je für 1 mm Höde in 22 cam Breite.5 8 mm Breite 50 Pf, im Tertteil. Famili che 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der der Anteigen sadtd Für den lichugen Boprack, sergrin, zu kann keine Gewähr übernommen werden Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 44. Jahrgang Nummer 101 Samstagsausgabe 15 Pf. wolt„Sochuumer Illustrierte“... 20 Pf. e Hosscheakonio Dorimund 1760. Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Samstag Sonntag ./2. Mai 1937 von Schönster Haus. der Hauss schönen die Frau flege, wie erzenslust In zu dürhat seine 98 nwachs 4 Senere in Apotheken h. Gemeinde tionaler Feiern Volkes lessen sind.30: * Anliegen der 9. 20: Feierl. dacht mit Proz., ziskanerkloster). isse für Frauen chamt mit Festung der Maiat Mai immer VerlentWSrens Semtelhendll Die Ehrenabordnungen der deutschen Arbeiter und Reichsberufswettkampf=Sieger in Berlin— Empfang bei Dr. Goebbels Berlin, 30. April. Zum fünften Male begeht morgen das Deutschland den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes. Wiederum stehen die Feiern in der Reichshauptstadt im Mittelpunkt der Festlichkeiten des ganzen Volkes. Die Reichshauptstadt hat für die Riesenkundgebungen ein würdiges und festliches Aussehen beDie Ehrenabordnungen der deutschen Arbeiter und die Reichssieger und=siegerinnen des Reichsberufswettkampfes waren am Freitag nachmittag Gäste des Reichsministers Dr. Goebbels in Anwesenheit von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Am Vorabend des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes verlebten sie einige Stunden froher Kameradschaft und Geselligkeit mit führenden Männern der Partei und des Staates. Die Arbeiter aus allen deutschen Gauen und die Jungen und Mädel fühlten sich in den Festräumen des Propagandaministeriums bei Kaffee und Kuchen und snr osten Manhart de beswisch. Scherzworte, Flogg rliches Hochamt Segens Gottes nd: 20: Feierl. dacht mit Pred., Allerheiligsten. demptoristen. 6, 3: Hochamt: 17: dacht mit Pred. iepel. 10: Hochl. Messe; 8: hl. M . 7: hl., Messe imt m. Ges. u. Maiandacht. um..15, 8: acht m. Predigt. aer..10: Hochder Maiandacht. Langendreer. 7: nt f. d. Pfarrung d. Maiand. attenscheid. 6: imt;.45: Hoch20: Maiandacht. „Wir wollen brüderlich miteinander ringen, damit wir einmal vor den Herrn hintreten können und sagen: Herr, Du siehst, wir haben uns geändert! Das deutsche Volk ist nicht mehr das Volk der Ehrlosigkeit, der Selbstzerfleischung, der Kleinmütigkeit und Kleingläubigkeit. Nein, Herr! Das deutsche Volk ist wieder stark geworden, stark im Willen, stark in der Beharrlichkeit, stark im Ertragen von Opfern, stark in seinem Geiste!“ Vier Jahre sind mit ungeahnter Schöpferkraft über dieses Deutschland gegangen und haben verwirklicht, was Adolf Hitler in den Abendstunden des 1. Mai 1933 als Segen auf das deutsche Volk herabbat. Der Kanzler forderte damals von den aber Millionen Werktätigen, die sich auf dem Tempelhofer Feld und an den Lautsprechern in ganz Deutschland drängten, jene Vierjahresfrist, um das große Werk der wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufrichtung Schritt um Schritt, Zug um Zug, Hammerschlag um Hammerschlag, Spatenstich um Spatenstich in Angriff zu nehmen. Man kann darauf verzichten, noch einmal das in knapper Vierjahresfrist Erreichte statistisch aufzuführen. Jeder Tag dieser Jahre und das wiedererwachte Leben dieses von Kriegsschlacken und Parteihader geläuterten Volkes sagten täglich mehr als lange Listen und Tabellen. Das nationale Leben ist wieder zu seinem Recht und der werkende Alltag zu seinem Adel gekommen. Wir wissen, daß es nicht Ueberfluß sein kann, der die deutsche Nation am Abschluß des ersten Vierjahresplans Stolz empfinden läßt. Noch muß sich mancher bescheiden. Oft sind Verdienste noch schmal. Noch gelang es nicht, alle wirtschaftlichen und sozialen Rückstände und Rückschläge der Weltkriegs=, Inflations= und Deflationsära auszuräumen. Aber mit nicht erlahmender Hartnäckigkeit die sich auch durch Rückschläge nicht müde machen lassen würde, ist schon Monate vor Beendigung der ersten Vierjahresfrist ein zweiter Plan in konsequenter Fortsetzung des ersten zum nationalwirtschaftlichen Gesetz erhoben worden, das der schaffenden Arbeit in verschworen Wir sind in eins Und stehn in Reih’ und Glied. Es donnern die Motoren Um uns ihr Schöpferlied. Es wird, was wir erfüllen, Für uns zum ewigen Lohn. Aufwächst aus unserem Willen Die Schlagkraff der Nation. Wir sind in eins verschworen Zu tausendfältigem Sein. Es donnern die Motoren Um Eisen, Holz und Stein. Fritz Fink bald heimisch. Scherzworze flogen en von Tisch zu Tisch. Man## bändige Freude und das große Glua das ihnen durch ihre Entsendung nach Berlin zuteil wurde. Obwohl sie sich früher noch nie gesehen hatten, fühlten sie sich durch das gemeinsame unvergeßliche Erlebnis dieser Tage doch sofort alle wie eine große Familie,„„ b Hes. Reichsminister Dr. Goevoels gab viesem Erlebnis der Kameradschaft und der Volksgemeinschaft in einer Ansprache Ausdruck. Er hieß die Ehrenwbordnungen der deutschen Arbeiter und die Reichssteger und=siegerinnen im Reichsberufswettkampf mit herzlichen Worten im Namen des Führers und im Namen der Berliner Bevölkerung willkommen. Er begrüßte in ihnen zugleich die vielen Millionen Arbeiter und Jungarbeiter, als deren Vertreter sie zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes in die Reichshauptstadt geladen seien. L444462 Dem wirklichen Feiertag des deutschen Volkes stellte Dr. Goebbels den früheren Klassenkampftag des 1. Mai gegenüber. Dann sprach er davon, daß man häufig im Reich die Berliner darum beneide, daß sie die großen sseiertage des Volkes am unmittelbarsten miterleben könnten. Aber es sei beim besten Willen nicht möglich, zu diesen Festen das ganze deutsche Volk nach Berlin zu Gast zu laden. Doch sollten immer einige Volksgenossen aus allen Berufen und allen Gegenden des Reiches zum 1. Mai nach Berlin kommen, um als Vertreter des 8a#3e, Volkes an diesen Feiern teilzunehmen. Es sei ir die meisten von ihnen die einzige Gelegenheit, überhaupt in Berlin zu weilen und dem Führer in die Augen zu schauen. Es sei das auch für sie ein wirklicher Feiertag und für manche vielleicht der schönste und erhebendste Tag in ihrem ganzen Leben. „Doch nicht nur Sie empfinden dieses Glück“, so rief Dr. Goebbels den Arbeitern aus dem Reiche zu,„sondern auch wir sind glücklich, Ihnen diese Stunden schenken zu dürfen. Jeder von uns, ob Arbeiter oder Bauer, Soldat oder Rinister, tut nach bestem Wissen und Gewissen seine Pflicht und Schuldigkeit, und jeder müht sich ab im Dienste an Vaterland und Volk. Und wir alle haben dabei das beglückende Gefühl, wirklich eine neue und junge Nation geworden zu sein.“ Herzliche Worte der Anerkennung richtete Reichsminister Dr. Goebbels auch an die Sieger und Siegerinnen im Reichsberufswettkampf. Der Minister forderte dann die Arbeiter und die Jungen und Mädel auf, sch in diesen Tagen als die Gäste des Führers in Berin wie zu Hause zu fühlen und mit offenem Herzen in all dem Schönen teilzunehmen, das ihnen geboten verde.„Dann werden Sie empfinden, wie wunderbar emeinen KenntAdolf Gorny, Bochum, Wie92. Sohn des Gorny und seieborenen Dudek, sochum, ert. ohne Beruf. uhaft in Strays Gniezno in s verstorbenen sert und seiner eborenen Brenin Strzyzewochließen wollen. e sollen binnen unterzeichneten ereicht werden. April 1937. beamte: einfti. steinpackung. zirka 250 chm Widerlager der tten Königsallee " Angebote sind muabteilung Bomer 370, erhält; die Angebote ist 1937, 11½ Uhr. Angebote werApril 1937. bürgermeister. üttungsarbeiten. von Anschütdie Dammschütngerten Königsn) soll vergeben sunterlagen sind bteilung im Raterhältlich. Terbung der Ange 1g, den, 7. Mai setzt. Verspätet bleiben undeApril 1937. rbürgermeister. Gauobmann der DAF., Parteigenosse Ernst Stein, M. d.., zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Völker. Gerade diese Erfolge sind ein Beweis das „Dieser Tag sollte allen zeigen, daß unser Regime nicht auf den Bajonetten, sondern in den Herzen ruht, daß es im Volke lebt, aus dem Volke seine Kraft schöpft, daß es mit dem Volke marschiert und für dieses Volk handelt.“ Mit diesen Worten hat der Führer am 1. Mai des vergangenen Jahres den letzten Sinn die Bedeutung des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes umrissen. Ein geeintes Volk, das mehr kennt, das einem politischen Ziele dient und einem Führer folgt, marschiert an Reih' und Glied unter den Fahnen der deutschen Revolution für den deutschen Sozialismus. dem Volle schöpft er seine Krast. Die Vewegung Adolf Hand zu underb dem Volte schoptt er seine„iter nichts sein, als Dienst Millionen marsch Stters wohte und v) Haz gerade ist ja das Geheimnis deutschen Volles dere auch der Deuischen Arbeitsfront als der Organisa= beselt diese gesch tungswille neues Leben weckte auf allen Gebieten unse= ist uns Bekenntni Anser gesamtes Erwerbsieben nohm vin=zuzrischaft einer, der dene Enzonerien, sondern frisches Ausden Appeiik nd jung durch men tehen ecithin u. Ellen 13 s..5 zn beden us, Bongarcten 12 vsrabe? mer u. Freiligrach: en: Dros. kameradschaft, ein Bemüh und Erfolgen beispiellos dasteht in der Geschichte der Glauben an 65 9 8 8 4 + 481 er 2 0 1 1189 98 9 1938 05 1919 2 II 60 Nr 4 # # 19.7 8 1836 2 M 3399 N 8 Nr. M 4 4 815 193644 553 b 9447 9 Nist 4 54414 i a 4858 236 8835332 48 E A 4 13382888-Bh A F 74 95 RSe Seite 2 Nr. 101„ Bochumer Anzeiger; Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 kenhaupt des Kathedersozialisten geschüttelt haben. Nun, diesen Herren mit den puterroten Moskauköpfen oder den rosenroten Ohrläppchen kann man getrost bedeuten, daß der nationalsozialistische Staatsumbruch zwar durchgreifend und wuchtig war, aber für sich in Anspruch nimmt, die unblutigste aller Revolutionen gewesen zu sein. Ein kleiner Kalender der marxistischen Maifeiern der Nachkriegszeit wird auch dem letzten Thomas die Augen zu öffnen vermögen, es sei denn, er gehörte zu den aus politischer Passion Unbelehrbaren. 1. Mai 1919: In München tobt sich die Räterepublick mit Geiselmord, Raub und anderen Schandtaten unter Leitung internationaler Juden aus. 1920: Kommunisten und Marxisten demonstrieren im Berliner Lustgarten für die kommenden Reichsagswahlen. 1921: Selbst der in Oberschlesien ausgebrochene polnische Aufstand mit der Bedrohung deutschen Gebietes läßt die Internationale in ihren Maifeiern unbekümmert. 1925 nehmen Kommunisten und Sozialdemokraten Gelegenheit, um gegen den gerade gewählten Reichspräsidenten von Hindenburg zu demonstrieren. 1926 tobt der Flaggenstreit. Kurz nach der marxistischen Maifeier 1927 wird die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei in Berlin durch den Polizeipräsidenten verboten. 1928 beherrschen die Demonstrationszüge der Kommune das deutsche Straßenbild. Ueberall kommt es zu Zusammenstößen. Am 1. Mai 1929 erfolgen zwischen Polizei und Kommunisten besonders im Berliner Scheunenviertel schwere Zusammenstöße. Panzerwagen müssen eingesetzt werden. 19 Personen werden getötet, 36 schwer verletzt. Ueber die Reichshauptstadt ist der Ausnahmezustand verhängt. 1931 weist trotz der Saisoneröffnung auf dem Arbeitsmarkt ein erschreckendes Anwachsen der Arbeitslosenziffern auf. Die Bankenkrise wirft ihre Schatten voraus. 1932 tobt der Kampf zwischen Reich und Preußen. Immer schneller drängen die Dinge zur Entscheidung. Die Kommune beherrscht die Straße. Das ist ein kleines Bild jener Zustände, unter denen der Nationalsozialismus die staatliche Gewalt übernahm. Nicht nur dieser Staat hat seitdem ein anderes Gesicht bekommen. Er hat auch seine Menschen anders denken und fühlen gelehrt. Daß diese Erziehung zu einem neuen Gesellschafts= und Weltbild mit eiserner Disziplin und den entschlossensten Mitteln des Staates durchgeführt werden mußte, ist eine Tatsache, über die zu klagen nur den Widerspenstigen und Wühlmäusen zukommt. Der großen Mehrheit der Nation, anfangs von der Neuartigkeit des Staatsgedankens ebenso verflüfft wie von der Zielsicherheit des Handelns, fiel es wie Schuppen von den Augen, und Millionen werktätiger Männer und Frauen reihten sich in freiem Entschluß in die Front der Gemeinschaft. Von Jahr zu Jahr ist diese Verantwortung und Freude am Staate gewachsen Wir wissen nur allzugenau, daß sie unter Zurücksetzung der persönlichen Vorteile und unter Selbstbeschränkung von vielen Volksgenossen auf sich genommen wird. Diese Aufopferung für die Gemeinschaft und das neue Gemeinschaftserlebnis ist die schönste Krone, die ein Volk, erhärtet in jahrzehntelanger Leidensschule, sich selbst aufs Haupt setzen darf. Diese Selbsterziehung und Disziplin, ausmündend in den alten Satz:„Einer für alle, alle für einen!“ gibt der Nation das Recht, den 1. Mai 1937 in aller Zuversicht und Freude zu begehen. In dieser Stunde sehen wir nicht über die Grenzen nach draußen, wo vielleicht wiederum Klassenkampfbataillone durch die Straßen ziehen. Deutschland marschiert geeint in den 1. Mai, bekennt sich in dieser nationalen Kameradschaft erneut zum Adel der Arbeit, zum Frieden der Völker und zu seinem vaterländischen Recht. Michael Haupt KP. Dal=Guerinng Ein neuer britischer Tügenfeldzug gegen Deutschland soll die wackelnde englische Kusiungsantenise keiten Berlin, 30. April. Wir hatten uns schon in unserer„DonnerstagNummer mit der englischen Hetze beschaftigt, die im Zusammenhang mit der Zerstörung des baskischen Städtchens Guernica gegen Deutschland getrieben wurde. Englische Blätter hatten die Nachricht verbreitet, deutsche Flugzeuge hätten in dichten Geschwadern das Städtchen bombardiert und zerstört. Die Zurückweisung dieser Lügen in der deutschen Presse hat die Hetze nicht zum Verstummen bringen können. Im Gegenteil hat das halbamtliche englische Reuter=Büro eine Meldung seines Vertreters in Bilbao veröffentlicht, der seinem Büro nach London zur Bestätigung der Greuelmeldungen über die angebliche Vernichtung des baskischen Städtchens Guernica durch deutsche Flugzeuge berichtete, er habe diese Flugzeuge selbst gesehen. Er habe 52 schwere Junkers=Bomber, 111 leichte Heinkel=Bomber, und 51 Heinkel=Jagdflugzeuge gezählt. Hierzu nun veröffentlichte das englische Nachrichtenbüro allerdings bald' eine Berichtigung. Es teilte mit, bei den angegebenen Zahlen habe es sich nicht um die Zahl der angeblich gesehenen deutschen Flugzeuge, sondern um die jeweilige Typenbezeichnung gehandelt. Der Führer verlieh Auszeichnungen anb Berlin, 1. Mai. Also so bemerkt hierzu der„Deutsche Dienst“ handelt es sich um einen Irrtum. Wir nehmen zur Kenntnis, daß dieser Irrtum berichtigt worden ist. Leider aber müssen wir auch sagen, daß es sich um einen höchst bedauerlichen Irrtum handelte. Denn wie liegen die Dinge? Ein großes europäisches Land, Deutschland, war durch eine bewußt aufgezogene und schlagartig von interessierter Seite einsetzende Lügenhetze in der ganzen Welt verdächtigt worden, zur Vernichtung einer spanischen Stadt beigetragen zu haben. Die Meldung des englischen Nachrichtenbüros setzte zu dieser Verdächtigung gewissermaßen das Tüpfelchen auf das I. Es lieferte sozusagen einen mit genauen Zahlenangaben belegten Augenzeugenbericht. Und wenn diese Zahlenangaben auch für den militärischen Fachmann und den politischen Kenner der Verhältnisse sofort als Unsinn erkennbar waren, wer kann nachträglich feststellen, wie viele Gläubige sie in der weiten Welt, in die sie hinausgegangen sein mögen, gefunden haben? Wird alle diejenigen, die die Greuelmeldung lasen, auch die Berichtigung erreichen? Für einige englische Abendzeitungen jedenfalls kam sie bereits zu srät. Ihre Leser sind bis auf weiteres der Meinung, daß ingesamt 214 deutsche Flugzeuge eine baskische Stadt bombardiert hätten, wenngleich diese Behauptung auch nur Irrtum“ war. meldungen vom baskischen Kriegsschauplatz ein Kesseltreiben gegen Deutschland inszenierte. Wie liegen die Dinge in Wirklichkeit? Es ist schon mit aller Eindeutigkeit erklärt worden, daß die Mär von „deutschen Bombengeschwadern" dadurch nicht wahrer und glaubhafter wird, daß man sie in regelmäßigen Abständen einem aläubigen Publikum vorschwätzt! Hunstünden einem gläuoigen Publitum vorschwahr: Hunderte von Augenzeugenberichten liegen außerdem aus dem inzwischen von den nationalen Truppen eroberten Eibar vor, die besagen, daß nach dem Beispiel Iruns auch diese Stadt von den roten Horden buchstäblich in die Luft gesprengt und an allen vier Enden angezündet wurde, als sie nicht mehr zu halten war. Es liegt also der Verdacht vor, daß Guernica ein gleiches Schicksal beschieden worden ist. Es ist aber möglich, noch mit einigen anderen Indizien aus englischer Quelle selbst zu dienen: Genau um die gleiche Zeit nämlich, in der in Eibar der Erdboden unter den„deutschen Luftangriffen“ erzitterte, herrschte auch im englischen Schatzamt, zwar nicht wegen der Ereignisse auf dem spanischen Kriegsschauplatz, so aber doch eine starke Angstbeklemmung und ein erhebliches Gefühl der Unficherheit. Der englische Schatzkanzler wußte nämlich um diese Zeit etwa, daß sich 20 Börsenkonzerne in „akuten“ Schwierigkeiten befanden und daß diese Schwierigkeiten auf den katastrophalen Sturz der Wertpapiere und dieser wiederum auf die Steuergesetze der Regierung zurückzuführen waren. neuen Die Hintergründe der Hetze, dnh Berlin, 1. Mai. Der Führer und Reichskanzler hat zum heutigen Tage folgende Auszeichnungen verliehen: a) den Adlerschild des Deutschen Reiches dem Schriftsteller Professor Adolph Bartels in Weimar, b) die Goethe=Medaille für Kunst, und Wissenschaft dem Archivar des Goethe= und SchillerArchivs in Weimar, Professor Dr. Max Hecker in Weimar. Dr. Goebbels empfing die italienischen Jugendführer Berlin, 30. April. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Freitag nachmittag in Anwesenheit des Reichsjugendführers Baldur von Schirach den auf seiner Deutschlandreise zur Zeit in Berlin weilenden Führer der faschistischen Jugend. Unterstaatssekretär Ricci, und die 22 BalillaOffiziere, die in Erwiderung des vorjährigen Besuches der Hitler=Jugend in Italien ihren jungen deutschen Kameraden einen Besuch abstatten. Dr. Goebbels gab in einer längeren Ansprache seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Jugend beider Völker einander kennen und schätzen lerne. Unterstaatssekretär Ricci dankte im Namen seiner Kameraden für den herzlichen Empfang, den die italienischen Jugendführer in Deutschland gefunden hätten. Er betonte, daß die Ausführungen des Ministers dazu beitragen würden, die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien und der Jugend beider Völker zu festigen und zu vertiefen. Zu Ehren des Jugendführers der faschistischen Partei, Unterstaatssekretärs Ricci, gab der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, am Freitag ein Frühstück im Hotel„Kaiserhof“ in Berlin, an dem auch die Herren der italienischen Botschaft sowie von deutscher Seite mehrere Reichsminister und Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen teilnahmen. Baldur von Schirach feierte die Reise der Hitler=Jugend vom September 1936 nach Italien und Riccis Besuch in Deutschland als den Ausdruck einer wirklichen Freundschaft. In seiner Antwort erklärte der italienische Jugendführer Ricci u.., er habe eine tiefe Bewunderung für die großartige Organisation der nationalsozialistischen Jugendbewegung. Im Beisein des Jugendführers des Deutschen Reiches legte am Freitag mittag der italienische Jugendführer Unterstaatssekretär Ricci am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder. Auch die italienischen Journalisten legten am Ehrenmal einen herrlichen Lorbeerkranz nieder. die in einem Vorstoß der Londoner City gegen die von der Regierung vorgeschlagene Wegsteuerung der Rüstungsgewinne bestehen, beleuchtet der NS.=Zeitungsdienst Graf Reischach. Dieser Dienst schreibt unter der Ueberschrift:„Rothschild siegt bei Guernica": Mit der Gewissenhaftigkeit eines Seismographen registriert die Londoner Presse auch die leisesten Erschütterungen auf dem spanischen Kriegsschauplatz, nur von einem hat sie bisher noch keine Notiz genommen: daß in Spanien eine Entscheidungsschlacht zwischen den Kräften der Weltzerstörung und den Verteidigern der abendländischen Kultur tobt. Es könne daher auch nicht wundernehmen, wenn die Begriffsverwirrung inzwischen einen Höhepunkt erreicht habe, der alle Maßstäbe durcheinandergebracht hat. Die deutsche Presse habe schon vor Tagen in aller Schärfe dagegen Stellung nehmen müssen, daß die große Londoner Presse auf Grund einiger offensichtlicher FalschUeber die Vorgeschichte dieses Manövers sei so viel gesagt, daß es sich eingestandenermaßen selbstverständlich um nichts anderes, als um einen Großangrif: der City auf die neue Steuergesetzgebung der Regierung handelte, die bekanntlich eine radikale Wegsteurung der Rüstungsgewinne vorsieht. Da die Börse im Tiefflug mit einem Geschwader von nicht weniger als 20 Börsenkonzernen in einem Baisseangriff von nie geahntem Ausmaß angebraust kam, befand sich der britische Schatzkanzler in diesem äußerst kritischen Augenblick zweifellos nicht nur in Nöten, sondern gewissermaßen auch zwischen zwei Stühlen. Entweder gab er nach, dann fielen die radikalen Handhaben zur rücksichtslosen Wegsteuerung der Rüstungsgewinne, und der Börse war Genüge getan, oder ser nahm den Kampf auf, dann riskierte er eine ernste Gefährdung der britischen Rüstungsanleihe. Nach Londoner Meldungen von anderer Seite ist die aufgelegte Aufrüstungsanleihe von 100 Millionen Pfund, das sind rund 1250 Millionen RM., regelrecht boykottiert worden. Ein wesentlicher Prozentsatz(man spricht von 50 Prozent) ist überhaupt nicht von der Oeffentlichkeit gezeichnet worden und mußte schließlich von der Bank von England, der Arbeitslosenversicherungsanstalt und anderen öffentlichen Finanzinstitutionen übernommen werden.) In dem gleichen Augenblick, in dem die Londoner City und auch Teile der britischen Oeffentlichkeit über die neuen Steuergesetze der Regierung in Aufruhr zu geraten drohten, erfolgte die große Entlastungsoffensive bei— Guernica! Von heute auf morgen wurde dem gutmütigen und alles andere denn kriegsliebenden englischen Steuerzahler die ganze Furchtbarkeit des totalen Krieges in Form eines selbstverständlich „deutschen",. Luftangriffes vor Augen gezaubert. Begnügen wir uns mit einer abschließenden Feststellung: Bei Guernica hat weder jene traditionelle englisch„Fairneß", noch der gesunde Menschenverstand, noch das heute mehr denn je erforderliche Verantwortungsgefühl im Sinne einer wirklichen europäischen Friedens= und Verständigungspolitik gesiegt! Lord plymouth weiß von nichts Die mit den spanischen Bolschewisten stark sympathisierende Parlamentsopposition benutzte die Greuelhetze als eine willkommene Gelegenheit, um ihrerseitz weiter gegen Deutschland zu hetzen. Sie schlug sogar die Befassung des Völkerbundes mit der Zerstörung von Guernica vor. Im englischen Oberhaus erklärte als Regierungsvertreter der Unterstaatssekretär Lord Plymouth u.., die englische Regierung habe keine amtliche Information über den Bombenangriff auf Guernica. Er sei auch nicht in der Lage, mitzuteilen. wer den Angriff angeordnet habe oder welche Maschinen dabei benutzt worden seien. Er müsse aber darauf hinweisen, daß Bombardierungen in der Vergangenheit nicht nur von den nationalspanischen Streitkräften vollbracht worden seien. Der konservative Lord Newton verurteilte in scharfen Worten die propagandistische Ausnutzung des Vorfalles von Guernica durch die Linke. Sie habe anscheinend die Absicht, die Regierung durch Panikbehauptungen dazu zu zwingen, die bolschewistischen Machthaber in Spanien zu unterstützen. Queipo de Llano entlarvt die Lüge Der Londoner„Daily Expreß“ hat sich in der Guernica=Angelegenheit telegraphisch an General Queipo de Llano gewandt und veröffentlicht das Antworttelegramm, in dem der General erneut feststellt, daß kein nationalspanischer Luftangriff auf Guernica stattgefunden hat. An dem fraglichen Tage seien infolge des schlechten Wetters überhaupt keine Flugzeuge aufgestiegen. Auf den Hinweis, daß ein Reuter=Korrespondent den Luftangriff gesehen haben will, erinnert der spanische General daran, es sei auch Reuter gewesen, der das Gerücht einer Revolte gegen General Franco verbreitet habe, die aber tatsächlich nur in der Phantasie des Berichterstatters bestanden habe. Es gebe genug Leute, die mit Gold gekauft seien, das von spanischen Banken gestohlen sei, und die dann bestätigen, was sie niemals gesehen hätten. General de Llano unterstreicht nochmals seine schon einmal gegebene Erklärung, daß die Bolschewisten Guernica mit Dynamit zerstört hätten, wie auch Eibar von ihnen vor dem Verlassen gesprengt worden sei. Er glaube, daß Guernica durch die bolschewistischen Terroristen selbst vernichtet wurde, um das Volk in Erregung zu versetzen und es so zu veranlassen, mutikämpf ger zu kampfen. Selbst Pariser Blätter rücken ab von der Greuelhetze. So machen sich der„Temps“ und die„Liberté“ die gegen Deutschland gerichteten Lügen nicht zu eigen. Der„Temps“ schreibt, es sei zu wünschen, daß sich die öffentliche Meinung in England darüber klar werde, daß es am klügsten wäre, wenn man versuchen würde, die Rückwirkungen auf die internationale Lage auf das Mindestmaß zu beschränken. Die„Liberté“ hebt bereits in ihrer Ueberschrift hervor, daß Guernica von den Bolschewisten vor ihrem Abzug angezündet worden sei. Desgleichen hätten die Kommunisten den Ort Lequeitio, der jetzt von den Nationalen besetzt ist, vorher in Brand gesteckt. Die römische Zeitung„Tribuna“ schreibt, daß hier ein weiteres Beispiel der unentwegsten Lügenhetze zugunsten Sowjetrußllands vorliege. „Verblenstorden vom Srutschen=Aoter Deutscher Orden für ausländische Staatsangehörige Ministerpräsident Göring in Venedig Mailand, 30. April. Ministerpräsident Göring traf nach einem kurzen Aufenthalt in Ravenna, wo er das Grabmal Theoderichs und die übrigen Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt hatte, in Begleitung des Prinzen Philipp von Hessen in Venedig ein. Auf dem Markusplatz wurde Göring schnell erkannt. Die Einheimischen und die zahlreichen Deutschen, die sich in der Lagunenstadt aufhalten, brachten dem Ministerpräsidenten überall herzliche Kundgebungen der Sympathie dar. dnb Berlin, 1. Mai. Der Führer und Reichskanzler hat zur Ehrung ausländischer Staatsangehöriger durch das Deutsche Reich durch Verordnung vom heutigen Tage den„Verdienstorden vom deutschen Adler“ gestiftet. Diese Auszeichnung soll nach der vom Führer und Reichskanzler gleichzeitig mit der Verordnung erlassenen Satzung des Ordens ausländischen Staatsangehörigen, die sich um das Deutsche Reich verdient gemacht haben, auf Vorschlag des Reichsministers des Auswärtigen vom Führer und Reichskanzler verliehen werden. Der Orden ist in fünf Gruppen eingeteilt, die als „Großkreuz des Ordens vom deutschen Adler",„Verdienstkreuz des Ordens vom deutschen Adler mit dem Stern",„Verdienstkreuz erster Stufe",„Verdienstkreuz zweiter Stufe" und„Verdienstkreuz dritter Stufe" bezeichnet sind. Zu diesen Orden tritt noch eine„Deutsche Verdienstmedaille“, die zur Ehrung ausländischer Staatsangehöriger für verdienstliche Leistungen bestimmt ist. Das in allen Abstufungen des Verdienstordens wiederkehrende Ordenszeichen ist ein achtspitziges, weiß emailliertes golden gefaßtes Kreuz, in dessen Winkeln ein goldener deutscher Adler mit gesenkten Flügeln auf einem das Hakenkreuz umschließenden Eichenkranz steht; das Band des Ordens ist rot mit weiß und schwarz=weißem Saum. Das Großkreuz wird an einem breiten, von der rechten Schulter zur linken Hüfte führenden Band getragen; zu ihm gehört ein silberner achteckiger Bruststern, der mit dem Ordenszeichen belegt ist und an der linken Seite getragen wird. Das Verdienstkreuz mit dem Stern besteht aus einem am Halse zu tragenden Ordenszeichen und einem silbernen sechseckigen Bruststern, das Verdienstkreuz erster Stufe aus dem am Halse zu tragenden Ordenszeichen. Als Verdienstkreuz zweiter Stufe wird das Ordenszeichen ohne Band blatt veröffentlicht ist, ist ferner zu erwähnen, daß die Ordenszeichen beim Ableben des Inhabers dem Erben als Andenken verbleiben. Ordenskanzlei ist die Präsidialkanzlei. Die Ordenszeichen sind nach Entwürfen des Professors Richard Klein(München) angefertigt. Weiterer Vormarsch der nationalspanischen Truppen an der Biskaya=Front hatten, umarmt wurden. Schon vor Guernica begegneten die Soldaten in dem fruchtbaren Mandatatal Bauernkindern die die Arme hochrissen und den Befreiern ein freudiges„Es lebe Spanien!" zuriefen. Auch Durango hat stark gelitten. Die Bevölkerung war von den Separatisten zum größten Teil zwangsweise nach Bilbao gebracht worden. Durch den Geländegewinn vom Donnerstag ist eine von Guernica über Durango—Ochandiano verlaufende nordsüdliche Frontlänge hergestellt, die sich nordwestlich von Durango etwa 20 Kilometer von Bilbao entfernt hinzieht. Das gesamte Straßennetz sowie die Höhenzüge östlich dieser Linie sind vom Feind gesäubert. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die Bolschewisten ihre rückwärtige Verteidigungsstellung wenige Kilometer vor Bilbao zu einem letzten scharfen Widerstand vorbereiten. Salamanca, 30. April. Der amtliche Heeresbericht vom Donnerstag besagt: Front von Aragon, Madrid, Avila, Leon, Asturien und Andalusien: Leichtes Feuer und zwei kleine Feindangriffe in den Abschnitten von Asturien und Aragon, die beide unter großen Verlusten für die Bolschewisten zurückgewiesen wurden. Front von Biskaya: Der siegreiche Angriff der Nationaltruppen nahm seinen Fortgang, wobei alle östlich von der Bucht von Guernica gelegenen Dörfer besetzt wurden. Guernica fiel nach glänzendem Gefecht gegen eine vollständige, aus baskischen und SantanderMarxisten zusammengesetzte Division. Hierbei wurde der [Divisionskommandeuer gefangengenommen, mehrere der Offizere seines Stabes fielen. Der Feind verlor viele Tote und Verwundete und zahlreiche Gefangene. Die Zerstörungen in Guernica sind von den Bolschewisten in ähnlicher Weise wie in Eibar durchgeführt worden. Der Abscheu der Nationaltruppen angesichts dieser Barbarei trägt noch zur Erhöhung ihres Kampfesmutes bei und verstärkt ihren Wunsch, das Baskenland von ihr zu befreien. Nationalspanisches Kriegsschiff gesunken London, 30. April. Einer Meldung aus Santander zufolge. die offenbar auf Angaben der Bolschewisten beruht, soll das nationale spanische Kriegsschiff„Espana“ auf der Höhe von Santander durch Flugzeuge der Bolschewisten versenkt worden sein. Die Flugzeuge hätten mehrere Bomben auf das Schiff abgeworfen und das Heck getroffen. Das Schiff sei hierauf sofort mit dem Heck voraus gesunken. Wie aus zuständiger Quelle verlautet, hat die englische Admiralität am Freitag die Bestätigung der Meldung erhalten, daß der nationale Kreuzet „Espana“ gesunken ist. Die gesamte Mannschaft der„Espana“ i von dem nationalen Torpedobootszerstörer„Velasco“ gerettet worden. (Weitere politische Nachrichten auf den Seiten 6 und 10.) (Ansteckkreuz) an der linken Brustseite, als Verdienstkreuz dritter Stufe am Band an der linken Brustseite getragen. Die Verdienstmedaille ist silbern, rund und trägt auf der Vorderseite die Abbildung des Ordenskreuzes. Die Satzung des Ordens bestimmt, daß der Reichsminister des Auswärtigen bei außenpolitischen Anlässen das Großstreuz des Ordens trägt. Aus dem Inhalt der Satzung, die ebenso wie die Verordnung im ReichsgesetzGuernica begrüßt die Befreier Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(beurlaubt). vertreter Fritz Schmidt. Verantwortlich für die Postl Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adol Peddingvaus, Lokales: Hans Schulte: Kulzurpolitik„und Unterbaltung:. Dr. Faset S# mann Wirtschaft und Bilder: Gerichtsdienst und Brieskasten: Max Hans Hornberg, Anzeigen: Kurt in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Josef Fris Schmidi, # ch 8: ungie . dnb Salamanca, 30. April. Der Sonderberichterstatter des DNB. hatte Gelegenheit, die ersten in das von den Bolschewisten zerstörte Guernica einziehenden Truppen zu begleiten. Im seltsamen Gegensatz zu dem von den Kommunisten angerichteten Bild der Verwüstung stand, so berichtet er, der Jubel der tapferen siegreichen Truppen, die immer wieder von den wenigen Frauen und Männern, die sich in unterirdischen Kanälen oder in den Bergen versteckt Berliner Anzeigenvertreiung: F. W. Charlottenburg, Uhlandstr. 194. Anruf Wempe. Verin., Uhlandstr. 194, Unzuf C. 1. Szgplgs“ alo; Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum,g#c. 67551, 52. 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig. laßstafsel B.— DA. 1II. 37 über 27 000. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstage. von 16 bis 17 Uhr Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht Rücksendung nur bei Rückporto Die heutige Nummer umsaßt 30 Seiten Seite 3 Nr. 101 4 Wohlan, n aus tiefste uns lachen denn Freu Die Hände zum Fest! und zu der daß stets zusammen in wahr:: die ganze was deuts Frauen, Mädchen, Mär Heut ist der schön Bindfäden regnen sol tun wird. Der schönst Mai an sich schon der Natur ist, mehr noch, Feiertag des deutscher tag aller Schaffenden Wahrhaftig, wir mehr als die Volksge Grund, uns dieses 2 Gemeinschaft über die ders schönes Geschen 1. Mai ist, das ist die wegen ihrer musterhe gezeichneten deutschen Bochum sind. Bochun arbeit und unermüdl als einer Gemeinsch Leben, ausgezeichnet letzten Jahren imm gestern noch gemehrt, der bei uns wohl all senden deutschen Vol stätte und gesunde L gesehen fällt diese das mit Stolz auf neten Betriebe blickt. Der Auftakt zun schon immer durch d fest mit besonderen auch in diesem Jahl Maibäume und das des 1. Mai prächti werden, wenn Bocht marschieren zur grof abends die Betriebs in echter Kameradsch aus diesem Freuden Was ihnen bei der wirklich frohe Freur auch restlos gelinge diese Freude nicht chumer ausgedrückt Welchen Vorwu# ende vorüber ist, b Ich bin dafür: hin Lebens, in die froh Und Sonntag dann gre ländliche Umge Baumblüte entfalte w euch allen die Maße verdient, vor Während 3 Nr. 101 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./2. Mal 1937 Aochamte cchrichten Das Secham dem Zahkel= Camt In vier Jahren das Grundrecht auf Arbeit nach den Nöten langer Jahre auch für unsere Heimatstadt verwirklicht Wohlan, nun laßt im Maien aus tiefstem Herzensgrund uns lachen und uns freuen, denn Freude ist gesund! Die Hände laßt uns reichen zum Fest des 1. Mai, und zu dem ew'gen Zeichen, daß stets wir stark und treu, zusammen wollen stehen in wahnn deutschen Geist, die ganze Welt soll sehen, was deutsche Einheit heißt. Frauen, Mädchen, Männer und Jünglinge von Bochum! Heut ist der schönste Tag im Jahr, selbst wenn es Bindfäden regnen sollte, was es ja aber wohl nicht tun wird. Der schönste Tag, nicht allein, weil uns der Rai an sich schon der Inbegriff des Frühlirgzzianger Natur ist, mehr noch, weil dieser Erste der Rurionate Feiertag des deutschen Volkes und zugleich der Ehrentag aller Schaffenden zwischen unseren Grenzen wurde. Wahrhaftig, wir in Bochum haben vielleicht noch mehr als die Volksgenossen in manchen anderen Gauen Grund, uns dieses Tages zu freuen, des Sieges der Gemeinschaft über die Zwietracht. Und was ein besonders schönes Geschenk in diesem Jahr für uns am 1. Mai ist, das ist die Tatsache, daß in der Anzahl der wegen ihrer musterhaften sozialen Einrichtungen ausgezeichneten deutschen Betriebe allein drei Betriebe aus Bochum sind. Bochums Ruf als einer Stadt der Wertarbeit und unermudlicher Schaffenskraft, zugleich aber als einer Gemeinschaft mit hochstehendem Leben, ausgezeichnet durch viele Schönheiten, ist in den letzten Jahren immer mehr gewachsen. Er hat sich gestern noch gemehrt, durch diesen erfreulichsten Erfolg der bei uns wohl allgemeinen Bestrebungen, dem schafsenden deutschen Volksgenossen eine würdige Arbei#sstätte und gesunde Lebensverhältnisse zu geben. Und so gesehen fällt diese Ehrung auf ganz Bochum zurück, das mit Stolz auf seine nun so besonders ausgezeichneten Betriebe blickt. Der Auftakt zum Mai, der für unsere Heimatzstaßt schon immer durch das alte heimatstädtische Mar#vendfest mit besonderen Freuden verknüpft gewesen ist, war auch in diesem Jahre wieder durch die Pflanzung Maibäume und das Ansingen allüberall am Vorabend des 1. Mai prächtig. Noch schöner aber soll es heute werden, wenn Bochums Schaffende durch die Straßen marschieren zur großen Kundgebung im Stadion, wenr abends die Betriebsgemeinschaften zusammentreten, um in echter Kameradschaft sich der Freude hinzugeben ur aus diesem Freudentag neue Schaffenskraft zu schöpfen. Was ihnen bei der bekannten Bochumer Einstellung für wirklich frohe Freundschaft und Geselligkeit bestimmt auch restlos gelingen wird. Wer nicht dabei ist und diese Freude nicht miterlebt, ist es— auf gut Bochumer ausgedrückt— selbst in Schuld! Welchen Vorwurf wir uns, wenn diese frohe Wochenende vorüber ist bestimmt nicht machen lassen wollen. Ich bin dafür: hinein heute abend in die Freuden des Lebens, in die frohe Runde der schaffenden Kameraden. Und Sonntag dann hinaus in die schöne Natur, in unsere ländliche Umgebung, in der sich jetzt erst richtig die Baumblüte entfalten will zum Gruße des Maien. Wow euch allen die Freude, die ihr in so überreichem Maße verdient, von ganzem maifrohen Herzen wünscht Euer Flax Heute jährt sich zum vierten Male der Tag, an dem der Führer in Berlin dem gesamten schaffenden Volke innerhalb des Vierjahresplanes Arbeit und Brot versprach und in kurzen Zügen die Richtlinien aufwies, wie er dieses gewaltige Werk beginnen und vollenden Vier Jahre Schaffens und Mühens liegen seit diesem Tage hinter uns. Groß und fast unuberwindlich schienen die Schwierigkeiten, dieses Ziel zu erreichen, gerade im Ruhrgebiet zu sein: Die einseitige Wirtschaftsstruktur, basierend auf Kohle und Eisen, ließ in den Jahren des Niederganges die Zahl der Arbeitslosen hier besonders hoch anschwellen, Rückgang der Belegschaftsziffern im Ruhrbergbau und in der Industrie um 50 von Hundert gegenüber 1929, das war die Lage 1933 im engeren Bezirk des Arbeitsamtes Bochum Auf 1000 Einwohner kamen in Bochum Anfang 1933 113 und in Wattenscheid sogar 139 Arbeitslose. Heute werden auf 1000 Einwohner in Bochum 14,7 und in Wattenscheid 22,0 Arbeitslose gezählt. Fast 48000 Volksgenossen bezogen 1933 öffentliche Fürsorge. Am 1. Mai 1937 sind von den 38000 Arbeitslosen der Stadt Bochum noch 4600 und von den rund 10000 Arbeitslosen der Stadt Wattenscheid noch 1400 übrig geblieben. Allein in den beiden letzten Monaten konnten über 15000 Volksgenossen wieder einen Dauerarbeitsplatz erhalten. Heute werden noch 4600 Volksgenossen unterstützt, davon Wohlfahrtsfursorge, 3137 aus der arl Krisenfürsorge.„Damit ist der Stand de 1463 aus der Arbeitslosen- und Krisenfursorge. Damit ist der Stand der Arbeitslosigkeit von September 1929 erreicht. Bekanntlich war das Jahr 1929 mit seiner Scheinkonjunktur in bezug auf die Beschäftigung das günstigste in den letzten 15 Jahren überhaupt. Beachtlich ist bei der Arbeitslosenziffer von rund 6000 im Arbeitsamtsbezirk Bochum=Wattenscheid, daß von den vorhandenen Arbeitslosen nur rund 2500 noch Beruf voll einsatzfähig sind. Etwa 1800 verfügen in anderen Berufen über die volle Einsatzfähigkeit. Das bedeutet, daß praktisch die Arbeitslosigkeit, gemessen an den Vorkriegsverhältnissen, im großen ganzen als beseitigt anzusehen ist, wenn in den nächsten beiden Monaten die restlichen arbeitslosen Bergleute auf ihren Zechen wieder eingestellt sein werden. Es handelt sich hierbei nur noch um 231 Hauer, 147 Lehrhauer, 60 Zimmerhauer, 198 Schlepper, 117 Uebertagearbeiter, die voll einsatzfähig sind. Schon die nächsten Tage werden beweisen, daß es jedem, der arbeitswillig ist, möglich sein wird, einen Arbeitsplatz zu bekommen, so daß im Bochumer Bezirk die Verwirklichung des nationalsozialistischen Grundrechtes auf Arbeit vor der Tür steht. Das alles verdanken wir dem Führer, der dem deutschen schaffenden Menschen heute seinen Feiertag schenkte. Em Threnag sul=Secham in Bernn Berlin, 30. April. Von unserenm Dr.=Ch.=G.=Sonderberichterstatter Das Preußenhaus in der Leipziger Straße war am Freitag vormittag Mittelpunkt einer Ehrung, Pie im nationalsozialistischen Deutschland noch nicht begangen wurde. In feierlicher Sitzung, über die auf Seite 18 dieser Ausgabe ausführlich berichtet wird, ehrte die Reichsarbeitskammer die ersten musterguntigen Betriebe, die damit die Auszeichnung und das Recht erhielten, sich„nationalsozialistischer Musterbetrieb" zu nennen und die DAF.=Fahne mit goldenem Rad und goldenen Fransen zu führen. Diese Ehrung wurde 30 Betrieben zuteil. In dem Ehrenverzeichnis dieser 30 Musterbetriebe fällt die Stadt Bochum führend auf, denn sie hat allein drei Musterbetriebe in ihren Mauern. Damit folgt sie unmittelbar hinter der Reichshauptstadt, die mit vier Musterbetrieben an der Spitze liegt. Man muß aber bedenken, daß, an den Verhältnissen gemessen, die Bochumer Leistung in diesem Vergleich unerhört Bedeutung gewinnt. Oder ein anderes Beispiel: Westfalen=Süd bringt insgesamt vier Musterbetriebe. Davon Die drei Musterbetriebe unserer Stadt sind„Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG.“,„SchlegelScharpensel=Brauerei AG.“ und„Bechyzn.. chener Straßenvaynen AG. Bochum“. Sie haben in der Ehrenliste der Ausgezeichneten um so mehr und um so schöneren Klang, als zum Erseziel ig„egat pag ein. ein in der Betriebsgruppe Eisen und meran das einzige Hüttenwerk ist, das ausgezeichnet wurde. Oder erinnern wir an die Betriebsgruppe Nahrung und Genuß, in der die Schlegel=Scharpenseel=Brauerei ihre Auszeichnung erhielt. Unter 5000 Betrieben haben nur drei Brauereien den Titel„Nationalsozialistischer Musterbetrieb“ zuerkannt bekommen, darunter die Bochumer Brauerei. Wenn man die Bochumer Ergebnisse unter solchen Vergleichswinkeln betrachtet, wird jeder di Größe des Erfolges und der Ehre erkennen, die die Abgesandten der einzelnen Bochumer Betriebe von diesem Ereignis mit nach Hause bringen. Für den Bochumer Verein waren Generaloirettor Dr.=Ing. e. h. Borbet und Betriebszellenobmann Hönig da, für die Schlegel=Scharpenseel=Brauerei Direktor Hövelhaus und Betriebszellenoomann Hähnel, für die Bochum=Gelsenkirchener Straßen bahnen Kreisleiter Riemenschneider und triebszellenobmann B ählev. Generaldirektor Dr. Wir hatten Gelegenheit, mit Generatbitetter D Borbet vom Bochumer Verein und Direktor Hövelhaus von der Schlegel=Scharpensel=Brauerei nach, Jez, gel. akt im Preußenhaus zu sprechen. Beide Geson####g führer sind für ihre Betriebe stolz und Arbeit und ihr Einsatz für Werk und Gemeinschaft haben in dieser Ehrung eine Anerkennung gefunden, die, wie sie versichern, ihnen nur Ansporn sein werde, die ehrenvolle Auszeichnung, die sie im Preußenhaus in Berlin erhielten, weiterhin zu behaupten und für ihr Unternehmen sicherzustellen.„ Am 1. Mai wird Bochum als einzige Stadt im Reiche die Ehre haben, an der Spitze eines Festzuges drei goldene Fahnen zu sehen, drei nationalsozialistische Musterbetriebe. In der Tat, Bochum hat am Vorabend des 1. Mai einen Ehrentag im Preußenhaus zu Berlin erlebt. Drei seiner Betriebe sind ausgezeichnet, Betriebe, die in jeder Beziehung wirtschaftspolitisch und sozialpolitisch nicht nur einwandfrei, sondern mustergültig sind. Die feierliche Einholung der bereits am Freitag abend zurückgekehrten BerlinFahrer der Schlegel=Scharpenseel=Brauerei, des Gefolgschaftsführers Direktor Hövelhaus und des Betriebszellenobmanns Hähnel, die gegen 2 mit der Fahne im Flugzeug auf dem Flughafen EssenMülheim eintrafen, gestaltete sich zu einem fre Erlebnis. Arbeitskameraden und Freunde des Betriebes waren mit Last= und Personenkraftwagen zum Flughafen geeilt und bereiteten den Ankommenden einen herzlichen Empfang. Während in Bochum auf dem Hofe der Brauerei bereits die Gefolgschaft angetreten war, gine es mit den Kraftwagen von Essen nach Bochum, wo dann eine Begrüßungsfeier stattfand. Direktor Hövelhaus dankte den in stärkster Anzahl angetretenen Arbeitskameraden für den Empfang und verhieß ihnen für die Feier am Abend des 1. Mai einen ausführlichen Bericht über die erhebenden Stunden von Berlin. Die golddurchwirkte Fahne wurde entrollt und feierlich gen das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied durch den Abend, mit denen die von der Musikschar des Betriebes und einer Kapelle verschönerte Feier beschlossen wurde. ..-Brüning # Hövelhaus; etwas rechts von Jabn, Die vier Musterbetriebe des Gaues Westsalen=Süd Unter den Werken, denen am Freitag im Herrenhaus zu Berlin zum ersten Male die Auszeichnung„Nationalsozialistischer Musterbetrieb" verliehen wurde, befinden sich auch vier Betriebe aus dem Gau WestfalenSüd, die diese Ehrung erhalten. Es ist nicht weiter verwunderlich, daß sich hierunter drei aus der Gaustadt Bochum befinden, und zwar der Bochumer Verein, die Schlegel=Scharpenseel=Braue rei und die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen zu denen als vierter Betrieb unseres Gaues die Lippstädter Eisen= und Metallwerke hinzukommen. In diesen Arbeitsstätten ist der Gedanke der nationalsozialistischen Betriebsgemeinschaft im Sinne des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit und im Geiste der Deutschen Arbeitsfront vom Führer des Betriebes und seiner Gefolgschaft auf das vollkommenste verwirklicht worden. Sonst wäre ihnen diese hohe Ehre nicht zuteil geworden. Die Verleihung der Auszeichnung erfolgt für die Dauer eines Jahres und kann wiederholt erfolgen; sie wird aber zurückgenommen, wenn die Voraussetzungen für diese Verleihung nicht mehr gegeben Werfen wir bei dieser Gelegenheit einen Blick auf die Bedeutung der ausgezeichneten Werke. Es erübrigt sich wohl, über den Bochumer Verein, der über unseren Gau hinaus im ganzen Reiche bekannt ist und sich Weltgeltung verschafft hat, viele Worte zu verlieren. Es ist nicht die erste Ehrung, die diesem Werke zuteil wird. Bereits vor einiger Zeit konnte diesem weltbekannten Betriebe das Leistungsabzeichen der Deutschen Arbeitsfront für vorbildliche Lehrlingserziehung überreicht werden. Auch hierin hat der Bochumer Verein Vorbildliches geleistet. Zu dieser Auszeichnung kommt nun die Verleihung des Ehrentitels„Nationalsozialistischer Musterbetrieb", und wir wissen, daß diese Verleihung nicht zu Unrecht besteht. Wir erwähnen besonders die neu geschaffenen Arbeitsstätten, die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Gefolgschaft und Gefolgschaftsführer, den Gemeinschaftsgeist, der nicht nur die verschiedenen Betriebe beseelt, sondern der das gesamte Wert mit seinen vielen Schaffenden zu einer großen GemeinAls zweiten Betrieb, dem diese Auszeichnung verliehen wurde, nennen wir die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen AG. Das größte Verdienst dieser Gesellschaft dürfte wohl die Schaffung einer vorbildlichen Straßenbahnersiedlung Babrend der faierlichen Tagung der Reichsarbeitskammer im Preußenhaus. Unser Bild zeigt Da. Ley bei seiner Ansprache. „ Hch. Hoffmann Der Bähren ehrt die Vertreter der nationalsozialistischen Musterbetriebe durch Handschlag AE SC M We P ch See Dde Pers Seite 4 Nr. 101 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 # 0 .x 1 44.2 91 5 4 85 Kr 6189.2 49 853 1195 2 8 P 83 dgf., .# 44 * #74 im Stadtteil Bochum=Weitmar sein. Aber nicht allein diese Siedlung, sondern auch die übrigen sozialen Momente werden ausschlaggebend gewesen sein für diese Ehrung. Trotz der„Konkurrenz“ der Dortmunder Biere hat das Bier der Bochumer Schlegel=Scharpenseel=Brauerei AG. Weltruf erlangt. Aber nicht nur die Qualität dieses Bieres, sondern auch der Geist und die soziale Einstellung in diesem Betriebe haben diese Brauerei bekannt gemacht. Wir erinnern dabei an die einzigartige Werkbücherei, an den vorbildlichen Gemeinschaftsraum und Dachgarten sowie an die anderen sozialen Einrichtungen. So dürfte auch diese Auszeichnung voll und ganz berechtigt sein. Als vierter Betrieb unseres Gaues wurden die Lippstädter Eisen= und Metallwerke ausgezeichnet, deren Ehrung in erster Linie auf die vorbildlichen und einzigartigen Speise= und Aufenthaltsräume zurückzuführen sein dürfte. Als äußeres Zeichen wird diesen vier Betrieben das Recht eingeräumt, eine Fahne der Deutschen Arbeitsfront mit goldenem Rad und goldenen Fransen zu führen, die ihnen am Freitag in Berlin verliehen wurde. bert Nölscher hatte als Einziger schon wiederholt das Glück. Das erstemal war es 1926 in Hattingen; doch auch er ist von großer Vorfreude erfüllt, auch seinem Führer einmal wieder Auge in Auge gegenüberzustehen und ihm die Hand drücken zu können. Dann kam das Flugzeug. Mit herzlichen Wünschen verabschiedeten wir die Arbeitskameraden, und um.20 Uhr schraubte sich die wuchtige Maschine in die Luft. Drei Arbeitskameraden aus dem Gau Westfalen=Süd fuhren ihrem glücklichsten Tag entgegen. Dr. Ley ehrt einen Arbeitskameraden aus dem Gau Westfalen=Süd Die selten zu verzeichnende Tatsache, daß ein Arbeitskamerad auf eine 57jährige Tatigkeit in ein und derselben Firma zurückblicken kann, veranlaßte die DAF., Gau Westfalen=Süd, an den Reichsorganisationsleiter, Pg. Dr. Ley, eine Meldung zu geben. Noch kurz vor dem 1. Mai ging bei der DAF., Gau Westfalen=Sün, nachstehendes Schreiben der Adzutantur des Reichsleiters ein: „Bezugnehmend auf Ihr Schreiben, übersende ich Ihnen beifolgend Bild mit Buch des Reichsorganisationsleiters mit der Bitte, diese dem Herrn Hedtkamp, der am 1. Mai auf ein 57jährige Tätigkeit in der Firma Schmiedach AG., Altenhagen=Eckesey, zurückblickt, zu übergeben.“ Auch wir übermitteln auf diesem Wege die herzlichsten Glückwünsche aller Schaffenden aus dem Gau Westfalen=Süd. „Der Führer hat Sie eingeladen, nach Berlin zu kommen und sein Gast zu sein am 1. Mai. Eine kurze Nachricht, die aber kaum schätzbare it, als die DA F. im Gau WestfalenFreude ausgelöst hat, Süd sie drei Arbeitern des Gaugebietes mitteilen konnte. Die große Ehre, nach Berlin zum Führer eingeladen zu werden, wurde den Arbeitskameraden Albert Nölscher(Hattingen), Willi Siemens(GrührmannsHeide Iserlohn), und August Laubert(Kamen), zuteil. Man kann die Freude kaum beschreiben, die aus den Augen der drei Arbeitskameraden sprach, als wir sie Freitag in der Frühe zum Flugplatz nach Dortmund geleiteten. Von hier aus sollte sie eine 3motorige Junkersmaschine um.25 Uhr nach Berlin bringen. Das Nebelwetter aber zögerte den Start hinaus. Die Ankunft der Maschine wurde erst für.15 Uhr gemeldet. Wir konnten noch einige Worte mit den Arbeitskameraden wechseln. Alles, was sie sagten, gab ihre unbeschreibliche Freude kund, die ihnen mit der Einladung zuteil geworden ist.„Dem Führer die Hand drücken zu können, das haben wir uns nicht träumen lassen.“ AlSchluß mit dem Regen! Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr Ein ausgedehntes, kräftiges Hochdruckgebiet über dem Nordatlantik und über Nordwesteurova bewirkt beständiges Wetter. Winde aus nördlichen bis südlichen Richtungen führen unserem Gebiet trockene Festlandsluft zu und lassen eine Niederschlagsbildung nicht aufkommen. Da leichte Bewölkung vorherrscht, können die Temperaturen nur langsam ansteigen. Nachts erfolgt noch starke Abkühlung. Aussichten für Samstag: Schwache Winde aus Nord bis Ost. Auflockerung der Bewölkung, starke nächtliche Abkühlung mit Frühnebel. Tagestemperaturen bis 14 Grad. trocken.— Sonntag: Bei östlichen Winden weiter zunehmende Temveraturen, wolkig bis heiter und trocken.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Beständig. Donnerstag, 30. April 86 HI=Heimneubauten in Westfalen Grundsteinlegung neuer Heime durch den Reichsjugendführer am 3. Mai 1937. Der Jugendführer des Deutschen Reiches wird am 3. Mai in Leipzig die Grundsteinlegung eines neuen Hitler=Jugend=Heimes vornehmen. Die Feier dieser Grundsteinlegung wird von allen deutschen Sendern übertragen, da zu gleicher Zeit in vielen Gemeinden des Reiches ebenfalls die Grundsteinlegung für die noch in Die Bochumer Hauptkundgebung zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes heute mittag im Stadion wird Ansprachen des Kreispropagandaleiters Link, an Stelle des noch in Berlin weilenden Kreisleiters Riemenschneider, und des Kreiswalters der DAF. Meinert bringen. diesem Jahr zu errichtenden Hitler=Jugend=Heime stattfindet. Innerhalb einer Feierstunde der nationalsozialistischen Jugend wird in diesen Standorten die Rede des Reichsjugendführers durch den Rundfunk übernommen. Im Gebiet Westfalen wird an diesem Tage an verschiedenen Stellen die Grundsteinlegung für die ersten HJ.=Heimneubauten vorgenommen werden. Etwa zwanzig Gemeinden werden sich an der reichseinheitlichen Feier der Grundsteinlegung beteiligen. Die Behördenleiter nachfolgend aufgeführter Orte haben sich bereit erklärt, ebenfalls am 3. Mai die Grundsteinlegung für ihr HI.= Heim vorzunehmen: Ummeln, Milspe, Heepen, Werne, Lübbecke, Emsdetten, Rheine, Burgsteinfurt, Raesfeld, Wilden, Westick, Niederense, Schmerlecke, Horn, Buschhütten und Burbach. Insgesamt werden im Baujahr der Hitler=Jugend in Westfalen 86 Heime für die HitlerJugend gebaut werden. Die Reichssieger des Reichsberufswettkampfes aus dem Gau Westfalen=Süd Als Reichssieger aus dem Reichsberufswettkampf des Gaues Westfalen=Süd gingen hervor: Josef Blumberg, Hilfsarbeiter in Herdecke(Ruhr), Philipp Puth Kulturaufbauschule in Siegen, Elfriede Edelbrauck, Wanne=Eickel. Am 1. Mai 1937 werden in Hagen vor der Stadthalle um 11 Uhr die Gausieger aus dem Reichsberufswettkampf 1937 durch den stellvertretenden Gauleiter Vetter geehrt. Kameradschaftsabend der RSKOV. im Parkhaus am 5. Mai Die NS.=Kriegsopferversorgung veranstaltet am Abend des 5. Mai im Parkhaus einen Kameradschaftsabend, an dem alle Amtswalter sowie die Mitglieder des Ehrensturms mit ihren Angehörigen, insgesamt über 1000 Volksgenossen, teilnehmen. Eine bunte Festfolge wird an dem Maiabend Stunden der Entspannung vermitteln und neue Kraft geben für die unermüdliche Tätigkeit in der kameradschaftlichen Betreuung der Opfer des Krieges. Der Kreisamtsleiter und Kreisobmann der NSKOV., Pg. Deuschle, wird eine Ansprache halten. Aus der Festfolge seien die Teilnahme des TV. 48, von Liesel Alex vom Stadttheater Bochum, des Baritons Herbert Beil und von Frau SchweitzerSchräder hervorgehoben. Die Musik wird ausgeführt von der Schutzpolizeikapelle, und die Ansage hat Leo Sander. der Peter. Lichtburg Schauburg Wanne=Eickel: Unterhaltungs= Sportsbeim B. Maller Restaurant Schäfer Ebrenfelder Bierhaus Hotel Monopol inderarzi Dr. Engel. und Gaststätten: Tropfsteingrotte Gaststätte Vogel Restaurant Zum Ritter Konzerthaus Strauch Restaur. Zum Wiesental Im Pferdehandel gilt keine Freundschaft Dei Gsihmätische Gaut Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Barometer24 Uhr: ,150 Thermometer 24 Uhri+ 7 c Zeiten für Sonne und Mond am 1. Mai: (2 Aufg..00, Unterg. 19.55: C Aufg..32, Unterg..48 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Bei Pferdehandel und Rinderkauf Tu Augen oder Beutel auf! Dieses uralte bäuerliche Sprichwort gilt auch heute noch in seiner ganzen Ausdehnung. Wer auf den Pferdemarkt will gehn, der muß von Tieren was verstehn, sonst kann den Schaden er besehn. Und selbst, wer von Pferdeverstand was versteht, kann immer noch dabei hineinfallen. Das konnte man aus einer Verhandlung vor dem Bochumer Amtsgericht lernen, der ein solcher Pferdekauf zu Grunde lag. Der Angeklagte besaß einen schweren Gaul, der aber den Fehler hatte, an Asthma zu leiden. Wenn es schwere Arbeit als Zugpferd verrichten mußte, begann der Kehlkopf zu pfeisen. Der Besitzer des Gauls wollte das Tier gern verkaufen. Aber das war gar nicht so leicht. Ein solches Geschäft war schon zurückgegangen. Also zog er mit dem sonst sehr ansehnlichen Tiere auf den Pferdemarkt. Es fand sich auch ein Käufer, der ein gesundes starkes Tier kaufen wollte. Er besah es sich ganz genau, ließ es sich im Galopp vorführen, behorchte und beklopfte es und wurde handelseins mit dem Verkäufer, der ihm erzählte, der Gaul sei sehr leistungsfähig und das, was die Leute erzählen, daß es ein Kehlkopfpfeifer sei, wäre übertrieben, das sei gar kein Kehlkopfpfeifer. Obgleich der Käufer selbst„Pferdeverstand“ hatte, war ihm an dem Gaule nichts Abträgliches aufgefallen. Aber als er mit dem Pferde arbeiten wollte, stellte es sich heraus, daß es für seine Zwecke gänzlich unbrauchbar war, und daß es stark an Asthma litt. Der Käufer forderte die Zurücknahme des Pferdes, da der Kauf unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen war und weil ihm der Verkäufer über das Pferd nicht die Wahrheit gesagt hatte: im Gegenteil, den Fehler als nur klein bzw. gar nicht vorhanden hinstellte. Der andere war mit der Zurücknahme des Pferdes nicht gleich einverstanden, berief sich auf die eigene Tierkenntnis des Käufers und daß er den Gaul doch genau besichtigt habe. Aber bei solchen Geschäften„gilt keine Freundschaft“, heißt ein anderes Sprichwort. Den Käufer packte der Zorn und er zeigte den Verkäufer wegen Betruges an. Nun sollte der Richter entscheiden. Nun weiß ja jedermann, daß man bisher beim Pferdehandel die Worte nicht auf die Goldwaage zu legen pflegt. Aber es soll auch beim Pferdekauf jetzt der unbedingten Wahrhaftigkeit eine Gasse gebahnt werden. Die Roßtäuscherei schlechten Angedenkens soll endgültig und in jeder Form zu Ende sein. Der Schwindel steht überall in Verruf. Der Käufer kann verlangen, daß der Verkäufer für seine Worte einsteht. Der Verkäufer hat zwar im vorliegenden Falle den Gaul doch wieder zurückgenommen. Das konnte ihn aber nicht mehr vor Strafe schützen. Der Richter nahm Betrug an und setzte sechs Wochen Gefängnis gegen den Angeklagten fest. Der Zwang zum Berufswechsel Ein Geiger eines berühmten Orchesters erlitt durch den Zusammenstoß des von ihm benutzten Straßenbahnwagens mit einem Kraftwagen einen Unfall, der infolge Knochenbruchs einiger Finger der linken Hand eine starke, nicht mehr zu behebende Bewegungshinderung des vierten und fünften Fingers verursachte. Straßenbahngesellschaft und Kraftwagenhalter, die als Gesamtschuldner zur Zahlung einer Rente in Höhe des früheren Verdienstes des Musikers verurteilt worden sind, da der Musiker seinen Beruf als Geiger nicht mehr ausüben kann, verlangen, daß der Verunglückte einen anderen Beruf ergreise, um durch neuen Verri dienst die Höhe der Rente herabzumindern. Das Reichsgericht, das die Ansprüche des Musikers für gerechtfertigt erklärt hat, führt zu der Frage der Pflicht eines etwaigen Berufswechsels folgendes aus: Ein Berufswechsel des Klägers zum Zweck der Schadensminderung können die Beklagten nur im Rahmen des bisherigen Lebenskreises des Musikers verlangen. Versuche mit Lehrgängen musiktheoretischen Unterrichts erscheinen dem Gericht aussichtslos, Uebergang zum kaufmännischen Beruf würde dem Kläger bei seinem Alter unüberwindliche Schwierigkeiten bei Erlangung einer bezahlten Stelle machen. Zu einem aussichtslosen Berufswechsel ist Kläger aber nicht verpflichtet. Wenn nun auch der Kläger die Schadensminderungspflicht bisher nicht schuldhaft verletzt hat, so entfällt seine Pflicht— wie das Reichsgericht weiter ausführt— jedoch nicht ohne weiteres für die Zukunft. Der, abgesehen von einer geringen Beweglichkeit der beiden letzten Finger der linken Hand, kerngesunde Kläger muß sich entgegenhalten lassen, daß ihm bei seinem Alter anfangs der Vierziger nichts daran geIn der Grube verschüttet Zwei Tote, zwei Gerettete In den letzten Tagen ereigneten sich im heimischen Bergbau mehrere Unglücksfälle durch Hereinbrechen von Kohlen= und Gesteinsmassen. So wurde auf der Zeche„Engelsburg“ in der Nacht zum Donners, tag um 3 Uhr der Hauer Gustav Borotta durch hereinbrechende Kohlen verschüttet. Die sofort aufge, nommenen Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da immer wieder Nachfall eintrat. Der Verschüttete gab seit Donnerstag abend keine Lebens, zeichen mehr von sich. Bis gestern abend war es noch nicht möglich, die Leiche zu bergen. Der Bedauernswerte, ein wackerer Knappe, war erst seit vorigem November verheiratet. Auf der Zeche„Zollern II“ in Bövinghausen wurde der Bergmann Zeller aus Marten von Kohlen= und Steinfall aus dem Hangenden verschüttet Er wurde zwar noch lebend geborgen, erlag aber bald darauf seinen schweren Verletzungen. Glücklicher erging es den Hauern Becker und Heidbock, die Freitag früh 11.15 Uhr auf der Zeche „Mont Cenis“ in Sodingen durch Zubruchgehen eines Ortsstrebs verschüttet wurden. Die Rettungsarbeiten wurden sofort unter Leitung des Direktors Bergassessor Rotzel vorgenommen. Es gelang, sich mit den Verschütteten in Verbindung zu setzen, die getrosten Mutes waren. Ein Arzt fuhr mit ein. Im Laufe des späteren Nachmittags konnten die beiden Bergleute geborgen werden. Radfahrer schwer verletzt Von einem Personenkraftwagen angefahren Am 29. April, gegen 22.25 Uhr, wurde an der Ecke Wattenscheider Straße— Darpering ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde dem Marienhospital in Wattenscheid zugeführt. Der Personenkraftwagen wurde leicht, das Fahrrad stark beschädigt. Kinder auf stark befahrenen Straßen: Fünfjähriger Junge angefahren und verletzt Am 29. April, gegen 16.15 Uhr, wurde ein fünf Jahre altes Kind auf der Dorstener Straße in Höhe des Hauses 53 beim Ueberschreiten des Fahrdammes von einem Kraftrad angefahren. Der Junge kam zu Fall und erlitt an der rechten Kopfseite leichte Hautabschürfungen. Taschendieb erbeutet 30 Wenn man die Geldbörse in die Manteltasche steckt... Am 23. April, gegen 19 Uhr, wurde einer Frau in einem Geschäft auf der Bongardstraße aus der rechten Manteltasche eine Geldbörse mit 30 Reichsmark Inhalt entwendet. Wer hat den Vorfall beobachtet oder wer kann sonst sachdienliche Angaben zu dem Diebstahl machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 242. Bochum—Duisburg Die Vollendung der Bergisch=Märkischen RuhrgebietsEisenbahn vor 75 Jahren. Am 1. Mai 1862, morgens um 7 Uhr 80 Minuten, fuhr von Bochum und Essen herkommend, von nur etwa 30 Reisenden besetzt, der erste fahrplanmäßige Zug der Bergisch=Märkischen Bahn in den Duisburger Bahnhof ein, ohne daß die durch die Wahlen zum KonfliktsLandtag erregte Oeffentlichkeit sonderlich Notiz von diesem bedeutsamen Ereignis nahm. Auf dem Duisburger Bahnhof wehlen einige Fahnen. Sie waren die einzigen Künder eines großen verkehrsgeschichtlichen Tages für Duisburg und das westliche Ruhrgebiet. Der Verkehr auf der neuen Linie blieb in der ersten Zeit auf sechs Züge täglich in jeder Richtung beschränkt. Von Bochum fuhr der letzte Zug über Essen und Mülheim um 9 Uhr 14, von Essen um 9 Uhr 35 Minuten. Er traf um 10 Uhr 20 Minuten in Duisbura ein. be. legen sein sollte und daß es ihm auch nicht gestattet sein kann, sein ganzes ferneres Leben lang tätigkeitslos eine Rente zu verzehren. Er muß vielmehr hemühl zehren. Er muß vielmehr hemühl bleiben, sich wieder einen Verdienst zu verschaffen, so vielleicht unter Ausnutzung seiner sonstigen künstlerischen Tätigkeit in einem Musikalienverlag oder in ähnlicher Stellung. Die Frage ist am besten durch verständiges Zusammenwirken beider Parteien zu lösen; nur darf der Kläger sich hierbei nicht passiv verhalten. Erfordert der neu angenommene Beruf eine Ausbildung, so haben die Beklagten die Kosten dafür zu tragen.„Reichsgerichtsbriefe."(VI 145/36.— 12. 11. 1936.) In den Ruhestand. Im Alter von 68 Jahren nahm der Hausmeister Karl Döring Abschied von der evangelischen Volksschule an der Oskar=Hoffmann=Straße, wo er seit 28 Jahren in Treue sein Amt versehen hat. Die schwerste Zeit verlebte er während der Besatzungsjahre, wo er von den Franzosen wegen seiner geraden deutschen Gesinnung mehrere Male verhaftet und zuletzt aus der Wohnung gewiesen wurde. Die Abschiedsstunde für ihn und seine Frau verschönte die Schulgemeinschaft der Lehrer und Schüler durch Dankesworte, die Rektor Dobke sprach, Chorgesang der Kinder und ein kleines Angebinde. Lehrjahre sind keine Herrenjahre! Tichige„„Tainrie Eehigenn Unfallchronik. Der Monteur Konrad M. prallte am Donnerstaa abend auf der Herner Straße mit seinem Motorrad gegen den Radfahrer Schreiner Clemens N. Dieser wurde ziemlich erheblich. M. leicht verletzt.— Der Schlosser Bernhard., Oskar=Hoffmann=Straße. erlitt durch Unfall starke Quetschungen und mußte dem Elisabeth=Hospital zugeführt werden.— Diesem Krankenhause mußte auch der 31jährige H. Fr. aus der Vidumestraße zugeführt werden, der in.=Barop mit seinem Motorrad von einemAuto gestreift wurde und verschiedene Verletzungen davontrug.— Ins Augusta=Krankenhaus gebracht wurde der 76jährige Invalide August Gl., Cäcilienstraße, der durch einen unglücklichen Fall einen Bruch des linken Oberarmes erlitten hatte. Stadttheater: Samstag: Geschlossen. Sonntag 16.30 und 19.30 Uhr: Geschlossene Vorstellung für die HI.:„Rothschild siegt bei Waterloo.“ Parthaus: Sonntag 16 Uhr: Freikonzert. Städtische Gemäldegalerie: Sonn. und setertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13, werktags von 10 bis 16 Uhr. Berghaumuseum, Böbestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Einiritt: sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Feiertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Westsälischen Berggewerkschaftskasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 13 Uhr, mit Ausnahme der Feiertage. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad. Tonhallen=Varieté: Sonntag ab 18 Uhr: Tanz. Tonhallen=Diele und=Gaststätte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Eskapade. Capitol: ab 15.30 Uhr: Gefährliches Spiel. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Liebe im Dreivierteltakt. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Truxa. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Sein letztes Modell. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Die Julika. Odeon: ab 15.45 Uhr: Seine Tochter ist der Peter. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Seine Tochter ist Ufa=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die Kronzeugin. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Truxa. Apollo Weitmar: Das Mädchen Irene. Capitol Langendreer: Seine Tochter ist der Peter. Capitol Werne: Drei tolle Tage. Kammerlichtspiele Gerthe: Fridericus. g Langendreer: Der Herrscher. Kinderarzt Was das Arbeitsgericht sagt Am Bochumer Arbeitsgericht klagte ein weiblicher Lehrling, der in einer Feinbäckerei die Kaufmannslehre durchmachen wollte, gegen die Lehrherrin, welche das Mädchen vorzeitig aus der Lehre entlassen hatte, auf Wiederaufnahme bzw. auf Entschädigung. Der Abbruch der Lehrzeit bedeutet für den Lehrling eine starke Behinderung und Verzögerung im Fortkommen. Begründet wurde der Abbruch der Lehrzeit durch die Lehrherrin u. a. mit störrischem Benehmen, Unfreundlichkeit, Unsauberkeit und einem Fingerekzem, ferner damit, daß das Mädchen vorher in einem andern Lebensmittelbetrieb als Lehrling tätig war, dort aber sich nicht halten konnte. Hätte die zweite Lehrherrin solches gewußt, würde sie das Mädchen gar nicht erst eingestellt haben. „Das Mädchen erfocht gleichwohl einen Erfolg. Die Lehrherrin wurde zur Fortsetzung des Lehrverhaltnisses verurteilt, bzw. zu dreihundert Mark Entschädigung für den Fall der Nichtwiederaufnahme. Die Begründung der Entscheidung ist in mancher Hinsicht von grundsätzlichem Belange; denn der Richter läßt sich über die tiefere ein Gesicht zieht, so müsse der Erwachsene auch darüber schon hinwegsehen können, sonst sei er nicht geeignet, Lehrherr oder Lehrherrin zu sein. Es sei durch die Beweisaufnahme aber in keiner Hinsicht festgestellt, daß das Mädchen die beharrliche Absicht gehabt habe, den Aufgaben des Lehrverhältnisses nicht zu entsprechen. Es sei auch nicht festgestellt worden, daß die Beklagte Aus der ASDAp. schnelleres Lehrkräfte aus. Bedeutung der Lehrzeit für Lehrherrn und Lehrling wie folgt aus: Zwar hatten einige Zeugen über die angebliche Unbotmäßigkeit des Madchens Aussagen gemacht und sein Verhalten soll in keiner Weise gutgeheißen werden. Das Mädchen ist zu seiner Erziehung und Ausbildung in der Lehre und hat sich unterzuordnen auch wenn das manchmal schwerfällt. Es scheint manchmal nötig, nicht allein mit Gutmütigkeit vorzugehen. Mit Vorhaltungen allein erfülle kein Lehrherr seine Aufgabe. Es müssen die notwendigen direkten Anweisungen und Anleitungen hinzukommen. Wenn ein halberwachsener Mensch dann einmal sam, so müsse es allmählich an ein Arbeiten gewöhnt werden. Wer Leyrkräfte ausbilde, müsse sich damit abfinden, daß diese nicht dafür da sind, im Geschäft wesentlich zu helfen. Das Gericht habe den Eindruck, daß an das Mädchen Anforderungen gestellt wurden, wie an eine bereits ausgebildete Kraft. Wegen der Sauberkeit der Kittel hätte mit der Mutter des Mädchens verhandelt werden sollen, und zwar persönlich, nicht durch das Mädchen selbst. Die Verbindung mit den Eltern würde das gegenseitige Verhältnis sehr fördern. Der Umstand, daß das Mädchen früher einmal in einem andern Betriebe nach der Probezeit entlassen wurde, sei für das neue Lehrverhältnis unerheblich. Die heutigen Aufgaben des Mädchens seien zudem ganz andere als damals. Hier sei der Lehrvertrag erst nach einer bestandenen Probezeit abgeschlossen worden und sei nun bindend. Der vorübergehende, völlig unwesentliche Fingerausschlag konnte auch nicht zur Aufhebung des Lehrverhältnisses führen, da es sich nach ärztlicher Bekundung um eine ganz harmlose Erscheinung gehandelt habe. Der Beweis, daß es sich um einen immer wiederkehrenden Ausschlag handele, der das Mädchen hindere, weiter in dem Betriebe beschäftigt zu werden, sei fehlgeschlagen. Das Urteil ist für rechtskräftig erklärt worden (Nach Bekanntmachungen der Partei) Samstag, 1. Mai RSDAP. Langendreer. 10.30 Uhr: Antreten der Polltischen Leiter bei Brücher. NSDAP. Linden. 10 Uhr: Antreten der Politischen Leiter zum Festzug am Steigerturm, Lindener Straße. RSDAP. Stiepel. 11.30 Uhr: Antreten der Politischen Führerrede.— Jungvolk, HJ., Jungmädel und BDM. il“ Leiter zum Gemeinschaftsempfang des Staatsaktes iit ten zum Gemeinschaftsempfang des Staatsaktes um.15 Uhr bei Rumberg, Kemnader Straße, an. „Kraft durch Freude“ Am Himmelfahrtstag mit KdF. chste Fahrt der RSG. Kraft ins.. Blaue. Die freude“, findet am nächt„Faue; der RSG.„neust Zurch Pernvr 406z Himmelfahrtstag, 6. Mai, statt. Auskunft Vorverkaufssteue Kortumstraße 62 und Ortsgruppe Bochum=Altstadt, wo aud Anmeldungen entgegengenommen werden. KdF.=Photo=Kursus. Die nächste Uebungsstunde am Sonntag, 2. Mai, für Kursus B um 9 Uhr, für%% sus A um 10 Uhr beginnend, im Stadtpark statt. letzten Unterrichtsabende sind für Kursus B am Freitab7. Mai, und Dienstag, 11. Mai. Urlaub am Rhein— Mit KdF. nach St. Goarshausen. Die Abteilung Reisen, Wandern und Urlaub der DuyNS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, Westfalen=Suo, führt vom 8. bis 18. Mai eine Urlauberfahrt nach Si;, Goarshausen durch. Anmeldungen umgehend bei den de ständigen RdF.=Kreisdienststellen. (Weitere Lokalnachrichten Seite 5, 6. 7 und 14.) Seite 5 Nr. 101 O 9 In allen Ortsgrg# abend des 1. Mai pflanzen, das unter d des Lebens.“ Tschingbumtara Altstadt die Musik. V getreten war, mars und BDM. sowie Abo Berufstrachten unter Ortsgrupve„utztagt, scht warte FB,a. Mäd gewunden, deren bun Köpfen flatterten. Da eröffnete das Mai=Ei schmückten Balkon des jungen ihre Fanfaren als letzter Apriltag di ich hatte. Nach Musik Ortsgrupbenlegzer gon sei das neue Deutschl und Freude, die aus eines jeden Volksgene sollen und dürfen un Reich und Volk leben worden ist und dessen und Ehre und dami Anschstengen er aler Feipntann## gruppene.„ ber lichem Sinne zu der gend. Das D issen den er 16„liebliche Mail kaibaum. Ihre wei rünen und gelben inte, lebensfrohe ungvolkjungen die Vorm Stra WRlemelhan enbahnbetriebs mann=Straß Straßen### kar=Hoffmannee abend ebenfalls gre Gug is.###langen, Bild ist erstanden, berschwuphen zu an im erstenmal gemacht. hat. Oest zum erstenmat hoff langer, kühler Reg schauer so recht z licher Gebärde au stolzen Schmuck un aufgerichtet wurde. Felsenburg der D abendliche Feierstur der Musikzug der 6 der Straßenbahner gruppe, Hitler=Jug Lied und Wort, in Dank und Stolz ar rer im deutschen# Maibar Recht feierlich in.=Hamme. Ir einer Musikkapelle gung der verschiede der Bürgerschaft wo die Freiwillige get Bochunte=Trden Bochumer Anzeiger# Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 „Fer. Nach ees Trbrur! Nai=Einsingen und Maibaumpflanzen in allen Stadtteilen im heimischen Hereinbrechen vurde auf der zum Donnershotta durch sofort aufgesich äußerst eintrat. Der keine Lebensd war es noch Der Bedaust seit vorigem övinghau8 Marten von den verschüttet. erlag aber tzungen. Becker und r auf der Zeche suchgehen eines ettungsarbeiten rs Bergassessor mit den Vergetrosten MuIm Laufe des Bergleute geNach verschiedenen Liedern der Ortsgruppen der Stadt erfolgte am VorMai das Mai=Einsingen und Maibaumunter dem Leitwort stand:„Freut euch 19 Uhr in der pflanzung hinwies. Anschließend führte der B2M. einen schonen Reigen auf. Die weitere Feier bestand aus gemeinsamen Gesängen und Deklamationen; sie klang aus mit einem Treugelöbnis zum Führer. Der Maibaum in Grumme=Vöde Der Maibaum in Grumme=Böde Maienglück und Maienzauber beherrschten heute den Stadtteil Grumme=Vöde. Schon lange vor Beginn hatten sich eine Menge Volksgenossen auf dem großen Platz am Volkssportplatz an der Castroper Straße eingefundie Schulkinder mit ihren Lehrern, die Werkscharen, die vielen anderen Verbände des Stadtteils. Pünktlich 19.30 Uhr rückte die Kapelle der Eisen= und Hüttenwerke an. Flotte Märsche leiteten die Feierstunde ein. Nach Tschinobugigfik: Von der Trankgasse, wo der Zug Autsige: war, marschierten die Werkschar, Jungvolt un5 B2 M. sowie Abordnungen des Verufstracht=Alistadt, Pg. Schnitzler, und des Ob# der DAF.=Ortsgruppe Altstadt, Pg. Behrend, Rathausplatz, wo die Volksgenossen in großer An# warteten. Da der Maibaum schon stand, wurden e BDM.=Mädeln mitgeführte wcaitranze hochgewunden, deren bunte Stoffstreifen lustig über allex Häpfen flatterten. Das Lied„Der Mai ist gekommen ##e###te das M=Einsingen. Von dem mit Grün geschmückten Balkon des Rathauses schmetterten Jungvoltungen ihre Fanfarenmärsche in den hellen Abend, der Apriltag doch schon etwas„Maienhaftes“ an “ Nach Musikstucken der Postkapelle sprach dann ortsgruppenleiter Bo, Frog alge, amumertal sprächen. lebensbejahung Arbeit anderen eies ederhürfen zung wieder freuen, weil wir in einem sben un, Baiz“—§ 2 sich seiner wiseder bewußt gez Reich unz, volk teben, ogs ur., zhrm das0 be dalrit auf Lebensfreude piedergeheg zu den Volksgenossen und vor allem zu er Bugend. Das Deutschland= und das Horst=Wesse Aed schlossen den ersten Teil der Feier. 16„liebliche Maiden" tanzten dann Reigen um den Raibaum. Ihre weißen Kleider mit den roten, blauen, grünen und gelben Miedern fügten sich prächtig in das hunte, lebensfrohe Bild ein. Zwischendurch sangen die Lungvolkjungen die Lieder der Jugend. Vorm Straßenbahnbetriebsbahnhof Am Wiemelhauser Tor", das man sich jetzt am Straßenbahnbetriebsbahnhof im Schnittpunkt der Oslar=Hoffmann=Straße vorstellen kann, war am Freitag große Maienfreude.„Welch liebliches Bild ist erstanden, seit die Abbruchnieverlage von dort verschwunden itt und sehr viel schöneren Dingen Platz gemacht hat. Besonders an einem Frühlingsabend, der zum erstenmal hoffnungsfroh aufatmen ließ nach so langer, kühler Regenzeit, kommt die Wandlung dem Beschauer so recht zum Bewußtsein, als jetzt mit feierGebärde auch hier der Maibaum mit seinem Schmuck und den wehenden bunten Bändern Felsenburg der Deutschen Arbeitsfront, der Musikzug der Straßenbahner, ein, Wsaggentrug Lied und Wort, in Sang und Tanz Dank und Stolz aus über die Wandlung, die der Führer im deutschen Volke herbeigeführt hat. Maibaumpflanzung in Hamme Recht feierlich gestaltete sich die Maibaumpflanzung in.=Hamme. In festlichem Marsch unter Vorantritt einer Musikkapelle bewegte sich der Zug unter Beteiligung der verschiedenen Organisatigner, der. Parzeiraind der Bürgerschaft zum Platz an der Wanner„Straße, wo die Freiwillige Feuerwehr den schön ausgestatteren Die Abfahrt des Hammer Maibaumes von Zeche „Carolinenglück“. lachdem die Teilnebmer unter Vorantritt der Werksruppenleiter der NSDAP., Pg. Möller wies iner Ansprache auf den Siund Vollstänge um7 2 gefahren ede an der Ecke Radfahrer von d erlitt schwere spital in Wattwagen wurde Brauchtums hin. Maiensingen rahmten die schöne Feierstunde. Stadtteil Werne nahm die Feier ebenfalls einen schönen Verlauf. derte von Volksgenossen hatten sich auf dem eingefunden, wo in feierlicher Weise der Maibaum gepflanzt wurde. Nach der Begrüßung der großen Festgemeinde sprach Ortsgruppenleiter Pg. Müller. Er gedachte des Mannes, der durch seine Arbeit uns vie Möglichkeit gab, als Deutsche in diesem Teutschland unserer Väter zu leben, in Frieden zu arbeiten und uns unserer Ahnen würdig zu zeigen. Lieddarbietungen des Männergesangvereins„Concordia“, Sorechchöre der 53. und Volkstänze des BDM. gaben gpriFtung stunde das besondere Geprage. Nach der des Maibaumes versammelten sich die zahlreichen Volksgenossen im großen Festzelt zu froher schaft. Die Standartenkapelle der Standarte 17 wartete mit flotten Marschweisen auf und von jung und alt wurde bis in die späten Abendstunden hinein von der sich bietenden Tanzgelegenheit reichlich Gebrauch gemacht. Der Vorabend des 1. Mai in Linden und Dahlhausen *! Wie in all den vergangenen Jahren, so gestaltete sich auch in diesem Jahre der Vorabend des 1. Mgi in Linden und Dahlhausen zu einem würdigen Austall zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes. Die Straßen wie die Häuser prangten im reichen Schmucke = grüner Zweige und wehender Fahnen. Eine große enge umsäumte am späten Nachmittag die den MarktStraßen: d verletzt vurde ein fünf ße in Höhe des hrdammes von e kam zu Fall leichte Hautabltasche steckt... einer Frau in ius der rechten hsmark Inhalt ichtet oder wer dem Diebstahl traulich behanei in Bochum, ner 242. Aufnahmen: BA.-Muthherr Maibaum auf dem Rathausplatz getragen vom Sitten und Bräuchen unserer Ahnen. So war denn unter Leitung auch die Anteilnahme an dem Pflanzen des MaibauOrts-Imes sehr gut. Der Feier voraus ging ein Umzug durch einer kurzen, die benachbarten Ortsteile. Der geschmückte Maienbaum tschließend san= swurde feierlich eingeholt und dann auf dem Platz an ude, vom Mai der Steinkuhler und Kriegerdankstraße aufgerichtet. ein Tanz der Nachdem Pg. Strathmann Sinn und Bedeutung es wieder ein der Feiex im heutigen Staate gewürdigt hatte, entGesangvereins. wickelte sich ein frohes Treiben der Jugend, die bei [Tanz und Gesang den Einzug des Mai feierte. In Querenburg er Einwohner, Auf dem froien in Ziesem Jahre seinen Platz geRuhrgebietsr 80 Minuten, von nur etwa täßige Zug der urger Bahnhof zum KonfliktsNotiz von dieem Duisburger en die einzigen hen Tages für Der Verkehr Zeit auf sechs t. Von Bochum Mülheim um nuten. Er traf schmückte Maibaum Jahren nahm von der evanfmann=Straße, it versehen hat. der Besatzungs. seiner geraden ftet und zuletzt Abschiedsstunde hulgemeinschaft orte, die Rektor und ein kleines ad M. prallte Straße mit seireiner Clemens eicht verletzt.— ffmann=Straße. und mußte dem Diesem Krancus der Vidumemit seinem Moverschiedene Verrankenhaus gegust Gl., Cäcisen Fall einen gen Mazedonien treten der Polider Politischen dener Straße. i der Volitischen und BDM. u. Staatsaktes„i tsaktes um .. Blaue. Die eude“, findet am Vorverkaufsstelle Altstadt, wo auch ##sstunde finde 9 Uhr, für Kur part statt. Die B am Freitag, #. GeorePguig. Westfalen=Süd, fahrt nach St.= end bei den zu Seite 6 Nr. 101„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 1. 2. Mas 1937 95 175 be platz in Linden berührenden Straßen, um hier den Zug, der aus dem benachbarten Weitmarer Holz auf einem mit Bändern reichgeschmückten Wagen den Maiarten. Von 9 baum heranholen sollte, zu erwarten. Von Lomberg auf der Hattinger Straße aus setzte sich der Zug zum Marktplatz in Linden in Bewegung. Die fast 13 Meter hohe Birke wurde in feierlicher Weise von der HJ. und dem BDM. eingeholt, um nach der Ankunft in Linden auf dem Marktplatz eingepflanzt zu werden. Mit einem Fanfarenmarsch und einem Musikstück wurde die Feier eingeleitet. Dann sang die Gesangabteilung von der Zeche„Friedlicher Nachbar“ unter der Leitung Bart= lings stimmungsvolle Frühlings= und Mailieder. Nach diesen Darbietungen sprach der Ortswalter der DAF., Pg. Hugo Altmicks, zu der Jugend. Mit schönen Volkstänzen und Volksliedern schloß der Abend. In Dahlhausen wurde die Feier auf dem Marktplatz an der Eiberger Straße begangen. Anstatt des Maibaumes hatte man hier einen mit Bändern und den Symbolen der Arbeit und des Handwerks geschmückten Mast errichtet. Volkstänze und Lieder getanzt und gesungen vom BDM. und von der HI., verschönten die Feier. wahre Gesicht der Freimaurerei“ „Hygienisches Institut des Ruhrgebiets zu Gelsenkirchen“ Auf Antrag des Direktors des Instituts für Hygiene und Bakteriologie zu Gelsenkirchen, Professor Dr. Gundel, hat die Regierung und der Vorstand des Vereins zur Bekämpfung der Volkskrankheiten im Ruhrkohlengebiet genehmigt, daß die Bezeichnung des Instituts mit sofortiger Wirkung geändert wird in:„Hygienisches Institut des Ruhrgebiets zu Gelsenkirchen". Durch diese Umbenennung ist das besondere Aufgabengebiet des Instituts glücklicher als bisher gekennzeichnet. Im Der Führer braucht jede deutsche Frau zur Mitarbeit, also komm ins Deutsche Frauenwerk! Steuerfälligkeit im Mai Aus Westfalen und Rheinland 20000 Am. Beldhnulg Raubüberfall auf Bankboten in Hamm Ein großer Erfolg Oeffentliche Kundgebung der NSDAP.=Ortsgruppe Bochum=Ehrenfeld Die NSDAP.=Ortsgruppe Bochum=Ehrenfeld erwarb sich ein besonderes Verdienst damit, daß sie am Donnerstag abend im Ernst=Moritz=Arndt=Haus im Rahmen einer öffentlichen Großkundgebung die hochpolitische Weltfrage der Freimaurerei zur Behandlung stellte. Als Redner war Schulrat Brockmann verpflichtet worden, dem der Ruf vorausgeht, ein genauer Kenner der Freimaurerei aller Grade zu sein. Mehr als zwanzig Jahre hat Schulrat Brockmann auf das Studium dieser Frage verwandt. Zum Teil stützten sich seine Ausführungen auf das Material, das das FreimaurerForschungsinstitut in Berlin in Verbindung mit der deutschen Geheimen Staatsvolizei herausgegeben hat. Der Abend wollte nur ein kleiner Einblick in die Welt des Freimaurertums sein. Aber was gesagt und an hieb= und stichfesten Beispielen erläutert wurde, genügte vollkommen, um auch dem größten Laien ein klar umrissenes Bild von den unheimlichen Machenschaften dieser weitverzweigten und in fast allen Staaten der Erde vertretenen Geheimorganisation zu geben. Die große Hörerschaft lernte aber auch schätzen und würdigen, was die Tat des Führers bedeutete, als er die Auflösung der Freimaurerei in Deutschland verfügte. Denn die Freimaurerei ist immer und zu jeder Zeit ihres Bestehens ein hochvolitischer Geheimbund gewesen, dessen Ritus nachweislich der jüdischen Mystik entnommen ist. Deshalb kann es auch nicht weiter verwundern, daß zwischen der Freimaurerei und dem Judentum die engste Zusammenarbeit besteht. Beide sind international und arbeiten international, und beider Bestreben ist es, völkisch und rassisch bedingtes Volkstum, wo immer es sich zeigt, gewaltsam zu untergraben. Der in jeder Hinsicht interessante Vortrag wurde mit großem Verständnis und Beifall entgegengenommen. 30. April. Am Freitag morgen kurz nach 9 Uhr wurde in Hamm durch drei mit Pistolen bewaffnete Männer auf zwei Boten der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft ein Raubüberfall ausgeführt. Den Räubern fielen 8000 Reichsmark in die Hände, davon 7000 Reichsmark in Fünfmarkstücken, die sich in plombierten Geldbeuteln der Reichsbank befanden, 700 Reichsmark in Einmarkstücken und 300 Reichsmark in Fünfzigpfennigstücken. Die Täter flüchteten in einem bereitstehenden Kraftwagen. Hier handelt es sich um eine fast neue, schwarze und geschlossene Mercedes=Limousine mit dem polizeilichen Erkennungszeichen IY 145 224 oder 227. Da derartige Ueberfälle in der letzten Zeit in West= und Mitteldeutschland mehrfach vorgekommen sind. ist auf die Ergreifung der Täter bzw. für die Aufklärung der Verbrechen eine Gesamtbelohnung von 20000 Reichsmark ausgesetzt worden Neuer Kreisleiter der RSDAp. in Essen Essen, 30. April. Für den als Oberbürgermeister nach Duisburg gehenden Kreisleiter Freytag wurde der Kreisleiter des Kreises Dinslaken, Peter Hütgens, zum Kreisleiter der NSDAP., Kreis Essen, vom Gauleiter Terboven ernannt. In einer außerordentlichen Kreistagung der NSDAP. im Städtischen Saalbau in Essen erfolgte am Freitag abend die Einführung des neuen Kreisleiters und die Verabschiedung des scheidenden. Amtseinführung des neuen Duisburger Oberbürgermeisters Duisburg, 80. April. In überaus feierlicher Ratsherrensitzung wurde am Freitag vormittag der neue Overbürgermeister der Stadt Duisburg, Freytag, durch den Gauleiter und Oberpräsidenten Terboven in sein Amt eingeführt. Im festlich geschmückten Sitzungssaal des Duisburger Rathauses hatten sich mit den Stadträten und Ratsherren auch die führenden Personlichkeiten der Partei und ihrer Gliederungen, der Behörden und der Duisburger Industrie eingefunden. Gauleiter Oberpräsident Terboven wies in seiner Ansprache auf die außerordentlich einschneidende Bedeutung hin, die ein Oberbürgermeisterwechsel für eine Stadt und ihre Bevölkerung und namentlich für eine große Industriestadt wie Duisburg habe, um so mehr, wenn man wisse, was eine Stadt an ihrem bisherigen Oberbürgermeister verliere. Er würdigte das erfolgreiche Wirken des scheidenden Oberbürgermeisters Dillgardt. Der neue Oberbürgermeister Freytag werde es als Nachfolger eines Mannes wie Dillgardt sicherlich nicht leicht haben, aber er glaube, daß Pg. Freytag den großen Aufgaben, die ihm in Duisburg gestellt seien, gerecht werde. In seiner Abschiedsrede gab Oberbürgermeister Dillgardt einen Rückblick auf die Zeit seiner Duisburger Tätigkeit und einen Ueberblick auf die Aufgaben, die in Duisburg zu lösen waren und noch zu lösen sind. Schülerin Adele Uhlenbeck aus Lengerich angeklagten Emil Prigge aus Lengerich=Hohne fällte das Schwurgericht am Donnerstag mittag folgendes Urteil: „Der Angeklagte wird wegen Mordes mit dem Tode und wegen des Sittlichkeitsverbrechens mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf Lebensdauer aberkannt.“(Vergleiche den Bericht in der gestrigen Nummer.) Eröffnung der Gruga am 1. Mai Vorbereitung auf die Reichs=Gewerbeschau 1938. Essen, 30. April. In der 50 Morgen umfassenden Gruga und dem anschließenden 45 Morgen großen Botanischen Garten besitzt Essen eine Anlage, die in Westdeutschland ihresgleichen sucht. Am 1. Mai werden sie wieder der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist fleißig gearbeitet worden, um alles schön zu gestalten. Umfangreiche Vorarbeiten werden schon jetzt getroffen für die 1938 in Essen stattfindende Reichs=Gewerbeschau, in die Gruga und Botanischer Garten und noch 75 Morgen angrenzendes Gelände einbezogen werden sollen. Das wellige, terrassenförmig aufgebaute Gelände der Gruga und der Botanische Garten bieten schon jetzt eine wahre Augenweide. Staudengärten, Beete mit allerlei Frühlingsblühern, Steingärten mit vielfarbigen Polsterblumen, roter Erika und goldigem Ginster, Narzissenwiesen und zahlreiche Tulvenbeete, die in allen Farben der Palette prangen, fesseln das Auge. dem die wohlgepflegten, mit blühenden Sträuchern umsäumten grünen Rasenflächen wohltun. Die Kleingartenabteilung hat ein vollkommen neues Gepräge erhalten: hier wird schon Vorarbeit für das nächste Jahr geleistet. Im Laufe des Sommers werden die verschiedensten Blumenschauen veranstaltet. Das Schalwildaehege soll verlegt und dreifach vergrößert werden, was schon längst zu wünschen war. Ein besonderer Reiz für den Naturfreund ist das Gruga und Botanischen Garten verbindende Wäldchen. Kleine provinz=Nachrichten der„Kleinen Hoskonzerts“ im Stadttheater Bochum Unter Spielleitung von Viktor Ahlers erlebse Freitag abend im Bochumer Stadttheater, das entzückende, in Spitzweg=Idyllen spielende musikalische Lust. spiel„Daskleine Hofkonzert“ von Paul Verhoeven und Toni Impekoven eine mit viel Freude und Begeisterung ausgenommene Aufführung, an der fast das gesamte Ensemble des Bochumer Schauspiels beteiligt war.— Die ausführliche Besprechung des liebenswürdigen Stückes und seiner Bochumer Wiedergabe erfolgt in der nächsten Ausgabe des„B..“. Walter Bacmeister 60 Jahre alt. Am 80. April vollendete Walter Bacmeister, Inhaber von Walter Bacmeisters Nationalverlag und Herausgeber der wirtschafts= und kulturgeschichtlichen Korrespondenz„Rheinisch=Westfälisches Archiv", sein 60. Lebensjahr. Vom Journalismus herkommend, hat er sich schon in jungen Jahren tatkräftig für die nationalen Belange eingesetzt, und nach dem Zusammenbruch nahm er ohne Zögern den schärfsten Kampf gegen das Weimarer System auf. Seit 1935 widmet sich Bacmeister der Herausgabe von Literatur, die für Westdeutschland besondere Bedeutung hat, und verfaßt auch selbst Schriften zur rheinischwestfälischen Wirtschaftsgeschichte, von denen seine Kirdorf=Monographie besonders bekannt geworden ist. daß sie sich mit außeramerikanischen Staaten zu einer gemeinsamen Kriegführung verbünden sollten. In diesen Sonderbestimmungen, die sich auf den amerikanischen Kontinent beziehen, kann man— in Verbindung mit der auf dem panamerikanischen Kongreß in Buenos Aires beschlossenen gemeinsamen Beratung aller panamerikanischen Staaten, falls einem von ihnen kriegerische Verwicklungen drohen sollten— die neue Form der Monroe=Doktrin erblicken, die stillschweigend in eine panamerikanische Doktrin umgewandelt worden ist. Eine weitere bemerkenswerte Neuerung ist die Bestimmung, daß künftig Gelder für medizinische Hilfe. leistung oder für Kleidungs= und Nahrungsmittel, die den Angehörigen kriegführender oder im Bürgerkrieg befindlicher Länder zur Verfügung gestellt werden sollen, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Präsidenten gesammelt werden dürfen. Der Präsident wird hierzu Ausführungsbestimmungen erlassen, daß gesammelte Gelder nur für humanitäre Zwecke verwendet und keinesfalls an politische Organisationen oder an Regierungen oder an irgendwelche Stellen, die sich als„Regierung" bezeichnen, gesandt werden. Diese Bestimmung dürfte künftig weitere Sammlungen für die spanischen Bolschewisten, wie sie zur Zeit in den Vereinigten Staaten ständig unternommen werden, unmöglich machen. Der Leitgedanke des ganzen Neutralitätsgesetzes ist der völliger Unparteilichkeit. Student durch Hammerwurf tödlich getroffen Zum komm. Landesbauernführer Westfalens ernannt. Wie amtlich mitgeteilt wird, ist für den aus den Diensten des Reichsnährstandes ausgeschiedenen Landesbauernführer Habbes der Landesbauernführer der Rheinprovinz Kuno Eltz=Rübenach kommissarisch mit der Führung der Landesbauernschaft Westfalen beauftragt. Vom Postjungboten zum Hostsupernumerar Auszeichnung für einen Sieger im Reichsberufswettkampf Berlin, 30. April. Im Reichsberufswettkampf sind nicht weniger als vier Angehörige der Deutschen Reichspost als Reichssieger erklärt worden. Von diesen befindet sich der Postjungbote Gebel aus Frankfurt an der Oder unter den 50 Besten, die am 1. Mai dem Führer vorgestellt werden. Reichspostminister Dr.=Ing. Ohnesorge hat Gebel aus diesem Anlaß in den gehobenen mittleren Beamtendienst als Postsupernumerar übergeführt. Moskau predigt Gewalt Gegensatz zu vielen anderen Instituten von rein örtlicher Bedeutung hat das Gelsenkirchener Institut regionale Aufgaben zu erfüllen, die der Seuchenerkennung, der Seuchenbekämpfung und der allgemeinen Hygiene dienen, und die nicht auf die Stadt Gelsenkirchen beschränkt, sondern auf das gesamte Ruhrgebiet, Sauerland und Siegener Land abgestellt sind und große Teile der Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und den Regierungsbezirk Arnsberg umfassen. Münster, 30. April. Auf dem Universitätssportplatze waren SA.=Kameraden dabeiz den Lauf mit der Gasmaske für das SA.=Sportabzeichen zu erledigen. Plötzlich flog von einem nebenan liegenden Teile des Sportplatzes, wo Hammerwerfen geübt wurde, ein „Hammer“ mitten in die laufende Kolonne. Einer der SA.=Männer wurde von dem Wurfgeschoß gestreift, ein anderer, der SA.=Scharführer cand. rer. nat. Harald Krauß aus Heidelberg, Fachgruppenleiter Naturwissenschaft in der Studentenführung Münster, erhielt durch den Hammerwurf einen so schweren Schlag gegen die Brust, daß er bewußtlos zusammenbrach. Auf dem Wege zur Chirurgischen Klinik starb er bereits. Regierungspräsident Vogelsang(Aachen) bestätigt. Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Preußischen Ministerpräsidenten entsprechend der Anregung des Reichs= und Preußischen Ministers des Innern Dr. Frick den bisher stellvertretenden Regierungspräsidenten Vogelsang in Aachen endgültig zum Regierungspräsidenten ernannt. Schwerverbrechers Ende Für den Heimbau der HJ. Nachdem vor einigen Wochen ein Industrieller Duisburgs einen großen Betrag für den Heimbau der Hitler=Jugend zur Verfügung stellte, hat nunmehr Herr Hugo Stinnes (Mülheim=Ruhr), der Stadtverwaltung eine Spende von 40 000 RM. für die Bauvorhaben der Gebietsführung übermittelt: Im Namen der HJ. sprach Gebietsführer Deinert den Dank für diese großzügige Unterstützung aus. Die Stadtkasse Bochum macht darauf aufmerksam, daß bis zum 4. Mai 1937 das Schulgeld für die Staatl. höheren Lehranstalten und die Unterhaltsbeiträge für Mai 1937, bis zum 10. Mai die Getränkesteuer für April, bis zum 15. Mai mit besonderem Steuerbescheid angeforderte Bürgersteuer für April Juni1937, die Biersteuer und die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für April, die Abgaben vom Grundbesitz (Staatl. Steuer vom Grundvermögen, Hauszins= und Gemeindegrundsteuer nebst Gebühren und Beiträgen), die Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen und die städt. Schulgelder für Mai, die Gebühren für die im Monat April 1937 ausgeführten Krankenwagen= fahrten. die Gewerbesteuer vom Ertrage und die Hundesteuer für April Juni 1937, die Beiträge zur Westf. landw. Berufsgenossenschaft und die Viehseuchenabgaben an die Stadtkasse, Rathaus, Eingang B, während der Kassenstunden von 8 bis 13 Uhr zu zahlen sind. In den eingemeindeten Stadtteilen kann Zahlung an die örtliche Zahlstelle und an den bekanntgegebenen Kassentagen erfolgen. Bis zum 15. Mai 1937 sind auch die Kirchensteuern in den Stadtteilen GertheHarpen und Linden=Dahlhausen für April Juni 1937 zu entrichten. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die im Mai 1937 fällig werdende Bürgersteuer bei den Lohnzahlungen vom 10. Mai 1937 an vom Arbeitslohn einzubehalten und an die obenbezeichnete Kasse unter Angabe der Hebebuchnummer abzuführen. Die Ueberweisung auf ein Bank= oder Postscheckkonto der Stadtkasse wird empfohlen. Die Stadtkasse hat Konten bei allen Bochumer Banken und Postscheckkonto Dortmund 19637. Coesfeld, 30. April. Aus dem Dorstener Gerichtsgefängnis brachen vor einigen Tagen zwei Schwerverbrecher aus, nachdem sie vorher ihren Gefängnisaufseher niedergeschlagen und ihn seiner Pistole beraubt hatten. In Stevede im Kreise Coesfeld wurde von einem Gendarmeriebeamten jetzt einer der Entsprungenen, ein gewisser Koch, hinter einer Wallhecke liegend aufgefunden. In dem Augenblick, als der Beamte ihn festnehmen wollte, richtete Koch die Pistole gegen sich selbst und schoß sich eine Kugel in den Kopf. Der Schwerverletzte wurde in das Coesfelder Krankenhaus gebracht, das er wohl kaum als Lebender wieder verlassen wird. Große Kolonialtagung in Düsseldorf. Der Gauverband Düsseldorf des Reichskolonialbundes rüstet zu einer großen Kolonialkundgebung, zu der auch der Bundesführer Reichsstatthalter General Ritter von Epp sowohl als Hauptredner am 14. Mai in der Maschinenhalle wie auch beim Kolonialfest am 15. Mai im Zoo anwesend sein wird. Eine große Kolonialschau bereichert die Tagung. Kindesmörder zum Tode verurteilt Münster, 30. April. Nach zweitägiger Verhandlung gegen den wegen Mordes an der 13½jährigen Spielende Kinder zu Tode gekommen. Zwcimal griff am Mittwoch der Tod mit rauher Hand in das kindliche Sviel. Auf einem Bauplatz in Hamborn turnten einige Kinder auf einem Bretterstavel herum. Eines der Bretter schlug plötzlich um und traf das siebenjährige Söhnchen der Eheleute Steuer so unglücklich am Kopf, daß der Tod durch Genickbruch eintrat. Im Duisburger Süden wurde der sechsjährige Junge der Eheleute Keienburg vermißt. Nach stundenlangem Suchen fand man den Knaben schließlich tot in einem Wasserloch auf dem elterlichen Grundstück vor. Höchstwahrscheinlich war es beim Sviel in das Loch gefallen und ertrunken. Der Moskauer„Mai=Aufruf“.— Freche Forderung zur Einmischung in Spanien Moskau, 30. April. Die Sowjetpresse veröffentlicht heute wie alljährlich einen Aufruf des Moskauer Vollzugsausschusses der Komintern zum 1. Mai. Einen breiten Raum nimm in der diesjährigen Kundgebung der Komintern ein Appell zur Unterstützung der Bolschewisten in Valencia ein. So heißt es u..: Der endgültige Sieg über den Faschismus ist in Spanien noch nicht errungen. Neue Millionen Menschen aller Länder müssen ihre Reihen noch fester um die spanische Republik schließen, um deren Sieg zu beschleunigen.“(!) Nach dieser aufschlußreichen Kennzeichnung des Standpunktes der Moskauer Komintern zur„Nichteinmischung“ wird an die„Proletarier aller Länder“ die Aufforderung gerichtet, sich am 1. Mai überall zu Riesendemonstrationen für die„Unterstützung der spanischen Kommunisten zusammenzuschließen".„Stürzt Eure Parlamente und Eure Regierungen“, so empfiehlt der Aufruf. Ferner werden die Marxisten aller Schattierungen zur Bildung von Einheitsparteien und Volksfronten aufgefordert,„um dem verfluchten Faschismus ein Ende zu bereiten“, wobei mit Genugtuung auf das französische Beispiel verwiesen wird. Auch die Kolonialvölker sind nicht vergessen. Ihnen wird empfohlen, sich ihrer„imperialistischen Eroberer“ zu entledigen. Kurz=Nachrichten Englands neuer Botschafter in Berlin eingetroffen. Sir Neville Henderson, der neue britische Botschafter in Berlin, traf am Freitag früh auf dem Bahnhof Friedrichstraße ein. Dus neue unerikunische Reutralktalsgeseh vom Parlament angenommen— Die neue Monroe=Doktrin: Außeramerikanische Kriege berühren die Vereinigten Staaten nicht Die Reichskennziffer für die Lebenshaltungskosten im April. Für den Monat April 1937 beträgt die Reichskennziffer für die Lebenshaltungskosten 125.1(1913/14 = 100), sie hat gegenüber dem Vormonat(125.0) um 0,1 Prozent angezogen. Washington, 30. April. Das neue Neutralitätsgesetz, mit dessen Formulierung sich die amerikanische Oeffentlichkeit in der letzten Zeit lebhaft beschäftigt hat, ist am Donnerstag in beiden Häusern des Kongresses angenommen worden, und zwar im Repräsentantenhaus durch mündliche Abstimmung und im Bundessenat durch namentliche Abstimmung, wobei sich 41 Senatoren für und 15 gegen das Gesetz erklärten. Die Ausfertigung des neuen Neutralitätsgesetzes wurde dann durch ein Flugzeug dem auf seiner Urlaubsreise befindlichen und inzwischen in New Orleans eingetroffenen Präsidenten Roosevelt zur Unterzeichnung übermittelt. Nach den Bestimmungen des neuen Neutralitätsgesetzes hat der Präsident zu entscheiden, ob bei einem Krieg zwischen fremden Nationen Waren aus den Vereinigten Staaten ausgeführt werden dürfen, wenn sie nicht vorher von dem ausländischen Käufer bar bezahlt worden sind. Der Präsident kann allerdings bezüglich des Handels mit Kanada Ausnahme anordnen. Der Sinn dieser Ausnahme ist die Fortsetzung des Handelsverkehrs auf dem amerikanischen Kontinent auch in dem Falle, daß das britische Weltreich in einen Krieg verwickelt sein sollte. Die mittel= und südamerikanischen Staaten sind schon jetzt ganz allgemein von den Bestimmungen des Neutralitätsgesetzes befreit, es sei denn, Gedenkstunde für die Opfer des Münchener Geiselmordes. Zur Erinnerung an die Opfer des Geiselmordes, die am 30. April 1919 im Hofe des Luitvold=Gym: nasiums in München von den Spartakisten hingeschlachtet wurden, fand am Freitag eine Gedenkstunde statt. zu der sich die Gauleitung des Traditionsgaues, der Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung und die Thule=Bewegung, der ein Teil der Ermordeten als Mitglieder angehörte, vereinigten. Italiens Außenminister in Albanien. Der italienische Außenminister Graf Ciano, der zur Zeit der albanischen Regierung einen Besuch abstattet, wurde vom König Zoau in Audienz empfangen. Die Unterredung des Königs mit dem italienischen Staatsmann währte mehr als zwei Stunden. Der italienische Außenminister flog dann in das albanische Erdölgebiet. wo er sich von der fruchtbaren albanisch=italienischen Zusammenarbeit durch Augenschein überzeugen konnte. Fesageee ern SEDPMMPTTEMDIUNNZ Wee en eeen aee Seite 7 Nr. 1017 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 Der SIorSrlumgt der=eind Weißen=Ernerrten Das Bochumer Maiabendfest 1937 ein neuer Höhepunkt in der Geschichte des uralten Bochumer Brauchs Stampft tausend Schlote mehr aus Bochums Erde, Bohrt tausend Löcher mehr in ihren Bauch, So bleibt sie doch die alte rote Erde Und mit ihr auch des Maienfestes Brauch. Mit der Gewißheit, daß diese Feststellung für alle Zeiten Gültigkeit behalten wird, seien die Holzgewehre in die Ecke gestellt, die weißen Schützenhosen säuberlich auf den Bügel gehängt und die blauweißen, Fahnen eingerollt bis zum großen Jubiläum des Maiabendfestes im nächsten Jahre, dem 550. Ausmarsch nach Harpen. Es hat wieder mal geklappt, und nun, da im Schützenhof die ersten Paare sich im Tanze drehen, mag Rückschau gehalten werden auf den ereignisreichen Tag des 549. Bochumer Maiabendfestes, das„Eingeborenen“ und den vielen Fremden, die sich das Schaupiel des Ausmarsches nach Harpen nicht entgehen lassen wollten, wieder ein Zeugnis der unversieglichen Kraft des uralten vaterstädtischen Brauches war. 1. Wer mit Lesages hinkendem Teufel am Freitag früh zu nachtschlafener Zeit(6 Uhr) über die Dächer unserer Stadt geritten wäre, hätte durch manchen Schornstein einen gewaltigen Zweikampf beobachten können: Auf : 244-41 2 K. a marschiert ist, haben sich auch die sieben Teufel des Durstes mit Macht wieder eingestellt. Warum sollte man sie nicht vertreiben, wenn zu beiden Seiten der Straße Bochumer Gasthäuser zu fröhlichem Verweilen einladen!... f..26t#4# Cchan bchurk.# Der erste Aufenthalt ergibt sich schon dadurch, daß nach alter Tradition Fahnen und Birkemeier in der Wirtschaft Wiesmann untergestellt werden. So geschah es auch diesmal. Die strenge Zugordnung wurde gleichzeitig durchbrochen, und die einzelnen Züge setzten den Marsch nach Harpen getrennt fort, um sich am Abzweig Harpen wieder zu vereinigen. Inzwischen nahm Hauptmann Hucklenbroich Gelegenheit, die stattliche Abordnung der Fröndenberger Schützen, die bei keinem Maiabendfest fehlen darf, herzlich willkommen zu heißen. Er feierte die Kameradschaft, die zwischen den Fröndenberger Schützen und den Bochumer Junggesellen besteht, und wünschte, daß das 549. Maiabendfest dazu beitragen möge, die freundschaftlichen Beziehungen weiter zu festigen. Für die Fröndenberger Schützen dankte der Führer der Schießabteilung, Wiemhof, der betonte, daß die Fröndenberger immer wieder gern nach Bochum kämen, weil sie echte Bochumer Gastfreundschaft kennengelernt hätten. Als Ausdruck des Dankes an die Gastgeber überreichte er dem Junggesellenhauptmann Hucklenbroich den Schützenorden des Fröndenberger Bürgerschützenvereins von 1830. IV So lang auch der Aufenthalt auf den verschiedenen Stationen zum Abzweig Harpen währte, dieses Kapitel läßt sich auf eine knappe Formel bringen: Prost! V. In gewohnter Weise fand an der Harpener Grenze die Begrüßung des Bochumer Zuges durch die Harpener Schützen statt. Zu beiden Seiten des Ruhrschnellweges hatten Schulklassen Aufstellung genommen, und die zukünftigen Maischützen betrachteten ihre Aufgabe keineswegs mit dem Spalierbilden als erfüllt, sondern spendeten dem Zug hier wohlwollendes Lob, dort konnten sie sich einen leichten Tadel nicht verkneifen, und im Geiste sahen sie sich bestimmt auch schon beim Ausmarsch nach Harpen, die blauweiße Mütze keck aufs Ohr gestülpt. Gewiß würde eine Umfrage in den Harpenern Schulen nach dem Berufsziel der Zehnjährigen in den nächsten Tagen die interessante Feststellung ergeben, daß ein hoher Prozentsatz„Junggesellenhauptmann“ werden möchte. 427—529#2#. S Als Hauptmann Hucklenbroich sein Streitroß in den Bockholt lenkte, war der ganze Stadtteil auf den Beinen, und auf der Zufahrtsstraße zum Stadion bewegte sich der Zug durch ein dichtes Spalier erwartungsvoller Zuschauer. Stadtrat Stumpf hielt eine Ansprache. in der er das Maiabendfest feierte als den Ausdruck des deutschen Sehnens nach der hoben Zeit des Jahres, als ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der Natur. Dieses Fest gelte es hochzuhalten und weiterzugeben, damit sein ursprünglicher Sinn klar und unverfälscht erhalten bleibe. Stadtrat Stumpf be888 EiIA G1 Solche Bearüßung läßt man sich gefallen! Bochums Schützenkönigin Frau Köhler überreicht JungSse gesellenhauptmann Hucklenbroich einen Blumenstrauß. Stadtrat Stumpf während seiner Ansprache im Bockholt. der einen Seite stritt die magische Macht, als welche die Aussicht nun einmal angesehen werden muß, seinen müden Leib noch für„etzliche“ Stunden den Daunenpolstern des Bettes anzuvertrauen,— auf der anderen Seite widerstand ihr die bekannte Disziplin der Bohumer Junggesellen, repräsentiert durch einen auf die Minute pünktlich rasselnden Wecker. Ueber den Ausgang der Kraftprobe konnte für die Eingeweihten nicht der geringste Zweifel bestehen: Es siegte die Energie der Bochumer Junggesellen, die schon 548 Jahre vorher im Dienste des Grafen Engelhert die Dortmunder Pfeffersäcke in die Knie zwang! So griffen denn die Maischützen einer nach dem anderen nach der weißen Hose, die zum Zwecke der Erhaltung einer tadellosen Bügelfalte sorgfältig über die Matraße gebreitet, lag, und stiegen hinein in dem Vollgefühl des Bewußtseins, den lauernden Einflüsterungen der Verweichlichung und Unpünktlichkeit taube Ohren gezeigt zu haben. Dieses war der erste Sieg! II. So schwellte innerer Stolz die Brust als es zum Gewehrempfang zu Nüchter, Obere Marktstraße, ging. Aber über die reine„Bewaffnung“ hinaus ward um diese Zeit manche unerläßliche Vorbereitung für den Ausmarsch nach Harpen getan. und brodelnde Kessel mit lieblich duftender Ochsenschwanzsuppe spendeten Kraft für den bevorstehenden Ausmarsch. So muß auch einst den Bochumer Jungmannen zumute gewesen sein, als Graf Engelbert sie rief, als sie die Vorbereitungen zu jenem Handstreich taten, der die Dortmunder zwang, den Schmachtriemen so grausam enger zu schnallen. Nur daß es heute friedlicher Arbeit galt: den Mai in die Stadt zu holen, wie es uralter, vaterstädtischer Brauch ist. Auf dem Rathausplatz hatte sich eine große MenGenmenge eingefunden, in der die holde Bochumer Weiblichkeit bei weitem überwog. Vor soviel Anmut streckte selbst der hartnäckige Frühnebel bald die Waffen, und als dann punkt 8 Uhr Heidorn und Herbst mit klingendem Spiel die Ankunft des Zuges ankündigten, war auch das äußere Bild des Vorbeimarsches am Rathaus so festlich und verheißungsvoll, wie wir es in den letzten Jahren gewohnt waren. Junggesellenhauptmann Hucklenbroich sprengte auf feurigem Braunen vorbei, Blumensträuße streckten sich ihm und seinen Getreuen entgegen, und der Vorbeimarsch bot Gelegenheit zu der erfreulichen Feststellung einer über Erwarten guten Beteiligung. Durch die Bongard= Große Beck= und Castroper Straße ging es zum Schützenhof hinan. Dort stieg der Parademarsch in alter Frische, daß die Knochen flogen, und auch die älteren Semester achteten nicht des etwaigen„Knisterns im Gebälk“. Mit dieser Kraftanstrengung war dann der Morgenkaffee reichlich verdient. Ein Blick in den großen Schützenhofsaal belehrte über die umsangreichen Vorbereitungen für den Festball am Abend. So wurde denn das Scheiden vom Schützenhof erleichtert durch die Gewißheit, daß für das abendliche Wiedersehen alles aufs beste gerüstet sei. 1II. Kurz ist der Weg nach Harpen, wenn man einem Sechszylinder stolz lächelnd auf den Kopf treten kann. Aber wie lang dehnt sich derselbe Weg, wenn man ihn auf Schusters Rappen abmessen muß. Da ist es denn verständlich, daß auf dem Ausmarsch manche Ruhepause eingelegt wird, um die Kräfte für den Transport des Baumes auf dem Rückmarsch frisch zu erhalten. Und wenn man den Berg der Castroper Straße heraufease ie e. Keasce benc hehe einmal den Bochumer Maischützen hätten zuteil werden lassen. f..2 h, Saus Gartena Pr. bi. Pfarrer Leich sprach den Dank Harpens für die freundlichen Worte aus und pries in humorvollen Worten die Schönheiten dieser„Perle im Kranz der Dörfer um den Langendreerer Zentralbahnhof“. Daneben benutzte er die Gelegenheit, eine Lanze für die Belange des Stadtteils Harpen zu brechen, und der starke Beifall bewies, daß es den Bochumern nicht an Verständnis für den Ort mangelt, der, nach Pfarrer Leichs Worten, vor Jahrhunderten gut und gerne in der Lage gewesen wäre, Bochum„einzugemeinden“. Das gemeinsam gesungene Westfalenlied besiegelte den Schluß der Rede„Sou trü as Harpen und Baukum binäin!“ „Eichbaum=Kommando vor! Ausgraben!“ Die Spaten taten ihr Werk. Blauweiße Schleifen wanden sich um den Stamm, der auf den Schultern zweier Schützen ruhte. Daran baumelte ein Schild:„Wi blivt de Ollen!“ VI. Es ist ein Naturgesetz, daß unmittelbar nach dem Einholen des Maibaumes vor den Augen aller Marschteilnehmer eine seltsame Fata Morgana auftaucht: Ein Meer von Erbsensuppe, darin die Mettwürste schwimmen wie die Karpfen in einem wohlbestellten Fischteich. Vielleicht wird dieses Gesicht hervorgerufen durch einen würzigen Duft, der aus der Nähe des Stratmannschen Saales unbestimmbar die Harpener Straßen durchzieht, seinen Ursprung aber in einer blauweißen Gulaschkanone hat. Sie spendet jedem, der sich willig hinten anstellt je nach Gunst und Laune des„Küchenbullen“ zwei bis vier„Schlag“ des gelben Breies mit der dazugehörigen Elle Mettwurst. Und damit erreicht der Ausmarsch nach Harpen einen strahlenden Zenit schmackhafter Kräfteergänzung. VII. Längst ist der Rückmarsch nach Bochum angetreten. Fahnen und Birkemeier sind bei Wiesmann wieder abgeholt, jetzt geht's zum Stadtpark, wo alles bereits für die Ankunft des Zuges gerüstet ist. Der Junggesellenhauptmann greift selbst zum Spaten, und an der Art, wie er die Eiche pflanzt, erkennt man den„Mann vom Bau“. Wein und Sekt schäumen in den Birkemeier, und das edle Naß netzt den Boden, der sich eben über die Wurzeln der jungen Eiche gebreitet hat. Junggesellenhauptmann Hucklenbroich hält eine Ansprache und betont, daß das Maiabendfest jung und alt zu gemeinsamer Feier zusammenführe und ein einigendes Band um alle schlinge, die sich treu der vaterstädtischen Sache verbunden fühlen, Stadtrat Stumpf eröffnet dann den Reigen der Trinksprüche:„Was die Väter liebten, das lieben wir auch, und treu wir halten am alten Brauch!“ Es schließen sich der stellvertretend: Vereinsführer des Bürgerschützenvereins Bochum, Richard Baltz, das Bochumer Königspaar, Dr. Klute und Frau Köhler, sowie die Fröndenberger Gäste an. VIII. Wieder geht der Zug durch Bochums Straßen. Das erste Maiengrün schmückt die Häuser und überall wehen die blauweißen Farben der Vaterstadt. Ehe noch der Zug in Sicht ist, kündet das Wirken Heidorns und Herbsts schon sein Nahen. Heidorn machte seinen 49. Ausmarsch nach Harpen mit, und Herbst war zum 42. Male dabei. Fürwahr, das sind stolze Rekorde! Einer von den ganz Unentwegten ist auch Adjutant Wicking, der heute zum Oberleutnant besördert wurde.„ g7. Hur, Frinens. Wh. Und dann kommt der letzte Akt, der krönende Abschluß des Ausmarsches: die Auszahlung der acht Zinstaler auf dem Alten Markt vor dem präsentierenden Bataillon. Dumpf dröhnen die acht Taler auf das Kalbfell, freudig entgegengenommen, obwohl sie längst nicht mehr zum Freitrunk der Junggesellen ausreichen. Noch einmal spricht Junggesellenhauptmann HucklenNach der Pflanzung der Eiche im Stadtpark. Lincs: Schützenkönig Dr. Klute bringt seinen Trinkspruch aus. X. Blauweiß! Blauweiß! Blauweiß! P. B. AF Ab 6. Mai regelmäßig Personendampfschilfahrt auf der Oberweser münden- Carishafen- Höxter Hoizminden— Hamein—. broich zu seinen Mannen, denen er für die ausgezeichnete Haltung, die sie wieder bewiesen haben, seinen Dank ausspricht. Und e ermahnt sie, im nächsten Jahre in alter Treue wieder dabei zu sein und der blauweißen Sache neue Freunde zu werben. IX. Die Paare drehen sich im Tanz, der Ball auf dem Schützenhof hat begonnen. Es schließt sich der Rinz des 549. Maiabendfestes, noch einmal schlagen die Wogen der Freude hoch. In einem prachtvollen festlichen und farbigen Abschluß klingt dieser Tag aus, und Tanz und Fröhlichkeit beherrschen das Feld, als der junge Mai ins Land schreitet. A DO S# h 905 Alle Aufnahmen: Muchherr Die Auszahlung der acht Zinstaler vor dem präsentierenden Vataillon auf dem Alten Markt. pfichtappel und Frühlingswaldfest der Kreisjägerschaft Bochum Die Kreisjägerschaft Bochum, umfassend den Bereich des Polizeipräsidiums Bochum mit den Städten Bochum, Herne. Castrop=Rauxel, Witten, Wattenscheid und Wanne=Eickel, veranstaltet am 7. Mai im Parkhaus im Bochumer Stadtpark einen Pflichtjägerappell verbunden mit einem FrühlingsWaldfest, zu dem außer den Jägern auch die Freunde der grünen Farbe mit ihren Angehörigen eingeladen sind. Auf diesem Appell wird nach der Ansprache des Kreisjägermeisters Fohr (Bochum) die Ueberreichung der Schießplaketten 1936 vorgenommen. Es folgt die Vorführung eines Jägerfilmes und dann das Frühlings=Waldfest, das eine prächtige Ausgestaltung erfahren wird. In dem im Schmucke frischen Grüns prangenden Parkhaus werden die verschiedenen Freuden, werden Waldschenken und Schießstände und ein prächtiges Programm Freude machen, aus dem einstweilen nur Vorträge voll lustigen Jägerlateins, Tanzspiele und andere Darbietungen angekündigt seien, 164 B. 4 95 4 AR 45 S e c FA 0 A G. E E Pesche siche * + b502 53 89 55 19. 0 804“ 19.1 3 145 2 8 1 185 w 1915 4 191 919 8 1 83 5 2 E 28 P 114 2 MI E m 9 5144 952253 Pe454 6 4 34 24 132 M 484949/ A4 Sa se Mib R S g e Seite 8 Nr. 101* Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 und Löff Eckert das Mittellfürmerproblem? 10 Seiwelz Zum 20. Malc Deutschland—Schweiz— Am Sonntag in Zürich Die deutsche Fußball=Nationalmannschaft muß schon eine Woche nach dem Kampf mit Belgien in Zürich gegen die Schweiz antreten. Die Begegnung bringt ein Jubiläum, stehen wir doch zum 20. Male mit den Eidgenossen im Länderkampf. Es handelt sich bei den Schweizern gleichzeitig um unseren ersten Länderspielpartner, mit dem wir auch die meisten Spiele austrugen. Der gastgebende Verband hat alles getan, diesem Jubiläumsspiel den entsprechenden Rahmen zu geben. Wir werden in Zürich vor fast 35000 Zuschauern spielen, darunter allein 10000 Deutsche, die in Sonderzügen in die Schweiz fahren und unserer Elf einen starken Rückhalt geben werden. Dieser vierte Länderkampf des Jahres stellt die deutsche Mannschaft vor eine recht schwere Aufgabe. Lassen wir nur zwei Ergebnisse sprechen. Die Schweiz schlug vor zwei Wochen in Brüssel Belgiens Mannschaft mit :1, während Deutschland über Belgien in Hannover mit:0 triumphierte. Anderseits haben aber die Eidgenossen seit elf Jahren kein Spiel mehr gegen Deutschland gewinnen können, nicht einmal ein Unentschieden erzielt. Die Bilanz der bisherigen 19 Begegnungen spricht denn auch klar für Deutschland, das 13 Partien gewann, zwei unentschieden gestaltete und nur vier verlor. Das Torverhältnis beläuft sich auf 54:26 zu unseren Gunsten. Den Beginn machte Basel im Jahre 1908 mit einer deutschen:=Niederlage. 1909 wurde diese Schlappe in Karlsruhe mit einem:=Sieg einigermaßen wettgemacht. Es folgten drei weitere deutsche Erfolge mit :2 in Basel(1910),:2 in Stuttgart(1911) und:1 in St. Gallen(1912). In Freiburg mußte sich die Freihulg maßie, sich die deutsche Mannschaft 1913 wieder mit:2 geschlagen geben. Das erste Spiel der Nachkriegszeit ging für Deutschland in Zürich im Jahre 1920 mit:4 verloren. Zum ersten Unentschieden kam es 1922 in Frankfurt am Main mit:2. Nach einem deutschen:=Sieg in Basel im Jahre 1923 folgte das zweite Remis mit:1 1924 in Stuttgart. Den bis dahin eindrucksvollsten Sieg erfocht Deutschland 1925 in Basel mit:0. Dann bezogen wir 1926 in München mit:3 die bisher letzte Niederlage. Sieg reihte sich an Sieg, verschiedentlich mit ganz klaren Ergebnissen. 1928 in Bern mit:2, im gleichen Jahre beim Olympischen Fußballturnier in Amsterdam mit:0, 1929 in Mannheim mit:1, 1930 in Zürich mit:0, 1932 in Leipzig mit:0, 1933 in Zürich mit:0 und 1935 in Stuttgart mit:0. Es war die letzte deutsch=schweizerische Auseinandersetzung, also vor mehr als zwei Jahren. Die deutsche Mannschaft die in diesem Jahre gegen Holland:2 spielte und Frankreich mit:0, Luxemburg mit:2 sowie Belgien mit:0 besiegte, hat für Zürich folgendes Aussehen erhalten: * SMgg M Jakob(Jahn Regensburg): Billmann(1. FC. Nürnberg), Münzenberg(Alemannia, Aachen): Kupfer (Schweinfurt 05), Goldbrunner(Bayern München), Kitzinger(Schweinfurt 05): Lehner(Schwaben Augsburg), Szepan(Schalle 04), Eckert(Wormatia Worms), Noack(Hamburger SV.), Urban(Schalke 04). Als Ersatzspieler werden Sonnrein(Hanau 93) für das Tor und Siffling(SV. Waldhof) für Läuferreihe oder Sturm mitgenommen, Im Gegensatz zu Hannover konnten diesmal die Spieler der an den Gruppenspielen beteiligten Mannschaften herangezogen werden, lediglich auf Janes mußte verzichtet werden, da Fortuna den Kampf mit dem BfR. Köln nachzuholen hat. Haringer wurde nach seiner unterschiedlichen Leistung nicht wieder nominiert. Billmann vom„Club“ wird dafür Verteidiger spielen. Der junge Nürnberger hat sich neben seinem Klubkameraden Munkert zu einem erstklassigen Verteidiger entwickelt und es ist anzunehmen, daß er seine Sache besser macht als Haringer, denn mit Jakob im Rücken und einem Münzenberg als Nebenmann kann er sein Selbstvertrauen kaum verlieren. Ganz hervorragend schlug sich in Hannover die Läuferreihe mit den beiden Schweinfurtern als Außenläufern und Goldbrunner in der Mitte. Namentlich Kupfer, der gegen Luxemburg zum ersten Male den Nationaldreß trug hat sich zu einem erstklassigen Spieler entwickelt. Dadurch wird auch der junge Schalker Gellesch nicht zu stark in Anspruch genommen. Eine wesentliche Aenderung gegenüber Hannover ist im Sturm vorgenommen worden. Lehner bleibt der deutsche Rechtsaußen, er spielt am Sonntag zum 30. Male in der Nationalmannschaft. Mit Szepan als Nebenspieler müßte unser Rekordinternationaler noch besser ins Spiel kommen, als dies schon in den letzten Kämpfen der Fall war. Allerdings hat Szepan an den vergangenen Sonntagen in der Schalker Elf nicht so überzeugend gespielt, doch glauben wir, daß er in der Länderelf wieder mehr aus sich herausgehen wird. Er braucht diesmal nicht allein den Spielaufbau zu tragen, denn dafür wurde auch der Hamburger Noack eingesetzt. Der schwarzhaarige Halblinke stand schon zweimal in der deutschen Mannschaft, wurde dann aber lange Zeit nicht herangezogen, bis er nun wieder durch die Erfolgsserie seines Klubs, des bereits in der Vorschlußrunde zur„Deutschen" stehenden Hamburger SV., die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Man wird mit Noack keinen schlechten Griff tun. Wie beim HSV. der junge Karstens, so müßte in Zürich vor allem der entschlossene und schußfreudige Urban neben Noack hervorragend zur Geltung kommen. Das Mittelstürmerproblem hat der Dortmunder Lenz in Hannover noch weniger als in Stuttgart zu lösen vermocht. Nun wollen wir es mit dem Wormser Eckert versuchen. Eckert hat schon im vergangenen Jahr in der Wormser Meistermannschaft von sich reden gemacht und weiterhin Schliff bei den Kursen in Duisburg erhalten. Bei seiner schnellen Entschlußkraft und seinem stahlharten Schuß kann er der geeignete Mann für den wichtigen Posten des Angriffsführers sein. Wird das Lampenfieber schnell genug abgelegt und verstehen es Szepan und Noack den Debütanten genügend freizuspielen, sollte der Erfolg nicht ausbleiben. Es ist sogar damit zu rechnen, daß mit einem guten Eckert ein eindeutiger Sieg herausspringt. Die Schweiz hat die gleiche Mannschaft aufgestellt, die über Belgien erfolgreich blieb. Nach der Niederlage gegen Ungarn war man bei den Eidgenossen von dem Brüsseler Erfolg aufs Angenehmste überrascht und man tat sicherlich gut daran, an der Besetzung nichts zu ändern. Es spielen: Bizzozero(Lugano); Minelli(Graßhoppers), Lehmann(Lausanne): Guinchard(Servette), Vernati (Graßhoppers), Lörtscher(Servette): Bickel(Graßhoppers), P. Aebi(Young Boys), Karcher(Luzern), Xam Abegglen(Graßhoppers), G. Aebi(Servette). Die bekanntesten Spieler, die auch schon gegen Deutschland mitwirkten, sind der großartige Verteidiger Minelli und der famose Halblinke Xam Abegglen. Torwart Bizzozero hat sich ebenfalls einen Stammposten gesichert. Vernati ist ein offensiv spielender Mittelläufer. Neben Abegglen ragen aus dem Angriff Bickel und P. Aebi hervor. Nebenbei bemerkt, sind der Halbrechte und Linksaußen trotz gleichen Namens nicht verwandt. Wir dürfen die schnellen und kampferprobten Eidgenossen keinesfalls unterschätzen, aber auf Grund unseres spielerischen Plus dürfen wir uns eine gute Chance ausrechnen und diese deutsche Elf sieht nicht so aus, als sollte sie uns enttäuschen. Fortuna Düffeldorf—. R. Köln Nur ein Gruppenspiel um die. Jeutsche“ Das am 4. April, dem ersten Sonntag der Gruppenspiele zur diesjährigen Deutschen Fußballmeisterschaft ausgefallene Treffen zwischen Fortuna Düsseldorf und dem BfR. Köln, also den beiden rheinischen Gaumeistern, wird am 2. Mai nachgeholt. Damit kommt auch die Gruppe 4 zur Halbzeit, die bisher immer noch mit diesem Spiel im Rückstand war. Am 9. Mai geht dann die Meisterschaft auf der ganzen Linie weiter, die am 23. Mai— Pfingsten bleibt mit einer Ausnahme spielfrei— in der Vorrunde abgeschlossen sein wird. Die vier Gruppensieger— Hamburger SV. steht schon namentlich fest— treten am 6. Juni zur Vorschlußrunde an, deren Sieger am 20. Juni das Endspiel bestreiten. Die Begegnung zwischen Fortuna Düsseldorf und BfR. Köln konnte am 4. April nicht durchgeführt werden, weil der TSV. Duisburg 99 noch eine ganz geringe Chance auf die Gaumeisterschaft am Niederrhein hatte. Inzwischen ist die Lage so gut wie geklärt, denn der 1. FC. Nürnberg hat gegenüber dem Tabellenzweiten Fortuna einen relativen Vorsprung von drei Punkten der kaum noch aufzuholen ist. Der„Club“ braucht nur noch zweimal anzutreten. In Nürnberg gegen Fortuna und in München gegen den SV Waldhof. Aus diesen beiden Kämpfen benötigt der Tabellenführer nur noch zwei Punkte, um aber auch bei nur einem Gewinnpunkt durch sein gutes Torverhältnis ein Plus zu haben, das zum Gruppensieg ausreichen dürfte. Waldhof und der BfR. Köln, der noch nicht einen Punkt erzielte, können dem„Club" überhaupt nicht mehr gefährlich werden. Fortuna wird kämpfen müssen Es ist damit zu rechnen, daß der Mittelrheinmeister nichts unversucht lassen wird, gegen Fortuna den ersten Gewinn herauszuholen. Die drei Niederlagen von:3 und:1 gegen Nürnberg sowie:1 gegen Waldhof waren zum Teil recht unglücklich und in erster Linie auf die Schußunsicherheit des Angriffs zurückzuführen. Das Sport-Wochenende Sportprogramm für den./2. Mai 1937 Westdeutschland: Fußball=Gruppenspiel Fortuna Düsseldorf— BfR. Köln in Düsseldorf. Fußball=Aufstiegsspiele in den westdeutschen Gauen Hockey=Meisterschaftsspiel Etuf Essen— Uhlenhorster Klipper in Essen. 50=Kilometer=Gehen Bonn—Köln—Bonn; Pferderennen in Dortmund. Radrennen in Bielefeld, Dortmund und Hemer. Straßenrennen Rund um.=Gladbach und in Altendorf(Ruhr). Reich: Handball=Gruppenspiele Oberalster Hamburg— DBV. Berlin in Hamburg, MSV. Hannover— Hindenburg Minden in Hannover, 1. FC. Nürnberg— SV. Waldhof in Würzburg, MTSA. Leipzig— MSV Koblenz in Leipzig, BfR. Schwanheim— TV. Altenstadt in Schwanheim. Hockey=Meisterschaftsspiel VfB. Jena— BfK. Königsberg in Jena. Rugby=Endspiel Linden 97— RG. Heidelberg in Hannover. Laufen und Gehen„Quer durch Berlin". Ungarische Wasserballer in Dresden. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften im Ringen(Zwischenrunde). Radrennen in Chemnitz Erfurt, Nürnberg, Bremen, Landau, Zuffenhausen. Straßenrennen„Rund um Frankfurt a..“, Rund um Riesa, Rund um Annaberg, Jubiläumspreis in Berlin. Rudern„Quer durch Berlin"; Skirennen im Riesengebirge(Sa. So.). Ausland: Fußball=Pokalendspiel in England(Sunderland— Preston Northend), Sa. Fußball=Länderspiele Schweiz—Deutschland in Zürich, Holland— Belgien in Rotterdam. Tennis=Länderkampf Polen—Frankreich in Warschau (Sa. So.). Davispokalkämpfe Ungarn—Belgien, in Budapest, Schweiz=Irland in Montreux, Holland—Südafrika in Amsterdam, China—Neuseeland, in Brighton, USA.—Japan in San Franzisko, Mexiko—Australien in Mexiko(Sa. So.). Berufsboxen in Antwerpen mit Roth—Andersson(Sa.) Radrennen in Paris, Straßenrennen Paris—Lille, Gr. Preis in Mantua Internationales Reitturnier in Rom mit Deutschen (Sa.=So.). Großer Motorpreis von Floreffe; Silberner Sturzhelm von Pilsen. Um den Aufftieg zur Gauliga Opier gogel. Arimma-Bieleleid bedeutet Vorentscheidung für den MBV. Linden Um nicht die Gefahr der Terminnot aufkommen zu lassen, werden die Aufstiegsspiele zur Gauliga Sonntag mit zwei Begegnungen fortgesetzt, die den MBV. Linden mit dem Tabellenführer Arminia Bielefeld, Arminia Marten mit Klafeld=Geisweid paaren. Bekanntlich ist aus dem Sechserfeld nur noch Arminia Bielefeld ungeschlagen, die mit 6 Punkten aus drei Spielen die besten Hoffnungen hat, sich den Aufstieg zu erkämpfen. An zweiter Stelle folgt die Spielvereinigung Röhlinghausen, die zwei Spiele gewonnen, ein Spiel verloren hat und einmal unentschieden spielte, dabei aber mit:3 über das beste Torverhältnis verfügt. Ebenfalls drei Minuspunkte aus vier Spielen hinnehmen mußte Preußen Münster. Der MBV. Linden mit einem gewonnenen und einem verlorenen Spiel darf sich also noch eine Chance ausrechnen sofern ihm Sonntag das Husarenstück gelingt, die führenden Bielefelder zu schlagen. Die Spiele: MBV. Linden— Arminia Bielefeld Arminia Marten— Klafeld Geisweid Arminia Marten— Klafeld=Geisweid Die beiden Mannschaften hofften bisher vergeblich auf einen Punktgewinn. Auf eigenem Platz dürfte sich für Arminia Marten wenigstens die Hoffnung auf den ersten Sieg erfüllen. Schafft es der MBV? MBV. Linden— Arminia Bielefeld Der Weg in die Gauliga führt in diesem Jahre über Arminia Bielefeld, die in den drei ausgetragenen Spielen das Vertrauen ihrer Anhänger restlos erfüllt hat. Zu berücksichtigen ist allerdings dabei, daß Bielefeld seine Erfolge auf heimischem Boden errungen hat und noch abgewartet werden muß, ob Arminia ihre Leistungen auf fremden Plätzen bestätigen kann. Der bis jetzt mit wechselvollem Erfolg kämpfende MBV. steht sicherlich vor einer schweren aber keineswegs unlösbaren Aufgabe. Wie in Geisweid, so zeigte der MBV. auch in Münster eine unterschiedliche Leistung. In Geisweid ließ er Klafeld zunächst:2 in Front ziehen, um erst dann energisch loszuziehen. Aehnlich war es in Münster. Gegen Arminia darf man sich ein zeitweiliges Nachlassen nicht gestatten. Daß der MBV. alles daransetzen wird, um Bielefeld die erste Schlappe beizubringen, daß den Zuschauern ein spannendes Kampfspiel gezeigt wird, ist sicher. Die dauniga grellreilr! 1. Hauptrunde um den Tichammer-Pokal— Tus. auf eigenem Platz gegen Kaiscrau— Germania in Dortmund, Preußen in Elfen Die Spiele um den Tschammer=Pokal treten mit der 1. Hauptrunde in ein entscheidendes Stadium. Haugkrande i ein entschewendes Stabium. Erstmalig greifen auch im Gau Westfalen die Gauligavereine in den Gang der Dinge ein. Dadurch gewinnen die sonntäglichen Treffen erheblich an Interesse. Nur die 16 deutschen Gaumeister, die an den MeisterschaftsEndspielen beteiligt sind, werden erst später an den Pokalspielen teilnehmen; der Start erfolgt erst beim Beginn der Schlußrunden. 10 Spiele im Gau Westfalen Die zehn Pokalspiele im Gau Westfalen werden am ersten Maisonntag ihre Anziehungskraft nicht verfehlen, zumal außer den beiden Aufstiegsspielen fast vollkommen Ruhe herrscht. Westfalia Ahlen empfängt Sonntag zu Hause keine geringere Mannschaft als TSV. Duisburg 99. Die Duisburger haben in der Gauliga am Niederrhein ganz ausgezeichnet abgeschnitten, während Westfalia Ahlen in der Meisterschaft versagte. Die Duisburger sollten in Ahlen dank der größeren Spielerfahrung zu einem glatten Siege kommen. Aus der Gruppe Minden stehen sich VfB. Bielefeld und VfL. Geseke gezenüber. Die Gastgeber stellen die technisch bessere kannschaft, so daß wohl die Geseker am Sonntag auf der Strecke bleiben werden. Im TuS.=Stadion hat TuS. Bochum den Kreisklassenverein Kaiserau als Gegner. Bisher haben die Kaiserauer nach der angenehmen Seite enttäuscht und konnten u. a. auch BC. Bövinghausen mit:4 ausschalten Die Bochumer dürfen also den Gegner nicht unterschätzen. Der FC. Gronau 09 mißt die„Kräfte mit der SpielvereinigungHerten. Gronau ist auf eigenem Platz zwar recht gefährlich, aber gegen die routinierten Leute vom Katzenbusch werden sie wohl den Kürzeren ziehen. Ein interessantes Spiel werden die Zuschauer im Kampf Sportfreunde Dortmund gegen Germania Bochum zu sehen bekommen. TuS. Menden 09 hat sich bis jetzt ausgezeichnet geschlagen, aber Sonntag gegen Hüsten 09 wird das Können zum Sieg wohl nicht mehr ausreichen. Die Südwestfalen sind Favorit. TuBV. Mengede hat Westfalia Herne zu Gast, und da wird es für den Mengeder Anhang bestimmt was zu sehen geben. Die Heiner erwarten wir nach hartem Kampf in Front. VfB. Börnig ist zur Zeit groß in Fahrt, Die Tip-Ecke Diogenes& Co. Das schwache Fußballprogramm wird für unsere Hauspropheten durch ein Länderspiel gewürzt. Optimistisch hoffen beide auf einen Sieg und darauf, daß in Eckert endlich der lang gesuchte deutsche Mittelstürmer gefunden ist. Was Diogenes meint: Länderspiel Schweiz— Deutschland:9 Um die Deutsche: Fortuna Düsseldorf— BfR. Köln:1 Aufstieg zu Gauliga: MBV. Linden— Arminia Bielefeld:2 Arminia Marten— Klafeld Geisweid:1 Aufstieg zur Bezirksliga: Herne=Süd— Witten 07:1 Milspe— Polizei Bochum:2 Und August Schrömmel? Länderspiel Schweiz— Deutschland:2 Um die Deutsche: Fortuna Düsseldorf— VfR. Köln:1 Aufstieg zur Gauliga: MBV. Linden— Arminia Bielefeld:2 Arminia Marten— Klafeld Geisweid:1 Aufstieg zur Bezirksliga: Herne=Süd— Witten 07:1 Milspe— Polizei Bochum:1 konnten die BfBer doch kürzlich im Pokalspiel den STV. Werne auf eigenem Platz mit:0 abfertigen. Sonntag ist Westende Hamborn der Gegner. Die Westfalen gehen auch diesmal mit guten Aussichten in den Kampf. Bei Hemer 08 weilt der SV. Höntrop. Hemer ist zwar ein schweres Pflaster, aber bei dem guten Spielermaterial der Höntroper wird hier ein Sieg der Gäste erwartet. Paderborn 08 konnte sich bislang halten, aber Sonntag gegen Borussia Dortmund wird =Mani es aus sein. Die Lenz=Mannschaft wird sich keine Blößen geben und kann man mit einem sicheren Sieg der Borussen rechnen. Von den auswärtigen Spielen interessiert vor allen Dingen das Abschneiden der Bochumer Preußen gegen den niederrheinischen Gauligisten Schwarz=Weiß Essen. 1. Hauptrunde im Vereinspokalkampf: Westfalia Ahlen— TSV. Duisburg 99 VfB. Bielefeld— SuS. Geseke TuS. Bochum— VfL. Kaiserau Vorwärts Gronau— Spielvgg. Herten Sportfreunde Dortmund— Germania Bochum SuS. 09 Menden— SuS. Hüsten TuBV. Mengede— Westfalia Herne VfB. Börnig— Westende Hamborn Hemer 08— SV. Höntrop Paderborn— Borussia Dortmund Auswärts: Schwarz=Weiß Essen— Preußen Bochum Rot=Weiß Essen— Germania Datteln Rot=Weiß Oberhausen— Gelsenguß Gelsenkirchen Hamborn 07— SV. Rotthausen Samberger SB.— Erle 08 schwarz=Weiß Wuppertal— FC. Schwelm Auf der Krümmede. TuS. Bochum— BfL. Kaiserau Das Pokalspiel gegen den hier unbekannten Hammer Kreisklassenverein führt der TuS. auf der Krümmede durch. Der TuS. wird die Chance, sich eine Eunde weiter zu spielen, nicht aus der Hand geben, jedoch muß vor einem Unterschätzen des Gegners gewarnt werden, der immerhin als Empfehlung einen Sieg über Bövinghausen mitbringt. Eine Mannschaft, die sich bis zur ersten Hauptrunde durchgesetzt hat, muß auf jeden Fall ernst genommen werden. Um den Aufstieg in den Nachbargauen Zwei Treffen finden im Gau 10(Niederrhein) statt. in dem die SVa. Odenkirchen, die nach zwei Niederlagen ziemlich aussichtslos zurückgefallen ist, spielfrei bleibt. Der BV. Altenessen wird versuchen, seinen Siegeszug gegen Union Hamborn fortzusetzen. Der Ausgana ist aber offen zu lassen, ebenso im Treffen des VfvB. Alsum gegen den BfR. Ohligs. Da beide Mannschaften eine Niederlage erlitten, kann sie ein neuerlicher Punktverlust um jede Chance bringen.— Im Gau 11(Mittelrhein) bleibt die Gruppe 1, in der Blau=Weiß Köln, Alemannia Aachen, 1. FC. Idar und Brachbach 09 spielen, untätig. In der Gruppe 2 wird der Kölner BC., der gegen Lützel unerwartet verlor, alles daransetzen, gegen den FV. Engers zu den ersten Punkten zu kommen. Immerhin besiegte Engers Westmark Trier. die sich mit dem VfB. Lützel auseinanderzusetzen hat. Um die Jugend-Stadtmeisterschaft TuS. Bochum— Preußen Bochum Im Rahmen der Kämpfe um die Kreismeisterschaft der„Jugendfußballmannschaften tragen obige Mannschaften Sonntag vormittag auf dem Platz„An det Landwehr" das Entscheidungsspiel um die Stadtmeisterschaft aus. Dem Spiel wird ein reges Interesse entgegengebracht. Der Radlport am Wochenende Zweiter Lauf zur Deutschen Straßen=Meisterschaft. Das ungünstige Wetter der letzten Wochen scheint nun endlich gebrochen, was sicherlich auch unseren Radfahrern in besonders starkem Maße zugute kommt, da ihr Programm von Sonntag zu Sonntag umfangreicher und bedeutender wird. Im Mittelpunkt steht wiederum die Prüfung der Straßenfahrer Rund um Frankfurt am Main. die als zweiter Meisterschaftslauf der Berufsfahrer gewertet wird und ferner ein weiteres Ausscheidungsrennen unserer Amateure der Nationalmaan= schaft bringt. Die Besetzung in beiden Lagern läßt keinen Wunsch übrig und verspricht den gleichen interessanten und fesselnden Verlauf der Rennen wie in den vorausgegangenen Prüfungen. Bei den Berufsfahrern führt bekanntlich Kutschbach(Berlin) die Liste an. doch haben sich inzwischen bereits zahlreiche andere Bewerber in eine so gute Form gebracht, daß der Ausgang ebenso offen erscheint wie alle bisherigen Rennen. Vielleicht reicht es diesmal schon für Bautz, der sich immer im Vorderfeld behauptete und nun so weit gefördert sein sollte, daß er sich auch einmal im Endkampf zum Erfolg durchsetzt. Gut besetzte Bahnrennen werden in Chemnitz, Nürnberg und Erfurt abgewickelt. In Chemnitz treffen zur Saisoneröffnung die einheimischen Nachwuchssteher Lorenz und John auf so bewährte Fahrer wie Hille, Schön, Schindler und Wißbröcker, unter denen sich der Sieger befinden sollte. Nürnbera wartet mit einem großartigen Steherfeld für die„Goldenen Räder“ auf. Lobmann, Lemoine, Umbenhauer, Stach und Leuer 9 Nr. 101 versprechen härtesten K bestreiten Damerow. führt bereits seinen; findet der Nachwuchs( land, Kirmse, Huhn, 9 den sich mit dem Hollä Westfalens und Dortmund=Homhr Bahnen wird ein große telpunkt stehen. Wer Entscheidende Spiele u der e Drei Meisterschafts 1. Kreisklasse am ers stiegsfrage wird der en Stück nähergebracht w dem VfB. Gerthe, de Phönix Bochum zu ger licher Sicherheit den 2 festlichen Tagen kann mit„ausgefallenen“. E ther den Ernst der Laden und die Marmels auch nichts zu gewinn der Termin für dieses sehr gelegen zist. Aehr Reichsbahn Wanne— hausener müssen die wenn sie nicht absteig die Puncte den Reich hilft hier das Glücke ist nach guten Leistung stark abfallen. Jetzt Tabellenletzten Wann reichen. Die Spiele: VfB. Gerthe Reichsbahn. W Rasensport He 2. Kreisklasse: Hier ist das für wohl schwerste Spiel Spielplan abgesetzt w 19 und Werne 19. Kleines Freun Wenn schon die Möglichkeit spielfrei nicht zu wundern we sen abgesehen haben. die Spieler die Ruh Spielabschlüsse sind So hat sich Teutonia klub verpflichtet und schnelle Mannschaft eigenem Platz sich zu sogar den Mut aufge Hagen 72 in Wern erfolgen in den letzte das Zeugnis ausstell aufbau ihrer Mann loren ist nur der, d scheini aber ganz ur von der Amalia=Kan zu einem Siege übe langen wird, muß Die sehr, rührigen Bochum=Eyrenfeld Ehrenfelder mit kon die Segel streichen: Die Spiele: STV. Wern Teutonka R TuS. Engel Start Nochmals ne Mit dem Ende auf der Avus setzt ein allgemeiner# .Nai der erste wird. Die Rennwe wegs. Rennleiter am Donnerstag i lin zunächst in Ri folgt Anfang der unterwegs. Von Feuereißen. Hans Wege nach Norda gen am Freitag. und das Ehepaar zeug. Am Donnerste den auf der Avus Zwölfzylinder mit Brauchitsch mit wiederum sehr sck den in Zeiten um einmal eines sei seine erst 24 Stur 272 Stundenkilom von 282 Kilomete den etwa 350 Sti Fleisch Der zw Stadtwald: weidlich ar ner Fleisch meter lang dabei eine am nächste terer NS! auch in d hier seine über den ger Lohma reichte. „Untei wortler ehrling hätzung zrvor, Viele a Kränze 9 Nr. 101 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag, Sonntag,./2. Mai 1937 Häffelfeinlag Bedlichland im Preis der Nationen beim Reitturnier in Rom „sprechen härtesten Kampf. Den Lauf der„Kleinen" bestreiten Damerow. Käb, Horn und Paitgr: Hieget führt bereits seinen zweiten Renntag durch. Wieder der Nachwuchs Gelegenheit zur Betätigung. IfKirmse, Huhn, Nead und Walter(Leivzia) werden sich mit dem Holländer Alkema auseinanderzusetzen hen.— Westfalens Amateure geben sich in Bielefeld und Dortmund=Hombruch ein Stelldichein. Auf beiden Bahnen wird ein größeres Mannschaftsrennen im Mittelpunkt stehen. Wer Steigt ab? Entscheidende Spiele um den Abstieg in der Gruppe A Pet der ersten Kreisklasse Drei Meisterschaftsspiele sieht das Programm der 1 Kreisklasse am ersten Maisonntag vor. Die Abstiegsfrage wird der endgültigen Entscheidung ein gutes Stuck nähergebracht werden. Gelingt es beispielsweise dem VfB. Gerthe, das letzte Meisterschaftsspiel gegen Phönix Bochum zu gewinnen, so bedeutet das mit ziemlicher Sicherheit den Verbleib in der Klasse. Nach ven festlichen Tagen kann man für den Sonntag ohnehin mit„ausgefallenen“ Ergebnissen rechnen. Da die Gerher den Ernst der Lage wohl richtig erfaßt haben weren und die Marmelshagener nichts zu verlieren aber auch nichts zu gewinnen haben, ist es gut möglich, daß der Termin für dieses entscheidende Spiel den Gerthern sehr gelegen ist. Aehnlich liegen die Dinge beim Spiel Reichsbahn Wanne— SV. Holsterhausen. Die Holsterhausener müssen die beiden letzten Spiele gewinnen, wenn sie nicht absteigen wollen. Schwer wird es sein, die Punkte den Reichsbahnern abzutzotzen. Vielleicht hilft hier das Glück ein wenig nach. Rasensport Herne ist nach guten Leistungen in der ersten Serie zum Schluß ark abfallen. Jetzt droht der Abstieg. Gegen den Tabellenletzten Wanne 11 dürfte es aber zum Siege reichen. Die Spiele: VfB. Gerthe—. Phönix Reichsbahn Wanne— SV. Holsterhausen Rasensport Herne— Wanne 11 2. Kreisklasse: Hier ist das für den 2# ohl sch Das 12. Internationale Reitturnier in Rom erreichte Freitag mit der Entscheidung des Preises der Naien um den wertvollen Mussolini=Pokal seinen Höheikt. 15000 Zuschauer, unter ihnen der Pokalstifter, liens Ronco ab. Unsere drei übrigen Vertreter Olaf (Hauptmann von Barnekow) und Tora(Rittmeister Hasse) machten 4 bzw. 8., während Alchimist ein ganz fehlerloser Pacours unter Oberleutnant Brinkmann aelang. Italien hatte sogar zwei fehlerlose Ritte von Lt. Frassetto auf Torno und Capt. Conforti auf Saba aufzuweisen und gina so mit einem Vorteil von vier Fehlern in den zweiten Umlauf. Torno leistete sich hier vier Fehler und damit war zunächst der Gleichstand hergestellt, nachdem Olaf fehlerlos gesprungen war beiden letzten Ritte brachten die Entscheidung. Italien hielt das Ergebnis von zwölf Fehlern, denn Ronco, Saba und Juder bewältigten alles glatt. Dagegen versah sich Alchimist am dreifachen Sprung und Tora erhielt einen Viertelfehler wegen Zeitüberschreitung„angekreidet", so daß Deutschland mit 16¼ F. nur noch den zweiten Platz. diesen jedoch weit vor den anderen Stürmischer Jubel brach los, als der letzte italienische Reiter mit null Fehler das Ziel vassiert hatte, und noch größer war die Begeisterung, als später Mussolini selbst I. Italien Torno(Lt. Frassetto), Saba(Capt. Confort), Juder 2(Major Bettoni), Ronco(Lt. Di Campello) 2. Deutschland Alchimist(Oblt. Brinkmann), Olaf (Hptm. von Barnekow). Tora(Rittmeister Kurt Hasse), Landrat(Rittmeister Momm) 16¼ am tioner Italiens Regierungschef Benito Mussolini, erlebten nach einem hinreißenden Kampf den Sieg der italienischen Mannschaft mit 12 Fehlern vor Deutschland 16¼., Schweiz 53¾., Frankreich 56 F. und der Türkei 74 F. Oesterreich und Holland lagen aussichtslos im Wettbewerb und gaben auf. Zum ersten Male seit 1930 kamen die Italiener so wieder in den Besitz des vielbegehrten Pokals, Deutschland hatte die Trophäe 1934 endgültig an sich gebracht. Der Sieg der Italiener war durchaus verdient. Von acht Ritten waren fünf fehlerlos— eine Leistung, der höchste Anerkennung gezollt werden muß. Zweikampf Deutschland— Italien Der Wettbewerb gestaltete sich von vornherein nur zu einem Zweikampf Italien— Deutschland, da die Pokalverteidiger aus Frankreich überraschend schlecht abschnitten und nach dem ersten Durchgang schon bis auf den fünften Platz zurückgefallen wagenng Ppar epiter. nahm hier mit acht Fehlerz, Die„Nutgna dor Beulighland 12., der Schweiz 28¼., Oesterreich 81., Frankreich 32., Holland 40½ F. und der Türkei Deutschland begann recht unglücklich. Der Sprino.]-0 z. Echpeiz 65Z., 4. Frankreich 56 F. 5. Türkei .. Oesterreich und Holland aufgegeben. die der englische Meisterverein Manchester City in Deutschland austrägt, beauftragt worden sind. leiten: am 6. Mai in Duisburg: Best, Höchst am Main), am 8. Mai in Wuppertal: Birlem 12. Mai in Schweinfurt: Weingärtner(Offenbach), am 19. Mai in Berlin: Peters(Berlin) und am 22. Mai in Stuttgart: Funk(Frankfurt am Main). 10:-Sieg des Gaues Mittelrhein wohl chwerste Spiel gegen Spielpian abgesetzt worden. 19 und Werne 19. FC. Laer so wichtige und Preußen 11 Bochum vom Dafür spielen Wattenscheid Das Engmute-ranbun. Kleines Freundschaftsspielprogramm Wenn schon die Instanzen den zweiten Mai nach Möglichkeit spielfrei gelassen haben, so braucht man sich nicht zu wundern wenn die Vereine von SpielabschlüsHcute Pokal-Endspiel zwischen Preiton North End und Sundepland tag nachmittag im überfüllten Wembley=Stadion den entscheidenden Kampf liefern. Und was könnte die Volkstümlichkeit dieses Pokalspieles wohl mehr betonen als die Tatsache, daß der englische König ihm beiwohnen, die Mannschaften begrüßen und am Schluß der siegreichen Elf Pokal und goldene Medaillen überreichen wird? Jus 1 Man spricht heute in England gern von einem Endsviel: Depeif den Vereinen, die das sen abgesehen haben. Nach den beiden Tagen werden die Spieler die Ruhepause wohl begrüßen. Einige Spielabschlüsse sind uns aber doch bekannt geworden. So hat sich Teutonia Riemke den Altenbochumer Sportklub verpflichtet und wird Mühe haben, gegen die recht schnelle Mannschaft vom anderen Stadtende selbst auf eigenem Platz sich zu behaupten. Der STV. Werne hat sogar den Mut aufgebracht, den Hagener Bezirksligisten Hagen 72 in Werne zu empfangen. Nach den Mißerfolgen in den letzten Wochen muß man den Wernern das Zeugnis ausstellen, daß sie den Mut zum Wiederaufbau ihrer Mannschaft nicht verloren haben. Verloren ist nur der, der sich selbst verloren gibt. Das scheini aber ganz und gar nicht die Absicht der Leute von der Amalia=Kampfbahn zu sein. Ob es am Sonntag zu einem Siege über die recht kampffreudigen Hagener langen wird, muß allerdings erst abgewartet werden. Die sehr rührigen Engelsburger haben sich die TG. Bochum=Ehrenfeld eingeladen, vor der sie, wenn die Ehrenfelder mit kompletter Mannschaft antreten, wohl die Segel streichen müssen. Die Spiele: STV. Werne— Hagen 72 Teutonka Riemke— SC. Altenbochum TuS. Engelsburg— TG. Bochum=Ehrenfeld Alljährlich am letzten Samstag des April fällt im englischen= Fußballsport eine wichtige Entscheidung: der „Cup“=Sieger wird ermittelt. Es ist also eine Ausnahmeerscheinung, wenn das Endspiel, wie in diesem Jahre, am 1. Mai ausgetragen wird, aber schließlich kann man den Aprilabschluß nicht auf einen Samstag „zwingen“. Wer die Sportbegeisterung der Briten kennt, der ist nicht weiter überrascht, wenn man ihm von der großen Begeisterung erzählt, die gerade diesem Spiel um den„Cup gilt. Es ist nicht einmal übertr wenn man in viesem Zusammenhang behauptet, der Pokalsieger für die breiten Wassen eine Volilichkeit erlangt, die in gewissem Sinne über der Meisterschaft steht. Der Er besteht neben der Meisterschaft, ohne sie auch nur in der geringsten Form zu stören. Aber über diesem Pokalwettbewerb liegt in erhöhtem Maße die glorreiche Ungewißheit. Wie oft ist es schon vorgekommen, daß plötzlich ein Verein der dritten Klasse unwiderstehlich nach oben ging, daß ein Favorit da scheiterte, wo man ihn groß in Front erwartet hatte. Wer denkt nicht daran, daß Arsenal in diesem Jahre vorzeitig das bittere Schicksal traf, daß noch in der Vorschlußrunde das drittklassige Millwall sich größte Hoffgungeg machte? en dio aust es zut nich iunat, wertrie haßz Vergleiche arzahele sggrd, Kreiten szeteurahice 6. diesem Zusammenbang behauptet, daß Endspiel des Zuahrer 1oot bestreiten, in es tatjachlich so, Pokalsieger für die breiten Massen eine Volkstum= daß sie von schorrischen Betreuern„gemanaged„werven, eit erlangt, die in gewinem Sinne über der MeiHer englische Pgkalwetthewerh ist eine Tradition. besteht seit dem Jahre 1871, ist sehr geschickt in das coße englische Fußballprogramm eingefügt und läuft im Gau=Boxkampf gegen Westfalen in Köln. der„Kleinen Sporthalle“ in Köln kam am Freitag abend der Boxgaukampf Mittelrhein—Westfalen zum Austrag. Die Boxer des Mittelrheingaues erzielten diesmal etwas überraschend einen 10:=Sieg, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß die Westfalen mit einer ziemlich ersatzgeschwächten Mannschaft antraten. Fliegengewicht erzielte Manczyk(Bochum) gegen Kaiser(Aachen) ein gutes Unentschieden. Piotrowsti (Bochum) machte im Federgewicht seine vorjährige Niederlage gegen Cremer(Köln) einigermaßen durch ein Unentschieden wieder wett. Auch der Kampf im Bantamgewicht zwischen Schmitz(Dortmund) und Reuscher (Köln) wurde unentschieden gegeben. Das UnentschiedenUrteil im Leichtgewichtskampf zwischen Kraft(Hagen) und Biemer(Köln) befriedigte selbst die Kölner Zuschauer nicht. Nicht zu nehmen war den Westfalen der Punktsieg im Weltergewicht. Hier erwies sich Pries (Wanne=Eickel) dem Kölner Gellonek deutlich überlegen. Im Mittelgewicht gab es eine westfälische Niederlage. Der Ersatzmann Czenau(Dortmund) konnte sich gegen den technisch besseren Zimmermann(Köln) nicht durchsetzen und verlor nach Punkten. Mit den Urteilen in den beiden letzten Kämpfen konnte man nicht ganz einverstanden sein. Hillers(Gladbeck)' gewann im Halbschwergewicht die erste Runde glatt gegen den Kölner Krumm. In der dritten Runde konnte der Kölner aufholen, was aber noch nicht den ihm zugesprochenen Sieg rechtfertigte. Auch im Schwergewicht gab es ein umstrittenes Urteil. Knorr(Gladbeck) lag bis zur Runde in Führung. Gegen Schluß holte Kyfuß(Köln) auf. Der ihm zugesprochene Punktsieg überrascht allerdings. Adolf Heufer nur Punktlieger Der Rumäne Petresco ein tapferer Gegner Im Hauptkampf der Berufsborkämpfe im Berliner Sportpalast standen sich im Halbschwergewichtskampf Adolf Heuser(Bonn) und der Rumäne Petresco gegenüber, der sich als ein tapferer Borer zeigte und Adolf Heuser nach 10 Runden nur einen Punktsieg zuerkennen mußte. e des. Lahireg daß die Spieler überwiegend aus Schottland stammen und ihre Spielweise(vor allem bei Sunderland!) typisch schottisch ist. Die Pokalgeschichte ist für beide nicht „groß". Preston North End war 1889— also vor 38 Jahren— Pokalsieger. 1888 und 1922 erreichte die Mannschaft das Endspiel und wurde geschlagen. Supderland kam nur einmal, im Jahre 1913, in die entscheidung und verlor gegen Aston Villa:1. Es ist typisch für die Pokalbegeisterung der englischen Vereine, daß sie in der Meisterschaft nachlassen, sobald sie Aussichten im Pokalwettbewerb haben. Sunderland und Preston North End sind in den letzten Wochen nicht mehr sehr erfolgreich im Kampf um die Punkte gewesen, haben z. B. beide gegen Manchester City verloren. Aber am Samstag werden sie sich in bester. Beeröbte Hoffnungen recste und Sunderlandlloren. Aber am Samstag werden sie sich in bester setzung einen Kampf auf Biegen oder Brechen Tortschung der Behrkungd-Katonosopielt Start nach Tripolis Nochmals neuer Avusrekord von Rosemeyer Mit dem Ende der so erfolgreichen Versuchsfahrten auf der Avus setzte bei Mercedes=Benz und Auto=Union ein allgemeiner Aufbruch nach Tripolis ein, wo am 9. Mai der erste Große Preis des Jahres ausgefahren wird. Die Rennwagen beider Werke waren schon unterwegs. Rennleiter Neubauer und Hermann Lang kamen am Donnerstag in Neavel an. Caracciola verließ Berlin zunächst in Richtung Stuttgart und von Brauchitsch folgt Anfang der nächsten Woche. Seaman ist ebenfalls unterwegs. Von der Auto=Union befinden sich Dr. Feuereißen, Hans Stuck und Luigi Fagioli auf dem Wege nach Nordafrika, von Delius und Sebastian folgen am Freitag. Hasse und Müller fahren im Wagen und das Ehepaar Rosemeyer benutzt sein Privatflug889. 4 Am Donnerstag wurden aber doch noch einige Runden auf der Avus gedreht. Caracciola mit dem neuen Zwolfzylinder mit der Stromlinienverkleidung und von Brauchitsch mit dem letztjährigen Achtzylinder waren wiederum sehr schnell. Caracciola schaffte einige Runden in Zeiten um:19. Auch Rosemeyer zeigte wieder einmal eines seiner Bravourstückchen und verbesserte seine erst 24 Stunden alte Rundenbestzeit von:16 mit 272 Stundenkilometer auf:07, was einem Durchschnitt von 282 Kilometer entspricht. Auf der Geraden wurden etwa 350 Stundenkilometer erreicht. Fleischmann Schnellfter Training zum Kölner Stadtwaldrennen Der zweite und letzte Trainingstag zum 4. Kölner Stadtwaldrennen wurden von den gemeldeten Fahrern weidlich ausgenutzt. Die beste Trainingszeit fuhr Heiner Fleischmann auf NSU. Er drehte die 2,6 Kilometer lange Rundstrecke in:15,3 Minuten und erzielte dabei einen Durchschnitt von 125,6 Stundenkilometer. — Der Vorjahrssieger und Vortagsbeste, Mansfeld LRW), kam ihm mit:16,1= 124,6 Stundenkilometer am nächsten. Mit Mellmann behauptete sich ein weiterer NSU.=Fahrer im Vorderfeld. Fleischmann war such in der 850er=Klasse der Schnellste. Er brachte Ner seine NSU. in:22,4= 114,6 Stundenkilometer üder den Kurs vor dem beachtlich fahrenden Hamburder Lohmann(Norton), der 111,7 Stundenkilometer erreichte. Am 13. Juni Opfertag des deutschen Sportes Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen veranstaltet am 13. Juni einen Opfertag des deutschen Jugend en Einnahmen für die Ausbildung der san und die Schulungsarbeit verwendet werden sol“. Nähere Einzelheiten über die Ausgestaltung des Opfertages werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Ehrenbegräbnis für Kehrling Unter starker Anteilnahme der ungarischen Tennisvortler wurde Ungarns Tennis=Altmeister Bela von ehrling zur letzten Ruhe gebettet. Welcher Wertsatzung sich der früh Verstorbene erfreute, geht daraus daß die Stadt Budapest ein Ehrengrab stellte. Eie ausländische Tennisverbände und=vereine ließen sranze am Grab niederlegen. Polizei Bochum und Herne-Süd vor schweren Aufgaben Eine Niederlage würde die Mannschaft schon kurz nach dem Start stark zurückwerfen. Die Spiele: Herne=Süd— Witten 07 TuS. Milspe— Polizei Bochum Schweinfurter Läuferreihe Die deutsche Auswahlelf für Schweinfurt Für das dritte Spiel des englischen Fußballmeisters Manchester City am 12. Mai in Schweinfurt wurde folgende deutsche Auswahlmannschaft aufgesteut: Sonnrein(Hanau 93); Haringer(Wacker München), Heim(Dresdensia Dresden); Kupfer, Kitzinger. Bernard(alle drei Schweinfurt); Paul(Dessau) oder Hohmann(Benrath), Rohwedder(Eimsbüttel), Hänel(BC. Hartha), Munkelt(PSV. Chemnitz), Striebinger(Mannheim). Wie im vergangenen Jahre, so scheinen auch in dieser Saison die Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse ein ausgeglichenes Feld von Bewerbern zusammengeführt zu haben. Der Tabellenführer VfL. Habinghorst, der diesmal spielfrei ist, wird abgelöst werden und vielleicht sogar auf den dritten Platz zurückfallen, wenn die Begegnung zwischen Milspe und Polizei nicht unentschieden ausgeht und Witten 07 in Herne verliert. Damit wären wir schon wieder drin im Prophezeien. Daß das an den ersten Sonntagen noch ein müßiges Unterfangen ist, weiß man aus Erfahrung. Aber diese „Kombinationszüge“ sind nun einmal beliebt. Soviel steht jedenfalls fest: die beiden Spiele am Sonntag lassen keinen Zweifel darüber, daß unsere beiden Gruppensieger vor ganz schweren Aufgaben stehen. Besonders die Polizei wird das zu spüren bekommen. Der enge Platz in Milspe, die Taktik der Platzleute, aus der Deckung heraus durch blitzschnelle Vorstöße Tore zu machen, könnte den Bochumern zum Verhängnis werden. Eine Niederlage in Milspe würde uns nicht überraschen, ein Sieg aber um so mehr erfreuen, da damit eine der schwersten Hürden genommen sein würde. Die knappe Niederlage der technisch vorzüglichen Herner am letzten Sonntag sollte den Polizisten den ganzen Ernst der Lage vor Augen führen. Etwas leichter hat es Herne=Süd, da die Mannschaft in gewohnter Umgebung spielen kann. Dafür ist aber der Gegner einer der stärksten des ganzen Feldes. Gewinnt Witten 07 auch dieses Spiel, so hal sich die Mannschaft die allererste Anwartschaft auf den Aufstieg erkämpft. Die Herner werden aus dem ersten Spiel ihre Lehren gezogen haben und vor allen Dingen bestrebt sein, vom letzten Tabellenplatz fortzukommen. Und Aenderungen für Wuppertal Gleichzeitig sind in der bekanntgegebenen Aufstellung der deutschen Mannschaft für das Spiel am 8. Mai in Wuppertal folgende Aenderungen eingetreten: Für Kupfer spielt Männer(Hannover 96) als rechter Läufer, während für Kitzinger der Eimsbütteler Bergmann eingestellt wurde. Im Angriff stürmt für Striebinger Pörtgen halblinks. Die Manchester City=Spiele leiten Das Reichsfachamt Fußball hat die Schiedsrichter bekanntgegeben, die mit der Leitung der fünf Spiele, Gaenferig Punktlieger über Schmitt Deutsche Auswahlmannschaft siegt in München 12:2 Eine deutsche Auswahlmannschaft, die aus Boxern bestand, die nicht mit nach Mailand zu den Eurovameisterschaften im Amateurboxen gefahren sind, traf Freitag abend in München auf eine bayrische Auswahlmannschaft und siegte hoch mit 12:2 Punkten. Die beiden Punkte für Bayern resultieren aus zwei unentschiedenen Kämpfen im Fliegen= und Schwergewicht. Im Schwergewicht trotzte Fischer(Nurnbera) Schnarre (Recklinghausen), im Fliegengewicht Gürtner(München) dem Mannheimer Stöcker ein Remis ab. Im Federgewicht siegte der Bochumer Gaenseria verdient nach Punkten über Schmitt(München). Am 5. Mai Beginn der Europameisterichaften Deutschlands Boxer bereits in Mailand Die aus acht Mann bestehende deutsche Amateurboxstaffel, und zwar: Kaiser(Gladbeck), Wilke(Hannover), Heese(Düsseldorf), Nürnberg(Dresden), Murach(Schalke), Baumgarten(Hamburg), Pietsch(Leipzig) und Runge(Wuppertal), ist am Freitag unter Fuhrung des Fachamtsleiters Dr. Metzner in Mailand eingetroffen. Die deutschen Boxer, die ihre Meldung bei den am 5. Mai beginnenden Europameisterschaften erfüllen, wurden auf dem Bahnhof in Mailand durch den Vertreter des Generalkonsulats, des Deutschen Turnverein in Mailand und einen Vertreter des italienischen Boxverbandes herzlich begrüßt. Dr. Metzner sandte folgendes Telegramm an den italienischen Regierungschef Mussolini: „Die zu den Europameisterschaften der Amateurboxer eingetroffenen deutschen Amateurboxer grüßen in Euer Exzellenz das befreundete italienische Volk und die Faschistische Partei.“ „Erlter Schriff“ in Bochum am.Mai Die Zahl der Teilnehmer am„Ersten Schritt" der Radfahrer war in Bochum immer sehr groß, im vorigen Jahre hatten wir in Bochum sogar die stärkste Beteiligung von ganz Deutschland. So soll es auch in diesem Jahre wieder werden. Schon jetzt gehen bei dem Radfahrer=Verein„Westfalia 1895“, dem wieder die Ausrichtung übertragen wurde, zahlreiche Anfragen über den Wettbewerb ein, die zeigen, daß das Interesse auch diesmal wieder sehr groß ist. Wir bemerken noch einmal, daß alle Jungradfahrer arischer Abstammung und deutscher Nationalität, die am Tage der Veranstaltung über 14 Jahre alt sind, das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten und bisher an öffentlichen Wettbewerben auf Bahn oder Straße— mit Ausnahme des Wettbewerbes„Erster Schritt"— nicht teilgenommen haben, sich beteiligen können. Die Ausschreibungsbedingungen sind im Vereinsheim der Westfalia“, der Bürgergesellzaft in der Wilhelmstraße. in Empfang zu nehmen. MeldeS 4 8 s e 4 .81637=3 4C R Sohers g Volksreilmag- ArBeriund Vim Sonziostzrenapstaltet der Vortmunder Plan. Hopegarten: I. R. Treugz gesele— Lanseat..3. verein einen Vousxenntag und setzt damit gegen, en gen Galleria Brera— Umega..,.!“ mäßig verfolgten Weg zur Schaffung gings bedeutenden telbarsch., 4..: Fr.=zirzan Pleissenkönlg. 5..: SchMittelpunktes des Rennsports im Lande der Roten Erde fort. Allen Volksgenossen ohne Ausnahme ist hier Gelegenheit gegeben, auf einer Bahn, die zu den schönsten Turfstätten im Reich gehört, den Rennsport mit allen seinen Reizen kennenzulernen. Wie jede Rennveranstaltung, so weist auch der Volksrenntag in Dortmund, dessen Beginn sehr früh angesetzt ist, um auch den auswärtigen Gästen den Besuch zu ermöglichen, eine vielseitige Rennfolge auf, in deren Mittelpunkt der Frühlings=Preis steht. Aber auch in anderer Hinsicht dürfte dieser Volksrenntag eine große Anziehungskraft auf viele Volksgenossen ausüben,“9½g g; da es dem Veranstatter gelungen ist, ein Schaubild— Toto:§ 59, Pl zur Darstellung gelangen zu lassen. Die berittene Ab=val, A'arrivée,## teilung der Dortmunder Schutzpolizei wird eine Quadrille vorführen, durch die den Besuchern die hohe reiterliche Ausbildung unserer berittenen Beamten vor Augen geführt werden soll. Unsere Voraussagen: 1..: neu ausgeschrieben 2..: Kameradschaftler— Laufpaß 3..: Leithirsch— Mailänder 4..: Florian— Meister 5..: Gemse— Landesfreund 6..: Audentia— Agnus 7..: Seeräuber— Milotti Sonntag, 2. Mai garten: 1..: Treuer Geselle— Hanseat.„2..: meaa. 3..: Pollsander— kelbarsch., 4..; Trollius— Pfeiffenkönig.„5. vola— Item. 6..: Verrander— Jupiter. 7..: Gleisner— Blason. 8..: Cvrillus— Goldrubin. Paris=Longchamp: 1..: Fishauard.— Belledame. 2. : N e m o— H r o m f a x. 3. R.: S t a l l E. d e R o t h s c h l l d## Vietrir. 4..: Dark Fellogg— Aoversaire., 5..:„3# nier Perce— Finland. 6..: Javelin— Lady in Waiting. Maisons=Laffitte, 30. April 1..: 1. Giuletta(Arnal), 2. Bohemien, 3. Pearlbag.— Toto: S. 44, Pl. 24, 18. Ferner: Colléglenne. 2..: 1. Dounus(Noe), 2. Cheix, 3. Cora.— Toto: S. 38, Pl. 20, 14. Ferner: Nathan, Mont Kemmel, Tri3..,; 1. Jaleina(Destandau), 2. Sovz, 3. Asigrezzez, Toto: S. 59, Pl. 15, 14, 12. Fernex;### Ombu, Kergos Master of toe Rolls, Grand Gala, Saint Auvent. Snow Storm, Anthunio. 4..: 1. Darique(Vonwill), 2. Corsole, 3. Bilitis.— Toto: S. 203. Pl. 45, 25, 32. Ferner: Diplostan, Epi Byzantin, Muse, Ombelle, Fath, Palatina. 5..: 1. Quick(Semblat), 2. Charlie II, 3. Sablon.— Toto: S. 54, Pl. 23. 35, 19 Ferner: Artan, Mon Jubile, Masterful. Thebes, Sonny Boy, Lightbearted, Birdsos. Huquette Volage, Maort, Athéna, Gouvaté, Brian Boroimhe. Pellegrino, Grande Harthor. 6..: 1. Sapotille(Semblat), 2. La Pomme II, 3. Virgine.— Toto: S. 37, Pl. 16, 42, 19. Ferner: Rakka, Blaque, Simpolia, Tope. Reine des Bois, Carthage, Fique Fleur, Reine'Atout, Bujh, Lagp, Kinall. 7..: 1. Procris(Schreinen), 2. La Gazelle, 3. Dalmar.— Toto: S. 52, Pl. 18. 18. 16. Ferner: Coppriabt, Kavak, Biricchina, Charente, Darsine, Turmaire, El Mono, Rosamonde. Auch die Anmeldungen müssen hier erfolgen. schluß ist Dienstag, 4. Mai. Die Mitglieder des Radfahrer=Vereins„Westfalia 1895“ Bochum unternehmen Sonntag eine Wanderfahrt nach Altendorf (Ruhr). Die Abfahrt erfolgt um 8 Uhr vom Bülowplatz Freunde des Radwandersports sind willkommen. Ungarns Wallerballer in Leipzig Neuer Europarekord von Schlauch Bei den internationalen Schwimmwettkämpfen des Schwimmvereins Stern Leipzig am Donnerstag abend, an denen die ungarische Wasserballnachwuchsmannschaft teilnahm, verbesserte der Europarekordmann Heinz Schlauch(Gera) im Rückenschwimmen seinen eigenen Europarekord von 1,08,6 auf 1,08,3. Im Wasserball spielte eine Stadtsieben gegen Ungarns Nachwuchs:4(:). Alle Gaumeister feltgestellt Um die Frauen=Handballmeisterschaft Am letzten Sonntag wurden auch die zwei noch ausstehenden Gaumeister im Frauen=Handball ermittelt. In Ostpreußen gewann erwartungsgemäß Asco Königsberg mit:1(:0) gegen den TV. Ohra Danzig, im Gau Mitte bezwang der Magdeburger Frauen=SC. in Halle den BfL. 96 mit:5(:). Am 22. und 23. Mai werden nun in einer Vorrunde die Gruppensieger ausgespielt. Die Gaugruppen haben folgende Zusammensetzung: Gruppe 1: Asco Königsberg, Preußen Stettin, Turngemeinde in Berlin, Reichsbahn Brockau. Gruppe 2: Kölner TV. 43, Tbd. Harburg, BfR. Mannheim, TV. Cannstatt. Gruppe 3: Deutsche Stahlunion Düsseldorf, Magdeburger Frauen=SC., Eintracht Frankfurt a.., 1860 München. Gruppe 4: Vorwärts Gronau(Westfalen), Polizei SV. Dresden, TV. Eimsbüttel, Hessen=Preußen Kassel. 13/55 ∆ 90 Seite 10 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 43 6 146 Pcn AAKTRE SAA c 9: 86 bä 4546848 I M 33 055 P Gchac TucrscherSotwrwrpefr. Führer eröffnete die Leistungsschau nationalsozialistischer Staatsführung Berlin, 30. April. Als Auftakt zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes eröffnete heute vormittag der Führer und Reichskanzler in Anwesenheit vieler führender Männer des Staates und der Bewegung die gewaltige Leistungsschau nationalsozialistischer Aufbauarbeit, die Reichsausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit“ auf dem Berliner Messegelände. In dem weihevollen festlichen Forum der Ausstellung gab nach einer Begrüßungsansprache des Berliner Stadtpräsidenten und Oberbürgermeisters Dr. Lippert der Schirmherr der Ausstellung, Reichsminister Dr. Goebbels, einen großangelegten Rückblick auf das Wunder deutscher Wiedergeburt und die beispiellose Aufbauarbeit des neuen Deutschlands, der in dieser herrlichen Schau ein hervorragendes Denkmal gesetzt ist. Auf der Anfahrtstraße, vor allem aber hinter den Absperrungen der prächtigen Fahnenstraße, die zum Haipresa, der Ausstelung führt, drängen sich die Massen Kopf an Kopf. Eine Ehrenkompagnie der Leibstandarte ist mit Spielmanns= und Musikzug in der Fahnenstraße aufmarschiert. In der Mitte des Halbrunds der Ehrenhalle sind unterhalb der Bildtafeln die Mitwirkenden, das Landesorchester Berlin und die Chöre der Leibstandarte und des Deutschen Sängerbundes, zu beiden Seiten die Abordnungen aller Formationen der SA., SS., des RSKK., der 5J., des BDM. und des Arbeitsdienstes untergebracht, während die Fahnengruppen in den Durchgängen zwischen den großen Buchtafeln Aufstellung genommen haben. Das Mittelpodium der Ehrenhalle ist den Ehrengästen vorbehalten den Mitgliedern der Reichsregierung und der preußischen Staatsregierung, den Spitzen der Partei und ihren Gliederungen. Rechts davon liegen die Plätze für das Diplomatische Korps und die in= und ausländischen Pressevertreter, unter denen man ebenfalls die italienischen Journalisten sieht. Links befinden sich die Plätze der Gauleiter, Staatssekretäre, der Generalität und Admiralität. Hier bemerkt man auch hohe führende Wirtschaftler und Vertreter der Kunstund Kulturbehörden. Heilrufe künden an kurz vor 11 Uhr die Ankunft des Führers Er schreitet unter den Klängen des Badenweiler=Marsches die Front ab und wird von Reichsminister Dr. Goebbels und dem Stadtpräsidenten Oberbürgermeister Dr. Lippert in das lichtdurchflutete Forum geleitet. Fanfaren tönen durch die Halle. Die Festmusik aus „Lohengrin“ klingt auf und verhallt in rauschenden Akkorden. Als Vertreter der Reichshauptstadt heißt Stadtpräsident Oberbürgermeister Dr. Lippert den Führer und die Ehrengäste willkommen. Rückblick Dr. Goebbels' auf die beispiellose Aufbauarbeit Dann nimmt der Schirmherr der Ausstellung, Reichsminister Dr. Goebbels, das Wort. Er weist Harauf hin, daß der Führer wenige Tage nach Uebernahme der Verantwortung vor das deutsche Volk hingetreten sei, um in einem großen und umfassenden Generalplan das beabsichtigte Aufbauwerk darzulegen. Adolf Hitler habe damals mit Nachdruck erklärt, daß es nicht darauf ankäme, theoretische Programme zu erörtern, die für die nächste Zeit populäre und billige Gegenwartsforderungen enthielten, sondern daß es Aufgabe der Regierung und Pflicht des Volkes sei, zu arbeiten und diese Arbeit mit neuem Selbstbewußtsein und Vertrauen auf die eigene Kraft von Grund auf zu erfüllen. Dr. Goebbels erklärte dann u..:„In einem also unterschieden Sie sich, mein Führer, gleich am Anfang von allen Ihren Vorgängern: Sie sprachen nicht von Wochen oder Monaten, Sie sprachen von Jahren, die nötig waren, aber Sie nannten auch die Dinge beim Namen, verschlossen Ihre Augen nicht vor den schleichenden Krebsschäden der Zeit, versprachen aber, sie zu lösen, wenn Volk und Nation Ihnen dafür die nötige Frist und Bewegungsfreiheit zur Verfügung stellen wollten. Die entscheidende die der deutschen Führung damals aufgegeben war, lautete:„Gelingt es uns. das Gespenst der Arbeitslosigkeit zu bannen und die Tore der Fabriken und Werkstätten wieder zu öffnen?“ Dieses Problem mußte kühn und großzügig angefaßt werden, und es galt, alle Widerstände, die dagegen von einzelnen Menschen oder Organisationen aufgerichtet waren, aus dem Wege zu räumen und an ihre Stelle die geballte Kraft einer geeinten Nation treten zu lassen. Diese Nation mußte bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und erneuert werden. Deutschland stand damals in seiner vielleicht schwersten Krise der Nachkriegszeit. Wenn dieser letzte Versuch mißlang, dann war alles verloren. Das Vaterland war in Gefahr, und es mußte einer sich an die Spitze stellen und das nationale Kommando übernehmen. In einigen monumentalen Plänen gaben Sie, mein Führer, dem Aufbau Richtung und Ziel. Und nun wurde das Wunder Wirklichkeit: in ein paar Wochen schon erzitterte die ganze Nation vom Rhythmus einer neuen Arbeit. Die Maschinen setzten wieder an, die Turbinen heulten, die Motoren donnerten und die Schlote rauchten.“ Anschließend kam Dr. Goebbels auf die großen Erfolge des nationalsozialistischen Aufbauwerkes zu sprechen. Adolf Hitlei habe der deutschen Armee Ehre und Waffen zurückgegeben und im organisatorischen Reichsneubau die Grundlagen für die Vereinheitlichung des Reiches geschaffen. Der deutsche Arbeiter sei in der Arbeitsfront, das deutsche Bauerntum im Reichsnährstand und das deutsche Künstlertum in der Reichskulturkammer zusammengefaßt. Die kommende Generation lebe dem Volk in der Hitler=Jugend eine geeinte Nation vor. Durch ein großangelegtes politisches Erziehungswerk wurde die Partei als Trägerin des politischen Willens an die Führung des Volkes gestellt. In einer Kulturerneuerung von wahrhaft monumentalen Ausmaßen wurde die Nation an die Spitze deutscher Art und deutscher Kunst herangeführt. In dem Hilfswerk Mutter und Kind ließ der Führer seine weitschauende Sorge dem köstlichsten Das erste Schif der neuen KöF Flotte Einen herrlichen Anblick bietet der schon jetzt weiß gestrichene Rumpf des ersten Schiffes der neuen deutschen KdF.=Flotte, das in Hamburg am 5. Mai von Stapel laufen wird. phot.: Weltbild Schatz und tiefsten Quell unserer Volkskraft angedeihen. Im Winterhilfswerk schuf er die imponierendste soziale Großtat, die die Geschichte aller Zeiten und Völker kennt In der Millionenorganisation „Kraft durch Freude“ wurden dem Volk Optimismus. Lebensbejahung, Kraft und Freude geschenkt. Immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochen, fuhr Dr. Goebbels fort: „Nun ist die Arbeitsschlacht geschlagen. Ein stolzes Heer wacht wieder an den Grenzen des Reiches. Die Nation ist einig und geschlossen. Die deutsche Jugend marschiert in einer stolzen Millionenorganisation, die den Namen des Führers trägt. Die Theater und Konzertsäle haben sich wieder gefüllt mit den Kunstgläubigen unseres Volkes, deren Seele trunken ist von den Wundern deutscher Musiker und deutscher Dichtung. Die Partei aber steht gefestigt und gesichert hinter dem Führer an der Spitze unseres Volkes und bestimmt Richtung und Ziel Aufbruchs der Nation.“ Seit der Proklamation des Führers am 1. Mai 1933 seien vier Jahre vergangen. Die Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit“ solle in umfassenden bildlichen, statistischen und tatsächlichen Darstellungen einen Rechenschaftsbericht über die vier Jahre des nationalsozialistischen Aufbauwerkes geben. „Damit ist diese Ausstellung das beredteste Dokument für die Einhaltung eines großen nationalen Versprechens, für die Erfüllung einer deutschen Hoffnung und für die Verwirklichung eines deuschen Glaubens.“ Reichsminister Dr. Goebbels schloß seine Rede mit den an den Führer gerichteten Worten:„Diese vier Jahre standen unter Ihrem Namen, mein Führer. Sie prägten ihnen Ihren Stempel auf. Sie werden eingehen in die Geschichte als die historische Zeitspanne Ihrer ersten großen Aufbauperiode: unvergänglich werden Ihre Leistungen sein In diesen vier Jahren ist Deutschland wieder eine Weltmacht geworden. Wir alle können uns wieder mit Stolz Bürger dieses Reiches und dieses Volkes nennen. Ich mache mich zum Dolmetsch all der tiefen Gefühle der Dankbarkeit und Verehrung für Sie, mein Führer, die in dieser stolzen Stunde die ganze Nation erfüllen. Ihr Werk sollte, so sagten Sie vor vier Jahren, Ihr Zeugnis sein und nun spricht es in diesen Dokumenten beredter als jedes Menschenwort. Es macht ein Versprechen zur Wirklichkeit: Deutschland ist schöner, mächtiger und glücklicher geworden. Und nun bitte ich Sie, mein Führer, die große deutsche Ausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit“ zu er. öffnen.“ Nun erklärt der Führer von seinem Platz aus die Ausstellung für eröffnet. Das Landesorchester und die Sänger stimmten den Chor Gerhard Schumanns an, den der Dirigent Herbert Windt wuchtig und mitreißend vertont hat. Bei der Strophe des Dichters: Aus dem Dröhnen und Hämmern und Wettern, das unsere Fäuste und Herzen gewann, steigt in brausenden, leuchkenden Lettern sein„nu zeigt 90s 8 „nun fanget an!“ zeigt zur gleichen Zeit das Buch in der Mitte der Halle das Bild das den historischen Augenblick wiedergibt, als der Führer im Jahre 1933 den ersten Spatenstich tat und als der erste Arbeiter der Nation den schaffenden Deutschen den Befehl gab: Fanget an Bild auf Bild ziehen dann die großen Taten des nationalsozialistischen Deutschlands an den Teilnehmern der feierlichen Eröffnungskundgebung vorüber und lösten jubelnde Begeisterung aus, die in dem Sieg=Heil stürmisch ausklingt, das der Berliner Gauleiter auf den Führer ausbringt. Mit den Liedern der Nation klingt die Feierstunde aus. Dann wendet sich der Führer, begleitet von den Reichsministern, Reichsleitern, dem Diplomatischen Korps. den Gauleitern und Staatssekretären, der gegenständlichen Darstellung der ersten vier Jahre nationalsozialistischer Staatsführung in den Hallen zu. Der Führer zeichnet Dankopfer NSK. Berlin, 30. April Anläßlich der Eröffnung der Ausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit" besuchte der Führer die zeichnungsstelle zum Dankopfer der SA.=Standarte 7 auf dem Ausstellungsgelände. Hier zeichnete sich der Oberste SA.=Führer Adolf Hitler in die aufliegende Dankopfer=Liste ein und brachte damit seine Verbundenheit zu dem großen Opferwerk seiner SA. zum Ausdruck. Reichsmittel für die Maikäferbekämpfung dnb Berlin, 30. April. Der Reichs= und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft hat für die Maikäferbekämpfung im Frühjahr 1937 einen Betrag von 100 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. Die Beihilfen werden auf diejenigen Landesbauernschaften verteilt, in deren Gebiet mit einem starken Maikäferauftreten zu rechnen ist. In stark befallenen Gebieten werden die Pflanzenschutzämter der Landesbauernschaften ortsweise Fangkolonnen bilden, die gegen eine angemessene VerHestuns, Naikäfer einsammeln. In weniger stark be lzuezen und befallsverdächtigen Gebieten werden für die freiwillige Sammlung der Maikäfer Prämien ausgesetzt. Die Einzelheiten sind in besonderen Richtlinien festgelegt. Die Durchführung der Bekämpfung ist von den Pflanzenschutzämtern vorzubereiten und zu überwachen. London ohne Autobusverkehr London, 30. April. Die Verhandlungen der Vertreter der Londoner Autobus=Angestellten mit der Verkehrsgesellschaft sind am Freitag um 17 Uhr ergebnislos abgebrochen worden. Der Streik wird somit Tatsache. Ab Mitternacht wird der gesamte Autobusverkehr innerhalb des Stadtbezirks London für 24 Stunden stillliegen. Bestimmte Verkehrslinien nehmen am Streit nicht teil. Auch die Außenbezirke werden voraussichtlich nicht bestreikt. Der Führer auf der Ordensburg vogelsang Die Tagung der Kreisleiter der NSDAP. auf der mit dem Besuch Ordensburg Vogelsang fand ihren Höhepunkt des Führers. phot.: Hoffmann Der Führer auf der Leistungsschau„Gebt mir vier Jahre Zeit“ Am Anschluß an die Eröffnung der Ausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit“ machte der Führer einen Rundgang. Hier besichtigt er die ausgestellten Modelle der Kriegsmarine. Voweisr Alleinverkauf Generalvertr-tung: W. Schimmelpfennig Boc hum, Kortumstraße 10 Fernruf 6740 Bosch Admirol-Oele U In Bochum Herner Straße 4, Rut 63107 Chemische Fabrik Walther Bosch G. m. b. H T. 66719 Hermannshöhe 20 Bochum Der Kautabak von Grimm& Triepel wird in fünf Selpinststärten geliefert. Wer das Priemen erst versuchen möchte, beginnt mit der keinsten Sorte. Eine Kostprobe bringt die neue Werbeschrift, welche die Händler für Sie bereithalten. 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Hypothekenmakter, Ei K Kott34 K 1 540 4* 8473 A 6 1 * □# 805 5 440 ∆ Seite 14 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger# Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 Nachrichten aus Groß-Bochum Aus den=Eidotienen Stadtteil Hordel Evangelische Kirchengemeinde. An Stelle des nach Duisbura=Meiderich berufenen Pastors Abendroth hat das Konsistorium in Münster den Hilfsprediger Johannes Klempt nach Hordel entsandt, dessen feierliche Einführung am Sonntag, 2. Mai. im Hauptaottesdienst um 10 Uhr stattfindet. Stadtteil Hamme In hohem Alter. Am heutigen Samstag kann die Ehefrau Stephan Svichalski, Helene geb. Nedza, Gahlensche Straße 21, bei verhältnismäßig guter Gesundheit ihren 71. Geburtstag begehen. Im Januar dieses Jahres konnte sie mit ihrem Gatten das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Als Mutter von zwölf Kindern(neun Söhnen und drei Töchtern) war ihr Leben angefüllt mit viel Arbeit und Sorge um die Ihrigen. Drei Söhne starben im Weltkrieg den Heldentod. Neben ihrem Gatten und ihren Kindern können ihr noch fünf Enkelkinder zu ihrem Geburtstage Glück wünschen. Goldene Hochzeit. Die Eheleute Oswald Nebling und Frau, Maria Nebling, begehen ihre goldene Hochzeit. Der Jubilar ist am 15. März 1863 in Steinau an der Oder geboren, die Jubelbraut am 15. August 1862 in Zülz(Oberschlesien). Der glücklichen Ehe entsprossen elf Kinder, von denen noch sechs leben. Außer ihnen beglückwünschen 13 Enkelkinder und ein Urenkelkind. Der Jubelbräutigam war 22 Jahre auf der Zeche „Constantin der Große" beschäftigt. Beide Eheleute sind noch recht rüstig. Dem„B..“ sind sie immer treue Leser geblieben. Ehejubiläen. Ihre Silberhochzeit begehen die Eheleute Karl Heddeger, Robertstraße 40, am 10. Mai, wie der gestrigen Notiz nachgetragen sei.— Am Sonntag. 2. Mai, feiern die Eheleute Josef Rüffin, Feldsiever Straße 130, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Das Jubelpaar wohnt fast 25 Jahre in derselben Wohnung und ist ebenso lange Bezieher des„B..“ NS.=Frauenschaft.=Hamme. Die NS.=Frauenschaft Hamme begeht den„Taader Frau" am 4 Mai im Gemeindesaal an der Hindenburgstraße in feierlicher Weise. Sie gewährt ab 3 Uhr durch eine Schau einen Einblick in die Arbeitsgebiete Kultur. Erziehung. Schulung, Volks= und Hauswirtschaft, Reichsmütterdienst, Grenzland= und Hilfsdienst. Eine schöne Feierstunde, von Lied= und Musikvorträgen umrahmt, findet am Abend um 19.30 Uhr statt. In ihrem Mittelpunkt steht eine Rede der Kreisfrauenschaftsleiterin Frau Goebbels. Jede Frau tritt dem Deutschen Frauenwerk bei, die aus Dankbarkeit bereit ist, unserm Führer beim Aufbauwerk zu helfen. Stadtteil Hofsiede=Marmelshagen Neue Bergmannssiedlung. In der Spitze der Grummer Straße und dem Mühlental ist man gegenwärtig mit dem Bau einer neuen Siedlung durch die Bergmannssiedlung Bochum beschäftigt. Die Arbeiten werden durch die Firma Hensel ausgeführt. Fünf der Häuser sind im Rohbau fertiggestellt, während man bei drei weiteren zur Zeit mit den Vervutz= und Innenarbeiten beschäftigt ist. Zu dieser Siedlung wird auch eine neue Straße gebaut. Die Häuser können im Laufe des Sommers bezogen werden. Stadtteil Riemke Uebermut tut selten gut. Auf dem Marktvlatz suchen sich öfter junge Leute in allerlei Fahrkünsten zu überbieten. Bei solchem Treiben kam am Donnerstaa abend der Berglehrling Karl Kl. zu Fall und erlitt einen Armbruch und andere Schäden. Beraknappen zu beklagen hatte. 42 brave Knavven fanden auf dem Felde der Arbeit ihren Tod. Dieses so erschütternde Unglück geschah dadurch, daß das Förderseil riß und der vollbesetzte Korb mit 42 treuen Knappen in die Tiefe sauste. Die toten Kameraden wurden in einem großen Massenarab auf dem evangelischen Friedhof in Stievel=Dorf beigesetzt. Stadtteil Weitmar Kriegsopfer bekennen sich zum Führer. Am verflossenen Sonntag versammelte sich die Kameradschaft Weitmar der NSKOV. im„Waldschlößchen" beim Kameraden Arens zu einer Kundgebung. Nach Eröffnungsworten des Kameradschaftsführers Schembera sprach Kreisamtsleiter Pg. Deuschle zu den Versammelten. Ausgehend von einer Kennzeichnung des Durcheinanders und Gegeneinanders der Kriegsbeschädigtenorganisationen in der Weimarer Zeit umriß er die nationalsozialistische Haltung zu den Frontsoldaten und Kriegsopfern. Wenn auch für den Nationalsozialisten nicht wie bisher die Fragen der materiellen Versorgung im Vordergrund gestanden hätten, sondern erstes Ziel gewesen sei, den Frontsoldaten und Kriegsopfern den Platz und die Anerkennung zu sichern. die ihnen nach ihren Leistungen und Opfern zukommen, so habe die Regierung Adolf Hitlers doch auch in materieller Hinsicht mehr für die Kriegsopfer getan als alle Systemregierungen vorher, was der Redner an Hand der gesetzlichen Maßnahmen nachwies. Darum schließe die Zuaehörigkeit zum einzigen Frontsoldatenbund, der unter der Fahne des Führers marschiere und arbeite, die hohe Pflicht ein, sich vorbehaltlos zum Führer und seiner Weltanschauung zu bekennen. Es sei nicht mit Mitgliedschaft und Beitragszahlung getan, sondern es gelte für alle Frontsoldaten der NSKOV., sich an Einsatzbereitschaft für den Frontkameraden Adolf Hitler und sein Werk von niemandem übertreffen zu lassen und so auch jetzt wie in der Zeit von 1914 bis 1918 wahren Frontgeist vorzuleben, der sich auswirke in Kameradschaft, Treue und unermüdlicher Einsatzbereitschaft. Beim Spiel überfahren. Das noch nicht schulpflichtige Söhnchen Ernst der Eheleute K. Sch., Kohlenstraße, lief auf der Straße einem Ball nach, wurde von einem Auto erfaßt und erlitt ziemliche Verletzungen. Der Fahrer brachte das Kind ins Krankenhaus. Nach Erhalt von Verbänden konnte es nach Hause entlassen werden. Stadtteil Linden=Dablbausen Totenbestattung im alten Linden Die alten Chroniken Linden=Dahlhausens haben manche interessante Einzelheit aus vergangenen Jahrhunderten festgehalten. Bis zum Jahre 1664 waren die Glieder beider Konfessionen Linden=Dahlhausens verpflichtet, ihre Toten auf dem katholischen Friedhof in Niederwenigern zu bestatten, was stets mit vielen Schwierigkeiten verbunden war. Dies war besonders im Winter bei Treibeis und Hochwasser der Fall. So sah man sich oft gezwungen, den Sara über das Eis zu schieben; erklärlich, daß dies sehr oft mit großer Lebensgefahr verbunden war. Vollends wurde den Bewohnern von Linden und Dahlhausen die Totenbestattung verbittert, weil sie ihre Lieben häufig ohne Sana und Klang bestatten mußten, und den Leidtragenden kein Wort des Trostes zuteil wurde. Dazu kamen noch der weite Weg und die alte Sitte der Bewirtung des Leichengefolges. Man entledigte sich der rauhen Sitte vielfach durch Spenden einer Tonne Bieres, was in der goldarmen Zeit als eine sehr hohe Belastung empfunden wurde.(Eine Tonne kostete mindestens 1½ Taler.) Infolge einer Eingabe seitens der Gemeinde. die Beerdigung ihrer Toten auf eigenem Friedhof zu gestatten, hat der Große Kurfürst unter dem 15 Oktober 1663 die Bitte genehmigt. Am 4. Januar 1664 wurde die Genehmigung dem Amtmann zu Blankenstein, Joh. Georg von Syberg zu Kemnade, und auch dem kurfürstlichen Richter Caspar Dornseiffen und weiter am 16. Januar dem Pfarrer Bilstein, den Vorstehern von Linden=Dahlhausen, Heinrich Köllermann und Heinrich Killfitt, übergeben. Die erste Beerdigung auf dem Kirchhofe der alten Kavelle fand am 18. Februar 1664 statt(Heinrich Scheidtmann von Scheitmannshof und seine 93jährige Mutter). 1714 wurde Jörgen zu Dahlhausen hinter dem Altar begraben. Der Kirchhof an der Jägerstraße ist Ende 1841 in Gebrauch genommen worden. Der neue Friedhof an derselben Straße der Zeche„Baaker Mulde“ zu, wurde am 18. Oktober 1893 eingeweiht. H. A. 50 Jahre im Dienste der schwarzen Kunst Ein Töppel=sadnaum far Techum=Selche Ausbau der Hiltroper Landwehr vor 40 25 Jahre Straßenbahnverbindung Herne=Gerthe Stadtteil Grumme=Böde Verdiente Auszeichnung. Gelegentlich der Unfallverhütungs=Aktionswoche wurde bekanntlich ein Preisausschreiben veranstaltet. An ihm beteiligten sich auch mehrere Gefolgschaftsmitglieder der Eisen= und Hüttenwerke. Als beste dieser Arbeiten wurde die des Arbeitskameraden Diersen bewertet. Die Verwaltung des Werkes hat ihm als Belohnung eine Sechstagefahrt mit KdF. nach Norwegen verschafft. Die anderen Teilnehmer am Preisausschreiben wurden gleichfalls mit Auszeichnungen bedacht. BA.-Archiv So sah es vor 40 Jahren an der Hiltroper Landwehr aus. Stadtteil Altenbochum Elternabend im Fähnlein 58/67. Zu einem fröhlichen Abend hatten sich am Mittwoch die Eltern des Jungvolks des Fähnleins 58/67 im Saale Lehmkuhl in stattlicher Zahl eingefunden. Fähnleinführer Köhler richtete an sie herzliche Worte der Begrüßung. Die Singschar des Standortes erfreute durch ihre frischen und kernigen Weisen. Das Jungvolk musizierte und sang nach Herzenslust und entfesselte Heiterkeitsstürme, als„Peter Squenz“ über die Bühne ging. Der Abend bereitete Stunden frohen Erlebens. Zwischen Gerthe und Herne bestand früher keine gute Straßenverbindung, nur der Kirchenweg von Hiltrop nach Gerthe war einigermaßen in Ordnung. Im April 1897, kurz nach der Stadtwerdung von Herne (1. 4. 1897) wurde der Ausbau der Hiltroper Landwehr in Angriff genommen, durch die eine gute unmittelbare Verbindung zwischen den Kernpunkten von Gerthe und Herne hergestellt wurde. Heute ist die Hiltroper Landwehr eine Verkehrsstraße von Bedeutung und in gutem Zustande. Am 1. Mai 1912 wurde auch die Straßenbahnlinie Gerthe—. Herne in Betrieb genommen, die ebenfalls über die Hiltroper Landwehr führt. Unser Bild zeigt den Zustand der Hiltroper Landwehr vor 40 Jahren. Das zweite Haus von links ist die„Voßkuhle"(Wirtschaft Möller). Die alten Kötterhäuser stehen noch. Im Hintergrunde der Gysenberger Wald. Gein Nachoagerie! Stadtteil Laer Filmvorführung. Im großen Langbeinschen Saale findet die nächste Filmvorführung am Dienstag, 11. Mai, für die Jugendlichen um 17 Uhr und für die Erwachsenen um 20 Uhr statt. Für die Jugendlichen läuft der großartige Film„F. P. 1 antwortet nicht". Um 20 Uhr„Das Mädchen vom Moorhof". Karten sind im Vorverkauf an den bekannten Stellen zu haben. Stadtteil Langendreer Persönliches. Heute feiern die Eheleute Wagener, Uemminger Straße 17, das schöne Fest der silbernen Hochzeit.— Frau Witwe Maria Bruns, Mansfelderstraße 12, feierte gestern ihren 84. Geburtstag. Stadtteil Wiemelhausen „Tag der Frau.“ Die NS.=Frauenschaft Wiemelhausen veranstaltet am 4. Mai. um 16 Uhr, eine große Werbekundgebung im Paul=Gerhardt=Haus unter dem Titel„Tag der Frau". Als Auftakt zu diesem Tage ist am Sonntag, 2. Mai. im Verkaufsraum Schulte. Wasserstraße 211, eine große Handwerksschau. Sie ist von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Stadttell Brenschede Straßenbau. Die Burgstraße, als Zugangsstraße zum Lottental von der Markstraße, soll in absehbarer Zeit auf 15 Meter erweitert und gut ausgebaut werden, wodurch bei der Fertigstellung dann eine gerade Verbindung von Heven nach Wiemelhausen und Bochum bestände. An der Straße ist mit den Ausschachtungsarbeiten für einen Neubau bereits begonnen worden. Die neue Straße„Melscheder Weg“ ist ganz fertiggestellt und mit einer Teerdecke versehen worden. Auch die neue Flözstraße" durch den Häuserblock an der Ecke Brenjeder und Querenburger Straße ist ebenfalls fertiggestellt. Stadtteil Stievel Eine traurige Erinneurng. Am 29. Avril waren 20 Jahre verflossen, seit dem Tage, an dem die Bewohner Stievels von einem schweren Grubenunglück auf der Zeche„Karl=Friedrich=Erbstolln" betroffen wurden. Es war fast keine Stieveler Familie, die nicht irgendeinen Verwandten oder Bekannten unter den toten sche Stadt Wattenscheid Persönliches. Dem Anstaltsseminar des Gymnasiums wurden die Studienreferendare Max Auliaa. Alfons Beus und Engelbert Clemens zur Ableistung des ersten Vorbereitungsjahres überwiesen.— Das Fest ihrer silbernen Hochzeit begingen die Eheleute Ludwig Drees und Frau, Elisabeth geb. Dember, Weststraße 60.— Frau Witwe Katharine Weindorf. geb. Schüller, feierte gestern ihren 70. Geburtstaa Erst vor kurzem trat sie von der Bewirtschaftung ihres Anwesens. Ecke Ost= und Gertrudisstraße, zurück. Erste diesjährige Fahrt der NS.=Kulturgemeinde. Die NS.=Kulturgemeinde Wattenscheid eröffnet die Reihe ihrer diesjährigen heimatkundlichen Fahrten mit einer Ruhr=Burgen=Fahrt. Diese führt zunächst nach Witten und von hier über Vormholz. Herbede. Blankenstein, Hattingen, Altendorf, Ueberruhr und Horst=Ruhr nach Wattenscheid zurück. Die Fahrt steigt am Mittwoch. 5. Mai, mittags 2 Uhr ab Adolf=Hitler=Platz. Anmeldungen bis Dienstagmittag beim Verkehrsverein. Rheinfahrten der Wattenscheider Zechen=Gefolaschaften. Die„Holland“=Gefolaschaft unternimmt in diesem Jahre wieder eine Rheinfahrt am Montag. 28. Juni. Die Fahrt mit dem Sonderzug geht bis Koblenz und von hier aus aehts mit dem Damvfer bis Rüdesheim. — Auch die„Centrum"=Gefolaschaft beaibt sich in diesem Jahr anläßlich ihres Gemeinschaftsausflugs am 25. Juli an den Rhein. Die Fahrt mit dem Sonderzug führt bis Ruhrort, von dort gehts mit dem Dampfer in sechsstündiger Fahrt bis Zons. Die städtischen Freilichtbühnen Wattenscheid. In diesem Jahre wird der große Festspielplatz im Stadtgarten, der im vorigen Jahre zu spät fertiggestellt wurde, um noch erfolgreich in Benutzung genommen zu zu werden, seiner wirklichen Bestimmung zugeführt werden. Nach längeren Verhandlungen auch mit staatlichen Stellen ist in diesen Tagen die endgültige Entscheidung über eine Bespielung der beiden städtischen Freilichtbühnen im Stadtgarten Wattenscheid und im Höntrover Südvark gefallen. Die Stadt Wattenscheid wird die Bühnen in eigene Regie übernehmen. Damit erhält Wattenscheid im Grunde genommen ein Stadttheater, wenn auch zunächst einmal ein FreilichtStadttheater. Die Gesamtleitung der beiden Bühnen ist dem bisherigen Leiter der Höntrover Waldbühne. Karl Cofflet übertragen worden, der ein größeres künstlerisches Personal(elf Damen und Herren) vervflichtet. Die Spielleitung liegt in Händen erster Spielleiter. Die Spielzeit der Höntrover Bühne beginnt am 16. Mai (1. Pfingsttag) und wird Ende Juni abgeschlossen, da * * K ..-Brüning Mit dem 1. Mai erreicht ein Arbeitskamerad der Betriebsgemeinschaft des„B..“ den Tag seines goldenen Berufsjubiläums, der Maschinensetzer Hans Schettel, geboren am 20. August 1873 in Kamen, bei der Versetzung seines Vaters nach Bochum in jungen Jahren in unsere Heimatstadt gekommen und durch die Jahrzehnte zu einem echten Bochumer geworden. Hans Schettel widmete sein ganzes Leben der„schwarzen Kunst“, nachdem er am 1. Mai 1887 bei der damaligen„Rheinisch=Westfälischen Verlagsanstalt" in Bochum als Schriftsetzerlehrling eingetreten und dort in die Geheimnisse der Schriftsetzerei eingeweiht worden war. Als 1899 die erste Setzmaschine in Bochum aufgestellt wurde, war Hans Schettel einer der ersten, der die Umstellung vom Handsatz zum Maschinensatz erlernte und so von Anfang an eine der größten Umwälzungen im Buchdruckgewerbe mitmachte. Im Januar 1906 kam der Arbeitsjubilar in den Betrieb des „B..“, dem er von da an ununterbrochen bis zum heutigen Tage angehört, wenn man von den drei Jahren absieht, in denen er während des Weltkrieges von Mai 1915 bis zum Schluß dem Vaterlande diente. Genau wie seiner Arbeitsstatte, hat Hans Schettel auch durch die Jahrzehnte der deutschen Turnsache, der er sich schon als junger Mensch verschrieb, und der soldatischen Tradition treu angehangen. Er nimmt unter seinen Arbeitskameraden und bei der Betriebsführung als ein seinen Pflichtenkreis in der besten Weise erfüllender Kamerad eine geachtete Stellung ein, und die Beliebtheit und Wertschatzung, deren er sich erfreut, wird auch heute abend bei der Feier des„B..“ zum 1. Mai, die gleichzeitig der Ehrung des Arbeitsjubilars Hans Schettel dient, von Herzen zum Ausdruck kommen. Anfang Juli die Spielzeit des Festsvielplatzes im Stadtgarten beginnt. Dieselbe währt zwei Monate, also bis Ende August. Ab Montag Kinderkuren im Sonnenheim. Mit Montag, 3. Mai, werden die NSV.=Kinderkuren im Sonnenheim im Wattenscheid=Höntroper Südpark wieder aufgenommen. Die Kuren werden genau wie in den vergangenen Jahren durchgeführt werden. Diebstahl in der Berufsschule. Am 29. April in der Zeit von.30 bis 9 Uhr, wurden von der Fluraarderobe der Berufsschule in der Graf=Adolf=Straße zwei Mädchenmäntel gestohlen. Es handelt sich um einen dunkelbraunen Regenmantel, Größe 44, mit 5 großen weißen Knöpfen, einreihig, ohne Gürtel und um einen hellbraunen Kamelhaarmantel mit breiten Aufschlägen und Gürtel, sechs großen, hellen Knöpfen, zwei schrägen Taschen und Rückenfalte. Als Täter kommt ein 30 bis 40 Jahre alter Mann mit gesetzter Figur und vollem Gesicht in Frage. Er trug grauen Schlapphut und führte ein Fahrrad bei sich, an dem sich ein Pappkarton befand. Mitteilungen erbittet die Kriminalvolizei, Rathausstraße 3. Stadt Wanne=Eicke! Ratsherrensitzung Am Donnerstaa traten die Ratsherren der Stadt Wanne=Eickel unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters zu einer Sitzung zusammen. Dem Verkaufsangebot der Stadt an die Reichsfinanzverwaltung(es handelt sich um das gegenüber dem Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes liegende Grundstück, das voraussichtlich in einer Frontlänge von 68 Meter bebaut werden wird), wurde zugestimmt. Wann es zur Errichtung des Finanzamtsneubaues kommen wird, kann auch heute mit Sicherheit noch nicht gesagt werden. * Verkauf der Westsälischen Straßenbahn an die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen Gegenstand der Beratung war ferner ein Vertragsentwurf, wonach das in Konkurs befindliche Unternehmen der Westfälischen Straßenbahn durch die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen AG. erworben werden soll. An diesem Vertrage sind außer der Stadt Wanne=Eickel eine ganze Reihe von Städten unserer Nachbarschaft beteiligt. Durch den beabsichtigten Uebertragsvertrag wird das Konkursverfahren beendet und ein normaler Zustand wieder hergestellt werden. Die Verbindungslinie Herne—Wanne=Eickel—Wattenscheid=Höntrop wird, wenn der obige Vertrag abgeschlossen sein wird, in einen Autobusbetrieb umgewandelt werden. Die Verbindungslinie Wanne=Eickel Hbf. bis Wirtschaft Oelmann im Stadtteil Holsterhausen wird durch die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen AG. weiterhin mit Straßenbahnen befahren werden— Die Haushaltsrechnung des Rechnungsjahres 1935 wurde entgegengenommen. Beraten wurden noch die Ausdehnung der städtischen Straßenreinigung auf einige weitere Straßen der Stadt, nämlich Busch=, Bruch.. Resser, Neu=, Stern= und Elsa=BrändströmStraße sowie der Erlaß einer Ordnung über die Erhebung von Verwaltungsgebühren. Beförderung. Zum technischen Reichsbahnoberinspektor wurde der technische Reichsbahninspektor Keller vom Bahnhof Wanne=Eickel ernannt. Die Beisetzung der verunglückten Knappen. Im Verwaltungsgebäude der Zeche„Königsgrube“ in Röhlinghausen sind die Leichen der beiden durch Sturz in den Schacht verunglückten Revaraturhauer würdia aufaebahrt. Die Beisetzung der beiden auf dem Felde der Arbeit gefallenen Knappen fand am Freitag nachmittag unter Beteiligung der Gefolaschaft, der DAF. und der anderen Parteigliederungen statt. Auf der Zeche war zunächst eine Trauerfeier, die durch gesangliche Darbietungen der„Sänaervereinigung“ Röhlinghausen und Musikvorträge der Werkskapelle umrahmt wurde. Die Grablegung gestaltete sich zu einer tiefergreifenden Feier. Versammlung der Kriegerkameradschaft. Im Westfälischen Hof fand unter Leitung von Kameradschaftsführer Gerdesmann eine Versammlung statt. Bekanntgegeben wurde, daß das Wettkampf= oder Vergleichsschießen am 30. Mai,., 18. und 20. Juni bei Marzina stattfindet. Das Wandervreisschießen findet am 3. Oktober statt. Am Landeskriegertag in Pyrmont am 22. und 23. Mai nehmen die Kameraden teil. Stadt Castrop=Rauxe! Eine Hausgehilfin auf der Kampstraße überfallen. Am 24. April wurde eine Hausgehilfin auf der Borahagenerstraße die zur Straße„Im Osterkotten“ wollte. und die Kampstraße beging, auf der Kampstraße von einem unbekannten Täter überfallen und mißhandelt. Der Vorfall hat sich gegen 20.45 Uhr, zugetragen. Ein Wortwechsel hat vor dem Ueberfall nicht stattgefunden. Gestohlen oder geraubt wurde nichts. Der bis jetzt noch unbekannte Täter wird wie folat beschrieben: etwa 25 Jahre alt, 1,70 Meter groß, schlank und schmächtig. er trug eine Schlägermütze. Wer hat den Vorfall aesehen oder wer hat um die fragliche Zeit auf der Kamvstraße eine Person gesehen, die der Tat verdächtig sein könnte? Wer kennt den Namen des Täters? Das Publikum wird um eifrige Mitarbeit gebeten. Annaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalvolizei. Zeppelinstraße. Ennepe-Ruhr=Kreis Seinen Verletzungen durch Berührung der Starkstromleitung erlag der Elektromeister Ernst Windrath. Der Unfall ereignete sich vor Wochen im Betriebe der Sprockhöveler Firma Gustav Düsterloh. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Morgen Sonntag, zwei sene Vorstellungen von Eberhard Wolfgang Möllers Schauspiel„Rothschild slegt bei Waterloo“ für die Hitler=Jugend, und zwar nachmittags und abends. Das Hoffmannsche Konservatorium bringt in seinem Schülerkonzert am Dienstag im großen Saal des Hauses eine Vortragsfolge zu Gehör, in welcher der Rhhihmus des Tanzes dominiert.„Der Tanz in der sir betitelt sich der Abend, der einen Querschnitt durch die Tanzweisen vom 17. Jahrhundert bis heute geben soll. In gedrängter Folge führen die Gesang=, Klavier= und linschüler die verschiedenartigsten Kompositionen älterer und neuerer Meister sowie der Klassiker vor. Familien-Nachrichten Turtich! Dr. med. Walther Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten Kortumstraße 86 Margarete Bork geb. Limmermans Gustav Scharfenberg Kraftfahrer Verlobte Bochum 1. Mai 1937 nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Gevoren(Mädchen): Dortmund: Dipl.=Ing. Hans Vömel(Elsi MühlVerlobte: Hagen: Elisabeth Kaiser mit Friedrich Könecke: Lotte Hesse mit Helmut Mehrkens. Vermaylte:„en Dortmund: Walter Blom mit Lenchen Bunsche.. Hagen: Rechtsanwalt Dr. jur. Werner Dmersmann mit Ingeborg Lindau. Gestorben: Dortmund: Erika Baccker, 12½ Jahre. Essen: Wwe. Agnes Röhrig geb. Bette, 60 Jahre: Heinrich van Führen, 64 Jahre. Gelsenkirchen: Wwe. Luise Kranzmann geb. Heermann, 81 Jahre.„ Hattingen: Hauptkassierer Heinz Brand, 37 Jahre. Witten Bommern: Wwe. Marie Grobe geb. Voß, 66 Jahre. Nützen auch Sie unsere angjährige Erfahrung Volle Garantie In allen Preislagen bietet Ihnen das Fachgeschäft Dä beste Husfrönd es för alle Doch de B. A. in täldem Falle. Costrey uz. Leiden, Angst und Not. bin ich versö rnt mit Gott. Nun hab’ ich überwunden Kreu durch deine heil'gen Wunden b GrOsereuge. i Lebicht!. Großes Lager in nediegenen denmatern Kortumstraße(a. d. 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Bochum Die ordentliche deneralversammlung finder statt am Freitag, d. 7. Mai 1937, 18 Uhr. in den Geschäftsräumen des Vereins Creditreform e.., Bochum, Wilhelmspl. 3. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Anderung d. 817d. Vereinssatzungen 4. Verschiedenes. Bochum, 3. Mai 1937. Der Vorstand Uh Restaurant und Kaffeehaus H. B R AMER m schönen Hammertal. Waldweg Blankenstein- Sprockhövel. Gr. u. kl. Gesellschaftsz., Veranda, Kegelbahn, Spielwiese. Eig. Bäckerei. Kaffee m. Bauernstut. Bestens geeig..Vereine u. Gesellsch. Ruf Hattingen 4035 Autobushaltestelle Hattingen- Holthausen- Sprokhövel Der Anzeige nteil ist der Mittler zwischen Angebot und Nachfrage tate Weschee W W Ausflugslokal Rteimannsköke. Herbede(Ruhr) Telephon Witten 3793 Angenehmes Lokal für Vereine und Ausflügler Oroßer Saal mit TanzDiele Glas-Veranda Gesellschaftszimmer Bundeskegelbahn Jeden Vonvort u. GesellschafteSonntag Kunteit T# M 2 Hauskapelle Dordmuund Täglich.30 und.15 Uhr Varieté GnNZ GROSS! 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S mehrfach verlobt h gegangen war, d lobungsring inzw ihn einem anderer chen über kein Gel ner an den Schn unglaublichsten V aus der Tasche l im Hinblick auf d dem Hochstapler 1 zu schenken, und einem nagelneuen allerdings nur ge er für sich, und Der Riesensch Bräute beim Weh Bräutigams festst zusammen, und polizei, die allerd 4 17 Nr. 101* Bochumer Anzeiger Samstag Sonntag,./2. Mal 1932 Berlin, 30. April. Ein gewerbsmäßiger Heiratsschwindler und Hochsapler größten Stils ist dieser Tage von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht worden. Der Gauzer, der 30 Jahre alte, wegen Unterschlagung und Diebmehrfach vorbestrafte Berufsverbrecher Erich Beeskow, wurde in Lychen bei Fürstenberg leuburg) ermittelt und festgenommen. Geschichte dieses Erzgauners gleicht einem Kolportageroman. Bevor B. auf die Bahn des Verbrechens geriet, war er eine Zeitlang im Hygienischen Institut der Stadt Berlin als Laborant tätig gewesen. Er hatte sich dabei einige medizinische Kenntnisse erworben und wußte mit entsprechenden Fachausdrücken zu„jonglieren". Dieses Wissen nutzte er nun auf seine Art aus. Obwohl er Notstandsarbeiter war und als solcher Unterstützung bezog, führte er sich bei einer Frau als Kandidat der Medizn“ ein und 3ug Wie,jhugen; Die Bevölkerung im nördlichen Teil der Provinz Santiago del Estero ist durch eine folgenschwere Naturerscheinung in große Panik versetzt worden. Ohne die sonst üblichen Anzeichen bei einem Erdbeben biloeten sich plötzlich in der Länge von mehreren Kilometern drei Meter tiefe und 1,5 Meter breite Erdrisse, die sich über 100 Kilometer durch den betroffenen Pri zogen. Der Eisenbahn= und auch der Wagenverkehr mußte vielfach unterbunden werden, da Jägein ggiele Kilometer langer unterirdischer Kanai gebildet hatt=, der die Gefahrenmomente noch bedeutend erhöhte. Ausbruchsversuch in einem amerikanischen Zuchthaus Newyork, 30. April. Als in dem Staatszuchthaus in Mountsville Ausbruchsversuch. Sie sprangen auf einen Lastwagen, den Fahrer. Mit hoher Geschwindigkeit fuhren sie dann gegen ein Holztor, um es zu zertrümmern. Der Wagen prallte aber gegen die Mauer. Als die Sträflinge nun von dem beschädigten Lastwagen absprangen, um zu flüchten, eröffnete einer der Wachter von der Mauer des festungsartig gebauten Zuchthauses herab Maschinengewehrfeuer. Drei der Fluchtlinge wurden getötet und der vierte lebensgefährlich verwundet. „Geht Mädchen an!“ So macht man das in Japan Tokio, 29. April. Um die Spesen einer Heiratsvermittlung zu sparen, ist ein findiger Badehausbesitzer in Japan auf folgende Sche Hch. Hoffmann it ein sindiger TAchaltrher,.—.— Idee gekommen: an der Tur seines Geschaftes in einer der belebtesten Straßen von Sakai brachte er ein Schild an mit folgender Inschrift:„Geht Mädchen an!“ Dann heißt es weiter im Text:„Ich gedenke mich zu verheiraten und suche ein Mädchen mit folgenden Eigenschaften: 1. gute Abstammung, große Figur und gute , d e r K a v a l i e r i s t Kindergärten untergebrachten Kinder erhalten außerdem eine ihrem Alter und Zustand angepaßte Ernährung, womit die auch auf dem Lande infolge falscher Ernährung auftretenden Krankheiten wirksam bekämpft werSo werde sich die Fürsorge der Ne.., elärte Huh genfeldt weiter, wandeln in eine Pflege von 2#.0 Kind. In besonderem Maße werde sie sich der Kreinkinderfürsorge und der Verschickung von Kindern zuwenden. Die Zahl der Kinderheime werde vergroßert werden. Für die bisherige Arbeit der NSV. könne, so betonte Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, keine überzeugendere Rechenschaft abgelegt werden,„ie, Hlichzeit um ihrer Arbeit gelungen sei, die Säuglingsster.„ um Ein Schupomann, Berlin, 28. April. Am Leipziger Platz stehen Berlins berühmte Blubunten Schiemen ud mit ihen weitergeizi Heheagunte Kinder Floro;„immer Miene in donnert den Autofahrer an: Wur faul Ihnen denn ein, hier S*:.; daß das hier streng verboten ist?!“ Der verdutzt da, von der Stimme Gend von seinem schlechten Gewissen Sie, Herr Wachtmeister", antStimme: ruck,„ich wollte ja nur paar Blumen kaufen. während der Autofahrer blitzschnell die st Und alle, die die kleine Szene miterlebt euten sich, wieder einmal bestätigt zu sehen, e Schupos zwar auf dem Posten sind und ihre nnen, aber deswegen doch nicht kleinlich sind tändnis für Kavaliergeschäfte im Frühling Aber da naht mit geimmer Schritt ein Schupo. Er Mas fällt Ihnen Sie denn nicht, duß di Autofahrer steht ganz walt eingeschüchtert un beschämt.„Entschuldigen wortete er mit sanfter und bereuendem Geir schnell einer schönen !" Das Gesicht des st etwas anderes!“ sagt Wien, 29. April. Seit einiger Zeit waren die Behörden einer großen Schmugglerorganisation, die ihr Unwesen an der österreichisch=tschechoslowakischen Grenze trieb, auf der Spur. Alles deutete darauf hin, daß die Bande, die den Staat um enorme Summen schädigte, sehr umfangreichen Schmuggel betrieb. Auf Grund der ausgedehnen Ermittlungen wurden jetzt 200 Personen in Untersuchungshaft geführt. Der Schmuggel wurde betrieben unter Leitung des Juden Popper aus dem Grenzort Gmünd, dessen Flucht noch in letzter Minute vereitelt Das zerstörte Eibar Eines der ersten hier angelangten Bilder nach der Eroberung der baskischen Stadt Eibar durch die nationalen Truppen des Generals Mola auf ihrem Vormarsch an der BilbaoFront. Wie die Aufnahme zeigt, haben die roten Mordbrenner einen einzigen Trümmerhaufen nach ihrer Flucht hier zurückgelassen. Tagung des Deutsch=Egglisch=Französischen Kriegs. räberausschusses in verlin Ade Botunge ge 1 Sg.. deutschen, un#uglischen, Kriegsgräber in Deutschland und England sowie der deutschen Graver auf britischen Friedhöfen in Frankreich zu einer Tagung zusammengetreten. Ingrid Wiengreen beigesetzt Die Leiche der unglücklichen Tochter des paraguyischen Gesandten in Wien, Ingrid Wiengreen, die bekanntlich am Samstag das Opfer von Straßenräubern wurde, wurde Donnerstag vormittag auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Der Feier wohnte auch der deutsche Botschafter von Papen bei, der einen Kranz am Sarge niederlegen ließ. Luftverkehrslinie Berlin— Kowno— Helsingfors Am Donnerstag wurde der diesjährige Flugverkehr der Deutschen Lufthansa auf der neuen Linie Berlin— Königsberg— Kowno— Riga— Reval— Hellsing. fors aufgenommen. Um 10.30 Uhr traf, von Bert## kommend, das Flugzeug„Marschall von Vieberstein“ auf dem Kownoer Flugplatz ein. Rumänisches Verkehrsflugzeug abgestürzt Ein Verkehrsflugzeug der Linie Bukarest— Balcic (Schwarzes Meer) ist am Donnerstag kurs Hach, hen lm Donnerstag ist in Berlin der Deutsch=Englisch= französische Gemischte Ausschuß für die Pflege der sen und englischen Kriegsgräber in Deutschland wicht zu mästen, was einem Wert von 150 Millionen mark entspricht.„Bedenken Sie“, so sagte H Fäsle eine5 durch eine solche Verwendunggse der' KarWestfalens, d. h. 70 000 Hektar deutschen Bodens, entspricht. Darum könne an unsere Hausfrau nicht eindringlich genug appelliert werden, unsere Volksernährung unermeßlichen Werte zu retten. Die NSV. werde in allen Städten einen Ring von Schweinemästereien errichten, in denen je 600 bis 800 Schweine untergebracht werden. Hauptamtsleiter Hilgenfeldt kam dann auf die noch nirgendwo gegeben den ErnteWeltbild zeugführer wurde getötet, vier Jusgeneichnefe feinwürzige SPEZIALMARKE ROENLCKFS BELIEBTE SUMATRA-SANDBLATT-SPEZIALMAR PEiiönoenehn Ottfel. osteisehe e MSEFAE KISTEN 25 Fr. HISTEN 20 25 STOCR. W. ELBERFELD · Ecke Turmhof Ei## Fürstenstraße 3, Fernruf 68588 Alte Freiheit 2 Ludwig Verron, Bochum, PE msren.50 Sf. 40 Pf. KISTEN z. 25 SI. Vertreter für Bochum und Umgebung Seite 18 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./2. Mal 1932 Wirtschaft Feierliche Tagung der Reichsarbeitskammer Der Fchter=Perttch 30 Betrieben die Auszeichnung „Nationalsozialistischer Muster betrieb“. Unter den ausgezeichneten Betrieben drei Bochumer Am Tage vor dem Nationalen Feiertag des deutschen Volkes, aber im unmittelbaren und engsten Zusammenhang damit, trat am Freitag morgen die vor zwei Jahren als eine wichtige Säule im organischen Aufbau des Staates gegründete Reichsarbeitskammer im festlich geschmückten Saale des ehemaligen Herrenhauses in Berlin zu einer feierlichen Tagung zusammen, die ihre besondere Weihe und hohe Bedeutung dadurch erhielt, daß hier der Führer selbst 30 deutschen Betrieben die Auszeichnung„Nationalsozialistischer Musterbetrieb" verlieh. Die Feier stand, ihrer Bedeutung entsprechend, in einem ungewöhnlich festlichen Rahmen. Vor dem Gebäude spielte bereits eine Stunde vorher die Kapelle der Werkscharen. Ehrenabordnungen der Werkscharen füllten alle Aufgänge des Hauses. Der Sitzungssaal hatte eine besonders geschmackvolle Ausschmückung in Weiß, Rot und Gold erfahren. Ungewöhnlich groß war die Zahl der Ehrengäste. Unter ihnen befanden sich die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frick, Darrs, Kerrl, Dr. Dorpmüller, Dr. Ohnesorge und Seldte, die Reichsleiter Dr. Dietrich, und Amann, die Staatssekretäre aus sämtlichen Reichsministerien, fast alle Reichsstatthalter und Gauleiter, die führenden Männer sämtlicher Parteigliederungen, hohe Offiziere aller drei Wehrmachtsteile, alle Mitglieder des Generalrats des Vierjahresplans. Das große Interesse, das vom Auslande der Neuorganisation des deutschen Arbeits= und Wirtschaftslebens entgegengebracht wird, drückte sich darin aus, daß zwei große Logen von den Mitgliedern des Diplomatischen Korps angefüllt waren. Sofort nach dem Eintreffen des Führers nahm die Festsitzung ihren Beginn. Einem musikalischen Vorspiel folgte ein Spruch der Werkscharen. Danach begrüßte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die Versammlung. Er erinnerte daran, daß, als er vor vier Jahren im Auftrage des Führers die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände übernahm, nur ein einziges großes Chaos vorhanden war. Er führte dann u. a. aus: Heute können wir bereits in Deutschland Betriebe zum Musterbetriebe ernennen, d. h. diese Betriebe haben die nationalsozialistischen Forderungen der Betriebsgemeinschaft: Kameradschaft, Fleiß und Leistung erfüllt. Diese Betriebe haben gezeigt, daß sie nicht allein gewillt sind, mit dem neuen Deutschland mitzugehen, sondern daß sie es auch konnten. Es genügt nicht, daß man von der Ueberwindung des Klassenkampfes rede, sondern man muß die Gemeinschaft exerzieren und zeigen, wie man Betriebeführer und Gefolgschaft zusammenbringt. Wir können heute mit Stolz behaupten, daß wir nicht von oben nach unten etwas aufgebaut haben, sondern daß wir in der breiten Masse der schaffenden Menschen den Gedanken der Betriebsgemeinschaft fest verankert haben und daß es gelungen ist, den Betrieb zu einer lebendigen Gemeinschaft zu machen.“ Dr. Ley verwies darauf, was in den vergangenen vier Jahren in Deutschland alles geschaffen wurde, um den Lebensstandard der schaffenden Menschen zu verbessern. Er erinnerte an die Schaffung großer Siedlungen und Heimstätten, die Maßnahmen für die Berufserziehung, das große Werk„Kraft durch Freude", die Sorge um die Erhaltung der Volksgesundheit, die vielen Einrichtungen hygienischer Art in den Betrieben und hob besonders die Wichtigkeit des kämpferischen Geistes hervor, der seinen besten Ausdruck in den Wettkämpfen der Betriebe finde. Ab heute werde, jährlich wiederkehrend. Betrieb mit Betrieb ringen. Damit erhalte das deutsche Volk ein Fundament, daß noch in tausend Jahren dieselbe Freude an der Arbeit herrsche wie heute. Die Liste der ausgezeichneten Betriebe Der Stabsobmann der NSBO. Hupfauer verlas anschließend die Liste der 80 deutschen Betriebe, die vom Führer die Auszeichnung„Nationalsozialistischer Musterbetrieb" erhalten haben, und gab dabei auch die Namen der Betriebsführer und Betriebsobleute bekannt. Es handelt sich um folgende Betriebe: Staatliche Fernheiz=, Elektrizitäts= und Wasserwerke(Karlsruhe), Frasil=Tahakfabrik Johann Weiß(Landshut in Bayern), Berliner Kindl=Brauerei AG.(Berlin=Neukölln), Fleizenberg, Sachsen), Leipziger Wollkämmeret(Leipzig C), Gebrüder Niemar, Eisenbeton=, Hoch= und Tiefbau(Neumünster„i..),„Bettfedernfabrik Julius Huneke(Osnabrück), Gebrüder Nielsen, Reismuhlen und Stärkefabrik(Bremen), Teutoburger Margarinefabrik(Hilter), Dr. Oetker(Bielefeld), Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn A G.(Bochum), Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG.(Bochum), Lippstädter Eisen, und Metallwerke G. m. b. H. (Lippstadt), Schlegel: ScharpenseelBrauerei AG. Bochum. Berlin=Suhler Waffenund Fahrzeugfabrik in der Wilhelm=Gustloff=Stiftung (Suhl). Der Führer über den Sinn der AusZeichnungen Darauf nahm der Führer selbst das Wort zu einer Ansprache. In außerordentlich eindrucksvollen Worten sprach er zu den versammelten Männern der deutschen Arbeit über das Wesen der wirtschaftlichen und sozialen Neuordnung, die im nationalsozialistischen Deutschland begründet ist auf der Einheit und Geschlossenheit des politischen Willens, auf der vernunftgemäßen Erkenntnis der einfachsten volkswirtschaftlichen Grundsätze, und die getragen ist von der Gesinnungs= und Arbeitsgemeinschaft aller Schaffenden in den Betrieben. Der Führer bezeichnete es als Sinn der Auszeichnungen, daß sie der Anregung für immer weitere dienen sollten, bis es einmal nur noch nationalsozialistische Musterbetriebe in der deutschen Wirtschaft gebe. Daraus werde dem deutschen Arbeitgeber ein ebenso großes Glück erwachsen wie dem deutschen Arbeitnehmer, denn beide würden dann erst immer mehr begreifen, daß sie letzten Endes an einem gewaltigen gemeinsamen Werk arbeiten, jeder nach seiner Fähigkeit, jeder nach seiner Verantwortungsmöglichkeit, nach dem Umfang seines Könnens, seines Wissens und seiner Erfahrung; und sie würden dann immer mehr verstehen, letzten Endes aus der gemeinsamen Arbeit aller kommt: das tägliche Brot für die Millionenmassen unseres lieben deutschen Volkes. Stabsobmann Hupfauer schloß die feierliche Tagung mit einem begeistert ausgenommenen SiegHeil auf den Führer. Mit dem Gesang der Nationalhymnen fand die Tagung ihren Abschluß. Anschließend begab sich der Führer zu den in einem anderen Zimmer des ehemaligen Herrenhauses versammelten Betriebsführern und Betriebsobleuten und überreichte ihnen die für nationalsozialistische Musterbetriebe bestimmten Fahnen der DA F. mit goldenen Fransen und dem goldenen DAF.= Abzeichen. Siehe auch den Bericht im über die Auszeichnung [Betriebe. 100). Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten; Agrarstoffe 103,6(unv.), Kolonialwaren 94,9(unv.), dustrielle Rohstoffe und Halbwaren 96.6(minus 0. v. 8; und industrielle Fertigwaren 124,1(plus# An doppelseitiger Lungenentzündung verschied der Direktor der Magdeburger Gruson=Werke, Konrad Matzel, der sich anläßlich len=Ausstellung in Ankara der Leiche in einer internationalen Kohaufhielt. Die Ueberführung die Heimat erfolgte Donnerstag abend. lokalen Teil er drei Bochumer Die Prlicht zal Ennstellung Neue Anweisungen des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung an die Arbeitsämter zur Beschäftigung älterer Angestellter und Waschinenfabrik(Rarienfeldes. Weberei becker& Vernhard(Langenfeld, Rheinlapd), Zwirnerei und Nähfadenfabrik B. Hoogen& Co.(Dülken, Rheinland), Papier= und Pappenfabrik F. M. Weber(Wehlitz bei Schkeuditz), Uhren= und Goldwarenhandel Gersard Wempe(Hamburg), Deutsche Milchwerke(Zwingenberg), Portland=Zementwerke AG.(Mainz=Weisenau), Gebrüder Stollwerck AG(Köln), Landwirtschaftlicher Betrieb Schwerdtfeger(Hinzdorf), Schmidt& Sohn. kakao= und Schokoladefabrik(Oschersleben), Paul Liepe& Co., Autoreparaturwerkstätte(Magdeburg). Gut Pennekow(Kreis Schlawe, Pommern), Helios Wirkmaschinen=Zubehör G. m. b. H.(Hohenstein=Ernstthal), krauß=Werke, Badewannen und Hausgeräte(SchwarAuf Grund der Fünften Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans über die Beschäftigung älterer Angestellter hatten die Betriebe und Verwaltungen mit zehn und mehr Angestellten Anzeigen an die Arbeitsämter über die in ihren Betrieben und Verwaltungen beschäftigten älteren Angestellten zu erstatten. Auf Grund dieser Anzeigen ergibt sich folgendes Bild: In 89872 Betrieben und Verwaltungen mit 10 oder mehr Angestellten wurden 1310 740 männliche(67,3 Prozent), 636 027 weibliche(32.7 Prozent), zusammen 1 946 767 Angestellte erfaßt. Davon waren 482 425 (36,8 Prozent der männlichen) und 85 764(13,5 Prozent der weiblichen Angestellten), zusammen 568 189 (29.2 Prozent der Angestellten) über 40 Jahre alt. Den beschäftigten Angestellten standen Ende November 1936 etwa 79 000 über 40 Jahre alte arbeitslose Angestellte gegenüber, von denen etwa 43.000 einsatzfähig sind. Die Zahl dieser Arbeitslosen hat seitdem nicht mehr abgenommen. Hieraus ergibt sich, daß die Betriebe und Verwaltungen von der ihnen gebotenen Gelegenheit, ihrerseits die Zahl der beschäftigten älteren Angestellten in ein angemessenes Verhältnis zur Gesamtzahl der beschäftigten Angestellten zu bringen, insgesamt keinen Gebrauch gemacht haben. Deshalb muß nunmehr auf Grund der Ergebnisse der erstatteten Anzeigen bestimmt werden in welchem Umfange in einem Betriebe oder einer Verwaltung ältere Angestellte zu beschäftigen sind. Für den Vollzug hat der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung folgendes angeordnet: Soweit es sich um öffentliche Betriebe und Verwaltungen handelt, bestimmt der Präsident des Landesarbeitsamtes, in welchem Umfange ältere Angestellte zu beschäftigen sind. Im übrigen ist diese Befugnis den Vorsitzenden der Arbeitsämter übertragen. Soweit das Ergebnis der Anzeigen es erforderlich macht, nimmt das Arbeitsamt mit dem Betrieb(Verwaltung) wegen der Beschäftigung einer angemessenen Zahl von älteren Angestellten unverzüglich Verhandlungen auf. Kommt hierbei eine Einigung in dem durch die 5. Anordnung erstrebten Sinne nicht zustande, so greift das Zwangsverfahren Platz. Die Verpflichtung zur Beschäftigung älterer Angestellter hat unter Berücksichtigung der oraanisatorischen und wirtschaftlichen Erfordernisse des Betriebes nach Maßgabe der durch die 5. Anordnung herausgestellten staatspolitischen Notwendigkeiten zu erfolgen. Vorher ist nochmals sorgfältig zu prüfen, ob der einzelne Angestellte eine ordnungsmäßige Vorbildung aufzuweisen hat und einsatzfähig ist. Bei der Beurteilung der betrieblichen Erfordernisse ist in Zweifelsfällen die zuständige Wirtschaftskammer autachtlich zu hören. Bei öffentlichen Betrieben und Verwaltungen soll der Präsident des Landesarbeitsamtes eine Stellungnahme der unmittelbaren Dienstaufsichtsbehörde herbeiführen. Die Verpflichtung zur Beschäftigung älterer Angestellter wird in der Regel spätestens 4 Wochen nach Zustellung des Bescheides durch die zuständige Stelle wirksam. Wer den auferlegten Verpflichtungen nicht nachkommt, macht sich nach Abschnitt 2 der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplans vom 5. November 1936 strafbar. Die italienischen Industriellen in Berlin Den Abschluß der dreitägigen Studienreise der italienischen Industriellen=Abordnung durch Westdeutschland bildete am Donnerstag nachmittag ein Besuch bei der Friedr. Krupp AG. in Essen. Dr. Krupp von Bohlen führte seine Gäste persönlich durch die Werksanlagen. Nach Düsseldorf zurückgekehrt, machten die italienischen Wirtschaftsführer noch einen Rundgang durch die im Aufbau begriffene und schon weit vorgeschrittene Ausstellung„Schaffendes Volk“. Am Donnerstag abend fuhr die italienische Industriellenabordnung nach Berlin weiter. Dort besichtigte sie am Freitag einige große Berliner Industriewerke. Deutsches Benzin im Großvertrieb Wie die DHD. meldet, ist seit einigen Monaten bereits das Benzin aus den neuen Benzinfabriken, die auf Kohlebasis nach dem IG.= und Fischer=Verfahren arbeiten, auf dem Markt. Der Benzol=Verband in Bochum, die Treibstoff=Vertriebsorganisation des Ruhrbergbaus, ist in die Lage, versetzt, nunmehr seinen gesamten Leichtkraftstoff=Vertrieb vollständig auf deutsche Erzeugung umzustellen. Die Komponente des Gemischtkraftstoffes, das Benzol, wurde bekanntlich schon bisher aus deutscher Kohle gewonnen. Nunmehr wird auch der Anteil des ausländischen Benzins durch deutsches Kohle=Benzin ersetzt. Wie aus den Ankündigungen des Benzol=Verbandes hervorgeht, ist der von dieser Organisation vertriebene Gemischtkraftstoff B..=Aral nunmehr ein rein deutsches Erzeugnis. Als Benzin vertreibt die Gesellschaft sei Ende April d. J. ein deutsches Kohle=Benzin unter der Marke„Bevaulin". Neues aus den Betrieben Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen— Ludw. Loewe u. Co., AG., Berlin: Für 1936 werden 7 Prozent Dividende vorgeschlagen(im Vorj. 6 Proz.). — Rhenania Ossag Mineralölwerke AG., Hamburg: 1936 Reingewinn von 5,9 Millionen Mark, über dessen Verwendung keine Angaben gemacht werden. Löhne und Gehälter 22,7 Millionen Mark, soziale Abgaben 1,4 Millionen Mark, freiwillige Zuwendungen an die Gefolgschaft.2 Millionen Mark.— Kammgarnspinne= rei Stöhr u. Co., AG., Leipzig: In der Hauptversammlung, in der wieder 7 Prozent Dividende beschlossen wurde, teilte die Verwaltung mit, daß sie gemeinsam mit der Cronstädter Tuch= und Modewarenfabriken Wilhelm Scherg u. Cie. AG., eine Kammgarnspinnerei in Siebenbürgen(Rumänien) gründen werde. Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich für den 28. April wie in der Vorwoche auf 105,6(1913= Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 30. April scgat oen ülbeim Schaot, auntgenente. Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen 30. 4. 30. 4. 30. 4. Diw HAnfang Schlud Kassa Atbestz..5% Hoesch RM. 6% Krupo RM. 6% Mittelstahl Bemberg Berger Buderus Dahlbusch St. Disch. Atlanten Disch. Erdöl D. Reichsb. V. Dortm. Union I. 6. Farbenind. Feldmöhl: Fellen≈ Suille Goldschmidt Harpen — 125.80—.— 125.31|125.121 ——. 101.50—. 1101.50 99.12—.— 99.371 99.62 — 101.50—.— 101.50—. 0 120.00—.—120.501—.6 145.00 145.00 145.00|145.00 4 132.62 133.75 133.50130.00 6 148.00 146.00—.—148.25 5 153.12/154.00 153.623152.50 7 127.75—.— 127.751127.62 12 207.50 207.25 207.25 7 1169.00 169.50 169.12/168.75 6 142 50 142.00 142.001143.25 6 142.00 142.50 142.75s141.00 5—.— 136.50 138.371138.25 39/161.37/162.00 161. 87/139.50 29.4. Schlud 30. 4. SC. 4. 30. 4. 29. 4. Dig. Anlang Schlus Kassa Schlus Hoesch Koln-N. 3P 122.62 122.50 122.00s121.25 Kall-Aschersl. 5119.75 120.75119.50). Hlockner-W. /4b 139.37 131.00 130.871130.00 Mannssmann 3/125.50 126.50125.87|125.25 Masch. Untern. 5 151.75 151.75151.75)152.00 Reichsbank 12 203.00 202.25203.75/201.25 Rhein. Braunk. 12 231.50—.—s232.00s231.00 Ohalg, Stahlm 61153.12 159.00158.751158 00 00Samw Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& o. Siemens& Hal. Gebr. Stollwerk /499.14 15s. st gg. 7 158.00 6/128.75 129.00129. 12|128.50 75/153.50 160.50 160.62 6 170.75 170.75 170. 12|170.00 8/201.50 201 75 201 501200.00 6/— 1257813813 Ver. Stahlwerke 35 118.75 119.00119.12 Westd. Faufhof! Wastereg ein Wintershall 0 62.00 62.25 62.001 62.00 119.09 119.75119.50 6/128.00 124.25 123.75|121.75 118.75 Steinkohlen-Kuxe 30..J 29. 4. Geld Brief Geld Brief Carolus M. 1100 7500 72507550 Const. 9600 10000 9600 10100 Deuischl. 365 395 375 405 Schwerin—— Heinr.)— 15200 14400 15000 Langd)—!— 1830018900 Braunkohlen-Kuxe Gute Hoff. 8050 8450 7900 8350 Leonh.)——.— Micheil— 17700— 17700 Vesta— 13400— 13400 Bernbaroth. 1425 1550— 1525 Kall-Kuxe Beienrode 11001150 111011160 Burbach.- 3100— 3100 NNeu-Staßt.—--— Siegfr. u. 11—-- wih.— 168001590016900 Froiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kure 30.4. 29.4. Geld Bcief Geld Briefl Reichslo. Gierg. 10400 10850 10300 10300 Westialen 875— 18791— Sellerh.—-- Kall-Kuxe 30.4. 29.4. Geid BrieflGeld Briefl graunschwl— 6400— 16400 Enigkeit—--— Erichsseg Habigh. Jisenburg Marlagl Marie Marie L Mar Neusollst. 8900 290— 2850 3000 2850 3000 2850 3000 — 2900— 2300 — 323— 325 — 3600 2900 290— — 77400 3050 3050 - 3050 Thüringen Industrieaktien(Einheitsk.) Beiche Masch. Berg. G. Dahl.V. Bonner 8g. u. H. Bösp. Walzw. Div.(30..29.4. 107.6108.0 152.0 142.0142.0 129.0129.0 30..129.4. 6 139.0 5 116.5116.6 136.0136.0 136.0136.0 90.0 89.81 275.0275.0 10 181.0 .5 146.0 6 160.0168.0 —. 139.5 150.5151.0 198.0199.0 82.0 81.5 Braunk. Zuk Dortm. Ritterdr. Döss. Hoef.-Gr. Düss. Masch. 8. Oynamit a. Nob. Eschw. Berg. V. Ewald--Ludw Glas- u. Sp., S. Glückauf-.A6. Gebr. Goedh.46 Hallesche Salz. Hllges Hindr.-Aufferm Hochtief 46. Kabelw. Rheyot Kali-Chemie W. Kreitt.. H. Lehm& Co. Mölheim. Berg Rhein. Metall Rhein. Spiegel. Roodergr. Brnk Sachtl. AG. Bgb. Schieß-Oefries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf. Uerd. Wasserv. Geis. Bankaktien Berlin Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. O. Bank u..-G. Oiesdner Bank Rd. W. Sb. Cr. 8 Westd. B..-A. Versicherungsaktien Asch.-Mönch.F 32 1220 1220 Asch. Rückvers 14.8237.0237.0 Agripp.., Fl..)— 410.0410.0 Alli.- u. Stuttg W.2264.0/266.0 Alli-u. St..-V. 6. 8205. 0 208.0 Colonis..-.K..4135.0135.0 Colonis Rückv.]- 236.0268. 5 6 6 14 5 0 5 6 6 3 105.7106.0 18 400.0400.0 .5 142.0142.0 S 119.5 150.0150.0 98.0 98.0 577.9— Gladb. Feuerv. Köln Hageiv. Köln. Lioy0 A. V. Köln Röckv.gr. Köln. Rückv. kl. Rentenwerte 45Rh.-.-.4.12.10 99.21 99.21 5# dto. dto. S. 11. 1102.1102.0 P dto. Gold.-Kom. 1926, 1927 S.—6 V Wo. Bod. Gptd. Em. 3. 9/12, 14 4 dto. Gold-.-Obl.—. 97.7 Freiverkehre-Aktien 30. 4. 29. 4. Geld 113.3113.2 117.21172 105.0105.0 114.1 115.7 Div. /30../29. 4. 40 /820.0820.0 8(102.0102.0 265.0265.0 6 121.0121.0 — 80.0 80.0 99.0 99.0 99.0 30. 4. 29. 4. Geld Brief Geld Brief 68.0 70.0 67.0 69.5 59.0 61.5 60.0 62.0 99.0101.0 98.0101.0 93.0 96.0 93.0 95.0 —. 138.g. 140.0 141.0126.0130 0 76.0 81.0— 82.0 Hume. Dm 134.0137.5135.0138.0 Kortum 63.0 66.0—..—. .-Fälz. 101.0 103.0 100.0103.5 Lothrin, 116.0 120.5115.5118.5 Lothr. 6. 79.5 82.5 79.5 82.5 urh. Berg 104.0— 104.0106.5 sh.(inol. Str..NIa. 101.0 104.0 100. 5 104.0 w. Kupf. 110.5113.5112.1 115.5 wr. Ling. 142.0s144.8—. 144.0 Adler Alerand Burb. K Sutt.-M Ool. 8as. Oyckern Eisa C. Soedn.h Hann. K. Steuergatscheine tällig as f. 4. 1834 1. 4. 1933 I. 4 1938 I. 4. 1937 i. 4. 1933 830..29 4. 193.1 107.1 —. 1111.1 113.5/115.5 115.1s115.15 Berliner Börse, 30. April Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum .-., Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte 30.129.4. akkumulatoren[12/221.0214.0 N Aku 10—.— A. E. 6. 0 42.51 42.5 Anhalter Kohle 4126.7/126.71 Aschaff. Zellstoff 3/144.3143.7 gacke O Baselt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berf. Kr. u. Licht " Maschinend. Buderus 0107.71 0 36.6 6154.5 0120.3 6145.21 4—. 8/165.0 6147.01 4133.3 108.1 36 1 152.21 119.3 144.2 141.21 165.0 145.6 131.0 pharl. Wasser 51/114.: " Chem.Geisenk. 49— Conti Gummi 11/187.0 -igler Ben: Otsch. Atlant. Otsch. Cont 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Watten " Eisenhand. 9ie 5/140. 6 5117. 6 10177. 8 7 6170 6158. 10171. 3114.1 .0186.0 1138.3 122.9 7111.7 2177.1 171.5 .0168.5 .7 156.7 .9171.21 Dittmann Neuh.# Otmd. Akt.-Brau. 10—. 173.8 " Union-Brau 12297.5 Dörener Metall 1 60—. Oyckersh. Widm. 9— Flektr. Lieferg. " Licht u. Kr. Engelh. Brauere Enzinger Union Feinjute %8asrut cn. German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll Guanowerke ueca P Hageda Hamb. Elektr. Hindr.-Aufierm. Hoftmann Stärke Hohenichewerke Holzmann Ph. Hotelbstr.-Ges. 9050 Dise Genus Isenbeck Brau. Mbunghans Gebr. 6135.7/135.5 7149.5148. 0 89.0 88. 6128.0128. 114.0 157.5 4117.5117.5 150.5150.5 9 55 116.0115.0 3113.0113.0 62138.0137. 6122.0122 8147.7147 8156.5136. 7 6154.3152.5 0 91.5 91.0 6184.5182.0 6143.2143. —.— 4133.6132.1 Börsen freundlich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldors. Die Börse eröffnete an den Aktienmärkten in fester Haltung, obwohl das Geschäft in Anbetracht der bevorstehenden zweitägigen Verkehrsunterbrechung sich im augemeinen in sehr engen Grenzen hielt. Von Montanwerten hatten Buderus mit plus 2¾ Prozent die Führung. Hoesch 1 Pfund: 12,33½(Vortag 12,31) Rm. 1 Dollar: 2,49(Vortag 2,49) Rm. 100 holl. Gulden: 136,60(Vortag 136,53) Rm. 100 franz. Frank: 11,16(Vortag 11,14½) Rm. 100 Schweiz. Franken: 57,11(Vortag 57,06) Rm. 100 österr. Schill.: 49,00(Vortag 49,00) Rm. 100 ital. Lire: 13,10(Vortag 13,10) Rm. R Keneite Kölner Gas Krefft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch Tahmeyer I Laurahdtte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Loronz C. -ur. Hotte Mlag Mimosa Mölneimer Berg. verkehrten 1¾ Prozent fester. Anleihen freundlich; bevorzugt waren Altbesitz und Reichsbahnvorzüge. Der Kurenmarkt verkehrte in außerordentlich ruhiger Haltung und die Kursnotizen erfuhren teilweise kleine Rückgänge. Im Freiverkehr zogen Bergbau Lothringen unter mehrfachen Umsätzen 2 Prozent an. Lothringen=Genüsse erzielten behauptete Kurse. Berliner Börse Zum Monatsschluß war die Unternehmungsluft erklärlicherweise noch geringer als am Vortage, doch herrschte eine durchaus freundliche Stimmung. Während an fast allen Auslandsbörsen eine Baisse die andere ablöst, zeigen die deutschen Börsen, nachdem sie von den Auslandsbörsen nicht mehr abhängen, in den letzten Jahren eine stetige und feste Entwicklung, die durch nichts unterbrochen wurde. Am Markt der festverzinslichen Werte machte sich wieder Materialknappheit bemerkbar. Bei etwa 250 000 Reichsmark Umsatz zog die Umschuldungsanleihe um etwa 30 Pfennig an, Reichsaltbesitz bei nur kleinem Geschäft 40 Pfennig befestigt. Sämtliche Reichsschatzanweisungen gut behauptet. Pfandbriefe und Kommunalobligationen zum großen Teil gestrichen Geld, da Angebot fehlt. Am Aktienmarkt konnten sich trotz der Geschäftsstille nach den Abbröckelungen in den letzten Tagen leichte Besserungen durchsetzen. Kaliwerte bis zu 3½ Prozent erholt. Farben auf 169 befestigt. Montanwerte ziemlich ruhig. Mannesmann im Verlauf 126, insgesamt plus 2 Zellstoff=Papiere auf den Dividendenvorschlag bei Aschäffenburger eiwas fester. Der Verlauf war weiter freundlich. Am Geldmark Blankotagesgeldsatz 2¾ bis 3 Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. An der Abendbörse blieb die Grundstimmung durchaus freundlich. Auf Basis der Berliner Schlußnotierungen bestand vorwiegend Nachfrage. Die Geschäftstätigkeit war aber in Anbetracht der bevorstehenden zweitägigen Pause nur sehr klein. Im Verlauf wichen die Kurse nur unbedeutend vom Berliner Schluß ab. Schwarze Tage ander Londoner Börse. Die Londoner Börse hat in dieser Woche einige schwarze Tage mit durchmachen müssen. Der Donnerstag war der schwärzeste seit dem Zusammenbruch der Börse im Jahre 1931. In vielen Fällen wurden die niedrigsten Kurse des Jahres erreicht. Die Nervosität und Unsicherheit erstreckte sich auf alle Marktgebiete. Sie wurde verschärft durch einen Zusammenbruch in Kapstadt und Bombay, durch die schwache Tendenz der Pariser und Amsterdamer Börsen und Angstverkäufe vor allem aus dem Ausland. Der nächste Zahltag der Londoner Börse ist Donnerstag nächster Woche, und man befürchtet, daß er nicht ohne Schwierigkeiten vorübergehen wird. Die Spekulation hat in den letzten Wochen durch den fortgesetzten Preisverfall schwere Verluste erlitten und bereits am letzten Zahltag sind eine Reihe von Verpflichtungen nur mit Schwierigkeiten erfüllt worden. Die Börse sieht daher mit Besorgnis dem Tage entgegen, an dem die Spekulation in der nächsten Woche für ihre Verluste aufzukommen hat. Die heftigsten Preisstürze wiesen die Anteile von Goldminen. Metallaktien und internationalen Werten auf. Die Metallaktien folgten der Tendenz der Metallmärkte, wo gleichfalls ein neuer Zusammenbruch stattfand. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 30. April: 79.50 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz oder Draht: 148 Reichsmark für 100 Kilogramm. 6152.8152.3 3 82.2 82.0 0 82.0 81.5 5115.1115.5 79—. 160.0 6—. 135.0 6125.2125.7 0 21.2/21.2 4137.1138.0 8183.0184.7 8163.7 9— 130.6 8152.5153.0 6170.5170.2 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhdringer Gas Tuch Aachen Union chem. Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht grenst. 4 Koppel# Osnabr. Kupfer 6 10 Pongs amp; 2ahn Pbein, El. Werte Rhein.-W. Kalk Riebeck Mentan.91 96.7 Rütgerswerke Sechze Sarott Schlegel Schies. Berg. u. 2. " Berg. Beuth. " Elekt. u. 6a9 Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorter W. Siemens Glas 119 6/147.8 96.5 133 0 0118 5 8147.7 29—. 4103.7103.5 0— 4123. 7138. 6149. 4 98. 5133. 4122. 10 .7138.2 .0148.0 .6 93.7 5132.2 2122.0 9201.7 0 9 2. 1 7140.5 7102.2 7/200.0 .11—. S140.5 2102.0 S119.0 ner. Otseh. Nickel 8/164.0— 0 7144.7 6/144. 14 S/125.0 8177. ngagner& Co. W Wanderern Warsteiner Grub. 3/100.7 Westtalen Draht 5—. Wickler Brau. 18—. .0124.0 7176.2 7100.5 Verkehrswerte 45 Elberfelder Anl.—. 97.5 45 Essener Anl. 97.6 97.3 44 Mölh.-Ruhr Anl. ½ Ruhrverbd. Anl. 36 4# Pr. Ldof. A. Pfd. 45 Lobk. Westf. Pfd. 4 Lobk. Westf. Kom. 45 0t. Komm. Goldan 4 Westf. ldsch. Pfd #Dt. Hyp B. Bin. Pfd. 4# Pr. Centr. B0 d. Pfd. 14# Pr Pfdbr. Bk. Pfc. 99.0 99.0 4# Basalt Obl. 101.2101.2 6 Concord. Berg. Obl. 104. 7l—. 6 Daimier Benz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 44 Ver. Stahl 60 ½ Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stah 6 Siem.&. Obl. s Farbenbonds Umschuld. Anleihe A. 6. für Verkehr Boch.-Geisenk. Hamb. Amer Pak. Hamb. Südamer. Vorod. Lloye 0132.8133.0 0 53.0 53.1 k. 0 17.5 01 17.8 17.3 47.0 17.7 Rentenwerte 45 Df. R. Schatz. 41 4 0f. R. Anleine4 55 D. R. Vounganl # Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz ½5 Bochumer Anl. 45 Duisburger Anl. 14 Düsseldorter Anl. 99.11—. 99.0 99.0 104.5104.5 100.111000 131.7/131.7 97.3 97.1 97.0 97.0 —. 98.0 2 100 98.0 98.0 97.7 98.0 98.8 98. 99.5 98. 99.0 99.0 99.0 99.0 105.7 102.51025 97.7 97. 99.6 99. F. 101.5 179.51765 135.7135 92.0 92.0 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldd. F. 43/8 5 Essen. Steink. 42 ½5 Harpener 49 42 R. W. E. 52/5 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 48 45 Ruhrgas 53 44 Ruhrwasser 53 4 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 32 80. 4. 30.4 Geld Brief 99.7 99 5100; 98.5 99.6 101.0103.0 99.0100 97.5 99.0 97..99 99.0100 97.2 96.2 98.51000 97.0 98.5 0 Westtalenbank.-G. Bochum Ausföhrung sümtlleher Bankgesenaf!“ AMerge und PrNar-PaIIk“ Pinate-Bschan Wilhelmeplatz—4, Fernsprecher 60031 sonntagsbeflage= Bochumer Anzeiger ./2. Mai 1937 Kanbab BccIsdoudTosh Reintgewilmm Eine Lotteriegeschichte mit gutem Ausgang von Werner G. Schmidt (□r hatte seinen schlechten Tag, der olle„Schüt(I, telfrost“. Eigentlich hieß er Kasper Brand und war Seefischer, aber seit er sich zur Ruhe hatte, fing er das Trinken an. Selbst Kaspers Bärennatur war den zahlreichen Grogs nicht gewachsen, was sich zuerst in seinen„fliegenden Händen“ offenbarte. Wenn er das Glas hob, zitierte seine Hand so stark, daß er regelmäßig einen Teil des Getränks verschüttete. 8 Zur Unterscheidung von den andern Brands— die Familie war stark im Dorf vertreten— wurde er deshalb kurz„Schüttelfrost“ genannt. Elsbe, seine einzige Tochter, hatte auch nicht viel zu lachen bei ihm: aber das Leben hatte doch einen Trost für sie in Gestalt des Kleinfischers„Hein Gediegen“. Mit seinem ehrlichen Christennamen hieß er zwar Heinrich Brand, war auch sehr weitläufig mit Schüttelfrost verwandt: aber weil er bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Redewendung gebrauchte:„Das is ja gediegen“, hieß er im Dorf, um Verwechslungen mit den andern Brands zu vermeiden, nur„Hein Gediegen“.„ Kasper Brand, der sich noch immer als Hochseefischer fühlte, wollte von Elsbes Liebe zu dem„Lüttfischer“ nichts wissen.„Hein Gediegen is'n Puklabder und Hungerleider“, hatte er einmal gesagt,„und so lange ich was zu sagen habe, kriegst du ihn nich! Wenn er mir die Katharina“ abkaufen kann— für fünftausend Mark hatter sie weg—, soll er mir als Schwiegersohn willkommen sein; ansonsten soll er anderswo anklopfen.“ Bedrückt hatte Elsbe damals die Stube verlassen und sich in ihrer Kammer ausgeweint. Woher sollte ihr Hein wohl je fünftausend Mark auftreiben, um die„Katharina“, ihres Vaters Fischerewer, kaufen zu können? Eher trat der Vater wohl noch zu den Temperenzlern, als daß solch ein Wunder geschah. Wie schon erwähnt, hatte„Schüttelfrost“ seinen schlechten Tag. Als er beim Morgenkaffee Kassensurz machte, siel auch nicht ein einziger, Greichen nehr aus seiner altmodischen Knieptasche, oo###### er sie von allen Seiten beklopfte und um und um kehrte. Aber wer hatte bei diesen schlechten Zeiten Geld, sich ein Fahrzeug anzuschaffen?— Und seine Altersrente war auch erst in zwei Tagen fällig. Zwei Tage ohne Grog? Kasper schüttelte sich ordentlich bei dem Gedanken. Auf einmal erhellte sich seine Miene Ihm fiel ein, daß Elsbe zum Krämer war, um Eier zu verkaufen. Da trat Elsbe auch schon durch die Gartenpforte. „Na. was hat Siemsen bezahlt?" begrüßte Kasper die Tochter..#. „Zwölf Pfennig das Stück, Vater!" „Djä—, du hättest das Geld ja sonst behalten können, weil du so nötig'n neuen Mantel brauchst und dir dazu was sparen willst; aber ich bin gerade so knapp mit Geld.“ Elsbe bekam einen dunkelroten Kopf. Stockend entgegnete sie:„Vater. ich hab' bloß noch zwanzig Pfennig.— Für die Mark—“ „Na, was denn?“,.. a. 8 „Hab ich zwei Lose gekauft. Krämer Siemsen hat welche zu verkaufen. Er sagt, es sei für Arbeitsbeschaffung und es sei für'n guten Zweck— und vielleicht hätten wir Glück, und—“ „Du Tunte, du dummerhaftige!" unterbrach Kasper ihren verlegenen Redestrom.„'n Los läßt sie sich aufhalsen!— Mit dir kann Siemsen das ja machen; du bist ja so dumm, daß dich die Gänse beißen!— Wir gewinnen grade was: so sehn wir aus!— Ja, wenn es Prügel geben täte statt Geld, dann kriegten wir vielleicht die Prämie.— Vier Grogs hätt' ich für die Pavierlappen kriegen können.— Herrgott, was'ne Verbohrtheit.“ Er konnte die Enttäuschung nicht verwinden und schwenkte die Lose wild in der Luft herum. Elsbe drückte sich scheu aus der Stube. Kasper Brand zog seine Düffeljacke über und setzte die Mütze auf. Sofort wollte er zu Krämer Siemsen, und wenn der die Lose nicht zurücknahm, dann sollte er was erleben! „„Tag Kasper!— Wo brennt's denn?“ sagte Krämer Siemsen, als„Schüttelfrost“ in seinen Laden polterte. „Du hast Elsbe Lose angedreht!“ begehrte Kasper auf.„Da will ich nix von wissen!— Gib die Mark wieder!“ Er warf die Lose auf den Ladentisch. Krämer Siemsen machte ein bedauerndes Gesicht. „Tut mir leid, Kasper,— was verkauft is, is verauft. Warum willst du die Lose nicht behalten? Jörn Kröger hat sogar drei Stück gekauft. Wer so'n Los kauft, hilft Arbeit beschaffen und tut sich selbst'n Gefallen, indem er vielleicht'n großen Gewinn macht.“ „Ich will nix von andern und für solchen Polatzenkram hab ich kein Geld über!“ giftete sich Kasper Ohne Gruß stapfte er zur Tür hinaus. „Da sah er vom Strand her den Kleinfischer Isn, Lediegen auf sich zukommen.— Das war ein glücklicher Zufall und Kasper beschloß, ihn auszunutzen. Diesem Hein Gediegen wollte er die Lose andrehen! Der war froh, wenn er sich mit ihm einließ und wenn er Elsbes Vater einen Gefallen tun konnte. „Auch schon unterwegs, Hein“, begrüßte er den Zungkerl jovial.„Ich hab was Feines für dich!— sen“chee.— kosten bloß'ne Mark. Kannst'n HauKHär## gewinnen, und is es für'n guten Zweck. # 7. Kröger hat auch drei Stück gekauft.— Weißt, „Jede Hand, die wirkend schafft, ist ein Teil der großen Kraft“. denn wenn das um die Arbeitsbeschaffung geht, darf sich keiner ausschlehezgte, ein.5s 8 Hein Gediegen kriegte einen roten Kopf, rein aus Freude darüber, daß der Vater ihn einer längeren Anrede würdigte. Das Geld war zwar auch knapp bei ihm, aber eine solche Gelegenheit, Elsbes Vater gefällig zu sein, wollte er sich nicht entgehen lassen. „Wieviel kann man denn gewinnen?" forschte er, während er das Geld hervorsuchte. „Och, hunderttausend Mark!“ behauptete Kasper frischweg. Dabei hatte er die Lose noch gar nicht richtig angesehen. „Das is ja gediegen, von wegen dem Los“, äußerte sich der Kleinfischer.„Heut' nacht hat mir nämlich von Läusen geträumt.“ Er wollte noch allerlei Betrachtungen an dies Zusammentreffen knüpfen, aber Kasper, der das Losgeld jetzt hatte, hatte es auf einmal furchtbar eilig.„Hab' keine Zeit mehr. Hein. Wenn du den dicken Gewinn abholst, so heb' dir an dem Geldsack man kein'n Dezimalbruch!“ Er lachte höhnisch, tippte lässig an die Mütze und steuerte befriedigt dem Krug zu. Bei Tisch sagte Kasper so beiläufig zu seiner Tochter:„Hein Gediegen wird bald'ne gute Partie. Kameraden 7 Erzählung von Berthold Thiele 74 Dr. Mergentaler, der Direktor der Schlohhöfer ) Glaswerke AG zieht die Augenbrauen in die Höhe.„Also Sie wünschen einen anderen Arbeitsplatz.— Wie lange stehen Sie in Hütte Elf Jahre, Herr Direktor“ Der Glasbläser dreht in den harten verrußten Händen seine Kappe. „Gut, soll getauscht werden!“ Er will noch etwas sagen, aber fremd und hastig ruft der Fernsprecher „Noch etwass“ fragt der Direktor zwischen dem Ferngespräch, und seine Gedanken sind schon längst bei andern Dingen..., h. Tran, und ulhe „Danke“, sagt der Arbeiter, der Franz, und geht mit etwas unbeholfenen Schritten hinaus, Draußen muß Franz erst ordentlich Luft holen, denn dies war der schwerste Gang in seinem Leben gewesen.— Die Luft ist heute schwer, massige Rauchwolken wälzen sich tief über das Werk und vermischen sich mit dem Grau des Apriltages.— Das war der Schlußstrich, denkt Franz. Ein Jahr ist es her, da die Marie dem Friedrich das Jawort gab, und ein Jahr lang hatte er geglaubt, die Wunde würde verheilen. Aber immer, wenn er den Friedrich neben sich sah, stieg der Groll von neuem in ihm auf. Und die ohnehin nicht leichte Arbeit wurde zur schweren Last. All die Jahre hindurch waren sie gute Kameraden gewesen, bis eben zu dem Tage. An diesem Tage hatte Franz all seinen Groll andern ins Gesicht geschrien, und in der heißen Glut des Ofens hatten sich zwei Männer mit geballten Fäusten gegenüber gestanden. Wohl war es seit dem Tage nicht mehr zur offenen Feindschaft gekommen. Sie hatten eine Mauer zwischen sich aufgerichtet und die schien unüberwindbar zu sein, obwohl sie so dicht nebeneinander standen, daß sie sich hätten die Hände reichen können, ohne ihren Platz zu verlassen. Nun sahen sich der Franz und der Friedrich nur flüchtig, wenn der eine von der Schicht kam und der andere zu seiner Arbeit ging. Eines Morgens, der Franz ist gerade von der Nachtschicht heimgekommen und will sich schlafen legen, kommt seine Wirtin in sein Zimmer:„Haben Sie's schon gehört?“ „Ich bin nicht neugierig“, sagt Franz gleich„Es steht schlecht mit der jungen Frau, der Franz springt jäh hoch:„Was ist's mit der „Sie haben eben den Doktor geholt, es ist so weit mit ihr, und ihr Mann hat gerade Schicht.“ Langsam zieht er seinen Rock wieder an.— Er läßt sich die Flasche mit Kaffee füllen und wickelt ein Stück Brot in ein blaukariertes Tuch. Als er in Hütte eins eintritt, zittert die rote Glut über die schweißtriefezhen, Aörgr,.16 9, aand.##. Franz legt dem Friedrich die Hand auf die Schulter:„Geh heim! Mit der Marie steht es nicht „Weiß ich alleine“, brummt der und arbeitet verbissen weiter. „Geh. ich vertrete dich hier!" Duk „Ja, Friedrich, ich, wir sind doch Kameraden.“ „Und da willst du die Schicht übernehmen, wo du die ganze Nacht gearbeitet hast?“ „Geh! Marie wird dich brauchen!“ „Es ging nicht anders“, murmelt Franz,„wie „Wenige Tage später wechselt Franz nochmals haben zu lange Schulter an Schulter gestanden!“ seinen Arbeitsplatz, um seinen Stand in Hütte eins wieder zu übernehmen. Friedrich will etwas sagen, als Franz seinen Einzug hält aber er ist so erregt, daß ihm die Worte im Halse stecken bleiben, so reichen sie sich stumm die Hände.— Kameraden der Arbeit) Zeichnung: Berenbrock Er hat ja nun meine Lose in der Tasche und braucht bloß noch zu gewinnen.“— Er verschluckte sich fast vor Lachen über seinen guten Witz; aber Elsbe sah den Vater traurig an. Vierzehn Tage später trat Hein Gediegen über Kaspers Schwelle. Elsbe empfing ihn mit ängstlich ftragendem Blick.. Metr z. Karschenfe Gst. „Ich hab' mit deinem Vater zu sprechen!“ sagte der Jungkerl aufgekraßt.. srr 8es. Elsbe spielte unruhig mit ihrem Schürzenzipfel. „Hein, is es was Dringliches? Vater hält Mittagsschlaf, und wenn man ihn dann stört, is er gnatterich.“— Der Kleinfischer schmunzelte listig.„Das is ja gediegen, daß er gerade schläft.— Ich wollte ihn nämlich fragen...“ „Elsbe! Wer ist da?“ tönte des Vaters Stimme aus der Stube.„, zwegte. Kst, Elaße. „Nun hast du Vater geweckt“, tadelte Elsbe. „Kriegt euch bloß nicht das Streiten!".. Hein Gediegen drängte sich an Elsbe vorbei in Sin Kasper Brand!— Bleikt das dabei, daß ich Elsbe krieg', wenn ich dir die„Katharina“ abSchüttelfrost rieb sich erst mal die Augen und blickte den Kleinfischer groß an. — die„Katharina“ kaufen?— Mit Inflationsscheinen, was? Wort bleibt Wort, und wenn du die viertausend Mark aufbringst, sollst du meinethalben die Elsbe heiraten. Wolltest du sonst noch was wissen? Ich möcht' nämlich gern'n Augenblick die Augen anwärmen.“ Kasper Brand machte Miene, sich wieder auf die Seite zu legen. Heinrich Brand langte in die Brusttasche. Ruhig sagte er:„Das is ja gediegen, denn so kann ich die Elsbe ja heiraten.“ Gleichmütig zählte er die viertausend Mark auf den Sofatisch.„Tzo, Kasper Brand, jetzt is die Katharina“ mein und die Elsbe is auch mein, und denn so kann ich wohl das Aufgebot bestell n...,..,.) kuns:.k... „Hein, wo hast du das Geld her?“ fuhr Kasper „Gewonnen!— Auf die Lose von dir!— Fünftausend Mark!— Das is ja gediegen, nich?“ „Gediegen?“ gurgelte Kasper und lief blaurot an. ne bodenlose Gemeinheit is es1 Fünstausend Mark hätt' ich haben können!— Ich Schafskopf— ich—“ Ihm fiel plötzlich was ein. Er nahm Bleistift und Papier und sing an zu rechnen. „Kann ich Elsbe nun sagen, daß wir heiraten können?“ forschte Hein nach einer Weile verwundert. „Meinsweg'!“ knurrte Kasper und sah nicht auf. „Was rechnest du denn da?“ wollte der neugebackene Schwiegersohn wissen. Da blickte Kasper grömlich auf.„Wieviel Grogs für die fünftausend Mark gekriegt hätte.“ 90 SA A .4 G 5 84 1 56 50 1189 10 4 4457 483 55 M e A rst 47 7589 38 0 1155 405 95 e 0 4 A 9 50 ee ee 18 g P 243 9 + * 1 44 1 * a 13 nan M 53822.857. 9 48 442 95=484 KrianeterhrachBchen. Von Emil Strodthoff ie Fronten klärten sich, nachdem man den Reisestaub aus den Kleidern geschüttelt, seine Brocken verstaut und die Ratterei der langen Bahnfahrt mit ein paar Kaffeebohnen aus den Knochen gebeizt hatte. Ludchen Brenken tat ein übriges und bestellte für sich und seine braunhaarige Frau Grete einen soliden Schnabus.„Was für olle Stintjäger und Kohlenpüsteriche gut ist, wird ein Frauensmensch wie dich wohl nicht gleich von den Socken bringen", ermunterte er die Widerstrebende in seiner poltrigen Art und zwinkerte der blonden Berta Viertz zu, die träumerisch an einer Schinkenstulle knabberte. Ja, da saßen sie nun reihum an der geblümten Kaffeetafel, wie sie das Schicksal frühmorgens kunterbunt zusammengewürfelt und in die Zugabteile geschubst hatte. Noch vor zwölf Stunden, bevor sie ihre Urlaubsreise antraten, kannte einer den anderen nicht, alle aber wußten um das gemeinsame Ziel, und mochten ihre Erwartungen noch so grundverschieden sein, eine Hoffnung leugneten die verschlafenen Augen nicht: man werde sich in vierzehn unendlich langen Sommertagen von den Plackereien des Alltags erholen, neue Kräfte sammeln in dem kleinen Ostseebadeort und als ein anderer Mensch, braungebrannt und lebensheiter, in sein Pflichtgeschirr zurückkehren. Schon unterwegs, als sich die Gesellschaft der wundervollen Geschwindigkeit der rotlackierten und zuverlässigen Lokomotivräder bewußt geworden war, als der rauchige Dunstkreis der häßlich aufeinanderhockenden Industriestädte vor dem lichten Blau der weitoffenen Landschaft wie eine feindselige Macht zurückwich, lösten sich die Zungen. Ludchen Brenken war einer der ersten, die den Mund auftaten. Mit seinen breiten ausgewalzten Fäusten schlug er seiner Grete aufs Knie.„Was ich sagen wollte“, griente er,„wie wär's, Kinder, wenn wir uns jetzt schon so'n bißchen auf den Zahn fühlen wollten. Trübsal blasen können wir zur Not immer noch!" Damit war der erste Bann gebrochen und die verlegene Beklommenheit, für deren Vorhandensein nur Lausejungen oder Hochstaplern das Gefühl abgeht, durch einen frischen und fröhlichen Windzug wie weggepustet. Es stellte sich heraus, daß die rundliche Person in der rotgestreiften Bluse Minna Kohlfert war, Handarbeitslehrerin aus dem Aseh elce chche elsce ealse los,„eben will ich— natürlich alles nur geträumt", schaltete sie ein— den Kasten über die Schreibmaschine stülpen und bin schon im Begriff, nach Hut und Mantel zu greifen, da stürzt der Chef ins Zimmer, sagt, ach, einen Moment, Fräulein Berta, und diktiert mir einen Brief, so lang wie die Himmelsleiter. Geheult habe ich vor Wut, weil doch unser Zug um sieben Uhr abgehen sollte, ich an dem Brief aber mindestens acht Tage getippt hätte!“ Lachend schlug sie die graubestrumpften schlanken Beine übereinander.„Na, und...?“ fragte neugierig ein gesund aussehender junger Mensch, der, wie sich bald herausstellte, Buchhalter einer Kartonnagenfabrik war und Kurt Wellershaus hieß.„Na, was soll dann schon gewesen sein, der Wecker ging, ganz einfach, und nun bin ich eben hier.“ Ludchen, der aufmerksam zugehört hatte, nickte erleichtert. Aehnliche Fußangeln wie Fräulein Berta, nur nicht im Traum sondern in der Wirklichkeit, hatte das SchickTtaum, sondern in der Wittlichtent, halte das Schicksal zuguterletzt ihm stellen und die Reise verpatzen wollen. Seine Schicht auf Zeche„Engelhorn“ war um 22 Uhr, also ums Haar genau vor zwölf Stunden, beendet gewesen. Eiliger als sonst hutte er seine Plünnen verstaut und gerade die Waschkaue verlassen, als er dem Steiger Terkand in die Arme lief.„Ludchen“, hatte der gesagt,„tut mir leid, aber du kannst morgen nicht fahren. Auf Sohle 4 brauchen wir ein paar erfahrene Leute zum Stempelseben,„ „Verdammichten Schietkram“, sage ich und fasse in die Tasche. Den Urlaubsschein kriegt Ihr nicht wieder, aber wenn es, verflucht und zugenäht, Stempel in der Knisterecke sein müssen, denn man ran.“ „Wollen Sie damit sagen, daß Sie bis vier Uhr im Pütt gearbeitet haben?“, meldete sich nunmehr ein kleines Männlein mit randloser Brille, das bisher einsilbig und verknautscht in seiner Mantelfalte gesessen hatte. „Und ob“, wieherte Lüdchen und stubste seine Frau in die Seite,„und ob ich das sagen wollte... Aber die Hauptsache ist ja schließlich, daß wir dabei sind, was, Fräulein Berta?“, Halb bewundernd, halb lachend bestätigte es die Reisegefährtin. Und nun waren sie, nachdem man sich die Fahrt mit Erzählen und Kartenspiel und Butterbroten und was sonst alles zu harmlosem Zeitvertreib gehört, gekürzt hatte, an ihrem Bestimmungsort angelangt. Der aus dem Holsteinischen gebürtige Reiseführer Jan Wieters hatte seine Schutzbefohlenen um sich versammelt und hielt, deftig, wie es seine Art, eine kurze Ansprache.„Also dann auf gute Ferienkameradschaft", schloß er,„und daß mir keine Klagen kommen und ihr nach vierzehn Tagen mit gesunden Backen wieder antretet!“ Der Badeort, der alle annehmlichen Merkmale der Ostseeküste aufwies, hielt auch nach Tagen noch, was er beim ersten flüchtigen Hinschauen versprach. Wälder bedeckten den Rücken der Höhen, die sich halbkreisförmig an das Meer heranpirschten, um in senkrechten Fluchten, hier eine springende Kiefernwurzel freilegend, da über borstigen Sandhafer und flammende Ginsterbüsche wegsetzend, der Flut an die breite glitzernde Brust zu sinken. Nach unerforschlichen atmosphärischen Gesetzen schienen in der unendlichen Fülle von Licht, Wasser und Himmel durch einen hauchblassen Schleier am Horizont den Atem ihrer Elemente auszutauschen und sich im Dunst der Ferne zu vermählen. Ludchen Brenken liebte die weiten, abfallenden und rundkreisenden Blicke, die man plötzlich tun konnte, wenn sich der Wald nach stundenlangem Wandern lichtete.„Mann“, hatte Grete geschrien und nach seinem Arm gegriffen, als er zum erstenmal aus dem dämmerdunkel träumenden Wald in die fließende Seligkeit des Lichts trat, wie vor einem Anprall abwehrend die Hände hob und dem Sog des Windes zutaumelte, der die hohe Kreideklippe mit mächtigen Flügeln umstrich. „So geht es dem Maulwurf, wenn er von der aeht Schüppe des Bauern an die Sonne gewälzt wird", meinte Ludchen, als er sich abends mit zwei Reisegefährten aus dem Siegener Land zu einem runden Skat zusammentat.„Ganz meine Meinung, und dann kriegt der Maulwurf einen auf den Balg", mauzte das flache Männchen aus dem Abteil, von dem man endlich herausgebracht hatte, daß er der Kleinrentner Oltrogge von der Wupper war. Er nippte an seinem Wermut, und seine nach drei Seiten kiebitzenden Augen waren kurzsichtig zu einem schmalen Spalt zusammengezogen.„Wieso", fragte Ludchen,„wie meinen Sie das, Sie oller Versorgungsschein?“, und schwerfällig nahm er seine Karten auf.„Grand Hand, Schneider angesagt! Jawoll, so spielt man mit Studenten!" Herr Oltrogge pflückte in seinem gilbenden Schnurrbart, der offensichtlich verwahrlost an den Mundwinkeln herabhing. „So, und nun erstmal die Pikflöte...“ Und Ludchen brachte seine Stiche auf's Trockne. „Wie ich das meine? Ja, sehen Sie, ich halte von solchen Reisen nicht viel“, nahm der Katzenmutz die Rede wieder auf.„Erst bringen sie einen auf den Geschmack, und wenn der Appetit da ist, ziehen sie einem die Schüssel vor der Nase weg, ja...“ In diesem Augenblick hatte einer der Skatpart= ner Herzzehn abgeworfen und damit die einzige Möglichkeit, Ludgens Grand zu töten, aus der Hand gegeben.„Der Rest an mich“, sagte Ludchen, bevor er seinen Hals, an dem sich plötzlich alle Sehnen spannten, zu Oltrogge hindrehte.„Soso“, machte er bedächtig,„also so einer sind Sie... In die Suppe spucken, was?“, und seine Augen, die eben noch gemütlich lächeln konnten, waren die eines Jägers. „Kommt, Kumpels!“ Und damit stand Ludchen Brenken auf, immer größer wurde er vor dem fadenscheinigen Duckmäuser, der schon mehrfach geäußert hatte, er mache die Reise nur, um des Interesses willen mit, nur um Studien zu treiben, wie er Wellershaus anvertraut hatte. Welcher Art die Studien waren, die der vertrocknete Filz seinem mürben Schädel abgewann, wurde in den nächsten Tagen allen offenbar, an die er sich mit scheinheiliger Miene heranzumachen suchte. Bei den Mahlzeiten, die man gemeinsam einnahm, stocherte er mißmutig in seinem Essen herum. Der Braten war zäh, der Fisch nicht saftig genug, das Kompott verursachte ihm Leberschmerzen, vor allem aber grämte er sich in versteckten Ausfällen gegen die älteren Reisegefährten über die Unmoral der heutigen Jugend. Ob es nicht mit Händen zu greifen sei, stichelte er, daß die Tippmamsell, wie er die kleine Berta Viertz nannte, ein Techtelmechtel mit dem jungen Wellershaus habe, ob es nicht ein Skandal sei, gewissermaßen von Staats wegen solchen Unsittlichkeiten Vorschub zu leisten. Wie eine graugefleckte Katze auf Mäusejagd strich er in der Dämmerung durch den Irt. Badefreuden verschmähte er mit Rücksicht auf sein rheumatisches Leiden, gegen die Sonne verteidigte er sich mit einer blauen Brille und einem breitrandigen schäbigen Strohhut. Seltsam, daß, wo immer er auch auftauchte, sein Erscheinen störend und beklemmend wirkte. Langsam bildete sich eine geheime Abwehr gegen den fatalen Reisekameraden, seine quengeligen Tischreden nahmen schaft an sich, um sie wieder zu verströmen, anderen mitzuteilen. „Mein Mann ist ganz anders geworden", erzählte Grete, seine Frau,„vier Jahre sind wir verheiratet, aber daß wir noch einmal so glücklich sein könnten, hätte ich mir nicht träumen lassen“, und ihre Augen füllten sich mit der strömenden Helligkeit des Meeres. Ja, und nun erst die unmoralische Tippmamsell und das Sittenungeheuer aus der Kartonnagenfabrik! Vielleicht gibt es eine Vorschrift man müsse einen Bielleicht gidi es eine Vorschrift, man müsse einen Bart haben, einen Urwald von Bart, um sich richtig freuen zu können, vielleicht auch muß man tausend Nächte gehungert haben, um einmal richtig einhauen zu können, es gibt viele Theorien und Schlüssel und Dietriche, mit denen sich die Kammern der Freude öffnen lassen. Daß sie einfach aufspringen wie blanke Kastanien, mit einem jauchzenden Knall, sehen Sie, werter Herr Mutz, das mag zwar ungehörig sein und mit den Grundsätzen Ihres ledernen Moralunterrichts nicht im Einklang stehen, aber weder Sie noch alle in der Welt herumkatzbuckelnden Oltrogges werden das je und je ändern können. Berta Viertz ist ein Strolch geworden, braun wie ein Mulatte, geschmeidig und übermütig wie ein schnittiges Boot, in dessen Kielspur es von munteren Fischen aller Art wimmelt. Ein alter triefäugiger Katzenhai hält sich, Beute witternd, in der Nähe. Wenn in den Dünen die Schatten wuchsen und hoch über ihnen an goldwarmen Kieferstämmen die Sonne funkelte, geschah es wohl, daß da ein Mädchen zwischen den Gräsern lag, und daß ebenfalls ein junger Mensch, der zwar mit einem wohlbestallten Buchhalter keine, mit Kurt Wellerhaus jedoch überraschende Aehnlichkeit hatte, da lag. „Wollen doch sehen“, überlegte der Katzenhai, und es war just der letzte Abend,„was die beiden miteinander haben“, und schob sich auf den Pfoten der Dämmerung an das Paar heran. „Verflucht", sagte das Mädchen,„und nun geht bald die Klapperei wieder los.“ Irgendwo tutete dunkel und klagend ein Schiffshorn, ein paar Möven warfen sich zankend auf und strichen schrägtaumelnd mit gebuckelten Schwingen ab. „Täterätätä...“, machte der junge Mensch. Mehr konnte der graue Mutz, der sich trotz seines rheumatischen Leidens hinter einer Bodenwelle verschanzt hatte und das Idyll unter dem Feuer seiner blauen Brillengläser hielt, nicht verstehen, denn was nun geschah, spielte sich wortlos ab, ohne der gewünschten Verständigung abträglich zu sein. Oltrogge blinzelte, ein Sandkorn war ihm ins Auge geraten. Gottsverdorich, die beiden küßten sich. Biblische Vorstellungen von Sodom und Gomorrha bevölkerten Oltrogges Phantasie. Eifrig putzte er an seiner Brille. Gottsdonner, die beiden küßten sich immer noch, sie schienen alles rund um sich her vergessen zu *•* W 1 1 9. 1 Von sohannes Heinrich Braach Streck, Bauer, deine schwielenübersäte Hand in meine, körperliche Arbeit ungewöhnte. Gebt ihr auch eure her, die ihr in Schächten eingeblockt, in Schusterstuben hockt, he— Maurer, Schlosser, Schreiner ihr, ihr Leute in Büros und Tagerstellen, ihr Meister, Buben und Gesellen, herbei, herbei— die deutschen Frauen sollen kommen, auch Mädels in den Ring genommen, herbei, herbei. Wir lassen keine Lücke, her eure Hand, wir bauen eine Brücke, und diese Brücke heißt das Vaterland. Die Hände her. Ob ungelernt, gelernt, ob hochstudiert, und wenn sich eine Welt in Feindschaft stellt und sich in Hader gegen uns verliert, was schuftend Geist und Fausi geschichtet, was Schweiß und Sehnsucht aufgerichtet, wird nie verdorrt, reißt keine Willkür fort. Im Rhythmenrausch der Räder unser Denken, im Hammerschwingen unser Sichversenken, im Wurf der Samen unser Blut. Die Hände her so Volk wie Arbeit gelten eins, ein Leben ohne Schaffen, das ist keins, und unser Schaffen, Brüder, es ist gut. den Charakter von Selbstgesprächen an, die niemand beachtete. Um so verbissenere Anstrengungen aber machte der Mutz, sein Schiffchen flott zu halten. Neuerdings miante er der Lehrerin Minna Kohlfert die Ohren voll. Das Alter werde weggebissen, pflegte er zu sagen; wenn die Grünschnäbel erst keine Achtung vor Grauköpfen mehr hätten, müsse der Staat zugrunde gehen, seiberte er, und schließlich hatte er das pädagogische Gewissen Fräulein Kohlferts so heftig erschüttert, daß sich zwischen ihnen eine Art von Schutz= und Trutzbündnis anzubahnen schien. haben, Diktat und Bilanzen, die ganze Bürgerlichulöse Während Oltrogges Züge von Tag zu Tag knittriger, sein Gang fahriger und seine Reden giftiger wurden, lebten die anderen auf. Neue Bekanntschaften hatten den Kreis erweitert, die zufällige Kameradschaft der ersten Stunden erstreckte sich nun schon auf den ganzen, aus etwa sechzig erholungsbedürftigen und erlebnishungrigen Menschen bestehenden Reisetrupp, Bergleute aus dem Ruhrgebiet, Angestellte und Beamte, Handwerker und Gewerbetreibende, darunter viele, die zum erstenmal mit Koffern reisten und Ferien bisher nur vom Hörensagen kannten. Alles, aber auch alles, war ihnen neu: das behäbige Ausruhen in den Liegestühlen am Strand, ohne daß eine Werkssirene pfeifend zur Arbeit rief, das schnurrende Behagen, wenn man sich in den wüstenheißen Sand vergrub, ja, und dann das Schönste, die unbändige Daseinsfreude beim Spiel mit den Wellen! Weg mit den Sorgen, weg mit der Unfreiheit, Himmelherrgottsakra, nun erst spürte es der mit herkulischen Muskeln zum Schuften geborene Brenken, daß auch die Kraft zur Freude in ihm wohnte. Wenn er früh am Morgen mit seinen Kameraden durch die Dünen galoppierte, glich er einem riesigen Elefantenbullen, der die Herde anführt, und wenn die saugende Kühle des Wassers seine breite Brust umwogte, schrie er vor Glück, als gehöre ihm die Welt, der blaue Aether mit den kreischend verwölkenden Möven, die schimmernde Küste und die leuchtend hellen Bastionen aus Sand, Stein und Licht. Wie ein hungriger Magnet riß er alle Kraft der Landkeit ihrer Existenz schien sich aufzulösen wie die dunstige Landschaft, von der sie, Oltrogge eingeschlossen, nur ein verschwindend kleines Teilchen waren. Inzwischen begab es sich, daß eines der unwahrscheinlich kleinsten Teilchen der unteilbaren Schöpfung seinen Weg in die Nase des von sündhaften Visionen geplagten Mutzes nahm, und daß in die friedliche Abendstille jäh ein Schneuzer knallte. Bald darauf knallte es noch ein paarmal, und daß es sich dabei nicht um bloße Lufterschütterungen, vielmehr um wohlgezielte und des Dynamits der Empörung nicht ermangelnde Ohrfeigen handelte, war noch am gleichen Abend das eifrig beredete Gesprächsthema aller Ostseefahrer. „Schade, daß er nicht mir in die Händchen gerutscht ist", bedauerte Ludchen und hob wie prüfend seine Fäuste, vor denen ein Stier die Flucht ergriffen hätte. Aber auch im Lichte der freundlicheren Vorsehung bot der alte Schlickensänger, der ein wenig verspätet anlangte und mit stürmischem Gelächter empfangen wurde, keinen sehr erfreulichen Anblick. Um seine Augen lag der schmerzliche Zug christlicher Märtyrer, die eine Gesichtshälfte zeigte Schwellungen, und an den Knien war die spinnwebgraue Hose zerbeult und verblaßt, als habe sie die Strapazen eines Grabenkrieges erdulden müssen. Beleidigt nahm Oltrogge am Ende des langen Tisches Platz. Seine Schnurrbartenden zitterten, als er einen schrägen Blick auf die ganz und gar nicht zerknirschte Sünderin Berta riskierte. Wenige Minuten später traf Minna Kohlfert ein, die, da ihr das Abenteuer in den Dünen noch unbekannt war, kein Arg hatte, sich neben Herrn Oltrogge niederzulassen. Ihre Unterhaltung gestaltete sich ungemein reizvoll. Ob er den letzten Abend auch noch einmal so recht von Herzen genossen habe, verlangte die etwas betuliche Lehrerin zu wissen. Und nach einer mauzenden Antwort, die, obwohl es im Augenblick mucksmäuschenstill wurde, unverständlich blieb, fuhr sie keilnehmend fort:„Aber, Herr Oltrogge, was Sie denn angestellt, hat etwa eine blinde Fliege eDonnerähnliches Lachen füllte den Raum, die Eingeweihten achzten vor Vergnügen und rangen schnau, send nach Atem. Und in den ausgelassenen Heiter, keitsstürmen, denen Minna Kohlfert nichts als Ahnungslosigkeit und Oltrogge nichts als verkniffe, nes Schweigen entgegenzusetzen hatten, erhob sich ans Glas läutend, Jan Wieters und bat um einen Augenblick Ruhe. Beide Hände stemmte er auf den Tisch, sein brei, tes Bauerngesicht schmunzelte, und dann hielt er eine Abschiedsrede, die knorke war. Mit der Urlaubszeit sei man zwar unwiderruflich am Ende, aber das eine könne er wohl in aller Namen sagen, daß, so schnef auch die Tage hingegangen seien, man eine herrliche Erfahrung gewonnen habe. Daß es nämlich törich, ter Schwatz sei, man müsse ein Bankkonto haben und ein feiner Pinkel sein, um Freude zu erleben. Wee das nicht begreife und von den hier versammelten Kameraden aus dem Pütt, aus der Werkstatt und vom Büroschemel nicht begriffen habe, sei entweder ein durchtriebener Bösewicht oder aber ein ausgemachter und bemitleidenswerter Trottel. Beide Typen aber seien gleich unleidlich. Nur der junge Mensch, so sagte Wieters, ganz gleich, ob er Haare oder keine Haare habe, sei, wie zur Arbeit, so auch zur Freude, zum Kräftesammeln und zum schöpferischen Ausspannen fähig. Und zum Schluß habe er noch eine kleine Ueberraschung, zwinkerte er humorvoll, die gewiß auch angetan sei das sichtlich erschütterte moralische Gleichgewicht eines leider durch sich selbst vergrämten Fahrtteilnehmers wiederherzustellen.„Als Verlobte empfehlen sich dem besonderen Schutze des uns allen wohlbekannten Herrn Oltrogge Berta Viertz und Kurt Wellershaus.“ An diesem historischen und freudevollen Punkte angelangt, sei es uns vergönnt, den Ostseefahrern Lebewohl zu sagen. Aus dem Aoschiedsabend wurde langsam Nacht, und aus der Nacht stieg ein blaublitzender Morgen. Blauer aber noch als er, heiterer und strahlender noch an Lebensfülle als der Himmel, war Ludchen Brenken, der es noch lange von seiner Grete zu hören bekam, daß er mit dem Knickstiebel Oltrogge Brüderschaft getrunken habe. Ber wialbauf Humoreske von Heinz Küting enner und Hermann sind stramme Bauernbur) schen, unzertrennliche Freunde. Was sie in *+ ihren Mußestunden unternehmen, unternehmen sie gemeinsam. Wenn der eine im jugendlichen Leichtsinn über die Stränge schlägt wie die jungen Pferde vorm Pflug, so tut's auch der andere. Ueberhaupt haben die beiden vieles gemeinsam: die urwüchsige Veranlagung, das borstige Haar, die blauen, kecken Augen, die breiten Schultern und schwieligen Hände, kurz, nahezu alles, nur nicht dasselbe Mädel. Henner verzehrt sich in Liebe und Sehnsucht nach der blitzblanken Tochter des Erlenbauers, Hermann gaukelt wie ein trunkener Frühlingsfalter um des Birkbauern Vroni herum. Beide Burschen sind verliebt bis über beide Ohren, beide Mädchen nicht minder. Und in solcher Verliebtheit geschehen die tollsten Dinge. So setzte sich Vroni neulich beim Melken statt unter die frischmelke Kuh unter den zweijährigen Mastochsen, der wie wild um sich schlug, und die Katrin rief den Knecht Paul zweimal am gleichen Tage mit Hermann an. Wovon das Herz voll ist, geht eben der Mund über. Nun ist es Brauch und Sitte, seiner Liebsten in der geheimnisvollen Walpurgisnacht einen stämmigen Maibaum vors Fenster zu pflanzen, der je nach Stärke der Liebe und Gegenliebe vom zartesten Zweig bis zum mächtigen Baum gewählt wird. Bei Henner und Hermann kam nur ein Baum in Frage. Darum zogen sie bereits am letzten Aprilsonntag hinaus auf die Heide, um zwei saubere Bäume auszumachen, einen für die Vroni, einen für die Katrin. Mit geschwellter Brust ließen sie das sonntagsstille Dorf hinter sich, jeder eine feiste Zigarre aus Vaters Besuchskiste zwischen den Zähnen. Zum ersten Male taten sie diesen Gang, denn beider Liebe war ja noch so jung, aber darum noch so siedend heiß. Zwei passende Bäume waren bald gefunden. Zwei ranke, schlanke Birkenjungfern älteren Semesters. Und in wenigen Minuten trugen beide Stämme ein tief mit dem Messer eingegrabenes., aus dem die Tränen nur so herauskullerten. Denn Birken im Lenz weinen wie verliebte Mädchen. Dann kriecht der letzte Aprilabend lau über Dorf und Wald und Heide. Henner und Hermann haben ein wenig früher Feierabend gemacht als sonst, weil sie noch ein schweres Werk vor sich haben. In wenigen Stunden ist Maitag, und bis Mitternacht muß der Maibaum vor Liebchens Fenster stehen. Kaum sind Himmel und Erde ineinandergeflossen, da treffen sich die beiden Freunde am Dorfausgange. Henner hält unter dem Wams ein kurzes Beil verborgen. Hermann einen halben Liter Wacholder. Das gibt Stimmung und Mut. Die sonst so stille Heide ist geisterhaft belebt in dieser wundervollen Nacht. Ueberall sind Aexte und Sägen am Werk, überall ist Tuscheln, Brechen und verhaltenes Lachen. Feen und Zwerge werden's nicht sein, nur verliebte Burschen im Mai des Lebens. Unter schwerer Last stapfen Henner und Hermann wieder dem Dorfe zu. Ein Sack Korn ist leichter als fünf Meter hohe Birken. Aber schleppt nicht gern die Bürde der Liebe! Und was man auf dem Hinwege an Wacholder hinunterschüttete, rinnt nun auf dem Rückwege in kleinen Bächen von der Stirn. Mit vereinten Kräften gelingt es bald, den ersten ##m vor Katrins Fenster aufzurichten. Bis ar Baum vor Kalrins Fenster aufzurichten. Bis an di Dachrinne reicht er.„„.., Her Ga.es Die Vroni schläft an der Gartenseite. Der Wes zu ihrem Fenster führt über sumpfiges Gelände, über die breite Miste. Für Halbschuhe und alkoholschwacht Beine ist das sicherlich nichts. Das wissen die beiden. Darum tasten sie hart an der Hauswand entlang,## die Bohlen über der Jauchegrube liegen. Heun, hält den Stamm, Hermann die Krone des Baumes. So trägt es sich leichter. Da ein Krach! Ein verhaltener Schrgi.„Iu Brechen! Ein merkwürdiges Plumpsen und Gurgel Ein Aufschlagen des Baumes! Henner ist vorn ein gebrochen, mitten in das dickflüssige, duftende Naß der Jauchegrube, die zu allem Unglück auch lang“ nicht geleert ist. Genau bis an die Schultern Hermann leistet die erste Hilfe und befreit ion aus der unglücklichen Lage. Und dann brechen, ge# wie auf Kommando in ein befreiendes, wüstes lächter aus, das die Hunde und Birkhofleute au dem Schlafe erschreckt..6,. 8aum vot Am ersten Maimorgen steht rein Baum Vronis Fenster, weil er um Mitternacht an der ub sstelle lieg glücksstelle liegenblieb m DZeiche der Fr. Wochenbeilage des„Hochumer Anzeiger 2. Blatt 7 18. Woche Frauen der Erde stellen sich vor! Lin neuer Menschentun, die Otalienerin die Struktur des italienischen Volkes ausübte, haben die Veränderung der Verhältniss,pegs.,.m g6.s. bereie: stärker ins Auge, als seit Jahr= geführt wird So ist auch die Mädchenerziehung in deris einen neuen Menschentyp geformt hohe.,.hr. geführt wird. So ist auch die Mädchenerzietung in nderten an dem italienischen Volk keine Erziehungs= den Jugendorganisationen sehr stark schematisiert, ja hunderten der den jungen Italienerinnen immer wieder auf die Seele gebunden wird. Die Erhöhung der Geburtenzahlen in den letzten Jahren deutet darauf hin, daß diese Propaganda offenbar nicht ohne Erfolg war. Diese Bemühungen um einen neuen italienischen Frauentyp haben gleichwohl die beiden alten Formen noch nicht aussterben lassen, die der krasse, übergangslose Gegensatz zwischen arm und reich geschaffen hatte. Man findet— namentlich im Süden— noch heute jene unwahrscheinlich armen, verwahrlosten Frauen, deren wirtschaftliche Bedürfnisse und hausfrauliche Leistungen auf das Geringstmögliche eingestellt sind, die sich dabei aber keineswegs elend oder verkommen fühlen, sondern auf ihre Weise mit geringstem Umsatz an Arbeit und Geld ihr Leben fristen. Und auf der anderen Seite sieht man in den Großstädten noch immer jene schönen Frauen von märchenhafter Eleganz, wie sie in solcher Menge und Erlesenheit selbst in Paris nicht anzutreffen sind. Die elegante Frau ist ein wichtiger Dies Zelchen nung an alle deutschen Jrauen, demdrieden und Aufflleg des Oaterlandes zu dienen durch ihre uarbelt im Deutschen Jrauenwerk. Faktor der aus dem Straßenbild der großen italienischen Städte gar nicht wegzudensen, Ist. zi,g, Geuflegt, Ob dem Fremden in zwanzig Jahren diese Gepfiegt heit der Frauen auf den ersten. im Straßenbild auffallen wird— was heute noch der Fau ist—, das ist allerdings die Frage. wissen die Männer natürlich nicht! Zwel schöne Mädchen aus Venedig Scherl-Bilderdienst arbeit größeren Stils mehr gele'stet worden war und nun plötzlich, nach einer langen Periode freier, zufälliger Entwicklungen, eine Erziehungsarbeit einsetzte, die sämtliche Einwohner des Landes, vom Greis bis zum Säugling, organisatorisch erfaßte. Für die italienische Frau wurden mit dieser Entwicklung neue Wege erschlossen, aber auch bereits eröffnete wieder verschlossen. Neu war für sie vor allem die Beteiligung am Sport, an Wanderungen und an der Arbeit kollektiver Organisation. Daß die jungen Italienerinnen im Sportanzug gemeinsam turnten, spielten, trainierten exerzierten und an Aktivität in ihren beiden Jugendorganisationen Piccole Italiane“ und„Giovane Italiane“ bald jener der Knabenorganisationen nicht nachstanden, erschien den Italienern selbst als eine unerhörte Neuerung. Denn vorher trieb die junge Italienerin, geschweige denn die verheiratete Frau, keinerlei Sport. Es war auch weder das Interesse noch die Gelegenheit dazu da. Die jungen Mädchen wuchsen als behütete Pflänzchen auf, ewig und streng von ihrer Familie bewacht. Mädchen aus gebildeten Familien genossen zuweilen höhere Schulbildung, studierten auch vereinzelt, die große Masse war jedoch darauf bedacht, möglichst rasch und möglichst günstig unter die Haube zu kommen. Der Ruf der Tochter oder Schwester ist selbst heute noch eine ewige Sorge, die auf Vätern und Brüdern lastet, um so mehr, als der gute Ruf schon dann in Gefahr ist, wenn das junge Mädchen mit einem Mann, sei es auch im harmlosesten Gespräch, am hellichten Tag und auf offener Straße allein gesehen wird. derart auf Zweckmäßigkeit eingestellt, daß die Persönlichkeit bei Führerinnen und Geführten mehr in den Hintergrund tritt. Das Programm für die Mädchen heißt, kurz gesagt, Erziehung zur Soldatenmutter. Die Mädchen sollen stark, leistungsfähig, von ihrer Berufung überzeugt und gesund sein. Sie treiben viel Sport, erhalten viel theoretischen Unterricht in Haushalts= und Kinderpflege und werden durch Hereinziehung in ein ausgesprochenes Gemeinschaftsleben mit den Ideen des Staates durchtränkt und immer wieder auf ihre Sendung und ihre Pflichten hingewiesen. „In 20 Jahren 20 Millionen Italiener mehr“. Das faschistische Programm nennt zwar als einen seiner Hauptpunkte die Pflege der Familie, denkt aber dabei wohl in der Hauptsache erst an die kommenden Familien. Augenblicklich sind die einzelnen Familienmitglieder so stark von den Organisationen, denen sie angehören, in Anspruch genommen, daß sie einander in ihrer Freizeit kaum zu Gesicht bekommen. Die Eltern sind in ihrem Dopolavoro, der älteste Sohn bei den Jungfaschisten oder in der Miliz, die Jüngeren in der Balilla oder bei den„Kleinen Italienern“, die Töchter bei den„Jungen Italienerinnen“ oder den„Kleinen Italienerinnen“. So kommt es, daß auch schon rein zeitmäßig die Haupterziehungsarheit an der jungen Italienerin jetzt weniger in der Famitie als in ihrer Organisation geleistet wird. Mussolini hat vor einigen Jahren die These proklamiert:„In 20 Jahren 20 Millionen Italiener mehr auf der Welt!" Dieser Satz ist es namentlich, Es gibt eine unsterbliche Behauptung: die von den großen Ansprüchen der Frau. Es gibt ein unausrottbares Thema für alle Witzecken: den Kampf um den Pelzmantel oder den neuen Frühjahrshut. Dieser Vorwurf, anspruchsvoll zu sein und„nie etwas anzuziehen zu haben“, der haftet uns Frauen nun einmal an, und wir werden ihn wohl nie zum Aussterben Wer behauptet das aber so kühn? Die Männer. Und sie glauben, sie wüßten das auch ganz genau, wie teuer so eine Frau zu stehen kommt. Und sie glauben, sie könnten sich deshalb auch immer wieder darüber aufhalten und immer wieder neue Witze darüber machen. (Mit deren Honorar sie dann ihrer Frau den neuen Frühjahrshut kaufen müßten, behaupten sie!) Gewiß gibt es Frauen, die immer das Neueste haben müssen, jedes Jahr einen Pelzmantel und sechs Frühjahrshüte.,. Mzungr, mie visle, Krauen sch Aber wissen denn die Manner, wie viele Frauen sich ihre Kleider und Hüte selbst machen, umändern, umfärben, wie viel tausend Kniffe und wie wenig Geld oft dazu gehört, und sie sehen dann doch wie neu eingekleidet aus, und ein Mann glaubt, das alles sei sehr teuer gewesen? Haben Männer eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, wenn sie so selbstgefällig sagen: Ich trage meinen Anzug vier Jahre und meinen Hut drei..., haben sie darüber nachgedacht, daß ja auch ihr Anzug vier bis achtmal so teuer war als das Sommerkleidchen der Frau, und daß ihre Hemden, Krawatten und Kragen ja auch nicht gerade billig sind? Und haben Männer denn schon darüber nachgedacht, daß es eine Frau doch auch glücklich macht, für den geliebten Mann schön zu sein und nicht nur, damit sich die Freundin ärgert?„. i,vich nack vi. Vielleicht haben sie sich das wirklich noch nie überlegt. Vielleicht aber meinen sie auch ihr Raunzen und Knurren über die„teure“ Frau gar nicht so ernst und freuen sich doch, wenn sie schön aussieht. Das ist auch alles gar nicht so sehr wichtig, und wir Frauen kränken uns schon längst nicht mehr darüber. Eins aber ist doch wichtig, und mir scheint, das hängt mit dieser Frage eng zusammen. Das sind die Geschenke der Männer an eine Frau. Da spürt man nur zu oft etwas Seltsames: nämlich, daß die Männer glauben— und wahrscheinlich eben, weil sie das Streben der Frau nach kostspieligen Sachen arg überschätzen—, sie könnten der Frau auch nur kostbare Dinge schenken, wobei„kostbar“ natürlich ein sehr relativer Begriff ist. Aber immerhin: sie glauben, wenn das Geschenk nicht ein Opfer von ihrem Geldbeutel verlangt, dann sei es nichts wert. Und wenn sie nicht Geld genug haben für ein kostbares Geschenk, so geben sie lieber nichts. un5 hach u. Li. Männsr Ach, wie dumm sino ooch da die Männer! Sie wissen nicht, daß für uns Frauen der Wert oft nichts, gar nichts bedeutet. Sie wissen nicht, daß ein unerwarteter Veilchenstrauß um wenige Pfennige mehr wert sein kann als ein neuer Hut. Ja, vaß ein fröhliches Wort, ein glückliches Lachen und die Aufforderung zu einem unvorhergesehenen Gang durch den Frühling uns viel glücklicher machen kann als das Versprechen, auf einen Pelzmantel zu sparen. Ja, daß wir überhaupt auf viele große Dinge leicht verzichten können, wenn man uns hier und da durch kleine, liebevolle Aufmerksamkeiten erfreut. Nichts, nichts wissen die Männer davon. Sie glauben immer nur, der Wert mache alles aus, und bedenken nicht, daß gerade der Wert eines Geschenks eine Frau eher bedrücken kann. Und es ist seltsam, die geliebtesten Männer wissen das oft am wenigsten. Und es wäre schön, wenn hier einmal ein Mann über dieses ein wenig nachdenken würde... Edith Cochoy Wicht so viel vom Kleinchen verlangen Zärtlich beugt sich die junge Mutter über ihr kleines Kindchen. Wenige Tage oder gar erst wenige Stunden lebt das kleine Menschlein neben ihr. Junge Mütter sind sehr stolz auf ihr kleines Kind, und was Kleinchen schon alles kann. Vor allen Dingen ist es so, wenn es erstmalig als besonderes Wunder eingetroffen. Da soll es schon lachen können, sich aufrichten, die Mutter, den Vater erkennen, kurz, ein Wunderkind sein. Und dabei ist es ja noch so herrlich dumm! Im ersten Monat besteht seine Arbeit aus Schlafen, Trinken und Verdauen, es wendet schon das Köpfchen, wenn man seine roten Bäckchen berührt, hört auf zu schreien, wenn man's umlegt. Es kann aber auch schon ein wenig das Köpfchen heben wenn es auf dem Bäuchlein liegt. Aber dann ist es schon mit seiner Unschuldiger Flirt... War ein solcher Fall eingetreten, so war es heiligste und der Brüder, den Verletzer der Pflicht des Vaters und der Stur:2) Tr Teiehen und Ehre ihrer Schwester zur Rechenschaft zu ziehen und ihn zu Wiederherstellung ihrer Ehre zu zwingen. Das war praktisch nur durch eine Verlobung möglich, und es mag eine recht stattliche Zahl italienischer Ehen geben, die so einigermaßen unfreiwillig zustande gekommen sind. Für Landesfremde ist namentlich in früherer Zeit, dieser meist auf eine persönliche Lebensbedrohung des„Verführers" durch die männlichen Angehörigen der Verführten“ hinauslaufende Brauch nicht selten verhängnisvoll geworden. Besonders im Süden Italiens, wo man den Dolch recht rasch bei der Hand hatte konnte der unschuldigste Flirt mit einer landlichen Schönheit ein böses Ende nehmen. Lebensweisheit zu Ende— nur Strampeln allerdings, das ist ihm Bedürfnis. Mit einem Vierteljahr kann Mutter schon ordentlich stolz sein, denn nun kann Kleinchen schon die Mutter anlächeln, sein Köpfchen nach einem Geräusch umwenden, mit dem Händchen greifen, und„La—la—la, Ba—ba—ba“ gelingt auch schon recht annehmbar. Und beim Liegen auf dem Bäuchlein kann's auch schon den Kopf etwas länger hochhalten. Mehr darf selbst die stolzeste Mutter von Kleinchen aber nicht verlangen, denn für die nächsten Monate will der Säugling ja auch seine„Arbeit“ haben! Im fünften Monat lernt der nun schon ganz verständige Säugling einiges vom „Sich=rein=halten", und im sechsten Monat— siehe da — kann er sich gar schon mit Hilfe hochrichten, Kopf und Schulter hochheben, bewußt nach Gegenständen greifen, alles ins Mäulchen stopfen, was nicht nietund nagelfest ist, und schon ganz munter merkwürdiges Zeug reden. Und das Kind versteht gar schon, wenn die Mutter böse oder freundlich zu ihm ist. Von Monat zu Monat lernt nun das Kleinkind so Schrittchen für Schrittchen mehr hinzu, eines Tages kann es sitzen, dann stehen, es plappert, jauchzt, kreischt, horcht nach der„Tick=Tack=Uhr“, nach dem Bim=BimGlöckchen“, und eines Tages setzt es ein Füßchen vor das andere... Der erste Schritt ins Leben ist getan! Ob es wohl laufen kann an seinem Geburtstage? Schön wäre es schon, aber nötig ist es nicht. Du kannst, junge Mutter, schon stolz und dankbar sein, wenn dein Kind gesund und munter ist. Vir wissen Rat Die so Beschützte“ stand in entsprechender sklavischer ein, wenn man Abhängigkeit von ihren„Beschützern“. Neben dem Vater..:1, von ihren„Beschützern“. Neben dem Vat vor für das Mädchen auch der älteste Bruder eine ab:„## nicht solche solute Autorität, dem sie zu selbstverständlichem Gehor= Eden iheit Sciche an verpflichtet war. Bedenkt man, daß nicht nur.64.8418 Cater, Mutter und Bruder, sondern auch ihr Beicht= Angse####e vater Demut und Gehorsam von ihr verlangten, so kann man sich vorstellen, ein wie willenloses Geschöpf die lunge Italienerin in vielen Fällen gewesen sein muß. Kesselstein. Es dürfte hinlänglich bekannt sein, daß ein Kessel, in dem sich Kesselnein festgesetzt hat, ein bedeutendes Mehr nuglosen Gases verbratcht. Um nün den tendes Mehr nutzlosen Gases verbraucht Um nund Kesselstein wirksam zu entfernen, kocht man den fraglichen Topf mehrmals mit frischen Kartoffelschalen aus und entfernt ihn sodann durch Schaben mit einem Löffel oder Messer. neue Erziehung Nun ist Fügsamkeit allerdings ein besonders hervorsiechender Charakterzug des Italieners überhaupt, aber dür Aufrechterhaltung eines solchen starken Abhängigeenlsgefühls gehörte doch eine planmäßige Erziehung in bestimmter Richtung. Der Faschismus hat die Frau von der Bevormundung nicht befreit, er hat nicht etwa die Entwicklung eines freien, selbständigen Frauentyps, Auch Ledereinbände zeigen bisweilen Schimmelflecke. Diese reibt man einmal mit Brotkrume fort und trocknet die Stellen mit weichem Tuch nach. Um neue Schimmelbildung zu vermeiden, pinselt man den Einband mit starker Kochsalzlösung und trocknet ihn schnell. Spröden Draht macht man biegsam und geschmeidig, indem man ihn unter Benutzung einer Zange im Feuer rotglühend macht und dann kalt werden läßt. wie etwa in Deutschland oder England, zugelassen. Er wie etwa in Deutschland oder England, zugelassen. E zui aber die Träger jener Bevormundung ausgewechet. An Stelle der Familie und Kirche ist es heute der Staat, der die Entwicklung schon des kleinen Mädin ganz bestimmte Bahnen lenkt, es zwar in renger Disziplin hält, jedoch sein SelbständigkeitsEesühl wenigstens bis zu einem gewissen Grade ent„“, es vor allem körperlich freier und ungebundener nuchl und durch Beseitigung der veralteten Vorurteite een Einfluß der Familie und der Geistlichkeit im früheen Sinne erheblich beschränkt. Leben in der Jugendbewegung und den verbedenen Organisationen bringt es mit sich, daß Jungen und Mädchen so häufie zwangles mit einander in Zigarrenkisten, die im Haushalt und bei Basteleien häufig verwendet werden, verlieren den störenden Tabakgeruch, wenn man etwas Alkohol hineingießt und anzündet. Er verbrennt sofort und hinterläßt nur schwache Brandspuren, die mit etwas Sandpapier entfernt werden können. Der Geruch wird aber verschwunden sein. Obstflecke kann man, wenn sie frisch sind, durch Beträufeln mit Zitronensaft und Nachwaschen in warmem Wasser beseitigen. In manchen Fällen hilft auch ein Einweichen in lauer Milch. Wirksam ist auch ein Gemisch aus Glyzerin, Wasser und Alkohol. Es muß aber stets warm angewendet(nicht heiß) und der Stoff sofort warm nachgespült werden. wickelt. Weltbild Vorontuotllich Enic Loholel 5##erganisationen bringt es mit si Maochen so häusig zwanglos mil Führung kommen, daß der Einzelfau nit unglos. mil einunder in inzelfall nicht mehr auf 0 Die aparie-Trsdiehinng Erzühlung von K. 7V. Bürkmauer Frau Julia war mit ihrem Mann sehr unzufrieden. Sie hatte ihm im Verdacht, daß er sie nicht mehr liebte— ja, schlimmer noch,— daß sie ihm gleichgültig geworden war. Und das nach erst fünfjähriger Ehe! Sie sah doch noch gut aus. Sehr gut sogar, wenn sie ihr Spiegelbild befragte. Ob ihr Heinz das denn nicht auch sah? Oder nicht mehr sah? Quälende Fragen, die eine Antwort forderten. So fragte sie ihren Mann geradezu: „Heinz, du liebst mich nicht mehr!?“ „Aber, Kind, was für ein Einfall! Sicher liebe ich dich.“ „Nein, nein! Keine höflichen Versicherungen, bitte. Ich bin dir gleichgültig geworden. Du bewunderst mich nicht mehr wie früher. Trug ich ein neues Kleid, einen neuen Hut, ja selbst nur ein neues Bändchen— alles bemerktest du und fandest es entzückend. Und jetzt? Du bist nicht mehr stolz auf deine Frau. Ich kann aussehen wie ich will— es ist dir gleich. Aber laß nur— andere Männer bemerken es um so mehr! Ich brauch' nur durch die Straßen zu gehen und fast jeder Mann bleibt stehen und sieht mir nach. Es muß also doch noch etwas an mir sein.“ „Na, na, meine Liebe, du phantasierst wohl. Ist dir nicht gut?“ „Oh, du bist garstig! Du glaubst mir nicht? Soll ich es dir beweisen? Ich geh ein halbes Stündchen über die Hauptstraße, und du folgst mir. Dann gib nur mal acht!“ „Närrische Idee von dir, Liebes. Leicht übertrieben. Aber ich tu dir auch den Gefallen. Also los, machen wir die Prove.,.(.., Tran, aut ausfah Heinz wußte genau, oaß seine Frau gut aussah, aber daß sich deswegen die Männer so benehmen sollten— nein, so eine Sensation hatte er doch wirklich nicht zur Frau! Er meinte sogar, sie wäre in der letzten Zeit etwas dick geworden.,„ Frau Julia hatte sich für den Probespaziergang hübsch gemacht und bummelte dann im Schlenderschritt über die Hauptstraße. In einiger Entfernung folgte ihr Mann. Das war ja Größenwahn, daß andere so Kaum glaublich ostentativ Notiz von ihr nehmen würden, wie sie ihm einzureden suchte. Aber— was war das? Da blieb doch tatsächlich so ein junger Fant stehen und starrte seiner Frau nach. Ein etwas angegrauter Herr tat kurz danach dasselbe — stand wie versteinert! Heinz war sprachlos, ja, kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, Fast kein„Natürlic Mann ging vorüber, der sich nicht nach seiner Frau sonst leben?“ umdrehte. Wie war das möglich? War er tatsächlich so blind gewesen? War seine Julia so auffallend schön? Es mußte wohl so sein, denn er kannte doch seine Artgenossen. Die achteten doch nur auf das Sensationelle, Eigenartige, Einmalige. Heinz empfand entschieden eine eifersüchtige Regung bei diesem Spaziergang. Er fand bald, daß es genug wäre mit der Angafferei seiner Ehehälfte und holte die paar Schritte auf, um an ihre Seite zu kommen. Julia lächette iyn ganz lieb von der Seite an und fragte:„Na, schon überzeugt?“ „Ach, Liebe, Gute, Schöne— ich bin ein Narr! Wo hatt' ich nur meine Augen! Sieh' mal, ich habe das nie bemerkt. Ich bin ja sooo verliebt in dich! Wollen wir jetzt zusammen essen gehen und dann ins Theater?“ Seine Frau lächelte süß und war mit allem einverstanden. Es wurde ein schöner Abend, mit Händedrücken und verstohlenen Küssen. Die schönen Tage blieben. Heinz bewunderte seine Frau wie ehedem, las ihr jeden Wunsch von den Augen ab, suchte zu vermeiden, daß sie allzu oft allein Spaziergänge machte, hatte plötzlich immer Zeit für sein Frauchen..64 f. Hr tn6-ic Frau Julia war jetzt sehr zufrieden mit ihrem Eheherrn. So zufrieden, daß sie eines Tages zu ihm sagte:„Erinnerst du dich noch an den Spaziergang, wo mir alle Männer nachsahen und du es erst nicht glauben wolltest? 8 O ja, Heinz erinnerte sich nur zu gut. Waren ihm doch damals erst die Augen aufgegangen, was für ein Iuwel er besaß., Jauherte Frau Juli mein Lieber," plauberte Frau Latia weiter, „ich will dir auch meinen Trick verraten.“ „Trick?“, fragte Heinz erstaunt.„. g, 5ur Jawohl, Trick, du Dummerchen. Ich bin durch die Straße gegangen und habe jedem Mann, der mir begegnete, die Zunge herausgestreckt. Lustig, was?“ Rübsams sind jung verheiratet.„Nun, haben Sie gegen Ihre Korpulenz die Pillen Kürzlich hat Frau Rübsam nach dem Kochbuch eine die ich Ihnen verordnet habe, jeden Morgen auf den Nachspeise hergesteut.„ leeren Magen Rübsam versucht sie und verzieht das Gesicht. „Was ist denn das für ein Zeug?“ fragt er. „Das ist Götterspeise", erklärt seine Frau. „Du sollst nicht für die Götter kochen“, meint da Rübsam,„sondern für mich.“ Ihnen verordnet, habe, jeden Morgen auf den leeren Magen genommen: „Herr Doktor, versucht habe ich es, aber die Dinger kollerten immer wieder vom Bauch runter!" „Berl. Ill.“ Peter, der dennoch er, der gar keinen Sinn für Technik hat lern Autofahren. Sein Fahrlehrer macht Schlimmes durch und es dauert geraume Zeit, viel länger „Adolar, wenn wir erst verheiratet sind, darf ich mit ihm durch und es dauert geraume Zeit, viel länger dann weiter ins Geschäft gehen?" als üblich, bis Peter angeblich so weit ist, die Fahr, Natürlich, mein Lieblingl Wovon sollen wir denn Prühtggt. s“ Guiger,. gaat der Fahrseh, P Ge„Alles Gute“, gage, bet Fuhtiggrez zum Abschies, „in Ihnen vielleicht noch etwas untar, „Ill. Beod.“„ist Ihnen vieneicht noch etwas unltar: *„Ja“, nickt Peter, ich möchte nur noch wissen, ob Kleines Mädchen:„Was kostet eine Fahrkarte das Benzin und das Wasser in dieselbe Oeffnung hinnach.?“ eingeschüttet werden.“ Fahrkartenverkäufer:„Du fragst jetzt schon zum„Münch. Ju.“ sechstenmal! Ich habe es dir ja längst gesagt! Warum Besserung kommst du immer wieder?" Kleines Mädchen:„Mein kleiner Bruder will es. Er freut sich immer so, wenn Dame:„Es wäre mir lieber gewesen, Sie hätten Sie den Kopf durchs Loch sechg, Tassen zerschlagen als diese kostbare Vase!“ stecken Er sagt, das wäre wie im Zoologischen Garten.“„Algochen:„Ich werde es mir für das nächste „Berl. Ill.“ Mal FUTATSILE PUNAE Kreuzworträtsel Bedeutung der Wörter von oben nach unten: 1. Die feierliche Messe in der katholischen Kirche. 2. Wild. 3. Männergestalt der griechischen Sage. 4. Jede Tonart mit großer Terz. 5. Abgaben. 9. Sportgerät. 10. Einteilung von Bühnenwerken.— Bedeutung der Wörter von links nach rechts: 1. Dramengestalt bei Hebbel. 6. Der Kriegsgott der alten Bayern. 7. Nachbarstadt von Bochum. 8. Stadt in der italienischen Turin. 11. Gebäck. nengestalt bei Wagner. Provinz 12. BühWeintrauben— vom Rimalaja Hsingan. Nun kämpfen die Mönche vom Großen St. Bernhard schon im dritten Jahr um ihre neue Heimat im Himalaja. Ihr Bericht, der im vergangenen Herbst an ihr Zentralhaus in der Schweiz eingeschickt wurde, besagte, daß sie große Fortschritte erzielt hätten, Arbeitskräfte auszubilden vermochten und mit Hilfe von Sprengschüssen sogar das nötige Steinmaterial zum Bau ihrer Häuser bekamen. In diesem Jahre dürften die Mönche wohl zum aber wahr Togogriph im Krokodilbecken beanspruchte Während des Duells zogen sich alle übrigen Krokodile scheu in die Ecken zurück; und in der entscheidenden Kampfphase biß Humphrey den Edwin kräftig in den Schwanz, worauf Edwin flüchtete und Humphrey das Feld überließ. diesem Jahre dürften die Mönche wohl zum Dieser erfreute sich jedoch nicht lange seiner Vorerstenmal eine Weinernte im Himalaja erzielen, denn se herrschaft, denn man hat ihn jetzt zu George, den 100lange hat es gedauert, bis die Pflanzen sich akklimati= jährigen Alligator, gesperrt, sierten. Außerdem war es notwendig, mit den Räuber= für sich hatte und im ganzer der bisher ein Häuschen banden, die in jenen Gegenden leider eine sehr große Rolle spielen, ein Schutzabkommen zu treffen. Man einigte sich dahin, daß die Mönche kostenlos alle Kranken der Räuber behandelten und in Notfällen die benachbarten Siedlungen, aus denen die Räuber ihre Mannschaften beziehen, mit Lebensmitteln versorgen. Dafür garantieren dann die Räuber ungestörte Arbeit, vermitteln sogar Arbeitskräfte und verpflichten sich, die Ernten gegen Ueberfälle zu schützen. Unter diesen Umständen wird es dann möglich sein, ein paar tausend Meter über dem Meeresspiegel an den Abhängen des Berges Latza, unter der Sonne Asiens, eine Weinernte zu erzielen, die um so interessanter werden dürfte, als man zur Zeit noch mit 50 verschiedenen Traubensorten experimentiert. purigen Alligator, gesverrt,., isienhaus dafür b für sich halte und im ganzen Reptilienhaus bafur bekannt ist, daß er dank seiner Altersautorität mit so ungebärdigen Burschen wie Humphrey meist mit einem einzigen Schwanzschlag fertig wird. Wickel. Elbe, Laren, Soda. Hiller. Celle, Heller, Zeus, Kamen, Glas, Fibel, Eris. Letter, Kanoe, Berg. Lehre. Oran. Heer. Kehle. Tort Mit Ausnahme zweier ist aus jedem der obigen Wörter durch Veränderung eines Buchstabens ein neues Wort zu bilden, so daß die fortgelassenen und die neu hinzugefügten Buchstaben, letztere rückwärts gelesen, einen biblischen Spruch ergeben. 3 177 72 70 Kleinigkeiten „Mama, ist es wahr, daß ein Apfel täglich den Arzt aus dem Hause hält?" „Jawohl, mein Junge!“ „Nun, Mama, dann habe ich heute zehn Aerzte ferngehalten, aber ich fürchte doch, daß am Nachmittag einer kommen muß!"„Tidens Tegn". Silbenrätsel Aus den Silben: a—à— ab— arch— chen— co— coat— den e— eich— em— fel— gle— goe— hörn 1— ka— kar— ke— korb— le— mast— mo mon— mos— ne— ne— 10— 10p— 0— on pen— ra— rI— PI— rung— 8a— sar— sen — ta— the— tof— trum— u— ver 21— zen te Ergänzungsrätsel Von den nachstehend angegebenen Silben sollen, durch Hinzufügung von je einer Silbe, zweisilbige Wörter von der angegebenen Bedeutung gebildet werden. Sind die Wörter richtig ergänzt, so bildet jedesmal die letzte Silbe des ersten Wortes mit der Anfangssilbe des zweiten Wortes ebenfalls ein Wort. Beispiel: Mantel, Lerche ergibt: Teller. Sind in dieser Weise alle Silben richtig ergänzt, „Emil— zwischen uns ist alles aus vir nichts mehr zu jügen! ich habe so nennen die Anfangsbuchstaben der durch die Silbenbilde man 19 Wörter, deren erste und letzte Buchstaben, ergänzung entstandenen Wörter den Namen eines Dichvon oben gelesen, ein Sprichwort ergeben. ters. Man suche also Ergänzungssilben zu: dir nichts mehr zu sagen!“ Der Mann, der lein Vermögen verbrannte„Gut, aber mach es kurz!"„Koralle“. Herrscher Budapest. Vor acht Monaten war Stephan Farkas in Szeged ein armer Schustergehilfe. Eines Abends erfuhr er, daß er in der Staatslotterie rund 60000 Pengös gewonnen habe— und heute ist er wieder ein armer Schustergehilfe. Die gewonnenen 60000 Pengös hat er in diesen acht Monaten klein bekommen. Das Geld war ihm so zu Kopf gestiegen, daß er in seiner Heimatstadt jeden Abend in eine große Gastwirtschaft ging und dort vor den kopfschüttelnden übrigen Gästen eine bestimmte Anzahl gutec echter Banknoten über einem Kerzenlicht verbrannte. Die Behörden überlegten sich, ob sie eingreifen sollAber man wurde sich klar darüber, daß dem ungarischen Staat dies allabendliche Autodafé keineswegs zum Schaden gereiche und mithin ungehindert geschehen dürfe. Stephan Farkas hat heute keine Geldsorgen mehr. Man hat ihm seinen Schusterschemel wieder eingeräumt, und er hält das für seinen zweiten Glücksfall in diesem Leben. — wisch — de — gen — ne keine Vater hat aus der Zeitung vorgelesen, daß Preiserhöhungen geduldet würden. „Schade“, meint da der kleine Heini,„schade, wegen mir könnte die Seife zehnmal so teuer werden." „Ill. Beob.“ Baum Hal — mast Anzugstoff Ka Ri — ters — grad „Trotz all ihrer Fehler und Irrtümer“, so führte der Redner aus,„steht die Menschheit doch niemals sanz still..„..„Hesapten Strabenkah „Außer sie soll in der vollbesetzten Straßenbahn noch ein bißchen zusammenrücken!“ ergänzte ein Zuhörer. „Ill. Beob.“ Schiffsteil Lanion He Bo Lau — sam — gen — den Nas—.— heim Griechsiche Iylel = Musikinstrument und Mönch = Mädchenname und Komponist = Raubvogel und Waffe = Indische Pflanze und Himmelskörper Stadt in der Provinz Sachsen und Gewebe = biblisch. Name u. Mineralwasser = Stadt in Lettland und Stadt in Jugoslawien = Person der Sage und Zauberwort = Schlange und Zeitabschnitt = Musikinstrument und Stadt in Hannover = Huftier und Ort in der Rheinprovinz ten. „Wenn ich nur wüßte, wo Harold ist!“ „Wieso?" „Harold hatte eine„Katze, die er unbedingt Mittelpunkt los. Schüttelreimrätsel str Känguruhs für Scholtland? Edinburgh.„Doch! Die Bisher nahm man immer an, daß die Känguruhs Harolo nichtt „Treibhausgewächse“ seien, die nur in besonders warmem Klima gedeihen könnten. Nun aber hat ein Fachmann herausgefunden, daß das Klima von Schottland zur Ansiedlung von Känguruhs vorzüglich geeignet sei. Und schon sind zahlreiche Schotten begeistert von der Idee, in Zukunft alle notwendigen Einzelteile zur Herstellung von Känguruhschwanz=Suppe im Lande züchten zu können. Jedenfalls sind bei der australischen Regierung nicht weniger als 2000 Anfragen von zukünftigen schottischen Känguruhzüchtern eingetroffen, die sich eingehend nach Preis und Ernährungsbedingungen jener kuriofesten aller Tiere erkundigen. „Harold hatte eine Katze, die er unbedingt##### werden wollte, und als letzten Versuch hat er sich heute Frauenname morgen ein Ruderboot gemietet, wollte in die Mitte des Sees fahren und die Katze in einem Sack ins Wasser werseg.“ „Nun— das ist doch noch kein Grund zu irgendwelchen Besgzmnigen.“ Der Kutter hin zum L... Ein Seemann gern am Str 1. Sternbild hen Befürchtungen.“„„„— „Doch!. Die Katze ist nämlich wieder zu Hause, aber Betallmischung ild nicht!“ „Koralle" Frühlingsblume Ssammpater Berühmter Dichter Doppelsinnrätsel Es sind acht Wörter zu suchen, von denen ein zwiefache Bedeutung hat. Diese müssen in ihren fangsbuchstaben, verbindet man sie miteinander, frischendes Getränk ergeben, um das uns der Lenz dies mal aber leider betrogen hat. Die Wörter bedeuten: 1. Kirchliche Handlung— Jahrmarkt. 2. Zahl Ausstoßung aus der Gemeinschaft. 3. Insektenfresset Stachliges Haushaltgerät. 4. Brettersitz— Geldinst tut. 5. Hohlmaß— Verwandter. 6. Seichte Küste gegend— Elektrische Maßeinheit. 7. Dünner Metaldraht— Nebenfluß des Rheins. 8. Weiblicher Pe sonenname— Heideblume. Stadt in Hannover Nahrungsmittel Das Duell der Krokodile London. Im Reptilienhaus des Londoner Zoo gibt es inmitten von dreizehn Krokodilen und Alligatoren zwei Kolosse, die rund drei Meter lang sind. Das eine Krokodil kommt vom Nil und heißt Humphrey, das andere stammt aus Siam und wurde Edwin getauft. Zwischen Humphrey und Edwin bestand von Anfang an ein Haß, der in den letzten Tagen in einen furchtbaren Kampf ausartete, da jeder die Vorherrschaft Leuchtkörper Fluß in Bayern „Ich schimpfe nie mit ihnen, ich öffne nur eine Sardinendose und zeige ihnen, wie es unartigen Fischen gehen kann!“ begenm„Koralle" Moldbewohner Mantellios! Auflösungen aus der vorigen Numiner Kreuzworträtsel: Senkrecht: 1. Omega 2. Sousa, Bgsen tei, 4. Tause, 7. Malmedy, 9. Alraune, 14. Lilie, 15.#, 16. Liter, 17. Gneis. Waagerecht: 1. Oos, 3. Alt, 6. Emu, 8. Tau, 10. Gas, 11. Elf, 12. Ala, 13,#gpe, Leo, 16. Lug, 18. Ida, 19. Inn, 20. Lys, 21. Tee, 23. Ern, 24. Bas.„elmr, Mparina ReSilbenrätsel: Wonnemonat.(Weiterwart, Orarma, van Rero, Edam.) B, I,## genl Gche Deutscher Gruß: Ares, Rigi, Egge, Sieg Heu, Erde, 30 Entzisserungs=Aufgabe: Dem Mitleid folgt in kurser Zeit die Liebe und dieser die Zärtlichteit,„Keute. Magisches Mosaik: In schlichtem Kleid stergnguc Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Wer,„„# braucht nicht wieder zu gehen. Wer sich selbst eiselt, wenn er will. Versrätsel: Girlande, Irland." Mailand— Zahlenrätfel: K. 1. Kem, 2. Frevau, 5. MullunKebl. „Euer Majestät?“ „Heute ist ber.. „Den 29. Mai, E Leopold von Dessau, der VrePschig: Den 99 „Richlig: Den 29. Dann versuchte lenen Beine auf den ni geblich. Der General mir auch in den blauen Der Schwerkranke keuch Der nickte; er wußt seitdem die Königin vo Neu=Ruppin an den K sandte, daß er sich beei ter am Leben antreffen Kronprinz Friedrich n angekommen. die Zeit sch erftücht, ha Schweigen.„ur Im geräunigen Saal einer Wanduh. Dann der Konig i Sie sollen noch einmal aus des Herrschers M „Es wird der letzte 2 Befehl, Euer ließ den Leutnant von baren Regimenter zu Sofort!“.— „Rucke mir den nahe!.... „Knöpfe mir den Ro auf! Weit auf, ganz Ferne Trommelwi artiges Schlagen ein „Wie spät?“ 51 „Neun Uhr, Euer „Gut, gut. Sie w mein Stock!" Des es lange nicht mehr Der Wind trägt die Stilgestanden! Wie starker Reger musik das Geräusch Deutlicher wird der fordernd ins Ohr. „Sein Werk, De Der alte Genera Bataillon nach T befilierte in ehernem an ihrem sterbenden morgen glühten die „Euer Majestät, General. Olly sah ihn „Das hier if wert.“ Kurt richtete kurz: „Wohl plötzli mehr von dem# „Für dieses professoren niema „Sagen Sie kleinen Silverster das eigentlich?“ Er sah sie är als hätte sie das es ihm unter die „Das ist nick Kopie!“ „Aber Mädel Er sprach ihr w den Teppich, na rend er das Bi hier unten drauf Menschenskind teie er sich auf „Wie.. „Ich muß damals am Nik meinen Füllfede Unachtsamkeit n das Bild— d als Sie uns vi ram mir mit ein nahm es von d meinen Tintenk an.„Was mack Da saß der Hanzt und star a# entgegen ropf mit furcht! „Was ich wußte. Erst n mal nachdenker mein liebes L Hm... warte seinen Lippen. „Wollen S „Herzchen, ich hab' neulic meldet, weil ie nun ankomme. dem Herrn R ..., wenn neine einen, vrauch' ich ke mich nur.“ las, neben ih nen, und sie Weit beugte sich der Kranke vor, um besser zu können. Welchen Tag haben wir Das„Riesen“=Regiment marschierte vorbei. gewachsen wie Bäume. Keiner unter sechs Fuß. ner aus Blut und Eisen. „Die Bataillone aus Neu=Ruppin, das R Kronprinz Friedrich", flüsterte Leopold von Dess „Euer Majestät?“ sHeute st der.: „Den 29 Mai, Euer Majestät“, erwiderte Fürst von Dessau, der treue Freund des Preußenkönigs Vrezschig: Den 29. Mai“ wiederholte langsan der * D a n n v e r s u c h t e e r m ü h s a m, d i e w a s s e r g e s c h w o l senen Beine auf den niederen Schemel zu heben. Vergeblich. Der General half, vorsichtig nach.„Helfe Er auch in den blauen Rock... So. Ich danke Ihm.“ Der Schwerkranke keuchte.„Eine Plag', so eine WasserDer nickte; er wußte, wie es um seinen König stand, seitdem die Königin vor vier Tagen eine Stafette nach Neu=Ruppin an den Kronprinzen mit der Weisung abo btaß er sich beeilen möge, wenn er noch den Vad, Leben antreffen wolle. In derselben Nacht war Kronprinz Friedrich mit einem Eilwagen in Potsdam angekommen. Bald vielleicht in Tagen schon, wird Schweigen. Nur das Keuchen des Schwerkranken im geräumigen Saal und der rasche, schnarrende Gang Dann der König in die wortlose Stille:„Dessauer, Sie sollen noch einmal defilieren!“ Ein Befehl war das des Herrschers Mund. Laut und hart. Wie einst. Es wird der letzte Appell sein, Leopold... der aller„Zu Befehl, Euer Majestät!“— Der Alte Dessauer ließ den Leutnant von Winterfeld rufen.„Alle verfügbaren Regimenter zum Parademarsch antreten lassen! keine Farbe gibt, sondern diese erst durch die Lichtstrahlen hervorgerufen wird. Licht und Farbe sind unzertrennlich miteinander veran dem wir be serden, mie gondern sie ist ezu im Vuge der Physik noch der Chemie, sonvern sie ist ein im Auge wurzelnder Vorgang, eine Sinnesempfindung, die durch hpik hat, lernt icht Schlimmes eit, viel länger ist, die Fahrzum Abschied, noch wissen,## Oeffnung hinMünch. Ill.“ Fülle natürlicher und billiger Farben gewann, die selbst das natürliche Krapp und Indigo weit übertrafen, dabei aber Farbtöne ermöglichten, die von der Natux, gar nicht geboten wurden. Die ersten künstlichen Steinkohlenteerfarben waren das Mauvein und das Fuchsin. Das Mauvein hat heute nur noch historisches Interesse. Jedoch das Fuchsin gewinnt immer größere Bedeutung, je mehr die Farbenindustrie ausgebildet wird. Es hat einen weitgehenden Einfluß auf die wissenschaftliche und auf die praktische Farbenchemie ausgeübt. Im Volksmund wird es in seinen Farbenkompositionen Anilin genannt. ansissisd“ becdchen 10 44 die eine vom Normalen abweichende Empfindung für Rot und Grün ist.„Farbe“ ist daher nur eine verkürzte Ausdrucksweise für„farbig sehen". Und Farbstoff ist sonach ein Körper, der farbiges Licht unser Auge schickt. Er kann dies tun, ohne selbst eine Lichtquelle zu sein, wie es das bengalische Licht beweist. Unbedingte Voraussetzung ist bloß, daß der Farbstoff von einer Lichtquelle(Sonne, Lampe usw.) bestrahlt sich ein durch= echt ist. Dabei unterfarbenindustrie, scheiden wir nach der GSSgghig##h. man mit Leich. Art der Beanspru=.. Nun wurde chung verschiedene„Echrheiten". So der Leichtgas= waschecht, wenn er den üblichen Wa neuen Farben= steht. Eine besondere Rolle spielt die und dabei viel Stoffen, die nicht im Licht(in der Arbeitszimmer. Trude hob jetzt den Kopf und fragte, nicht. Sie vergessen, daf noch in ihre Lektüre vertieft: Mit einem Ruck richte „Was ist los,... gehen wir schon?" sich mit der flachen Ha „Kommt nicht in Frage, Trudeherz..., ich muß den Fingern und schm nur telephonieren, und dann wird noch Stolle gegessen.“ sich selber sagend: „Fein..., ich hab' tatsächlich wieder Hunger“., den da drin würde es „Trude... dabei hast du schamlos viel gegessen!“ gute Erich Santers „Nun, tu man nicht so, von der Luft hast du heute Ehrenmann wäre. Ma abend auch nicht gelebt.“ Trude gab Olly einen sanf= der olle Holbein ein Se ten Puff und las dann weiter. ging er leise zurück un Kurt sah im Telephonbuch nach, suchte lange, bis und Rufen, die dem er eine Adresse fand, dann drehte er an der Scheibe Musiksalon. Dort fan herum. Während er wartete, daß sich der Teilnehmer von Mara entfernt, melde, sagte er zu der zitternd neben ihm stehenden und Para Fielte heiße Mag der liebe Weihnachtsmann geben, daß sie Könnten wir uns nicht er dree A#.„Können wir, die Hunger.— Ah, Herr Fragezeichen. Ah... bitte Sekt und Stoller hier spricht Kurt beiden jungen Dame daß ich gerade heute Dann setzte er sich n Frage,... garettenetui hin und Silben sollen, weisilbige Wörjebildet werden. det jedesmal die r AnfangsLort. Beispiel: Roman von Friede Birkner gemerkt, daß Sie sich mit dem Olly,„niemand. Warum?“. an Sie? Sind doch ein kluges Mäaußer Ihnen und mir darf vorwas wir hier entdeckt haben, ver= ja— hallo Hansen. Entschulb igzer pür, shucst ein semand in Ver, war in lebizf, Zei, Jemand bei Ihnen und hat sich Ihre Beie,',öß feder'schon abermorgen fort.., mein se, dann konnte— Zeigten die Herren für alle Bilder Interese oder„Denke., daß ich in ungefähr sechzig Tagen dort aes sae ane ln ien hait ache i. Alsche eitalhs tse. .: om voer, zi, herkaust., Sse pissn, an die Sorell.. 109 Vo, sah Kut prisend an und sagte fucgz. eraden, ohl immer wie's Haben Sie das vielleicht zufällig Herrn Saniers„Machen Sie einen kleinen Scherz, oder Vor,“rz/,g allerdines er fragte, ob sich das Bild scon„Mein Schwager Santers hat die Absicht, mit an bei mir wor, oft kopiert habe, er kenne das Original und misse seiner Frau über Amerika nach China zu fahren. Doß — Aesei iu Auscheu, dse Mrchesa Spiuala von seuen, denis Hh mie zuz Jeg, C,Keaser Vieches. aubt fei, daß er vln Fug, dlauben Sie, daß ich gute Verse Vor, doann Ie ezozach) nur ein Katzensprung bis zu den ve Dester, en e Lscher, Banerchen, sicher., der Mam bst Glbz-’Ese u6., ihz itren. do: s nah ein ae. dolbein, von dem Geld. Also entschuldigen Sie yielmals, daß ich gestört„Daß Sie sich nur nichr irreg, gas ist, noch ein ge lomn.: Hr. aucst ud bons gas ise henus:.., den Schfsahetslinten von Hang aus sohtren, der igen e voen be Der. Mas sar“ 3ch glaube wicklich, ich lonme zag nicht an den Prsesorist das gud geschet.„ hat nmeihzeit erzchte, Moiv der Tat..., der Dieb kann mit dem Bilde es das asgx hei Trpes,.7 emmen, bas lein Zurk fubt sch durch be,zihr sesen ple urs dei abend ert sich sehr lange nicht weiter dadurch verschandeln hängen wir den fal= Hände ergriffen und küßte sie. Um aher seine. gebeten ha1t=z# schen Holbein ruhig wieder an seinen Platz, da bleibt zu behalten, wandte er sich an Olly.„I derko m mt, dborauf Hisg zurüick in das Rote Zimmer, daß nur zwei Ko sich swehren konnte, mit beiden Händen ihren Kopf, zog,„Und das macht Ihnen gar nichts, einfach wegzuin Vater bei der sie sacht zu sich und küßte sie herzlich.„Haben Sie fahren und uns alle zu verlassen, Sie treulose To Die Gusc„Pags heal. D u. u. gis. arhie asicetelechisehde schen ie vs Aals sch alf Si Aie eten ue chen Bete. den Sie doch endlich, Kurt, wen haßen Sie nig verdubt, Kamipsammen.„.„ Ich will am ersten Mär; mit der Mimosak bis IndoPast ols haantmart: Kurt in den Musiksalon, um Mara und Runge ching fahren und dann mit kleineren Schiffen weiter.“ i, das ist schneber, atfnunßg ais beantpor; holen.“ Ohwohl er selber tief in Gedanken war,„Das sagt das Kind so ruhig, als wenn es mal kamen die Worte Maras an sein Ohr:„Bitto... mit der Stadtbahn nach dem Zoo fährt.“ Olly sah ihn ruhig an und sagte leise, aber fest: „Das hier ist keine sechsmalhunderttausend Mark Vildg,pzschäftigten „„ und fraste„Warum frager Kurt richtete sich auf, starrte sie an und ftutt“ dele Run also hergeschnappt was? Wollen Sie läufig keiner wissen „Wohl plötzlich übergesazlappt, wus:#gtug standen?“. mehr von dem Kram verstehen als die Prosessoren: Reins= Olly „Für dieses Bild würden Ihnen die Herren Kunst=„uff.., also, professoren niemals eine Expertise ausstellen."..„ dacht, den ich per „Sagen Sie mal, wollen Sie schon heute einen Sie mal, Olly, wa kleinen Silversterscherz mit mir machen, oder was soll ner Abreise nach das eigentlicht“. Iox Hanste.. Har, mußte..., wir h Er sah sie ärgerlich an, und Olly klopfte das Herz, Olly legte den Finger an als hätte sie das Bild gestohlen. Aber tapfer hielt sie sie bedeutend besser nachdenken. es ihm unter die Augen und sagte: i. das ist nicht der echte Holbein,... sondern eine mein, doch Vernunst an". Aben „Aber Mädel, nun nehmen Sie doch Vernunft Onl. vleinEr sprach ihr wirklich gütig zu, zog sie neben sich auf meng den Teppich, nahm ihr das Bild ab und sagte,„wäh; den rend er das Bild umdrehte:„Nun schauen Sie nat zehnt hier unten drauf,... ja aber..., allmächtiger Gott, Menschenskind... Sie haben recht...!“ Wild richteie er sich auf und starrte das Bild an.. Fruütz „Wie... wie sind Sie denn darauf gekommen?" „Ich muß erst etwas beichten,... als Sie uns damals am Nikolaustag die Bilder zeigten, hatte ich geinen Füllfederhalter in der Hand und machte, aus Unachtsamkeit natürlich, einen Tintenklecks hinten auf 2as Bild— da... ungefähr an dieser Stelle, und !s Sie uns vorhin von dem Einbruch erzählten... kam mir mit einem Male das Bild fremd vor... ich nahm es von der Wand, drehte es um..., und sand meinen Tintenklecks nicht mehr.“ Olly sah Kurt besorgt an.„Was machen Sie nun?"...7 I2 f Da saß der große Kurt, hatte das Bild in der Hand und starrte es an, als schaue ihm ein Medusen## entgegen und nicht ein gemütlicher Altmännerkopf mit furchtbar viel Vollbart. „Was ich nun mache?— Tja... wenn ich das wutzte. Erst mal nachdenken..., und dann noch einmal nachdenken, und dann nochmal... siehste wohl, mein liebes Lieschen, nun kommt schon ein Gedanke! Dm... warte mal..., nicht so fix.“ Kurt nagte an seinen Lippen. und Olly sah ihn erregt an. „Wollen Sie nicht gleich die Polizei anrufen?“ :„Herzchen, das hat jetzt keinen Zweck mehr..., 70 hab' neulich den versuchten Einbruch nicht gemeldet, weil ich meine Ruhe haben wollte... wenn ich gen ankomme, gibt's ein stundenlanges Gemeckere von dem Herrn Revierobersten. Will ich auch jar nicht *... wenn ich einen richtigen Verdacht habe, ich richtig ergänzt, irch die Silbennen eines Dichzu: und Mönch id Komponist Laffe und Himmelsrovinz Sachsen Mineralwasser ind und Stadt vien und Zauberwort eitabschnitt it und Stadt in st in der Rheindenen ein jedes n in ihren Aninander, ein eris der Lenz diesFörter bedeuten: t. 2. Zahl— Seichte Kileg: Dünner MetalWeiblicher PerNummer 2. Sousa, 8, Silile, 15. Soigg, . J. Mlt, J. Of a. 13. 387abt, 21. Tee, 22. rt, Okartna, RaHeil, Erde, folgt in kurzer stecken, Du-Pommt, /ggelt lacht. 3. Mailand Die Beschlichte vom Mariennazerchen Vor vielen, vielen Jahren war es als ein kleiner Berliner Junge an einem sonnigen Tage auf seiner Jacke einen niedlichen, rundlichen Käfer bemerkte, dessen glänzendes rotes Röckchen mit schwarzen Punkten geziert war. Der Junge wollte danach greifen, da fing das Dingelchen zu seinem Erstaunen an zu reden, und es sagte:„Tu mir doch nichts, lieber Junge, und laß du mich doch ein wenig sitzen, ich bin ein müdes, kleines Kind!" „Du, ein Kind?“ rief der Knabe verwundert. „Freilich, erwiderte das Tierchen, ich bin ein kleines Mädchen und heiße Marie aber jetzt bin ich in einen Käfer verwandelt, und das hat die Jungfrau Maria mir zur Liebe getan. Ich stamme aus Pommerland. Dort hatten meine Eltern Haus und Feld. Aber ein Krieg brach aus, und dann kam die Pest über unser liebes Pommerland, und die Hungersnot kam herein, schwarz und grau. Da zog mein Vater in den Krieg, und nun waren Mutter und ich allein. Dann kamen wilde Kriegsleute ins Dorf, verlangten unser Hab und Gut, und weil sie nichts rechtes bekamen,— denn wir waren ja auch nicht allzu reich— schlugen sie die Leute tot und steckten die Häuser in Brand. Und meine arme Mutter starb vor Schreck und Herzeleid. Ich aber dachte, sie schliefe und wollte sie wecken. Aber ob ich auch weinte und rief, sie war für ewig eingeschlafen. Da lief ich aus dem brennenden Dorfe fort, sah nicht rechts, nicht links, nur immer fort, so weit mich meine kleinen Füße trugen. Endlich kam ich zu einem kleinen, stillen Kirchlein. Da sank ich vor dem Blide der Mutter Gottes nieder und betete:„Liebe Jungfrau Maria, hilf mir doch und bring mich zu meinem Vater; denn ich habe keine Mutter mehr, ich heiße Marie, wie du! Da verwandelte mich die Maria in einen kleinen Käfer; zog mir ein rotes Röckchen über, besteckte es mit sieben blitzeschwarzen Punkten und sagte: Fliege, fliege, immer weiter, ich will dich schützen, bis du zu deinem Vater kommst!" Und ich hob die feinen, kleinen Flügelchen und flog von dannen, flog und flog, bis ich ganz müde geworden und mich auf deinem Aermel niedersetzte. Nur ein bißchen ausruhen will ich, ehe ich weiter fliege, bis ich meinen lieben Vater finde.“ Da blickte der Junge, der sonst nicht immer ganz sanft mit den Käfern und Schmetterlingen umging, gerührt auf das kleine Tierchen, das jetzt über seine Hand krabbelte. Und ganz leise und dann lauter summte er vor sich her: Marienkäfer flieg! Dein Vater ist im Krieg, Deine Mutter schläft im Pommerland, Pommerland ist abgebrannt, Marienkäfer, flieg! Ganz leise und sacht faltete das Käferchen seine roten Flügelchen auseinander und flog davon. Der Junge aber summte immer wieder das Liedchen vor sich hin und sah dem Tierchen nach, bis es ganz weit in der Ferne ins helle Himmelblau tauchte...“ Und seine Kameraden hörten das Liedchen von ihm, und bald sangen sie alle:„Marienkäfer flieg!“ so, wie es die Kinder im ganzen lieben Vaterlande noch heute tun. Der Käfer aber flog weiter, über das weite, deutsche Land bis er nach Frankreich kam. Und als ein großer Regen vom Himmel niederging, da flüchtete sich unser Käferlein in ein Kriegslager, gerade unter ein dichtes, warmes Zelt. Da lag am Boden ein Soldat, mit langem Blondhaar. und er sah gar nicht so wild und böse aus wie die Krieger, die ihre liebe Mutter in den Tod gejagt hatten. Als es aber einmal recht hinhörte, da merkte es, daß der blonde Krieger flehentlich immer wieder die Worte sprach:„Behüte, du mein lieber Gott, mein liebes Töchterchen Marie, und laß es mich noch einmal wiedersehen!" Da wurde es dem Käferchen so eigentümlich, das Röckchen fiel ihm ab, und ehe es sich versah, da stand vor dem Soldaten ein kleines, blondes Mädelchen, das dem Soldaten um den Hals fiel und das eine um das andere Mal ausrief:„Oh, du mein lieber, lieber Vater, da bin ich ja, und nun soll uns nichts mehr trennen, bis ans Ende der Welt!“ Und wenn ihr heute wieder solch einem rotröckigen Marienkäfer begegnet, dann sperrt ihn nicht in eine häßliche und dunkle Kiste ein, denn wer weiß von euch, ob er nicht auch seinen Vater suchen muß? Hans Spacek. Silbenrätsel Aus den nachfolgenden 50 Silben sind 20 Wörtzu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nac Seite 25 Nr. 101 nach unten gelesen, eine Mahnung ergeben, die dich in Leben weiter bringt. Die Silben lauten: a— ans— bi— ber— bie— ben— dy— don dee— cm— e1— 61— 61— 70— gat— 20 hu— 1— ka— lisch— le— le— let— mit me— na— na— n0— n0— nen— 10— nu. on— or— pel— rich— ra— r1— 00— 1 sit— tho— t0— tern— 11—tar— u— v. Ein— sung Die Wörter bedeuten: Ehrenglto Stadt am Rhein Stadt in Italien Jugendfreund-Briefkasten fü Konsession Mädchenname Stoffart dei Liebe Jungen und Mädel! sel. die ich sehr gut gebrauchen kann. Da ich aber annehme, P#r 8 eige Vestwgc,„He.„Ver, Brgzen, wenn Ihr erst versucht Ihr's da nicht auch einmal domies mai groß jeid, dann seio Ihr sicherlich auc mit den schnee, vetzucht Ihr's da nicht auch einmal damitf weißen„Porzellanbüren“ dabei, mit einer stolzen blau= Margot Grosse: Du bist ja mal eine fleißige Dichterin. weißen Mütze! Da soll sich Bochum mal wundern, was es Das Gedichichen zum Muttertag nehme ich natürlich mit. für schmucke Jungens hat, was? Na. vorläufig müßt Auch für die anderen Gedichte vielen Dank! Ihr Eure Matschützenwürde erst mal noch nachmittags beim ge Bresser: Haß Hein Müppchen Spiel beweisen, überhaupt, die haben auch nur Holzgewehre,. Edith Bresser: Daß Dein Püppchen einen Schnupfen hat. und Blumen, um sie dareinzustecken, die könnt Ihr vielleicht wie Du mir in dem Gedichtchen schreibst, ist aber auch zu Altes Maß auch noch„organisieren“. So groß ist der Unterschied ja arg. Na, hoffentlich macht der Mai und Frau Sonne bald schließlich doch nicht, nur, der Marsch nach Harpen fehlt, alles wieder gut. und die Eiche, und das viele, viele Bier! Aber da müßt„. Da ist doch ein wunderseiner Scherenschnitt bei Ihr Euch eben zu helfen wissen, Ihr könnt ja in Nachbars mir gelandet, ein Hund, der eine Ente anbellt. Nun weiß Garten die„Eiche“ pflanzen, und wenn's nicht gerade Bier ich aber nicht, von wem das Bildchen stammt, und da ich's ist, dann reicht schön rotes Himbeerwasser ja auch. gern veröffentlichen möchte, so muß mir der Zeichner einAber heute, am ersten Mat, da könnt Ihr mit Leib und mal schnell seinen Namen nennen. Aber nicht vergessen! Stadt in Frankreich Seele dabei sein, da gibt's zu schauen und sich zu freuen. Und all die Jungen und Mädel, die mit wachen Augen und— Ohren den ersten Mai geseiert haben, die werden mir sicheras wünscht Euch ein frobes Maisen Auflösungen aus der vorigen Nummer Eure Jugendfreundin Erika. Silbenrätsel: Vater, Inge, England, Rose, Januar, Brunhild Witthüser, Erich Ernst, Anneliese Samaga, Abendrot. Hindenburg, Regen, Entel, Sedan, Pappel, Römische Göttin Oper von Verdi Horst Kumpmann: Vielen Dank für die meist sehr seinen Rät= Laute, Adalbert, Nonne— Vierjahresplan. Schmeinehen Grunzers letzter Jag Goldersatz Nachtdoge Reinigungsmittel Verwandte Nachkommenschaft Gedanke Mündungsarm der Weichsel Gesichtsteil Der Metzger ist nun angekommen, Dein Leben wird dir jetzt genommen; Ein guter Fresser immerzu Warst du stets mit der größten Ruh'! Da hängst du nun so schön und nett, Bist auch recht breit und speckefett; Von deiner Sorte zwei im Jahr, an Fleisch wär's bei uns niemals rar! Jetzt gibt es Schinken, Speck und Wurst, Fürwahr, es ist’ne wahre Lust; Das ist Klein=Grunzers letzter Tag, Den möcht' ich sehen, der den nicht mag! Ernst Partmann, 16 Jahre. Zusammenkunft Kriegstechnischer Begriff Helmut Hoffmann, 13 Jahre 8 K „Wilde Tiere gibt es auch auf den Fidschis.“ Olly lachte.„Aber zu Ihnen komme ich bestimmt einmal mit Papa, Herr Professor, die Schiffahrt dort unten ist nicht teuer.,„„gigst H. Lick m. 4 „Dann suchen Sie sich gefälligst für diesen Besuch nicht eine Zeit aus, wo ich geruhen werde, mir die Fidschi=Inseln zu begucken.“ „Nun lassen Sie schon Ihre Scherze, glaubt Ihnen ja kein Mensch, daß Sie so mir nichts dir nichts nach den Südseeinseln fahren. Das kommt nur in der Operette oder im Film vor.“ „Na schön... nehmen wir an, ich drehe einen Film.. Hauptdarsteller, Regisseur und Operateur — alles icke in eigener Person... erste Heldin: Frau Mara Santers, zweite Heldin: Fräulein van der Dwuiden, zweiter Held: Herr Professor Runge.“ „Nun fehlt dir nur noch der Bösewicht", lachte Mara ihn aus. „Verlaß dich drauf, den finde ich auch..., schneller, als ihm vielleicht lieb ist. Also, Olly, wie ist es mit dem Engagement bei mir?" „Wenn ich solche Gage bekomme wie die Garbo... pern..“ „Nee, mein Engel, kann ich nicht zahlen..., soviel Liebe und eiskalte Leidenschaft wie die Garbo kannste doch nicht an der Leinewand lang spielen. Aber nun mal Scherz beiseite..., es ist wirklich möglich, daß ich komme.. Ollychen... Ich fahre im Frühjahr mit Mara nach Amerika— und für Leute mit dem nötigen Kleingeld kostet so’ne praktische Reise um die Welt auch nicht den Kopf. Eines Tages klingelt es eben bei Ihnen, und wer steht vor der Tür?... der liebe, kleine Kurt, und ladet sich zum Tee ein.“ Olly und Runge lachten so herzlich, daß Kurt sich etwas verdutzt umsah, und Runge sagte, nachdem er sich gefaßt hatte, zu Olly:„„ „Wie sich der kleine Moritz das Leben auf einer Südsceinsel vorstellt... er kommt, klingelt und bittet um Tee.“ „Na... was ist denn da so komisch dran?“ „Erstens mal, lieber Herr Hansen..., wenn ein Schiff an so einer kleinen Insel ankommt, ist es ein sich lange vorbereitendes Ortsereignis..., sämtliche Kanaken schnattern stundenlang vorher herum, und alle Europäer laufen zur Anlegestelle. Zweitens... eine Klingel, so was hab' ich auf den Inseln überhaupt noch nicht gesehen... vielleicht verwechseln Sie diese Südseeinseln mit dem luxuriösen Hawai, das die Amerikaner so langsam zu einem Abklatsch ihrer eigenen Städte verderben“, versuchte Runge, ihm die Sachlage zu erklären. „Und Tee... Kurtchen, denken Sie wirklich, daß ein Mensch freiwillig heißen Tee trinkt bei dem Temperatürchen?“ Olly lachte wieder herzlich auf, und Mara trat lächelnd zu Kurt, ergriff seinen Kopf und bettete ihn an ihrer Schulter. „Komm her, Junge, wein' dich bei mir aus... wir lassen uns unseren Südseezauber von denen da nicht verwässern.. wir wissen das besser, nicht wahr?“ „Wo ich doch alle Südseefilme gesehen habe!“ „Die alle brav in Hollywood gedreht worden sind.“ „Professor, lassen Sie mir meine Südsee, wie ich sie mir denke.“ „Ja, ich weiß, Filmsüdseezauber mit Kultur vermischt. Sie werden in mancher Beziehung leider schon viel zuviel Kultur finden. Man muß sehr lange suchen, wenn man noch unverfälschten Südseezauber finden und nicht armes, durch„Kultur“ verseuchtes, krankes Volk, ausgebeutetes Land, krankes Vieh sehen will. Fräulein Olly weiß es durch Briefe ihres Vaters und aus meinen Vorlesungen, wie grauenvoll diesen Südseemenschen unsere sogenannte Kultur bekommen ist. Ehe wir dahin kommen und die Segnungen unserer Fortschritte vor ihnen ausbreiteten, waren sie naturnahe, gesunde Lebewesen mit feinen, die Natur belauschenden Instinkten; jetzt sind die Männer dem Trunke verfallen, die Frauen den„Kulturkrankheiten“, die Kinder dem erbarmungslosen Schmutze preisgegeben. Die alten Lehren, die Jahrhunderte lang gut und ihnen dienlich waren haben sie sich aus dem Sinn geschlagen, wollen so leben und so aussehen wie die Europäer und nehmen sich leider immer die Ausschußware der Europäer als Vorbild. Ein sehr trauriges Kapitel ist die Südsee... bis auf sehr wenige Ausnahmen.“ Kurt sah Runge erst eine Weile an, dann meinte er erstaunt:#„(efa.#/# malfte bachk „Erlauben Sie, Professor... Ich wollte doch eine Vergnügungsreise unternehmen! Ob ich da nicht vielleicht lieber an die Riviera fahre?" „Da würden Sie sich bestimmt besser erholen. Aber im Ernst, Kurt, reisen Sie wirklich fort?“ fragte Olly dazwischen. „Ja, Engelchen..., ich hab' es gestern mit Mara besprochen... sie erzählte mir, daß mein Schwager die große Reise machen will... na, und da Papa mir einen noblen Scheck mitgegeben hat, mache ich die Partie auch mit. Ob und wie mein Schwager sich darüber freut, weiß ich noch nicht.“ „Oh...“ sagte Mara. Und Kurt fügte lachend hinzu; „Stimmt...„oh“ wird er sagen, aber das kann ihm nischt helfen, Kurtchen trudelt doch mit.“ „Ist es schon ein feststehender Plan, daß Sie von Amerika nach China reisen werden?" fragte Runge Mara leise und sah sie ernst an. „Mein Mann äußerte allerdings den Plan,... er will wohl auch in China geschäftliche Verbindungen suchen.“ „Wenn dieser Traum einer phantastischen Voraussetzung nichts wird... und ich dann wiederkomme, Frau Mara... dann.?“ „Sie müssen mich nicht quälen, lieber Freund... die Zeit wird uns helfen.“— Sie sah vorsichtig zu den anderen, ob niemand ihre Worte gehört hatte, aber die drei jungen Menschen belagerten den Marquis, der mit einem großen Tablett erschienen war. Als wären sie dem Hungertode nahe, so stürzten sie sich auf die lecker aussehende Stolle, von der Kurt mit einem Riesenmesser dicke Scheiben abschnitt. Aber es widerstrebte Ollys Ordnungssinn, daß er schief und krumm säbelte. Sie nahm ihm das Messer fort und besorgte es ordentlich und appetitlich. Erst spät in der Nacht brachte Kurt seine vier Gäste im Wagen heim und sie waren sich alle einig, daß dies der schönste Weihnachtsabend war, den sie je erlebt hatten. Innig dankte jeder Kurt, der es heftig abstritt daß der nette Verlauf des Abends ihm zu verdanken sei. Als er selber dann lange nach Mittemnacht heim kam ging er noch einmal zu dem Holbeinbild und stand grübelnd davor. „Das Motiv... muß ich erst wissen! Warum er diese Wahnsinnstat begangen hat..., bei Erichs Einstellung kann es sich nur um Geld handeln..., sollte er nicht so fest stehen, wie man annimmt? Aber was nützt ihm das Bild? Und begehe ich nicht doch einen Fehler, wenn ich ihn verdächtige?— Nein... es stimmt alles... die Zigarettenreste im Kamin... Morgen muß ich in Maras Wohnung nachsehen, ob ich vielleicht in seinem Schrank die bewußten Schuhe finde. ... und die Reise nach Paris!... Ich muß erfahren, ob er allein dort ist oder mit diesem Fiegert. Aber was soll der dort?... Noch eine Kopie anfertigen..., noch genauer das Bild studieren? Er hat doch das Original?"—„Verstehe ich vorläufig noch nicht!“ Grübelnd ging Kurt wieder in das Arbeitszimmer gab telephonisch ein Telegramm auf an Madame Sorell, eine gute Bekannte seiner Eltern, bat sie um Nachricht, ob momentan ein Berliner Bankier sich bei ihr für die Kopie des Holbeinbildes interessierte. Zettel wieder fein ordentlich hin, wie er ihn gefunden, und ging dann vorsichtig nach den Vorderzimmern. Bald erschien Mara..., rosig, ausgeschlafen, reizend anzusehen in einem entzückenden braunen Winerkost Zwölftes Kapitel. Im Zoo bei den Büffeln Am nächsten Vormittag hatte er schon die Antwort: „Monsieur Santers mit Begleitung baten um Erlaubnis, Kopie besichtigen zu dürfen, ersuchten Kopiererlaubnis, die ich verweigerte. Erwarte weitere Orders. Sorell." „Aha... also doch! Aber wo steckt nun bloß das Original? Wenn es Santers hätte, brauchte er diesen Fiegert doch die Kopie nur danach anfertigen zu lassen? Will mal sehen, ob Papa das Reproduktionsrecht für den Holbein vergeben hat.“ Kurt studierte die Kopienmappen, die im Schreibtisch seines alten Herrn standen, fand aber nichts.„Gut, dann muß ich morgen früh nach dem Büro gehen, ehe ich weiterkombinieren kann."— Am zweiten Feiertag früh fuhr Kurt nach dem Büro und durchsuchte dort sämtliche Mappen, bis er endlich den Brief fand, den er suchte: der Kunstverlag V.& K. hatte von seinem Vater das Reproduktionsrecht für den Holbein erworben. Bei dem Briefdurchschlag lag auch eine Wiedergabe der farbigen Reproduktion, die ausgezeichnet war, besonders den farbigen Reiz des Bildes sehr gut herausbrachte. „Na also..., da hat ja der Kopierer die schönsten Vorlagen und soll wahrscheinlich an den Kopien von Fräulein Bauer studieren, damit die Feinheiten besser herauskommen. Aber ich muß sagen, die Kopie, die jetzt bei uns hängt, ist nicht sehr gut. Wahrscheinlich schnell gemacht worden. Eine Hundsgemeinheit muß aber mit dem Bilde vorliegen, das steht fest.“ Kurt fuhr dann zu Mara, die ihn zum Lunch erwartete. Er hatte Glück, sie war noch nicht fertig mit Anziehen, er mußte warten. Die Zeit vertrieb er sich, indem er durch die Wohnung schlenderte und langsam, aber sicher, in Erichs Ankleidezimmer kam. Schnell schloß er die Tür hinter sich zu, raste zu dem Stiefelschrank seines verehrten Schwagers, und da standen, fein sauber geputzt, die englischen Schuhe mit Gummisohle. Kurt zog seine Zeichnung aus der Tasche, verglich und konstatierte innerlich jubelnd, daß der Abdruck und die Zeichnung ganz und gar übereinstimmten .. sogar der schief getretene kleine Gummizapfen hatte sich auf dem Teppich tadellos markiert und war von Kurt auch ebenso gut abgezeichnet. Ohne Zweifel ... diese Schuhe waren in seinem Roten Zimmer gewesen... wer sie angehabt, wollte er erst einwandfrei feststellen. Ehe Kurt das Zimmer wieder verließ, sah er sich noch ein wenig um, man konnte vielleicht etwas entdecken, was interessant war. Auf dem Rasiertisch lagen die ihm bekannten englischen Zigaretten und unter den Wassernapf geschoben ein kleiner, oft geknickter Zettel. Man sollte ihn auf alle Fälle ansehen. Hm... die Quittung einer Bank in Frankfurt am Main über ein dort gemietetes Tresorfach, Größe sechzig mal achtzig mal vierzig. Die Vermietung war getätigt am sechzehnten Dezember. Kurt nokierte sich die Größenangabe, den Namen der Bank und die Tresornummer, legte den terkostüm. „Nanu, Mara, mit Hut und so. Ich denke, wir lunchen hier gemütlich?" „Tun wir auch, aber erst in einer Stunde..., bis dahin wird ein feiner Weihnachtsspaziergang gemacht.“ „Mit mir???“ „Hm.“ Mara zog sich braune Wildlederhandschuhe über, nickte ihm zu und verließ das Zimmer.„Komm, wird mir zu warm hier im geheizten Zimmer.“ „Mara, gute, ich hab' meinen Wagen hier, wo soll ich dich hinfahren?“ „Deinen Wagen laß mal brav stehen, wir machen ganz tapfer„Tippe=Tappe', durch den Wintertag.“ Sie lachte ihm herzlich zu.„Soll Tante dir Fausthandschuhe überziehen?" „Neihin... will nicht laufen... will fahren.“ „Ei weh,., wenn das der Weihnachtsmann hört, dann holt er all die schönen Geschenke wieder fort.“ „Bäh...“ soll er man, hab' schon alles eingeschlossen.“ Schnaufend zog Kurt seinen schweren Ulster über. „Wo soll denn der Trip hingehen?“ „Ich denke... hm... wie wäre es denn mit dem Zoo?— Vielleicht zu den Büffeln und so?“ ra sah auf ihre Armbanduhr.:„Oh, jetzt wird es aber Zeit.“ Sie setzte die zierlichen Füße schneller vorwärts, und Kurt dachte sich mit einem schmunzelnden Seitenblick, daß Frau Mara nicht ohne besondere Absicht so schnell und pünktlich zu den„Büffeln und so“ eilte. Aber er ließ nichts spüren, trabte tapfer neben ihr her, freute sich über jeden bewundernden Blick, der die hübsche Frau Mara traf und unterhielt sie über allerhand und nichts. Wenn sie auch brav antwortete, im Tempo gab sie nicht nach, sie hielt sich an keiner Straßenkreuzung länger auf, als es unbedingt nötig war. Als Kurt an der Kasse des Zoo nicht gleich Kleingeld in seinen tausend Taschen fand, reichte sie ihm schnell ihr kleines Portemonnaie hin und sagte: „Nun mach schon, es wird ja zu spät.“ „Aber Marachen..., die Büffel werden bestimm; nicht schöner, wenn sie ein bissel auf uns warten. Während er bezahlte, erkundigte sich Mara bei einem Beamten, welches der direkte Weg zu den Büffeln wäre, und dann lief sie schnurstracks mit Kurt los, der innerlich lachte. „Marachen... eh' du mir die Lunge ganz ausgepumpt hast,... war Erich eigentlich in letzter Zeit wieder einmal in Frankfurt?“ „Hm..., vor zwei Wochen ungefähr, aber nur für einen Tag.“ „So... also große Vorbereitungen und großes Gepäck waren nicht nötig? Ich hasse ja solche Koffersache auch immer.“ „Ich hatte Erich gesagt, es genüge ein Handschrankkoffer,... aber nein, der feine Herr mußle eben seinen großen Coupékoffer nehmen. Das Mädchen hat am nächsten Tag gemault, denn der Koffer war doch halb leer, und von der vielen Wäsche, die Erich migenommen hatte, brachte er nicht ein Stück glatt und sauber wieder mit.“ 6 (Fortsetzung folgt.) Dr. Loebbels Der Reichsminister paganda sandte an d Bochum folgendes Sa Sehr geehrter 4 Ueber den eindru „Dramatiker der HJ. gefreut. Ich habe es aus zwingenden Grün men konnte. Es ist m chem vorbildlichen un Stadt Bochum diese geführt hat. Nehmen tür entgegen. Ein Schreiben Der Reichsministe paganda sandte an Schauspiels, Dr. S. Sehr geehrt Ich beglückwünsche führung der Woche T selbst auch leider nich so großer Sorgfalt ur gestalteten Aufführun mit Interesse und Fr Mit dem berzliche semble auszurichten Gleichzeitig trafer Reichstheaterkammer, an den Oberbürgern den Intendanten des dermaßen lauten: Sehr verehrte Mit diesen Zeilen druck bringen zu dür dienstvollen Einsatz Woche„Dramatiker! der Veranstaltungen eine glücklichere Wa Durchführung einer getroffen werden kon In der Hoffnung stimmung aller, welck weilen durften, mit hat wie mich, danke Sehr ver Wenn ich auch Persönlichkeiten Ihr leistete in der erxe besteht, möchte ich I „Dramatiker der stätigt haben, wie se lichen Durcharbeitun beeindruckt worden! Ich tue das um Sprecher aller Teil aus der allgemeiner meine Ansicht über „Auf dem Holz Fingerabdrucks zus lich gern gefällig ge lichem Lächeln reic überrascht ansah. „Das ist allerdir „Jawohl, ein se da mit Glacéhandse Tim erhob sich. Herren! Hoffentlie fällig sein.“ Händeschütteln „Wie gefällt er „Gut.“ „Und was hält „So lange Mor sich nicht an uns n Er wischte mit als wollte er etwas nes Freunde heim wäre. suchte er ihn Ein Hai um ihn, als betrachtete „Du bist dich sieht, in deinem mandem sag Weihnachten Morawi Rücken auf Holzkäsichen "„Weißt samosen Wa oft vor. Er als gebildet magst, sonde Oh, Es m „Paßt trat beisei Tim. E wußte da ware Gewalt Na Brüder rade vor soll ig legen. meine Tim. du dies verständ haben sind 20 Wörter von oben nach en, die dich — dy— don — Kat— 80 — 1et— mit — 10— nus — 60— 1e Kr—*— ve lann, 13 Jahre er ihn gefunden, rderzimmern. z, ausgeschlafen, en braunen WinIch denke, wir ner Stunde. stsspaziergang geildlederhandschuhe Zimmer.„Komm, n Zimmer.“ igen hier, wo soll ehen, wir machen Wintertag. Sie * Fausthandschuhe .. will fahren.“ Weihnachtsmann Geschenke wieder hon alles eingen schweren Ulster denn mit so?“ Mawird es teller vorunzelnden idere Abund so“ fer neben Blick, der sie über ntwortete, an keiner nat nötig ich Kleine sie ihm werden bestimmt uf uns warten.“ Mara bei einem zu den Büffeln mit Kurt los, der Lunge ganz ausich in letzter Zeit gefähr, aber nur ngen und großes ja solche KofferSeite 25 Nr. 101 7 Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag,./2. Mal 1937 Dr. Loebbels an die Theaterltadt Bochum Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda sandte an den Oberbürgermeister der Stadt Bochum folgendes Schreiben: Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister! Ueber den eindrucksvollen Verlauf der Festwoche „Dramatiker der HI.“ in Bochum habe ich mich sehr gefreut. Ich habe es außerordentlich bedauert, daß ich aus zwingenden Gründen nicht selbst nach Bochum kommen konnte. Es ist mir aber berichtet worden, mit welchem vorbildlichen und anerkennenswerten Einsatz die Stadt Bochum diese Veranstaltung betreut und durchgeführt hat. Nehmen Sie bitte meinen besten Dank daentgegen. Heil Hitler! Ihr Dr. Goebbels. Kunst und gebnis auch allen Ihren Mitarbeitern zu übermitteln bitte, bin ich mit aufrichtigem Dank und Heil Hitler! Ihr sehr ergebener — Schlösser. Ein Wettstreit der deutschen Mundartdichter. Vom 18. bis 20. Juni findet in Wuppertal ein Wettstreit aller deutschen Mundartdichter statt. Mit der Zusammenkunft ist ein großes Trachtenfest verbunden. Bis jetzt 73 000 Anmeldungen für Breslau. Innerhalb der Meldefrist für die endgültige Teilnahme an dem 12. Deutschen Sängerbundesfest in Breslau liegen nach Mitteilung des Festausschusses bis jetzt 73000 verbindliche Anmeldungen in Breslau vor. Dazu kommen noch die zahlreichen Anmeldungen aus dem Ausland und die noch ausstehenden Meldungen aus den einzelnen Gauen, so daß mit einer Mindestbeteiligung von 100 000 Teilnehmern bestimmt gerechnet werden kann. Der Rätel der guten alten Telt Ein Beitrag zur Ruttührung„Das kleine Rolkonzert“ in Bochum Ein Schreiben an Intendant Dr. Schmitt. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Provaganda sandte an den Intendanten des Bochumer Schauspiels, Dr. S. Schmitt, folgendes Schreiben: Sehr geehrter Herr Intendant! Ich beglückwünsche Sie zu der erfolgreichen Durchführung der Woche Dramatiker der HI. Wenn es mir selbst auch leider nicht möglich war, die von Ihnen mit so großer Sorgfalt und so starkem künstlerischem Erfolg gestalteten Aufführungen zu besuchen, so habe ich doch mit Interesse und Freude den Verlauf der Woche verMit dem berzlichen Dank, den ich auch Ihrem Ensemble auszurichten bitte, bin ich mit Heil Hitler! (gez.) Dr. Goebbels. * Gleichzeitig trafen Schreiben des Präsidenten der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Schlösser, an den Oberbürgermeister der Stadt Bochum und an den Intendanten des Stadttheaters ein, welche folgendermaßen lauten: Sehr verehrter Herr Oberbürgermeister! Mit diesen Zeilen bitte ich, noch einmal zum Ausdruck bringen zu dürfen, für wie vorbildlich ich den verdienstvollen Einsatz der Stadt Bochum anläßlich der Woche„Dramatiker der HJ.“ ansehe. Nach dem Ablauf der Veranstaltungen glaube ich sagen zu dürfen, daß eine glücklichere Wahl als diejenige Bochums für die Durchführung einer derartigen Woche im Reich kaum getroffen werden konnte,#1, Tenghm und 8. In der Hoffnung, daß Sie die Teilnahme und Zustimmung aller, welche während dieser Woche in Bochum weilen durften, mit eben solcher Befriedigung erfüllt hat wie mich, danke ich Ihnen und bin mit Heil Hitler! Ihr aufrichtig ergebener Schlösser. Sehr verehrter Herr Intendant! Wenn ich auch weiß, daß gerade für künstlerische Persönlichkeiten Ihrer Art der letzte Lohn für das Geleistete in der erreichten Erfüllung des Angestrebten besteht, möchte ich Ihnen doch im Anschluß an die Woche „Dramatiker der HI.“ abermals mit diesen Zeilen bestätigt haben, wie sehr ich von der Intensität der regielichen Durcharbeitung und Unermüdlichkeit des Fleißes beeindruckt worden bin.„„ Ich tue das um so lieber, als ich mich dabei als Sprecher aller Teilnehmer fühlen darf, wie ja auch aus der allgemeinen Resonanz hervorging. Indem ich meine Ansicht über das unbedinat anzuerkennende ErAls dem Münchener Spezerei= und Kolonialwaren= händler Simon Spitzweg, der ein praktischer und humoriger Mann gewesen sein muß, am 5. Februar 1808 das dritte Söhnlein geboren wurde, sah der Alte in seinem Sprößling den zukünftigen Apotheker, ohne zu ahnen, daß die von ihm geriebenen„Salben“ weder kosmetischen noch medizinischen, sondern unvergänglichen künstlerischen Zwecken dienen sollten. Karl Spitzweg, auserkoren, Galle, Herz und Nieren seiner Mitmenschen mit wunderwirkenden Säften und Pülverchen zur Raison zu bringen, wurde der Maler der guten alten Zeit mit allen ihren umständlichen und romantischen Raritäten, ihrer spießigen kleinbürgerlichen Würde und Gespreiztheit, ihrer sentimentalen Herzverfettung und ihres um die Ecke wohnenden Humors. Um diese Ecke ist der münchnerischste Maler der schönen Isarstadt immer wieder gegangen und hat sich die Zeit und ihre gewiß nicht alleweil im Biedermeiersinne biederen Menschen schmackhaft zu machen versucht. Hätte er auch nur das mindeste Talent zu Bösewicht gehabt, er wäre vielleicht zum bissigsten Satiriker seiner flachen, gefühlsarmen und im Korsett gesellschaftlicher Vorurteile eingezwängten Zeit geworden. Davor aber bewahrte ihn sein philosophisches, nicht unkritisches sein nach menschlichem Ausgleich strebendes, heiteres Naturell, das ihn über die romantische und skurrile Beweglichkeit eines Jean Paul in die tiefer entbundenen Ströme einer Kunst im Sinne Mörikes trug. Man möge ihn, so sehr seine Bilder der Liebe wert sind (wenn auch hoffentlich nicht ohne das geheime freundlich ironische Einverständnis, dessen gerade Spitzwegs Malerei bedarf), doch nicht mit jenen schrulligen Poeten, mondscheinsüchtigen Narren, wissenschaftsfreudigen Geologen, naturblinden Schmetterlingsjägern, Bibliothekaren und albernen Flötisten, denen seine lächelnde Entdeckerfreude galt, billig identifizieren und nun etwa glauben, das sei seine Welt gewesen. Als Autodiktat hat er verhältnismäßig spät zum eigenen Ausdruck hingefunden. Aus der Frühzeit seines Schaffens, die etwa bis zu den Reisen nach Benedig und Paris(1850/51) anzusetzen ist, gibt es für Spitzwegs malerische Entwicklung nur geringe Anhaltspunkte. Das bekannteste Bild aus den Anfängen ist zweifellos die Ende der 30er Jahre entstandene Karikatur„Der arme Poet“, die beim Publikum des Münchener Kunstvereins eine so unfreundliche Aufnahme erfuhr, daß der Maler seither nur selten ausstellte, übrigens auch mit irreführenden Signaturen arbeitete, die dem späteren Kunsthandel das Geschäft erschwerten. Mit wachsender Erkenntnis gelang es Spitzweg, das Anekdotische und Pointierte des„Fliegenden=Blätter"=Mitarbeiters abzustreifen, schmerzliches persönliches Erleben führte ihn zur Vertiefung seines künstlerischen Wollens, und endlich fand er in Paris(1851) vor den Bildern der Meister von Barbizon(Delacroix, Daubigny, Corot und Diaz) den entscheidenden Zugang zur Farbe und den Durchbruch zur malerischen Freiheit. Ein Werk wie Schauspielergesellschaft im Grünen“ hat zwar in der Zeichnung noch gewisse Anklänge an die Karikatur, beweist aber die über das Genrebild hir „aausbegehrende zur großen Komposition und koloristischen Meisterschaft. Spitzweg hat diesen offensichtlich vorhandenen Drange nach der freien, souveränen Kunst, ob aus einem letzten und vielleicht tragischen Gefühl der Unsicherheit, ob aus veranlagungsmäßiger Bescheidenheit, nicht nachgegeben. Die nach Abschluß seiner Reisen in Deutschland beginnenden Auseinandersetzungen um die Historienmalerei ließen ihn kalt. Mehr und mehr zog er sich in die kleine Welt seines Ateliers am Jakobsplatz zurück, ohne ein verbitterter und verknöcherter Hagestolz zu werden. Stets haben seine Freunde das heitere und überlegene Temperament, die menschliche Güte und den reifen Humor des Meisters zu rühmen sewubt.. am. uchoffe und mitartigen#i# Ein Hauch von Melancholie und gutartiger Einsamkeit liegt über seinen Landschaften, den abgeschiedenen und verträumten Winkeln altdeutscher Städte, die er aus nie versagendem Gedächtnis und erstaunlicher Phantasiekraft mit architektonischen Erinnerungen und lebensnaher Staffage bereicherte. Seiner frühen Liebe zum Theater ist er, das bezeugen diese szenisch empfundenen und durch reiche figürliche Zutat belebten Bilder („Der verliebte Provisor",„Kunst und Literatur", „Der Antiquar“ und viele andere), zeitlebens treu geblieben. Seine schönsten und reifsten Kunstleistungen vollbrachte er da, wo nur der Maler Spitzweg zu Worte kam, so in dem schon gerühmten großformatigen Bilde „Schauspieler beim Picknick“, dem einzigartigen„Witwer“, dem, wenn auch ironisch behandelten, aber herrlich gemalten Motiv Flötenkonzert“ und dem in seiner koloristischen Tonigkeit köstlichen Anglerbildchen. Dr. Emil Strodthoff Wolf Juliin Kartmann:„Jacheldraht“ Uraufführung in Köln. Wolf Justin Hartmann setzt sich in seinem nenerstling„Stacheldraht“(die Tragödie einer Gemeinschaft) mit dem Schicksal deutscher Kriegsgefangenen an der Palästina=Front auseinander. Er selbst hat, nachdem er die verschiedensten Kriegsschauplätze in West und Ost und Orient kennenlernte, zwischen den Stacheldrähten des Lagers Sudas=Besbar in Aegypten das furchtbare Los dieser von tödlichen Gefahren umlauerten Kriegsgefangenen=Gemeinschaft geteilt und ist also ein mindestens so zuverlässiger Beurteiler der Ver hältnisse wie E. E. Dwinger, der in seinem Tatsachenbericht„Armee hinter Stacheldraht“ ein ähnliches Thema behandelt. Es zeugt für die nisse Hartmanns, da er sie unter Verzicht auf dra maturgische Regeln, die im Sinne eines klax uno folgerichtig aufgebauten Dramas hätten wirksam werden können, zur Diskussion stellt. Er gibt Atmospbäre und zeichnet in sie die Fieberkurve der aus allen Waffengattungen zusammengewürfelten Offiziers= und Mannschaftsgemeinschaft mit allen untergründigen Spannungen und verzweifelten Ausbrüchen ein, einer Gemeinschaft, die da auf engstem Raum unter trovischer Sonne körverlichen und seelischen Erstickungsanfällen ausgesetzt ist. Sie sind unterschiedslos, ob vom Blut oder vom Geist her, krank. Der Freiheitsentzug, das mörderische Klima, die Ungewißheit, wie es in Deutschland aussehen mag, nicht zuletzt das freud= und frauenlose Dasein, führen zu einem sinnlosen Kleinkrieg aller gegen alle, zersetzen die militärische Diszivlin und verseuchen den Mit den Farben eines Brueabel ist dieser marternde Spuk, der Männer degradiert und Persönlichkeiten vergiftet, in einer grandiosen, zu Herzen gebenden und, aus kleinen und kleinsten Zügen skizzierten Zustano#schilderung festgehalten worden. Wer ein technisch befriedigendes und gar kunstmäßig geformtes Drama erwartet, wird enttäuscht sein, und Aestheten werden die Nase rümpfen. Und doch ist die szenische Revortage wegen ihrer männlichen, wissenden und unvathetischen Haltung und trotz ihrer im Grunde evischen Darstellung von starker, erschütternder Wirkung. Es ist bezeichnend, daß man das Stück in Köln(Inszenierung Siafrid Sioli) von der Gemeinschaft des Schauspielhauses spielen läßt, ohne die Namen der Darsteller zu nennen. Das entspricht, da hier nicht Rollen oder Typen, sondern gequälte Menschen ein Bekenntnis ihrer Not ablegen und späte Anklage gegen englische Kriegsführung und Gefangenenbehandlung eryeven, dem Charakter des Werkes und dem Willen des Verfassers. Siolis realistisch durchgearbeitete Inszenierung in den sparsamen und suggestiven Bühnenbildern Erich Metzoldts ist mit sehr empfindlichen Nerven abgehört worden. Werk und Uraufführung wurden in Anwesenheit des Dichters durch lebhaften Beifall ausseieichner. Dr. Emil Strodthoft Geschichtstafe! 1873 1933 1. Mai Der englische Forschungsreisende David Livingstone in Afrika gestorben(geboren 1813). Der 1. Mai wird nationaler Feiertag des deutschen 1934 Reichsministerium für Wissenschaft, Volksbildung unter Führung von Bernhard Rust errichtet." Z. Mai 1798 Sieg der Schwyzer über die Franzosen bei Morgarten. 1919 Befreiung Münchens von der Räteherrschaft. 1933 Die NSDAP. übernimmt die Arbeiterführung. 1892 wurde der Kampfpflieger Manfred Freiherr von Richthofen in Breslau geboren, 1912 Leutnant im Ulanen=Regiment Nr. 1 und im Weltkrieg, zur übergetreten 1917 Kommandeur tores er 80 Gegner abgewurde er am 21. April 1918 bei Sailly le See durch einen Treffer zum Niedergehn hinter der seindlichen Front gezwungen und, als er unverletzt aus der Maschine sprang, von zwei Kanadiern des Ins.=Bat. Nr. 14 meuchlings erschossen. Sein Andenken ist 1935 dadurch besonders geehrt worden, daß sein ehemaliger Nachfolger im Kommando, der jetzige Generaloberst der Flieger Göring, dem 1. Geschwader der neuen deutschen Luftstreitkräfte den Namen„Jagdgeschwader Richthofen“ verlieh. im Ulanen=Regiment Nr 1 und Fliegertruppe Wbelgeligen, 1917 1. Jagdgeschwaders. Nachdem er schossen, wurde er am 21. Jpril 19 Tim.“ Aber hör mal zu! Die zweihundert Pfund Noch niemals hatte es jemand gewagt und Smith wußte .*4 Fetzt ist der Bart ab wie wir in nur zu gut was das für sie hedeutete Er hätte etwas E KoNS W setzung folgt.) 6) „Auf dem Holz ist leider auch nicht die Spur eines Fingerabdrucks zu sehen. Schade, ich wäre Ihnen wirklich gern gefällig gewesen, Mr. Röger.“ Mit verbindlichem Lächeln reichte er Tim das Kästchen, der ihn überascht ansah.(ejam und fast hack seung: „Das ist allerdings seltsam uno sagt voch genug. „Jawohl, ein sehr vorsichtiger Mann hat das Ding da mit Glacéhandschuhen angefaßt", bestätigte Abel. Tim erhob sich.„Ich bin Ihnen sehr dankbar, meine Herren! Hoffentlich kann auch ich Ihnen einmal gefällig sein.“ Händeschütteln— dann verschwand Tim. „Wie gefällt er dir?“ fragte Abel. „Gut.“ „Und was hältst du von der Sache?“ „So lange Morawia aus Furcht vor einem Skandal sich nicht an uns wendet— gar nichts!“ Er wischte mit der flachen Hand über den Tisch, als wollte er etwas fortschieben. * Zwei Stunden später kehrte Tim in das Haus seines Freundes zurück und fragte, ob Mr. Morawia daheim wäre. Als er hörte, daß er soeben gekommen war, suchte er ihn in seinem Zimmer auf. Ein Hauch des frischen, kalten Windes war noch um ihn, als er den warmen Raum betrat, und Morawia betrachtete ihn fast mit Neid. „Du bist fabelhaft!“ sagte er herzlich,„wenn man dich sieht, kann man sich nicht vorstellen, daß es auch in deinem Leben Geheimnisse gibt, Dinge, die du niemandem sagst.“ „Doch“, lachte Tim,„die gibt es zum Beispiel um Weihnachten herum!“ Morawia mußte lachen, trotzdem er hinter seinem Rucken auf dem Schreibtisch wieder ein wohlverpacktes Holzkästchen wußte. „Weißt du“, fuhr Tim fort.„Ich habe einen samosen Wahlspruch; schon als Junge sagte ich ihn mir oft vor. Er ist nicht von Goethe oder Schiller, wie du als gebildeter Mensch von einem Deutschen erwarten magst, sondern von Wilhelm Busch, und lautet: Oh, hüte dich vor allem Bösen! Es macht Pläsier, wenn man es ist, Es macht Verdruß, wenn man's gewesen!" „Paßt für mich wie angegossen“, sagte Morawia, trat beiseite und zeigte das Päckchen. „Donnerwetter! Die haben aber Nerven!“ staunte Zim. Er öffnete die Sendung ohne Vorsicht, denn er dußte jetzt, daß auch diesmal keine Fingerabdrücke waren.„Zweihundert Pfund! Sie wollen dich mit Gewalt ruinieren.“ Brüder“ s“ schnell geht das nicht, und das wissen die natürlich ganz genau. Aber du, weil wir gefon#n Geld sprechen. Darf ich dir, ich meine— „.„Nein, alter Junge, laß nur“, sagte Tim verkann für Zeitungen schreiben und habe für eine Bücher noch Geld zu bekommen.“ das würde mich sehr bedrücken, du diesemu“ sinanziell ganz beweglich sein, wenn auf die Spur kommen willst. Selbsthaßtegndlich darfst du meinetwegen keine Unkosten =Schön, dann ersetze mir die Spesen“, brummte schiuen wir nicht. Jeßt int der Bart ao— wie wir in Berlin sagen.“ Er nahm ein kleines Blatt Papier aus dem Zettelkasten.„Ich werde ihnen selbst die Antwort verpassen und es durch Wilhelm Busch sagen: Enthaltsamkeit ist das Vergnügen an Sachen, welche wir nicht kriegen. Drum lebe mäßig, denke klug. Wer nichts gebraucht, der hat genug! Gruß und Kuß dein Julius.“ „Aber Tim, wenn er nun nicht deutsch versteht?" fragte Morawina lachend. „Das ist gerade fein. Dann wälzen sie das Wörterbuch, mühen sich ab, und zum Schluß haben sie den Salat.“ „Die Wut!“ „Das will ich gerade. Wie soll ich an sie heran, wenn du ihnen immer das Geld schickst? Nein, sie müssen gereizt werden und aus ihrer geheimnisvollen Zurückgezogenheit heraustreten.“ „Du sprichst von mehreren?“ „Weil ich annehme, daß es sich nicht um einen Mann handelt, sondern um eine ganze Bande. Wie kam die Sendung her?“ Morawia zuckte die Schultern und klingelte dem Butler. „Wer brachte das Päckchen?“ fragte er und sah verlegen über ihn hinweg. „Ein Knabe, Sir.“ „Derselbe wie neulich?“ „Nein, Sir.“ Morawia entließ ihn mit einer Handbewegung. „Gute Arbeit“, sagte Tim.„Ich nehme an, sie beauftragen Jungen, die sie auf der Straße treffen, mit der Beförderung der Päckchen, für entsprechende Belohnung natürlich. Selbst, wenn einmal so eine Taubensendung verlorengeht—, der Finder wüßte nichts damit anzufangen. Wirklich, sehr geschickt gemacht. Und doch— Tim hatte den Zettel eingerollt und ließ die Taube von der Balkonbrüstung hochsteigen. Sie kreiste einige Male über dem Garten und nahm dann ihren Kurs auf. „Richtung Osten“, sagte Tim zu sich. 6. vom Ende!“ sagte den Tim durch die „Seht her! Das ist der Anf 5mith und hielt den Zettel hoch, Taube geschickt hatte. Miller trat auf ihn zu und nahm ihm das Papier aus der Hand; dabei ließ er einen schnellen Blick über die anderen Männer gleiten. „Deutsche Buchstaben und deutscher Text! Da steckt wahrscheinlich dieser Besuch im Hause Morawia dahinter. Na warte, Bürschchen!“ „Uebersetze mal“, sagte Smith,„du verstehst doch Deutsch!" Miller las sich das Geschriebene durch und mußte wider Willen lachen. „Der Junge hat Sinn für Humor, das muß man ihm lassen, aber ich fürchte, der Chef wird wenig Verständnis dafür aufbringen.“ Dann übersetzte er den Text schnell und geschickt ins Englische. „Julius?“ fragte einer erstaunt.„Heißt er so?“ „Keine Spur! Das ist so eine Redensart— Gruß und Kuß dein Julius! Er macht sich über uns lustig. Smith hatte unterdessen eine andere Kapsel geöffnet und auch hier anstatt Geld nur Papier vorgefunden. Nach einem Blick auf den Buchstaben, der statt eines Namens unter den flüchtig hingeworfenen Zeilen stand, wurde er bleich und versteckte den Zettel in der Hand. War diese Frau wahnsinnig, dem Ager zu drohen? nur zu gut, wus bas für sie bebeutete. Er hatte erwas darum gegeben, diesen Zettel vernichten zu können, und doch wußte er, daß es unmöglich war. „Eine Taube fehlt noch“, sagte Miller ungeduldig. „Taube 15— hundert Pfund von Miß.“ „Hier“, sagte Smith leise,„es war kein Geld da.“ „So? Die Kapsel war ganz leer?“ Smith zögerte, aber nur einen Augenblick, dann stieg ihm langsam unter dem durchdringenden Blick Millers das Blut in die Stirn, er öffnete die Hand und gab den Zettel her. „Eine rege Korrespondenz heute“, spottete Miller, „was hat diese Dame uns denn mitzuteilen? Das ist doch die Höhel Zuhören!" „Ich lasse mich nicht länger von Ihnen erpressen und werde die ganze Angelegenheit der Polizei übergeben. V“ Die Männer sprachen erregt durcheinander und ihre Augen blickten ängstlich auf Miller. „Was nun?“ „Wenn sie es wirklich tut?“ „Die Polizei möchte ich nicht auf den Fersen haben!“ „Einmal mußte es ja kommen.“ „Jawohl! Der Chef ist unersättlich!“ „Halt!“ sagte Miller schneidend.„Habt ihr nicht euren Anteil ehrlich bekommen?" „Anteil! Jawohl! Aber er hat mehr eingesteckt, ohne auch nur einen Finger krumm zu machen.“ „So? Woher wißt ihr das? Meint ihr, die Spatzen pfeifen ihm von den Dächern die Skandälchen der guten Gesellschaft zu? Nein, er wird sich ordentliche Mühe geben müssen, um immer Neues zu erfahren und oft genug dabei in Gefahr sein.“ Einige Männer grinsten. „Gefahr! Wenn die Polizei zufaßt, sind wir die Geschnappten!" „Ihr Idioten! Wenn die Polizei zufaßt! Gewiß, wenn ihr nur auf eure hohlen Köpfe angewiesen wäret, dann säßet ihr schon lange alle im Kittchen! Laßt euch von einer Frau ins Bockshorn jagen! Wenn ich der Chef wäre, würde ich euch alle, samt und sonders, rausschmeißen. So'ne miesen Kerle wie euch, findet er noch alle Tage. Die Männer schwiegen und sahen ihn stumm an. Miller ging zur Treppe, auf deren unterster Stufe er den Alten hocken sah, und rief: „Du! Wann wird das Geld für den Chef abgeholt?“ „Heute um elf Uhr nachts.“ „Jetzt ist neun, bis ein Uhr können wir Nachricht haben: wir werden heute hier warten.“ Miller erledigte die Abrechnung wie immer und legte Tims und.'s Zettel der Summe bei, die für den Chef bestimmt war. Mit stumpfem Blick nahm der Alte das Päckchen an sich, schlurfte zur Tür, warf sie schnell zu und drehte den Schlüssel zweimal im Schloß um. Mit einem Satze war Smith an der Tür und trommelte wütend gegen das Holz. „Aufmachen!“ rief er,„warum sperrst du uns ein, du— du triefäugiger Idiot!“ „Anordnung vom Chef“, kam es zurück. Die Stimme des Alten klang gleichgültig wie immer. Stumm saß die Sieben da, rauchten und sahen vor sich hin. Sie mochten eine Stunde so verbracht haben, als plötzlich ein schrilles Klingeln die Stille unterbrach. Miller ging an den Apparat und sein Gesicht hatte sich aufgehellt, als er den Hörer wieder auf die Gabel legte „Na, was habe ich euch gesagt! Die Sache geht uns nichts an, läßt der Chef sagen; er erledigt den Fall persönlich! Will immer noch jemand behaupten, daß wir die Arbeit machen und er das Geld nimmt?“ Beschämt standen die Männer auf und gingen zur Tür.„Aufmachen!“ riefen sie, doch nichts rührte sich. Miller drückte die Klinke nieder. Zu seinem Erstaunen war gar nicht abgeschlossen, und er wandte sich lachend zu seinen Kumpanen. „Der Alte hat uns genarrt, er drehte den Schlüssel einmal rechts und einmal links herum— es war gar nicht abgeschlossen.“ Niemand antwortete ihm, schweigend und eilig verließen sie das Haus. Haus Morawia erwartete seine Gäste. Das Silber, Kristall und edle Porzellan, das sonst in dunklen Schränken verborgen stand, weil die Dame des Hauses es nicht liebte, ihre Schätze protzig zur Schau zu stellen, stand heute auf Büfetts und Tischen, beladen mit erlesenen Delikatessen. Der Butler schritt langsam die Räume ab und seinem Blick entging nichts. Er prüfte die Glätte des Parketts im großen Saal und musterte ernst die Tanzkapelle; er schob Sessel zurecht, verteilte Aschenschalen und Zigaretten, überall waltete geschickt und geräuschlos seine ordnende Hand. Mit leichten, federnden Schritten ging Tim Röger durch den Saal und der Butler staunte ihn überrascht an, denn Tim sah im Frack großartig aus— Hans Helm würde sagen„gewaltig“—. Sein silbrigblondes Haar war eng wie eine Kappe um den schmalen Kopf gelegt, das blitzweiße Frackhemd ließ die Bräune seiner Haut noch dunkler erscheinen. Er ging zu einem Büfett und aß einige Weißbrotschnittchen, denn er hatte Hunger. Dann betrachtete er die Kapelle und schlitterte plötzlich wie ein Junge auf der Rutschbahn auf sie zu. „Leute! Ihr kommt doch aus Berlin?“ Der Kapellmeister sah ihn erstaunt an. „Ich bin nämlich auch aus dieser famosen Stadt!“ Erfreut wurde seine ausgestreckte Hand ergriffen und er hörte, daß die Kapelle schon einige Male in London gespielt hatte, zuletzt auf einem Silvesterball bei Lord Arley— die Lady wäre eine blendend schöne Frau gewesen, aber—. Der Kapellmeister verstummte und sah über Tim hinweg, der sich umdrehte. „Donnerwetter!“ sagte er leise und ging auf die Frau des Hauses zu, die ihm lächelnd entgegensah. Sie trug das Haar schlicht gescheitelt und in einem tiefen Knoten zusammengefaßt. Ein schwarzes Velourkleid umhüllte mit fast griechischem Faltenwurf ihre hohe Gestalt. Tim sah keinen Schmuck an ihr außer einer breiten, goldenen Gürtelschnalle. „Sie sind wunderschön gnädige Frau!“ platzte er heraus,„und so— so— schlicht.“ „Ich darf doch meine Gäste nicht in den Schatten stellen“, sagte sie.„Aber Ihr Kompliment kann ich Ihnen zurückgeben. Sie werden heute viele Herzen knicken.“ Tim wehrte entsetzt ab. „Ich finde Frauen, die sich von einem gutsitzenden Frack das Herz brechen lassen, schrecklich langweilig", versicherte er. Dann lief er zur Kapelle zurück und flüsterte:„Langsamer Walzer." Als die ersten Takte aufklangen, sagte er:„Gnädige Frau! Ist es sehr unbescheiden?" Sie wußte zuerst nicht was er wollte, dann legte sie lachend den Arm auf seine Schulter. „Sie großer Junge! Was soll der Butler von uns. denken!“ (Fortsetzung folgt.) Seite 26 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger 2 Samstag Sonntag,./2. Mal 1937 eiser ist wieder in ihrem Element und sorat für 27 den notwendigen Ausgleich zwischen Ernst und Humor. — Auf vielfachen Wunsch findet der Maupassant=Film „Hôldne“ in besonderen Nachtvorstellungen am Sonntag und Montag seine Wiederholung.— Am Sonntag ist eine Jugendvorstellung mit dem bekannten Berafilm: „Abenteuer im Engadin.“ Welt=Licht:„Truxa“ Dicht...„. Ferm iehier Bavaria Auch dieses neue Produkt deutsch=ungarischer Ge=später in einer Sängerin, die in der Gerichtsverhandmeinschaftsarbeit ist in den Bereich der Mode gewor= lung gegen den Komponisten plötzlich als entlastende denen Sängerfilme gerückt. Es ist zwar der gesangliche Held kein Künstler, dessen Name und Ruf auch bis zu uns gedrungen ist, aber er ist insofern eine interessante Erscheinung, als er wohl zum ersten Male— wenn man von Willi Domaraf=Faßbenders„Verkaufter Braut" absieht— als Bariton den schon fast unentvehrlich scheinenden Tenor verdrängt hat. Daß auch eine solche Stimme, der nun einmal in der Overnliteratur nicht die gleich vielen Prunkarien zur Verfügung stehen, mit ausgesuchten Bühnennummern sehr wohl sich behaupten kann, dafür erbrachte der Film den Beweis, und der ist um so überzeugender, als man in Alexander Svéd einen Sänger von prachtvollen Mitteln und ausgeglichener Stimmkultur kennen lernt. der nicht nur den Musiker begeistern kann. Er spielt natürlich auch im Film einen Sänger— anfänglich war er Maler und sattelte um, als ihn sein Modell verließ, um eine gut bürgerliche Ehe einzugehen. Svéd spielt den Künstler trotz aller Lebendigkeit mit schönem darstellerischem Anstand und glaubhaftem Ausdruck. Seine Partnerin ist Camilla Horn, die mit bekannter Svielroutine allen Situationen des stofflich nicht gerade neuen Filmromans gewachsen ist. Paul Javor. Julie Serda, Tivor von Halmay, Otto Treßler und Rudolf Carl sind als weitere Darsteller des bildmäßig gut gestalteten und in der Stimmung gelungen gefaßten Films zu nennen. Wahrscheinlich würde der günstige Eindruck noch stärker sein, wenn nicht wider den Willen des Regisseurs Rudolf van der Noß manche Szene in der deutschen Fassung hätte gekürzt werden müssen. Hier ist glücklicherweise der Schnitt so erfolgt, daß der Zusammenhang nicht gelitten hat, wie auch sonst in dem malerisch geschauten und lebendig gegliederten Film ein künstlerisches Format in verantwortungsbewußter Arbeit und mit Geschmack gewahrt worden ist. Capitol:„Gefährliches Spiel“ Kronzeugin auftritt. Um alle Rätsel zu lösen, muß dann der Musiker noch eine Over komponieren, und im letzten Akt vollendet sich die Entschleierung aller Hintergründe der Ereignisse. Sybille Schmitz wirkt hier wieder einmal aus einer jener anfangs seltsamen unbestimmbaren Rollen zwischen„Schuldig“ oder„Nichtschuldig“ mit der packenden Kraft ihrer eigenartigen Kunst. Sabine Peters in einer jugendlich leidenschaftlichen Darstellung, die Lebendigkeit und Komik von Rudolf Platte, der den überklugen Famulus des Kriminalrats gibt, weiter Ivan Petrovichs männlich sympathische Erscheinung des fälschlich Angeklaaten... alle fügen sich der Atmospbäre des Films geschickt ein. Ueber ihnen aber steht die lächelnde, wahrhaft meisterliche Leistung Gustav Waldaus.— Im Vorvrogramm sieht man einen fesselnden Film vom deutschen Kraftfahrsport über Auto= und Motorradrennen und ein nettes Lustspiel, dazu die neueste Wochenschau. Kurt Dörnemann Der spannende Film aus der Artistenwelt bleibt noch weiter auf dem Programm wegen seines großen Erfolges.„Truxa“. der Mann, der sein Leben aufs Spiel setzt, und bei seiner Glanznummer, dem dopvelten Salto, durch die Kunst eines feindlichen Zauberkünstlers den Tod finden soll, bannt alle Besucher, zumal sein Schicksal in glänzendster filmtechnischer Gestaltung aufgezeigt wird. Hannes Stelzer stellt diesen„Truxa“ in seiner jugendlichen und doch eindringlichen Art dar. Neben ihm begeistert gie Tänzerin La Jana, die von der Bühne zum Film kam, weiter die Zuschauer. Lichtspielhaus:„Die Julika“ Paula Wessely ist die Titelheldin. Ihre Kunst der Menschendarstellung ist einmalia. Welche innere Hoheit geht von der Maad Julika aus, die aus einer inneren Berufung heraus ihr hartes Tagwerk verrichtet. Was Paula Wessely gibt, ist Schicksalsgestaltung in des Wortes tiefster Bedeutung. Ueber die Handlung sei nur soviel gesagt, daß sie so wahr und so echt ist wie das Leben selbst. Für die übrigen Darsteller ist es nicht leicht, sich bei soviel Licht zu behaupten. Für Paula Wessely konnte nur Attila Hörbiger mit seinem ausgereiften Künstlertum der gegebene Partner sein. In manchen Szenen, wie bei der Begegnung mit der Julika am Rain des früchteschweren Kornfeldes, wächst er über sich selbst hinaus. Ueberhaupt ist das Sviel bis zum Rande gefüllt mit symbolischen Begebenheiten. Gina Falckenburg, die mondäne Frau aus der Stadt, tritt nur in kurzen Evisoden auf und bemüht sich mit Erfola, die große Linie einzuhalten.— Kulturfilm und Wochenschau runden das sehenswerte Proaramm ab. Odeon und Skala:„Seine Tochter ist der Peter“ Der Film schildert die spannende und amüsante Geschichte einer verfehlten Ehe des jungen Ingenieurs Klaar, der von Carl Ludwig Diehl dargestellt wird. Traudel Stark, das reizende deutsche Filmkind, ist die Tochter des Ingenieurs und bringt aus allen Verwirrungen das Sviel zu einer glücklichen Lösung. Eine gute Rollenbesetzung, viel Gemüt in der Darstellung, herzlicher Humor und herrliche Landschaftsbilder aus den österreichischen Bergen machen den Film zu einem Erfolg. Unter den Hauptdarstellern sieht man noch Olga Tschechowa, Maria Andergast und Paul Hörbiger.— Im Beiprogramm läuft ein frisches Lustspiel und eine sehr interessante Naturstudie, sowie die aktuelle Wochenschau. Hammer Lichtspiele:„Truxa“ Apollo:„Eskapade“. Es mag seine Gefahren haben. dies tapfere Sviel. das ein junges Mädchen in der Liebe zu ihrem schuldlos in Bedrängnis geratenen Vater zu spielen wagt. Aber wenn man so von seinen Pflichten überzeugt ist. wie diese verarmte Baroneß, wenn man so sicher und unbeirrt seinen Weg vor sich sieht, kann keine Aufgabe zu schwer, kein Ziel zu unerreichbar sein. Das alte, oft abgewandelte Thema von der verarmten Tochter aus bestem Hause im täglichen Lebenskampf könnte schablonenhaft und vielleicht sogar kitschig sein, wenn nicht ein gesunder und bei aller Tragik frischer Ton die Handlung durchwehte und sie in gerader Linie ohne Sentimentalität und falsche Burschikosität zu einem guten, glaubhaften Ende führte. Und diese herzhafte Natürlichkeit der Entwicklung wird von der Hauptdarstellerin in einer nicht nur liebenswürdigen, sondern auch überzeugenden Art unterstrichen. Die Rolle, die Jenny Jugo hier übertragen wurde, verlangt eine ungezwungene Mischung von fraulichem Ernst und mädchenhafter Resolutheit, und die auch in dieser Gestalt wieder außerordentlich sympathisch wirkende Künstlerin findet instinktiv sicher den rechten Ton in jeder Lage, zum Glück auch da, wo durch eine unkontrollierte Haltung leicht das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung hätte erzielt werden können. Erstannt ist man geradezu über die nicht nur gespielte, sondern wirklich empfundene Innerlichkeit, mit der tragische Momente ohne Aufdringlichkeit gestaltet sind. Karl Martell ist ihr Partner, der genügend Taktgefühl aufbringt. neben der Hauptdarstellerin menschlich echt zu bestehen. Aus ungekünstelter Darstellung heraus und schlichter Haltung behauptet sich Harry Liedtke in der Vaterrolle mit Anstand und guter Wirkung. Die Ereignisse in etwa aufzuhellen, ist noch Theo Lingen aufgeboten, der dem geschmackvollen Film in diskretem Sviel leicht humoristische Lichter gibt. In allem ein weniger großartiger als gediegener Film, der in kultivierter Art unterhält und befriedigt. Josef Schwermann Ein Film aus dem zaristischen Rußland um die Jahrhundertwende, als der Kampf zwischen den russischen Anarchisten und den polnischen Nationalisten die Divlomaten aller Länder beschäftigte. Für die Regie eine große Gelegenheit, alle Register ihres Könnens zu ziehen, um mit einem eindrucksvollen kulturgeschichtlichen Zeitgemälde aufzuwarten. Im Mittelpunkt der Fabel, die sich zwischen den Fronten des russischen Kleinadels und des Bürgertums abspielt, steht die rührende Gestalt eines jungen Mädchens, das aus vaterländischen Motiven als Svionin den freiwillig gewählten Wea des Schicksals und der Schuld geht. Die Hauptrolle trägt Renate Müller, vor deren Person selbst der allmächtige Chef der russischen Geheimpolizei, der von Walter Franck verkörvert wird, gegen seinen Willen kapitulieren muß. Ein stark verinnerlichtes Sviel zeigen auch Ga. Alerander und Harald Paulsen. Grete Die Handlung wird in erster Linie von„Truxa“ (Hannes Stelzer),„der Welt größtem Seilkünstler“, getragen, der durch die Macht eines Zauberkünstlers an dem Höhepunkt seiner Kunst, dem doppelten Salto, gehindert werden soll. Er gerät in Komplikationen, behauptet aber tapfer sein Leben auf dem Seil. trotz aller Kämpfe. Die Revuetänzerin La Jana erringt durch ihre Tanzschöpfungen einen blendenden Erfolg. Sie bewegt uns auch durch ihren meist melancholisch gezeichneten Gesichtsausdruck und durch ihre etwas dunkle, klangreiche Stimme, mit der sie ihrer Rolle sprachlich eine wundervolle Prägung gibt. Aufs höchste bannend und begeisternd sind ihre Tänze. Atemberaubende Sensationen folgen Schlag auf Schlag und vacken in herrlichen Varietébildern den Zuschauer bis zum letzten Bild. Kammer=Lichtspiele Gerthe: Die Anekdoten um den traditionellen FridericusDarsteller Otto Gebühr sind zahllos. Was selten einem Künstler passiert— dieser Schauspieler wurde bekannt und berühmt lediglich durch seine oft gespielte Rolle, die er in erster Linie seiner großen Aehnlichkeit mit dem Preußenkönig verdankt. Nun ist er wieder als vreußischer Herrscher auf der Leinwand erschienen. und fast vermeint man, daß er sich noch ähnlicher und tyvischer in die Rollen hineingelebt hat. Man sieht wieder ein gewaltiges historisches Gemälde, farbig und eindrucksvoll, wie es auch der deutsche Film neben den amerikanischen Prunkfilmen künstlerischer und überzeugender zuwege brinat. Lil Dagover steht an der Svitze der übrigen Darsteller dieses wirklichen Großfilms. Apollo Weitmar:„Das Mädchen Sabine Peters als reiches Mädchen kämpft gegen das Glück ihrer Mutter an, da sie es als schändlich betrachtet, sich zum zweiten Male zu verheiraten. Klar und packend ist die Handlung gezeichnet, und Lil Dagover als Mutter, Geraldine Katt als bezaubernder Giolia,„Tiere un Brelbierlenatt Usa=Tonhalle:„Die Kronzeugin“. Wenngleich dieser Film mit allen Anzeichen und den geheimnisvollen Andeutungen eines Kriminalfilms beginnt und die Handlung sich um die Aufklärung des rätselhaften Todes eines Ervressers aufbaut, liegt sein Schwerpunkt doch in dem beweglichen Sviel über diesen dramatischen Verwicklungen und Verwirrungen. Seine beste Wirkung sammelt sich in der Gestalt des Goethe liebenden und in der Lebensweisheit und den Werken des Weimarer Dichterfürsten lebenden Kriminalrats, der mit einer tiefen, herzlichen Menschlichkeit schließlich alle Konflikte löst. Dieser Kriminalrat— eine wundervoll reife, begeisternde Gestalt von Gustav Waldau— findet die Lösung. weil er, immer begleitet von den Erkenntnissen und Sprüchen seines geliebten Dichters. an den äußeren„Tatsachen“" vorübergeht, die ein junger, übereifriger„Famulus“ zu einem Schuldbeweis zusammenzuschleppen sucht. Der sieht den Mörder erst in einem berühmten Komponisten, der von seiner mit dem Erpresser verbundenen Frau geschieden wurde, und Girltyp Karl Schönböck in einer Charakterstudie und Hans Richter als Lausejunge geben dem Film einen abwechslungsreichen und spannkräftigen Gehalt. Seite 27 Nr. 101 Capitol Langendreer:„Seine Tochter ist der Peter“ Traudl Stark ist als deutsches Filmkind durch ihr ungekünsteltes Spiel nun gleich zu nennen mit der großen amerikanischen Könnerin Shirley Temple. Der Film erfreut durch heitere Szenen und löst auch Spannung aus, die durch Konflikte und eine sich anbahnend: Dramatik hervorgerufen wird. Karl Ludwia Diehl, Paul Hörbiger und Olga Tschechowa sind als eine gute Besetzung der Rollen zu nennen. Lichtburg Langendreer:„Der Herrscher“ Ein Industriegewaltiger, der nur Arbeit und Pflicht kannte, erfährt im Alter ein neues Glück und muß darum kämpfen gegen Eigenliebe seiner Kinder, die ihn zum Schluß entmündigen wollen. Doch immer, da er schon schwach zu werden droht, reißt ihn der gewaltige Rhythmus der Arbeit zu neuer Kraft. Emil Jannings als„Herrscher" dürfte durch seine erschütternde Schauspielkunst den Film zum besten des Jahres geformt haben. Capitol Werne:„Drei tolle Tage“ Diese drei wirklich tollen Tage dürften jeden durch ihre ausgelassenste und sorglose Fröhlichkeit mit in den Strudel des unbekümmerten Glücks ziehen. Jupp Hussels allein garantiert schon für den Erfolg des Spiels. Neben ihm sind noch Trude Hesterberg. Tina Eilers, Paul Henkels und Paul Heidemann zu nennen, die alle prächtig zu unserer Unterhaltung beitragen. Schauburg Wanne=Eickel:„Kinderarzt Dr. Engel“ Paul Hörbiger mit seiner wienerischen Melancholie und in seiner Darstellung als ein Mann mit Gemüt und Herz hat nun auch diesem Film eine nett unterhaltende Beleuchtung verliehen. Er ist der Liebling der Kinder und ihr„guter Doktor". Der Zauber unserer Kinderjahre wird bei diesen Bildern uns wieder ergreifen und uns beglücken.— Das aute Beiprogramm in seiner Abwechslung und bunten Vielfalt wird jeder begrüßen. Theater und Kunst in den Nachbarltädten tag 15.30 Uhr: Der Etappenola. Dienstag 20 Uhr: Der Die Spielpläne der kommenden Woche Dortmund Stadttbeatg: genanzgg hase; 19.30 Uhr;, Lauherzn Lola Trouvadour. Mittwoch 20 Uhr: Volk am Oranje. Donnerstag 20 Uhr: Fidelio. Freitag 19.30 Uhr: Peer Gynt. Samstag 20 Uhr: Zauberin Lola. Konzerte: Montag, den 3. Mai, 20 Uhr: 10. Sinsoniekonzert. Duisburg Stadttheater: Sonntag 19 Uhr: Boris Godunoff. Montag 19.15 Uhr: Die Walküre. Dienstag 20 Uhr: Der Sturm. Mittwoch 20 Uhr: Der Waffenschmied. Donnerstag 20 Uhr: Der Graf von Luxemburg. Samstag 20 Uhr: Zar und Zimmermann. Düsseldorf Opernhaus: Samstag 19.30 Uhr: Carmen. Conntag 19 Uhr: Tannhäuser. Dienstag 20 Uhr: Friedemann Bach. Donnerstag 19.30 Uhr: Aida. Freitag 20 Uhr: Rigoletto. Samstag 19.30 Uhr: Carmen. Schauspielhaus: Sonntag 20 Uhr: Dame Kobold. Montag 20 Uhr: Polterabend. Dienstag 19 Uhr: Faust I. Mittwoch 20 Uhr: Dame Kobold. Donnerstag 19 Uhr: Faust 1. Samstag 19 Uhr: Faust I. Konzerte: Mittwoch, 5. Mai, 20 Uhr, Tonhalle: Städtisches Sinfoniekonzert. Essen Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Frau Luna. Sonntag 20 Uhr Enoch Arden. Montag 20 Uhr: Die verkaufte Braut. Dienstag 20 Uhr: Fra Diavolo. Mittwoch 20 Uhr: Enoch Arden. Donnerstag 20 Uhr: Fidelio. Freitag 20 Uhr: Die verkaufte Braut. Samstag 20 Uhr: Frau Luna. „Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr: Der Etappenhase. Sonntag 20 Uhr: Das Gastmahl der Götter. Montag 20 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Donnerstag 20 Uhr: Der Sturm. Freitag 20 Uhr: Königin Tamara. Samstag 20 Uhr: Das Gastmahl der Götter. Köln Opernhaus: Sonntag 20 Uhr: Die lustige Witwe. Dienstag 20 Uhr: Mona Lisa. Mittwoch 20 Uhr: Cosi fan tutte. Donnerstag 16 Uhr: Parstfal. Freitag 20 Uhr: Falstaff. Samstag 20 Uhr: Madame Butterfly. Schöptung der Jugend Rheinfilm Ein Wiener Film in Stimmung und Gehalt wie viele andere seiner Gattung, und doch wieder etwas Besonderes, weil eben Leo Slezak spielt. Die Handlung ist keine schwerwiegende Angelegenheit. eine Liebesund Verwechslungsgeschichte, in der es manchmal sehr lustia. hin und wieder auch sehr tragisch zugeht, bei der die draufgängerische Jugend über das resignierende Alter triumphiert. Humor und Liebesgeflüster sind gut verteilt. Die melodische Musik von Robert Stolz im leichtbeschwingten Rhythmus des Dreivierteltaktes ist so recht nach dem Geschmack des Publikums, das begeistert mitgeht, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, daß es sich aufrichtig freut, mit alten und lieben Bekannten ein fröhliches Wiedersehen zu feiern, wie mit Leo Slezak, dem urgemütlichen und herzensauten Wiener Fiaker, mit Lizzi Holzschuh, seiner bildhübschen Tochter, und mit Rudolf Carl, dem man wegen seiner Natürlichkeit und wegen seines humorigen Wesens von Herzen gut sein muß, wenn er sich auch in der untergeordneten Rolle eines einfachen Dieners befindet. Hans Götz, der alte Freier. und Hans Holt, sein Rivale. sind Sorgenbrecher in trüben Stunden.— Im Beiprogramm verdient neben der aktuellen Wochenschau besonders der Kulturfilm„Opfer der Vergangenheit" die größte Beachtung.— Am Sonntag ist große Jugendvorstellung. (Reichstheatertage der HJ. im Deutschlandsender.) Am Freitag brachte der Deutschlandsender unter Leitung von Dr. Werner Pleister von 18 bis 18.30 Uhr Aufnahmen von Teilabschnitten der Woche„Dramatiker der HJ.“, die der Reichssender in den für Bochum unvergeßlichen Tagen vom 11. bis 18. Avril ausgenommen hatte. Der Sprecher betonte am Anfang der Sendung die Bedeutung dieser nun vergangenen Woche, an der die ganze Welt Anteil genommen habe in Erfassung der gewaltigen Ideen des neuen Deutschlands, das die Kunst fördert und sie jedem, auch dem Aermsten, zugänglich macht als wichtigstes Gut eines Volkes. Die musikalische Schöpfung Emil Peeters' als Auftakt zum „Frankenburger Wurfelspiel“ wurde durch die Aufnahme des Rundfunks in ihrem vollen, ergreifenden chorischen Gehalt wiedergegeben. Hieran schloß sich eine Szene aus Eberhard Wolfgang Möllers Werk an.„Es wiederhole sich, was längst verjährt. Es hebe sich emvor, was eingegraben und wandle, bis es wieder niederfährt.“ Dieser Beginn der Anklage fand in wuchtigen Worten seinen Ausdruck. Ein Ausschnitt aus Schillers„Räuber“, brachte die wichtigste Szene, die am zweiten Tag durch das Bochumer Ensemble gestaltet wurde. Der dritte Tag fand Ausdruck in den Worten des österreichischen Feldherrn Benedek aus F. W. Hymmens Tragödie „Der Vasall“, der zwischen Rebellion und Pflicht stand und der Staatsraison sich schweigend zum Opfer Dem Schauspiel„Thomas Paine" von Hanns Johst, entnahm man die Kerkerszene, das Gespräch zwischen dem gefangenen amerikanischen Freiheitshelden Paine (Fritz Brand) und dem verurteilten Ludwig XVI. „Nichts wäre Amerika, wären wir Amerikaner nicht— wir Kameraden wir!"„„„ So endete die eindrucksvolle Rundfunkaufnahme des 4. Tages. Der junge Dramatiker der HJ. Schwitzke kam durch sein Schauspiel„Scarrons ten" zu Wort, dem man das Geständnis der Frau Larcher an ihren Mann entnahm, der danach aufs tiefste erschüttert unter dem Schatten des Todes ohne Widerstand sich den Henkern übergeben ließ. „Navoleon“, gemeistert durch die Darstellung von Walter Kaltheuner, bildete den Inhalt des sechsten Taaes und schilderte das Schicksal des großen Einsamen. Der Ruhm der Bochumer Theaterwoche, der bis über die Grenzen unseres Landes hinausdrang und ein eindrucksvolles Bild abgab von dem kulturellen des jungen deutschen Volkes, wurde zum letzten Male in dieser Kunstfolge durch Eberhard Wolfgang Möllers dramatische Satire„Rothschild siegt bei Waterloo" begründet.„„„„ Die Aufnahme brachte zum Schluß eine sinngemaße Wiedergabe der Worte des Reichsjugendführers, der dem Bochumer Stadttheater unter Leitung von Dr Schmitt seinen Dank zollte und betonte, daß die Bochumer „Reichstheatertage der HJ.“ ein eindrucksvolles Ringen der deutschen Jugend um die Kultur unseres Lands gewesen wären. Die Sendung verschaffte in einer sch nen Zusammenfassung einen packenden erhebenden unt überwältigenden Ueberblick über das Kunstschaffen dei deutschen Jugend und über die Leistung unseres bl chumer Theaters. Den Abschluß bildete ein der be chumer Kundgebung vorausgegangenes Musikstück be Spitta unter der Leitung von Leovold Reichweirzg Dal Fe. Ein Rendezvous! gehört. Irgend jemano man sprach darüber sagte, während sie ihre M finde es unerhört, daß erlaubt? Zu meiner Ze Marga hörte interess Wunsch war, auch einme rend der Schulzeit gab es Pension war man streng Begleitung zur Stadt, 1 lobte sie sich mit Fred. rateten, nachdem er sein em ersten Jahr erschien gr. es war alles höchst Praxis in einem klein gaben ihre Wohnung a Jungen zu den Schwieg Wohnung in der kleinen Eines Tages traf kannten von früher. E Sie setzten sich in ein C und sie plauderten von war Junggeselle geblieb Marga Gewissensbisse, gesellen in einem Café „Das wollen wir 5 „Ja, rufen Sie nur Ihre Wangen brani stleg. Die Familie se Kleiner lag bereits im spät her?“ wurde sie en „Ich habe eine Fr. log Marga. „Was für eine Fre mutter und betrachtete erstaunt. „Eine Pensionsfreu men“, sagte Marga. „Die Dame scheint meinte die Schwiegerm hast und dir zwei Kote Es ist sonst nicht dei näßig essen.“. „Verzeih, verzeiy.“ der auf den Teller zur „Willst du denn gat germutter erstaunt. „Danke, ich habes blade getrunken in ein „Hat Fred es gei wenn er nicht dabei i „Das weiß ich nick a nicht fragen. „Du wirst es ihm „Vielleicht“, sagte wüßten, wer das gen gesessen habe, und miredet habe!— Wenn Tage nicht aus dem§ gelte, war sie mit ei war immer jemand a „Der Großohm k tiges Fieber gehabt“, ihn gepflegt und wie seitdem gefällt er mir er sich auch verkracht „Das gehört jaz Mutter." „Ja, aber dies braut's Bier schlecht aus. Die Leut bek „Was?“ schrie Alois macht kein g Hubertusbräu ist ni Wie ist das möglich „Der Grund ist kel ist... verliebt!“ Franz Wörgl sie Er say seine Mutte druck war so komisch „Ja, Bub, das meinem lieben Bru spänner gewesen. I gesottener Junggesel im vorigen Herbst mit der Lieb' nämli „Wer ist denn d „Das Fräulein ster des Balneologe dir vorhin erzählte. und trotz ihrer Stu mit ihrem netten Alois noch viel mel aber sie hat ein liel liche Art. Ich hab' in sie verguckt hat. dumme Kerl mit n führt der damals dem Fräulein Dokt „Armer Onkel er an die nächtlich terre“ und seine e geht die Geschichte . Gar nicht. M0 tein Doktor herum Toggenburg. Er gen geholt und sie er immer einen art bekommen. Und k der Geschwister N abgereist sind...“ „Worauf Onke gebeteten hörte“, n .,70 dochl Er Bechnachtskärtchen Neujahrsgruß erw Der Alois bringt den er abschickt u Fräulein Doktor b nichts drin, was Brähe„#der die ge Viuverlein nicht darunter litte. De „Aber nicht d Autragen“, lachte Samstag Sonntag, 1 /2. Mal 1937 * Bochumer Anzeiger jemand tanzt, und hin und wieder hört man die frohe Stimme des jungen Mannes, der ihr ergeben ist. Da wir ein Neubau sind, und Neubauten keine Diskretion gestatten, wissen wir Mieter immer, was bei uns los ist. Bei meiner Nachbarin also ist Besuch, und zwar ein b 9 höre, wie es bei ihr klingelt. Dann höre ich, wie sich die Tür auftut. Bald darauf verstummt nicht nur der junge Mann, es verstummt sogar das Grammophon. Man hört jemand schluchzen. Depeschen, die irgendwo hineinplatzen, werfen immer alles um. Dann geht der Depeschenbote fort. Er schwingt sich in den Sattel und tritt hastig ins Pedal. Er hat noch mehr Depeschen bei sich. Er wird auch anderen Leuten die Nachtruhe rauben. Denn er ist ein Bote des Schicksals. In seiner Tasche ruhen die schmerzlichen Geschehnisse. Und wo er jetzt erscheint, offenbart sich dem ent setzten Auge eine Heimsuchung. Es gibt wenig Dinge in der Welt, die bitterer sind als Nachtdepeschen. gehörte dazu. Sie ließ ein paar Straßenbahnen vorbeifahren und stieg erst in die vierte ein. Und richtig: vor dem kleinen Restaurant stand der Kapitänleutnant und schaute unged, teri, als fi. ankam.:„und wie gaben Sie sich gemacht! Schade, daß Sie sg unpünktlich sind, ich habe namlich nur eine Stunde Zeit. Wir ev. hr beilen. Und er führte sie hinein. Blumenstrauß mitgebracht. Das Lissetk Diee „Du bist ja so nervös auf einmal“, stellte ihre Schwiegermutter fest. 5 „Ich erwarte ein Telephongesprach von meiner Freundin..." log Marga. Gott, weshalb hab ich das gesagt, dachte sie. Wenn er nun anrief, und seinen Namen sagte. Wie gräßlich das alles war! So ein Rendezvous und die Vorbereitungen dazu! Am vierten Tag mußte sie zur Schneiderin zur Anprobe. Sie beeilte sich so, daß die Schneiderin fast eine Stecknadel verschluckte bei der hastigen Anprobe. Dann lief sie nach Hause und stürzte die Treppe hinauf. Ihre Schwiegermutter stand am Telephon, sie hängte gerade ab und sagte:„Ach, da kommst du ja endlich. Es hat ein Kapitänleutnant nach dir gefragt. Er sagte, er möchte dich gern sprechen und gab mir seine Nummer, hier ist sie.“ Sie reichte Marga mit spitzen Fingern einen Zettel. Am Nachmittag stürzte Marga zur Stadt. Von der nächsten Ecke aus rief sie an. Er war da. Er lachte und meinte:„Ich hab Pech gehabt, heute früh, ich wollte Sie bitten, mit mir zu frühstücken. Geht es morgen um eins? Ich werde Sie am Eingang erwarten, bei Röhricht... Einverstanden? Einverstanden“, sagte sie und hängte an. Sie war glücklich und stolz, ein Rendezvous! Sie zog sich am nächsten Morgen sehr hübsch an, das neue, stahlblaue Seidenkleid, den neuen Mantel, das Hütchen mit der Kokarde, einfach und dezent, wie man sich zu einem Rendezvous anzieht, und einen Schleier, selbstverständlich. Zu ihrer Schwiegermutter sagte sie, sie sei von ihrer Freundin Rothgießer zum Lunch eingeladen. Nach mir die Sintflut, dachte sie, als sie die Treppe herunterging. Wie schön war so ein Rendezvous! Man ging wie auf Wolken, der Himmel war blau, die Luft so mild, und die Menschen sahen alle so vergnügt aus, oder kam es ihr nur so vor? Sie beeilte sich sehr. Auf einmal fiel ihr ein, daß bei einem Rendezvous die DaUImen gewöhnlich zu spät kamen, und die Herren mit der Uhr in der Hand ungeduldig unter den Bäumen auf - und ab gingen. Jawohl, er sollte auch warten, das „Exdlich!“r gaben Sie sich gemacht lich sind, mussen uns sehr Veriten. Er hatte ihr einen#sn...5e g, tams. Lunchtischchen stand in einer Fensternische, sie krunken Rheinwein, und das Frühstück wurde gleich aufgetragen.„Aber, Herr Ober, bitte, etwas eilig“, sagte ihr Ritter.„Es tut mir leid, aber ich habe um drei schon wieder Dienst.“ Sie aßen eilig das„kleine Menü und tranken eine Tasse Mokka, dann mußte er fort. „Schade“, sagte er.„Ich hatte gehofft, Sie wären pünktlich. Ich kann Sie diesmal leider nicht nach Hause bringen.“ Sie trennten sich an der Haltestelle. Das war also ein Rendezvous, dachte Marga. Sie hatte sich das etwas anders vorgestellt. Als sie heimkam, sagte ihre Schwiegermutter mit einem Blick auf die Blumen:„Oh, Flieder! Im Winter? „Ich hab ihn von meiner Freundin Ruth bekommen“, sagte Marga trotzig.„ I6 8 Ihre Schwiegermutter naym ihre Brille ab.„Ein merkwürdiger Zufal“, sagte ste.„Aste graggerh fgft warst, rief eine Ruth Rothgießer an, sie fagle nuch bit und wußte gar nichts von einem Fruhstuck. Sie kam gerade von Bremen. Sie wohnt im Hotel und hat mit Danke: sagte Marga, und zerknitterte den Zettel Ein Frgend semand hatte ein Rendezvous gehabt, * man sprach darüber in der Familie. Die Mama während sie ihre Modezeitung durchblätterte:„Ich finde es unerhört, daß Emilie oder Frieda sich####erlaubt? Zu meiner Zeit gab es das nicht. Marga hörte interessiert zu, und ihr sehnlichster Bunsch war, auch einmal eins zu erleben. Aber wähder Schulzeit gab es keine Gelegenheit dazu, in der Pension war man streng bewacht und durfte nie ohne Begleitung zur Stadt, und als sie dann heimkam, verlahte sie sich mit Fred. Er war Referendar. Sie heinachdem er seinen Dr. zur. gemacht hatte, nach #m ersten Jahr erschien das erste Kind, ein Junge soes war alles höchst normal verlaufen, bis Fred eine Kraris in einem kleinen Städtchen übernahm. Sie en ihre Wohnung auf, und Marga zog mit ihrem Jungen zu den Schwiegereltern, bis man eine passende Gohnung in der kleinen Stadt gefunden hatte. Eines Tages traf sie auf der Straße einen Bekannten von früher. Einen Kapitänleutnant aus Kiel. Sie setzten sich in ein Café, er bestellte eine Schokolade, und sie plauderten von früher. Der Kapitänleutnant war Junggeselle geblieben. Nach einer Stunde bekam Marga Gewissensbisse, daß sie allein mit einem Junggesellen in einem Café saß, und sie brach auf. Höchste Zeit Lord Odo Russell, der englische Gesandte in Berlin, machte Bismarck einen Besuch im Reichskanzler=Palais. laucht werden gewiß recht häufig von lästigen Besuchern „Leider“, meinte der Fürst,„aber ich habe ein er probtes Mittel, sie wieder los zu werden. „Wahrhaftig?“ fragte der Lord neugierig. „Das probateste ist immer, wenn meine Frau erscheint, um mich zu irgendeinem dringenden Geschäft zu rufen. Dann müssen sich die Gäste wohl oder übe Kaum waren diese Worte gefallen, da erschien die Fürstin an der Tür und sagte mit harmloser Miene „Lieber Otto, es ist höchste Zeit, daß du deine Medizi Der Gesandte war verblüfft über die so gut funk tionierende Regie des Hauses, nahm die Sache von de heiteren Seite, lachte und verabschiedete sich schnell. Die Dame scheint dich ja sehe kritert zu haben, te die Schwiegermutter,„weil du so heiße Backen und dir zwei Koteletts auf einmal genommen hast. ist sonst nicht deine Art. Abends soll man sehr „Verzeih, verzeih.“ Marga legte die Koteletts wie„Willst du denn gar nichts essen?“ fragte die Schwie„Danke, ich habe schon, ich meine, wir haben Schode getrunken in einem Café.“ „Hat Fred es gern, wenn du in ein Café gehst, mner nicht dabei ist?“ fragte ihre Schwiegermutter. „Das weiß ich nicht“, sagte Marga.„Ich kann ihn Die Depesche Eine Getracktung ne Manuet Vor dem Hause, in dem ich wohne, steigt ein Depeschenbote ab. Es ist schon ziemlich spät, das Tor nicht mehr geöffnet. Da wir ein„besseres Haus“ sind, braucht man bloß auf einen Knopf zu drücken. Wenn man Glück hat, springt dann die Tür auf. Wenn man Pech hat, (Depeschenbote stellt sein Fahrrad an einen Laternenpfahl. Dann geht er auf die Messingtafel zu, auf der wir alle verzeichnet stehen, und sucht uns zu entziffern. Die Messingtafel ist sehr schön, aber nicht beleuchtet. Da man bei Dunkelheit nicht lesen kann, steckt der Depeschenbote ein Streichholz an— aha! Da hat Wen? Wir sind nicht nur ein„besseres“, wir sind auch ein großes Haus. Zwanzig Parteien leben darin in der Hoffnung, ihre Miete auch voll bezahlen zu können. Bei einem wird man es jetzt klingeln hören. Ihm wird ein Schatten des Unbehagens über die Seele laudoch nicht zu dir wollen?" dachte ich kummervoll. Denn Depeschen, namentlich die um Mitternacht, sind fast immer mit einem Schrecken verbunden. Die Natur in ihrer unergründlichen Bosheit sorgt dafür, daß sie nich Gutes bringen. Wenn sie erscheinen, braucht entweder jemand Geld oder jemand hat sich ein Bein gebrochen. Jede Depesche hat ihre Geschichte. Im allgemeinen eine ziemlich tragische. Und die zehn Mindestworte sind oft ein einziger Schmerzensschrei. Manchmal enthalten sie nicht die Wahrheit und vermeiden absichtlich, das auszudrücken, was sie eigentlich wollen. Aber uns gelingt es dennoch, das Unaussprechliche zu erfassen. Der Depeschenbote klingelt bei meiner Nachbarin. Obgleich es eigentlich recht spät ist, ist meine Nachbari noch in Bewegung. Sie läßt ihr Grammophon laufen, Der Cellist „Bitte, lieber Vati, wenn der Mann da oben se nen Kasten durchgesägt hat, ist es dann Kheipp-kur-Wegweiser, kostenlos durchkneipp-Mitter-zeinie Wörzburg Xaver Hubertus hatte erleichtert aufgeatmet. Ludmilla Wörgl aber war ein Plan gereift In#mar, Wete; der war diese Entelin mußte her! Sie würde das Mädel aufsuchen, mit ihm reden und es nach dem Hubertushof bringen, und sei es mit Gewalt! Sonst machte der alte Mann Dummheiten.. war krank an der Seele und sehnte sich nach vem Marchen, wenn er's auch ums liebe Leben keinem eingestand. Sein Einfall, sich in den Bergen zu verkriechen wie ein weidwundes Wild, war ein böses Zeichen. Frau Ludmilla war nicht der Mensch, irgendeinen Vorsatz aufzuschieben. Sie setzte sich mit dem Prokuristen der Hartensteiner Bankfiliale in Verbindung. Der hatte keine Bedenken, der Verwandten seines alten Geschäftsfreundes Charlotte Freys Adresse auszuhändigen. Dann telegraphierte Frau Wörgl an ihren Jungen und Nun war sie in der Stadt marschierte die Straßen entlang und zerbrach sich den Kopf, wie sie dem Bruder zu einer Frau und... Xaver Hubertus zu einer Spvte Nichts wose Umständ' hat man mit den Manns„Stimmt, Frauchen“ meinte da eine männliche Stimme gemütlich hinter ihr. Aber deshalb dürfen Sie doch nicht bei rotem Licht über die Fahrbahn und und unter die Autos laufen. So was ist nämlich unFrau Ludmilla sah auf und in das freundliche Gesicht eines Schupos, der ihr mit dem Zeigefinger drohte. Nun wär' eigentlich ein Strafmandat fällig zur Warnung für künftige Fälle“, scherzte der Beamte. „Da haben Sie recht, Herr Wachtmeister“, lachte Frau Wörgl,„aber drücken Sie mal bei einer armen Wittib aus der Provinz ein Auge zu. Ich war arg in Ge„Na, dann wollen wir's mal hingehen lassen, liebe Frau. Kann ich vielleicht irgendeine Auskunft geben? Die Frage des Beamten war berechtigt, weil Frau Ludmilla einen Zettel in der Rechten hielt. Auf der einen Seite stand Fraulein Dr. Naumanns Anschrift, e auf der anderen die von Charlotte Frey. „„Bitt' schön, wie komme ich nach der Margareten]„Hier ist der Autobus, der Sie direkt bis vors Haus #rlfahren wird. Augenblick, Schaffner, nehmen Sie die n Dame noch mit. Zur Margaretenstraße.“ „Vergelt's Gott“, sagte Frau Wörgl. :] Dann kletterte sie, vorn vom Schaffner und rück8 wärts vom Schupo unterstützt, auf den ungewohnten Bus. Der ratterte davon, daß sich Frau Ludmillas insellnerer Mensch dagegen empörte. Sie war froh, als sie neine Viertelstunde später den Knatterwagen verlassen .] Nun stand sie vor dem uns bereits bekannten Eckhause und fragte den Hauswart, der vor der Tür sein Sonntagspfeischen schmauchte, ob hier ein Fräulein Frey ne„Gewiß“, lautete die Antwort,„ganz oben, im et„Spatzenparterre Frau Wörgl machte runde Augen. „Spatzenparterre! Jesses, was ist denn das?" ir]„Na, so nennen wir die Ateliers unterm Dach.“ Kopfschüttelnd begann Frau Ludmilla den Aufstieg Sakra, diese Stiegen hatten es in sich. So hoch en wohnte man nicht in Hartenstein! Ganz ohne Atem kam sie oben an. Sie musterte die m Steen. 20fl Ganz recht, mein Junge, und darum werde ich den!„Dan Du bist also bergekommen, um Fräulein Doktor]„Dem mann um ihre Hand für deinen Bruder zu bitten?" von mei Sie hatte zwar noch einen zweiten Grund für ihre, zu haben. aber den mochte sie vorderhand dem Sohne nicht Gott!" „Ja, das will ich tun“, sagte sie entschlossen,„denn inn die Geschichte nicht weitergehen. Der Alois leiam Gemüt, das Bier am Gehalt und der Großohm chlechter Laune. Da muß etwas geschehen! Du bist ganz die Frau, um die Geschichte ins Lot ner Selbständigkeit erzählen", lachte Frau Und Angst brauchen Sie auch nicht um mich Ich gehe bestimmt nicht verloren. Behüt Sie Ehe die Witwe Fräulein Meier etwas sagen konnte, war Frau Ludmilla zur Tür hinaus. Auf der Straße mäßigte sie ihr Tempo und dachte Was sie ihrem Jungen erzählt hatte, stimmte. Aber sie hatte ihm nicht alles erzählt! Es war schon richtig, daß sie die Reise unternommen hatte, um die Herzensangelegenheit des Bruders etwas weiterzubringen. Die Sache ging im Kreise und wuchs sich zu einem Dreh ohne Ende aus. So etwas konnte Frau Ludmilla an und für sich nicht leiden. Und für Alois leibliche und geistige Gesundheit war es erst recht nöttg, daß die Geschichte irgendwie zum Klappen lum. So Sie würde also Fräulein Dr. Naumann aufsuchen und ihr den Fall begreiflich machen. Dann würde sich ja die gelehrte Dame äußern. Hoffentlich in einem für den Alois günstigen Sinne, womit dann der eine ReiseDen zweiten hatte Frau Ludmilla dem Sohne nicht sagte sie. ausgeplaudert. Kuttel.“ Der Franz wußte ja nichts von diesen alten Famibleibe ja liengeschichten. Der war ein kleiner Bub gewesen, als auch ganz] Maria Hubertus ihrem Vater davonlief, um einen ss 40 getig zu heiraten. Und später hatte man von “ der Sache nicht mehr geredet. Wenn man schmerzliche er Willen Dinge totschweigt, sterben sie am ehesten. „Der Großohm hat vor ein paar Wochen ein hefFieber gehabt“, fuhr Frau Wörgl fort,„ich ..:“ auf die Beine gekriegt, Aber Mit Omel Alois hat Ohm Kavers täglichen Freuden, er Grund. Der Alois Es fällt mal so und mal so Onkel ihn gepflegt und wieder auf seitdem gefällt er mir gar nicht. er sich auch verkracht.“ „Das gehört ja zu Mutter.“* „Ja, aber diesmar hat er Grund braut's Vier schlechter. aus. Die Leut' beklagen sich schon.“ „Wask“, schrie Franz, Wörgl gerblüfft.„## Alois macht kein gutes Bier meyr: Das verühmte#### Hubertusbräu ist nicht alle Tage gleich hervorragend? Wie ist das möglich? Was ist der Grund?"Im „Der Grund ist eine Frau, mein Junge. Dein Onveriebt.. Grach in seinen Stahl 19 Franz Wörgl fiel mit einem Rrach in seinen Stuht. 9 Er sah seine Mutter verblüfft an. Sein Gesichtsausbruck war so komisch, daß Frau Wörgl lachen mußte. „Ja, Bub, das ist eine besondere Geschichte mit meinem lieben Bruder. Er ist sein Lebtag ein Ein=„ spänner gewesen. Ich hab' geschworen, daß er als hartgesottener Junggeselle in die Grube fahren wird. Aber im vorigen Herbst hat sie ihn doch erwischt, die Sach' mit der Lieb' nämlich.. „Wer ist denn die Dames“ fragte Franz neugierig. „Das Fräulein Doktor Luise Naumann. Die Schwester des Balneologen Professor Naumann, von dem ich dir vorhin erzählte. Das Fräulein Doktor ist Aerztin und trotz ihrer Studiertheit eine lustige Person, die mir mit ihrem netten Wesen sehr gut gefallen hat. Dem alois noch viel mehr. Ganz jung ist sie ja nicht mehr, ader sie hat ein liebes Gesicht und eine warme, mütterliche Art. Ich hab's bald weggehabt, daß sich der Alois in sie verguckt hat. Sogar eine Eifersuchtsszene hat der shri. Terl mit meinem hungen Pggggrgpgen, aufge der damals bei uns wohnte. Tloß, weil der mit Fräulein Doktor tanzte. „Armer Onkel Alois“, sagte Franz mitfuhleno, weil e an die nächtliche Promenade vor dem„Spatzenparterke“ und seine eigenen Gefühle dabei dachte.„Wie geht die Geschichte weiter, Muttel?" „.=Gar nicht. Mein Herr Bruder hat um das Fraueein Doktor herumscharwenzelt, wie weiland der Ritter Toggenburg. Er hat ihr Blümlein hoch von den Berden geholt und sie auf ihre Stube gestellt. Dafür hat “ immer einen artigen Dank und ein paar nette Worte Eekommen. Und dabei ist's geblieben, bis die Arbeit eer Geschwister Naumann beendet war und die beiden abgereist sind... „Vorauf Onkel Alois nichts mehr von seiner Angebeteten hörte“, warf Franz Wörgl ein. „ 70 doch! Er hat namlich dem Fräulein Doktor ein #hnachtskärtchen geschrieben. Darauf hat sie mit einem a ahrsgruß erwidert. Seitdem schreiben sich die zwei. .: Alois bringt mir wie ein kleiner Bub jeden Brief, 'n er abschickt und zeigt mir jeden, den er von dem Eraulein Doktor bekommt. Es steht in dem Geschreibsel Pra! Seite 29 Nr. 101 SeTE S PEentar Reise- und Bäderbeilage des„„Bochumer Anzeiger““ Samstag Sonntag,./2. Mai 1937 Frühlingserwachen im Arnsberger Wald Nun will der Lenz uns grüßen, Von Mittag weht es lau. Aus allen Ecken sprießen Die Blumen rot und blau. Diesmal geht es auf eine Wochenendwanderung. Wir wählen 1½ Tage, um die lange Anfahrt besser auszunutzen. Eine Sonntagskarte bis Bestwig zu der wir auf der Hinfahrt unterwegs eine einfache Karte bis Olsberg nachlösen, verbilligt die Fahrt. In Olsberg, 340 Meter, setzen wir den Wanderstecken an. Vom hochgelegenen Bahnhof aus gehen Blick auf Kirche und Rathaus in Brilon wir bis vorn in den Ort, bei dem die Ruhr sich aus ihrer Süd=Nordrichtung plötzlich in die Richtung OstWest zu biegen veranlaßt sieht. Dann halten wir uns links dem mit weißer Raute gezeichneten Wege nach übers Tannenköpfchen— hübscher Blick auf Olsberg und die Ruhrtalberge!—, später die Bahn überschreitend, in den weiten Briloner Stadtwald. Entlang dem Forstenberg, den wir nur bis 50 Meter unterhalb seines 593 Meter hohen Gipfels zu erklettern brauchen, geht's bald dem weißen Dreieckzeichen nach durch die Briloner Feldflur in 2 Stunden zur ehemals berühmten Hansastadt Brilon, 450 Meter.— Wem diese Wanderung für den Samstag nachmittag zu kurz ist, kann auch 5 Minuten hinter der Bahn rechts auf dem mit weißer Raute gezeichneten Waldwege steil zum sogenannten Borbergs Kirchhof aufsteigen und um den aussichtsreichen Südhang des Borberges, hier etwa 600 Meter hoch, auf einem längere Zeit Hochwald anhaltenden Wege in 2 Stunden, vom Borberg ab den weißen Dreicken nach, zum Gudenhagener Poppenberg und damit zur Hauptwanderstrecke(Hwstr.) 2 des Sauerländischen Gebirgsvereins gelangen. Auf dieser nordwärts wird dann in 35 Minuten Brilon erreicht. Hwstr. 2 endet am alten Derkertore Es verbleibt uns Zeit genug, um die alten Straßen Brilons zu durchwandern, den Marktplatz mit dem schönen Rathaus und dem Kump, den Briloner „Dom“ mit seinem gewaltigen Kirchturm und anderes gründlich anzusehen Deutlich ist noch der alte Umfang der Stadt zu erkennen. Sonntag früh verlassen wir Brilon am Westausgang, um auf dem mit weißem Keil bezeichneten Wanderweg nach Kallenhardt zu gelangen. Mitten in der breiten Briloner Feldflur liegen die sechs Aamühlen(20 Minuten hinter Brilon). Das Wasser des Flüßleins versickert gar bald im Kalkstein, um nach Stunden erst wieder zur Oberfläche zu kommen. Das Dorf Rixen wird nicht berührt Kurz dahinter, gut 1 Stunde von Brilon entfernt, geht es in den weiten, weiten Arnsberger Wald. Im leichten Auf und Ab, das Glennetal querend, den 467 Meter hohen großen Asberg überschreitend, wandern wir in weiteren 1¼ Skunden zu dem mitten im Arnsberger Waldgürtel auf einem kahlen Bergkegel thronenden Dörflein Kallenhardt, 408 Meter. Ein malerischer Anblick erwartet uns. Schon bald verlassen wir den Ort und schreiten südwärts auf dem mit weißem Keil bezeichneten Weg wieder zurück in den Arnsberger Wald und halten bis zum Hirschbruch über 1½ Stunden lang eine genau südliche Richtung ein. Gerade hier am uralten Plackweg, 510 Meter, dem von Westen nach Osten verlaufenden Kammweg, wirkt die gewaltige Majestät des stillen Waldesdoms am stärksten auf uns ein. Höchstens Vogelgezwitscher oder ein Rudel Rehe oder Hirsche durchbrechen den Waldfrieden, und leise rauschen die Wipfel der alten Buchen und Eichen. Vom Hirschbruch führen die weißen Keile in zehn Minuten bergab zur Hwstr. 10, die uns in südlicher Richtung in gut einer halben Stunde talab nach Nuttlar, 310 Meter. bringt. Wir sind wieder im Ruhrtal angelangt. Auf der Landstraße gelangen wir nach 25 Minuten nach Bestwig und damit ans Ende einer der schönsten Sauerlandwanderungen überhaupt. Schilfsverkehr ab 1. Mai auf dem Baldeney-See Von heute an flitzen die weißen Motorboote der Baldeneyseegesellschaft wieder über einen hoffentlich von Sonne beschienenen See. Werktags beginnt der Stundenverkehr ab Wehr und ab Kupferdreh um 10 Uhr, sonntags dagegen ab 8 Uhr. Bei gutem Wetter tritt werktags ab 14 Uhr und sonntags ab 10 Uhr der Dreißig=Minuten=Verkehr ein. Bei besonderem Bedarf verkehren die Boote(werktags ab 14 Uhr ud sonntags ab 10 Uhr) alle 20 Minuten.(Aushana der Fahrzeiten an allen Landungsbrücken.) Man kann schon für 20 Pfennia eine kleinere Seefahrt machen; eine ganze Seerundfahrt (eine Stunde) kostet wie bisher.60 RM. Für Fahrgesellschaften und Schulen sind weitgehende Ermäßiaungen vorgesehen. 34 Deutschlandreisen in zwei Monaten Holländische Reiselust. Ein schönes Beispiel für die Reiselust der Holländer ist das jetzt vorliegende Programm der im Mai und Juni zur Durchführung gelangenden Gesellschaftsfahrten einer der großen holländischen Reisevereinigungen. Es sieht für die beiden Monate allein 34 Reisen nach Deutschland vor, von denen die meisten das Rheinland zum Ziel haben. Andere Reiseziele sind der Schwarzwald, der Harz, Oberbayern, Sauerland und Bergisches Land. Selbstverständlich fehlt unter diesen Reisen, die größtenteils jeweils 6 bis 14 Tage dauern, auch nicht die Fahrt nach dem Teutoburger Wald und dem Livverland, der Heimat des Gemahls der bolländischen Krondrinzessit. 5000 Gesellschaftsreisen Die deutschen Reisebüros haben für diesen Sommer über 5000 Gesellschaftsreisen ausgeschrieben. Dies beweist, welcher großen Beliebtheit sich die Gesellschaftsreisen erfreuen, gibt aber auch einen Einblick in die Vielseitigkeit des Reisebürogewerbes, das ständig neuMöglichkeiten auffindet, um immer weitere Kreise für diese Form des Reisens zu gewinnen. Am Heldrastein bei Treffurt an der Werra i jetzt eine 20 Meter lange, 10 Meter breite Tropfstein, höhle zugänglich gemacht worden, die man vor einigen Jahren entdeckte. Ihre Decke besteht aus blendend weißem Alabaster. An den Ußern der Lahn Wenn auch die hervorragende Heilwirkung der Emser Quellen sicherlich in erster Linie der modernen Wissenschaft Veranlassung gab, den Weltruf von Ems erneut zu bestätigen, so darf doch behauptet werden, daß die internationale Anziehungskraft dieses Heilbades damit keineswegs erschöpft ist. Die außerordentlich günstige geographische Lage unmittelbar vor Koblenz und der schönsten Rheinstrecke, seine vorbildlichen Sportanlagen, die gepflegten Tennisplätze, Ruder= und Schwimmöglichkeiten und nicht zuletzt Deutschlands größter Golfplatz, der als Turnierplatz der Golfmeisterschaften berühmt ist, unterstreichen die großen Vorzüge von Bad Ems. Wenn an lauen Sommerabenden im Kurgarten am Lahnufer die kugelförmigen Gaslampen eine nach der anderen entflammt werden zaubern sie das Bild vergangener Feste herauf und erinnern an die glanzvollen Tage des vorigen Jahrhunderts. Die lange Perlenkette der Lampen mit ihrem reizvollen Lichterspiel in der glitzernden Lahn wird zugleich aber auch das Auge des modernen Malers entzücken. Oft bereitet sie die Stimmung vor für Geschichten aus Alt=Ems. Die„Emser Depesche" zog für uns bedeutsamere Folgen nach sich. Doch nicht die Geschichte. sondern die heilkräftigen Quellen haben den Weltruf von Bad Ems begründet. Anfangs vollzog sich das Kurleben in einer Art Zeltstadt, bis im siebzehnten Jahrhundert der kaiserliche Marschall Frhr. v. Thüngen mit einem befestigten Landsitz die Bebauung des Bades eröffnete. In seiner stilvollen Eigenart bildet das Haus Bad Säulengang an der Lahn Foto: Dr. P. Wolf& Tritschler. In den Frühling nach MIT RHUNDORF am Rhein u. Siebengebirge Prospekt mit Unterkunftsverzeichnie durch Städt. Verkehrsamt Honnef##Rhein Holuchtt die Lerte der Lahn. E KIEEEEEE Leubsdort am Rh. zwisch. Linz u. Bad Hönningen a. Rh Privat=Pension H. Zimmer m fl. W. Terrasse, Liegew. Gute Verpflegung. Vor= u. Nachsaison .25. Juli Aug..50 SEESE KA W ce S Hotel„Zum Stern“ Siegburg Bonefeldl b Renssdort von d. D..C. anerk. Hotelgaragen Telephon 2003. Adolf-Hitler-Platz 14/15 Dausenau(Lahn) Hotel Lahnhofioh, Gsst. Kalst, dir an der Lahn gelegen, besteingerichtete Zimmer. Pensionspr. .75 Mik. Auto-Garage zur treien Benutzung. 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Verzigen SeewasserwellenNordstrand. lionen zeisten 1936 auß Urlaubskarten Interessante Zahlen der Deutschen Reichsbahn von 430 000 Reisenden in Anspruch genommen und erbrachte eine Einnahme von 9 Millionen RM.; 1936 waren es 735000 Reisende, und die Einnahme stieg auf 12,8 Millionen RM. Zu den ermäßigten Tarifen für Gesellschaftsreisen wurden 1932 insgesamt 1,4 Millionen Personen befördert, die 5,6 Millionen RM. Einnahme erbrachten. 1936 stiegen diese Zahlen auf 4,7 Millionen Fahrgäste und Peszeweistlerg Fsometehier Türme“ noch heute das Entzücken der schönen alten Bäumen malerisch umrahmt, dient das Gebäude jetzt als Erholungsheim für Gesehrte und Künstler, während im vergangenen Jahrhundert der russische Zar Alexander II. hier bei seinem Kuraufenthalt Wohnsitz nahm. cieser Zeit verbankt die russische Kirche mit ihren enartigen Kuppeln ihre Entstehung. Fremdartig und neht sie melancholisch am Lahnufer inmitten “ e n U m g e b u n g. I n i h r e r E i g e n a r t r e i z t haus durch die Trachtengruppe Sonntag, um 15 Uhr, findet die tigung des Fischerhauses statt. Im Norderneyer Heimatverein abend Bei gutem Wetter ist am 1 in den Lunen eine weier,in. Zzamstag m liche Kurhaus wird am Pfir ßen Militärkonzert eröfnet. beliebten, Fruh=, Kaffee= un gessen sei nicht das Baden im ein####n schwimmbad und am nran. Friedrichsrodas Jubiläum Friedrichroda, Thüringens ältester heilklimatischer Kurort, steht in diesem Jahre im Zeichen eines besonderen Jubiläums. Jährt sich doch am 22. Juli 100. Male der Tag, an dem Friedrichroda seinen ersten Kurgast in seinen Mauern beherbergen konnte. Es war dies der weit über Deutschlands Grenzen durch seine Verlagsanstalt bekannt gewordene Gothaer Buchhändler Friedrich Perthes, der Friedrschrggg, Schönheit entdeckte und seine würzige, gesunrenrr Luft zuerst an sich verspürte und dem im Laufe des Jahrhunderts Tausende und aber Tausende von Kurgästen folgten. Zur Jahrhundertfeier, für die vom 22. bis 28. Juli in großem Rahmen gzeig, Frimpecy: vorgesehen ist, haben der Präsident des Reich, geuverkehrsverbandes, Staatsminister a. D. schaft übernommen. Dig unterworfen nlzüge erhalten neue Decken oder Plattenbürgersteige und so manche Verbesserung wird denen der letzten " Jahre folgen. Friedrichroda hat bekannt! eigenartitz. verwatst, ten einer andersartige ister der Kir Verwalter per K. Kirche grußen zu moral“ hat Richard Wagner Wochen der Erholung verhracht. Es ist bekannt, daß in diesem Haus ein Teil seiner Opfer„Parsifal“ geschrieben wurde. So darf manch Emser Haus sich seiner besonderen Geschichte rühmen, und es gibt Tage, an denen die Erinnerung daran auch heute hörbar aufklingt wie das Lied von König Wilhelm am 13. Juli jedes Jahres. Man ist in Ems erfreulicherweise nicht auf den Loreiner vergangenen Zeit eingeschlafen. Davon zeugen äußerlich die gepflegten Anlagen des Kurvierkeils, die sauberen Fronten der wie zur Parade aufhauten Hotels, der alljährlich stärkere Zuzug Heilung und Erholung suchender Gäste, vor allem aber die Anerkennung, die der Name Ems in den Kreisen der Deutschen Verkehrsblätter“. Geh. Regierungsrat Reichsbahndirektor Knebel vom Reichs= und Preußischen Verkehrsministerium in einem Vortrage„Werbungen der Reichsbahn im Personenverkehr“. Ausführungen über die verkehrsbelebende Wirkung der verschiedenen Fahrpreisermäßigungen. So wurden z. B. 1930 83 Millionen Reisende mit Sonntagsrückfahrkarten befördert, die eine Einnahme von 111 Millionen Reichsmark erbrachten. 1936 war die Zahl der Sonntagsrückfahrkartenbenutzer auf 95 Millionen, die Einnahme aus diesem Verkehr auf 144 Millionen RM gestiegen. Durchschnittlich wurden von diesen Reisenden 30 Kilometer zurückgelegt. Aehnlich war auch die Entwicklung bei den Reisenden mit Urlaubskarten, deren Ermäßigung bekanntlich mit der Entfernung wächst. Mit der urtauostarte reisten 1932 1,8 Millionen Personen, 1936 dagegen 4,45 Millionen Personen. Die Einnahmen aus diesem Verkehr betrugen 1932 42 Millionen RM. und stiegen 1936 auf 104 Millionen RM. Die durchschnittliche Reiseweite betrug 360 Kilometer. Eine wesentlich höhere durchschnittliche Reiseweite wurde im Verkehr mit der verbilligten Ostpreußenrückfahrkarte erzielt; sie betrug hier 600 Kilometer. 1934 machten von dieser Einrichtung 60000 Reisend Gebrauch, 1936 fast 300 000! Die Einnahmen stiegen von 1,6 Millionen RM. auf 7,2 Millionen RM. Netz=, Bezirks= und Bezirksteilmonatskarten wurden 1932 insgesamt 124000 im Werte von 7 Millionen RM. ausgegeben; 1936 waren es 418000 im Werte von 1! Millionen RM. Die 60prozentige Fahrpreisermäßigung für Ausländer und Ausland. n der Werra ist reite Tropfsteinnan vor einigen is blendend weitflammt werden, herauf und ervorigen Jahrmpen mit ihrem Lahn wird zuien Malers entoor für Geschichhe“ zog für uns ht die Geschichte, en den Weltruf sog sich das Kurebzehnten Jahrv. Thüngen mit des Bades erzildet das Haus Die schöne Autobusreise: Preis einschlesl. Unterkunft u. Verolles. Verlangen Sie unsere München, Lenbachpl. 1 Telephon 57855 Sommertrische Badk Rothenfelde Prirat-Pension Böhne, Tel. 580. In schön. Walde. Ruh. freundl. Zimm., teils mit hies. W Sechel. Verbebriam! Pension Kleinegees, Hörste b. Detmold s schönst. Lage d. Teutob. Waldes. Anerk. ausgez. u. reichl. Verpflegung, ###BH. Liegewiese mit Stühlen, WC., Freibad in nächster Nähe. Prospekt ###st Teutoburg. Wald Landausemaan Werste bei Detmold Im wesertal! Pdivat-Pension 8 TURHAA N Nehme Personen höne, sonnige Zimmeg,.Bgll, in mein Haus. dir. a. Walde u. Freibav, Nähr Her Schöne, waldr. 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Mal 1937 Gleichblelbende Tageseintellung: .00 Morgenlied— Wetter für den Bauern .05 Leibesübungen .30 Frühkonzert .00 Nachrichten: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt: Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen .45 Zeit. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 13.00 Mittagsmeldungen—. Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldungen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten 22.80 Wir bitten zum Tanz.(Vom Deukschlandfenber). IIVIIATTNNENE Adalbert Lutter. Fantasien auf der Wurlitzer=#nn Kristall=Palast Hans* Orgel aus dem Österloh =Parast, Banz Hennig KE 10.00 Was die Maisonne in einem Teich erspäht. Naturkundliches Spiel 10.30 Was brachte der Sportsonntag? ESCEE .00 Hafenkonzert an Bord des Dampfers„Hansa“ .05 Hier bringen wir den Mai ins Haus .15 Morgenkonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester(Hermann Hagestedt). W. Breithack(Tenor). 1. Ouvertüre„Der Erlenhügel“(Kuhlau). 2. Dies Bildnis ist bezaubernd schön, Arie aus„Die Zauberflöte"(Mozart). 3. Aus Schuberts Skizzenbuch(Urbach). 4. Ach so fromm, Arie des Lyonel aus„Martha"(Flotow). 5. Hochzeitsmusik, Folge(Jensen): a) Festzug, b) Brautgesang, c) Reigen, d) Notturno. 6. I. und II. Walzer (Schubert). 7. Ein Frühlingstraum(Micheli). 8. Ich bin nur ein armer Wandergesell, Lied (Künneke). 9. Kindertanz(Micheli). 10. Festliche Folge(Klaas): a) Präludium, b) Polonäse, c) Tambourin 11. Ballettmusik aus„Undine" (Lortzing) 10.00 Funk ins Blaue 10.30 Musik am Sonntagmorgen. 1. Vorspiel„Der Barbier von Bagdad"(Cornelius=Liszt). 2. Von Jugend auf in dem Kampfgefild, Arie des Hüon aus„Oberon"(Weber). Helge Roswaenge, nor). 8. a) Moment musical in=mou(Schubert), b) Intermezzo in=dur(Brahms). Walter Gieseking, Klavier. 4. Ein Ball(Berlioz) 11.35 Sturm Fleme zahlt eine Fensterscheibe. Eine preisgekronte Erzahlung aus der Kampfzeit der Bewegung von Kilian Koll 12.00 Mittagskonzert(Von Berlin). Kapelle Hans Bund; Jungherrs Akkordion=Melodiker; Michael Danzi(Gitarre). 1. Melodie aus„Die lockende Flamme“(Künneke). 2. Ständchen(Schmidseder). 8. Die lustigen Brüder(Pörschmann). 4. Techtelmechtel(Munsonius). 5. Spanischer Marsch(Samoncoll). 6. Gladiolen(Löhr). 7. Impromptu Nr. 1(Reinhold). 8. Spiel', Zigeuner(Winkler). 9. Ach, Jette(Hentschel). 10. Blaue Lagune (Grimschaw). 11. Liebesweisen(Zander). 12. Kleiner Narr(Fischer). 13. Ewige Sonne(Llossas). 14. Die launische Polka(Joost sen.). 15. Im Kahlenberger Dörfl(Fahrbach). 16. Fröhliche Jugend(Rust). 17. Pony(Rixner). 18. Nimm ein Blättchen(Mendello). 19. Lebenskünstler 14.00 14.30 15.00 15.30 16.00 18.00 18.30 19.30 19.45 20.00 (Jungherr). 20. Serenade(Ortleb). 21. Einsamkeit(Ellington). 22. Rosita(Alex) Uebertragung des Kölner Stadtwaldrennens Der Kiepenkerl packt aus Zur Unterhaltung. Das Kammerquintett. Fritz Baur(Baß); Michael Agnes(Klavier). 1. Kleiner Tanz(Börschel). 2. In der Gondel, Ständchen(Glan). 8. Spätsommertag, Walzer(Löhr). 4. a) Der Freund, Lied, b) Drei feurige Dinge (Gühmann). 5. Galante Spiele(Roland). 7. Majorska, Russisches Lied und Tanz(Schulenburg) Hinaus in die Ferne! Mit dem Müllemer Böötche. Vom Schiftsnahverkehr Nachmittagskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). Hubert Kirsch(Bariton); die Sechs frohen Sänger. 1. Einzug der Bojaren, Marsch (Halvorsen). 2. Harlekin=Ständchen, b) Pierrette. Aus der Folge„Fasching“(Schmalstich).— 16.30: Fußball=Länderkampf Deutschland—Schweiz(Von Zürich über Berlin). Sprecher: Rolf Wernicke.— 3. Konzertstück über das Lied:„O sole mio“ (Mausz). 4. Serenade aus dem Ballett„Die Millionen des Harlekin"(Drigo). 5. a) Zwischen grünen Wiesen steht ein kleines Haus(Kennedy); b) Heimliche Liebe(Mück). 6. Zwei Tänze: a) Don Petro(Winker), b) Für ewig(Mohr). 7. a) Einmal ist keinmal, Walzerlied(Urban), b) Viele gold'ne Sternlein steh'n am blauen Himmelszelt(Geysler). 8. Rhapsodie(Rixner). 9. Liebe, nach dir verlangt mein ganzes Leben, Lied(Melichar). 10. Zwei Tänze: a) Schöne Geschichten(Edwards), b) Nur du, Maria), b) Wenn ein junger Mann gut pfeifen kann(Igelhoff), c) Zuerst sagst du ja und dann sagst du nein (Eysoldt). 12. Zwei Tänze: a) Blauer Himmel (Rixner), b) So verliebt(Kirchstein) Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten. K 3 k„8 Wir sagen den neuen Monat an. Das fünrische Kalenderblatt Der Sonntag im Funkbericht Sportvorbericht„ 6 Abendkonzert. Das Große Orchester(Otto Julius Kühn). Kläre Hansen(Sopran); Rudolf Müller=Chappuis(Klavier). 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der FordMotor=Company, Köln=Riehl. Kapelle der SchutzGraf Bossi=Fedri13.15 Schloßkonzert. Das Niedersächsische Sinfonieorch. (Otto Ebel v. Sosen) 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei(Vom Deutschlandsender) 15.00 Für große und kleine Kinder 16.00 Musik am Nachmittag. Unterhaltungsorchester des Deutschlandsenders(O. Dobrindt) 17.00 Aus dem großen Krieg. Anton C gotti: Nach Hause? 17.20 Die Streichquartette Beethovens. Quartett Esdur, Werk 127. Kölner Streichquartett 18.00 Unterhaltungskonzert. Edith Heimbach=Rego„(So; pran): Friedrich Eugen Engels(Tenoc), Willi Schneider(Baß=Bariton); Kurt Schäffer(Violine); die Funkschrammeln; das Kleine Orchester (Leo Eysoldt). 1. Gänseliesel, Märchenvorspiel (Rust). 2. Erinnerung(Drdla). 8. a) In mir klingt ein Lied(Melichar); b) Hunderttausend Glocken läuten übers Jahr den Frühling ein (Meisel). 4. Spanische Folge(Börschel). 5. a) Ich hab' ins Paradies geschaut, Lied(Suppé); b) Du nur bist das Glück meines Lebens, Lied aus„Die Vielgeliebte"(Dostal). 6. Türkischer Karneval (Luigini). 7. a) Wenn drunt' im schönen Wien, Lied(E. Ludwig); b) Grüß mir die Mutter 19.00 Grundsteinlegung in der Heimbeschaffungsaktion der Hitler=Jugend(Reichssendung) 19.30 Unterhaltungskonzert(Fortsetzung). 8. Vorspiel aus„Die Landstreicher"(Ziehrer). 9. Tarantella, aus„Gasparone“(Millöcker). 10. a) Spiel' mir, Zigeuner, Tango(Kötscher); b) So ein Ländler, suchhe!(Fischer). 11. Frühlingslied(Schürmann). 12. Kleine Carmen(Bortz) 19.50 Zeitfunkvorschau auf das 12. Deutsche Sängerbundesfest in Breslau(Von Breslau) 20.10 Die Westdeutsche Wochenschau 21.00 Konzertstunde. Clemens Kaiser=Breme(Dariton); Herberth Anrath(Violine); Hans Haaß(Klavier). 1. Lieder von Julius Weismann: So bin ich nur als Kind erwacht— Das Dorf— Juli— Nachtigallen. 2. Sonate für Violine und Klavier, Werk 30, von Ludwig Thuille. 8. Aus„Haus10.00 10.30 12.00 13.15 Vom Brauchtum im Mai Kindergarten Die Werkpause. Uebertragung aus der Westfalig, Fleischwarenfabrik Verl bei Güterslob. Kapes. der Wehrmacht46 Mittagskonzert(Von München). Das Rundfunk. Lchenertargeisgg„„And Mulchener orchester(Arnold Langefeld) und MüncheneTanzfuntorchester(Carl Michalski). 1. Ouvertüre zu„Der Waffenschmied"(Lortzing). 2. a) Mai. käferlein(Rust): b) Es lebe der Torero(Macke, ben): c) Heimliche Liebe(Mück=Caros). 8. 14.15 16.00 melsschlüssel, Walzer(Ebner). 4. Spiel, Zigeuner (Winkler). 5. Alles spricht von Liebe(Zander) 6. Einsamkeit(Ellington). 7. Polnischer Tag(Scharwenka). 8. Mexikana(Kattnigg) Lustiger Räselfunk 17.00 18.00 18.20 18.40 Musik am Nachmittag. Es spielt das Orchester des Deutschlandsenders(Karl List), Erich Zimmer, mann(Tenor) 19.45 20.10 Werk 30, von Ludwig Tog..,„..., 6488 marchen für Klavier von Josef Haas. 4. Lieder von H. Pfitzner: Ich und du— Gebet— Michaels22.30 Nachtmusik. Das Große Orchester(Otto Julius Kühn); Rudi Rhein(Violine) 21.00 22.30 22.50 Die bunte Stunde— Schaffendes Volk im Westen Schöne Stimmen: Erna Sack Politische Zeitungsschau(Vom Deutschlandsender) Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester(Leg Eysoldt), Josef Streiffeler, Walter Wielsch(Kla, vier), das Heitere Instrumentalquartett. 1. Vorspiel zu„Undine"(Lortzing). 2. Vier indische Liebeslieder(Wodforde=Finden). 8. Barcarole Siciliana(Rossini=Respighi). 4. a) Ouvertüre zu „Die Zauberflöte"(Mozart=Busoni): b) Concertantes Duo nach Mozart(Busoni). 5. Schwäbische Rhapsodie(Kaempfert). 6. Ein kleines BlumenKonzert(Kauffmann). 7. Norwegische Tänze Nr. 1, 2 und 3(Grieg) Hier spricht Sowjetrußland Unterhaltungskonzert(Fortsetzung). 8. Vorspiel zu „Der Opernball“(Heuberger). 9. Mariska. Lied und Csardas(Lehar). 10. a) Erinnerung an Berchtesgaden(Seiffert); b) Annelie, Walzer (Jungherr). 11. Zwei Tänze: a) Viva el Torero, Marsch(Mackeben); b) Ich möchte einmal nur mein ganzes Herz verschwenden(Ernst). 12. a) Mein Rhythmus(H. Munsonius): b) Quecksilber= Polka(W. Glahe). 13. a) Beim Heurigen, Wiener Walzerlied(Häuser): b) Puppenvarade (Mausz). 14. Drei Tänze: a) Sing'! Foxtrott (Schmitz): b) Weit, ganz am Ende der Welt (Kirchstein): c) Wenn die Glocken läuten(Oligs) Der Richter von Zalamea(Calderon). Für den Funk neugestaltet von Wilh. von Scholz. Uraufführung Englische Unterhaltung(Dr. Hildegard Schmidt, Dr. Kirsch, Dr. Jaeger) Unterhaltung und Tanz(Von Hambura). Richard Beckmann und Gerhard Gregor(an zwei Flügeln), Gerhard Gregor(Orgel) und die Tanzkapelle(Rio Gehardt) Göllereienst der eepn, Geinemden Sonntag, den 2. Mai 1937 (Ohne Gewähr) Sammlung für die Armen unserer Gemeinde. Christuskirche..45: Dr. Ehrenderg: KGD. 11.15: Vikar Sander; 15: Taufseier, Liz. Lotz. Friedenskirche..30: Henrict; Kinvergottesdienst 11: Winnacker; 12.15: Tauffeier, Winnacker. Lutherkirche..45: Prädikant Niemann; KGD. 11: Schmidt 2; 12: Tauffeier, Schmidt 2. 8 Pauluskirche. 8: Prädikani Niemann;.30: Schneider, mit Vorbereitung und Feier des hl. Abendmabls: 17.15: Henrict. Johanneskirche. Kindergottesdienst 11.15: Heurici. Krankenhauskapelle..30: Liz. Lotz. Herberge zur Heimat. 9: Fester. 4. Bezirk(Bodelschwinghhaus). Mo 20: Gemeindejugend(männl. Jugenddienst): Fr 20: Gemeindejugd.(Jungmädchenkreis). 6. Bezirk(Gemeindeheim). So 11.15: KGD., Ehrenberg; Di 20: Freundeskreis: Di und Mi 16 bis 18: Jungbibelschar: Mi 20: Bibelund Bekenntnisstunde: Fr 20: Bibellesestunde: 20.45: Helferstunde. 7. Bezirk(Jugendheim). Di 16: Katechumenen= und Konfirmandenmädchen: 19.30: Bibelstunde für die weibl. Jugend: Mi 16: Frauenhilfe; Fr 20: Wochengottesdienst. 10. Bezirk(Wichernhaus). Di 17: Jungschar(Mädchen): 20: Gemeindejugend(Mädchen über 14.): Mi 20: Bibelstunde: Fr 18 bis 20: Gemeindejugend(Knaben); 19.30: Gemeindejugend(Knaben über 14.). Evgl.=weibl. Jugend Bochum=Altstadt. Di 20: Bibelstunde für Mädchen von 14 bis 18.: Do 20: Bibelstunden für Mädchen über 18.: Fr 20: Jugendstunde im Bodelschwingbhaus(14 bis 18.): Mo 15: Bibelscharstunde für Kinder von 8 bis 10.: Mo 17: Bibelscharstunde für Kinder von 10 bis 12.: Di 17: Bibelscharstunde für Kinder von 12 bis 13.: Mi 17: Bibelscharstunde für Kinder von 13 bis 14 J. Kirchl.=evang. Gemeinschaftsverein, Bochum, Adolfstr. 20. So 10: Sonntagsschule: 17.15: Evangelisation: Mi 15: Frauenstunde: Do 17.15: Evangelisation. Gemeinschaft„Melanchthon“, innerhalb der Kirche, Bochum, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde: 18.30: Evangeliumsstunde. Di 16: Frauenstunde. Do(Christi Himmelfahrt) 18.30: Evangelisation. Sa 20: Männerstunde. Jugendbund für entschied. Christentum, Königsallee 163. So 15: jg. Männer, Jugendbundstunde; 16.15: junge Mädchen, Jugendbundstunde. Stadtmission Bochum, Joachimstr. 8. So 14: Sonntagsschule; 16: Familienseier(Redner: Herr Stadtmiss. Niemann, Wattenscheid). Mo 19.30: Lautenchor; 20.15: Gemischter Chor. Do(Christi Himmelfabrt) 20: Feier. Am 13. Juni, 15.30: Jahresfest der Stadtmission(Redner: Herr Pastor Altenpohl, Essen). Altenbochum. So.30: Frühgottesdienst, Vikar Krunke; 14: KGD.; 20: Gemeinschaftsstunde: Mo 16: Bibelschar(3. bis 5. Schuljahr); 18: Knabenbibelschar: 20: Jungmütterkreis; 20: Bibelstunde auf der Prinz: Di 17.30: Bibelschar(Konfirmandinnen); 20.15: Jungmädchenbibelstunde. .=Altenbochum. So.45: Hauptgottesdienst, Christiansen; 11: KGD., Christiansen: 15: Jugendstunde für Konfirmanden, Christiansen: 16: Jugendstunde für Konfirmierte, Christiansen. .=Hamme. 8: Frühgottesdienst an der Maarbrücke, Bach: Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Bohnenkemper: Hauptgottesdienst in Wegescheid.45: Bach; KGD. in der Kirche 11.10: Kraemer: im Gemeindehaus 11.15: Bach: Taufstunde in der Kirche 14; Taufstunde im Gemeindehaus 12; Bibelstunden fallen aus. Vorbereitung zum KGD. Fr 20: im Gemeindehaus für KGD. 1: 20: in Wegescheid für KGD. 2.— Vereine: Frauenhilfe, 2. Bezirk: Mi 15: Jungmütterabend, 1. Bezirk: Di 20: Männerabend: Mo 19.30: in den Räumen der Bezirke: Blaukreuzverein: So 15: im Kirchsaal: Do 19: in Wegescheid. Evgl. Gemeindejugend: 0 männl.: Mo 203 Bibelgruppe (Jungvolk) Di 17: Bibelscharstunde (10 bis 14.); 20: Bibelgruppe; b) weibl.: Di 17: Bibelscharstunde(10 bis 14.); 20: Bibelabend der 14= bis 18jährigen. .=Hordel. 10: Hauptgottesdienst, Einführung des Hilfspredigers Johannes Klempt; 11.15: KGD. und Taufen. .=Hordel. So 8: Gottesdienst, Höfker; kein KGD.. Di 20: Männer= stunde und Jungmädchenstunde im Kindergarten. Mi 16.30: Maochenbibelschar im Kindergarten; 20: Gemeindechor im Kindergarten. .=Weitmar. 8: Frühgottesdienst, P. Kraemer; anschließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls: .45: Hauptgottesdienst, P. Sassenberg; 11: KGD.; 12: Kirchentaufen. .=Weitmar. Bekenntnisgemeinde. So 8: Frühgottesdienst in der Kirche. P. Herbst, anschl. Beichte u. hl. Abendmahl, P. Kraemer; 9: Gottesdienst im Vereinshaus Karl=Friedrich=Straße, P. Herbst: 10.15: KGD. im Vereinshaus Karl=Friedrich=Str. Di 15.30: Frauenhilfe Weitmar; 20: Jungen=Bibelschar in Eppendorf bei Hill. Mi 20: Bibelstunde im Vereinshaus Karl=Friedrich=Straße fällt aus. Fr 20: Bibelstunde in Eppendorf bei Hill. Engelsburg(Martinikirche)..30: Gottesdienst, Dieckhoff; 11: KGD.; 12: Taufen. Die Bibelstunde am Mittwoch fällt aus. B. .=Engelsburg. So 8: Gottesdienst der Maarbrücke, Bach: 11.15: KGD., Bohnenkemper; Mo 19.30: Männerversammlung: Mi fällt die Bibelstunde aus; Fr 20.15: Vorbereitungsstunde für den KGD. .=Harpen. So.30: Gottesdienst, Lobetal=Notkirche, Vikar Sudhölter, Gerthe: 10.45: KGD., Willer. Mo 20: Jungmütterkreis bei Wehmeter, Thema: Lebensfragen. Di 20.15: Zusammenkunft der Mitglieder der Evang. Schulgemeinde bei Wehmeier, Thema: Lebensfragen. Die Bibelstunden fallen aus. Fr: Bibelschar, 15 bis 16: Mädchen; 16 bis 17: Jungen. .=Harpen. So 9: Beichte und hl. Abendmahl;.30: Gottesdienst, P. Paulmann: 10.45: KGD.; 11.30: Taufen. So um 11 und Fr um 18: Ev. Posaunenchor. Di 20: Evangel. Frauenchor. Mi 20: Bibelstunde in der Schule Kornharpen, P. Leich. Mi. 5. Mai, 20: Bibelstunde im Gemeindeheim, anschl. Bericht über die kirchliche Lage, P. Paulmann. Do .30: Himmelfahrtsfestgottesdienst, P. Leich. .=Hiltrop. So.30: Gottesdienst, Fortmann: 10.45: KGD.; 11.45: Taufen. Mo 17 bis 19: weibliche Bibelschar und Di 20 bis 22: weibliche Jugendschar im Kindergarten. Mo 20 und Do 19.30: Posaunenchor(jüng. Abt.) im Gemeindehaus. Mi 20: bei Hubbert, Kirchenchor. Fr 20: fortan immer Bibelstunde im Konfirmandensaal der Kirche für die Jugendlichen. .=Hofstede=Riemke. So 8: Mühge; 10: Gottesdienst mit Beichte und Abendmablsfeier, Pitsch: 11.15: KGD., Mühge; 12: Taufstunde. Fr 20: Vorbereitung für den KGD.— Männliche Jugend: So 15: Jugendbibelstunde. Mi und Do 17.30: Jugendbibelschar.— Weibliche Jugend Hofstede=Riemke: So 15 und Mo 20: Jugendbibelstunde. Mo und Di 17.30: Jugendbibelschar.— Weibliche Jugend Marmelshagen: Di 20: Jugendbibelstunde.— Kirchenchor: Di 20.— Blaukreuzverein: So 15 und Do 20. .=Linden. So.30: Sup. Neuhaus.— Krankenhaus: So.30: Bäumer. KGD., Taufen und Vereine wie sonst. .=Dahlhausen. So 8: Bäumer: .30: Weber. KGD., Taufen und Vereine wie sonst. .=Buchholz. So 10.30: Gottesdienst, Altena; 11.30: KGD. Di 19.15: Jungmädchenverein b. Brämer. .=Uemmingen. So 9: Beichte u. Abendmabl:.30: Hauptgottesdienst, Kublmann: 10.45: Kirchentaufen; 10.45: KGD. Mo 20: Weibliche Jugend in Querenburg. Di 20: Gemeindedibelstunde in Querenburg. Mi 17: Uebungsstunde im Frauenbilfschor: 20.30: Vorbereitung für den K6D. Fr 20: Gemeindebibelstunde in Lae#. .=Stiepel..30: Gottesdienst im Lutherhause, Husemeyer; 11: KGD.; .30: Gottesdienst in der Kirche, Wagener: 10.45: KGD.;.30: Christenlehre im Lutherbause. Jugendschar Dorf: Di 20, Jugendschar Haar: Di 20. Bibelschar: Mädchen: Mo 17, Mi 15; Knaben: Di 16. Kirchenchor: Mo 20. Frauenchor: Di B. Wiemelhausen(Melanchthon). So 8: Bertelsmann:.45: Dr. Klein; 11.30: KGD. und Kirchentaufen, Dr. Klein; Di 15.30: Bekenntnisfrauenhilfe: Fr 20: Helferkreis. .=Wiemelhausen(Petrikirche). So 8: Christenlehre, Niedermeier:.30: Gottesdienst, Bertelsmann; 11: Kindergottesdienst und Taufen, Niedermeter: Mo 20: Jugendbibelstunden; Di 9: Bibelfreizeit der Frauenhilfe; Mi: Bibelstunde fällt aus. Bergmannsheil. Di.15: Gottesdienst, Niedermeter. .=Gerthe. So.30: Hauptgottesdienst, Schaefer; 10.45: KGD.: Helferschaft des KGD.: Fr 20.30: Bibelarbeits= und Vorbereitungsstunde; Bibelstunden: Di 20: Bezirksbibelstunden im Kray und im Mittelfeld; Sa 19.30: Betstunde d. Gemeinschaft; Frauenhilfe: Mo 20: Jungmütterstunde in Bethanien: Gemeindejugd.: Mo 17: Mädchenbibelschar(12= bis 14.): 20: Jugendschar: Fr 17: Mädchenbibelschar(8= bis 11j.). .=Langendreer(Christuskirche). So 10: Hauptgottesdienst mit Kirchentause, Dickhoff: 11: KGD..— Pauluskirche: 10: Hauptgottesdienst, Menzel: 11: KGD.— Krankenhaus:.45: Menzel. .=Werne. So 8: Frühgottesdienst mit Beichte und Feier des hl. Abendmahls, Schloemann;.45: Hauptgottesdienst mit Kirchentaufe, Schmerkotte: 11.15: KGD. Wattenscheid. Friedenskirche: 8: Frühgottesdienst. Pf. Sichtermann; 10: Hauptgottesdienst, Pf. Stuhlmann(Beichte u. Feier d. hl. Abendmahls); 14: KGD., Pf. Müller; 15: Taufen, Pf. Müller.— Alte Kirche: 9: masur. Gottesdienst, Gemeindehelfer Podzelny; 16: Gottesdienst f. die Taubstummen. Pf. Müller.— Krankenhaus„Lutherstift“: 10: Hausgottesdienst, Pf. Müller.— Kapelle zu Höntrop:.30: Hauptgottesdienst, Pfarrer Heuser; 10.45: KGD.— Gemeindehaus in Leithe: 10: Hauptgottesdienst, Pf. Sichtermann: 11.15: KGD.— Amtswoche in Wattenscheid: Pfarrer Heuser. Günnigfeld. Bekenn. Gemeinde. Ev. Kirche: So.55: Hauptgottesdienst, Pf. Müller. Günnigfeld. So.30: Predigt, P Koch: 10.45: KGD; 11.30: Taufen u. Trauungen; 20: Männerwerk: 19.30: Koch. Di kirchl. Unterricht in Wattenscheid. Wanne. Christuskirche: So 8 Uhr: Frühgottesdienst, P. Dr. Franz; .45: Hauptgottesdienst, P. Engel: 11.30: KGD.; 12.30: Taufen.— Lutherkirche: So.45: Gottesdienst P. Dr. Franz: 11.30: KGD.; 12.30: Taufen. Do 15.30: Taufen. apostolates, des Bergmanns= und St.=Josephs=Vereins;.30: hl. M. mit Pred.:.30: Hochamt mit Pred.; 11: hl. M. mit Pred.; 14.30: Maiandacht; 15: Taufen; 16: polnischer Rosenkranz. Eickel. Johanneskirche: Fr 20: Gottesdienst zum 1. Mai, P. Kurras. So.30: Frühgottesdienst;.30: Hauptgottesdienst mit Taufen vor der Gemeinde, anschl. Vorbereitung und hl. Abendmahl, P. Kurras; Anschr. ab.15 in der Sakristei: 11: KGD., P. Kurras.— Ev. Krankenhaus: Sa 9: Gottesdienst in der Kapelle zum Nationalfeiertag, P. Kurras. So .30: Gottesdienst. Röhlinghausen. So 9: Vorbereitung(Anmeldung und Beichte) zum hl. Abendmahl;.30: Hauptgottesdienst, P. Liz. Lotz(Bochum); nach dem Hauptgottesdienst findet die Feier des hl. Abendmahls statt, wozu die Gemeindeglieder herzlich eingeladen werden: 11: KGD., Superintendent Krahn; 12.30: Taufen. Gottesdienst der kath. Gemeinden 8 Sonntag, 2. Mai 1937. (Ohne Gewähr.) Propstei. 6: hl..;.45: hl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion des Josephsvereins und der übrisen Männer:.45: hl. M. mit Pr.: : hl. M. für Gymnasium u. Oberrealschule: 10: Hochamt mit Pred.; 11.15: hl. M. mit Pred.; 14.30: Kindheit=Jesu=Andacht mit Optergang der Kinder, danach stille Anbetung; 20: Maiandacht und Segen. — An den Wochentagen jeden Mittag 14: Aussetzung des Allerheiligsten, danach stille Anbetung; 20: Matandacht und Segen. Christ=König(Franziskanerkloster). 6: erste hl. M. ohne Pred.: 7: Gemeinschaftsmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion aller Männer; .15: Kindermesse mit Pred:.30: Hochamt mit Pred.: 11: letzte bl. M. mit Pred.: 14.30: Kinderandacht mit Christenlehre über Frage 17 und 18 der„Katechismuswahrheiten“: 20: Maiandacht für alle: 20.30: Predigt für alle Männer unserer Gemeinde. Maiandacht jeden Tag 20 Uhr. St. Marien..40: erste hl..; .15: hl. M. ohne Pred.;.30: hl. M. mit Pred.:.30: Sakramentsprozession, feierliches Hochamt und sakramentaler Segen: 11: letzte bl. M. mit Pred.; 20: Maiandacht mit sakramentalem Segen. An Werktagen: 6,.30, 7 und 8: stille hl. M. Montags 8: Segensmesse zu Ehren des hl. Gerhard: 20: Segensandacht. Während des Maimonates 8: Singmesse, anschließend Maiandacht. St. Meinolphus. 6: hl..; 7: hl. .: 8: Schülerm.; 9: Kinderm.; 10: Kschagt: 11.30: letzte bl..; 15: Weistenlehre; 20: Maiandacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. 7: hl.., gem. hl. Kommunion d. Kinder: 8: hl. M. mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Pfarrgemeinde:.15: hl. M. mit Pred.; 10.30: Hochamt mit Pred.; 15: Maiandacht: 15.30: Taufen: 19.30: Schlußfeier der Euchartstischen Familienwoche. Wallfahrtskirche,.=Stiepel..35: Frühm.; 10: Hochamt; 17: Maiandacht. Mittwoch 14 bis 18: Aussetzung; 17: Predigt. St. Joseph..15: hl..:.30 dl. M. mit Pred, gem. hl. Kommunion der Männer:.45: hl. M. mit Pred.; 10: Hochamt mit Pred.: 11.15: hl. M. mit Pred.; 14.30: Maiandacht. St. Antonius..30: erste bl..: gem. hl. Kommunion des Männer= apostolats, der Herz=Jesu=Bruder= schaft. sowie aller Männer der Gemeinde: 8: hl. M. mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Schulmädchen:.30: Prozession mit anschl. Hochamt und Pred.: 11: letzte hl. M. mit Pred: 14.30: Christenlehre mit Maiandacht und Segen. Klosterkirche der Redemptoristen. 5 und 6: stille hl..; 7 und 8: Singm. mit Pred.; 9: Gottesdienst für die höheren Mädchenschulen: 10.30: voln. Gottesdienst mit Pred.: 16.40: Rosenkranz, Pred. und Maiandacht mit sakr. Seaen: 7: Rosenkranz, Pred. und Segen für die Erzbruderschaft der Hl. Familie.— St. Liborius,.=Grumme. 7; hl. M. mit Pred.; 8: Austeilung der hl. Kommunion;.30: hl. M. mit Pred. und gem. hl. Kommunion des Knappen=Arbeitervereins, des Männerapostolates und der 1. Knabenklasse: 10: Hochamt m. Pred.: 14.30: Christenlehre und Maiandacht: 15: Tausen; 16: Andacht für die Polen. Montags, mittwochs und freitags 20: Maiandacht. Hl. Kreuz..30: wird die bl. Kommunion ausgeteilt; 7: bl. M. mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Männer(Männerverein und Euchartstische Ehrengarde);.30: bl. M. mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Knaben: 10.30: Hochamt mit Pred.: 14.30: Maiandacht. Herz Jesu,.=Hordel..30: hl. M. 8: hl. M. mit Pred. u. hl. Kommunion des Männerapostolats: 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Christenlehre: 15.30: Rosenkranzandacht der Polen. Herz Fesu..=Hamme..30: hl. .: 8: hl. M. mit Pred. und gem. dl. Kommunion aller Männer:.30: Hochamt mit Pred.: 11: letzte dl. M. mit Pred.; 15: Christenlehre(die Kinder bringen den„Schott“ mit); 20: Maiandacht. hI. St. Franziskus,.=Riemke..15: M“ gem. dl. Kommunion des voln. Rosenkranzes:.15: bl. M. m. Pred., gem. hl. Kommunion der alten Schule, desgl. des MännerSt. Anna, Bochum=West. 7: hl. M. mit Gesang und Pred.;.30: hl. M. mit Gesang und Pred.: 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Missionsandacht für den Kindheit=Jesu=Verein, Opfergang und Aufnahme neuer Mitglieder: 15: Taufen; 19.30: feierliche Maiandacht m. Pred. u. Segen. Dreifaltigkeit, Bochum..30: hl. .; 8: hl. M. und gem. hl. Kommunion der Männer und aller Mädchenklassen(ohne Kommunionkinder) und Pred.; 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Christenlehre mit Andacht u. Beten des Glaubensbekenntnisses u. Segen; 18: Andacht des Dritten Ordens mit Ansprache; 20: Maiandacht und Eröffnungspredigt. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Gemeinschaftsmesse;.20: Austeilung der hl. Kommunion;.30: hl. M. als Betsingmesse mit Prod.: .45: Hochamt mit Pred.; 10: Kindermesse mit christl. Unterricht: 11: letzte hl. M. mit Pred.: 14.30: Kindheit=Jesu=Feier; 20: Maiandacht. Liebfrauen,.=Linden..50: Austeilung der hl. Kommunion an Jünglinge, Frauen u. Jungfrauen; 7: hl. M. mit Pred., gem. hl. Kommunion der Männer:.05: hl. M. mit Anspr. für die Kinder, gem. hl. Kommunion der Kinder der oberen Klassen; 9: Hochamt mit Pred.: 10.30: hl. M. mit Pred.; 14.30: Maiandacht: 15.15: Taufen; 16.30: Andacht für die Männer mit Neuaufnahme in die Sodalität. St. Michael,.=Dahlhausen..30: Frühm. mit Pred., gem. hl. Kommunion der Männersodalität, der voln. Vereine und der Oberklassen; 10: Hochamt und Predigt: 15: Andacht; 16: voln. Andacht und Pred. St. Engelbert,.=Dahlhausen. 7: Frühm. mit gem. hl. Kommunion der Männer, die ihr Ostern noch nicht gehalten haben, und der Männersodalität und des Männer= apostolates und der Schulklassen 2 und.;.30: Osterprozession und Hochamt mit Pred.; 14: Taufen; 14.30: Maiandacht. Fronleichnam,.=Laer..30: Frühmesse mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Männer: 10: Hochamt mit Pred.: 16.30: Matandacht, kirchliche Aufnahme in die Kongregation und sakr. Segen: 15.30: Taufen. Liebfrauen, Altenbochum..30: Frühmesse mit Pred. und gem. bl. Kommunion des Knappen= und Arbeitervereins, des St.=Joseph=Män= nervereins sowie aller Männer:.45: bl. M. mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Erstkommunikanten des letzten Jahres: 9: Hochamt als Kindermesse mit Pred. und Austeilung der hl. Kommunion; 11: letzte hl. M. mit Pred.; 14.30: Christenlehre mit Segen: 15: Taufen; 20: feierliche Eröffnung der Maiandacht mit Pred., Prozession und Segen. Herz Jesu,.=Werne..45: erste bl..:.15: hl. M. mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Männer und der Kinder des., 7. und 8. Schuljahres der Deutschen Reichsschule und Harpener=Weg=Schule: 10.15: Hochamt mit Predigt: 14.30: Maiandacht: 15. Taufen. St. Marien,.=Langendreer..30: dl..:.45: hl. M. mit Pred. u. gem. hl. Kommunion der Männer; 9: Kindermesse mit Pred.: 10.15: Hochamt mit Pred.: 14.30: Christenlehre und Mutter=Gottes=Andacht: 8: feierl. Maiandacht mit Predigt und sakramentalem Segen. St. Bonisatius,.=Langendreer. 6: hl..:.30: hl. M. mit Pred. und Männerkommunion; 9: Kindermesse mit Pred.: 10: Hochamt mit Pred.; 19: feierliche Maiandacht m. Pred., zu der die ganze Gemeinde eingeladen ist. Hl. Geist,.=Harpen. 7: Frühmesse mit Pred gem. hl. Kommunion für die Männer und Jungmänner und das Männerapostolat: 10: Hochamt mit Pred.: 14.30: Maiandocht. Dienstags und freitags 19.30: Maiandacht. St. Elisabeth,.=Gerthe..30: bl. M. m. Pred., gem. bl. Kommunion aller Männer der Gemeinde und der voln. Rosenkranzbruderschaft:.30: d. M. pitt Pred.: 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Maiandacht: 15.15: voln. Rosenkranzandacht. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühmesse mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Mütter und der Mädchen des 4. und 5. Schuljahres; 10: Hochamt mit Pred.; 20: feierl. Eröffnung der Maiandacht. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Frühmesse:.15: Kinderm. m. Pr.; 10: Hochamt mit Pred.; 14.30: Christenlehre mit Segen; 17: Maiandacht mit Predigt. St. Gertrud, Wattenscheid..30: hl..;.30: hl. M. mit Pred., bl. Kommunion der Männer und des Männerapostolates;.30: hl. M. mit Predigt, hl. Kommunion der Kinder der Johannesschule;.30: hl. M. m. Pred. für die höheren Schulen:.30: Hochamt mit Pred.: 11: bl. M. mit Pred.; 14.30: Rosenkranzbruderschaft mit Aussetzung, Prozession und sakr. Segen; anschl. Rosenkranz der voln. Abteilung: 15.15: Taufen; 20: Jesutten=Vortrag mit Maiandacht. St. Magdalenen,.=Höntrop..45: hl. M. mit Austeilung der hl. Kommunion;.30: Austeilung der hl. Kommunion; 8: hl. M. mit Pred. und Austeil. der hl. Kommunion (gem. hl. Kommunion aller Männer sowie aller Schulmädchen); 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre mit Andacht und Segen; 15: Taufen; 20: feierl. Eröffnung der Maiandacht mit Segen. Sonstige Gemeinden Sonntag, 2. Mai 1937. (Ohne Gewähr.) Evg.=luth. Kreuzgemeinde Bochum. Kreuzkirche, Gahlensche Str. 146: So.30: Frühgottesdienst, Pfarrer Stallmann; 10: Hauptgottesdienst, Pfarrer Stallmann; 11.30: KGD.. Mi fällt die Bibelstunde aus!— Gemeindeheim, Lutherhof: So.30; Beichte und Abendmahlsfeier: 10: Jugendstunde. Di 20: Kirchenchor. Ev.=luth.(altluth.) Gemeinden in Bochum. 1. Gemeinde, Kirche bergstr. 52: 10: Predigt und hl. Abendmahl, Sup. Ziemer; Beichte um.30.— 2. Gemeinde, Kirche am Hindenburgplatz:.45: Beichte; 9. Predigt und hl. Abendmahl, v. Greve; 11: KGD.; 11: Monatskgf; sammlung des Männervereins. 19.30: Wochengottesdienst..„ Altkatholische Pfarrei Bochum. So .15: deutsche hl. Messe m. Pr. in der Johanneskirche am Weilenbrink. 1. Baptistengemeinde: Immarnge#: kirche, Hermannshöhe 21. So Bibelstunde, Prediger Janssen: II: Sonntagsschule; 16: Gottesh# Prediger Dr. Mundhenk;„# Jugendstunde. Mi 20: Gergz,, stunde, Prediger Janssen.— meindesaal.=Hamme, Hefunge Str. 131: So.30: Bivthggun, Prediger Dr. Mundhenk; 11: Sonntagsschule; 17: Gottesdienst, Prediger Janssen; 18.30: Abendggten: seier.— Gemeindesaal.=Br#% dorf, Goldhammer Str.„17 .30: Bibelstunde; 11: Soantag, schule; 20: Evangelisation.— Laer, Werner Hellweg 19: Di M Bibelstunde, Prediger Igpssegz, Gemeindesaal Wattenschei#, Bochn mer Str. 36: So 9: 10.30: Sonntagsschule. Penßhenl. belstunde, Prediger Dr. — Gemeindesaal.=Werne,## Born 10: So.30: Bibelstunde: Il: Sonntagsschule; 16: Gottesd Di 20.15: Bibelstunde, Prediget# Rundbenk.„esimgt, 2. Baptistengemeinde: Am Steinknapp 56: So.30jg. gotstunde: 11: Sonntagsschule: 10. 0 Christlich=wissenschaftl. Berzigizun, (Christian=Science Society), 16 Emscherstr. 20. So 10: Got“=Hiffen, Lektionspredigt der Ehri#t,, schaft, Thema: Ewige####guigtwoch Sonntagsschule.„Am. He8dtenst jeden Monats 20 Uhr: Gottr-en (Zeugnisversammlung).„erzinigung Christl.=wissenschaftl.#t ggrste, (Christian Science), Bochum, Zgienst: ner Str. 182. So 10: G9gg:: Got. 11: Conntagsschule. Mgeizzimmer. tesdienst. Do 16 bis 18: Lesen Freie evangel. Gemeinde,unde; 34a. So..30: Bibelbscregredigt. 11: Sonntagsschule; Zmmesfahrt: Mo 20: Chorprobe.— Din: gerthe, .30: Bibelbesprechstunde.— GreGerther Straße 10: So 14.30: diat. Di 18: Bibelstunde, Bezugspreis mit Boter monatlich, Selbstabhole Bezugspreis für die„ zeitschrift„bör mit m 55 Pi bei fünf verbigheg, wird, könne und samstags, von 16 Verlag und Druck Von unserer Ganz Deutschlan hinein drang die Fr erwachte Leben und zugleich, daß unsere und härter die Voll ihr eine arbeitsreich Wieder haben wir sittlichen, sozialen neues Arbeitsjahr dieses Mannes in so daß in dem ver lübde einer geeinter der Flaggen und d ipdet: Treue um vinde Treue um in der Pflicht! Ein unbeschreib ist heraufgestiegen, feiernden Menschen genstunden haben d Tie C. Ueberreiche S Vom obersten Ovlichen Morgen.§ Schlicht, aber in sich diese 120 000 Stadions hinauf, nur den sehnliche Grenzen kritisch wöhnen, nur eine werfen könnten! derschlagen, würd mindesten in Anst verstummen. Wi Dunkelblau der und wieder mit HJ. abwechselt! gibt die Schale, loderte, und ihm der Maisonne Hi es sahen, die v Reichsregierung, glieder des Dipli italienischen Jugl des Reichsberufs sem Schauspiel. ter, Reichsmini jugendführer Bal der Jugendführer der Führertribün Berlin, Obergel Reichsjugendführ Stärke von 120( volle Lied„Aufh gend gemeinsam Rede über, der u. a. in der Treue, g überwindlich in Mit Stolz ver Reiches auf die besten deutschen Millionen Beru höchsten Adel gearbeitet habel schen Gedanken Zugendgemeinst valdur von S Jugend, sich di großen Führer gläubige, tapfer „ unserem F sen damit beste unserem ewiger