Anzelgenpreise: Grundpreise für 1 mm Höde in 22 hm Breite.5 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textiell, Familienanzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pl., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf. Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender Im Tekttell 10 Pf. Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig, Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Udr des Vortages. Für den richtigen Abdruck sernmünd. lich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 44. Jahrgang Sanur e4 Einzelpreis 10 Pf. Montag, 12. April 1937 Beginn der Bochumer Theatertage Festliche Eröffnung—. Nationalsozialistische Dramaturgie—„Das Frankenburger Würfelspiel“ stunde erschienen auch schon Reichsjugendführer Bal= spielt und in würdiger, stark empfundener und gestaldur von Schirach und der Präsident der Reichs= teter Form geboten wurde, begrüßte zunächst theaterkammer Dr. Rainer Schlösser, Weiter waren die Dichter aus dem Kreis des Reichsjugendführers Eberhard Wolfgang Möller, Dr. Heinz Schwitzke und F. W. Hymmen anwesend. Von der HitlerJugend ferner sämtliche Amtschefs der Reichsjugendführung sowie sämtliche Gebietsführer der Hitler„Die junge deutsche Bühnenkunft wird nationalsozialistisch sein, oder sie wird in ihrer Wirkungskraft am Volke vorbeistoßen und damit praktisch nicht sein.“ Dieses Wort, von Reichsminister Dr. Goebbels der fünften Bochumer Theaterfestwoche„Dramatiker der HI.“ und der Reichstheatertagung der HitlerJugend zum Geleit gegeben, weist in seiner Knappheit und Klarheit am deutlichsten hin auf den Sinn der wichtigen kulturpolitischen Tage, die gestern in Bochum begannen. Nicht eine organisatorisch festgelegte. in sich verkapselte„Sonder=Dramatik“ der neuen deutschen Jugend soll in dieser Festwoche aufgezeigt, erklärt und dann— weil sie etwa ein Eigenleben führe—, neben das übrige dramatische Schaffen gestellt werden. Es soll vielmehr die Macht der Zukunft, die Kraft nationalsozialistischer Jugend, die heute schon in Staat, Politik und alle öffentlichen und auch die meisten kulturellen Ausdrucksformen unseres Volkes eingeströmt ist und überall zu Neuem aufbricht, in ihrer Wirkung auch auf jene Kulturstelle sichtbar gemacht werden, die bislang vielfach noch wie eine Insel im Branden und Wogen der Auseinandersetzungen neuer deutscher Jugend stand: in ihrer Wirkung auf die deutsche Bühne. Daß diese in Glauben und Kämpfen sicher, hart und unerbittlich gewordene Jugend sich nicht damit begnügt, die Theater zu füllen und Zuschauer zu spielen. ist selbstverständlich. Sie wird mit ihrem Geist, dem flammendsten, gläubigsten Geist nationalsozialistischer Weltanschauung, auch das Theater ihrem Wesensgesetz entsprechend ganz durchdringen müssen: Sie spricht zunächst aus dem Werke selbst, indem sie aus sich selbst eine neue Dramatik ihrer politischen, soldatischen Haltung schafft. Sie nimmt Einfluß auf die Spielplangestaltung, indem sie sich einsetzt für das Schaffen der großen deutschen Dichter, die dem nordischen und zutiefst deutschen Gedankengut verhaftet sind. Schließlich aber nimmt sie die Führung und Schulung des deutschen Bühnennach wuchses in die Hand, so daß auch die Gestalter ihrer Werke weltanschaulich aus brennender, nationalsozialistischer Gläubigkeit heraus schöpferisch nachschaffen. Diesen Wegen, die junge deutsche Bühnenkunst wahrhaft nationalsozialistisch zu formen, soll im Austausch und Zusammenwirken aller beteiligten Kräfte des Staates. der Partei, der künstlerisch Schöpferischen und der Jugend in allen Einzelheiten nachgegangen werden. Das ist der Sinn dieser Theaterfestwoche, die wegen ihres in die Zukunft weisenden, in Neuland des deutschen Theaters aufbrechenden Gehaltes Sonntag morgen unter allerstärkster AnteilAelhack Peicen. Sie ie alie Sa, berck Kerldk es im Zukünftigen aufgehen wird. Sie ist nicht eine Ehrung des Bestehenden, sondern des Kommenden, was wir alle erstreben und pflegen. Wenn auf unserer Bühne und von unseren Künstlern an den Abenden dieser Woche die Werke der Dramatiker aus Ihren Reihen zur Aufführung gelangen, so werden wir erleben, was das junge Deutschland sieht, was es fordert und was es verlangt. Wir werden mit Ihnen, die Sie zusammengekommen sind aus allen Teilen unserer Nation, aus den Gesamtergebnissen der Bochumer Tagung erkennen, was die deutsche Jugend unter Theater versteht, und damit werden wir sehen, welche Zukunft überhaupt das deutsche Theater haben wird. Die Stadt Bochum kann mit Recht darauf stolz sein, daß sie ausersehen wurde, Stätte einer solch großen Kundgebung zu sein. Sie sieht es als eine besondere Ehre an, daß der Treuhänder der deutschen Kultur, Reichsminister Dr. Joseph Goebbels, und der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, durch die Annahme der Schirmherrschaft die Bedeutung dieser Woche noch unterstrichen haben. Im Bewußtsein dieser Tatsache hat weder die Stadt Bochum noch das Stadttheater ideelle und materielle Mühen gescheut, um den Verlauf der Woche so würdig wie möglich zu gestalten. Im Namen der Stadt Bochum begrüße ich Sie, meine Kameraden, die Sie aus allen Teilen des Reiches zusammengekommen sind und glaube, daß in dem Wettstreit Ihrer Bemühungen im Rahmen der Arbeitstagung und im Verlauf der Aufführungen im Theater das sichtbar wird, worum wir alle ringen, die Erkenntnis, was in der Zukunft noch zu leisten sein Wie die Olympiade mit der Bochumer Glocke die Jugend der Welt zusammenrief, so ruft die Stadt Boim Namen der Stadt Bochum die versammelten Ehrengäste und die Mannschaft der Arbeitstagung der Reichsjugendführung. Er betonte, daß es für die Bochumer Bevölkerung eine ganz besondere Freude und Genugtuung sei, daß sich gerade in Bochum heute für eine Woche aus allen Gauen unseres Vaterlandes junge Menschen aus den Reihen der HitlerJugend zusammengefunden haben, um ihre hohe kulturpolitische Verpflichtung durch ein Bekenntnis zur deutschen Bühne und ihrer unsterblichen Wirkung abzulegen. „Diese Reichstheatertagung der Hitler=Jugend,“ erklärte Oberbürgermeister Dr. Piclum,„verbunden mit der Woche„Dramatiker der HI.“ in unserem StadtVer Shahschte Silaßt P Pimaserhast Loerbroks waren aus der gastgebenden Stadt anwesend. Nach einer musikalischen Einleitung, die Dach einar musikalischen Einleitung die von einer Instrumentalgruppe der Bochumer Hitler=Jugend geund Keichstneatertage der Ky. Tagungsfolge für Montag, 12. April: 10 bis 13 Uhr im Parkhaus:„Dramatiker im neuen Deutschland.“ Es sprechen: Friedrich Bethge, Eberhard Wolfgang Möller, Sigmund Graff, Curt Langenbeck. 15.30 Uhr: Aufführung im Stadttheater:„Die Räuber“, von Friedrich von Schiller. 20 Uhr: Großkundgebung der HJ. im Schützenhof: „Jugend und Theater.“ Redner: Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach und der Präsident der Reichstheaterkammer Gebietsführer Dr. Rainer Schlösser, Reichsdramaturg. nahme aus dem ganzen Reich in Bochum begonnen wurde. Der festlichen Erstaufführung von Eberhard Wolfgang Möllers„Frankenburger Würfelspiel“ als Eröffnungspiel der Festwoche im Bochumer Stadttheater wohnten auch der Reichsjugendführer (Mitte) und der Dichter E. W. Möller(links) bei. Ganz rechts: Oberbürgermeister Dr. Pielum. Hinter ihm Obergebietsführer Cerff. Aus dem ganzen Reich waren die Ehrengäste und Teilnehmer der Festwoche bereits zu der festlichen Eröffnung im Parkhaus Bochum gekommen. Zu der Feier Seite 3 Nr. 8. 405 5 5 5 4 05 95 855 40 # ic # A 8 805 Seite 2 Nr. 84 Bochumer Anzeiger# Montag, 12. April 1937 chum heute die deutsche Jugend in Dingen der Kunst und des Theaters in ihren Mauern zusammen und enthietet Ihnen durch mich ein herzliches Glückauf! Anschließend sprach der Leiter der Theatertagung der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Cerff, über Wollen der H3. im Theatererlebnis dieser Woche Zur Eröffnung der Reichstheatertagung, so stellte der Redner fest, mußte er noch einmal klar und eindeutig betonen, daß die Hitler=Jugend es ablehnt, in ihrem gesamten Kulturleben eine besondere Sparte zu bilden, und daß sie diese Sparte auch nicht im deutschen Theater zu errichten gedenkt. Wenn sie sich um die Fragen des Theaters kümmert, so deswegen, weil sie an diesem Kulturinstitut nicht vorübergehen kann. Denn das Theater bedeutet für sie eine wertvolle Erziehungsstätte, weil sich mit der Darstellung, die sich der Jugeno auf der Bühne bietet, ungeheuer Wertvolles in sie hineindie Tatsache, daß die Hitler=Jugend zu ihren ersten Reichstheatertagen eine große Anzahl Theaterintendanten eingeladen hat, ist ein Beweis dafür, daß sie sich nicht in einer organisations=egoistischen Ueberheblichkeit abseits vom Theaterleben und den Theater=Schaffenden mit den Dingen des Theaters auseinandersetzen, sondern daß sie auf diesem Gebiet mit den Erfahrungen wertvoller Kräfte und Menschen des deutschen Theaters gemeinsam arbeiten will. Erfahrung und Können müssen sich auch hier mit dem leidenschaftlichen Willen der Jugend vereinigen. Die Hitler=Jugend begrüßt es mit Freude, daß so viele Theater=Schaffende und so viele Theater=Leiter ihrem Ruf nach Bochum gefolgt sind. Sie ist überzeugt, daß diese Menschen in ihrer Gemeinschaft Stunden der Kameradschaft erleben werden, aber auch Stunden, in denen sie erkennen werden, daß die deutsche Jugend wirklich sem Ernst und Verantwortungsbewußtsein an die für die Neugestaltung des deutschen Theaters darf die Hitler=Jugend nicht zu sehr an Aeußerlichkeiten des Theaters Anstoß nehmen, die nicht gerade ihre Zustimmung und Begeisterung finden, und die oftmals durchaus im Widerspruch zum Geist und zur Haltung dieser Jugend stehen. Die Jugend erblickt deshalb ihre besondere Aufgabe darin, dafür zu sorgen, daß auf der Bühne Werke zur Aufführung gelangen, die solche Erlebniskraft in sich tragen, daß man ganz vergißt, sich in Räumen aufzuhalten, die vielleicht im Widerspruch zur eigenen Haltung stehen. Die Wichtigkeit des Theaters für die Jugend leitete Obergebietsführer Cerff auch aus einem Wort des Führers aus seinem Werk„Mein Kampf“ ab, das zugleich als Leitspruch über den ersten Reichstheatertagen der HI. steht, nämlich daß das Theater nicht in erster Linie für eine blasierte Gesellschaftsschicht, sondern für die Jugend da sei. Oper. Aber alle diese Nebenzweige und Untergattungen würden zur letzten leidenschaftlichen Bejahung eines idealistischen Geschlechtes doch nicht ausreichen. Unter ihnen muß sich wie eine Sehnsucht und wie eine Vision der Besten immer wieder das denkerische Anilitz des ewigen Gottsuchers im Drama erheben. Wir können im Zwange des Alltags immer zu ihm aufsehen; es würde aber einer Aufgabe des Edelsten, was die Vorsehung uns in das Herz gelegt hat, gleichkommen, wenn wir es nicht immer wieder in feierlichen Stunden beschwörten. Diese Beschwörung beschwört ihrerseits wieder uns. Sie beschwört uns, die Kunst nicht als eine Frage persönlichen Beliebens anzusehen, sondern als eine volkische Notwendigkeit, als eine Aufgabe, das ewige Gespräch von Lessing bis Paul Ernst forzusetzen, auf daß aus den Reihen der Kommenden die große, die gewaltige, die nationalsozialistische Tragödie erstehe, vor welcher ein Volk erschüttert steht und sich und seine Größe vollkommen begreift. Hestnafre Bornd in Sruenhealer mit tiesem Erng n„ 126 Frage der Neugestaltung des Theaters herangeht. Die Führung der Jugend weiß, daß oft von der Hitler=Jugend stürmische Kritik am deutschen Theater geübt wurde. Diese Kritik war aber nicht immer unberechtigt. Die Jugend erkannte aber auch, daß eine Kritik en guf die Dauer erfolalos bleiben mußte. Sie Eine großartige Aufführung des„Frankenburger Würfelspiels“ von außen auf die Dauer erfolglos bleiben mußte. ist deshalb entschlossen in die Theater hineingegangen und hat durch lebendige Anteilnahme am Theater sich das Recht erworben, nunmehr auch selbst an per Umgestaltung des deutschen Theaters aktiv mitzuarbeiten. Was gibt nun dieser Jugend die besondere Berechtigung zur Einflußnahme auf die Neu gestaltung des deutschen Theaters? Es muß einmal offen ausgesprochen werden, daß man die Hitler=Jugend nicht immer nur schlechthin als Gliederung der Partei, als Sparte und Ausschnitt unseres Volkes betrachten und bewerten darf. Man muß erkennen, daß die Hitler=Zugend die unog nachheäpernde Schicht unseres gesamten Vortes, das morgen in allen seinen Lebensäußerungen und Aufgaben darstellt. Man kann deshalb nicht achtlos an ihrem Wollen, ihren Forderungen und ihren Leistungen vorübergehen wie an einer unbedeutenden kleinen Gruppe. Man muß erkennen, daß in ihr der Keim für die Zukunft ruht, der auf allen Gebieten des Lebens unseres undg;#ud. d zen wird auch auf dem Gebiete der Die Reichstheatertage der HJ. sollen nicht die Aufgabe haben, die Frage des Theaters in rein theoretischer Weise zu lösen, sondern sollen einmal alle äußeren Bedenken und falschen Vorstellungen vom Theater beseitigen, die für viele ein Hindernis waren, überhaupt einmal an das Theater zu gelangen. Entscheidend ist nicht die äußere Betrachtung und die theoretische Diskussion über das Theater, sondern die praktische Gestaltung und Mitarbeit. Deshalb hat die Hitler=Jugend führende Männer aus dem praktischen Theaterleben gebeten, ihr Kenntnisse zu vermitteln, die für viele noch unbekannt sind. In ihren Reichstheatertagen will die HitlerJugend auch ein Bekenntnis ablegen, daß sie sich nicht ausschließlich mit den neuen Werken der Gegenwart beschäftigen will, sondern daß in ihren Reihen auch die großen Werke der Vergangenheit, das Zeiten dauernde Schaffen der alten deutschen Meister, Ehrfurcht und Verehrung finden sollen. Auch ihr Schuffen soll in das Erlebnis unserer Jugend einbezogen werden. Zugleich sollen die großen Werke der deutschen Meister der Vergangenheit den Maßstab abgeben für das heutige Schaffen, sollen diese Jugend zur Bescheidenheit verpflichten, damit das eigene Schaffen der Jugend sich an diesen großen Leistungen der Vergangenheit steigert. Obergebietsführer Cerff nannte als Beweis hierfür die Tatsache, daß sich nunmehr auch die Hitler=Jugend der Schiller=Festspiele in Weimar angenommen In diesem Zusammenhang wies er ferner auf die Stellung der Jugend zu Goethe hin. Es sei unsinnig, an diesen großen Deutschen aus dem Gesichtswinkel der Gegenwart mit der Schneiderelle heranzugehen und dann zu beurteilen, ob er uns etwas zu sagen hat oder nicht. Denn das, was Goethe uns zu sagen hat, ist auch heute noch so groß und so ewig, daß niemand das Recht hat, diesen Mann und sein Schaffen mit einer Handbewegung abzutun. Es sei unveran wortlich, wenn Menschen über Goethe reden, ohne ihn zu kennen. Gerade deshalb will die Hitler=Jugend seine Werke in ihr Erleben hineinstellen, gerade deshalb will sie sein Schaffen kennenlernen und erst dann wird sie Im Glauben an den Zukunftswert und an die Kraft des kulturellen Schaffens der Gegenwart und in ehrfürchtigem Bekenntnis zu den großen Männern und Werken der deutschen Vergangenheit eröffnete so Obergebietsführer Cerff die erste Reichstheatertagung Unter den blauen, lichten Himmelsflaggen, die der Schwitzke und F. W. Hymmen, ObergebietsfühFrühling selbst zum Beginn der festlichen Tage üver unserer Stadt aufgesteckt zu haben schien, und unter den von Häusern, Türmen und Schächten über Plätze und Straßen in Sonnenlicht und frischem Wind rot aufstrahlenden Hakenkreuzfahnen und Wimpeln beherrschten zwar schon den ganzen Tag über die braunen Uniformen der HJ. und die weißen Blusen des BDM. das Straßenbild Bochums. Wie aber am Morgen und am Nachmittag das Parkhaus, so wurde Sonntag abend das Bochumer Stadttheater zum Sammelpunkt aller dieser Gäste, und die Bochumer Jugend wartete außerdem geduldig schon lange vor Beginn der Festaufführung abends am Stadttheater auf ihren Reica eiugendshe abe Das Stadttheater selbst, außen und innen strahlend erhellt, bot beim Eintreffen der Ehrengäste ein habe. „## der Ehrengäste ein sonst nicht in dieser Einheitlichkeit gewohntes Bild. Die braunen Uniformen der deutschen Jugend und die weißen Blusen des BDM. waren an die Stelle des sonst üblichen„zivilen“ und dadurch in das bunteste„Gesellschaftliche" abgeänderten Anblicks der Besucher getreten. Sie betonten so schon rein äußerlich die Geschlossenheit dieser neuen deutschen Jugend und ihrer Haltung. Bis auf den letzten Platz besetzt war das Theater, als der Reichsjugendführer und die übrigen Ehrengäste in den Mittellogen des Theaters Platz nahmen vor denen auf großen Tuchen die zeichen der HJ. aufleuchteten. Mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach wohnten auch die drei aus der kommenden Dichter E. W. Möller, Heinz rer Cerff und der übrige Kreis der Reichsjugendführung, die bereits an den beiden ersten Veranstaltungen des Tages teilnahmen, der Aufführung bei. Weiter sah man neben den Gästen Kreisleiter Riemenschneider, Oberbürgermeister Dr. Piclum, Polizeipräsident SS.=Oberführer Schleßmann, die Stadträte Stumpf, Loerbroks und Timmermann. Besonders stark war wieder die Teilnahme der Reichspresse.„ Whten d“ In etwa eineinhalb Stunden erlevien vie Besucher dann in einer großartigen, wuchtigen und im letzten überzeugenden Aufführung das chorische Gleichniswerk„Das Frankenburger Würfelspiel“ vor Eberhard Wolfgang Möller, zum ersten Male im geschlossenen Raum. Ueber die Geschlossenheit und Gewalt dieser Aufführung werden wir morgen in einer ausführlichen Besprechung und Wertung berichten. Der überrragenden regielichen Leistung von Intendant Dr. Saladin Schmitt, allen Darstellern, an ihrer Spitze Gerhard Meinecke als Graf Adam von Herbersdorff, dem Komponisten Emil Peeters und dem Bühnenbildner Dr. Harry Mänz, vor allem aber auch dem jungen Dichter selbst brachten die begeisterten Besucher immer wieder ihren herzlichsten Dank zum Ausdruck, und wir können am Abschluß des ersten Tages und der ersten Großtat des Bochumer Theaters nun mit gesteigerter, großer Spannung und Erwartung in die Erlebnisse der kommenden Tage geben. 59. Thne Aumnen, ohne=Flagge So sieht die„Nichteinmischung" Moskaus aus— 91 Dampfer in ständigem Verkehr zwischen Moskau und Valencia der HI. Nuch, apschluß Nach Abschluß der Morgenfeier trug sich Reichsjugendfuhrer in das Gästebuch der Stadt im ein. Volkes Fruchte bringen gned, auch auf dem Ervicle der! Li Kultur und der Kunst. In der leidenschaftlichen Arbeit chur Die Runst uls beilische=ReldensIten Der erste grundsätzliche Vortrag von Reichsdramaturg Dr. Schlösser über„Nationalsozialistische Dramaturgie“ Auf der ersten Arbeitstagung am Sonntag nachmittag im Parkhaus, an der Reichsjugendführer Baldur von Schirach wieder teilnahm, hielt Reichsdramaturg Dr. Rainer Schlösser nach kurzen Grußworten von Obergebietsführer Cerff einen grundlegenden Vortrag über„Nationalsozialistische Dramaturgie, in dem er zunächst die Rassebedingtheit der Dramaturgie hervorhob. Der Redner fuhr fort: Die Dramaturgie ist keine„Erfindung" des Nationalsozialismus. Sie ist es ebenso wenig wie etwa die Armee. Beides sind rassebedingte Aeußerungen unseres völkischen Lebens schlechthin. Nacht, daß wir sie geschaffen hätten, ist die Großtat unserer Zeit, sondern daß wir sie wieder haben erstehen lassen. Eine der wichtigsten theaterpolitischen Aufgaben. vielleicht die wichtigste, die wir heute haben, ist die, ihrem unsterblichen Gespräch über das Gesetz des Dramatischen und die Bedeutung des Theaters gegenüber zufälligen Meinungsverschiedenheiten und Begriffsverwirrungen Gehör und Gültigkeit zu verschaffen. Wenn sie in dem Theater nicht einen Platz der Unterhaltung, sondern eine Stätte des Kunstwerkes sahen, wenn sie nicht den billigsten Maßstab, sondern den strengsten anlegten, so fällt alles Gerede von dem Gegensatz zwischen theatralischer Praxis und dramaturgischer Theorie, zwischen Theaterwirksamkeit und dramatischer Notwendigkeit in sich zusammen. So steht grundsätzlich auch für uns fest, daß keinerlei Sonderbedürfnis, weder das der bemittelten, zech, hos der unbemittelten Schichten, das bestimmen darf, sondern allein die höchste sittliche und künstlerische Forderung. Die Bühne ist eine Stätte der tragischen Idee als der höchsten, die der menschliche Geist überhaupt zu denken vermag, der Idee der Tragödie, welche durch die tiefste Erschütterung die höchste Erhebung erreicht. Seit Sophokles sehen wir die erleuchtetsten und begnadetsten Geister an der schöpferischen Arbeit, durch großartige, denkerische Schriften und dramatische Werke das zu umschreiben, was tragische Höhe ist. Der Antrieb zu diesem grandiosen Ringen, welches niemals wird ein Ende finden können, ist im letzten das Gottsucherische des nordischen Menschen, sein Bedürfnis, das Weltall und das ureingestellte Leben zu enträtseln, um sich selbst den gedem Wille Prsehun, einzunehmende Haltung des Menschen o. unserer Rasse. Es ist dabei ganz gleichgültig, ob die theoretische Untersuchung im Laufe der Entwicklung mehr oder weniger glückliche Versuche unternommen hat, das Problem der Tragik mit dem Begriff einer Schuld zu verquicken. Das bedeutet nur eine zeitbedingte leise Abirrung von der im Grunde allen nordischen, germanischen Dramatikern eigenen Auffassung einer schuldfreien Tragik.„ In der dramatischen Tichtung kommt es nicht so sehr auf Stofflich=Bildungsmäßiges an, sondern darauf, in welchem Grade die Gestaltung zur tragischen Höhe oder doch wenigstens zu einem von dem Gipfer der tragischen Höhe beschatteten Problem vorstößt. Das Tragische als ein Grundbestandteil unserer völkischen Wesenheit ist naturgemäß nicht etwa eine rein literarische Angelegenheit. Eswohntunsvielmehrinne. So wie wir bisher das Gefühl und den Begriff der tragischen Höhe allgemeiner zu deuten suchten, kann man ihn durchaus in Beziehung zu Fragen des praktischen LeIstanbul, 11. April Der bolschewistische Schiffsverkehr in den Meerengen hält in beiden Richtungen zwischen Sowjetrußland und dem bolschewistischen Spanien an. Die Verladeplätze für Kriegsmaterial sind Odessa, Poti, Nikolaijewsk, Theodossia, Batum und Noworossisk. Die Valencia=Schiffe haben in der letzten Zeit einen neuen Anstrich erhalten. Der Schiffskörper ist grau gestrichen, die Aufbauten dunkelbraun, was die Erkennbarkeit der Schiffe auf größere Entfernung sehr erschwert. Grundsätzlich tragen die Valencia=Schiffe keiine Namensaufschrift mehr, was den Regeln der Sefahrt Figgglericht, In einzelnen Fällen zeigen sie auch keine dern diese nur beim Herannahen der Kontrollboote während der Durchfahrt durch den Bosporus. Das Ausmaß des Schiffsverkehrs zwischen den sowjetrussischen Schwarzmeerhäfen und Valencia sowie Barcelona wird am besten durch die Tatsache gekennzeichnet, daß seit Beginn des Jahres insgesamt 66 verschiedene sowjetden italienischen Kameraden kennen und schätzen lernt. Wenn es uns gelingt, auf diese Weise Volk zu Volk zu führen, dann werden künftige Krige unmöglich werden. (Siehe auch den Bericht über die Italienreise Dr. Leys im Innern des Blattes.) russische und 25 Valencia=Ochiffe regelmäßig den Dienst ihn Burchaus in Begiehung zu Fragen Wenn die Hitler=Jugend dank ihres allem Großen aufgeschlossenen Sinnes gefühlsmäßig erfassen lern:, worum es bei den höchste.##chen sten ethischen Werten des dramatischen Schaffens geht, wenn sie sieht, daß sich hier im Symbol verdichtet, was als praktisches„Exerzierreglement des inneren Anstandes“ ihr in ihrer Glieberung, im Staat, im Leben überhaupt nahegebracht wird, dann wird sie auch den glühenden Wunsch Baldur von Schirachs, den Wunsch Dr. Goebbels und meinen verstehen, die Jugend mit dem Theater als einer Erziehungsstätte in höchstem Sinne, einer Erziehungsstätte je aller Schulmeisterei, in engste Verbindung zu bringen. Kaum je hat eine Weltanschauung die Gemüter für das, worum es geht, so aufgelockert wie die unsrige. Man kann sich das an Hand eines sehr drastischen Hinweises klarmachen: Wenn vor etwa zehn Jahren das Wort„König“ fiel, so wurde *: g:: Hahin kommentiert, daß es sich um ein russische und 25 Valeneia=Ochife regelmäßig den Dien in beiden Richtungen versehen. Die Verhandlungen über die Nichteinmischung in Spanien sind auf diesen Verkehr jedenfalls ohne Wirkung geblieben. Es ist im Gegenteil zu beobachten, daß der Schiffsverkehr zugenommen hat. Mit Vorliebe erfolgt die Durchfahrt durch die Meerengen mit größter Geschwindigkeit bei Nachtzeit. Ruhiger Wahlsonntag in Brüssel Brüssel, 11. April. Am Sonntag fanden im Wahlbezirk Brüssel die mit Spannung erwarteten Teilwahlen zum Parlament statt, die durch den Rücktritt des Vertreters der RexBewegung für den Bezirk Brüssel notwendig geworden sind. Als Kandidaten für das frei gewordene Mandat standen sich der Ministerpräsident van Zeeland und der Führer der Rex=Bewegung, Leon Degrelle. gegenüber. Der Wahlsonntag ist ruhig verlaufen. Das Innenministerium hat um 7 Uhr abends die Gesamtergebnisse der Wahlen im Wahlbezirk Brüssel veröffentlicht. Insgesamt wurden 363 440 Stimmen abgegeben. Davon sind gültig 345082 Stimmen. Die Zahl der ungültigen Stimmzettel beträgt 18 358. Für van Zeeland sind abgegeben worden 275 840 Stimmen, isDegrelle 69 242 Stimmen. Deutsche Flotte verstärkt Verbesserung der Spanienkontrolle dnb Berlin, 11. April. Am 8. April 1937 sind die=Boote„U 25“ und „U 27“ aus Kiel durch den Kaiser=Wilhelm=Kanal in die Nordsee ausgelaufen. Die Boote gehen nach Spanien zur Verstärkung der deutschen Seestreitkräfte, denen der Schutz der deutschen Handelsschiffahrt in den spanischen Gewässern und die Seekontrolle in dem vom Deutschen Reich übernommenen Küstenabschnitt obliegt. Das Fahrgastschiff„Monte Pascoal", das am für Ministerialrat Hanke zum Ministerialdirektor ernannt. Der Führer und Reichskanzler hat den Ministerialrat Karl Hanke im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zum Ministerial= direktor ernannt. Der Jahrgang 1927 des Gaues Saar=Pfalz zu 100 Prozent im Jungvolk erfaßt. Auf einer Führertagung des Gebietes Saarpfalz der HJ. in Saarbrücken konnten die Führer des Jungvolkes und die Jungmädelführeinnen des Obergaues Saar=Pfalz dem Stabsführer Hartmann Lauterbacher melden, daß der Jahrgang 1927 im Gau Saar=Pfalz zu 100 Prozent im Jungvolk erfaßt sei. Stabsführer Lauterbacher gab seiner besonderen Genugtuung darüber Ausdruck, daß er diese Meldung aus dem Gau Saar=Pflaz als erstem deutschem Gau entgegennehmen könne. Im Stadttheater 9. April aus Hamburg ausgelaufen ist, hat 64 Be= wurde abends als Festvorstellung für die HI. das satzungsangehörige des Panzerschiff=„Graf Spee(Schauspiel„Richelieu von Paul Josef Cremers gedieser Begriff iduum handele, weiches laum oder ge. Bißt,geg; am meisten verdient=uno eine unhgeyer gatzzes nsumiert. Dies war die untragische###ttheit Individ.„ 6 Jns 1 dar beitet, schlechthin. Heute weiß jedes Kind, daß der guseer in unvorstellbarem Maße am schwersten arbeiten darf und für dieses Uebermaß an Leistungen überhaupt nicht entgolten werden kann, daß er das Recht hat, sich um der Nation willen zu verzehren. Dieses mehr als alle anderen Menschen Tun=Dürfen, nicht etwa Tun=Müssen, ragt in seiner einsamen Großartigkeit hinaus in tragische Höhe, sofern man darunter die Platz anzuweisen und Klarheit über die nach ten der Vorsehung, einganchmende Galtung des zu gewinnen. Die Umschreibung der tragishe gilt einem der erhabensten Gedankengänge Glückwünsche von Ministerpräsident Göring zur Woche der„Dramatiker der H3.“ Ministerpräsident Generaloberst Hermann Göring hat in einem Schreiben an den Bochumer Oberbürgermeister die Bitte ausgesprochen, allen Teilnehmern der Veranstaltung der Woche„Dramatiker der HJ.“, verbunden mit der Reichstheatertagung der HJ., wie auch Bürgerschaft der Stadt Bochum seine satzungsangehörige, des Panzerschiffs„Graf“ se an Bord. Diese unteroffiziere uno Mannschaften, die beurlaubt waren oder an Lehrgängen teilgenommen haben, werden auf diesem Wege ihrem Schiff, das in den spanischen Gewässern Dienst tut, wieder zugeführt. Dr. Ley in Turin der gesamter,#####rrgg., der Stadt Bochum Grüße und Wünsche für einen glücklichen Verlauf der Veranstaltung zu übermitteln. äußerste Haltung unter äußersten Voraussetzungen versteht. Auch das muß einmal gesagt werden, weil die kleinbürgerliche Auffassung von„jovialen Vätern des ch in man Der italienische Arbeiter muß den deutschen und umgekehrt kennenlernen. anb Turin, 11. April. Reichsleiter Dr. Ley wohnte am Sonntag mittag einer überfüllten Versammlung der Industriearbeiter= führer der Provinz Turin bei. Auf Bitten des Präsidenten Cianetti nahm Dr. Ley das Wort. Er wandte sich zunächst gegen die Politik der Geheimdiplomatie der Vorkriegszeit und sagte „Eine öde Gleichmacherei grift Platz. Tann geben. Auch Jagodas Schwager verhaftet. Der Schwager des früheren GPU.=Häuptlings Jagoda, der frühere Vorsitzende des Verbandes der Sowjetschriftsteller, Auerbach, ist ebenfalls verhaftet worden. Prinz Nikolaus auch aus der rumänischen Armee ausgeschlossen. Der rumänische Staatsanzeiger hat den königlichen Erlaß veröffentlicht, durch den Prinz Nikolaus aufhört, der königlichen Familie anzugehören und alle damit verbundenen Rechte verliert. Ein zweiter Erlaß bestimmt, daß Prinz Nikolaus auch aus der Armee ausgeschlossen wird. Bundespräsident Miklas besucht am 3. Mai Budapest. Der österreichische Bundespräsident Miklas wird am 3. Mai nach Budapest reisen, um den vordann: aber kamen zwei Männer: Mussolini und Hitler. Diese beiden Männer erklärten: Mensch, erkenne die Gesetze des Herrgottes an! Die Schöpfung ist keine Gleichmacherei. Ein Volk ist nicht wie das andere. Sie verpatriotischen Hirnen Vaterlandes“ not, in malichen verumspurt..„, Aremtt We 8 Das A und O der Dramaturgie muß ein Hochziel sein. Unter allen Umständen jedenfalls für die Jugend einer Zeit, welche sich nach dem Führer nennen darf. Natürlich gibt es eine Alltagsdramaturgie. die praktisch durch eine bloße Proklamation tragischer Theorien nicht ersetzbar wäre, gewiß gibt es eine Dramaturgie der Spitzenschauspieler und eine solche der Kassensyekulation eine Dramaturgie des Schausviels und despelatation, eine Bramaturgee des Schauspiels und der ozial sind nicht nur für die Gegenwart, sondern für die Ewigkeit bestimmt. Deshalb müssen Organisationen sein, die über die Generationen hinaus den Sieg der Idee befestigen und für immer verankern. Wir wissen, daß nicht nur Kanonen und Maschinengewehre allein die Macht eines Volkes darstellen, dahinter muß die geballte Faust eines ganzen Volkes stehen. Am Schluß meiner Reise werden Cianetti und ich uns zusammensetzen, um die Ergebnisse unserer Besuche zu weiterer Arbeit zusammenzufassen. Wir denken an einen regen Arbeiter austausch, an gegenseitige KdF.= und DopolavoroFahrten und an all die Probleme, die damit zusammenhängen. Wir wollen, daß der italienische Arbeiter den deutschen Arbeiter und der deutsche Arbeiter Bundespräsidenten begleiten. (Weitere politische Nachrichten auf den Seiten 5 und 10.) R baus(beurlaubt), t..:## Hans Schulte, Kulturpoliti. Schwermann, Wirtschaft un Gerichtsdienst Hans 5 in Bochum. Hans. Schulte, Lokales: ik und Unterhaltung: Dr. Josef und Bilder: Fritz Schmidt, Briefkasten: Max Flegel,„Sport: ornherg, Anzeigen:, Kurt##.#0 Berliner Schriftleitung: und Schölz, sämilich Michael Hant, Berlin=Karlshorst, Dönhoffstraße 19. Anruf Karlsdorg. 9540, Berliner Anzeigenvertretung: F. W Pempe, Charlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinplatz 6813, Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 67551, 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig. Nachlaßstaffel B.— DA. III. 37 über 27000. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und von 16 bis 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Zeugn 199589,01 Rei WestsalenDie letzte Re werkes 1936/37, 20. und 21. Mo WHW. durch der freudigen Opferw großen Erfolg. beträgt im Gau Der Raubüberfall Der Raubübe chumer Knappsch Hüls abspielte u RM in die Hän Wie bereits beri falls, ein gewisse Festnahme seinen macht. Als Mitté nau, der in Do Vater und Sohr Jahres einen Knappschaftsbean im März ausgef Morgenstunden d sich mit seinem T Rauxel, wo er n Sack warten soll nach dem geglück raubten 20 000 zur Hühnerfarm Wohnung gescha von seinem Soh Aufklärung di Knappschaftsbeat täterschaft in Ur Raub zu tun ha setzt. Gegen den erlassen worden. festgenommene#### lerei festgenomn von dem bekann geschaft wurden, Auf„f Wirtschaft Diebe drang Wirtschaft in B über der Hamn Doppelwacholde ren und Zigar nahmen sie etw handenen echten mit. Zwei unec kauf der Bälle waren angebro Wo sind fr mehrere Flasch stammen könner gegen 2 bis 4 des Tatortes Den Wirte Tabakwaren ur den Verbrecher machen. Alle Angal werden, nimm Nr. 35, Zimn eits wieder uns. eine Frage perals eine völkische ewige Gespräch auf daß aus den e gewaltige, die vor welcher ein Größe vollkomeater 6“ ObergebietsfühReichsjugenofühVeranstaltungen bei. Weiter sah emg u. Gae Polizeipräniden die Stadträte immermann. ahme der Reichssten die Besucher stigen und im chorische Gleicher Würfelöller, zum ersten die Geschlossenheit den wir morgen ind Wertung been Leistung von allen Darsteuern, als Graf Adam Emil Peeters känz, vor allem selbst brachten er ihren herzlichinen am Abschluß tat des Bochumer r Spannung und kommenden Tage Dö. ständigem und schätzen lernt. Volk zu Volk zu unmöglich werden. lienreise Dr. Leys in Brüssel ssel, 11. April. bezirk Brüssel die n zum Parlament ertreters der Rexotwendig geworden jewordene Mandat Zeeland und der egrelle, gegenüber. en. Das Innenie Gesamtergebnisse rüssel veröffenttimmen abgegeben. en. Die Zahl der 58. Für van Zee10 Stimmen, für isterialdirektor erzler hat den Mihsministerium für zum Ministerial= Führertagung arbrugen konnSaar=Pfalz zu 100 iner Saark id die JungmädelPfalz dem Stabsen, daß der Jahr1 100 Prozent im muterbacher gab sei: A u s d r u c k, d a ß e r =Pflaz als erstem e. Im Stadttheater für die HI. das Josef Cremers gestet. Der Schwager agoda, der frühere Sowjetschriftsteller, orden. rumänischen Armec atsanzeiger hat den ch den Prinz Rikoie anzugehören und liert. Ein zweiter aus auch aus der am 3. Mai Buespräsident Miklas reisen, um den vorers von Horthy in dr. Schuschnigg und schguidt, werden den auf den Seiten Aunlaudd), Stell9 für Politik: is Schmidt, Pedding= Ite, Lokales: ltung: Dr. Josef Fritz Schmidt, egel.„Sport: chöls, sämtlich ichael Haupt. Karlshorst 0340. mpe, BerlinSteinplatz 6813. in Bochum, Ruf 8 gültig. Nachsprechstunden der und samstags, tsendungen keine kückporto. Seite 3 Nr. 84* Bochumer Anzeiger„ Montag, 12. April 1937 Nachrichten Zeugnis des Opferwillens 199589,01 Reichsmark von der DAF. im Gau Westsalen=Süd für das WHW. gesammelt Die letzte Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerkes 1936/37, die von der Deutschen Arbeitsfront am 20. und 21. März durchgeführt wurde, brachte dem WHW. durch den vorbildlichen Einsatz und durch den freudigen Opferwillen aller Volksgenossen wieder einen großen Erfolg. Das Gesamtergebnis dieser Sammlung beträgt im Gau Westfalen=Süd 199 589,01 Reichsmark. Der Vater als Mittäter Raubüberfall auf Knappschaftsbeamten restlos geklärt Der Raubüberfall auf den Kassenbeamten der Bochumer Knappschaft, der sich vor einigen Wochen in Hüls abspielte und bei dem den Tätern über 20 300 KM in die Hände fielen, ist nunmehr restlos geklärt. Wie bereits berichtet, hat der Haupttäter des Ueberfalls, ein gewisser Josef Lingnau, kurz nach seiner Festnahme seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Als Mittäter wurde nun der Vater Franz Lingnau, der in Dortmund=Westerfielde wohnt, ermittelt. Vater und Sohn hatten bereits im Dezember vorigen Jahres einen Plan entworfen und beraten, einen Knappschaftsbeamten zu überfallen. Die Tat wurde nun im März ausgeführt. Josef Lingnau begab sich in den Morgenstunden des 1. März nach Hüls und verabredete sich mit seinem Vater für 15 Uhr am Bahnhof Castrop= Rauxel, wo er mit einem Handkoffer und einem leeren Sack warten sollte. Hier ist Josef Lingnau auch oann nach dem geglückten Raubüberfall eingetroffen. Die geraubten 20000 RM. wurden mit einem Handkarren zur Hühnerfarm nach Westerfielde und später in die Wohnung geschafft. Der Vater Franz Lingnau erhielt von seinem Sohne nur 170 RM. Durch die restlose Aufklärung dürfte einwandfrei feststehen, daß der Knappschaftsbeamte, der sich wegen Verdachts der Mittäterschaft in Untersuchungshaft befand, nichts mit dem Raub zu tun hat. Er wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen den Mittäter Franz Lingnau ist Haftbefehl erlassen worden. Die gleichzeitig von der Kriminalpolizei festgenommene Mutter des Räubers wurde wegen Hehlerei festgenommen, da sie mit dem geraubten Geld, von dem bekanntlich etwa 17000 RM. wieder herbeigeschaft wurden, Einkäufe getätigt hat. Auf„fröhliche Zecher“ achten Wirtschaftseinbrecher treiben ihr Unwesen Diebe drangen in der Nacht zum 10. April in eine Wirtschaft in Bochum an der Dorstener Straße, gegenüber der Hammer Kirche, ein und stahlen Wacholder, Doppelwacholder, Döppelkorn, Schokolade, Liköre, Zigarren und Zigaretten in größeren Mengen. An Geld nahmen sie etwa 13 RM. aus der Kasse. Von elf vorhandenen echten Elfenbeinbällen nahmen sie nur einen mit. Zwei unechte Bälle steckten sie auch ein. Vor Ankauf der Bälle wird gewarnt. Die Spirituosenflaschen waren angebrochen und mit Ausgießern versehen. Wo sind fröhliche Zecher aufgefallen? Wo wurden mehrere Flaschen gefunden, die aus diesem Einbruch stammen können? Wer hat in der Nacht zum 10. April, gegen 2 bis 4 Uhr, verdächtige Personen in der Nähe des Tatortes beobachtet? Den Wirten kann empfohlen werden, ihr Geld, ihre Tabakwaren und Spirituosen besser aufzubewahren und den Verbrechern es bei ihrer Arbeit nicht so leicht zu machen. Alle Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die Kriminalpolizei, hier, Uhlandstraße Nr. 35, Zimmer 246, entgegen. Errfsnung der Sochamer=Themerzesicrce 18 der(halb abgewandt), Gebietsführer E. der Reichstheatertage der Reichsjugendführung. Arbenziosenzahl unter 90000 gesunten Außerordentlich starke Entlastung des Arbeitsmarktes— Erfolgreiche Entwicklung Der Präsident des Landesarbeitsamtes Westfalen teilt mit:... G. Der Arbeitseinsatz im Bezirk des Landesarbeitsamtes Westfalen hat während des Monats März 1937 eine außerordentlich starke Entlastung erfahren und damit endgültig die Wendung zur Frühjahrsbelebung genommen. Nachdem bereits im Vormonat die aus Witterungsgründen stillgelegten Außenarbeiten wiederaufgenommen und die freigesetzten Arbeiter zurückgerufen werden konnten, wurde während des Berichtsmonats mit neuen, umfangreichen Bauarbeiten begonnen, die in Verbindung mit der in der Industrie der Steine und Erden eingetretenen Belebung und der anhaltenden Aufnahmefähigkeit der weniger saisonabhängigen Wirtschaftszweige einen erheblichen Bedarf an Arbeitskräften hervorriefen. Diesen lebhaften Anforderungen entsprechend ist die Zahl der Arbeitslosen stark zurückgegangen, und zwar um rund 16000, so daß am Monatsschluß nur noch rund 87000 Arbeitslose vorhanden waren. Damit ist der günstigste Stand des Vorjahres, der Ende September mit 94000 erreicht war, bereits im ersten Frühjahrsmonat um 7000 unterschritten. Unter den Ende März vorhandenen rund 87.000 Arbeitslosen befanden sich rund 48 500 Facharbeiter(gelernte und angelernte Arbeiter aller Berufsgruppen), etwa 7000 Angestellte und 31 500 ungelernte Arbeiter. Von der Gesamtzahl waren rund 18 500, das sind 21 vom Hundert, aus körperlichen und sonst in der Person liegenden Gründen nicht mehr voll einsatzfähig. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen ging um rund 15000 zurück; es betrug die Abnahme bei den anstützten der Reichsanstalt rund 12000 und bei den anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen rund 3000. Von den nunmehr insgesamt vorhandenen 66.600 unterstützten Arbeitslosen entfallen rund 49 600 auf die Reichsanstalt und gegen 17000 auf die BezirksfürsorgeverBei Notstandsarbeiten wurden 4950 Volksgenossen beschäftigt.„ 24 52 K N 6. den Außenberufen yar sich bei der Landwirtschaft die bisher schon lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften mit Beginn der Frühjahrsarbeiten und durch die Einberufungen von Landarbeitern zum Arbeitsdienst noch verstärkt. Der bestehende Mangel an jüngeren gelernten Landarbeitern machte es notwendig, einen Teil der gemeldeten offenen Stellen mit ungelernten oder älteren Arbeitskräften zu besetzen. Eine restlose Besetzung der offenen Stellen war aber trotzdem nicht möglich. In der Industrie der Steine und Erden hat die Saison in fast allen Bezirken in vollem Umfang eingesetzt, so daß bei den Ziegeleien, Steinbrüchen und den Zement= und Kalkwerken zahlreiche Arbeitskräfte untergebracht werden konnten. Besonders günstig war wieder die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Baugewerbe. Die Inangriffnahme umfangreicher neuer Bauarbeiten ließ die Zahl der arbeitslosen Bauarbeiter erheblich zurückgehen. Von den mehr konjunkturabhängigen Wirtschaftszweigen weist vor allem der Ruhrbergbau eine weitere erhebliche Besserung auf. Nach den vorläufigen Ergebnissen wurde die Belegschaft im Ruhrbergbau(einschließlich der rheinischen entwicklung ebenfalls, wenn auch langsam, fortgesetzt, so daß auch in dieser Industrie einer Reihe von arbeitslosen Volksgenossen Beschäftigung zugewiesen werden Innerhalb der Konsumgüterindustrien hat sich die bereits im Vormonat eingetretene Frühjahrssaison stärker durchgesetzt. Im Bekleidungsgewerbe war der Auftragsbestand sowohl bei den handwerklichen Betrieben als auch bei den Kleiderfabriken befriedigend. Die Süßwarenindustrie stellte zur Durchführung der zahlreichen Osteraufträge Arbeitskräfte ein. Ebenso war auch das Tabakgewerbe für Facharbeiter noch aufnahmefähig. In der bisher schon sehr gut beschäftigten Möbel= und Sperrholzindustrie hat die Leipziger Frühjahrsmesse zu einer weiteren Besserung des Auftragsbetandes geführt..uszen kat Li. hefrichleene In den Angestelltenverusen hat die befriebigende Entwicklung der Beschäftigungslage keine nennenswerte Veränderung erfahren. Stunden der Freude Kameradschaftsabend der Achsendreherei des BV. In Verbindung mit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Ortsgruppe Griesenbruch, vereinigten sich am Samstag im Evangelischen Vereinshaus die Arbeitskameraden des Bochumer Vereins mit ihren Angehörigen zu einem Kameradschaftsabend, um wieder einmal frohe Stunden zu verleben und das Band der Gemeinschaft noch fester zu knüpfen. Die Kapelle Fred Becker verfaßten Vorspruch„Kameradschaft“ Amtswalter Albrecht den Willkommsgruß. Das gemeinsam gesungene Lied:„Brüder in Zechen und Gruben“ leitete über zu der Festansprache des Betriebsleiters, Diplomingenieurs Bode, der seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß sich eine so stattliche Anzahl Gäste, darunter auch einige Verteranen der Arbeit, eingefunden hatten und durch ihre Teilnahme die Verbundenheit mit dem Betriebe bekundeten. Gegenseitiges Verstehen und Sich=Kennenlernen sei der tiefere Sinn der Kameradschaftsabende. Deutschland habe sich unter der Führung Adolf Hitlers wieder stark und froh gemacht. Den vor uns liegenden Schwierigkeiten könnte man ruhig ins Auge sehen; denn auch diese werde man, wenn jeder mitarbeitet, überwunden. Mit einem Treuegelöbnis für Volk, Führer und Vaterland beendete er seine Ausführungen. Im Anschluß an den offiziellen Teil folgte ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm. Der Arbeitskamerad Heinr. Schöttler, der schon vielen Werkskameraden durch seinen Humor vergnügte Stunden bereitete, setzte auch an diesem Abend wieder die Lachmuskeln aller in Bewegung. Fräulein Frohnapfel und Erich Gräf erfreuten durch ihre Gesangsvorträge, Ruth Hahn durch einige schöne Tänze. Der Zauberkünstler Paul Roch brachte durch seine Darbietungen zum Ausdruck, daß Zaubern eine ganz einfache Sache ist, wenn man weiß, wie es gemacht wird. Das übrige, durchweg von Arbeitskameraden bestrittene Programm, u. a. auch das Stück„Eine fidele Gerichtssitzung", ließ die Stunden schnell verrinnen. Große Ueberraschungen gab es bei einer Verlosung. Zum Abschluß des Abends wurde getanzt. Verkehrsunfälle in Bochum. Am 9. April gegen 11.20 Uhr, wurde auf dem Schlageterring ein Lastkraftgäste, wurden leicht verletzt. Die Verletzten konnten ihren Weg ohne fremde Hilfe fortsetzen. Beide Fahrzeuge sind leicht beschädigt worden.— Am gleichen Tage, gegen 12.25 Uhr, stürzte ein Motortadfahrer, infolge eines Gabelbruches seines Motorrades auf der hiesigen Hannoverstraße und erlitt im Gesicht leichte Verletzungen.— Gegen 19.35 Uhr, fuhr auf der Alleestraße ein Motorrad gegen einen Lastkraftwagen. Der Motorradfahrer sowie ein auf dem Soziussitz befindlicher Mann kamen zu Fall und erlitten schwere Verletzungen. Beide wurden mittels Krankenwagen dem Bergmannsheil zugeführt. Ausiatt Fam ZKüniexfei der Aanton Bochums SA. im Einsatz für das große Werk „Rank um die Breischeil! Ein Werbebummel der Werbefachleute im Silcherhaus Am Samstag, 10. April, begann die SA. mit ihrer Aktion Dankopfer der Nation“, die bis zum 1. Mai einschließlich dauern wird. Zum zweiten Male hat der Führer das ihm vom Stabschef Lutze angebotene Dankopfer angenommen, und damit ist für jeden Volksgenossen die Möglichkeit gegeben, diesen Dank auf diese besondere Weise abzustatten. Vor den Diensträumen der einzelnen Stürme der SA., vor geeigneten Gebäuden oder Wirtschaften hängen die Transparente und Plakate mit der Aufforderung, sich in die Listen einaur dnen, einen Bouhei,„amisengater und Ssed= Einsatzes wert.— mahes im Hintergrunde sreu ungen, in denen kinderreiche Famitienvater und Front= Einsatzer wert— wobel im Tchirtgranee freu kämpfer wohnen werden. In der Bochumer Altstadt Siedlungshäuser mit glücklichen Menschen steyen. sowohl wie in den Außenbezirken haben die Stürme * ..-Muthherr Auf der Einzeichnungsstelle für das„Dankopfer der Nation“ auf der Kortumstraße ihr Bestes getan. Ihre Fachleute, Maler, Anstreicher und Aussteller, haben mit den Kameraden der anderen Stürme gewetteifert,„ihre“ Einzeichnungsstätte so würdig wie möglich zu gestalten, die beste Plakataufschrift zu besitzen, damit jeder Vorübergehende sie sehen und lesen — und auch hineingeht.— Samstag wurde überall noch die letzte Hand angelegt, und die Listen zeigten auch schon Unterschriften. Die Reichstheaterwoche, während deren viele führende Männer aus Partei und Staat in Bochum weilen, wird auch sicher hier ihre Spuren hinterlassen. Der Einsatz der SA.=Männer ist unseres Einsatzes werr— wobei im Hinleigrunge freundliche Das unter dem Titel„Rund Samstag abend im Silcherhaus Fest der Bochumer, Ortsgruppe Freude und buntes Leben herrschten im ganzen Hause. „Rund um die Drehscheibe“ ..-Muthherr P% un der rtete diesjährige Bochumer Ortsgruppe..#ei Trrichsfachschaft Deutscher Werbefachleute machte seinem Titel alle Ehre. In den oberen und unteren Räumen des Silcherhauses herrschte ein Gedränge, wie nur an Goldenen und Silbernen Sonntagen an der Original=Drehscheibe. Die über der Tanzfläche hängende Verkehrsamper streute ihr mattes grünes Licht auf die Passanten(Tanzpaare) der improvisierten Drehscheibe, die trotz der Verkehrsdisziplin fordernden Verkehrsschilder Mühe hatten, Zusammenstöße zu vermeiden. Aber ist ein Bummel durch die Kortumstraße zur Zeit des Ladenschlusses anders? Und was hatte das geschmackvoll aufgemachte Programm der Werbefachleute versprochen? Einen Werbebummel rund um die Drehscheibe! Die Werbefachleute dürfen tächsten Jahre ihre Werbeerfolge getrost höher alse im nächsten, Jugl=„Hre, Wiesetfigge, Fellost hoher einschätzen und die Drehscheibe entsprecheno vergroßern. Ortsfachschaftsleiter Hans Sprinkmann konnte in dem von Fritz Busch. Hornung usw. geschmackvoll ausgemalten Saal des Silcherhauses ein erwartungsund stimmungsfrohes Publikum begrüßen, dem anschließend der Ortsfachgruppenleiter der Betriebswerber, Rübhausen, ein Großstadt=Kabarettprogramm verhieß. Willi Stein spielte den liebenswürdig=sarkastischen Ansager. Durch das Programm zogen sich gleich zwei der berühmten roten Fäden der Humor und der Tanz. Jonielli, Anny Sorges, Gulkoff und Simonenko und der Bochumer Komiker, Arry Leese waren der rote Faden des Humors, Grit Re F # 44 9 7652 8 88 190 faßt 14 Seiten Seite Nr. 84 Bochumer Anzeiger# Montag, 12. April 1937 Jolly und Dolly der des Tanzes. Der Zweikampf Contra Humor ist im öbrigen unentschie Tanz Conlta Gumer i iin übtigen unentschieden geblieben. 9.., WLanh, ERens f. Der besondere Höhepunit des Avenos bestano in einem Zwiegespräch zwischen dem Reichssender Köln und dem Stiepeler Sender, der in den weitesten Kreisen der Bochumer Bevölkerung bisher unbekannt geblieben ist. Als Ansager des Stiepeler Senders ließ Rudi Rauher höchst unpersönlich die Wunschträume der Bochumer Bevölkerung Wirklichkeit werden, als da sind: der neue =Etagen=Bahnhof, das Sommerbad, das neue Stadion usw. Wie wir hören, hat die Stadtverwaltung bereits die am Samstag abend viel bewunderten Entwürfe angefordert,,„ Lkun) Behartage nahm amp..i m. Während der Rundfunt=Reportage nahm Rudi Rauhausen eine Ehrung der drei Verkehrsschutzleute unserer Drehscheibe vor, die als Ehrengäste des Abends selbstverständlich einen Ehrenplatz zugewiesen erhielten. Nach Mitternacht setzte sich der Bummel rund um die Drehscheibe programmlos fort. Dem Vernehmen nach soll die grüne Verkehrsampel erst in den Morgenstunden erloschen sein... hbg. „Wir sind das Leben!“ Elternabend des Fähnlein 38/67 des IV. Im Ernst=Moritz=Arndt=Haus lief vor wenigen Wochen auf einem Elternabend des Jungvolkes, ein Film von einem Jungvolk=Zeltlager auf der Insel Juist. Der abgelaufene Filmstreifen gab den Zuschauern ein äußerst lebendiges Bild vom Leben der Jungen„auf Fahrt"; in diesem Falle am Strande der Nordsee. Einen von den vielen Tagen des Zeltlagers griff der Film heraus, zeigte die grauen Zelte in der Morgendämmerung, den Hornisten, der sich redlich müht, die Schläfer zu wecken, it wie die Jungen zum Strand laufen, springen und Alchk andelbare=Treue dem Zuheki! Vereidigung in den Staffeln I und II der Motorstandarte 69 des Aufmärsche in Schwelm und Wanne Für den gesamten Bereich der Motorstandarteserkämpften. Oberführer Sonnenschein 69 des Nationglsozialistischen Kraftfahrkorps, zu der#eiter die Aufaaben des REKK. als des Trägers der auch die vier Bochumer Sturme des RSKK. zählen, war der 11. April von besonderer Bedeutung als der Tag der Vereidigung der neu in den Dienst der Beweguno des Führers Getretenen und des Nachwuchses. Bereits am Vormittag traten in Schwelm die sechs Stürme der Staffel I/M 69 auf dem Kaiser=Friedrich= Platz an. Nach der Meldung der angetretenen über 400 Männer und Führer durch Staffelfuhrer Hüttemann ergriff der Führer der Standarte, Oberführer [Sonnenschein das Wort, um nach seiner Ansprache dann die Vereidigung vorzunehmen. Anschließend sprach Ortsgruppenleiter Burgermeister Siepmann(Schwelm), der Erinnerungen an die Zeit des Kampfes wachrief und das Beispiel des Einsatzes zu jener Zeit zum Vorbild für unsere jetzige Zeit erhob. Der Vorbeimarsch vor dem Oberführer und ein Platzkonzert des Musikzuges der Motorbrigade Westfalen beschlossen den Aufmarsch der Staffel l in Schwelm. Am Nachmittag rückten die acht Stürme der Staffel II/M 69 darunter auch die vier Bochumer Stürme, in Wanne=Eickel an. Die Stadthalle prangte aus diesem Anlaß im Schmucke der Fahnen der Bewegung und des frischen Grüns. In seiner Vereidigungsansprache im Stadthalle führte Oberführer Sonnenangetretenen Männern des kennzeichnete en des RSKK. als des Trägers der Motorinierung und die Bedeurung, die das Korps in der verflossenen Zeit hatte und in der Zukunft haben soll. Die Motorisierung, wie wir sie verstehen, sei der unbeugsame Wille, unter rücksichtslosem Einsatz von Person und Fahrzeug, mit der zähen Unerbittlichkeit des rechten Kampfers vorwärts stürmend, jede Aufgabe im Dienste des Führers und des Reiches zu meistern. Nach weiteren Ausführungen über die Einzelaufgaben des RSKK.=Mannes und nach dem Gedenken an die für das Dritte Reich gefallenen, Kameraden, insbesondere an die Kameraden Otto Höngen vom Motoriturm 6/M 69 und Siegfried Brockhaus vom Motorsturm 11/M 69, die ihr junges Leben im Dienste der BeweKuppelbau der schein den nahezu RERR, nach der. Welbung zirchz, Staffelfüuhger Stunde Stadthalle, der Oberführer dem Stur“ den feierlich, Fresfpillig übernommen seien die Pflichten(öhrenpreis, Wanderpreis und vi. Sturm 14/41 ruch=Althoff sprach Ortsgruppenleiter Schubert Holsterhausen) uber den tiefen Sinn der Vereidigung, völlig versagt. Der junge Mann habe 300 Mark einkassierte Gelder nicht abgeliefert. Nur, um sich dafür einen Schein des Rechts zu verschaffen, habe er#### Klage angestrengt. Der Kläger sei mit der ihm gewähnten Entschädigung von sechs Prozent Einkassierungsprovision durchaus zufrieden gewesen, ebenso dessen Vater mit der Art der Beschäftigung draußen in der Kundschaft. Die wenigen Büroarbeiten bewältige die Frau des Beklagten. Was Buchführung angehe, habe er, der Lehrherr, das für ausreichend angesehen. was die Berufsschule dem Lehrling ermittelte, zumg das viel weiter ging, als die Praxis in einem kleinen Geschäft führen konnte. Was sagte das Arbeitsgericht dazu? Das Arbeitsgericht wies die Klage des Lehrlings kostenpflichtig ab. Es sei nicht dargetan, daß der Lehrherr seine Pflichten bewußt verletzt und den Mißerfolg verschuldet habe. Der Lehrling sei viel außerhalb tätig gewesen, aber nicht ausschließlich. Wenn er nicht auf Tour war, sei er doch im Betriebe beschäftigt worden. Der Lehrling lernte im Verkehr mit Kunden deren Wünsche kennen, erlernte den Ein= und Ausgang der Waren, die Zustellung, die Geldeinziezung usw. Man könne nicht sagen, daß diese praktische über echte Volksgemeinschaft und Kameradschaft dem einzigen Marsch, den wir marschieren für DeutschEin Marsch sämtlicher Stürme der Staffel II unter Vorantritt des Spielmanns= und des Musikzuges der Motorbrigade Westfalen durch die Straßen Wannes schloß sich an. Nach dem Vorbeimarsch an Oberführer Fe vor dem Rathaus ging es zurück zur zeig., wie die Jungen zuze Sttung gusriggggen und#ig tollen wie sie beim Geländespiel ihre Fähigreiten im## „Schleichen“, Spurenlesen, Raufen unter Beweis steln aber auch die Rechte, das Uniform der Männer tragen zu dürfen, vas höchste Opfer unser neues, freies Deutsches Reich 69 und urrunde für den im um die beste Schar erüberreichte. Damit war ein bedeutungsvoller Tag für die gesamte Motorstandarte 69 des RSKK. beendet. len usw.— Die Jungen im Saal waren mitgerissen, und die Eltern und Freunde sahen, daß die Fahrt einen Prüfstein bedeutet, bei dem sich die Kameradschaft zeigt: wobei sich die echten, mutigen Kerle herausschälen, eine Fahrt, die„Mumm in den Knochen, Frische und Gesundheit vermittelt.„ Der Erfolg des Elternabenos, zu dem das Fähnlein 38/67 am Samstag abend ins Ernst=Moritz=Arndt= Haus geladen hatte, galt dem vom Bochumer IV. geplanten Zeltlager auf Rügen. Wie immer, so eröffneten auch hier Fanfarenmärsche den Abend, zu dem sich die Eltern und Freunde zahlreich eingefunden hatten. Den ersten Teil bildete eine Kantate:„In unseren Fahnen lodert Gott!“ All die Worte, Lieder und Fanfarenklänge, sie waren„gekonnt“ und gaben ein Bild von der ausgezeichneten Arbeit in den Heimabenden. Anschließend sprach Stammführer Walter Gottschling zu den Eltern. Die Ziele der Elternschaft und des Jungvolks in bezug auf die Erziehung der beiden Teilen anvertrauten Kinder seien die gleichen, nämlich, anständige Kerle aus den Jungen zu machen. Die Forderung der Eltern, zu wissen, was der Junge auf Fahrt und an den Heimabenden treibe, sei berechtigt und das sei auch der Sinn des Elternabends. Anderseits brauche das Jungvolk das Vertrauen der Eltern für seine Arbeit an der Jugend.— In dem Laienspiel„Der Trommlerbube“ erwiesen sich die Jungen auch als gute Laienspieler. Das Schlußwort sprach dann Fähnleinführer Werner Toffel, und mit dem Lied der Jungen fand der Abend seinen Ausklang. Uns Wiedel=Wals sehischen Kameradschaftsabend der Räderdreherei des BVG. im Parkhaus Kameradschaftsabend des NS.=Rechtswahrerbundes, Bezirk Bochum. Das Parkhaus vereinte am Samstag abend wieder einmal eine große Gefolgschaft zu einem Kameradschaftsabend. Der sehr geschmackvoll ausgestattete Saal gab den Gefolgschaftsmitgliedern nebst Angehörigen der Räderdreherei des BVG. für die Feierstunden einen stimmungsvollen Rahmen. Mehr als sechshundert mögen es gewesen sein, die hier einen recht abwechslungsreichen Feierabend erlebten. Die Ortsgruppe Griesenbruch der RSG.„Kraft durch Freude“ hatte ein buntes Programm zusammengestellt, das ungeteilten Beifall Der Zellenwalter der Räderdreherei Hecker begrüßte die Arbeitskameraden und ihre Angehörigen herzlich und gab seine besondere Freude darüber Ausdruck, daß auch die Invaliden des Werkes der Einladung in so stattlicher Zahl Folge geleistet hätten. Für die Betriebsleitung sprach Oberingenieur Winkler, der den alten, ehemaligen Betriebskameraden dafür dankte, daß sie gekommen waren, um in vertrauter Gemeinschaft frohe Stunden zu verleben und alte Erinnerungen auszutauschen. Er freue sich, daß die Veteranen sich noch zum Betrieb gehörig fühlten. Der zweite Teil des Programms war der bunten Unterhaltung gewidmet. Unter der Leitung des Ortsgruppenbeauftragten, des bekannten Baritonisten Kraft, lauschten die Anwesenden einer reichen Fülle hübscher Darbietungen, die durchweg wert waren, als schick tanzte dann Bochums Stadtmeisterin Fräulein König auf Rollschuhen einen Walzer, der bei allen den Wunsch nach Wiederholung auslöste. Aber das umfangreiche Programm stellte schon bald„die vier frohen Sänger“ auf die Bühne, die mit ihren„Seifenblasen“ lustige Stimmung mit bestem Erfolg machten. Und dann bewunderte man allgemein den Meisterequililibristen Coreno Hoffmann, der Kraft, Geschick und Konzentration schlechthin in artistischer Vollendung zeigte. So hat auch dieser Kameradschaftsabend der Gefolgschaft der Räderdreherei wieder einmal sehr schöne Stunden bereitet, die erst ihr Ende fanden, als die Kapelle zum letzten Tanz aufgespielt hatte. hung usw. Man könne nicht sagen, daß diese praktische Tätigkeit wertlos sei. Was die Buchführung angeyt, so sei es sicherlich Pflicht des Lehrherrn, den Lehrling auch solche Arbeiten machen zu lassen, damit er die theoretischen Schulkenntnisse auch in der Praxis anwenden lerne. Das Gericht verkenne aber auch nicht die Gefahren und Schwierigkeiten, die dabei für kleinere Geschäfte bestehen, und die in dem Anreiz zu Veruntreungen liegen. Dem Gericht ist bekannt, daß gerade in kleineren Ladengeschäften die Ausbildung durch die Berufsschule als ausreichend angesehen wird. Das Zeugnis der Berufsschule(Oberstufe) lautete auch in Buchführung„gut“. Der Kläger hat dann bis zur Prüfung im Herbst 1936 keine Schule mehr besucht. Das zu tun, war aber seine eigene Sache! Wenn er in den Gesinnungsfächern, auf die heute mit Recht größerer Wert gelegt wird, versagte, so könne dem Lehrherrn darum kein Vorwurf gemacht werden. Hier mußte der junge Mann sich selbst um seine genügende Unterrichtung und Ausbildung bemühen. Wenn er in diesen Fächern zurückblieb und die Prüfung nicht bestand, so habe er sich diesen Mißerfolg selbst zuzuschreiben. i464.=Kund( Deshalb, weil er die Prüfung nicht bestand, sei er in seinem Dienstverhältnis zum Beklagten nicht einfach zum Provisionsreisenden geworden, sondern er sei Lehrling geblieben. Er habe nicht nur seinen Lehrlingslohn, sondern darüber hinaus eine höhere Vergütung erhalten. Man könne sie nicht als unangemessen bezeichnen. Das Gericht war der Ueberzeugung, daß der Kläger seinen Anspruch nur erhob, um die Einbehaltung von einkassierten Geldern zu verdecken. Es mußte deshalb Abweisung der Klage erfolgen. Kameradschaftsabend der Kesselschmiede und Monteurwerkstatt des BVG. „Frohsinn und Humor", das Stichwort des Kameradschaftsabends, beherrschte am Samstag abend die Stimmung der zahlreichen Anwesenden in dem großen der Tonhalle, die der Einladung der Kesselund Monteurwerkstatt des BVG. gefolgt Saal schmiede waren. Der NS.=Rechtswahrerbund, Bezirk Bochum, kann in bezug auf die Veranstaltung von Festlichkeiten noch der bunten Unterhaltung eröffnete de nicht von einer Tradition sprechen. Erst seit zwei ring mit einer Romanze. Mit Frautein Burmann e a die Bundesmitalieder auf(Guitarre) hegleitete er dann die Sayranistin Fräulein geschlossenes Varietéprogramm zu gelten. Den Reigen der bunten Unterhaltung eröffnete der Zithersolist Kö Jahren besteht der Brauch, die, Lundepmunliever, auf einem Kameradschaftsabend zu einem geselligen Beisammensein zu vereinen. Wenn aber ein solches Fest steigt wie am Samstag abend im Parkhotel„Haus Rechen", ist alles zur Stelle, weil allen die Kameradschaftsfeier in der Form, wie sie Kreisrechtsamtsleiter Böminghaus eingeführt hat, zu einer wirklichen Freude geworden ist. So war es es auch am Samstag abend nicht verwunderlich, daß sich eine stattliche Zahl von Gästen eingefunden hatte, unter ihnen Kreisprovagandaleiter Link. Dr. Müller(Hagen) als Vertreter des Gauführers und als Bezirksleiter Oberbürgermeister Dr. Banike(Dortmund). Ihnen entbot Kreisrechtsamtsleiter Böminghaus einen herzlichen Willkomm, in den die Frauen mit einbegriffen die dem Feste den schönsten Glanz gaben, wie Rechtsanwalt Dr. Schlaahecke in einer humorgewürzten Rede unter stärkstem Beifall versicherte. Ein offizielles Programm gab es nicht, um so mehr wurde der fröhlichen Unterhaltung zugesprochen und vor allem dem Tanz. von dem sich niemand ausschloß, nachdem die Tanzaruppe Schweitzer=Schräder mit erlesenster Tanzaymnastik den schönsten Auftakt gegeben hatte. (Gultärke) begleitele er vann die Sopranistin Fräulein Walter zu ihren beiden Löns=Liedern„Das Fensterlein" und„Rose im Schnee". Der reiche Beifall war dem ausgezeichneten Trio der beste Dank. Wieder einmal konnten die beiden noch sehr jungen, anmutigen Tänzerinnen Geschwister Franke einen gefüllten Saal mit ihren, Darbietungen zur Bewunderung und großen Aufmerksamzeit, bewegen. And Richt„weniger Aufmerksamreit fand Krafts wohltönender Bariton. Die von ihm gesungenen beliebten Lieder wie:„Alle Tage ist kein Sonntag",„Auch ich war ein Jüngling" und„Ach, wie so trügerisch...“ fanden besonders dankbare Zuhörer, weil ein bühnenreifes Organ ihnen Wirkung verlieh. Mit Anmut, Grazie und Genung Ausdruck, daß sie sich im Kreis ihrer Kameraden recht froh fühlen möchten, denn der Abend solle das Band der Kameradschaft enger knupfen. Der Betriebsleiter der beiden Betriebe, Ingenieur Henne, gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Anwesenden einige Stunden froher Gemeinschaft erleben sollten. Neues Leben pulsiere durch das deutsche Volk, und jeder müsse im Vertrauen zum Fuhrer mitarbeiten an dem großen Werk. Leo Sander wußte dann Stimmung und Frohsinn zu schaffen. Es war selbstverständlich, daß Fränzng und ken Fromme mit daheisein„wollte, seinge. ArbeitsUnd nicht weniger kameraden mit einigen seiner köstlichen, vuweurschen [Dichtungen zu erfreuen. Die aumutvouen Darbietungen der Damengruppe des Tus. Hamme 83 trugen mit dazu bei, den Abend zu verschönen. Mit Freude gab sich dann jung und alt zum Abschluß dem Tanz hin und mit dem Gefühl, einige frohe Stunden schöner Freude im Geiste der Kameradschaft verlebt zu haben, vergingen die Stunden viel zu schnell. Freisprechung der Kaufmannslehrlinge des Bezirks der Industrie= und Handelskammer zu Bochum. Am Donnerstag, 15. April, findet abends haus Bochum die Freisprechung der Kaufmannsgehilfen des Bezirks der Industrie= und Handelskammer zu Bochum statt. Außer musikalischen Darbietungen der Gesanavereinigung und der Werkskapelle der Eisenund Hüttenwerke AG. Bochum, sieht das Programm des Abends u. a. Ansprachen des Gauwalters des Amtes für Berufserziehung und Arbeitsführung Pa. Becker, des Oberbannführers der HJ. Lg. Srrube und die Freisprechung der Lehrlinge durch den Präsidenten der Industrie= und Handelskammer Pa. Bankdirektor Dr. M. A. Schlitter vor. Nach einenersoigreichen Latt! 6 mal der gleiche Trick Betrüger brandschatzte Bochum „Ich habe Messungen im Auftrage des Luftschutzbundes vorzunehmen!" Diese Antwort erhielt eine Angestellte eines hiesigen Cafés, als sie auf einem Mansardenflur einen Mann ansprach, der, mit einem Zollstock und Notizbuch bewaffnet, die Flurwände abmaß. Da diese Volksgenossin die Aufklärungsschriften und Pressenotizen der lizei anscheinend nicht beachtete, ist sie auf den Schwindel eines Verbrechers hereingefallen. Vielleicht hätte die Aufmerksamkeit dieser Hausangestellten die Festnahme dieses reisenden Burschen erwirken können. Es handelte sich nämlich in diesem Falle um einen Langfinger, der die Mansardenstuben der Angestellten größerer Geschäfte aufbricht bzw. nachschließt und die Angestellten ihrer letzten Spargroschen beraubt. So hat er in den letzten Tagen hier in Bochum auf der Kortum= und Hattinger Straße in sechs Fällen mit seiner Tätigkeit recht guten Erfolg gehabt. Er bevorzugt in der Hauptsache Bargeld, das den Geldbörsen der Angestellten in deren Zimmern entnommen wird. Volksgenossen! Wenn ihr in euren Häusern oder Wohnungen fremde Personen antrefft, gebt euch mit plumpen Ausreden zufrieden! Seid wachsam und seht euch diese Leute näher an, damit ihr der Polizei bei ihrer schweren Ermittlungstätigkeit behilflich sein könnt. Und nun noch einmal aufgepaßt! Der „Luftschutzonkel“ ist etwa 1,76 bis 1,78 Meter groß, ahre alt, von kräftiger Figur, hat ein volles trägt eine Generalappell der Bochumer Krieger= und Landwehr=Kameradschaft Die Steinhalde wird grün. Einen erfreulichen Fortschritt in bezug auf die allgemeinen Verschönerungsarbeiten der Werks= und Zecheneingänge hat die Zechenverwaltung von„Carolinenglück“ gemacht. Die hinter der Gastankstelle liegende Steinhalde ist mit einer Schicht Mutterboden versehen worden. Hier wurde jetzt Rasen angepflanzt und auch Strauchanpflanzungen vorgenommen. In einigen Wochen wird die Halde nicht mehr schwarz, sondern ganz grün sein. Die Mitglieder der Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft e. V.(Kyffhäuserbund) waren am Sonntag vormittag im Evangelischen Vereinshaus zu einem Generalappell angetreten. Der Kameradschaftsführer Major d. R. a. D. Bering hieß die Kameraden, darunter besonders die Ehrenmitglieder, herzlichst willkommen. Der anschließend vom Schriftführer Ziealer erstattete Jahresbericht aab einen erfreulichen Ueberblick über die Tätiakeit im vergangenen Jahr. Die Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft zählte am 1. Jan. 1936 1320 und am 1. Jan. 1987 1299 Mitglieder, darunter 1060, die am Weltkrieg teilgenommen haben. Zur großen Armee abgerufen wurden insgesamt 82 Kameraden. Die Ehrenmitgliedschaft storbenen Kameraden, der für Deutschland gefallenen Helden des Weltkrieges und der Toten der Bewegung erhob man sich von den Plätzen. Kassenwart Zernikow berichtete über die Kassenverhältnisse. Dem Bericht des Kassenprüfers Buhlmann folgte die Entlastung des Kameradschaftsführers. Fechtwart Merwald erstattete den Bericht über das Fechtwesen. Mit starkem Interesse wurde der Bericht des Schießwarts Volkhardt entgegengenommen. Die höchste erreichte Ringzahl betrug 57 Ringe bei drei Schuß. Am Wanderpreisschießen beteiligten sich 50 Kameraden, von denen 44 am Wettkampf teilnahmen. Den neugestifteten Wanderpreis errang der 8. Bezirk mit 563 Ringen. Der 2. Bezirk konnte 390 und der 1. Bezirk 370 besitzen 14 Kameraden, darunter der Ritter des Ordens Ringe erschießen. Nach Aufnahme von 17 neuen Mit„Pour le merité“ Oberstleutnant a. D. Müller und gliedern erfolgte ein kurzer Bericht über den diesjähdie Träger des Goldenen Militärverdienstkreuzes Fritz rigen Reichskriegertag in Kassel, der arg g Versteigerung im Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerstag, im Stadtleihamt. Trankgasse 5, stattfindende Versteigerung wird nochmals aufmerksam gemacht. Rodenwald, August Scharfenberger und Heinrich Winkelmann. An Sterbegeld und Unterstützung wurden 8245,09 Mark verausgabt. Auf Wunsch der Kameradschaft wurden 550 Mark aus der Deutschen Krieger= und Wohlfahrtskasse für besonders in Not geratene und bedürftige Kameraden bewilliat. Mit dem Appell, weiter treu zur Krieger= und Landwehrkameradschaft zu stehen, schloß der Bericht. Zu Ehren der verJuni stattfindet. Die Fahrtlosten betrag## Aus Anlaß des 65jährigen Bestehens des Reichstrieger26. Juli im Stadtpark ein Militärbundes findet am 26 kongert statt,„,. Ie. Zum Abschluß des Generalappeus folgte ein Lichtbildervortrag über das Thema:„Das neue deutsche Heer." Breecheshose, schwarze lange Stiefel. Helft den Volksschädling zur Strecke bringen. Benachrichtigt bei seinem Auftreten den nächsten Polizeibeamten oder die Kriminalpolizei, Bochum, Uhlendstraße 35, Zimmer 245, Telephon 60661, Tceuenstelle 224. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Montag, 12. April NS.=Frauenschaft Ehrenfeld. 20 Uhr: Probe der Singschar ing. Ermtz MgrizeA eut. # T. Stenschg Geriue. 18° Gerthe. 15 Uhr: Nähstunde im FrauenUhr: Im Graß Froße Ernst=A * Kreistagung Moritz=ArndiRS.=Frauenschaft schaftsbeim. RS.=Frauenschaft Kreis. 15 mit allen Abteilungsleiterinnen Haus. Dienstappell fällt aus! Der auf Montag, den 12. April, angesetzte Dienstappell der RSDAP. des Kreises Bochum fällt wegen der#3. Stadttheater: 15.30 Uhr: Die Räuber Tonhallen=Diele und=Gaststätte: Konzert und Tanz. Avollotheater: ab 15.50 Uhr:„Hte. Julika. gi Capitol: ab 15.30 Uhr: Der Mann, von dem man spricht. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der Etappenhase. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Ramona. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Frauenlieve— Frauenleid. Odeon: ab 15.45 Uhr: Das Mädchen Irene. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Das Mädchen Irene. Usa=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Und du mein Schatz fährst mit. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Ungeküßt soll man nicht schlaApollo Weitmar: Das Beilchen vom Potsdamer Platz. Capitol Langendreer: Sein bester Freund. Capitol Werne: Die Botschaft an Garcia. Suce.„m, en Sryug Kammerlichtspiele Gerthe: Kinderarzt Dr. Engel. Lichtburg, Langendreer: Die gläserne Kugel. Schaudurg, Wanne=Eickel: Das Veilchen vom Potsdamer Platz „Ein Lehrling, der nichts lernte“ Tehrheit some Scharenetfaß keisten?... Ein Stündchen beim Arbeitsgericht Wer einen Lehrling zur Ausbildung annimmt, hat die berufliche und sittliche Pflicht, dafür zu sorgen, daß der junge Mann oder das junge Mädchen nun auch wirklich für ihre Arbeit so gefördert werden, um sich später entsprechend betätigen und den Kampf ums 9. .“, und den Rungf umd Teven bestehen zu konnen. Diese Pflicht gröblichst verletzt hen zu können. Diese Pflicht, gr warf ein Kaufmannsleyning aus Wannezu haben,.Julf ein R0 Eickel seinem ehemaligen Lehrherrn vor und klagte auf Schadensersatz von tausend Mark und weiteren elfhunhundert Mark Provision für Einkassierung von Geschäftsguthaben. Der junge Mann behauptet, er sei mehr Packesel und Laufbursche gewesen, statt Lehrling. Er he berumschleppen müssen und sei schon vom Be jabe Ware Jeginn der Lehrzeit an als Kassierer auf Fahrt geschickt worden Auf diese Weise habe er von kaufmännischer Buchführung nichts gelernt. Auch sei er nur wenig zur Berufsschule geschickt worden und habe daher die kaufmännische Prüfung nicht bestanden. Deshalb könne er nicht vorwärts kommen und seine berufliche Zukunft sei verpfuscht. Der Lehrherr müsse ihn also entschädigen und ihm für seine Tätigkeit entsprechende Vergütung als Provisionsvertrete: zahlen. Kundgebung aus. Riemenschneider, Kreisleiter. durch Feude. Tagesplan für Montag, 12. April Körperschule für die Politischen Leiter der RSDAP. von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Drusenbergschule. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr in der Schule an der Friedenstraße. Allgemeine Körperschule für Frauen und Männer, 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Freiherr=vom=Stein=Ober= 40— Wvzeums,. leichtraße, gr' Ssiche Gymnanik und Spiele nur#r, Frauen I. 20 bis 22 Uhr: in Höntrop; von 20 bis 22 Uhr: Uebung urgi erta Hzelschen sütr Pra, Schüger hagr. Ltm 20#i raum Reichs sportabzeichen für Exauen und 22 Uhr: in Bochum=Werne, Turnyalle an der Badeatstgl; von ter Der Lehrherr machte demgegenüber geltend, daß der Kläger die Prüfung aus anderen Gründen nicht bestanden hätte. In Staats= und Bürgerkunde habe er Schwimmen für Frauen und Männer 22.30 Uhr: Badeanstalt, Martenstraße. Rollschuhlausen für Frauen und Männer von 22 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnastums, allee. Seite 5 Nr. 8 Schützenbahn. nen und Männer von„ugl. 21.15 bis 20 bis Einso Achtung, Iin=Jitsu=Kurse für Männer und Frauen! z# Ilu=Jitsu=Kursus, der bisher mittwochs von 20 b/g. 2241, in der Klosterschule stattgesunden hat. findet ab 13. April, regelmäßig von 20 bis 22 Uhr in der statt. Alle Kursusteilnehmer treffen sich Dienstag 19.45 Uhr an der Helenenstraße=Ecke(gegenüber dem.=0. Portal). (Weitere Lokalnachrichten Seite 12) Am Donners Leitung des Rei gauführertagung satz des Reichsa jahresplan Nicht nur arbeitsdienstes: gen, Hochwasser Betonung erfahr jahresplanes ang ordentlich wichti arbeitsdienstes b Wo der Reichs eigener Kraft se füllen, wird sich disziplinierten K In Ueberein Vierjahresplanes Göring, und Darré hat de Reichsarbeitsdie ständen in diese Betrieben einges ohne eigene Sd sind. In Betrie des Einsatzes d kräfte zur Entl stellung von Arl arbeitsdienst ni " Bestehen ble lichen, geistigen männer gestellte Reichsarbeitsdie Führers eine E Da aus den der einzelne C zieht, hat er rers ein entspt leisten. Dieses Druck auf die ständen ausgeli Der Einsa hilfe ist Dienst Der einzelne? zelnen Bauern ausschließlich s der dafür sorg heitszustand der Die Aufred und die Fortd Führer sind ar gesichert. Die Ernter den Reichsarbe und unter dem stigen Arbeiter Volkes durchge Vorbe Freitag vo die erste Sitzu Nationalf treter sämtlich die an der Ge den über ihre mehr ihre Ark regierungsrat auf, alles dar deutschen Volk deutung entspi Ne Reichsorgan angeordnet: „Mit Gen ständnis mit stellvertretendet Stich aern, Nuo. Er übe tung des Ha Fried als 23jähriger 4864 ein. Enstat Freitag a 7. Sohle de Durchführung Einsturz eine glück traf im Dr. Leys Seite 5 Nr. 84# Bochumer Anzeiger Montag, 12. April 1937 be 300 Mark einer, um, lich dafür ffen, habe er## mit der ihm geProzent Einkasgewesen, ebenso stigung draußen in arbeiten bewälnige ichführung angehe, reichend angesehen, ermittelte, zumal s in einem kleinen icht dazu? age des Lehrlings tan, daß der Lehrund den Mißerfolg r Lehrling sei viel icht ausschließlich. r doch im Betriebe nte im Verkehr mit rnte den Ein= und ng. die Geldeinzie. daß diese praktische fführung angeht, so errn, den Lehrling ssen, damit er die in der Praxis anaber auch nicht die dabei für kleinere Anreiz zu Verunsekannt, daß gerade isbildung durch die esehen wird. Das se) lautete auch in ung im Herbst 1936 tun, war aber seine mit Recht größerer sarum kein Vorwurf nge Mann sich selbst und Ausbildung bezurückblieb und die er sich diesen Miß. nicht bestand, sei er Beklagten onsreisenden geblieben. Er habe dern darüber hinaus Man könne sie nicht 1s Gericht war der sen Anspruch nur erkassierten Geldern zu bweisung der Klage se Trick Bochum trage des Luftschutzgestellte eines hiesigen edenflur einen Mann k und Notizbuch beDa diese VolksgenosPressenotizen der Posie auf den Schwinn. Vielleicht hätte die ellten die Festnahme können. Es handelte einen Langfinger. der ten größerer Geschäfte die Angestellten ihrer igen hier in Bochum Straße in sechs Fällen Erfolg gehabt. Er bed, das den Geldbörsen entnommen wird. euren Häusern oder trefft, gebt euch nicht Seid wachsam und nit ihr der Polizei bei it behilflich sein könnt. aufgepaßt! Der bis 1,78 Meter groß, Figur, hat ein volles altung. Er trägt eine derjacke, schwarze fel. Strecke bringen. Beden nächsten Polizeisei, Bochum, Uhlandphon 60661, NebenDAp. Neichbatdruseiru? eel der Wrnte Einsatz bei Erntenotstand— Eine neue große Aufgabe im Rahmen des Vierjahresplanes robe der Singnde im Frauende reistaguns =Moritz=Arndtaus! I, angesetzte Dienstappell fallt wegen der 93. tetder, Kreisleiter. hFreude. g, 12. april Leiter der RSDAP. von nner von 20 bis 22 Uhr: rauen und Männer, ver Freiherr=vom=Stein=Ouek“ le nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Uebung, hützenhahn, Zimmer### und Männer von 20 bis halle an der Badeanstal Männer von 21.15 bis ad Männer von 20 bll lealgymnasiums, KönigsRänner, und Fraueg; zi: wochs von 2gp'enzg 37. ühr in der Slesscht ke(gegenüber dem.=5. dnb Berlin, 11. April. Am Donnerstag und Freitag fand in Berlin unter Leitung des Reichsarbeitsführers Hierl eine Arbeitsgauführertagung statt, bei der besonders auch der Einsatz des Reichsarheitsdienstes im Zeichen des Vierahresplans behandelt wurde. Nicht nur die bisherigen Aufgaben des Reichsarbeitsdienstes: Neulandgewinnung, Bodenverbesserungen, Hochwasserschutzbauten usw., werden eine erhöhte Betonung erfahren und den Bedürfnissen des Vierjahresplanes angepaßt, fondern es tritt als neue außerordentlich wichtige Aufgabe der Einsatz des Reichsarbeitsdienstes bei Erntenotstand in Erscheinung. Wo der Reichsnährstand nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft seine volkswirtschaftliche Aufgabe zu erfüllen, wird sich der Reichsarbeitsdienst mit seiner vollen dissixlinierten Kraft einsetzen. In Uebereinstimmung mit dem Beauftragten des Vierjahresplanes, Ministerpräsidenten„Generaloberst Göring, und dem Reichsbauernführer Reichsminister Darré hat der Reichsarbeitsführer befohlen, daß der Reichsarbeitsdienst bei landwirtschaftlichen Erntenotständen in diesem Jahr bei solchen landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt wird, die trotz eifrigsten Bemühens ohne eigene Schuld in Not an Arbeitskräften geraten sind. In Betrieben, die in Erwartung oder aus Anlaß des Einsatzes des Reichsarbeitsdienstes andere Arbeitskräfte zur Entlassung bringen oder die mögliche Einstellung von Arbeitskräften unterlassen, wird der Reichsarbeitsdienst nicht eingesetzt oder aus ihnen zurückBestehen bleiben in vollem Umfange die zur körperlichen, geistigen und seelischen Erziehung der Arbeitsmänner gestellten Forderungen so wie bisher; denn der Reichsarbeitsdienst ist und bleibt nach dem Willen des Führers eine Schule der jungen Nation. Da aus dem Einsatz des Reichsarbeitsdienstes auch der einzelne Grundbesitzer sofort den ganzen Nutzen zieht, hat er durch Vermittlung des Kreisbauernführers ein entsprechendes Entgelt an das Reich zu leisten. Dieses Entgelt wird so bemessen sein, daß ein Druck auf die Landarbeiterlöhne unter gar keinen Umständen ausgelöst wird. Der Einsatz des Reichsarbeitsdienstes zur Erntehilfe ist Dienst und wird dementsprechend gehandhabt. Der einzelne Arbeitsmann wird nicht etwa dem einzelnen Bauern als Knecht zugewiesen, sondern er bleibt ausschließlich seinem Arbeitsdienstvorgesetzten unterstellt, der dafür sorgt, daß Leistungsfähigkeit und Gesundheitszustand des Arbeitsmannes berücksichtigt werden. Die Aufrechterhaltung strenger Zucht und Ordnung und die Fortdauer der erzieherischen Einwirkung der Führer sind auch während des Einsatzes zu Erntehilfe gesichert. Die Erntenothilfe ist eine neue große Aufgabe für den Reichsarbeitsdienst. Sie wird mit gleicher Hingabe und unter dem Einsatz aller Kräfte wie bei seinen sonstigen Arbeiten zum Wohle des gesamten deutschen Volkes durchgeführt werden. Vorbereitungen zum 1. Mai dub Berlin, 11. April. Freitag vormittag fand im Propagandaministerium die erste Sitzung des Organisationsausschusses für den Nationalfeiertag am 1. Mai statt. Die Vertreter sämtlicher Parteigliederungen und Staatsstellen, die an der Gestaltung des 1. Mai beteiligt sind, wurden über ihre Aufgaben unterrichtet und nehmen nunmehr ihre Arbeit auf. Der Leiter der Sitzung, Oberregierungsrat Gutterer, forderte die Beteiligten auf, alles daranzusetzen, um den Nationalfeiertag des deutschen Volkes zu einem würdigen und seiner Bedeutung entsprechenden Ereignis zu gestalten. Neuer Schulungsleiter anb Stuttgart, 11. April. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat laut NSK. angeordnet: „Mit Genehmigung des Führers und im Einverständnis mit dem Gauleiter Pg. Murr berufe ich den stellvertretenden Gauleiter des Gaues Württemberg= Hohenzollern, Pg. Friedrich Schmidt, in meinen Stab. Er übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung des Hauptschulungsamtes. (gez.) Dr. Ley.“ Pg. Friedrich Schmidt trat bereits im Mai 1925 als 23jähriger in die Partei mit der Mitgliedsnummer 4864 ein. Einsturzunglück im Erzbergwerk Goslar, 11. April. Freitag abend, gegen 19 Uhr, ereignete sich auf der 7. Sohle des Erzbergwerkes Rammelsberg bei Durchführung von Maurerarbeiten ein Unglück durch Einsturz eines Gerüstes. Die Nachricht von dem Unglück traf im Kaisersaal in Goslar gerade nach Abschluß der Kundgebung der Gaubetriebsgemeinschaft Bergbau Südhannover=Braunschweig ein, auf der Reichsberriebsgemeinschaftsleiter Pg. Padberg (Bochum) und Pg. Seifert als Beauftragter des Gauobmannes Parteigenossen Karwahne sprachen. Die genannten Parteigenossen begaben sich mit ihren Begleitern sofort zum Unglücksschacht und waren noch in der Lage, an den Rettungsarbeiten teilzunehmen. Es wurden ein Schwerverletzter und ein Leichtverletzter geborgen. Durch einige glückliche Umstände sind tödliche Unglücksfälle vermieden worden. Anschließend wurde mit der Werkführung, der Bergbehörde und dem Zellenobmann eine Befahrung der Unglücksstelle vorgenommen. Die amtliche Untersuchung wird weitergeführ werden. ihrt „Saniepfri dei Kution-Erossnel Erste Einzeichnung durch Stabschef Lutze Berlin, 11. April. Auch in diesem Jahr hat das deutsche Volk Gelegenheit, durch eine Spende für das„Dankopfer der Nation“ dem Führer zum Geburtstag ein Geschent überreichen zu lassen und damit durch den Einsatz und schauende Volksgenossen säumten den Rand des Wilhelmplatzes, als Stabschef Lutze eintraf, die Männer begrüßte und dann die gerade ausgerichtete Front der Ehrenformationen unter den Klängen eines Marsches abschritt. Hierauf begab sich der Stabschef phos. Hoffmann Stabschef Lutze zeichnet sich ein In allen Sturmlokalen liegen wieder die Ehrenlisten aus zum Dankopfer der Nation. wurde aus dem Führer aus den lokalen. liegen wjeder die Ehrader zum Gebartstag des Führers. 1936 hat der Danropfer ein Flugzeuggeschwader zum Geburrstag pes Führers, 1936 hat der Mitteln 2500 Siedlerstellen schaffen können, und dieses Werk soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Opferwillen den Dank an den Erneuerer des deutschen Volkes und Reiches in einem würdigen Geschenk zum Ausdruck zu bringen,„. eräguue Ei. Punkt 9 Uhr früh am Samstag eröffnete, wie die NSK. meldet, Stabschef Lutze durch seine Einzeichnung in die Listen das Dankopfer der Nation. Vor dem Eingäng Voßstraße zur Reichskanzlei, in deren Gebäude die Dienststelle der Obersten SA.=Führung in Berlin sich befindet, hatte ein Sturm der Wachstandarte Feldherrnhalle mit Spielmanns= und Musilzug der Standarte Aufstellung genommen. Zahlreiche zu in den Standartensaal, wo er sich als erster in die aufgelegte Liste eintrug. Dabei brachte Stabschef Lutze zum Ausdruck, daß das deutsche Volk durch dieses Dankopfer der Nation Gelegenheit habe, nicht nur ein Lippenbekenntnis zu dem Führer abzulegen, sondern durch ein sichtbares und fühlbares Opfer dem Führer Gelegenheit zu geben, den ärmsten der deutschen Volksgenossen würdige Wohnstätten zu schaffen. Denn das sei die Bestimmung der froßen Spende. Arbeitseinsatz günstig entwickelt Bericht der Reichsanstalt— Im März 366.000 Arbeitslose weniger dnb Berlin, 11. April. Im März setzte sich die Frühjahrsbelebung im Arbeitseinsatz kräftig fort. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 366 000 ab und erreichte damit einen Stand von 1 245 000. Da auch der Februar bereits eine Entlastung um 242 000 gebracht hatte, sind in den beiden Monaten nach Ueberschreitung des winterlichen Höchststandes bereits wieder 608000 Volksgenossen in den Arbeitsprozeß eingegliedert. Ende März 1937 ist der Stand der Arbeitslosigkeit etwa der gleiche wie im ! Wie die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Winter überwiegend von den Saison=Außenberufen getragen wurde, so sind jetzt bei ihnen auch die stärtsten Abgänge zu verzeichnen. Von dem Gesamtrückgang der Arbeitslosigkeit um 366.000 entfallen 231 000 oder 63,2 Prozent auf die Saison=Außenberufe. Insgesamt entfielen Ende März auf die Saison=Außenberufe noch 388000 Arbeitslose gegenüber 210000 am günstigsten Stand des Vorjahres. In diesen Berufen sind zur Zeit also noch 178000 Arbeitslose mehr vorhanden. Die wichtigsten Saison=Außenberufe wiesen im März folgenden Rückgang an Arbeitslosen auf: Baugewerbe einschl. Bauhilfsarbeiter Verkehrsgewerbe 21 Industrie der Steine und Erden... 21 000 Land= und Forstwirtschaft... Die Zahl der von der Reichsanstalt Unterstützten erfuhr im März eine Abnahme um 286.000, die der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 29000. Die Zahl der von der Reichsanstalt Unterstützten betrug damit Ende März noch 783.000, die der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen 139 000. Die Besetzung der offenen Stellen für häusliche Dienste bereitet nach wie vor die größten Schwierigkeiten, obwohl die Zahl der beschäftigten Hausgehilfinnen andauernd im Steigen begriffen ist. Im Jahresdurchschnitt 1935 wurden 860 000 Hausgebilfinnen beschäftigt, im Jahresdurchschnitt 1936 900 000, im Januar 1937 918000. Die zahlreichen anderen Arbeitsmöglichkeiten für Frauen, besonders in gewerblichen Berufen, ziehen zu viele weibliche Kräfte von den Tätigkeitsgebieten der Land= und Hauswirtschaft ab, so daß deren gesteigerter Bedarf nicht befriediet werden kann. Blicke in die Welt Deutsch=italienisches Filmabkommen. Die in diesen Tagen in Berlin aufgenommenen deutsch=italienischen Filmverhandlungen wurden am Samstag abgeschlossen. Das Abkommen wird nunmehr den beiden Regierungen zur Ratifizierung vorgelegt. Die kulturelle Zusammenarbeit Deutschlands und Italiens wird auf dem Gebiete des Films durch das Abkommen geregelt. „Gotteswind“ kommt auch nach Berlin. Die in London eingetroffenen japanischen Rekordflieger beabsichtigen, am kommenden Freitag in ihrem Flugzeug „Gotteswind" nach dem europäischen Festland zu starten. Sie wollen zuerst Berlin und anschließend Belgien und Frankreich besuchen. 100 000 Paar Gummischuhe verbrannt. Bei Mailand brach in einer Gummischuhfabrik ein Großfeuer aus, durch das mehr als 100000 Paar Gummischuhe vollständig vernichtet wurden. Explosion in einer Sprengstoff=Fabrik. In Zemtin bei Pardubitz(Tschechoslowakei) kam es in einer Sprengstoff=Fabrik zu einer folgenschweren Explosion. Ein Gebäude ist völlig in Trümmer gegangen. Vier Personen sind noch verschüttet. Eie Explosion entstand in einer Abteilung, in der Dynamit erzeugt wird. Die Namen der vier Verschütteten und einer großen Anzahl Schwerverletzter konnten bisher nicht festgestellt werden. Mexiko ohne Licht Tausende von Streikenden blockierten die Schienen Newyork, 11. April. Ganz Mexiko war in der Nacht zum Samstag in tiefe Finsternis gehüllt, weil die Arbeiterschaft aller Elektrizitätswerke einen 72stündigen Proteststreik gegen die hohen Lebenshaltungskosten durchführte. In einem Werk in San Martin Texmelucan im Staare Puebla kam es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen streikenden Gewerkschaftsmitgliedern und Arbeitswilligen. Drei Arbeiter wurden getötet und achtzehn verletzt. Auch die Post aus den Vereinigten Staaten konnte nicht nach Mexiko geliefert werden. Der aus Arizona kommende amerikanische Postzug versuchte vergeblich, die mexikanische Grenze bei Mexicali zu überschreiten. Tausende von streikenden Männern und Frauen hatten auf den Schienen Platz genommen, von denen sie nicht zu entfernen waren. Der Autoverkehr aus Arizona nach Mexiko war ebenfalls unterbrochen. Zwanzig Meter hinter der merikanischen Grenze wurde die Landstraße durch eine Barriere von vielen Hunderten herrenloser Autos blockiert, die dort in dichten Reihen quer über die Straße aufgestellt wurden. Anter nallenischen Arbenern Dr. Leys Aufenthalt in Italien— Eindrucksvoller Besuch in den Caproni=Werken Mailand, 11. April. Der zweite Tag des Mailänder Aufenthalts Dr. Leys, der Samstag, war ausgefüllt mit Besichtigungen von verschiedenen faschistischen sozialen Einrichtungen und Industriebetrieben. Der erste Besuch galt dem Hause der Syndikate, dem Hauptsitz der korporativen Organisationen in der Provinz Mailand. Einen überaus freundlichen Empfang bereiteten die großen Automobilwerke Alfa Nomeo den deutschen Gästen. Inschriften in deutscher und italienischer Sprache zeigten an allen Wänden und Pfeilern die Worte„Evviva Hitler! Evviva Mussolini! Es lebe die deutsch=italienische Arbeitsgeneinschaft!“ Von hier aus begab sich Dr. Ley in die ###roni=Werke, wo die italienischen Kampfslugzeuge entstehen. Schon von weitem grüßten zwei nesige Hakenkreuze von hohen Fahnenmasten. In der Maschinenhalle unterbrachen die Arbeiter ihre Tätig! um Dr. Ley zuzujubeln. Immer wieder streckte ##.3 den Arbeitern seine Hand entgegen.„Die ####it, ist der Wertmesser des Menschen“— dieses wort Dr. Leys war an einer Wand hoch oben gen Lettern zu lesen. Den Höhepunkt bildete das Mittagessen mit der Belegschaft in einer Werkhalle. Dr. Ley nahm inmitten von fast 2000 italienischen Arbeitern das Mittagessen ein. Zum Schluß hielt der Abgeordnete Cianetti eine Ansprache, in der er daran erinnerte, daß die Freundschaft zwischen Italien und Deutschland gerade in einer Zeit der Not entstanden sei. Er übermittelte Dr. Ley die Grüße der italienischen Arbeiter an die deutschen Arbeitskameraden. Hierauf antwortete Dr. Ley:„Mir ist, als ob ich in Deutschland unter Freunden weilte!" Noch in später Abendstunde besuchte Dr. Ley nach einem ihm zu Ehren von der Stadt Mailand veranstalteten Bestbankett die im Deutschen Haus versammelte Deutsche Kolonie, vor der er eine längere Ansprache hielt. Am Samstag nachmittag besuchte Reichsleiter Dr. Ley gemeinsam mit Präsident Cianetti die Mailänder Messe. Am Deutschen Pavillon wurde er überaus herzlich begrüßt. An Reichsminister Dr. Goebbels wurde ein in herzlichen Worten gehaltones Gruß=Telegramm abgesandt Blutige Streikunruhen in Mexiko. Wie aus San Martin de Texmelucan im Staate Puebla(Mexiko) gemeldet wird, ist es dort zwischen streikenden Textilarbeitern und Arbeitswilligen zu Auseinandersetzungen gekommen, die zum Eingreifen von Regierungstruppen führten. Es kam darauf zu blutigen Zusammenstößen, in deren Verlauf acht Streikende getötet, zwanzig verletzt und 133 verhaftet wurden. „Der Beginn eines unsterblichen Werkes“. Drei Hadenschage in Schinpta „Die Namen Adolf Hitlers und des Reichsministers Rust werden für immer mit der olympischen Idee verbunden bleiben“.— Griechenlands Dank an den Führer dub Olympia, 11. April. Reichsminister Rust hat am Samstag vormittag im Auftrag des Führers die neuen deutschen Ausgrabungen in Olympia durch den ersten Hackenschlag erOrt, wo die neuen deutschen Grabungen durchgeführt werden, hatten Arbeiter mit Blumen geschmückt, die in der Form eines Hakenkreuzes angeordnet waren: Vor dem Eingang zur Altis wartete der Bürgermeister von Pyrgos, der den deutschen Minister mit einer herzlichen Ansprache begrüßte. Der Abhang des Kronoshügels war dicht mit Menschen besetzt, die alle dem Reichsminister zujubelten. Gegenüber der Grabungsstelle hatten Mädchen in der bunten griechischen Nationaltracht und junge Burschen in der schmucken Kleidung der Evzonen Aufstellung genommen. Der griechische Kultusminister Georgakopulos sagte in seiner Ansprache u..: Der Führer des deutschen Volkes, Adolf Hitler, will das edle Werk fortsetzen, das an dieser Stelle vor 62 Jahren begonnen wurde. Mit ganz besonderer Freude begrüße ich die Anwesenheit von Professor Dörpfeld der der olympischen Stätte und der archäologischen Wissenschaft so hervorragende Dienste geleistet hat. Wir schlagen heute ein neues Blatt der olympischen Geschichte auf. dem ersten Blatte werden für immer die Namen des Führers des deutschen Volkes, Adolf Hitler, des Reichsministers Rust und des Leiters des Deutschen Archäolo= gischen Instituts in Athen, Dr. Wrede, stehen. Ich bitte den Herrn Reichsminister, dem Führer des deutschen Volkes diesen Dank zu übermitteln, und bitte ihn, zu Grabungen zu eröffnen. Der Reichsminister schritt dann zu der tiefer gelegenen Grabungsstelle und nahm von dort das Wort. Während er drei Schläge mit der Hacke ausführte, sagte Rust u..: Wenn der Boden der Kampfbahn und des Gymnasions wieder sichtbar wird und die Strahlen der Sonne sie wieder beleuchten, dann möge der olympische Geist, von dem heute bereits die beste Jugend der Welt ergriffen ist, sieghaft werden! Mögen die kommenden Geschlechter im Ringen um diesen Geist den olympischen Sieg erfechten! Ich erkläre die Ausgrabung für begonnen. In Dr. Wredes Hände legte der Minister die Führung der Ausgrabung. Der Donner der Kanonen vom Kronoshügel mischte sich in den freudigen Jubel der Menge. Ein allgemeines Zito=Rufen und Beifallsklatschen setzten ein. Dem Reichsminister wurden die herzlichsten Freundschaftsbeweise für Deutschland dargebracht, für die er tiefbewegt dankte. Anmutige Töchter Griechenlands führten Nationaltänze in ihren Trachten aus. Hochrufe auf Deutschland und Griechenland beschlossen die erhebende Feier. glauben, daß das beginnende Werk unsterblich ist. wird den ihm gebührenden Platz in der Kulturgeschichte einnehmen. Der Name Adolf Hitler und der Name des Reichsministers Rust werden aber für immer mit dem deutschen Einstehen für Olympia und seine Idee verbunden bleiben. Nach der Rede des griechischen Kultusministers bat der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Atben Dr. Wrede Reichsminister Rust, die Dem Führer hat Reichsminister Rust telegraphisch den Beginn der von ihm angeordneten Ausgrabung in Olympia gemeldet; in einem weiteren Telegramm hat er Seine Majestät König Georg II., der sich zur Zeit auf einer Peloponnes=Reise in Sparta befindet, als dem erhabenen Souverän der dem deutschen Volke so verbundenen griechischen Nation gebeten, seine ehrerbietigsten Grüße entgegenzunehmen. Der griechische Kultusminister Georgakopulos hat an den Führer, an König Georg und an Ministerpräsident Me*8 taxas Telegramme gerichtet. Nachmittags besuchte Reichsminister Rust das Museum von Olympia. Der Bürgermeister von Pyrgos gab ein Mittagessen, Kultusminister Georgakopulos ein Abendessen für die Festteilnehmer. Im Laufe des Tages wurde von der Ausgrabungsstätte ein gutes Vorzeichen bekannt: Ein schöner Bronzehelm und eine Beinschiene wurden bereits getunden. ten Seite 12) Seite 6 Nr. 84, Bochumer Anzeiger„ Montag, 12. April 1932 Unterhaltung Die Löwenjagel, Ein Münestener Rünstkersehens von Hrok. Loors Fuecke Der Meister eilt, die Tür zu öffnen— und da * Da war beispielsweise ein der sich namentlich auf dem Gebiet vorgetan. Der hatte sich einmal ein paar lebendige junge Löwen da sie ihm natürlich auch als Modelle Käfigraume neben dem ebenerdigen, im Garten gelegenen Atelier untergebracht waren. Wer aber beschreibt das Entsetzen des Künstlers, als er eines Morgens diesen Raum leer fand.— Die Löwen waren fort! Garten, Haus, Nachbarschaft, alles wird abgesucht: die Löwen sind und bleiben verschwunden!— Da, als schon der Angstschweiß von der Stirne des Meisters zu tropfen beginnt, schrillt das Telephon!„Hier Schloß= gut Lenhardshof!— Es sind zwei junge Löwen unter unsere Schafe geraten und haben großen Schaden angerichtet. Wie wir hören, kommen nur Sie als haftpflichtiger Besitzer in Betracht. Die Tiere sind vor läufig bei uns untergebracht und können gegen Erstattung des entstandenen Schadens abgeholt werden."— „Komme sofort!“— Das Auto rast los.— Aber este ie eice eäice echech e laucht, der Fürst von Henckel=Donnersmarck, wünscht den Herrn Professor zu sprechen.“— Gleich darauf die sonore Stimme des Fürsten:„Ich bin auf der Durchreise hier und möchte Sie dringend sprechen, mein sehr Aber was ist denn jetzt das—?— Fährt da auf einmal am Vorgarten=Türl ein hochherrschaftlicher Wasehr gen vor!— Ein Diener saust herunter und reißt, den hatten, ernst zu bleiben. Dadurch gewann der sgenter, Vog, zuaenk Ppeiten, edensals asse den sungen Lüven nich bergesad. Er esehe banit steht der hohe Besuch schon vor ihm:„Ich bin der Prinz A. von., der vorhin mit Ihnen telephoniert hat. Ich bin gekommen, um Sie für die unerhörte rohe Beleidigung zu züchtigen!“— Und schon schwang die nervige Rechte des Besuchers das spanische Rohr pte des unseligen Meisters.— War das ein„echter Auftrag“ Doch ehe der Stock Künstler sich geistesEhre“ auf die Knie geworfen— richtiggehend, wie mans auf dem Theater sieht— und stammelte eine derart humoristische Abbitte, daß der Prinz und sein Begleiter Mühe hatten, ernst zu bleiben. Dadurch gewann der Meister Verhand Ausschmückungen zu erzagten, wie esie Bes dals u e „Abizge zgpt— Das Auto rast los. o weh! Unterwegs ruft der Chauffeur vom Vordersitz zurück: Welches Schloßgut gemeint wäre, das obere oder das untere; es gäbe nämlich zwei Güter in Lenhardshofen.— Das war in der Aufregung am Telephon offenbar nicht richtig verstanden worden. Aber nur zu! Nur keinen Aufenthalt! Erst zum unteren; und wenn das der falsche ist, dann zum oberen Hof! Nur weiter, weiter!— Der Wagen durchbraust Dorf um Dorf, hält am oberen, hält am unteren Hofe: nirgends will man etwas von jungen Löwen wissen.— Muß am Telephon mißverstanden sein.— Also Volldampf zurück!— Vielleicht haben sich die Biester inzwischen daheim wieder eingefunden!— Leider nein! Also Polizei anrufen!— Nichts amtsbekannt; aber man wird sofort verständigt werden, wenn... Kaum ist der Hörer wieder eingehängt, klingelt's schon wieder:„Hier Stadtgärtnerei!— Es sind uns soeben zwei junge Löwen zugelaufen. Nach polizeilicher Auskunft haben Sie gerade nach solchen dort angefragt...“—„Komme sofort!"— Aber wieder stimmt etwas nicht!— Die Stadtgärtnerei hat viele Amts= und Arbeitsstätten. Die im äußersten Süden verweist den fast schon totgehetzten Meister nach der im äußersten Norden; und die im äußersten Westen nach der im äußersten Osten. Aber von überall her telephoniert's, daß man nichts von Löwen gehört noch gesehen habe, weder von alten noch von jungen und daß man sich solche albernen Scherze„überhaupts“ verbitte! — Zu unangenehm, sich so etwas sagen lassen zu müssen!— Da stimmt etwas nicht!— Also: Kehrt marsch, nach Hause! Größte Geschwindigkeit! Man ist noch nicht zur Tür herein daheim, da klingelt das Telephon schon wieder:„Hier Zugspitz=Haus — Soeben sind uns zwei junge Löwen...“— „Schluß! Ihr Bazi, ihr elendigen!— Das kriegt ihr heimgezahlt!— Bande übereinander, verfluchte!— Schluß!!“— Und da ist auch schon der Gärtner und der Presse....„Gewiß, Durchlaucht Durchlaucht meinem untertänigsten Beileid Ausdruck geben....“—„Danke herzlich, verehrter Meister!— Dürfte ich Sie möglichst sofort hier im Bayrischen Hof erwarten?“—„Augenblicklich, Durchlaucht!— Aller= untertänigsten Dank für den ehrenvollen Auftrag!"— Und alsobald warf sich der„Gottesacker=Hias“ in einen hochfeierlichen Gehrock, stülpte den Zylinder mit Trauerflor— was ja alles gewissermaßen zu seiner Berufs=Ausrüstung gehörte— auf sein blondes Lockenhaupt, preßte seine Bildhauer=Pratzen in schwarze Glacés und sauste nach dem Bayrischen Hof. „Sie wünschen?“ frug dort der Portier.—„Zu Seiner Durchlaucht, dem Fürsten von Henckel=Donnersmark!“—„Wohnt nicht bei uns!“—„Aber natürlich wohnt er hier!— Er hat mich doch gerade eben erst von hier aus angerufen!"— Der Portier verweist „Chef de reception". Dort werDurchlaucht!— Gestatten tiger Gott: Was bedeutet das?— Ein hoher Auftrag? lich den Auftrag. achselzuckend an den den alle Meldebücher usw. nachgeschlagen: Der Fürst wohnt nicht im Hotel!— Aber“, fügt der„Chef“, dank einer plötzlichen Erleuchtung, hinzu:„Aber der Fürst wird im Russischen Hof abgestiegen sein; der gehört auch unserer Gesellschaft und hat mit uns denselZentralumschalter—“„Na also!“— Also Ein(Dauker, Von Deter Duzeksaum ben Russischen Hof!— Aber auch hier will man sonderbarerweise nichts vom Fürsten wissen.—„Jedoch“, so meint der Portier:„Seine Durchlaucht pflegten doch sonst immer im Hotel Kontinental abzusteigen, wie ich dort tätig war. Vielleicht liegt eine Verwechslung vor .....“„Selbstverständlich!— Kann nur eine Verwechslung sein!— Ist ja in der gleichen Straße!— Nur ein paar Schritte!— Also ins Kontinental!"— Als aber hier wieder niemand etwas von dem Fürsten wissen wollte, da dämmerte dem abgehetzten Meister doch so etwas wie ein Racheakt für die beiden jungen Löwen, bezüglich deren er kein allzu reines Gewissen hatte, und er lohnte tief zerknirscht den Taxi ab— über sechs Mark hatte der Spaß gekostet!— und schlich zu Fuß nach Hause— grimmige Rache brütend.— Noch nicht lange steht der„Gottesacker=Hias“ wieder vor seiner Staffelei, da rasselt der Fernsprecher: „Hallo!— Herr Professor selbst?— Hier Prinz A. von...— Es handelt sich um ein Grabmonument, zum meldet schmunzelnd:„Die Löwen sind wieder da!— Rätselhaft, wie das zugegangen ist!“— Na also!— Ein sauberer Reinfall!— Aber man kann sich schon für meine kürzlich verstorbene Gattin...“—„So, so! denken, wer da wieder dahinter steckt!.. Ei.,ei! Das ist ja großartig!— Wissenzs, was: LasEtliche Tage später klingelt das Telephon bei einem sen's Eana Olten in oaner Sardinen=Bichsen bei St Etwa um die Mitte vergangenen Jahrhunderts war an der Königlichen Kapelle zu Berlin ein Pauker namens Hentschel beschäftigt. Da er nur ein geringes Gehalt bezog, doch eine große Familie besaß, versuchte er durch Nebenverdienst Geld zu erwerben. Die passendste Gelegenheit bot sich ihm in dem vom Königlichen Overnhause nur wenige Schritte entfernten „Englischen Hof“ in der Jägerstraße, wo mehrmals in der Woche Abendkonzerte stattfanden. Hentschel ließ sich dort ebenfalls engagieren, und so übte er seine Kunst an zwei Stätten gleichzeitig aus. Glücklicherweise wurden in den älteren Overn und Konzertstücken die Pauken nicht allzu viel beansprucht, so konnten die beiden Kavellmeister— im Opernhause und im Englischen Hof — ein wenig Nachsicht üben, um so mehr, als Meister Hentschel die Pünktlichkeit selbst war und keinen Einsatz versäumte. Einst wurde am Königlichen Overnhause die Oper „Deodata“, die der Tondichter Anselm Weber komponiert hatte, gegeben. Den Höhepunkt der Over bildete der letzte Akt. in welchem die Tochter den unschuldig eingekerkerten Vater rettet. Sie erbricht das Gitter des Gefängnisses. der Vater ist befreit— und diesen dramatischen Moment markiert nun der Komvonist mit einem mächtigen Paukenschlag. Um die Wirkung dieses Paukenschlages noch zu erhöhen, ließ er während des ganzen letzten Aktes die Pauken schweigen. Das Finale begann. Der Paukist fehlte. Der Komvonist, der seine Over persönlich dirigierte, wurde unruhig und sah wiederholt nach den Pauken. Hentschel fehlte noch immer, doch näher und näher rückte sein Solo=Bumm. Immer noch lagen die Paukenschläger friedlich auf den verlassenen Kesseln. Weber verzweifelte, denn der ganze Knalleffekt der Over mußte verloren gehen, wenn nicht... Da— im allerletzten Augenblick— öffnete sich behutsam der grüne Vorhang, der um einen Luftzug zu verhindern, vor der Tür zum Orchester hing. und geräuschlos schlüpfte Meister Hentschel herein, ergriff seine Schlägel und„Bumm!“ ertönte— genau auf den Takt — der Paukenschlag. In seiner Aufregung hatte der Kavellmeister das Kommen des Paukers nicht bemerkt, nun fuhr er erschrocken hoch, knickte dann ebenso schnell auf seinem Stuhl zusammen, wobei der Tatstock seinen Händen entfiel. Das Finale mußte ohne ihn zu Ende geführt werden. Zu Meister Hentschel kam eines Tages ein Engländer, der einen seltsamen Svleen für Trommeln und Pauken hatte, und sich daher von Hentschel ausbilden lassen wollte. Die Zeit des Unterrichts wurde verabredet und zur ersten Stunde erschien der Begeisterte vünktlich auf die Minute griff nach den Paukenschlägeln und wollte sein erstes Bumm ertönen lassen, da fiel ihm Hentschel in den uArm:„.. Mistr Willanf aes an „Einen Augenblick. Mister Wilson! Das Allerwichtigste bei der Pause ist, daß der Paukist Takt halten und die Pausen zählen kann. Das müssen Sie zuerst lernen. Ich habe hier die Pastoral=Symphonie von Beethoven aufgelegt. Nun fangen Sie mal an!“ Bekanntlich hat die Pauke in den ersten beiden Sätzen dieser Symphonie nichts zu vermelden, und so mußte der arme Schüler sämtliche Pausen vom ersten Satz zählen und jedesmal von vorn anfangen, wenn er sich vertan hatte. Bei dem zweiten Satz, dem langsamen, ging es ebenso. Im dritten Satz hat die Pauke am Anfang auch nichts zu tun, jedoch nun leuchtete dem paukbegeisterten Engländer beim Aufkommen des Gewittersturmes der erste Wirbel frohlockend entgegen. Als er aber glücklich bis hierher gezählt hatte, klappte Meister Hentschel das Heft zu, zog die Uhr und sagte: „So. Mister Wilson, die erste Stunde ist nun um. Das nächste Mal fahren wir fort!“ „Verzeihung, Herr Direktor, ich kann den Zettel nicht entziffern, den Sie mir auf den Schreibtisch gelegt haben!“ „Da steht drauf, daß Sie in Zukunft deutlicher schreiben sollen!“ „Berl. Ill.“ Vermannonne Snäde R OMAN VON HERMANN WEICK 18 „Pas soll das heißen?“.. Msu, Weriaseit „Das wirst du merken, wenn du meine Neuigkeit erfährst! Nur so viel will ich dir im voraus verraten: dein Mann hat einen Totschlag auf dem Gewissen!" Ein Schrei kam aus Evas Mund. Sogleich hatte sie sich aber wieder gefaßt. „Das ist Verleumdung!“ rief sie empört in den „Wir haben Beweise, liebes Kind! Jetzt geht es dem Herrn an den Kragen. Also, kommst du oder kommst du nicht?“ Eva war wie von Sinnen. Ihr Mann habe einen Totschlag begangen?—— Beweise seien vorhanden?..., Shr kannt.# 6. Das war doch nicht möglicht Feuix konnte doch so etwas nicht getan haben! Aber Hilligen schien seiner Sache sicher zu sein— jetzt würde es ihrem Mann an den Kragen gehen, hatte er behauptet... Drohte wirklich Felix von dieser Seite her eine Gefahr? Ein verzweifelter Entschluß sprang Eva an. Sie mußte Näheres erfahren! Sie wollte hören, wie Rolf zu diesem fürchterlichen Verdacht gekommen war! Sonst hätte sie doch keine ruhige Stunde mehr! Ich werde kommen—“..".; Jum Jintrst Hilligen erwartete sie schon, als sie bei ihm eintraf. Er freute sich auf diese Aussprache. Wenn auch nach der Wendung, die die Dinge jetzt genommen hatten, Strehlin keinen Wert mehr darauf legte, daß er, Hilligen, Eva zur Flucht bestimme, da man ja nun auch ohne dieses Mittel Cessani binnen kurzem unschädlich gemacht haben würde—— es bereitete ihm doch eine wollüstige Genugtuung, Eva vor Augen zu führen, wer der Mann, von dem sie sich so gar nicht hatte trennen wollen, in Wirklichkeit war! „Nun sprich! Was willst du über meinen Mann erfahren haben?“ sprach Eva in zitternder Ungeduld, kaum daß sie Hilligen begrüßt hatte. In raschen Worten schilderte der Schauspieler Eva, was er von dem Letten gehört hatte. Je länger er sprach, um so größer wurde das Grauen in Eva. Wie ein schwerer, lähmender Bann lastete es für die Dauer weniger Sekunden auf ihr. Dann riß sie sich aus ihrer Erstarrung,„...47 J Jm I. „Ich glauve das nicht! Ich glaube das nicht!“ stieß sie hervor. Hilligen sah sie überlegen an. „Glaubst du vielleicht auch nicht, daß dein Mann gar nicht Cessani, sondern Graevenitz heißt?“ „Nein, auch das glaube ich nicht!“ „Dann will ich dir nur verraten, daß wir uns bereits in Wien erkundigt haben! Nach den Angaben, die dein Mann vor Jahren, als er nach Berlin übersiedelte, hier machte, stammt er angeblich aus Wien! In Wien hat man aber festgestellt, daß der gleiche Felix Cessani, für den dein Mann sich ausgibt. bereits vor acht Jahren in Brasilien gestorben istl Von dort bekamen seine Wiener Verwandten seinerzeit die Nachricht von seinem Tode!" Eva war, als werde ihr der Hals mehr und mehr zugeschnürt. „Was hätte meinen Mann veranlassen sollen, sich einen anderen Namen zuzulegen?“ versuchte sie einzuwenden, während in ihr alles wie in Fieberschauern bebte. „Das ist doch naheliegend! Nach dem Verbrechen, das er begangen hatte, fühlte er sich als Paul Graevenitz nicht mehr sicher genug! Da legte er sich eben den anderen Namen zu! Du siehst ja: bis jetzt blieb er dadurch unbehelligt! Jetzt hat aber seine Stunde en!“ geschlagen Gräßliche Angst jagte über Eva hin. „Was habt ihr vor?“ „Morgen fährt einer unserer Leute nach Riga, um an Ort und Stelle sich zu vergewissern, ob das, was der Lette erzählt hat, stimmt! Stimmt es, dann wird man den Rigaer Behörden einen Wink geben, wo sie den damals geflohenen Paul Graevenitz finden können!" Hilligen faßte Eva am Arm. „Daß du aber unter keinen Umständen deinem Manne gegenüber etwas davon verlauten läßt!“ sagte er herrisch; es schien ihm plötzlich zum Bewußtsein gekommen zu sein, daß es vielleicht unvorsichtig gewesen war, Eva ins Vertrauen zu ziehen.„Wenn du nur ein Wort darüber redest, machst du dich mitschuldig und kannst selbst die größt ascse bas se elc elec. eäie erlitt! Nur so würde sie es erreichen, daß er sie weiterhin über den Gang der Ereignisse auf dem laufenden hielt— dann konnte sie, wenn es nötig wurde, Felix rechtzeitig warnen... „Ich werde mich hüten, meinem Mann etwas zu sagen!“ erwiderte sie und zwang sich, gleichmütig zu sprechen.„Du weißt ja, wie das Verhältnis zu ihm ist; wir sprechen sonst keine zehn Worte am Tag miteinander, da habe ich auch jetzt keine Veranlassung, mehr zu reden!“ XIX. „Unsere Kurse erholen sich zusehends“, sagte Generaldirektor Kalisch,„wenn es so weitergeht, haben wir kurzem den früheren Stand erreicht!" Ansturm wäre abgeschlagen!“ Cessoni in „Der. Anziutenz, soäre abgeschlagen!: Cessani sprach es ohne Freude, gleichgültig kamen die Worte über seine Lippen.„Jetzt liegt es an Ihnen, durch erhöhte Propaganda das verlorene Terrain wiederzugewinnen!“ „Daran soll es nicht fehlen! Ich habe in dieser Hinsicht bereits umfangreiche Vorkehrungen getroffen; * darf ich Ihnen einiges davon vortragen?“ „Ist nicht nötig! Ich verlasse mich auf Sie!" Als Kalisch gegangen war, blieb Cessani regung in seinem Stuhr sitzen. Er arbeitete nicht. „Leimgem. Stuh nendem, verlorenem zlick sah er vor sich hin. letzter Zeit selbst nit lit sinGlaube in ihm gelebt und war nicht mehr verstummt, daß sie, sie allein, einen anderen Menschen aus ihm machen könne? Die Härte, die damals, als sein Lebensglaube zerstört wurde, von seinem ganzen Wesen Besitz ergriffen und fortan all sein Handeln bestimmt hatte—— sie würde vielleicht unter Evas Einfluß, in ihrer Nähe, wieder von ihm genommen werden... vielleicht würde er wieder zurückfinden zu seinem früheren, gütigeren Wesen. So hatte er gehofft— aber er hatte nicht gefunden, was er gesucht hatte— er hatte sich ganz verloren... Langsam sank Cessanis Haupt herab. Nie hatte er einen Menschen so geliebt wie Eva! Auch jene Frau nicht, die ihn verraten und elend gemacht hatte. Und Eva liebte einen anderen! Er hatte sie in den letzten Tagen, wenn er bei ihr zu Hause war, immer wieder beobachtet. Er sah ihr an, daß sie litt. Ihr Gesicht war blaß, Sorge und Unrast standen in ihren Augen. Mußte sie nicht leiden, wenn sie an ihn gefesselt war— während ihr ganzes Denken, ihr ganzes Sehnen bei einem anderen Manne war? Und wenn dieser Mann auch Hilligen hieß— was hatte er, Cessani, sich darüber aufzuregen? Bei ihm fühlte Eva sich unglücklich, während Hilligen für sie das Glück bedeutete— da war alles Rechten und Abwägen überflüssig, da gab es für Eva nur eine Wahl... Schwerfällig erhob sich Cessani. Langsam, müde ging er in seinem Zimmer hin und her. Der Gedanke, der an diesem Morgen ganz plötzlich in ihm erwacht war hatte wieder von ihm Besitz ergriffen. Nach allen Seiten erwog er ihn. Er wußte, daß es namenlos schwer für ihn sein würde, den trennenden Schritt zu tun, er durfte an das Leben, das vor ihm lag, nicht denken— aber war das Leben. das er— und Eva jetzt führten, nicht auch eine Qual für sie beide? Dann sollte wenigstens sie glücklich und zufrieden werden! Einmal vielleicht, seitdem er sie kannte, würde er dann einen frohen, dankbaren Blick von ihr empfangen... Cessani hielt in seinem Gang durch das Zimmer inne. Sein Entschluß war gefaßt. Er würde Eva freigeben! Noch heute würde er es ihr sagen— an diesem Abend noch... Er verstand sich in letzter Zeir selbst nicht mehr. Da hatte er einen Kampf gewonnen, einen Kampf, der ihn alles, was er besaß, Vermögen, Macht und Ansehen, hatte kosten sollen— aber er konnte sich nicht darüber freuen. Ein bitteres Lächeln irrte über Cessanis Züge, die in diesem Augenblick einen verfallenen Eindruck machten. Geschäfte hin, Geschäfte her—— er hatte alle Lust daran verloren! Am liebsten würde er für eine Weile überhaupt gar nichts mehr davon hören! Er war müde! Er hatte den ganzen Betrieb satt. Warum hatte es mit Eva so kommen müssen?— dachte er dann, und das Gefühl seiner Ohnmacht drückte ihn nieder. Heute sah er ja ein, daß es unsinnig, ja fast verbrecherisch gewesen war, mit den Mitteln, die er anite, eine Frau für sich gewinnen zu wollen! er andere Weg wäre ihm geblieben? gewandt hat Aber welcher andere Weg wäre ihm geblieb Hatte nicht von jener Stunde an, als er Eva auf dem Schiff zum ersten Male erblickte, der inbrünstige Von Angst gehetzt war Eva kurz vor ihrem Manne heimgekommen. Hilligen hatte gegen Abend angerufen und erklärt, aus Riga seien wichtige Nachrichten eingegangen. Eva hatte sich dann mit ihm getroffen und erfahren, daß der Vertrauensmann, den man nach Riga geschickt hatte, dort alle Angaben Speelmanns bestätigt erhalten habe. Daraufhin habe er sich sofort mit den Rigaer Behörden in Verbindung gesetzt und sie davon verständigt, daß Paul Graevenitz in Berlin unter dem Namen eines Bankiers Felix Cessani lebe. „Inzwischen hat sich die Rigaer Polizei wahrscheinlich schon mit Berlin in Verbindung gesetzt! Wenn alles klappt, wird dein Mann heute oder morgen verhaftet!“ hatte Hilligen zum Schlusse erklärt. Im ersten Augenblick war grenzenlose Hilflosigkeit über Eva gekommen. Felix hatte demnach doch vor Jahren jene Tat begangen? Einen anderen Menschen getötet?— Aber dann war dieser beklemmende Gedanke vor der Angst um ihren Mann verweht. Keinen Augenblick durfte sie zögern! Sie mußte Felix warnen! Sie mußte ihm sagen, was sie erfahren hatte, damit er fliehen konnte, bevor man ihn verhaftete! Wenn er dabei auch von Hilligen erfuhr— was lag daran? Jetzt, da ihr Mann sich in solcher Gefahr befand, durfte sie nicht an sich denken! Immer wieder während der Abendmahlzeit wollte Eva zu sprechen beginnen; aber die Kehle war ihr wie zugeschnürt. Nachher, wenn Felix sein Arbeitszimmer aufgesucht hatte, würde sie zu ihm hinübergehen und mit ihm reden! nahm sie sich vor. Aber— was bisher noch nie geschehen war: Cessani blieb, auch nachdem die Speisen, die sie beide kaum berührt hatten, abserviert waren, am Tische sitzen. Ich muß es ihr sagen, warum zögere ich noch? dachte er und fühlte, wie alles in ihm sich gegen den Entschluß, den er gefaßt hatte, aufbäumte. Ihm war, als spräche er mit dem Wort, das Eva freigeben würde, sein eigenes Todesurteil. Warum bleibt Felix heute bei mir sitzen?— grübelte Eva, während sie, voll Angst vor dem Kommenden, ihn betrachtete. Ahnt er, daß ich ihm Wichtiges sagen will? Wie sonderbar er heute aussieht! Ganz anders als sonst. Da griff Cessani nach einer Zeitung, die neben ihm auf einem kleinen Tischchen lag. Er durchblätterte sie. seine Augen irrten über die Seiten, es war eine illustrierte Zeitung. Eva hatte sie gestern gekauft. Plötzlich hörte Eva einen unterdrückten Laut, der über die Lippen ihres Mannes gekommen war. Als sie ihn ansah, erfaßte sie Bestürzung. Mit fassungslosen Blicken, als schaue er Unbegreifliches, starrte er auf das Blatt in seiner Hand. Die Adern auf seiner Stirn waren hervorgetreten, sein Atem ging in hastigen Stößen. Noch immer, wie wenn es ihn nicht loslasse, betrachtete er das Zeitungsblatt. Nun ließ er es auf den Tisch fallen. Mit einem Ruck erhob er sich. „Ich muß nochmals wegfahren!“ sagte er kurz, seine Stimme klang heiser.„Gute Nacht!“ Eva konnte sich anfangs nicht rühren. Was war geschehen? Was war plötzlich über Felix gekommen, daß er sich so seltsam gebärdete? Furchterregend beinahe war mit einem Male sein Aussehen gewesen! Hing es mit der Zeitung, in der er gerade gelesen hatte, zusammen? Eva beugte sich über den Tisch und nahm das Blatt an sich. Zahlreiche Bilder befanden sich auf der Seite, die Felix vorhin wie gebannt angeschaut hat: Bilder von neuen Filmen, von einer Mittelmeerlandschaft, die Photographie eines berühmten Gelehrten, der siebzig Jahre alt geworden war, und die Aufnahme einer Artistengruppe, die zur Zeit im Wintergarten gastierte. Welches dieser Bilder mochte Felix derart in Aufregung versetzt haben? fragte sich Eva in fieberhafter sie fand keine Antwort. Sie begriff dies Erregung, aber alles nicht. Aber eines dieser Bilder mußte es gewesen sein. Evas Gedanken rissen ab. Im Gang hörte sie die Schritte ihres Mannes. Was in den letzten Minuten ihr ganz entschwunden gewesen war: die Angst um ihn, ihr Vorsatz, Felix vor der Gefahr, die ihn drohte, zu warnen— riesengroß stand es plötzlich wieder vor ihr. *(Fortsetzung folgt.) TURN- UND DES„BOCH Schaf 80000 in Die Auseinar Gruppenkampf um sprach sehr viel. 1 ball in Berlin ei schaffen. Der Vor auf dem Reichsspo Spiels und erin Länderkampf. Noausscheidung in s. reits am Vorabei schließlich der 10 45000 Eintrittsk Kampf im Aprilre Am Sonntag wetter den Laune Himmel, blieb ab ters setzte frühzei Reichssportfeld ei Schlangen. Fast Wagen auf den Mit etwa 8 9 Wohl waren hier der Besuch ward Die Stimmung Schließlich schlos grauen Schleuser deutete darauf h Verfassung war. leiter Bittne rauschte der Beif Berliner gewan sich, mit dem leic Schließlich st Schalke 04:1 lesch, Tibuls Kuzorra, Ur Hertha[BS Stahr, Schn Sobek, Hahn :1 zur PausIn der erste und sehr schöner den Berlinern, Knappen länger men. Erst in de die Königsblau von:1 entspri Seiten gezeigter Bald nach einen Freistoß, Regelwidrigkeit aufmerksame S periger zum Schuß von Pö Strafraum des zufgeregter zu. Ecke für Herthe ßend zum zwe den Torpfosten Schneider die sieht es kurz v als sich hintere der Gäste absp nemann das die Kugel übe Tibulski noch von Herthas eingegeben wei Eine meist halbstündig Nach dem Liympiastadio stellte große Tempo konnte ten werden. Zeit, um ihr ersten Minute nung treten u. gelegentlich Stmal Kuzo Fuß fischte. hatte Klodt Szepan und Haldrechte be en.— und da bin der ten telephoniert die unerhörte schon schwang spanische Rohr 9.— War das echter Auftrag“ ehe der Stock tler sich geisteshre“ auf die nans auf dem erart humoristiBegleiter Mühe inn der Meister u erzählen, wie ei auch die beir erzielte damit ondern auch— im auch tatsächTURN- UND SPORTBEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ MONTAG 12 APRII. 1937 Schalkes knapper:-Sieß in Berlin Favoriten mußten Adln 903 u Ende geführt Taaes ein EngTrommeln und ttschel ausbilden abredet und zur dünktlich auf die und wollte sein hm Hentschel in Das AllerwichTakt halten und sie zuerst lernen. von Beethoven n ersten beiden rmelden, und so usen vom ersten fangen, wenn er dem langsamen, e Bauke am Anschtete dem paukin des Gewitterntgecken. Als. er klappte Meister d sagte: nde ist nun um. rorfuna Dulleidorr ichlagr S v. waldnor:1, der„Club den Vin. Komn:1 kann den Zettel Schreibtisch gelegt ikunft deutlicher „Berl. Ill.“ ern! Sie mußte was sie erfahren an ihn verhaftete! erfuhr— was in solcher Gefahr n ndmahlzeit wollte ehle war ihr wie zimmer aufgesucht en und mit ihm ehen war: Cessani sie beide kaum besche sitzen. zögere ich noch? m sich gegen den umte. Ihm war, 1 freigeben würde, sitzen?— grübelte Kommenden, ihn htiges sagen wills Ganz anders als ng, die neben ihm n irrten über die ng. Eva hatte sie drückten Laut, der imen war. stürzung. jaue er Unbegreifseiner Hand. Die ervorgekreten, sein nicht loslasse, befallen. Mit einem sagte er kurz, seine ihren. gekommen, daß er egend beinahe war sen! er gerade gelesen id nahm das Blatt auf der Seite, die bat:„Bilder von andschaft, die Phoder siebzig Jahre me einer Artistenen gastierte. zlix derart in AufSva in fieberhafter st. Sie begriff dies es gewesen sein. hres Mannes. ganz entschwunden Vorsatz, Felix vor rnen— riesengroß irtsetzung folgt.) 80000 im Olympia-Stadion Die Auseinandersetzung Hertha— Schalke im Gruppenkampf um die Deutsche Fußballmeisterschaft versprach sehr viel. Und so hatte auch das Fachamt Fußball in Berlin einen fürwahr glänzenden Rahmen geschaffen. Der Vorrundenkampf im Olympischen Stadion auf dem Reichssportfeld trug ganz die Note eines großen Spiels und erinnerte äußerlich vollkommen an einen Länderkampf. Noch nie zuvor wurde eine Meisterschafts: ausscheidung in so glanzvoller Weise durchgeführt. Bereits am Vorabend des großen Treffens waren einschließlich der 10 000 Freikarten an Jugendliche rund 45 000 Eintrittskarten ausgegeben worden. Kampf im Aprilregen Am Sonntag wich das bis dahin schöne Frühlingswetter den Launen des April. Es regnete aus grauem Himmel, blieb aber warm. Ungeachtet des trüben Wetters setzte frühzeitig der Zustrom der Massen nach dem Reichssportfeld ein. Vor den Kassen standen lange Schlangen. Fast unübersehbar waren die Reihen der Wagen auf den Parkplätzen. Mit etwa 80 000 Fußballfreunden war das Riesenoval gut besetzt. Wohl waren hier und da noch Lücken zu entdecken, aber der Besuch war dennoch für ein Vorrundenspiel Rekord. Die Stimmung war trotz des Regens ausgezeichnet. Schließlich schlossen sich kurz vor Kampfbeginn die grauen Schleusen. Das frische Grün des Spielfeldes deutete darauf hin, daß der Boden in ausgezeichneter Verfassung war. Als die Mannschaften mit dem Spielleiter Bittner(Beuthen) auf das Feld kamen, rauschte der Beifall auf. Szepan und Sobek losten, der Berliner gewann die Wahl. Hertha/BSC, entschied sich, mit dem leichten Wind zu spielen. Schließlich standen die Mannschaften wie folgt: Schalke 04: Klodt: Bornemann, Schweißfurth: Gellesch, Tibulski, Berg; Kallwitzki, Szepan, Pörtgen, Kuzorra, ürban... M.arI., Suisce. Hertha BSC.: Schwarz; Bilek, Krause: Wilhelm, Stahr, Schneider 1; Schneider 2, Schulz, Brink, Sobek, Hahn. :1 zur Pause In der ersten Spielhälfte entspinnt sich ein schneller „schöner, Kampf. Die erste, halbe Stunde gehört Die Lage nach dem zweiten Spiellonntag Sices der Kehensce en eiek Sieseaelal gai de setalsk elchels tcht und in der Gruppe 4 mit der Niederlage des BfB. Stuttgart gegen Dessau 05 die erste Ueberraschung. In der Gruppe 1 geht der wiederauferstandene Hamburger Sportverein sicher seinen Weg. Nach dem vorsonntäglichen:=Erfolg über Beuthen 09 schlug er nun die auf eigenem Platz nicht zu unterschätzenden Soldaten aus Allenstein klar mit:2, während der Schlesienmeister Beuthen 09 gegen den Sachsenmeister B C. Hartha seine zweite Niederlage(:4) einstecken mußte und damit bereits praktisch k. o. ist. Der HSV. behauptet mit einem Punkt Vorsprung vor dem BC. Hartha die Tabellenführung, so daß der am nächsten Sonntag in Dresden stattfindende Kampf zwischen dem Sachsen= und Nordmarkmeister bereits die Vorentscheidung bringen wird. Siegt der HSV., ist ihm der Gruppensieg kaum noch zu nehmen. In der Gruppe 2 konzentrierte sich die größte Aufmerksamkeit auf den schweren Kampf des Westfalenmeisters Schalke 04 gegen den Berliner Meister Herthaf B S C. im Olympiastadion, in dem sich Schalke nur mit einem knappen:=Erfolg behaupten konnte. in der ersten Halbzeit, als Hertha mit:0 in Führung gegangen war, kritisch für die Schaller aus, die sich jedoch nach Seitenwechsel zusammenrissen und dem noch vor der Pause erfolgten Ausgleich das siegbringende zweite Tor anreihten. Mit 80 000 Zuschauern wurde bei diesem Spiel der Zuschauerrekord für Vereinsspiele in Deutschland gehrochen.„Schalle behauptet also nach wie vor die Spitze. Werder Bremen entschädigte seine Anhänger für die vorsonntägliche:=Niederlage durch einen glatten:=Sieg über Viktoria Stolp, den schwächsten Gaumeister dieser Gruppe. In der Gruppe3 ist ein Wechsel in der Führung eingetreten. Der VfB. Stuttgart, der am Vorsonntag den Spielverein Kassel klar:0 schlug, unterlag gegen Dessau 05 knapp :1, während sich Wormatia Worms mit:1 gegen Kassel durchsetzte. Wormatia Worms hat damit vorläufig die Führung übernommen, jedoch erscheint gerade in dieser Gruppe die Frage nach dem Gruppensieger am undurchsichtigsten. In Gruppet griff erstmalig der Niederrheinmeister Fortuna Düsseldorf in den Kampf ein, den er mit einem knappen:=Sieg über S V. Waldhof siegreich beendete. Ob Fortuna jedoch den Gruppensieg des mit:1 ebenfalls knapper als erwartet über den Bf R. Kölgsiegreichen 1. F C. Nürnberg verhindern kann, erscheint fraglich und wird das am nächsten tag in Düsseldorf zwischen dem„Club“ und Fortung Düsseldorf zur Durchführung gelangende Spiel zeigen. und sehr schöner Kampf. Die erste halbe Stund den Berlinern, die sofort im Bilde sind, während die Knappen längere Zeit brauchen, um in Tritt zu kommen. Erst in der letzten Viertelstunde vor der Pause sind die Königsblauen in voller Fahrt. Der Halbzeitstand von:1 entspricht durchaus den bis dahin von beiden Seiten gezeigten Leistungen..— Sx.s. Bald nach dem Anpfiff verwirkt Kuzorra an Schulz einen Freistoß, doch Brink setzt den Ball daneben. Kleine Regelwidrigkeiten hüben und drüben unterbindet der sehr aufmerksame Schiedsrichter. Schalke kommt vorläufig weriger zum Zug. Vorerst sieht man nur einen guten Schuß von Pörtgen, doch Schwarz hält sicher. Im Strafraum des Westfalenmeisters geht es dagegen viel aufgeregter zu. In der Not verschuldet Schalke die erste Ecke für Hertha. Ein Weitschuß Stahrs=führt anschliezend zum zweiten Eckball. Danach knallt Brink gegen den Torpfosten und schließlich vergibt der freistehende Schneider die sich ihm bietende große Gelegenheit. Böse sieht es kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde aus, als sich hintereinander vier Eckballszenen vor dem Tor der Gäste abspielen. Beim dritten Eckball schlägt Bornemann das Leder zum vierten aus. Klodt muß dann die Kugel über die Latte boxen. Schließlich muß auch Tibulski noch die sechste Ecke verwirken, da die Bälle von Herthas Flügelstürmern immer sein und genau hereingegeben werden. Eine meisterliche Leistung von Sobek führt nach halbstündigem Kampfe zum Führungstor der Berliner. Brink bleibt im Nahkampf mit dem herausgelaufenen Schalker Torhüter Sieger, der Ball kommt zu Sobek. Der alte Stratege schießt jedoch nicht selbst, wie viele erwarten, sondern schiebt den Ball seelenruhig dem in Räultige Stellung gelaufenen Brink zu, der hart und r aus gut 15 Meter in eine Ecke feuert,„Mit dem Erfolg des Gegners kommt jedoch Schalke stärker auf. ergebnislosen Ecken für Schalke folgt die siebte für Hertha. Aber die letzten Minuten bis zur Pause gehören ganz eindeutig den Westfalen. Vorerst können die königsblauen Stürmer das Ziel noch nicht finden. Ein Ball von Kuzorra wird gehalten und Szepan jagt das Leder knapp über die Latte. Aber in der 43. Minute ist der Ausgleich da. Ein Mißverständnis in der Berliner Abwehr; Stahr bekommt den Ball nicht weg, er rollt zu Urban, der aus fünf Meter einfach nicht mehr verfehlen kann—:1! " Nach dem Wechsel verlor der große Kampf im Llympiastadion etwas an Rasse. Der weiche Boden kellte große körperliche Anforderungen. Das scharfe Tempo konnte von beiden Mannschaften nicht beibehalten werden. Wiederum benötigten die Schalker längere Zeit, um ihr Spiel zu entfalten, so daß Hertha in den ersten Minuten nach Wiederbeginn stärker in Erscheitung treten konnte. Selbstverständlich fehlte es nicht in gelegentlichen Vorstößen der Knappen, wobei Schwarz einmal Kuzorra den Ball im letzten Augenblick vom Fußz fischte. Bei einem Freistoß auf der anderen Seite hatte Klodt Mühe, einen Ball von Brink zu halten. Steran und Kuzorra waren unermüdlich. Der blonde deldrechte bediente seinen Schwager mit einer SteilvorGruppe 1: Beuthen 09— BC. Hartha:4(:3) Hindenburg Allenstein— Hamburger SV.:5(:3) Tabelle: Hamburger SV. 2 2 0 0 11:2:0 BC. Hariha„ 2 1 1 0:3:1 Hindenb. Allenstein 2 0 1 1:6:3 Beuthen 09 2 0 0 2:10:4 Gruppe 2: Hertha/BSC.— FC. Schalke 04:2(:1) Werder Bremen— Viktoria Stolp:0 Tabelle: Gruppe 3: SpV. Kassel— Wormatia Worms:3(:1) Dessau 05— VfB. Stuttgart:1(:0) Tabelle: Wormatia Worms 2 2 0 0:1 BfB. Stuttgart 2 1 0 1•2 Dessau 05„ 2 1 0 1:2 SpV. Kassel 2 0 0 2:6 Gruppe 4: .FC. Nürnberg— BfR. Köln:1(:0) FC. Schalke 04 HerthasBSC. Werder Bremen Viktoria Stolp Fortung Düsseldorf— SV. Tabelle: 1. FC. Nürnberg 2 2 Fortung Düsseldorf 1 1 BfR. Köln 1 0 SV. Waldhof 2 0 Waldhof:1(:0) strömendem Regen durchgeführte erste Vorrundenspiel gegen den SV. Waldhof darf zwar nicht zu einer abschließenden Beurteilung der augenblicklichen Form des Niederrheinmeisters herangezogen werden, aber man geht wohl nicht fehl, daß der Sieger der Gruppe 4 1. FC. Nürnberg heißen wird. Fortuna Düsseldorf hat das Spiel gegen die nun zum zweiten Male geschlagenen Waldhofer verdient, aber dennoch glücklich zwei Minuten vor Schluß gewonnen. Das Schmerzenskind der Fortunen ist heute der einst unter Führung von„Schorsch“ Hochgesang berühmt gewesene Angriff geworden, der den rechten Zusammenhang und die schwungvolle Stoßkraft vermislen läßt und stark durch den Ausfall Mehls in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Albrecht und Kobierski haben mittlerweile der Zeit ihren Tribut zollen müssen, Wigold ist bei aller Anerkennung seiner technischen Vorzüge zu langfam geworden. Es fehlt der große Reißer und Torschütze, der vielleicht einmal der junge Mittelstürmer Schubart oder der talentierte Halblinke Heibach werden wird. Diese beiden„Remonten“ sind augenblicklich Fortunas gefährlichste Stürmer. Fortuna hatte einen großartigen, an ihre besten Zeiten erinnernden Start, dem dann namentlich in der zweiten Halbzeit ein merkliches Abfallen gegenüber den technisch hervorragenden Waldhofern folgte, die sich Schritt für Schritt mit zähem Eifer und größerer Ausdauer das Spielfeld und... die Sympathie der Zuschauer erkämpften. Und dennoch ist es uns klar, warum Waldhof am Vorsonntag trotz seiner großen zweiten Halbzeit Nürnberg:1 unterlegen ist. Der unter Führung von Siffling stehende Sturm ist in der Nichtauswertung von Torgelegenheiten noch„größer“ als der Fortunen=Angriff, er scheint geradezu Angst vor einem herzhaften Torschuß zu haben und spielt selbst auf engstem Raum noch ab. Siffling selbst machte einen müden, energielosen Eindruck. So versandete der Kampf mehr und mehr zu einem Spiel zweier guter Hintermannschaften, aus denen der linke Fortunaverleidiger Paul Janes als der alles in den Schatten stellende Klassespieler hervorragte. Zerbrachen an ihm die ohne den notwendigen Nachdruck durchgeführten Angriffe der Waldhofer, so zerstörte auf der Gegenfeite der kleine, wieselflinke Torwart Drayß bis auf zwei Ausnahmen alle Erfolgsmöglichkeiten des Fortunenangriffs. Drayß spielte nicht nur Torwart, sondern auch Verteidiger. Er hielt tatsächlich, stets im richtigen Moment herauslaufend, mehr Bälle auf dem Elfmeterpunkt und gar auf der Strafraumabgrenzung als im Tor. Glück und Können paarten sich bei ihm. Eins ist sicher: hätte der auf dem glatten Boden verständlicherweise etwas unsichere lange Düsseldorfer Pesch im Waldhofer Tor ge0 0 Der Spielplan für den 18. April Gruppe 1: BC. Hartha— Hamburger Sportverein(Dresden) Beuthen 09— Hindenburg Allenstein(Hindenburg) Gruppe 2: Viktoria Stolp— Schalke 04(Stolp) Hertha/BSC.— Werder Bremen(Berlin, Poststadion) Gruppe 3: VfB. Stuttgart— Wormatia Worms(Stuttgart) SpV. Kassel— SV. Dessau 05(Kassel) Gruppe 4: Fortuna Düsseldorf— 1. FC. Nürnberg(Düsseldorf, Stadion) BfR. Köln— SV. Waldhof(Koblenz) Entfarnung: Die bessere Mannschaft hat den Kampf gewonnen. lage, aber Kuzorra verpaßte aus geringer Entfernung den Ball. Sobek erzwang gegen Klodt einen Eckball. Nach der Ausführung konnte Gellesch nur unter höchstem Einsatz die Gefahr bannen. Angriff und Gegenstoß der beiden Mannschaften wechselten ständig. Nach der neunten Ecke für Hertha fiel schließlich in der 30. Minute das:1 und Sieg für Schalke. Diesmal war es Kuzorra, der fast vom eigenen Strafraum Szepan den Ball vorlegte. Dieser lief noch gut 15 Meter, ließ den Berliner Verteidiger Bilek stehen und schoß besonnen ein. Schalke führte:1. Die Knappen spielten nun noch einmal ihr großes Können aus. Schwarz im Berliner Tor hatte viel Arbeit. Die Eckbälle häuften sich hüben und drüben. Bei den Westfalen war es besonders Bornemann, der den Ball sehr oft ausschlug. Die letzten Minuten gehörten Hertha. Die Mannschaft gab den Kampf noch nicht auf und fast mit dem Abpfiff war Klodt nach dem letzten Eckball noch in großer Not. als der Schlußpfiff des sehr guten Schiedsrichters ertönte. Das gute Ergebnis zeichnet die gute Haltung des brandenburgischen Meisters aus. Bei den Westfalen waren beide Außen überraschend schwach. Pörtgen als Angriffsführer zauderte viel und besaß nicht genügend Druck. So blieb die Hauptarbeit für Szepan und Kuzorra. Das Verständnis der beiden hervorragenden Spieler untereinander ist immer wieder bewundernswert. Ihr geschicktes Platzwechseln. ihr großartiger Aufbau des Spieles sind die eigentlichen Höhepunkte des Kampfes. Von den Läufern ist Gellesch technisch am reifsten. Tibulski hielt sich strikte als dritter Verteidiger zurück. Der junge Berg reicht an seine Kameraden noch nicht heran. Von den Verteidigern war Bornemann frühzeitig mit seiner Luft zu Ende. Der Torwart Klodt hielt besonders nach der Pause ausgezeichnet. —— Herthas an Jahren ältere Spieler sind langsamer als die Westfalen. Das machte sich besonders in dem von Sobek sonst gut geführten Angriff bemerkbar. In der Läuferreihe war Stahr stets der Prellblock für gegnerischen Stürmer. In der Abwehr ragten Krause und der Tormann Schwarz hervor. „Mulmig“ auch für Fortuna In Oberhaufen: Fortuna Düffeldorf- SV. Waldhof:1(:0) noch mit zu den Favoriten der diesjährigen Meisterschaftsrunde gezählt werden, weil es bekanntlich ein Charakteristiktun der Düssldore,„ ezur schaft Zäz se entscheidenden Aggenblick in Hochlgrm.eng- Zenigatsoheste doch in diesem Jahre von der Fortuna sensationelle Ueberraschungen zu erwarten sind, glauben wir nicht, Das auf völlig durchweichtem Boden und veilwetse bei Abs Oberhausen, 11. April. Der Ausflug zum Oberhausener Niederrhein=Stadion, das in den letzten Jahren selten Schauplatz einer Fußball=Großveranstaltung gewesen ist, diente in der sache einer Kontrolle“ der Düsseldorfer Fortunen, die im Verlaufe der Niederrhein=Meisterschaft häufiger schwache als gute Kritiken bekommen haben und denstanden, das Ergebnis würde deutlicher zugunsten der Fortunen sprechen. In der Hintermannschaft der Wald•0 hofer war es ferner noch der ausgezeichnete, manchmal :0 allerdings zu horte rechte Läufer Leupold, der mehr als ):2 der in letzter Zeit häufig als Kandidat für die Natio:4 nalmannschaft genannte Heermann die Aufmerksamkeit auf sich lenkte, bei Fortung der unverwüstliche und hervorragende Kopfballspezialist Bender. Als Fortuna, die nach acht Minuten in Führung gegangen war, in der 85. Minute den Ausgleich hinnehmen mußte, zwei Minuten vor Schluß, durch Kobiersti dennoch das siegbringende zweite Tor erzielte, hörten wir folgende Aeußerung einiger Zuschauer aus Oberhausen:„Schade, wir hatten uns schon so auf das :1 gefreut!“ Der Prophet gilt eben nichts im eigenen Land... Zuschauerzahl: etwa 20000. Der Spielverlauf: Düsseldorf begann recht vielversprechend. Schon nach acht Minuten nahm der nach links gewechselte Schubarth eine Steilvorlage von Heibach an, spurtete davon und gab einen harten Flachschuß ab. Nicht ganz glückte Waldhofs Schlußmann die Abwehr, denn Wigold fand im Nachschuß doch die ungedeckte Ecke. Die Fortung dominierte auch weiterhin leicht, dagegen kam der Badenmeister erst nach halbstündigem Kampf einiausSiffling eingestellt, vielleicht wäre noch vor dem Wechsel der Ausgleich gefallen. Ausgleich und dann Sieg kurz vor Schluß Durch den kurz vor der Pause niederge Regen war der Boden in die übelste Beschaffenheit, geraten und der Kampf verlief bei weitem nicht mehr so flüssig wie im ersten Spielabschnitt. Es blieb lange bei dem knappen Fortunen=Vorsprung, obwohl die Niederrheinischen bessere Torgelegenheiten als Mannheim hatten. Der hilflose„Sturm vergab fast alles durch seine Unentschlossenheit. Eine Viertelstunde vor dem Ende stellten die Waldhofer dergestalt um, daß Siffling mit dem Mittelläufer Heermann wechselte. Mit der Zeit machte sich diese Umstellung bestens bemerkbar. Es kam mehr Schwung in die Mannheimer Reihen. Fünf Minuten vor Schluß sprang Heermann nach schlechter Abwehr Benders beherzt dazwischen und erzielte den Ausgleich. Man gab sich schon mit dem:1 zufrieden, als zwei Minuten vor dem Abpfiff ein rechker Flankenball vor Waldhofs Tor ein Durcheinander verursachte. Die Kugel, von Kobierski geschossen, sprang von Heibachs Füßen ins Gehäuse. VIR. hielt Sich gut 1. SC. Nürnberg— BfR. Köln:1(:0) Bei herrlichem Fußballwetter Kampf 12.000 Zuschauer im Nürnberger„Zabo“ ein. Beide Mannschaften traten in vorgesehener Besetzung an. lediglich Nürnberg mußte Kreißel für Uebelein 1 als rechten Läufer spielen lassen. Gleich von Anfang an gab es einen spannenden Kampf, in dem der„Club“ in den ersten 20 Minuten klar tonangebend war. Es Seite 8 Nr. 84, Bochumer Anzeiger* Montag, 12. April 1937 PIpTA A ## 5 e 94 8 * 5 4 # K 31 5 4 m 9. #### 8 P 3 AK A4 ∆840 Nt 4013 98 334 A s 5 1 152 9 A4 55 846 8435 A P 8% K 8 A klappte in allen Reihen, vor allem gefiel der Sturm durch seine Schußfreudigkeit. Köln sand sich nicht so d. In derz sehnten Minute siel der Führanke poet: fer burch den Rechtsaußen Gußner, der die Flanke gon uebelein 2 allerdings in Abseitsneuung annahm. Die Kölner wurden nun besser, aber Friedel schoß wenig später bereits das zweite Tor für den Titelverteidiger. Kurz vor der Pause verlor Köln den Halbrechten Becker nach einem Zusammenprall wegen Schulterverletzung. Zur zweiten Halbzeit mußte der VfR mit zehn Mann antreten, denn Becker konnte nicht mehr mittun. Trotzdem holten die Westdeutschen in der zweiten Minute durch den gefährlichen Mittelstürmer Birrekoven ein Tor auf, das Oehm und Munkert auf dem Gewissen hatten. Bei verteiltem Feldspiel stellte der„Club“ in der 19 Minute durch Gußner mit einem dritten Tor den Sieg sicher. Es war eine hervorragende Einzelleistung des schnellen Rechtsaußen. Die Nürnberger boten auch diesmal eine abgerundete Leistung, ohne indessen eine große Partie zu liefern. Immerhin verlangte ihnen der BfR. nicht alles ab. Besonders gefiel der Sturm durch seine Schußfreudigkeit. Die Läuferreihe war nicht ganz auf der Höhe. Köhl im Tor hatte wieder einen ausgezeichneten Tag. Die Kölner haben sich denkbar gut gehalten. Hätte nicht Becker ausscheiden müssen, wäre der Sieg der Nürnberger zumindest knapper ausgefallen. Wieder Wormatia Spielverein Kassel— Wormatia Worms:3(:1) Auf dem Platz des Vorjahrsmeisters FC. Hanau 93 hatten sich zu diesem Gruppenspiel etwa 10000 Zuschauer eingefunden. Nach der Niederlage in Stuttgart mußte der Nordhessenmeister auch die Ueberlegenheit der Wormser Wormatia anerkennen. Der Sieg war auf Grund der besseren Gesamtleistung vollauf verdient. Neben der Abwehr gefiel diesmal auch der Sturm, der von Eckert gut geführt wurde. Die Kasseler waren schwach, vor allem in der Läuferreihe. Die Tordeckung schlug sich wacker, sie konnte die drei Treffer nicht verhindern. „Durch einen von Gölz geschossenen Freistoß, den Eckert verwandelte, ging Worms in der fünften Minute in Führung. In der 30. Minute glich Kassel durch Menzel aus. Zehn Minuten nach dem Wechsel stand es durch Gölz:1 und zwei Minuten vor Schluß stellte Eckert den Sieg sicher. Wegen Tätlichkeiten mußten zwei Kasseler Spieler(Heukeroth 2 und Menzel) des Feldes verwiesen werden. Erwartet glatt Werder Bremen— Viktoria Stolv:0(:0) 12000 Zuschauer erlebten in der Bremer Kampfbahn diesen klaren Sieg des Niedersachsenmeisters. Werder war um eine Klasse besser, hatte aber sehr viel Schußpech und mußte sich mit fünf Treffern zufriedengeben. Die Stolper enttäuschten stark, außer Kampfgeist konnten sie nichts bieten. Wittenbecher, Ziolkewitz und Meyer (dreimal) wären in dieser Reihenfolge die Torschützen. Die Ueberraschung Dessau 05— BfB. Stuttgart:1(:0) Nach der knappen, aber durchaus verdienten Niederlage in Worms hatte der Mitte=Gaumeister für den Kampf mit dem Favoriten VfB. Stuttgart einen ganz anderen Schlachtplan aufgebaut. Diesmal wurde offensiv gespielt, das einzig Richtige, wenn man über einen so guten Angriff wie der SV. Dessau verfügt. Der Erfolg blieb nicht aus, denn der bisherige Spitzenreiter der Gruppe 3 wurde vor 13000 Zuschauern verdient mit:1(:0) geschlagen. Die Württemberger kamen bei weitem nicht so gut ins Spiel wie gegen Kassel. In der Dessauer Elf gab es keinen schwachen Punkt. „Durch ein Tor des Halbrechten Elze und einen von Schneider verwandelten Handelfmeter, den Verteidiger Seibold verschuldet hatte, verschafften sich die Mitteldeutschen die Pausenführung von:0. Nach dem Wechsel wurden die Bewegungsspieler durch Steilvorlagen äußerst gefährlich. Dem Mittelstürmer Schäfer gelang auch ein Gegentor, doch die standfeste Dessauer Abwehr hielt den Sieg. Beuthen weiter punktlos SB. Beuthen 09— BC. Hartha:4(:). 7000 Zuschauer mußten im Beuthener Stadion die Feststellung machen, daß mit dem schlesischen Gaumeister in diesem Jahre nicht viel los ist. Nach der:=Nieder= lage beim Hamburger SV. blieb nun auch ein Punktgewinn auf heimischem Boden aus. Der BC. Hartha, der in Allenstein nicht überzeugt hatte, lieferte diesmal eine bessere Partie, doch wurde ihm der Sieg von dem spielschwachen Gastgeber sehr leicht gemacht. In erster Linie kam der Erfolg auf die entschlossenen Stürmer; denn Beuthen war in der Hintermannschaft recht gut besetzt, versagte nur im Sturm restlos. Den größten Anteil am Siege hatten Verteidigung und Läuferreihe sowie der Halbrechte Möbius. Wieder fünf Tore des HSV. Hindenburg Allenstein— Hamburger SB.:5(:3) Nach dem:=Erfolg über Beuthen 09 holte sich der Hamburger SV. auch in Königsberg gegen Ostvreußens Meister Hindenburg Allenstein den erwarteten Sieg. der mit:2(:1) wieder recht eindrucksvoll ausfiel. Es ist wohl kaum mehr an dem Gruppensieg der jungen HSV.= Mannschaft zu zweifeln, deren Stärke der schußfreudige und energische Angriff ist. In Königsbera hatten sich rund 10000 Zuschauer eingefunden. In der 24. Minute brachte Dörfel 2 den HSV. in Führung. Ein Mißverständnis der Verteidigung nutzte Kopitzke in der 30. Minute zum Ausgleich aus, aber innerhalb einer Minute— in der 39. Minute— schoß Hoefmann zwei Tore und mit:1 ging es in die Pause. Die Ueberlegenheit der Gäste wurde nach der Pause noch drückender. Zwei schöne Einzelleistungen von Carstens brachten das:1 und zum Schluß kam Allenstein durch Kieselnicki noch zu einem zweiten Gegentor. Kutschbach und Neubauer Sieger Verregnete Fernfahrt Berlin— Kottbus— Berlin Der Straßenfernfahrt der Berufsfahrer und Amateure von Berlin nach Kotthus und zurück war das Wetter wenig günstig. Beim Start regnete es in Strömen, und während der ganzen Fahrt über 260,5 Kilometer war der Regen der ständige Begleiter der Fahrer. Trotzdem waren die sportlichen Leistungen ausgezeichnet. Bei den Berufsfahrern konnte Kutschbach Berlin) seinen Sieg von 1935 wiederholen. Bei den Amateuren, deren Rennen gleichzeitig für die Auswahl der Nationalmannschaft gewertet wurde, kamen die BFahrer zu großen Erfolgen. Sehr überraschend siegte hier mit großer Ueberlegenheit A. Neubauer(Hannover). Erst drei Minuten hinter ihm an vierter Stelle traf der erste=Fahrer O. Figay(Bielefeld) im Ziel ein. Der Reichssportführer hatte es sich nicht nehmen lassen, die Fahrer auf der ganzen Strecke zu begleiten. Ergebnisse: Berufsfahrer: 1. W. Kutschbach(Berlin) 7,87,30 Stunden. 2. Hoffmann(Berlin), 8. Gerber Chemnitz), 4. Weckerling(Magdeburg), 5. Weiß(Verlin), 6. Schultenjohann(Dortmund), 7 Geyer(Schweinfurt), 8. Kroll(Berlin), 9. Münzer(Berlin), 10. Arentz (Köln) alle dichtauf, 11. Nickel(Berlin) 7,37,42 Stund., 12. Heide(Hannover), 18. Löber(Frankfurt) 7,44,15 Stunden, 14. Wölkert(Schweinfurt), 15. Wengler(Bielefeld) alle dichtauf Amateure, Gruppe A und B: 1. A. Neubauer (Hannover) 7,26,05 Stunden, 2. Felske(Berlin) 10 Längen, 3. R. Marggraf(Berlin) 7,27 Stunden, 4 O. Figay Bielefeld)(erster=Fahrer) 7,28,35 Stunden, 5. Bartoskiewicz(Chemnitz) 7,30,15, 6. Butt(Bielefeld), 7 Seidel(Dortmund) 7,30.45, 8. Presber(Berlin) 7,31.00, 9. Früchtennicht(Berlin) 7,32,00, 10. Weiß(Berlin) 7,83,00 Stunden. ALoUsU aarder Miemfede Start ins Motorlportjahr 1937— Karl Gall ficgt vor Otto Ley Hannover, 11. April. Mit dem Internationalen Eilenriede=Rennen im Stadtwald von Hannover wurde am Sonntag die deutsche Motorsport=Rennzeit eindrucksvoll eröffnet. Trotz einer etwas ungünstigen Witterung wohnten aut 120 000 Zuschauer stundenlang den packenden Kämpfen der besten deutschen Motorradfahrer bei und erlebten ihre Siege auf deutschen Marken. Am Morgen hatte es heftig geregnet und erst gegen Mittag klärte sich das Wetter auf. Trotzdem riß der Zustrom der Zuschauer nicht ab. Das 14. Eilenriede=Rennen wurde vor einem neuen Rekordbesuch ausgetragen. * Die große Ueberraschung des Tages war die Ueberlegenheit der beiden BMW.=Halblitermaschinen, die von Karl Gall und Otto Ley gesteuert wurden. Das neue, verbesserte Modell der Bayrischen Motorenwerke war gegen die im vergangenen Jahre so erfolgreichen Maschinen von DKW. und NSU. um eine Klasse besser. Alle Gegner wurden überrundet. In der 250er und der 350er Klasse kamen DKW. bzw. NSU. erwartungsgemäß zu Siegen. Sowohl Winkler als auch Fleischmann und Mellmann mußten sich aber in ihren Rennen gewaltig strecken, um die Ander Fabrikfahrer auch in Front, doch löste ihn Petruschke noch einmal ab, ehe Winkler von der 20. Runde ab endgültig die Führung übernahm. Winkler fuhr bei seinem Angriff mit 109,5 Stundenkilometer auch die schnellste Runde. durch die er Petruschke endaültig hinter sich brachte. In der 350er Klasse sorgte der Sindelfinger Fahrer Hamelehle(Norton) für eine besondere Belebung des Rennens. Er bedrängte nicht nur lange Zeit den Sieger Heiner Fleischmann(NSU.). sondern ging sogar vorübergehend einmal in Führung. Fleischmann fuhr aber mit großartiger Technik und Sicherheit aegen seine 27 Gegner ein so ausgezeichnetes Rennen, daß sein Sieg völlig überzeugte, zumal der Sindelfinger noch von Werner Mellmann(NSU.) überholt wurde. Mit 115.6 Stundenkilometer fuhr Fleischmann die schnellste Runde des Tages. Der mit so großer Spannung erwartete Kampf der Halbliter=Maschinen war schnell entschieden. Die beiden BMW.=Fahrer Gall und Ley setzten sich sofort an die Spitze des 27 Kopf starken Feldes. Gall brauste mit 118.6 Stundenkilometer vor Ley und dem Nürnberger Nortonfahrer Rührschneck wieder an der Zieltribüne vorbei und dann wuchs der Vorsprung der BMW.=Maschinen ständig von Runde zu Runde. Ein Fahrer nach dem anderen wurde überholt. Der zweifache Eilenriede=Sieger Kurt Mansfeld(DKW.) schied schon bald durch einen Maschinenschaden aus, so daß sich wenig Vergleichsmöglichkeiten boten, da der junge Chemnitzer Herz, der erstmalia als Fabrikfahrer für DKW. startete, erst allmählich warm wurde, dann aber ein ausgezeichnetes Rennen fuhr und bald den vierten Platz eroberte. Gall, der immer dicht hinter Ley gelegen hatte, stieß ein Kilometer vor dem Ziel erfolgreich vor und ging nach 1,09,45 Stunden(123.6 Stundenkilometei) mit.8 Sekunden Vorsprung vor Ley durchs Ziel. Die Ergebnisse: Krafträder ohne Seitenwagen, 30 Runden= 144 Kilometer(erster Meisterschaftslauf): Nicht über 250 Kubikzentimeter: 1. Walfried Winkler(Chemnitz) DKW. 1,24,19= 102,5 Stundenkilometer, 2. Bernhard Petruschke(Berlin) DKW. 1,24,36,1: eine Runde zurück: 3. Siegfried Wünsch(Langenbrück) DKW.— Nicht über 350 Kubikzentimeter: 1. Heiner Fleischmann (Neckarsulm) NSU. 1,18,26,2= 110,1 Stundenkilometer, 2. Werner Mellmann(Neckarsulm) NSu. 1,18,53,1, 3. Walter Hamelehle(Sindelfingen) Norton 1,19,18,1.— Nicht über 500 Kubikzentimeter: 1. Karl Gall(München) BMW. 1,09,45= 123.6 Stundenkilometer(Tagesbestzeit), 2. Otto Ley(München) BMW. 1,09 45,8; eine Runde zurück: 3. Wilhelm Herz (Chemnitz) DKW. Krafträder mit Seitenwagen, 20 Runden= 96 Kilometer: Nicht über 600 Kubikzentimeter: 1. Karl Braun(Chemnitz) DKW. 53,30= 107,8 Stundenkilometer(neuer Klassenrekord, beste Zeit aller Seitenwagen), 2. Hans Bock(Mannheim) auf Norton 54,54,4. — Ueber 1000 Kubikzentimeter: 1. Hans Bock(Mannheim) Norton 57,55,3= 99,5, 2. Hans Kahrmann (Chemnitz) DKW. 59,04,4. Ailkdehburg Pimdch-Mrroil Die erste Vorrunde zur deutschen Handballmeisterschaft Die Gäste gingen schon in der dritten Minute durch den Halbrechten Otto in Führung. Ein Freiwurf von Röttger brachte das:1. Hannover kam erneut durch den Linksaußen Hupperditzel in Front und zog nach Mindener Erfolgen durch Röttger und Strack zum Stande von:3 durch einen Treffer von Kitzokat wieder gleich. Dann waren die Westfalen bis zum Wechsel leicht überlegen. Sie sicherten sich durch Röttger und die Gebrüder Roß eine:=Führung. Auch nach der Pause gaben die Mindener den Ton an. Hier zeichneten sich der Mittelstürmer Röttger und die Außen Roß I und II noch mehr aus. Als der schußgewaltigste Stürmer der Hannoveraner erwieß sich jetzt der Halblinke Fengler, der die meisten Treffer auf sein Konto brachte. Es war alles in allem ein schöner und ritterlicher Kampf, wie man sich ihn in einer Deutschen Meisterschaft immer wünscht. Aufnahme: Lückel Gall, der Sieger beim Eilenriederennen griffe der besten Privatfahrer abzufangen. In der großen Seitenwagenklasse wurde Kahrmann(DKW.) überraschend von dem Mannheimer Norton=Fahrer Bock geschlagen. Den einzigen neuen Rekord gab es in der Klasse der kleinen Seitenwagenmaschinen, wo Meister Braun(DKW.) den von Kahrmann aufgestellten Rekord von 106 auf 107,8 Stundenkilometer verbesserte. Leider ereignete sich bei den zahlreichen Stürzen, die auf der zum Teil sehr glatten Strecke zu verzeichnen waren, auch ein tödlicher Unfall. Der Finne Kroye kam auf seiner 350er NSU. in der Nähe des Zieles ins Schleudern und flog gegen die Strohverkleidung. Hierbei trug er so schwere Verletzungen davon, daß er sofort getötet wurde. Zum ersten Lauf um die deutsche Motorradmeisterschaft waren auf der 4,8 Kilometer langen Strecke in allen Klassen der Solomaschinen 30 Runden gleich 144 Kilometer zu fahren. 27 Fahrer gingen in der 250er Klasse an den Start. Der Berliner Privatfahrer Petruschke zeigte auf DKW. sofort sein großes Können. Er ging als erster Fahrer in die zweite Runde, während der DKW.=Stall schon das Ausscheiden Meister Kluges feststellen mußte. Kluge war in der Zoo=Kurve gestürzt, hatte sich aber keine Verletzungen zugezogen, doch zwang ihn ein dopvelter Reifenschaden zum Ausscheiden. Petruschke wurde bald von Walfried Winkler auf der neuen DKW. angegriffen. In der fünften Runde lag Während die deutschen Fußballer bereits die zweite große Siebung der Gaumeister vorgenommen haben, begannen gestern die Handballer ihre erste Vorrundenspiele mit sieben Begegnungen, da der zwischen KTV. Stettin und MSV. Weißenfels angesetzte Kampf ausfiel. Man darf wohl sagen, daß der Spielsonntag auf der ganzen Linie klare Favoritensiege gebracht hat. Erfreulich ist es, daß der den Titel verteidigende Westfalenmeister Hindenburg Minden anscheinend seine in den letzten Wochen in Erscheinung tretende Formkrise überwunden hat. Er schlug jedenfalls den MSV. Hannover klar mit 14:10. Gruppe 1: Oberalster Hamburg— VfL. Königsberg 16:6 TuSpo Kassel=Bettenhausen—. DBV. Berlin:9 Gruppe 2: KTV. Stettin— MSV. Weißenfels ausgef. Tura Wuppertal— Borussia Carlowitz 12:8 Gruppe 3: Hindenburg Minden— MSV. IR. 73 Hann. 14:10 Gruppe 4: MSV. Koblenz— MTSA. Leipzig:9 Tbd. Altenstadt— BfR. Schwanheim:6 Sicherer Sieg des Meilters Hindenburg Minden—. MSV. Hannover 14:10(:5) Der Titelverteidiger Hindenburg Minden hatte sein erstes Spiel gegen den Niedersachsenmeister MSV. Hannover auszutragen. Bei schönem Frühlingswetter fanden sich 3000 Zuschauer auf dem Mindener Platz ein. Die Mindener hatten ihre stärkste Besetzung zur Stelle und erkämpften sich einen sicheren, wenn zahlenmäßig auch nicht ganz den Erwartungen entsprechenden Sieg. Die starke und schnelle Elf der Hannoveraner hinterließ trotz der Niederlage einen guten Eindruck. Der linke Verteidiger Grimm und die beiden Stürmer Otto und Hupperditzel verdienten sich die beste Note. Bei Hindenburg Minden führte sich der neue Torwart Schmitz sehr gut ein. Vor sich hatte er in der Verteidigung mit Becker den besten Mann, im Angriff überragten wieder der Mittelstürmer Röttger sowie die beiden Zwillingsbrüder Roß auf den Flügeln. Der Kampf war rassig, schnell und, da die Hannoveraner sehr gut begannen, auch immer wechselvoll. Vom-Fari Massenbeluch in Neuß Schmale Felder— Ueberraschung durch Gassenjunge Der Auftakt des Neußer Rennjahres übertraf alle Erwartungen. Das herrliche Frühlingswetter und der warme Sonnenschein hatten der Bahn einen Massenbesuch verschafft. Leider konnte der sportliche Erfolg mit dem äußeren keinen Schritt halten, da die Felder wieder betrüblich schwach ausfielen und nur in einigen wenigen Prüfungen sechs und mehr Pferde an den Ablauf kamen. Dabei war das Geläuf in tadelloser Verfassung, so daß man die Zurückhaltung der Ställe wirklich nicht verstehen kann. Neuß, 11. April 1.: 1. Deschners Janiculus(Hochstein), 2. Limperich, 3. Dreiläuser.— Ferner: Landesfreund. Toto: S. 21, Pl. 11. 12. Einlaufswette: 32. 2..: 1. Nepicks Athenerin(Knoche),ss 2. Anlasser, 3. Chemielehrer.— Ferner: Georgina, Famasino, Rbeinlandmädel, Strahn. Toto: S. 78. Pl. 14, 14, 12. Einlaufswette: 454. 3..: 1. Gabriels Meerjunge(Hochstein), 2. Vagabund, 3. Reizjäger.— Ferner: Feuerland, Spielhahn. Toto: S. 40. Pl. 16, 19. Einlaufswette: 136. 4..: 1. Schweitzer juntor Stauffen(Wenzel), 2. Amalaswintha, 3. Husar.— Ferner: Abnherr, Heidekönig. Toto: S. 19. Pl. 14, 17. Einlaufswette: 70. 5..: 1. Lautermanns Altai(Broda), 2. Leitbirsch, 3. Sonny Boy.— Ferner: Ordensritter, Titine. Toto: S. 280 Pl. 33, 16, 25. Einlaufswette: 280. 6..: 1. Beckers Heidesalke(Wermann), 2. Augur, 3. Frauenfreund.— Ferner: Mogul, Liebeswalzer, Sarafan. Toto: S. 24. Pl. 15, 16, 22. Einlaufswette: 34. 7..: 1. Stocks Gassenjunge(Knoche), 2. Thuribert, 3. Doppelsprung.— Ferner: Preisträger, Musterknabe, Gamin, Freibeitslied, Spata. Toto: S. 326, Pl. 36, 16, 13. Einlaufswette: 718. 5..: 1. de Fockenberghes Le Calme(Delaurie), 2. Mandy, 3. Solmini.— Ferner: Sahib, Chinchilla, Serene. Toto: S. 50, Pl. 22, 53. 6..: 1.'Huilliers Thebes(Brooks), 2. Lagoon, 3. Le Chari.— Ferner: Giska, Dilemne II, Hira, La Rencontre, Ma Perle, Birdjos, Rosetown, Aqueduc. Toto: S. 222, Pl. 53, 31, 22. Trabrennen in Recklinghaufen Feodor gewinnt den Nelken=Preis Longchamps, 11. April 1..: 1. Renters Kirsox(Toche), 2. Tracias, 3. Spong Cake.— Ferner: Adulateur, Billet Doux, Cromos, Fazulbai, Chattiere. Toto: S. 42. Pl. 16, 26, 13. 2..: 1. Prats Schamil(Dupuit), 2. Trevistani, 3. Radnor.— Ferner: Rovaume, Valdor II. Treignac, Jap, Grenadier III. Toto: S. 38, Pl. 15, 13, 31. 3..: 1. Rothschilds Gonsalonier(Villecourt), 2. Tout Souléou, 3. Athalarie.— Ferner: Signoretto, Dorinda, Phryns, Voragine Annita. Toto: S. 18. Pl. 12, 15, 28. 4..: 1. Boussacs Chesheam(Elliot), 2. Le Ksar, 3. Actor.— Ferner: Prypec, Tabarin II, Banor. Toto: S. 98, Pl. 28, 14. Am zweiten Tag des Eröffnungsmeetings hatte die Recklinghäuser Traberbahn einen sehr guten Besuch aufzuweisen. Die einzelnen Rennen waren sehr gut beschickt. Das Hauptrennen des Tages, der Nelken=Preis, erlitt dadurch eine Verzögerung, daß zweimal der Start mißglückte. Melodie und Kapitän blieben stehen. Auch beim gültigen Ablauf kamen diese beiden Pferde nicht vom Start. Fiedler übernahm gleich die Spitze vor Otti Anvil und Salvator. Fiedler brachte das Feld bis in den Einlaufsbogen, wo er ansprang und zurückfiel. Otti Anvil hatte in der Geraden noch die Führung, mußte sich aber dem Schlußangriff von Feodor beugen und mit dem italienischen Sieg vorliebnehmen. Fiedler belegte den dritten Platz vor Salvator. 1..: 1. Elfriede H.(J. Schleyer) 2. Berni Loh, 3. Prinz Eugen.— Ferner: Estländer(als erster ohne Wetten), Peter Bing(angehalten). Die Hexe. Dina Loh(angehalten), Rheinstolz. Toto: S. 26, Pl. 13, 13, 18. 2..: 1. Mallorca(B. Geuting),? Patschuli, 3. Erna Bacon, 4. Otti Anvil.— Ferner: Jay Lee., Peter Dufsv junior, Luitpold, Landrichter, Alster, Graf Geßler, Maikönig, Quintilian. Toto: S. 76, Pl. 15, 17, 15, 22. 3..: 1. Marsilius W.(R. Lörks), 2. Arrak. 3. Else Lee.— Ferner: Diana Axworthy(angehalten), Hera., Diabella(angehalten), Daisy. Toto: S. 15. Pl. 11, 12. 19. 4..: 1. Feodor(K. Fischer), 2. Otti Anvil, 3. Fiedler.— Ferner: Melodie(angehalten), Kapitän(angehalten), Salvator Ernesto. Toto: S. 42, Pl. 15, 29, 30. 5..: 1. Christa Axworthy(Dahmen), 2. Hansi Watts, 3. Bernhard M.— Ferner: Guv Albert, Feinsliebchen, Josef T. Toto: S. 45, Pl. 17. 14, 23. 6..: 1. Else Lee(H. Senger), 2. Herodias., 3. Anitas Schwester.— Ferner: Mieze., Deutscher Vater, Comtesse Loonie, Peter Dussy juntor, Klärchen D. Toto: S. 118 Pl. 30 18, 24. 7..: 1. Cito Watts(K. Fischer), 2. Landrichter, 3. Ida S.— Ferner: Peter., Karl Guv, Bell Guv, Prinzeß Elisabeth, Melodie, Lederstrumpf. Toto: S. 14. Pl. 12, 54, 19. Unentschieden in Münfter Zweimal um Punkte im Westfalen=Handball In der westfälischen Handball=Gauklasse ist die Lage noch nicht geklärt, wenn auch der MSV. Münster im letzten Meisterschaftskampf gegen den DSC. Hagen ein sehr achtbares 12:12=Ergebnis herausholte. Immerhin können aber beide Punkte an die Münsteraner fallen, da die Hagener mit erheblicher Verspätung antraten. In diesem Falle— beide Punkte fielen dann an die Soldaten— wäre der MSV. Münster vollends in Sicherheit. Die Ergebnisse: MSV. Münster— DSC. Hagen 12:12(:7) Schalke 04— Westfalia Somborn 15:6(:1) Um die Handball=Meisterschaft der Frauen: Dortmunder SC. 92— Tv. Jahn Minden 11:2(:2) VfB. Bielefeld— Vorwärts Gronau:4(:2) Achtbar für Frankreich Hockey=Länderkampf Deutschland— Frankreich:3(:2) Gegen die technische Ueberlegenheit der deutschen Hockey=Nationalelf erkämpfte am Sonntag die französische Auswahl im 7. Länderkampf der beiden Nationen ein:3(:). Das Unentschieden ist vor allem ein Erfolg für die unermüdlich kämpfenden und eifrigen Franzosen. 5000 Zuschauer wohnten dem großartigen Kampf im Berliner Olympia=Hockeystadion bei, wobei man den französischen Botschafter Francois=Poncet, Staatssekretär General Milch, Exzellenz Lewald und den Reichssportführer von Tschammer und Osten sah. Soulé hatte die Franzosen in der 17. Minute in Führung gebracht. Weiß glich aus, dann schoß Hamel ein Tor, das abermals durch Soulé ausgeglichen wurde. Nach dem Wechsel konnte dann Mehlitz in der 25. Minute das Führungstor der Franzosen, das abermals Soulé geschossen hatte, zum Unentschieden ausgleichen. Drei Bochumer Siege WHW.=Boxen in Wattenscheid Den Reigen der Kämpfe für das WHW. setzten die westfälischen Amateurboxer am Samstag abend in Wattenscheid fort. Der Abend versprach sehr viel, hatte aber leider nicht den erwarteten Zuspruch. Immerhin kahen die Boxsportfreunde ein gehaltvolles Programm, in dem nicht weniger als vier Kämpfe vor der Zeit entschieden wurden. Das Ereignis des Abends war der.=.=Sieg des starken Dortmunders Lemitz im Halbschwergewicht über Richter(Herne). Die Ergebnisse: Federgewicht: Piotrowiki (Linden) Punktsieger über Burger(Dortmund), Burgarth(Sodingen) Punktsieger über Wiedemann(Dortmund. Leicht: Jakubowski(Bochum), Punktsieger über Ostrowski(Dortmund). Welter: Koch(Bochum) sieg durch K. o. über Jost(Dortmund), Pries(Wanne=Eicke!) siegt durch K. o. in der dritten Runde über Freund (Dortmund). Mittel: Juschkewitz(Wanne=Eickel) siegt durch K. o. in der zweiten Runde über Bode(Hörde: Halbschwer: Lemitz(Dortmund) zwingt Richter(Herne in der zweiten Runde zur Aufgabe. Bantam: Röttger (Bochum)— Stobbe(Hörde) unentschieden. 400 Meter in.44.5 Neuer Weltrekord von Ragnhild Hveger. Bei einem Schwimmfest in Kovenhagen stellte Dänemarks Weltrekordlerin Raanbild Hveger über 400 Meter Rücken einen neuen Weltrekord auf. Hveger legte die Strecke in 5,44,5 Minuten zurück und unterbot die bis herige Welthöchstleistung der Holländerin Rie Mastenbroek von 5,59.8 Minuten gleich um fast 15 Sekunden. Es ist nun bereits der achte Weltrekord, den die Dänin auf ihr Konto brachte. hinter Ley gelegen Ziel erfolgreich vor 6 Stundenkilometer) en durchs Ziel. 30 Runden= 144 ): N i c h t ü b e r 2 5 0 Pinkler(Chemnitz, kilometer, 2. Bern24,36,1; eine Runde zenbrück), DKW.— Heiner Fleischmann 110,1 StundenkiloReckarsulm) NSU. (Sindelfingen) NorKubikzentimeter: 1. 45= 123.6 Stuntto Ley(München) ck: 3. Wilhelm Herz 20 Runden= 96 zentimeter: 1. Karl = 107,8 StundenZeit aller Seitenauf Norton 54,54,4. Hans Bock(Mann= 2. Hans Kahrmann volll schaft * sitten Minute durch Ein Freiwurf von r kam erneut durch front und zog nach r und Strack zum er von Kitzokat wielen bis zum Wechsel durch Röttger und ng. Auch nach der on an. Hier zeichger und die Außen der schußgewaltigste sich jetzt der Halbffer auf sein Konto schöner und ritteriner Deutschen Mei Münfter falen=Handball nuklasse ist die Lage MSV. Münster im n DSC. Hagen ein usholte. Immerhin insteraner fallen, da itung antraten. In i dann an die Solnster vollends in 12:12(:7) n 15:6(:1) der Frauen: Minden 11:2(:2) mnau:4(:2) inkreich Frankreich:3(:2) heit der deutschen sonntag die franzöder beiden Nationen t vor allem ein Erund eifrigen Frangroßartigen Kampf bei, wobei man den Voncet, Staatssekreild und den Reichsten sah. der 17. Minute in dann schoß Hamel ausgeglichen wurde. hlitz in der 25. Miosen, das abermals schieden ausgleichen. Siege enscheid s WHW. setzten die amstag abend in ersprach sehr viel, n Zuspruch. Immer, gehaltvolles Provier Kämpfe vor der reignis des Abends tmunders Lemitz im rne). jewicht: Piotrewiki (Dortmund), BurWiedemann(Dort), Punktsieger über ioch(Bochum), sieg Pries(Wanne=Eicke! kunde über Freund (Wanne=Eickel) siegt über Bode(Hörde ingt Richter(Herne Bantam: Röttger schieden. 44.5 hild Hveger. nhagen stellte Däneeger über 400 Meter f. Hveger legte die nd unterbot die bis nderin Rie Mastenn fast 15 Sekunden. kord, den die Dänin Seite 9 Nr 84, Bochumer Anzeiger 4 Montag, 12. Um den Aufltieg zur Gauliga Kideloerier Presrer! Es wäre verfehlt, wollte man nach den beiden ersten Sonntagen der Aufstiegsspiele zur Gauliga die bisherigen Ergebnisse als Maßstab für die Aussichten der sech venutzen. Aber es erigen„Ergebnisse als Maßstab für sechs vereiligten Mannschaften benutzen. Abist für eine Mannschaft eine nicht geringe Beruhigung, nach zwei Spielsonntagen mit vier Punkten an der Spitze zu liegen, oder, wie es bei unserem Bochumer Vertreter MBV. Linden der Fall ist, nach dem ersten Sonntag die weiteste Reise mit gutem Erfolg hinter sich gebracht zu haben. Die Bielefelder Arminen hatten zwar den Vorzug, ihre beiden ersten Spiele auf eigenem Platz austragen zu können. Wenn in beiden Fällen auch keine überzeugenden Ergebnisse herausgekommen sind, zwei schwere Klippen sind aber umschifft worden. Der MBV. Linden hat sich auf dem kleinen Platz in Klafeld besser zurechtgefunden, als man es erwarten konnte. Daß die Platzleute aber gegen die starke Deckung der Lindener vier Tore erzielen konnten, zeigt deutlich, wie schwer in Klafeld zu gewinnen ist. SpVg. Röhlinghausen und Arminia Marten lieferten sich keinen meisterlichen Kampf. In der gestern in Röhlinghausen gezeigten Form haben beide Mannschaften wenig Aussichten auf einen der beiden ersten Plätze. Preußen Münster unterlag nach dem ersten Sieg gegen Klafeld in Bielefeld und hat sich so die ersten Verlustpunkte geholt. Am kommenden Sonntag in Linden wird es sich zeigen, ob Arminia Bielefeld auch auswärts zu siegen versteht. Der Kampf dürfte für die Bielefelder wohl der schwerste der Aufstiegsspiele überhaupt sein. Die Ergebnisse: Arminia Bielefeld— Preußen Münster:0 SpVg. Röhlinghausen— Arminia Marten:1 Klafeld=Geisweid— MBV. Linden:6 Die Tabelle: Arminia Bielefeld 2 2 MBV. Linden 1 Preußen Münster 2 SpVg. Röhlinghausen 2 Arminia Marten 1 0 Klafeld=Geisweid 2 0 Die Spiele am 18. April: MBV. Linden— Arminia Bielefeld Preußen Münster— SpVg. Röhlinghausen Arminia Marten— Klafeld=Geisweid Spiel vorführte. Der Sieg der Bochumer war reichlich knapp. Die Bochumer beherrschten klar das Spiel, aber schsce be e cice e. he. einzigen Treffer zu erzielen. Marten spielte sich gut :=Sieg begnügen mußte. Verdielier Eindchereieg Klafeld-Geisweid- MBV. Linden:6(2: 4) Diesmal Tus.-Sieg SC. Dahlhausen— TuS. Bochum:2 Nach der bisher weniger erfolgreichen„Bezirksliga Gastspielreise" des TuS. brachte der Freundschafts kampf in Dahlhausen der mit einigen Ausnahmen nor recht jungen TuS.=Nachwuchself einen knappen, Spielverlauf nach durchaus verdienten Sieg. Nebe Friedrichs, Hannemann, Ananias und Safraneck ragt aus der jüngeren Umgebung der äußerst talenti Mittelläufer Pfeifer hervor, der, wie schon am Vor sonntag, auch in diesem Kampf eine ausgezeichnet Partie lieferte. In der Verteidigung stand diesmal de stämmige Steinbeck neben Hannemann, der mit der meistens unbeschäftigten Friedrichs ein für den zu un beholfenen Dahlhausener Angriff, kaum zu überwin dendes Bollwerk bildete. Die weitaus bessere Zusam menarbeit in den blauweißen Reihen verschaffte der Stadionleuten eine Ueberlegenheit, die, abgesehen einigen rotweißen Zwischenspurts, den Kampf strecken weise zu einer einseitigen Angelegenheit der Gäst werden ließ. Daß die Niederlage der Platzleute nich höher ausfiel, verdanken die Dahlhauser in ihrem Hüter Jonschak, dem allerdings bei einiger Pfostenschüssen das Glück zur Seite stand. In de zehnten Minute gehen die Platzleute überraschend dure Gevelmann in Führung, der für Friedrichs unhaltba das:0 herausschießt. Obwohl die Gäste bis zu den Pausenpfiff des Unparteiischen mehr vom Spiel haben gelingt ihnen, außer dem verdienten Ausgleich nicht Zählbares. Im zweiten Akt übernehmen die Gäste so fort das Kommando, ohne es an die jetzt spielenden Platzleute wieder abzugeben. In der 15 Minute entschied Safraneck den Kampf durch eine Flachschuß, nach dem sich der Dahlhauser Huter vergeblich streckte. :2— Preußens Leizter Kampf ein Sieg Auch Wattenscheid 09, der Tabellenzweite, mußte die Punkte bei den Bochumern laffen Wie schwer es ist, auf dem kleinen Platz in Klafeld einen Sieg über den Gruppensieger der Arnsberger Bezirksligagruppe zu landen, das erkennt man am besten, wenn man sich nur das Ergebnis Daß die Klafelder das sicherlich nicht schlechte Schlußdreieck der Lindener viermal überwinden konnten, läßt für die übrigen Mannschaften, die in Klafeld anzutreten haben, nichts Gutes ahnen. Linden lag nach 15 Minuten schon mit zwei Toren im Rückstand. Klafelds Mittelstürmer Rapior hatte eine Bombe aus 20 Meter Entfernung losgelassen und der Halblinke, Schnidt durch Kopfstoß ebenfalls ein Tor erzielt. Es iur### nach einem dritten Treffer für Klafeld aus, aber Linden raffte sich zusammen und führte bis zur Pause ein Spiel vor, das die Zuschauer in Begeisterung versetzte. Mit herrlichen Kombinationszügen und einem ius jeder Lage schießenden Sturm wurden die Platzleute zermürbt. Hintereinander fielen vier Treffer bis zur Pause. Der famos aufgelegte Lindener Mittelstürmer Mann erzielte drei Toxe und der Linksaußen Bölting einen Treffer. Nach dem Wechsel spielte Linden auf Sicherung des Torvorsprunges, wodurch die Klafelder aufkamen. Den fünften Treffer erzielte Jezierski aus einem Foulelfer. Klafeld holte durch den Halblinken Schmidt einen Treffer auf und hatte durch einen Elfmeter Gelegenheit, die Lindener wieder in Gefahr zu bringen. Der Strafstoß wurde aber verschossen. Einen sechsten Treffer holte sich Linden aus einer Abseitsstellung. Während der Torwart beim Schiedsrichter„abseits“ reklamierte, schoß Jezierski den Ball ungehindert ein. Klafeld kam gegen Schluß noch zu einem Treffer durch den erfolgreichen Halblinken Linden waren besonders gut Mann und der rechte Flügel mit den beiden Brüdern Jezierski. Nach anfänglicher Nervosität kamen auch die Läuferreihe und die Verteidigung auf volle Touren. Verdienter Erfolg den Platz jagender Regenschauer, dem Spiel mehr Aufmerksamkeit zu zollen, als dies in der ersten Halbzeit notwendig war. und die Läuferreihe wußte sich nicht Dann aber war ganz plötzlich Marten da, und Röhlinghausen war bis zum Schlußpfiff fast ausnahmslos in die Verteidigung gedrängt. In der 22. Minute führte ein famos vorgetragener Angriff von Marten zum ersten und einzigen Treffer für die Gäste. Als nach dem Wechsel dann Röhlinghausen nach vier Stuneck ausgleichen konnte, schien dies das zu einer Offensive der Röhlinghauser zu geben. Marten fiel mehr und mehr ab und wurde im zweiten Abschnitt so schwach, wie Röhlinghausen vor dem Pausenpfiff. Verdient war der zweite Treffer der Platzleute in der 32. Minute durch den Mittelläufer Lemandowski. Alle Versuche der Gäste, den Ausgleich zu erRöhinghausen bestrit das Spiel uie, hoigerzer Mannschaft:„Verlau; Nawroki, Wolski; Kogetzni., remandowski, Kortmann: Stuneck. Piwoda, Cedero, Kosmala, Nowitzki. Das Spiel fand bei den Sportfreunden erklärlicherSchscoser aice ice eaeceäich e ealie ginge, Wattenscheids Eif war zwar nicht in stärister Selclheate adber Seichshesen iunl Feseiete. Grerekete ernst.—. Das erste Tor für die Preußen fiel nach etwa 20 Minuten durch Kahlfelder, der kurz vorher, ebenso Wattenscheidern noch energischer aufgenommen, als 8000 Zuschauer in Bielefeld Arminia Bielefeld— Preußen Münster:0 Nachdem schon das erste Aufstiegstreffen der Bielefelder Arminen am vergangenen##nzug, gegen die SpVg. Röhlinghausen ungefähr 6000 Zuschauer, ange: lockt hatte, waren es gestern rund.8000. die den srampf der beiden stark favorisierten Mannschaften miterlebten, darunter eine große Anzahl aus Münster, die in zahlreichen Autobussen die Fahrt zur Leinenstadt angetreten hatten. Der Anhang der Münsteraner wurde aber Schnitter im Preußentor einen Ball verpaßt hatte un Wittig das Tor schützte. Bei diesem Versuch wurde ihm der Ball an den Unterarm geschossen. Den Elfmeter verwandelte Gräwe zum Ausgleich. Das war für die Gäste die Ermunterung, noch ehrgeiziger zu kämpfen. Die Preußen antworteten aber so darauf, daß sie innerhalb von zehn Minuten zwei Tore erzielten. Der zweite Erfolg resultierte aus einer sehr brauchbaren Flanke Reinmöllers, mit der##g, der, Iinz nensturm zunächst exfolglos bemühte, die aber, endise von H. Glatz zum Tor verwertet wurde. Das britte Tor fiel durch einen Elfmeter, den Wattenscheids Mittelläufer durch absichtliches Handspiel verschurbere. H Glatz war der Vollstrecker des Strafstoßes. Nach einem überraschenden Vorstoß kam Wattenscheid zum zweiten Treffer durch den Rechtsaußen, der im Lauf eine Vorlage sehr geschickt ins Tor weiterleitete. VfB. Börnig— STV. Werne ausgefallen Der zweite Bezirksligakampf zwischen dem VfB. Börnig und dem STV. Werne fiel aus. * Der Sieg der Preußen über Wattenscheid 09/80 hat an dem Tabellenbild nichts geändert. Die Rangliste der vier erstplacierten, Mannschaften tautet: MBV. Linden, Wattenscheid 09/30, FC. Schwelm und Preußen In der Abstiegsfrage fällt nächsten Sonntag die Entscheidung im Spiel Witten 92 gegen SC. Dahlhausen. Nur dann, wenn Dahlhausen hoch verliert, muß es zusammen mit dem bereits dem Abstieg verfallenen STV. Werne absteigen. Spog. Röhlinghausen— Arminia Marten:1(:1) Bekanntlich pflegen die Zuschauer durch eine Massenabwanderung vor Spielschluß ihre über mangelhafte Leistungen auf dem Spielfeld kundzutun. In Röhlinghausen setzte diese Flucht schon mit dem Halbzeitpfiff ein. Ein nicht geringer„Teil der Zuschauer schien es vorzuziehen, diese an sich nur fünf Minuten währende Pause ruhig zu überschreiten und beim„Seelenwärmer" die Entwicklung der Dinge abzuwarten. Als dann aber vier Minuten nach der Pause ein Jubelschrei aus vielen Kehlen vom Srzelfeld herüberscholl, stürmten sie wieder zu dem zehn Minuten vorher verlassenen Platz. Röhlinghausen hatte durch den Rechtsaußen Stuneck ausgeglichen. Von diesem Augenblick an lohnte es sich trotz hin und wieder über ten hatten. Der Anhang der Münsteraner n ziemlich enttäuscht, lieferte doch die Preußenelf in diesem Treffen nur eine recht mäßige Partie, namentlich in der zweiten Hälfte, in der die Bielefelder klar das Feld beherrschten. Taverneiniege, über noul nem Tehner Die Punktelpiele in den Kreisklalfen— LFC. Laer verliert einen Punkt Aufltiegslpiel zur Bezirksliga BfL. Habinghorst— Viktoria Dortmund:0 Nur ein Aufstiegsspiel, zur Bezirksliga„fand itag statt. Unerwartet hoch fiegge fand am Habinghorst Platzleute ist verdient, die Leistungen der schaften waren aber nicht besonders überzeugend. Die Spiele am 18. April: Witten 07— Polizei Bochum Viktoria Dortmund— TuS. Milspe Gruppensieger A Bochum— VfL. Habinghorst Die Preundtelunl-PterT Das war ein rechter Apriltag. Regen wechselte mit Sonnenschein ab. Den Spielen war diese Witterung nicht gerade zuträglich. Teils waren die Spieles gut, teils aber auch nur schwach, besucht. Westfalia fuhr am Samstag stgrr, erhgtgerlage beim FB. 12. Am Sonntag langte.=Sieg, wenngleich die Ueberlegenheit über den Gast Bövinghausen 04 weitaus größer war, als es das Ergebnis besagt. TuS. Bochum landete mit einer stark mit Nachwuchsspielern durchsetzten Mannschaft in Dahlhausen einen knappen Sieg. Germania Bochum mußte sich in einem torreichen Treffen gegen Union Haspe mit einem Unentschieden zufrieden geben. Höntrop und Duisburg 08 trennten sich torlos. Die übrigen Spiele endeten erwartungsgemäß. Die Ergebnisse: Langendreer 04— Dortmund 95:8 SV. Höntrop— Duisburg 08:0 Post Bochum— DSC. 81 Bochum:1. TG. Bochum=Ehrenfeld(Res.)— Teutonia Stiepel Union Haspe— Germania Bochum:5 Borussia Dortmund— Hamborn 07:3 Union Gelsenkirchen— SV. Rotthausen:3 Kölner SC. 99— Westfalia Herne:2 CfR. Köln— SpVg. Herten:0 Kein Sieger SV. Höntrop— Duisburg 08:0(:0) Am Hellweg empfing Höntrop die dem Abstieg verfallene Mannschaft von Duisburg 08, die mit zwei Mann Ersatz antrat. Die Rothosen erschienen in gewohnter Aufstellung, wobei aber Jost den erkrankten Mittelstürmer Zeidler ersetzte, ein Umstand, der sich ungünstig für Höntrop auswirkte. Aus dem freundschaftlichen Charakter des Spiels und dem torlosen Ergebnis auf eine lahme Kampfhandlung zu schließen, wäre durchaus verkehrt. Vom Anpfiff an gab es ein schnelles und auch hartes Spiel, das aber nie die fairen Formen verlor. Ob nun beide Teile aus schaft beim Torschuß„streikten" oder ein tatsächliches Schußunvermögen vorhanden war, sei unerörtert. Jedenfalls kamen die Zuschauer nicht in die Lage, zum befreienden„Tor=Schrei" Luft holen zu können. die ersten Minuten zeigten eine sehr schnelles Spiel, wobei aber niemand das Feldspiel für sich in Anspruch nehmen konnte. Die wuchtigen Bälle, die Timpert aus der Verteidigung nach vorne gab, vermochte der Sturm nicht auszuwerten. Die Besetzung des Mittelstürmerder Bause don sich dosche Bich. kamen, gingen daneben, darüber oder wurden von Stein im Tor und gegenüber vom Duisburger Torwart abgefangen, wie sich überhaupt beide als gute Vertreter ihrer„Zunft" erwiesen. Als im Anschluß an einen für Höntrop glücklich ausgegangenene Durchbruch Duisburgs kurz vor Schluß die Rothosen einen vorgetragenen Angriff nicht auswerten konnten, fanden sich die Zuschauer mit dem torlosen Ausgang ab. Knapp für Weltfalie Westfalia Bochum— Bövinghausen:0(:0) Die Bochumer hatten sich in dem Gast einen ausge'e ochurw:; verpflichtet der ein schönes und faires bung. Wenn nicht ales täuscht, wied Gexpanig letzte nen wird. Warten wir den muß eine Klärung bringen. Die Ergebnisse: Phönix Bochum— Herne=Süd:7 Teutonia Riemke— SpuSp Gerthe:0 SV. Holsterhausen— Fortuna Herne:1 Rasensport Herne— Germania Herne:1 Wanne 11— VfB. Gerthe:2 SV. Sodingen— Reichsbahn Wanne:2 Die Tabelle: Germania Herne Herne=Süd Preußen Wanne Fortung Herne SV. Sodingen Reichsbahn Wanne Phönix Bochum, Teutonia Riemke SV. Holsterhausen Rasensport Herne VfB. Gerthe Wanne 11 Die Tabelle: Langendreerholz Wattenscheid=Ost LFC. Laer Werne 19 B Preußen 11 Bochum Germania Kaltehardt Germania Querenburg Wattenscheid 19 Fortuna Bochum SuT. Harpen Laer 87 DSC. 81 Bochum 22 15 28 18 22 18 28 10 22 10 19 9 zeichneten Gegler berpfeüchter, der ein schönes und faires 61:21 51:26 45:32 46:38 39:36 50:39 89:49 80:41 85:48 26:31 86:49 25:46 83:11 38:13 30:14 27:19 23:21 20:18 20:22 20:22 16:26 18:28 14:28 11:81 :41 84:8 :27 33•9 :21 30:10 52:27 30:12 :14 28:12 :38 19:21 :54 18:26 28:31 15:23 16:63 13:29 35:51 11:27 16:72:32 33:71:33 Gruppe B: Die Spiele der Gruppe B hatten nur Bedeutung für die Abstiegsfrage. Hier landete TuS. 26 Altenbochum einen knappen Sieg über den Altenbochumer Sportklub und hat, wenn das letzte Spiel, gegen Stiepel 04 gewonnen wird, zum guten Schluß doch noch in der Rangfolge der Tabelle ist nur insofern erfolgt, als TuS. 26 Altenbochum sich zwar auf den viertletzten Platz vorgeschoben hat, aber noch nicht aus der Gefahr heraus ist. Stiepel 04 schlug Concordia knapp. Die Ergebnisse: SC. Altenbochum— TuS. 26 Altenbochum:2 Stiepel 04— Coneordia Bochum:2 2. Kreisklasse: In der Gruppe B der zweiten Kreisklasse scheint die Entscheidung so gut wie gefallen zu sein. Laer büßte einen Punkt an Werne 19 ein und hat sich somit einen punktmäßigen Abstand vom Tabellenzweiten Wattenscheid=Ost verschafft. Nur wenn der Tabellenführer Langendreerholz— der ebenfaus einen Punkt on Zabelenzwpeite Wattenscheidecst se Die Ergebnisse: Germania Querenburg— Langendreerholz:2 Werne 19— LFC. Laer:2 Laer 87— Wattenscheid 19:2 Käthe Sohnemann liegte Deutsche Meisterschaft der Frauen im Gerätturnen Zum erstenmal wurden für die Turnerinnen die Titelkämpfe durchgeführt. Die 60 besten Turnerinnen den Ausscheidungen in Breslau, Ulm, Leipzig und Samstag begannen am Sonntag vormittag in der Turnanstalt zu Jena die Pflichtkämpfe der 15 Gaugruppenbesten am Barren, Schwebebalken, an den Ringen und im Keulenschwingen. Die Hamburgerin Käthe Sohnemann hatte sich nach den vier Pflichtübungen mit 65.5 Punkten die Spitze vor Paula Fohisen(Hamburg) 64 und Milly Schudnagis(Essen) 63.5 erobert. Anschließend turnten dann die übrigen 45 Teilnehmerinnen, unter denen Hilde Horst(Lippstadt) nach Abschluß der Pflichtübungen mit 67,5 Punkten sogar noch besser gewertet worden war als Käthe Sohnemann. Auch die Dresdenerin Isolde Frölian erhielt für ihre Leistungen 67 Punkte. Höhepunkt der Veranstaltung war dann am Nachmittag das Kürturnen. Käthe Sohnemann wartete mit feinen Uebungen auf, die ihr mit 136 Punkten den Sieg und damit den Titel Deutsche Meisterin einbrachten. Die Ergebnisse: 1. und Deutsche Meisterin Käthe Sohnemann(Hamburg) 183,5 Punkte,(BarrenPflicht 18.5, Schwebebalken 20, Ringe 10. Keulenschwingen 17, Pferd=Pflicht 18, Seilspringen 18, Schwebebalken=Kür 18, Barren=Kür 17), 2. Irma Lenzing(Mettmann) 182 Punkte(15, 14,5, 18, 12,5, 18, 18, 18, 18), 8 Paula Föhlsen(Hamburg) 180(17,5, 16,5, 15,5, 14,5, 15, 15, 19.5 16,5), 4. Hanni Högel(Wiesbaden) und Gretchen Sievers(Kiel) je 129 Punkte, 5. Lotte Sachau (Harbura) 127.5 Punkte, 6. Margarete Greiser(Hamburg), Betty Stettner(Nürnberg) und Alma Handt (Harburg) je 127 Punkte, 7. Isolde Frölian(Dresden) 126,5 Punkte, Gertrud Sämann(Leipzig) 126 Punkte, 9 Hilde Horst(Lippstadt) 125.5 Punkte, 10. Thürkow (Harburg) und Zschorn(Frankenberg) je e 128,5 Punkte. Mafuren noch tief im Winter Ostpreußenfahrt auf den Herbst verlegt Der Führer des deutschen Kraftfahrsports, Korpsführer Huhnlein, hat sich entschlossen, die für den 25. bis 27. April angesetzte Ostporußenfahrt auf den Herbst zu verlegen. Als neuer Termin kommen voraussichtlich die Tage vom 10. bis zum 14. Oktober in Frage. Entscheidend für diese Verlegung war die Tatsache, daß das masurische Schlachtengelände, durch das die Fahrt gehen sollte, noch in tiefem Winter liegt. Seite 10 Nr. 84# Bochumer Anzeiger# Montag, 12. April 1932 SAU(T Kin, errrug. Er gewann zwei Läufe des Steherrennens auf der Bochumer Radrennbahn Gute Leiltung von Lorenz im„Großen Eröffnungspreis“— Auch Hallelberg fiegreich Es wäre ein merkwürdiges Rennen, das, wenn beendet wäre, keine Fragen mehr offen ließe. Wie oft haben schon Metze und Lohmann die blitzenden Klingen höchster Geschwindigkeit und härtesten Kampfes hinter donnerndem Motor gekreuzt, und so oft sie den Schrittmacher nach der letzten Runde fahren ließen, so oft ist auch ihre Rivalität neu und stärker entfacht und um so verbissener knurrten nach jedem Rennen die Anhänger des jeweilig Unterlegenen ihr„Im nächsten Rennen werden wir ja sehen...“ So läßt jedes Rennen neue Fragen entstehen, und wenn wir uns über den Sack voll Fragezeichen hermachen, den die Eröffnungsveranstaltung auf der Bochumer Radrennbahn umgestoßen hat, so finden wir obenauf auch gleich die freudige Ueberraschung einer klaren und blanken Antwort: Die Bochumer wissen ihre Radrennbahn zu schätzen, und die erste Veranstaltung dieser Rennzeit hat gezeigt, daß die Vergebung der Deutschen Amateurmeisterschaft nach Bochum dem großen radsportlichen Interesse dieser Stadt entsprechen wird. 3500 Zuschauer wohnten dieser ersten Veranstaltung bei die in ihrem ganzen Charakter ein Anlauf, ein sportlicher Appetithappen und ein Versuch war. Und damit sind wir auch schon bei den ungelösten Fragen angelangt. Wird Robert Ilse ein Steher von großem Format? Die Frage könnte ohne weiteres mit einem runden„Ja“ beantwortet werden, wenn der Bochumer auch den dritten Lauf gewonnen hätte. So konnten die beiden glänzenden Siege im Rennen„Mein erster Sieg als Steher" und im Kleinen Eröffnungspreis" nicht darüber hinwegtäuschen, daß noch eine Reihe Unebenheiten des Stils und des kämpferischen Einsatzes abzuschleifen sind, bis die Stetigkeit eines erstklassigen Dauerfahrers erreicht sein wird. Die Leistung Ilses war zu groß, als daß man sie mit den Maßstäben der Dauerfahrer=Anfänger messen könnte. Wenn er hält, was dieser Start versprach, wird er noch in diesem Jahre zu einem überaus wichtigen Faktor in der Rechnung der deutschen Sieher werden, und bei weiterer intensiver Vorbereitung hat er die Chance, Bochums„zweiter Lohmann“ zu werden. Der richtige Walter Lohmann versäumte natürlich nicht die Gelegenheit, seinen hoffnungsvollen Rivalen gehörig unter die Lupe zu nehmen, und seine herzlichen Wünsche für weitere Verbesserung lassen nicht den Schluß zu, daß Walter den Thron seiner Vorherrschaft bis auf weiteres wanken sieht. Ilses schärfster Rivale war der Olympiasieger und Deutsche Fliegermeister der Amateure, Carly Lorenz(Chemnitz), der in den beiden ersten Läufen als Zweiter hinter dem Bochumer einkam, im„Großen Eröffnungspreis" den Spieß aber in der eindrucksvollsten Weise umdrehte und in ausgezeichneter Haltung gewann. Es ließ sich nicht übersehen, daß Lorenz sehr lange brauchte, um mit der Bahn vertraut zu werden. Um so glänzender war dann seine Leistung nach diesen Tastversuchen, und der Sieg im dritten Lauf dürfte ihm viel von seinem durch die anfänglichen Mißerfolge erschütterten Selbstvertrauen zurückgegeben haben. Siebelhoff war durch eine grippeartige Erkrankung von seiner wahren Form weit entfernt und vermochte ebenso wenig wie des für Kolvenbach eingesprungene Kölner Kleinegrefe irgendwie in die Entscheidung einzugreifen. Auch der hannoversche Straßenfahrer Schaperjahn hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, hielt aber im zweiten und dritten Lauf wiederholt so gut hin, daß seine Leistung zumindest eine Belebung des Rennens im Gefolge hatte. Man ist ja so bescheiden... Im ersten Lauf setzte sich Ilse, der als Zweiter hinter Siebelhoff gestartet war, sogleich beim Anschlußnehmen an die Spitze, die er, von Jupp Merkens prach:voll geführt, ohne Schwierigkeiten bis zum Schluß behauptete. Auch im„Kleinen Eröffnungspreis“ hatte der Bochumer mit der Husarentaktik Erfolg, nahm sogleich die Spitze und siegte unangefochten. Auch hier wäre ihm fast die Ueberrundung Lorenz' geglückt. Der„Große Eröffnungspreis“, gestaltete sich zu einer Kette packender Zweikämpfe Lorenz—Ilse, aber der Chemnitzer fuhr jetzt ein großes Rennen und war nicht zu schlagen obwohl Merkens einmal sogar zu der gefährlichen und verbotenen Taktik des Innendurchgehens griff, um seinen Schützling in Front zu bringen. Die Rennen waren in sich abgeschlossen; wenn man aber doch eine Gesamtwertung vornähme, käme man zu folgendem Ergebnis: 1. Ilse, 2 Lorenz 750 Meter, 3. Schaperjahn 4053 Meter, 4. Siebelhoff 7220 Meter, 5. Kleinegrefe 8795 Meter. Eindrucksvoller hätte Ilses Ueberlegenheit nicht unterstrichen werden können. Die Amateure bestritten ein Punktefahren über 30 Runden, das unserem Bochumer Matador Heinz Hasselberg einen überlegenen Sieg durch seine prächtigen Leistungen in den ersten drei Wertungen einbrachte. Der Bochumer scheint die Pechsträhne endgültig überwunden zu haben, eine Tatsache, die im Hinblick auf die Neubildung der Nationalmannschaft und auch auf die Deutsche Meisterschaft berechtigte Hoffnungen erweckt. P. B. Die Ergebnisse: „Mein erster Sieg“, 15 Kilometer: 1. Ilse 13.58,2 Minuten, 2. Lorenz 580 Meter 3. Schaperjahn 1200 Meter, 4. Siebelhoff 1760 Meter, 5. Kleinegrefe 1860 Meter zurück. „Kleiner Eröffnungspreis“, 25 Kilometer: 1. Ilse 23,20,3 Minuten, 2. Lorenz 330 Meter, 3. Schaperjahn 1340 Meter, 4. Kleinegrese 2665 Meter, 5. Siebelhoff 3330 Meter zurück(Defekt). „Großer Eröffnungspreis“, 35 Kilometer: 1. Lo renz 33,38,2, 2. Ilse 160 Meter, 3. Schaperjahn 1510 Meter, 4. Siebelhoff 2130 Meter(Defekt), 5. Kleinegrese 2270 Meter zurück. 30=Runden=Punktefahren für Amateure: 1. Hasselberg(Bochum) 19 Punkte, 15,56 Minuten, 2. Krause (Essen) 10 Punkte, 3. Harazin(Gladbeck) 7 Punkte, 4. Skoda(Gladbeck) 5 Punkte. Jugendfahren, Ausscheidung: 1. Kappei(Dortmund) 4,47 Minuten, 2. Troester(Dortmund), 3. Schmidt(Bochum). jugendwart Kirch, der auch das Amt als Ringrichter vorbildlich zu leiten verstand. Die Kämpfe nahmen folgenden Verlauf: Im Jugend=Bantam schlug Heising(Marl) Wittenborn(Schwelm 06) verdient nach Punkten. Einen harten Fight lieferten sich im Jugend=Leicht Weber (Ahlen) und Bausen(Schwelm 06). Das Urteil, das Bausen als Sieger erklärte, entsprach nicht ganz den Erwartungen. Im Jugend=Leicht schlug Stork(Hamm) den guten Hoog 1(DSC. Hagen). Der Kampf im Jugend=Papier zwischen Engelbert(Altena) und Zimmermann(Boxfreunde Hörde) sah Engelbert als Sieger. Eine umstrittene Entscheidung brachte der Kampf im Jugend=Federgewicht zwischen Gülden(Gevelsberg) und Kobus(Marl). Trotz mehrmaliger Ermahnung, technisch besser zu boxen, wurde Gülden Sieger. Jugend=Bantam: Pangritz(Schalke) gegen Haak(Castrop= Rauxel). Haak siegte verdient. Jugend=Mittel: Uma (Dortmund 20) gegen Kosche(Altena). Uma wurde sogleich als Sieger erklärt, da Kosche Uebergewicht brachte. Den hierfür angesetzten Einlagekampf gewann Uma verdient. Den Kampf im Jugend=Bantamgewicht zwischen Rosenke(MBK. 31 Linden) und Recktenwald (Witten 23) gewann Recktenwald nach tapferer Gegenwehr von Rosenke. Im Jugend=Federgewicht standen sich Pröpper 1 und Bauks(Dortmund=Körne) gegenüber. Der Lindener Pröpper war seinem Gegner bedeutend überlegen, so daß sein Sieg gerechtfertigt war. Den Mittelgewichtskampf zwischen Pepper(Hoesch Dortmund) und Rodsinski(Recklinghausen) gewann Pepper bereits in der ersten Runde wegen zu großer Ueberlegenheit. Jugend=Federgewicht: Pöhler(Hoesch Dortmund) und Peters(Recklinghausen 28). Sieger Pöhler. Piotrowski 4 besiegte in einem schönen Kampf der Papiergewichtsklasse Kaak. Sieger im Jugend=Fliegengewicht wurde Pröpper 2(MBK. 31 Linden) über Rumpfhardt(Herne 22). Pokal-Vorschlußrunde in England Sunderland und Preston Northend im Endspiel Am Samstag wurde in England die Pokal=Vorschlußrunde ausgetragen, bei der Sunderland und Preston Northend als verdiente Sieger hervorgingen und sich somit für das Endspiel qualifizierten. Sunderland hat bis heute noch niemals den Pokal gewonnen, während Preston Northend im Jahre 1889 einmal Pokalsieger war. In Huddersfield fchlug Sunderland den Gegner Millwall mit:1(:). 60 000 Zuschauer hatten sich bei dem schönen Wetter eingefunden. Sie bekamen einen verdienten Sieg der technisch besseren Sunderländer zu sehen. Millwall ging zunächst durch Mangnall in Führung, doch gelang es Gurney, nach der Pause auszugleichen. Im Verlauf der zweiten Spielhälfte stellte Gallagher durch einen Kopfball den Sieg sicher. In der zweiten Begegnung unterlag Westbromwich Albion gegen Preston Northend mit:4(:). Bis zur Pause hatte Preston drei Tore durch Frank'Donell und Dougal erzielt. Nach dem Wechsel holte Westbromwich durch Robbins ein Tor auf, aber sieben Minuten vor Schluß erzielte Dougal den vierten und letzten Treffer. Die Ergebnisse: Sunderland— Millwall:1(:1) Westbromwich Albion— Preston Northend:4(:3) Dosn(Einden, Gadfagchanteiner Harte Kämpfe um die Gaujugendmeisterschaft im Boxen MBK. 31 Linden mit drei Kämpfern in der Endrunde Unter einem günstigen Stern standen am Samstag abend die 14 Kämpfe um die Gaujugendmeisterschaft im Boxen. 13 Kämpfe gingen um den Gang in die Endrunde, während der 14. bereits die Vergebung des Titels eines Gaujugend=Halbschwergewichtsmeisters vorsah. Es ist wünschenswert, daß bei Jugendkämpfen nicht die technisch kaum beeinflußte Härte die höhere Bewertung erfährt. Bei diesen Kämpfen kommt es darauf an, ob der jugendliche Boxer zeigen und beweisen kann, daß in seiner Boxkunst disziplinierte Haltung und wertvolle Erziehungsarbeit steckten. Vier Lindenern war die Chance zuteil geworden, Gaujugendmeister zu werden. Man fieberte auf das Abschneiden von Bosk, dem jungen Halbschwergewichtler. Würde er das Ziel erreichen, Gaujugendmeister zu werden? In letzter Zeit brachte er seinem Verein nur noch.=.=Siege. Und Bosk brachte seinem Verein und seinen Anhängern keine Enttäuschung, er siegte, schlug den starken und wirklich guten Dortmunder Grauthoff in einer Art, die den ständigen Boxring bei Scheidtmann begeisterte. In die Endrunde gelangten außerdem noch nach gut geführtem Kampf die Lindener Pröpper 1 und 2 und Piotrowski 4, während Rosenke nach tapferer Gegenwehr unterlag. Zu Beginn des Abends hieß Vereinsleiter Fiege von MBK. 31 Linden die zahlreich erschienenen Boxfreunde herzlich willkommen. Besonders begrüßen konnte er den Gaufachamtsleiter(Boxen) Adler und den GauAufnahmen: BA.-Muthherr Robert Ilse(Bochum) gewann zwei von den drei Steherrennen am Eröffnungstag in Bochum. Links:„Robby“ wird beglückwünscht. Der zweite Gratulant von links ist Walter Lohmann.— Rechts: Augenblicksbild aus den Steherkämpfen Pokallpiele in Weitfalen Neben den wenigen Meisterschaftsspielen gab es auch noch vier nachzuholende Spiele der dritten Zwischenrunde um den Tschammer=Pokal, die bekanntlich am 4. April gestartet wurde. In Dortmund standen sich die einheimischen Sportfreunde und Phönix Lindenhorst gegenüber. Die klassenböheren Sportfreunde siegten hier knapp mit:1(:). Sicherer als erwartet setzte sich der TuBV. Mengede in Witten bei den dortigen 92ern durch, die glatt mit:5 (:1) hereingelegt wurden, während der VfB. Weidenau sich mächtig strecken mußte, um in Werdohl die Jahn=Elf knapp mit:0(:0) zu bezwingen. Im letzten Treffen blieb Hemer 08 mit:3(:2) über Grünstern Meschede erfolgreich. Die Ergebnisse: Sportfr. Dortmund— Phönix Lindenhorst:1(:1) Witten 92— TuBV. Mengede:5(:1) SV. Jahn Werdohl—. VfB. Weidenau:1(:1) Hemer 08— Grünstern Meschede:3(:2) Zehn Eidgenoffen Ungarn besiegt die Schweiz:1(:0) In Basel wurde am Sonntag vor 14000 Zuschauern der Fußball=Länderkampf zwischen der Schweiz und Ungarn ausgetragen. Die Ungarn siegten erwartungsgemäß sicher mit:1(:). Allerdings mußten die Eidgenossen 70 Minuten mit nur zehn Mann spielen. 4,48 m Stabhochsprung-Weltrekord Der amerikanische Student William Sefton stellte in Los Angeles einen Weltrekord im Stabhochsprung auf. Sefton, der bei den Olympischen Spielen in Berlin Vierter wurde. übersprang 4,48 Meter und übertraf die bisherige Weltbestleistung seines Landsmannes Georges Varoff um fünf Zentimeter. Der T. Tapnn Hochderensprezep Wie Kaplan Rossaint mit der KPD. zusammenarbeitete .. a n b B e r l i n, 1 0. A p r i l. Das zwiespältige und verlogene Spiel, bei dem der Hauptangeklagte, Kaplan Rossaint, immer tiefer in die Machenschaften staatsfeindlicher kommunistischer Elemente geriet, enthüllte sich in seiner ganzen Gefährlichkeit besonders am vierten Verhandlungstag des großen Hochverratsprozesses. Mit dem Umgang mit kommunistischen Erwerbslosen sing es an. Dann trat als erster Agitator der mehrfach erwähnte Max Schäfer auf. Er lenkte die Aufmerksamkeit ehemaliger Häuptlinge des kommunistischen Jugendverbandes auf den Geistlichen, der sich den kommunistischen Ideen so überaus aufgeschlossen zeigte. Rheinland war damals ein besonders aktiver Drahtzieher namens Kaiser tätig, der vor dem KPD.= Verbot in die höchste Parteistelle des Zentralkomitees des ehemaligen kommunistischen Jugendverbandes herusen wurde. Kaiser war der Drahtzieher, der im verborgenen arbeitete und immer neue Gesinnungsgenossen auf Kaplan Rossaint ansetzte, um in den Kreisen der Jungkatholiken immer fester Fuß zu fassen. Die in dem Prozeß schon mehrfach erwähnte kommunistische Agentin Bertha Karg hat Rossaint und dem„Reichsführer" der Sturmscharen Steber nach ihren eigenen Bekundungen in der Voruntersuchung Vorschläge zur Durchführung der Einheitsfront“ gemacht. Zu diesem Zweck hat sie die Einrichtung von„Zirkelabenden“ empfohlen. Außerordentlich belastend ist auch der Plan Rossaints zu einer Studienreise nach Sowjetrußland. Wie Bertha Karg gleichfalls in der Voruntersuchung aussagte, hat sie Schritte unternommen, um die Zustimmung zur Einreise nach Sowjetrußland zu erwirken. „Ich hätte das alles unter keinen Umständen tun sollen, das gebe ich heute zu“, gestand der Angeklagte. Ende Januar 1934 machte die Karg den Angeklagten darauf aufmerksam, daß sie ihn mit dem Drahtzieher Kaiser zusammenbringen werde. Der Angeklagte erklärte sich auch einverstanden, und so wurde die Zusammenkunft vorbereitet. Auf die Frage des Vorsitzenden, warum Rossaint immer wieder von neuem mit diesen staatsfeindlichen Elementen in Verbindung getreten sei, erklärte der Angeklagte, es habe ihn gereizt, mit den Vertretern leitender Stellen des ehemaligen kommunistischen Jugendverbandes die Probleme des Kommunismus zu„besprechen". Verabredung am Kölner Dom Für den 29. Januar 1934 wurde zwischen dem Angeklagten und dem kommunistischen Hauptdrahtzieher Kaiser eine Zusammenkunft in Köln angesetzt, und als Treffpunkt mit diesem Spitzenvertreter der Gottlosenbewegung verabredete der katholische Priester Rossaint ausgerechnet den Platz am Kölner Dom! Kaiser kam zu diesem Stelldichein bezeichnenderweise gerade aus Paris. In seiner Begleitung befand sich die Agentin Bertha Karg. Auf Vorschlag Rossaints ging man in die Wohnung eines ihm befreundeten Kölner Kaplans. Rossaint behauptet, zunächst sei über religiöse und philosophische Fragen gesprochen worden, später habe Kaiser zu wirtschaftspolitischen Fragen übergeleitet. Der Kommunist habe vorgeschlagen, einen Aufruf an die katholische Jugend im Sinne der Einheitsfront zu erlassen. Rossaint will das zwar„innerlich abgelehnt" haben(!), er habe aber, das müsse er sich jetzt zum Vorwurf machen, seine Ablehnung nicht„deutlich genug“ zum Ausdruck gebracht. Der katholische Priester versucht sich immer wieder in der gleichen Verteidigungstaktik und stellt sich als das „Opfer“ seiner verbindlichen Umgangsformen hin, die ihn daran hinderten, den Einflüsterungen der Bolschewisten entgegenzutreten. Bei seiner weiteren Vernehmung durch den Vorsitzenden versucht der Angeklagte glaubhaft zu machen, daß er die wahren Ziele der kommunistischen Drahtzieher erst viel später erkannt habe. Widersprüche In der Darstellung Rossaints und der des Mitangeklagten Steber ergaben sich im Verlauf der SamstagVerhandlung erhebliche Abweichungen hinsichtlich der Ziele, die Rossaint bei Aufnahme der Verbindung mit dem kommunistischen Oberhetzer verfolgt hat. Durch Stebers Aussage wird Rossaints Behauptung von seinem ständigen„Missionswerk“ unter den Kommunisten stark erschüttert, so daß sich also die Unglaubwürdigkeit dieser in katholischen Organisationen leitenden Personen trotz der Priestereigenschaft des einen aus ihren eigenen Bekundungen nachweisen läßt. Am 31. Januar 1934 wurde die kommunistische Agentin Bertha Karg verhaftet und auch Kaiser wurde bald darauf festgenommen. Rossaints Verbindung mit diesen beiden Oberkommunisten riß ab. Einige Wochen nach der Zusammenkunft am Kölner Dom wurde Rossaint von einem ihm unbekannten Mann aufgesucht, der sich nach der Anschrift der Bertha Karg erkundigte. Der katholische Priester Rossaint hat sich also dafür hergegeben, als kommunistische Nachrichten= und Vermittlungsstelle zu dienen. Nach Erörterung der Verbindung Rossaints zu einer weiteren ehemaligen kommunistischen Funktionärin, die nach der Kölner Zusammenkunft bei ihm vorsprach, wurde die Verhandlung auf Montag vormittag vertagt. Entsetzliche Bluttat eines französischen Soldaten Paris, 11. April. Ein abscheuliches Verbrechen beging am Samstag ein Soldat der Pariser Garnison. In der Wohnung seiner Schwester erschoß er zunächst deren Freund, der zufällig anwesend war. Dann stürzte er auf die Straße und gab im Vorbeilaufen noch einige Schüsse auf die Hauspförtnerin ab, die aber glücklicherweise fehlgingen. In einer Mietsdroschke ließ er sich nun in einen Pariser Vorort fahren, wo sein Vater eine Tankstelle hat. Ohne ein Wort zu sagen, streckte er seinen Vater durch zwei Kopfschüsse nieder und verletzte die Haushälterin durch eine Kugel in den Kopf lebensgefährlich. Mit der gleichen Mietsdroschke fuhr er dann nach Vichy und schoß, anstatt zu bezahlen, dem Chauffeur eine Kugel in den Kopf. Er versuchte schließlich Selbstmord zu begehen, indem er sich in die Brust schoß. Der Chauffeur und der Mörder wurden in hoffnungslosem Zustand in ein Krankenhaus übergeführt. Seite 11 Nr 84 7 Bochumer Anzeiger# Montag, 12. April 1937 Kunst und Die„Domspatzen“ lingen Im Abstand von einer Woche hatte Bochums Publikum Gelegenheit, zwei rühmlich bekannte Chöre kirchlicher Herkunft zu hören. Die unter der Bezeichnung „Domspatzen" viel genannten Regensburger Sänger verdanken es der Schallplatte und dem Rundfunk, daß ihr Name— mehr als der der Thüringer Sängerknaben— wohl allen deutschen Hörern geläufig ist. So sehr es reizen könnte, diese beiden Singvereinigungen in ihren Leistungen miteinander zu vergleichen, mützte eine Gegenüberstellung aus mancherlei Gründen zu falschen Schlüssen führen. Beide Chöre haben ihr Besonderes, beide ihre eminenten Vorzüge. Es ist ganz natürlich, daß die Regensburger ihrer Aufgabe gemäß die sakralen Meister mittelalterlicher Zeit besonders pflegen, und gleich die Wiedergabe dieser Werke kennzeichnet eine Fähigkeit dieser Sänger, die ziemlich vereinzelt dastecht. Aus dem Vortrag diesre höchst kunstvollen vierbis achtstimmigen Chöre spricht in der unerhört klaren, ilssesiahelosen und vollendeten Darstellung eine ialität, die schon den Erwachsenen ein mehr als ehrenvolles Zeugnis ausstellt, bei den kleinen und zum Teil kleinsten Sängern nahezu unfaßlich dünkt. Solche Vollkommenheit stilistisch sauberer Wiedergabe ist auch von dem begabtesten und hervorragendsten Dirigenten, wie es Domkapellmeister Dr. Scherms fraglos und überzeugend ist, ist auch bei unermüdlicher und ständiger, intensivster Probearbeit nicht zu erreichen, wenn nicht allen Singenden eine ungewöhnliche Musikalität, eine stoffliche Vertrautheit und Sicherheit eigen ist, um die sie mancher Gereifte beneiden könnte. Das ist wirklich das ganz Erstaunliche dieser Schar, in der die jungen Kräfte ebenso bestimmt und unbeirrbar sich halten wie die älteren, und soviel Musikalität ist erst die künstlerische Weihe einer stimmlichen Elite und technischen Höchstqualität, die nach außen hin das Ausnahmebild dieses nicht mit Unrecht weltberühmten Chores charaktevisiert. Es ist eben alles bei den Domspatzen in idealer Vollendung zu finden, lichte Schönheit, weichste, ungedrückte Höhe, Wohlklang und erlesene Kultur der Knabenstimmen, schöne, gepflegte Männerstimmen, biegsame Tenöre und edle, profunde Bässe, ein stimmlicher Ausgleich von außerordentlicher Rundung, prachtvolle sängerische Disziplin und, den künstlerisch hochwertigen Direktiven des temperamentvollen Leiters entsprechend, eine bis ins kleinste ausgewogene, lebendige unsentimentale Vortragsmanier, die das wiedergegebene Kunstwerk in unerreichter Art beleuchtet und ihm spontanen Erfolg sichert. Vor Einseitigkeit ist das auf den weltlichen Raum zugeschnittene Programm sorgsam bewahrt. Nach den alten kirchlichen Meistern kommt mit Reger und Wagner, mit Bruckner und Brahms auch die deutsche Romantik in ihren schweren und schwersten chormäßigen Aufgaben zu Wort. Das vorklassische Volkslisd=Madrigal wird abgelöst durch unsere Volksweise in schmuckem neuen Satz. Und da man nicht weiß und nicht zu entscheiden wagt, was von allem in dieser reichhaltigen und gediegenen Folge am schönsten und wirksamsten gelang, freut man sich von Herzen des festlichen Gesamteindrucks, der das nicht übermäßig zahlreiche Publikum in seinen Bann zog und zu stürmischer Anerkennung begeisterte. Dem Verlangen nach Wiederholungen und Zugaben kamen die herzlich gefeierten Gäste liebenswürdig entgegen. Auf der bevorstehenden Südamerikareise werden auch diese trefflichen Sänger für deutsche Kunst und Kultur mit unfehlbar größtem Erfolg werben. Dr. Josef Schwermann Iblens„Gelpenlier“ Erstaufführung in Oberhausen. Ibsens Familiendrama„Gespenster" bietet auch einer kleineren Bühne die Möglichkeit, sich in technisch bescheidenem Rahmen durch saubere stilistische Haltung und überzeugendes darstellerisches Konnen zu achtenswertem künstlerischen Einsatz zu bringen. Dem Oberhausener Stadttheater und seinem Regisseur Karl Glanzer muß dieser Erfolg angesichts der unendlichen Schwierigkeiten, die in einer noch so exakt durchgearbeiteten„Gespenster"=Inszenierung eingesprengt liegen, bestätigt werden... 70: IitHam Gbsause. Es ist eine im Wesen des sozialrririschen Zienschen Dramas und Dialoastückes begründete Tatsache, daß es zugunsten seiner problematischen Verankerung der Beziehung zur Landschaft entbehrt. Das durch ein Fenster sichtbare hochgetürmte norwegische Felsgebirge im Bühnenbild Hermann Gottensträters ist für die Oberhausener Inszenierung insofern aufschlußreich, als es den Grad der über den geistigen Umriß des Stuckes hinaus gewollten Mitwirkung des Zuständlichen bezeichnet. Der klug gedämpfte, seelische Affekte nur sparsam auslösende und durch empfindliche Dehnung in Sprechton, Gebärde und Bewegung behutsam gegliederte Dialog läßt gelegentlich den Willen zur magischen Realität erkennen, ohne den zur Lehrhaftigkeit neigenden bewußten Auffuhrungsstil arundsätzlich zu beeinMia Langendorffs Helene Alving ist die durch Leid gereifte überlegene Frau, die in der Verteidigung ihrer spät erkämpften Lebensgrundsätze überzeugender wirkt als in der Haltung einer Mater dolorosa. Der Osvald Wolf Kraaz' ist ein armer unglückseliger Mensch, der den klinischen Fall mit künstlerischem Takt umspielt. Ein ausgezeichneter Enastrand in der scheinheilig=listigen Tarnung des Biedermannes ist Hanns Reinhardt, den Pastor Manders zeichnet Kurt Lüpke als das große weltunerfahrene Kind, Ingeborg Schlüers Regine ist ein derbes Wesen mit weibchenhafter Begabung zur kühlen Herzensträgheit und offenen Bosheit. Die Aufführung fand den herzlichen Beifall des sichtlich stark beeindruckten Hauses. Dr. Emil Strodthoff „De 8 Enwresselten im Bochumer Jarkhaus 66 Wer Freitag abend im Parkhaus Bochum als Gast der RS.=Kulturgemeinde mit dabei war beim Gastspielabend der„Entfesselten", der weiß, wo der Weg einer neuen deutschen Kabarettkunst beginnt. Die varodistische Zeitbühne, die diese acht jungen Kunstler aufgezogen und mit einem bisher beispiellosen Erfolg im ganzen Reich vorgeführt haben, wurde auch in Bochum mit heller Begeisterung aufgenommen. Ob es die fröhlich aus dem Alltag entnommenen und— bums!— auf die Bühne gestellten Gestalten, die augenzwinkernden Geschichten aus der höflichen oder netten Ehe, sind. ob von W. Scholz dar. Selbst um den einzigen Ruhepunkt in diesem Wirbel von Tanz, Witz, Musik, Lachen, Liedern, Karikaturen und Parodien, selbst um die Pause führen diese acht Künstler noch solch ein wahrhaft entfesseltes Spiel auf, daß man froh ist, das Lachen dann mal einen Augenblick abstoppen zu können, weil einem die Seiten weh tun..,.inskhaft.. keantlich Will man diese Spielgemeinschaft— die eigen nur als das betrachtet werden sollte, was sie in höchster künstlerischer Vollendung darstellt: die Einheit der wohl besten deutschen Kabarettbühne Deutschlands,— will sie in übrer gongen, Pie 2,. 1gech,. herabgenie gserz, nehmen. dann löst sie sich in folgende Pestgndtelle... 9 Uton 7 chgIa führt die Leitung schrieb die syritzigen. Fratzenhafte und Groteste uberoienvenden„ewig Gestrigen ins spöttische Rampenlicht gestellt werden, stets ist es die Frische und sichere Ueberlegenheit einer neuen Jugend, die aus ganzem Herzen lachend hinter diesen Karikaturen steht, die leider auch beute noch in der Gegend herumkraulen. Pamge#e in“ Da sieht man den mondänen„Vamp; der in seiner überdimensionalen Blasiertheit nur noch von seiner grenzenlosen Langweiligkeit übertroffen wird, hört die herzerweichend jaulenden„Sinaina Fools", widerwärtiges, wieselndes Denunziantenpack hovst über die Bühne, ein prachtvoll wahres, unübertreffliches Spießertrio, das in seiner überweisen Meckerei ganz vergessen hat, den Grad der eigenen Dämlichkeit in seine Feststellungen einzubeziehen... das sind so ein vaar Bilder aus dem bunten Bogen, den die acht Entfesselten aus den Lieblingsfarben einiger merkwürdiger Zeitgenossen zusammengemalt haben. Dann rücken sie aber auch ihrer eigenen Vergangenheit. d. h. der Vergangenheit des Kabaretts zu Leibe. In ihrem Querschnitt „30 Jahre Ueberbrettl“ geben sie eine liebevolle Sammelübersicht von der mit„Frou=frou" raschelnden Tingeltangeleuse um 1900 bis zu Marlene, der„Dietrichine", die hier ihrem blauen Engel getreu ein blaues Wunder erlebt. Tanz, Film. Funk und Theater werden dann auch noch feixend aufgespießt und prächtig zubereitet als parodistische Leckerbissen verabreicht. Eine besonders herzerschütternde Darbietung von tiefster, unentrinnbar zum Lachkrampf führender Wirkung aber stellt die genormte Expreßoverette in drei Akten Urlula Deinert tanzt Oeffentliche Tanzveranstaltung am Mittwoch Am Mittwoch, 14. April, tanzt in einer großen Morgenveranstaltung im Parkhaus Ursula Deinert, die erste Solotänzerin des Deutschen Overnhauses Berlin. Die Tanzveranstaltung, die im Rahmen der Reichstheatertage der HJ. durchgeführt wird, beginnt um 11 Uhr. Ursula Deinerts Partner ist Horst Matthiesen, ebenfalls vom Deutschen Opernhaus Berlin. Das Programm der Tanz=Morgenveranstaltung bringt Tänze der verschiedensten Nationen. Ursuia Deinert weiß in ihren„Tänzen der Nationen“ den jeweiligen Volkscharakter und die nationale Eigenart hervorragend zum Ausdruck zu bringen. Es sei nur an ihre tänzerischen Erfolge während der Olymviade in Berlin erinnert. Die Tanz=Morgenveranstaltung ist öffentlich. Karten sind im Vorverkauf zu haben: im Stadttheater Bochum, im Hotel Reichshof(Organisations= und Pressestelle der Reichstheatertage), Standortführung der HI., Trankgasse, Parkhaus, Verkehrsverein am Rathausplatz, Buchhandlungen Henastenberg und Schweighöfer & Husen. Außerdem Mittwoch vor der Veranstaltung im Parkbaus. Unbekannter Dürer auf Elba entdeckt. Dem Nürnberger Kunstgeschichtler Dr. Georg Gustav Wieszner wurde anläßlich eines Studienaufenthaltes in Portoferrajo auf Elba ein Gemälde gezeigt, das seines Erachtens nach mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit Albrecht Dürer zugeschrieben werden kann. Die Darstellung zeigt die Tobiaslegende. Das Gemälde ist zwar in sehr manieristischer Farbgebung im Stile der Venezianer gehalten, doch hat Dr. Wieszner an ihm in einer Reihe von Belegen Bezüge zu anderen Dürerschen(Anbetung der Könige, Zeichnung in Bayonne usw.), sowie Bildern deutscher Schule gefunden. Die ungarischen Philharmoniker in Frankfurt a. M. Auf ihrer Deutschlandreise, die sie bisher nach Breslau, Berlin, Hamburg, Mülheim und Köln geführt hat. kamen die ungarischen Gäste am Mittwoch auch nach Frankfurt a.., wo ihnen ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Im Mittelpunkt ihres Programms stand die 7. Sinfonie von Beethoven. Starker Beifall und stürmische Zurufe veranlaßten das Orchester am Schluß des Konzerts nach der Wiedergabe der„Ruralia Hungarica“ von Dohnanyi und anderer ungarischer Kompositionen zu einer Zugabe. 4 % Walter Scholz fuhrt die Veitung, schrieb die spritzigen. knapp sitzenden Texte, singt, spielt und tanzt dazu. Dann aber... was ist dieser Rudi Godden für ein unglaublich sprühender, wirbelnder, temveramentvoller, toller Bursche. So viel Verständnislosigkeit, Pfiffigkeit, strahlende Freude, übermutige Laune, grenzentose Unkenntnis und durchtriebene Lausbubenhaftigkeit, die wie Aprilwetter auf diesem lachenden Jungengesicht wechseln, hat man bislang wohl für unmöglich geyatten. Godden macht alles aus einer überschäumenden Lebensfreude, herrlich. Sein musikalischer Gegensvieler Ernst August Bren schleudert Worte und Sätze mehr aus einer überlegenen Höhe. Es ist überwältigerz.y, Agz, 1804 Immanuek Kant gestorden(geboren 1720. diese beiden von der Fachschaft„Rlüggrucke. ,„ um Dwe. 166. Dar belgische Bildbauer und Maler Constantin Menkampf des Wortspiels, zu seben. Soothretten Geritg 1, nier in Eiterbeck bei Brüssel geboren(gestorben 1905). Scholz und der lustigen blonden„ Soubestte Geschichtstafel 12. April. W “ 9 von Reichenhall wirkt dann noch als eigenwillige Tänzerin und Darstellerin Beatrice Garga mit. Der Tänzer Hannes Krock mit seinen glänzenden Grotesktänzen und mimischen Darstesizpenn##e, Szoe Hachina, der für alle musikalischen Grtten der Abends verantwortlich war, bitden weitere Grundkräfte der„Acht".— Nach diesem Abend wünschen wir uns nur, daß diese„entfesselten“ Künstler bald wieder nach Bochum kommen. Dabei aber sprechen wir neben dem ect eisder Die Veringe in der Lonel uns dont: was vorne log tsrs““ wollen a. 88 Tate Cic 92 0 MARIANNE NON ANGERN Die gattg 3 Cr.. ""— 17) Aber der Herr Graf derweilen, eins, zwei, drei, ins Wagerl hinein und— heidi— zum Graben gesaust, um neue Selbstbinder und Stehkragen auszusuchen und Socken, genau in Farbe auf die Krawatte abgeimmt....... un, dig möh: HandbeUnd die Frau Gräfin— nur die mube HandoeDas ist doch alles nicht normal und gibt einem Menschen, der dreißig Jahr im Haus ist, allerhand zu denken auf...„., 4265t E2 vm. Cs Auch dem übrigen Personar entgehr der neue Kurs nicht, den das Leben im Grafenschloß einzuschlagen begonnen hat. Eine wahre Sucht nach Vergnügen scheint Seine Erlaucht ergriffen zu haben. Immerzu weiß der Chauffeur von langen Sitzungen im Grand=Hotel, im Bristol oder bei Hartmann zu berichten, wo er mit der Freil'n Theres Champagner trinkt. Unlängst von dem Wohltätigkeitsfest bei der Baronin Meerheimb ist er gar erst um drei Uhr früh heimgekommen... Und die Frau Gräfin tut, als ob alles so in bester Ordnung wär... Die Ludmilla hat es selbst gehört, wie sie ihm am nächsten Morgen mit heiterer Miene noch beigepflichtet hat:„Hast recht, Poldl, unterhalt dich nur..“— Kaum war er aber draußen, da hat sie wieder ihr steinernes Gesicht aufgesetzt. Wie soll sich da einer auskennen in ihr? Ob sie sich am Ende doch ein bisserl ärgert über das Getue mit der Freil'n Theres? Weil der alte Herr ja wirklich total vernarrt sein muß in das junge Mädl... Und lebhaft zugehn tuts im gräflichen Palais, wie schon seit langem nicht. Tee=Empfänge, Musiravende, Bridgepartien jagen einander nur so... „Das letzte Aufgebot...“ seufzt die Gräfin, den trüben Blick auf Kumaht geheftet, den sie an Abenden, die ihr Gemahl auswärts verbringt, zu sich auf ihr Wohnzimmer beordert. Denn er ist der einzige, mit dem sie sich auszusprechen pflegt. Aber nicht mehr um Theres und ihre Fortschritte dreht sich die Unterhaltung. Derlei Dinge haben aufgehört, sie zu beschäftigen...4.* Seit der Unterredung mit dem Sanitätsrat verfolgen die Bestrebungen der Gräfin eine andere Richtung. Jetzt gilt es, dem Manne, der das Leben über alles liebte, einen festlich heiteren Abgang zu bereiten. Nicht Trübsinn und Krankheit— Musik und Lichterglanz sollen ihn hinübergeleiten in die ewige Finsternis. Und wie sie seit jeher alles zu organisieren geruht, so orgnisiert sie nun Erlauchts Abschied von der Welt. Nicht um einen Abschied von heute auf morgen handelt es sich, Wochen, ja Monate kann er sich noch hindehnen, aber den Augenblick, wo die unausbleibliche Zerstörung eintritt, den darf er nicht überdauern. Deshalb bestärkt sie auch den Poldl, seine Kräfte beizeiten rückhaltslos an die Freude zu verschwenden, damit ihr Vorrat schon erschöpft sei, wenn das letzte, aussichtslose Ringen beginnt. Einzig der alte Weggenosse Kumaht kennt die Wahrheit, denn nie darf in Erlauchts Umgebung Ergriffenheit oder Mitleid fühlbar werden. In diesem Stadium sind Kranke mißtrauisch und hellhörig. Nur die Gräfin selbst vermag so unbefangen zu scherzen, so vergnügt und zuversichtlich zu erscheinen, daß da wirklich nicht der Schatten eines Verdachtes aufsteigen kann. So bleibt es auch dem Kumaht, als alleinigen Zuschauer, vorbehalten, diese Leistung der ehemaligen Tragödin in der heiteren Rolle, die ihr Liebe und Barmherzigkeit aufzwingen, entsprechend zu würdigen. Am allerwenigsten soll Therese ahnen, wie es um Seine Erlaucht steht, denn sie ist es, die er jetzt am öftesten um sich hat. Sie hat das Schicksal dazu bestimmt, ihm noch einmal die süße Unruhe des Blutes zu vermitteln, ihr gelten seine letzten Huldigungen. Nicht mehr fordernd, heftig und begehrend— väterlich und selbstlos ist sein Werben, und doch ist es derselbe selige Rausch des Herzens, der ihn schon als Jüngling tausend Torheiten begehen ließ. Und die Gräfin ist unermüdlich, ihm Gelegenheit zu schaffen, dieses Stadium des erhöhten Pulsschlags, der gesteigerten seelischen Temperatur, noch recht gründlich auszukosten.... „Laß dir's nicht verdrießen, Kind. Es macht ihn froh...“ sagt sie, mütterlich über Theresens schmal gewordene Wange streichend.„Und wenn das Studium auch ein bisserl leidet... Du hast ja so viel Zeit, um nachzuholen.....,.45 Laun Eherskeng In jähem Erschrecken weiten sich oann Theresens Augen für einen Moment, aber in ihren Jahren vermag man das Unvermeidliche der Todesnähe noch nicht in seiner ganzen Wucht und Schwere zu erfassen. Und so recht zum Nachdenken kommt sie in diesen Wochen überhaupt nicht. Denn wenn auch Seine Erlaucht einen froßen Teil ihrer Zeit in Anspruch nimmt darf ihre Arbeit nicht darunter leiden. Lieber knapst sie sich den Schlaf ab, steht früh auf und lernt bis in die Nacht Mit hartnäckiger Verbissenheit hat sie sich in ihr Studium gestürzt. Etwas ist in ihr, das unaufhaltsam vorwärts drängt, das keine Ruhe gibt, sie kaum zur Besinnung kommen läßt. Aeußerlich und innerlich vollzieht sich ihre Entwicklung bemerkenswert rasch. Gewandt und sicher ist ihr Auftreten, klug und unterhaltend ihre Rede. Man beginnt sich um ihre Gesellschaft zu reißen, und wenn sie mit Seiner Erlaucht da oder dort beim Frühstück sitzt, ist ihr Tisch fortwährend von Besuchern und Begrüßenden belagert. Hin und wieder kommt dann auch die ganze Fröhlichkeit ihrer Jugend zum Durchbruch, und der alte Herr kann Tränen lachen über ihre schlagfertigen Antworten und treffenden Bemerkungen.„Grad wie die Maltschi, als sie jung war...“ Das ist die größte Anerkennung, die er zu spenden hat. Ja, sie hat bereits ein gewisses Ansehen in der Wiener Gesellschaft, die Theres, und sie brauchte nur zu wollen, so gäbe es Verehrer und Bewerber in Hülle und Fülle. Aber danach gelüstet es sie keineswegs. Nach wie vor genügt ihr von der jungen Garde Gigi als einziger getreuer Trabant. Und auch ihm gegenüber verspürt sie oft etwas wie Schuldbewußtsein wegen der Hinterhältigkeit, mit der sie ihn für ihre Zwecke benützt. Aber gleichviel— Gigi kann sie nun mal nicht entbehren... Ihm fällt die Aufgabe zu, sie auf dem laufenden zu halten, dafür zu sorgen, daß ihrem Haß immer frische Nahrung zugeführt wird. Denn ihren Haß, den braucht sie, wie die Luft zum atmen... Jedesmal, wenn Gigi ahnungslos dieses oder jenes Zusammensein mit Dahlen und der Journalistin erwähnt—„denn ohne Irene steht man Dahlen überhaupt nicht mehr'— flammt dieser Haß aufs neue auf, peitscht ihren Ehrgeiz, stachelt ihr Blick— was in letzter Zeit des öfteren der Fall ist— so mißtrauisch forschend auf ihr ruht. Sonderbar, Herr Doktor,— nicht wahr— wie so ein Mädel niedrigsten Ranges sich so herausmachen kann... Und wenn die Meinung, die sie von ihr haben, auch noch so gering ist— die Augen braucht sie deshalb doch nicht niederzuschlagen, denn sie hat ja niemanden verraten. Eine Verräterin ist sie nicht, Herr Doktor, wie gewisse hochangesehene Leute es wohl zu sein scheinen... Und wenn einer von uns beiden sich zu schämen hat, so kann es bestimmt nicht ich sein... Das ungefähr drückt sie in ihrer Miene aus, während sie, den Kopf im Nacken, Dahlens Blick tapfer erwidert. Aber dazu bedarf es eben der stetigen Zufuhr dieses wohltuend stärkenden Hasses. Wie ein Eisbeutel legt entfacht hat, auch nur im Geringsten nachzuforschen. Sie weiß nur, daß eine Naturgewalt ihn umzureißen droht und spürt seinen verzweifelten Willen, sich ihrer zu erwehren. So dient sie ihm denn als„Blitzableiter' — dies die selbstgeprägte spöttische Benennung der ihr zugemessenen Aufgabe— ohne dabei für igig, Perseg bewußt irgendwelche Hoffnungen zu hegen. Nichl burch ihr gegebenes Wort, durch Freundesgefühl führt sie sich gebunden. Wie gut, daß man sich von Anfang an keinerlei Illusionen hingab. Und ein Blitzableiter ist ja immerhin eine unbestreitbar segenbringende Einrichtung, auch wenn es ihm selbst verborgen bleibt, welche drohenden Wetterschläge er abzuwenden hat... So ungefohr ir e Srudef Hesfelben Geschebens e Se sich auf die schmerzende Wunde im Innern, die sogleich wieder zu bluten beginnt, wenn man sie dieser lindernden Kühlung beraubt... Doch was da drinnen in einem vorgeht, ist ja schließlich eine Sache für sich. Damit wird man schon fertig werden. Wozu hätte man denn seine Nächte, lange, finstere, wache Nächte, wo niemand einen belauscht und keiner Zeuge ist.. Was aber alle wahrnehmen und anerkennen sollen, wie vorwärts es mit ihr geht in jedem Lehrfach, wie souverän sie schon die Technik meistert, wie es ihr mehr und mehr gelingt, in den Geist einer Dichtung einzudringen... Auf die Dauer läßt sich das doch nicht ganz übersehen— nicht wahr, Herr Doktor? Es ist so, daß Dahlen diese Entwicklung mit einem Gemisch von Verwunderung, Bestürzung und— leisem Bedauern verfolgt. Selten hat ihn sein erstmaliges Urteil so getäuscht. Das ist nicht die starke komödiantische Naturbegabung, die er anfänglich in ihr vermutete, das ist bewußtes, mit Energie und eisernem Fleiß erworbenes Können. Gewiß aller Beachtung wert— aber der Quell, der die Leistung speist, entspringt dem Kopf und nicht dem Herzen. Nun denn.. dieser schafft's so, jener anders, und viele Wege führen nach Rom! mehr M 3tsa Je weiter die Zeit fortschreitet, um so mehr Rarsel gibt ihm dieses Geschöpf auf. Vielleicht war es doch sein guter Stern, der jene Begegnung mit ihr herbeiführte und dadurch das unausrottbare Mißtrauen in ihm wachrief. Durch eben dieses Mißtrauen glaubt er sich gefeit gegen sie. Denn eine eigenartige Kraft der Wirkung auf Menschen scheint in ihr zu wohnen. Alle sind bezaubert von ihr, der ganze Lehrkörper eine Stimme des Lobes. Die beste Schülerin— heißt es— der Stolz der Anstalt... Denn den geheimen Makel, den sie so geschickt zu übertünchen weiß, haben sie ja alle nicht entdeckt. Glück hat sie gehabt, die kleine Hexe. Nichts von ihrer Vergangenheit ist durchgesickert. Gut für sie nicht gut für ihn... Da hilft kein Leugnen und kein Selbstbetrug. Nach wie vor verlangt senin Blut nach ihr, nach wie vor kreisen seine Wünsche um sie. Aber nicht die junge Dame, die von Tag zu Tag an reizvoller Sicherheit er Gedanke an das kleine Mädel, das einst heiß zum Herzen glocken durch sich auf die Erde niedersenkt. Feierlich und prächtig, durch langjährigen Brauch timmt, vollzieht sich der Weihnachtsabend im Hohenschen Palais. Sämtliche Mitglieder des gräflichen iushalts haben sich im großen Saal des ersten Stockwerks um den mächtigen, silberschimmernden Lichterbaum zur Bescherung eingefunden. Kein einziger darf dabei fehlen, selbst der menschenscheue Kumaht muß sich wohl oder übel bequemen, der Zeremonie beizuwohnen. Es ist die jährlich einmalige Gelegenheit, zu der sich der Herr des Hauses und der widerwillig geduldete Schützling der Gräfin in demselben Raum zusammenfinden und ihre Hände für den Bruchteil einer Minute ineinander ruhn. Denn so verlangt es die Sitte, daß nach einer gewinnt, der seltungsbedürfnis, macht, daß sie mit spöttischer H ausforderung standzuhalten vermag, wenn Dahle in seinen„Armen lag, läßt sein Blu.### zum Herzen strömen. Unbegreiflich, daß er damals ihre Existenz einfach vergessen konnte... Wie ein Unrecht an Irene empfinde spältige Spiheur####t# Gefühls. doch gewiß hubsch und fesselnd und in Weise anziehend, ist. Sobald er sie um kurzen, sich Jahr für Jahr wörtlich wiederholenden Ansprache des Grafen und der hierauf folgenden, im Namen des beschenkten Personals vom Kammerdiener Wie ein Unrecht an Irene empfindet er diese zwiezfindigkeit seines Gefuhls. Irene— die In einer besonderen Weise anziehend ist. Sobald er sie um sich hat, wird es ja auch sogleich ruhiger in iym, dann hort das hartnäckige Bohren und Drängen auf. Aber Irene läßt sich nicht täuschen... Trotz der künstlich aufgezwungenen Beherrschtheit fühlt sie den Sturm, der in ihm wütet, ohne der Ursache, die ihn gräflichen lassen wird. Ein merkwürdig weher Schauer überläuft den alten Komödianten, als sich ihm die müde Aristokratenhand, wie alljährlich ein wenig zögernd, entgegenstreckt. Er weiß, diesmal ist es ein Abschied für immer, und unwillkürlich preßt er mit so warmem Druck die schmalen Finger, daß Seine Erlaucht verwundert aufschaut. And mit diesem Blick scheidet der letzte Sproß eines alten Adelsgeschlechts von dem Ueberlebenden einer versunkenen Bühnengeneration. Den Rest des Abends verbringt man im engen Familienkreis, dem selbstverständlich Theres mit beigesellt ist. Das einsam gebliebene Ehepaar Graf und Gräfin Waldberg, Schwester und Schwager Seiner Erlaucht, sowie Gigi Faludi sind als einzige Gäste anwesend. Die Gräfin hat es so eingerichtet, daß Seine Erlaucht beim Abendessen zwischen ihr und Theres zu sitzen kommt. Er ist behaglich aufgeschlossener Stimmung und ergeht sich in allerlei Zukunftsplänen... „Gelt, Maltschi, im Frühjahr fahr'n wir alle zusamm' nach Italien hinunter. Und die Kleine mit. Soll auch einmal den blauen Himmel über sich leuchten sehn...“....8 grandt, Barährt Die Gräfin nickt, anscheineno freunig beruhrt. Welchem Vorschlag ihres Gemahls hätte sie nicht mit Begeisterung zugestimmt? Heimlich krampft sich ihr Herz zusammen. Eine ganz andere Reise wird er antreten müssen.....„ 2.226 Leifä.gl. 4. „Seid ihr morgen in der Log“ fragt beitaufig der musikliebende Waldberg, der bei keiner Opernpremiere fehlt. (Fortsetzung folgt.) We c Seite 12 Nr. 84/ Bochumer Anzeiger 7 Montag, 12. April 1932 aus Groß-Bochum Aus den=Sldotienen 85 * K“ MAE # 9 967 3 925 35 Stadtteil Hordel Silberne Hochzeit. Ihre silberne Hochzeit feierten am Sonntag die fast 20 Jahre auf der Hordeler Straße ansässig gewesenen und nun im benachbarten Gelsenkirchen wohnhaften Eheleute Kontrolleur Karl Schwarze und Frau Anna, geborene Gunia. Bestandene Prüfung. Am Freitag bestand die Tochter Eleonore des Unternehmers Heinrich Kreitz ihre Prüfung als Krankenpflegerin mit recht gutem Erfolg. — Seine Gehilfenprüfung als Autoschlosser und Mechaniker bestand mit ebenfalls gutem Erfolg Franz eichert Sohn des Bergmanns Karl Weichert aus der Gunnigfelder Straße. Stadtteil Hamme Ehrung eines verdienten Sängers. Am Samstag abend hatte sich die Sängerfamilie des MGV.„Concordia“ im Sängerheim Finke an der Gahlenschen Straße zu einem Kameradschaftsabend eingefunden, um den Sangesbruder A. Riether, der kürzlich sein 60jähriges Sängerjubiläum begehen durfte, zu ehren. Vereinsleiter Seelig sen. begrüßte eine stattliche Anzahl Sänger, deren Angehörige, den Jubilar und den Kreisführer des Sängerkreises Bochum, Fritz Fiebert. Dann leitete der Zitherkranz Bochum=Hamme den Abend mit schönen Darbietungen ein. Nach einem Gesangvortrag nahm Kreisführer Fiebert die Ehrung des verdienten Sängers vor, dem er die Ehrenurkunde des deutschen Sängerbundes überreichte. Gesangsdarbietungen und die Dankesworte des Jubilars folgten, ehe der inoffizielle Teil begann. Abschiedsfeier und Jahresfest. In der evangelischkutherischen Gemeinde am Hindenburgplatz in Hamme fand am gestrigen Sonntag eine Dopvelfeier statt. Der Jungmännerkreis„Dennoch“ feierte sein achtes Jahresfest und verband damit gleichzeitig den Abschied des einige Jahre in der Gemeinde tätig gewesenen Hilfspredigers Krüger. Der Vereinsleiter Rodenbrock begrüßte die Gäste und die Vertreter der Vereine Wuppertal=Elberfeld und Radevormwald. Pastor Grewe hielt eine Ansprache. Nach der Kaffeevause folgte ein unterhaltsames Programm. Gedichtvorträge und Darbietungen des Posaunenchores sowie des Jungmädchenchores wechselten in bunter Folae. Gut aefielen auch die dramatische Dichtung„Das Maienlied" und verschiedene Darstellungen. Pastor Krüger hielt im Laufe des Nachmittags eine Abschiedsansprache. Stadtteil Riemke Silbernes Dienstjubiläum. Parteigenosse Fritz Müller feiert am heutigen Montag sein 25jähriges Dienstjubilaum auf der benachbarten Zeche„MontCenis". Er machte von 1916 bis zum Schluß den it. Im Jahre 1924 wurde er Leiter der später kam er in die Abteilung„EinBestreben, Wohnungen für die weniger bemittelten Volksgenossen zu schaffen, ist auch im vergangenen Jahre das hohe Ziel der Genossenschaft gewesen. Die Tätigkeit der Verwaltungsorgane erstreckte sich auf die Unterhaltung des vorhandenen Eigentums. Die Mitgliederbewegung zeigte eine aufwärtsstrebende Tendenz. Am Schlusse des Geschäftsjahres waren 359 Mitglieder zu verzeichnen. Der Wohnungsbestand ist unverändert geblieben. Die Gelder für die Mieten kommen pünktlich ein. Ausfälle sind nicht entstanden. Die Gewinnund Verlustrechnung schließt bei guter allgemeiner Lage mit 135 904,46 RM. ab. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß durch weitere tätige Arbeit aller Mitglieder, insbesondere auch durch punktliche Zahlung der Geschäftsanteilbeträge sich die Liquidität der Genossenschaft weiter verbessern lasse, so daß es gelingen müsse, sich in das große Siedlungswerk des Fuhrers wieder ganz einzuschalten. Stadtteil Weitmar Altmaterialsammlung in Weitmar=Nord. Heute holt innerhalb des Ortsgruppenbereiches der Rohpcoduktenhändler Fr. Val. Braun im Auftrage der Ortsgruppe das Altmaterial ab. Die Luftschutz=Hauswarte wollen dafür sorgen, daß die Metalle, sowie Knochen, Lumven und Papier zum Abholen bereitgestellt werden. Stadtteil Linden=Dablbausen Kochkurse des Reichsmütterdienstes in Linden=Dahlhausen. Die erste Zusammenkunft der neu angemeldeten Kochschülerinnen findet am Montag, 12. April, in der Kochschule im Realprogymnasium in Dahlhausen, abends 8 Uhr, statt. Die Meldungen sind so zahlreich eingegangen, daß bereits zwei Parallelkurse eingerichtet werden mußten. Es ist aber ein dritter vorgesehen, wenn dazu genügend Meldungen erfolgen. Darum werden interessierte Frauen und Mädchen aufgefordert, auch zu dieser Besprechung zu erscheinen. Gufk! nach F. fe...... 9 Bochums Junggesellenoffizierkorps am Grabe des Stifters des Bochumer Maiabendfestes Personalnachrichten Die Eheleute Matthias Biallas, Arnoldstraße 4, standen am Sonntag aus Anlaß ihres goldenen Hochzeitstages im Mittelpunkt zahlreicher Ehrungen. Am Nachmittag fand in der Christuskirche eine kirchliche Feier statt, bei der das Jubelpaar neu eingesegnet wurde. Auf eine 50jährige Tätigkeit beim Bochumer Verein blickt am 12. April Lohnbuchhalter Paul Wirfs, Alleestraße 122, zurück. Er hat seit dem 12. April 1887 ununterbrochen in den Diensten des Bochumer Vereins gestanden. Heute kann Herr Fritz Schäfer, Bochum, Wißmannstraße 1, chem. Techniker beim Bochumer Verein, auf eine 25jährige Berufstätigkeit bei dem Werke zurückblicken. Die Werksverwaltung und die Arbeitskameraden des chem. Laboratoriums bereiteten dem Jubilar in Verbindung mit einer Gesangabteilung der „Gußstahlglocke“ eine ehrende Feierstunde. Dem Jubilar wurden auch aus Sängerkreisen zahlreiche Gluc wünsche zuteil. Silbernes Geschäftsjubiläum 304 * Urenkel dem 1 Weltkrieg mit. Im Registratur und spaler, lam er in die ableilung„Einkauf". Der Jubilar bekleidet außerdem ehrenamtlich den Posten eines Kreisrevisors im Gau Westfalen=Süd der NSDAP. 25jähriges Dienstjubiläum. Auf eine 25jährige Berufstätigkeit können am heutigen Tage der Techniker Franz Spenaler(Westfalia=Dinnendahl=Gxöppel) und der Steiger Lenze(Ver. Gewerkschaft Constantin der Große) zurückblicken. Hohes Alter. Am gestrigen Sonntag feierte der Alterspensionär Heinrich Spiekermann in bester Gesundheit und Frische seinen 80. Geburtstag. Er ist gebürtig aus Essen. Schon mit zehn Jahren kam er nach Bochum und hat seit dieser Zeit in den verschiedensten Stadtteilen gewohnt. Von Beruf Kesselreini#####r ger, hat er seine Tatigkeit bis fast zum 65. Lebens# ½ zahr ausgeübt. Trotz seines hohen Alters huldigt er noch heute fleißig dem„Schüppensport" und bewirtS schaftet auch in diesem Jahre sein Gartenland noch selbst. Seinen Lebensabend verbringt er bei seiner Tochter, der Ehefrau Brill. Von seinen sechs Kindern # leben noch vier. Ein Sohn ist im Weltkriege gefallen. Daneben brachten auch über 20 Enkel und Ur Hochbetagten ihre Glückwunsche dar. Abschiedsfeier. Im Lutherhause auf der Herner Straße fand am gestrigen Sonntag eine von Schwester Laura würdig ausgestaltete Abschiedsfeier für die nunmehr aus dem Kindergarten scheidenden Kinder statt. Das gesamte Programm dieser von einer großen Elternschar besuchten Feier wurde von den Kleinen bestritten und war zum großen Teil auf den Ton rechter Frühlingsstimmung abgestimmt.„Vehrere schön gesungene Lieder wechselten in bunter woige mit Darstellungen, die gut gefielen. Pfarrer Mühge richtete an die scheidenden Kinder und an die Elternschar Worte ###st der Ermahnung und Ermunterung. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen 4 Hohes Alter. Den 85. Geburtstag feiert der Invalide Wilhelm Wieck, Pieverstraße 10. Er wurde Asheis vom Evangelischen Männerverein durch Ueberreichen ## eines Ehrengeschenkes herzlich beglückwünscht. Der Frauenchor brachte ein Ständchen. Bestandenes Examen. An der staatlichen Krankeneh pflegerschule im benachbarten Gelsenkirchen bestand die # Volksgenossin Else Gockel ihr Staatsexamen als 5% Krankenpflegerin mit dem Prädikat„Gut“. Heimabend. Am Donnerstag, 15. April, findet für Fot; die weiblichen DAF.=Mitglieder der Ortsgruppe Marmelshagen der monatliche Heimabend statt. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Ein alter Brauch will es, daß der jeweilige Junggesellenhauptmann der Bochumer Schutzen nach der Uebernahme seines Amtes vor dem Grabe des Stifters des Bochumer Maiabendfestes, des Grafen Engelbert von der Mark, dessen Gebeine in der alten Stiftskirche von Fröndenberg ruhen, in Gegenwart seines Stabes das Versprechen der Treue zu geben hat. Die Fröndenberger Schützen haben es den Bochumern immer hoch angerechnet, daß sie von dieser Tradition nicht abgewichen sind, und haben es mit Freundschaft gedankt. Als am Sonntag mittag Junggesellenhauptmann Hucklenbroich auf dem Stiftsplatz in Fröndenberg stand, um vor der Fröndenberger Schützenschaft kundzutun, daß er gewillt sei, seine Sache im Sinne des Stifters des Maiabendfestes zu führen, hatte er sich die Fröndenberger Schützen zu seinen besten Freunden gemacht. Sie waren nach dieser Ansprache ganz davon überzeugt, daß Bochums neuer Junggesellenhauptmann das Herz auf dem rechten Fleck hat und daß bei ihm die Schützensache in guten Handen liegt. Und als dann der Junggesellenhauptmann obendrein noch die Olymviaglocke als Unterpfand seiner Treue überreichte und gleichzeitig als Gruß der Bochumer Schützengemeinschaft, fühlte sich Schützenhauptmann Nolte als Sprecher seiner Kameraden und darüber hinaus als Vertreter der Fröndenberger Bürgerschaft und ihrer Parteistellen verpflichtet, die Versicherung abzugeben, daß es jetzt und für alle Zeiten nichts geben könne, die Freundschaft zwischen Fröndenberg und Bochum zu trüben. Am Grabe des Grafen Engelbert wurde dieser Freundschaftsbund besiegelt. Ueber dem steinernen Sarkophag, zu dessen Füßen das Bochumer Junggesellenoffizierkorvs durch seinen Hauptmann einen Lorbeerkranz mit den Bochumer Stadtfarben niederlegen ließ, kreuzten sich die Schwerter, nachdem Pfarrer Stollberg, der Verweser des Stiftes und damit des Stiftergrabes auf die symbolische Bedeutung dieses Gedächtnis= und Treuaktes hingewiesen hatte. Eine Ehrenabordnung der Fröndenberger Schützen führte die Bochumer Gäste zu ihrem traditionellen Absteigequartier im Hotel„Wildschütz", wo man sich im Rahmen eines geselligen Beisammenseins noch einmal der gegenwärtigen Treue versicherte. Junggesellenhauptmann Hucklenbroich bedankte sich herzlichst für die gastfreundliche Aufnahme und nahm den Fröndenberger Schützen das Versprechen ab. der Einladung zum 549. Maiabendfest unter allen Umständen Folge zu leisten. Ortsgruppenleiter Brockhaus überbrachte die Grüße der Partei. Junggesellenhauptmann Hucklenbroich wurden zum Abschied, der sich in den herzlichsten Formen vollzog, von allen Seiten die herzlichsten Gruße an die Bochumer Schützen aufgetragen. Westfalentag 1937 Verleihung des westfälischen Literaturpreises Münster, 11. April. Die Vorbereitungen für den diesjährigen Westfalentag, der vom 28. bis 30. Mai in Paderborn stattfindet, sind lebhaft im Gange. Die vom Westfälischen Heimatbund und der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ gemeinsam veranstaltete Tagung soll die Liebe zur Heimat und die Treue zum Reich vertiefen. Am 28. Mai, dem ersten Tag, finden eine Reihe Arbeitssitzungen der obengenannten Organisationen statt. Am 29. Mai, dem zweiten Tag, wird durch den Landeshandwerksmeister die „Heim und Handwerk“ eröffnet, daran schließt sich die Eröffnung einer Ausstellung der westfälischen Liebhaberphotographen. In einer großen Versammlung sprechen dann Professor Gustav Wolf über„Heimat und Siedlung" und Alwin Seifert, Referent im Stabe des Generalinspektors für das Straßenwesen Dr. Todt, über „Landschaftsgestaltung, Naturschutz und Reisen". Ferner bringt der zweite Tag eine„Heimatliche Feierstunde“, sowie eine Aufführung der Niederdeutschen Bühne Münster. Am dritten Tage, 30. Mai, wird Landeshauptmann Kolbow im altehrwürdigen Rathaussaal von Paderborn den zweiten westfälischen Literaturpreis verleihen. Mittags findet auf dem Marktplatz eine musikalische Feierstunde unter dem Motto„Arbeiter, Bauern und Soldaten" statt. Am Nachmittag folgt ein von der Stadt Paderborn geplanter Festzug. Der Westfalentag findet abends mit einem großen Volksfest seinen Abschluß. Vem Nacheurgee... Stadtteil Wiemelhausen Silberhochzeit. Der Ermittlungsbeamte Ernst Spitzer und Frau, Klara geborene Bach, aus Laer können das Fest der Silberhochzeit feiern. Sp. ist seit 1907 Mitglied der Krieger= und Landwehrkameradschaft Bochum=Brenschede. Der Verein ließ durch den Korvoralschaftsführer die Glückwünsche aussprechen. Stadtteil Querenburg Kundgebung der NSDAP. Zu ihrer zweiten diesjährigen Kundgebung ruft die Ortsgruppe Querenburg für heute, Montag, die Bevölkerung Querenburgs auf. zu der alle Volksgenossen herzlich eingeladen sind. Als Redner des Abends ist der bekannte Gauredner Rogalski gewonnen worden, der über nationalsozialistische Weltanschauung und Vierjahresplan sprechen wird. Die Veranstaltung findet im Saale Hahne, Buscheystraße, statt und beginnt um 20 Uhr. Für Parteigenossen ist an diesem Tage Dienst. Unkostenbeitrag 10 Pfennig. Stadtteil Laer Ehrentafel des Alters. Die in Laer Eulenbaumstraße 56 wohnende Witwe Binkle begeht am Montag, 12. April, in bester Rüstigkeit und Frische ihren 70. Geburtstag. Frau Binkle, die seit dem Tode ihres Mannes ihren Lebensabend bei ihrer Tochter, Frau Peters, verbringt, war langjährige Botin des„B..“, den sie auch heute noch täglich mit regem Interesse liest. Kinder und Kindeskinder gratulieren zu diesem Tage. Stadtteil Langendreer Bau= und Sparverein„Familienwohl“ und Sparverein Sonntag im Der Bau„Familienwohl" Langendreer hielt am Lokal„Zur Post“ seine diesjährige Stadt Wattenscheid Arbeitstagung der Standesbeamten des Ruhr= und Emscherkreises Die Standesbeamten des Ruhr= und Emscherkreises fanden sich am Samstag in Wattenscheid zu einer Arbeitstagung zusammen, die eingeleitet wurde mit einer Rundfahrt durch die Wattenscheider Grünanlagen. Im Anschluß an die Fahrt war im großen Sitzungssaal des Rathauses die Arbeitstagung. Der Tagungsleiter Nutt konnte neben den Vertretern der Stadtverwaltung Wattenscheid Stadtbaurat Schumacher und Beigeordneter Waltenhorst den Gauleiter des Reichsbundes deutscher Standesbeamten Pa. Schifke(Herne) begrüßen. In einem längeren Vortrag sprach dann zunächst Standesbeamter Heimann(Bochum=Gerthe) über das Thema „Uneheliche Geburt und Ahnenpaß“. Die wegweisenden Ausführungen fanden stärksten Beifall, ebenso wie auch die beiden folgenden Redner, von denen Standesbeamter Ernst(Gelsenkirchen) über die Prüfung der Staatsangehörigkeit referierte, während Standesbeamter Berger(Bochum) aus der Praxis über das niederländische und ungarische Eheschließungsrecht sprach. An die Arbeitstagung schloß sich ein kameradschaftliches Beisammensein an. * Das Ehrenamt eines städtischen Musikbeauftragten ist dem Parteigenossen Studiendirektor Ochel übertragen worden. Schon vor Jahren war dem Parteigenossen Ochel vom Kreisleiter Kleschies die Ueberwachung des Wattenscheider Musiklebens übertragen worden. Fällige Abgaben. Am 15. April 1937 sind folgende Abgaben fällig: Abgaben vom Grundeigentum, Kurkosten, Unterstützungsbeiträge und Schulgelder für den Monat April 1937 sowie Gewerbelohnsummensteuer für den Monat März bzw. für das Vierteljahr JanuarMärz 1937. Die Arbeitgeber erinnern wir an die bereits am 5. April fällig gewesene Ablieferung der eingehaltenen Bürgersteuern für den Monat März. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auf Grund des Gesetzes vom 24. Dezember 1934 zu den nicht rechtzeitig entrichteten Staats= und Gemeindesteuern sofort nach Ablauf des Fälligkeitstermins ein Säumniszuschlag von 2 Prozent erhoben wird. Liegen die Voraussetzungen für eine Stundung vor, so sind schriftliche Anträge vor dem Fälligkeitstermin beim hiesigen Steueramt einzureichen. Stadt SA. marschierte. Durch die Straßen unserer Stadt zog der Sturmbann der SA. Auf großen Transparenten wurde die Bevölkerung zum Dankopfer der Nation aufgerufen. In den Einzeichnungslokalen der SA. herrschte schon gestern Hochbetrieb. Ueberall sah man opferbereite Volksgenossen, die dem Führer gegenüber eine Dankesschuld abtragen wollten. Und so wird auch dieser Opfersinn in den nächsten Tagen anhalten. Kein Wanne=Eickeler darf in den Einzeichnungslisten der SA. fehlen. Würdiger Auftakt der Woche der HJ. Durch WanneEickels Straßen marschierten gestern mit frohen Liedern auf den Lippen HI., BDM. und Jungvolk. Die Woche der Pimpfe und Jungmädel fand einen würdigen Auftakt. Im Eickeler Volksgarten wie auf dem Glückaufplatz waren Sonntag vormittag Pimpfe und Jungmädel angetreten. Sie boten Kampf= und Fahrtenlieder sowie Fanfarenklänge. Eine große Menschenmenge verfolgte interessiert die Darbietungen der Jugend. Nachmittags sah man Jungmädel in den Bahnhofsanlagen und in Eickel vertreten, wo sie bei frohen Spielen vielen Zuschauern Leben und Treiben im BDM. zeigten. 25=Jahrfeier der Artillerie=Kameradschaft Eickel. Aus Anlaß der 25jährigen Geschäftsjubiläums hatte der Führer der Fa. Reineke=Regler, Bochum, seine Gefolgschaft zu einem fröhlichen Kameradschaftsabend in die Wirtschaft Wiegen eingeladen. Das treffliche Abendessen wurde durch muntere Reden und lustige Vorträge gewürzt. In launigen Versen wurden die Teilnehmer der Feier von einem als Ansager auftretenden Betriebsmitglied an mehr oder weniger schwachen Stellen gepackt, und die Lachsalven bezeugten, daß stets der Naael auf den Kopf getroffen wurde. In den Reden des Betriebswalters Brodowski und des ältesten Gefolgschaftsmitgliedes Tenbusch wurde Herr Reineke als Vorbild eines Gefolgschaftsführers begrüßt: insbesondere wurde herausgestellt, daß er der erste Fachmann auf dem Gebiete des Reglerbaues sei. Ein Stamm langjähriger berühmter Mitarbeiter gehört zum Teil seit Gründung der Firma der Gefolgschaft an. Gleichzeitig mit dieser Firmenfeier konnte das Fest der Silberhochzeit des Gefolgschaftsführers Reineke und die Hochzeit seiner Tochter gefeiert werden. Das fröhliche Fest stand im Zeichen enger Verbundenheit von Betriebsführer und Gefolgschaft. Traditionsecke (Kirchhoff)=Saal die veranstaltete Jubiläumsfeier, die den ganzen Kreisverband der Kriegerkameradschaften vertreten sah. Nach Musikdarbietungen der Feuerwehrkapelle sowie Gesangdarbietungen der Eickeler„Concordia“, sprach Kameradschaftsführer Funke Grußworte, der besonders den Kreisführer Spiekermann, den Vertreter der NSDAP., Kreisamtsleiter Schulz, sowie die benachbarten Vereine willkommen hieß. Er gab einen Rückblick auf die 1912 bei Oelmann gegründete Kameradschaft und betonte, daß die bewährte Treue in den verflossenen 25 Jahren auch in aller Zukunft beständig bleiben wird. Kamerad Funke nahm anschließend die Ehrung der gefallenen Helden vor. Kreisverbandsführer Spiekermann übermittelte die Glückwünsche des Kyffhäuserbundes und sprach der Kameradschaft für ihre bisherige treue Mitarbeit herzlichen Dank aus. Für 25jährige treue Mitgliedschaft ehrte er sodann die Kameraden Backenecker, Frenzel. Gabrcak. Hesemann, Franz und Josef Händly, Iffland, Krispin, Krebber, Schoppenhauer, Stich, Tobler, Willführ, Wagner, Ziegler, Zang, Hoerdt und Borgmann. Kamerad Guzowski wurde außerdem für seine 25jährige Tätigkeit als Fahnenträger besonders geehrt. Frau Hesemann überreichte namens der Frauen der Kameradschaft einen schmucken Silberkranz. Namens der alten Koblenzer 23er aus Essen sprach Kamerad Horster herzliche Glückwünsche. Dann gab es in dem vorbildlich geschmückten Saal fröhlichste Stimmung bei einem prächtigen, bunten Programm. Heute findet das Jubelfest mit einer Stunde für die Angehörigen der Kameradschaft seinen Abschluß. Stadt Gelsenkirchen 55 000 Besucher der Reichsausstellung„Schönheit der Arbeit im Am Sonntag wurde die erste Reichsausstellung „Schönheit der Arbeit im Bergbau" geschlossen. Die Gesamtzahl der Ausstellungsbesucher betrug bis Samstag über 50000. Nach Abschluß der Ausstellung dürfte sie sich auf insgesamt 55000 belaufen. Damit hat die Reichsausstellung„Schönheit der Arbeit im Bergbau" den Erfolg, den man von ihr erwartet hatte, in vollem Maße gebracht. Den Hauptteil der Besucherschaft stellten naturgemäß die bergbaulichen Gebiete des rheinischwestfälischen Industriebezirks, darüber hinaus waren auch die Stein= und Braunkohlenbezirke im weiteren Reichsgebiet(Aachen, Mitteldeutschland, Schlesien usw.) durch erfreulich starke Beteiligungsziffern vertreten. Semper talls! In der Gaststätte„Haus Düppe“ hielt die Ortsgruppe Bochum des„Semper-talis-Bundes“ am Samstag bei sehr gutem Besuch ihre Versammlung ab, die der Ortsgruppenleiter Kamerad Dröge eröffnete. Der Versammlungsort der Gruppe ist ein kleines Museum, insofern als an den Wänden die Bilder aufgehängt sind, die in herrlichen Zeichnungen die Uniformen und einige Taten des stolzen Regiments zeigen. Ob Kolin, Malplaquet, ob Hohenfriedberg, Groß=Görschen, ob Leipzig, Königgrätz, Sedan und St. Privat— immer das gleiche! Im Reigen mit den furchtbaren Schlachten des Weltkrieges bleiben sie ein einheitliches Ganzes! Ein Leben und eine einzige Hingabe für Deutschland! Semper talis!— Das ließen die Ausführungen, die Kamerad Dröge den begeistert zuhörenden Kameraden machte, erklingen. Dann wurde die Tagesordnung verlesen. Am 5. und 6. Juni findet in Hamm eine Tagung des Gaues Westfalen=Lippe statt, am 23. Mai die Bundessitzung in Potsdam und am 11. und 12. Juli das große Gardetreffen in Düsseldorf. Ueberall werden sich einige Kameraden beteiligen. Das Wichtigste aber wird die Feier der 250. Wiederkehr der Regimentsgründung am 4. und 5. Juni 1938 in Potsdam sein. Um möglichst vielen Kameraden die Teilnahme an dieser einzigartigen Feier zu vermitteln, ist eine Reisekasse aufgelegt, die den Kameraden empfohlen wird. Zum Reichskriegertag in Kassel am 26. und 27. Juni wird die Gruppe Bochum ebenfalls eine Abordnung entsenden. Zum Schluß wurde das Nachrichtenblatt des„Semper-talis=Bundes“ ausgegeben, das in guten Aufsätzen Erlebnisse aus Kriegs= und Friedenszeiten bringt. Anschließend kam der Schießsport zur Ausübung. „Hacke tau!“ Die Bochumer Kameradschaft der ehemaligen Angehörigen des Insanterie=Regiments Nr. 16 hielt am Samstag in der Gaststätte Düppe ihren Monatsappell ab. Wie bei den alten„Hacketäuern“ nicht anders zu erwarten, war der Besuch sehr gut. als Kameradschaftsführer Geumann den Abend eröffnete. Die Anmeldungen zur Teilnahme am Reichskriegertag müssen bis 20. April abgegeben werden. Samstag, 26. Juni, vormittags, wird es von Bochum abgehen. In Kassel ist für gutes Quartier gesorgt und Sonntag nacht werden die Kameraden wieder zu Hause sein. Durch Sammeln von Spenden, Stanniol usw. Jung sein ist Glück. Auch wenn die Jugend vorbei, können Sie dieses Glück genteßen. Sie mussen nur dafür sorgen, daß Ihrem Organismus die zur Belebung des Stoffwechsels der Verdauung, der Drüsenfunstionen und des Säfteumlaufs notwendigen Aufbau= und Antriebstoffe regelmäßig zugeführt werden. Diese sind in wirksamer Form in dem bekannten Mineralsalz=Kräuterpulver Heidetraft vereinigt. Heidetrast erhalt den Körper gesund und leistungsfähig, verhütet mancherlei lästige Unbehaglichketten und schafft Widerstand gegen Ertrankung. Originalpackung RM..90 reicht ca. 40 Tage. Doppelpackung RM..50. Heide'raft ist erhältlich in Apotheken Drogerten und Reformhäusern HeidekraftJahreshauptversammlung ab. Das Geschäftsjahr 1936 Daß die Eickeler Artilleristen sich guten Ansehens erbrachte das 85jährige Jubiläum der Genossenschaft. Das freuen, das kennzeichnete Samstag abend im Feldbege# den ist, so insbesondere aus dem grenzbenachbarten holländischen Bergbaugebiet. Damit hat die Reichsausstellung„Schönheit der Arbeit im Bergbau" über ihre innerdeutsche Bedeutung hinaus auch eine beachtliche Anerkennung im Ausland gefunden. * Der Führer erfreut einen erwerbslosen Volksgenossen. Der erwerbslose Arbeiter Gustav Koritkowski aus Gelsenkirchen verfertigte in wochenlanger Arbeit eine Geige, wozu er in Ermangelung anderer Werkzeuge nur sein Taschenmesser benutzte. Die Geige schickte er mit einer herzlichen Widmung an den Führer und Reichskanzler. Der Führer veranlaßte eine Nachprüfung der Verhältnisse und ordnete an. daß dem Erwerbslosen baldigst eine passende Beschäftigung zugewiesen werde. Ferner wurde ihm ein herzlich gehaltenes Schreiben mit einem namhaften Geldgeschenk vom Führer überreicht. Stadt Herne Erhängt aufgefunden. Am 9. April wurde ein älterer Mann in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Das Motiv der Tat ist Schwermut. Zu haben bei: Altmikus. Stadtdrogerie Bongardstr. 12 Drogerie Hucklenbroich, Brückstraße 55 Drog. Reinhardt, Moltkem.39 u. Brüderstr. Drogerie Störing. Hellweg 1 Wörishofener Kräuter-Haus R. Marnach. Kortumstraße 51 konnte der Verein dem Fechtverband des Kreisverbandes Bochum 51,42 RM. im letzten Vierteljahr überweisen. Zum Schluß wurde noch der traditionelle Ausflug der„Hacketäuer Kameradschaft" am Himmelfahrtstage erwähnt. Früh 9 Uhr geht es vom Straßenbahndepot ab nach Querenburg, wohin der Verein jedes Jahr marschiert, um seinen„Vatertag“, in Kameradenkreisen zu begehen. Nach der Versammlung wurde geschossen. Die Teilnahme war sehr gut, zumal ein Kameradschaftskrug ausgeschossen wurde. Bochumer Filmschau Tonhalle:„Die Insel der Dämonen“ Die Insel der Dämonen ist Bali, das Paradies der Südsee. In diesem Film, der von dem bekannten Südseeforscher Baron Plessen in jahrelanger Arbeit geschaffen wurde, wird dieses wunderbare Eiland, das an landschaftlicher Schönheit seinesgleichen sucht, zu einem großen Erlebnis. Jede kleinste Einzelheit in der großartigen Bildfolge wirkt wie ein Gemälde von Meisterhand. Die Gefühls=, Gedanken= und Glaubenswelt der Inselbewohner wird durch eine Spielhandlung verdeutlicht, die niemals gestellt erscheint. Das Spiel der im Grunde sehr scheuen Menschen ist überraschend echt, und man läßt sich gern überzeugen, daß es eine von der Zivilisation noch unberührte Landschaft sein muß, die mit der klassisch schönen Menschenrasse eine organische Einheit bildet. Für das Auge sind die kunstlerisch erfaßten Bilder ein großes Fest. Seite 13 Nr. 84/ Bochumer Anzeiger„ Montag, 12. April 1937 Westfalen und Rheinland Gadiener Wähnel und Gaudomann=Siem sprachen auf dem ersten Kreistag der NSDAp. in Arnsberg Arnsberg, 11. April. Aus Anlaß des ersten Kreisder NSDAP. hatte die Regierungsstadt herrlichen Flaggenschmuck angelegt. Drei Tage sah Arnsberg das Ereignis des ersten Kreistages. Der Freitag wurde im Beisein vieler Führer aus Partei und Staat von Vertretern der Behörden und Verwaltungen. der Organisationen und Verbände durch Kreisleiter Landrat Dr. Teipel mit einer eindrucksvollen Kulturveranstaltung eröffnet. Am Samstag wurden die Politischen Leiter und die Beamten des Kreises zusammengerufen, um die wegweisenden Richtlinien für die kommende Arbeit entgegenzunehmen. der Großkundgebung in der Schützenhalle am Samstag abend waren die Volksgenossen in großen Scharen herbeigeeilt. Reichskommissar Gauleiter und Oberpräsident Josef Wagner und der Gauleiterstellvertreter Vetter(Hagen) hatten es sich nicht nehmen lassen, nach Arnsberg zu kommen. Gauleiterstellvertreter Vetter zeigte einleitend die Bedeutung des Kreistages auf, worauf Gauleiter Josef Wagner das Wort zu einer zweistündigen Rede ergriff. in der er der Versammlung die Richtlinien für die bevorstehende gewaltige Arbeit bekannt gab. Nur in Ausrichtung auf die Allgemeinheit sei es möglich gewesen, innerhalb von vier Jahren nationalsozialistischer Staatsführung die Wirtschaft so aufzurichten, daß es heute nicht mehr nötig sei. Arbeit für Arbeitslose zu suchen, sondern für die Arbeit die erforderlichen Facharbeiter. Gauleiter Wagner streifte sodann den neuen Vierjahresplan und betonte, daß sich der Durchschnitt des Lebensstandards behauptet habe. Wenn in den Jahren des neuen Planes. der bestimmt erfolgreich sein werde. hier und da unangenehme Erscheinungen aufträten, so würden diese nur gemeistert, wenn alle im Zusammenwirken mit der Nation an die Lösung der Aufgaben herangingen. Ich werde, so betonte der Gauleiter mit Nachdruck, als Mitarbeiter an diesem Plan kein anderes Ziel kennen als unter Wahrung wirtschaftlich vernünftiger Gesetze und Prinzivien alle Erscheinungen auf dem Gebiete der Preisgestaltung und damit des Lebensstandards nur so zu behandeln, daß im großen und ganzen Einkommen und täglicher Lebensbedarf in dem bisherigen Verhältnis bleiben. Dieser Lebensstandard ist aber kein Endziel, es ist vielmehr unser Wille, ihn in Zukunft immer mehr zu steigern, denn wir glauben, daß das deutsche Volk auf dieser Welt noch eine große Mission zu erfüllen hat. Auf die außenvolitischen Verhältnisse eingehend, erklärte Gauleiter Wagner, daß wir an einer großen Zeitenwende stehen. In vielen Ländern erwache die nationale Mentalität, der der Bolschewismus als Ehrenmal auf dem Arnsberger Schloßbera. um Kränze mus sei eine überstaatliche Erscheinung, die die Ordnung anderer zerstören müsse, um darauf ihre Herrschaft aufzubauen. Für den Bolschewismus gebe es keinen größeren Gegner als den Nationalsozialismus. Zwischen diesen beiden Lehren, so schloß Gauleiter Wagner, kann es niemals einen Pakt geben. Jeder Deutsche wird wissen, wo er bei dieser Auseinandersetzung hingehört, und wo er stehen muß.(Stürmischer Beifall.) In den Morgenstunden des Sonntaas zogen bei herrlichem Frühlingssonnenschein Abordnungen der Gliederungen unter dumpfem Trommelschlag zum Ehrenmal auf den Arnsberger Schloßberg. um Kränze als Zeichen ehrenden Angedenkens an die Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung niederzulegen. Am Vormittag folgten Arbeitstagungen der Gliederungen, auf denen namhafte Führer der Partei sprachen. In einer Feierstunde der Deutschen Arbeitsfront in der großen Schützenhalle. die bis auf den letzten Platz besetzt war, ergriff Gauobmann Stein(Bochum) das Wort, um zu den Kameraden über Fragen des täglichen Lebens zu sprechen, an deren Lösung jeder Volksgenosse mitarbeiten müsse. Nur gemeinsames Tragen der augenblicklichen Lasten werde uns Erlösung und Besserung auf allen Lebensgebieten bringen, werde uns herausführen aus den noch bestehenden Schwierigkeiten innerhalb des zweiten großen Planes des Führers und werde unsere und Europas Kultur retten vor dem Weltfeind Bolschewismus. Auf einer Kundgebung der NSV. in Verbindung mit dem Reichsbund der Kinderreichen, dem Rassepolitischen Amt und dem Amt für Volksgesundheit sprachen Gauamtsleiter Dr. Jeß und Kreisamtsleiter Dr. Bald. auf einer Kundaebung des Reichsnährstandes, spruch Gauleiterstellvertreter Vetter. vor der NS.=Frauenschaft. Gauschulungsleiterin Fräulein Lydia Becker (Bochum). Weiter fanden Tagungen des Kreisamtes für Kommunalpolitik, des Kreisschulungsamtes und des Gauheimstättenamtes statt. Den Abschluß des Kreistaaes bildete am Sonntag mittag der Aufmarsch der NSDAP. und ihrer Gliederungen. Auf dem Adolf=Hitler=Platz nahmen führende Persönlichkeiten der Partei den Vorbeimarsch ab. Der Kreistag fand seinen Ausklang in einem großen Kame radschaftsabend. Durch Sand verschüttet— zwei Tote Hüttersdorf=Bupprich, 11. April. In einer Sandgrube hat sich ein bedauerliches Unglück ereignet. Vier Jungen im Alter von 14 bis 19 Jahren spielten in einer Sandgrube, als sie plötzlich durch herabfallende Sandmassen verschüttet wurden. Zwei der Jungen konnten nur als Leichen geborgen werden. Ein anderer Junge wurde schwer verletzt. Der vierte, der bereits bis zum Halse vom Sand verschüttet worden war, konnte noch um Hilfe rufen und schließlich unverletzt geborgen werden. Semesterbeginn der Hochschule für Lehrerbildung Dortmund. Infolge der Räumung und Instandsetzung des Hochschulgebäudes wird der Beginn des Sommersemesters 1937 auf Dienstag, 20. April, verlegt. Der Arbeitsbeginn erfolgt pünktlich um 8 Uhr vormittags mit der feierlichen Fahnenhissung im Hofe der Hochschule. □ Unsere Doris hat ein Schwesterchen bekommen. Paul Freese und Frau Toni geb. Adei Hagen/., den 7. April 1937 z. Z. Frauenklinik Dr. Rumpf. Elberfelder Straße Heiraten — Ig. Mann, 25 J. alt,.80 m groß, ev., in fest. Anstellung, sucht Damenbekanntsch, zwecks spät. Heirat Nur ernstgemeinte Zuschrift. m. Bild M. A. 41609 Anz. — Lebensgefährten sucht man durch die Kleinanzeige im„..“ Ihre Vermählung geben bekannt Werner Fröhlich Centa Fröhlich geb. Singer Bochum, Rathausplatz 8 Türkheim(Bauern) Kempten(Allgáu), 10. April 1937 Freitag nachmittag 3½ Uhr verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater Bruder Schwager und Onkel Karl Giesecke im Alter von 59 Jahren. Um stille Tellnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen Frau Wwe. Karl Giesecke und Kind nebst Anverwandten Bochum-Hamme, den 9. April 1937 Schmechtingstraße 24a Die Beerdigung Gndet am Dienstag, 13. April morgens 9 Uhr, von der Leichenhalle des Hammer Friedhofes aus statt. Seelenamt morgens um 8 Uhr in der Drei taltigkeitskirche Ich hab’ den Berg erstiegen der euch noch müde macht. drum weinet nicht ihr Lieben, ich werd' zur Ruh gebracht. Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen. gestern nachmittag 17½ Uhr meinen innigstgeliebten Mann. unsern guten. treusorgenden Vater. Schwiegervater. Grobvater. Schwager und Onkel Herrn Ernst Wille nach langem. schwerem Leiden, im 62. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Jantten=Nacheic“ nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Gevoren(Knabe): Hagen: Walter Lehmkühler(Theresia Wortmann). Verlobte: M Essen: Aenne Weinberg mit Wilhelm Möller. Vermählte:, M Essen: Dr. med. Alfons Graßl mit Margrei Peine. Gelsenkirchen: Dentist Ernst Knoblauch mit Lucie Haberkamm. Hamm: Hermann Severing mit Else Olzog. Gestorben: Dortmund: Sieabert Berger 58 Jahre. Gelsenkirchen: Maria Korbel geb. Gawlik. 62.: Witwe Lisette Kutczok geb. Hankel, 82.: Ernst Keppel, 52 Jahre. Hagen: Maria Krechel, 80 Jahre. Witten: Otto Brodt, 76 Jahre. an: Dieses zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Hinterbliebenen .-Weitmar. Altenbochum. Linden. Katernberg. Dinkelhausen(Kreis Uslar), den 9. April 1937 Die Beerdigung findet am Dienstas, dem 13. Aprll. nachmittage 16½ Uhr. vom Sterbehause. Bochum-Weitmar. Am Steinknapp 27 aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Bochumer BürgerSchützenverein 1. Komp. Zur Beerdigung des Kameraden Hugo Habighorst Antreten am Montag. dem 12. April. nachm..15 Ubr. im Innenhof des Zentraltriedhofes am Freigratendamm Wiegand. Hptm. Erfolgreich werben durch Anzeigen im Bochumer Anzeiger Es ist bestimmt in Gottes Rat. daß man vom Liebsten, was man hat. muß scheiden. Heute abend 6½ Uhr entschlief sanft in Gott ergeben nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere treusorgende, liebe Mutter. Schwiegermutter. Großmutter Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wilhelmine Schober geb. Lindhorst im Alter von 58 jahren. Untröstlich über den Verlust ihres jüngsten Sohnes, folgte sie diesem nach 7 Monaten. Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 10. April 1937 In 10Tagen Ziehung Mehr als Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 14. April. , nachmittags 3¼ Uhr. vom Trauerhause. An der Maarbrücke 20. aus statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche. Jeden Tag Qualltat S C HUHE Praue 67 Mili RM werden verlost in d. neuen Preuß.-Süddeutschen Kasschlotteris Hauptgewinne: PTEOR- Nm. 300000 f. 300000 m. 200000 M. 100000 M. und viele andere Gewinne. Fast die Hälfte.Lose gewinnt LOs nech 3 HII. für jede der 5 Klassen Ziehung 1. Klasse 23.-24. Kprll Kaufen Sie bald ein Los. bevor diese vergriffen sind Staatl. Lotterie-Einnahme TRA3S BOCHUM, Wilhelmsplatz 19r! 43/1 Wohin mit dem fetten Bissen? fragte die Ameise. Sie läßt sich indes von der lieben Lüsternheit nicht überrumpeln, sie bringt das Samenkorn auf den Vorratsspeicher. In guten Zeiten denkt sie an die schlechten.— Dient Sie uns Menschen nicht als Beispiel? Es brauchen ja bei uns nicht immer fette Bissen zu sein. dede Woche regelmäßig 5 RM. auf unseren„Vorratsspeicher“, gebracht, ergibt nach 10 Jahren bei 4% Zinsen über 3200 RM. Städtische Sparkasse Bochum Radlo-Reparaturen an allen Fabrikaten KAbIO-STAUH Funktechnisches Laboratorium ciemenastraße 2 Rut 63926 Seit Jahrzehnten kaufen wir bei Karl Bohlmann die apeten Immer b1II1e große Auswahl. Zustellung nach allen Richtungen. larl Bohlmann FARBEN nur Kortumstrabe 107 Rut 65426 Das Haue mit dem Farbenstern Waschmaschinen Wassermotore Wringer Herde Oeten Ersatztelle Reparaturen preiswert Spezialhaus m Hieizt: Kortum. Str. 20 FamilienAnzeigen aroße Verbreitung sendet kostenlos Dr. E. Günther& Co., Vvesveweurs Rudolstadt Th., Sedanplatz 31. a. Engelbertbrunnen Klattorsllmmen Reparatoren Johann wiemers Bochum, Hattinger Str. 36, Telephon 66537 Koffer. Taschen Mappen sowie alle Reparaturen u. Ersatzteile Paul Köllermann Kortumstr. 43 (Ecke Rottstr.) eingetrotten Peter Caprasse Bausteff- und Düngemittel Sochum-Altenbochum, Rut 81272 Zahncreme Rasiercreme Vervieltaltigungen echneil und preiswert. Opsiellen, Prtunsr. 19. un F 0 R S E D E N M Kaselb.-Brunn. Rut69981 F 0 S 8 □ FUSSORTHOPKDIE" WIEMELHAUSER STR, 71# FUSSPFLEGE Lelbbinden Das Fachgeschäft für Bandagen-Orthopädie Otto Mölle Orthopädie-Mechanikermeister, Bandagist. Rottstraße 34 das neue LUHNS Seifenpulver D enarrngend Mesgrundlich die Wälche 9 A S PEG P AKET Aiche e Anschichere W. Rockenteller Wittener Str. 32/ Ruf 63831 Drucksachen für Industrie, Handel und Gewerbe Das neue LUHNS löst sich leicht ob in kaltem oder warmem Wasser und gibt eine herrliche Lauge. KEA Ken sowie alle lästigen Körperhaare werden mit der Wurzel für immer beseitigt durch neu erfundenes, wohlriechendes Enthaarungs6l und Pulver als Vorbehandlung. Sofortige Wirkung innerhalb 3 bis 5 Minuten. Erfolg und Unschädlichkeit garantiert. Preis der Kur.- RM. Hochinteressante Broschüre u. viele notariell beglaubigte Anerkennungen Auch große Auswahl in Rollern, Rollschuhen und Dreirädern Versteigerung Dienstag, den 13. April, morgens von 10 bis 1 Uhr, nachmittags von 3 bis 7 Uhr, werde ich in meiner Auktionshalle Ehrenfeldstraße 10 folgende gebrauchte Gegenstände meistbietend gegen bar freiwillig versteigern: 1 eich. Speisezimmer, 1 Wohnzimmer, 1 Küche, 1 Schreibtisch, 1 Ausziehtisch, 1 Eßservice, Herde, 1 Kamin, 1 Herrenzimmer, 2 Sosas, 1 Registr.=Kasse, Bettstellen, Tische, Stuhle, Romane, Porzellan, Anzüge, H: und Küchengerät. eine Stunde vorher. Heinrich Sehr, beeidigter u. öffentl. angest. Auktionator. Alsenstr. 42. Telephon 65384. Wäsche, HausBesichtigung fahrradhaus am Rathaus " henms Zannlungsweise Monatsrate.— Mark bummistrümpte lefer: Sanitäts=Haus Fischer Kortumstraße Ecke Rottstraße. Altbekannte Morkenröder immer noch preiswert bei TanTau Numboldt- u. Gußstahlstr.sche Zahlungskrleichtorung BüromascKNRGN Voctsien Ro####mann& Co. Viktoriastraße 11 Rut 617 61 KAE Polizeiverordnung Auf Grund des Poltzeiverwaltungs= gesetzes vom 1. Juni 1931(GS. S. 77) in der Fassung der Verordnung vom 17. März 1933(GS. S. 43) wird für den Stadtkreis Bochum mut meiner Zustimmung als Leiter der Gemeinde folgende Polizeiverordnung erlassen: S 1 Die Polizeiverordnung über den Aufbruch von gepflasterten Fahrbahnen und Bürgersteigen zum Zwecke der Verlegung von Leitungen vom 20. Februar 1928 wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. 8 2 Diese Polizeiverordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Bochum, den 9. April 1937 Der Oberbürgermeister als Ortspolizeidehörde Preuß.-Südd. Klassenlotterie !1aee inallen Abschnitten " 2038 zu habenbeider Staatlichen Lotterie-Einnahme VOSELSANG Telephon 84041 ae Ziehung I. Klasse 28. und 24. April Stellenangebote männtich Maschinenfabrik sucht perfekten Veilikbsbachhatler, mit modernem Abrechnungswesen und Erfolgsrechnung vertraut Angebote mit Lichtbild, Zeugnieabschriften, Gehaltsansprüch., Eintrittstermin D. V. 2788 Anzeiger Gut furdierte, aufstrebende deutsche Lebens=Vers.=Ges. sucht für Bochum und Umgegend zum sofortigen Antritt Verireter mit guten Umgangsformen und besten Beziehungen. Gründliche Ausbildung. StändigeUlnterstützung nach bewährtem System. Angemessener Verdienst sowie Aufstiegsmöglichkeit. V. L. 2789 Anz. Tüchtiger Damen= und Herren=Friseur, perf. in Ondul., Dauer= u. Wasserwelle, ges z. 19. 4. K. u. Wohn. evtl. i. Hause. Friseur W. Pentinghaus, Hagen, Webringhauser Straße 57. Nur perfekte Klein= und Großstückschneider für sofort Pet. Merz, Hagener 2 Schneidergehilfen gesucht. Zaplin, Schneidermeister, Hattingen.(a2638 für die Landwtsch. zu sofort gesucht. R. Schrage, Rüggeberg über Milspe i. Westf. — Tüchtige Tenphonistin möglichst über 25 Jahre, von Maschinenfabrik gesucht. Angeb. mit Lichtbild, Zeugnisabschriften, Gehaltsansprüchen, Eintrittstermin unter L. L. 2786 Anzeiger. Tüchtige Helecte in angen. Dauerstellung und guten Lohn stellt ein für sofort oder später (Kost und Wohnung im Hause) Spezial=Damensalon Ryr, Osnabrück, Johannisstr. 67. Fleißiges für Küche u. Haus bei hob. Lohn z. 1. ö. 1937 gesucht. Färberei Alb. Roth, M. Gladbach, Baldhaus. Str. 206. Tüchtiges, ehrl. junges Maochen für leichte Hausarbeit, Geschäft u. Café gesucht. Konditorei May, Buer, Hochstr. 46, Telephon 30971. Suche für sofort kath., braves, 17= bis 18jähriges Zweitmädchen für landw. Haushalt und leichte Gartenarbeit. Clemens Schulte, Hagen=Bathey. Für gepfl.=Personen=Haushalt z. 15. 4. sauberes Kraschen n. unter 18 Jahr., gesucht. Vorzustell. zw. 16 u. 17 Uhr bei Frau Kayser, Freiligratbstr. 54. für Wirtschaft gesucht, evgl., nicht unter 20 Jahren. Wedding, Bielefeld, Waldtrug. Aelteres durchaus selbständiges Relchliche gesucht.(a2769 Konditorei=Café Fuchs-Grünewald, Kortumstraße 30. Durchaus braves, kath., älteres Mädchen welch, auch kochen kann, gesucht. Mühlenstr. 41, 1. Et. Sauberes Mädchen zum 1. 5. gesucht. Vorzustell.-4 Uhr Alsenstraße 57 IlI r. Gut empfost. von einz. Dame gesucht. Kochkenntnisse erwünscht. Nähe Bergmannsbeil.(a2754 Auskunft Anzeiger Stellen. gesuche (weidlich Ehrl. ig. Frau sucht Arbeit, gleich welcher Art. E. H. 41617 Anz. Vermietungen (Wohnungen, leere Zimmer) In Dad Phimom sind im Mittelpunkt des Badebetriebes, ca. 1 Minute vom Kurpark und den Badeeinrichtungen entfernt zwei abgeschlossene Wohnungen zu vermieten. 1. Wohnung in der ersten Etage, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Korridor, Bodenraum, Kellerraum, Badeeinrichtung, Balkone. Jähriicher Mietpreis 900.— RM 2. In der zweiten Etage, 4 Zimmer, Küche, Korridor, Keller und Mansardenzimmer und Balkone. Jährlicher Mietpreis 780.— RM. Auskunft erteilt die Städtische Sparkasse Bad Pyrmont Für„Kortumstr. 13,.61 Pensionäre 3 Zimmer Küche u. Zubehör, in Bad Meinberg, an ruhige Leute zu vermiet. Anfr. an Frau Minna Prasse Wwe., z. J Boch. Langendreer Wallbaumweg 129. Vermietung (MöoI. Zimmer) link. Aufg., möbl. Zimmer z. vermiet. Kreuzstr.18, 1. Etg. möbliert. Zimmer zu vermiet.(41561 Kronprinzenst. 22,1 Schlafstelle, Mansarde, zu vermiet. Marienstr. 2, 1. Etg. Eing. Humboldtstr. frdl. möbl. Zimmer, Näbe Hobf. u. Boch. Verein, zu verm. Bongardstr 62, 1 alleinigd.möl. Zim. p. sof. zu vermiet. Henriettenstr. 33,1 saub. Schlafst., evtl. m. Verpfleg.,.orm. Horst=Wessel St.18 frd. m..= u. Schifz. (Schrbt. Büchersch.) Königstraße 24. II bess. möbl. Frontz. an Hru. bill. z. orm. Meinolphusstr. 16 1. Et., Belser, möbl. Zim. sof. zu vmi. Dorkstr. 4, part., gut möbl. Zimm. zu vermieten. Erfolgreich werben dureh Anzeigen uon„.K. Versäumen Sie nicht die Gelegenheit! Einzelmöbel Stühle, lische Dekorationsstoffe Spitzen usw. billig zu kaufen. Räumungsverkauf Schmiedeknecht, Wittener Straße. se weit heravgesetzt! Tiefb.=Kinderwag. .—„Dauerbrandsen 15.—, Zimnerosen.—, Herd 10.—, Gasherd m. Ständ. 10.—, Nähnasch. 25.—, Ausziehtisch 12.—fast Kleiderschrk. Waschtisch Kommöde 10.—, Oberbette gut erhalt., 15.mit Möbellager— Schreinerei, Toreinfahrt. Weißes Wittener Str. 83 I. Etage Husb. Belistelle Am Sieven I. abz 6. 1. Telephonzelle, sebraucht, aber gut erhalt., ab 1. Mai 1937 abzugeb. Besichtigung bei Joh. Chr. Leye, G. m. b.., Chemische Fabrik, Westfälischestr..7. Mehrere Fuhren Kuhdünger frei Haus abzug. Wiemelhauserst. 35. Nie wiederkehrende Gelegenheit! iie Pe e. Hotorräder von 345,- an Bernh. Löcking Hattinger Str. 65 Ruf 64829 Aron Motbrrad 00 cem, fahrbeeit, für 120 RM. u verkaufen. Scherzek, Biemelhauserst.96. neuer Maßanzug (Gr. 48) f. 30 f zu uf. Weitmar. C Glatt= und Drahthaar-Foxterrier wegen Aufgabe des Zwingers zu billigen Preisen abzugeben. Nur Reflektanten, die sich sofort entscheiden könn., woll. sich melden Zwinger„Vom Hugel“ HattingenRuhr, Bismarckstraße 53 Kaufgesuche Ankauf v. Lumpen, Knochen, Eleen, Metallen und Papler Firma V. Braun, Bochum Hultsch nerstr. 5, Ruf 627 90 Endel Ankauf, alte Silbermünz., und Bruch Ludw. Mauer, Marienstraße 14, Gen. Berlin 5608. Günstige Kautgelegenheiten finden Sie im Bochumer Anzeiger. Aber trotzdem- geben Sie selbst eine Kleinanzeige auf. Dann erreichen Sie einen groß. Interessentenkreis giecce für die Seso Seltenpulder. Paket 19 Seifenflocken Paket 153 Magazinsteichsbud Pak. JU3 Magazin- gF Seilenpulser 25 Doppelpak. 500 g EU Kernseite Steil. Rlegel 22. Kernseite Ober- Gogz 25. Seitenflocken ca. 80% Fettgehalt großes Paket 20. Soda..... 1 kue 10 Spülgunder„eas 10. Schmierseite . 5 0 0 G r a m m 24 Federklammern 20 Stack 10.3 Klammern u. Wahl 30 Stack.3 Bürsten- u. SeifenMlaguun Größtes Spezlal-beschäft an Plattel Brückstraße 51, Alleestraße 125, Hattinger Str. Ecke Pleperstraße, Rolandstraße 34. Lieferungen frei Haue— Ruf 84711 3 große Kindervorstellungen Dienstag, 13. April, nachmittags 2 Uhr Mittwoen, 14. April, nachmittags 2 Uhr 15. April, nachmittags 2 Donnerstag, 15. April, nachmittags 2 Uhr Rablo-Reparaturen fachmännisch und gewissenhaft, bei RADIO-BINDER Inh.: H. Schmale Kortumstraße 60 Ruf 84079 Auto- u. Riesenluftreiten neugummieren Seytert& Co., Bochum, Herner Straße 71. But 694 75 (In deutsche. Eine Freude für jedermann. Eine Stunde SHI reinsten Glücks Liebling der IRLEV TEMPLE, der ganzen Welt, der kleinste große Filmstar— voll Scharm— voll Kindlichkeit voll unbeschwerter Freude— weint, lacht, singt und tanzt und begeistert alle in diesementzückenden Film Dazu das beliebte Beiprogramm Kinder: RM.-,30-,50-,70-90 Erwachsene: RM.-.60-,70-,90.20 Sab K1 Se WT Für 1. Mal Gesellschaftszimmer ca. 60 Personen fassend, noch frei Restaurant Hermann Fries Hattinger Straße 421, gegenüber Haus Weitmar tadttheater DKW.--TriumphMotellads. Moterradmech.-Meister Scherzek Wiemelhauser Straße o3 Auto- u. Motorrad-Fahrschule BOCHUM Drumalikel der 53. Montag, 12. April, 15.30—18.30 Uhr Außer Vormiete: Die Räuber von Fr. v. Schiller. Dienstag, 13.April, 20—22.15 Uhr Außer Vormiete: Der Basall von Fr. W. Hymmen. Sie sparen durch Neugummierung Auforeilem Premer, Wittener Str. 27., Tel. 697 19 HOHNER und andere Merken 8 12 Monatsraten Bild-Katalog gratis. Jörgensen Düsseldort 21 Hüttenstr. 8. Bringe er Auswahl losch allen Osten)