monatlich oder.08 RM. haldSelbstabboler.85 R N. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf, monatlich, Funk„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 5 Vl. bel fünf Sonntagen im Monal. 1— Wenn das Erschellen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dal. zrhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr.= Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 26. Januar 1937 44. Jahrgang Nummer 21 Einzelpreis 10 Pf. im Astesgerntei uud in 2de un,„Preizeliehanseiget sie Rchl sr Auns uint is ude dis Vorlages.=Pür rtschsgen ostrick sernachih. lich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Trgahber, WWooighwerl.... Ropieraugeeerrnel...g un Geichbrage niberischtengtich Fernst., Das Programm für den 30. Januar eiatattv G antit gasben prchm un Gentrcher hielte Deutschlands Antwort auf die letzte englische eteinde Frespilligent#s# dnb Berlin, 25. Januar. Die Reichsregierung hat am Montag mittag dem hiesigen britischen Botschafter Sir Erie Phipps die deutsche Antwortnote auf die letzte englische Note in der Freiwilligenfrage überreichen lassen. Die Note hat folgenden Wortlaut: Die deutsche Regierung hat mit Genugtuung davon Kenntnis genommen, daß nach Ansicht der Königlich britischen Regierung die hauptbeteiligten Mächte nunmehr über die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zur Verhinderung des Zustroms von Freiwilligen nach Spanien einig sind und daß ferner auch grundsätzliches Einverständnis darüber besteht, daß diese Maßnahmen von allen beteiligten Regierungen gleichzeitig getroffen werden, daß das Gesamtproblem der indirekten Formen der Einmischung in Spanien eine aktive Behandlung erfährt und ein wirksames Kontrollsystem eingeführt wird. Damit würden die Voraussetzungen erfüllt sein, von denen die deutsche Regierung in der Note vom 7. Januar ihre Bereitwilligkeit zur Anordnung der von ihr zu treffenden Maßnahmen abhängig gemacht hat. .— Unter diesen Umständen hat die deutsche Regierung bereits ein Gesetz vorbereitet, das die Einreise von deutschen Staatsangehörigen nach Spanien zur Teilnahme am Bürgerkrieg sowie die Anwerbung von Personen zu diesem Zweck unter Strafandrohung verbietet und ferner die notwendigen Verwaltungsmaßnahmen in Aussicht nehmen würde, um die Ausreise und Durchreise aller Personen zu verhindern, die sich zur Teilnahme am Bürgerkrieg nach Spanien begeben wollen. Es wird sich empfehlen, daß der Londoner NichteinmischungsAusschuß sofort die Uebereinstimmung aller beteiligten Regierungen über den wesentlichen Inhalt der von ihnen zu treffenden Maßnahmen, über den Zeitpunkt ihrer Inkraftsetzung sowie endlich über die Grundlinien des einzuführenden Kontrollsystems feststellt. Sobald diese Feststellung erfolgt ist, wird die deutsche Regierung unverzüglich das Erforderliche wegen der von ihr zu treffenden Maßnahmen veranlassen. 3. Was die Durchführung der Kontrolle anlangt, so liegen der deutschen Regierung, und zwar zum Teil erst seit wenigen Tagen, eine Reihe von Entwürfen des Londoner Ausschusses vor, deren Prüfung sie möglichst beschleunigen wird. Sie behält sich vor, durch ihren Vertreter dem Londoner Ausschuß das Ergebnis dieser Prüfung so bald als möglich mitzuteilen und dabei gegebenenfalls auch ergänzende Vorschläge zu machen. 4. Die Königlich britische Regierung hat sich bisher leider noch nicht zu dem in der Note vom 7. Januar gemachten Vorschlag der deutschen Regierung geäußert, alle nichtspanischen Teilnehmer an den Kämpfen in Spanien einschließlich der politischen Agitatoren und Propagandisten aus Spanien zu entfeonen, um so den Zustand vom August vorigen Jahres wiederherzustellen. Die deutsche Regiekung legt auf diese Vorschläge nach wie vor besonderen Wert. Sie hat die ernste Befürchtung, daß es nach der ganzen bereits in der Note vom 7. Januar geschilderten Entwicklung der Dinge zu einer einseitigen, dem Sinn der Nichteinmischungspolitik zuwiderlaufenden Begünstigung der der nationalen spanischen Regierung im Kampf gegenüberstehenden Elemente führen wird, wenn die Mächte den Zustrom von Freiwilligen nur für die Zukunft verhindern, sich aber damit abfinden, die bereits in Spanien befindlichen landfremden Teilnehmer am Bürgerkrieg dort zu belassen. Es erscheint der deutschen Regierung als das Gebot der Stunde, daß alle beteiligen Mächte jetzt endlich Ernst damit machen, ede Möglichkeit einer Einmischung in Spanien unterbinden. Wenn sie dazu entschlossen sind, werden . zuch Mittel und Wege finden, um den erwähnten Vorschlag der deutschen Regierung zu verwirklichen. .00 dnb Berlin, 25. Januar. Der Reichsminister für Vollsauftlärung und Propaganda gibt nachfolgendes Programm für den 30. Januar 1937 bekannt, das in Gemeinschaft mit allen beteiligten Stellen festgelegt wurde. .00 Uhr: Wecken durch Musik= und Spielmannszüge der Bewegung im ganzen Reich. Uhr: Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels spricht in der Turnhalle der 1. und 29. Volksschule in Berlin=Neukölln zur deutschen Schuljugend. In allen Schulen des Reiches finden gleichzeitig Schulfeiern statt, in deren Mittelpunkt die Uebertragung der Neuköllner Feier steht. Der Schulunterricht fällt danach aus. Uhr: Vorbeimarsch der Leibstandarte Adolf Hitler vor dem Führer an der Reichskanzlei in der Wilhelmstraße. 13.00 Uhr: Sitzung des Deutschen Reichstags. Abgabe einer Regierungserklärung durch den Führer und Reichskanzler. Uhr: Zusammentritt des Reichskabinetts. Uhr: Der Gau Berlin der RSDAP, bringt dem Führer zur Erinnerung an die Huldigung vom 30. Januar 1933 einen Fackelzu g. Gleichzeitig werden im Reich von den Ortsgruppen der Partei Kameradschaftsabende durchgeführt. Gemeinschaftsempfang Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat folgenden Aufruf eren:„An das beutsche Voll Am 30. Januar mittags um 13 Uhr spricht der Führer zum Deutschen Reichstag. Sein Werk ist das der deutschen Nation. Allen Deutschen wird 10.00 17.00 20.00 Gelegenheit gegeben werden, am Lautsprecher diese Rede zu hören. Insämtlichen Betrieben, Geschäften und Dienststellen werden die Werktätigen geschlossen am Lautsprecher versammelt sein, und in allen deutschen Häusern wird man am Rundfunkempfänger den Worten des Führers lauschen. Die zuständigen Stellen haben die vorbereitenden Maßnahmen für den Volksempfang eingeleitet. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda (gez.) Dr. Goebbels.“ Flaggen heraus! Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt bekannt: „Aus Anlaß des vierjährigen Bestehens des nationalsozialistischen Reiches werden alle Deutschen aufgefordert, am 30. Januar ihre Häuser und Wohnungen zu beflaggen. (gez.) Dr. Goebbels.“ Der Weg des großen Fackelzuges Für den 30. Januar werden auf der Anfahrt straße des Führers von der Reichskanzlei zur KrollOper Lautsprecher aufgestellt werden, über welche die Rede des Führers übertragen werden wird. Die Rede des Reichskanzlers und Führers am 30. Januar wird vom deutschen Rundfunk am Sonntag, dem 31. Januar, 11 Uhr, über alle Sender mit Ausnahme des Deutschlandsenders wiederholt werden. Der große Fackelzug des Gaues Berlin der NSDAP., der am 30. Januar zur Erinnerung an die Huldigung am 30. Januar 1933 durchgeführt wird, nimmt seinen Weg von der Charlottenburger Chaussee durch das Brandenburger Tor und die Wilhelmstraße zur Reichskanzlei. Hum=Hecwasser in Esk. Nlesensenler in Cincinnati— Ueber 100 Personen ertrunken, 500000 Obdachlose Die italienische Antwort am die letzte englische Note in der Freiwilligenfrage ist, nach einer Meldung aus Rom. am Montag vormittag der englischen Botschaft zugestellt worden.(Unsere Leer finden die Note auf Seite 2. Schriftleitung.) London sagt:„Sehr befriedigend“ London, 25. Januar. „Lis deutsche und die italienische Antwort werden in zuKändigen politischen Kreisen als„sehr befriedigend" bebeichnet. Es wird erklärt, daß die Antworten alles enthielten, was erwartet worden jei Cineinnati, 25. Januar. Eine durch das Hochwasser verursachte Explosion mehrerer Oeltanks der Standard Oil Co. setzte ein ganzes Häuserviertel in einer Länge von etwa 5½ Kilometer und einer Breite von etwa 1000 Meter in Brand. Die Flammen schossen bis zu 150 Meter hoch und wurden ständig von explodierenden Oelfässern und Tanks genährt. Das brennende Oel floß auf die durch das Hochwasser überfluteten Straßen und machte aus ihnen drennende Flüsse. Ueber 35 Häuser brannten nieder, darunter zwei Fabriken. Die Feuerwehr mußte ihre Löscharbeiten von Motorbooten aus vornehmen. Es gelang der Feuerwehr nach vielen Stunden, des Riesenfeuers Herr zu werden. Es drennen nur noch einige In der Stadt herrschen unbeschreibliche Verwirrung, Elend und Panik. Der Gouverneur des Staates Ohio hat 1000 Mann Nationalgarde nach Cineinnati abkommandiert, um Unruhen zu verhüten. Außerdem wurde über die Stadt der Belagerungszustand verhängt. Sämtliche Gebäude der Standard Oil Co., das Arbeiter=Erholungsheim, die Warenhäuser und Garagen sowie 5000 Kraftwagen, ferner eine Million Gallonen Benzin und zehn große Oeltanks sind dem Brande zum Opfer gefallen. Grippe und Lungenentzündung wüten Die immer noch anhaltenden Regenfälle haben den Ohiofluß auf den höchsten jemals gemessenen Hochwasserstand von 22.8 Meter gebracht. Ein weiteres Steigen des Flusses ist vorausgesagt. In den überschwemmten Landstrichen und Dörfern wütet eine Grippe=Epidemie, und zahlreiche Leute erkrankten an Lungenentzündung. Die Bundesregierung entsandte 70 000 Arbeiter in die betroffenen Gebiete zur Bergung der Obdachlosen und zu Rettungsarbeiten. Das Rote Kreuz schickte in Zügen, Lastwagen und Flugzeugen Aerzte, Medizin und Lebensmittel sowie wollene Decken. Hand, die Gefangenen in Schach zu halten. Die Zuchthäusler waren so aufsässig, daß sie zu Angriffen gegen die Beamten vorgingen. Gegen Neger, die hauptsächlich wegen Gewalttätigkeiten und Morde im Francforter Zuchthaus untergebracht waren, mußten Maschinengewehre eingesetzt werden. Zwölf Gefangene wurden erschossen. Zwei Städte werden geräumt Der Bürgermeister von Louisville(Kentucky) befahl den 300 000 Einwohnern dieser Stadt sofortige Räumung. In Louisville haben die Verheerungen durch das Hochwasser solche Ausmaße angenommen, daß das städtische Elektrizitätswerk stillgelegt wurde. 65 Quadratkilometer sind dadurch in völlige Dunkelheit gehüllt. In der Stadt macht sich bereits Trinkwassermangel stark bemerkbar. Alle Verkehrsgelegenheiten sind lahmgelegt. Die Küstenwache hat 100 Rettungsboote eingesetzt und versucht, mit Unterstützung von Marinereserven die bedrängte Einwohnerschaft zu retten. Die Rettungsarbeiten werden von Heeres= und Marinefliegern aus der Luft geleitet. Sämtliche 33 500 Einwohner der am Zusammenfluß von Ohio und Tennessee liegenden Stadt Paducah wurden auf höher gelegenes Gelände abtransportiert. Farmer widersetzen sich einem Damm=Durchstich Besonders ernst ist auch die Lage im Staate Tennessee. In der Nähe von Memphis bewachen Farmer, mit Schrotflinten bewaffnet, den dort neu errichteten Damm, da die Heeresverwaltung den Befehl gegeben hatte, den Damm zu durchstechen, um die weiter am Oberlauf des Mississippi liegende Stadt Cairo (Illinois) vor den Fluten zu retten. Die über diesen Befehl empörten Farmer drohen, auf die dorthin entsandte Nationalgarde zu schießen. Der Eisenbahnverkehr im Ohiotal ist stillgelegt, Aufstand in einem Zuchthaus Im staatlichen Zuchthaus von Francfort(Kentucky) kam es in der Nacht zum Montag zu schweren Unruhen. Trotz aller Bemühungen des Gouverneurs, der die Räumung des Zuchthauses wegen des eindringenden Hochwassers angeordnet hatte, versuchten die Gekangenen, diese Gelegenheit zur Flucht auszunutzen. Den Beamten des„Zuchthauses und den Männern der Nationalgarde gelang es nur mit der Waffe in der nachdem mehrere Züge infolge Anterspülungen des Eisenbahnkörpers entgleist waren. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Ueberschwemmungsgebiet ist auf über 100 gestiegen, die Zahl der obdachlos gewordenen Personen wird nunmehr nach vorsichtiger Schätzung mit einer halben Million angegeben. Die obdachlosen Familien lagern, oft nur mit dem Nötigsten bekleidet, auf den Höhen zu beiden Seiten des Ohiotales. Viele sind in Schulen und Kirchen untergebracht. Das Rote Kreuz errichtete überall fliegende Lazarette, wo Tausende gegen drohende Seuchen gelmpft werden. Jagesglossen Mit der am Montag dem englischen Neuer deutscher Botschafter in Berlin überreichten Friedensbeitrag Note gibt die Reichsregierung ihre grundsätzliche Zustimmung zu den # von der englischen Regierung in ihrem diplomatischen Schreiben gemachten Vorschlägen, durch die die Teilnahme von Freiwilligen an der spanischen Auseinandersetzung verhindert werden soll. Bereits in ihrer ersten Note vom 7. Januar d. J. hatte sich die Reichsregierung mit den Vorschlägen der britischen Regierung grundsätzlich einverstanden erklärt. Wenn sie heute mitteilt, daß bereits die gesetzgeberischen Vorbereitungen zur Durchführung des Freiwilligenverbotes getrosfen sind, so kann es anderseits nicht überraschen, daß Deutschland die Durchführung dieser Gesetze von Bedingungen abhängig macht, die für uns von der gleichen Wichtigkeit sind wie für eine gütliche und schnelle Erledigung des Freiwilligenproblems überhaupt. Deutschland hat mit seiner Bereitschaftserklärung zu den zahlreichen Friedens= und Aufbau=Angeboten abermals einen neuen Beweis des guten Willens gegeben, einen positiven Beitrag zur Entspannung der durch die spanische Frage aufgewühlten europäischen Situation, eine positive Anregung, die von dem für das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien in der Spanienfrage bestimmenden Grundsatz ausgeht: Spanien den Spaniern! Die Tatsache, daß im gleichen Augenblick auch die italienische Antwortnote an Großbritannien überreicht wurde und daß beide Schriftstücke nach eingehendem Gedankenaustausch in voller Uebereinstimmung abgegeben wurden, dürfte dem zweiseitigen Schritt ein besonderes diplomatisches Gewicht verleihen. In aller Offenheit, die das Kennzeichen der neuen deutschen Diplomatie ist, hat Deutschland seine Vorschläge gemachtnund seine gesetzgeberischen Maßnahmen in Aussicht gestellt. Um so mehr können Deutschland und Italien von der im Londoner Nichteinmischungs=Ausschuß stimmführenden britischen Regierung billigerweise eine ebenso klare und bündige Antwort auf die in ihren Noten vom 7. Januar angeschnittenen Fragen erwarten. Die Reichsregierung hatte damals das Augenmerk der britischen Regierung auf die Notwendigkeit gelenkt, daß mit einem zukünftigen Verbot für die Einreise von Freiwilligen in die beiden Lager der spanischen Kampfparteien das Problem nicht als gelöst erachtet werden könne. Deutschland hatte in dem gleichen Schriftstück internationale Maßnahmen des Londoner Nichteinmischungs=Ausschusses gefordert, durch die alle bereits in Spanien stehenden ausländischen Freiwilligen aus den Kämpfen ausgeschaltet werden und den internationalen Agitatoren und Provokateuren auf seiten der spanischen Bolschewisten das Handwerk gelegt werden müsse. Mit Erstaunen müssen wir jetzt feststellen, daß die britische Regierung auf diese positiven und grundlegenden Vorschläge bisher nicht eingegangen ist. Wenn dennoch Deutschland seine grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit nochmals aussprach, so mag die britische Oeffentlichkeit hierin den neuen Beweis der Stetigkeit unserer Friedenspolitik ersehen, die sich mit der allgemeinen Entspannung in Europa auch die Lösung der spanischen Frage im spanischen Sinne zum Ziel setzt. Der britische Außenminister aber, der noch erst vor kurzem dem nationalsozialistischen Deutschland glaubte Lehren und Ratschläge erteilen zu können, hat nunmehr eine neue Gelegenheit, seine eigene Politik der theoretisierenden Ratschläge zu einer außenpolitischen Praxis zu revidieren. Die Rede, die Frankreichs MinisterHöflich, aber präsident Leon Blum gestern vor einer widerspruchsvoll großen Versammlung der Volksfrontler hielt(vergleiche unsere MontagsAusgabe), war keineswegs die Sensation, zu der die Pariser Presse selbst nach Ansicht Leon Blums die ministeriellen Erklärungen voreilig gestempelt hatte. Lediglich die Sachlichkeit und der durchaus höfliche Ton überraschten. Gern registriert die deutsche Oeffentlichkeit darum diesen diplomatischen Takt ebenso wie die Erklärung des französischen Staatsmannes, daß er selbst an die Aufrichtigkeit der wiederholten Friedensbekundungen des deutschen Führers Adolf. Hitler keine Zweifel hege. Das sind Töne, die man in der Außenpolitik des Nachkriegs=Frankreichs bisher hatte vermissen müssen. Da aber nicht der Ton die Politik macht, sondern ihr höchstens eine umgänglichere Form gibt. und da die europäische Politik in den bald zwei Jahrzehnten der Nachkriegszeit durch theoretisierende Betrachtungen immer wieder zum Leerlauf und zur Unfruchtbarkeit verdammt wurde, so nehmen wir trotz aller Anerkennung des von Herrn Blum gezeigten diplomatischen Geschmacks doch die Gelegenheit wahr, um mit ihm über die Haltbarkeit oder Unhaltbarkeit seiner europäischen Theorien zu rechten. Blums Grundbetrachtungen brachten nichts Neues. Es war das alte Schema der kollektiven Friedenssicherung und der besonderen Sicherheit Frankreichs, das hier zum soundsovielten Male präsentiert wurde. In diesem Punkte unterscheidet sich also der marxistische Sozialist Blum in keiner Weise von seinen chauvinistischen Vorgängern. Er bekennt sich erneut zum Völkerbund und damit zur kollektiven Regelung der europäischen Fragen. Eine diplomatische Prozedur, wie sie Deutschland befolgte, um durch zwei Seite 2 Nr. 21/ Bochumer Anzeiger* Dienstag, 26. Januar 1937 Seite 3 Nr. 21 B seitige Aussprachen und Abmachungen das vorderhand Erreichbare zu verwirklichen, lehnt Frankreichs Ministerpräsident ab. Die Ideologie vom„unteilbaren Frieden“ hält den französischen Staatsmann in Bann. Das Nach sie stareen sur Sratschians ist nicht überraschend, denn seine Einstellung wurde durch seine innerpolitische Volksfront=Bindung ebenso bestimmt, wie außenpolitisch durch das französischsowjetrussische Militärbündnis. Kein Wunder also, wenn der französische Ministerpräsident sich somit in Widersprüche verwickelte. Er forderte den kollektiven Frieden und lehnte den zweiseitigen Vertrag im blick auf Deutschland ab. Er bekonte aber im gleichen Atemzuge Frankreichs unwandelbare Treue zu seinen bestehenden Freundschaften. Was aber ist der Militär= pakt Moskau— Paris anders als ein zweiseitiges Abkommen? Oder bedeutet die im Dezember des vergangenen Jahres neugekittete Entente cordiale mit England eine kollektive Regelung? Im Jahre 1937 wäre es ein aussichtsloses Beginnen, auf diese Art für Frankreich außenpolitische Sonderrechte und Sonderbehandlungen zu verlangen. Wer den europäischen Frieden will, der darf auch in der Diplomatie nicht mit zweierlei Maß messen, wie dies Herr Leon Blum bewußt oder fahrlässig getan hat. Die Vorschläge Blums hinsichtlich der deutsch=französischen Wirtschaftsverhandlungen kommen einer Politisierung der Wirtschaft an sich gleich. Deutschland, das in dieser Frage während letzten vier Jahre einige Erfahrung sammelte und nicht unbeträchtliche Erfolge zu verzeichnen hatte, sieht die Erörterung wirtschaftlicher Probleme durchaus als einen gangbaren Weg an, auf dem sich nach und nach auch die politischen Dinge in offener Aussprache und in einer Atmosphäre behandeln lassen, die durch vorhergehende Wirtschaftserörterungen bereits vom größten diplomatischen Staub gereinigt wurde. Unsere wirtschaftlichen Abkommen mit den verschiedenen Nachbarstaaten haben auch günstige politische Ergebnisse gezeitigt, zum mindesten die Situation geklärt und die Beziehungen von den Ueberresten der Denkweise in den Kriegsjahren entgiftet. Heute jährt sich zum dritten Male der Abschluß des deutsch=polnischen Ausgleichsabkommens vom Januar 1934. Auch hier war das Wirtschaftspolitische der Ausgangspunkt einer späteren politischen Entspannung. Gewiß können im Laufe von drei kurzen Jahren nicht alle Differenzen behoben werden zumal zwischen zwei Völkern wie Deutschland und Polen, die sich seit Jahrzehnten, ja fast seit Jahrhunderten in erbitterter Feindschaft gegenüberstanden, aber das von Adolf Hitler und dem polnischen Marschall Pilsudski ins Leben gerufene Ausgleichsabkommen gab dennoch beiden Partnern Mittel an die Hand, um auftauchende Differenzen in kürzester Frist und in angängiger Form beizulegen. Wir erinnern weiter an den Abschluß des deutsch=litauischen Wirtschaftsabkommens, dem ebenfalls eine langsame politische Entspannung auf dem Fuße folgte. Der für ein politisches Teilgebiet entscheidende deutsch=englische Flottenvertrag, das deutsch=österreichische Abkommen vom Juli des vergangenen Jahres und nicht zuletzt die aus ersten schüchkernen Anfängen heute zur innigen Freundschaft erwachsene deutsch=italienische Verständigung sind ebenso Beweise für die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Sie müssen auch den Gegnern dieser diplomatischen Methode zum Bewußtsein kommen, zumal diese Gegnerschaft, wie die Rede von Leon Blums selbst bewiesen hat, theoretischer Natur ist. Mit Theorien aber war Europa lange genug gesegnet. Wir erkennen die theoretische Bereitwilligkeit des französischen Ministerpräsidenten, zu einer deutsch=französischen Verständigung zu gelangen, durchaus an, aber wir warten ab, ob und wie diese Theorie durch Frankreich in die europäische Praxis umgesetzt wird. Trauerfeier für die Besatzung des Kriegsmarine=Versuchsbootes„Welle“— General= admiral Raeder überbringt das Beileid des Führers und des Reichskriegsministers Vorbei am Mahnmal der„Niobe“, auf dem die es sich um Gegenstände aus dem Besitz nationaler Spa. nier handelt, die von den Bolschewisten ermordet und beraubt worden sind. Der Spanier— offenbar ein Bolschewist, der nach Paris fahren wollte, um seinen Raub zu veräußern— wurde verhaftet. Seine Beute wurde beschlagnahmt. Kiel, 25. Januar. Von den Dächern und Häusern, von den Schiffen und Werftgebäuden der Kriegsmarinestadt Kiel wehten am Montag die Hakenkreuzflaggen auf halbmast. Auf dem Garnisonfriedhof wurde am Nachmittag die Trauerfeier für die Besatzung des Kriegsmarine=Versuchsbootes „Welle" abgehalten, die am 19. Januar im schweren Schneesturm ums Leben kam. Der Tod exeilte die Männer der Welle" und ihren Kommandanten, Leutnant zur See(.) Böhning, einen erfahrenen Torpedoboots=Obersteuermann, als sie ihre SA.=Kameraden vom Segelschoner„Buhnen" aus Seenot retten wollten. Von der 25köpfigen Besatzung sind bisher 15 Mann der See entrissen worden. Die Männer der„Welle“ haben die Kameradschaft zwischen Wehrmacht und SA. mit ihrem Tode besiegelt. Deshalb trauerte an diesem Tage mit der Kriegsmarine besonders die SA., die überall im Reich auf ihren Dienstgebäuden die Flaggen halbstock gesetzt hat. Eisiger Frost, schneidende Kälte wie an jenem Tage, an dem die Braven der„Welle“ ihr Leben ließen, herrschten zur Stunde der Trauerfeier auf dem Kieler Garnisonfriedhof. Schon lange vor Beginn der Trauerfeierlichkeiten hatte sich die Kieler Bevölkerung, die stets in enger Verbundenheit mit der Kriegsmarine lebt, in großer Zahl neben den Trauergästen eingefunden. In der Kapelle des Friedhofes waren die Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer versammelt, denen der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, das Beileid des Führers und des Reichskriegsministers aussprach. „Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler“, so sagte er,„hat mich beauftragt. Ihnen persönlich zu sagen, wie er von Herzen an Ihrer und unserer tiefen Trauer teilnimmt. Der Führer liebt seine Marine und schätzt die Hilfsbereitschaft, den tapferen Einsatz des Lebens für in Not befindliche Seeleute wie sie in der Marine eine Selbstverständlichkeit ist, hoch ein. Er ist daher stolz auf die in treuer Pflichterfüllung von uns gegangenen Kameraden der„Welle" und weilt in Gedanken in dieser Stunde bei ihnen und ihren Lieben. Auch der Herr Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall von Blomberg, hat mich beauftragt, Ihnen seine herzliche und tiefempfundene Teilnahme zu übermitteln. Er drückt Ihnen allen in Gedanken die Hand. Ich selbst, der ich mit der gesamten Kriegsmarine durch den Verlust aufs tiefste getroffen bin, trauere in herzlicher Verbundenheit mit Ihnen um unsere Getreuen, die ihr Leben dahingaben für ihre Brüder.“ Reichskriegsflagge halbstock wehte, schritt die Trauergemeinde zur Grabstätte. Dort waren die 15 Särge, bedeckt mit der Reichskriegsflagge und zahlreichen Kränzen, aufgebahrt. Die Ehrenposten stellte das Versuchsboot„Strahl“ der Kriegsmarine. Zahlreich waren die Trauerabordnungen der Kriegsmarine und der SA.= Gruppe Nordmark mit ihrem Gruppenführer MeyerQuade. Neben dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. c. Raeder sah man den Stabschef der SA. Lutze, den Kommandierenden Admiral der Ostsee, Admiral Albrecht, den Flottenchef Vizeadmiral den Oberpräsidenten von Schleswig=Holstein, Immer neue„Geständnisse“ Carls, den Oberpräsidenten von Schleswig=He Gauleiter Lohse, den Festungskommandanten von Kiel, Kapitän zur See Mewis, den Besehlshaber im Luftkreis VI, General der Flieger Zander, sowie den Oberbürgermeister der Kriegsmarinestadt Kiel. Kreisleiter Behrens, und zahlreiche Vertreter der Partei, ihrer Gliederungen und der Behörden. Nach einem Choral sprachen die beiden Stationsgeistlichen. Dann nahm der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Albrecht, Abschied von den Toten.„Der Seemann, der im harten Kampf mit Sturm und See sein Leben für die Rettung seiner deutschen Brüder gibt“, so führte er aus, „stirbt ebenso den Tod für Volk und Vaterland, wie der Soldat, der. die Waffe in der Faust. im Angriff auf die feindliche Stellung fällt. Ihr Tod soll uns allen eine ernste Mahnung sein, daß wir Soldaten der Kriegsmarine auch im Frieden jederzeit, bereit sein müssen, in unserem schweren und doch so schönen Seemannsberufe Leib und Leben einzusetzen für Führer, Volk und Vaterland." Nachdem des Lied„O Deutschland hoch in Ehren" verklungen war, präsentierte die Ehrenkompagnie der I. sSO(Schiffs=Stammabteilung der Ostsee) das Gewehr, und bei dumpfem Trommelwirbel und unter den gedämpften Klängen des Liedes vom guten Kameraden verlas Korvettenkapitän Bahte, der Leiter der Nachrichtenmittel=Versuchsanstalt, die Namen der Gebliebenen. Drei Ehrensalven krachten über die Gruft. Zum Schluß der schlichten Feier legte Generaladmiral Dr. h. c. Raeder einen großen Kranz des Führers und einen weiteren des Reichskriegsministers nieder. Stabschef der SA. Lutze schloß sich an. Während der Beisetzungsstunde hatten alle Schiffe der Kriegsmarine ihre Toppflaggen halbstock gesetzt. Massen Naturuttsattenin=Spantten im Moskauer Theaterprozeß— Der soll auch die willkürliche Verhaftung Reichsdeutscher begründen Moskau, 25. Januar. Die Montagsitzung im Moskauer Theaterprozeß gann mit der Vernehmung des„Zeugen“ Ingenieur Loginow, der als angebliches Mitglied der Trozkisten=Organisationen im Auftrage Pjatakows und anderer Angeklagter insbesondere in Industriebetrieben in der Ostukraine Sabotageakte verübt haben will. Getreu dem eingespielten System unzähliger sowjetischer Schädlingsprozesse, deren Hintergründe sattsam bekannt sind, brachte der Zeuge seine Aussagen vor. Loginow lieferte im flüssigen, von den Stichworten des Staatsanwalts dirigierten Vortrag neuen sensationellen Stoff für die Leitartikel der Sowjetblätter, indem er in allen Einzelheiten angebliche Schädlingsarbeit wie Ueberheizung von Koksöfen, falsche technische Planung von Werksbauten, Einsatz falsch konstruierter Maschinen und andere in das Programm des Staatsanwalts passende „Verbrechen“ schilderte. Die Eintönigkeit dieser Kette von auswendig gelernten„Geständnissen“ wurde dann unterbrochen und gewann Interesse, als es sich zeigte, daß dieser Kronzeuge besonders präpariert worden ist, um für die widerrechtlichen Verhaftungen Reichsdeutscher eine Begründung zu erdichten. Loginow erklärte in seiner Zeugenaussage, er habe von dem Angeklagten Rataitschak die Weisung erhalten, sich mit deutschen Ingenieuren und Technikern, die in der Sowjetunion als Spezialisten tätig waren. in Verbindung zu setzen, und zwar„zum Zwecke der Spionage und der Weiterleitung an Agenten des deutschen Spionagedienstes(!)“. Hierbei will Loginow auf den Angeklagten Grasche als geeigneten Mittelsmann hingewiesen haben, da er von dessen angeblichen Verbindungen mit„deutschen Spienen“(!) gewußt habe. „Ehrenerklärung“ für Tuchatschewski Die Sonntag=Nachmittagssitzung brachte nach Abschluß des Verhörs von Radek die Zeugenvernehmung von Romm. Dieser war bisher Korrespondent der „Iswestija“ in Washington. Er befindet sich gleichfalls in Haft. Stockend und mit leiser Stimme„gesteht" Romm angebliche Kurierdienste zwischen Trotzki und Radek ein, und zwar unter Ausnützung seiner dienstlichen Stellung im Auslande. Darauf kam der Staatsanwalt nochmals auf die Verbindung Radek=Sobelsohns zu dem General der Roten Armee und früheren Militärattachs der Sowjetunion in London, Putna, zurück. Radek=Sobelsohn wurde vom Staatsanwalt aufgefordert, dreimal mit Neuordnung des bürgerlichen Rechts Heidelberg, 25. Januar. Auf Einladung der Universität Heidelberg sprach der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Schlegelberger am Montag abend in der Alten Aula vor zahlreichen Zuhörern, darunter Vertretern von Staat und Partei, zahlreichen Richtern und Staatsanwälten und vielen jungen Studenten über „Die Neuordnung des sogenannten bürgerlichen Rechts“. Der Staatssekretär kündigte die Aufnahme der Arbeiten zur Neuordnung des gesamten bisher im Bürgerlichen Gesetzbuch niedergelegten Rechts an. Er teilte mit, der Führer und Reichskanzler habe sich auf Vortrag des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner damit einverstanden erklärt, daß das Reichsjustizministerium die Erneuerung dieses umfassenden Rechtsstoffes alsbald in Angriff nehme und an Stelle eines neuen Gesetzbuches einzelne der Verschiedenheit der Lebensgüter entsprechende Gesetze vorbereite. Tscheka=Nord in paris? Ehemaliger Sowjetrusse im Bois de Boulogne ermordet aufgefunden Paris, 25. Januar. Im Bois de Boulogne wurde am Montag vormittag der frühere sowjetrussische Wirtschaftler Navachine ermordet aufgefunden. Einzelheiten fehlen zur Stunde noch. Navachine hatte sich nach Ausbruch der bolschewistischen Revolution in Rußland zunächst den neuen Machthabern zur Verfügung gestellt und war dann später nach Paris gegangen, wo er die französische Nationalität erwarb. Er war Leiter einer Bank bis 1930 und widmete sich später wirtschaftlichen Studien. Es heißt, daß Napachine in der letzten Zeit alle Beziehungen zur Sowjetregierung abgebrochen habe. Doch soll er eine rege politische Tätigkeit innerhalb einer anderen Gruppe der äußersten Linken entfaltet haben. Jedenfalls muß Navachine eine bedeutende Rolle in Paris gespielt haben, denn der französische Wirtschaftsminister Spinasse begab sich persönlich in das betreffende Polizeikommissariat, um sich über den bisherigen Stand der Untersuchung zu unterrichten. Autobus in Kanal gestürzt Miami(Florida), 25. Januar. Im südlichen Florida überschlug sich infolge Bruchs des rechten Vorderrades ein großer Ueberlandautobus und fiel von der schmalen, durch die Everglades=Sümpfe führenden Straße in einen tiefen Kanal. 23 Fahr; gäste ertranken. Die Autobuslinie stellt die einzige Verkehrsverbindung zwischen den Städten an der Ok= und Westküste Floridas dar. Von Killinger Beisitzer im Reichsehrengerichtshof. Der Reichs= und preußische Arbeitsminister hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Justiz den SA.= Obergruppenführer Manfred von Killinger zum Beisitzer der Reichsregierung im Reichsehrengerichtshof bestellt. Der iugoslawisch=bulgarische Freundschaftsvertrag in Kraft. Der am Sonntag abgeschlossene jugoslawischbulgarische Freundschaftsvertrag ist bereits am Montag in Kraft getreten. Die Ratifikationsurkunden wurden am Montag nachmittag ausgetauscht. dnb Rom, 25. Januar. Die italienische Antwort auf die englische Denkschrift vom 11. Januar ist ebenfalls in der Form einer Denkschrift gebalten und hat in Uebersetzung Wortlaut: 1. Die italienische Regierung hat die Denkschrift der englischen Botschaft vom 11. Januar über die Frage der Nichteinmischung und besonders über die Freiwilligenfrage einer eingehenden Prüfung unterzogen. 2. Die englische Regierung gibt der Ansicht Ausdruck, daß die hauptsächlich interessierten Mächte nunmehr übereinstimmend sofortige Maßnahmen zur Unterbindung des Zustroms ausländischer Freiwilliger nach Spanien für notwendig erachten unter der Voraussetzung, daß diese Maßnahmen gleichzeitig von allen Regierungen ergriffen werden. Die englische Regierung ist ferner der Ansicht, daß die Prüfung der anderen Formen indirekter Einmischung aktiv fortgesetzt und daß schließlich ein wirksames und binreichendes Kontrollsystem eingerichtet wird. Die italienische Regierung freut sich, wiederum Gelegenheit zu haben, neuerlich bestätigen zu können, daß diese Ziele gerade zu den Hauptzielen gehören, die sie zu erreichen wünscht: sie sind als solche im Abschnitt 4 ihrer Note vom 7. Januar angegeben. Die italienische Regierung ist dementsprechend bereit, die notwendigen gesetzgeberischen Maßnahmen zu ergreifen, um auf ihrem Gebiet die Anwerbung, die Abreise und die Durchfahrt von Personen zu verbieten, die sich zur Teilnahme an dem gegenwärtigen Konflikt nach Spanien begeben. Diese Maßnahmen, die praktisch bereits ausgearbeitet sind, werden zur Anwendung gelangen, sobald alle anderen Regierungen ähnlichen Maßnahmen zugestimmt haben, sobald ferner Uebereinstimmung über die allgemeinen Linien eines hinreichenden Kontrollsystems besteht und sobald schließlich über den Londoner Ausschuß ein Datum für ihr gleichzeitiges Inkrafttreten festgesetzt ist. 8. In ihrer Denkschrift erinnert die englische Regierung daran, daß der Nichteinmischungs=Ausschuß bereits ein Kontrollschema für die Häfen und für die Landarenzen Spaniens ausgearbeitet hat. Sie erinnert daran, daß dieses Schema, zweckmäßig angewandt und so ausgedehnt, daß außer dem Kriegsmaterial auch die Einreise von Freiwilligen nach Spanien zu Lande und zu Wasser mit einbezogen wird, als hinreichend angesehen werden könnte, um zu dem gewünschten Ziele zu kommen. Die englische Regierung beantragt noch, zu erfahren, ob und welche anderen Methoden und Formen der Kontrolle, abgesehen von den in den Entwürfen des Ausschusses dargelegten, die italienische Regierung ev. prüfe, und erklärt sich bereit, sie mit großer Beschleunigung zu erörtern. Die italienische Regierung beehrt sich, zu erklären, daß sie die Prüfung der verschiedenen Entwürfe des Komitees annähernd abgeschlossen hat. Sie prüfte die Entwürfe einer Kontrolle zu Lande und zu Wasser, das Schema für die Ausdehnung dieser Kontrolle auf die Freiwilligen, die Entwürfe einer Luftkontrolle und Entwürfe, von denen manche erst seit einigen Tagen in ihrem Besitz sind. Sie behält sich vor, über ihren: Vertreter dem Londoner Ausschuß binnen kurzem genaue Angaben darüber wie auch über die Luftkontrolle zugeben zu lassen. 4. Die italienische Regierung beehrt sich, daran zu erinnern, daß außer den verschiedenen bisher vorgebrachten Ideen und Vorschlägen, mit denen man eine wirksame Nichteinmischungspolitik sichern wollte, auch der Vorschlag gemacht worden ist, aus dem spanischen Gebiet alle nichtspanischen Kämpfer, alle politischen Freiwilligen, alle Provagandisten und Agitatoren, die sich zur Zeit in Spanien befinden, zurückzurufen um dadurch das Problem wieder auf seine ursprüngliche Grundlage vom August 1936 zurückzuführen. Die italienische Regierung bezieht sich in dieser Hinsicht auf ihre Note vom 7. Januar. Die italienische Regierung würde es begrüßen, wenn die englische Regierung ihr ihre diesbezüglichen Bemerkungen und ihre Ansicht mitteilen würde. Ihrerseits behält sich die italienische Regierung vor, im Nichteinmischungs=Ausschuß konkrete Vorschläge zu machen oder solche zu unterstützen.„ Die italienische Regierung kann nicht umhin, in dielauter Stimme zu erklären, daß Tuchatschewski wäre Sabotage der Richteinmischungspolitik— Die italienische Antwort an England haße.,*###sggf nehm Sieisrro Fhrenerskrungs## Parteien zugeströmt sind, sich bewahrheiten sollten— Tuchatschewski aus dem Munde Radeks mit Erstaunen eine derartige Maßnahme zweifellos im Gegensatz zu jeder authentischen Nichteinmischungspolitik stehen folgenden würde. Ein solch willkürlicher und einseitiger Schritt von einer der beiden im Konflikt stehenden Parteien Botschofters in könnte keinesfalls als Verhinderung oder Hindernis bei märtige Angelegenheiten, der Prüfung und Durchführung jener Vorschläge gelten, gtehr Paglegenheiten, die dem Nichteinmischungs=Ausschuß in London zur voll=gestehl" kommenen Räumung Spaniens von den Kriegs= und politischen Freiwilligen vorgelegt werden sollen. Andernfalls würden diese Vorschläge Gefahr laufen, unwirksam gemacht zu werden, noch bevor sie geprüft und besprochen worden sind. Der erwähnte willkürliche Akt zeigt aber auf jeden Fall, wie groß tatsächlich die Rolle ist, die ausländische Freiwillige bei einer der beiden im Konflikt stehenden Parteien spielen. Er zeigt auch, welch großes Gewicht diese Partei auf diese Unterstützung legt. 5. Die Absichten, die die englische Regierung dazu bestimmt haben, von sich aus Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um in ihrem Lande die Rekrutierung und die Ausreise der Freiwilligen gesetzlich strafbar zu machen, werden von der italienischen Regierung durchaus verstanden und gewürdigt. Die itglienische Regierung zweifelt nicht daran, daß die englische Regierung ihrerseits die Beweggründe zu schätzen wissen wird von denen die vorliegende Note und ihre früheren Mitteilungen geleitet sind: nämlich Unterstützung und Annahme jedes Vorschlages, der die Sicherstellung einer autbentischen und allgemeinen Politik der Nichteinmischung und ihre strenge, tatsächliche und vollständige Durchführung im Interesse des spanischen Volkes und der höchsten Interessen des Friedens und der Kultur bezweckt. Die Banken von Malaga gestürmt Abtransport von Kunstschätzen nach Sowjetrußland Salamanca, 25. Januar. Nationale Flieger belegten am Sonntag erneut die Befestigungen von Malaga sowie die Zufuhrstraßen Motril mit Bomben. Die aus Granada auf Malaga vorstoßende Infanterie setzte ihren Vormarsch über Alhama in Richtung auf die Küste erfolgreich fort. In Malaga wird die Verwirrung unter den Bolschewisten ständig größer. Der kommunistische Pöbel stürmte die meisten Banken in Malaga und erbrach die Safes. Die dort aufbewahrten Schmucksachen und Wertpapiere wurden geraubt. Nach Berichten des nationalen Senders ist ein neuer großer Diebstahl am Vermögen des spanischen Volkes im Gange. Ein großer Teil der Kunstschätze der Museen und aus Privatbesitz werden in riesige Kisten verpackt und nach einem unbekannten Bestimmungsort, höchstwahrscheinlich ein sowjetrussischer Hafen, verschickt. Am Montag setzte an der Madrider Front ein Wolkenbruch ein, der das ganze Gelände in einen Morast verwandelte und eine weitere Ruhepause in den Kampfhandlungen erzwang. zur Kenntnis. Das Gericht fuhr dann mit der Vernehmung des dritten Hauptangeklagten, des früheren sowjetrussischen Botschafters in London und Vizekommissars für Ausegenheiten, Sokolnirow, fort. Er und landesverräterische Pläne ein, und zwar genau nach den entsprechenden Punkten der Anklageschrift. Er gibt zu, landesverräterische Gespräche mit einem:„Vertreter einer fernöstlichen Großmacht“ im Auftrage Trotzkis geführt zu haben. Auch der frühere Verkehrskommissar und spätere Vizechef der Wegebauverwaltung, Serebrjakow, fällt nicht aus der Rolle. Er„gesteht" die angebliche Schädlingsarbeit im Ressort des Transportwesens. Dabei erwähnt er auch die Eisenbahnkatastrophen, falsche Berechnungen technischer Normen für Lokomotiven usw. Ferner hat sich Serebrjakow ebenso wie die übrigen bisher vernommenen Angeklagten zu der angeblichen Vorbereitung von Terrorakten auf bolschewistische Parteigewaltige zu bekennen. Serebrjakow will besonders enge Verbindungen mit kaukasischen Trotzkisten und Menschewiken unterhalten haben. Diese will er zu Terrorakten auf den Häuptling der Kommunistischen Partei in Georgien, Berija, und auf Stalin angestiftet haben. Erhielten die Angeklagten eine„GeständnisArznei“? London, 25. Januar. Die gesamte Londoner Morgenpresse berichtet weiter ausführlich über den Moskauer Theaterprozeß. Alle Blätter sind sich einig, daß das Moskauer Sowjetgericht der Welt und dem russischen Volk ein großes Lügenspiel darbietet, damit die Sowjetregierung ihr unbequeme Leute beseitigen könne. Den angeblichen, geradezu phantastischen„Geständnissen“ der Angeklagten wird, wie es schon die Ueberschriften zeigen, kein Glauben geschenkt. „Daily Expreß“ sagt, die Möglichkeit, daß sämtliche Angeklagten sich in einer Art Hypnose„schuldig“ bekannt hätten, sei nicht von der Hand zu weisen. Beobachter der Moskauer Gerichtsmethoden hätten diesen Eindruck gewonnen, und dem„Daily Expreß, werde aus Moskau geschrieben, daß die„Arznei“ zur Erzeugung dieser Hypnose unter die Haut gespritzt werde. Dadurch werde der Mensch seiner Willenskraft beraubt und zu einer Marionette, die allen Wünschen folge. Das Blatt sagt, die Berichte über derartige Vergiftungen klängen zwar phantastisch, man könne aber nicht glauben, daß sich die Angeklagten, die noch vor kurzem wichtige Posten im „Sowjetparadies“ einnahmen, jetzt plötzlich aus freiem Willen so erbärmlich erniedrigen sollten. Bolschewistischer Leichenfledderer an der französischen Grenze verhaftet. Er wollte Schmucksachen und Goldzähne ermordeter nationaler Spanier verschachern Paris, 25. Januar. Bei der französischen Bahnzollkontrolle an der französisch=katalanischen Grenze wurde am Sonntag abend ein Spanier festgenommen, der zur Ueberraschung der Zollbeamten in zwei Paketen Schmuckstücke im Werte von etwa einer Million Frank mit sich führte. Die Pakete enthielten 150 Goldstücke, 50·000 Peseten in Banknoten, ein Dutzend mit Brillanten besetzte Uhren, 23 goldene und Platinketten, 72 goldene Armbänder, Die stalienische Regierung kann nicht umhin, in dis: zwei Perlenhalsbänder, Broschen, Medaillons, Brillansem Zusammenhang hervorzuyeven, van— faus vir in sten und sonstige Edelsteine. Außerdem aber fanden sich Hßee“schlevevsogenannte unter den„Wertsachen noch zahlreiche Goldzähne, die von Leichen nimmt an, daß lag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Schriftleitung wochentags. 16 dis 17 Udr. Kür Spiegelbild d Das Eiserne Buch des Das Eiserne Buch de Rontag nachmittag auch wird ein Spiegelvilo des sein, nicht nur in unsere Geschlechtern wird es ein unserem Volke kein Opfe Deutschland. In eisernen Lettern in Leder gebundenen Bi geschrieben:„Das Eise gebracht,„ehenfalls in Hoheitsabzeichen. Schläg Holzdeckel um, so liest m genden Spruch: Eiserne B schützt La# Eisern die zum Opfe Auf der nächsten Sei unseres Führers, die er Winterhilfswerrs 1936/37 „Was uns allen wert in dieser Welt unser eigenes Volk, unser D Kein Opfer ist dafür General Ugaki mit der japanischen Kabinettsbildung beauftragt. Der General Ugaki wurde vom Kaiset von Japan mit der Kabinettsbildung beauftragt. Und auf der dritten schaffenden Hüttenmannes Rasende laute Ma Klingen gewaltige Bruder, der Geme treu in 1 einfachen Dann folgen die viele auf denen sich die Opfe sicher in nächster Zeit werden, das heißt die O allgemeine tun wollen u An alle Volksgenosse eine ergeht die Bitte, Sonderspende einzutrage deren Städten nicht zu ##liegt bei der Kreisamt waltungsgebäude an Zimmer 9, täglich vor zeichnung auf. der pol Der am 22. Janua Aergernisses festgenomme am 16. November 1906 chum, Burgstraße Nr. 2 Polizeihaft entwichen. Beschreibung: geworfene Lippen, Grübdunkelgrauer Anzug, sch mütze. Brune ist festzu Aufenthalt nimmt jede Einbruch in Bo Am 21. Januar, z1 in die Räume der Hitle Straße Nr. 1, eingebro Einschlagen einer Fen brach sodann den das durchwühlte denselben. Wertgegenstände noch fallen. Wer kann zu dies gaben machen? Angab behandelt werden. erbi chum, Polizeipräsidium mer 243. Kind Am 23. Januar, Löbkerring, Ecke Rob und schwer verletzt. E haus gebracht. Jer7 Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertretet! Frisz Schmidt. Verantwortlich für Posstik: Rudo Foest(deurlaubt) i. V. Fritz Schmidt, Kommunalpolltt; und Stadtteile: Adolf Peddinghaus. Lokales: Hans Schulte(beurlaubt), I..: Adolf Peddingbaus; Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwezi, mann, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmidi, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport: Hans Hornberg. Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleltung: Michael Haupt, Berlin=Karlshorst. Dönhoffstraße 19, Anruf Karlshorst 0340. Berlinct Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, Berlin=Charlotten= durg. Ublandstraße 194, Anruf C 1 Steinplatz 6813. Ras Seitz 1Sr ß Nr. 8 gllig, Nach, säßstaiter n.— But, Beig, Prezste Nr..94, e (gxugiel, B.— DA. XII. 36, über 27.000. Sprechstzupezgg diesen Tagen von der Bresse der verschiedenen Länd;; unter den Wertsachen noch zahlreiche Goll ggröffentlichten Nachrichten üver eine sogenannte augenscheinlich gusde Rehiffenvo Massen=Raturalisation der Ausländer, sungenscheinlich aus den Gebissen die den Reihen einer der beiden im Konflikt stehenden ausgebrochen waren(!). Man nim: 36 über 27.000. Sprechstunden der außer mittwochs und samogain; von 16 bis 17. Uhr. Für unverlangte Einsendungen Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Rummer umfaßt 12 Seiten Der ge dritten Kle gens die Abend als Ein groß mittags in lonaler Spormordet und offenbar ein um seinen Seine Beute üsse“ Prozeß Reichs5. Januar. iterprozeß be“ Ingenieur d der Trozitakows und striebetrieben ben will. Gesowjetischer ttsam bekannt sor. Loginow des Staatsionellen Stoff m er in allen wie UeberheiZlanung von Naschinen und valts passende vendig gelernochen und geser Kronzeuge die widereichsdeut ginow erklärte n Angeklagten deutschen Inwjetunion als zu setzen, und Weiterleitung es(!);, HierGrasche als en, da er von eutschen Spiehewsti chte nach Abzenvernehmung respondent der det sich gleichStimme„gevischen Trotzki rützung seiner zmals auf die zu dem Geneitärattachs der Radek=Sobel= rt, dreimal mit atschewikt gruppe zu tun erklärung" für mit Erstaunen ernehmung des sowjetrussischen ssars für Aus#v. fort. Ee Pläne ein, und inkten der Anische Gespräche n Großmacht" r und spätere rebrjakow die angebliche vortwesens. Dastrophen, falsche komotiven usw. e die übrigen der angeblichen hewistische Parwill besonders Trotzkisten und se will er zu kommunistischen talin angestiftet Geständnis25. Januar. berichtet weiter erprozeß. Alle skauer Sowjetsk ein großes Sowjetregierung den angeblichen, der Angeklagten gen, kein Glauköglichkeit, daß Hypnose„schulHand zu weisen. oden hätten die„Daily Expreß“ die„Arznei“ ose unter die er Mensch seiner ionette, die altt sagt, die Begen zwar phandaß sich die Antige Posten im lich aus freiem in Kabinettsbilsurde vom Kaiser ung beauftragt. Seite 3 Nr. 21/ Bochumer Anzeiger# Dienstag, 26. Januar 1937 Spiegelbild des Opferwillens Das Eiserne Buch des Kreises Bochum offengelegt Eiserne Buch des Winterhilfswerks, das seit Rontag nachmittag auch in Bochum aufgelegt wurde, wird ein Spiegelbild des Opferwillens der Bochumer sicht nur in unserer großen Zeit K Bochumer Nachrichten Wus kenn=eue Well!..? sein, nicht nur in unseter gragen. Jeit. Kommenden Geschlechtern wird es ein Dokument dafür sein, daß unserem Volke kein Opfer zu groß war für unser In eisernen Lettern steht auf eichener Platte des in Leder gebundenen Buches auf dem Einbanddeckel geschrieben:„Das Eiserne Buch.“ Darüber angebracht, ebenfalls in Eisen, wurde ein stilisiertes Hoheitsabzeichen. Schlägt man den eisenbeschlagenen Holzdeckel um, so liest man auf der ersten Seite folgenden Spruch: Eiserne Wehr schützt Land und Ehr'. Eisern die Zeit, zum Opfern bereit. Auf der nächsten Seite liest man markante Worte Führers, die er anläßlich der Eröffnung des Winterhilfswerks 1936/37 an das deutsche Volk richtete: „Was uns allen das Leben wirklich lebenswert in dieser Welt erscheinen läßt, das ist unser eigenes Volk, unser Deutschland! Kein Opfer ist dafür zu groß.“ Und auf der dritten Seite, unter dem Bild eines schaffenden Hüttenmannes, stehen die Worte geschrieben: Rasende Räder, laute Maschinen, Klingen und Singen gewaltiger Zeit. Bruder, wir wollen der Gemeinschaft dienen, treu in unserem einfachen Kleid. Dann folgen die vielen noch unbeschriebenen Seiten, auf denen sich die Opferwilligen des Kreises Bochum sicher in nächster Zeit in stattlicher Zahl einzeichnen werden, das heißt die Opferwilligen, die mehr als das allgemeine tungwollen und können. An alle Volksgenossen, Unternehmungen und Vereine ergeht die Bitte, sich in dieses Buch mit einer Sonderspende einzutragen. Bochum will gegenüber anderen Städten nicht zurückstehen. Das Eiserne Buch liegt bei der Kreisamtsleitung der NSV. im Verwaltungsgebäude an der Trankgasse, Eingang F; Zimmer 9, täglich von 15 bis 19 Uhr zur Einzeichnung auf. Aus der polizeihaft entwichen Der am 22. Januar wegen Erregung öffentlichen Aergernisses festgenommene Heinrich Brune, geboren am 16. November 1906 zu Bochum, wohnhaft in Bochum, Burgstraße Nr. 24, ist am 23. Januar aus der Polizeihaft entwichen.„. g tab schlank anf. Beschreibung: 1,70 Meter groß, schlant, aufgeworfene Lippen, Grübchen im Kinn. Bekleidung: dunkelgrauer Anzug, schwarzer Lederolmantel, Schlägermütze. Brune ist festzunehmen. Angaben über seinen Aufenthalt nimmt jede Pokizeidienststelle entgegen. Einbruch in HJ.=Dienststelle in Bochum=Weitmar * Am 21. Januar, zwischen 21 und 22 Uhr, wurde “ in die Räume der Hitler=Jugend, Bochum, Bärendorfer Straße Nr. 1, eingebrochen. Der Täter gelangte durch Einschlagen einer Fensterscheibe in die Räume, erbrach sodann den darin stehenden Schreibtisch und durchwühlte denselben. Dem Täter sind dabei keinerlei Wertgegenstände noch Schriftsachen in die Hände ge* fallen. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße Nr. 35, Zimmer 243. Mit eig'ner Beute reich beladen... Aufnahmen:..-Brüning Am Montag hat der große Kampf begonnen, das vieltägige Fest besonders für alle Frauen und Mädchen, der Winter=Schlußverkauf. Und es ist diesmal ulkig: der Winter=Schlußverkauf ist eigentlich der Wintersanfang=Verkauf. Denn offensichtlich scheint nun nach dieser bisher zu milden Winterszeit, die Strenge richtiger Kälte einzusetzen. Die findigen Werbemänner und Dekorateure verschiedener Bochumer Firmen haben das natürlich im voraus gewußt. Das kann man schon daran sehen, daß sie zu ihren Dekorationen Schneemänner= figuren verwandt haben. So etwas nennt man einen Riecher! Im übrigen: so günstig an sich auch gerade für den Schlußverkauf von winterlichen Sachen das Einsetzen von Kälte ist, Bochums Winter=Schlußverkauf würde auch so seine Käuferinnen und Käufer finden. Es ist erstaunlich, was alles zu dieser Gelegenheit angeboten wird. Wie günstig sich die Preise für viele hochwertige Waren stellen und wie reich und schön die vielen Dinge sind, unter denen alle Schlußverkauf=Freunde wählen können. Und daß von der Möglichkeit der Wahl Gebrauch gemacht wird, dafür war der Montag schon Beweis. Das zeigen auch unsere Bilder. Starker Zug zur Innenstadt und auffällig viele kleinere und größere Pakete sind die besten Anzeichen dafür, daß geschäftlich etwas Besonderes los ist. Das ist an den verschiedenen verkaufsoffenen Sonntagen vor Weihnachten und überhaupt in der vorweihnachtlichen Zeit so. Und das wird Ein Chrentag dei WGei Kind schwer verletzt Am 23. Januar, gegen 16.55 Uhr wurde auf dem Löbkerring, Ecke Robertstraße, ein Kind angefahren und schwer verletzt. Es wurde zum Elisabeth=Krankenhaus gebracht. ..-Muthherr Ueberreichung der Ehrenzeichen an die Jubilare. Im Vordergrunde links Kreisverbandsführer Major a. D. Berina. rechts Kameradschaftsführer Claßen. Auf in den Kampf, Torero auch in den nächsten Tagen wieder in den lichterfüllten Geschäftsstraßen Bochums so sein. Rund 50000 Morgen ist Bochum groß Das Stadtgebiet Bochum, das bis zu den im Jahre 1929 erfolgten Eingemeindungen einen Flächenraum von 5067 Hektar aufwies, ist jetzt 12 133 Hektar groß und setzt sich aus folgenden Gemarkungen zusammen: Bochum=Altstadt 622,65 Hektar, Grumme 451,7, Hamme 603,62, Hofstede 320,10, Wiemelhausen 822,49, Altenbochum 435,46, Bergen 138,35, Hordel 234,72, Riemke 342,28, Weitmar 1246,32, Gerthe 1004,08, Harpen 592,25, Laer 555,87, Langendreer 1199,21, Linden 433,68, Dahlhausen 521,36, Querenburg 797,67, Stiepel 1254,06, Werne 556,68 Hektar. Neues aus Bochum Wieder freigegeben. Die Eisenbahnbrücke an der Redemptoristenstraße, an der umfangreiche Arbeiten in den letzten Wochen durchgeführt wurden, ist jetzt wieder für den allgemeinen Verkehr freigegeben worden. nachdem diese Arbeiten hier beendet worden sind. Die Arbeiten an der Präsidentstraße. Im Zuge der Präsidentstraße sind die Anschüttungsarbeiten für die Höherlegung der Gleisanlagen des Bochumer Vereins schon gut vorangeschritten. Es wird fleißig geschafft. Nach der Klosterstraße zu ist die Präsidentstraße ganz abgeriegelt. Bald wird diese alte Straße ganz der Vergangenheit angehören. Wegen Geflügel=Cholera verlegt. Die Taubenausstellung der Reisevereinigung Nord, die am Sonntag stattfinden sollte, wurde wegen Ausbrechens von Geflügel=Cholera in Hofstede verlegt. Sie wird wahrscheinlich in 14 Tagen stattfinden. Räude. Bei einem Pferde des Händlers Wilhelm Menge, hier, Hofsteder Straße 29a, ist Räude amtstierärztlich festgestellt worden. Auf dem Kirchgang verunglückt. Als die hochbetagte Witwe Franziska., Feldsiever Straße, am Sonntag morgen zur Kirche gehen wollte, rutschte sie auf der Trevpe ihres Hauses so unglücklich aus, daß sie einen Beinbruch davontrug und in ihre Wohnung getragen werden mußte. Radfahrer angefahren, aber unverletzt geblieben. Am 22. Januar, gegen 19.20 Uhr wurde auf der Dorstener, Ecke Elisabethstraße ein Radfahrer von einem Lastkraftwagen angefahren. Personen wurden nicht verletzt. Das Fahrrad wurde schwer beschädigt. ZWischen zatiirrsn....... Dei Reusau dei Winzel Ratteraut In drei Wochen zur Hälfte fertiggestellt ..-Muthherr Teilnehmer der dritten Kleist=Woche in der Verwaltungsakademie beim gemeinsamen Mittagessen 12 Seiten .. Der gestrige Montag brachte als letzter Tag der eritten Kleist=Woche des Bochumer Stadttheaters morpens die Aufführung der„Hermannsschlacht“ und am Ein Abschluß„Prinz Friedrich von Homburg“ mit großer Teil der auswärtigen Besucher nahm mitags in der Verwaltungsakademie gemeinsam das Essen ein. Rund 300 Gäste der Festwoche speisten an dieser durch Vermittlung der Stadt eingerichteten Mittagstafel.— Wie man sieht, schmeckt nach all der geistigen auch die körperliche Nahrung in Bochum ganz ausgezeichnet. Die neue Nicht viele Tage mehr fehlen an der Vollendung eines ganzen Jahres, als der erste Spitzhackenhieb erfolgte, um die Winzer Ruhrbrücke den Bedürfnissen der Neuzeit anzupassen. Die Bürgersteige der alten Brücke waren so eng, mit tiefen Schlaglöchern so besät, der Fahrdamm so schmal und(bei schlechtem Wetter) so 1schmutzia, daß es nicht immer eine Lust war als Fußgänger die Brücke zu beschreiten. Die neue Brücke aber wird an Sauberkeit und sachlicher Schönheit und phot.: Altenfeld Ruhrbrücke Zweckmäßigkeit tadelfrei sein. Dafür lohnt es sich doch schon, die ganz zwangsläufig kommenden Schwierigkeiten für eine immerhin verhältnismäßig kurze Zeit überwinden zu helfen. Rastlos schreitet die Arbeit weiter. Große, fahrbare elektrische Schweißmaschinen zischen. lassen einen magischen Funkenregen erstehen. Nur auf große Schweißfähigkeit hin gearbeitetes und geprüftes Eisen oder Stahl kann beim Brückenbau Verwendung finden. Meßwerkzeuge, wie Lineal, Metermaß. Taster Seite 4 Nr. 21 Bochumer Anzeiger# Dienstag, 26. Januar 1937 oder Mikrometerschraube treten seit Tagen schon in Aktion. Jetzt haben Fach= und Spezialarbeiter das Wort, sie müssen in ihrer verantwortungsvollen Arbeit genau wissen, aufs genaueste beobachten, was im Augenblick zu tun ist. Der verkehrt gerechnete Bruchteil eines Millimeters kann später größte Gefahr heraufbeschwören. Eifrig werden die Straßenbahnschienen gelegt, auch hier heißt es genaueste Berechnung: Stromkabel werden gelegt und eiserne Lichtmasten gestellt. So geht die Arbeit auf der rechten Bruckenseite jetzt mit raschen Schritten ihrem Ende zu. Die geschweißten Träger sind 40 Meter lang, im Mittel 1 Meter hoch, höchstens.80 Meter. Für die Träger wird nur hochwertiger Stahl verwendet. Vier von diesen Trägern liegen lang nebeneinander, je ein Träger wird von drei Pfeilern gestützt. Die neue Fahrbahn wird gegenüber der alten, die.80 Meter maß, eine Breite von neun Meter aufzuweisen haben. Die früheren Bürgersteige maßen je 80 Zentimeter, während die neuen eine Breite von 1,50 Meter haben werden: hinzukommen werden auf jeder Seite 75 Zentimeter breite Radfahrwege. Auf beiden Seiten liegen zwei Eisenbetonfahrbahntafeln mit ausgekragtem Burgersteig. Die gesamte Stahlkonstruktion ist geschweißt, während die Pflasterung aus Kupferschlackenstein besteht. Die Brücke enthalt ein festes Auflager in der Mitte auf dem Strompfeiler. Die Temperatur wird ausgeglichen auf beiden Landvfeilern. Durch eine sogenannte Fingerkonstruktion, die auf beiden Landwiderlagern angebracht ist, kommt dieser Temperaturausgleich zustande. Die Linienführung der Brücke ist modern und einfach gehalten, der eiserne Zaun verläuft ohne jegliche Unterbrechung. Es wurde ein größerer Durchflußquerschnitt geschaffen. So wird die Brücke in Zukunft hochwasserfrei liegen. In etwa drei Wochen werden die Arbeiten an der rechten Seite der Winzer Ruhrbrücke beendet sein. Wenn man über die Arbeiten an der Winzer Ruhrbrücke berichtet, so vergißt man zu oft, etwas von den SA.=Wachtposten zu sagen, die treu und einsatzbereit ihre Pflicht und ihren schweren Dienst versehen. Von ihnen hängt die Ordnung des ganzen Verkehrs ab, und der Passant und der Autofahrer wissen, wie man ihnen zu Dank verpflichtet ist. HA. Sochamer=kertunds und Weleine Der an der Redemptoristen=Klosterkirche für das Winterhilfswerk des Kusshäuserbundes im Restaurtende Alfonsuschor versammelte sich am rant Stöhr, Hofsteder Straße 25, statt. Kamerad Locks m Klemenssaale zu seiner Jaorestagung. gezzelle mit fünf Schuß die Fogie,#ezeß(i# Ringes, er Alsonsuschor. De tett 37 Jahre wirkende Alsonsuschor versampelte, sich am Der von. Schriftsührer Schlüter erstatuete Jabresbericht shekag, 912 Lhefpterzophngin„esepez, Gieneralversammt. gab Aufschluß über eine rege Tätigkeit. 60 Sänger zählt sim Vereinsheim Jooann Reter die Generalversammlung der Chor, dem noch rund 100 passive Mitglieder angebören. Abends fand Pater Rektor Brauer überbrachte den Dank der Klostergemeinde. Aus dem Jahresrückblick des Vorsitzenden Eichten ging hervor, daß das Sängerleben im Zeichen einer steten Auswärtsentwicklung gestanden hat, um die sich Musiklehrer Wilhelm Harzheim als verantwortlicher Chorleiter besondere Verdienste erworben hat. Zu Beginn dieses Jahres hat er von seinem ihm liebgewordenen Amte, das er acht Jahre mit bestem Können verwaltet hat, Abschied nehmen müssen da er zum Organisten an der Liebfrauenkirche in Alienbochum ernannt wörden ist. Seine Nachfolge hat Josef Anlauf übernommen. Daß dem Alfonsuschor auch unter der neuen Leitung ein Jahr des Erfolges beschieden sein möge, war der Wunsch des Vorstandes, dem Rektor Brauer in seiner Einführungsansprache Ausdruck gab. Der Kassenbericht des Schatzmeisters Hötte gab zu Beanstandungen keinen Anlaß. Die Vorstandswahlen brachten keine wesentlichen Aenderungen. Anschließend wurde das von dem 20 Mann an. Vorstande ausgearbeitete Jahresprogramm zur Aussprache bruar statt. gestellt. Im wesentlichen erklärte man sich damit einverstanden. An besonderen Veranstaltungen ist für dieses Jahr eine mehrtägige Sängerfahrt in Aussicht genommen. Männerdienst Ehrenfeld=Rechen. Im Ernst=Moritz=Arndt= Haus an der Königsallee tagte am Sonntag abend die Jahreshauptversammlung des Evangelisch=Kirchlichen Männerdienstes Ehrenfeld=Rechen. Vorsttzender Schröer gab zunächst einen ausführlichen Bericht über die Vereins= und Verbandstätigkeit. Die an sich sehr rege Vereinstätigkeit war mehr auf die Innenarbeit ausgerichtet. 16 Mitglieder waren auf Vereinskosten im Erholungsheim zu Hilchenbach. Die Kosten betrugen 793,90 Reichsmark. An Pflichtbeiträgen wurden 571,80 RM. für das Heim gezahlt. Der Männer= dienst zählt zur Zeit 294 Mitglieder. Nach dem Kassenbericht wurden 2385,36 RM. vereinnahmt und 2190,86 RM. verausgabt. Pfarrer Hardt sprach zu dem Thema„Warum heute noch Innere Mission“. Zum Schluß der Jabrestagung wurden die„Hilchenbachfahrer“ ausgelost. In diesem Jahre sind es 14 Vereinsmitglieder, die auf Kosten des Vereins in den Genuß einer schönen Erholung kommen. Aufschwung im Schießsport der NSKOB., Ortsgruppe Bochum=Ehrenfeld. Einen erfreulichen Aufschwung hat im letzten Jahre der Schießsport genommen. Angereat durch das Oktoberschießen der Stadt Bochum hat sich auch die Ortsgruppe Ehrenfeld der RSKOV. zur Bildung einer Schießgruppe entschlossen. Waren schon die Leistungen des ersten Uebungsschießens beachtlich, so wurden diese durch das Ergebnis des zweiten Uebungsschießens erheblich übertroffen. Erreichte doch eine Anzahl Schützen einen Durchschnitt von 10 Ringen im Kleinkaliber= schießen auf 50 Meter Entfernung. Mit bewundernswertem Eifer betätigen sich die Schützen, um ihre Leistungen zu verbessern, nachdem sie sich erst an die Kleinkaliberbüchse gewöhnt haben. An alle Mitglieder der Ortsgruppe Ehrenfeld ergeht hiermit die dringende Bitte, sich der Schießaruppe anzuschließen. Meldungen nehmen die Blockwarte bei der nächsten Beitragskassierung entgegen. Das nächste Uebungsschießen findet am dritten Sonntag im Februar auf dem EisenbahnerSchießstand an der Kohlenstraße statt. Treffpunkt ist morgens um 9 Uhr am Beramannsheil. Evangelisch=kirchliche Vereine Ehrenfeld=Rechen. Die Sterbebeibilfskasse der evangelisch=kirchlichen Vereine Ehrenseld=Rechen hatte am Sonntag nachmittag im Ernst=Moritz= Arndt=Haus ihre Jahreshauptbersammlung. Zur Eröffnung gab der Vorsitzende einen Rückblick über das abgelaufene Geschäftsjahr, in dem sich der Mitgliederbestand von 957 Versicherten auf 1034 erhöhte. Um eine Sicherstellung der Leistungen zu erwirken, wurde von dem Vorstande vorgeschlagen, die Kasse einem Versicherungsunternehmen als lebenslängliche Kollektiv=Sterbegeldversicherung anzuschließen. Die Jahreshauptversammlung erklärte ihre Zustimmung. Das Aufnahme=Höchstalter beträgt 55 Jahre, auch für zugezogene Mitglieder anderer Vereine. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Mitgliedschaft in der Sterbekasse von der Zugehörigkeit zu einem kirchlichen Verein abhängig ist. Nach dem Kassenbericht betragen die Einnahmen 6320.60 RM., die Ausgaben 5306,05 RM. Beihilfen wurden für 20 Sterbefälle gezahlt. Das Vermögen der Kasse beträgt 23 114.06 RM. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden in ihren Aemtern bestätigt. Hinzugewählt wurden für die Frauenhilfe Frau Sassenberg und für das Männer= werk Franke. statt. Kameradschaftsfuhrer Otto Kalwa begrußte Kameraden. Dem Kassierer. Kameraden Braun, wurde durch den Kameradschaftsführer Entlastung erteilt. Ebenso wurde die Schießtasse des Kameraden Kocks in Ordnung besunden. Kamerad Kocks verlas dann den Jahresbericht über das Schießen des Vereins. Der Beirat des Vereins bleibt wie im vorigen Jahre, nur wurde Kamerad Brauer zum Stellvertretenden Kameradschaftsführer und Kamerad Biermann zum Kassenboten verpflichtet. Aufgenommen wurde ein neues Mitglied und vom Kameraden Kalwa durch Handschlag verpflichtet. Das Vereinsheim des Vereins bleibt wieder bei Johann Reier. Am 14. Februar findet das Ringschießen der Kameradschaften Bochum und Wattenscheid für das Winterbilfswerk im Restaurant Stöhr statt, an dem sich sämtliche Mitglieder zu beteiligen haben. Der Schießwart, Kamerad Kocks, meldete für das kommende Schießen des Kyffbäuserbundes eine Gruppe von Die nächste Versammlung findet am 7. FeAn der Straßensammlung des Kyffhäuserbundes am 6. und 7. Februar wird der Verein teilnehmen. trug, daß die Sängerschar Stunden zusammen blieb. in Frobsinn noch einig eile 5 Nr. 21# Bochl Vorsicht am Wilhelmsplatz— Frau angefahren. eine Frau i 22. Januar, gegen 19 Uhr, wurde eine Frau in### chum auf der Kortum=, Ecke Wilhelmstraße heim Ueber, schreiten des Fahrdamms von einem Personenkraftwagen angefahren. Die Frau kam zu Fall und zog sich dabe in Bruch des linken Daumens und Wunden im## einen Bruch des Ninten Baumens und Wunden im E sicht zu. Die Verletzte wurde in das Elisabeth=Kran#### haus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Jahreshauptversammlung im Männergesangverein„Einigkeit". Der Männergesangverein„Einigkeit" e... Bochum (gegründet 1878) hielt seine diesjährige Jahreshauptversammlung im Vereinsheim„Bürgergesellschaft in ganz besonderer Feierlichkeit ab. Der Anlaß hierzu Traditionsecke Kameradschaft ehemaliger Unteroffiziere Opferschießen für das Winterhilfswerk Das Opferschießen der Kameradschaften des Kreisverbandes Bochum des Reichskriegerbundes nahm am Sonntag bei gutem Schießwetter einen lebhaften Fortgana. Auf vielen der Schießstände wurde eifria mit der Wehrmann= und Kleinkaliberbüchse geknallt. Bisher hat sich die Kriegerkameradschaft Grumme bezüglich der Höhe des erzielten Reinertrages für das Winterhilfswerk von 93 RM. an die Spitze gebracht. Vordrucke für die Schießwarte sind bis zur Beendigung des Schießens am 14. Februar beim Kreisschießwart Klüting. Gneisenaustraße, zu bekommen, dem auch die listenmäßigen Ergebnisse zu übermitteln sind. Zeitweise heiter, aber kalt Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr Nachdem während der vorigen Woche die Frostgrenze zwischen Elbe und Weser an Ort und Stelle blieb und über das Wochenende sogar nach Osten zurückgedrängt wurde, ist zur Zeit ein kräftiger Kaltluftaufbruch im Gange. Auch in unserem Bezirk werden dabei die Temperaturen noch weiter zurückgehen. Die Wirbeltätigkeit im Westen dauert fort. Sie wird unser Gebiet aber nicht beeinflussen können, so daß zwar bewölktes, aber trockenes Wetter mit mäßigem Frost zu erwarten ist. Aussichten für Dienstag: Frische südöstliche Winde, tagsüber bewölkt, aber meist trocken, kälter mit Temperaturen bis fünf Grad unter Null.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Fortdauer des zeitweise heiteren Frostwetters. Bochum. Am Sonntag, 17. Jannar, sand von Großdas Schießen war durch die 25jährige Tagung in der Bürgergesellschaft gegeben. Der Vereinsführer Philipp Glaeser, leitete die äußerst gut besuchte Versammlung und gab eingangs einen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Den Jahresbericht erstattete der Schriftführer. Heinz Richarz, dem von der Versammlung reicher Beifall gezollt wurde. Der Kassenführer Wilh. Bauer gab einen ausführlichen Bericht über die gesunden Kassenverhältnisse. Die Kasse war von den Kassenprüfern Schnitzler und Klingenbera geprüft und in bester Ordnuna befunden. Dem Vorstand und dem Kassenführer wurde Entlastung erteilt. Alsdann dankte der Vereinsfuhrer Philipp Glaeser dem Vorstand sowie allen Sängerkameraden für die tatkräftige Mitarbeit. Dem Ehrenchormeister Ernst Clauberg wurden ebenfalls ehrende Dankesworte zuteil. Den beiden Ehrenvorsitzenden Oberlehrer i. R. Fritz Klingenberg in Bonn und Studienrat Fritz Kohlmann wurden Sängergrüße übermittelt. Der bisherige Vereinsführer, Philivp Glaeser, wurde mit spontaner Einmütigkeit wiedergewählt. Auch den übrigen Vorstandsmitgliedern brachte man das größte Vertrauen entgegen, so daß der Vereinsführer sie erneut auf ihre Posten berief. Die vom Vereinsführer vorgelegte Neureform des Vereins wurde von allen Sängerkameraden freudig begrüßt und mit sofortiger Wirkung zum Beschluß erhoben. Ferner appellierte der Vereinsführer zur weiteren Teilnahme am Deutschen Sängerbundesfest in Breslau, an dem auch die„Einigkeit" mit einer Abordnung teilnehmen wird. Nach Erledigung der Vereinsgeschäfte überraschte der Vorstand die Anwesenden noch durch einen kräftigen Imbiß, der auch dazu bei„Kdr“.-Winterreisen— Doppelte Freude! DAK 120 Zeichnung: Schröder. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Heute: Operngastspiel der Kölne pfer im Stadttbeater Bochum:„Die Boheme.“ Pucciniz Opfer im Stuostbegtet Erwum:„W uccin wehmütiges, blübendes und unvergängliches Opernwert erlebte anläßlich des ersten Gastspiels der Kölner Oper mit Käthe Russart als Mimi und Johannes Schocke als Rudolf vor ausverkauftem Hause einen außergewöhnlichen Publikumserfolg. Die heutige Aufführung der„Boheme“ weiß die gleiche Besetzung auf. Spielleitung: Erich Bormann, musikalische Leitung: Eugen Bodart.(Vormiete.). Außer einem Paul=Kemp=Gastspiel in„Charleys Tante“(3. Februar) und einem„Fledermaus"=Gastspiel der Kölner Ober (6. Februar) in neuer Einrichtung bringd das Bochumer Schauspiel in der kommenden Woche zwei Erstaufführungen, und zwar am 2. Februar„Moral“ von Ludwig Thoma anläßlich seines 70. Geburtstages(Inszenierung: Curt Bartz) und am 4. Februar ein Jugendwerk Gerhart Hauptmanns, das von den deutschen Bühnen fast nie gespielt wurde:„Du Walter Thomas). der Gefolgschaft vor Ansteckung im Betriebe Die Jarseigepfsiicht der PeitterFjahretk Bilder aus den Gerichtssälen Sportmöglichkeiten selleneeige NSK Das Reichsarbeitsgericht hat einen Betriebsführer zum Ersatz des Schadens verurteilt, der einem Gefolgschaftsmitgliede durch Ansteckung mit Tuberkulose entstanden ist. Das Reichsarbeitsgericht hat darin eine fahrlässige Verletzung der Sorgfaltspflicht des Betriebsführers hinsichtlich Gesundheit der Gefolgschaft erblickt, daß der Betriebsführer einen hochgradig Schwindsüchtigen, der mit noch offener Tuberkulose aus der Heilanstalt entlassen war und so den neben ihm arbeitenden Berufskameraden angesteckt hatte, beschäftigte, obwohl ihm der hohe Grad der Krankheit des tuberkulösen Gefolgsmannes bekannt war. Die Fürsorgepflicht ist in ihrem Umfange und in ihren Einzelheiten im Gesetz nicht näher erläutert. Es ist ja die besondere Eigenart unserer nationalsozialistischen Gesetzgebung, das Recht nicht im geschriebenen Gesetz zu erschöpfen, nicht nur das als Pflicht und Recht anzusehen, was das Gesetz im einzelnen aufzählt. Vielmehr sollen die Gesetze nur Wegweiser sein zu dem, was deutscher Grundanschauung vom Recht und deutschem Rechtsempfinden entspricht. Sie stellen den Rahmen dar, innerhalb dessen von Fall zu Fall das Recht vom Richter geprüft und festgestellt wird. So ist auch die Bedeutung der Pflicht des Betriebsführers,„für das Wohl der Gefolgschaft zu sorgen", nicht aus den Paragraphen, sondern aus den Anforderungen des Lebens zu entnehmen. Wenn der Betriebsführer seine Fürsorgepflicht richtig erfüllen will, so muß er sich mit jedem einzelnen Mitglied seiner Gefolgschaft innerlich verbunden fühlen, er muß sich in die persönliche Lage des schaffenden Menschen hineinversetzen, und er muß in kameradschaftlicher Einstellung unausgesetzt prüfen, welche Maßnahmen er im Hinblick auf das Wohl der Gefolgschaft zu treffen hat. Gefolgschaft, wie sie deutscher Ueberlieferung der Arbeitsgemeinschaft entspricht. von M. gut 15 Die Feststellung der Pflicht, die Gefolgschaft vor Ansteckung zu schutzen, wird den Betriebsführer auch veranlassen müssen, fortgesetzt zu prüfen, ob die sanitären Anlagen des Betriebes in Ordnung sind und ausreichen. Hierzu gehört u. a. neben der Schaffung ausreichender Reinigungs= und Badegelegenheit eine fortlaufende Ueberwachung der Abortverhältnisse, die bei Vernachlässigung oft ein Keimherd für Andie dei Begnächläffgugg, dfr„ein Feinthegof steckungen sind. Der Zustand der Abortanlagen ist oft ein Prüfstein für die im Betrieb herrschende Auffassung von Sauberkeit und Reinlichkeit. Allerdings muß auch die Gefolgschaft ihrerseits alles tun, um hier die Ordnung und Sauberkeit zu erhalten. Denn Wenn der Knobelbecher kreist Die Kriminalpolizei sieht alles Der Knobelbecher wurde einer Anzahl von Leuten zum Verhängnis, die sich während der zahlreichen Freistunden zwischen Weihnachten und Dreikönigstag in einer hiesigen Wirtschaft an der Dorstener Straße zusammengefunden hatten, um sich dort die Zeit zu vertreiben und gelegentlich ein Spielchen zu machen. Das ist ja gar nicht schlimm; die Sache wird erst bedenklich, wenn ein Glucksspiel vorgenommen wird, wie hier das nach dem Kriege aus England herübergekommene Knobelspiel„Chim. Da kann man selbst bei Einsätzen auch von nur 80 bis 50 Pfennig sein ganzes Geld sehr schnell verlieren. Die Leutchen, die da zusammenkommen, haben ja nicht viel in der Tasche, desto schneller ist sie leer. Weib und Kind zu Hause müssen darben, wenn Vater in leichter Gesellschaft seine Unterstützungsgroschen oder seinen Lohn verspielt. Die Klagen, die bei der Polizei über solche Dinge eingehen, veranlassen sie daher zu scharfem Einschreiten, sobald sie irgendwie Wind bekommt, daß irgendwo wieder mal„gespielt" wird. Jetzt war die Kriminalpolizei dahinter gekommen, daß seit mittags 1 Uhr in einer Ecke einer benachbarten Wirtschaft solch ein Spielchen im Gange sei. Um vier Uhr erschienen plötzlich die Beamten als unbekannte Spielgenossen, besahen sich die Lage und„hoben die Gesellschaft auf". Die Spielenden mußten ihre Gelder auf den Tisch des Hauses legen, der Erfolg war nicht gerade überwältigend; aber die Gesellschaft hatte sich ja fortgesetzt verandert, so daß sicher nur ein Teil gefaßt wurde. Als die Polizei sich die einzelnen Gesichter genau ansah, entdeckte sie drei alte Bekannte, die wegen verbotenen Glücksspiels schon mehrfach vorbestraft waren und sich gewissermaßen als eine„fliegende Knobelkolonne" bald hier, bald dort auftun, um ihre Winterballade“(Inszenterung: Walter Toomas). Kirchenmusikalische Feierstunde. Am kommenden Sonn nachmittags 6 Uhr. findet in der Dreifaltigkeitskirch kirchenmusikalische Feierstunde statt, deren DarbietunTreifaltigkeitskirchench## eine kirchenmusikalische# gen bestritten werden von dem unter Leitung von W. Harzheim und dem Kirchenchor der Propsteikirche unter Leitung von Hömberg. Der Leitgedanke dieser Feterstunde ist das Apostolische Glaubensbekenntnis. Aeltere und neuzeitliche Schöpfungen auf dem Gebiete der Kirchenmusik werden zu Gehör gebracht werden. Bereits vor einiger Zeit traten beide Chöre gemeinsam vor die Oeffentlichkett, was allseitiges Interesse auslöste. „O selige, goldene Jugendzeit.“ Die am Sonntag abend von der Volksspielgruppe„Bunte Bühne“. Bochum 1921 in Evangelischen Vereinsbaus an der Mühlenstraße zur Aufführung gebrachte Operette„O selige, goldene Jugendiett“, in der Tertbearbeitung von Erich Sander, gestaltete sich zu einem großen Bühnenerfolg, der in erster Linie auf die volkstümliche und wegen ihrer melodischen Linienführung leicht eingängige Musik von Willi Keidel zurückzuführen sein dürfte. Die Aufführung hatte Farbe und Geschmack in jeder Beziehung, im Spiel, in der Musik und im Bild. Das vollbesetzte Haus ließ seiner Freude, aber auch seinem Dank; freien Lauf. WW „Wallenstein“ für Kulturring I. Der Kulturring 1 er hält am Samstag, dem 30. Januar, 19.30 Uhr. als 6. Pflichtveranstaltung„Wallenstein"! Kartenausgabe al Montag, 25. Januar, in den Dienststunden.— Opernvorstellung„Die Boheme“ am 26. Januar. Zur Opernvorstellung sind Gastkarten in der üblichen Weise zu haben. Wu liche: haben gute Plätze in allen Preislagen. Aus der ASDAp. Opfer in gewerbsmäßigem Spiel zu suchen. Diesen drei Leutchen ging es jetzt vor dem Schöffengericht natürlich schlecht.„Sie erhielten Freiheitsstrafen elten Freiheitsstrafen von einem bis zu drei Monaten und Geldstrafen von je 50 Mark, die anderen erhielten Geldstrafen von 80 bis 100 Mark, zwei wurden freigesprochen. Der mitnicht nur der Betriebsführer hat Pflichten zu erfüllen, sondern auch die Gefolgschaft, nieht gemaldet die nach dem Gesetz dem Betriebsführer die in der Betriebsgemeinschaft begründete Treue zu halten hat. Wenn der Betriebsführer für die Gemeinschaft Vorkehrungen zum Schutz vor Ansteckung trifft, so erfordert es die Treuepflicht, daß die Gefolgschaft diese Vorkehrungen unterstützt und erhält. Ein Gefolgsmann, der hier durch grobe Nachlässigkeit und Unsauberkeit Anlaß zur Schädigung der Gemeinschaft gibt, und auch auf dringliche Vorstellung hin sein Verhalten nicht ändert, begeht eine so schwere Verletzung der Treuepflicht, daß seine Ausschließung aus der Betriebsgemeinschaft berechtigt ist. Ein anderer Fall von Ansteckungsgefahr liegt in jäftig Stadttheater: 20 Uhr: Die Boheme. Tonhallen=Diele und=Gaststätte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Verräter. Capitol: Werktags ab 15.30 Uhr, sonntags ab 14.30 Uhr: Port Arthur. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Seine Sekretärin. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Schatten der Vergangenheit. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Fridericus. Lichtspielhaus: ab 15.20 Uhr: Du bist mein Glück. Odcon: ab 15.45 Uhr: Shirley abot! Stala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Shirlev abot! Tonhalle: Werktags ab 15.30 Uhr, sonntag in die Freibeit. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Stadt Anatol. Apollotheater Wettmar: Alltterwochen, Cepitol Langendraer: Unter heitem Himmel. Capitol Werne: Moskau— Schanghat. Kammerlichtspiele Gerthe: Onkel Bräsig. Schauburg Wanne=Eickel: Der Mann intt der Pranke. der Weiterbeschaftigung eines an einer übertragbaxen Flechte oder einem sonstigen Hautausschlag in dem Betriebe einer nehmens sonntags ab 14 Uhr: Ritt er Verwaltung, eines kaufmannischen Unterusw., wo die Gefahr der Uebertragung durch gemeinsam zu bearbeitende Akten, Bücher, Listen usw. pesteht. Oft fühlt sich der Erkrankte an sich wohl der Lage seine Arheit zu verrichten. Mit Rücksicht den Knobelbecher ohne seine Zustimmung angeeignet hätten, und daß er des festen Glaubens war, es würde nur um Bierrunden gespielt, schlug nicht durch. Er hätte die Pflicht gehabt, sich um das wirkliche Tun und Treiben seiner Gäste im Lokal zu bekümmern, und da die Leute schon mehrere Stunden knobelten, habe er vermuten müssen, daß es nicht bloß um die Bierrunden ging, sondern um Geld, wenngleich die Spielenden versucht haben werden, ihr Tun zunächst zu verdecken. Der Fall sei deshalb so ausführlich mitgeteilt, damit erneut jeder daraus die erforderliche Warnung für sich entnehmen kann. Dunkle Dinge Ein Angeklagter Kr. aus Bochum wurde wegen Verbrechens an Kindern zu drei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Entmannung verurteilt. an sich wohl in der Lage, heine arben zu verrichten. wil hüusicht auf die der Gesamtheit der Gefolgschaft drohende Gefahr einer Ansteckung muß aber der Betriebsführer darauf dringen, daß der Erkrankte der Arbeit innerhalb der Betriebsgemeinschaft fern bleibt, bis die Uebertragungsgefahr nach einer Bescheinigung des Arztes behoben ist. Die vorstehenden Darlegungen zeigen, erneut, daß das neue Arbeitsrecht des nationalsozialistischen Staates als Grundlage des Arbeitsverhältnisses nicht lediglich den Austausch von Leistungen im Sinne des ro# 74 mischen Vertragsrechts kennt, sondern die viel höhere Auffassung einer sittlichen Verbundenheit in Recht und Pflicht zwischen Führer und Vollstreckung des Todesurteils an dem Wanne=Eickeler Gattenmörder Kulicke Am 25. Januar 1937 ist der am 10. Juli 1911 geborene Erhard Kulicke aus Wanne=Eickel hingerichtet worden, der am 10. September 1936 vom Schwurgericht in Bochum wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Kulicke hat am 26. Juli 1936 seine 25jährige, schwangere Ehefrau ermordet, um seine Geliebte heiraten zu können. In Bochum wurde die Vollstreckung des Urteils am Montag durch Plakatanschlag des Oberstaatsanwalts bekanntgegeben. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Dienstag, 26. Januar Kreis Bochum RS.=Frauenschaft Weitmar=Bärendorf. 20 Uhr: Frötlicher Abend und Abschiedsbesuch bei Backwinkel, Wiemelhauser Straße 46. Liederbücher mitbringen. Alle müssen erscheinen.„ 10 9r. mähen im Marte RS.=Frauenschaft Linden. 16 Uhr: Nahen im Partet heim. NSDAP. Weitmar=Nord. 20 Uhr: Zellenleitersitzung der Geschäftsstelle. 90 M. ctehen NS. Frauenschaft Hiltrop=Bergen. 20 Uhr: Pflichtaven bei Punge. Vortrag und Film„Volk in Gefahr“. NS. Frauenschaft Grumme=Vöde. 20 Uhr: Pflichtversammlung im Wichernbaus.„„ kand in dei NSDAP. Griesenbruch. 20 Uhr: Schulungsaveno in Evangelischen Schule, Alleestraße. NS. Frauenschaft Hordel. 15.30 Uhr: Arbeitsegarse Ortsgruppen Marmelshagen Hamme und Lo#oa erstr. 38. Wercten schaft und RSV, tell.,„,###m# NS.=Frauenschaft Erohof(Hofstede=miemke). 20 ubt Zusammenkunft im Heim, Hernex, Straße 83. RS.=Frauenschaft Gerthe. 17.30 Uhr: Beginn des Mütterschulungskursus. Erziehungsfragen und Anleitung u Kinderbeschgftigung a f. shr: mn shrcchen. RSDAP. weilmar=Noro. 2u.15 Uhr: Besprechung ii den Standortältesten der Gliederungen und den Ortsgraß, penamts= und Schulungsleitern bei Holler, Essener Srraße (kleiner Saal). M Frauenschaft Hordel. 15.30 Uhr: Arbeitsgeme schaft der Oris#rnscen eingig##lgme und Lor im Evangelischen Gemeinvehaus, Horder, Hannopege, Es nehmen alle Zellen= und Blockfrauen der NS.=Fraui zu: (kleiner RS.=Frauenschaft Felsenburg. 20 Uhr: Zusammench#l in der Verwaltungsakademie. Wittener Straße. Lieder bücher mitbringen. „Kraft durch Freude“ * Februar d. J. beabsichtigt die RSG.„Kraft durch .teisdlensttene„Bochum, golgende,„Ommtbu##hihe fuoren: Ab Wilvelmsplatz: Nach Koln um.30 fr; Am 8. Freude“, Krei zurchzutührenz,„ Ab Wiltzelmsplatz: Nach, Köln um Preis.50 RM.; nach Düsseldorf um 9 Uhr. Preis.40#z nach Münster um.30 Uhr, Preis.— RM. Anmeldundee der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62. in # Rraft durch Feude. Dienstag, 26. Januar Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen 15.30 bis 17.30 Uhr: Bürgergesellschaft(Privateing### Wilhelmstraße); von 19.15 bis 21.15 Uhr: Uebungs in der Kommunalbank. Sch Vier Jahre nation vor dem Strenge Fröste in Schle Bei heiterem Wetter ha strenge Fröste eingestellt. Temperaturen bis 15( Grad unter Null abgest meldet 21 Grad Kälte Der Cerro Payen durch Eine deutsche Bergsteiger führern Zuck und Teuf Fester und Jacob bestieg und hißten auf dem h flagge und die Flagge eine Erstbesteigung. Griechischer Dampfer au ertrunken Auf dem Wege von Ko am Sonntag abend der ros“ bei Vau auf ei Teil der Besatzung ver chen, bei dem starken E um und sieben Mann ###gung das Schiff Weizen zu löschen. von 20.30 P33 uo, Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29; von 20 bis 22 Turnhalle des Realgymnasiums, Bochum=Langendreek, terstraße 72.„„ 9 9 Spezialgymnastik nur für Frauen von 20 bis 21 unr Gymnastikschule, Bürgergesellschaft, Wilhelmstraße. Schimmen und Rettungsschwimmen für 21.30 bis 22.30 Uhr: Städtische Badeanstalt, Marienstraß Ski Gymnastik für Frauen und Männer von 20 bis 24 Uhr: in der Turnhalle des Staatlichen Gymnasiums, bi# marckstraße.„„„ A.„ 2 Kindergymnastik für Kinder von 10 bis 15 Jahren““ 16.30 bis 18 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29. Allgemeine Körperschule und Reichssportabzeichen## für Männer von 19.30 bis 21 Uhr: Turnhalle an der sterstraße. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 10) n noch einig agefahren. An Frau in Beze heim Ueberonenkraftwagen zog sich dabei unden im Ge abeth=Krapie nicht. Seie 5 Nr. 21 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 26. Januar 1937 Aus aller Welt „Hee, mil Panr= Lell + p. artei) 60 ie Freude! ug: Schröder. ungen tspiel der Kölner seme.“ Pucciniz s Opernwerk erkölner Oper mit Schocke als Rujewöhnlichen Pu„Boheme“ weist Erich Bormann, miete.)., Außer Tante“(3. Jeder Kölner Ober das Bochumer Erstaufführungen. dwig Thoma aning: Curt Bart) art Hauptmanns, ielt wurde:## mas). mmenden Sonnreifaltigkeitskirche deren Darbietuntigkeitskirchencho# Kirchenchor der Der Leitgedanke aubensbekenntnis. dem Gebiete der werden. Bereits neinsam vor die uslöste. 7 Sonntag abend Bochum 1921 in nstraße zur Aufdene Jugendzeit“, gestaltete sich zu er Linie auf die m Linienfübrung trückzuführen sein Geschmack in jeder Bild. Das vollich seinem Dank; Kulturring 1 er 19.30 Uhr. als artenausgabe al en.— OpernvorZur Opernvorstelzu haben. Wir 20 Uhr: vinkel, Wiemel1. Alle müssen hen im Parteimleitersitzung in #r: Pflichtabend befahr". hr: Pflichtvergsabend in der Arbeitsgemeln, ime und Horde Hannoverstr. 38. er NS.=Frauenke). 20 Uhr! 33. eginn des MütAnleitung zu: Gsasf Slch Zusammezicgnt Straße. Liever leube. Windstärke 10 bis 12! Sitan ader dei Korcste Niedrigwasser im Hamburger und Bremer Hafen—„Monte Olivia“ zweimal festgelaufen— Die Schiffahrt gefährdet 0 1 A amburg, 25. Januar. Der starke Südostwind, der im nordwestdeutschen Küstengebiet in der Nacht zum Montag herrschte, hat, wie die Deutsche Seewarte in Hamburg mitteilt, in der Nordsee Sturmstärke angenommen. Während in der Deutschen Bucht bereits Windstärke 9 bis 10 gemessen wurde, herrscht in der mittleren und östlichen Nordsee Windstärke 11 bis 12. Durch den Sudonwind sind die Wassermassen aus der Elbe herausgetrieben worden. so daß im Hamburger Hafen ein außerordentlich niedriger Wasserstand von nur 2,73 Meter wurde. Der Unterschied gegen den üblichen Wasserstand betrug über 2,50 Meter. Durch diesen ungewöhnlichen, seit vielen Jahren nicht mehr festgestellten Tiefstand ist die Seeschiffahrt außerordentlich gefährdet. Für die Ueberseedampfer ist das Ansteuern des ElbeFahrwassers mit großen Gefahren verbunden. Das Motorschiff„Monte Olivia“ der Hamburg=Südamerika=Dampfschiffahrtsgesellschaft ist bereits zweimal im Elbe=Fahrwasser auf Grund geraten. Am Montag morgen geriet das 13 750 Tonnen große Motorschiff unterhalb Cuxhaven auf Grund. Zwei Stunden später konnte das Schiff jedoch bereits mit eigener Kraft wieder flott werden. Gegen Mittag lief die„Monte Olivia“ bei Brunsen zum zweitenmal fest. Von Brunsbüttel aus sind Schlepper zur Hilfe: leistung ausgelaufen. Man hofft daß das Mororschiff bei Hochwasser am Nachmittag mit eigener Kraft wieder freikommt.„....2 Temturstan Die„Monte Olivia- der Hamburg=Sud ist inzwischen mit eigener Hilfe wieder flott geworden und im Hamburger Hafen gegen 15 Uhr eingeQuerab von Finkenwärder sind die beiden englischen Dampfer„Marsden" und„Leeds City“ auf Grund geraten. Es ist anzunehmen, daß auch diese beiden Schiffe bei Hochwasser aus eigener Kraft wieder freikommen. Glatteis im Küstengebiet Bremen, 25. Januar. nordwestdeutschen Küstengebiet herrschte in der Nacht zum Montag wieder starker Sturm aus Südost. Durchschnittlich wurde Windstärke 10 gemessen. Der Sturm trieb gewaltige Wassermassen aus der Weser in die Nordsee, wodurch die Schiffahrt empfindlich gestört wurde Im Hafen von Bremen liegen die meisten Schiffe infolge des außerordentlich niedrigen Wasserstandes auf Grund. Die nach Bremen unterwegs befindlichen Schiffe waren gezwungen, die Fahrt zu unterbrechen und auf das Einsetzen der Flut zu warten. Am Vormittag flaute der Sturm vorübergehend auf Stärke 8 ab. Es besteht jedoch die Gefahr eines erneuten Auffrischens... um gbe. Die nordwestdeutschen Landstraßen, bis zum bihern hinunter, sind mit starkem Glatteis bedeckt, so daß der Verkehr nur unter großen Schwierigkeiten vurchgeführt werden kann. Hamburg im Dunkeln Störung in der Lichtversorgung— Kaum noch Strom für die Verkehrsmittel Hamburg, 25. Der starke Südostwind, der in der Nacht zum Montag im Unterelbegebiet herrschte, hat zu einer merkwürdigen Störung des Elektrizitätswerkes Neuhof der Hamburger Elektrizitätswerke geführt. Durch den Südostwind hat der Wasserstand in der Elbe einen ungewöhnlichen Tiefstand erreicht. Dadurch ist auch das Wasser aus dem Neuhofer Kanal abgeflossen, so daß die Elertrizitätsmaschinen kein Wasser zum Kuhlen mehr haben. Hamburg ist daher mit Wandsbek und Billstedt seit Sonntag nacht ohne Licht.. Hi.zmet, Bisher vermochte das Werk noch einen Dieseimotor Tätigkeit zu halten, der den Strom zu den Verkehrs: mitteln lieferte. Wie lange die Verkehrsmittel. mit Strom versorgt werden können, läßt sich un, übersehen. Eine völlige Stillegung des Betriebes in Neuhof würde zu unabsehbaren Verkehrsstörungen führen. In den letzten Stunden mußte der Verkehr bereits ganz erheblich eingeschränkt werden. Vorübergehend wieder Licht Mit dem zur Flutzeit wieder steigenden Wasser der Elbe konnte am Montag nachmittag das Elektrizitätswerk in Neuhof wieder in Betrieb genommen werden, so daß gegen 15 Uhr die meisten Stadtteile Hamburgs wieder mit Strom versorgt waren. Die zahlreichen Industriewerke, die besonders schwer unter dem Sinken des Stromes litten, konnten wieder die Arbeit aufnehmen. Wie lange jedoch dieser Zustand anhält, erscheint höchst ungewiß, da bei dem weiter vorherrschenden Südostwind die Anlagen in Neuhof wiederum außer Kraft gesetzt zu werden drohen, wenn der Ebbstrom in den Abendstunden einsetzt. Infolge des Strommangels waren die Hamburger Zeitungen nicht in der Lage, ihre Ausgaben zur gewohnten Stunde herauszubringen. Sie mit mehrstündiger Verspätung und zum Teil als Notausgaben. Die Straßenbahnen haben in den Nachmittagsstunden den Verkehr wieder in vollem Umfange ausgenommen, während die Hochbahn nur mit einigen wenigen Wagen fährt. Der Verkehr der Autobusse und der Stadtbahn ist erheblich verstärkt worden. Scherl-Bilderdienst Vier Jahre nationalsozialistischer Führung unter Adolf Hitler. Vordem: Stundenlanges Anstehen vor dem Wohlfahrtsamt. Heute: Frohe Arbeit im Dienste der Gesamtheit. Vide in die Wenl Strenge Fröste in Schlesien Bei heiterem Wetter haben sich in Schlesien wieder strenge Fröste eingestellt. In Niederschlesien sind die Temperaturen bis 15 Grad, in Oberschlesien bis 19 Grad unter Null abgesunken. Bad Charlottenbrunn meldet 21 Grad Kälte die Zobtenbaude 20 Grad. Der Cerro Payen durch deutsche Bergsteiger bezwungen Eine deutsche Bergsteigergruppe, bestehend aus den Bergführern Zuck und Teufel und den Wissenschaftlern Fester und Jacob bestiegen den Cerro Payen in Chile und hißten auf dem höchsten Punkt die Hakenkreuzslagge und die Flagge Chiles. Es handelt sich um eine Erstbesteigung. Griechischer Dampfer aufgelaufen— Sieben Mann ertrunken Auf dem Wege von Konstantinopel nach Hamburg ist am Sonntag abend der griechische Dampfer„Spykos“ bei Vau auf einen Felsen aufgelaufen. Ein Teil der Besatzung versuchte, das Festland zu erreihen, bei dem starken Sturm schlug jedoch das Boot um und sieben Mann ertrank.n Es besteht wenig Hoffnung, das Schiff zu retten oder die Ladung Weizen zu löschen. 4 Rekordflug Paris—Tokio mißlungen Der bekannte französische Flieger Doret hatte Mittwoch früh mit seinem Funker Micheletti den Pariser Flugplatz Le Bourget verlassen, um die Strecke Paris— Tokio in weniger als 100 Stunden zurückzulegen und damit einen neuen Rekord aufzustellen. Infolge schlechter Witterungsverhältnisse mußte er an einer Inselgruppe zwischen Tienyen und der„Pagoden=Spitze" im Golf von Tonking(China) notlanden. Ein französischer Fischdampfer überfällig Ein mit 20 Mann Besatzung nach der norwegischen Küste ausgelaufener Fischdampfer aus Boulogne=surMer,„Laurette“, ist seit Mitte voriger Woche überfällig. Funkrufe blieben ohne Antwort. Kälte auch in Wien— Unfälle durch Vereisung Der vergangene Sonntag hat Wien strenge Kälte gebracht. Das Thermometer sank im Laufe des Tages bis auf minus 14 Grad. Ein wahrer Massenstrom von Wintersportlern ergoß sich in die Berge der Umgebung Wiens. Die starke Vereisung des Schnees hatte eine Rekordziffer von Unfällen zur Folge. In den fliegenden Rettungsstationen mußten nicht weniger als hundert schwerverletzte Personen geborgen werden. # ∆ 935 ue Scherl-Bilderdienst Ehrengeschenk für Ritter des Pour le mérite Seite 10) ., Nattenwil negentöuner inn nenei??. : sagt Dr. Weigt. Dann hätten wir gleich eine schaumkräftige Lauge. Aber unser Brunnen= und Leitungswasser ist für die Wäsche meistens viel zu hart. Hartes Wasser stört die Wirkung von Waschmittel und Seife und vermindert die Schaumkraft der Lauge. Weich wie Regenwasser wird selbst das härteste Wasser, wenn man einige Handvoll Henko Bleichsoda darin verrührt. Aber achten Sie auf eins: das Wasser braucht eine Viertelstunde, um richtig weich zu werden. Dann erst die Waschlauge bereiten! A71 5/36 Seite 6 Nr. 21 Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 26. Januar 1937 Unterhaltung Akfeiler=Tnercdea Zilrartein Von Werner Oetkers Es war um die Mitte der zwanziger Jahre in einer ehemaligen Residenz. In den engen Straßen kämpfte das Licht der elektrischen Bogenlampen mühsam gegen die trübe Diesigkeit einer naßkalten Februarluft. Die wenigen Leute, die unterwegs waren— die Hände in den Manteltaschen, den Kragen hochgestellt—, hasteten schattenhaft ihrem Ziele zu. Um so mehr wäre einem aufmerksamen Beobachter, hätte es ihn gegeben, die Gestalt eines Mannes aufgefallen, der, des Wetters nicht achtend, in einer Art nachtwandlerischer Verträumtheit daherschob und nun schon zum zweiten Male unter einer Laterne stehenblieb, wobei er ein geknittertes Stück Papier nahe an die Augen brachte. Neben ihm hielt, vom Scheine der Lampe leicht angehellt, eine Lichtfaßsäule ihre Ankündigungen hin, in ihrer Mitte in großen roten Buchstaben: Heute zum zweiten Male das Käthchen von Heilbronn". Als der Mann nun das Gesicht aufhob und sein Blick auf das große Plakat fiel, war es, als ob er erschreckte. Für einen Augenblick beugte er den Kopf über die Taschenuhr, die mit einer Kette an der Weste befestigt war, dann stürmte er plötzlich davon. Im Theater war einige Aufregung, der Regisseur rang die Hände, Boten waren schon ausgeschickt. Seufzend vor Erleichterung fiel der Verantwortliche auf einen Stuhl, als der Heldenvater atemlos auftauchte. Der wurde sogleich, mehr als er ging, in seine Garderobe geschubst, und hilfreiche Hände machten sich eiligst über ihn her den Ludwig Anzenbrink in einen Heilbronner Waffenschmied der Ritterzeit zu verwandeln. Anna, die Soufleuse, schluppte herein, um sich mit eigenen Augen zu überzeugen, daß er nun endlich und wahrhaftig da sei.„Gott sei Dank!“ rief sie befreit und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Er nahm sie beim Arm, sah mit seltsam angespanntem Blick in ihre Augen und sagte mit leiser Stimme: „Anna, gib heute abend ein bissel auf mich acht— bitte!“ Es war das ihren Ohren keine völlig ungewohnte, aber ungern gehörte Bitte. Wie der nur ausschaut! dachte sie und war ein wenig erschrocken. Auch die anderen sahen groß und bedeutsam einander an. Er bemerkte es im Spiegel, aber er sagte nichts. Nicht ohne Grund hatten ihn, der vor wenigen Monaten aus dem Rheinland hierhergekommen war, die Kollegen den„Schweiger“ genannt. Man wußte nicht viel von ihm, nur daß er drüben noch seine Frau hatte, die nachkommen sollte, wenn sein Vertrag für die nächste Spielzeit verlängert würde. Aber so sparsam er war mit seinen Worten— welch Wunder auch bei einem Mann, der die Fünfzig hinter sich hatte—, so herzlich und gewinnend war sein Wesen, und es gab kaum einen, der ihn nicht geschätzt hätte. Aus dem Theatervorraum schrillte zum zweiten Male gedämpft die Glocke herüber. Dem Friseur stand der Schweiß auf der Stirn. Kaum zehn Minuten später stand Ludwig Anzenbrink vor dem Gericht der Heiligen Feme, gespenstisch im flackernden Licht einer Kerzenflamme, und schmetterte seine Anklage gegen den Mann, der seine Tochter entführt und geschändet:„Ihr hohen, heiligen und geheimnisvollen Herren!“ Eine lohende Glut, eine überschwengliche Leidenschaft tobte in Stimme und Gebärde, wie man sie weder bei den Proben noch bei der ersten Aufführung an ihm erlebt hatte. Schon nach wenigen Sätzen war das vollbesetzte Haus in atemlosem Bann, hingerissen von der Gewalt der Worte, von dem rasenden Zorn des Anklägers und der Unheimlichkeit seines Hasses, ergriffen und erschüttert von seiner Ohnmacht und Erniedrinoch atemloser machte. Wie er aufbegehrte, wie das Haus dröhnte von der Gewalt seiner Stimme, wie im nächsten Augenblick die Kindesliebe ihn wieder entwaffnete, wie sie ihn in den Staub warf und demütigte, zu jedem Opfer bereit, das alles brach so elementar aus ihm hervor, daß das Märchen zur Wirklichkeit erhoben schien. Als er sich gürtete, als er das Schwert zog zum len Reiher leihen gung. Anna im Souffleurkasten, eingedenk der notvollen Bitte, hatte anfänglich jedes Wort mitgesprochen, und auch jetzt noch wich, mitrutschend, ihr weißer Finger nicht von den Zeilen des Textes. Aber“ für eines Herzschlags Dauer den Blick zu dem Manne auf, dessen kataraktenes Toben auch auf sie herniederprasselte und sie, kaum daß sie es merkte, mit sich davonschwemmte. Er war ihr auf einmal so seltsam, nahezu unheimlich. Und nun war er am Ende, seine Niederlage war besiegelt.„Mein Kind, mein einziges Kind! Hilf, Gott im Himmel!“. Ein Schrei von Not und Verzweiflung griff an alle Herzen. Dann schwebte der Vorhang zusammen, und die prunkvollen Kronleuchter des Saales whr Gottesgericht, saßen die Leute in den dunnen wie versteinert: Und wäre gleich mein Schwert auch eine Binse Und einem Griffe, locker, wandelbar, Von gelbem Wachs geknetet, eingefügt, So wollt ich doch von Kopf zu Fuß dich spalten, Wie einen Giftpilz, der der Heid entblüht, Der Welt zum Zeugnis, Mordgeist, daß du logst!“ Das Spiel war aus, und ein Orkan der Begeisterung warf sich immer wieder gegen den hin und her schwebenden Vorhang. Und aus dem Wirbel der aneinAber sie hob nun doch anderklatschenden Hande, aus dem Durcheinander der zurufenden Stimmen rief es immer deutliche nach Anzenbrink. Der wußte nicht, wie ihm war. Mit großen Augen, fragend und befremdet, sah er um sich. Hatte er nicht bemerkt, daß die Begeisterung vor allem ihm galt und seinem Spiel? Fast schien es, als erwache er aus einem Traum. So hilflos sah man ihn plötzlich allein auf der Bühne stehen, eingehüllt in das Tosen des Volkes. Er wischte sich mit dem Aermel über die schweißperlende Stirn, in seinen Augen stand rührende Und dann ging ein sonniges, kinderreines Opernglas zu. Aber das war der dicke Mann, der au waßte, wie die Angelegenheit verlief. Jonny ließ einen schmalen Lichtstrahl seiner Blend,## laterne über einen Glorgione, einen Botticelli und eingn## van Eyck gleiten. Dann funkelten aus dem Dunkel du# Augen des„Lachenden Mannes“ von Rembrandt auf Jonny kicherte und nickte dem lachenden Manne zu. Un## es war ihm, als ob dieser belustigt und verständnisinnig zwinkerte. Dann setzte sich Jonny in eine Ecke, aus der ein Lichtstrahl fallen konnte, stellte seine Blendlaterne au und drehte die Kopie um. Aus seiner Tasche zog## ein Fläschchen und einen Beutel. Aus dem Fläschche## ließ er etwas in einen Wattebausch träufeln, womit g behutsam die Leinwand bestrich. Dann öffnete er de# Beutel, holte etwas Staub, den er einem ganz gewöhn. lichen Staubsauger entnommen hatte, daraus hervo# und pustete diesen auf die noch feuchte Rückseite der Lein, wand. Aus einem Schächtelchen praktizierte er## etwas zerknautschtes Spinnennetz hervor und klebte## in die Ecke recht oben unter den Holzrahmen. Dam Ratlo vsigkeit. urfen gelbe Bündel von Licht auf die dunklen Reihen Lächein über sein geruntes Gesicht, und während die 48 Parketts. Sekundenlang saß alles in bewegungs= Rechte in den Waffenrock griff und ein Papier hervordes loser Stille, dann donnerte, ungewohnt nach dem ersten holte, machte die Linke eine kleine, beschwichtigende GeAkt, rasender Beifall gegen das rote Tuch. Hinter den Kulissen war eifriges Getuschel, man suchte nach einer Deutung, was war mit dem Anzenbrink? Der saß schon wieder in seiner Garderobe, und als der Friseur hereinkam, schien er ein wenig verlegen und steckte mit fahriger Gebärde, gleichsam wie ein Ertappter, etwas Unkenntliches in seinen Waffenrock. Und weiter ging das Spiel von Herzensnot und großer, hingebender Liebe. Und weiter währte die ergriffene Anteilnahme an der Qual des Alten, der bei jedem seiner Auftritte die atemlose Stille unter den Besuchern bärde. Die Woge des Beifalls ebbte zurück, und dann hörte man den Mann da oben leise sprechen— und es war nun plötzlich nicht mehr die gequälte Stimme des Waffenschmiedes, sondern die zitternde Stimme des Menschen Anzenbrink:„Ich danke Ihnen— ich habe soeben— als ich zum Theater gehen wollte,— ein Telegramm gekriegt— meine Frau hat mir eine geboren— unser erstes Kind——. Ein paar Kollegen sahen, daß der Mann leise schwankte. Man zog rasch den Vorhang zu und holte ihn herein. Wie sich die Gieder gleicken... Zeinake eine Krimingsgeschickte von Kurt Miethko sagte „Sie bekommen 5000 Dollar für den Dreh“ der dicke Mann.„Aso— einverstanden?" Jonny nickte und zündete sich eine Zigarette an. Ich,wiederhole. Sie steigeg gegen 2 Uhr nacht Museum ein, an der Suose##e, drittes Fenhr sie steigeg gegen 2 Uhr nachts in das Wuseum ein, an der Subselie, drittes links. Ihr Heifer hefestigt den gefätschten Rem##andt an einer Schnur, die Sie mit dem Bild hochangeln. Sie nehmen den echten Rembrandt sachgemäß heraus. Sie haben sich doch die Befestigung des Bildes genau angesehen?" „Sehr genau. Es wird zwanzig Minuten dauern.“ „All right. Sie setzen die gefälschte Leinwand in den Rahmen und lassen das Originalbild herunter. Leuchten Sie genau mit Ihrer Blendlaterne nach. Es darf kein auffälliges Stäubchen auf dem Boden liegen, niemand darf vor Ablauf von einigen Wochen merken, daß das echte Bild vertauscht wurde. Sonst kriegen wir das Ding nicht aus Amerika raus, sonst überwacht man haargenau alle Zollstationen.“ „Meinen Sie wirklich, daß der Tausch nicht bemerkt wird?“ „Ausgeschlossen“, sagte der dicke Mann.„Der Künstler, der das Ding kopiert hat, ist prima. Sogar die Risse in der Farbe sind nach einer Photographie ausgezeichnet nachgemacht. Wir haben die Kopie dem Kunstsachverständigen unserer Gangsterbande vorgelegt— er war sprachlos. Nur die Leinwand sieht hinten noch ein bißchen neu aus. Aber wer guckt schon hinten drauf?" Jonny ließ sich 2500 Dollar Vorschuß geben und verduftete. In der gleichen Nacht kletterte Jonny ins Museum, Sudseite, drittes Fenster links. Die Sache ging gut. Niemand war weit und breit zu sehen. Nur aus einem nahegelegenen Hause sah jemand mit einem malte er mit Blaustift eine unleserliche Zahl quer die Rückseite der Leinwand, und schließlich quetschtee noch einen Stempel des Museums darauf, den er tags zuvor wirklich gestohlen hatte. Ueber das ganze noc einmal kräftig Staub gepustet— dann sah er auf die Uhr. Es waren 22 Minuten seit seinem Einsteigen ver gangen. Er ließ sein Blendlaternenlicht noch einmal auf den„Lachenden Mann“ fallen, der ihm jetzt noc freudiger zu grinsen schien als vorher und sagte„Good by, old man! Du bleibst hier!" Dann ließ er das künstlich auf„antik“ zurecht gemachte Bild herunter und kletterte nach. Eine Stunde später hatte er seine restlichen 250## Dollar und ein dickes Lob des dicken Mannes für sein „vorbildliche Arbeit“ in der Tasche. Der dicke Mann aber hält jetzt nichts mehr von Museumsdirektoren. Er bezeichnet es als einen nationalen## Skandal, daß man den Bildertausch“ nach einem Jahe noch immer nicht bemerkt hat. Nur über eins wunden er sich: Daß Jonny seit jener Nacht spurlos verschwunden ist. Er wird ihn nie finden. Jonny wanderte mit der 5000 Dollar und dem Bewußtsein, seinem Lande ein Kunstwerk gerettet zu haben nach Argentinien aus, wo er einen richtigen Kunsthandel hat. Denn er hält sehr viel von schönen, alten Bildern, aber gar nichts von# Gangsterdirektoren. Wpechoße Jahresbericht. Im Jahresbericht des Hamburger Tierschutzvereins vom Jahre 1866 wird mitgeteilt:„Ein Tischlerlehrling wird zu zwei Tagen Arrest verurteilt, welcher eine an einer Leine befestigte Katze so lange ins Fleet taucht und wieder herauszog, bis sie krepierte und sich desser noch rühmte. Vom Feldwebel abwärts. Bataillonsbefehl von Anno dazumal: „Von morgen an sind alle Hunde, vom Feldwebe abwärts, in den Kasernen untersagt!" Orchgenn, e Pattr VARTETE KOMAN VUN HEINgICR SEIEN 30) war der Herr de Teneca Wagen mit der Sie starrte in sein Gesicht. Ihr Blick wurde ganz schwarz, wie von einer Wolke verhängt. Eine Sekunde war es ihr, als ginge eine Sturzwelle über sie hinweg, taumelnd griff sie mit der Hand in die Luft, dann riß sie sich zusammen, ihr Antlitz wurde hart und unbeweglich, wie zu Stein erstarrt. Truxa sah, daß sie sich erhob, er machte eine Bewegung, als wolle er sie zurückhalten, dann sah er, daß sie den Arm des Fremden nahm und rasch mit ihm das Lokal verließ. Im nächsten Augenblick lief er zu Petersen, ergriff ihn bei der Schulter und riß ihn mit sich. Petersen stolperte hinter ihm her. Sie stürzten auf die Straße und sahen gerade noch, wie Dester und in eine Limousine stiegen. Es war ausländischen Standarte. „Ich habe dir damals schon gesagt, daß der Mann ein Don Juan ist, hinter den Frauen her, und du wolltest es nicht glauben“, sagte Petersen. Aschfahl im Gesicht und ohne einen Gedanken fassen zu können, lief Truxa, den Freund, den er in dieser Stunde nicht entbehren konnte, abermals mit sich ziehend, an die Straßenecke und sprang mit ihm in eine Taxi. „Dem Wagen mit der Standarte nach“, befahl Truxa, sich in das Polster werfend. „Damals war ich dran, und nun bist du'“, sagte Petersen teilnahmsvoll.„Habe ich dir nicht schon immer gesagt, daß auf die Frauen kein Verlaß ist?“ Ausgehöhlt und von brennender Verzweiflung übermannt starrte Truxa in die sich drehenden und verschiebenden Straßen. Der Scheinwerferkegel des Funkturms fuhr über den schwarzen Himmel. Die Ausstellungshallen blieben zurück, es ging in die Heerstraße hinein. Truxa ahnte es, wie damals fuhren sie nach Gatow. Mit hoher Geschwindigkeit jagte das Auto hinter dem Wagen mit der ausländischen Standarte her. In der Einsamkeit der Landstraße endete die Fahrt. Truxa hatte den Wagen in einiger Entfernung halten lassen. Er war ausgestiegen, stand auf der gefrorenen Erde und sah, wie Yester dem Fremden in das kleine Landhaus folgte. Kälte drang in ihn ein, er glaubte zu erfrieren. Hut und Mantel hatte er nicht mitgenommen, er stand da und stöhnte vor Kälte. In einem der Fenster sprang Licht auf. Er starrte auf dieses Licht und wußte ganz genau, daß er Yester an diesen Mann verloren hatte. „Laß uns zurückfahren“, sagte Petersen, sich aus dem Wagen neigend. Truxa rührte sich nicht. Er würde nicht eher zurückfahren, als bis das Licht in dem Landhause erlosch. Er lehnte sich gegen einen Baum, ein Schluchzen erschütterte ihn, er biß sich auf die Lippen, um nicht zu weinen. Er hatte Oester unwiderbringlich verloren. So stand er vielleicht eine Stunde, die Hände in den Hosentaschen vergraben, Rauhreif im Haar, das dadurch weiß geworden war wie Schnee, die Tränen in seinen Augen waren gefroren. Eine Art Irrsinn befiel ihn: plötzlich nämlich schien es ihm, daß jener Herr de Teneca vielleicht Alvater war; Alvater, der sich Dester geholt hatte; Alvater in seltsamer Verwandlung... Als Truxa wieder aufblickte war das Licht erloschen. Ein Lichtkreis blendete auf. In dem gleißenden Kreis erschienen das Gesicht und die mageren, weißen Hände des Illusionisten Alvater, sonst war nichts von ihm zu sehen. Aus dem Dunkel flog ein silberner Ball, den er mit den Fingerspitzen auffing und in den Raum zurückwarf, der Ball drehte sich in Spiralen und blieb in der Höhe stehen, ein unfaßbares Spiel mit einem Ball. Wenn der Trick auch einzigartig war, die Wirkung, die Alvater auf die dreitausend Zuschauer ausübte, die Abend für Abend das Parkett, die Ränge und die Logen des Trocadero füllten, ging in erster Linie von ihm selbst aus, von der Maske dieses starren Gesichtes, das faszinierend und abstoßend zugleich war, von diesen eigenartig hellen, glimmenden Augen unter den silbrigen Brauen, die mit ungewöhnlicher Schärfe blickten, von diesen beweglichen Händen, die leise und sanft strichen oder einen unsichtbaren Strick zu drehen schienen. Sein stetiges stilles Lächeln hatte sich noch vertieft, dieses Lächeln drückte alles aus, was in ihm vorging: Alvater zweifelte nicht daran, daß es nur noch wenige Tage dauern konnte, bis Truxa oder vielmehr Heinrich Husen fertig war, es konnte nur noch einige Tage dauern, bis er sich Yester zurückgeholt hatte. Auf einmal fiel der silberne Ball wie ein Stein aus der Höhe herab; jäh war der Zauber gebrochen, den Alvater in den Ball gelegt hatte. Er bückte sich rasch, hob den Ball auf und wirf ihn wiederum in die Luft, der entzauberte Ball fiel wiederum zu Boden. In derselben Sekunde ahnte er auch schon, daß jemand hinter den Trick gekommen war, daß jemand da war, der die Ausführung des Tricks verhinderte— das Versagen des Tricks mit dem silbernen Ball konnte kein Zufall sein. Das ist Truxa, dachte er, das ist dieser Heinrich Husen, und er vernahm die leise Unruhe aus dem Zuschauerraum, man hatte bemerkt, daß der Trick mißglückt war. Den weißen Händen folgend, schwebte der silberne Ball wie von unerklärlichen Kräften beseelt in der Luft. Die Zuschauer sahen, daß der Trick nun gelang, sie sahen aber auch, daß das Gesicht des Illusionisten wie gelähmt war vor Entsetzen, die Augen weit aufgerissen und der Mund verzerrt. Unsichtbar den Zuschauern, waren die Seiten der Bühne von riesigen Spiegelgeräten umstellt; in diesen Spiegeln stand plötzlich eine Gestalt— ein Mann mit bleichem, hagerem Antlitz, in dessen Stirn weiße Haarsträhnen fielen ein eleganter, schwarzglänzender Don=Juan=Bart umrahmte dieses Gesicht, und den schwarzen, faltigen Mantel hatte er sich lose um die Schultern geworfen. Die riesigen Geräte warfen das Spiegelbild zu Alvater hin—, jener Herr de Teneca war es, der den Trick verhindert hatte, Teneca den er jetzt millionenhaft vervielfältigt aus allen Spiegeln auf sich zu marschieren sah mit tiefem, rätselhaftem Lächeln in dem bleichen Gesicht. Der Spuk, von dem Alvater plötzlich umgeben war, dieses genial ersonnene Spuk, den er sich selbst ausgedacht hatte hörte nicht auf, und der unerwartete, unerklärliche Angriff rannte ihn fast über den Haufen— mit Heinrich Husen konnte er fertig werden, nicht aber mit diesem Herrn de Teneca, der ihm fremd war. Die Schemen des großen Hexenmeisters schienen selbständig gemacht und sich von ihm losgesagt zu haben, sie begannen selbst zu hexen, millionenfach hing der bärtige Kopf jenes Herrn de Teneca in den rings um die Bühne laufenden Spiegeln. Wie Irrlicher erschienen die Gesichter und verschwanden. Sie kreisten um Alvater, der ins Nichts griff. Die Unruhe im Zuschauerraum schwoll an, die Menschen neigten sich vor und starrten auf Alvater, der die Herrschaft über die Funktionen der Zaubertricks verloren hatte. In den Dekorationen aus schwarzen Samtvorhängen fand Alvater sich wieder, kaum imstande, den letzten Trick auszuführen. Es wunderte ihn nicht mehr, nein, fast hatte er es schon erwartet, daß auf dem weißen Sockel in der Mitte der Bühne nicht Hilde Schelm stand. Hilde Schelm hatte ihn im Stich gelassen und verraten. Da stand Herr de Teneca mit dem lose um die Schultern geworfenen Mantel. Alvater wollte nur noch seine Darbietung zu Ende führen ohne daß es zu einem Publikumsskandal kam. Um die Gestalt auf dem Sockel verschwinden zu lassen, war es nötig, ein System schwarzer Samttücher nach und nach über sie zu ziehen, was vor dem schwarzen Samtvorhang die Illusion des Verschwindens hervorrief. Mit leisen, sanften Strichen glitt Alvater über die Gestalt hin. Völlige Stille entstand in den Parkettreihen und Rängen, fast hatte es den Anschein, daß Alvater mit diesem letzten Trick die Menschen in seinen Bann zwingen wurde. Unter den beschwörenden Händestrichen waren zuerst der Sockel und dann die Gestalt des Mannes verschwunden, dessen Gesicht nun frei in der Luft zu schweben schien. Alvater versuchte verzweifelt, das Samttuch weiter über das Gesicht des Mannes auszuspannen, so daß auch dessen Gesicht verschwand, es gelang ihm aber nicht, so sehr er auch an den Schnüren riß. Eines der Bänder mußte schon vorher beschadigt worden sein. In ohnmächtiger Wut, daß ihm Schaum auf die Lippen trat, starrte er mit bösen, stechenden Blicken in dieses Gesicht, das nicht verschwand. Da flüsterte Herr de Tencca ihm etwas zu, ein einziges Wort, es saß wie ein Hieb, dieses Wort... Alvater machte eine Bewegung, er röchelte, seine Augen quollen hervor und verdrehten sich. Eine Wolke umfing ihn, und eine Wolke wurde zu einer Mauer, der Boden unter ihm sank in die Tiefe.„Erkennst du mich endlich?“ hatte Herr de Teneca gefragt. Da erkannte er ihn, er verstand nicht, daß er ihn nicht sofort erkannt hatte. Ueber die Schläfe jenes Mannes lief einekleine, violett schimmernde Narbe daran konnte man ihn erkennen. Der Atem des Todes schauerte Alvater an. Wie ein Gehetzter lief er, blind um sich schlagend, von der Bühne. In der fiebernden Atmosphäre dumpfer Musik, die aufs neue begonnen hatte, inmitten fliehender Schatten und pendelnder Glühbirnen, die unter Wolken von Staub aus dem Schnürboden blickten, blieb Alvater stehen und starrte auf eine Gestalt, die an der Schwelt des Dekorationsraumes stand, schwach von dem pendeln den Licht beleuchtet und unbeweglich, als hätte sie hier auf ihn gewartet. Alvater duckte sich wie zum Sprunz, lauernd sah er die Gestalt an, die nichts war als zu sammengeballte Dunkelheit. Dann schlich er auf sie zu, anstatt fortzulaufen, drängte es ihn, sich die Gestalt aus der Nähe anzusehen, Auge in Auge... Kaum hatte Alvater den Dekorationsraum betreten, in dem Gerüche von giftigen Farben schwelten, all eine Hand ihn ergriff und ihn tiefer in das knisternde Dunkel zog. Alle Konturen gingen unter in der volständigen Bunkelhen. Ardaler sah nur den Glanz d lheit. Alvater sah nur den Augen, die ihn anstarrten, und im Hintergrund das schillernde Leuchten der Bühne. Da überkam ihn on. mit finsterer Macht die Ueberzeugung, gar nicht vor einen Menschen, sondern vor einem Phantom zu stehen, jenet Mann lebte nicht mehr, war in der Nacht des 31. Ot tober gestorben.„Hör mal“, sagte er vertraulich flsternd,„ich stand ja dabei, als du in das Meer ranstest, ich wollte dich noch zurückhalten, aber du risset dich los, ich sah dich ja ertrinken.“ „Dein letztes Wort an mich war:„Geh zum Ter fel!" Du standest da und wiesest mit dem Arm zun Meer hinaus. Ich habe nicht bemerkt, daß du du Absicht hattest, mich zurückzuhalten.“ Herr de Tenect lachte leise vor sich hin.„Nun, ich bin zum Teusel gegangen. Du irrst dich nicht: ich bin ertrunken. I0 bin tot.“ „Du atmest doch, du sprichst doch, du stehst doch bei mir, du lebst doch!“ „Ich bin noch einmal gekommen, um mit dir sprechen.“ „Was willst du von mir?“ „Du mußt dahin, woher ich komme. Du mußt hirweg. Dir ist es gelungen, mich in den Tod zu schicken, nun hole ich dich. Du hast keinen Ausweg. Du kann mich nicht loswerden; wenn du die Flucht ergteritz werde ich am Steuer deines Wagens sitzen; mich du nicht abschütteln. Ich verfolge dich nicht, nein,# folgst mir— in den Tod.“ „Was habe ich dir getan? Wofür willst dus# rächen? Du bist freiwillig aus dem Leben gegangen Längst hatte Kapellmeister Brunotte die Musik abgeklopft; in der Lichtzentrale des Schaltraumes entschloß man sich, das Licht aus den Rampen zu nehmen; unvermittelt fiel der Vorhang. Aus den dunkelroten Samtfalten trat mit beschwichtigender Geste Direktor Eugen Burmester:„Herr Alvater ist plötzlich erkrankt und daher nicht in der Lage, seine Darbietung zu Ende zu führen...“ Verstört lief Alvater an den hohen Mauern des Bühnenhauses entlang, ein kleiner, böser buckliger Mann, der unterging wie ein Schiff, das einen Volltreffer erhalten hat. Sollte er fliehen? Wohin sollte er fliehen? Es gab keinen Ausweg für ihn. „Was du mir getan hast? Ich habe es in Newyon nicht gewußt, ich habe wirklich an Gespenster geglaupt die nur Spiegelungen waren, ich war zu zerrütetzznt, in den Trugbildern, die mich verfolgten, dein liches Werk zu erkennen. Ich habe aber gesehen, wor du Husen getan hast, ich hab' mir das alles aus Nähe angesehen, den ganzen Plunder deiner die nichts sind als ein gemeines Verbrechen, umhurt von Schleiern! Die Schleier sind heruntergerissen, deine Zauberei wirkt nicht mehr! Du mußt hinweg Alvater Kur Siund, ja nur deinetwegen Angst (Fortsetzung folgt.) Seite 7 Nr. 21 /1 Die In der leider schlecht Kapitäns im Ruhestande Seebädchen für bescheid der Teufel los. Schuld gemein zungengewandte von drüben aus Ameril Remmers aufdringlich besonders an dem jung Diplomingenieur, Antei lügt wie gedruckt. Sie lionen, die in Wahrhei herdenbesitzer aus den gibt sie für ihren Pri vor Jahrzehnten versch Bruder Hinnerks und mers ist. Da geht nun Braut, die nette, Eule", bitte) wird eifer das Beste wollte und zu spät heimgekehrten: ser durch sein vieles C * rang nach Luft und hatte die Empfindunt, nur Staub, dicke Schichten von Staub und die Dünst der Farben einzuatmen, die in großen Töpfen ume“ standen.„Ich habe Husen nichts getan, ich habe nur Angst einjagen wollen, um ihn zu zwinger Dester zu lassen. Weißt du nicht, daß Husen liebt? Wenn Dester nicht mir gehört, so gehört sie dii ich habe Husen ja nur deinetwegen Angst eine#e wollen Bruders und der Bese lichen Sohnes hat abhe Maria Bard ist d in dieser Plauderkomöd teils aus gutem Herze Intrige die Dame Koblebendig tut sie das, z und mit dem Aufgebe Nachmittags= und Reis Friesentypen verkörpert lande, Albert Florath, Den wilden Jan aber sund, heißblütig, mit t vielen echt spanischen F Diese Komödie vor Kleinen Haus des Ste ausgenommen wurde Intendant Gustav Gri deutscher Dramatik an trag gab. Im Großen Haus Hauptmanns,„Glashu tanzt“ wieder einma in Berlin seit seinem wende jedesmal neue es gespielt wurde, ist Kreuzworträtsel. Wir seiner Sprache, den pogestalten, aber was es symbolhaften Handlun wüchsige Pippa allego tumbe deutsche Handw orangutanghafte alte hörige Glashüttendire greise Wann, eine selt samer Hochgebirgsbaut stalt verbirgt— dase noch dunkle Geheimni aber das ganze bleib Hauptmann wohl selb in dieses Märchen da Im Staatlichen## dem Drama phantast Müthel erfi#lte die dichterisch zu beleben. bezaubernden Liebreiz An DeR 36 „Nein!“ schrie er Erscheinung bannen, ungeschehen machen! Er schlug die§ mühsam, weil sich a willen, haltet mich, was ich je erleben auf in die tiefsten nicht wahr! Sagt ist, daß es nicht— mir!— Daß es nich Bestürzt vor solch Hendrik van der M sprach er auf ihn e Handel oft so...“ „Ich will fort, wohin... nur fort Frieden will ich. Hendrik van der im Sand. Er sah ni "„Ihr wollt erreie sogte er nach langem Mynheer, wei meine Zwiebel anb„Adrian, und de „Er hat sie nich raschte.“ „Also stehlen— Er nickte nur. Und seht, rumort, weil ich ar führt, wenn man scharrt.“— Ausspi wollte er den Webei „Ein Mord um „Ja—“ Gut, Adric laufen, weil der Li mir fast.— Wie h ich sie bekommen?" „Hier, Mynheer Er zeigte sie, E. bergen. EingebJuwel, hielt er die „Der Preis is und schloß das Käf letzte Tulpenhandel frei sein. Versteht „Wieviel?“ Er suchte wieder oben, sah die Se neigen, sah, wie Fi und sah den Enge Wo lag ein Sa stand der„blaue P . Nur Kutter hi treuzen. Steinschif Pr., Tot ist der Fahrt geht niemal „Ich muß auf „Nennt mir die „Ihr habt sie „„Kommt“, sag prallte den Spazier Seite 7 Nr. 21/ Bochumer Anzeiger 7 Diensiog, 26. Jonuar 1937 und Wissen Mann, der aus hl seiner Blend# ticelli und einen dem Dunkel die# Rembrandt au Manne zu. Und verstandnisinnig ke, aus der lei Blendlaterne auf dem Fläschchen äufeln, womit er n öffnete er de m ganz gewöhndaraus hervor ückseite der Lein tizierte er or und klehte e Sapr., Lam Hühl quer über lich quetschte er auf, den er tage das ganze nog n sah er auf die n Einsteigen ver icht noch einmel r ihm jetzt noc und sagte„Goo) zurecht „antik“ ach. restlichen 2500 Rannes für sein s mehr von einen nationalen nach einem Jahe ber eins wunden zurlos verschwunvanderte mit der einem Lande ein entinien aus, wo denn er hält sehe gar nichts vor Tierschutzvereins n Tischlerlehrling , w e l c h e r e i n e a n ins Fleet taucht le und sich deser t8. tal: , vom Feldwebel „KodlstapterikKaria Bara Die erlte„beltellte“ Komödle im Berliner„Kleinen Raus“ In der leider schlecht gehenden Fremdenpension des Lapitäns im Ruhestande Remmers, in einem friesischen Seebädchen für bescheidene Anspruche, ist auf einmal Teufel los. Schuld ist eine höchst muntere und ungemein zungengewandte junge Dame, Ellinor Straaten, von drüben aus Amerika, die der vergrämten Mutter Remmers aufdringlich in alle Winkel schnuppert und besonders an dem jungen Remmers, dem arbeitslosen Diplomingenieur, Anteil zu nehmen scheint. Ellinor lügt wie gedruat. Sie schreibt Schecks von den Millionen, die in Wahrheit ihrem Brotgeber Jan, Viehherdenbesitzer aus den Pampas, gehören. Diesen Jan gibt sie fur ihren Privatsekretär aus, obwohl er der vor Jahrzehnten verschollene Jan Remmers, der tolle Pruder Hinnerks und— der Vater des Peter Remmers ist. Da geht nun alles kopfunter, kopfüber. Peters Braut, die nette, blonde Tina Kluin(„ui wie Eule", bitte) wird eifersüchtig, die Sommergäste regen sich schrecklich über die vermutliche Hochstaplerin Ellinor auf, die, wie sich schließlich herausstellt, natürlich nur das Beste wollte und deshalb auch den reuevoll, aber zu spät heimgekehrten Jan heiraten darf, nachdem dieser durch sein vieles Geld wenigstens den Sorgen des Bruders und der Beschäftigungslosigkeit seines heimlichen Sohnes hat abhelfen können.. Maria Bard ist die Privatsekretarin Ellinor, die in dieser Plauderkomödie der Irrungen und Wirrungen teils aus gutem Herzen, teils aus Lust an harmloser Intrige die Dame Kobold im Fischerdorfe spielt. Quicklebendig tut sie das, zwitschernd, mit drolliger Anmut und mit dem Aufgebot aufregender Bade=, Strand=, Nachmittags= und Reisekostüme. Die treuen, ehrlichen Friesentypen verkörpern Franz Weber, Volker von Collande, Albert Florath, Lina Lossen und Lotte Betke. Den wilden Jan aber nahm Hans Leibelt auf sich, gesund, heißblütig, mit verwegenem Riesensombrero und vielen echt spanischen Flüchen. Diese Komödie von Per Schwenzen, die im Kleinen Haus des Staatstheaters mit großem Beifall aufgenommen wurde, ist das erste der Lustspiele, die Intendant Gustav Gründgens zur Förderung heiterer deutscher Dramatik an sechs jüngere Autoren in Aufvun ged. Im Großen Haus am Gendarmenmarkt wurde Hauptmanns„Glashüttenmärchen"„Und Pippa tanzt“ wieder einmal aufgeführt. Das Drama, das in Berlin seit seinem Erscheinen nach der Jahrhundertwende jedesmal neue Kopfzerbrechen verursachte, wenn es gespielt wurde, ist auch heute noch ein dichterisches Kreuzworträtsel. Wir fühlen wohl die Schönheiten seiner Sprache, den poetischen Reichtum seiner Märchengestalten, aber was es mit der tieferen Bedeutung der symbolhaften Handlung auf sich habe, was diese halbwüchsige Pippa allegorisch verkörpert, um die sich der tumbe deutsche Handwerksbursche Michel Hellriegel, der orangutanghafte alte Glasbläser Huhn und der liebeshörige Glashüttendirektor reißen, und was gar der greise Wann, eine seltsame Art vom lieben Gott in einsamer Hochgebirgsbaude, hinter seiner menschlichen Gestalt verbirgt— das alles sind und bleiben auch heute noch dunkle Geheimnisse. Wir erkennen wohl manches, aber das ganze bleibt mystisch und schattenhaft. Ob Hauptmann wohl selbst noch zu erklären wüßte, was er in dieses Märchen damale hineingeheimnist hat? Im Staatlichen Schauspielhaus schuf Rochus Gliese dem Drama phantastische Bühnenbilder, und Lothar Müthel erfilte die Aufgabe, ein Werk der Dichtung dichterisch zu beleben. Das gelang vor allem durch den bezaubernden Liebreiz der Käthe Gold als Pippa und durch die Besetzung der übrigen Rollen durch die besten Darsteller, über die das Staatstheater verfügt: Friedrich Kayßler(Wann), Eugen Klöpfer(Huhn), Patzj. (Direktor). Als Hellriegel hielt sich auch Franz Niarisch auf der Höhe der schauspielerischen Leistungen, denen stürmischer Beifall dankte. Karlernst Knatz Lellings„Minna von Barnhelm“ Erstaufführung im Dortmunder Stadttheater Mit der Neuinszenierung von Lessings„Minna von Barnhelm unterzog sich das Dortmunder Stadttheater einer heute wie ehedem, und so lange es ein deutsches Theater geben wird, unendlich reizvollen und lohnenden Aufgabe. Das kostliche Lustspiel, graziös, galant, dabei so unverfärbt deutsch, lädt die von Schiller zu einer Art philosophischer Ehe ermunterten feindlichen Begriffspartner„Pflicht" und„Neigung zu einem Tänzchen, reich an ernsthaften, anmutigen und spielerischen Arabesken. Man muß zu der bezaubernd klaren und gleichsam musischen Nuchternheit des Werkes, seiner Dramaturgie und seiner gefühlsverhaltenen Sprache, eine besonders empfindliche und uber die Bachsche Musik führende Beziehung haben, um Ton und Stil dieses aufgeklarten Rokoko zu treffen und es vor den Vergewaltigungen des Zopfgeistes zu retten. Die Lessingsche Partitur rät dem Spielleiter zu außerster Behutsamkeit, ein falscher Zungenschlag kann den schonen Bund zärtlich kokettierender Liebe mit preußischer Rechtschaffenheit gefährden. Die Inszenierung H. A. Schröders läßt diese Behutsamkeit in den von Ernst Mahnke entworfenen Bühnenbildern und in der beglückend fließenden Darstellungsanlage erkennen. Natürlich werden gewisse Schwankungen des an Farben und Gegensätzen reichen Stuckes, hier ein Nachgeben im Sentimentalen, da ein Anziehen im Burlesken, nie ganz zu vermeiden sein. Ohne Frage aber ist die Dortmunder Aufführung prachtvoll durchgearbeitet und hat den schönen gebundenen Klang eines kräftig zusammengefaßten EnsemMit sympathischen Zügen stattete Wilhelm Hoenselaars seinen Tellheim aus, ein Kerl, schwermütig durch verletzte Ehre, mannlich warm und werbend, wo seine Liebe zur Pflicht wird. Das Fräulein von Barnhelm, vielleicht um einen Ton zu resolut und verständig, spielte Hildegard Raupach. Sie gab sich frisch, herzhaft, als Frau, die aufs Ganze geht und als spatere Majorin gewiß ein Detachement an den bösen Feind führen könnte. An Reiz würde die Aufführung gewinnen, wenn sich die Darstellerin entschlösse, die gerade um ihrer launigen Naivität willen so entzückende Spielerei mit dem Ring ein wenig gedeckter zu halten. Der Abend fand im Dortmunder Hause mit Recht herzlichen Beifall. Dr. Emil Strodthoff Klernes Rattleion Professor der Chemie Auschütz 1. In Darmstadt, wo er im Ruhestand lebte, verschied der emeritierte Professor der Chemie und ehemalige Direktor des Chemischen Instituts der Universität Bonn, Geheimrat Dr. phil. Dr. jur. h. o. Dr.=Ing. e. h. Richard Anschütz, im 85. Lebensjahr. Der Reichs= und preußische Minister des Innern hat den leitenden Arzt der chirurgischen Abteilung der Hüffer=Stiftung in Münster, Dr. Fenner, und den leitenden Arzt der Nervenabteilung der gleichen Krankenanstalt Dr. Peter, zu Mitgliedern des„Gerichtsärztlichen Ausschusses für die Provinz Westfalen" ernannt. Reichstagung der Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen. Am Sonntag hielt die Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen in der Deutschen Rechtsfront im Hause der Deutschen Rechtsfront in Berlin ihre Reichstagung ab, deren Bedeutung durch die Anwesenheit des Reichsrechtsführers Reichsminister Dr. Frank, der Reichsführung des NS.=Rechtswahrerbundes sowie zahlreicher Vertreter der Partei und von Behörden unterstrichen wurde. Reichsminister Dr. Frank kennzeichnete den Dolmetscher als den Sachverständigen der Sprache. Pflege der Sprachkenntnis, die Ausdeutung des Sinngehalts einer Sprache in eine andere und die Einheit des Amtes und Berufes seien für den Dolmetscherberuf drei grundlegende Merkmale. Reichsfachschaftsleiter Monien gab einen Ueberblick über die vielgestaltige Tätigkeit des Dolmetschers. Neuer Leiter der Abteilung Musik im Provagandaministerium. Der Reichsminister für Volksaufklarung und Propaganda Dr. Goebbels hat den Generalintendanten und Generalmusikdirektor Dr. Heinz Drewes in Altenburg(Thüringen) als Leiter der Abteilung Musik in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Provaganda berufen. Generalintendank Dr. Drewes wird sein neues Amt am 1. Februar antreten. Die Berliner Philharmoniker begeistern in Helsinki. Die Berliner Philharmoniker gaben am Freitag in Helsinki ein Konzert, das für die finnische Musikwelt ein Erlebnis besonderer Art wurde. Etwa 400 Menschen hatten sich in der großen Messehalle eingefunden. darunter die maßgebenden Vertreter der finnischen Musikwelt Der deutsche Gesandte von Blücher, die Angehörigen der Gesandtschaft und mehrere hundert Mitglieder der deutschen Kolonie hatten sich die Gelegenheit, das berühmte Orchester der deutschen Heimat in Finnland selbst zu hören, nicht entgehen lassen. Ein Archiv des Vierjahresplans. Das von dem stellvertretenden Pressechef der Reichsregierung Ministerial= rat A. J. Berndt herausgegebene Nachschlagewerk für Politik, Wirtschaft und Kultur, das„Archiv“(Verlagsanstalt Otto Stollberg, Berlin W 9) fugt seinen monatlichen Heften nunmehr einen Sonderteil„Der Vierjahresplan“ an, der vom Tage der Begründung des Vierjahresplanes an alle den Vierjahresplan betreffenden Gesetze und Maßnahmen enthält. Der Film„Ball im Metropol“ der in der nächsten Woche anläuft, wurde unter der Regie von Frank ysbar und unter Mitwirkung von Hilde Weißner, Viktoria von Ballasko und Heinric George gedreht. „Die ganz großen Torheiten.“ Für den neuen Carl-Froelich=Fum„Die ganz großen Torheiten“, dessen Hauptrollen Paula Wessely und Rudolf Forster spielen, beabsichtigt Carl Froelich in weiteren tragenden Rollen des Films Hedwig Bleibtreu und Hilde Wagener von der Wiener Burg zu verpflichten. Als Gegenspieler von Hedwig Bleibtreu ist Gustav Waldau vorgesehen. Die Familie in der Kunstdarstellung. Wie die Reichskammer der bildenden Künste mitteilt, hat das Rassenpolitische Amt der REDAB, darauf gufe merksam gemacht, daß in der Oeffentlichken Versach Darstellungen aus unserer Zeit auftauchen, die bildlich oder sinnbildlich die deutsche Familie bedauerlicherweise noch mit einem oder zwei Kindern zeigen. Der Nationalsozialismus bekämpfe mit Nachdruck das Zweikindersystem, da es das deutsche Volk unrettbar dem Untergang zuführe. Er vertrete die Forderung nach mindestens vier Kindern in jeder Familie, um die heutige Bevölkerungszahl wenigstens zu halten. Wo immer die künstlerischen Notwendigkeiten es erlauben. und das werde in der Mehrzahl der Fälle möglich sein. sollte auch der bildende Künstler, besonders der Maler und Gebrauchsgraphiker, sich das Ziel setzen, im Rahmen der künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten wenigstens vier deutsche Kinder zu zeigen, wenn eine Familie dargestellt werde. Neue deutsche meereskundliche Forschungsreite mit dem Forschungs= und Vermessungsschiff „Meteor“ Da die deutsche atlantische„Meteor"=Expedition auf dem Forschungs= und Vermessungsschiff„Meteor" in den Jahren 1925/27 auf dem Südatlantischen Ozean eine Fülle hochwertigen ozeanographischen und anderen wissenschaftlichen Beovachtungsmaterials beigebracht, kat, den hin forisetzen. In der Zwischenzeit in Verbindung mit der Deutschen Seewarte und dem Institut für Meereskunde die Gewässer um Island und Grönland in gleicher Weise durchforscht. Der neuen„Meteor"=Expedition ist das Ziel gesetzt, die Lücke zwischen den beiden Forschungsgebieten soweit zu schließen, daß nach Abschluß der vorgesehenen Untersuchungen der ganze Atlantische Ozean nach neuzeitlichen und einheitlichen Methoden in systematischer Weise untersucht ist. Die neue Expedition wird in mehreren Abschnitten durchgeführt werden, von denen zeitlich je ein bis zwei Teue auf ein Jahr fallen werden. Das Forschungs= und Vermessungsschiff„Meteor“ wird zur Erledigung des ersten Abschnittes, der eine Dauer von drei Monaten haben wird, am 4. Februar dieses Jahres in den südlichen Teil des schen Ozeans auslaufen, um zunächst den Anschluß an den nördlichen Teil der ersten Expedition sicherzustellen. Geschichtstafel 26. Januar. 1781 Der Dichter Ludwig Achim von Arnim in Berlin geboren(gestorben 1831). 1934 wurde zwischen der deutschen und polnischen Regierung ein zehnjähriges Verständigungsadkommen für die gegenseitigen Beziehungen unterzeichnet, welches für Austragung von Streitigkeiten die Anwendung von Gewalt ausschließt. Dadurch wurde einem bisher unfriedlichen Zustand zwischen beiden Völkern und einer französisch beeinflußten unfreundlichen Politik Polens gegen Deutschland ein Ende gemacht. In der Folge sind die Gesandschaften beider Länder zu Botschaften erhoben. Dem Feind keine Zeit lassen— das bedeutet es, wenn Sie sich früh und abends die Zähne putzen Die Fäulnisbekterien haben ger nicht Zeit, sich einzunisten, wenn Sie zweimal am Tage Ihre Zähne ab AldesJahngeste teinigen! impfer Musik, die iehender Schatten iter Wolken von en, blieb Alvater e an der Schweli## von dem pendelnals hätte sie hie wie zum Sprung. ichts war als zu lich er auf sie zu, ch die Gestalt aus onsraum betreten, en schwelten, alb in das knisternde unter in der vollur den Glanz der Hintergrund da überkam ihn mit r nicht vor einen m zu stehen, jener Nacht des 31. Ot er vertraulich fle i das Meer rannn, aber du risse „Geh zum Ter it dem Arm zum ierkt, daß du di Herr de Teneaa bin zum Teusel n ertrunken. du stehst doch bos , um mit dir### ADRIAT * DER TGIPGRDIEB Orrohinomsacn die„Zuiderland" für Eure Zwiebel brachte er gepreßt nach langer Zeit rtsetzung folgt.) 36 „Nein!“ schrie er auf, als könne seine Stimme die Erscheinung bannen, die Erkenntnis hindern und alles ungeschehen machen!„Nein, Hendrik van der Maaßen!“ Er schlug die Hände vor die Augen und ächzte mühsam, weil sich alles um ihn drehte:„Um Gottes willen, haltet mich, Mynheer. Es ist das Schlimmste, was ich je erleben mußte. Ihr tut mir einen Blick auf in die tiefsten Tiefen der Verworfenheit. Es ist nicht wahr! Sagt mir bei Gott, daß es nicht wahr ist, daß es nicht— nein! Nein!— Kein Freund von mir!— Daß es nicht Crispin van den Valckert war!?“ Bestürzt vor solcher Inbrunst der Verzweiflung hatte Hendrik van der Maaßen seinen Arm erfaßt. Nun sprach er auf ihn ein:„Beruhigt Euch. Es geht im Handel oft so...“ „Ich will fort, Mynheer... es ist mir gleich, wohin.. nur fort... heraus aus allem Unrat... Frieden will ich...“ Hendrik van der Maaßen zeichnete mit seinem Stock im Sand. Er sah nicht mehr zur„Zuiderland“ hinüber. „Ihr wollt erreichen, daß ich Eure Zwiebel kaufe?“ sagte er nach langem Ueberlegen, und Adrian ergänzte: „Ja, Mynheer, weil Crispin van den Valckert Euch meine Zwiebel anbot, weil er sie stehlen wollte!" „Adrian, und das ist wahr?" „Er hat sie nicht bekommen, weil ihn Kaspar überraschte.“ „Also stehlen— Er nickte nur. — Und seht, das ist der Abscheu, der in mir kumort, weil ich am eigenen Leibe erlebte, wohin es führt, wenn man mit allen Mitteln nach Reichtum scharrt.“— Ausspuckend fügte er hinzu:„Erwürgen wollte er den Weberkaspar. „Ein Mord um eine Zwiebel—!“ „Ja—“ Gut, Adrian, dann muß ich Eure kaufen, weil der Lord sie haben will. Es widerstrebt mir fast.— Wie hoch wird sie bewertet, und wo kann ich sie bekommen?" „Hier, Mynheer.“ Er zeigte sie, das braune Etwas, in einer Hand zu bergen. Eingebettet in das Polsterkästchen wie ein Juwel, hielt er die Zwiebel vor sich hin. „Der Preis ist gleichgeblieben", erklärte Adrian und schloß das Kästchen wieder.„Es soll für mich der letzte Tulpenhandel sein. Loskaufen will ich mich und frei sein. Versteht Ihr mich, Mynheer?“ „Wieviel?“ Er suchte wieder den Hafen ab, sah Möwen niedersah die Seile der Kranen mit ihren Lasten sleigen, sah, wie Fischer ihre Barke zu Wasser brachten, und sah den Engel am Bug der„Zuiderland"... Wo lag ein Schiff, mit dem er fahren konnte? Wo sand der blaue Peter“, der die Ausfahrt anzeigt? .. Nur Kutter hißten ihre Segel, um auf Fang zu tzeuzen Steinschiffe trödeln an der Küste zu den Deiden. Tot ist der Hafen. Käsekähne rüsten. Auf welte Fahrt geht niemand. „Ich muß auf große Fahrt, Mynheer...“ „Nennt mir die Summe!" „Ihr habt sie schon genannt—“ Kommt“, sagte Hendrik van der Maaßen und prallte den Spazierstock mit der Spitze auf das Pflaster. Zorn oder Schmerz— wer konnte wissen, was es war. Er zog den Atem langsam schnaubend durch die Nase, während er mit harten Schritten neben Adrian dahinging. *„Ihr wollt tauschen.. hervor.„„ „.. wei Ihr gesagt habt, daß die Summe Eures Lords dem Preis entspricht... nur deshalb stieg mir der Gedanke auf... die„Zuiderland“ ist alt.. Sie nahmen einen Weg, der durch die Außenviertel der Stadt zum Hause Hendrik van der Maaßens führte, über einen Dünenhügel, unter dem der Hafen lag. Dort an der letzten Krümmung stehend, blickten sie hinunter. „Ich könnte die Augustustulpe“, nahm Adrian das Wort, um weiter vorzustoßen,„Eurem Lord nach England bringen. Ich kann und will nicht Kapitän sein. Ich könnte Fracht für Euch befördern. Niemand braucht zu wissen, daß Euch die„Zuiderland“ nicht mehr gehört. Ihr habt sie streichen lassen, aufgegeben, und es ist ein Gotteswunder daß sie wiederkam. Ihr habt Geld von Eurem Lord und könnt ein neues Schiff erwerben. Ihr verliert fast nichts. Ihr habt die Zwiebel fast umsonst. Ich könnte irgendwo in Indien bleiben und Waren kaufen, das ganze Jahr lang Waren kaufen. Alljährlich käme dann wie bisher die„Zuiderland“ zurück. Wir rechnen ab. Bedenkt doch, Hendrik van der Maaßen: nur meine Freiheit will ich und etwas tun.“ Hendrik van der Maaßen ließ ihn reden. Auf jener Höhe, wo sie verhielten und zum Hafen blickten, stand der Galgen, halb verdeckt vom kahlen, breit ausschwingenden Geäst der Bäume. Wie ein armer Sünder, der sich vermessen hat, zuviel vom Leben zu ertrotzen und der nun auf dem Weg zum Freigericht sein Schicksal noch zum Guten wenden möchte, kam Adrian sich vor. Auch Hendrik van der Maaßen schien Aehnliches zu denken. „Gestern“, sagte er,„hat Willem die Tulpisten symbolisch aufgehängt—. und heute trachtet Ihr danach, als Mitglied in die Reedergilde einzutreten.“ „Nein“, wehrte Adrian die Unterstellung ab und biß die Backenzähne knirschend auseinander, weil die Scham, verkannt zu werden, ihn glühend überströmte. Teilhaber wollt Ihr werden, also Reeder, also Kaufmann, also Mitglied in der Gilde!" „Nein, Mynheer! Zum Schweigen bringen will ich die Schande, die mich nicht leben lassen will!“ „Und warum wollt Ihr das bare Geld nicht?“ „Weil ich sobald als möglich reisen will!" „Und wenn ich Euch die„Zuiderland“ nicht gebes“ „Dann fahre ich nach Haarlem und verkaufe dort die Zwiebel.“ „Ist das Euer Ernst?“ „Ja, Hendrik van der Maaßen.“ „... Ich habe Euch beleidigt, weil ich glaubte, daß mir Crispin van den Valckert eine gleiche Zwiebel bringen würde... 1 gsle HvaWt „... Ihr habt mich stets mißachtet, steis berüchter, Hendrik van der Maaßen, weil ich Euer Torfknecht war...“ „Deshalb besteht Ihr auf der„Zuiderland"?“ „Wenn Ihr die Zwiebel wollt— gewiß.— Ich glaube, daß mein Vorschlag Euren Beifall finden kann. Und wenn Ihr meinen Vorschlag annehmt, Hendrik van der Maaßen, bin ich glücklich, daß ich Euch gezwungen habe, mir künftig mit Vertrauen zu begegnen! Das ist mein Ziel.“ Gut.“ Nichts ist mir wichtig, Spott und Hohn und auch der Pranger nicht; nur vor sich selber soll der Mensch nicht an den Pranger kommen. Darum kämpfe ich.“ Sie gingen wortlos weiter. Adrian umkrallte das Kästchen mit der Augustustulpe. Er sah sich nicht mehr um; der Hafen und der Galgen lagen hinter ihm. Sie schritten jener weiten Ebene zu, die sich bis an die Mauern der Stadt mit Straßen und Kanälen unüberschaubar flach heranschob und auf die sich nun das zarte Flimmern des Sonnenscheins ergoß.— Es war ein Fußmarsch durch den ersten Frühling, der sich nicht mehr halten ließ, mit Vogelstimmen, Veilchen an den Hecken, mit dem Geruch der Felder und den befreiten Strömen in Bach und Torfkanal sein Dasein zu bezeugen. Aus den Häusern an der Mauer hingen Betten, und am Graben spielten Kinder. Gänse schnatterten, durch schmale Pforten ins Freie wackelnd, herdenweise auf die Wiesen. Aschermittwoch war es und doch schon Frühlingszeit. Sie kamen an dem Wasserlauf entlang, der an den Garten stieß. „Josias wird bald kommen!“ rief Hendrik van der Maaßen in die Küche, als sie den Hof betraten. Mit freudig roten Wangen zog Christintje einen neuen Vorhang am Küchenfenster auf. Sie hatte glücklich aufgejubelt.„Ja, ich muß mich eilen. Ach, ich werde ja nicht fertig.“ Nur förmlich grüßend war Adrian vorbeigegangen, ungelenk und schlacksend, weil er nicht wußte, wie er ihr begegnen sollte, wenn sie unvermutet vor ihn träte. Hendrik van der Maaßen führte Adrian ins Haus, in jene große Stube, wo die Stiche von Segelschiffen an den Wänden hingen und Familienbilder derer van der Maaßen. Gerade diese Bilder waren es, die Adrian mit einem tiefen Zwang berührten weil der große Kaufmann gedankenvoll vor ihnen stehenblieb, als habe er noch jetzt mit dem Entschluß zu ringen. Vor dem Bildnis seines Vaters stand er, das einen breitgebauten Mann mit einer Kette zeigte, mit einem Schriftstück in der Hand. Von diesem Mann hatte er die„Zuiderland“ geerbt, Haus, Hof und Speicher. Vor ihm trug Hendrik van der Maaßen seinen Kampf aus, den Kampf des Sohnes, der die Größe seines Vaters nicht erreichen konnte und selber schon der Schwelle des Greisenalters immer näherschritt. Ein Fünziger beinahe, noch gesegnet von der Unversiegbarkeit seiner Kräfte, aber fast entwurzelt. Ein Baum am Abhang, der mit einem Dutzend starker Wurzeln im festen Grund verankert ist streckt wie verzweifert das andere freigelegte Büschel in die Leere. Der nächste Sturm kann seinen Stamm hinunterfegen, weil die Luft kein Halt ist. War es die Rettung, daß die„Zuiderland, gefüllt mit Waren wiederkam, ein Schiff des Vaters, das gebrechlich wurde, das zwar noch manche Fahrt getreulich überstehen mag, das aber schon beim nächsten Sturm zerschellen kann?— Es ist ein guter Schritt voran, ein neues Schiff hinauszuschicken, und Hendrik van der Maatzen kann es, wenn er will!— g Er hatte einen Stich herabgenommen von der Wano: die„Zuiderland“, ein Bild, das noch vom Vater stammte, ein Geburtstagsbild des Schiffes in leuchtend bunten Garben.„ 6. fucht. ui. An., Hendrik van der Maaßen suchte wie ein Maler einen Platz, um es vom Schreibtisch aus im vollen Licht des Sonnenscheins zu sehen, und lehnte es am weißen Kachelosen auf den Sims.„ „Nun gebt mir noch einmal die Zwiebel“, sagte er zu Adrian, der ihm das Kästchen schweigend reichte. Lange wog sie Hendrik van der Maaßen in der Hand. Dann legte er sie auf den gleichen Sims des Kachelofens, nur ein paar Spannen weit entfernt vom Bild der„Zuiderland“ und gab sich einen Ruck:„Gut, machen wir den Vertrag. Ich kaufe sie. Und während er dem Schreibfach einen wogen Schreibpapier entnahm, die Feder spitzte unde sie in die Tinkte tunkte, als er das erste Wort„Vertrag“ geschrieben hatte, und wenn er von den Zeilen aufsah, die starr und klar den Bogen füllten, glitten seine Augen vom Bild zur Zwiebel und von der Zwiebel zurück zum Bild. Er sprach kein Wort und schien auch Adrians Ergriffenheit nicht zu beachten, der die Füße wechselte, sich in die Faust biß und vor Erschütterung nicht wußte, wie er sich gebärden sollte. Dort lag die Zwiebel wie auf einem weißen schimmernden Altar. Die großen van der Maaßen mochten unbesorgt mit rätselhaften Augen von der Wand herunterblicken— das Rätsel dieser Zwiebel war gewaltiger als jede Fracht, die eines ihrer Schiffe heimgetragen hatte! Hier vollzog sich eine Wende, wie keine Zeit sie bringen konnte. Nun unterschrieb der Reeder den Vertrag und sagte: „Dieses Schriftstück gilt auch ohne Stempel.“ Es soll mir recht sein, dankte Adrian. Schon griff er nach der Feder. „Ihr versprecht nach diesem Passus“, und Hendrik van der Maaßen, der nach dem Streusand langte, zeigte ihn,„daß Ihr im Laufe von zehn Jahren nicht in die Niederlande heimkommt. „Das soll ich unterschreiben?"... „Gras muß wachsen", und er streute Sand zum Löschen auf das Papier. „Zehn Jahre nicht zurück?“ „Ich muß mich schutzen, mit Euch in einem Atemzug genannt zu werden.“ „Ich bin kein Sträfling.“ „Man sagte mir daß die Betrügereien wahr sind—“ Mit brüchig mürber Stimme beschwor ihn Adrian: „So glaubt mir doch! Was ich verdiente habe ich mit vollen Händen ausgegeben und zurückgezahlt! Ihr habt es doch erlebt! Ein neues Leben will ich, habe ich gesagt! Die anderen Dinge sind vorbei.“ „Sie werden in zehn Jahren sogar vergessen sein", schloß Hendrik van der Maaßen ab und gab ihm den Vertrag,„nur deshalb mache ich den Passus zur Bedingung. Ihr könnt jetzt unterschreiben. Mir gehört die Zwiebel und Euch die„Zuiderland".“ „Ach, unterschreiben—“. Er war am Ziel und brauchte nur die Feder aufzusetzen, und trotzdem war etwas zersprungen, schnitt der Mißton in den Worten Hendrik van der Maaßens mit Messerschärfe die Schwären aller Zweifel wieder auf.— War es geschafft, wenn er nun seinen Namen unter dieses Schriftstück setzte? War es möglich, daß es ruhig ausging, daß keine neuen Zwischenfälle kamen, die alle menschliche Berechnung durcheinander warfen?— Er glaubte es zu fühlen, daß alles Täuschung war und daß das Unglück dennoch seinen Lauf nahm. Den Federkiel in klammen Fingern haltend, stand er unschlussig da. Die Tinte trocknete.„Ach, unterschreiben—“, wiederholte er. Wie war dies Ziel erreicht? Mit einem Stich im Herzen, an dem man sich verbluten wird. Mit einer Wunde, noch beim Sieg geschlagen, die ewig brennt! „Es kommt wer“, drängte Hendrik van der Maaßen. „Ja, ich unterschreibe—“ Mit dem Aermel wischte er den Schweiß von seiner Stirne, während Hendrik van der Maaßen ungeduldig die Feder wieder in die Tinte tauchte. Man hörte Stimmen auf der Treppe. „So unterschreibt doch endlich!“ „Ja.— Ich muß das alles lesen, Wort für Wort.“ Er nahm das Schriftstück vor die Augen, die verschleiert waren. Er rieb sie mit der Hand aus. „So beeilt Euch doch!“ (Fortsetzung folgt.) Seite 8 Nr. 21* Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 26. Janu ar 1932 Turnen und Sport FriederThheharmer, Gcneral zaufer Neuformicrung der deutschen Nationalmannschaft gegen Holland Der Deutsche Fußballbund hat den Vorbereitungs= senden Jahresbericht, in dem er die besonders bedeukursus im Duisburger Verbandsheim für das Länderspiel gegen Holland abgeschlossen. Nun steht auch die deutsche Nationalelf fest, die am kommenden Sonntag im Rheinstadion zu Düsseldorf den 15. Kampf gegen die Niederlande aufnehmen wird. Es spielen: Jakob (Jahn Regensburg) Janes Münzenberg (Fort. Düsseldorf)(Alem. Aachen) Gellesch Goldbrunner Kitzinger (Schalte 04)(Bayern München)(Schweinfurt) Lehner Hohmann Friedel Szepan Günther (Augsburg)(Benrath)(1. FC. Nürnb.)(Schalke)(Duisb. 99) Ersatzspieler: Abromeit(Duisburg 99), Lenz(Borussia Dortmund) und Mehl(Fortuna Düsseldorf). Weiterhin ungeschlagen Wasserballspiel„Blau=Weiß“. Bochum— Witten 09 12:6(:3) Zum fälligen Wasserballmeisterschaftsspiel stellte sich dem Schwimmverein„Blau=Weiß". Bochum gestern abend im Stadtbad in Witten 09 eine Mannschaft zum Kampf, die mit dem Siege über Westfalen Dortmund eine gute Empfehlung mitbrachte und der nicht in bester Form spielenden Bochumer Mannschaft den Sieg erheblich schwerer machte als in den bisherigen Kampfen. Die Blau=Weißen müssen seit einigen Wochen auf ihren bewährten Torwart Franken verzichten, der durch Ratte natürlich auch bei weitem nicht vollwertig ersetzt werden konnte. Die recht körperlich spielenden Wittener hatten die Schwäche bald erkannt und kamen zu Beginn der zweiten Halbzeit durch gute Weitwürfe bis auf:5 heran. Bis zum Schluß konnten die Bochumer aber dennoch mit 12:6 den schon traditionell gewordenen zweistelligen Sieg herausholen. Im Sturm gebührt diesmal Wiener 2 die bessere Note, während Wiener 1 mehrfach den Ball zu lange hielt. tungsvollen Veranstaltungen des verflossenen Jahres und die wichtigsten Punkte der Arbeit im neuen Jahre herausstellte. Der Vereinsführer, der in seiner vierjährigen Amtstätigkeit wesentlichen Anteil an dem Aufschwung des Vereins hatte, gab der Versammlung davon Kenntnis, daß er wegen beruflicher Ueberlastung das Amt eines Vereinsführers in Zukunft nicht mehr bekleiden könne. Der nach dem Dank der Jahreshauptversammlung aus seinem Amt scheidende Vereinsführer schlug zu seinem Nachfolger den Ehrenvorsitzenden Sussieck vor, der einstimmig als neuer Vereinsführer gewählt wurde. Zu seinen Mitarbeitern bestimmte er folgende Schwimmkameraden: Stellvertretender Vereinsführer und Dietwart Schütza sportlicher Leiter Kreß, 1. Schriftwart Stach, 2. Schriftwart Hartmann, 1. Kassierer Schulte, 2. Kassierer Lohaus, 1 Schwimm= und Wasserballwart Schuhmacher, 2. Schwimmwart Oelrich, Jugendleiter Bastian. Vereinszeitung Kreß und Hornbera. Werbewart Hornberg. Die Versammlung endete mit einem kameradschaftlichen Zusammensein. Gleichzeitia wurden den Vereinsjubilaren für langjährige Mitgliedschaft Ehrennadeln überreicht. Für über 25jährige Mitgliedschaft erhielten die Goldene: G. Ascheuer, G. Klauke, H. Nickolen. O. Peter, Joh Cornelius, H. Stelzer. G. Weitkämver, E. und H. Schöneborn und W. Rössel. Für über 15jährige Mitgliedschaft erhielten die Silberne: P. Block, W. Cremer. C. Franken, J. Gerke. K. Gorny. P. Hamblock. G. Hasselmann. O. Hetzschold, W. Kreß, H. Künker. E. Kurze, L. Mauer, A. Moog. A. Nickel. K. Schaefers, F. Schulte, F. Teibach, Dr. W. Vahldick. W. Schmidt, H. Rössel, H. Hildebrandt und A. Grosche. Bochum hat noch gegen Gelsenkirchen und Dortmund in den Hallen der Gegner zu spielen, und zwar wird der heute in Gelsenkirchen stattfindende Kampf deswegen in seinem Ausgang sehr ungewiß sein, weil außer Franken auch noch der Verteidiger Dr. Buschey ersetzt werden muß. Jahreshauptversammlung des SB.„Blau=Weiß“. Bochum. Der Schwimmverein„Blau=Weiß" Bochum hielt am Samstag im Vereinslokal Bochumer Hof seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. die eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung des Vereins im Jahre 1936 ergab. das gleichzeitig das vierzigjährige Jubiläumsjahr des Vereins war. Vereinsführer Koch aab einen umfas„Jachtklub von Deutschland“ gegründet Sein Ehrenführer Generaladmiral Dr. h. c. Raeder Unter großer Anteilnahme der deutschen Seglerschaft fand am Samstag in Kiel die Gründungsversammlung des„Jachtklubs von Deutschland“ statt. Unter den Ehrengästen waren der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Albrecht, und der Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Behrens. Zum Zeichen der besonderen Verbundenheit des deutschen Segelsports mit der Kriegsmarine ist satzungsgemäß festgelegt worden, daß jeweils der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, also Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, Ehrenführer des „Jachtklubs von Deutschland“ ist. Oberstleutnant a. D. Kewisch, der Führer des Deutschen Seglerverbandes, schlug zum Führer des Klubs Bürgermeister Dr. Mentzel(Kiel) vor, der einstimmig gewählt wurde. es der Umstand, daß die Platzleute die Partie von Anfang an sehr ernst nahmen, daß sie zu einem Siege kamen, den man in dieser Höhe aber nicht erwartet hatte. Mit großem Elan gingen die Altenbochumer an den Start. Ehe die Langendreerer zur Besinnung kamen, befanden sie sich schon in einem Rückstand von zwei Toren, die beide aus Freistößen durch den Mittelstürmer resultieren. Dann erst kamen die Gäste zu ihrem einzigen Gegentreffer, der durch einen Handelfer erzielt wurde. Die Freude währte aber nicht lange, denn Altenbochums Mittelstürmer holte sich bald darauf den dritten Treffer Ein viertes Tor, vor dem Wechsel durch den Halbrechten, gestaltete die Partie für die Platzleute noch vorteilhafter. Verzweifelt kämpften die Gäste um eine Verbesserung, aber Altenbochum war auch im zweiten Gang durchschlagskräftiger und schoß ein fünftes Tor. Bochum=West— Stiepel 04:2(:2) Die Eingeweihten und vor allen Dingen die Anhänger der Platzleute sahen diesem bedeutungsvollen Spiel schon von Anfang an mit Besorgnis entgegen, denn das unberechenbare Spiel der Stiepeler liegt Bochum=West nun einmal nicht. Mit ungestümem Eifer gingen die Gäste auch zu Werke, erzielten nach vier Minuten schon den ersten Treffer, der aus einem gut geschossenen, mit dem Kopf weitergegebenen Freistoß resultierte. Als durch einen verwandelten Elfmeter die Gäste bald darauf schon den zweiten Treffer verbuchen konnten, war es für die Platzleute an der Zeit,„sich auf die Strümpfe zu machen“, wie ein besorgter Vereinsanhänger seinem Nebenmann zuraunte. Wenn Stiepel bis zum Wechsel auch noch oftmals gefährlich wurde, Bochum=West erzielte ebenfalls durch Elfmeter bis zur Pause einen Gegentreffer und drehte nach dem Wechsel mächtig auf. Mit zäher Energie wehrten sich die Gäste und deckten die Stürmer der Platzleute sehr gut, die aber zehn Minuten vor Schluß doch noch den verdienten Ausgleich erringen konnten. wurden auf beiden Seiten ausgelassen. Nach der Pausklappte es bei den Gästen nicht so recht, was den Weit, marern ihre Aufgabe wesentlich erleichterte. Hatte TuS. 26 vor dem Wechsel die klareren Chancen, so war Weitmar in der zweiten Hälfte insofern im Vor teil, als nach dem ersten Treffer ein Handelfer der Mannschaft den größeren Auftrieb gab. Mit drausgängerischem Spiel schafften die Platzleute noch ein drittes Tor. Der Sieg der Platzleute ist zwar verdient, aber etwas zu hoch ausgefallen. Concordia Bochum:1(:0) Rasensport Bochum Für beide Mannschaften ging es in diesem Kampf um wichtige Punkte. Rasensport wollte sich aus dem Strudel der Abstiegszone entfernen, während der Gaut Anschluß an die Spitze erringen wollte. So kam es zu einem Spiel, in dem beiderseits sorgfältig auf Deckung gespielt wurde und die Hintermannschaften ihre Stärke einsetzen konnten. Beide Angriffsreihen bemühten sich vor der Pause vergeblich um einen Torerfolg. Nach Seitenwechsel wurde der Kampf lebhafter, denn das Führungstor würde die Entscheidung bringen. Rasensportz Mittelstürmer war es, der in der 23. Minute den Treffer für seinen Verein buchte. Die Freude des Anhanges der Hammer war nicht von langer Dauer, denn wenige Minuten später kam der Gast durch Hand=Elfmeter zum Ausgleichstreffer. Bei diesem Ergebnis blieb es trotz beiderseitiger Anstrengungen. Olympiaturner in Magdeburg Die Deutschlandriege unserer Kunstturner stellte sich außer in Hannover noch in Magdeburg in den Dienst des Winterhilfswerks. Vor ausverkauftem Hause begeisterten wiederum Beckert, Frey, Stadel, Stangl, Steffens, Volz, Lorenz und Pludra durch ausgezeichnete Leistungen an den verschiedenen Geräten. Schwarzund Winter waren die einzigen Olympiaturner, Westfalia Weitmar— TuS. 26 Altenbochum :0(:0) Die Platzleute haben in den letzten Spielen eine beachtliche Formverbesserung aufzuweisen, die sie auch in diesem Spiel unter Beweis stellen konnten. Der Kampf war in der ersten Hälfte ausgeglichen. Chancen Union Günnigfeld— Reichsbahn Bochum:0(:0) Es hätte nicht viel gefehlt, und die Reichsbahne hätten ihren Gegner auf eigenem Boden niederringen können. Mit zäher Erbitterung wurde auf beiden Seiten gekämpft, manche gute Torgelegenheit vor der Pause durch Uebereifer hüben wie drüben ausgelassen. Alz nach dem Wechsel die Bochumer einen Handelfer zugesprochen bekamen, wurde diese gute Gelegenheit zum Fuhrungstreffer verschossen. Die sich nun breitmachende Depression der Bochumer benutzten die Günnigfelder zu kraftvollen Attacken. Sie hatten auch Mitte der zweiten Halbzeit Glück, da ihr Rechtsaußen den einzigen Treffer des Tages erzielen konnte. Alle Versuche der Gäste, den Rückstand aufzuholen, scheiterten an der umsichtigen Deckung der Platzleute, die bald noch zu einem zweiten Erfolg gekommen wären. Ein ihnen zugesprochener Elfmeter wurde aber verschossen. So blieb es bei dem knappsten aller Siege. Der Kunakri Brehllen Die ersten Spiele zur Deutschen Hollen-Tennismeisterschaft die infolge Verletzung nicht mitwirken konnten. Pansan Pauhers Die Punktelpicle der 1. Kreisklaffe Gruppe A: Teutonia Riemke— Sodingen:4(:2) Es ist eine alte Erfahrung, daß sich die vom Abstieg bedrohten Mannschaften in der zweiten Serie der Meisterschaftssaison zu besonderen Leistungen aufschwingen, um den Verbleib in der Gruppe zu sichern. Mit beiderseitigem Einverständnis einigte man sich, da der Unparteiische ausblieb, auf einen Meisterschaftskampf unter der Leitung eines hiesigen Pfeifenmannes, der die Zügel des erbitterten Kampfes fest in den Händen hatte. Es war nicht nur der Verzweiflungskampf der in Abstiegsgefahr schwebenden Sodinger, der den Riemkern beide Punkte kostete, sondern es war nicht zu leugnen, daß die Leute von der Zeche Mont Cenis ihrem allerdings ersatzgeschwächten Gegner auch in spielerischer Hinsicht ein deutliches Plus voraushatten. Zwar begann der Kampf für die Platzleute recht erfolgversprechend. Es war kaum zehn Minuten gespielt, als Plewa den ausgezeichneten Sodinger Hüter zum ersten Male bezwang. In der 20. Minute war es dann der Rechtsaußen der Sodinger, der den Gleichstand herausschoß. Nachdem der Führungstreffer der Gäste oft„in der Luft zu hängen“ schien, war es wenige Minuten vor dem Pausenpfiff der Rechtsaußen, der ein Durcheinander im Riemker Strafraum erfolgreich abschloß. Im zweiten Akt versuchen die Platzleute mit aller Macht, dem Kampf eine Wendung zu geben. Die Gäste werden teilweise in ihre Hälfte gedrängt, wo jedoch die Hintermannschaft alle Angriffe abzuschlagen versteht. In der 20. Minute waren die Platzleute endgültig geschlagen, als ein Elfmeter die Sodinger auf:1 bringt. Noch bevor die Platzleute durch ihren Ersatzhalblinken den zweiten Treffer erzielen, war der Sodinger Rechtsaußen mit einem Schrägschuß zum vierten Male erfolgreich. gleich in Form eines Strafelfers, jedoch konnte der Herner Hüter den unplaciert geschossenen Ball unschädlich machen. Kurz vor der Pause war es dann abermals Saeger, der für Herne das zweite Tor erzielte. Auch im zweiten Abschnitt blieben die Gerther Angriffe erfolglos. Herne dagegen konnte in der siebzehnten Minute durch den Linksaußen Schröder das dritte Tor erzielen. Kurz vor Schluß war es abermals Saeger, der das Endergebnis herstellte. Die 22. Internationalen Hallen=Tennismeisterschaften von Deutschland wurden am Montag in Bremen eingeleitet. Ueberraschungen blieben in den ersten Kämpfen aus. Unser Meister Gottfried von Cramm setzte sich über den Bremer F. W Kulenkampff leicht mit:2,:2 hinweg. Nicht viel länger hielt sich der Pole Tloczynski mit dem Ungarn Romhanyi auf, den er mit:3,:4 ausschaltete. Henner Henkel kam ebenfalls leicht mit:4,:2 über Grashoff(Bremen) in die nächste Runde. Im letzten Achtel kam der Aachener J. Hirtz ohne Spiel weiter, da Kalle Schröder(Schweden) im letzten Augenblick abgesagt hatte. Im Einzel der Frauen hatte die Polin Jadwiga Jedrzejowska in Frl. Bornemann(Bremen) nicht viel zu schlagen. Sie siegte:1,:2. Die Französin Rollet schaltete die Bremerin Karstedt mit:1,:2 aus. Und dann stellte sich doch schon am ersten Tage ein unerwartetes Ergebnis ein: der Pole Tarlowski verlor gegen den Ungarn Petö sang= und klanglos in zwei Satzen. Der Pole war in mäßiger Form und unterlag mit:6,:6. Der Titelverteidiger Ellmer(Schweiz) hatte keine große Mühe, um über den Berliner Göttsche mit:3, :1 in die nächste Runde zu kommen. Martin=Brauer(Eintracht Dortmund); 2. mert(Eintracht Dortmund). Wintersportwoche in Garmisch BKE. Budapest schlug EKE. Wien:0 Nach dem Großkampftag am Sonntag schien der Montag bei der Internationalen Wintersvortwoche in Garmisch=Partenkirchen zunächst ein etwas matter Taa zu werden. Bei trübem Wetter fanden sich im OlympiaEisstadion dann aber schließlich doch gut 1000 Zuschauer ein, die einen aufregenden Eishockeykampf zwischen BKE. Budapest und EKE. Engelmann Wien sahen, der mit einem:=Siege der Ungarn endete. Fortuna Herne— Phönix Bochum:1(:0) Daß die Trauben in Herne sehr hoch hängen, mußten am Sonntag auch die Marmelshagener erfahren. die klar geschlagen die Heimreise antreten mußten. Durch zahlreiche Ersatzeinstellungen und einige Umstellungen der Mannschaft innerhalb der Meisterschaftsserie ist der Zusammenhang in den schwarz=gelben Reihen erheblich gelockert worden. Der einst so gefürchtete Angriff hat durch das Fehlen des bewährten Kenneweg an Durchschlagskraft eingebüßt; nicht immer sicher scheint die Verteidigung, der auch am Sonntag einige Schnitzer unterliefen. Schon in den ersten 45 Minuten war das Sviel für die energisch kämpfenden Herner Fortunen gewonnen. Der Mittelstürmer und sein rechter Nebenmann trugen sich bis zur Pause in die Schützenliste ein, wogegen die Gäste trotz größter Anstrengungen bis zum Wechsel leer ausgingen. Der zweite Akt sah die Platzleute wiederum erfolgreich. Erst als Stirnberg zum dritten Male einen Scharfschuß des Halblinken passieren lassen mußte, war es endlich dem alten Kämven Kenkmann vergönnt, den Ehrentreffer herauszuschießen. Kurz vor dem Ende stellten die Herner mit einem vierten Treffer den Enderfolg sicher. SpuSp. Gerthe— Herne=Süd:4(:2) Jahn Holsterhausen— VfB. Gerthe:3 Es wollte auch am Sonntag trotz allen Mühens in der Gerther Elf nicht klappen. Wenn sie auch gleich im Anfang durch außerordentlichen Kampfeifer das Führungstor herausholten, so reichte der Elan doch nicht, einen Sieg herauszuholen. Mitte der Hälfte holten die Holsterhausener das Führungstor, nachdem sie vorher schon den Ausgleich erzielt hatten. Auch nach der Pause wollte es in der Gerther Elf nicht klappen. Vier Tore für Holsterhausen und zwei Tore für Gerthe waren die Bilanz. Die Niederlage erhöht die Abstiegssorgen bedenklich. 6 Spiele in Dortmund Deutsche Eishockeymeisterschaft 1937 Gruppe SC. Altenbochum— Langendreer 04:1(:1) Nach den guten Erfolgen der Gäste in den letzten Spielen hatte man mit einer nicht gerade leichten Aufgabe für die Altenbochumer gerechnet. Vielleicht war Frl. Brunswick führt Hallen=Tennisturnier in Dortmund Als Abschluß der Westfälischen Hallen=Tennismeisterschaften wurde am vergangenen Wochenende in der Dortmunder Tennishalle ein Turnier für=Klassenspieler durchgeführt, das zahlreiche tüchtige Nachwuchskräfte am Start sah. Sieger blieb der Hagener Kordes vor seinem Klubkameraden Köster. Im Doppel war das Dortmunder Paar Gerber=Grell in der Endrunde:2, :2 gegen Wagner=Aßmuth(Hörde) erfolgreich. Damit ergibt sich nach Abschluß der zweiten Westfälischen Hallen=Tennismeisterschaften folgendes Bild: =Klasse: Männer=Einzel: 1. Koch(Preußen Münster); 2. Heiling; 3. Dischinger und Aisch(alle drei Dortmunder Tennisgesellschaft). Männer=Doppel: 1. AischDischinger(Dortmunder TG.); 2. Prüßmann=Heiling (Dortmunder TG.) Frauen=Einzel: 1. Frl. Brunswick(Bochum); 2. Frau Unkenbold(Bielefeld); 3. Frau Teerbrüggen(Hagen) und Frau Murmann(Dortmunder TC. 28). Frauen=Doppel: 1. Murmann=Lange (Dortmund); 2. Brunswick=Gödde(BochumDortmund).—=Klasse: 1. und 2. Kordes und Köster (Hagen); 3. Fuchs(Hörde) und Gerber(VfL. Dortmund). Männer=Doppel: 1. Gerber=Grell(VfL. Dortmund); 2. Wagner=Aßmuth(Hörder Verein). FrauenEinzel: 1. Frl. Martin(Eintracht Dortmund); 2. Frl. In Berlin wurde vom Fachamt Eissport die Auslosung der Gruppen und Ansetzung der Gruppenspiele für die Deutsche Eishockeymeisterschaft 1937 vorgenommen, die bekanntlich in Westdeutschland ausgetragen wird. Danach spielen vom 2. bis 4. Februar in Köln: SC. Riessersee, Rastenburger SV., Brandenburg oder Rot=Weiß Berlin und EHC. Crimmitschau; in Krefeld: Berliner Schluttschulklub, Altonaer SVG., HG. Nürnberg und der schlesische Gaumeister, der am kommenden Sonntag ermittelt wird; in Dortmund: EV. Füssen, Dusseldorfer EG., Zehlendorfer Wespen und BfK. Königsberg. Der einzige westdeutsche Vertreter die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft, hat also ein sehr günstiges, gezogen, so daß die Mannschaft es ermöglichen kann, in die Endrundenspiele einzugreifen, die vom 5. bis 7. Februar im Westdeutschen Eisstadion in Düsseldorf von den Gruppensiegern ausgetragen werden. Auch der Spielplan für die einzelnen Gruppenspiele wurde bereits festgesetzt. Er lautet: Dienstag, 2. Februar: Köln: Brandenburg— RotWeiß Crimmitschau, Riessersee— Rastenburg; Krefeld: Berliner SC.— Schlesienmeister, Nürnberg— Altona; Dortmund: Düsseldorf— Füssen, Zehlendorf— nigsberg. Mittwoch, 3. Februar: Köln: Riessersee— Brandenburg Rot=Weiß, Rastenburg— Crimmitschau; feld: Berliner SC.— Nürnberg, Altona— Schlesien= meister; Dortmund: Düsseldorf— Zehlendorf, Füssen — Königsberg. Strieder(Rot=Weiß Dortmund). Frauen=Doppel: 1. Durch die neue Niederlage gegen Herne=Süd auch Spiel und Sport Gerthe in Abstiegsnot geraten. Die Mannschaft war dem Gegner im Feldspiel durchaus gleichwertig, aber im Herner Strafraum mangelte es dem schwächeren Gerther Sturm an der Durchschlagskraft. Die körperlich stabilere Mannschaft der Herner gab dem Spielgeschehen im wesentlichen den Ausschlag. Die beiden Herner Außenstürmer brachten manche gute Flanke herein, die Halbstürmer zeigten sich als gute Torschützen. Schon in der sechsten Minute konnte Hernes Halblinker Saeger das erste Tor erzielen. Kurz darauf winkte den Gerthern der AusAufnahme: Schlickum(Essen) Die Westdeutschen Skimeisterschaften konnten in Winterberg trotz ungünstiger Witterung zum Abschluß gebracht werden. Eine SA.=Patrouille der Mittelgebirgs=NS.=Einheiten bei der Schießprüfung. Seite 9 Nr. 21 Bochums Ringer geschlagen Deutsche Eiche Germania Bochum— KSV. Suderwich :12 Mit dem Beginn der zweiten Serie fand in Bochum nach einer längeren Ruhepause wieder ein Meisterschaftskampf im Ringen der Bezirksklasse statt. Die Bochumet hatten in dem Gast einen ausgezeichneten Gegner, dessen Kämpfer über gutes technisches Können verfügen. Die Aussichten für eine Revanche für die knappe:11=Niederlage in der ersten Serie waren für die Bochumer günstig, da Suderwich ohne Kämpfer im Bantam= und Schwergewicht antrat und so Bochum 6 Punkte kampflos zugesprochen erhielt. Mit wirklich guten Leistungen schufen die Gäste dennoch einen verdienten Sieg. Die Kämpfe: Federgewicht: Sanitza(.) erwies sich#ls ein ausgezeichneter Kämpfer. Es glückte ihm, Leitereither durch Aufreißer in die Brücke zu zwingen, die er eindrückte, wodurch er nach 8½ Min. Sieger blied. Leichtgewicht: Pavelick(.) traf auf Platt(.), der an Stelle des verhinderten Hillebrand eingesetzt wat. Der Bochumer Ersatzmann konnte sich nicht lange hat ten, er verlor nach drei Minuten entscheidend,— Weltergewicht: Abe I(.) kam zu einem schne““ len Sieg über Bock(.), den er in 1½ Minuten durch Kopfhüftzug auf die Schultern brachte.— Mitte!“ gewicht: Furmanek(.) und Mertin(.) waren zwei Gegner, die es mehr mit Kraft als mit Technlt versuchten. Hierbei hatte der Bochumer Vorteile, daß er nach 15 Minuten einen Punktsieg zugesprochen erhielt.— Halbschwergewicht: Sowohl (.) als auch Krüll(.) warteten mit achtbaren Lei“ stungen auf, so daß der Kampf recht spannend verlich. Krüll gelang es, in der 10. Minute einen entscheidenden Sieg zu erringen. Unsere Voraussagen: Rigza, 26. Januar. 1..: Jronside— Mahama. 2..: Lang Stall Veil— Picard. 3..: Lang Bian— Färu. 4 zucoby— Ironside. 5..: Berset— Roi Mage II. Letzter Termin Ainnte We Amtlich wird mi Nach den deutschen De verpflichtet, bestimmte B hank entweder unn ug einer ben:gägflicht sauft. Anbigangn#### lungsmittel(Luninoten, 1 oder Gold(Feingold, leg setzte Goldmunzen oder neu erworbene, in Kurs stücke) besitzt. Anzubieten in= und ausländischer W. (z. B. Spar= und Bankg sprüche, Mieten, Erbschaft Forderungen etwa gegeb Währungskonten bei inlé zubieten sind schließlich nicht zum Börsenhandel deutsche Auslandsbonds, 1931 erworben sind, fäll scheine, rückzahlbar gewor Wertvapieren und deu schließlich alle Wertpapi schenkt worden sind. Wer die Verpflichtu Werte bisher nicht erf macht. Ihm ist jedog gesetz vom 15. Dezei Möglichkeit geboten, und sich dadurch Stra muß innerhalb der an ruflich ablaufe Jedermann wird dahe Inland oder im Ausla Werte zustehen. Wer im pflichtige Werte besitzt, an die nächste Reichsban visenstelle. Wer nicht Werte genau anzugeben und erlangt Straffreihei 1987 die Anbietung in d Reichsbank die Werte so z. B.„Inhalt eines Saf bestehend aus Wertpapie vorausgesetzt, daß er die ihre Uebertragung an di nachholt. Von der Amnestie Gebrauch machen, der vo ausländische Wertpapiere papiere geltenden gesetz zeigepflicht nach dem V delt hat. Er verschafft si durch Anbietung der W Die Straffreiheite umiderhandlungenz,„Ste stigen Zuwiderhandlung Anbietungspflicht zusam ständlich, daß auch die freiheit in jeder Hinsic wiedergutgemachten Zun Hinsicht nichts Nachteili ternehmen werden. Außerdem besteht Pflicht, seine Soweit die Angabe eine den notwendig ist, z. B. der Reichsbank bei au papieren, reicht es aus, walt oder Notar), der n seinen Namen nennt. Zur Beseitigung ein Irrtums wird darauf lieferung der Werte ver in Reichsmark ausgeza tenen Werte bisher kei müssen sie nachgezahlt führungsverordnung vo Vergünstigungen vorges die Nachzahlung der St beschränken oder eine Steuerpflichtige kann st nym abgelten, indem e 1,4 M Die Reichs Die Einnahn und anderen Abe mark) im Dezemb kehrssteuern 1935, bei den steuern 313,7 (967,5). In der 1936 stellten sich kehrssteuern auf und Verbrauchsst also auf 8584,6 Rh.-Westf. Bi Mitgeteilt von Boch Portlaufends Notieru „. 25. 1. 128 1. Div. Anfang Schlut ibesitz. PHloesch Rll. ie Awupo RUl. M ttelstahl Bemberg Borger... Buderus Ochlbusch St. Disch. Atlanten Otsch. Erdöl O. Reichsb. V. Oertm. Union .6. Farbenind. Feldmühle Felten& Gullle 6eldschmidt Harpen Steinke! Garolus M. 6 Const. d. 6. Deutschl. Schwerin Gangs.50 Graun duteHoft. Caonh. 1240 benteen Kall-K geleurode geauch ore. ch der Pause as den Weiterta. Hatte Chancen, so ern im Vordandelfer der Mit draufute noch ein ist zwar verm:1(:0) diesem Kampf sich aus dem rend der 5o kam es zu auf Deckung n ihre Stärke bemühten sich lg. Nach Seienn das FühRasensports te den Treffer des Anhanges denn wenige Elfmeter zum blieb es trotz m:0(:0) Reichsbahner niederringen if beiden Seivor der Pause gelassen. Als Handelfer zulegenheit zum breitmachende ünnigfelder zu itte der zweiden einzigen Versuche der en an der umnoch zu einem inen zugesproso blieb es bei Latt Joester=Remirmatsch n:0 tag schien der rsportwoche in is matter Taa h im Olympia1000 Zuschauer ampf, zwischen zien sahen, der ind 1937 sport die Gruppenspiele 937 vorgenomd ausgetragen ar in Köln: indenburg oder hau; in Kreer SVG., H6. der am komdortmund: idorfer Wespen die Düsseldorser günstiges nöglichen kann, ie vom 5. bis in Düsseldorf eden. 1 Gruppenspiele enburg— Rotnburg; Krefeld: berg— Altona; lendorf— Köersee— Bran= nmitschau; Krea— Schlesien= lendorf, Füssen blagen SV. Suderwich fand in Bochum MeisterschaftsDie Bochumer 1 Gegner, dessen verfügen. appe:11=Nier die Bochumer n Bantam= und Punkte kampfjuten Leistungen inten Sieg. eete 9 Nr. 21, Bochumer Anzeiger 4 Dienstag, 26. Jannar 1937. Letzter Termin für Devisen=Sünder Alnnestie nae dis Ener Zundur Weitgehende Erleichterung bei Devisen=Ablieferung Bei Verheimlichung schwerste Strafen genüber der Reichsbank oder der Devisenbank, bei der Deutsche Wirtschaft Amtlich wird mitgeteilt: Nach den deutschen Devisenvorschriften ist jedermann verpflichtet, bestimmte Vermögenswerte dadurch der seutschen Devisenbewirtschaftung zuzuführen, daß er sie innerhalb von drei Tagen nach dem Erwerb der Reichsbank entweder unmittelbar oder durch Vermittdeutschen Devisenbank anbietet und versetzte Goldmunzen oder nach dem 80. Oktober 1986 erworbene, in Kurs befindliche inländische Goldstücke) besitzt. Anzubieten sind ferner Forderungen in in= und ausländischer Währung gegenüber Auslandern z. B. Spar= und Bankguthaben, Hypotheken, Zinsansprüche, Mieten, Erbschaftsforderungen) sowie für solche Forderungen etwa gegebene Wechsel und Schecks und Pährungskonten bei inländischen Kreditinstituten. Anzubieten sind schließlich ausländische, in Deutschland nicht zum Börsenhandel zugelassene Wertpapiere und deutsche Auslandsbonds, falls sie nach dem 12. Juli 1931 erworben sind, fällige Zins= und Gewinnanteilscheine, rückzahlbar gewordene Stücke von ausländischen Wertvapieren und deutschen Auslandsbonds sowie schließlich alle Wertpapiere, die von Ausländern geschenkt worden sind. Wer die Verpflichtung zur Anbietung solcher Werte bisher nicht erfüllt hat, hat sich strafbar gemacht. Ihm ist jedoch durch das Straffreiheitsgesetz vom 15. Dezember 1936 noch eine letzte Möglichkeit geboten, die Anbietung nachzuholen und sich dadurch Straffreiheit zu verschaffen. Dies muß innerhalb der am 31. Januar 1937 unwiderruflich ablaufenden Frist geschehen. Jedermann wird daher zu prüfen haben, ob ihm im Inland oder im Ausland solche anbietungspflichtige Werte zustehen. Wer im Zweifel ist, ob er anbietungspflichtige Werte besitzt, wendet sich zweckmäßigerweise an die nächste Reichsbankanstalt, Devisenbank oder Devisenstelle. Wer nicht alsbald in der Lage ist, seine Werte genau anzugeben, genügt der Anbietungspflicht und erlangt Straffreiheit, wenn er bis zum 31. Januar 1987 die Anbietung in der Form vornimmt, daß er der Reichsbank die Werte so genau als möglich umschreibt (z. B.„Inhalt eines Safe bei der=Bank in Amsterdam, bestehend aus Wertpapieren und ausländischen Noten"), vorausgesetzt, daß er die genaue Angabe der Werte und ihre Uebertragung an die Reichsbank sobald als möglich nachholt. Von der Amnestie kann schließlich auch derjenige Gebrauch machen, der vor dem 13. Juli 1981 erworbene ausländische Wertpapiere besitzt und den für diese Wertpapiere geltenden gesetzlichen Vorschriften(z. B. Anzeigepflicht nach dem Volksverratsgesetz) zuwidergehandelt hat. Er verschafft sich für diese Zuwiderhandlungen durch Anbietung der Wertpapiere Straffreiheit. Die Straffreiheit erstreckt sich auf alle Devisenzuwiderhandlungen, Steuerzuwiderhandlungen und sonstigen Zuwiderhandlungen, die mit der Verletzung der Anbietungspflicht zusammenhängen. Es ist selbstverständlich, daß auch die Verwaltungsbehörden die Straffreiheit in jeder Hinsicht anerkennen und wegen der wiedergutgemachten Zuwiderhandlungen auch in anderer Hinsicht nichts Nachteiliges gegen den Betroffenen unternehmen werden. Außerdem besteht für den Anbietenden keine Pflicht, seinen Namen zu nennen. Soweit die Angabe eines Namens aus technischen Gründen notwendig ist, z. B. nach den Geschäftsbedingungen der Reichsbank bei ausländischen Noten oder Wertpapieren, reicht es aus, wenn ein Bevollmächtigter(Anwalt oder Notar), der mit der Anbietung beauftragt ist, seinen Namen nennt. Zur Beseitigung eines immer wieder auftauchenden Irrtums wird darauf hingewiesen, daß, wenn die Ablieferung der Werte verlangt wird, der volle Gegenwert in Reichsmark ausgezahlt wird. Sind für die angebotenen Werte bisher keine Steuern bezahlt worden, so müssen sie nachgezahlt werden, wofür in der Durchführungsverordnung vom 14. Januar 1937 besondere Lerguinstigungen vorgesehen sind. Das Finanzamt kann vie Nachzahlung der Steuern auf die letzten drei Jahre beschränken oder einen Pauschbetrag festsetzen. Der Steuervflichtige kann statt dessen die Steuern auch anonhm abgelten, indem er bis zum 31. Innuar 1937 geer die Werte anbietet, einen Verzicht auf einen bestimmten Teil des Gegenwertes ausspricht. Wer von dieser weitreichenden Amnestie keinen Gebrauch macht, sondern weiter im Inland oder Ausland Devisenwerte verheimlicht, muß mit den strengen Strafen der Gesetze rechnen. Für die Verletzung der Anbietungspflicht droht das Devisengesetz Gefängnis und Geldstrafe sowie Einziehung der Werte, in besonders schweren Fällen auch Zuchthaus an Die Nichterfüllung der Anzeigepflicht nach dem Volksverratsgesetz vom 12. Juni 1933 ist mit Zuchtheus nicht unter drei Jahren bedroht. Für den besonders schweren Fall, daß jemand wissentlich und gewissenlos aus grobem Eigennutz oder aus anderen niederen Beweggründen den gesetzlichen Bestimmungen zuwider Vermögen im Ausland stehen läßt und damit der deutschen Wirtschaft schweren Schaden zufügt, ist in dem Gesetz gegen Wirtschaftssabotage vom 1. Dezember 1936 sogar die Todesstrafe angedroht. Aeltere Rundfunkgeräte bis 25 Prozent billiger Nach einer Mitteilung der Wirtschaftsstelle der deutschen Rundfunkindustrie sind die Preise für eine Reihe älterer Rundfunkempfangsapparate rückwirkend mit dem 15. Januar ermäßigt worden. Es handelt sich dabei um solche Typen des Baujahres 1935 oder früherer Baujahre, die im Preise noch nicht ermäßigt wurden und die auch nicht im Oktober und November 1936 auf den Mindestpreis des damals geltenden Richtpreissystems gesenkt wurden. Das Höchstausmaß der Preissenkung ist 25 Prozent vom BruttoListenpreis. Dabei steht es den Firmen frei, ob und in welchem Ausmaße sie von dieser Preissenkungsmöglichkeit Gebrauch machen wollen. Der Einsatz des Handwerks Unter Leitung des kommissarischen Reichshandwerksmeisters Lohmann wurde in Berlin die Arbeitstagung des Reichsstandes des deutschen Handwerks fortgeführt. Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Dr. Syrup. rief das Handwerk auf. alle Möglichkeiten zur Sicherstellung der benötigten Fachkräfte auszuschöpfen, von einer ausreichenden Lehrlingshaltung bis zum richtigen Einsatz der Handwerksgesellen und Facharbeiter in den Betrieben. Auf hochwertigste Ausbildung komme es an, da Deutschlands Stärke mehr denn je in der Qua(Professor Dr. Rößl;(Köniasbera) sprach über „Handwerk und Industrie". und zwar über die Teilfrage: Die Industrie als Abnehmer und Auftraggeber des Handwerks. Ee gab betriebswirtschaftliche Unterlagen dafür, daß der handwerkliche Hilfs= und Nebenbetrieb(Regiebetrieb) nicht die vorteilhafteste Form für die Industrie ist, sondern die Vergebung von Aufträgen an leistungsfähige selbständige Handwerker: das sei nicht nur wirtschaftlicher, sondern erhalte auch das Industrieunternehmen krisenfester und elastischer. Oberregierungsrat Dr. Molle vom schaftsministerium befaßte sc mit der handwerklichen Gewerbeförderung im Rahmen des Vierjahresplanes. Er gab einen in Zusammenarbeit mit dem Reichsstand des deutschen Handwerks entstandenen umfassenden Arbeitsplan bekannt, nach dem die bisyerigen Maßnahmen des Reichsstandes zur Förderung der Betriebstechnik und Betriebswirtschaft des Handwerks ausgebaut werDr.=Ing. Hotz vom Reichsstand ergänzte diesen Vortrag durch Ausführungen über die Praxis der handwerklichen Robstoffwirtschaft und über die allgemeine Durchführung einheitlicher Buchfuhrungs= und Kalkulationssysteme in den Handwerkszweigen. Ministerialdirektor Wienbeck würdigte die bisher geleistete Arbeit der Handwerksförderung. Das Handwerk müsse immer wieder von neuem durch seine Leistung nachweisen, daß es lebensnotwendig und nicht auszuschalten ist im Wehraufbau, in allen vom Führer gestellten Wirtschaftsaufgaben, besonders in der Rohstoffumstellung und der Motorisierung, ferner in der beruflichen Aus= und Fortbildung unseres Volkes, ja auch auf wichtigen Gebieten der Ausfuhrsteigerung und nicht zuletzt auf kulturellem Gebiet. Die wachsende Hinlenkung des Volksgeschmacks und der Kaufkraft auf gediegene, schöne Handwerksarbeit sei offenkundig, wenn man zur Zeit die heutigen hochwertigen, handwerklich gefertigten Ehrengaben an Gedenktagen hervorragender Männer vergleiche mit denen früherer Zeiten. Der ehrenamtliche Hand werksführer dürfe nicht wirtschaftlich ein Opfer seines Amtes werden, wenn auch die nächste Zeit an ihn noch sehr hohe Anforderungen stellen werde. Der Reichshandwerksführer beendete die Tagung mit dem Gelöbnis treuer Arbeit für Führer. Volk und Vaterland. Die Kennziffer der Großhandelspreise stellte sich für den 20. Januar wie in der Vorwoche auf 105,3(1918 gleich 100). Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Aararstoffe 108,1(unverändert), Kolonialwaren 92,9 (plus 0,2 Prozent), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 97,0(vlus 0,1 Prozent) und industrielle Fertigwaren 1282(unveränder Zoxtmunder Ritterbräu A6. Der Aufsichtsrat der Vortmunder Ankerbrun AG. (Dortmund) schlägt der ordentlichen Generalversammlung nach Abschreibungen von 255 593(i. V. 210 581) Reichsmark auf Anlagen und 163338(147.807) anderen Abschreibungen sowie nach Zuweisung von 144 000 RM. Wertberichtigungskonte(.„ 50000 RM. zur Erneuerungsrücklage) die Ausschuttung einer Dividende von 5½ gegen o Prozent im Vorjahre auf .20 Millionen Reichsmark Stammaktien für das am 30. September 1986 beendete Geschäftsjahr vor. gen eintraten. Von den sortlausend notierten Werten lagen Montanaktien überwiegend leichter. Lediglich Dahlbusch erzielten letzte Kurse. Ver. Stahlwerke setzten zunächst 2/ Prozent niedriger ein, um sich aber bei der zweiten Notierung etwas zu erholen. Deutsche Erdol 1 Dollar: 2,49(Samstag 2,49) RM. 1 Pfund: 12,21½(Samstag 12,21) 100 holländische Gulden: 136,33(Samstag 136.32) Rw. 100 französische Frank: 11,61½(Samstag 11,61) RM. 100 Schweizer Franken: 56,98(Samstag 56,98) RM. 100 Lira: 13,10(Samstag 13,10) RM. Börsen im Verlauf freundlicher Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf e wiederum bei füllem„Lexsch Zhr, Verlause pourdeegie Lem denz etwas freundlicher, ohne daß 2¾ Prozent niedriger. Rheinische Braunkohlen gut behauptet. Rheinmetall auf letzter Basis. Chemiemarkt gut gehalten bei Umsätzen in Farben. Elektropapiere wenig verändert. RWE. etwas leichter. Kaliaktien schwächer. Wintershall büßten 1½ Prozent ein. Westdeutsche Kaushof ¼ Prozent höher. Feldmühle etwas billiger. Wasserwerk Gelsenkirchen 1⅝ Prozent niedriger. Anleihemarkt fest. Altbesitz bevorzugt und ¾ Prozent höher. Auch ReichsbahnVorzüge leicht anziehend, während Industrieobligationen Aenderungen von Belang nicht aufwiesen. Der Kuxenmarkt lag teils etwas leichter. Von Koblenkuren wurden Langenbrahm und Deutschland zu letzten Preisen umgesetzt. Constantin und Diergardt 100 Reichsmark leichter im Markt: auch Carolus wurden etwas billiger abgegeben. Von Braunkohlenwerten blieben Vesta 200 Reichsmark höher gesucht, während Gute Hoffnung und Leonhardt niedriger verkehrten. Kalikuxe wenig verändert bei kleinem Geschäft in Beienrode. Im Freiverkehr lagen Kaliaktien behauptet. Von den Kohlenwerten verkehrten Bergbau Lothringen im Verlaufe eher etwas fester, dagegen büßten Ewald 3 Prozent ein. Berliner Börse Die Börse begann die neue Woche noch stiller als bisher. Die Tendenz war ungleichmäßig, im ganzen aber nicht unfreundlich. An den Aktienmärkten traten am Montanmarkt nur Mansfeld mit über zweiprozentiger Anfangsbesserung hervor. Dann waren noch Klöckner und Niederlausitzer etwas fester. Erdöl nach schwachem Beginn 145, später erholt(146½). Sonst hatten von Industriewerten Deutsche Linoleum einen etwas größeren Kursgewinn, auch Lahmever, Dessauer Gas, Metallgesellschaft, Bremer Wolle und Waldhof erzielten Anfangsbesserungen von etwa 1 Prozent. Schwächer war die Mehrzahl der Elektrowerte. Auch Felten, Karlsruher und einige andere Papiere gingen leicht zurück. Von Verkehrswerten eröffneten Lokalbahn 1½ Prozent höher. An den Anleihemärkten zogen Altbesitz bis 112½ Prozent an. Die Tendenz war nicht unfreundlich. Umschuldungsanleihe unverändert. Am Pfandbriefmarkt war vielfach Nachfrage, die nicht befriedigt werden konnte. Der Verlaus der Börse war unverändert still bei Schwankungen. Die Börse schloß völlig geschäftslos bei ziemlich behaupteten Kursen. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2⅜ bis 2½ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die Abendbörse eröffnete infolge fehlender Anregungen sehr still. Die Umsätze hielten sich in engen Grenzen. Trotz der merklichen Geschäftsstille war die Stimmung im Verlaufe recht widerstandsfähig. Die notierten Kurse waren größtenteils gut behauptet. Die Auslandsbörsen Newyork: Unregelmäßig. London: Nicht einheitlich. Amsterdam: Nachgebend. Paris: Uneinheitlich. Verrehr inn kuns und ferstwirrschuftilchen Grundstücken in nationalsozialistischer Neuorönung ½2 Miularden Kon. hohel Die Reichssteuereinnahmen im Dezember Die Einnahmen des Reiches an Steuern, Zöllen und anderen Abgaben betrugen(in Millionen Reichsmark) im Dezember 1936 bei den Besitz= und Verkehrssteuern 902,2 gegen 691,5 im Dezember 1935, bei den Zöllen und Verbrauchs steuern 313,7(276,0), zusammen also 1215,9 (967,5). In der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1936 stellten sich die Einnahmen an Besitz= und Verkehrssteuern auf 5874.7(i. V 4611,2), an Zöllen und Verbrauchssteuern auf 2709,9(2579,2), zusammen also auf 8584,6(7190,4). Die Reichsregierung hat ein vom Reichsernährungsminister eingebrachtes Gesetz zur Aenderung der Bundesratsbekanntmachung über den Verkehr mit schaftlichen Grundstücken verabschiedet, das zugleich mit der dadurch bedingten Neufassung der Bekanntmachung im Reichsgesetzblatt vom 26. Januar 1987 veröffentlicht Das Gesetz ist von dem Gedanken getragen, daß der Verkehr mit land= oder forstwirtschaftlichen Grundstucken, auch soweit sie nicht erbhofgebunden sind, keine ausschließliche Angelegenheit des Veräußerers und Erwerbers, sondern ein Vorgang ist, der die Volksgemeinschaft angeht und an den der Staat und der Stand bestimmte Anforderungen stellen müssen, damit der Besitzwechsel nicht die Ordnung im landwirtschaftlichen Bereich gefährdet. Diese Ordnung war aber in der letzten Zeit aufgetretene Mißstände gefährdet und deshalb erwies sich eine beschleunigte Aenderung verschiedener Vorschriften der aus dem Jahre 1918 stammenden Bundesratsbekanntmachung als dringend geGegenüber dem bisherigen Zustand bedeutet die Einbeziehung der Veräußerung im Wege der Zwangsversteigerung in den Kreis der genehmigungspflichtigen Vorgänge eine wesentliche Aenderung. In Zukunft bedarf bereits das Gebot der Zwangsversteigerung der Genehmigung. Diese Regelung war notwendig geworden, weil bei der strengeren Handhabung der Bundesratsbekanntmachung häufig versucht wurde, Grundstücke auf dem Umwege über die Zwangsversteigerung zu erwerben, falls die Versagung befürchtet wurde. Der Kreis der bisher genehmigungsfreien Geschäfte ist insofern eingeengt worden, als nunmehr die Rechtsgeschäfte der Körverschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts der Genehmiaung unterworfen sind, ebenso ein großer Teil der Geschäfte unter Verwandten. Als besonderer Mangel bei der Handhabung der alten Bundesratsbekanntmachung hatte sich herausgestellt, daß die Genehmigung nur bei Vorliegen der ganz bestimmten. in Paragraph 8 der Bekanntmachung aufgeführten Gründe versagt werden konnte. Infolgedessen war eine Versagung oftmals gerade in den Fällen nicht möglich, in denen allgemeine staatspolitische Gründe diese notwendig forderten. In dem Gesetz ist daher bestimmt, daß die Genehmigung eines Wechzegesghesttege seggaee werden kann, wenn der Ausführung ein erhebliches öffentliches Interesse entgegensteht. Die bisherigen ausschließlichen noch die Bedeutung von Hauptbeispielen für die Versagung. Ein Versagungsgrund liegt u. a. dann vor, wenn der Gegenwert in einem groben Mißverhältnis zum Werte des Grundstücks steht, während bisher nur versagt werden konnte, wenn der Preis hinter dem Wert zurückblieb. Die Strafvorschriften der alten Bundesratsbekanntmachung sind auf Grund der bisherigen Erfahrungen so geändert worden, daß sie bei Verstößen gegen die Vorschriften des Gesetzes wirksam angewandt werden können und vor allem auch Umgehungen des Gesetzes sever. Abgesehen von diesen uenverungen ist auch die für die Genehmigungspflicht maßgebende Grundstücksgrenze neu festgesetzt worden; sie beträgt für das gesamte Reichsgebiet einheitlich 2 ha. Der Reichsernährungsminister hat jedoch die Möglichkeit, besonderen Verhältnissen durch Herauf= oder Herabsetzung der Grenze Rechnung zu tragen. Von dieser Befugnis hat er in einer Ausführungsbestimmung, die im gleichen Gesetzblatt veröffentlicht ist, Gebrauch gemacht. Schließlich bringt das Gesetz dadurch eine begrüßenswerte Bereinigung der auf dem Gebiet des Grundstücksverkehrs in den einzelnen Ländern bestehenden Vorschriften, daß die weiter gehenden landesrechtlichen Vorschriften am 30. April 1937 außer Kraft treten, soweit sie nicht ausdrücklich aufrechterhalten werden. Den staatlichen Genehmigungsbehörden, die in engster Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand den Grundstücksverkehr zu überwachen haben, gibt das neue Gesetz die Handhabe, die Grundsätze nationalsozialistischer Agrarpolitik auf dem Gebiet des ländlichen Grundstücksverkehrs weitgehend zu verwirklichen. Brüssel: Schwächer. Zürich: Gehalten. Mailand: Flau. Wien: Unregelmäßig. Getreidegrotmarkt zu Berlin Bochum: Marktverlauf: Rinder und Schweine zugetellt, Kälber mittel. Dortmund: Marktverlauf Großvich, Kälber und Schweine zugstellt, Schafe gut Ausstichtiere über Notiz. Essen: Marktverlauf: Großvich, Kälber und Schweine zugetellt, Schafe mittel Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 25. Januar: 72.— Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, i. Bl.: 144 Reichsmark; Aluminium, Walz od. Draht: 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse, Düsseldort. 25. Jan. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Portlautends Notiorungen 15 1. 33 1. /25.(33z aun Loianmg sop. 8. 1 Vvr. Anfane Schlug Kasse1 Seag vi. anreppgetglug Kesse - 11N S2 11850 19 3541800 HKouchkonrk. A0VIS Ohtr- Tod — 101 75101 gliAschere spostt „osseh fif.) sse Kwoe RU. # Mittelstahl bemberg Berger... Buderus Ochlbusch St. Disch. Atlanten Otsch. Erdöl Gee ebe V. 3 0 Pulion 6. Farbenind. #ldmühle Felten& Gullle Geldschmidt Harpen Steinkohlen-Kune „2ö. 1., 29. 1. Geld Briefl 6and Brief Const h 8. S200 9800 92 5 Lonst. ö.. Sssco S250 9150 410 445 — 1101.19 101. 19 101. 75 ——.——.—10187— — 102 25 /102.25 102.25|192.00 110.25—.— 109.00 6/139.33.—.-14000— 4/120.00 120.00/120.00f120.00 6 142.00 142.00 142.00s142.00 6/119.75—.— 120.00 S 145.00|141.12/146 129147.75 123.87125.25 138 125.75 12—.—196.50 193 753196.50 7167.78 188.50168.00) 57.73 6/136.75 25 1. J5, 1..:Sche. viv. Anung Schlub nassagschu. Nosser Rei-S Spiris soTis. össt7.5 Kali-Ascheral. 51131.50|132.00 132.00 Klöckner-W. 45/126.75/126.00 125.75 Mannesmann 8/117.75 118.00 117.871 Masch. Untern. 5/133.87/139 00 138.87/138.5 Reichsbank 12/188.75—.— 187.73|188.00 Rhein. Braunk. 12/220.00—.—221.25 Rhein. Stahlw. 6]—.— 151.00 150.75 Rh.-.-Elek. 61128.12s124.50 128.25 Salzdetfurth 170/115.75|174.50 Schuckert& o. 6/161.50162.00 161.50 Siemens amp; Hal. 81199.75/201.09 200.50 Gebr. Stollwerk 6—.——.— 116.00 Ver. Stahlwerke 34/ 117.50 118.00 118. 0 Westo. Kaufhof 9 97.12 57.25 36.12 6/134.00 134.00 134.62 Westeregeln Wintershall A. 6500 6930 6600 6950 415 445 Langd 16800 17400 16600 17430 aumium 16 S1 f4- 50— Kall-kung gocuch pechtecten 100. 0015.5 133.75139.00 139.501140.00 126.75 151.50 Neu-Staßf.)—— 1700— Siegfr. lu. 11/8000 8500 1250— weh. 17300 18000 17300 18000 Preiverkehr Steinkohlen-u. Braunk.-Kuze 25..1 23. 1. — SeichAruggte g# Oiergardt 18100 8400 5250 8850 Westtalen——-— Sellera.—--Rellkune 29. 1. 1 92. 1. Geid Brief Geid Brist 63006699 6390 6509 118.2 138 50 151.75 128.37 175.5 161.75 200.00 117.87 57.00 132 00 134.50 Erichsseg. 3350— 3400 3550 Habigh[2650— 2650— Aisenburg 290— 290— Maraegl. Marie 30503250 3050/3200 Marie L. 30503250 3000 3200 Max 305032503950 3200 Neusollst. 2600— 2650— Reicheld. 300— 300 Thöringen 2600— 2650— — 300— 1 300 Industrieakties(Einheitek.) Beicke Masch. Berg. 6. Dahl. V. 1313Srassscher. 6309 6690 6300 6609) Bonner Bo, u. H. 3200EEinighen 0S00SUtASA Bösp. Walzw. Div. 25..29.1. 96. 8 96. M - K21.9121.0 Braunk. Zuk. Dortm. Ritterbr. 003s. Hoef.-Br. DOss.Masch. B. Dynamit.Nod. Ischw. Berg. V. 14 Mas- u. Sp. S. Nückauf-.43. Jebr. Goedh. 46 tallesche Salz. tllges lindr.-Aufferm Jochtief A6. (abelw. Rheydt Kali-Chemie N. Krefti I. Lehm& Co. Hülhelm. Berg. khein. Mstall Zhein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.A6. 8gb. Schieß-Detries Schleg. Scharp. Jer. Rumpus Naggonf.Uerd. Nasserw. Geis. Bankaktien Berlin. Hend. 6. Com.- u. Pr.-B. O. Bank u..-G. Oresdher Bank Rh. W. Bb. Gr. B. Westd. B..-A. 25.1 123.1 138.5s138.5 121.0s123.7 131 0/132.0 87.0 87.1 166.01163.0 131.0 152.0 128.5 143.8 97..97.5 101.61017 153.0 123.0 141. 3 12: 9/.663 183. 2165 Köln. Hegelv. Köln. Lioyo.V. Köln. Röckv. gr. Köln. Röckv. kl. Rentenwerte 4 Rh.-.-...12.10. 5½ Oto. dto. S. 11 1½ dto. Gold.-Kom 1926, 1927 S.—6 4½ Wd. Bod. Gpfd. Em. 3. 9112. 14 Oto. Bold-.-Obl. Freiverkehre-Aktien 25. 1. 23. 6eid 189 0189 133.0s136.2 117.0118.5 150.1300 165.3187.1 6 1126.1/127.6 112.2111.7 116.0116.0 107.410 5 —. 1350 103. 9103 3 #ach.-Mönch. H 32 tsch. Rgofgen## 490 Se H Versicherungsaktien 32 1040 1015 14 8/222.0241.0 Sgripp..,###— 4000490.0 #Ill.- u. Stuttg. W.2/245.0244. 31II.- u. St..-V. 6. 8/182.0s189. „oionis,.-..) 2. 4/127.0 12 Cgionis Rückv.!— 265.0265.0 Gladb. Feuerv.) 40(165.0785.0 25. 1 123.1. 93.0 93.0 265.02 65.0 111.01110 74.0.0 95.2 97.2 95.0 95.2 97.2 95 0 Berliner Börse, 25. Jan. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Gank.-., Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% ainheltskurse Industriewerte 25..23. 1. 6eic Briaef Sele Sriet 55.0 S7.0 55.5 57.5 70.0 72.0. 12.0 88.0 91.0 88.0 91.0 78.5 81.5 79.0 81.0 —. 1135.0132.0135.0 134.0s137.0133.5s136.5 141.0145.0s144 0148.0 Jo edh. h 125.0128.0123 5125 5 idier Aiexand B urd.K. 3ött.-W 001.Ba3 Dyckarh #8 C. .-Lu. dann. K.—.— Hom b. 0u 125.5s128.3 Kortum—.—. .-Fäkz. 91.5 94. S 91.0 92.5 Lothrin. 111.5/115.0112.0115 0 Lothr. 6.— 75.0 123.3 1205 #ch. Bere Rb. Laol. Str. 5. Mia. v. Kupt. #f. Oien. 105.0 165.0 89.0 109.5 .os1s.e 85.0—.—. 105.0 —. 169.0—. 92.0 89.0 91.0 112.51=.5112.5 129.5131.9— Senerprischelss Tallig ab f. f. 1924 "" I. 4. 1925 "" I. 4. 1326 "" I. 4. 197 "" k. 4 im 3..23.1 —. 103. 107. — 111. 114.8114. 1112.7113. „Dittmann Neuh. 19-. Otmd. Akt.-Brau. 10175.0 Union-Braus12198.2 eiumdatern Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. gaite 0 Basalt Bayr. Motoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Kartsr. Ind. Kr. u. Licht „ Maschinend. Buderus PPah. Waser Chem. Geisenk. Conti Gummi •g den Dtsch. Atient. O1 ab. Cont 6a3 " Kabe " Linoieum " Steinzeug " Tel. u. Kab. „ Eleenhand Diertg 12203.0— 52.7 52.7 0 39.1 39.1 4125.3125.5 —. 136.0 Dürener Metall Oyckerch. Widm. glektr. Lieferg. I.„, Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 96.8 96.5 16..17.6 6/140.8s140.5 109.|1100 6/140.0 4—. 127.0 6/163.|163.5 166.5/166.3 137.5137.6 120.6s120.0 51/121.3120.5 42—.—. 111171.51700 5125.3125.3 6/120.0 9118.2 9163.0 6—. Feinjste „ebhardt& Co. u German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll Juanowerte 6/134. 7150. 0 84. 6—. Vokswerke Kölner Gas Kreftt W. Kromschroeder Kronprinz Metal! üsperadunch ahmever Laurahötte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerverke Lorenz C. 7/136.0 152.0 84.6 123 0 159.9 4118.0 6/148.0 10 54/122.2 5/117.9 119.7 116.0 149.0 109.0 . 145 0 162.0150.5 167.8— egie Pradt nagede Hamb. Elektr. Hundr.-Autterm. Hottmann Starke Hohenlohewerke Holzmann Pn. Hotelbetr.-Ges. 149.5 .9118.2 9148 0 165 2122. 3117. 6142.6142.71 3 79.0 78.8 0 78.7 78.7 5115.2117.0 79147.2197.0 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhöringer 6as Tuch Aa 64/135.0134 0 0123.0 .9131. .0148.0 2—. piee Bergben 1 Dise Genus ösenbeck Brau. 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Pfd. 4# Ldbk. Westf. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Kom. 440t. Komm. Goldan! 45 Westf. Idsch. Pfd. 95. 450t. Hyp. B. Bin. Pfd. 97. 4# Pr. Cantr. Bod. Pfd. 97. 45 Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 97. #5 Basalt Obl. 98 6 Concord. Berg. Obl. 103. 6 Dalmier Benz Obl. 198. 6 Klöcknerw. Obl. 100. 6 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/31 5 Ver. Stah 6 Siem. u. H. 001. 6 Farbenbonds Umech. Anleihe A. 6. für Verkchr Boch.-Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer. Nordd. Lloye 6125.2125. 0—.—. 0 17.8 17. 0 42.0 41. 9 17.7 17.6 Besteanere 25 Df. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 54 O. R. Vounganl. ½ Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz 45 Bochum Anl. 45 Ouisburg. Anl. 95 Düsseld. Anl. 96.7. 96.1 98.3 98.3 102.5102. 99.2/ 99.4 121.5s121.5 93.6 93. —. 93. 94.7 95.7 93.8 .3 94.3 6 96.5 .8— 7 97.5 2 97.2 2 97.2 0 98.0 .6/103.6 .21106.5 .0 9 1132.5 .3 91.2 R. Schuldb. F. 29 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 45 Harpener 40 65 R. W. E. 52/8 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 42 45 Ruhrgas 53 45 Ruhrwasser 32 45 Ruhrwohng. 56 45 V. E. W. 52 25..25.1. Geld Brief 100 0100 99.6— 96 2 99.0 97.8 98.7 99.0100.0 94.5 93 5 94.5 96.0 95.0 99.5— 96.0 94.0 95.5 92.0 93.5 93.5 95.0 92.5 940 Westtalenbank.-G. Bochum Austührung sümtlleher Bankgeschafte 10 Nr. 21/ Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 26. Januar 1937 Nachrichten aus Aus den=Eidolenen Stadttell Bergen Theaterabend. Die Volksbühnen= Spielgemeinschaft Bergen=Hiltrop gab am Sonntag in der Turn= und Festhalle Bergen einen Theaterabend. Zur Aufführung gelangte„Die verkannten Heiratsvermittler“, eine lustige Derfgeschichte in drei Aufzügen. Wie immer war ein vollbesetztes Haus vorhanden, das reichen Beifall spendete. Stadtteil Hiltrov Kameradschaftsabend der Schachtanlage Lothringen 4. Freude und Frohsinn herrschten bei dem Kameradschaftsabend, den die Betriebsgemeinschaft der Schachtanlage Lothringen 4 am Samstag abend im Saale des Wirtes Punge in Hiltrop veranstaltete. Die Gefolgschaftsmitglieder waren mit ihren Angehörigen so zahlreich vertreten, daß sich der Raum fast als zu klein erwies. Dem einleitenden„Glückauf=Marsch“ der Werkskapelle folgte der Vorspruch„Gelöbnis“ von H. Lersch, von dem Werkscharmann Schlunder packend vorgetragen. Nach dem Liede der Werkschar„Wir sind des Werktags Soldaten" hielt Betriebswalter Niermann die Begrüßungsansprache. Sein besonderer Gruß galt neben der zahlreich vertretenen Gefolgschaft dem stellvertretenden Gefolgschaftsführer, Bergwerksinspektor Mühlenbeck. dem erstmalig in diesem Kreise weilenden neuen Betriebsführer Araste und be August Moschner Kassenwart und Ernst Witoska Stellvertreter. Das Vereinslokal wird beibehalten.— Der B3V. Vereinte Freunde" veranstaltete im Vereinslokal Hartmann eine Serien=Ausstellung. Ausgestellt waren 71 Siegertauben. Der Preisrichter Schweer erkannte den ersten Serienpreis dem Züchter Heinrich Oswald zu. Zweiter Sieger wurde Hohmeier und dritter Stollmann.— Im Vereinslokal Brune, Laerfeldstraße, hatte der Brieftaubenverein „Oelzweig“ am Samstag und Sonntag seine diesjährige Brieftaubenschau aufgezogen. Es waren dort 75 Tauben ausgestellt, darunter viele mit einer Anzahl von Konkurspreisen, auch einige Nationalflieger. Die zwei schönsten Täubinnen der Ausstellung hatte der Züchter Feldmann, die schönsten Vögel Haselhorst und Langewiescher. Die Reihenfolge der Preise zeigte folgendes Bild: 1. Preis Feldmann(78 Punkte); 2. Preis Haselhorst(74 Punkte); 8. Preis Goerdt(73½ Punkte); 4. Preis Kogel; 5. Preis Vesper: 6. Preis Schönewald; 7. Preis Wahl; 8. Preis Riedel: 9 Preis Dörr; 10. Preis Langewiescher; 11. Preis Pappendehl: 12. Preis Schlingermann; 13. Preis Birkemeyer: 14. Preis Lerch. Die Ausstellung wies an beiden Tagen einen guten Besuch auf. Eine zwischendurch veranstaltete Vereinsverlosung brachte manchen schönen Gewinn. eine respektable und auch entsprechend wirkungsvolle Wiedergabe erzielen zu können. In erster Linie war D#ten Paul Hausmann, Personalnachrichten rrievsrüchter Droste und besonders aber den neuangelegten Kameraden, die nach langer Erwerbslosigkeit wieder freudevolle Stunden im Kreise der Betriebsgemeinschaft feiern können. Der stellvertretende Gefolgschaftsführer, Bergwerkeinspektor Mühlenbeck, gab in seiner Ansprache seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich die Gefolgschaft so zahlreich zu diesem Abend mit ihren Angehörigen eingefunden hatte. Er gedachte dann des Führers Adolf Hitler, durch den erst solche Kameradschaftsabende ermöglicht wurden. Im Zuge des Vierjahresplans werde es bald möglich sein, alle Bergleute wieder in Arbeit zu bringen. Es sei darum die hohe Aufgabe eines jeden einzelnen, an seinem Teil am Vierjahresplan mitzuarbeiten. Nach dem alten Bergmannslied„Glückauf“ brachte Betriebswalter Niermann das Sieg=Heil auf den Führer aus. Im zweiten Teil des Programms kamen Heiterkeit und Frohsinn zur Geltung. Betriebswart Knop von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" unternahm einen humorvollen Werbefeldzug für Reisen und Wandern mit Kraft durch Freude". Der Vortragskünstler Paul Staedtler unternahm erfolgreiche Angriffe auf die Lachmuskeln. Die Werkskapelle Lothringen 4 unter Leitung von Heinrich Scheffler sorgte dafür, daß auch die Tanzlustigen zu ihrem Rechte kamen. Aber nicht nur in dem nett hergerichteten Saal, sondern auch in der auf der Kegelbahn zünftig hergerichteten„Sumpfstrecke“ war an diesem Abend eine allgemeine„Fördersteigerung“ zu verzeichnen. Hessenverein Bochum=Laer. Der Verein hielt Sonntag nachmittag seine Generalversammlung bei Möller ab. Die Tagesordnung wurde glatt erlediat. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Durch erheiternde Vorträge und andere Darbietungen wurde der übrige Teil des Abends angenehm ausgefüllt. das ein Verdienst des Dirigenten van. Ha der mit seinem Chor eine so gründliche und eingehende Vorbereitungsarbeit geleistet hatte, daß die Sicherheit der Singenden auch in anspruchsvollen Partien und selbst in den Fugen niemals beeinträchtigt war und auch der Vortraa sinngemäße Deutung und dynamische Ausgeglichenheit erhielt. Als Dirigent bewährte sich Hausmann in lebendiger aber disziplinierter Zeichengebung und farbenkräftiger Darstellung sehr lobenswert. es fehlte nicht an der notwendigen Umsicht wie an temperamentvoller Führung. Seiner eneraischen Leitung fügte sich auch das Wittener Orchester bei anerkenntlich sauberem Spiel mit großer Aufmerksamkeit. Das vom letzten größeren Konzert des Chores bekannte Solisten=Terzett Lydia Galka. Fritz Poebel und Kurt Finkaarden war auch für diese Aufgabe verpflichtet worden. Sehr erfreulich der außerordentlich starke Besuch und die fühlbare Interessiertheit des zahlreichen Publikums. Dr. Josef Schwermann * Ovferschießen. Auf dem Schießstand des Bürgerschützenvereins fand sich die Artilleriekameradschaft zum Opferschießen ein, wobei äußerst gute Resultate erzielt wurden. Die Beteiligung war aut. Stadtteil Weitmar Stadtteil Gertbe Stadtteil Werne Evangelischer Kirchenchor Werne sang Handus Schöpfung Für einigermaßen leistungsfähige Chorvereinigungen es eine höchst dankbare aber auch mitunter schwierige ist Aufgabe eines der schönsten Volksoratorien von Handn zur Aufführung zu bringen. Indes können ausreichende Fähigkeit des Dirigenten und notwendiger Fleiß geschulter Sänger auch in kleinerem Rahmen das Ziel erreichen. Eine Aufführung der„Schöpfung“ in der evangelischen Kirche zu Werne war überzeugender Beweis für die Möglichkeit, auch bei bescheideneren Mitteln Kriegerkameradschaft Bochum=Weitmar. Die Kriegerkameradschaft Bochum=Weitmar hielt am 23. Januar im Kameradschaftsheim Jäger ihren Jahresappell ab. Kameradschaftsführer Pg. Friesen begrüßte die erschienenen Kameraden und überbrachte nachträglich die besten Wünsche für das Jahr 1937. Nach stillem Gedenken der im verflossenen Jahre verstorbenen Kameradin sowie der Gefallenen des Welttrieges und der Bewegung erstattete Schriftwart Strunkheide einen eingehenden Jahresbericht für 1936, der eine erfolgreiche Tätigkeit feststellen konnte. Die Kameradschaft zählt zurzeit 138 Kameraden. Kassenwart Laumann issenbericht, Das diesjährige WinterAm 26. Januar wird der Werkmeister N. Janzen, Nibelungenstraße 16, 80 Jahre alt. Er ist am 26. Ja, nuar 1857 in Bochum geboren, seine Eltern, Groß, eltern und Urgroßeltern waren auch Bochumer, die nachweislich über 200 Jahre hier ansässig waren. SeinFrau starb im Jahre 1925. Der Ehe entsprossen 10 Kinder(7 Söhne, 3 Töchter), wovon noch 6 Söhne und 1 Tochter leben. Der alte Herr ist noch sehr rüstig. Herr Janzen ist alter Abonnent des„B..“ R. Christian Lenz, Der Justizkanzleiinspektor Kaiser=Wilhelm=Straße 8. körverlicher Frische seinen feiert heute in geistiger und 76. Geburtstag. In gesegnetem Alter erstattete, den Kassenbericht. Das diesjährige hilfsschießen findet am 31. Januar 1937 beim Kameraden Fernholz, Neulingstraße, statt. Die Reichsstraßensammlung wird am 6. und 7. Februar abgehalten. Nach Erledigung des übrigen geschäftlichen Teiles fand ein Lichtbildervortrag über„Panzer und Motore in fremden Heeren" statt. Ueberraschungen verschiedener Art sowie reichliche Unterhaltung hielten die Kameraden noch viele Stunden zusammen. Der Invalide Wilhelm Tönis Bochum=Laer, Laerfeldstraße 120, erlebt heute seinen 81. Geburtstaa bei seiner Tochter Emilie. Ehefrau von Albert Hartmann. Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder bringen ihm ihre herzlichsten Glückwünsche dar. proaymnasium) neben der männlichen auch die weibliche Jugend aufnehmen. Diese Maßnahme wird wohl allseits von der Bevölkerung begrüßt werden deren Töchter die höhere Schule besuchen sollen.— Die Erwerbslosigkeit in Linden=Dahlhausen nimmt von Jahr zu Jahr ab. Diese Feststellung ist um so bemerkenswerter, da dieser Bochumer Stadtteil wohl in dieser Hinsicht am übelsten dran war. Besonders die Geschäftsleute wissen um diese Tatsache.— Die Modernisierung der Hattinaer Straße macht immer weitere Fortschritte, und bald wird kein Lindener Geschäftslokal mehr anzutreffen sein, das einen veralteten Baustil aufzuweisen hat. DungenerretP..gkNichte Stadtteil Baak=Sundern Versammlung der DAF. Sonntag vormittag fand eine gut besuchte Versammlung der Deutschen Arbeitsfront für die Gefolgschaftsmitglieder des Betriebes Lothringen 1/3 im Saale Kalthoff statt. Es sprach der Kreisobmann des Kreises Wattenscheid in der DAF., Pa. Baum, der in seinem eineiviertelstündigen Vortrag nationalsozialistische Gegenwartsfragen ausführlich behandelte. Stadtteil Harpen 1. Kompagnie der Kriegerkameradschaft. Im Kompagnielokal Hoffmann hielt die 1. Kompagnie ihren Jahresappell ab. Nach Begrüßung durch den Komvagnieführer Falkenroth gedachte dieser des verstorbenen Kameraden Aler Möhrchen in ehrender Weise. Schriftwart Böttcher aab den von einer regen Tätigkeit zeugenden Jahresbericht. Kassenprüfer Hüning berichtete über die Kassenverhältnisse. Die Finanzlage der Kompagnie kann als gesund bezeichnet werden. Der vom Kameraden Heinrich Juna erstattete Jahresbericht über das Fechtwesen zeigte ein autes Gesamtergebnis. Zu Kassenprüfern wurden die Kameraden Wilhelm Erlhöfer und Heinrich Hünina bestellt. Der Führerbeirat setzt sich wie folat zusammen: Kompagnieführer Emil Falkenroth. Stellvertreter Hermann Flegel jun., Schriftwart Wilhelm Böttcher, Stellvertreter Heinrich Juna, Kassenwart Otto Röhken, Stellvertreter Wilhelm Fischer. Nach Bekanntgabe der Anordnungen des Bundesführers wurde Kamerad Wilhelm Böttcher durch Ueberreichung eines großen Hitlerbildes für 25jährige Tätigkeit als Schriftführer in der Kompagnie durch den Kompagnieführer besonders geehrt. Jahreshauptversammlung der ehem. 30er. Im Vereinsheim Wegmann hatten sich die Mitglieder der Kameradschaft ehem. 30er in stattlicher Zahl zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Kameradschaftsführer Koch gab nach Grußworten einen eingehenden Ueberblick über die Ereignisse des abgelaufenen Jahres und die erfolgreiche Vereinsarbeit. Der Toten wurde in üblicher Form gedacht. Der Jahresbericht des Schriftwartes leate beredtes Zeugnis von intensiver Arbeit in der Kameradschaft ab. Der Kassenbericht zeigte recht gesunde Verhältnisse, so daß dem Kassierer einstimmige Entlastung zuteil wurde. Die bisheriae Vereinsführung bleibt. Soldatenbund Langendreer. Im Lokale Wollenweber hatten sich die Mitglieder der Ortsarupve des Soldatenbundes recht zahlreich zu einem Kam#radschaftsabend eingefunden, der von sorgfältiger Vorarbeit Zeugnis gab. Der Standortälteste Kamerad Wünnenbera begrüßte die in großer Zahl erschienenen Kameraden und brachte ein Sieg=Heil auf Führer. Volk und Vaterland aus. Sodann wurden die Verfügungen fangreiche Arbeit geleistet. Ueber die Kassenverhältnisse berichtete Kamerad Fricke. Fur besondere Verdienste um das Fechtwesen überreichte Bataillonsführer Schaeffer folgenden Kameraden den Ehrenbrief des Kuffhäuserbundes: Adrian, Nowak. Bödel, Pever, GroßeStranamann und Schweinsbera. An Stelle des wegen Arbeitsüberlastung zurückaetretenen stellvertretenden Bataillonsführers Uffelmann trat Leutnant d. R. a. D. Oberschulte=Beckmann, so daß das Bataillon folgenden Führerring hat: Bataillonsführer Hauptmann a. D. Schaeffer. Stellvertreter Oberschulte=Beckmann, Schriftführer Blöbaum, Kassierer Fricke, Beisitzer Gronenschild, Dr. Dinter. Uehlendahl, Freudenau, Krug, Jung. Bolte=Grieb. Schweinsbera und Peper als Leiter der Fechtschule Langendreer. Zum Schluß hielt der Bataillonsführer eine flammende Rede an die Kameraden, weiterhin ihre Pflicht zu tun. Ein frohes Beisammensein schloß sich an. Stadtteil Stievel Kompagnie Brockhausen des Bundes mitgeteilt. Arschließend geldeten sich sichen Bochum=Siepel. Die Kompaanie bielt im Lokale Wenweitere Kameraden zur Aufnahme. Die inzwischen ein; geler an der Krockhausstraße ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Im Auftrage des Hauptmanns Wahl eröffnete Pa. Höffaen die Versammlung. Der Jahres= und Kassenbericht wurde vom Feldwebel Stadtteil Laer Kameradschaftsabend. Die Gefolaschaft des Reviers 2 der Zeche Dannenbaum, Steiger Zimmermann, fand sich Sonntag abend zu einem Kameradschaftsabend im Lokal Kuhweide ein. Gleich nach Eröffnung der festlichen Veranstaltung durch Steiger Zimmermann gedachte dieser in ehrenden Worten der aus der Mitte gerissenen Toten des Reviers und sprach dann einige Worte über den Geist echter und wahrer Volksverbundenheit. Nachdem auch der Betriebsobmann Pa. Thomas in kurzen Worten noch auf die enge Zusammengehörigen aller Betriebskameraden hingewiesen hatte. wurde ein Sieg=Heil auf den Führer und Reichskanzler ausgebracht. Dann begann der gemütliche Teil des Abends, der mit einem von Kamerad Starke gesprochenen sinnigen Prolog eingeleitet wurde. Der Bassist Bucks erfreute die Anwesenden mir zwei Liedern, die beifällig ausgenommen wurden. Auch der Männergesangverein„Wachtel" trug mit seinen Liederspenden zum Gelingen bei. Allerlei Kurzweil. eine Verlosung und zum Schluß flotte Tänze ließen die schönen Stunden schnell verfliegen.— Die Gefolgschaft des fünften Reviers feierte im Lokale Hans Zeiger. Hier hielt Zellenwalter Döring die Begrüßungsansprache, während Reviersteiger Zenger über den Kameradschaftssinn sprach. Auch hier war das Programm reichhaltig. Die beiden Mädchen Dreisvogt und Eggemeier ernteten für ihr Duett„Brüderchen und Schwesterchen" allseitigen Beifall. Auch die Darbietungen der Tanzgruppe„Kraft durch Freude“, die die Veranstaltung durch zwei Volkstänze bereicherte, fanden viel Beifall. Lieder zur Laute, Musikstücke und Gemeinschaftsgesänge wechselten in bunter Folge. Eine Verlosung leitete zum Tanz über. Familienabend der Feuerwehr. Am Samstag veranstaltete der Löschzug Laer der Freiwilligen Feuerwehr im Lokal Zeiger seine traditionelle Familienfeier. Löschzugführer Bäcker begrüßte die Kameraden mit ihren Familien. Die Festansprache hielt Kreisfeuerwehrführer Branddirektor Effenberger(Bochum). Das Prosehr reichhaltig. Ein Humorist und ein getroffene Fahne soll am 20. Februar d. J. mit den übrigen des Kreisverbandes geweiht werden. Die Fahnenabordnung besteht aus den Kameraden Kilian, Ademar und Gerlach. Am Sonntag, 7. Februar. findet auf dem Schießstand Kneist ein Schießen statt. Ein gemütlicher Teil schloß sich an. Jahreshauptversammlung des Aquarien= und Terrarienvereins 1931. Im Vereinsheim Hobenhoff waren die Mitglieder des Aquarien= und Terrarienvereins 1931 recht zahlreich zur Jahreshauptversammlung erschienen. Auch zahlreiche Freunde und Gönner hatten sich eingefunden. Der Jahresbericht bewies ein starkes Anwachsen des Vereins sowie eine rege Tätigkeit der Mitglieder. Der Kassenbericht lautete günstig: dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. Die gesamte Führung blieb auch für das kommende Jahr bestehen. Drei Männergesangvereine hielten Jahresrückschau. Im Vereinsheim Lindemann hatten sich die Mitglieder des MGV. 1921 recht zahlreich zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Vereinsführer Flock gab einen Ueberblick über die ersprießliche Jahresarbeit des Vereins. Anschließend erstattete Schriftwart Ew. Schnieders den Jahresbericht. Ueber die Kassenverhältnisse gab Kassierer Schlütz recht günstige Auskunft. Der gesamte Vorstand wurde auch für das laufende Jahr beibehalten. Nach wie vor dirigiert Aug. Schnieders den Chor, während das Amt des Notenwarts in Händen des Sangesbruders Bierhoff bleibt. Ein recht gemütliches Beisammensein schloß sich dem offiziellen Teil an.— Im Gasthof„Zur Post“ hielt der MGV 1932 seine Generalversammlung ab. die Vereinsführer Abe eröffnete; er gab dann einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung des Vereins im lausenden Jahre. Dank der sparsamen Arbeit des Kassenwarts waren die finanziellen Verhältnisse recht aut. Der Jahresbericht des Schriftführers befriedigte. Wegen Ueberlastung stellte Vereinsführer Abe seinen Posten zur Verfügung. Neuer Vereinsführer wurde O. Neumann Stellvertreter Konrad Moormann, Kassierer Behle. Schriftwart Piever. Ein gemütliches Beisammensein beschloß die Versammlung.— Der MGV. Langendreer=Somborn hielt seine Jahresrückschau im Vereinsheim Höcker ab. Jahresbericht des Schriftwarts und Kassenbericht befriedigten. die Kassenverhältnisse sind recht gesund. Der gesamte Vorstand wurde beibehalten, ebenso der langjährige Dirigent Aug. Schnieders. In frohem Sängerkreis verlebte man nach Erledigung des geschäftlichen Teiles gemütvolle Stunden. Die Kriegerkameradschaften tagten. Die„Hobenzollern“ waren am Sonntag nachmittag zum Winterhilfs= und Preisschießen auf dem Bataillonsscheibenstand bei Hiby zahlreich angetreten. Bei schönstem Wetter wurden recht annehmbare Ergebnisse erzielt.— Bereits am Morgen schoß die Kompagnie Bahnhof des Krieger= und Landwehrbataillons für die Winterhilfe. Auch hier war die Beteiligung recht aut. Am Nachmittaa tagte dann die Kompagnie unter Leitung des Kameradschaftsführers Dr. Dinter im Vereinsheim Wollenweber, wo dieser die neuesten Bestimmungen aus Jahresversammlung der Krieger=Kameradschaft WinzBaak. Im Vereinslokal Dellmann hielt am Samstag abend die Krieger=Kameradschaft Winz=Baak ihre Jahreshauptversammlung unter starker Beteiligung der Kameraden ab. Kameradschaftsführer Brüsener (Stellvertreter) eröffnete mit herzlichen Begrüßungsworten die Versammlung. Schriftführer Braukamp aab sodann den Jahresbericht. Fünf Kameraden wurden der Kameradschaft durch den Tod entrissen. Vereinskassierer Dellmann erstattete den Kassenbericht, ihm wurde Entlastung erteilt Das Sparauthaben der Kameradschaft beträgt 900 Mark. Die Kommissionen der Fahnenträger, der Gewehrabteilung und der Schießoffiziere wurden wiedergewählt. Als Vereinslokal wurde das Lokal Dellmann beibehalten. Das Opferschießen soll in den beiden Lokalen Dellmann und Kramve ausgetragen werden. Nach der Erledigung weiterer Fragen gedachte Kamerad Brüsener der Toten des Weltkrieges. der Bewegung und der untergegangenen Matrosen des Versuchsbootes„Welle". An den geschäftlichen schloß sich ein gemütlicher Teil. Vößchen erstattet. Die Kasse wurde von den Kameraden Münch und Tüselmann geprüft und für gut befunden. tung. sammlung Aus den Brieftauben=Zuchtvereinen. Im Vereinslokal Metze(Pamp), Werner Hellweg 166, hielt der B3V.„Treu zur Heimat“ seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Mark erstattete der Schriftwart Hugo Giese den Jahresbericht. Nach dem Bericht des Kassenwarts Moschner sind die Kassenverhältnisse zufriedenstellend. Das beste Flugergebnis hatte Friedrich Riemenschneider zu verzeichnen, wofür ihm ein Preis zuerkannt wurde, der ihm in der Versammlung am 7. Februar überreicht wird. Der Vorstand setzt sich zusammen aus: Emil Mark, Vorsitzender, Kriedr. Riemenschneider Stellvertreter, Hugo Giese, Schriftwart, Stadtteil Linden=Dahlbausen Der Lindener Steuerzahler im 15. Jahrhundert. Interessant mag es sein, einmal nachzuforschen, inwieweit unsere Vorfahren in punkto Steuerzahlen dran waren. 1486 verzeichnet das„Schatboik“ in Marck die Bewohner von Lynden mit dem Steuersatze, zu dem die einzelnen veranlagt waren: es sollten zahlen in Gulden: Gabell Wulff(jetzt Wolf) to Daelhusen 1. Gerwin to Daelhusen 4, Henr. to Lenenhus 6, Jos. Averhaevken (Höfken oder Schulte=Höffken) 3, Henx. ov den Kassenbera 6. Thonis ov den Kassenberg 4 Ort. Henr. opven Scharpenzeel(Scharvenseel) 4 Gulden, Henr. Myntert 2 Ort, Gerwin ov den Kaeler 2 Gulden. Derick Haselsyp(Hasenpath) 2 Ort. Jan op den Sonnenschyn(Sonnenschein) 1 Gulden, Coirt in der Lyndenbeick 2 Ort, Wennemar Voßnacke 2. Ger in den Becksypen 1. Jan Buecksype 4. Gelies Owerk 2, Derick Nerinck(Nering) 6, Ewert Kannenduer(schon 1665 in Commandeur umgewandelt) 3. Evert op den Scheyt(Scheidtmann) 4, Gelies Paepe 4. Hentz in den Null(Nüllmann) 3, Thonies Grumene(Grumm) 2 Gulden, Joh. Krabbe 2, Hannes Huysmann(Hausmann) 2 Ort. Arnt Kolkmann 8 Gulden. Rutger Kolkmann 2 Ort, Henr. Thymann(Thiemann) 8. Johann Hertige 3. Henrik tem Kerkstein 4 Gulden. Coen Caller 2. Thonis Blesken 2. Rutger Bockelinck 2 Ort. In einem Fehdebrief des 15. Jahrhunderts bedroben die Verwandten der Grete Sunnenschin„die von Baukum", weil diese die Paeven von Daelbusen in Gretes Haus eingesetzt hatten. Bei dieser Aufstellung ist weiter interessant, wie sich die Namen im Laufe der Zeit gewandelt haben. * Hochbetagt. Am Mittwoch begeht Witwe Matbilde Köster die Feier ihres 75. Geburtstages. Die allseits bekannte Jubilarin, die bei ihrem Sohn Heinrich, Baaker Straße, ihren Lebensabend verbringt, ist noch sehr rüstig. Jubilarehrung und Kameradschaftsabend der Firma Schulte. Aus Anlaß einer Jubilarehrung von Gefolgschaftsmitgliedern veranstaltete die Lindener Firma H. Schulte. Hattinger Straße, im Lokale Kimmeyer einen Kameradschaftsabend, der in allen Teilen recht aut verlief. Der Betriebszellenohmann wies auf den Sinn des Abends hin, der besonders einigen verdienstvollen Arbeitskameraden, die ihr 25jähriaes Arbeitsjubiläum feiern konnten. gewidmet war. Vertrauensmann Weber übernahm hiernach die Leitung des Abends. Nach einigen schneidigen Märschen der abendlichen Kavelle ging man dann zur Jubilarehrung über, die der Stellvertreter des Gefolaschaftsführers Schulte. F. Buchloh, vornahm. Mit herzlichen Worten sprach er den Arbeitskameraden K. Brödling, H Achgade und G. Steea für ihre 25jährige Treue gegenWerke warmen Dank aus GefolaschaftsJahresschlußversammlung im Schießsportverein „Diana“. Eine gut besuchte Jahresschlußversammlung fand am Samstag im Lokal des Wirts H. Boraböhmer statt. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer und der Ehruna der verstorbenen Mitglieder aab der Kassierer K. Wahl den Kassenbericht aus dem ein gesunder Vermögensstand hervorging. Den Jahresbericht machte der Schriftführer A. Mohr. Bei den einzelnen Pflicht= und Meisterschaftsschießen wurde gut abgeschnitten. Die Wahl des Vorstandes ergab folgendes Bild: Vereinsführer H. Köster, 2 E. Maisgeier, 1. Kassierer K. Wahl, 2. A. Sebold, 1. Schriftführer A. Mohr, 2. W. Schawacht, Diet= und Pressewart W. Berneiser, Büchsenwart H. Ortmann. Es wurde beschlossen, am 6. Februar eine Fastnachtsfeier zu veranstalten. Dai der Verein in diesem Jahre auf sein 80jähriges Bestehen zurückblicken kann, soll dieses festlich begangen werden. Anschließend sprach Dietwart Berneiser über die Wichtigkeit der Dietarbeit in den Vereinen und legte Richtlinien für das kommende Jahr fest. Nach der Erledigung der Tagesordnung und einem blieben die Schützen noch eine Weile sammen. Würstchenessen gemütlich zuStadtteil Wiemelbausen Bestimmungen bekannt. Nach Erledigung der üblichen Tagesordnung ging es zum Bataillonsjahresapvell.— Die Bataillonsversammlung war stark besucht. Bataillonsführer Hauptmann a. D. Schaeffer sprach nach zackigen Marschweisen der Kavelle der Motorbrigade des RSKK. herzliche Grußworte. Sodann gedachte er der Toten. Anschließend gab Schriftwart Kamerad Blöbaum den umfassenden Jahresbericht. 18 Kameraden sind im verflossenen Jahre zur großen Armee abberufen worden. Ganz besonders wurde auf die 60jährige Jubelfeier der Kompagnie Bahnhof hingewiesen. Insgesamt umfaßt das Bttaillon über 900 lozialem Gebiete wurde umKameradschaftsabend der Betriebszelle Revier 2 det Zeche„Prinz=Regent". Echten Kameradschaftsgeist atmete die Veranstaltung der Betriebszelle Revier 2 der Zeche„Prinz=Regent“ am Sonntag im Saale des Wirts Hanefeld. Nach den Fanfaren des Jungvolks und dem Losungswort eines Werkscharmannes„Wollt ihr in unsern Staat hinein?" begrüßte der Betriebswalter die Arbeitskameraden und deren Angehörige herzlich.„Tief in der Erde beim Lampenschein“, hieß ein Gedicht, uns die Arbeit der Knappen schilderte. Der Betriebsobmann der Zeche, Pa. Linz, hielt die Festansprache. Gemeinschaftliche Lieder, Gedichte, Vorträge des B2M. usw. füllten den Abend aus. Der ganze Abend wurde von den eigenen Kameraden ausgestaltet. Neben den zahlreichen Humoristen machte besonders Kamerad Winter mit seinem prächtigen Bariton einen Eindruck. Mit Begeisterung empfangen erschien schließlich noch die Bergmannssingeschar des Gaues Westfalen; Süd unter Meister Clevinghaus' Leitung und brachte die schönen Beramannslieder zum Vortrag. Großen folg hatte auch die zeitgemäße Spießerszene:„Einer hal Butter gesagt.“ Zum Schluß folgte Tanz mit lustigen Einlagen. Rege Bautätigkeit. Auf dem vor einem Jahre der Haderslebener Straße erschlossenen Baugelände wieder eine Reihe von Wohnungsbauten im begriffen, welche die noch vorhandenen Baulücken füllen. Gebaut wird gegenwärtig weiter oberhalb Oskar=Hoffmann=Straße. Hier ist inzwischen eine arofe Baulücke ausgefüllt worden. Auch gegenüber Milchhof sind in letzter Zeit wieder einige EinZweifamilienhänser errichtet worden. Ueber die bauten in Brenschede haben wir kürzlich Die Arbeiten an dem Straßenausbau Fortneuen Siedlung am Bleckmannshof haben gute schritte gemacht. An der Drusenbergstraße, zwischen der Hunscheidt= und der Mozartstraße, führt der Spafund Bauverein ein größeres Bauvorhaben aus. Firma Eickhoff hat an der Wasserstraße und der senstraße mehrere Neubauten ausführen lassen, die Februar fertig sein werden. Vorgesehen ist an Stabtteil„Eorensein, werden einige„Neubauten, geführt, die hauptsächlich die noch offenen Baufläche ausfüllen. über dem Werte, waxmen. g5: gurzlicher Februar fertig sein werden. Vorgeseben ist führer H. Schulze üperreichte mit, Worten verstuce: Wasserstraße, der Bau von mehreren Eigengeimen. Anerkennung den Jubilaren eine schöne Ehrenurkunde. Stadtzeil Ehrenfeld werden einige Neubauten aus Im Namen der Arbeitskameraden überreichte P. Weber den drei Mitarbeitern ein würdiges Geschenk Die Kavelle und ein Lindener Humorist gestalteten den Rest des Abends recht gemütlich. Zahltag. Die Wohlfahrtserwerbslosen=Unterstützung wird am Freitag. 29. Januar, durch die Zahlstelle Linden=Dahlhausen ausgezahlt. Hohes Alter. Am Montag feierte Frau Witwe Hulda Eggemann, Dahlhausen, Dr.=.=Otto=Straße 174, ihren 76. Geburtstag. Streiflichter aus Linden=Dahlhausen. Von Ostern an wird die Dahlhauser Oberschule(das bisherige RealStadtteil Grumme=Böde Baulust. Nachdem der Neubau in der Nähe Seite 11 Nr. 21 Eine der oer Fall des Der Blutschande=Prozeß esan=Jungscharführer Sch wie nicht anders zu erwart der in diesem Prozeß zuto Auffassungen beträchtliches deutsche Presse wäre der Strasprozeß, mit der Urte wesen. Wir dachten garn einmal aufzurühren. Wir saß die kirchliche Ohrigkei Vvon Freiburg persönlich oden Fall ein für allemal hat sich das Erzbischöflich #sehen, am vergangenen Son rung in verschiedenen K zu lassen, in der die obj miung der deutsche mezogen wird. In dieser Erklärung! Führer sämtlicher Jugendo ##sondern vor etwa zwei Ja der Diözesenführerschaft de #gewesen sei.„Es sei unwe #Theologie studiere, da er n Eindium beendet habe. origen Jahres die Obers ##at=Gymnasiums besucht schwiegen, daß es sich hier #lannte Lendersche Anstalt Weiter wird Verwahr Schülle auch nach Aufdeckt rehmigung kirchlicher Stel setzen konnen. dem und Neunoch berichtet, im Zuge der Die Wieder Im 1. 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Seine entsprossen 10 6 Sohne und ch sehr rüstig eistian Lenz, geistiger und 9 auch die weibhme wird wohl werden. deren m.— Die Ermmt von Jahr so bemerkensl in dieser Hindie GeschäftsModernisierung ere Fortschritte. lokal mehr anustil aufzuweiradschaft Winzam Samstag inz=Baak ihre Beteiligung der Brüsener Begrüßungs= Braukamp imeraden wurentrissen. VerKassenbericht, Sparauthaben Kommissionen und der Schießeinslokal wurde Opferschießen d Kramve ausweiterer Fraoten des Weltegangenen Man den geschäftschießsportverein ußversammlung H. Borabohmer Vereinsführer lieder aab der ius dem ein gen Jahresbericht ei den einzelnen gut abgeschnitfolgendes Bild: ier, 1. Kassierer A. Mohr, 2 W. herneiser. Büchissen, am 6. Fealten. 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Wir waren auch der Auffassung, ##aß die kirchliche Obrigkeit und der Herr Erzbischof Freiburg persönlich allen Grund gehabt hätten, #en Fall ein für allemal ruhen zu lassen. Trotzdem #lat sich das Erzbischöfliche Ordinariat bemüßigt gesehen, am vergangenen Sonntag eine KanzelerklaBrung in verschiedenen Kirchen des Reiches verlesen ##u lassen, in der die objektive Berichterstatung der deutschen Presse in Zweifel #ezogen wird. In dieser Erklärung heißt es, daß Schülle nicht Führer sämtlicher Jugendverbände Badens gewesen sei, #sondern vor etwa zwei Jahren rund sechs Monate in er Diözesenführerschaft der katholischen Jugend tätig Uaewesen sei. Es sei unwahr, daß dieser junge Mann Theologie studiere, da er noch nicht das vorgeschriebene Uendium beendet habe. Er habe ja erst seit April #origen Jahres die Obersekunda eines badischen Pri#at=Gymnasiums besucht(in der Erklärung wird verAschwiegen, daß es sich hier um die allen Katholiken beBannte Lendersche Anstalt handelt). Weiter wird Verwahrung dagegen eingelegt, daß Schülle auch nach Aufdeckung seines Treibens mit Genehmigung kirchlicher Stellen sein Studium habe fortsetzen können. Die Tatsachen 1. Es ist absolut wahr, daß Hans Schülle er Diözesanführer für Baden war. Das Ergibt sich schon daraus, daß beispielsweise die Anschrift eines von dem Pfarrer Mannheim=Waldhof an Schülle werichteten Briefes lautet: „An den Diözesan=Jungscharführer Oberkirch.“ Die Weglassung des Namens besagt eindeutig, daß s eben in der gesamten Erzdiözese nur einen Jungcharführer gegeben hat. Ein Rundschreiben des Schülle an seine Unterführer trägt den Kopf:„Jungchar, Erzdiözese Freiburg.“ Wenn es weiter in der Erklärung heißt, Schülle sei ##r etwa zwei Jahren nur sechs Monate in der Diözeonführerschaft der katholischen Jungscharen„tätig" ewesen, muß im Interesse der Wahrheit festgestellt ##erden, daß Schülle nicht nur irgendwie„tätig" war, ondern der tatsächliche Führer war. Wenn #r nur sechs Monate„tätig" gewesen ist, so nicht deshalb, weil er vielleicht, wie aus der Formulierung der Erklätung geschlossen werden könnte, aus freiem EntSchluß die Führerschaft niedergelegt hätte oder weil dies Von der kirchlichen Obrigkeit veranlaßt worden wäre, ondern weil ihm von Staats wegen das Handwerk gelegt werden mußte. Schülle hat sich übrigens auch noch im Prozeß; als sözesan=Jungscharführer" bezeichnet. Es ist absolut wahr, daß Schülle Prieer werden wollte. Schülle hat, wie berichtet, seiner Mutter aus der Untersuchungshaft geschrieben, er wolle trotz allem seine Absicht, Priester zu werden, nicht aufgeben. Er hat im Prozeß auch noch nach richterlicher Feststellung seines Verbrechens den festen Entschluß kundgegeben, doch noch Pfarrer zu werden. Ein Entschluß, der bei allen Prozeßbeteiligten Erstaunen und Verblüffung hervorgerufen hat. Ob er auf dem Wege zu seinem mit ungewöhnlicher Beharrlichkeit verfolgten Ziel erst in der Obersekunda stand oder bereits eingeschriebener Student der Theologie an der Universität war, ist tatsächlich belanglos. Seine Verhaftung und die Verbüßung der Strafe betrachtet er ja lediglich als unliebsame Unterbrechung seines geistlichen Studiums, das er nach seiner Entlassung, da er als Verbrecher zu keiner deutschen Hochschule zugelassen wird, im Ausland fortzusetzen gedenkt. Die Erklärung des Ordinariats, daß es absolut unwahr sei, daß Schülle auch nach Aufdeckung seines Treibens mit Genehmigung kirchlicher Stellen sein Studium habe fortsetzen wollen, erfährt eine eigenartige Beleuchtung durch die Angabe Schülles, daß der Herr Kaplan Dettinger zu einem Zeitpunkt, als Schülles Verfehlungen dem Kaplan bereits bekannt waren, ihm auf die Frage, ob er nach seinen Verfehlungen das Studium zum Priester noch fortsetzen könne, erwidert habe, er solle es unter allen Umständen fortsetzen. Nur dürfe er keine geschlechtlichen Regungen mehr haben. Man muß sich nur fragen: Hat Herr Kaplan Dettinger aus eigener Verantwortung eine derart schwerwiegende Entscheidung getroffen oder hat er sich vorher der Zustimmung seiner kirchlichen Behörden versichert? Die Verlesung der Erklärung des Ordinariats überrascht um so mehr, als in der Prozeßberichterstattung in der Presse alles vermieden wurde, was der Kirche im allgemeinen oder dem Herrn Erzbischof persönlich hätte abträglich sein können. Weil nun das Ordinariat von sich aus den Fall noch einmal aufgreift, machen wir noch folgende bemerkenswerte Feststellung: 3. Es ist absolut wahr, daß Schülle vor Gericht ausgesagt hat, er sei der besondere Günstling des Erzbischofs gewesen. Er hatte vor der Verhandlung erklärt, er sei vom Erzbischof als Diözesan=Jungscharführer eingesetzt worden. Ueber die Taktik und die Ursache der besonderen Schärfe seines Kampfes gegen die Staatsjugend befragt, erwiderte Schülle, der Herr Erzbischof habe ihn persönlich zu dieser Schärfe angeeifert. 4. Es ist absolut wahr, daß Schülle in der Verhandlung bestätigt hat, daß er vom Herrn Erzbischof während seiner Schutzhaft in Kislau persönlich besucht wurde. 5. Es ist absolut wahr, daß der Herr Erzbischof persönlich im Rahmen einer beim Gauleiter 6. Es ist absolut wahr, daß Hans Schülle mit Hilfe besonders hoher Stipendien des Erzbischöflichen Ordinariats die Vorbereitungsschule zum geistlichen Studium in Sasbach besuchen konnte. Dabei ist zu beachten, daß nach den Bestimmungen der Anstalt Stipendien nur dann gewährt werden, wenn der Betreffende sich verpflichtet, auch wirklich Theologe zu werden. Trotz dieses Sachverhalts, ganz abgesehen von der Schwere des Verbrechens und der sittlichen Verwahrlosung des Verurteilten, haben sich Diener der katholischen Kirche nicht gescheut, das ganze Gewicht der kirchlichen Autorität in einer so fragwürdigen Angelegenheit durch Verlesung von den Kanzeln in die Waagschale zu werfen. An Tatsächlichem und Wesentlichem bleibt in dieser Erklärung nicht mehr viel über. Wir wollen das Urteil über diese Kanzelerklärung getrost dem gesunden Menschenverstand unserer Volksgenossen überlassen, die sich durch keine sophistischen Formulierungen beirren lassen— auch nicht, wenn dem Erzbischöflichen Ordinariat und verschiedenen Priestern die Gotteshäuser gerade gut genug erscheinen für solche„Erklärungen". Aus Westfalen und Rheinland Die Arbenen der Ensscheigene ssenschaf. entrationslager eingesetzt hat, woraus wiederum zu schließen###, daß sich Schuue der besonderen Gunst des Herrn Erzbischofs erfreute. ließen ist daß sich Sch Essen, 21 Januar. In der am 20. Januar abaehaltenen Genossenschaftsversammlung der Emschergenossenschaft. Essen, wurde vom Vorsitzenden, Generatdirektor Dr. Haßlacher, der Rechenschaftsbericht des Vorstandes erstattet. Ueber die im Geschäftsjahr 1936 ausgeführten Arbeiten berichtete Baudirektor Dr.=Ing. Ramshorn. Für den Ausbau neuer Bachläufe und die Errichtung von Pumpwerken werden bis Ende März 1937 rund 918000 RM. ausgegeben. An Hand zahlreicher Lichtbilder erläuterte der Vortragende die Dringlichkeit der Arbeiten und gab besonders auch eine Begrundung für den Bau der zahlreichen Pumpwerke und die sonstigen Wiederherstellungsarbeiten zur Beseitigung von Abflußschwierigkeiten, die im Laufe der Jahre infolge Einwirkung starken Kohlenabbaus weiter zugenommen haben.— Es folgten dann die Genehmigung des bereits in Nr. 11 besprochenen Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1937, der Bericht der Rechnungsprüfer über die Jahresrechnung 1935 und die Entlastung des Vorstandes. Abschließend wurden Ersatzwahlen zum Vorstand, zur Berufungskommission und zum Rechnungsprüfungsausschuß vorgenommen. Das bisherige stellvertretende Vorstandsmitglied Generaldirektor Bergassessor Kellermann(Gutehoffnungshütte. Oberhausen), wurde zum ordentlichen Vorstandsmitglied, Bergassessor Dr. Winkhaus(Mannesmannröhren= Werke, Düsseldorf) zum stellvertretenden Vorstandsmitglied gewählt. Ferner wurde Generaldirektor Bergassessor Buskuhl(Harvener Bergbau=AG., Dortmund) zum ordentlichen und Bergassessor Benthaus (Fried. Krupp AG., Essen) zum stellvertretenden Mitglied der Berufungskommission gewählt. Vorbereitung zum Reichsberufswettkampf 750 Ortswettkampfleiter zu einer Arbeitstagung versammelt Dortmund, 25. Januar. Nachdem bereits am vergangenen Sonntag eine Anzahl Ortswettkampfleiter für die Berufsgruppen„Holz“ sowie„Eisen und Metall“ im südlichen Teil des Gaues zu einer Arbeitstagung versammelt waren, hatte der Gaujugendwalter, Unterbannführer Treeck die Kreisjugendwarte und den größten Teil der Ortswettkampfleiter nach Dortmund eingeladen, damit noch einmal gemeinsam die Richtlinien für den am 14. Februar beginnenden 4. Reichsberufswettkampf besprochen werden konnten. An vier verschiedenen Stellen der Stadt ging die fachliche Schulung der 750 Ortswettkampfleiter vor sich, die am Nachmittag abgeschlossen wurde mit der Tagung der Kreise unter Leitung der Kreisjugendwarte. Diese Art der Schulung hat sich bei der immer mehr zunehmenden Bedeutung des Reichsbexufswettkampfes und bei der immer stärkeren Beteiligung schon im Vorjahr als sehr notwendig erwiesen, um eine möglichst einheitliche Bewertung der Arbeiten zu erreichen und Schwierigkeiten bei der Nachprüfung zu vermeiden. Waren im ersten Jahr nur 12000 Jugendliche daran beteiligt, so stieg ihre Zahl im vergangenen Jahr auf 32.000 im Gau Westfalen=Süd, sie wird in diesem Jahr auf weit über 45 000 steigen. In den ersten Tagen des April sollen dann die Besten aus dem Gau Westfalen=Süd in Dortmund ermittelt werden. Der„Fredenbaum“ wird in seinen Räumen diesen Endkampf sehen, aus dem sich dann wieder die Jugendlichen herausschälen, die berufen sind, den Gau in der Entscheidung um den hohen Titel eines Reichssiegers im Reichsberufswettkampf zu vertreten. Das Mädchen neben dem Steuer Gefängnis als Abschluß einer verhängnisvollen Autofahrt. Siegen, 25. Januar. Vor dem Siegener Schöffengericht hatte sich ein Kraftwagenfahrer aus dem Siegerland wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Der Angeklagte kam am 29. August vorigen Jahres mit einem Lastzug von einer Fahrt aus Mitteldeutschland Er hatte bei Erfurt ein junges Mädchen aus Köln kennengelernt, das den Fahrer bat, mitfahren zu dürfen, worauf der Fahrer und sein Begleiter eingingen. Die Fahrt ging durch das Wittgensteiner Land und bei Schameder rannte der Wagen mit Anhänger plötzlich in den Graben. Hierbei wurde dem Mädchen der Brustkorb eingedrückt, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Anklage warf dem Angeklagten vor. leichtsinnig gehandelt zu haben. Er habe sich mit dem Mädchen eingelassen und sei später am Steuer eingeschlafen. Das Gericht sah die Fahrlässigkeit dadurch für vorliegend, daß er sich durch das Mädchen von seinem verantwortlichen Dienst ablenken ließ. Die Einwendung des Angeklagten, er sei in Nebel geraten, könne nicht gutgeheißen werden. Wenn dem so sei, so habe er sehr vorsichtig fahren oder gar halten mussen. Auch darin habe der Angeklagte sehr leichtsinnig gehandelt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gefänanisstrafe von sechs Monaten. Ehrenvolle Berufung des Regierungsvize Bizepräsidenten des wergeerungsg gepräsidenten, Pg. Dellenbusch zum äsidenten des Oberprastdiums der Rheinprovinz Arnsberg, 25. Januar. gierung in Arnsberg teilt mit: Die Pressestelle der ReDer Reichs= und preußische Minister des Dr. Frick, hat im Einvernehmen mit dem preußischen Ministerpräsidenten, Generalobersten Göring, den bisherigen Vizepräsidenten der Regierung in Arnsberg, Parteigenossen Karl Eugen Dehlenbusch zum Vizepräsidenten des Oberpräsidiums der Rheinprovinz in Koblenz berufen. Stellenangebote (mdnulich) Drogerten, ParBümerien und bei Kriseuren eingef. Rosmetische und Sbarmaz. Artikel. Wei)„ Dienstag ab ## Uhr.(33224 ###otel Lindenhof, * sonit schrifolich L. Stawict, * Münster i.., Sentmaringerweg 116. SellVerikeler von führender Firma per sofort gesucht. 33156 Anzeig. Suche serlösen achmann wecks Realisierung anteiligen Ervsch.(Grundbemitzungen i. Westf.) 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Haltet innig treu zusemmen Und gännt mir die ewiße Rub Heute früh 4 Uhr verschied nach langem. schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater. Grohvater, Bruder, Schwager und Onkel im fast vollendeten 56. Lebensjahr. In stiller Trauer: Die Hinterbliebenen .-Hamme, Wanne-Eickel, Riemke, Schapdetten(Kr. Münster), den 25. Januar 1937 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 28. Januar 1937. nachm..15 Uhr. vom Trauerhause, Rudolfstraße 6, aus statt. Trauerteier eine halbe Stunde vorher daselbst. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Sochong Krieger- und LandwehrKameradschaft 3. Besuk Dienstag, den 26. Januar 1937 Beerdigung das Kameraden Rugust Rottmann Antreten 15 Uhr an der Friedhofskapelle „Blumenstraße" Ein treues Mutterhers hat aufgehört su schlagen. Der Wes ist weit und die Pforte ist eng, die zum Leben führt. Gott dem Allmächtigen hat es getallen. am Sonntag trüh dem 24. Januar 1937 nach schwerem Leiden meine liebe Frau. unsere gute Mutter. Schwiegermutter. Großmutter. Schwägerin und Tante, die Prau Lisotts Waschwill geb. Echtermann im Alter von fast 77 Jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Ernst Waschwill sen. Bochum, Ehrenfeldstraße 9. Die Beerditung findet statt am Mittwoch, dem 27. Januar 1937, nachmittags 15.30 Uhr, auf dem Zentral-Friedhof(Innenhol). Preisratendamm.„ Eses4 E Trauerteier nachm 14 15 Uhr im Trauerhause. Ehrenteidstr. 9. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Lichtspielhaus Marienstraße 14 Ab heute Woche der große Erfolg V. Gigli N in: Ju mein Glück Täglich ab.20 Uhr Statt besonderer Anzeige Unerwartet verstarb mein geliebter Sohn, unser lieber Bruder Otto Audehm im Alter von 28 jahren. Die trauernden Angehörigen Bochum, den 26. Januar 1937 Die Beerditung findet heute. Dienstag, nachmittag um.15 Uhr von der Friedhofshalle des Friedhofs Hamme statt: Trauerfeier daselbst eine Vierteistunde vorher geht um Ihr Geldl Silbermünzen verfallen! Am 1. 4. 1937 verlieren verschiedene deutsche Münzen ihre Gültigkeit. Es handelt sich um ältere.— RM.-und.— RM.-Stücke, sowie alle Sonderausgaben von.— RM.Stücken großen Formats Lassen Sie Ihre Heimsparbüchse leeren, damit Sie keinen Verlust erleiden! Städtische Sparkasse Bochum Nur noch bis einschließl. Donnerstag Der apannende Abenteurer-Großtilm KLINR Dans des intersssente Ralprageng Täglich.15,.40, 8 Uhr Welt=Licht am Bahnhof: Seieaten) Frau, 33.., w. d. Bekanntsch. ein. Herrn zwecks Heirat F. G. 33119 Anz. Verloren Schwüche, wak 4. Kimn bildu. Tiüe St. Eriahrung, Erfelg öherrsche. Auftlär. Schrift s. Prode verschlossen geg. 24 Pf. Porto. Unverbindt. Chemiker Kaesbach. Berlia-Wilmersd. 30 Postiach 2. K Br. Kind.=Handsch. Sonnt. ab d. verlor. Josepbinenstr. 55. 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Januar 1937 nachmittags um 3 Uhr, vom Eingang des alten Friedhots an der Friedhofstraße. Trauerteier 2. 15 Uhr im Trauerbause, Bergstraße 82 Sanitäre Anlagen Badeeinrichtungen Seit 1972 Paul Wagner Viktoriastraße 61—53 Telephon 679.06 StadtFcheater Palegeg. Entrernung von Hornhaut u. eingewachsenen Nägeln. Einlagen nach Maß. Horstkamp Tel. 63086 Fuspraktiker. Rottstraße 44 B OCHUM Dienstag, 26. Jan., Vor dem gewaltigen Hinter. grund des heidenhaften Kamp. les um die Festung Port Arthun schildert der Tobls- Europa. Großfilm das tragische Schich. sal eines russischen Offizien## und seiner japanischen Frau## die zur Verräterin am Vaterland# Ihres Mannes werden soll. Ein# Fllm, der Adolf Wohlbrück u einer neuen Rolle als großen dramatischenMenschengestaln ter zeigt. Seine Partnerin Ia# Karln Hardt— in der Interes. santen, überraschenden Mask einer Japanerin. 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