Bezugspreis mit Botenlohn:2 15 RM. monatlich oder.08 RM. haldSelbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkseitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Leitung durch böhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, sonntags 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer mittwochs samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag 22. Januar 1937 44. Jahrgang Nummer 18 Einzelpreis 10 Pf. iun Ariselganis Seielenseasde TP- oker- Gefeilaniele, sDe Agale ue, Alscstechd Beai i. hshe lich aufgegebener Anzelgen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Moskaus Urheberlchaft erwielen Drins=enattern D Krerl““ Verwendung hochbrisanter Sprengstoffe— Erheblicher Sachschaden dnb Lissabon, 21. Januar. Da den Volschewisten in Spanien das Wasser bis an den Hals steht, versuchen sie ihrer verlorenen Sache in Spanien durch Terrorakte in Portugal auf die Beine zu helfen. So ereigneten sich in der vergangenen Nacht mehrere schwere Bombenattentate in Lissabon und Umgebung. Gegen 11 Uhr explodierten im spanischen Konsulat, im Erziehungsministerium, in den Funkstationen Emissora und Radioclub Portuges, in der Nähe des Kriegsmaterialdepots in Derola und in der Umgebung einer größeren Anzahl von Benzinwaggons in Alcantara mehrere Sprengkörper. Infolge der Verwendung hochbrisanten Sprengstoffes wurde bei den Anschlägen erheblicher Materialschaden angerichtet. Glücklicherweise scheinen nach den bisherigen Ermittlungen Menschen nicht zu Schaden gekommen zu sein. Die Polizei griff sofort energisch durch und nahm zahlreiche Verhaftungen von verdächtigen kommunistischen Elementen vor. „Diario de Noticias“ schreibt zu den kommunistischen Gewaltakten, die Bombenattentate seien bezeichnend für die feige Kampfesweise ihrer Urheber, die in einem friedlichen Ordnungsstaat ihren Terror auszuüben versuchten. Diese Attentate, die für die Revolutionäre absolut keine Erfolgsmöglichkeiten böten, stellten lediglich den Versuch dar, das internationale Ansehen des neuen Staates Portugal zu erschüttern. Der Innenminister erklärte nach den Anschlägen vor Vertretern der Presse, die Vorkommnisse bestätigten klar und eindeutig, wie recht die portugiesische Regierung mit ihrer Behauptung gehabt habe, der spanische Bürgerkrieg gefährde das Leben der portugiesischen Nation. Durch die geographische Lage sei der Kommunismus heute innerer und äußerer Landesfeind Portugals. Der unterstrich, der Umfang der Zerstörung bei den Anschlägen ergebe, daß hochexplosive Sprengkörper Verwendung gefunden hätten, die nur ausländischen Ursprungs sein könnten. Das beweise, daß die Urheber dieser schändlichen Verbrechen im Kreise von Ausländern und portugiesischen Hochverrätern zu suchen seien. „Malaga muß gehalten werden!“ Verzweiflungsbesehl von Moses Rosenberg an Caballero Salamanca, 21. Januar. Die nationalen Truppen setzen ihre Operationen in der Provinz Malaga erfolgreich fort. Selbst die bolschewistischen Sender müssen eingestehen, daß die Lage ernst ist. Im Auftrag Moskaus stellte Moses Rosenberg an den Bolschewistenhäuptling Largo Caballero die Forderung, Malaga mit Aufbietung der letzten Kraft zu halten. Der östlich von Malaga gelegene Mittelmeerhafen Almeria wurde von nationalistischen Fliegern bombardiert. Im Abschnitt Marbella konnten die nationalen Truppen nach heftigen Feuergefechten ihre Front ausrichten und die Bolschewisten aus einigen Stellungen vertreiben. In den Bergen kam es zu Zuzusammenstößen mit einigen dorthin geflüchteten bolschewistischen Horden, die von den nationalen Truppen versprengt wurden. Die Bolschewisten hatten mehrere Tote. Auf der Höhe von Tarragona konnte ein bolschewistischer Handelsdampfer durch Torpedoschuß beschädigt werden, so daß er die Fahrt unterbrechen mußte.„ W maihef.# Von der Madrider Front wird gemeldet, daß nationale Flugzeuge die bolschewistischen Truppensammelplätze Valdemorilla, Villalba und Collado Villalba bombardiert haben. Sie richteten eine verheerende Verwirrung und großen Materialschaden an. Durch ein Bombardement der bolschewistischen Stellungen an der Madrider Stadtgrenze gerieten am Königspalast zwei Gebäude in Brand. Beschluß ohne praktische Bedeutung Freiwilligen=Ermächtigung auch vom französischen Senat angenommen— Opposition bezweifelt Anwendung Paris, 21. Januar. Der Senat hat Donnerstag nachmittag das von der Kammer verabschiedete Gesetz, das die Regierung ermächtigt, die Anwerbung von Freiwilligen nach Spanien zu verbieten, mit allen 283 abgegebenen Stimmen angenommen. Für die Opposition sprach Senator Lemery. Er erklärte, die Vorlage regele nichts, sondern räume der Regierung nur Vollmachten ein, von denen sie nach ihrem Ermessen Gebrauch machen könne. Deutsche Erdforscher fahren bereits Mitte Februar nach Abessinien. Berlin, 21. Januar.(Eig. Drahtber.) Auch heute noch befaßt sich die reichshauptstädtische Presse in langen Artikeln mit der Bedeutung der kichtung der deutsch=italienischen Bergbaugesellschaft für Italienisch=Ostafrika. So hatte die„Nachtausgabe“ mit dem zum Leiter der Forschungsgesellschaft ernannten Professor von Zurmühlen eine längere Unterredung, in der der bekannte Wissenschaftler u. a. aus„Die Vorarbeiten für unsere Forschungsreise sind bereits soweit gediehen, daß die Expedition schon Mitte Februar Deutschland verlassen kann. Da wir mit den neuzeitlichsten und besten Instrumenten arbeiten wollen, müssen wir uns allerdings Mühe geben, sie rechtzeitig heranzubekommen, aber wir werden sie bekommen. Denn von diesen hochwichtigen Geräten deutscher Präzisionsarbeit wird zu einem nicht geringen Teil das Ergebnis unserer Abessinienreise abhängen. Der Expedition werden neben mir noch drei Geophysiker und drei Montangeologen angehören, die auf dem Gebiete der Auffindung von Lagerstätten über besonders gute Erfahrungen verfügen. Für einen erfolgreichen Abschluß der Reise wird eine mindestens einjährige Studienarbeit erforderlich sein. Voraussichtlich werde ich selbst aber viel früher zurückkommen müssen, da ich meinen Lehrstuhl und die hielsigen Arbeiten nicht so lange im Stich lassen kann.“ Der lechzigjährige Schacht Es gibt Sechzigjährige— der Reichsbankpräsident und beauftragte Reichswirtschaftsminister gehört seit heute dazu—, denen man aus Anlaß der in„ keit" vollendeten sechs Jahrzehnte keine Komplimente macht. Die wären fehl am Ort. Sie sind zu lebendig dafür. Sie leben, in welchen Jahren auch immer, in der Gegenwart, aus der ihnen die Kräfte zufließen, und auf die sie ihrerseits entscheidend einwirken. Sie gehören zugleich der Zukunft. Von Hjalmar Schacht, dem Menschen, sagt man zu wenig, wenn man nur den Reichsbankpräsidenten, selbst wenn man zugleich den Reichswirtschaftsminister in Betracht zieht, wie auch die Aufgaben, die in diesen Jahren seine Aemter ihm auferlegen, bei all ihrer lastenden Größe eben doch, schon rein zeitlich genommen, nur einen Teil seiner Wirkungen und WirkungsmöglichkeiGehenndrattereiin einer Hohhle Die Zentrale der Kärntner Kommunisten ausgehoben Der Führer will Eden antworten dnb Berlin, 21. Januar. Bekanntlich hat sich der englische Außenminister Eden in seiner Rede am 19. Januar vor allem mit Deutschland beschäftigt. Wie der„V..“ erfährt, hat sich der Führer und Reichskanzler die Beantwortung dieser Rede, soweit sie auf Deutschland Bezug hat, selbst vorbehalten. dnd Wien, 21. Januar. Ein ganz großer Schlag ist den Kärntner Sicherheitsbehörden gelungen. Dieser Tage wurde die illegale Zentrale der Kärntner Kommunisten in Klagenfurt ausgehoben. Zahlreiche Personen, darunter ein ehemaliger Beamter der Landesregierung und ein bekannter Klagenfurter Bäckermeister mit seinen Gehilfen, wurden verhaftet. Der größte Erfolg der Aktion war die Entdeckung der Geheimdruckerei, nach der man schon seit Jahren fahndete, da in ihr der„Kärntner Bolschewik“ hergestellt wurde. Die illegale Druckerei war mit der denkbar größten Vorsicht in einem unterirdischen Raum in der Ortschaft St. Jakob auf der Heide angelegt worden. Der Zugang führte durch einen mehrere Meter tiefen Brunnenschacht. Von dort aus gelangte man wieder durch einen unterirdischen Stollen in einen betonierten Raum. In dieser künstlichen Höhle fanden die Gendarmen eine 600 Kilo schwere Druckpresse, über 200 Kilo Letternmaterial, ein Maschinengewehr, zahlreiche Gewehre und Munition. Angarn enthüllt Moskaus Aufmarschpläne gegen Mitteleuropa Berlin, 21. Januar.(Eig. Drahtber.) Hier liegt das Budapester Blatt„Pesti Ujsag" vor, das in einem groß aufgemachten Artikel die militärischen Aufmarschpläne der Sowjetregierung gegen Europa enthüllt. Der Artikel gibt die von den sowjetrussischen Militärbehörden ausgearbeiteten Pläne in allen Einzelheiten wieder. Danach soll die erste Armee der Sowjets, die Nordarmee, unter dem Kommando des Generals Saposchnikow über Schweden, Norwegen und Dänemark nach SchleswigHolstein in Deutschland einfallen. Eine zweite Armee, die Mittelarmee unter dem Kommando des Generals Umborewitsch, bricht über das Baltikum und das Memelgebiet nach Ostpreußen ein, entwickelt sich von hier aus fächerartig und vereinigt sich in Schlesien mit der im Süden von der Tschechoslowakei her aufmarschierenden dritten Armee unter dem Befehl des Generals Jakir. General Jakir, so erklärt das Blatt, habe während der letzten Jahre wiederholt in Prag geweilt und dort mit dem tschechoslowakischen Generalstab eingehende Verhandlungen über den gemeinsamen Aufmarsch gepflogen. Der Südarmee unter General Jakir soll nach den vorliegenden Plänen eine ganz besondere Bedeutung zukommen. Sie soll in drei Richtungen operieren. Durch die Umfassung Polens würde sie sich mit der dritten Armee im Norden vereinigen. Von der Tschechoslowakei her soll sie gegen Oesterreich, Ungarn und Jugoslawien operieren, während der dritte Armeeahschnitt über Bessarabien, Rumänien und [Siebenbürgen ebenfalls nach dem Donauraum vorstoßen soll. Nach der Vereinigung des südlichen Flügels und der Mitte der Armee Jakir würden diese dann gegen Italien und gegen die Schweiz einschwenken und von hier aus gegen Süddeutsch= land vorstoßen. Besonderes Gewicht wird auf das schnelle Handeln der Armee Jakir gelegt. Das ungarische Blatt meint dann weiter, wieder entscheide sich das Schicksal Europas wie in der Tatarenzeit im Donauraum. Deshalb bringe Sowjetrußland die großen Opfer für die Rote Armee und nur deshalb baue es die Flugstützpunkte, die Straßen und die Eisenbahnen in der Tschechoslowakei aus. Die endgültige Vorbereitung dieses Planes, der an den Zug des Dschingis Khan erinnere, solle noch im Jahre 1937 in Angriff genommen werden. Die Meldung der Budapester Zeitung ist dann auch den übrigen ungarischen Blättern aufgenommen worden. So meint das halbamtliche Regierungsorgan „Függetlenseg“, ob Europa nun nicht endlich einsehe, welche außerordentliche Bedeutung dem Donauraum in der Abwehr dieses ungeheuerlichen Dschingis=KhanPlanes zukomme. Hier habe ein starkes und aufgerüstetes Ungarn eine besonders wichtige Aufgabe, denn über die ungarischen Köpfe und Leiber hinweg führe der Weg nach Rom, Paris und München. werde aber in diesem Kampfe durch die Freundschaft und durch die gewaltige Kraft großer nationaler Länder unterstützt. ten ausfüllen. Freilich, solange diese Aufgaben sind, wie sie sind, hat der Träger des Doppelamtes— von den vielfältigen Nebenämtern ganz zu schweigen— „leidlich" zu tun. Aber vor diesen Aemtern und Leistungen liegen andere, um Jahrzehnte zurückliegende, die schon Geschichte geworden sind. Und das kraftbewußte Vertrauen auf das, was eine noch entfernte Zu8% * Ministerpräsident Göring auf Capri die Sehenswüedigleiten der Jusesk. Weltbild Dr. Hialmar Horace Greely Schacht, der heute 60 Jahre alt wird kunft von ihm fordern und ihm gewähren mag, hat Schacht selbst vor einigen Jahren in einer Weise ausgedrückt, die den Mann vor Augen stellt. Das war 1930, in einer Lage, die einem andern bitter erschienen wäre, vielleicht ihn entmutigt hätte: Schacht sah sich veranlaßt, das Amt des Reichsbankpräsidenten niederzulegen. Was sagte der Besehdete dazu? Er habe Zeit: er rechne damit, noch wenigstens dreißig Jahre vor sich zu haben. So spricht ein Mensch, der sich nicht nur seiner Lebenskraft bewußt ist, sondern noch mehr seiner Fähigkeit, sich in dem Fluß der Zeiten und Dinge immer wieder zu erneuern. Wie ist der Mann hinter dem Werk beschaffen? Ein nordgermanischer Mensch, in dem sich das Blut hanseatischer Kaufleute mit dem der mütterlichen Adelsfamilie kreuzt. Ein Mensch, durch dessen Kindheit und Jugend Seeluft wehte, Atem der Weite. Ein„Akademiker", den aber die frühzeitige Uebung in wirtschaftlichem Denken vor gelehrter, die Kenntnis der staatlichen Verträge(23jährig war Schacht Assistent der Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen) vor kaufmännischer Einseitigkeit bewahrte. Ein musischer Mensch, offen den Dingen, die den Ueberschuß des Lebens ausmachen. Endlich nicht geringstens: begabt mit dem Humor, der die Schwere des Arbeitslebens sich und anderen erträglich macht, und dem wehrhaften Witz, den ständige Kämpfe erforderten. erfuhren, neben manchem Ausländer, die Proben, denen es„tantenhaft“(Schachts eigene Worte) erschien, sich wegen der Aufbringung der vom neuen Deutschland erforderten Mittel Gedanken zu machen. Humor wieder gehörte zur unverstimmten Aufnahme der vielen Scherze, deren Gegenstand Schacht seinerseits war: von dem in allen Karikaturen unvermeidlichen hohen Kragen bis zur gelungenen Schauspielermaske in einer Bühnenkomödie( aber auch Schacht selbst ist ja, in jungen Jahren, auf dem Liebhabertheater aufAus dom Asistenten bei der Zentalstelle, Hir. Ver bereitung von Handelsverträgen wird ein Prartiter des Bankwesens: Stellvertretender Direktor der Dresdner 2 Nr. 18* Bochumer Anzeiger„ Freitag, 22. Januor 1937 Seite 3 Nr. 18 Bank. Direktor der Nationalbank für Deutschland. Geschäftsinhaber der Vereinigten Darmstädter und Nationalbank. Zwischendurch aber hat er eine Beschäftigung, mit der er andere Seiten seines Wesens, die wissenschaftliche und zugleich die journalistische betätigt, als Leiter des volkswirtschaftlichen Büros der Dresdner Bank. Dann: der Sprung in die Staatswirtschaft, an ihrer gefährdetsten Stelle. Das Höllenrad der Inflation macht seine letzten, wilden Drehungen. Reichswährungskommissar Schacht stabilisiert die Billionenmark, wird Mitschöpfer und Erhalter der neuen Währung. Der Reichsbankpräsident Schacht— mehr als sechs Jahre bleibt er in diesem Amt— hat für den Fortbestand des Währungswunders zu kämpfen: gegen die Reparationsmächte, gegen die Widerstände von innen und außen, gegen die Forderungen der Siegerstaaten, wie sie im Dawes= und im Younaplan feste Gestalt gewinnen— aber auch gegen die Darlehnsfreudigkeit der gleichen Mächte, die den Geldsinn deutscher Verwaltungen betäuben. Schacht warnt, er warnt vor der Verschwendung der Gemeinden, er sucht sie durch Bewilligungszwang zu zügeln. Er kämpft, als deutscher Sachverständiger, gegen die gefährlichsten Punkte des Youngplans, betont schon damals die Unentbehrlichkeit deutscher Kolonien. Er macht bei diesem Anlaß die Welt mit seinem Temperament bekannt. Am 2. April 1930 verzichtet er, bis auf weiteres, auf das Reichsbankpräsidium. Er kann warten. Seine Stunde, die zweite seines Lebens, kommt wenig Jahre danach. Das nationalsozialistische Deutschland holt ihn auf den Posten des Reichsbankpräsidenten zurück, im folgenden Jahr wird die noch größere Last ihm anvertraut: Schacht wird und ist,„mit den Geschäfter des Reichswirtschaftsministers beauftragt". Das Vertrauen des Führers und Reichskanzlers zieht dem Mann und dem Doppelamt einen Aufgabenkreis von außerordentlicher Weite: ein Feld, das, mit seinen wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenhängen, so ziemlich an alle Gebiete des öffentlichen Lebens grenzt— von dem Währungsschutz bis zur Arbeitsschlacht, von der Neuordnung des Bank= und Kreditwesens bis zu den Stillhalte= und Verrechnungsabkommen, von dem internationalen Schuldendienst bis zur Sicherung der Mittel für die erneute Wehrmacht. In diesem schier unabsehbaren Bereich hat Schacht den Zins gesenkt den Kapitalmarkt auf gesunde Füße gestellt und die kurzfristigen Schulden teilweise konsolidiert. Der Mann aber, der dies alles vermochte, findet Zeit, Organi ator in Gemeinschaft mit der Deutschen Arbeitsfront, Propagandist, Redner, Schriftsteller zu sein, alle Teile Deutschlands zu besuchen und als Wirtschaftsunterhändler das Ausland zu bereisen. Er ist unermüdlich, behält seine Verantwortungsfreude und zeigt sich jeder Lage gewachsen. Dus Wraderr„Wrule gtsunrel. Die Arsache des rätselhaften Untergangs wird nie voll aufgeklärt werden können * erfährt dnb Kiel, 21. Januar. dem Untergang des Versuchsschisses„Welle" DNB. von zuständiger Stelle noch folgende Einzelheiten: Der Segelschoner„Buhnen“ der SA.=Gruppe Nordmark war bei einer Ausbildungsreise am Freitag, 15. Januar, abends, bei normaler Wetterlage bei Puttgarden Riff im Nordosten der Insel Fehmarn auf Grund geraten. Auf sein Notsignal wurde das Versuchsschiff„Welle“, das sich in der Lübecker Bucht befand, durch die Marinestation der Ostsee zur Hilfeleistung eingesetzt. Am nächsten Tage traf der Schlepper „Fairplay 10“ an der Unfallstelle ein, und beide Schiffe versuchten, die gestrandete„Buhnen“ abzuschleppen. Der Versuch mißlang, da das Wasser inzwischen gefallen war. Im Verlauf des 17. Januar trat Wetterverschlechterung ein, und der sehr hart aus Südost wehende Wind steigerte sich am Montag zum Sturm mit Schneetreiben. Auf„Fairplay 10“ brach die Ankerkette, und da gleichzeitig die Schlepptrosse in die Schraube kam, strandete der manövrierunfähig gewordene Schlepper etwa 100 Meter neben der„Buhnen". Dem Rettungsboot Puttgarden gelang es am Montag morgen in zweimaligen, unter größten Schwierigkeiten durchgeführten Fahrten, Teile der Besatzung der„Buhnen" zu bergen. Es mußte aber wegen weiterer Wetterverschlechterung seine Rettungsversuche einstellen. Funkstörungen auf der„Welle“. Das Versuchsschiff„Welle" blieb als Signalübermittler zwischen der Rettungsstation Puttgarden und dem gestrandeten Schiff in der Nähe erhielt jedoch Seemeilen westlich von Fehmarn, nördlich der Hoh- den er bis zur Indienststellung des Avisos wacht=Bucht, durch das Versuchsboot„Naetiles" ge=behielt. Seine Wasserverdrängung betrug 470 Tonnen. f Die Bergung des gestrandeten Fahrzeuges ist eingeleitet. funden. r s Scrun * Kiel Pe e Hübeck eser„ # Hlamburg mände e érenen A der In kameradschaftlicher Einsatzbereitschaft für die hefindliche Besotzung des Segel in Seenot verinotiche Desatzung des Segelschoners „Buhnen“ und des Schleppers„Fairplay 10“ hat in und dem gestranberen Schiff in der Nühr, erhiet hedoch treuer seemännischer Pflichterfüllung die gesamte Mannam Montag abend auf Grund der weiteren Wetter=schaft der„Welle“, 25 brave Seeleute mit ihrem Glückwunsch des Führers an Dr. dub Berlin, 21. Der Führer und Reichskanzler hat an den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht nachstehendes Glückwunschschreiben gerichtet: „Sehr geehrter Herr Dr. Schacht! Zu Ihrem morgigen 60. Geburtstag spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Ich gedenke dabei mit Anerkennung und Dank der großen Verdienste, die Sie sich in Ihrem langjährigen Wirken als Reichsbankpräsident um die Erhaltung der deutschen Währung und in den letzten Jahren durch Ihre Arbeit als Leiter des Reichs= und preußischen Wirtschaftsministeriums um die Ordnung und den Ausbau der deutschen Volkswirtschaft erworben haben. Ich wünsche von Herzen, daß Ihnen auch fernerhin persönliches Wohlergehen und weitere erfolgreiche Arbeit im Dienste des deutschen Volkes beschieden seien. Mit Deutschem Gruß! Ihr (gez.) Adolf Hitler.“ ing„die Weisung,„Schutz, unter Land zu „Welle hat diesen Besey kurz nach Erhatt verschlechterung suchen.„Ehrur“ ugi besen Besehl zurz nach Erhe um 22.15 Uhr funkentelegraphisch bestätigt. Noch um 23 Uhr wurde beim funkentelegraphischen Anruf der „Welle“ festgestellt, daß bei ihr Störungen in der FT.=Sendestation eingetreten waren. Zwischen 2 und 3 Uhr morgens(am 19. Januar) wurde das Schiff noch von Marienleuchte gesichtet. Etwas Außergewöhnliches wurde zu diesem Zeitpunkt an dem schutzsuchenden Fahrzeug nicht beobachtet. Am Dienstag vormittag wurde der Chef des Schulverbandes der Sperrschule, der mit drei Minensuchbooten im Heimathafen lag, in See geschickt, um„Welle" abzulösen. Als„Welle" nicht gefunden wurde, suchten die Boote und der Flottenbegleiter„F 6“ die Westküste der Insel Fehmarn und die Wege nach Kielsnor und der Marstall=Bucht ab. Schneesturm und sehr geringe Sicht erschwerten die Sucharbeit in höchstem Grade. Trotzdem wurde sie bis Mitternacht fortgesetzt. An der Anfallstelle Am Mittwoch morgen begann beim Hellwerden die planmäßige Absuchung des Fehmarn=Beltes, der Kieler Bucht und der Belt=Eingänge durch alle verfügbaren Fahrzeuge der Flotte und des Stationskommandos sowie durch Flugzeuge des Luftkreiskommandos VI. Um 10.30 Uhr wurde das Wrack der„Wellg, Iremer Firma zurückgekauft und 1927„ Gein, dessen Maste etwa vier Meter über Wasser ragten, zei,##narine übernommen. Er erhielt den ncamen„Grille“ Kommandanten dem Leutnant zur See(.) Böhning, den Tod in den Wellen gefunden. Der Untergang des so kräftig gebauten Schiffes— „Welle“ war ein früherer Fischdampfer und hat selbst in der Nordsee schwerste Stürme überstanden— wird wohl nie voll aufgeklärt werden können. Man denkt unwillkürlich an den Untergang der Elbe“, bei dem eine Reihe besonders ungünstiger Umstände, über die der Mensch keine Macht besitzt, zusammengeführt haben, um ein als unkenterbar geltendes Schiff zu vernichten. Die Besatzung der„Fairplay 10“ konnte am Dienstag nachmittag trotz sehr schlechter Wetterlage durch das seemännisch hervorragend geführte Beiboot des Minensuchbootes„M. 126“ geborgen und an die an der Unfallstelle eingetroffene„Fairplay 14“ abgegeben werden. Das Beiboot ging auch bei dem gestrandeten Segelschoner„Buhnen“ längsseits, doch wollte dessen Besatzung an Bord bleiben; sie wurde, wie bereits gemeldet, Mittwoch nachmittag von dem Rettungsboot der Station Puttgarden von Bord genommen, nachdem ruhiges Wetter eingetreten war. Bei dem Versuchsschiff „Welle“ handelt es sich um den 1916 gebauten Fischdampfer„Von der Goltz". Nach dem Kriege mußte er an England ausgeliefert werden, wo er unter dem Namen Star of Eve“ fuhr. Er wurde aber von einer Bremer Firma zurückgekauft und 1927 von der Kriegsübe Die Schiffe der Kriegsmarine, die Dienstgebäude der Wehrmacht und die deutsche Handelsschiffahrt haben heute halbstock geflaggt. Beileid des Führers Der Führer und Reichskanzler hat an den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Raeder, nachstehendes Telegramm gerichtet: „Mit tiefer Trauer erhalte ich die Nachricht vom Untergang des Versuchsbootes„Welle“ und dem Tode Untergang des Versuchsbootes„Welle“ und dem Tode seiner Besatzung. Ich spreche Ihnen und der Kriegsmarine meine herzlichste Teilnahme an dem schweren Verlust aus und bitte Sie, den Hinterbliebenen der bei ihrer tapferen Rettungstat ums Leben gekommenen Kameraden mein tiefempfundenes Bekleid zu übermitteln; ihr Opfer wird als Beispiel treuer Kameradschaft in der Geschichte der Seefahrt weiterleben. (gez.) Adolf Hitler.“ Stabschef Lutze hat dem Generaladmiral Raeder im Namen der gesamten SA. sein tiefgefühltes Beileid ausgesprochen.— Weiter hat die Auslandsorganisation der N SD A P. ihre Verbundenheit mit der Marine und ihr kameradschaftliches Beileid telegraphisch zum Ausdruck gebracht. Tagesbesehl an die SA. Stabschef Lutze hat aus Anlaß des Unterganges des Versuchsbootes„Welle“ einen Tagesbefehl an die SA. erlassen, in dem es u. a. heißt:„Die deutsche Kriegsmarine ist von einem schweren Verlust betroffen worden. Zur Hilfeleistung des bei Fehmarn gestrandeten Segelschoners der SA.=Gruppe Nordmark„Buhnen“ und des gleichfalls gestrandeten Bergungsdampfers „Fairplay 10“ eingesetzt, ist das Versuchsboot der Reichskriegsmarine„Welle“ in der Nacht vom 18. zum 19. Januar 1937 einem orkanartigen Sturm zum Opfer gefallen.“ Nach der namentlichen Aufzählung der 25 Besatzungsmitglieder, die den Seemannstod fanden, heißt es dann:„SA.=Männer! 25 Angehörige der deutschen Kriegsmarine haben in kameradschaftlicher Einsatzbereitschaft bei dem Rettungsvorhaben den Seemannstod gefunden. Mit den Kameraden der deutschen Kriegsmarine und den Angehörigen der Toten trauert die gesamte SA. um den schweren Verlust, und ich ordne deshalb an: Sämtliche Dienstgebäude der S A. setzen am Tage der Beisetzung die Flaggen halbstock.“ 10000 RM. für die Hinterbliebenen Drei Schacht=Stiftungen der Reichsbank Die Parole Japans: Verstartter Kumpf gegen Wio brau Japans Außenminister fordert zum Anschluß an das deutsch=japanische Abkommen auf Die vom Führer und Reichskanzler ins Leben gerufene Stiftung„Opfer der Arbeit auf See“ hat für die Hinterbliebenen der bei dem. Untergang des Versuchsbootes„Welle" umgekommenen Besatzung einen Betrag von 10000 RM. zur Verfügung gestellt. Es wird gebeten, etwaige sonstige Spenden auf das Konto der Stiftung für Opfer der Arbeit auf See“ bei der Reichskreditgesellschaft, Berlin W 8, einzuzahlen. and Berlin, 21. Januar. Aus Anlaß des 60. Geburtstages des Reichsbankpräsidenten und beauftragten Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht hat das Reichsbankdirektorium drei Stiftungen in der Gesamthöhe von zwei Millionen Reichsmark gegründet. Die Stiftungsurkunde hat folgenden Wortlaut: „In dem Wunsche, der Verbundenheit von Führer und Gefolgschaft der Reichsbank sichtbaren Ausdruck zu geben, dem Manne zu danken, der als einer der Besten seines Volkes in schwerer Zeit seine ganze Kraft in den Dienst des Vaterlandes gestellt hat, und seinen Namen einem Werke zu verbinden, das im Sinne seines Schaffens und entsprechend der Tradition der Reichsbank dem Nutzen des Ganzen dienen soll, hat das Reichsbankdirektorium beschlossen zu Ehren des Reichspanrpranigenten Dr. Hialmar„Schacht und zum bleibankpräsidenten Dr. Hjalmar„Schacht und zu benden Gedächtnis seines Wirkens anläßlich seines 60. Geburtstages drei Stiftungen zu begründen, die den Namen Hjalmar=Schacht=Sportstiftung, Hialmar=Schacht Ferienheimstiftung und Hjalmar=Schacht=Auslandsstipendium tragen sollen.“ Deutsch=japanische Freundschaft Der Kaiser von Japan empfing den Kommandanten der Emden Tokio, 21. Januar. Donnerstag vormittag empfing der Kaiser von Japan den Kommandanten der„Emden", Lohmann und Fregattenkapitän Liebetanz in der historischen Phönix=Halle des kaiserlichen Palastes. Der deutsche Botschafter von Dirksen stellte die beiden Offiziere und den Marineattaché Wenneker dem japanischen Kaiser vor, der die deutschen Offiziere mit sehr freundlichen Worten begrüßte und sich nach dem Befinden der„Emden“=Mannschaft erkundigte. Kommandant Lohmann sprach dem japanischen Kaiser seinen Dank für den ihm am Abend zuvor überreichten Orden aus und gab seinem und der gesamten Besatzung Dank für die herzliche Aufnahme in Japan Ausdruck. In politischen Kreisen und in der gesamten Presse findet die Ehrung der deutschen Offiziere große Beachtung. Während des Festes am Mittwoch abend, das zu Ehren der Besatzung des Kreuzers„Emden“ veranstaltet wurde, überreichte Marineminister Nagamo Kommandant Lohmann und Fregattenkapitän Liebetanz den Orden zum Heiligen Schatz. In seiner Ansprache gob Marineminister Nagamo seiner besonderen Schätzung der deutschen wiedererstandenen starken Flotte Ausdruck und sprach von seiner und des lapanischen Volkes Freude über das deutsche Nationalgefühl. Kommandant Lohmann dankte für die Aufnahme der „Emden“ in Japan und die ihm und seinen Kameraden zuteil gewordene Ehrung. Tokio, 21. Januar. Das japanische Parlament trat am Donnerstag zu seiner zwei Monate umfassenden Arbeitstagung zusammen..... Taat, I. feiner GräffMinisterpräsident Hirora legte in seiner Eroffnungsrede die Grundlinien seiner bisherigen Regierungsführung eingehend dar. Die innen= und außenpolitische Lage erfordere, so erklärte er u.., eine Erneuerungspolitik im Rahmen der japanischen Verfassung, wobei das Kaiserhaus der Mittelpunkt des japanischen Volkes bleiben müsse. Die Erneuerungspolitik strebe die Fortsetzung der japanischen Friedenspolitik gegenüber allen Ländern an, darüber hinaus aber verstärkten Kampf gegen die kommunistische Gefahr. Deswegen sei auch das deutsch=japanische Abkommen notwendig gewesen. Innenpolitisch sei die Arbeit der Regierung in erster Linie auf die Stärkung der Landesverteidigung gerichtet unter möglichst weitgehender Berücksichtigung aller Bestrebungen, die eine Verbesserung der Lebenshaltung des japanischen Volkes zum Ziele haben. Eine Verwaltungsreform, die sich auch auf die Arbeit des Parlaments erstrecken werde, sei in Vorbereitung. Ministerpräsident Hirota schloß seine Ausführungen mit der Bitte um Zusammenarbeit aller in dem von ihm angegebenen Rahmen... 46.—# Der Bericht des Außenministers Arita ging von der Tatsache aus, daß die schwierige internationale Lage ein unbeirrtes Festhalten Japans an seiner Politik als Ordnungsfaktor in Ostasten zum Wohle des Weltfriedens verlange. Einen besonderen Raum nahm in der Rede Aritas die kommunistische Gefahr und das deutsch=japanische Abkommen ein. Der Außenminister betonte unter Zurückweisung aller falschen Auslegungen die Notwendigkeit des Abkommens als Gegenmaßnahme gegen die Wühlarbeit der Komintern und forderte nochmals die anderen Mächte zum Anschluß an dieses Abkommen auf. Auf die Beziehungen Japans zu China übergehend, sagte Arita, die letzten Ereignisse in Sianfu machten eine erhöhte Aufmerksamkeit Japans notwendig. Trotz allem sei jedoch die Hoffnung auf eine baldige Lösung der japanisch=chinesischen Schwierigkeiten berechtigt. Arita unterstrich dann die dauernden Bemühungen Japans zur Verbesserung seiner Beziehungen mit Sowjetrußland. Als Voraussetzung hierfür verlange Japan von sowjetrussischer Seite die Einschränkung der ungeheuren Rüstungen in den Ostgebieten der Sowjetunion und die Aufgabe des ständigen Mißtrauens der Sowjetregierung gegenüber Japans Absichten. Hinsichtlich Englands begnügte sich Arita mit der Feststellung, daß Japan die traditionelle Freundschaft mit diesem Lande aufrechtzuerhalten wünsche. Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten hätten sich gebessert. Weiter stellte Arita die erfreuliche Entwicklung der Beziehungen zu Italien und Anzeichen für eine Beseitigung der Reibungen mit Niederländisch=Indien fest. Für den japanischen Außenhandel glaubte der Minister trotz des Weiterbestehens zahlreicher Absperrmaßnahmen anderer Länder eine Fortsetzung der Aufwärtsentwicklung der letzten Jahre voraussagen zu können. Nach Abschluß der Debatten im Abgeordnetenhaus wurde eine Kabinettssitzung abgehalten. Ministerpräsident Hirota hielt darauf dem Kaiser Vortrag. Kurz danach wurde durch Extrablätter bekanntgegeben, daß das Parlament auf Vorschlag des Kabinetts und mit Genehmigung des Kaisers auf drei Tage vertagt worden ist. Als Begründung hierfür wird von den Blättern ein scharfer Zusammenstoß zwischen dem Kriegsminister und dem Vertreter der Seiyukai im Abgeordnetenhaus über die Reform der Wehrmacht genannt. Tradition der Schutztruppe Wahrung durch das 2. Bataillon Infanterieregiment 69 Berlin, 21. Januar. Am Freitag, 5. Februar, 11.30 Uhr, findet in Wandsbek=Jenfeld bei Hamburg die Traditionsübergabe der ehemaligen Kaiserlichen Schutztruppe von Deutsch=Ostafrika durch General von LettowVorbeck an das 2. Bataillon Infanterieregiment 69 statt. Alle ehemaligen Ostafrikaner mit ihren Angehörigen werden aufgefordert, an der Traditionsübergabe, die auf dem Kasernenhof des obengenannten Bataillons stattfindet, teilzunehmen. Ueber 100 Tote Kältewelle über Transjordanien Paris, 21. Jannar. Aus Amman wird gemeldet, daß die Kältewelle, die augenblicklich über ganz Transjordanien herrscht, zahlreiche Opfer gefordert habe. Bisher seien gegen Perge hundert Menschen erfroren. Dr. Goebbels sprach vor dem Nationalpolitischen Lehrgang der Wehrmacht. Auf Einladung des Reichskriegsministers hielt Reichsminister Dr. Goebbels Donnerstag nachmittag im Großen Saal der Kriegsakademie in Berlin vor dem Nationalpolitischen Lehrgang der Wehrmacht einen grundsätzlichen Vortrag über das Thema:„Das Wesen der nationalsozialistischen Propaganda.“ Kirche stellt Baugelände für ein HJ.=Heim zur Verfügung. In Coswig(Anhalt) haben die Kirchengemeinden das Gelände für den Bau eines HJ.=Heimes unentgeltlich zur Verfügung gestellt und der Landeskirchenrat hat die Abtretung genehmigt. Mit dem Bau wird sofort begonnen werden. Das anhaltische Staatsministerium sagte seine volle Unterstützung und die Vorfinanzierung zu. Deutsche Meistbegünstigungsklausel für Togo und Kamerun verlängert. Die Meistbegünstigungsklausel für die Einfuhr deutscher Waren nach Togo und Kamerun ist um weitere drei Monate, das heißt bis zum 20. April dieses Jahres, verlängert worden. Ueberschwemmungskatastrophe in Usn. Newyork, 21. Januar. Durch erneute schwere Regen= und Schneefälle sind der Ohio und seine Nebenflüsse so stark angeschwollen, daß weitere ausgedehnte Gebiete und Flußtäler in den Ost=, Mittel= und Weststaaten überflutet worden sind. Die Notlage der Bewohner verschärft sich von Tag zu Tag, und der Sachschaden erhöht sich mit jeder Stunde gewaltig. Allein in Cineinnati wird der bisher angerichtete Schaden auf über eine Million Dollar geschätzt. Der Wasserstand des Ohio=Flufses hatte am Donnerstag morgen stellenweise mit über 18 Meter den Höchststand seit der verheerenden Ueberschwemmungskatastrophe des Jahres 1913 erreicht. Durch die Straßen Dutzender von Ortschaften in Pennsylvanien, Westvirginien, Ohio, Maryland, Kentucky, Indiana, Illinois, Tennessee, Arkansas und Missouri wälzen sich bis zu zwei Meter Höhe Wassermassen. Tausende von Familien mußten in das Hochland flüchten, zahlreiche Brücken wurden durch die entfesselten Gewalten weggespült. Die Hochwasserwelle bedrohte am Donnerstag die 40 000 Einwohner zählende Stadt Portsmouth in Ohio, so daß die Behörden sich veranlaßt sahen, die Bevölkerung mit den Räumungsvorbereitungen zu beauftragen. Infolge Unterspülung eines Bahndammes entgleiste in der Nähe von Louisville im Staate Kentucky ein Personenzug, wobei Giraffenbulle im Berliner Zoo geboren. Im Berliner Zoo wurde der erste Giraffenbulle nach dem Kriege geboren. Er wog 140 Pfund und hatte bereits die Höhe von.80 Meter. Die Größe läßt darauf schließen, daß das Tier die=Meter=Höhe seiner Mutter erreichen wird. Der Berliner Zoo hat nunmehr einen Giraffenbestand von vier Tieren. Explosion in einem englischen Bergwerk.— Sieben Tote. In einem Kohlenbergwerk in der Nähe von Chesterfield ereignete sich Donnerstag nachmittag eine Explosion. Sieben Arbeiter wurden getötet und eine Anzahl wurde verletzt. Es handelt sich anscheinend um eine Kohlenstaubexplosion. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Fritz Schmidt. Verantwortlich für Politik: Rudoll Foest(deurlaubt), k..: Fritz Schmidt, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Pedding####### Lokales: Hans Schulte(beurlaubt), i..: TrzBorke, Kulturpolitik und Unterbaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft und Bilder: Fritz Schmidt. Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar Flegel Sport: Hans Hornberg, Anzeigen: Kurt Schold, sämtlg ghg Berliner Schritletzung: Michael Haupt, vorst, Dönhoffstraße 19, Anruf Karlshorst 0340. Berliner Anzelgenverirstung:„F. W. Vempe, Berlin=Charlottenburg. Uhlandstraße 194, Anruf C 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 67551, 52. 88.— Zur Zeit ist Preislistz Nr. 8 Gunß, laßstaffel B.— DX. XII 36 über 27000. Sprechtegzrgig## Schriftleitung„wochentags, außer mittwochs und samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. mehrere Personen verletzt wurden. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Der„Lu In jeder Stadt, wo wo alles hastet in steht nach den Str „Lumpensammle der Er fährt des Nacht und wenn die Kate mit klappermüden: durch leerer Straße Es sitzen drin mit die Männer, müd und denen zwischer sich augenfällig oft Es hängen dort tr. auch Leute, die zu die ihrem Schaffne und hinterher an Es stehen Pärchen eins an das andre die ohne Worte sie wonach das dumm Es rauchen ihre! die Ehemänner. di die Frauen drinne und gähnen heimli In jeder Nacht fäl der„Lumpensamm Man möchte es nidaß es ihn einmal Sieben Ot Schweres 2 Der Polizeibericht Am 21. Januar, Dortmunder Straße,e harpener Straße, ein sonenkraftwagen. Bei schädigt und mußten a sind sämtlich schwer Elisabeth=Krankenhaus Hierzu wird uns mitgeteilt: Nach einer ten drei Werksangestel vom Kaiserring, der Stadtteil Altenbochum rige Kraftfahrer Theol den Geschäftsangestellt nung nach Langendree hin das Unglück gesch der Autofahrer H. d gleichen Augenblick d von einem Lastzug i sonenauto gestreift Harpener Hellwegs der Ingenieur mit und mit einer Taxe mußten die drei Schn Elisabeth=Hospital zug frage beim Krankenha H. in Lebensgefahr. Moto Am Donnerstag 1 der Ecke Bessemervon einem Motorrad Radfahrerin nur gest fahrer, der 25jähr einem im gleichen A werk erfaßt und schn wurde dem AugustaDrei Radfahrer Am 20. Janua Radfahrer auf der einem Lastkraftwage mitgeschleift. Hierbe Gehirnerschütterung Er wurde mit dem Krankenhaus Bergm Am gleichen Ta Natorpstraße in Hö fahrer von seinem R Schulter. Er wurde zugeführt. Auf der Castrop früh der 29jährige seinem Fahrrad geg gen wurde der Be geschleudert, wo er einem Krankenhause 25000 Ergebnis der BDA. Aus Anlaß des führte der BDA. September und Okto von Büchern durch. im besonderen seiten sammlung zu einem der eingegangenen 2 mit deren Sichtung blicklich beschäftigti eine größere Anzah meist handelt es Literatur. Der Lei Süd, Oberbürgerm Spendern auf diese Ausgabe der Mar Bezugsbere ihre Fettverb scheine abauhe diese am Mon Verwaltungsg von.80 bis Volksgenossen, verbilligungs Bezugsscheine Familienbuch Wer auch Anspruch au Bezugsscheine Durch meldeten wir noch, Boden der und sich de Bein des Seite 3 Nr. 18 7 Bochumer Anzeiger„ Freitag, 22. Januar 1937 #rtesgentbetr##.##h# Der„Lumpensammler“ jeder Stadt, wo Mensch und Dinge hetzen, wo alles hastet in die Kreuz und Quer, steht nach den Straßenbahn=Betriebs=Gesetzen der„Lumpensammler=Wagen" im Verkehr! Er fährt des Nachts, wenn alle Sterne scheinen, und wenn die Kater auf dem Dach mian'n, mit klappermüden menschlichen Gebeinen durch leerer Straßen geisterhaft Geraun'. sitzen drin mit sturmzerzausten Mähnen die Männer, müd vom Kegeln und vom und denen zwischen Schlafgelüst und Gähnen sich augenfällig oft der Sandmann naht! Es hängen dort traumselig auf den Bänken auch Leute, die zu tief ins Glas geseh'n, die ihrem Schaffner einen Fünfer schenken und hinterher an seinem Arme geh'n! Es stehen Pärchen hint' und vorn im Wagen, eins an das andre zärtlich angelehnt, die ohne Worte sich mit Blicken sagen, wonach das dumme, kleine Herz sich sehnt! Es rauchen ihre letzte Zigarette die Ehemänner, draußen auf dem Stand, die Frauen drinnen denken an ihr Bette und gähnen heimlich in die hohle Hand! In jeder Nacht fährt andere Gestalten der„Lumpensammler“ durch die stille Nacht.— Man möchte es nicht für wahrscheinlich halten, daß es ihn einmal nicht gegeben hat! Wau—Wau Sieben Opfer des Verkehrs Schweres Autounglück in Harpen Der Polizeibericht meldet: Am 21. Januar, gegen 1 Uhr, erfolgte auf der Dortmunder Straße, etwa 150 Meter westlich der Kornharpener Straße, ein Zusammenstoß zwischen zwei Personenkraftwagen. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt und mußten abgeschleppt werden. Die Insassen sind sämtlich schwer verletzt und befinden sich im Elisabeth=Krankenhaus. Hierzu wird uns von anderer Seite noch ergänzend mitgeteilt: Nach einer Dienst= und Geschäftsfahrt wollten drei Werksangestellte, der 21jährige Siegfried H. vom Kaiserring, der 33jährige Josef Sch. aus dem Stadtteil Altenbochum, Laerstraße 16, und der 39jährige Kraftfahrer Theodor., Oskar=Hoffmann=Str. 72, den Geschäftsangestellten Ingenieur N. zu seiner Wohnung nach Langendreer schaffen, als auf der Fahrt dorthin das Unglück geschah.— Infolge der Glätte wollte der Autofahrer H. die Straßenmitte nehmen, als im gleichen Augenblick das Auto mit den vier Insassen von einem Lastzug überholt wurde, wobei das Personenauto gestreift und gegen den Bordstein des Harpener Hellwegs geschleudert wurde. Während der Ingenieur mit leichteren Verletzungen davonkam und mit einer Taxe seine Heimfahrt fortsetzen konnte, mußten die drei Schwerverletzten., W. und Sch. dem Elisabeth=Hospital zugeführt werden. Wie wir auf Anfrage beim Krankenhause gestern abend erfuhren, schwebt H. in Lebensgefahr. Motorradfahrer verletzt Am Donnerstag morgen gegen.45 Uhr wurde an der Ecke Bessemer= und Alleestraße eine Radfahrerin von einem Motorradfahrer angefahren. Während die Radfahrerin nur gestreift wurde, wurde der Motorradfahrer, der 25jährige M. aus Bochum=Riemke, von einem im gleichen Augenblick vorüberfahrenden Fuhrwerk erfaßt und schwer verletzt. Der Bedauernswerte wurde dem Augusta=Krankenhause zugeführt Drei Radfahrer dem Krankenhause zugeführt Am 20. Januar, gegen 17.40 Uhr, wurde ein Radfahrer auf der Hohenzollern=, Ecke Brückstraße von einem Lastkraftwagen erfaßt und etwa zwei Meter mitgeschleift. Hierbei erlitt der Radfahrer eine leichte Gehirnerschütterung und Hautabschürfungen im Gesicht. Er wurde mit dem städtischen Krankenwagen in das Krankenhaus Bergmannsheil eingeliefert. Am gleichen Tage, um 21.45 Uhr, stürzte auf der Natorpstraße in Höhe des Hauses Nr. 7 ein Radfahrer von seinem Rade und verletzte sich an der linken Schulter. Er wurde dem Krankenhause Bergmannsheil zugeführt. Auf der Castroper Straße rannte am Donnerstag früh der 29jährige Arbeiter Me. in voller Fahrt mit seinem Fahrrad gegen den Bordstein. In hohem Bogen wurde der Bedauernswerte vom Rade zur Erde geschleudert, wo er besinnungslos liegenblieb. Er wurde einem Krankenhause sofort zugeführt. 25000 Bücher gesammelt Ergebnis der BDA.=Büchersammlung in Westfalen=Süd Aus Anlaß des Tages des deutschen Volkstums führte der VDA., Landesverband Westfalen=Süd, im September und Oktober in allen Gauen eine Sammlung von Büchern durch. Dank dem Einsatz aller Stellen, im besonderen seitens der Schuljugend, ist die Büchersammlung zu einem großen Erfolg geworden. Die Zahl der eingegangenen Bücher beläuft sich auf etwa 25000, mit deren Sichtung ein Stab von Mitarbeitern augenblicklich beschäftigt ist. Unter den Büchern befindet sich eine größere Anzahl vollständig neuer Exemplare. Zumeist handelt es sich hier um nationalsozialistische Literatur. Der Leiter des Landesverbandes WestfalenSüd, Oberbürgermeister Dr. Banike, dankt allen Spendern auf diesem Wege herzlich. Junftig wie ninter Das Mikrophon des Reichssenders Wertspanse aus Sechum bei der Maschinenfabrik Wolff jun. in Bochum=Linden Beim Werkspausenlied— Rudi Rauher im Kreise der Arbeitskameraden „Junge, Junge, der Rudi kann Witze mochen...“ BA.-Muthher: Der Erfolg einer Werkspause steht und fällt mit dem Ansager. Bei der Werkspause am Donnerstag im Betriebe der Maschinenfabrik Wolff jun. in BochumLinden hatte Rudi Rauher dieses verantwortungsvolle Amt inne. Ist es da noch nötig, festzustellen, daß es ein Erfolg auf der ganzen Linie war...! Der große helle Raum, in dem das Mikrophon seinen Platz gefunden hatte, war bis auf den letzten Platz gefüllt, wenn man die kleine Fläche nicht einrechnet, auf die zwanzig Tanzpaare selbst bei größter Genügsamkeit bei der Eigenart der heute noch gebräuchlichen Tänze nun einmal nicht verzichten können. Und wenn es der bewährten Kunst der Polizeikapelle Bochum unter Leitung von Polizeiinspektor Rungenhagen nicht gegluckt wäre, die Stimmung ansteigen zu lassen, wie das Thermometer bei einer Hitzewelle, so hätte Rudi Rauher es fertiggebracht, denn er war— wenn man die sportliche Ausdrucksweise in diesem Falle gelten lassen will— in der Form seines Lebens. Und bei Rauhers Klasse will das schon allerhand besagen! Zu den technischen Mitteln, deren er sich mit einem Bombenerfolge bediente, gehörte der Trick, die Gesamt..-Brüning „Werkennt uns“ Diese Frage bewegt augenblicklich die Gemüter aller Bochumer. Mit dem„B..“ vom Samstag, 16. Januar, in der Hand, durchstreifen die „Mittämpfer“, im Wettbewerb der Bochumer Geschäftswelt die Stadt, luchsen durch die Schaufenster und werfen verstohlene Blicke durch die Türen. Die meisten aber spazieren stolz durch den Eingang, mustern die ganze Innenausstattung, als ob sie den gesamten Lagerbestand aufkaufen wollten, erstehen wenigstens eine Kleinigkeit und notieren ihren Tip. Heute, Freitag, ist bekanntlich Einsendeschluß, und so wird heute Großkampftag sein im Wettbewerb„Wer kennt uns?"— Auf unserem Bilde erringt weiblicher Scharfsinn offensichtlich einen Teilerfolg. heit der Gefolgschaft in zwei Gruppen aufzuteilen, von denen er abwechselnd die eine und die andere anfeuerte und tadelte, lobte und kritisierte. Gelegenheit dazu war ja übergenug, denn beim Singen und Tanzen gab's in gleicher Weise Genies und Versager. Rauhers Wort schuf so einen lustigen Wettbewerb, und das Ergebnis war ein Generalansturm des Frohsinns auf das Mikrophon. Die Nutznießer waren die vielen tausend Hörer draußen in Stadt und Land, die eine der schönsten Werkspausen miterlebten, die in der letzten Zeit die Aetherwellen beunruhigten. Die Erbsensuppe dampfte in den Näpfen und verbreitete einen Duft durch den ganzen Stadtteil, dem keiner widerstehen konnte. So glich der Hof der Maschinenfabrik Wolff jun. bald einem Heerlager, und die Fenster waren belagert, als gäbe es ein neues Weltwunder drinnen zu bestaunen gäbe. Viele fanden auch Einlaß, und als gar Rudi Rauher einmal das Amt des Ansagers einem kecken Lindener Pimpf übertrug, erreichte die Stimmung den Höhepunkt. Die Pfiffe des Bochumer=Jungen=Liedes waren da nur noch Bestätigung: Bochumer Werkspausen sind immer zünftig! Vebemung und Ersahrung der Kriegsgerichie agische Gesellschaft für den rheinisch=west= wurde gezeigt, wie durch geologische Erwägung die ZuDie Geologische Geseuschft für den rhemztz#. fälischen Industriebezirk, Ortsgruppe Bochum, setzie die Reihe ihrer Veranstaltungen mit einem Vortrag von Privatdozent Dr. Keller(Essen) über das obengenannte Thema fort. Der Redner gab mit seinem Vortrag einen Bericht über einen der jüngsten Zweige der praktischen Geologie, der sich aus den zwingenden Notwendigkeiten des Krieges heraus entwickelt hat, und dem heute, nach der Wiederwehrhaftmachung unseres Volkes, eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommt. Es sind zahllose für die kämpfende Truppe sehr bedeutungsvolle Fragen, mit denen die Kriegsgeologie sich zu beschäftigen hat, z. B. Fragen der Härte, Standfestigkeit und Wasserführung des Bodens in bezug auf Stellungsbau, Minierkrieg und Wasserversorgung, Fragen der Beschaffung von Rohmaterial, z. B. von Betonzuschlagsstoffen u. a. mehr. Im einzelnen ging der Redner zunächst auf den Stellungsbau ein, der ja von der Bodenbeschaffenheit und Grundwasserführung abhängt. An Beispielen von der Westfront wurde gezeigt, welchen Schwierigkeiten es dabei, namentlich bei hohem Grundwasserstand, zu begegnen galt, wie bei einer richtigen geologischen Erkenntnis von Schichtenlagerung und Schichtenausbildung Abhilfe geschafft werden bzw. wie durch die richtige Anlage von Stellungsbauten die Zwecke des Krieges gefördert werden konnten. Ein weiterer sehr wichtiger Abschnitt ist die Trinkwasserversorgung der Truppe, die ja ebenfalls sehr oft Schwierigkeiten bereitet hat. An zahlreichen Beispielen würde gegeigt, wie burch geblögische Erwagung die Jusammenhänge von wasserdurchlassigen und wasserstauenden Schichten erkannt und dadurch die richtigen Quellhorizonte gefaßt werden konnten. Anderseits spielt auch die richtige Erkenntnis der Ableitung des Wassers sowie der Verunreinigungsgefahr des Trinkwassers durch möglicherweise erst in weiterer Entfernung in den Grundwasserstrom geratende schädliche Stoffe eine große Rolle. Für den Minierkrieg sind geologische Erkenntnisse über den Bau des Untergrundes unerläßlich, sowohl was die Schichtenlagerung, die Wasserführung, die Härte sowie die Schall=Leitfähigkeit des Bodens betrifft. Unsere Gegner waren, wie sich später herausgestellt hat, in diesen Fragen zum Teil besser unterrichtet, was sich z. B. bei der Sprengung des Wytschaetebogens durch die Engländer gezeigt hat. An Karten und Profilen wurde gerade dieser Fall sowie einige andere näher erläutert. Der Vortrag zeigte klar, welch große Bedeutung der Kriegsgeologie zukommt und auch in Zukunft zukommen wird, und wie auf diese Art die geologische Wissenschaft in unmittelbarster Weise dem kämpfenden Vaterlande dienen kann und muß. Als Leiter der Gesellschaft dankte Professor Dr. Kukuk dem Redner und führte aus seinen eigenen Erfahrungen aus dem Felde einige Belege dafür an, wie wichtig geologische Erwägungen beispielsweise für die Wasserversorgung der Truppe gewesen sind. aus Bochum Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine Margarine=Bezugsscheine Bezugsberechtigten, die es bisher versäumt haben, ihre Fettverbilligungsscheine oder Margarine=Bezugsscheine abzuholen, wird nochmals Gelegenheit gegeben, diese am Montag, 25. Januar, in der Ausgabestelle im Verwaltungsgebaude an der Trankgasse. Eingang C. von.80 bis 12 Uhr oder von 15 bis 18 Uhr abzuholen. Volksgenossen, die Stammabschnitte mit sechs Reichsverbilligungsscheinen erhalten, haben auf MargarineBezugsscheine ohne Verbilligung keinen Anspruch. Familienbuch und Lohnausweis sind mitzubringen. Wer auch diese Ausgabe versäumt, verliert jeglichen Anspruch auf Reichsverbilligungs= oder MargarineBezugsscheine. Durch heißen Kaffe verbrüht. Zu dem vorgestern gemeldeten Unglücksfall im Hause Metzstraße 12 erfahren wir noch, daß das Unglück dadurch entstand, daß der Boden der mit heißem Wasser gefüllten Kanne barst und sich der Inhalt über den linken Arm und das rechte Bein des Kindes ergoß Von der Feuerwehr. Donnerstag nachmittag gegen 17 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zu einem Wohnhause in der Grottenstraße gerufen. Durch einen schadhaften Kamin war hier in der ersten Etage ein Balken= und Deckenbrand entstanden, der sehr schnell um sich gegriffen hatte. In mehr als einstündiger Arbeit, bei der die Decke völlia durchbrochen werden mußte konnte jede weitere Gefahr für die darunterliegende Parterrewohnung beseitigt werden. Wenn man ein Auto als Schrittmacher benutzt. Als am Mittwoch vormittag der Kraftwagen der Firma Edwin Ha. aus Essen die Hattinger Straße durchfuhr, folgte ihm ein jugendlicher Radfahrer in rasender Geschwindigkeit. An der Ecke Sternstraße mußte der Personenkraftwagen plötzlich stoppen. Der nachfolgende Radfahrer fuhr in großer Geschwindigkeit auf die Rückwand des Kraftwagens auf. Der Anprall war so stark, daß ein Teil der Hinterwand eingedrückt wurde. Der Radfahrer, der 18jährige Gehilfe Schr. aus der Hennigfeldstraße, trug am Kopf Verletzungen davon. Eigentümer eines Herrenfahrrades gesucht. Bei der Kriminalvolizei in Bochum ist folgendes Herrenfahrrad sichergestellt: Herrentourenrad ohne Marke und Nummer, roter Anstrich, aufrecht gebogener Lenker schwarze Metallfelgen, schwarze, noch gut erhaltene Bereifung, mittlere Uebersetzung. Dynamobeleuchtung. Marke „Berko" und Lampe, Marke„Niron“. Am linken Lenker befindet sich ein schwarzer Zelluloidariff, dunkelbrauner Gesundheitssattel. Vorderer Kotflügel rot. hinterer Kotflügel schwarz. Die Querstange des Rahmens ist in der Nähe des Steuerkopfes geschweißt. Die Luftvumpe ist unten am Rade mittels Bindfadens befestigt. Der Eigentümer wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 243, zu melden. Schwerer Unfall. Empfindlich verletzt wurde gestern auf seiner Arbeitsstelle der 39jährige Werksarbeiter Hubert., Bergstraße 82. Man brachte ihn ins Augusta=Krankenhaus. Aus der katholischen Gemeinde. In den Pfarreien der Bochumer Innenstadt kommt in diesen Tagen der sogenannte Liboriusfilm zur Darbietung, der die Festtage im Sommer des vergangenen Jahres aus Anlaß des 1100jährigen Libori=Jubiläums in Paderborn im Bilde festgehalten hat. Der Film hat überall auch als Paderborner Heimatfilm große Beachtung gefunden. Die Eucharistische Ehrengarde der Pfarreien des Dekanats Bochum hält am Sonntag vormittag in der Bürgergesellschaft ihre diesjährige Jahresbauptversammlung ab. Fünfmal von Witten nach Bochum Von den westdeutschen Eisenbahnnöten vor 75 Jahren Schon im Jahre 1847 hatte die preußische Regierung von den ihrer Hoheit unterstehenden Eisenbahngesellschaften eine möglichst einheitliche Gestaltung der Fahrpläne und zu dem Zweck die Einführung des Nachtbetriebes gefordert. Selbst die BergischMärkische Eisenbahngesellschaft in Elberfeld, einst durch den späteren Minister von der Heydt gegründet, seit 1850 mit Betrieb und Verwaltung der ersten Preußischen Königlichen Eisenbahndirektion unterstehend, mit David von der Heydt, dem Bruder des Ministers, als Verwaltungspräsident an der Spitze, konnte sich keineswegs eines klaren Blickes für die Verkehrsbedürfnisse eines neuen technischen Zeitalters rühmen. Als sie vor 75 Jahren die Witten— Oberhausener Eisenbahnlinie eröffnete, an deren Gleisen doch immerhin die Kruppsche Gußstahlfabrik, der gerade damals schnell emporblühende Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation, die Friedrich=Withelmshütte in Mülheim, die schon mächtige Gutehoffnungshütte in Oberhausen und zahlreiche in der Entwicklung begriffene Bergwerke lagen, begnügte sich die Elberfelder Direktion zunächst mit einem Fahrplan, der uns heute ein Lächeln abgewinnt..„. Hismmer täalich bis Von Witten konnte man nur viermal taglich bis Oberhausen oder Essen und fünfmal nach Bochum reisen. Die letzte Verbindung nach Bochum bedingte die Abfahrt von Witten um 20.50 Uhr, nach Essen um 18.18 Uhr. In Oberhausen waren günstige Anschlüsse zur Köln=Mindener Bahn allerdings gesichert, nicht aber in Witten an die der Bergisch=Märkischen Gesellschaft selbst gehörende Linie Elberfeld— Witten— Dortmund. In der Tat fuhr der erste Zug von Essen um .33 Uhr, von Bochum um 10.10 Uhr nach Witten, um dort erst um 12 Uhr Anschluß nach Dortmund zu haben, während ein Anschluß nach Hagen— Elberfeld ganz fehlte. Anschluß an dem nach Berlin fahrenden schnellzug bekam man nur in Oberhausen. Genau so wenig, wie im Personen=Reiseverkehr, nahmen die Eisenbahngesellschaften im Güterverkehr irgendwelche Rücksichten auf Anschlußmöglichkeiten. Die Eisenbahngesellschaften ließen sich durch alle Nöte ihrer besten Kundschaft wenig anfechten. Sie schlossen früh abends ihre Bahnhöfe. Weder zum Fahren noch zum Ausladen der Güter wurde die Nacht benutzt. Neue Beitragsmarken für die Invalidenversicherung Vom 5. April 1937 an werden für alle Lohnklassen der Invalidenversicherung neue Beitragsmarken ausgegeben. Alte Marken werden von diesem Tage an nicht mehr verkauft. Werden nach dem 5. April noch alte Marken verwendet, so sind diese rechtsunwirksam und durch neue Marken zu ersetzen. Die ungültig gewordenen alten Marken können noch bis zum 5. Juli 19327 gegen neue Marken bei den Verkaufsstellen umgetauscht werden. Die Aufgaben des R3K. Körperliche Ertächtigung und Willensschulung Der Reichsbund der Körperbehinderten wurde durch die Reichsleitung der NSTAP. beauftragt, körperlich beschädigte deutsche Volksgenossen in einer Selbsthilfegemeinschaft zu vereinigen. Zum RBK. gehören alle beschädigten Volksgenossen, die nicht als Kriegsopfer zur RSKOV. gehören oder sich als Beschädigte der Sozialfürsorge der DAF. anvertraut haben. Der Reichsbund der Körperbehinderten untersteht der Aufsicht des Hauptamtes für Volkswohlfahrt in der Reichsleitung der NSDAP. und führt seine Arbeiten mit Unterstützung aller NSV.=Dienststellen im ganzen Reich durch. Der RBK. wirbt um jeden behinderten deutschen Volksgenossen, ganz gleich, welchen Standes oder Geschlechtes Kh- W Seite 4 Nr. 18; Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 Hel Jdonden des Westsalischen Vergeauer er ist. Die Organisation aber will jeden Behinderten in seinem Bestreben zur Selbständigkeit sowie in gesundheitlicher Lebensfuhrung fördern, den einzelnen bei der Eingliederung in den Arbeitsprozeß unterstützen, und gegebenenfalls zusätzlich zu den fürsorgerischen Leistungen der zuständigen amtlichen Selbsthilfegemeinschaft soll diese Arbeit vor allem durch die Mitarbeit aller Bundesmitglieder geleistet werden. Auskunft und Rat über alle Angelegenheiten erhalten Sie in der am 23. Januar 1937, abends 20 Uhr, im Bundeslokale Hilgert, Bochum, Rott= und Roonstraßen=Ecke, stattfindenden Jahreshauptversammlung, in der der komm. Kreisobmann Flores, Dortmund, spricht, zu der alle beschädigten Volksgenossen eingeladen uind. Für die Mitglieder ist das Erscheinen Pflicht! Diphtherie und Scharlach stehen unter den ansteckenden Krankheiten obenan Dem Bericht des Bakteriologischen Instituts in Gelsenklrchen über den Stand der ansteckenden Krankheiten im Ruhrkohlengebiet in der Zeit vom 29. November bis 31. Dezember 1936(4 Wochen und 5 Tage) entnehmen wir: 1. Unterleibstyphus. Nach amtlicher Feststellung sind in der diesmaligen Berichtszeit(4 Wochen, 5 Tage) nur 2 Erkrankungen zur Meldung gekommen(im Vormonat 5 Erkrankungen und 1 Todesfall). 2. Paratyphus. An Paratyphus wurden 8 Erkrankungen festgestellt, von denen je 1 auf Herne, Witten und Essen entfallen. 3. Nahrungsmittelvergiftungen. Außer den erwähnten Paratyphuserkrankungen sind noch 18 Erkrankungen an Nahrungsmittelvergiftungen zur Anzeige gekommen, von denen 11 auf Dortmund treffen. 4. Ruhr. An Ruhr ereigneten sich im Monat Dezember 10 Erkrankungen, von denen 4 auf Duisburg, 2 auf Essen und je 1 auf Dortmund, Unna, MülheimRuhr und Oberhausen treffen. Todesfälle sind nicht gemeldet. 5. Scharlach. Den 884 Erkrankungen mit 3 Todesfällen des Vormonats stehen diesmal 916 Erkrankungen mit 10 Todesfällen gegenüber. Von den Erkrankungen treffen 175 auf Dortmund, 145 auf Essen, 70 auf Gelsenkirchen, 60 auf Bochum, 89 auf Castrop=Rauxel. Von den Todesfällen entfallen 4 auf Dortmund. 6. Diphtherie. Im Vormonat kamen 1678 Erkrankungen und 60 Todesfälle an Diphtherie zur Meldung, während wir diesmal über 1685 Erkrankungen mit 74 Todesfällen zu berichten haben. An den Erkrankungen nehmen teil: Dortmund mit 285, Essen mit 263, Bochum und Gelsenkirchen mit je 145, Herne mit 72, Ennepe=Ruhr=Kreis mit 53, Wattenscheid mit 48. Von den Todesfällen ereigneten sich 12 in Dortmund, 8 in Bochum, je 7 in Essen und Gelsenkirchen, 6 in Herne. 7. Genickstarre. An Genickstarre kamen in der Berichtszeit 16 Erkrankungen und 7 Todesfälle vor. Von den Erkrankungen kamen je 8 auf Bochum und Dortmund, je 1 auf Herne, Wanne=Eickel und Witten. 8. An Kindbettfieber nach regelrechter Geburt erkrankten 23 Frauen(davon je 4 in Dortmund und Duisburg) und starben 8 Frauen. An Kindbettfieber nach Fehlgeburt erkrankten 18(davon 6 in Duisburg, 8 in Gelsenkirchen) und starben? Frauen. 9. Tuberkulose. Den 334 Erkrankungen und 176 Todesfällen im Vormonat stehen diesmal 369 Erkrankungen mit 242 Todesfällen gegenüber. Aus Bochum sind 38 Erkrankungen und 21 Todesfälle, aus Gelsenkirchen 10 Erkrankungen und 26 Todesfälle gemeldet. 10. Encephalitis lethargica. 1 Todesfall an Encephalitis lethargica ist aus dem Ennepe=Ruhr=Kreis gemeldet. Ermäßigung der Eintrittspreise für die Gemäldegalerie und Heimatmuseum Die Eintrittsvreise für den Besuch der Städtischen Gemäldegalerie, Kaiser=Wilhelm=Straße 24, und des Städtischen Heimatmuseums, Haus Rechen, Königsallee Nr. 17, werden von 50 Pf. auf 80 Pf. für Erwachsene und von 25 Pf. auf 10 Pf. für Schüler herabgesetzt. Sonntags werden keine Eintrittspreise erhoben. Schulklassen und Jugendaruppen erhalten bei vorberiger Anmeldung jederzeit freien Eintritt. Besuchszeiten: Werktags von 10 bis 16 Uhr, sonntags von 10 bis 13 Uhr. Zuerst freundlich, dann... Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Während Mittel= und Ostdeutschland immer noch unter dem Einfluß des kräftigen finnischen Hochs stehen, wird die Witterung Westdeutschlands weiterhin von westlichen Meeresluftmassen bestimmt. Zeiten kürzerer Aufheiterung wechseln mit starker Bewölkung und Niederschlägen ab. Bei längerem Aufklaren in der Nacht tritt leichter Frost auf. Eine größere Frostveriode ist jedoch nicht zu erwarten. Aussichten für Freitag: Schwache westliche Winde, die später nach Südwest drehen, zuerst freundlich, dann aber wieder zunehmende Bewölkung, Temveraturen wenig über dem Nullvunkt. nachts Frostgefahr.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig und zunehmend kälter. Donnerstag. 21. Januar Barometer 24 Uhr: 1835 Thermometer 34 Uhr: F S Zeiten für Sonne und Mond am 22. Januar: (SAufg..27, Unterg. 16.57; J Aufg. 12.30, Unterg..32 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags (Vereima Hulemder) Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft, 3. Bezirk. Antreten zum Schießen für das Winterhilfswerk Sonntag, 24. Januar, von 9 bis 16 Uhr auf Thiemannshof. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 19 Uhr: Die Famille Schroffenstein. Tonhallen=Diele und=Gaststätte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Verräier. Capitol: ab 15.30 Uhr: Port Artbur. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Seine Sekretärin. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Schatten der Vergangenheit. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Fridericus. Lichtspielhaus: ab 15.20 Uhr: Du bist mein Glück. Odeon: ab 15.45 Uhr: Shirley ahoi! Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Sdirley abo! Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Ritt in die Freiheit. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Stadt Unatol. Avollotheater Weitmar: Illtterwochen. Capitol Langendreer: Unter beißem Himmek. Capttol Werne: Moskau— Schanghat. Kammerlichtspiele Gerthe: Onkel Bräsig. Schaudurg Wanne=Eickel: Der Mann mit der Aranke. 200 Jahre Bochumer Bergamt— Wenn auch nachgewiesenermaßen der Berabau. bzw. die Kohlengewinnung auf westfälischem Boden schon weitaus älter ist als 200 Jahre, so bildet das Jahr 1737 doch insofern einen Merkstein in der Entwicklung des westfälischen Bergbaues, als mit der Kabinettsorder vom 14. Juni 1787 der Grundstein zu der späteren Entwicklung geleat wurde. In der Bochumer Gegend waren es nach Darve vornehmlich Hesink. Verholt. Kletmann, Hinr. Seyers, Backhuis to Eppendorf. Weneman in dem Hagen und Joh. Bongarden, die manches Faß Kohlen zu ½ Groschen nach Bochum lieferten. Der Kohlenbergbau wurde hauptsachlich von Privatleuten. namentlich Landwirten, betrieben, die die auf ihren Ländereien zutage tretenden Kohlenflöze abbauten. Ende des 16. Jahrhunderts allerdings hatten sich schon zunftgemäße Gewerkschaften gebildet. Im Bezirk Bochum werden um 1680 als Köllers, also Köhler bzw. Bergmann, bezeichnet Osternann und Stratmann zu Wiemelhausen, Butzmann. Dickamp und Aldenkamp treten schon als gewerbsmäßige Kohlenhandler auf. die, durch die Gegend ziebend. Kohlen auf ihrem Pferdefuhrwerk verkauften. Um Ordnung im Bergbau zu schaffen, berief der Kurfürst von Brandenburg 1682 den Bergmeister von Diest. Er veranlaßte weiterhin die nochmalige Veröffentlichung der Clevischen Bergordnung von 1542, die in Vergessenheit geraten war, und auf sein Betreiben hin wurde der Boden der Grafschaft Mark durch einen Harzer Bergmeister Kutschhauer eingehend auf Metalle und Mineralien untersucht. Erst nachdem in Berlin ein Direktorium für den gesamten brandenburgischen Bergbau gegründet worden war. wurde der Berabau vlanmäßiger betrieben. Für den märkischen Bergbau kam erst eine grundlegende Umwälzung, als der Oberbergvogt Diedr. Casper Marck den Bergmeister Aug. Heinr. Decker zum Voat des märkischen Bergbaues berief. Nach seiner Berufung bereiste Decker und mit ihm der Clevische Kriegsrat Franke zuänchst während mehrerer Jahre(1735 und 1786) die märkischen Steinkohlenreviere und sie finden nicht weniger als 105 Betriebe. Nach ihren Berichten müßten diese Betriebe in der Lage gewesen sein, mehr als 467000 Ringel Kohlen zu fördern.(Ein Ringel= einem Berliner Scheffel.) Auf das Amt Bochum entfielen 25 Bergwerke mit 41000 Ringel, auf das Amt Blankenstein 30 Bergwerke mit 62000 Ringel, auf das Amt Wetter 14 Bergwerke mit 63000 Ringel, auf das Gericht Herbede 7 Bergwerke mit 8500 Ringel, auf das Hochgericht Schwelm 7 Bergwerke mit 94000 Ringel und auf das Amt Hoerde 21 Bergwerke mit 166.000 Ringel. Im Amt Unna wurde lediglich das von Hoevelsche Berawerk mit 41000 Ringel angetroffen. Von den im Bochumer Bezirk liegenden Zechen sind in einem Bericht Frankes besonders erwähnt Rothsterz Prinz Kater. Bergratte, Steinbank, die dicke Bank. Dannenbaum, Dreckbank, Lause=Platte und„Auf den hohen Bäumen“. König Friedrich Wilhelm I. ging auf die Vorschläge seines Bergvogts ein und unterzeichnete am 14. Juni 1737 einen Erlaß, nach dem in Bochum ein unter Aufsicht der Kriegs= und Domänenkammer in Cleve stehendes Bergamt eingerichtet werden sollte. Es dauerte noch rund eineinhalb Jahre, ebe das Bergamt zu Bochum eröffnet wurde. Die Eröffnung erfolgte am 31. Dezember 1738 durch den ersten Direktor des neuen Amtes, den Domänen= und Kriegsrat Franke, unter stärkster Beteiligung aller Gewerken des Reviers. Zur Unterhaltung des Bergamtes wurden jährlich 1100 Thaler angewiesen, von welchem Betrag die Gehälter für die Beamten zu zahlen waren.(Dieses stand auf dem jetzigen Kirchplatz der Provstei an der Bleichstraße.) Im Jahre 1745 wurde das Bergamt von Bochum nach Schwerte verlegt. Nach wenigen Jahren wurde es 170 Jahre märkische Knappschaft von dort nach Haaen und von hier 1780 nach Wetter verlegt. Auf den Bergmeister Vogt folgte 1752 Berameister Schrenbera und auf diesen 1756 der aus dem Harz berufene Bergmeister Heintzmann, mit dem dann die Familie Heintzmann in die Geschichte des märkisch=westfälischen Bergbaues eintrat und in der sie wahrhaft geschichtliche Bedeutung erlangte. Dieser Joh. Friedr. Heintzmann ist der Schopfer der revidierten märkischen Vergordnung von 1766 und er ist auch als Schöpfer unserer heutigen Knavvschaft anzusprechen, da er im Auftrage der Regierung ein Generalprivilegium und eine KnappschaftskassenEinrichtung für Bergleute nach sächsischem Muster entwarf. Ihre gesetzmäßige Durchführung erlebte er nicht mehr, da er schon 1764 verstarb. Schon nach wenigen Jahren hatte wieder ein Heintzmann, Julius Philivv Heintzmann, das Amt eines Bergmeisters beim märkischen Bergamt inne, und zwar seit 1777. Bei Verlegung des Bergamtes nach Wetter 1780 wurde er Oberbergmeister und 1791 Oberbergrat. Besondere Schwierigkeiten tauchten auf, als eine Verordnung von 1786 die Neuanlage einer Zeche von der bergamtlichen Erlaubnis abhängig machte und als die Knappschaftskasse im Jahre 1767 eingerichtet wurde bei Verkündigung der königl.„General=Privilegien für die Bergleute". Die Privilegien der Bergleute bezogen sich auf Befreiung von der Werbung, von Personaldiensten. Einquartierung. Wachen, Accise und Wegebesserungen, sie gewährleistete Schürffreiheit und bergamtliche Gerichtsbarkeit. Die Bestimmungen über die Knappschaft besagen, daß beschädigte oder erkrankte Bergleute bei Zechen mit guter Ausbeute 8 Wochen, bei Zechen mit geringer Ausbeute bzw. mit Zubuße 4 Wochen ihren vollen Lohn erhalten sollen, und zwar war dieser Lohn von den Gewerken zu bezahlen. Von den Zechen wurde zur Knappschaftskasse wöchentlich der Wert eines Fasses Kohlen für jeden beschäftigten Knapven abgeführt. Die Förderung dieser Mengen hatte aber vom Knappen über die Schicht hinaus frei zu erfolgen. Ferner hatte der Bergmann eine Eintrittsgebühr von 10 Stübern und von jedem Thaler Arbeitslohn 1 Stüber zu entrichten. Diese Knappschaftskasse aab dafür für die erkrankten oder invaliden Bergleute eine wöchentliche Rente von 20 Stübern, den Witwen und Waisen sowie reisenden Bergleuten eine Unterstutzung. Man muß wissen, daß der durchschnittliche Verdienst eines Bergmanns 60 bis 70 Thaler im Jahr oder 5 bis 6 Thaler im Monat betrug. Das Oberbergamt. Im Jahre 1793 wurde das märkische Bergamt zu Wetter zur Oberbergamt erhoben und es wurden ihm die Bergämter von Ibbenbüren und Minden unterstellt. Der erste Direktor dieses Oberbergamtes war der Oberbergrat vom Stein, dem u. a. als technisches Mitglied Julius Philipp Heintzmann beigeordnet war. Die vier Bergreviere der Mark wurden von Berggeschworenen verwaltet, das Bochumer Bergrevier vom Bergmeister Engelhardt. Infolge der Erweiterung des märkischen Kohlenbezirks durch die Besitznahme der Stifte Essen und Werden wurde das Oberbergamt von Wetter nach Essen verleat. Hier blieb es aber nur zwei Jahre von 1804 bis zum 26. Mai 1807. Das Oberbergamt kam wieder nach Bochum. Die Umsiedlung leitete Direktor Sack. Zunächst bezog man zwei Räume im Hause Becker, um am 14. November 1807 in das Haus der Witwe des Predigers Westhoff zu ziehen. Wieder vergingen nur wenige Jahre, bis eine neue Regelung getroffen wurde. Im Juni 1808 unterstellte die Franzosenherrschaft das Oberbergamt Bochum der großherzoglichen bergischen Generaladministration der BergDa gibt es keine Milde auf, 1 Tiedr! Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Gegen Fahrraddiebe gehen die Gerichte mit aller Strenge vor. Hier gibt es keine Nachsicht mehr. Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel des kleinen Mannes. Wird es ihm gestohlen, so ist der Verlust sehr empfindlich, denn er kann dann oft nicht mehr zur weit entfernten Arbeitsstelle und Geld ist auch nicht immer da, um sich Ersatz zu kaufen. Einem Schüler und einem Maurer waren von dem Angeklagten Heinrich E. die Räder gestohlen worden dem einen, als er sich in die Schule an der Trankgasse begeben hatte, dem andern vor einem Zeitungsgebäude. Weiter betätigte er sich als Gelegenheitsdieb, als er eine Arbeit in einem Hause an der Freiligrathstraße ausführte, indem er einem dort beschäftigten Mädchen 35 Mark stahl. Der Bursche wurde zu einem Jahre und einem Monat Gefängnis verurteilt. * Zwei Angeklagte wollten sich ihre Lage fälschlicherweise dadurch verbessern, daß sie gemeinsam eine Anzahl Geschäfte besuchten, um zu stehlen. Sie gingen in Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien und sonstige Bedarfsgeschäfte, wobei der eine den anderen zu decken versuchte. Sie gingen also gemeinsam vor und wurden damit zu Verbrechern, indem sie auch fortgesetzt handelten. Die Sache ging natürlich schief; denn oft läßt sich die Gaunerei nicht unbemerkt vollenden. Also nahm man sie am Kragen. Der eine war schon bedenklich vorbestraft und bekam einen nicht gelinden Schrecken, als der Staatsanwalt meinte, daß jetzt zwei Jahre und zwei Monate Zuchthaus gegen ihn zu verhängen seien. Das Urteil lautete auf ein Jahr und drei Monate Gefängnis gegen den Rückfälligen und auf vier Monate Gefängnis gegen den noch nicht vorbestraften Mittäter. Das Gericht rechnete ihnen einmal ihre lange Arbeitslosigkeit zugute, ferner daß die gestohlenen Sachen keinen großen Wert hatten und daß in einigen Fällen auch nur Mundraub vorlag. * Unter der Anklage der Untreue stand vor der Strafkammer des Landgerichts ein gewisser M. von hier. Er hatte die Verwaltung mehrerer Häuser in Bochum übernommen geriet in Not und verbrauchte über 1000 Mark Mietseinnahmen für eigene Zwecke. Das Gericht, die Lage des Mannes berucksichtigend, verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Umstände zu fünf Monaten Gefängnis und 120 Mark Geldstrafe. Unbedachte Aeußerungen Eine dumme Geschichte mit Alkohol und Aufregung hatte sich ein Angeklagter zuschulden kommen lassen, als er in einer Wirtschaft in Weitmar gegen einige frühere Freunde so unsinnige Aeußerungen tat, daß diese sich genötigt sahen, den Strafrichter anzurufen. Da dem Angeklagten das Geschwätz sehr leid tat und weil es auch gar nicht seiner sonstigen Gesinnung entspricht— es war mehr ein falscher Zungenschlag infolge einer Verärgerung—, nahmen auf Anraten des Vorsitzenden die Beleidigten ihren Strafantrag zurück. Der Angeklagte trägt die Kosten des Termins und zahlt 100 Mark ans Winterhilfswerk, womit der unangenehme Zwischenfall aus der Welt geschafft sein soll, ohne daß die reine Weste erst befleckt wird. Wenn das Auto bockt Ein Kraftfahrer hatte an einem regnerischen Tage im Juli am Rathausplatz offenbar die Gewalt über seinen Wagen verloren, als dieser auf der glatten Straße ins Rutschen kam und über den Bürgersteig setzte. Der Schreiner Gr. wurde ans Schaufenster des Verkehrsvereins gequetscht und erlitt neben Hautabschürfungen eine Nasenprellung, dem Dreher Brennholt wurde die linke Oberarmkuger verletzt, der Meßgehilfe Meurer aus Wattenscheid erlitt einen Beckenbruch und der Arbeiter Waschlewski aus Bochum=Langendreer erhebliche Kopfverletzungen. Zum Teil wurden die Genannten mitgeschleift, als das bockende Auto querüber schließlich vor dem Tor der Schlegelbrauerei zum Stillstand kam. Der Wagenführer, gegen den 200 Mark Geldstrafe beantragt waren, kam mit 150 Mark davon. Er hätte bei dem regnerischen Wetter vorsichtiger und langsamer fahren müssen. Die Eigenheiten des Asphaltbzw. Holzpflasters lei Regenwetter und Glätte müssen den Fahrern bekannt sein und sie müssen die Geschwindigkeit ihrer Wagen so einrichten, daß sie die Gewalt über das Steuer nicht verlieren. Der Unfall, der sehr leicht Todesopfer hätte fordern können, sei durch zu große Fahrgeschwindigkeit und die Unvorsichtigkeit des Fuhrers verschuldet. * Ein Geschäftsauto verletzte den Invaliden Nölke beim Einbiegen in die Sechs=Schwestern=Straße. Der Fahrer will durch einen Lieferkraftwagen gehlendet worden sein, der mit großem Licht fuhr. Nach der Beweisaufnahme ist der Unfall aber darauf zurückzuführen, daß der Angeklagte sich an den Straßenschildern orientieren mußte, wodurch er für Sekunden von den Vorgängen auf der Straße abgelenkt wurde. Seine Schuld an dem Unfall wurde mit 50 Mark bemessen. Ein seit zehn Jahren am Steuer sitzender Fahrer, den bisher noch nicht die geringste Strafe traf, hatte bei einem Umzuge geholfen und folgte den Auftraggebern nach vollendetem Umzuge sehr widerwillig zu einem Glase Bier, aus dem dann zwei wurden. Nun wollte es das Unglück, daß ihm dieser Alkoholgenuß doch noch zum Verhängnis werden sollte. Auf der Ecke Wasser= und Querenburger Straße bewegte sich eine Abteilung SA.=Männer. Die hinten marschierenden Kameraden trugen ordnungsgemäß Rückstrahler. Trotzdem fuhr der Angeklagte mit seinem Wagen hinten auf und ein SA.=Mann wurde erheblich verletzt, so daß er ins Hospital mußte und noch Nachwirkungen des Stoßes spürt. Als der igen ihn anfuhr, war er rücklings mit dem Hinterkopf auf den Kühler gefallen. Auch sonst hatte er schmerzhafte Verletzungen. Der Fahrer wurde zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. * Zwei Männer standen unter Anklage aus 6 176,3, wegen Verbrechens an Kindern. Der eine mußte zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt werden, der andere kam mit acht Monaten Gefängnis davon. werke, Salinen, Hüttenbetriebe und Steinbrüche#un ließ es als großherzogliches bergisches Oberbergamt wei, terbestehen, bis es am 1. Oktober 1810 ganz aufgelis wurde, während das märkische Bergamt in Wetter fort. bestehen konnte. Nach Ende der Freiheitskriege wurdwieder ein Oberbergamt eingerichtet, und zwar in Dort mund. Das Märkische Beraamt siedelte von We. nund, Das Märrische Vergamt, siedeile von Werter nach Bochum über, wurde aber 1865 mit anderen Berg, ämtern aufgelöst. An die Stelle der Beraämter traten Bergreviere, die dem Oberbergamt unterstellt wurden Der Märkische Knappschaftsverein erweiterte sich Enddes vorigen Jahrhunderts durch Hinzunahme des Essen, Werdenschen und des Mülheimer Knavvschaftsvereinz zum Allgemeinen Knappschaftsverein in Bochum, der heute der bedeutendste Zweia der Ruhrknappschaft it. tp. 50 Jahre im Dienste der Karitas Die St.=Meinolphus=Mauritius=Pfarrei kann in die, sem Jahre das 50jährige Bestehen der VinzenzkonferenSt. Pervetua begehen. Sie ist die älteste kirchliche Organisation der Gemeinde und gehört mit zu den ältesten Konferenzen des Bochumer Vinzenzvereins. Im Laufe der Jahre kamen noch zwei Konferenzen hinzu. In den Reihen der Jubelkonferenz stehen 24 aktive Muglieder und 92 Teilnehmer. Nach dem letzten Jahres. bericht wurden bei 1450,07 RM. Einnahmen aus der wöchentlichen Sitzungskollekten und aus den Svenden der Wohltäter rund 1370 RM. verausgabt, die 155 bedürftigen Gemeindegliedern zugute kamen. Vier Mitglieder betätigen sich augenblicklich als öffentliche Wohlfahrtspfleger. Außerdem sind fünf Vormundschaften und Pflegschaften übernommen worden. Der 50. Jahrestag wird der Anlaß zu einer schlichten Gedenkfeier sein. Aus der (Nach Bekanntmachungen der Partei) Freitag, 22. Januar Kreis Bochum RSDAP. Linden. 20 Uhr: Besprechung der Politischen Leiter und Schulung im Parteiheim. NS.=Frauenschaft Hamme. 20 Uhr: Werbeversammlung des Deutschen Frauenwerks im Gemeindesaal am Hindenburgplatz. Jede deutsche Frau ist herzlich eingeladen. NS.=Frauenschaft Gerthe. 20 Uhr: Alle Mitglieder nermen an der Ortsgruppenversammlung teil. NS.=Frauenschaft Erbhof(Hofstede=Riemke). 20 Uhr: Pflichtabend im neuen Heim, Herner Straße 83. Bitte pünktlich erscheinen. RSDAP. Weitmar=Nord. 20 Uhr: Ortsgruppenversammlung bei Holler, Essener Straße. Jeder ist herzlich eingeladen. Kreis Witten RS.=Frauenschaft Kreis. 17 Uhr: Schulung im Rathaussaal. Es spricht Dr. Birkenberg. West. 20 Uhr: Oeffentliche Versammlung dei Erscheinen aller Voltschgr##ter und Parteigenossen ist Pflicht. Volksgenossen####n veizuch eingeladen. Es spricht Parteigenosse Averbeck. RSDAP. Ost. 20.15 Uhr: Mitgliederversammlung bei Rötbemeier Ardeystraße. Sämtliche Parteigenossen und Parteigenossinnen haben zu erscheinen. Kreis Wattenscheid. Nationalsozialistischer Lehrerbund. Der Kreis Wattenscheid des RSLB. veranstaltet am Samstag, 23. Januar, 17 Uhr, im Saalbau Marxmeier eine Kundgebung.#. Dr. Stampfuß, Dozent an der Hochschule für Lehreibildung in Dortmund, spricht über die„Deutsche Vorgeschichte im Weltanschauungskampfe" und Ulrich Hischatsf Blleastätte 10: derminznkund. Prlepsialtet tstätten in Westsalen“. für Germanenkunde, von Mot der„Hermsdetmold) nische seultstätten in Westfalen“. Nationalsozialistischer Reichswahrerbund. Am Freitag. 22. Januar. 20 Uhr, findet im Lokal Blumbach die Monatsversammlung der biesigen Ortsgruppe statt. Redner ist sein Thema:„Kampf, um der Erscheinen ist Pflicht. Gerichtsreserendar Hesse, sein Rhein“. Unbedingtes pünktliches Erscheinen ist „Kraft durch Freude“ Wanderung am 24. Januar 1937 Trefspunkt.30 Uhr am„Handelshof". Fahrt nach Seier, Wanderung: Kemnade, Hammertal, Scheideweg. Albringhausen, Wengern, Witten(zirka 25 Kilometer). Fahrtkosten:.55 RM. Vorherige Anmeldung hierzu nicht erforderlich. Rucksackverpflegung. Mit KdF. zum Wintersport Die Deutsche Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, führt am kommenden Sonntag, 24. Januar, eine Fahrt nach Winterberg durch. Abfahrt ab Wilhelmsplatz.30 Uhr: Preis.60 RM. Bei günstiger Schneelage findet ebenfalls eine Fahrt nach Meinerzhagen statt. Abfahrt: 7 Uhr ab Wilhelmsplatz. Preis 2,80 RM. Anmeldungen bis 12.30 Uhr in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62. (#Rraft durch Feude. Tagesplan für Freitag, 22. Januar Kleinkaliber=Schießkursus für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: auf dem Schießstand des Volkssportplatzes an der Castroper Straße. Kindergymnastik von 16.30 bis 18.30 Uhr: in dem Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn; von 17 bis 18.30 Uhr für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren: Gymnastikschule Rottstraße 29. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Resorm=Realgymnastums, B. Dablhausen; von 16.30 bis 18.30 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnasiums,.=Dahlhausen; von 20 bis 22 Uhr: in Wattenscheid, Schule an der Vödestraße. Deutsche Arbeitsfront „Sozialversicherung und Deutsche Arbeitsfront“. In Fortsetzung der Sozialwissenschaftlichen Vortragsreihe„Grundfragen der Sozialpolitik und der Sozialversicherung“, spricht heute der Leiter des Sozialamtes der DAF., Franz Mende(Berlin), über„Sozialversicherung und Deutsche Arbeitsfront". Der Vortrag findet im großen Saal des Parkhauses in Bochum statt und beginnt um 20 Uhr. Rechnen— Schönschreiben— Richtig schreiben! In der Arbeitsschule der DAF. beginnen in der ersten Woche im Februar neue Lehrgänge: 1. Rechnen: Anwendung der vier Rechnungsarten. Rechenvorteile, Kettensatz, Mischungsrechnen, Verteilungsrechnen, Prozent= und Zinsrechnung. Dauer 16 Abende. 2. Schönschreiben: Uebungen zur Verbesserung der Handschrift. Dauer 12 Abende. 3. Deutsch: Rechtschreidung, Zeichensetzung, Satzbau, Ostat. Dauer 16 Abende. Zu allen Lehrgängen können noch einige Anmeldungen angenommen werden. Nähere Auskunft erteilt die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum Abteilung für Berus erziehung und Betriebsführung, Alleestraße 45. Zimmer 2. Fernruf 60561/62. Deutsches Frauenwerk Beginn neuer Lehrgänge In der nächsten Woche beginnen in der Mütterschule die neuen Lehrgänge. Für folgende Lehrgänge werden noch Anmeldungen entgegengenommen:### 18 86. Säuglingspflege: Montag nachmittag von 16 bis 18 Uhl. Gesundheits= und Krankenpflege: Freitag abend von 19.30 bis 21.30 Udr.##ge#le#ng, ums amInstandhaltung und Pflege von Wäsche und Kleidung Freitag nachmittag von 15 bis 18 Uhr.„„ 9 Wäschenähen: Montag nachmittag von 15 bis 18 uy; Kinderkleidernähen: Dienstag abend von 19 bis 22 Uhr. Haushaltführung mit Kochen: Dienstag morgen .30 bis 12.30 Uhr, Mittwoch nachmittag von 14.30 bls 17.30 Uhr. Erziehungsfragen: Donnerstag abend von 19.30 bis Jeder Lehrgang dapert 12 Wochen und kostet...95. Für das Lochen wiro eine Umlagegebühr von.00 RM. erhooen. Anmeldunge Mütterschute, Lehrgang dauert 12 Wochen und kostet.. rochen wird eins umlagegrrich, von.00 M.“ nmeldungen werden entgegengenommen in bo Is. Freiltgrathstraße 5, von 9 bis 1 Uhr. Seite 5 Nr. 18„ un Die komische und beschäftigte mit allerle Tage das Wiener Ziv rer Pollenbache hübsche dunkelhaarige sah die Nase der junge als heute. Man konnt Nasenrücken unverhältn so feine Gesicht, in den Hinweis, daß er sich durch Mellas häßliche begegnete der wackere es ganz im Gegenteil besonders zu Mella hi vor allzu großer und wahrt worden sei. Die sich zunächst außerorde sehr bald sollte die Schatten auf das beil Frau Mella ließ nen tränenreichen Sze werden, die unförmige strumenten eines mo korrigieren zu lassen. entrüstet zurück. So k und Frau Mella wur Da fügte es der K bacher 300 RM. gew. verreist war. Frau Me zum Handeln gekomme ab und verreiste. Als nach Hause kam, fand vor, der ihn vor eine Mella hatte sich mit de in der Tasche nach W torium die so oft be an sich vornehmen zu außer sich in Wien ein geschehen. Der Eingr breite und unförmige und ebenmäßige verwi bacher zugeben mußte. wandelte Nase als die bruch erlitt. Herr P sehr eifersüchtig daß seine Frau von wurde. 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Vier, Mitffentliche Wohloxmundschaften Der 50. Jahen Gedenkfeiez der Politischen erbeversammlung aal am Hindereingeladen. Mitglieder uetmnke). 20 Uhr: raße 83. Bitte st berzlich 7 herzlich einng im Nathaus. kersammlung de# solitischen Leiter sen sind derzlich seck. ersammlung bei teigenossen und Kreis Wattenad. 28. Januer. indaehung.## zule für LedrerDeutsche Borge rich von, Möt über„GermaAm Freitag. umbach die Moigtt.„Redner H Kampl un du ise Pflicht n ist sei wicht. 1937 jahrt nach Seter. scheideweg, A# lometer), Fahrterzu nicht ersorort einschaft„Krast tag, 24. Januet, Abfahrt ab Wuistiger Schneelage : bagen stef. .80 R M. Anssselle Kortunnuar 1d Männer von Volkssportplatzes Uhr: in den ubahn: von 7 bis 10 Jahren: Frauen von 20 omnastums. 4 rnhalle des Nie 20 bis 22 Uhr: ont chaloseunr. ichen Voxtragtnd der Sozials Sozialamtes der„SozialverDer Vortrag n Bochum statt schreiden! n in der ersten Rechnungsarter I. Vexiellungser 16 Abende. rung der HausI. Satzbau,#t e Anmeldungen #ilt die Deuische ing für. perufz 48. Zimmer 2. Mütterschule b# se werden noch 16 bis 18 Uhr. i0 abend von und Kleidung: 15, 519 16 Uhr 19 bis 22 Uhr. „morgen von Seite 5 Nr. 18/ Bochumer Anzeiger7 Freitag, 22. Januar 1937 Aus aller Welt ge7 14.30 von 19.30 bis o# iu.60 BM. 7. ommen in bi 1 Uhr. Ne 12) Die scheue Kafe und der Lotteriegewinn, der Anglück brachte Wien, 21. Januar. Die komische und tragische Geschichte einer Nase beschäftigte mit allerlei seltsamen Einzelheiten dieser Tage das Wiener Zivil=Landesgericht. Als Oberlehrer Pollenbacher vor einigen Jahren das hübsche dunkelhaarige Mädchen Mella kennenlernte, sah die Nase der jungen Dame noch etwas anders aus als heute. Man konnte ruhig sagen, daß sie, da der Nasenrücken unverhältnismäßig breit war, das sonst so feine Gesicht, in dem sie sich befand, entstellte. Dem Hinweis, daß er sich später einmal unter Umständen durch Mellas häßliche Nase abgestoßen fühlen könnte. begegnete der wackere Mann mit der Erklärung, daß es ganz im Gegenteil gerade diese Nase sei, die ihn besonders zu Mella hinziehe, da sie durch diese Nase allzu großer und allzu gefährlicher Schönheit bewahrt worden sei. Die beiden gingen die Ehe ein, die sich zunächst außerordentlich glücklich gestaltete. Aber sehr bald sollte die mehrfach erwähnte Nase einen Schatten auf das beiderseitige Glück werfen. Frau Mella ließ nämlich stets aufs neue in kleinen tränenreichen Szenen ihren Herzenswunsch laut werden, die unförmige Nase von den chirurgischen Instrumenten eines modernen Schönheitsarztes korrigieren zu lassen. Ihr Gatte wies dieses Ansinnen entrüstet zurück So kam es wiederholt zu Auftritten, und Frau Mella wurde immer verstimmter. Da fügte es der Kobold Zufall, daß Frau Pollenbacher 300 RM. gewann, während ihr Mann gerade verreist war. Frau Mella sah ihrerseits den Augenblick zum Handeln gekommen. Sie holte den Lotteriegewinn ab und verreiste. Als der Lehrer drei Wochen später nach Hause kam, fand er statt seiner Frau einen Brief vor der ihn vor eine vollendete Tatsache stellte. Frau Mella hatte sich mit dem überraschenden Lotteriegewinn in der Tasche nach Wien begeben, um in einem Sanatorium die so oft besprochene Nasenoperation an sich vornehmen zu lassen. Als Herr Pollenbacher außer sich in Wien eintraf, war das„Unglüc“ bereits geschehen. Der Eingriff war glänzend gelungen, die breite und unförmige Nase hatte sich in eine schöne und ebenmäßige verwandelt, was selbst Herr Pollenbacher zugeben mußte. Dennoch entpuppte sich die verwandelte Nase als die Klippe, an der die Ehe Schiffbruch erlitt. Herr Pollenbacher, der von Natur aus sehr eifersüchtig war, konnte es nicht verwinden, daß seine Frau von jungen Männern umschwärmt wurde. Nach einigen stürmischen Auseinandersetzungen reichte er schließlich gegen Frau Mella die Scheidungsklage ein. Bei seiner krankhaften Veranlagung zur Eifersucht, so erklärte er vor Gericht, habe er ein Mädchen gewählt, dessen mißgestaltete Nase ihn vor jeglichem Nebenbuhler schützen sollte. Darum sei es ihm unmöglich, nun mit seiner Gattin länger in ehelicher Gemeinschaft zu leben. Die Ehe wurde gechieden.„. 4 6 cZwei schwere Anglücke Kraftwagen von einem Güterzug erfaßt— Eine Insassin des Wagens verbrannt Karlsruhe, 21. Januar. Beim Bahnhof Windschläg in der Nähe von Offenburg durchbrach am Mittwoch abend ein Personenkraftwagen die geschlossene und beleuchtete Schranke. Der Kraftwagen wurde von der Lokomotive eines vorbeifahrenden Leerwagenzuges erfaßt und beiseitegeschleudert, worauf er sofort in Brand geriet. Der Kraftwagenführer konnte sich mit Verletzungen und Brandwunden aus dem brennenden Wagen retten, während eine mitfahrende Frau in den Flammen umkam. Durch den brennenden Kraftwagen entstand in einem Leergüterwagen ein Feuer, das Bahnhofs= und Zugpersonal gelöscht wurde. Die Lokomotive des Güterzuges wurde beschädigt. Drei Menschen im brennenden Kraftwagen umgekommen Paris, 21. Januar. Ein schwerer Kraftwagenzusammenstoß, bei dem drei Menschen den Tod fanden und zwei weitere lebensgefährlich verletzt wurden, ereignete sich am Mittwoch abend in unmittelbarer Nähe von Bordeaug. Ein 20=Tonnen=Lastwagen stieß in voller Fahrt mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Im Nu standen beide Fahrzeuge in Flammen. Während es gelang, die beiden Insassen des einen Wagens mit lebensgefährlichen Verletzungen zu bergen, verbrannten die drei Insassen des anderen Wagens bei lebendigem Leibe. 20 Grad Kälte in Schlesien Breslau, 21. Januar. In der Nacht zum Donnerstag traten in Schlesien strenge Fröste auf. In Oberschlesien sanken die Temperaturen bis minus 20 Grad ab, in Nieder= und Mittelschlesien wurden 18 Grad Kälte erreicht. In den höheren Kessellagen der Gebirge sanken die Temperaturen stellenweise mehr als 20 Grad unter den Gefrierpunkt. Ein sibirischer Rekord 243 Wölse in einer Nacht erschossen Moskau, 21. Januar. Mit einer toten Kuh als Köder hinter dem Motorschlitten erlegten Soldaten der sibirischen Garnison Ust Kutzkoje in einer einzigen Nacht 243 Rotwölfe. In die Rudel, die seit Wochen die bis zu drei Meter hoch verschneite Gegend unsicher machen, wurde mit einem Maschinengewehr gefeuert. Wie das Kommando des Schlittens berichtet, fielen die Räuber in ihrem Heißhunger über ihre angeschossenen Artgenossen her und vertilgten sie auf der Stelle, so daß nur wenige der im Januar besonders prächtigen Wolfspelze mitgenommen werden konnten. Sieben junge, kaum vier Wochen alte Wölfe wurden von den Soldaten lebend gefangen und der Schlittenhundefarm der Militärabteilung zu Kreuzungszwecken überwiesen. Der Riesenstreik in Amerika Verhandlungen erneut gescheitert— 200 000 Arbeiter beschäftigungslos Washington, 21. Januar. Zum zweiten Male innerhalb von 24 Stunden ist der von der Regierung zur Beilegung des Streiks in der Autoindustrie unternommene Versuch gescheitert. Die Verhandlungen zwischen Arbeitsminister Miß Perkins und den Direktoren der GeneralMotors=Werke endeten ergebnislos. General=Motors besteht auf der Weigerung, die John=Lewis=Gewerkschaften als alleinige Vertreter der Arbeiterschaft anzuerkennen, und teilte dem Arbeitsminister mit, daß sie an keinerlei Verhandlungen mehr teilnehmen werde, wenn die von Streikenden besetzten Fabriken nicht vorher geräumt würden. Allgemein wird angenommen, daß nur durch eine unmittelbare Vermittlung Präsident iRoosevelts der Streik beigelegt werden könne, durch den bereits 200 000 Arbeiter beschäftigungslos wurden. Hch. Hoffmann Die neue Parade=Uniform der Polizei, die erstmalig auf dem Reichsparteitag in Nürnberg 1936 gezeigt wurde, wird jetzt Runderlaß des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei zum Tragen bei feigslichen Anlässen allgemein eingeführt. Hier die neue Polizei=Paradeuniform im Festzug parteitages Nürnberg 1936. Der belgische Grubenarbeiterstreit Brüssel, 21. Januar. Trotz der Entschließung des Kongresses der Gewerkschaften für die Wiederaufnahme der Arbeit ist am Donnerstag morgen in den verschiedenen Streikgebieten noch keine Besserung eingetreten. In den Gruben des Zentrums sind auch heute nur 30 v. H. der Belegschaft zur Einfahrt erschienen. Im Bezirk von Charleroi ist dagegen noch eine Verschärfung der Lage eingetreten, nur ein Fünftel der Belegschaften ist eingefahren. Im Bezirk Lüttich ist in einigen Gruben die Arbeit aufgenommen worden, dagegen ist in anderen der Streik ausgebrochen, so daß das Gesamtbild unverändert bleibt. In der Provinz Limburg sind von 3000 Mann der Belegschaft 1200 in den Ausstand getreten, während sich auch die Lage in der Borinage unter dem Einfluß der kommunistischen Hetze noch wesentlich verschärft hat. In wirtschaftlichen Kreisen glaubt man, daß es kaum vor Anfang nächster Woche möglich sein dürfte, die Streikbewegung einzudämmen. Krach beim Fußball esegne ie Gache GSechase i. eute Geilenkirchen, 21. Januar. Beim Fußballspiel sollen sich zuweilen die Gemüter der Spieler und der Zuschauer etwas erhitzen; Szenen jedoch, wie sie sich im September in Brachelen, Kreis Geilenkirchen=Heinsberg, abspielten, stehen glücklicherweise vereinzelt da. Die Gastmannschaft, die das Spiel mit:1 Toren zu ihren Gunsten entscheiden konnte, wurde nach dem Abpfiff von der Gegenseite und den Zuschauern tätlich angegriffen. Bald war eine wilde Schlägerei im Gange, bei der es zahlreiche Verletzte gab. Selbst Mitglieder des„zarten Geschlechis“ gaben mit Regenschirmen und Fäusten ihrer Mißstimmung über den Spielverlauf unverhohlenen Ausdruck. Der Einzelrichter in Geilenkirchen verteilte jetzt Gefängnisstrafen bis zu acht Wochen und fühlbare Geldstrafen an 30 allzu sportbegeisterte Männer und ein junges Mädchen aus Brachelen. Jetzt verstand er sie Die Geschichte einer kurzen, aber unglücklichen Ehe London, 21. Januar. Vor dem Zivilgericht in Sittingbourne in der Grafschaft Kent erschien ein Ehepaar, das erst knapp ein Jahr verheiratet ist, und suchte um Scheidung nach. Der Mann hatte seine Frau, eine Französin, vor zwei Sommern in einem englischen Seebad kennengelernt, wo sie mit einer in Paris verheirateten Schwester zu Besuch war. Das Bündnis der beiden wurde durchaus keine herzliche Entente denn er konnte nicht Französisch und sie nicht Englisch. Wenn sie zu ihm sprach, dann wußte er nie, ob sie ihn ausschalt oder ihm ihre Zuneigung versicherte. Ihr ging es genau so, sie wußte nicht, ob er ihre Kochkünste pries oder ihr erzählte, seine Mutter hätte das und jenes Gericht viel besser gekocht. Eines schönen Sonntags aber verstand er sie plötzlich ganz deutlich. Und das kam so: Sein Frauchen schlug unter großem Redeschwall mehrere Scheiben im Wohnzimmer ein, zerfetzte seine Sachen mit einem Küchenmesser, zerschmetterte seine, Taschenuhr auf dem Fußboden, schlug die Kleiderschranktür ein und zertrümmerte dann noch einige Bilder. Nun wußte er über den Grad ihrer Zuneigung Bescheid, verließ das Haus und beantragte Scheidung, die auch gewährt wurde. Sie schläft seit 1931 Newyork, 21. Januar. In Chikago lebt ein 21jähriges Mädchen, Patricia Maguire, das seit fünf Jahren an krankhafter Schlafsucht leidet und seit 1931 im Bett liegt und schläft. Sie wacht immer nur für wenige Minuten auf, zu einem Zustand des Halbschlafs, in dem ihr das Essen gereicht wird, das sie mechanisch und ohne die Augen zu öffnen hinunterschluckt. Damit ihre Muskeln nicht erschlaffen, wird sie täglich massiert, was sie erträgt, ohne aus dem Schlaf aufzuwachen. Da das bedauernswerte Mädchen als eine Art Berühmtheit gilt, erhält es täglich Dutzende von Briefen, meist Heiratsangebote, sowie viele Hausmittel und Ratschläge zur Bekämpfung der fünfjährigen Schlafkrankheit. Sechzehn neue HJ.=Heime im Landesteil Lübeck Im Landesteil Lübeck haben die Bürgermeister auf einer Tagung beschlossen, in allen Gemeinden würdige Heime für die Hitler=Jugend zu errichten. Im Landesteil Lübeck werden danach etwa 16 bis 17 neue HJ.=Heime geschaffen werden Weltbild Generalmajor Seifert, der zum Kommandanten der Reichshauptstadt ergannt wurde. Er ist der bisherige Kommandeur des Infanterie=Regiments 67. Hch. Hoffmann Oberbannführer Kurt Petter, der vom Jugendführer des Deutschen Reiches zum Inspekteur der Adolf=Hitler=Schulen ernannt wurde. Verkehrs=Erziehungsdienst des ASkR. Wie gemeldet, sind ab 23. Januar RSKK.=Männer ehrenamtlich mit der Erziehung des deutschen Kraftfahrers beauftragt worden. Hier ein RSKK.=Mann mit dem Schild, mit dem die Fahrzeuge abgestoppt werden. Professor von Jurmühlen, der von der neuen Deutsch=Italienischen Bergbaugesellschaft mit der Erforschung der italienischen Kolonie Aethiopien nach Rohstoffen beauftragt wurde. Scherl-Bilderdienst(2) FTm Pe 1 Stück 323 SStüiset 903 Seite 6 Nr. 18„ Bochumer Anzeiger„ Freitag, 22. Januar 1937 Unterhaltung Seite 9 Nr. 18 Der Geumenstrauss Erzählung von Wilkelm Tennemann Es sind nun reichlich fünfundzwanzig Jahre hec, ich wirkte damals als frisch=freier Junggeselle in einer mitteldeutschen Stadt als Buchhalter. Zusammen mit einem Kollegen, mit dem mich berufliche Interessen und literarische Neigungen verbanden, wohnte ich bei der „Tante“, einer im ganzen Städtchen ob ihrer mütterlichen Fürsorge so genannten älteren Pensionsmutter. Mein Kollege war Kölner und ergänzte mit seiner rheinischen Heiterkeit meine westfälische Schwerblütigkeit. Doch in einem Punkte glichen wir aufs Haar: gegen Monatsende sah es in unsern Geldbörsen gleich kläglich aus. Und dazu war mein Geburtstag nahe, den wir am Vorabend mit der„Tante“ gemeinsam im Sächsischen Hof" zu feiern schon lange beschlossen hatten. 614..4 Uns schräg gegenüber woynie Rechnungsrat Herlein, ein eigenbrötlerischer, düsterer und bärbeißiger Mensch. Doch seine Tochter war um so freundlicher und sonniger. Sie kam des öfteren mit einer Handarbeit zu unserer Pensionsmutter, und bei einem solchen Besuch hatte ich Fräulein Hertha kennengelernt und mich rettungslos in sie verliebt. Vermutlich sah auch sie mich nicht ungern; doch hatte ich noch keinen Mut zu einer Erklärung gefunden. Ich fürchtete wohl auch das Veto ihres Vater. Ich hatte sie aber, ohne den Anlaß zu nennen, zu unserem Abend geladen, und der Vater war immerhin so gnädig gewesen, seiner Tochter zu erlauben, sich der„Tante“ anzuschließen. Der Tag kam mit Prunk und Glanz. Die„Tante“, die unsere geldliche Schwäche ahnte, hatte entschieden: Die Kosten gehen zu gleichen Teilen; halb Sie, halb ich! Mir, als dem älteren, überreichte sie zehn Mark: Wir verrechnen dann am Ersten! Ich segne noch heute ihre Güte und Voraussicht. Und der Abend selbst: Ich saß natürlich neben Hertha. Sie sprühte vor Lust; ihre Nähe und Wein und Tanz und der Frohsinn des Abends hoben mich in eine wunderliche und festliche Traumseligkeit. Freude und Lust stiegen gen Mitternacht bis zu jener einzigen Köstlichkeit, die alles hinter sich wirft und nur den Sternen der Zukunft traut. Klingend stießen die Gläser aneinander. Und da stand ich auch dem geliebten Mädchen gegenüber. Eine seltsame Ruhe kam über mich. Meine Augen fragten und küßten sie und sie fühlte die Liebkosung und lächelte. Das letzte Wort aber blieb wiederum ungesprochen.— Auch auf dem Heimwege fand ich keine Gelegenheit, ein fragendes Wort anzubringen. Und da beschloß ich in Verärgerung und Trotz aufs Ganze zu gehen. Als ich mich verabschiedete, bat ich:„Darf ich mich morgen früh erkundigen, wie Ihnen der Abend bekommen ist!" Sie sah mich erstaunt an:„Aber natürlich, ich werde mich freuen, Sie zu sehen!" „Mensch, Mensch!“ schlug mein Freund daheim die Hände über den Kopf zusammen,„in die Höhle des Löwen! Da bleibt ja kein Fetzen von dir heil! Gratuliere zu dem Geburtstagsgruß!" Der Morgen kam, es war schon 9 Uhr, als wir uns aus den Betten erhoben. Da rief mich die„Tante": „Hier ist ein Blumenstrauß für Sie abgegeben worden!" „Für mich?“ staunte ich. „Jawohl! Fur das Geburtstagskind, hat der Bote ausdrücklich bestellt!“ „Und nicht den Namen des Spenders genannt?“ „Kein Wort.“ Ich sah fragend meinen Freund an. Der lachte aus vollem Halse:„Ich, nein, nein, mein Bester, ich danke!" Ich trank Kaffee. Der Blumenstrauß prangte in Duft und Glanz neben dem Napfkuchen. Gemeinsam rieten wir, wer sich wohl den Luxus eines Straußes gestattet haben könnte. Die paar Wissenden, die meinen Geburtstag kannten, waren an den Fingern abzuzählen. Doch wir kamen zu keinem Ergebnis. Auf einmal sah mich mein Freund froh an:„Halt! Eine Idee! Den Blumenstrauß nimmst du der Hertha mit! Kannst doch nicht mit leeren Händen kommen. Laßt Blumen sprechen! Da brauchst du nichts mehr zu sagen.“ Ich lachte zwar anfangs über den dummen Witz. fand ihn aber dann doch ganz vernünftig. Und gegen 11.30 Uhr trat ich in Lack und Frack und mit dem geheimnisvollen Strauß bewaffnet, meinen Schicksalsweg an. Auf mein Schellen öffnete mir Fräulein Hertha selbst. Ihre Begrüßung war ausnehmend herzlich. Ihre Augen strahlten mich an. Sie führte mich in den zur ebenen Erde gelegenen Salon. Mit einer artigen Verbeugung überreichte ich ihr die Blumen. Hoffentlich haben Sie den Abend gut überstanden!" leitete ich ein... hielt aber dann befangen inne.. Fräulein Hertha sah auf den Strauß, sah auf mich, fragend, zweifelnd, eine Röte stieg in ihre Wangen... Sie hob die Blumen, vergrub ihr Gesicht darin... Ihre Augen blitzten mich schelmisch an:„Haben Sie auch meine Geburtstagsblumen heute morgen erhalten?“ „Ihre... Herrgott...“ Täte sich doch die Erde auf, mich zu verschlingen! Ich hätte mich ohrfeigen mögen! Mir schwindelte, dunkle Ringe kreisten. Ich griff nach dem nächsten Stuhl...„Sie Unglücksmensch!“ lacht es wie aus Weiten,„da ist ja sogar noch mein.... die folgenden Worte erstickten in einem unhaltbaren Lachen. Dann fiel eine Türe ins Schloß. Der Strauß lag noch auf dem Tisch. Neben ihm ein seines Brieflein, das sie aus seinen dunklen Tiefen herauszogen, ich aber nicht beachtet hatte. Es trug meine Anschrift. Enthielt also wohl einen Glückwunsch. Aber woher in aller Welt wußte sie... Doch da war nun keine Zeit zu langem Besinnen. Im Nebenzimmer war es still geworden... Im Grunde genommen konnte ich dem Mädchen ja nur dankbar sein, daß es mich in meiner Beschämung allein gelassen hatte. Ich schlich zur Tür, öffnete sie leise, trat auf den Flur. Da ging gegenüber die Tür auf. In ihrem Rahmen stand, in seiner ganzen düsteren Würde, der Rechnungsrat. Schweigend und dunkel sah er auf mich. Mit einem verlegenen Gruß gedachte ich an ihm vorbeizuschlüpfen. Da herrschte er mich an: Kommen Sie einmal zu mir herein!" Wohl oder übel folgte ich ihm... „Sie verzeihen, Herr Rat...!“ Eine barsche Handbewegung schnitt mir das Wort ab. Dann kam es wie Donnergrollen:„Sie haben da meiner Tochter in nicht mißzuverstehender Weise einen Morgenbesuch gemacht und ihr dabei ein Blumengebinde uberreicht, das sie Ihnen selbst vor zwei Stunden ins Haus gesandt hatte...“ „Allerdings... Mißverständnisse.!“ „Schweigen Sie doch!“ herrschte mich der Rat an, „das hat mir außerordentlich imponiert! Außerordentlich sage ich!“ Ich warf den Kopf hoch. Zum Donnerwetter, sollte ich mich bei allem Unheil auch noch verhöhnen lassen. „Erlauben Sie, Herr Rat!... „Haben Sie nicht gelernt zu schweigen, wenn ältere Leute mit Ihnen reden? Also, wie gesagt, zwar ein wenig ungeschickt; aber trotz alledem: Hochachtung! Hätte es an Ihrer Stelle genau so gemacht! Ein junger Mann soll haushalten! Zusehen, wie er auskommt, ohne Schulden zu machen. Sie scheinen das zu können, und deshalb gefallen Sie mir!“ Er sah mich unter den buschigen Augenbrauen groß an. „Und hier— ich weiß, weshalb Sie hergekommen hier meine Hand! Werden auch ein sparsamer, haushälterischer Ehemann werden!" Ich wußte nicht, wie mir geschah. Mein Kopf rauchte, nun war mir schon alles gleich— der Alte packte mich und schob mich über den Flur wieder in den Salon. Da stand Hertha. Noch immer ein helles Lachen im Gesicht. Sie kam auf mich zu:„Verzeihen Sie meine Unart; aber ich mußte mich erst einmal gründlich auslachen!“ Unter halb geschlossenen Augenlidern sah sie mich neckisch an:„Sie wollten mich etwas fragen?" Ich wußte von allen Hoch und Tief, durch die ich geschleudert worden war, nicht mehr Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ein verwegener Taumel riß mich hoch:„Nichts habe ich zu fragen; denn dein Vater hat bereits ein Ja gesagt!“ Und damit griff ich sie und küßte sie herzhaft mitten auf den lachenden Mund. Del Jzelek aus dem Zenstel Von Karl kteinrick Mokr Es ist drei Uhr am Nachmittag. Der noch junge Klavierspieler Oktavius Kreuzlein schaut gerade einmal zum Fenster hinaus, ein paar Atemzüge nur und aus einem ganz unbestimmbaren Drang heraus. Dann zieht er sich wieder in die warme Stube zurück, nimmt die unterbrochene Tätigkeit des Notenheftens von neuem auf. Damit wäre alles gut gewesen— wenn nicht im selben Augenblick, da Kreuzlein die Nase aus seiner im Erdgeschoß gelegenen Behausung herausstreckte, ein Herr die Straße entlang und an ihm vorübergekommen wäre. Dem Herrn fällt die rotblonde Haartolle auf, die ihm tief in die Stirn hineinhängt, aber er hat Wichtigeres zu tun, als darüber nachzudenken, wo und wann er diese Tolle mit dem dazugehörenden Mann schon einmal gesehen hat. Und der Musiker beachtet den Vorüberhastenden überhaupt nicht. Es hätte auch weder Sinn noch Zweck gehabt, ihm die geringste Aufmerksamkeit zu zollen, er ist ihm bestimmt fremd gewesen. Dennoch entschied sich in dieser einen Sekunde das Schicksal Oktavius Kreuzleins, der im übrigen nur schwach beschäftigt war und zu kämpfen hatte, von Grund auf. Um halb sieben Uhr abends nämlich, als der Herr, Fritz Schulze ist sein Name, nach getaner Arbeit seinem Hause zustrebt, läuft ihm plötzlich sein Freund Kaspar Eirund, diese„Marke“, in die Quere. „Hallo, Fritz!“ ruft er schon von weitem,„womit kann ich dich beglücken?" „Nanu, hast du Geburtstag oder in der Lotterie gewonnen?“ fragt Schulze lachend zurück. „Den Dalles hab' ich, Mensch!“ schreit Eirund ihn an.„Aber wünsch' dir, was du willst, den letzten Hosenknopf geb' ich her für einen Klavierspieler!“ „Für was—?“ „Für einen Kla—vier—spie—ler, du——, na, schau nicht so doof drein, unser Klub hat heute abend Stiftungsfest, dazu gehört Musik, Tanz, und unser Hofkapellmeister, das Urvieh, hat soeben abgesagt! Also bitte: weißt du'n brauchbaren Musiker? Der letzte Hosenknopf, wie gesagt, ist dein, die Hose brauch ich selber, ich bin doch unser Tanzmeister—“ „Halt! Eben geht mir ein Licht auf!“ unterbrach Schulze und faßte sich an die Stirn. „So laß doch die olle Blendlaterne leuchten!“, funkte Eirund dazwischen.„Weißt du einen, ja? Wie heißt er denn, und wo wohnt er?“ „Wie er heißt; weiß ich nicht, ich habe ihn nur mal im Kaffeehaus gesehen und gehört, klimpert anscheinend ganz manierlich, du kannst ihn an einer Mordstolle, quer über der Stirn, erkennen, und wohnen tut er, wie ich heute mittag im Vorbeigehen zufällig gewahrte, in der Wiesenstraße, rechter Hand von hier, direkt neben dem kleinen Schusterladen. Versuch's einmal, Hals= und Beinbruch—“ Zwei Stunden später öffnete der Kegelklub„Hoppla“ seine Pforten zum siebenunddreißigsten Stiftungsfest. Punkt neun Uhr saß Oktavius Kreuzlein am Flügel und legte die Lustspiel=Ouvertüre von Kéler Béla hin, daß es nur so knallte. Er hatte zwar, als Nachtessen, bloß einen Rollmops mit vom Mittag übriggebliebenen Kartoffeln im Leib, aber die zehn Mark Spielgeld, die ihm so unerwartet in den Schoß fielen, beflügelten seine Sinne und Finger zu selten erreichter Virtuosität. Rauschender Beifall erheischte Zugabe um Zugabe. Bald hatte sich Oktavius Kreuzlein in die Herzen der Klubgenossen und=genossinnen hineingespielt. Sie feierten ihn als den Held des Abends. Und als er bei Morgengrauen, beseelt und beglückt wie nie im Leben, davontrollte, knisterte in der Tasche seines Smokings ein auf mehrere Jahre lautender Vertrag, den der Führer des Kegelklubs„Hoppla“ ihm in der Begeisterung über die großartige Leistung angeboten, und den er nur gar zu gern unterschrieben hatte. An seinem Arm aber hing, dem jungen Künstler mit der rotblonden Tolle mit Haut und Haar verfallen, Nelly, eines der reizendsten und begehrtesten Mädchen des Abends, und flüsterte ihm süße Worte in das geneigte Ohr. „Tja, Nellychen so ist das im Leben: Glück muß der Mensch haben!“ meinte Oktavius später einmal, als sie schon die Verlobungsringe trugen und er gerade erzählt hatte, wie er überhaupt dazu gekommen war, an jenem Abend den Flügel zu übernehmen.„Nicht jeder zufällige Blick aus einem Fenster führt zu Erfolg und—“, hier nahm er sie in die Arme. „Zum Standesamt!“ vollendete Nelly und ließ sich küssen. VARTETE KOMAD VON HEINgICR SEIEN 27) In fettgedruckten Lettern würde sein Name in allen Inseraten stehen! Die grellen Leuchtbuchstaben des Trocadero würden den Namen Petersen in die Nacht blinken! Petersen, der Clown im Löwenkäfig! Die Menschen würden ihm zujubeln, wie sie in diesem Monat Truxa zujubelten! Er würde die head=line=Nummer sein... „Warum unterschreiben Sie nicht?“ „Ich kann nicht unterschreiben, Herr Direktor. Woher soll ich einen Löwen nehmen?“ „Den Löwen werden wir schon beschaffen, und wenn ich selbst nach Afrika reisen muß, um einen zu fangen! Undressierte Tiere kann man von jeder Menagerie von dreitausend Mark an kaufen. Den Kaufbetrag strecke ich Ihnen vor! Sie haben dann nichts weiter zu tun, als sich mit Ihrem Löwen vertraut zu machen. Petersen blieb der Atem aus, als er mit blitzschneller Bewegung, sich gleichsam mit einem Kopfsprung in einen neuen Lebensabschnitt stürzend, die Unterschrift vollzog. „Fur den Januar bleiben Sie also am Trocadero", meldete sich der Agent Steinfeger zu Worte, der in den letzten Tagen weder Zeit noch Kosten gescheut hatte, um den Namen Petersen in die Welt zu posaunen. Er hatte Dutzende von Telegrammen losgelassen und war mit Flugzeugen und Eisenbahn von Verhandlung zu Verhandlung gesaust, von Berlin bis Tokio und San Franzisko wußte man es bereits, daß Petersens Szene mit dem Löwen das beste Clownentree der Welt war, das man sich rechtzeitig sichern mußte. Steinfeger klappte seine große gelbe Aktenmappe auf und zog ein Bündel von Verträgen hervor:„Ich habe Sie gleich für das ganze Jahr gebucht, im Februar gehen Sie nach London ins Empire und dann nach Barcelona ans Tivoli und dann nach Paris an den Zirkus Amar und dann nach Wien ans Ronacher.“ So kam Petersen zu seiner großen Löwennummer, die er dann in der ganzen Welt vorführte, bewundert und gefeiert, so wurde Petersen der große berühmte Clown. Irgendwo in der Marinzette war er geboren worden und hatte sich auf Landstraßen und Jahrmärkten durchgehungert. Dann aber, wenn er in die Manege kam standen die Stallmeister in Paradereihen, die Musik schmetterte den großen Tusch, der Direktor selbst saß in der Loge, der ganze Zirkus war gespannt auf diesen Auftritt: die große Nummer, die Attraktion, der Kassenschlager: Petersen, der Clown im Löwenkäfig; Nur ein paar Eingeweihte munkelten später, daß an jenem ersten Abend im Trocadero nicht alles mit rechten Dingen zugegangen war. Erst als Petersen mit dem Agenten das Direktionsbüro verließ, schlug der Jubel wie eine Welle über ihm zusammen, und in der seltsamsten Weise schmiß er, die Eisentreppe hinunterlaufend, die Beine in die Luft. Die Jackson Rex Girls kamen gerade von der Probe zurück, mit einem Schrei stürzte er sich auf eines der Mädchen und küßte es herzhaft auf den Mund, der schüchterne Petersen, der sich sonst kaum getraute, einem Mädchen nachzublicken! „Kommen Sie mal mit“, sagte Steinfeger, stieß die Eisentür auf und betrat, siegreich die gelbe Aktenmappe schwingend, die Bühne. Petersen sah, wie er auf den Raubtierkäfig zuging, den die Linda sich hatte aufbauen lassen, um mit ihren Tieren zu üben, und blieb in einiger Entfernung stehen. Die Linda mühte sich damit ab, dem Löwen Menelik den Kugellauf beizubrinfort richtete Menelik sich auf und witterte mit faltiger Nase, als dränge der Geruch einer Zebraherde der heimatlichen Steppe zu ihm; dann erfolgte ein kurzes, fauchendes Gebrüll.„Tu dem Tier nichts“, sagte die Linda.„Der Löwe braucht keine Angst vor mir zu haben“, sagte Petersen, der langsam zurückwich, als Menelik gemessen angeschritten kam, nach dem Stück Fleisch schnuppernd. Mit einem Satz hatte der Löwe ihn erreicht und zog ihm ganz sanft das Fleischstück aus der Hand, dann ließ er es sich ruhig gefallen, daß Petersen ihm in die Mähne griff. „Du mußt mit Menelik schön spielen, mußt ihn selbst putzen und aus der Hand füttern, mußt dich beständig um ihn kümmern, dann wird das Tier auch alles tun, was du von ihm verlangst. Menelik gehört dir, Petersen. Ein Händedruck; so fanden Petersen und Tilly Linda wieder zusammen, im Augenblick, da sie auseinandergingen. Gerührt schüttelten sie einander immer wieder die Hand. Er vergaß die Buntheit dieser Frau, ihren fülligen Körper, ihren sinnlich=verschleierten gen, in beiden Händen hielt sie Fleischstücke, die sie Blick, der ihm so oft auf die Nerven gefallen war; und Menelik hinwarf, als das Tier ein Stück mit der sie vergaß seinen knochigen Adamsapfel, seine undeKugel gerollt war. Dann wandte sie sich nach Stein= stimmt wässerigen Augen, seinen schlechten Teint und seger um und trat an das Gitter. seinen fast schwärzlichen Vorderzahn, diese lästigen Wohl zehn Minuten lang sprach der Agent beschwörend und beschwichtigend auf Tilly Linda ein, die hin und wieder durch den Schleier, der halb über ihr Gesicht gezogen war, einen verstohlenen Blick auf Petersen warf, dann winkte man ihn heran; mit krebsrotem Gesicht kam er näher. Die Linda streckte die Hand durch das Gitter:„Ich möchte es wieder gutmachen, Petersen, daß mir neulich das Malheur mit Sultan passiert ist.“ „Du brauchst es gar nicht wieder gutzumachen, Tilly“, erwiderte Petersen, die Hand seiner einstigen Gefährtin ergreifend,„ich möchte nur, daß wir nicht als Feinde auseinandergehen.“ Kleinigkeiten, die sie oft bis zur Unerträglichkeit gereizt hatten. Um ein Uhr war Petersen mit Hilde Schelm verabredet. Es war aber erst zwölf. Im Schankraum der„Ewigen Lampe“ genehmigte er sich einen Schnaps, um auf seine Zukunft zu trinken, auf das Wohl Clown Petersens. Stumm und empört schüttelte Frau Schilp den Kopf, weil er schon am hellen Tage trank; da ließ er sich noch einen Schnaps einschenken und dann noch einen, bloß um die dicke Frau zu ärgern.„Sie haben's nötig", sagte sie mit der ganzen Verachtung, die sie den mageren Menschen gegenüber hatte. Er war wahrhaftig etwas betrunken, als er wieder auf der Straße stand, er torkelte sogar ein wenig und blinzelte „Ich habe gehört, daß du im Januar hierbleibst mit den Augen. An der Anschlagsäule Ecke Kurfürstenund einen großen Vertrag erhalten hast.“ damm sah er auf einmal sein Plakat hängen, ein riesi„Ja, Tilly, und zu diesem großen Vertrag hast du ges Plakat, auf dem ein Clown zu sehen war, der sich mir indirekt verholfen. Wenn dir das Malheur mit einen tobenden Löwen mit einem Saxophon vom Leibe Sultan nicht passiert wäre, wäre ich nie auf die Idee hielt; das war der berühmte Clown Petersen mit dem gekommen, anstatt mit einem künstlichen mit einem ebenso berühmten Löwen Menelik! Waren Sie schon wirklichen Löwen aufzutreten. Ich muß mir nun ein im Trocadero, im Volksmund einfach Troc genannt, andressiertes Tier beschaffen, mit dem ich dann mein waren Sie schon im Troc? Das müssen Sie gesehen Entree im Löwenkäfig allabendlich vorführen werde.“ haben, was da dieser Petersen mit dem Löwen angibt, „Ich will dir gern eines meiner Tiere überlassen, das ist eine ganz oro Szeegrnicht, sicg Has anzusehzen. gemeinsam reisten. Wir sind ja auch einmal glücklich wie da dieser Petersen vor dem tobenden Löwen Reißgewesen. Einmal wirst du auch erfahren, daß du mir Wiener“ Wärsichen hinhält:„Mach schön bisspiecht tatest, als du unser gemeinsames Leben auf: So ein Erfolg war noch nicht dal ene „Geschenke nehme ich nicht an, Tilly.“ Ich verdiene Nun war es ein Uhr, und an dieser Ecke hatte Peja jetzt Geld genug und bin dir schon dankbar, wenn tersen sich verabredet. Er stand da wie ein Mann, der du mir eines deiner Tiere verkaufst." lauf eine Mondfinsternis wartet, in seinem langen „Mit Sultan wirst du allerdings nicht fertig werden, der hat es zu faustdick hinter den Ohren, ich gebe dir aber Meuelik, der spielt nur immer den Grimmigen, brüllt und knurrt und poltert, meint es aber gar nicht so. Menelik ist fromm wie ein Lamm. Komm mal zu uns in den Käfig, du wirst sehen, daß Menelik dir nichts tut!“ Bis auf Menelik trieb die Linda alle Tiere aus dem Käfig, und Petersen trat ein mit der Miene eines Mannes den die Schuhe drücken; er traute der großen gelben Katze nicht recht, die träge auf dem Boden lag. „Du mußt Menelik rufen, nimm ein Stück Fleisch und ruf ihn“, sagte die Dompteuse. Petersen ließ sich ein großes Fleischstück reichen und rief das Tier an. SoMantel, der fast den Boden berührte, den Hals mit dem endlosen Schal umwickelt. Alle Glocken der Stadt schlugen ein Uhr. Er begann auf und ab zu gehen, immer wieder kam er an einem Bettler vorüber, dem er jedesmal einen Groschen in den Hut warf. Wenn ich dem einen etwas gebe, muß ich dem andern auch etwas geben, dachte er verwundert, weil hier so viele Bettler standen, es stand aber nur einer da. Da fuhr ein Taxi vor aus dem Hilde stieg, sonst war sie immer mit der Straßenbahn gekommen, der Bettler stürzte sich hinter Petersen her an den Wagenschlag und verneigte sich tief vor der Frau, genau wie Petersen, der sich auch tief verneigte, zwei Verrückte schienen eine Königin zu empfangen.„Bezahl' mal den Chauffeur", sagte Hilde,„ich hab' nämlich keinen Pfennig bei mir!“ Petersen suchte in allen Taschen, fand aber kein Geld mehr.„Wenn der Herr wollen, lege ich den Betrag aus“, sagte der Bettler und entlohnte den Chauffeur.„Ich kenne den Herrn ja schon lange, der Herr sind Artist, der Herr können mir das Geld abends wiedergeben.“ Betroffen sah Petersen auf Hilde, die mitten auf der Straße so laut lachte, daß alle Leute stehenblieben, die Tränen rannen ihr aus den Augen.„Komm“, sagte er und sah auch schon, daß sie verdächtig taumelte wie ein junger Matrose, der aus einer Hafenkneipe kam. Wie schief saß auch ihre Baskenmütze auf dem bestimmt etwas gebleichten blonden Haar!„Du bist ja beschwipst“, sagte er. „Was denn“, sagte sie, sich mit dem ganzen Gewicht ihres schlanken Körpers gegen ihn lehnend,„ich habe bloß einen Kognak getrunken, weil mir gar nicht gut war, ich bin so unglücklich gewesen, und nun ist mir etwas besser. Du bist ja übrigens auch beschwipst!“ „Komm“, wiederholte er und zog sie mit sich in den Schankraum der„Ewigen Lampe". Frau Schilp wurde genötigt, nochmals den Amer Picon hervorzuholen. Mit der Miene einer Giftmischerin schenkte sie ein.„Mehr gibt's nicht", sagte sie, die beiden mit einem Blick zerschmetternd,„wenn Sie mich für eine Bardame halten, haben Sie sich geirrt!“ Arm in Arm schwankten Petersen und Hilde über die Straße und gingen in den Tiergarten hinein. Es war so kalt, daß ihr Atem dampfte, die Bäume standen kahl und reckten die Aeste. Trotz der Kälte ließen die beiden sich auf einer Bank nieder, schlugen sich die Mantelkragen hoch und streckten die Beine aus. „Warum bist du unglücklich gewesen?“ fragte er. „Weil wir kein Glück haben“, entgegnete sie, legie den Kopf zurück und richtete einen vorwurfsvollen Kinderblick in den kalten Dezemberhimmel, wo der liebe Gott in einem schönen warmen Pelzmantel saß und die Erde mitsamt den Menschen frieren ließ.„Nein, wir haben kein Glück. Alles ist schief gegangen. Mit der „lebenden Marmorfigur“ war es nichts. Was nunk Ich habe auch nichts mehr anzuziehen und meine Schuhabsätze sind nicht mehr gerade. Als ich heute aufstand und mir die Schuhe anzog, sah ich, wie schief die Absätze schon waren, und ich werde so traurig, so sentimental, daß ich fast geweint hätte. Bald kommt der Januar und wir liegen auf der Straße.“ „Die Hauptsache ist, daß wir zusammenliegen, dann liegen wir richtig“, sagte Petersen kühn.„Was sagst du? Du hast nichts mehr anzuziehen?“ „Nein“, sagte Hilde,„fast gar nichts mehr. Glaubst du, Alvater gibt mir jemals Geld, daß ich mir etwas kaufen kann? Er fürchtet sich wohl davor, daß ich ihm davonlaufe, sobald ich etwas Geld habe. Wir haben kein Bett, wo willst du mit mir liegen? Bei Alvater bleibe ich aber nicht, das halte ich nicht mehr aus, ich laufe ihm bestimmt davon.— Weißt du übrigens, daß Yester vor Jahren auch einmal bei ihm war und ihm auch davonlief, weil sie es nicht mehr mit ihm aushalten konnte? Nein, lieber will ich im Trocadero Programme verkaufen!" „Programme brauchst du nicht zu verkaufen; ich verstehe dich nicht, das alles ist doch kein Grund, am hellen Tage Kirsch zu trinken! Bei Alvater brauchst du auch nicht zu bleiben, wir machen das so, daß du ihn am ersten Januar einfach abreisen läßt, erst im, Zug wird Alvater sehen, daß du verschwunden bist, ohne daß er dich wieder berbeizaubern kann. Mein Gott, bin ich glücklich!“.4 65. (Fortsetzung folgt.) Suila Bultal Die durch ihre he allen Bochumer Konzer gebliebene junge Violi sich gestern auch bei ihre Stadt einen ganz ungen bei dem außerordentlich gabten und musikalisch war. Neben dem Violi ihr auch kleinere Stücke fall ein. Wir kommen suchte Meisterkonz Neute beginnt im Sta Das Stadttheater B Tagen zum dritten W spielt, schreibt zum Be u..: Zum ersten Mal Jahre 1936, das ge zu spielen. Iene Zweif diese Kleist=Woche gleie fentlichkeit stattfinden täuscht. Vom ersten bierste Kleist=Woche in## Ausnahmen ausverkau Mit dieser Bochumer## der Einstellung, daß Sein ganzes Wert gi# in den Besitz der Dich höchstes Ziel immer di gutes gewesen war, set sen Kleist=Philologie du stellung seines Gesamt Staunen jener annläre Pomt Das Staunen jene die undobulllle„„Pent gen vor glanzengen gen vor glanze#n „Die Hermannsschlach burg",„Das Käthchen! wieder angesetzt und als es das gleiche Thec die ganze Kleist=Woc es die Jugend des ges die nach Bochum zuse Jugend jubelnd mitzi wurden die acht Werke veranstaltungen der. sich am Schluß in stur Und nun im Jahr später, bietet diese B Male das ganze Wer Tatsache, daß es überh Spielzeit Kleists Wer alle jene Anschauunge des Klassikers den B Zonen dumpf=triviale glaubten, die mit der tun hat. Wahres Vol höchsten Kulturgutes, hörliche und ewige E Mitteln, denn nur d versiegbare Geistesau Gründgens, Janni Tobis. Im Rahmen organisatorischen V Gustaf Gründgen kultursenator Emil I einer demnächst einzu neralversammlung d Mitgliedern des Au einem innerhalb des AD DeR 33, Indessen wurde zu Hand gereicht. G streiften„Fiedelmänne spieler fuhrte seine de taten. Sänger und durchzogen, ernteten ihren Happen schon Bier erobert hatten, Puff, ein Brettspiel. gelwerfer sah man. dem Wirtshaus spiel sanfte Abhang, so n einem dröhnenden Wirbel bildeten. Da zog der Rauch. Fe Willems Wagen, die Mit Forken warfen Figuren in die Luft, wende und besonderhereinbrach. Aber vorher noch nicht, weil er sich f sehen mußte, ob au zu essen und zu tri und Madame du? stätigung erleben mi Fest gab, der für d dennoch keinen Lob Nur sehen wollt trinkfroh süffelnden nichts zurückblieb vo das Opfer nicht um Er wehrte jeder Adrian ging w Nur den TrubNur das Gedudeln nach der Bibel das Und was nachher artig sirrenden Lib es dann mit mein mann die Seeman Schrie nicht schon Obwohl der B Sand erschöpft von ein schwerer Fisch durchstoßen hat, ur zu haben und den Der Blick zum Blick nach innen, schauende Betasten blick in die nahe W auferlegt— das zur Läuterung, erh Atemstöße und den wissen, den Narren gezogen hatte, un mählich in den seine Schuhe ries sänke, sanft vom Leben nicht an War dieser T Ja, die Augu Luftieg wartet schnuppen fallen Nein Kopf — der Alte ieder in den Lachen im Sie meine ündlich aus. dern sah sie sagen?“ surch die ich und Wirk. Taumel riß dein Vater griff ich sie nden Mund. Wie heißt ibe ihn nur klimpert ann an einer und wohnen ehen zufällig ad von hier, ersuch's einub„Hoppla“ Stiftungsfest. Flügel und sla hin, daß chtessen, bloß iebenen Karjeld, die ihm ügelten seine uosität. Raugabe. Bald en der KlubSie feierten und beglückt n der Tasche nutender Verppla“ ihm in aig angeboten, n hatte. An stler mit der fallen, Nelly, Nädchen des das geneigte Glück muß r einmal, als er gerade ermen war, an „Nicht jeder t zu Erfolg und ließ sich nig bei mir!“ nd aber kein e ich den Bee den Chaufige, der Herr Geld abends e mitten auf ite stehenblien.„Komm“, rdächtig taueiner Hafenskenmütze auf Haar!„Du ganzen Gelehnend,„ich mir gar nicht und nun ist ens auch beiit sich in den Frau Schilp con hervorzuin schenkte sie e beiden mit nich für eine * d Hilde über In hinein. Es säume standen ilte ließen die sich die Man. ?“ fragte er. nete sie, legie rfsvollen Kinwo der liebe l saß und die „Nein, wir r l der Was nun? m und meine Als ich heute ich, wie schief so traurig, so Bald kommt aße. sammenliegen, kühn. hen?“ mehr. Glaubst ich mir etwas avor, daß ich abe. Wir haliegen? Bei ich nicht mehr — Weißt du inmal bei ihm es nicht mehr er will ich im verkaufen; ich n Grund, am vater brauchst as so, daß du läßt, erst im hrwunden HIt. kann. Weein ung folgt.) Seite 9 Nr. 18/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 Suila Bultabos großer Ertolg Die durch ihre hervorragende geigerische Leistung ilen Bochumer Konzertfreunden in bester Erinnerung gebliebene junge Violinsolistin Guila Bustabo errang sich gestern auch bei ihrem zweiten Erscheinen in unserer Stadt einen ganz ungewöhnlichen Erfolg, der allerdings bei dem außerordentlichen Können der technisch, hochbeibten und musikalisch reifen Künstlerin verständlich war. Neben dem Violinkonzert von Brahms trugen hr auch kleinere Stücke von Dohnanyi begeisterten, sall ein. Wir kommen morgen auf das glanzen# besuchte Meisterkonzert zurück. Neute beginnt die dritte Kleilt-Woche! im Stadttheater Bochum is Stadttheater Bochum, das in den nächsten drei agen zum dritten Male das zyklische Wert Kleists spielt, schreibt zum Beginn dieser dritten Kleist=Woche u..: Zum ersten Male wagte es eine Schauspielbühne 9 hre 1936, das gesamte Werk Heinrich von Kleists spielen. Jene Zweifler, die angenommen hatten, daß diese Kleist=Woche gleichsam unter Ausschluß der Oefstattfinden würde, sahen sich schwer entVom ersten bis zum letzten Tage konnte diese erste Kleist=Woche in festlich besuchten, ja mit geringen Ausnahmen ausverkauften Häusern vonstatten gehen. Mit dieser Bochumer Kleist=Woche wurde die Nichtigkeit der Einstellung, daß Kleist unpopular sei, bewiesen. Sein ganzes Werk ging als levendigstes vermachinin den Besit der Dichtung ein, und die Bühne, deren Sesseife den wesipz der Tichtug####rn, und die Bühne, deren höchstes Ziel immer die Pfiege des klassischen Geistesgutes gewesen war, setzte einer unfruchtbaren philiströsen Kleist=Philologie durch die Tat einer lebenigen DarDas Siaanen jener Zwesser aber steigestz, sichg gle Heilbronn“ immer und immer wieder angesetzt und wiederholt werden mußten, ja, als es das gleiche Theater wenige Wochen später wagte, die ganze Kleist=Woche zu wiederholen. Diesmal war die Jugend des gesamten großen deutschen Westens, die nach Bochum zusammenkam, um den Dichter der Jugend jubelnd mitzuerleben. In dreieinhalb Tagen wurden die acht Werke Kleists in Morgen= und Abendveranstaltungen der Jugend dargebracht, deren Dank sich am Schluß in stürmischer Begeisterung äußerte. Und nun im Jahre 1937, ebenfalls wenige Wochen später, bietet diese Buhne nochmals und zum eeiten Male das ganze Werk Kleists. und angesichts dieser Tatsache, daß es überhaupt möglich ist, dreimal in einer Ilie seit Kleists Werk 3ot5g mit der“Boltsfremdheit Zonen dumpf=trivialer Bierfröhlichkeit glaubten, die mit der Kunst nur noch entfernt etwas zu tun hat. Wahres Volkstheater ist die Vermittlung des höchsten Kulturgutes, das die Nation besitzt, der unaufhörliche und ewige Einsatz mit den höchst erreichbaren Mitteln, denn nur dadurch wird dem Volke der unversiegbare Geistesquell der Nation erschlossen. Gründgens, Jannings und Forst im Aufsichtsrat der Tobis. Im Rahmen einer bei der Tobis beabsichtigten organisatorischen Veränderung werden Staatsrat Gustaf Grundgens, Staatsschauspieler und Reichskultursenator Emil Jannings und Willi Forst in einer demnächst einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung der Tobis=Tonbildsyndikat=AG. zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Sie werden einem innerhalb des Aufsichtsrats zu bildenden Ausder Praduktionsblanung und der künstlerischen Gestaltung der Filme berät. Hella Moja †. Wie wir aus der„Lichtbild=Bühne" erfahren, ist die Filmschausvielerin Hella Moja gestorben. Hella Moja war früher eine der großen Zuakräfte des deutschen Films. Viele Filme der stummen Filmzeit brachten sie als Hauptdarstellerin. Das Fach der Charakterliebhaberin hatte in ihr eine der besten Vertreterinnen. Emil Jannings und Marianne Hoppe sind nach Pompeji gefahren zwecks Außenaufnahmen für den Film„Der Herrscher". Heinz Rühmann, dessen letzter Erfola„Wenn wir alle Engel wären" noch in aller Erinnerung ist, wurde von der Tobis=Eurova neben dem neuen Froelich=Film „Die Umwege des schönen Karl“ für einen weiteren Film verpflichtet, der im April ins Atelier geht. Neuer Oberspielleiter in Münster. Der zweite Svielleiter der Over und erste Dramatura des Stadttheaters Dortmund. Dr Herbert Junkers, ist als Obersvielleiter an das Theater der Stadt Münster berufen den und wird mit Beginn der nachsten Spielzeit dort seine Tätigkeit aufnehmen. Herbert Junkers wurde 1909 als Sohn eines Kaufmanns, dessen Gattin Sängerin war. in Krefeld geboren, machte dort sein Abitur, studierte in den Jahren 1927 bis 1933 an den Universitäten Münster und Köln und promovierte auf Grund einer in der Theaterwelt viel beachteten Arbeit„Niederländische Schauspieler und niederländisches Schausviel land". Dr. Junkers war an den Bühnen.=Gladbach und Görlitz, seit 1938 in Krefeld und seit 1936 in Dortmund tätig. Sir Thomas Beecham am Pult der Staatsoper. Die Staatsoper hat für ihre nächste Neuinszenierung Glucks Orpheus" gewählt. Die musikalische Leitung hat als Gast Sir Thomas Beecham(London), die Inszenierung besorgt Generalintendant Staatsrat Heinz Tietssen, die Ausstattung Prof. Emil Preetorius. Die Hauptpartien singen Maria Müller, Margarete Klose und Maria Cebotari. Werner Egk komponiert die Göttinger UniversitätsFestkantate. In diesem Sommer begeht die Stadt Göttingen, wie mitgeteilt, die 200=Jahr=Feier ihrer Universität. Oberburgermeister Prof. Dr. Jung hat aus Anlaß des Jubiläums den Tonsetzer Werner Egk, den Schöpfer der Olympia=Ouvertüre, mit der Komposition einer Festkantate beauftragt. Text geschrieben, der, ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung des deutschen Naturschutzgedankens, den geologischen Aufbau und das dadurch bedingte„Wesen der einzelnen Landschaftsgruppen aufzeigt. Das führt mit einem erzieherischen Hinweis zu vielen unbekannten und heimlichen Schönheiten der deutschen Heimat. Deutsche Wehr. Die bekannte, im Verlag Gerhard Stalling i. O. erscheinende militärische fachwissen: schaftliche Zeitschrift für Wehrmacht und Wehrpoliti# beschaftigt sich in ihrem zweiten JanuarzHeft, eirgengnt mit wehrpolitischen Problemen in der Tschechosteaatei und der türkischen Wehrpolitik und Rüstungsindustrie. Taktik und Technik beim Einsatz wichtiger Waffen im Seekrieg und die nach französischen Kriegserfahrungen und Friedensübungen behandelte Feuerwirtung aus Panzerwagen, sowie ein Artikel über den Grenzschutz in der Wirklichkeit sind neben der militärischen Presseschau und einer Uebersicht über die Rüstungen des Auslands noch als besonders aufschlußreiche und fesselnde Beiträge des Heftes zu nennen. * I Volk und Buch Daldk ind Schaufenster Wulf Bler: Napolcon Bonaparte(Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin). „Lebensroman eines Genies“ nenn Wulf Bley sein neues Werk über den größten Kaiser der Franzosen, aus dessen Wirken er die Errenntnis findet, daß die Genies nicht von der Zeit gebildet werden, sondern ihrer Zeit das Gesicht geben. Nicht aus trockener geschichtlicher Darstellung, sondern lebendig in dem Wollen, aus dem Geiste unserer Zeit das Schicksal Napoleons zu gestalten, gibt der Verfasser eine farbige, breit angelegte Schilderung der Erscheinung des Korsen als Feldherr und Abgott seiner Soldaten, Staatsmann, Gesetzgeber und Erneuerer Frankreichs und Europas. als Kaiser und Gestalt gewordener Wille zur Macht, der schließlich gegen seinen Willen der Erwecker des deutschen Nationalismus wurde. Auch die menschlichen Züge Napoleons werden hinter den großen Worten und Ereignissen sichtbar. Sigrid Voo:„Wer zuletzt lacht...“(Universitas Deutsche Verlags=AG., Berlin). Lustig und leicht sind die Umrisse der Ereignisse dieses Buches das Lieben und Leben zweier junger Menschen schildert, die sich allen Unkenrufen der Anverwandten und Bekannten zum Trotz geheiratet haben und den Kampf um ein gemeinsames Leben aufnehmen, erst in der Stadt und später auf einem plötzlich ererbten Bauernhof. Aber so fröhlich sie auch dahergeplaudert ist, sie birgt viel Nachdenkliches und viele große gute Gedanken in sich, die Geschichte zweier tapferer junger Menschen, die sich allem Schweren, allen Grimassen und allem spöttischen Witz ihrer Umgebung zum Trotz ihr Dasein zimmern. Und sie gewinnen zuletzt, weil sie niemals den Glauben an sich, und das Lachen verlieren. Walter Bloem„Der Volkstribun"(Mehden=Verlag, Berlin). Der bekannte Schriftsteller legt einen neuen Roman vor, in dem er wieder einmal Geschichte aus seiner eigenen Schau gestaltet. Nur an äußeren historischen Ereignissen entlang führend, stellt er das Leben und Wirken des Kanonikus Arnold von Brescia heraus. der zur Zeit Barbarossas als Erwecker des römischen Nationalbewußtseins vergeblich gegen Papst und Kaiser kämpft um das Recht des romischen Volkes, sich selbst zu beherrschen. Er unterliegt, weil seine Zeit noch in der geistigen Klammer ihres Glaubens liegt. Starr und in eine Aufgabe gezwungen, wie der Aufbau und überspitzte Stil an manchen Stellen, stehen die Menschen in diesem Buch, dessen beste Teile in der skizzenhaften Schilderung der in soziale Gegensätze. religiöse und irdische Weltanschauungen und Glaubenslehren zerrissenen Stadt Rom bestehen. H. W. Behm(Wolfgang Böttcher:„Deutsche Naturschutzgebiete“(Alexander Duncker, Verlag, Weimar). Der Duncker=Verlag hat mit diesem Buche die Aufgabe gestellt und erfüllt, dem Gedanken des Naturschutzes in Deutschland zu dienen durch eine Darstellung der deutschen Naturschutzgebiete in Bild und Wort. Der Lichtbildner Julius Böttcher hat sich auf den Weg zu den wichtigsten Naturschutzgebieten gemacht und die eigenbetonte Schönheit jeder dieser Landschaften mit der Kamera eingefangen. Zu seinen eindringlichen, wirkungsvollen Bildern hat Wolfgang Behm einen Der deutsche Soldat in der Anekdote(Verlag Braun& Schneider, München). Es gibt diese und jene Anekdotensammlung ui den Alten Fritz, um Blücher und andere große Aber es gab noch keine Sammlung, die das Bild des deutschen Soldaten widerspiegelte in Anekdoten aus drei Jahrhunderten. H. A. Thieß und A. von Czibulka haben das nachgeholt und aus alten und neuen Quellen das gesammelt, was ihnen als das Beste erschien.„Ein Brevier des Soldatentums in Anekdoten sollte dieses Büchlein nach dem Willen seiner Verfasser sein und ist es in Wahrheit geworden, denn hinter seinen bunt blitzenden Bildern leuchtet echtes soldatisches Mannestum auf. Nicht vergessen sei die lichte, feine zeichnerische Buchausstattung von Otto Resch. Kurt Dörnemann Geschichtstafel 22. Januar Der schwedische Dichter August Strindberg bei Stockholm geboren(gestorben 1912).. 48 Der preußische General der Insanterie und Staatsrat Karl Litzmann in Neu=Globsow geboren(gestorben Der Reichsbankpräsident Dr. Hialmar Schacht in 1729 wurde der Dichter Gotthold Ephraim Lessing geboren. In Leipzig vertauschte er das Studium der Theologie mit dem der Medizin, dann Philologie, und trat schon früh mit dichterischen Versuchen hervor, die ihn später als klassischen Dramatiker an die Seite Goethes und Schillers führen sollten. 1849 1850 1877 Der Unterschied ist zu groß! wenn Sie jetn in ünter aun der gebeinen lichnung ins Freie gehen, kann ihre Haut rissig und spröde werden. Darum vorbeugen! Miit der euzerithaltigen Nlvea-Creme einreiben! Das erhöh ihre Haut weich u. Schmiegsam. ADRIAT DeR TGLPENDIEB, rchnmen 33, Indessen wurde Bier in großen Kannen von Hand Hand gereicht. Gesang flog auf. Zur Unteghattung streiften Fiedelmänner durch das Lager. Ein spieler führte seine derben Späße auf. Man hörte Woritaten. Sänger und Sängerinnen, wie sie das durchzogen, ernteten Gegröle und kleine Münzen. Die ihren Happen schon verschlungen und sich einen Becher Bier erobert hatten, hockten sich abseits und spielten Puff, ein Brettspiel. Für alles war gesorgt. Auch Kegelwerfer sah man. Nicht nur auf dem Tanzplatz vor dem Wirtshaus spielte man zum Tanz auf. Der ganze saufte Abhang, so weit man schauen konnte, war von einem dröhnenden Gewimmel überflutet, in dem sich Wirbel bildeten. Dazwischen qualmte es. Landeinwärts zog der Rauch. Feuersäulen stiegen auf. Das waren Willems Wagen, die man mit Begeisterung verbrannte. Mit Forken warfen junge Burschen die flammenden Figuren in die Luft, ein Feuerspiel wie an der Sonnenwende und besonders schauerlich zu sehen, als die Nacht hereinbrach. G... Jemtk“Aber vorher noch ging Aorian ourch das Gewühle, nicht, weil er sich feiern lassen wollte, sondern weil er sehen mußte, ob alles wohl geriet, ob jeder viel genug zu essen und zu trinken hatte. Er gestand sich selber und Madame du Fresne zu, daß er die innere Bestätigung erleben mußte, der Mann zu sein, der dieses Fest gab, der für die ganze Stadt Gastgeber war und dennoch keinen Lobspruch wollte. Nur sehen wollte er die schmatzenden Gesichter, die trinkfroh süffelnden Gestalten; erleben mußte er, daß nichts zurückblieb von Aechtung und Verruf. Dann war das Opfer nicht umsonst gewesen. Er wehrte jeden Trinkspruch ab und jeden Tusch. Adrian ging weiter. Nur den Trubel nicht mehr sehen, dachte Adrian. Nur das Gedudel nicht mehr hören. Heuschrecken haben nach der Bibel das Land der Pharaonen ausgefressen. Und was nachher? Was haben diese grünen glasartig sirrenden Libellen hernach gefressen?— Wie ist es dann mit meinen Freunden, denen kein Zimmermann die Seemannskiste groß genug erschaffen kann? Schrie nicht schon einer:„Es ist kein Bier mehr da? Obwohl der Boden kühl war, setzte er sich in den Sand, erschöpft von allem Wirrwarr dieses Tages. Wie ein schwerer Fisch kam er sich vor, der endlich sein Netz durchstoßen hat, um mit dem Kopf die Freiheit schon zu haben und dennoch mit den Kiemen festzuhängen. Der Blick zum Meer, das war die Freiheit. Der Blick nach innen, das Starren in die leere Kiste, das schauende Betasten einer Zwiebel, der ewig gleiche Kurzblick in die nahe Welt, die jeder Phantasie Beschränkung auferlegt— das alles schwand vor dieser Weite, kam zur Läuterung, erhob und machte ruhig. Er zählte seine Atemstöße und den Herzschlag. Er pflückte, ohne es zu wissen, den Narrenschmuck von seiner Mütze, die er abgezogen hatte, und lächelte, als seine Füße sich allmählich in den Sand eingruben und der Sand in seine Schuhe rieselte.— Was nun, wenn er veranke, sanft vom Sand verschluckt? War dann sein Leben nicht an seinem größten Tag vollendet? War dieser Tag zu überbieten?— Ja, die Augustustulpe überbietet ihn! Ein neuer Aufstieg wartet nur auf seinen Anstoß. Sternschnuppen fallen so, die alles taghell machen. Einmal noch wird dieses Zwischenlicht der Zweifel sich entzünden; dann mag es Nacht sein oder Tag und Willem mag als Tulpenkommissar die Stadt durchschnüffeln— dann wird der Tulpenkönig Adrian van Snaar vielleicht zur Sage werden.— Das war das Ziel: die Flucht!— Madame du Fresne ist in die Stadt gekommen, um einen Segler zu besteigen, und hat es schön in dieser Stadt gefunden, weil sie ihr Herz vergeben konnte. Den Torfknecht Adrian hat eine längst vergessene Mutter in diese Stadt hineingeboren, und alle Wege, die er nahm, sind alt gewesen, waren ausgetreten, die immer gleichen Wege seiner Kindheit. Irrwege wurden sie, weil sie zu Menschen führten. Denn wer durch Menschen geht, indem er sie durchschaut, dem ist die Welt nicht klein und groß genug, sich tief in sie hinein und weit aus ihr hinaus zu flüchten. Er trägt sein Herz wie eine Fackel weiter. Der Hoffnung Fackel ist es, und ihr Träger läuft darum, sie einem anderen Menschen heiß ins Herz zu brennen. Wem es versagt ist, an solchem Ziel die Erdenruhe zu erlangen, der mag nach seinem Tod als Irrlicht wandern und verdammt sein.— So ähnlich hatte seine Mutter ehemals gesprochen, diese Mutter, die in Christintje scheinbar wiederkommen mußte, die er in sie hineinsah. Ach, er wußte, daß Christintje in der Nähe war. Wie Frauen stets ein wenig ängstlich sind, wenn sie allein durch menschenleere Landschaft gehen, war sie mit trippelnd kurzen Schritten aus den Hecken herausgetreten. Sie suchte ihn. „Du willst dich wohl erkälten?“ Er gab zur Antwort:„Nein, Christintje, es ist nicht kalt am Boden. Ich freue mich, daß du gekommen bist, gerade du.— Du solltest dich auf meinen Mantel setzen. Nimm ihn. Ich hätte viel mit dir zu sprechen. — Ich will fort von hier. 6766 Sie nahm den Mantel nicht uno wiversprach nicht. Halb aufgerichtet saß er da. Wie Mitleid war ihr Blick. „Es wäre gut...“ „Was wäre gut?...„„ „... daß du dich nicht mehr bligen taßt bei uns. Da sprang er auf.„..... Tannes# Betäubte ihn das Abenorot der Sonner War es das Licht! Ihr Blick? Der Satz, den sie ganz leise vor sich hinsprach, während sie mit ihrem im Sande stocherte? „Was wäre gut?“ Er zitterte und fuylte, wie eine ungeheuerliche Angst ihn ansprang, wie ihn Zorn, Entsetzen schüttelte, wie seine Finger sich zu Krauen bogen. „Was wäre gut!!!“..„ Ganz laut— nun stand er neben ihr, sie wich zurück— ganz laut, daß es die Brust zersprengte, glaubte er zu brüllen und hörte selber, daß es nur ein Aechzen war:„... Was— wäre— gut? Und wußte nun, daß er die Hände von ihren Armen und den Blick aus ihren Augen nehmen mußte. Daß Christintje mit aller ihrer Güte und Besorgnis, mit ihrem Denken und mit ihrer Seele aussprach, was er befürchtet hatte. Das war das Urteil, das niemand mitleidsvoller, aber auch nicht mitleidsloser fällen konnte. So würden alle denken wenn der Tag verrauscht war. Das war das Ende— und er wiederholte es:„... daß ich mich nicht mehr blicken lasse. Immer tiefer sank die Sonne auf das Meer, als würde nach dem Sturm die rote Warnungskugel am Hafen eingeholt. Der Sturm war nicht vorbei. Am Abend scheint der Schlag der Brandung sich brausend zu verstärken. Kam dort nicht ein Schiff? Wei draußen? Ein Schiff, das wie ein Rindenstück dicht unterm Sonnenball vorbeitrieb und mit seinen Masten den Feuerrand zu ritzen schien? Das, wenn es gleichen Kurs hielt, wie der Mann im Mond, ein Schiff der Sonne bilden mußte, eine Brigg, die aus der Sonne kam? „Ich habe mit dem nächsten Schiff“, sprach er ins Leere,„die Stadt verlassen wollen. Ja, du hast recht, Christintje. Nur die Augustus muß ich noch verkaufen. Dann wird Kaspar wieder Herr in seinem Hause sein, und ich muß trachten, in einem anderen Land, vielleicht in einem anderen Erdteil, von vorn anzufangen. Willst du mit?—“ i5 Sie schwieg, noch immer auf die Spitzen iyrer Schuhe blickend, die nicht mehr stocherten. „Die Niederlande sind so groß“, rief er mit würgend heiserer Stimme aus, in der die Bitterkeit, der Schmerz und die Enttäuschung schwangen,„in Brasilien kann man Männer brauchen, wie ich einer bin. Ich werde Geld besitzen, und meine Frau braucht nicht zu schuften. Zucker kann ich kaufen und verkaufen, eine Mühle bauen! Bei den Braunen auf den Inseln von Ostindien— wer weiß, wohin es geht— kann ich mit Perlen viel reicher werden als in den Niederlanden mit den verfluchten Tulpen, die nur Schande bringen!— Willst du mit?... Und weil sie immer noch verstummt war, setzte er mit einer jähen Angst hinzu:„Christintje, fällt es dir so schwer? Ach, Dummes, freilich gingen wir vorher zum Pfarrer. Das versteht sich, ja! Schau mich doch an. Wer kennt mich draußen, wer? Schön könnten wir es haben. Denk doch: weit hinweg von allen, in fremde Länder, wo die Schmetterlinge so groß wie Vögel sind mmer Sonne ist. Du kö chrlb Vogel sint, wo immer Sonne 11,. Du könntest Dienerinnen haben, einen Garten mit Blumen, wie in ganz Holland keine wachsen; wo keine stinkenden Kanäle sind und keine alten Häuser. Wo du Herrin bist! Ja, willst du mit?..“ Ach, Adrian..“. M 4 6 „Und stell dir vor: dort haben wir ein Haus mit Palmen, und das Wasser schimmert wie Perlmutter. Schildkröten schlurren durch den Sand. Wie Kinder sind die Wilden, harmlos, unschuldig, wie die Kinder. Sie haben Blumenketten an sich hängen. Du liebst doch Blumen. Stell dir vor: wir beide— und das ganze eklige Gezücht der Nachbarschaft ist nicht mehr da— wir beide leben dort und essen fremde Früchte. Es muß sein, als wären wir im Paradies Christintje, dummes, trauriges Christintje, fällt es so schwer?... Ach, komm doch mit... „Geh nur“, sagte sie mit wehmutsvollem Lächeln, „geh nur, Adrian. Du meinst es gut. Ich glaube aber, daß ich bleiben soll.“ War das Christintje oder seine Mutter, die er hörte? Tat es weh? Er bat nicht mehr. Der große Adrian, dem sich der Blick umflorte und dem die Ohren dröhnten von seinem Fest, dem er entlaufen war der Tulpenkönig Adrian, die Narrenmütze in der Hand und angezogen wie ein lächerlicher Popanz, tat einen Schritt dem Abhang zu und blieb doch stehen. Das Meer war nie ein Ende. Er starrte in die Sonne; seine Augen liefen durch ihr blendendes Geleuchte voller Wasser, und er wischte es nicht ab, als es auf seine Wangen niederträufelte. „Gut“, nickte er,„gut, gut“, und sagte es ganz rauh.„Gut!“ schrie er auf und fing die Lautheit seiner Worte ab, indem er an den Kehlkopf griff. „Christintse— du hast recht! Ich darf mich mehr blicken lassen! Ju.— Ganz übel ist es mir auf einmal, ach, ganz übel...“ Und es fiel ihm ein, daß drüben hinterm Hügel fast die ganze Stadt auf seine Kosten fraß und soff und er vergessen hatte, selbst etwas zu essen. „Ach“, zwang er sich zu einer scheinbar heiteren Miene,„du hast immer recht. Ich weiß auch, daß es für mich selber furchtbar sein wird, in diesem Paradies zu leben, und ich weiß nicht, ob ich es ertragen werde— aber versuchen muß ich es... Er schleuderte die Narrenmütze fort:„Sag mir ganz ruhig, ich sei ein Narr, ein Abenteurer ein Phantast. Ich war es nie im Herzen, nur im Kopf; das Herz war aber schuld daran. Und siehst du nun: man ist mit Herz und Hirn allein, wenn keine Mutter da ist, keine Frau, und wenn man keine Kinder hat; man ist sogar zu einsam, um bei solcher Armut den Mut zum Sterben aufzubringen. Was soll ich tun? Ich muß mir neue Abenteuer suchen.“ Er wollte gehen und kam doch nicht von der Stelle. Wie angewurzelt stand er vor Christintje, die nichts zu sagen wußte, die seinen Blicken auswich und seine Worte, die sich selber Antwort gaben, vorüberklingen ließ. Aufs Meer sah sie hinunter, wo der Glanz der Sonne einen Strich von tausend Wellen wie einen breiten Strahl vergoldete und wo der Schatten die Inseln doppelt groß erscheinen ließ. „Was ist das für ein Schiff?" Mit einem Bangen, das nur Adrian zu deuten wußte, hatte sie auf einmal diese Frage angstvoll ausgestoßen, mit den Händen an die Schläfen fassend und wie genarrt von einer fürchterlichen Täuschung die Frage wiederholend. Jetzt war es näher. Unbemerkt, verdeckt vom Vorland, das wie eine Sichel um den Hafen ragte, war es auf die Einfahrt zugekommen. Voll saßen alle Segel. Mit allen Rahen war es deutlich sichtbar. Wetthin flatterten die Wimpel. „Die„Zuiderland'—!?“ War das die„Zuiderland", das Schiff der Totgesagten, das verschollene, das aufgegebene Unglücksschiff des Hendrik van der Maaßen? War es das? Das Schiff des Josias, auf den Christintje wartete?! „Es wird ein fremdes sein......... Er wußte, daß er log, weil er Christintze schwunlen sah. Er fing sie auf. Sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter und ihre Augen irrten fiebernd über sein Gesicht. „Ist es die„Zuiderland'?"... Sie sah nicht hin...„ Junßt g. Joch G. „Sag mir's doch, Adrian. Du rennst sie voch. In jedem Schiff erkenne ich die„Zuiderland', in jedem. Ich kann kein Schiff mehr sehen. Sag mir's doch...“ „Ich weiß nicht... Er fühlte, wie ihr Herz schlug, wie sie zitterte. Er wischte sich die Augen und die Stirn, wo ihm kolter Schweiß stand. „Vier Masten kann ich zählen... „.. und eine kleine Fock... .. ja, eine kleine Fock...“ „... und an der zweiten Stange am Großmast muß eine blaue Flagge hängen mit einem schiefen gelben Strich...“ .. das kann wohl sein... dort hängt etwas.“ .. blau, eine blaue Flagge...?“ „Die Sonne blendet so, Christintje...“ Sie fragte nicht mehr. Obwohl sie fast die Kraft verließ, obwohl die Freude sie fast umriß, die plötzlich unumstößliche Gewißheit war und Jubel— lief sie auerfeldein dem Hafen zu, dem Strand, lief ihrem Schiff entgegen, ihrer„Zuiderland“ und ihrem Josias, ins Abendrot des Jubels! (Fortsetzung folgt.) Seite 10 Nr. 18/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 General Jaupel bei General Franco Der deutsche Geschäftsträger in Salamanca, General Faupel, mit dem Führer des nationalen Spaniens, General Franco, in dessen Arbeitszimmer. Hoffmann Aus Westfalen und Rheinland Der Mörder am Grab seines Opfers Das Verbrechen an der 10jährigen Gertrud Schäfer vor Gericht Bonn, 21. Januar. Im weiteren Verlauf des Prozesses gegen den 38 Jahre alten Josef Schäfer aus Waldorf, der beschuldigt wird, am 15. November 1930 die zehnjährige Schülerin Gertrud Schäfer aus Waldorf vorsätzlich getötet zu haben, brachten die Aussagen der ehemaligen Hausangestellten des Dechanten von Waldorf die erste schwere Belastung des Angeklagten. Sie bekundete, sie habe Schäfer wenigstens 15= bis 20mal im Halbdunkel auf dem Friedhof am Grabe der Gertrud Schäfer gesehen. Einmal habe sie sein Gesicht ganz deutlich beim Scheine eines Streichholzes erkannt; später sei es immer die gleiche Gestalt gewesen. Ohne daß sie vorher irgend etwas gehört habe, sei ihr der Verdacht gekommen, daß Schäfer der Täter gewesen sein mußte. Auch der Friedhofswärter, dem diese Zeugin ihre Feststellungen mitteilte, schildert eingehend, wie er mehrere Monate lang Fußspuren am Grabe der Gertrud Schäfer gesehen habe. Nach häufigen vergeblichen Wachen habe er Schäfer am 5. Januar 1932 auf dem Friedhof ertappt, als dieser am Grab stand und mit sich selbst sprach. Ein dritter Belastungszeuge hat Schäfer bemerkt, wie er innerhalb des von der Polizei abgesperrten Gebüsches in nächster Nähe des Fundortes der Leiche saß, die einige Stunden später eingesargt wurde. Schäfer habe ihm gesagt, er säße schon seit Stunden hier und habe eine ganze Schachtel Zigaretten geraucht. Der Schrankenwärterfestgenommer Vorläufige Aufklärung des Rölsdorfer Eisenbahnunglücks Aachen, 20. Januar. Zu dem schweren Verkehrsunglück, bei dem am Bahnübergang Rölsdorf der Eisenbahnstrecke Köln—Aachen zwei Personen ums Leben kamen, teilt die Pressestelle im Aachener Polizeipräsidium mit, daß nach ihren bisherigen Feststellungen die Schuld den Schrankenwärter treffe. Obgleich er rechtzeitig Signal erhalten hatte, hatte er die Schranke nicht geschrossen. Die Kriminalpolizei hat den Schravkenwärter festgenommen und dem Richter zugeführt. Zwei Jahre Zuchthaus für jüdischen Rasseschänder Duisburg, 21. Januar. In einem Steuerhinterziehungsverfahren gegen die jüdische Firma Moritz EIN KARL-HARTL-FILM DER UFA KIIIE Der Hrobarnge=Erhrtp. Ein herrliches Erlebnis ist das gewaltige Filmwerk Zeid erirue mit Otto Gebühr als Friedrich der Große. Diese eindrucksvolle Fortsetzung von „Deralte und bersunge König“ Täglich.15 Uhr,.40 Uhr, 8 Uhr SIABIKU RIR K Willy Birgel VIktor Staal— Hansi Knoteck— Ursula Grabley Orchbuch: Zümund Strzygowskl, Walter Supper: Musik: Wollgang Zeller Herstellungsgruppe: Spielleitung: Alfrad Grevan KARL HARTL AlifeuUTeVen KakL Nan Ein Triumph deutschen Flimschattens! Ein leidenschaftlicher Film vom Widerstreit soldatischen Pflichtgefühls und eigenen Liebeseriebens— ein heroischer Film von Kampf und Tod, von Glück und Verzicht. Ein atrikanisches Tierparadies Ufa-Kulturfilm, volksb. Neueste Ula-Woche Wo,.30.40 8 Uhr— So. ab 2 Uhr. Jugend 1. Vorst, halbe Preise! Erstaufführung heute Freitag! Ein Lustspiel mit Shirlep Temple. Ein Film, wie Sie sich ihn wünschen. 0 Jugendliche haben Zutritt 0 Lustepiel# Kurzfilm Wechenschau; Hulturfilm Senutog 2 Uhr Mndervorsteldag: Birley abel. BEESSEETETEEE vertige laufend Küchen u. Schlafzimmer Teiephonismn besonders preiswert an. können Sie jederselt Joh. Ritmann Poststr. 8o.Anselten für den trüh. Bleckmannsche Schreinereil„B. A. aufgeben. M mit Willy Birgel, Lida Baarova Ein tollkühnes Rennen zuL ande, in der Luft, auf der See zwischen Spionen, Polizei u. Abwehrkräften Täglich.30 und 8 Uhr Marienatraße 14 Das Publikum ist begeistert BENIAMINO SIGET Da Diel mom ulden M 1 T: 1 S A M I RANDA Aüngen ich un einon Gond) venn Sie diesen Film versdumen! Anfangszeiten:(Giglifilm).10.23.30 Uhr (Beiprogr.).20.40.00 Uhr Sonntag bereits ab 2 Uhr Zur Postlhulsche“ altdeutsche Wein- u. Likör-Stube Perant anp ia Bilorisstr.! der Post Sparsamkeit allein dedeutet keinen Kortschritt. Wer nicht wirdt, verdirbt. Werben Sie durch den Bochumer Anzeiger! Treffpunkt Ratskaffee Bottger FOrWiederverkäufer Markenzigaretten Neuhaus, Herner Straße 2 e Gerechberongung 11 Nr. 18* Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 Meyer stellte sich heraus, daß der derzeitige Inhaber des Geschäfts, Julius Meyer, Jahre hindurch in schwerster Weise gegen das Gesetz zum Schutze des arischen Blutes und der deutschen Ehre verstoßen hatte. Schon seit dem Jahre 1932 hatte der Jude mit der 28jährigen Helene Borutta, die früher in seinem Geschaft tatig war, ein intimes Verhältnis unterhalten, das er nach außen hin sehr geschickt zu vertuschen verstand. Während er sich seiner Familie gegenüber als guter Ehemann und fürsorglicher„Vater seiner Kinder ausgab, unternahm er mit dem Maochen, das er vorsichtshalber aus seinen Diensten entlassen hatte, dem er aber trotzdem das Gehalt weiterzahlte und für dessen sonstige Aufwendungen er aufkam, weite Reisen nach allen großen Städten des In= und Auslandes. So fuhr man nach Frankreich, Holland, Italien und der Schweiz, amüsierte sich in Paris, Amsterdam und Bern. Auf einer Palästinareise ließ sich der Angeklagte von seinem Opfer bis Mailand begleiten. Bei seiner Rückkehr aus dem gelobten Land ließ er sich von dem Mädchen auf halbem Wege abholen und feierte mehrere Nächte in Venedig. Als die Nerven des Mädchens aus steter Furcht vor Entdeckung nicht mehr standhielten, bezahlte er auch eine sechswöchige Erholungskur in Wiesbaden. Nachdem ein Selbstmordversuch im Gefängnis noch rechtzeitig vereitelt werden konnte, hatte sich der Jude jetzt wegen bewußter Rassenschande vor Gericht zu verantworten, das ihn zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilte und damit betonte daß der nationalsozialistische Staat gewillt ist, Verbrechen der Rassenschande mit den schärfsten Strafen zu ahnden, und daß Juden, die sich nach wie vor gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes vergehen, keine mildernden Umstände erwarten können. Schmuggler angeschossen Aachen, 21. Januar. Da der schon seit geraumer seit andauernde Menschenschmuggel an der Aachener renze mehr und mehr überhandnimmt, gehen die 8 Grenzbehörden nunmehr mit den schärfsten Mitteln gegen dieses dunkle Gewerbe vor. Aus früheren Prozessen vor den Aachener Gerichten ist bekannt geworden, daß polnische Juden polnische Auswanderer bei Beuthen und Gleiwitz über die deutsche Grenze bringen, sie mit gefälschten Pässen versehen und bei Aachen wieder über die Grenze nach Holland oder Belgien schaffen. In all diesen Fällen wurden Aachener Schmuggker, die die Grenze genau kennen, als Führer eingesetzt.2 924 Am Dienstag verurteilte das Aachener Gericht einen solchen Menschenschmuggeler zu sechs Monaten Gefängnis wegen dauernden Paßvergehens. Am gleichen Abend stießen an einem Bahnübergang an der Lütticher Straße Zollbeamte auf einen Kraftwagen, der in schneller Fahrt von Aachen gekommen war. Als die Beamten sich näherten, ergriff ein Insasse die Flucht, während sieben weitere Personen, die sich später als polnische Auswanderer herausstellten, festgenommen werden konnten. Alle Warnrufe und Warnungsschüsse blieben von dem Flüchtenden unbeachtet, so daß die Beamten gezielte Schüsse abgaben, von so daß die Beamten gezielte Schüsse abgaben,## denen einer den Mann schwer verletzte. Es handelt sich um einen bekannten Aachener Berufsschmuggler, der mehr als ein Dutzend Vorstrafen wegen Kaffee= und Zigarettenschmuggels auf dem Konto hat. Seine Aufgabe bestand diesmal darin, die festgenommenen Polen über die deutsch=belgische Grenze zu bringen. Der Schmuggler wurde dem Krankenhaus zugeführt, wo er lebensgefährlich verletzt daniederliegt. Durch die Bodenluke gestürzt und getötet. In der Bauerschaft Estern bei Gescher im Münsterland war der Landwirtschaftsgehilfe Bönnina auf dem Boden des Kivvschen Bauernhauses mit dem Abwerfen von Stroh beschäftigt. Dabei rutschte er aus, fiel auf die Bodenluke, deren Bretter zerbrachen und schlug dann mit solcher Wucht auf dem Dielenboden auf, daß er wenige Stunden später verschied. Der spannende Abenteurer Groß-Filml Uim GUSTAV FRöHLICH BRIGITTE HORNEY IN: Darsteller: Custav Pröhlich, Brigitte Horney, Fritz Kampers, Rose Stradner, Harry Liedtke, Arlbert Wäscher Mgmmman Ein atemraubender Kampf auf Tod und Leben, Mann gegen Mann, Weib gegen Weib, spielt sich zwischen Bohrtürmen, primitiven u. eleganten Vergndgungsstätten auf dem Balkan ab. Aber über Vernichtung und Untergang triumphiert die Liebe. Aomgitsnimnitag Dazu das Interess. Belprogramm Täglich.15 Uhr—.40 Uhr— 8 Uhr Wrr Lioh! AM BAHNHOF Apolld Weltmar mit Auny Ondra, Wans Söhnker und Adele Sandrock Sonnteg in der Kindeworstellung die Märchentilme: u. Das tapfere Schneiderlein Lapitol kangendreer Hans Albers hn seinem neuen OTA-OFOBTIIm Unter keitzem Rtimmer richtipiele.-berthe Etumgggih er Onkes Br#sig Prei nech Fritz „Ut mine Stromtid“ Ab Freitag. Seonteg lugercheorteiing Capitol- Werne Pola Negri hn: Moskau mit Sus! Lenner, Woligeng Keppler. Gustav Dießl u dem weltberühmten Donkosaken-Enor Lapitol kangendreer Nur Samstan, den 23. Januer abends 10.30 Unr. und Sonntag. den 24. Jenuer, morgens 11 Uhr. zwel große Sonder-Vorstellungen Das Geheimnis der Marneschlacht 1914 Schauburg Aaer“ i Erstaufführung für Wenne Eickel ein Flim mit Paul Wegener Der Mann mit der Pranke Gurt Vespermann, de b. Rlemann. Die Geschichte eines menschlichen Herzens wird hier zum Pilm. Dezu des nette Belprogramm Tisch= und Wanduhren in großer Auswahl, auch gegen bequeme Zahlungsweise, sowie einige zurückgenommene, liefert billigst echulte, Essen. 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Wochenschau. Sonntag 2 Uhr grobe Kindervorstellung mit Stan Laurel und Ollver Hardy in„Böse Buben Im Wunderland“ Moridr ender Reg •**.-— B OCHUM Begee t Die Familie Schroffenstein Samstag, 23.Jan., 11—12.45 Uhr: Amphitryon 19—21.15 Uhr: Robert Guiskard— Der zerbrochene Krug VOMANELZ Sonntag, den 24.Jan. vorm. 11.30 Uhr Frühvorstellung Frutteil Von den Alpen bis zu den Lavaströmen Sizillens ein Großtiim des Instituts für Kulturtorschung Berlin In einer überreichen Fülle herrlichster Bilder zeigt dieser Flim das Land, auf welches heute die ganze Welt blickt. Seine Landschaften und Städte, seine Kunstschätze und Altertümer, seine Volkssitten und Trachten, alles das sicht man in diesem interessanten Fllmwerk, aus dessen Inhalt besonders folgendes hervorgehoben sei: Comer- u. Garda-See, Verona, Bologna, Venedig, Cenua, Plorenz Siena, Rom, Neapel, Palermo, Slzillen. 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Außerdem KARIN HARDT- PAUL HARTMANN RENE DELTGEN Karin Hardt— in der interessanten, überraschenden Maske einer Japanerin. Paul Hartmann und René Deltgen in großen Rollen als Cheis der russischen und japanischen Spionage-Zentralen TIglIgh .30.30 8 Uhr SATPSE Samstag u. Sonntag: Große Nachtvorstellungen mit Port Arthur um 10 Uhr. Karten auch im Vorverkauf Sübes biut--Luckerkrankhelt! Jedes Blut enthält Zucker. Die Leber liefert ihn. Das Blut schafft ihn zum Verbraucher, den Muskeln Beim Gesunden ist der Blutzuchergehalt recht gleichmäßig(.%). beim Zucherkranken oft mehr als doppelt so hoch. Zucherkranke haben secht duten Ertolg bei regel mäbigem Gebrauch von H7 Spezial-Tee nach Dr. Ramm. Paket 90 PI. Drogerie Hucklenbroich Brüchstraße 3S(Eche Hobensollernstr.) Lelbbinden Bruchbänder Gummistrümpte lfefert Sanitäts=Haus Fischer Kortumstraße Roirtraße Kapttalten 200-300 IIk. geg. gute Sicherd. zu leihen gesucht. L. S. 32738 Anz. KinderNagel. in großer Auswahl zubilligen Preisen Somtrgber KortumStraße 109 Seite 12 Nr. 18/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 Aus den=Siadneien Stadttell Gertbe Kriegerkameradschaft Bochum=Gerthe. Das diesjährige Winterhilfsopferschießen findet am kommenden Sonntag auf dem Schießstand Düppe statt. Geschossen wird mit Kleinkaliber auf 50 Meter Entfernung. Der geschlossene Abmarsch erfolgt um 2 Uhr vom Lokale Hanholz. Artilleriekameradschaft Bochum=Gerthe. Auf dem Scheibenstand Düppe in der Wanne hielt die Artilleriekameradschaft Bochum=Gerthe unter recht guter Beteiligung ihr Winterhilfsopferschießen ab. Die Schießlust der einzelnen Kameraden wurde noch durch einige besondere Preise angeregt. Der Stärke der Artilleriekameradschaft entsprechend, wurde ein sehr gutes Ergebnis erzielt.— Im Kameradschaftsheim Pantring hielt die Artilleriekameradschaft ihre Generalversammlung ab. Der Kameradschaftsführer hielt einen Rückblick auf die politischen Ereignisse und auf das Vereinsgeschehen im abgelaufenen Jahre. Die Kasse wurde in Ordnung befunden. Die Führung der Kameradschaft wie auch der augenblickliche Beirat blieben in ihrer alten Besetzung bestehen. sammlung durch. Alle Volksgenossen werden gebeten, sämtliche Pfundspenden rechtzeitig bereitzulegen. Stadtteil Langendreei Pg. Dr. Jeß sprach in Langendreer. Die Ortsgruppe Langendreer der NSTAP. hielt am Mittwoch abend im Saale Grollmann eine Großkundgebung ab. Nach einleitenden Musikstücken der Ortsaruppenkapelle und den Begrüßungsworten des Ortsgruppenleiters Pa. Brücher, sprach Pa. Dr. Jeß(Dortmund) über das Thema:„Der Rassegedanke als Kernstück der nationalsozialistischen Weltanschauung" Der Vortragende wandte sich gegen den politischen Klerikalismus. Es sei immer wieder notwendig, den Gedanken des Blutes und der Rasse aufzuzeichnen, um den weltanschaulichen Umbruch durchführen zu können, den jeder deutsche Volksgenosse für notwendig erachten müsse. Der Vortragende erntete reichen Beifall. Mit dem Schlußwort des Ortsgruppenleiters klang die Großkundgebung aus. den Sonntag findet auf dem Schießstand Hiby. Kaltehardt, das Winterbilfsschießen statt. Stadtteil Weitmar Hohes Alter. Frau Witwe Born, Markstraße 399, feiert am 22. Januar in geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Geburtstag. Die Gefahrenquelle an der Hattinger Straße besteht noch. Die tiefe Grube an der Hattinaer Straße, unmittelbar an der Radrennbahn, ist noch nicht ganz zugeschüttet. Die Grube in Verlängerung der Kurve zur Hattinger Straße muß noch zugeschüttet werden: die Gefahrenquelle besteht also nach wie vor. Es wäre dringend zu wünschen, wenn die restliche Zuschüttung tunlichst beschleunigt würde. Stadtteil Harpen Pfundsammlung. Die Ortsaruppe Harven der NS.=Volkswohlfahrt führt am Montag, 25. Januar, eine Pfundsammlung durch. Die Volksgenossen werden gebeten, ihre Spenden zur Abholung bereit zu halten. Stadtteil Altenbochum Filmaufführung. Auf vielfachen Wunsch der Volksgenossen des Ortsteils hat die Ortsgruppe Altenbochum der NSDAP. im Einvernehmen mit der Gaufilmstelle regelmäßige Filmabende eingeführt. Die erste Veranstaltung findet am 27. d. M. im Saale des Wirts Lehmkuhl, Wittener und Liebfrauen=Straßen=Ecke, abends um 20 Uhr statt. Gezeigt wird der Tonfilm„Friesennot": ferner ein reichhaltiges Beiprogramm und die„Wochenschau". Nachmittags um 3 und.15 Uhr finden zwei Kindervorführungen statt. Hier wird der geschichtliche Film:„Der Choral von Leuthen“ aufgeführt. Kriegerkameradschaft„Prinz von Preußen". Die Krieger= und Landwehrkameradschaft„Prinz von Preußen". Altenbochum veranstaltete auf dem Schießstand Ruwe in Kornharpen ein Schießen für das Winterhilfswerk. Die besten Schützen des Tages waren die Kameraden Dietrich Wahl(55 Ringe), Holzapfel (51 Ringe), Fritz Neumann, Karl Herberholz und Westhoff(je 49 Ringe). Nach dem Schießen fand im Kameradschaftsheim Dietrich Wahl die Preisverteilung statt. Kameradschaftsführer Lehrer Ernst Rusche dankte allen Kameraden für die rege Beteiligung am WHW.=Opferschießen. Kleingärtnerverein„Auf der Prinz“., Altenbochum. Der Kleingärtnerverein„Auf der Prinz“ hielt im Vereinslokal Witwe Deh, Buselohstraße, seine Jahreshauptversammlung ab, die vom Vereinsführer Hermann Hoffmann mit einem Grußwort eröffnet wurde. Schriftführer Flierdt verlas den Jahresbericht. Darauf erstatteten die Kassenprüfer Schott und Gordewitz Bericht. Den Kassierern Paul Hoffmann und Fritz Hellbaum wurde Entlastung erteilt. Vereinsführer Hermann Hoffmann gab bekannt, daß von nun an jedes Mitglied in diesem Jahre zwanzig Pflichtarbeitsstunden in den Gartenanlagen zu verrichten hat. Stadtteil Laer Ehrentafel des Alters. Bei bester körperlicher und geistiger Gesundheit und Frische feiert am Samstag der Rentner Benjamin Schäfer, Wittener Str. 399, seinen 76. Geburtstag im Kreise der Familie. Pfundsammlung der NS.=Volkswohlfahrt. Ab diesen Freitag führt die NS.=Volkswohlfahrt des Ortsgruppenbereiches Laer=wieder eine PfundJahresversammlung der Pioniere und Verkehrstruppen. Der Jahresapvell wurde vom Kamneradschaftsführer Fresdorf eröffnet und geleitet. Kamerad Fresdorf gab einen Rückblick und Bericht über den Waffenring der Pioniere und den Reichskriegerbund. Den Jahresbericht, der von einer ersprießlichen Arbeit berichtete, erstattete Kamerad Villis. Der Kassenbericht wurde einstimmia angenommen. Am kommenJahreshauptversammlung. Der Volkschor BochumWeitmar hielt am letzten Sonntag im Vereinsheim zum Wiesengrund. Schützenstraße, seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der abgegebene Geschäftsbericht zeigte einen erfreulichen Aufbau innerhalb des Vereins und des Chores. Die vorgenommene Vorstandswahl ergab die einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vereinsführers Ostar Hense und seiner Mitarbeiter Peter Förster als Schatzmeister und Ernst Simon als Schriftwart. Die neuerstandene Singgemeinschaft zwischen dem Volkschox Bochum Weitmar und Volkschor Bochum=Süd beabsichtigt Östern ein Konzert mit namhaften Künstlern zu veranstalten. Die Mitaliederzahl ist gestiegen. Linden=Dahlhauser Kurzberichte DAF. Am Sonntag, 24. Januar, vormittags 11 Uhr, findet auf dem Horkenstein eine Ortsversammlung der Deutschen Arbeitsfront statt, in der der Kreisobmann der DAF., Pg. Meinert, über Sozialpolitik sprechen wird. Wir erwarten, daß alle DAF.=Mitglieder erscheinen, zumal an diesem Tage die Ehrung der Arbeitsjubilare vorgenommen werden soll. Vorsitzende Frau Vollmer, sprach kurze Grußworte. „Pruscht, zeigte ein erpeutes A Pflichtversammlung der NS.=Frauenschaft Dahlhausen. Die erste Pflichtversammlung hielt die NS.= Frauenschaft Dahlhausen im neuen Jahre im Lokal Eckhardt in Dahlhausen ab. NS.=Frauenschaftsleiterin Frl. Schwarz begrüßte die vielen Erschienenen mit einem herzlichen Willkomm. Ihre weiteren Worte waren zunächst eine Rückschau in das vergangene Jahr. Auch der Vierjahresplan der jüngsten Zeit müsse jeden wahrhaft Deutschen einsatzbereit finden. Zwei weihnachtlich gehaltene Lichtbildervorträge, die dann folgten, waren sehr lehrreich und interessant. Für den 18. Februar ist ein fröhlicher Abend vorgesehen. Winterhilfsschießen der Kameraden ehemaliger Pioniere. In der bei Schlochtermeier stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Kameradschaft ehemaliger Pioniere wurde als Termin für das Winterhilfsschießen der kommende Sonntag festgelegt. An alle Kameraden erging der dringende Appell, sich an diesem Opferwerk zu beteiligen. Hauptversammlung der Marinekameradschaft. Die Mitglieder der Marinekameradschaft Linden=Tahlhausen kamen im Kameradschaftsheim Wiemers(Fabritz) zur diesjährigen Jahreshauptversammlung zusammen, die Kameradschaftsführer August Schmelzing mit herzlichen Worten der Begrüßung einleitete. Schriftführer Karl Artelt gab den Bericht über die Tätigkeit der Marinekameradschaft im verflossenen Jahre. Der Bericht fand die Zustimmung aller Kameraden, ebenso der Kassenbericht, den Kamerad Rost gab. Nach wie vor führt Kamerad Schmelzing die Marinekameradschaft. Zum stellvertretenden Kameradschaftsführer wurde Kamerad Hermann Münnig berufen. Frauen=Sterbekasse der Gardekameradschaft. In üblicher Weise kamen die Mitglieder der FrauenSterbekasse der Gardekameradschaft im Lokale Scheidtmann an der Hattinger Straße in Linden zusammen und erledigten die diesjährige Hauptversammlung. Die Der Jahresgerig. zeigie ein erneutes Anwachsen, der Mitgliederzahl. Der Kassenbestand hat sich um 405 Mark auf insgesamt 3807 Mark erhöht. Nach erledigter Tagesordnung blieben die Frauen noch bei angenehmer Unterhaltung zusammen. Eisenbahn= und Kommunalpensionäre tagten. Der Pensionärverein der Eisenbahn= und Kommunalbeam= ten Linden=Dahlhausen hielt im Lokale Eckhard eine Tagung ab, die der Vereinsführer Rektor Strenger eröffnete. Dann wurde ehrend der Toten gedacht. Der Kassenbericht zeigte einen günstigen Bestand. Die Tagesordnung wurde glatt erledigt. Kaninchenzuchtverein W. 48. Linden=Dahlhausen. Der Kaninchenzuchtverein Dahlhausen hielt in seinem Vereinsheim Werner in Dahlhausen seine Jahreshauptversammlung ab, die Aufschluß gab über ein erfolgreiches Jahr. Ende des Jahres hatte der Verein einen Bestand von 108 Zuchttieren aufzuweisen. Aus den verschiedensten Rassen wurden 306 Tiere gezüchtet. Auf der Vereinsschau im Oktober waren 75 Tiere ausgestellt. 17 Ehrenpreise, 11 erste und ein Reichsehrenpreis nebst dem Gewinn eines Wandervokals waren der Erfolg dieser Ausstellung. An der großen Kreisausstellung in Weitmar bei Rotermund im November beteiligte sich der Verein mit 43 Tieren, bei welcher Schau zwei Ehrenpreise, acht erste und viele andere Preise verbucht werden konnten. Der erfolgreiche Züchter Backhaus aus Dahlhausen beschickte die Reichskleintierschau mit sechs Tieren. von denen zwei Ehrenpreise und weitere zwei dritte Preise erringen konnten. 1937, und Donnerstag, 28. Januar 1937, vormittagvon 8 bis 10 Uhr. vormittag Werbeabend. Der Haus= und Grundbesitzerverein veranstaltet wie in den Vorjahren, so auch in diesem Jahre, und zwar am Samstag. 6. Februar. im großen Saale des Wirts Emil Rumbera. Kamnader, Saraße. einen Werbeabend. Zur Unterhaltung wird der Theaterverein„Preciosa" beitragen. Krieger= und Landwehrkameradschaft. Die Kriegerund Landwehrkameradschaft.=Stievel hielt ihre dies. jährige Generalversammlung unter der Leitung des Kameradschaftsführers Wegener im Kameradschaftsheim des Pa. Frische ab. Zu Beginn der Versammlung wurde der verstorbenen Kameraden W. Behrenbeck und W. Höltermann in ehrender Weise gedacht. Der ausführliche Jahresbericht wurde vom Kameradschaftsführer erstattet. Weiter wurde beschlossen am 18. Februar eine gemütliche Feier abzuhalten. Von den Kassenprüferu wurde Bericht über die Kassenverhältnisse erstattet. Dem Kassenwart wurde Entlastung erteilt. Für den frei gewordenen Posten des versetzten zweiten Kameradschaftsführers wurde der Stellvertreter Pa. W. Dettmar ernannt. 14 ZU Ga Stadtteil Querenburg Sammlung von Altmaterialien. Montag. 25. Januar, findet in unserer Ortsgruppe die Sammlung der Altmaterialien für den Monat Januar statt. Alle hierfür bestimmten Helfer sind für die Sammlung, die das Jungvolk durchführt, mit verantwortlich. Ringendes Deutschtum in Ostpreußen Ein Vortrag im„Deutschen Volksbildungswerk“ der NSG.„Kraft durch Freude“. Die Abteilung„Deutsches Volksbildungswerk“ der RSG.„Kraft durch Freude“ hatte am Donnerstag im großen Hörsaal der Verwaltungsakademie zu einem Filmvortrag des Kreisgruppenführers vom Bund deutscher Osten, Pg. Willibald Kornahl(Bochum), eingeladen. Nach der Begrüßung der zahlreichen Zuhörer, unter denen sich auch viele ostpreußische SA.=Männer befanden, die sich zur Zeit als Gäste in Bochum befinden, nach Wechselgesprächen und einem ostpreußischen Kanon, Big; den Schulern der Schule HernghnrhohegerJeder Kraftfahrer wei Batterie in seinem Wagen angenehm es für ihn wer zuelle einmal versagt. De dem Sammler, wie wir braucher, wie Lampen, A strumente, aber auch der hohen Strombedarf gespei Wagen entstammt auch der es ist wichtig, daß diese in Das besorgt während der maschine, deren Leistungs abgestimmt ist. Trotzdem stets einwandfreien Arbeit dieser auch von Zeit zu außerdem seine Lebensdar wird. Die Zeitabstände, schehen hat, richten sich ei sollen zum anderen aber Wochen sein. Alle vier bi Kontrolle der Sammler Flüssigkeit nachfüllen, die handen sein muß. gesungen von Schülern der Schule Hermannshöhe, ergriff Pg. Kornahl das Wort zu dem Thema„Ringendes Deutschtum im Osten". Der Redner ging zunächst auf die Bedeutung der Erhaltung des Volkstums an den Grenzen ein. Auch wir im Westen unseres Vaterlandes müßten unsere Blicke schärfen für den Osten. Der deutsche Osten sei schon immer das Schicksalsland unseres Volkes gewesen. Der Redner schilWährend die Mehrza Behandlung ihres Fahr auskommen, gibt es auch genügen wird. Dazu geh fahrer, die beruflich viel so daß der Strombedarf nun durch die Lichtmasc werden kann. Wohnen sie Batterie=Dienststelle, so er ten in der Wartung und Kleine Nachrichten. In der letzten Zeit hat die Zeche Dahlhauser Tiefbau ihre Häuser an der Dr.=.= Otto=Straße ausbessern lassen und wird nun die Arbeiten dahin fortsetzen, daß nunmehr auch die Treppenhäuser an der Eiberger Straße instand gesetzt werden. Stadtteil Stiepel Ausgabe der Reichsverbilligungs= und Margarinebezugsscheine für die Monate Januar, Februar, März 1937. Die Ausgabe der bisher nicht abgeholten Reichsverbilligungsscheine für Speisefette und Bezugsscheine für Konsummargarine erfolgt Montag, 25. Januar Wechenm=Wultheusdesb Rirur So sah es bisher aus. Stein fügt sich auf Stein. In ein paar Tagen ist die Ecke nicht wiederzuerkennen. phot.: DAF. derte dann den früheren Kampf, den Ostpreußen führen mußte gegen getarnte und nicht getarnte Gegner des deutschen Volkstums in dieser bedrängten Provinz. Sehr interessant waren die Einblicke, die der Redner über die verschiedensten agitatorischen Mittel gab, deren sich die verschiedensten Gegner des Deutschtums bedient hätten. Lebhafter Beifall der Zuhörer dankte dem Redner für seine lebendig geschilderten Ausführungen. Im Namen des Deutschen Volksbildungswerks dankte Kreisreferent Gladen Pg. Kornahl für seinen Vortrag. Sodann zeigte ein Film die Schönheiten des deutschen Ostens. Herrliche fruchtbare Ebenen, gewaltige Wälder und viele Seen, Burgen und Schlösser gaben ein anschauliches Bild von der Schönheit der deutschen Landschaft im Osten, die, wie Pg. Kornahl schon vorher in seinem Vortrag betonte, wohl wert sei, daß wir nicht nur unsere Blicke, sondern auch unsere Schritte dorthin lenken. Ladegeräte für Start es in verschiedenen Aus verschiedenen Spannunge treffenden Wechselstromne Stecker angeschlossen wer der Spannung des zu oder zwölf Volt und ihr einer ganzen Anzahl vo Ladezustand des Samm gess. beschädigt oder übe Selbstladen des Samml nötig, die Kabel an den dessen die Kabel des L Schadenverhütung im Fleischergewerbe Das Problem der Schadenverhütung im Fleischergewerbe behandelte ein Lichtbildervortrag, der auf Veranlassung der Bochumer Vereinigung für Häuteverwertung am Donnerstag abend im Ständehaus Pielken vor der Meister= und Gesellenschaft der Bochumer Fleischerinnung gehalten wurde. Und zwar ging es um die Bekämpfung der Häuteschäden, die, wie Metzgermeister Weßling in seinen einleitenden Begrüßungsworten betonte, allen Meistern, Gesellen und Lehrlingen zur Pflicht gemacht ist. Als Beauftragter des Westdeutschen Häuteverbandes sprach Becker (Essen) die aufklärenden und erläuternden Worte zu den Lichtbildern, in denen im einzelnen gezeigt wurde, wie die tierische Haut, die einen der wichtigsten Rohstoffe in der Lederindustrie darstellt, behandelt werden muß, damit sie als Qualitätsware ihren Zwecken zugeführt werden kann.„Kampf dem Verderb“ war der Leitgedanke des Lichtbildervortrages, der seiner Bedeutung entsprechend auch die gebührende Beachtung fand. Tempo-Kundendien: Abschuß weiblichen Rehwildes. Der Reichsjägermeister hat angeordnet, daß für das gesamte Reichsgebiet die Schonzeit für weibliches Rehwild für den Monat Januar 1937 aufgehoben wird. Acktung Bochumer Verbände und Vereine# Vereinigung für Heimatkunde. Die Vereinigung für Heimatkunde beranstaltet am Sonntag, 24. Januar, ihre erste diesjährige Tageswanderung, beginnend in Hattingen, über Homberg, Nierenhof. Boßnacke, Langenberg, Dronsund zurück nach Hatingen.9 Kennen Sie schon berg und zurua nac Harungen. Die Führung hat von den Hattinger Heimatfreunden Hugo Niermann übernommen. Abfahrt:.59 Uhr ab Bochum Hbf. mit der Straßenbahn, Linie 8, bis Hattingen.(Sonntagsrückfahrscheine.75 RM.) MotorRuslausuiveri Sachsen=Verein Bochum. Der Sachsen=Verein Bochum, Ritglied des Pundes Tächsisch=Thüringe Mitglieo des Bundes Sachnisch=Tbüringer Landsleute in Rheinland und Westfalen, hielt am Sonntag, 17. Januar, im Vereinsheim Wilhelm Lotz seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab, die der 1. Vorsitzende, Landsmann Theodor Grüßung, eröffnete. Der Jahresbericht wurde vom 1 Schriftführer August Schlebeck verlesen. Der 1. Kassierer Nikolaus Möller gab Bericht über die Kassenverhältnisse des Vereins, die als gut zu bezeichnen sind, so daß beschlossen wurde, einen Beitrag für das Winterhilfswerk zu opfern. Der Vorstand wurde in seiner Gesamtheit wiedergewählt. Seinem Vereinswirt bleibt der Verein auch weiter treu. Nachdem der 1. Vorsitzende dem Vorstand seinen Dank ausgesprochen hatte, trat der„Vergnügungsdirektor“ Paul Pfeil in Tätigkeit, und so blieben die Landsleute noch recht lange zusammen. der Ford-Moter Köln? Wir wechsein bedürftige Mote Fabrik-Motere in zu gönstigen aus. Bevor Sie überholen lassen. bitte bei uns an. Aulohaus Fle .m. b. H. BOCHUR (V0 Autorle. Pord-Vei Kronenstraße 63. Traditionsecke Wiederholt konnte der„B..“ berichten wie am und im Bahnhof Bochum=Langendreer die verschönernde Hand angelegt und ein Gesamtbild geschaffen wurde, das diesem großen Bahnhof zur Zierde gereicht. Der Bahndamm am Vorplatz ist in eine terrassenförmige Schmuckanlage umgestaltet worden, deren Blumenbeete zur schönen Jahreszeit das Auge entzücken. Auch auf den Bahnsteigen sind Zierbeete angelegt worden. An Stelle des alten, zerfallenen Bretterzaunes ist man zur Zeit mit der Errichtung einer neuen Einfriedigung beschäftigt. Der Blick hinter den alten Bretterzaun wird somit frei, so daß jeder auch das dahinter Verborgene — wie Gärten und Grünanlagen— sehen und beschauen kann. Wir begrüßen es daß gerade die Deutsche Reich= bahn Schrittmacher ist und nicht nur bei der Verschörrung der Betriebe, sondern auch bei der Verschönerung des Ortsbildes tatkräftig mithilft. So wird die Losung „Schönheit der Arbeit" zur beglückenden Wirklichkei Auch die Stadtverwaltung hat es sich angelegen sein lassen, in Langendreer viel Schönes zu schaffen. Bund ehemaliger 3. Gardisten, Ortsgruppe Bochum. Die gut besuchte Jahreshauptversammlung fand im Vereinslokal„Bochumer Hof“ statt. Nach Begrüßung gedachte der Kameradschaftsführer der gefallenen und verstorbenen Kameraden. Der verlesene Jahresbericht gab Aufschluß über de Tätigkeit im vergangenen Jahre. Der Kassenbericht fand zeisierte Aufnahme, da der Abschluß einen netten Ueberig auswies. Der bisherige Vorstand wurde wieder beigt. Auf Anregung einiger Kameraden wurde beschossen, in 13. März im Vereinslokale einen Kameradschaftsabend miit Damen zu veranstalten. Sodann dankte der Vorsitzende allen Kameraden für die Mitarbeit und bat. auch weiterhin der Ortsgruppe die Treue zu halten und sich schon jetzt auf die im Juni in Düsseldorf stattfindende Wiedersehensfeier einzustellen. Sie fahrt 1 In 3 Minuten ohne Fett ½ Liter vorzügliche Bratensoße für 10 Ffennig! Btot eg Dabei ist die Zubereitung kinderleicht. Sie brauchen nur 1 Knorr Bratensoßwürfel fein zerbrücken, glattrühren und mit#amp Liter Wasser 3 Minuten unter Umrühren kochen. Schon fertig! Diese Soße wird allein ober zum Strecken, Verbessern und Binden anderer Soßen verwendet. Hauptsache dabei: Fahrsch Nermentes! Riess Bratenlsewe Seit 1909 Kordunge! zum vormittag besitzerverein ch in diesem r. im großen ider Straße. der TheaterDie Kriegert ihre dies. Leitung des adschaftsheim zersammlung orenbeck und . Der ausschaftsführer 13. Februar n Kassenprüüsse erstattet. lt. Für den en KameradW. Dett25. Januar. ina der AltAlle hierfür na. die das sreußen zswerk“ der gswerk" der nnerstag im e zu einem Bund deutsochum), einhen Zuhörer, Männer beim befinden, ischen Kanon, nushöhe, erThema„Rinter ging zudes VolksWesten unserfen für den r das SchickRedner schildreußen führnte Gegner ten Provinz. der Redner el gab, deren tschtums bedem Redner ungen. Im ankte KreisVortrag. en des deut1, gewaltige lösser gaben der deutschen il schon vorsei, daß wir sere Schritte jewerbe m Fleischerder auf Verhäuteverweraus Pielken er Bochumer ging es um vie Metzgeriden Begrüesellen und Beauftragter ch„Becker n Worte zu zeigt wurde, tigsten Rohidelt werden wecken zuge" war der einer Bedeuschtung fand. * ichsjägermeiReichsgebiet den Monat Vereine einigung für Januar, ihre in Hattingen, berg, Dronshat von den übernommen. Straßenbahn, ne.75 RM.) eein Bochum, andsleute in 17. Januar, ichte JahresLandsmann bericht wurde erlesen. Der t über die zu bezeichnen rag für das rde in seiner irt bleibt der rsitzende dem al der„Vernd so blieben Bochum. Die im Vereinsgedachte der torbenen Kausschluß über bericht fand netten Uebere wieder bede beschossen, dschaftsabend er Vorsitzende uch weiterhin chon jetzt auf dersehensfeter A ..“-Auto-Bellage Perfe „Zu dumm, die Batterie ist leer!“ Selbstaufladen der Wagenbatterie Jeder Kraftfahrer weiß, welche wichtige Rolle die Batterie in seinem Wagen zu spielen hat und wie unangenehm es für ihn werden kann, wenn diese Stromquelle einmal versagt. Da aus der Batterie oder aus dem Sammler, wie wir besser sagen, die Stromverbraucher, wie Lampen, Winker, Horn und andere Instrumente, aber auch der Anlasser mit seinem besonders hohen Strombedarf gespeist werden— bei den meisten Wagen entstammt auch der Zündfunke dem Sammler—, es ist wichtig, daß diese immer wieder neu geladen wird. Das besorgt während der Fahrt normalerweise die Lichtmaschine, deren Leistung schon allgemein auf den Wagen abgestimmt ist. Trotzdem ist es jedoch im Interesse des stets einwandfreien Arbeitens des Sammlers nötig, daß dieser auch von Zeit zu Zeit kräftig durchgeladen und außerdem seine Lebensdauer dadurch günstig beeinflußt wird. Die Zeitabstände, innerhalb welcher dies zu geschehen hat, richten sich einmal nach der Beanspruchung, sollen zum anderen aber nicht größer als acht bis zehn Wochen sein. Alle vier bis sechs Wochen soll man eine Kontrolle der Sammler vornehmen und etwa fehlende Flüssigkeit nachfüllen, die stets in richtiger Menge vorhanden sein muß. Während die Mehrzahl der Kraftfahrer mit dieser Behandlung ihres Fahrzeuges und dessen Sammler auskommen, gibt es auch viele Fälle, in denen das nicht genügen wird. Dazu gehört eine ganze Anzahl Kraftfahrer, die beruflich viel nachts unterwegs sein müssen, so daß der Strombedarf auch besonders groß ist und nun durch die Lichtmaschine allein nicht mehr gedeckt werden kann. Wohnen sie noch dazu weit ab von einer Batterie=Dienststelle, so ergeben sich für sie Schwierigkeiten in der Wartung und Neuaufladung des Sammlers. Ladegeräte für Starter= und andere Sammler gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie passen für die verschiedenen Spannungen der meist nur noch anzutreffenden Wechselstromnetze, an die sie einfach mittels Stecker angeschlossen werden. Sie arbeiten entsprechend der Spannung des zu ladenden Sammlers auf sechs oder zwölf Volt und ihre Ladestromstärke paßt sich bei einer ganzen Anzahl von Ladegeräten selbsttätig dem Ladezustand des Sammlers an, so daß dieser keineswegs beschädigt oder überladen werden kann. Um dieses allgemeinen doch empfehlen, sich so einzurichten, daß man eine Batteriedienststelle aussuchen kann. Der Anschaffungspreis für kleine Geräte, die für das Selbstaufladen ja auch völlig ausreichend sind, ist ungefähr doppelt so hoch wie für einen normalen Sammler. Das entspricht etwa den Kosten, die nach 20= bis 30maligem braucht also den Sammler nicht einmal aus dem Ladenlassen in einer Batteriedienststelle entstanden sind. Wagen zu nehmen. Jedoch lohnt sich die Anschaffung eines solchen Gerätes . D i e A n s c h a f f u n g s k o s t e n f ü r e i n s o l c h e s L a d e g e r ä t i m m e r d a n n, w e n n d i e M ö g l i c h k e i t e n, e i n e s o l c h e W e r k zum Selbstauftaden des Sammlers liegen immerhin recht hoch, weil es sich um Gleichrichtergeräte handelt, die nicht so einfach im Aufbau sind. Deshalb wird es sich dann, wenn nur ein Wagen in Frage kommt, im statt aufzusuchen, tatsächlich nicht gewährleistet sind. Dann erspart der Aufwand für ein solches Gerät durch die Erhaltung der Lebensdauer und der Arbeitsfähigkeit des Sammlers viel Geld. Der Fammiöhrer spient 20 Grad Celsius warmen Wassers benötigt wurde. Lief nun z. B. auf 50 Grad Celsius erwärmtes Oel in zehnmal so langer Zeit aus als das 20 Grad Celsius warme Wasser, beträgt das Fließvermögen, also die Viskosität, 10 Engler=Grade bei 50 Grad Celsius. Das Fließvermögen ändert sich mit zunehmender Erwarmung, d. h. die benötigte Zeit wird kurzer, die Viskosität aber kleiner sein. In der Praxis hat man als Kraftfahrer keine Möglichkeit, die Viskosität festzustellen und danach das zur Motorschmierung zu verwendende Oel zu wählen. Bei der Verwendung von Markenölen ist das ja auch nicht nötig, weil in den Laboratorien der großen Firmen für die verschiedenen Motorkonstruktionen die richtige Oelsorte mit der richtigen Viskosität ermittelt worden ist. Diese Erfahrungen sind in den Schmiertabellen der einzelnen Firmen niedergelegt, deren man sich stets mit Vorteil bedient, wenn man sein Fahrzeug schonen und lange erhalten will. Rutschende Kupplung Wenn nach langer Betriebszeit des Kraftfahrzeuges trotz hoher Drehzahl des Motors das Fahrzeug nicht richtig gezogen wird, diese Erscheinung aber besonders bei Bergfahrten auftritt, ist die Ursache im nicht mehr einwandfreien Arbeiten der Kupplung zu sehen. Sie „steht“ nicht mehr, wie der Fachmann sagt, sondern rutscht. Die Ursachen hierfür können verschiedene sein. Ist auf den Belag der Kupplung Oel oder Fett gekommen, wird sie rutschen müssen. Durch Abwaschen mit Kraftstoff— richtiger aber Waschbenzin— ist eine Beseitigung des Fehlers möglich. Natürlich kann auch der Belag zu stark abgenutzt sein, wenn nicht eine falsche Einstellung der Kupplung der Grund zum Versagen ist. Seltener ist der Fall, daß die auf der Keilwelle gleitende Kupplungsschale klemmt. Schließlich kann ein Bruch der Federn, die die eine Kupplungshälfte gegen die andere drücken, der Grund sein oder aber auch eine Ermüdung der Federn, die nun nicht mehr den nötigen Druck ausüben können. In allen diesen Fällen, in denen also die Kupplung nicht mehr steht, sondern der Motor„durchrasen“ kann, ist es zweckmäßig, eine Werkstatt mit der Beseitigung des Fehlers zu beauftragen. Abgenutzt oder... Nicht selten stellt man fest, daß man bei plötzlich nötig werdendem Bremsen nicht den Erfolg hat, den man von der Bremsanlage gewöhnt ist: Die Bremsen zogen nicht mehr richtig. Gewiß kann das unangenehm sein. Man muß aber bei einer solchen Feststellung zwischen zwei Dingen unterscheiden. Stand nämlich der Wagen draußen im Regen, ehe man losfuhr, und zogen dann die Bremsen nicht, dann braucht durchaus nicht Abnützung die Ursache zu sein, vielmehr ist wahrscheinlich nur Regenwasser in die Bremstrommeln gekommen, Selbstladen des Sammlers durchzuführen, ist es nur durch das der Bremsbelag seine Griffigkeit eingebüßt nötig, die Kabel an den sciemmen zu tosen und statt hat. Die gleiche Erscheinzng kann dessen die Kabel des Ladegerätes anzuschließen. Man durch das der Bremsbelag seine Griffigkeit eingebüßt hal. Die gleche Erscheinung kann übrigens auch nach dem Waschen des Wagens auftreten. In solchem Falle ist es richtig, einige Male die Bremsen zu betätigen, ohne daß der Verkehr auf der Straße dies gerade erfordert. Die beim Bremsvorgang entstehende Wärme läßt das Wasser schnell wieder verdunsten und die Bremsen ziehen wieder. Anders hingegen ist es, wenn die Bremsen allmählich, von Woche zur Woche etwa, in ihrer Wirkung nachlassen. Dann liegt eine Abnützung der Beläge vor. Durch Nachstellen der Bremse wird sich meist die frühere Bremswirkung wieder erreichen lassen. Ist die Bremse aber schon oft nachgestellt worden und hat sie schon viel ihren Dienst getan, wird man um ein Neuhelegenlassen kaum herumkommen. Dann allerdings zögere man nicht, diese Reparatur vornehmen zu lassen; denn schon manches Unheil konnte gerade noch verhütet werden, weil die Bremsen scharf zogen. bedeutet die„Viskosität" des Oels? Unter dem Hinweis auf die„Viskosität" des angebotenen Oels ist sicherlich schon den meisten Kraftfahrern die Verwendung dieser oder jener Marke empfohlen worden, deren„Viskosität" eben„besser" sei. Was ist nun diese„Viskosität"? Hierunter hat man eine Eigenschaft von Flüssigkeiten zu verstehen, für die Bezeichnungen wie„dickflüssig" oder„dunnflussig" bereits geläufig sind. Man kann also statt„Viskosität" verständlicher„Fließvermögen“ sagen. Diese Eigenschaft von Flüssigkeiten wird mit Hilfe eines von dem deutschen Wissenschaftler Engler entwickelten Apparates festgestellt. Der Apparat besteht aus einem Behälter mit einem Ablaufrohr von bestimmter Weite, durch das die in dem Behälter befindliche Flüssigkeit, die durch eine entsprechende Vorrichtung auf eine bestimmte Temperatur erwärmt werden kann, ausfließt. Gemessen wird nun die Zeit, die eine bestimmte Menge zum Ausfließen braucht, wezu die Flüssigkeit meist auf 50 Grad Celsius erwärmt worden ist. Die gemessene Zeit wird verglichen mit der Zeit, die für das Ausfließen der gleichen Menge Die Lenkung geht immer schwerer Verschiedene Ursachen können dazu führen, daß die Lenkung in zunehmendem Maße schwerer zu betätigen ist. Oft liegt es daran, daß die Schmiervorrichtungen kein Oel oder Fett, je nach Bauart und Vorschrift, mehr enthalten, so daß im Gehäuse und an den Gelenken die Reibung größer wird, was zu einer erschwerten Betätigung der Lenkung führen muß. Wird die zweite Betätigung der Lenkung nicht leichter, nachdem man kräftig geschmiert hat, liegt meist eine starke Abnützung der Lenkungsteile wie z. B. der Schnecke oder des Schneckenrades, der Zahnstange oder des Zahnrades vor. neuerung ist dann das einzige Mittel zur Abhilfe. Seltener ist ein Klemmen der Lenksäule in ihren Führungen die Ursache. In diesem Falle genügt ebenfalls meist ein Schmieren dieser Stellen, um den Fehler zu beseitigen. Wenn diese Erscheinungen bei einem Wagen auftreten, der mit Zentralschmierung ausgestattet ist, kann durch einen Fehler der Zuleitungen die Schmierung der Lenkung immer mehr nachlassen, bis sie schließlich ganz aufgehoben ist. Das wird sich meist dadurch zeigen, daß an einer— im allgemeinen auch sichtbaren— Stelle besonders stark geschmiert wird, ohne daß damit ein Nutzen verbunden ist. Eine Ueberholung der Oelleitungen ist dann unerläßlich. Schließlich kann eine Verformung des Lenkgestänges dazu führen, daß der Kraftaufwand für die Betätigung der Lenkung besonders groß wird. Diese Erscheinung tritt aber allgemein plötzlich auf und hängt meist mit irgendeinem Unfall zusammen. Es wird darum immer richtig sein, wenn an der Lenkung etwas nicht mehr in Ordnung ist und man den Fehler selbst nicht erkennen oder beheben kann, sich einer Werkstatt anzupertrauen, ehe ein Unfall zu schwerem Schaden führt. Autseisterte=Verrachsskettenl Hotellader Ersatztelle u. 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Er war uns ein pflichttreuer und gewissenhafter Mitarbeiter und der Gefolgschaft ein treusorgender Arbeitskamerad. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Bochum, den 21. Januar 1937 Führer und Gefolgschaft der Firma Schröder& Baum, Bochum Was Gott tut, das ist wohldetan Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante, die T Wentamaria“ geb. Schreiner plötzlich und unerwartet, heute abend 8 Uhr. im Alter von 74½ Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Kinder und Anverwandte .-Eppendorf, den 20. Januar 1937 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 24, lanuar 1937, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Eppendorf, Waldstr. 88. aus statt. Trauerteier dortselbst ¼ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß getallen, meine innigssgeliebte Frau, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Prad Amnalie Killiseh geb. Bandilla im Alter von 69 Jahren von ihrem mit grober Geduld ertragenem Leiden zu erlösen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adam Killisch Hielene Killisch Gustav Killisch Bochum-Gerthe, den 19. Januar 1937 Castroper Hellwet 425 Die Beerdigung findet am Samstat, dem 23. Januar 1937, nachmittags.30 Uhr, von der Friedhofshalle in Bochum-Gerthe aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Familien-Nachrichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Gevoren(Knaben): Dortmund: Dr. U. Lockau(Martel Müller); Dr. med. Rudolf Röchling(Friedel Wichmann). Hamm: Rolf Bonninghaus(Lent Kreuser). (Mädchen): Essen: Rudolf Pfotenhauer(Hertha Backhaus). Essen=West: Heinrich Philipsenburg(Gertrud Thull) Verlobte: Recklinghausen: SA.=Standartenführer Kurt Peltz mit Erna Sewing Vermählte: Essen=Borbeck: Leonhard Gaus mit Clementine Hoffmann. Gestorben: Baak: Ernestine Haardt verw. Dettmann, 72 Dortmund: August Kromberg, 76 Jahre. Essen: Wwe. Auguste Tausendfreund geb. Spill, 78 Jahre. Essen=Steele: Alma Katharina Stark, 58 Jahre. Essen=Bredeney: Wwe. Bertha Oebels geb. Lüttgenbruch, 81 Jahre. Gelsenkirchen: Johann Iwanowski, 45 Jahre. Hattingen: Wwe. Elisabeth Jung geb. Fischer, 76 Jahrg, Wattenscheid: Wwe. Anna Schubert geb. Winius, 66 Jahre. Witten: Sattlermeister Albert Fischer, 48 Jahre. Freibank Reichoertanl S 1. Vergebung von Installationsarbeiten Zum Einbau der Spülklosettanlagen für Knaben und Mädchen im Ein in all. Hausarbeiten erfahren. Mädchen nicht unter 20., zum 1. 2. gesucht. Ausk. Anz.(a8361 Schule Henriettenstraße sollen die Installationsarbeiten vergeben werden. 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Stadtleihamt Bochum Die Versteigerung der verfallenen Pfänder aus dem Monat Juni 1936. bestehend in Brillant=, Gold= und sonstigen Wertsachen, Bekleidungsund Gebrauchsgegenständen aller Art, Fahrrädern, Nähmaschinen, 1 Sopransarophon, 1 Schneidermaschine, 1 Vervielfältigungsapparat, 2 Nivellierdem 4. Februar, Donnerstag, dem 11. Februar, und Donnerstag, dem 18 Februar 1937, vormittags von 8½ Uhr ab, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, statt. geschlossen. bzw. Personalausweis vorzulegen. Die bei den Versteigerungen etwe erzielten Ueberschüsse können nach bei genommen werden. Nach Ablauf dieArmenfürsorge. Die Einlösung dieser Pfänder ist noch bis zum 3. Februar 1937, vormittags, zulässig. Die Erneuerung von Versteigerungssachen wird wegen Ueberschreitung der reichlich bemesseStadtleihamt zugefallenen Pfänder werden in den folgenden Tagen während der üblichen Verkehrsstunden im Stadtleihamt verkauft. Bochum, den 16. Januar 1937. Der Oberbürgermeister. 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Drogerie Reinhardt, Moltkemarkt 30 VII.: Brüderstraße Ecke Märkleche an. Drogerie Störing. Hellwegstraße 1 Drogerie Kneider, Große Beckstraße### Linden: Dregerie Feuerstein Drogerte Achunger Seite 7 Nr. 18 2 Spe* für die Bereits in dem Erla tion der gewerblichen schaftsminister Dr. S Ehrengerichtsbarkeit für werblichen Wirtschaft ein hat er die Reichswir von ihm gebilligte Ehr Aufnahme in die Satzur sation der gewerblichen Die neue Ehrengeri schaft geht davon aus, gesetzlichen Vertret Pflicht haben, Anstand nehmers zu wahren ur Achtung würdig zu zei gehörigkeit zur Organis erfordern. Gröbliche 2 len durch die Ehrenge Ehrengerichtsverfahren verantwortlicher Stell mungen tätige Person Kammern, Gruppen u sind, unterwerfen. Als Gerichte in erste achtzehn" Bezirkswir# Ehrengerichte, und zw Vorsitzenden, welcher di wirtschaftliche Kenntnit zwei Beisitzern aus der schaft. Das Verfahrer Bestimmungen der St sollen, zerfallt in ein eingehenden Anzeigen werden, und zwar entn schuldigter derselben A zuständigen Wirtschafts ter der Wirtschaftskamt nerichtsverfahre Wirtschaftsgruppenleite eingeleitet wird. Das Verfahren end oder Verurteilung. vorgesehen: Warnt zeitweise oder daue keit, Aemter in der Wirtschaft oder Bei Geldbußen wird neuen Strafgesetzbuch gesbußen festgesetzt we freier Berücksichtigung lichen Verhältnisse des die Entscheidung des ei bestimmten Voraussetz werden. Sie geht an deutschen Wirtse schaftskammerei Besetzung von einem Zum Vorsitzenden wi der Goltz bestellt werde Die Ehrengerichtsb tritt nicht in Konkurr oder zu den bereits undsozialen Ehi Ordnung der national streitigkeiten bleibt di chen Gerichte, und rechtlichen Unterlassun lichen Verfolgung des tastet bestehen. Diese mungen des Entwurf Ehrengerichtsbarkeitg Dagegen fallen di Handelskammer Grundlage eing deren Erfahrungen be stark berücksichtigt wor 40 indust Nach einer Mitte schaftsblattes“ sind bis erkannt worden, und Feinmechaniker, Elek anlagen, Fernmelden tischler, Werkzeugmack Formschmiede, Form kaufmann, Mechanike Schiffbauer, Glasins bläser, Maurer, Zir zeugbauer, Universal bauer, Holzbildhauer, gelmacher, Takler, schmied), Sattler, T Stoffprüfer(Chemie und als 40. Brauer nötigen Vorarbeiten weitere industrielle Die 9A7.=2 Eine Mitteilun Wie der Reichsfir der Befreiung der Di Warte von ihren D ihrer Tätigkeit als tretern der Deutsche Rh.-Westf. E Mitgeteilt von Boc Fortlaufende Notter 21.1. 121 Dir. Anfang Sch Steinkohlen-K. 21. 1. Geld Brief Sambus K 6500 9000 Const. d. 6. 9000 9650 Deutschl. 420 450 Schwerin—] Heinr. 113900 145001 Langd 16700 175001 Sestehet bacs 6280 6650 Leonn. 12300 12900 11 ichel 16730]— Vosta 12500]— Beraberern. 1575/1675 Kall-Kuxe Beienrode 112301314 Borbech.— 91 9189 Seite 7 Nr. 18 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 Do MyrT O für die gewerbliche Wirtschaft wird jetzt eingeführt Bereits in dem Erlas schaftsminister Dr. Schacht ange Ehrezicgen Pirtschaft eir den gesamten über die Reform der Organisazirtschaft hatte der Reichswirteine der ge#gekündigt, das hat er die Reichswirtschaftskammer ungrwiegen; die von ihm gebilligte Ehrengerichtso Aufnahme in die Fatzeng der Elizggerung er angewiesen die sordnung durch in die Satzung der Gliederungen der Organisation der gewervlichen Wirtschaft in Kraft zu setzen. Die neue Ehrengerichtsordnung der deutschen Wirtschaft geht davon aus, daß alle Unternehmer und gesetzlichen Vertreter von Unternehmungen die Pflicht haben, Anstand und Sitte des ehrbaren Unternehmers zu wahren und sich durch ihr Verhalten der Achtung würdig zu zeigen, die der Beruf undgstg,## gehörigkeit zur Organisation der gewerblichen Wirtsche, erfordern. Gröbliche Verletzungen dieser Pflichten sollen durch die Ehrengerichte geahndet werden. Dem Ehrengerichtsverfahren können sich auch sonstige in verantwortlicher Stellung in gewerblichen Unternehmungen tätige Personen sowie Geschaftsführer von Kammern, Gruppen und Verbänden, die nicht Beamte sind, unterwerfen. Als Gerichte in erster Instanz entscheiden die bei den achtzehn Bezirkswirtschaftskammern eingerichteten Ehrengerichte, und zwar in der Beselung von einem esitzenden, welcher die Fähigkeit zum Richteramt und haftliche Kenntnisse haben muß, und mindestens zwei Beisitzern aus den Kreisen der gewerblichen WirtDas Verfahren, für das im wesentlichen die Bestimmungen der Strafprozeßordnung gelten sollen, zerfällt in ein Vorverfahren, in dem die die zu beschaffen grundsätzlich Sache des Darlehensnehmers ist. Wie die Minister feststellen, kann als Sicherheit aber unter besonderen Umständen auch die Uebernahme einer Bürgschaft durch öffentlich=rechtliche Verbände, insbesondere durch Bezirksfürsorgeverbände in Betracht kommen. eingehenden Anzeigen auf ihre Stichhaltigkeit vorgepruft werden, und zwar entweder, wenn Anzeigender und Beschuldigter derselben Wirtschaftsgruppe angehören, vom zuständigen Wirtschaftsgruppenleiter oder von dem Leier der Wirtschaftskammer, und das eigentliche Ehrenerichtsverfahren, das durch den Antrag des Wirtschaftsgruppenleiters oder Wirtschaftskammerleiters eingeleitet wird. Das Verfahren endigt mit Freispruch, Einstellung oder Verurteilung. Es sind vier Fhrenstrateg vorgesehen: Warnung, Verweis, Gelovuße und zeitweise oder dauernde Aberkennung der Fähigkeit, Aemter in der Organisation der gewerblichen Wirtschaft oder des Verkehrs zu bekleiden. Bei Geldbußen wird der Gedanke des Entwurfs zum neuen Strafgesetzbuch verwirklicht, gesbußen festgesetzt werden, deren geldliche Höhe unter freier Berucksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters zu bemessen ist. Gegen die Entscheidung des erstinstanzlichen Urteils kann unter bestimmten Voraussetzungen.g, werden. Sie geht an den Eyrengerichtshof der deutschen Wirtschaft, der bei der Reichswirtschaftskammer errichtet ist. Er entscheidet in einer Besetzung von einem Vorsitzenden und vier Beisitzern. Zum Vorsitzenden wird der Rechtsanwalt Graf von der Goltz bestellt werden. Die Ehrengerichtsbarkeit der gewerblichen Wirtschaft tritt nicht in Konkurrenz zu den ordentlichen Gerichten oder zu den bereits bestehenden Parteigerichten undsozialen Ehrengerichten des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit. Auch für Wettbewerbsstreitigkeiten bleibt die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte, und zwar sowohl hinsichtlich der zivilrechtlichen Unterlassungsklage als auch der strafrechtlichen Verfolgung des unlauteren Wettbewerbs, unangetastet bestehen. Diesen Zielen dienen besondere Bestimmungen des Entwurfs über die Abgrenzung der neuen Ehrengerichtsbarkeit gegenüber den übrigen Gerichten. Dagegen fallen die bei den Industrie= und Handelskammern, auf freiwilliger Grundlage eingerichteten Ehrengerichte, deren Erfahrungen bei der Ausarbeitung des Entwurfs stark berücksichtigt worden sind, fort. 40 industrielle Lehrberufe Nach einer Mitteilung des„Mitteldeutschen Wirtschaftsblattes“ sind bisher 40 industrielle Lehrberufe anerkannt worden, und zwar: Dreher, Eisenbauschlosser, Feinmechaniker, Elektroinstallateure für Starkstromanlagen, Fernmeldemonteure, Kesselschmiede, Modelltischler, Werkzeugmacher, Maschinenschlosser, Feinoptiker, Formschmiede, Former, Schmelzschweißer, Industriekaufmann, Mechaniker, Rohrschmiede(Kupferschmiede), Schiffbauer, Glasinstrumentenmacher, Thermometerbläser, Maurer, Zimmerer, Betonbauer, Metallflugzeugbauer, Universalfräser, Waggerechtbohrer, Stuhlbauer, Holzbildhauer, Schiffszimmerer, Bootsbauer, Segelmacher, Takler, Schalenschmied(Kupferhammerschmied), Sattler, Täschner, Werkstoffprüfer(Physit), Stoffprüfer(Chemie), Gerber, Galvaniseur, Ziseleur und als 40. Brauer und Mälzer. Nach Erledigung der nötigen Vorarbeiten werden die zentralen Stellen noch weitere industrielle Lehrberufe anerkennen. Die DAF.=Walter und ihr Beruf Eine Mitteilung des Reichssinanzministers Wie der Reichsfinanzminister mitteilt, ist die Frage der Befreiung der DAF.=Walter einschließlich der KdF.= Warte von ihren Dienstobliegenheiten zur Ausübung ihrer Tätigkeit als DAF.=Walter nochmals mit Vertretern der Deutschen Arbeitsfront besprochen worden. Die DAF.=Vertreter erklärten dabei, daß es im Interesse der notwendigen Verbundenheit mit den übrigen Arbeitskameraden nicht erwunscht sei, die DAF.=Walter regelmäßig und gänzlich von den Dienstverpflichtungen zu entbinden bzw. regelmäßig bestimmte Tageszeiten freizustellen. Unbeschadet der an die DAF.=Walter zu stellenden Forderung, daß sie ein normales Arbeitspensum erledigen, solle ihnen lediglich zugestanden werden, nebenher ihre Funktion als DAF.=Walter auszuüben, erforderlichenfalls auch während der regelmäßigen Dienstzeit. Mit Rücksicht hierauf wird, wie der Reichsfinanzminister bemerkt, für die Folge von einer planmäßigen Freistellung der DAF.=Walter bei Behörden von ihrer dienstlichen Tätigkeit abzusehen sein. Anderseits kommt bei diesem Verfahren eine Minderung der Dienstbezüge oder ihre teilweise Erstattung durch die DAF. nicht in Frage. Schwangerschaft von Berufstätigen Wie das Frauenamt der DAF. mitteilt, hat das Reichsversicherungsamt entschieden, daß Leistungen aus der Krankenversicherung bei Eintritt einer Entbindung gewährt werden müssen, auch wenn eine Aussteuerung wegen vorangegangener Krankheit erfolgt ist. Der Reichsschatzmeister der DAF. hat auf einen Antrag des Frauenamtes entschieden, daß für die werktätigen werdenden Mütter der von der Betriebsführung gezahlte Differenzbetrag zwischen Wochengeld und Lohn auf die Krankenunterstützung der Deutschen Arbeitsfront keine Anrechnung findet. Dic erwerbstätige werdende Mutter hat lediglich die Verpflichtung, bei Stellung des Antrages auf Krankenunterstützung der DAF. anzugeben, daß sie ein besonderes Entgelt vom Betriebsführer erhält. Otto Wolff Existenzgründung und öffentliche Bürgschaft Der Reichsinnen= und der Reichsfinanzminister haben an die preußischen nachgeordneten Behörden einen Erlaß zur Darlehnsgewährung durch Landesfürsorgeverbände und Landesarbeitsämter gerichtet. Diese Darlehnsgewährung bezweckt, Hilfsbedürftige in den Stand zu setzen, sich und ihren unterhaltsberechtigten Angehörigen den Lebensbedarf selbst zu beschaffen. Sie stellt eine Maßnahme vorbeugender Fürsorge dar. Die Darlehen durfen nach den Richtlinien nur gegen eine ausreichende Sicherheit gewährt werden, erwirbt Eisenhüttenwerk Thale AG. Die fast 100 v. H. betragende Mehrheit des AK. der Eisenhüttenwerk Thale AG., die bisher zwei Industriegruppen in Frankfurt am Main und Koln gehörte, ist unter Mitwirkung der Deutschen Bank und DiscontoGesellschaft und der Dresdner Bank auf die Firma Otto Wolff in Köln übergegangen. Die Uebertragung vollzieht sich ebenso wie der kürzliche Erwerb der Eisenund Hüttenwerke AG.(Bochum) durch die gleiche Kölner Firma im Wege des Tauschs gegen andere Beteiligungen. Die bisherigen Verwaltungsbanken unter Fuhrung der Dresdner Bank bleiben weiterhin im Präsidium des Aufsichtsrates der Eisenhüttenwerk Thale AG. Der Nährwert der entrahmten Milch Der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes schreibt:„Seit fast zwanzig Jahren führt die entrahmte Milch bei uns ein Aschenbrödel=Dasein. Durch unberechtigte Vorurteile ist sie vom Frischverbrauch, der vor dem Krieg allgemein üblich war, verdrängt worden. Irgendein Grund hierfür liegt keineswegs vor. Gegenteil sollte man meinen, daß die entrahmte Milch wegen ihrer Billigkeit und ihrer hohen gesundheitlichen Werte ein beliebtes Volksnahrungsmittel ist. Wie liegen die Dinge aber in Wirklichkeit? Von den mehr als elf Milliarden Liter, die jährlich an entrahmter Milch anfallen, werden nur 350 Millionen Liter, d. h. rund der dreißigste Teil, frisch verbraucht. Der überwiegende Teil wird verfüttert oder fur die Herstellung von Quark, Margarine und Kasein verwandt. Dabei ist die entrahmte Milch die billigste Ei weißquelle. Sie bietet für den niedrigen Preis von etwa 10 Pfennig neben 47 Gramm Milcheusteg und 7 Gramm Mineralstoffen 84 Gramm Eiwerg und enthält überhaupt außer den 3 v. H. Fett, die ihr bei der Verbutterung entzogen werden, alle übrigen wertvollen Bestandteile der Vollmilch, so daß die Anneigung bzw. die Gleichgültigkeit der Verbraucherschaft gegen dieses hochwertige Nahrungsmittel völlig unbegrundet ist.“ Wie der DHD. erfährt, ist die von einem Bankenkonsortium unter Führung der Dresdner Bank gestern zum freihändigen Verkauf gestellte fünfprozentige Anleihe der Krupp Treibstoffwerk GmbH.(Essen), im Betrage von 10 Millionen Mark in wenigen Stunden untergebracht worden. Börsen uneinheitlich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Börse verkehrte in nicht unfreundlicher Haltung. Von den fortlausend notierten Werten eröffneten Montanaktien gut gehalten. Ver. Stahlwerke, Deutsche Erdöl, Rheinstahl und Hoesch leicht gebessert. Dahlvusch 2¼ v. gebessert. Klöckner erzielten letzte Kurse. Mannesmann knapp behauptet. Muag 1½ v. H. niedriger. Farbenaktien ¼ v. H. erhöht. Elektropapiere teilweise nachgebend. RWE. ¼ v. H. niedriger. Wintershall 1¼ v. H. gesteigert. Westdeutsche Kaushof behauptet Dortmunder Union ¾ v. H. leichter. Anleihen gut gehalten. Altbesitz etwas fester. Reichsvahnvorzüge unverändert. Industrieobligationen uneinheitlich. Der Kurenmarkt lag weiter fest. Kohlenwerte blieben bevorzugt; von ihnen wurden Langenbrahm, Heinrich, Carolus zu weiter anziehenden Preisen aus dem Markt genommen. Diergardt mehrfach höher bezahlt. Von 1 Dollar: 2,49(Vortag 2,49) Rm. 1 Pfund: 12,21½(Vortag 12,22½) Rm. 100 holländ. Gulden: 136,34(Vortag 136,27) Rm. 100 französ. Frank: 11,61½(Vortag 11,62) Rm. 100 Schweiz. Franken: 57,12(Vortag 57,14) Rm. 100 Lira: 13,10(Vortag 13,10) Rm. Braunkoblenwerten blieben die Michel=Werte zu steigenden Preisen gefragt. Auf dem Kalikurenmarkt hatten Beienrode wieder regeres Geschäft zu verzeichnen bei weiter anziehenden Kursen. Dagegen lagen Wintershall mehrsach etwas leichter im Markt. Von Aschersleben=Werten wurden Mariaglück 200 Reichsmark niedriger gehandelt. Die Ausbeute der Gewerkschaft Diergardt(100 Reichsmark) war gestern fällig: die Kure ausschließlich Ausbeute gehandelt. Im Freiverkehr setzten aus dem Kaliaktienmarkt Burbach ihre Aufwärtsbewegung mit plus 1½ v. H. fort. Von Kohlenaktien wurden Bergbau Lothringen reger gehandelt und gewannen 1½ v. H. Im Verlause kam es zu weiteren Kursbesserungen. So gewannen gegenüber dem Anfang Erdöl ¼ Tahlbusch ¼ und Kaufhof ¾ v. H. Berliner Börse Auf Grund einer wieder eingetretenen großen Unluft war die Haltung uneinheitlich. Die an den Aktienmärkten Proz Weldse Dauffunter und E dürfen beschäftigt werden? Für die„Hilfeleistung in Steuersachen"] Finanzamt tschließlich der Buchfuhrung ist seit dem 1. 36 auf Grund des Gesetzes vom 13. Dezember ederveruter am Vortag erzielten kleinen Gewinne gingen, wenigstens zum Teil, wieder verloren. Montanwerte lagen ½ bis ½ Prozent schwächer bis auf Rheinstahl, die 1¼ Prozent höher einsetzten. Der Verlauf war seyr ruhig, aber meist gut gehalten. Am Montanmarkt bröckelten die Kurse meist ab. Die Börse schloß sehr ruhig, aber gehalten, teilweise sogar etwas fester. Die Anleihemärkte lagen allgemein freundlich. Altbesitz fester. Kommunale Umschuldungsanleihe anziehend. Stadtanleihen ziemlich fest. Einzelne Provinzanleihen gesucht. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2½ bis 2½ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die im Mittagsschlußverkehr eingetretenen Befestigungen konnten sich an der Abendbörse behaupten. Hier und da traten allerdings geringfügige Aenderungen ein. Größere Nachfrage war nicht zu verzeichnen. Das Geschäft bewegte sich auf allen Marktgebieten in engen Grenzen. Die Berliner Schlußkurse blieben gut behauptet. Im Verlaufe fanden einzelne Montanwerte zu leicht anziehenden Kursen etwas Nachfrage. Die Auslandsbörsen WS. seit dem 1. Juli Gesetzes.vom 13. Dezember 1950 eine besondere Erlaubnis des Finanzamts erforderlich. Einer Erlaubnis bedürfen nicht vom Landesfinanzamt allgemein zugelassene„Steuerberater“ oder„Steuersachverständige", außerdem öffentlich bestellte Wirtschaftsprüfer, vereidigte Bücherrevisoren, Rechtsanwälte, Verwaltungsrechtsräte, Patentanwälte, Prozeßagenten. Ohne Erlaubnis ist die Hilfeleistung in Steuersachen sowie die Erfüllung der Buchfuhrungspflichten durch Angestellte statthaft, die Steuersachen ihres Dienstherrn bearbeiten, also angestellte Buchführer, Buchhalter usw. Wer jedoch als nichtvereidigter Bücherrevisor, Stundenbuchhalter oder sonstiger Buchführer Bücher und Aufzeichnungen von Gewerbetreibenden, die zur Erfüllung der Buchführungspflichten auch auf Grund der Steuergesetze verpflichtet sind, führt, ohne im Betrieb des Steuerpflichtigen angestellt zu sein, bedarf der Erlaubnis, wie der Reichsfinanzhof in einem Gutachten vom 19. Dezember 1936(RStBl. 37 S. 1) feststellt. Wenn der Gewerbetreibende daher keinen angestellten, sondern einen selbständigen Buchführer beschäftigt, der nicht ein vom Landesfinanzamt zugelassener Steuerberater, Wirtschaftsprufer oder vereidigter Bücherrevisor oder eine sonst vom Erlaubniszwang befreite Stelle oder Person ist, wird der Steuerpflichtige sich vergewissern müssen, ob dem Buchhalter vom Finanzamt die Erlaubnis zur Hilfeleistung erteilt ist, was den letzteren auch berechtigt, sich„Helfer in Steuersachen" zu nennen. Andernfalls besteht die Möglichkeit, daß das Finanzamt ihm zwangsweise die Beschäftigung des Stundenbuchhalters verbietet. Nur zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung muß die Erlaubnis erteilt sein. Geschäftsmaßig ist jede fortgesetzte— nicht nur gelegentliche— entgeltliche oder unentgeltliche Hilfeleistung; Gewerbsmäßigkeit braucht nicht vorzuliegen. Erlaubniszwang wird u. a. bei Buchführung durch Verwandte nicht bestehen, die im familienhaften Zusammenleben oder als Angestellte von dem Steuerpflichtigen beschäftigt werden. Manche Gewerbetreibende werden sich bisher die Bücher von nicht vom Finanzamt zugelassenen Stundenbuchhaltern und sonstigen Buchführern auch in der Zeit seit dem 1. Juli 1936 haben führen lassen. Die Buchführung kann jedoch nicht aus diesem Grunde, wie die neue Rechtsprechung zeigt, ohne weiteres vom verworfen werden. Die und eine Schätzung vorgenommen werden. Die bloße Tatsache der verbotswidrigen Buchführung genügt nicht, befonders dann nicht, wenn der Buchführer nicht als sachlich unzuverlässig oder unzureichend angesehen werden muß. Der Ersatz von Amzugskosten Umzugskosten sind im allgemeinen nicht abzugsfähig, sondern gehören zu den nichtabzugsfähigen Ausgaben für die Lebensführung. Dies gilt auch dann, wenn die Wohnung gewechselt wird, um eine neue Lebensstellung zu begrunden oder eine Aenderung des Berufs durchzuführen(z. B. wenn ein Angestellter einen Gewerbebetrieb eröffnet). Handelt es sich dagegen nur um einen Stellungswechsel des besseren Fortkommens wegen, ohne daß der Beruf geändert wird, oder erfolgt der umzug im Interesse des Arbeitgebers, so ist Abzugsfähigkeit grundsätzlich nach der Rechtsprechung gegeben.„Möglich ist z.., daß ein selbständig tätiger Steuerpflichtiger Arbeitnehmer wird, ohne daß eine Berufsänderung anzunehmen ist(vgl. RFH. in Reichssteuerbl. S. 282, 975). Ersetzt der Betriebsführer einem Arbeitnehmer den durch eine Versetzung entstehenden höheren Wohnungsaufwand, z. B. in Ferm von laufenden Zuschüssen, so wird lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn angenommen(RFH. vom 6. November 1936 VI A 501/00 Heibh S. 125 Newyork: Fest. London: Freundlich. Amsterdam: Fest. Paris: Befestigt. Brüssel: Teils gebessert. Zürich: Fest. Mailand: Unregelmäßig. Wien: Fest. 507/36 RStBl. S. malige Aufwendunger ig einer Mie 2oo). Möglich ist aber, daß eingen für die Beschaffung und Instandsetzung eiger Mietwohnung bei einer Uebersiedlung im Interesse des Arbeitgebers Werbungskosten bilden, gegebenfalls auch Aufwendungen für ein Eigenheim (RFH. vom 21. Juni 1933 RStBl. S. 1133). Im Gegensatz hierzu ist der Ersatz von Schaden, der bei einer derartigen Uebersiedlung dadurch entsteht, daß der Angestellte ein für ihn erbautes Haus nicht mehr bewohnen kann, nicht als steuerfrei anerkannt(RFH. vom 7. März 1934 RStBl. S. 681). Auch die Ausgaven ourch Wohnungswechsel eines freiberuflich tätigen Steuerpflichtigen sind als absetzbar nicht anerkannt, wenn der höhere Wohnungsaufwand durch notwendige Verlegung seiner Berufstätigkeit an einen anderen teureren Ort entsteht(RFH. vom 3. November 1932 RStBl. 1933 S. 78). Hiernach wird u. a. bei einer Uebersiedlung im Interesse des Arbeitgebers neben den Umzugskosten nur der einmalige Ersatz der Ausgaben für die Beschaffung und Instandsetzung einer Mietwohnung oder ogi. unter Umständen als absetzbar anerkannt werden. Getreidegrohmarkt zu Berlin Amtl. Preise, Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg 20..— 19. 1. 212 212 175 175 192-198 192—198 Roggenm,.997 A.. Viktoriaerbsen 36.0 40 b 36.-40 5 Speiseerbsen[33.-36.033 0 36 0 Futtererbsen. 24.-26.0s24.0 26 0 Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. (0. 820 Asche) * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 21. Jauuar: 70,00(72,25) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, Bl.: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz od. Dr.: 148 Reichsmark. Am Samstag, 30. Januar, bleibt die Berliner Börse für jeden Verkehr geschlossen. Gemäß§ 5 der Bedingungen für die Geschäfte an der Berliner Wertvavierbörse findet an diesem Tage eine Lieferung nicht statt. Dr.=Ing. Puppe ist auf seinen Antrag aus seinem Amt als Rohstoffkommissar im Reichs= und preußischen Wirtschaftsministerium ausgeschieden. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat Dr.=Ina. Puppe in einem Handschreiben seinen Dank und seine Anerkennung für die im Rahmen des Wirtschaftsaufbaues geleisteten wertvollen Dienste ausgesprochen. Nach einer Bekanntmachung der Reichsbank gemäß § 15 des Gesetzes über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbankscheinen vom 30. August 1924(RGBI. II S. 552) ist bis zum 31. Dezember 1936 ein Betrag von 1671 330 366 Rentenmark in Rentenbankscheinen eingezogen worden. Der Betrag der am 31. Dezember 1936 noch umlaufenden Rentenbankscheine stellte sich auf 408 848 217 Rentenmark. Von dieser Summe befanden sich 35392556 Rentenmark in den Kassen der Reichsbank. Zu den Gerüchten über die Umwandlung der Gewerkschaft Langenbrahm in eine Aktiengesellschaft wird dem WHD. von maßgebender Seite mitgeteilt, daß diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren. .-Westf. Börse, Düsseldorf, 21. Jan. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft. Bochum, Bongardstraße 14 ertlaufende Motierungen„„„ 21..121 1. 121../20..J„ z1. I. 1z1..1 21..120. 1. Divr. Antang Schlus Kasse( Schlob. Dtvr. Antangl Schips Kassal Schlud Podin Hossch RM. Krupp RM. Mittelstahl mberg derus hlbusch St. sch. Atlanten sch. Erdöl Reichsb.V. rtm. Union Farbenind. dmöhle ten& Suille dechmidt 118.371—.—118 40/118.25) Hoesch Köln-K. 34 #n0 1# n9 D—.— Kall-Aecharel,# 102.12102.00102.00 —. 102.00 102 12/192.12/102.12|102.25 110.75110.00116.50110.00 139.25—. 138 50 120.00120.00 120.00120.00 139.75140.00139.759137.50 118.50—.—.50 5 148.12|148.00148 00 125.37/125.50 125.50s125.37 12/199.62 200.99199.62/200.00 7 167.87 168.25 168.001167.62 6/139.00 139.00 138. 75/139.50 6/139.00—.— 139.00 8———.— 128.50 3 1/150.00150.00 Ankohlen-Kuxe jNeu-Staßf. 1700 21..1 20. 1. ISiegftr. g. Geid Brieff Geid Briethurth. 17400 us M. 6500 6900 64506850 st. b. 6. 9000 9650 9000 500 Rall-Ascherei. Klöckner-W Mannesmann Masch. Untern. Reichsbank Rhein. Braunk. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& Co. Siemens& Hal. Gebr. Stollwerk Ver. Stahlwerke Westd.Kaufhof Westeregein Wintershall 118 62/118.50 118.50s118.50 5—.—131.50 131.50s134.00 45 127.50127.25127.00127.50 31118.75/118.50118.50119.00 5 138.87/139.00s139.12|140 00 12/188.50189.00 188 75/169.00 16 150.75s180.50 130.62 149.3% 129.029.12 —.— 174.75 161.75—.— 161.25162.00 198.00—.— 198.00199.00 —.—115.75 118.62 56.75 132.25 134.50 Braunk. Zuk. Dortm. Ritterbr. Oüss. Hoef.-Br. Döss.Masch. B. Omamit.Nob. Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. Glöckauf-.AG. Gebr. Goedh. A6 Hallesche Salz. Hilges Hindr.-Aufferm Hochtief 46. Kabelw. Rheydt Kali-Chemie 113.50 118.25|118.50 57.00 36.62) 56.75/Schieb-Oetnes —.— 132.00s133.00 134.75134.239133 00 420 450 420 450 utschl. hwerin nr. 113900 14500 13500— nod 1670017500 16500 17100 Braunkohlen-Kuxe tehloft. 6250 6650 6200 6600 onh. 12300 12900 12000]— 92 18739— 16500— 919 12500]— 12000— raberern. 15751675 1565/1675 all-Kure enrode 12501310 1215 112758reussche rboch.— 3130— 815oIEinighen — 8000/8500 b1700 130 Protsorkehe Steinhohlen- u. Brauak.-Keze 21. 1. 20. 1. Geid Bnien 6eid Brtef Diergaret 8450 8950/84008900 Westfalen— sealach. Nellkans 21. 1. 1 20. Gend BrieffGeld Beld Bret esoetoe Soen MO SE — 26002850 — 290— 7500 7300 7700 3250 3050 3250 32503050 3250 3250 3075/3275 28002600— 300 300— Indestrieaktien(Eicheitek.) Div. 121. 1. 20. 1. Erichsseg.3350 Habign 2580 Jisenburg 290 Mariagt. 1100 Marie 3050 Marie L. 3050 Mar 3100 Neusollst. 12600 Reicheld.— Thöringen— In. Lehm& Co. Mölheim. Berg. Rhein. Metal! Rhein. Spiegel. Rodderg r. Brnk. Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf. Berd. Wasserv. Geis. Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.-.Pr.-B. O. Bank u..-G. Dresdner Bank Rh. W. Sb. Cr. B. Westd. B..-A. 6 5 5 0 .5 14 10 .5 6 6 5 6 6 14 5 0 5 6 3 13 9 .5 5 0 5 0 21.1 20.1 138.5139.0 123.0122.0 132.0131.5 132.0131.5 87.1 36.7 168.0/1680 150.0 1303 124.0 131.8 144.2 77.8 131.5 155.0 77.7 129.3 Köln. Hagelv. Köln. Lioyo A. V. Köln. Röckv. gr. 6 Köln. Rückv. kl.— Rentenwerte 4# Rh.-.-...12.10. 97. 5, 87.5 5½ dto. dto. S. 11 101.7/101.7 41/ dto. Gold.-Kom 1926, 1927 S.—6 95.0 95.0 4½ Wd. B0d. Gptd. 97.0 97.0 Em. 3. 9/12, 14 ½ dto. Gold-.-Obl. 94.7 95.0 Freiverkehre-Aktien 20. 1. Geid Briet 1900 1900 11.9149.0 119.5/119.5 130.01500 —. 165.0 6 1126. 7126.3 4 110.7110.7 114.5s114.0 107.2s107.7 —. 136.0 103.2s193.3 Baiche Masch. Berg. 6. Dehl. V. Bonner Bg. u. H. #sp. Welzu. 97.5 96.0 150.0149.0 148.0s148.0 — 4120.0 Versicherungeaktien Asch.-Münch. F 32 1060 1050 Aach. Rückvers 14.8/222. 0s222.0 gring..,#.#.#— 400.0/400.0 Stutta.N.2245.0/845.0 193.0 127.0 265.0 1s9 #ripe Al.-9 Alll.-G. Stulig.“ Alll.-u. St..-V. Goionia,.-V. K. OlCoionis Rückv. .Oleiseh. Feuerv. 40(185. 21. 1. 93.0 265.0 111.0 74.0 20.1 93.0 265.0 111.0 74.0 21 1. Geld Briet Adier—.—.—. Alerand 54.7 57.0 S4.0 56.5 B urb.K. 71.O 74.O 70.0 72.0 Bütt.-M 88.0 91.0 88.5 91.0 Dol.Bas. 80.0 82 0 79.0 81.0 Oyckerh 133.0131.0 187.5 Eiea C. 132.51135.5132.5139. 5 Ew.-Lu. 142.0146.0s142.0146.0 Goedh. h 123.0126.0s123.0126.0 Mitgetellt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheltskurse lodestrienorte 21..20.1 12203.2/203.0 0 52.7 52.7 0 39.1 39.11 4123.8122.7 Zeiumzietoren Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. Hann. K. Rom b. 028 Kortum .-Faiz. 72.0—. 72.0 126.8129.5126.5130.5 — 57.0 59.0 FAlz. 90.0 92.5 89.0 92.0 Lothrin. 111.0114 O 109.5s113.0 Lothr. 6.—. 65.0 94.0 86.0 um. Berz 104.5—. 1101 Rb. Linel. 165.0—. 165.0—. str. 5. Nia. 90.0 92.0 89.5 92.0 v. Kapf. 110. 5143, S 110.8114.0 WI. Oien. 125.0s125.0124.5127.5 Senergrtechelse allig ab i. 4. 1894 1. 4. 1933 " I. 4. 1928 " I. 4. 1937 " I. 4 1933 21..20. 114.1114.7 113.61113.6 Berliner Börse, 21. Jan. Oittmann Neuh. 1 S Otmd. Akt.-Brau. 110 177. 31800 „ Union-Braust Dürener Metall Oyckersh. Widm. Falke Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Kr. u. Licht Naschinend. Buderus 137.5136.2 96.5 96. 6 0 18.|17.6 140.0140 1109. 110.2 6/138.5/140.0 128.5127.5 6/163.7164.1 8/166.3/165. 5139.0138. 120.0s1205 phan. Wasser 54/120.|121.0 U Chem. Geisenk. 4b)—.—. Conti Gummi 170.1— Pa bens Disch. Atlant. Otsch. Conti 6as " Kabel " Linoleum 10 " Steinzeug " Tel. u. Kab. 1. „ Eisenhand Dierig S 125.0s125.0 6/119.5117.1 S115.0s1 10177 3180 0 12/199.6200.0 okswerke IN Kölner 6a: Krefft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Iüsperaduech ahmever Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. glektr. Lieterg ., Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinjute gebhardt& Co. u German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll [eueganocke 136.0136.5 154.2153.8 85.0 85.5 121.0s122. 116 0/116 143.7 117.21 116. nachethel Draht I Hageda Hamb. Elektr. Hindr.-Autterm. Hottmann Starke Hohenlohswerke 1 Holzmann Ph. 5 Hotelbetr.-Ges. 61145 6 147.0 8159.5 4 123.0123.0 9 116.0116.0 64 135.2/136. 61123.7/122. 65 6/139.0s141. 144.01437 3 78.8 78.7 O 77.8 77.7 5115.0s115.0 125.01 15.7 4132.61 8/169.2/1 Megsgb. Hotse /9—. wiag 4121.7 Aimosa 8142.7 Mölheimer Berg. 194.0 118.0 142. 164 91.2/90 Arenst.& Koppei Osnabr. Kupfer Ponge ap Zahn shein. El. Werke 6/134.0 I Rhein.-W. Kalts 6/140.|140.S Riebeck Montan.2119 5s121.0 Rötgerswerke 6/133.7/140.( S Sasani Sarott Schlege Schles. Berg. u. L. Berg. Beuth. 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Obl. 6 Daimler Benz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/81 5 Ver. Stahl 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds Umsch. Anleihe R. Schuldb. F. 39 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 4 3/8 5 Essen Steink. 4# 45 Harpener 49 45 R. W. E. 52/5 5 R. W. E. 50 55 Ruhrchemie 42 45 Ruhrgas 53 45 Ruhrwasser 53 45 Ruhrwohng. 59 45 V. E. W. 57 95.1 97 5 94.3 94.3 96.5 96 5 96.0 97.5 97.2 97.2/97.0 97.2/97.2 — 96.8 102.71102.7 106.7106.5 —. 100. 93 8 95 7 7 94.0 95.5 7 177.5/177.2 132.8133.0 90 S 90.4 81..4 21.1. Geld Brief 99 6—. 99.61— 98 3 99.1 —. 93.8 99.0100.0 99.5 95.7 94 0 95.5 99.5 94 5 95.5 94.5 95.5 92.0 93.5 93.5 95.0 92.5 94.0 Westtalenbank A. Austahrung samtilene: -G. Bochum Bankgesehalte Seite 8 Nr. 18; Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Januar 1937 Tuenen und Sport Walter zonmann Wieder ais Mannschaftstäuter Er bestreitet mit Debruycker„Die Nacht“ in der Deutschlandhalle Bremer mit Stock gepaart Die Deutschlandhalle verabschiedet sich in diesem Winter mit einer Veranstaltung bei ihren Radsportfreunden, die sicherlich keinen Wunsch offenläßt.„Die Nacht“, ein Mannschaftsrennen über acht Stunden von Samstag auf Sonntag, hat eine Besetzung erfahSampiaß, auf Spnnigg, hat eine Besegung exfahren, die schlechthin nicht überboten werden kann. Insgesamt wurden 14 Paare verpflichtet, darunter Walter Lohmann(Bochum), der sich als Steher gerade in Berlin größter Beliebtheit erfreut, aber auch als Sechstagefahrer allen in Erinnerung sein wird. Lohmanns Partner wird der Belgier Debruycker eben möglich. Zwar sind es bis zu dem Treffen Deutschland— Frankreich noch über zwei Monate, doch bei dem ständig wachsenden Interesse an Fußball=Länderkämpfen können die Vorkehrungen nicht früh genug getroffen werden, wollen die Veranstalter dem zu erwartenden Andrang einigermaßen Herr werden. So sind die Ränge der herrlichen Kampfbahn weiterhin erhöht worden. Dadurch stehen 50000 Steh- und 15000 Sitzplätze zur Verfügung. Mit der geplanten Errichtung einer zweiten großen Steintribüne wird vor dem Kampf gegen Frankreich nicht mehr begonnen; ihr Bau sein, der erst vor wenigen Tagen das Brüsseler Sechs, soll aber noch in diesem Jahr in tagerennen siegreich beenden konnte. Das Mannschaftsfeld des Nachtrennens lautet: Schön=Pellenaers, Wals=Hoffmann, Slaats=Ehmer, Walthour=Croßley, Di Paco=Piemontesi, Bruneau=Gröning, Billiet=Stieler, Zims=Küster, van Schyndel-van der Broeck, Funda=Pützfeld, Falck=Hansen=Christensen, Bautz=Wengler, Bremer=Stock und LohmannDebruycker. Bochums Radlport-Mannschaft für den Städtekampf am Sonntag in der Westfalenhalle Im Mittelpunkt des großen volkstümlichen AmateurRenntages am Sonntag, 24. Januar, in der Westfalenhalle wird der Städtekampf der westfälischen RadsportHochburgen Bochum, Dortmund, Münster und Bielefeld stehen, der in Form eines Omniums (20=Runden=Punktefahren, 10=Runden=MannschaftsVerfolgungsrennen und Runden=Zeitfahren) ausgetragen wird Bochum verzichtet in diesem Kampf auf Büdenwerden. Sino in Dusseloorr die 62000 Karten schon seit Wochen vergriffen, so wird es bei der Fußballsportfreudigkeit des Südens sicherlich nicht lange dauern, bis Stuttgart meldet:„Deutschland— Frankreich am 21. März ausverkauft!" Perry— Vines:3 Man wird schon dafür sorgen, daß die Zweikämpfe zwischen Fred Perry und Ellsworth Vines nicht an der nötigen kämpferischen Spannung einbüßen. Nun hat auch Vines seinen dritten Erfolg errungen, da er in der sechsten Begegnung Perry:4, :2,:6,:7,:5 schlug. Der Kampf fand in Boston statt. Es ist bemerkenswert, daß Perry weit sicherer als Vines war und nur 97 Fehler machte, während Vines 110 Fehler unterliefen. wilb. Bocham Verzichter in diesem Kumpf auf Habenbender und startet mit der Mannschaft Hasselberg, Hoffmann, Krupp, Brod. Mit dieser Vertretung sollten die Bochumer selbst gegen das überaus starke Dortmunder Aufgebot eine vorzügliche Rolle spielen. Die Beamtenverlicherung Deutscher Handballsieg in Kopenhagen Die Mannschaft der Deutschen Beamtenversicherung Berlin vertrat bei dem traditionellen Handball=Hallenturnier in Kopenhagen den deutschen Handballsport sehr erfolgreich. Die Berliner trafen in der Vorrunde auf den schwersten Gegner, den HK. Kopenhagen, und schlugen ihn erst in der Verlängerung:3(:1,:). In der Zwischenrunde wurde KFUM Kopenhagen leicht mit :9 geschlagen und im Endspiel waren die Berliner noch stark genug, um Ajax Kopenhagen, den:=Ueberraschungssieger über die Polizei Stockholm, mit:10 (:6) zu besiegen. Die Halle war voll besetzt und die Zuschauer spendeten den Deutschen großen Beifall. Zur Freude der Wintersportler 40 Zentimeter Pulverschnee in Winterberg Die Wintersportmöglichkeiten im Hochsauerland sind zurzeit ganz ausgezeichnet. Aus Winterberg, wo am Freitag, Samstag und Sonntag die Westdeutschen Skimeisterschaften 1937 stattfinden, werden minus 3 Grad und 40 Zentimeter Pulverschnee, davon 8 bis 10 Zentimeter Neuschnee, gemeldet. #4 Puse Weltbild Deutschlands Fußballelf im Vorbereitungskurlus gegen Holland I Duisburg findet gegenwärtig der Vorbereitungskursut, unserge,„Natienalsezeler Lar peg#e 31. Januar im Düsseldorfer Rheinstadion zum Austrag kommenden Kußpal=Pändert Junaut im Dasselbörfer Rheinstavion zum Ausilag kommenden Hußbau=Lanbertampf gegen Holland statt. 24 Spieler nehmen auf Einladung von Dr. Otto Nerz an diesem Kursus teil.— Von links nach rechts: Goldbrunner(München), Lehner(Augsburg) und Siemetsreiter(München) ziehen sich die Rennschuhe für den alltäglichen Trainingslauf an. SKIerieh. Weltdeutsche Skimeilterschaften 1937 beginnen heute in Winterberg Vor dem Wurfkreis In allen Klassen sind die Punktekämpfe voll im Gang. Der Sonntag bringt ein überaus wichtiges gramm. In der Gauklasse sind folgende Spiele angesetzt: Hindenburg Minden— Schalke 04 Eintracht Dortmund— TV. Spenge DSC. Hagen— Grün=Weiß Bielefeld Jahn Werdohl— MSV. Münster Westfalia Somborn— Arminia Bielefeld Minden hat von seinem Vorsprung viel eingebüßt und nun allen Grund, weitere Punkteverluste zu vermeiden. Eintracht kann gegen Spenge nicht leicht gewinnen. Dagegen sollte Hagen klar in Front bleiben. Auch Werdohl und Somborn haben zu Hause Siegeschancen. Holsterhausen vor der Meisterschaft Bezirksklasse Bochum TuS. Holsterhausen— TuS. Bochum Westfalia Bochum— TV. Friesen SpVg. Röhlinghausen— TB. Eickel Der Tabellenführer Holsterhausen sollte sich am Sonntag den Gruppenmeistertitel holen, denn der Bochumer Gast wird kaum die Ueberraschung eines Sieges über den Tabellenführer schaffen. Der Bochumer Lokalkampf wird hart umstritten sein. Friesen darf den Kampf nicht leicht nehmen. Nicht minder interessant ist der Lokalkampf in Röhlinghausen, dessen Ausgang offen ist. 1. Kreisklasse TG. Ehrenfeld— Wattenscheid 01 VfB. Gerthe— Westfalia Herne TV. 83 Röhlinghausen— Tkl. Herne Union Günnigfeld— Tkl. Wanne Ehrenfeld hat hier Gelegenheit, seine Spielstärke zu beweisen. Gerthe hat einen starken Gegner zu Gast. Winterberg ist von Freitag bis Sonntag der Schauplatz der Westdeutschen Schimeisterschaften 1937. Verbunden wurden die Meisterschaftskämpfe mit einem Patrouillenlauf der Wehrmacht, Polizei, NS.=Formationen, Arbeitsdienst und HI.— Im vergangenen Jahr fielen die Meisterschaften infolge der schlechten Schneeverhältnisse im Hochsauerland ganz aus.— Erfreulicherweise werden zur Zeit aus Winterberg gute Sportmöglichkeiten gemeldet. Sollte das Wetter im Hochsauerland weiter beständig bleiben, dann sind die diesjährigen Meisterschaften gesichert. Die Gegend um den Kahlen Asten, wo die einzelnen Wettbewerbe an den drei Tagen durchgeführt werden sollen zeigt einen tiefwinterlichen Charakter. Das westdeutsche Völkchen des Schneeschuhs darf sich also für das Wochenende rüsten! Die Meisterschaftskämpfe Die Meldungen zu sämtlichen Wettbewerben am Freitag, Samstag und Sonntag sind recht befriedigend ausgefallen. Die Titelkämpfe werden in diesem Jahr äußerst hart umstritten sein, da diesmal nur in zwei Klassen gestartet wird. Die Anfänger(Kl. 3) fallen ganz aus. In der Klasse 1 treffen sich die bewährtesten Schiläufer aus den Gauen IX, X und XI— also aus Westdeutschland—, während in der Klasse 2 nur die Läufer starten, die sich bei den Kreismeisterschaften schon hervorgetan haben. Die Altersklasse ist nach wie vor vertreten. Mit dem Langlauf über 17 Kilometer nehmen die Meisterschaften am Freitag mittag 14 Uhr ihren Anfang. Die Läufer aus dem Flachland werdene hier versuchen, in die Front der Läufer„aus den Bergen“, gemeint sind die Teilnehmer aus Winterberg, Astenberg, Willingen, Usseln usw., einzubrechen. Schon bei dem 14=Kilometer=Lauf vor einigen Wochen konnte man feststellen, daß die Flachlandleute gute Fortschritte gemacht haben. Ueber 70 Teilnehmer werden sich dem Starter stellen.— Samstag vormittag um 10 Uhr steigt dann der Staffellauf über vier mal 10 Kilometer. Ueber 20 Mannschaften werden sich harte Kämpfe liefern.— Sonntag vormittag fällt schon um 8 Uhr der Startschuß zum Patrouiilenlauf für die Wehrmacht und Polizei(Klasse 1) und NS.=Formationen, Arbeitsdienst und HJ. In Klasse 1 starten 16, in Klasse 2 sogar 19 Mannschaften. Die Strecke geht über 14 Kilometer. Wehrmacht und Polizei müssen eine Schießübung, die NS.=Formationen ein Keulenwerfen durchführen.— Um 12 Uhr findet dann der Sprunglauf auf der Rauchlochschanze statt. Die Zuschauer werden hier unsere zwanzig besten Springer aus dem Westen zu sehen bekommen. Mit der Siegerverkündung auf dem Pfortenplatz nehmen die Westdeutschen Schimeisterschaften 1937 ihren Abschluß. Die Reichsbahn erweitert die Sonntagskarten für Winterberg von Samstag 0 bis Montag 24 Uhr. Aufgabe, denn der Gast heißt Tus. Engelsburg. Tus. Hannibal kämpft mit Bruchstraße Langendreer um die Punkte. Teutonia Stiepel muß nach Herne und wird voraussichtlich ohne Punkte heimkehren müssen. Die Spiele: Postsportverein Bochum— Postsportverein Wanne SV. Kortum Bochum— Tus. Engelsburg TuS. Hannibal— Bruchstraße Langendreer Herne 16— Teutonia Stiepel Jahresversammlung des Kraftsportvereins Jahn BochumWeitmar Unter reger Anteilnahme der Mitglieder hielt der Verein im Vereinslotal Notvermund seine Jahresversammtung ab. Nachdem Vereinsfuhrer Plepenvroa allen Mitgliedern seinen Dant ausgesprochen hatte für die treue Mitarbeit im verflossenen Jahre, verlas der Vereinssportwart einen Sportbericht. Der Kassenbericht des Kassierers verzeichnete georonete Kassenverhalmnisse. Nach Enitastung des Vorstandes ging man zur Neuwahl über. Vereinsführer Piepenvrock wurde einstimmig wiedergewählt, zu seinen Mitarbeitern wurden bestimmt: als Geschäftsführer Figge, 1. Kassierer Jost, Vereinssportwart Schawacht. Ringwart wurde Schröer gewahlt, als Dietwart Marre, Wervewart Figge, Geratewart Plosik. Die Mitglieder des Aeltestenrats wurden einstimmig wiedergewählt. Aöehbelries Manen-Kiaffen Nun wieder Meilterschaftsspiele in den Kreisklalfen im Glückt die Revanche? Witt trifft erneut auf Frank Hough Neben den beiden Deutschen Meisterschaften Schwergewicht zwischen Arno Kölblin und Erwin Klein und im Bantamgewicht zwischen Werner Riethdorf und Paul Schäfer wird am 1. Februar in der Berliner Deutschlandhalle auch der Halbschwergewichtskampf zwiMeister Adalf Witt und dem famoschen dem Deutschen, zeine uvigz Witt und dem famo. sen Engländer Frank Hough zur Durchführung gebracht. Hough konnte bekanntlich vor wenigen Wochen Meister Witt nach Punkten schlagen. Diesmal geht der Kampf auf besonderen Wunsch des Deutschen über 15 Runden. Winterhilfskegeln in Gerthe Das auch in diesem Jahre wieder vom Keglerverein Bochum=Gerthe und Umgebung durchgeführte Kegeln zugunsten der Winterhilfe hatte eine gute Beteiligung gefunden. Nicht nur die Vereinskegler, sondern auch die freien Kegler waren zahlreich vertreten. Da die Bahn Hanholz frei zur Verfügung stand, konnte der Winterhilfe ein schöner Betrag überwiesen werden. Es wurde in zwei Gruppen gekegelt, in denen die beiden Besten mit Urkunden ausgezeichnet wurden. In der Gruppe der Vereinskegler kam Willi Braukhoff auf 43, Ernst Cassing auf 40 Holz bei fünf Wurf. Bei den Nichtvereinsmitgliedern, die drei Wurf in die vollen kegelten, belegte Walter Stratmann mit 25 Holz den ersten Platz. Dietrich Voß, Willi Borgmann und Karl Vogelsang erzielten je 24 Holz. Beim Stechen um den Nach dem zweiten Pokalspielsonntag folgt nun wieder ein großes Meisterschaftsprogramm in den Kreisklassen. Die Spannung wächst zusehends, denn noch in keiner Klasse oder Gruppe(ausgenommen die dritte Kreisklasse, wo TuS. Engelsburg als Meister so gut wie feststeht) hat sich eine Mannschaft herausgeschält, die von sich sagen könnte, daß sie den Titel bereits sicher hat. In der Gruppe A der ersten Kreisklasse liegt das Ende einstweilen noch zwischen Germania Herne und Preußen Wanne, die mit je sieben Verlustpunkten vorn liegen, dann kommt Teutonia Riemke mit acht und Reichsbahn Wanne mit neun Punkten. Der derzeitige Tabellenführer Germania Herne hat sich am Sonntag auf eigenem Platz mit Wanne 11 auseinanderzusetzen und müßte nach hartem Kampf zwei weitere Gutpunkte verbuchen können. Preußen Wanne steht vor einer schweren Aufgabe, denn die Wanner Reichsbahner werden sich nicht so leicht um ihre Chance bringen lassen. Auch Teutonia Riemke müßte auf eigenem Platz Sieger bleiben, wenngleich der SV. Sodingen in letzter Zeit eine Formverbesserung aufzuweisen hat. Ob Phönix Bochum aber bei Fortuna Herne zum Sieg kommen wird, muß abgewartet werden. Für die beiden Gerther Vertreter heißt es jetzt die Zähne zusammenzubeißen. Sp. u. Sp. Gerthe ist zwar nicht so bedroht wie der VfB., dafür haben die Sportler am Sonntag aber das schwerere Spiel gegen Herne=Süd. Der VfB. muß nach Holsterhausen und hat dort eine reelle Siegchance. Sport= und Turnverein Harpen 1911 Im Vereinsheim Stratmann=Kost hielt der Sport= und Turnverein Harpen 1911 seine Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Geschaftsbericht interessiert besonders das 25jährige Jubilaum, das der Verein im abgelausenen Jahre im Raymen einer Jubiläumswoche festlich beging. Der Kassenbericht lautele zufriebensteuend. Bei den Neuwahlen wurde der bisyerige Vereinsfuhrer Wityelm Leuchter einstimmig wiedergewählt. Steuvertrelender Vereinsfuhrer wurde Heinrich Broska. Die ubrigen Aemter wurden wie folgt besetzt: Kassenwart Paul Satorius, Steüvertreter Otto Vogt, Schriftfuhrer Helmut Eckl, Jugendoomann Alfred Schneider, Geschaftsführer Erich Buschei, Dietwart Walter Buschei, Sportwart Willi Reppel. Den Aeltestenrat bilden Heinrich Richter, Walter Hering und Hans Recko. Das Vereinsheim wurde beibehalten. Die Spiele: zweiten Platz siegte Dietrich Stuttgart rültet schon 65 000 bei Deutschland— Frankreich? Noch ist der Westen Deutschlands in voller ErwarSp. u. Sp. Gerthe— Herne=Süd Teutonia Riemke— SV. Sodingen Fortuna Herne— Phönix Bochum SV. Holsterhausen— VfB. Gerthe Preußen Wanne— Reichsbahn Wanne Germania Herne— Wanne 11 Zu einer Umbesetzung kam es in der Gruppe B. Die Begegnung Bochum=West— Polizei Bochum ist wegen des Pokalspieles der Polizisten gegen Preußen 11 verlegt worden, dafür spielt Bochum=West an der Pestalozzistraße gegen Stiepel 04. Der SC. Altenbochum muß schon mit einem Siege über Langendreer 04 aufwarten, wenn die gute Position nicht verlorengehen soll. Rasensport Bochum wird an der Dorstener Straße den Versuch unternehmen, sich für die letzte Niederlage an Concordia Bochum zu revanchieren. Westfalia Weitmar befindet sich noch in der Gefahrenzone. Da die Angelegenheit für Tus. 26 Deuts", z und Hokkaushy salopatf vieStast Altenbochum auch brenzlig zu werden droht, dürfte in Stuttgart bereits alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Weitmar ein harter Kampf um die Punkte zu erwarten die Adolf=Hitler=Kampfbahn so weit auszubauen wie sein. Reichsbahn Bochum muß nach Günnigfeld. Selbst wenn die Reichsbahner die Punkte mitbringen, besteht nur wenig Hoffnung auf den Vevbleib in der Klasse. Die Spiele: Bochum=West— Stiepel 04 SC. Altenbochum— Langendreer 04 Westfalia Weitmar— Tus. 26 Altenbochum Rasensport Bochum— Concordia Bochum Union Günnigfeld— Reichsbahn Bochum 2. Kreisklasse: Hier liegt Viktoria Herne in der Gruppe A noch immer knapp vor dem Lokalgegner Constantin Herne. Viktoria muß bei Constantin Bochum an der Vierhausstraße antreten und könnte leicht stolpern. Constantin Herne hat es dagegen mit dem BV. GertheHiltrop teichter und wird als klarer Sieger erwartet. Aarbtinenglück und BC. Hordel sind nächste Nachbarn und werden sich demzufolge auch einen erbitterten Kampf liefern, bei dem die Platzleute als Sieger zu erwarten sind. Schwarz=Weiß Herne empfängt Rasensport Wanne. Die Spiele: Constantin Bochum— Viktoria Herne Constantin Herne— BV. Gerthe=Hiltrop Carolinenglück— BC. Hordel Fortuna Wanne— Hansa Herne Schwarz=Weiß Herne— Rasensport Wanne Sehr offen ist die Sache in der Gruppe B. Hier liegen noch fünf Acannschaften klar im Rennen. Ob sich die Reihenfolge am Sonntag ändern wird, ist noch nicht abzusehen. Jedenfalls hat der Tabellenführer in Langendreerholz eine harte Nuß zu knacken. Wattenscheid=Ost hat es auf eigenem Platz mit SuT. Harpen schon leichter. Der LFC. Laer dürfte an der Dannenbaumstraße von Fortuna Bochum kaum in Gefahr gebracht werden. Laer 87 hat ebenfalls wenig Aussichten, als Gastmannschaft bei Germania Kaltehardt Lorbeeren zu ernten. Die Spiele: LFC. Laer— Fortuna Bochum Langendreerholz— Werne 19 Germania Kaltehardt— Laer 87 Wattenscheid=Ost— SuT. Harpen 3. Kreisklasse: In der dritten Kreisklasse gehen am Sonntag acht Mannschaften an den Start. Postsportverein Bochum hat sich am Freigrafendamm mit den Kollegen aus Wanne auseinanderzusetzen, Kortum Bochum steht an der Glücksburger Straße vor einer schier unlöslichen Pau, 21. Januar 1..: 1. Goailles Clementine(Cadot); 2. Old England: 3. Salva Rosa. Ferner: La Porallée, Maunganut. Toto: 121, .: 1. de Molas Le Conscrit(Dallery); 2. Carabinero; 3. Le Sarrazin. Ferner: Mon Triomphe, Vrille, La Decevante, Negrier II, Maryland, Raddusa, Irrigari. Toto: 27, Platz 19, 14, 29.„.... 9, M Wuuh.“ Seen 3..: 1. Saures Matinee d' Or(Saure); 2. Jarbas; 3. Hobvy. Ferner: Fleche III, Condre Bleue, Demon Noir, Gange. Toto: 34, Platz 16, 18. 4..: 1. Eschenauers Fongrane(Emery); 2. Castiglione: 3. Rameons. Ferner: Aveiro, Kadila. Toto: 16, Platz 12, 13. 5..: 1. Hiriburus Pellegrino(Lollierou); 2. Northumbria; 3. Angelita. Ferner: Lightning, Frelon, pire, Licinio, Haltea, Avantin. Toto: 43, Platz 20, 30, 24. Unsere Voraussagen: Nizza, 22. Januar 1..: Zirconium— Stall Melchers. 2..: Royal Kidney— Aethel Pride. 3..:'Aurelien— Lub. 4. R. Orleans II— Sans Erreur. 5..: Lagoon— Verset. Ala Zeitungskatalog 1937 Die Ala Anzeigen=Aktiengesellschaft hat in der 62. Auflage soeben ihren Zeitungskatalog 1937 herausgegeben. Daß die Ala den Geschäftsführer im Werberat der deutschen Wirtschaft, Herrn Dr. von Braunmühl, gewonnen hat, das Werk durch eine Abhandlung„Die Forderungen des Werberates zum WerbeInhalt und zu den Werbe=Arten“ einzuleiten, erscheint besonders dankenswert. Alle die immer wieder auftauchenden Fragen, wie im Einzelfalle geworben werden kann, ob eine Werbung verboten, ob eine Werbung erlaubt ist, werden beantwortet. Der Ala Zeitungskatalog 1937 ist ein getreues Spiegelbild der deutschen Tageszeitungen, Zeitschriften und Kalender. Er gibt erschöpfende und überaus lesenswerte Auskunft über alle Druckschriften, ihre Erscheinungsweisen. Anzeigenpreise, Nachlässe, Auflagen, Satzspiegel usw. Selbstverständlich hat die Ala wiederum das Werbegesetz mit sämtlichen Durchführungsverordnungen und Bekanntmachungen des Werberates einschließlich der neuesten Bestimmungen zusammengestellt. Etwas ganz Neues in einem Zeitungskatalog bringt die Ala durch Veröffentlichungen über Normformate, Anwendung dieser Formate usw. Der Fachzeitschriftenteil ist, entsprechend den Veränderungen im Organisationsplan der gewerblichen Wirtschaft, neugegliedert. Ueber alle diese Neuerungen und Ergänzungen hinaus hat die Ala durch Kopfzeiten im redaktionellen und Anzeigenteil, genaue postalische Bezeichnungen aller Orte usw. alles getan, um durch den Ala=Katalog 1937„einen Zeitungs= und Zeitschriftenkatalog herauszubringen, der den Anforderungen der werbungtreibenden Wirtschaft genügt“. Bezugspreis mit Boten monatlich, Selbstabholer Bezugspreis für die„# zeitschrift„hör mit mi 55 Pf. bei fünf Sonnt Zeitung, durch, boere verhinoert wird, könner schäftsstelle geöffnet von von 11 bis 12 Uhr.—6 (außer Mittwochs und Verlag und Druck: Dt Der Reichsminister paganda Dr. Goebbels „Am 30. Januar vierjährige Bestehen di Aus diesem Anlaß wi Kundgebungen dem F sich zu ihm in Treue An diesem Tage deutschen Volkes wied durchgeführt werden.“ ten Volksgenossen gelat Zuwendungen im Wei zur Verteilung, und z 10,65 Millionen W einer Reichsr 4,3 Millionen K. 1,50 Reichsn Die Durchführung Hilfsaktion am 30. Jo für das Winterhilfsw. Es lebe der Fühi Es lebe die natio Berlin, den 23. für Vol Ausführ Anläßlich des Jah Revolution werden G dung und Kohle dur schen Volkes zur V scheine für Lebe berechtigen zur kostenl Kleidung, Wäsche, S. Schein. Andere Ware Wäsche, Schuhwerk verabfolgt werden. Die Gutscheine w nuar bis zum 15 schlägigen Geschä Die Gutscheine sinda braunem und schwarz Die Abrechnu maßen vor sich: Die in Zahlung genomm mit ihrem Firmenst Firmenangabe. Ste 1. Geschafte, d haben, in das rechte der Gutscheinrückseit 2. Geschäfte, die folgt haben, in das Feld der Gutscheinr Gutscheine, die gelegt werden, oder WHW. nicht tragen schäften nicht in Zah Die Kohleng nahme von 50 Kilo Schein. Auch bei diesen bei Uebergabe eine je Schein zu entrich Jede mißbräuck wird strafrechtlich v Neue? in Lissabon— Anschläge Die Bomheno nacht ausländische sabon zu terrorisie gangenen Nacht f. ministerium ßeren Schaden a Renschenopfer fol Treppe niedergele zweiten Stockwer kommen weggerisse ses Attentat verle Die portugiest über dieses Werk hörden sahen sich zwungen, die öff pichtigen Punkte Für die Bekämp wurde die„porti nisation, in der nal empfindend schlossen hatten. mit der Polizei bäude. Zahlreich plotten 1 Unter di so ein Anweist verhasse