Boutulee Anserger Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich, Telostapvoler.85 RM, monallich oder 93 Pl. balbmonatlich. Bezugsprets für die„Bochumer Zuustrierte“ 30 Pf. mionatlich, Funkzeitschrist„dör mit miir“ 45 Bf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Bi bei sünf Sonntagen im Monat— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch dövere Gewalt. Verboi oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzanspruche gesiellt, werden.— Geschästssielle geöfinei von 8 bis 13 und von 14% bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 1. April 1937 44. Jahrgang Rummer 75 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höde in 22 mm Breite.5 Pf. im Anz.=genteil und in 78 unm Breite 501 Pf im Tertiell. Familtenanzeigen und Siellengesuche 6 Pl., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 5 Pf., kleine Anzeigen inicht geschäftlicher Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender Im Terttell 10 Pf. Auskunst= und Zissergebühren 25 Bl., Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig. Nachlaßstassel B— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages Für den richtigen Abdruck sernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Tuetonatshauttsarer Owrc)errywyy un der Visräha-Front suench von Euldas=geglaut dnb Salamanca, 31. März. Am Mittwoch haben nationale Truppen an der Biskaya=Front südlich von Bilbao einen Vorstoß unternommen. Nationale Artillerie nahm am Mittwoch beim Morgengrauen die bolschewistischen Stellungen zwischen Villarreal und Ochandiano unter heftiges Feuer. Einige Stunden später setzten Infanterieabteilungen, unterstützt von Tanks und Begleitgeschützen, zum Angriff an. Die Bolschewisten konnten den überraschenden Angriff nicht aufhalten und mußten ihre Gräben unter erheblichen Verlusten räumen. Sie sollen trotz hartnäckigen Widerstandes bereits mehrere Kilometer zurückgedrängt worden sein. Nach den letzten Nachrichten haben die nationalen Truppen die bolschewistische Frontlinie durchbrochen und die Verfolgung der fliehenden Banden aufgenommen. Nationale Fliegererfolge 12 bolschewistische Flugzeuge vernichtet Salamanca, 31. März. Wie aus dem nationalen Heeresbericht über die Kampfhandlungen vom Dienstag hervorgeht, haben nationale Flieger den bolschewistischen Flugplatz Andujar bombardiert und dabei zwölf Flugzeuge vernichtet. Weiterhin meldet der Heeresbericht, daß die nationalenz Truppen auch vor Majadahonda bei Madrid einen Angriff der Bolschewisten zurückgeschlagen und diesen große Verluste beigebracht haben. 24 Milizmänner und 12 Zivilpersonen liefen während des Gefechts zu den nationalen Truppen über. Schwere bolschewistische Verluste an der Südfront. Salamanca, 31. März. An der Südfront ist auch am Dienstag heftig gekämpft worden. An der Cordoba=Front wiesen die nationalen Truppen einen Angriff der Bolschewisten zurück, die dabei 400 Tote verloren. Die nationalen Truppen erbeuteten vier Maschinengewehre und 300 Gewehre. Die nationale Luftwaffe griff ständig in die Kampfhandlungen ein und bombardierte von den frühen Morgenstunden an die bolschewistischen Stellungen dieses Frontabschnittes. Englische Warnung an Franco Protest wegen der Beschießung englischer Schifse. Berlin, 31. März.(Eig. Drahtber.) Nach hier einlaufenden Londoner Nachrichten hat die britische Regierung gestern eine Protestnote an die Regierung Franco wegen der Beschießung zweier lischer Handelsschiffe abgesandt. Wie es heißt, soll der Ton der Note sehr scharf sein. Die Vorgänge sind folgende: Am 23. März wurde der 2474=Tonnen=Dampfer„Menin Ridge“, der sich auf der Fahrt von Barry nach Oran befand, von einem, nationalspanischen Kriegsschiff angehalten und beschossen. Am gleichen Tage ist dann ein weiterer englischer Dampfer, das 2473 Tonnen große Schiff„Stan Holme“. von dem nationalen Kreuzer„Commandante Dato“ angehalten und durchsucht worden. Der Dampfer gab SOS=Signale und wurde dann von einem englischen Kriegsschiff bis nach Gibraltar begleitet. Ein dritter englischer Dampfer soll ebenfalls durchsucht und zwölf Tage lang von nationalen Streitkräften aufgehalten worden sein. Alle drei Fälle werden in der Note geschildert. Die Note weist darauf hin, daß das englische Parlament bereits ein Gesetz erlassen habe, durch das es jedem Engländer verboten ist, Kriegsmaterial nach Spanien zu liefern. Dies sei ein ausreichender Schutz gegen die Einmischung. Die Note fordert sodann, daß Maßnahmen ergriffen werden, die ähnliche Vorkommnisse verhindern und daß die verantwortlichen Seeoffiziere der Bestrafung zugeführt werden. Moskau hetzt gegen Italien 18000 neue Sopsetusen in den spanischen Mittelmeerhäsen gelandet Berlin, 31. März(Eig. Drahtber.) Nachdem der sowjetrussische Versuch, den Kontrollausschuß zur bolschewistischen Propaganda für RotSpanien zu mißbrauchen, fehlgeschlagen ist, lassen die Moskauer Blätter seit einigen Tagen eine italienseindliche Hetze vom Stapel, die den ebenfalls durchsichtigen Zweck verfolgt, die europäischen Großmächte gegeneinander auszuspielen, die um die spanische Frage schon jetzt nicht einwandfreie Atmosphäre weiter zu vergiften und besonders England und Frankreich gegenüber Italien scharfzumachen. Diese Versuche sind dreister, als heute morgen durch die Pariser„Action frangaise“ bekannt wird, daß neuerdings 18 000 Sowjetrussen in den spanischen Mittelmeerhäfen eingetroffen seien und nur darauf warteten, in die Front der in Asturien kämpfenden roten Truppen eingegliedert zu verden.„... gan,#m mnaal Heute nehmen die führenden Blätter der Moskauer Internationale, die bekannte„Iswestija“, und das Organ der Roten Armee,„Krasnaja Swesda“, den Abschluß des italienisch=jugoslawischen Nichtangriffspaktes zum Anlaß, um dieses von aller Welt anerkannte Friedenswerk als eine Bedrohung Frankreichs und Englands im Mittelmeer hinzustellen. So schreibt „Krasnaja Swesda“, durch die Besetzung der Balearen habe die italienische Regierung die Verbindungswege zwischen Frankreich und seinen Kolonien in Afrika zerschnitten, und auch der wichtigste Weg Großbritanniens über Gibraltar nach Suez und Indien sei bedroht. Trotzdem, so sagt das kommunistische Blatt, gebe es auch heute noch in England Politiker, die nicht zugeben wollten, daß Italien das Abkommen über die Nichteinmischung in Spanien verletzt habe. Fast noch hetzerischer ist der Artikel der„Iswestisa“, die in der „demonstrativen Reise Mussolinis nach Libyen“ eine Herausforderung Englands sehen will und schließlich den italienisch=jugoslawischen Vertrag als eine Rückendeckung für neue Angriffe des Faschismus bezeichnet. Daß der Belgrader Pakt den französisch=bolschewistischen Kollektivplänen nicht erwünscht kam, sondern manche sowohl in Paris wie in Moskau gehegte Hoffnungen auf dem Balkan zu Grabe trug, glauben wir gern. Man darf aber hoffen, daß auch die französische Regierung gegenüber den dauernden Störungsversuchen Moskaus langsam hellhörig wird und daß Paris und London erkennen, wie stark die gesamte Moskauer Politik seit Jahr und Tag nur darauf ausgeht, nicht nur die bestehenden Spannungen zu erhalten, sondern sie noch obendrein zu schüren, um so aus einer allgemeinen Verschärfung und Verwirrung der diplomatischen Lage den weltrevolutionären Nutzen zu ziehen. Dies zu erkennen, wäre im Augenblick nach unserer Auffassung für den spanischen Nichteinmischungsausschuß und die an ihm beteiligten Regierungen wichtiger, als über den Paragraphen= und Papierstreitigkeiten die schleichende Gefahr der Moskauer Quertreibereien zu vergessen. Kein wahres Wort! Keinerlei Aenderung der italienischen Spanien=Politik— Propagandaminister Alfieri vor der ausländischen Presse — Scharfe Erklärung gegen den italienfeindlichen Verleumdungsfeldzug dnb Rom, 31. März. Der italienische Propagandaminister Alfieri ist gelegentlich eines Empfanges der ausländischen Presse mit aller Bestimmtheit dem Verleumdungsfeldzug gegen Italien entgegengetreten und hat in diesem Zusammenhang einige Fragen über die italienische Spanien=Politik klargestelt. u5##tter#e Terr II. 7. 84che Ereim An den Meldungen über neue italienische Freiwilligentransporte nach Spanien sei, so erklärte der Minister, kein wahres Wort. Das Verbot von solchen Transporten und die entsprechenden Maßnahmen würden von Italien mit aller Strenge eingehalten. Ebenso falsch seien die Angaben, wonach weitere italienische Abteilungen oder gar Divisionen zur Ausreise nach Spanien bereitstehen. Auch über Verluste der italienischen Freiwilligen in Spanien seien ganz übertriebene Gerüchte veröffentlicht worden. In Wirklichkeit beliefen sich die Verluste der italienischen Freiwilligen nicht auf tauKrise des Parlamentarismus Huduns=Grrichetag auf helrst Heer und Marine bestanden auf der Auflösung— Neuwahlen am 30. April Tokio, 31. März. Das japanische Kabinett hat in einer außerordentlichen Sitzung die Auflösung des Reichstages beschlossen, nachdem sich herausgestellt hat, daß die Parteien— trotz zweimaliger Verlängerung der Tagungsdauer— nicht gewillt waren, die noch ausstehenden Regierungsvorlagen ordnungsmäßig zu verabschieden. Die Neuwahlen sind auf den 30. April festgesetzt worden. Die Auflösung ist insofern überraschend gekommen, als die Zusammenarbeit von Regierung und Parteien noch kürzlich als ein Erfolg des HayashiKabinetts bezeichnet wurde. Allerdings war das Kabinett zu weitgehendem Entgegenkommen gegenüber den Parteien gezwungen, um eine Verabschiedung des Haushalts und der wichtigsten Regierungsvorlagen zu ermöglichen. Das Kabinett wollte unbedingt eine vorzeitige Auflösung und damit notwendig werdende kaiserliche Notverordnungen zur Inkraftsetzung des Haushaltes verhindern und verlängerte deshalb auf Druck der Parteien die Tagungsdauer des Reichstages um etwa zwei Wochen, obwohl die gesetzliche Tagungsdauer des Reichstages drei Monate beträgt. Nachdem jedoch gestern die Parteicn fast in der Form eines Ultimatums eine neue Verlängerung forderten und hiervon die Verabschiedung wichtiger Vorlagen, darunter der Gesetze über Wirtschaftskontrolle, Agrarreform, des Wahlgesetzes und des Gesetzes zur Sichsrung des Militärgeheimnisses, abhängig machten, bestanden Heer und Marine auf der Auf(Ssung.“ a, Teum H. ätlee agfe. Politische Kreise betonen, die gegenwärtige Krisenzeit könne nur durch eine starke, also von parteipol.tischen Einflüssen unabhängige Regierung überwunden werden. Freilich sei zweifelhaft, ob das Kabinett in seiner jetzigen Zusammensetzung stark genug sei. gegen die Parteien die schon vom Hirota=Kabinett geforderte Staatsreform durchzusetzen. Die allgemeine Ansicht unterrichteter Kreise geht dahin, daß Neuwahlen nach dem 1 geltenden Wahlgesetz bestenfalls eine Stärkung der Splittergruppen ergeben werden. Entscheidende Veränderungen werde das Parlament in seiner bisherigen Zusammensetzung nicht erfahren. Es wird deshalb behauptet, daß die Regierung entschlossen sei, von sich aus in den Wahlkampf einzugreifen und noch im letzten Augenblick den Versuch zu machen, mit Hilfe des Militärs und nationalistischer Gruppen eine neue Regierungspartei ins Leben zu rufen. K 1 Massenbeisetzung der Schulopfer von Cexas Weitblld Nach einer amtlichen Mitzeilung konnten, wie gemeldet, bisher über 500 Todesopfer des furchtbaren Explosionsunglücks, durch das die Neu=London=Landschule betroffen wurde, geborgen werden. Unser Bild zeigt dit Bevölkerung von Pleasant Hill(Texas) beim Schaufeln der Gräber. Die viereckigen Holzkisten, die auf dem Bilde zu sehen sind. sind die Sarghüllen einer Anzabl der Opferl Die Beisetzung hat in diesen Tagen stattgefunden, sende, sondern auf einige hundert Tote und Verletzte. Die Haltung Italiens in der spanischen Frage habe keinerlei Aenderung erfahren. Italien verlange jedoch, daß die im Rahmen der Nichteinmischungspolitik in Uebereinstimmung mit den Entscheidungen des Londoner Ausschusses getroffenen Maßnahmen, so besonders auch die Kontrollbestimmungen, allgemein und für alle Staaten in gleichem Umfang zur Anwendung kommen. Sollten jedoch andere Länder mit der Entsendung Freiwilliger nach Spanien fortfahren und sich damit weiterhin in offenen Widerspruch zu der übernommenen Verpflichtung stellen, dann werde selbstverständlich auch die italienische Regierung sich zu einer neuen Prüfung ihrer Haltung genötigt sehen. Völlig undenkbar sei es, daß die einschränkenden Maßnahmen nur auf Italien Anwendung finden sollen, was nur dazu führen würde, daß jene Kräfte, die die Bolschewisierung Spaniens wollten, freies Spiel erhielten. Was die verwickelte Lage in Svanien selbst anlange, so könne Italien nur noch einmal darauf hinweisen, daß der Krieg in Spanien längst entschieden wäre, wenn die italienischen Vorschläge von Anfang an und schon im letzten Sommer zur Annahme und Verwirklichung gelangt wären. Die entsprechenden Maßnahmen seien aber von jenen Mächten, die der Bolschewisierung Spaniens den Weg offenhalten wollen, erst empfohlen worden, als sie die Ziele ihrer gewaltigen und immer noch anhaltenden Unterstützungen scheitern sahen. Gp4. baut Kanä'e Opfer des Sowjet=Terrors unter der Knute jüdischer Antreiber Moskau, 31. März. Die Sowjetblätter melden, daß der seit ünf Jahren im Bau befindliche Binnenkanal, der die Wolga mit dem Moskwafluß verbindet und auf diese Weise einen Schiffahrtsweg von Moskau bis zum Kaspischen Meer herstellen soll, in wenigen Monaten beendet sein werde. Bekanntlich ist für die Kanalbauten ein Heer von meist politischen„Strafgefangenen“ eingesetzt worden. An dem ganzen Abschnitt des Kanals, der von Moskau über Dmirow nach Ipankowo an der Wolga führt, sieht man jederzeit Tausende von Opfern des Sowjetterrors, aller Nationalitäten (Russen, Ukrainer, Tataren, Mittelasiaten usw.) unter scharfer Bewachung von Militär und GPU. ihre schwere Arbeit verrichten, oft mit überaus kümmerlichen Hilfsmitteln. Die Leitung des Kanalbaues liegt, ähnlich wie beim Bau des Ostsee=Weißmeer=Kanals, völlig in den Händen jüdischer GPU.=Einpeitscher. Der Chef des Kanalbaues ist der stellvertretende GPl.Chef selbst, Bermann, sein Stellvertreter Firin, Chefarchitekten sind die GPU.=Ingenieure Schuk, Kogan, Friedland, Baumholz und andere. Nach Beendigung des Wolga=Moskwa=Kanals will die GPu. neue Verkehrsbauten unternehmen: den Ausbau der Fluß=Schiffahrtshöfen von Rybinst und Uglitsch und den Wolga=Don=Kanal bei Stalinarad. Das dazu benötigte riesige Menschenmaterial an Strafgefangenen scheint also nicht zu versiegen. Reichstreuhänder der Arbeit ab 1. April dnb Berlin, 31. März. Die nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit für größere Wirtschaftsgebiete bestellten und it der Erfüllung wichtigster sozkalpolitischer Aufgaben betrauten Treuhänder der Arbeit sind vielfach mit ähnlich benannten Stellen der Wirtschaft verwechselt worden. Um solche Verwechslungen für die Zukunft auszuschließen und um die Stellung der Treuhänder der Arbeit als Reichsbehörden zu betonen, führen sie mit Wirkung vom 1. April 1937 die Amtsbezeichnung: „Reichstreuhänder der Arbeit.“ Berufswünsche der Jugendlichen Berlin, 31. März. Ueber die Tätigkeit der amtlichen Berufsberatungsstellen für die in diesem Jahre zur Entlassung kommenden Jugendlichen gibt das„Reichsarbeitsblatt“ einen ersten allgemeinen Ueberblick. Die Berufe der Eisen= und Metall=Erzeugung und=Verarbeitung einschließlich des Maschinenbaues, der Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik sind bei den männlichen Ratsuchenden am begehrtesten gewesen; über 205 000 oder rund 33 Prozent wünschten einen Beruf dieser Art. Die zweite Gruppe mit 84.000 Ralsuchenden oder beinahe 14 Prozent stellten die Jugendlichen, die einen kaufmännischen oder Büroberuf ergreifen wollten. Es folgen die Berufsgruppen Nahrungs= und Genußmittelgewerbe mit rund 48.000 oder 7,.8 Prozent und das Baugewerbe mit über 40 000 oder 6,6 Prozent aller Berufswünsche. Ueber 30.000(5 Prozent) Ratsuchende beabsichtigen, einen Beruf in der Landwirtschaft, Gärtnerei und Tierzucht, über 2700 (4,5 Prozent), einen Beruf des Holz= und Schnitzstoffgewerbes zu ergreifen. Die Berufe des Bekleidungsgewerbes waren mit über 20 000(3,.3 Prozent) vertreten, während rund 11 600(1,9 Prozent) in Berufe der Gesundheits= und Körperpflege eintreten wollten. Annähernd gleich häufig mit je 9000 oder.5 Prozent der Gesamtzahl wurden Berufe der Techriker aller Art. Bergbau und Spinnstoffgewerbe, gewünscht. Rund 38 000(6,2 Prozent) der männlichen Jugend hatten sich noch nicht für einen bestimmten Beruf, rund 28 600 (.7 Prozent) für ungelernte Tätigkeit en schieden. Unter den weiblichen Ratsuchenden derrschten, entsprechend den Metaslberufen bei den männlichen Jugendlichen, die kaufmännischen und Bürolberuse vor, die knapp 154 000(33,2 Prozent) er Seite 2 Nr. 75 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 1. April 1937 greifen wollten. An nächster Stelle steht die gruppe häusliche Dienste mit 109 600(23,6 Prozent) Berufswünschen. Knapp 60000 Mädchen(12,9 Prozent) hatten sich für das Bekleidungsgewerbe, 19 500 (.2 Prozent) für Berufe in der Gesundheits= und Körperpflege und im Reinigungsgewerbe entschlossen: landwirschaftliche und gärtnerische, Berzizuuggiigen rund 18000(3,9 Prozent), Berufe des Spinnstoffgewerbes rund 13000(2,8 Prozent) weibliche Schulentlasene aufnehmen. 40“.ra; Nocg= picht- schläifte Für die schwerste Rettungsfahrt Ehrung der Besatzung des Bootes„Bremen“. Norderney, 31. März. Am Sonntag wurde im Hotel„Fährhaus“ in Norddeich in einer kurzen, schlichten Feier der Besatzung des Norderneyer Rettungsbootes„Bremen“ für die am 1. Dezember 1936 ausgeführte schwere Rettzuggsiehe, bei der vier Besatzungsmitglieder des boz.#### Fischkutters„Trucojo“ gerettet wurden, die Große Silberne Medaille der südholländischen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger nebst Urkunde überreicht Gleichzeitig wurde dem Vormann des Rettungsbootes, Johann Fr. Raß, die Große Goldene Prinz=Heinrich= Medaille, die letzte noch im Besitz der Stiftung liche, für die gleiche Rettungsfahrt überreicht. T Medaille kann nur einmal im Jahre für die schwerste Rettungsfahrt verliehen werden und ehrt zugleich die gesamte Besatzung des Rettungsbootes. Im Jahre 1914 wurde dem Vater des Vormannes Raß die gleiche hohe Auszeichnung zuteil. Dr. Frick beim Claatsal. a bem Stadtsche Seit Ainkeritacher OeTp28...P Hamburg, 31 März. Hamburg steht in diesen Tagen im Blickpunkt des ganzen Deutschen Reiches. Es erlebt am Mittwoch und am Donnerstag den größten Tag seiner an Ereignissen so reichen Geschichte: Die Geburtsstunde Groß=Ham= burgs! Durch das Inkrafttreten des GroßHamburg=Gesetzes werden die Belange des Niederelbe=Raumes in gebietlicher, verwaltungsmäßiger, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht i##nger 7 zusammengefaßt und auf ein großes Ziel ausgrrichtet: Deutschland! Eine neue Epoche ist angebrochen für die Stadt der Häfen und Schiffe, für Deutschlands Tor zur Welt. Die Bevölkerung ist sich der historischen Bedeutung der Geburtsstunde der„Hansestadt Hamburg“ voll bewußt Es ist ein stolzer Tag für die 50 Gemeinden, die mit ihren mehr als 1½ Millionen das neue Groß=Hamburg bilden und bereitstehen, nun in nationalsozialistischer Gemeinschaft das große Vertrauen des Führers zu rechtfertigen. Ein Meer von der ganzen Hansestadt kündet davon, oaß sie sich in allen ihren Teilen freudig und stolz zu ihren neuen Aufgaben für Volk und Vaterland bekennt. Die Geburtsstunde Groß=Hamburgs Ehr öste an ihrer wordene Raumnot, deren Beseitigung durch das partikularistische Denken und die Zerrissenheit unseres Volkes in Parteien und Klassen immer wieder verhindert worden sei. Auch das hamburgisch=preußische Abkommen vom Jahre 1929 sei nur eine schwache Notlösung gewesen Dr. Frick fuhr fort: Eine Lösung ließ sich allein durch eine befreiende Tai finden. Es bedurfte des eindeutig klaren Bese)ir,gurgleg, Besehl bet der. Spbsegahugch burg. Drei große preußische Städte mit großer Vergangenheit und klangvollem Namen, Altona, Wandsbek und Harburg=Wilhelmsburg, werden nunmehr hamburgische Städte. Das Gesetz leitet darüber hinaus die gemeindliche Zusammenfassung des Stromspaltungsgebietes zu einer Einheitsgemeinde Hansestadt Hambur# ein, die spätestens am 1. April nächsten Jahres ihren Abschluß erreicht haben wird. Hamburg wird noch stärstbschlut greich.... der, Lammimaten Neugteberung Abschluß erreicht haben wird. Hamburg..gerung ur Groß=Hamburg=Gesez vom 36 Januar 1937 geester als bisher nagg ver kommunalen Neugleberung das Groß=Pag%###### mm“# 1 K ist nächst der Reichshauptstadt die weitaus#rgz# geben. Las Von Is. vus, oische,-Hos.0##Resches sein; es wird dazu ein GelostEin tragisches Schicksal Wien, 31 März. der Leitgedanke nationalsozialistischer Staatsführung, und aus diesem Gedanken heraus mußte im Interesse des Volkes und seiner Glieder ein organisatorischer Zusammenschluß erfolgen. Daß diese Lösung gerade jetzt erfolgz,zint,#t seinen Grund auch in den Notwendigkeiten des Vierjahresplanes, der mit seinen besonderen Zielsetzungen geradezu den äußeren Anstoß„füh, eine gggßzhgige und umfassegge Hamburgs„Ehrengaste, an ihrer Stitze der Stellvertreter des Führers, BeschswiniGe chsfingnz mfgiste Reichsinnenminister Dr. Sr'., und Beichsperiehrs. Wier, 2u. Marz,.(Gral Schwezin von,s FOt9tPp, Sg# rasen Ein geradezu tragsches Schiclal ereilte den 32sch=(minister Dr. Vorpmülter gei grzichen Sigals, ien Gürnergeilen Rautios Waltt, der wobhend) im Sguiegagzen Gag bes Hanburger Nathauses auf Lösung des Grob=Pombur,= Gelegenge, gsegeben Guzgrug muß dies auch bei dieser Gelegenheit zum Ausbruck bringen, daß die gefundene Lösung wesentlicgh, geduich erleichtert war, daß der Beauftragte des Fügrezg üf den Viersahresplan als preußischer Winigggggschale das Gewicht seiner Persönlichkeit in die warf, so daß Preußen die Leistungen beisteuerte, die von ihm im Interesse des Reiches bei der Lösung der GroßHamburg=Frage gefordert werden mußten. Die Neuordnung im Groß=Hamburg=Raum ist die ess e ci. eise ertsede inschanes gesgshehe se hche 25. Juli erlangte er seine Freiheit wieder; aber er Reichsorganisationsleiter Dr. Ley lebhafte,Huldig. eslien Bicheund uertelet., Ben dur, Areu, Zesin, Hautgahas he. Pelis do Mbiel.“ Er iennzeichnete de so geringen Bestrafung wär, nach den Srnin= vann un z., Periwende immer von neuem akut ger Krüherer Lurenschluß am Sumstag Auch anderen Lohnzahlungstermin vorgeschlagen Groß=Hamburg machen, gerden für die allgemeine Neuordnung von großer Bedeutung sein. Das GroßHamburg=Gesetz wird in zwei großen Etappen durch geführt. Die erste tritt am morgihe.# i.g bracht werden selle, asd er sch von seler Vegelgn.— bahnzug. Er geriel unter die Räder und erag nach Die DAF. schlagt vor: einigen Stunden seinen Verletzungen.„„ Geheimnisvoller Tod Das Oberhaupt der russischen orthodoxen Kirche in der Verbannung gestorben? Warschau, 31. März. Die polnische Presse veröffentlicht eine Meldung aus Kowno, wonach dort Gerüchte über den tragischen Tod des derzeitigen Oberhauptes der russischen orthodoxen Kirche, des Metropoliten Peter von Krutitza, verbreitet sind. Der Metropolit war vor über zehn Jahren von den Bolschewisten nach Sibirien verbannt worden, wo er unter ständiger Bewachung der GPU. in der Nähe der Mündung des Flusses Ob lebte. Obwohl die Zeit der Verbannung lange abgelaufen war, kehrte der Metropolit nicht nach Moskau zurück, angeblich, weil er auf die ihm seitens der Sowjetbehörden gestellten Bedingungen nicht eingehen wollte. In wird vermutet, daß er eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Der orthodoxe Metropolit in Kowno hatte unlängst eine Benachrichtigung aus Moskau erhalten, aus der hervorging, daß an die Stelle des Metropoliten Peter von Krutitza der Metropolit Sergius getreten sei. Auf Anfragen seitens des Kownoer Metropoliten, der dem Moskauer Patriarchenstuhl kirchlich untersteht, hätten die Sowjetbehörden die Antwort erteilt, der Metropolit Peter von Krutitza sei gestorben, ohne indessen genauere Angaben über den Zeitpunkt und die Todesursache zu machen. Moskau hetzt überall Kommunistische Umtriebe in einer syrischen Schule Aleppo, 31. März. Nach Meldungen syrischer Blätter wurden in einer Schule in Aleppo kommunistische Umtriebe aufgedeckt. Bei mehreren Schutern konnien bolschewistische Pronächst der Reichshauptstadt die weitaus größ Staot des meiches sein; es wird dazu ein Selbstverwaltungskörper mit starker Eigenart werden. Die Einheit der regionalen und der örtlichen Verwaltung muß das oberste Prinzip eines künftigen Verwaltungsaufbaues des Reiches sein. In der Hand der Reichsstatthalter müssen die Fäden aller Verwaltungen ihres Amtsbezirkes zusammenlaufen, die Reichsstatthalter müssen die verantwortliche Mittelinstanz des Reiches bilden. Auch in dieser Beziehung wird die Versassung und Verwaltung der Hansestadt Hamburg wichtige Fingerzeige für die zukünftige Entwicklung im Reiche Ich hoffe, daß die Entwicklung, die durch das GroßHamburg=Gesetz eingeleitet ist, alle unsere Erwartungen erfüllen wird, und wünsche, daß Hamburg getreu seiner Tradition bis in die fernsten Zeiten Künder deutsigen Wollens und deutschen Könnens in aller Welt sein möge zum Wohle des Reiches und im Dienste unseres Führers Adolf Hitler, dem wir auch diese Tat zu danken haben. Hamburgs Dank an den Führer Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann richtete =Opee,.., a margigen Tage in Kraft: am Mittwoch, abend folgendes Telegramm an den Bit den bodertit, boter boenhicher, 24 34z) Han.)„Die, an, Hetigen Abend zur Feier Reihe preußischer Gemeinden in dur—..—. treiens des Groß=pamburg=Gisetzes im Festsaal des Hamburger Rathauses Versammelten grüßen Sie, mein Führer, den Verwirklicher Groß=Hamburgs. In Dankbarkeit und voll Stolz auf die Aufgabe, die Sie damit uns allen gestellt haben, geloben wir, in nationalsozialistischen Geiste alle nunmehr frei gewordenen Kräfte einzusetzen zur höchsten Leistung für Volk und Vaterland. Es lebe Deutschland! Es lebe unsere nationalsozialistische Bewegung!,.7 Sat (gez.) Karl Kaufmann.“ Außerdem hat Reichsstatthalter Kaufmann an den Ministerpräsidenten Generaloberst Göring ein in sehr herzlichen Worten gehaltenes Telegramm gerichtet, in dem er dem Ministerpräsidenten noch einmal den Dank Hamburgs für die Initiative zur Lösung der Groß=Hamburg=Frage ausspricht. zu vereinfachen und möglichst klar und übersichtlich zu gestalten, einen weiteren entscheidenden Schritt getan. Jüdischer Betrüger Bei Nacht und Nebel aus Danzig geflüchtet Danzig, 31. März. Der Inhaber der Reederei und Schiffsmaklerei Karlsberg, Spiro& Co. in Danzig, der Jude„Micha Freydberg, alias Freudenberg, hat unter Hinterlassung einer großen Schuldenlast Danzig im Flugzeug bei Nacht und Nebel verlassen und ist nach Schweden ertüicher..... Wrhen Launte.61. Wie inzwischen festgesteut werden konnte, arbeitete seine„Firma“, die angeblich ausländische Reedereien in Danzig vertrat, mit rund 100000 Reichsmark Unterbilanz und hätte schon vor Jahren Konkurs anmelden müssen. Es haben sich bereits zahlreiche Kreditgeber und sonstige Gläubiger aus Danzig und aus dem Ausland gemeldet. Eine ganze Reihe von Firmen ist durch Berlin, 31. März. Die bisherige Regelung der Ladenschlußzeit der offenen Verkaufsstellen, besonders des Einzelhandels, brachte es mit sich, daß die hier tätigen zwei Millionen Menschen den Wunsch äußerten, durch eine Neufest= setzung der Ladenschlußzeiten in den Genuß einer freien Zeit zu kommen, die für eine wirkliche Freizeikgestaltung von Bedeutung ist. Diesem Wunsch wollen sich nun, wie der Leiter der Sozialabteilung Reichsbetriebsgemeinschaft Handel, Dr. Siebert, in der Deutschen Arbeitskorrespondenz, dem amtlichen Blatt der Deutschen Arbeitsfront, ausführt, die höchsten Reichs= und Parteistellen nicht länger verDitend evre 1, e ,B Hrulsisch dos seie BesenSsuitze sahbel uch wrsehtlich anbers. Aufsaond egersk,„Henzesave Piche Vorstree. Veranlasung der Reichebertetegerzegh, Hee wurde Mitte 1936 iun. 150— Frage der Freizeit= nische Bank in Gdingen um erhebliche Summen betroaus alen Gauen, des Reiches die Brage v. V..—.— Die Bank hat gegen Freudenberg Strafantredes Reiches die Frage per Fr gestaltung des Einzelhanders zur Beratung vorgelegt. Als Ergebnis kann festgestellt werden, daß sich alle Arbeitsausschüsse für eine Neugestaltung der Freizeit wurden folgende Gedantengänge vorgebracht: Nur der Mäglichteit der: Veroindung geiz#g Schilern konrien bolichenistische Pro= und daniz eze wirliche, Erzozugssell. Er,., 65aß ueseren, Sonten auf av, Falte geigneter als em früherer Ladensegzaß agandaschriften heschlagnahmt werden, Eine eing Hieser an einem anderen Werktag. Hinzu kommt, oaß die heriehunosarbeit under der hurischen Jugend, Jia weligus gr3hgot, aunsgen= Kages rnrid Untersuchung wurde eingeleitet, um die Drahtzieher Zersetzungsurdent unter der shrischen Jugend ausfindig zu machen. Juden auch in Südafrika unerwünscht 2000 werden ausgewiesen London, 31. März. Wie aus glichkeit eines gemeinsame,n Wochenendes sowohl im Kreise der Familie als Pipeupe„ide gefordert baße die Lohnzahwische Bank in Svingen um gen. Die Bank hu. gegen Freudenberg Strafantrag gestellt. Trauergottesdienst für die„fliegende Herzogin“. London, 31. März. Die„fliegende Herzogin“ ist jetzt endgültig als tot erklärt worden. Auf ihrem Schloß in Woburn fand ein Trauergottesdienst statt, an dem neben der Dienerschaft auch zahlreiche Verwandte und Freunde der Familie teilnahmen. Die gesamte Presse gibt abermals Neue Kraftfahrverordnung in Oesterreich Keine Führerscheine für politisch Gemaßregelte anb Wien, 31. März. Am 1. Mai wird in Oesterreich eine neue Kraftfahrverordnung Gültigkeit erlangen, die eine bedeutsame und folgenschwere Bestimmung enthält. Führerscheine werden danach solchen Personen, die einmal im Zuge der politischen Kämpfe der letzten Jahre eine Strafe, und sei es auch nur im Verwaltungswegé, erhalten haben, nicht ausgehändigt werden. Da die Zahl der politisch Gemaßregelten sehr groß ist, würde im Falle strenger Handhabung des Gesetzes ein bedeutender Teil der Bevölkerung von der Steuerung eines Kraftwagens ausgeschlossen sein, ein Umstand der sich sogar auf die Industrie bemerkbar auswirken könnte. Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Katharina Käsbeck in Landshut, Neustadt 515, aus Anlaß der Vollendung ihres 100. Lebensjahres ein Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im März 1937. Für den Monat März 1937 beträgt die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten 125,0 (1913/14= 100); sie liegt um 0,2 v. H. höher als im Vormonat(124.).„gesuch in aist Smartt#. Japanischer Kreuzervesuch in Kiel erwartet. Der japanische Kreuzer„Ashigara“, der zur Krönungsfeier nach London in See geht, soll am 24. Mai Kiel anlaufen und dort bis zum 31. Mai bleiben. PiniserPrussarne Wypzu erneut in Wien. Aus Wien gemeldet: Wie verlautet, befindet sich der tschechobnd n sd mrais on 90b8, Be s55 rüder Khöshel epzi z iz 8 lerten Kiskeusetell deutschland aufhlelten, sovie um einige sausgebehnt de aig Roraussetzung für das Wochenende Russen und Armenier. Südafrika hat vor kurzem eine Sonntagsruhe uls Volaussegung fur Verordnung erlasen, die die Wiederauswellung von geschafsen werden nus.: zagstlicher und wietAusländern vorsieht, nachdem der Zustrom von uner Nach Erörterung ei wünschten Einwanderern zu stark geworden war. Spionagefall in Los Angel Zwei Japaner verhaftet Los Angeles, 31. März. Die Polizei von Los Angeles glaubt einen Spionagefall aufgedeckt zu haben. Sie hat zwei Jaganer verhaftet, in deren Wohnung Pläne von den Tefesti jungen auf Hawai und von der Wasserversorgungsanlage von Los Angeles sowie ein Sender aufgefunden wurden. Als die Polizei in die Wohnung eindrang, gingen die Japaner mit Messern aufeinander los. Der eine trug dabei sehr schwere Stichverletzundavon. Die Polizei ist der Ansicht, daß die Japaner einer ausländischen Spionageorganisation angehören, und hat die Bundespolizei benachrichtigt. Neue amerikanische Gesetzentwürfe zur Unterbindung von Waffenlieferungen. In beiden amerikanischen lamentshäusern brachten zwei Abgeordnete„gleichlgutende Gesetzesvorlagen ein, wonach amerikan. serungen von Wassen, Munition und sonftigem,esgiege; material im Frieden wie im Kriege durch verboten werden. Ausgenommen von dem Verbot sollen Kriegsmateriallieferungen an Lär Kontinent bleiben, sofern diese Kontinent bleiben, sofern diese in einer amerikanischen Staaten verwilr...— chaffen werden muß. Nach Exörterung, einiger sozigl#########et und wirt schaftlicher Fragen kommt Dr. Siebert dann zu dem Schluß, daß der Samstag=Frühschluß die einzige Lösung sei, die sowohl den im Einzelhandel fenden als auch den Verbrauchern nach Erfüllung gewisser Voraussetzungen in jeder Hinsicht gerecht werde. „Wir halten daher“, so schließt der Aufsatz,„eine Ladenschlußzeit am Samstag für den Einzelhandel ab 16 Uhr für unbedingt du: Hlosppogi Pens pitzchoft. ben, daß durch biese Vegrauche, als auch den sozialen lichen Wünschen der Veroraucher###s auch den soginten Ansprüchen der im Einzelhandel Tätigen vollauf Rrechnung getragen wird.“ Aufhebung der bessischen provinzen Ein weiterer Schritt zur Vereinheitlichung des Reiches dnd Darmstadt, 31. März. Die hessischen Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen sind durch ein von Reichsstatthalter Sprenger ausgefectigtes und verkündetes, von der Reichsregierung genehmigtes Gesetz als staatliche Verwaltungsbezirke und als öffentliche Gebietskörperschaften mit dem Recht der Selbstverwaltung aufgehoben worden. der aufgehobenen Provinzen ist das Land Lessen. Die zickelt sind.= die gesamte bessische Staatsverwal ihrer tiesen Anteilnahme Ausdruck und vegössentzcht schildert wird.— Nach ergänzenden Meldungen sollen(ghermalige Anwesenheit wird in der Küste von Norfolk Flugzeugtrummer angeschildert wird.— Nach ergänzenden an der kuste von Norfolk Flugzeugtrümmer, angeschwemmt worden sein, die von der Maschine der verschollenen Herzogin von Bedford zu sein scheinen. Der Rugby=Ball im Löwenkäfig London, 31. März. Ein Kadett der englischen Flotte, der zu der Besatzung des Kriegsschiffes„Erebus“ gehört, schrieb seinen Eltern über einen lustigen Vorfall, der sich, gauf, der vor Borneo gelegenen Walfisch=Insei auspier. Auf dieser Insel befindet sich ein kleiner Zoo, der auch eine Löwenfamilie enthält. In diesem Zoo spielte eine Mannschaft des„Erebus“ gegen eine andere Marrosenabteilung ein Rugby=Match. Das Spiel sand auf dem Gelände des Zoo statt, und in der Hitze des Gesechts landete der Ball vor dem Käfig der Löwen, die das Spiel anscheinend sehr interessiert verfolgt hatten. Ehe einer der Seeleute den Ball zurückholen konnte, hatte Vater Löwe eine seiner Tatzen darauf gelegt und zog den Ball in den Käfig. Sofort stürzten sich Mutter Löwe und ihre Kinder auf den Ball, und das Rugbyspiel wurde auf diese Weise im Käfig fortgesetzt. Das Spiel ging auch weiter, als der Ball von den scharfen Löwenkrallen durchbohrt wurde und die Luft aus ihm entwich. Die englischen Matrosen hatten sich inzwischen einen anderen Bau beschaftt, iwver das Spiel im Löwentäfig dauerte an, als ihr Maich längst beendet war. Ministerpräsident Hodza erneut in Wien. wird genrurge, Wir vetzuutt, geiungrg ich der tschechoslowakische Ministerpräsident Dr. Hodza nach seinem Aufenthalt auf dem Semmering wieder in Wien. Diese abermatige Anwesenheit wird in politischen Kreisen stark vermerkt. Keine sowjetrussische Anerkennung Bessarabiens als rumänisches Staatsgebiet. Gegenüber Gerüchten in Bukarest, daß Sowjetrußland Bessarabien als Teil des nationalen rumänischen Gebietes anerkannt habe, wird von zuständiger rumänischer Seite erklärt, daß hiervon Unbestätigte Gerüchte über ein Komplott in Tetuan. Nach in Gibraltar eingetroffenen unbestätigten Meldungen aus Paris und London soll in Tetuan eine lokale Verschwörung gegen die spanische Nationalregierung aufgedeckt worden sein. Eine größere Anzahl von Beteiligten sei erschossen worden. Eine Bestätigung dieser Gerüchte liegt bisher nicht vor. Auch Neuseeland rüstet auf. Im Zuge der meinen Aufrüstung hat nunmehr Neuseeland beschlossen, seine Luftmacht neu aufzubessern. Zum Leiter der neuen selbständigen Luftmacht Neuseelands ist der Fliegeroberst Cochrane ernannt worden. Cochrane ist britischer Offizier und an die Regierung von Neuseeland„ausgeliehen" worden. Der König der polnischen Zigenner,„Baron" Matthias Kwiek, der vor einigen Tagen dadurch einen schweren Bauchschuß erhielt, haß sich der Revolver in seiner Pchrizzleszung Tasche entlud, ist jetzt seinen Verletzungen erlegen. Das von 16 bis 17 Warschoggz, Krankenhgrf,#. esezenag den Verletziten Halivi operiert hatte, war wugreno der letzten. Tuge, von dichten Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Fritz Schmidi. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, (beurlaubt) I..: Fritz Schmidt, Kommunalpolttik und Staditelle: Adolf.##ggba Sgangg. .: hans Schulte, Lokaleß; Bge, Sguize, Kulturpolitk und Unterhaltung: Dr. JJosef„Schwer: er das mann, Wirtschaft, und Blher:„no Sch#zte# Wer—: Gerichtsdienst und Brigstasten:. Max###gel, stallch lang). Hans Hornherg, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berllner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsborst, Dönhoffstraße 19, Anruf Karlshorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe,„BexlinCharlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinpias o8! Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 37551, 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 altitig. Nochtassel B.— DA. II. 37 über 27.000. Sprechstunden der ig wochentags, außer mittwochs und samstags, bis 17 Udr„essse nverlangte Sgipbungen keine Hasipflicht. Rücksendung nur bei Ruckporto. gperiert gatte, war wagrend der setzteg, Zigeunerscharen umlagert, die auf die hin in lautes Webklagen ausbrachen. ge von dichten rodesnachricht] Die heutige Rummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Nr. 75 7 Bochumer Anzeiger„ 1937 Bochumer Nachrichten Am 3. April Gauwettkampf der Besten unserer berufstätigen Jugend im Gau Westfalen=Süd Im Rahmen des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend 1937 findet am Samstag, 3. April, im Hotel Lindenhof in Dortmund der Gauwettkampf für den Gau Westfalen=Süd statt. Eine schlichte Feier wird diesem Wettkampf der Besten unserer berufstätigen Jugend den nötigen Nachdruck verleihen. Im Mittelpunkt dieser Feier steht ein Vortrag von Professor Siebert(Kiel) über NS.=Jugendarbeitsrecht. Weiter wird Gauobmann Parteigenosse Ernst Stein das Wort ergreifen. Für die musikalische Gestaltung sorgt das HJ.=Standort=Orchester Groß=Dortmund. Als Abschluß ist eine Besichtigung der Wettkampfstätten praktischer Arbeit vorgesehen. Für die Woche:„Dramatiker der H3.“ Sonntagsrückfahrtarten nach Bochum Für die vom 11. bis 18. April stattfindende Woche „Dramatiker der HJ.“, die unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebhels und des Jugendführers des Deutschen Reiches Baldur von Schirach steht, gibt die Reichsbahndirektion besonders rmäßigte Karten heraus, und zwar wie folgt: Bis zu einer Entfernung von 150 Kilometer zur Hinfahrt vom 10. April 12 Uhr bis 12. April 24 Uhr und vom 17. April 12 Uhr bis 18. April 24 Uhr, zur Rückfahrt vom 10. April bis 13. April 12 Uhr und vom 17. April bis 19. April 24 Uhr(Beendigung der Rückreise), schließlich am 13. 14., 15. und 16. April jeweils von 0 bis 24 Uhr. Damit ist den westdeutschen Interessenten die Möglichkeit gegeben, während dieser Zeit mit besonderer Vergünstigung nach Bochum zu gelangen. Radfahrer flüchtete Dreijähriges Kind angefahren und verletzt Am 23. März, gegen 15.40 Uhr, wurde auf der hiesigen Marienstraße, vor dem Hause Nr. 27, ein drei Jahre alter Knabe von einem Radfahrer angefahren und verletzt. Der Radfahrer hat, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern, sich der Feststellung seiner Person durch die Flucht entzogen. Wer kennt den Radfahrer oder kann in der fraglichen Unfallsache sachdienliche Angaben machen? Vertrauliche Mitteilungen nehmen die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 95, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Kennzeichen: Gesichtsverletzung! Hühnerdieb überrascht, aber entkommen In der Nacht zum 30. März, gegen.30 Uhr wurde ein unbekannter Hühnerdieb, der den Hühnerstall eines Volksgenossen im Hause Grüner Weg Nr. 40 in Boch.=Kornharpen aufgebrochen hatte, bei der Tat überrascht. Der Volksgenosse trat dem Dieb mit einem beschuhten Fuß heftig ins Gesicht, als er aus dem Stall in gebückter Stellung flüchten wollte. Der Täter entkam jedoch und konnte nicht gefaßt werden. Es ist anzunehmen, daß er durch den Tritt Verletzungen im Gesicht davongetragen hat. Wer kann hierzu Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nehmen das 5. Kriminalkommissariat, Nebenstelle Bochum=Gerthe, und jede andere Polizeidienststelle entgegen. Im Tierpark neu angekommen Ein junges Walroß die neueste Erwerbung.— Zur Ferienfreude für Bochums Kinder Eine freudige Ueberraschung und zugleich die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches ist den Bochumer Tierparkfreunden nun endlich zuteil geworden. Nach Verhandlungen mit der bekannten Tierfirma Hagenbeck ist für den Bochumer Tierpark ein reizendes Walroßbaby erworben worden, das auf den Namen „Lulu“ hört. Das Tierchen ist sehr zutraulich und possierlich und nimmt gern von den Besuchern grüne Heringe in Empfang, die es ganz vorsichtig, trotz seines breiten Maules, aus den Händen des Spenders frißt. Es fühlt sich in dem besonders ausgebauten Wasserbecken hinter dem Ueberwinterungshaus schon sehr wohl. Erwachsene und Kinder haben an dem spaßigen Treiben„Lulus“ eine wirkliche Freude, zumal jetzt in der Ferienzeit. Eigenartigerweise hat„Lulu" aber eine gewisse Abneigung gegen Photoapparate und pflegt sofort unterzutauchen, wenn man noch so schlau versucht, ein Bild zu machen. So ist es leider noch nicht möglich, ein Bild davon zu veröffentlichen, was aber sicher in Bälde doch gelingen wird. Befreiung von Rundfunkgebühren. Hilfsbedürftige Personen, denen bisher die Befreiuna von den Rundfunkgebühren gewährt worden ist, haben vom 1 bis 18. April die Vorschlagsbescheinigung bei ihren Sachbearbeitern beim Wohlfahrtsamt oder den Verwaltungsstellen, bei denen sie den Antrag gestellt hatten, vorzulegen und erneut den Nachweis der Vorcussetzungen für die Gebührenbefreiung zu erbringen. Die Weitergewährung der Befreiung ist alsdann Die Antibolschewistische Schau in der Hochschule für Lehrerbildung in Dortmund zeigt mit Tatsachenmaterial Ausschnitte einer Zeit, die wir uns in Deutschland heute gar nicht mehr vorstellen können. Besucht die Antibolschewistische Ausstellung in Dortmund! Reserve hat Ruh...!— Stube 34 dazu!] Rämner, die der Heimat dienen „Dreiwochen=Reservisten“ aus Bochum, Witten und Wattenscheid zurück aus der Senne Der frohe Einmarsch nach der Ankunft in Bochum=Hbf. ..-Muthherr „Reserve hat Ruh'...!“ Mit der Neuschaffung des deutschen Heeres hat auch das alte deutsche Soldatenlied seine Auferstehung gefeiert. Es wird wieder wie früher von den heimkehrenden Reservisten gesungen mit einem Seufzer, den Erinnerungen überklingen. Die fast historisch gewordenen vergilbten Photos vom Abschiedsappell der 3. Kompanie, vor teils malerischer, teils kriegerischer Kulisse aufgenommen, werden wieder aktuell.„Reserve hat Ruh'!“ verkündeten auch die„handgemalten“ Schilder, die die Bochumer, Wittener und Wattenscheider Reservisten auf ihrem Marsch durch Bochum trugen, die Mittwoch abend nach einer drei= und vierwöchigen Uebung in der Senne aus den Feldbetten wieder in die heimische Kemenate zurückkehrten.„Kaffeeholer raustreten!“ schallte es aus rauhen Männerkehlen als ersten Gruß an die Heimat durch die Bahnhofshalle, als der lange Sonderzug planmäßig um 18.30 Uhr in Bochum einlief. Mit Bändern ihren Hut geschmückt, Rosen, Tulpen und Nelken im Knopfloch, so drängten sich die Männer durch die Sperren, die sich im zähen Sand der berühmten Senne die Gewißheit geholt haben, daß die „alten Knochen“ doch noch brauchbar sind. Daß der Bahnhof von einer dichten Begrüßungsabordnung umlagert war, daß immer wieder diese oder jene Reservistenfrau oder Braut die strenge militärische Disziplin durchbrach, um dem Heimkehrer nach altem Brauch „etwas auf den Mund zu sagen“, versteht sich am Rande der Senne. Vorläufig jedoch konnte die allgemeine Begrüßung noch nicht in engster Tuchfühlung durchgeführt werden. Zum letzten Male formierten sich die Reservisten zur Marschkolonne, ging es unter den Klängen der Polizeikapelle im flotten Marsch durch die Kortumstraße zum Kaiser=Friedrich=Platz, wo der Schlußappell stattfand. Nachdem die Heimkehrer im Karree aufmarschiert waren, ergriff Oberstleutnant Blümel, der Kommandeur des Wehrbezirkskommandos Bochum, der mit Polizeipräsident SS.=Brigadeführer Schleßmann und zahlreichen Offizieren des Wehrbezirkskommandos und der Bochumer Polizei schon am Hauptbahnhof zum Empfang der Heimkehrer erschienen war, das Wort zu einer kernigen Schlußansprache. Er hob dabei hervor, daß er mit besonderer Freude feststellen könne, daß der Zustrom zu den Uebungen im Wehrbezirkskommando Bochum so erfreulich sei, daß nicht alle Meldungen berücksichtigt werden könnten. Der in den letzten Wochen so launische Wettergott habe die Strapazen noch erhöht, die eine derartige Uebung nun unvermeidlich einmal in sich schließe, aber im Geist der alten Soldaten habe jeder gern und freudig dieses Opfer auf sich genommen, um einem höheren Ziel zu dienen. Seine Ansprache klang aus mit einem Sieg=Heil auf den obersten Kriegsherrn, den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Deutschland= und Horst=Wessel=Lied beschlossen den Schlußappell, zu dem sich wie zum Empfang am Bahnhof wiederum ein riesiger Zuschauerkreis eingefunden hatte. Reserve hat nun Ruh', aber sie wird noch lange an den Erinnerungen der jüngsten Dienstzeit zehren. Verdiassender Hachlerfoig eines Bochamerk Ein neues Züchtungsergebnis: Der Schweinhund— sehr gefräßig, aber steuerfrei zum 25. April persönlich beim zuständigen unter Vorlage des Ausweises zu beantragen. Rundfunkteilnehmern, die diese Bestimmung nicht befolgen, kann die Gebührenbefreiung nicht weiter gewährt werden.„ Schwer verbrannt. In Abwesenheit der Eltern spielte der vierjährige Sohn der Eheleute Schr., Redemptoristenstraße, mit dem Feuer des Küchenofens; er wurde von der Flamme erfaßt und erlitt schwere Brandwunden an beiden Armen. Radfahrer angefahren und verletzt. Auf der Alleestraße, vor dem Hause Nr. 64, wurde ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren Der Radfahrer erlitt eine Gehirnerschütterung und wurde in das Bergmannsheil eingeliefert. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt.„„„ 9 Ein Kellerrost gestohlen. In der Nacht zum 27. März wurde vor dem Hause Oskar=Hoffmann=Straße Nr. 77 ein Kellerrost gestohlen. Der Rost ist ein Meter lang und 50 Zentimeter breit. Die Stäbe sind aus Rundeisen und ¾ Zoll stark. Die Rohvroduktenhändler werden gebeten, unverzüglich der Kriminalvolizei. Uhlandstraße 85, Zimmer 242, Fernruf 60661, Nebenstelle 224, Mitteilung zu machen, falls ihnen derartige Sachen zum Kauf angeboten werden. Wer kann sonst zu dem vorstehenden Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, werden von vorstehender Dienststelle entgegengenommen. Gehichn T.- Sechender Die beiden Schweinhunde, die heute nachmittag auf dem Kirmesplatz an der Castroper Straße vorgeführt werden, bei einer ihrer geschätztesten Bergnügungen. ..-Archiv Oberingenieur Major a. D. Bering, 40 Jahre Hüttenmann BA.-Archiv Schriftleiter Max Flegel, der heute 40 Jahre im Dienst der Tagespresse stehl (Siehe die Artikel auf der folgenden Seite.) meine Erfindung hin nicht auch eine SchweinhundSteuer eingeführt wird. Bei meinen ersten Zuchtversuchen, so führte der Züchter weiter aus, kam allerdings das Nahrhafte etwas zu kurz, denn es fehlte das Wichtigste: die dicken Schinken, und das ist ja gerade im gesegneten Lande der westfälischen Schinken eine glatte Undenkbarkeit. Ich habe mich aber in meinen Bemühungen nicht beirren lassen. und vor einigen Wochen ist es mir gelungen, ein Zuchtergebnis zu erzielen, das die wesentlichsten und hervorragendsten Eigenschaften von Hund und Schwein vereinigt.„ 4u— Kurck nichts u. 2. Der Schweinhund ist von einer durch nichts zu überbietenden Wachsamkeit und als Jagdhund, Schäferhund und Spürhund in gleicher Weise verwendbar. Auffallend ist die große Gelehrigkeit und Auffassungsgabe des von mir gezüchteren Schweinhundes. Beispielsweise haben zwei der Tiere vor einigen Tagen durch den Hofzaun eine Familie auf dem Spaziergang mit einem Kinderwagen beobachtet, und wenige Stunden später hatten sie bereits in der Scheune einen alten ausgedienten Kinderwagen aufgestöbert, der eine Schweinhund setzte sich hinein und der andere schob das seltsame Gefährt über den Hof.(Die Aufnahme dieser seltsamen Spazierfahrt geben wir oben wieder.) Auch den rein „schweinemäßigen“,. Bedürfnissen wird der Schwein%% Ein wahrer Balsam für das Leder, ist Wohl jeder von uns hat— wenn auch nur in Gedanken— schon mal einen durch besondere Begabung zu Missetaten jeglicher Art„ausgezeichneten“ Zeitgenossen als„Schweinehund" benannt; jeder von uns hätte aber laut aufgelacht, wenn man ihm gesagt hätte, vaß eines Tages der„Schweinhund" nicht mehr nur ein Begriff sein werde, sondern auch seinen Platz in der Welt der Wirklichkeiten beanspruche. Und dennoch ist es so geworden: Der Schweinhund lebt, läuft herum, und bekehren müssen sich alle, die an die Möglichkeiten seiner Existenz bisher nicht glaubten. In Bochum=Stiepel ist vor einigen Wochen einem Einwohner ein züchterischer Erfolg geglückt, dessen Auswirkungen in ihrer ganzen Bedeutung noch gar nicht abzusehen sind. Die Züchtung des in weitesten Kreisen vielgenannten, in der Praris aber so gut wie unbekannten Schweinhundes ist in einer überraschenden Vollkommnheit geglückt, und die obige Aufnahme zweier besonders schöner Eremplare der neuen Zucht gibt einen lebendigen Eindruck von den manniafachen Möglichkeiten, die sich durch den überraschenden Zuchterfolg des Bochumer Züchters erschließen. Nähere Einzelheiten möchte der Züchter aus verständlichen Gründen natürlich nicht preisgeben. Zu unserem Mitarbeiter äußerte er sich wie folgt:„.. Fist.2 unk Meine Arbeit auf diesem bisher unbetretenen Gebiete der Züchtung hatte zwei Ziele. Einmal wollte ich versuchen, dieses Fabelwesen, allen Unkenrufen zum Trotz, endlich einmal in seiner wahren Gestalt der Oeffentlichkeit vorzuführen und damit einem allgemeinen und dringenden Bedürfnis abzuhelfen, zu anderem aber verband sich damit ein Ziel, das weit über die Grenzen einer züchterischen Spielerei Aufmerksamkeit erregen wird. Es ist eine bekannte Tatsache, daß lange Zeit die Zahl der Hunde wegen der Höhe der Hundesteuer immer mehr abnahm. Diesem Uebelstand wollte ich unbedingt abhelfen, und durch die Kreuzung zwischen einem Hunde und einem Schwein wollte ich das Ziel erreichen. Diese Aufgabe, die ich mir vor etwa einem Jahre gestellt hatte, ist inzwischen in der vollkommensten Weise geglückt, und es bleibt nun zu hoffen, daß auf hund in ausgezeichneter Weise gerecht. Er setzt rasch Speck an, ist in der Nahrungsaufnahme keineswegs wählerisch und hat auch alle anderen Vorteile eines gesunden Borstenviehs. Natürlich hat die ganze Sache einen Haken: Der Kopf, der bei einem gewöhnlichen Schwein nachher mannigfache Verwendungsmöglichkeiten — denken Sie nur an die Sülzebereitung— bietet, kann beim Schweinhund nicht verwendet werden, aber das ist auch der einzige Nachteil dieser Neuerscheinung in unserem Tierbestand. 4511..ac Um auch der großen Oeffentlichkeit die Besichtigung des Schweinhundes zu ermöglichen, hat sich der Züchter entschlossen, die beiden oben abgebildeten Exemplare heute, Donnerstag, 1. April, auf der Kirmes an der Castroper Straße unentgeltlich vorzuführen, und zwar werden die Schweinhunde Kunststückchen vollführen die die Bezeichnung„Schweinhund“ mehr als einen Ehrentitel denn als Schimpfwort erscheinen lassen werden. Die Vorführung der Schweinhunde auf dem Kirmesplatz findet von 19 bis 21 Uhr statt, so daß jeder Bochumer die Möglichkeit hat, sich die richtige Anschauung vom Schweinbund zu verschaffen. Seite 4 Nr. 75 Bochumer Anzelger 2 Donnerstag, 1. April 1937 Manker, die dei Welmnal=Tienen 45jähriges Bergmannsjubiläum von Bergwerksdirektor Bergassessor a. D. Karl Fromme Am 1. April 1892 verfuhr der Leiter der Kruppschen Zechen„Hannover Hannihal“, Vergassessor g. D. Karl seld:, Hannover Cankhol.;, Here 64 Porst. Fromme, seine erne Schichi auf der Zeche„Toestfeld“ bei Dortmund. Er blickt also heute auf eine 45jährige Tätigkeit im Bergbau zurück. Das ist ein seltenes Jubiläum, um so erfreulicher, als der am 5. Juni 1873 geborene Judilar sich beneidenswerter geistiger und körperlicher Frische erfreut. Nachdem er auf„Dorstfeld“ sich die bergmännischen Sporen verdient hatte, trat er in den Staatsdienst ein und war mehrere Jahre bei den Bergrevieren Wattenscheid und Duisburg als Revierbeamter tätig. Hiernach wirkte er als an der Bergschule der Westfälischen Berggewerzschaftskasse in Bochum, und mancher alte technische Grubenbeamte denkt heute noch mit Dankbarkeit, Lehrer Fromme zurück. Nach Aufgabe der Lehrtätigkeit Bochum als dessen langjähriger Geschäftsführer. Der Verein erstreckt seine segensreiche Wirksamkeit über die ganze Stadt Bochum unter Betreuung von vorbildlichen Einrichtungen und Schulen für Kleinkinder bedürftiger Eltern, überall bemüht, zu helfen und Not zu lindern. Mit Rat und Tat unterstutzt Bering die Verwirklichung der hohen sozialen Ziele und Aufgaben des Vereins 40 Jahre im Diensie der Tagespresse Schriftleiter Max Flegel Es gilt für alle Berufe und für das Schaffen auf jedem der vielfältigen Gebiete des Lebens der Grunddaß Wilhelm Endemann— ein Bochamer Vergbaupiemer der Artillerie ins Feld, aus dem er als Hauptmann und Batterieführer nach Beendigung des großen Völkerringens in die Heimat und in seine Berufsstellung beim Bochumer Verein zurückkehrte. Unter seiner umsichtigen Leitung steht das gesamte Verkehrs= und Transportwesen des Bochumer Vereins, so auch u. a. der Werksfeuerwehrschutz und das wichtige Unfallverhütungswesen dieses gewaltigen Bochumer Werkes. Als Sohn seiner Vaterstadt hat er dem Verkehrsleben Bochums stets großes Interesse entgegengebracht. Viele Jahre steht er an der Spitze des Verkehrsvereins, in nur wenigen Berusen wird, diese Bewerin der unter seiner regsamen Führung eine erfolgreiche Schassens eines einzeinen tagtaglich, von Woche zu Tätigkeit zur Förderung der Verkehrsbelange Bochums Woche und von Jahr zu Jahr so in in nur wenigen Berufen wird verließ Fromme das Ruhrgebiet, um eine Stelle als Direktor der Zeche„Luisental“ im Saargebiet zu übernehmen. Hier konnte er seine praktischen Kenntnisse vertiefen. Am 28. August des Jahres 1910 folgte er dann dem Rufe der Kruppschen Zechenverwaltung und wurde Nachfolger des Bergassessors Bäumer auf den Zechen„HannoversHannibal“ in Bochum. Nach der Pensionierung des Bergassessors Windmöller in Horoe# wurde ihm als dessen Nachfolger die Leitung der Kruppschen Zechen in Bochum übertragen. Fast 27 Jahre steht nun Bergwerksdirektor Bergassessor a. D. Karl Fromme in Diensten der genannten Zechen In bewegten Zeiten stand er seinen Mann und hat an seinem Teile dem Vaterlande wertvolle Dienste geleistet. Unablässig bemüht, den Schachtanlagen die fortschreitenden technischen Fortschritte nutzbar zu machen, hat er deren Ausbau fortgesetzt gefördert. Gerade in den letzten Jahren konnte dies in erheolichem Ausmaße geschehen, und wenn heute die Zechen „Hannover“ und„Hannibal“ zu den modernsten Großin neuerer Zeit entwickelt, die sehr zur Hebung der wirtschaftlichen und verkehrspolitischen Bedeutung unserer Stadt beiträgt. Insbesondere widmet der Verein unter Berings Leitung der Verwirklichung der wichtigen Eisenbahnprojekte des mittleren Industriebezirks, dessen Mittelpunkt Bochum ist, seine besondere Aufmerksamkeit, wie er sich auch stark für die Ausgestaltung der Bochumer Bahnhofsanlagen einsetzt, von der richtigen Ansicht ausgehend, daß die Entwicklung des heimischen Verkehrslebens ein wesentlicher Helfer für die Stärkung des Wirtschafts= und Kommunallebens ist. Besonderen Einsatz hat Oberingenieur Bering immer dem Krieger= und Kameradschaftswesen entgegengebracht Hier trat er in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters, der als Hauptmann der Reserve führend im Bechuper pewaort,##e Jahren von 1880 bis 1894, den, Posten. des stellvgrtree.—.izung d. tenden Vereinsfuhrers vorbitdlich betreut har. Ueber 10 Millionen mußten verhungern, um die Waffe gegen die Welt zu schmieden: Die Rote Armee.— Besucht die Antibolschewistische Schau in Dortmund, geöffnet täglich von 10—22 Uhr schachtanlagen des Ruhrgebiets gehören und umfassende Pläne noch in Vorbereitung sind, so ist das mit in erster Linie das Werk des Jubilars, der in seinen Unternehmungen eine glückliche Hand bewies, gestützt auf Sach=, Fach= und Menschenkenntnis. Bei seiner Gefolgschaft erfreut sich der Jubilar hoher Wertschätzung wegen seines offenen Wesens und seiner menschenfreundlichen Gesinnung. In Horder, seinem Wohnsitz, weiß man seine stete Hilfsbereitschaft zu würdigen und sein Eintreten für die Belange dieser früheren selbständigen Gemeinde und des jetzigen Bochumer Stadtteils. Am öffentlichen Leben in Gemeinde und Kirche nimmt er regen Anteil, und wo es gilt, eine gute Sache zu fördern, findet man bei ihm volles Verständnis. In den Kreisen des Bergbaus und der Wirtschaft schätzt man seinen erfahrenen Rat. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch manches Jahr in bisheriger Schaffensfreudigkeit zu wirken. Dazu ein herzliches„Glückauf"! ap. 40 Jahre Hüttenmann Berufsjubiläum von Oberingenieur Bering— Ein Leben im Dienste der Arbeit, des soldatischen Gedankens und der Vaterstadt Am 30. März blickte Oberingenieur Leopold Bering auf eine 40jährige Tätigkeit im Berufe des Hüttenmannes zurück. Am 30 März 1879 zu Bochum geboren, besuchte er bis zur bestandenen Reifeprüfung das hiesige Gymnasium und trat dann am 30 März 1897 als Praktikant beim Bochumer Verein ein, in dessen Diensten auch sein verewigter Vater, Ingenieur Chr. Bering, weit über 25 Jahre gestanden hat Nach Abwicklung seines Praktikantenjahres setzte er seine Studien als Hüttenmann auf den Hochschulen Clausthal, Berlin und München fort und genügte in dieser Zeit auch seiner Militärpflicht bei der Artillerie. Dann nahm er als Ingenieur beim Bochumer Verein unter Fritz Baare seine Arbeit wieder auf. bei welchem Werke er ununterbrochen bis heute tätig ist. Bei Ausbruch de Weltkrieges im Jahre 1914 rückte er als Oberleutnant 35 keit vollzogen, wie in dem Beruf des deutschen Schriftleiters, dem das Dritte Reich die ehrenvolle Ausgabe zugewiesen hat, Diener des Staates und der VolksDas Schaffen eines Mannes, der durch Jahrzehnte im Dienste der Tagespresse gestanden und dabei seinen Wert bewiesen hat, verdient deshalb an einem Tage Würdigung, wie dem, den heute ein Mitglied der „.=.“=Schriftleitung, Schriftleiter Max nach 40jähriger Arbeit an deutschen Zeitungen begeht. Max Fiegel, ein geborener Schiesier, hat im besten Sinne des Wortes von der Pike auf der deutschen Tageszeitung gedient und hat sich dabei troß, seiner nan 60 Jahre jugendlichen Geist und jugendliche bewührt. Nachdem er schon fast zehn Jahre im stand, führte ihn sein Lebensweg am 1. Januar 1905 in die Schriftleitung des„B..“, und Bochum wurde endgültig seine zweite Heimat! Wie vielen, vie mit wachen Sinnen in das oft gelästerte Ruhrkohlenrevier kamen, so ging es auch ihm: das ungetaegte, Sihmngrs der Arbeit, die rasende Entwicklung packten iha mit Mar Fiegel erledte als lunger Schrifleiter den Au: gesant hächsens 10 Millonen Mark schäßte. Sie der schwung, Bochums von der Mittel= zur Großstadt und zeschnete diese Schätzung als„sicherlich viel es ist nicht zuviel gesagt, wenn man ihm bezeugt, daß vieles durch seine Förderung zum Wohle Bochums schneller voranging. Die Kraft dazu erwuchs ihm aus der glücklichen Veranlagung, allen Dingen des Lebens nicht nur kalt=rechnerisch und bloß mit dem Verstand, sondern auch mit Herz und Gemüt nahekommen zu können. So floß aus seiner kommunalpolitischen Journalistenarbeit als junger Lokalschriftleiter Wertvolles in Leben und Entwicklung unserer Heimatstadt, in der er sich rasch einen ungewöhnlich großen Kreis von Mitstreitern und Freunden erwarb. Auch als er 1918 den Unterhaltungsteil der Zeitung übernahm, blieb seinem journalistischen Wirken der Erfolg treu. Zu neuer Entfaltung und zu einem wertvollen Arbeitsgebiet kam Max Flegel im Gerichtsdienst und im Brieftasten des ,B..“, zwei Gebiete, auf denen sich seine reichen Lebenserfahrungen als Mensch und Schriftleiter restlos auswirken konnten Unzählige Volksgenossen haben dadurch teilnehmen können an seinen Erfahrungen, haben Belehrung, Rat und Trost durch ihn gefunden und wissen ihm Dank..(eings 40136 So kann Max Flegel heute den Tag seines 40jährigen Berufsjubiläums mit der Gewißheit begehen, daß ihm außer der Gefolgschaftsführung und den Arbeitskameraden des„B..“, seinen engsten Freunden, Mitarbeitern und Bekannten, Ungezählte im Geiste 80 Jahre Shamrock— Ritterburg und HerminenglückLiborius In den vergangenen Ostertagen konnte die Bergwerksgesellschaft Hivernia auf eine achtziglshregeg## schichte des Zechennamens„Shamrock“(91.39) zun., blatt. Wahrzeichen Irlands) zurückblicken. Am 28. Marz 1857 wurden durch eine unter William Thomas Mulvanys Führung stehende Gewerkschaft, der nur Iren angehörten, die Grubenfelder Markania, Markania 1 und 2. Bochumia und Barbara unter dem Namen „Shamrock“ konsolidiert(zusammengelegt). Ein Jahr vorher, am 21. März 1856, hatte Mulvany mit den Gewerken der Zeche Hibernia einen Vertrag abgeschlossen, durch den er sich mit der Ausbeutung der genannten Felder beauftragen ließ. Aus irischem in deutschen Besitz Die Abteufung des ersten Schachtes begann im März 1857. In einer Tiefe von rund 69 Lachter(rund 144 Meter) wurde das Steinkohlengebirge erreicht. Kohlenförderung begann im Jahre 1860 mit 210 Bergarbeitern und betrug in diesem Jahre 21 428 Tonnen. Mit dem Abteufen des Schachtes 2 begann man am 6. März 1862, vor 75 Jahren. Am 18. September 1869 wurde das Feld Schöngelegen mit Shamro Die Förderung der Zeche betrug im Jahre 1872 bereits rund 190000 Tonnen, die Arbeiterzahl 952 Mann., um 11. März 1873 wurde zwischen den Gewerken der Zeche Hibernia und Shamrock einerseits, der Aktiengesellschaft „Hibernia und Shamrock, Bergwerksgesellschaft zu verlin“ ein Vertrag abgeschlossen, wonach das gesamte Eigentum der beiden Gewerkschaften für 5386 000 Taler(16 158000 Mark) auf die urtiengesellschaft und damit in deutsche Hände übertragen wurde. Da aus der sogenannten englischen. Zeit„nur schwache Versuche einer geregelten Buchführung vorhanden waren", läßt sich der Gewinn, den die irischen Gewerken aus dem westfälischen Unternehmen gezogen haben, nicht klar feststellen. Man weiß aber immerhin, daß die von 1861 bis 1872 gezahlten Ausbeuten insgesamt 6 434000 Mark betragen haben, während die spätere deutsche Verwalren eingebrachte Kavital auf insJahre gehört Leopold Bering dem Krieger= und Landwehrverein an. An dem Ausbau dieser stärksten Kameradschaft des Bochumer Kriegervereinswesens hat er jahrzehntelang treu mitgearbeitet, Manche Einrichtungen sind auf seine Initiative zurückzufuhren. Im Jahre 1912 übernahm er die zum ersten Male eingeführte Rekrutenfürsorge des Krieger= und Landwehrvereins in seine Obhut. Die Leitung des gesamten Kursus lag in seinen Händen. Als im folgenden Jahre 1913 die Rekrutenfürsorge auf den ganzen Kreisverband BochumStadt ausgedehnt wurde, blieb diese Einrichtung unter seiner sachgemäßen, praktischen Leitung. In den Nachkriegsjahren, in denen das Kriegerkameradschaftswesen im Deutschen Reichskriegerbund eine starke Entwicklung auch in Bochum nahm, wurde Bering im Jahre 1920 die Führung im Bochumer Krieger= und Landwehrverein übertragen, die er nunmehr über zehn Jahre ausübt. Unter ihm kam es in dem Verein zur Bildung von Jugendgruppen, die das Ziel verfolgten, den Geist der Jugend für das deutsche Her und das Pehrwesen wachzuhalten. Unter seiner tatenfreudigen Fuyrung beging der Verein im März 1934 das 90 Gründungsfest. Der Kreisverband Bochum=Stadt der Kriegerkameradschaften des Deutschen Reichskriegerbundes ernannte Bering in Bewertung seiner Verdienste um das gerkameradschaftswesen in Bochum zum Ehrenmitglied Als im Juli 1935 Bergwerksdirektor Hilgenstock von der Leitung des Kreisverbandes zurücktrat, übernahm diese Major a. D. Bering. Umfang und Bedeutung des Kreisverbandes erhöhten sich noch, als kurz darauf die Kameradschozgenz, Hostreisperhandes Bochum=Land zum Kreisvervano Bochum camen. In dieser seiner Eigenschaft als Leiter des großen Kreisverbandes zensebt er das Vertrauen und die Wertschäßung all der Wrzszhisg., Prüfung zurück, nur ein Studienreterendar Die ausländischen Gewerken haben danach einschließlich des Verkaufspreises weit mehr als das Doppelte, vielleicht das Dreifache dessen von Deutschland zurückerhalten, was sie ihm gegeben hatten. Wilhelm Endemann, der glückhafte Muter Es erübrigt sich, aus dem heutigen Anlaß auf die weitere Geschichte der Hibernia= und Shamroa=Schächte, denen Gelsenkirchen und Herne ihre Entwicklung aus kleinen Dörfern zu großen Städten zukommen. Wohl aber sei auch einmal des Bochumer Gewerken Wilhelm Endemann gedacht, dieses unternehmungsfreudigen westfälischen Originals, dem, als dem Muter der Shamrock=Felder, sein Anteil an der Vorgeschichte der heutigen Hibernia zukommt. Mit glückhaster Hand mutete Endemann in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sozusagen rings um Bochum herum. Sein ausschließliches Eigentum war die Zeche„Ritterburg", mit der er die Grubenfelder„Herminenglück=Liborius“ vereinte; er verkaufte sie dann um die Jahrhundertwende an die Gewerkschaft„Constantin d. Gr.“, die der Schachtanlage den Namen„Constantin 3“ gab. Der Schacht dient nicht mehr als Förderschacht, die Kohlenfelder werden von„Constantin 6/7“ aus abgebaut. der Zeit vor 1872, als die Vertreter von Aktiengesellschaften noch nicht für die Handelskammer wahlbar waren, hat der wegen seiner Ursprünglichkeit beliebte Mann es bis zum stellvertretenden und für die Zeit von 1865 bis 1870 sogar zum ersten Vorsitzenden echten deutschen Mann von Verstand, Gemüt prächtigen Charakter ehren. Bewölkt, aber trocken Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Das Hoch, dessen Kern gestern über Südskandinatzien lag, ist ostwärts gewandert und befindet sich zur Zeit über Finnland. Durch diese Verlagerung wird der Wind von Ost auf Süd drehen und wärmere Luftmassen heranführen. wodurch es zu einer Verdichtung der Bewölkung kommen wird. Mit Niederschlägen ist nicht zu rechnen. Aussichten für Donnerstag: genießt er dus Vertrauen und die Wertschätzung a. vielen tausend Bochumer Kameraden. Auch in dieser verantwortungsvollen Arbeit entwickelt er seine organisatorische Begabung mit sichtbarem Erfolge. In der Würdigung der vielseitigen Tatigreit darf nicht unerwähnt bleiben sein scHhofhemnssgatege g Mrn im Vaterländischen Frauenverein vom Hoten Kreuz glückwünschend die Hand drücken, die in ihm einen der Industrie= und Handelskammer in Vo* Mann von Verstand Gemüt und chum gebracht. Man verübette es ihm nicht, daß er mit der deutschen Sprache, vor allem auch mit dem dritten Fall, auf dem Kriegsfuß stand. Als er einen von ihm geführten Bochumer Gasthof im Jahre 1872 verkauft hatte, lieferte er dem Käufer ein prachtvolles Firmenschild, dessen Herstellung er selbst überwacht hatte. Am 10. März 1872 sollte die feierliche Enthullung dieses Wahrzeichens erfolgen. Die Umhüllung fiel. Wer aber beschreibt das Befremden des braven Gewerken, als im versammelten Volk anstatt der erwarteten Zeichen von Bewunderung zunächst vereinzeltes Kichern####hgo, das allmählich in stürmischen Jubel überging. Man las auf dem Schild„Dem kaiserlichen Hof". Ein Maler mußte Staatliches Pädagogisches Bezirksseminar Bochum. Die dem Staatlichen Pädagogischen Bezirksseminar Bochum zur Ableistung des 2. Vorbereitungsjahres Ostern 1936 überwiesenen 86 Studienreferendare (innen) konnten erfreulicherweise alle zur Ablegung der Studienassessorenprüfung zugelassen werden. Bis Ostern J. unterzogen sich 27 Studienreferendare(innen) der Von ihnen trat einer wegen Exkrankung von der mundlichen Brufung zurna: nur ein Studienreferenbar bestand die Prüfung nicht. Von 25 Studienreferendaren und Studienreferendarinnen erhielten 8 oder rund 30 vom Hundert, gewiß eine besonders hohe Zahl, das Prädikot„Gut“. 9 Studienreferendare(innen) unterziehen sich nach den Osterferien der Studienassessorenprüfung. Dist oa boseine Bdel sabzernekrunt! Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen vem Schile„„„— schnell aus„Dem"„Zum“ machen. Später tagte die Handelskammer in einem Endemann gehörigen Gasthause unter Louis Baares Vorsitz. Es gab da manchmal schalkhafte Szenen, wenn der frühere Herr Präsident eintrat, um zu sehen, ob seine Gäste auch zur Zufriedenheit bedient wurden. Und doch hat auch dieser Mann seine Meriten um den Ruhrbergbau. Er war einer von den unternehmungsfrohen Bürgern, die viel wagten, um viel zu gewinnen. Ohne solche Leute wäre das Ruhrgebiet nicht so schnell das geworden. was es wurde. Wilhelm Endemann blieb, auch Vermögen nach Millionen zählte, der einfache, schlichte, derbe Westfale. Mit Vorliebe sprach er plattdeutsch. Ursprünglich wohnte er am Neumarkt, das zweistöckige deren Ausgang Mäßige Bedingungen ganz genau durchzulesen, sonst gibt es zwischen den streitenden Parteien ein bestimmter Ver= Haus stand dort, wo sich heute der Zierplatz befindet. frag hindend neschlossen war Das Gutachten des Später nahm er seinen Wohnsitz bei der„Ritterburg". Winde aus östlichen Richtungen, stark bewölkt keine später Aergernisse. Es folgen Niederschläge, geringer Temperaturanstieg. Zu„#hmt5; niemand voraussagen kann. Man komm: immer: nliche Beiterentnictung Kuehnente tgr von Gericht, aizepger der Buisesebsng und die Unbeständigkeit. Mitwoch. 81. Mär. 11 10 Barometer z4 Uhr:.8 Thermometer 24 Uhr: 4 2 C Zeiten für Sonne und Mond am 1. OAufg.06, Unterg. 19.03:( Aufg.—.—, Unterg. 81 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags 2. Bezirk der Bochumer Krieger= und Landwehrkame= radschaft. Am Sonntag. 4. April, ab 9 Uhr vormittags Uebungsschießen mannshof. auf Schießstand ThieWohin gehen wir heute? Tongalen Diete und Gansiatez, Jepzesz. Vaiselt Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Treispunkt: Capitol: ab 15.30 Uhr: Sein bester Freund. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der.appenhase. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Arme kleine Inge. Lichtvurg: an 15.15 Uhr: Condorterk,####, ig a, Miter. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Seine Tochler in der weter. Odeon: ab 15.45 Uhr: Glückskinder. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Glückskinder Uja=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Das schöne Fräulein Schraga. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Weiße Eklaven. Apollo Weitmar: Schlußakkord. Capitol Langendreer: Der Elappenhase. Capitol Werne: Der kleinste Revell. Kammerlichtspiele Gerthe: Mädchen in Weis. Schaudurg Wanns=Eickel: Die Julika. das Lehrgeld ein Händler in Wattenscheid einer Krankenversicherung angeschlossen. Anspruch stungen aus der Versicherung waren abhängig von einer dreimonatigen Wartezeit, die nur bei Unfällen fortfiel. Ein Versicherungsschutz solle ausgeschlosseg,leigweng die Krankheit(auch ohne Kenntnis des schon vor dem Beginn des Versicherungsverhältnisses oder vor Ablauf der Wartezeit bestand. Trat der Versicherungsfall vor Ablauf von sechs Monaten nach Versicherungsbeginn ein, so hatte der Versicherte nachzuweisen, daß ein Ausschlußgrund nicht vorlag. Kurz nach Ablauf der zeit erkrankte der Versicherte. Der Arzt stellte Hermuskelschwäche fest. Der Leidende mußte nach mehreren Wochen ins Krankenhaus gebracht werven. Perzklappenfehler, Herzerweiterung und Leberschwellung führten Ende 1936 zum Tode. Der Versicherte war, nun der Meinung daß die Kasse zahlungspflichtig gewesen sei, was die Kasse jedoch mit dem Einwand bestritt, daß die Erkrankung bereits vor dem Versicherungsbeginn vorhanden gewesen sei. Die Schilderung, daß die Krankheit entstanden sei, als der Klüger Anfang September 1935, also kurz nach Ablauf der Wartezeit, in erhitztem Zustande kaltes Wasser trank und sich dadurch die.berschwellung zuzog, könne nicht zutreffen. Diese schweic Herzklappenkrankheit sei nach ärztlichem Gutachten schon früher vorhanden gewesen, wenngleich sich der Versicherte auch nicht krank gefühlt haben mag. Das Amtsgericht hatte die Krankenkasse zur Zahlung verurteilt, und zwar mit Rücksicht auf das heutige Rechtsempfinden, daß eine Krankheit erst dann als bestehend anzusehen sei, wenn die ersten Beschwerden sich einstellen. Das Landgericht Bochum hat dieses Ureil jedoch aufgehoben und wies die Klageansprüche ab. eng M. 8. Es sagt in der Begrundung seines Urkeils: Eine Stellungnahme zur subjektiven oder objek.; tiven Krankheitserkenntnis müsse unterbleiben, weil Frag dindens geschlossen wur. Das Gulachten des Arztes besage, daß der zu den späteren Störungen führende anormale körperliche Zustand sich bereits früher entwickelt habe. Damit habe der Kläger den ihm obliegenden Biweis, daß seine Krankheit kein altes Leiden sei, nicht nur nicht erbracht, sondern es sei das Gegenteil erwiesen.„. 646 uu Ju.. des umtsgerichts, nur eine subsketive Auslegung, des„Krankheitsbegriffs entsprech: Golller nai er fergen Woi,... Ein alter Berginvalide war sein Hausmeister und Vertrauter. Er hatte eine wohltätige Hand, die auch den Pauten der katholischen Kirchen in Grumme und in Altenbochum Zuwendungen machte— nur verbarg er sein gutes Herz unter rauber Schale. Auf die Stadt Bochum war er später schlecht zu sprechen und er war ein heftiger Gegner der Eingemeindung von Grumme nach Bochum. Sein Vorhaben, den Grummern einen besonderen Stadtvark zu geben, der den alten Bochumer Stadtpark, damals ohne den neuen Teil. übertreffen sollte, kam nicht zur Ausführung, da der Tod ihn aus seinen Plänen herausriß. bp. der NS 9Ad. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Donnerstag. 1. April NS.=Frauenschaft Weitmar=Mitte. 20 Uhr: Gingen dei Brunc, Haitinger Strabez,,„.42: Seannachmittag für NS.=Frauenschaft Gerihe. 16 Uhr: Zeuennachmitlag für alle Mitglieder der Zelle 5 im Frauenschaftsheim. NSDAP. Laer. 20 Uhr: Antreten zum Kursusabend für die Teilnehmer am SA.=Sportabzeichenkursus auf der Ortsman 7Hara Grenschede). Erscheinen ist Bflicht. Unisorm, Die Auffassung sketive Auslegung, des Krankheitsbegriffs entsprech: dem heutigen Rechtsempfinden, gehe aber auch fehl. Daß die privaten Krankenversicherungen dem objektiven und nicht dem subjektiven Krankheitsbegriff allgemein folgen, habe seinen Grund in dem Wesen der privaten Versicherung. Die Versicherung wird für die D ukunft abgeschlossen, sie soll die Haftung für die befahr des Eintritts eines künftigen ungewissen Ereignisses übernehmen. Eine subjektive Auslegung der Krankheit widerspreche aber einer solchen Gefahrenübernahme. Wenn einige Leistungen des Vertrages auch zu gewissen Härten führen könnten, so werde doch anderseits dadurch wieder ein Ausgleich geschafft, daß für den Nachweis der Krankheit eine Beweislastverteilung vorgesehen ist, insofern nach sechs Monaten die Begeisführung nicht mehr beim Kranken, sondern, beim wensl'7saus Prenschebe): Versicherer liege und nach funfjähriger Meitglicdschaft wo vorhanden, überhaupt kein Einwand mehr vom Versicherer erhoben 65 Rrcht öuttriug werden könne., Lax2nf hin 826 Hi. 8. Das Urteil weist weiter darauf yin, daß die Bedingungen der Versicherung noch 1934 und 1936 nom Reichsaufsichtsamt für Privatversicherungen genehmigt worden sind. Das wäre sicher nicht geschehen, wenn sie dem heutigen Rechtsempfinden widersprächen. Der Kläger könnte sich auch nicht darauf berufen, über die fraglichen Bestimmungen durch die Versicherung selbst oder ihre Vertreter nicht oder nicht ausreichend aufgeklärt worden zu sein, daß der Krankheitsbegriff nach dem Vertrage vielleicht anders sein, als er ihn sich denke. Verträge müsse man eben vorher genau lesen und sich ausreichend unterrichten, bevor man sie abschließe Wer solche Unterrichtung unterlasse, müsse daraus die Folgen tragen, er könne sie nicht auf den anderen Teil abwälzen. Also Augen auf! Ohren spitzen! Versteht man eine Bestimmung nicht, so frage man über ihre Bedeutung bei der Versicherung selbst an und erfährt dann schwarz auf weiß, was man wissen will Die anderen Auskünfte sind oftmals recht ungenügend. * u. F. Tagesplan für Donnerstag, 1. Spril Spezialgymnastik nur für Frauen von 20.45 bis 21.45 Uhr: in dem Uebungsraum der Bürgergesellschaft. WilFröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 vis 22 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29; von 20 bis 22 Uhr: Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn, Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Drusenbergschule. Schwimmen nur für Frauen von 20.15 bis 21.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße; von 21.15 bis 22.15 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße., Heinen uus manuet uun 9 Iln=Iisu-Kursus für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Resorm=Realgymnastums, LangenVouistanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: in der Schule an der Von=der=Reckt..7%„ Kleinkaliberschießen für Frauen und Manner von 20 dis 22 Uhr: aus dem Schleßzstand des Volkssportplatzes, Castroper Straße. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 7 und Seite 3 Nr. 75 7 Bochumer Anzeiger Donnerstag, 1. April 1937 Aus aller Welt Die Eirrro Writzmarte Für 50 Heller Romeo und Julia— Eine postalische Weltneuheit Prag, 31. März. Die tschechoslowakische Postverwaltung ist auf einen ergötzlichen Einfall gekommen, der den Liedespaaren manche Hindernisse aus dem Weg räumen, manche tragischen Konflikte ersparen und dem Staat obendrein noch ein schönes Stück Geld einbringen wird. Diese geniale Idee heißt in schlichtem Amtsstil:„Einhändigungsmarke“. Sie ist dreieckig statt viereckig, was sie schon äußerlich von allen anderen Postwertzeichen unterscheidet, und erscheint in zwei Ausgahen, einer roten und einer blauen Marke. Beide haben bestimmte Missionen zu erfüllen. Am besten läßt sich dies an einem praktischen Beispiel erklären: Romeo will seiner Julia einen glühenden Liebesbrief schreiben. Das heißt, hierzulande wird Romeo eiwa„Franta“ und Julia„Zdenka" heißen. Zdenkas Eltern sind aber geschworene Feinde von Frantas Eltern, und so darf niehts von dieser Liebe ruchbar werden. Wehe, wenn Frantas Liebesbrief in die Hände von Zdenkas Eltern geriete! Shalespeares dramatische Komplikationen wären nichts dagegen. Zum Glück aber spielt die Geschichte nicht im alten Italien, sondern in der modernen Tschechoslowakei. Also klebt Franta=Romeo die neue blaue„Einhändigungsmarke", mit einem„p“ in allen drei Ecken, auf seinen Brief— nicht ohne sie vorher mit einem Kuß bedacht zu haben, als seien es Zdenka=Julias Lippen. Dann schreibt er auf das Kuvert„Ersatzzustellung ausgeschlossen" und kann nun, für nur 50 Heller Zuschlag zum gewöhnlichen Porto, ruhig schlafen gehen. Denn er weiß, daß der Briefträger am nächsten Morgen nur ihr und keiner anderen Menschenseele auf der Welt jenen Brief einhändigen wird, der sein ganzes Herz enthält.„ Nun aber sind die Romeos oft leichtsinnige Burschen. Sie schreiben manchmal ihre Briefe an Julia, ohne die Folgen zu bedenken, wenn ihre Zeilen in unrechte Hände gerieten. Jetzt kann Julia selbst vorbeugen. Sie begibt sich auf das zuständige Postamt und meldet dort daß sie persönliche Zustellung ihrer Briefe wünscht. Von nun an klebt das Postamt selbst vie rote Einhändigungsmarke mit einem„v“ in allen drei Ecken auf die Briefe— natürlich auf Julias Kosten. Aber was spielen fünfzig Heller für eine Rolle, wenn man dafür die Gewißheit hat, daß„seine" Briefe nicht an die falsche Adresse gelangen können. Die Praris der Dreiecksmarke ist noch zu jung, als daß man über die Resultate schon etwas berichten könnte. Vielleicht wird in einem Jahr schon eine Statistik veröffentlicht werden können, wie viel Ehen sie gestiftet hat. Aber wir fürchten, die Welt besteht nicht nur aus Liebespaaren, und es wird daher sich nicht verhindern lassen, daß die neue Marke zu wesentlich unromantischeren Zwecken verwendet wird Sie wird dazu dienen, unbezahlte Rechnungen auf besonders eindringliche und unmittelbare Art anzumahnen, Besuche der licben Schwiegermutter anzukündigen und armen Dichtern nicht verwendete Manuskripte zurückzuschicken. Eine reine Freude werden jedenfalls nur die Briefmarkensammler der ganzen Welt haben denen die originelle dreieckige Marke die philatelistische Sensation des Jahres 1937 bedeuten dürfte. 4000 Kilometer zu pferde Ergebnis: 125000 Reichsmark für das WHW. Berlin, 31. März. Die bekannte Turnier= und Langstreckenreiterin Frau Friedel Schumann, die seit dem 14. November vergangenen Jahres durch Deutschland einen Werberitt für das Winterhilfswerk durchführte, wurde am Mittwoch auf Berliner Boden feierlich empfangen. Die hervorragende Reiterin hat in den viereinhalb Monaten die Gaue Kurmark, Mecklenburg=Lübeck, Schleswig=Holstein, Hamburg, Ost= und Südhannover, Braunschweig, Magdeburg=Anhalt Halle=Merseburg, Thüringen, Sachsen, Kurhessen, Hessen=Nassau, Baden, Koblenz=Trier. Aachen und Düsseldorf auf ihrem Schecken„Bubi“ mit der Sammelbüchse in der Hand„abgeklappert". Dieser Ritt der tapferen Frau gestaltete sich zu einem einzigartigen Erfolg für das WHW.. Auf der 4000 Kilometer langen, zu Pferde zurückgelegten Strecke hat Frau Schumann 125 000 Reichsmark gesammelt. Am Mittwoch vormittag fand der erfolgreiche Ritt mit einem feierlichen Empfang vor dem Berliner Rathaus in Gegenwart des Beauftragten des WHW., Hauptamtsleiters Hilgenfeldt, des stellvertretenden Gauleiters Görlitzer, des Oberbürgermeisters und Stadtpräsidenten von Berlin, Dr. Lippert, sowie namhafter Persönlichkeiten seinen Abschluß. Die SA.= Reiterstandarte 28, die der Reiterin auf ihrer letzten Etappe durch die Reichshauptstadt das Geleit gegeben hatte, stellte das Ehrenspalier. Erschütternder Appell 287 von 1200 Schülern der Unglücksschule traten an Newyork, 31. März. In New London hat eine erschütternde Musterung stattgefunden. Die Kinder der am 8. März durch eine Gasexplosion zerstörten Landschule von New London waren aufgerufen worden, sich für den Unterricht in einem provisorischen Schulgebäude zu melden. Von 1200 Kindern waren nur noch 287 zur Stelle. Alle anderen Kinder sind bei der furchtbaren Katastrophe getötet oder verletzt worden. Als die vielen Namen der Toten, auf die keine Antwort kam, aufgerufen wurden, erfüllte das Schluchzen der überlebenden Schulkameraden den weiten Schulraum. Wo wird eine ältere Frau vermißt? Schauerlicher Leichensund in Württemberg Ein Aufruf der Stuttgarter Polizei dub Stuttgart, 31. März. Am 18. September 1936 wurde an der Staatsstraße bei Kirchenkirnberg(Kreis Welzheim) in Württemberg der vollständig unbckleidete Rumpf einer weiblichen Leiche mit abgetrennten Beinen aufgefunden. Ebenso fehlen Kopf und Hände. Am 19. und 23. September 1936 wurden vom Täter in Heilbronn und Karlsruhe mit Blockschrift geschriebene unterschriftslose Briefe an die Polizeibehörden in Gaildorf und Stuttgart aufgegeben, in denen der Briefschreiber versucht, seine Tat zu beschönigen. Den Briefen waren Geldbeträge für Blumenspenden und für die Beerdigungskosten beigelegt. Am 16. Oktober 1936 hat der gleiche Briefschreiber in Ulm einen dritten Brief an das Bürgermeisteramt in Murrhardt zur Post gegeben und weitere 50 Reichsmark beigelegt. In diesem Brief befand sich ein zweites an ein Grabsteingeschäft in Murrhardt gerichtetes Schreiben, in dem der Briefschreiber den Auftrag erteilt, für das Grab der am 16. September verstorbenen unbekannten Frau einen Grabstein zu setzen. Zu diesem Zweck waren 30 Reichsmark beigegeben. Er gibt ferner mit einer Skizze eine genaue Beschreibung des gewünschten Grabsteins, in dessen Mitte ein Herz aus glattem Marmor angebracht werden und darunter die Inschrift stehen soll:„Grabstätte einer unbekannten Frau, gestorben am 16. 9. 1936 Ruhe in Frieden.“ Die Kriminalpolizeileitstelle- Stuttgart ruft nun die Bevölkerung auf, an der Aufklärung dieses Falles mitzuwirken und alle Beobachtungen zu melden, wo eine ältere Frau schon längere Zeit vermißt oder als verreist bezeichnet wird. Bei der Ermordeten handelt es um eine Frau von schätzungsweise 50 bis 60 Jahren, die sehr beleibt war. Ihre Größe betrug 1,62 Meter. Die Frau muß stark an Arterienverkalkung gelitten und eine Rippenfellentzündung überstanden haben. Die Kriminalpolizeileitstelle Stuttgart bittet um sachdienliche Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. Vertreter bei der Londoner Krönung # Weltblld Der Führer und Reichskanzler hat, wie bereits gemeldet, mit seiner Vertretung bei den Krönungsfeierlichkeiten in London den Generalfeldmarschall von Blomberg beauftragt. Der deutschen Delegation gehören außerdem der Kommandierende Admiral der Marinestation der Nordsee, Admiral Otto Schulze und der Generalmajor der Luftwaffe Stumpff an. Unser Bild zeigt den Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee Schulse. Nur ein Todesopfer Das=Zug=Unglück in Südfrankreich Paris, 31. März. Zu dem Eisenbahnunglück in Südfrankreich, von dem wir bereits gestern berichteten, und bei dem nach den ersten Meldungen drei Fahrgäste getötet wurden, wird noch gemeldet, daß der Schnellzug Bordeaux mit Verspätung verlassen hatte, die er auf der Strecke nis Hendaye wieder einzuholen versuchte. Die hohe Geschwindigkeit des Zuges hat jedoch zur Folge gehabt, daß in einer Kurve kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof von Dax eine Schiene von den Schwellen gerissen wurde und die drei letzten Wagen den Bahndamm hinunter in den Sumpf rollten. Die baiden ersten Wagen des Zuges kamen unversehrt davon, während die beiden folgenden Wagen ebenfalls aus den Gleisen sprangen, jedoch auf dem Bahnkörper stehenblieben. Die Post, die sich im letzten Wagen befand, konnte bereits wenige Stunden nach dem Unglück durch einen Hilfszug weiterbefördert werden. Alle Verletzten waren in den späten Abendstunden des Dienstags aus den Trümmern geborgen. Die am Unglücksort verbliebene Hilfsmannschaft, ist noch mit der Freilegung der Strecke beschafngt.... W..5unmase Wie jetzt bekannt wird, hat das Eisenbahnungluck bei Dax doch nicht so viele Tote gefordert, wie anfangs angenommen wurde. Den Ganzmetallwagen, die auf dieser Strecke verwendet werden ist es zu verdanken gewesen, daß nur ein junger Mann den Tod fand, während von den übrigen Insassen der letzten drei Wazen insgesamt 45 Personen mit mehr oder weniger schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Feuer im Kloster Marienthal Der Dachstuhl völlig ausgebrannt Wiesbaden, 31. März. Das Franziskanerkloster Marienthal im Rheingau wurde am Dienstag von einem Großfeuer heimgesucht. Vermutlich durch einen Kaminbrand entstand während des Frühgottesdienstes im Dachstock ein Feuer. das sich rasch ausbreitete, so daß der ganze Dachstuhl alsbald in hellen Flammen stand. Trotz des energischen Eingreifens der gesamten Wehren des Rheingaues, der SA., der HJ. und der Wehr von Wiesbaden brannte der Dachstock völlig aus. Hierbei wurde auch ein Teil der Klosterbibliothek vernichtet. Die Klosterkapelle blieb unversehrt. Sittlichkeitsverbrechen in einem belgischen Fürsorgeheim In Manage bei Charleroi ist in einem von katholischen Ordensleuten geleiteten Fürsorgeheim an einem 13jährigen Zögling ein grauenhaftes Sittlichkeitsverbrechen verübt worden Der Zögling wurde erhängt auf dem Speicher des Hauses aufgefunden Der Täter, ein Ordensbruder, hat nach anfänglichem Leugnen ein Geständnis abgelegt. % SORTE 86 ERNTEN 32 BIS 34 4 MUSTERCIGARETTEN 4 MISCHUNGSNUMMER RG OINA Diese Cigaretton werden in den Falrikat# sagjagen unseres technischen Musterbetriebes in Altona-Bahrenteld nacNeiger% völlig neuen Methoden hergestellt. Der ungewöhnlich zarte und reine Charäkfer dieser Mischung beruht darauf, daß sämtliche Tabake zweimarre) rED EEt NA UT GR FPTAte wird ausschließlich ohne Mundstück hergestellt.Ofe Happlbroßerhedzerr'stänffer aus folgenden Oistrikten: ese b se e Die Cigaretten sigg Arsterelten# Setieg zo0 gepor Fabrikavons. methoden, die zug#### de Wabehalit#- Pesseli### 2Prben ie aer#tren H..a PH. F. REEMTSMA& CIGARETTENFABRIKEN 4 ALTONA-BAHRENFELD 4 ermenkert 1 Seite 6 Nr. 75 Bochumer Anzeiger Donnerstag, 1. April 1932 Dea SKatteinanddei dei Aimmeedent An einem schönen Frühlingsmorgen— man schrieb gerade den 1. April— dufteten von der Erde die Veilchen herauf so süß, da liefen zwei Engel, was gibst du, was hast du, auf die Pförtnerstube des Himmels zu.„Hallo!“ rief Petrus, der gerade vor der Tür auf einer Bank saß und sein Pfeischen schmauchte,„was mag denn nur wieder faul sein im Staate Dänemark, daß die beiden Burschen so laufen? Aber gewiß wollen sie bloß mit dem Fuchsschwanz läuten!" Da aber waren sie auch schon bei ihm, und ganz außer Atem riefen sie beide zugleich:„Denkt euch, alter Herr, soeben ist Karl May gestorben!"—„Aber sowas!“ rief Petrus und nahm vor Staunen die Pfeife aus dem Mund. Doch dann lachte er über das ganze Gesicht und sprach: „Ihr dummen Kluten, müßt ihr denn jedes Jahr mich armen alten Mann in den April schicken?"—„Wahrhaftig, Petrus“, riefen die Engel, und sie waren ganz gekränkt,„Karl May hat ausgesungen, ins Gras hat er gebissen und er treibt den Sandhandel.. Lotweis soll uns der Teufel holen, wenn es gelogen ist!“ —„Das werden wir ja gleich haben", brummte Petrus, ging in seine Wachtstube und klingelte in der himmlischen Kanzlei an.„Hallo? Hier Pforte.. Bitte verbinden Sie mich sofort mit dem heiligen Bürokratius!“—„Hier Bürokratius...!“—„Hier Petrus! Soeben höre ich, daß Karl May gestorden ist... Stimmt das?"—„Dieses trifft in der Tat zu“, sprach der heilige Bürokratius,„Karl May ist verschieden, und besagte Seele wird sich in Kürze bei Ihnen zur Stelle melden. Versagen Sie ihr unter allen Umständen den Eintritt in die ewige Seligkeit!“ —„Amen“, sagte Petrus,„grüß Gott!“—„Guten Tag!“ Und Petrus ging hin und verriegelte sogleich doppelt und dreifach die Pforte. Dann setzte er sich ans Fenster, nahm eine Prise und sprach schmunzelnd bei sich selbst: Nun wischt mir nicht mal ein Schneider mehr hinein! Nun mag er kommen! Und richtig. es dauerte nicht lange, da bimmelte die Schelle. Petrus machte das Schiebefenster auf, und siehe da, draußen stand, ein Mann in prachtvollem Präriejägeranzug. Zwei blank geputzte Gewehre hatte er umhängen, dazu trug er noch eins in der Hand, das war mit silbernen Nägeln beschlagen.„O jerum, das ist ja Winnteous Silberbüchse!" rief Petrus.„Und mich nennen meine roten Brüder Old Shatterhand!“ sprach Karl May, indem er sich in die Brust warf, daß die Zähne des grauen Bären, die an einer Kette um seinen Hals hingen, nur so klapperten.„Ja, das nützt dir aber alles nichts!“ brummte Petrus verlegen,„in den Himmel kommst du deshalb doch nicht...“—„So?“ sprach Old Shatterhand,„dann will ich euch einmal etwas zeigen, Old Boy—“ Damit nahm er das kleine Gewehr vom Rücken, denn damit konnte er fünfundzwanzigmal schießen oohne zu laden. Es war nämlich der Henrystutzen. Und er zielte auf einen Stern, der gerade in einer Entfernung von hunderttausend Meilen dröhnend vorübersauste. Peng! Peng! machte das Gewehr,— fünfundzwanzigmal,— da waren alle Von Wiekelm Mattielsen Zinken des Sternes abgeschossen und sausten zischend ins Weltall hinab.„So einer bist du also!“ sagte Petrus und nickte ein paarmal ernsthaft mit dem kahlen Kopfe.„Well“, antwortete Karl May,„und ich zahle jetzt bis drei... Hast du mir bis dahin dein Scheunentor nicht aufgesperrt, dann schieße ich hier mit meinem Bärentöter die Angeln eine nach der anoeren heraus, wie ich es bekanntlich schon mal im Land der Skipetaren getan habe, als mich der Mübarek der gerade so ein alter Esel war wie du, in der Schluchthütte fangen wollte. Ich habe gesprochen! Howgh!"— „Lieber May“, antwortete der Petrus,„vielleicht wär es doch besser, wenn wir uns gütlich besprechen Sieh mal, bei uns würde es dir doch langweilig sein Denk mal, den ganzen lieben Tag Klavier spielen und Choräle singen... Und Limonade trinken. Außerdem,— deine Romane darf hier keine einzige Buchhandlung führen... Aber das ist noch nicht das Schlimmste... Denk nur, all die Ncidhämmel, die dich auf Erden so gemein heruntergerissen haben, sind im Himmel und spielen hier die erste Violine— —„Ja, wenn es so ist“, sprach Karl May,„dann verzichte ich mit Vergnügen. Für eine solche Gesellschaft ist Old Shatterhand sich zu schade—“—„Ich meine auch“, nickte Petrus eifrig,„denn sieh mal, den Hadschi Hale fOmar und den Winnetou, den Ihn Afl und den Schut, und wie sie alle heißen, die findest du hübsch beisamen in der Hölle wieder!“— Na, dann will ich mich dort einmal umsehen!“ sprach Karl May, nahm seine Gewehre auf den Rücken und machte sich auf den Weg, um ein Haus weiter zu gehen. Die Straße war nun recht schön und breit, dazu begegneten ihm so viele Bekannte aus Abendland und Morgenland, daß dem berühmten Präriejäger die Zeit gar nicht lang wurde. So kam er denn, ehe er sichs versah, an ein Wirtshaus, und schon von weitem hörte er aus der Gaststube das Lärmen und Singen der fröhlichen Zecher. Das Wirtshaus hieß aber zum gemütlichen Jenseits, und gleich dahinter war in einem Felsen eine mächtige schwarze Tür, darauf stand mit gewaltigen roten Buchstaben das Wort„Hölle" gepinselt.„Eingang nur für Herrschaften.“ Dort klingelte Karl May, und da kam sogleich ein junger fescher Teufel an die Tür gerannt.„Will mein schwarzer Bruder“, sprach Karl May zu ihm,„der Giftigen Schlange melden, daß der berühmte weiße Krieger Old Shatterhand hier ist!“—„Mein großer weißer Breider möge eintreten und warten“, sagte der junge fescheTeufel,„sein schwarzer Sklave wird laufen und sofort die Giftige Schlange rufen, den berühmten Häuptling der Höllenapachen und obersten aller Teufel!“ Und richtig, es dauerte nicht lange, da kam der Oberteufel, und hinter ihm her stürmte die halbe Hölle. „Mein weißer Bruder Old Shatterhand ist der Giftigen Schlange willkommen in ihrem Wigwam“, sprach der voll Würde. Karl May schüttelte ihm die Hand und sagte: Mein berühm'er schwarzer Bruder möge hören, was Old Shatterhand ihm zu sagen hat! Weil es den weißen Krieger im Lande Dschermanistan nicht mehr hielt, ist er über das große Wasser gekommen. Denn die Sehnsucht nach der weiten Savanne verzehrte sein Herz!“—„Ja“, sprach der Teufel,„der Apache versteht das berühmte Bleichgesicht vollkommen. Denn: Dschermanistan haben die dortigen Invianer angefangen, mit vergifteten Pfeilen auf Old Shatterhand zu schießen—“„Ha, mögen sie schießen!“ nef Karl May,„Old Shatterhand ist nicht klein zu kriegen... Aber alt ist er inzwischen geworden, und nun sehnt er sich nach Ruhe. Die Giftige Schlange möge ihm also einen Wigwam anweisen neben Winnetou und Hadschi Halef Omar uen Hadschi Abul Abbas ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah, dem berühmten Scheik der Haddedihn vom großen Stamme der Schammar!“ Da kratzte sich der Teufel am Kopf, daß seine Läuse nur so ins Weltall flogen. Und er sprach:„Old Shatterhand möge es der Giftigen Schlange niht übelnehmen. Aber diese Krieger sind nicht in seinem Wigwam, weil Karl May sie unsterblich gemacht hat!“ —„Verräter!“ donnerte Old Shatterhand ihn an, „hast du sie etwa im Bratofen sitzen? Weg mit dir, Coyote! Ich werde mich sogleich anschleichen und jie befreien.“ Da grinste der Teufel und er kraulte sich den spitzen Bart.„Old Shatterhand hat sehr altmodische Ansichten“, sprach er,„denn die Gefangenen der Giftigen Schlange werden heutzutage nicht mehr gebraten. Nein, sie kriegen in alle Ewigkeiten Nick Carter und Buffalo Bill vorgelesen, und wenn sie Verliger sind. dann lasse ich sie das Zeug sogar abschreiben..“ Und als er das sagte, da fror allen Teufeln, die um ihn standen, das Mark in den Knochen. Und fernher, aus den letzten Abgründen der Hölle, gellte ein einziger Schrei:„Erbarmen! Erbarmen!" wimmerte es durch die öden schwarzen Hallen,„brat' uns wieder im glühenden Ofen, und Teer magst du uns eimerweis in den Rachen schütten!" Teuflisch lachte die Giftige Schlange in sich hinein.„Die guten Leute meinen, sie wären zum Spaß verdammt!“ grinste er,— und er schrie dem Teufel Bissertbumser zu:„Lieber Bissert= bumser, aeht doch sogleich hin und laßt ihnen nun Courths=Mahlers Griseldis vorlesen. Denn das ist noch langweiliger. Und ihr, lieber Glontenkobser, holt in meinem Kontor sofort ein paar neue Lieferungen von dem Detektivroman„Der blutige Knochen an der Kirchhofsmauer' oder„Wer wirft da mit Knubbeln?“ und laßt die Herren schreiben, bis ihnen die Knochen rauchen...“—„Herrlich, o Herr!“ schrien die beiden Teufel und schlugen sich die Beine um die Ohren Ganze Wolken von Ruß staubten hinter ihnen her. Der Oberteufel aber sprach zu Old Shatterhand:„Nur nichts für ungut, alter Knabe! Kommt gefälligst ir Euer Ställchen!“ Und er wischte sich mit seiner zot tigen Schwanzquaste den Ruß aus den triefenden Augen.„Donner und Doria!“ schrie er dann und riß die Augen auf so weit, wie zwei Hochöfen Denn Karl May war auf einmal verschwunden. Und keiner hatte es gemerkt.„Der hat den Braten gerochen, der kommt nicht wieder!“ quetschte der Teufel zwischen seinen gelben Zähnen durch, kriegte eine Wut wie ein Türke und April k Hausen Gestern: Sonnig-warm und heiter— Heute: Schnee, was schneien will— Morgen: Regen, und dann weiter So wie gestern. Na, April Da ist wirklich von Charakter Nicht die blasse Spur mehr dran— Was er machen soll, das packt er Am verkehrten Ende an. Alles talsch!- Rein gar nichts logisch! Tiefter Sinn im Narrenspiel? Deutef's nur nicht pädagogisch Was zuviel ist, ist zuviel! Dreimal nein! Man kann nicht loben! Doch ein Gutes ist dabei: Ist vorüber erst das Toben, Blüht im Land der holde Mai. schmiß das schwarze Tor der Hölle in die Angeln, daß die Seismographen der ganzen Welt in Stücke gingen. Karl May aber wandert seitdem unsterblich zwischen Himmel, Hölle und Erde herum und ist nicht tot zu kriegen. Noch gestern bin ich ihm begegnet und habe die Friedenspfeife mit ihm geraucht. Fachausdruck. Schmeling macht in der Berliner Innenstadt seine Einkäufe. Natürlich ist er im Augenblick von einer Schar Schaulustiger umlagert. „Na, Maxe, wie gehts?“ erkundigt sich irgendein „Danke, mein Junge, man schlägt sich halt so durch", erwiderte Schmeling Mißvernanden Hausfrau:„Für den Fall, daß Sie hier im Hause einige kleine Arbeiten verrichten wollen, können Sie an unserem Mittagessen teilnehmen. Es dauert zwei Stunden." Bettler:„Und die Arbeit?“ Bermulkronne ondde R OMAN VON HERMANN WEICK 90 „Das ist Gefühlsduselei! Und daß du Cessani heicatest, gibt es einfach nicht! Dagegen wehre ich mich!“ „Du mußt dich damit abfinden, Rolf! Ich habe mich zu diesem Schritt entschlossen, es gibt kein ZuDie Enischlossenheit, mit der Eva gesprochen hatte, ließ Hilligen einsehen, daß er, im Augenblick wenigstens, sie nicht umzustimmen vermochte. Man mußte abwarten! Vielleicht war diese Heirat doch noch zu hintertreiben! An Versuchen dazu würde er es jedenfalls nicht „Dann brauche ich ja nichts mehr zu sagenl“ antwortete der Schauspieler auf Evas letzte Worte und markierte den Gekränkten.„Du mußt schließlich selbst am besten wissen, was du zu tun hast!“ Sie trennten sich bald darauf. „Adieu, Eva! sagte Hilligen und legte etwas wie Schmerz in seine Stimme.„Vergiß mich nicht ganz! Und wenn du den Wunsch hast, dich nochmals mit mir auszusprechen—— du weißt, daß ich immer für dich da bin!“ Eva schüttelte den Kopf. „Wir wollen uns nicht mehr sehen, Rolf— es brächte uns nur neue Aufregungen— und die möchte ich uns beiden ersparen.““ „Nicht beim Spiel?“ fragte Doktor Strehlin, als er das Klubzimmer betrat, in dem Hilligen allein saß. „Ich habe heute keine Lust!“ „Das sieht Ihnen nicht ähnlich, Hilligen! Sie können doch sonst keine Karte sehen, ohne mitzutun!“ „Es gibt auch solche Ausnahmetage!“ „Sie scheinen heute nicht in bester Stimmung zu sein!“ sagte Strehlin spöttisch.„Haben Sie Liebeskummer? Ist es die hübsche Dame, mit der man Sie in letzter Zeit häufig sah?“ Hilligen fuhr auf. „Kümmern Sie sich um Ihre Sachen, Doktor!“ Strehlin lachte. Er war etwa fünfzigjährig, von hagerer Gestalt und hatte ein spitzes, fahles Gesicht; seine unruhig hin= und hergehenden Augen blitzten. „Ich scheine doch das Richtige getroffen zu haben! meinte er. Uebrigens— eine fabelhafte Person, dieses Fräulein Martens! Sie sind ein Glückspilz, Hilligen! Immer haben Sie die schönsten Frauen zu Freun„Woher wissen Sie, daß die betreffende Dame Martens heißt?“ „Ich kenne sie vom Sehen!“ „Ich möchte einmal erleben, daß Sie in Berlin jemand nicht kennen! Sie scheinen das wandelnde Adreßbuch zu sein!“ „Man tut, was man kann!“ Strehlin blickte in das Gesicht des Schauspielers, das sich wieder verfinstert hatte.„Ich könnte Ihnen nachfühlen, daß Ihnen katzensämmerlich zumute ist, wenn Ihnen beispielsweise diese Dame Martens abgesprungen wäre!“ „Ihr Mitgefühl ist überflüssig, Doktor! Von Abspringen ist durchaus keine Rede!“ Hilligen überlegte, daß Strehlin bei seiner Kenntnis der Berliner gesellschaftlichen Verhältnisse doch wohl bald von Evas Heirat erfahren würde: da war es vielleicht zweckmäßig, die Sache gleich richtig darzustellen, damit er, Rolf, nicht als der Abgesägte dastände.„Die Sache liegt ganz einfach: Fräulein Martens heiratet, da haben wir uns im guten getrennt!“„ Laxftet, schien 2s hach So gut, wie Hilligen es oarneute, schien es doch nicht abgelaufen zu sein, stellte Strehlin bei sich fest. Würde Hilligen sich sonst in dieser schlechten Stimmung befinden?....7in gn „Mit wem wird Fräulein Martens sich verheiraten?“ wollte der Frager dann wissen. „Mit einem Bankier, Cessani heißt er.“ „Cessani—?“ Strehlin hatte das Wort hervorgestoßen. „Ja, kennen Sie ihn?"... „Und ob ich ihn kenne! Gut sogar!“ Strehlins Gesicht hatte sich völlig verwandelt. Das Spöttische war daraus gewichen; wie in maßlosem Hasse schienen mit einem Male die Züge verzerrt zu sein.„Wie verfiel Ihre Freundin gerade auf Cessanist,„.g wag aa Hilligen hatte die Fäuste gebaut, aues, was sich seit diesem Nachmittag an Wut in ihm aufgespeichert hatte, brach nun wieder hervor. Er bedachte nicht, daß es ein grober Vertrauensbruch war, wenn er das, was Eva ihm heute mitgeteilt hatte nun diesem fremden Menschen verriet. Er mußte sich Luft machen. „Fräulein Martens' Vater braucht dringend Geld", berichtete er,„er steht sonst vor dem Ruin, Cessani gibt das Geld, aber nur unter einer Bedingung: daß Eva Martens seine Frau wird!“ „Das sieht ihm ähnlich!“ stieß Strehlin hervor. „Und Fräulein Martens geht darauf ein?" „Was bleibt ihr anderes übrig? Sie will ihren Vater nicht zugrundegehen lassen, da bringt sie eben das Opfer!" Strehlin lehnte sich vor. „Und Sie lassen das zu, Hilligen““„ „Was geht mich die Sache an? Fräulein Martens kann meinetwegen tun, was sie für gut findet. Ich habe noch genug andere Freundinnen!" Strehlin lachte auf. „Jetzt spielen Sie mir Theater vor, Hilligen, aber schlechtes Theater! Meinen Sie, ich hätte nicht gemerkt, daß Ihnen die Geschichte gründlich gegen den Strich geht? Die böse Stimmung, die Sie heute abend zeigen, ist nicht von ungefähr!" Hilligen kam sich durchschaut vor. „Denken Sie, was Sie wollen!" erwiderte er ärgerlich.„Jetzt gehe ich nach Hause!" „Ich schließe mich Ihnen an!“ Sie gingen durch die nächtlichen Straßen. Anfangs herrschte kurzes Schweigen. „Ich verstehe wirklich nicht, Hilligen", begann Strehlin wieder,„daß Sie sich da so einfach aus dem Felde schlagen ließen! Wenn man aussieht wie Sie, ein Kerl, dem die Frauen massenweise nachlaufen, muß man doch eine junge Dame, die zweifellos in Sie verliebt ist, bestimmen können, auf eine derartige Heirat zu verzichten!“ Hilligen fuhr herum...7##. „Ich sagte Ihnen doch, warum Fraulein Martens tut!“ „Und wenn Sie da nichts erreichen konnten, hätte ich an Ihrer Stelle mich an Cessani selbst gehalten!“ Hiligen gab keine Antwort.. 6162(K. Sirck. „Hat es Ihnen dazu an Mut gefehlt?“ fuhr Strehlin fort.„Mit Cessani anzubandeln, ist allerdings nicht jedermanns Sache!“ „Wollen Sie mich verspotten?“ brauste Hilligen auf. „Glauben Sie, ich hätte dem Manne nicht eine ausgewischt, wenn mir nicht die Hände gebunden wären? Aber ich schulde Cessani Geld...“ „Sie schulden ihm Geld!“ fragte Strehlin rasch, gespannt.„Ist es vielk“ Einigermaßen—.. g. eewauen Gel„Wollen Sie mir nicht den genauen Betrag nennen*“...„... 8, Seltars: „Warum interessiert es Sie, Doktor?“ „Ich habe meine Gründe! Also schießen Sie los! Wie hoch ist die Schuld?“ „Zehntausend Mark...“ „Das ist allerhand Geld! Spielschulden, wenn ich recht vermute? Werden Sie pünktlich bezahlen können?“ Ich fürchte, nein—“.keu1„. „Dann haben Sie nichts zu lachen! Cessant macht kurzen Prozeß mit Ihnen, darauf können Sie sich verlassen!“ Mit wütendem Gesicht drehte Hilligen sich Strehlin Es scheint Ihnen Spaß zu bereiten, mir diese angenehme Aussicht gebührend vor Augen zu führen! Wenn Sie mir helfen könnten, wäre es mir lieber!" Strehlin gab keine Antwort. In seinem hageren Gesicht arbeitete es. Nun blieb er stehen. „Was würden Sie dazu sagen, Hilligen, wenn ich Ihnen die zehntausend Mark vorstrecken würde?“ Der Schauspieler zuckte mit den Achseln. Strehlin, dessen Praxis, wie man wußte, nicht sehr umfangreich war, wollte ihm einen so hohen Betrag leihen.„.#4#. Sharn##. 1. „Sparen Sie sich Ihre Scherze, Doktor!“ sagte er ungehalten. „Und wenn es mein Ernst wäre?“ Ratlos sah Hilligen den anderen an. „Sie können mir wirklich die zehntausend Mark geben?“„ „Unter Umständen— ja!“ Der Gedanke, daß er nun vielleicht doch noch die Hilfe finden würde die er so lange vergeblich gesucht hatte, hob sogleich Hilligens Stimmung. „Das wäre ein großer Dienst, den Sie mir leisten würden, lieber Doktor! Ich würde es Ihnen nie vergessen „Sie können sich denken, daß, wenn ich Ihnen aushelfe, ich etwas von Ihnen dagegen fordere!" und das wäre“„.„ Pegenäsig uen „Genau kann ich es Ihnen im Augenblick noch nicht sagen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß ich Ihnen eines Tages, das heißt, erst wenn Cessani verheiratet ist, den Auftrag gebe, die jetzt abgebrochenen Beziehungen zu seiner Frau wiederaufzunehmen!" „Ich weiß nicht, wo hinaus das laufen soll!“ „Einstweilen bleiben Sie von Fräulein Martens weg! Diese Heirat soll unter allen Umständen zustande kommen! Es wäre schade, wenn durch einen Zufall sani dahinterkäme, daß zwischen seiner Braut und Ihnen etwas spiele! Nach der Hochzeit ist für diese Entdeckung immer noch Zeit genug!“ „Und dafür, daß ich späterhin mit Frau Cessani in Verbindung trete, wollen Sie so viel Geld aufs Spiel setzen?“ „Ich setze es nicht aufs Spiel, Sie sind mir dafür gut, Hilligen!“ kam die Antwort. Hilligen war ihm für den Betrag durchaus nicht so gut, wie er behauptete! Aber er würde eines Tages schon wieder zu dem Geld kommen! Es gab Mittel genug, um säumige Schuldner kleinzukriegen! Die Hauptsache war jetzt: daß Hilligen zum willfährigen Werkzeug für ihn wurde! Der Zufall, der ihn heute mit ihm zusammengeführt hatte, war sehr gelegen gekommen! uic Smntliche, Selias: Seh. „Nun reden Sie endlich deutlicher. Doktor“, drängte Hilligen,„aus Ihren Worten werde ich nicht klug! Nur so viel merke ich, daß auch Sie auf Cessani nicht gut zu sprechen Uind!“ „Damit könnten Sie recht haben!“ Haß sprühte aus Strehlings Stimme.„Ich habe mit Cessani noch abzurechnen... ich habe es nicht vergessen...“ Der hemmungslose Ausbruch verursachte bei Hilligen einige Bestürzung. „Was hat Ihnen Cessani getan?" „Das brauchen Sie nicht zu wissen, die Hauptsache ist daß ich es weiß. Und Sie können sich darauf verlassen, Hilligen, daß ich dem Kerl eines Tages das Genick brechen werde!" „Und ich soll Ihnen dabei helfen?" „Ja, ich brauche Sie für die Sache, von der ich gesprochen habe, vielleicht können Sie mir auch sonst dienlich sein! Kommen Sie jedenfalls morgen in mein Büro, dann werden wir die Formalitäten wegen des Darlehns ordnen! Wahrscheinlich gebe ich Ihnen auch noch weitere Anweisungen!“ XII. Cessanis Besuche in der Martensschen Villa waren, auch nachdem Eva eingewilligt hatte, seine Frau zu werden, nicht häufiger geworden. Noch immer herrschte ein förmlicher Ton zwischen ihnen; auf Evas Seite waren die geflissentliche Kälte und feindliche Abwehr unverkennbar. An diesem Abend, als Cessani wieder erschienen war, hatte Fritz Martens wegfahren müssen; so waren Eva und Cessani allein. Mühsam schleppte sich ein Gespräch zwischen ihnen hin. Mit verschlossenem Gesicht saß Eva da; ihre Blicke gingen an Cessani vorbei. Der Gedanke, daß sie nun bald für immer Cessanis Gesellschaft ertragen müsse, ein Gedanke der sie schon manchmal fast zur Verzweiflung gebracht hatte, er überfiel sie in diesem Augenblick wieder mit greller Schärfe. Würde sie das ertragenz. 44,„ 8n pia. Würde sie nicht eines Tages die Kraft nazu nicht mehr aufbringen und auf und davon gehen... irgendwohin fliehen, wo sie Cessani nicht mehr zu sehen Woran haben Sie soeben gedacht““ klang da Cessanis Stimme durch die Stille. Eva meinte, Cessani habe ihr die Gedanken, die sie gerade sturmesgleich durchwogt hatten, von der Stirne abgelesen. Fiebrige Erregtheit erfaßte sie; aber sie swang sich du: Ber.## „An nichts Besonderes...“ „Sie sehen aus, als ob etwas Schwerwiegendes Sie soeben beschäftigt hätte!“ fuhr Cessani eindringlich fort und sah sie unablässig forschend an.„Betraf es vielleicht Wie scharf der Mann beobachtetet fuhr es Eva durch den Sinn. Man muß sich vor ihm fürchten! „Uns beide..? Keine Spur!“ „Dann verzeihen Sie meine Frage!“. Er machte eine kurze Pause, eine Falte war auf seine Stirn getreten, seine Hände lagen wie breite, mächtige Klammern um die Lehne des Sessels, die Adern auf den Handrücken waren wie von einer gewaltsam zurückgedämmten Aufwallung hervorgetreten. Nun schien der Druck von Cessani zu weichen. Seine Stimme klang ruhig, ein kaum merklicher freundlicher Unterton war darin: „Ich möchte bis Sie in mein Haus kommen, alles neu herrichten lassen, ich selbst verstehe zu wenig von Möbeln, Tapeten und dergleichen.. ich lege auch Wert darauf, daß die Räume ganz nach Ihrem Geschmack und Ihren persönlichen Wünschen eingerichtet werden, Eva! Würden Sie sich der Sache annehmen?“ (Fortsetzung folgt.) Seite 7 Nr. 75 7 Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 1. April 1937 Bochumer Leben Die Drehscheibe“ wird untertunnelt Großzügige Lösung der Verkehrsfragen in der will Lirpa Primus seine Pläne noch heute den zustän„Wieviel Ströme Tinte sind nicht im letzten halben Jahrhundert verflossen, wieviel Pläne entworfen worden, um die brennende Frage zu lösen, wie der zunehmende Verkehr an der„Drehscheibe" zweckentsprechend geregelt werden kann. Eine Frage, die eigentlich so alt ist wie Bochum selbst. Ja, wundere Dich nicht, lieber Leser, es ist so: Zwei„Hellwege“ kreuzten unsere Stadt, als hier der Graf Cobbo, ein Ahne des ersten deutschen Königs Heinrich l.(der Vogler) einen Reichshof Karls d. Gr. verwaltete(er stand da, wo heute das Elisabeth=Hospital sich erhebt). Der eine kam von Köln durch das bergische Land über Hattingen zu uns im ganzen etwa dem Zuge der heutigen Hattinger Straße folgend, zwischen Kohlenstraße und Haus Weitmar etwas mehr südlich); der andere kam aus der Duisburger Gegend über Essen=Steele zu uns. Beide stießen zusammen, wo heute die„Drehscheibe“ den Mittelpunkt des Kortum Der Plan der Untertunnelung Verkehrs der Geschäftsstadt bildet. Der neue verläuft von Süden nach Norden, der andere von Westen nach Osten. Noch heute sind diese uralten Heerstraßen die wichtigsten Verkehrsadern der alten Hauptstadt des Boroktraugaues. Als Bochum noch ein kleines Ackerstädichen war, herrschte hier schon ein lebhafter Verkehr, was daraus hervorgeht, daß in der Nähe drei Gasthöfe sich befanden. Und als infolge des Aufschwunges der Kohlenund Eisenindustrie Bochum heranwuchs zur Mittelstadt, suchte man schon nach neuen Wegen zur besseren Regelung des immer stärker wachsenden Verkehrs. Die Kortumstraße zwischen Bongard= und Brückstraße wurde in den 80er Jahren angelegt, die enge Bongardstraße wurde erweitert. Leider nicht genug, da es damals „Stadtväter“ gab die nicht ahnten, wie sehr Bochum noch wachsen würde. Und so mußte um die Jahrhundertwende und späterhin die Stadt noch erhebliche Mittel aufwenden, um die beiden Verkehrs= und Hauptgeschäftsstraßen zu erbreitern. Der„Dudel“ fiel, die beiden westlichen Ausläufer der Grabenstraße fielen der Hacke zum Opfer; die Harmoniestraße verband Grabenstraße, Schützenbahn und Pariser Straße mit dem früher Hochstraße genannten Teil der Kortumstraße. Aber alles reicht noch nicht. Es tauchte der Plan auf, an den Kreuzungspunkten Kolonnaden anzulegen, d. h. die angrenzenden Häuser eines Teiles des Erdgeschosses zu berauben und es umzuwandeln in einen Laubengang, wie etwa am mittelalterlich anmutenden reizvollen Prinzipalmarkt in Münster. Mittlerweile aber eroberte sich der Kraftwagen die Straße und es zeigte sich, wie unzulängiich alle bisher ergriffenen Maßnahmen waren. Da hilft auf die Dauer auch nicht die Abgrenzung des Fußgängerverkehrs durch die Sperrketten. E muß gründlicher Wandel geschaffen werden! Und zwar durch die Untertunnelung der Drehscheibe. Der in allen Weltteilen durch seine kühnen Pläne bekannte Ingenieur Lirpa Primus hat nun einen Plan ausgearbeitet, der ebenso groß wie verblüffend einfach ist. Von der Beckstraße an bis zur Mühlenstraße wird die für den Wagenverkehr bestimmte Straße untertunnelt SI # 10 + digen Stellen unterbreiten. In der Geschäftsstelle des Verkehrsvereins kann eine Kopie eingesehen werden Gottlieb. Wegen Ausgabe der Fettscheine Schließung der städtischen Dienst= und Verwaltungsstellen am Freitag, 2. April. Wegen Ausgabe der Fettverbilligungsscheine und Margarinebezugsscheine sind die städtischen Dienst= und Verwaltungsstellen mit Ausnahme der Städtischen Sparkasse, der Beleuchtungs= und Wasserwerke, der chwimm= und Badeanstalt des Stadttheaters des der Standesämter am Freitag, 2. April, für den kumverkehr geschlossen. Die Standesämter sind jedoch nur für die Beurkundung von Sterbefällen und Totgeburten geöffnet. K4225##1. Die Auszahlung der Unterhaltungsgelder für uneheliche Mündel erfolgt bereits heute(Donnerstag) durch die Stadtkasse. Das Hygienische Bakteriologische Laboratorium ist für dringende Untersuchungen von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Fettscheine werden im Laufe des morgigen Tages durch die städtischen Beamten und Angestellten zugestellt. Soweit bezugsberechtigte Volksgenossen nicht selbst zu Hause sind, werden sie gebeten, dafür zu sorgen, daß ein empfangsberechtigter Familienangehöriger anzutreffen ist. Ferner sind die Unterlagen zur Prüfung der Einkommensverhältnisse (Lohntüten, Rentenausweise usw.) bereitzuhalten. Für Bewohner der Stadtteile Gerthe, Harpen, Werne, Langendreer, Laer, Querenburg, Stiepel und Linden=Dahlhausen werden die Fettscheine wie üblich in den Verwaltungsstellen ausgegeben. Bochums Landjahrjungen in Hommern Hunderte Bochumer Jungens haben im Pommerland ihr Landjahr verbracht. Und allen hat es dort gut gefallen. Das geht auch aus einem Briefe hervor, den die„Neustettiner Kreis=Zeitung" von einem Bochumer Landjahrjungen Herbert Lugge veröffentlicht. Er teilt darin mit, daß ihm durch das Bochumer Arbeitsamt eine Lehrstelle vermittelt wurde da ja Landjahrjungen bevorzugt werden.„Oftmals aber“, so schreibt Lugge,„wandern die Gedanken gern zurück ins schöne Pommerland und zum Landjahrlager Briesen, wo wir unter der wahrhaft kameradschaftlichen Leitung unseres Lagerführers Todt einen Abschnitt unserer Jugend verleben konnten, den wir wohl nie vergessen werden.“ Der Brief schließt mit Worten herzlichen Dankes an alle, die den Bochumer Jungens ihr Landjahr zu einem schönen Erlebnis werden ließen.— Die Schriftleitung der„Neustettiner Kreis=Zeitung" bemerkt in einem Nachwort, daß man die Bochumer Jungens liebgewonnen habe und gern sehen würde, wenn ihrer noch mehr kämen oder sogar sich dort in Pommern nach Beendigung der Lehrzeit ansässig machen würden. Ein besseres Zeugnis kann unseren Bochumer Landjahrjungen nicht ausgestellt werden. Ja, auf sie kann man„sik verloaten“! Steuerfälligkeit im April Die Stadtkasse Bochum macht darauf aufmerksam, daß bis zum 5. April das Schulgeld für die staatlichen höheren Lehranstalten und die Unterhaltsbeiträge für April. bis zum 10. April die Getränkesteuer für März, bis zum 15. April die Biersteuer und die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für März, die Abgaben vom Grundbesitz(Staatl. Steuer vom Grundvermögen. Hauszins= und Gemeindegrundsteuer nebst Gebühren und Beiträgen), die Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen, die städtischen Schulgelder für April und die Gebühren für die im Monat März ausgefuhrten Krankenwagenfahrten an die Stadtkasse. Rathaus. Eingang B. während der Kassenstunden von 8 bis 18 Uhr zu zahlen sind. In den eingemeindeten Stadtteilen kann Zahlung an die örtliche Zahlstelle und an den bekanntgégebenen Kassentagen erfolgen. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die im April fällig werdende Bürgersteuer bei den Lohnzahlungen vom 10. Avril ab vom Arbeitslohn einzubehalten und an die obenbezeichnete Kasse unter Angabe der Hebebuchnummer abzuführen. Die Ueberweisung auf ein Bank= oder Postscheckkonto der Stadtkasse wird empfolllen. Die Stadtkasse hat Konten bei allen Bochumer Banken und Postscheckkonto Dortmund 19637. Bochamtel=Veranstältungen Stadttheater Bochum. Heute„Der Vasall“, Friedrich Wilhelm Hymmens Schauspiel.(Vormiete.) „Staatshoheit und Selbstverwaltung.“ Auf den am Freitag. 2. April, 20 Uhr, in der Verwaltungsakademie Bochum, Wittener Straße 61, stattfindenden Vortrag des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, Freiherrn von Lüninck, über„Staatshoheit und Selbstverwaltung" wird nochmals hingewiesen. Der Vortrag ist öffentlich und frei. „Die Kapitalgesellschaften im Wirtschaftsaufbau des Nationalsozialismus. Die Verwaltungsakademie Industrie= bezirk veranstaltet in Gemeinschaft mit der Industrie= und Handelskammer Bochum und dem NS.=Rechtswahrerbund, Bezirksgruppe Wirtschaftsrechtler und Rechtswahrer der Verwaltung, Bezirk Bochum, vom 7. April bis zum 5. Mai 1937 eine Sondervortragsreihe über„Die Kapitalgesellschaften im Wirtschaftsaufbau des Nationalsozialismus“. Privat= dozent Dr. Linbardt, Münster i.., wird die Sondervortragsreihe mit einem Vortrag über„Grundsätzliche Bedeutung und Stellung der Kapitalgesellschaften in der nationalsozialistischen Wirtschaft eröffnen, alsdann wird Gerichtsassessor a. D. Direktor Dr.'ham Dutsburg, an vier Abenden„Die Neugestaltung des Aktien= und Konzernrechts vom 30. Januar 1937“ bebandeln. Die Vortragsreibe beginnt am Mittwoch, 7. April, 20 Uhr, in der Verwaltungsakademie Bochum. Die Teilnehmergebühr für die ganze Vortragsreibe beträgt 2 RM., für den Einzelvortrag .50 RM. Sonderprospekte der Vortragsreibe und Teilnehmerkarten durch die Geschäftsstelle der Verwaltungsakademie Bochum, Wittener Straße 61, Fernruf 65540. Genealogischer Verein. Die Versammlung am Freitag. 2. April, fällt wegen der auf dem Schützenhof stattfindenden Kundgebung aus. Nächste Versammlung findet am Freitag, 7. Mai, in der Uhle statt. Der Durchbruch Kortum=Viktoriastraße und zwar so, daß die eine Seite für den Ost; die andere für den West=Verkehr hestimmt ist, so daß sich der Wagenverkehr reibungslos abwickeln kann. Rechts und links werden Tankstellen und Garagen eingebaut, deren Mietserträgnisse das Anlagekapital verzinsen helfen. Die jetzige Bongardstraße ist dann in ihrer ganzen Breite für den Fuhrwerks= und Fußgängerverkehr freigegeben, sowie für den Straßenbahnverkehr, den man unterirdisch verlegen kann mit Rücksicht auf den geschäftlichen Verkehr. Die Kortumstraße wird dadurch enlastet, daß ein Durchbruch zur Viktoriastraße erfolgt; diesen Weg hätten die Autos zu nehmen, die, aus Richtung Wilhelmsplatz kommend, bei der Hauptpost zur Allee= oder Mühlenstraße einschwenken könnten.. Solchergestalt würde der Mittelpunkt der Geschaftsstadt ein weltstädtisches Aussehen erhalten. Alle Verkehrsschmerzen der Altstadt am Brennpunkt des bewiebes würden mit einem Schlage gelöst. Wie vir hören. A Rechtzeitig Karten abholen! Bis Mittwoch, 7. April, müssen die Vormieter der Kulturringe 1 und 2 ihre Pflichtkarten für das Gastspiel der parodistischen Zeitbühne „Die 8 Entfesselten" abgeholt haben.— Die 4. Rate fällig! Wir erinnern unsere Mitglieder an die Einlösung der 4. Rate. Mit der Nordischen Gesellschaft und RSKG. eine Nordlandreise! Für die auch in diesem Jahre geplanten Nordlandfahrten mit kulturellen Fübrungen und Landausflügen sind Prospekte in unserer Geschäftsstelle, Viktoriastraße 38, zu haben; ebenfalls für die Bayreuther Festspiele. „Kraft durch Freude“ Volksmusikkurse. Donnerstag: Für Lauten und Gitarren: Uebungsstunden ür jugendliche Anfänger von 14.20 bis 19 Uhr: Uebungsstunden für erwachsene Anfänger von 19 bis 21 Uhr Geigenunterricht für Anfänger von 17 bis 20.30 Uhr. Sämtliche Kurse finden in der Schule an der Trankgasse statt. Auskunft und Anmeldungen dortselbst oder in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62. sowte bei allen Betriebswarten. In modischer Linie, Hlottem Sitz, guter Qualität und selbstverständlich zu stadtbekannt niedrigen C&-Preisen. 8 4 D A 1 Flottes Frühjahre kleid aus bedrucktem Mattkrepp mit Schöß. chen, modernemhalber Armel und hübscher KragenPartie 2# Dazu ein fescher Kom( plet-Mantel mit aparter## Bogen-Verzierung in Schwarz, Marine und## Braun MO 2 Reizendes Komplet aus schön gemustertem Mattkrepp.*#75 Gr. 40—46 15 3 Jugendliches Bolerokleid mit reicher Madeira-Stickerei. Blusenteil aus schwer. Kreppsatin. In aparten Farben-Zusammenstellun1875 4 Kleidsames Kom plet aus kunstseidenem Georgette- Cottelé mit hübscher KreppeatinVere 2575 ESSEN · DORTMUND .-BARMEN ·.-ELBERFELD K Kce S 9936 8 ∆ Seite 8 Nr. 75 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 1. April 1932 Deutsche Wirtschaft Gats beule! 30 Mnlloten=Ronl. kend für die Fälle, in denen die für die Steuerbefreiung erforderliche Zahl der Kinder bereits vor dem Erscheinen dieses Runderlasses erreicht worden ist. Große wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Jagd Das Jahrbuch der Deutschen Jägerschaft für das Jagdjahr 1935/36 bringt zum erstenmal eine genaue Uebersicht über die volkswirtschaftliche Seite der deutschen Jagd. Welche Bedeutung eine solche amtliche Aufstellung hat, geh. am besten aus der Tatsache ervor, daß die letzte Zusammenstellung dieses materiellen Wertes, die aber keinerlei hieb= und stichfeste Unterlagen bot, sondern lediglich auf Schätzungen beruhte, aus dem Jahre 1910 stammte. Wie hochwertig unser Wildstand ist, zeigt folgende Bemerkung in dem genannten Jahrbuch:„Rein materiell ist die Notwendigkeit der Erhaltung unseres Wildstandes nachgewiesen, nachdem die sehr genau geführte Staristik des Jagdjahres 1935/36 ergeben hat, daß der Wert der Strecke dieses Jahres rund 30 Millionen betrug.“ Wir wollen uns zunächst einmal die Gesamtstrecke des in Frage kommenden Jagdjahres ansehen. Weit über die Hälfte ihres rund 30=Millionen=Wertes bringen die Strecken für Rehwild(8268000 Mark) und Hasen(8226000 Mark) zusammen. Erst dann folgen das Rotwild mit fast 3½ Millionen, die Rebhühner mit 2 Millionen, das Schwarzwild mit 1385 000, die Füchse mit 1552 000, die Fasanen mit 1 545 000 und schließlich die Kaninchen mit 1 228000 Mark. Alle anderen Wildar#en liegen mit ihrem Wert erheblich unter der Millionengrenze, fallen daher bei dieser Statistik nur wenig ins Gewicht. Vielleicht ist es nicht ohne Interesse, mit diesen amtlichen Zahlen einige der im Jahre 1910 geschätzten zu vergleichen. Damals war man zu dem Ergebnis gelangt, daß 22 400 Stück Rotwild, 192.000 Stück Rehwild, 4 Millionen Hasen, 500 000 Kaninchen und 4 Millionen Rebhühner erlegt worden seien. Die jetzt für 1935/36 vorliegenden amtlichen Zahlen betragen: 48 735 Stück Rotwild, 516 760 Stück Rehwild, 2741994, Hasen, 1 227660 Kaninchen, 2024637 Rebhühner. Dabei fillt sofort die außerordentliche Steigerung einiger Wildarten auf, denen aber ein ebenso starker Rückgang in der Zahl der erlegten Hasen und Rebhühner gegenüebrsteht. Ein Wort noch zu dem Gesamtwert von 30 Millionen Mark. In dieser Zahl steckt natürlich nicht nur der Wert des Wildbrets, vielmehr auch der der Decken und Schwarten, der Bälge, Haare und Wolle, der Geweihe und Gehörne. Eine andere Seite der volkswirtschaftlichen Bedentung der Jagd ist, daß Tausende deutscher Volksgenossen durch sie ihren Lebensunterhalt finden. Da werden zunächst einmal zu den Treibjagden Treiber und Fuhrleute benötigt, vor allem muß man an die hauptberuflich in der Jagd Beschäftigten denken, an das gesamte Forstpersonal. Und weiter, wie wirkt sich die Jagd auf Handel und Gewerbe aus, was braucht der Jäger nicht alles an Kleidung und Schuhzeug, an Waffen und Munition an Jagdgläsern und Fanggerät, es sind aiso hohe Millionenbeträge, die in Handel und Industrie durch die Jagd umgesetzt werden. Außerdem werden in der Hundezucht, in der Jagdpresse und=literatur Millionen=Beträge angelegt. Schließlich darf man nicht an den staatlichen Einnahmen durch die Gebühren für Jagdscheine und Stempelabgaben vorübergihen, an den Einnahmen der Gemeinden aus der Jagdpacht, auch dies sind Millionen. Vom Standpunkt des einzelnen Steuerpflichtigen aus gesehen, wurde die Regelung gelegentlich als unbillig empfunden. Es handelt sich hier um die Fälle, in denen die Steuerbefreiung als Eigenheim wegen Ueberschreitens der zulässigen nutzbaren Wohnfläche nicht gewahrt werden konnte, die Voraussetzungen der Befreiung jedoch nachträglich dadurch erfüllt wurden, daß zur Haushaltung des Eigentümers durch Geburt Kinder hinzutraten. Als besondere Vergünstigung für Kinderreiche ordnet der Reichsfinanzminister das Folgende an: Die Steuerbefreiung als Eigenheim ist auch dann zu gewähren, wenn die Voraussetzungen, die eine Ueberschreitung der nutzbaren Wohnfläche von 150 Quadratmeter zulassen. erst nach dem Einzug des Eigentümers in das Eigenheim durch die Geburt eines Kindes erfüllt werden. Die Steuerbefreiung läuft in diesen Fällen bei der Grundsteuer und der Vermögensteuer ab dem Beginn des Rechnungsjahres bei der Einkommensteuer ab dem Beginn des Kalenderjahres, in dem das Kind geboren worden ist. Für die Vergünstigung ist nicht von dem weiten Begriff, der„Kinder“ auszugehen. Es sind nur die leiblichen Kinder und die Stiefkinder des Eigentümers zu berücksichtigen, nicht auch die Enkel, die Schwieger=, Adoptiv= und Pflegekinder. Die angeordnete Vergünstigung ist auf alle Fälle anzuwenden, in denen das Eigenheim nach dem 31. Mai 1934 bezugsfertig geworden ist. Sie gilt auch rückwirHöhere Handelsspanne bei Zigaretten Zum Ausgleich kleine Gewichtsverminderung Zwischen der Wirtschaftlichen Vereinigung der Zigarettenindustrie, der vom Reichs= und Preußischen Wirtschaftsminister beauftragten Reichsgruppe Handel und den marktregelnden Verbänden des Groß= und Einzelhandels sind nach eingehenden Verhandlungen Vereinbarungen mit Wirtung vom 1. April 1937 getroffen worden, die der Gesundung des Groß= und Facheinzelhandels dienen sollen. Die neuen Vereinbarungen sehen außer der Stärkung des Fachgedankens die Zuweisung bestimmter Abnehmergruppen an den Großhandel und zweckdienliche Maßnahmen gegen die weitere Uebersetzung des Zigarettenhandels vor. Außerdem sollen sie den Warenweg in geordnete Bahnen lenken und die vereinbarten Wiederverkaufspreise schützen. Bei diesen Abmachungen sind die Beteiligten übereingekommen, die bisherigen Fachhandelsspannen zu erhöhen. Um die dadurch bedingte Belastung der Zigarettenindustrie zum Teil auszugleichen, will die Zigarettenindustrie die Höchstgewichte der 2½= und der 3½=Pfennig=Zigarette auf 950 bzw. 1150 Gramm begrenzen. Die dadurch eintretende Gewichtsverminderung beträgt für 1000 Stück in der Praxis etwa 30 bzw. 50 Gramm. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat, um die erstrebte Gesundung des Fachhandels zu ermöglichen, seine Zustimmung zu diesen Preisvereinbarungen gegeben. Börsen uneinheitlich Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Dü#eldorf Die Börse eröffnete auf den Aktienmärkten im allgemeinen freundlich. Es zeigte sich für eine Reibe von Papieren unter Bevorzugung von Montanwerten einiges Inieresse. Nennenswertes Ultimomaterial kam nicht heraus. Tie Umsätze hielten sich wieder in engen Grenzen. Es überwogen kleinere Kurserhöhungen. Am Markt der sestverzinslichen Werte hielt die kleine Nachfruge an, die mit weiteren leichten Kurserhöhungen verbunden war. 1 Pfund: 12,18(Vortag 12,17½) Rm. 1Dollar: 2,49(Vortag 2,49) Rm. 100 holl. Gulden: 136,39(Vortag 136,35) Rm. 100 franz. Frank: 11,45(Vortag 11,45) Rm. 100 Schweiz. Franken: 56,74(Vortag 56.,74) Rm 100 österr. Schill.: 49,00(Vortag 49.00) Rm. 100 ital. Lire: 13.10(Vortag 13,10) Rm. Aus Westfalen und Rheinland Seine Frau in die Shann=gestargi Mordprozeß Linder am 7. April vor dem Düsseldorfer Schwurgericht Düsseldorf, 31. März.„Wie seinerzeit gemeldet. erschienen am Abend des 18. Januar d. J. der 25jährige Ferdinand Linder und dessen Geliebte, die 34 Jahre alte, in Scheidung lebende Ehefrau Nikolaus Schmitz, geb. Holm, beide aus Bergisch=Gladbach, auf einem Polizeirevier in Leverkusen und meldeten, daß auf einer Radtour, die sie zu dreien gemacht hatten, die Frau Linder, als sie sich an der Dhünn am Hammerwehr bei Leverkusen=Schlebusch ihre Gummischuhe säubern wollte. in die Dhünn gefallen und ertrunken sei. Wegen der starken Strömung sei es nicht möglich gewesen, sie aus den Fluten zu retten. Der Polizei kam diese Meldung ziemlich unglaubwürdig vor und sie nahm die beiden fest. Die sofort angestellten Ermittlungen ergaben, daß am Jahr 1937 verabschiedet. Der Regierungspräsident nahm Gelegenheit, über die kommunalpolitischen Belange Hernes zu sprechen und überbrachte die Grüße der Aufsichtsbehörde. Nach der Festsitzung fand eine Großkundgebung auf dem Adolf=Hitler=Platz statt Nach Grußworten von Oberbürgermeister Meister hielt hier der stellvertretende Gauleiter Vetter eine Ansprache und auch Regierungspräsident Dr. Runte ergriff noch einmal das Wort. Nach der Kundgebung formierte sich die zu Zehntausenden zählende Menschenmenge zu einem Fackelzug, während das Rathaus in bengalischer Begleichen Tage gegen 17 Uhr Linder seine Frau in Ausführung eines seit langem zwischen ihm und Frau Erweiterte Steuerbefreiung Schmitz gefaßten Planes seine Gattin in das Wasser gestoßen hatte, um sie aus der Welt zu schaffen. Dies geschah, nachdem bereits drei Versuche, die Frau durch Rattengift, Tollkirschen und Stürzen in eine Grundwassersenke zu beseitigen, mißlungen waren. Linder und seine Geliebte hatten vorher die Ertrunkene gegen Unfall für 11000 RM. versichert und wollten sich durch Vortäuschung eines Unfalls auch noch die Versicherungssumme ergattern. Auf Grund des erdrückenden Beweismaterials bequemten sich nach einigen Tagen Linder und Frau Schmitz zu einem Geständnis. Gegen beide wurde Anklage wegen Mordes erhoben. Am 7 April beginnt nun vor dem Düsseldorfer Schwurgericht der Prozeß. leuchtung erstgahlte. Der Fackelzug führte zum Stadtpark, wo ein Riesen=Prachtfeuerwerk den ersten Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten beschloß. Zweifacher Fluchtversuch Zur Festnahme des Hülser Räubers Der Kurenmarkt lag still. Das Geschäft blieb weiter schleppend. Von Kohlenkuren wurden vereinzelt Deutschland billiger abgegeben, die übrigen blieben behauptet genannt. Von Braunkohlenwerten waren Gute Hoffnung bilBeienrode liger angeboten. Unter Kalikuren wurden zu letzten Preisen gehandelt: von Aschersleben=Werten neigten Mariaglück zur Schwäche. Im Freiverkeyr Lotyringen behauptet. Elsa=Zement zogen 1½ Prozent an. Berliner Börse In der ruhigen Lage am Aktienmarkt trat keine VerEinblicko#8 änderung ein. Im Hinblick auf den b vorstehenden Anlagetermin berlagert sich das Interesse vielmehr wieder ganz auf die festverzinslichen Werte. Am Rentenmarkt war ein zunehmender Anlagebedarf zu beobachten. Für die verschiedensten Werte bestand Interesse. Hervorzuheben ist die Nachfrage für Pfandbriefe, in denen Materialmangel herrscht. Umschuldungsanleihe weiter leicht erhöht, Steuergutscheine stärker gefragt und fester bei nur geringen Zuteilungen. Auch Reichsanleihen etwas beachtet. Am Aktienmarktcwes Interesse für Harpener 156¼(plus 11. Montanwerte im aulgemeinen ruhig und nur um ¼ bis ¾ nach beiden Seiten gegen. gestern abweichend. Von Elektrowerten AEG, lebhafter umgesetzt bei 41½. Siemens ¾ niedriger, Schuckert minus ¼. Farben 165⅝(minus), Goldschmidt und Rüttgers se plus ¼ Von Sonderwerten Stöhr=Kammgarn plus ¾8. Muag 145(minus), Gesfürel vlus ½, Bemberg minus ½. Im Verlauf wenig verändert.— Am Geldmarkt Blankotagesgeldsatz 3½—3¾ fester. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die Abendbörse lag bei der Gröffnung recht still. Namentlich am Aktienmarkt hielt die Zurückhaltung bei feblender Anregung an. Die Kurse, die zu hören waren, wiesen gegen den Berliner Schluß kaum Abweichungen auf. Im Verlauf wichen die zumeist nominell zur Notiz gekommenen Papiere gegen den Berliner Schluß nur geringfügig ab. Die Auslandsbörsen Newyork: Stetig. Landon: Fest. Amsterdam: Nachgebend. Paris: Weiter erholt. Barich: Miderstandsfähig. Mien: Fest. Mailand: Unregelmäßig. Recklinghausen, 31. März. Zu der Festnahme des ser Räubers der bekanntlich durch Selbst Bestimmungen für Eigenheime kinderreicher Familien In einem Erlaß des Reichsfinanzministers wird darauf hingewiesen, daß nach der bisherigen Rechtslage ein Wohngebäude nur dann als Eigenheim steuerbefreit ist, wenn seine nutzbare Wohnfläche 150 Quadratmeter nicht übersteigt. Gehören zur Haushaltung des Eigentümers mehr als drei Kinder, so darf die nutzbare Wohnfläche von 150 Quadratmeter für das vierte und für jedes weitere Kind um je 15 Qugdratmeter überschritten werden. Kinder im Sinne der Vorschrift sind neben den Abkömmlingen die Stief=, Schwieger=, Adoptiv= und Pflegekinder und deren Abkömmlinge. Bei Anwendung der Vorschrift war bisher grundsätzlich die Zahl derienigen Kinder au Grunde zu legen. die zur Zeit des Einzuges des Eigentümers in das Eigenheim vorhanden war. Die Steuerbefreiung konnte grundsätzlich nicht darauf gestützt werden, daß zur Haushaltung des Eigentümers eines Eigenheimes nach seinem Einzug Kinder hinautraten. Entsprechend wird im umgekehrten Fall die Steuerbefreiung nicht dadurch binfällig, daß Kinder nachträglich durch Heirat oder Tod aus der Haushaltung ausscheiden. Die bestehende Regel war hiernach nach beiden Seiten gleichmäßig abgestimm:. Die Todesurkunden der elf Schillschen Offiziere gefunden Kleve, 31. März. Unter alten Akten hat man jetzt im Archiv des Klever Landgerichts die Todesurkunden der elf Schillschen Offiziere gefunden. Sie wurden seinerzeit bei dem damaligen Bürgermeister von Wesel auf Beurkundung zweier französischer Offiziere hin ausgefertigt. Die Urkunden sind in französischer Sprache gehalten. Landgerichtspräsident Dr. Lehrell hat Reproduktionen von diesen Urkunden anfertigen lassen, die als Gedenkblätter den Arbeitsdienstlagern überreicht werden, die die Namen dieser deutschen Helden führen. Hülfer Nauvers, der verannzlich durch Selostmord endete, erfahren wir noch, daß Lingnau allem Anschein noch weitere schwere Verbrechen begangen hat. In dem von ihm bewohnten Haus fand man außer dem Geld noch vier Pistolen mit über 100 Schuß Munition, darunter auch zahlreiche Dumdumgeschosse. Als die Beamten am Dienstag morgen zu seiner Festnahme schritten arbeitete Lingnau im Garten. Mit vorgehaltenen Pistolen wurde der Verbrecher aufgefordert, die Hände hochzuheben. Er kam dieser Aufforderung aber nicht nach, sondern stürzte sich auf die Beamten und geriet mit ihnen in ein Handgemenge. Erst nachdem ein weiterer Beamter hinzukam, konnte der Verbrecher gefesselt und abtransportiert werden. Im Polizeiamt Mengede machte Lingnau einen zweiten Fluchtversuch Er riß sich von den Begleitern los, schlug einem Beamten mit den gefesselten Händen ins Gesicht, doch machte ihn ein Hieb mit dem Pistolenschaft unschädlich. Hernes 40=Jahr=Feier begann Großkundgebung auf dem Adolf=Hitler=Platz Herne, 30. März. Die Feierlichkeiten aus Anlaß der 40=Jahr=Feier der Stadt Herne wurden am Mittwoch nachmittag mit einer Festsitzung in Gegenwart des Regierungspräsidenten Dr. Runte eingeleitet. In dieser Sitzung wurde der Haushaltsentwurf für das Mörder Kurschildgen am 16. April vor Gericht Wuppertal, 31. März. Durch Beschluß der Großen Strafkammer des Landgerichts Wuppertal ist am Dienstag gegen den Mörder Wilhelm Kurschildgen aus Solingen=Ohligs das Hauptverfahren wegen schweren Raubes im Rückfalle und wegen Mordes, begangen an dem Stadttierarzt und Schlachthofdirektor Dr. Hopf aus Solingen, eröffnet worden. Die Hauptverhandlung wird am 16. April vor dem Schwurgericht in Wuppertal beginnen. Der Plan, die Verhandlung in Solingen stattfinden zu lassen, ist fallengelassen worden. Gefreidedroßmarkt zu Berlin Amtl Preise. Betreide und Delsaaten per 1001 kg. sonst ber 101 kg aggenm,.)A. Vistoriaerose 34.0 33 034 0 S80 Ma3rs 33 O 0.-35.0 Futtererosan 240250 29.0 25.0 * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 31. März: 97.00 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz od. Draht: 148 Reichsmark. Englands Rüstungskoniunktur Aufhebung des Einfuhr zolls für Eisen und Stahl. Mit Wirkung von Donnerstag ist der Einfuhrzoll für Eisen und Stahl in England aufgehoben worden. Diese Maßnahme hat sich mit Rücksicht auf die Verknappung in Eisen, besonders aber in Stahl, als notwendig erwiesen. Bisher lag ein Einfuhrzoll von 36,50 Reichsmark auf jeder Tonne. Am 22. April findet die erste Auslosung der vierprozentigen Schuldverschreibungen des Umschuldungsverbandes deutscher Gemeinden(Umschuldungsanleihe) statt. Der Umlauf an Umschuldungsschuldverschreibungen beläuft sich auf rund.9 Milliarden Reichsmark, wovon erstmalig 3 Prozent, d. h. 87 Millionen Reichsmark, zur Auslosung gelangen werden. Der Reichskommissar für das Kreditwesen hat der Genossenschaftsbank„Deutscher Aufstieg" eGmbH. in Berlin, Knesebeckstraße 43/44, die Fortführung der Geschäftsbetriebes untersagt. Rh.-Westf. Börse, Ollsseldorf. 31. März Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz. Bankgeschäft. Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufend: Notlorungen 31. 3. /1, 3. 111. 3. 1. ID. 34 a Schlus Ppreliuspentgehhe Kenal schiges Rlbesitz. %hhlossch Rll. %% Krupo RU. S% M itelstehl Bemberg berger Boderus Dahlbusch Si. Disch. 4tlanten Oisch. Erodl 9 Resched. V. Horim Union L5. Farbenind. Fändmöhle Falen≈ Soille :10schmict Hürpen [31. 3. 1N. 8.(3I. 3. J 30. 3. Otv. Anfang Schlusl Kassa Schlu! Hossch Köln-K. /1 Hali-Aschers Höckger-W Mannssmans Masch. Untem. Reichsbank Rheia, Braunk, Rhein, Stahlv. Rh.-W. Elet. Saizdetforth Schucker 4Co. Siemena 4 hal. Gebr. Stollwert Ver. Stahlwarke Westo. Kaufoof Westeregen 123.25 142.07 132.09 MIIT TD 1I7. 78117.78s117 50 S 1124.50 127.50 123.12 117 7S 113.01 142.00 141.52 19512 191 12 - 230.00 137.75 157.62 123.12 129.97 . 188 25 184.350 164. 15 193.75/193.00 193.00 6 117.99 45/113.25 111.75 115.13 0 89.12) 80.10 39.87 51123.12125.00 123 25 123.82 117.75 112.97 1970: 230.25 157 50 128.87 168.75 61184.50 8/193 75 Winterchell 81130.12|123.75 129.50 Fraunk. Zut. er r a Ddss. Pgech. 3 Dman;f 1. Pod sschw. Vorg. V. Pwaig.-AudPgr. u. Jo. 8. 20-v- R47 B29e S211.49 ueTesche Sokz 1157.02 12350 165.00 124.90 117.00 115.25 89.00 M1309 Steinkohlen-Kure 31. 3..89 8. Seid Speff 631d Bnet Carol. A. 16500 720 16850 7150 Const. 12359l 2100 9200 9700 Dautschl. 415 445 830 450 Schwern-.Honz.. 1154001430915.400 Lango 18000 1810. /1600010000 Graunkonten-Auxe Gstehloft. 6700/000 68.(10. C 130 * s13400 .1550 1 4200 Leonn Gicne veste Geraherern.1 Kalt-auze Seienrode 1160|1210 11501210 Se 81363 1690110. 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Kalt Rebset Hortan ügerurmchn 91 5/115 61 87.5 82.0 114.7 1530 6/123.5127.8 3. 18 4131.0 Siem.& Haleke stolberg. Zink Pas (och!“ Tuch dachen Union ehem. 31319.— 8133 04m 0 8165 5165.7 gv. Ntrch. Rete Ver. Glanrst. Ver. Uitramarin Vogel Draht 9194 0194.0 4126 0126 0 9143 01480 Sarott Schlege Schles. Berg. 8. 2. " Berg. Heuth. " Elast.9534 Schub. ap Salzer .0 Schuithess-Patz. Segersdorter 8. Semens dias wegge 4 ch. Wandererw. Warstr ner Grod. Neatialen Oraht Wiekdler Bras. 9193.0191 191.5 123 5 9153 7/138.5 0—. 11 11 6148.5147.0 92 1 142 5 93.0 S119 81 8 148.7 3 97.2 5 S: 19— 1197 93.0 Verkehrewerte A. 6. für Verschr Soch.-Gelsont. Ramb. Amer. Pak Nand. S0saner. Horoo. Lioge 19.518 1. 1 16.2 44 43 5 9 192 15.5 Rentenwerte 45 D4. R. Schatz. 41 4 0k. R. Anleins 44 35 0. R. Jougzam. 45 dechsoann Son. Mestalen Atosslu 45 Soazum ael. 45 Jusourz. 45. 25 bbsseld. dnt. I5 Elberfeld. Anl. Gt Essen dul J5 M0h.-Rohr 4pl. 4. Rohrerbs. Jnl. 36 45 Sg, Ldof. 4. Pfd. 45 Lobk. Westi. Pfd. 45 Lddk. Wast.Kom 420t. Kom n. Goldan 45 Westt. 1dsch. Pfo. 45 N. Hvo. S. 8ig. P70 4# Pr. Gantr. Sod.Pfa. #5 Pr Pfddr. Rk. Pfg. 15 Basalt Obl. 6 Consord. Berg. Od. 6 Daimier Benz Ool 5 Klöcknerw. Odi. 6 Hont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47131 5Ver. Stahl 5 Siem. u.. O94. 8 arbenbande Umsen. Anleche 97.2 94.7 96.1 96.5 96.1 99.7 952 95.2 98.5 93.7 93.7 105. 510 .3101.0 .9 95.1 .9 97.5 1.5 1.5 .51.1 99 521 1. 3. 31. 8. R. Schuldb. F. 39 R. Saau do. F. 40 R. Seau do. F. 45 3. Scau. do. F. 45/0 SEssen Stank. 4 Orie Geld 100 2—. 99 1 100 05..5 99 0 35. 192.2121 5 94 2 91.0 97.9 30.05 9. 9123 25. Westtalenbank.Austunrung samiliene: -3. 5 Boshum oksenl #ae Die neue Dreudisch-Süddemische Klassenlollerie besinn: Versuche Dein Glück bei M Lose in jeder Einteilung vorrätig 1 Kfasse 3RNI. Siaatl. Lotterle- Einnahme Bochum, Wilhelmsplatz 1/8 LOS 1 Klasse 3RNI. Seite Nr 73 In München alter Die einzige deut Es maa berühmtere geben, als den neuen,e Tierpark Hellabrunn. seit einigen Monaten die seit Juli vorigen: der Menschenaffen, die dient, den Besuchern al ist. Saubere Häuser b senhaften Lebewesen, ahnen und Urstammvö len. Es ist die einzig in Deutschland besitzen. In Hellabrunn si Gorillas und Gibbons Familie erwachsener Fmilie erwachsener Jede Affenfamilie hat, Wohnung, mit einem und einem Außenraur Garten. Für jedes Ti tratzen und Decken: dunkle Vorhänge zuge übung, um für die 2 Sommermonaten eine Heimat herstellen zu ki einer genau geregelte tilationseinrichtungen dieser oft schwierigen Vorkehrungen läufte treten eines Affenheuf Rücken, wenn ein Or und mit einem Körper seinem zottigen, lanab MARIAN □ „Ein Animiertsch kräftigt Gigi,„Davo nichts nichts zu wissen.. „Laßt euch doch denn das nicht wisse „Ist denn das Leben mit verbundenen Aus Grade Stammgast b' „Aber Maltschi chokiert...„Manc Und zu Theres:„ Spaß... Das ist leichtsinnige Frauenz sten Ranges halt. „Gegen die Mäl lich nichts einzuwe kastisch. Der alte Herr li ... das ist eben Heutigen reden von wollen, aber was eine Frau halt trotz Wie aus weiter an Theresens. Ohr. sitzt sie da. Mädel: Frauenzimmer das also... so aus... Das groß anderfinden.... n Zufall, ein lächerlic Ekel würgt ihr Glas Wein auf ei und noch eins halten... Und wird ein tiefes Gr senkt... Und sie dankt Seine Erlaucht jet Aufnahmeprüfung „Daß Sie mit rühmtheit werden". dem Finger. „Ich werde der machen...“ Bestimmt— d schon genug Scha Und plötzlich k die Tränen in die husten, als hätte kann man mit den Leichtsinnige Frau daran. Schnelle mit... Und dann end auf, Knicks rechts, gnädigst entlassen „Eigentlich, ga dium“, bemerkt S noch eine Zigare Seite. Nr 75# Bochumer Anzeiger 7 Donners'ag, 1. April 1937 Kurst und Wissen In München werden Menichenatten gezücktet Die einzige deuuche Menichenattentlation Es mag berühmtere zoologische Gärten auf der Welt geben, als den neuen, erst 1929 gegründeten Münchener Tierpark Hellabrunn. Was den Hellabrunner Tiervark seit einigen Monaten ganz besonders auszeichnet, ist die seit Juli vorigen Jahres neu eingerichtete Station der Menschenaffen, die zwar wissenschaftlichen Zwecken dient, den Besuchern aber in vollem Umfang zugänglich ist. Saubere Häuser beherbergen die seltenen und riesenhaften Lebewesen, die mit unsern menschlichen Urahnen und Urstammvätern so ena verwandt sein sollen. Es ist die einzige Menschenaffenstation, die wir in Deutschland besitzen. In Hellabrunn sind Schimpansen. Orang=Utans. Gorillas und Gibbons untergebracht, von denen je eine Familie erwachsener Tiere zusammengehalten werde Jede Affenfamilie hat eine vollständige und geräumige Wohnung, mit einem Innenraum, einem Schlafzimmer und einem Außenraum, gewissermaßen eine Villa mit Garten. Für jedes Tier ist auch ein Bett da, mit Matratzen und Decken; wenn Schlafenszeit ist, werden dunkle Vorhänge zugezogen, wie bei einer Luftschutzübung, um für die Trovenbewohner auch in unseren Sommermonaten eine zwölfstündige Nacht wie in ihrer Heimat herstellen zu können. Die Temperatur wird auf einer genau geregelten Höbe gehalten, und aute Penz tilationseinrichtungen sorgen für frische dieser oft schwierigen technischen Einrichtungen und Vorkehrungen läuft es dem Besucher beim ersten Betreten eines Affenheuses in dieser Station kalt über den Rücken, wenn ein Orana=Utan von zwei Meter Größe und mit einem Körpergewicht von zweieinhalb Zentner in seinem zottigen, lanahaarigen Fell unbeweglich und mit MARIANNE NON ANGERN Die Gattg gerhr. Se=tseltelt starrem oder bösem Blick, die langen Arme ausgestreckt und die kurzen Beine gespreizt. aus dem Halbdunkel durch die große Glastafel stiert. Es ist, als ob dieser Tierblick dem Menschen bis ins tiefste Innere dringen will— forschend und vorwurfsvoll zugleich. Im wesentlich milderen Lichte erscheinen die Kolosse, wenn sie draußen in der Sonne liegen und blinzelnd aus den kleinen Augen ihre Beschauer gleichgültig mustern.— Die Affenkinder haben ihre Kinderschlafzimmer und ihren Speisesaal, genau wie in einer Kleinkinderbewahranstalt oder in einer Spielschule. Ja, das Svielbedürfnis haben sie mit den Menschenkindern gemein und ist bei beiden wohl gleichmäßig stark ausgeprägt. Auch essen die kleinen Menschenaffen sehr manierlich; für sie ist eine besondere Küche vorhanden. Wie alle Kinder sind sie am liebsten in der frischen Luft. Natürlich ist auch nach dieser Richtung hin bestens vorgesorat: da ist ein mit einem Glasdach versehener Außenbewegungsraum, und ferner ein freier, riesiger Svielplatz mit Turngeräten und Klettergerüsten. Der Laie glaubt aern, daß in erster Linie die Affensprache Zweck und Ziel des Studierens sein müßte. Trotz aller Versuche und Experimente. welche die„Affenprofessoren" in anderen Ländern nach dieser Richtung hin angestellt haben, ist man nicht sehr weit damit gekommen. Ein anderes. ein positives Gesicht haben die Intelligenzprüfungen, deren Methoden bereits vor zwanzia Jahren auf der Menschenaffenstation Teneriffa ausgedacht,waren und die wohl aua in München fortgesetzt werden. Der englische Naturforscher I. D. Beresford behauptet, daß Tiere die das täglichen Lebens anders sehen als die Menschen: es gäbe für die wilden Tiere nur zwei Gegenstände von Interesse: Gegenstände zum Essen und zum Fürchten. Im Verlauf seines Lebens lernt das Tier nur Dinge erkennen, die zu seiner unmittelbaren täglichen Erfahrung gehören. Sie alle werden von einem tiefen Instinkt geleitet. Ueber die Art der Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Tierpsychologie bei der neuen Münchener Menschenaffenstation verlautet bisher wenio. aber es wird wohl bald mehr zu hören sein; als sicher kann angenommen werden, daß sie nicht in der Richtuna einer „Vermenschlichung der Menschenaffen" erfolgen wird. dagegen soll versucht werden, in Hellabrunn Menschenaffen zu züchten. Gemeinichaftskonzert im Rundlunk Bochums Orchester im Reichssender Köln. Wie das Bochumer Orchester seinen ersten Dirigenten noch nicht vergessen hat, erinnert sich auch Rudelf Schulz=Dornburg aern noch seiner jungen Kunstlerschar, mit der gemeinsam er sich die musikalischen Sporen verdienen konnte. Es ehrt den jetzt als ersten Funkkapellmeister nach Köln berufenen Orchesterleiter, daß er bei Antritt seiner neuerlichen Tätigkeit im Westen des Bochumer Orchesters gedenkt. Zur Mitwirkung beim heutigen Antrittskonzert im Kölner Sendehaus, das in Abänderung des vorgesehenen Funkvrogramms um 20.10 Uhr gesendet wird. wurde neben dem Reichsorchester der Flieger— von dem sich Schulz=Dornbura bei dieser Gelegenheit verabschiedet—. auch das Bochumer Städtische Or chester verpflichtet. Das Programm wird vor der Sendung bekanntgegeben. Bochums Musikfreunde den sich diese interessante Rundfunkdarbietung nicht entgeben lassen. Luis Trenker heute in Bochum In Stuttgart wurde der mit hohen Prädikaten ausgezeichnete Film„Condottieri“ uraufgeführt und lief zu den Feiertagen in 120 deutschen Städten an. Der Regisseur und Hauptdarsteller Luis Trenker befindet sich zur Zeit auf einer Reise durch Westdeutschland und stellt sich auch in Bochum versönlich vor. Er wird heute von Aachen kommend 16.07 Uhr auf dem Hauptbahnhof eintreffen. Der Corneliuspreis der Staatlichen Kunstakademie tage Albert Leo Schlageters am 26. Mai verteilt. Alle gebürtigen Maler und Bildhauer die Mitglied der Nach den Bedngungen. Veiähzlesge Färif- Verte drer 1. Mai mindestens, drer, be#erte chree Hand an die Staatliche Kunstarademie Dusseldorf. Eiskellerstraße 1, einsenden. Geschichtstafel 1. April 1732 wurde der große Komponist Joseph . Sohn eines Schmiedemeisters in Rohrau a. d. Leitha 1815 wurde der Gründer und erste Kanzler des Deutschen Reichs Otto von Bismarck auf dem Familiengute 1924 wurde Adolf Hitler zu sünf Jahren Festungshaft verurteilt und nach der Festung Landsberg am Lech gebracht. 50 Df. die große lube, 25 Df. die kleine Tube: Und dabel überaus gründliche Reinigungskraft. Aschonugg, des Tlehnscnmenen angenehm milder u. ertrischender Seschmache „Ein Animiertschecherl, mit Respekt zu sagen", bekräftigt Gigi.„Davon braucht ein junges Mädchen gar „Laßt euch doch nicht auslachen. Warum. soll sie denn das nicht wissen?“ ereifert sich die Grafin... „Ist denn das Leben ein Blindekuhspiel, durch das man mit verbundenen Augen geht? Wissen soll sie nur ruhig. Grade Stammgast braucht sie dort nicht zu sein...“ „Aber Maltschi...“ verweist Seine Erlaucht chokiert.„Manchmal red'st du schon Sachen...“ Und zu Theres:„Die Frau Gräfin macht natürlich Spaß... Das ist also eine Oertlichkeit, wo man nur leichtsinnige Frauenzimmer antrifft, so Mädels niedrigsten Ranges halt...“.. i 144 „Gegen die Männer, die dort verkehren, ist natürlich nichts einzuwenden?" fragt Ihre Erlaucht se Der alle Herr lächelt sein.„Ja— sehft, das ist eben so eine Sache... Da können die Heutigen reden von Freiheit und Fortschritt soviel sie wollen, aber was einem Mann erlaubt ist, das darf „Wdie aus peiler Ferne dringt Rede und Gegenrehe an Theresens, Ohr. Vernichtet und elend, blaß und steu sitzt sie da. Mädel niedrigsten Ranges... leichisinnige bas alse us se scheu de Gecschähzelgepole Eit. Zusall, ein lächerliches, niederträchtiges Mißvertändrig. Ekel würgt ihr im Halse... Schnell, schnn ein Glas Wein auf einen Zug hinuntergespull, noch eins und noch eins... So— nun kann man schon durchhalten Und später, wenn man dann allein ist, wird ein tiefes Grab geschaufelt und alles hinein verUnd sie dankt sogar mit verzerrtem Lächeln, als Seine Erlaucht jetzt erklärt, sie morgen persönlich zur Aufnahmeprüfung ins Seminar zu geleiten... „Daß Sie mir dann aber auch wirklich eine Berühmtheit werden", droht der alte Herr scherzhaft mit Ich werde dem Herrn Grafen schon keine Schande Bestimmt— das wird sie nicht... es ist ohnehin schon genug Schande auf ihr. So viel Schande... Und plötzlich kann sie es doch nicht hindern, daß ihr die Tränen in die Augzcdopberschlugt: Rosch, zin wzeg husten, als hätte man sich verschluckt... So— jetzt kann man mit dem Taschentuch über die Augen fahren. Leichtsinnige Frauenzimmer... nein— nicht rühren daran. Schnell ein Grab, ein tiefes, und hinein daUnd dann endlich, endlich, hebt die Gräfin die Tafel auf. Knicks rechts, Knicks links— die Theres ist allergnädigst entlassen... „Eigentlich ganz nette Sache, das mit dem Stipendium“ bemerkt Seine Erlaucht hüstelnd, während man noch eine Zigarette zusammen raucht. „Großartig, verehrte Tante“, stimmt Gigi enthusiastisch zu,„wirklich wahr, man muß etwas tun für die Kunst.... 4. Kapilel. Kathi, die Hausmeistersfrau, macht ganz erstaunte Augen, als sie in aller Morgenfrühe auf der Treppe zwischen dem zweiten und dritten Stock dem jungen be Shen' hat sie selbst fluchtarig die Wohnung des Herrn Doktor verlassen, weil im Badezimmer schon do Rauschen der Brause hörbar wurde. Da galt es also in aller Hast den Frühstückstisch zurechtmachen und schleunigst zu verschwinden. Denn wenn der Doktor einmal beim Duschen ist, dauert es keine fünf Minuten, daß er persönlich im Wohnzimmer erscheint. Und daß er um diese Zeit noch kein menschliches, Wesen um sich vertragen kann, ist ja zur Genüge, oekannt. Was fällt also dem jungen Herrn ein, hier bei nachtschlafender Stunde anzutanzen? Antanzen ist eigentlich übertrieben. So ganz sotid auf den Beinen scheint er nämlich nicht zu sein. Wie er sich da so vorsichtig am Geländer hochzieht, könnte man fast auf den Verdacht kommen, der junge Herr von Gigi habe einen Schwips. Auch das Hütl sitzt ihm ganz schief am Kopf. Na ja— gedraht wird er halt haben und ein bisser! benebelt ist er Und daher hat er auch die Kurasch... „Hat sich der Gestrenge schon erhoben, bittesäähr.“ Gut zu leiden ist er ja, wie er so spitzbübisch zwinkert mit den schwarzen Augen. Einen kleinen Wink müßte man ihm schon geben. jegt beim Frähtäch „Der Herr Doktor dürft ehen jetzt##n Frun tück sein“, sagt die Kathi mit besonderem Nachdruck im Ton. Keck ist er halt— na ja, der Alkohol..!„Und nachher hat der Herr Doktor meist noch zu arbeiten.“ „Wann arbeitet der Herr Doktor nicht?" tönt es trotz der Warnung schon vom nächsten Stockwerk zurück. Wem eben nicht zu raten ist.. Resigniert ihre drallen Schultern hebend, gibt Kathi den hoffnungsSanst ist er sa nicht gerade, der Dahlen, wenn man ihm unvermutet auf die Bude rückt... Das Junggesellenleben macht zum Sonderling, pflegt er selbst freimütig zuzugeben... Das alles weiß Gigi genau und hält in seinem Hirnkasten eifrig Ausschau nach einer triftigen Begründung dieses Besuches. Aber etwas Stichhaltigeres, als die Tatsache, daß er eben hier um die Ecke herum einen Kaffee getrunken hat und dem Gesetz der Serie entsprechend, dem häufigen Aufenthaltswechsel dieser Nacht noch einen weiteren beifügen„is.,„Iollt ihm beim besten Willen nicht ein und sein„o klingt gar nicht so übermäßig selbstsicher, als Dahlen auf sein Klopfen im Halbdunkel der Eingangstür er„Siehst ja einigermaßen verschwiemelt aus“ stellt er mit einem Blick auf Gigis übernächtige Visage fest. „Willst du dich nicht im Badezimmer ein wenig frisch „Nicht nötig“ wehrt Gigi mit einer müäden Armbewegung ab.„Ich geh sa ohnehin gleich nach Haule, „Darf ich fragen, wo sich derzeit dieser Iuhause „Immer noch im Hotel Erzherzog Karl, bittesäähr. Komm ich denn dazu, mich um ein Quartier umzuSchweret Dilemma das bei die... Du arbeitest nicht, weil du kein Quartier hast, und du findest kein Quartier, weil es dir an Zeit zum Suchen fehlt... Aber von anderen scheinst du anzunehmen, daß sie die ihre gestohlen haben. Oder ist es etwas Wichtiges, das mir die Ehre dieses frühen Besuches verschafft... Dann bitte ich, mich nicht auf die Folter zu spannen. Ich habe nämlich heute noch eine Kleinigkeit vor... Vielleicht siehst du dir das einmal an...“ Er hält Gigi den über und über bekritzelten Stundenkalender unter die Nase.„Also, es war mir ein Hochgenuß...“ Doch Gigi überkommt mit einemmal eine so bleierne Müdigkeit, daß selbst ein noch deutlicherer Hinausschmiß an ihm wirkungslos abgeprallt wäre. Er läßt sich in einen Klubfauteuil fallen und streat gähnend Menschenskind— du gedenkst doch nicht etwa, hier sanft zu entschlummern? Was war denn das für eine verdammte Bummelei heute Nacht? Oder hast du wieder einmal durchgespielt““ 56 „Nur bis drei— bittesaahr. Mit Anstrengung hebt Gigi die schweren Lider...„Und natürlich ge„So sehr natürlich ist das gar nicht... Bis jetzt hörte ich immer nur das Gegenteil. Bis jetzt!“— Ein Seufzer entfährt Gigis Brust. „Da hast du schon die ganze Tücke meines boshaften Geschicks. Glück im Spiel...“ Er hebt bedeutungsvoll e Aicheer. unglücklich verliebt... Eilig vertauscht Dahlen im Schlafzimmer Flausch= rock mit Jackett und bürstet noch einmal durch das volle dunkelblonde Haar.....„ Richtig beschwingt fühlt er sich, als prickelte Champagner ihm im Blut. Tatsächlich— er freut sich auf den Abend... So eingesponnen war er in die Arbeit, so gehetzt von den täglichen Pflichten, daß er dieses kleine Mädel ganz aus dem Gedächtnis verloren hat. Die wird Augen machen heute... Große braune Augen... Hoffentlich wird sie da sein. Wenn man sie verständigen könnte. Wie hieß doch das obskure Hotel, in dem sie wohnte... Ach Gott— so ein Mädel wohnt heute da und morgen dort... Der wird schon Bescheid wissen. Vielleicht kommt man noch dazu, am Graben eine nette Bluse einzukaufen... So— rasch noch ein wenig Kölnisch Wasser auf das „Fertig" ruft er, in das Wohnzimmer zurück„Geh schau“, bettelt=Gigi, als sie im Taxi Platz genommen haben,„könntest du mich wirklich nicht mitnehmen Gigi nickt schwermütig...„Verliebt und unglücklich... Du wirse begiehe Kommt nicht in Frage, Aber einen Handkuß will ich deiner Schönen gern ausrichten, wenn du mir verlich... Du wirst verstehen, daß dieses verruchte Geld sofort weg mußte. Versoffen ist er— der schnöde Mammon. Gigis Leid, des Großmoguls Freud...“ „Großmogul... Halt, da fällt mir doch ein... haben wir nicht miteinander noch ein Hühnchen zu rupfen? Ist das eine Art und Weise, einen einfach zu versetzen? Deshalb warst du wohl jetzt auch vierzehn Tage von der Bildfläche verschwunden..“ Gigi nickt mit glasigen Augen.„Damals war ich nämlich im Verlust... Hast du lange gewartet?“ Dahlens Antwort bleibt aus... Ganz plötzlich steht jener Abend wieder vors seinem Gedächtnis... Die Kleine an seinem Tisch... dunkles, rötlich schimmerndes Haar... vergossener Wein... besteckte Bluse.. alkoholisch sentimentale Stimmung... ernüchterte Heimkehr in grauender Morgendämmerung Sapperlot— total vergessen hatte er die Geschichte. Einen hübschen Begriff wird sich das Mädchen von ihm machen... einfach verschwunden auf Nimmerwiedersehen... Dabei mußte doch die Sache mit der kaputten Bluse auf irgendeine Weise geregelt “ Wie lange haft du denn gewartets“ beharrt Gigi mit schlaftrunkenem Eigensinn auf Beantwortung seiner Lange genug... Wir wollen noch einmal Gnade für Recht ergehen lassen. Dafür aber bitte ich mir aus, daß du mich heute abend um elf dort erwartest... Wehe, wenn du wieder nicht kommst.“ Beteuernd legt Gigi die Hand auf das Herz:„Also auf Ehre— bittesäähr...... „Gut— und nun troll dich gefauigst... gder warte— ich kann dich vor dem Hotel absetzen. Muß ohnehin auf einen Sprung zur Oper hin. Aber jetzt ist höchste Eisenbahn. In einer Stunde beginnen die Aufnahmeprüfungen im Seminar...“ „Seminar?“ Gigi ist elektrisiert.„Könntest du mich da nicht so ein bissel hineinschmuggeln?“ „Verrückt geworden? Wir sind ja keine Schaubude. Woher übrigens dieses plötzliche Kunstinteresse?“ „Was hat das— bittesäähr— mit Kunst zu tun, die Glückliche? Na, ich will ct ind zie hab ich leine Geheimnisse „Ich muß mich nur rasch fertig machen. Unterwegs kannst du mir dann dein Herz ausschütten.“ 4 ratest, wer sie ist...“ „Na, die Stipendistin halt.“ Dahlen lacht belustigt auf...„Schau, schau... der„steirische Bauerntrampel', wie du sie so liebevoll benamst hast. Das nenne ich Ironie des Nun bist du verliebt, du armer Teufel... und dazu , Bustg, Has ist noch nicht so ganz heraus.. Gestern bei den Hoheneggs, weißt du, da tat sie ganz verrückt mit mir. Halt, Gigi, hab ich mir gesagt, die fliegt auf dich... Aber dann später... soll sich einer mit den Weibern auskennen... Jedenfalls zwei Augen hat das Mädel...“ „Gleich zwei?— Das muß ja eine fabelhafte Person sein“, spöttelt Dahlen gutmütig.„Na da wären wir ja schon angelangt... Also Servus.... und vergiß nicht... Heute abend um elf...“ Eine Minute später fährt der Wagen bei der Oper vor. Besorgt blickt Dahlen auf die Uhr. Eigentlich müßte er schon im Seminar sein. Na— es handelt sich ja hier nur um eine kurze Besprechung mit dem Bühnenmeister bezüglich der Neuinszenierung des Fidelio. Allerhand, was er sich da wieder aufgeladen hat. Aber je mehr die Arbeit sich staut, um so wohler fühlt er sich ja. Nur in der Bewegung liegt das Glück... Eine knappe Viertelstunde später fahren sie schon wieder los.„Schnell, schnell...“ feuert er den Chauffeur an. Gerade weil er sich im Seminar eine Ver=, spätung wohl leisten könnte, will er sie vermeiden. Das Seminar ist sein besonderes Steckenpferd... Ohne Ueberheblichkeit— aber wenn es heute wieder einen europäischen Ruf genießt, so ist das zum großen Teil sein Verdienst. Hier hat er gründlich aufgeräumt mit den ganzen verstaubten Lehrmethoden und dem künstlerischen Nachwuchs neue Wege gewiesen. Ein wenig stolz darf man darauf schon sein..... Da steht auch schon Alois Schöberl, langjähriges Hausfaktotum im Seminar, ausschauhaltend vor dem Eingang. Ehemalige Zierde eines Deutschmeisterregiments, hat er seine soldatischen Allüren beibehalten. In militärisch strammer Haltung hebt er zwei Finger „Ergebenster Diener, Herr Doktor. Bereits begonnen... Drin sind's schon alle, die Talenter“, sagt er und streicht unternehmend die kohlschwarzen Schnurrbartspitzen, die er einem Gerücht zufolge mit Schuhnachtärbd.(Fortsetzung folgt.) 9n 1 -1 Wöllen=Sie eine Million gewinnen Jedem deutschen Volksgenossen bietet die Staatslotterie die Möglichkeit, eine so große Summe zu gewinnen. Sogar zwei Haupttreffer in dieser zeichnet der amtliche Gewinnplan— und außerdem noch weitere 342998 Gewinne. Insgesamt werden in 5 Klassen 67 660 180 Reichsmark ausgespielt. Die Gewinne sind einkommensteuerfrei. Nur 800 000 Lose sind im Spiel— fast jedes zweite Los gewinnt also! Bei solchen Aussichten kann der Entschluß, mitnicht schwer fallen! Denn es braucht ja nicht Ziehung der 1. Klasse der 49. Preußisch=Süddeutschen gleich ein ganzes Los zu sein— schon ein Achtellos kann(275. Preußischen) Klassenlotterie. Den amtlichen Ge100 000.— Reichsmark gewinnen und kostet doch nur winnplan und— soweit verfügbar— Originallose .— Reichsmark je Klasse. Am 23. April beginnt die erhalten Sie bei allen Die neue Lotterie beginnt: Wer kein Los hat, kann nicht gewinnen: useg uns den eruigen Gerinlay.9000 bus dinne zu ie 1000000.— RM 2 Gewinne zu je 200000.— RM, 12 Gewinne=zu se 30000.— RM e 300000.— Rii, 10 Gepinne zu se 100000.— Rüt Außerdem3126sweigreshegiuneig teo Der Präsident der Preußisch## Süddeutschen Staatslotterie turur! Seite 10 Nr 75; Bochumer Anzeiger„ Donnersiag, 1. April 1932 Wird„Blau-Weitz“ Bochum Sportrelultate und Fernfchübertragung Sonntag Endkampf um die Westfälische WasserballMeisterschaft in Bochum Wie bereits mitgeteilt, führt der Schwimmverein „Blau=Weiß" Bochum Sonntag im Bochumer Stadtbad die Endkämpfe um die Westfälische bster selnahmeberechtgt sind S enge: Turnen und schaft der Winterrunde durch, zu der die drei Bezirksmeister teilnahmeberechtigt sind, und zwar Tu.#g meinde Bielefeld als Sieger der Gruppe 2, SV. Iserlohn=Schleddenhof als Sieger de Gruppe 3 und„Blau=Weiß" Bochum als Sieger der Gruppe 4. Die Bochumer Mannschaft hat bekanntlich die Spiele um die Gruppenmeisterschaft überlegen als Sieger beendet, so daß die Hoffnung besteht, daß die Mannschaft Bochum den Titel eines Westfalenmeisters beischeren wird. Sie Fse,Ohertzage, ieogench in der Mannschaft des SB Scleddenhaf, die als frühere Turnermannschaft bereits Deutscher DT=Meister gewesen ist, auf harten Widerstand treffen. schätzt werden darf auch das Können der Vielefelder Mannschaft. Die Spiele werden nach dem Punktesystem jeder gegen jeden durchgeführt, so daß insgesamt drei Spiele stattfinden. Die Auslosung ergab folgende Paarungen: 1. Spiel: Iserlohn gegen Bielefeld 2. Spiel: Bielefeld gegen„Blau=Weiß“. Bochum 3. Spiel:„Blau=Weiß". Bochum gegen Iserlohn Martha Genenger startet Das schwimmsportliche Ereignis der Veranstaltung ist der Start der zweiten Olympiasiegerin, Deutschen und Europameisterin Martha Genenger im 200Yards=Brustschwimmen. Bekanntlich stellte Martha Genenger 1935 in Bochum über diese Strecke im Alleingang einen neuen Weltrekord auf. Martha Genenger. die jetzige Frau Engfeld bewies ihre augenblicklich hervorragende Form durch einen neuen Weltrekord im 400=Meter=Brustschwimmen. Sie erhält Sonntag in der zweiten Deutschen Meisterin Trude Wollschläger eine starke Gegnerin, zumal noch Teich(Duisburg) und die Westfälische Meisterin Müller(Dortmund) im Rennen liegen. Den Weltrekord im 200; Yards=Brustschwimmen hält augenblicklich Hanni Hölzner(Plauen) mit 2,42,6 Minuten. Daß Martha Genenger alle Anstrengungen machen wird, sich in Vochum„ihren" Weltrekord wieder zurückzuholen, ist gewiß. Am 4. April 3. Zwischenrunde um den Tschammer=Pokal Werne— Börnig. Dülmen— Schwarz=Gelb Gladbeck. Gelsenguß— BfR. Herne. Sportfreunde Gladbeck— Preußen Bochum. Werdohl— Brügge. Gelsenkirchen 07— Wattenscheid. Bottrop— Bocholt 1900. Datteln— Erkenschwick. Westfalia Ahlen— Beckum. Kaiserau— Bövinghausen,„Schwelm, 06— Altege voerde. Menden— Eiserfeld. BV. Rheine—, Gronau. Paderborn 08— Neuhaus,„SS, Herford— VfB. Geseke— Union Herford. Witten 92— Mengede. Die Termine der Aufstiegsspiele zur Gauliga Beginn am 4. April 1. Serie Gruppe Bochum: MBV. Linden. Grupve Gelsenkirchen: SvVg. Röhlinghausen. Gruppe Dortmund: Arminia Marten oder DSC. Hagen oder Sportfreunde Dortm end. Gruppe Minden: Arminia Bielefeld. Gruppe Münster: Preußen Münster. Gruppe Arnsberg: Spielvg. Klafeld=Geisweid. 4. April Bielefeld— Röhlinghausen. Münster— Klafeld. 11. April Röhlinghausen— Dortmund. Klafeld— Linden. Bielefeld— Münster. * 18. April Münster— Röhlinghausen. Linden— Bielefeld. Dortmund— Klafeld. 25. April Röhlinghausen— Klafeld. Bielefeld— Dortmund. Münster— Linden. 9. Mai Linden— Röhlinghausen. Dortmund— Münster. Klafeld— Bielefeld. 16. gg Linden— Dortmund SMAU MEE ANLELEE S cg Zeichnung: Hans Kottowskt Mit Beginn der Spiele um die Deutsche Fußballmeisterschaft erreicht die Fußballbegeisterung allWelsge-gen 1. g* Spsien Herstagen. Die erse brodenes Nebertragung ersolgt heute nachmittag 3 Uhr, und zwar werden verschiedene Spiele der heute beginnenden Dreibanden=Billardweltmeisterschaften in Köln zu sehen sein. Beginnend am 1. April Verolmherthonung der Bnlk. ergunisuhen Die neuen Fachamtsleiter des Gaues Welttalen Mit dem 1. April dieses Jahres wird eine Vereinheitlichung der Organisation des DRL. durchgeführt. Gliederung und Arbeitsweise des DRL. wird auf den Grundsatz der Gesamtverantwortlichkeit eines Führers in jedem Gau und Kreis für alle Angelegenheiten des Bieher war es so, daß der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen einmal gebietsmäßig und zum andern fachlich organisiert war. Es gab Kreis= und Vereinsführer, die in grundsätzlichen Fragen den Gauen und Kreisen vorstanden und es gab Gaufachamtsleiter und Kreisfachamtsleiter, die für alle fachlichen Fragen mit dem Reichsfachamtsleiter verantwortlich waren. Die Verantwortlichkeit war also gespalten. Der Instanzenweg lief parallel nebeneinander her. Nur in der Spitze beim Reichssportführer lief die gespaltene Verantwortlichkeit zu einer Gesamtverantwortung der Reichssportführung zusammen. In der neuen Organisation des DRL. hat der Reichssportführer nun eine klare Linie von der Spitze der Reichsführung bis zur Vereinszelle hergestellt. Der Reichssportführer erteilt seine Anordnungen dem Gauführer. der Gauführer gibt sie weiter an Fachwarte und Kreisführer. Die Reichsfachamtsleiter treten mit ihren Reichsfachämtern zur Reichsführung des DRL. Sie gehen in Zukunft ihre auf rein fachliche Angelegenheiten beschränkten Anweisungen unter der Bezeichnung Reichsführung nicht mehr an die Fachwarte der betreffenden Gaue und Kreise, sondern an die Gauund Kreisführer. Fachwarte arbeiten also unter der Leitung der Gau= und Kreisführer. Die neu ernannten Gaufachwarte treten mit dem 1. April ihr Amt an. Zur äußeren Ordnung des DRL. ist nun also die notwendige innere klare Ausrichtung getreten. Die innere Organisation des DRL. ist so geregelt, daß sie den erzieherischen und kulturellen Aufgaben des DRL. gerecht wird. Bei aller Anerkennung der technischen Leistungshöhe; bei allem Willen der Anerkennung der notwendigen fachlichen Arbeiten soll diese Umstellung der Organisation andeuten, daß Gau=, Kreis= und vor allem die klare Aufgabe zufällt, entscheidend in das Gebiet der Charakterformung der ihr anvertrauten Menschen vorzustoßen. Gausachwarte für den Gau 9— Westsalen: Gerätturnen, Gymnastik, Sommerspiele: Otto LöbFußball, Rugby, Kricket: Constans Zersch (Bochum), Leichtathletik: K. Bäcker(Herne), Handball: David Wischnempsky.(Hagen), Schwimmen: Karl Löhr(Dortmund), Schwerathletik: Hermann David(Dortmund). Boxen: Bernhard Adler(Wattenscheid), Fechten: Heinr. Nettinsmeyer(Herford), Hockey: Hardy Jackson(Rheine), Tennis: Clemens Fischer(Kamen), Rudern: Konrad Losse(Münster), Kanusport: Hans Bückmann(Dortmund), Eissport, Rollschuhsport: Gutzeit(Bochum), Skilauf: Alfred Schöller(.=Barmen). Platz für 2000 Wettkämpfer Tokios Olymisches Dorf entsteht Die Frage, wo das Olympische Dorf für die Spiele 1940 errichtet werden soll, bewegt nach wie vor alle Gemüter Tokios. Nach schier endlosen Vorbesprechun; gen ist man nunmehr wenigstens dazu gelangt, die Zahl der für die Schaffung des Olympischen Dorfes vorgesehenen Plätze auf zwei zu beschränken. Es sind das Kinutadai und Todoroki, von welchen Kinutadai zweifellos der am besten geeignete Platz sein dürfte. Der Ort liegt rund 10 Kilometer vom Meisi=SchreinStadion entfernt und ist mit dem Wagen in knapp einer halben Stunde zu erreichen. Während die Entscheidung über die endgültige Wahl im Augenblick noch aussteht— sie wird schon in den nächsten Tagen fallen—, ist das Programm für den Aufbau des Dorfes fir und fertig. Es sollen 100 einstöckige und 50 zweistöckige Häuser errichtet werden, die insgesamt 2000 Athleten Platz bieten, werden. Außer den Wohnräumen werden noch, nach Muster des deutschen Olympischen Dorfes in Döberitz, ein großes Theater, ein Sanitätshaus, eine Schwimmhalle, Trainings= plätze für verschiedene Sportarten und Garagen geschaffen. Als Bauherr wird die Stadtverwaltung Tokios verantwortlich zeichnen, die die gesamten Baulichkeiten und Anlagen nach Beendigung der Olympischen Spiele in ein Kindersanatorium umwandeln will. Die nächsten Fernöstlichen Spiele waren eigentlich dazu ausersehen, die„Generalprobe“ für die Olympischen Spiele zu bilden, die übrigens jetzt offiziell den Namen„Die 12. Olympiade Tokio 1940“, erhalten haben. Aber da man nicht weiß, ob auch sämtliche für die Olympischen Spiele vorgesehenen Baulichkeiten bis 1939 fertiggestellt sind, hat man diese Art Generalprobe abgesagt. Die Fernöstlichen Spiele werden nunmehr im nächsten Jahr in Osaka stattfinden. Belgien— unser nächster Gegner Fußball=Länderkampf Belgien— Holland in Antwerven Am kommenden Sonntag tragen die FußballNationalmannschaften von Belgien und Holland in Antwerven ihren traditionellen Länderkampf aus. Die beiden Mannschaften wurden jetzt aufgestellt. Dabei ist bemerkenswert, daß Raymond Braine in der belaischen Elf als Halblinker eingesetzt wird, während Voorhoof die Sturmführung übernimmt. Auch in der holländischen Mannschaft hat erwartungsgemäß eine Verschiebung stattgefunden. Bakhuys wird ebenfalls halblinks spielen, während Charles Lungen als Mittelstürmer eingesetzt wird. Holland stellt im übrigen jene Elf, die sich Ende Januar in Düsseldorf so ausgezeichnet gegen Deutschland schlug. Die Mannschaften: Belgien: R. Braet(Brügge): R. Paverick(Antwerven), F. Joacim(Charleroi): P. Dalem(Standard Lüttich). E Stynen(Charleroi), A. Dewinter(Beerschot): F. Buyle(Daring Brüssel) A. Ceeulers(Beerschot), B. Voorhoof(Lütticher SK.). R. Braine(Beerschot), St. van den Eynde(Beerschot). Holland: Halle(Go Ahead): Wilders(Blauw Witt). Caldenhove(DWS.): Paauwe(Feyenoord). Anderiesen(Ajar). van Heel(Feyenoord): Wels(Unitas), van Spaandonck(Neptunus). Lungen(ACF.), Bakhuys (HBS.), van Nellen(DHC.). Belgien ist bekanntlich unser nächster Länderspielgeaner. Vom Turf Saint=Cloud, 31. März. 1. Rennen: 1. Grand Soleil(Jost); 2. Puso; 3. Sifflet. Sieg 18: Platz 12, 14. Ferner: Nay, Eventuelle. 2. Rennen: 1 Frero(Brethes); 2. Agrase; 3. Cariciosa. Sieg 57; Platz 19, 21. 44. Ferner: Blue Flower, Jessie, Farantie, Muscadet, Evi Byzantin, Veram, Manine, Hué. 3. Rennen: 1. Queenie(Perli); 2. Fougy; 3. Rustique. Sieg 73: Platz 33, 25. Ferner: Lettre de Cachet, Magali, Reling. n. a. ope 3. 4. Rennen: 1. Annita(Duputt): 2. One I Love;., Charming Sun. Sieg 69; Platz 13, 11. Ferner: Le Rhin, Pepiniere. 5. Rennen: 1. La Reboursiere(Lavialle); 2. Caméa: 3. Dame du Turs. Sieg 42: Platz 18, 21, 20. Ferner: Evolene. Corsiote, Valrosa, Sweei Miß, Hyenville, Love Appie, Vallee de Fleurs. 6. Rennen: 1 Cormery(Destandau); 2. Amici: 3. Heuskla. Sieg 53: Platz 16, 14. 19. Ferner: Parita, Procris, Ladogas, Paulettoli, Ispahan, Fleet Foot. Traktir, Futilité. Unsere Voraussagen: Auteuil, 1. April. 1..:(Halbblut=Jagdrennen), 2. .: Hobal Fei— Kouchira. 3..: Clou de Geroffle— Stall Fribourg. 4..: Aethel Pride—'Estaque. 5..: Daky— Trie Troc. 6..: Aethel Pride— Suerier. Max und Anny! Wie bereits gemeldet, traf Max Schmeling, der bisher in Amerika vergeblich auf den endgültigen Abschluß seines Kampses gegen Weltmeister Braddock gehofft hat, am Dienstag nachmittag in Berlin ein. Von rechts nach links: Cecilia Coljedge, die neue Eiskunstlauf=Weltmeisterin. Max Schmeling, Anny Ondra und Schmelings Beireuer Machon mit seiner Frau. Im Spieljahr 1937/38 neue Klalfeneinteilung in Weltfalen Salalke Wpien-Ha-Nederrkeinguu Statt einer Gauliga in Weittalen nun 8 Bezirksligagruppen ##bhafl,1 und Schalte 04 für die nächste Spielzeit Wie uns unser gut unterrichteter Berliner FußballMitarbeiter F. Tin mitteilt, steht dem Fußballgau Westfalen mit Beginn der neuen Meisterschaftssaison eine umwälzende Veränderung bevor, die in etwa den Wünschen gleichkommt, die aus Fußballkreisen immer wieder geäußert worden sind Die Stellung die har&a C. Weltbild überragende Steuung, vir ver#m. Schalfe 04 selt Jahren in Westfalen einnimmt, hat die Ermittlung des Meisters völlig uninteressant gestaltet. Der Hoffnung, daß sich die Spielstärke der übrigen westfälischen Gauligamannschaften im Laufe der Jahre allmählich dem Können der Schalker angleichen würde, blieb leider ein frommer Wunsch Gerade in diesem Jahre trat der Klassenunterschied, der Schalke von den elt übrigen Vereinen trennt, besonders kraß zutage. Die für die Gauligavereine wirtschaftlich wenig erfreuliche Folge war, daß sich das Interesse des Fußballpublikums mehr und mehr den in ihrem Ausgang ungewisseren Kämpfen der Bezirksliga zugewandt hat und auch die Spiele der Schalker bei weitem nicht an den Durchschnittsbesuch der Kämpfe im Niederrheingau heranreichen Es war bekanntlich schon immer ein heimlicher Wunsch der Schalker, dem Gau Niederrhein zugeschlagen zu werden. Die Mannschaft die im Westfalengau ihre Kämpfe sozusagen als Pflichtspiele ohne größeren Kraftaufwand erledigen kann, würde durch die harten Sviele gegen die im Durchschnitt spielerisch besseren Niederrheingaumannschaften zweifellos gewinnen und dann in den Endspielen gegen rein kämpferisch eingestellte Mannschaften nicht mehr so leicht in Gefahr zu bringen sein. Wie uns nun unser Mitarbeiter mitteilt, hat sich das Fachamt„Fußball“ diesen Gedankengang zu eigen gemacht und Schalr va für die nächste Spielzeit dem Gau Niederrhein zugeteilt. Die westfälische Gauliga wird aufgelöst. Die restlichen neun Mannschaften werden mit den 71 Mannschaften der sechs Bezirksligagruppen zu einer neuen Spielklasse vereinigt. Die 80 Mannschaften bilden, geographisch zusammengestellt, acht Gruppen, die im Hin= und Rückspiel zunächst ihre Gruppensieger ermitteln. Die verbliebenen acht Bezirksligameister spielen entweder im Einrundensystem jeder gegen jeden oder nach dem Pokalsystem den Westfalenmeister aus. Da noch verschiedene Fragen zu klären sind. findet heute abend 8 Uhr im Hotel Fork, Bochum, Kortumstraße 4, eine Sitzung der Vereinsführer der Bochumer Gauliga= und Bezirksligavereine statt. In dieser Aussprache sollen alle noch schwebenden Fragen geklärt werden. Eine interessante Streitfrage ist vor allen Dingen die: Schalke 04 gehört natürlich als Verein nach wie vor zum Gau Westfalen, so daß die erste Fußballmannschaft natürlich nicht den Titel (Spont-nlender) Senmtsubtenlung=Ede. Heute abend 20 Uhr im Parkhaus Fatserehaupierrh., uns Spielbeginn in den nächsten Tagen. Näheres und Bekanntgabe der Turniertermine für 1987 in der Versammlung. Seite 11 Nr. 75# Bochumer Unzeiger 7 Donnerstag, 1. Aprli 1932 eines Niederrheingaumeisters erobern kann. Eine Regelung könnte so erfolgen, daß Schalke ungeachtet seiner Stellung im Gau Niederrhein jeweils zum Endkampf um die westfälische Fußballmeisterschaft gegen den Sieger der Endrunde der acht Gruppensieger anzutreten hat. Steht Schalke nach Schluß der Meisterschaftsspiele an der Spitze der Niederrheingauliga, wird die Niederrheinmeisterschaft dem nächstfolgenden punktbesten niederrheinischen Verein zugesprochen. Unser Mitarbeiter wird im übrigen zu diesen Fragen in der Sitzung selbst Stellung nehmen. Olympialieger Lorenz in Bochum Fünf Steher am 11. April auf der Bochumer Radrennbahn Wie bereits kurz berichtet, wird die Bochumer Radrennbahn am 11. April die Sommerrennzeit eröffnen. Im Mittelpunkt des Programms wird ein Steherrennen stehen, das fünf junge deutsche Dauerfahrer an den Start bringt. Besonders gespannt darf man auf das Erscheinen des Olympiasiegers und ehemaligen Deutschen Fliegermeisters der Amateure, Carly Lorenz, sein, der am Sonntag in Erfurt mit seinem dritten Platz hinter dem Dänen Danholt und dem Berliner Gröning ein vielversprechendes Debut gab. Der Bochumer Robert Ilse wird am 11. April seinen ersten Start hinter Motoren bestreiten. Er hat sich hinter Josef Merkens dem Bruder des Olympiasiegers, sorgfältig vorbereitet und hat in Köln bereits beachtliche Trainingsleistungen erzielt. Verpflichtet wurde ferner der bekannte Straßenfahrer Hermann Siebelhoff(Dortmund), der in der Westfalenhalle bereits Lemoine, Iffland und Prieto hinter sich lassen konnte und im„Großen Goldenen Rad“ hinter Metze und Lohmann Dritter wurde. Die beiden restlichen Starter stehen noch nicht fest. Kreis Bochum gegen Kreis Dortmund Amateurboxer kämpfen für das Winterhilfswerk Zwischen den Kreisen Bochum und Dortmund wurden für den 3. April in Dortmund und für den 10. April in Wattenscheid zwei Mannschaftskämpfe vereinbart, deren Ertrag dem Winterhilfswerk zufließt. Die Kreise haben bereits ihre Mannschaften aufgestellt, die in folgender Zusammensetzung die Kämpfe bestreiten werden: Kreis Bochum(vom Fliegengewicht aufwärts): Manczyk(BSK. 19), Röttger(Herne), Gaenserig(Pol. Bochum), Jakubowski(BSK. 19), Eickel), Richter(Herne) Juschkewitz und Babski(BSK. 19). Dortmund: Sandhoff, Schmitz, Brinkmann, Ostrowski, Lohöfener, Markert, Lemitz und Drewutzki. Bochumer Geher erfolgreich ZMNRNEINTSIUENCEENATENSE Am Ostersonntag nahm der Bochumer Sportgeher Kaiser(TuS. Bochum) an dem reichsoffenen Wettgehen„Rund um Bonn" teil, und zwar in der am stärksten besetzten=Klasse. Trotz schärfster Gegnerschaft gegen die beste suddeutsche Klasse belegte der Bochumer einen ehrenvollen zweiten Platz. Sportärztliche Unterluchung Heute, Donnerstag, 1. April, findet eine sportärzt= liche Untersuchung für DAF.=Mitglieder in der Praxis des Herrn Dr. Lennemann, Bochum, Jahnstraße, statt. Die Untersuchung ist kostenlos und beginnt um 18.30 Uhr. Glatter Sieg der Billardfreunde Gerthe Billardelub Herne=Süd gegen Billardfreunde Gerthe:6 Zum fälligen Meisterschaftsspiel weilten am Sonng die Billardfreunde Gerthe bei dem Billardelub in Herne=Sud. Die Gerther, die letzthin gegen den Tabellenführer„Voßkuhle“ ein achtbares:3 herausholen konnten, bewiesen auch diesmal ihre verbesserte Form. Sie konnten sämtliche sechs Partien zu ihren Gunsten entscheiden. Die einzelnen Partien nahmen folgenden Ausgang: Gutland(.)— Alsbach I(.) 141:200; Rasch(.) gegen Herwig(.) 166:200, Bringewardi(.) gegen Pamp(). 190:200, Schröder(.)— Lamberti(.) 193:200, Steiner(.)— Sökeland(.) 131:200, Chmilewski(.)— Alsbach II(.),170:200. Die Gerther erreichten einen Gesamtdurchhsahnakr von 2,92 Points, während Herne=Süd einen Gesamtdurchschnitt von 2,42 Points erzielte. GSLESGSGENE 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus der DemagAktiengesellschaft, Duisburg. Musikzug der SA.= 13.15 Musik für alle(Von Frankfurt). Das Große Orchester(Dr. Reinhold Merten). 1. Aufforderung zum Tanz(Weher). 2. Ouvertüre zu„Der Bettelstudent"(Millöaer). 3. Die Einunddreißiger, Walzer(Lanner). 4. Ouvextüre zu„Die keusche Barbara"(Nedbal). 5. a) Irisches Lied(Grainger), b) Country gardens. 11. Potpouxri nach Motiven des Balletts„Die Perle von Iberien“ (Hellmesberger) 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 16.00 Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). Hermann Arzia(Cello); Walter Wielsch (Klavier). 1. Festliches Präludium(Homann= Webau). 2. Liebesklage(Capelle). 8. a) Die Tänzerin, b) Canzonetta, c) Tarantella. 4. Romanze für Cello und Klavier(Bornschein). 5. Blumen der Liebe, Walzer(Rust).„6. Meeresbrise (Leoncavallo). 7. Ungarisches Eontefest(Dohnanyi). 8. Melodien aus der Oper„Lakun"(De17.00 Neue Volkserzähler der Heimat.(Otto Wohlgemuth) 17.15 Kleine Nachtmusik 17.30 Tanz rüber, tanz nüber S 18.00 Blaskonzert. Ein Musikkorps des Bahnschutzes. 1. Alte Kameraden. Marsch(Teike). 2. Die Wachtvarade kommt(Eilenberg). 3. Dramatisches Vorspiel(Blon). 19.00 Musik zum Feierabend„.1) Meie. 20.10 Deutschland lacht(Ringsendung v. Verlin). WeißFerdl. Ludolf Koellisch. Ludwia Manfred Lommel. Willy Reichert. Hans Salcher. Max Weber Paul Westermeier, den Rundfunkorchestern der Reichssender Berlin und Breslau, der Tan=kapelle..F. Hruck mit ihren Solisten, der Tanzkavelle E. Börschel mit ihren Solisten, dem Stabsmusik ua des Hilfswerks Nordwest. Bad Godesbera. der Bauernkapelle Kurt Rehfeld 22.30 Volks= und Unterhaltungsmusik.(Von Stuttgart) Deutschlandsender: 19.09: Vier Jahre Deutschlandsender. Ein klingender Rechenschaftsbericht. 20.10: Am 1. April in eigener Sache: Großer Ausverkauf!! 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir donten un die 9el. CEEEE 12.00 Die Werkpause. Das Kleine Orchester(LSpsoldt)„„„-.g.(0. 13.15 Mittagskonzert. was Kleine Orchester(LEysoldt). 1. Vorspiel zu„Diemileh“(Bizet). Venedig, Barcarole(Taeye). 8. Waener Madl' Walzer(Ziehrer). 4. Russischer Tanz Nr 5(Bu lerian). 5. Eine Frühlingsmärchen=Nacht(Krome 6. Burleske(Södermann). 7. Erste Folge(Pierne a) Menuett; b) Zwischenspiel: c) Tarantelle. Mariska, Lied und Csardas(Lehar) 14.15 Allerlei von Zwei bis Drei 15.00 Heimaterde— Bäterglaube„..„.5 16.00 Musik am Nachmittag. Das Kleine Orchener### Deutschlandsenders(Fritz German) und die K. velle Otto Kermbach m,..,. 9. 17.00 Die bunte Stunde. Plauberei und Musik am 18.00 Musik aus Dresden. Professor Fritz Huth(Horn Jorgo Chartofilax(Mandoline): Helmut Schaeft (Klavier): das Donath=Orchester(Hilmar Weber 1. Ouvertüre zu„Die beiden Schützen“(Lortzing 2 Konzert=Rondo für Waldhorn und Klavie (Mozart). 8. Melodien aus„Das Nechtlager vo Granada"(Kreutzer). 4. Zwei Stücke für Mar doline: a) Scherzo von Marucelli: b) Tarantel (Scalla). 5. Der Kaufmann von Venedig. Suit (Sullivan): a) Einleitung: b) Barcarole: c) Bour ree: d) Grotesker Tanz: e) Walzer: f) 6. a) Romanze für Waldhorn und Orchester(F. Strauß): b) Träumerei für Waldhorn und Kle vier(Glasunow).„ P 20.10 Soldaten— Kameraden. Traum am Douaumon Ein Hörspiel von Kameradschaft und Ehre vo V. C. Ettighoffer„„ 21.15 Wo bist du, Kameradr Funkappell alter Kron 22.45 Feierstunde zum 40. Todestag von Joh. Brahm (gestorben 8. Avril 1897 in Wien).— Das Groß Orchester und der Kammerchor(Otto Jul. Küh und Josef Breuer), August Kreuter(Vieline Rob. Grote(Cello). 1. Tragische Ouvertür2 Konzert für Violine, Violoncello und Orchester 3.„Schicksalslied", für Chor und Orchester Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend 20.10: Das Salzburger Mozart=Quartett sviel 21.00: Die Feuerzangenbowle. Ein heiteres Spie von Lange. 22.30: Nachtmusik Samstag, den 10. Hpril, 20.15 Uhi, im S chützenhof Einziges Konzert des weltbarUamten Chors der Regensburger ür do unb o. Leitung: Domkapellmeister ur. in. S ohreme 40 Singknaben und 22 Sänger des Regensburger Doms Unwiderrufli shletzte Deutschlandreise vorih:er Südamerika-Tourree Mehrstimmige Gesänge; Knabenchöre Madrigale# Volksweisen# Wiegenlieder Landsk echtslieder Korton.00 bie.- Blc. im Verkehrsverein Pats a tuhe Heute letzter Tag Luis Trenker in dem gewaltigen Filmwerk Schdettlel! Ab morgen, Freitag ein neues Filmereignis Benjamino Giall in seinem ersten tröhlichen Großfilm bis Uirmme des Nerzens (Der Sänger Ihrer Hoheit) Täglich.15,.40, 8 Uhr Sommersprossen verschwinden in kurzer Zeit durch Fruchts Schwanenweiß Die Nauf reinigf. beie bt und erfrischt Schönheitswasser Aphrodite 'tmikus Stadt-Dros, Bongardstr. 12 )ros. Fischer, Kortum-, Eche Rottatr Dros Kneider, Große Bechstrabe 11 Drog. Knepper. Dorstener Straße 93 art. Pracht. Kortumstrabe 3 Part Korneffel, Hattinger Strabe 14 Drog Feuerstein, Bochum-Linden Dtog Peil. Kortumstraße 27 Dros Becker. Hattinger Strabe 19 Trass Perl-Källee hervorragend im Geschmach und krättis in der Tasse Immer frisch vom Röster das ½, Hllo Rf..40 Emil Trass Nachif. Hattseröstere! Bochum, am Wilhelmsplats S 05 e 1 8 17310 Gaststalte„ur Runone Fri z Janzen- Marien-Ecke Roonstr. Neueröffnung am Samstag, dem 3. April, Kanonenschlag 18 Uhr. durch OTTO PAULI bisher Gaststätte„UNION-PALAST“ Meater BOCHUM Donnerst., 1. April, 20—22.15 Uhr. Vormiete C 21: Der Vasan von I. W. Hymmen. Freitag, 2. April: Geichagen! Eriolgreich we ben duren Anzeigen im„„B. a. 44 Hotorräder von 345.- an Bernh. löcklng Hattlager Str. 65 Rut 64329 Sie Noue-Lotterie mit verbessertem Gewinnplan beginnt! Sichern Sie sich bald ein Los bei der Staatl. Lott.-Einnahme Breien Bochum, Viktoriastr. 37 Mittelsperson: Aug. Reuter .-Gerthe, Lothringer Str. 12 Rado-Reparatuten an allen Paorlkatei. 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Die wertvollen Urlunden waren bisher der Oeffentlichkeit nicht zugängia, sondern in einem verschlossenen Raum in besonderen Schränken auf dem Erbfriedhof untergebracht. Schon seit Jahren waren hier Bestrebungen im Gange, dieses Archw auch der Oeffentlichkeit zugängig zu machen. Dank der Bemühungen verschiedener Heimatforscher, die mit dem Besitzer des Archivs direkte Verhandlungen gepflogen haben, ist nunmehr die Einrichtung eines Heimatmuseums in Hordel gelungen. Ein großer Raum auf dem Ritteraut Dahlhausen ist für diesen Zweck zur Verfügung gestellt und in rastloser Arbeit in den letzten Wochen zweckentsprechend eingerichtet worden. Am Dienstaa und Mittwoch nun wurden die Urkunden vom Erbfriedhof zum Gut Dahlhausen gebracht, wo sie in aläsernen Schränken zu jedermanns Ansicht ausliegen. Damit aber der Besuch dieses Heimatmuseums nicht zu eintönig wird, wurden hier auch verschiedene andere Funde und Sehenswürdigkeiten untergebracht. U. a. ist hier eine westfälische Bauerntüche im Modell aufgestellt worden. Am Eröffnungstage wird diese Küche in Betrieb sein. Junge Mädchen in bäuerlicher Tracht werden den Besuchern zeigen, wie früher in einer westfälischen Bauernkuche gewirtschaftet wurde. Auch einige Spinnräder werden an diesem Tage hier fachmännisch bedient...„ Eizr nach nicht mitsstent Weitere Einzelheiten souen vier noch nicht mitgereilt werden, ist doch jedem Hordeler ohne Zahlung eines Eintrittsgeldes Gelegenheit gegeben, der feierlichen Eröffnung des neuen Heimatmuseums, die am heutigen Donnerstaa. 1. April. um 12 Uhr. vor sich aeht. beizuwohnen. Zwischen 12 und 1 Uhr konzertiert auf dem Gutshofe des Hauses Dahlhausen eine auswärtige Kapelle. Hohes Alter. Der Berginvalide Christoph Dominik. Hordel, Neuflözstraße 14, feiert heute im Kreise seiner Lieben seinen 72. Geburtstag. Seine Gattin, 5 Kinder und 13 Enkelkinder beglückwunschen das Geburtstagskind. Zwei Söhne fielen auf dem Felde der Ehre. Hordeler Geburtstagskinder. Der Invalide Hermann Elias, Mausegattstraße 14, vollendet am 1. Avril sein 78. Lebensjahr. Er wurde am 2. April 1864 in Heisebeck im Hessenland geboren. Bald 50 Jahre war er auf der Zeche„Hannover“ beschäftigt. Von seinen Kindern leben noch drei. Außerdem bringen sechs Enkelkinder ihre Glückwünsche dar.— Die Ehefrau Hulda Korte, geb. Clever, Barbarastraße 20, vollendet ihr 71. Lebensjahr. — Ihr 75. Lebensjahr vollendet die in Bochum=Linden geborene Witwe Christine Escher, geb. Stuhldreier, Dahlhauser Straße 7. Sie schenkte sieben Kindern das Leben, von denen noch ein Sohn und eine Tochter leben. Mit ihrem verstorbenen Gatten konnte sie noch das Fest der goldenen Hochzeit feiern.— Am 1. April vollendet der Invalide Gotthelf Thiel. Am Lakenbruch 58, in bester Gesundheit und geistiger Frische sein 76. Lebensjahr. Pastor Abendroth verläßt Hordel. Wie bereits kurz mitgeteilt, ist Pfarrer Abendroth von der evangelischen Gemeinde Hordel zum Pfarrer in DuisburgMeiderich gewählt und auch inzwischen bestätiar worden. Er hält am kommenden Sonntag morgen seine Abschiedspredigt. Pastor Abendroth hat 8½ Jahre. seit September 1928. in Hordel erfolgreich gewirkt. 50 Jahre Evangelisch=kirchlicher Männerdienst. Nachdem im Jahre 1882 in Gelsenkirchen der erste Evangelische Arbeiterverein gegründet worden war, entstanden hin und her im Industriegebiet gleiche Vereine. Zu den ersten Arbeitervereinen gehört auch der Hordeler, der heute den Namen„Gemeindegruvve Hordel des evangelisch=kirchlichen Männerdienstes Westfalen“ führt. der Gründung war es ein Kreis von 50 Mitgliedern. Von denen, die damals den Verein gründeten. leben nur noch wenige. Es sind dieses die Kameraden Wilhelm Henze, August Linnenbrügge. Georg Klöpfel und Heinrich Almenröder. Die Leitung der Gemeindegruppe liegt nach häufigem Wechsel seit 28 Jahren in Händen von August Hellwea. Während des Krieges standen im Felde über 40 Mitglieder. von denen fünf den Heldentod fü#s Vaterland starben. Es sind dieses die Kameraden Wilhelm Hense. gefallen am 20. August 1914: Hermann Sewina, gefallen am 5. März 1915: Wilhelm Druse. gefallen am 20. März 1916: Martin Pipver, gefallen am 28. April 1917. und Franz Hospel, gefallen am 20. April 1918. Stadtteil Hamme Bestandene Prüfung. An der Handwerkerschule in Dortmund bestand Heinz Bomers seine staatliche Abschlußprüfung in der Abteilung Maler und Lackierer. Bestandene Gesellenprüfung. Der Bäckerlehrling Franz Kolbe. Sohn des Schlossers Franz Kolbe, Amtsstraße 21, hat seine Gesellenprüfung mit dem Prädikat„Gut" bestanden. Er erhielt von der Berufsschule und von der Innung eine Auszeichnung. Stadtteil Hofstede=Marmelshagen Die Asthmabrücke verschwindet Langgehegter Wunsch wird heute erfüllt Schon seit Jahren kämpfen sowohl die Marmelshagener als auch die Riemker Bürger für die Beseitigung der Asthmabrücke, die diese beiden Stadtteile von einander abriegelt. Es ist bereits des öfteren über dieses Problem in Wort und Bild berichtet worden. In den letzten Monaten ist nun von einem dafür eingesetzten Ausschuß wertvolle Arbeit geleistet worden, die jetzt einen befriedigenden Abschluß finden wird. Heute, Donnerstag, 1. April. wird, wie unser Mitarbeiter M. Umpitz erfährt, die Asthmabrucke verschwinden. Für die Umlegung kommt eine auswärtige Grupve der Technischen Nothilfe. die die Arbeiten nach einer ganz neuartigen Methode ausführen wird. Mittels eines gewaltigen Hebekrans. der in den Moraenstunden auf dem Gütergleis Aufstellung findet, wird der Brückenbogen gehoben. nachdem die steinernen Fundamente aelockert sind. Dieses Eisengerüst wird dann auf einen Eisenbahnwaggon verladen und soll an einer anderen Stelle Verwendung finden. Da bei diesen Arbeiten gleichzeitig der neu konstruierte Hebekran ausprobiert werden soll, wird der ganzen Bürgerschaft Gelegenheit gegeben, diesen interessanten Arbeiten zuzuschauen. Pünktlich um 11 Uhr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Es ist Sorae getroffen worden, daß keiner der Beschauer zu kurz kommt. Immerhin möge sich jeder rechtzeitig einen guten Platz sichern. * Neuer Meister. Die Meisterprüfung als Dachdecker bestand mit gutem Erfola Erich Wernecke von hier, Sohn des Kaufmanns Rudolf Wernecke. Verein neubeschaffte„0,1 Thüringer“ wurde durch das Los an den Zuchtfreund Demkowski überaeben, der von den Junatieren wieder mehrere an den Verein zurückgibt, damit auch die anderen Vereinsmitglieder Gelegenheit zur Züchtung dieser Rasse erhalten. An der am 18. April stattfindenden Vollsitzung des Kreisverbandes nimmt der Verein teil. Anschließend wurde vom Zuchtwerbewart eine Aussprache über Zuchtangelegenheiten eingeleitet, an der sich die Mitglieder rege beteiligten. Vereinsführer Lawo wies auf die geplante Ausstellung hin und ermahnte die Mitglieder, ihre ganze Zuchtarbeit darauf einzurichten. Im Anschluß an die Versammlung wurde den Kindern der Mitglieder eine Osterüberraschung zuteil. Stadtteil Riemke Totenglocke. Von einem langen und schweren Krankenlager wurde jetzt der Volksgenosse Johann Lücke durch den Tod erlöst. Der Verstorbene war als Stanzer über 22 Jahre beim Werk Gröppel beschäftigt und erfreute sich bei seinen Vorgesetzten und Arbeitskameraden der größten Wertschätzung. Silberne Berufsjubiläen. Der Lehrer Billerbeck blickt am 1. April auf eine 25jährige berufliche Tätigkeit zurück.— 25 Jahre in Diensten der Deutschen Reichsbahn steht der Volksgenosse Otto Fellberg. Stadtteil Gertbe K 3B. W 49„Treue Züchter“. Bochum=Gerthe. Am zweiten Osterfeiertaa hielt der Kaninchenzuchtverein „Treue Züchter" im Vereinslokal van de Pawert seine gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Die vom Nohrpost für Pakete. Nach monatelangen Vorarbeiten ist nun eine neue Rohrpostanlage beim Gerther Postamt fertiggestellt worden, mit deren Hilfe Pakete bis 50 Kilogramm zum Hauptpostamt Bochum befördert werden können. Die Anlage wird heute, Donnerstag, erstmalig in Betrieb sein, und zu diesem Zwecke soll um 11 Uhr vormittags eine schlichte Eröffnungsfeier im Postamt stattfinden. Pakete, die heute bis 17 Uhr aufgeliefert werden, sollen von der Beförderungsgebühr befreit werden, so daß es sich empfehlen wird, von der neuen Anlage lebhaft Gebrauch zu machen. Stadtteil Hiltrov Zur letzten Ruhe gebettet. Mittwoch nachmittag wurde auf dem Friedhof in Hiltrop der verstorbene Betriebsführer Wilhelm Schlinkert unter großer Beteiligung der Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Ueberaus stark war die Beteiligung der DAF., in der sich Führung und Gefolgschaft der Schachtanlage Lothringen 4 vereinten. Auch der Schützenverein BochumGerthe, die Revieruntergruppe Reichsluftschutzbundes und die katholisch=kirchlichen Abordnungen waren recht zahlreich vertreten. Die Einseanung nahm Pfarrvikar Butterwegge vor. Stadtteil Altenbochum Ortsgruppe Bochum=Altenbochum der NS.=Volkswohlfahrt. Am heutigen Donnerstag findet eine nochmalige Lebensmittelausgabe durch das Winterhilfswerk in der Geschäftsstelle. Velsstraße 2, ab.30 Uhr, statt. Für die vom Winterhilfswerk betreuten Volksgenossen aus dem Ortsteil„Auf der Prinz“ erfolgt die Ausgabe beim Zellenwalter Platzmann. Den im Ortsteil„Steinkuhl“ wohnenden Volksgenossen werden die Lebensmittel zugestellt. Eigenartiger Berufsunfall. Auf seiner Arbeitsstelle ereilte den 28jährigen Arbeiter Johann W. ein eigenartiges Mißgeschick. Er wurde von einer Rohrzange derart heftig getroffen, daß er eine Gehirnerschütterung und Kopfwunden erlitt. Er wurde in ein Bochumer Krankenhaus eingeliefert. Wer möchte noch Kleingärtner werden? Der Besuch des Kiepenkerls vom Reichssender Köln und die sgezeichnete Uebertragung aus dem ältesten KleinPersonalnachrichten Der Führer Ehrenpate beim 10. Kind einer Bochumer Familie. Vor einigen Monaten wurde dem auf den hiesigen Eisen= und Hüttenwerken beschäftigten Beizer Cl. Gaida das 10. Kind gehoren. Der Führer hatte sich zur Uebernahme der Ehrenpatenschaft bereit erklärt und so konnte in der vorigen Woche die Taufe des Kindes auf den Namen Adolfhorst erfolgen. Die Taufe fand statt in Anwesenheit des Vertreters des Sturmbannes I/R 17 und der beiden Direktoren, des Walzwerkschefs und eines Betriebsingenieurs der Eisen= und Huttenwerke, deren Anteilnahme sich nicht in herzlichen Worten erschöpfte. Nach der Taufe durfte Pa. Gaida die Obengenannten zu einem kleinen. Imbiß in einfachen, aber schmucken Heim begrüßen. Hier saßen dann in zwangloser Unterhaltung Leiter und Arbeiter eines großen Industriewerkes zusammen, ein Bild echter Volksgemeinschaft. Dem Pa. G. wird dieser Taa jedenfalls unvergeßlich bleiben und ihn die Sorgen um das tägliche Brot für seine große Kinderschar leichter überwinden lassen. 50 jähriges Militärjubiläum Am 1. April begeht Major a. D. Carl Wollseiffen, Bochum, Abe=Straße 1, ein gebürtiger Kölner, den Tag, an dem er vor 50 Jahren als Fahnenjunker beim Feldartillerieregiment 23 in die Armee eintrat. Er war in seiner weiteren Laufbahn sieben Jahre lang in China in hohen Stellungen tätig und gehörte während dieser Zeit der Marine=Feldbatterie Tsingtau an, sowie als Platzmajor und Dolmetscheroffizier dem Stabe des Gouverneurs. Nach einer Studienreise durch die Südsee=Kolonien traf er kurz vor Ausbruch des Weltkrieges in Deutschland ein, wo er sich sofort freiwillig an die Front meldete. Er kämpfte u. a. auch an der Dardanellenfront. Seit Ende des Krieges lebte er in Oberbayern am Tegernsee, bis er vor Jahresfrist seinen Wohnsitz nach Bochum verlegte. wo er seine Kräfte weiter dem Dienste am Staat und der Partei widmete. Stadtinspektor Spreen Statistisches und Wahlamt, begeht am 1. April 1937 sein 30jähriges Dienstjubiläum. Folgende Beamte der Stadtverwaltung Bochum begehen am 1. April 1937 ihr 25jähriges Dienstjubiläum: Stadtinspektor Kahre, Wohlfahrtsamt, Stadtinspektor Osterlitz, Wohlfahrtsamt. Stadtsekretär Pleuger, Städtische Sparkasse, und Stadtinspektor Tewes, Wohlfahrtsamt. Am 1. April blickt der Buchhalter Friedrich Junge bei der Technischen Großhandlung D. Grümer. KG., Bochum, auf eine 80jährige Dienstzeit zurück. Fräulein Elise Minnecker begeht heute ihr 25jähriges Arbeitsiubilchum ai8 Haüizangesiente“(heute als dalb Hrslese iür den Aleingaten geradte un Hersheiziladbe de Rsckesleche m mächtig gesteigert.„Zen diesern,„Zulgtemgahung lung. Fur 10= und 15jährige ununterbrochene treue erfreulich, daß auch, vrr Stadtteil Altenvochum Dienste ist sie mit Auszeichnungen geehrt worden. Zuwachs an Kleingarten bekommt. Die Reste Tenste ist Bochum ist es erfreulich, daß auch der Halde der alten Zeche„Friedexika am. Glocken=] Direktor Otto. Purvus, garten werden beseitigt und dann sou unverzüglich mit tinger Straße 399, begeht bei der Benzol###erbank der Anlegung neuer Kleingärten auf diesem Raum be= EmbH. Bochum am 1. April 1937 sein Tojaorines gonnen werden. An Interessenten wird es sicherlich Dienstjubiläum, nicht fehlen, da für die ersten zwölf Jahre keine Pacht Dex Leiter der Betriebsbuchhaltung Ernst Reitis. erhoben werden sol. Wer alse einen Kleinearten in Rönigstraße 10, kann heute auf eine 2hjährige Tätigkeit Bochum=Weitmar. Hatund Stelle,(Glackengarten) einfinden und sogleich die Uebertragungsurkunde in Empfang nehmen. „„ Fräulein Lissi Bering und Emma Frank bestanden vor der Handelskammer in Dortmund ihre Meisterprüfung in der Damenschneiderei mit gutem Erfolg. für Eenntrerer KdF.=Sportkurse. Donnerstaa. 1. April: Jin=Jitsu Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr. Turnhalle des Reform=Realgymnasiums, Langendreer. Unterstraße Nr. 73. Rollschuhlaufen für Frauen und Männer: von 19.30 bis 21 Uhr, Restaurant Kövve, Langendreer. Kaiserstraße 198, von 21 bis 22.30 Uhr ebenda. Von einem Stempelbruch getroffen. In der Nachtschicht erlitt der 32jährige Volksgenosse Franz Sl. aus dem hiesigen Stadtteil einen bedauerlichen Berufsunfall. Sl. wurde im Grubenbetrieb bei Verschalungsarbeiten von einem Stemvelbruch getroffen und erlitt erhebliche Beinverletzungen. Stadtteil Werne Jubiläum des Posaunenchors. Auf ein 35jähriges Bestehen kann in diesen Tagen der Posaunenchor zurückblicken. Nachdem anfangs des Jahres 1900 der Jünglingsverein gegründet worden war. entstand im Frühsberichte u Mnmm mn un u aen. sleiche Raum kann mittels verschiebbarer Türen in werdent ogggs Hacz des Säingerheims läßt sich bei Feidrei kleinere Räume verwandelt werden, die als Henüß, sem Wetter zusammenrollen, man singt unter freiem räume gleichgeitie ,von zwei bis drei Vereinen berzyv: Zimmel und man wird dann, das Singen weithin werden können. Besondere neuartige Apparate steilen vernehmen können. Weitmars Sängerschaft wird stolz sein auf dieses Heim! Dem Chaos entgegen taumeln Völker, die sich der größten Gefahr nicht bewußt wurden. Orientierung über das wahre Wesen des Bolschewismus bietet die Antibolschewistische Schau in Dortmund. Wer sie nicht besucht, der versäumt etwas Ruhiger Markt nach den Ostertagen Es war nicht verwunderlich, daß der Mittwochmarkt In der Krimm nach den Feiertagen nicht allzu rege besucht war. obwohl das Angebot an Winter= und Frischgemüse sehr reichhaltig mar. Auch an Fluß= und Seefischen wurde eine große Menge feilgeboten. Sehr rege war der Samenmarkt, denn die Kleingärten warten auf Bestellung. Es notierten die Preise am 31. März Apfelsinen Frische Mohren....... 134e 13 5 Aevsel...........„ 70 Endiviensalat........ Su 25 3 Kopfsalat Sch’angenaurken Stück 90 8 Rapunzeln Schwarzwurzein 4 ks 25 S Rhabarber.. ½ ke 35- 40 Blumenkool 30-32 9 Rotkobl ½ ka s2 Weißtodl Rosenkobl 13 Kg 25 35 J Grünkovi.... B Rübstiel #irsing Spinat. Steckrüben Bananen Zwiebeln Kartosseln Duno 13 B ½ be 15-18 S 1 k4 25 29 S ½ ke 10 J ½ ke 35 5 1 ke 20 J 5 be 42 3 Koolrabi Stück 10 20 J Rote Beete ½ ks 10 B Rübchen.........„# 9 Eier Erua 11 14 5 Luner.....“.....: Ssuc z10g; Jutter ½ ke 160 5 Saynetäse ½ ke 70 J Quarttäse ½ ke 40 J Rindfleisch ½ ks 85- 100 3 Schweinefleisch ½ ke 85- 110 Kalbsleisen ½ k4 90—130 S Hammelfleisch f2 ke 120 J Kabelsau ½ kà 20-25 L Scheüsisch 19 k9 30 Ktlchstrer......... i, 4#6. J 3 Seelachs........ ½8 b9 20 5 Schollen ½ k4 60 S Makrelen ½ k8 30 J Bresen ½ bs 23-0 3 Grüne Heringe 1 ke 30 5 Hechi 19 K8 99 5 Seehecht Heilbutt... ½ K 60—90 A 24. März Sick.—30 S ½ ke 13 5 #e ke 30-70 S Kovf 15 25 3 Kopf 25- 30 J Stück 120 S 18 uà 60 S ½ kg 25 5 ½ ke 30 35 S 30 35 L ½2 66 S 12 5 ½ ke—10 S ½ kg 25-35 L 1 ke 15 5 ½ be 15 S 1 ke 25 26 J ½ kg 10 5 42 kr 35 J 1 kO 20 5 5 ke 42 B Stück 10—20 S 18 Ee 10 A 9 kč 10• Sick. 11 14 S Sitlt-7 S ½ be 169 S ½ kO 70 L 1. ke 40 S ½ ke 85 100 S ½ ke 85- 110 S ½ k 90- 130 S 1. ke 120 S ½ be 20 25 B 12 ke 30 S ½ ke 35-45 B 18 bS 20- 30 J 13 kg 20 3 ½ k9 60 J 1/9 be 30 S ½ be 25-30 1½ ke 50 S 13 ke 90 3 . Re 30 J 18 ke 80- 90 die Tauglichkeit eines jeden Sängers fest, so daß die Dirigenten in Weitmar in Zukunft nur noch mit„erstklassigem Material“ auftreten werden. Man will durch jahr 1902 ein Posaunenchor. Unter Förderung von diese Apparate erzielen, daß im Sommer die vielen Pfarrer Rummeld fanden sich viele Gemeindeglieder, die durch freiwillige Spenden dieses Werk förderten. Unter der Leitung von W. Maschke wurde mit den ersten Uebungen begonnen, an denen etwa 20 Bläser teilnahmen. Später übernahmen abwechselnd die Lehrvikare Fliegenschmidt, Multhaupt und Schmalenbach die Leitung des Chors, der dann lange Jahre von Küster A. Vocke geleitet wurde. Heute wird der Chor vom Dirigenten Siemann betreut. Aus der Geschichte des Posaunenchors wäre besonders das große Posaunenblasen im Weitmarer Wald im Jahre 1903 hervorzuheben, an dem aus der näheren Umgebung etwa 500 Bläser teilnahmen. Hier hatte Posaunengeneral= Dr. Kuhlo(Bielefeld) die Gesamtleitung. Stadtteil Laer Totenglocke. Ein in Bekanntenkreisen beliebter Volksgenosse, der Gesteinshauer Paul Runschke. Wittener Straße, wurde am Dienstag nachmittag unter großer Beteiligung auf dem Kommunalfriedhof am Gemeindepark zur letzten Ruhe gebettet. Die Bundesgrupve Laer der heimattreuen Ost= und Westpreußen und der katholische Kirchenchor, denen der Verstorbene als Mitglied angehörte, waren zahlreich erschienen. Bochum=Laer und=Querenburg. Ausgabe von Fettverbilligungs= und Konsummargarine=Bezugsscheinen für die Monate April, Mai und Juni 1937. Die Ausgabe findet wie folgt statt: A bis C Montag, 5. April, 2 bis E Dienstag, 6. April. F bis G Mittwoch, 7. April, H bis&K Donnerstag, 8. April, L bis N Freitag, 9. April. O bis R Samstag, 10. April. S und Sch Montag. 12. April, T bis B Dienstag, 18. April. W bis 8 Mittwoch, 14. April. Die Voraussetzungen für die Zuteilung der Scheine sind die gleichen wie im vorhergegangenen Vierteljahr. Die Ausgaße erfolgt, in den Verwaltungsstellen, und zwar in Laer von.15 bis 12.15 Uhr und in Querenburg von 15.15 bis 18.30 Uhr. Mittwochs und samstaas erfolgt in Querenburg die Ausgabe von 12 bis 14 Uhr. Silbernes Berufsjubiläum. Ihr 25jähriges Jubiläum feiert am 1. April Hausmeisterin L. Breucker, Weitmar, Karl=Friedrich=Straße 86, an der Friedrich= Wilhelm=Schule. Stadtteil Wiemelbausen Beim Spiel schwer verletzt. Der elfjährige Schüler Karlheinz der Familie., Drusenbergstraße, mußte am Dienstag mittag zum Krankenhaus geschafft werden, da er einen spitzen Gegenstand, eine Feile, im linken Fuß stecken hatte. Der Schuh war stark zerschnitten. Beim sogenannten Messer= und Scheibenwerfen ist dem Jungen die spitze Feile in den Fuß geraten. Aus dem Nachearge.... Stadt Wattenscheid Jubilare der Arbeit. August Tunnhoff kann in diesem Monat auf eine ununterbrochene 25jährige Tä Szadt Wanne=Eickel tigkeit bei der GBAG. zurückblicken. Er wurde im März 1912 auf der Schachtanlage„Holland“ als Hauer angelegt und ist noch heute als Zimmerhauex dort tätig. — Auf„Rheinelbe Alma“ konnte Karl Springer auf eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Er wurde im März 1912 als Lokomotivheizer auf„Rheinelbe“ angelegt und 1927 zur Schachtanlage „Alma" versetzt. werden. Die Verteilung wurde derart vorgenommen, daß auf je 50 Gefolgschaftsmitglieder eine Fahrt entfällt. Stadtteil Weitmar Grundsteinlegung eines Sängerheims Mitten in den herrlichen Grünanlagen des Wiesentales in Bochum=Weitmar entsteht in Kürze der stattliche Bau eines Sängerheims, der allen Weitmarer Gesangvereinen zur Verfügung stehen wird. Die Grundsteinlegung erfolgt heute, Donnerstag, um 10 Uhr vormittags. Viele namhafte Persönlichkeiten haben ihr Erscheinen zu dieser Feier zugesagt. Das Heim soll einen Raum erhalten, der mehr als tausend Personen faßt und sich vorzüglich für Konzerte eignet. Der Die Großausstellung„Wert der Gemeinschaft“ kommt nach Wattenscheid. In einer im Zentralhof Meier stattgefundenen Sitzung der Kreisamtsleiter der NSV. und der Partei konnte Kreisamtsleiter Wiesemann mitteilen, daß es ihm gelungen ist, die Großausstellung „Wert der Gemeinschaft" nach Wattenscheid zu bekommen, und zwar wird diese Ausstellung im ganzen Kohlenrevier ausschließlich in Wattenscheid aufgezogen. Träger der Ausstellung ist der Gau Westfalen=Süd. während die Gauamtsleitung der NSV. mit der Durchführung beauftragt ist. Sie wird am 6. Juni im Saale S und Sch Marxmeier eröffnet und dauert 24 Tage. Eine Neuerung. Eine Neuerung führte mit dem gestrigen Tage die Stadtverwaltuna Wattenscheid ein. Während früher die Bezieher von Fettverbilligungs“ scheinen diese während bestimmter Stunden an einer vorher bezeichneten Ausgabestelle abholen mußten. erhalten sie dieselben nunmehr durch städtische Beamte ins Haus gebracht. Es handelt sich hier um diejenigen Bezieher der Fettverbilligungsscheine, die nicht vom Wohlfahrtsamt und vom Arbeitsamt betreut werden. denn diese Stellen geben nach wie vor die Verbilligungsscheine bei der Unterstützungszahlung aus. „Kraft=durch=Freude"=Fahrten für 1937 ausgelost. Wie in den Vorjahren, so stellte auch in diesem Jahre wieder die Verwaltung der Rheinstahlwerke für die Zechen„Centrum" und„Fröhliche Morgensonne“ einen ansehnlichen Betrag zur Verfügung, der für eine Anzahl„Kraft=durch=Freude"=Fahrten ausgeteilt wird. In Form einer Verlosung kamen dadurch auf der Schachtanlage„Fröhliche Morgensonne 84 Mann, auf der Schachtanlage„Centrum“ 28 Mann in den Genuß einer solchen Fahrt, die sie während ihres Urlaubes antreten Jubilar der Arbeit. August Grautmann, geboren am 31. August 1882 zu Huckarde, kann in diesem Monat sein 40jähriges Arbeitsjubiläum feiern. Er ist ununterbrochen 40 Jahre lang bei der Gelsentirchener Bergwerks AG. beschäftigt. Bis 1918 war er als Hauer auf der Zeche„Hansa" tätig und von da ab wirkt er als Schachthauer auf Zeche„Pluto", Schacht Wilhelm. Von 1914 bis 1917 machte er den Welttrieg mit und wurde mit dem E. K. II ausgezeichnet. Nach der Entlassung aus dem Heeresdienst nahm der Jubilar seine Tätigkeit auf der Schachtanlage„Pluto=Wilhelm“ wieder auf, wo er noch heute als Anschläger beschäftigt ist. Heute Einführung des neuen Finanzamtsleiters. Am heutigen Donnerstag vormittag findet im Eickeler Parkhaus die Einführung des neuen Finanzamtsleiters statt. Anschließend ist eine Kameradschaftsfeier der Finanzamtsgefolgschaft vorgesehen. Das Finanzamt ist aus diesem Grunde am Donnerstag ab 10 Uhr vormittags geschlossen. Silbernes Geschäfts= und Wirtejubiläum. Am heutigen Donnerstag kann der Gastwirt Wilhelm Kreter. Röhlinghauser Markt 10, auf ein 25jähriges Geschäftsund Wirtejubiläum zurückblicken. 9000 Kinder betreut. Am gestrigen Mittwoch wurden die Kinderspeisungen des WHW.=Winters 1936/37 beendet. 9000 Kinder wurden durch diese WHW.=Aktion erfaßt und bekamen ein leckeres Mittagsgericht. Morgen Schweinemarkt in Eickel. Am morgigen Freitag findet im Stadtteil Eickel, auf dem Wilhelmsplatz. ein Viehmarkt, vorwiegend Schweinemarkt, statt. 35 Jahre Wanne=Eickeler Sparkasse. Am 1. April 1902 eröffnete die damalige Gemeinde Wanne die Sparkasse. Von diesem Zeitpunkt ab ist eine ungeahnte Aufwärtsentwicklung eingetreten. Unsere Sparkasse ist heute allen Ansprüchen gewachsen und verfügt über einen organisatorischen Aufbau, der allen Voraussetzungen gerecht wird. Uhre Vermählung geben bekannt Willi Braune Elisabelh Braune geb. Strauch Bochum, den 1. April 1937 Herner Straße 33 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen unvergeßlichen, lieben Mann, unsern lieben Vater. Schwiegervater, Großvater. Bruder. Schwager und Onkel, den Bäckermeister i. R. Sustat Steltnig nach langem, schwerem Leiden. im Alter von 76 jahren zu sich in sein Reich zu nehmen. In tiefer Trauer: Wilhelmine Stölting geb. Sonje Fritz Stölting und Frau Helene geb. Steffen Heinr. Stölting und Frau Aenne geb. Birkel Heinz Schröer und Frau Mimi geb. Stölting ünd 7 Enkel Bochum(Ewaldstr.). Wanne-Eickel, Remscheid. Oklahoma(USA.), den 30. März 1937 Die Beerdigung findet am Samstag. 3. April. nachm. 3 Unr. vom Eingang des Zentralfriedhofes Freierafendamm aus statt. Trauerfeier um 2 Uhr im Trauerhause. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Bergbau Rktiengesellschaft Lof-ringen, Bochum Unter Hinweis auf§ 16 unserer Satzungen laden wir unsere Aktionäre auf Preitag, den 23. April 937, vormittags 1• Uhr, zur diesjährigen ordentlichen Haup-versammlung In das Parkhotel Haus Rechen in Boc. um ein. Tagesordnung: 1 Vorlage des Geschäft-berichtes und der Vermögensübereicht nebst Gewinn- u. Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 1936. 2 Beschlubtassung über die Genehmitune der Vermögensübersicht und der Gewinn- und Verlust Rechnung für das Oeschäftsjahr 1936 sowie über die Verwendung des Reingewinnes 3. Beschlußtassung über de Entlastung des Vorstandes und des Autsichtsrates für das Geschäftsjaht 1936. 4. Wahlen zum Aufsichtsrat. S. Wahl des Bilanzprüters für das Geschäftsjahr 1937. Aktionäre, die an der Hauptversammluns teilzunehmen und hr Stimmrecht auszuüben wünschen, haben ihre Aktien bzw die darüber lautenden Hinterlegungsscheine einer Eflrktenghobank spätestens am 20. April 1937 bei einer der nachstehend aufgeführten Stellen während der üblichen Geschältsstunden zu hinterlegen: Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft in Berlin oder Bochum, Düsse dort, Essen, Hannover. Köln Commerz- und Privalbank Aktiengesellschaft in Ber in eder Bochum, Düs eidert. Essen, Hannover, Köln, Dresdner Bank in Berln oder Bochum, Düsseldort, Essen, Hannover, Köln, Kali-Bank Aktiengesellschaft. Kassel, Westfalenbank Aktiengesellschalt, Lochum, Braunschweigische Staatsbank, Braunschweig, Bank Guyerzeller Aktiengesellschaft, Zürich, Gesellschaf.skasse in Bochum oder Blankenburg.A. Hinterlegung bei einem deutschen Notar genügt. In diesem Falle muß die notarielle Hinterlegungsbescheinigung spätestens am Tage vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft vor#elegt werden Bochum, den 30. März 1937 BERGBAU-AKTIENGESELLSCHAFT LOTHRINGEN der Autsichtsrat: Dr. Schmidt. Vorsitzender Viel zu trüh bist du geschieden. all umsonst war unser Fleh’n. Ruhe sanit in sühem Frieden. bis wir einst uns wiedersch’n Gott dem Allmächtigen hat es in seinem Ratschlus Astallen, am Dienstas nachmittag.45 Uhr lieben. Zuten Bruder. Schwager, Onkel, meinen treuen bräutigam. meinen unvergeblichen Freund Aaguer Roche im Alter von 36 jahren zu sich in die Ewigzeit zu nehmen Um stille Tellnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Oskar-Hoffmann-Straße 109). Berlin, Wiesbaden. Münster, Iserlohn. Diaslaken und Stettin, den 31. März 1937 mittags 2 30 Uhr, vom Innenhof des Friedhotes am FreigrafenAlen, denen aus Verschen keine besondere Nachricht diene diese als solche Asesslwunfe. Das ist bei Seifix nicht notig: : Sie bekommen Seifix überall in derselben Beschaffenheit, überall in derselben Qualität. Seifix ist immer gleich gut. Wenn Sie immer Saifix verwenden, werden Sie immer zufrieden sein. Seifix gibt es in fünf Farben Am 30. d.., um 5½ Uhr. entschlief plötzlich und unerwartet infolge Herzschlag unsere gute Mutter, Grobmutter. Urgroßmutter. Schwiegermutter. Schwägerin und Tante Amalte geb. Altenberend im Alter von beinahe 76 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Kortumetr), den 31. März 1937 Die Beeidigung findet am Freitag, 2 Aprll. 15 Uhr. von der Leichenhalle des Friedhotes an der Blumenstraße aus statt. Allen, denen aus Versehen keine Nachricht zuging, diene dless als soiche. Wenn Du nicht welßt, wie all der Schmier und wie das Oel soll ab von Dir. dann, Freund, auf alles andere pfeife. nimm dochdie De. Jonson-Zeife! 4 4 0„— Ein Wegweiser für gediegene u. preiswerte Facharbeit Wilh. Greve Diekampstraße 46— Rut 69161 Glasschleiferei- Spiegelbelegerei- Schautensterverglasung Sofort. einsetzen v. Autoscheiben Aug. Großkurth Jägerstraße 10 Rut 62024 Orthopäcisches Schuh-Maßgeschäft Feine Schuhreparaturen Fr. Rammercchmat BOCHUM Markstr. 356 7 Ruf 81907 Fachgeschält f. Eohtrotechnik Licht 7 Kraft Radio Uhren Harluig Brückstr. 12., Aut 630 72 Uhren/ Bestecke Reparalurwerkstatt Alle Reparaturen an Koffer, Taschen, Mappen. V Chem. Lederfärbere Paul Köllermann Das Fachgeschäft f. 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Deshalb liegt Asbach„Uralt“ mild auf der Zunge und hinterläßt im Munde einen vollen, runden weinigen Geschmack,— das Merkmal seiner Reife. ein wahrhaft guter Tropfen! * * 4* -.-Wohng. einschl. Küche, mit einger. Bad. Balton, Speisekammer u. sonst. Zubehör, Zur Leitung einer Zweigstelle zum 1.., suche ich einen rührigen Is1 Stellenangebote (mannlich Henriettenstr. 39, Peret. früher, preiswert zu verm. Nördl. Stadtteil. K. L. 2548 Anzeig. am liebsten aus Handelstreisen. Vorzustellen Freitag nachm. von 5 bis 7 Uhr im Maltbeser Hof. Bochum, Gußstahl= und Malteserstraßen=Ecke, bei Herrn Schmidt. Areiherer zur ständigen Vertretung für einen Nachmittag in der Woche von-7 Uhr gesucht. Persönliche Vorstellung mit den betreff. Ausweisen und Zeugnissen erbittet: GIu-Kauf- Apothese in Bo num- diemke, B. Samletz Jung. Gepilsen für 3/4 T. sof. ges. Alsenstr. 54,..lk. ebtl. zur w. Ausbildung sucht Konditorei Gröne, Brückstraße 60. Kräftiger Arbeitsiunge 14—16., v. Gärtnerei gesucht. Ausk. 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