Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höde in 22 mm Breite.5 Pl. Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzeitschrift„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch böhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen&am Dierichs in Bochum Donnerstag 8. April 1937 44. Jahrgang Nummer 81 Einzelpreis 10 Pf. im Anzigenzeil und in 28 mm,„Breiz. 50 Pf. im Terntelt, Teaplige: Wirischaftswerbung dienen) 5 Bl., kleine Anzeigen(nicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender Im Tertteil 10 Pf. Auskunst= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig, Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck sernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 32, 53 Ser Hahserehes Oelseref Den Adlerschild des Reiches zum 90. Geburtstag verliehen— Glückwünsche des Minisielprasidenten Hermann=Goling dnb Berlin, 7. April. Der Führer und Reichskanzler hat dem verdienten deutschen Wirtschaftsführer, Geheimrat Kirdorf in Mülheim(Ruhr), der alter Nationalsozialist und Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP. ist, zur Vollendung seines 90. Lebensjahres den Adlerschild des deutschen Reiches verliehen.. 5 Samkant. Die Verleihungsurkunde hat folgenden Wortlaut: „Sehr geehrter Herr Geheimrat! Zur Vollendung Ihres 90. Lebensjahres spreche ich Ihnen herzliche Glückwünsche aus. In Anerkennung Ihrer hohen Verdienste um die deutsche Wirtschaft verleihe ich Ihnen hiermit die höchste Auszeichnung des Reiches, den Adlerschild mit der Widmung: Dem großen deutschen Wirtschaftsführer! Mit den besten Wünschen für Ihr weiteres Wohlergehen bin ich mit Deutschem Gruß Ihr (gez.) Adolf Hitler.“ Ministerpräsident und Generaloberst Göring hat Geheimrat Kirdorf in einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche ausgesprochen. Die Schulzeit der MädchenOverschaten dnb Berlin, 7. April. Die Uebergangsbestimmungen über die Vereinheitlichung des höheren Schulwesens weisen hinsichtlich der Länge der Schulzeit für Mädchen und Jungen Verschiedenheiten auf. Bestimmungen für Mädchen an Mädchenschulen: Die achtjährige Schulzeit tritt erstmalig für die Obertertianerin des Schuljahres 1936/37 in Kraft. Das Versetzungszeugnis dieser Obertertianerinnen berechtigt zum Eintritt in die 0 II der sprachlichen oder hauswirtschaftlichen Form. Ostern 1940 werden sie somit nach achtjähriger Schulzeit zur Reifeprüfung zugelassen.„**** TErs. Die Untersekundanerinnen des Schuljahres 1936/37, die Ostern 1937 in eine 0 II eintreten, machen ebenfalls erst 1940 die Reifeprüfung; mit dem Schuljahr 1937/38 gibt es je eine 0 II für Obertertianerinnen und eine der Untersekundanerinnen, so; wohl in der sprachlichen wie in der hauswirtschaftlichen Form; beide Formen führen in drei Jahren zur Reifeprüfung. Die Obersekundanerinnen des Schuljahres 1936/37, die Ostern 1937 in eine Ul eintreten, machen 1939, nach Besuch der U l und 0 l, die Reifeprüfung. Für die Unter= und Obersekundanerinnen und Unterprimanerinnen des Schuljahres 1936/37 ist somit die Schulzeit noch neunjährig. Da im Gegensatz zu den Jungen bei den Mädchen kein Mangel an Nachwuchs mit Hochschulreife vorhanden ist, ist eine vorzeitige Verkürzung der Schulzeit für die Mädchen nicht notwendig. Bestimmungen für Mädchen an Jungenschulen: Anders liegen die Verhältnisse für die Mädchen an Jungenschulen. Die Mädchen, die im Schuljahr 1936/37 von Ostern bis Herbst 1936 bereits eine U l besucht haben, treten Ostern 1937 in den kombinierten Lehrgang der Prima an Jungenschulen ein. Es ist ihnen aber freigestellt, damit sie eine Wiederholung des Lehrstoffes vermeiden, sich von Ostern bis Herbst 1937 beurlauben zu lassen. Während dieser Zeit können sie eine hauswirtschaftliche Schulung durchmachen. Bei Nachweis einer solchen Schulung ist ihnen im Oktober 1937 der Wiedereintritt in die Prima und die Zulassung zur Reifeprüfung zu Ostern 1938 gestattet. Die Obersekundanerinnen des Schuljahres 1936/37, die Ostern 1937 ebenfalls in die Prima der Jungenschule eintreten, können wohl zu Ostern 1938 zur Reifeprüfung zugelassen werden, das Reifezeugnis ist ihnen aber erst Ostern 1939 auszuhändigen beim Nachweis einer erfolgreichen einjährigen hauswirtschaftlichen Schulung. Diese Regelung ist getroffen worden, damit die Mädchen an Jungenschulen hinsichtlich der Dauer der Schulzeit den Mädchen an Mädchenschulen gleichgestellt sind. Die Zahl der Mädchen in der Oberstufe von Jungenschulen fällt zahlenmäßig gegenüber den Mädchen an Mädchenschulen kaum ins Gewicht. die Gegner zurüchgewiesen. der Südarmee war der Druck des Gegners Barazar=Gipfel, weithin sichtbar, das rotgelbe auf die nationalen Stellungen am Dienstag besonders Banner auf. Die nationale Artillerie beschoß und stark.(22 Bombenflugzeuge bombardierten die aus ihren Der Sonderberichterstatter des DNB. meldet: Am Schützengräben verdrängten bolschewistischen Streitkräfte, Mittwoch eroberten die nationalen Truppen an der die große Verluste hatten. in Reinruntur GpA.=Henker Jagoda besaß Millionen Rubel Bargeld, viel Diamanten, Gold, Devisen und Wertgegenstände London, 7. April. Der Warschauer Korrespondent des„Daily Expreß“. veröffentlicht Einzelheiten aus dem Privatleben Jagi das, des jetzt gestürzten GPU.=Häuptlings, unter dessen Blutterror das russische Volk viele Jahre gelitten hat. Nach der Verhaftung hat man Jagodas Wohnung durchsucht und dabei in einem Geheimschrank hinter seinem Bett Diamanten im Werte von mehr als 120 000 Reichsmark und amerikanische und japanische Banknoten in Höhe von rund 72.000 Reichsmark gefunden. Die Sowjets erklären hierzu, damit sei der lionen Rubel, ferner größere Beträge in Gold und ausländischen Devisen sowie zahlreiche Wertgegenstände zutage gefördert. Der Jude Jehuda sammelte Millionen und in den sowjetrussischen Elendsgebieten lauert der Hungertod... Hunderte von Fliegerbomben auf das Gebiet an Indiens Nordwestgrenze London, 7. April. Die indische Regierung hat angekündigt, daß sie das Emil Kirdort Der neunzigjährige Jenior des deutichen Bergbaues Das Leben Emil Kirdorfs steht ohne Beispiel vor uns. Es ist ja nicht so, daß der jetzt Neunzigjährige einen Feierabend längst verdienter Ruhe verbringt wie ihn um Jahrzehnte jüngere Männer zu genießen pflegen. Noch sorgt er um das Schicksal des Ruhrbergbaus mit unverminderter Hellsichtigkeit. Wenn es darum geht, blitzen seine Augen wie früher, bricht das alte, dämonisch wirkende Temperament hervor, fällt jede Müdigkeit von ihm., Mtee uam.: ] Eine Stunde mit dem„Alten vom Streithof“ ist wie ein Wunder. Aus dem, was er spricht, klingt die Geschichte des Ruhrgebiets in sieben, klar bewußt gelebten Jahrzehnten. Was Gewicht und Rang in dieser Geschichte gehabt hat, ist so sicher im Kopfe Kirdorfs bewahrt, daß der Name keines Mannes von Bedeutung, kein wichtiger Vorgang verloren gegangen ist. Und wie er die Vergangenheit einem aufgeschlagenen Buch vergleichbar vor uns ausbreitet, so wägt er die Erscheinungen der Gegenwart, die er mit scharfem Urteil am Reichtum seiner Erfahrungen und seines Wissens um die wirtschaftlichen Dinge mißt. Noch gilt dieses Urteil mehr, als die Welt glauben mag. Männer, die selbst lange schon einen durch bleibende Verdienste errungenen Namen haben, hören, wenn es um die Kohle geht, Kirdorfs, des Vielerfahrenen, Rat. Niemand verläßt den Herrn vom Streithof ohne eine geistige Bereicherung, zu der sich gewiß in vielen ein Gefühl der Ehrfurcht vor den lebendigen Kräften gesellt, die Mutter Natur in diesem schmalen, zierlichen menschlichen Körper aufgespeichert hat. 6 Man kann, wenn man an das Auftreten Kirdorfs auf der vorjährigen Hauptversammlung des Bergbauvereins in Essen und auf der Saarbrücker Tagung des Vereins deutscher Bergleute denkt, wenn man weiß, daß der alte Herr hier und da noch irgendeine Aufsichtsratssitzung im Konzern der Ver. Stahlwerke besucht, sich für wichtige Besprechungen zur Verfügung hält und seinen Briefwechsel handschriftlich mit der oft bewunderten Pünktlichkeit erledigt, die Jahre seit 1926, das heißt seiner Ehrenpräsidentschaft in den Aufsichtsräten der Ver. Stahlwerke und der Gelsenkirchener BergwerksAG., fehr wohl noch zu seinen aktiven Dienstjahren Beweis erbracht, daß Jagoda aus der Sowjetunzen Die indische Regierung hat angekündigt, daß sie das über Mandschukuo und Japan habe fliehen wouen. Im Gebiet Waziristan an der Nordwestgrenze Indiens planKeller dieses seltsamen„Arbeiterführers“ hat man außer= mäßig von Flugzeugen bombardieren werde. Auf das dem nicht weniger als 700 große Flaschen französischen S gattu, Tel sind schon am Mittwoch mehrere Jg; sehr wos: Pscut bürte Perhute Handert Fliegerbomben abgeworsen worden. Ganz Wa= hinzürechnen. Tut man das, so kommt man zu dem Moskan. 7. Aprtl. ziristan ist als Sperrgebiet erklärt worden, dessen Be= Phänomen, daß dieser Mann seit über 65 Jahren als Nachrichten über riesige Unterschlagungen des ver= treten nur mit besonderer Erlaubnis gestattet ist. In Mitglied des Vorstandes oder Aufsichtsrates einer Akhafteten ehemaligen GPu.=Henkers Jagoda werden in diesem Gebiet haben in letzter Zeit fortgesetzt Unruhen tiengesellschaft in leitender Stellung tätig hiesigen amtlichen Kreisen jetzt nicht mehr bestritten. Pattgefunden, deren Anstifter der Fakir von Ipi ist. hergsetz#gsieg, va führenden Gesellschaft Gleich nach der Verhaftung wurden in der vompösen Noch in der letzten Woche wurden zwei britsche Offi=]“ Teben und Wirken des huda Haussuchungen durchgeführt. Sie haben,.,wird ziere und, Ho, englische und indische Soldaten im Kampf aus uief. zuo W0 berichtet, Bargeldin Höhe von einigen Mil= mit den Eingeborenen getötet. ist und fast des RuhrGang Frauteeichkeiret unter den Auswirkungen der 40=Stunden=Woche Weitere Höhenrücken erstürmt von den nationalspanischen Truppen an der Baskenfront Salamanca, 7. April. Nach dem Heeresbericht haben die nationalen Truppen an der Baskenfront die Stellungen von Basagure und Gurrieta sowie die Höhenrücken des Oyargen=Gebirges und die Bergausläufer des Amboto=Gebirges genommen. Auch die Stellungen in den UrquilolaBergen und in den Barazar=Bergen fielen in ihre Hand. In Olaeta sand man ein großes Munitionslager. Ankanterie: us Von der Asturienfront wird Infanterie= und Artilleriefeuer gemeldet. An der Frout von Madrid wurde ein seindParis, 7. April. Die Auswirkungen der Einführung der 40=StundenWoche in Frankreich werden von Tag zu Tag fühlbarer, und das dadurch entstandene Durcheinander in der Preisentwicklung und in der Belastung der Bevölkerung wird immer größer. Auch die Presse beschäftigt sich bereits ausführlich mit den Zuständen. Der„Matin“ weist z. B. darauf hin, daß, um das Durcheinander vollzumachen, die Banken und Modehäuser an Samstagen geschlossen bleiben, während die Lebensmittelgeschäfte und Warenhäuser an Montagen schließen müssen. Man verstehe nicht, so schreibt das Blatt, wie diejenigen Familien, in denen der Mann bei der Bank und die Frau im Warenhaus oder der Mann in der Lebensmittelbranche und die Frau in einem Modehaus beschäftigt sind, die 48stündige Arbeitsruhe gemeinsam genießen sollen. Es komme hinzu, daß die Schulzeit der Kinder sich nicht ändere und damit praktisch für die Eltern ein Feiertag gar ni leintrete. Der„Matin" stellt zum Schluß fest, daß das normale Leben an drei Tagen der Woche gestört sein werde Der Kunde sei das„zahlende Schwein", um dessen Bequemlichkeit sich niemand zu kümmern habe. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß es eine Fülle von Geschäften gemischter Branchen gebe, bei denen es unklar sei, an welchem Tage sie nun zu schließen hätten, so daß kein Käufer mehr wisse, wann er ein Geschäft geöffnet finde, und schließlich die Geschäfte sowohl an den Samstagen wie an den Montagen leer sein würden. Eine andere Folge sei. ganz abgesehen von dem weiteren Steigen der Preise und dem Absinken der Kaufkraft der Arbeiterschaft, für die ja die Lohnerhöhung kein Ausgleich für den Verlust des Verdienstes von acht Arbeitsstunden sei, die zu erwartende Zahl der Geschäftszusammenbrüche, da es einem großen Teil der Wirtschaft sehr schlecht gehe und insbesondere mit dem Zusammenbruch einer großen Zahl von mittelständlerischen Geschäften gerechnet werden müsse. Der„Figaro“ hat über die Durchführung der 40Stunden=Woche die Meinung einer Reihe interessierter Persönlichkeiten eingeholt. Ein Gastwirt erklärt dem Blatt:„Obgleich wir nicht unmittelbar durch die Regierungsverordnung betroffen sind, leiden wir unter ihrer Auswirkung. Alle Angestellten, die bei uns essen, sind am Montag ausgeblieben; die Zeiten sind schon hart genug. Belastet durch eine Fülle von Aogaben, angewiesen auf eine Kundschaft, deren Mittel durch die Krise beschränkt sind, haben wir nicht zuviel Arbeitstage. Wie sollen wir durchkommen, wenn man einen weiteren abschafft?“ Ein Hemdenschneider sagt:„Man verbietet unseren Angestellten, am Montag zu arbeiten. Wir müssen also den Verkauf selbst vornehmen. Die 40Stunden=Woche gilt nicht für uns. Wie sollten wir aber auf unsere Kosten kommen und unser Personal und unsere Steuern bezahlen, wenn wir nur 40 Stunden arbeiten wollten?“ Das Ergebnis dieser Maßnahmen wird sein, daß die kleinen Arbeitgeber gezwungen sein werden, ihre Angestellten zu entlassen. Unter dem Vorwand, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, wird der marxistische Gewerkschaftsverband die Arbeitslosigkeit in einem Maße vergrößert haben, wie er es selbst nicht ahnte. Der Vorsitzende der Confédération Nationale de Groupements Commerelaux et Industriels richtet an den Ministerpräsidenten im Namen von 350 000 kleinen und mittleren Kaufleuten und Industriellen ein Schreiben, in dem er auf die ernsten Schwierigkeiten hinweist, die aus der plötzlichen Anwendung der 40=StundenWoche bei dem Kleinhandel entstehen. Er bitte um sofortige Maßnahmen, damit die Krise, an der der Kleinhandel bereits leide, nicht noch erschwert werde. Umfragen bei Pariser Geschäftsleuten haben ergeben, daß schon jetzt kleine Geschäfte, die nur wenige Personen beschäftigen, Entlassungen haben vornehmen müssen. Das Elend droht Die Wochenschrift„Candide“ über die Auswirkungen der Volksfront=Politik. Die politisch=literarische Wochenschrift„Candide“ unterzieht die Auswirkungen der Volksfront=Politik einer äußerst scharfen Kritik und stellt fest, daß Frankreich das Land des Faulenzertums geworden sei, wo man auf der ganzen Linie von einer wahren Inflation sprechen könne. Paris stirbt und mit ihm Frankreich", so schreibt das Blatt.„Die Champs Elysées sind ab 11 Uhr abends verlassen, die Lichtspielhäuser zu dreiVierteln leer, 200 Nachttaxen warten vergeblich auf Kunden. Wenn man die amtlichen Statistiken untersucht", erklärt das Blatt weiter,„so wird man feststellen, daß das Leben nach und nach aus der Wirtschaft verschwindet und Frankreich langsam verarmt, weil es von seinem eigenen Kapital zehrt. Man kann von einer Verringerung der Erzeugung auf der ganzen Linie sprechen, weiter von einer enormen Steigerung der Erzeugungskosten, dem Zusammenbruch des Außenhandels, dem Ruin der kleinen und mittleren Unternehmen, ferner von einer Erhöhung der Lebenshaltungskosten, einem Haushaltsunterschuß und einer allgemeinen Unsicherheit, was man alles zusammen in das Wort Inflation kleiden kann. Ein sinnverwandtes Wort von Inflation heißt aber Elendl“ Wirken des nun Neunzigjährigen sind aus vielen Anlässen beschrieben worden. Doch mag noch einmal daran erinnert sein, daß er, am 8. April 1847 als jüngster Sohn von drei Söhnen des Webereibesitzers Martin Kirdorf im bergischen Städtchen Mettmann geboren, in einem Haus bürgerlichen Wohlstandes aufwuchs, bis die Maschinenarbeit das Werk des früh verstorbenen Vaters in den Zusammenbruch drängte. Der Freitod des väterlichen Geschäftsführers, der das ihm anvertraute fremde Gut nicht zu erhalten vermocht hatte, machte auf den jungen Kirdorf einen tiefen Eindruck, dessen Spuren sich unverwischbar in sein Wesen eingruben und ihm eine ganz bestimmte Auffassung von den Aufgaben eines Geld verwaltenden Beamten gaben.„Ein bezahlter Arbeiter, wie ich es bin“— so sagte er später, als Generaldirektor und Geh. Kommerzienrat, einmal,„ist verpflichtet, seine Aufgabe zu erfüllen. Meine eigenen Berufsgenossen und ich müssen immer die Frage vor Augen haben: Kann dabei unser Unternehmen noch gedeihen, können die Erwartungen erfüllt werden, die die Beteiligten an unsere Arbeit und an das Ergebnis des Unternehmens stellen?" Begünstigt durch einige Zufälligkeiten, aber auch durch Eigenschaften, die ihm ein großes Vertrauen anderer Menschen zuführten, erhielt der 24jährige Textilkaufmann die Stellung eines kaufmännischen Leiters der Bergbau=Aktiengesellschaft Holland in Wattenscheid, einen Posten, der ursprünglich seinem älteren Bruder Adolph, dem nachmaligen Begründer des Stahlwerksverbandes, zugedacht war. Schon in dieser Stellung muß Kirdorf die Aufmerksamkeit führender Männer des Ruhrgebiets auf sich gezogen haben. Denn nicht erst, wie er selbst meint, als er mehrere Jahre später bei der Gelsenkirchener Bergwerks=AG. mit Friedrich Grilloheftig zusammenstieß, sondern bereits in seiner Wattenscheider Zeit erwog Louis Baare, der große Führer des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation, die Heranziehung Kirdorfs, wie der Verfasser aus Baares Familienkreis erfahren hat. Als Emil Kirdorf am 8. November 1871 als Bergbaufremder sein Schicksal mit dem des Ruhrbergbaus verband, hat er nicht geahnt, daß er selbst einmal zum Schicksal dieser Industrie zu werden berufen sei. Als er. dann durch Friedrich Grillo, den genialen Essener Industriegründer, Adolf von Hansemann, den Schöpfer der Berliner Diskontogesellschaft und anerkanntesten Finanzmann seiner Zeit, und Miquel, den späteren preußischen Finanzminister, zu Anfang des Jahres 1873, im Alter von erst 26 Jahren, zum kaufmännischen Leiter der mit dreizehneinhalb Millionen Mark gegründeten Gelsenkirchener Bergwerks=AG. berufen wurde, kam er— sozusagen mit einem Ruck— in die vorderste Reihe der Bergbauunternehmer, in der neben den alteingesessenen Gewerken und den Bergakademikern sowie vereinzelten sonstigen bergmännischen Praktikern der Kaufmann nur eine untergeordnete Rolle spielte. Es ist keine Uebertreibung, wenn man sagt, daß Kirdorf der kaufmännischen Leitung in den Bergbaubetrieben die ihr gebührende Stellung erobert hat, Bei Kirdorfs Berufung hatte die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung der Gründerjahre ihren Höhepunkt erreicht. In die Zeit der Krise auf dem Kohlenmarkt, die mit kurzen Unterbrechungen von 1874 bis 1889 dauerte, fielen dann die erstaunlichen kaufmännischen Erfolge Kirdorfs, die Gelsenberg in die vor Seite 2 Nr. 81 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 8. April 1937 derste Linie des Ruhrbergbaues brachten. Wie waren solche Erfolge möglich? Kirdorf verband mit einer Arbeitskraft, die man seinem schmächtigen Körper nicht zuzutrauen wagt, einen ungewöhnlichen Sinn für organisatorischen Ausbau und peinlichste Ordnung. Dazu kam eine hochentwickelte Verhandlungsgabe, die ihn, ähnlich" dem großen Alfred Krupp und Louis Baare, zum erfolgreichen Reisenden des Unternehmens machte. Vor allem aber war ihm eine— ich weiß das Fremdwort nicht zu ersetzen— geradezu intuitive Hellsichtigkeit in wirtschaftlichen Dingen zu eigen, die ihn die richtigen Entschlüsse schnell und mit großer Sicherheit fassen ließ. Als der Krieg ausbrach, stand die Gelsenkirchener Bergwerks=AG. als mächtiges gemischtes Werk an der Spitze der Ruhrwirtschaft. Von 980 Mann zu Anfang war die Gefolgschaft auf 53.000 gestiegen. Es ist belannt, daß nach dem Krieg, dessen Abschluß Gelsenberg seiner gesamten, linksrheinischen Eisenseite beraubte, die Kirdorfsche Gesellschaft zum Mittelpunkt der großen Zusammenschlußbestrebungen wurde, die der Wiederherstellung des verlorengegangenen Eleichgewichts in der Ruhrwirtschaft und ihrer Wiederaufrichtung dienen sollten. Zusammen mit Hugo Stinnes, dem Beherrscher der Deutsch=Luxemburgischen Bergbau= und Hütten=AG., entwarf der nun schon 73jährige Herr auf dem Streithof die Pläne für die gewaltige industrielle Kräftekonzentration(1921 die Interessengemeinschaft Gelsenkirchen— Deutsch=Luxemburg— Bochumer Verein), aus der die Vereinigten„Stahlwerke hervorgegangen sind. Im Jahre 1926, als das vollendet war, legte Emil Kirdorf, fast 80 Jahre alt, den Kommandostab aus der Hand. Sein fast unvergleichliches privatwirtschaftliches Lebenswerk stand nach den schweren Erschütterungen der ersten Nachkriegsjahre neugefestigt und gerüstet, allen Stürmen standzuhalten. Kirdorf ist in den ersten Jahren seiner Tätigkeit im Ruhrbergbau ausschließlich von den Sorgen und Aufgaben seines privatwirtschaftlichen Amtes erfüllt gewesen. Aber sein Blick weitete sich dann schnell und begann die Gesamtprobleme des Ruhrbergbaues und der Kohlenwirtschaft zu umgreifen. Mit der am 16. Februar 1893 getätigten Gründung des Rheinisch=Westsälischen Kohlensyndikats hat Kirdorf nach unsäglichen Kämpfen gegen kurzsichtigen Eigennutz sein gemeinwirtschaftliches Ziel erreicht. Aus seiner innerlichen Kampfstellung heraus war Kirdorf von jeher ein schlimmer Untertan von Amtsstellen, deren Wünsche oder Aufgaben er nicht verstehen konnte, sobald sie ihm absurd schienen. So ist er seinerzeit auch der Führer der gegen den preußischen Staat opponierenden Ruhr= industriellen gewesen. Man erinnert sich der HiberniaSchlacht, in der die Privatindustrie das Eindringen des Fiskus in ihr Reservat vereitelte. Hohe Ehrungen, die ihm zugedacht waren, lehnte er schroff ab. Er wollte mit den Regierenden, die sich unter dem Druck des Reichstags mehr und mehr zu Steigbügelhaltern der volks= und staatszerstörenden Kräfte machten, nichts zu tun haben. Quälende Sorge um Volk und Reich verbitterte ihm schon vor dem Krieg das Leben. Dann sah er, wie die dunklen Schatten, die ihn zwei Jahrzehnte hindurch verfolgt hatten, tragische Wirklichkeit wurden, wie ein ganzes großes Volk in Schmach versank. Wenige von denen, die an seinen Ehrentagen mit Liebe und einer Verehrung, die bis zur. Ehrfurcht wurde, zum Herrn des Streithofes aufschauten und in ihm den Genius des Ruhrgebiets sahen, ahnten von der Sorge, die er um Deutschlands willen trug. Die ersten Flammenzeichen der nationalen Wiedergeburt sah er mit düsterer Skepsis. Erst als er Adolf Hitler 1929 auf dem Nürnberger Parteitag inmitten jubelnder Menschenmassen erblickte, gewann die Hoffnung in ihm neues Leben. Als einer der ersten Großindustriellen ging er zu ihm. Er wurde wieder stolz auf sein Volk. Wir beugen uns vor dem Neunzigjährigen, diesem einzigartigen Mann. W. Bacmeister „Nur gesamtdeutsches Geschichtserleben“ Alfred Rosenberg über deutsche Geschichte .., and Flegsburg, 7. April. Die vom NS.=Lehrerbund in Flensburg veranstaltete Tagung für Geschichtslehrer wurde am Dienstag abend im Großen Saal des Deutschen Hauses mit einem Vortrag des Reichsleiters Alfred Rosenberg über deutsche Geschichte eröffnet. Er wandte sich in seinen Ausführungen gegen Stimmen, die die große heutige Liebe für geschichtliche Fragen gleichsam als eine Flucht in die Geschichte hinstellen. Die deutsche Gesamtschau der Vergangenheit reiche heute tiefer zurück als jemals früher. Die Ergebnisse der Rassenkunde und Vorgeschichte zeigten uns einen andern Kraftstrom, als bisher konfessionelle und liberale Geschichtsbetrachtung ihn behaupteten.„Ueber die Stammesrivali= täten, über die Kämpfe der Konfessionen und Dynastien hat das gesamte Volk heute jenen Freiheitshegriff in sich wieder lebendig gemacht, der der Urtrieb des frühern germanischen Menschen stets gewesen ist, nur beschränkt war auf die kleinern Gruppen der Stämme, Konfessionen oder Dynastien. Und deshalb gibt es für uns heute keine katholische, protestantische, liberalistische. dynastische oder marxistische Geschichtsbetrachtung, sondern nur ein gesamtdeutsches Geschichtserleben. Was sich heute in Deutschland abspielt, ist das Herstellen eines neuen und doch urgermanischen Verhältnisses zwischen politischer Autorität und völkischer Freiheit. Nach vielen Versuchen der letzten 1½ Jahrhunderte, aus der Bindung des Mittelalters eine neue zu finden, erscheint die nationalsozialistische Bewegung als eine Neuformung, und zwar originelle Neuformung unserer Zeit, beruhend auf den ewigen Werten des deutschen Führerund Gefolgschaftscharakters. Ohne Vorbild sein zu müssen, ist es doch ein Beispiel auch für andere Völker, aus ihrem Charakter und ihrer Tradition heraus neue Formen zu finden, die unserer Zeit und den Fragen unsers Jahrhunderts entsprechen. Die große Aufgabe des deutschen Geschichtslehrers ist es deshalb, das heranwachsende Geschlecht mit Stolz aus die Größe der Kämpfe und schöpferischen Leistungen deutscher Vergangenheit zu erfüllen.“ Bombenwürfe auf britischen Verstörer London, 7. April. Von der englischen Admiralität wird mitgeteilt, daß sich Berichte über Bombenwürfe auf den britischen Zerstörer„Gallant“, der sich auf dem Wege von Alicante nach Valencia befand bestätigten. In einem Abstand von zwei Stunden seien zwei Bombenwürfe erfolgt. Das erste Mal habe ein Flugzeug sechs Bomben abgeworfen. Beim zweiten Male seien von zwei Flugzeugen neun Bomben gefallen. Die„Gallant“ habe darauf mit Luftabwehrgeschützen auf die Flugzeuge gefeuert. Es sei jedoch keinerlei Schaden angerichtet worden und der englische Zerstörer habe seine Reise nach Valencia fortgesetzt. Die Identität der Flugzeuge sei vorläufig noch nicht festgestellt worden Man glaube jedoch, daß es sich um national=spanische Flugzeuge gehandelt habe. Die Geinemeen find Wirder=Hrsuns Jahrestagung des Deutschen Gemeindetages— Bedeutsame Reden von den Reichsministern Dr. Frick und Schwerin von Krosigk sowie dem Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler dub Berlin, 7. April. Vor dem Gebäude der Kroll=Oper wehten an hohen Fahnenstangen die Flaggen der deutschen Großstädte, als im Reichstagssitzungssaale der Kroll=Oper am Mittwoch vormittag der Deutsche Gemeindetag zu seiner diesjährigen Jahrestagung zusammentrat. Unter den etwa 1500 Anwesenden sah man zahlreiche Ehrengäste, Vertreter aller Reichs= und Staatsbehörden sowie der Parteidienststellen. Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages, Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler(München), eröffnete die Jahrestagung mit einem Gruß an die Ehrengäste. Darauf nahm der Reichs= und Preußische Minister des Innern Dr. Frick das Wort zu seinem Vortrag über grundsätzliche Fragen der Verwaltungsreform. Der Minister dankte den Bürgermeistern und Landräten für ihre hingebende, oft entsagungsvolle Arbeit im Dienst der Volksgemeinschaft. Der-Kreis der Gemeinden, die als noch nicht völlig wieder gesundet bezeichnet werden müßten, habe weiterhin abgenommen.„Wir haben“, so sagte er wörtlich, „in der Deutschen Gemeindeordnung eine Verfassungsform für die Gemeinden gefunden, die eine schlagkräftige und zielsichere Verwaltung unter allen Umständen gewährleistet. Dagegen sind die Auffassungen für die Selbstverwaltung der Gaue zur Zeit noch nicht einheitlich.“ Dr. Frick betonte dann, daß eine gewisse Mindestgrenze erfüllt werden müsse, wenn der Selbstverwaltungsträger seiner Aufgabe gerecht werden wolle. Könne diese Mindestgrenze von einer Gemeinde oder einem Gemeindeverband nicht mehr eingehalten werden, so werde die Einheit der Aufgabenerfüllung zerrissen und ein Zustand herbeigeführt, der schon in normalen Zeiten unerwünscht, in ernsten Zeiten aber unerträglich sei. Dr. Frick wandte sich hierauf der Frage der Normal= größe der Landkreise zu. Er habe in seiner Münchener Rede bereits bestimmte Einwohnerzahlen genannt, 60 000 bis 100 000, innerhalb deren der normale deutsche Landkreis der Zukunft liegen soll. Es werde sich also darum handeln, in absehbarer Zeit jedenfalls in einer Reihe von Ländern größere Landkreise zu schaffen, als sie bisher dort bestehen. Es gelte auch, für die zweckmäßige Erledigung der zwischengemeindlichen Aufgaben, für die nachbarliche Gemeinschaftsarbeit der Gemeinden untereinander geeignete Formen zu entwickeln. Dr. Frick erwähnte die Möglichkeit, daß Gemeinden im Wege vertraglicher Abmachungen in Gemeinschaftsbeziehungen treten, wie das gerade auf dem Gebiet der Gemeindewirtschaft zu beobachten sei. Reichsminister Dr. Frick erinnerte daran, daß er in München eine radikale Wiederherstellung der Einheit der öffentlichen Verwaltung durch Zusammenfassung möglichst aller Fachverwaltungen in einer einzigen Behörde als Forderung aufgestellt hatte. Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages, Reichsleiter Oberbürgermeister Fiehler, erörterte zunächst Finanzfragen der Gemeinden und Gemeindeverbände. Wohlfahrtshilfe erhielten von rund 1000 Bezirksfürsorgeverbänden nur noch 28, während 1933 noch 983 Bezirksfürsorgeverbände Wohlfahrtshilfe bekamen. Der Gesamtschuldenstand der Gemeinden sei trotz der großen von ihnen durchgeführten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen durch verstärkte Tilgung zurückgegangen. Es wäre zu wünschen, daß die Gemeinden in Zukunft wenigstens noch an einer großen Reichssteuer wesentlich beteiligt würden. Im Interesse der Uebersichtlichkeit des Gemeindehaushaltes wäre es zu begrüßen, wenn es im Fortschreiten der Reichsreform gelänge, zu einem Gesamtfinanz= und Lastenausgleich zwischen dem Reich und den einzelnen Gebietskörperschaften zu kommen, der den gebietlichen und örtlichen Verschiedenheiten durch schlüsselmäßige Beteiligung an bestimmten Einnahmen und Lasten weitestgehend Rechnung trage. Oberbürgermeister Fiehler wandte sich dann allgemeinen Fragen der Verwaltung zu, insbesondere den Aufgaben des ehrenamtlichen Elements als einem besonderen Wertstück der Selbstverwaltung.: Unbedingt sei Wert auf öffentliche Sitzungen der Gemeinderäte zu legen, um damit Anteilnahme und Widerhall bei der Bevölkerung zu finden. Das gleiche gelte von der Beteiligung der Presse damit diese ein lebendiges Bild von den Sorgen und Nöten, den Plänen und der Gemeindeverwaltung erhalte, aber auch von den Grenzen der der Gemeindepolitik gegebenen Möglichkeiten.„ schloß mit b. Oberbürgermeister Fiehler schloß mit der Bitte, auf dem erfreulichen, bereits beschrittenen Wege der Auflockerung der Staatsaufsicht fortzufahren. Die Gemeinden und Gemeindeverbände müßten wirklich „mündig" werden und dürften nicht in Versuchung kommen, die Verantwortung nach oben abzuschieben, indem sie sich hinter Erlassen und Verordnungen verkriechen. Eigenheim und Geschoßbau Der geschäftsführende Präsident des Deutschen Gemeindetages. Dr. Jeserich erstattete anschließend den Bericht über die kommunalpolitische Arbeit des Deutschen Gemeindetages im letzten Jahr. Die Gemeinden und Gemeindeverbände seien nicht nur als Verteiler, sondern auch als Produzenten von Gas und Strom nicht wegzudenken. Gemeinden und Gemeindeverbände erstrebten eine Senkung ihrer Finanzzuschläge zu den Werktarifen. Durch möglichst enge Zusammenarbeit von Arbeitsfront und Gemeinden werde es möglich sein, das Berufsschulwesen so auszubauen, daß es den immer weiter steigenden Anforderungen der deutschen Wirtschaft genüge. Der Gemeindetag habe den sozialen Wohnungsbau, d. h. den Bau von Kleinsiedlungen und Volkswohnungen, in jeder Weise gefördert. Bei der Kleinsiedlung wirke sich leider immer noch hemmend das unüberblickbare Gestrüpp gesetzlicher Bestimmungen und der endlose Instanzenzug aus. Für die deutschen Gemeinden gebe es keine Alternative Eigenheim oder Geschoßbau. Die Antwort laute: Eigenheim und Geschoßbau Aufgaben und Lasten zwischen Ländern und Gemeinden werden neu verteilt In der Nachmittagssitzung des Deutschen GemeindeRealsteuerrechts sowie der Erhebung der Gemeinden zu alleinigen Steuergläubigern erblickt. Zu der Ausschöpfung der den Gemeinden zuwachsenden Finanzmasse übergehend, erklärte der Minister eine verstärkte [Heranziehung der Gemeinden bei der [Erfüllung der öffentlichen Aufgaben für erforderlich. Es komme nicht in Frage, daß der den Ländern entstehende Ausfall einfach durch einen entsprechenden Abstrich an den Anteilen der Gemeinden an den Reichssteuerüberweisungen ausgeglichen werde. Es werde vielmehr eine Neuregelung der Verteilung der Aufgaben und Lasten zwischen Ländern und Gemeinden zu treffen sein. Diese ihm und dem Reichsminister des Innern gestellte Aufgabe sei vielleicht der wichtigste, aber auch schwierigste Teil der für die Reichsreform zu leistenden Vorarbeit. Fast alle Zweige der öffentlichen Verwaltung würden in den Kreis der Erörterung gezogen werden, handele es sich doch um die Verlagerung einer Steuermasse von rund 500 Millionen RM. jährlich.„„„.4 „Bei der Ausarbeitung der Aufgaben= und Lastenverteilung wird“, so erklärte der Minister weiter,„auf die Verschiedenheiten in der Finanz= und Vermögenslage der einzelnen Gemeinden Rücksicht genommen werden. Es ist in Aussicht genommen, den Kreisen eine Lastenausgleichsfunktion für die kreisangehörigen Gemeinden zuzuweisen. Gleichwohl wird ein Finanzausgleich zwischen Land und Gemeinden nicht zu entbeyren sein, und zwar sowohl in der Form des speziellen Lastenausgleichs auf einzelnen Verwaltungsgebieten als auch in der Form der Finanzzuweisungen nach einem sozialen Schlüssel. Anschließend sprach Landrat Ludwig(Saalfeld) über Aufgaben der deutschen Landkreise. Treuegelöbnis an den Führer Der Vorstand des Deutschen Gemeindetages richtete aus Anlaß seiner Jahrestagung an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm: Die zu ihrer diesjährigen Jahrestagung in Berlin versammelten Leiter der deutschen Gemeinden und Gemeindeverbände entbieten Ihnen, mein Führer, in unwandelbarer Treue ihre ehrerbietigsten Grüße. Die deutschen Gemeinden und Gemeindeverbände. werden mit aller Kraft an der weiteren inneren Stärkung des Reiches mitarbeiten. (gez.) Fiehler, Reichsleiter, Vorsitzender des Deutschen Gemeindetages. Ein Hochberraisprrgep vor dem Volksgerichtshof— Katholische Geistliche im Bunde mit Kommunisten! tages sprach Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk über„Die finanzpolitische Bedeutung der Realsteuerreform“, die er in der besseren Veranlagung, in der Abdrängung der Länder von den Realsteuern und hauptsächlich in der Vereinheitlichung des anb Berlin, 7. April. Vor dem Volksgerichtshof des Deutschen Reiches begann am Mittwoch ein voraussichtlich mehrere Wochen dauernder Prozeß gegen sieben Angeklagte, der aufschlußreiche Enthüllungen bringen wird über die geheime Zusammenarbeit zwischen katholischen Priestern und kommunistischen Kreisen vor Verwirklichung der von der ehemaligen KPD. erstrebten katholisch=kommunistischen Einbeitsfront.„ 4ung W Nach dem Ergebnis der Voruntersuchung war der 34jährige Kaplan Josef Rossaint aus Düsseldorf der leitende Mann aus den Kreisen der beteiligten katholischen Geistlichen. Ihm wird vorgeworfen, daß er sich in seiner Eigenschaft als Betreuer der Düsseldorfer „Sturmschar"=Gliederung des„Katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands“ in Gemeinschaft mit ehemaligen leitenden Funktionären des kommunistischen gendverbandes Deutschlands, die eine Wiederaufrichtung dieser aufgelösten Organisation erstrebten, besonders rege für diese hochverräterischen Ziele eingesetzt hat. Bei ihrer Verfolgung hat ihm der 32jährige Franz Steber aus Matgendorf(Kreis Güstrow in Mecklenburg) als „Reichsführer“ der Sturmschar zur Seite gestanden. Ferner ist der 36jährige Kaplan Karl Kremer aus Remscheid in die Angelegenheit verwickelt. Daß es sich nicht um bloße Machenschaften untergeordneter Geistlicher handelt, beweist der Umstand, daß nach dem Ergebnis der Voruntersuchung auch der Generalsekretär des Katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands, der 46jährige Kaplan Jakob Clemens aus Düsseldorf, der geistliche Vorgesetzte Rossaints, dessen hochverräterische Betätigung in voller Kenntnis ihrer staatsfeindlichen Ziele geduldet hat. Der 33jährige Mitangeklagte Peter Himmes aus Düsseldorf hat von einem der mit Rossaint zusammenarbeitenden kommunistischen Funktionäre eine hochverräterische Druckschrift entgegengenommen. Ein weiterer Verbindungsmann zu den Kommunisten und Lieferant von Hetzschriften war der 33jährige Hermann Jülich aus Düsseldorf. Den letzten beiden Angeklagten wird vorgeworfen, daß sie von Jülich stammende kommunistische Hetzschriften aufbewahrt oder es unterlassen haben, trotz Kenntnis der Zusammenhänge die nach den gesetzlichen Vorschriften gebotene Anzeige zu erstatten. Rossaint ist weiter dadurch belastet, daß er einen kommunistischen Funktionär (Schwippert) den er durch Jülich kennengelernt hatte, nach seiner Flucht nach Holland im November 1934 mit Geld unterstützt, Bestellungen für und von ihm entgegengenommen, ihn gewarnt und mit politischen Informationen versehen hat. Die für den geflüchteten bolschewistischen Hetzer bestimmten Nachrichten wurden teils aus dem Inlande, teils aus dem Auslande abgesandt. Am ersten Verhandlungstage wurden die Angeklagten bis auf Rossaint über ihre persönlichen Verhältnisse vernommen. Der Angeklagte Clemens, der als einziger in seiner geistlichen Amtstracht erschienen war, verwahrte sich gegen die Bezeichnung als Kaplan; er sei zwar Geistlicher, aber hauptamtlich tätig als General= sekretär des Katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands. Mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand ist Clemens seit dem 17. Juli vorigen Jahres mit dem weiteren Vollzug der Untersuchungshaft verschont und befindet sich auf freiem Fuß. Der medizinische Sachverständige stellte fest, daß Clemens an einer starken depressiven Haftpsychose leidet, so daß im Falle seiner erneuten Verhaftung unter Umständen die Wahrheitsfindung für das Gericht erschwert werden könne. Der Anklagevertreter erklärte darauf, daß er unter diesen Umständen von der Stellung eines neuen Haftantrages absehen müsse. Die Verhandlung wurde gegen Mittag vertagt. Für die Beweisaufnahme sind 27 Zeugen und ein auswärtiger Sachverständiger geladen, doch liegen bereits neue Beweisanträge der Verteidigung vor, über die noch befunden werden muß. Neue Dankopfer=Siedlungen dnb Berlin, 7. April. Im Zuge der von der SA. getragenen Siedlungstätigkeit werden aus den Mitteln des vorjährigen Dankopfers wiederum zahlreiche Siedlerstellen in Angriff genommen. In Stade im Bereich der SA.=Gruppe Hansa wird am kommenden Sonntag der erste Spatenstich für eine Siedlung von 20 Bauten getan, während am gleichen Tage die SA.=Gruppe Nordmark in Schleswig'mit dem Bau von ebenfalls 20 Siedlungshäusern beginnt. Langstreckenflug Tokio—London Ein japanisches Flugzeug ist unterwegs London, 7. April. Der japanische Eindecker„Göttlicher Wind“, der die Strecke Tokio—London in weniger als drei Tagen zurücklegen will, erreichte Kalkutta am Mittwoch morgen .36 Uhr(MEZ.) und befindet sich jetzt auf dem Wege nach Jodhpur, das etwa 2575 Kilometer von Kalkutta entfernt ist. Das Flugzeug hat die 5950 Kilometer lange Strecke von Tokio bis Kalkutta in knapp 35 Stunden zurückgelegt. Die noch zurückzulegende Entfernung bis London beträgt etwa 7100 Kilometer. Amerika hält 16 Milliarden Liter Del fest England wollte das Oel für einen Kriegsfall einlagern London, 7. April. Das amerikanische Innenministerium hat nach einer Meldung des„Daily Expreß" aus Washington die größte Oellieferung, die je in Auftrag gegeben wurde, angehalten. Es handelt sich um die Verschiffung von rund 16 Milliarden Liter Texas=Oel für englische Rechnung. Das Oel soll dem„Daily Expreß" zufolge von England aufgekauft worden sein, das es auf Grund des Rüstungsplanes für einen Kriegsfall einlagern wolle. Eine ergötzliche Geschichte Ein laufendes Band, typisch bolschewistisch Moskau, 7. April, Die Iswestija“ bringt folgende ergötzliche Geschichte Dir„westila Hling“ l“ guggr. Wgguch W aus Stalinow:„In der Artemowschen Glasfabrik arbeitet schon seit drei Monaten ein bisher unbekanntes laufendes Band. Es ist unendlich wie ein geschlossener Kreis,— nur daß es keinen Nutzen bringt. In der Fabrik häufte sich eine große Menge Fertigerzeugnisse an, etwa 200 Eisenbahnwagen voll. Da sie„trotz des in Sowjetrußland herrschenden furchtbaren Warenhungers“ nicht abgesetzt werden konnten, bestand die Gefahr der Schließung der Fabrik. Der Direktor und der Hauptingenieur halfen sich so: Sie nahmen die fertigen, vollkommen gebrauchsfähigen Erzeugnisse aus dem Lager, warfen sie noch einmal in den großen Schmelzkessel und stellten dann aus dem geschmolzenen Glas von neuem die gleichen Erzeugnisse her. Im Januar und Februar wurden auf diese Weise 1,5 Millionen Gläser umgeschmolzen. Endlos kann man das freilich nicht fortsetzen, weil ein Teil der Glasmasse die Eigenschaft hat, zu verbrennen. Aber was kümmert das den Direktor?“— Soweit die „Iswestija". Das ist eine neue Art des laufenden Bandes, die allerdings typisch bolschewistisch ist. Kurz=Nachrichten Ehrenbürgerbriefe für Göring. Die Oberbürgermeister von Lübeck, Saarbrücken, Bad Salzuflen und Bernburg überreichten gestern dem Preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Göring Ehrenbürgerbriefe ihrer Städte. Reichsminister Rust besuchte am Mittwoch die Deutsche Schule in Athen. In seiner Begleitung befanden sich der deutsche Gesandte, Prinz Ypsilantis und der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts, Dr. Wrede. Eröffnung der Ausstellung„Deutsche Baukunst— deutsche Plastik am Reichssportfeld“ in Wien. In den Räumen der Wiener Sezession fand am Mittwoch vormittag die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Deutsche Baukunst— deutsche Plastik am Reichssportfeld“ statt, die neben zahlreichen Reproduktionen, verschiedenen Bildwerken und Plastiken auch eine Reihe privater Arbeiten der an der Schaffung des Reichssportfeldes beteiligten Künstler zeigt. Staatspräsident Dr. Benesch hat Belgrad verlassen und ist nach Prag zurückgereist. Auch der tschechoslowakische Staatspräsident hat an der jugoslawischen Haltung, eine eigene Politik zu betreiben, nichts ändern können. Prinzregent Paul von Jugoslawien wird den Besuch Beneschs in Prag erwidern. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(beurlaubt). Stellvertreier Fritz Schmidt. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest. Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddingbaus(beurlaubt), i..: Hans Schulte, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmldt, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport: Hans Hornberg, Anzeigen: Kuxt Scholz, sämtlich in Bochum. Berllner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsborst, Dönhoffstraße 19. Anruf Karlsborst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, BerlinCharlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 67551. 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig. Nachlaßstaffel B.— DX. III. 37 über 27000. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto Die heutige nummer umfaßt 12 Seiten Seite 3 Nr. 81 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 8. April 1937 Bochumer Nachrichten „Verne-Ktelnldten Kaurmernent Miide „Scarrons Schatten“ Buchbinder Larcher(Altred Schieske) und seine Frau Louise(Hidde Ebert) „Rothschild siegt bei Waterloo“ Zwei jüdische Börsengauner(links Wilhelm Grimm, rechts Willy Schröder) „Der Vasall“„„ Der galglatte Hötling und Generaladintant( Waltner Kaltheuner) und Branerzog Albrecht(Viktor Ahlers) Dramatiker der 3c; in Bochum Die am kommenden Sonntag in Bochum beginnende Woche„Dramatiker der HI“ wird in Verbindung mit der„Reichstheatertagung der HJ.“ nicht der grauen Theorie, sondern dem wechselweise sich ergänzenden Zusammenwirken von Erlebnis und Erkenntnis dienen. Sie soll neue, unserer Jugend gemäße Wege zu Form, Wesen und Mittlertum der höchsten und anspruchsvollsten, weil männlichen und dramatischen Kunst erschließen und wird als Legitimation für die bisher geleistete und als General=Appell für die noch zu leistende kulturelle Arbeit betrachtet werden dürfen. Wenn diese Tagung unter dem Gesetz der Jugend steht, so gewiß nicht in jenem flachen und mißverständlichen Sinne, der den Kampf der Generationen entfesseln und der, grob gesprochen, die Nation auf das Kulturprogramm von Siebzehnjährigen verpflichten müßte. Es tut not, einer solchen Auffassung, sollte sie in einigen unklaren Köpfen spuken, auf das entschievenste zu Leibe zu gehen. Mit dem pubertätsbelasteten Begriff der Jugend hat das unter nationalsozialistischer Führung stehende Treffen nicht das mindeste zu tun. Nationalsozialistische Jugend ist keine Angelegenheit für Geburtsdatenschnüffler und kein Objekt für die Ausschüttung geistiger Dividenden nach einem zwischen 15 und 80 Lebensjahren zu ermittelnden Schlüssel. Jugend heißt grundsätzlich mehr, denn diese Jugend, für die es keine willkürliche Altersbegrenzung gibt, steht für das neuerwachte, aus vergreisendem Dämmer aufgescheuchte und wunderbar erstarkte Lebensgefühl der deutschen Nation. In dieser Jugend, die keine Erfindung von Schulmeistern oder sonstigen Erziehungsberechtigten ist, polarisiert sich Wissen und Erfahrung mit politischem Instinkt. Was will sie, und worin erblickt sie die ihr eigentümliche kulturelle Sendung? Ein Blick auf die in vorderster Linie marschierenden Dramatiker, die der Tagung mit ihren Bühnenwerken schöpferische Resonanz verleihen, ist geeignet, die Frage in gültiger Form zu beantworten. Sie verlangt ganz einfach nach dem charakterlich starken, seelisch erlbnisfähigen, in seiner inneren und äußeren Haltung soldatischen und dem großen volksgemeinschaftlichen Erleben zutiefst verpflichteten deutschen Menschen. Diesen Menschen will diese Jugend. Und sie will ihn ganz, weil er und nur er allein der lebendige Treuhander überpersönlicher Ideen und Postulate wie Freiheit, Ehre und Gerechtigkeit ist. Die Ideen sind ewig, gewiß, aber sie bedürfen zu ihrer Wirksamkeit, wollen sie nicht ein platonisches Scheindasein führen, der Prägung in die blut= und artmäßig immer wieder sich erneuernde Endlichkeit menschlicher Herzen und Hirne. Die Jugend will im deutschen Menschen den Kameraden, sie will also im tiefsten Grunde das Volk, die durch Blut, Schicksal und geschichtlichen Auftrag unlösbar verkettete Gemeinschaft. Sind das nun politische, soziologische oder kulturelle Willensimpulse? Eine müßige Frage, denn es genügt, daß in ihrem Schnittpunkt der Mensch steht, wohlverstanden der Mensch als das Maß aller Dinge, der schaffende und ehrliebende, der zu großen Gedanken, Erkenntnissen und Opfern fähige, der stolz, selbstbewußt und frei lebende und zu gläubigem Aufschauen in die göttliche Vorsehung begnadete Mensch. Das ist die reale und zugleich metaphysische Ausgangsstellung der heutigen Jugend, einerlei, ob diese nun im Fronterlebnis des Soldaten oder in der Werdezeit des nationalsozialistischen Staates erkämpft wurde. Sie weiß sich frei vom Zwange knechtischer Vorurteile, vom lähmenden Gift sozialer, kirchlicher und bildungsmäßiger Dogmen. Sie stürmt nicht die Bilder an der Wand, nicht alte Ideologien, um sie mit anspruchsvollen Behauptungen durch neue zu ersetzen, sie wirbt aus der Kraft ihres Herzens, aus dem Ernst ihrer Verantwortung und aus dem geoffenbarten Charakter ihres politischen Glaubens um die Zukunft des Volkes. Was hat diese Zukunft, so könnte nun zemand fragen, mit den Visionen zu schaffen, die der junge Dramatiker während der Bochumer Woche aus den Schatten geschichtlicher Vergangenheit heraufbeschwört! Wenn Eberhard Wolfgang Möller in seinem chorischen Mysterium„Das Frankenburger Würfelspiel“ vor der Versammlung mittelalterlicher Stände deutsches Gewissen und deutsches Rechtsgefühl zum Richter in der Sache des Kaisers und seiner Bauern aufruft, so wird in diesem Gleichnis ein gegenwartnahes Bekenntnis zur echten Sozialität, zum Grunderlebnis des heutigen Menschen, abgelegt. Wenn in der politischen Satire„Rothschild siegt bei Waterloo“ der kapitalistische Ahasver den Sinn der Geschichte vergewaltigt, so ist in seine negative Sphäre einbezogen der soldatische Geist, der zu allen Zeiten Gefahr läuft, von den anonymen Mächten der Finsternis gemeuchelt zu werden. Aus dem Brodem von Gemeinheit, Ehrfurchtslosigkeit und Untreue entwirkt sich das Bild des Helden, des heimlichen Siegers, triumphierend im Widerschein des Gegenspielers. In Hanns Johsts „Thomas Paine“ steht im Mittelpunkt der Dichtung eine Gestalt, die als namenloses Opfer in die Fundamente des jungen amerikanischen Staates eingeht. Auch er ist einer der unbekannten Soldaten, die unter Einsatz ihres Lebens der nicht anders als durch Blut und Opfer fruchtbaren Idee zur magischen Wirksamkeit verhelfen. Heinz Schwitzkes Schauspiel „Scarrons Schatten“ ist mehr als ein Sittengemälde des absolutistischen Frankreich unter Ludwig XIV. Scarron fällt als das unschuldige Opfer eines mit dem Aushängeschild„Gerechtigkeit" getarnten verrotteten Systems. Sein Sohn Nikolas fühnt den Verrat der Menschen an der Idee, sein Lebensverzicht und freiwilliger Tod stellt das Gesetz wieder her, ohne das die Welt dem Chaos verfallen müßte. Und F. W. Hymmen endlich zeigt in seinem Schauspiel„Der Vasall“ einen Soldaten, schlicht, phrasenlos und treu bis zur moralischen Selbstaufgabe. Ist diese Jugend, die sich der ungeheuren Kraft metaphysischer Ausstrahlungen auf den inneren Lebenskern von Völkern bewußt ist, rationalistisch, glaubenslos und ohne Ehrfurcht vor dem Göttlichen? Wer das zu behaupten wagt, hat weder Anteil an der seelischen Erneuerung unseres Volkes noch an dem wunderbaren Vorgang seiner politischen Auferstehung. Hölderlin, der ewige deutsche Jüngling, ist ihr Richter:„Ach! Der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt, und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen. An das Göttliche glauben die allein, die es selber sind.“ Dr. Emil Strodthoft „Thomas Paine“ Der Zeitungsmann Christof Stone(Alfred Schieske) „Rothschild siegt bei Waterloo“„ 40-er4 wnste) Ein Ehrenmann(Willy Busch) und der Schieber Kothschild( Gernurd Meineke, „Der Vasall“ Der einsame Soldat und Feldherr Benedek(Willy Busch) und Erzherzog Albrecht(Vihtor Ahlere) Nr. 81 Seite 4; Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 8. April 1937 24 5 205 91jähriger Frühlingsbote Deutschlands ältester Wanderfahrer besucht Bochum Jetzt ist nicht der geringste Zweifel mehr möglich: Der Frühling ist da! Wir hatten gestern morgen den untrüglichsten Beweis dafür, denn Heinrich Werner machte seinen alljährlichen Frühjahrsbesuch in der Schriftleitung des„B..“, und er ist zuverlässiger als der erste Schmetterling, der erste verfrühte Maikäfer und welches die Frühlingsboten sonst noch sein mögen. Wenn Heinrich Werner die Tür öffnet, ist eben am Frühling nichts mehr zu rütteln. Wer Heinrich Werner ist? Gestatten: Der älteste Wanderfahrer Deutschlands, geboren am 6. Februar 1846 in Heidenburg, Kreis Trier, also 91— in Worten: einundneunzig— Jahre alt. Mit 50 Jahren lernte er die Kunst des Radfahrens, begann aber erst mit 81 Jahren das Radfahren sportsmäßig zu betreiben. 1927 gewann er beispielsweise noch in Cröv(Mosel) ein Rennen für Altersfahrer und unternahm im folgenden Jahre eine große Wanderfahrt Trier—Berlin. Das war der Auftakt zu einer Reihe von Reisen hoch zu Stahlroß, die ihn fast durch ganz Europa führten. Wo immer der alte Herr mit seinem Fahrrad auftauchte, wurde ihm ein glänzender Empfang bereitet. Soeben kommt er von einer großen Hollandreise zurück, und er ist des Lobes voll über die freundliche Aufnahme, die er überall gefunden hat. Heinrich Werner will sich noch lange nicht zur Ruhe setzen. Dazu fühlt er sich noch viel zu frisch und unternehmungslustig. Zunächst soll die Fahrt nach Süddeutschland gehen, und dann wird das Vorderrad gen Paris gerichtet. Die Weltausstellung ist das Ziel seiner Reisesehnsucht. Mit 91 Jahren— fabelhaft! Kreisobmann Meinert sprach vor der Gefolgschaft der Zeche„Ver. Präsident“. Die Gefolgschaft der Zeche„Ver. Präsident“ hatte sich am Sonntag im Saale Balkenhol sehr zahlreich zusammengefunden. Nach einleitenden Worten des Betriebszellenobmannes Parteigenossen Starbatty wurde der toten Kameraden gedacht. Der Redner, Kreisobmann Parteigenosse Meinert, wies in seinen Ausführungen auf die Schicksalsverbundenheit von Gefolgschaftsführer und Gefolgschaftsmann hin. Diese Beogemeinschaft zu fördern, welche die Bedingung zur Volksgemeinschaft bilde sei die höchste Aufgabe eines Gefolgschaftsführers. Auch über die Bedeutung des Vierjahresplanes sprach der Redner in klarer Weise, und reicher Beifall bewies, daß jedem aus der Seele gesprochen war. 3 Brillanten, 2 Saphire Wertvoller Damenring— wahrscheinlich Diebsgut— einem Bochumer Juwelier angeboten Am 25. März wurde einem hiesigen Juwelier ein Damenring, 585 gestempelt, mit drei Brillanten und zwei blauen Saphiren angeboten. Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß der Ring gestohlen oder ehrlich erworben wurde. Eigentümer wollen ihre „„um umgehend auf Zimmer 246 des Polizeipräelde Kessuttne Wseigreicht Echäten Gute Leistungen beim ersten Fernwettkampf des Deutschen Schützenverbandes Auch Bochumer Vereine gut placiert Nach der erfolgten Neuordnung wartete der neue Deutsche Schützenverband mit dem ersten großen Fernwettkampf auf. Bei diesem haben die westfälischen Schützen erfolgreich abaeschnitten. Es wurde geschossen in zwei Gruppen nach internationalen und nationalen Bedingungen. Bei dem Kampfe Kleinkaliber freie Waffe nach internationalen Bedingungen befand sich unter den 20 besten deutschen Schützen der Westfale Willi Lang aus Meinerzhagen mit 357 Ringen. Unter den Pistolenschützen steht an 9. Stelle die Wehringhauser Schutzengilde Hagen mit 2147 Ringen, an 15. Stelle Schützenverein Gütersloh mit 2086 Ringen. Unter den zehn besten Einzelschützen dieses Kampfes errana Westfalens bester Pistolenschutze Otto Müller(Siegen) die erste Stelle mit der beachtenswerten Leistung von 543 Ringen. Mit 41 Ringen Abstand folaten als 9. Willi Lang(Meinerzhagen) und als 10. Erich Elbracht (Gütersloh). Unter den ersten sechs Schutzen, die mit beliebiger automatischer Pistole auf 25 Meter sechs Schattenrisse schossen und fehlexfrei ihre Uebung erledigten, war Otto Müller(Siegen) wieder an der Spitze. Unter den 86 Schutzen, die diese Art des Kampfes erledigten, befanden sich noch die Westfalen Kuhlmann und Nottebrock, beide von Hagen. In der Gruppe des Fernwettkampfes nach nationalen Bedingungen mit Wehrmannbüchse auf 175 Meter 30 Schuß in drei Anschlagsarten waren von den deutschen Schützen die zweitbesten die Schützengilde Ahaus in Westfalen mit 2881 Ringen. Weiter waren hier aus Westfalen erfolgreich die Wehringhauser Schützengilde Hagen, Polizeisportverein Dortmund, Schützenverein Gütersloh. Bürgerschützenverein Lüdenscheid. Bürgerschützenkorvs Münster, Polizeisvortverein Recklinghausen. Freihand=Schützengesellschaft Groß=Dortmund. Schützenkompagnie Gelsenkirchen=Schalke. Unter den Einzelschützen dieses Kampfes erzielte die 8. Stelle der Meisterschütze Bienhüls(Ahaus). Otto Müller (Siegen) und Domminahaus(Lüdenscheid) an 18. Stelle noch mit 488 Ringen. Bei der Uebuna Kleinkaliber mit offener Visierung, militärische Anschlagsform, befanden sich unter den 20 Besten Polizeisportverein Dortmund. KKSV. Vorwärts Dortmund. Weiter erfolgreich aus Westfalen waren hier Kemminahauser Schutzengilde, KKSV. Dortmund=Dorstfeld, Bürgerschutzenverein Dortmund=Wickede. KKSV.„Deutsche Eiche" Welver bei Hattingen. Bürgerschützenverein Dortmund=Wambel, KK.=Schießklub Hamm=Nord. KKSV.„Hermann=Löns“, Hattingen(Ruhr), Postsportverein Bochum, KKSB.„Deutsche Eiche" Welver. 2. Mannschaft. Unter den 20 besten Einzelschützeen dieser Uebuna befand sich aus Westfalen Mentruv(Dortmund). In der Uebung Kleinkaliber mit Diovtervisierung, beliebige Anschlagsform, lag an 8. Stelle unter 62 Mannschaften mit 1626 Ringen die Schützengilde Abaus. an 80. die Webringhauser Schützenailde Hagen mit 1551 Ringen. Dritter unter den Einzelschützen dieser Uebung war aus Westfalen Schütze Heinrich Bienbolz mit nur 5 Ringen hinter dem ersten zurück. Die beste Einzelleistung dieser Diovter=Schützen vollbrachte mit 374 Ringen Hülsmann(Münster), dicht aefolat von Lühn(Münster), dem Gauschützenführer, mit Ringen. Die größte Beteiligungsziffer hatte mit etwa Mannschaften im Deutschen Schützenverbande Uebung B4. Die 10. Stelle holte sich hier wieder Ahaus mit 1609 Ringen. Weiter waren hier erfolgreich der Schützenverein des Amtes Heeven in Westfalen, Wehringhauser Schützengilde, Schützenverein Gütersloh. Bürgerschützenkorvs Münster. KKSV SiegenMarienborn, Freihandschießgesellschaft Groß=Dortmund, Bürgerschützenverein Lüdenscheid, Polizeisvortverein Recklinghausen, KKSV. Bochum, Nördlicher Dortmunder Schützenbund, KKSV.=Postsportverein Dortmund. Komvagnie Schalke=Gelsenkirchen. Es folgen KKS.=Postsport verein Bochum, 2. Mannschaft., Zu dem bevorstehenden zweiten Fernwettkampf im Deutschen Schützenverbande haben sich bisher aus Westfalen 100 Mannschaften gemeldet. 870 400 die Dei Ausban Verkehre inn Rätigeriet Verbesserung wichtiger Fernverbindungen— Der Ruhrschnellverkehr Reichsbahn erkennt Dringlichkeit der Verkehrsaufgaben an unel Ansprüch sidiums anmelden. Bei dem Versuch, den Hund von der Straße zu holen, verunglückt. Am Mittwoch gegen Mittaa ereignete sich auf der Kreuzung Humboldt= und Alleestraße ein Verkehrsunfall. Als eine ältere Frau den Fahrdamm überauerte, um ihren Hund in Sicherheit zu bringen, geriet sie vor einen Lastzug. Zum Glück aing ihr nur ein Rad über beide Beine: sie erlitt Verletzungen und wurde an Ort und Stelle verbunden. Bei der Kleiderreinigung schwer verbrannt. Dem Krankenhause zugeführt wurde am Dienstaa mittag die 19jährige Irmaard M. Beim Reinigen voi. Kleidern mit Benzin kamen die mit Benzin getränkten Teile eines Kleides dem Herd zu nahe, wobei das Kleid Feuer fing. Das Mädchen erlitt dabei erhebliche Verbrennungen. Einzelne Niederschläge, dann Aufheiterung Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Die Großwetterlage zeigt wenig Umgestaltung. Dem festliegenden finnischen Hoch steht immer noch eine lebhafte Wirbeltätigkeit über dem Atlantischen Ozean gegenüber. Westdeutschland bleibt im Zwischengebiet dieser beiden großräumigen Luftdruckgebilde und wird auch weiterhin mildes, leicht unbeständiges, aber nicht unfreundliches Wetter behalten. Aussichten für Donnerstaa: Anfangs bei südwestlichen Winden stark bewölkt mit einzelnen Niederschlägen, später mehr aufheiternd Temveraturen ansteigend.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Keine Aenderung des leicht unbeständigen Wetters. Mittwoch, 7. April Barometer24 Uhr: 138 Thermometer? Zeiten für Sonne und Mond am 8. April (CAufg.50, Unterg. 19.16: C Aufg..14, Unterg. 16 00 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Am Dienstag nachmittag fand unter dem Vorsitz von Professor Dr. Most(Duisburg) die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes„Industriebezirk"(zur Förderung des Eisenbahnpersonenverkehrs) in Essen statt, die von allen angeschlossenen Bezirksgruppen sowie von Vertretern der Reichsbahn und sonstiger Behörden zahlreich besucht war. Dem Tätigkeitsbericht des Verbandsgeschäftsführers, Verkehrsdirektors Drees(Essen), war zu entnehmen, daß das abgelaufene Geschäftsjahr einen weiteren beachtlichen Fortschritt im Personenverkehr der Reichsbahn gebracht hat. Für die seit längerem angestrebte grundlegende Verbesserung des Verkehrs Ruhrgebiet und Münsterland nach Süddeutschland ist ein auf weite Sicht berechnetes Programm aufgestellt und in Angriff genommen worden. Eindringlich befürwortete der Verband auch im Jahre 1936 wiederum eine grundlegende Verbesserung des Zugverkehrs Ruhrgebiet— Saarbrücken. Der Tatigkeitsbericht führt eine Reihe von Verbesserungen in den Fernverbindungen vom und zum Ruhrgebiet an. Der planmäßige Ausbau des Ruhrschnellverkehrs wurde mit Beginn des Sommerfahrplans 1936 fortgeführt. In verstärktem Maße bemüht sich der Verband um eine beschleunigte Weiterführung der Ausbauarbeiten im Rhein=Ruhr=Gebiet. Alle beteiligten Stellen wurden nochmals eindringlich auf die überragende Bedeutung des Ausbauprogramms sowohl in verkehrspolitischer als auch in arbeitsmarktpolitischer Hinsicht für das hiesige Gebiet hingewiesen, dessen Durchführung die Voraussetzung für eine weitere zweckentsprechende Fahrplangestaltung und die Einführung verbilligter Tarife für das Ruhrgebiet ist. Auch wurde die Frage der Einräumung von Vorzugstarifen für das rheinisch=westfälische Industriegebiet neu aufgegriffen und eingehend erörtert. Ueber die Arbeiten des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk zur Verbesserung des Nahverkehrs berichtete Beigeordneter Dr. Hansing(Essen), der sich für eine enge Zusammenarbeit der Verkehrsmittel— Reichsbahn und Nahverkehrsbetriebe— einsetzte. An Hand von Lichtbildern verwies er auf zahlreiche Beispiele für die bisherigen Arbeiten des Siedlungsverbandes zur Verbesserung des Nahverkehrs. Es handelt sich hierbei um verschiedene Anregungen für Reichsbahnanlagen, so unter anderem im Raume Bottrop. Desgleichen war der Siedlungsverband führend bei der Aufbringung der Mittel für die Beseitigung verschiedener schienengleicher Kreuzungen von Straßen und Straßenbahnen mit Reichsbahnen, so zum Beispiel auch für die unmittelbar vor der Ausführung stehende Hebung der Gußstahlstrecke in Bochum. Weiter wurden auf Veranlassung des Siedlungsverbandes mehrere bisher in der Straßenfahrbahn liegende Straßenbahnstrecken außerhalb bebauter Bezirke auf eigenen Bahnkörper verlegt. Von besonderem Interesse war der Einblick in die systematische Bearbeitung des Gesamtverkehrsplanes, an dem die Reichsbahn, die Straßenbahn, der Verband„Industriebezirk“ und die Deutsche Arbeitsfront beteiligt sind und dessen feststellender Teil unmittelbar vor dem Abschluß steht. Der Redner wies darauf hin, daß die Arbeitsgemeinschaft für den Gesamtverkehrsplan eine geeignete Grundlage für den Nahverkehrsausschuß darstelle, da in diesem Ausschuß sowohl die Verkehrsträger als auch die Verkehrsnutzer vertreten sind. Gerade durch diese Zusammensetzung des Ausschusses ist die Gewähr gegeben, daß die Belange der Oeffentlichkeit am besten gewahrt werden. Im Vordergrund der sehr regen Aussprache standen naturgemäß die Fragen des Ausbauprogramms der Reichsbahn im Ruhrgebiet, dessen beschleunigte Durchführung im Interesse einer glatten Verkehrsabwicklung und zur Erfüllung der gerade im Industriegebiet bestehenden besonderen Verkehrsaufgaben nachdrücklich gefordert wurde. Der Vizepräsident der Reichsbahndirektion Essen, Pierath, teilte mit, daß die ReichsWarnt die Jugend Die Virsahrung kaueli um Wege Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Wohin gehen wir heute? Stadttheater: Geschlossen. Ernst=Moritz=Arndi=Haus: 20 Uhr: Kammerkonzert. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Dahinten in der Heide. Capitol: ab 15.30 Uhr: Der Mann, von dem man spricht. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der Etappenhase. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Eine Frau ohne Bedeutung. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Die Stimme des Herzens. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Frauenliebe— Frauenleid. Odcon: ab 15.45 Uhr: Unser kleines Mädel. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Unser kleines Mädel. Usa=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Gleisdreieck. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Das Mädchen Irene. Apollo Weitmar: Moral. Capitol Langendreer: Der Etappenhase. Capitol Werne: Mädchen in Weiß. Kammerlichtspiele Gerthe: Stadt Anatol. Lichtburg Langendreer: Der Jäger von Fall. Schauburg Wanne=Eickel: Der ahnungslose Engel. Welchen Gefahren die Jugend ausgesetzt ist, ersieht man aus den mancherlei Verhandlungen vor den Gerichten. Obgleich sie unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden, erscheint es doch angebracht, über die Dinge zu berichten, da es unbedingt erforderlich ist, Eltern, Erzieher und die Jugend selbst in Kenntnis zu setzen, damit eine gemeinsame Abwehrstellung gefunden werden kann. Auf allen Wegen und Stegen in der Großstadt lauert die Verführung und sucht sich schamlos und gewissenlos ihre Opfer unter der weiblichen sowohl als auch unter der männlichen Jugend. Stand da eines Abends ein Hitlerjunge in Unisorm vor einer Bilderauslage, als sich ihm ein Fremder nahte, um mit ihm in eine Unterredung einzutreten, deren Folge ein gemeinsamer Besuch von Wirtschaften oder eines Kinos sein sollte. Für Alkohol und Wirtschaftsbesuch hatte der Junge keine Meinung, da der Fremde jedoch mit eigenem Wagen in Bochum war und dem Jungen versprach, ihm eine Stellung zu verschaffen, ließ der Junge sich bewegen, in ein Lichtbildtheater mitzugehen. Tort begannen allerlei häßliche Anzüglichkeiten und Verführungsversuche, denen der Hitlerjunge in gesunder Abwehr aber erfreulicherweise nicht erlag. Er brachte soviel natürlichen Widerstandsgeist auf, daß an jenem Abend der Versucher zum Bösen sein Ziel nicht erreichte. Wäre der Junge weniger tapfer und gewissenhaft gewesen, so würde er ein Opfer dieses Menschen geworden sein. Es war aber eine neue Zusammenkunft in Aussicht genommen, bei der man den Fremden festnahm denn unterdes hatte der Junge seinen Vater und dieser die Polizei benachrichtigt. Der Fall liegt zurück bis in den September. Die Sache konnte nicht eher verhandelt werden, weil der bahn auch für das Jahr 1937 wiederum rund acht Millionen Mark für den weiteren Ausbau des Verkehrsnetzes im Ruhrgebiet bereitstellen werde. Dieser Betrag reiche natürlich— darüber sei sich auch die Reichsbahndirektion Essen klar— selbst zur Erfüllung der dringlichsten Aufgaben keineswegs aus. Das Tempo der Durchführung des Ausbauprogramms, für das alle Unterlagen und Pläne längst fertig lägen, werde jedoch bestimmt durch die Frage der Mittelbeschaffung. Die Reichsbahn sei sich der Dringlichkeit der Verkehrsaufgaben im Ruhrgebiet bewußt und setze sich mit allen Kräften für ihre beschleunigte Lösung ein. Aus dem geschäftlichen Teil der Tagesordnung sei noch erwähnt, daß der bisherige Vorstand des Verbandes nach Entlastung wiedergewählt und der Haushaltsvoranschlag für das Jahr 1937 genehmigt wurde. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Donnerstag, 8. April RS.=Frauenschaft Hordel und Deutsches Frauenwerk. 16 Uhr: Vortrag des Gauhauptschulungsreserenten der Gauführerschule I. Parteigenosse Thiemann, über„Volkstum und Sippe“ im Hordeler Saalbau, oben. Der Nachmittag gili als Pflichtveranstaltung. Alle Frauen werden pünktlich erwartet. NS.=Frauenschaft Hiltrop=Bergen. 16 Uhr: Zellenbesprechung der Zelle 5 bei Lukas. RSDAP. Linden. 20 Uhr: Besprechung sämtlicher Politischen Letter. Walter und Warte der DAF. und bei Mönninghoff. Wegen der Wichtigkeit ist es unbedingt erforderlich, daß die Genannten erscheinen. NSDAP. Altstadt. 20 Uhr: Schulungsabend der Gruppe B im Rathaus, Zimmer 301. NSDAP. Hordel. 20 Uhr: Schulung der Politischen Leiter im Heim an der Fichtestraße. RSDAP. Gerthe. 20 Uhr: Schulungsabend bei Kalthoff. Erscheinen aller Politischen Leiter ist Pflicht. RS.=Frauenschaft Gerthe. 16 Uhr: Zellennachmittag für die Mitglieder der Zelle 5 im Frauenschaftsheim. RS.=Frauenschaft Linden. 15 Uhr: Nähen und Basteln für Kinder im Parteiheim. RS.=Frauenschaft Wiemelhausen. 20 Uhr: Pflichtabend, auch für das Deutsche Frauenwerk, im Paul=Gerhardt=Haus. Pünktliches Erscheinen ist erforderlich. NS.=Frauenschaft Sundern. 20 Uhr: Pflichtäbend mit Tonfilmvorführung bei Rose(Forsthaus). Vortrag: Jugend und Heimat. Gäste herzlich willkommen. NS.=Frauenschaft Weitmar=Nord. 15.30 Uhr: Versammlung im Lutberhaus an der Hammer Straße. Filmvortrag. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Hofstede=Riemke. 20.15 Uhr: Schulungsabend der. Sruppe, 11. Zellen 6 bis 12, im Josef=Wagner=Heim. Alle Blockwalter der DAF. und NSV. haben teilzunehmen. RS.=Frauenschaft Hunscheidtsfeld. 20 Uhr: Pflichtzusammenkunst im neuen Heim bei der Firma Jahnel, Hunscheidtstraße 162. NS.=Frauenschaft Grumme. Die Zusammenkünfte sinden bis auf weiteres mit der Ortsgruppe Böde gemeinsam statt. Nächste Veranstaltung am Dienstag. NSDAP. Werne. 20 Uhr: Schulungsabend der Politischen Leiter der Gruppe I. Zellen 1 bis 8. Die Politischen Leiter der Gruppe II, die am 15. April zum Schulungsabend ihrer Gruppe nicht erscheinen können, nehmen an diesem Abend teil. NS.=Frauenschaft Werne=Hellweg. 20 Uhr: Filmabend „Haus= und Volkswirtschaft" im kleinen Saal bei Ewald. Alle Mitglieder wollen bitte erscheinen. Deutsche Arbeitsfront Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe Bochum Meisterkursus. Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum, führt im Kreise Bochum einen Meisterkursus für Köche und Kellner durch. Anmeldungen sind zu richten an: Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum, Kreisarbeitsgemeinschaft für das Gaststätten= und Beverbergungsgewerbe. Bochum, Alleestraße 46, sowie an die Wirtschaftsgruppe für das Gaststätten= und Beberbergungsgewerbe, Bochum. Auskunft erteilt die Deutsche Arbeitsfront, Leitung der Kreisarbeitsgemeinschaft, Bochum, Alleestraße 46, Telephon 60561—64. „Kraft durch Freude“ Volksmusikkurse der RSG.„Hraft durch Freude". Donnerstag, 8. April: Für Lauten und Gitarren: Uebungsstunden für jugendliche Anfänger von 14.20 bis 19 Uhr. Uebungsstunden für erwachsene Anfänger von 19 bis 21 Uhr: Geigenunterricht für Anfänger S EAN anderer Ansicht war der Vater des Knaben Angeklagten glatt vor die Schwarte sagte, was ihm hielt. Der Staatsanwalt ging mit dem igten sehr scharf ins Gericht und nannte ihn Angeklagte viel unterwegs war und ihn deshalb die Vorladungen mehrfach nicht erreichten. Er suchte jetzt die Sache als ganz harmlos hinzustellen. Er habe sich nicht viel dabei gedacht, sei auch angetrunken gewesen und befinde sich durchaus nicht in anormalem Zustande. Er habe selbst keine rechte Erklärung für sein sonderbares Verhalten. Ganz anderer Ansicht war der Balr des Knaben, der dem er von Angeklagten einen Volksschädling und Jugendverderber, der keinerlei mildernde Umstände verdiene. Man müsse auf Zuchthaus gegen solche Menschen erkennen. Da der Angeklagte noch nicht vorbestraft sei, möge man acht Monate Zuchthaus in ein Jahr Gefängnis umwandeln und den Angeklagten sofort verhaften. Das Gericht folgte dem Staatsanwalt durchaus bei der Charakterisierung der Straftat als ein gemeingefährliches Verbrechen, das hier zum Glück im Versuch steckengeblieben sei. Das aber sei nicht das Verdienst des Angeklagten, sondern des Knaben. Das Gericht hielt mildernde Umstände nicht für gegeben und setzte als Einsatzstrafe Zuchthaus fest, wandelte die Strafe aber in neun Monate Gefängnis um, weil der Angeklagte noch nicht vorbestraft war. Da ein Fluchtverdacht nicht begründet erschien, wurde von einer Verhaftung abgesehen. Der Angeklagte, der in Bochum und im ganzen Industriebezirk gute Geschäfte machte, hat sich durch seine bedenkliche sittliche Entgleisung seine ganze Zukunft unter die Füße getreten. PUTZT ALLES F von 17 bis 20.30 Uhr. Sämtliche Kurse finden in der Schule an der Trankgasse statt. Auskunft und Anmeldungen dortselbst oder in der Verkaufsstelle Kortumstraße 62 sowie bei allen Betriebswarten. Achtung, Deutsche Sammlergemeinschaft! Am Donnerstag, 8. April, treisen sich alle Sammler um 20 Uhr im Opelhaus, Zimmer 101, zum Austausch. Das neue Monatsheft ist erschienen und bei allen Amtswarten und in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, zu beziehen. Tagesplan für Donnerstag, 8. April Spezialgymnastik nur für Frauen von 20.45 bis 21.45 Uhr: in dem Uebungsraum der Bürgergesellschaft, Wilhelmstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29; von 20 bis 22 Uhr: Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn, Zimmer 104. Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Drusenbergschule. Schwimmen nur für Frauen von 20.15 bis 21.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße; von 21.15 bis 22.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Ii=Jttsu für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnasiums, Langendreer, Unterstraße. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: in der Schule an der Von=der=Recke=Straße. Rollschuhlausen für Frauen und Männer von 19.30 bis 21 Uhr: Restaurant Köppe, Langendreer, Kaiserstraße 198; von 21 bis 22.30 Uhr: Restaurant Köppe, Langendreer, Kaiserstraße 198 Kleinkaliberschießen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: aus dem Schießstand des Volkssportplatzes an der Castroper Straße. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 10 und 11) s Los je Klasse B RM. Die neue Dreußisch-Südd Versuche Dein Glück bei Siaatl. Lotterie- Einnahme ische lassenlotterie besinnt Lose in jeder Einteilung vorrätig Bochum, Wilhelmsplatz 5 Los e Klasse 3 RNI. Seit e 5 Nr 81/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 8. April 1932 Der 90jährige Emil Kirdorf b un Mesegt, az elsie galschele eie Loskeshonobeiz eschist Liche lais el Lelatilis aus Seitel) an der Ruhr seinen 90. Geburtstag. Bild li auf„Haus Streithof“ von dem aus er auch Parneirs=der Aeluder Zwei Ozeanriesen für KdF. vor der Vollendung Hamburg, 6. April. Auf den Werften von Blohm& Voß und Howaldt, gehen zwei im Bau befindliche KdF.Schiffe ihrer Fertigstellung entgegen. Die„Berliner Morgenpost“, läßt sich von einer Besichtigung dieser schönen Schiffe, auf denen demnächst deutsche KdF.= Urlauber in die Welt fahren werden, u. a. folgendes berichten: Platz für 1460 Urlauber Ein Hämmern, Bohren und Zischen treibt in diesen gewaltigen eisernen Stockwerken seinen unheimlichen Spuk. Hobel schnarren, Ketten schließen sich um Eisenträger und dann und wann trägt ein Kran sein eintöniges Lied zu uns herüber Hier und da kann man schon die Umrisse der Kabinen erkennen. Dort ist ein Brauseraum fertiggestellt und hier erkennt man in der Mitte der Schiffslänge die Konturen der zwei Speisesäle, die so geräumig sind, daß sämtliche 1460 Urlauber ihre Mahlzeiten in zwei Abteilungen einnehmen können..... Amsischranhun Sahraast. Dieses neue Schiff ist ein Zweischrauven=Fahrgastschiff und hat einen Raumgehalt von 25 000 Tonnen. Es ist das fünftgrößte Schiff der deutschen Handelsflotte. Seine größte Länge beträgt 208,50 Meter und seine größte Breite 23,50 Meter Es hat eine Geschwindigkeit von 15½ Knoten, d. h. 29 Kilometer in der Stunde. Für die Urlauber stehen 248 zweibettige und 241 vierbettige Kabinen zur Verfügung. Die Kabinen gehen alle nach außen. Die Aufenthaltsräume für die Urlauber sind so groß, daß alle gleichzeitig bequem darin Platz finden, ohne daß die Speisesäle außerhalb der Mahlzeiten dazu in Anspruch genommen zu werden brauchen Auf dem Haupt=Promenadendeck liegt ein Rauchsalon von 40 Meter Länge und 15 Meter Breite. Ferner befinden sich hier vier kleinere Salons und außer einem großen Sonnen= und Sportdeck sind, zwei Promenadendecks vorhanden. Auf dem Sonnendeck liegt auch die geräumige Turnhalle. Im=Deck befindet sich eine SchwimmDen Urlaubern stehen im ganzen 40 Badezimmer und 100 Brause=Abteile zur Verfügung. An Sicherheitseinrichtungen sind u. a. 22 Rettungsboote vorhanden, von denen 20 mit Dieselmotorantrieb versehen sind. Zwei der Boote sind außerdem mit einer vollständigen Funkeinrichtung und Scheinwerfer=Anlage ausgestattet,„.. Ihs hesschtigen wis#. In der Werft von Howaldt besichtigen wir das zweite Passagier=Motorschiff und klettern nun in seinem Leib herum. Kino und Café Auch dieses Schiff ist ein Wunderwerk deutscher Technik. Auf ihm befinden sich Wohneinrichtungen für rund 1500 Fahrgäste. Davon sind 700 Fahrgäste in350 Zweimannskammern und 800 Fahrgäste in 200 Viermannskammern untergebracht. Die Länge des Schiffes beträgt 190 Meter. Besonders hervorzuheben sind bei diesem neuen KdF.=Schiff die SchwimmbadEinrichtung mit besonderen Dusch= und Massageräumen und medizinischen Bädern. Außer den großen Speisesälen sind vorhanden ein Café Sport= und Turnhalle auf den oberen Decks In verschiedenen Räumen finden während der Fahrt Kinovorführungen statt Hamburg kann es gar nicht abwarten, bis seine beiden neuen blankgeputzten Kinder sich im Elbwasser wiegen und frohe aus fernen Ländern zurückkehrende Menschen ihm ihren Gruß zujubeln werden. Inder stürmen Baumwollfabrik Wie aus Kalkutta gemeldet wird, versuchten am Mittwoch morgen 1500 streikende Inder eine Baumwollfabrik in der Nähe von Howrah zu stürmen, um die Arbeiter zum Anschluß an den Streik zu zwingen Es kam zu einem blutigen Gefecht mit der Polizei Aus aller Welt Ein netter Liebhaber Für 60000 Reichsmark Sammlerbriefmarken gestohlen Berlin, 7. April. Von einem empfindlichen Verlust wurde ein Wohnungsinhaber im Berliner Westen betroffen, dem während einer längeren Abwesenheit aus seiner Wohnung für 60000 Reichsmark Sammlerbriefmarken gestohlen wurden. Als Täter wurde ein 21jähriger Bursche ermittelt der mit der die Wohnung betreuenden Hausangestellten ein Verhältnis unterhielt und sie oft besuchte. Dabei stahl er nach und nach die wertvollen Marken aus einem verschlossenen Bücherschrank und verkaufte sie. Von dem Erlös lebte er herrlich und in Freuden, schaffte sich sogar einen lururiösen Kraftwagen an und veranstaltete große Festgelage. Als die Ehefrau des Bestohlenen überraschend zurücktehrtg sloh der Bursche mit einer anderen Freundin nach Die dortigen Polizeibehörden wurden davon in Kenntnis gesetzt, so daß der Dieb in einem Hotel festgenommen werden konnte. Mit seiner baldigen Auslieferung ist zu rechnen. Drei Flugzeugabstürze Unfälle in der amerikanischen und britischen Luftwaffe Newyork, 7. April. Nach einer Meldung aus San Diego(Kalifornien) sind am Dienstag zwei Bombenflugzeuge nach dem Abflug von dem Flugzeugmutterschiff„Leringion", 40 Seemeilen von San Pedro entfernt, in der Luft zusammengestoßen und abgestürzt. Zwei Marineoffiziere und zwei Mechaniker fanden dabei den Tod. London, 7. April. Ein Flugzeug der britischen Luftwaffe stürzte am Dienstag in der Nähe von Calshot über dem Lanal ab. Dabei wurde der Pilot getötet. Zwei Mitglieder der Besatzung werden noch vermißt. Die„Schlesien“ beim Dampfer„Vorkum“ Gemeinsame Fahrt nach den Azoren Berlin, 7. April. Schulschiff„Schlesien“ hat am Dienstag nachmittag den Dampfer„Borkum“ erreicht und begleitet das mit eigener Kraft fahrende Schiff. Mit einem Kutter wurden der Schiffsarzt und zwei Mann auf das beschädigte Schiff gebracht. Kellner in„Landesuniform“ Für alle dänischen Kellner werden in diesem Jahr Smoking, Frack und andere„Gesellschaftsanzüge“ abgeschafft und durch eine einheitliche„Landesuniform“ ersetzt Ein Ausschuß aus Vertretern der Restaurateure und Kellner wird einen Entwurf für eine solche KellnerUniform ausarbeiten. Geplant sind zwei Formen: eine für den Winter und eine für den Sommer. Die Flotte des Sozialismus phot.: Rottmann Auf der Howaldt=Werft und auf der Werft von Blohm und Boß in Hamburg gehen allmählich die 25 000=Tonnen=Schiffsneubauten für KdF. ihrer Vollendung entgegen. Unser Bild zeigt den 208.5 Meter langen Neubau auf der Werft von Blohm und Boß, der vermutlich am 5. Mai 1937 vom Stapel laufen wird.(Siehe auch den Artikel auf dieser Seite.) e„ 0 6 343000 Gewinne fallen nach dem amtlichen Gewinnplan der Staatslotterie auf 800000 Lose— fast jedes zweite Los gewinnt also. Insgesamt werden in den 5 Klassen einer Lotterie 67 660 180.— Reichsmark ausgespielt. Die Gewinne sind einkommensteuerfrei. Zwei Hauptgewinne von je einer Million Reichsmark stehen an der Spitze— so kann schon ein Achtellos 100 000.— Reichsmark gewinnen und alle Ihre Wünsche erfüllen helfen. Nur.— RM. kostet ein solches Achtellos je Klasse. Sichern Sie sich deshalb bald Ihr Los! Am 23. April beginnt die Ziehung der der 49. Preußisch=Süddeutschen(275. Preußischen) Klassenlotterie. Ein kleiner Schritt ist es nur, den Sie dem Glück entgegenkommen müssen! Den amtlichen Gewinnplan und— soweit verfügbar— Originallose erhalten Sie bei allen staatlichen LotterieEinnahmen. neue Lotterie beginnt! Wer kein Los hat, kann nicht gewinnen! (Auszug aus den antlichen Gewinaplan)0## 1000000.— RM 2 Gewinne zu je 200000.— RM, 12 Gewinne zu je 50000.— RM Seiune. 10 Hepimne zu he 10000.— Ru, Außerdenst2esgelgiöseglugig 2 Gerine iu ser 300000.—. P0..-.-2ri.2. ur. 5nm Die Preußisch=Süddeutsche Staatslotterie Seite 6 Nr. 81 Bochumer Anzeiger Donnerstag, 8. April 1932 Unterhaltung Keeine ftotelgeschickte, Von Fritz Sckwielett „Also, während man nebenan tanzte, bekam Geheimrat von Dehn einen Anfall?! Im Lesezimmer?! Er leidet an solchen Anfällen?! Hm!“ Hansen drehte an seiner Zigarre und blies einen schönen hechtgrauen Ring.„Und dann kam diese Dame aus Holland zufällig in das Lesezimmer und fand den Geheimrat?!" „Sie kam vom Tanzen und wollte zur Bar und fand den alten Herrn auf dem Teppich. Sie bettete ihn auf ein Sofa, dann lief sie, um einen Arzt zu holen.“ „Und wie sie mit dem Arzt zurückkommt, da saßt sie sich plötzlich an den Hals und merkt, ihre Perlenkette ist weg?!“ Hansen stieß einen zweiten Ring aus. Die Stimme des Hoteldirektors wurde noch leiser und rücksichtsvoller:„Ich hätte die Sache anzeigen können! Geheimrat von Dehn bestand sogar darauf! Aber ich bin nun einmal der Ansicht, Privatdetektive arbeiten besser! Die Dame aus Holland übrigens auch! Wie ich Ihnen schon sagte, Herr Hansen! Ich habe keinen bestimmten Verdacht! Auch nicht auf Geheimrat von Dehn! Auf ihn womöglich am allerletzten! Aber es ist meine Pflicht, Sie verstehen——“ „Ja, ich verstehe!“ Hansen blies einen dritten Ring.„Ich glaube, ich bin jetzt genug informiert!" * Hansen saß auf der Hotelterrasse. Ein paar Tische weiter saß der alte Geheimrat von Dehn, ihm gegenüber sein Sohn Walter, etwa 20 Jahre alt, mit einem außerordentlich hübschen, aber völlig apathischen Gesicht. „Nehmen wir also einstweilen an, daß der alte Mann tiptop ist!“, murmelte Hansen.„Hm! Und die Dame?" Die Dame war ein Fräulein Maria Müller, das neben dem Geheimrat saß, keineswegs ausgesprochen schön, aber ungewöhnlich apart. Als vierte saß eine ältere Dame am Tisch, eine Frau Bachmann aus Wiesbaden. „Das ist ja ziemlich interessant!", entfuhr es Hansen unwillkürlich. Frau Bachmann hielt ihre Hand quer über den Tisch, und das aparte Fräulein Müller betrachtete mit augenscheinlich begehrlichen Augen ein Schmuckstück, das Frai Bachmann trug, ein Platinarmband mit großen Brillanten. Die blauen Augen des jungen von Dehn waren müde und fast verschlafen. Der Geheimrat hatte ein Lächeln, das nachsichtig, beinahe gütig war. Nach einer Weile erhoben sie sich zu einem Spaziergang in die Wälder. Hansen blieb sitzen und überlegte. Hatte er eine Spur? Hatte er zwei? Oder waren beide falsch? Man kam von diesem Spaziergang sichtlich verstört zurück. Der Geheimrat atmete schwer und sah ziemlich verfallen aus. Er hatte, neben Frau Bachmann gehend, plötzliche Herzanfälle bekommen. Die beiden anderen waren ein gutes Stück voraus. Frau Bachmann, aufs äußerste erschrocken, hatte den alten Herrn, so gut sie konnte, ins Gras gebettet, dann hatte sie die andern geholt. Sie sah noch verfallener aus als der Geheimrat. Sie hatte kurz vor dem Hotel bemerkt, daß sie ihr Armband verloren hatte. * Wie Walter von Dehn seine heimliche Liebe für die aparte Maria verriet, war immerhin bemerkenswert. Nicht mit Worten! Auch nicht mit Blicken! Mit einem offenbaren Verfall seines ganzen physischen Wesens Zuweilen kam es dann„über ihn“. So hatte er heute auf dem Spaziergang mitten aus einem Schweigen heraus plötzlich nach ihrer Hand gegriffen, in der sie ihr kleines Täschchen trug, und ihre Hand so schmerzhaft gepreßt, daß sie das Täschchen fallen ließ. Dann hatte er sich schweigend gebückt, als wäre nichts geschehen, das Täschchen in seinen Rock gesteckt und war so heftig ausgeschritten, daß Maria kaum folgen konnte. Seine brutale Zärtlichkeit fiel ihr kurz nach Tisch wieder ein, auch daß ihr Täschchen— mit den Kofferschlüsseln— noch in seiner Rocktasche war. Der Zwischenfall mit dem alten Herrn hatte sie beides vergessen lessen Sie mußte ihren Koffer öffnen, ließ sich mit Walters Zimmer verbinden und da sich niemand meldete, ließ sie sich kurz entschlossen die Nummer seines Zimmers geben, ging hin, klopfte an und trat kurzerhand ein. Das Zimmer war nicht abgeschlossen. Das Jackett, das Walter am Morgen getragen hatte, war über einen Stuhl gelegt. Sie ging auf ihn zu, trat unterwegs auf etwas Hartes, bückte sich— leicht erschrocken darüber, einen Manschettenknopf von ihm oder dergleichen zertreten zu haben— und— hob einen großen Brillanten hoch, einen von gleicher Größe und Form, wie sie heute vormittag beim Frühstück bei Frau Bachmann bewundert hatte. Hätte jemand beim Eintritt ins Zimmer Maria von hinten auf den Kopf geschlagen, sie hätte nicht erschrockener sein können. Der Fund war wie ein Blitz, der ihre bis dahin im Dunkel liegende Neigung ebenso grell enthüllte wie das wahre Gesicht des andern. Sie wankte zum Stuhl, griff in das Jackett und nahm mechanisch ihr Täschchen heraus. Sie spürte das brutale Verlangen, sich Klarheit um jeden Preis zu verschaffen, als sie plötzlich noch mehr erschrak. In dem Aschenbecher auf dem Schreibtisch brannte eine Zigarette zu einem grauen Streifen Asche. Vermutlich hatte Walter das Zimmer nur für einen Moment verlassen. Instinktiv lief sie zur Kommode, riß hastig Schubfach um Schubfach heraus, wühlte zwischen Wäschestücken, hielt plötzlich das Armband in der Hand und hatte ein Gefühl in der Kehle als hätte sie Schmutziges verschluckt. Sie legte Armband und Brillant in ihr Täschchen, ging zur Tür, öffnete sie und trat vor Scham beinahe einen Schritt zurück. Draußen vor der Tür stand Hansen und sah sie unverschämt lächelnd an. Sie hörte, daß der Unverschämte, den sie nicht kannte, ihr langsam folgte. Als sie ihre Zimmertür zuschlug, sah sie noch einmal— undeutlich, flüchtig— sein ungeheuer zufriedenes Gesicht. * Frau Bachmann erzählte allen, die es wissen oder nicht wissen wollten, daß sie ihr Armband verloren hatte; auch Hansen, der ihr besonders teilnehmend schien. Er saß mit den beiden Dehns und Frau Bachmann auf der Terrasse beim Nachmittagskaffee Frau Bachmann hatte ihn vorgestellt Man konnte von der Terrasse aus den Weg sehen, der zum Wald hinlief. „Da kommt Fräulein Müller!“ sagte Frau Bachmann. Maria schien aus dem Wald zu kommen. Sie grüßte schon von weitem zum Tisch hin, sie schien erregt und sehr glücklich zu sein. Sie schien es auch nicht zu bemerken, daß Hansen sich zweideutig lächelnd erhob, um sich mit ihr bekannt zu machen. Was bekomme ich als Finderlohn?“ sagte sie und lachte nervös.„Da schaun Sie, ich habe Ihr Armband gefunden!" und hielt der überraschten Frau Bachmann etwas befangen den kostbaren Schmuck hin. Hansens Blick lief wir ein Hund, der eine Spur sucht, von Maria zu dem Geheimrat und seinem Sohn. Das völlig apathische Gesicht des jungen ron Dehn blieb maskenhaft start Der Geheimrat hatte ein Lächeln, das nachsichtig, beinahe gütig war. Das Schmuckstück ging von Hand zu Hand. Als es bei Hansen landete, sagte er lächelnd:„Schaun Sie sich mal die Stelle hier an! Es ist eine Schnittstelle!", hielt das Armband der verblüfften Frau Bachmann hin und setzte mit einem Blick auf Maria halblaut hinzu: „Außerdem fehlt ein Brillant, gnädige Frau! Bei einer Versicherung gegen Verlust könnten Sie kaum Ersatz anspruch stellen! Es sei denn, Sie sind gegen Diebstahl versichert! Na— Diebe haben die Eigenschaft, daß man sie meistenteils erwischt!“ Und dann stand er auf und ging fort. * Geheimrat von Dehn fand es plötzlich kühl. Walter mußte ihm Mantel und Hut aus dem Zimmer herunterholen. Dann stand der schöne alte Herr gemessen auf, gab den Damen die Hand, lächelte noch einmal sehr gütig und ging mit Walter dem Walde zu, einen„kleinen Spaziergang“ zu machen. Als Maria nach zehn Minuten ihr Zimmer betrat, war sie kaum erstaunt. einen ihr unbekannten Herrn und den unvermeidlichen Honsen, die auf sie warteten, vorzufinden. Der Fremde wies sich höflich bedauernd als Kriminalkommissar aus.„Bitte!" Maria gab Hansen die Kofferschlüssel.„Wenn ich Ihnen behilflich sein kann?" Es wurde dankend abgelehnt. Man fand den Brillanten in ihrem Täschchen. Maria gab eine Erklärung ab, die sehr wenig plausibel erschien.„Dann muß ich wohl also mit Ihnen?!“ Man nickte höflich. Sie mußte lächeln. Das Ganze war so sinnlos dumm! Daß man sie schließlich doch nicht„mitnahm", verdankte sie dem jungen von Dehn. Als man die beiden Zimmer durchsuchte, die er mit seinem„Vater" bewohnte, fand man auf dem Tisch einen Zettel, er hatte ihn scheinbar sehr hastig gekritzelt:„Wenn Fräulein Müller Grips gehabt hätte, hätte sie in demselben Schubfach die Perlenkette finden können! Jetzt ist sie auf Nimmerwiedersehen weg! Im übrigen erwischt man uns nicht! Wir haben Auslandspässe!!" „Ich auch!“ lachte Hansen, als er das las.„Ich habe auch einen Auslandspaß!“— Und 14 Tage später saß das Gaunerpaar. Hofjagd. Bei einer Hofjagd im Harz war's. Wilhelm I. hatte teilgenommen und zum Schluß wurde dem Monarchen die gesamte Strecke in Gestalt von dreißia Hirschen vorgelegt. Dazu die alleruntertänigste Meldung, daß Se. Majestät die Tiere höchsteigenhändig zu erlegen gerubt hätte. Worauf der alte Herr in seiner bescheidenen Art. zur Jagdaesellschaft gewendet, nur erwiderte:„Meine Herren, da haben wir einmal wieder den deutlichsten Beweis, daß es aar nicht so abwegig ist, auch heute noch an Wunder zu glauben. Sehen Sie, ich habe 20 PaDer Lagerist Von Hans H. Henne Die Sendung geht nach Afrika, Und du, mein Sohn, bleibst hier. Du pinselst drauf GERMANIA Und fährst sie auf den Pier. Hier schlägst du alle Kisten zu, Ein Neger reißt sie dorten auf. Der pinselt ganz genau wie du Und hat den gleichen Lebenslauf. Der liest das Wort GERMANIA, Und denkt: ich sitze hier. Der sehnt sich fort aus Atrika Und spuckt auf seinen Pier. tronen verschossen, bei jedem Schuß nur einen Hirsch vor dem Rohr gehabt. Das hätte, wenn ich jedesmal gut getroffen habe, eine Strecke von genau 20 Hirschen ergeben müssen— und hier liegen dreißia. Wenn das kein Wunder ist, dann weiß ich nicht." Das Vergnügen. Zu Lenbach kam einmal ein sehr reicher Berliner Bankier, dessen breites, fettiges Gesicht sehr stark an den nahen Orient erinnerte, und erkundigte sich nach dem Preis, den der Meister für sein Porträt verlangen würde. Lenbach sah sich den Mann sehr, sehr lange an und forderte eine Summe, über die der Finanzmann so entsetzt war, daß er die Hände über dem Kopf zusammenschlug und waihklagte:„Was für ein Preis! Hab ich doch erst kürzlich gekauft ein Bildnis vom Bismarck, von Ihnen gemalt, lieber Meister, und das Bild hat nur gekostet die Hälfte von dem. was Sie jetzt verlangen von mir." Darauf seelenruhig der Meister:„Das kann wohl sein— aber den Fürsten Bismarck zu malen, war für mich ein großes Vergnügen...!“ Knetschke war von Verwandten in Amerika eingeladen worden. So unternahm er mit seiner Frau seine erste Seereise. Am zweiten Reisetag bereits wurde Knetschke schrecklich seekrank. Ihm war sterbensübel zumute und mit schwacher Stimme flüsterte er zu seiner Frau:„Marie, mein Testament liegt beim Notar Wurmser, ich habe dir und den Kindern alles vermacht. Und Marie, laß mich drüben beerdigen, denn noch so eine Ueberfahrt kann ich nicht mehr aushalten, weder tot noch lebendig!“ „Münch. Ill.“ Vermunnonne Undde R OMAN VON HERMANN WEICK 15) Gut— damit hätte er sich eines Tages vielleicht abgefunden! Aber er ließ sich nicht hintergehen! Nicht betrügen! Da kannte Eva ihn schlecht! Etwas von der früheren Härte und Unbarmherzigkeit, die in der letzten Zeit von Cessani gewichen war, kam wieder über ihn. Er ballte die Fäuste. Er würde sich Klarheit verschaffen! Mittel und Wege gab es genug, um festzustellen, wenn Eva sich wieder mit einem Herrn traf... und wer dieser Herr war! Dann würde er reinen Tisch machen! Er stand auf. „Du verzeihst, wenn ich schon aufbreche, aber ich muß nochmals ins Büro zurück!" Unerklärliches Bangen bemächtigte Evas. Hart und kalt hatte die Stimme ihres Mannes geklungen. Nichts mehr von dem freundlichen, werbenden Unterton, den seine Worte in letzter Zeit gehabt hatten, war darin gewesen. * „Ich gehe ins Konzert“, sagte Eva zu dem Mädchen, das ihr in den Mantel half.„Ist der Wagen bereit?“ „Gewiß, gnädige Frau!“ Während der Fahrt überlegte Eva nochmals ihren Plan. So würde es gehen, ohne daß man Verdacht schöpfen konnte. Seit jener Aussprache mit ihrem Mann war sie unsicher geworden. Wenn Felix trotz ihrer ableugnenden Antwort Verdacht geschöpft hätte? Wenn er ihr vielleicht nachspionieren oder sie beobachten ließ? Hilligen, der immer wieder bei ihr angerufen hatte, hatte sie von einem Tag auf den anderen vertröstet. Heute wollte sie sich nun mit ihm treffen; ihr Mann war verreist, erst in zwei Tagen würde er zurückkommen, da konnte sie es wagen. Sie redete sich ein, daß sie sich darauf freue, endlich den Geliebten wiederzusehen. Aber es war nicht die rechte Freude, nicht die jubelnde Erwartung von früher; eher entsprang ihr Entschluß einem verzweifelten Trotz, sich von ihrem Manne das einzige Glück, das sie besaß, nicht nehmen zu lassen. Der Wagen hielt vor dem Konzerthaus. „Es ist nicht ausgeschlossen, daß ich nach dem Konzert noch mit Bekannten zusammen bin“, sagte Eva zu dem Chauffeur.„Sie können nach Hause fahren; wenn ich Sie brauche, rufe ich daheim an.“ Sie betrat das Gebäude, verließ es aber nach wenigen Minuten wieder und ging die Straße hin; an der nächsten Ecke stand Hilligen. „Warum läßt du dich nicht mehr sehen?“ fragte er nach den ersten Worten der Begrüßung.„Am Telephon drücktest du dich jedesmal unklar aus, so daß ich nicht klug daraus wurde!" „Ich muß vorsichtig sein! Mein Mann scheint Verdacht geschöpft zu haben!“ „Sieh mal an! Der Herr ist gar nicht so dumm, wie ich dachte!" In Eva lehnte sich etwas gegen Hilligens Spott auf. „Mein Mann sah uns neulich in der Hardenbergstraße“, fuhr sie hastig fort,„er bildete sich wenigstens ein, daß wir es waren. Ganz sicher schien er aber seiner Sache nicht gewesen zu sein; ich stritt es natürlich ab.“ „Das war die verständliche Antwort von dir!“ „Laß diese Bemerkungen!“ entgegnete Eva, erregter als sie selbst wußte. „Ich glaube, die Geschichte hat dich doch etwas aus dem Gleichgewicht gebracht! Nun— allzulange wirst du dein Geheimnis deinem Manne nicht mehr vorzuenthalten brauchen! Was meinst du, wenn wir ihn bald vor die vollendete Tatsache stellen würden?" „Vor welche Tatsache?“ fragte Eva. „Das erzähle ich dir nachher! Jetzt bin ich dafür, daß wir schleunigst ein Lokal aufsuchen!" Es war ein kleines Restaurant, in das er Eva führte, und in dem sie die einzigen Gäste waren. „Ich möchte eine Tasse Tee trinken“, sagte Eva, als sie Platz genommen hatten. „Das kannst du zu Hause noch tun“, widersprach Hilligen,„wir haben uns so lange nicht mehr gesehen, da wollen wir unser Wiedersehen mit einem Tropfen begießen. Es fiel Eva auf, daß Hilligen abgerissen und unsicher sprach; auch hatten seine Augen einen merkwürdigen Glanz. „Du siehst aus, als ob dies nicht der erste Wein sei, den du heute trinkst!“ sprach sie. Er lachte. „Du hast einen bewundernswerten Scharfblick! Ich traf einen Bekannten, einen reichen Holzhändler aus Riga, mit dem ich einige Flaschen Wein leerte!" Eva vermochte ein Unbehagen nicht zu unterdrücken. Wie konnte Rolf sich betrinken, wenn er wußte, daß er bald danach mit ihr zusammentreffen würde? Sie sagte aus einem unklaren Verlangen heraus, diese Unterredung möglichst schnell zu beenden: „Wolltest du mir nicht etwas erzählen von einer Tatsache, vor die wir meinen Mann stellen wollten?“ Hilligen füllte sich gerade sein Glas wieder. „Ich denke, es wäre jetzt bald an der Zeit, daß du daheim Schluß machst, Eva!“ „Wie meinst du das?“ „Sobald ich den Zeitpunkt für gekommen erachte, packst du deine Koffer!“ Betroffenheit erfaßte Eva. Sie sollte von daheim fortgehen? Ihrem Mann durchgehen— mit Rolf?— Widerspruch regte sich in ihr. „Ich kann doch nicht einfach meinem Manne auf und davongehen!“ „Warum nicht? Hängst du so an ihm?“ Ungehalten sah Eva ihn an. „Du weißt genau, daß dies nicht der Fall ist! Aber wenn ich mich von meinem Manne trenne, geschieht es offen!“ Das war nun nicht nach Hilligens Plan! Gerade durch eine überraschende Flucht Evas sollte, wie Dr. Strehlin bestimmt hatte, Cessani ein schwerer Stoß versetzt werden. „Glaubst du vielleicht, daß dein Mann dich freiwillig ziehen lassen würde?" versuchte er Eva umzustimmen.„Schon aus Stolz oder aus Furcht, sich lächerlich zu machen, wenn seine Frau nach so kurzer Ehe ihn schon wieder verläßt, würde er das nicht tun!" Eva mußte Rolf recht geben. Nein— Felix würde sie sicher nicht freigeben! Und würde sie überhaupt den Mut aufbringen, ihm zu sagen, daß sie sich von ihm trennen wolle? Seit jenem Tag, als er sie in der Hardenbergstraße in Begleitung eines Herrn zu sehen gewähnt hatte, war er wieder geworden wie vor ihrer Ehe: finster, verschlossen, von abweisender Kälte. Wie würde er erst aussehen, wenn sie ihm eines Tages ihre Absicht, sich von ihm zu trennen, verkünden würde... „Ich meine, da gibt es doch nicht viel zu überlegen!“ drängte Hilligen.„Du liebst deinen Mann nicht.. kann es da eine bessere Lösung geben, als daß du mit mir ein neues Leben beginnst?“ Wäre es nicht die einfachste Lösung?, jagte es Eva durch die Gedanken. Einmal mußte der qualvolle Zustand ihrer Ehe ein Ende finden! Gespannt betrachtete Eva Rolfs Antlitz. Wie schmerzhaftes Erwachen kam es über sie. Hatte Rolf schon immer diese verlebten, willenlosen Züge gehabt:.. Oder hatte er sich erst in der letzten Zeit so sehr geändert? War das untätige Leben, das er seit Monaten führte, waren die vielen durchwachten, durchbummelten Nächte schuld an seinem heutigen Aussehen? Und diesem Manne, dessen Lebensinhalt vielleicht nur aus schalen Vergnügungen bestand, sollte sie ihre Zukunft anvertrauen? Ich liebe ihn doch!... wehrte etwas in Eva sich gegen diese aufrührerischen Gedanken. Ihr war, als würde sie sich vollends verlieren, wenn ihr nicht dieses einzige, ihre Liebe zu Rolf, bleiben würde. „Was meinst du zu meinem Vorschlag?“ fragte Hilligen in ihre Gedanken hinein. „Ich werde mir die Sache überlegen“, antwortete sie ausweichend,„solch ein Schritt muß gründlich bedacht seirng Das Widerstrebende ihrer Antwort war Hilligen nicht entgangen. Sollte Eva sich von ihrem Manne vielleicht nicht trennen, weil er reich war und ihr ein luxuriöseres Leben als er, Hilligen, bieten konnte? Ob man ihr da einen Wink geben sollte, was ihrem Manne bevorstand? Vor einigen Tagen erst hatte Strehlin ihn in den Plan, wie man Cessani vernichten wolle, eingeweiht. Zwar hatte der Anwalt ihm untersagt, zu irgend jemandem davon zu sprechen; aber gehörte Eva nicht zu den Feinden Cessanis? War sie nicht gewissermaßen eine Bundesgenossin?“ „Unter Umständen bist du vielleicht ganz froh, wenn du rechtzeitig von deinem Manne wegkommst", begann er und tat geheimnisvoll,„es hat nämlich den Anschein, als ob es in nächster Zeit harte Nüsse für ihn zu knacken geben würde!" „Was willst du damit sagen?“ „Ich sollte zwar nichts davon verraten, aber schließlich gehörst du zu uns...“ „Wie meinst du das?“ unterbrach ihn Eva. „Zu den Gegnern deines Mannes! Du kannst dir denken, daß Cessani bei seiner Art, Geschäfte zu machen, Feinde hat! Schon mehrmals hat man versucht, seine Macht zu untergraben. Jetzt hat man es anders angefangen! Wenn die Sache klappt, kostet es ihn den Kragen! In Eva war mit einem Male alles überwach. „Woher weißt du diese Dinge so genau?“ fragte sie, ein feindseliger Unterton schwang kaum vernehmbar durch ihre Stimme. „Ich bin von dem Drahtzieher der ganzen Aktion informiert worden. Du kannst dich also auf meine Worte verlassen!“ Eva unterdrückte die Erregung, die sich ihrer bemächtigt hatte.„Das ist ja sehr interessant, was man da hört!“ sagle sie recht gleichmütig.„Um was für eine Aktion handelt es sich eigentlich? Was führt man gegen ihn im Schilde?" Hilligen zog erst an der Zigarette, machte eine Pause und sagte dann:„Ich kann mich doch darauf verlassen, daß du über das, was ich dir erzähle, unter allen Umständen schweigen wirst, Eva?“ „Das ist doch selbstverständlich!“ „Du hast ja auch wirklich kein Interesse daran, daß der Schlag, den man gegen diesen Mann führen will, mißlingt! Im Gegenteil! Wenn jemand Cessani hassen muß, bist du es nach der ganzen Art und Weise, wie er es darauf angelegt hat, dich zur Frau zu bekommen!" „Ja, ja...“ erwiderte Eva. Aber es war seltsam, in diesem Augenblick brach Angst um ihren Mann, Angst wegen der Gefahr, die ihm drohte, in ihr empor. Eingehend setzte Hilligen ihr dann auseinander, was man schon unternommen habe und was in nächster Zeit geschehen würde, um einen gewaltigen Kurssturz der Europa=Aktien herbeizuführen und auf diese Weise das Werk, in dem Cessani den größten Teil seines Vermögens stecken habe, zu erschüttern. „Wenn alles gelingt, wie wir es vorhaben, überstehen die Werke diese Krise nicht, und auch dein Mann wird ruiniert sein!“ schloß Hilligen. Er sah Eva fragend an.„Was sagst du zu diesem Plan?“ Nicht alles, was Hilligen ihr geschildert hatte, hatte Eva begriffen. Nur soviel wußte sie: daß, wenn der Plan gelang, ihrem Mann unabsehbarer Schaden erwuchs. „Mußte sie ihn da nicht warnen? Ausgerechnet sie?— Als ob er das um sie verdient hätte „Was ich von dem Plan meine?“ fragte sie, noch verwirrt von der Flut ihrer widerstreitenden Gedanken. „Ich zweifle, ob mein Mann sich so einfach überrumpeln lassen wird!“ „Sicher würde er Gegenmaßnahmen treffen", lachte Hilligen,„wenn er wüßte, was ihm droht! Aber du vergißt das eine: er weiß ja gar nichts davon, er ist völlig ahnungslos!“ " Diese letzten Worte kamen in der nächsten Zeit Eva nicht mehr aus dem Sinn. Tag und Nacht verfolgten die Worte sie. Immer stärker drängte es sich in ihr auf, daß es ihre Pflicht sei, Felix zu warnen. Wenn sie ihm auch fremd gegenüberstand—— sie trug seinen Namen, durfte sie es da zulassen, daß er ahnungslos dem heimtückischen Angriff seiner Feinde ausgeliefert blieb? Würde sie, wenn sie schwieg, sich nicht mitschuldig machen an dem Unheil, das über ihren Mann kommen würde? Aber—— wenn sie ihm sagte, was sie erfahren hatte— würde er sie dann nicht fragen, woher sie ihr Wissen habe? Dann müßte sie von Hilligen sprechen.... Sie konnte ihrem Mann doch nicht ins Gesicht sagen, daß sie die Nachricht von Hilligen bekommen habe— Nein! Nein! Von Rolf durfte ihr Mann nichts erfahren! Und vielleicht würde Felix doch mit seinen Gegnern fertig werden! So leicht, wie man es sich vorgestellt hatte, würde man ihn sicher nicht zum Unterliegen bringen! Verzweifelt krampfte Eva sich an diese Hoffnung. Aber mit jedem weiteren Tage nahmen Unruhe und Angst in ihr noch zu. Sie glaubte manchmal, nicht erwarten zu können, bis ihr Mann von der Bank nach Hause kam. Vielleicht würde er heute die Kunde von dem Schlag, den man gegen ihn geführt hatte, erhalten haben, vielleicht würde er einen verstörten Eindruck machen— vielleicht sogar mit ihr von dem Vorgefallenen zu sprechen beginnen. Nichts dergleichen geschah. Cessani war, wie stets in der letzten Zeit: in sich gekehrt, wortkarg und von einer finsteren Kälte. XVII. Wie eine Bombe hatte der Kurssturz der EuropaAktien, der ganz unerwartet eingetreten war, in den maßgebenden Finanzkreisen eingeschlagen. An den Berliner und auswärtigen Börsen herrschte große Erregung. (Fortsetzung folgt.) Seite 7 Nr 81 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 8. April 1932 Kunst und durch traten sanft und furiös in Hildegudrun Emmel und e Wiebke Siemen die Szene und mit dem hochstapelnDeichnugter woce. Dramaltterde=). 1ag, Kesheden uast Miesign. Sohaeseraig agze. se iegiehn dons eusi is daetl bezi==ähese: e Soe be von u. be sobuenge per. Lenatnst shrs Välerchend Stala, Wenn sgander Dos Sggerige Kiset, ohr o aiset Whilksiaedse I. nimmt am wenn er ggr als, Beaustrager der Göll aus Rostau isctam sleitzest dez veruner dor sich gmt, mitkfr wenn er vox 9 zampigen Genosen in Kasan ein bitß18. April unter der Schirmherrschaft vor Dr. Goebbels und dem Jugendführer Voerisranlendurcker Birselsdel, Lusag, Verseise oder ander, ahsie en zu wisten und eige. 6z. 5r bend der Olompiade 8.F Per Gsetrich=Cckart=Bühne in oder zweichung von der Generallinie“ schulrend der Oiomviade au Die-Bochumer Einstudierung dig gemacht. Die Vermutung wird, je mehr Schnaps unter Leitung von Intendant Dr. Schmit mit der die Kessen hnaboleizeziur, erißseit, und mas. gehz Musik von Emil, Beetars ist di Wertes für deg, geschtonenen braum.„Zu der Erstaul führung des„Würfelsviels" werden führende Persönlichkeiten des deutschen Theaterlebens außer den Vertretern der Partei und des Staates anwesend sein. Die Aufführungen in der Woche„Dramatiker der HI.“ finden außer Vormiete statt. Die Anfangszeit ist durchweg 20 Uhr: eine Ausnahme machen lediglich Montag, 12. April(Schiller:„Die Räuber“) und Freitag, 16. April(Grabbe:„Ravoleon“); diese beiden Auf= Flärtt führungeg, heaizzgeg um 19 Uhr. Die Thanzeneßeng eine lichem Beifall auf. Dr. Emil Strodthoff Was die Künltler willen müllen vom„Hilfswerk für deutsche bildende Kunst“ „Immer wieder laufen beim„Hilfswerk für deutsche en Gmit bezige i. Zie ernte Siprschung bg, um den Part. Was es aber mit der ünien oder reches gerds, Beztngrtung. gutält das. was der Kiniter für dezggeicntouenen brazm. z351 der Eriau), ten Abweichung von der Generalinie auf sich bat, er unveoinar veachten mun. 1 Das vom Reichsminister Dr. Goebbels ins Leben gerufene„Hilfswerk für deutsche Kunst“ fördert begabte deutsche Künstler durch Ausstellung und Verkauf ihrer Werke. Das„Hilfswerk für deutsche bildende Kunst" untersteht organisatorisch dem Hauptamt für Volkswohlfahrt und künstlerisch dem Reichsbeauftragten für 15rt, Bong; tregzi, o“ wenig in der Lust. Der durch. 2. Anmeldeberechiat, ind alle dentschen Isnstler und ovu ge= Zmotiz permitielte aneldotische Einfall Künkterinnen, die nicht durch.feste Ansgezung„#er fährt kein Mensch, und Mister Bins kann es auch nicht verraten. Genug, daß die Kasaner Genossen im dritten Akt die Geschichte leid sind und ins Ausland ten, bevor sie durch Erschießen auf die Generallinie zurückgebracht werden. B. Die Komödie, die literarisch von Gogols„Revisor" zehrt, hängt trat, ihres, sichertich gut, ggmeigten Aufder arken Nachfrage aus dem.aanzgg vieich wirft zwar ein blendendes Licht auf das Dunkel russimöglich gemacht, für die hieligen. Thegtez.e ganoe, eine scher Zustände, verdichtet sich jedoch nicht zu dramabeschränkte Anzahl von Karten vereit zu ntellen. tischer Spannung. Der Hagener Spielleiter Bruno Uepach half diesem„Mangel durch,drasßisches, Herogrgestellt sind. Sie müssen Mitalied der Reichskammer r/6. Artraasormzsare ind bei dem zutigzhigen LanUevach balf bresgm zens gituationen ak' be Verrgte desleiter der Reichskammer der bildenden kunne anzuvon beAbeitslagungen, die unter dem GesamtstelI“) Szene bis ans Heft in Aliohal und grheiete auf fordern. Die, auzgekilten Rormulare sind an den Aus welideutichen Konzertidlen Was die heutige Pianistenwelt an prominenten Künstlern aufzuweisen hat, gab sich mit wenige.. Aus nahmen in den Dortmunder Sinfoniekonzerten ein Stelldichein. Jetzt hörte man den Träger eines der klangvollsten Namen, den als Beetbovenspieler von ganz besonderem Foxmat bekannten Freig,# mond. Lange Zeit ist man diesem bedeutenden Pianisten nicht mehr begeanet und man zregiggt einer boch genußreichen Stunde gerrgerr#a# Eg.Dur. Konzert nicht nur murzegebenerterlamglschen Abel. Meisterschaft und naturaguevenem„klanalichen, Adel, sondern auch geistig mit der überlegenen Intelligenz des ausgereiften Künstlers und in der fergarge,Ag# stellung mit dex. klassischen„Reinbeit, urzzpgstrtestaltet. beherrschenden Musikers fesselnd und, gPheme Der starke Beifall hezog sich auch auf, ioeiz. Sie bens bewegliche und feinfühlige Begleitung. Als N heit lernte Dortmund nun auch Kaminskis„Dorische Musik“ kennen, dieses gebaltvolle und in der Mischung neufoxmaler„Elemente„und. peeerher Thematik interessante Werk eines immer wieder überzeugenden, ernsthaften Musikers unserer Tage. Aus ganz anderen Bereichen stofflicher Vorlage und musikalischer Gestaltung kommt Julius Weismanns „Sommernachtstraum"=Musik, aus der man das Vorspiel im letzten Essener Sinfoniekonzert zu hören bekam. Schon bei der Uraufführung vor zwei Jahren während der Düsseldorfer NS.=Kulturtagung. erwies sich ganz eindeutig, daß dieses feinsinnigen KomREIiKulturgemeinde geschaffenen Musiken der Tage 0 sind folgende öftentich: die Morgenkundaebuge Kesch ie Kesciechsenie L- i. 5 5 6. staltung am Mittwoch, 14. April. mit Ursula Deinert, der ersten Solotänzerin des Deutschen Overnhauses Berlin und die Schlußkundgebung am Sonntag, 18. April, 10 Uhr, auf der Zeche Constantin, Schacht 6/7. Auf der Schlußkundgebung gelangt u. a. ein großes Chorwerk von Spitta unter Mitwirkung des Städtischen Orchesters Bochum zur Aufführung. Die Theaterkasse ist während der drei geschlossenen ge Donnerstag,., Freitoggrnitagg'n 10.„April, geöffnet, und zwax ,vormitzags von 10 bis 14 Uhr und weiterhin von 18.30 bis 20 Uhr. Für die gesamten Aufführungen der Woche„Draatiker der HI.“ vom 11. bis 17. April gibt das Stadtberaus. Tros der Platzgruppen zu erwerben. Dauerkarten für einzelne ptasaruppen zu erwerben. „Der Lenolfe aus Brasilien“. Uraufführung im Hagener Stadttheater Zu der im Hagener Stadttheater- uraufgeführten Komödie„Der Genosse aus Brasilien“ macht der Verfasser Willi Schäferdiek im Programmheft einige Bemerkungen, aus denen hervorgeht, Stoffwahl nicht die Phantasie, sondern die Wirklichkeit, das Leben selbst, verantwortlich ist. Die Anregung zu der im Sowjetparadies spielenden acbte den schmie 5. Vei Verkauf der Kunstwerie fliett den Künstlern Keltlur zur zu: u) tin Kgapfel ein, Curt Wilche machte den schmierigen Juden Apfelbaum, zwei junge Genossinnen be5. Bei Verkauf der Kunstwerke fließt den Künstlern der Erlös ungeschmälert zu. Kleintes Neuttielen Satire„auf die : trug ten verdreitet baben(asand, sof grd selt sich der e ad den Lesteicel hehsechshegech 963 welche Hochstaveleien er zu vollführen gedenkt. Italienische Auszeichnung eines deutschen Musikschriftstellers. Der König von Italien und Kaiser von Aethiovien hat den Musikschriftsteller Dr. Karl Holl in Frankfurt a. M. zum Ritter des Ordens der Krone von Italien ernannt. Die Auszeichnung erfolgte in Anerkennung eines literarischen Beitrages zur Jahrhundertfeier des Komponisten Vincenzo Bellini. Der große schwedische Forscher Sven Hedin, der sich schon während des Weltkrieges als einer der zuverlässigsten Freunde Deutschlands erwiesen hat, wird in der nächsten Zeit in seinem Stockholmer Wohnsitz se jüngstes schriftstellerisches Werk„Deutschland und der Weltfrieden“ zum Abschluß bringen. Sven Heoig g dert in dem Buch die Eindrücke, die ihm seine Reisen im neuen Deutschland schenkten. In einem besonderen Kavitel behandelt der Forscher die deutsche Kolonial= frage. Ein Handschrift Luthers gefunden. Eine seltene und wertvolle Entdeckung wurde in der Kirchengemeinde Accum im Jeverland gemacht. Dort fageggligg## Pfarrarchiy in einer Ribel aus denzmi, gandschriftlichen Einlage einen vergilbten Bogen bs Feie Soenedterschsteatnschlsh int Rage en kann. Und dieser Eindruck wurde auch jetzt wieder in der geschmackvollen und farbig lebendigen Darstellung durch Albert Bittner vollauf In sehr jungen Jahren setzt sich der Geiger Siegfried Borries mit dem wohl schwersten Violinkonzert, dem anspruchsvollen Werk von Brahms auseinander. Er tut es mit einer technischen Fundiertheit und manuellen Sicherheit, die ihm ein recht ehrendes Zeugnis ause stellt. Er müht sich auch höchst eindrucksvoll um den geistigen Gehalt und die motivische Kraft dieses Konzertes, das er ausdrucksmäßig überraschend männlich bangt, sondern weil die seltenen Yukkabäume geschützt Enden Blattbüschel Karl Schäfer filmt. Der Olympiasieger im Eiskunstlauf, der bekanntlich vor kurzem Berufsläufer wurde, und gegnwärtig in Amerika ist, soll, wie Wiener Blätter melden, von der Metro=Goldwyn=Meyer für einen Film verpflichtet worden sein, in dem er seine Kunst im Lichtbild zeigen wird. Ein Rembrandt wiedergefunden. In den SchaefferGallerien in Newyork wird demnächst ein Gemälde von Rembrandt gezeigt werden, das erst vor gtätin Zung entdeckt„wurde. Das Gemälde stellt, die Gol##g Juno dar, gekleidet nach Art einer holländischen Königin des 19. Jahrbunderts. Prüfung der Beratungsstelle für Anfänger im Opernfach. Am Freitag, 30. April, findet im Chorsaa! m Jahre 1690 gie loe des Stadttheaters Dortmund„eine Prüfung der Schrift. Der Bogen Beratungsstelle für Anfänger im Overnfach für den Die Untersav, 7 Maxin,-chee, 2r. 25, 3hane dieser Einrichtung darum, die Eianung der Anfänger eine bedeutende und gekonnte Leistung von beachtensverter Guclic. Dr. Jauef Schvermann Geschichtstafel 8. April 1832 wurde der Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee in Potsdam geboren, 1850 Offizier, 1866 Major im Generalstab, 1870 Militärattachée in im Kriege Generalsiabsoffitzier, im Großen quartier, 1882 Generalquartiermeiner und 1888 Moltkes Nachfolger als Chef des Großen Generalstabes, bis ihn 1891 Graf Schlieffen ablöste. iehergescrieben dor und seinz Veitarbeiters Jogan= für den Overnberut elizgtelenz Lihane fergelsiecd finis uis Augenbngen. Die Riederschrikt ktammt aus dem schüler, die.5, Jeit fgr.4s haitzerigen Phahdsimns sihr Bie nes Bugenbagen. Jahre 1543. Wüste unter Naturschutz. In Südkalifornien hat und nach der Dauer ihres bisherigen Sruoiums für die Österprüfung 1937 noch nicht in Frage kamen, auf ihre Fähigkeit zur Ausübung ihres Berufes hin zu prüfen. Meldungen bis spätestens 25. April 1937. 50 pf. die große lübe, 25 pf. die kleine kube Und dabel überaus gründliche Reinigungskraft. Schonung des Zahnschmelzes, angenehm milder u. ertrischender Seschmeckt MARIANNE NON ANGERN daß sie, die, Faust an den Mund pressen laufplatz, o# mußz um nicht aufzustöhnen... tasleg ast dieser Oder aber narrt sie ihre Phantasee; In dieser Mann, der so meilenweit entfernt von ihr scheint, wirklich nicht der, zu dem sie einst„Du“ und„Lieber“ Das ist nicht mehr warum quält er sie sagtg.. Doch, doch— er ist's aus der Welt zu schaffen. Also warum quäl so? Fühlt er nicht, daß sie am Ende ihrer Kraft, ihrer Beherrschung angelangt ist? Daß sie es bald nicht mehr wird aushalten können?— Nicht kann. Einfach nicht mehr kann.. Und auch nicht mehr will! Die Maske muß fallen oder es geschieht ein Unglück. Heute muß sie Gewißheit haben... Herr Doktor, ich möchte Sie sprechen— sawohl— unter vier Augen... Gleich jetzt, sobald die Turm ihren Monolog zu Ende gebracht hat, wird sie ihm das sagen.„Herr Doktor ich muß Sie sprechen... unbedingt...“ memoriert Die ganz großen Vorhselkele Dann kommt das rein Künstlerische seiner Persönlichkeit zum Vorschein, dann ist er ein mystischer Wunscher rutengänger, der die jungen Seelen beklopft und belauscht, um unversehens auf das Besondere und Eis Picht Kant solt he erlernen, die mißt G 6 den in euch tragen. Unsere Aufgabe ist es, sie von zu befreien, die technischen Möglichkeiten zu ihrer Ausübung zu schaffen, den Boden zu düngen, auf dem sie gedeihen kann. Dazu will ich euch verhelfen. Die Fähigkeit aber, das rein Menschliche in Füxhtgnicher G5igefe gabe zu offenbaren, die müßt ihr mitbringen„Ob diese Fähigkeit sich zum Format der ganz großen Menschengestaltung ausreifen wird oder auf einer der Vorstufen zu den innersten Tempeln der Kunst haltmachen muß, das soll sich erst auf dem Wege erweisen, den miteinander zu gehen wir begonnen haben...“ Hier inmitten dieser jungen ringenden Seelen stört Leil bes Ganert, Achsg ves zads hzelog seslash o, Lostenz, uach seiger Vientais= gusad. anvertraute Begabung, die ebenfaus oelwvpst, belauscht! Schon ist er an der Tür... Da springt ne auf ben yerrscht. Theres ist eine mit viel Zeit für sportliche Beschäftigung hat ihr bisheriges Leben nicht hergegeben— aber in Begleitung des auseichnet trainierten Gigi kann sie sich schon sehen sie im Geiste... Ohne Stockung und Verlegenheit, so ganz selbstverständlich muß das gesagt werden... Der Monolog ist beendet. Jetzt müßte sie vor ihm „Den anschließenden Dialog mit Herrn Wörlach ist die Gelegenheit günstiger.„Herr Doktor ich muß...“ Es schlägt zwölf.— Gleich wird er sich erheben... Jetzt den Augenblick nicht versäumen.... g „Wir beginnen das nächste Mal an dieser Stelle", und entwickelt werden(ahereg Von Ansang an macht sich bei ihr das ewige Geseihr Gerähl gebunden o„Aieve benzer Ligie der Mann, der ste zum Deld weg ist es in erster einie der Mann, der sie zum We erweckte, dessen Worten sie gläubig lauscht, dessen Wunsch und Willen sie instinktiv erfaßt, sich ihnen annicht einen Moment verläßt sie dos„erszrfihen einer besonderen Verbundenheit, die im####g und nicht in der Kunst wurzelt, nach wie vor glauht sie an ein bestehendes heimliches Einverstänhzols, ga# nur der Gelegenheit bedarf, um die Masre,gze, ggren vention abzuwerfen und sich rückhaltlos zu offenbaren. Heute... morgen... in einer Stunde, wird es ihm gefallen, ihr das Zeichen zu geben, ein nur ihr verständliches Signal, ein leises Wort, einen verstohlenen Blick... Dann wird sie wieder an seinem Herzen liegen und alles wird sein wie damals... In solchen Augenblicken ist es ihr, als begänne der Lehrsaal mit ihr zu kreisen, und sie muß sekundenlang die Augen schließen, um des jähen Schwindelgefühls Aber Tag reiht sich an Tag, ohne das ersehnte Zeichen zu bringen. Nie verfängt sich sein Blick in dem ihren nie blitzt ein Funke des Einverständnisge goet der Erinnerung darin auf. Weder bevorzugt.„I. setzt er sie hintan, nichts scheint sie ihm zu sein, als eine unter vielen; sein Lob, sein Tadel gin siets der Sache und niemals der Person. Mehr und mehr schwindet das künstliche Gerüst von Hoffnung, an dem sie sich innerlich aufrecht zu sscht, das ihr den, Vaipersutg veg, eträglichsmacht Hinblick auf das„Vielleicht morgen Wie heimtückische Mikroben nisten sich Zweiel.,Faun, Denken ein. Sollte er sie wirklich nicht wiedererkannt haben? Wäre es möglich, ihm nicht mehr gewesen zu sein als die Laune einer Nacht, die seinem Gedächtnis sofort wieder entschwand... Schon die Vermutung ist und stellt sich ihm in den Weg...„Herr Doktor Was das wirlich ihre Stimme die,sg, heiser und brüchig die Worte hervorstieß? Aller Blicke fühlt sie in ihrem Rücken brennen. Ein unterdrücktes Kichern Za also da haben wirs.,..burchbitzt es Dahlen. Aeußerlich bleibt er unberührt, kaum daß sich die Brauen ein wenig erstaunt heben... „Bitte— Fräulein Feuchtinger...?“ Um keinen Preis bringt sie vor diesem kühl fragenden Blick das unter vier Augen' über die Lippen... Von tödlicher Verlegenheit gepeinigt steht sie da. Was macht sie doch für eine klägliche Figur... den Boden möchte man versinken vor Scham... „Ich wollte...“, stammelte sie,„ich dachte nur Wäre es nicht besser, wenn ich statt der Julia eine „Dafür bin ich ganz und gar nicht Fräulein Feuchtinger“, kommt er ihr mitleidig zu Hilfe;„selbst wex. Ihnen die Julia nicht besonders liegt, so haben Sie die Rolle auch für Ihr heutiges Können, noch nicht nügend ausgeschöpft. Versuchen Sie, sich, ganz in die Seele dieses Madchens zu versenken...“ Die Theres hört nur noch ein leeres, sich mehr und mehr entfernendes Geräusch. Alle ihre Kräfte muß sie sammeln, um durchzuhalten... Ewigkeiten scheinen zu vergehen... Endlich ist er fort. 6. Kapitel Der Winter hat sich beeilt in diesem Jahr. Schon im November gibt es Schnee. Eisblumen zeichnen sich Rißerfolg des einen Tages im morgeps an, Thexesegs, Henshez.„ Wie dem Frost, reckt die Kastanie ihre vereiften Arme zum Wenn die Theres zum Seminar jährt, nimmt sie auf alle Fälle ihre Schlittschuhe mit denn meist findet sie nach Schluß des Unterrichts den jungen Baron Faludi wartend vor, und sie wandern hinüber zum Eislosser Eine rechte Freude hat sie ja an der ganzen Lauferei nicht. Die innere Fröhlichkeit fehlt, die in Verbindung mit der körperlichen Anstrengung erst die letzte Auswirkung jedes Sportes, das Wohlgefühl des Befreitseins von Erdenschwere auslöst. Aber die Gräfin dringt auf starke Bewegung in freier Luft, und Seine Erlaucht selbst hat sie bei der Klubleitung als neues Mitglied Manchmal schilt sie sich undankbar... So gut sind sie alle zu ihr, ein wahres„Tischlein=deck=dich=Leben; führt sie, und doch ist sie oft bedrückt und traurig und immer weit, weit fort mit ihren Gedanken... Da fährt sie nun wieder— Gigi hat sie für kurze Zeit verlassen, um Freunde aus der Heimat zu begrüßen— trotz des hellen Warnungsrufes— geradewegs in eine mit rasendem Schwung daherstürmende Bogenläuferin hinein und— patsch— liegen sie beide auf der glatten Bohn. g. uae nicht, wieh astans: fraet „Hoffentlich haben Sie sich nicht weh getan?“ fragt eine bekannte Stimme, deren Besitzerin bereits wieder auf den Beinen ist und Theres gewahrt Irene Tomalis kapriziöses Gesichtchen mit einem Ausdruck leichter Besorgnis über sich geneigt. Ein Lächeln des Erkennens geht über Irenes Züge, während sie Therese beide Hände zur Hilfe entgegenstreckt.„Na so etwas— Fräulein Feuchtinger... Eigentlich hatte ich die Absicht. Sie nach ihrem Aufstieg und nicht nach Ihrem Fall wiederzusehen. Seien Sie mir nicht böse, aber es war unmöglich, nicht in Sie hineinzufahren...“ „Ich muß um Verzeihung bitten“, sagt Theres, sich ebenfalls erhebend,„ich bin schrecklich unachtsam gewesen...“ „Na— es ist alles noch gut abgegangen... Wie geht es Ihnen? Und was macht das Studiums Herrliches Eiswetter heute, nicht?“ „Sie wollen zuviel auf einmal wissen", verwahrt sich Theres gegen den Ansturm von Fragen. „Macht der Gewohnheit... Aber keine Angst. das soll bestimmt kein Interview sein.. Hallo— Baron Faludi... Darf ich bekannt machen? Ach so— die Herrschaften gehören zusammen... Da komm ich allerdings ein wenig zu spät. Ich würde Ihnen empfehlen, auf Ihre Dame ein sorglicheres Auge zu haben, damit sie nicht jeder=beliebige umrennen kann. Also, auf Wiedersehen allerseits. Ich muß leider abmontieren...“ Mit einer graziösen Pirouette gleitet sie davon, noch einmal im Umwenden lachend zurücknickend. „Sehen Sie nur“, sagt Theres bewundernd,„sie ist eine perfekte Kunstläuferin.“ „Und ein lustiger Kerl... Fast zu lebendig meinen Geschmack. Ich schwärme nicht für Frauen, die ununterbrochen sprühen. Aber der Dahlen, der hat einen förmlichen Narren an ihr gefressen.. Die Theres fühlt plötzlich ihr Herz stillstehen... „Immer stecken die beiden zusammen... Ich will ja nichts gesagt haben— bittesäähr— aber ich glaube, da entwickelt sich was...“. 8eueng u Die bunte Eisfläche beginnt vor Theresens Augen zu tanzen..“. Nicht einen Augenblick länger kann sie den Anblick dieses fröhlichen Gewoges ertragen Sehn „Mir scheint, ich habe mir eine Sehne gezerrt“, preßt sie mit Anstrengung hervor. Gigi ist ganz ergebene Fürsorge. Unter Bekundung lebhaftester Anteilnahme geleitet er sie zu einer Bank, schnallt ihr behutsam die Schlittschuhe ab.„Selbstverständlich werde ich Sie sofort heimfahren.“ Nur nicht, denkt Theres entsetzt. Rasch sinnt sie auf eine List. um sich zu befreien...„Seien Sie doch so gut und bringen Sie die Schlittschuhe in die Garderobe zur Aufbewahrung. Wozu sie immer erst mit nach Hause schleppen...... 24.8 Au— Die Abgabestelle ist sehr belagerr; es wird eine gute Weile dauern, ehe er abgefertigt sein wird. Jetzt schnell die Gelegenheit benützen... Schon hat sie den Ausgang erreicht und drückt sich durch das Gewühl der Zuschauenden. Jetzt hinüber über den Fahrweg und fort aus dem Trubel der inneren Wie ein waidwundes Wild treibt es sie in die Einsamkeit stiller Gäßchen. Ohne eine Richtung zu beachten, hastet sie vorwärts, wie auf der Flucht vor dem, was an Pein und Empörung in ihr tobt... Das ist das Schlimmste... das Unausdenkbarste. Jetzt gibt es keinen Selbstbetrug mehr, jetzt stürzt alles zusammen... Diese Journalistin... seine Freundin, seine Geliebte wahrscheinlich... Und sies— Ein Nichts, ein Niemand... Ein kleiner Seitensprung, lächelnd eingestanden und lächelnd verziehen... Immer qualvollere Vorstellungen spiegeln die überreizten Sinne vor... Natürlich hat er dieser Frau alles erzählt... Weshalb wäre sie denn sonst auch damals zu ihr gekommen? Doch nur um sie auszuhorchen und dann Tränen über sie zu lachen... Verraten hat er sie, mißbraucht und verraten... Und sie in ihrer Dummheit dachte, er warte nur auf sie...„Herr Doktor, ich muß Sie sprechen'... Wie werden sie gelacht haben, die beiden......." 8 War sie das, die eben so aufstohnte...?— Verwirrt blickte sie um sich... Da steht sie, in der zugigen Einfahrt eines Vorstadthauses, das Gesicht gegen die rissige Mauer gedrückt... Gottlob, der Flur ist menschenleer. Nur ein Kind hat sich hinter ihr aufgepflanzt, ein verwahrlostes, rachitisches Geschöpf. Eifrig mit dem Finger in der Nase bohrend, glotzt es sie aus großen Augen#..... Sarss„. uar. 6. „Ja, so ist das...“ nickt die Theres, als wäre sie ihm eine Erklärung schuldig, und geht.....e Ja, so ist das— tönt es in ihr nach... so häßlich und gemein geht es im Leben zu. Wieso dürfen sie nur geschehen, alle diese häßlichen Dinge?— Es gibt keine Antwort auf diese Frage. Keine Sprache der Welt, die darauf erwidern könnte... Verrat und Falschheit und Gemeinheit, sie sind da um ihrer selbst willen... Herr Doktor, ich muß Sie sprechen... Wie grauenhaft dumm sie doch war....., 8 Hamsassch= Plötzlich findet sie sich vor dem Hoheneggschen Palais. Instinktiv ist sie hier gelandet. Schrecklich lange mag sie wohl umhergeirrt sein, kaum wollen sie die Füße mehr das Stückchen durch den Park tragen. zu lebendig für Wenn sie nur niemandem begegnet. Sicher hat man schon nach ihr gesucht... Als sie wieder zu sich kommt, fühlt sie sich merkwürdig leicht. Kalt und glatt ist es in ihr, als hätte sich die glühende Lava von Schmerz mit einer Eisdecke überzogen. Jeder wird auf andere Weise fertig mit seinem Leid. Der grämt es sich in zwanzig Jahren ratenweise ab, jener rast es sich in einer Nacht aus dem Leibe. Und zurück bleibt dann eben dieses berauschend starke— Haßgefühl. Auch das Hirn wird voll herrlicher, durchsichtiger Klarheit. Nichts geht über eine so rrch,-—(Fortsetzung folgt.) Seite 8 Nr. 81* Bochumer Anzeiger„ Donnerstag, 8. April 1937 Turnen und Sport „Aner gchore für hauf BodlahtWir beluchen Exweltmeister Metze— Seine Meinung zur Deutschland-Rundfahrt Erfrischung eine Kanne Wein greift man dankbar zu, denn es heißt sich für die Abfahrt Mut antrinken... Man weiß nichts mehr, wenn das Rad mit 80 Sachen zu Tal rast. Es ist ein Sviel mit dem Leben.... Metze hat ein offenes Haus für alle seine Sportskameraden, auch wenn sie noch nicht ganz hochgestiegen sind auf der schwankenden Leiter sportlichen Ruhms. Hornia, der Schrittmacher werden will, der vorjährige Bochum—Münster—Bochum=Sieger Oberbeck, der jetzt seine ersten Rennen als Berufsfahrer bestreitet und unser Bochumer Landsmann Robert Ilse, der am Sonntag auf der Bochumer Radrennbahn sein erstes Rennen hinter Motoren bestreitet, sind ihm liebe Gäste. Gerade Ilse hat dem Meister bei seinen Steher=Vorbereitungen sehr viel zu verdanken, denn nicht nur überließ ihm Metze das für einen Dauerfahrer notwendige Material, sondern gab ihm auch eine Unmenge wichtiger Ratschläge an die Hand, die einem jungen Steher viele Fehlschläge ersparen können.„Wir sind alle einmal angefangen“, sagt Metze. und wehrt den Dank ab. Er ist nicht für feierliches Gerede. Die„aute Stube“ ist vollgepfropft mit Siegespreisen. Und an der Wand hängen die unzähligen Schleifen, die einst an goldenen Kränzen hingen. Und diese Kränze wiederum wurden einmal von Erich Metze auf Ehrenrunden im Triumph um die Bahn gefahren Diese Schleifen sind Marksteine des Sieges in der stolzen Laufbahn Erich Metzes.„Diese Schleife bekam ich, als ich Weltmeister Raynaud in Paris schlug", saate Metze. Diesen Sommer werde ich wahrscheinlich gegen Raynaud ziemlich oft starten, meist in Verfolgungsrennen in Südtrankreich... WB.Imastaer Paunurch hat Es hat nicht sollen sein. Weltmeister Raynaud hat für immer die Augen geschlossen. Ein scharfer Knall des platzenden Reifens, ein Entsetzensschrei der Zuschauermenge im Sportvalast zu Antwerven, der schwere Motor Pasquiers fuhr Raynaud über den Körver. Wenige Minuten später war der Weltmeister tot. Mitten unter den Trophäen hängt ein kleines Bild. Es zeigt einen Vierzehnjährigen nach einem Siege im Straßenrennen Dortmund—Bochum—Dortmund. So habe ich einst angefangen, sagt Metze. und was habe ich inzwischen nicht alles erlebt! In Meisterschaften und Siegen aber ist er ein einfacher und schlichter Mensch geblieben, ein prachtvoller Charakter, ein echter Westfale, ein richtiger Erich Metze! Selbst die Wittener haben sich an das in den Rennberichten aus aller Welt in Klammern hinter den Namen Metzes beigefügte„Dortmund“ so gewöhnt, daß sie selbst gar nicht mehr zu wissen scheinen, welch berühmten Mitbürger die Mauern ihrer Stadt beherrbergen. Und dem Exweltmeister und vierfachem Deutschen Meister hinter knatterndem Motor Erich Metze ist das überaus lieb. Denn er will„sei' Ruah hoam!" Und Ruhe ist hier oben auf den grünumkränzten Höhen des Wittener Stadtteils Annen, Ruhe vor lästigen Bewunderern. Autogrammtigern und allem, was ein bekannter Sportsmann haßt, wenn er Renndreß und Meistertrikot mit dem Alltagsgewand vertauscht hat. Ruhe— nur nicht vor den Männern mit kampfbereit gezücktem Bleistift und Notizbuch. Aber Metze hat das Schicksal unseres Besuches mit Fassung und dem Mut getragen, den wir in unzähligen seiner großartigen RidzanRad=Kämpfe mit den größten Dauerfahrern der Gegenwart bewundert haben, und es ist gar kein richtiges Interview mit abgezirkelten Fragen und wohlüberlegten Antworten daraus geworden, sondern eine riesig nette Plauderstunde, in der die Lachsalven das kleine Haus an der Annener Jägerstraße nur so durchtosten. Erich Metze ist nämlich ein großer Freund des Lachens. Er erklärt uns das an einem sehr überzeugenden Beispiel. Im Sommer des vergangenen Jahres sollte er in Frankfurt starten. Als er mit seinem Schrittmacher Ville dort eintraf, goß es in Strömen und das Rennen wurde verlegt. Unverzüglich machten sich die beiden Getreuen auf den Weg gen Mailand, wo schon die nächste Startverpflichtung zu erfüllen war. In Mailand aber regnete es Bindfäden. Auch hier wurde das Rennen abgeblasen, aber dafür lag ein Telegramm aus Frankfurt da:„Kommet sofort Frankfurtmain...“ Also zurück nach Frankfurt.„Und in dieser verrückten Lage, in diesem irrsinnigen und vergeblichen Pendelverkehr zwischen Frankfurt und Mailand, als uns das Weinen näher war als das Lachen, haben wir in unserem Wagen nach selbsterfundener Melodie gesunger: „Das Leben ist schön.“..„.. g0 erzanng 882 „Das Leben ist schön!“, ein guter Wahlspruch für einen großen Rennfahrer. Man könnte die Wittener um diesen Mann beneiden, wenn man nicht Bochumer wäre...“ Denn der„Witten=Dortmunder“ meint: „Eher gehöre ich ja nach Bochum, weil viele verwaltungsmäßige Angelegenheiten Wittens in Bochum erledigt werden, beisvielsweise alle meine Paßangelegenheiten beim Bochumer Polizeipräsidium.“ Aber wir werden uns hüten. Erich Metze für Bochum zu beanspruchen, weil sonst die Essener besitzheischend auf Walter Lohmann blicken würden, dieweil nämlich unser Walter auf Essener Gebiet ein kleines Wochenendhaus Metze hat die erfolgreichste Wintersaison hinter sich, die ein Steher sich wünschen kann. So oft er in Paris an den Start ging, haben ihn die Franzosen zum „König des Tages“ gekrönt. er ist siegreich geblieben auf allen Bahnen, auf denen er startete und wohin er Weltmeister hinter donnerndem Motor. In dieser Zeit 57 Spieler im Vorbercitungskurlus für das Länderspiel gegen Belgien ich ein vuriadendes Angehot aus., 162 J,iz sahr stil seinem Martragsahend in das Sitzrnaszimmer erste Fußballmannschaft von„TuS.“ Engelsburg konnte Kreisklasse und damit den Aufstieg zur zweiten Kreisklasse erkämpfen. Die Mannschaft. blieb in der Meisterschaftssaison ungeschlagen und hat nur Von sligt, nach echtezte Vierpoatfel G. Kammann II. Musebrink und Kowslowski. Lähiund CöllenHradber! Aufnahme: Fr. Blom Engelsburg konnte sich die Meisterschaft der dritten Weltmeister hinter donnerndem Motor. In dieser Zeit bat ihn, wie erinnerlich, ein verlockendes Angebot aus der Neuen Welt erreicht. Er sollte sich an den Kämpfen um die amerikanische Stehermeisterschaft beteiligen, die in„zig“ Läufen ausgetragen wird. Metze war mit den Bedingungen grundsätzlich einverstanden. verzichtete aber, als ihm eröffnet wurde, er könne nicht immer hinter seinem Schrittmacher Ville fahren, weil die Schrittmacher vor jedem Lauf ausgelost würden. Metze und Ville, das ist eine prächtige Kampfgemeinschaft. und man versteht diese Kameradschaft, sobald man ihre seltsame Geschichte kennt. Es war zu jener Zeit, da Metze schon die Absicht hatte, sich von Karl Saldow zu trennen. Metze fuhr ein Rennen auf der Pariser Buffalobahn, wurde mit all seinen Gegnern nach Belieben fertig und scheiterte nur immer wieder an einem durchaus nicht erstklassigen Dauerfahrer namens Souchard. Wie war das möglich? Nun, der Franzose hatte einen Schrittmacher, der zwar an Jahren noch verhältnismäßig jung, an strategischem Können und taktischem Feingefühl aber ein unerhört erfahrener Mann war: Maurice Ville, der ehemalige Straßenfahrer. Metze fuhr nach dem Rennen heim. Ein raar Tage später kreuzt Ville in seinem Hause auf:„Ich will Sie führen.“ Metze lehnt ab, der Franzose verabschiedet sich. Ein paar Tage später ist Ville wieder da:„Nun, Herr Metze, haben Sie es sich überlegt?“ Da sagt Metze zu........ Kcträg an2 1. Es ist selbstverständlich, daß das Gespräch auch auf die bevorstehende große Deutschlandrundfahrt kommt, ist doch Erich Metze der Sieger der letzten Rundfahrt durch Deutschland von 1933. Der Meister ist begeistert von der Idee, diese Fahrt wieder in neuem Glanze erstehen zu lassen. Es wird eine sehr, sehr schwere Prüfung für die Beteiligten werden. aber nicht eine Quälerei wie die Tour de France. Metze weiß das wie kein zweiter zu beurteilen, denn er belegte 1931 in der „Tour“ den achten Platz, tat einen schweren Sturz in diesem Rennen, das er für das nervenzermürbendste hält, das man sich in der Welt des Rades vorstellen kann„Nach neun Tagen“, so erzählt er uns,„wenn die Fahrer schon 2000 Kilometer in den Beinen haben, kommen die Pyrenden=Etapven. Eine irrsinnige Strapaze. Man verliert vollkommen das Gefühl für Ort und Zeit. Wenn man den Gipfel erreicht hat und die vor Begeisterung tollen Zuschauer reichen einem zur Um Edmund Conen ist es lange Zeit sehr still gewesen und, wenn nicht von Zeit zu Zeit irgendeine Stimme aufgetaucht wäre, die an seine großen Leistungen als„Tank“ der deutschen Fußballelf erinnert hätte, würde man ihn vielleicht schon vergessen haben. Es überrascht deshalb, daß man ihn in der Liste von 57 Spielern findet, die in einem weiteren Vorbereitungskursus nach Duisburg eingeladen worden sind Edmund Conen soll sich auf dem Wege zur völligen Gesundung befinden. Es ist heute noch nicht abzusehen, wann er wieder zu einem großen Spiel herangezogen wird. Vielleicht kommt es nie wieder dazu. Aber warum soll man heute schon die Hoffnungen aufgehen? Wir erblicken in der Tatsache, daß man Conen herangezogen hat, den Versuch, das Selbstvertrauen des Saarländers zu beleben und ihm zu zeigen, daß seine Aussichten auf eine Wiederkehr in die deutsche Nationalmannschaft nach wie vor bestehen. Und gerade Conen ist ein Mann, dem ein Schuß gesunden Selbstvertrauens nicht schaden kann. Im Hinblick auf das Spiel gegen Belgien am 25. April in Hannover ist natürlich dieser Vorbereitungskursus sehr wichtig. Wir finden von bekannten Namen u. a. Jürissen, Sonnrein, Abromeit, Klodt Billmann, Appel. Gramlich(Villingen). Ditgens, Sold, Uebelein I, Heermann, Hänel, Petry und Gauchel. 57 Teilnehmer ist eine nette Zahl. Reichstrainer Herberger wird ein großes Arbeitspensum zu erledigen haben. Aber es handelt sich hier durchweg um Spieler, die schon an Kursen teilgenommen haben, den Betrieb genau kennen und wissen, was von ihnen verlangt wird Filmvortrag im Tennisklub Rechen „Tennis fordert nicht Kraft, sondern Geist. Um mit Beginn der neuen Saison seinen Mitgliedern und auch den„Laien“ des weißen Sports eine Einführung in die Grundlagen des Tennisspiels zu geben, hatte der Tennisklub im Rechener Walde zu einem Vortragsabend in das Sitzungszimmer der „Harmonie“ geladen. Der Leiter des Klubs, Dr. Grave, begrüßte die erschienenen Mitglieder herzlich und erteilte dann Tennislehrer Eduard Volgmann (Stettin) das Wort zu seinem— vorweg gesagt— ausgezeichneten Vortrag über die Grundlagen des Tennisspieles. Volgmann legte seinen Ausführungen die Tatsache zu Grunde, daß die Geschwindigkeit eines Balles bis zu hundert Kilometer die Stunde betragen könne. An die Aufnahme= und Entschlußfähigkei: („lange oder kurze Leitung") des Spielers würden also die höchsten Ansprüche gestellt. Weiter müsse jeder Spieler wissen und beherzigen, daß Tennisspiel zu 50 v. H. „Geist“, zu 35 v. H.„Fuß“ und zu 15 v. H.„Arm“ erfordere. Nur die Muskeln spielen zu lassen, wäre vollkommen falsch. Zu jedem Ball seitlich zu stehen, sei ein weiteres Grundgesetz. An den Körper würden außerordentliche Ansprüche gestellt, die das Tennisspiel zu ausgezeichneten Leibesübungen machten. Anschließend führte Volgmann seinen dreiteiligen Film vor, der seine Darlegungen ausgezeichnet zu ergänzen verstand. Zum Schluß dankte Dr. Grave Tennislehrer Volgmann für seinen Vortrag, den er bei ausgezeichneter Sachkenntnis mit Humor zu mischen verstand. Der zweite Teil des Abends sah die Mitglieder zu einer Frühlingsfeier im Gartensaal der Harmonie vereint. Thielens Schlug Sorge Am zweiten Tage der Deutschen Billardmeisterschaft im Cadre 71/II gab es zwei große Ueberraschungen. Im ersten Nachmittagskampf mußte der Berliner Sorge, der nach seinen großen Leistungen am Eröffnungstage als Favorit galt, eine glatte 189:300=Niederlage von dem Bochumer Thielens hinnehmen. Thielens erzielte bei 17 Aufnahmen einen Durchschnitt von 17,65 Punkten. Auch Altmeister Poensgen verlor. Sein Landsmann Joachim lieferte das bisher beste Spiel des Turniers. In 14 Aufnahmen(Durchschnitt 21.43) und einer Höchstserie von 101 Punkten ließ er Poensgen (118 Punkte) glatt zurück. Die Ergebnisse: Thielens(Bochum)— Sorge(Berlin) 300:189; Poensgen(Berlin)— Foerster(Aachen) 300:206; Joachim(Berlin)— Poensgen(Berlin) 300:119. Der Stand: 1. Poensgen 3 gewonnen, 1 verloren; 2. Sorge 2 gew., 1 verl.; 3. Joachim 1 gew., 1 verl.; 4. Förster 1 gew., 1 verl.; 5. Thielens 1 gew., 2 verl.; 6. Unshelm 6 gew., 2 verl. Deutscher 4:-Sieg über Lettland beim Länder=Boxturnier in Reval In Estlands Hauptstadt Reval begann das von Deutschland, Lettland und Estland beschickte Amateurboxturnier. an dem Deutschland in allen Gewichtsklassen beteiligt ist. Am ersten Tage traten vier deutsche Borer an, die sämtlich siegreich blieben. Im Fliegengewicht zeigte sich Bruß(Berlin) dem Letten Romanowski von Beginn an überlegen. Sein Punktsieg stand nie in Frage. Auch Leu(Stettin) kam im Bantamgewicht über Retisch(Lettland) zu einem Punkterfolg, während Völker(Berlin) seine Begegnung im Leichtgewicht gegen den Letien Wekensch in der dritten Runde durch Abbruch wegen zu großer Ueberlegenheit gewann. Der Kampf im Schwergewicht zwischen Schnarre(Reckling= hausen) und Litchens(Lettland) endete mit dem überlegenen Punktsieg des Westfalen. Die deutschen Vertreter hatten somit nach dem ersten Tage im Länderkampf gegen Lettland eine:=Führung erzielt. Pferderennen in Mülheim Voltaire II gewinnt das Rheinische Jagdrennen. Der erste Wochenrenntag in Westdeutschland stand leider unter keinem günstigen Stern. In den Mittagsstunden zogen dunkle Wolken auf. Kurz vor Beginn der Rennen setzte ein tüchtiger Regenguß ein, der längere Zeit anhielt, dem Besuch allerdings keinen Abbruch mehr tun konnte. Sehr interessant verlief vor allem das Hauptereignis des Tages, das Rheinische Jagdrennen, das Voltaire II überlegen gewann. In diesem Rennen starteten acht gute Steepler. Das Tempo war vom Fleck weg sehr scharf. Lorbaß, Voltaire II und Agathon bildeten lange Zeit die Spitzengruppe vor Laputz und Laus. Auf halbem Wege hatten Voltaire II und Lorbaß das Kommando voi Agathon und Laputz, der allmählich seinen Platz verbesserte und auf dem Nachhauseweg an dritter Stelle galoppierte. Ausgangs der langen Seite kam dann Agathon, als er gerade im Aufrücken begriffen war, zu Fall. Nunmehr hatte Voltaire II gewonnenes Spiel. Der Hengst zog auf Längen von seinen Gegnnern fort und gewann im Kanter gegen Laputz und Gloricus. 1..: 1. Asti(H. Schmidt), 2. Fohre, 3. Ostgote. Toto: Sieg 33, Platz 20. 13. Ferner: Tisernus, Satilla. 2..: 1. Obersteiger(H. Schmidt), 2. Mirer, 3. Pieta. Toto: Sieg 38. Platz 15, 15, 22. Ferner: Steinmetz, Ma—3,.: I. Geländerin(Hochstein), 2. Febler, 3. Sirene. Toto: Sieg 38. Platz 11, 11, 11. Ferner: Caramba. Mar9 4. K; 1. Lösselmann(Lommatzsch), 2. Ebarolus, 3. Chorherr. Toto: Sieg 29, Platz 14, 26, 20. Ferner: Kohinor, Helmwiege, Augras, Ilona, Abnherr. 5..: 1. Voltaire II(Vaas), 2. Laputz, 3 Gloricus. Toto: Sieg 20. Platz 15, 17, 27. Ferner: Laus Agatbon. Agnus. Adelbert, Lorbaß, n" Mlu 6..: 1. Szegeban(A. Schulte), 2. Melle, 3. Stora. Toto: Sieg 103. Platz 37. 26, 29. Ferner: Arglist. Kernpunkt, Graf Moltke. Sauhatz, Kuturnz. 7..: 1. Bastkorn(Buge). 2. Thurilind. 3. Mobamed. Toto: Sieg 47. Platz 19, 28, 35. Ferner: Gabler, Purpurrose, Partisane, Lauf fix. Le Tremblay, 7. April 1..: 1. Duralumet(Rochetti), 2. Cleaner, 3. Fadette II. Toto: Sieg 72, Platz 24, 17, 45. Ferner: Mosnine, Cantilene, Gredin, Eventuelle, Thanase, Wancelle, Dame Motley. Javelière, Fishauard. 2..: 1. Mandrin(Jean). 2. Sedia Gestatoria, 3. Pourponit. Toto: Sieg 53 Platz 99, 45, 26. Ferner: La Louvière, Fairsi. El Ceibo Rime Tout, La Chope. Nitra, Kremlin, Sans Atout, Ma Bru, Ovingdeau, Anne de Beaujeu. 3..: 1. Biricchina('Brien), 2. Orly, 3. La Ferte Bidame. Toto: Sieg 29. Platz 19, 28. Ferner: Célestreet, 4..: 1. Turbotin(Bouillon), 2. Frisquet, 3. Horncastle. Toto: Sieg 20. Platz 15, 25. Ferner: Carius, El Mers, Le 5..: 1. Charlie II(Francolen), 2. Allusion, 3. La Blottière. Toto: Sieg 353. Platz 95, 56, 57. Ferner: Hellespont. Tapri. Mons. Mle de Puygareau, San Morco, Le Reboursière, Noroc. Rinaldi, Mascaron, Great Sapphire, 'Alsacien II. Craig ie Patre. Valrosa. 6..: 1. Jeu'Enser(Robson), 2.'Avenir, 3. Zodiaque. Toto: Sieg 175, Platz 45, 39. 40. Ferner: Tirailleur, Diriv Weather. Virginie, Boulon, La Hézière, Serpentaire, Guilleaume Tell, Oblivion, Boca Chita, Fulvie, Traduction, Elé'Atout. Unsere Voraussagen: Auteuil, 8. April 1..: Halbblutrennen. 2..: Jacobi— Noiseau. 3..: Presbyterian— Saini=Potin. 4..: Bao— Pesaro. 5,.: Runaway— Le Menhir. 6..: Pourquoi Pas— Stall Coolidge. u Problem von F. Armengol (Wiener Schachztg.) Schwarz: Kaz. Dfl. Tal, ei. Ldl, Sel. gl. Bb3. 4, d3. es(11). MS a FIa Weis: Kh4, Das, Teß, e5. Las, Sd2, Bb2. 62, 82(). Matt in 7 Zügen. Kein Druckfehler! Matt in sieben Zügen! Aber erschrecken Sie nicht. Die Aufgabe ist leichter zu lösen, als man denkt. Da Schwarz selbst Matt droht (Df4), geht es natürlich von Anfang an nur mit Gewalt. Lösung des Problems von J. A. Rusek, 2 f. 1. Ta2! falls Schwarz nun Le2:t den Shl oder die Bauern g5 oder hö zieht, setzt Weiß durch einen Königsabzug matt.„.. 19 mit 9 mis..8 M. Auf andere Züge setzt Weiß mit 2. Td3:, Se3, oder et matt. Hus dem Hampf Bochum- Ruhr-Hönne Zwischenrunde um die Westfällsche Mannschaftsmeisterschaft Bochum gewann bekanntlich diesen Kampf knapp. aber sehr sicher mit 5½: 4½. Bemerkenswert ist, daß gerade Bochums Spitzenbretter einwandfreie Siege mit nach Hause brachten. Nachfolgend die Kämpfe am 2. und 3. Brett. Königsgambit Weiß: Josteit(Bochum) Schwarz: Kampmann(Iserlohn) 1. e4 e5 2. 14... Josteit gehört zu den Spielern, die ab und zu mal wieder eine alte, längst verworfene Eröffnung zu Ehren bringen. ... d5 3. S13 Der zweite Zug von Schwars— Falkbeer-Gambit — ist für Weiß unangenehm, weil hauptsächlich sein Wille, hurtig, unter Opfer des Bauern 14 anzugreifen, bekämpft wird. Nach 3. ed. e4t hat Schwarz einen Bauern geopfert und ausgezeichnete Angriffschancen erhalten. Das will sich Josteit natürlich nicht bieten lassen und setzt im Gambitstil fort. Schon Anderssen spielte so. 3.... de 4. Seö: Laß! Der starke Springer muß natürlich beseitigt werden. aber nicht unter Verzicht auf den wertvollen Läufer. 4...., Sct oder Sd7 war angebracht. 5. Lei Le5: 6. fe Dd4 Dieser Bauerngewinn bringt Schwarz gar nichts ein. Er vernachlässigt nur seine Entwicklung und gibt dem Gegner Gelegenheit, im Gambitstil fortzusetzen. 7. De2 De5: 8. d4! De7 Nimmt Schwarz auch noch diesen Bauern, dann entwickelt sich Weiß mit Tempogewinn weiter: 8.... Dd4: 9. Se3, Sfé 10. Les. 9. Se3 Seé 10.—01 Sf6 11. Les Aber hier wird Weiß inkonsequent. Im Stile der Eröffnung lag folgende Fortsetzung: 11. Lg5! und falls darauf Sd4: geschieht, was Josteit gefürchtet haben mag, dann folgt 12. Df2, De5 13. Lfl:Fl, Kf7: 14. Lest nehst Ld4: und Weiß steht auf Gewinn. 11.. Lgt 12. Dt2 h6f Dieser Tempoverlust rächt sich bitter. Nötig war die laßge Rochade, womit sich Schwarz gut verteidigen konnte. Jetzt geht's mit ihm wieder bergab. 13. d5! Seb 14. Lc5 Da7 15. Lb5 c6 16. de... Noch stärker war der Zwischenzug 16. Dg3l, wonach Weiß gewinnbringenden Angriff erhalten hätte. 16.... Scé: 17. Tael——0 18. Se4: aß Jetzt ist Weiß wieder klar im Vorteil. 19. Sd6“ Kbs 20. Leß: Deß: Oder 20.... be 21. Sf7:I, Dff: 22. Tef nebst Dgs oder f4+ und baldigem Matt. 21. Sf7: Se4 22. Sd8: Tas: 23. Df4“ Kas 24. Det: Deb:“ 25. Khl Lh5 26. Tf5 Lg6 27. Teh: Le4: 28. Kgl Loß 29. Te2 Das Lied ist aus. Schwarz streckte nach einigen weiteren Zügen die Waffen. Eine frische Partie. Der Starke Holani Weiß: Griesenbeck(Menden) Schwars: Lemke(Bochum) 1. d4 db 2. o4 ef 3. Sos cb 4. cd ed ö. 813 Seß 6. es Ein ungesunder Zug. Wenn Weiß versuchen will, aus der Isolierung des schwarzen-Bauern Vorteil zu ziehen, muß er das bekannte Schlechter-Rubinstein-System 6. gs nebst Lg2 anwenden. Nach dem Textzug hat Weiß kein rechtes Spiel, während Schwarz auf den Zentralbauern d5, der keine Schwäche, sondern eine Stärke des schwarzen Spiels ist, auf Angriff spielen kann. 6. Sf6 7. Lez Lei 8. a3 aß 9. de Loö: 10. bi Ldé 11. Lb2—0 12.—0 Leß 13. Sbi Der Zentrumsbauer nimmt dem Springer wichtige Felder und verstellt die Diagonale des Lb2. Diese Zurechtrückung der schlecht stehenden Figur ist aber mit Zeitverlust verknüpft. Schwarz ersinnt ein feines Manöver, um seine Dame auf den Königsflügel zu bringen und dem Sté einen neuen, starken Posten zu verschaffen. 13. Sg4l 14. Sbd2 Sge5 15. Tel Dfé! 16. Lai Dhéi 17. Tel Tads 18. Sf1 Se4l 19. Db3 bö 20. Ld4.. Um die Drohung d5—d4l abzuwehren. Statt dessen ging 20. Sd4 nicht, wegen der hübschen Antwort Sd2i nebst Sti: und Dh2: usw. Schwarz hat bereits ein klares Stellungsübergewicht erlangt. 20.... Sd4: 21. ed Lf4 22. Tedl g5! Schwarz geht nun tatkräftig zum gewinnbringenden Schlußangriff über. 23. g3 Ldé 24. Lds Lg4! 25. Lbl Dh5 Auch 25.., f5 nebst 14 hätte Schwars gut spielen können. 26. Ta3 16 27. 8302 Tdes! Nachdem nun die Verbindung der weißen Türme gestört ist, bemächtigt sich Schwarz der offenen Linie. Ein Verfahren, das den Streit zugunsten von Schwarz entscheidet. 28. Tes: Tes: 29. 131... Verliert sofort, aber auch andere Züge hätten Weis nicht mehr gerettet. Auf 29. Sed hätte folgen können Dhsl 30. Des, Lf5 31. Sde4: Lds: 32. Dds:, de 33. Df5. Df5: 34. Lf5:, Lbs und Schwarz gewinnt leicht durch die Drohung La7 usw. 29.... Dhsl 30. fg1.. Nun wird Weiß sofort matt. Aber auch 30. Kf2 oder Ddi hätten nichts mehr geholfen. Schwarz gewänne dann mit Li5 oder Sb2 die Partie. 30.... Te2, und Weiß gab auf, da er das Matt nicht mehr decken kann. Eine von Lemke ausgezeichnet gespielte Partie. Bearbeitet vom Westfällschen Schachmeister Hanne Herrmann, Bochum Seite 9 Nr. 81 7 Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 8. April 1932 dat Sbttachee 4 Rurienatserianstisce Mastereeittere Eine Unterredung mit dem Stabsobmann der NSBO., Dr. Hupfauer 32. gchgn, an dir witiggung, des., Führers im Auschluß an die Verfügung vom 29. August 1936 über die auszeichnung nattonalsozialistischer Musterbetriebe hat der Beaustragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, angeordnet, daß alle Einrichtungen des Vierjahresplanes sich in den Dienst dieses sozialen Wettkampfes stellen. Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat mit der Durchführung der Verfügung des Führers über Musterbetriebe den Stabsobmann der NSBO., Dr. Hupfauer, beauftragt. Der Mitarbeiter der„Deutschen Arbeits=Korrespondenz", Bodo Stahr, vom Hauptamt NSBO., nahm deshalb Gelegenheit, Dr. Hupfauer einige Fragen vorzulegen, die dieser mit folgenden Ausführungen beantwortete: „Die Deutsche Arbeitsfront ist damit beauftragt. Vorschläge für die Auszeichnung als Musterbetrieb zu machen. Es ist daher selbstverständlich, daß Grundsätze in der Beurteilung vorhanden sein müssen, die Zeugnis ablegen für das neue, moderne Wirtschaftsdenken und die sozialistische Gestaltung des Betriebslebens. Wenn ein Betrieb die Flagae der Der Vorsch Deutschen Arbeitsfront mit goldenem Rad und goldenen zelhandelsgesch Fransen zu führen beabsichtigt, so ist als Maßstab der Beurteilung die Gesamtleistung des Betriebes maßgebend. Die Leistung muß als Vorbild dienen in arbeitspolitischer. d. h. in technischer und volkswirtschaftlicher Beziehung sowie den Grundsätzen artgebundener Menschenführung gerecht werden. In sozialem und wirtschaftspolitischem Sinne soll ein Musterbetrieb Schrittmacher für andere Betriebe sein und damit den Beweis erbringen, daß er ein praktischer Mitarbeiter für die Führung der NSDAP. und der DAF. ist. Die Leistung eines Betriebes ist immer das Spiegelbild lebendiger Betriebsgemeinschaft. Die Einzelleistung im Betrieb ist also nicht das Entscheidende, vielmehr beruht der Schwerpunkt, so betonte Dr. Hupfauer. auf dem gemeinsamen Wirken der Gesamtheit aller im Betrieb Schaffenden. Politisch gesehen sind also die Grundsätze maßgebend. die die Partei von jedem Volksgenossen zu verlangen Auf die Frage, was man, rein wirtschaftlich gesehen. von der Betriebsfuhrung zu verlangen hat, sagte Dr. Hupfauer, daß die Wirtschaftserfolge neue Wege weisen mussen, die zu einer stetigen Steigerung der Lebenshaltung des gesamten deutschen Volkes beitragen. Darunter ist zu verstehen:„ 1. Gerechte Anpassung der Preise an die allgemeine Wirtschaftslage, insbesondere aber an die Kaufkraft des 2 Erhöhung der Güte und des Gebrauchswertes der bergestellten Waren. 996626;.sttic. 8. Ehrliche Kalkulation, sauvere Akkorde. Auszeichnung besonderer Leistungen. 4. Lohnverbesserung nach dem Grundsatz des Leistungslohnes..Keitenlatzss Lurc inerlichens 5. Erhaltung des Arveitsplatzes ourch ausreichenven Kündigungsschus.„.— Li, 3s, t7 X. Kürsargg und 6. Altersversorgung über die ofrentliche Fursorae und Versicherung hinaus.. 995.4 7. Erleichterung auf dem Hin= und Rückwea zur Arbeit, bei Ausgestaltung der Pausen, während der Arbeitszeit, durch Zufuhr frischer Luft und durch gute Beleuchtung bei der Arbeit.„...„. m ammirs. 8. Ausgestaltung der Freizeit im Zusammenwirken mit der NS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude. 9. Gewinnbeteiligung.„.410schastamitalieh 10. Sorge nicht nur um die Gefolgschaftsmitglieder selbst, sondern auch um ihre Familie im Sinne der Vertiefung der Gemeinschaft. 11. Förderung des Baues gesunder Wohnungen und Siedlungen.„„ 42766em mi. uck#i. Aus diesen Beispielen ist zu ersehen, wie sich die Leistung des einzelnen Betriebes zu vollziehen hat. Es wird nicht nur schematisch nach diesen angeführten Beispielen der Betrieb beurteilt, sondern es kommt darauf an— so schloß Dr. Hupfauer—. daß die Betriebsführung Wege bereitet, die ihrer Lage und ihren Kräften angepaßt werden und ein vernünftiges Ringen um sozialpolitische Verbesserungen erkennen lassen. Allen Betriebsführern ist damit Gelegenheit geboten, nach Erkennen der volitischen und wirtschaftlichen Grundsätze unter Beweis zu stellen, daß sie es mit der Verwirklichung nationalsozialistischer Anschauungen im Betriebs= und Wirtschaftsleben ernst meinen. Jeder Betriebsführer hat damit nicht nur die freieste Initiative im Wirtschaftsleben, er wird damit auch dem Wollen des Führers und seines Beauftragten für den Vierjahresplan in jeder Form gerecht und erhält den Dank für uneigennützigen Einsatz für das Volksganze durch das Führen der Flagge der Deutschen Arbeitskront mit goldenem Rad und goldenen Fransen. Steigende Amsätze bei der DD.=Bank In der HV. der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft, die im Zeichen der völligen Reprivatisierung stand, ergriff Dr. Mosler das Wort zu längeren Ausfuhrungen. Er bezeichnete es als eine der vornehmsten Aufgaben des Instituts, den Wiederaufbau der in der großen Wirtschaftskrise eingebüßten Reserven zu fördern. Zu der Ueberführung des bisher im Besitz der Golddiskontbank befindlichen Bestandes der DD.=Bank=Aktien in private Hände bemerkte Dr. Mosler, daß es für eine private Kreditbank ebenso wie für jedes andere privatwirt= schaftliche Unternehmen grundsätzlich erwünscht ist, ohne offentliche Beteiligung zu sein. Anderseits bedürfe es keiner besonderen Hervorhebung, daß die Führung einer nach allgemeinwirtschaftlichen Gesichtspunkten gerichteten einheitlichen Kreditpolitik von Notenbank und Privatbanken auch ohne Beteiligung der öffentlichen Hand am privaten Kreditgewerbe gewährleistet ist. Auf das Börsengeschäft eingehend, wies Dr. Mosler darauf hin, daß es notwendig sei, daß alles geschieht, was— ohne Beeinträchtigung des öffentlichen Finanzbedarfs— geeignet ist, einen möglichst breiten Börsenmarkt für Aktien zu schaffen und zu erhalten. Zu diesem Zweck wäre es u. a. sehr erwünscht, daß dem Aktienmarkt geeignete neue Werte zugefuhrt werden, nachdem die Zahl der an der Berliner Börse gehandelten Aktien seit 1931 von 725 auf 489 zurückgegangen ist.— Im lausenden Jahr ist der Gesamtumsatz beachtlich gestiegen. Die Gläubiger haben in den ersten drei Monaten um 6 v.., die Svareinlagen um 4½ v. H. zugenommen. Schuldner und Warenvorschüsse haben sich um einige Millionen vermehrt.— Der Abschluß wurde einstimmig genehmigt. Bewegliche Verkaufszeit Was der Einzelhandel dazu sagt hlag der Deutschen Arbeitsfront, die Einhäfte am Samstag bereits um 16 Uhr zu schließen, hat die Aussprache über die Verkaufszeiten im Einzelhandel in Gang gebracht. Der„Pressedienst des Einzelhandels" beschäftigt sich jetzt ebenfalls mit dieser Frage und faßt seine Stellungnahme in folgenden Gesichtspunkten zusammen: 1. Die Verkaufszeiten dürfen nicht schematisch, sondern müssen je nach den Einkaufsbedingungen der Bevölkerung an bestimmten Tagen und Jahreszeiten gestaltet werden. Dabei kann der Grundsatz der Ladenzeit von—7 Uhr festgehalten, aber es müssen die Voraussetzungen für ihre rechtsverbindliche Abwandlung entsprechend der örtlichen Lage nach Anhörung aller Beteiligten geschaffen werden. 2. Ein freier Vor= oder Nachmittag für die Mitarbeiter, der politisch. kulturell oder sportlich ausgenutzt wird, würde die Berufsfreunde und Nachwuchsförderung im Einzelhandel wesentlich verbessern. Dies ist aber zunächst eine Frage der Tarifordnungen; sie wird freilich erleichtert, wenn die Ladenzeiten besser als bisher den„Einkaufswellen“ angepaßt werden könnten. 8. Die Möglichkeiten einer besseren Freizeitgestaltung für die Geschäftsinhaber sind danach zu bestimmen, wie am Ort oder im Fach die Einkaufsbeanspruchung an bestimmten Wochentagen ist. Ein Einkaufstag kann dadurch entlastet werden, daß an einem anderen die zeitlichen Einkaufsmöglichkeiten erweitert werden. Wirtschufteunstieg in der Nehstefsschiauft Neue Staatsaufträge, neue Aufträge für den Vierjahresplan— Verbrauchsgüter rücken vor— Geringe Einwirkung der Rohstoff=Preissteigerungen Die allgemeine Aufwärtsentwicklung der deutschen Volkswirtschaft hält weiter an. Die Wirtschaft hat den im Winter üblichen Rückschlag der Beschäftigung ungewöhnlich rasch überwunden. Schon im Februar sind Produktion und Beschäftigung wieder gestiegen und haben annähernd den hohen Stand im letzten Herbst erreicht. Im Mittelpunkt dieser Aufwärtsbewegung stehen, wie in dem jetzt erschienenen Vierteljahrsheft des Instituts für Konjunkturforschung betont wird, nach wie vor in erster Linie die staatlichen Investitionen(Wehraufträge, Autobahnen, öffentliche Bauten). Mehr und mehr aber treten hierzu seit einiger Zeit die Investitionsaufgaben im Rahmen Aus Westfalen und Rheinland des Vierjahresplanes: Aufbau der heimischen Rohstoffwirtschaft und landwirtschaftliche Erzeugungsschlacht. Dazu kommen immer mehr auch die Investitionen der Verbrauchsgüterindustrien, je stärker das Einkommen und damit die Nachfrage nach Vervrauchsgütern aller Art wächst. So ist auch die Konsumgütererzeugung dem hohen Stande, den sie im Aufschwung der Jahre 1927 bis 1929 erreicht hatte, wieder nahegekommen. Wenn auch die Konsumgüterindustrien damit noch nicht die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht haben, so beginnen sie doch allmählich, zusätzliche Nachfrage nach Investitionsgütern zu entfalten. Anderseits sind die Produktionsgüterindustrien nicht mehr in der Lage. die sen Bedarf zu decken, wie überhöhte Auftragsbestände und stark verlängerte Lieser Die große Liquidität der Unternebmungen ist weitgehend eine Folge der im bisherigen Verlauf des Auf schwungs angewandten Finanzierungsmethoden, die dazu geführt haben, daß sich ein wachsender Teil der Geldkapitalbildung außerhalb des Bankenapparates vollzieht. Anlagemöglichkeiten hierfür sind Sachinvestitionen einschließlich Vorräte oder Wertpapiere. Der Staat vor allem ist infolge reichlicherer Steuereingänge in der Lage. große Teile seiner Investitionsvorhaben aus Steuermitteln zu finanzieren. Bei der veränderten Struktur der deutschen Volkswirtschaft spielt das Preisproblem eine besondere Rolle. Die allgemeine Kostenentwicklung wird von der Aufwärts bewegung der Weltrobstoffpreise stärker berührt als noch vor ein oder zwei Jahren. Von 1932 bis 1935 erhöhten sich die Preise der guzlandsbestimm; ten Robstoffe um 11 Prozent. von roso bis An#ang 1937 um weitere 16 Prozent. Nimmt man den Rohstoffanteil am Umsatzwert der Industrieproduktion mi etwa 20 Prozent. den der ausländischen Rohstoffe mit rund 10 Prozent an, so können die beträchtlichen Preissteigerungen nicht ohne Wirkung auf die Gesamtkosten bleiben. Den von den Rohstoffmärkten ausgebenden Preiseinflüssen trägt die Preisstopverordnung insofern Rechnung, als sie eine Erhöhung der Fertigwarenpreise entsprechend den gestiegenen Rohstoffkosten Die wichtigste Frage für die wirtschaftliche Entwicklung ist die Versorgung mit Rohstoffen. Die Einfuhr von Rohstoffen und Halbwaren bleibt nach wie vor hinter dem Wachstum der Industrieproduktion zurück. Allmählich werden zwar die entstandenen Lücken durch die inländische Robstoffproduktion gefüllt werden: aber erst wenn der Ausbau der Roqnofforoouktion weiter fortgeschritten ist, wird es möglich sein, akute Verbeheben, die hier und da auftreten. Für die deutsche Ausfuhr ist von Bedeutung, daß die Steigerung der Fertiowarenpgeisg, die in vielen Ländern eingesetzt und zum Teil## einen beträchtlichen Grad erreicht hat, sich um so starter forsetzen wird, je mehr dort die Fertigwarenindustrien den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit nahekommen. Eine solche allgemeine Steigerung der Fertigwarenvreise auf den Weltmärkten wird aber die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Ausfuhr zweifellos günstig beeinflussen. Bersenzent Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Börse eröffnete auf den Aktienmärkten erneut befestigt. Kausaufträge der Bankenkundschaft führten zu Kursbesserungen, die aber selten 1 Prozent beirugen,„Zeson, dere Meinung bestand für Montanmesze.„Iugszugsauf. Werten gab es leichte Kursabschläge, mein auf ZusallsaufIcrnat..., In Kleorgung 1 Pfund Sterling: J2 31½, Portag,.23) RM. 100 Dollar: 249.00(Vortag 249,00) 100 holländische Gulden: 136.40(Vortag 136,38) RM. 100 französische Frank: 11,47(Vortag 11,49½) RM. 100 Schweizer Franken: 56.79(Portag 56.82) RM. 100 österreich. Schilling: 49,00(Vortag 49,00) RM. 100 italienische Lire: 13,10(Vortag 13.10) RM. träge. Der Kurenmarkt lag lebhaft. Diergardt gewann bis 375, Carolus bis 175 Reichsmark. Auch Deutschlat 932 Ges ssesieeseereren 1 Prozent höber bezahlt. Der Verlaus war weiter fest. Die Rentenmärkte lagen ebenfalls fest. Altbesitz wenig verändert gefragt. Psandbriefe gut behauptet. StädteAnleihen=Altbesitz gebessert. Berliner Börse Die Börse war durchweg fester in fast einheitlicher Linie. In den Umsätzen war eine Belebung zu bemerken. vor allem an den Aktienmärkten. Gelsenkirchener Wasser plus 4 Prozent, Waldhof plus 2 Prozent, Chemische Heyden plus über 4 Prozent. Am Montanmarkt waren namentlich Harpen wieder fest, sie überschritten 160, Stahlverein zogen auf über 4 Prozent an. Lahmeyer verloren 3 Prozent. An den Anleihemärkten waren Pfandbriefe wieder stärk gefragt. Es ergaben sich Erhöhungen bis ¼ Prozent. Stadtanleihen wieder fest. Der Verlauf war weiter ziemlich fest. Der Schluß lag gut gehalten, aber sehr still. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2¾ bis 2½ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die Abendbörse eröffnete still, da nennenswerte, Puhlikumsaufträge nicht vorlagen. Die Grundstimmung blieb aber freundlich. Man nannte im Vergleich zum Berliner voll behauptete Kurse. Vereinzelt waren auch kleine serungen zu verzeichnen. Abweichungen ergaben sich im Ausmaß von ¼ bis ½ Prozent. Eine unsinnige Kraftfahrerwette erregte stellvertretende Reichsreferentin in die Reichsjugendführung berufen. Mit der kommissarischen Führung des Obergaues wurde die bisherige Leiterin der ObergauEmmerich, 7. April. Erhebliches Aufsehen Die feierliche Uebergabe des Obergaues fand am Dienstag in der Führerinnenschule in Düsseldorf statt. Als Vertreter der Reichsreferentin sprach die Hauptreferentin im Personalamt der Reichsjugendführung, Obergauführerin Ursel Wilke. Sie betonte, daß das Wachsen und Werden der Jugendarbeit immer wieder Lorwärtsgänge des Wagens erkennen ließen, das Scheiden aus liebgewordenen Arbeitskreisen mit er den ersten, Teil des Weges, bis auf deutsches sich bringen muß, daß aber hinter diesem, Abschiednehübergangsformalitäten ebenso rückwärts weiterfahrend seine Fahrt nach Deutschland fortsetzte. Das gewiß merkwürdige Verhalten des Fahrers fand seine Aufklärung in einer unsinnigen Wette, die er mit Amsterdamer Freunden abgeschlossen hatte. Fahrer hatte sich verpflichtet, die gesamte Rückfahrt im Krebsgang zu bewältigen. Wie die in Amsterdam versiegelten Ve hatte er den ersten Teil des Wege Gebiet schon glucklich hinter sich gebracht. Haup amtsleiter Hilgenfeldt sprach zu den westfälischen NS.=Schwestern Münster, 7. April. In Gegenwart des Hauptamtsleiters des Amtes für Volkswohlfahrt, Pg. Hilgenfeldt, der stellvertretenden Generaloberin der NS.= Schwesternschaft, Blawert, und von Vertretern der Partei, der Behörden und der Wehrmacht fand am Mittwoch vormittag im großen Rathaussaal der Stadt Münster die feierliche Vereidigung von 60 PS.=Schme= stern des Gaues Westfalen=Nord durch den Reichsstatthalter und Gauleiter Dr. Meyer statt. Der Hauptamtsleiter des Amtes für Volkswohlfahrt ging in seinen Ausführungen davon aus, daß am Anfang aller Dinge der Geist, die Idee stehe, die Idee, die die Tat bestimme. Aus der Idee heraus werde die Tat geboren. Der Nationalsozialismus sehe seine Aufgabe darin, den starken Menschen zu fördern. Es müsse gelingen, die Säuglingssterblichkeit in Deutschland, die in der Systemzeit(,9 Prozent betragen habe und nach der letzten Zählung auf 6,6 Prozent zurückgegangen sei. auf wenigstens 4 Prozent herabzumindern. Es sei Aufgabe der NS.=Schwestern, unermüdlich aufklärend und tätig wirkend in der Erhaltung nationalsozialistischen Volkstums zu arbeiten. Wechsel in der Führung des Obergaues Ruhr— Niederrhein Essen, 7. April. Die Führerin des Obergaues Ruhr—Niederrhein, Gauführerin 1 97 ger, wurde Dr. Jutta Rüdi vom Reichsjugendführer als men der Stolz steyen durfe, weil nur die Fähigsten zur größten Verantwortung herangezogen werden. Rechtzeitig dingfest gemacht beim Beginn der Falschmünzerei Düsseldorf, 7. April. Der Elektriker Johann Sch und der Bauarbeiter Franz., beide aus Düsseldorf. konnten von der Kriminalpolizei wegen Münzverbrechens festgenommen werden. Sch. hatte zwei Räume gemietet, worin er angeblich eine Radiowerkstatt einrichten wollte In diesen Räumen hatte er aber mit der Herstellung von falschen Einmarkstücken begonnen. Material zur Herstellung von falschen Einmarkstücken wurde in der Werkstatt gefunden. Durch das schnelle Zugreifen der Polizei ist die beabsichtigte planmäßige Herstellung rechtzeitig unterbunden und die Allgrmeinheit vor Schaden bewahrt worden. Hagen, die erste westfälische Stadt mit beleuchteten Briefkästen. Nachdem sich die beleuchteten Briefkästen in Berlin und Hambura bewährt haben, ist Hagen die erste Stadt auf westfälischem Boden, der diese Neueinrichtung zuteil wird. Bisher zwar nur erst an der Hauptpost, doch werden drei weitere Stellen in der nächsten Zeit folgen. In einer nach Dunkelwerden elektrisch beleuchtet wird, kann man die nächstgelegenen Postämter. Polizeiwachen, Unfallund Feuermeldestellen ablesen. Daneben ist auch Geschäftsfirmen Gelegenheit zur meklame geboten. Die Mammutstelle in Polch. Die weithin bekannt gewordene Mammutjagdstelle bei Polch in der Eifel begegnet allseits immer größerem Interesse. Von überall her kommen Leute, die diese Jaadstelle, die einzige wissenschaftlich erforschte der Welt, besichtigen wollen. Die Auslandsbörsen Newyork: Unregelmäßig. London: Unsicher. Amsterdam: Abgeschwächt. Paris: Schwach. Brüssel: Rückläufig. Zürich: Ruhig. Mailand: Freundlich. Wien: Unregelmäßig. Getreidegrohmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater mürk. Weizenm. Auezm. 10.820 Asche Berliner Elektrolytkupfer=Kotierung Pg#, 92.— Reichsmark für 100 Kilogramm.„Azuminium, 98 bis 99 Prozent in Blöcken: 144 Reichsmark; aluminium, Walz oder Draht: 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse, Düsseldort, 7. April Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Portlautende Rotierun ien.4..1744.1.4. 16.4. Dinr Anfang Schlus Kasse Schlusl Oivr. Antang Schlus Kasss Schlus ##e oesch Koln=N. J9 116 31 118.00 11I.871.90 Kali-Aschersl. 5—.—124.00124.25s129.50 Möckner-W. 45/123.12/123.50 123.09122.00 Altbesitz..1— 5% Hoesch RM.— 6% Krupo RM. 6% Mittelstahll— Bemberg 121.1212112/121.12/121.25 Berger.. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl 0. Re chob. V. Dortm. Union 97.78 96.00 98.00) 98.12 101.25 101.25s101.00 0 111.75/111.75/111.75— 6—.—.—. 142.25 4 125.12/125.00 125.00—. 148.00 147.75 147.751147.75 130.12 130.25 130.12|129.8 148.00 147.75 147.75/147.00 7 126.25 126.25 126.37/126.25 12 208.00 208.00 208. 12,209. 75 I. 6. Farbenind. 7/167.12 167.37/167.75/167.00 Feldmühle 6/139.25 139.50139.25138.50 Felten& Guilel 6/138.00 138.25 136.25 Goldschmidt. 5/132.62 132.75|133.12 Harpen... 3y/160.50 160.75/160.75/159.00 Mannesmann 3/118.75 119.00119.00119.00 Masch. Untern. 5/142.25|143.00 142.62|141.50 Reichsbank 12196.25196.75196.75|197.25 Rhein. Braunk. 12/233.75 233.00 233.00s232. 50 Rhein. Stahlw. 6/158.75 158.50 158. 371157.75 Rh-.-Elek. 61127.50 127.50 127.50127.50 Saizdetfurth. 174 166.25 166.00 166.124165.50 Schuckert& o. 6 /164.75 164.87 164.87|164.25 Siemens amp; Hal 8/193.00 193.75193.001193.25 Gebr Stollwerk 61— 119 0011900 Ver. Stahlwerke 34/115.75 116.00 116.00 f115.50 Westd. Haufhof, 0 58.62 59.50 58.624 58.25 Westeregein 5/123.75 123.50 123.37|124.50 Wintershall 6 130.50 130.50 131.00s131.00 Steinkohlen-Kuxe Neu-Staßt.---— 7. 4. 6. 4. Stegfr. lu.—— Geid Brei Geid, BrieftWrch.— 17000— 17000 Carolus M. 680J T300 6 100 7150 Const. d. 6. 9200 9700 9209 9500 Deutschl. 430 460 420 460 Schwerin—.-.### Heinr 1470015200 14500 15200 Langb 18000 18700 1800018700 Braunkolen-Kuxe Gute Hoff. 7400 8050 7000 7500 Leond.]— 13400— 13400 Michei]— 177501650017500 vesta— 13500— 17500 Bernhererh. 1600 1700 1600 1700 Kall-Kuxa Preisorkehe Steinkohlen- u. Braunk.-Kuze .4. 1.4. Geid-ief Geld Brief bierg. 10300 10100 10000 10450 Westtelen 8731— 873— Sellerh.——- Kall-Kuxe .4. I.4. Geid Brief Geld Briefl dde 11601200 1160 1200 Braunschw.— 6500— 6500 Burbach. 30003200 3000 3200fEinigkeit——-— Erichsseg— 8900— 3900 Habgh.— 2700— 2700 Asenburg 290 290— Mariagl.— 7500— 7500 Marie 3000 31502950 3150 Marie L. 3000 3150 2950 3150 Man 8000 31502950 3150 Neuscllst.— 2800— 2000 Reicheld.— 350—— Thöringen—-—— Industrieaktien(Einheitsk.) Div,1 7. 4..4. Baicke Masch 0 101.1/105.5 Berg. 6. Dahl. V. Bonner Bg. u. H. Bösp. Walzw. 5 151.5151.5 6 149.0149.0 ——.—. Braunk. Zuk Dortm. Ritterbr. Oüss. Hosf.-Br. Oüss. Masch. B. Oynamit.Nod Eschw. Berg. V. Ewald--Ludu Glas- u. Sp. S. Glückauf-.A6. Gebr. Goedh. 46 Hallesche Salz. Hülges .ndr.-Aufferm Hochtiet 46. Habelw. Rheydt Kall-Chemie IW. Krefft H. Lehm& Co. Mülheim. Berg Rhein. Metall Rhe n. Spiegel Roodergr. Brnk Sachtl.AG. ogb. Schieß-Defries Schleg Scharp. Ver. Rumpos Waggonf. Uerd. Wasserw. Geis. Beskahttes Berlin Hand. 6. Com.- u. Pr.-S. O. Bank u..-G. Olesdner Bank 8h. W. Bb. Cr. 8 Westd. 8.-A. 14 64 117.0117.2 135.0135.2 135.5135.2 87.7 Gladb. Feuerv. Koln. Hagel“. Köln. Lloyo A. V. Köln Röckv. gr. Köln. Rückv. kl. 10 185.7183.6 .5145.0— 6 117.0117.5 165.2165.0 137.0 149.5149.5 145.0145.0 193.5193.5 8% 79.2 79.0 140.7140.5 170.91700 * 100.01020 18—.—. 9 189.2189.7 .5 1141.8143.1 5 119 6119.5 0 /157.0157.0 5 95.0 95.0 113.0112. 120.2120.2 100.7103.0 131.0134 S 114.3 Vereicherungeaktien Aach.-Mönch. F 32 1150 1135 Aach. Rückvers 14.8237.0237.0 Agriop.., Fl.L. 410.0410.0 Alll.-.Stuttg V.2254.0253.0 Alll-v. 81.-V..8/20.0 209.0 Colon a..-.K..4135.0135.0 Colonis Röckv.— 1285.0265.0 Div. 7.., 6. 4. 40 810.0810.0 S 93.0 97.0 — 265.0265.0 6 116.0118.0 —.O.0 Bentenwerte 4bRb.-.-.4 6. 12.10 98.5 96.5 59 dto. dto. S. 11 101.2101.2 4# dto. Geld.-Kom. 1926, 1927 S.—6 96.5 Wd. Bod. Gpfd. 98.7 96.5 Em. 3. 9/12, 14 # dte. Gold-.-Odl. 96.6 96.5 Freiverkehre-Aktien 7. 4. 1. 6. 4. Geld Brief Geld Brief Adter. Alenand 63.5 66.5 63.5 66.5 Burb. K. 66.0 68.0 66.0 67.5 Bütt.-W—. 95.0 91.0 94.0 Dol.Bas. 86.0 89.0 85.0 88.0 Oyckerh 135.0138.5136.0139.0 Eisa C. 131.5134.5132.0135.0 Goedn.—. Hann. K. 75.0 77.0 Humb. DN 125.5128.5125.5129.0 Kortum 84.0 66.0 64.0 66.0 .-Fälz. 1101.0 104.0101. 0104. 5 Lothrin. 120.0123.5118 5122.5 Lothr. 8. 83.0 85.0 82.0 84.0 urh. Berg 119.0 123.0 120.0123.0 Osatroa mial 94 S 91.3 94.5 97.5 Vlw. Appf. 113.5116, S 112.0 116.0 wi. Dian. 187.0—.—. Berliner Börse, 6. April Mitgetellt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lomberdzinstus 5% Zinheitskurse Jodsoirtonerte „7 4..4. „kkumulatoren 12 209.2/210. n Ako 10—.—. E. 6. 9 41.5 41. Anhelter Kohle 4/121.5121. Aschaff. Zeilstoft 3134.7/133.3 Bleuergrtechelse fällig as f. 4. 1994 1. 4. 1925 1. 4 1839 1 4 1977 7..54 1032 107.2 111.2 113. 1115 I. 4. nm 113.1 134 I. 4. 19. 114.4u18.0 .-., Oitmann Neuh.„3120.8— Otmd. Akt.-Brau. 10177. 8178.0 Union-Brau 12/207.7209.7 DOrener Metall 6/148.0150.0 Oyckerch. Widm. Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Beigmann El. Berl. Kr. u. Licht " Maschinend. Buderus 0 102.0108.0 0 26.2 25.8 6/140.2/140.0 0112.0111.5 6143.5143.0 4128.7— 9166 3165. —. 142.0 4125.0124.7 Phac Paste Chem. Geisenk. Conti Gummi s 113.0113. k. 44 105.0 105. 11/194.0194. -aie den ursch. Atlant. Otsch. Conti 6ae Rabel Uneleum " Steinzeug Tei v. Kab. Watten ieenhand beig S130.0129. 6/130.0129. S113.2112. 9—.— 10174.0174 .1452 6/134.3134.0 UoRK 816 Zeite Loerg IS" Licht u. Kr. Engelh. Brauere Enzinger Union reiniete gebherdt& Co. u German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil usnauace 6—. 1132.0 7148.0147.6 0 85.5 85.1 6—. 122.5 8156 8117. 6147. 9 s9115 S121. wokswerke A Kölner 6as Kretft W. Kromschroeder Kronprinz Metall KOppersbusch ahmeger Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. Mrgei- Müte Miag Mimosa Mdlneimer Berg. 119.0 .0136.0 .5116.5 .21147.0 158.0 ackethal Drcht Hagede Hamb. Elektr. .ndr.-Aufferm. Hottmann Stärke Nichenichenocke Hoizmann Ph. Hotelbetr.-Ges. lise Bergbau 21 ise Genus .Mosenbeck Brau. .Obunanans bebr. 9113. .7 69 135.5136.0 6124.6s129.5 8150.0149.7 55—. V—. 6/147.21147.1 83 5 88.5 150.3 6 6143.6149.7 9—.— 4126.0127.7 6/147.1146.6 3 81.0 81.0 0 78.2 79.7 5114.0113.5 70152.6151.0 6/124.7126.0 0 18.7 18.5 4134.2135.0 8179.2179.7 9—. 166.2 9—. 4127.2127.5 9— 146.5 6172.0 arenst.&a Koppel O 91.2 Oanabr. Kupfen 6— 10— 91.1 Siem. amp; Haleke 9193.5193.0 Stollberg. Zink 10 93.0 94.0 Thüringer Gas 7140.5142.0 Tuch dachen 7/ 98.0 96.0 Union chem. ger. Otsch. Rickel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin vogel Draht S121.0118.5 8159.0158.0 142.5142.0 6143.2—. Mntagner& Co. 5/118.5118.0 Wandererw 8178.0177.0 Warsteiner Grub. 3 99.5 98.0 Westtalen Draht##—.—. Wickdler Brau.##—.—. Verichranerte 45 Elberfelder Anl. 4½ Essener Anl. 45 Mölh.-Ruhr Anl. ½5 Ruhrverbd. Anl. 36 45 Pr. Ldof. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. 4. Ldbk. Westf. Kom. 41. D1. Komm. Goldan ½ Westf. ldsch. Pfdi .Df.Hyp B. Bin. Pfd. 4# Pr. Centr. Bod. Pfd. ### Pr. Pidbr, Bk. Pfd. ## Basalt obl. 6 Concord. Ber g. Obl. 6 Daimler Benz Obl. 6 Klöcknerw. 051. 6 Mont Cenis Obl. ½5 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stanl 41/81 5 Ver. Stahl 6 Siem.& H. Ob1. 6 Farbenbonds Umschuld. Anleihe Ponge 6 Zahn 2hein. El. Werte 6—. 131 2 Rnein.-W. Kalkl### Ziebeck Montan.2—. 116 0 Rütgerswerke 6/146 0146.0 880.0 4101.5101.0 5119.5 0 4119.6119.0 7143.7144.0 6156.5147.6 4 96.1 95.8 5130.0129.7 41120.0119.0 A. 6. für Verkehr 9130.7 190.5 Boch.-Geisenk. 0 47.7 Hamb. Amer. Pak. 0 16.5 Hamb. Südamer.# Norod. Lioye# 16.5 16.5 16.7 16.5 S Sasr Sartt Schlege Schles. Berg. u. 2. Berg. Beuth. Elekt. u. 698 Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens dies Aestonnerte 45 Ot. R. Schatz. 41 98.81 4 Ot. R. Anleibe 44 98.7 5# 0. R. Vounganl. 103.6 4 Reichsbahn 8ch. 99.6 Westtalen Altbesitz 126.2 45 Bochumer Anl. 96.6 45 Duisburger Anl. 96.5 45 Düsselderter Anl. 97.0 98.7 96.71 103.7 98.5 126.0 96.5 96.5 97.21 R. Schuldd. F. 35 R. Schuldb. F. 40 R. Schuidb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen. Steink. 42 45 Harbener 49 45 R. W. E. 82/5 5 R. W. E. 30 45 Ruhrchemte 48 45 Runrgas 53 45 Ruhrwasser 59 45 Ruhrwohng. 50 45 V. E. W. 62 97.7 96.6 96.7 96.5 96.5 96.1 96.7 97.0 97.0 96.5 96.7 98.6 99.0 97.1 97.0 99.0 99.0 96.5 96.5 98.5 96.5 99.1 99.6 104.0 105.7 101.2101 96.8 96.1 96.3 98.0 101.2101.0 134.2134.7 92.0 90. 4 14 v00 Siek 99.8 99.3100 99.1 90.0 100. 97.0#9 96.5 90.0 101.0 96.0 97.0 97.5 99.0 95.5 96.5 97.5 96.5 95.5 90.5 Westtalenbank.-G. Bochum Austährung sAmtllener Bankaesena1te * Seite 10 Nr. 81/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 8. April 1937 Nachrichten aus Groß-Bochum Vom 10. bis 16. April Ausgabe von Fettverbilligungs= und Margarinebezugscheinen in der Innenstadt Für Volksgenossen, die Fettverbilligungs= oder Margarinebezugscheine beantragen wollen, weil ihnen die Scheine nicht zugestellt werden konnten, sowie für Neuanträge sind folgende Ausgabetage im Verwaltungsgebäude an der Trankgasse, Eingana C. vorgesehen: für die Buchstaben—5: Samstaa. 10. April, von .30 bis 13 Uhr: für die Buchstaben—O: Montag, 12. April. von .30 bis 12 und von 15.30 bis 18 Uhr: für die Buchstaben—3: Dienstag, 18. April. von .30 bis 12 und von 15.30 bis 18 Uhr. Empfänger von Kurzarbeiterunterstützung erhalten von jetzt an die Fettverbilligungsscheine ebenfalls in dieser Ausgabestelle. Die Kurzarbeiterunterstützung bleibt bei der Feststellung des Einkommens außer Betracht. Familienbuch. Lohnnachweis für die letzten 2 bis 3 Monate und Haushaltnachweis für die Fettversorgung sind vorzulegen. Ab 1. April 1937 werden erstmalig Zusatzscheine für den Bezug von ½ Kilogramm Konsummaraarine je Person(ohne Verbilligung) an kinderreiche Familien ausgegeben, soweit diese in besonderem Maße auf Konsummargarine angewiesen sind. Als kinderreich gelten Familien mit 3(Witwen mit 2) und mehr unterhaltsberechtigten minderjährigen Kindern. Die Ausgabe erfolgt ebenfalls im Verwaltungsgebäude an der Trankgasse, und zwar: für die Buchstaben—L: am Donnerstag. 15. April. von.30 bis 12 und von 15.30 bis 18 Uhr: für die Buchstaben—3: am Freitag, 16. April, von.30 bis 12 Uhr und von 15.30 bis 18 Uhr. Das bei der Zustellung der Fettscheine ausgehändigte mit einer Zahl versehene Kärtchen ist mitzubringen. Besonders zu beachten: Der Inhaber eines Fettverbilligungsscheines soll die von ihm nicht benötigten Bestellscheine, soweit sie nicht schon bei der Ausgabe des Scheines abaetrennt worden sind, alsbald an die Ausgabestelle zurückgeben. Die Verkaufsstelle darf den Bestellschein nur dann abtrennen, wenn der Inhaber des Scheines die darauf entfallende Menge von Konsummargarine tatsächlich für sich bestellt. Verkaufsstellen, die dieser Anordnung zuwiderhandeln, kann die Annahme der Scheine von der unteren Verwaltungsbehörde untersaat werden. Von Käuzen und Originalen Heimabend und Frühlingsfeier des SGV. Bochum Den Lenz fröhlich willkommen zu heißen, war das Ziel des letzten Heimabends der Abteilung Bochum des SGV., der am Dienstag abend bei Ludger König unter stärkster Beteiligung vor sich ging. Die beiden Bochumer Heimatdichter Oschmann und Fränzken Fromme hatten sich ebenfalls in den Dienst des Abends gestellt, um etwas von Originalen und Käuzen zu erzählen. Abteilungsführer Döring begrüßte die Mitglieder und Freunde des SGV. in herzlichen: Worten. Der April sei ein Schalk, und daher passen die Erzählungen von Käuzen und Originalen in den Rahmen dieses Abends. Mit fröhlichem Gesicht solle der Frühling empfangen und der Griesgram verscheucht werden. Nach dem gemeinsamen Gesang eines Frühlingsliedes nahm Dietwart Schebstadt, der wieder verantwortlich für die Ausgestaltung des Abends zeichnete, das Wort zu einer Ansprache. Nach den Monaten der Ruhe und Sammlung bringe die Frühlingszeit wieder Frohsinn und Freunde, und nun gelte es wieder, die Heimat zu erwandern. Die Musikgruppe unter der Leitung des Wanderfreundes Berges erfreute die Anwesenden mit einigen hübsch vorgetragenen Musikstücken. Die Gesangabteilung unter der Leitung ihres Dirigenten Hülsemann brachte hübsche Frühlingslieder zum Vortrag und erntete herzlichen Beifall für die ausgezeichnete Vortragsweise. Schriftsteller Wilhelm Oschmann nahm dann als erster das Wort und erzählte in längeren Ausführungen etwas über westfälische und altmünsterländische Originale wie Christof von Schücking, Landois, vom tollen Bomberg, um dann kurz die engere Heimat zu streifen. Fränzken Fromme wartete mit Vorträgen aus eigenen Werken auf. Beide erfreuten mit ihren köstlichen Sachen die Anwesenden, und reicher Beifall lohnte ihnen die Darbietungen. Gesang und Musik umrahmten den in fröhlicher Stimmung verlau= mitzuarbeiten, um schließlich an den Seanungen dieser Pecct Atu# Arbeit auch selbst teilzunehmen. Gaufachschaftswalter Otto vom Heu ging dann in ängeren Ausführungen auf die nächsten Ziele der fenen Heimabend. Der Abteilungsführer Döring teilte dann mit, daß wieder Wanderführerlehrgänge eingerichtet seien. Am kommenden Dienstag wird Gartenmeister Deppe über die heimische Pflanzenwelt sprechen. Zu diesem Vortrag sind alle Mitglieder eingeladen. Der Lehrgang wird weitere Vorträge des Wanderfreundes Sparbier über die heimische Tierwelt, und einen Sing= und Spielabend des Wanderfreundes Hülsemann bringen. Um die Pflege des Volks= und Wanderliedes zu fördern, wird die jeweilig am vierten Freitagabend in jedem Monat stattfindende Probe der Gesangabteilung als ein allgemeiner Singeabend ausgestaltet, zu dem alle sangesfreudige Mitglieder erscheinen dürfen. Arbeitstagung der Fachschaft Masseure und verwandte Berufe der Kreise Bochum und Witten. Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum, Facharuppe Volksgesundheit, hatte vor einigen Tagen die Fachschaft Masseure und verwandte Berufe zu einer Arbeitstagung in das Haus der Deutschen Arbeit, Bochum. Viktoriastraße 34, berufen.„„ Nach der Begrüßung führte der Kreisfacharuppenwalter Parteigenosse Dr. Barkowski den Parteigenossen Treder in sein Amt als Kreisfachschaftswalter ein und stellte in seinen einführenden Worten als eine der Aufgaben der Facharuppe Gesundheit in der Deutschen Arbeitsfront heraus, den schaffenden deutschen Menschen zu befähigen, in jeder Beziehung vollwertig an der Gestaltung der deutschen Zukunft Personalnachrichten sein 40jähriges Dienstiubiläum als Küster an der Marienkirche kann in diesen Tagen Wilhelm WolFachschaft Masseure ein, die es nach wie vor als un=ters, Spichernstraße, begehen. Der Jubilar übererläßliche Vorbedingung anstrebt, daß Masseure und nahm im April 1897 das Küsteramt und versi.# diesen Masseusen die Staatsprüfung ablegen. So muß sich Posten in all den langen Jahren treu und gewissen*%r ungeprüft; oder nur ärstlich geyrüfte lhaft., Lango Jahre versah or auch noch das Arzt eines jeder bisher ungebrufte voer nür urstiich debrufte Masseur an den Nachschulungskursen beteiligen, die von der Fachgruppe Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Amt für Betriebsführung und Berufserziehung der DAF. und der Staatsanstalt für Krankenaymnastik und Massage durchgeführt werden. Berufskameraden mit ärztlicher Prüfung und einer Tätigkeit von 4 bis 14 Jahren müssen an einem Kursus mit 100 Stunden und diejenigen, die bereits länger im Beruf stehen, an einem solchen mit 45 Stunden teilnehmen. Die Ausführungen wurden von den Fachschaftsmitgliedern, die zahlreich erschienen waren, mit Beifall aufgenommen. haft. Lange Jahre versah er auch noch das Amt eines Organisten. Dem Jubilar, der im 70. Lebensjahre steht, gingen aus der Kirchengemeinde und darüber hinaus viele Glückwünsche zu. Werkzeuge aus einer Kleingartenlaube gestohlen. Einem Anlieger der Kleingartenkolonie an der Ostermannstraße wurden aus einer in seinem Garten gelegenen Laube mittels Nachschlüssels zwei Schippen, eine Harke, ein Wolfgerät und fünfzehn Meter Wasserschlauch entwendet. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 245. Aus den Stadtteil Hordel „Volkstum und Sippe.“ Die Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes, Vaterländischer Frauenverein, werden gebeten, heute, Donnerstag, 8. April, nachmittags 4 Uhr, zu einem Vortrag„Volkstum und Sivpe“ in den Hordeler Saalbau zu kommen. Stadtteil Riemke Aus dem Kindergarten Riemte. Der Kindergarten Bochum=Riemke wird den scheidenden Kindern wie in jedem Jahre eine Abschiedsfreude bereiten und am Sonntag mittag 4 Uhr mit den Angehörigen der Kinder im Lutherhause unter der Obhut der Schwester Laura ein Kinderfest veranstalten. Stadtteil Grumme=Böde Dies und das. Erfreuliche Arbeiten sind jetzt in unserm Stadtteil überall im Gange. So haben jetzt die Straßen um den Prattwinkel eine gründliche Instandsetzung erfahren. An der Kaiseraue führt die Straßenbahn gegenwärtig größere Arbeiten aus, die noch einige Zeit dauern werden. Ein großer Teil der Tivvelsberger Höhen wird nunmehr in Kleingartenland umgestaltet. Naturlich kosten diese Arbeiten viel Mühe und Arbeit. Auf der Höhe an der Hiltrover Straße entsteht ein Wohnhausneubau, der in Kürze bezugsfertig sein wird. Reges Leben herrscht auch auf der großen Constantin= Ziegelei, die nach der saisonmäßigen Wintervause wieder ihre Pforten öffnet. Stadtteil Harpen DAF.=Amtswalter. Die nächste Arbeitstagung und Schulung der Amtswalter findet am Dienstag, 13. April. um 19 Uhr bei Fleitmann. Harpener Hellweg, statt. Teilnahme ist Pflicht! Stadtteil Altenbochum Im Beruf verunglückt. Von einem Unfall wurde der im hiesigen Stadtteil wohnende 24jährige Volksgenosse E. Me. betroffen, der bei einem hiesigen Unternehmer in Diensten steht. Beim Transport von schweren Bruchsteinen erlitt er empfindliche Verletzungen, die seine Ueberführung ins Krankenhaus notwendia machten. ledigung der geschäftlichen Dinge beschloß man, auch in diesem Jahre einen Ausflug in einen Loologischen und Botanischen Garten zu machen. Stadttell Steinkubl Hohes Alter. Eine alteingesessene Steintuhler Bürgerin, die Ehefrau Emma Kamplade, geb. Schmidt, konnte am 6. April im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder ihren 70. Geburtstag begehen. Seit ihrem Geburtstag 1867 wohnt sie an der Markstraße im hiesigen Ortsteil. Vier Jahrzehnte war sie als Hebamme tätig. Haus= und Gartenarbeit sind ihr ans Herz gewachsen, wenn auch das hohe Alter sie manchmal in ihrem Schaffensdrang hemmen will. Mit Interesse verfolgt sie noch heute das Geschehen durch den„B..“ Wir aratulieren der 70jährigen. Stadttell Brenschede Brenscheder Bürger=Schützenverein. Der bisherige Vereinsführer Lührig hat sein Amt niedergelegt. Nunmehr hat sein Stellvertreter Gustav Goldkuhle. der derzeitige Schützenkönig, die Vereinsführung übernommen. Die Vorbereitungen für das große Schützenfest, das in diesem Jahr aus Anlaß des 140jährigen Bestehens des Vereins veranstaltet werden soll, nehmen weiter ihren Gang. Der jetzige Vereinsführer und seine Mitarbeiter werden sich restlos für ein Gelingen dieser großen Feier einsetzen. Stadtteil Wiemelhausen Große Filmveranstaltung bei Klewinghaus. Am Freitag veranstaltet die Ortsgruppe der NSDAP. Wiemelhausen bei Klewinghaus, Wiemelhauser Straße. wieder einen der beliebten Filmabende, die in unserm Stadtteil ja stets starkes Interesse fanden. Es wird eine musikalische Komödie„Der Postillon von Lonjumeau" nach Motiven der berühmten Oper von Adam. nebst einem ausgezeichneten Beivrogramm mit Wochenschau gegeben. Die Nachmittagsvorstellung beainnt um 4 Uhr. die Vorstellung abends um 8 Uhr. Stadtteil Querenburg Achtung! Oeffentliche Kundgebung am 12. April! Wieder ladet die Ortsgrupve der NSDAP. Querenburg zu einer öffentlichen Kundgebung am 12. April im Saale Hahne ein. Auch diesmal ist ein ausgezeichneter Redner verpflichtet worden. Es spricht Gauredner Pa. Bogalski, der in Bochum kein Unbekannter mehr ist. Es muß für jeden Querenburger Volksgenossen eine selbstverständliche Ehrenpflicht sein, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Für Parteigenossen ist an diesem Abend Dienst. Stadtteil Stiepel Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für Speisefette und der Margarinebezugscheine für die Monate April. Mai und Juni 1937 an die Bezugsberechtigten des Stadtteils Stiepel erfolgt in der Verwaltungsstelle Stiepel: Montag. 12. April, für die Buchstaben A bis D vormittags von 8 bis 12 Uhr. E bis G nachmittags von 8 bis 5 Uhr: Dienstag, 13. April, für die Buchstaben H bis I vormittags von 8 bis 12 Uhr, K nachmittags von 3 bis 5 Uhr: Donnerstag, 15. April, für die Buchstaben L bis R vormittags von 8 bis 12 Uhr, S bis St nachmittags von 3 bis 5 Uhr: Freitag. 16. April. für die Buchstaben Sch bis V vormittaas von 8 bis 12 Uhr. W bis Z nachmittags von 3 bis 5 Uhr. Um eine schnelle Abwicklung der Ausgabe zu ermöglichen, sind die vorstehend angegebenen Zeiten unter allen Umständen einzuhalten. Ausnahmen können nur in besonderen Fällen gemacht werden. Die Ausgabe erfolgt nur an den Haushaltungsvorstand oder die Ehefrau gegen Empfangsbescheinigung. Durch Arbeit oder Krankheit verhinderte Bezugsberechtigte können ein mit Vollmacht versehenes Familienmitglied mit der Abholung der Scheine beauftragen. Mitzubringen sind Nachweise über die Zahl der Familienangehörigen(Familienbuch), Rentenpapiere und Lohnnachweise über das Einkommen aller im Haushalt vorhandenen Familien= mitglieder in den letzten zwei Monaten sowie die Ausweiskarte. Stiepels Haus= und Grundbesitzer tagten. Im Lokale Krockhaus fand die Jahresversammlung des Hausund Grundbesitzer=Vereins Bochum=Stiepel statt. Der stellvertretende Schriftwart Gustav Schmitz gab einen ausführlichen Jahresbericht über das verflossene Jahr. Anschließend gab der Kassenwart Oppenhorst den Kassenbericht. Im weiteren Verlaufe wurden noch wichtige Steuerfragen besprochen. Stadtteil Weitmar Hohes Alter. In körperlicher und geistiger Frische wird am 9. April 1937 der Mitgründer des Kavallerievereins Emil Rahlenbeck Bochum=Weitmar. Hattinger Straße 184, seinen 80. Geburtstaa begehen. Wir wünschen ihm noch einen geruhsamen, langen Lebensabend. Beim Spiel gestürzt. Einen verhängnisvollen Unfall beim Rollschuhlaufen erlitt die 18jährige Schülerin El. Br. aus dem hiesigen Stadtteil. Das Kind kam derart unglücklich zu Fall, daß es mit einem Unterschenkelbruch liegenblieb. Es wurde dem Krankenhaus zugeführt. Stadtteil Linden=Dahlbausen In hohem Alter. Der Pensionär Wilhelm Steinhausen, Halfmannswiese wohnhaft, konnte bei gutem körverlichen und geistigen Wohlbefinden im Kreise seiner Familie seinen 70. Geburtstag feiern. Er erfreut sich in unserem Ortsteil großer Beliebtheit und Wertschätzung. Eiennirert! Tomaten, Melde und zarter Butterkohl künden den Frühling Der Mittwochmarkt In der Krimm zeigte zur Vorwoche ein leicht belebtes Bild, vor allen Dingen war die Nachfrage nach Setzpflanzen und Gemüsesamen sehr erfreulich. Die ersten, jungen Frühlingsgemüse wurden freudig begrüßt, wenn auch die Nachfrage noch nicht sehr groß war. An Obst wurden vor allem Apfelsinen gekauft. Sehr farbig war das Bild an den reich mit bunten Frühlingsblumen beschickten Blumenständen. Es notierten die Preise am 31 März Apfelsinen Stck.—30 J Frische Möhren....... ½ ks 13 S Aevsel%k 30—70 Endiviensalat........ Sta. 15 25 J Kopfsalat Kopf 25—30 J Schlangengurken... Stück 90 S Rapunzeln 1 ks 60 Schwarzwurzeln ½ ks 25 J Rhabarber.... ½ ke 35- 40 J Blumenkovl..... 30-—35 Rotkobl ½ ka 17 5 Weißkool ½2 ke 10 Grünkobl 1 ke 15 A Butterkohl Meide Rübstiel........ Bund 15 Pirsing ½ ke 15—18 Spinat.. 1 k4 25- 29 U Steckrüben..... ½ k4 10 Bananen ½ ke 35 J Tomaten......... 3 biebein.. JU 43 Kartossein.......... geg# Koylrabi Stuu 10• 20 B Rote Beete Rübchen Eier Zuronen Butter Sahnetäse Quarttäse ½ r Rindfleisch ½ ks 85— 100* Schweinefleisch ½ ke 85— 110 J Kalbsleisoo ½ ke 90—130 J Hammelfleisch ½ ke 120 J Kabelsau ½ ks 20- 25 Schheufisch ½3 k4 30 B Fischsilet ½ kg 35 45 J Roivarsch ½ ks 20- 30 J Seelachs ½ ks 20 J Schollen ½ ks 60 S Makrelen ½ ke 30 B Bresen. ½ bs 25- 20 A Grüne Heringe 1½ ke 50 B Hec ½ Ke 90 B Sechecht........ ½ ke 30 J Hellbutt..... ½ K 60—90 5 ½2 k3 10 J ½ ke 10 J Stück 11-14 3 Stück S 7 3 ½ ks 160 J ½ ke 70 J ½ ke 40 S 7. April Sick.—20 J 12 kR 15 L ½ ke 30-60 L Kopf 15 22„ Kopf 15—22" Stück 60 ½3 be 60 13 ke 28 1 ke 25 45 60 ½ ke 10 3 ke 12„ ½3 ke 15 ½2 ke 20 J 3 be 35 Bund 12—15 ½9 be 15-18 1 ka 28 3 b 19 ½ ko 30 39 1 ks 80 S 1 ke 20 5 ke 46 J Stück 15 J be 10 ½ ke 10 S Sick. 116-13 J Stück—6 J ½ ke 160 S ½ kR 70 S n ke 40 J ½ ks 85- 100 J ½ ke 85- 110 ½ ke 90- 130 ½ ke 120 S ½ be 20 25 J 13 ke 30 S ½ ke 35—45 J ½ be 20- 30 2 ke 20 S 3 ke 60 J 1/ be 30 S ½ ke 25-30 J 1½ ke 50 S ½ ke 90 S 1/ ke 30 S Stadtteil Laer Letzte Fahrt. Unter starker Beteiligung wurde am Dienstag der Parteigenosse Heinrich Waerder, Diesterwegstraße. auf dem Zentralfriedhof am Freigrafendamm zur letzten Ruhe gebettet. Die Parteigenossen des Stadtteils. die Krieger= und Landwehrkameradschaft Laer und die Gefolgschaft der Deutschen Ammoniak= Verkaufs=Vereinigung gaben ihrem Freund und Kameraden in starker Anzahl das letzte Geleit. Den Hinterbliebenen wird aufrichtige Anteilnahme entgegengebracht. Fettscheinausgabe. Für den Stadtteil Laer findet die Ausgabe der Fettscheine auf der Verwaltungsstelle Hemkestraße 5 von.15 Uhr bis 12.15 Uhr, mittwochs und samstags bis 11 Uhr, statt, und zwar H bis K heute, Donnerstag, L bis N Freitag. O bis R Samstag, S und Sch Montag, T bis V Dienstag und W bis 8 Mittwoch, den 14. April. Die angegebene Zeit muß genau eingehalten werden. Die Voraussetzungen für die Zuteilung sind die gleichen wie bisher. Volksgenossen, die am Abholen verhindert sind, können die Scheine durch ein mit einer Vollmacht versehenes erwachsenes Familienglied abholen lassen. Stadtteil Langendreei Die Ortsgruppe des Soldatenbundes tagte. Im Vereinsheim Wollenweber hielt der Soldatenbund Langendreer eine gut besuchte Versammlung ab, die Kameradschaftsführer Wünnenberg mit Grußworten eröffnete. Sodann wurde mitgeteilt, daß der Kameradschaft nunmehr ein Gewehr mit 1000 Schuß Munition verliehen sei. Das nächste Schießen findet am 11. April auf dem Scheibenstand Kneist statt. Da mit einer Versetzung des 1. Kassierers Herzog gerechnet werden muß, wurden seinem Stellvertreter Kamerad Topp die Kassengeschäfte übertragen. Interne Angelegenheiten wurden anschließend besprochen, wobei ganz besonders über die Pflege des Schießsportes verhandelt wurde. Frohe Stunden schlossen sich dem offiziellen Teil an. Fünf Jahre Männergesangverein 1932. Wie wir bereits berichteten, begeht der Männergesangverein 1932 am 25. April sein fünfjähriges Jubilaum, das in festlicher Form begangen werden soll. Die Veranstaltung, die im Saalbau„Zur Post“ steigt, wird neben dem Chor des Jubelvereins durch den Männergesangverein„Eintracht" Wilhelmshöh sowie das Streichquartett Ziemer(Bochum) gestaltet. Es wird sich dem offiziellen Teil ein deutscher Tanzabend anschließen. KdF.=Sportkurse. Donnerstag, 8. April: Iin=Jitsu für Frauen und Männer, von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle des Reform=Realaymnasiums, Langendreer. Unterstraße 73: Rollschuhlaufen für Frauen und Männer, von 19.30 bis 21 Uhr und von 21 bis 22.30 Uhr, Restaurant Köppe, Langendreer, Kaiserstraße 198. Der Langendreerer Zoo soll erweitert werden. Der Vogelschutzverein Langendreer hatte seine Mitglieder zu einer wichtigen Zusammenkunft ins Vereinsheim Wegmann geladen. In der Versammlung wurde bekanntgegeben, daß die Anlage im Wegmannschen Garten noch im Laufe dieses Jahres bedeutend vergrößert werden soll. Es wird ferner das Bestreben des Vereins sein, Aus dem Nache urgeeie! # be 90-90# noch zahlreiches Tiermaterial zu beschaffen. Nach Er= Zusammenstoß zwisigen einem Stadt Wattenscheil Ehrenvolle Berufung. Als hauptamtlicher Mitarbeiter zum Standort Gelsenkirchen berufen wurde der Adjutant des Junabannführers vom Jungbann 300. Carl= Heinz Scheele. Wattenscheids Sänger beraten. Auf Einladung der Führung der Sängergruppe(Wattenscheid) im Sängerkreis Bochum versammelten sich am Dienstag abend die Vorstände der Wattenscheider Männergesangvereine, die Vertreter der Kreisleitung und der Stadtverwaltung zur Beratung über die Verwendung des städtischen Zuschusses für das Männergesangvereinswesen in Wattenscheid. Da die Beschaffung gemeinsamer Noten für die Gruppe dringlich ist, um bei größeren Veranstaltungen wie bei der Feier des 1. Mai mit großen Massenchören auftreten zu können, wurde einer Anregung der Gruppenführung beigestimmt, loses Notenmaterial zu beschaffen, das von den Chormeistern aller Wattenscheider Vereine in einer Chormeisterbesprechung am Samstag nachmittag, 5 Uhr, im Saale Bien, gemeinsam ausgesucht werden soll. Weiterhin wurde die Verwendung des städtischen Zuschusses für die Breslaufahrt der Wattenscheider Vereine besprochen. Der städtische Zuschuß von 45 Mark je Verein soll den Fahnenkommandos der an der Fahrt teilnehmenden Vereine zugute kommen. Insgesamt haben sich 113 aktive Sänger und 10 passive Mitglieder zur Teilnahme an der BreslauFahrt gemeldet. Der Abmarsch erfolgt gemeinschaftlich vom Wattenscheider Ratbaus ab. Auch die Abfahrt von Breslau soll gemeinschaftlich mit Kurs über Dresden erfolgen. Es wird dadurch erreicht, daß alle Fahrtteilnehmer wieder geschlossen in Wattenscheid eintreffen, was um so mehr zu begrüßen ist, als die Wattenscheider Sänger das Kreisbanner mit sich führen. Den Schluß der Besprechung bildete die Erledigung einiger allgemeiner Sachen. Hingewiesen wurde noch auf das demnächstige 65. Jubelfest des MGV.„Glück auf“ Höntrop, der damit der älteste Wattenscheider Verein ist. Abreise der Wattenscheider Landjahrkinder. Die Abreise der Wattenscheider Landjahrkinder erfolgt am 8. und 9. April, und zwar fahren die Jungen am 8. April und die Mädchen am 9. April. Die Landjahrkinder müssen jeweils um 5 Uhr am Bahnhof Wattenscheid angetreten sein. Die Eltern werden gebeten, den Landjahrpflichtigen ausreichende Verpflegung mitzugeben, weil die Kinder erst nachmittags des folgenden Tages Stadf Gelsenkirchen im Landjahrlager eintreffen. 71 Jungen kommen in Si## das Landjahrlager Ostmark in Zion, Kreis Züllichau, Gautreffen Westfalen=Nord 1937 Schwiebus, Regierungsbezirk Frankfurt a. d. Oder, und 9— 10 Jungen kommen in das Landjahrlager Grabow? wieder in Gelsenkirchen. Kreis Oststernberg, Regierungsbezirk Frankfurt an der Oder. Die Mädchen beziehen das Lager Niklasdorf, Kreis Grottkau, Regierungsbezirk Oppeln. Die Verabschiedung muß vor dem Bahnhof erfolgen, weil im anderen Falle die Kontrolle über die Landjahrpflichtigen verlorengeht. Radfahrer gegen Kraftwagen. Am 6. April erfolgte auf dem Hindenburgdamm, Ecke Hermannstraße, ein 'chan einem Personenkraftwagen und einem Radfahrer. Der Radfahrer wurde an der linken Hand schwer verletzt und mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Stadt Wanne=Eicke! Hohes Alter. Ihren 80. Geburtstag feiert am heutigen Donnerstag die Ehefrau Karoline Turat, Glückaufstraße 8. Sie kann das 80. Wiegenfest in Gesundheit und Frische feiern. Groß ist am heutigen Tage die Gratulantenschar, die der beliebten Alten ihre Glück= und Segenswunsche darbringen wird. Aus den Innungen. Der Obermeister der Klempner= und Installateur=Innung, Heinrich Schlicker, Moltkestraße, nahm gestern Abschied von Wanne=Eickel, um in Warnemünde eine neue Heimat zu finden. Zehn Jahre leitete er die Innung zu aller Zufriedenheit. Darüber hinaus genoß er wegen seiner aufrechten Art in der Bevölkerung großes Vertrauen, so daß man Schlicker ungern scheiden sieht.— Der Obermeister der hiesigen Schlosserinnung, Hugo Hoffmeister, kann jetzt sein 50jähriges Berufs= und 40jähriges Geschäftsjubilaum feiern. Der Jubilar führt seit elf Jahren die Schlosserinnung. Modellflotte am 16. April in Wanne=Eickel. Wie uns KdF.=Kreiswart Hans Diel mitteilt, kommt die Modellflotte des Reichsbundes deutscher Seegeltung am 16. April, nachmittags 6 Uhr, zum Wanne=Eickeler Westhafen. Sudetendeutscher Heimatbund. Unter dem Vorsitz des Ortsgruppenleiters Weigert fand die Jahrestagung statt. Besonders wurde eine enge Zusammenarbeit bei dem Bund Deutscher Osten betont. Deutsche aus den Gebieten und Städten des ehemaligen DeutschBöhmens, Mährens und Schlesiens sollen sich beim kommissarischen Ortsgruppenleiter, Hindenburgstraße 297, melden. Hingewiesen wurde dann auf die in der Stadthalle stattfindende Kundgebung der NSDAP. in Verbindung mit dem BDA. Konzertverlegung. Das für den 8. April vorgesehene Konzert des Stadtchores im Rahmen der Veranstaltungen der NS.=Kulturgemeinde muß aus technischen Gründen auf einen späteren Termin verschoben werden. Gelsenkirchen, 7. April. In Würdigung der ausgezeichneten Haltung der gesamten Gelsenkirchener Bevollerung anläßlich des vorjährigen Gautreffens und im Hinblick auf die Tatsache, daß dem deutschen Industrievolk in der Durchführung des Vierjahresplans besondere Aufgaben zufallen, hat Gauleiter Reichsstattbalter Dr. Meyer den Wunsch gehabt, auch in diesem Jahre wieder das Gautreffen der NSDAP. Gau WestfalenNord in Gelsenkirchen abzuhalten. Seite 11 Nr. 81, Dechumer Anzeiger 7 Donnerstag, 8. April 1932 Ein erfolgreiches Vereinsjahr ündungsfeier im MGV. Haupiversammlung und Gru „Schlagel und Eisen— und Grundungesin! im Ror. ###n“— Jubilare wurden geehrt Der MGV.„Schlägel und Eisen" hielt in seinem Eigenheim„Friedrich=Silcher=Haus“ seine ordnungsmäßige Hauptversammlung ab, an die sich die Gründungsfeier des Vereins anschloß. Der Vereigsführer, Stadtbauamtmann W. Knop, fand herzliche Willkommensworte für die zahlreich erschienenen Mitglieder uns entbot insbesondere den Vertretern des Brudervereins „Gußstahlglocke“ und dem Ehrenvorsitzenden Josef Köberich seine Grüße. Nach einem kurzen Ruckvlick auf die markantesten Ereignisse des Vereinsjahres 1936 geer in ehrender Weise der Toten des Jahres. Dan erstattete der erste Schriftwart den Jahresbericht, der eine erfolgreiche Tätigkeit des Vereins nachwies. Neven den künstlerischen Erfolgen ist eine erfreuliche Steigerung der Mitgliederzahl zu verzeichnen; eine mutige und entschlossene Tat bedeutet die Erwerbung des Eigenheims Friedrich=Silcher=Haus“, die insbesondere ein Verdienst des umsichtigen und zielbewußten Vereinsführers W. Knop ist, dem der stellvertr. Vereinsführer W. Dörnemann unter lebhaftem Beifall der Anwesenden seine mühevolle Arbeit dankte. Bürovorsteher A. Schäfers wies in seinem Kassenbericht nach, daß auch die finanzielle Grundlage des Vereins eine gesunde ist. Der Kassenprüfer Sauerwein stellte fest, daß die Führung der Kassengeschäfte durch den Schatzmeister als eine vorbildliche angesprochen werden kann. Einstämnig wurde Schatzmeister und Gesamtvorstand Entanung erteilt. Zum Vereinsführer wurde Sangesbruder Knop einstimmig wiedergewählt, der seinerseits den bisherigen Vorstand in seinen Aemtern bestätigte. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten wurde dann der 38. Geburtstag des Vereins gefeiert. In seiner Festrede konnte der Vereinsführer feststellen, daß mehr als achtzig Sänger Jubilare des Vereins sind. In den großen Kreis traten neu ein durch Ueberreichung des Silberkranzes für 25jährige treue Mitarbei, gesbrüder Wilhelm Padberg und Wilhelm Scmidt. für 20jahrige Heinrich Volkmann und Ferdinand Meuser, für 10jährige Ernst Klein, Helmut Lampmann und Georg Möller. Namens der Jubilare dankte Heinrich Volkmann für die Ehrung in bewegten Worten. Einer Reihe von Sangesbrüdern konnte für regelmäßigen Probenbesuch ein sinniges Geschenk uberreicht werden. Der Vereinsführer dankte allen Mitarbeitern für ihre dem Chor erwiesene Treue, hob die Verdienste des Ehrenchormeisters Rudolf Hoffmann hervor, der in 38 Jahren die künstlerische Linie bestimmt, dankte dem Sangesbruder Architekt W. Kolfenbach und den Sangesbrüdern Otto Dünbier, Klerings, Sauerwein, Heisterkamp, Hetzler, Henneböhl und Dionisius für ihre uneigennützige Arbeit bei der Ausgestaltung des Eigenheimes und richtete die Blicke auf die segensreiche Arbeit unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, auf den ein dreifaches, begeistertes Sieg=Heil ernang. Namens der„Gußstahlglocke“, fanden der Vereinsführer K. Eisermann und sein Stellvertreter„L. Adams herzliche Dankesworte. Die zwischen den beiden Vereinen geschlossene Arbeitsgemeinschaft soll bald ihre Früchte tragen. Ein schönes Geschenk der„Gußstahlglocke“ zeigte die enge Verbundenheit der beiden Vereine im Dienst am deutschen Lied. 1680 Ein kräftiger Imbiß, Einzelvorträge und gemeinschartliche Lieder ließen eine frohe Stimmung aufleben, die Ansporn sein wird zu unentwegter Weiterarbeit auch im neuen Vereinsjahr. Die Zulseige in der Sch. Arbeitsbeschaffung, Siedlung, Heilbehandlung, Freiplatzspende Fürsorgereferenten des Gruppenbereiches Westfalen Arbeitstagung ab. Im Mittelpunkt der Tagung das Referat des Fürsorgereferenten der Gruppe, sturmführer Herbener, der in seinen Ausführu Auf Anordnung des Gruppenführers Schramme hielten am 4. April die Brigade= und StandartenFürsorgereferenten des Gruppenbereiches Westfalen eine Ober= erbener, der in seinen Ausführungen zunächst die Aufgabengebiete der Fursorge im allgemeinen behandelte. Er stellte heraus, daß die Fürsorge innerhalb der SA. das Höchste an Kameradschaft verkörpern müsse. Auch dürfe die Fürsorge niemals nur eine Angelegenheit des Referenten sein, die nur Sprecher und Mittler sein könnten, während die Handlung eines jeden SA.=Führers und=Mannes dem zur Tat gewordenen Sozialismus Ausdruck geben müsse. Arbeitseinsatz für SA.=Kameraden Obersturmführer Herbener wandte sich sodann den Fragen der Arbeitsschlacht 1937 zu. Er konnte zunächst die erfreuliche Mitteilung machen, daß die Zahl der arbeitslosen SA.=Kameraden im letzten Jahr von 8100 auf 1861 zurückging. Vordringlichste Aufgabe der Fürsorgetätigkeit im kommenden Jahr müsse sein, den Arbeitseinsatz für die SA.=Kameraden individueller zu gestalten. Wenn es bisher genügt habe, dem SA.=Kameraden einen Arbeitsplatz zu verschaffen, so müsse jetzt jedem sein Arbeitsplatz zugewiesen werden, sonst würden gerade die SA.=Männer benachteiligt, die im Jahre 1933 in beispielgebender Weise jede Arbeit ergriffen hätten, um als erste am Aufbauwerk des Führers zu helfen. Besonderes Augenmerk sei hier dem Arbeitseinsatz der alten Marschierer der SA. zuzuwenden. Um alle diese Ziele zu erreichen und ein reibungsloses Zusammenarbeiten mit der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zu gewährleisten, muß die Einrichtung der SA.=Verbindungsmänner bei den Arbeitsämtern beibehalten werden. Die Gruppe verlangt, daß jede SA.=Dienststelle mit den Dienststellen Reichsanstalt arbeitet, daß gegebenenfalls auftretende Schwierigkeiten der Gruppe gemeldet werden, damit in Verbindung mit dem Landesarbeitsamt für eine kameradschaftliche Beilegung Sorge getragen werden kann. Die SA.=Siedlung Besonders interessant waren auch die Ausführungen Herbeners über die SA.=Siedlung. Als erfreuliches Ergebnis konnte mitgeteilt werden, daß die Gruppe Westfalen beim ersten Bauabschnitt im Jahre 1937 durch die Oberste SA.=Führung berücksichtigt werde: Abschließend fand eine Besprechung in Verbindung mit den beiden Gauamtsleitungen der NSV. WestfalenSüd und=Nord statt, wobei die Fragen der Heilbehandlung des Tuberkulose=Hilfswerkes und der HitlerFreiplatzspende behandelt wurden. Als erster Einsatz wird die SA. sich jetzt an der Werbung von Freistellen für erholungsbedurftige Volksgenossen im Rahmen oer Hitler=Freiptatzspende beteiligen. Verbindung zusammenFachschaftsversammlung der Friseure von Groß=Bochum. Am 5. April hielt die Fachschaftsgruppe Friseure von Groß=Bochum ihre Versammlung in der Bürgergesell schaft ab. Obermeister Wüst eröffnete die Versammlung. Er machte zu Anfang bekannt, daß der Gauentscheid des RBWK. in Dortmund nun beendet sei und daß unsere Bochumer Innung im Gauentscheid am besten aus dem Gau Westfalen=Süd abgeschnitten habe. Bochums Friseure stellen zwei Gausieger, die nach München zum Reichsentscheid entsandt werden. Obermeister Wüst gab noch Erläuterungen zum Gauentscheid. Der Kollege Berning erteilte Ratschläge über das am 18. April stattfindende Preis= und Schaufrisieren. Als neue Bezirksmeister wurden die Kollegen Hollenbach und Wellerdick eingesetzt. Sieger im Kampf der Besten des Gaues Westsalen=Süd 4 Bochumer Mädel, 7 Bochumer Jungen Wie schon berichtet, fand am letzten Wochenende in Dortmund der Gauentscheid Westfalen=Süd im Reichs berufswettkampf der deutschen Jugend 1937 statt, nach dessen Ablauf Gauobmann Stein 80 von 600 nehmern auszeichnen konnte. Unter diesen 80 Beste unseres Gaues befinden sich erfreulicherweise vier Bochumer Mädel und sieben Bochumer Jungen, und zwar: Erich Dembinski(Ziegler), Heinz Bel dorf(Feuerfester=Stein=Arbeiter), Helmut Heuer (Verwaltungslehrling), August Wilamrzy(Fri seur), Hilde Hollenbach(Friseuse), Hilde Sut ter(Lampennäherin), Erika Sebastian(Wäsche näherin), Erika Hellmich(Rechtsanwalt und Notar Lehrling), Fritz Lischewski(Maschinenschlosset), Willi Weber(Dreher), Otto Biesenkamp(Metall=Hilfsarbeiter). Bochumer Veranstaltungen heute abend, im Ernst.=Mortb=Arnd,äpzicgen Brcheiet; stattfindende 8. Kammerkonzert des#dtgel wird nochmals aufmerksam gemacht. Das Progr- um stenl ausschließlich Werke von Franz Schubert zur Aufführung vor, und zwar: Das Streichquartett in.moll, das Duo für Klavier und Violine in Ardur und das Quintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabaß in Ardur— Forellenquintett—. Ausfübrende: Das Häusler Quartett: Erwin Häusler, Alfred Oligmüller, Fritz Geist seld, Karl Fränkle; Arno Schütze(Klavier) und Heinrich Block(Kontrabaß). musizieren. Der Musikerzieher Heinz„Braudau veranstaltet am Sonntag, 11. April, 20 Uihr, ein Schülerkonzert bei Zeiger in Bochum=Laer. Schüler und Schülerinnen der Klavier= und Violinklasse sowie das ver stärkte Schülerorchester bringen Werke von Havdn, Wever, Brahms. Strauß usw. zu Gehör. Traditionsecke Der deutsche Gardetag 1937. Die bisherigen Aumeldungen für den deutschen Gardetag 1937, der bekanntlich vom 10. bis 12. Juli in Düsseldorf stattfindet, lassen jetzt schon erkennen, daß der Gedanke, die Kameraden des ebe maligen Gardekorps und seiner Kriegsformationen zu einer großen Wiedersehensfeier zu versammeln, in ganz Deutsch land und im Ausland auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Bis jetzt haben nicht weniger als 77 Formationen ihre Beteiligung zugesagt. Alle nicht organisierten ehemaligen Gardisten, die sich noch nicht zum Gardetag angemeldet haben, wollen sich zwecks Teilnahme sofort mit den ört lichen oder nächstgelegenen Garde=Kameradschaften in Verbindung setzen. Wir können es ja nicht verstehen. Warum Gott dich hieß von uns gehen Warum in holder Jugendzeit Du schon dem Tode wardst geweiht. Heute nachmittag.30 Uhr entriß der Tod mir meine innigstgeliebte. unvergeßliche Gattin, meine herzensgute Tochter, unsere liebe Schwester. Schwiegertochter und Schwägerin Frau Friedel Schoen geb. Krenzer nach kurzem. schwerem. tapfer ertragenem Leiden. mehrmals gestärkt durch den Empfang der heiligen Sakramente der röm.-kath. Kirche, im Alter von 23 jahren. In tiefer Trauer: Heinz Schoen Familie Krenzer Familie Schoen Bochum und Bad Neuenahr, den 6. April 1937 Westhofstraße 1 Zammen de uum nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Geboren(Knabe): Essen: Walter Guddat(Else Heinrich) Vermählte: Gelsenkirchen: Erich Wandhoff mit Hedwig Klein. Hattingen: Amtsgerichtsrat Dr. Alfons Hackmann mit Elisabeth Müller. Gestorben: Dortmund: Bäckermeister Ernst Bültmann sen., 58 Jahre: Witwe Emma Eidmann geb. Rosenthal, 66 Jahre; Franziska Schemberg. essen: Jusjiag, Hinz, 32 Jahre: Wülhelm Schneider Gelsenkirchen: Heinrich Osthushenrich, 61 Jahre: Marie Pieschnik geb. Kwiedor, 62 Jahre. Elly Kannengießer, 78 Jahre: Johanna Löhr geb. Uellenberg, 27 Jahre; Johann Getta, 48 Jahre,Amesge, Erse Mimt. Hamm: Polizeioberwachtmeister Frt Winter, 39 Jahre: Willi Dieninghoff, 27 Jahre. Herdecke(Ruhr): Wirt Wilbelm Fischer, 57 Jahre. Mülheim=Ruhr: Konsul a. D. Fritz Rehmann, 69 Jahre,#.. 8 Harmann#####Oberhausen: Overbaulcl u. V. Hermann Eiglle, 89 Jahre. Wanne=Eickel: Erna Froese, 23 Jahre. Witten: Karl Lohmann, 71 Jahre. S00 Habe meine Praxis nach Clemensstr. 12 verlegt. Kurt Strahler Dentist Die Beerdigung ist am Sametag. dem 10. April 1937, vormittag: 10 30 Uhr. vom Eingang des Haupttriedhofes am Freigratendamm. Das Seelenamt ist am gleichen Tage morgens.15 Uhr in der St.-Josephs-Kirche. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Praktischer Zahnarzt Dr. Kleimann verzogen nach duellemweg 8 I. Ziehung am 23. u. 24. April Sichern Sie sich bald ein Los bei der schon 50 Jahre bestehenden Staatl. 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Broska und Kinder Bochum-Harpen..-Altenbochum, Neidenburg und Dankheim(Ostpr.). den 7. April 1937 Die Beerdigung findet Freitag, nachmittage 4 Uhr. vom Trauerhause Auf der Bochumer Land wehr 85, aus statt: Trauerfeler U. Stunde vorher. Allen denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuß ne, diene diese als solche Bechumer ##r Krieger. und LandwehrKameradschaft 1. Besirk Freitag, den 9. April Beerdigung des Kameraden Hermang Falkenau Antreten 15.20 Uhr. Eingane Friedhof Freidratendamm Dürlgor Khatchiklan aus Persien PERSER-TEPPICHE n9 u. Asskuan## PIanchaustrarke Bochum Kalser-Wilhelm-Straße. Rut 995 75 PIANO-Kauf, Miete Auf Wunsch EINTAUSCH wegen Umzug! Dekorationastoffe, Reste Schte Spitzenfransen usw. Solange Vorrat zu weit herabgesetzten Preisen. Schmiedeknecht Bechum, Wittener Straße. Auf 67209. Nur kurze Zeit! We für Wochenend sind in schönster Lage Bredensch 2 Wohnräu zume sofort zu vermiet., elektr. Licht, Quellwasser. Preis 25# monatlich. H. D. 41203 Anz. Geldsorgen? 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Zur mündlichen Verhandlung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin auf Dienstag. den 11. Mai 1937. 11 Uhr, im Zimmer 152 des Rathauses, 1. Obergeschoß anberaumt. Im Falle des Ausbleibens der Unternehmerin oder der Widersprechenden wird ohne Rücksicht hierauf Erörterung der Einwendungen erfolgen. Bochum, den 5 Avril 1937. Der Vorsitzende des Stadtverwaltungsgerichts. Nrr. 10eDr 417* .. esrei 1 9 9 84 4 4 45 9 87 A 18 29665 54 4 8118 114 55 •3 2943 54 444 7 93 913 75 S A 3 26 41 Stellenangebote (männlich Für den Vertrieb unserer vorzügl. Salal=Luntr suchen wir bei Feinkostgeschäften u. Großküchen eingeführte, sertöse Verikeler Angebote unter A. V. 3 Anzeiger Jum 1. Mai wird ein fleißiges Salsi-MAalgh. z. Putzen d. Avoiveke u. für Hausarbeit gesucht. Glückauf Apotheke, Riemke. Putzfrau oder Punmädchen tägl. z. Flurputzen gesucht. Meldung Donnerstag 16 bis 18 Uhr. Osk.=Hoffmann=St. 175, pi.lk. 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