhungen anzudeuten und Barbaras fast krankhafte Scheu vor einem neuerlichen öffentlichen Auftreten zu erwähnen. Daraus zog Intelmann den Schluß, daß es in diesem Falle Widerstände seelischer Art zu überwinden galt, und es mit dem einfachen Hinweis auf zu erwartende materielle Vorteile nicht getan sein würde. Aber er hatte es sich nun mal in den Kopf gesetzt, diese Frau zu„machen"; er wollte sie— wie es im Berufsjargon hieß—„ganz groß herausbringen". Da durfte man sich schon ein bißchen Mühe nicht verdrießen lassen. Glücklicherweise war man ja— durch fortgesetzten Umgang mit verschrobenen und launenhaften Primadonnen— nicht ganz unerfahren auf dem Gebiet der Ueberredungskunst; irgendeine der oft geübten Methoden würde wohl auch hier zum Ziele führen Während solcherlei Gedanken ihr Hirn durchschossen, hatte Intelmann so ziemlich alles ins Treffen geführt, was er der Lage entsprechend, als angemessen erachtete. In wohlgesetzten Worten sprach er von der inneren Befriedigung, die künstlerische Arbeit verleiht, und von der Pflicht gegen sich selbst, eine Gabe nicht ungenützt verkümmern zu lassen. Behutsam näherte er sich nun dem schwierigsten Teil seines Programms: Der Wiederherstellung einer Partnerschaft mit Mario Noti. Aber auch hier stieß er nicht auf den erwarteten Widerstand. Barbara hob gleichmütig die Achseln. Mario oder ein anderer... wie wenig sie das bekämmerte....,.„ 7.m 755, Forschend ruhte Inteimanns Bliak auf dem schonen, verschlossenen Gesicht. Zwei müde Falten, die von Nase zum Mund liefen, erzählten von Feylschlag, Zusammenbruch und ungestillter Sehnsucht. Nun gut— dann mußte man dem Rechnung tragen und das Repertoire entsprechend gestalten. Vielleicht hatte Mario noch etwas betont schmerzlich Sentimentales auf Lager... Und nun kam er endlich auf den eigentlichen Zweck seiner Bemühungen zu sprechen: Eine angesehene Konzertagentur, durch plötzliche Ausreiseschwierigkeiten eines amerikanischen Sängerpaares in Verlegenheit gebracht, hatte sich vertrauensvoll an ihn gewandt, ihr eine Ersatznummer besonderer Art für die bereits in allernächster Zeit stattfindende Veranstaltung ausfindig zu machen. Fur einen Manager von Rufe Intelmanns war es nun geradezu Ehrensache, etwas Hochwertiges zu liefern. Ja— würde sie denn solchen Anforderungen gefragte, Barbara, und ein leichtes Rot issen Wangen. (Fortsetzung folgt.) wachsen, sein, fragte färbte ihre lagen Wllgen. Stadthallen Joset km Bekaant gute Küche e Unlon-Bler m.-.-Schießstand Besuchen Sie die #. N. Ein guter Rat, der sich vererbte: Gartensämerelen kauft man bei Moritz Steffen Bochum, Hellweg 8 Die Erfahrung von mehr als hundert Jahren verbürgt die richtigen Sotten für unsere helmischen Boden- und Kllmeverhältnisse. Wie die Saat, so die Einte! 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Jeder Amateur weiß, je lichtstärker der Film, um so gröber das Korn! Diese Grundregel muß aus dem Gedächtnis gestrichen werden. Jetzt ist’s anders. Höchste Lichtstärke und trotzdem Kornfreiheit! Was bis jetzt den Agfa-Film berühmt gemachthat, kommt zu diesem unglaublichen Vortell hinzu: Höchste Empfindlichkeit, feinste Gradation, absolute Lichthoffreiheit, größter Belichdungsspielraum, unbedingte Gleichmäßigkeit und Haltbarkeit; trotzdem kostet der neue Agfa-Film keinen Pfennig mehr. A Tna Seite 8 Nr. 139 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 17. Juni 1937 Tuenen und Sport Phantaltische Fahrten auf der Reichsaufabahn Frankfurt—Darmitadt Dic 400-km-Grenze falt erreicht Auf der als Rekordstrecke bereits klassisch gewordenen Reichsautobahn zwischen Frankfurt a. M. und Darmstadt marschierte am Mittwoch morgen der Troß der Auto=Union auf, um die im Oktober und November des vergangenen Jahres von Rudolf Caracciola an der gleichen Stelle mit dem neuen Mercedes=BenzZwölfzylinder aufgestellten internationalen Klassenrekorde von 1 Kilometer bis 10 Meilen anzugreifen. Die sportliche Leitung lag in den Händen von Obertruppführer Dienemann, dem Vertreter der Obersten Nationalen Sportbehörde. Oberingenieur Kempf sorgte für die Absperrung der Strecke, die vom NSKK. unter der Leitung des Gruppenführers Prinz Richard von Hessen mustergültig vorgenommen wurde. Für die Zeitnahme und vorbildliche Einrichtung des Telephons war die Nachrichtenabteilung 15 unter Hauptmann Maier verantwortlich. Schon in den frühen Morgenstunden waren die Monteure mit den Geräten und dem Rennwagen auf die Strecke gekommen und bereits um 6 Uhr war der Wagen startfertig. Unter den zahlreichen Zuschauern befanden sich auch Rennleiter Neubauer von Mercedes=Benz und Hermann Lang, der Sieger von Tripolis und Berlin, sowie Dr. Porsche, der bekannte Rennwagenkonstrukteur. Gegen.50 Uhr waren alle Vorbereitungen getroffen. Nach einer„Anwärmungs"= und Versuchsfahrt bestieg Rosemeyer den Wagen zum ersten offiziellen Versuch, der von vollem Erfolg gekrönt war. In insgesamt sieben Minuten hatte Rosemeyer seine Fahrt erledigt. Für den„Fliegenden Kilometer“ wurden auf der Hinfahrt 9,55 und für die Rückfahrt 9,22 Sekunden gestoppt. Das ergab eine Durchschnittszeit von 9,37 Sekunden und ein Mittel von 377,5 Kilometer. Für die Meile wurden in der Hinfahrt 15,27 und für die Rückfahrt 15,35= 15.31 Durchschnittszeit gemessen, was einem Stundenmittel von 378,423 Kilometer entsprach. 31ct eufrieh Rosemeyer gab sich aber damit noch nicht zufrieden. Er hatte das Gefühl, daß sich die Zeiten noch weiter herabdrücken ließen und stieg noch einmal ein. Der neue Versuch endete mit einem gigantischen Erfolg. Mit 9,33 und 9,16 raste er den„Fliegenden Kilometer“ in Hinund Rückfahrt herunter und erreichte damit ein Stundenmittel von 389,610 Kilometer— Durchschnittszeit 9,24 Sekunden! 9,16 Sekunden für die Rückfahrt— das waren hier 393013 Stundenkilometer! Damit hatte Rosemeyer seine bisher größte Geschwindigkeit gefahren. Die Meile fuhr Rosemeyer mit einer Durchschnittszeit von 14,86— hin 14,89 und zurück 14,84— und ein Mittel von 389,881 Stundenkilometer. Bernd Rosemeyer gibt die Versuche noch nicht auf. Er hofft, bei seinem nächsten Versuch über den„Fliegenden Kilometer“ die 400=Kilometer=Grenze zu erreichen. Deutsche Teilerfolge bei der Leichtgewichts=Tourist=Trophy in England Sieger Tenny(Italien) Immer und immer wieder wurde von den ausländischen Fahrern und Marken der Versuch gemacht, Vorherrschaft der Engländer mit ihren Maschinen beim weltberühmtesten Motorradrennen in Großbritannien, der Touriss Trophy, zu brechen. Auch am Mittwoch trafen sie im Wettbewerb der Leichtgewichts=TT., einem Rennen der Maschinen bis zu 250 Kubikzentimeter, ein auserlesenes Feld von 34 Fahrern aus elf Nationen am Start an. Deutschland war hier durch die beiden erprobten DKW.=Fahrer Kluge und Wünsche vertreten. Ferner startete noch für DKW. der Engländer Thomas. Unsere deutschen Vertreter waren wie im Vorjahre vom Pech verfolgt., Kluge mußte wegen Maschinenschadens in der fünften Runde in aussichtsreicher Stellung aufgeben, und Wünsche konnte die letzten Runden nicht mit voller Kraft ausfahren, da er durch ein Loch im Benzintank behindert war. Dafür hielt sich aber der Engländer Thomas auf DKW. ausgezeichnet. Seine genaue Kenntnis der Strecke und seine famose Fahrtechnik sicherten ihm einen achtbaren dritten Platz in 3,36,36 Stunden mit einem Durchschnitt von 118,46 Stundenkilometer. Sieger des Rennens wurde der Italiener O. Tenny(Guzzi) in 3,82,06 Stunden, der zugleich mit 119,75 Stundenkilometer einen neuen Rundenrekord aufstellte und ferner den Ruhm für sich in Anspruch nehmen darf, als erster Ausländer die Leichtsgewichts=TT. gewonnen zu haben. Nur mit wenigen Sekunden Abstand folgte G. Wood, England (Excelsior) in 3,32,43 Stunden als Zweiter, während der deutsche DKW.=Fahrer Wünsche in 3,38,42— sleich., 116.80 Stundenkilometer— den fünften Platz Pünktlich um 11 Uhr erfolgte der Start der 250Kubikzentimeter=Maschinen zur Leichtgewichts=TT. auf der schweren Strecke der Insel Man. In Abständen von je einer halben Minute wurden die 34 Fahrer abgelassen. Unser Meister Kluge beendete die erste Runde (60,35 Kilometer) mit einem Durchschnitt von 121,05 Stundenkilometer als schnellster Fahrer und wurde in der zweiten Runde mit 121,56 sogar noch etwas schneller und lag hier an zweiter Stelle. Wiederum als Zweiter bewältigte er die dritte Runde mit einem Durchschnitt von 122,72, und auch in der vierten Runde lag der Deutsche an dritter Stelle mit einem etwas geringeren Durchschnitt. Gleich zu Anfang der fünften Runde kam jedoch eine Fehlanzeige: Kluge mußte das Rennen aufgeben! Wie sich später herausstellte, war ihm an der Maschine ein Kettenzug gerissen. Unser zweiter deutscher Fahrer Wünsche erhielt darauf von seinen Betreuern die Anweisung: aufzudrehen, als er zum Tanken anging. Wünsche leistete auch dann das Beste, kam jedoch durch Behinderung seines beschädigten Tanks nur als Fünfter in 3,38,42 mit einem Durchschnitt von 116,80 Stundenkilometer ein. Dechuhrigerdlfer für das 4. Reit-, Spring- und Fahrturnier Rosemeyers hervorragende Leistung wird erst richtig verständlich, wenn man hier den absoluten Weltrekord des Majors Campbell mit 444,44 Stundenkilometer für den Kilometer gegenüberstellt. Während Ernst Rosemeyer mit dem am letzten Sonntag beim Eifelrennen siegreichen Grand=Prix=Motor fuhr, benutzte Campbell bekanntlich einen Ueberrennwagen, der viele Millionen Mark gekostet hat. Rosemeyers Wagen war hier mit einer Stromlinienkarosserie aus dem letzten Avusrennen versehen. Nach einer kurzen, durch einsetzenden Regen bedingten Pause machte sich Bernd Rosemeyer mit seinem AutoUnion wieder bereit, um nun auch die übrigen Klassenrekorde Rudolf Caracciolas zu überbieten. Wieder war der Erfolg mit Rosemeyer, der allen Rekorden Caraccio= las das Lebenslicht ausblies und über 10 Meilen sogar neuen Weltrekord mit einem Mittel von 360,27 Stundenkilometer herausfuhr. Die Vorbereitungen für das 4. Bochumer Reit=, Spring= und Fahrturnier auf dem als Turnierplatz eingerichteten Volkssportplatz sind schon in vollstem Gange und zum größten Teil bereits abgeschlossen. Pur an verschiedenen Stellen werden noch Wege uno Flachen eingeebnet und sonstige kleinere Arbeiten ausgeführt, um für dieses Turnier, für das Tausende von Besuchern erwartet werden in jeder Beziehung ganz gexüstet,zg sein. Die Platzfrage ist ebenfalls gerost. Reven 2200 Sitzplätzen, von denen 700 überdacht sind, gibt es noch 6000 Stehplätze. Eine tadellose Rasendecke, Vorprüfungsplätze mit Sandgeläufen, einwandfreie Hindernisse und die auf dem Turnierplatz liegenden Pferdeställe bieten Reitern und Pferden eine ideale Kampfstätte. Unter den Schaunummern der berittenen Schutzpolizei Bochum werden lustige Reiterspiele aufgeführt. U. a. werden Strohpuppen mit Zylindern aufgestellt, mit denen dann die Reiter ihre Spiele veranstalten werden. Auf dem Turnierplatz wird neben den Erfrischungsbuden noch ein Festzelt aufgebaut, in dem voraussichtlich besondere Ueberraschungen geboten werden. Seit Dienstag sind sechs Reiter von der Obersten SA.=Führung München in Bochum und trainieren auf den Vorprüfungsplätzen. Ganz besonders interessant dürfte der große Reiterabend in Verbindung mit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" im Parkhaus werden, denn nicht nur auf der Terrasse, sondern auch in den Räumen des Parkhauses darf getanzt werden. Es wirken mit die Gesangsabteilung der Eisen= und Hüttenwerke und das Trompeterkorps der Reiterstandarte 67. Der Werbezug der SA.=Reiterstandarte durch die Stadt unter Vorantritt des Trompeterkorps wird am Samstag und am Sonntag durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird schon jetzt an die Bevölkerung, besonders aber an die Bewohner der Castro= per Straße, die Bitte gerichtet, zu flaggen. haben die vier Städte folgende Handballvertretungen In dem in Herne auf dem Platz des Herner Turnklubs stattfindenden Spiel Stadtmannschaft Herne gegen Stadtmannschaft Wanne=Eickel stehen sich folgende Mannschaften gegenüber: Herner Mannschaft: Biewald(Turnklub), Bettenhausen, Fahnenbruch(beide VfL.), Rybicki(Westfalia), Poppe, Maßbera. Budde (sämtlich BfL.), Padberg(Westfalia), Thöne. Wietelmann(Turnklub), Krampe(PfL.)— Wanne= Eickeler Mannschaft: von der Höh. Meyer(beide Turnerbund), Schwa(TuS. 83), Gebauer, Hücker(beide Turnerbund), Schneider, Vogt(TuS. 83), Damschen (Turnerbund), Blümel(TuS. 83), Attemeier(Turnerbund), Berger(Tus. 88). 3.., Mattansckes „Die Bochumer Vertretung hat sich in Wattenscheid auf dem Platz am Beckmannshof der Wattenscheider Mannschaft zu stellen. Die Bochumer treten zu diesem Spiel ohne die Spieler der Westfalia an, die am Sonntag bekanntlich das Pokalendspiel um den Handballpokal des„B..“ zu bestreiten hat. Die Mannschaften sind wie folgt vorgesehen: Wattenscheid: Melchior (TV. 01), Balluf(09/30), Graßhoff. Bennemann(beide TV. 01) Tömmis, Gahrmann(beide 09/30), Wollbrink (Günnigfeld), Czybulka(TV. 01) Taufer 09/30), Budde (TV. 01), Landgraf 09/30).— Bochum Müther(Polizei), Hoffmann(Friesen), Bülling. Menge(Germania), Stüve(TuS.), Wahl(Polizei). Höpe, Brüning(Friesen), Kleibring, Endemann(TuS.), Grewina(GerZu den am kommenden Mittwoch beginnenden Fußballspielen um die Kreismeisterschaft, die die Stadtmannschaft von Bochum in Wattenscheid gegen die der Stadt Wattenscheid im Kampf sieht, ist für Bochum folgende Mannschaft vorgesehen worden: Schnitter (Ver. Preußen 07 Bochum), Potthast(Tus. Bochum), Stezicki(Preußen 07), Masmeier(TuS.), Kölling. Andreas(beide Germania), Sandkühler, Distelrath II (beide Westfalia Bochum), Kovvmann(LFC. Laer), Walotka(SC. Dahlhausen) und Reinmöller(Preußen 07.)— Wattenscheid hat zu diesem Sviel eine recht starke Mannschaft genannt, die in folgender Aufstellung spielen soll: Stein, Timpert I(beide SV. Höntrop), Strygewski(Union Günnigfeld), Frochte(Sportgemeinschaft 09/30), Ochs, Reinke(beide SV. Höntrop) Timpert II(SV. Höntrop), Eckert, Gräwe, Jäger(sämtlich 09/30) und Höppner(SV. Höntrov). Die Stadtmannschaften von Wanne=Eickel und Herne. die am gleichen Tage ebenfalls um die Teilnahme am Endkampf ringen, sind noch nicht endgültig aufgestellt worden, da sich die Ortsgruppen im Interesse einer nochmaligen Sichtung genötigt sahen, am Mittwoch Auswahlspiele durchzuführen. Man sieht also, daß die einzelnen Ortsgruppen gesteigerten Wert auf eine möglichst starke“ Vertretung legen, so daß man sowohl bei den Vorrundenspielen am kommenden Mittwoch in Wattenscheid und Herne wie beim Endspiel am Sonntag in Bochum mit gutem Sport rechnen kann. der dem grönen-Test der Lelsssubungen vom 25. bis 27. Juni in Bochum Die neuen internationalen Rekorde der Klasse B 5 Kilometer: Hinfahrt 48,17. Rückfahrt 47,51, Durchschnittszeit 47,48= 376,25 Stundenkilometer. 5 Meilen: Hinfahrt 1,18,50, Rückfahrt 1,18,73, Durchschnittszeit 1,18,61= 368,50 Stundenkilometer. 10 Kilometer: Hinfahrt 1,40,57, Rückfahrt 1,40,70, Durchschnittszeit 1,40,78= 357,21 Stundenkilometer. 10 Meilen: Hinfahrt 2,40,65, Rückfahrt 2,40,98, Durchschnittszeit 2,40,81= 360,27 Stundenkilometer (auch Weltreko #ekord). Das Fest der Leibesübungen des Kreises Bochum im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen steht vor der Tür, die Vorbereitungen für diese umfangreichste sportliche Veranstaltung der letzten Jahre sind in vollem Gange. Um noch einmal alle mit dieser Veranstaltung zusammenhängenden Fragen zu klären, Dienstag abend im großen Saale des Hotels Bochumer Hof die Vereinsführer der DRL.=Vereine des Kreises Bochum zusammengefunden. Der.,Letsgruprgzerehngr och II begrüßte zunächst die erschienenen führer und den zu dieser Tagung erschienenen Kreisführer Groll(Wanne=Eickel) und gab dann der leiterin Frl. Becker das Wort zu umfassenden Darlegungen über den Jungmädeldienst. dem Reichsbund für Leibesübungen und dem Bund Ksensden Sehesäsche 1sis bi 2dsch Nen Rechaelals 4 0 u Ableistung des Staatsdienstes im Sinne des Abkommens zwischen dem DRL. und dem BDM. zu betrachten sei. Die Zugehörigkeit allein zu einem Reichsbundverein garantiert den Jungmädeln die Anrechnung als Staatsdienst, den eben jeder junge Deutsche seinem Vaterland zu leisten hätte. Ortsgruppenführer Koch II dankte der Rednerin für ihre umfangreichen und verständlichen Ausführungen über diese wichtige Fraae und erteilte Kreisdietwart Stein das Wort zu dem Thema „Völkische Aussprache und Dietarbeit". Kurz, aber bestimmt und sachlich waren die Ausführungen, die den Vereinsleitern manchen guten Wink für den noch nicht restlos erfaßten Wert der Dietarbeit in den Vereinen gegeben haben werden. Kreisleiter Groll gab den Vereinsführern dann einige kurze Erklärungen über die notwendigen Formalitäten zur Erlangung der Vereinsführerabzeichen, worauf die Besprechungen über das Kreisfest einen breiteren Raum einnahmen. Hier waren besonders die Ausführungen des Kreissportwarts Schmidt von besonderer Wichtigkeit. Ortsgruppenführer Koch II wies in seiner Schlußansprache darauf hin, daß alle aktiven Teilnehmer gebeten werden, sich frühzeitig genug an ihre Gefolgschaftsführer zu wenden, um besonders für den Samstag entweder dienstfrei zu sein oder durch verständnisvolle Zusammenarbeit zu ermöglichen, daß möglichst alle aktiven Turner und Sportler an diesem Tage an den Wettkämpfen teilnehmen können. Kreisführer Groll sprach den Wunsch aus, daß das Fest der Leibesübungen geeignet sein möge, den Kameradschaftssinn zu fördern. Wengler fiegt daheim Die neunte Etappe von Köln nach Bielefeld Die neunte Tagesstrecke der Deutschland=Radrundfahrt von Köln nach Bielefeld über 286 Kilometer darf man getrost als Etappe ohne Ereignisse bezeichnen. Nach einer Bummelfahrt, die fast zehn Stunden dauerte, gab es in Bielefeld eine Massenankunft von 31 Fahrern. Aus dieser Gruppe heraus feierte der Bielefelder Heinz [Wengler in seiner Heimatstadt einen überlegenen 1. Heinz Wengler(Bielefeld) 9,45,00 Std.: 2. Bautz (Dortmund); 3. Ruland(Köln); 4. Kijewski(Dortmund); 5. Lachat(Frankreich); 6. Gabard(Frankreich); 7. de Paoli(Italien); 8. de Caluws(Belgien); 9, Perikel(Belgien); 10. Weiß(Berlin); 11. Kutschbach (Berlin) alle dichtauf.— Dann folgte eine weitere Gruppe von 20 Mann auf dem 12. Platz.— 32. Weckerling(Magdeburg) 9,45,30; 33. Thierbach. Gesamtergebnis: 1. Weckerling(Magdeburg) 73,11.13; 2. Geyer(Schweinfurt) 73,18,20: 3. Diederichs(Dortmund); 4. Bautz(Dortmund);., Roth (Frankfurt a..); 6. Kijewski(Dortmund); 7. Thierbach; 8. de Caluwé; 9. Wengler(Bielefeld). An alle Obmänner, Vereinsführer und Oberturnwarte des Fachamtes I im DRL. Heute, Donnerstag, 17. Juni, findet um 20 Uhr bei Velten(Fritz Koch), Bochum, Brückstraße, die letzte Besprechung zur Durchführung des Festes der Leibesübungen statt. Vereinsführer, schickt Eure Meldungen pünktlich ab.(gez.) Kusenberg, Kreisfachwart. Für die bereits am Samstag vorgesehenen Vorrundenspiele um die Kreismeisterschaft im Handball Düsseldorf, 16. Juni 1..: 1. Gnom(M. Schmidt), 2. Palapaia, 3. Sandmann. Toto: Sieg 15, Platz 14, 16, 16. Ferner: Sagius, 2..: 1. Purpurrose(Baloun), 2. Partisane, 3. Heidser. Toto: Sieg 37, Platz 20, 24, 28. Ferner: Gabler, Mitropa, Silvester, Verafina. Helmspitze. 3..: 1. Le Majestic(Broda) 2. Sirene, 3. Sauhatz. Toto: Sieg 14, Platz 12, 14, 15. Ferner: Feuerland, Roswitha, Gängerin, Anitra, Lebensart. 4..: 1. Edel=Bitter(M. Schmidt), 2. Palastherold, 3. Travertin. Toto: Sieg 19, Platz 14, 17. Ferner: Pe5..: 1. Rosenfürst(M. Schmidt), 2. Heidesalte, 3. Darius. Toto: Sieg 71, Platz 24, 23, 33. Ferner: Selim, Orion, Sarafan, Xeranthemum. Audentia. 6..: 1. Commodore(Hochstein), 2. Stowa, 3. Kebel. sto: Sieg 20 Platz 14 27. Ferner: Chonzertleiter, Fohre. Wilhelmshavens Garnisonkirche: Ehrenmal der deutschen Kriegsmarine Blick auf die Orgelempore. Vorn das Bugwappen der „Thüringen", und eine Heckflagge. Der Leuchter ist aus einem Steuerrad gearbeitet. An der Empore sieht man den großen Orden pour le mérite, den das Kanonenboot„Iltis“ als einziges Schiff trug. In diesem weihevollen Raum findet aus Anlaß der Heimkehr der Toten Ibiza eine Trauerfeier statt. von Weltbild 1 Die Fahne der Alten Garde phot.: Hoffmann In den traditionsreichen Pharussälen weihte der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, vor 500 dienstältesten politischen Leitern die neue Fahne, die den Altgardisten der Partei verliehen wurde. Gie zeigt auf rotem Grunde das Goldene Parteiabzeichen. Seite 9 Nr. 139 1938 werden 1 Im weiteren 2 gungder Reich til führte Hank Amt für deutsche Textilwirtschaft im und Rohstofffreihei stehe. Die Export dingt durch die int könne das Uebel ni tigen. Der Verbr 35.000 auf 50 000 der Bedarf noch gebiete, insbesonder ergeben, hätten, wi Autoreifen. Mit de 1937 auf 60000 Leinenspinnerei a werden. Weitere möglich und vorg werde 1937 auf 1 unseres gesamten notwendig. Von d neue Wege beschr ähnliche kurze Ba industrie werde eir Die Entwicklur Rohstoff geworden der Spezialisierun gehen würde. Mai dürfnissen anzupa die neue, aus Ko I. G. Farbenindu triertücher) bestim Kasein werde in lung gebracht. S ähnlich. In Anbei Zellwolleproduktion müsse alles getan lichen Zwecken die zu verhindern. D menhang ,auf die Stroh zu industri Die deutsch im Mai 1937.3 werde im laufend erreichen. 1938 w gramm steigern. deutschen Textilwi dem Jahre 1930. zur Streckung vei bochprozentiger V Spinnmethoden; wolle anpassen. U Lehrspinnerei ein Senkung des Pr. ligung des Verst breis anzugleiche Ueberal 30 Prozent? Aus der amtl Reichsstand des mensetzung der Insgesamt zählt werklichen Beruf inhaber standen 30 Jahren, 2920 ren, 300 000 im 285000 im Alter 187000 im Alter zieht der Reichsst Handwerk stark darauf zurück, de nisse durch die gezwungen sind, Da sich gleichzei liche als Handw eine Uebersetzun ders stark mit 2 der Damenschne niker. Unter de tistik 134 Selbst 18 Jahren und sonders überalt und Posamentie Jahre alt sind. Neue Stoewer=We Stettin; Produl 59000 RM. soll den.— Heinri8 Prozent.— T kenkasse„Volksy mund, genehmig zugang betrug. sicherten hat si erhöhten sigdi Millionen RM. 11,8(.84) Mil gen wurden au Deutsche Erdöl ten Abschreibun sich ein erhöhte RM., aus dem erhöhte Dividen Rh.-West Mitgeteil Fortlaufende 116. Dir An Abesitz.. %hlossch Rlf. 6% Krupp RI. 6% Mittelstahl Bemberg Berger Buderus Dahlbusch St. gemag Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl O. Reichsb. V. Dortm. Union I. 6. Farbenind. Feldmöhle 126 1121 5/15 7/12 12|21 Felten& Suille 8 Goldschmidt Steinkohlen16. 6. Geld Brie Carelus M. 1000740 Const. 1000 10600 Deutschl. 380 41: Schwerin1— Heinr. 1570016300 LAngb 2 10220002 BraunkonlenGute Hoff. 8300 8650 Leonh. 1 2300 12800 Michel.7000— Vosta. 42300— Bernharuth. 1525— Kall-Kuxe Beienrode 11050 110 Aubech•* Seite 9 Nr. 139 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 17. Juni 1937. Tpehiatzenrens fur une Trrurhmisse 1938 werden 150 Millionen kg hergestellt werden- Angleichung an den Baumwollpreis Im weiteren Verlauf der Stuttaarter Tagung der Reichsbetriebsgemeinschaft Textil führte Handelskammerpräsident Kehrl vom Amt für deutsche Roh= und Werkstoffe aus, daß die Textilwirtschaft im Kampf um die deutsche Wirtschaftsund Rohstofffreiheit in der Front an schlechtester Stelle stehe. Die Exportkonjunktur des Augenblicks sei bedingt durch die internationale Rüstungskonjunktur und könne das Uebel nicht an der Wurzel packen und beseitigen. Der Verbrauch von Kunstseide sei von 35 000 auf 50000 Tonnen gestregen, und trotzdem sei der Bedarf noch größer, weil sich neue Anwendungsgebiete, insbesondere technischer Art, für die Kunstseide ergeben hätten, wie beispielsweise für Kordgewebe bei Autoreifen. Mit der Ausdehnung der Flachsanbaufläche 937 auf 60000 Hektar könne der Gesamtbedarf der Leinenspinnerei aus einheimischem Flachs gedeckt werden. Weitere Ertragssteigerungen für Flachs seien möglich und vorgesehen. Die Hanfanbaufläche werde 1937 auf 10000 Hektar kommen. Zur Deckung unseres gesamten Bedarfs seien 25= bis 30000 Hektar notwendig. Von der Hanffaser ausgehend, werde man neue Wege beschreiten, um eine der Baumwolle sehr ähnliche kurze Bastfaser zu gewinnen. Für die Juteindustrie werde eine Spezialzellwolle entwickelt. Die Entwicklung der Zellwolle, die ein vopulärer Rohstoff geworden sei, habe im letzten Jahre im Zeichen der Spezialisierung gestanden, die noch sehr viel weiter gehen würde. Man sei bestrebt, die Zellwolle allen Bedürfnissen anzupassen. Präsident Kehrl erwähnte auch die neue, aus Kohle und Kalk hergestellte Faser der I. G. Farbenindustrie, die für technische Zwecke(Filtriertücher) bestimmt sei. Die Lanitalwolle aus Kasein werde in großen Versuchsanlagen zur„#####, lung gebracht. Sie sei der tierischen Wolle besonders ähnlich. In Anbetracht des großen Holzbedarfs für die Zellwolleproduktion, deren Ausgangsstoff Zellulose ist, müsse alles getan werden, um einen nicht wirtschaftlichen Zwecken dienenden Perbrauch von deutschem Holz zu verhindern. Der Redner verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeiten der Verwendung von Stroh zu industriellen Zwecken. Die deutsche Zellwolleproduktion habe im Mai 1937 8,3 Millionen Kilogramm betragen und werde im laufenden Jahre 100 Millionen Kilogramm erreichen. 1938 werde man sie auf 150 Miuionen, Kilogramm steigern, das sind 40 Prozent des Bedarrs der deutschen Textilwirtschaft an Wolle und Baumwolle aus dem Jahre 1930. Die Zellwolle müsse aufhören, ein nur zur Streckung verwendeter Rohstoff zu sein, sondern in hochprozentiger Verspinnung verarbeitet werden. Die Spinnmethoden und=maschinen mußten sich der Zeuwolle anpassen. Um dies zu erreichen, sei die ZellwolleLehrspinnerei eingerichtet worden. Das Ziel sei. durch Senkung des Preises der Zellwolle und durch Verbilligung des Verspinnens ihren Preis dem Baumwollbreis anzugleichen. Ueberalterung im Handwerk 30 Prozent der Drechsler, Seiler und Gerber über 60 Jahre Aus der amtlichen Berufszählung von 1933 hat der eichsstand des Deutschen Handwerks die Alterszusammensetzung der selbständigen Handwerker festgestellt. Insgesamt zählt er 1332 068 Selbständige in den handwerklichen Berufszweigen. Rund 270000 Betriebsinhaber standen im Jahre 1933 im Alter von unter 30 Jahren, 292 000 im Alter von 30 bis unter 40 Jahren, 300000 im Alter von 40 bis unter 50 Jahren, 285000 im Alter von 50 bis unter 60 Jahren und 187·000 im Alter von 60 Jahren und darüber. Daraus zieht der Reichsstand den Schluß, daß das selbständige Handwerk stark überaltert war. Er führt das u. a. darauf zurück, daß viele Handwerksmeister ihre Ersparnisse durch die Inflation verloren haben und daher gezwungen sind, bis an ihr Lebensende zu arbeiten. Da sich gleichzeitig viele arbeitslos gewordene Jugendliche als Handwerker selbständig gemacht hätten, so sei eine Uebersetzung des Handwerks eingetreten. Besonders stark mit Betrieben übersetzt seien die Handwerke der Damenschneider, Friseure, Putzmacher und Mechaniker. Unter den Schneiderinnen gab es tistik 134 Selbständige im Alter zwischen 16 bis unter 18 Jahren und mehr als 5000 unter 20 Jahren. Besonders überaltert sind die Drechsler, Seiler, Gerber und Posamentierer, von denen bereits 30 Prozent 60 Jahre alt sind. rechnung verrechneter Buchverlust aus der Uebernahme der Vermögen aus Umwandlungen und Fusionen erklärt sich, wie im Bericht ausgefuhrt wird, daraus, daß die in Uebereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen vorgenommene Bewertung der von den verschmolzenen Gesellschaften übernommenen Objekte zu dem gleichen Ansatz erfolgte, wie in den Bilanzen der untergegangenen Gesellschaften.— Deutsche Gasolin AG. in Berlin: Wieder 4 Prozent.— Röchlingsche Eisen= und Stahlwerke G. m. b. H. in Bölklingen(Saar). Die Röchlingsche Eisen= und Stahlwerke G. m. b. H. in Völklingen (Saar) veröffentlicht ihren ersten Geschäftsbericht seit Umwandlung der beiden Aktiengesellschaften Röchlingsche Eisen= und Stahlwerke AG. in eine G. m. b.., die am 1. Januar 1936 vor sich gegangen ist. Aus der Gewinn= und Verlustrechnung ergibt sich ein Reingewinn von 1 154 494 Reichsmark. Davon sollen verwendet werden zur Auszahlung einer 4½prozentigen Dividende auf das nicht im Besitz der Gesellschaft befindliche Gesellschaftskapital 411304 Reichsmark, als Rücklage 458064 Reichsmark und als Vortrag auf neue Rechnung 285 135 Reichsmark. Die Aussichten für das laufende Jahr werden günstig beurteilt.— Siegener AG. für Eisenkonstruktion, Bruckenbau und Verzinkerei in Geisweid. Die HV. genehmigte genehmigte den Abschluß mit 5 Prozent.— Hochtief=AG. in Essen. Wie schon kurz mitgeteilt, eine von 6 auf 8 Prozent erhöhte Dividende, und zwar aus einem Reingewinn von 0,85(0,62) Million Reichsmark nach 4,32 (2,11) Millionen Reichsmark Abschreibungen.— Gewerkschaft Carolus Magnus in Essen. Die Gesamteinnahmen stiegen auf 3,86(3,77) Millionen Reichsmark. Demgegenüber erhöhten sich die Gesamiausgaven auf 3,43 (3,10) Millionen Reichsmark, so daß nach Vornahme stark ermäßigter Abschreibungen von 360 928(627 889) Reichsmark einschließlich Vortrag ein Reingewinn von 105 201 Reichsmark verbleibt(im Vorjahre 38 742 Reichsmark Reingewinn, der sich um den Verlustvortrag auf 33584 Reichsmark ermäßigt und in dieser Höhe vorgetragen wurde.) Wie bereits kurz mitgeteilt, wird der Gewerkenversammlung vorgeschlagen, aus dem ausgewiesenen Reingewinn erstmalig wieder eine Ausbeute von 50 Reichsmark je Kux auszuschütten. 41.18 Ford=Motor=Company, Köln: Auch für 1986 dividendenlos. Geheimrat H. F. Albert zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.— Mülheimer Bergwerksverein: Förderung bei diesem zur Stinnes=Gruppe gehörenden Unternehmen weiter gestiegen. Wieder 6 Prozent Dividende auf 20 Millionen RM. Aktienkapital.— Mercedes Büromaschinen=Werke AG., Zella=Mehlis: In den letzten Monaten Rekordumsätze. Auch Export im Steigen begriffen. 1936 Reingewinn um 139000 auf 409000 RM. erhöht. Keine Dividende.— Lingnerwerke AG., Dresden(kosmetische Artikel): Wieder 8 Prozent Dividende. Am 29. Juni in Berlin keine Börse Anläßlich der Tagung der Internationalen Handelskammer veranstaltet die Industrie= und Handelskammer zu Berlin am Dienstag, dem 29. Juni 1937, in den Räumen der Berliner Börse für die Teilnehmer einen Empfang. Der Börsenverkehr fällt an diesem Tage aus. Der Lieferungs= und Zahlungsverkehr wird hiervon nicht betroffen, telegraphische Auszahlungen und Banknoten werden an diesem Tage in der Reichsbank notiert. missar für den gewerblichen Mittelstand. Ministerial= direktor Dr. Wienbeck vom Reichswirtschaftsministerium, der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung Dr. Syrup. Am Dienstag abend verschied durch Herzschlag Dr. Hermann Neuerburg, der Betriebsführer der Zigarettenfabrik Haus Neuerburg(Köln). Der Verstorbene wurde am 23. Juni 1890 in Trier als Sohn des Zigarrenfabrikanten Heinrich Neuerburg geboren. Beisen sreandnich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf An den Aktienmärkten war die Umsatztätigkeit gegenüber den letzten Tagen in einigen bevorzugten Werten reger. Anregend wirkten sich die günstigen Wirtschaftsberichte aus. Sowohl das Publikum als auch die Kulisse schritten verschiedentlich zu Anschaffungen, so daß überwiegend Kursbesserungen zu beobachten waren. Im Verlaufe blieb die Tendenz weiter fest. Festverzinsliche freundlich. Reichsbahnvorzüge fanden mehr Beachtung und waren bei größeren Umsätzen ½ Prozent befestigt. Die Kurenbörse verkehrte in fester Haltung und anziehenden Kursen. Vom 24. bis 27. Juni 1987 wird in Bremen vom Reichsinnungsverband des Baugewerbes, der insgesamt 75000 Betriebe umfaßt, ein„Baugewerbetag“ veranstaltet. Auf der bedeutsamen Tagung werden u. a. sprechen: Ministerpräsident Köhler(Baden), der ReichskomAus Westfalen und Rheinland „Schafseneer Von zeigi Weutschlaut= Hulunst Ein bedeutsamer italienischer Besuch in der Düsseldorfer Reichsausstellung „Hitler und Mussolim arbeiten für Deutschlands Zukunft Reic Neues aus den Betrieben Stoewer=Werke AG., vorm. Gebrüder Stoewer, Stettin: Produktion 1936 gestiegen. Reingewinn von 59000 RM. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.— Heinrich Lang AG. in Mannheim;„Wieder 8 Prozent.— Die HV. der Deutschen Mittelstanoo##ankenkasse„Volkswohl“, Versicherungsverein a.., Dortmund, genehmigte den Abschluß für 1936. zugang betrug 52162 Versicherte. Die Zahl der Versicherten hat sich somät auf 446 105 erhöht. Ebenso Düsseldorf, 16. Juni. Mit dem Besuch offizieller Persönlichkeiten des italienischen Nationalkomitees für wirtschaftliche Unabhängigkeit erlebte die Düsseldorfer Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ einen bedeutsamen Tag. Der Generalsekretär des italienischen Nationalkomitees Dr. Aietano. der Vertreter des Präsidenten Marschall Badoalio, sowie General Rischetti und hervorragende Mitglieder des Komitees besichtigten sehr eingehend die Vierjahresplan=Werkstoffschau, um die technischen Fortschritte der deutschen Werkstoffwirtschaft und die Maßnahmen des Vierjahresplans zu studieren. Das italienische Nationalkomitee verfolgt ähnlich wie in Deutschland der Vierjahresplan die Aufgabe, die italienische Wirtschaft unabhängig zu machen. Die italienischen Gäste waren von dem Gesehenen stark beeindruckt und rühmten die Konsequenz, mit der das neue Deutschland in erfolgreicher Weise seine wirtschaftlichen Ziele verfolgt. Dr. Aietano betonte: Beide Nationen, Deutschland und Italien, leben unter den aleichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, und sie haben den gleichen großen Willen, das Vaterland aus diesen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu befreien. Sie verfolgen beide verschiedene Wege, aber beide Nationen werden ihre Völker zum Siege führen. Hitler und Mussolini arbeiten damit für Europas Zukunft. Die Düsseldorfer Ausstellung zeigt Deutschlands Zukunft. Sie zeigt die technischen Werkstoffwunder des neuen Deutschlands. In Mailand wird eine große Ausstellung, die im September und Oktober stattfindet, zeigen, wie Italien seine Werkstoffprobleme löst. Beide Ausstellungen dienen dem großen Ziel der wirtschaftlichen Befreiung der NaDen italienischen Gästen wurde bei ihrer Ankunft auf dem Bahnhof in Dusseldorf, wo sie von Gauprovagandaleiter Brouwers begrüßt wurden, durch eine große Menschenmenge ein begeisterter Empfang zuteil. Abends nahmen sie an dem großen Nationaltanzabend im Festsaal der Ausstellung teil, der Vertreter von 15 Nationen vereinte. 700 Angehörige und volksdeutscher Trachtengruppen, von der Reichstagung der RSG.„Kraft durch Freude" in Hamburg kommend, veranstalteten am Abend im Festsaal der Ausstellung einen großen Trachtenabend, bei dem die einzelnen Gruppen aus Belgien, Island, Dänemark. Finnland, Estland, Frankreich, Holland und Oesterreich in ihren nationalen Trachten auftraten und Abschnitte aus dem Brauchtum ihrer Nationen, insbesondere Volkstänze, zeigten und ihre Heimatlieder zu Gehör brachten. Die ausländischen Trachtengruppen, die mit ihren Darbietungen Zeuanis ablegtgrzehon ihreg„ Sitten und Bräuchen und so einen Einblick in inre kulturellen Eigenarten vermittelten, ernteten einen überaus starken Beifall. ein Ehepaar aus Köln, das hier zur Kur weilte. Der Ehemann überfiel auf einem Spaziergang die Frau und brachte ihr die schweren Verletzungen bei. Die Gründe zu der Tat sind noch nicht geklärt. Die Verletzten wurden dem Krankenhaus zugeführt. Baugerüst eingestürzt Fünf Arbeiter verletzt Herford, 16. Juni. Bei einem Neubau an der Annastraße in Herford lösten sich die Gerüstbalken und stürzten zusammen. Fünf Arbeiter wurden mit in die Tiefe gerissen. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt, die drei anderen kamen mit leichteren Verletzungen davon. In die Reichsamtsleitung der NSB. berufen. Der Kreisamtsleiter der NSDAP., Amt für Volkswohlfahrt, in Arnsberg, Pg. Or. Gustav Bald, ist zur Durchführung eines besonderen Auftrages in die Reichsleitung des Amtes für Volkswohlfahrt berufen worden. Ein HJ.=Heim in Unna. Als erste Rücklage für die Schaffung eines großen Heimes für die Hitler=Jugend stellte die Kreisstadt Unna 10000 RM. zur Verfügung. Diesem Grzzgsigegsalen.„ seitere Betach, und, womit 1 Pfund Sterling: 12,34½(Vortag 12,34½) RM. 100 Dollar: 250,00(Vortag 250,00) RM. 100 holländ. Gulden: 137,40(Vortag 137,40) RM. 100 französische Frank: 11,12½(Vortag 11,12½) RM. 100 Schweizer Franken: 57,23(Vortag 57,24) RM. 100 österreich. Schilling: 49,00(Vortag 49,00 R M. 100 italienische Lire: 13,10(Vortag 13,10) RM. Für Koblenwerte bestand weiter gute Nachfrage. kehrsausschuß erklärte für Maria Glück die Ausbeute von 200 Reichsmark für Donnerstag zahlbar. Am Freiver kehrsmarkt waren Bergbau Lothringen gut behauptet. Der Schluß war freundlich. Berliner Börse Die feste Haltung an den Aktienmärkten blieb weiter bestehen. Es waren wieder vorwiegend Sonderbewegungen, die der Börse ihr Gepräge gaben. Einzelne Werte, wie Goldschmidt, Bemberg, Stoehr und Conti Gummi setzten ihre Steigerung fort, wobei neben Großbank= auch Publikumskäufe vorliegen sollen. Die Umsätze waren allerdings nur auf einzelnen Märkten belangreicher. Die Anleihemärkte lagen ziemlich geschäftslos, aber meist gut behauptet. Altbesitz zogen etwas an. Umschuldungsanleihe unverändert. Der Verlauf war ziemlich still und teilweise nicht ganz behauptet. Der Schluß war meist weiter fest, wenn auch einzelne Kurse etwas abbröckelten. Am Geld markt Tägliches Geld 2¼ bis 3 Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Zu Beginn des Abendbörsenverkehrs war die Publikumsbeteiligung nicht sonderlich lebhaft, so daß die Umsatztätigkeit zunächst begrenzt blieb. Die Grundstimmung erwies sich aber weiterhin als fest. Die Kurse konnten sich auf dem erhöhten Mittagsschlußstand zumeist voll behaupten. Auch im Verlaufe war die Grundstimmung fest. Die Auslandsbörsen Deutsche Erdöl AG. in Berlin: Nach etwas verminderten Abschreibungen von 5,1(6,2) Millionen RM. ergi sich ein erhöhter Reingewinn von 6,8(.5) Millionen RM., aus dem bekanntlich eine von 5 auf 6 Prozent erhöhte Dividende verteilt wird. Ein in der ErtragsNewyork: Unregelmäßig. London: Freundlich. Amsterdam: Uneinheitlich. Paris: Gedrückt. Brüssel: Nachgebend. Zürich: Behauptet. Wien: Lustlos. Mailand: Ruhig. Getreidegrotzmarkt zu Berlin * Ael-stan ner 1000 kg. sonst per 100 kg Diesem Grundstock. sollen weitere„Betrage„fole insgesamt 50000 Rwr. zusammengeblcht sind, das geplante Heim errichtet werden soll. Ministerpräsident Klagges auf Burg Altena. Zu einem Burgbesuch weilte der braunschweigische Ministerpräsident Klagges in Altena. Die Besichtigung der heimatkundlichen Sammlungen des Burgmuseums erregte das lebhafteste Interesse des Präsidenten. 18 Teilnehmer des Reichsberufswettkampfes nach Weimar eingeladen. Auf Einladung des Reichejugendführers sollen aus dem Gau Westfaten=Süd 12 Jungen und 6 Mädel an den Weimarer Festspielen teilnehmen. Die Gaujugendwaltung der DAF. hat jetzt die Teilnehmer bestimmt. Bei ihrer Auswahl hat sich die Gaujugendwaltung in erster Linie von dem Gesichtspunkt einer dauernden guten Leistung im Reichsberufswettkampf leiten lassen. 11jähriges Mädchen ertrunken. In der Ortschaft Schwarzenmoor im Kreise Herford ereignete sich ein tragischer Unglücksfall. In den heißen Tagen,###egte e S t g i n t a p e W e f t e r g g##### Anti. Preise, Getreide und beisaaten ver lon. ug. o. 8. ve. F. 12.8 gengena 499 4. 21.10 M110 Weizen märk. Roggen märk. noustriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche 212 175 212 175 29 20 29.20 Viktoriaerbsen 34.-36.0/34.0 36 0 Speiseerbsen 33.-35.033 0 35 0 Futtererbsen 24.-26.0s24.-26 0 Perliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 16. Juni 1937; 77,75 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 144 Reichsmark; Aluminium, Walz oder Draht: 148 Reichsmark. Die Ehefrau niedergestochen Täter öffnete sich die Pulsadern Laasphe, 16. Juni. In dem in der Nähe der Stadt gelegenen Wambachtal wurde von Spaziergängern eine Frau mit schweren Messerstichen in der Lunge aufgefunden, während ein Mann in unmittelbarer Nähe des Tatortes versuchte, sich die Buls=gez pe g- Versegze. Gesterholl den Tod die Dorfiugend in einer Steinkuhl die 11jährige Tochter des Bauern in dieser Kuhle. Bauernhöfe niedergebrannt. Ein großes Schadenfeuer suchte die Gemeinde Klein=Ringe(Grafschaft Bentheim) heim und legte zwei Bauernhöfe und fünf Scheunen in Asche. Reichstagung der deutschen Statistik in Düsseldorf. Zur Besprechung der großen Gegenwartsaufgaben, die auf dem Gebiete der Statistik von den deutschen Ged Landes= und Reichsverwaltungen zu lösen sind, Vertreter der der all* Schlachtviehmarkt in Bochum am 15. Juni Für 50 Kilogramm Lebendgewicht: 1. Rinder: a) Bullen: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts, 43 Reichsmark, sonstige vollfleischige oder ausgemästete, 39 Reichsmark, fleischige, 34 Reichsmark; b) gere vollfleischige höchsten Schlachtwertes, 48 Reichsmark, sonstige vollfleischige oder gemästete, 89 Reichsmark, sonstige vollfleischige oder gemästete, 39 RM., fl schige 33 RM., gering genährte, 25 RM.: c) Färsen, 5# fleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, 44 Reichs: mark. 2. Kälber: a) Andere Kälber: beste Mast= und Saugkälber, 60 bis 63 Reichsmark, mittlere Mast= und Saugkälber, 51 bis 57 Reichsmark, geringere Saugkälber, 0 bis 48 Reichsmart, ge# gg, srtelg, 80 zs 58 Reichsmark, vollfleischige Schweine von etwa gramm Lebendgewicht 53½ Reichsmark, von etwa 120—135„Kilogramm Lebendgewiczg„ Reichsmark, vollfleischige Schweine von etwa 100.—120 Pilogramm Lebendgewicht, 52½ Reichsmark, vonz Schweine von etwa 80—100 Kilogramm Leben####wicht, 49½ Reichsmark, fleischige Schweine von etwa 60—80 Kilogramm Lebendgewicht 49½ RM., fkischige Schweine (fette Specksanen) 53½4 RM, andere Sauen 5125 RM. Auftrieb: 135 Rinder, darunter 49 Bullen, 80 Kühe und 6 Färsen. Auslandsrinder: 422 Kälber, 89 Schafe, 1412 Schweine. Marktverlauf: Rinder und Schweine zugeteilt. Kälber mittel. Rh.-Westf. Börse, Düsseldort, 16. Juni Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Motierune 16. 6. 16. 6. 16. 6. /15. 6. Dir Antang Schluc Kassag Schlus Mübeotn. 5% Hoesch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl Bemberg Berger Buderus Dahlbusch St. Demag Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl O. Reichsb. V. Dortm. Union I. 6. Farbenind. Feldmöhle 126.37126.25s126.25 95.87 137.37 139.25 4/128.50 6/152.00 98.75 138.50 139.29 96.75 138.62 139.25 152.00— — 146 75/147.00146.75 121.75/121.75 121.75 5/157.12s156.50157.37 7/125.37/125.31|125.37 12/216.751216.75— 167.37/167.37/167.00 6/144 25/144.25|144.25 136.12—.—138.62 150.50151.00151.00144.25 Felten&a Suila 6 Goldschmidt Steinkohlen-Kuxe„Neu-Staßt. 16. 6. 15. 6.(Siegfr.19. Geld Grief Geid Brieffsrch. 1169 Carelus M. 1000 7400 1150 1550 Const. 100 40 10600 9900 10400 Deutschl. 380 415 385 410 Schworia—- l..390 Heinr. 15700 16300 15700 16300 A e 2122000 Braunkonlen-Kuxe Gute Hoff. 8300 8650 8300 8650 Leonh. 1 2300 12800 12300 12800 Michel 17000— 117000— Vosta. 42300— 12309— Bernharetn. 1525— 1500— Kall-Kuno 126.12 98.87 102.00 135.00 139.75 128.75 122.00 147.00 157.00 125.25 213.00 167.12 144.25 Naron.5 Hoesch Köln-N. 35 Kall-Aschersl. Klöckner-W. Mannesmann Reichsbank Rhein. Braunk. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth 75 Schuckert& Co. 6 Siemens& Hal. 8 Gebr. Stollwerk 6 Ver. Stahlwerke 35 16. 6. 116. 6. /16. 6. Div. Anfang Schlus, Kassal Schluß Westd. Kaufhof Westeregein Wintershall 125.75 115.50 136.25 124.50 213.25 159.87 134.37 156.00 170.12 172.50 172.50 172.00 126.00125.874125.75 115.25115.25 136.50 124.12/124.00 123.87 .03.5011.0 231.50231.50231.00 —.— 160.001159.87 —.—134 12s133.62 153.00156.3 170.50—.—70.50 —.— —.126.12 1275 60.25 60.50 60.251 60.75 115.12—. 115.00 134.75135.00 135. 12|134.00 Iald a 7300 SO Proiverkehr Steinkehlen- u. Braunk.-Kuxe „ 16. 6. 13. 6. Geld BrieffGeld#1et Dierg. 11800 12430 11600 12300 Westfalen 1030— 1050— Bellerh. 3800— 3800— Kall-Kuxe 16. 6. 13. Jeid BrieflGeid 6. 3616 Beien ode 11050 1100 1050 1100 graunschw.— 16000— 6000 Aubech.-——— Einigkeir---— Erichsseg Habigh. Jisenburg Mariagl. Marie Marie L Mar Neusollst. Reicheld. Thöringen — 3650— 3650 2200 2400 2200 2400 290— 290— e 29503050 29503050 29503050 2950 3050 29503050 2950 3050 2359/2550 2350 6 50 Braunk. Zuk Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Oüss. Masch. B. Oynamit A. Nod. Eschw. Berg. V. Ewald-K-Ludw Glas- u. Sp. S. Glückauf-.A. Gebr. Goedh.46 Hallesche Salz. Hilges Hindr.-Aufferm Hochtief 46. Kabelw. Rheydt Kak-Chemie W. Kreftt H. Lehm& Co. Mülheim. Berg. Rhein. Metall Rhein. Spiegel. Roddergr. Brak Sachtl.AG. Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. 16..15, 6. 140.5140.5 5 s132.0 5 137.0137.0 137.5 90.1 137.5 90.7 170.0170.0 176.0176.0 123.0121.7 167.5175.0 4990 340 Industrieaktien(Einheitek.) Div.(16..15.6. Beicke Masch 0 116.7118.0 derg..Dahl.V. 5 152.0151.0 Bonner 8g. u. f. 6 1138. 0/137-7 Bösp. Walzw. I- 124.2/142.2 158.5 201.0 85.0 144.8 177.0 150.2 113.3 18 400.0400.0 9(190.0 .5 146.5146.0 5 128.0127.0 0 144.0144.0 S 100 0100.0 0 174.01740 158.5 202.0 151.7 86.3 146.0 150.0 Div. 116..15, 6, Gladb. Feuerv. 40 800.0/800.0 Köln Hagelv. 8197.0 97.0 Köln. Lloyd A..]— 265.0265.0 Köln Rückv. gr. 6 /125.0125.0 Köln. Rückv. kl.— 83.0 83.0 Rentenwerte 4bRh.-.-.4 6. 12.10 99.2 99.2 59 dto. dto. S. 11 /101.0101.1 49 dto. Gold.-Kom. 928, 1927 S.—6 98.0 98.0 45 Wd. Bod. Gpfb. 99.0 99.0 Em. 3. 9/12, 14 45 dto. Gold-.-Obl. 96.0 98.0 Freiverkehrs-Aktien 16. 6. 1 15. 6. Alexand Burb. K. Bütt.113.2113.2 118.5118.5 105.01050 113.8 Bankaktien Berlin. Hand. 6. 61—. Com.-.Pr.-B. 5 O. Bank u..-6. 5 Oresdner Bank 4 Rh. W. 8b. Cr. B 1 7 1—. Weste. B..-A S Versicherungsaktien Aach.-Mönch. F 32 1000—. Aach. Rückvers 14.6 Agripp.., Fl. L. Alli.- u. Stuttg. Alll-u. St..-V. Colonis,.-V. K. Colonis Rückv. — 412.0412.0 .2264.0264.0 ——.—. Berliner Börse, 16. Juni Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Filliale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte 116..15 6. Geld Brief Geld Brief PPemvistoren ARU A. E. 6. Anhalter Kohle 78.0 80.5 78.0 80.5 61.0 64.0 61.5 64.0 aitt.-W /10.S 108. S 105. 5 198 5 Ool. Bas. 161.0 104. 0101. 0 104.0 Oyckern 131.5135.5131.5135.5 Eisa C. 129.5131.0129.5131.0 Hann. K. 75.0—. 75.0 Numb. oN 140.0144.0140.0144.0 Kortum 68.0— 66. .-Falz. 109.0—. 110.0112.0 Lothrin. 122.2125.5122.2125.5 Lothr. 6. 80.0 82.0 80.0 83.0 ur. Berg—. 119.0„ 119.0 Str. S. MIa. 110.0114. O 110.0112.0 v. Sopt. 19 112 51t. Wr. Dinn. 186. g r. 133.3#. Aschaft. Zellstoff 3/141.5s139.7 Schott 88.0 91..—. 90 Veitber 123.-126.5s123.5s126. Walther Slenergriechelge fällig ab f. 4. 1994 1. 4. 1935 1. 4. 1926 16..15.6. I. 4. 1997. 115.7115.7 I. 4. 1930. 116.1/116.0 111.5 111.5 MDittmann Neuh..8—. Otmd. Akt.-Brau. 10177.8 " Union-Brau 12 217. 2/21 Dürener Metall##—. Oyckersh. Widm.## 126.1 125.2 235.0 125.2 125.0 glektr. Lieferg. 91135.5135.0 " Licht u. Kr. 7/155.5 Engelh. Brausre 0 92.2 Pegce none Mlag Engelh. Brauere., 82.2, 93 3 Mimose Enzinger Union 1 5/128.0127.01 Mölneimer Berg. 5 Basalt Bayr. Motoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Kr. u. Licht Maschinend. Boderus 6ac- Pesse Chem. Geisenk. Conti Gumm Osabe vemn Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as Kabel Linoleum Steinzeug Tel. u. Kab. Waften Eisenhand. biste 118.7/117.8 0 44.7 43.1 6/151 5/151.2 0138.5134.0 6/139.2/138 3 4—.141.5 8165.7/165.7 6/149.0148.2 4128.|129.0 59114.5s114.5 111194 5192.5 138.7 137.7 S119.1119.5 6/142.0141.0 10164.0 7143.0141.0 K Ka Kölner 6as Kreitt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch Tahmeyer. L Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. 6/157.2157.2 3 83.5 83.7 0 86.7 85.0 5109.5108.5 79— 6 Feinjute Gebhardt& Co. U German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil [auengwocke 2116.5 6/152.7 165.5 187.0 2 .5115.1 grenst. 4 Koppel Osnabr. Kupfer Ponges& Zahn 6/124.0124.2 0 20.1 20.1 4136.2 81174.7174.2 8164.0—. 9—.—. 8199.5199.2 4142.8139.6 8156.5155.5 61177.0—. 103.0 10 36.7 gbeia. Bl. Werte Rhein.-W. Kalk Riebeck Montan.2 Rütgerswerke 6134.3 A- Hogess nagede Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hottmann Stärke Hohenlohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 131. 8/159 64/150 .— 6/149. 93.1 •ssse Sarotti Schlege Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. " Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schultheis-Patz. 148.5 Segersdorfer W. 2 92.61 Siemens Glas 0138.0 126.0 0151.0 5143 5 28 4114.0s114.0 S127.8127.1 Aise Bergbag Jise Genus bsenbeck Brau. Dusghass öche. 107.7 6147.5 rhüringer Gas I Tuch Aachen Union chem. ver. Dtsch.blichel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht lagner& Co. W Wanderenn Warsteiner Grub. Westtalen Draht Wickdler Brau. 113.8 147 0 4127.5 136.7 6152.5 127.1 137.0 152.0 4103.0s102.6 5/131.5132.0 53 149. 110. 113. 7117.5 8161. 0— .5/161.0 51146.5 5/127. 8/183. 3111. 5—. .51127.5 .5183.5 .5/112. Verbchranerte 94 Elberfelder Anl. 44 Essener Anl. 15 Mölh.-Ruhr Anl. 45 Ruhrverbd. Anl. 36 44 Pr. Ldof. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. 1# Ldbk. Westf. Kom 45 Of. Komm. Goldan 4. Westf. ldsch. Pfd 440f. Hyo.Bln. Pfd. 4# Pr. Centr. Bod. Pfd. 44 Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 4# Basalt Obl. 6 Concord. Berg. Obl. 6 Daimler Benz Obl.—. 5 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 44 Ver. Stahl 60 ½5 Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stah 6 Siem. ap; H. Obl. 5 Farbenbonds Umschuld. Anleihe A. 6. für Verkehr Boch.-Geisenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer Norod. Lloyo 0126.1126. 0 75.0 76. 18.8/ 18. 47.5 47. 19.3/19. Nestonnerte 45 Ot. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 55 D. R. vounganl. 4 Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz 45 Bochumer Anl. 4 Duisburger Anl. 45 Oüsseldorter Anl. 99.0 99.0 99.0 99. 105.2105 100.3/100 130.2s130 98.2 97.6 96.2 0 99 0 .2 98.2 .0 98.0 .2 99.3 2 96.2 2 99.2 0 99.0 0 99.0 .5 2103.2 S 101.5 7—. 0 99.8 97.7 8 135.6 0 93.8 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43 5 Essen. Steink. 42 45 Harpener 49 55 R. W. E. 52/5 5 R. W. E. 50 55 Ruhrehemie 42 45 Ruhrgas 53 45 Ruhrwasser 53 44 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 52 16../16.6. Geid Briet 991— 100.5102. 101.0— 97.7 98. 96.5100 97.5 99.0 99.5 96.5 97.5 96.0 96.5 Westtalenbank.-G. Bochum Ausführung sümtlleher Bankgeschafte Seite 10 Nr. 139 7 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 17. Juni 1937 aus Sweedehai um Kase argest!“ Monerszg, ug, Sanstegeln „„* Werne, Langenorger, am Spillunz. 29. Jugi von 18 bis Einbruch in Großtankstelle— Hunderte von Litern Betriebsstoff und Wei gestohlen 19 Uhr. Wirtschaft Kneist. Hauptstraße 153. nützen. Die letzten Rückzüge fahren am 29. Auaust alle durch die Eifel. Auskunft Vereinsleiter Christ, Bochum, Rottstraße 26. Sprechstunden jeden Dienstag. Donnerstag und Samstag von 9 bis 18 Uhr. Für In der Nacht zum 12. Juni 1937 wurde von unbekannten Tätern in der Großtankstelle an der Hörder Straße in Bochum=Langendreer ein Einbruchsdiebstahl verübt. Gestohlen wurden 165 Liter Benzin und 135 Liter Autoral. Weiter entwendeten die Täter aus den Vorratsräumen aus zwei Fässern 38 Liter Oel und 14 Blechbüchsen mit 11¼4 Liter Oel. Bei den 14 Blechbüchsen handelt es sich um neun=Liter=Büchsen, vier =Liter=Büchsen und eine=Liter=Büchse. Die Blechbüchsen waren gelb lackiert und tragen die Aufschrift „A. B..“ in großer Schrift und„Allgemeine Brenn= stoffhandelsgesellschaft“ in kleiner blauer Schrift. Nach den am Tatort vorgefundenen Spuren müssen die Täter zum Abtransport des gestohlenen Brennstoffes ein Kraftfahrzeug benutzt haben. Wer kann zu dem vorliegenden Einbruchsdiebstahl nähere Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt das 6. Kriminalkommissariat in Bochum=Langendreer, Amtshaus, Zimmer 22, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Scherferische„iller=Bagene notwendig, weil die Wirkung guter Marschmusik auf die marschierende Einheit von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist und die gute äußere Haltung eines Spielmannszuges das Bild einer marschierenden Einheit in der Oeffentlichkeit nur steigern kann. Um hier zu wirklich guten Leistungen zu kommen, haben die Spielmannszüge der westfälischen SA. fleißig geübt, so daß im Laufe des Wettbewerbs die fünf besten Spielmannszuge der Gruppe ermittelt werden konnten, die zum Entscheidungskampf in Dortmund antraten. Die Prüfung brachte vortreffliche Ergebnisse zu Tage und selbst die glühende Sonnenhitze konnte die gezeigten Leistungen in keiner Weise beeinträchtigen. In der Bewertung wurde als der beste Spielmannszug der des Sturmbannes II/98, Dortmund, festgestellt unter seinem SZ.=Führer Sevens, den 2. Preis erhielt der SZ. 1/55, SZ.=Führer Schumicki, den 8. Preis der SZ. 180, SZ.=Führer Irle, den 4. Preis der SZ. I/17 Bochum, SZ.=Führer Schauenburg, den 5. Preis der SZ. II/259 Iserlohn, SZ.=Führer Lindner. Eine gleichzeitig vorgenommene Prüfung der SZ.=Führer endete mit der Zuerkennung des 1. Preises an Obertruppführer Schumicki, 1/55, des 2. Preises an Obertruppführer Sevens, II/98, des 8. Preises an Obersturmführer Irle, 130. Arbeitskameraden unterwegs Gefolgschaftsausflug der Maschinenfabrik Mönninghoff G. m. b.., Bochum Am Samstag unternahmen die Arbeitskameraden der Maschinenfabrik Mönninghoff eine Fahrt mit dem Sonderzug ins Blaue. Wochenlang vorher war schen das große Rätselraten, wohin die Fahrt gehen würde und das Geheimnis wurde ern im Zuge gelüftet, als es hieß:„Wir fahren nach Marienheide.“ Der Bestimmungsort liegt im Oberbergischen, etwa eine Stunde Gerserische.„Brigadeführer Bauer, der in Vertretung des Feierstunden des Standortes Groß=Bochum— Gruppenfuhrexs die Ueberprüfung vornahm, würdigte in Englandsahrt von 20 Hitlerjungen einer kizröen Schlußansprache die Leistungen,## Der Hohenstein bei Witten ist am kommenden Samsner und gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß die vorgenommenen Auszeichnungen ein Ansporn für die weitere Durchführung der Arbeit in den Spielmannszügen der Gruppe sein werden, so daß auch in Zukunft die Spielmannszüge in bester Haltung und mit ausgezeichneten musikalischen Leistungen voranmarschieren können. Sonderzüge nach der Saar. Wie nun von der Reichsbahnstelle mitgeteilt wird, fahren die Sonderzüge nach der Saar bestimmt am 22. und 23. Juli, je Tag zwei Züge, einer über Bingerbrück und einer durch die Eifel. Der erste Rückzug verkehrt nicht wie vorgesehen war am., sondern schon am 5. August, damit allen Arbeitern Gelegenheit gegeben wird ihren Urlaub auszutag Schauplatz einer Feierstunde, in der 170 Fahnen des Standortes Groß=Bochum der HJ. geweiht werden. Die Ausgestaltung dieser Feier werden ein Massenchor, ein Blasorchester und Fanfarenbläser der HIJ., beziehungsweise des Jungvolks, übernehmen. Zahlreiche Ehrengäste haben ihr Erscheinen zugesagt. Während des Kreisfestes des Reichsbundes für Leibesübungen, das vom 25. bis 27. Juni stattfindet, hält die HJ. im Rathausinnenhof eine Feierstunde ab und trägt so neben der sportlichen Seite wesentlich zur Abrundung und Ausgestaltung des Sportfestes bei. Die durch ihr Können und ihre Spielfahrten bekannte Sing= und Spielschar unter dem Kulturstellenleiter des Standortes, Franz Heimann, wird im August eine Reise nach und durch Schlesien durchführen; weitere 20 Jungen sind zu einer Englandfahrt eingeladen, um dort die deutsche Jugend vor allem auch auf kulturellem Gebiete zu vertreten. Durch ihre Veranstaltungsringe hat die HJ. ihren Mitgliedern und vor allem den Jungarbeitern das Theater erschlossen; und ausgezeichnete Musikzüge, Blasorchester und Fanfarenzüge sind die Früchte einer e Hiese Einzelheiten scheinen belang= und wahlos aneinandergereiht zu sein: sie geben doch einen Aufschluß über die außerordentlich reiche und schöpferische Tätigkeit der Hitler=Jugend auf kulturellem Gebiet und lassen sie den Vorwurf lächelnd von sich abwerfen, als erziehe sie ihre Mitglieder zu rein körperlicher, materialistischer Es ist niemand zur 53. gekommen und hat diese Dinge angeregt. Nein, se und gen ihr selbst exsonnt Hausen, Er ped, Gsöx(. Monderzunden). und gestaltet worden. Seit vier Jahren nimmt Franz] 5. Juli: Glör, Schalksmühle, Oedenthal, Lüdenscheid, Zeimann die Aufgabe, eines Kulturstellenleiters des Faübecker Sprterg Papse Halder“Phald“Kiülenstein, Fahrt Personalnachrichten Stadtobersekretär Steinker, Stadtkasse, begeht heute sein 25jähriges Dienstjubiläum. von der Wuppertalquelle entfexntz, Es wurde in Hole: wipper ausgestiegen, um den Gasrhof, der an der Lingese=Talspetre gelegen, in einem einstündigen FußGefolgschaftsführer Pg. Menn begrüßte sämtliche Gefolgschaftsmitglieder, die Angehörigen und Gäste, besonders den Ortsobmann der DAF., Pg. Schulte, und den KdF.=Wart Pg. Lohmann. Pg. Menn brachte in seiner Rede zum Ausdruck, daß dieser Ausflug der Erholung und Ausspannung von des Tages Mühe und zugleich dem Gedanken echter Betriebsgemeinschaft dienen soll. Anschließend an die erfolgte Urlaubsregelung gab der Führer des Betriebes Menn noch bekannt, daß Gefolgschaftsmitgliedern, die mit dem Werk durch langjährige Betriebszugehörigkeit besonders eng verbunden sind, durch Zahlung einer Treueprämie der Urlaub verschönt wird. Ein Vortragskünstler sorgte mit für richtige Stimmung. Der Höhepunkt der Fahrt war die nach dem Nachmittagskaffee durchgeführte Verlosung, bei der es erfreulicherweise keine Nieten gab und zum Teil recht ansehnliche Dinge zu gewinnen waren. Man sah es den erfreuten Gesichtern an, daß mancher Gewinn in die richtigen Hände geraten war. pig ag 7 Der Betriebsobmann brachte zum Schluß noch seinen und der Gefolgschaft Dank zum Ausdruck. Dies Geschenk der Gefolgschaftsführung, die herrlich verlebten Stunden, sei nur in einem gutgeleiteten Betrieb, in dem Disziplin herrscht, möglich. Der schöne Tag neigte sich aber bald seinem Ende zu, es mußte zum Aufbruch gedrängt werden, um den Sonderzug rechtzeitig abfahren zu lassen. Die Rückfahrt verlief in angenehmster Stimmung. gruppe Werne, Dr. Jeß aus Dortmund über das Thema „Nationalsozialismus und Weltanschauung". Pa. Dr. Jeß führte aus, daß nicht mit der politischen Machtergreifung das Ziel des Nationalsozialismus erreicht worden sei, sondern es gelte jetzt, sich mit den Kerngedanken des Nationalsozialismus, mit dem Gesetze der Rasse und des Blutes auseinanderzusetzen und zu beschäftigen. Gleichfalls interessant und belehrend war der rassepolitische Ueberblick über die Geschichte des deutschen Volkes. Dr. Jeß betonte, zur Reinerhaltung der deutschen Nation sei die Pflege einer gesunden Erbmasse ein dringendes Gebot, nur dann sei der politische und kulturelle Aufbau unserer Nation sichergestellt. Die Ausführungen von Dr. Jeß wurden mit großem Beifall aufgenommen. Das Schlußwort sprach Pa. Müller. Ausflug der Frauenhilfe. Mit mehr als 200 Frauen unternahm die Frauenhilfe 3 einen Ausflug. Mehrere Autobusse standen bereit, um die Teilnehmer zu fassen. die dem ersten Ziele, der Gruga(Essen) zusteuerten. Nach Ankunft wurde eine eingehende Besichtigung der Gruga vorgenommen, die manchem der Mitfahrer in langer Erinnerung bleiben wird. Im Weigelhaus wurde dann das Mittagsmahl eingenommen. Von hier ging die Fahrt nach Baldeney, wo mehrere Motorboote bereitstanden, um die Teilnehmer nach Kupferdreh zu bringen. Dann ging die Fahrt bei schönstem Wetter nach Niederstüter. Nach einigen froh verlebten Stunden trat man in vorgerückter Abendstunde die Heimfahrt an. Stadtteil Langendreer Ain KoZ. in den Hall Das umfangreiche Programm der Wander= und Arlaubsfahrten Das Fest der silbernen Hochzeit. Sonntag, 20. Juni. können die Eheleute Ferdinand Piever und Frau, Josephine geb. Strunk, Stockumer Straße, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Ausflug des Müttervereins der St.=Marien=Gemeinde. Die Frauen des Müttervereins der St.=MarienGemeinde unternahmen am Montag ihren ersten diesjährigen Ausflug. Mit neun großen Autobussen ging es zur schönen Stadt Düsseldorf. Nach Besichtigung des Albert=Leo=Schlageter=Denkmals stattete man den Persilwerken einen Besuch ab. Wertvolle Eindrücke konnten die Fahrtteilnehmer von diesem bedeutenden Werk mit nach Hause nehmen. KdF.=Sportamt. Donnerstag, 17. Juni. Rollschuhlaufen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr, Restaurant Köppe, Kaiserstraße 198. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr bei Höhn, Werne. Werner Hellweg. Nachdem in der Mittwoch=Ausgabe des„B..“ an der gleichen Stelle das Programm der kurzen Reisen, die die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" im Juli durchführt, bekanntgegeben wurde, werden heute anschließend die Vorankündigungen der geplanten Wander= und Urlaubsfahrten veröffentlicht. Es empfiehlt sich, auch diese KdF.=Pläne auszuschneiden und aufzuheben. 8525 Wandern. Juli: Viertägige Wanderung durchs nabe Standortes wahr, und die klare Linie und die Erfolge in der durchgeführten Idee sprechen für sich und lassen ein noch reicheres Schaffen für die Zukunft erwarten. Der 4. preis für Bochum Vom 4. bis on Zuli: Bochum=Nord um 7 Uhr. Eisenbahnfabrt nach Hagen. Wanderung: Stadtwald, Mäckinger Bachtal, Kaltemn Fyscheid Glör(5 Wanderstunden)., Spielmannszüge im Wettkampf Wettbewerb der westsälischen SA. Zu einem Leistungswettkampf hatte die SA.=Gruppe Jestfalen die Spielmannszüge ihres Bereiches aufge6. Juli: Artena, Dahle, Balver Walo, Klusenstein. Fahrt nach Menden(6 Wanderstunden). 7. Juli: Menden, Hemer, Frönsberg, Kesbern, Wirberg, Einsal(6 Wanderstunden). Rückfahrt nach Bochum. Kosten.80, RM.(Fahrt, dreimal Uebernachtung in Jugendherbergen am., 5. und 6. Juli, je eine Mahlzeit abends und Getränk morgens, ebenfalls in Jugendherbergen). Anmeldungen bis spätestens 1. Juli 1937. 11. Juli:.50 Uhr Handelshof: Straßenbahnfahrt nach Hattingen. Wanderung: Hattinger Stadtwald. Homberg. Feldersbach, Langenberger Sender, Rotes Haus, Haus Hattingen. Faortkosten.75 RM. Anmeldung neben allgemein diszivlivzertgr.,Ralizag neben, guter Marschleistung auch die musirahtischen Fähigkeiten zu prufen. tung auch die musitalis Diese Prüfungen erschienen Enmert! Witten. Bochum. Jede Strecke etwa 50 Kilometer.) Kosten .70 RM.(Schlafen und Getränk). Anmeldung bis 15. Juli in der Verkaufsstelle Kortumstraße 62. Für alle Wanderungen Rucksackverpflegung. Urlaub: Nach Schlesien: Vom 6. August bis 15. August fährt nach Bad Reinerz in Schlesien ein Sonderzug, zu dem sich auch diejenigen als Teilnehmer melden können, die ihren Urlaub bei ihren Verwandten verlegen wollen. Der Nachweis über die dortigen Verwandten muß erbracht werden. Die Kosten für die Urlaubsfahrt betragen 35.20 RM. einschließlich Verpflegung, Unterkunft bzw. Verwandtenzug: 19.80 RM ohne Unterkunft und Verpflegung. Nach Rüthen(Sauerland): Vor einigen Tagen wurde bereits gemeldet, daß die für die Zeit vom 19. August bis 26. August ins Sauerland nach Rüthen vorgesehene Fahrt ausverkauft sei. Die große Nachfrage hat jedoch die Deutsche Arbeitsfront NSG.„Kraft durch Freude“ veranlaßt. weitere Urlaubsfahrten einzulegen. und zwar: Nr. 2003/1 vom 28. Juni bis 8. Juli, Nr. 2003/2 vom 9. bis 19. Juli, Nr. 2003/3 vom 21. Juli bis 31. Juli. Zur Hinsbecker Schweiz: Ins deutsche Grenzland führt die Urlauberfahrt Nr. 18/37. In der Zeit vom 25. Juni bis 2. Juli wird uns Hinsbeck und seine nähere Umgebung aufnehmen, verpflegen und mit seinen Sehenswürdigkeiten Die Kasten einschließlich Veryflegung, Unterkanntmachen. Die Kosten einschließlich Verpflegung, kunft und Fahrt betragen insgesamt 15.60 RM. Die Östsee mit den Orten Grömitz. Graal, Müritz und die Insel Poel haben sich auf den Empfang westfälischer Urlauber, vorbgrettg/g# 3g, dem erstgenanpten Ox# Luhrt die Frjede, Hautngen. Faortosen.i0...————.— Urlauber vorbereitnt., Zu dem erstgenannten Ort Juli: Nachtwanderung ab Hagen. Urlauberfahrt Nr. 2037. Die Abfahrt wird am. 27. Juni und Vom 24. bis 25. Juli:, Nachtwanderung Trefspunkt Bochum=Nord 23.40 Uhr. Hagen— Hinnenwiese. Egge, Waldbauer, Schemm, Kalthausen, Eilper Berg, Hagen. Nur bei trockenem Wetter. Anmeldungen bis 17. 9u.½25, Juli: 7 Uhr Ratbaus: Straßenbabnfabrt nach OberDahlhausen. Wanderung: Eiberg, Horst, Altendorf. Niederwenigern, Isenberg, Dahlhausen. Rückfahrt. Kosten.50 Reichsmark. Anmeldungen nicht erforderlich. Vom 17. bis 18. Juli: 1½tägige Radwanderung ins Volmetal: Abfahrt Ecke Bismarck= und Wittener Straße ab 17. Juli um 16.30 Uhr nach Witten, Hagen, Dablerbrück. Uebernachten in der Jugendberberge, Glörtalsperre. Am 18. Juli zurück über Breckerfeld, Gevelsberg. Wengern, die Rückkunft am 6. Juli erfolgen. Kosten: 37,50 RM. Die anderen Orte werden die Urlaubsfahrer in der Zeit vom 2. Juli bis 10. Juli aufnehmen. Die Kosten wurden auf uind nun noch zum Niederrhein! Vom 3. Juli bis 10. Juli erwartet uns Cleve, die alte, bekannte niederrheinische Stadt mit ihrer herrlichen Umgebung. Die Noch können Anmeldungen zu all diesen Fabrten in der Verkaufsstelle Kortumstraße 62 entgegengenommen werden. Versäume keiner, sich rechtzeitig anzumelden, denn es ist nicht angenehm, dann hören zu müssen: Die Fahrt ist ausverkauft! Obsi und Gemüse in Hülle und Fülle Es war wohl nicht von ungefähr, daß der Mittwochmarkt In der Krimm einen so reichen Besuch aufzuweisen hatte, war doch die Anfuhr an Obst und Gemüse, vor allen Dingen an solchen Sorten, die sich gestern zum ersten Male vorstellten, sehr reichhaltig. Der Blumenmarkt zeichnete sich durch eine große Farbenfülle aus und gab dem Markt sein sommerliches Gepräge. Es notierten die Preise am 16. Juni Friseikeronz#ren::..:.: Ae Frische Möhren ........... 13 ke 45-50 5 Kopfsalat Stück 40—50 1 ke 15 J 1 k8 20-25 3 ½ ke 30 12 k6 45 J 12 k6 60 S 1 ke 25-45 J 19 ke 25 S ½ kS 22—25 19 ke 15 J Bund—8 J ½2 k8 10 J 12 be 15 S 15— 30 1 ke 10 1 ke 10 Schlangengurken Rhabarber Stachelbeeren Erdbeeren Jobannisbeeren Pfirsiche Spargel Erbsen..... Bobnen..... Dicke Bohnen Rübstiel M Spilstob. Pirsine Spibtog! Blumenkobl Sommerspinat Rodtagen:::::::: Bagt ½ be 35—50 S ½ ke 13—15 J 5 be 46 J ½ ke 10—12 L Stuck-12 5 Stück 9- 11 · 7 S 10 e 160 13 ke 70 12 ke 40 J ½ ke 85-100 Schweigefleisch....... k. ke 86 130 Kalbsleiso 120 Kabeljau:..::::...:. bg be 20-25 Fllostier.::.::::::: b ke 33—433 Rowvario.......... 444543 Schollen........... 13 14 35 5 Bresen Matsesberinge Grüne Heringe Hecht Seebecht Bananen Tomaten..... Zwiebeln Kartoffeln Frische Kartoffeln Koblrabi..... Eier Züronen........... Stuc s 10 Buner 4, 44 155 Lahnetäse.......... J2-344 Sahnekäse Quarkkase Rindfleisch Schweinefleisch 19 k6 30 B 2 Sick. 10—15 J 1½ ke 50 S 18 56 90 19 be 35 Sehegz.......... u. k 90-99 Heilbutt ½ ks 80—90 L 9. Juni Sick. 10—20 J ½ be 20—35 5 1 ke 80—85 S ½ ke 40—60 S Kopf-1S Stück 30 40 J 19 ks 10• ½ ke 20- 28 S ½2 ke 45—50 J Aus den Bochumel=Sladienen Stadtteil Weitmar Deutsche Arbeitsfront. Am Freitaa. 18. Juni, findet um 20 Uhr für sämtliche Amtswalter und=warte eine Schulung im Schulungsraum der Zeche„Engelsburg" statt. Erscheinen sämtlicher Amtswalter und=warte ist Pflicht! Versammlung der Zeche„Engelsburg". Die Deutsche Arbeitsfront, Ortswaltung Weitmar=Nord. hält am Sonntag, 20. Juni, vormittags 11 Uhr, im Saale Göbel an der Essener Straße eine Versammlung für alle schaffenden Volksgenossen der Zeche„Engelsburg" ab. Es spricht der. Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront Parteigenosse Krumbholz aus Herne. Eintritt frei! Kein Gefolgschaftsmitglied darf fehlen. Großes Schützenfest in Weitmar. Der Bürgerschützenverein Weitmar hat sich entschlossen, sein zehnjähriges Bestehen im Rahmen eines großen Schützenfestes zu feiern, das sich über drei Tage erstrecken soll. Als Termin sind der 10., 11. und 12. Juli in Aussicht genommen. Die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" hat ihre Mitwirkung zugesagt. Die für diese Großveranstaltungen besonders dringliche Platzfrage hat insofern eine gute Lösung gefunden. als auf dem Kirmesplatz an der Blankensteiner Straße ein großes Festzelt errichtet wird. Nach dem Festprogramm ist am Samstag, 10. Juli. nachmittags, der Abmarsch der Weitmarer Schützen zum Schießstand Boraböhmer,„Waldesruh", wo der Meisterschütze ermittelt wird. Während des Schießens ist ein großes Gartenkonzert. Um 8 Uhr abends findet im Festzelt die Ehrung des Meisterschützen und der Gründer des Vereins statt. Darauf ist großer Festball. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten am Sonntag steht der große Festzug, der sich nach dem Empfang der teilnehmenden fremden Vereine durch die Hattinger, Wasser=, Franziskus=, Hasenkamp=, Stens=, Hennigfeldstraße. An der Landwehr, Kohlenund Hattinger Straße zum Festzelt bewegen wird, wo um 7 Uhr der Festball beginnt. Am Montag ist Abschlußfeier mit Tanz. An allen Festtagen finden auf dem Kirmesplatz an der Blankensteiner Straße Volksbelustigungen statt. Die Musik wird ausgeführt von dem Landesfliegerorchester Westfalen unter der Leitung des Kavellmeisters Roy. ½ ke 30—50 J ½ ke 25 S ½ k6 25-35 1 kS 20-22 Bund—8 S ½ ke 10—12 B 1 ke 15 5 35-50• 15 ke 10 J 1 k8 25 B Bund 10 J 49 ke 40 S) ½ ke 40—60 L ½ ke 13-15 S 5 ke 46 ½ ke 10 15 B Stück s 12 Sick.—11 Stück—10 J ½ ke 160 S) 1 b4 70 9 k6 40). ½ ke 85-100 S) 3 ke 85- 110 J ½ ke 90-130+ ½ ke 120 B 1 be 20—23 3 ½ ke 30 40 S 3 be 99 3 1. 14 30 3 ½2 ke 20 25 L 1, k4 35 J 92 b6 30 2 Sick. 10 15 S 1½ ke 50 S 13 ke 90 S) 1/8 b6 35 5 ½ ks 80- 90 Stadtteil Gertbe Tag der deutschen Frau. Der Werbeveranstaltung der Ortsgruppe Gerthe der RS.=Frauensauft am Dienstag nachmittag im Saale Kalthoff, die unter dem Leitwort„Jede deutsche Frau hilft mit im Deutschen Frauenwerk" stand, war ein durchschlagender Erfolg in jeder Hinsicht beschieden. Der große und überaus geschmackvoll ausgeschmückte Saal vermochte den zahlreichen Besuchern kaum hinreichend Platz zu bieten ein Zeichen dafür, daß der Werberuf der NS.=Frauenschaft in Gerthe zur Mitarbeit im Deutschen Frauenwerk nicht ungehört verklungen ist. Neben den zahlreich vertretenen Mitgliedern und Gästen konnte die Frauenschaftsleiterin Frau Rosenbach auch verschiedene Vertreter der Bewegung begrüßen.„Einem Musikstück folgten der Vorspruch„Unser Glaube“ und der Vortrag der Singschar„Erde schafft das Neue". Alsdann ergriff die Frauenschaftsleiterin Frau Rosenbach das Wort zu ihrer Ansprache, in der sie die verschiedenen Arbeitsgebiete der NS.=Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks näher beleuchtete. Jede deutsche Frau könne hier ein Arbeitsgebiet finden, das ihr besonders liege. Sie schloß ihre Ausführungen mit einem werbenden Appell an alle noch Außenstehenden. Während der längeren Kaffeevause war allen hinreichend Gelegenheit gegeben, die auf der Kegelbahn abteilungsweise aufgebaute Ausstellung zu besichtigen, die einen guten Einblick in die verschiedenen Arbeitsgebiete der Frauenschaft und des Frauenwerks gab. Gleichzeitig waren bei der Abteilung Volks= und Hauswirtschaft billige Kostproben zu erstehen, und wer bei den schönen Verlosungsgewinnen leer ausgegangen war, konnte sein Glück noch an einem Glücksrad versuchen. Der zweite Teil der Vortragsfolge war unterhaltender Art. Musikstücke, Gedichte und Gesangsvorträge der Singschar wechselten in bunter Folge. Daß die ungezwungenen Darbietungen der Kleinen des Svielkreises wieder ganz besonderen Anklang bei den Großen fanden, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung. Mit dem gemeinsamen Liede„Kein schöner Land“ klang die Veranstaltung aus, die ihren Werbezweck voll erfüllt haben Aus dem Kreise der Kaninchenzüchter. Im lokal Cöppencastrov hielt der Kaninchenzuchtverein W 50 (Vorwärts) Bochum=Gerthe seine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Fellfachwart Lenhardt gab einen ausführlichen Bericht gebung der Kleintierzüchter in Bochum. Es wurde dann besonders die am 24. und 25. Juli stattfindende Jungtierausstellung besprochen. Der als Ausstellungsam leiter ernannte Zuchtwerbewart Rogozinski gab bekannt, daß die benachbarten Vereine„Treue Züchter" Bochum=Gerthe und der Kaninchenzuchtverein Hiltrop zur Mitbeschickung dieser Schau eingeladen sind. Der Jungtierschau soll eine Sonderabteilung„Rammler“ angegliedert werden. Als Preisrichter wurde Lindemann(Langendreer) für die Junatierschau verpflichtet. Am 20. Juli beabsichtigt der Verein seinen Familienausflug zum nahen Langeloh in Verbindung mit einem Kinderfest zu machen. Zuchtwerbewart Rogozinski hielt zum Abschluß einen lehrreichen Vortrag über den Kaninchenschnupfen und seine Behandlung. Aus dem Nachbargebiet Stadtteil Altenbochum Gesegnetes Alter. Frau Witwe Anna Kiemen, Wasserstraßee 49, feierte am Montag in bester Gesundheit ihren 75. Geburtstag. Stadt Witten Betrunkener Kraftwagenführer fährt gegen einen Straßenbaum. Ein betrunkener Kraftwagenführer fuhr Dienstag, 15. Juni, spätabends, auf der Crengeldanzße gegen einen Straßenbaum. de der Fahrer am Kopf leicht ver der Pol straße wurde wurde von Polizei sichergestellt. Durch Glassplitter erletzt. rietzt. Der Wagen Bochumer Veranstaltungen Stadtteil Laer von der GroßkundIn hohem Alter. Der Rentner Gustav Rottmann Wittener Straße 333, feiert am Freitag seinen 73. Geburtstag.— Der Rentner Konrad Volkenandt, Dannenbaumstraße 15, vollendet am Montag, 21. Juni, sein 75. Lebensjahr. Beide Volksgenossen erfreuen sich guter Rüstigkeit und Frische. Schießübung der Schützengruppe der Kriegerkamerad= schaft Kaiser Wilhelm Laer. Sonntag. 18. Juni. traf sich die Schützengruppe der Kriegerkameradschaft, Kaiser Wilhelm am Schießstand der Gaststätte Hiby, Kaltehardt, zu einem Vorübungsschießen für das am 11. Juli stattfindende Wanderpreisschießen. Das Schießen war gut besucht. Bei zahlreicher Beteiligung wurden die nachfolgenden guten Resultate erzielt: als beste Schützen erzielten die Kameraden Zimmermann und Karl Möller je 72 Ringe. Karl Emde 71 Ringe„Karl Mette und August Möller je 70 Ringe und Reinhold Oppitz 68 Ringe. Stadttheater Bochum. Nach der gestrigen vierten Festaufführung der Reichstheaterwoche, die zahlreiche bekannte Persönlichkeiten von auswärts nach Bochum führte. folgt nunmebr der fünste Tag der Festgache„gsshcß, und neues Drama“ mit„Romeo und Julia“, das bekanntlich in dieser Spielzeit mit großem Erfolg eine ganze Reihe von Aufführungen erleben konnte. Auch bei dieser Vorstellung werden bekannte Vertreter des kulturellen wesend sein. Die Besetzung ist die der Premiere mit Gisela Uhlen als Julia, die, wie bereits bekanntgegeben wurde, auch in den Reichsfestspielen in Heidelberg die Julia spielen wird, so daß die Aufführung für unsere Theaterleitugg, llegt in=maslenstein2Prilogie. In der Titelrolle Gerhard Meinecke.(Vormiete A 29 und freier Verkauf). Samstag„Agnes Bernauer“ von Hebbel, die bei ihrer Premiere einen ungewöhnlich großen Erfolg erleben konnte. Sonntag Abschluß der Woche„Klassisches und neues Drama“ mit dem 2. Teil des„Faust“. Stadtteil Werne Dr. Jeß sprach auf einer Kundgebung der NSDAP., Ortsgruppe Werne. Dienstag abend sprach im Ewaldschen Saale auf einer Kundgedung der NSDAP., Orts„Romeo und Julie“: Tigo#te. hentige Ztadttbeater sie aTledern Juligigsm Stadttbeater ge Aufführung von siehen unsern Mit„Romeo und Julia“ im Stao: Harzägung gu ge: Kuni: gliedern Ermäßigungskarten zur Verjugung. Am 25. Juni: „Agnes Bernauer". Der Kulturring I erhält als letzte Pflicht=Theaterveranstaltung am Freltag, 25. Juni 193. gebo Ageer KartenVc-g cgg Wiinin 8. das deutsche Trauerspiel von Friedrich Hebbel Bernauer“, Spielleizung Dr. S. Schmitt, geboten, Ko ausgabe erfolgt ab Freitag in der Geschäftsstelle. Die Mitglieder der Kulturringe i1 und III bekommen wie üblich Gastkarten. K WSSA W M VA W W 11 Nr. 1 Viert Die praktische legungen haben de Triebwagen auf Reichsbahndirektor Stroebe, berichtet „Fliegenden“ in d den Nebenbahnver mit liegenden 14 digkeiten von 70 Beiwagen, gebaut vierachsige Triebn mit stehenden Mot geschwindigkeiten für den Hi dreiteilige stehenden Motoren denkilometer Höch kehr zwölfachsige stehenden Motore Höchstgeschwindigk 16achsige vierteili Großmotor von 1 keit von 160 S Sondertypen. Die zweiteilig Deutsche Reichsba des Jahres Kilometerg Kilometer bewege weitere Ausdehnu 14 neue Schnellt wegen der stark Fahrzeuge zweiter auch geschlossene FD=Zug=Wagen Reichsbahn als Schnelltriebwagen Dieselmotor eine mit Aufladr leistung und ein leistungen vorgese sind in einem bei der außerdem Di Dreiwagenzug sir ordnung von Ein tengang untergeb sonderer Speiser neue Versuchstyp diesem Jahr können. Schließ weitere Aussichts Neue In der Gen hansa hielt der. von Stauße führlich auf die stungen der Der schließung des sei zu hoffen, da nur von den Ei Flüge nach No reits in der Lag planmäßigen Li zu berichten. De den Flugzeu Von Herr he treusor Bruder. Inh. Boc Was Die nachmitt Tron An Ungld wrohn! W beiter Ehren Famili 11 Nr. 139 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 17. Juni 1937 Früeue„Inepril.. Vierteilige Schnelltriebwagen der Reichsbahn im Bau Berlin, 16. Juni. Die praktischen Erfahrungen und wichtige Ueberlegungen haben das Bauprogramm der Reichsbahn für Triebwagen auf bestimmte Baumuster begrenzt. Der Reichsbahndirektor im Reichsverkehrsministerium, H. Stroebe, berichtet darüber und über den Ausbau der „Fliegenden“ in der Reichsbahn=Beamten=Zeitung. Für den Nebenbahnverkehr werden zweiachsige Triebwagen mit liegenden 180=PS=Motoren und Höchstgeschwindigkeiten von 70 Stundenkilometer, dazu zweiachsige Beiwagen, gebaut, für den Haupt= und Nebenverkehr vierachsige Triebwagen und vierachsige Steuerwagen mit stehenden Motoren von 200 bis 600 PS und Höchstgeschwindigkeiten von 80 bis 110 Stundenkilometer, nur für den Hauptverkehr zwölfachsige dreiteilige Hauptbahntriebwagen mit stehenden Motoren von zweimal 450 PS und 120 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, für den Schnellverkehr zwölfachsige dreiteilige Schnelltriebwagen mit stehenden Motoren von zweimal 600 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer sowie 16achsige vierteilige Schnelltriebwagen mit stehendem Großmotor von 1350 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer. Dazu kommen noch Sondertypen. Die zweiteiligen Schnelltriebwagen, von denen die Deutsche Reichsbahn 14 Stück besitzt, haben im Laufe des Jahres 1936 rund zwei Millionen Kilometer geleistet, ihre monatlich gefahrenen Kilometer bewegen sich zur Zeit um 225 000. Für die weitere Ausdehnung des Schnellverkehrs sind inzwischen 14 neue Schnelltriebwagen in Auftrag gegeben, die wegen der starken Platznachfrage als dreiteilige Fahrzeuge zweiter Klasse ausgeführt werden. Es werden auch geschlossene Abteile mit Seitengang nach Art der FD=Zug=Wagen angeordnet. Weiter hat die Deutsche Reichsbahn als Versuchsfahrzeuge zwei vierteilige Schnelltriebwagen im Bau, bei denen erstmalig als Dieselmotor eine langsam laufende Großmaschine mit Aufladung von 1350 PS für die Fahrleistung und ein Hilfsdiesel von 150 PS für die Nebenleistungen vorgesehen ist. Großmaschine und Hilfsdiesel sind in einem besonderen Maschinenwagen untergebracht, der außerdem Diensträume enthält. Im anschließenoen Dreiwagenzug sind nur Räume für Reisende in der Anordnung von Einzelabteilen der zweiten Klasse mit Seitengang untergebracht, außerdem im Endwagen ein besonderer Speiseraum sowie Küche und Anrichte. Der neue Versuchstyp wird voraussichtlich noch in diesem Jahre in Betrieb genommen werden können. Schließlich teilt der Referent mit, daß auch weitere Aussichtstriebwagen gebaut werden. Neue Lufthansa=Flugzeuge Berlin, 16. Juni. In der Generalversammlung der Deutschen Lufthansa hielt der. Aufsichtsratsvorsitzende Staatsrat Dr. von Stauß eine Rede, in der er noch einmal ausführlich auf die im vergangenen Jahr vollbrachten Leistungen der Deutschen Lufthansa hinsichtlich der Erschließung des Nord= und Südatlantiks hinwies. Es sei zu hoffen, daß die Lufthansa im nächsten Jahr nicht nur von den Erfolgen der für dieses Jahr geplanten Flüge nach Nordamerika sprechen könne, sondern bereits in der Lage sei, über die Eröffnung des erstrebten planmäßigen Luftpostverkehrs über den Nordatlantik zu berichten. Der Redner ging dann im einzelnen auf den Flugzeugpark der Lufthansa ein. Nach wie vor sei die bewährte Junkers Ju 52 die Hauptträgerin des Verkehrs. Daneben seien die im Berichtsjahr in Dienst gestellten zweimotorigen Junkers Ju 86 und Heinkel lIe 111 verwandt worden, die an Stelle der für die gesteigerten Verkehrsbedürfnisse nicht mehr ausreichenden sogenannten Blitzmaschinen Heinkel He 70 und Junkers Ju 160 treten. Die starke Frequenz und der Wunsch, den Dienst nicht nur zu beschleunigen, sondern auch die Bequemlichkeit zu erhöhen, führten zu neuen Flugzeugmustern, die kurz vor der Flugerprobung stunden. Es seien dies die viermotorige Inkers Ju 90, die 35 bis 40, und die ebenfalls viermotorige Fokke=Wulf F 200, die 24 Fluggästen Raum biete. Diese Flugzeuge, die wahrscheinlich beim nächstjährigen Sommerluftverkehr eingesetzt werden können, würden eine Reisegeschwindigkeit von rund 300 Kilometer in der Stunde aufweisen und neben der Besatzung einen Steward an Bord haben. In der Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt das frühere Vorstandsmitglied Wronsky und Ministerialrat Schwarz(Reichsluftfahrtministerium). Merkwürdige Wahrheitsliebe eines Seelsorgers anb Glatz, 16. Juni. Verkehrsunfall mit äußerst eigenartigen BeEin Verkehrsunfall mit äußerst eigenartige gleitumständen kam dieser Tage vor dem Landgericht in Glatz zu einer mehrtägigen Verhandlung. Der Unfall hatte sich am 7. September 1936 in der Nähe von Glatz ereignet. Ein Gendarmeriewachtmeister war tödlich überfahren worden. Wegen dieses Vorganges hatten sich der 54 Jahre alte Kraftwagenbesitzer und =fahrer Alfred Gottschlich aus Obersteine und sein Mitfahrer, der 66 Jahre alt römisch=katholische Pfarrer Schmidt aus Mittelsteine, wegen fahrlässiger Tötung “— wissentlicher Beistandsleistung zu und Fahrerflucht bzw. verantworten. Bemerkenswert an diesem Prozeß war nicht sosehr der Verkehrsunfall— obwohl er einem Menschen das Leben kostete—, sondern das Verhalten und die Aeußerungen des beteiligten Pfarrers Schmidt. So kam in der Verhandlung zur Sprache, daß Gottschlich am Morgen nach dem Unglückstage den Pfarrer Schmidt über den Vorgang unterrichtete, daß aber der Seelsorger ihm sein Schweigen zusicherte, ja sogar seine Valgaltsat Vhr.... gerrren Große Freude in Sofia— Sofia, 16. Juni. Königin Johanna, die bekanntlich eine Tochter des italienischen Königspaares ist, hat am Mittwoch früh um.30 Uhr MEZ. einem Kronprinzen das Leben geschenkt. Mutter und Kind erfreuen sich ausgezeichneter Gesundheit. Das mit großer Spannung erwartete Ereignis wurde der Bevölkerung durch 101 Salutschüsse verkündet. Als die Zahl der Schüsse die Gewißheit der Geburt des Kronprinzen erbrachte, herrschte in der Karchengsochen Ju: Sämtliche Wechenglocken läuteten. Die staatlichen Gebäude und alle Privathäuser legten sofort reichen Flaggenschmuck an. Die spontanen Freudenkundgebungen der Bevölkerung, vor allem vor dem Schlosse, halten am Vormittag noch an...,, Mit.: Itasienischen Bri Der Ehe König Boris mit der italienischen Prinzessin Giovanna, die im Jahre 1930 geschlossen wurde, entsprang bisher die fast 4½jährige Prinzessin MariaLuisa, der nunmehr der Kronprinz gefolgt ist.. Der Führer und Reichskanzler hat an den Konig und die Königin von Bulgarien anläßlich der Geburt des Thronfolgers folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: Gehurt 9. „Eure Majestäten bitte ich, zur Gevurt des Thron= erben meine und des deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche entgegenzunehmen. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler.“ Simeon, Fürst von Tirnowo, wird der Thronfolger heißen Sofia, 16. Juni. König Boris von Bulgarien hat aus Anlaß der Geburt des Thronfolgers eine Proklamation an das Volk gerichtet, in der u. a. mitgeteilt wird, daß der Kronprinz den Namen Simeon, Fürst von Tirnowo, erhält,„Vor dem Schloß fand eine Glückwünsche des Führers wurde. Alle Schulen und Behörden sind für drei Tage geschlossen worden. Holland in froher Erwartung Haag, 16. Juni. Kronprinzessin Juliana, die in den letzten Tagen mit ihrer Mutter und ihrem Gemahl in Amsterdam weilte, wo dem Fürstenhause herzliche Huldigungen dargebracht wurden, drückte ihren Dank für die Festveranstaltungen in einer Rundfunkrede aus, bei der sie unter anderem sagte, daß sie sehr gerne das gesamte Festprogramm mitgemacht hätte, wenn sie nicht durch besondere, an und für sich erfreuliche Gesundheitsgründe daran verhindert worden wäre. Diese Worte bestätigen das schon seit längerer Zeit in Holland umlaufende Gerücht, daß die junge Ehe der Kronprinzessin mit Fruchtbarkeit gesegnet sei. Zwei Gewinne fielen nach Berlin und Baden In der gestrigen Nachmittagsziehung der 3. Klasse der 49./275. Preußisch=Süddeutschen Lotterie fielen zwei Gewinne von je 100000 Mark auf die Nummer 208 799. Die erste Abteilung wird in Vierteln in Berlin, die zweite Abteilung in Achteln in Baden gespielt. Großbrände in Polen Infolge der großen Dürre brachen schwere Schadenfeuer in fast allen Teilen Polens aus. Im ganzen wurden dabei 120 Wohnhäuser eingeäschert.— In der Umgebung von Bromberg brannte eine Waldfläche in sieben Kilometer Länge und zwei bis drei Kilometer Breite aus. Todessturz des französischen Fliegers Masotte. Der französische Flieger Louis Masotte, Chefpilot der Bleriot=Werke, stürzte am Dienstag nachmittag über dem Flugplatz von Buc bei einem Probeflug mit einem is 200 Meter Höhe ab und wurde Aus aller Welt Wirtschafterin veranlaßte, ebenfalls zu schweigen. Eine für einen Geistlichen verblüffende Auffassung von der unbedingten Pflicht zur Wahrheit spricht aus diesem Schweigegebot". Der angeklagte Geistliche versuchte zwar, in der Verteidigung den Umfang seines Schweigegebots einzuschränken, indem er erklärte, es habe sich „nur“ auf die Tatsache des Besuches des Gottschlich bei ihm bezogen— ein Versuch, der aber eindeutig genug für sich selbst spricht. Bestehen bleibt aber vor allem die ungeheuerliche Tatsache, daß Pfarrer Schmidt zu dem Gottschlich über den zu Tade gekommenen Gendarmeriewachtmeister geäußert hat:„Haben Sie keinen Kummer, es ist nur ein Evangelischer!" Diese Aeußerung, der der Pfarrer eine mildernde Auslegung zu geben versuchte, enthüllt einen moralischen Defekt, wie er schwerer bei einem Seelsorger kaum zu denken ist, und der an das Mittelalter erinnert. Die Strafkammer verurteilte den Angeklagten Gottschlich wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht zu einem Jahr vier Monaten Gefängnis und den Angeklagten Schmidt wegen Begünstigung zu zwei Monaten Gefängnis. Devisenschiebende Oberin Selbst die Ersparnisse ihrer Mitschwestern ließ sie verschwinden dnb Regensburg, 16. Juni. Das Regensburger Schöffengericht hatte sich mit einem Devisenschieberprozeß zu beschäftigen, in dem sich die ehemalige Oberin der Lungenheilstätte„Donaustauf“ Schwester Maria Agnella von der„Kongregation des göttlichen Heilands“(Mutterhaus Wien), mit ihrem bürgerlichen Namen Emma Reitz, zu verantworten hatte. 14 Tage nach Inkrafttreten des Devisengesetzes vom August 1931 erhielt die Angeklagte von ihrer Generaloberin in Wien die Aufforderung, sämtliche Bankkonten aufzuheben. Das wurde auch bald darauf getreulich ausgeführt. Zunächst wurden 12000 RM. von einer reisenden Ordensschwester ins Ausland geschmuggelt, und unmittelbar darauf erfolgte der zweite Geldtransport in Höhe von 22 990 RM., von denen die Oberin etwa 10000 RM. in das Mutterhaus Wien brachte. Den Rest ließ sie in Raten von durchreisenden Schwestern befördern. 1934 verschwanden dann noch weitere 7000 RM., die aus den Ersparnissen der 28 Krankenpflegerinnen von„Donaustauf" bestanden. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. Außerdem wurde die Angeklagte zu 40000 RM. Geldstrafe, ersatzweise 100 Tage Gefängnis, verurteilt. Ferner wurde die Einziehung von 41 990 RM. zugunsten des Deutschen Reiches angeordnet. Das Mutterhaus in Wien haftet für die Geldstrafe und für die Kosten des Verfahrens. von Tirnowo, erhält. Vor dem Schlaß nommieg geizg, Parade statt, die vom Staolcommandanten aogenommen gewiel. Flugzeug er. Der Ap, Flammen auf. Jetzt Eisenbahndamm=Sprengung Weitere Verschärfung der amerikanischen Streiklage Newyork, 16. Juni. Der seit drei Wochen dauernde Stahlarbeiterstreit nimmt immer mehr bürgerkriegsähnliche Formen an. Dynamitanschläge und Schießereien sind an der Tagesordnung. Bei Niles im Staate Ohio wurde der Eisenbahndamm der Pennsylvania Railroad, die es„wagte“, Material für ein bestreiktes Stahlwerk der Republic Steel Co. zu befördern, auf einer Strecke von 28 Meter durch eine Dynamitmine gesprengt. Statt besonderer Anzeige Von seinem schweren Leiden erlöste Gott der Herr heute mittag meinen lieben Mann, unseren treusorgenden. guten Vater. Sohn. Schwiegersohn. Bruder. Schwager und Onkel Inh. des E. K. II. Klasse und des Ehrenkreuzes für Frontkämpfer Im Alter von 44 Jahren. In tiefer Trauer: Emmy zur Oven-Krockhaus Gerd und Marianne Bochum, den 15. Juni 1937 Wasserstrabe 254 Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 18. Juni 1937. nachmittage.45 Uhr. von der Leichenhalle am Freigrafendamm. Trauerfeier dortselbst um.30 Uhr Für die zablreichen und wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme, die uns bei dem so schmerzlichen Verluste meiner lieben Frau und guten Mutter durch Wort, Schrift. Blumenspenden und ehrendes Geleit entgegengebracht worden sind. sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank Wilhelm Sohn und Angehörige Bochum, im Juni 1937 1I Machen Sie bei der nächsten Gelegenheit auch einmal einen Versuch mit der Kleinanzeige im„Bochumer Anzeiger“! Sie werden überrascht sein, wie schnell und aut sie arbeitet. K Nachruf Am 15. Juni d. J. verstarb an den Folgen eines Unglückstalles unser Arbeitskamerad Herr Heinrien-Heinnarat Hauer wohnhaft Bochum. Gahlenschestraße 141. Wir betrauern den Verlust des treuen Mitarbeiters und werden sein Andenken immer in Ehren halten. Führer und Gefolgschaft der Zeche ver. Präsident Familien-Nachrichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Verlobte: Dortmund: Annemarte Ruben mit Wolfgang Schwenkenbecher. Vermählte: Dortmund: Alfred Buchbolz mit Liesel Köhler. Hamm: Walter Knäpper mit Maria Schäper: Josef Westermeier mit Else Tewes. Gestorden: Dortmund: Hugo Schultz, 27 Jahre: meken, 8. Jahre: Bernhard Dickmännken, 51 Jahre; Frau Frieda Möllmann geb. Dehnell, 59 Jahre. Dortmund=Derne: Fritz Harbrink, 56 Jahre. Dortmund=Marten: Frau Wilhelmine Storck geb. Kellerkamp, 84 Jahre. Duisburg: Leopold Thelen, 49 Jahre. Essen=Kray: Frau Lina Schindhelm geb Nölke. 44 Jahre, Gelsenkirchen: August Iwan, 70 Jahre. Stadtleihamt Bochum. Die Versteigerung der verfallenen Pfänder aus dem Monat November 1936, Pfandnummern 600 559 bis 606 096, bestehend in Wertsachen, Bekleidungs= und Gebrauchsgegenständen aller Art, findet am Don nerstag, dem 1. Juli, Donnerstag, dem 8. Juli, und Donnerstag, dem 15. Juli 1937, vormittags von 8½ „„) Uhr ab, im Stadtleihamt, TrankVerloren gasse 5, statt. Der Leihbetrieb ist an diesen Tagen geschlossen. Die bei den Versteigerungen etwa erzielten und innerhalb Jahresfrist nicht abgeholten Ueberschüsse verfallen zugunsten der Armenfürsorge. Bochum, den 14. Juni 1937. Der Oberbürgermeister. Portemonnale mit über 33— Inhalt in d. Telephonzelle Harmoniestraße liegen geblieben.— Der in schlechtesten Verhäutnissen lebende Verlierer bittet den ebrl. Finder um Abgabe geg.gute Belohnung in der Geschäftsstelle des BA Ertolgreich werben durch Anzeigen Im„..“ Vergebung von Ruhrsandsteinpacklage. Die Lieferung von zirka 500 chm Packlage aus Ruhrkohlensandstein für den Ausbau der Wasserstraße von der Stensstraße bis zur Hasenkampstraße soll vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen sind in der Straßenbauabteilung, Rathaus, Zimmer 370, erhältlich. Der Termin für die Einreichung der Angebote ist am Montag, dem 21. Juni 1937, 11 Uhr, im Zimmer 369 der vorgenannten Abteilung. Verspätet eingehende Angebote bleiben unberücksichtigt. Bochum, den 17. Juni 1937. Der Oberbürgermeister. REIONSSENDERRSIN Familien-Anzeigen dem Bochumer Famiienblat. K 10.00 Jugend und Werkarbeit(Vom Deutschlandsender) 10.45 Avus. Wagemutige Fahrer in rasenden Rennwagen auf der schnellsten Rennstrecke der Welt. 12.00 Die Werkpause. Das Westdeutsche Kammerorchester(Hermann Hagestedt) 13.15 wusik am Mittag. Das Westdeutsche Kammerorchester. 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 15.00 Vom Kampf gegen den jüdischen Weltfeind 16.00 Kurkonzert(Uebertragung aus Bad Driburg). 17.00 Hinter den Kulissen des Sports 17.20 Kleine Stücke großer Meister. Hans Haaß(Kla17.45 Zum Todestag Heinrich Lerschs 18.00 Unterhaltungskonzert. Dal Eysoldt:„ S 20.10 Soldaten— Kameraden. Warbaneuen— Galli21.10 Unsere blauen Jungs. Flottenkapelle Panzerschiff„Admiral Graf Spee“ 22.30 Das Schatzkästlein. Arien des Belcanto(Professor Heinz Stadelmann, Baß) 83.00 Musik zu Tanz und Unterhaltung Das Kleine Orchester(Leo Lieserung von Backlage. Für die Befestigung der Hordeler Straße zwischen der Dorstener Straße und der Reichseisenbahn soll die Lieferung von 950 chm Ruhrkohlensandstein=Packlagesteinen frei Baustelle vergeben werden. Verdingungshefte sind bei der Straßenbauabteilung, Rathaus. Zimmer 370, erhältlich. Termin für die Angebote: Donnerstag, den 24. Juni 1937, 11 Uhr. Verspätet eingebende Angebote werden nicht berücksichtigt. Bochum, den 17. Juni 1937. Der Oberbürgermeister. Bergebung von Kuhrsandsteinpacklage. Die Lieferung von zirka 600 odm Packlage aus Ruhrkohlensandstein für die Befestigung des Markt= platzes in Bochum=Werne soll vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen sind in der Straßenbauabteilung. Rathaus, Zimmer 370, zu haben. Der Termin für die Einreichung der Angebote ist am Dienstag, dem 22. Juni 1937. 11 Uhr. Verspätet eingebende Angebote bleiben unberücksichtigt. Bochum, den 17. Juni 1937. Der Oberdürgermeister. bequem.billig mit J. UHNS Serrenpurte. gute kräftige Lauge reinigt gründlich frischer sauberer Ouft Das neue LUHNS löst sich leicht in kaltem oder warmem Wasser und schäumt hervorragend. KO #t3r ## 9 00 1 -C S ch Stellenangebote (männlich von mittl. arischer Tabakfabrik in Baden gesucht. Bewerbg. nur von Fachvertretern für höchste Leistungen. Angevotc erbeten unter M. H. 9277 an ALA Mannheim. 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