Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite.5 Pf. im Anz.:genteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil. Familien= anzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der 44. sahrgang Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Texttell 10 Pf., Auskunft= und Zissergebühren 25 Pf., Zur Zeit ist Preisliste Nr 8 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages Für den richtigen Abdruck sernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbonatlich, Selbstabholer.85 RM monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzeitschrift„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch böhere Gewalt. Verboi oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftlettung, außer mittwochs und samstags. von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag, 22. April 1937 Nummer 93 Einzelpreis 10 Pf. Das war noch nicht da! 300 Vudbratieter greb Wie die Riesenphotos für die Ausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit" entstehen Berlin, 21. April. Wer die gewaltigen Erfolge der letzten vier Jahre beweisen will, muß als eines der zuverlässigsten Mittel das Lichtbild anwenden. Die erstaunliche Aufbauarbeit unter nationalsozialistischer Führung ist von der unbestechlichen Linse der Kamera in jeder Phase festgehalten worden. An der großen Leistungsschau der nationalsozialistischen Regierung und Bewegung„Gebt mir vier Jahre Zeit!", die vom 30. April bis 20. Juni 1937 auf dem gesamten Ausstellungsgelände der Reichshauptstadt stattfindet, ist das Photo in besonders starkem Maße als untrüglicher Tatsachenbeweis beteiligt. Unter Millionen Lichtbildern wurden nach künstlerischen, technischen und sachlichen Gesichtspunkten die geeigneten Photos von stärkster politischer Aktivität ausgewählt. Ste werden dem Beschauer in einer Größe vor Augen geführt, die vor vier Jahren noch undenkbar gewesen ist. In Halle I wird bekanntlich den Ausstellungsbesuchern mit dem rhythmischen Ablauf von 54 zu„Büchern der Geschichte" zusammengefaßten Lichtbildern, die selbsttätig und geräuschlos umblättern, eine Feierstunde von ungewöhnlicher Eindruckskraft bereitet. Die Ausmaße dieser Photos, 8,50 mal 6 Meter, sind klein zu nennen gegen die riesigen Wandbilder, die an den hängenden, dreieckförmig angeordneten Wänden im Ausmaß von 17 mal 15 Meter in die Halle hineinragen. Aber auch diese Bilder, die Ausschnitte aus dem wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben zeigen, werden von den Ausmaßen der Photos, die die Stirnwände der Halle bedecken, noch weit übertroffen. Bis zu 18 Meter ragen sie in die Höhe und bedecken die gesamte Wand in einer Fläche von 800 Quadratmeter. Allein der Kopf des Führers ist auf das Tausendfache der ursprünglichen Fläche des Lichtbildes vergrößert worden. Ihm gegenüber bilden zwei Waffenträger der Nation mit geschultertem Gewehr als Schützer friedlicher deutscher Arbeit den Kern der Bilder. Jeder der Soldaten ist 14,15 Meter groß. Lichtbilder solcher Größe waren bisher auf keiner Ausstellung zu sehen und bis vor wenigen Jahren überhaupt noch nicht herzustellen. So zeigt sich in der Ausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit!“ auch die erstaunliche Entwicklung vom normalen Lichtbild zum Großphoto als ein Leistungsfortschritt der letzten vier Jahre. Denn erstmalig erschienen solche Riesenlichtbilder, die aber von denen der Ausstellung„Gebt mir vier Jahre Zeit!“ weit in den Schatten gestellt werden, im Ausmaß von 187 Quadratmeter Fläche auf der„Grünen Woche" 1933. Gewaltig wie die Lichtbilder selbst muß natürlich auch die Dunkelkammer sein, in der sie„das Licht der Welt erblicken". 12 Meter vor der 8,50 mal 7 Meter großen Belichtungswand steht ein besonders für diesen Zweck konstruierter, aber mit gewöhnlichen Objektiven arbeitender Vergrößerungsapparat. Die Belichtung erfolgt für die gesamte Wandfläche zugleich. Das lichtempfindliche Phötopapier wird in ein Meter breiten Rollen und erforderlicher Länge an die Belichtungswand gespannt. Hierzu dient ein Treppenturm mit drei Etagen, der vor der Wand hin und her gerollt werden kann. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Feststellung der Belichtungszeit, die durch langwierige Proben erfolgt. Oft ist es notwendig, Teile des Bildes verschieden lange zu belichten. Zu diesem Zweck werden den weniger zu belichtenden Flächen„Masken" vorgelegt. Erst nach diesen umfangreichen, außerordentliche Sorgfalt erfordernden Vorarbeiten kann die eigentliche Belichtung vorgenommen werden. Die Bildstreifen gelangen dann in den Entwicklungsraum, wo sie wie in jeder anderen Dunkelkammer behandelt werden. Die zur Entwicklung notwendigen Wannen sind groß genug, um die Bildstreifen aufzunehmen. Sie fassen nicht weniger als 500 Liter Flüssigkeit. Nach der Trocknung werden die Streifen an ihren Saumrändern zusammengeklebt. In nicht viel mehr als vier Stunden ist die Arbeit beendet und aus dem Negativ eines kleinen Lichtbildes das Riesenphoto entstanden, das den Ausstellungsbesucher mit Bewunderung erfüllt. Dieses phototechnische Verfahren, das aus jedem Kleinbild ein Bild größten Formates macht, ist für die Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit“ in einem Ausmaß angewandt worden, das der Bedeutung der nationalsozialistischen Leistungsschau entspricht. Es ist eines der hervorragendsten Ausstellungsmittel, die ungeheuren folge der letzten vier Jahre eindringlich, überzeugend und lebensnah jedem Volksgenossen vor Augen zu führen. Der Führer ehrt einen Hundertjährigen. Der Führer und Reichskanzler hat dem Altveteranen Bruno Drießen in Duisdorf aus Anlaß der Vollendung seines 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Der seleriche Bereidigungeall in Malchen Weltbild Rudolf Heß, München aus mehr als der RSB. und der am Abend des Geburtstages des Führers vom Königlichen Platz in 73400 Volitsche Leiter, Walter und Warte der Deutschen Arkgiussgnst, von der Feierstunde Re.= Frauenschaft im ganzen Reiche.— Unser Bütz, zeigt ein=sg=“Zudalf Heß am Rednervult: während des Gedenkens an die Gefallenen vom 9. November 1929. Ruvvis weß am Rednerpult; rechts einer der vier Ehrentempel, in denen die Gefallenen des 9. November ruhen. Weltbild Kranzniederlegung am Grabe des„Roten Rampffliegers“ Berlin, 21. April. Der„Tag der Luftwaffe“, der seit zwei Jahren am 21. April, am Todestage des größten aller Kriegsflieger, des Rittmeisters Manfred Freiherr von Richthofen. im ganzen Reich an allen Standorten der Luftwaffe feierlich begangen wird, wurde auch in der Reichshauptstadt würdig gefeiert. Am Mittwoch früh wurden sämtliche Wachen von der Wachttruppe der Luftwaffe bezogen. Im Beisein einer Ehrenkompagnie der Luftwaffe wurde am Grabe des Fliegerhelden auf dem Invalideufriedhof von einem Höheren Fliegerkommandeur ein Kranz niedergelegt. Zu einer besonderen Feier gestaltete sich die Uebergabe einer Gedenktafel an das Jagdgeschwader Richthofen, die vor Jahren vom Ring der Flieger an den Traditionstruppenteil, die 4. MG.=Kompagnie.=R. 9 in Potsdam, zu treuen Händen übergeben worden war. Auf dem Appellplatz des Fliegerlagers Döberitz waren im offenen Viereck die Offiziere und Mannschaften des 1. Jagdgeschwaders Richthofen 132 angetreten, in der Mitte, flankiert von einem Doppelposten, stand die zu übergebende Tafel, dahinter die im Vorjahre dem Regiment gestiftete Fahne. Der Höhere Fliegerkommandeur im Luftkreis II, Generalmajor Kühl, übergab mit ehrenden Worten der Erinnerung an den großen Kriegsflieger die Gedenktafel im Auftrage des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Hermann Goring in die Obhut des Richthofen=Geschwaders. 6 Unser Bild zeigt das Grab unseres erfolgreichsten Jagdfliegers im Weltkriege, des Rittmeisters Manfred Freiherrn von Richthofen, unmittelbar nach der Kranzniederlegung durch den stellvertretenden Kommodore des„Geschwaders Richthofen", Major Laumann. 981881 wurden betreut vom Hilfswerk„Mutter und Kind“ im vergangenen Jahr— 69876 Mütter und 632190 Kinder zur Erholung verschickt Berlin, 21. April. Zur Eröffnung des neuen Arbeitsjahres des Hilfswerks„Mutter und Kind“ versammelten sich am Mittwoch vormittag die Gauamtsleiter und die Gau=Frauenschaftsleiterinnen der NSV. sowie die Kreisleiter aus dem ganzen Reich im Reichstagsgebäude. An der Veranstaltung, die in einem festlichen Rahmen stattfand, nahmen viele Vertreter des Staates und der Partei, insbesondere des Gesundheitswesens, teil. Nach Begrüßungsworten von Hauptamtsleiter Hilgenfeldt gab Reichsminister Dr. Goebbels eine ausführliche Schilderung des Wesens der nationalsozialistischen Wohlfahrtspflege, die sich die Aufgabe gestellt hat, Krankheiten an ihren Ursachen und Wurzeln anzupacken. Selbstverständlich sei es nicht möglich gewesen, mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus in einem großen Erneuerungsakt auch die gesamte Umstellung der sozialen Fürsorge sofort vorzunehmen. Man habe ein krankes Volk vorgefunden, das politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell die schwersten Schäden aufzuweisen hatte, und man mußte sich vorerst damit begnügen, diese Schäden auf ein Mindestmaß zurückzuführen. Schritt für Schritt sei man organisch vorgegangen und den Schäden zuleibe gerückt, ohne sich von der Vielfalt und Unübersichtlichkeit der Probleme beirren zu lassen. Die übrigen Mittel des Winterhilfswerks des deutschen Volkes sollten nun für die eigentliche nationalsozialistische Volkswohlfahrt verwendet werden. Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt dürfte nicht dahin ausarten, das Kranke zu kultivieren und in ein System bürgerlicher Almosengesinnung verfallen, sondern müsse die helfende Hand den Gesunden, den Werdenden und den Kommenden zuwenden. Es gebe dabei keine größere Aufgabe als die der Fürsorge für Mutter und Kind. Im nationalsozialistischen Staat sollte es selbstverständlich sein, daß die kinderreichen Eltern Bürger erster Klasse wären. Die Steuerermäßigungen und die erhöhten Lohnsätze für Kinderreiche entsprächen noch in keiner Weise den erhöhten Aufwendungen der Eltern. Hier habe bis zum Einsetzen neuer Gesetze die nationalsozialistische Volkswohlfahrt einzusetzen. Sie habe vor allem tatkräftig einzugreifen, um die Ursachen der Krankheit beim werdenden jungen Menschen zu beseitigen, sie habe dafür zu sorgen, daß die Kinder an Leib und Seele gesund erhalten werden. Das Hilfswerk„Mutter und Kind“ solle unmittelbar in die Not des Tages eingreifen, und zwar nicht aus bürgerlicher Wehleidigkeit, sondern aus einem staatspolitischen Interesse heraus, das von der Ueberzeugung ausgehe, daß nur ein gesundes Volk auch eine gesunde Führung verstehen und daß nur eine gesunde Führung mit einem gesunden Volk eine gesunde Politik machen könne. Der Minister sprach allen an diesem großen sozialen Werk Beteiligten Dank und Anerkennung für ihre Arbeit im abgelaufenen Jahre aus. Viele Millionen von Müttern und Kindern dankten ihnen, daß sie durch dieses Werk von ihren Sorgen befreit und in ihrem Leben gesichert worden seien. Diese Arbeit stelle das Leben des Volkes für die Zukunft sicher. Mit Mut und Zuversicht könne man auch an die Arbeit des nächsten Jahres herantreten. Rechenschaftsbericht des Amtsleiters Althaus Der Geschäftsführer des Hilfswerkes„Mutter und Kind“, Amtsleiter Althaus, erstattete den Rechenschaftsbericht des vergangenen Jahres, der erkennen ließ, wie segensreich dieses große soziale Werk der Selbsthilfe sich ausgewirkt hat. Der Arbeitsrahmen ist im vergangen Jahre wesentlich erweitert worden, und eine ganze Reihe neuer Aufgaben sind dem neuen Arbeitsjahr vorbehalten. Die Gesamtzahl der Betreuten betrug im vergangenen Jahr 981 881, das bedeutet eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 146 v. H. Die Zahl der Hilfsstellen für Mütter und Kinder betrug am Ende des Jahres 23034, die Zahl der Besucher dieser Hilfsstellen 2824 932. Erwähnenswert ist besonders der verstärkte Einsatz der NS.=Gemeindeschwestern in den Notstandsgebieten und Grenzgauen im Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit. Durch die Wohnungshilfe wurden 135 196 und durch die Arbeitsplatzhilfe 14 739 Personen betreut. Die Zahl der betreuten werdenden Mütter und Wöchnerinnen betrug 185 845, die der Säuglinge 99 168. Der Kampf gegen die Abtreibung stellt neue große Aufgaben. Eine reichsgesetzliche Regelung des Adoptionswesens ist in Angriff genommen worden. Zur Erholung verschickt wurden 69876 Mütter, und zwar mit einer durchschnittlichen Erholungszeit von 26 Tagen. Die örtliche Erholungsfürsorge ist weiter ausgebaut worden, ebenso sind neue Mütter= und Kinderheime eingerichtet worden. Zahlreiche Dauerkinderheime und Erntekindergärten wurden neu eröffnet. Die Arbeit der NS.=Jugendhilfe hat einen weiteren Ausbau erfahren, die Beratungsstellen der Jugendhilfe sind von fast einer Million Volksgenossen in Anspruch genommen worden. Nicht weniger als 632 190 Kinder wurden in Heime, Landpflegestellen und örtliche Erholungsstätten entsandt. Hauptamtsleiter Hilgenfeldt schloß die Jahrestagung mit einem Dank an seine Mitarbeiter. Mit besonderer Genugtuung konnte er feststellen, daß die Säuglingssterblichkeit in Deutschland seit 1933 von 7,9 v. H. auf 6,58 v. H. zurückgegangen ist und daß unter Berücksichtigung der ansteigenden Geburtenzunahme in den Jahren 1934 bis 1936 Seite 2 Nr. 93„ Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 22. April 1937 118 515 Kinder mehr am Leben erhalten wurden. Das berechtige zu der Hoffnung, daß Deutschland in wenigen Jahren unter allen Völkern die niedrigste Säuglingssterblichkeit haben werde. Der Führer dankt dnd Berlin, 21. April. Dem Führer und Reichskanzler sind zu seinem gestrigen Geburtstag von den deutschen Volksgenossen Glückwünsche und Zeichen treuen Gedenkens in so großem Umfang zugegangen, daß es ihm nicht möglich ist, jedem einzelnen Gratulanten selbst zu danken; er spricht daher auf diesem Wege allen, die zum gestrigen Tage seiner gedacht haben, seinen herzlichen Dank aus. Glückwünsche fremder Staaisrvethauptel zum Geburtstage des Führers dnb Berlin, 21. April. Der Führer und Reichskanzler erhielt zu seinem Geburtslag in herzlichen Worten gehaltene Glückwunschtelegramme von folgenden Staatsoberhäuptern: Ihren Majestäten dem König der Bulaaren, dem König von Dänemark, dem Könia von England, dem König von Italien, dem König von Rumänien. Seiner Durchlaucht dem Reichsverweser des Königreichs Unaarn. Prinzregent Paul von Jugoslawien, dem Führer des nationalen Spaniens, General Franco, sowie vom Zaren Ferdinand von Bulgarien. Außerdem haben ihm auf gleichem Wege ihre Glückwünsche ausgedrückt: der itajenische Regierungschef Mussolini und der itanische Minister des Auswärtigen Graf Ciano. Der Führer hat für diese Glückwünsche seine Danksagung telegraphisch übermittelt. Weiter haben zahlreiche Mitglieder der ehemals regierenden deutschen fürstlichen Familien, General Ludendorff und andere Heerführer, die Reichsstatthalter, die Chefs und Mitglieder der Regierungen der deutschen Länder, die Gauleiter. die Oberbürgermeister der deutschen Städte. die Führer der berufsständischen Gliederungen und wirtschaftlichen Verbände, der Präsident des Roten Kreuzes und die Leiter anderer sozialer Vereinigungen, viele Schulen und Vereine, viele deutsche Schiffe auf See, zahlreiche führende Persönlichkeiten des wirtschaftlichen und geistigen Lebens Deutschlands. führende Persönlichkeiten des Auslandes, unter ihnen Lord und Lady Londonderry, Lord Rothermere, Bürgermeister Kotzias(Athen), sowie zahllose deutsche Volksgenossen aus dem In= und Auslande dem Führer telearaphisch und brieflich ihre herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Besonders zahlreich sind die Zuschriften aus den Organisationen der NSDAP. und den angeschlossenen Verbänden, der Hitler=Jugend. dem BDM. und dem Jungvolk. Die in Berlin beglaubigten fremden Divlomaten haben teils durch Telegramm, teils durch persönliche Eintragung in die aufliegende Gratulationsliste dem Führer und Reichskanzler ihr Gedenken zum heutigen Tage zum Ausdruck gebracht. Ueberall in der Welt, wo sich Deutsche niedergelassen haben, gedachten auch sie in Feiern des Geburtstages des Führers. „Werkscharen voran!“ Der Oberstwerkscharführer zum Dankopfer NSK Berlin, 21. April. An die Werkscharmänner richtet der Oberstwerkscharführer Schneider den folgenden Appell: „Wenn die SA. anläßlich des Geburtstages des Führers das deutsche Volk wieder aufruft zum„Dankopfer der Nation“, so wollen wir Werkscharmänner uns erinnern an die vielen Wohnstätten und Heime, die durch diesen Opferwillen des Volkes den schaffenden deutschen Menschen gegeben wurden. Wir danken dem Führer und bekunden unsere Verbundenheit mit der SA., der Trägerin dieser Aktion, durch beispielhafte Tat und gemeinsame Opferbereitschaft. Werkscharen voran!“ Angarns Kriegsminister in Berlin Kranzniederlegung am Ehrenmal Berlin, 21. April. Der Königlich=Ungarische Honvedminister General der Infanterie Willi Röder ist am Mittwoch.38 Uhr mit seiner Gattin und seiner Begleitung auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin eingetroffen. Zu seiner Begrüßung waren am Bahnhof u. a. Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg und der Stadtkommandant von Berlin, Generalmajor Seifert, erschienen. Generalfeldmarschall von Blomberg überreichte nach herzlicher Begrüßung des ungarischen Kriegsministers Frau Röder einen Blumenstrauß. Nach dem Verlassen des Bahnhofs schritten der Generalfeldmarschall, sein ungarischer Gast und der Königlich=Ungarische Gesandte die Front der vor dem Bahnhof aufgestellten Ehrenkompagnie des Berliner Wachtregimentes ab. Darauf begab sich der ungarische Kriegsminister ins Hotel Esplanade. Im Laufe des Vormittags begab sich Honvedminister Röder in Begleitung des ungarischen Gesandten zum Ehrenmal Unter den Linden und legte dort einen Kranz nieder, auf dessen in den ungarischen Nationalfarben gehaltener Schleife die Inschrift stand:„In treuem Gedenken— der Königlich=Ungarische Honvedminister.“ Während der Kranzniederlegung spielte das Musikkorps des Berliner Wachtregiments das Lied vom guten Kameraden. Nach der Kranzniederlegung defilierten die beiden Ehrenkompagnien des Berliner Wachtregiments und der Luftwaffe vor dem ungarischen Honvedminister. * Mit der Reichshauptstadt begrüßt das deutsche Volk den ungarischen Gast als namhaften Vertreter jener Armee, mit der das deutsche Weltkriegsheer Schulter an Schulter um die Erhaltung seiner nationalen Freiheit kömpfte. Es sind die verschiedensten gemeinsamen Erlebnisse, die auch später Deutschland und Ungarn verbanden. Beide Völker haben sich kraft der sie führenden Persönlichkeiten durchgesetzt und die kommunistische Gefahr aus ihren Grenzen gebannt. Beide Völker haben in jahrzehntelangem Ringen gegen die Schandverträge sich und ihren nationalen Lebensrechten Geltung verschafft und somit den Wiederaufstieg ermöglicht. Bei diesem Befreiungswerk nach innen und außen stand die ungarische Armee als Ordnungsfaktor und Sicherheitsgarant im Mittelpunkt der ungarischen Nachkriegsgeschichte. Wenn heute ein neues Deutschland dem Kriegsminister des befreundeten Landes seinen Willkommgruß entbietet, so gelten diese Grüße ebenso der ungarischen Staatsführung wie der gesamten Nation. Aufsehenerregende Verhaftungen in Belgrad. In Belgrad wurden einer der erfolgreichsten Rechtsanwälte sowie zwei bekannte Publizisten wegen kommunistischer Umtriebe verhaftet. Die Verhaftungen erregen das größte Aufsehen Das gehoel zur Trurthung? Was zu den angeschlossenen Verbänden?— Reichsschatzmeister Schwarz über die Grundlagen der Parteiverwaltung München, 21. April. Reichsschatzmeister Schwarz machte am Mittwoch auf der Pressekonferenz der Reichspressestelle der NSDAP. grundsätzliche Ausführungen über Aufbau. und Wirkungskreis, Wesen und Ziel der Verwaltung der NSDAP. Er ging davon aus, daß der Verwaltungsmann der NSDAP. auch in den politischen Gedankengängen voll und ganz aufgehen muß, weil die Verwaltung der NSDAP. keine unpolitische sei. Bei einem Ueberblick über die Entwicklungsgeschichte der Verwaltung erklärte der Reichsschatzmeister dann, daß im Jahre 1925 mit einem Personalbestand von drei Angestellten begonnen wurde und daß der Erwerb des heutigen Braunen Hauses im Jahre 1930 der erste Markstein der bis dahin mit völlig unzureichenden Mitteln arbeitenden Verwaltung war. Mit der Machtübernahme stand der Bewegung bereits eine Verwaltung zur Verfügung, die in ihren Grundlagen den Kern der heutigen großen Verwaltungsorganisation darstellte. Reichsschatzmeister Schwarz, der heute die alleinige Verantwortung gegenüber dem Führer hinsichtlich der vermögensrechtlichen Gebarung der Partei innehat, kennzeichnete dann die Begriffe„Partei“ und„Organisationen“. Danach setzt sich die Bewegung in politischer und rechtlicher Hinsicht aus der politischen Partei und aus den Gliederungen— SA., SS., RSKK., HI., BDM., NS.=Dozentenbund, NS.=Studentenbund und NS.=Frauenschaft— zusammen. Die sogenannten angeschlossenen Verbände, wie DAF., NS.= Aerztebund, NS.=Juristenbund, NS.=Lehrerbund, NSV., NSKOV., Reichsbund der Deutschen Beamten, NS.= Bund Deutscher Techniker, sind rechtlich nicht zur Partei zu zählen. Ueber die Partei und ihre Gliederungen hat der Reichsschatzmeister die Finanzhoheit, über die angeschlossenen Verbände lediglich die Finanzaussicht. Der Reichsschatzmeister kennzeichnete dann die Unabhängigkeit der Verwaltung von der Führung und betonte hierzu, daß das Primat der politischen Führung ebenso unbestritten ist wie die Unentbehrlichkeit der dazu gehörenden Verwaltung. Die Fundamente der Parteiverwaltung sind: Gesinnung, Leistung und Verantwortung. Reichsschatzmeister Schwarz gab hierauf einen Einblick in den Aufbau seines Geschäftsbereiches, dessen Hauptgewicht in der Finanzorganisation liegt. Die Mittelbeschaffung erfolgt in der Hauptsache durch die Parteibeiträge. Mit der Beschaffung von parteiamtlichen Ausrüstungsgegenständen ist die Reichszeugmeisterei betraut. In der Reichszentralkartei wird die Millionenzahl der Parteimitglieder genauestens registriert. Die Dienststellen des Reichsschatzmeisters teilen sich in acht Hauptämter auf. Neben den Hauptämtern stehen dem Reichsschatzmeister noch Sonderbeauftragte zur Verfügung. Der gesamte Personalbestand der obersten Verwaltung der Partei, der Reichsleitung in München, stellt sich auf 1700 Angestellte. Dieser gewaltige Aemterapparat ist in der Hauptsache in dem neuen Verwaltungsbau der NSDAP. am Königlichen Platz untergebracht. Reichshauptamtsleiter Dr. Dresler brachte den Dank der Pressekonferenz in herzlichen Worten zum Ausdruck. Im Anschluß an den Vortrag fand eine Besichtigung des neuen Verwaltungsgebäudes statt, das mit allen neuzeitlichen Errungenschaften auf dem Gebiete der Technik ausgestattet ist. Gatiens Felerlag der nultonaten=Arden Mussolini spricht zu den Arbeitern Roms— Er verteilt 1200 Pensionsbücher Rom, 21. April. Die italienische Hauptstadt prangte am Mittwoch bei herrlichstem Frühlingswetter anläßlich des 2690. Jahrestages der Gründung Roms, der in ganz Italien zugleich als Feiertag der nationalen Arbeit gefeiert wird, in schönstem Flaggenschmuck. Den Höhepunkt der aus diesem Anlaß stattfindenden Kundgebungen bildete um 10 Uhr vormittags die von Mussolini persönlich vorgenommene Verteilung von 1200 Pensionsbüchern, auf die jährlich rund 1200 000 Lire entfallen. Bei dieser Gelegenheit hielt der italienische Regierungschef an die im Palazzo Venezia versammelten Arbeiter eine Ansprache, in der er nach dem Hinweis auf die Bedeutung des heutigen Tages betonte, daß der Faschismus ein Volksregime sei, dessen Grundlage der Opferwille und der Mut sowie die Intelligenz des gesamten italienischen Volkes bilden. Anschließend wandte sich der Duce an die zu Zehntausenden auf der weiten Piazza Venezia versammelte Menge und dankte ihr für ihre begeisterten Huldigungen, indem er ausführte: „Kameraden! Der heutige Jahrestag der Gründung Roms ist zugleich der Geist der nationalen Arbeit, die in geordneten Bahnen und in friedlicher Entwicklung dem italienischen Volke Wohlstand und Macht sichern soll und sichern wird. Dies ist unser Glaube, unsere Ueberzeugung und vor allem unser Wille!" Fast zur gleichen Zeit hatte sich der König und Kaiser zur Verteilung der Mussolini=Preise der italienischen Akademie zum Kapitol begeben, wo er unter begeisterten Huldigungen einer riesigen Menschenmenge von Unterrichtsminister Bottai und dem Präsidenten der italienischen Akademie, Marconi, empfangen wurde. Ueberaus eindrucksvoll gestalteten sich auch die übrigen zahlreichen Feierlichkeiten, die die Einweihung neuer Großbauten und Anlagen sowie die Inbetriebnahme von zwei neuen elektrischen Bahnverbindungen zum Gegenstand hatten. Das Lobes voll Oesterreichs Innenminister über seinen Berliner Aufenthalt Berlin, 21. April.(Eig. Drahtber.) Der österreichische Minister des Innern von Glaise=Horstenau der dieser Tage in Berlin weilte und heute vormittag nach Wien zurückkehrte, äußerte einem Vertreter der Berliner„Börsenzeitung" gegenüber über seinen Berliner Aufenthalt u..: „Es kann nicht wundernehmen, wenn ich die Entmicklung nach der Rückgewinnung der deutschen Wehrhaftigkett durch den Führer und Reichskanzler mit heißester Anteilnahme verfolgte. Mit dem gleichen Stolz, mit dem ich im Weltkriege als Waffengefährte und als Volksgenosse die Botschaften über die deutschen Siege hörte, erfüllt es mich in diesen Tagen, nun einen zwar flüchtigen, aber doch tief ergreifenden Einblick in die grandiose organisatorische, erzieherische und sittliche Leistung nehmen zu dürfen, die in der neuen Armee des Deutschen Reiches vollbracht wird. Der Geist eines Scharnhorst, Gneisenau und Clausewitz feiert in den Schöpfern und Erziehern dieses neuen Heeres wundervolle Urständ. Mit Befriedigung durfte ich immer wieder wahrnehmen, daß das Verständnis des reichsdeutschen Offizierkorps für die Leistungen der alten österreich=ungarischen Armee und nicht zuletzt ihrer deutschen Regimenter in weitem Umfange zum Ausdruck kam Trotz des an sich unpolitischen Charakters meines Aufenthaltes verstand es sich doch von selbst, daß sich bei der einstündigen Audienz, die mir der Herr Reichskanzler und Führer zu gewähren die Ehre erwies, und bei den Besuchen, die ich seinen hervorragendsten Mitarbeitern machte, Gelegenheit zur Erörterung der die beiden deutschen Staaten berührenden Fragen ergab. Der beklagenswerte Riß der letzten Jahre ließ sich gewiß nicht von einem Tag auf den anderen völlig überbrücken. Ich nehme jedoch nach den offenen und freimütigen Unterredungen, die ich in Berlin führte, aus der Reichshauptstadt die sichere Ueberzeugung in die Heimat mit, daß der ehrliche und gute Wille, der gerade in diesen Dingen entscheidend ist, die etwa noch bestehenden Hemmnisse überwinden wird. Der überaus auszeichnende und wahrhaft freundschaftliche Empfang, den ich überall fand, ist mir eine sichere Bürgschaft für diese hoffnungsvolle Entwicklung. Diese wird, wie verschieden die Wege auch im einzelnen sein mögen, von der Gemeinschaft des Blutes und einer tausendjährigen Geschichte bewegt, immer wieder einmünden in den großen Strom des gemeinsamen nationalen Schicksals. Rudolf Heß spendet für das Dankopfer der Nation München, 21. April. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, zeichnete in dem für seinen Münchener Wohnbezirk zuständigen SA.=Sturm 15/1 am Geburtstag des Führers einen namhaften Betrag für das SA.= Dankopfer der Nation. Anwetter zerstört Baumblüte an der Bergstraße Frankfurt a.., 21. April. In den ersten Nachmittagsstunden des Mittwochs entlud sich ein von starkem Sturm und Hagelschlag begleitetes Gewitter gerade über der durch ihren Obstbau berühmten Bergstraße, wo die Baumblüte bereits durch den mehrtägigen Regen schwer gelitten hatte. Die oft Taubeneier großen Hagelkörner zerstörten die Baumblüte fast völlig und überzogen das Land in wenigen Minuten mit einer oft mehrere Zentimeter hohen Eisschicht. Rurh Nachrichten Jordan übernimmt den Gau Magdeburg=Anhalt— Eggeling Gauleiter von Halle=Merseburg. Der Führer hat dem Gauleiter Pg. Rudolf Jordan die Führung des Gaues Magdeburg=Anhalt übertragen. Er hat weiter den bisherigen stellvertretenden Gauleiter.von Magdeburg=Anhalt, Pg. Joachim Eggeling, zum Gauleiter des Gaues Halle=Merseburg ernannt. Gelinde Strafe für einen üblen Schreiberling. Der „verantwortliche Schriftleiter" Rozniewski der Lodzer Zeitung„Glos Poranny“, die durch unverschämte Aeußerungen über den Führer und Reichskanzler ihre niedrige Gesinnung enthüllt hatte, wurde wegen Beleidigungen des Oberhauptes eines fremden Staates, mit dem Polen freundschaftliche Beziehungen unterhält, zu zwei Monaten Haft mit Bewährungsfrist verurteilt. Daladier in London. Der französische Kriegsminister Daladier ist am Mittwoch nachmittag in London eingetroffen. Der österreichische Bundeskanzler nach Venedig abgereist. Der österreichische Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und der österreichische Staatssekretär für die Auswärtigen Angelegenheiten Dr. Schmidt sind Mittwoch um 22 Uhr nach Venedig abgereist. Die skandinavischen Außenminister in Finnland. Die Außenminister der drei skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Dänemark sind am Dienstag zur nordischen Ministerkonferenz in Helsinki eingetroffen. Auf der Tagesordnung stehen hauptsächlich Völkerbundsfragen, der Schutz der nordischen Schiffahrt in den spanischen Gewässern, gegenseitige Unterrichtung über Rüstungsausgaben der einzelnen Länder, Kriegsmateriallieferungen und Kontrolle des Waffenhandels. Polens Außenminister nach Bukarest abgereist. Mittwoch um 15 Uhr begab sich der polnische Außenminister Beck in Begleitung des Chefs der Presseabteilung im polnischen Außenministerium, Ministerialrats Skiwski, und des stellvertretenden Leiters der Ostabteilung im Außenministerium, Zazulinski, von Warschau nach Bukarest. Warschauer Judenviertel— Brutstätte des Kommunismus. Die Warschauer Polizei hob im Judenviertel mehrere kommunistische Zellen aus. 23 Personen wurden verhaftet, ausnahmslos Juden.— Das Kownoer Bezirksgericht verurteilte 44 Mitglieder der sogenannten kommunistischen Partei der Westukraine zu Zuchthausstrafen zwischen 12 und 1½ Jahren. Kommunistischer Terrorplan in Argentinien aufgedeckt. Die Polizei hat in der argentinischen Provinz Buenos Aires einen größangelegten terroristischen Plan der Kommunisten aufgedeckt, der nach dem 1. Mai durchgeführt werden sollte und hat zahlreiche Verhaftungen in Mar del Plata und Balcarce vorgenommen. Geplant waren Anschläge auf die Verkehrsmittel zur Einschüchterung der Oeffentlichkeit. Britisch=indischer Vorposten überfallen. In Waziristan haben Aufständische wieder einen Vorposten des britisch=indischen Pundschab=Regiments überfallen, wobei acht Soldaten getötet wurden. Blitz schlug in Fesselballon Paris, 21. April. Am Mittwoch nachmittag ereignete sich auf dem Flugplatz Mailly in der Nähe von Vitry=les=Francois ein ungewöhnlicher Unfall. In einen Fesselballon, der mit zwei Mann besetzt war, schlug in 600 Meter Höhe ein Blitz ein. Der Ballon stand sofort in hellen Flammen. Die beiden Insassen stürzten mit den brennenden Resten ab und kamen ums Leben. Englische Königskrönung kosiet.5 Mill. RM. London, 21. April. Recht interessante Angaben machte der Staatssekretär im englischen Schatzamt. Colville, auf eine Anfrage des Abgeordneten der Arbeiterpartei Wood über die Kosten der englischen Königskrönung. Danach werden die gesamten Kosten für die Krönung aus öffentlichen Mitteln auf rund 689 000 Pfund(8,5 Millionen RM.) geschätzt. 3500 Vergleute im Hungerstreik Jüdisch=kommunistische Umtriebe in Ostoberschlesien Kattowitz, 21. April. Die zahlreichen Einzelstreiks auf den ostoberschlesischen Gruben, unverkennbar angezettelt von jüdischkommunistischen Hetzern, haben sich am Mittwoch bedeutsam verschärft. Am Mittwoch früh sind die Belegschaften der Richter=Schächte in Laurahütte und des Moscicki=Schachtes in Königshütte, die sich bereits seit einigen Tagen im Besetzungsstreik befinden, in den Hungerstreik getreten. Alle Bemühungen, die insgesamt 3500 Bergleute zufriedenzustellen, waren bisher ergebnislos. Die Streikenden verlangen die restlose Erfüllung ihrer zahlreichen Forderungen, die z. B. auf den Richter=Schächten 107 Einzelpunkte umfassen. Ständig Neutralitätsverletzungen zugunsten Sowjetspaniens dnb San Sebastian, 21. April. Der Abschnittskommandeur von Irun hat am Mittwoch dem französischen Botschafter Herbette in Saint Jean de Luz mitgeteilt, daß künftig sämtliche Verkehrsflugzeuge der neu errichteten französischen Luftlinie Biarritz— Bilbao, wenn sie sich innerhalb der Zehn=Meilen=Zone über den spanischen Gewässern bewegten, von den nationalen Jagdfliegern verfolgt und abgeschossen würden, falls sie der Aufforderung zur Umkehr keine Folge leisten sollten. Diese Maßnahme sei nötig, da die Benutzung dieser Verkehrslinie eine Verletzung' der primitivsken Neutralitätsbegriffe darstelle. .s Gchad a..... Paris, 21. April. Das„Echo de Paris berichtet, daß etwa 20 Eisenbahnwagen mit Munition, die für die Bolschewisten in Spanien bestimmt sei, in Séte eingetroffen seien. In Marseille hielten sich zehn Vertreter der Komintern auf, um die Lieferungen an Sowjetspanien neu zu organisieren. In der ersten Hälfte des Monats April seien von Marseille nicht weniger als 24 Dampfer nach spanischen Häften, die noch in dem Besitz der Bolschewisten seien, abgegangen. schlfick.s Auer an Newyork, 21. April. Beträchtliches Aufsehen erregte es, als in der Nacht zum Mittwoch im Newyorker Hafen 240 Kriegsfahrzeuge, nämlich 24 Eintonnen=Kraftwagen 26 Tanks und 190 Lastkraftwagen, die sämtlich khakifarben angestrichen waren, unter dem Schutz von bewaffneter Polizei und Detektiven an Bord des Dampfers„Felir Taussig" verladen wurden. Die Schiffspapiere der Ladung, die einen Wert von rund einer Million RM. darstellt, sind auf einen französischen Hafen ausgestellt, jedoch ist angesichts der ganzen Begleitumstände wohl kaum daran zu zweifeln, daß die Kraftwagen unter Umgehung der internationalen Kontrolle auf irgendeine Weise an die spanischen Bolschewisten verschoben werden sollen. Nationalspanische Erfolge an der Biskaya=Front Dach dem amisig. Salamanca, 21. April. Nach dem amtlichen Heeresbericht vom Dienstag wurden an der Aragon=Front feindliche Angriffsversuche in den Abschnitten von Almudevar und von Teruel mit Erfolg zurückgewiesen. An der Biskaya=Front haben die nationalen Truppen am Dienstag unter Ausnutzung des besseren Wetters bedeutende Fortschritte erzielt. Den feindlichen Widerstand brechend, haben sie die Höhenzüge von Iturrigorri und Tayamonte, Höhen 807 und 782, be setzt. Der Feind verlor außer einer erheblichen Anzahl von Toten und Verwundeten eine große Menge Kriegsmaterial. An der andalusischen Front wurden ein bolschewistisches Bombenflugzeug und ein Jagdflugzeug abgeschossen. Richtfest einer Dankopfersiedlung der SA. Litzingen(Unterfranken), 21. April. Am Geourtstag des Führers wurde in Kitzingen das Richtfest der Dankopfer=Siedlung der SA. gefeiert. 10 Häusern, die der Führer seinen alten Kitzinger SA.=Kameraden schenkte, konnte der Richtbaum aufgestellt werden, nachdem erst sieben Wochen vorher der erste Spatenstich für die Siedlung erfolgt war. Die Kitzinger SA.=Siedlung konnte als erste in Deutschland das Richtfest begehen. Die Londoner Börse reagiert sauer. Laut Epening Standard" hat die neue Steuer auf übermäßige Gewinne englischer Unternehmungen an der Mittwochbörse in London niederdrückend gewirkt. Bei den Eisen= und Stahlgesellschaften fielen die Anteilscheine sämtlich, ebenso die der meisten Industrieunternehmungen. Auch Tabak=, Brauerei= und Schiffahrtsaktien haben stark gelitten. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(beurlaubt) Stellvertreter Fritz Schmidt. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foeft, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adol Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte. Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmidt, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport: Hornderg.„Anzeigen: Kurt Scholz, sämilich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt Verlin=Karlshorst, Heiligenberger Str. 25. Anruf Kaxlshorft 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, BerlinCharlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 67591, 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig. Nachlesstalsel. B.— DA. III. 87 über 27000. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr Für unverlangte Einsendungen keine Dastpflicht Rücksendung nur bei Rückvorto Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Seite 3 Nr. 93 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 22. April 1937 Bochumer Nachrichten *- 20 go*„„ g. c% O4..* C Als man nach dem Brande daranging, die Trümmer Searinber 3u. spolitsche Leiter sehen die Arbeit der DAlh. üisszschhee Eine Arbeitstagung im Gau Westfalen=Süd mit Stellvertretendem Gauleiter dem Jahre 1746 Vetter und Gauobmann Stein phot.: Schley Mit Stolz und Freude klebt der Schüler die Sparmarke in das Heft „Rat mal, was ich hier habe!“ Mit diesem Ausruf werden in letzter Zeit wohl Eltern von ihren Kindern bestürmt worden sein. Und dann zeigten die Kinder mit viel Stolz den Eltern ein Heftchen, das sie in der Schule bekommen hatten und auf dem zu lesen stand: „Sparmarkenbuch“. Bochum hat ja nun auch, Schulsparkassen eingerichtet. Stolz verkündet ein=Dötzchen zu Haus:„Vater, wenn ich im nächsten Jahr zu Onkel Emil nach Berlin mit dir fahre, dann bezahle ich alles selbst mit diesem Heft!“ Lächelnd, hört sich der Vater diese diese Aeußerung an. Wenn es auch nicht ganz so groß ist, wie es der Knirps meint. so kommt doch durch die DAF.-Müller Vordergrunde von links nach rechts: Gauobmann Stein und stellv. Gauleiter Vetter. Aufnahmen: BA.-Brüning Ein 190 Jahre alter Grundstein— ausgegraben bei Aufräumungsarbeiten nach einem Brand angeblich nach einem damals erfolgten Brande— neu erbaut wurde, muß es sich um einen Grundstein handeln, der durch irgendeinen Umstand in Vergessenheit geraten ist, und der nun nach fast 200 Jahren wieder das Licht der Welt erblickt hat. Ursprünglich hat man Secschlice se Melen el erseh ece sparens in der Schule auf die Kinder feststellen, besuchten wir eine Schule unserer Stadt am Schulspartag, der gewöhnlich auf den Samstag festgelegt ist. Hier erfuhren wir von der Lehrerschaft, daß durch Erlaß vom 27 7. 1936 der Reichserziehungsminister Rust an die deutsche Lehrerschaft mit dem Wunsche herangetreten ist, das Schulsparen tatkräftig zu fördern. Es kommt nicht so sehr darauf an, wieviel im einzelnen gespart wird, sondern daß überhaupt und regelmäßig gespart wird denn dem neuen Staate sind sparsame Menschen lieber als leichtsinnige Verschwender. Und daß das Schulsvaren den Kindern Freude macht, das beweist unser Bild. Im schönsten Wiesengrunde Ein Volkspark im Süden Es war ein löbliches Beginnen, als man vor einem In Anwesenheit des stellvertretenden Gauleiters, Parteigenossen Vetter, und des Gauobmanns. Parteigenossen Stein, fand am Montag eine Tagung mit den Gauamtsleitern, Gauabteilungsleitern der DAF. und Kreisleitern statt. Die Tagung war einberufen, um den Politischen Leitern Einblick in die wichtigen Aufgabenbereiche der Deutschen Arbeitsfront zu gewähren. Ein Zusammensein im Sitzungssaal der Gauwaltung eröffnete die Arbeitstagung. Gauobmann Stein hieß die Amtsträger, besonders den stellvertretenden Gauleiter, herzlich willkommen. Anschließend sprach der Gauobmann über den Zweck der Tagung. In einer ausführlichen Rede kennzeichnete er dann die wichtigen Aufgabengebiete der DAF. Ausgehend von der Feststellung, daß die DAF. das sozialpolitische Instrument der RSDAP. sei, und daß die Handlungen der Deutschen Arbeitsfront als Hoheitsakte im Namen der Jahrzehnt damit begann, aus dem etwas verwilderten RSDAP. zu gelten haben, vermittelte er den verWiesental, das sich von der Hattinger Straße bis zur sommeiten„Parteigenossen und Parteigenossinnen einen Mass rstras, et ivg Schmuckanlgat zu schaften flaren Blick über alles das, was die Deutsche ArveitsWiesental, das sich von der Hattinge Wasserstraße hinzieht, eine Schmuckanlage zu schaffen. Von Jahr zu Jahr wurde zu ihrer Verschönerung mehr getan. Zu beiden Seiten sind freundliche Siedlungen entstanden, ein neues Gartenstadtviertel wächst nach der Kohlenstraße zu empor. Nun, wo es wieder anfängt zu grünen und zu blühen, ist es eine Freude, durch dieses Wiesental zu wandern. In der letzten Zeit ist dem Tal nach der Haltinger Straße und Friederikastraße zu ein guter Abschluß gegeben. Hübsche Blumenbeete sind angelegt; Bäume und Sträucher angepflanzt. Die Arbeiten zur Höherlegung und Erbreiterung der Wasserstraße schreiten voran. Hier mußten ganz gewaltige Erdmassen angeschüttet werden, wohl an 20 000 Kubikmeter, um die tiefe Senkung, früher der Schrecken der Fuhrleute, auszufüllen. Auch nach dieser Seite hin sind liebliche Anlagen entstanden. Das von kleinem Waldbestand begrenzte Seitental vom Teich zur Kohlenstraße ist an schönen Tagen ein idealer Kindertummelplatz. An der Westseite der Hattinger Straße, zwischen Hüttenstraße und An der Landwehr, sind auf einem Gelände, das vor hundert Jahren noch Sumpf war, stattliche Neubauten erwachsen. Weitmar und Ehrenfeld sind nun eng miteinander verwachsen. Das Wiesental ist nun zum Volkspark für einen immer mehr sich entwickelnden Stadtteil geworden, eine Zierde unter den Parkanlagen Bochums. Es besteht die Absicht, vom Wiesental aus durch das Grüntal unterhalb der Weitmarer Gasanstalt an der Wasserstraße einen schönen Wanderweg anzulegen, der zum Weitmarer Holz führt, und so einen Grünzug zu schaffen vom„Bergmannsheil" bis zur Ruhr. So wird planmäßig daran gearbeitet, Bochum immer schöner zu gestalten. ap. Alter Betrügertrick Ende voriger Woche ist in Bochum ein Betrüger aufgetreten, der ein hiesiges Feinkostaeschäft um etwa 15 RM. geschädigt hat. Der Betrüger mietete als Eisenbahnbeamter Werner Wilhelm ein möbliertes Zimmer, Später bestellte er die Ware, die sofort in seine Wohnung geliefert werden sollte. Das ankommende Lehrmädchen hat er vor dem Hause erwartet. Diesem Mädchen gab er dann noch den Auftrag, einen Teil Ware nachzuholen. Als das Mädchen dann hiermit in der Wohnung erschien, war der Täter mit der vorbergebrachten Ware verschwunden. Beschreibung: Etwa 25 Jahre alt,.65 bis.70 Meter groß, schlank. schwarz=gewelltes, gescheiteltes Haar, schmales Gesicht, starker Bartwuchs, gepflegte Hände. Er stieß beim Sprechen etwas mit der Zunge an. Er trug blauen Anzug, dunklen Mantel und dunklen Hut. Personen oder Geschädigte, die über den Betrüger Angaben machen können, werden gebeten, beim Polizeipräsidium, Bochum, Zimmer 239, vorzusprechen. Personenzug überfährt sechs Schafe Dienstag nachmittag, gegen 4 Uhr, überquerte an der Bahnstraße in Weitmar eine Schafherde die Straße, um hinter der Unterführung nach Bärendorf zu gelangen. Bei der schlechten Ueberwachung der Herde liefen sechs Schafe auf den Bahnkörper und wurden von einem im selben Augenblick herankommenden Personenzug überfahren. Drei Schafe wurden getötet, der Rest mußte notgeschlachtet werden. klaren Blick über alles das, was die front als die große Gemeinschaft der Schaffenden zu erfüllen hat. Die Arbeit der DAF. teilte der Gauobmann in drei große Aufgabengebiete ein: Weltanschaulich=politische Ausrichtung, sozialpolitische Betreuung und Freizeitgestaltung. Die sozialpolitischen Dinge sehe die DAF. von der weltanschaulichen Seite her. In diesem Zusammenhang beleuchtete der Gauobmann eingehend die Arbeit der DAF. auf sozialwirtschaftlichem Gebiet, sprießliche Arbeitstagung. Exzeienz Rntl in Böcham Besichtigung des Standortes im Tu.=Stadion am Sonntag um 19 Uhr sprach von den notwendigen Maßnahmen der DAF. und streifte hier ein Aufgabengebiet, das mit der ganzen Tatkraft entschlossenen Handelns angefaßt wird. In seiner Stellungnahme zu den wichtigen Gebieten der gesamten Freizeitgestaltung kennzeichnete der Gauobmann die Leistungen der NS.=Gemeinschaft durch Freude" und richtete einen Ausblick auf die Aufgaben, denen in nächster Zeit das besondere Interesse zugewendet werden würde. Der stellvertretende Gauleiter, Parteigenosse Vetter, dankte dem Gauobmann für seine Ausführungen, mit denen er allen den Blick über die Arbeit der DAF. erweitert habe. Dann nahm der stellvertretende Gauleiter Gelegenheit, seinerseits über die DAF. zu sprechen. Er freue sich, daß an der Spitze der gewaltigen Organisation der Schaffenden Männer stehen, die alle Dinge so anfaßten, wie sie angefaßt werden müßten. Anschließend folgte eine Besichtigung der verschiedenen Gauabteilungen, die den Politischen Leitern ein beredtes Zeugnis von der Arbeit der DAF. im allgemeinen und den großen Leistungen des Gaues Westfalen=Süd im besonderen gab. Großes Interesse rief eine Ausstellung hervor, die das Verdienst der Deutschen Arbeitsfront bei der Durchführung des Reichsberufswettkampfes kennzeichnete Eine Fahrt zu dem Genesungsheim Frönspert des Gaues Westfalen=Süd, wo die Politischen Leiter sich an Ort und Stelle von einer mustergültigen Einrichtung der DAF. und der Betreuung erholungsbedürftiger Schaffender überzeugen konnten, beendete die erIn allen Bannen und Untergauen des Gebietes Westfalen rüstet die Hitler=Jugend für einen großen eces echl ie es e els cscechehche listischen Jugendarbeit zu überzeugen. In seiner Begleitung befinden sich der Führer der italienischen Jugend. der Opera nazionale Balilla. Unterstaatssekretär Exzellenz Ricci, und 25 Balilla=Offiziere. Die italienischen Gäste erwidern damit zugleich den vorjährigen Besuch der Hitler=Jugend in Italien. Unter Leitung des Führers der westfälischen HI.. Gebietsführers G. A. Langanke, fuhren bekanntlich im Sommer 1936 400 Hitlerjungen nach Italien, um das Leben und die Aufbauarbeit des faschistischen Staates kennenzulernen. Von München kommend, wird der Reichsjugendführer am Sonntag mit seinen Gästen um 11 Uhr auf dem Flugplatz Handorf eintreffen. Nach der Begrüßung auf dem Prinzipalmarkt in Münster durch Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer und Gebietsführer Langanke, findet im historischen Friedensfaal in Münster der feierliche Empfang in Anwesenheit der Führer der Partei, der Offiziere der Wehrmacht, der Reichs= und Staatsbehörden statt. Von Münster werden die Gäste in einer größeren Wagenkolonne über Albachten, Appelhülsen, Buldern und Dülmen nach Haltern fahren, wo an der Seesportschule die westfälische Marine=Hitler=Jugend aufmarschiert ist. Im Rahmen einer kurzen Feier wird Reichsjugendführer Baldur von Schirach der Marine=Hitler= Jugend eine Anzahl neuer Gefolgschaftsfahnen und Kutter übergeben. Die Feier in Haltern schließt dann mit dem formalen Exerzieren und der Vorbeifahrt der Marine=Einheiten vor dem Reichsjugendführer und seinen Gästen auf dem Halterner Stausee. Von Haltern aus fahren die Gäste weiter nach Buer, wo auf dem Gelände der Kokerei Scholven 28 000 bis 30 000 Jungen und Mädel der Hitler=Jugend, des BDM. und des Deutschen Jungvolks aufmarschieren werden. In einer dreiviertelstündigen Rede wird der Reichsjugendführer zu seinen westfälischen Kameraden und Kameradinnen sprechen und ihnen das Marschziel der kommenden Arbeit geben. Auf der Weiterfahrt nach Bochum findet in Gelsenkirchen noch eine kurze Begrüßung statt. Zur Erinnerung an die Kohlenstadt des Reiches wird Oberbürgermeister Böhme dem Reichsjugendführer und seinen Gästen Grubenlampen überreichen. Um 19 Uhr wird der Standort Groß=Bochum im TuS.=Stadion in Bochum mit allen seinen Einheiten vor dem Reichsjugendführer antreten. Nach der Besichtigung dieser Einheiten wird zum Abschluß dieses ereignisreichen Tages der Reichsjugendführer vor dem Parkhotel Haus Rechen in Bochum den Fackelzug der Bochumer Jungen und Mädel abnehmen. Am Montag. 26. April, werden die Gäste von Bochum nach Gelsenkirchen zurückfahren und mehrere Zechen untertage besuchen. Im Laufe des Montags werden der Reichsjugendführer und Exzellenz Ricci Westfalen wieder verlassen, um von Essen aus den Weiterflug nach Hamburg anzutreten. Sturmschäden. Die heftigen Stürme in der Nacht zum Mittwoch richteten überall, auch in der Innenstadt, arge Zerstörungen an. Dachgiebel und Dächer wurden beschädigt, viele Transparente und Reklameschilder abgerissen. Leider wurden auch die blühenden Sträucher und Bäume in den Grün= und Parkanlagen empfindlich mitgenommen: überall lagen Blüten, selbst ganze Zweige, in den Hausgärten und Parkanlagen umber. „Entumpelanges Bochumer „Gestatten: Herr Wels persönlich“— aufgefischt bei der Entschlammung des Entenpfuhls den Stein beim Neubau der Scheune verwenden wollen, beziehungsweise ihm einen Platz geben wollen, wo er über weitere Generationen hinweg Zeuge eines alten Bauerngeschlechtes auf Bochumer Boden sein sollte. Was nun mit dem Stein wird, ist noch nicht bekannt. Allerlei Anfälle (II anf einem alten Bauerbef Er wäre sicherlich restlos zufrieden Zu einem regelrechten Bauernhof gehört nun einmal leben geführt hat. Er wäre sicherlich restlos zufrieden auch ein regelrechter Entenpfuhl. Daß es in einem gewesen, wenn er dieses Schlaraffenwasserleben mit solchen Eldorado für das ewig schwadronierende und einer Gefährtin hätte teilen können, aber er ist auch so schnabulierende Federvieh von Elleritzen und Stich= durchs Leben gekommen, bis er... aufs Trockene gelingen wimmelt. ist ganz selbstverständlich. Daß in setzt wurde. Ueber sein ferneres Schicksal scheint er sich nicht allzu große Sorgen zu machen, denn von den Elleritzen, die man ihm als Nahrung in die Badelingen wimmelt, ist ganz„selbstverständlich. Daß in setzt einem solchen Entenpfuhl aber ein alter Knabe von Wels unbekümmert und unbehelligt sein Unwesen treiben kann, ist nicht immer selbstverständlich. Fragt sich, wie und wann er überhaupt die Stätte seines Wirkens erreicht hat. Zunächst sei einmal festgestellt, daß er in der vergangenen Woche beim Ablassen und Entschlammen des Entenpfuhls auf dem Liebermannschen Bauernhof in der Rottmannstraße in Bochum entdeckt und bis zur anderweitigen Ueberweisung in eine Badewanne befördert wurde. Außer riesengroßen Mengen von Elleritzen und Stichlingen war er der einzige Bewohner des geräumigen Pfuhls, und man kann sich recht gut vorstellen, daß er ein richtiges Schlemmerwanne gesetzt hat, hat inzwischen schon eine ansehnliche Anzahl den Weg durch seinen walfischartigen Rachen antreten müssen. Ueber Herkunft und sonstige Einzelheiten schweigt er sich beharrlich aus, und es wird wohl kaum festzustellen sein, wie er in diesen Tümpel gekommen ist. Ob sich ein Fischliebhaber seiner annimmt? Aber nicht nur der Wels kam uns auf dem Liebermannschen Grundstück zu Gesicht.“ Die Bochumer werden sich noch recht gut des Scheunenbrandes im August vorigen Jahres auf dem gleichen Grundstück erinnern. Der 37jährige Arbeiter St. von der Hedwigstraße erlitt am Dienstag auf der Arbeitsstelle einen schweren Unfall. Er war bei der Kreissäge beschäftigt, Während der Beschäftigung flog dem Mann ein Stück Holz von der Säge gegen den Kopf. St. wurde sofort ins Krankenhaus geschafft, wo eine Gehirnerschütterung und Kopfverletzung festgestellt wurde. Der 45jährige Schlosser Edmund Kn. Quellenweg, wurde während seiner Arbeit bei einer Revaratur von einer Welle derart unglücklich getroffen, daß er neben einem Oberarmbruch empfindliche Quetschverletzungen erlitt, die seine Ueberführung ins Josephshospital erforderlich machten. Die 31jährige. Cramerstraße 23 wohnende Ehefrau Paula., die sich auf einer Besorgungsfahrt zur Stadtmitte befand, geriet auf der Hattinger Straße, unweit der Hauptbahnhofunterführung beim Ausweichen in die Straßenbahnschienen, wobei sie recht unglücklich zum Sturz kam und neben einem rechten Oberarmbruch Quetschungen erlitt, die ihre Ueberführung ins Elisabethhospital notwendig machten. Am 20. April, um.50 Uhr, geriet ein Versonenkraftwagen auf der Hattinger Straße, in Höhe der Friederikastraße, ins Schleudern und kippte um Der Fahrer somie der Insasse zogen sich leichte Verletzungen zu. Der Personenkraftwagen wurde schwer beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Am gleichen Tage, gegen 5 Uhr, wurde auf der Arndtstraße, vor dem Hause Nr. 16, von einem Personenkraftwagen, infolge eines Reifenschadens, ein Beleuchtungsmast umgefahren. Der Personenkraftwagen wurde leicht beschädigt. Auf der Herner Straße, vor dem Hause Nr. 425, wurde ein acht Jahre alter Junge beim Ueberaueren der Fahrbahn von einem Personenkraftwagen angefahren und leicht verletzt. Er wurde von dem Fahrzeugfahrer in das Augusta=Krankenhaus eingeliefert. Am 21. April, gegen.15 Uhr, erfolgte auf dem Hellweg. Ecke Kreuzstraße, ein Zusammenstoß zwischen zwei Personenkraftwagen. Ein Fahrer erlitt hierbei Schnittwunden an der rechten Schläse und eine leichte Gehirnerschütterung. Dienen der beste Dank Der Geburtstag des Führers beim Sturm 12/M 60 des RSRK. Mit einem Appell des gesamten Sturmes, dessen Dienstplan auf die weltanschauliche Ausrichtung abgestellt war, beging der Sturm 12/M 69 des Rationalsozialistischen Kraftfahrkorps am 20. April, abends, den Geburtstag des Führers, des Mannes, der allen Vorbild im Dienste an Deutschland ist und sein wird. Staffelführer Busse besichtigte hei dieser Gelegenheit den im Saale der„Panzergrotte“ angetretenen Sturm und legte in einer kurzen Ansprache die Grundzüge und die Bedeutung des Reichswettkampfes des RSKK. 1937 dar. Sturmführer Sprinkmann, der weltanschauliche Referent der Staffel I1 /M 69, hielt sodann einen längeren, die nationalsozialistische Weltanschauung in den wesentlichsten Fragen umreißenden Vortrag. Er be # e M 7186 * 5181. 18.5 4541 224 w 90 M 5 45 19 144480 A P44. A1 b 8888 u s W 5 en S 346.8 11835 1 M 27 4 Tas3 S. B8 A 45 P SH 90 Ea ic . 5 FIAR B L ..4 Inn Naahtien=Glise Jahresversammlung des Kaufmännischen Vereins K 182 483 4 4153 E e schäftigte sich dabei in tief durchdachten, überzeugenden Ausführungen mit den Zuständen der Vor= und Nachkriegszeit, die Deutschland in ihrer Folge in das Elend trieben, aus dem es erst wieder der Führer emporzuführen vermochte zu neuer Ehre und neuer Kraft. Er ließ das helle Licht beweiskräftiger Charakterisierung hinter die Kulissen aller Gegner des Nationalsozialismus in wirtschaftlicher, weltanschaulicher und politischer Hinsicht leuchten und schuf so durch klare Beispiele bei allen Männern erneut den heiligen Vorsatz, dem Eid auf den Führer im Glauben an Deutschland zu leben. Der Führer des Sturmes. Obersturmführer Neuhaus, brachte anschließend allen den großen Gedunken des Dankopfers der Nation nahe, mit dem die Kameraden von der SA. auch in diesem Jahre dem Führer wieder dienen. Daß seine Worte auf fruchtbaren Boden gefallen waren, bewies die anschließend durchgeführte Listensammlung für das Dankovfer, in der die Männer des Sturmes aus dankbarem Herzen den erfreulichen Betrag von 186,96 Mark zur Abführung an die SA.= Standarte 17 opferten. Nach der Bekanntgabe der Beförderungen wies Obersturmführer Neuhaus noch einmal auf die Bedeutung des Abends hin, dessen Dienst er mit dem Gedenken an den Führer beschloß. Eine besondere Freude war es den Männern und Führern des Sturmes, nach dem Dienst noch für kurze Zeit den zufällig in das Dienstlokal gekommenen Standarten=Versammlung zahlreicher als bisher teilnahmen, und führer Georg kameradschaftlich in ihrer Mitte zu daß zwischen dem Kaufmännischen Verein und seiner Der Kaufmännische Verein hielt am Mittwoch abend im Hotel Monopol seine Jahresversammlung ab. Geschäfts= und Kassenbericht wurden von den Mitgliedern Schmidt und Brüll gegeben und zeigten ein erfreuliches Bild des langsamen Wiederaufstiegs des Vereins, dessen alter kräftiger Stamm treu zur Fahne hält und den Verein durch alle Fährnisse hindurchfuhrt. Die Mitgliederzahl ist wieder im Steigen begriffen, die Veranstaltungen des Vereins im Laufe des Jahres in bildender wie in geselliger Form fanden lebhafte Beteiligung und Befriedigung, so daß man allgemein die günstigen Berichte mit Freude entgegennahm und der Hoffnung Ausdruck gab, es möge im alten guten, bewährten Gleise fortgefahren werden. Auch die Kassenverhältnisse konnten als günstig angesehen werden, obgleich der Verein bemüht war, den Mitgliedern so manches zu bieten, was Lücken in die Kasse reißen konnte. Besonders begrüßt wurde, daß die„junge Garde" des Vereins, die ehemaligen Schüler unserer Höheren Handelsschule an der sehen. Ebenfalls in stärkster Zahl trat am Abend des 20. Avril die Matorgefolgschaft der HJ. des Sturmes 12/M69 zum Dienst an, und zwar im Lehrraum des Sturmes im Lueg=Hochhaus, um des Geburtstages des Führers zu gedenken. Der Führer des Unterbannes der Motorgefolgschaft der HJ., Rinard, und Gefolgschaftsführer Werringlöer sprachen in dieser Stunde zu den jungen Kameraden, die selbst durch Vorträge zur weiteren würdigen Ausgestaltung des Abends beitrugen. Zu Ehren v. Richthofens. Am gestrigen Tage der Luftwaffe, dem Todestag von Deutschlands größtem Kampfflieger, Rittmeister Manfred Frhr. v. Richthofen, legte das Nationalsozialistische Fliegerkorps Bochum am Ehrenmal an der Königsallee einen Lorbeerkranz nieder. EAMeTeT Verregneter Markttag Der Mittwoch=Markt In der Krimm zeigte zu den Markttagen der vergangenen Wochen ein kaum verändertes Bild, und auch die Preise zeigten fast keine Veränderung. Der fast unaufhaltsam niedergehende Regen war nicht dazu angetan, den an sich schon nicht regen Marktbetrieb zu beleben. Erfreulich war die Nachfrage nach Sämereien und Setzpflanzen und auch der Fischmarkt war recht gut besucht. Neuer Regen Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Die Störungstätigkeit auf dem Atlantik hat wieder lebhafte Formen angenommen. Einem ersten Regengebiet, das in der Nacht zum Mittwoch unsern Bezirk überquerte, folgt bereits über England ein neues. Nach nur ganz vorübergehender Aufheiterung wird sich sehr bald neue Eintrübung mit Niederschlägen einstellen. Aussichten für Donnerstag: Bei westlichen Winden anfangs heiter bis wolkia. im Laufe des Tages bei auffrischenden Winden neue Bewölkungszunahme, später auch Niederschläge, kühl.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig, Niederschläge. Mittwoch, 21. April Barometer24 Uhr: 88 Thermometer Zeiten für Sonne und Mond am 22. April: (OAufg.19, Unterg. 19.40; J Aufg. 16.37, Unterg..45 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Jugend in Zukunft die Bindung eine noch engere werden wird. Verbindungsmann zwischen beiden Teilen war das Vorstandsmitglied H. Kröger, der sich dieser Aufgabe mit Freude widmete. Der Leiter der Vereinigung ehemaliger Schüler der Höheren Handelsschule, Groll, gab über die zehnjährige Arbeit in dieser Vereinigung einen mit Beifall aufgenommenen Bericht, aus dem sich ergab, wie die junge kaufmännische Garde eine recht erfreuliche fachliche Fortbildung betreibt und den geselligen Veranstaltungen des KV. gern tatkräftig ihre Hilfe leiht. Eine besondere Bedeutung hat für diese Verbindung natürlich das kaufmännische Schulwesen der Handelskammer selbst, wie sie durch den Leiter der Schule, Direktor Lucke, verkörpert wird. Letzterer ergriff zu der Frage der engeren Tuchfühlung noch das Wort und sprach von den wichtigen Aufgaben, die der KV. seit seinem Bestehen als wirtschaftliche und kulturfördernde betreuen. Das Vortragswesen in Wissenschaft, Kunst, Kultur und Fachwissen lag ganz in den Händen des KV. Der gewerbliche Ausschuß von ehedem hat Großes geleistet, auf dem die neue Zeit weitergebaut hat. Auf dem Gebiete des Verkehrs ist der KV. seit Jahrzehnten eine der treibenden Kräfte gewesen. Viele seiner Aufgaben werden von anderen Organisationen weitergeführt. Welche wirklichen chten Anfenha ein in davon ist der engere Anschluß wiederum an die kaufmännischen Schulen, an das geistige Kind des Vereins. Hier lassen sich schöne Verbindungen schaffen, besonders wenn der Erweiterungsbau der Schule Wirklichkeit geworden sein wird. Hier kann sich beim Vortragswesen und bei den geselligen Veranstaltungen ein festes Band knüpfen, zu gemeinsamem Denken und Handeln zum Besten der Schule, der Schüler und der Aelteren. Aus dieser Verbindung wird sich dann mehr als bisher eine gegenseitige Befruchtung ergeben, mag die Sache auch dadurch verlangsamt werden, daß die zungen Kaufleute nach dem Besuch der Schule vom Arbeitsdienst. Heeresdienst. Studium usw. einige Jahre vom Rat der Aelteren ferngehalten werden. Dann aber kommen sie doch in ihren Kreis zurück, in dem sie sich wohlgefühlt haben, und mit dem sie dann doch wieder die innere Verbindung in Freude suchen werden. Die Ausführungen, getragen von tiefem Verständnis für die Aufgaben der Zeit, fanden lebhafte Zustimmung. Die Vorstandswahl ergab die Wiederberufung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder Ritsche, Koch und Schmidt. Die Vereinigung höherer Handelsschüler fand im Vorstand durch Herrn Groll ihre Vertretung. Daß die Versammlung das Andenken der verstorbenen Mitglieder in üblicher Weise ehrte, war selbstverständlich. Eine rege Aussprache fand statt über die Frage, wie bei den zuständigen Fachschaften und bei der Stadtverwaltung eine kräftige Werbung für Bochum angereat und durchgesetzt werden kann. Für das Winterhilfswerk stellte der Verein wiederum einen Betrag von 100 RM. zur Verfügung. Die Ehrung der Jubilare, die 25 Jahre dem Verein in Treue angehören, bildete den Schluß der überaus anregend verlaufenen Jahresversammlung. Es waren die Mitglieder: Bischoff, Holtbrügger, Klagges. Kuhrt, Robert, Schlitte, Wehmer und Waterkotte. Ihnen wurde die silberne Nadel feierlichst überreicht. Das rührige Vorstandsmitglied Hellenthal, der diesmal mit unter den Jubilaren gewesen wäre, hat zu allgemeinem Bedauern diese Ehrung nicht mehr erleben dürfen. Lernt die Heimat kennen! Gauarbeitstagung der KdF.=Kreiswanderwarte. Im Rittersaal der Alexanderhöhe zu Iserlohn fand am Sonntag eine Arbeitstagung statt, an der alle Kreiswanderwarte, viele Orts= und Betriebswanderwarte der NSG.„Kraft durch Freude“ aus dem Gau Westfalen=Sud teilnahmen. Nachdem der Kreiswanderwart von Iserlohn die Tagung eröffnet hatte, begrüßte Gauwanderwart Pg. Braumann die Anwesenden. Dann gab er einen Ueberblick über den Aufbau und Ausbau der Wanderbewegung innerhalb der RSG. „Kraft durch Freude". Das Hauptreferat der Tagung hielt am Nachmittag der Gauwart der RSG.„Kraft durch Freude", Breidenbach. Er wies auf die erfreuliche und nutzbringende Zusammenarbeit mit den erfahrenen Mitarbeitern des Sauerländischen Gebirgsvereins hin. Er hob die unerhörten Leistungen des SGV. innerhalb unseres engeren Heimatgebietes hervor und betonte, daß die RSG.„Kraft durch Freude" VEEISERUNG, danke dem Führer und spende daher für das Bankopfen der Nation rschen mit unse machen. Dann berichtete Parteigenosse Breidenbach über die gewaltige Arbeit der RSG.„Kraft durch Freude", die geleistet wurde, um das Sauerland zum lufnahmegebiet für Sonderzüge und Wochenendfahrten zu machen. Diese Arbeit sei jetzt von Erfolg gekrönt worden; denn es sei gelungen, das Sauerland restlos dem Fremdenverkehr zu erschließen. Bergmännische Berufsschulung der Deutschen Arbeitsfront Wirtschaftskundliche Fahrten erweitern den Blick und bringen Verständnis für andere Berufe. Eine solche Fahrt machte am 17. April die Arbeitsgemeinschaft der Welche wirklichen echten Aufgaben kann der Ver Zeche Lothringen 1/3, Besichtigt wurde die Fabrik für Zukunft erfüllen? Es gibt deren viele. Eine kachkundiger Führung wurk. ve unter Augen btrückttg,# pior gexen Ffachlündiger Fahlung wurde den Teilnehmern die Herstellung der verschiedenen Bergwerksmaschinen wie Abbauhämmer, Bohrhämmer, Haspel, Kettenbahnen usw. vom Rohmaterial bis zur fertigen Maschine gezeigt. Wie notwendig solche Besichtigungen sind, zeigte das große Interesse der Teilnehmer, die immer wieder Fragen an die Ingenieure und schaffenden Arbeitskameraden der Firma stellten. Die Fahrt ging dann weiter über Wuppertal=Barmen, wo die Schwebebahn besichtigt wurde, über Haßlinghausen und Witten zurück nach Bochum=Gerthe. Immer wieder wurde von den Teilnehmern versichert, daß jeder Bergmann sich an den Schulungskursen und an solchen wirtschaftskundlichen Fahrten beteiligen müsse, denn nur so könnten die Bergleute ihr Blickfeld erweitern und sich das Wissen verschaffen, das ihrer Arbeit dienlich ist. Der patenfriedhof der Das Ehrenmal Liny=devant Dun in Frankreich Zur 17. Reichstagung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am 30./31. Oktober 1936 in Köln sandte der Reichskriegsopferführer dem Bundesführer des Volksbundes ein Telegramm, mit dem er die ihm vom Volksbund angebotene Patenschaft über die deutsche Kriegsgräberstätte Linv-devant Dun im Kampfraum von Verdun für die Nationalsozialistische Kriegsopserversorgung übernahm. Damit hat auch dieser umfassende Verband der Frontsoldaten, Kriegsverletzten und Kriegerhinterbliebenen tätigen Anteil am Werk der Heldenehrung und stellt sich in Reih' und Glied mit der deutschen Wehrmacht, der Hitler=Jugend, dem Reichsarbeitsdienst, dem Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps, der NS.=Frauenschaft und dem Deutschen Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund), die bereits Patenschaften über deutsche Ehrenstätten im Auslande übernommen haben. Durch diese Patenschaft wird ein tiefer und innerster Wunsch aller Mitglieder der RSKOV. erfüllt, tragen sie doch am eigenen Leibe die Spuren des Krieges oder in ihrer Seele den stolzen Schmerz um den Verlust eines geliebten Angehörigen. Sie alle haben nun einen Sammel= punkt der tätigen Treue und des Gedenkens in diesem Ehrenmal gefunden, denn eine solche Patenschaft knüpft ein besonders enges Band zwischen der Heimat und unsern toten Kämpfern. Wie die von der Wehrmacht und den anderen genannten Organisationen übernommenen Patenschaften ist die Verknüpfung der RSKOV. mit dem Ehrenmal in Liny-devant Dun aber auch ein Beweis dafür, daß Heldenehrung und Heldengedenken aus der Angelegenheit des einzelnen Hinterbliebenen hinausgewachsen sind in das Ueberpersönliche, sie sind ist Sinnbild des allumfassenden Heldengedenkens im deutschen Volke, das von diesem. Gebot der Ehre und nationalen Selbstachtung tief durchdrungen ist. So hat der Patenschaftsgedanke des Volksbundes seine politischvölkische Auswirkung gesunden.— Im April=Heft der vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge herausgegebenen Zeitschrift„Kriegsgräberfürsorge" wird das Ehrenmal Liny-devant Dun, das der Volksbund in den letzten zwei Jahren ausgebaut hat, unter Beigabe zahlreicher Bilder eingehend geschildert. Das Heft verdient besondere Beachtung, weil es einen tiefen Eindruck von dem Ernst und der Gestaltungskraft vermittelt, womit der Volksbund seine Aufgabe an der deutschen Heldenehrung löst. Allen seinen Bauten, mögen sie noch so verschieden in der Form sein, liegt eine einheitliche bauliche Gesinnung zugrunde, die im deutschen, soldatischen Geist und im deutschen Gefühl für Heldenehrung wurzelt. Unsere norddeutschen Dichter Heimabend des SGV. Bochum. Trotz der unfreundlichen Witterung hatten sich zum letzten Heimabend die Unentwegten eingefunden, die dann auch den Besuch des Abends nicht bereuten. Einleitend gedachte der Abteilungsführer Döring des Geburtstages des Führers. Dietwart Schebstadt gab einen kurzen Ueberblick über die Vereinsarbeit in den Wintermonaten. Der heutige Abend solle dazu dienen, die bekanntesten norddeutschen Dichter in ihren Werken kennenzulernen. Der Norddeutsche sei zwar in seinem Charakter herb, doch komme in den Werken der Dichter oft auch eine innige Fröhlichkeit zum Ausdruck. Wanderfreund Sparbier trug dann im ersten Teil ernste, im zweiten Teil fröhliche Dichtungen vor. Claus Groth, Liliencron, Storm und Gorch Fock kamen zu Wort, nicht zu vergessen Hermann Löns und Fritz Reuter. Umrahmt war der Abend von fein abgestimmten gemeinsamen Gesangen. Abteilungsführer Döring wies im Verlauf auf den vorliegenden neuen Wanderplan des Sommerhalbjahres hin. Der Dietwart habe ebenfalls die Heimabende mit interessanten Vorträgen ausgefüllt. Besonders machte der Vereinsführer auf die Sternwanderung am Himmelfahrtstag nach Witten zum Hohenstein aufmerksam. In diesem Jahr werden durch die Reichsbahn fünf SGV.=Sonderzüge ins Sauerland fahren. Im Anschluß an den nächsten Heimabend Dienstag, 4. Mai, findet eine Besichtigung des technischen Betriebes des„Bochumer Anzeiger“ statt. Nachdrücklichst wurden die Mitglieder zur Werbung neuer Mitglieder ermahnt. Zum Schluß folgten dann die Berichte von den letzten Wanderungen. Achtung, zugefaßt! Das Winterhalbjahr mit seinen Vorträgen über Staats= und Rassepolitik und seinen Lehraangen über Technische Fragen und Sanitätsdienst ist zu Ende. Am Freitag abend begann nun für die„Technische Nothilfe“ und den„Sicherheits= und Hilfsdienst" der praktische Dienst. In großer Stärke war die Formation angetreten. Der große Platz. der der TN. zu Uebungszwecken zur Verfügung gestellt wurde. hallte wieder von den festen Schritten der Männer. War die erste Stunde auch nur der Wiederholung des Gelernten gewidmet, so begann doch schon die Ausbildung für den Ernstfall. Knoten schlingen, Blockverbände, Schnürbock und all die schönen Dinge. die unseren Handwerksmeistern stündlich unter die Hände kommen. sie wollen und müssen auch von Nichtfachleuten geübt werden, damit sie ausgeführt werden können, wenn es der bittre Ernst einmal verlangen sollte. War der erste Dienst wohl zuerst etwas ungewohnt, so gingen doch alle Kameroden mit Liebe und Geduld an die Aufgaben beran, ein Bemeis, daß die Arbeit in der TN. auch Spaß macht. Nur allzu schnell war die Zeit verflogen, dann wurde abgebaut und die Mannschaft entlassen. Amor verhülle dein Antlitz Das Verspiechen um Gradrshager Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Der Mann, der am Mittwoch unter der Anklage des sschon eine Wohnung in Aussicht. Da zerstob eines guten Heiratsschwindels vor der Großen Strafkammer zu er= Tages der schöne Traum. Ein jähes Erwachen folgte. gar nscht aus wie ein Gau= Zur gleichen Zeit hatte Edmund wiederum mit einem Stadttheater: 20 Uhr: Meisterkonzert. Tonhallen=Diele und=Gaststatte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Der Rächer. Capitol: ab 15.30 Uhr: Der Mann, von dem man spricht. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der Etappenhase. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: 11.20 Uhr Mordalarm. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der Herrscher. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Die gläserne Kugel. Odeon: ab 15.45 Uhr: Eine Nacht mit Hindernissen. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Eine Nacht mit Hindernissen. Usa=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die Kreutzersonate. Weitlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Die Nacht mit dem Kaiser. Apollo Weitmar: Ungeküßt soll man nicht schlafen gehn. Capitol Langendreer: Inkognito. Capitol Werne: Donner, Blitz und Sonnenschein. Kammerlichtspiele Gerthe: Unter beißem Himmel. Lichtburg Langendreer: Die Stimme des Herzens. Schaudurg Wanne=Eickel: Da hinten in der Heide. scheinen hatte, sah wirklich gut nicht aus wie ein Gauner, wie ein Betrüger und Mädchenverführer. Er machte durchaus den Eindruck eines ehrsamen Biedermanns. Auch war er ja eigentlich schon in einem Alter, in welchem der Sturm und Drang der Jugend ernster Lebensauffassung und höchstem Verantwortungsbewußtsein gewichen sein soll. Da er zudem schon Witwer war, so konnte man wohl voraussetzen, daß er den Wert eines edlen deutschen Mädchens beurteilen konnte. Man konnte auch annehmen, daß er soviel Erfahrung und soviel Manneshaltung in sich tragen wurde, um nicht zum Lumpen an vertrauensvollen Frauen herabzusinken. Man hätte soviel inneren Anstand einem Manne um so mehr zutrauen sollen, der auch ein gewisses Maß von Bildung sein eigen nannte und der berufen war, eine väterliche Werkstatt weiterzuführen und durch den Wechsel der Zeit, wenn auch mit schwankendem Glück, zu endlichem Erfolge hinaufzuentwickeln. Wie aber kann man sich in einem Menschen täuschen! Oder man kann auch sagen, wie kann sich ein Charakter im Drange der Dinge zum Schlechten verändern! Wie konnte dieser Mann moralisch so weit absacken! Edmund hatte ein braves, liebendes Mädchen kennengelernt, das vieles mitbrachte, was zur Grundlage einer neuen glücklichen Ehe dienen konnte. Dieses Mädchen hatte es auch mit der Heirat gar nicht etwa eilig. Sie vertraute ihm, hatte er ihr doch sogar am Grabe seiner verstorbenen Frau gesagt, daß er nur sie liebe. Sie hatte ihm einige hundert Mark Geld gegeben, die er„ins Geschäft steckte". Ja, sie verzieh ihm sogar, als sie erfuhr, daß Edmund sich auch noch für andere Frauen erwärmte. Er wußte sie zu beschwichtigen. Das andere wäre ja nur Spielerei. Sie glaubte ihm immer wieder und verlor so eine ganze Reihe von Jahren, die Zeit der schönsten Blüte, an ihn. Jetzt sollte ihre Treue, ihr Ausharren belohnt werden. Man hatte sich schon Möbel angesehen, man hatte andern Mädchen angebändelt und auch hier war alles schon bis fast zur Hochzeit gediehen, als die beiden Bräute sich zufällig trafen und miteinander aussprachen. Und noch ein drittes Mädchen trat auf, um gewisse Ansprüche an ihn geltend zu machen. Dieses Mädchen hatte ihm gleichfalls Geld gegeben und ihm von Freundinnen noch weitere Geldsummen besorgt. Auch dieses Mädchen hatte ihn an das Grab seiner Frau begleiten müssen, um dort zu hören, wie wahrhaft er es jetzt mit ihr, der Zeugin, meine. Ein viertes Mädchen war nicht als Zeugin erschienen. Der Fall selbst lag ähnlich. Man stand einfach vor einem Rätsel, wie ein solcher Mann an Gut und Ehre der Mädchen derart zum Frevler werden konnte. Der Staatsanwalt nannte ihn einen gewissenlosen Volksschädling und beantragte drei Jahre Zuchthaus und Ehrverlust. Das Urteil lautete auf zwei Jahre Gefängnis und drei Jahre Ehrverlust, da das Gericht den sonst nicht einschlägig vorbestraften Mann nicht gleich ins Zuchthaus schicken wollte. Im übrigen aber machte es sich die grundsätzlichen Darkegungen des Staatsanwalts zu eigen und sagte dem Angeklagten sehr deutlich, wie niederträchtig und gemein seine Handlungsweise sei. So darf man mit der Liebe und mit dem Schicksal der Mitmenschen denn doch nicht spielen. Amor, verhülle dein Antlitz! * Ein Angeklagter namens B. aus Recklinghausen hatte sich in folgenschwerer Weise fortgesetzt an seiner Stieftochter versündigt. Unter Verneinung der mildernden Umstände erkannte das Gerscht gegen diesen Menschen auf zwei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust.— Ein Gerichtstag mit niederschmettern den Erlebnissen! A. F. Geflügelcholera erloschen Die unter dem Geflügelbestande der Witwe Esther Möller, Hofsteder Straße Nr. 187a, herrschende Geflügelcholera ist erloschen. Neuer Stadtrechtsrat. Der Oberbürgermeister hat den Kreisrechtsamtsleiter und Kreisgruvvenführer des NS.=Rechtswahrerbundes, Parteigenossen Böminghaus, mit Wirkung vom 20 April aus Anlaß des Geburtstages des Führers zum Stadtrechtsrat ernannt. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Donnerstag, den 22. April NSDAP. Hordel. 20 Uhr: Schulung für Politische Leiter im Heim an der Fichtestraße. NS.=Frauenschaft Linden. 15 Uhr: Nähen und Basteln für Kinder im Parteiheim. NS.=Frauenschaft Gerthe. Pflichtabend(auch für das Frauenwerk). Tonfilm: Jugend und Heimat. RSDAP. Felsenburg. 20 Uhr: Ortsgruppenversammlung in der Verwaltungsakademie. Erscheinen ist für sämtliche Parteigenossen Pflicht. NSDAP. Werne. 20 Uhr: Schulungsabend für GruppeI und II bei Kersten(Kirche). Erscheinen ist Pflicht. NSDAP. Gerthe. 20 Uhr: Schulungsabend der Politischen Leiter, Walter und Warte bei Kalthoff. Pünktliches Erscheinen aller ist Pflicht. NS.=Frauenschaft Weitmar=Mark. 20 Uhr: Pflichtabend bei Hülsmeier, NS.=Frauenschaft Weitmar=Mitte. 20 Uhr: Heimabend im Gemeindehaus. RS.=Frauenschaft Linden. 20 Uhr: Feierstunde aus Anlaß des Geburtstages des Führers bei Scheidtmann. Erscheinen ist Pflicht. NS.=Frauenschaft Werne, Stützpunkt Hellweg, und Deutsches Frauenwerk. 16 Uhr: Feierstunde zum Geburtstag des Führers bei Schulte=Trux. Der Spielkreis wirkt mit. Gäste sind herzlich willkommen. NS.=Frauenschaft Weitmar=Nord. 15.30 Uhr: Pflichtversammlung im Lutherhaus, Hammer Straße. NS.=Frauenschaft Hunscheidtsfeld. 20 Uhr: Zusammenkunft im neuen Heim bei der Firma Janel, Hunscheidtstraße. Erscheinen ist Pflicht. 6 Rraft durch Freude. Se Su Tagesplan für Donnerstag, 22. April Spezialgymnastik nur für Frauen von 20.45 bis 21.45 Uhr: in dem Uebungsraum der Bürgergesellschaft, Wilhelmstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29; von 20 bis 22 Uhr: Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn, Zimmer 104. Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Drusenbergschule. Schwimmen nur für Frauen von 20.15 bis 21.15 Uhr und von 21.15 bis 22.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Iin=Jitsu für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnastums, Langendreer, Unterstraße. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: in der Schule an der Von=der=Recke=Straße. Rollschuhlausen für Frauen und Männer von 19.30 bis 21 Uhr und von 21 bis 22.30 Uhr: Restaurant Köppe, Langendreer, Kaiserstraße 198. Kleinkaliverschießen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: auf dem Schießstand des Volkssportplatzes an der Castroper Straße. Körperschule für die Politischen Leiter der RSDAP. von 20.30 bis 22 Uhr: Turnhalle an der Wittener Straße(Verwaltungsakademte). (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 10.) Seite 5 Nr. 93 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 22. April 1937 Aus aller Welt Teuee nins bruns Anztall Feuer bei einer Filmvorführung in Estland— 70 Schulkinder verletzt, vier Tote Riga, 21. April. Die Vorführung von Filmen in einem ungeeigneten Lokal hat am Dienstag in dem im Kreise Pernau unweit der estnisch=lettländischen Grenze gelegenen Flecken Killinginömme ein erschütterndes Unglück herbeigeführt. Im Gebäude der örtlichen Grundschule fand eine Filmvorführung statt, zu der sich etwa 100 Schulkinder eingefunden hatten. Während des Ablaufens fing der Filmstreifen Feuer. Unter den Kindern entstand eine furchtbare Panik. Der Lehrer wies sie an, sich auf den Boden zu werfen. Statt dessen liefen viele Kinder direkt ins Feuer hinein, zumal der Vorführungsapparat gerade an der Tür Aufstellung gefunden hatte. Mehrere Kinder sprangen aus dem im zweiten Stockwerk gelegenen Saal auf die Straße. Der ersten Explosion folgten nach einiger Zeit zwei weitere und der Saal stand bald in hellen Flammen. Auch die Kleider der Kinder wurden von den Flammen ergriffen und zwei Mädchen verbrannten; zwei weitere Kinder erlagen ihren Verletzungen im Krankenhaus von Pernau, wohin 49 Kinder gebracht worden sind. Davon schwehen zehn in Lebensgefahr; der Rest hat schwere Brandwunden. Weitere 20 wurden leichter verletzt. Der„Kinderwagen=Brandstifter“ von Newyork verhaftet Newyork, 21. April. Der geheimnisvolle„Kinderwagenbrandstifter“, der Schrecken des Newyorker Vorortes Bronx, der in den letzten beiden Jahren eine große Zahl von Bränden legte, die den Tod von mehr als zwanzig Menschen verursachten, konnte endlich unschädlich gemacht werden. Den Beinamen„Kinderwagenbrand= stifter“ hatte der Verbrecher bekommen, weil es zu seinen Gewohnheiten gehörte, in den Treppenhäusern von Mietshäusern Kinderwagen, die vor den Wohnungstüren standen, mit Benzin zu übergießen und anzuzünden. Die große Zahl von Menschen, die bei diesen Bränden ums Leben kamen, ist darauf zurückzuführen, daß durch die Art seiner Brandstiftung stets das Treppenhaus zuerst in Brand geriet, wodurch den Bewohnern der höheren Stockwerke der Weg ins Freie abgeschnitten wurde. Vor kurzem erst brannte in Bronx ein Stockwerk eines Mietshauses, wobei mehrere Kinder getötet wurden, die nicht rechtzeitig den Weg zum Fenster fanden, um sich in die Sprungtücher der Feuerwehr zu retten. Als der Brandstifter von Bronx wurde der 47jährige Wächter George Stanley Preston verhaftet. Er hat bereits neun Brandstiftungen eingestanden, leugnet jedoch noch immer, mit dem„Kinderwagen= brandstifter“, identisch zu sein, während die Polizei ihn für überführt hält. Preston erklärte, die Brände aus einem unwiderstehlichen Verlangen nach Aufregung angelegt zu haben. Dem Gedächtnis des Fliegerhelden am Grabe des„Roten Kampffliegers“ von Richthofen anb Berlin, 21. April. Am Todestag Manfred von Richthofens fand an seinem Grabe auf dem Invalidenfriedhof, an dem ein Doppelposten des neuen Jagdgeschwaders Richthosen die Ehrenwache hielt, eine schlichte Gedenkfeier statt. Nachdem in den Vormittagsstunden eine Abordnung des neuen Geschwaders einen Lorbeerkranz niedergelegt hatte, kamen hier in den ersten Nachmittagsstunden aus dem ganzen Reich etwa 50 von den 64 überlebenden Angehörigen des Kriegsgeschwaders von Richthofen zusammen, um ihres großen unvergeßlichen Waffengefährten zu gedenken. Man sah unter ihnen die letzten überlebenden Staffelführer General Udet, Rechtsanwalt Paul Wenzel Major Laumann und Rittmeister a. D. von Wedel, ferner den damaligen Geschwader=Adjutanten Oberst Bodenschatz und viele andere, darunter zahlreiche Ritter des Pour le mérite. Im Beisein aller dieser einstigen Waffengefährten des„Roten Kampffliegers“ legte General Udet im stillen Gedenken den von den Angehörigen des Kriegsgeschwaders Freiherr von Richthofen Nr. 1 gewidmeten Kranz nieder. Ihm schloß sich der Bruder des toten Helden, Bolko Freiherr von Richthofen, an, der die Grabplatte mit dem Kranz der Mutter und der Geschwister schmückte. 112000 RM. ausgeschüttet Rechenschaftsbericht der Adols=Hitler=Spende Berlin, 21. April. Zum Geburtstag des Führers legt das Kuratorium der Adolf=Hiller=Spende einen Rechenschaftsbericht über seine Tätigkeit vom Beginn der Spende im Jahre 1933 bis einschließlich 30. September 1936 vor. Nach dem Willen des Führers sind dessen monatlichen Gehaltsbezüge für die Hinterbliebenen solcher SA.=Männer, SS.=Männer, Polizeibeamten und Hilfspolizeibeamten zu verwenden, die in Ausübung ihres Dienstes für die nationalsozialistsche Erhebung ihr Leben gelassen haben. In der Berichtszeit wurden 423 Gesuche von 382 Personen genehmigt und insgesamt 97 565 Mark ausgeschüttet. Die Höhe der einzelnen Unterstützungen betrug bis zu 400 Mark. Außerdem wurden 14 415 Mark laufende Unterstützungen gewährt. Bei den Unterstützten handelt es sich um 356 Hinterbliebene von Kämpfern der Bewegung(SA., SS. HJ. und Parteigenossen), in den übrigen Fällen um Hinterbliebene von Hilfspolizeibeamten, die zugleich Kämpfer der Bewegung waren und in Ausübung ihres Dienstes von politischen Gegnern ermordet wurden oder bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückten, sowie um Hinterbliebene von Hch. Hoffmann HJ. und Jungarbeiter beglückwünschten den Führer Beim Abflug des Führers von Berlin im Anschluß an die Geburtstagsfeierlichkeiten beglückwünschten Hitlerjungen und Arbeiter den Führer. Hch. Hoffmann Josef Riedle, der jüngste Blutzeuge der Bewegung Wie bereits gemeldet, wurde der Reichsdeutsche Pg. Josef Riedle, der als Blockleiter zur Ortsgruppe Billa Ballester der Landesgruppe Argentinien der Auslandsorganisation der NSDAP. gehört, von bisher noch unbekannten Tätern in Buenos Aires überfallen und so schwer verletzt, daß er seinen Verletzungen erlag. Unser Bild zeigt den jüngsten Blutzeugen der Bewegung, Pg. Riedle. Polizeibeamten, die in Ausübung ihres Dienstes im politischen Kampf erschossen wurden. Das Kuratorium hat Gesuche, die satzungsgemäß abgelehnt werden mußten, an andere Spenden und soziale Einrichtungen weitergeleitet. Staatsbegräbnis für Gallwitz dnb Berlin, 21. April. Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, daß die Beisetzung des Heerführers General von Gallwitz als Staatsbegräbnis erfolgt. Neapel, 21. April. Am Dienstag war die feierliche Ueberführung des plötzlich verstorbenen Generals der Artillerie von Gallwitz nach Deutschland. Der in eine Hakenkreuzfahne gehüllte Sarg wurde auf einer Lafette aufgebahrt und, flankiert von Karabinieri in Gala=Uniform, zum Bahnhof geleitet. Dem Trauerzug folgten der Sohn des Verstorbenen, Major von Gallwitz, der deutsche Militärattaché, Oberst von Rintelen, der deutsche Generalkonsul von Neapel, die führenden Vertreter der Partei und„der Kolonie, der Vertreter des Präfekten von Neapel und eine große Abordnung italienischer Offiziere. Eine Kompagnie erwies dem Toten die militärischen Ehren. Luftschiff„Graf Zeppelin“ auf der Heimreise Nach einer dreistündigen Zwischenlandung in Pernambuco ist das Luftschiff„Graf Zeppelin“ Mittwoch früh 4 Uhr zur Weiterfahrt nach Deutschland gestartet. Das Luftschiff stand um 8 Uhr nach einer Mitteilung der Deutschen Seewarte 400 Kilometer nordöstlich von Pernambuco. Die Jartenbestenlung im Apen s In diesen Wochen, in denen es in der Natur draußen keimt und sprießt, sieht sich der glückliche Besitzer eines Gartens vor die Frage gestellt, wie er sein Stück Land am besten auswertet. In erster Linie ist wohl das selbstgezogene Gemüse zu nennen, das den Geldbeutel der Hausfrau nicht unwesentlich entlastet. Hier sind die Speiserüben(Mairüben, Stielmus) zu nennen, für deren Aussaat jetzt die beste Zeit ist. Zweckmäßig wird in Reihen von 20 Zentimeter gesät, die Entfernung soll beim Stielmus dicht, bei den Speiserüben aber nicht zu dicht sein. Es wird wie bei Möhren altgedüngt, Stielmus benötigt feuchten Boden, zur Düngung auch Jauche. Beim Stielmus können mehrere Aussaaten vorgenommen werden, doch werden die Stiele im Sommer leicht hart. Rote Rüben sät man in der Zeit vom 15. bis zum 20. April in Reihen von 15 Zentimeter Abstand. Die Entfernung beträgt 15+15 und es wird mit Kali gedüngt. Mangold braucht einen kräftigen, frischgedüngten Boden und wird in der gleichen Zeit wie die Roten Rüben gesät.(In Reihen von 40 Zentimeter Abstand. Körner 5 Zentimeter Abstand. Für den Porree ist die beste Zeit Anfang Avril. Von Anfang Man an kann er in einer Entfernung von 30+15 gepflanzt werden. Zu beachten ist die Pflanzung in Rillen von 15 Zentimeter Tiefe, die Anfang September geschlossen und später angehäufelt werden. Gute Düngung ist erforderlich. Blumenkohl wird Ende April gesät und vom 20. Mai bis Anfang Juni in einer Entfernung von 60+60 Zentimeter gepflanzt.(Spätsorten 80-80 Zentimeter.) Rosenkohl wird Anfana April gesät und Ende Mai gepflanzt.(60+60 Zentimeter.) Wirsina wird Ende April gesät und Mitte Juni gepflanzt.(50+40 Zentimeter.) Für den Blätterkohl ist jeder Boden geeignet. Er wird von April bis Ende Juni gesät und Juni bis Juli in einer Entfernung von 40+40 Zentimeter gepflanzt. Schließlich ist noch der Kohlrabi zu nennen, der bis Mitte Juli gesät werden kann. Gepflanzt wird er 20+20 Zentimeter. Leichter, dürchlässiger Boden und Kompost. Melde als Frühjahrsgemüse Von den drei Meldesorten wird von den meisten die gelbe vor der grünen und rotblätterigen bevorzugt. Bezuglich des Bodens ist sie sehr anspruchslos, auf nahrhaftem Boden wird sie sehr üppig. Sie wird wie Spinat zubereitet und hat“ denselben gesundheitlichen Wert wie dieser. Zeigt sie einen zu bitteren Beigeschmack, so kann dieser durch Auswässern nach dem Abkochen völlig ausgezogen werden. Jchwimmwasser für önten Enten gehen auch im Winter bei größter Kälte aufs Wasser; dieses ist für ihr Gedeihen unentbehrlich. Man muß deshalb Sorge tragen, daß, falls die Gewässer zufrieren, zugängliche eisfreie Stellen bleiben. Bei geringem Frost ist ein vorzügliches Mittel hierzu das Einlegen von Reisigbündeln ins Wasser vom Uferende aus Durch Zurückziehen derselben am Morgen oder auch während des Tages wird eine dünne Eisdecke leicht entfernt. Verlobung mit Juden nichtig Berlin, 21. April. Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sind bekanntlich durch das Blutschutzgesetz verboten. Das Reichsgericht hat jetzt festgestellt, daß diese Vorschrift sinngemäß auch auf Verlöbnisse anzuwenden ist. Ein Verlöbnis besteht nur bei einem ernstlichen, auf künftige Eheschließung gerichteten Vertrag, der weder gegen das Gesetz noch gegen die guten Sitten verstößt. Kann ein Verlöbnis wegen eines absoluten Ehehindernisses, wie es das Eheschließungsverbot darstellt, nicht erfüllt werden, so entbehrt es der Rechtswirksamkeit. Ausnahmen von dem Eheschließungsverbot sind möglich, aber nur in ganz besonders liegenden Ausnahmefällen zuzulassen. Grundsätzlich ist also ein Eheversprechen nichtig, das auf eine Eheschließung abzielt, die nach dem Blutschutzgesetz verboten und als Verbrechen unter Strafe gestellt ist. „Schwarzer Tag“ an der Prager Kursstürze bis zu 40 Prozent Prag, 21. April. Die Prager Börse hatte am Dienstag einen schwarzen Tag. Schon vorbörslich lagen vom Publikum und der Spekulation größere Verkaufsaufträge vor, die sehr kräftige Kursrückgänge zur Folge hatten. Die Banken zeigten keine Bereitschaft, die in großen Mengen angebotenen Stücke zu kaufen. Erst zu wesentlich herabgesetzten Kursen waren Verkäufe möglich. Es kam zu Kursstürzen, wie sie die Prager Börse seit Jahren nicht erlebt hat. Rückgänge von 10 bis 40 Prozent waren an der Tagesordnung und Verluste bis zu 500 Kronen keine Seltenheit. Die Ursache dieser Baisse liegt einerseits in den künstlich in die Höhe getriebenen Kursen der großen Rüstungsbetriebe, anderseits in den Nachrichten über internationale Rüstungsbeschränkungen begründet. Hochwasser des Tigris Höchster Wasserstand seit 25 Jahren London, 21. April. In London sind Meldungen eingelaufen, daß Bagdad in den letzten Tagen von einer der periodischen Ueberschwemmungen des Tigrisflusses bedroht wurde. Nach 48 Stunden größter Besorgnis weiß man jetzt, daß die Gefahr überwunden ist. Die diesmalige Flut war die höchste seit 25 Jahren. Der Uferdamm wurde zehn Meilen nördlich von Bagdad durchbrochen, und die Flut überschwemmte 200 Meilen Wüstenland bis zu drei Meter Tiefe. Tausende von Truppen und Zivilisten sind aufgeboten worden, um die Stadtwälle zu verstärken, die den einzigen Schutz Bagdads gegen eine Ueberschwemmung bieten. Das„Traum=Girl“ will nicht London, 21. April. Der 30jährige Cyril Harris in Kettering suchte durch eine Heiratsanzeige sein„Traum=Girl" als Lebensgefährtin. Schließlich hatte er sich für eines der 400 Angebote, die er auf seine Anzeige erhielt, entschieden. Groß war aber die Enttäuschung, als sich herausstellte, daß ihm das„Traum=Girl“ gar nicht geschrieben hatte. Ihre Arbeitskolleginnen hatten in Ausführung einer Wette die Photographie der jungen Dame mißbraucht. Ein guter Rat, der dien vererbte: Gartensämerelen kauft man bei Morliz Steffen Bochum, Hellweg 8 Die Erlahrung von mehr ais hundert Jahren verbürgt die richtigen Sotten für unsere heimischen Boden- und Klimeverhältnisse. Wie die Saat, s0 die Ernte! aber nur dann. wenn Sie die seit und arbeitsparenden Blumenschmuck für alle Gelegenheiten. Für den Garten: Blumen. Samen und Pflansen bartenbaubetrieb P. Herlich Hattinger Str. 240 Rut 81566 Gartenbaubetrieb Johann Lueg .-Orumme, Tenthoffstr. 63. Rut 64979 Blumen, Samen, Pflanzen sowie alle Baumschulartike! mit der ziehenden Arbeitsweise haben: fünfmal schneller und leichter. ich seige eie Ihnen gern. Peter Binger Gartenbau und Fach- Samenhandlung Sämereien, Gemüseund Blumenpflanzen, Bäume, Sträucher, Rosen usw. Bochum-., Kohlenstr. 173. Rut 67578 Peter Caprasse Velsstraße 2— Ruf 61279 Baustoffe— Düngemittel aller Art H. Cremer Elsenwaren Dorstener Str 20 Rut 833 39 Huminal, Tort. 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Die Bücher dieser emigrierten Russin, haben eine große Sendung für das außerrussische Europa zu erfüllen, weil in ihnen das wahre Gesicht des kulturlosen und alte Kultur ertötenden Bolschewismus gezeigt wird Im folgenden bringen wir mit Erlaubnis des Verlages Anton Pustet, Salzburg, einen Auszug aus dem Tagebuch„Eben im roten Sturm“, das mit zu den erschütterndsten und erareifendsten, aber auch dichterisch stärksten Werken gehört, die jemals über das bolschewistische Rußland geschrieben worden sind. Ein Billett von Lipa Udintzewa, einer Mitschülerin vom Gymnasium her; jetzt ist sie Erzieherin im Kinderheim. Ich soll sie besuchen. Auf dem Heimweg von der Bibliothek machte ich einen Abstecher in den„Prisomnik“(Zentralstelle, von wilden Tieres. Was mußte dieses Kind erlitten haben, um es so weit zu bringen, dachte ich voll Schmerz. Der Knabe hielt seine Schwester, ein kleines Mädchen, mit einem fast idiotenhaften Gesichte, auf dem ein stumpfes, leidendes Lächeln starrte, fest an der Hand. Sie machte den Eindruck, als ob sie alles vergessen, sich auf immer verloren hätte. Auch sie blickte uns beständig von unten herauf an; aber während die Augen des Knaben von Mißtrauen und Haß sprachen, schimmerten in denen des Mädchens Tränen. Da begann das dritte aus dem Kleeblatt, ein fünfjähriger Knirps, mit einem trommelförmig aufgedunsenen Bauch und einem Gesicht, in dem man vor Schmutz überhaupt keine Züge entnehmen konnte, zu heulen. Der Aelteste sagte kein Wort, holte mit der Faust aus und schlug dem Kleinen an den Kopf, daß es nur so dröhnte. Dann schnallte er den Riemen auf, mit dem er seinen einen Abstecher, in den„Prisomystk“(Zentralstelle, von.s..sgebunden hatte, und machte Miene, damit auf der aus die Kinder in die einzelnen Kinderheime ver. her einzuhauen. Wir fielen ihm in den Arm teilt werden). Ein düsteres Gebäude, die Freitreppe halb zerfallen, die Diele von eklem Gestank erfüllt. In dem großen Zimmer, in dem die Kinder schlafen, liegen Strohsäcke am Boden, ohne Wäsche, aber über und über bedeckt von Wanzen und Läusen, Schmutz, Gestank— tiefstes Bettlertum. Die Kinder werden auf den Märkten, den Bahnhöfen und den Straßen aufgelesen und hierhergeführt, um dann von da aus in die Kinderheime verteilt zu werden. Ein eigentliches Kinderheim habe ich noch nicht gesehen, aber nach dem, wie es hier aussieht, kann ich mich nicht wundern, wenn die Kinder, wo sie nur können, davonlaufen und es vorziehen, unter freiem Himmel zu übemnachten. Lipa empfing mich: „Ich weiß, du interessierst dich für derlei Dinge Ich wollte dir diese Kinder zeigen. Ich weiß, du willst immer in allen Menschen das Gute herausfinden, die Nachtigall, die im Herzen des schlechtesten Menschen singen soll Doch ich bin neugierig, ob du das Vorhandensein dieses lieben Vögelchens auch in der Seele jenes Menschen finden wirst, der der Vater dieser Armen ist!" Die letzten Worte sagte sie in einem Tone, als ob sie mir wegen dieser meiner Schwäche geradezu böse wäre. „Was hast du denn nur, Lipa?“ fragte ich. „Ach was, diese Kinder hier in der Ecke! Sie haben schon meine ganze Nervenkraft aufgezehrt, ich kann sie nicht mehr sehen!" Am Boden auf einem Strohsack saßen drei Kinder, in Fetzen gehüllt, mit bleichen, erdfarbenen Gesichtern, das gewöhnliche Aussehen der verwahrlosten Kinder. Die Augen flackerten unruhig, die nackten, halmdünnen Arme waren mit Schmutz bedeckt. So etwas Schutziges habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. „Sag einmal, Kleiner, wann hast du dich denn zum letzten Male gewaschen?“ fragte ich freundlich das eine der Kinder. Es war ein Knabe, den ich auf acht Jahre schätzte, der aber, wie Lipa versicherte, weit über elf alt war. Das Kind gab keine Antwort, sondern blickte mich schief von unten an, vose wie ein kleiner Wolf. seinen Bruver einzuhauen. Wir fielen ihm in den Arm und riefen entsetzt: „Aber, was machst du denn?“ „Warum heult er denn?“ antwortete der Knabe mit einer Ruhe, als ob er das Selbstverständlichste von der Welt vorgehabt hätte. Am meisten setzte mich die Art in Verwunderung, mit der er den Riemen handhabte. Man sah sofort, es handelte sich da um etwas, was ihm durch lange Uebung und wohl durch das Vorbild des Vaters zu etwas ganz Natürlichem geworden war. „Siehst du die Fäden, die da an den Kleidern der Kinder hängen?“ sagte nun Lipa. Ich bemerkte, daß Fäden aus ungebleichtem Zwirn am Kleide des Mädchens hingen. Ebenso am Pelz Mischas, den er auf dem bloßen Leibe angezogen hatte, ohne Hemd. Ich konnte anfangs nichts verstehen, bis mir Lipa alles erklärte. Abends, vor dem Schlafengehen, nähten sich die Kinder fest aneinander in eine Decke. um vor dem Vater, wenn er betrunken heimkam, das Mädchen zu schützen. Der Knabe hatte dieses Mittel erdacht. Aber er sagte: „Vor zwei Tagen, da hatten wir zu wenig Zwirn, und der Vater hat, als er nach Hause kam, alles auseinandergerissen und die Dunka(Mädchenname) zu sich auf den Ofen genommen... Gestern haben sie ihn deswegen erschossen. Ist recht so, ein Hundetod für einen Hund! Die Mutter hat er auch zu Tode geprügelt!“ Da begann das kleine Mädchen wieder zu weinen, und bevor wir noch eingreifen konnten, hatte der Knabe bereits den Riemen losgelöst und dem armen Kind einen Hieb über den Rücken versetzt, daß ein dicker roter Striemen aufquoll. Grauen und Trauer erfüllten mich, und mit einem Male verstand ich, wie unvorstellbar tief die Bestialität n der Seele des Menschen verankert ist. andeten eine Hiute gtätt... John Zurgstallei In Ravensburg lebte vorzeiten ein Bäcker, der und Bäuerlein jeweils ein erbitterter Kampf ausgeZuckerbrezeln backen konnte wie kein anderer weit und fochten, denn Franz Rommelsperger war geizig und sand Kasie den Wends nuasd Seaner Abhel iunte der. sshalsch hagde denn uch lngen Gelchen ür ger dem er gehört hatte, dasß Mienen betrachtend. Und da konnte sichs wohl ereignen, daß eine zufriedene Kundin im Vorübergehen fragte: „Meischler Back, wie machel ihrs bloß, baß eure es auf die Butter ankomme, erhöhte er den Butterpreis um eine Kleinigkeit in der Berechnung, daß er— wenn er am Ende den Aufschlag wieder nachlasse— doch noch den üblichen Handelspreis erziele und nicht weniger schter Bäck wie machet ihrs bloß daß eeire wie bisher. Da kam er aber bei dem Bäckermeister Meiscier Hac, wie machet iptv,./114“2 rnef. schön an. Zuerst wollte Franz„Rommelsperger gar Zuckerbrezte so ganz besonders zart ond delikat schmek= nichts abnehmen. Als das Bäuerlein im Begriff war, Freund Rommelsperger suchsteufelswild herumfuhrwerkte und auftrumpfte! Er nannte das Bäuerlein einen Jauner und Gauner, einen Lügner und Betrüger. Und dann rief er— die Verkörperung empörten Rechtsgefühls— das Auge des Gesetzes herbei. Frieder Junker verlegte sich nicht etwa aufs Bitten; er rannte auch nicht davon, obwohl er dazu Gelegenheit gehabt hätte; er ließ alles schmunzelnd über sich ergehen und verhielt sich wie ein Mann, der wußte, daß ihm keiner etwas konnte. Oh, wenn der Bäckermeister Rommelsperger doch weniger Geiz und mehr Menschenkenntnis besessen hätte! Die Polizei rückte an in Gestalt des Schutzmanns Jakob Künkelin. Sie zwiebelte sich den riesengroßen, mundbeschattenden Schnauzbart und schnippte mit dem Zeigefinger Stäubchen von der goldgebordeten Uniform, während der Bäckermeister den Tatbestand herausprustete. Als vorsichtiger Mann schritt aber Jakob Künkelin trotz des sprechenden Beweises in der Waagschale nicht gleich zur Verhaftung, sondern fragte sormgemäß und stählerne Blicke schießend, jeder Zoll ein Schutzmann:„Agschuldigter, hent Se no ebbes zu sage?“ Und das hatte dieser allerdings. Das Bäuerlein aus Topfenhardt setzte sein pfiffigstes Gesicht auf, und dann sprudelte es in die Gegend: „Herr Polizeirat, i han koine Gwichter zhaus ghet, ond deshalb han i em Bäckermoischter Rommelsperger sei Brot als Gwicht gnomma!“ Der Bauer entnahm seinem Treagkorb die fünf Kilo Brot, die er vor einer Weile von dem Brezelbäcker erhalten hatte, und legte sie statt der Kilomaße auf die Waage. Und es trat ein, was nicht zu ändern war: Das Zünglein an der Waage drehte sich langsam, bis die Schale mit der Butter unten aufsaß und die Schale mit dem Brot oben schwebte. Jetzt war der Bäcker an der Reihe, totenblaß zu werden. So kam es, daß nicht Frieder Junker von Jakob Künkelin verhaftet wurde, sondern Franz Rommelsperger. Und so kam es, daß die Ravensburger ihren fähigsten Brezelbäcker los wurden, denn ein hohes Ravensburger Gericht konnte nicht anders, als dem Franz Rommelsperger die Handels= und Backerlaubnis entziehen, weil er ehrlos und volksschädigend gehandelt hatte. ket?“ Und da erwiderte dann Franz Rommelsperger bescheiden und doch selbstbewußt: „Auf de Butter kommts a, werte Frau Nachbare, mr darf net mit dem Butter schpare!" Daß es auf die Butter ankomme, das brachte man(gegt., Zutiefst innerlich eines Tages dem Bäuerlein Frieder Junker aus Frieder Junker hineinzulegen. nichts abnehmen. Als das Bäuerlein im Begriff war, die Tür von draußen zuzumachen, wurde es zurückgerufen, und dann begann ein Handeln bis zur Bewußtlosigkeit. Als der Brezelbäcker merkte, daß er nicht weiterkomme, tat er so, als ob er einverstanden sei, und seufzend und jammernd zahlte er etwas mehr als ehedem. Zutiefst innerlich war er bitterböse und suchte Topfenhardt zu Ohren, und den ging es allerhand an. Er war nämlich der Butterlieferant des Meisters Rommelsperger, und er wanderte alle Woche einmal von Topfenhardt nach Ravensburg, um dem Bäcker fünf Kilo der besten Topfenhardter Butter zu überbringen. fünf Kilo Brat und das übrige nich schief von unten an., bbse His, Stien und), Er erhielt dafür jeweils fünf Kilo Brot und das übrige siehe da, die Butter wurde um mehr als ein Pfund zu gerade noch die Augen frei, mit dem Ausdruck eines in Münze. Um diese Münze wurde zwischen Bäcker leicht befunden. Jetzt aber hättet ihr sehen sollen, wie jeder Junker hinet Nachdem er die Butter in Empfang genommen, machte er ein scheinheiliges Gesicht und sagte: „Do ka i jo glei mei frischgeichte Waag ausprobiere!“ Er legte ein Fünfkilogewicht in die eine und die Topfenhardter Butter in die andere Wagschale. Und siehe da, die Butter wurde um mehr als ein Pfund zu Auch Frieder Junker wurde dieser Sache wegen nicht froh. Denn erstens mußte er eine Buße zahlen, weil er statt der Gewichtssteine Brot verwendet hatte. Und zweitens mußte er nach neuem Absatz suchen für seine echte Topfenhardter Butter. Er tröstete sich aber in dem Gedanken, den Handel nicht provoziert zu haben. Gewinn von der Geschichte hatten nur die Topfenhardter. Denn sie gelten seither vom Bodensee bis nach Ulm und vom Bussen bis hinein ins Allgäu als überaus schlau. Und niemand— insbesondere kein Ravensburger— wagt mehr, einen Topfenhardter zu übervorteilen. Nörgelei „So ein Humbug! Da will man aus verkehrstechnischen Gründen die Elektrische aus dem Innern der Stadt verschwinden lassen! Wozu? Es kommt doch sowieso keine!" SPBsesagsfeige („Aerta! 70N KTET Aber ich hab' ihn ja erson Torb-sXUEASAy Aber ich hab' ihn ja selber ausgefragt.„Ich bin eben eine dumme Person und etwas nervos. Muß mal ein paar Tage raus, Landluft schnappen. Wenn die„Epoche“ kauft, fahre ich weg. Aber nicht etwa nach Hartenstein... nein... Hartenstein kriegt mich nicht zu sehen.. Lam Gauf in dun u. 2. Charlotte warf den Kopf in den Nacken. Es war eine eigensinnige Bewegung. Wenn Hannes Ruff sie gesehen hätte, so hätte sie ihn an Xaver Hubertus erinnert. Genau so trotzig steifte der alte Brauherr den Nacken, wenn er etwas ein für allemal ablehnte...4 achmaig P5ar di. G. Fräulein Frey fuhr sich nochmals über die Augen und ging ins Zimmer zurück. Sie nahm das Bild von der Staffelei, prüfte das Fixativ, alles war in Ordnung. Dann wurde die Arbeit verpackt, und das Mädchen machte sich zum Ausgehen fertig. Zlötzlich fiel Plotzlich fiei ihr etwas ein. Wie Heute abend sollte ihr Geburtstag gefeiert werden. die sie Hannes und Gussi kannte, würde das eine be„Netter Leberfleck! Das ist ja ein Dreckpatzen so groß wie ein Taler!" „Welche Uebertreibung, bestes Fräulein! Aber wollen Sie nicht lieber in den Wagen steigen, um den Schandfleck abzuwischen? Es gießt ja in Strömen.“ Das stimmte. Trotzdem zögerte das Mädchen. Der Automann hob den Schwurfinger. „Großes Ehrenwort, ich bin kein Entführer. Nur möchte ich Sie zur Strafe für meine Untat gern ans Ziel bringen. Das heißt, eine Strafe wird das natürlich nicht sein... hm... eher das Gegenteil... Der Sprecher verhedderte sich bei dem Bemühen, ein plumpes Kompliment zu vermeiden. Indessen pladderte der Regen unentwegt und dicht. Die Straßenbahn glänzte durch Abwesenheit. Der Gedanke, per Auto dieser Sintflut zu entwischen, war verlockend. Charlotte schlüpfte in den Wagen. „Bitte neben den Führersitz“, sagte der Autler. „Ich bin nämlich fremd in der Stadt und Sie müssen mich dirigieren Wohin soll's gehen?“ Charlotte nannte die Adresse der Firma und gab die Fahrtrichtung an. Der Wagen glitt durch die regennassen Straßen. Hm. es war wunderschön, wenn man so bequem und trocken ein Ziel erreichen konnte. Das Mädchen kuschelte sich in die Polster. Ab und zu guckte es auf den Mann am Steuer Er hatte ein gescheites Gesicht und ein gut geschnittenes Profil. Die dunklen Brauen liefen wegte Sache werden. Die zwei hatten eine mächtig gast= über der gebogenen Nase zusammen, was ihm einen freie Ader! Hannes schleppte bestimmt einen Freund herauf. Und Gussi sicher die Probierdamen aus dem Modesalon. Hannes würde ja ausgiebig für die leiblichen Genüsse sorgen, aber schließlich mußte das Geburtstagskind doch auch etwas zu der Festlichkeit beisteuern. Die„Epoche“ aber zahlte per Scheck, und den konnte sie erst morgen einlösen. Charlotte machte Kassensturz und atmete auf. Gott sei Dank, für ein paar Blumen zum Tafelschmuck und einen Teller Süßigkeiten reichte ihr Geld noch. Das wohlverpackte Bild unterm Arm, schloß Lotte das„Spatzenparterre“ ab. Als sie an der Haltestelle der Straßenbahn stand, verwandelte sich der klare Himmel mit aprilhafter Laune in düsteres Grau. Dicke Wolken zogen herauf, aus denen die ersten Tropfen fielen. Und die Bahn war noch immer nicht zu sehen. Nun ging ein Platzregen von erstklassiger Heftigkeit hernieder. Aengstlich barg Charlotte das Bild unter dem Mantel und trippelte um die Lachen herum, die sich rasch bildeten. Sie reckte sich fast den Hals nach der säumigen Elektrischen aus. Dabei achtete sie nicht auf ein Auto, das dicht an ihr vorüberglitt. Erst als der Wagen durch eine Pfütze fuhr und dabei ein Schmutzspritzer auf ihrer Nase landete, wurde Charlotte aufmerksam. „Ferkel!“ schalt sie. Das Auto hielt, und der Führer sprang heraus. „Tut mir leid, Fräulein, es war nicht böse Absicht. Das„Ferkel“ nehme ich in Demut zur Kenntnis.“ In den Augen des Mannes saß ein verstecktes Lachen. Lotte wurde rot. „Ach, das„Ferkel“ ist mir so herausgerutscht. Bin Gar nichl! Das im.:. Spitzerchen Fest aus wie ein netter Leberfleck.“ Zur Unterstützung dieser kühnen Behauptung wurde ein Taschenspiegel vor Lottes Gesicht gehalten. Sie schrie entsetzt auf. etwas herrischen Ausdruck gab. Der wurde gemildert, wenn die hellen Männeraugen zu Charlotte hinblitzten. Dann stand Schalk darin, auch etwas Neugier, wenn der Blick auf Lottes Paket haften blieb. „Darf ich fragen, was für einen Schatz Sie da so ängstlich hüten, mein Fräulein?“ Charlotte balancierte Hartensteins Kontersei vorsichtig auf den Knien. „Das ist ein Bild, das ich soeben vollendet habe. Ich bin Malerin.“ „Oh.“ machte der Fremde sichtlich interessiert. „Vielleicht ein Porträt?“ „Nein, es ist eine Landschaft.“ „Darf man fragen, was sie darstellt?“ „Natürlich. Das ist kein Geheimnis. Es ist Hartenstein in den bayrischen Alpen.“ Wieder kam ein„Oh“, und es hörte sich noch interessierter an; dann die weitere Frage: „Es muß ein reizender Ort sein, da er Sie zu künstlerischem Schaffen anregte, mein Fräulein?“ Charlotte lachte. „Ich habe Hartenstein nie gesehen und es nicht aus purer Begeisterung verewigt. Ich will das Bild zu Reklamezwecken verkaufen, es soll die Titelseite eines Reiseprospektes verschönen" „Alle Wetter!“ rief der Automann verblüfft. Charlotte fand eigentlich, daß zum Staunen kein Grund vorhanden sei Sie wollte das auch sagen, aber da hielt der Wagen vor einem großen Geschäftshause 6 8. Wir sind angelangt.“ sagte Lottes neuer Bekannter. Er öffnete den Schlag und half dem Mädchen beim Aussteigen. Seine Rechte umfaßte die schmale Hand und hielt sie fest, länger als es nötig war. Charlotte machte die Berührung verlegen. Ein seltsames Gefühl verwirrte sie so sehr, daß sie kaum einen kurzen Dank zu stammeln vermochte. Sie kam sich recht unhöflich vor, als sie ihren Begleiter einfach stehen ließ und ins Haus lief. 895.—— Der Fahrstuhl trug sie zu den Räumen der „Epoche“ hinauf, aber des Mädchens Herz pochte so heftig, als sei sie die vier Stockwerke zu Fuß emporgehastet. Mit ein paar tiefen Atemzügen brachte sie dies rebellische Organ wieder in Ordnung, ehe sie die Geschäftszimmer der Firma betrat Ein junger Mann grüßte sie mit vertraulichem „Sie bringen das Reklamebild, Fräulein Frey? Wird auch Zeit. Direktor Schröder wartet schon auf die Arbeit. Nehmen Sie. bitte, Platz.“ Der Jüngling nahm das Paket in Empfang und verschwand hinter einer Polstertür, die die Aufschrift „Direktion“ trug. Herr Direktor Schröder von der„Epoche" war ein kleiner, dicker Mann mit einem kühlen Geschäftsgesicht. Er verzehrte gerade sein Mittagsmahl. „Na, was wollen Sie denn, Klein? Ach so, die Frey hat das Bild gebracht. Stellen Sie's mal da drüben ins Licht Wollen sehen, was das Mädel gesaubert bot,„„,. Aag u. und uastiarte 8. Herr Klein löste die Hüllen und postierte das Bild auf eine Staffelei. Dann brach er in einen bewundernden Ruf aus. „Donnerwetter, das ist ja großartig geworden. Diesmal hat Fräulein Frey sich selbst übertroffen!" Schröder erhob sich. An einem Hühnerknochen nagend, betrachtete er mit zusammengekniffenen Augen die Arbeit Seine Miene blieb unbewegt. „Fabelhaft, was?“ schwärmte Klein.„Soll ich das Fräulein hereinrufen?“ Der Direktor warf seinem Mitarbeiter einen verächtlichen Blick zu. „Sie sind ein Esel, Klein.“ „Aber das Bild ist doch wirklich famos,“ stammelte der verblüfft. „Natürlich. Es ist ausgezeichnet und ganz das, was wir brauchen. Aber deshalb werden wir uns noch lange kein Bein ausreißen mein Lieber. Die Frey ist doch Künstlerin, nicht wahr? Und Künstler, bester Klein, sind’ne drollige Gesellschaft. Wenn man sie lobt, kriegen sie'nen Größenwahn. halten sich für unentbehrlich und verlangen üppige Honorare. Nee, nee, Geschäfte mit Künstlern müssen mit der kalten „Lamäng“ erledigt werden.“ „Vielleicht haben Sie recht,“ meinte Klein nachdenklich. „Ich habe immer recht,“ sagte Direktor Schröder bescheiden.„Nun gehen Sie raus und sagen Sie der Frey, ich hätte’ne wichtige Sitzung. Wenn Sie sehen, daß das Mädel nervös wird, dann lassen Sie es rein. Bei den Ankaufsverhandlungen bleiben Sie im Zimmer, damit Sie lernen, wie ein tüchtiger Kaufmann sich bei so was benimmt.“ Der junge Mann trollte sich. Direktor Schröder widmete sich wieder seiner Mahlzeit, wobei er sein.: Aufmerksamkeit zwischen dem Brathuhn und Hartensteins Abbild teilte. Inzwischen hatte Charlotte Frey auf einem Bänkchen Platz genommen und wartete. Sie kam sich wie der arme Sünder vor, ehe er ins Fegefeuer steigt. Würde die„Epoche“ kaufen oder nicht? Sie war in Versuchung, das Ja oder Nein an den Knöpfen ihrer Jacke abzuzählen. Aber das war ja albern. Allmählich wurde das Mädchen zappelig vor Ungeduld. Herr Klein sah es und sagte: „Ich glaube, wir können jetzt hineingehen.“ Direktor Schröder empfing Charlotte mit sorgenvoll gekrauster Stirn erwiderte des Mädchens Gruß knapp und legte sofort los: „Na. mein verehrtes Fräulein, mit dem Bilde haben Sie ja was Schönes angerichtet! Da gebe ich Ihnen einen Aufrag, um Sie zu fördern und erwarte natürlich, daß Sie sich Mühe geben. Und nun bringen Sie mir so eine Sache an! Ich bin wirklich recht ärgerlich auf Sie.“ Charlotte erstarrte Kalter Schrecken fuhr ihr in die Glieder. „Aber die Arbeit ist doch gut.“ stammelte sie. „Gut! Gut! markierte Herr Schröder Zorn.„Was habe ich davon, daß das Bild gut ist? Und wenn Sie gemalt hätten wie der selige Menzel, die Arbeit ist für mich unbrauchbar!“ „Mein Gott, warum denn?“ „Sie scheinen gar nicht zu wissen, was für ein scheußlicher Irrtum Ihnen passiert ist?“ Rein...“.. „Sie haben Hartenstein auf die rechte Seeseite gepinselt, während es auf der linken liegt,“ schnaubte der Herr Direktor„So eine Ungenauigkeit können wir uns natürlich auf einem Reiseprospekt nicht leisten.“ Der Trumpf, den Herr Schröder ausspielte, erwies sich als glatte Niete Zu seiner Verblüffung brach Charlotte in ein spöttisches Lachen aus. Sie durchschaute das Spiel. das hier aufgezogen wurde. Eine Komödie war's, um den Preis zu drücken. Das Mädchen wurde zornig.##,. Jumr gir#s. „Hartenstein liegt vollkommen richtig, Herr Direktor,“ sagte sie kurz.„Jemand der den Ort kennt, hat mir das vor einer knappen Stunde bestätigt.“ „Na. na, dieser Jemand wird sich wohl irren,“ meinte Schröder lässig,„aber wir wollen darüber nicht streiten. Sie haben die Arbeit nun mal gemacht, und ich möchte nicht, daß Sie einen Schaden haben, kleines Fräulein. Das Bild ist ja auch ganz nett ausgefallen... hm.“ Ganz nett! Das hätte der neunmalgescheite Herr lieber nicht sagen sollen... 6 Wrren uehr 4 Charlotte wußte, daß ihre Arbeit mehr als„ganz nett" war. Dies banale„ganz nett“ erweckte ihren Trotz. Mit der bewußten eigensinnigen Bewegung warf sie den Kopf in den Nacken, hob Hartenstein von der Staffelei und begann es zu verpacken. „Na, nun lassen Sie das Ding schon da,“ spielte Herr Schröder den Jovialen.„wir werden es gelegentlich verwenden können Natürlich kann ich Ihnen unter den Umständen keinen großen Preis zahlen. Sagen wir zwanzig Mark“ Charlotte preßte die Lippen zusammen und blieb stumm. „Sie können sich das Honorar gleich an der Kasse auszahlen lassen", lockte der Herr Direktor.„Bar Geld lacht, ha, ha, ha!“ Ich bedaure, ich muß ablehnen.“ „So? Na, was hatten Sie sich denn für einen Preis gedacht, Fräulein?“ d überhaupt nicht!.„ ele e hierle mit tur„Ich verkaufe das Bilo überhaupt nicht!“ Charlotte knupfte den Bindfaden zusammen, schob Hartenstein unter den Arm und marschierte mit kurzem Gruß zur Tür hinaus. Klein warf sich auf einen Stuhl. „Nun haben wir kein Bild“, jammerte er,„dabei drängen unsere Auftraggeber. Der Reiseprospekt müßte eigentlich schon heraus sein.“ Schröder lachte seinen verzweifelten Mitarbeiter aus. „In ein paar Tagen ist die Sache im Lot“, prophezeite er.„Morgen ist die Frey butterweich und kauft. Daß die Geld braucht, sieht doch ein Blinder. Wollen wir wetten, daß das Mädel morgen wieder hier ist!“ Serisug- Lelat) *(Vortzetzung folgt.) Anzeiger7 Donnerstag, 22. April 1932 Kunst und Wissen Der Reichssugendtührer dankt der Ntaat Bochum An den Oberbürgermeister der Stadt Bochum richtete der Reichsjugendführer folgendes Danktelegramm: „Lieber Parteigenosse Dr. Piclum! Nach Abschluß unserer Bochumer Woche danke ich Ihnen und der Stadt Bochum von Herzen für alles, was Sie für das Gelingen unserer gemeinsamen Sache leistet haben. Ihr Einsatz und die berühmte Gastfreundschaft der Stadt Bochum ist allen Teilnehmern zum Erlebnis geworden. Heil Hitler! Ihr„„Linack Baldur von Schirach.“ An den Intendanten des Stadttheaters richtete der Reichsjugendführer folgendes Telegramm: „Sehr verehrter Herr Intendant! Nach Abschluß der Bochumer Theaterwoche unserer Jugend ist es mir ein Herzensbedürfnis. Ihnen und Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen meinen begeisterten Dank zu sagen. Ihr vorzüglicher Einsatz für die gemeinsame Sache der Jugend und des Theaters wird immer unvergessen bleiben. In herzlicher Dankbarkeit Heil Hitler! Baldur von Schirach.“ * Der Dichter Eberhard Wolfgang Möller richtete gleichfalls ein Schreiben an den Intendanten des Stadttheaters Bochum: „Nachdem nun die Woche der jungen Dramatiker abgeschlossen ist, möchte ich Ihnen und allen Beteiligten in ehrlicher und restloser Bewunderung danken für die in jeder Hinsicht vorbildliche Leistung, die Sie vollbracht haben. Wie Sie und Ihr Theater die unendlich schwierige Aufgabe, so viele verschiedenartige, vielfältige und anspruchsvolle Werke szenisch vollkommen zu gestalten, gelöst haben, das ist fast unerhört. Ich bewundere ebenso sehr den Reichtum Ihrer regielichen Phantasie und Ihre stilistische Einfühlungskraft wie die sprachliche Präzision und die darstellerische Genauigkeit und Diszivlin Ihrer Schauspieler, von denen jeder einzelne sich unveraeßlich in meine Erinneruna geprägt hat. Ich finde kein Lobeswort zu hoch für die aufopfernde und mustergültige Art, mit der Ihr technisches Personal die monumentalen Aufbauten bewältigt hat: und ich darf zu meinem Dank meinen Glückwunsch hinzufügen: Ihr Theater steht nach diesen Tagen in der vordersten Front des Ringens um eine junge nationalsozialistische Kunst.“ Reichsprelle- und Reichslchrittiumskammer auf der Gaukulturwoche Westfalen=Nord in Münster Der dritte Tag der Gaukulturwoche war als Taa der Reichspresse= und Reichsschrifttumskammer ausersehen. Nachmittags 4 Uhr versammelten sich in dem festlich geschmückten großen Sitzungssaale des Landeshauses die Verleger, Leiter der Verlage. Schriftleiter und Pressereferenten des Gaugebietes zur Tagung der gesamten Presse des Gaugebietes, die Gaupresseamtsleiter Dr. Schröder mit einer kurzen Ansprache einleitete. In einer längeren Ansprache betonte Gauleiter Dr Meyer, oberstes Gesetz müsse sein, daß die Volksgemeinschaft gewahrt bleibt, da sie neben einer starken Wehrmacht der beste Garant für die Sicherheit des Landes sei. Dann nahm der Präsidialrat der ReichsMARIANNE NON ANGERN Dieg 40 S 00•.. 26 „So spricht ein Mann des zwanzigsten Jahrhunderts?" fällt Irene ihm mit plötzlich auflodernder Kampfbereitschaft ins Wort. Sie vergißt, daß es hier um ihr eigenes Schicksal geht, nur als Vertreterin aller Frauen fühlt sie sich...„Da haben wir es ja wieder... In eurem tiefsten Innern mißachtet ihr nach wie vor die Frau, die rückhaltslos ihrer Empfindung folgt, die sich ohne Rückversicherung verschenkt. Nur so erklärt sich das mystische Helldunkel, das in euren Anschauungen herrscht. Im Grunde erkennt ihr die Freiheit der Frau heute noch so wenig an wie vor hundert Jahren. Ihr profitiert nur davon...“ „Du magst gar nicht unrecht haben“, entgegnet Dahlen nachdenklich, ohne eine Spur von Empfindlichkeit.„Vielleicht sind und bleiben wir in diesem Punkte vorurteilslos... Vielleicht können wir uns nicht entschließen, auf die Umwerbung und Eroberung der Frau zu verzichten. So undankbar es auch klingen mag— wir wünschen unseren Preis zu bezahlen und keinen uns kampflos zufallenden Erfolg. Wir wollen nicht, daß es uns zu leicht gemacht wird.. „Dann ist es wohl gar nicht unsere Person, sondern die Umstände, durch die ihr uns erringt, die uns in euren Augen Wert verleihen?“ Sinnend wiegt Dahlen den Kopf...„Möglich... Aber nun genug davon, Irene. Es ist sinnlos, sich in unfruchtbare Erörterungen über„Wie" und„Warum“ zu verlieren. Die Tatsachen sind das Wesentliche. Und Tatsache ist“— er umfaßt ihre Hand, und seine Stimme drückt Wärme und Bewegtheit aus—„daß ich dich heute nicht mehr entbehren könnte, Irene... Vor diesem Argument verstummt jede Frau... Und auch Irene weiß nichts mehr zu sagen. Denn eden das war es, was sie unbewußt zu hören begehrt hatte... „Siehst du jetzt ein“, fährt er nach einer Weile mit mildem Ernst fort,„wie voreilig du gehandelt hast? Denn nun erst hast du einen wirklichen Konflikt heraufbeschworen. Nun erst sind wir schuldig geworden an dem Mädchen. Alles Bisherige war Zufall, Füzung, Narrenspiel des Schicksals, ohne unser Zutun herbeigeführt. In diesem Falle ist ihr aber ein planmaßiger, wenn auch gutgemeinter Schritt von dir zum Verhängnis geworden.“ pressekammer, Stabsleiter Rienhardt. in fünfviertelstündiger Rede Stellung zu den Zielen und Bestrebungen der Reichspressekammer. Unter Hintansetzung von eigensüchtigen oder Gruppeninteressen könne die Presse als ihre Aufgabe nur die Ziele sehen, die der Führer ihr gestellt habe, d. h. sich einsetzen für die Interessen von Partei, Staat und Bewegung. Der Führer habe der Reichspressekammer die Aufgabe gestellt, das ganze deutsche Volk zum ständigen Bezieher einer Zeitung zu machen. Dem Pressemann müsse es möglich sein, im Dienste für Staat und Bewegung die Zeitung so zu gestalten, daß sie den Lesern unentbehrlich werde. Besonderen Wert lege die Reichspressekammer darauf, daß der Staat sich immer mehr auf die Herausgabe großer Grund= und Richtlinien beschränken Am Abend veranstaltete die Reichsschrifttumskammer im Festsaale der Stadthalle einen Dichterabend der Reichsschrifttumskammer mit Heinrich Anaaer, Wolfram Brockmeier, Richard Euringer und Walter vollmer. den Landesleiter Josef Bergenthal mit einer Begründung einleitete. weshalb auch Dichter aus Reiche zu diesem Abende hergezogen seien.„Wenn Dichter aus dem Reiche gebeten worden seien, diesen Abend mit Dichterkameraden aus dem Gau WestfalenNord zu gestalten, so deshalb. weil die Dichterstimmen der Heimat und des Reiches einen großen, vielstimmigen Chor bilden und Dichter aus Westsalen im Reiche wirten, wie Dichter aus dem Reiche uns in Westfalen willkommene Gäste sind. Von solcher Berührung möge eine befruchtende, in den gesamten deutschen Raum. in deutsches Wesen und Schicksal sich ausweitende Wechselwirkung ausgeben.“ Als erster las Wolfram Brockmeier sein Gedicht„Ewiaes Deutschland“ und die Anekdote„Die Fahnentrager von Ravensbura". Walter Vollmer eine Dichtung über die Arbeit untertage, Heinrich Anacker mehrere Gedichte aus seinem noch nicht veröffentlichten Zyklus„Wir wachsen in das Reich hinein“ und Richard Euringer aus seiner„Deutschen Passion 1933.“ Bei uns nicht unbekannt Einstige Bochumer Künstler vom Führer ausgezeichnet In der Reihe der vom Führer anläßlich seines Geburtstages ausgezeichneten Künstler interessieren das Berikner Länkptel und Operene ’egmund Craff:„Die Tiimanerin—. Künnekes„Ladu Ramilion“ Siegmund Graffs Lustspiel„Die Primane= rin" beginnt mit einer reizenden, humorvollen häuslichen Szene, die jeder Vater und jede Mutter kennt. Es ist morgens sieben Uhr und das Töchterlein Kitty Krüger,„Prima“ in der Prima, will nicht in die Schule gehen. Kitty will schwänzen. Nicht gerade aus Faulheit. Aber es ist da eine Stundenverlegung angeordnet worden, Latein statt Mathematik. Kitty hat daran nicht gedacht und ist deshalb nicht„präpariert“ Also will sie zu Hause bleiben und spielt„krank". Mama Krüger schleppt besorgt heiße Zitronenlimonade herbei und will Kitty„messen". Damit die nötigen Grade zum Schwänzen herauskommen, taucht Kitty das Fieberthermometer in die heiße Limonade. Panischer Schrecken Mamas und Papas: Kitty hat über 40 Grad Fieber! Der Doktor kommt, ein Professor, der aber sehr jugendlich, sehr weltmännisch ist. Er denkt erst sehr Arges von der Primanerin Kitty. Dann merkt er den Schwindel und— schwindelt mit.„„„ 64g Aher kann wir Sehr nett ist das alles, sehr lustig. Aver oann wird die Komödie zum Schwank. Kitty heiratet von der Primanerbank weg den Arzt=Professor, der ihr so gut gefallen hat, fühlt sich aber mit ihrer noch halb kindlichen Jugend in der Ehe bald einsam, und kommt auf den verrückten Gedanken, heimlich wieder zur Schule zu gehen, um die Reifeprüfung noch nachzuholen. So läuft das Stück in die bekannte Parodie der Schule und der Lehrer aus, in der nun einmal nach bewährten Schwankrezepten alle Studienräte tyrannische Trottel sind und irgendeinen„Tick“ haben. Mit diesem, ihrem Komödienschicksal auf der Bühne, scheinen sich unsere tüchtigen, humorvollen und weltnahen Erzieher und Lehrer ein für alle mal abfinden zu müssen. Auch Graff weicht in seinem in Bremen uraufgeführten Drama, dessen Stoff er übrigens einer Novelle von A. Turmayer entnahm, von diesem Brauch nicht ab. In der Rolle der verheirateten Pennaerin Kitty betrat Magda Schneider, vom Film wohlbekannt, zum erstenmal die Sprechbühne. Sie fand sich mit den andersartigen darstellerischen Gesetzen gut ab, und entschied, nicht zuletzt durch ihre äußeren Vorzüge, in Schulmädelkleidchen und Damenroben, den freundlichen Erfolg am Schluß. In der Operette werden auch zweifelhafte Persönlichkeiten der Weltgeschichte in rosafarbene Beleuchtung getaucht. Dies Glück widerfuhr auch der„Lady Hamil= ton", die eigentlich Amy Lyon hieß, und historisch ebenso berüchtigt, wie berühmt war. Richard Bars tieß in seinem Textbuch der„Lady Hamilton“, die seltsamerweise erst jetzt— nach zehn Jahren— den Weg nach Berlin fand, die dunkle Jugend dieser schönen, von Romney oft gemalten Kurtisane, wohlwollend verschwinden. Von den mehrfachen Dauerliebschaften, die die Lady bereits hinter sich hatte, als Sir William Hamilton, britischer Gesandter am Hof von Neapel, ihren Reizen verfiel und sie schließlich sogar heiratete, blieb nur' eine rührende, lyrische Leidenschaft für einen spanischen Seeoffizier Don Alfredo Bartos, aus dessen Wiederkehr im zweiten Akt die Operettentragik blüht. Für den dritten Akt wird der letzte, berühmteste Liebhaber der Lady Hamilton, der Sieger von Trafalgar, Lord Relson, aufgespart. So lieferte das Buch dem Tondichter Eduaro Künneke alles, was eine„Große Operette" verlangt: farbige Umwelt, geschickt gespannte Szenen und eine verführerische Frau als Mittelpunkt der Handlung— englische Hafenschenke, in der Amy Lyons Stern aufgeht, und die prunkende Welt des eleganten Politikers und Frauenliebhabers Lord Hamilton. Und Künneke griff dazu musikalisch tief in die Fülle seiner melodischen, heiteren, feurigen Einfälle! Er zeigte sich damals bereits im Gefühlsgesang ebenso wie im Tanzlied und im Orchester auf der Höhe seines geschmackvollen Könnens und streute in jeden Akt zündende Nummern. Karlernst Knatz Bochumer Publikum insbesondere zwei Namen: Kottenkamp und Hauß. Walter Kottenkamp verließ uns im Jahre 1925, um einer ehrenvollen Verpflichtung an das Dresdner Schauspielhaus zu folgen. Schnell hat sich der sympathische Künstler durch sein großes Können unter nicht gerade leichten Umständen in einer Umgebung peinlich gewahrter Tradition eine bedeutsame Stellung geschaffen. Jetzt wurde der auch als ausgezeichneter Sprachlehrer an der Hochschule geachtete Künstler, dem bereits durch seine ständige Berufung an die Heidelberger Festspiele eine besondere Auszeichnung zuteil wurde, durch den Titel„Staatsschauspieler“ verdienterweise geehrt. Als prachtvoller lyrischer Tenor ist das einstige Mitglied der Duisburger Oper Karl Hauß bei uns noch in guter Erinnerung. Wenig später als Kottenkamp verließ auch er seinen Wirkungskreis im Industriebezirk und trat ein bevorzugtes Engagement am Opernhaus in Hannover an. Beide genannten Künstler waren viele Jahre an unserem Theater, und bezeichnend ist es, daß beide Künstler noch heute die vor mehr als zehn Jahren übernommene Position innehaben. Unter den wenigen Sängern im Reich, die sich nun „Kammersänger“ nennen dürfen, sein zu können, bedeutet für Karl Hauß eine ungewöhnliche Auszeichnung.„ 6 Grig 86. Daß auch der hervorragenve Birigent der„Regensdurger Domspatzen“, Dr. Schrems der kürzlich in Bochum noch so gewaltige Erfolge erzielen konnte, daß auch die in unserer Konzertgemeinde besonders beliebte Pianistin Elly Ney unter den neuen“ Professoren sich befinden, und die alljährlich fast bei uns weilende Künstlerin das erste Konzert in ihrer jungen Würde heute in Bochum gibt, sei bei dieser Gelegenheit auch noch betont. Raupts„Kreuzzug 1921“ in Eilen als westdeutsche Erstaufführung Intendant Noller von den Städtischen Bühnen in Essen hat das Drama„Kreuzzug 1921“ von Michael Haupt zur westdeutschen Erstaufführung erworben. Die Aufführung findet noch in dieser Spielzeit statt. Deutsche Lehrstühle in Italien. An den italienischen Universitäten bestehen zur Zeit sieben Lehrstühle für deutsche Sprache und Literatur. Gelotaltsiafer 22. April 1724 Der Philosoph Immanuel Kant zu Königsberg i. Pr. geboren(gestorben 1804). Juug van Samm: 1866 Der preußische Generaloberst Hans von Geeckl. der Schöpfer der Reichswehr, in Schleswig geboren. 1933 Der bavrische Justizminister Hans Frank wird Reichsjustizkommissar. Das soll Ihre Jahnbürste schaffen? Sie soll jeden winzigen und entiegenen Winkel ihrer Zöhne ereichen? Das wiicch sie nicht allein schaften. De muß schon Nlvea-Zahnpaste helten! Die sorgi datür, deß jedes Eckchen gründlich und doch schonend gereinigt wird und daß Ihre Zähne weiß und gesund erhalten werden Irene schweigt, betroffen und schuldbewußt. Nur in ihren Augen druckt sich eine bange Frage aus... „Wir müssen versuchen, dieses Unrecht wiedergutzumachen“, gibt Dahlen Antwort auf die stumme Frage; „erst wenn das geschehen ist, dürfen wir beide wieder an uns denken...“ 11. Kapitel Es ist ein strahlender Sonnentag, an dem Graf Hohenegg seine letzte Fahrt durch die frühlingstrunkene Stadt antritt. „Schau... die schöne Leich'...“, wispern die Passanten einander zu und bleiben neugierig auf beiden Straßenseiten stehen, nicht anders, als sie ehemals Spalier bildeten, wenn der schneidige Dragoner seine feurigen Jucker über den Ring kutschierte. Draußen am Zentralfriedhof, um die offene Familiengruft entfaltete sich noch einmal der ganze düstere Pomp, mit dem man Menschen hohen Ranges und edler Geburt aus dem Leben hinausgeleitet. Bis sich der schwere Metallsarg endlich, begleitet vom dumpfen Dröhnen der Ehrensalven, langsam in die Grube senkt... Bald zerstreut sich die unabsehbare Zahl der Trauergäste. Ob Leidtragende, ob müßige Zuschauer, alle nimmt sie das Leben wieder auf, nur der alte Herr, dieses Dasein so über alles liebte, muß allein zurückbleiben. Aber die Menschenschicksale sind zu eng verschachtelt ineinander, als daß nicht vieles in Unordnung geriete, wenn einer ausscheidet aus dem Gefüge, das Alltag und Gewöhnung zu einem festen Ganzen zusammenschmiedeten. So beginnt auch allmählich das Leben auf dem Hietzinger Palais andere Formen anzunehmen. Für immer sind die Gesellschaftsräume der ersten Etage geschlossen, die Jalousien der Fenster herabgelassen. Erst ein neues Geschlecht wird hier einst wieder Feste feiern. Die Zeit der Hoheneggs ist ein für allemal vorbei. Ihre Erlaucht, die Gräfin Amalia Hohenegg, hat ihre Aufgabe erfüllt. Sie war eine vorbildliche Gattin, eine große Dame der Gesellschaft. Mit der Gehaltenheit einer antiken Statue ging sie, der Pflichten bewußt, die ihr Rang und Würde auferlegen, durch das düstere Zeremoniell der Schmerzenstage. Nun gilt es noch, den Nachlaß zu ordnen, das Schicksal der überflüssig Gewordenen in ein neues Gleis zu bringen, und dann darf auch sie sich gestatten, eine müde, alte Frau zu sein. Je nach der Länge ihrer Dienstzeit mit größeren oder kleineren Legaten bedacht, verziehen sich die alten Diener des Verstorbenen in alle Winde. Auch das Faktotum Kipfl verläßt nach dreißigjähriger Wirksamkeit den gräflichen Hausstand, um auf einer kleinen Klitsche in der Wachau künftig seinen eigenen Kohl zu bauen. Zur allgemeinen Verwunderung entpuppt er sich bei dieser Gelegenheit als rechtmäßiger Inhaber des bürgerlichen Namens Alois Gipfel, den er nunmehr als Privatmann für den Rest seines Lebens beizubehalten gedenkt. Denn„Kipfl“ war ausschließlich ein Hoheneggsches Reservat. Von der bevorstehenden Wendung in Theresens Schicksal ahnen die Hausgenossen noch nichts. Wer hätte wohl auch in all dem bewegten Wellengang des Geschehens einen Gedanken für den Ausgang der Prüfungen übrig gehabt? Selbst in ihrem eigenen Bewußtsein war die Erinnerung daran verschuttet, während sie wie durch einen schweren Traum, durch den dumpfen Alpdruck dieser Tage glitt. Wie nichtig erschienen die wechselvollen Aeußerungen des Seins, gemessen an der grauenvollen Unerbittlichkeit des„Nie wieder" Aber auf die Dauer läßt sich das Leben seine Rechte nicht verkürzen, der Stein, für kurze Zeit im Ablauf behindert, rollt unaufhaltsam weiter, und die Schiasalsfäden knüpfen an der gleichen Stelle wieder an, an der sie einen jähen Riß erfuhren. Gerade als der Stillstand eintrat, hatte Theres ihr Zerstörungswerk vollbracht und— wie immer nach einem starken Handlungseinsatz— ist es an ihr, jetzt abzuwarten, in welcher Weise sich das Geschehene auswirken wird. Und unausbleiblich trifft die Stunde ein, zu der das erregende Vibrieren des Wartens an ihren Nerven zu zerren beginnt. Die alten Hoffnungen und Träume halten wieder Einzug in ihr, und die machtvoll drängenden Forderungen des„Ich“ machen sich erneut geltend. Gebieterisch verlangt dieses Ich nach der Quittung, auf die es durch das Opfer der Selbstverleugnung Anspruch zu haben meint. Aber der, um dessentwillen das Opfer geschah, läßt nichts von sich hören... Ein Tag reiht sich an den anderen, immer größer wird die Qual des Wartens, immer bedrückender das Gefühl der Ohnmacht, denn stark fühlt sich der Mensch nur, solange er handeln kann Mit Rücksicht auf den Trauerfall hat man die offizielle Verständigung über das Prüfungsergebnis und die sich daran knupfenden Weiterungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, und erst eine Woche nach der Bestattung Seiner Erlaucht findet die Gräfin unter der eingelaufenen Post eine diesbezügliche Benachrichtigung des Seminars mit der gleichzeitigen Anfrage, in welcher Weise über das frei gewordene Stipendium verfügt werden soll. Wie dichter Nebel lagern immer noch die Schatten des Todes zwischen ihr und den realen Ereignissen des Tages. Lange dreht und wendet sie das Schriftstück zwischen den Fingern, ehe ihr der Sinn seiner Mitteilung zum Bewußtsein kommt. Aber auch dann vermag die Nachricht nicht annähernd das Maß von Bestürzung auszulösen die sie vor noch nicht allzu langer Zeit unzweifelhaft hervorgerufen hätte. Schade Das Mädel hat versagt. Aber noch ist für sie nicht aller Tage Abend... Sie wird sich anderweitig bewähren. In ihren Jahren bietet das Leben hundert Zugänge. Man wird sie ihr zu erschließen wissen. Dem Mädel muß man weiterhelfen, denn der Toni hat sie lieb gehabt... Am besten wird es sein, sich mit Kumaht zu beraten... Irgendwie ist der unbekümmerte Glaube an die eigene Unfehlbarkeit ins Wanken gekommen. Und wenn man einsam geworden ist, weiß man eine ergebene Seele zu schätzen. Am Ende ist es keine schlechte Kapitalsanlage, an Menschen gut zu handeln. Eines Tages wirft es sichere Zinsen ab... Kumaht kommt... Ohne nähere Erklärung reicht Ihre Erlaucht ihm die Zuschrift des Seminars und wendet, indes er liest, ihre Aufmerksamkeit den übrigen Postsachen zu. „Erstaunlich, nicht?“ sagt sie leichthin, als er das Schreiben aus der Hand legt. „Ich wundere mich nicht darüber“, entgegnet er leise. Etwas von dem angeborenen Widerspruchsgeist regt sich in ihr...„Das sagst du, der du sie selbst für das Stipendium vorgeschlagen hast?“ „Ich glaube, Frau Gräfin, daß hier besondere, uns unbekannte Ursachen mitsprechen. Wäre es nicht am besten, das Mädchen selbst zu hören?“ „Halt“— ruft Ihre Erlaucht aus und weist einen großen weißen Umschlag vor, der Dahlens Absenderstempel trägt—„vielleicht bringt uns das hier einen Aufschluß. „Ob es nicht ein Kondolenzbrief...“, wendet Kumaht ein... „Kondoliert hat er längst“, bemerkt die Gräfin, das Schreiben entfaltend.„Da— lies vor...“ Umständlich setzt Kumaht die Brille auf und entziffert ein wenig stockend die schwer leserliche Schrift: „Verehrte Gräfin! Durch die Ihnen mit gleicher Post zugehende Mitteilung des Seminars sind Sie über die Maßnahmen, zu denen sich die Anstalt infolge der bedauerlichen Prüfungsergebnisse gezwungen sah, unterrichtet. Da es sich aber um eine außerordentlich fleißige und strebsame Schülerin handelt, erkläre ich mich hiermit bereit, die private Ausbildung der jungen Dame weiter zu übernehmen und für ihre spätere Unterbringung an einer guten Bühne orge zu tragen. Ich bitte ehe Sie andere Pläne . F. 98 gergg git, ee Sie an für die Zukunft Ihres Schutztings ins Auge fassen, dieses Anerbieten in freundliche Erwägung ziehen zu wollen und mich im Falle Ihres Einverständnisses gütigst zu benachrichtigen. : Verebrung und#e „Na also“, sagt die Gräfin befriedigt,„dann ist ja alles in Ordnung."(Fortletzung folgt.) Idee der Lebensversicherung ist so überaus menschlich, sittlich und ökonomisch, auch im nationalen Sinne, daß darüber kein Wort zu verlieren ist. Diese Worte schrieb Bismarcks Leibarzt, Prof. Dr. Schweninger. Daß gerade ein Arzt die Sicherung der Zukunft so hoch einschätzt, hat seinen guten Grund: Ein Leben, in dem für das ungewisse Später planvoll vorgesorgt wird, lebt sich leichter und verläuft gesünder und erfolgreicher; die Sorge um die eigene Zukunft und die der Angehörigen dagegen nagt an der Gesundheit und wirkt lebensverkürzend.— Wer wünschte sich nicht ein langes Leben, an dessen Abend ein sorgloses Ausruhen seiner wartet? Welches Schicksal dem Einzelnen auch beschieden sein mag, für jeden Fall sorgt die Lebensversicherung. 54 U se 94 9 52 4. 4 Aur 4 K 0 27 S 8 442 50 4 434 48 5 0 35 Seite 8 Nr. 93* Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 22. April 1937 Turnen und Wira WälerNedieresichäffenn. * a Noureselung der gebungsstundensertcnung im städtischen Schwimmbad Im Einvernehmen mit der NSG.„Kraft durch Freude“ und den nachstehend aufgeführten Vereinen sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft gebe ich folgende endgültige Neuregelung des Uebungsbetriebes im städtischen Hallenschwimmbad, Marienstraße, bekannt, unter besonderem Hinweis darauf, daß die Neuregelung bereits ab Montag, den 26. April 1937, beginnt...„„ Masfu 4. Gemäß Verpflichtung wollen die verantwortlichen Kameraden sich wegen der Vertragsänderung noch heute mit der Badeverwaltung in Verbindung setzen. Die Uebungsstunden wurden wie folgt verteilt: Montag: 18.45 bis 19.45 Uhr: DI. unter Leitung des SV.„Blau=Weiß"; 19.45 bis 21.30 Uhr: SV.„Blau=Weiß" 96, Jugend und Männer; 21.30 bis 22.30 Uhr: Tg. Ehrenfeld, Männerabteilung. ienstag: 18.45 bis 22.30 Uhr:„Kraft durch Freude“. M gr6s8 Mittwoch: 18.30 bis 19.30 Uhr:„Kraft ourch Freude“; 19.30 bis 21 Uhr: Turnverein 48, Jugendund Frauenabteilung; 21 bis 22.30 Uhr: Tg. Ehrenfeld, Männer= und Frauenabteilung gemeinsam. Donnerstag: 18.45 bis 22.30 Uhr:„Kraft durch Freude“.„ 80m Freitag: 18.45 bis 19.45 Uhr: 1. BOw. unter Betreuung des Turnvereins 48, 2. Jugend— Anfängerinnen der Frauenabteilung des SV.„BlauWeiß" 96 je zur Hälfte; 19.45 bis 21 Uhr:„BlauWeiß" 96, Frauenabteilung; 21 bis 22.45 Uhr: gemischte Lehrgänge der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Es ist notwendig, zu betonen, daß diese Neuregelung nur unter größten Schwierigkeiten erfolgen konnte. Es Weltbild Nach der Niederlage des Ex=Weltmeisters Max Baer gegen den Englischen Meister Tommy Farr wird nun Walter Neusel voraussichtlich am 31. Mai in London gegen Farr antreten. Neusel befindet sich bereits in scharfem Training. Wir sehen ihn hier hoch zu Roß bei einem Morgenritt in Windsor, seinem ständigen Trainingsquartier. wird von sämtlichen Beteiligten erwartet daß sie dur straffste Disziplin eine reibungslose Abwicklung de Uebungsbetriebes herbeiführen. Koch, Ortsgruppenführer des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Im eriten Spiel 11:-Sieg Ungarns Wasserballspieler in Augsburg Die ungarische Nachwuchs=Wasserballmannschaft begann ihre Deutschlandreise am Dienstag abend in Augsburg gegen eine Augsburg=Münchener Kombina= tion. Nach interessantem Kampf siegten die Ungarn verdient mit 11:5(:). Sehr zu gefallen wußten auch die voraufgegangenen Schwimmwettbewerbe, die folgende Ergebnisse zeitigten: 100 Yards Kraul: 1. Soldan(Peru, startete für den SV. Augsburg) 55,5 Sek; 2. Laky(Ungarn) 56 Sek.— 100 Yards Brust: 1. Mezeyn(Ungarn) 1,07,6 Min.; 2. Schuster(Augsburg) 1,08,9 Min.— 200 Yards Kraul: 1. Ledgard(PerufAugsburg) 2,06 Min.; 2. Kanassy(Ungarn) 2,10,2 Min. Weil lie heiratet Willy den Ouden nimmt Abschied vom Sport hollandische„Weltretordschwimmerin Die bekannte hollandische„Weltretordschwimmerin Willy den Ouden wird infolge iyrer vevorstehenden Heirat in Zukunft sich nur noch an Staffelrennen und am Kunstspringen beteiligen, während sie an großen internationalen Einzelwettbewerben nicht mehr teilnehmen will. Inercldhfe Raufperrkedighem!. 1ö. Nochs, Landerkumpt gegen-Hellund Schluß der internationalen Begegnungen Nach den beiden Hockey=Länderkämpfen gegen Frankreich und Belgien wird die deutsche Nationalmannschaft am kommenden Sonntag in Amsterdam den 15. Länderkampf gegen den stärksten kontinentalen Gegner, die holländische Nationalelf, austragen. Mit dieser internationalen Begegnung ist gleichzeitig auch das Hockeyprogramm dieser Spielzeit abgeschlossen, denn das für Anfang Mai vorgesehene große Länderturnier in Paris ist bekanntlich auf den Herbst verschoben worden. In den bisherigen 14 Begegnungen mit den Holländern, die seit dem Jahre 1926 datieren, hat Deutschland neunmal den Sieg errungen. Drei Spiele endeten unentschieden und zweimal wurde unsere Elf geschlagen. Hätte unsere Mannschaft trotz der schlimmen Platzund Wetterverhältnisse in Brüssel nicht so großartig gespielt, dann könnte man für die 15. Begegnung mit den immer gefährlichen Holländern nicht viel Gutes erwarten. Vor vierzehn Tagen trafen die Holländer an der gleichen Stelle auf die Belgier und gewannen:1, wobei allerdings zu bemerken ist, daß ihr Sieg recht glücklich ausgefallen war. Die deutsche Mannschaft wird aber selbst auf Amsterdamer Boden einen anderen Gegner abgeben als die Belgier. Nach dem überzeugenden Spiel der deutschen Stürmerreihe, die der brandenburgische Meister BSC. geschlossen stellte, wurde diese Front auch gegen Holland eingesetzt und wird durch ihre Geschlossenheit und ihr auf schnelle Erfolge eingestelltes Spiel der holländischen Abwehr ohne Zweisel viel zu schaffen machen. Es fragt sich nur, wie die Berliner auf die Härte der holländischen Verteidiger und Läufer reagieren werden und ob die Unterstützung der Läuferreihe die gleiche wie in Brüssel ist. Deutschland: Lichtenfeld; Griesinger, Aufderheide: Gerdes Keller, Schmalix; Käßmann, Schulz, Uhl, Kurt Weiß, Herting. Holland: Anjema; de Waal, Kamp: de Looper, Berghuis, Cuverus oder Caviet; Gunning, Schnitger, van den Berg, de Roos, Esser. Kugeln. Für die Klubmeisterschaft startet von Bochum „Vereinigte“ mit Niggemeier, Ritz und Dahmen ebenfalls über 100 Kugeln in die vollen. Dagegen kommt der Altherrenmeister Vogt sofort zum Gaukampf. Nach alter Gepflogenheit wird im ersten Entscheidungsgang der Kampf um den Bezirkswanderpreis ausgetragen, der zum endgültigen Besitz fünfmal errungen werden muß. Bochum verteidigte diesmal mit drei Siegen den Preis, Dortmund hält mit vier Siegen die Spitze. Wird diesmal den Dortmundern der endgultige Sieg gelingen oder werden die Bochumer gleichziehen? Gekegelt wird mit 5 Mann über je 25 Kugeln in die vollen und auf Abräumen. Wir hoffen, daß die Bochumer die erste Prüfung siegreich bestehen und sich für den Gaukampf qualifizieren werden. Das Winterhilfskegeln erbrachte 54 669,57 RM. Das vor einigen Monaten auf Veranlassung des Deutschen Keglerbundes im Reiche durchgeführte Winterhilfskegeln erbrachte nach den jetzt vorliegenden Zahlen einen Gesamtbetrag von 54 669,57 RM., die jeweils dem örtlichen Winterhilfswerk zugeführt worden sind. Das ist das höchste Ergebnis, das bei den seit dem Jahre 1933 durchgeführten Opfertagen erzielt worden ist. Die Deutschland-Rundfahrt 3000 Kilometer in 12 Etappen mit drei Ruhetagen Der Deutsche Radfahrerverband hat inzwischen die Streckenführung für die 3. Deutschland=Rundfahrt festgelegt, die nach mehrjähriger Pause in der Zeit vom 6. bis 20. Juni unter Beteiligung einer Reihe guter ausländischer Fahrer durchgeführt wird. Auf einer 3000 Kilometer langen Strecke durchfahren die Teilnehmer in zwölf Tagesetappen mit nur drei Ruhetagen Schweinfurt, Frankfurt a. M. und Hannover die deutschen Gaue. Im Gegensatz zu früher entfällt die Mannschaftswertung, da die einzelnen Nationen nicht zahlenmäßig gleich starke Mannschaften entsenden können. Das Rennen bleibt also ein reiner Einzelwettbewerb. Der in der Gesamtwertung führende Fahrer wird, wie bei der„Tour de France", durch ein gelbes Trikot gekennzeichnet sein. Die Einteilung der Strecke: 6. Juni: Berlin—Breslau 336 Kilometer; 7. Juni: Breslau— Dresden 258 Kilometer; 8. Juni: Dresden—Erfurt 272 Kilometer; 9. Juni: Erfurt—Schweinfurt 221 Kilometer; 10. Juni: Ruhetag in Schweinfurt; 11. Juni: Schweinfurt—München 292,4 Kilometer; 12. Juni: München—Stuttgart 270 Kilometer: 13. Juni: Stuttgart—Frankfurt a. M. 195 Kilometer; 14. Juni: Ruhetag in Frankfurt a..; 15. Juni Frankfurt a. .—Köln 202 Kilometer; 16. Juni: Köln—Dortmund (über Bochum) 252,7 Kilometer; 17. Juni:: Dortmund—Hannover 275 Kilometer; 18. Juni: Ruhetag in Hannover; 19. Juni: Hannover—Bremen—Hamburg 227,6 Kilometer; 20. Juni: Hamburg—Berlin 300 Kilometer. Am 9. Mai in Bochum „Erster Schritt“ der Radfahrer in Westfalen Wie schon in den vergangenen Jahren, so werden die deutschen Radsportler auch im Sommer 1937 mit einem Wettbewerb der„Erste Schritt“ genannt, aufwarten, um dem Nachwuchs Gelegenheit zu wettkampfmäßiger Betätigung zu geben und ihn damit zu einem Eintritt in einen Radsportverein zu veranlassen. In 80 Orten im Reich und in sechs westfälischen Städten, nämlich Bochum, Dortmund, Bielefeld, Hamm, Gronau und Arnsberg, wird dieser Wettbewerb in den Tagen vom 11. April bis zum 27. Juni durchgeführt. Jeder Jugendliche, der am Veranstaltungstage das 14. Lebensjahr erreicht und das 18. noch nicht überschritten hat, kann teilnehmen. Der Erste Schritt“ des Radsportnachwuchses wird am 9. Mai in Bochum vom Radfahrerverein„Westfalia" Bochum durchgeführt. Aus den Turn- und Sportvereinen Der Turnverein„Jahn“ Bergen=Hiltrop hielt im Vereinslokal Feierabend seine gut besuchte Generalversammlung ab. Vereinsführer Rosenbach gab zunächst einen kurzen Ueberblick über das abgelaufene Jahr. Schriftwart Weigelt brachte in seinem Jahresbericht Geschehnisse und Erlebnisse in Erinnerung. Oberturnwart Kurzawa und die eir, Arrengeregr Die Galtspielreife von Manchefter City— Erftes Spiel am 6. Mai in Elfen Die Reise der englischen Berufsspielermannschaft von Manchester City, die bekanntlich fünf Spiele gegen deutsche Auswahlmannschaften austrägt, liegt nun endgültig fest. Die hervorragende englische Elf, die bekanntlich am Samstag die englische Meisterschaft machen wird, beginnt die Deutschlandspiele am 6. Mai in Essen. Der zweite Kampf wird am 8. Mai in Wupvertal veranstaltet. Nach einigen Ruhetagen wird das dritte Spiel am 12. Mai in Leipzi Bad Kreuznach die Spielerlaubnis erhalten. Rasselnberg war für seinen neuen Verein bereits mit Erfolg tätig. Nürnberg wieder mit Spieß Der im Vorjahre durch eine schwere Verletzung außer Gefecht gesetzte Linksaußen des 1. FC. Nürnberg, Spieß, ist so weit wiederhergestellt, daß er das Training aufnehmen konnte. Spieß wird voraussichtlich 2. Mai zum ersten Male wieder in der ersten MannFührerin der Turnerinnenabteilung, Hilde Feierabend, sprachen sich in ihren Arbeitsberichten zufrieden über den Turnbetrieb aus und wiesen auf die bevorstehenden Arbeiten im neuen Vereinsjahr hin. Die Jugendturnwartin Klarchen Pfannkuche, die an einem Lehrgang in Kierspe teilgenommen hatte, schilderte ihre Eindrücke. Nach voraufgegangener Prüfung der Kasse erstattete Kassenwart Weigelt den Kassenbericht. Der Vorstand bleibt mit kleinen Abänderungen in seiner alten Besetzung. Als zweite Schriftführerin wurde Erna Erkelenz eingesetzt, während Klärchen Pfannkuche und Helene Bardischewski zu Jugendturnwartinnen ernannt wurden. Für die bevorstehende Goetz=Wanderung am Himmelfahrtstage wurden drei Mitglieder mit der Ausarbeitung der Wanderroute beauftragt. am 221 Meldungen Kölner Stadtwaldrennen überzeichnet Für das Kölner Stadtwaldrennen am 2. Mai liegt das genaue Meldeergebnis nunmehr vor. Es gingen nicht weniger als 221 Rennungen ein. Um eine reibungslose Abwicklung der Rennen zu gewährleisten, mußten 50 Nennungen zurückgewiesen werden. Die zurückgewiesenen Meldungen wurden durch Los bestimmt. Fast alle bekannten Lizenzfahrer sind am Start, u. a. in der kleinsten Klasse Winkler, Häußler, Pätzold, Petruschke, In der Elst; bei den 350ern Fleischmann, Mellmann, Homelehle, Kohfink und Schön sowie in der Halbliterklasse Mansfeld und Rührschneck. Unter den Seitenwagenfahrern ragen die Namen von Braun, Bock, Stärkle, Schumann und Weyres hervor so daß also mit Ausnahme von Gall sämtliche Klassensieger des Eilenriederennens vertreten sind. durchgeführt. Nunmehr führt die Reise südwärts nach Schweinfurt, wo am 19. Mai gespielt wird. Schließlich findet die Deutschlandfahrt in Stuttgart am 22. Mai ihren Abschluß. Alle Treffen werden, um den Meisterschaftsbetrieb nicht zu stören, an Wochentagen durchgeführt. Nuvolari wieder gelund Tazio Nuvolari, Italiens großer Rennfahrer, der im Training zum Turiner Rundstreckenrennen einen gefährlichen Sturz tat, ist wiederhergestellt. Seine Verletzungen sind so weit ausgeheilt, daß ihn die Aerzte aus dem Krankenhaus entlassen konnten. Kreismeisterschaften der Kegler Bochum im ersten Kampf mit den stärksten Vertretern des westfälischen Gaues Nach der Aufstellung der Stadtmannschaften und verschiedenen Vorgefechten beginnt jetzt in der Kreismeisterschaft die erste Runde um die Deutsche Kegler= meisterschaft. Der vierte Kreis des westfälischen Gaues trifft Samstag und Sonntag erstmalig zusammen. Wir finden auf den neuen Bahnen von Koopmanns Gaststätten in Herne die Vertreter von Herne, Wattenscheid, Gerthe, Dortmund, Hagen und Bochum am Anwurf. Nach der Tradition der Vereine Hagen und Dortmund kann man wohl sagen, daß im vierten Kreis die stärksten Vereine des westfälischen Keglergaues aufeinandertreffen. Aber auch Bochum, Wattenscheid und Herne sind kampferprobte Gegner, die den ausgesprochenen Favoriten oft um einige Hölzer das Nachsehen gegeben haben. Jedenfalls wird diese erste kegelsportliche Auseinandersetzung in der neuen Saison mit größtem Interesse verfolgt, und die Frage nach dem Sieger erscheint offener denn je. Nach gewissenhafter Vorbereitung schickt Bochum seine bewährte Sechsermannschaft mit Ostwald, Ebeling Busch, Niggemeier, Wittenbrink und Bremer ins Treffen; die je 100 Kugeln in die vollen zu werfen haben. Außerdem startet der Bochumer se.“.'r die Einzelmeiste Die Kurluself fiegte Niederrhein=Elf:0(:0) geschlagen Das zweite Uebungsspiel der unter Reichstrainer Herberger in Duisburg zusammengezogenen„Kursisten" führte eine Auswahl der Nachwuchsspieler mit einer Niederrheinmannschaft zusammen. Im Duisburger Stadion fanden sich am Mittwoch abend bei gutem Wetter 1000 Zuschauer ein. Das Treffen nahm in der ersten Halbzeit einen recht spannenden Verlauf. Als später die Niederrhein=Läuferreihe nachließ, bekamen die Kursisten die Oberhand. Das erste Tor schoß vor der Pause Seitz(Kornwestheim) über den sich werfenden Abromeit hinweg ein. Im weiteren Verlauf der zweiten Spielhälfte erhöhte der Rechtsaußen Sukrow von Bewag Berlin auf:0. Alle Kursisten waren weit besser und frischer im Spiel. Jürissen hatte in der zweiten Spielhälfte kaum noch einzugreifen. Wäre der Sturm noch etwas entschlossener gewesen, dann hätte das Resultat noch anders gelautet. Holltein für Weittalen Die Reichsbundlehrer im Fußball Die neuen Reichsbundlehrer im Fußball wurden jetzt ernannt. Kurt Otto, der in Brandenburg und Schlesien lehrt, und Werner Sottong, dem der Gau Nordmark übertragen wurde, sind die einzigen Westdeutschen unter den Reichsbundlehrern. Werner Sottong der vor zwei Jahren von Essen nach Stuttgart übersiedelte und dort die Stuttgarter Kickers betreute, wird vorerst in Hamburg Mecklenburgs Fußballer trainieren. Folgende Reichsbundlehrer wurden ernannt: Ostpreußen und Pommern: Lehmann; Brandenburg und Schlesien: Kurt Otto; Sachsen: Eschenlohr; Mitte: unbesetzt; Nordmark und Niedersachsen: Georg Knöpfle und Werner Sottong: Westfalen: Holstein; Niederrhein und Mittelrhein: Melcher; Nordhessen und Südwest: Oswald; Baden und Württemberg: Fabra; Bayern: Leinberger. schaft des Nürnberger Clubs in einem Privatspiel gegen den Karlsruher FV. mitwirken. Zwei Sonderzüge kommen Deutschland— Belgien in Hannover Das am kommenden Sonntag in Hannover stattfindende Fußball=Länderspiel Deutschland— Belgien wird einen sehr starken Zustrom auswärtiger Besucher bringen. Es kommen von Berlin, Hamburg=Altona, Magdeburg, Bremen, Essen, Braunschweig, Kassel, Harburg=Wilhelmsburg, Hamm, Münster, Oldenburg, Northeim und Kreiensen Sonderzüge nach Hannover. Aus Brüssel werden zwei Sonderzuge erwartet, so daß Belgiens Mannschaft nicht ohne Unterstützung in das Spiel geht, Die Hindenburg=Kampfbahn, deren Fassungsvermögen so erweitert ist, daß 55000 Zuschauer Platz finden, wird mit einem Sperrkreis umgeben, um den Massenverkehr reibungslos abwickeln zu können. Jahreshauptversammlung des Turn= und Sportvereins Constantin Bochum Nach der Berichterstattung der Geschäftsführung und der Fachwarte erhielt der Vereinsführer die Entlastung. Die Vereinsführerwahl ergab die Bestätigung des bisherigen Vereinsführers Alb. Schall. Er berief mit wenigen Ausnahmen die Mitarbeiter des Vorjahres in den Führerring. Das übliche Jahresfest findet am 5. Juni stati. Ein besonderer Hinweis galt dem„Fest der Leibesübungen“ des Kreises Bochum vom 25. bis 27. Juni sowie der Jugendarbeit in Verbindung mit der Hitler=Jugend. Die Einweihung des neuen Sportplatzes erfolgt voraussichtlich kurz vor Beginn der neuen Meisterschaftsspiele. Der Dietwart sprach über die zu leistende„Völkische Aussprache" und wies auf deren Bedeutung bin. Einige Bekanntmachungen und der Aufruf des Vereinsführers, sich auch weiterhin an den Aufgaben des Vereins eifrig zu beteiligen, führten zum Schluß der gut besuchten Versammlung. Fußball-Notizen Meister Oltwaiv zur die Rasselnberg spielt wieder Der früher dem VfL. Benrath angehörende Nationalinzelmeisterschaft über 200 spieler Rasselnberg hat nunmehr für Eintracht Ehrenvolle Auszeichnung Die Deutsche Olympia=Erinnerungsmedaille am Bande wurde dem Gaulehrwart des Fachamtes Skilauf, Fritz Ginz(Bochum), für verdienstvolle Mitarbeit bei den vorjährigen Winter=Kampfspielen erkannt. zuKurz und bündig Ferdl Swatosch, der bekanntlich ab 1. Mai die Mannschaft des VfL. Benratb betreuen wird, ist auch als Trainer von Bosia De russig Dortmund verpflichtet worden. Deutschlands Mittelgewichtsmeister Besselmann hat beim Internationalen Verband eine Herausforderung an den Weltmeister Marcel Thil(Frankreich) eingereicht. Gustav Eder wird im Mai zwei Kämpfe austragen. Am 8. Mai trifft Eder in Köln auf den Kolonialneger Al Baker und am 24. Mai in Berlin voraussichtlich auf den Belgier Wouters. Der Reichsfachwart Brewitz hat vom Französischen Schwimmverband eine Einladung für die westdeutsche Auswahlmannschaft zu einem Wasserballspiel gegen die französische Nationalmannschaft im 8. Juni in Tourcoing erhalten. Mathien schlägt Frl. Horn In Athen wurden die Griechischen Tennismeisterschaften mit dem Endspiel im Fraueneinzel um den Pokal des Kronprinzen beendet. Die französische Spitzenspielerin Frau Simone Mathien stellte ihre glänzende Form durch einen überraschend glatten Sieg über Frl. Marie=Luise Horn mit:0,:1 erneut unter Beweis. Galopprennen in Köln Das Wetterpech blieb dem Kölner Rennverein auch am Mittwoch treu. Fast den ganzen Nachmittag regnete es mit kurzen Unterbrechungen. Trotzdem konnte man mit dem gebotenen Sport recht zufrieden sein, da die Felder im allgemeinen stärker als am Sonntag ausfielen. Köln, 21. April 1..: 1. Wildsang(Printen), Saarfreund, 3. Beke. Toto: Sieg 16. Platz 12, 14, 44. Ferner: Fechter, Satilla, Pomerol, Porta Goldprobe. 2..: 1. Audentia(H. Schmidt), 2. Infant, 3. Musterknabe. Toto: Sieg 48. Platz 13. 12, 13. Ferner: Faland, Edina. Gildetraut, Fahrewohl, Tisernus. 3..: 1. Maktonia(Wortmann), 2. Jungritter, 3. Vagabund. Toto: Sieg 45. Platz 19, 19, 16. Ferner: Pollux II. Reizjäger, Meerjunge, Panzerflotte, Steinadler, Herkules. 4..: 1. Heidefalke(Wermann), 2. Amaranthus, 3. Gnom. Toto: Sieg 44, Platz 16. 12, 16 Ferner: Natango, Höllenfahrt, Sarafan, Irma, Osterluzei. 5..: 1. Höllenfürst(Biessey), 2. Omega, 3. Irmgard. Toto: Sieg 37. Drei gelaufen. 6..: 1. Mauser(Nickel), 2. Odenwald, 3. Heidekönig. Toto: Sieg 119 Platz 31, 24, 17, 22. Ferner: Ahnberr, Gassenjunge, Galsworthy, Salur. Athenerin, Agnus, Spata. 7..: 1. totes Rennen zwischen Pimperich und Graf Moltke, 3. Kukurnz. Toto: Sieg 13 und 33. Platz 13, 16, 28. Ferner: Sonny Boy, Sintflut, Ilmenau, Tensa, Amalaswintha. Le Tremblay, 21. April 1..: 1. Le Canidell(Hervé), 2. Thanase, 3. Cantilene. Toto: Sieg 37, Platz 23, 38. Ferner: Kabarda, Dame Motlev. 2..: 1. Sirlan(Courtois) 2. Le Kirghize, Bois Chabot. San Juan, Ivanoete, Makurbin, Mon Triomphe, Albi, Slave Boy. 3..: 1. Cote Basque II(Johnstone), 2. La Presse, 3. Feb Girl. Toto: Sieg 24, Platz 11, 11. Ferner: Celestreet. 4..: 1. Frisquet(Toche), 2. Trévisani, 3. Sagar. Toto: Sieg 29. Platz 17, 13. Ferner: Samovar, Turbotin. 5..: 1. Cheick Ramou(Faugerat), 2. Torréon, 3. Madrilène Toto: Sieg 80 Platz 24, 16. 24. Ferner: Mezsanine, Innova. Sa Payse, Rose de Noel. Claret. 6..: 1. Hotseed(Destandau), 2. Dahib 3. Osman Bed. Toto: Sieg 62. Platz 28, 36. Ferner: Diable en Bois, Tabarin II. Auteuil, 22. April 1..: Militärrennen. 2..: Prince de Chine—. rastro. 3..: White Hall— Taktor Pasha. 4. Veil=Picard— Rasibus. 5..: Magnol— Staples. 6. Bimbo— Dago, Seite 9 Nr. 93 Die arbeite Durch d 27. Februar nalen Feiert den. Angesi Unklarheit Bestimm1 Zusammenst gan der B richtsassessor Die Beschäftign boten. Jedoch: G gelten auch am Volkes die Sonde für bestimmte Bei eilige Arbeiten. 2 delt es sich um bezahlen ist. Die lungspfricht satz, daß für die mäßige Arbeitsvei schaftsmitglied sol der 1. Mai ein ni das zu bezahlen. Tagen schon beza lichkeit wird dan trieb verkür 1. Mai auf eine gar keine Arbeit a Lohn gezahlt, da schlechter gestellt. steht Anspruch au Arbeitstagen. So rade mit Rücksich Feiertag und Au ihm eine solche 1 mehr, eben wege zu zahlen. Wird mäßig verkürzt für diese verkürz Akkordarbeit liege es ist der durch di höhere Lohn zu Jedes Gef spruch auf B ob es nur aus schäftigt ist. einige kluge schon am nächst vornehmen. Dan — aber wirkunggesetzes. Von der Teil veranstaltungen nicht abhangig. Kündigung Anla dann für berecht Nichtteilnahme a gegen die Betrie Unter bestim 1. Mai Arbeit z muß daher mit klarheit besteht Grundlohn zu b haupt nicht beso einen gegen M handelt. Bei de nicht anders, we nur ein zusamn den Fällen ist a ders(abgesehen Aber auch für darf nicht etwa dung verlangen. wieso, trotz Nibeitet, dann mü den. Diese Do 1. Mai ist vor da sie die an di nicht nur so ste beitstag, sonder Für Betri gendes: Verunc Kundgebung, so der Unfall sich Veranstaltung Beispiel schond her gehörig an lichen, gesellige Belegschaft gilt Arla In rahment Gemüsel ganz kur kerte 1 darstelle in Hei haben, Rh.-Wes Mitgetei Tordlaufende 21 Oiv An let, daß sie dur Abwicklung de en Reichsbundes en. -Sieg Augsburg allmannschaft benstag abend in schener Kombina= zten die Ungarn illen wußten auch ewerbe, die folPeru, startete für Laky(Ungarn) Rezeyn(Ungarn) 1,08,9 Min.— Augsburg) 2,06 Rin. er vom Sport etordschwimmerin ihrer bevorstehenan Staffelrennen end sie an großen nicht mehr teil7. Juni:: DortJuni: Ruhetag — Bremen—HamHamburg—Berlin hum in Westfalen ahren, so werden kommer 1937 mit tt“ genannt, aufseit zu wettkampfn damit zu einem veranlassen. In tfälischen Städten, feld, Hamm, Groettbewerb in den Juni durchgeführt. staltungstage das noch nicht übertnachwuchses wird hrerverein„Westrtvereinen en=Hiltrop ut besuchte Generalh gab zunächst einen Jahr. Schriftwart Geschehnisse und ErKurzawa und die de Feierabend, spraden über den Turnbenden Arbeiten im urnwartin Klärchen ierspe teilgenommen raufgegangener Prüeigelt den Kassenbe1 Abanderungen in chriftführerin wurde hen Pfannkuche und tinnen ernannt wurderung am Himmelder Ausarbeitung und Sportvereins istsführung und der ie Entlastung. Die ing des bisherigen mit wenigen Ausin den Führerring. Juni statt. Ein beLeibesübungen“ des sowie der JugendJugend. Die Einvoraussichtlich kurz iele. Der Dietwart ussprache" und wies anntmachungen und ch weiterhin an den lligen, führten zum Köln r Rennverein auch Nachmittag regnete otzdem konnte man rieden sein, da die am Sonntag aus#aarfreund, 3. Beke. ier: Fechter, Satilla, Infant, 3. Muster3. Ferner: Faland, 8. Jungritter, 3. Vaga16. Ferner: Polerflotte, Steinadler, naranthus, 3. Gnom. er: Natango, Höllen9mega, 3. Irmgard. wald, 3. Heidekönig. Ferner: Ahnbert, erin, Agnus, Spata. Pimperich und Graf nd 33. Platz 13, 16. Ilmenau, Tenia, pril hanase, 3. Cantiléne. barda. Dame Motlev. Le Kirghize, Bois Ain, Mon Triomphe, ione), 2. La Presse. 11. Ferner: Celeant, 3. Sagar. Toto: dar. Turbotin. 2. Torréon, 3. Ma24. Ferner: Mezia#el. Claret. hlb. 3. Osman Bev. !: Diable en Bois, ce de Chine— EaPasha. 4..: Stall l— Staples. 6..: Seite 9 Nr. 93 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 22. April 1937 See Resrut Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen— Wenn verkürzt gearbeitet wird Die Lohn= und Gehaltszahlungspflicht — Betriebsunfälle am 1. Mai Durch das Gesetz über die Feiertage vom 27. Februar 1934 ist der 1. Mai zum nationalen Feiertag des deutschen Volkes erklärt worden. Angesichts der noch immer herrschenden Unklarheit über die arbeitsrechtlichen Bestimmungen für den 1. Mai ist eine Zusammenstellung dieser Bestimmungen im Organ der Berliner Handelskammer durch Gerichtsassessor Dr. Fritz Schwiegk bemerkenswert. Die Beschäftigung am 1. Mai ist grundsätzlich verboten. Jedoch: Genau wie für die übrigen Feiertage auch am nationalen Feiertage des deutschen Volkes die Sonderbestimmungen über Sonntagsarbeit für bestimmte Betriebe und bestimmte offentliche bzw. eilige Arbeiten. Wird am 1. Mai gearbeitet, so handelt es sich um Sonntagsarbeit, die entsprechend zu zahlen ist. Die Lohn= bzw. die Gehaltszahspflicht am 1. Mai beruht auf dem Grundsatz, daß für die ausfallende Arbeitszeit der regelmäßige Arbeitsverdienst zu zahlen ist. Jedes Gefolgschaftsmitglied soll also so gestellt werden, wie wenn der 1. Mai ein normaler Wochentag wäre. Es ist nur bezahlen, was auch an den vorangegangenen Tagen schon bezahlt worden ist. Diese Selbstverständlichkeit wird dann zweifelhaft, wenn in einem Berieb verkürzt gearbeitet wird. Liegt der 1. Mai auf einem Aussetztag, dann fällt tatsächlich gar keine Arbeit aus. Wird asso infolgedessen auch kein Lohn gezahlt, dann ist der Arbeiter trotzdem nicht schlechter gestellt. Im umgekehrten Fall dagegen besteht Anspruch auf vollen Lohn wie an den sonstigen Arbeitstagen. Sollte ein Unternehmer jedoch diese, gerade mit Rücksicht auf den 1. Mai, so verlegen, daß Feiertag und Aussetztag zusammenfallen, dann würde ihm eine solche Umgehung nichts nützen: er hätte vielmehr, eben wegen dieser Umgehung, den vollen Lohn zu zahlen. Wird an den Tagen vor dem 1. Mai regelmäßig verkürzt gearbeitet, so ist nur der Lohnausfall für diese verkürzte Arbeitszeit zu erstatten. Bei der Akkordarbeit liegen die Verhältnisse genau so, das heißt, es ist der durch die Akkordarbeit im Durchschnitt erzielte höhere Lohn zu zahlen........„ 9„ Jedes Gefolgschaftsmiralieo hat Anspruch auf Bezahlung. Es ist also gleichgültig, ob es nur aushilfsweise oder ständia beschäftigt ist. In jedem Jahr gibt es immer wieder einige kluge Unternehmer, die kurz vorher kündigen, schon am nächsten Arbeitstag aber Neueinstellungen vornehmen. Dann handelt es sich um eine regelrechte — aber wirkungslose— Umgehung des LohnzahlungsVon der Teilnahme an den Aufmärschen, Betriebsveranstaltungen usw. ist die Lohnzahlunasverpflichtung nicht abhängig. Inwieweit ein solches Verhalten zur Kündigung Anlaß bietet, ist eine andere Frage. Sie ist dann für berechtigt erklärt worden, wenn die bewußte Nichtteilnahme an den Veranstaltungen einen Verstoß gegen die Betriebsgemeinschaft darstellt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch am 1. Mai Arbeit zulässia. Sie ist Sonntagsarbeit, muß daher mit den Zuschlägen vergütet werden. Unklarheit besteht aber darüber, in welcher Höhe der Grundlohn zu bezahlen ist. Er ist in den Fällen überhaupt nicht besonders zu zahlen, in denen es sich um einen gegen Monatsgehalt veschäftigten Angestellten handelt. Bei dem Wochenlohn liegen die Verhältnisse nicht anders, wenn es wirklicher Wochenlohn und nicht nur ein zusammengezogener Stundenlohn ist. In beiden Fällen ist also die Arbeit am 1. Mai nicht besonders(abgesehen von etwaigen Zuschlägen) zu vergüten. Aber auch für den Stundenlohn gilt dasselbe: Man darf nicht etwa dovvelte Bezahlung mit der Begründung verlangen. der einfache Stundenlohn werde sowieso. trotz Nichtarbeit. vergütet: würde aber gearbeitet, dann müßte hierfür auch besonders gezahlt werden. Diese Dopvelbezahlung der Arbeit.am 1. Mai ist von den Gerichten abgelehnt worden, da sie die an diesem Tage arbeitenden Gefolasmänner nicht nur so stellen würde wie an jedem andern Arbeitstag, sondern um das Dopvelte besser. Für Betriebsunfälle am 1. Mai gilt folgendes: Verunglückt jemand vor. bei oder nach einer Kundgebung, so ergibt sich Versicherungsschutz, wenn der Unfall sich im engen Zusammenhang mit einer Veranstaltung des Betriebes ereignete. So ist zum Beispiel schon der Hinweg zum Sammelplatz als hierher gehöria anzusehen, auch Unfall bei gemeinschaftlichen, geselligen Svielen im Freien innerhalb einer Belegschaft gilt als Betriebsunfall. Urtaus fül Helmatbeitel Eine Klarstellung In einer Pressemeldung über die neue, von einem Sondertreuhänder der Heimarbeit geschaffene Reichsrahmentarifordnung für Heimarbeit in der Obst= und Gemüsekonservenindustrie wurde erwähnt, daß bis vor ganz kurzer Zeit ein bezahlter Urlaub in der Heimarbeit nicht vorhanden gewesen wäre, und daß die genannte Reichsrahmentarifordnung die zweite gesetzlich kerte Urlaubsgewährung an Heimarbeiter überhaupt darstelle.=Fanhteun 81 Gegenüber solchen, irrefuhrenden Behauplungen, die in Heimarbeiterkreisen Beunruhigung hervorgerufen haben, ist erfreulicherweise festzustellen, daß der Heimarbeiterurlaub in zahlreichen Tarifordnungen für die verschiedensten Gewerbezweige längst festgelegt ist. Der Sondertreuhänder der Heimarbeit im deutschen Bekleidungsgewerbe, das bekanntlich die meisten Heimarbeiter ählt, hat“ eite im Jahre 1934 erstmalig einen Heim3a., ha. bereits rbe das bekanntlich die meisten Heimarb eits im Fahle 11007 ersiniglig einen Gemb eingeführt. Daraufhin sind noch in etwa in Gewerbezweigen Heimarbeiterurlaubsund aktiven Beamten sind hierin eingeschlossen,„Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,89 Miuiar= den oder 9 v. H. Das Angestellteneinkommen hat somit seit dem Tiefpunkt um 40 v.., das Arbeitereinkommen dagegen bereits um 64 v. H. zugenommen. Konzern der 170000 IG. Farben berichtet über arbeitsreiches Jahr arbeiterurlaub eingefüh 14 bedeutenden Erweteingigr regelungen durch die zustandigen Sondertreuhander der Heimarbeit über die Reichstreuhänder der Arbeit geschaffen worden, darunter z. B. für die Schneidwarenund Besteckindustrie, für die Lederwaren=, Reise= und Sportartikel= und Ausrüstungsindustrie, für das Lederhandschuhgewerbe, für die Uhrenindustrie, für das Kürschnergewerbe, für die Schuhindustrie usw. Das Problem der Urlaubsgewährung für Heimarbeiter, das stets Gegenstand besonders enger Zusammenarbeit zwischen dem Reichsarbeitsministerium und dem Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront war, kann daher mit überraschend gutem Erfolg bereits als weitgehend gelöst angesehen werden. 35 Milliarden Arbeitseinkommen Gesamtzahl der Beschäftigten um 1,13 Millionen gestiegen Die Zahl der beschäftigten Arbeiter im Deutschen Reich betrug, wie„Wirtschaft und Statistik“ mitteilt, im Jahre 1936 865000, die der beschäftigten Angestellten etwa 265000 mehr als im Jahre 1935. Die Gesamtbeschäftigtenziffer ist demnach also während geß. gangenen Jahres um nicht weniger als 1,13 Millionen angewachsen. Der Krisenverlust der Jahre 1929 bis 1932 ist damit nahezu aufgehoben. Das gleiche trifft in etwas geringerem Maße auch für, dn zu, bei dessen Berechnung das Stamnische Reichsamt auf eine Summe von 35 Milliarden Reichsmark kommt.„Die Lohn= und Gehaltseinkommen der Arbeiter, ungesteuten Wie schon aus den ersten, kürzlich veröffentlichten Erfolgsziffern zu ersehen, war, hat die J. G. Farbenindustrie. Deutschlands größtes Chemieunternehmen. im letzten Jahre wieder erfolgreich gearbeitet. Die I. G. (Abkürzung für„Interessengemeinschaft") ist nicht nur der größte Konzern auf dem Gebiete der Chemie, sondern überhaupt eines der größten Unternehmen der Welt. Sind doch nicht weniger als 170869 Arbeiter und Angestellte bei der J. G. Farbenindustrie und ihren Tochtergesellschaften beschäftigt(Stand von Ende 1936). Für den weiteren Aufschwung im letzten Jahr ist kennzeichnend die Tatsache, daß die Gefolgschaft Ende 1935 rund 148000 Köpfe betragen hat. Dabei war die Arbeit, die in besonderem Umfange auch dem Weltmarkt gilt. im letzten Jahr keineswegs einfach. Die Verwaltung verweist auf die Schwierigkeiten, die die Währungsabwertungen vieler Länder nicht nur auf den westeuroväischen Märkten, sondern auch in der gesamten übrigen Welt gebracht haben, und führt weiter hierzu aus: Die fortschreitende Industriealisierung und insbesondere der Ausbau der chemischen Industrie in der ganzen Welt verlangten von uns eine wesentlich größere Beweglichkeit und Anpassung an die neue Entwicklung. Wir waren Absatzverlusten in Großprodukten ausgesetzt, für die wir erst nach und nach wieder einen Ausgleich im Absatz höher entwickelter und spezialisierter Erzeugnisse finden können. Trotzdem gelana es uns, den Export in der Berichtszeit insgesamt auch wertmäßig zu halten. Das gesamte Aktienkapital der I. G. Farbenindustrie beläuft sich auf 800 Millionen Reichsmark, wozu noch Reserven und Rückstellungen in Höhe von über 270 Millionen kommen. Auf die Stammaktien(dividendenberechtigt sind 680 Millionen Reichsmark) werden wieder 7 Prozent Dividende gezahlt. Aus dem 1916 erzielten Reingewinn von rund 60 Millionen verbleiben nach der Dividendenverteilung noch rund 12 Millionen, die auf neue Rechnung voraetragen werden sollen. Für Löhne und Gehälter wurden 251,3 Millionen Reichsmark aufgewandt. Die Bezüge der des Vorstandes werden mit 4,7 Millionen Reichsmark, die der Mitglieder des Aufsichtsrats mit.68 Millionen Reichsmark angegeben, 3, 2, SEisserung der Der Geschäftsbericht entvalt eine Schlerunn der Sozialleistungen, wobei namentlich auf die der Gefolgschaft zukommende Jahrespramie verwiesen wird. Fur 1936 hat die Jahrespramie insgesamt 11,7 Millionen betragen. Es wurden 1910 neue Werkwohnungen errichtet. In den Lehrwerkstätten werden 1200 Lehrlinge erzogen. Die Aufwendungen auf sozialem Gebiet(gesetzliche und freiwillige) werden für 1936 mit 68 Millionen Reichsmark ausgewiesen(1985 rund 65.5 MilAuch im vorigen Jahr hat die I. G. Farbenindustrie wieder außerordentlich große Ausbauten vorgenommen. Die neu errichteten Anlagen und neu beschafften Maschinen haben einen Gesamtwert von 85.5 Millionen Reichsmark; davon sind 78.5 Miuionen bereits abgeschrieben. Der gewaltige Ausbau des letzten Jahres konnte also bis auf einen kleinen Rest aus den lausenden Erträgnissen finanziert werden. Aus Westfalen und Rheinland Dei Dies untern Iduna=Germania Allgemeine Versicherungs=AG. in Berlin. Mit Ausnahme der Kraftfahrzeug=Haftpflichtund der Kraftfahrzeug=Kaskoversicherung erbrachten alle Versicherungszweige 1936 Ueberschüsse. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich insgesamt um 0,5 Millionen auf 9,74 Millionen Reichsmark. Schäden stiegen von 4,35 auf 4,41 Millionen Reichsmark. Aus 0,43 Millionen Reichsmark Ueberschuß(i. V..46 Mill. RM.) wieder 6 Prozent Dividende, 30000 Reichsmark fließen in die Spezialreserve. 25000 Reichsmark werden für nationale Spenden zurückgestellt. Im neuen Jahr weiter günstiger Verlauf.— Julius Berger Tiefbau AG. in Berlin. 1936 kräftige Umsatzsteigerung. Erhöhung der Gefolgschaftsziffer(Lohn= und Gehaltskonto stieg von 7,5 Millionen auf 8,7 Millionen Reichsmark). Wieder 6 Prozent Dividende. Im neuen Jahr reger Auftragseingang, so daß auch für 1937 mit befriedigendem Abschluß zu rechnen ist. Ootsen schaachei Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Nach den Kursbesserungen der letzten Tage machte sich zu Beginn an den Aktienmärkten eine leichte Entspannung bemerkbar Es kam einiges Material, namentlich an Montanwerten heraus, das auf die Kurse drückte; doch hielten sich die Rückgänge in engen Grenzen. Einige Werte lagen auf kleine Nachfrage hin aber auch etwas fester. Das Gesa begann ruhig: nur Ver. Stahlwerke und Westdeutsche Kauf„Pärchen“ verübt Diebstähle am laufenden Band messer mit einem geschäfteten Feuersteinbeil aus der jüngeren Steinzeit(4000 bis 2000 vor unserer Zeitrechnung) gefällt. Die Föhre wurde in der kurzen Zeit von sieben Minuten gefällt, ein Beweis für die Güte der Steinzeit=Werkzeuge. Schwerte, 21. April. Ende Januar 1937 wurde in der Hüsingstraße ein Diebstahl verübt, wobei wertvolle Kleidungsstücke gestohlen wurden. Man hatte eine Hausangestellte im Verdacht, die mit einem Mann aus Gelsenkirchen ein Verhältnis unterhielt. Von einem Beamten der Wach= und Schließgesellschaft wurde nun das Haus mehrere Wochen lang beobachtet, bis er eines Tages feststellen konnte, daß zur Nachtzeit die Hausangestellte mit einem verdächtigen Mann das Haus in der Hüfingstraße betrat. Der Beamte verständigte die Polizei und die Hausbewohner wurden benachrichtigt. Daraufbin drang man in das Haus ein und konnte den Dieb festnehmen, der bekleidet unter einem Bett lag. Man stellte weiter fest, daß er sogar den gestohlenen Mantel anhatte, ferner auch eine Jacke und einen vermißten Pullover. Der Mann sowie das Dienstmädchen wurden verhaftet. Baugrube stürzte ein Drei Arbeiter verletzt Bielefeld, 21. April. Bei Kanalarbeiten auf der Detmolder Straße wurden drei Arbeiter, die in etwa vier Meter Tiefe arbeiteten, durch Erdmassen verschüttet. Glücklicherweise konnten sie von ihren Arbeitskameraden schnell aus ihrer gefährlichen Lage befreit werden. Nach den im Krankenhaus getroffenen Feststellungen sind die erlittenen Verletzungen nicht schwerer Natur. Schadenfeuer in Coesfeld Ueber 10000 Mark Sachschaden Coesfeld, 21. April. Im Dachgeschoß eines in der Berkelstraße liegenden Hauses des Kaufmannes Horstmann entstand aus bisher noch nicht geklärter Ursache ein Brand. Nur dem geschickten Einsatz der Coesfelder Feuerwehr ist es zu danken, daß nicht das ganze W viertel niederbrannte, in dem sich Möbelläger befi Nach etwa einstündiger Arbeit mit sechs Schlanchleitungen war die größte Gefahr beseitigt und der Brand gelöscht. Der Sachschaden beläuft sich vorläufig auf 12 000 bis 15000 Mark. Baumfällung mit einem Steinbeil Fallingbostel, 21. April. An den Sieben Steinhäusern von Fallingbostel fand in diesem T eigenartige Baumfällung statt. Professor Dr., Jakob Friesen hatte eine Abordnung von Vertrauensleuten des Bundes Heimatschutz aus dem die Heide geführt, denen er die Beveutung der einzigartigen Großsteingräber darlegte. Im Anschluß Vortrag wurde eine Föhre von 20 Zentimeter erste Handwerks=Wandergesellenheim in Köln seiner Bestimmung übergeben. Köln, 21. April. Das deutsche Handwerk erlebte am Mittwoch einen Tag von besonderer Bedeutung. In Köln wurde durch den Reichshandwerkswalter Walter(Berlin) das erste deutsche Heim für HandwerksWandergesellen seiner Bestimmung überaeben. Nach der Begrüßungsansprache von Gauhandwerkswalter Mohr ging Reichsabteilungsleiter Petersen kurz auf die Grunde ein, die zur Schaffung des ersten deutschen Wandergesellenheims geführt hätten. Reichshandwerkswalter Walter(Berlin) bezeichnete die Schaffung des ersten Wandergesellenheimes als einen Markstein in der Geschichte des deutschen Handwerks. Die Ehrengäste besichtigten dann die Räumlichkeiten des Hauses, das Betten für 56 Wandergesellen enthält. Kleine provinz=Nachrichten Zum Generalmajor befördert. Der Chef des Generalstabes des 6. Armeekorvs in Münster. Obern i G. Mummenthey, wurde anläßlich des Geburtstages des Führers zum Generalmajor befördert. „Leistungsschau des deutschen Handwerks“ in Hagen eröffnet. In den Räumen des stadtischen Museums in Hagen wurde am Sonntag die von der Kreishandwerkerschaft Hagen veranstaltete Ausstellung„Leistungsschau des deutschen Handwerks“ mit einer schlichten Feier eröffnet. Oberburgermeister und stellvertretender Gauleiter Pg. Vetter eröffnete die Auestellung, indem er die Schönheit der Handwerkerkunst und iyren Wert für das deutsche Volkstum feierte. Er versprach, dem Handwerk jede nur mögliche Gelegenheit zu geben, sich frei entwickeln zu können. Die Gewalt über den Wagen verloren.— 3 Schwerverletzte. In der Nacht zum Montag verlor in Wesel der Fahrer eines Personenkraftwagens nach dem Ueberaueren eines Bahnüberganges die Gewalt über den Wagen und streifte einen Baum. Hierbei wurde der Wagen schwer beschädigt. Die drei Insassen, eine Person aus Friedrichsfeld und zwei aus Wesel. wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tote bei einem Motorradunfall. Zwei junge Männer aus Brackwede unternahmen eine Motorradfahrt nach Schloß Holte. Kurz vor dem Stuckenbrocker Friedhof an der Bielefelder Landstraße fuhr das Rad mit voller Geschwindigkeit gegen einen Baum. Der Fahrer war sofort tot: der Beifahrer starb nach einigen Minuten. 1 Pfund Sterling: 12,25½(Vortag 12.26) RM. 100 Dollar: 249,00(Vortag 249,00) RM. 100 holländische Gulden: 136.30(Vortag 136.35) RM. 100 französische Frank: 11.09(Vortag 11.14) RM. 100 Schweizer Franken: 56.83(Vortag 56.86) NM. 100 österreich. Schilling: 49,00(Bortag 49.001 ul M. 100 italienische Lire: 13,10(Vortag 13,10) RM. hof hatten verhältnismäßig gute Umsätze. Der Kuxenmarkt lag leichter, verschiedentlich zeigte sich Abgabeneigung. Der Freiverkehr war nicht einheitlich. Lothringen gaben bei gutem Geschäft unter Schwankungen bis nach. Der Verlaus war zum Teil noch etwas leichter. Berliner Börse Die Börse eröffnete mit einiger Zurückhaltung. Die Spekulation hatte bereits am Dienstag nach der Bewegung der letzten Tage einige Glattstellungen vorgenommen und setzte bei der zu beobachtenden Zurückhaltung des Publikums diese Glattstellungen an den Aktienmärkten anfangs noch fort, zum Teil stimmungsmäßig beeinflußt durch die Steuergesetze in London und die Kursstürze in Prag. Aber aus der zunächst vorwiegend schwächeren Haltung der Börse traten schon zu Anfang einige Werte mit fester Haltung hervor, und als später die Verkäufe nachließen, setzte sich bald wieder eine etwas bessere Tendenz durch. Montanwerte lagen bis ½ Prozent schwächer. Die Anleibemärtz##logen,###n falls nicht einheitlich. Altbesitz bröckelten zunachn endas ab. Pfandbriefe etwas ruhiger, aber im allgemeinen doch noch recht fest. Der Schluß der Börse lag etwas freundlicher. Am Geldmarkt Tägliches Geld 1¾ bis 2¾ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die Abendbörse eröffnete im Anschluß an den Berliner Verkehr in fester Haltung. In einigen Spezialwerten konnte sich ziemlich lebhaftes Geschäft entwickeln. Man nannte zumeist höhere Kurse. Der Rentenmarkt lag demgegenüber sehr ruhig. Im Verlaufe gestaltete sich die Umsatztätigkeit für einige Spezialpapiere weiter lebhaft. Die Auslandsbörsen Newyork: Fest. London: Unregelmäßig. Amsterdam: Uneinheitlich. Paris: Rückgängig. Brüssel: Schwächer. Zürich: Widerstandsfähig. Wien: Schwach. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. ndustriegerste Hater märk. Neizenm. Auszm. 10.820 Asche: Poggenm,.997 A.—.—„ Viktoriserosen[34.0 36 034-38 0 Soeiseerbsen[33 0 35 0123.-35.0 Futtererbsen 124.0 26 024.-26.0 Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 21. 83.50(85.50) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 144 Reichsmark: Aluminium, Walz oder Draht: 148 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 21. April Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 ervestende nouerun rn.4 u1.411.|21.#.4. Dir Anfang Schluß) Kassa Schlußl Div. Antang Schlußl Kassa Schlus Mbsstz— 124.25 124.25124.20)124.13 5% Hoesch RM. 6% Krupp RM. Sak elstahl bemberg Beiger Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl 0. Reschsb. V 99.00 99.75 99.50) 99.25 ——. 101.87 1118.75/121.25s119.75|118.50 9—. 4134.15134.75—. 135.00 6/143.00s148.00 148.001148.00 6/123.62—.— 123.50 1123.25 5/149.12—.———150.30 Ros. 1/127.371127.37 127.37/127.37 vortm, Union 12 208.00 207.25 207.00 208. 50 I. 6. Farbenind. 7/170.87/171.00 170.87/170:67 Feldmühle 6/144.25s144.00 144.12|144.00 Felten& Guille 6/143.50143.25 113.00 144.05 Coldschmist. S/143.12/1665 143.25 Narpen... 39/163.25 103.50—.- 1163.75 Steinkohlen-Kuxe 21. 4. 20. 4. — Geld Brief Geld Briet Garolus A. 7300 7050 7300 7600 Const. 10000 10500 10000 10600 Deutschl. 400 440.35 476 Schwerin—-! Benr. 14700 15400 14800 15400 Langb 18300 19000 1820018900 — 124.50 127.50 133.09 125.75 131.00152.00 201.254201.50 Hoesch Köln-N. 3 ½/123.81 123.75 Kali-Aschersl. 5/127.62s127.50 Klöckner-W. 4½/132.62s132.50132.37 Mannesmann 31125.50 Masch. Untern. 5/151.12/152.73|131.00 Reichsbank 12/201.50201.50 Rhein. Braunk. 12——. Rhein. Stahlw. 6/160.37/160.99—.(160. Rh.-.-Elek. 6/129.25/129.00149.004129.29 Salzdetfurth. 7 6/166.87 /166.87/166.87 Schuckert& o. 61171.00 171.001 36 75 Siemens& al. 81200.50 200.50 200. 50 Gebr. Stolweck 6—#121.12 Ver. Stahlwerke 3 ½/121.00 T21. 60121.091 Westd. naufhof 0 61.37 63.00 61.75 160.50 Westeregeln Wintershall Neu-Staßt.—-- Siegtr. lu. I—.99 Wih. 5/127.25 127.00123.00 6 130.25s139.25130.50 171.00 201.50 123.03 120.75 61.12 126.75 139.62 Braunkolen-Kure Suie Hoff. 8250 8750 8600 9100 sehe 132001270033 150e— 1700017800 vein— 13200 12800 13400 berabarom. 1600 1700 16001700 H Preiverkehr Steinkehlen- u. Braunk.-Kuxe 21.4. f. 20. 4. Geld-ief Geld Briefl Oierg. 11000 11300 1123011850 Westfalen—! 875— Bellerh.— 41003850 4150 Kall-Tun: 21.4. 20. 4. 9 or ae Kall-Kung Geld Bref#ed 8; vvenrode 11701230 1185 1245/#raunsenn. 5200, b1 O O4UD Ob Ardsch 30003200 2950 3150Einigkeit——-! Erichsseg Habigh. Jisenburg Mariagl. Marie Marie L. Max 3800— 3300 — 2900 2700 290 7400800 2950 3150 2950 3150 2950 3150 2950 3150 2950 3150 2950 3159 Neusollist. 2700 2900 2675 2875 Reichsid. 325 350 320 360 Thüringen———— Industrieaktien(Einheitsk.) Div, 121../20, 4. Balcke Masch 0 /107.2107.3 Berg. 6. Dahl.V. S 131.7151.7 Bonner Bg. u..I S 1141.5141.2 Bösp. Walzw.— 134.0139.0 Braunk. Zuk. Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Düss. Masch. B. Dynamit.Nob. Eschw. Berg. V. Ewald--Ludw Glas- u. Sp. S. Glückauf-.A6. Gebr. Goedh.AG Hallesche Salz. Hilges .ndr.-Aufferm Hochtief 46. (abelw. Rheydt Kali-Chemie W. Kreift H. Lehm& Co. Mülheim. Berg Rhein. Metal! Rhein. Spiegel Roddergr. Brnk Sachtl.AG. Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. 21:.20. 4. „„ 5 116.3119.0 Köln Hagelv. 5(136.0136.0MKöln. Lioyd A. 0 133.0136.0 Köln Rückv. gr. .5 91.0 90.1/Köln. Rückv Kl. 14 275.0275.01 147.1— 126.8128.6 167.0167.0 140.5— 150.01512 200.0200.0 150.51 83.3 83.1 3—.—. „Holn. Nuckv. A. Rentenwerte 4MRh.-.-.4 f. 12.10 99.2 99.2 5# Oto. dte. S. 11. 1101. 7/101.5 45 dtc. Gold.-Kom. 928, 1927 S.—9.] 97.7 ½ Wd. 8od. Gpfb. 98.0 99.0 Em. 3. 9s12, 16 45 dto. Gold-.-0bl.—. Freiverbehrn.-Aktter 21. 4. 20. 4. Geld Brief Geld Brief 18 4000400.0 9 187.0 .5144.3145.0 5 1195 150 0159 5 98.0 96.0 —. 183.0 6—.1—.[Lothr. v. 82. 5 113.3013.|uch. Be#g— 5 117.5117.510 11 4 7 5 117.5117.5 103.01105.0 136.0 114.0 136.1 s 113.1 Div. 121. 4. 20. 4. Feuerv. 40 /820.0820.0 8 102.0— — 265.0265.0 6 /125.0120.0 — 890.0 90.0 Berliner Börse, 21. April Mitgeteilt von der Commerz- un 1 Prival-Bank Filiale Bochum 1124.0 2/206.5 0154.0 Adier Alexand Burd. K. Sutt.-W Jol. Bas Oyckerh Eisa C. Reichsbankdiskont 4% Lo nbardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte 121..20 4 kkumulatoren[12/245.0214.5 Akv 942·0 42 A. E. 6. 10 20.0 29.1 Anhalter Kohle Aschaff. Zellstoff 63.0 71.9 70.0 72.0 64.5 66.0 64.5 66.5 96.5101.5 99.5101.5 91.0 94.0 91.O 94.5 „ 141.0— 141.0 129.0134.0129.0132.5 Soad..•—.Hann. R.—.—.—. Humb.ON 138.0141.5137.0191.5 Gortum 63.8—. 64.9 .-Fälz. 103,5 106. 5 105. 0 108.0 Lothrin, 1120.0124.0122.0124.3 Kothr.., 82.%, 848 88.g7 eral—. 1106.0—. 100 vn. 1in0!—.-.—.—. Str. b. Nia. 101.0104. G— Kupf. 116.0s119.5117.0120.0 Wi. Dinn. 140.0—. 1140.0— Berkahller Berlin.Hand. 6. Com.-.Pr.- B. O. Bank u..-G. Oresdner Bank Rh. W. Bb. Cr. 6 Nestd. B..-A. Versicherungeaktien Aach.-Münch.F 32 1160 1155 Steuergstecheine onoe S. Fl.) 415.0413 Otillg ab..194. 163 1051 V. u. Stong f.228.0282M.418 1. A u S.N,.820802.8 53116 Colonia,.-.K..4135.0 13a M„„ I. 4. 1937. 119.9 15.3 Colonis Rückv.— 265.0265.00„„ 1. 4. 10m 115.0115.0 A- Räle Ronner Gas Krefft W. Kromschroeder 9111 Kronprinz Metall(75160. Küppersbusch 6#—. Dittmann Neub. 3 Otmd. Akt.-Brau. 10 176.0 " Union-Braus12 291. Dürener Metall Oyckersh. Widm. 6/155. glektr. Lieferg. L" Licht s. Kr. dümgeer Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. 6134.5135.5 7130.— 0 69. 6126. 5/151.7 5 89.5 B/126.7 Leiche D Basalt Bayr. Moteren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Kr. u. Licht 8/100.7/166.0 Maschinenb. 6/149.0143.5 erus 4138.7s134.0 9107 0 33.9 33.7 6133.3/155 2 0129.1118.5 6147.0146.5 4141.0142.0 8155.7/166.0 Büdane Pharl. Wasser[39114.6115.3 Chem. Gelsenk. 4½ onti Gumms 11/195.2/199.3 Feintut sebhardt& Co. O German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke S139.7/141.6 iu der vrsch. Atlant. Oisch. Cont Gas 5119. Kabel 6/141.5 " Uneleum 10174.7/175.7 Nonzeug 114491454 Podin 141 " Eisenhand Oierig 10173.2—. Weien bal nageda Hamb. Elektr. .ndr.-Aufferm. Hoftmann Stärke 6159. 4119. 6130. 8 106. 9165.: 5½113.7 5114.4 We berte mag Mimosa Abineimer Berg. 5459 0 11119.9 .0149.9 J167.0 2115.2 8113.5 6/123.5/122. ölHoheniohewerke 5/119.2/120.OMhloizmann Ph. toteibetr.Ges. 1 Sepber Dise Genus Isenbeck Brau. Dungnans Gebr. .0134.0 .5/1243 146.7 —. 1160.0 130.0 6/175. 6144. 4 93. 4134. 0143.8 93.5 .5135.6 6149. 3 82 0 33. 5117. .8149.7 .5 63.0 2 83.0 3116.5 .2162.0 6127. 0 19. 4137. 3133. 6126.3 .19.3 .U/138.0 .7184.5 168.5 Siem.& Halske Stollberg. Zink hüngger des Tuch Aachen Unioa chem. wer. Dtsch. Nickel 8163.2163. V Ver. Glanzst.##—..— Ver. Ultramarie 7/144.5145. Voges Draht 6144.0 8197. 4132. 8151. 0— 5196.0 .0132.0 3137.5 dressi H fepgel Uenabr. Kupfer Ponge& Zahn 96.3 95. hein. El. Werke Rhein.-W. Kall ∆ Meseim.Riebeck Montan.2/119. Rütgerswerke 6/148 9- Saroti Sarotti Schlege 28 352. 106 Schles. Berg. u. Z. 0 1332 .5119 0 3148.8 .0 0104.7 119.5 Berg. Beuth. " Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schuttheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens 6las 4124. 7146. 6150. 4100 9133 4124. 7/125.0 .7146.5 .5152.0 .3100.0 .0135.2 2/124.0 9200.2201.71 95.0 85.6 7—. 1144.0 7 1103.0101.0 S119.0117.5 Magner& Co. * Wanderere Warsteiner Grub. Westtalen Drant Wickdler Brau. er 9 8177.917. 3103.2102. 5141.5— Tetchronerte A. 6. für Verkehr Boch.-Geisenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer Worcd lope 0134.8134. 0 51.0 54. Aeuteomuete 45 Ot. R. Schatz. 41 4 Dt. R. Anleibe 44 55 O. R. Tounganl 4. Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz 45 Bochumer Anl. 4# Deisburger Anl. 45 Düsselderter Anl. 98.8 96. 93.8 98. 104.4/104 100.11100 126. 97.2 97. 91.2 97.2 91.5 97.80— —. 97.0 98 5 97.7 45 Elberteider Anl. 45 Essener Anl. 4 Mülh.-Ruhr Anl. ½5 Ruhrverdd. Anl. 36 45 Pr. Lo##f. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. “. Ldbk. Westf. Kom.##. #1 01. Komm.Soldan. 99.1 96.7 4 Westf. ldsch. Pfol 99.04. #Dt. Hyo.Bin.Pfd. 99.0 99.0 ###P r. Centr. B0d. Pfd. 99.0 99.0 ## Pr. Pidbr. Bk. Ptd. 99.0 99.0 4# Basa t Obl. 100.2 6 Concord. Berg. 0bl.— 103.5 5 Darmler Benr 0bl.—. 105.5 5 Klöcknerw. Obl.—.— 7# Mont Cenis Obt.[102.0102.7 51½ Ver. Stahl 60 97.7 97.6 15 Ver. Stanl 47/51 5 Ver. Stah 3 Siem. àp; H. Ob1. 1 Farbenbonds Umschuld. Anleihe 99.1 99.5 101.8102.0 178.0177.2 135.2135.2 •1- 91.9 3. Schuldb. F. 38 J. Schuldb. F. 40 k. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen. Steink. 42 45 Harpener 49 45 R. W. E. 52/8 5 R. W. E. 60 ½ Ruhrohemte 48 45 Runrgas 53 45 Ruhrwasser 33 31% Ruhrwohng. 30 2½ V. E. W. 52 2l. 4/21.4. 69 4 Srief 100.2101 99.8100.7 99.3100.1 98.8 99 6 101.0103.0 97.1 99.2 101.0— Westtalenbank.-G. Bochum Austührung samtlleher Bankgesenatte W i # 5 A An A A 9444 7189 165 8 S ea ste s P Sa Seite 10 Nr. 93# Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 22. April 1937 Nachrichten aus Groß-Bochum Seite 11 Nr. 9 den=Eldotienen Stadtteil Hamme sonderen über das neue Körgesetz. Besonderes Interesse Großkundgebung der NSDAP. Au alle Hammer Volksgenossen richtet sich der Aufruf der Ortsgruppe Hamme der NSDAP. zur Teilnahme an der großen Kundgebung, die am Samstag, 24. April, um 20.15 Uhr, im großen Huckeschen Saale auf der Dorstener Straße steigen wird. Es spricht hier der bekannte Redner Pa. Hans Rogalski aus Danzia über„Aktuelle Tagesfragen". Zither=Musikabend. Am Sonntag. 25. April. veranstaltet der Zitherkranz im Lokal Raeder einen volkstümlichen Zither=Musikabend. Der MGV.„Concordia" besucht geschlossen die Veranstaltung. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen fand auch die mit der Versammlung verbundene kleine Ausstellung, in der praktische Gegenstände für die Ziegenpflege, aber auch Zentrifugen und Buttermaschinen zur Ansicht ausgestellt waren. Fahrraddiebstahl. In der Nacht zum 20. April wurde aus dem abgeschlossenen Hausflur des Hauses Schürbankstraße 12 ein dort abgestelltes Herrenfahrrad, Marke „Standard" Nr. 86278, gestohlen. Angaben werden vom 5. Kriminalkommissariat, Nebenstelle Bochum=Gerthe, und von jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. Stadtteil Harpen Stadtteil Altenbochum Die Neubauten des Hauptfriedhofs wachsen. Der zweite Bauabschnitt des Neubaues am Hauptfriedhof in Altenbochum, der die wichtigsten Gebäude dieser Anlage sowie die großen Leichenhalle mit den Nebengebäuden vorsieht, wächst rasch emvor. Auf dem Gelände neben dem Friedhof herrscht ebenfalls rege Tätigkeit. Hierhin siedelt die Stadtgärtnerei vom Stadtpark über. Im Anschluß an die jetzige Leichenhalle, die später als Palmenhaus der Gärtnerein angegliedert wird, werden die neuen Treibhausanlagen errichtet. Die Anlage umfaßt fünf Treibhäuser, von denen drei 150 Quadratmeter und zwei 225 Quadratmeter groß sind. Ein großer lichter Arbeitsraum zieht sich vor den Treibhäusern her. Bei der Arbeit verletzt. In Ausübung seines Berufes erlitt der Volksgenosse Fritz., Eulenbaumstraße 102, einen Unfall. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Kaninchendiebstahl. In der Nacht zum 18. April wurde beim Hause Hiltroper Straße 14 ein Kaninchenstall erbrochen und daraus ein Kaninchen, Muttertier, das tragend war, entwendet. Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 244. Feierstunde zum Geburtstag des Führers. Die Ortsgruppe Harpen der NSDAP. veranstaltete im Saale Ruwe ihre örtliche Feierstunde aus Anlaß des Geburtstages des Führers in Anwesenheit der Formationen und Gliederungen der Partei wie auch der übrigen Volksgenossen. Nach dem Fahneneinmarsch ergriff. Ortsgruppenleiter Pa. R ö Stadtteil Riemke zenleiter Pg. Röder das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er besonders auf die durch die Vereidigung der Jahreshauptversammlung der Ost= und Westpreußen. Am letzten Sonntag fand im Bundeslokale Ohters die gut besuchte Jahreshauptversammlung der heimattreuen Ost= und Westpreußen statt. Einganas gedachte der Bundesgruppenleiter Piekarski der im verflossenen Jahre verstorbenen Landsleute. Der Kassenbericht stand auf gesunder Grundlage. Den Tätigkeitsbericht erstattete der Schriftwart. Der Leiter, dem einstimmig das Vertrauen ausgesprochen wurde, ernannte seine alten Mitarbeiter wieder. Die Neuregelung der Unterstutzungskasse wurde anerkannt. Vier Landsleute wurden neu ausgenommen. Anmeldungen für Sonderzüge nimmt Landsmann Gerler. Tröskenstraße 16, entgegen. Ein Sommerausflug mit dem Schiff nach Lünen soll unternommen werden. Eine Abstimmungsgedenktafel soll im Bundeslokal Platz finden. Amtswalter und=warte gegebene tiefere Bedeutung der Feierstunde hinwies. Die Vereidigung wurde dann von München übertragen. Mit dem Deutschland und dem Horst=Wessel=Lied endete die eindrucksvolle Feierstunde. Kaninchenzuchtverein W 51. Im Lokale Wwe. Hoffmann hielt der Kaninchenzuchtverein W 51(BochumHarpen) seine gut besuchte Sonderversammlung ab. Den Hauptpunkt der vom Vorsitzenden bekanntgegebenen, umfangreichen Tagesordnung bildete die am 23. und 24. Oktober stattfindende Lokalschau. Als Ausstellungsleiter wurde der Züchter Richard Philipp und als tellvertreter der Zuchter Fritz Rohrka bestimmt. Als Preisrichter hat der Verein Johann Benning aus Bövinghausen verpflichtet. Der Zuchter Philipp stiftete für die Ausstellung einen wertvollen Wanderpreis. dir aussteuung g N7 r Ma Zuchter Crämer wurde als ständiger Delegierter für die Tagungen der Kreis= und Gaufachschaften bestimmt. die ausgeschiedene Leiterin der Frauengruppe Für Vierteljahresappell der Schützenkameradschaft, 6. Kompagnie. Zum Vierteljahresappell der 6. Kompagnie des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Hofstede=Riemke waren am Sonntag im Vereinsheim Vorhoff die Kameraden zahlreich erschienen. Nach der Begrußungsansprache von Hauptmann Nienhaus wurde die TagesK“ 4 5. wurde die Züchterin Frau Philipp eingesetzt. Stadtteil Laer Kanalisierung. An der Einmündung in den Oelbach diente ein gewöhnlicher Graben als Abflußaraben für die Gewässer eines Teiles der Kanalisation des Ortsteils Laer. An den Grabenrändern hausten stets eine Menge Ratten, die die Böschungen zerwühlten und Störungen in den Abflüssen verursachten. Nun ist dem Uebelstand abgeholfen, indem die Stadtverwaltung den Graben zwischen dem Bahnwärterhauschen an der Suntumer Straße und dem Oelbach mit Zementmulden versehen ließ. Der älteste Sänger Westdeutschlands 83 Jahre Am 22. April, kann der Berginvalide Aug. Scharloh in.=Altenbochum, nachweislich der älteste Sänger Westdeutschlands, in seltener Rustigkeit und Frische sein 88. Lebensjahr vollenden. Im Jahre 1879, nach seiner Entlassung vom Militärdienst, wurde im Altenbochumer Krieger= und Landwehrverein eine Gesangabteilung gegründet. welcher er sogleich beitrat, 1881 wurde der Männergesangverein„Westfalig“ Altenbochum gegründet, und seit dieser Zeit singt der alte Herr ununterbrochen noch in diesem Verein, dessen Gründer er auch ist, den 2. Tenor. Also 58 Jahre deutscher Sänger. Die Westfalia kann stolz darauf sein, solch alten Kämpen in ihrer Mitte zu haben. Vier Töchter, 21 Enkelkinder und ein Urenkel können dem alten Sänger ihre Glückwünsche darbringen. Neubautätigkeit. Die Neubauten an der ClausGroth=Straße, durchgeführt von der Baugenossenschaft Laer, und das Wohnhaus am Werner Hellweg. Bauherr der Volksgenosse Wulf, sind im Rohbau fertiggestellt. Der Bau am Werner Hellweg bietet sechs Familien Wohngelegenheit. Straßenausbesserung. Die Höfestraße wird einer gründlichen Ausbesserung unterzogen. Die zahlreichen Schlaglöcher und Vertiefungen werden mit Teersplitt angefüllt. Angebrachter wäre allerdings eine neue Decke. Unfall. Auf seiner Arbeitsstelle erlitt der Volksgenosse Heinrich., Laerfeldstraße 31, einen Unfall. Die Verletzungen machten die Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich. ordnung glatt erledigt. Zwei Kameraden wurden neu Bungenerrüirt Pingrerscte wurden durch urchgeführt, Gneben burch Schießmeister Wlodarski verausgabt. Eine Mannschaftsaufstellung und Riegeneinteitung erfolgt beim nachsten Lokaltreffen, um die besten Schützen ermitteln für die Ausscheidungskämpfe. Der Kompagnie= wanderpokal wird zweimal im Jahr, und zwar beim ersten und letzten Bedingungsschießen ausgeschossen werden. Beim letzten Ausscheidungskampf um die Trophäe ist Hauptmann Nienhaus als Sieger hervorgegangen. Der Regen war schuld. Der Geschäftsvertreter Ernst., Essener Straße, kam in der Nähe der Riemker Kirche mit seinem Motorrad auf der regenglatten Straße zu Fall und wurde erheblich verletzt. Neubautätigkeit. Am Dahlacker wird gegenwärtig ein dreistöckiger großer Neubau errichtet, der in Kürze fertiggestellt sein dürfte, und zahlreichen Familien Wohnungen gibt.— An der Stadtarenze machen die Arbeiten an den neuen Siedlungen gute Fortschritte. Stadttteil Grumme=Böde An Blutvergiftung gestorben. Der Kaufmann Hans Goeke, Josephinenstraße 65, hatte sich am Samstag eine kleine Wunde am Oberarm zugezogen, der er aber keine Beachtung schenkte. Als sich am Montag heftige Schmerzen einstellten, suchte er das Josephshospital auf. Die Hilfe kam aber zu spät. trotz der Operation trat Dienstag abend 6 Uhr der Tod ein. Der Verstorbene. Vater von drei Kindern, erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Vor Jahresfrist starb sein Vater, der Gastwirt Goeke: seine Mutter liegt krank danieder. Der hartgeprüften Familie wendet sich mitfühlende Teilnahme zu. Der Verstorbene hatte eine Erfindung auf dem Gebiete des Steinstaubschutzes gemacht und hatte die Freude, daß ihm darauf vor kurzem Patent erteilt wurde. Nun wurde er mitten aus frohem Schaffen abberufen. Sein Andenken bleibt in Ehren. Stadtteil Hiltrop Hitler=Geburtstagsfeier. Auch die Ortsgruppe Hiltrop=Bergen der NeDAP. hatte zu einer Feierstunde zum Geburtstage des Führers Adolf Hitler eingeladen. Recht zahlreich hatten sich die Formationen und Gliederungen der Partei hierzu im Saale Hubbert eingefunden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Uebertragung aus München und die Vereidigung der örtlichen neuen Amtswalter und=warte. Stadtteil Gertbe Hitler=Geburtstagsfeier. Zu der am Dienstag abend im Saale Kalthoff von der Ortsgruppe Gerthe der RSDAP. einberufenen Feierstunde aus Anlaß des Geburtstages des Führers hatten die Gliederungen der Bewegung und sonstige Volksgenossen sich so zahlreich eingefunden, daß der geräumige Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach dem foierlichen Fahneneinmarsch leitete die Hitler=Jugen dir Feierstünde mir Lied= und Sprechvortragen ein. Ortsgruppenleiter Pg. Dr. Hüper hielt in seiner Ansprache einen Rückblick auf die Vergangenheit und wies besonders auf den tiefen Ernst der Feierstunde hin, in der zahlreiche Amtswalter und Warte auf den Führer vereidigt wurden. Nach der Vereidigungsübertragung aus München konnten noch an mehrere Parteigenossen die Mitgliedsbücher übergeben werden. Deutsches Rotes Kreuz, Mutterhaus der Westfälischen Schwesternschaft, Bochum=Langendreer. Am 18. April wurden die Schwestern, die eine dreijährige Probezeit abgelegt hatten, feierlich auf den Führer und Reichskanzler, dem Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes, verpflichtet. Die Feier wurde eingeleitet durch das Allegro aus dem Streichquartett =moll von Franz Schubert, gespielt vom HäuslerQuartett, Bochum. Die Festansprache hielt der Vorsitzende der Westfälischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz, Landesrat Dr. Kraß. Er wies u. a. darauf hin, was es heißt, unter dem Zeichen des Roten Kreuzes zu arbeiten. Dem Manne treue Gefolgschaft geloben, der aus dem schwachen ein starkes und geeintes Deutschland gemacht habe, könne man ja aus tiefem und freudigem Herzen. Nach Beendigung der Ansprache spielte das Häusler=Quartett das Adagio aus dem Streichquartett=dur von Haydn. Es folate die Verpflichtung, deren Wortlaut von den Schwestern mit erhobener Hand dem Vorsitzenden nachgesprochen und durch Handschlag bekräftigt wurde. Der Schwesternchor unterstrich durch das Lied Karl Brögers„Nichts kann uns rauben Liebe und Glauben zu unserem Land" die Weihe des Gelöbnisses. Sechs Schwestern erhielten für zehnjährige Dienste das silberne Kreuz mit den eingeprägten Worten:„In Treue fest.“ 61 Schwestern der Schwesternschaft können auf eine mindestens zehnjährige Tätigkeit zurückblicken. Drei Schwestern wurden für ihre fünfundzwanzigjährige aktive Zugehörigkeit zur Schwesternschaft besonders geehrt. In herzlichen Worten dankte ihnen der Vorsitzende. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer und dem Singen der Nationalhymnen schloß die eindrucksvolle Feier. Nach dem Festakt saßen die Gäste und Schwestern noch gemutlich bei Kaffee und Kuchen zusammen. Hier ergriff Chefarzt Sanitätsrat Dr. Friedemann wie alljährlich das Wort und übermittelte den Schwestern den Dank und die Glückwünsche der Aerzteschaft. Bochum=Werne geschieht am Samstag, 24. April, in der geschieht am Samstag, 24. April, Zeit von—11 Uhr vormittags in der Verwaltungsstelle. Personalausweise sind bei der Ausgabe vorzulegen. Erdgeschichtliche Wanderung. Die Vereinigung für Heimatkunde veranstaltet am Sonntag, 25. April, eine erdgeschichtliche Wanderung unter der Führung des Heimatfreundes Gerhard Sackmann. Die Wanderung fuhrt in die Gegend des Velberter Gebirgssattels, und zwar von Kupferdreh, Asbachtal, Velbert, Hesperbachtal, Baldeneysee nach Heisingen. Abfahrt Sonntag früh .30 Uhr vom Hauptbahnhof mit Sonntagsfahrkarte (1,10 RM.) nach Essen=Stadtwald, nach Steele mit Anschluß nach Kupferdreh. Stadtteil Linden=Dahlbausen Inspektorenprüfung bestanden. Rudolf Reese, Dahlhausen, Dr.=.=Otto=Straße 117, von der Verwaltungsstelle Linden=Dahlhausen bestand an der Märkischen Verwaltungsschule in Bochum seine Inspektorenprüfung. Stadtteil Stievel ist für die nächsten Tage zweimal angesetzt, und zwar morgen. Freitag(NS.=Kulturgemeinde, Kulturring 2, und freier Verkauf), und Sonntag, wo es in einer Außer=VormieteVorstellung zu verbilligten Preisen gegeben wird.— Einen eindrucksvollen Theaterabend verspricht der Samstag mit Eberhard Wolfgang Möllers„Frankenburger Würfelspiel“, dessen Bochumer Erstaufführung sich während der HI.=Woche vor aus dem ganzen Reich versammelten Gästen zu einem vollen Erfolg gestaltete. Mozarts„Don Juan“ in der bekannten Kölner Inszenierung, der zu Montag auf dem Spielplan steht, wird zweifellos seine besondere Anziehungskraft ausüben. Unter der Spielleitung von Haus Schmid und der musikalischen Leitung von Erich Riede wirken wiederum die ersten Kräfte des Kölner Opernhauses mit. Dienstjubiläum nalsekretär Otto straße 126, sein 2 viele Glückwünsche Dr. Jeß spriAmtes auf zwei Großku sprechen. Eine A am heutigen Don Samstag sor Thema lautet in Weltanschauung i Kameradschafts liche Morgensonn liche Morgensonn Saale Sonnensch schaftsabend. Der Platz besetzt, als zen Worten die 9 begrüßte, wobei schaft gerade im ganz auf Gesell aufgestellt worder Tanz auf. Besor kamerad„Otto B Kraftakt=Vorführ: Festteilnehmer he ergriff noch der stenfeld das Wor einem dreifachen Aus den Vereinen. Der Parr=Cäcilienchor der Meinolphuspfarrei hielt seine Generalversammlung im Vereinslokal ab. Die Vorstandsmitglieder wurden in ihren Aemtern neu bestätigt. Auch in diesem Jahre soll wieder ein größerer Ausflug unternommen werden.— Im Saale des Vinzenz=Kinderheims tagte der Mütterverein der Josephspfarrei zu seiner Jahresversammlung. Jahresbericht und Kassenrechnung wurden zur Kenntnis genommen. In der Leitung des Vereins tritt keine Aenderung ein. Neuer Knapp denen bisherigen ist mit sofortiger mann, Watter Knappschaftsältest Geschäfte bereits Schützenverein findet am 26., 2 über Festzelt. V tätigt. Die Musik Scholven, Watten sonen sich aufneh. fort. Der Aufnah Volksgenossen in schwinden. Das tag, 2. Mai, auf findet auch die A „Japan als Weltindustriemacht“. 4 Stadt WanneIm Bezirksverein des BDJ. sprach Prof. Dr. Ernst Schultze(Leipzig) Japan beschäftigt heute den Problemkreis der Alten Welt. Die Macht, die es sich im Osten sicherte, seine wirtschaftlichen Expansionsbestrebungen auf dem Weltmarkt, alles das sind Fragen, mit denen die Japaner von sich reden machen. Wie war es den Japanern, die erst im Jahre 1868 mit der Neuordnung ihres Staatswesens begannen, überhaupt möglich, in so verhältnismäßig kurzer Zeit sich in die Reihe der Großmächte einzuordnen? Prof. Ernst Schultze beantwortete diese Frage am Mittwoch im Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure im Parkhotel„Haus Rechen“. Seit die Japaner im Jahre 1868 mit der Staatsumwälzung wieder die Landesgrenzen geöffnet haben, ist es unaufhaltsam in steiler Kurve nach oben gegangen. Die Bevölkerungsziffer hat sich fast verdoppelt, obwohl Jeder Bochumer Junggeselle muß wenigstens einmal zum Maiabendfest mit nach Harpen ziehen! Kreuz und au Auch Eickel ur schlaf erwacht. blüte, hat begoni fahrt durch Eicke steht im Zeichen sonders deutlich, gelegt ist. Der Holsterhausen de Der Ausbau der Burgstraße geger und mehr beval immer noch die Einmal weist m Hordeler Straße schlechte postalisc aus kann man und Herne sprei aus der ander Gebiet wohnt, s1 Tisch des Herrn mißt man imme Des Führers Geburtstag. Auch in Stiepel wurde des Führers Geburtstag feierlich begangen. Im Westermannschen Saale hatten sich die Angehörigen der Bewegung eingefunden. Nach der Vereidigung verweilte man noch in kameradschaftlichem Beisammensein.— Im Sturmlokal Frische beging der SA.=Sturm 33/17 des Führers Geburtstag. Sturmführer Funke hielt eine kernige Ansprache. Bestandene Prüfung. Stadtsekretär Wohlfarth, Henkenbergstraße, bestand an der Verwaltungsakademie Bochum die Prüfung als Verwaltungsinspektor. Stadtteil Querenburg Vom Bahnhof. Auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn konnte in diesen Tagen Karl Jakob zurückblicken. 80 Jahre im Dienste der Reichsbahn sind Wilhelm Biller, Heinrich Möhle und Heinrich Becker. 25 Jahre im Dienste der Reichsbahn ist Johann Buhren. 1130 Mark für die Jugendherbergen. Die Sammelaktion, die HI., B2M., und Politische Leiter am vergangenen Samstag und Sonntag für die deutschen Jugendherbergen durchführten, hat ein sehr gutes Ergebnis gehabt. 1130 Mark erbrachte die Sammlung, das sind 150 Mark mehr als im Vorjahre. Bei dem schlechten Wetter an den beiden Tagen spricht das für die Gebefreudigkeit der Volksgenossen, die einen Baustein gegeben haben für Jugendherbergen, die der Jugend helfen. ihre Heimat kennenzulernen. Hühnerdiebstähle. In der Nacht zum 18. April wurden aus einem verschlossenen Hühnerstall, Bömmerstraße 7, fünf rebhuhnfarbige Hühner entwendet. Zwei der entwendeten Tiere sind an Ort und Stelle abgeIn per gleichen Nacht wurden aus Vereidigung der Politischen Leiter. Wie in anderen Stadtteilen, so hatten sich die Partei= und Volksgenossen auch in Querenburg im festlich geschmückten Eggermannschen Saale am Abend des Führer=Geburtstages eingefunden. Ortsgruppenleiter Möller wies kurz auf den Zweck des Abends hin, gedachte der gewaltigen Arbeit des Führers und richtete mahnende Worte an die neu zu vereidigenden Politischen Leiter. Anschließend fanden die Uebertragung aus München und die Vereidigung statt. Stadtteil Wiemelhausen schlachtet worden.— In der gleichen einem ebenfalls verschlossenen Huhnerstall, Oberstraße kach dem feierlichen Fahneneinmarsch Nr. 19a, mittels Einbruchs zwei Hühner und ein Hahn ugend die Feierstunde mit Lied= und gestohlen. Die beiden Hühner, ein weißes und ein rebhuhnfarbiges, wurden an Ort und Stelle von den Tätern abgeschlachtet. Der Hahn, weiß, ist vermutlich lebend mitgenommen worden. Wer hat in der genannten Nacht verdächtige Personen in der Nähe der Tatorte gesehen? Wo sind Hühner zum Kauf angeboten? Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen? Angaben. die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet das 6. Kriminal-Kommissariat in Bochum= Langendreer, Amtshaus, Zimmer 22. Die Ziegenzüchter tagten. Die Ortsfachgruppe Ziegenzüchter Gerthe=Hiltrop hielt im Vereinslokale Wickel ihre gut besuchte Jahreshauptversammlung ab, die gleichzeitig mit einer Werbeversammlung verbunden war. Der erstattete Jahresbericht ließ eine rege Tätigkeit der Ortsfachgruppe im abgelaufenen Jahre erkennen. Die Schulz gewählt, während das Mitglied Kehl als Geschäftsfuhrer eingesetzt wurde. Zuchtwerbewart Weigand hielt sodann einen lehrreichen Vortrag über die Bedeutung der Ziege in der Volkswirtschaft und im beRSKOV. Die Kameradschaft Wiemelhausen der RSKOV. wird am Freitag, 23. April, bei dem Kameraden Klann, Wiemelhauser Straße und Berneckerstraße Ecke, ihren ersten Singabend abhalten. Am Sonntag, 25. April, beginnend um 9 Uhr, findet ein Schießen auf dem Stand Fernholz statt. Für die Amtswalter wird das Schießen um 12 Uhr abgebrochen, weil für diese Zeit im selben Lokale eine Amtswaltersitzung stattfindet. der Nahrungsspielraum dieses Volkes nicht mehr ausgedehnt werden konnte, es überhaupt keine Industrie gab und die hauptsächlichsten Handwerke, wie beispielsweise das Schlosserhandwerk, auf denen sich die europäische Industrie aufbaute, gar nicht vorhanden waren. Maßgebend für diesen Aufschwung waren zwei Grundkräfte, die in der japanischen Volksseele verankert sind. Einmal der leidenschaftliche Wille, unter keinen Umständen unter fremde Herrschaft zu kommen, und zum andern das Geltungsbedürfnis des Japaners: sie wollen von der weißen Rasse in ihrem Können anerkannt werden. In diesem Sinne haben sie nach der gewaltigen Staatsumwälzung im Jahre 1868 gearbeitet. Das Heer wurde nach preußischem Muster aufgestellt, fremde Lehrherren herangezogen, die die Eisenindustrie allmählich aufbauten. Aber das ehrgeizige Streben der Japaner hätte kaum den Erfolg von heute haben können, wenn ihnen nicht ein weltwirtschaftlicher Zufall zur Hilfe gekommen wäre. Japans Bauerntum, das übrigens überaus genügsam aus dem Muß heraus leben muß, betrieb als Nebenproduktion seit langem die Seidenraupenzucht. Als dann in Europa eine große Seidenraupenkrankheit ausbrach und fast alle Bede vernichtete, trat Japan, das von dieser katastrophalen Krankheit verschont blieb, zum erstenmal als Exportland auf. Auf diese Weise blieb die japanische Handelsbilanz zehn Jahre lang ausgeglichen. Inzwischen war die Industrie durch die Zähigkeit des Japaners, der allerdings auch arbeitszeitlich stark ausgenutzt wurde, so weit, daß ein planmäßiger Aufbau durchgeführt werden konnte. Der Weltkrieg tat für sie ein übriges. An die städti Schröder au theater Bielefell Bühnen nach K lich seine LaufbMeisterbrüfu aus der Königst handwerk. Vorbildliche Führers war in Traditionsecke Bochumer Filmschau Werne NSDAP., Ortsgruppe Werne. Im Saale„Zur Deutschen Flotte“ spricht Freitag abend.15 Uhr Gauredner Pa. Hans Braeuner(Iserlohn) in öffentlicher Versammlung. Zusatzscheine für Konsummargarine. An kinderreiche Familien— Familien mit drei(Witwen mit zwei) und mehr unterhaltsberechtigten minderjährigen Kindern— werden Zusatzscheine für Konsummargarine verabfolgt. Die Ausgabe dieser Zusatzscheine für den Stadtbezirk Hammer Lichtspiele:„Nach Büroschluß“. Wir sehen das lustige, aufregende und abwechslungsreiche Leben eines hartgesottenen Reporters und eines Mädchens aus der Gesellschaft. Das ist:„Nach Büroschluß", der Film mit einer Handlung köstlichster Art, die mit der Geschwindigkeit eines Expreß dahineilt, mit Clark Gable als dem lustigsten und Constance Bennett als dem bezauberndsten Passagier. Bald befindet man sich auf einem Gesellschaftsabend, bald mitten in einer Mordaffäre, bald wieder mitten im Hasten und Treiben des Zeitungslebens. Dazu läuft ein Beiprogramm bekannter Güte. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Jochen Huths Lustspiel„Die vier Gesellen“, das bereits in zahlreichen AufführunPublikum auf das beste unterhielt und das bei gen das Kriegerkameradschaft Westwacht„Graf von Haeseler" Bochum. Am Sonntag hielt die Kameradschaft im Kameradschaftsheim August Balkenhol ihren sehr gut besuchten Monatsappell ab. Aufgenommen wurde ein Kamerad. Sodann gab Kameradschaftsführer Soddemann die Eingänge und Anordnungen der Parole bekannt und wies hierbei besonders auf den am 26. und 27. Juni stattfindenden Reichskriegertag in Kassel hin. Der Korpsappell des Haeselerbundes, verbunden mit der Delegiertentagung. findet am 29./30. Mai in Lütgendortmund statt. Die Tagung wird seitens der Kameradschaft mit einigen Vertretern beschickt, dahingegen ist die Teilnahme am Korpsappell noch unbestimmt. Im weiteren Verlause des Appells konnte den Kameraden Peitz, Schäfer Josef, Mehring und Frau Soddemann mit Worten des Dankes der Ehrenbrief der Deutschen Kriegersechtanstalt für treue Mitarbeit überreicht werden. Nach Erledigung der Tagesordnung gedachte der Kameradschaftsführer in herzlich gehaltenen Worten des Geburtstages unseres allverehrten Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Die Vereinigung ehemaliger Angehöriger der GebirgsMaschinengewehr=Abteilungen des Weltkrieges in Geesen (Harz) veranstaltet am 3. und 4. Juli in Seesen eine Wiedersehensfeier aller Kameraden der ehem. Gebirgs=Maschinengewehr=Abtellungen des Weltkrieges. Alle Kameraden werden gebeten, ihre genauen Anschriften mit Angabe der Abteilungsnummer dem Kameraden Karl Denker in Seesen Got forsch 19. Apf Vater. und C Ot im Alt großer Empfa Ewigke Un Boden), I Die vograltto Seelena Alle dene 41 30 Das für den ve Herrn Andet um zaue-lech wird jeder wetteren Wiederholung neue Freunde hinzugewinnt.(Harz), An den Teichen, umgehend mitzuteilen. Fam nach ander Dortmund: MAGGI“ Bratensoße enthält bereits alle Zutafen; sie ist Dortmund: mann nur noch kurze Zeit mit Wasser zu kochen. Der Würfel für Nuur C enchgg! Gelsenkirche winkel Dortmund: n Kau lessen: Wa geb. rber beber unds 83 Jahre 2. April, kann der nlide Aug.Scha .=Altenbochum, lich der älteste Westdeutschlands, er Rüstigkeit und sein 88. Lebenslenden. Im Jahre ach seiner Entvom Militärvurde im AltenKrieger= und rverein eine Geilung gegründet, er sogleich beitrat, rde der Männerrein„Westfalia“ hum, gegründet, dieser Zeit singt Herr ununternoch in diesem n 2. Tenor. Also stfalia kann stolz ihrer Mitte zu und ein Urenkel lückwünsche dartzt. und zwar morirring. 2, und freier r Außer=Vormieteen wird.— Einen der Samstag mit nburger Würrung sich während Reich versammelten ie. Mozarts„Don rung, der zu Monifellos seine besoner Spielleitung von Leitung von Erich räfte des Kölner enchor der Meinollung im Vereinsden in ihren Aemhre soll wieder ein — Im Saale des terverein der lung. Jahresbericht is genommen. In iderung ein. riemacht“ Prof. Dr. Ernst emkreis der Alten sten sicherte, seine n auf dem Weltenen die Japaner den Japanern, die ung ihres Staatsin so verhältnisder Großmächte te beantwortete erein des Vereins „Haus Rechen“. it der Staatsumzeöffnet haben, ist ich oben gegangen. verdoppelt, obwohl geselle tiabendfest mit nicht mehr ausst keine Industrie Lerspielk irke, wie beispielsnen sich die eurovorhanden waren. aren zwei Grundele verankert sind. unter keinen Umkommen, und zum paners: sie wollen können anerkannt der gewaltigen itet. 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Der Leiter des rassepolitischen des NSDAP., Dr. Jeß, wird in dieser Woche auf zwei Großkundgebungen im Wattenscheider Süden sprechen. Eine Veranstaltung findet für Höntrop am heutigen Donnerstag im Saale Knappmann statt. Am Samstag spricht Dr. Jeß in Eppendorf. Das Thema lautet in beiden Fallen:„Nationalsozialistische Weltanschauung im Lichte der Rassenkunde. Kameradschaftsabend des Reviers I der Zeche„Fröhliche Morgensonne". Das Revier I der Zeche„Fröhliche Morgensonne" beging am Sonntag abend im Sonnenschein seinen diesjährigen Kameradschaftsabend. Der große Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Reviersteiger Urban mit kurzen Worten die Arbeitskameraden und deren Familien begrüßte, wobei er auf die Bedeutung der Kameradschaft gerade im Grubenbetrieb hinwies. Ein schönes, ganz auf Geselligkeit abgestimmtes Programm, war aufgestellt worden. Eine gute Kapelle spielte zum Tanz auf. Besonderen Dank verdient der Arbeitskamerad Otto Baum durch seine verschiedenartigen Kraftakt=Vorführungen, die das helle Erstaunen der Festteilnehmer hervorriefen. Im Laufe des Abends ergriff noch der Ortsgruppenobmann der DAst. Westenfeld das Wort zu einigen Ausführungen, die mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer endeten. Neuer Knappschaftsältester. Für den ausgeschiedenen bisherigen Knappschaftsältesten Friedr. Fischer ist mit sofortiger Wirkung der Beramann Otto Erdmann, Wattenscheid, Bochumer Straße 109, zum Knappschaftsältesten ernannt worden. Er hat seine Geschäfte bereits ausgenommen. Schützenverein 1863. Das Schützen= und Volksfest findet am 26., 27. und 28. Juni statt. Die Verträge iber Festzelt, Volksbelustigung, Musik usw. sind geätigt. Die Musik stellt für alle drei Tage Kavellmeister Scholven, Wattenscheid. Wenn Gruppen über zehn Personen sich aufnehmen lassen, fällt der Aufnahmebeitrag fort. Der Aufnahmebeitrag von 5 RM. kommt nur für Volksgenossen in Frage, die nach dem Fest wieder verschwinden. Das letzte Pflichtschießen findet am Sonntag, 2. Mai, auf dem König=Edaax=Stand statt. Dort findet auch die Aufstellung einer Geweyrgruppe statt. der die Einzeichnungsstellen zum„Dankopfer der Nation“ in den Sturmlokalen der SA, zum Ziel hatte. Der Regen konnte der Beteiligung keinen Abbruch tun. Unter Vorantritt des Ortsgruppenleiters marschierten die Politischen Leiter auf und zeichneten in den Listen namhafte Beträge für das„Dankopfer der Nation". So zeigte sich hier wahrer Sozialismus und echte Opferbereitschaft. Aber auch das im Rathaus aufliegende „Eiserne Buch“ wurde am Geburtstag des Führers nicht vergessen. Handel und Gewerbe zeigten ihre Opferwilligkeit. Stamm 5 des IV. bekam sein Heim. Am Geburtstag des Führers konnte der Stamm 5 des Jungvolks sein neues Heim in der Aschenbruchschule in Holsterhausen einweihen. In seiner Ansprache führte Jungbannführer Klingelhoeffer aus, welche wichtige Aufgabe dem Heim in der Erziehung der Jungen zukomme. Ein würdiger Raum für diese Erziehung an der Jugend sei deshalb unbedingt notwendig. Er taufte das neue Heim auf den Namen„Nosthausen“ Ortsgruppenleiter der NSDAP. Pa. Ernsting (Eickel) gab seiner Freude über das neue und schöne Heim Ausdruck und forderte die Jungen auf. sich in wahrer Kameradschaft und Einsatzbereitschaft in den Dienst an der Nation zu stellen. Die NS.=Frauenschaft wirbt. Die NS.=Frauenschaft Wanne=Mitte tritt am Freitag in den Räumen des Wanner Stadtaartens mit einer Werbeveranstaltung an die noch abseits stehenden Frauen. Die gemeinsam von den Ortsgruppen Wanne=Süd. Eickel und Holsterhausen durchgeführte Veranstaltung findet am Samstag im Kurhaus statt. Allen neu aufzunehmenden Mitgliedern will das Frauenwerk zeigen, daß es sich der ihm gestellten Aufgabe innerhalb des Aufbauprogramms bewußt ist. Die Abteilung Mütterschule wird auf der kommenden Ausstellung stark vertreten sein und einen Einblick in ihre Arbeiten geben. 14.15 15.00 16.00 Allerlei von Zwei bis Drei(Vom Deutschlandsender) Wer kennt Westfalens Kunststätten? Kus, um Rachmilt, Bad Kieine. Bichestr der 17.00 Musik am Nachmittag. Das Kleine Orchester des Deutschlandsenders(Hugo Riemann) und die Kapelle Fritz Weber Hinaus in die Ferne:— Bilderbucher für reiseHilfsbund der Deutsch=Oesterreicher. In harmonischer und urgemütlicher Weise verlief der Abend", zu dem sich am Sonntag im Saale Schübbe in Röhlinghausen die Landsleute und Freunde in stattlicher Zahl eingefunden hatten. Nach Grußworten des Ortsgruppenführers Franz Stradischnegg, flotten Weisen der Kavelle Eichel und ansprechenden Darbietungen des Dopvelquartetts der Sängervereinigung Röhlinghausen hielt der Vereinsführer die tiefdurchdachte Festrede, in der er auf die innige völkische und geistige Verbundenheit zwischen den Deutschen im Reiche und in Oesterreich hinwies. Ueber ein Jahrtausend hätten die Oesterreicher Wacht gehalten und das Deutschtum bewährt, dem deutschen Volke hervorragende Dichter und Tonschöpfer geschenkt. Gebietsleiter Winkler verbreitete sich über die Aufgaben des Hilfsbundes der Deutsch=Oesterreicher. Mannigfaltige Darbietungen schufen den Festteilnehmern einige frohe Stunden. Röhlinghausens Bahnhof wird verschönt. Nachdem man im vergangenen Jahre das Bahnhofsgebaude Röhlinghausen aufgefrischt hat, werden jetzt auf dem Bahnsteig des Bahnhofes allerlei Verschönerungen durchgeführt. Hier werden jetzt Blumenbeete angelegt und Sträucher angepflanzt. 17.50 18.00 lustige Leute Pf..2 Suie# Von der Gesittung unserer Vorfahren Unterhaltungskonzert, Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt): Die sechs frohen Sanger: ein heiteres Instrumentalquartett. 1. Aegyptischer Marsch (Joh. Strauß). 2. Serenade(Gounod), 3. Italienische Straßensänger(Niemann). 4. note Rosen, Walzer(Lehar). 5. a) Drunt' in der Lobau (Strecker), b) Sag' beim Abschied leise Serous (Kreuder). Die sechs frohen Sänger. 6. Exotische Serenade(Volente). 7. Caprizioses Ständchen (Micheli). 8. a) Libellentanz(Kalthoff), b) unnene, Walzer(Jungherr). Ein heiteres Instrumentalquartett. 9. Ein Wiener Scuper, Fantasie über Suppésche Melodien(Hubry). 10. Gavotte Capricce(Bortkiewicz). 11. Der leuchtende Springbrunnen(Ranzato). Violinsolo: Kurt Schäffer. 12. Serenata apposionata(Steiner). 13. a) Wenn die Sterne funkeln(Gabriel), b) Ein zartes Lied K EEIEENACE Soldaten— Kameraden. Richthofen. Ein Hörspiel aus dem Großen Krieg Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter FrontHinaus in die Ferne— Auf blinkenden Pfaden der Nordsee Nachtmusik(O. Dobrindt) Stadt Wanne=Eicke! Kreuz und quer durch Eickel und Holsterhausen Auch Eickel und Holsterhausen sind aus dem Winterschlaf erwacht. Die schonste Zeit des Jahres, die Obstblüte, hat begonnen. Da lohnt sich schon eine Wanderfahrt durch Eickel und Holsterhausen. Die Gartenstadt steht im Zeichen der Obstbaumblüte. Jetzt sieht man besonders deutlich, wie ideal und schön die Gartenstadt angelegt ist. Der Stadtteil Eickel verzeichnet ebenso wie Holsterhausen den Ausbau einer Reihe von Straßen. Der Ausbau der Reichsstraße aber steht noch offen. Die Burgstraße gegenüber von Haus Muckenheim wird mehr und mehr bevaut. Die Eickeler bemängeln berechtigt immer noch die mangelnde Verbindung mit Bochum. Einmal weist man auf den mangelhaften Zustand der Hordeler Straße hin und zum andern klagt man über schlechte postalische Verbindung mit Bochum. Von Eickel aus kann man für einen Groschen nach Gelsenkirchen und Herne sprechen, will man aber einen Teilnehmer aus der anderen Straße, der schon auf Bochumer Gebiet wohnt, sprechen, muß man 30 Pfennig auf den Tisch des Herrn legen. Im Stadtteil Eickel=Nord vermißt man immer noch die Posthilfsstelle. Vom 22. Apill bis 24. April 1937 Gleichbleibende Tageseintellung: SieE 10.00 .00 Morgenlied— Wetter für den Bauern .05 Leibesübungen .80 Frühkonzert .00 Nachrichten: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt: Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen## .45 Zeit. Nachrichten. Wanerstandsmeldungen 18.00 Mittaasmeldungen— Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldungen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten 10.30 12.00 Neues Schaffen— neuer Geist. Lehrlinge werden ausgebildet(Von Berlin) Fröhliches Spiel für unsere Kleinsten Herbert Susel(Klarinette). 1. Simba, exotisch Ouvertüre(Ralf). 2. Chinesische Legende(Schulenburg). 3. Erster Satz aus dem=Dur=Konzert Klarit GUNETEEE An die städtischen Bühnen nach Kiel berufen. Ernst Schröder aus Wanne=Eickel, der zuletzt am Stadttheater Bielefeld mimte, ist jetzt an die städtischen Bühnen nach Kiel berufen. Schröder begann bekanntlich seine Laufbahn beim Stadttheater Bochum. Meistervrüfung. In Berlin bestand Heinz Krahn aus der Königstraße die Meisterprüfung im Schneiderhandwerk. 10.00 Offenes Volksliedsingen ddes Schulfunks(Uebertragung vom Domplatz in Münster) 11.30 Der Kiepenkerl auf dem Markt in Münster 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der Autohalle der Städtischen Straßenbahnen in Münster 13.15 Mittagskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). 1. Il Guarany, Vorspiel(Gomes). 2. Intermezzo aus„Manon Lescaut“(Puccini). 3. Der Geliebten, Walzer(Schütt). 4. a) Cubanisch(Heuser); b) Baskischer Tanz(Heuser). 5. Wiegenlied(Culotta). 6. Aus der ersten kleinen Folge(Debussy): a) Menuett: b) Ballett. 7. Evisode(Bart=Steiner). 8. Amorettentänze, Walzer(Gungl). 9. Aus der Folge„Alt=China": Die chinesische Nachtigall(Niemann). 10. Im wogenden Aehrenfeld(Dransmann). 11. Aegyptische Eindrücke(Micheli): a) Tanz: b) Sphinxlegende: c) Am Nil. 12. Wiener Bürger, Walzer(Ziehrer). 18. Ritorna, Lied und Serenade(Carossio). 14. Gauklertanz, aus „Schneeflöckchen“(Rimsky=Korssakow). 15. Mondnacht in Venedig, Barcarole(Brase). 16. Aus der Steiermark(Pacherneaa): a) Bauerentanz: b) Idylle: c) Steirischer Ländler; d) Walzer. 17. Aus der Folge„Aus südlichen Spharen“(Fresco): a) Lied: b) Kleiner Marsch. 16.00 Kammermusik und neue Dichtung(Uebertragung aus München) Fmmem# S# r G, aend 17.30 Erlebnisse aus der Kampfzeit der Hitler=Jugeno in Westsalen„p gunge g Wikrmacht.# 18.00 Blaskonzert. Musittorps der Weyrmacht. 1. Helenen=Marsch(Lübbert). 2. Vorspiel zu„Zar und Zimmermann",(Lortzing). 8. Wiener Bürger, Walzer(Ziehrer). 4. Aus alter Zeit. Marschliederfolge(Handel). 5. a) Regimentsgruß. Marsch (Steinbeck); b) Steinmetz=Marsch(Bratfisch). 6. Melodien aus„Der Vogelhändler“(Zeller). 7. Jung=Deutschland, Melodienfolge(Weninger) 19.00 19.25 Wochenende mit der 19.45 20.10 21.15 22.30 23.00 Hinaus in die Ferne! Reichsbahn.„.„ 54 Schöne Stimmen: Maria Cevotari(Sopran). 1. Aus„Der Bajazzo": Vogellied: Wie die Vöglein schweben(Leoncavallo). 2. Aus„Die Boheme“: Walzer der Musette: Will ich allein des Abends in Paris mich ergeh'n(Puccini). 8. Die Nachtigall, russisches Volkslied(Alabieff). 4. Ich bin auf der Welt, um glücklich zu sein. Lied aus dem Tonfilm„Mädchen in Weiß"(Mackeben). 5. Frühlingsstimmen=Walzer(Strauß) Momentaufnahme Lustige Vögel aus meinem Garten(Von Münster). Ein fröhlicher Abend.(Dr. Friedrich Castelle). Das Große Orchester(Rudolf SchulzDornbura). Hinaus in die Ferne!— Mit KdF. in den Urlaub Das Schatzkästlein. Sechs Lieder nach Gedichten von Clemens Brentano(Richard Strauß): An die Nacht— Ich wollt' ein Sträußlein binden— Saus'le liebe Myrte— Als mir dein Lied erklang— Amor— Lied der Frauen. Elisabeth Reichelt(Sopran): Karl Hauf(Begleitung) Nachtmusik(Uebertragung aus dem Hotel„Kaiserhof“ in Münster). Kapelle Geo Engel 14.15 15.15 UEEE 16.00 für.urinette und Orchester(Mozart). 4. Wiegenlied und Engelschor füur Streicher(Lange). v. Szenen aus dem Mittelalter(Lautenschläger): a) Doktor Eisenbart, b) Hexe auf dem Scheiterhaufen, c) Landsknechte am Lagerfeuer, d) Minnelied, e) Fest der Zünfte. 6. Ouvertüre zu„Nebudkadnezar“(Verdi). 7. a) Romanze(Mittmann), b) Scherzo für Cello und Orchester(Goens). 8. Dorfschwalben aus Oesterreich, Walzer(Joh. Strauß). 9. Ein Wiener Souper, Potp.(Hruby). 10. Vereint auf ewig, Marsch(v. d. Belde) Wochenendkonzert(Ernst Kalthoff) Ich hört' ein Sichlein rauschen... Alte und neue Volkslieder„ Nachmittagskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). 1. Der Kobold, lustiges Vorspiel(Pachernegg). 2. Das Lied der Quelle(Amadei). 3. Der letzte Tropfen, Walzer(Kratzl). 4. Aus der Folge „Frühlingsfeier".(Thomas): a) BlumenstraußSzene, b) Jägertanz, c) Mazurka. 5. Frühling (Knutzsch). 6. Espana, Rhapsodie(Chabrier). 7. 17.00 17.25 18.00 18.05 19.00 19.10 10.00 Deutsche Seegeltung 12.00 Die Werkpause. Das Westdeutsche Kammerorch. (Hermann Hagestedt) 12.15 Mittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchest. (Hermann Hagestedt). 1. Aegyptisches Ballett (Luigini). 2. Melodie(Vidal). 3. Csardas aus„Der Geist des Wojewoden“(Greßmann). 4 Kleiner Walzer(Bort=Steiner). 5. Elfenspiel(Muhr). 6. Serenata'Amalfi(Becce). 7. Die Ehrenwache, Marsch(Lehnhardt) 22.20 22.35 Novelette(Gebhardt). 8. Galantes Ständchen (Micheli). 9. Melodien aus„Eine einzige Nacht“ Hinaus in die Ferne!— Der unbekannte Verkehrshelfer(Dr. Ernst) Tanzmusik Der neue Funkplan„ Zur Unterhaltung. Das Kammerquintett„. Hinaus in die Ferne!— Wenn jemand eine Reise Der frohe Samstagabend des Reichssenders Köln mit dem lustigen Kleeblatt, Serenissimus und Kindermann und vielen anderen Ueberraschungen (Werner Vielhaber) Hinaus in die Ferne!— Mit dem Stahlroß durch die Welt Tanzmusik. Das Frauen=Terzett, das MännerQuartett, Leitung und an der Orgel Gerhard Gregor; Richard Beckmann und Gerhard Gregor (an zwei Flügeln) und die Tanzkapelle des Reichsnburg(Jan Hoffmann) senders Hamburg an Pommann) Kein Arzt, keine Hellung war für mich nur Jesus, der erlöste mich. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, am Montag, dem 19. April 1937, abends 9 Uhr. unsern lieben, guten Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder. Schwager, und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Sustad Fiehmeistel im Alter von 61 Jahren, nach langem. schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Westenfeld, Boffzen. Pfortzheim(Baden), Dortmund, den 20. April 1937„ Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 23. April 1937, vormittags 9 Uhr, vom Sterbehause, Dorstener Strabe 193 aus. Das Seelenamt istanschließend in der Herz-jesu-Kirche Bochum-Hamme. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Das 30tägige Seelenamt für den verstotbenen Herrn Archilekten W. Peter sen. findet am 23. Aprll um 8 Uhr in der St.-Meinolphus-Kirche statt, wozu freundlichst eingeladen wird Witwe,anfangs 50. viel jünger aussehend, evgl., tüchtige Hausfrau, lieHeiraten EILT MORGEN Prettang derne u• Preuß.-Südd. Klassenlotterie ½ Los.— RM.— Staatl. Lotterie- Einnahme Brenken Bochum, Viktoriastraße 37 Jeden Tag Qualltät ral Zahncreme Rasiercreme CPERSED FE Grigor Khatchiklan aus Persien FERSLA-TEPPICHE sowie Reparatur, Reinigung, orig. persische Arbeit, Fachm. Beratung u. 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