22 mm Breite.5 Pf. im Texttetl. Familien= Vereinsanzeigen(die nicht der Pf., kleine Anzeigen(nicht geschaftlicher is= oder Sportkalender im Tert#ell gebühren 25 Pf. Zur Zeii in PreisB. Schluß der Anzeigensöchentlich frühmorgens erscheinende ZeiFür den richtigen Abdruck fernmundkeine Gewähr übernommen werden Anruf 67551, 52. 53 w An und Giellengesuche 6° Pf., Vereingg Wirichagzswervung dienen).,uns: Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins10 Vf., Auskunft, und Ziserzigzg liste Nr. 8 gültig. Nachlaßzstaftel annahme für die sewsiggiggngoe tung um 16 Uhr des lich aufgegebener Anzeigen kann Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. mit Botenlohn:.15 RM. monatlich Oeeugsich. Telbsiapholer.85 RM. monatlich oder mona“ für die„Bochumer Illustrierte 30 Bezug„„#r mit mir“, 45 Pf. monatlich bei bei fünf Sonntagen im Monat.— 55 V zurch vöhere Gewalt. Verbot oder B# 3“#ber wird, können keine Ersatzansprüche g# verbin:: Zfiner von 8 bis 13 und von 14½ 60ts) gig 12 uor.— Sprechstunden der Schriftlei und samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheck 44. Jahrgang Nummer 100 Einzelpreis 10 Pf. Freitag, 30. April 1937 Ein Freudentag für das Eifelland scham und die Achtung ieten, hat die deutsche seit längerer Zeit schwebenden VerGeistliche und Ordensbruder der lathoDie Hochachtung vor dem von Millionen bester Deutscher Katholiken, aber auch die grundsätzüber sittliche Entartungen mit ihren heußlichkeiten zu berichten, warejzicgh. 5 dort zu schweigen, we apgeseisch, aun iste Brandmarkung vielleicht um Wenn heute dieses Stillschweigen so nur deshalb, weil nicht r katholischen, Kirche dieses nangriff auf den neuen deutoder vielleicht gerade Nur mit Zurückhaltung, die die vor dem religiösen Bekenntnis gebierr.,, Presse über die so fahren gegen Geist lischen Kirche berichtet. religiösen Innenleben p und aufrichtiger liche Abneigung, abgründigen Sch anlassung, auch Empörung die Platze gewesen wäre. aufgegeben werden muß, unmaßgebliche Stellen d Er sprach zu den Kreisleitern— De dnb Burg Vogelsang, 29. April. Die Tagung der Kreisleiter der NSDAP. auf der Besuch des Führers war zugleich ein Freudentag für das Eifelland, das dem Führer einen überwältigenden Empfang bereitete. Rei Mit dem Führer kamen der Stellvertreter, minister Rudolf Heß, Reichsleiter Dr. Ley, Reichsführer SS. Himmler, Stabschef Lutze, die Reichsleiter Rosenberg, Bormann und Reichspressechef Dr. Dietrich, ferner die Gauleiter Oberpräsident Terboven, Grohé, Florian, Wagner(München) und Sauckel. Schon bei der Fahrt von Godesberg durch das Rheinland und durch die Eifel wurden dem Führer von der Bevölkerung begeisterte Kundgebungen bereitet. Alle Bahnhöfe hatten Flaggenschmuck angelegt, und Zehntausende umsäumten die Bahnstrcke, um den Führer zu grüßen und ihm für seinen Besuch im Grenzlande der Eifel zu danken. Da war kein Ort, kein Haus an der ganzen Strecke ohne Fahne oder Grünschmuck, und auf den Bahnsteigen standen Schulkinder, Arbeiter, Angehörige aller Gliederungen der Bewegung bunt durcheinander, so wie sie im letzten Augenblick an die Straße geeilt waren. Musik und Spielmannszüge der Gliederungen empfingen den langsam durch die Eifel fahrenden Zug des Führers mit klingendem Spiel. Von überall grüßten Spruchbänder, in denen die Freude über den Besuch Adolf Hitlers zum Ausdruck kam, wie etwa „Dankbares Grenzvolk grüßt seinen Führer.“ Bei schönstem Wetter traf der Führer gegen 10 Uhr in der kleinen Eifelstadt Gemünd ein, wo er von der aus der ganzen Eifel herbeigeeilten Bevölkerung stürmisch begrüßt wurde. Vor dem Bahnhof schritt der Führer die Reihen der angetretenen Formationen ab, und dann begann die einzigartige wunderbare Fahrt des Führers durch das kilometerlange Spaiier der Bevölkerung, die fast die ganze Strecke von Gemünd bis zur Ordensburg Vogelsang umsäumte. Es war eine Fahrt durch ein Spalier der Begeisterung und der Treue der Männer Die Abschlußkundgebung vierten Reichsberufswettkampf und Siegerverkündung in München München, 29. April. s Konrad Hahnbück, Tuchweber, Nachen, Pünchen, 29, upe., Ludwig Rothenbucher, Schneider, Wil nischeid im 4 Reichsberufswetkampf Heinz Demmler, Maler, Ludwigsburg, Besten der deutschen Jungarbeiter und Helmut Lortz, Elfenbeinschnitzer, Darm u haben vier Tage lang in der Streten Kurt Scheibe, Bauschlosser, Dresden, und gemeinster Scheußlichkeiten oder Ordensbrüder sind nicht ein über die man den Mantel christlich hängen, also sie totzuschweigen hat. Zahl schon ein Symptom. Dieser Eltern jener den Sittlichkeitsverbre lieferten Kinder, deren Verführer einsicht in die Stenogramme jener Gesen und auch in die Akten kommender ien und haben vor der Scheußlichkeit erbrechen die Augen niedergeschlagen, enblick uns aber gesagt: Hier hat der das Wort! Schweigen wäre BegünWiederholung der durch die bisherigen aufgedeckten Scheußlichkeiten wideriß hierbei jener überdeutscher Geistlicher des katholischen n, die durch die verbrecheGruppen— von Einzelnamlich nicht mehr hier In ihren Heilrufen und in ihrer jubelnden Begeisterung kam die Dankbarkeit dafür zum Ausdruck, was der Nationalsozialismus gerade in diesem früher von der Not so bedrängten Land an der Grenze geschaffen hat. Auf dem letzten Teil des Weges standen die Arbeitsdienstmänner zu beiden Seiten des Weges, ein schönes Symbol dafür, daß das Eifelland ein Land der Arbeit ist. Nach seinem Eintreffen auf der Ordensburg Vogelsang schritt der Führer, begleitet von Rein organisationsleiter Dr. Ley und Burgkommandant Manderbach, die Front der hier in einem offenen Viereck angetretenen Führeranwärter der Or densburg ab, die in ihrer straffen Disziplin so recht in den monumentalen Rahmen der gewaltigen Ordensburg Vogelsang hineinpassen. Danach schritt Adolf Hitler im Wandelgang die Front der hier gauweise angetretenen über 700 Kreisleiter der NSDAP. ab. Zu diesem Höhepunkt der Kreisleitertagung Mit ehrlichem Mitgefühl muß rischen Ausartungen gewisserr. reden— aber ebenso durch den gewissenlosen Gegenangriff auf den Staat in ein Licht gerückt werden, das sie keinesfalls verdient haben. Wirs geistigen Verfassung, da Klerus aues in Bausch und ebenso alles in Bausch und Bogen Der Staat hat die unbedingte dort einzugreifen, wo kirchliche Or ihren Einrichtungen werden oder einzelne dieses Staates zum kluge, fast weltmännische der katholischen###### eigenen Geschichte und vor gen, aus den Revolutionen haben?... Vertuschen wä am Staate, aber ein noch religiösen Bekenntnis. Wal allein und nicht immer in Pfarrerstube und in einem schieht, darüber sind wir tei die Herren der Hirtenbr sich nur ein Beispiel am de am Hilfswerk„Mutter und Kind" nehmen. Sie würden mit solcher Einstellung auch einem praktischen Christentum ihrer eigenen Idee zum Siege verhelfen und auf jene Konventikel verzichten können, die wie tausend noch kommende Prozesse nur ihre Fahrlässigkeit beweisen werden. Trotz religiöser Verschiedenheiten in diesem Deutschland und trotz Bekenntnisunterschiedlichkeiten ist im Volke selbst das Gefühl der sittlichen Sauberkeit Gesetz, mag dieses Gesetz vom evangelischen, vom tholischen oder von jenem national=sozialien Bekenntnis seinen Ausgang nehmen. Deshalb muß es für alle Zukunft heißen: Hände weg von der Jugend! Sie ist Lampenschirmnäherin, Köln, cke, Versicherungen, Halle, Gesundheitsfürsorge, Berlin, haben. Wir sind nicht von jener die nach Art eines herrschenden Bogen verdammt oder 1 gutheißt. Rechtsverpflichtung, o kirchliche Organisationen der in geschehenen Verbrechen nicht Herr Stellen der Kirche die Langmut Gegenangriff benutzen. Sollten Männer, die auch im Schoße rganisationen sitzen, nicht aus ihrer allem aus den ErschütterunHeinz Hussels, F Seite 2 Nr. 100; Bochumer Anzeiger# Freitag, 30 Apcil 1937 Seite 3 Nr. 100 54 5 44 6 45 183 A m • 81n□ 9 44 4 958 45 AA 4124 b R4 7 i 2cc 45836 1532 88 PAL 1/344 45% 44 eh 45 1 48 Phsehc -E3 Aufruf Dr. Leys zum 1. Mai Teatschiuns Fischoner gewetern! dnb Berlin, 29. April. Zum 1. Mai erläßt Reichsorganisationsleiter Dr. Ley folgenden Aufruf: „Männer und Frauen der Arbeit! Wir wollen es laut bekennen: die Freude hat wieder Einzug in Deutschland gehalten und wir sind wieder erfüllt von Kraft und Gesundheit! Der Führer sprach:„Gebt mir vier Jahre Zeit!" Soll ich Euch Männern und Frauen der schaffenden Faust und der Stirn aufzählen, was der Führer alles getan und ob er sein Wort eingelöst hat? Adolf Hitler hat aus dem korrupten, verkommenen und völlig ohnmächtigen Deutschland der Systemzeit einen starken, sauberen und in der ganzen Welt geachteten Staat gebaut, den eine starke Wehrmacht schützt und den ein neues umgewandeltes gläubiges Volk trägt. Deutschland ist schöner geworden. Weshalb sagen die Heuchler und Pharisäer nicht die Wahrheit? Weshalb künden und predigen sie nicht dem Volke immer wieder von dem Wunder der Wiedergeburt unseres Volkes durch die nationalsozialistische Idee? Warum leugnen die ewig Gestrigen und Engstirnigen den sichtbaren Segen Gottes, der auf dem Führer und seinem Werke liegt? Warum jubilieren sie nicht in inbrünstigen Dankgebeten zum Himmel? Deutschland ist schöner geworden. Nur die Dunkelmänner brauchen die Lüge vom Jammertal dieser Erde, von der niederträchtigen Elendslehre der irdischen Zeit. Nur sie verneinen das Leben, um ihre politische Macht über die gebrochenen Völker aufzurichten. Sie sind die Wegbereiter des Bolschewismus, eines Bolschewismus, der zu allen Zeiten die rote Fahne auf den Leichenfeldern der Völker aufrichtete. Jawohl, Ihr habt recht! Der Jude ist auserwählt, die Völker der Erde zu morden und zu vernichten. In Spanien liegt ein stolzes Volk im Todeskampf, weil es der Jude so will. In Rußland wird ein 170=Millionen=Volk von den jüdischen Vampiren auf scheußliche Art ausgesogen. Die schweizerische„Metallarbeiterzeitung" in Bern schreibt am 29. Februar 1936: „Schweizer Metallarbeiter verurteilen restlos die Stachanow=Bewegung. Man bleibe uns mit dem Versuch vom Halse, die Akkordschinderei als Sozialismus zu camouflieren.“ Die Stachanow=Bewegung ist nie und nimmer als ein sozialer, geschweige denn sozialistischer Fortschritt zu werten. Und die christliche Gewerkschaftsinternationale in Utrecht schreibt im Mai 1935: „Leibeigenschaft und Sklaverei— Zwangsarbeitslager primitivster Art. Hohe Sterblichkeit in diesen Millionenlagern. Stets Nachschub— Kestenlose Arbeit bis zur äußersten Grenze menschlicher Kraft, dann sicherer Tod— auch eine Art der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.“ „De Fabrieksarbeider“ Amsterdam sagt am 21. November 1936 von dem Sowjetparadies: „Lebenshaltungspreise: Schwarzbrot 0,42 Mark, Fleisch 3 bis 4,75 Mark per Kilo,„Billige Kleider" 250 bis 300 Mark per Stück, Lederschuhe 125 Mark das Paar. Alles aber, soweit überhaupt erhältlich! Wenn ein Arbeiter für einen„billigen" Jackettanzug sparen will, kann er für einen Monatslohn ein Viertel bis ein Drittel vom neuen Anzug kaufen.“ Und Herr Genosse Citrine, Präsident des englischen Gewerkschaftsbundes und Führer des linken Flügels der englischen Arbeiterpartei, kehrte aus Sowjetrußland mit folgendem vernichtenden Urteil zurück: „daß Arbeiter in„Wohnungen“ hausen, die man nicht mal mit den englischen Elendevierteln vergleichen dürfe: primitive Bretterbuden, meist aus einem Raum bestehend, in dem sich das Familienleben von fünf bis sechs Personen abspielt, oder armselige, schmutzstarrende Hütten, Staub, Nässe, Hungerlohne.“ Das Bulletin des Internationalen Gewerkschaftsbundes in Paris schreibt über „Errungenschaften“ des Marxismus in Frankreich am 5. Januar 1937: „Arbeitszeitverkürzung. Volksfrontregierung beschließt 40 Stunden=Woche. In einigen Industrien bereits eingeführt.“ Zu welchen Rückwirkungen diese überstürzte Arbeitszeitpolitik— obgleich erst teilweise durchgeführt— auf das gesamte Wirtschaftsleben bereits geführt hat, wird als aus der Tagespresse der letzten Zeit bekannt vorausDeutschen Gewerkschaftsbundes der Tschechoslowakei beim Präsidenten Benesch vorstellig. Aus der Ansprache des Vorsitzenden Röscher: .. die besonders große Notlage, verbunden mit der Massenarbeitslosigkeit in den deutschen(Sudeten) Gebieten, stellt in der gegenwärtigen Zeit ungeahnte Anforderungen.“ Er bittet den Präsidenten,„alles zu tun, was zur Linderung der entsetzlichen Notlage durch den Staat geschehen kann.“ Aus:„Gewerkschaftliche Rundschau" Reichenberg, Nr. 9 vom 2. Mai 1936, Seite 65—66.) Holland: „De Fabriekarbeider“. Amsterdam, vom 10. Oktober 1936 schreibt über den Wahnsinn des Streiks folgendes vernichtende Urteil: „In Holland fanden im Jahre 1935 152 Streiks statt, davon betrossen 588 Unternehmungen und 12 290 Arbeiter, verlorene Arbeitstage 248 500= 1988000 Arbeitsstunden. Gewonnen von den Arbeitern 48, dabei waren beteiligt 23 Prozent der Arbeiter. Verloren 16 Streiks, aber beteiligt 40 Prozent der Arbeiter. Durch Kompromiß beendet 37 Streiks mit 87 Prozent der Arbeiter." Dazu schreibt das Blatt: „Aus diesen Verhältnissen ist ersichtlich, daß äußerste Vorsicht beim Eingehen auf einen Streik stets geboten ist. Soll jeder von uns diese nüchternen Ziffern mit größtem Ernst studieren!" Angesichts dieses Tatbestandes wagen es die Rossaints und Genossen, das aufblühende, erstarkende und gesundende Deutschland Adolf Hitlers zu beleidigen und zu schmähen und mit frommem Augenaufschlag in ihren Elaboraten den Nationalsozialismus mit dem Bolschewismus auf eine Stufe zu stellen! Arbeiter, stelle Dich vor Dein Deutschland, und Unternehmer, hüte Deinen wirtschaftlich wieder gesund gewordenen Betrieb vor den zersetzenden und zerstörenden Lehren dieser Gesellen! Arbeit und Freude gehören im neuen Deutschland untrennbar zusammen. Wir wollen am 1. Mai, am Tage der gesunden Lebensfreude und Lebensbejahung, freudig bekennen: Deutschland ist schöner geworden! Freut euch des Lebens! Das danken wir Deutschen allein Adolf Hitler, unserem Führer. (gez.) Dr. R. Ley.“ Berge geflüchtet und hatten sich versteckt, bis sie unter dem Schutz der Nationalen zurückkehren konnten. Die meisten stehen jetzt ohne Hab und Gut vor ihren ausgebrannten Häusern. Selbstverständlich haf das nationale Oberkommando sofort die nötigen Hilfs maßnahmen getroffen. Es ist nur zu hoffen, so schließt der Sonderbericht. erstatter seine erschütternde Darstellung, daß die plan mäßig grausame Zerstörung des Städtchens Eibar den sogenannten„bürgerlichen" baskischen Separatisten endgültig die Augen öffnet und die Lösung ihres unnatürlichen Bündnisses mit den bolschewistischen Mordbrennern, die ihre Heimat in einen Trümmerhaufer. verwandeln, herbeiführt. Durango erobert fer ein Schunder drutscher Fugene vor Gericht— Zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt gesetz. e st. Was ist der verheerende Erfolg? Wir Deutschen kennen die schrecklichen Auswirkungen einer verantwortungslosen Inflationspolitik schon aus den Jahren 1919 bis 1923. Wettlauf zwischen Löhnen und Preisen. Schwerste Rückwirkung für die Volkswirtschaft. Die Exportfähigkeit wird herabgedrückt, Folge: Arbeitslosigkeit. Kleine und mittlere Betriebe können nicht mehr existieren bei den neuen Lasten, also ebenfalls drohende Schließung der Betriebe. So schreibt denn„La voix peuple“(„Stimme des Volkes"), Paris in der Nummer 188 vom Juni 1936 folgendes niederschmetternde Urteil: „Die Gewerkschaften. Jouhaur, der Allgewaltige des französischen Landesverbandes, der auch neuerdings als zu den 200„Proletariern“ Frankreichs gehörend bezeichnet wird, weiß(bei Auslösung des Streiks) nicht, in welchen Verhältnissen die Arbeiter leben, und ist über die niedrigen Löhne überrascht. Auf einer Ausschußsitzung des französischen Gewerkschaftsbundes:„Die gegenwärtige Bewegung“ (diese erst! Die Uebersetzer.)„hat, dessen bin ich sicher, jedem einzelnen von uns Zustände offenbart, die wir nicht vermutet hätten...“„Erst im Laufe dieser Streikbewegung haben wir uns über die in gewissen Berufen existierenden jämmerlichen Lohnbedingungen unterrichten können.“ So sind die Segnungen des Marxismus und der vielgepriesenen Demokratie allüberall. Blicken wir nach der Tschechoslowakei: Auf Grund von Daten der Zentral=Sozialversicherungsanstalt, die die Lohnverhältnisse in diesem Jahr (1936) illustrierten, können von 2 207818 Versicherten 67 Prozent(1 479 238) sich nicht einmal das Allernotwendigste zur Bestreitung des Lebensunterhaltes leisten. Oder folgendes: Aus einer Ansprache an den Präsidenten Benesch: Am 21. April 1936 wurde eine Abordnung des rwd Arnsberg, 29. April. Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts in Arnsberg hatte sich am Donnerstag der 56 Jahre alte Pfarrvikar Johann Meiwes aus Nordborchen bei Paderborn wegen widernatürlicher Unzucht und fortgesetzter Vornahme unzüchtiger Handlungen an Minderjährigen zu verantworten. Die Verhandlung, während deren Verlauf die Oeffentlichkeit ausgeschlossen wurde, enthüllte ein erschütterndes Bild von der Skrupellosigkeit, mit der dieser katholische Geistliche, der keine Hemmungen kannte, die ihm anvertraute Jugend zur Befriedigung seiner widernatürlichen Neigungen mißbrauchte. Pfarrvikar Meiwes ist in den Jahren 1931 bis 1933 in Belecke im Kreise Arnsberg als Geistlicher tätig gewesen. Als Seelsorger hatte er auch in den oberen Klassen der Volksschule aushilfsweise Religionsunterricht zu erteilen. Er war ferner zum Präses des katholischen Jünglingsvereins bestellt. In Belecke hat er sich ar vier seiner Schüler und Zöglinge vor und nach deren Entlassung aus der Schule in überaus schamloser und ehrloser Weise und in einem Falle zu unglaublich wiederholten Malen vergangen. Vor Gericht wurde auch das Ergebnis der Nachforschungen nach dem Treiben Meiwes vor 1931 klargestellt. Danach hat er sich nachgewiesenermaßen schon in den Jahren 1918 bis 1926— während dieser Zeit war Meiwes in Rotthausen(Kreis Gelsenkirchen) und in Medebach als katholischer Geistlicher tätig— in einer nicht gezählten Anzahl von Fällen an Jugendlichen vergangen. In den Gemeinden war er als Säufer bekannt. Die wiederholten Ermahnungen seitens seiner vorgesetzten Kirchenbehörde, den Alkoholgenuß einzustellen, schlug Meiwes immer wieder in den Wind. Trotz aller Versprechungen wurde er immer wieder rückfällig. Es folgte Strafversetzung auf Strafversetzung. Er ließ aber von seiner Trunksucht und von seinen widernatürlichen Neigungen nicht ab. Meiwes ist geständig und gibt die ihm nachgewiesenen Straftaten in vollem Umfange und in vielen Fällen in allen Einzelheiten zu. Nach seinen eigenen Aussagen und den Aussagen der acht als Zeugen erschienenen Opfer hat Meiwes immer das gleiche Verfahren angewandt, um die Kinder an sich zu locken. Er forderte unter nichtigem Vorwand jedesmal einen der Knaben, die ihm bei der Messe dienten und denen er Religionsunterricht erteilt hatte auf, in seine Wohnung zu kommen, führte ihn in sein Schlaf= oder Arbeitszimmer und schloß die Tür von innen ab, so daß die ahnungslosen verängstigten und sich zur Wehr setzenden Kinder hilflos seinem Zugriff und seinen Handlungen preisgegeben waren. Schwer haben die Kinder unter ihrem Erzieher gelitten. Die Scheußlichkeiten, die sich hinter der verschlossenen Tür der Pfarrwohnung abspielten und vor Gericht von den bedauernswerten Opfern und Meiwes selbst übereinstimmend geschildert wurden, sind nicht wiederzugeben. Die Zeugen beteuerten immer wieder den Abscheu, den sie während der Zusammenkunft mit Meiwes gegen diesen empfunden haben. Regelmäßig richtete Meiwes hinterher an die Knaben die Aufforderung, zu niemandem über das Geschehen zu sprechen und bei der nächsten Beichte die Vorgänge anzugeben. Meiwes entschuldigte die von ihm an den Knaben begangenen Straftaten mit übermäßigem Alkoholgenuß, der ihn in völlige Trunkenheit versetzt habe. Einige Zeugen sagten aus, daß sie Meiwes wiederholt in betrunkenem Zustand angetroffen hätten und daß sie von ihm mit Wein und Bier bewirtet worden seien. Ueber die Frage der Verantwortlichkeit für seine Straftaten äußerten sich die Sachverständigen dahin, daß Meiwes der Trunksucht verfallen und außerdem erblich belastet sei. Untei Berücksichtigung dieser Tatsache, aber auch des ungeheuren Schadens, den der Angeklagte angerichtet hat, in Anbetracht der Häufigkeit der Verbrechen und angesichts der Länge des Zeitraumes, über den sich die Straftaten erstrecken, betrachtete das Gericht in seinem Urteilsspruch den Angeklagten als einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher und verurteilte ihn 1. wegen fortgesetzten Verbrechens gegen den§ 176,3 in zwei Fällen, jedesmal in Tateinheit mit Verbrechen gegen§ 174,1 und Verbrechens gegen§ 175 und 2. wegen fortgesetzten Verbrechens gegen§ 174 in zwei Fällen zu einer Gesamtzuchthausstrafe von drei Jahren, auf die die Untersuchungshaft angerechnet wird Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklagten für die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Außerdem erkannte das Gericht, daß der Verurteilte in einer Heil= und Pflegeanstalt untergebracht wird. Elbur nur noch eine Trummerstatte Mit Dynamit und Benzin wüteten die bolschewistischen Mordbrenner anb Eibar, 29. April. (Vom Sonderberichterstatter des DRB.) Ein neuer Beweis für die planmäßige Zerstörungstaktik der spanischen Bolschewisten ist das baskische Städtchen Eibar, das vor wenigen Tagen durch die nationalen Truppen des Generals Mola auf ihrem glänzenden Vormarsch an der Biskaya=Front eingenommen wurde. Allein es war ein Trümmerhaufen, den die roten Mordbrenner nach ihrer Flucht zurückließen. Getreu Strecken die Straße nicht weniger als siebenmal durch Sprengungen unterbrochen. Die Bolschewisten wollten dadurch einen überraschenden Schlag der Nationalen gegen Eibar unterbinden. Doch halfen auch diese Zerstörungen nichts, denn durch eine glänzende taktische Operation kamen die Truppen vom Rücken, vom Westen her in die Stadt. Schon bevor man die letzten Hänge, die Eibar noch verdecken, umfahren hat, sieht man die dicken Rauchschwaden der Brände zum Himmel steigen. Am EinZeMNordbrenner nach ihrer Flucht zurückließen.„zgrten gang der Stadt stehen noch zwei Meter dicke, mit Ze den Anweisungen ihrer Moskauer Lehrmeister, füh##e ment aufgebaute Steinbarrikaden. Die ersten Hause sie die Zerstorung Eibars nach den gleichen schandlichen sind upheschädigt Geht man va Materst: Methoden durch wie bereits im September die Vernichtung von Irun. Als die Bolschewisten die südlichen Hänge der baskischen Berge verloren hatten und keine Möglichkeit mehr sahen, Eibar zu halten, flüchteten sie unter Zurücklassung von Brandkommandos, die die ganze Nacht hindurch bis kurz vor dem Einmarsch der Nationalen in die Stadt ihrer sinnlosen Vernichtungsgier ungehemmten Lauf ließen. Sie benutzten vor allem Dynamit. Wo dies nicht ausreichte, wurde Benzin zu Hilfe genommen, um die Zerstörung zu vollenden. Selbstverständlich schonte man weder Kirchen noch Krankenhäuser. Hier zeigte sich wieder unverhüllt das wahre Gesicht, die widerliche Teufelsfratze des Moskauer Bolschewismus, der auch hier wieder bewiesen hat, wie feindlich und wesensfremd er dem wirklichen Arbeitertum gegenübersteht, denn gerade die Arbeiterviertel waren es, die von der Zerstörungswut dieser Brandkommandos am härtesten mitgenommen wurden. Der Sonderberichterstatter des DRB. hat dem so schwer heimgesuchten Städtchen einen Besuch abgestattet, um die hier verübten bolschewistischen Greuel als Augenzeuge schildern zu können. Er schreibt: Fährt man an der Küste hinab durch die grünen baskischen Berge nach Elgoibar, um auf der Hauptstraße weiter nach Eibar zu kommen, so sieht man schon viele Kilometer vorher die ersten Spuren der bolschewistischen Zerstörung. In dem engen Tal ist auf kurze sind unbeschabigt. Gehr man 50 Meter weiter auf der Hauptstraße, so stößt man bereits auf die ersten ausgebrannten Ruinen. Rechts die leeren Fensterhöhlen einer Fahrradfabrik, links der Straße die ersten kleinen Waffenfabriken, bei denen die Balken noch glimmen. Die Stadtmitte ist eine einzige Trümmerstätte. Die zahlreichen kleinen Waffen= und Stahlwarenwerkstätten, die Eibar seinen Weltruf verschaft haben, sind in Schutthaufen verwandelt. Das Feuer hat sich bei starkem Wind durch alle Straßen des Zentrums und darüber hinaus nach den seitlichen Häuservierteln weitergefressen und fast kein Gebäude unversehrt gelassen. Wie ein Trauermal ragt im Zentrum allein die Andreaskirche aus dieser Zerstörung. Sie ist unversehrt geblieben, weil der in der Sakristei angelegte Brand durch die dicken Steinblöcke des Mauerwerks aufgehalten worden ist. Die Straßenzüge am Ausgang der Stadt sind wie durch ein Wunder von den Flammen verschont geblieben, obwohl auch hier viele Lücken gähnen. Erschreckend ist die Leere in dieser toten Stadt. Die Bolschewisten haben bei ihrem Abzug alle Einwohner, die sich nicht von ihrem Heim trennen wollten, mit der Waffe in der Hand gezwungen, mit über die Berge nach Bilbao zu flüchten. So sind von den 15 000 Bewohnern kaum 500 in der Stadt geblieben. Viele von diesen haben unter Lebensgefahr das Eintreffen der nationalen Truppen abgewartet, andere waren in die. Die Baskenfront der spanischen Bolschewisten in 10 Kilometer Breite durchbrochen Salamanca, 29. April. Der nationale Heeresbericht vom Mittwoch meldet von der Front von Asturien, daß feindliche Angriffe zurückgewiesen wurden. An der Front von Biskaya wurden die Operationen mit aller Energie und Schnelligkeit fortgeführt. Die nationalen Truppen haben die Orte Sequeitio, Aulestia, Cenarruza, Guerrilaiz, Amoroto, Ispaster und die Berge von Alamandi und Motrela besetzt sowie einige kleinere Orte östlich von Guernicc. von dem die Truppen nur noch zwei Kilometer entfert sind. Nach heftigem Kampfe haben die nationalen Truppen die Stadt Durango in ihren Besitz gebracht, die von den Bolschewisten als Hauptverteidigungsstellung vor Bilbao ausersehen war. Hunderte von Toten und Gefangenen sowie zahlreiches Kriegsmaterial fielen in die Hand der nationalen Truppen, die zwei Kilometer vor Guernica stehen. Die Front der Bolschewisten ist in einer Breite von 10 Kilometer durchbrochen worden. Als die nationalen Truppen sich noch 15 Kilometer von Guernica entfernt befanden, haben die Bol schewisten die Stadt in Brand gesteckt und die Schuld den nationalen Fliegern zugeschoben, die grundsätzlich nur militärische Ziele und die Waffenfabriken in der Etappe bekämpfen und die anderseits über Guernica nicht operieren konnten, weil das Wetter es nicht erlaubte. Guernica besetzt San Sebastian, 29. April. Am Donnerstag nachmittag haben die nationalen Truppen die Stadt Guernica besetzt. Sie haben zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet und auf ihrem Vormarsch eine Abteilung der bolschewistischen Milizen gefangengenommen. Die italienischen Journalisten in Berlin Berlin, 29. April. Die italienischen Journalisten, die sich als Gäste der Reichsregierung seit einer Woche in Deutschland aufhalten, sind am Donnerstag nachmittag mit dem„Fliegenden Hamburger“ in Berlin eingetroffen. Partei, Staat und die Berliner Bevölkerung bereiteten den führenden Vertretern der Presse des befreundeten Italiens ein herzliches Willkommen. Die große Deutschlandreise der Gäste erreicht mit ihrer Ankunft in Berlin den Höhepunkt. Werden sie doch hier Gelegenheit haben, zusammen mit dem italienischen Unterstaatssekretär Ricci und den Balillaführern den Veranstaltungen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes beizuwohnen und so zu erleben, wie es in der Hauptstadt des Reiches um das Deutschland Adolf Hitlers bestellt ist. In der Halle des Lehrter Bahnhofs hieß Hauptmann a. D. Weiß namens der Berliner und aller deutschen Schriftleiter die faschistischen Berufskollegen in der Reichshauptstadt herzlich willkommen. Nachdem die italienischen Nationalhymnen verklungen waren, dankte der Führer der Gäste, Generaldirektor der Presse im italienischen Presse= und Propagandaministerium Dr. Casini, für die herzliche Begrüßung. Er hob dabei hervor, daß die Reise allen Teilnehmern tiefe Eindrücke von dem einzigartigen Aufbauwillen vermittelt habe, der Deutschland beseele. Nach den deutschen Nationalhhymnen schritt Dr. Casini in Begleitung des stellvertretenden Pressechefs der Reichsregierung, Ministerialrats Berndt, und des Leiters des Reichsverbandes der Deutschen Presse, Hauptmanns a. D. Weiß, die Front der Ehrenformation ab. 30 Motorradfahrer vom Motor=Lehrsturm 1 der Motorbrigade Berlin gaben den Gästen auf dem Wege über den Königsplatz und durch die flaggengeschmückte Wilhelmstraße zum„Kaiserhof" das Ehrengeleit. Die italienischen Journalisten folgten am Donnerstag abend einer Einladung der Reichsregierung zu einem Begrüßungsabend im„Kaiserhof". Auch der italienische Botschafter Attolico nahm mit den Mitgliedern seiner Botschaft und einer größeren Zahl der ständig in Berlin weilenden italienischen Pressevertreter teil. Von deutscher Seite waren erschienen Minister Dr. Goebbels, die Reichsleiter Amann und Dr. Dietrich, die Staatssekretäre Dr. Lammers und Funk, der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse, SA.=Gruppenführer Weiß, sowie zahlreiche andere führende Männer von Partei und Staat. Im Namen des Führers begrüßte Dr. Goebbels die italienischen Gäste. Er hob dabei die Bedeutung dieses Besuches hervor, der ein neuer Ausdruck der schon fast traditionell gewordenen deutsch=italienischen Freundschaft sei. Dr. Goebbels schloß seine Begrüßung mit einem Heil auf den itolienischen König sowie den italienischen Regierungschef Mussolini. Im Namen der Gäste dankte der Generaldirektor im italienischen Presse= und Propagandaministerium Dr. Casini für die herzlichen Worte des Ministers und schilderte die wundervollen Eindrücke der bisherigen Fahrt durch Deutschland. Seinen Ausführungen schloß sich der italienische Botschafter Attolico mit auf den deutschen Führer an. mit einem (Weitere politische Nachrichten auf Seite.) Seszsleute). Stellvertreier Frig“ Paul Oterichs(bessleutz ##8 Schmidt. Verantwortlich, fu. Politik: Ruvolf Foest(beurlaubt). i. V. Frid Schmidt, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adol Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte, Kulkurpolttik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwer“ .55551—P rischaft und Bllder: Fritz Schmidi Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel. Sport: „Horgberg, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt. VerUn=Karlsborft,„Heiligenberger Str. 25 Anruf Karlsdorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, BerlinCharlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum. Nn — Zur Zeit, In. Breis1/16, Nr. 8 au1tgggrloch laßstafsel B.— DA. III, 31 üder 24 iml. Sprechstunden„ 33.— Zur Zei, Is, Breist/g, Nr, 8 alltisgher'## lahzstassel B.— DA. unt. 87 über 24 um. Sprechltucpen, Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstane. von 16 bis 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Halwpilot, Rückiendung nur bei Rücvorto Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten 1 Ta „Wie iset Karl, gel —„Drei Schr Jahr nicht.(Dazu ein bewegung.)„Hab' die Vorjahre. Junge, wer Und dann sechs Woch Nee, feiert allein, mich Harpen.“ Dieses Fra in den letzten Tagen: in Bochum entwickelt Schwüre geschwaxen we männliche Stanohartigk blauweißen Mütze Trit dorn=Jungen die Troi fronten sich mit frische Fahnen schmückten, wa and", war die Erinne verqualmte Küche verg Zugkraft von zehn P seinen Vätern hat, läß wird auch die strengste stand nicht verständnis und der Bochumer eben Im Namen aller, di Die Junggesellen Gewehre Grundsatz untreu w Frauen, Bräute unt zum 549. ein Auge Fällen" zwei Augen deutet bekanntlich all währt also schon im Abschlußball im S Euer Lohn sein. Vor einer 549j in den letzten Woch bührenden Respekt. morgen noch der strahlenden Sonne glücklicherweise als 1 gesellenschützen sind ihre messerscharf aus ßen Buren nicht du Petrus schien seine wollen. Ihm also Daß die günsti steigertes maiabend Bevölkerung erwecke Kompagniebefehl sa bei Uhlenbruch vor deutschen Wehrfreih Kompagniebefehl wi mann!"— Währe Speckschweiz, Auer sich aus dem„Wa Gewehre herauskla lokal des Offizierko pelle zum ersten Ma Das Antreten platz hatte insofern as zu den Vors# Die auf der rechten schloß sich also de Junggesellenhauptn rat Stumpf an Marsch durch Bock streich auf dem Ra Zapsenstreich un Stadt 549. Ma den Weg dann pro zur Gew Die 21.30 bi festgesetzt Seite 3 Nr. 100 7 Bochumer Anzeiger7 Freitag, 30. April 1937 Bochumer 9 ne rutnenWirerr zarninnen.... Laut Kompagniebefehl:„349. Maiabendfest mit dem Großen Zapfenstreich traditionsgemäß eingeleitet“ Die SA. ruft zum Dankopser der Nation Wie iset Karl gehste wieder mit zum MaiabendDrei Schritte Abstand, nein, in diesem Jahr nicht.(Dazu eine entsprechend energische HandHab' die Nase noch gestrichen voll vom hre. Junge, wenn ich daran zurückdenke zun sechs Wochen lang Qualm in der Küche. Ne, feiert allein, mich bringen keine zehn Pferde nach Harpen.“ Dieses Frage=und=Antwort=Spiel wird sich letzten Tagen vor dem Maiabendfest allüberall in Bochum entwickelt haben. Dutzendweise sind heiße Schwüre geschworen worden. Endlich, endlich sollte die iche Standhaftigkeit gegen die Versuchungen der blauweißen Mütze Triumphe feiern. Und als die Heidorn=Jungen die Trommelstöcke rührten, die Häusersich mit frischen Maien und den blauweißen “, schmückten, waren sie doch alle wieder„beieinand“ war die Erinnerung an die sechs Wochen lang verqualmte Küche vergessen und bedurfte es nicht der Zugkraft von zehn Pferden. Was man ererbt von seinen Vätern hat, läßt sich nicht verleugnen. Darum wird auch die strengste Hausfrau dem mildernden Umstand nicht verständnislos gegenüberstehen, daß Bochum und der Bochumer eben maiabendfestlich vorbelastet sind. Im Namen aller, die der Tradition zuliebe ihrem Während des Zapfenstreiches auf dem Rathausplatz. Aufnahmen:..-Brüning Die Junggesellen schmücken die soeben empfangenen Gewehre mit Blumensträußen. Grundsatz untreu werden, richten wir den Appell an Frauen, Bräute und die, die es werden wollen, auch zum 549. ein Auge und in ganz„besonders gelagerten Fällen“ zwei Augen zuzudrucken. Alles verstehen, bedeutet bekanntlich alles verzeihen. Bochumerinnen, gewährt also schon im voraus Ablaß, der Walzer beim Abschlußball im Schützenhof am Freitag abend soll Euer Lohn sein. * Vor einer 549jährigen Tradition zeigte auch der in den letzten Wochen so mißgelaunte Wettergott gebührenden Respekt. Das Mißtrauen, das wir gestern morgen noch der endlich in frühlingshaftem Glanze strahlenden Sonne entgegengebracht hatten, erwies sich glücklicherweise als unbegründet. Den blauweißen Junggesellenschützen sind auf ihrem Marsch durch die Stadt ihre messerscharf ausgebügelten Bügelfalten in den weißen Buren nicht durch Regengüsse verunstaltet worden. Petrus schien seine Vorjahrssünden wiedergutmachen zu wollen. Ihm also drum ein Spezielles... Daß die günstigen Witterungsverhältnisse ein gesteigertes maiabendliches Interesse in der Bochumer Bevölkerung erwecken würden, war zu erwarten. De Kompagniebefehl sah um 19 Uhr den Gewehrempfang bei Uhlenbruch vor. Im Zeichen der neu erstandenen deutschen Wehrfreiheit darf man weniger denn je einem Kompagniebefehl widerstehen.„Zur Stelle, Herr Hauptmann!“— Während also die einzelnen Gruppen— Speckschweiz, Auerhahn, Juckepinn, Schlegel usw. sich aus dem„Waffenarsenal“ im Hof der Uhle ihre Gewehre herausklaubten, kündigte im Versammlungslokal des Offizierkorps, Schulze die Herbstsche Kavelle zum ersten Male an, daß der Mai gekommen sei... Das Antreten der Kompagnie auf dem Wilhelmsplatz hatte insofern eine Schwierigkeit, als im Gegensaß zu den Vorjahren hier die Automobile parkten. Die auf der rechten Straßenseite angetretene Kompagnie schloß sich also dem von links anmarschierenden, von Junggesellenhauptmann Hucklenbroich und Stadtkat Stumpf angeführten Offizierkorps an, um ihren Marsch durch Bochums Straßen zum Großen Zapfenstreich auf dem Rathausvorplatz anzutreten. Zapfenstreich und Feuerwerk auf dem Rathausplatz Kurz nach 21 Uhr traf der Zug des blumengeschmückten Offizierkorps und der Schützen, die ihre eden„gefaßten" Gewehre mit den entsprechenden Kennzeichen ihrer Gruppen versehen hatten, auf dem von einer tausendköpfigen Zuschauermenge umlagerten, abgeperrten Rathausvorplatz ein, wo er sich mit militärischer Exaktheit formierte. Als von den Zuschauern hern gesehene Zugabe spendeten die umliegenden Gedäude erstmalig ein Feuerwerk. Stadtrat Stumpf ließ es sich nicht nehmen, dem 949. Maiabendfest wiederum ein Geleitwort mit auf den Weg zu geben. Dem Großen Zapfenstreich folgte dann programmäßig der Abmarsch zum Schützenhof zur Gewehrabgabe. Die für die Gewehrabgabe vorgesehene Zeit von 71.30 bis 24 Uhr war glücklicherweise so großzügig beütgesetzt worden, daß— wie wir uns persönlich überzeugen konnten— auch noch für„Annahmen“ genügend Spielraum übrigblieb.(Prost, Herr OberleutNichtsdestoweniger fügte sich um 24 Uhr die Kompagnie in Disziplin dem Abmarschbefehl zur Auflösung auf dem Marktplatz. Damit hatte der erste Teil des 549. Bochumer Maiabendfestes seinen Abschluß gefunden. PS.: Wer das Wecken heute morgen um 6 Uhr versäumt hat, dem möge der Hinweis dienen, daß der Abmarsch nach Harpen um 8 Uhr vom Alten Markt aus erfolgt, daß um 9 Uhr die blauweiße Kompagnie noch im Schützenhof und um 10 Uhr in der Ritterburg zu erreichen ist. Wem das Mittagessen das Erstrebenswerteste dünkt, der möge sich um 13 Uhr bei Stratmann in Harpen einfinden. Botaniker kommen um 16 Uhr noch zur Pflanzung der Eiche im Stadtpark, Materialisten um 17 Uhr zur Auszahlung der Zinstaler auf dem Alten Markt zurecht. Allerletzter Termin zur Teilnahme am 549 Maiabendfest ist der Ball im Schützenhof um 20.30 Uhr. Hbg. Die Bochumer Schützen und die Strunkedel Alte Chroniken erzählen. Bekanntlich tragen die Bochumer Schützen die Bezeichnung„Maischützen" noch nicht sehr lange. Ihr ursprünglicher Name war„Amtsschütze". Diese Amtsschützen aus dem gesamten Amte Bochum waren den Strünteder Rittern untertan, das heißt, sie mußten untertan sein. Der bekannteste und berüchtigste unter ihnen war der„tolle Jobst“, der in steter Fehde mi dem kurkölnischen Veste Recklinghausen lebte. Hierzu benötigte er Soldaten, die die Herner Bauernschaften allein nicht stellen konnten. So mußten denn die Bochumer Schützen herhalten, die verpflichtet waren, auf der Strünkeder Signal herbeizueilen und mit Strünkede in den Kampf zu ziehen. Sammelpunkt der Bochumer war immer die Beekvorte. Durchschnittlich hatten sich zweihundert Mann zu stellen. Der Weg nach Herne führte damals noch über Grumme und Hiltrov. Die Herner Straße wurde erst im Anfang des 19. Jahrbunderts angelegt. Trotz des guten Tagegeldes war die Stimmung bei den Bochumer Amtsschützen gerade keine allzu frohe, nur unwillig folgten sie dem Gebot des Ritters, für den sich zu schlagen kein Ruhm war. Der Strünkeder wußte das und teilte die Bochumer unter die anderen Landsknechte auf, um ihre Kampfkraft zu erhöhen. Sie durften niemals im geschlossenen Verbande vorgehen. Gerieten Bochumer in die Gefangenschaft der Recklinghäuser, so wurden sie besser behandelt als die eigenen Leute des Herrn von Strünkede. Einmal verließen 15 Bochumer den Trupp des Strünkeders, der sie dann verfolgen ließ. In Gerthe kam es zum Kampf, bei dem die Bochumer zwei Herner ins bessere Jenseits schickten und den anderen einige breite und tiefe Narben beibrachten. Jobst naym, als er hiervon Kunde erhielt, die Verfolgung der Bochumer auf. die aber ihr Heil in Stievel suchten, das gicht, mehr zum Amte Bochum gehörte und daher für„### nicht betretbar war, da er sonst Streit mit dem werrn von Kemnade bekommen hätte. Die Herner erzählen sich, daß der tolle Jobst nur in die Hände der Reaunghäuser, die ihn dann erschlagen haben, geraten sei. weil die Bochumer ihm nicht beigestanden hätten. Lk. Achtung! Aenderung der Abmarschzeiten! Haurilans, m Sochun zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes am 1. Mai 1937 Swin gemsisturerG„„tamallung Selfenburg: Zug 1: Verantwortlich Pa. Böhler. Antreten Ortswaltungen Griesenbruch und WeitmarNord auf dem Moltkemarkt. Abmarsch 10.15 Uhr vom Moltkemarkt durch König=, Alleestraße, Rathausvorplatz, Bongard=, Kortum=, Horst=Wessel=, Castroper Straße, Stadion. Zug 2: Verantwortlich Pg. Behrendt. Antreten Ortswaltung Altstadt auf der Kurfürstenstraße, Spitze Cäcilienstraße, Antreten der Feiche: betriebsgemeinschaften 17 und 18 sche Handwerk) in der Bergstraße(Straßenstück zwischen Kurfürsten= und Horst=Wessel=Straße), Spitze Kurfürstenstraße. Abmarich 10.45 Uhr durch Kurfürsten=, Castrover Straße, Stadion. Zug 3: Verantwortlich Pg. Kampmann. Antreten Ortswaltungen Hofstede=Riemke. Hamme, Marmelshagen und Hordel in der Gudrun= und Cäcilienstraße mit Spitze Küppersstraße. Abmarsch 11 Uhr durch Küppersstraße, Stadion. Zug 4: Verantwortlich Pg. Hanwahr. Antreten Ortswaltungen Grumme=Vöde. Gerthe, Hiltrov=Bergen und Harven auf der Castrover Straße Nr. 235(Verwaltungsstelle 16). Abmarsch 11.15 Uhr durch Castroper Straße, Stadion. Zug 5: Verantwortlich Pg. Grüning. Dieser Zug wird gebildet von den Ortswaltungen Altenbochum, Laer. Felsenburg. Ehrenfeld, Wiemelhausen und Weitmar. Es treten an: Ortswaltung Altenbochum und Laer: Freiarafendamm, Spitze Wittener Straße: Ortswaltung Felsenburg: Düpvelstraße und Steinring mit Svitze Wittener Straße: Ortswaltung Ehrenfeld: Steinring. Spitze Christ=Königs=Kirche: Ortswaltung Wiemelhausen: Querenburger Straße, Spitze Steinring: Ortswaltung Weitmar: OskarHoffmann=Straße, Svitze Christ=Königs=Kirche. Abmarsch 10.15 Uhr. Ortswaltungen Altenbochum und Laer marschieren durch Wittener Straße. Hier sich an Felsenburg. Ehrenfeld. Wiemelhausen und Weitmar und ziehen durch Wittener Wrangelstraße, Lohbergbrücke, Harvener, Lange, Castrover Straße zum Die Fahnen werden in jedem Zuge in einer Spitzengruppe geführt. Vor dem Einmarsch in das Stadion schwenken die Fahnen aus und marschieren zur Ziegelstraße und nehmen dort Aufstellung mit der Spitze Die Reichsbetriebsgemeinschaft 17 und 18, der gesamte Handel und das deutsche Handwerk des Kreises Bochum marschieren geschlossen im Zuge 2, wie dort Der Reichsbund der Deutschen Beamten schließt bch mit seinen Ortsgruppen jeweils dem Zuge der einzernen Ortswaltungen an. Desgleichen schließen sich die Ortsgruppen des NSLB. den einzelnen OrtswaltunDa die Marschzeiten verkürzt wurden, haben alle Züge auf pünktlichen Abmarsch und flottes Durchmarschieren zu achten. Bochum, den 28. April 1937. Der Kreispropagandawalter Der Kreisprovagandader DAF. leiter. Neues aus Bochum In der Einzeichnungsstelle des Sturmes 17 auf der Kortumstraße. Unbeirrbar, allen äußeren Hemmungen zum Trotz, kämpft die SA. für die Verwirklichung der Ideen unseres Führers. Wenn es gilt, Sozialismus der Tat zu beweisen, hält die SA. die Spitze, die sie sich von niemandem streitig machen läßt. Nach deg. Programm der Bewegung sollen schaffende deutsche Menschen wieder zurückfinden zum Boden, dem sie entstammen, sollen zurückkehren als freie Menschen zur freien Scholle. Der Anfang ist gemacht.... 85 In Eichenkamp in Schlesien baut die SA. eine Mustersiedlung. Diese Anlage ist das Wirklichseit ee wordene Dankopfer der Nation des Jahres 1950, weiches die SA. zum vorjährigen Geburtstage des Führers durchführte. Dieses Werk muß fortgesetzt werden. Zugunsten von Siedlungen für Frontkämpfer, Kinderreiche, Kämpfer der Bewegung soll Dankopfer 1937 dienen, dessen Sammelaktion morgen, 1. Mai, abgeschlosen wird... 29, gi, mit zl. Wieder wendet sich die Su., die mit allen Schichten des Volkes wie kaum eine andere Gliederung der Bewegung verbunden ist an den Opfersinn und die Opferbereitschaft aller Volksgenossen. Niemand soll die letzte Gelegenheit zur Einzeichnung sich entgehen lassen, keiner darf fehlen Auch die kleinsten Gaben und Spenden sind willkommen. Jedermann muß es als seine Ehrenpflicht betrachten, dem Führer, dem Deutschland Ehre, Freiheit, Frieden und Brot verdankt, durch ein Opfer zu danken. Alle tragen sich ein in die Ehrenliste der SA. Die SA. erwartet alle noch fehlenden Volksgenossen in ihren Einzeichnungsstellen., Neben den schon bekannten Einzeichnungsstellen in Bochum hat auch der Sturm 8/17 im Kosthaus, Baarestraße 1, eine Einzeichnungsstelle aufgeschlagen. Am 1. Mai Flaggen heraus! Aus Anlaß des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf, die Wohnungen und Häuser mit den Fahnen des Reiches zu beflaggen. Denkt an die Arbeitsopfer am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes! Der erste Mai steht im Zeichen der überall angesetzten Betriebsfeiern. Alle Arbeitskameraden werden an diesen Feiern teilnehmen, weil die Betriebsführung und die Gefolgschaftsangehörigen die Parole herausgegeben haben: 4 Neht Gameraht“ „Keiner darf fehlen:— Ueol Kameraoschaft: Denkt deshalb gerade an diesem Tage an Eure Arbeitskameraden, die infolge Alters oder Unfalls aus der Gefolgschaft scheiden mußten, und ladet sie als Ehrengäste zu Euren Feiern teil. Vergeßt nie, daß sie, Arbeitsveteranen wie Arbeitsopfer, in ihren gesunden bzw. jungen Jahren ihre Kräfte dem Betrieb zur Verfügung gestellt haben. Zeigt Euch solidarisch! Wer sich zur Gemeinschaft bekennt, dem muß es eine Ehrenpflicht sein, diese Arbeitskameraden erst recht mit zu den Feiern einzuladen. Meinert, Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront. An alle Betriebsführer Alle HJ.=Angehörigen von Betriebsappellen befreien! Die Organisationsleitung des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes erläßt folgenden Aufruf: An die Betriebsführer! Am 1. Mai sind alle HJ.=Angehörigen voneventuellen Betriebsappellen und Kokosmatte aus dem Hausflur gestohlen. In der Nacht vom 25. zum 26. April wurde aus dem offenen Hausflur des Hauses Wittener Straße 99 eine neue bräunliche Kokosmatte gestohlen. Die Matte ist 68 mal 40 Zentimeter groß und 3 Zentimeter dick. Sachdienliche Angaben zu diesem Diebstahl nimmt die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35. Zimmer 242, entgegen. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. Packtasche von einem Motorrad gestohlen. Wie erst jetzt bekannt geworden ist, wurde in der Zeit vom 8. bis 12. April von einem Motorrade, das einige Tage an der Großtankstelle Ecke Wattenscheider und Verbandsstraße abgestellt war, eine Packtasche mit Inhalt gestohlen. In der Packtasche waren außer einem Fahrtnachweis und einem Kraftfahrzeugschein, lautend auf das Erkennungszeichen SS 4635, Zubehör für das genannte Motorrad, Werkzeuge, Vorratssachen. Werkstoffe, Vorschriften und Anweisungen und„Reinigungsgerät. Der Kraftfahrzeugschein ist ausgestellt für ein Solotraftrad BMW., 740 ccm., 18 PS., Type R 12. Fahrgestell Nr. 2921, Motor Nr. 2702. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Wo sind in der letzten Zeit Werkzeuge oder sonstige Zubehörteile für ein Motorrad zum Kauf angeboten worden? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 85, Zimmer 243. Iserlohner in Bochum. Zu einer ersten Besprechung über die 700=Jahrfeier der Stadt Iserlohn 1. bis 4. Juli trafen sich am Dienstag, 27. April, abends 8 Uhr, im Ratskeller Bochum, die in Groß=Bochum wohnenden Iserlohner. Es hatte sich erfreulicherweise eine große Zahl Landsleute eingefunden. Das nächste Wiedersehen findet am Dienstag. 25. Mai, abends 8 Uhr, ebenfalls im Ratskeller Bochum(Kortumzimmer) statt. Alle noch nicht gemeldeten Iserlohner sind zu diesem Abend herzlichst eingeladen oder wollen ihre Walter Hibbeler, Bochum, Bleichstraße 18, mitteilen. Wgnen Aufmärschen der Betriebe zu befreien, da sie vormittags.30 Uhr an der Jugendkundgebung vor dem Führer im Olympiastadion teilzunehmen haben. Die Jugendlichen werden dortselbst nach der Kundgebung verpflegt und können nachmittags an Betriebsfeiern teilnehmen. Zur Absperrung benötigte SA.=Männer marschieren nicht mit ihren Betrieben Die Organisationsleitung des Nationalen Feiertags des deutschen Volkes teilt ferner mit: Die SA.=Männer, die anläßlich des 1. Mai zur Absperrung benötigt werden, marschieren nicht mit ihren Betrieben, sondern stehen ihren Standarten zur Dienstleistung zur Verfügung. Die Betriebsführer wer Seite 4 Nr. 100; Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 30. April 1932 4 640 18.1 8 9 u 65 spielt Mailieder, Volk tanzt und singt unter dem errichteten Maibaum; 8. Fanfarenmarsch der HJ.: 9. Tanz: Tanzgruppe des B2M., anschließend Musik, Barich, Peigruge des BAlg den gebeten, entsprechende Anträge der SA.=Männer unter allen Umständen zu genehmigen. Keine Vorstellungen vor 18 Uhr am 1. Mai in den deutschen Filmtheatern Um am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes] Am Freitag, 30. April, erfolgt die Aufstellung des am 1. Mai einerseits den Gefolgschaftsmitgliedern der Maibaumes auf dem Platz vor dem StraßenbahnFilmtheater die Teilnahme an den Aufmärschen, Kund= betriebsbahnhof. Vorher findet ein Umzug durch die gebungen und sonstigen Veranstaltungen, anderseits Hauptstraßen der Hriswaltungen statt. Tanz usw. in bunter Folge. Ehrenfeld und Felsenburg: Robertstraße, Feldsieper Straße zum Festplatz an der Wanner Straße. Am 1. Mai, mergens 7 Uhr, erfolgt das Wecken durch die HJ. und den Spielmannszug. Weitmar=Nord: Das Mai=Einsingen findet am 30. April, um 20 Uhr auf dem Sportplatz der Zeche„Engelsburg", Essener Straße, statt. Das Wecken erfolgt am 1. Mai. Ze 1n.—.-..9 allen Volksgenossen den Besuch der Filmtheater zu ermöglichen, hat die Fachgruppe Filmtheater im Einvernehmen mit dem Präsidenten der Reichsfilmkammer für sämtliche Filmtheater bestimmt, daß die ersten Vorstellungen nicht vor 18 Uhr beginnen. Aufruf an die deutschen Haussrauen Die Gaufachgruppe Hausgehilfinnen in der Deutschen Arbeitsfront richtet folgenden Aufruf an die deutschen Hausfrauen: „Der 1. Mai, der Tag der Arbeit, soll für alle Schaffenden der Stirn und der Faust ein nationaler Feiertag sein. Wir richten deshalb an alle Haushaltungen die Bitte, auch den Hausgehilfinnen Gelegenheit zu geben, die Rundfunkübertragung zu hören, und Freizeit zur Teilnahme an den Veranstaltungen des 1. Mai zu ermöglichen.“ egam; Seeewallungen Rtalt. Mitwirkende sind HJ.,###., Werkschar, Straßenbahner=Singschar und Musikzug. Der Umzug beginnt um 19.30 Uhr. Der Postdienst am 1. und 2. Mai Hamme: Pflanzen des Maibaumes am 30. April. Antreten um 18 Uhr auf dem Zechenplatz der Zeche„Carolinen= glück". Absich durch durch Gahlensche Straße, Hindenburgplatz, Dorstener Straf Richardstraße, Eickeler Straße, Redemptoristenstraße, Werner Pleister(Berlin). Bochum im Deutschlandsender Heute HI.=Woche des Stadttheaters im Rundfunk Die Aufführungen, die im Rahmen der Woche „Dramatiker der HI.“ vom 11. bis 18. April in BoUnseren Dank an den Führer bringen wir in jedem Opfer zum Ausdruck, das wir uns zu nehmen bereit sind. Die Volksgemeinschaft, di nationale Freiheit und der soziale Frieden sind uns heute eine Selbstverständlichkeit. Einst waren sie es nicht. Es ist deshalb eine Ehrenpflicht, jenen Männern zu danken, die das Dritte Reich erkämpften und die es täglich durch neuen Einsatz tragen helfen. Für diese Männer gilt besonders der Satz des Führers: 30. F1 Harkisianden Jahresfest des Evangelischen Frauenvereins Rechen ist eine Selbstverständlichkeit, daß ein Meilenin der Geschichte eines Vereins, wenn er die „Es ist ein neuer deutscher Mensch geschaffen worden, und dieser neue deutsche Mensch hat unerhörte Opfer auf sich genommen.“ it zu erhalten und ihnen neue Lebenssoll der Zweck unseres Aufrufes sein. Schon in den vergangenen vier Jahren. ist dazu die Volksgemeinschaft zur Mitarbeit aufgerufen worden. Antwort liegt in dem Erfolg der„Hitler=Freiplatz= Spende": 450000 Männer der SA., SS., des RSKK., Politische Leiter, Mitglieder der Partei und HJ., sowie erholungsbedürftige Volksgenossen Es stein in der Geschi keix 2 stellung statt; fonst Jahreszahl 30 tragt, in einen festlichen Rahmen geAm 1. Mai findet keine Zusteuung stalt; sonstiger stellt sein will. Der Evangelische Frauenverein Rechen, 2. Mai ist eine Brief=, Geld= der am 29. April sein 30jähriges Bestehen feiern durfte, Dienst wie sonntags. Am und Paketzustellung, im übrigen Sonntagsdienst. Heute Köln einschalten! Westsalen=Süd gibt das Zeichen zur Errichtung der Maibäume in Westdeutschland Die Deutsche Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" des Gaues Westfalen=Süd, tritt am Vorabend des 1. Mai mit einer Gemeinschaftssendung„Arbeiter, Bauern und Soldaten singen den Mai ein“ an die Oeffentlichkeit. Die Uebertragung erfolgt am Freitag in der Zeit von 19 bis 19.45 Uhr aus der alten Bauernstadt Soest. Mit dieser Veranstaltung, die gewiß alle Hörer im weiten Land, besonders aber im Gau Westfalen=Süd, interessieren wird, pflegt die DAF., NSG Kraft durch Freude" die urPfiegr die Tay., Ree.„Kraft balch Hlude“, die ursprunglichste Form des Brauchtums und eine der zeitgemäßen und neuen Weltanschauung unserer Gemeinschaft entsprechende Feiergestaltung. Alle sollen sich mitfreuen, wenn unsere Soester Volksgenossen am Freitag abend ihr großes Fest feiern. Darum Achtung! Heute in der Zeit von 19 bis 19.45 Uhr den Reichssender Köln einschalten! Hiermit wird das Signal gegeben zur Errichtung der Maibäume in Westdeutschland. Der Mai wird eingesungen Maibäume in den Stadtteilen Wie in jedem Jahre, wird der Mai mit frohen Volksliedern eingesungen, und an der Spitze der Liedauswahl wird auch diesmal das Lied„Freut Euch des Lebens" stehen: Freut Euch des Lebens, froh seid zu jeder Stund'. Hell Eure Augen, lachend der Mund. Das Leben bringt oft Kampf und Müh', Doch wär's nicht schöner ohne sie; Leben bringt uns Arbeit viel, Dann freut uns Tanz und Spiel: Freut Euch des Lebens, froh seid zu jeder Stund', Hell Eure Augen, lachend der Mund. Andere Lieder sind: Der Mai ist gekommen... Der Mai, der Mai, der lustige Mai... Der Maien ist kommen, und das ist ja wahr... Im Maien, im Maien, die Vögelein singen... usw. Außerdem können die Gesangvereine, soweit sie eingeschaltet sind, Berufslieder singen, z..: Wir Bergleute hauen fein... Im Märzen der Bauer die Rößlein eingespannt.. usw. Das Mai=Einsingen, Maibaumpflanzen, erfolgt fast allen Ortsgruppen. Bochum=Altstadt: 18.30 Uhr: Antreten auf dem Platz an der Trankgasse(städt. Verwaltungsgebäude), anschließend Marsch durch folgende Straßen: Trankgasse. Brüderstraße, Neumarkt, Rottstraße, Kortumstraße bis zur Drehscheibe, Bongardstraße bis zum Rathausvorplatz, dann 1. Gein meinsames Lied„Der Mai ist gekommen"; 2. Fanfarenmarsch der HJ.; 3. Ansprache PL.; 4. Gemeinsames Lied„Freut Euch des Lebens"; 5 Tanz: Tanzgruppe des BDM.; 6. Singschar der HI.; 7. Musik lud am Nachmittage dieses Tages, nachdem die Frauen der Gemeinde am Vormittag ein Gottesdienst vereinte, zu einem Feste im mit Frühlingsblumen reichgeschmückten Saale des Ernst=Moritz=Arndt=Hauses ein, das sehr stark besucht war. Nach einem gemeinschaftlichen Gesang und der herzlichen Begrüßung durch Frau Schrader, die langjährige Vorsitzende des Vereins, und nach einem Weihespiel, gab Frau Schrader einen ausführlichen Bericht über die 30jährige Tätigkeit des Frauenvereins Rechen, der eine Kette von Liebestätigkeit in der Gemeinde bedeutete. Es ist nicht möglich, all die Daten aufzuzeichnen, all die Liebeswerke aufzuzählen, die der Verein in den Jahren seiner unermüdlichen Tätigkeit zeigte, und dennoch verlohnt es sich, einmal der Tage zu gedenken, da der Verein Außergewöhnliches leistete, während der Kriegszeit, der Inflation, des Franzoseneinbruchs. Nachdem die Vorsitzende anschließend den Jahres= und Kassenbericht verlesen hatte, lohnten die Mitglieder ihrer geliebten Vorsitzenden, die nun schon seit dem Jahre 1918 die Geschicke des Vereins leitet, für ihre ruhrende Mühewaltung mit reichen Blumenspenden. Anschließend nahm der Pfarrer der Gemeinde, Dr. Klein, das Wort zur Festrede, die eine Mahnung an die Frauen bedeutete, auch fernerhin im gleichen Sinne an ihrer Liebesarbeit weiter zu schaffen, deren Kern und Stern das Sichbesinnen auf den Glauben sei. Er gab dem Wunsche Ausdruck, noch lange Zeit in diesem Kreise sein zu dürfen, damit das Band der Liebe und des Vertrauens noch enger geschlungen werde. Sehr feierlich war die Ehrung der Jubilarinnen, der 15, die seit dreißig Jahren, und 47 Frauen, die seit mehr als 25 Jahren treu zum Verein standen und von Frau Schrader ein schlichtes Silberkreuz erhielten. Zum Ausklang dieser Weihestunde übergab Dr. Klein Frau Schrader ebenfalls ein Silberkreuz. Den festlichen Rahmen bildeten von Fräulein Rust und Frau Heyde mit sehr viel Wärme und Innigkeit vorgetragene Lieder, von Fräulein Petri begleitet, die starken Beifall ernteten. Ebenso freudig begrüßt wurden die Darbietungen des Frauenchors unter Leitung von Lehrer Veigt, und das Märchenspiel, das von Frau Busch eingeübt und von Fräulein Tschörner begleitet wurde. Ein Schlußwort des Pfarrers Dr. Klein, ein gemeinsamer Gesang und der Segen gaben den Abschluß dieser festlichen Veranstaltung des Frauenvereins Rechen. stammt aus dem zuerst genannten Diebstahl in der Roonstraße, der in der gleichen Nacht ausgeführt wurde. Wer kann zu diesen hier angeführten drei Einbruchsdiebstählen sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 246. erhielten einen kostenlosen Erholungsurlaub aus den Reihen des deutschen Volkes zur Verfügung gestellt. Eine seine„Sammelei“ In dem wahren Opfergeist, der nie ermattet, ist die Größe der Zukunft unseres Volkes begründet. Darum ergeht auch in diesem Jahre der Ruf an alle, die dazu in der Lage sind. Spendet Freiplätze! Wieder sollen Zehntausende einsatzbereiter Kämpfer Wäsche= und Hausgerätdiebstähle zur„Herstellung" von Lumpen und Altmaterial Am 26. April wurden aus einigen unverschlossenen Waschküchen in der Oskar=Hoffmann=Straße zum Waschen bereitgestellte Wäschestücke entwendet. In der Hauptsache sind es bunte Wäsche, die gestohlen worden ist, und Sachen, die bereits stark abgenutzt waren. Es liegt die Vermutung nahe, daß Täter in Frage kommen, die das Diebsgut an Altwarenhändler absetzen. Bei den Ermittlungen sind die Feststellungen gemacht worden, daß Lumpensammler jungen Burschen Karren zum Sammeln der Altwarenvorräte zur Verfügung stellen und daß einige dieser jungen Burschen nun einsammeln, was ihnen in die Finger fällt. Sie zerschlagen in den Schrebergärten Herde und andere noch brauchbare Sachen und liefern sie dann an die Althändler ab. Dasselbe geschieht mit den gestohlenen Wäschestücken; sie werden zerrissen und können dann als Lumpen angesehen werden. Wer kann über die Täter irgendwelche Angaben masein, als sie Einbrecherfrechheit Drei Einbrüche in einer Nacht an einer Ecke Am 28. April, gegen.15 Uhr, drang ein unbekannter Aufheiterung Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. West= und Mitteleurova stehen zur Zeit unter dem Einfluß eines kräftigen Hochdruckgebietes, dessen Kern über den britischen Inseln liegt. Der beständige Zufluß kühler Festlandsluft aus Nord und Nordost führte zu Druckanstieg und zu Auflockerung der Bewölkung Für die nächsten Tage ist keine wesentliche Wetteränderung zu erwarten. Aussichten für Freitag: Vormittags dunstig. im Laufe des Tages Aufheiterung, meist trocken. Temveraturen etwas ansteigend.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Keine wesentliche Aenderung. Mittwoch, 29. April Täter nach Eindrücken eines Fensters in eine Küche des Hauses Roonstraße Nr. 9. vom Hof aus ein. Er entwendete einen grauen Damensportmantel. An der weiteren Tatausführung wurde der Dieb durch die Wachsamkeit einer Hausbewohnerin gehindert. Vermutlich derselbe Einbrecher besuchte kurze später das Grundstück Alleestraße Nr. 33, wo er das Hoftor gewaltsam öffnete. Hier gelang es ihm nicht, Diebsgut zu erbeuten. In der gleichen Nacht wurde in eine im Erdgeschoß des Hauses Alleestraße Nr. 32 gelegene Wohnung eingebrochen. Der Täter ist über die Gartenmauer gestiegen und hat dann ein Fenster eingedrückt. Aus einem Kleiderschrank hat er zwei Anzüge(einen Cutaway mit gestreifter Hose und ein Jackett ebenfalls mit gestreifter Hose) entwendet. Am Tatort hat der Täter einen grauen Damensportmantel zurückgelassen. Der Mantel chen? Sie müssen doch gesehen worden sein, uls sie mit einen Armvoll Wäsche die Häuser verlassen haben! Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 246. in deutschen Familien durch die„Hitler=Freiplatz= Spende“ Aufnahme finden. Helft und arbeitet mit an der gestellten Aufgabe: Ein gesundes Volk in einem starken Reich! Hauptamtsleiter des Hauptamtes für Volkswohlfahrt Die Schirmherrschaft der„Hitler=Freiplatz=Spende“ haben übernommen: Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, Reichskriegsminister v. Blomberg, Reichsminister Göring Reichsmiu#### Dr. Goebbels, Reichsminister Dr Tödlicher Ausgang der Verkehrsunglücks auf der Markstraße Der„B..“ berichtete in der Donnerstag=Ausgabe, daß am Dienstag auf der Markstraße das sechsjährige Töchterchen der Eheleute L. beim Spiel von einem Personenkraftwagen angefahren wurde und in schwerverletztem Zustande dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Wie wir von dort erfahren, ist das Mädchen an den Folgen der Verletzungen verschieden. pferdefuhrwerk gegen Straßenbahn Zwei Leichtverletzte, erheblicher Sachschaden Am 28. April, gegen 18.50 Uhr, wurde ein Pferdefuhrwerk auf der Hattinger, Ecke Knoopstraße von einem Straßenbahnzug der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen angefahren. Die beiden Insassen des Pferdefuhrwerks wurden leicht verletzt(leichte Gehirnerschütterung und Hüftprellung). Beide wurden in das Krankenhaus Bergmannsheil eingeliefert. Der Straßenbahnzug wurde leicht, das Pferdefuhrwerk schwer beschädigt. haminister Di.„-Wnstet Dr. Frick Reichsschatzmeister der RSDAP. Schwarz Reichsbauernführer Reichsminister Darré, Stabschef der SA. Lutze, Reichsführer der SS. Himmler Korpsführer des RSKK. Hühnsein, Reichsjugendführer v. Schirach, Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz=Klink, Vorsitzender des Deutschen GemeinOberbürgermeist detages Verlsutgermeister Fiehler, Reichsärzteführer Dr. Wagner. Aufgaben der Kleingärtner Zwei Frauen leicht verletzt beim Zusammenstoß zweier Lastkraftwagen Am 28. April, um 17 Uhr, erfolgte auf der Uemminger Straße, Ecke Industriestraße, im Stadtteil.= Langendreer zwischen zwei Lastkraftwagen ein Zusammenstoß. Die Fahrerin des einen Lastkraftwagens und die Beifahrerin wurden leicht verletzt. In Stiepel im Schilf an der Die Verrannien=Andganse... Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Das neue Jagdgesetz legt den Jägern ganz inz besondere Umsicht und Vorsicht auf. Wer sich fahrlässig oder Barometer 24 Uhr: ,150 Thermometer 24 Uhr: 4# Zeiten für Sonne und Mond am 30. April: ( Aufg.02, Unterg. 19.53; Cp Aufg.—.—, Unterg..49 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 20 Uhr: Das kleine Hofkonzert. Schutzenhof: 20 Uhr: Maiabendseier mit Festball. Tonhauen=Diele und„Gaststatte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Eskapade. Capitol: ab 15.30 Uhr: Gejährliches Spiel. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Lieve im Dreivierteltakt. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Trura. Lichtvurg: ab 15.15 Uhr: Sein letztes Modell. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Die Julika. Odeon: ab 15.45 Uhr: Seine Tochter ist der Peter. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Seine Tochier ist der Peter. Uja=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die Kronzeugin. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Truxa. Apollo Weitmar: Das Mädchen Irene. Capitol Langendreer: Seine Tochter ist der Peter. Capitol Werne: Drei tolle Tage. Kammerlichtspiele Gerthe: Fridericus. Lichtburg Langendreer: Der Herrscher. Schauburg Wanne=Eickel: Kinderarzt Dr. Engel. leichtfertig gegen Schutz und Hege, Schonzeit und sonstige Jagdbestimmungen versündigt, kommt vor den Strafrichter und läuft Gefahr, als Tierquäler und Aasjäger angesehen zu werden. Und dann wird ihm zeitweilig der Jagdschein entzogen, wenn er nicht überhaupt der Ehre verlustig geht, der deutschen Jägerschaft noch weiter anzugehören. Im Herbst streichen Wasserhühner, Wildenten, Wildgänse und anderes Wassergeflügel die Ruhr entlang, und wenn die Jagd offen ist, kann man selbst in BochumStiepel unten an den schilfbewachsenen Ruhrufern Jagdfreuden genießen. Es war an einem Morgen Ende Oktober vorigen Jahres, als ein alter Stiepeler Landwirt, der schon seit Jahrzehnten mit Genehmigung der offiziellen Jagdberechtigten die Jagd ausübt, im Grau des Nebels Wildgänse zu sehen vermeinte. Er schlich sich heran und piff, paff— flatterten die Tiere auf, aber im nahen Schilf gingen sie wieder nieder. Offenbar waren sie wund und mußten dann erlegt werden. Als der Jäger die Tiere fand, gab er ihnen den Fangschuß, um ihr Leiden abzukürzen. Es waren aber keine Wildgänse, sondern zwei wildernde Schwäne von denen der eine einen Ring am Fuße trug, den ihm die Vogelschutzwarte Helgoland angelegt hatte. Man studiert jetzt den Vogelflug wissenschaftlich. Die Sache mit den Schwänen mußte dem Kreisjägermeister gemeldet werden. Da ergab sich daß eine ganze Anzahl Bestimmungen des Jagdschutzgesetzes verletzt waren. Der Alte hatte keine schriftliche Erlaubnis zum Jagen, dann standen Wildschwäne überhaupt unter Naturschutz und dürfen zu keiner Zeit beschossen werden. Weiter machte man dem Alten zum Vorwurf, daß er als erfahrener Jäger wilde Gänse schon der grauen Farbe wegen von weißen Schwänen müsse unterscheiden können. Der Einwand, daß er sich irrte, schlage nicht durch. Bevor er schoß, hätte er sich von den wirklichen Tatsachen überzeugen müssen. Die Angelegenheit wurde sehr schmerzlich für den Jäger, der sich auf seine alten Tage jetzt allerhand Dinge auf den Kopf zu sagen lassen mußte, die ihm als ehrenhaftem Mann doch noch lange recht unangenehm in den Ohren klingen werden. Der Staatsanwalt meinte, nur das hohe Alter des Täters und seine bisherige Unbescholtenheit halte davon ab, eine Freiheitsstrafe zu beantragen. Das Urteil lautete wegen Jagdvergehens zur Nachtzeit und zur Schonzeit auf 400 Mark Geldbuße an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von drei Monaten. Das war ein teurer Braten; denn die falschen Wildgänse sind damals verzehrt worden. Und wenn sie auch vielleicht ganz gut geschmeckt haben, so wird dieses gerichtliche Nachspiel doch einen recht unangenehmen Nachgeschmack bilden. Die Stadtgruppe Bochum der Kleingartenvereine tagte. Im Bochumer Hof traten am Donnerstag die Vertreter der organisierten Kleingartenvereine zu einer wichtigen Stadtgruppensitzung zusammen, die von dem Stadtgruppenführer Meyer geleitet wurde. Die deutsche Kleingärtnerschaft hat innerhalb der Erzeugungsschlacht und des Vierjahresplanes große Aufgaben zu bewältigen: In der Sitzung wurden den Vereinsführern wichtige Bestimmungen und Anordnungen bekanntgegeben. Eine besondere Schrift war vom Leiter des Reichsverbandes herausgegeben und an die Vereine verteilt worden. Im Auftrage des Reichsbundes hat die Provinzgrupve Westfalen den Auftrag erhalten Versuche mit Maisanpflanzungen durchzuführen. Desgleichen soll für die Oelgewinnung auf den stärkeren Anbau der Sojabohne und der Sonnenblume in den Kleingärten hingewiesen werden. In Auswirkung des im März veröffentlichten Pflanzenschutzgesetzes ist bei der Stadtgruvve Bochum eine Bezirksstelle für die Schädlingsbekämpfung eingerichtet. deren Leiter der Schulungsleiter Stadtgarteninsvektor Johnsen ist. Auch die nichtorganisierten Kleingärten unterstehen der Ueberwachung dieser Pflanzenschutzstelle. Die Stadtgruppe beschloß, dem KdF.=Vereinsring beizutreten und für das Dankovfer der Nation einen Betrag zu spenden. Auf Anordnung des Polizeivräsidenten müssen die Sommerfeste innerhalb der Stadtgruvve an zwei bestimmten Sonntagen abgewickelt werden. In den Kleingärten sind entsprechend den Richtlinien für den Kampf dem Verderb besondere Abfallstellen einzurichten, um die Abfälle den Kleintierhaltern zukommen zu lassen Im Laufe des Abends wurden ferner zahlreiche interne Fragen organisatorischer Art behandelt. Aus der (Nach Bekanntmachungen der Partei) Freitag, den 30. April NSDAP. Marmelshagen. 20.15 Uhr: Schulungsabend für alle Politischen Leiter. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Linden. Teilnahme der Politischen Leiter an dem Einholen und Aufrichten des Maibaumes auf dem Marktplatz. Der Dienstappell fällt aus. Weitmar. 19.30 Uhr: Einholen des Maibaumes. 20 Uhr: Feierstunde auf dem Platz an der Blankensteiner Straße. Erscheinen aller Politischen Leiter, Walter und Warte der Gliederungen ist Pflicht. RSDAP. Stiepel. 20 Uhr: Kameradschaftsabend für alle Politischen Leiter in den Räumen der Geschäftsstelle. RSDAP. Weitmar=Nord. 20 Uhr: Mateinsingen auf dem Sportplatz der Zeche Engelsburg an der Essener Straße. Antreten sämtlicher Politischen Leiter um 19.15 Uhr an der Geschäftsstelle. NSDAP. Wiemelhausen. 20 Uhr: Antreten des Marschblocks am Denkmal Wasserstraße zum Mateinsingen. Ortsgruppe Bochum Felsenburg. Ab 29. April befindet sich die Geschäftsstelle der NSDAP., Ortsgruppe BochumFelsenburg, Wittener Straße 60. durch FreudeZur Abschreckung! Die Gerichte gehen gegen solche Männer, die sich Frauen und Mädchen in schamverletzender Weise zeiEnergie vor. Da die Seille gen, mit großer Energie vor. Da vie Faue immer noch nicht verschwinden wollen, werden abschreckende strafen verhängt, um so mehr dann, wenn die AngeTagesplan für Freitag, den 30. April Volkstanz für Frauen und Männer des Arbeitsdankes von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Hildegardislyzeums, Augustastraße. Kindergymnastik von 16.30 bis 18.30 Uhr: Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn; von 17 bis 18.30 Uhr: für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren, Gymnastikschule, Rottstraße 29. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr und von 16.30 bis 18.30 Uhr: Turnhalle des Resorm=Realgymnasiums, Bochum=Dahlhausen. Tagesplan für Sonntag, den 2. Mai Reichssportabzeichen für Männer und Frauen von 9 bis 11 Uhr: aus dem Sportplatz am Pappelbusch. klagten leugnen, obgleich sie überführt werden können. In diesem Falle müssen dann die Zeuginnen, die oft in noch recht jugendlichem Alter stehen, über ihre peinlichen Beobachtungen vernommen werden, was bei einem Geständnis nicht nötig wäre. Solche Vernehmungen sind aber unerwünscht und können manchmal die Phantasie ungebührlich reizen. Vor dem Schöffengericht hatte sich ein junger Mann zu verantworten, der seine Lage durch ein offenes Geständnis hätte bessern können. Nun er nach Ansicht des Gerichts aber in zwei Fällen überführt war, wurden ihm neun Monate Gefängnis zudiktiert, womit das Gericht noch über den Strafantrag des Staatsanwalts erheblich hinausging. Deutsche Arbeitsfront Maiseier des Gaststätten= und Beherbergungsgewerdes, Kreis Bochum Alle Gefolgschaftsführer und Gefolgschaftsmitglieder des Gaststätten= und Beyerbergungsgewerbes begehen ibre Feier wie im Vorjahre am 4. Mai, 21.30 Uhr, im Parthaus Bochum. Es wird erwartet, daß alle Betriebe+#, schlossen an diesem Kameradschaftsabend teilnehmen.#### Gäste werden, dem Gebot der Kameradschaft gehorchend, allen Gaststätten die Möglichkeit geben, sich restlos an der Feler beteiligen zu können. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 7 und 12) Seite 5 Nr. 100 Die Wiener 2 Ste Ingrid Wiengr Die Neunkirchener des Gesandten von Par den Tod fand, ist jetzt v stelle auf der Neunkirch woch von 11 Uhr vorn ein großes Gendarmer führte Bande jugendliSie hatten sich zusamm zu verüben, und ihre n jet, ein Anschlag auf de bacher Bergwerksgesellst eigentliche Mör tentochter ist der 21jäl man nicht zuerst mitte stellte: kein Arbeitslose macherwerkstätte in der stadt zugetein: Noch fert werden konnte, wu österreichischen Bundes erregung, hart, gibt Se straße seine Antworten. Der abends aus besagt, daß auch seine lose, der 20jährige Wilhelm Steyskal, im strömenden Regen staunliche Verbissenhei vier andere Bekannte worden. Die ersten Versuche Als die Verbreche Allee Aufstellung nahn des Rechtsanwalts 1 nachdem sie es angeh weil in ihm drei Dar Ueberfall für allzu ge Autos ließen sich nich das von Ingrid Wier war der Meinung g leichter zum Halten g ihnen ein Uniformie# seine graue Militärm schwarzen Ledermante einen Gendarmen hal „Um Gottes willen Als Ingrid Wie öffnete und Schlegln ser sogleich aus der? vermutlich an der selbst aussagte:„Um denn!" Darauf kra ihrem Pelz verfing. sagte:„Ich bitte Sie Sie mich am Leben!“ ten Schuß ab, der sehr ernstlich verwun dem hinter ihm stehl Die eigentlich tödlick gegeben, als Ingrid Lebenszeichen vons daß sie Angst bekan die Scheinwerfer nei eine Gestalt sich schi men der die Schüss griffen aus dem Wi Reisenecessaire und tung nach dem Bahr Die entsetzte Freu Anzeige Wieder nach N Herbert Schlegl mi tag und fuhr dann dem ist er zweimal ren, schon beobachte gelenft, gurde, seit jonenveschreibung a hatten sich das V gegeben. Aber Fl rungen getan, die die Anzeige erstatte nach Schlegl, der si die Gendarmen do geantwortet. Dan Schlegls, der erklö lasse, werde er mit Fußtritten sprengte ten gerade noch: seines Revolvers b der Ingrid Wieng Ganz Wien empi Als sich die Ne der verbreitete, sa in Neunkirchen un scharen, die wilde gen die Mörder a Der Leichnam ist nach Wien üb worden. Auch d Da kan Nachts stadt Wils Dachrinne men Aufen verlassen ko cher vor sich es ein Ben Kneiptour dafür ließ Der Ar der Dachri Bett zu k W K Seite 5 Nr. 1007 Bochumer Anzeiger) Freitag, 30. Aprl 1937. Die Wiener Bluttat an der Gesandtentochter Die Worder um Tutort Ingrid Wiengreen einem erbarmungslosen Raubgesindel zum Opfer gefallen u. 9 J Dechrimne Nar dor aus konnie er weder vorwär Aus aller Welt Die Neunkirchener des Gesandten von Paraquay, Ingrid Wie den Tod fand, ist jetzt völlig aufgerlärt. An auf der Neunkirchener Allee befand sich Wien, 29. April. Tragödie, bei der die Tochter Ingrid Wiengreen, der Mordsich am Mittwoch von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags in großes Gendarmerieaufgebot, um führte Bande jugendlicher Uebeltäter die dorthin geDe baisen und ihre nächste Tat solle, so wird berichsei, ein Anschlag auf das Geldtransportauto der Gründer Bergwerksgesellschaft, werden. Der eigentliche Mörder der schönen jungen Diplomatochter ist der 21jährige Herbert Schlegl. Was nicht zuerst mitteilte, was sich aber jetzt herausstellte: kein Arbeitsloser, sondern Korporal, der Schuhmacherwerkstätte in der Artilleriekaserne zu Wiener Neustadt zugeteilt! Noch ehe er dem Standgericht überliefert werden konnte, wurde seine Ausscheidung aus dem österreichischen Bundesheer verfügt. Ohne jede Gemütserregung, hart, gibt Schlegl beim Verhör auf der LandHher abends aus Neunkirchen eintreffende Bericht esagt, daß auch seine beiden Haupthelfer, zwei Arbeitslose, der 20jährige Fritz Fleck und der 19jährige Wilhelm Steyskal, beim Ortstermin, der zuweilen im strömenden Regen fortgesetzt werden mußte, eine erstaunliche Verbissenheit zeigten. Mit ihnen sind noch vier andere Bekannte und Anverwandte festgenommen worden. Die ersten Versuche mißglückten Als die Verbrecher abends auf der Neunkirchener Allee Aufstellung nahmen, kam ihnen zunächst das Aut des Rechtsanwalts Dr. Zawadil entgegen, das sie, nachdem sie es angehalten hatten, weiterfahren ließen, weil in ihm drei Damen mitfuhren und sie hier einen Ueberfall für allzu gefährlich erachteten. Zwei weitere Autos ließen sich nicht aufhalten, und erst das vierte, das von Ingrid Wiengreen gesteuerte, stoppte. Schlegl war der Meinung gewesen, daß Automobilisten viel leichter zum Halten gebracht werden könnten, wenn sich ihnen ein Uniformierter entgegenstelle. Er trug also seine graue Militärmütze, aber über der Uniform einen schwarzen Ledermantel. So konnte man ihn auch für einen Gendarmen halten. „Um Gottes willen, was machen Sie denn?“ Als Ingrid Wiengreen den öffnete und Schlegl nach seinem Begehr fragte, gab dieser sogleich aus der Pistole den ersten Schuß ab, der sie vermutlich an der Schläfe streifte. Sie rief, wie er selbst aussagte:„Um Gottes willen, was machen Sie denn!" Darauf krachte der zweite Schuß, der sich in ihrem Pelz verfing. Sie flehte, doch abzustehen, und sagte:„Ich bitte Sie, ich bin doch gut zu Ihnen, lassen Sie mich am Leben!“ Indessen gab Schlegel einen dritten Schuß ab, der Ingrid an der linken Schläfe schon sehr ernstlich verwundete. Danach reichte er die Waffe dem hinter ihm stehenden Steyskal, der sie erneut lud. Die eigentlich tödlichen Schüsse wurden erst später abgegeben, als Ingrid, die zurückgesunken war, wiederum Lebenszeichen von sich gab. Die Burschen geben zu, daß sie Angst bekamen, als aus der Wiener Richtung die Scheinwerfer neuer Autos aufleuchteten und als sie eine Gestalt sich schnell nähern sahen, die des Gendarmen, der die Schüsse gehört hatte und hinzueilte. Sie griffen aus dem Wagen deshalb nur schnell das kleine Reisenecessaire und flohen durch den Wald in der Richtung nach dem Bahngleise. Dachrinne. Von dort aus konnte er weder vorwärts noch rückwärts. Kurz entschlossen und unter der Wirkung des Alkohols legte er sich in der Dachrinne nieder. Bald mußte er aber feststellen, daß sie besonders in der jetzigen Jahreszeit ein schlechter Bettersatz war. Deshalb rumorte er dort oben derart, daß andere nächtliche Passanten auf ihn aufmerksam wurden und die Feuerwehr alarmierten. Mit einer mechanischen Leiter holte man ihn herunter, aber trotzdem gelang es ihm immer noch nicht, ins Haus zu kommen, denn die empörte Gatiin öffnete auch der Feuerwehr nicht. Man mußte erst auch noch die Polizei holen die dann von Schlosser die Haustür öffnen ließ. Ueberängstliche mit schlechten Nerven— vielleicht auch waren sie den ungewohnten Strapazen eines Nachtmanövers nicht gewachsen— fertiggebracht, aus der Spazierfahrt mit den italienischen Gästen zum berühmten Naturwunder des Schaffhausener Rheinfalls eine Spio—9 Das moderne Schlachtfeld ist bekanntlich mehr. Was hätte also eigentlich aus dem Zeppelin von der so ge9„a, Alarmübung der Schweizer gesehen werFakir mit Verdauungs=Panne Wozu auch Messer, wo der Reis so nah? Bombay, 29. April. In Bombay wurde in einem Krankenhaus ein indischer Zauberer operiert, wobei ihm die Aerzte Taschenmesser sowie eine Anzahl Teile von anderen Messern aus dem Magen holten. Seit 15 Jahren erich aus dem Zevvelin von der so De:[Messern aus dem Magen holten. Setgag, zahren er; heimnisvollen Alarmübung der Schweizer geseyen wer= warb der Zauberer seinen Lebensunterhalt durch das den können? Ganz abgeseheg davon, daß das Luzitschiff Verschlucken von Taschenmessern, und er hatte seinen Flug schon fünf Stunven vor Beginn des ManoVerschlucken von Taschenmessern, ünf Stungen vor Beginn hichzigoder eigene„getoode, sich wieder von ihnen zu, hefsesen. Se vers„ausführze, geberzlsgg#inchgen## der einiger Zeit versagte, diese Der Zepp als„Spion“! Alberne Verdächtigungen in Schweizer Blättern Berlin, 29. April. Der NS.=Zeitungsdienst schreibt: Die Bodenseefahrt, die das Luftschiff„Graf Zeppelin“ am Montag mit den gegenwärtig in Deutschland weilenden italienischen Industrieführern an Bord unternahm, hat Schweizer Blättern Anlaß zu seltsamen Spionageverdächtigungen gegeben. In der Nacht von Montag auf Dienstag veranstalteten nämlich schweizerische Grenzschutztruppen in der Gegend von Schaffhausen eine Alarmübung, in der„ein von Norden angreifender Feind daran gehindert werden sollte, die Stadt Schaffhausen und die Rheinbrücken zu erreichen“....„ M. räuerachiet „Die Fahrt des Luftschiffs üver dem Manovergevier in auffanligem Tiefflüg musse als eine Probslation aufvers ausführte. ueberflüssig eigentlich, angesicht Komik dieser Angelegenyeit, oarauf yinzuweisen, oaß der Bodenseerundflug des„Graf Zeppelin" bereits Tage vorher angekündigt, und daß der Montag der einzige freie Tag des Luftschiffes war, das ja erst am Sonntag aus Südamerika zurückkehrte und am Dienstag wieder nach Amerika abfuhr. Um den Schweizer Strategen eine ungestörte Uebungsstunde zu gönnen konnte man ja schließlich nicht gut einen Weltluftverkehrsfahrplan umstoßen und seinen Gästen aus Italien den Genuß versagen, von oben her einen Blick auf die tobenden Fluten des Wasserfalls von Schaffhausen zu werfen. Man möge sich beruhigen. So interessant sind die Schweizer Grenzalarme nicht, daß sich ihretwegen der Aufwand eines Zeppelinbesuches lohnte. Ein Reinfall also am Rheinfall! Graf Luckner im Kattegatt Unterwegs von Malmö nach Oslo Stockholm, 29 April. Graf Luckners Jacht„Seeteufel“ ist am Mittwoch nach einem einwöchigen Aufenthalt von Malmö aus in See gegangen, um auf ihrer Weltumseglung zunächst Oslo anzulaufen. Vor seiner Abreise hielt Graf Luckner in der Vereinigung arbeitsloser Seeleute in Malmö einen Vortrag über seine Abenteuer während des Weltkrieges und fand bei den Zuhörern begeisterten Beifal. in auffälligem Tiefflug müsse als eine Provokation auf= Ab 1. Mai Luftverbindung nach Finnland gefaßt werven, so schreiben nun gewisse Zeitungen und Am 1. Mai wird die Deutsche Lusthansa den Verkehr ergehen sich dohei in nolemischen Kommentaren. nach Helsinki(Finnland) aufneymen, wodurch die alte gefaßt werden“, so schreiben nun gewisse ergehen sich davei in polemischen Kommentaren. Man wird ein leises Lächeln nicht unterdrücken können: Der Zepp als Spion! Viele Zehntausende von Kilometer hat das brave Luftschiff hinter sich, hat Kontinente und Meere überquert, sein schlanker Silberleib ist über blühende Städte und rauchende Trümmer hinweggeglitten, über Krieg und Frieden, und immer nur war er den Menschen Symbol der Weltverbundenheit, der Völkerversöhnung, überall nur gab es winkende wodurch die alte neue Strecke Helsinki(Finnland) aufnehmen, wod Deru=Luft=Linie Riga— Reval um die Reval— Helsinki erweitert wird. Zwei englische Bomber zusammengestoßen— Vier Tote In der Nähe von Methwold(Norfolk) stießen am Donnerstag zwei schwere Bomber der englischen Luftstreitkräfte zusammen. Der eine stürzte brennend ab, der andere zerschellte beim Aufprall auf den Boden. der Völkerversöhnung, überall nur gab es winkende der andere zerschee######## Hände. Aber in der Schweiz haben es nun doch ein paar Vier Flieger wurden getötet. „Schone FTaden achen Furiei. Das Kuppelbüro in der Lutherstraße— Zwei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust “(es folgt die Telephonsellagte, der ein abentenerliches Lebex binter schweife, sie könne bei ihm viel Geld verdienen, wenn sie nach dem Kriege als Variete= und Theater=.. einigen Herren besuchen lassen würde. Als die Die entsetzte Freundin eines Täters erstattet Anzeige Wieder nach Neunkirchen zurückgekehrt, verbrachte Herbert Schlegl mit den beiden Kumpanen den Sonntag und fuhr dann nach Wiener Neustadt zurück. Seitdem ist er zweimal nach dem nahen Neunkirchen gefahren, schon beobachtet, da ein gewisser Verdacht auf ihn gelenkt wurde, seit Rechtsanwalt Dr. Zawadil die Personenbeschreibung abgegeben hatte. Die drei Burschen hatten sich das Versprechen absoluten Stillschweigens gegeben. Aber Fleck hatte zu einer Freundin Aeußerungen getan, die sie mit Entsetzen erfüllte, so daß sie die Anzeige erstattete. Schon war man auf der Suche nach Schlegl, der sich bei einem Freunde aufhielt. Als die Gendarmen dort anklopften, wurde zunächst nicht geantwortet. Dann aber hörte man die Stimme Schlegls, der erklärte wenn man ihn nicht in Ruhe lasse, werde er mit sich Schluß machen. Mit ein paar Fußtritten sprengten die Gendarmen die Tür und konnten gerade noch Schlegl in den Arm fallen, der sich seines Revolvers bemächtigt hatte, derselben Waffe, mit der Ingrid Wiengreen getötet worden war. Ganz Wien empört über die gemeine Mordtat Als sich die Nachricht von der Verhaftung der Mörder verbreitete, sammelten sich vor den Amtsgebäuden in Neunkirchen und Wiener Neustadt große Menschenscharen, die wilde Verwünschungen und Drohungen gegen die Mörder ausstießen. Der Leichnam der unglücklichen Ingrid Wiengreen ist nach Wien übergeführt und Donnerstag beigesetzt worden. Auch der Feuerwehr nicht! Da kann man sich nur gratulieren Dresden, 28. April. Nachts wurde die Dresdener Feuerwehr in die Vorstadt Wilsdruff gerusen. Dort saß bzw. lag in der Dachrinne eines Hauses ein Mann, der seinen unbequemen Aufenthaltsort weder nach unten noch nach oben verlassen konnte. Man glaubte zunächst, einen Einbrecher vor sich zu haben, aber dann klärte es sich auf, daß es ein Bewohner des Hauses war. Er war von einer Kneiptour etwas spät nach Hause gekommen. Zur Strafe dafür ließ ihn seine Frau nicht herein. Der Ausgesperrte versuchte nun über das Dach, von der Dachrinne aus, in sein Zimmer und in das warme Heit zu kommen. Er gelangte aber nur bis in die Berlin, 28. April. Ein ungewöhnlicher Prozeß, der ein bezeichnendes Licht auf die Methoden eines gewissenlosen Kupplers warf, rollte Dienstag vor einer Abteilung des Berliner Schöffengerichts ab. Auf der Anklagebank saß der schon mehrfach wegen der verschiedensten Sittlichkeitsdelikte vorbestrafte 49 Jahre alte Alfred Seweloh, dem fortgesetzte Kuppelei zur Last gelegt wurde. Der Angeklagte, der ein abenteuerliches Leben hinter sich hat, war nach dem Kriege als Varieté= und Theatermanager aufgetreten, bis er eines Tages seine spätere Frau, die durch ihre Tänze unrühmlich bekanntgewordene Celly de Rheidt, näher kennenlernte. Von nun an betätigte er sich ausschließlich nur noch für diese als Manager, die in der Folgezeit nicht nur in Berlin, sondern auch in zahlreichen Städten im Reich mit ihrem „Ballett“ auftrat.„ E Laz, äher sch mit Im Jahre 1930 ging Seweloy oazu üner, sich mir der Vermittlung sogenannter„Partnerschaften“ zu befassen. In der Lutherstraße 27 in Berlin W eröffnete er ein„Institut“ und entwickelte nun eine großzügige Reklame durch Inserate und Prospekte. Diese Prospekte ließ er in parkende Privatautos legen und auf der Straße an„geeignete“ Passanten verteilen. Darin hieß es z..:„3000 schöne Frauen suchen Partner! Zwanglose Begegnungen! Beste Gesellschaft! Diskret! Anonym! Berufstätige Frauen ohne Geldinteressen! Kostenlose Beratung unter nummer). Für diese„Vermittlung" nahm Seweloh seinen Kunden Beträge von 5 bis 100 Mark ab, je nach dem, ob die„Partnerschaft“ nur für kurze Zeit oder etwa auf ein Jahr ins Auge gefaßt wurde.— Wie weit die Dreistigkeit des Kupplers ging, dafür spricht deutlich der Fall einer jungen Sekretärin. S. hatte sich auf ein Stellungsgesuch des Mädchens gemeldet und sie in sein „Büro" bestellt. Hier eröffnete er ihr ohne jede Umsich von einigen Herren besuchen lassen würde. Als die Empörte sich darauf an die Polizei wandte und eingehende Ermittlungen angestellt wurden, ergab sich, daß S. in gleicher Weise in zahlreichen anderen Fällen vorgegangen war. In der jetzigen Verhandlung wollte sich S. damit herausreden, daß er nur reelle Ziele verfolgt habe und nichts davon wußte, daß die„Partnerschaften" ausgeartet wären. Die Aussagen der etwa 20 geladenen Zeuginnen, die zum Teil erheblich durch S. ausgebeutet worden waren, redeten aber eine deutliche Sprache. Das Gericht verurteilte ihn daher zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust, wobei der Vorsitzende in schärfster Form das Treiben des Angeklagten geißelte und hervorhob, daß der neue Staat im Hinblick auf Sauberkeit und Anstand gegen derartige Elemente keine Milde kenne. stellung vergrößerte sich die Messersammlung in seinem Magen. Die Ueberschwemmungen in Amerika Aus Wheeling in Westvirginien trifft die Meldung ein, daß im Ueberschwemmungsgebiet des Ohios bisher etwa 25 000 Wohnungen geräumt werden mußten. Etwa 30 kleinere Fabriken und Bergwerke im Ohioflußtal mußten wegen der Ueberflutungen aufgegeben werden. — In Washington hat das Hochwasser des Potomac=Flusses die Userparkanlagen überflutet. Wasser bedeckt den berühmten Potomac=Park mit dem Rosengarten und dem Hainespoint, REEUCHSSENDG 1. Mai 1937 Nationaler Feiertag des deutschen Volkes Reichssendungen .00 Allerlei Volksmusik(Von Breslau) .00 Vergarbeiter musizieren(Vom Reichssender Breslau). Bergkapelle der Karsten=Zentrumsgrube, Leitung: Franz Gedigg gjender).# .00 Blasmusik,(Lom Teutschlandsepzzer#:„Der Der Musikzug 1 der SA.=Brigade 30. 1. Große Zeit, neue Zeit, Präsentiermarsch(Brase). 2. Es geht in's Märkerland, Marsch(Kutsch). 3. Ouvertüre zu„Leichte Kavallerie"(Suppé). 4. Ruhmesklänge, Marsch(Oscheit). 5. Dorf schwalben aus Oesterreich, Walzer(Josef Strauß). 6. Marsch der Kurbrandenburger (Zimmer). 7. Fackeltanz(Stieberitz). 8. Kämpfend vorwärts, Marsch(Blankenburg). 9. Lustige Brüder, Walzer(Vollstedt). 10. Glühwürmchen=Idyll, Walzer(Lizggz., 11.„Soigg; ten— Kameraden, Marsch(Kussel). vue=Marsch(Reckling). 13. Bayrischer liermarsch(Scherzer). 14. Deutsche Helden, Marich(Lehmann) .00 Festliche Musik(Von Berlin). Das Große Orchester(Heinrich Steiner). 1. Festliches Signal(Egt). 2. Festliches Präludium, Uraufführung(Bullerian). 3. Siegesmarsch .30 Jugendkundgebung im Olympia=Stadion des Reichssportfeldes(Aus Berlin). Es sprechen der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, Reichsmininer Dr. Goebbels, der Führer .20 Orchester=Konzert(Von Frankfurt). Große Orchester(Hans Rosbaud). 1. Feierliches Vorspiel(Kovsch). 2. Deutsche Tänge (Unger). 3. Suite vom deutschen Handwerk 10.00 Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus(Vom Deutschlandsender). Rede des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, und Verkündung des Nationalen Film= und 11.10 Marschmusik(Von Königsberg). Das Musikkorps einer Artillerie=Abteilung und ein Spielmannszug 2 grt Trarers ham ammt. 11.25 Bericht von der Fahrt des Führers vom Deutschen Opernhaus zum Lustgarten(Vom Deutschlaudserderi m 8„garten(Rom 12.00 Staatsakt im Lungarten(Hom Deutschlandsender).„ Begrüßungsansprache Reichsminister Dr. Goebbels. Ansprache des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley, Rede des 13.30 Bunte Musik(Von Stuttgart). Die Liedergruppe Carl Kromer; die Stuttgarter Volksmusik; die Bauernkapelle Kurt Rehfeld; die Kinder=Harmonika=Gruppe Geipel; Hermann 15.00 Tanz unterm Maienbaum(Von Saarbrücken). Die Saarbrücker„Orchester=Vereinigung und das Saarbrücker Unterhaltungsorchester(Edmund Kasper'.,n# 16.00 Musik im Frühling. Das Gr. Orch. u. Chor R. Schulz=Dornburg). 1. Am Rhein, Ouv. Schumann). 2. Tanz der Blumen(Schillings). Fleiß=Chor aus d.„Jahreszeiten“(Haydn). Musik der Handwerker nach alten Zunftmeistern(Maaß). 5 Nun heb ein neu' Marschieren an(Knorr). 6. Klein Idas Blumen (v. Klenau). 7. Festmusik(Gerster). 8. Musik zu Sommernachtstraum((Wagener=Regeny). 9. Morgenruf(Windt). 10. Denk' dran, Kamerad! Lied der deutschen Stände(Jarcyk). Dazwischen: Funkberichte vom Empfang der Arbeiterabordnung und Sieger des 4. Berufswettkampfes 9. S 3. 4. phot.: Weltbild König Georg Ul. eröffnete das Britische Seefahrtmuseum Nach einer Staatsfahrt auf(ds i gas geste Piuseney Hieser Aet in Großbritannien. Unser B ild Pesticge, Seigprimu gu. hef der Eröfsaungsfeler. Rechts: Königinmuter,„Mgrz., Kinks: o Gönigin Eisabeih, Prinzessin Essabeihs und der Erste Lord der Adnikralisät. 18.00 Oratorium der Arbeit(Von Leipzig). Ein Volksoratorium für Männer=, Frauen=, Kinder= und gemischten Chor, Bariton= und Sopransolo, Orchester v. Georg Böttcher. 1. Teil: Arbeitsmorgen. 2. Teil: Bauernland. 3. Vorabend des 1. Mai— Der Morgen des 1. Mai. Sieben Gruppen der Deutschen Chorgemeinschaft, Kreis Leipzig, im Reichsverband der Gemischten Chöre Deutschlands(800 Sänger). Kinderchor(Jungvolk und BdM.)— Kammersängerin Elisabeth Feuge(Sopran), Prof. Johannes Willy(Bariton). Das Leip19. ziger Sinfonieorchester(Hans Weisbach) .15 Der mai ist etommen:(Aus Hannover). s Hannoper). Es infonie=Orchester st gekommen! spielt das Niedersächsische (C. Ebel von Soseg,##m Sautsch20.00 Echo des Nationalfeiertages(Vom Deutschlandsender). Querschnitt durch die Ereignisse 20.30 Beschwingte Weisen(Von München). Das Rundfunkorchester(Karl List). Dazwischen (20.50—21.00) bringen die Sender außer Deutschlandsender getrennt: Berichte aus den Betriebsfeiern A 21.45 Nachrichten(Vom Deutschlandsender) 22.00 Abendkundgebung und Großer Zapfenstreich im Lustgarten(Vom Deutschlandsender). Rede des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei Heinrich Himmler 22.45 6s spielt zum Tanz das Kleine Funkorchester (Willy Steiner)(Von Berlin) 24.00 Unterhaltungs= und Volksmusik(O. Dobrindt) (Vom Deutschlandsender). Mandolinen=Orch. „Kraft durch Freude" b 8 418 P 6 67 1193 9 1u 8 4 6 94 45 1 4 4 151 S 14346 9C 183 5 1511 418 2 15 154 11368 1 A CA * 2 SM 42 45 44845 8 843 V34256 Cch 33/227 e 4. bSeite 6 Nr. 100 Bochumer Anzeiger„ Freitag, 30. April 1937 KRente Meknieen=Genckcen Ruth war eine kleine Zeitschriftenverkäuferin. Sie fuhr jeden Morgen mit der Stadtbahn zum Dienst in den bunten Kiosk unter der Brücke. Und sah jeden Morgen, nicht ohne daß ihr kleines Herz etwas klopfte, einen netten, jungen Mann in das Abteil steigen. Eine kurze Strecke fuhr er mit, stieg dann aus und sie fuhr weiter. Zu Anfang hatte keiner vom andern Notiz genommen. Im Laufe der täglich sich wiederholenden Begegnungen leuchteten seine Augen aber immer ver Eizählung von kteinz Oskar Wuttig gnügter, wenn er sie entdeckte. Ihr gefiel der lustige Junge ebenfalls gut und so gab es jeden Morgen zwischen den beiden eine stumme, aber herzliche Begrüßung. Er lächelte hin, sie lächelte zurück. Sie wußte nichts von ihm, er wußte nichts von ihr. Sie kannten nur ihr Lächeln... Eines Morgens fuhr Ruth zum letzten Mal mit der Bahn zum Dienst. Die Firma hatte ihr eine andire Verkaufsstelle am anderen Ende der Stadt zugeteilt und Ruth war ein bißchen traurig darüber, daß es mit den Begegnungen, mit dem Lächeln und der kleinen Verliebtheit nun auf einmal vorbei sein würde. Die Station, auf der er zusteigen mußte, kam heran. Aber der Erwartete blieb aus. Ruth war tief enttäuscht. Ausgerechnet heute, bei der letzten Fahrt! So nahe saß sie an der Tür und der Platz gegenüber war frei!— Da... im allerletzten Moment wurde die Tür aufgerissen und herein flog der nette, junge Mann; pustete und verschnaufte, setzte sich der strahlenden Ruth gegenüber, lachte... „Das hätten wir gerabe noch geschafft!“ „Sie haben wohl verschlafen?" „Ich habe überhaupt nicht geschlafen!“ „Gebummelt?“ „Nein, gearbeitet! Gemalt, gezeichnet habe ich, die ganze Nacht hindurch. Vierzehn Tage lang habe ich an einem großen Plakatentwurf gearbeitet. Da oben in der Papprolle ist er drin. Heute muß er abgeliefert werden. Zwölf Uhr mittags ist der letzte Termin.“ „Dann will ich beide Daumen für Sie drücken!" „Ja, das müssen Sie tun. Alle meine Hoffnungen hängen dran.“ „Also dann Hals und Beinbruch!“ Schweigen. Der Zug ratterte. Der junge Mann lächelte.— Wenn er doch nur noch etwas reden wollte, dachte Ruth. Damit ich ihm sagen kann, daß es heute meine letzte Fahrt ist! Er aber redete nicht, sah sie nur an und lächelte. Der Zug stand. Auf einmal fuhr der Junge hoch... „Himmel, ich muß ja heute früher aussteigen!“ Er riß seine Tasche aus dem Netz, winkte Ruth noch einmal zu. Dann stand er draußen im Gewühl und der unerbittliche Zug verließ bereits die Station. Nun war alles aus! Morgen würde er vergeblich nach ihr suchen. Wie sinnlos, daß das erste Gespräch auch das letzte sein mußte! Auf der nächsten Station stieg Ruth aus. Der Zug fuhr an, da rief plötzlich aus einem Fenster eine Stimme:„He, Fräulein, Sie haben etwas liegen lassen!“ Etwas braunes kam ihr entgegengeflogen, sie fing es auf und hielt eine große, runde Papprolle in der Hand. Die gehörte doch dem jungen Mann! Da war ig das BPlart 1 11 48 Mi ja oas Prarar drin: Und bis Mittag mußte es abgegeben sein Nun stand sie auf dem Bahnhof und sein Schicksal lag auf einmal in ihren Händen. Aber was sollte sie damit anfangen? Abgeben, auf die Gefahr hin, daß es tagelang im Fundbüro lag?— Nein, es muß etwas geschehen. Zuerst ging sie die Treppe hinunter zu ihrem Kiosk, klappte das Fensterchen hoch, öffnete die Roll: und nahm das Plakat heraus. Da standen auf gelbem Grunde in leuchtenden Farben Schalen, Teller und Krüge, hellblau tiefbraun und zartgrun, gefüllt mit herrlichen Früchten, so echt, so wunderbar, daß mar Lust bekam hineinzubeißen. Aber nirgends ein Name oder ein Zeichen, das Aufschluß geben konnte. Ruth überlegte. Ihm mußte geholfen werden! Als die frühen, regeren Verkaufsstunden vorbei waren, nahm sie sämtliche Zeitungen zur Hand und begann, sie fieberhaft zu durchsuchen. Um elf saß sie hinter einem ganzen Berg von Papier und suchte noch immer Auf einmal hatte sie es gefunden! Ganz unten am Rande einer Morgenausgabe stand eine Anzeige mit der Ueberschrift:„Preisausschreiben für ein Werbeplakat“ mit dem ihr schon bekannten Inhalt: daß heute Mittag der letzte Termin zur Einreichung sei. Industrieverband für deutsche Keramik und dann folgte die Adresse. Ein Werbeplakat für Keramik also! Ruth kam kurz vor zwölf völlig abgehetzt in die Annahmestelle des Industrieverbandes. „Sie haben wohl bis auf die letzte Minute daran gearbeitet?“ fragte der Beamte am Schalter und nahm die Rolle entgegen. „Ihren Namen, bitte!“—„Hören Sie, das ist ja gar nicht... das gehört ja..“ „Ihren Namen, bitte!"—„Ruth... Ruth Schwenke.. „Adresse?“—„Marquardtstraße 24.“ „Gut, Sie hören von uns.“—„Aber, das ist doch gar nicht——“ Bums das Schalterfenster fiel herunter und Ruth war abgefertigt. Draußen auf der Straße stand sie erst mal eine Weile still und überlegte. Der Entwurf lief nun unter ihrem Namen. Der Gedanke hatte etwas Beklemmendes. Aber da sie seinen Namen nicht wußte, war es doch ganz gleichgültig unter welchem Kennzeichen der Entwurf lief. Hauptsache, er war noch in letzter Minute eingereicht. Vierzehn Tage waren vergangen. Nichts hatte sich ereignet. Ruth fuhr jetzt täglich mit einer langweiligen Straßenbahn zum Dienst und dachte zurück an eine nettere Zeit. Da geschah eines Tages wie im Märchen das Wunder: Ruth bekam einen Brief. Er lautet:: „Sehr geehrtes gnädiges Fräulein! Es ist uns eine Freude Ihnen mitteilen zu können, daß Ihr Plakatentwurf„Bunte Schalen mit Früchten“ von der Kommission mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Da die Arbeit stärkste Werbekraft hat, möchten wir sie für einen Preis von tausend Mark ankaufen.— Ihr Gewinn aus dem Wettbewerb. eine zehntägige Ferienreise an die Nordsee für zwei Personen steht ebenfalls zu Ihrer Verfügung...“ Ruth konnte es nicht fassen. Dann stieß sie einen Jubelschrei aus. Sie hatte gewonnen! Ihr Plakat! Tausend Mark! Ihr Plakat! Sein Plakat! Ach es war ja ganz gleich! Durch ihre Hilfe doch jedenfalls! Und jetzt konnte es auch nicht mehr lange dauern, dann sah sie ihn wieder. Zwei Tage lang saß sie mit dem vergnügtesten Gesicht der Welt in ihrem kleinen Kiosk. Morgen wollte si: den Irrtum aufklären. Der unbekannte Künstler sollte durch öffentlichen Aufruf gesucht werden. Da kam ihr das neueste Heft der„Graphischen Rundschau“ in die Hände. Sie blätterte darin, hielt plötzlich ein, ihr Herzschlag stockte, sie sah ein Bild... das war — er! Der Unbekannte, der Gesuchte, der geliebte junge Mann! Er lächelte und darunter stand in großen Lettern: Der junge Graphiker Herbert Trümper, dessen Plakatentwurf soeven preisgekrönt wurde. Ruth starrte auf das Bild. Es war also schon heraus! Er wußte davon! Aber warum hatte er sich noch nicht bei ihr gemeldet? Ob er vielleicht von ihr dachte, daß sie es für sich...! Da stand ja auch seine Adresse. Da gab es nur eins! Zu ihm fahren und ihm schnellstens alles erklären! Bis zur Mittagspause mußte sie noch warten, dann sauste sie los. Es öffnete sich die Tür des kleinen Ateliers und ein netter junger Mann sah Ruth völlig überrascht aus fassungslosen aber glückstrahlenden Augen an:„Sie?“ —„Ja, ich! Gratuliere, Herr Trümper.“ „Wozu denn?"—„Zum Plakat!“ „Woher wissen Sie denn?"— Viel früher als Sie! Tausend Mark! Freuen Sie sich denn nicht?“ „Tausend Mark?— Fünfhundert Mark bekomme ich.“—„Unsinn! Tausend Mark und eine Ferienreise!“ „Wieso Ferienreise?“—„Sie wissen ja gar nichts, Herr Trümper? Hat man Ihnen überhaupt gesagt, daß ich Ihr Plakat abgegeben habe?“ „Sie? Welches Plakat?“—„Das Sie liegen gelassen haben.“ „Das haben Sie... Aber wo denn, um Gotteswillen?" „Im Industrieverband deutscher Keramik!— Hier ist der Brief!“ Der junge Mann überflog das Schreiben, sah Ruth an, Rut sah ihn an, beide machten nicht sehr geistreiche Gesichter. Schließlich platzte er los und lachte aus vollem Halse, daß die Wände wackelten: „Wissen Sie, für wen das Plakat bestimmt war? Für den Reichsverband deutscher Obstzüchter! Es kam auf die Früchte an, nicht auf die bunten Schalen! Und dafür habe ich fünfhundert Mark bekommen! Als der erste Entwurf verloren ging, habe ich schnell eine frühere Anfertigung eingereicht Und jetzt kommen Sie mit den preisgekrönten Töppen an!“ Ruth mußte sich erst mal hinsetzen. Früchte in bunten Schalen, bunte Schalen mit Früchen, tausend Mark, fünfhundert Mark, Obstzüchterverband, Nordseereise. Alles schaukelte in herrlichem Durcheinander durch ihren kleinen Kopf.— Was hatte sie da nur angerichtet? Kurrsas“ machen wir denn nunk“ fragte sie ihn gan, „Zuerst trinken wir mal gemütlich Kaffee und freuen uns, daß wir uns wiedergefunden haben. Alles andere werde ich schon in Ordnung bringen. Hauptsache ist, daß Sie recht bald Urlaub nehmen. Denn Sie glauben doch wohl nicht, daß Sie oder ich allein auf die Nordseereise gehen?" Ruth lachte. Wurde rot bis hinter die Ohren. Nein, das hatte sie auch nicht geglaubt. Den Ausgang der Angelegenheit erfuhr Ruth aber erst, als sie mit Herbert braungebrannt, frisch und glücklich von der Ferienreise zurückkam. Von allen Litfaßsäulen der Stadt leuchteten große Plakate, herrliche Früchte in bunten Schalen und darüber stand: „Eßt deutsches Obst aus deutscher Keramik!“ Die Suppe Der Theologie=Professor Christian Knapp, der zu Anfang des vorigen Jahrhunderts lebte, war sowohl Mitglied der Prüfungskommission der Universität Halle als auch Kurator der Freitische, deren magere Kost bei den Studenten in keinem guten Rufe stand. Ein Kandidat wurde einmal von Knapp, der mit allen Mitteln versuchte den hervorragend befähigten jungen Mann doch auf's Glatteis zu führen, gefragt: „Sagen Sie, Herr Kandidat, wäre es eine Sünde, ein Kind mit Suppe zu taufen, wenn kein Wasser vorhanden ist?" Der Kandidat überlegte nur kurz und kam zu dem Schluß:„Diese rein theoretische Möglichkeit ist wohl in der Praxis so gut wie ausgeschlossen. Nehmen wir aber trotzdem einmal den Fall als gegeben an. Ob es Sünde ist, ein Kind mit Suppe zu taufen, hängt vor allem von der Art der Suppe ab. Ich kenne ja nur die Suppe, die an den Freitischen ausgegeben wird, und diese, Herr Professor, ist meines Erachtens ganz hervorragend geeignet, an Stelle von Wasser bei der Taufe verwendet zu werden, denn der Unterschied zwischen beiden ist bedeutungslos.“ TAT 1 2 PUTZT ALLES geürsliel- und echonend A UOs MAAIA VON SANGSSEU SAUERSEN 12 „Was ich ihm nach den furchtbaren Bemühungen, sein Geld loszuwerden, nicht verdenken kann“, murmelte Gussi.„Aber die Lotte ist ja verrückt. Das schöne Geld hätte sie so gut gebrauchen können. Da muß doch etwas geschehen! Man muß versuchen, diese beiden Dicklöpfe zusammenzubringen. Wenn ich bloß wüßte, wie? Und Lotte darf nichts davon merken, sonst kratzt sie mir die Augen aus. Ich muß mal nachdenken.“ Fräulein Sieveking dachte nach. Es fiel ihr nichts ein. Sie trat an den Tisch und senkte das Näschen schnuppernd in die Veilchenbeete. Das half ihr aber auch nicht auf die Sprünge. Sie wurde durch ein inwendiges Grollen bei der poetischen Blumenriecherei gestört. Fräulein Gussi knurrte wieder einmal der Magen. Ich habe Hunger, stellte sie befriedigt fest, und da hat mir Lotte etwas vom Fasten gepredigt. Kommt nicht in Frage. Gussi ging in die kleine Küche, fand zwei Eier, schlug sie in die Pfanne und verzehrte sie in der Manier männlicher und weiblicher Junggesellen im Stehen. Das war nicht fein, aber bequem. Dann hefchlaß sie. 6. mal verlobt gewesen, aber der Schatz hat sie sitzen lassen. Die Geschichte hat sie mir mindestens hundertmal erzählt. Anderthalb Jahrzehnte hat sie auf seine reumütige Rückkehr gewartet. Vergeblich. An ihrem vierzigsten Geburtstage gab Fräulein Meier das Warten endgültig auf und ernannte sich aus eigener Machtvollkommenheit zur Witwe. Seitdem ist sie in der ganzen Gegend als die Witwe Fräulein Meier bekannt und beinahe stolz darauf.“ „Jesses, auf was für Ideen die Leut' in so einer großen Stadt kommen!" staunte Frau Ludmilla Wörgl. „Sonst ist Fräulein Meier eine grundgute Haut, mit der ich mich großartig vertrage“, sagte der Sohn, „und auf deine Ankunft freut sie sich sehr, Muttel.“ Das mußte wohl so sein denn die Witwe Fräulein Meier stand bereits in der Wohnungstür, streckte Frau Wörgl die Hände entgegen und hieß sie herzlich willkommen. Frau Ludmilla sah sich mit inquisitorischen Blicken um, sie atmete auf. Gott sei Dank, der Junge war gut untergebracht. Fräulein Meiers kleines Heim strahlte vor Sauberkeit. Der Franz hatte ein nettes Zimmer. In der Mitte stand ein blumengeschmückter Tisch mit zwei Gedecken, das Porzellan war altes, gutes Fabrikat und die Bestecke sogar aus Silber. Fräulein Meier sah den prüfenden Blick des Gastes. „Das ist noch von meiner Aussteuer, Frau Wörgl. Na, mein seliger Bräutigam hat's anders gewollt. „Weil Ihr zwei Ohren brennen“ neckte der Sohn. mich armen Kerl durchhechelt.“ „Von Durchhecheln kann gar keine Rede sein". entrüstete sich Frau Ludmilla,„dazu hat dich die Rosl viel zu gern. Die spricht nur Gutes von dir. Daß du zum Pfingstfest heimkommst, darauf freut sie sich von Herzen.“ Die Augen der alten Frau sahen den Sohn bedeutungsvoll an. „Ich mich auch, Muttel“, versicherte der und senkte den Blick. Ihm war schwül zumute, denn er wußte, was jetzt kommen würde. Da sagte Frau Ludmilla auch schon: „Eigentlich könntest du dann mit der Rosl Verlobung feiern, Bub. Wozu die Sache hinausziehen? Pfingsten ist auch eine gute Zeit für Familienfeste. Ontel Alois und Xaver Hubertus sind der gleichen Meinung.“ .„Oho, mit den zweien hast du alle deine Pläne schon durchgesprochen, Muttel“, lachte der Franz, aber das Lachen klang lahm. „Natürlich. Warum soll ich daraus ein Geheimnis machen, daß ich dich und die Rosl Waller gern als #r sein, aber bequem.„ 8. 1, Rez amein#seliger Bräutigam hat's anders gewollt. beschloß sie, sich anzutleiden. Damit konnte Ich hab's herausgegeven, weil Sie kommen. Vielleicht man so schön die Zeit hinbringen. Aber auch die aus=swollen Sie mit Ihrem Sohne lieber hier speisen als nal ein Ende in irgendeinem Gasthaus.“ führlichste Toilette nimmt mar ein Enve. „Das ist ein geruhsamer Sonntag,“ bruddelte Gussi. „Wie bring' ich den bloß um die Ecke? Soll ich spazieren gehen? Ist so mutterseelenallein auch nur ein halber Genuß. Na, ich könnte wirklich mal meine kaputten Sachen durchsehen. Vielleicht kommt mir dabei eine Idee, wie ich Lotte und den Opapa versöhne.“ n Suffer.„apulte.engugen in oberen Von Herzen gern“, sagte Frau Ludmilla gerührt. zern“, sagte Frau Ludmilla ger „Das Stubchen neben Herrn Wörgls Zimmer Fräulein Gussis kaputte“ Sachen lagen im oberen nicht zur Kommodenfach und füllten es bis zum Rande. Strümpfe, per Staot. Kommodenfach und funten es bis zum Rande. Hemden, Taschentücher, Kräglein quollen ihr entgegen; sogar ein verknautschtes Sommerkleidchen befand sich darunter. Alle Dinge waren äußerst notleidend. Unter uns gesagt, Fräulein Gussi war ein kleiner Liederjan. „Wie sich so was häuft“, staunte sie und hockte sich mit dem ganzen Zauber auf die Couch.„Da habe ich ja bis in die Nacht hinein zu tun. Na, denn wollen wir uns mal mit Tüchtigkeit verbrämen.“ Und so, in nützliche Beschäftigung versunken wollen wir Fräulein Sieveking verlassen und uns nach einem anderen Helden unserer Geschichte umsehen. 8. Franz Wörgl hatte seine Mutter am Zuge in Empfang genommen, sie abgeküßt und samt Köfferchen in eine Taxe verstaut. Nun hielt das Auto vor dem Hause, in dem er sein möbliertes Heim aufgeschlagen hatte. „Wir sind angelangt. Muttel!“ Franz hob seine Mutter mit einem lustigen Schwunge aus dem Wagen. Frau Wörgl war ein zierliches Persönchen, das in den Armen des großen Sohnes fast verschwand. Da stand sie auf der Straße und guckte an der Hausfront empor; so heftig interessiert, wie's nur eine Mutter ist, wenn sie das Heim ihres Einzigen in der Fremde mustert. „Hier also wohnst du, Bub?“ „Jawohl, Muttel, bei der Witwe Fräulein Meier.“ „Geh, red' keinen Unsinn, Franzl.“ „Tu ich gar nicht, und der komische Titel erklärt sich so: meine Wirtin ist ein altes Fräulein. Sie ist habe ich hergerichtet. Wenn Sie hier wohnen wollen, ist mir's recht“, schlug die„Witwe“ vor. Frau Wörgl drückte Fräulein Meier die Hand. „Das nehme ich gern an. Lange werde ich Ihnen #5 Last fallen. Ich bleibe nur zwei Tage in „Nun werden Sie beide hungrig sein. Das Essen ist bereit.“ Fräulein Meier flitzte in die Küche. „Sie ist, abgesehen von dem kleinen Span mit der Witwe wirklich ein lieber Mensch", flüsterte Frau Ludmilla dem Sohne zu. Das Essen wurde serviert. Fräulein Meier wünschte guten Appetit und entfernte sich taktvoll. Die Mahlzeit wurde schweigend eingenommen. Frau Wörgl freute sich stumm, aber mit Hingabe über das gute Aussehen ihres Jungen. Hm, er war breiter geworden. Vielleicht sogar noch gewachsen. Nachdem abgeräumt war, sagte sie: „Du darfst rauchen, Franzl.“. Franz Wörgl suchte seine Pfeise hervor. Er stellte seiner Mutter keine Fragen, dazu kannte er sie viel zu gut. Muttel würde schon auspacken, und zwar der Reihe nach. Da ging's schon los. ..„Die Grüße vom Großohm Kaver und Onkel Alois habe ich dir bereits auf dem Bahnhofe ausgerichtet. Aber noch jemand hat mir einen ganzen Packen davon Paar sehen möchte? Ihr paßt großartig zusammen. Onkel Alois und der Kaver sagen das auch.“ lber noch jemand hat mir einen ganzen Packen davon für dich aufgetragen, mein Junge.“ „Ach nein! Wer denn?“ machte Franz, obschon er sehr gut wußte, was nun kommen würde. „Frag doch nicht so unschuldig“, zwinkerte Frau Ludmilla,„die Rosl Waller natürlich! Jeden Abend kommt sie zum Hubertushof herüber. Dann sitzen wir zwei zusammen und reden nur von dir.“ „Jetzt weiß ich auch, warum mir abends so oft die Durch Franz Wörgls Brust ging ein Gefühl von Bitterkeit. sich die Alten bloß abgewöhnen wollten das Glück der Jungen zu schmieden, dachte er. Die haben doch Kraft genug, das selber zu besorgen. Mutter meint es gut, aber sie vergißt, daß das Herz eines Kindes ein selbständiges Organ ist. „Vielleicht mag mich die Rosl gar nicht, Muttel?“ versuchte er zu entwischen. Da aber kam er bei Frau Ludmilla schön an. Sie heatzste sich voll Stolz ihren Jungen. Ihr Gesicht „Du willst wohl von deiner alten Mutter Schmeichehören? Du bist ein hübscher Bursch, wirst jedem Mädel gefallen. Aber die Rosl ist auch ein Bild von einem Mädel. Man muß sie liebhaben, wenn man ihr nur in die dunklen Augen schaut.“ Franz Wörgl dachte an Gussis blaue Schelmenaugen. Das Herz wurde ihm schwer. Es würde nicht leicht sein, Mutters Pläne zu durchkreuzen, selber wehtun würde ihm das. Aber er hatte für Rosl Waller nur ein brüderliches Gefühl. Das reichte nicht aus zu einer Ehe. Zum Heiraten mußte man ein Mädel liebhaben. Gussi hatte er lieb. Franz senkte den Kopf. Ludmilla Wörgl beachtete es nicht. Das war nicht Mangel an mütterlicher Liebe. Aber sie war zu sehr eingesponnen in ihre Zukunftsplöne, um die Wandlung im Gesicht des Sohnes zu verspüren. „Wenn ihr Pfingsten Verlobung feiert, dann könnt ihr im Herbst heiraten“, fuhr sie fort.„Dann ist dein Kursus auf der Brauschule zu Ende. Du kommst heim, trittst ins Hubertusbräu ein. Onkel Alois braucht sowieso eine Entlastung. Ich habe schon alles mit Kaver Hubertus besprochen. Er ist einverstanden und will dir sogar die Hochzeit ausrichten. Wenn alles klappt, bin ich im nächsten Jahre Großmutter. Darauf freue ich mich.“ Nun hielt es Franz Wörgl doch für besser, diese Zukunftsgespinste zu unterbrechen. „Muttel, du hast bestimmt nicht die weite Reise gemacht, um mir das alles zu sagen“, lächelte er.„Heraus mit der Wahrheit! Du bast noch etwas im Hintergrunde.“ „Hm... ja... das schon...“ „„Was ist eigentlich in Hartenstein los?“ fuhr der Sohn fort.„Was geht dort vor? Was bedeuten diese Zeitungsrätsel samt Preisen und so weiter?" g Aber ich habe dir doch einmal geschrieben, daß Professor Naumann bei uns gewesen ist, um die Hartensteiner Quellen zu untersuchen!“ sagte Frau Wörgl entrüstet.„Hast du das vergessen?" „Gewiß nicht, Muttel, nur der Sache weiter keine Bedeutung beigelegt. Daß es bei uns Wildsprudel gibt, die seit Anno Tobak von den Bauern zum Trinken und Baden benutzt werden, weiß doch jedes Kind. Dabei ist doch nichts weiter...“ „Oho, dabei ist sehr viel, denn jetzt werden die Quellen dem großen Publikum zugänglich gemacht. Hartenstein wird Kurort. Bürgermeister Waller hat sich bereits im vorigen Jahre für das Projekt eingesetzt. Seiner Energie ist es zu verdanken, wenn Hartenstein einmal berühmt wird. Davon sind wir ja noch ein Endchen entfernt, aber im letzten halben Jahre ist bei uns allerlei im Gange gewesen. Man hat ein Badehaus gebaut, eine Wandelhalle und den Wald hinterm Hubertushof in einen Kurpark umgewandelt. Vorläufig ist noch alles in den Anfangsstadien, aber Hartenstein wird sich schon entwickeln.“ „Alle Wetter!“ rief Franz Wörgl verblüfft. „Ja, da staunst du. Ich wollte dir schon immer ausführlich berichten. Aber ich habe stets eine Menge zu tun und bin auch mit der Feder nicht so gewandt. Die Rosl wollte dir alles schreiben. Hat sie's nicht getan?“ „Von der Rosl habe ich bisher nur Ansichtskarten bekommen, Muttel.“ „Hm. das wundert mich eigentlich. Aber so ein junges Mädel ist ein bissel geschämig. Die Rosl wird sich geniert haben, eine lange Korrespondenz mit einem Burschen aufzutun, mit dem sie noch nicht richtig verlobt ist..“ „Also in Hartenstein ist allerhand passiert", lenkte Franz rasch ein. „Jawohl! Alle haben eine Mordsarbeit gehabt, keine Hand im Dorf war unbeschäftigt. Die Handwerker hatten goldene Tage. Der Hubertushof ist auch hergerichtet worden. Und... ich bin hergekommen, um Einkäufe zu machen, tja.“ Frau Ludmilla sah ihren Jungen unsicher an. Franz lachte. „Schwindeln kannst du nicht, Muttel. Heraus mit der wilden Katz'! Was ist eigentlich los?" Frau Wörgl wischte sich mit der Hand über die Augen. Dann aber hieb sie energisch auf den Tisch. „Mit meinen zwei Mannsleuten ist was los! Mit dem Xaver Hubertus und meinem Bruder Alois! Der Xaver ist grantiger als se. Er zankt sich mit dem Burgermeister herum und schilt seine Idee einen„feden Rummel“. Was doch aar nicht wahr, sondern für Hartenstein eine wirtschaftliche Belebung ist. Der Xaver poltert den ganzen Tag...“ „Herrie, Muttel, das hat er getan, solange ich denken kann.“ „Aber jetzt ist's ganz arg. Er will das Bräu verkaufen...“ „Damit hat er schon oft gedroht, Mutter.“ .. ganz und gar von Hartenstein fortziehen und sich am Berghang ein Häuschen bauen“, erzählte Frau Ludmissa weiter.„Dort will er allein leben, von keinem Menschen etwa hören oder sehen. Einen Platz für das Häusel hat er bereits angeschafft und verhandelt mit den Bauleuten." „Alle Wetter, das schaut allerdings ernsthaft aus.“ (Fortsetzung folgt.) 7 Nr. 100 Heute eröff Eine Von unserer Be Freitag vormittag und Reichskanzler Adol schau des Nationalso; hauen am Kaiserdamm abend des Nationalen und der Umwelt Rech Nation unter der Sta lismus ablegen. Vier das Wort geprägt:„G Jahre später legt eine hauptstadt in so gigan ter Gesamtwirkung u bisher nicht gesehen Volkskraft, vom une neuen Deutschlands un die den vergangenen und auch der Zukunft so oft in der Welt geben wird. Noch hämmern hie lose Hände. Noch in Schau der letzte Schli Eröffnung und für di stellungsdauer gerüstet Fahnen des Reichs v Vorplätze das Bild Der erste Schritt legend sich das Bild geändert hat. Nicht gewandelt. Verantwi lungsleitung Pay Ch samtarchitektur Archit Architekt Eiermann, Propaganda=Ateliex. lichen Gestaltung sche geschichtlichem Forum Lokument. Als aufgel Quadratmeter große mächtiger Flügelspan Adlerhoheitszeichen, 6 lands, das hier Reche 120 Meter stuft sich des neuen Deutschlan neun Gigantenbüch sechs Meter Br die in je sechs Ries nationalsozialistischen ein fantastischer Eint dieses„Bilderbuches“ Musik wenden und v# der Leistung der ver tritt die jüngste Ver plastisch entgegen, sei beitsschlacht, sei es! turellen Begebenheite Nation. Nicht ohne der gegenüberliegende Gesetze in der Ori schrift, wie sie vom neralfeldmarschall vo Führer unterzeichne Riesenbüchern winzi stimmend für den dächtiger Schauer vo hineingestellt sind,e Riesenblätter nach k Licht und Dunkel, n Auferstehung unsere wieder Arbeit! Das ser Schau. Ihm ist der we dem werktätigen d der Faust, der Wer in der Grube, am Schraubstock. In 6 rollt sich das schweigende H Hier hat die unerschütterlie deutschen Gest es das Werk des Bauerntu der Wehrfreil freiheit, Gew wirtschaft, Se Hier eine bil beitslosigkeit, nanzierung d leuchtend, wei weis erbracht technische Me Beschle Seutsch sinanzp ten. Die gen sind ir der Laie h dieses dem Gebiet erh nationalsoz die in dem sich Linie, einer Einh ist„Deutse bendige M Reichsauto tischen Bo 60 Meter hartes Lie Boden, der Tank mit batterien licher Grö modernste dachten ur vier Jahr und sprich Feistung, Weltgeschi neuen T der kün chers. A eite 7 Nr. 100/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 30. April 1937 Heute eröffnet der Führer die Ausstellung gRRTSP OE. Eine Vorbesichtigung der gewaltigen Leistungsschau des Nationalsozialismus a S.#, iin. 4 as in Sest beriden zu den Mann, der die Ungaliagsichkeit eines anden Paßkontrollbehörden zurückgewiesen werden müssen, weil der Reisevermerk nach Oesterreich im Paß fehlt. Die Reisenden werden daher im eigenen Interesse gebeten, die geltenden Vorschriften genauestens zu beachten. Berlin, 29. April. unserer Berliner Schriftleitung. Freitag vormittag um 11 Uhr wird der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die gewaltige Leisungsschau des Nationalsozialismus in den Ausstellungshauen am Kaiserdamm eröffnen und damit am Vorghend des Nationalen Feiertages dem deutschen Volke der Umwelt Rechenschaft über die Leistungen der unter der Staatsführung des Nationalsoziasismus ablegen. Vier Jahre zuvor hat Adolf Hitler das Wort geprägt:„Gebt mir vier Jahre Zeit!" Vier Jahre später legt eine Riesenschau, wie sie die Reichshauptstadt in so gigantischem Rahmen, in so vollendeter Gesamtwirkung und in so eindringlicher Sprache bisher nicht gesehen hat, Zeugnis von der erweckten Volkskraft, vom unermüdlichen Schaffensdrang des neuen Deutschlands und jener nationalen Zuversicht ab, die den vergangenen Jahren den Stempel aufdrückte auch der Zukunft jenes herrliche, darum aber auch so oft in der Welt geschmähte echt deutsche Gesicht Noch hämmern hier draußen am Kaiserdamm rastlose Hände. Noch in nächtlicher Stunde wird der Schau der letzte Schliff gegeben, um für den Tag der Eröffnung und für die kommenden sechs Wochen Ausstellungsdauer gerüstet zu sein. Schon wimpeln die bae Sscheleschelsie adce de San aeshanlschen Vei denr Maie die Keceil goke Al. Aldeis Hile. duktionsakt von Retorten und Katalysatoren, die hier duktionsakt von Retorten und Katalysatoren, d Sinn und Bild jener faustischen Retorte annehmen, in der der große Magier den Homunkulus zu formen gedachte. Aeußerlich Magie! Innerlich exakter Denkprozeß und noch exaktere Arbeit. Motoren donnern ihren himmelstürmenden Choral. Was die deutsche Industrie an Erfindungen und Neuerungen in diesen Jahren herausbrachte, hier findet es seinen Platz. Die Reichsbahn zeigt die Fortschritte im Verkehrswesen, die neuesten Typen ihrer Triebwagen; die Modelle sämtlicher in vier Jahren vom Stapel gelaufenen Handelsschiffe zeigen Deutschlands Ringen um friedliche Seegeltung. Eine Leuchtkarte des Hamburger Hafens erzählt vom wiedererwachten See=, Handelsund Weltgeist der deutschen Hansestadt. Ueberwältigend ist der Blick von der Rampe auf diese Halle. Ein weiter Ausblick, und in Gedankenschnelle durchfliegt man vier knappe Jahre, zieht Vergleiche zwischen ehedem und heute, läßt das Auge über die Leistungsschau der sozialen, kulturellen und künstlerischen Errungenschaften gleiten, wird fast von einer leisen Ungläubigkeit erfaßt ob denn dies alles nicht ein Märchen sei, zwickt sich selbst in die Hand, nur um zu wissen, daß man nicht nt erwacht und weiß, daß hier meisterliche Hände Neurath reist nach Rom and Berlin, 29. April. Ricci in der Reichshauptstadt Berlin, 29. April. Auf seiner Deutschlandreise traf der italienische Jugendführer Unterstaatssekretär Ricci am Donnexstag abend auf dem Berliner Zentralflughafen ein. In Begleitung des italienischen Gastes befand sich auch Stabsführer Lauterbacher. Eine Ehrenkompagnie der Leibstandarte„Adolf Hitler“ sowie Ehrenformationen der Berliner HJ. und der Berliner Jungfaschisten waren angetreten. Nach dem Abschreiten der Fronten begab sich der italienische Gast zum Berliner Rathaus, wo Stadtpräsident Dr. Lippert an den italienischen Jugendführer herzliche Begrüßungsworte richtete. Auf Einladung der faschistischen Regierung wird der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, am 3. Mai in Rom eintreffen, um den Besuch des italienischen Außenministers Graf Ciano im Herbst vorigen Jahres zu erwidern. Reichsminister von Neurath wird sich einige Tage in Rom aufhalten und wird von mehreren höheren Beamten des Auswärtigen Amtes begleitet sein. Der erse Schrit in die Schau zeigt, wie grund=effektiven Taten zu einer Schau vereinigt haben, die paßvorschriften beachten! legend sich das Bild gegenüber früheren Ausstellungen geändert hat. Nicht nur die Innenarchitektur hat sich gewandelt. Verantwortlich zeichnen für die Ausstellungsleitung Pay Christian Carstensen, für die Gesamtarchitektur Architekt Brinkmann, Professor Hitzer, Architekt Eiermann, für die Bauleitung das deutsche uns mit Stolz, zugleich aber mit einem neuen Gelöbnis durchdringt. Diese Leistungsschau ist das hohe Lied der deutschen Arbeit, das Ehrenzeichen des nationalsozialistischen Staates, ein neues Bekenntnis aller SchaffenOhne Paßvermerk keine Einreise nach und durch Oesterreich and Berlin, 29. April. Nach§ 2 Ziffer 1 des Gesetzes über den Reiseverkehr mit Oesterreich vom 24. August 1936 sind Pässe von Reichsangehörigen mit Wohnsitz oder ständigem Aufenthalt im Inlande für Reisen nach und durch Oesterreich nur gültig, wenn der Geltungsbereich des Passes von der zuständigen Paßbehörde ausdrücklich auf das Gebiet des Bundesstaates Oesterreich erstreckk ist. Seit Inkrafttreten dieses Gesetzes hat sich gezeigt, daß täglich Reisende, die sich nach Oesterreich begeben und in Bayern die Grenze überschreiten wollen, von Propaganda=Atelier. Auch die Dimensionen der räumlichen Gestaltung scheinen gewachsen. Schon die zu geschichtlichem Forum umgewandelte Halle l ist ein Dokument. Als aufgehende Sonne spannt sich die 3000 Quadratmeter große Decke strahlenförmig über dem in mächtiger Flügelspanne von 27 Meter auslandenden Adlerhoheitszeichen, Symbol des schaffenden Deutschlands. das hier Rechenschaft ablegt. Im Halbrund von 120 Meter stuft sich der Raum zu den Geschichtstafeln des neuen Deutschlands empor Bochumer Leben Arbenslamteraden Walden=geehil Eine Feierstunde der DAF.=Ortsgruppe Altstadt Bürgergesellschaft, sah am Mittwoch abend eue Beduns ug n be Mdgiadher, Ner AaP a, SSerNE, Mighte a neun Gigantenbüchern von.50 Meter Hoge und einer Feierstunde pereint, in deren Mittelpuntt, die sechs Meter Breite, die in je sechs Riesenphotos von der Leistung des nationalsozialistischen Deutschlands erzählen. Es wird ein fantastischer Eindruck sein, wenn die Goliathseiten dieses„Bilderbuches“ sich im Rhythmus von Wort und Musik wenden und vom Schweiß, vom Willen und von der Leistung der vergangenen vier Jahre erzählen. Hier tritt die jüngste Vergangenheit dem Beschauer geradezu plastisch entgegen, sei es der Anfang jener großen Arbeitsschlacht, sei es der Arbeitsdienst, seien es die kulturellen Begebenheiten und die Wehrerstarkung der Nation. Nicht ohne innere Begründung finden sich an der gegenüberliegenden Hallenwand die grundlegenden Gesetze in der Originalfassung und Originalunterschrift, wie sie vom verewigten Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg und vom deutschen Führer unterzeichnet wurden. Im Vergleich zu den Riesenbüchern winzig in ihrer Auswirkung, aber bestimmend für den Werdegang der Nation. Ein andächtiger Schauer vor der Größe der Zeit, in die wir hineingestellt sind, erfaßt uns, wenn sich eines dieser Riesenblätter nach dem anderen umwendet und mit Licht und Dunkel, mit Wort und Ton zu uns von der Auferstehung unseres Volkes berichtet. Arbeit und wieder Arbeit! Das ist der führende Kontrapunkt dieser Schau. Ihm ist der weite Raum der Halle II gewidmet, dem werktätigen deutschen Menschen der Stirn und der Faust, der Werksgemeinschaft aller Schaffenden, ob in der Grube, am Hochosen, am Pflag Schraubstock. rollt sich das schweigende Heldentum des werkenden Volkes. Hier hat die Kamera mit ihren Riesenaugen und mit unerschütterlicher Wahrheit die einzelnen Phasen des deutschen Gesundungsprozesses aufs Papier gebannt, sei es das Werk der Autobahnen, die Erzeugungsschlacht des Bauerntums, die Erkämpfung der Wehrhoheit und der Wehrfreiheit, die Landgewinnung, die Nahrungsfreiheit, Gewerbe, Industrie, Motorisierung, Verkehrswirtschaft, Sozial= und Kulturpolitik, Partei und Staat. Hier eine bildliche Statistik über die Senkung der Arheitslosigkeit, dort eine klare Darstellung über die Finanzierung der Arbeitsbeschaffung, ganz besonders einleuchtend, weil hier dem Uneingeweihten der klare Nachweis erbracht wird; daß nicht Börsenkniffe oder banktechnische Manöver, sondern einzig und allein die Seschleunigung des Geldumlaufs in Deutschland diese Leistungen von der inagzpolitischen Seite her ermöglichken. Die einzelnen Gebiete dieser produktiven Leistungen sind in logischer Klarheit geordnet, so daß selbst der Laie hier in knappen Minuten einen Einblick in bieses dem Auslande immer noch als Rätsel erscheinende Gebiet erhält. Es war ein origineller Gedanke, diese Zationglsozialistischen Leistungen auf gewaltige Dreiecke, die in dem Raum hängen zu proiizieren. Hier schließen einer Feierstunge vereint, in deren Ehrung von zehn Arbeitskameraden und einer Arbeitskameradin stand, die 40 bzw. 25 Jahre in ihren Betrieben tätig sind. Nach einleitenden Musikstücken, schneidig von einer HJ.=Kapelle gespielt, hieß Pg. Trappmann die erschienenen Kameraden willkommen. Der Obmann der Ortsgruppe, Pg. Behrend, verbreitete sich dann in längeren Ausführungen über den Adel der Arbeit. Nicht um des Lohnes willen, wie in der vergangenen liberalistischen Zeit arbeiten heute dei Schaffenden sondern für die ideellen Werte, für den Dienst am Volke. Jede Arbeit Träger, ganz gleich, an welcher Stelle sie vollbracht werde, nur mune ne treu, ehrlich und gewissenhaft getan werden. Die Entlohnung, die jeder Mensch zum Leben notwendig habe, komme erst in zweigee Lhnte. Das war der Kernpunkt der te eine kleine Schmucknadel herausgegeben. Auf einer dazu gehörenden Urkunde steht folgender Text: „Die Gelsenkirchener Bergwerks=AG. hat für ihre Gefolgschaftsmitglieder, die mindestens drei Jahre bei ihr tätig sind. ein Abzeichen eingeführt, das bei festlichen Veranstaltungen der Betriebsgemeinschaft getragen werden soll. Das für Sie bestimmte Abzeichen füge ich hier bei. Glück auf und Heil Hitler! Der Führer des Betriebes.“ Zum ersten Male wird dieses Abzeichen am 1. Mai, dem Nationalen Feiertag des deutschen Volkes, getragen. Das Abzeichen wird insgesamt von rund 50 000 Gefolgschaftsmitgliedern getragen. Volkstänze unter dem Maibaum in Berlin Berlin, 29. April. Unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Donnerstag abend, im Lustgarten der Berliner Maibaum im Rahmen einer stimmungsvollen Feier durch den Gauleiter von Ostpreußen Oberpräsident Koch an den Berliner Stadtpräsidenten Dr. Lippert übergeben. Nach Gesangsvorträgen der heimattreuen Ost= und Westpreußen überbrachte Gauleiter Koch der Berliner Bevölkerung die Grüße seines, Heggg abgetrennt von der Heimat, der unermüdlichen Aufbauarbeit des Führers tiefsten Dank schulde. Mit Worten herzlichen Tankes übernahm Dr. Lippert den Maibaum. Im Scheinwerferlicht führten dann verschiedene Trachtengruppen Volkstänz um den mit bunten Bändern und Tannengrün geschmückten Maibaum vor, dessen Spitze mit einem großen Hakenkreuz und LorAm Nachmittag hatte Reichspropagandaminister Dr. Goebbels die Kundgebungsstätten für den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes hauptstadt besichtigt. Der Leiter des Einsatzstabes für die Großkundgebungen, Ministerialrat Gutterei berichtete dem Minister über alle orggagisgtgrischen und technischen Maßnahmen. Die Sachveu#### für die Ausschmückung, die baulichen und technischen unlagen, den Aufmarsch, den Ordnungsdienst, die sanitären Maßnahmen usw. konnten Dr. Goebbels melden, daß der fünfte Nationale Feiertag des deutschen Volkes bis in alle Einzelheiten vorbereitet ist. Ausschließlich belgische politik will Belgien künftig treiben— Belgiens Außenminister über die britisch=französische Erklärung Brüssel, 29. April. Außenminister Spaak gab heute in der Kammer Beiotens vePertrag abgeschlossen habe, hätte sich jedoch man diesen Vergrag aogeschzasen hgve, gatte nu, ugen die Lage grundlegend geanoert.„Die Verpflichtungen, die Belgien damals übernommen habe, seien nicht mehr tragbar gewesen. Das gleiche gelte von den Verpflichtungen, die Belgien im März vorigen Jahres in den Londoner Vereinbarungen übernommen habe. Ausschlaggebend für das Statut Belgiens se mehr der Grundsatz, daß Belgien künftig nur ausschließlich belgische Politik Urlaubsanträge von Berufsschülerinnen. Von der wolle, Belgien habe außerhalb seiner Grenzen keine „see zre:, ehrlichk und gewissenhaft ge= Berufsschule wird nachdrückligh, darauf, aufmartsam### direkten Interessen. Künftig werde Belgien an einem des nur mige ste treu, eatich un, ve gutzg#. macht, daß aue berufsschulpflichtiger,„Lgendtichger,#gr Kriege nur dann teitnehmen, wenn seine eigenen Grenwerden. Dte Spt,,„itex Zinie,[Antreten eines Erhottangngraggs,„gurch den Asxpfg zen verletzt würden. sen notwendig habe, komme erst zmeztpossen Rehe schultage in Fortfau kommen, verprichtet sind, urtauo gen„verleßzt würden.. zerhundspakvunkt der„emperamentvollen„gsde bei der Schutzeitung vorher zu beantragen, und Ueber Artikel.16 des,Völkerb### Behrend. Den Jubilaren sprach er anschlie= daß nachträgliche Mitteilungen über einen angetretenen ßend den Dank der Deutschen Arbeitsfront für ihre Urlaub nichts als gültig anerkannt werden. treue Mitarbeit, aus und überreichte ihnen die vom„„„„„4 Gauobmann, Pa. Stein, unterzeichneten Ehrenurkunden. Die Namen der Arbeitsjubilare sind: Altevogt, Ankenbrandt, Besthorn, Frl. Borghorst, Merten, Reidegeld, Rogalla, Schmiech, Schrage, Schützeck, Wilten. Bochumer Veranstaltungen Im Stadttheater Bochum findet Stadttheater Bochum., 9/1,„Tug g2 alischer heute die westdeutsche Erstaufführung des musikalischen Lustspiels von Paul Verhoeven und Toni Impekoven„Das kleine Hofkonzert“ statt.(Vormiete A und freier Besuch.) Wichtige Berufsfragen des Bochumer Schlosserhandwerks Die Schlosserinnung in Bochum hielt im Rechnungsjahre Das kleine Hofkonzert. Für den Kulturring 1 ist das der Malt Carl Spitzwegs mit Mu Musik 20s Freizag, die neuen unter dem Vorsitz des Obermeisters chofen Pflug oder am Karl Wicking ihre erste Hauptversamglung gb. Die am Dochogg, ap Vtug poe—— Schlosserinnung umfaßt, neven dem Staotreis Bochum In 60 gewatngen Tatsachenbildern ent. die Stadtkreise Wattenscheid, Herne und Castrov=Rauxet prachit und zählt insgesamt 86 Betriebe, in denen etwa 500 Osten Gesellen und Lehrlinge beschäftigt werden. Der Ge= haben. schäftsführer Dr. Grünewald erstattete den Ge1936/37, der ein Bild umfangreicher und erfolgreicher Bochumer Verbände und Vereine Schlosserhandwerk gab. Im besonderen Tenumamr 2 Stumeen Emannenmme gkeit der Innungsleitung auf die geLustspiel au sder Welt Carl kleine Hofkonzert für Freitag, 7. Mai, angesetzt, Die Karten sind ab Montag in der Geschaftssteue erhaitlich.— Staatspolitik und Völkerleben eines rätselvollen Landes! Gelegentlich einer Vortragsreise durch den Gau WestfalenSüd kommt der bekannte Asienforscher Walther Stötzner am Dienstag, 4. Mai, 20 Uhr, nach Bochum und spricht im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee, zu über hundert nrachtvollen, farbigen Lichtbildern über„Im unerforschten Osten Tibets“. Karten auch für Nichtmitglieder noch zu haben.„Pflichtveranstaltung„für., Kulturring 2.— Am 1. Mai ist die Dienststelle geschlossen! leber Artikel 16 des Völkerbundspa tes erklärte der Minister, daß Belgien in Genf für eine genaue Auslegung dieses Artikels und eine seiner Verpflichtungen eintreten werde. Für die eventuelle Anwendung des Durchmarschrechtes auf ihrem Gebiet stelle die belgische Regierung zwei wesentliche Bedingungen: Erstens fordere sie, daß in keinem Fall das Durchmarschrecht Belgien auferlegt werden dürfe ohne Zustimmung Belgiens selbst. Zweitens stehe Belgien auf dem Standpunkt, daß diese Zustimmung die Ausführung einer gemeinsamen Aktion voraussetze. Beim Begriff„gemeinsame Aktion“ wolle er nicht so weit gehen, zu behaupten, daß eine gemeinsame Aktion die effektive Teilnahme aller Völkerbundsstaaten erfordere. Aber er verlange, daß wurde die, Tätigtent orr, Otzungpiriczetauf die gewerbliche Förderung und die wirtschaftlich=technische Schulung eingestellt. Zu diesem Zwecke wurde der Jubiläumsfeier des Katholischen Taubstummen=Vereins St. Joseph, Bochum. Der Katvolische Taubstummen=Verein St. Joseph beging am Sonntag im Vereinshaus an der Meinolphusstraße die Feier seines 25jährigen Bestebens. Aus diesem Anlaß hatte sich eine große Anzahl von nehmern von nah und fern mit ihren taubstummen Angehörigen eingefunden. Nach einer vorangegangenen kirchlichen Feier in der Meinolphuskirche begann um 16 Uhr die eigentliche Jubiläumsfeier, die mit einem Musikvortrag eingelettet wurde. Im Anschluß entvot der Vereinsführer Lenz allen ein herzliches Willkommen. Hierauf fand die Ehrung der sieben Jubilare durch Ueberreichung von Silbersträußchen statt. Nach einem kurzen Vortrag über die Gründung und Entstehung von Taubstummenmütliche und unterbaltende Teil, der durch Gedichte, MusikVortragsdienst verstärkt und der Reichsinnungsverband Hontieger, Zazrgzimnzungspg#teuenr gpu, allerlei Kugzmei in. des Schlosserbandwerks gab Schulungs. Zud Vorstegge gemeine Verlosung mi zum Teil“ ortainellen Gewinnen werlezitzsahes Schlbsscgefonderen Zzraus, jehemiptschaft.“ dem Abend erst die redie urwüchsige Deutsche Frau und deutsches Mädchen! Bist du bereit zur Mitarbeit, dann hast du Gelegenheit dazu im Deutschen Frauenwerk! mindestens die Nachbarn Belgiens an einer solchen Aktion beteiligt seien. Durch die Erklärung vom 24. April seien die Generalstabsvereinbarungen, die man in der Londoner Denkschrift vorgesehen habe, hinfällig geworden. Die Landesverteidigung sei ein rein technisches Problem, das Belgien ausschließlich und unabhängig, ohne fremde Einmischung, löse. Zum Schluß gab Spaak einen kurzen Ausblick in die Zukunft. Er erklärte, daß Belgien bei der Ausarbeitung des Westpaktes eine Rolle zu spielen gedenke. Die belgische Regierung wisse sehr wohl, daß ihre Aufgabe erst dann beendet sei, wenn man eine Lösung der westeuropäischen Sicherheitsfrage gefunden habe, der auch Deutschland zustimmen könne. Er habe bereits früher erklärt, welche Bedeutung er der Erklärung Deutschen Reichskanzlers beimesse. Diese Erkläwerke für das Schlosserhandperk zzeopet, Für Ootzceue gab dem Abend erst die rechte urwüchsige Würze. Geschaftsigdr it im vesongung;, ote vertev die Erzie, Grsolgrische Bochumer Spielleute., Aus Anlgs liche Schulung vorgzsechenhurzh ferner wirgaßnahnten zährigen: sebens veranstaltete der Spiellen werden. Geschäftsführer Dr. SpelBezirkssteue des Reichsinnungsverhung des Nachwuchses in dem maum hangen, zu P W sich Linie, Farbe und gleichsam mimischer Ausdruck zu einer Einheit zusammen, die ebenso logisch wie erhebend II„Deutschland arbeitet wieder!“ Da springt das lebendige Modell der schönsten und größten Brücke der Reichsautobahnen, die Mangfallbrücke mit ihren giganlischen Bogen, in den Raum. Hier singt auf einem Meter großen Motorprüfstand ein Explosivkoloß sein hartes Lied. Dort wogt ein Kornfeld auf kultiviertem Loden, der dem Meere abgerungen ist. Hier will ein Tank mit seinen Geschützen vorstoßen. Modernste Flakvatterien drohen in den Himmel. Ein=Boot in natürlicher Größe schwimmt daher und in der Höhe schweben modernste Kampfflugzeuge. Was deutsche Stirnen erdachten und schwielige deutsche Männerfäuste in diesen bier Jahren gestaltet haben, hier nimmt es Form an und spricht zu den staunenden Beschauern von einer Leistung, die in der Nachkriegsgeschichte, vielleicht in der rige hichte überhaupt, einnalig. istz, ein anderes Bild Roh leken von der Bezirksstelle des Reichsinnungsverbandes des Schlosserhandwerks behandelte die allgemeinen Wirtschaftsfragen des Schlosserhandwerks, im besonderen die Versorgungslage„der Handwerksbetriebe mit Eisen und Stahl. Seine Ausführungen gaben zu einer Aussprache Anlaß, in der vom Kreishandwerksmeister Esch die politischen und wirtschaftlichen Aufgaben des Handwerks im Vierjahresplan herausgestellt wurden. Die Versammlung„schloß mit der Vorführung von zwei Schulungsfumen durch den Gewerbeoberlehrer Stork in Castrop=Rauxel, und zwar über die Verarbeitung von Leichtmetall sowie die Werbung vielleute. Aus Anlaß des zehnjahrigen„Bestehen„vergnstgltete., der Spielleute=Vereln Eilskelt= Gelsenkirchen=Rotibausen am Sonntag einen großen nationalen Spielleute=Weitstreit, an dem auch Bochumer Spielmannszüge teilnahmen. Beim Festzug nahm der Spielmannszug des Bochumer Vereins mit 51,5 Punkten in der Gruppe C die erste Stelle ein. Bei den Solisten der=Klasse war der Tambour Josting(Straßenbahn Gerthe) mit 29 Punkten erfolgreich. Den Siegern wurden wertvolle Ehrenpreise und Diplome überreicht. des Deutschen Reichsranziers beimense. Diese Erklärung sei Zeugnis einer Gesinnung, die man billigen müsse. Es seien darin Möglichkeiten angegeben worden, auf welche die belgische Regierung keineswegs verDie Ausführungen Spaaks fanden großen Beifall. Zeltgeschichte überhaupt, einmalig ist. Wieder ein anderes Bild. Rohstoff=Freiheit! Ein im neuen Vierjahresplan auferlegtes Gesetz, die Richtschnur der künftigen Produktion und des künftigen Verbrauchers. Wer bisher noch nicht die schöpferische Seele des Produktionsmechanismus“ erkannt hat, hier wird er Bund heimattreuer Ost= und Westpreußen. Bundesgruppe Bochum 319 hielt am letzten Sonntag im Vereinslokal Lasch, Königstraße, ihre gut besuchte Jahresbauptversammlung ab. Nach der Prüfung der Kasse und der Mitgliedsbücher, beide in bester Ordnung, wurde dem Kassenwart Entlaftung erteilt. Dann gedachte der Gruppenleiter noch einmal der sechs verstorbenen Mitglieder vom verganfür das Schlosserhandwerk. An den Schulungsvortrch= ggnez.„Zogezelenswerhen ls=ährere Rachbargruppen sind gen nahmen auch die Gesellen und Lehrlinge in grgige schon eingeladen: Nach Erledigung des geschäftlichen Teils Anzahl teil und es, wurden in Pbrzzigerr grzolle Linz siellte Gruppenleiter, Sahm die Vertrauensfrage, wesche durch Stimmzettel hundertprozentig für ihn und den geweise und Richtlinjen zu zweamaßiger Arbeit und Leistungssteigerung im Schlosserhandwerk gegeben. Abzeichen für die Gefolgschaftsmitglieder der Gelsenkirchener Bergwerks AG. Zur Hebung der Betriebsgemeinschaft hat die Hauptverwaltung,„der Gelsenkirchener Bergwerks AG. für samten Vorstand ausgesprochen wurde. Die Sonderzüge nach Ost= und Westpreußen fahren hin und zurück über den Korridor. Auskunft und Anmeldung bei Gustav Stahl. Johanniierstraße 12. und jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr in der Wirtschaft K. Lasch, Ecke König= und Rottstraße. Traditionsecke vermaltzun g.##r, Lelisenkirchener Bgrowerke Ac), Jur oie Setgemasigen föher in Götuingen zor 5hjabriges Realsämtliche Gefolgschaftsmitgliever, die mehr als drei menisjubssäum. Auskunft über diese Feser erteilt die KaJahre bei ihr beschäftigt sind, bei den Bergbaugruppen, meradschaft ehemaliger 136er Bochum und Umgegend(VerHamborn. Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund, einsbeim Gastvof Gilleballe, Hattinger Straße 70. und 8. August 1937 begehen Der Große Duden„staatsgefährlich“ Prag beschlagnahmt Prag, 29. April. Wie die Blätter melden, wurde von der Prager Staatsanwaltschaft das bekannte deutsche Rechtschreibungswerk„Der Große Duden“, I. Teil, beschlagnahmt. Das Buch wurde seit Jahren in die Tschechoslowakei eingeführt und hier verkauft, bis vor wenigen Wochen fünf Eremplare des Werkes zurückgehalten wurden. Der Grund für die Beschlagnahme dürfte die Angabe„Sudetendeutschland“ sein, bei der die Zusatzbemerkung„früher Deutsch= böhmen" steht. Die„Reichenberger Zeitung", die die Meldung brachte, verfiel ebenfalls der Beschlagnahme. Maurice Frère in Berlin. Donnerstag vormittag ist Herr Maurice Frère, Mitarbeiter des belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland, in Berlin eingetroffen. Er wird mit verschiedenen Persönlichkeiten Besprechungen haben, insbesondere mit dem Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht. eg Englische Verluste in Indien. Bei einem Ueberfall indischer Aufständischer auf die zweite britisch= indische Infanteriebrigade im Khaisoratal verloren die britisch=indischen Truppen einen Toten und 25 Verwundete. Unter den Verwundeten befindet sich ein englischer Major. 95 A ee SMPP ∆ 10 05 R R s, ehe W. MMM * K se WE b4 840 5 95 905 20 /54 1135 8616 g 55 .59 955 6 915362 8943 2 e 21 /4 2 ∆ 45 # MA P 4 jäc 91275 30 12554 5 5 üi 9 34249 9248235 487 Seite 8 Nr. 100; Bochumer Anzeiger„ Freitag, 30. April 1937 Turnen und Sport Veridehisfallrten aufder-kvusNerdkurte Aufnahmen Weltbild Stromlinienrennwagen, dessen technische Daten wir in unserer Mittwoch=Ausgabe beschrieben haben, in der Rekordzeit von 4,16 Minuten zurück, was einer Geschwindigkeit von 272 Stundenkilometer entspricht. Den alten Rekord hielt Hans Stuck über die 19,6 Kilometer lange Strecke in 4,32 Minuten, die einer Geschwindigkeit von 259,5 Stundenkilometer entsprechen. Die Avus ist also durch den Bau der neuen Nordkurve erheblich„schneller“ geworden. Linkes Bild: Rosemeyer durchrast mit dem neuen Auto=Union=Stromlinienrennwagen die Nordkurve. Der Rennwagen kann durch einen Aufsatz auf dem Führersitz völlig geschlossen werden. Der Spalt im Bug dient in diesem Falle als Luftschacht, durch den dem Fahrer Frischluft zugeführt wird. Rechts: Caracciola mit dem Mercedes=Benz=Rennwagen, der äußerlich dem Wagen der Auto=Union sehr ähnlich sieht Drei neue Staffelbeltleiftungen Charlottenburger Nixen auf Rekordjagd Bei den Schwimmerinnen haben Rekorde selten lange Bestand. Vor allem sind es die Bestleistungen der Staffeln, auf deren Verbesserung immer wieder hingearbeitet wird. Den Charlottenburger Niren glückten am Mittwoch abend gleich drei neue deutsche Rekorde. Zunächst ließ es ihnen keine Ruhe, den deutschen Rekord über 3 mal 200 Meter Brust im Besitz des Schöneberger DSC. zu wissen, zumal die Nixen zuvor fünfmal eine Unterbietung der Rekordmarke erreicht hatten. Im Stadtbad Charlottenburg unternahmen Hanni Knuth, Gisela Arendt und Traute Engelmann einen Angriff auf den vom DSC. Schöneberg seit dem 27. Februar 1937 gehaltenen Rekord von:42. Mi :31,8 wurde eine neue deutsche Bestleistung aufgestellt. Schon nach kurzer Pause traten die Nixen zu einem neuen Rekordversuch an. Diesmal galt es, die erst am letzten Sonntag aufgestellte Bestleistung der Magde, burger Nixen mit:30,2 über 3 mal 100 Meter Brust zu schlagen. Mit der neuen deutschen Rekordzeit von :28,6 waren die Charlottenburger Nixen erneut erfolgreich. Die als vierte Schwimmerin eingesetzte Julia Schulz bewältigte ihre 100 Meter in:29,2, s0 daß ein weiterer deutscher Staffelrekord mit:288 über 4 mal 100 Meter Brust aufgestellt war. 1. DDAC=Reichstreffen in Freiburg Breisgau Mit seinem ersten Reichstreffen stellt sich der DDAC. in den Dienst deutscher Heimattouristik. Die Veranstaltung findet am 29. und 30. Mai in Freiburg statt. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des DDAC. mit Familienangehörigen oder eingeführten Gästen als Mitfahrer. Für die Einzelfahrer sind zwanzig Preise ausgesetzt, ebenso auch für die Ortsgruppen. Sohmag W. Hollter-Siaufwaldreiiten Großartige Beletzung in allen Klaffen Der weiwilnge Sperialenm Arjung vomk Wie Wettkämpfe ausgetragen werden Das Kölner Stadtwaldrennen, das im Jahre 1934 aus der Taufe gehoben wurde, erfährt Sonntag schon seine vierte Austragung und wird damit mehr und mehr zur Tradition. Wie diese Wettbewerbe auf der kleinsten deutschen Rundstrecke(2,6 Kilometer) von Jahr zu Jahr an Wert gewannen, so übertrifft auch der diesjährige Wettbewerb wieder die vorausgegangenen drei Rennen. Von morgens um 9 Uhr bis nachmittags gegen 5 Uhr wird Rennen auf Rennen abgewickelt. Es wird nur vom Wetter, das ja in letzter Zeit sehr unbeständig war, abhängen, ob die Motorbrigade Niederrhein, die von der ONS. mit der Durchführung des Rennens beauftragt wurde, am Sonntag auch einen neuen Zuschauerrekord melden kann. In diesem Jahre ist das Rennen nur wieder für Krafträder(Ausweis= und Lizenzfahrer) ausgeschrieben worden. Für Sportwagenrennen ist die Strecke weniger geeignet. Im nächsten Jahre wird Köln wahrscheinlich schon einen anderen Rennkurs haben, der auch etwas länger ist und den Sportwagen— vielleicht auch sogar einmal den Rennwagen— bessere Entfaltungsmöglichkeit geben soll. Aber man glaube nun nicht, daß der Kölner Rundkurs etwa langsam sei. Im vergangenen Jahre wurde von dem DKW.=Fahrer Kurt Mansfeld in der Halbliterklasse mit 122,5 Stundenkilometer der schnellste Durchschnitt gefahren. Eine solche Geschwindigkeit, hinter der die Durchschnitte der kleineren Klassen nur wenig zurückstehen, kann sich sehen lassen. Die Besetzung ist wieder erstklassig. Ueber 200 Meldungen liefen ein, 50 Fahrer mußten sogar zurückgestellt werden, da die Strecke nur eine beschränkte Teilnehmerzahl zuläßt. Die Vormittagsrennen der Ausweisfahrer(250, 350, 500 ccm) versprechen nicht weniger großen Sport als die Rennen der Lizenzfahrer. Beschränken wir uns darauf, für die Rennen der Lizenzfahrer nur einige bekannte Namen zu nennen. Das sind in der kleinen Klasse Winkler, Petruschke, Wünsche, Hierl(Düsseldorf), Demandt(alle auf DKW.), das ist der immer angriffsbereite Heiner Fleischmann, der in der 350=ccm=Klasse zusammen mit seinem Markengefährten Mellmann auf NSl. startet und vor allem mit Hamelehle(Sindelfingen) auf Norton rechnen muß. Da startet in der Halbliterklasse der Vorjahrssieger Mansfeld(DKW.) und hat einen starken Angriff von Fleischmann und Mellmann zu erwarten. Die BMW. ist leider nicht vertreten. In den Seitenwagenrennen ist die Besetzung nicht weniger gut. Bock (Mannheim) auf Norton, Braun(Karlsruhe) auf DKW. und schließlich die sympathischen Stärkles(Basel) auf NSU. sind zur Stelle, wie auch Weyres (Aachen) mit seiner neuen Harley=Davidson nicht fehlen wird. Der Sportdienst in der HJ. und im B2M., auch wenn er auf Freiwilligkeit aufgebaut ist, wird selbstverständlich nach gewissen„Spielregeln" durchgeführt werden. Ganz besonders wichtig ist dabei die Art der Austragung von Wettkämpfen und Wettspielen, die im übrigen grundsätzlich auf den Bereich eines Jungbannes beschränkt bleiben. Falls sich aus Mangel an Gegnern eine Ueberschreitung des Jungbannbereiches notwendig macht, haben die Fähnlein verschiedener Jungbanne, die aus obengenannten Gründen Wettkämpfe gegeneinander austragen wollen, vor Festlegung der Veranstaltung die Genehmigung der zuständigen Jungbannführer einzuholen. Der Uebergang vom Sommer= zum Wintersport mit dem Kreisjugendwart(Jugendfachwart) festgelegt und im Jungbannbefehl bekanntgegeben. Der Kreisjugendwart trifft Bestimmungen über Bereitstellung der Plätze usw. Für die Durchführung der Wettkämpfe und Wettspiele gelten bis auf weiteres die Spielregeln und Wettkampfbestimmungen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Vom Turf Auteuil, 29. April richtet sich nach den Dienstzeitplänen der Reichsjugend= biche. ihrung Nehen dem Nahungshetrieb können regelmäßig rio, Le 1..: 1. Ibis VIII(Brillet) 2. Saint Avit, 3. CorneToto: S. 74, Pl. 32, 24. Ferner: Islet#e, DiéSilene. führung. Neben dem liebungsbetrieb konnen regelmaßig Wettkämpfe und Wettspiele der einzelnen Sportdienstgruppen nur in folgenden Jahresabschnitten durchgeführt werden: " 15. April bis 15. Oktober: Leichtathletik und Schwimmen. 15. Oktober bis 15. April: Gerätturnen, Fußball, Handball, Hockey und Eissport. Fechten, Rudern, Kanu und Tennis sollen nicht in Form von regelmäßigen Wettspielen, Regatten oder Kämpfen 2..; 1. Mousseline Fine(Brunet), 2. Fouchtra, 3. Le Beau Guv.— Toto: S. 25, Pl. 17, 125. Ferner: Futilité, La Dame du Mesnil, Balanzade, Maggio. 3..; 1. Totes Rennen zwischen Pommard II und Tonia(Tremeau und Verniere), 3. Larringes.— Toto: S. 31 und 25, Pl. 20, 26, 17. Ferner: Barnum II, Golden Clipper, Slave Boy, Royal Kidney, Duguay Trounin, Schnock, Stournelle. 4..: 1. Son of Troy(Dornaletche) 2. Goody, Saint Honorat.— Toto: S. 71, Pl. 33, 53, 51. Ferner: Die Lehripiele gegen-Tiandlester eny Deutschlands Auswahlmannschaften für Duisburg und Wuppertal eschise e che oen esee. e kämpfe im Boxen, Ringen und Schilaufen werden im Rahmen, der allgemeinen Sportveranstaltungen des D J. durchgeführt. Alle Wettkämpfe, Wettspiele und 5..: 1. Patrician(Bates), 2. Adrien, 3. Dakv. Toto: S. 93, Pl. 13, 44, 14. Ferner: Lady Traquet. Ami Lisgeois, Montlucon, Le Solin, Littry, Silverline, Violistc. 6..: 1. Runawav(Tremeau), 2. Fierabras, 3. DuVeranstaltungen im freiwilligen Sportdienst werden vom de# Chine, Bimbo, Dago, Pot aur Roses. KS.=Stellenleiter des Jungbannes im Einvernehmen Le Vainqueur. Der Spielplan der fünf Begegnungen zwischen deutschen Auswahlmannschaften und der englischen Meisterelf Manchester City ist insofern geändert worden, als ein Treffen nicht in Leipzig, sondern in Berlin ausgetragen wird Es wird gespielt: 6. Mai in Duisburg, 8. Mai in Wuppertal, 12. Mai in Schweinfurt, 19. Mai in Berlin und 22. Mai in Stuttgart. Für die beiden ersten Spiele wurden die deutschen Vertretungen wie folgt aufgestellt: Duisburg: Klodt (Schalke 04) Janes„ Schulz (Fort. Düsseldorf)(Arminia Hannover) Gellesch Sold Herrmann (Schalke 04)(FV. Saarbrücken)(Wormatia Worms) Elbern Siffling Eckert Szepan Urban (aV. Beuel)(SV.Waldhof)(Worm. Worms)(beide Schalle 04) Wuppertal: Jürissen (Rot=Weiß Oberhausen) Welsch Münzenberg (Vor. Neunkirchen)(Alem. Nachen) Kupfer Rohde Kitzinger (Schweinfurt 05)(Eimsbüttel)(Schweinfurt 05) Malecki Berndt Lenz Striebinger Gärtner (Hann.96)(TB.Bln.)(Bor. Dim.)(BfR.Mannh.)(Olymp. Lorch) Zum Spiel in Duisburg wurde also eine stärkere Mannschaft aufgestellt als in Wuppertal. Perfekt Neusel— Farr am 15. Juni. Der vor wenigen Tagen zwischen dem englischen Schwergewichtsmeister Tommy Farr und Walter Neusel abgeschlossene Kampf findet endgültig am 15. Juni statt, Austragungsort ist die Harrinagy=Arena, Particaufgabe (Aus der Partie Richter— Reinhardt.) ni statt. Austragungsort ist die Harrinagy=Arena. in der Neusel zuletzt den Südafrikaner Ben Foord besiegte. EllafparradenMrriendban Meilterschafts-Gruppenspiele in der zweiten Runde In den Gruppenspielen zur Deutschen Handballmeisterschaft wird am kommenden Sonntag von acht Gaumeistern der zweite Durchgang angetreten. Nur Oberalster Hamburg und DBV. Berlin tragen in Abänderung des ursprünglichen Spielplans das seinerzeit ausgefallene Hinspiel nach. Nach diesem Treffen wird es auch in der Gruppe 1 eine Mannschaft geben, die allen Mitbewerbern voraus ist, denn mit einem Unentschieden wird man kaum rechnen können. Das auffallendste Merkmal der ersten Runde war— neben der klaren Ueberlegenheit der MTSA. Leipzig in der Gruppe 4— der vielversprechende Wiederaufstieg des Deutschen Meisters von 1933, SV. Waldhof=Mannheim, der sinnfällig durch den Sieg über den Titelverteidiger Hindenburg Minden zum Ausdruck kam. Zwar besteht natürlich in allen Gruppen in der Rückrunde noch die Möglichkeit, daß sich das Blatt wendet, wahrscheinlich ist das aber nicht, zumal die Favoriten die Mehrzahl der noch ausstehenden Spiele auf eigenem Platz haben. Eine weitere Klärung kann schon der Spielplan des 2. Mai bringen: Gruppe 1: Oberalster Hamburg— DBV. Berlin Gruppe 3: MSV. Hannover— MSV. Hindenburg Minden 1. FC. Nürnberg— SV. Waldhof Gruppe 4: MTSA. Leipzig— MSV. Kohlenz BfR. Schwanheim— TV. Altenstadt Die Gruppe 2 hat also auch diesmal noch Spielruhe, was Tura Wuppertal um so mehr begrüßen wird, als so einige Spielerverletzungen ordentlich ausgeheilt werden können. Die zwei übrigen westdeutschen Mannschaften haben den Nachteil der fremden Plätze in Kauf zu nehmen. Das stellt vor allem MSV. Koblenz in Leipzig vor eine wohl unlösbare Aufgabe. Die MTSA. ist haushoher Meisterschaftsfavorit. Hindenburg Minden wird noch eine leise Hoffnung hegen, dem badischen Altmeister doch den Rang ablaufen zu können. Dazu ist in erster Linie eine erhebliche Verbesserung des Torverhältnisses erforderlich. Darauf werden die Mindener in Hannover bedacht sein. Dreimal um den Aufstieg im Handball Auch die Aufstiegskämpfe zur Handball=Gauliga in Westfalen werden am ersten Maisonntag mit drei Spielen weiter gefördert. Es spielen: TV. Jöllenbeck— Sportring Gevelsberg VfB. Bielefeld— MSV Rheine Tus. Holsterhausen— Westfalia Ahlen Favorit ist noch keiner der sechs Bewerber. Noch ist nichts geklärt. Holsterhausen scheint aber in heimischer Umgebung stark genug zu sein, um Ahlen besiegen zu können. Bielefeld wird es schwer haben, um Rheine bezwingen zu können. Der TV. Jöllenbeck wird auch nicht ohne Kampf gegen Gevelsberg zu den Punkten kommen... Gründung einer Handballabteilung im Turnklub Weitmar 1882 Der Turnklub Weitmar 1882 ladet zwecks Gründung einer Handballabteilung alle Turner und Sportler zu einer Besprechung am kommenden Mittwoch, 28. April, abends, ins Vereinslokal„Waldschlößchen" zu BochumWeitmar, Hasenkampftraße, ein. Ein Weltmeister scheidet Erich Möller zieht sich vom Sport zurück Der ehemalige Steherweltmeister von 1930, Erich Möller(Hannover), tritt vom Schauplatz seiner Tätigkeit ab. Der jetzt 32jährige Dauerfahrer stand über fünfzehn Jahre im Radsport und hat sich nun entschlossen, den Weg für den Nachwuchs frei zu machen. 24. 15 ef 25. ef Khs 26. f6 Khs 27. T13 Scö 28. Dh4 Seß 29. Th3 h5 30. TfI 03 Nun beendet Richter die Partie durch einen feinen Schlußangriff. Eine bessere Verteidigung bot 30. Dg8. 31. T15! De5+ 32. Kfl Sf4 Die einzige Parade gegen die Drohung Thö:t usw. 33. Tf4: 42 Nun gewinnt Weiß elegant.(Siehe unsere heutige Partieaufgabe.) 34. Dh5:+ l, gh 35. Thö:“ Kgs 36. Se3! Schwarz gab auf, da er das Matt durch Tg! nebst Th3 nicht verhindern kann. Weiß zieht und gewinnt in wenigen Zügen. Lösung durch unsere heutige Partie Richter Reinhardt Hüblche Schlußkombination Berlin und Hamburg trugen einen originellen Städtewettkampf aus. Die Gegner saßen sich nämlich nicht am Brett gegenüber, sondern konnten zu Hause bleiben. Die Züge wurden durch Fernsprecher übertragen und die Spieler befanden sich im Telegraphenamt ihres Heimatortes. Berlin siegte mit:3 bei einer Hängepartie. Der feine Sieg des Berliners und Deutschlandmeisters Richter gegen den bekannten Hamburger Meister Reinhardt folgt nachstehend. Weiß: Richter(Berlin) Schwarz: Reinhardt(Hamburg) 1. d4 Sf6 2. Sca d5 3. Lg5 Lf5 4. e3 eß 5. Ld3 Lg6 6. St3 Le7 7. Seb Ld3: 8. cd—0 9.—0 Std7 Besser war Ses, um nach Lf4, dé zu spielen und nach Le7:, De7: mit dem Ses nach dé zu kommen. 10../4 Seö: 11. de c5 12. et d4 13. Se2 Sct 14. Lgs Tfes Es war klar, daß Weiß beabsichtigte, 14—15 usw. zu spielen. Vernünftiger wäre es aber gewesen, diesen Vorstoß durch Da7 nebst 17—f5 zu bekämpfen. So wie Schwarz sich auf den Vorstoß einrichtet, erhält Weiß starken Königsangriff, den Richter mit gewohntem Elan führt. 15. 74 Lf8 16. Del bö 17. Lh4 Lef 18. Le7: De7: 19. Sg3 g6 20. Shl! Auf g4 wird der Springer gute Arbeit leisten. 20.... ei 21. S12 Sb4 22. Sgi Sdö: 23. Dg3 Tecs Keres fiegt elegant über Fine Im Ostender Turnier siegten der Schweizer Grob, der jugendliche Estländer Keres und der Amerikaner Fine mit gleicher Punktzahl. Der erst 21jährige Estländer Keres, den man heute schon zu den stärksten internationalen Meistern zählen kann, gewann im besten Stile gegen den, von vielen Seiten als Weltmeisterschaftsanwärter bezeichneten Amerikaner Fine. Nachstehend diese Partie. Weiß: Keres(Estland) Schwarz: Fine(USA.) 1. S13 d5 2. d4 Sf6 3. c4 eß 4. Sc3 c5 5. cd Sd5: 6, et Sc3: 7. be ed 8. cd Lb4+ 9. Ld2 Ld2:“ Mehr Entlastung erzielt Schwarz hier mit Dab. Denn nun, wo die Damen noch auf dem Brett sind. kann Weiß seine starken Zentrumsbauern zu einem gefährlichen Königsangriff ansetzen. 10. Dd2:—0 11. Lei Sd7 12.—0 b6 13. Tadl Lbf 14. Tfel Tacs 15..b3 Sf6 Weltmeister Dr. Euwe schlägt hier Sf8 vor. Auf 16 ist der Springer auch tatsächlich dem Angriff der weißen Bauern ausgesetzt. 16. Df4 De7 17. Dh4l Tfds 18. Te3 b5 19. Tdel a5 20. a41 bi Der Läufer steht jetzt gesichert auf b3. und Keres versteht es in glänzender Weise, einen Königsangrift einzusetzen. 21. 05!... Ein meisterlicher Zug! Seine Idee ist, nach dem Vorstoß e5, dem Gegner nicht das Feld(viel eher den Bauern) zu überlassen. 21.... ed 22. e5 Sd7 Ein Reinfall wäre 22. Se4. denn darauf würde elegant 23. Te4:l, de 24. Sgöl mit siegreichem Angrilt geschehen. 23. Sg5 S181 Wie sich gleich zeigt, ist das ein grober Fehler. Bessere Verteidigungschancen bot 23. h6. wornu die in manchen Glossen angegebene Fortsetzung?“ eß wegen der einfachen Antwort hg 25. eft(oder ed. Td7:) Kf7: 26. Dh5t, Kg8 27. Tef. Drel Weiß nichts ersichtliches einbringt. 24. Sh7:! Sh7: 25. Ths Del 26. Dh7:“, Kf8 27. Thes 04 28. Dhs“, Ke7 29. Daf:i TI8 30. Dfét. Kes 31. e6 und Schwarz gab auf. Nimmt er den Te3, so folgt 32. ef“, Kd7 33. Deß“: Kas(Kc7. Tel:*) 34. Daßf. 9 Nr 100 Eine neue K „Zauberin Lola" im Daß Eduard Künneke komponisten der einfalls braucht nicht betont zu ig, zur scheinbaren V Oper zu liebäugeln, wie geschieht. Künnete kam rette, und wenn er den tiviert, geschieht es eben finden des erfolgreichen besserte Ausdruck nicht falsch wird. Sein jüngste auch in auffälliger Weise rechtfertigt in einer sor nung„Musikglische,„Kon Tertbuchgestattuhlich a sierung stärker verpflicht wäre. Aber hier blieb erfolgreichen Schauspielo ziemlich sorgloser. Over gesehen davon, daß die nete, historisch erheblich Tänzerin Lola Montez kaum der gegebene Sto stellung sein möchte. Ludwigs II. nicht aktiv Dieser Regent ist denn noch der unvergeßliche Kunstwerks eines Richar licherweise die gediegen gekonnte Musik Künnek Aufführung bestimmt. Unter Aufgebot alle tel hob Dortmund ine übersichtlichen Regie v unter der musikalischen das Werk aus der Tat In Juligna Doed eine in Erscheinung und geeignete, Darstellerin, gelegenlicche arelle Höhe aus gerecht wurde. e11 Hans Schröck, verme als Overettentenor ges behaupten., Peirip, H0 sich erfreulicherz####e das bewegliche Burfova Heinz Oertelt siche den Beifall des ausv Judis Leitung trug einem ausgezeichneten ren Wirkung des Abei Wie sieht es mit del Der Muskelkraft Nachdem die erste Muskelkraftflugzeug in glückt waren, glaubte erfolgreiche Entwicklur Sportes. In der Z brochen an der Verv Flugzeuges gearbeitet, eintrat. Die Hauptau Flugzeuges beruht dar möglichen Schwebeleis sind die gründlichen U Ergebnis gekommen: das bei einer Spannn wicht von 40 Kilogr K 5) Bearbeitet vom westiälischer Schachmeister Hanne Herrmann, Bochum „Dann kaufe di nis, mein Junge. unten die Moneten heraus, das ihm gegeben wurde. Di natürlich den Chef.“ Drei Männer be Zeit noch zwei, die wie Smith. „Haht ihr etwe fragte Miller,„dann park sein, und wen rückte Idee kommen Erde zu besichtigen, „Nee“, sagte ei Fuß, für diesen D schade.“ „Recht! Das wenn's regnet, lasse mal Tauben unters Einer der Män und schloß es auf. heraus und zählte Blechklammern, sog „Neun Tauben“ Karten heraus. „Na, dann man Die sieben anw an den großen Te Schlüssel hervor, de Schlüssel waren nur in Anwesenhei erst dann ließen sich nehmen und die denen unten schmal Futterhineinschieber zurück und brüllte das Haus, worauf Schläge säuberte. „Schmeckt der den Kopf weg, als „Des, Sir“, so „Also, welche Miller. Einer der Mär und las vor: Taube 1: zwei Der Mann am fand sie bald, den Beinchen Hornrin schwarz ausgemalt „Hier, Taube der Kapsel.“ Ein anderer se die betreffende S „Weiter!“ sagte er So wurde ein nommen. „Taube 15: „Taube 15“, Kinder. sowas! „Wird irgendr mutmaßte Miller versuchen— men den, was geschieh ltungen kordjagd Rekorde selten Bestleistungen immer wieder iburger Nixen i neue deutsche , d e n d e u t s c h e n des die Nixen zuvor marke erreicht unternahmen ute Engelmann neberg seit dem von:42. kleistung aufgeNixen zu einem es, die erst am ig der Magde. 00 Meter Brust Rekordzeit von gen erneut errin eingesetzte er in:29,2, so ord mit:28,8 llt war. rg Breisgau stellt sich der attouristik. Die kai in Freiburg Mitglieder des r eingeführten zelfahrer sind für die Ortswart) festgelegt 1. Der Kreisereitstellung der der Wettkämpfe die Spielregeln itschen ReichsAvit, 3. Corneer: Islette, DiéFouchtra, 3. Le Ferner: Futilaggio. mmard II und einges.— Toto: karnum I1, GolLuguay Trounin, „ 2. Goody, 3. 53, 51. Ferner: 1 Pas II. Aleso, io. Féticheur. en.3. Daky,— dy Traquet. Ami lverline, Violiste. terabras, 3. DuFerner: Prince , Bleu du Ciel, 13 Se5 28. Dh4 durch einen erteidigung bot ing Th5:+ usw. unsere heutige Se3! t durch Tg4 er Finc schweizer Grob, ler Amerikaner den man heute Meistern zähregen den, von sanwärter beIstehend diese z: Fine(USA.) 5. cd Sdö: 6, et * hier mit Dab. lem Brett sind. uern zu einem 96 13. Tadl Lb7 r Sf8 vor. Auf em Angriff der b5 19. Tdel a5 f b3. und Keres Königsangrift ist, nach dem Feld(viel eher darauf würde eichem Angrift grober Fehler. .... h6. worauf Fortsetzung 21. 5. eft(oder ed. 41 Weiß nichts + Kf8 27. Thes 6· Kes 31. e6! Kd7 33. Deßt ahmeiter 4477 9 Nr 100 7 Bochumer Anzeiger„ Freitag, 30. April 1937 Eine neue Künneke-Opereite Zauberin Lola" im Dortmunder Stadttheater“ Eduard Künneke unter den heutigen Operettenjisten der einfallsreichste und geschmackvollste ist, Kunst und Wissen Haeßler, Dozent an der Ingenieurschule Weimar, in der„Umschau in Wissenschaft und Technik“(Frankfurt am Main) erläutert, ist zum Betrieb dieses Flugzeuges ein Schwebeleistungsbedarf von 0,9 PS erforderlich. Wie lange kann nun ein Mensch die Leistung von sast einer Pferdestärke aufbringen? Umfangreiche Lschieht. Künneke kam nämlich von der Over zur Ove* und wenn er den Stil der leichten Gattung kulsipiert, geschieht es eben aus dem geschmacksicheren Empfinden des erfolgreichen Opernschöpfers, so daß der versserte Ausdruck nicht unwahr und das Pathos nicht fast einer Pferdestärke aufbringen? tersuchungen, vor allem auch an daß von untrainierten überhaup veinge.„ jungen Leuten diese Leistung abfthaupt nicht aufgebracht wird; Radxennfahrer vollbringen Spitzenleistungen von 1,3 PS für eine Dauer von— 10 Sekunden! Im allgemeinen waren die Erwartungen in dieser Hinsicht immerhin wesentlich zu „Zauberin Lola zeigt hoch gespannt. Dabei ist eine Aenderung der Anlage diese gepflegtere Haltung und des Flugzeugs z. B. in eine Art Ruderapparat nicht einer sorgfältigen Partitur die Bezeich=erfalsalsch wird. Sein jüngstes Werk. auch in auffälliger Weise.9 nung„Musikalische Komödie. Wenn mun nur in der Textbuchgestaltung sich auch der durch die gehobene Titustärker verpflichtenden Aufaabe bewußt gewesen “ Aber hier blieb leider trotz der Mitarbeit eines (greichen Schauspielautors, Sigmund Graff. alles in ziemlich sorgloser Overettenmanier stecken, ganz abdavon, daß diese mit groben Strichen gezeichhistorisch erheblich freizügige Affäre der spanischen Länzerin Lola Montez am Bayrischen Königshof wohl kaum der gegebene Stoff für eine overettenhafte Darstellung sein möchte. Wenn wenigstens noch die Figur idwigs II. nicht aktiv in das Spiel einbezogen wäre. Dieser Regent ist denn doch schließlich für uns immer gekonnte Mutik, Künnekes, die denn auch den Unter Aufgebot aller zur Verfügung stehenden Mittel hob Dortmund in einer lebendigen, aber etwas unübersichtlichen Regie von Dr. Peter Andreas und unter der musikalischen Leitung von Dr. Hans Paulia In Juliana Doederlein stand für die Titelrolle eine in Erscheinung und schauspielerischer Fähigkeit recht ote Darstellerin zur Verfügung, die auch bis auf gelegentliche arelle Höhe stimmlich den Ansprüchen durchaus gerecht wurde. Unser einstiger lyrischer Bariton, Schröck. vermochte sich in seinem neuen Fach als Overettentenor gesanglich weniaer überzeugend zu behaupten. Willm Hoenselaers Königsgestalt hielt sich erfreulicherweise in geschmackvollen Grenzen, und das bewegliche Buffovaar Gretel GrammerstorffHeinz Oertelt sicherte sich durch munteres Spiel den Beifall des ausverkauften Hauses. Unter Eoith Judis Leitung trug die Tanzarupve, insbesondere mit einem ausgezeichneten Spitzentanz, wesentlich zur außeren Birkung des Abende beHr,. Jogef Schwermann Wie lieht es mit dem Menschenkraft-Flugzeug? Der Muskelkraft=Segelflug das nächste Ziel Nachdem die ersten Menschenkraftflüge mit dem Muskelkraftflugzeug im Sommer 1935 in Frankfurt geglückt waren, glaubte man allgemein an eine rasche und erfolgreiche Entwicklung und Einführung dieses neuen Sportes. In der Zwischenzeit wurde nun ununterbrochen an der Vervollkommnung des MenschenkraftFlugzeuges gearbeitet, ohne daß der erwartete Erfolg eintrat. Die Hauptaufgabe beim Entwurf eines solchen Flugzeuges beruht darin, ein Flugzeug mit dem geringst möglichen Schwebeleistungsbedarf zu schaffen. Hierin sind die gründlichen Untersuchungen zu einem günstigen Ergebnis gekommen: Es wurde ein Flugzeug entwickelt, das bei einer Spannweite von 13,5 Meter nur ein Gewicht von 40 Kilogramm besitzt. Wie Ingenieur H. erfolgreich. Der beste Weg zur Ausnutzung der menschlichen Muskelkraft liegt in den raschen rotierenden Bewegungen der Beine.— Nach diesen Ausführungen ist einleuchtend, daß nach dem heutigen Stand schungen das Muskelkraft=Flugzeug nur da mit Erfolg angewandt werden kann, wo die Flugstrecken möglichst kurz sind(nicht mehr als 450 Meter werden mit eigener Kraft überflogen werden können)— oder wo die menschliche Kraft nur bei bestimmten Umständen eingreifen muß. Zukunft kann daher ein MuskelkraftFlugzeug haben, wenn es mit einem Segelflugzeug kombiniert wird. Nach einem Start vom Berghang fliegt der Segelflieger über das Tal, um über geeignetem Gelände thermischen Aufwind zu finden. Gelingt ihm das nicht, so wird er in Zukunft nicht mehr im Tale landen müssen, sondern es wird ihm in vielen Fällen gelingen, durch eigene Leistung sich in der Luft zu halten und Dauer= und Streckenleistungen zu erhöhen. Der kombinierte Muskelkraft=Segelflug ist daher das weitere Entwicklungsziel, für dessen Erreichen bereits umfangreiche Vorarbeit geleistet wurde. Mehr Männer oder 3 auen? Wir wissen, daß beim Menschen au. Mädchengeburten 106 Knabengeburten kommen. Diese Zahlen sind im Rahmen der Statistik feststehend und es gilt kaum einmal geringe Abweichungen davon. Es lieat in diesen Zahlen mehr als ein bloßer Zufau; es läßt sich daraus sicher eine Gesetzmäßigkeit erkennen, deren rechtnungsmäßige Grundzüge uns aber noch unbekannt sind. Nicht allein beim Menschen können wir jedoch eine gewisse Gesetzmäßigkeit des Geburtsverhältnisses der Geschlechter beobachten, sondern auch bei den Tieren. So seien hier als Beispiel angeführt, daß auf hundert weibliche Geburten beim Rind 94 Männchen, beim Schaf 97, beim Kaninchen 104, bei den Ratten 105.5. bei den Mäusen 106, bei den Hunden 110 und bei ven Schweinen 112 Männchen kommen.. 8 Es ist so, daß dieses Verhältnit jeweils. der Zeitpunkt der Gevurt beschränkt ist. Svater anvern sich die Zahlen schnell. Greift bei den Haustieren Mensch ein, um den Anteil der männlichen und weiblichen Tiere zur Aufzucht zu bestimmen, so beim Menschen andere Ursachen, die zu derung dieser Zahlen führen. Schon sind es einer Aenin der Kindheit sterben mehr Jungen als Mädchen. Im 10 Lebensjahr beträgt das Verhältnis 1010:1000, im 20. jahre aber 990:1000. Das gefahrvollere und aufreibendere Leben vor allem setzt in den nun folgenden Jahren das Verhältnis immer mehr zuunaunsten des Mannes herab. Im 30. Lebensjahre sind es 890 Manner auf 1000 Frauen, im 60. Jahre 850:1000 und im hohen Alter(etwa 90 Jahre) kommen auf 1000 Frauen nur noch 650 Männer oder auf 3 Männer 5 Frauen. den. Die Genehmigung der Fibeln ist Regierungspräsidenten überlassen. Um jedoch eine stärkere Einheitlichkeit zu erreichen, hatte sich#ggg vor, erziehungsminister durch Erlaß im Jahre behalten, die Fibeln nach Jahresfrist einzuforvern. Dies ist im März 1936 geschehen. Daraufhin sind mehr als 60 Fibeln vorgelegt worden, die zur Zeit einer Nachprüfung unterzogen werden. Wie im Ministeriums ausgeführt wird, ist der Beadrf an Fibeln also reichlich gedeckt, so daß auch bei Ausscheiden unzulänglicher Bücher bis auf weiteres von der Schaffung neuer Fibeln abgesehen werden kann. Großer Erfolg Furtwänglers in Paris. Die liner Philharmoniker unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler gaben am Dienstag in der Oper das erste Auslandskonzert ihrer diesjährigen Frühjahrsgastspielreise. Das Konzert gestaltete sich vor einem ausverkauften Hause in Anwesenheit des deutschen Botschafters Graf Welczeck zu einem hervorragenden Kunstereignis, das den feierlichen Auftakt zu weiteren Darbietungen deutscher Musik anläßlich der Weltausstellung in Paris bildete. Gesangschule Glettenberg. Vor der Prüfungskommission der Reichstheaterkammer in Köln erbrachten den Leistungsnachweis für das Solofach der Over: Eugen Klein als Charakterbariton und Josef Schneider als lyrischer Bariton. Geschichtstafel Mtädel ahol! Lulipielerlolg in Berin Das„Theaterjahr“ hat etwas andere„Jahreszeiten" als das Kalenderjahr. Im„Schiffbauerdammtheater“ hat deshalb jetzt schon lustig der Sommer begonnen— mit einem„musikalischen Lautspiel“ Theo Haltons„Mädel ahoi!“ Wir befinden uns in einer Hafenstadt, wo„Karstens selige Witwe“ Kaffee und Tee importiert, ein alter Kaptein den Grog und die kräftigen Witze liebt und die ganze fidele Firma von einem Mädel auf den Kopf gestellt wird, das zwar als Tippfräulein erscheint, in Wahrheit aber der Chef und Eigentümer in Person ist. Denn das ist das Tüpfelchen auf dem„i“ und der Spaß der Handlung. Es kommt bei Theaterstücken dieser Art, über die wir, unbekümmert um Logik und Wahrscheinlichkeit, herzhaft lachen sollen, stets darauf an, was der Spielleiter und was die Schauspieler daraus machen. Arthur Maria Rabenalt gibt Theo Haltons heiteren Szenen kräftigen Schwung und Ernst Behmer als Pantoffelheld, Ewald Wenk als grundehrlicher Stehpultpedant, Curt Vespermann als schnoddriger„Disponent“ aus Berlin und Hans Junkermann als gemütlicher Seebär sorgen vorbildlich dafür, aus bewährten Schwankgestalten herzhafte Komik herauszuholen. Susi Lanner ein hübsches Mädel, die getarnte Chefin, zeigt muntere Laune und gute Bühnentechnik. Viel Heiterkeit und starker Beifall meldeten einen Erfolg. * Eine wundervolle Neueinstudierung widmete das „Deutsche Theater“ Ferdinand Raimunds Zauberspiel„Alpenkönig und Menschenfeind". 1632 1777 Es ist eins der schönsten Werke— vielleicht das schönste überhaupt!— des romantischen Wiener Fabulierers, der so köstlich volkstümliche Handlung mit kindlichem Märchen und gesunder Moral zu vereinigen verstand. Unsterblich ist diese Kunst, in ihrer Echtheit, in ihrem herzhaften Humor in der Harmonie ihres schlichten Gefühls, unsterblich ist der„Rappelkopf“, der belehrte und bekehrte Menschenhasser, den der neue Staatsschauspieler Bruno Hübner zu einem meisterlichen Charaktergemälde formte, unsterblich die heitere, milde Weisheit des Alpentönigs, vornehm verkörpert von Paul Otto, unsterblich der Diener Habakuk, der„zweimal in Paris war“(Franz Pfaudler), unsterblich der ganze Reigen irdischer und himmlischer Gestalten(unter ihnen als schnippisches Zöfchen Lischen: Gerda Maurus), die bei Raimund, aus dem Erbe uralten deutschen Puppenspiels, das herrlichste naive Theater für Herz, Gemüt und Auge auf die Bühne zaubern. Die alten Liedertexte hatte Wilhelm Krug durch neue ersetzt. Paul Verhoevens Einrichtung, Hans Keiths reizende Tänze und die ebenfalls erneuerte Musik(Hans Steinkopf und Wenzel Müller) spielten alles behaglich und lustvoll aus— das Publikum saß wie das Kind im Märchenspiel und dankte am Schluß begeistert. Karlernst Knatz Keine neuen Zibeln Im Zusammenhang mit der Planung des Volksschullesebuchs sind wiederholt Anfragen über die Fibel an das Reichserziehungsministerium gerichtet wor1803 1835 30. Aprit Der kaiserliche Feldherr Johann Tserclaes Graf von Tilly in Ingolstadt gestorben(geboren 1559). wurde der Mathematiker und Astronom Karl Friedrich Gauß in Braunschweig gevoren und 1807 in Göttingen, wo er auch studiert hat, zum Professor und Direktor der Sternwarte ernannt. Er war einer der größten Mathematiker, die je gelebt und bahnbrechend gewirkt haben. So löste er u. a. das seit dem Altertum schwebende Problem, einem Kreis ein regelmäßiges Vieleck einzuschreiben, und gab zahlentheoretische Fundamentalsätze der Algebra. Auch in der Pyysik und Astronomie ersand er Methoden und Instrumente, erforschte mit seinem Magnetometer den Erdmagnettsmus und nahm danach mit Weber die ersten Versuche mit dem elektromagnetischen Telegraphen vor. wurde der Generalfeldmarschall Albrecht von Roon zu Pleushagen i. P. geboren und 1862 von König Wilhelm I. als Kriegsminister berufen, der das fleghafte preußische Heer schuf. wurde der Maler Franz von Defregger 1883) als Sohn des Erbhofbauern bei Stronach im Pustertal geboren. Als Schüler Pilotys ist er berühmt geworden mit Darstellung des Volkslebens seiner Tiroler Heimat. EIKKRTMINAT LO 5) „Dann kaufe dir man heute schon ein Erbbegräbnis, mein Junge. Außerdem rückt der alte Geier da unten die Moneten nur gegen Nennung des Stichwortes heraus, das ihm beim letzten Abholetermin bekanntgegeben wurde. Du siehst— Köppchen! Ich meine natürlich den Chef.“ 6 122## Drei Männer betraten den Raum und nach kurzer Zeit noch zwei, die ebenso sorgfältig gekleidet waren vie Smith..„ WB1am mitachrachts“ „Habt ihr etwa aue eure Wagen milgenracht? fragte Miller,„dann muß ja draußen ein schöner Autopark sein, und wenn zufällig ein Bobby auf die verrückte Idee kommen sollte, dieses malerische Fleckchen Erde zu besichtigen, wird er sich wundern.“ sagte einer der Männer,„wir kamen Fuß, für diesen Dreck waren uns unsere Wagen zu 8ch Ferfen „Recht! Das nenne ich schottische Sparsamleit: wenn's regnet, lasse den Wagen daheim. Nun los. Erst mal Tauben untersuchen. Wie viele waren draußen? Einer der Männer ging zu einem Wandschränkchen und schloß es auf. Er zog einen kleinen Kartothekkasten heraus und zählte die Karten, die durch rote, schmale Blechklammern, sogenannte„Reiter“, gezeichnet waren. „Neun Tauben“, sagte er und zog die betreffenden Karten heraus. Na, dann man los. gm.(stm uack. und Die sieben anwesenden Mcanner traten nacheinander an den großen Taubenschlag heran; jeder zog einen Schlüssel hervor, den er in ein Schloß steckte. Sämtliche Schlüssel waren verschieden, und so konnte der Schlag nur in Anwesenheit aller Personen geöffnet werden— erst dann ließen sich die drei schweren Eisenstangen abnehmen und die einzelnen Gittertürchen öffnen, an denen unten schmale Oeffnungen angebracht waren zum Futterhineinschieben. Smith ging zur eisernen, Treppe zurück und brüllte ein lautes„He, saubermachen: ourch das Haus, worauf der Alte erschien und geschickt die Schläge säuberte. Smits: t „Schmeckt der Whisky?“ fragte Smith und wandte den Kopf weg, als der Alem des Mannes ihn traf. Nes, Sir“, sagte er. Pn5m „Also, welche Tauben waren draußen: fragte Miller. Einer der Männer holte die Kartothekkarten herbei und las vor: Taube 1: zweihundert Pfund von Mr..“ Der Mann am Schlag suchte Taube 1 heraus. Er sand sie bald, denn alle Tauben trugen um das linke Beinchen Hornringe, in die die Ziffer eingekratzt und schwarz ausgemalt war. 900 Pl „Hier, Taube 1, jawohl, stimmt. 200 Pfund in der Kapsel.“ Ein anderer schlug ein großes Kontobuch auf, suchte die betreffende Seite und machte eine Eintragung. „Weiter!“ sagte er. So wurde ein Tierchen nach dem anderen vorgenommen. „Taube 15: hundert Pfund von Miß.“ „Taube 15“, wurde mechanisch wiederholt.„Nein! Kinder. sowas! Die Kapsel ist leer."... „Wird irgendwie verloren gegangen sein, das Geld“. mutmaßte Miller.„Wollen es morgen noch einmal versuchen— menn nicht, dann wird der Chef entscheiden, was geschieht.“ „Hoffentlich macht das Verhalten dieser Miß W. nicht Schule“, grinste Smith beinahe schadenfroh, „dann könnten wir bald alle betteln gehen.“ Miller sah ihn mit eigentümlichem Blick an. „Das glaube ich kaum“, sagte er langsam. Sie waren nun alle Tauben durchgegangen, schlossen den Schlag und begannen die Abrechnung. Zweitausendsiebenhundert Pfund sind eingegangen“, sagte Miller und notierte die Zahlen auf einem Durchschreibeblock.„Macht eintausenddreihundertfünfzig für den Chef— fünfzig für den Alten— Rest für uns.“ Er zahlte jedem sein Geld aus, riß die beiden Blockseiten ab, das Original legte er zu dem Geld, das für den Chef bestimmt war, den Durchschlag heftete er in einen Aktendeckel. inin Tamsanen, Buchhafter“ „Es geht nichts über einen gewesenen Buchhalter, witzelte Smith. „Buchhaltung ist eine Tätigkeit, die viel einbringen kann, wenn man sie nur richtig ausübt“, lachte Miller. „So, das wäre erledigt. Nun Punkt zwei der TagesWand befestigten Holzleiste stützte. Dann zog er die Reiseschreibmaschine heraus, nahm einen der bereitliegenden Zettel und tippte: „Rollen Sie zweihundert Pfund eng zusammen und schieben Sie die Scheine in die Kapsel.“ Acht Zettel schrieb er noch aus, dann wurden die roten Reiter der Kartothek auf neue Karten gesetzt, die Tauben ausgesucht, mit den Kapseln versehen und in einen besonderen Schlag getan. Morgen würde der Alte sie in die Holzkästchen setzen und an den Ort ihrer Bestimmung befördern. Wie— das war seine Sache und ging die sieben nichts an. Einer der Männer schnürte ein großes Paket auf, in dem er die Kästchen mitgebracht hatte. Er zog Gummihandschuhe über und stellte sie nebeneinander auf.— Damit war ihre Arbeit für heute erledigt. Aufatmend ging Smith zuerst die Treppe hinab und Miller folgte als letzter mit der Lampe. Er ermahnte den Alten, die Holzkästchen nur mit behandschuhten Händen anzufassen, und dann verließen alle das Haus. Smith und Miller nahmen ihre Kumpane ein Stück Wegs in ihren Wagen mit, die vorsichtig den Hof viel Whisky und hier wenig Soda; trinken Sie, erzäh Sie. Etwas Neues erfahren? Wie geht es unseren Klienten? Sind sie alle hübsch gesund, so daß man sie ruhig noch zur Ader lassen kann, ohne daß sie an Blutarmut zugrunde gehen? Wer hat neue Kunden aufgestöbert?“ Die Männer grinsten. Das war der Ton, der ihnen gefiel. Nur Smith zog verächtlich die Augenbrauen hoch. „W. M. hat Besuch bekommen: ein Deutscher.“ „Kaum wichtig für uns der wird selbst alles daran setzen, seinem Gast die seltsame Täubchensendung zu verheimlichen. Weiter?“ 61464 „F. hat nicht Selbstmord begangen, sondern es liegr ein bedauerlicher Unglücksfall vor, schreiben die Zeitungen“, sagte ein anderer. Miller verzog das Gesicht. 61562 „Tut uns ehrlich leid, war ein guter, tangjahriger Kunde. Uebrigens habe ich ihn bereits in der Kartei gestrichen.— Was noch?“... Einer der Männer erhov sich und zog einen Zettel aus der Tasche... 4, 914 anscheinend „Ich habe da etwas entbeckt— Arzi, auscheinend Morphinist, zum Teil schreibt er Rezepte aus, die— „Monatseinkommen?“ fragte Miller. „Ungefähr fünfzig bis sechzig Pfund.“ „Kommt nicht in Frage. Du weißt, der Chef erleichtert nur die wirklich Reichen.“ „Pst— was war das für ein Geräusch?“ flüsterte Smith. Miter sah lhn an..,.=hreungen bei, „Junge, Junge! Die vielen Verabredungen betommen dir nicht! Du bist zappelig wie ein hysterisches Frauenzimmer.“ Er ging zur Treppe und blickte hinunter. Auf der untersten Stufe saß der Alte mit der Whiskyflasche in der Hand und blinzelte herauf. „Soll ich schon kommen?" fragte er. „Einen Augenblick!" rief Miller und wandte sich ins Zimmer zurück.„War noch etwas? Die Männer schüttelten die Köpfe und Miller ließ den Alten heraufkommen. Er kramte aus einer zerrissenen Tasche einen zusammengeknüllten Bogen Papier heraus, auf dem mit Schreibmaschine einige Zeilen getippt waren. Der Alte schlurfte wieder fort. „W. M.— zweihundert Pfund—“ „Na, wenn das nur gut geht. Schon wieder W..“ „Der hat's ja“, erhielt er zur Antwort. ging zur Wand und drehte den Schlüssel, den und das ale Haus sank wieder in Dusik und zurück. „Heda! Wo kommen Sie denn her?“ fragte Tim und sah den Butler überrascht an. „Ich hatte meinen freien Abend, Sir.“ Freier Abend ist gut, jetzt ist es vier Uhr morgens, die Sonne geht bald auf, wenn sie überhaupt die Absicht haben sollte; die Vöglein, ach nein, die zwitschern ja nicht im November.“ „Und wie fast alles in der Welt, entspricht auch hier die Vorstellung nicht den Tatsachen“, führte Gran den „Aber, meine Herren! Durchaus! Schließlich bin ich ja mit vom Bau und weiß, daß in diesen nüchternen Räumen sich eine der beweglichsten und genialsten Polizeibehörden der Welt befindet!“.„"„ „Oh, die deutsche Polizei ist aber auch—“, warf Abel ein. Tim schüttelte den Kopf..,. wae „Sie kann doch nicht ganz vas sein, was der Yard bedeutet. Durch die Kolonien, die England hat, ist Ihr Wirkungskreis hier viel größer und bunter. Ihre Kampfmethoden gegen das internationale Verbrechertum müssen vielfältiger sein als bei uns.“ „Nun haben wir genug chinesische Höflichkeiten ausgetauscht; was haben Sie eigentlich auf dem Herzen?“ fragte Gran.. Gmf.= Kiarch„Ich wäre auch ohne bestimmten unlaß hieryer gekommen", beteuerte Tim,„und bedauere es eigentlich, daß ich Sie schon beim ersten Besuch um eine Gefälligkeit bitten muß.“ „Das Päckchen?“ fragte Gran.„Ich nehme nicht an, daß sich darin Ihre beiden Werke befinden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurden und die Sie uns verehren wollen; dazu ist es zu leicht.“ „Sie haben von meinen Veröffentlichungen gehört?“ fragte Tim erfreut. „Sogar gekauft und was mehr ist, auch gelesen", sagte Abel.„Sie sind wirklich ausgezeichnet. Korrekt, zuverlässig und genau, wie alles, was ihr Deutschen hervorbringt........ Kauf pact. hue Ristch. Tim neigte dankend den Kopf, pacie das Kisichen „Ein ungewohntes Klima für den Mitteleuropäer, aus und reichte es mit der behandschuhten Hand Gran Gut, reden wir vom Wetter. Taugt augenblicklich wirklich nicht viel, aber sonst gefällt es mir hier sehr gut. Ausgezeichnet. Nacht!“ Damit verschwand Tim im Hause und der Butler sah ihm nach. * Am nächsten Morgen trat Tim erwartungsvoll in das Zimmer des Oberinspektors Gran von Scotland Yard. Er stand lächelnd da, den Hut in einer Hand und das Kästchen in der anderen. Ebenfalls lächelnd trat Gran auf ihn zu, nahm ihm mit leichter Verbeugung das Päckchen ab und legte es auf den Tisch. Sie schüttelten sich freundschaftlich die Hände; auch Abel kam aus seiner Ecke hervor, in der er in Akten gekramt hatte, wischte die staubige Rechte verstohlen am Hosenboden ab und reichte sie dann Tim, wobei sich sein Gesicht verzog— aber keineswegs als Zeichen der Abneigung, sondern weil Tim Abels neuen, sehr dicken und breiten Ehering etwas zu heftig gegen die anderen Finger gepreßt hatte. Dieser Deutsche ge sichern.“ u fiel ihm sofort. Seine Hand war knochig und trocken,]„Die sonen Sie hapen.“ wie es sich für eine anständige Männerhand seiner Meinung nach gehörte; die Art, wie er sie reichte, zeugte von Freimut und Offenheit, und der feste Druck schien ihm jene kameradschaftliche Herzlichkeit zu offenbaren, die er bei seinen Bekannten vor allem schätzte. Tim hatte sich gesetzt und überlegte, wie er am geschicktesten sein Anliegen vorbringen konnte. Er wußte, binüber. Misian## 8. „Ich möchte gern wissen, ob die Fingerabdrücke, die sich auf dem Holz befinden, zufällig hier im Yard bereits verewigt wurden. Meinen Daumenabdruck und auch den des Empfängers, werden Sie nicht finden, weil wir beide das Kästchen nicht mit der bloßen Hand berührt haben. „Sie haben Bekannte in London?“ fragte Gran und sein Gesicht wurde noch um einen Schein freundlicher. „Ja, ich bin ein guter Freund William Morawias.“ „So?. Und er bekam von einem Unbekannten das da ins Haus geschickt?“ Gran zeigte auf die kleine Kiste. „Die Angelegenheit ist zu belanglos, als daß ich Sie damit behelligen will“, sagte Tim verlegen. „Ich verstehe. Abel erhob sich, nahm vorsichtig das Papier mit dem Kistchen hoch und verschwand. „Wenn ich ehrlich sein soll“, begann Tim wieder, „so wollte ich mir nur Ihre wohlwollende Neutralität daß Engländer Fremden gegenüber schwer zugänglich sind, und kramte darum all sein Englisch zusammen, das tadellos, wenn auch zu korrekt, war, um nicht den Aus„Ich bin Ihnen sehr dankbar, daß Sie mich empfangen haben!— Wirklich, es ist riesig nett von Ihnen, mir etwas von Ihrer kostbaren Zeit zu opfern. Schon #nsch einmal Scotland Bard er bei sich getragen hatte, in einem Schloß herum. Eine immer war es mein Wunses. kleine Tür klappte herab, die Emith mit einer an der von innen zu sehzen. Gran wandte sich von Tim fort und starrte angelegentlich aus dem Fenster.„Aber ich fürchte, Mr. Röger, Sie werden den Kopf verdammt steif halten müssen in dem Wind, der Ihnen bald um die Ohren sausen wird. Mir sind Menschen unverständlich, die ihre Angelegenheiten nicht allein bereinigen, sondern Freunde damit beauftragen.“ Tim lachte. „Das ist das Beste, was geschehen konnte! Ich sehnte mich nach dieser— Abwechslung. Und setzen Sie sich nicht auch täglich für andere Menschen ein?“ „Es ist mein Beruf. Auch ist unsere Lage im Grunde ganz verschieden. Ich habe einen großen Apparat hinter mir, auf den ich mich verlassen kann. Sie stehen allein!“ Abel betrat wieder den Raum. 1Tortsetzung folgt.) F-4 6 4 0411 F 45 A 940 A 4 5ePP 175 4 b 4 h N! NSC-u. ueug. 8 15 AE 500 2 S S4 99 SAH 15 P E 84 0 e RAe 95 45 8 eh s. 19.4 4 447 10400— 92* 8 4 5 4 168 501 4186 A 189 16. 2. g 4 8 13 *7 EIN PACKENDER KRIMINALFILM DER UFA STBILLE SCHMITZ: URSULA GRABLEY · SABINE PETERS IVAN PETROVICH: GUSTAV WALDAU · RUDOLF PLATTE Drehbuch: G. C. Klaren. B. Hofmann, K. Lerbs= Musik: W. Gronostay SPIELLEITUNG: GEORG JACOBY Im Vorprogramm: DEUTSCHER KRAFTFAHRSPORT- eine Ausleie der bedeutendsten Auto- und Motorradrennen: WIEDERSEHEN MACHT FREUDE- ein Lustsplel mit Eige Brink und Robert Dorsay: DIE NEUESTE UFA-WOCHENSCHAU SUe Mnbater BOCHUM Vormiete A 2h. Westdeutsche Erstaufführung! Das kleine Holkonzert Musikal. Lustspiel von Verboeven u. Impekoven, Musit von E. Nick. Samstag, 1 Mai: Geschlossen! besong von 345.— Bernhard Lücking Hettinger Str. 65 Ruf 64629 Traudl Stark das süße, neue Filmk nd, in ihrem ersten Film. Karl Ludwig Diehl, Olga Techechowa Pauf Hörbiger M. Andergast Traudl Stark Die deutsche Shirley Temple Ein Film voll Sonne und Herzlichkeit Lustspiel, Tonwoche, Kulturfilm Sonntag 2 UhrKindervorstellung ODEON · SKALA 1. Stunde vom Bahnhof Schee. Sonntag, 2. Mai nachmittags und abends ZWEIMALIGES GASTSPIEL des weltberühmten Kuban-Kosaken- Chors = DER ESSENER SAEBENZTSTE IRe Kussragstier! Auskunft bei den Reisebüros und Verkehrsvereinen sowie der Verkehrsgesellschaft Galdensysee m. b.., Essen, Erzhol. Fernruf 44571 Zahncreme 40 Pf. Große Rasiercreme 50 Pf. Tubel NRRSPMce ast- ch S** Der wundervolle deutsch-ungarische Gemeinschafts-Großfilm Darsteller: Camilla Horn, Alexander Svéd Hilde v. Stolz, Paul Javor, Julie Serda, Otto Treßler, Rudolf Carl, Olly Gebauer u. v. a. Das Schicksal einer Künstlerliebe Ein fesselndes und spannendes Spiel um die Liebe eines großen Künstlers. Ein herrlicher Film— der Herzen ergreift und dem die Herzen zujubeln. 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Um diesem erwartungsvollen Augenblick beizuwohnen, werden die gesamte Jugend und die Bewohner des Ortsteils zu dieser erhebenden Feier eingeladen. Stadtteil Harven Neues Leben auf der Zeche„Karoline“ In der Gabelung der beiden Bahnstrecken nach Langendreer, beim Block„Prinz von Preußen", erheben sich, zwei Malakofftürme, die Fördertürme der ältesten Schachtanlagen der Harpener Bergbau=AG.,„Prinz von Preußen" und„Karoline. Die Zeche„Prinz von Preußen" liegt schon lange Jahre still. ihre Gebäude sind bis auf die Fördertürme dem Erdboden gleich gemacht. Dagegen sind die Gebäude der Schachtanlage „Karoline", die nach dem Weltkriege modernisiert wurde, noch gut erhalten, obwohl auch hier der Betrieb schon einige Jahre ruht. Nun soll in dieser Grube der Kohlenabbau wieder in Angriff genommen werden. Der Schacht dient als Einfahrtschacht: die gewonnenen Kohlen werden dann unterirdisch zur Gewerkschaft„Robert Müser" befördert und dort zu Tage gebracht. Eine kleine Anzahl Knappen ist bereits auf„Karoline" beschäftigt, sie soll auf über hundert Mann gebracht werden. So wird— wenn auch in bescheidenem Umfange— neues Leben auf dieser alten Zeche erblühen. Stadtteil Laer Der 1. Mai im Ortsteil Laer. Die Betriebe im Stadtteil Laer begehen wie in den Vorjahren ihre Maifeiern wieder in würdiger Form. Die Gefolaschaft des Straßenbauunternehmers Wahmann feiert im Lokal des Wirtes Kuhweide. Wittener Straße. die des Ziegeleibetriebes bei„Mutter Schulte". Wittener Straße. Die Gefolgschaft der Schachtanlage„Dannenbaum“ feiert revierweise. So kommt das Revier 1 bei Maas in Querenburg. Revier 2 bei Burckhardt, Dannenbaumstraße 52, Revier 3 bei Heckmann, Wittener Straße, Revier 4 bei Münstermann und Revier 5 bei Zeiger. Wittener Straße, zusammen, während die Gefolaschaftsmitglieder des Tagesbetriebes bei Benner. Heintzmannstraße, und die Kokerei bei Hartmann. Eulenbaumstraße, feiern werden. Der Beginn der Feiern ist auf 18 Uhr angesetzt worden. Große Gleisausbesserungen. Am Güterbahnhof Laer werden zur Zeit große Gleisausbesserungen durchgeführt. Die ganzen Gleise zwischen der Hemke= und Eulenbaumstraße werden bis zu 80 Zentimeter hochgezogen, schadhafte Schwellen wurden durch neue ersetzt. Die westliche Böschung wird stellenweise abgetragen und mit den Erdmassen die östliche erbreitert. Rund 40 Volksgenossen konnten ein halbes Jahr beschäftigt werden. Die Arbeiten werden von der Firma Tiefbauunternehmung Wahmann durchgeführt. Stadtteil Langendreer * stellt, dessen musikalischer Teil von der Standartenkapelle der Standarte 17 bestritten wird. Stadtteil Linden=Dahlbausen Tödlich verunglückt. Auf einer benachbarten Schachtanlage verunglückte am Dienstag der Bergmann Lohmeier aus Oberdahlhausen, Kassenbergerstraße 156, tödlich. Der Unglücksfall ist um so tragischer, als Lohmeier verheiratet und Vater von mehreren Kindern war. Arbeitsunfall. Der 17jährige Werksgehilfe Egon., Ecksee 83, wurde auf seiner Arbeitsstelle von einer Werkslore erfaßt und erlitt einen Unterschenkelbruch. Der Verletzte wurde dem Augusta=Krankenhaus zugeführt. BDA.=Aushängekasten in Bochum=Linden. Die Gruppe Linden=Dahlhausen im Volksbund für das Deutschtum im Ausland hat am Gebäude. der früheren katholischen VVolksschule an der Hattinger Straße einen Aushängekasten anbringen lassen, mit der Absicht, auf diese Weise in Wort und Bild allen Volksgenossen Gelegenheit zu geben, sich über die Aufgaben, die dem BDA. übertragen worden sind, zu unterrichten. Stadttell Brenschede Schönheit der Arbeit im Bergbau. Die Verwaltung der Gelsenkirchener Bergbau=AG., Gruppe Bochum, läßt auf dem Zechenplatz der Zeche„Julius Philipp“ neue Grünanlagen herrichten. Zwischen der Waschkaue und dem Schacht dehnte sich ein großer freier Platz mit einer Aschendecke aus. Die Aschendecke ist nun abgetragen und die Fläche mit einer dicken Schicht Mutterboden versehen worden, auf der nun ein Rasen und Blumenbeete angeleat werden. Stadtteil Wiemelhausen Maibaumpflanzen in Wiemelhausen Wie in allen übrigen Stadtteilen, so wird auch in unserem Bezirk die alte Sitte des Maibaumpflanzens wieder ausgenommen. Am Vorabend des 1. Mai findet innerhalb der Ortsgruppe Wiemelhausen das beliebte Mai=Einsingen und Maibaumpflanzen statt. Die Politischen Leiter sowie sämtliche Gliederungen und Verbände der Partei nehmen hieran teil. Zur Verschönerung der Feier tragen die Werkskavelle der Zeche Prinz=Regent, der Fanfarenzug des Jungvolks sowie die Tanzaruppe des BDM. bei. Die gesamte Bevölkerung Wiemelhausens wird zur Teilnahme an der Feier eingeladen. Beginn um 20.30 Uhr am Denkmal, Ecke Wiemelhauser und Wasserstraße. Stadtteil Weitmar Maieinsingen in Weitmar=Nord. Wie im vergangenen Jahre, so wird auch jetzt wieder am Vorabend des 1. Mai auf dem Sportplatz der Zeche„Engelsburg" an der Essener Straße ein aroßes Maieinsingen der Ortsgruppe Bochum=Weitmar=Nord stattfinden. Nach Einleitung durch einen Fanfarenmarsch des Deutschen Jungvolks wird der Ortsobmann der DAF., Parteigenosse Soyka. eine kurze Begrüßungsansprache halten. Neben Volkstänzen des BDM. um den Maibaum und um das Maifeuer werden der Bund Deutscher Mädel und die Hitler=Jugend sowie die Gesangabteilung Engessbura frische, frohe Maien= und Frühlingslieder zu Gehör bringen. Durch Lauten werden diese Lieder begleitet. Für weitere musikalische Unterhaltung sorat die Werkskapelle Engelsbura. Beginn 20 Uhr. Zum 1. Mai. Aus Anlaß des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes findet in der evangelischen Kirche Weitmar Freitag um 20 Uhr ein Gottesdienst statt. Die Festpredigt hält Pastor Kraemer. 25jähriges Dienstjubiläum. Ihr 25jähriges Dienst jubiläum auf der Zeche„Prinz=Regent“ konnten die Gefolgschaftsmitglieder Lohnbürobeamter Karl Fettweis, der Maurervorarbeiter Karl Schermuly und der Hauer Wilhelm Brinkmann in diesen Tagen feiern. Stadtteil Hordel Silberne Hochzeit. Heute begehen die Eheleute Johann Peters, Schoppenkampstraße, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Ehrung. Aus Anlaß seines silbernen Dienstjubiläums stand Lehrer Bernhard Jungewelter an der Volksschule auf der Röhlinghauser Straße im Mittelpunkt zahlreicher Ehrungen, die ihm von den Berufskameraden, den Schülern und anderen Stellen bereitet wurden. Auch im Gesangsleben spielt der Jubilar eine große Rolle. Kurzschriftler. Der Verein zur Förderung der Kurzschrift hielt am letzten Sonntag seine Generalversammlung ab. Einleitend teilte der Leiter Dilchert mit. daß der Verein in dem knapp einjährigen Bestehen gute Fortschritte gemacht habe. Als Vereinsleiter wurde Dilchert erneut bestätigt. Zu Schriftführern ernannte er Helmut Kraska und Walter Hopve, zu Kassierern Josef Wolters und Franz Halfmann und zu Beisitzern Werner Heinrichs, Paul Malowski und Josef Hartmann. Stadtteil Hamme Im Silberkranz. Der Volksgenosse Karl Heddeger und Frau, Anna geb. Meinke, Robertstraße 40, können das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar erfreut sich allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung. Jahresrückblick der Frauenhilfe 1. Am Donnerstag nachmittag waren die Mitglieder der Frauenhilfe 1 in recht stattlicher Zahl im Evangelischen Gemeindehause auf der Amtsstraße zur 55. Generalversammlung vereint. Nach gemeinsamem Gesang sprach Pfarrer Kraemer Grußworte, die vor allem auch den an besonderem Tisch vereinten Geburtstagskindern aalten. Den von eifriger Tätigkeit zeugenden umfangreichen Jahresbericht erstattete die Vorsitzende Frl. Moll. Sieben Mitglieder sind im letzten Jahre durch den Tod abberufen. Die besondere Fürsorge der Frauenhilfe galt der Schwesternstation und dem Kindergarten, an die monatlich ein bestimmter Betrag gezahlt wurde. Zu Weihnachten erhielten 48 Kranke. Alte und Bedürftige und zu Ostern 37 ein Paket. Mehrere Wöchnerinnen wurden mit Säuglingsausstattungen versehen. 23 Konfirmanden wurden eingekleidet. Sechs Kinder der Rettungsanstalt Overdyk wurden ebenfalls bedacht. Zwei Frauen wurden zu Erholungskuren entsandt. Sechs Ehevaare wurden zur silbernen Hochzeit geehrt. Als Bezirksfrau trat Frau Moldenhauer neu ein. Frl. Moll befaßte sich dann noch eingehend mit dem Jungmütterdienst. Den Kassenbericht erstattete Frau Pastor Kraemer. Ihr wurde Entlastung erteilt. Zu Kassenprüferinnen wurden ernannt die Frauen Voat und Brinkmann. Nach der Kaffeevause wurde der Bericht der Sterbehilfe gegeben. Betriebsversammlung der Gefolgschaft der Müserbrauerei. Im Sitzungssaal der Müserbrauerei hatten sich am Dienstag abend die Gefolgschaftsmitglieder und Amtswalter der DAF. vollzählig zu einer wichtigen Versammlung eingefunden. Nach einleitenden Musikvorträgen der tüchtigen Werkskapelle hieß Betriebsobmann Devve die Erschienenen willkommen. Insbesondere begrüßte er den Redner des Abends. Pa. Koren(Berlin), der anschließend das Wort ergriff. Er ging in seinem Referat in klarer Form auf das gesteckte Ziel der DAF. als der Gemeinschaftsorganisation aller Schaffenden ein. Seine aufschlußreichen Ausführungen endeten in einem dringenden Avvell zu tatkräftiger Mitarbeit amAufbauwerk des Führers. Kaninchenzüchter hielten Jahresrückblick. In seinem Vereinsheim hielt der Kaninchenzüchterverein 32 W 57 seine diesjährige Generalversammlung ab, bei der Vereinsführer W. Stachetzki eine stattliche Anzahl von Mitgliedern mit ihren Frauen begrüßen konnte. Anschließend hielt er einen interessanten Vortrag über den Wert der Kaninchenzucht. Der Kassenbericht verlief gleichfalls recht gunstig, so daß dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt wurde. Auch für das laufende Jahr wurde die bisherige Führung beibehalten. Dem offiziellen Teil schlossen sich ein Wurstessen sowie ein buntes Unterhaltungsprogramm an. Turnbrüder tagten. Im Vereinsheim Wegmann hielten die Mitglieder der Langendreerer Turngemeinde 1882 ihre Jahreshauptversammlung ab. Nach Grußworten des Vereinsführers folgte der aufschlußreiche Jahresbericht, der auch in diesem Jahre wieder manch schönen Turnersieg aufzeichnete. Die finanzielle Lage gestaltete sich gleichfalls recht annehmbar. Es folgten sodann die Berichte der einzelnen Abteilungen. Die bisherige Führung behielt auch weiterhin das Vertrauen der Mitglieder. Stadtteil Werne Die Maifeler in Werne Auch Werne gestaltet seine Maifeier selbständig, und zwar sieht die Festfolge so aus: Am heutigen Freitag wird um 19 Uhr der Maibaum auf dem Marktplatz aufgestellt, wobei die HJ., der B2M., der Gesangverein„Konkordia“ und der Radfahrerverein „Sturmvogel“ mitwirken. Die Fachschaftswalter des Handwerks werden ihre Zunftzeichen an den Maibaum anschlagen, und anschließend ist großer Volkstanz im Festzelt, das 2500 Personen faßt. Am Samstag, dem Nationalfeiertag des deutschen Volkes, hören die Volksgenossen von 12 bis 14 Uhr die Uebertragung des Staatsaktes und die Führerrede aus Berlin. Gegen 17.15 Uhr beginnt die Gefolgschaft von„Robert Müser“ mit ihrem Anmarsch zum Festzelt. 18.30 Uhr beginnt dann die Feier mit dem Humoristen Arry Leese und anderen namhaften Künstlern sowie den Vereinen. Anschließend großer Festtanz. Der Sonntag bringt die Morgenfeier des Unterbannes der HJ., zu der alle Volksgenossen eingeladen sind. Um 17 Uhr beginnt die Feier im Festzelt, die diesmal vom Humoristen Schötterl geleitet wird. Anschließend wieder Tanz. * Bestandene Prüfung. An der Gartenbau=Lehranstalt Godesberg=Friesdorf bestand Heinrich Wolfkeil..= Werne, Elsingstraße 12, seine Gartenmeisterprüfung mit dem Prädikat„Gut“. Großes Volksfest aus Anlaß des 1. Mai. Im Ortsteil Werne findet aus Anlaß des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes vom 30. April bis zum 2. Mai ein großes Volksfest statt, an dem alle Volksgenossen des hiesigen Stadtteils und der näheren Umgebung teilnehmen können. Seit einigen Tagen sind fleißige Hände am Werk. auf dem Werner Marktplatz ein großes Festzelt zu errichten, in dem der Nationale Feiertag des deutschen Volkes feierlich begangen werden soll. Man hat ein reichhaltiges Programm aufgeKleinter Rufzberichtt Werbeversammlung der Ortsgruppe Bochum=Hofstede=Riemke der NSDAP. für den R. d. K. Ortsgruppenorganisationsleiter Pg. Bonnekoh eröffnete die Versammlung und begrüßte die Vertreter der erschienenen Gliederungen, der NSF., RSV., DAF. und vor allem den Redner des Abends, Landesleiter des R. d. K. Westfalen=Süd, Pg. Spengemann. In seinen einführenden Worten wies Pg. Bonnekoh auf die Verbundenheit der Partei und deren Gliederungen mit den Kinderreichen hin. Dann wurde dem Landesleiter Pg. Spengemann das Wort erteilt. Mit tief zu Herzen gehenden Worten machte der Landesleiter die Zuhörer auf die Gefahren der Volksschrumpfung aufmerksam und betonte, daß wir nur dann vom ewigen Deutschland sprechen können, wenn die erbgesunden Volksgenossen und Volksgenossinnen in der Erhaltung des Volkes ihre Pflicht erfüllen. Weiter sprach Pg. Spengemann vor der Achtung vor der deutschen Frau und Mutter, von der Heiligkeit der Mutterschaft und vom ewigen Erbstrom in der Familie, der Sippe und im deutschen Volke. Mit dem Ausspruch: „Volk ist deutsches Heldentum und deutsches Muttertum, schloß der Landesleiter seine mahnende und tief schürfende Rede. Am Schluß erklärte der Ortsgruppenwalter der NSV., daß er die Sorgen der Kinderreichen der Ortsgruppe zu seinen Sorgen machen wolle. Pg. Bonnekoh dankte dem Landesleiter für seinen fesselnden und tief gehenden Vortrag. * Silbernes Dienstjubiläum, Am gestrigen Donnerstag feierte der Montagearbeiter Wilhelm Kleinfeld aus dem Zillertal sein silbernes Berufsjubiläum. Hohes Alter. Ihren 75. Geburtstag feiert am Freitag, 30. April, die Witwe Theodora Strunk, geb. Grollmann, die bei ihrer Tochter, der Ebefrau Marie Steinert, ihren Lebensabend verbringt. Die Jubilarin wurde in Witten geboren und zog schon als Kind in die Bochumer Gegend. Aus ihrer glücklichen Ehe. die nach fast 40 Jahren durch den Tod ihres Mannes getrennt wurde, entsprossen acht Kinder, von denen noch ein Sohn und fünf Töchter leben. Der eine Sohn ist im Weltkriege gefallen. Außerdem bringen noch 21 Enkelkinder und drei Urenkel ihre herzlichen Glückwünsche dar. Kundgebung der NSDAP. Im Saale des Parteigenossen Stuhlmann auf der Hiltrover Straße veranstaltete die Ortsgruppe Hofstede=Riemke der NSDAP. eine öffentliche Kundgebung. Der Ortsgruppenleiter Casvers, sprach Grußworte, überreichte einigen neuen Parteigenossen die Mitgliedsbücher und verpflichtete sie zur stetigen Treue. Sodann gab er einige organisatorische Veränderungen innerhalb der Ortsgruppe bekannt. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand eine Rede des Parteigenossen Hans Rogalski(Danzia), der sich mit der Weltgefahr des Bolschewismus befaßte. Zum Schluß richtete er an alle Teilnehmer der Kundgebung den dringenden Appell. tatkräftig an der Verwirklichung der vom Führer gesteckten Ziele mitzuarbeiten. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Doppeltes Arbeitsjubiläum. Auf eine 25jährige Arbeitszeit im Dienste der Firma Krupp auf der Schachtanlage„Hannibal“ blickt morgen der Schießmeister Hannes Ewald zurück. Gleichzeitig übt er morgen seine bergmännische Tätigkeit 40 Jahre aus. Ehrentafel des Alters. 70 Jahre alt wird am Samstag. 1. Mai, die Witwe Klara Mrowski, geb. Sulima, Dorstener Straße. Sie stammt aus Ostvreußen und zog um die Jahrhundertwende nach Westfalen. Von ihren sieben Kindern leben nur noch zwei Töchter. Bei der jüngsten verbringt sie ihren Lebensabend.— Seinen 81. Geburtstag feierte der Sangesbruder Karl Eickmann. An seinem Ehrentage brachte die Sängervereinigung dem Jubilar ein Standchen und ehrte ihn durch eine Ehrengabe.— Am Samstaa, 1. Mai. wird der im Ruhestand lebende Reviersteiger Heinrich Gebauer 75 Jahre alt. Er war über 35 Jahre im Bergbau tätig. Sechs Kinder und dreizehn Enkelkinder bringen dem Hochbetagten ihre herzlichen Glückwünsche dar. Maifeier der Kinder. Für die Kinder seiner Mitglieder veranstaltete der Kleingartenverein„Nosthausen“ am Mittwoch nachmittag eine Maifeier, die des schönen Wetters wegen im Freien, auf einem Platz an der Dorstener Straße, stattfinden konnte. Mit diesem Fest lebte ein schöner alter Brauch wieder auf. der früher hier gang und gäbe war. Auf einem schön ausgeschmückten Leiterwagen hielt die Maienkönigin ihren Einzug. Um diesen Wagen veranstalteten die Mädchen dann einen Frühlingsreigen. Nach einer kleinen Erfrischung. die den Kindern gereicht wurde, schlossen sich fröhliche Volkslieder. Reigen und Spiele an. Werbeversammlung der Kaninchenzüchter. Der Kaninchenzuchtverein„Nutzzucht" veranstaltete am Montag abend eine Werbeversammlung. Züchter Hellmich sprach Grußworte. Der Züchter Brauer hielt einen längeren Vortrag über den Wert der Kaninchenzucht. Nach seiner Rede wurden einige von den Mitgliederfrauen angefertigte Pelzsachen herumgereicht, die den Anklang aller Besucher fanden. Kameradschaftstreffen der NSKOB. Die Ortsgruppe der RSKOV. von Hofstede=Riemke und Marmelshagen hatte in ihrem Vereinsheim ein Kameradschaftstreffen mit einem Avvell anberaumt. Kameradschaftsführer Eisenhut hielt eine Begrüßungsansprache. Ueber das Kriegsopfertreffen am 13. Juni in Nordheim(Harz) wurde beraten. Das erste Kleinkaliberschießen fand auf dem Stande Kerkemeier statt, wo Kamerad Wlodarski und Eisenhut die höchste Ringzahl erreichten. Das nächste Treffen findet am 9. Mai auf demselben Stande statt. Aus dem Nachbalgeviet Stadt Wattenscheid Der Wattenscheider Maibaum. Schon immer hat es in Wattenscheid zum 1. Mai einen Maibaum gegeben, aber wohl noch nie ist er mit solcher Sorgfalt ausgesucht und in seiner Ausstattung vorbereitet worden wie in diesem Jahr. Der große Mast des Maibaumes hat die stattliche Länge von 22 Meter. Sein Gewicht beträgt 18 Zentner. Die Ausstattung des Baumes erforderte besondere Vorbereitungen. Kunstmaler Rudolph hat zehn doppelseitige Wappentafeln geschaffen, also insgesamt 20 Wappen, die von allen in Wattenscheid vertretenen Berufen und Handwerken berichten. Diese zehn großen Tafeln werden an besonderen Querhölzern so an dem Maibaum angebracht, daß an jeder Seite fünf Tafeln sind. Der Baum wird an seiner Spitze zwei große Maikränze tragen, die mit bunten Bändern geschmuckt sind. Die Aufstellung des Baumes erfolgt am Freitag nachmittag. Vorbereitung für die Meisterprüfung. Im Lokal Blumbach versammelten sich auf Einladung der Kreishandwerkerschaft 26 Handwerker, die sich auf die Meisterprüfung vorbereiten wollen. Der Vorbereitungskursus beginnt am 5. Mai und währt den ganzen Sommer über, da 160 Stunden erforderlich sind, um den theoretischen Stoff zu verarbeiten. Der Preis für den Kursus, für den noch Anmeldungen bei der Kreishandwerkerschaft entgegengenommen werden, beträgt 40.— RM., wovon die Hälfte gleich anzubezahlen ist. In der Besprechung wurden die Stundenzeiten festgePersonalnachrichten Goldenes Ehesubiläum im Freitag, 30. April, feiern die Eheleute meichsinvalide Fritz Feldmann und Frau, Karoline geb. Tilker, Stadtteil Harven, Harvener Hellweg 183, in verhältnismäßig guter körverlicher und geistiger Frische das Fest ihrer fünfzigjährigen treuen Ehegemeinschaft. Jubelbrautigam wurde am 25. November 1862 in Brothagen(Kreis Halle i..) geboren. Seiner Militärpflicht genügte er von 1884 bis 1886 beim Infanterieregiment 15 in Minden. Im Jahre 1886 kam er nach Harpen, und trat beim Bergbau Lotbringen im Jahre 1889 in Arbeit, woselbst er 1914 sein silbernes Arbeitsjubiläum feiern konnte. 1926 trat er nach 37jähriger Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Die Jubelbraut wurde am 7. Januar 1865 in Harven geboren. Aus der allzeit glücklichen Ehe des Jubelvaares sind fünf Kinder, drei Söhne und zwei Töchter, hervorgegangen. Außer diesen können acht Enkelkinder sowie viele Bekannte und Freunde dem goldenen Jubelpaar, das sich allgemeiner Wertschätzung erfreut, zu seinem Ehrentage ihre Glückwünsche darbringen. Die Trauung findet am 30. April. 5 Uhr, in der Kirche zu Harven statt. Hierzu wird die Gemeinde herzlich eingeladen, Im Schmuck der goldenen Myrte Am heutigen Freitag können die Eheleute Pensionär Heinrich Schwarze und Frau, Antoniusstraße 22. im Kreise ihrer Familie auf eine fünfzigjährige glückliche Ehegemeinschaft zurückblicken. Beide Eheleute sind geborene Bochumer. Der Jubelbräutigam wurde am 11. Juni 1863 geboren. Nach kurzer Beschäftigung auf der Zeche„Engelsburg“ kam er im Jahre 1880 zum Bochumer Verein und war später lange Jahre in der Stahlindustrie tätia. Er gehört mit zu den silbernen Jubilaren des Werkes. Am 12. März 1929 mußte er wegen Krankheit aus seiner Tätigkeit ausscheiden und trat in den wohlverdienten Ruhestand. Die Jubelbraut wurde geboren am 3. Februar 1867. Aus der Ehe sind acht Kinder(zwei Söhne und sechs Töchter) hervorgegangen, die alle noch leben. Von den Töchtern sind zwei als Krankenschwestern in der Karitas tätig. Die häusliche Feier seines Ehrentages begeht das Jubelvaar am 4. Mai. Morgens ist die kirchliche Feier mit Neueinsegnung. Die beiden alten Leutchen, die sich in ihrem Bekannten= und Freundeskreis allgemeiner Wertschätzung erfreuen, dürfen an ihrem Ehrentage von Kindern und Kindeskindern sowie darüber hinaus viele Glück= und Segenswünsche entgegennehmen. * Am 30. April feiern die Eheleute Ludwig Vey, Bochum, Zechenstraße 29, das Fest der silbernen Hochzeit. Gleichzeitig sind sie 25 Jahre Bezieher des„B..“. Die Bau= und Möbelschreinerei Franz Klostermann senior, Beethovenstraße, besteht am 1. Mai dieses Jahres 50 Jahre. Der Besitzer, Schreinermeister Franz Klostermann, gründete das Unternehmen als selbstandiger Schreinermeister in Bochum. Zwei seiner Söhne sind im elterlichen Geschäfte tätig. Der Straßenobermeister Jung, Bauverwaltung, begeht am 1. Mai sein 25jahriges Dienstjubiläum. Goldenes Geschäftsjubiläum. Die Firma Dietrich Süselbeck, Leder= und Schuhbedarfsartikel, Bochum, kann am 1. Mai auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Aus kleinen Anfängen hatte der Großonkel des jetzigen Inhabers ein Unternehmen von bedeutendem Umfange in Iserlohn entwickelt. Vom Iserlohner Stammhaus aus erfolgte die Gründung des Bochumer Zweiggeschäfts, das am 1. Mai 1887 vom Vater des heutigen Inhabers übernommen wurde. Am 18. März 1935 ging das väterliche Geschäft auf Heinrich Süselbeck über, der es unter der alten Firma weiterführt. Durch ihn gelangt die dritte Generation in die Geschäftsnachfolge. setzt auf mittwochs abends, donnerstags abends und sonntags morgens. Die Gefolgschaften der Zechen„Centrum=Morgensonne". Anläßlich des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes am 1. Mai verabreicht die Verwaltung der beiden Schachtanlagen„Centrum und„Morgensonne“ ihren Gefolgschaftsmitgliedern Biermarken, die im ganzen Stadtgebiet Gültigkeit haben und von den Wirten an den Kassen der beiden Schachtanlagen eingelöst werden können. Die Einlösung der Biermarken wird bis zum 5. Mai vorgenommen. Eine geschlossene Feier veranstaltet somit die Gefolgschaft der Zechen nicht, da eine solche mangels geeigneter Räume nicht möglich ist. Am Morgen des Feiertages versammelt sich die Gefolgschaft der jeweiligen Schachtanlage auf den Zechenplätzen, und zwar um 10 Uhr. Von hier aus marschieren sie geschlossen zum Festspielplatz im Stadtgarten, wo der Gemeinschaftsempfang stattfindet. Stadt Wanne=Eickel Hohes Alter. Der Geschäftsinhaber M. C. Wol im Stadtteil Eickel, Herzogstraße 6, wird heute 70 Jahre alt. Im Silberkranz. Am heutigen Freitag feiern die Eheleute Gustav Kranzmann und Frau, Emilie geb. Haas, Dorstener Straße, das Fest der Silberhochzeit. Bürgerschützenbund„Freischütz". Das am 24. und 25. April abgehaltene Vergleichsschießen des Bürgerschützenbundes„Freischütz" im Regimentslokal Bauet sah die 6. Komvagnie mit 661 Ringen als Sieger. waren insgesamt sechs Preise zu vergeben, drei davon erreichte die 6. Kompagnie. Als Sieger im Gruppenschießen galt Leutnant Koller von der 6. Kompagnie. Sieger im Standpreisschießen wurde mit 35 Ringen Hauptmann Müller der 6. Kompagnie. Heute nachmittag wird der Maibaum gefällt. Am gestrigen Donnerstag vormittag weilten der Kreisprovagandaleiter Pg. Diel sowie der Kreisorganisationsleiter Pg. Knebel im Resser Wald. um zusammen mit dem Förster Lindemann einen schmucken Maibaum für die diesjährige Maifeier herauszusuchen. Man fand nach eifriger Sucharbeit eine schlanke, prachtige, 15 Meter hohe Birke. Am heutigen Freitag nachmittag wird die Birke im Resser Wald gefällt. Heute nachmittag um 17.80 Uhr findet sich die Jugend an der Ecke Recklinghäuser und Dorstener Straße ein, um den Maibaum in Empfang zu nehmen. Er wird dann in festlichem Zuge zum Eickelplatz geführt. Abends finder eine fröhliche Feier bei loderndem Feuerschein statt. um 1. Mai beginnt der Festreigen mit einer Jugendkundgebung auf dem Eickelplatz. Im Kurhaus finden vormittags die Ehrung der Jubilare und die Weihe der DAF.=Fahnen statt. Um 12 Uhr hören dann alle Schaffenden auf dem Eickelplatz die Uebertragung der Kundgebung aus Berlin. Nachmittags und abends finden allenthalben Kameradschafts= bzw. Maifeiern verschiedensten Betriebe statt. Seite 13 Nr. 100 100 kr Noch vor Pfingsten der Reichsautobahn in meter ihrer Verkehrsb -Am 8. Mai 1937 Dresden—Chemnitz nberg in einer L öffnet. Am 13. Mai wird et. Am 18. Mai die 56 Kilometer ubeck dem Verkehr zlangende Autobahn ion Hamburg, bzw. L urg—Lübeck hat ihre je den Raum Groß iner„Erholungsbasis denn Hambura liegt ann,„nicht an der 9 Nan wird in Zukun stunde vom Zentrum on Lübeck reisen und landschaft neu erlebe einie bis zum Anschli ravemünde in zw. an die Reichsst Schwartau wird fieb strecke bis Ende des u können. Gleichfe Lsingsten am 14. Ma strecke Düsseldor ibergeben. Damit is ahnen zwischen Ober dem Kern des Indust Nülheim, wird man über die Reichsautob südlich von Köln zu halbe Stunde benötig Strecke. Der Jahr fü verkehr aus Holland ingenutzt lassen. Di Reichsautobahn nach zügigste aufaebaut n traße, der„Nördliche Kilometer vor Düssel Düsseldorf=No strecktester Linienführ verbreiterten Dufseld zleiche Straße, der Zubringer“, ist f vor kurzem vollendet nach Siegburg wird Verkehr übergeben w wird das Industr A Die erste Verm Die erste viertel 1937/38 ist am 10. M ten Vermogensteuerb# nuar 1935, bei Ner oder 1937 zu entrich lung des Vermögens wie vor zulässig, wi dem letzten Vermög Fünftel vermindert Einheitswertes von stücken usw. findet Fünftel, mindestens nuar 1937 niedriger rungen an Grundst um mehr als den Reichsmark. Der Freibetr sich von 10000 Reich der Steuerpflichtige oder voraussichtlich unfähig ist und auße nicht mehr als 300 maßgebender Stichta feststellung des Ver 1935. Die Vollendu 1. Januar 1935 w Ausnahme gilt nur, lagten Personen ge im übrigen regelma gatten gewährt. N auf Antrag ein Fr auch für volljährige die ganz oder über pflichtigen beruflich Achtung! G Die Für die neue V Grund des Reichsge! steuerrichtlinien von lich. Der Gewerbe die Zeit vom 1. Apr der 1936 erzielte Ge ##., maßgebende Ge Weise wie bei d net wird. Die Ein nicht unmittelbar: nanzamt wie der E noch einen anderen gilt auch für die 3 betrieb vorliegt, wo Rh.-Westf. Mitgeteilt vo B0 Fortlaufende Notte 29. 4. 121 Div Anfang! Se Abenin—1 #loesch RMl.—101 %% Krupp RM.- 99. 6% Mittelstahl-— Bemberg.. 01119 Begen 6s145 Boderus. 4130 Dahlbusch St. 6/148 Otsch. Atlanten! 6]— Otsch. Erdöl 5/152 O. Rechsb. V. 7/127 Ogrg. Union(12.20 I. u. Farbenind. 7/168 Feldmühle 6/143 Felten& Guillel 6/141 Goldschmidt 5/134 Harpen... 3 1/168 Steinkohlen-Ki 29. 4. Geld Brief Carolus M. 7250 7550 Const. 960010100 P Deutschl. 375 405 Schwerin 1— 1 Henr. 14400 1500014 Langd 18300 1890018 Braunto le-Gute Hoff. 7900 8. 5) Leonh.—]„ #cheil— 17700 vesta— 13400 Berahareth.— 1525 al-Kung. beienrode 1111011160 burbach- 13100 Seite 13 Nr. 100/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 30. April 1937 Deutsche Wirtschaft Dis Tirußen=Aretf Hillers=waussen 100 km Reichsautobahnen werden neu in Verkehr genommen Verkehrsverbesserungen in Westdeutschland Neues aus den Betrieben Noch vor Pfingsten werden neue wichtige Abschnitte der Reichsautobahn in einer Gesamtlänge von 100 Kiloir ihrer Verkehrsbestimmung übergeben. Am 8. Mai 1937 wird im Zuge der Verbindung oresden—Chemnitz die Teilstrecke Nossen—Fransenberg in einer Länge von rund 24 Kilometer eröffnet. Am 13. Mai— drei Tage vor Pfingsten— s die 56 Kilometer lange Autobahn Hamburg— hübeck dem Verkehr übergeben. Die zur Eröffnung gelangende Autobahn mündet direkt in das Stadtgebiet von Hambura bzw. Lübeck ein. Die Autobahn Hamburg—Lübeck hat ihre besondere Bedeutung darin, daß den Raum Groß=Hamburg in erstklassiger Weise Erholungsbasis“, der Lubecker Bucht, näherrückt: denn Hambura liegt ja“, wie man dort selbst hören nicht an der Nordsee, sondern an der Ostsee". Nan wird in Zukunft bequem in nicht ganz einer stunde vom Zentrum Hamburas bis in das Zentrum Lübeck reisen und dabei den Reiz der holsteinischen Landschaft neu erleben. An der Fortsetzung der Linie bis zum Anschluß an die Reichsstraße nach Travemünde in der Nähe der Ortschaft Siems bzw. an die Reichsstraße 76 nach Kiel nordwärts Schwartau wird fieberhaft gearbeitet, um auch diese Strecke bis Ende des Sommers dem Verkehr überaeben können. Gleichfalls noch rechtzeitig„wird vor Pfingsten am 14. Mai 1937 im Westen des Reiches die strecke Düsseldorf—Breitscheid dem Verkehr übergeben. Damit ist das helle Band der Reichsautobahnen zwischen Oberhausen und Köln geschlossen. Aus dem Kern des Industriegebietes, aus Essen, Duisburg, Rülheim, wird man an den beiden Feiertagen erstmals über die Reichsautobahn den beliebten Ausflugsorten südlich von Köln zu eilen. Nur wenig mehr als eine halbe Stunde benötiat man für die 60 Kilometer lange Strecke. Der Jahr für Jahr stärker werdende Festtagsverkehr aus Holland wird den neuen Reiseweg nicht ungenutzt lassen. Die Zu= und Abfahrten von der Reichsautobahn nach Düsseldorf sind auf das großzügigste aufgebaut worden. Eine neue Kraftwagerstraße, der„Nördliche Zubringer", zweigt bereits zwölf Kilometer vor Düsseldorf an der Anschlußstelle üsseldorf=Nord(Krummenweg) ab, um in gestrecktester Linienführung und völlig kreuzungsfrei den verbreiterten Düsseldorfer Stadtring zu erreichen Eine gleiche Straße, der„Südliche Dusseldorfer Zubringer“, ist für den Verkehr von und nach Köln vor kurzem vollendet worden. Die anschließende Strecke nach Sieaburg wird bereits im kommenden Herbst dem Verkehr übergeben werden, und im nächsten Jahr wird das Industriegebiet die ersehnte unmittelbare Autobahnverbindung mit dem Siebengebirge besitzen. Am 10. Mal Die erste Vermögensteuerrate für 1937/38 Die erste vierteljährliche Vermögensteuerrate für 1937/38 ist am 10. Mai regelmäßig auf Grund des letzten Vermögensteuerbescheids nach dem Stand vom 1. Januar 1935, bei Neufeststellung vom 1. Januar 1936 oder 1937 zu entrichten. Ein Antrag auf Neufeststellung des Vermögens auf den 1. Januar 1937 ist nach wie vor zulässig, wenn sich das Gesamtvermögen seit dem letzten Vermögensteuerstichtag um mehr als ein Fünftel vermindert hat. Eine Neufeststellung des Einheitswertes von gewerblichen Betrieben, Grundstücken usw. findet statt, wenn ihr Wert um über ein Funftel, mindestens 1000 Reichsmark, auf den 1. Januar 1937 niedriger zu schätzen ist; bei Bestandsänderungen an Grundstücken genügt eine Wertminderung um mehr als den zwanzigsten Teil, mindestens 500 Reichsmark. 6—5gauft. Der Freibetrag bei der Vermogensteuer erhöht sich von 10000 Reichsmark auf 20000 Reichsmark, wenn der Steuerpflichtige am Stichtag über, 60 Jahre alt oder voraussichtlich für mindestens 3 Jahre erwerbsunfähig ist und außerdem sein letztes Jahreseinkommen nicht mehr als 3000 Reichsmark betragen hat. Als maßgebender Stichtag hierfür gilt jedoch auch bei Neufeststellung des Vermogens weiterhin der 1. Januar 1935. Die Vollendung des 60. Lebensjahres nach dem 1. Januar 1935 wird also nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme gilt nur, wenn eine der zusammen veranlagten Personen gestorben ist. Der Freibetrag wird im übrigen regelmäßig auch für den verstorbenen Ehegatten gewährt. Neben minderjährigen Kindern wird auf Antrag ein Freibetrag von je 10000 Reichsmark auch für volljährige Kinder unter 25 Jahren berechnet, die ganz oder überwiegend auf Kosten des Steuerpflichtigen beruflich ausgebildet werden. ächlung! Gewerdestellerpfiichnige! Die neue Veranlagung Für die neue Veranlagung zur Gewerbesteuer auf Grund des Reichsgewerbesteuergesetzes sind die Gewerbesteuerrichtlinien vom 14. April d. J. besonders beachtlich. Der Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag für die Zeit vom 1. April 1937 bis zum 31. März 1938 wird der 1936 erzielte Gewerbeertrag zugrunde gelegt, wobei der maßgebende Gewinn des Jahres 1936 in gleicher Veise wie bei der Einkommensteuer berechnet wird. Die Einkommensteuerveranlagung ist jedoch nicht unmittelbar maßgebend, so daß sowohl das Finanzamt wie der Steuerpflichtige bei der Gewerbesteuer noch einen anderen Standpunkt einnehmen können. Dies gilt auch für die Frage, ob überhaupt ein Gewerbebetrieb vorliegt, wobei die Abgrenzung gegenüber der Eisenhüttenwerk Thale AG.: Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 6 Prozent.— Allgemeine Deutsche Credit=Anstalt. Leipzig: Entgegen manchen Erwartungen bleibt die Adca auch für 1936 noch dividendenlos. um ihre Reserven zu stärken. Die Erträgnisse beteugen n in Wesdeutchlons usgigng 123 Bilongen Rechengrt im Vorihte sonstigen selbständigen Arbeit sowie der unselbständigen 10,6 Millionen), die Aufwendungen stiegen infolge erTätigkeit der Arbeitnehmer grundsätzlich bereits im höhter Leistungen für die Gefolgschaft sowie für Steu Einkommensteuerbescheid geklart sein muß, ohne daß dies jedoch unmittelbar für die Gewerbesteuer maßgebend ist. Anders verhalt es sich mit der Gewerbesteuer nach dem Gewerbekapital(über 3000 Reichsmark), bei der der letzte Einheitswert des gewerblichen Betriebes(vom 1. 1. 1935, bei Neufeststellung vom 1. 1. 1936 oder 1937) bindend zugrunde gelegt wird. Beachtlich ist die Hinzurechnung der auf Dauerschulden gezahlten Zinsen zum Gewerbeertrag, von Dauerschulden selbst zum Gewerbekapital. Dauerschulden sind allgemein„Schulden, die der nicht nur vorübergehenden Verstärkung des Betriebskapitals dienen“ nicht kurzfristige Schulden, wie z. B. in der Regel laufende Warenschulden. Bei einer Laufzeit der Schuld bis zu drei Monaten wird im allgemeinen keine Dauerschuld, bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr dagegen regelmäßig eine solche angenommen. Mehrere Kreditgeschäfte können in der Regel nicht als einheitliche Schuld angesehen werden. Mit Rucksicht auf die Hinzurechnung der Hypothekenzinsen bzw. Hypotheken wird sich vielfach empfehlen, stark belastete Grundstücke, den, daß für das nichitz Vellgeschäftsiabr Gie Zag der die bisher bei der Einkommensteuer als Betriebsvermö= pelte Tividende zur Ausschultung tommt. D# Zahl der gen behandelt sind und daher, auch für die Gewerve=Gefolgschaft ist um über 1000 gestieger steuer dazu rechnen, aus dem Betrievsvermögen herauszunehmen, soweit sie nicht als wesentliche Grundlage des Betriebes notwendiges Betriebsvermögen bilden. Dabei ist jedoch beachtlich, daß der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem Teilwert(d. h. dem Verkaufswert vom Standpunkt eines Erwerbers des Gesamtunternehmens) bei der Herausnahme einkommen= und auch gewerbesteuerpflichtig wird. ern von 11,4 auf 11,6 Millionen Reichsmark. Die Erträge aus Wertvapieren. Beteiligungen und Devisen wurden vorweg zur Vermehrung stiller Rücklagen abgeschrieben. Im neuen Jahr befriedigende Entwicklung. Kundschaftseinlagen., Enoe März 226„Millionen Reichsmark. Für 1937 hofft man eine Dividende verteilen zu können.— Maschinenfabrik Moenus AG., Frankfurt am Main: Fur 1936 Dividende 5 Prozent(im Vorjahr 4½ Prozent).— Schriftgießerei und Messinglinienfabrik D. Stempel AG., Frankfurt a..: Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 Prozent.— Demag A66., Duisburg: Der Abschluß dieser größten deutschen Maschinenfabrik steht unter dem Eindruck der Verschmelzung der früheren Demag AG mit der Maschinenbau Unternehmungen AG. Muaa. Der Versand 1936 übertraf den von 1929 bereits um 24 Prozent. Auch das Exvortgeschäft ist gestiegen. Auf das 26.5 Millionen Reichsmark wird für dag sechs., Monate umfassende Zwischengeschäftsjahr, eine, Diviven#ve von 7 Prozent verteilt. Es kann nicht damn gerechnet werden, daß für das nächste Pehlgzächäftzighr zine verdovvelte Dividende zur Ausschullung tommt. Die Zahl der Gefolgschaft ist um über 1000 gestiegen. Im neuen Jahr wurden neben 120 technischen und kaufmännischen Lehrlingen rund 200 Metallarbeiter=Lehrlinge eingestellt. Freiwillige soziale Leistungen im verflossenen Jahr über 1 Million Reichsmark.— Bergmann Elektricttatswerte AG., Berlin: Infolge anhaltender Absatzsteigerung Erhöhung der Gefolaschaftsziffer. Zur Beseitigung des Facharbeitermangels wurden systematisch geeignete Kräfte an= und umgelernt und ferner die Ausbildung Aus Westfalen und Rheinland Toordurten=gegen rinen Rineerinereet Münster, 29. April. Das Schwurgericht Münster verhandelte am Mittwoch und Donnerstag gegen den 28jährigen Emil Prigge aus Lengerich in Westfalen, der am 13. März dieses Jahres die 14jährige Schülerin Adele Uhlenbeck nach einem voraufgegangenen Sittlichkeitsverbrechen ermordet hat. Der Angeklagte, der wegen Sittlichkeitsverbrechen einschlägig ist und einen äußerst schlechten Leumund in der Bevölkerung hat, konnte bereits zwei Tage nach der Tat verhaftet werden. Sowohl in der Voruntersuchung als auch in der Verhandlung gab er die Tat zu. Er habe das Mädchen unter Versprechungen in einen Seitenweg gelockt und sich in der Nähe eines Baches an ihm vergangen. Als er sah, daß die Kleider des Kindes auf dem morastigen Boden sehr schmutzig geworden waren, bekam er es mit der Angst, daß das Mädchen auf Befragen der Mutter seine Tat verraten könnte. Der Gedanke an seine früheren Straftaten bewog ihn zu dem Plan, das Mädchen zu beseitigen. Er stieß es vor die Brust, daß es hinterrücks in den sehr schlammigen Bach taumelte und trat das Kind so tief in das Wasser und in den Morast, daß es sich nicht mehr befreien konnte. Als er festgestellt hatte, daß das Mädchen wohl tot sein mußte, begab sich der Mörder nach Hause, reinigte seine Kleider und tat so, als wenn nichts geDie Vernehmung der Zeugen gab ein genaues Bild aller Vorgänge bis wenige Augenblicke vor der Tat. Sie zeichnete den Angeklagten als einen Menschen, der hemmungslos seiner sinnlichen Gier nachgibt und, obwohl er verheiratet war, Frauen, Mädchen und vor allem Kindern nachstellte. Die medizinischen Sachverständigen bezeichneten den Angeklagten als völlig normal und für die Tat verantwortlich. Wenn der Angeklagte intelligenter, besser ausgerüstet und umwittert von Großstadtluft gewesen sei, wäre aus ihm ohne Zweifel ein zweiter Kürten geworden. Er sei der gefährliche Typ eines Serualverbrechers.„.:. 8 Der Vertreter der Anklage beantragie die Todesstrafe und zwei Jahre Zuchthaus wegen des Sittlichkeitsverbrechens, ferner Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit und schließlich für alle von Lehrlingen gefördert. 6 Prozent Dividende auf 8 8 Millionen Reichsmark Grundkapital.— Beton= und Monierbau AG., Berlin: 1936/37 8 Prozent Dividende gegen 6 im Vorjahr.... Stnsmm Vereinigte Flanschenfabriken und Stanzwerke AG. in Hattingen. Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 6 Prozent.— Westfälische Transport AG. in Dort mund. Die HV. genehmiate den Abschluß mit 9(10) Prozent Dividende. Die HV. der Tochtergesellschaft Münsterische Schiffahrts= und Lagerhaus AG. in Dortmund genehmigte den Abschluß mit wieder 10 Prozent Dividende.— Die HV. der Silika= und SchamotteFabriken Martin& Pagenstecher AG. in Köln=Mülheim genehmiate den bekannten Abschluß mit 6(5) Prozent Dividende.— Aschaffenburger Zellstoffwerke AG. in Prozent.— AG. Buderussche Eisenwerke in Wetzlar. Die HV. genehmigte den Abschluß mit 5(4) Prozent. Das laufende Geschäftsjahr hat eine günstige Entwicklung genommen.— Deutsche Schiff= und Maschinenbau AG. in Bremen. Nach Tilgung des Verlustvortrages ein Gewinn von 440 000 RM Daraus 5 v. H. Dividende(1935 300000 RM. Neuverlust, um den sich der Vortrag auf 2,91 Millionen Reichsmark erhöhte). Die Werft ist nach wie vor bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt. — Die Elektrowerke AG.(Berlin), wird in den nächsten Tagen durch ein unter Führung der Reichstreditgesellschaft AG. stehendes Bankenkonsortium eine 4½prozentige Anleihe im Nennbetrage von rund 25 Millionen Reichsmark zum Kurse von 98 Prozent zur Zeichnung auflegen. Die Verzinsung der Anleihe beginnt mit dem 1. Mai 1937 und wird mit der negativen Pfandklausel verseben. Goldene Ringe und sonstige Goldsachen und Schmuckstücke aus Edelmetall, ferner auch Juwelen sind nach wie vor durch die Leihhäuser beleihbar. Diese Feststellung wird von der Fachgruppe Private Leihhauser getroffen, damit im Zusammenhang mit dem neuen Erlaß, wonach Rohgold und goldene Halbfabrikate von der Beleihung zukünftig auszuschließen sind, keine Irrtümer aufkommen. Borsen käfnos Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf. Die Börse verkehrte an den Aktienmärkten in stiller Haltung bei meist gedrückten Kursen. Nach den ersten Notierungen trat eine Aenderung nicht ein und die Unternehmungslust blieb weiter gering. Anleihen freundlich. Altbesitz und auch Reichsbahnvorzüge ¼ v. H. gebessert. Auf 1 Pfund: 12,31(Vortag 12,30½) Rm. 1 Dollar: 2,49(Vortag 2,49) Rm. 100 holl. Gulden: 136,53(Vortag 136,59) Rm. 100 franz. Frank: 11,14½(Vortag 11,10) Rm. 100 Schweizer Franken: 57,06(Vortag 57,03) Rm. 100 österr. Schill.: 49,00(Vortag 49,00) Rm. 100 ital. Lire: 13,10(Vortag 13.10) Rm. Eventualfälle(Begnadigung) und gleichzeitige Entmannung. Veroachi des Gunlonmertte Ahlen, 29. April. In einem Hause in der Humboldtstraße wurde von ihren aus der Schule heimkehrenden Kindern die 38 Jahre alte Ehefrau Bastian tot aufgefunden. Die Obduktion ergab, daß die Frau getötet worden ist. Es wurden auf dem Kopf einige bis zu sieben Zentimeter lange Wunden und eine größere Schlagwunde auf dem Wirbel festgestellt. Der Tod ist durch Erwürgen eingetreten, da am Halse stark angelaufene Würgestellen gefunden wurden und die Kehlkopfpartie durchgedrückt war. Der Täter hat die Frau wahrscheinlich zuerst erwürgt und ihr dann noch die Wunden auf dem Kopf beigebracht. Der Ehemann, gegen den sich der Verdacht der Täterschaft richtet, bestreitet die Tat. Als er der Leiche gegenübergestellt wurde, verhielt er sich zunächst ruhig, brach aber dann beim Oeffnen des Sarges über der Leiche seiner Frau zusammen. Das Schlaginstrument, mit dem der Frau die Wunden beigebracht wurden, konnte noch nicht gefunden werden. Es wird angenommen, daß der Ehemann die Tat im religiösen Wahn verübte. Die Frau äußerte vor Jahren zu Nachbarn, ihr Mann habe ihr gesagt, ihm sei nachts im Traum Jehova erschienen und habe ihm gesagt, sie— die Ehefrau— müsse sterben. Später habe er auch versucht, sie mit Kissen zu ersticken, was sie jedoch abwehren konnte. Inwieweit der Verdacht der Täterschaft zutrifft, werden die mittelungen des Untersuchungsrichters ergeben. Arbeiterabordnungen für den 1. Mai Aus dem Gau Westfalen=Süd Essen, 29. April. Arbeiterabordnungen aus allen Gauen des Reiches nehmen alljährlich auf Einladung Sicherungsverwahrung Religiöser Wahn der Anlaß: des Führers an der großen Maifeier in Berlin am 1. Mai, dem Nationalfeiertag des deutschen Volkes, teil. Die Namen der Arbeitsmänner, denen als Vertretern des schaffenden Volkes im Westen des Reiches in diesem Jahr die hohe Auszeichnung zuteil wird, Gäste des Führers zu sein, lauten für den Gau Westfalen=Süd: August Böse, Arbeiter, Hattingen(Ruhr), Neustraße 5, Willi Siemens, Steinschleifer, Grürmannsheide(Kreis Iserlohn), August Laubert, Tiefbauarbeiter, Kamen, Kr. Unna(Westf.), Krämer= straße 39. Betriebsschließung wegen Preiswuchers und Steuerbetrugs Düsseldorf, 29. April Die Regierungspressestelle teilt mit: Der Regierungspräsident hat auf dem hiesigen Großmarkt den Stand eines Obst= und Gemüsehändlers wegen unerhörten Preiswuchers und Steuerbetrugs und wegen verteuernden Kettenhandels geschlossen. Der Fall hat den Regierungspräsidenten veranlaßt, das Problem der Handelsspannen erneut aufzugreifen und eine verschärfte Untersuchung der Preisgestaltung am Obst= und Gemüsemarkt einzuleiten. Die bei dem durchgeführten Verfahren aufgedeckten Mängel, insbesondere in der Buch= und Rechnungsführung, geben der Preisüberwachungsstelle erneut Anlaß, Käufer und Verkäufer darauf hinzuweisen, daß bei allen Geschäften ordnungsmäßige Rechnungen ausgestellt werden müssen. Bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit spielen diese Unterlagen eine so wichtige Rolle, daß jeder Geschäftsmann hierauf den größten Wert legen muß. dem Kurenmarkt war das Geschäft wiederum sehr klein. Jedoch scheint die rückläufige Bewegung der letzten Tage zum Stillstand gekommen zu sein. Im Freiverkehr gaben Bergbau Lothringen ca. 2 v. H. nach. Auch die Genußscheine lagen eher etwas leichter. Berliner Börse Die Börse war ziemlich lustlos. Es fehlte an den Aktienmärkten wieder stark an der Beteiligung des Publikums. Die Kulisse verhielt sich ziemlich abwartend. Am Montanmarkt bildeten Harpen mit einer Steigerung von 2½ Prozent eine Ausnahme. Sonst waren hier die Kurse überwiegend schwächer. Mit besonderen Kursveränderungen sielen noch auf: Aschersleben minus 2¾. Westeregeln minus 2½ Prozent. Dortmunder Union durch Zufall 3½ Prozent höher. Die Anleibemärkte lagen sehr ruhig und, soweit die variablen Märkte in Frage kommen, wenig verändert. Altbesitz und Kommunale Um schuldungsanleihe behauptet. Einzelne Pfandbriefabschnitte waren wieder gesucht, aber das Geschäft war ruhig, Landschaftliche Pfandbriefe eher etwas schwächer. Stadtanleiben geteilt. Der Verlauf und der Schluß waren sehr still und wenig verändert. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2½ bis 2¾ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. An der Abendbörse war das Geschäft sehr ruhig, doch herrschte eine nicht unfreundliche Grundstimmung. Die genannten Kurse waren im Vergleich zum Berliner Schluß gut behauptet. Im Verlaufe war das Geschäft unvermindert klein, zumal das Bekanntwerden der schwachen Haltung an den Auslandsbörsen die Unternehmungslust am Platze weiter eingeengt hatte. Ungeachtet dessen waren die Kurse vorwiegend behauptet. Die Auslandsbörsen Newyork: Schwächer. Brüssel: Erholt. London: Schwächer. Zürich: Schwach. Amsterdam: Leicht erhott. Wien: Lustlos. Paris: Schwach. Mailand: Kaum stetig Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. ndustriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche Roggenm. 0. 997 A.— Viktoriaerbsen 34.0 36 034.-36.0 33 0 35 033.-35.0 24.0 26 0 24.-26.0 Speiseerbsen Futtererbsen * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 29. April: 79.50 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz oder Drahi: 148 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse. Düsseldort. 29. April Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 ertautende wonlerun den„ 39..189. 4. 29.4. Oiv. Anfang Schluß Kassa 29. 4. 29. 4. 129. 4. 128. 4. Div Anfang Schlußl Kassal Schluß Aübestz— 124.90 125.121125.12|124.50 choesch RM.— 101.50, 101.50 101.50 101 E0 6% Krupo RM.- 99.62 99.62 %% Wiltelstahll-—.—— Senbug %9. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl 0. Rechsb. V. Oortm. Union 5. Farbenind. reidmühle 119.75 6/145.00 145.00 4 130.00130.00 6/148.25 148.25 •— 152.12s152.50 7 127.62/127.62 12.2050 7168.62 168.75/1D2. E 127 25 6/143 50 143.25 143.50/144.50 felten& Guillel 6/141.25/141.00 141.25/141.25 Goldschmict. 5/136.12s138.25 138.12] 3 1/163.50169.50 163.50/161.00 Harpen Steinkohlen-Kuxe 29. 4. 28. 4. Geicd Brief Geld Grief! Carolus M. 7250 7550 7200 7000 Sl deutschl. 375 405 370 405 Schwerin— 1 Henr. 14400 15000 14500 15200 Langd 18300 1890018200 18800 Braunkole--Kuxe Gute Hoff. 7900 S. S) 8100 8500 Leonh.)—1"— 4h— 7700— vosrn!— 13400 Geraharetn.— 1525— 1550 Kall-Kuxe Seienrogs 1110 11901123/1170 Braunschw— 16400— 6100 eerdach.!- 13100— 3100Einigkeit——.—— Hoesch Köln-N. SB 122.12 121.25121.25s122. Kali-Aschersl. 5/118.12]—.117.50f122.50 Klöckner-W. 45130.00 130.00 130.00l130.00 Mannesmann 3/125.37/125.25s125.12 Masch. Untern. 5/151.00 152.00151.00 Reichsbank 12/201.75 201.25201.25 Rhein. Braunk. 121—.— 231.00 231.20 Rhein. Stahlw. 6/158.12 158.00 158.00 Rh.-.-Elek. 6/129.00 128.50128.50 Salzdetfurth. 74/158.87 Schuckert& o. 6/170.00 170.00 170.00 Siemens& Hal. 8/200.12/200.00 200.00 f200. 12 Gebr. Stollwerk 6/—.—- 124.25s123.50 Ver. Stahlwerke 3 4/118.75 118.75/118.50 118.75 Westd. nauthof 0 62.12 62.00 61.87 5/118.00—.—122.00 6/122.00121.75121.62 Westeregein Wintershall 28. 4. Schluß 55 125.50 150.50 200.50 231.00 153.00 128.75 170.25 Neu-Staßf.— Siegfr. lu. III— Wih. 15900 1600016200 17000 Preiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kure 29.4. 29.4. Geld#ief Geld Brief Dierg. 110300 10900 10500 11000 Westtalen-675— 973 Gellerh.—-- 4100 Kall- Tuxe 29.4. 29.4. Geid Bref(Geid Briefl =(6409— 6100 Erichsseg Habigh. Aisenburg Martagl. Marie Marie L. Mar Neusollst. Reschsld Thüringen 62.75 122.12 — 3600— 3600 - 2900— /2900 290— 290— — 7400—„ 3050— 3050 — 3050— 3050 — 3050— 3050 — 2900— /2900 Industrieaktien(Einheitsk.) Div. /29../26. 4. Baicke Masch. 0 108.0108.0 Berg. 6. Dahl. V. S 152.0s152.0 Bonner Bg...I 6 1142.0s142.0 Bösp. Walzw.— 1129.|129.0 Braunk. Zuk. Dortm.Ritterbr. Döss. Hoef.-Br. Düss. Masch. B. Oynamit.Nob Eschw. Berg. V. Ewald-K-Ludw Glas- u. Sp. S. Glückauf-.AG. Gebr. Goedh.AG Hallesche Salz. Hilges .ndr.-Aufferm Hochtief 46 Gabelw. Rheyot Kall-Chemie W. Kreitt H. Lehm& Co. Mülheim. Berg Rhein. Metal! Zhein. Spiegel Roddergr. Brnk Sachtl.A6. Bgb. Schieß-Oefries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf.Uerd. Wasserw. Gels. 29../28.4. 16.6— 136.0136.0 136.0136.0 89.8 91.0 275.0275.0 Gladb. Feuerv. Köln Hagelv. Köln. Lioyd A. V. Köln Rückv. gr. Köln. Rückv. kl. Rentenwarte 4# Rb.-.-.4 6. 12.10 126.5 0167.0 5140.0 0151.0 0199.0 81.5 32.1 103. 18 400. 9—. .5 142. 5—. 0 150 0—. 105.0 0400.0 — 0141.7 0150.0 .0 98.0 6—.— S 113.2113.0 5 117.2117.5 4 103.0105.0 7—.137.6 S 115.7/115.7 Bankaktien Berlin Hand. 6. Com.-.Pr.-B. O. Bank u..-G. Otesdner Bank Ih. W. Bb. Cr. B Westd. B..-A. Versicherungsaktien Aach.-Mönch.F 32 1220 1218 Aach. Rückvers 14.8/237.0 237.0 Agripp.., FI. L. Alli.-u. Stuttg. Alli- u. St.-V. Colonia,.-V. K. Colonis Rückv. 410.0410.0 .2266.0266.0 .820.0 205.0 .4135.0s135. — 266.01266. Div. 129../28. 4 40 820.0820.0 8 102.0102.0 — 265.0265.0 6 121.0121.0 — 80.0 80.0 99.2 99.2 102.0101 99.0.7 99.0 99.0 97.7 5# dto. dto. S. 1 4# dto. Gold.-Kom 1926. 1927 S.—6 ½ Wd. Bod. Gpfb. Em. 3. 9/12, 14 ½ dto. Gold-.-Obl. 97.7 Freiverkehrs-Aktien 29. 4. 1 28. 4. Geld Brief Geld Brief 67.0 69.5 66.5 69.0 60.0 62.0 60.0 60.5 98.0101.0 98.0101.0 93.0 95.0 94.0 97.0 140.0137.01400 Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitakurse Industriewerte 29..28 4. adler Alexand Burd. K. SUtf-W 00 Bas Oyckerh Akkumulatoren N Ak A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellstoft Cise C. 126.0130.0127.0130.0 Goede.h—. Hann..— Humd. DM 1 35.0 138.0 138.0 139.0 Gortum.—. 63.0 66.0 .-Falz. 100.0 103.5101. 2103.5 Lothrin, 115.5118.5116.5120.5 Lothr. 6. 79.5 82.5 80.0 82.0 Nrn. Berg 104.0 108. 5/102.0 105.0 Bh. Line!—.—. 09% Str. b. Nia. 100. 5 104. 0 102.0 105.0 v. Kopf. 112.1 115.5111. 91 4 5 v. Diaal—. 144.0—. 1142.5 Blesergrtecholge 29../26.4. fällig ab f. 4. 1934 193.|103.1 I. 4. 1333 107.1/10f 1 I.... 1. 4. 1937. 115.3s119.4 1. 4. 1938. 115.|115.0 Berliner Börse, 29. April .-., 3 Basalt Bayr. Motoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Kr. u. Licht " Maschinend. Buderus 12214.0210.0 0— 42.5 42.6 4126.7127.0 3/143.7/141.5 0108.1/108.0 0 36.1 34.0 6152 2151.0 0119.3120.0 6144.2145.5 4141.2140.0 8/165.0165.0 6145.6146.0 4131.0131.7 Dittmann Neuh. 8—. Otmd. Akt.-Brau. 10173.8173.0 Union-Brau 121-—. 294.0 DOrener Metall 6—. 157.0 Oyckersh. Widm. 8— -lektr. Lieferg. 6/135.5136.5 I„ Licht u. Kr. 7148.6148.5 Engelh. Brauerei 0 88.7 88.5 Enzinger Union 6/128.0129.0 C080. Wasser Chem. Geisenk. Conti Gummi Pi Ben: bisch. Atlant. Otsch. Cont 683 " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Watten " Eisenhand Dierig 59114.|114.0 45—. 103.0 111186.0185.0 5135.3138.2 122.9122.5 111.7117.7 101177.1177.5 91171.5169.5 7—.— 6/168.5169.5 6156.7156.7 U0171.2 Feinjute Gesasrst 4 co. German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke achethal Draht Hagede Hamb. Elektr. A ndr.-Autterm. Hottmann Stärke Hohenichewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. Iise Bergbau Sise Genus Jsenbeck Brau. Uungfess pots. 114.0 8— 130.0 117.5117.5 6/150 5150.0 8167.0 9 7— 59115 0115.0 3413.0113.5 69/137.8138.8 6/122.0121.7 8147.2147.5 8/156.1155.5 65 150.0—. 0—.— 6/152.5153.0 0 91.0 90 6132.0133.0 6/143.0143.2 —. 4132.7133. Okswerke Kölner 6as Kretft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch Jahmeyer * Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. 4152.3152.5 R 82.0 82.0 0 81.5 82.0 5115.5117.3 7 160.0160.1 6135.0—. 6/125.7125.5 0 21.2120.3 4138.0138.0 8184.7182.0 8— 164.7 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhüringer Gas 7/140 Tuch arimf. Hötte 9—. 197.0 Mlag 4/130.6131.0 Mimose 8/153.0152.8 Mülneimer Berg. 6170.2/169.0 96.7 grenst. 4 Hoppel 0 96.5 Usnabr. Kupfers 6— Ponge& Zahn 10—. Absin. El. Werke 6138 0133.0 Rhein.-W. Kalk 6—. 140.7 Riebeck Montan.2118 5117.7 Rütgerswerke 6/147.7/148 2 29.—.— 4/103.5105.0 ege„ 9—.—. #s. Berg.u. 4. 0—.— Pr#.ze 9— 123.0 sechsonzat Sarotti Schlegel Schles. Berg. u..9 Berg. Beuth. 4#—. 1123.0 " Elekt. u. Gas 7138.2145.0 Schub.& Salzer 6148.0148.2 Schultheis-Patz. 4 98.7 98.5 Siegersdorfer W. 5132.2133.5 Siemens Glas 4122.0122.0 9200 0 0200.0 92.1 5142.2 Aachen 7/102.0102.7 Union chem. uer. Otsch.Nickel Ver. Glanzst. Wer. Ultramarin Vogel Draht Ilagner& Co. W Wanderenn Warsteiner Grub. Westtalen Draht Wicküler Brau. —. 1190 —. 164.7 144.7144.0 144.5 5/124. 8176. 3100.: 1 9— .0124.5 2176.2 .5100 5 Verbohranerte A. 6. für Verkehr Boch.-Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer. Norod. Lioye 0133.0 0 53.1 0 17. 0 47. 0 17. 0133.2 1 53.7 17.31 47.3 17.6 Restonnerte 45 Dt. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 59 O. R. Younganl 4 Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz 45 Bochumer Anl. 45 Duisburger Anl. 14 Düsseldorfer Anl. 44 Elberfelder Anl. %5 Esspner Anl. 4. Mölh.-Ruhr Anl. ½ Ruhrverbd. Anl.36 4 Pr. Ldof. A. Pfd. ½5 Ldbk. Westf. Pfd. 4. Ldbk. Westf. Kom. 4. Ot. Komm. Goldan “. Westf. Idsch. Pfol 420f.Hyp.Bin. Pfd. 4# Pr. Centr. Bod. Pfd. ## Pr. Ptdbr. Bk. Pfd. ## Basalt Obl. 6 Concord. Ber g. Obl. 6 Daimler Benz Obl. 5 Klöcknerw. Obl. 5 Mont Cenis Obl. 4 Ver. Stahl 60 15 Ver. Stahl 47/31 5 Ver. Stah 6 Siem. amp;. Ob. 5 Farbenbonds Umschuld. Anleihe R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 4 3/8 5 Essen. Steink. 42 Harpener 49 45 R. W. E. 52/8 5 R. W. E. 50 ½ Ruhrchemie 48 4# Runrgas 53 U5 Ruhrwasser 53 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 52 97.5— 97.3 98.0 —. 97.5 100.0 96.0—. 98.0 98.0 98.7 98.7 98.7 99.3 99.0 99.0 99.0 99.0 99.0 99.0 101.21002 105.7105.7 102.5102.0 97.7 97.7 99.6 99.6 101.6— 176.5176.5 135.7136.0 92.0 92.0 422.4 de d Brief 100. 99.7—. 99.5100.2 96.7—. 103.0103.0 99.0100.5 97.5 99.0 101.0 97.5 99.0 99.0100.5 97.2 96.2 96.5100.0 97.0 90.5 Westtalenbank.-G. Bochum Austührung eamtlleher Bankgesenatte e S 52 c PC BeS e cäek Wie e 44 5 5 75 5 K N G 14346 1 od 4 1 512 4— e 9. 54 Asah 834 2 5 55584178 P 7+ 44 875 See S 22 8 3 0 5834 Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Heinrich Bösebeck Grete Bösebeck geb. Bäcker Bochum, den 30. April 1937 dattinger Straße 170 Die schwere Belei digung, die ich geg. Frau Werner, B. ausgesproch, habe, nehme ich mit Bedauern zurück und Verloren[Deiraten Papiere und Ausweise warne vor Weiter. verbreit., andernfalls ich gerichtlich vorgeben werde Frau Domauski, B. Hordel, SechsSchwestern=Str. 52 in der Fernsprechzelle Brüderstraße liegen gelassen. Da für Finder wert los, bitte abzugeb. gegen Belohnung Verkehrsstr. 49. Acll., alleinst. Beamtenwitwe, ohne Kinder, wünscht wegen Einsamkeit Gedankenaustausch m. pens. Herrn zw FamilienAnzeigen finden im„B. Veirat K. 3293 Anzeig. Belohnung RM. 50,erhält Wiederbringer meines deutschen Schäferhundes„Lur“ mit schwarzem große Verbreitung Rücken und eingerissenem Ohrlappen. Große Beckstraße 4, Ruf 614|4 Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Werner Eickmann Alma Eickmann geb. Brüggemann Bochum Königsallee 20 30. April 1937 z. Z. Wanne-Eickel Parhhaus igen unsere Vermählung an Aloys vom Orde Martha vom Orde verw. Wedekind, geb. 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St. Marien. 9: Feierliches Hochamt zur Erflehung des Segens Gottes für Volk und Vaterland; 20: Feierl. Eröffnung der Maiandacht mit Pred., Litanei und Segen des Allerheiligsten. Klosterkirche der Redemptoristen. 6, .30, 7: stille Messen; 8: Hochamt; 17: Eröffnung der Maiandacht mit Pred. Wallfahrtskirche, Stiepel. 10: Hochamt: 17: Maiandacht. Hl. Kreuz..10: hl. Messe; 8: hl. Messe; 20: Maiandacht. St. Anna,.-West. 7: hl. Messe m. Gesang; 8: Hochamt m. Ges. u. seierl. Eröffnung der Maiandacht. Dreisaltigkeit Bochum..15, 8: Hochamt: 20: Maiandacht m. Predigt. Fronleichnam,.=Laer..10: Hochamt; 20: Eröffnung der Maiandacht. St. Bonlsatius,.=Langendreer. hl. Messe: 8: Hochamt s. d. gemeinde: 20: Eröffnung d. Maiand. Gertrudis, Wattenscheid. 6: Sitssamt:.10: Hochamt;.45: Hochamt; 9: hl. Messe; 20: Maiandacht. Kauf-Gesuche Aepisirterraffe elektr. oder Handbetrieb, möglichst =Schubladen=System, zu kaufen gesucht. Walter Hofmann, Bochum, Alleestraße 24 zu kaufen gesucht. T. L. 3503 Anz. 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Eventuelle Hindernisse sollen binnen zwei Wochen dem unterzeichneten Standesbeamten eingereicht werden. Gniezno, den 23. April 1937. Der Standesbeamte: I. V. Ochocinski. Lieferung von Steinpackung. Die Lieferung von zirka 250 ehm Steinpackung für die Widerlager der Brücke der verlängerten Königsallee soll vergeben werden. Angebote sind bei der Straßenbauabteilung Bochum, Rathaus. Zimmer 370, erhältlich. Termin für die Angebote ist Freitag, den 7. Mai 1937, 11½ Uhr. Verspätet eingebende Angebote werden nicht berücksichtigt. Bochum, den 30. April 1937. Der Oberbürgermeister. Vergebung von Anschüttungsarbeiten. Die Ausführung von Anschüttungsarbeiten für die Dammschüttung in der verlängerten Königsallee(rund 5000 chm) soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind in der Straßenbauabteilung im Pathaus, Zimmer 370, erhältlich. min für die Einreichung der Ange bote ist auf Freitag, den 7. 1937, 11 Uhr, festgesetzt. eingehende Angebote bleiben underücksichtigt.,.9 Suri Bochum, den 30. 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Die Ehrenabordn die Reichssieger und kampfes waren am ministers Dr. Goebb organisationsleiter 1 Baldur von Schirach Feiertages des deut Stunden froher Kam renden Männern der Die Arbeiter aus Jungen und Mädel Propagandaministerit froher Musik sehr b in allen Mundarten ihnen allen die unbä an, das ihnen durch teil wurde. Obwohl hatten, fühlten sie sie liche Erlebnis diese große Familie. Reichsminister I lebnis der Kamera in einer Ansprache abordnungen der de sieger und=siegerin herzlichen Worten Namen der Berliner grüßte in ihnen zu und Jungarbeiter, tionalen Feiertag d hauptstadt geladen Dem wirklichen Dr. Goebbels den fi gegenüber. Dann sp Reich die Berliner Feiertage des Volk könnten. Aber es se zu diesen Festen das Gast zu laden. Do sen aus allen Beru zum 1. Mai nach B das füir Volles an I die meisten überhaupt in Berlis Lugen zu schauen. heiertag und für 1 hebendste Tag in i „Doch nicht ni so rief Dr. Go Reiche zu,„son! diese Stunden von uns, ob A Rinister, tut n seine Pflicht u sich ab im Die wir alle haber wirklich eine Herzli minister I nen im 9 dann die sich in die lin wie zi an all de werde. unser Va muß, zu neht, der teln will, Volk sorg fand bei Jungarbe der Bewe und Rei Unterhal