Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich, Selbstabholer 1,85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte" 30 Pf. zeitschrift„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt, werderzan Se; schäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr. von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Sautschracht in der Ontto Beueniner War der jetzige französische Innenminister Salengro fahnenflüchtig oder nicht? Paris, 13. November. Gelegentlich der Aussprache über den Fall Salengro, die die Beschuldigungen der Rechten gegen den französischen Innenminister zum Gegenstand hatte, daß Innenminister Salengro während des Krieges fahnenflüchtig geworden sei, kam es am Freitag in der Kammer zu einer Saalschlacht, wie man sie bisher in der Geschichte des französischen Parlamentarismus wohl kaum beobachtet haben dürfte. Der rechtsstehende Abgeordnete Becquart führte unter fortwährenden Unterbrechungen und Zwischenrufen von rechts und links in seiner„Anklagerede" aus, daß die bisherigen Aussprachen und auch der Beschluß des sogenannten Ehrengerichts, dem General Gamelin vorstand, keine Aufklärung des Falles gebracht hätten. Er habe sich mit allen Augenzeugen der damaligen Ereignisse in Verbindung gesetzt. Alle Antworten, die er erhalten konnte, liefen entweder darauf hinaus, daß Salengro fahnenflüchtig geworden sei, oder aber, daß die Auskunftgeber sich nicht genau des Falles erinnerten. Niemand aber habe die Anschuld Salengros beteuert Samstag Sonntag 14./15. Nov. 1936 Nummer 268 Einzelpreis 15 Pf. im Anzeigenieil und in 78 mm Breite 30 Pl. im S Pfv= Anzeigen im Vereins, oder Sporikalender im Tertteil 10 Pf., Auskunft= und Zifsergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig, Nachlaßstaffei B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine mundlich aufgegevener unzeigen tann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Kulturleiltungen des deutschen Entzterkerps Wir erinnern uns noch der Zeit nach dem tragischen Ausgange des Weltkrieges, als mit der Verneinung aller volks= und kulturtragenden Kräfte auch der deutsche Soldat, speziell der deutsche Offizier, scham= und schutzlos einer maßlosen Hetze überantwortet wurde. Soldatentum war in den Augen der damaligen Menschheitsbeglücker eine völlig nutzlose, ja gefährliche und natürlich geistausschließende Kraftäußerung. Die militärischen Führer, die Offiziere also, versuchte man gar zu Volks= und Kulturfeinden zu stempeln. Ist es jenen Hetzern damals auch nicht gelungen, im deutschen Volke den Sinn für das Soldatische allgemein zu vernichten und die Achtung vor dem Wehrmachtsangehörigen überhaupt zu zerstören, so hat jener Volksverrat doch in manchen Kreisen lange nachgewirkt, und erst der nationalsozialistische Umbruch hat auch dem Wehrgedanken endgültig und überall wieder Achtung verGroße Rede des Hauleiters Wagner In Weimar hielt Gauleiter Josef Wagner eine grundlegende Rede über seine Aufgaben als Reichskommissar für die Preisbildung. Wir geben die Rede ausführlich im Innern des Blattes wieder. Wenn aber Salengro unschuldig sei, müsse er von jedem Verdacht rein gewaschen werden Wenn man ihn zu Unrecht beschuldigt hätte, müßten die Verleumder bestraft werden. Falls aber irgendein Verdacht gegen ihn bestehe, so liege es im Interesse der nationalen Würde, volle Klarheit zu schaffen. Der französische Kriegsminister habe sich geweigert, die notwendige Aufklärung zu geben. Die Zeugenaussagen, die vorlägen, gingen ausschließlich darauf hinaus, daß Salengro schon vor dem Kriege auf der Liste der Verdächtigen als Antimilitarist und Revolutionär gestanden habe. Am 17. Oktober 1915 habe er im Laufe des Nachmittags, während eines vollkommen ruhigen Tages, die französischen Stellungen verlassen und sei seither spurlos verschwunden gewesen. Er habe behauptet, den Leichnam eines am Tage vorher gefallenen Kameraden suchen zu wollen. Die Frage sei aber, warum er dann in einem Brief an seine Kriegspaten erklärt habe, er sei während einer Schlacht gefangengenommen worden. Sofort nach der Gefangennahme Salengros habe eine heftige Beschießung der französischen Stellungen eingesetzt. Er(der Redner) weigere sich, anzunehmen, daß der Innenminister den Verrat so weit getrieben habe, seine eigenen Kameraden niedermetzeln zu lassen. Ein Zeuge habe ausgesagt, daß er(der Zeuge) häufig Verwundete und Tote zwischen den feindlichen Stellungen gesucht habe, niemals aber unter den Bedingungen wie der Innenminister Salengro. Die Haltung Salengros sei also entweder die eines Helden oder eines Deserteurs. Seine Vorgesetzten hätten ihn aber nie für eine Auszeichnung vorgeschlagen, sondern ihn im Gegenteil vor das Kriegsgericht zitiert Von fünf Richtern hätten sich zwei für die Schuld Salengros ausgesprochen. Nachdem Becquart seine Ausführungen beendet hatte, betrat Ministerpräsident Léon Blum die Rednertribüne, um seinen Innenminister zu verteidigen. Auf der Rechten setzte sofort ein selten beobachteter Tumult ein. Zwei Kommunisten sprangen daraufhin über ihre Bank hinüber zu der Rechten, und in wenigen Sekunden kam es zu einer beispiellosen Saalschlacht. Es hagelte von allen Seiten Ohrfeigen. Unter unbeschreiblichem Lärm versuchte Kammerpräsident Herriot, die beiden kämpfenden Parteien auseinanderzubringen. Léon Blum auf der Rednertribüne brauchte mehrere Minuten, um sich überhaupt der Lage bewußt zu werden. Er verließ schließlich die Tribüne, als er von Herriot dazu aufgefordert wurde. Die Saaldiener räumten jetzt die Tribüne, und auch die Pressevertreter sahen sich gezwungen, ihre Tribüne zu verlassen. Erst nach längeren Bemühnngen gelang es den Saaldienern, die Ruhe einigermaßen wiederherzustellen, nachdem Herriot inzwischen die Sitzung aufgehoben hatte. Blum verteidigt Salengro Bei Wiederaufnahme der Sitzung richtete Kammerpräsident Herriot beruhigende Worte an die Abgeordneten. Unter vollkommener Ruhe des Hauses betrat dann der Ministerpräsident Léon Blum die Rednertribüne, um die Verteidigungsrede für seinen Innenminister zu halten. Er verlas zunächst einige Tagesberichte der Kompagnie= und Bataillonsführer, bei denen Salengro als Radfahrer Dienst tat, und erklärte anschließend, daß Salengro nur ein einziges Mal vor ein Kriegsgericht gestellt und mit drei gegen zwei Stimmen freigesprochen worden sei. Man habe der Regierung gesagt, sie möge die Verleumder verfolgen. Die Männer, die im öffentlichen Leben stünden, seien jedoch gegen derartige Lügen wehrlos Er müsse leider erklären, daß ein Schwurgericht, wenn es einen Prozeß „Kleitts Perlllach Eine Feltwoche des Wochumer Theaters vom 15.—21. Kovember 1936 gegen solche Verleumder zu führen hätte, vielleicht angesichts der Parteilichkeit der Geschworenen das Urteil vergewaltigen würde oder aber im anderen Falle die öffentliche Meinung einen Freispruch wiederum. als Parteilichkeit ablehnen würde. Die Kammer habe keinen Freispruch zu fällen, denn dies sei bereits vom Kriegsgericht geschehen, sondern sie habe die Aufgabe, einen gemeinen Feldzug zu brandmarken. Der schwerkriegsverletzte rechtsstehende Abgeordnete Vallat forderte dann den Innenminister auf, sich mit dem Schiedsspruch eines Ehrengerichts einverstanden zu erklären und dieses Ehrengericht aus den Reihen seiner politischen Gegner zu wählen. Ein anderer Abgeordneter der Rechten gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß sich Salengro nicht selbst von der Tribüne der Kammer herab verteidigt habe. Er habe vergeblich auf jenen Schrei der Entrüstung gewartet, den jeder Schuldlose abgegeben haben würde. Diese Aufforderung veranlaßte Innenminister Salengro zu einigen kurzen Bemerkungen, in denen er lediglich erklärte, daß er als Soldat ebenso seine Pflicht getan habe wie jeder andere. Die Kammer nahm eine Entschließung an, in der zum Ausdruck kommt, daß sie den Feldzug gegen Salengro verurteilt und der Regierung das Vertrauen dafür ausspricht, daß sie ein Pressegesetz erläßt, das in Zukunft derartige Verleumdungen unmöglich macht. Tufteulng, uber Wille rie 8 sowzelrafftsche Flasreuge ur geschessen Salamanca, 13. November. Am Freitag vormittag kam es im Luftraum über der Front von Madrid zu einem heftigen Gesecht zwischen nationalen und roten Luftstreitkräften. Nach erbittertem Kampf gelang es den nationalen Fliegern, ein sowjetrussisches SchwerBombenflugzeug und sieben Jagdflugzeuge sowjetrussischer Herkunft abzuschießen. Die nationalen Luftstreitkräfte haben, ohne Verluste zu erleiden, ihre Ausgangsbasis wieder erreicht. Auf die Einwohnerschaft der spanischen Hauptstadt und die rote Miliz, die Zeugen dieses aufregenden Luftkampfes waren, hat der überwältigende Sieg der nationalen Flieger nachhaltigen Eindruck gemacht. Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers der nationalen Truppen in Salamanca lautete am Donnerstag wie folgt: „An der Südfront von Madrid dauert die Säuberungsaktion in den von den nationalen Truppen besetzten Stadtteilen an. Ein von sowjetrussischen Tanks begleiteter Angriffsversuch der Roten wurde zurückgewiesen. Dabei konnte ein sowjetrussischer Tank erbeutet werden. Der Geist der nationalen Truppen, die sich auf neue ruhmvolle Taten vorbereiten, ist ausgezeichnet. Im Bereich der Division Soria versuchte der Feind auch am Donnerstag wieder, das Dorf Almadrones Bezirk Siguenza) anzugreifen, wobei er starke Verluste erlitt. Einige gefangene Polizisten bestätigten die großen Verluste, die der Feind bei dem gestrigen Angriffsversuch auf das gleiche Dorf erlitten habe. Bei der sechsten Division(Bilbao=Front) war Artillerie= und Gewehrfeuer am Frontabschnitt von Azcoitia zu verzeichnen. Sonst nichts Neues.“ Der Sender Burgos berichtet, die Verluste der Roten in der Hauptstadt seien so groß, daß die Krankenhäuser für die Unterbringung der Schwerverwundeten nicht mehr ausreichten. Zahlreiche Privatwohnungen seien deshalb zu diesem Zweck beschlagnahmt worden. politische Sonderpolizei der Roten in Madrid Der rote Sender in Madrid gibt die Aufstellung eines neuen Polizeikörpers zur politischen Ueberwachung der Einwohnerschaft von Madrid bekannt: Die neue Sonderpolizei setzt sich aus„politisch durchaus zuverlässigen“ Geheimpolizisten zusammen, die erst vor kurzem eingestellt worden seien. In einer weiteren Mitteilung gibt der Madrider rote Sender zu, daß die nationalistische Artillerie mit gutem Erfolg feuere. Bei einer Feier zu Ehren eines sowjetrussischen Schiffes in Valencia, die vom dortigen roten Sender übertragen wurde, dankte der Marxistenhäuptling von Valencia Sowjetrußland in den höchsten Tönen für die„moralische und materielle Hilfe“. Die Redner richteten unglaubliche Angriffe gegen Deutschland, Italien und Portugal. Verordnung Francos zum Schutz der Währung ] Der nationale Sender Burgos gibt eine Verordnung des spanischen Staatschefs General Franco bekannt, wonach zur Vermeidung einer Entwertung der spanischen Währung das Horten sowie die Ausfuhr von Silbermünzen verboten wird. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen von 5000 bis 50000 Peseten oder Gefängnis geahndet. Unter dem ausdrücklichen Vorbehalt einer späteren Rückforderung des von den Roten verschleppten Goldes hat die spanische Nationalregierung verfügt, daß sämtliche spanischen Banknoten zwecks weiterer Aufrechterhaltung ihres Wertes einer Abstempelung unterworfen werden. Den von den Roten unter Mißbrauch der Bank von Spanien nach dem 19. Juli 1936 ausgegebenen Banknoten wird jede Gültigkeit algesprochen. schafft und den Waffenträgern ehrliche Anerkennung, ja eine notwendige und verdiente Ehrenstellung eingeräumt.„„„„„„“ zuten## In dieser Lage ist es lobenswert und interessant zugleich, die„Kulturleistungen des deutschen Offizierkorps" durch der Jahrhunderte Lauf zu untersuchen. Dr. Max Simoneit(Berlin), der in einem Vortrag(Verlag Bernard und Graefe, Berlin) dieses Thema behandelt hat, konnte dabei von der Tatsache ausgehen, daß mit der politischen Führung Deutschlands im 18. und 19. Jahrhundert, die vornehmlich in den Händen von soldatisch eingestellten Fürsten oder von Soldaten selbst lag, gleichzeitig die deutsche Kultur gerade in jenen Zeitläufen sich zu höchster Blüte entwickelte und Weltgeltung erwarb. Schon bei oberflächlicher Betrachtung läßt die Parale lelität auf einen Einfluß, also auf eine schöpferische Teilnahme der führenden Soldaten, auf die kulturelle Entwicklung schließen. Dem scheint der Einwand entgegenzustehen, daß militärische Wesensart und Liebe zum Kriegshandwerk kulturschöpferischen oder mindestens kulturverbundenen Menschen widerstrebe. Indessen fällt es Simoneit nicht schwer, das Bildungsstreben deutscher Offiziere im einzelnen als Wissenschaftstrieb und als inneren Drang zur Vervollkommnung, wie auch die organisierte Offiziersausbildung als anspruchsvolles Erziehungsprinzip nachzuweisen und damit als aktive Anteilnahme an der wissenschaftlichen und ästhetischen Kulturleistung festzustellen Diese eindeutige Kulturverbundenheit des Offizierkorps in Zeiten der Friedensausbildung und=tätigkeit wirft zwangsläufig die Frage nach den Auswirkungen dieser Erscheinung in Kriegszeiten auf. Wirkt solche nicht ausschließlich machtpolitische Erziehung, solche kampffremde Kulturpflege nicht hemmend auf alle für den kriegerischen Einsatz notwendigen Kräfte ein? Wirkt— kurz gesagt— Kultur nicht entnervend und deshalb kraftzerstörend? Sicherlich, kämpferischer Einsatz kann Ausdruck primitiver, ursprünglicher Kraft sein. Er kann aber ebenso sehr aus überlegener kultureller Haltung, aus überpersönlicher geistiger Verpflichtung veranlaßt sein! Hier finden wir, um ein Beispiel zu nennen, den Ursprung der heroischen Leistungen unserer Gefallenen aus dem Weltkrieg, die durch Namen wie Walter Flex und Gorch Fock für immer in die Geschichte eingingen. Gerade das Kulturniveau unserer Offiziere und Soldaten hat ihre Haltung und damit den militärischen Erfolg im Weltkrieg bestimmt. Zugleich ist die selbstvergessene, ja geradezu den Bestand gefährdende Opferbereitschaft des deutschen Offizierkorps von 14 bis 18, nicht zu vergessen auch seine Haltung in den Grenzmarkkämpfen und den Revolutionswirren der Nachkriegszeit, erschütternder Beweis dafür, daß neben dem Bildungsstreben Auslese und Pflege der Charakterwerte nicht zu kurz kamen. Pflicht, Kameradschaftstreue, Tapferkeit und Ehre gehören zur preußisch=soldatischen Ethik und sind von hier aus, als Abbild und Vorbild wirkend, für deutsches Sein Symbol geworden. Simoneit beschränkt sich auf diese kurzen Darlegungen nach der grundsätzlichen Seite, um ausführlicher den historischen Nachweis an Einzelbeispielen zu erbringen, inwieweit soldatische Führerpersönlichkeiten kulturschöpferische Leistungen vollbracht haben. Ihm kommt es dabei darauf an, die Verbundenheit soldatisch=kriegerischer Leistungen mit Zeugnissen höheren Menschentums in der Geschichte des preußisch=deutschen Offiziertums aufzuzeigen. Selbst bei Anlegung strenger Maßstäbe ist es eine lange imponierende Reihe großer Persönlichkeiten, die hier aus der Geschichte aufzuzeigen ist. Eine Aufzählung ist an dieser Stelle nicht beabsichtigt, aber die Erwähnung einiger Namen kann vielleicht zu gelegentlichen eigenen Betrachtungen Anregung geben. Angefangen mit Wilhelm von Schaumburg, dem Philosophen und Künstler aus der Zeit Friedrichs des Großen. Wir erinnern uns Soldaten und Staatsreformers, des genialen Soldaten und Staatsreformers, des geniale Scharnhorst, erfahren von der Dichtergröße Gneisenaus und zählen Clausewitz als Philosophen. Stilisten und Kunstkritiker zu diesem Dreigestirn. Wir denken gerade heute an Boyen den Vater der allgemeinen Wehrpflicht und vorbildlichen Pädagogen. Der Seite 2 Nr. 268/ Bochumer Anzeiger" Samstag, Sonntag,“./15. November 1936 Name Bismarcks ragt auch in dieser Reihe in erhabener Größe auf. An die bekannten Offizier=Künstler des vorigen Jahrhunderts mögen Namen wie Liliencron als Dichter, Fritz von Uhde als Maler und Freiherr von Ledebur als Bildhauer erinnern. Roons Arbeiten über Erd- und Völkerkunde gehören ebenso hierher. Ihre Krönung findet diese Reihe durch die Namen Moltke und Schlieffen. Romantik und Technik, Philosophie, Religion und Staatskunde vereinen sich in diesen beiden wiederum grundverschiedenen Persönlichkeiten. Beide verdanken nicht einmal so sehr ihrem Soldatentum oder ihrer Wissensmacht, sondern mehr noch ihrem edlen Menschentum und ihrer geläuterten Lebensform ihre hohe und besondere Beachtung. Kein Zweifel, daß solche historischen Studien, wie sie Simoneit verdienstvoll durchgeführt hat, die starke Kulturverbundenheit des deutschen Offizierkorps freilegen und daß sie erkennen lassen, wie wenig deutsches Soldatentum lediglich aus dem urwüchsigen Kampftrieb, sondern vielmehr aus der deutschen Kulturidee sich entwickelt hat. Dieses idealistische Verlangen durchzieht glücklicherweise auch die heutige soldatische Generation. Das ist gut, ja notwendig. Denn nur aus solchem kulturellen Streben, nur aus solcher geistigen Ueberlegenheit kann im harten und langdauernden Kriegseinsatz jene höhere und unverminderte Einsatzbereitschaft entwickelt werden, die persönliche Schwächen und familiäres Sicherungsverlangen überwindet und der im großen Kriege Tausende und aber Tausende ihr Leben als deutsche Offiziere und Kulturträger geopfert haben. Dr. D. Künstlerisches Ereignis ersten Ranges Der Führer beim Konzert der Londoner Philharmo= niker in Berlin Berlin, 13. November. Das erste und einzige Konzert der Londoner Philharmoniker in der Berliner Philharmonie unter Englands größtem Dirigenten, Sir Thomas Beecham, wurde zu einem künstlerischen und gesellschaftlichen Ereignis allerersten Ranges. Dem Konzert in der ausverkauften Philharmonie wohnte auch der Führer bei. Außerdem sah man fast die gesamte Reichsregierung, zahlreiche Reichs= und Gauleiter, viele Persönlichkeiten aus dem Führerkorps der Bewegung, Vertreter der Wehrmacht, aller Kunst= und Kulturbehörden, zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie des Diplomatischen Korps. Sir Thomas Beecham wurde mit Händeklatschen begrüßt. Das Berliner Konzert bestätigte den großen Ruf der Londoner Philharmoniker und ihres weltberühmten Dirigenten vollauf und brachte ihnen einen ungewöhnlichen Erfolg. Sie werden nicht vergessen Gedenkfeier für die Opfer des„Isis"=Untergangs Hamburg, 13. November. Im Haus der Deutschen Arbeit vereinigten sich am Freitag abend Betriebsführung und Gefolgschaft der Hamburg=Amerika=Linie mit den Angehörigen der Opfer der furchtbaren Katastrophe des Motorschiffes und zahlreichen führenden Persönlichkeiten der Partei, des Staates, der Wehrmacht und der Seeschifffahrt zu einer weihevollen Gedenkstunde. Der Vorsitzende des Vorstandes der Hamburg=Amerika=Linie, Dr. Walter Hoffmann, widmete den 39 tapferen Seeleuten herzliche Worte des Gedenkens. Wührend die Musik das Lied vom guten Kameraden" spielte, verlas er anschließend die Namen der auf dem Felde der Arbeit gebliebenen Kameraden und versprach den Hinterbliebenen Hilfe und Unterstützung im Geiste echter Betriebsgemeinschaft und Kameradschaft. Dann gab er Kenntnis von dem Telegramm des Führers, in dem dieser seinem tiefempfundenen Beileid Ausdruck ,„ Asstatth„„„ 8achtReichsstatthalter Gauleiter Kaufmann gedachte gleichfalls der toten Arbeitskameraden der„Isis“. Im Auftrage des Führers sprach der Gauleiter den Angehörigen dann nochmals das wärmste Beileid Adolf Hitlers aus.„ 2emesht 39 Kränze, dem Gedächtnis der Toten geweiht, sollen bei der nächsten Ausreise der„Deutschland“ an der Stätte des Unterganges der„Isis“ den Fluten übergeben werden. Gefängnisstrafen für den Zwischenfall in der Danziger Sporthalle Danzig, 13. November. Der Zwischenfall in der Danziger Sporthalle in der Nacht zum 11. November anläßlich der Feier des polnischen Nationalfeiertages, wo vier Personen, wie berichtet, die Symbole und Hoheitszeichen des Deutschen Reiches und der nationalsozialistischen Bewegung zerrissen und beschmutzt hatten, hat bereits am Freitag seine Sühne gefunden. Der Schnellrichter verurteilte den Angeklagten Heimowsky zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten und den Angeklagten Kurowski zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten. Von den Angeklagten, die sich beide zur polnischen Minderheit bekennen, war Heimowski geständig, während Kurowski seine Tat bestritt, aber in der Beweisaufnahme überführt werden konnte. Der dritte Täter wurde außer Verfolgung gesetzt, da die Beweismittel nicht ausreichten, während der vierte Beteiligte noch nicht ermittelt werden konnte. Graf Ciano in Budapest Budapest, 13. November. Der italienische Außenminister Graf Ciano traf Freitag nachmittag mit seiner Gattin und seiner Begleitung im Sonderzuge in Budapest ein, wo er von Ministerpräsident Daranyi, Außenminister Kanya, Oberbürgermeister von Budapest Sipoec und den Spitzen der Behörden feierlich empfangen wurde. Die Straßen der Hauptstadt trugen reichlichen Fahnenschmuck. Die Reihe der Feierlichkeiten zu Ehren des italienischen Außenministers begann mit einem Frühstück im ungarischen Außenministerium. Der italienische Außenminister Ciano stattete am nachmittag dem ungarischen Reichstag einen Besuch ab. Als er während der Sitzung des Abgeordnetenhauses die Diplomatenloge betrat, wurde er von den Abgeordneten mit stürmischen Eljenrufen und Hochrufen auf den König von Italien und Mussolini beDer Präsident des Reichstages, Sztranhavszky, begrüßte den italienischen Außenminister und bat ihn, dem Führer des italienischen Volkes für sein Bekenntnis zur gerechten Sache Ungarns den aufrichtigen Dank Ungarns zu übermitteln. In den Abendstunden veranstaltete Ministerpräsident Daranyi zu Ehren des italienischen Gastes einen großen Diplomatenempfang, an dem sämtliche Mitglieder der Regierung, das diplomatische Korps, die Generalität und die Spitzen der Behörden teilnahmen. Tlouten zur Ter! Dem spanischen Bürgerkrieg entronnen— Ein Flüchtling schildert seine Eindrücke von dem selbstlosen Rettungswerk deutscher Sriegsschiffe dnb Berlin, 13. November. Nachstehend geben wir den Bericht eines Flüchtlings, der der roten Hölle in Spanien auf einem deutschen Kriegsschiff entronnen ist. Der Bericht des Romualdo Alvargonzales ist aus Saint=Jean=de=Luz vom 1. Oktober datiert. Der Spanier schildert in eindrucksvollen Worten den gewaltigen Gegensatz zwischen den grausamen Verfolgungsszenen an Land und der herzlichen Hilfsbereitschaft der deutschen Kriegsschiffsbesatzung, der er, der Ausländer, aufrichtigen Dank ausspricht. Romualdo Alvargonzales geht in seinem Bericht davon aus, daß wohl die Oeffentlichkeit durch die Zeitungen in Wort und Bild über die militärische Lage und über die Verbrechen der roten Horden unterrichtet sei, aber kaum etwas von den prachtvollen Bekundungen menschlicher Brüderlichkeit kenne, die dazu beitrugen, viele Mitmenschen aus Gefahr zu bringen und anderen das Leben zu retten, die es mit Recht bereits für unrettbar verloren hielten. Der Bericht Alvargonzales fährt dann wörtlich fort: Das selbstlose Werk der deutschen Kriegsschisse „Weil ich Augenzeuge dieser Kundgebungen war, will ich an sie erinnern und damit der bewundernswerten Arbeit Gerechtigkeit widerfahren lassen, die in diesem ruhigen, unsichtbaren und selbstlosen Werk während des Bürgerkrieges die große deutsche Nation vollbracht hat. Tausende von Familien aller Nationalitäten sahen dank Zugleich mit go g. ingenehme Rcherraschung der Hilfe der fremden Kriegsschiffe ihr Glück nicht zer= und Südamerikaner. Welch angeneyme Ueberraschung Eriste Zwischeifalle in Barkelona Systematische Ausplünderung der Wohnungen Reichsdeutscher— Maschinen= gewehrfeuer auf englische und italienische Marinemannschaften stört. In erster Linie aber dank der Hilfe der deutschen Flagge. Ununterbrochen klingelten die Telephone aller Konsulate der Stadt; immer übermittelten sie die gleiche bange Frage: Wann kommt ein Schiff, um die Ausländer abzuholen? Die Frage wurde an das deutsche Konsulat gerichtet. Von diesem Amt, das immer offen war, kam immer mit denselben Worten die beseligende Hoffnung:„Bald, in soundsoviel Tagen. Und so war es auch. Mit größter Pünktlichreit, genau auf den Tag, genau auf die Stunde. Die deutschen Schiffe kamen in die weniger besuchten Häfen, auch um nur eine oder zwei Personen aufzunehmen. Oft verzögerten die schlechten Verbindungen mit dem Innern die Ankunft eines Ausländers. Doch der Kommandant des Schiffes befahl die Abfahrt erst dann, wenn der angekündigte Flüchtling sich an der Schiffstreppe einstellte. Und als diejenigen ankamen, die bereits geglaubt hatten, sie würden durch Maschinengewehrfeuer hinweggesegt oder von der rasenden Menge ermordet, als diese nun, fern aller Schrecken des Festlandes, edlen, starken und gastfreundlichen deutschen Boden betraten, da war der Ausdruck der Freude, die das Antlitz dieser Personen belebte, so eindrucksvoll, daß er die Tränen in die Augen trieb. „Unmöglich, mehr Liebenswürdigkeit zu verlangen“ Zugleich mit den Ausländern flohen viele Spanier Paris, 13. November. Die Ereignisse in Barcelona haben sich, wie die „Berliner Börsenzeitung“ meldet, in den letzten Wochen förmlich überstürzt. Es zeigt sich immer mehr, daß die wirkliche Macht längst in den Händen anarchistischer Banden liegt. Die zahllosen Uebergriffe, die vor allem in jüngster Zeit in erster Linie gegen das Eigentum ausländischer Staatsangehöriger vorgekommen find, bestätigen außerdem den Verdacht, daß von dieser Seite alles getan wird, um womöglich internationale Verwicklungen zu schaffen, die für die in Moskau sitzenden Drahtzieher natürlich am gelegensten kommen würden. ,.., Gand mush um Ja.ch. Gerade dieser letzte umstano muß um so beoenklicher erscheinen, als sich schon vor wenigen Tagen Zwischenfälle ereignet haben, die bei dem Vorhandensein einer verantwortlichen, mit ausreichenden Machtmitteln ausgestatteten Regierungsgewalt automatisch zu ernsten Folgen geführt hätten. So ist es nur mit Mühe geheimgehalten worden, daß in der letzten Woche in mehreren Fällen die Beiboote sowohl englischer wie auch italienischer Kriegsschiffe, die vor Barcelona vor Anker liegen, von FAILeuten in der Dunkelheit unter Maschinengewehrfeuer genommen worden sind. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, daß diese Zwischenfälle ohne ernste Folgen geblieben sind, da es den Booten jedesmal gelungen ist, sich in schnellster Fahrt dem Feuerbereich der roten Maschinengewehre zu entziehen. Nicht minder bezeichnend für die Zustände, die in der Stadt selbst herrschen, ist der Umstand, daß in der letzten Woche nicht weniger als 40 Wohnungen reichs deutscher Staatsangehöriger systematisch geplündert und ausgeraubt worden sind, ohne daß es trotz sofortiger schärfster Proteste gelungen wäre, ein Einschreiten der Polizei zu erreichen. Bei ähnlichen Raubzügen und Plünderungsaktionen gegen ausländische Staatsangehörige anderer Nationen, so vor allem gegen Engländer und Italiener, hatten sofortige Proteste der konsularischen Vertretungen den gleichen Erfolg. Eine Zurückziehung der konsularischen Vertretungen scheint unter Umständen überhaupt nicht mehr zu umgehen zu sein, da die Sowjetregierung Barcelonas praktisch nichts mehr bedeutet als die Aufhebung aller auch international anerkannten Auffassungen von Recht und Gesetz. Voratl um Prunger Italien beweist erneut sowjetrussische Einmischung in Spanien London, 13. November. Der Nichteinmischungs=Ausschuß hielt Donnerstag nachmittag eine 5½ stündige Sitzung ab, in der er sich vor allem mit der Frage der Einsetzung eines Ueberwachungsausschusses und der Prüfung von Vertragsbrüchen durch die Sowjetunion befaßte. In einer amtlichen, nach Schluß der Sitzung ausgegebenen Verlautbarung heißt es, daß der Ausschuß einem System der Ueberwachung in Spanien zugestimmt habe unter der Voraussetzung einiger wichtiger Verbesserungen und der Tatsache, daß die betreffenden Regierungen dem Plan ihre Zustimmung gäben. Der Unterausschuß hoffe, zu gewissen Punkten bald Vorschläge machen zu können, die einstweilen zwecks Einholung weiteren Rates bei Fachkundigen noch zurückgestell; worden seien. Italiens Vertreter klagt an Der Ausschuß wandte sich dann der Beratung einer von der italienischen Regierung vorgebrachten Beschwerde wegen gewisser Verletzungen des Nichteinmischungs=Abkommens durch die Sowjetunion zu. Der italienische Vertreter gab zunächst eine allgemeine Erklärung auf die Antwort der Sowjetregierung ab. Er führte aus:. 4, sch big.„ia Lamef. „Die Sowjetunion versucht sich hier als demokratisches Lamm aufzuspielen mit der alleinigen die übrigen Mitglieder des Abkommens in ihrem Vertrauen zu überrumpeln und die rote Flagge der kommunistischen Revolution weiß zu machen. Die Durchführung des Sowjetprogramms, die Schaffung eines Systems von Zellen in Spanien und die Aktivitat in der Propaganda und der Aufwiegelung sind allein verantwortlich für den Zustand des Unfriedens und der Gesetzlosigkeit, der dem augenblicklichen Bürgerkrieg voranging. Vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges und vor und nach der Unterzeichnung des Nichteinmischungs=Abkommens hat es keine Formen mitteloder unmittelbarer politischer, finanzieller und militärischer Einmischung gegeben, die Sowjetrußland nicht offen oder versteckt durchgeführt hat.“.... Als Antwort auf die Sowjeterklärung, daß die einzige Form der Unterstützung darin bestanden hätte. Lebensmittel und unbedingt notwendige Artikel nach Spanien zu schicken, legte der italienische Vertreter photographien von Sowjetwaffen und=munition vor, die erst kürzlich von den Truppen Francos erobert wurden. Außerdem wurden Photographien der Leichen von Leuten vorgelegt, die von den Roten ermordet wurden. Eingehend auf die Flucht der roten spanischen„Regierung“ aus Madrid, erklärte der italienische Vertreter: „So endet unter Feuer und Blut der größte Versuch, den das bolschewistische Rußland je gemacht hat, um seine Weltanschauung mit Gewalt und Hungersnot über seine Grenzen hinauszutragen. Der Sowjetvertreter hat diese Weltanschauung als eine solche des Friedenz bezeichnet; die Tatsachen aber widerlegen ihn. Es ist vielmehr eine Weltanschauung, die auf Klassenhaß und Bürgerkrieg gegründet ist, und es ist eine Weltanschauung des Krieges. Stalin, das Haupt der bolschewistischen Revolution, hat in seiner Botschaft erklärt, daß es die Pflicht de. Sowjetunion sei, jede nur in ihrer Macht liegende Unterstützung der spanischen kommunistischen Revolution zu geben, um so mehr als die„Befreiung Spaniens von faschistischer Unterdrückung" nicht eine Privatangelegenheit der Spanier, sondern die gemeinsame Sache des Kommunismus sei. Wir aber nehmen die Herausforderung an unter unserer alten und siegreichen Flagge. Italien ist in der Tat davon überzeugt, daß es nicht nur um die Zukunft Spaniens, sondern um die des gesamten zivilisierten Europas geht, die heute auf dem Spiele steht.“....19 Lassen m 8 81. Der Sowjetvertreter, aus bessen Rede die amtliche Verlautbarung einen Auszug veröffentlicht, konnte diese schweren Anklagen nicht widerlegen und beschränkte sich deshalb, unter Anspielung auf den Krieg in Abessinien, auf einen Gegenangriff gegen Italien. Vier Beschwerdepunkte der italienischen Regierung gegen die Sowjetunion, den Vertrag gebrochen zu haben, wurden dann von dem Ausschuß behandelt. Der erste bezog sich auf die Ankunft von 30 oder mehr getarnten Sowjetflugzeugen mit Roten=Kreuz=Abzeichen in Barcelona Mitte September. Hierzu erklärte der Vorsitzende, daß er nicht glaube, daß das Beweismaterial genau genug sei, um den Ausschuß zu der endgültigen Feststellung zu bringen, daß ein Bruch des Abkommens begangen worden sei.,„ Der zweite Fall bezog sich auf Benzinlieferungen durch Sowjetschiffe nach Spanien. In diesem Falle stimmte der Ausschuß der Feststellung zu, daß nach der augenblicklichen Lage kein tatsächlicher Bruch des Abkommens vorliege. Die Abkommandierung von Sowjetoffizieren nach Spanien war der dritte Anklagepunkt. Hierzu meinte der Vorsitzende, daß es zweifelhaft sei, ob die behaupteten Tatsachen, selbst wenn sie zuträfen, einen Bruch des Abkommens im buchstäblichen Sinne bedeuteten, obwohl sie natürlich einen Verstoß gegen den Geist des Vertrages darstellten. Er glaube, daß dieser Fall nicht voll begründet sei. Der vierte und letzte Vorwurf befaßte sich mit der Landung von Gewehren, Granaten usw. in Barcelona am 20. September durch ein Sowjetschiff, das am Tage vorher Weizen ausgeladen hatte. Nach Behandlung des zugänglichen Beweismaterials erklärte der Vorsitzende, daß der italienische Vertreter weitere Informationen zur Stützung dieses Vorwurfes vorgebracht habe, und daß der Ausschuß, da der Sowjetvertreter zugesagt habe, weitere Informationen einzuholen, nur warten könne, bis dieses Material verfügbar wäre. Nächste Woche Sitzung des Unterausschusses. war es für sie, sich unter deutschen Soldaten zu finden! Spanische Mütter, die kaum an Bord gestiegen waren, sahen, wie die Matrosen sich ihrer Kleinen bemächtigten, ihnen Zärtlichkeiten erwiesen und mit ihnen spielten, als ob sie ein besonders schönes Spielzeug wären, damit die Mütter sich von der Seekrankheit erholen könnten! Frauen jedes Alters, in schaukelnde Hängematten gebettet, hatten während der ganzen Nacht eine ständige Wache, damit die Decke, die auf den Boden fiel, wieder aufgehoben und die Unbequemlichkeit, die sich aus dem Schaukeln ergab, rasch wieder behoben werden konnte. Unmöglich, von solchen Offizieren und Mannschaften mehr Liebenswürdigkeit zu verlangen! Man fiel von einer Ueberraschung in die andere. Eine Frau, die in ihrer Hängematte lag, suchte tastend in der Nacht in ihrem Handköfferchen eine Tablette. Zu ihrer Ueberraschung wurde es plötzlich hinter ihrem Kopf hell und ein Licht beleuchtete den Inhalt ihres Koffers! Was war geschehen? Ein Matrose, der im Schlafraum auf Wache stand, hatte gemerkt, daß diese Frau etwas suchte. Lautlos hatte er sich ihr genähert und seine elektrische Taschenlampe angezündet, damit sie das finden könne, was sie zu suchen schien. Eine andere Frau wollte wissen, wie spät es war, und bemühte sich, die Zeit von ihrer Armbanduhr abzulesen. Während sie diese Bewegung machte, hörte sie im Halbdunkel eine Stimme, die mit ausgesprochen deutschem Akzent flüsterte:„Fünf Uhr!" Es war ein anderer Matrose, der über die Ruhe der Flüchtlinge wachte. Kann man sich ein so großes Zartgefühl von Leuten vorstellen, die man nie gesehen hat und vielleicht nie wiedersehen wird?" Der Bericht fährt dann fort:„Die Dankbarkeit gegenüber den deutschen Matrosen wird nicht so leicht vergehen. Junge und sympathische Matrosen! Ich wünsche, daß meine bescheidenen Zeilen eines Tages dazu beitragen, euch an der Glut eures Herdes an die Bewunderung zu erinnern, die ihr uns, jenen 120 Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten, abgerungen habt, die wir beim Eintritt der Nacht in einem Hafen des Nordens an Bord der Leipzig“ gestiegen sind. Eure Disziplin, eure Selbstverleugnung, eure Anleitung besiegten die Schwierigkeiten.(Hervorgerufen durch den starken Seegang.) Weder ein Hautritzer noch der Verlust eines Paketes war zu beklagen. Und was unsere größte Bewunderung erregte, war die Tatsache, daß ihr diesen schweren Dienst mit aufrichtiger Fröhlichkeit, mit lachendem Gesicht verrichtet habt, mit jener Fröhlichkeit, die heute das Vermögen des neuen Deutschlands ist, mit der Freude, uneigennützig Gutes für die anderen zu tun. Bravo, deutsche Soldaten zur See! Ihr habt unter den Flüchtlingen, die euch nicht kannten, den Eindruck eurer Kultur und eurer edlen Gesinnung hinterlassen, der in Zukunft dazu führen wird, daß man in jedem Teil der Welt, wo man eure geachtete Uniform sieht, eurer Anwesenheit mit Liebe und Dankbarkeit begegnen wird! Ihr seid die Vertreter einer großen Nation, die dank ihrer Anstrengungen, ihrer Entbehrungen und ihrrs Patrtotismus sich einen Weg durch den dichten internationalen Neid bahnt. Ihr habt das Leben vieler meiner Landsleute gerettet, die euch ein unvergängliches Gedenken bewahren werden." „Keinen Dank, der deutsche Soldat arbeitet für die Menschheit“. Der Schreiber kommt zum Schluß auf einen anderen Vorfall an Bord des Kreuzers„Leipzig“ am Abend vor der Abfahrt des Kreuzers aus dem äußeren Hafen von Bilbao zurück und sagt hier:„Eine junge Spanierin weinte, an die Bordwand gelehnt, still vor sich hin. Wir näherten uns ihr, um von ihr den Grund ihres Schmerzes zu erfahren.„Ich kann nicht mehr", sagte sie,„ich bin hier mit meinen drei kleinen Brüdern; während des ganzen Abendessens bemühte sich ein Matrose, ihnen mit der gleichen Liebe und Fürsorge, die ich aufbringen könnte, zu essen und zu trinken zu geben; und dasselbe taten andere Matrosen mit den vielen anderen Kindern in der großen Messe. Ich erinnere mich jetzt an die Leiden, die wir noch gestern in unserer asturischen Heimat auszustehen hatten, und beim Vergleich des Benehmens der Roten, mit dem dieser deutschen Matrosen, die auch Arbeiter sein werden, und die trotzdem ein so großes Herz haben, mußte ich aus Traurigkeit weinen. Ich kann dieser Gemütsbewegung nicht widerstehen, die mich würgt. Ich bitte Sie, lassen Sie mich allein.“ Ich glaubte, daß diese Szene, der getreue Abglanz einer rein geistigen Dankbarkeit und Bewunderung, die beste Huldigung für die uneigennützige Arbeit des Kommandanten der„Leipzig“ sein könnte; ich trat also in einem Augenblick, in dem er mit einer Gruppe von Offizieren sprach, zu ihm und erzählte ihm, was ich eben gehört hatte und was ich ihm im Namen der Flüchtlinge als Ausdruck unseres Dankes mitteilte, damit es zur Kenntnis der Besatzung käme. Nachdem der Kommandant mich angehört hatte, begab er sich an jene Stelle, an der noch das Fräulein stand und sagte zu ihr in korrekter militärischer Haltung und in perfektem Spanisch die schöne Worte:„Keinen Dank, Fräulein. Der deutsche Soldat arbeitet für die Menschheit.“ Er grüßte wieder und ging zur Gruppe seiner Offiziere zurück. Wir aber, die wir der Szene beiwohnten, ohne uns eine, Geste entgehen zu lassen, und die wir die soziale Einstellung des neuen Deutschlands kennen, die viele nicht kennen wollen, sahen in diesen kurzen, mit militärischer Trockenheit gesprochenen Worten, die aber stärksten moralischen Inhalt hatten, den Spiegel der Idee und der Lehre, die die Welt retten muß— und zwar dadurch, daß sie aus den Menschen Brüder und nicht Feinde macht.“ Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolttik und Stadttelle: Adolf Peddinahaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Schmidi, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport: Hans Hornbero, Anzeigen: Kurt Scholz sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsvorst, Dönhoffstraße 19. Anrus Karlsdorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. BerlinEharlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf C 1 Steinplat 6813. Verlag und Druck: Lauvenmühlen&a Dierichs in Bochum Ruf 67551, 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig, Nachlaßstaffel B.— DA. X. 36 ülber 27000. Sprechstunden der Schriftlettung wochentags, außer Mittwochs und Samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto, Die heutige Rummer umfaßt 30 Seiten Seite 3 Nr 268 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Bochumer RRT Wenn schon bald die Kerzen schimmern, ziemt's dem Menschen nicht, zu wimmern und in tiefen Klagetönen über dies und das zu stöhnen. Drum mein Freund, am besten läßte jetzt, so kurz vorm Weihnachtsfeste Deine Laune schon vergolden, um auch wirklich zu den holden Tagen, die bevor uns stehen, froh und festlich auszusehen. Ob Du nun'ne miese Schnute machst, ob es in Deinem Blute grollt ob all dem vielen Regen: damit wirste nichts bewegen, außer, daß Du Dir zum Schluß selbst verschaffst nur Aergernuß! Bochum rüstet sich beizeiten auf die weihnachtlichen Freuden, wie's schon heute jedermann aus der Zeitung sehen kann. Sorge, daß zu Deinem Teile mit Du schaffst an Bochums Heile, Häng auch Du mit Zuversicht raus Dein Weihnachts=Grubenlicht! Liebe Bochumer Mädchen und Jungen aller Jahrgänge! Jetzt gilt es den Hebel umzulegen, die Lampe zu putzen und den großen Weihnachtsgang einzuschalten! Alles, was wir unter herbstlichen Verdrießlichkeiten verstehen, gehört auf die städtische Müllkippe oben am Ruhrschnellweg. Und alles was wir an zuversichtlicher Stimmung, oder, auf deutsch ausgedrückt, an Optimismus besitzen, muß ausgeklopft, gebugelt, gebürstet und angezogen werden, weil unsere Vaterstadt jetzt in den schönen alljährlichen Zeitraum eintritt, für den im Vorjahre das noch schönere Wort„Weihnachtsbaum und Grubenlicht" erfunden worden ist. Wer gute Ohren hat, kann jetzt schon die Plätzchen und Nüsse rappeln hören, die Nikolaus Anfang Dezember bei seinem Besuch in Bochum unseren Kindern mitbringen wird. Und wer sich noch weiter durch das behördlich vom Reichswetterdienst als solches anerkannte Sauwetter zum Griesgram machen läßt, kommt am Nikolausabend in den großen Sack. Worin ich keinen von Euch zu erblicken hoffe! Viel lieber sähe ich es schon, wenn in diesem Jahre die Bochumer Weihnachtsparole noch stärker befolgt würde, als es im Vorjahre der Fall war. Freude und Gutes davon werden wir alle gemeinsam haben. hier mir Frage wird der Allgemeinheit leicht erscheinen. Demn ist aber nicht so. Ein Gastwirt in dieser Nachbarstadt hatte nämlich seinen Gästen das Glas nicht bis zum gesetzlichen Füllstrich vollgeschenkt, sondern bis zum Rande. Gegen welches Verfahren von deren Seite natürlich kein Einspruch erhoben wurde. Irgend jemand muß aber doch ein Haar in der Suppe, beziehungsweise in diesen Schnapsgläsern gefunden haben, denn es ist über diesen Fall ein Gutachten eingefordert und von der entsprechenden Stelle auch abgegeben worden. In diesem Gutachten wird festgestellt, was so leicht keiner von Euch raten wird: ein„Schuß" zuviel in einem Branntweinglas stellt nämlich einen dreifachen Verstoß dar, und zwar gegen§ 1 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb, gegen§ 1 der Zugabeverordnung vom 9. März 1932 und gegen das Rabattgesetz. Der erwähnte Gastwirt wird also in Zukunft seine Gläser genau bis zum Füllstrich vollgießen müssen, nicht drüber und nicht drunter. Womit die Sache nun ihre Ordnung haben wird besonders dann, wenn die Gäste jenes Wirts sich jedesmal auf einige Schnäpse für die ihnen nunmehr entgehende Zugabe noch einen besonders genehmigen. Mein„Prost“ ist ihnen gewiß. Ab Montag haben wir's in Bochum alle besser: wenigstens soweit wir schulpflichtige Kinder haben. Denn für die Schulen bricht mit dem Montag die schöne Zeit an, während deren der Unterricht eine halbe Stunde später beginnt. Man unterschätze nicht diese halbe Stunde und bedenke, wie schön es ist, gerade bei schlechtem Welter morgens noch eine halbe Stunde länger in den Federn bleiben zu können. In welchem Zusammenhange an die bekannten Worte:„Wer lange schläft, der fündigt nicht!" und„Wer lange schläft, den Gott ernährt, wer früh aufsteht, viel Brot verzehrt“ erinnert sei. Es gibt zwar andere Sprichwörter, die dem entgegenstehen, aber schließlich sind Sprichwörter ja dazu da, daß man sie sich zu den einzelnen Gelegenheiten passend heraussucht. In welchem Zusammenhange ich Euch, um auf den Anfang und die nun beginnende Weihnachtswerbung Bochums zurückzukommen, als Motto für dieses Wochenende und die kommende Zeit bis Weihnachten einschließlich zurufen möchte: Verdiente Frontsoldaten zu Gast in Bochum Treffen der „Laßt Euer Licht leuchten!“ Euer Flax. Wemnächte Weidung 1930 An alle heimatliebenden Bochumer! Bochum rüstet zum Weihnachtsfest. Handel, Handwerk und Gaststättengewerbe bereiten die Weihnachtswerbung vor. Zur Geschäftsbelebung hat sich in der Weihnachtszeit die Gemeinschaftswerbung in den Großstädten des Industriegebietes durchgesetzt; denn nur die Zusammenfassung vieler Kräfte kann eine zugkräftige Werbung erfolgreich gestalten. Nach den Erfolgen der letzten Jahre hat der Verkehrsverein für die diesjährige Gemeinschaftswerbung wiederum die Parole„Grubenlicht und Weihnachtsbaum“ ausgegeben. Die Tradition der letztjährigen Weihnachtswerbungen ist damit gewahrt. Die Grubenlampe ist für Bochum so bezeichnend, daß sie als Wahrzeichen bei allen festlichen Gelegenheiten verwendet werden kann. Wir richten an die Bochumer Kaufleute, Handwerker und Wirte die Bitte, diesen Werbegedanken zu unterstützen. Die Grubenlampen, die von den Beleuchtungsfirmen sofort lieferbar sind, werden mit einem Kranz aus Tannengrün umgeben und an den Häuserfronten angebracht. Diese Kränze liefert der Blumenhandel. Vom Verkehrsverein wird ein Werbeplakat herausgegeben, das in allen Bochumer Geschäften und Betrieben zum Aushang gelangt. Zur Belebung des Geschäftsverkehrs in der Weihnachtszeit werden die Propstei=, Christus= und Marienkirche, das Rathaus mit Glockenturm und der Betriebsbahnhof der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen an den Hauptgeschäftstagen angestrahlt. Das Rathaus wird einen sinngemäßen Schmuck erhalten. Sonntags finden von 17 bis 18 Uhr auf dem Rathausplatz Konzerte eines Posaunenchores statt. Die Schaufensterwerbung der Bochumer Geschäfte wird durch die bereits bekanntgegebene Ermäßigung der Strompreise gefördert. Bochumer, es geht um die Geltung und das Ansehen unserer Vaterstadt! Die Herstellung der Lampen und Kränze ist zugleich eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den gewerblichen Mittelstand, die allen Wirtschaftskreisen wieder zugute kommt. Handel und Gewerbe werden in Bochum den Anforderungen aller Bevölkerungskreise gerecht. Jeder in der Heimatstadt ausgegebene Groschen dient der Belebung der heimischen Wirtschaft. Wenn alle mitmachen, kann der ideelle und wirtschaftliche Erfolg für unsere Stadt nicht ausbleiben! Als Beginn der Gemeinschaftswerbung gilt der 5. Dezember, da an diesem Tage der Nikolauszug stattfindet. Hitler! Kreisleitung der NSDAP. Riemenschneider Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum Meinert Wirtschaftsgruppe Einzelhandel Der Oberbürgermeister Dr. Piclum Verkehrsverein Bochum Bering Kreishandwerkerschaft Esch Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe, Kreisverwaltung Bochum C. A. Rose Inhaber des Goldenen Militär=Verdienstkreuzes Am Sonntag, 15. November findet, wie schon berichtet, in Bochum ein Kameradschaftstreffen der Inhaber des Preußischen Goldenen Militär=Verdienstkreuzes von Rheinland und Westfalen statt. Das Treffen beginnt um 11 Uhr in der Tonhalle an der Bongardstraße mit Mitteilungen des Kameradschaftsführers Fischer(Berlin). Ein gemeinschaftliches Mittagessen aus der Gulaschkanone schließt sich an. Um 14.45 Uhr erfolgt vom Rathaushof aus der Abmarsch zum Kriegerehrenmal an der Königsallee mit Kranzniederlegung durch Bezirksleiter Paul Witt. Der Marsch zum Ehrenmal bewegt sich durch folgende Straßen: Viktoriastraße, Hauptbahnhof, Hattinger Straße, Clemensstraße, Königsallee, der Rückmarsch über die Königsallee, Hattinger Straße, Kortumstraße zum Bunten Theater. Dort findet um 18 Uhr eine Kameradschaftsfeier statt, in deren Mittelpunkt Ansprachen des Bezirksleiters Witt, des Kameradschaftsführers Fischer und des Oberstleutnants a. D. Müller als Vertreter der Träger des „Pour le mérite“ für Offiziere stehen. Die Bochumer Bevölkerung wird die verdienten Frontsoldaten freundlich empfangen. Daß Bochum sich seinen Gästen von der schönsten Seite zeigen wird, dafür bürgt schon das festliche Bild, das unsere Heimatstadt anläßlich der am gleichen Tage beginnenden KleistWoche des Stadttheaters bieten wird. 40 Jahre Schriftleiter Der Schriftleiter Anton Kaup kann heute auf eine vierzigjährige Tätigkeit im Dienste der Presse zurückblicken. Nach Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Bochum trat er seinerzeit als Volontär bei einer Tageszeitung ein. Es erschienen deren damals in Bochum eine ganze Anzahl. Für den freien Journalismus, dem der heutige Jubilar sich zuwandte, war damals drinnen und draußen ein lohnendes Betätigungsfeld. So widmete er sich mit fleißiger Feder den Dingen des öffentlichen Lebens in seiner Vaterstadt, für deren Belange er auch als Mitarbeiter auswärtiger Zeitungen planvoll eintrat. In der Stadt selbst waren es die allgemeinen Interessen, die er in Wort und Schrift verfocht als Leiter der Bürgervereine für den nördlichen Stadtteil und das Griesenbruch. Der Kath. Kaufm. Verein„Constantia“ hatte in ihm eine tüchtige Kraft und schließlich wurde Anton Kaup an die Spitze des Gaues Westfalen=Süd der KKV. berufen, eine Stellung, die er bis Ende 1932 innehatte. Dem Verein Bochumer Presse gehörte er seit dessen Bestehen an, gehört also zu seinen Mitgründern. Der Krieg sah ihn bei der schweren Fußartillerie auf dem russischen Kriegsschauplatz im Rokitnogebiet, bei der Bugarmee und zuletztt in der Ukraine. Die Feldzeitungen im Osten enthielten manchen Beitrag aus seiner Feder und so wurde er dem Generalstab Ober=Ost als Journalist beigegeben. Die „Deusche Ukraine=Zeitung“ hat er mit einrichten helfen, wie er in diesem Lande ein kraftvoller Verfechter des deutschen Gedankens war. Das Eiserne Kreuz wurde ihm verliehen. Nach der Heimat zurückgekehrt, widmete er sich wieder seinem Berufe. So war er auch dem Neues aus Bochum Späterer Schulbeginn. Von Montag, 16. November, an beginnt der Unterricht in den Schulen während des Wintervierteljahrs des Morgens eine halbe Stunde später, also um.30 Uhr. Demzufolge sind in den katholischen Kirchen die Messen an den Werktagen ebenfalls eine halbe Stunde später wie gewöhnlich. Die Schulmessen beginnen um.40 bzw..45 Uhr. 16 648 Besucher im Oktober im Stadttheater. Das Stadttheater gab im Oktober 1936 24 Schauspiele und 5 Opernvorstellungen. Die Vorstellungen wurden von insgesamt 16 648 Personen besucht, und zwar die Schauspiele von 13 539 und die Opern von 3409 sonen. Die durchschnittliche Besucherzahl betrug für die Schauspiele 564 und für die Opern 682. Bochums Schlachthof im Oktober. Im städtischen Schlachthof wurden im Oktober geschlachtet: 1242 Stück Rindvieh, 476 Kälber, 4144 Schweine, 219 Schafe, 38 206 Stück Rindvieh, 61 Kälber, 666 Schweine und 25 Schafe. 102 neue Wohnungen für Bochum im Oktober. Im Oktober wurden in Bochum 29 Wohnhäuser mit 102 Wohnungen fertiggestellt. Für 54 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis erteilt und für weitere 23 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis beantragt. Fast 25000 Bäder im Oktober in den städtischen Badeanstalten abgegeben. In den städtischen Badeanstalten wurden im Oktober 19082 Schwimmbäder, 1353 Wannenbäder, 859 Heilbäder und 3507 Brausebäder abgegeben. Die Arbeit der Feuerlöschpolizei im Oktober. Die Feuerlöschpolizei wurde im Oktober sechsmal zu Bränden alarmiert. Fünfmal wurde sie zur Hilfeleistung nach dem äußeren Eindruck durchaus nicht auf eine heldische innere Haltung schließen läßt. Aber schließlich kann man das ja auch nicht verlangen von einem so kleinen Manne, wenn er auf so hohem Roß sitzt. In einer unserer nächsten Nachbarstädte hat sich vor kurzem eine lehrreiche Geschichte ereignet, die von bedeutendem Interesse ist, obwohl ich nicht den Eindruck geZiegen und 5 Pferde. In diesen Zahlen sind Schlach=salarmiert, ohne daß eine Feuersgefahr vorlag. Weiter tungen für das Stadtgebiet Herne enthalten, und zwar wurde die Feuerwehr einmal böswillig alarmiert. Kleine Fausleuie der der Aint Schriftleiter Anton Kaup „Bochumer Anzeiger“ all die vielen Jahre hindurch ein fleißiger Mitarbeiter und Freund. Im Kreise seiner Kollegen, wie überall draußen, erfreut sich Anton Kaup der höchsten persönlichen Wertschätzung. Als Bochumer Gerfänkekabbe-8Pankeneind Man müßte ja ein Stümper sein, Fiel einem nicht von selber ein: HENKELL TROCKEN ..-Brüning Junge ist er seit Jahrzehnten beim Bochumer Schützenverein bewährter Rufer für die alte vaterstädtische Sache und der Kyffhäuserbund berief ihn für den Kreis Bochum zu seinem Werbewart. Dem lieben Kollegen, dem Manne von knorriger Westfalenart, zu seinem vierzigjährigen Berufsjubiläum besten Glückwunsch! Bochum im Schmuck der Fahnen wonnen habe, daß in Bochum mehr geistige Getränke (auch Schnaps genannt) getrunken werden, als anderswo. Es handelt sich dabei nämlich um Schnaps, beziehungsweise um die Frage:„Wie darf ein Wirt ein Schnapsglas vollschenken?" Die Beantwortung dieser Bochumer Schuhmacherlehrlinge prüfen die Erzeugnisse ihrer Kollegen. Wie in der Freitag=Ausgabe schon berichtet, fand Arbeiten ihrer kleinen Kollegen mustern. Im übrigen =Zwi= heißt, der eine der drei Lehrlinge, die für die beste am Donnerstag abend in Bochum die Lehrlings=Z1 schenprüfung der Schuhmacherinnung des Kreises Bochum und Wattenscheid statt. Unser Bild zeigt, wie die Lehrlinge fachmannisch und mit kritischem Blick die heißt der eine der drei Lehrlinge, die für die besten Arbeiten besonders geehrt wurden, nicht, wie angegeben, Weida, sondern Weite(Lehrmeister Schuhmachermeister August Großkurth). zur Kleist=Festwoche vom 15. bis 21. November Bochum steht bereits im Zeichen der Kleist=Woche. Umfangreiche Vorbereitungen zur würdigen Ausgestaltung der Tagungsräume und der öffentlichen Plätze sind bereits im Gange. Auch die Bevölkerung nimmt Seite 4 Nr. 268/ Bochumer Anzeiger 7 Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 daran regen Anteil. Es wird noch einmal die Bitte ausgesprochen, nicht nur an den öffentlichen Gebäuden. sondern auch an den Privathäusern zu flaggen, dami Bochum, das während der nächsten acht Tage viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in sich aufnehmen wird, ein festliches Aussehen bekommt. Zu einzelnen Vorstellungen der Kleist=Woche sind noch Karten zu haben Die Kasse ist am heutigen Samstag noch geöffnet. Die Bestellung kann auch telephonisch aufgegeben werden(Ruf 610 51). Bochumer, zeigt auch durch Eure äußere Beteiligung, daß Ihr die Bedeutung der Kleist=Woche zu würdigen versteht. „Chefarzt Dr. Hartkoop“ Der neue Roman der Bochumer Illustrierten „Chefarzt Dr. Hartkopp“ heißt der neue Roman in der Bochumer Illustrierten. Fred Hartkopp, der Enkel des in den 48er Jahren nach dem Nordwestteil der Staaten ausgewanderten niederrheinischen Landarztes, ist, nach dem Tode seines Vaters, Chefarzt des Central=Hospitals von Grant City geworden, das selnerzeit aus Dankbarkeit für die Rettung seiner Tochter Sunset von dem Bankpräsidenten Sam Brownie begründet wurde. Die kleine Sunset hat sich in den Sohn ihres Retters mit aller glühenden Leidenschaft, die sie von ihrer südländischen Mutter erbte, verliebt. Aber auch als sie herangewachsen ist, kämpft sie vergebens um die Gegenliebe Fred Hartkopps, der dieses trotz des Heilerfolges seines Vaters innerlich kranke Mädchen ablehnt. Seine, anfänglich von ihm kaum erkannte Neigung gilt seiner Lieblingsschülerin Christa Lundt, die, bei einem Brande verletzt, auf dem Krankenlager ihn beschwört, seine ehemaligen Versuche zur Herstellung eines Serums wiederaufzunehmen, das die Menschheit in Zukunft gegen alle körperlichen Schmerzen unempfindlich machen soll. Auch Sunset Brownie ist bei der Brandkatastrophe zu Schaden gekommen. Sie benutzt ihre leichten Verletzungen zu dem Versuch, durch maßlose Uebertreibung einer Knieprellung Fred Hartkoops Mitleid und Liebe doch noch zu gewinnen. Unbekümmert um dieses hysterische Mädchen beginnt Fred Hartkoop mit seinen Mitarbeitern, dem Indojapaner Dr. Hanago Kasuga und Dr. Christa Lundt seine neuen Versuche zur Herstellung des Serums„Dolorin". Als ein letzter Versuch Sunset Brownies, Fred Hartkoop für sich zu gewinnen, am Widerstande von Christa Lundt Immer noch Regenschauer Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Mit der Rückseitenströmung des in östlicher Richtung abziehenden Nordseetiefs treffen auf dem Kontinent kühlere Luftmassen ein. In ihnen gehen die Temveraturen zurück. Es kann sogar bei Aufklaren in der Nacht zu leichtem Bodenfrost kommen. Die Wetterberuhigung ist jedoch nicht von langer Dauer. denn im „Westen der Britischen Inseln liegt bereits ein neues Störungsgebiet mit einer ziemlich ausgedehnten Regenfront, unter deren Einfluß auch wir kommen werden. Aussichten für SamstagsSonntag: Mäßige nordwestliche Winde, geringe Schauertätigkeit, bei wechselnder Bewolkung etwas kühler.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig, aber mild. Preitag, 1 3. November Barometer 24 Uhr: 84.8 Thermometer 2 Uhri F 4 8 Zeiten für Sonne und Mond am 14. November: ( Aufg..49, Unterg. 16.39; C Aufg..16, Unterg. 16.25 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Hauptniederlage Brunnen-Zentrale Karl Linden Bochum, Kronenstraße 35, 87, Telephon 67151 Wohin gehen wir heute? Stadttheater: Samstag geschlossen. Sonntag 20 Uhr: Die Familie Schroffenstein. Evangelisches Vereinshaus: Sonntag 20 Uhr: Die Ratsmädel. Partyaus: Sonntag 16 Uhr: Freikonzert. Schutzenhof: Sonntag 18 Uhr: Haupttonzert des Männer= gesangvereins„Schlägel und Eisen“. Stadtische Gemaldegalerie: Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, wertlags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Künigsallee 17; Sonn= und feiertags von 10 bis 13, werklags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Böbestraße: Besichtigungszeiten: Werklags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Eintritt; sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Felertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Westsältschen Berggewerkschaftskasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 13 Uhr, mit Ausnahme der Feiertage. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badcanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad Tonhallen=Diele und„Gaststätte: Konzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Das letzte Fort. Capitol: ab 15.30 Uhr: Mädchen in Weiß. Gloria Palast: ab 15.30 Uhr: Soldaten— Kameraden. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Traumulus Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Drei Mäderl um Schubert. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Hauptmann Sorrell und sein Sohn. Odcon: ab 15.30 Uhr: Der kleinste Rebell. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Der kleinste Rebell. Usa Tonhalle: Samstag ab 15.30 Uhr: Verräter: Sonntag ab 14 Uhr: Verräter; Sonntag vormittag 11.30 Uhr: Verräter. Weitlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Das Mädchen vom Moorhof. Avono Theater, Bochum Weitmar: Stienta Rasin. Capitol, Bochum=Langendreer: Donner, Blitz und Sonnenschein. Capitol, Bochum=Werne: Die blonde Carmen. Kammer=Lichtspiele, Bochum=Gerthe: Skandal um die Fledermaus. Schauburg, Wanne=Eickel: Jugend der Welt. Unterhaltungs= und Gaststätten: Bürgergesellschaft. Restaurant Schäfer. Gaststätte Union=Palast. Restaur. Zum Wiesental. scheitert, heiratet die Tochter des Bankpräsidenten den ständigen Arzt des Hauses Brownies, den ehemaligen Assistenten Hartkoops, Dr. Wilson, während in Northern Beach Fred Hartkoop und Christa Lundt sich zum Lebensbunde finden. Weiter sei aus dem neuen Roman nichts verraten. Wie sich die Konflikte dann zum tragischen Höhepunkt entwickeln, das sollen unsere Leser aus dem Roman selber herauslesen. Die„Bochumer Illustrierte“ kann nur in Verbindung mit dem Bochumer Anzeiger bezogen werden. Der Mehrpreis dafür beträgt monatlich nur 30 Pfennig. Eine kostenlose Probenummer wird Ihnen auf Anforderung gern zugestellt. Bochumer Anzeiger. Mntiler ordischei Enung Gründung einer Volksbildungsstätte in Bochum geplant Vor neuen großen Aufgaben Durch eine kürzlich erlassene Anordnung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley sind der großen Organisation der Freizeitgestaltung unseres deutschen Volkes, der NSG.„Kraft durch Freud““ nun auch volksbildende Aufgaben übertragen worden. Das Deutsche Volksbildungswerk ist seit dem 15. Juni 1936 eine eigene Abteilung der NSG.„Kraft durch Freude", der die hohe Aufgabe gestellt ist, deutsches Kultur= und Bildungsgut der gesamten Volksgemeinschaft zu vermitteln. Im Hinblick auf die organisatorische Neuordnung des Deutschen Volksbildungswerkes hatte die RSG. „Kraft durch Freude“, Kreis Bochum, die Leiter der hiesigen Organisationen, soweit sie volkserzieherische und volksbildende Aufgaben erfüllen, zu einer Versammlung eingeladen, die im Hotel Monopol stattfand. Der Kreisreferent für das Deutsche Volksbildungswerk, Pa. Hans Gladen, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und sprach über die Aufgaben und Ziele des Deutschen Volksbildungswerkes. Das Deutsche Volksbildungswerk will vor allem den körperlich schaffenden Menschen Gelegenheit geben, ihr allgemeines Wissen zu erweitern und weltanschaulich zu vertiefen. Das Gefühl, ein vollwertiges Glied der deutschen Volksgemeinschaft zu sein, sollen sie nicht nur auf den Ebenen der politischen und wirtschaftlichen Betätigung erleben, sondern auch auf den Gebieten des geistigen und kulturellen Lebens. Das Erziehungsziel aller Arbeit im Dienste der Volksbildung ist der lebensbejahende, charakterfeste und leistungsfähige Mensch, dessen Fühlen, Denken und Handeln durch die nationalsozialistische Weltanschauung bestimmt wird. In den Vordergrund aller Vorträge, Kurse und Arbeitsgemeinschaften stellt darum das Deutsche Volksbildungswerk den Gedanken der engen Verbundenheit eines jeden Deutschen mit dem Blut und Boden seines Volkes Das Deutsche Volksbildungswerk beabsichtigt darum, in Bochum eine Volksbildungsstätte zu gründen Daneben sollen Vorträge, Kurse, Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise, Führungen, Besichtigungen und Lehrwanderungen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Sodann sprach der Gaureferent für das Deutsche Volksbildungswert, Parteigenosse Dr. Marquardt, über die praktische Durchführung der Arbeiten im Volksbildungswerk und die Möglichkeiten für eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Volksbildung mit den übrigen Organisationen der Stadt Bochum. Als Ziel der kameradschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Volksbildungswerk, zu der alle Anwesenden ihre Zustimmung erklärten. bezeichnete der Redner volksbildende Aufbauarbeit auf breitester Grundlage. Durch diese enge Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen unter Führung des Deutschen Volksbildungswerkes sollen das Eigenleben und die Daseinsberechtigung der vielen Verbände volksbildender Art in keiner Weise beschränkt werden. Es soll vielmehr durch gegenseitige Unterstützung, durch geeignete Propaganda und durch Vermittlung von hervorragenden Rednern die Besuchsziffer aller Versammlungen erhöht werden. Um Ueberschneidungen im Vortragswesen zu vermeiden, soll ein Verzeichnis aller öffentlichen Vorträge, soweit diese in Verbindung mit dem Deutschen Volksbildungswerk erfolgen, schon in der nächsten Zeit durch die RSG.„Kraft durch Freude“ veröffentlicht werden. An Hand dieses Programmheftes. das auch in den Betrieben zur Verteilung gelangt, hat dann jeder die Möglichkeit, die Veranstaltungen des Deutschen Volksbildungswerkes rechtzeitig zu wissen und sich für den Besuch frei zu halten. Die Einigung über eine gedeihliche Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Volksbildung zwischen dem Deutschen Volksbildungswerk und den übrigen Verbänden ist nun erreicht. Damit ist die Grundlage für eine erfolgreiche, volksbildende und volkserzieherische Arbeit unter Führung des Deutschen Volksbildungs= werkes in Bochum gegeben. Betriebsversammiung der Zelle Justiz der Deutschen Arbeitsfront. Im festlich geschmückten Sitzungssaal der Großen Strafkammer des Landgerichts sprach am Donnerstau abend der Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Pa. Kolodzei in einer Betriebsversammlung vor den Kameraden der Zelle Justiz über den Sinn der Betriebsgemeinschaft. Er führte dabei aus, daß es nicht um das Wohl der Beamten oder Angestellten gehe, sondern um die nationale Gemeinschaft. Früher die große Zahl der Verbände, heute sind alle Angestellten zusammengefaßt in einer„Deutschen Arbeitsfront!" Der Führer hat das Reich zusammengeschweißt und ihm die Wehrfreiheit wiedergegeben, Deutschland braucht keinen Feind mehr zu fürchten. Jetzt gilt es noch, die Plattform zu schaffen, auf der Deutschlands Jugend marschieren kann. Dies ist auch der Gedanke der Berufserziehung. für die jeder das Interesse aufbringen solle, das zu diesem großen Erziehungswerke benötigt werde. Der Vierjahresplan gilt dem Aufstieg der deutschen Wirtschaft. Unabhängig von der übrigen Welt wollen wir unsere deutsche Wirtschaft und unsere Industrie neu aufbauen. Jeder könne einen Einblick in die neue deutsche Rohstoffgewinnung bekommen in der am kommenden Samstag abend in der Verwaltungsakademie stattfindenden Filmvorführung. Höhere Leistungen im Berufe ist die heutige Parole, und es wird auch der Zeitpunkt kommen, wo für jeden Deutschen ein höherer Lebensstandard geschaffen wird. Das nächste und wichtigste Ziel ist jedoch, die Arbeit für alle Deutschen sicherzustellen. Alle Angestellten gehören in die Deutsche Arbeitsfront, damit auch der letzte Deutsche beiträgt zum Siege unseres Führers! Der Betriebswalter Pg. Günther gab dann Aufklärung über interne Arbeitsfragen. Zum Gedenken des verstorbenen Arbeitskameraden Abe vom Untersuchungsgefängnis erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. Nachdem der KdF.=Walter Va. Rohde kurz auf das Programm im kommenden Monat hingewiesen hatte, wurde die eindrucksvolle Kundgebung durch ein Sieg=Heil auf Führer und Vaterland und das Absingen einer Strovhe des Deutschland= und des HorstWessel=Liedes beendet. Diebe auf dem Balkon! Wäsche auf der Brunsteinstraße gestohlen Am 11. November, in der Zeit von 17.55 bis 18.20 Uhr, haben unbekannte Täter vom Balkon und der Wäscheleine des Hauses Brunsteinstraße Nr. 39 folgende Wäschestücke entwendet: drei gestreifte Oberhemden, zwei weiße Herren=Nachthemden, ein weißes Tennissporthemd, ein weißes Damasttischtuch, sechs Frottierhandtücher (bunte), sechs weiße Büstenhalter, einen Kragen und ein blauweiß gesticktes Ueberhandtuch. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße Nr. 35, Zimmer 242. Vom Dachziegel getroffen. Als der 27jährige Hans Schm. von der Drusenbergstraße sich auf dem Wege zum elterlichen Hause befand, wurde er auf der Viktoriastraße plötzlich von einem herabfallenden Dachziegel getroffen. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß man ihn sofort einem Arzt zuführen mußte. Dieser stellte eine Gehirnerschütterung und eine stark blutende Kopfwunde fest. Mit dem Kartoffelsack die Treppe hinuntergestürzt. Beim Eintragen von Einkellerkartoffeln stürzte am Donnerstag nachmittag der 24jährige Arbeiter Br.. Hattinger Straße, beim Hinuntersteigen in den Keller mit seiner Last die Trevve hinunter bis auf den Steinboden. Der junge Mann brach den linken Arm und trug außerdem eine Rückenverletzung davon. Der Verletzte fand Aufnahme im Krankenhaus. Eine wichtige Frage: Wei Kurrensscheu! Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Fortsetzung der Firmung in St. Liebfrauen(Linden).— Erzbischof Dr. Caspar Klein auf der Dekanatskonferenz Die Firmreise des Erzbischofs Dr. Caspar Klein im Dekanat Groß=Bochum geht ihrem Ende zu. Am Freitag, dem vorletzten Firmungstage, besuchte er morgens die Liebfrauenpfarre in Linden. Nach den üblichen Empfangsfeierlichkeiten las der Erzbischof zunächst eine stille Messe, um dann im Anschluß an den Gottesdienst das Sakrament der Firmung zu spenden. Ein kurzer Besuch galt noch dem Krankenhaus, dann kehrte der Erzbischof nach Bochum zurück, wo er an der in der Bürgergesellschaft anberaumten Konferenz der Groß=Bochumer Dekanatsgeistlichkeit teilnahm. Im Rahmen dieser Zusammenkunft nahm Erzbischof Dr. Caspar Klein seinen offiziellen Abschied. In einer kurzen Ansprache gab er seiner großen Freude über den erhebenden Verlauf der Bochumer Firmtage Ausdruck Fragen der kirchlichen Seelsorgearbeit standen im Mittelpunkt der Konferenztagung. Anschließend begab sich die Dekanatsgeistlichkeit mit dem Erzbischof zur Propsteikirche, wo eine feierliche Komplet abgehalten wurde. Propst=Dechant Peters, assistiert von Vikar Rölle, Studienrat Hoischen, Pfarrer Dobbelstein und Vikar Hoffmeister, holte den Erzbischof feierlich ein und führte ihn durch das dichtgefüllte Gotteshaus zum Hochaltar. Mit der sakramentalen Segenserteilung endete die Abendfeier. Heute morgen spendet der Erzbischof in der St.= Michaelspfarrre, Unterdahlhausen, zum letzten Male das Sakrament der Firmung. Die evangelische Kirche im 19. Jahrhundert Ueber dieses Thema sprach im Ernst=Moritz=ArndtHause Dozent D. Brandt aus Bethel. Dieses Jahrhundert war politisch, technisch und wirtschaftlich hochgeladen mit tiefwirkenden Ereignissen. Am Anfang ein zerrissenes Deutschland, das teilweise noch Napoleon zugewandt war(Rheinbund), am Schlusse ein geeintes Deutschland, ein Kaiserreich, das das Sehnen der Väter und Großväter erfüllte. Eisenbahnen wurden gebaut, die Industrie kam hoch, der Arbeiter sehnte sich nach Befreiung. Dazwischen stand fast vergessen die Kirche. Aber auch sie brachte in diesem Jahrhundert drei Männer hervor, aus deren Leben er plastische Bilder herausstellte: Wichern, der Tatchrist, der an seinem Gedanken vom christlichen Staat scheiterte, als eine neue Aera dem romantisch=gläubigen Könige Friedrich Wilhelm IV. folgte. In Wichern lernten wir kennen die liebende Kirche. In Adolf Stöcker, dem ehemaligen Hofprediger und christlich=sozialen Arbeiterfreund, die kämpfende Kirche, die leider zu spät kam, als sie das Unheil der marxistischen Verseuchung kommen sah, und in den damals führenden liberalistischen Schichten keinerlei Verständnis und Hilfe für ihre Aufgabe fand. Der dritte Mann, der ein Stück der evangelischen Kirche schlechthin ist, Vater Bodelschwingh, der Freund der Kranken und Beladenen, der dann auch die Brüder von der Landstraße suchte und mit ihnen wanderte. Er verkörpert die hoffende Kirche, die hoffende, wandernde, liebende, kämpfende Kirche. Drei ganz verschiedene Männer und doch aus gleichem heiligen Geiste. Der nächste und letzte Vortrag in der evangelischen Rüstzeit wird die Kirche in der Neuzeit behandeln. Diese Vorträge, stets stark besucht, sind von großer Anziehungskraft und ohne Zweifel für alle Hörer von tiefem Werte, da sie manches zeitgeschichtliche Wissen vermitteln, das bisher gar nicht in die große Gemeinde hineingetragen worden ist. Aus der evangelischen Altstadtgemeinde. Der Wochengottesdienst in der Friedenskirche fällt am Donnerstag, 19. November, wegen des Buß= und Bettages aus. Im Advent wird die Predigtreihe über die Gebote unterbrochen. Die Gottesdienste werden dann zu adventlichen Feierstunden ausgestaltet werden, zu denen wahrscheinlich Frauenchöre und Einzelstimmen hinzugezogen werden könen. Aus den katholischen Pfarreien. Der Bezirksverband der Elisabethkonferenzen der Pfarreien von Groß=Bochum hält aus Anlaß des Elisabeth=Patro= ziniums in der nächsten Woche am Mittwoch(Bußund Bettag) in der Josephskirche eine Fest=Andachtsstunde mit Ansprache.— Wie bereits kurz mitgeteilt, hält der Borromäusverein des Dekanats GroßBochum am Buß= und Bettag in der Bürgergesellschaft seinen traditionellen Bezirkstag ab. Die einzelnen Vorträge finden in der Bürgergesellschaft statt. Dr. Johann Heinrich Meyer 60 Jahre alt. Am morgigen Sonntag vollendet Dr. Heinrich Johann Meyer in Salzuflen, wo er als Studiendirektor an der höheren Anstalt wirkt, sein 60. Lebensjahr. Ueber ein Jahrzehnt ist dieser hier noch unvergessene Lehrer an der Goethe=Oberrealschule tätig gewesen. Ein ausgezeichneter Germanist von reichen Kenntnissen, ein Pädagoge von umfassendem Wissen, ein vornehm denkender, edler und hilfsbereiter Mensch, so steht Johann Heinrich Meyer in der Erinnerung aller Bochumer, die ihn als Lehrer oder Freund kennen und schätzen lernten. Arbeitsuchende und Unterstützte in Bochum. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger betrug beim Arbeitsamt Bochum Ende Oktober 1936 2961, beim Wohlfahrtsamt 11 085. Insgesamt wurden beim Arbeitsamt Ende Oktober 1936 8769 Personen unterstützt und beim Wohlfahrtsamt 24392 Personen. Am Schlusse des Monats Oktober 1936 waren noch 6577 männliche und 783 weibliche Arbeitsuchende vorhanden. Unter„arbeitsscheu“ ist nicht nur jemand zu verstehen, der der Arbeit weit im Bogen aus dem Wege geht, lieber andere für sich sorgen läßt, sich bettelnd auf der Landstraße umhertreibt oder planmäßig die Mitleidigen aufsucht, um deren Gutmütigkeit und Leichtgläubigkeit zum eigenen Besten auszunutzen. Wer keine Arbeit hat, kann Anspruch auf Erwerbslosenunterstützung erheben. Es gibt heute so viele Menschen, die dieses oder jenes gelernt haben aber ihr Beruf ist überfüllt, Arbeit nicht zu finden. Andere Berufe dagegen leiden Mangel an geschulten Kräften. Nicht also, wer keine Arbeit finden kann, ist arbeitsscheu. Manche würden gern jede Arbeit annehmen, die sie zu leisten vermöchten. Wer Arbeitslosenunterstützung bezieht, ist auch verpflichtet, dafür irgendeine Arbeit zu tun, die ihm zugewiesen wird, sofern er körperlich oder geistig zu dieser Arbeit fähig ist. Es gibt da vielerlei Arbeiten, zu denen jemand verpflichtet werden kann. * Um die„Ungelernten“ oder„Ueberzähligen“ irgendeines Berufs langsam wieder in den Arbeitsprozeß einzuschalten, hat man nützliche Kurse allerlei Art eingerichtet, die auch durchaus gern und gut besucht werden. Diese Fortbildung und Umsattelung ist ein wahrer Segen der sich, je länger je mehr, zu Nutzen der Erwerbslosen bemerkbar machen wird. Es wäre aber ein verhängnisvoller Irrtum, wollte man glauben, daß aus dem Besuch solcher Kurse sich ein besonderes Recht herleiten ließe, nun unbedingt auch nach Maßgabe der neuerworbenen Kenntnisse untergebracht zu werden. Als ob das so leicht wäre! Wenn wir schon so weit wären, das wäre der Idealzustand! Sicherlich geht das Streben dahin! Aber jetzt ist noch Notzeit. Wer also eine Notstandsarbeit ablehnt, obgleich er sie zu verrichten imstande wäre, der kommt in den Verdacht, arbeitsscheu zu sein. Es nutzt dann nicht viel, den Nachweis der Arbeitswilligkeit durch Teilnahme an solchen Umschulungsoder Fortbildungskursen zu führen, wie es ein junger Mann versucht hatte, den der Schöffenrichter dann wegen mehrfacher Verweigerung angemessener Pflichtarbeit zu sechs Wochen Haft verurteilte.„Ich will die Arbeit wohl annehmen“, hatte jener gesagt, aber nur, wenn er dann auch tarifmäßig bezahlt würde. Ja, wenn wir schon so weit wären, auch die Pflichtarbeit tarifmäßig auszulöhnen, dann wären wir über alle Berge hinweg. So weit sind wir leider noch nicht, wir hoffen aber im Dritten Reiche auch in absehbarer Zeit noch so weit zu kommen. Dann ist das Gespenst jeglicher Arbeitslosigkeit in die Flucht geschlagen. Dann kommt hoffentlich jeder einmal an einen Platz, der seinen Kenntnissen entspricht, und wird dementsprechend auch bezahlt. Heute müssen wir noch mit weniger zufrieden sein. * Es ist selbstverständlich, daß niemandem eine Arbeit zugemutet werden soll, unter der er körperlich zusammenbricht, die seiner Gesundheit schädlich ist oder in der er unfähig würde, seinen gelernten Beruf je wieder auszuüben. Aber da keinerlei Arbeit schändet, sondern jede ehrliche Arbeit den Menschen adelt, so muß man sich in den Notzeiten schon gefallen lassen, zu Notstandsarbeiten einberufen zu werden, bei denen man die bisher erworbenen Kenntnisse noch nicht verwerten kann. Der junge Mann hatte sich an die Strafkammer gewandt,„er sei nicht arbeitsscheu". Die Strafkammer konnte ihn allerdings von der Schuld nicht freisprechen, daß er aus unzulänglichen Gründen die Arbeit mehrfach verweigerte. Sie tat ihm jedoch unter den weiter obwaltenden Umständen und weil er durch andere, die er für klüger hielt, als er selbst war, falsch belehrt worden zu sein schien, den Gefallen, die Freiheitsstrafe von ihm zu nehmen. Er mußte aber als Lehre eine Geldstrafe zur Buße mit nach Hause tragen. Da ihm die Kosten des Verfahrens zur Last fallen, wird er jetzt wohl schlau geworden sein. Und hoffentlich mancher andere mit ihm. Deutsche Arbeitsfront Kreisbetriebsgemeinschaft„Chemie“, Abteilung für Berufs. erziehung und Betriebsführung Im Rahmen der Winterarbeit veranstaltet die Abteil.## für Berufserziehung und Betriebsführung für die Chemiter. Laboranten und Chemiewerker am Sontag, 15. Novemort, eine Besichtigung des Bochumer Bergbaumuseums. Da eine große Anzahl auswärtiger Arbeitskameraden an dieser Besichtigung teilnimmt, wird sie in zwei Gruppen durchgeführt. Gruppe I. umfassend die Kreise Dortmund, Hagen. Witten, Castrop=Rauxel, Herne und Wanne=Eickel, Treffpunkt: 9 Uhr am Polizeipräsidium Bochum, Uhlandstraße; Gruppe II, umfassend die Kreise Hamborn, Dutsburg, Essen, Hattingen, Gelsenkirchen und Bochum, Trefspunkt: 10.15 Uhr Vorplatz des Hauptbahnhofs Bochum. Um 14 Uhr ist gemeinschaftliches Mittagessen im Kosthaus des Bochumer Vereins, Baarestraße 1. Ab 16.30 Uhr versammeln sich die Teilnehmer zu einem kameradschaftlichen Gedankenaustausch im Restaurant Ludger König, Bochum Kortumstraße Nr. 11. „Kraft durch Freude“ Wandern mit KdF.! Sonntag, 15. September: Treffpunkt: Straßenbahndepot, Wiemelhauser Straße, 8 Uhr. Wanderung über Stiepel— Kemnade— Holthausen zum Hackstück. Ueber Welper— Kosterbrücke, durchs Weitmarer Holz zurück. Fahrtkosten 0,15 RM. Rückkunft gegen 19 Uhr. Anmeldung nicht erforderlich. durch Freude. Tagesplan für Samstag, 14. November Kursus zur Erwerbung des SA.=Sportabzeichens von 15.30 bis 20.30 Uhr: auf dem Volkssportplatz an der Castroper und Langen Straße. Tagesplan für Sonntag, 15. November SA.=Sportabzeichen für Männer von.30 bis 11.30 Uhr: auf dem Sportplatz Weitmarholz. Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 9 bis 11 Uhr: aus dem Sportplatz Am Pappelbusch in Altenbochum. Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 10, 11 u. 14. Seite 5 Nr. 268/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Asa(Peugul...TTtnl.. Dieses Werk von Hans Weidemann ist ein Vorbild dafür, wie eine im Interesse des Staates notwendige Belehrung und Aufklärung in das Volk hineingetragen werden kann. Hinreißende Spannung und packende Kraft liegen in dem Temvo dieses Films. der neben dem Eindruck einer außerordentlichen künstlerischen Gesamtleistung mit aller Offenheit und warnender Klarheit den Kampf von Spionage und Spionageabwehr vor Augen führt. Er zeigt das Verfahren und die Methoden, mit denen feindliche Mächte in den Besitz militärischer Geheimnisse und wichtiger Stellungen der Landesverteidigung Deutschlands zu kommen versuchen, und stellt diesem den schlagartigen Einsatz der deutschen Spionageabwehr gegenuber. Ebenso überzeugend, wie man die Notwendigkeit einer sofortigen Meldung bei Spionageverdacht und das darauf unmittelbar folgende Zusammenspiel sämtlicher Behörden erlebt, ebenso deutlich und unerbittlich wird die Schlinge zugezogen, in der sich der Verräter an seinem Volk fängt. Die künstlerische Gestaltung dieses Films aber wurde mit eigenwilliger, prachtvoller Photographie, straffer Regie und hervorragenden schauspielerischen Leistungen ein Meisterwerk. Dem Inhalt des Films wiederzugeben, hieße der Aufgabe des Films vorgreifen. Hervorzuheben ist neben dem in seiner Jagd wundervoll gespannten Aufbau der Handlung noch besonders die geschickte Einfugung herrlicher Bilder aus der deutschen Wehrmacht, Darstellerisch steht die Leistung von Willy Birgel als Offizier und Leiter einer feindlichen Spionagezentrale an erster Stelle. Er steht in der dunklen Front seines Landes, aber er bleibt Offizier in allen seinen Handlungen. Um ihn herum eine Schar von fahlen heimatlosen Männern, die für Geld ihr Land verkaufen, eine Schar. in der auch der haltlose Namensdeutsche, der einmal für Geld an die Feindmacht „geliefert“ hat, zugrunde geht. Die Gestalt eines jungen deutschen Wehrmachtsangehörigen, durch dessen instinktiv sicheres und zugreifendes Verhalten der Landesverrat in letzter Stunde verhütet werden kann, steht hell und stark in diesem Kampfe der geheimen Mächte. Ein einmaliger Film von stärkster Eindringlichkeit. Der Ufa=Kulturfilm„Husaren der See“ und die Tonwoche beschließen eine Spielfolge, die verdient, daß jeder ihren Wert erkennt. d. Capitol:„Mädchen in Weiß“. Der geheimnisvolle Titel des Filmes„Mädchen in Weiß" leuchtet in die aristokratischen Kreise einer Stadt der russischen Vorkriegszeit hinein. Mädchen in Weiß heißen die Zöglinge einer Anstalt, in der die Töchter der ersten Familien des Landes erzogen werden. Wenn nun aus dieser vornehmen Obhut ein junges Mädchen, das den Beruf zur Sängerin in sich fühlt, heimlich entfleucht um sich ausbilden zu lassen, dann führt das zu allerlei Verwicklungen. Der Kampf um Liebe oder Ruhm, der aus diesen Verwirrungen geboren wird, entscheidet sich natürlich zuaunsten der Allüberwinderin, so daß ein lächelndes Glück übrig bleibt. Das Wertvollste dieses Films ist die Bekanntschaft mit der jüngsten Kammersängerin der Welt, Maria Zebotari, die in der Over schon berühmt geworden ist. Wie bei allen Filmen um eine schöne Stimme ist hier auch der Zevotari reichlich Gelegenheit gegeben, zu singen doch hat man es verstanden, die Kunst der Sängerin nicht etwa dem Film aufzupfropfen, sondern sie geschickt eingefügt, so daß ein schöner Gesamteindruck erhalten bleibt. Ivan Petrovich leiht dem Verlobten der kleinen Daniela(Maria Zebotari) seine gute männliche Erscheinung, Georg Alexander kann als Großfürst wieder einmal seine Glanzrolle als liebenswürdiger. hilfsbereiter und im übrigen leicht überlebter Liebhaber schöner Frauen ausüben und Hilde von Stolz gibt die kapriziöse Tänzerin, die durch ihre Eifersucht alle Dinge noch verzwickter macht, als sie es sein sollen. Ein ausgezeichnetes Beiprogramm beschließt das unterhaltsame Programm. Lichtburg:„Drei Mäderl um Schubert“ Für den Film scheint Wien nachgerade nicht mehr und nichts anderes mehr zu sein als die Stadt weinseliger Walzer und musikumrankter Liebesgeschichten. Und nicht zum ersten Male bemüht man sich, in diese filmisch=künstliche Atmosphäre das Lebenbild eines unserer bekannten Musiker hinein zu pressen. Johann Strauß vor allem und leider auch Schubert haben sich das nun schon wiederholt gefallen lassen müssen— und immer noch scheinen diese Versuche nicht am Ende zu sein.„Dreimäderlhaus“ hieß es geschmackloserweise auf der Overettenbühne.„Drei Mäderl um Schubert“ nennt sich nicht viel vornehmer ein glücklicherweise doch wenigstens ernsthafter gewollter Film. der freilich dann auch ganz im Evisodischen stecken bleibt und aus dem tragischen Leben des begnadeten Komponisten nicht viel mehr zu erzählen weiß als den zarten scheuen Herzensroman mit den drei bekannten Wiener Schwestern. Ansätze zur gediegenen Vertiefung sind hin und wieder vorhanden, aber über die Anklage gegen künstlerischen Unverstand kommt der Versuch nicht hinaus, und die sehr freizügige musikalische Bearbeitung unsterblicher Schubert=Melodien erhöht den künstlerischen Wert auch nicht. Bleibt die Darstellung, die mit Paul Hörbiger in der Titelrolle, Maxia Andergast, Else Elster(die man nach langer Zeit wieder einmal singen hört) und Gretl Theimer in gepflegtem Spiel und sorasamer Behandlung den schwachen Film zu retten sich bemüht. Warum konnte nicht der ganze Film so sein wie der wirklich künstlerisch geformte und eindringlich mit feinen Mitteln gestaltete Ausklang? Ueber die Entstehung der Reichsautobahnen und die interessante Arbeit an diesen vorbildlichen Straßen der Welt berichtet ein ausgezeichneter Kulturfilm. S. „Das Mädchen vom Moorhof“. Selma Lagerlöfs gleichnamige Novelle, in der die ergreifende Geschichte der wegen ihrer unehelichen Mutterschaft verfemten Tochter des armseligen Moorhofes erzählt wird, aab diesem Film den Stoff und, was besonders bemerkenswert ist, seine innere Größe Er steigt noch im Wert, weil man die Handlung ins Niederdeutsche verlegte. Deutsch ist das Land und deutsch ist das Wesen, deutsch ist die Art und deutsch ist der Mensch Aus seelischer Hintergründigkeit und grüblerischer Tiefe steigen die Schicksale auf. eine starke Filmdichtung, die in vielem an beste Heimat= und Volksfilme erinnert. Packend in ihrer wuchtigen Schwere ist die Atmosphäre. Groß ist die Darstellung. Künstlerversönlichkeiten wie Friedrich Kaußler als Bauer. Theodor Loos als Richter, Eduard Winterstein als Amtmann, Fritz Hoopts als„Spökenkieker" und Lina Carstens als Bäuerin überzeugen restlos durch die Kraft einer lebensechten Menschengestaltung. Wie ein„Seelchen" gleitet Hansi Knoteck durch die Szenen. Alles ist an ihr Reinheit, Schlichtheit und Innigkeit des Herzens. Ausgesucht, wie immer, ist das Rahmenprogramm, in dem die Wochenschau und der Kulturfilm an erster Stelle interessieren. phot.: Rheinfilm Das Schicksal der Heimkehrer des großen Weltkrieges war in fast allen Ländern das gleiche. Die durch die Schlachten, Stravazen und Entbehrungen zermürbten Menschen konnten sich nur schwer wieder in einen bürgerlichen Beruf hineinfinden. Der englische Dichter Warwick Deevina hat ein solches Schicksal in seinem vielgelesenen Roman„Hauptmann Sorrell und sein Sohn“. der auch in Deutschland ein großer Bucherfolg geworden ist, in einmaliger Größe geschildert und seinem Werk einen besonders tiefen Sinn gegeben, indem er seinen Helden Hauptmann Sorrell zum Vorbild eines sich bis zum letzten aufovfernden Vaters gemacht hat. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, daß auch der Film sich dieses allgemein gültigen Stoffes bemächtigt hat. Bereits in einem Stummfilm war dieses Heimkehrerschicksal gestaltet worden. Dem Tonfilm ist es auf Grund seiner besonderen Eigenheiten gelungen, dem an sich schon großartigen Charakter= und Seelengemälde einige neue Lichter aufzusetzen, die die Tiefenwirkung noch erhöhen. Hauptmann Sorrell, dargestellt von H. B. Warner, ist und bleibt der mustergultige Typ des„Gentleman", der mit sparsamsten Worten und Gesten den warmherzigen Menschen durchscheinen läßt. Er ist das Abbild eines jener stillen tapferen Männer, die wortlos und ohne Ansprüche an das Leben ihre Pflicht erfüllen, an denen alle Gemeinheiten und Widerwärtigkeiten des Alltags abgleiten, weil ihre innere Anständigkeit sie unverwundbar und unnahbar macht. Huah Williams ist der aufrechte, starke Junge, ein echter Kamerad seines Vaters. von dem man annehmen darf, daß er die Tradition des englischen Familiengeistes in allen Ehren weiterführen wird. Sehr gut besetzt sind die Chargenrollen, die nur großen Künstlerversönlichkeiten anvertraut sind. Im Beiprogramm sieht man neben der aktuellen Wochenschau den Städtefilm„Tangermünde" und das Lustspiel „Spuk im Spielklub“. Gloria:„Soldaten— Kameraden“. Der Film reißt mit. Man lacht Tränen und freut sich mit den jungen Rekruten, wenn zum Beispiel einer dem andern statt der Rasierseife Schuhwichse hinschiebt, mit der sich der andere dann das Gesicht einreibt. Oder wenn der eine dem andern eine Quietschvuppe in die i de. au anr. Situt zu 2 An diesem hübschen Bouclémantel fällt besonders der jabotartig gelegte, große Pelzbesatz auf. Sein kunstseidenes Sergefutter ist bis zur Hälfte gesteppt. Er ist in den Größen—VI vorrätig 29 75 3 Allen vollschlanken Damen sei dieser Bouclémantel mit seinen kleidsamen gesteppten Doppelrevers empfohlen. Auch sein kunstseidenes Sergefutter ist bis zur Hüfte gesteppt. Er ist in den Spezialgrößen 20—27 zu haben und kostet 2475 4 Gerade die einfache Linie dieses netten Frauenkleides wird der vollschlanken Figur willkommen sein. Es ist aus kunstseidenem Flamenga und kostet bis Größe 54 1H75 5 Besonders vorteilhaft ist dieses Nachmittagskleid aus Romain fagonné mit flottem Jabot und hübscher Weste durch die modische Tunikaform 2873 B F ESSEN · DORTMUND .-BARMEN•.-ELBERFELD Seite 6 Nr. 268 Bochumer Anzeiger Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Drillichhose steckt, so daß bei jeder Kniebeuge ein netter Quietscher ertönt. Man fühlt mit den jungen Rekruten wenn sie zum Stelldichein gehen, oder wenn auf dem Kompagnieball das Wort„Damenwahl“ ertönt. Neben den Freuden steht aber an erster Stelle des Dienstes Ernst: Exerzieren. Grüßen lernen, Einzelschritt üben, Turnen usw. Und dann das Leben auf der Stube. Hier wird kein falsches Bild gegeben. Wer Soldat war, wer Soldat ist und wer Soldat wird, jeder hat seine helle Freude an diesem frischen Film mit Ralph Arthur Roberts, Franz Zimmermann, Franz Nicklich und Herti Kirchner.— Dazu läuft ein sehenswerter Kulturfilm:„Sonne und Schnee über Deutschland“ und die neue Wochenschau. Apollo:„Das letzte Fort“ Die Amerikaner haben eine gewisse Schwäche für Kolonialfilme. Die filmischen Möglichkeiten scheinen auf diesem Gebiete unbearenzt zu sein. Ein altes Thema wird in eine neue Form gebracht. Zwei Kriegskameraden lieben dieselbe Frau. Die jäh aufflackernde Feindschaft wird durch die Forderungen der Vaterlandsliebe und der Soldatenpflicht zurückgedrängt. Der Tod des einen im Arm des andern, im dichtesten Schlachtengewühl bringt die echt filmische Lösung. Die exotische Welt der Dschungel und der Wüste gibt der abenteuerlichen Handlung den großen Rahmen. Cary Grant und Claude Rains, zwei ebenbürtige Kräfte, sind die beiden Freunde, Menschen von Fleisch und Blut. die echt filmisch denken, spielen und handeln. Ihre Unbekümmertheit, und ihr Draufgängertum sichern ihnen alle Sympathien. Ebenso erfreuen Kathleen Burke und Gertrude Michael, bekannte Frauenschönheiten, durch ein eindrucksvolles Spiel.— Die für Sonntag nachmittag angesetzte Jugendvorstellung bringt den Großfilm:„Das Ringen um Verdun.“ Odeon und Skala:„Shirley Temple, der kleinste Rebell“ „Der kleinste Rebell“, so heißt der neue Film des Lieblings der ganzen Welt. Shirley Temple. Es ist eine Geschichte aus dem nordamerikanischen Bürgerkrieg, bei dem es um die Sklavenbefreiung in den Südstaaten geht, ein Film also, der an Spannung. Handlung und durch Shirley Temple an Scharm und Anmut nichts zu wünschen übrig läßt. Voll Temperament und kirmlichem Scharm tanzt, singt, lacht und weint sie und muß jedermann bezaubern, der sie sieht. Es ist eine große künstlerische Leistung, wie dieser kleine Filmstar das schwierige Schicksal eines jungen Mädelchens meistert. Wie Shirley Temple dieses Kind, zu spielen versteht und Gefühle auszudrücken weiß, das ist hinreißend.— Das Beiprogramm bringt ein tolles Lustspiel:„Tanzstunde mit Hindernissen", die Wochenschau und einen interessanten Kulturfilm. Hammer Lichtspiele:„Traumulus“ Traumulus ist die Geschichte von dem gutmütigen Gymnasialprofessor, der in einer Traumwelt und nicht in der Wirklichkeit lebt, und eines Lieblingsschülers dieses Professors, der durch ein nach außen hin zweifelhaft erscheinendes Verhältnis mit einer Tänzerin einen Skandal heraufbeschwört und damit aus der Schulgemeinschaft hinausgeworfen wird. In einer packenden Bildfolge wissen die Hauptdarsteller mit dem großen Menschendarsteller Emil Jannings in der Rolle des Gymnasialprofessors und Hilde Weißner als dessen Frau den Zuschauer zu erschüttern. Die Tänzerin spielt Hilde von Stolz und den Lieblingsschüler Hannes StelTheater und Kunst in den Nachbarltädten Die Spielpläne der kommenden Woche Dortmund Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Die vier Gesellen. Sonntag 20 Uhr: Die Fledermaus. Montag 20 Uhr: Wallenstein, 1. Abend. Dienstag 20 Uhr: Die Kleinstädter. Mittwoch 20 Uhr: Marsch der Veteranen. Donnerstag 20 Uhr: Der Zigeunerbaron. Freitag 20 Uhr: Wallenstein, 2. Abend. Samstag 17.30 Uhr: Die Meistersinger von Nürnberg. Konzerte: Sonntag: 1. Chorkonzert: Sol. Ria Ginster, Marg. Lückel=Patt, Walter Ludwig, Joh. Willy. Düsseldorf Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr: Das Gastmahl der Götter. Sonntag 19.30 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Dienstag 20 Uhr: Das Gastmahl der Götter. Freitag 20 Uhr: Das Gastmahl der Götter. Samstag 20 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Der Waffenschmied. Sonntag 20 Uhr: Enoch Arden. Montag 20 Uhr: Die Schneider von Schönau. Freitag 20 Uhr: Enoch Arden. Samstag 20 Uhr: Martha. Duisburg Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Othello. Sonntag 20 Uhr: Die Tatarin. Montag 20 Uhr: Der Barbier von Bagdad. Dienstag 20 Uhr: Der Waffenschmied. Mittwoch 20 Uhr: Fidelio. Donnerstag 20 Uhr: Die blaue Tulpe. Freitag 20 Uhr: Der Wasfenschmied. Samstag 14.30 Uhr und 17 Uhr: Struwelpeter. Konzerte: Montag: Liederabend Käthe Heidersbach. Essen Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Der Wildschütz. Sonntag 20 Uhr: La Traviata. Montag 20 Uhr: Der Wildschütz. Dienstag 20 Uhr: La Traviata. Mittwoch 18 Uhr: Parsifal. Donnerstag 20 Uhr: Doktor Johannes Faust. Freitag 20 Uhr: Parnell, Polnisches Nationalballett. Samstag 20 Uhr: Drei alte Schachteln. Schauspielbaus: Samstag 20 Uhr: Der Etappenhase. Sonntag 15.30 Uhr: Der Sprung aus dem Alltag; 20 Uhr: Der Etappenbase. Montag 20 Uhr: Der Ministerpräsident. Dienstag 20 Uhr: Spiel an Bord. Mittwoch 20 Uhr: Heroische Leidenschaften. Donnerstag 20 Uhr: Der Ministerpräsident. Freitag 20 Uhr: Der Ministerpräsident. Samstag 20 Uhr: Der Ekappenhase. Gelsenkirchen Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Der Zigennerbaron. Sonntag 20 Uhr: Der Zigennerbaron. Montag 20.15 Uhr: Drei alte Schachteln. Dienstag 20 Uhr: Der Strom. Mittwoch 20.15 Uhr: Aufbruch in Kärnten. Freitag 20.15 Uhr: Drei alte Schachteln. Samstag 20 Uhr: Einmaliges Gastspiel des Polnischen Nationalballetts: Parnell. Köln Opernhaus: Samstag 19.30 Uhr: Der arme Heinrich. Sonntag 15 und 20 Uhr: Die Zauderflöte. Mittwoch 17 Uhr: Siegfried. Donnerstag 20 Uhr: Das Glöckchen des Eremiten. Freitag 20 Uhr: Die sizilianische Vesper. Samstag 20 Uhr: Gianni Schiccht, Der Basazzo. zer.— Das Beiprogramm ist gut gewählt und paßt sich dem Hauptfilm sehr aut an. Kammerlichtspiele, Gerthe:„Skandal um Fledermaus“ Der Film hat nichts mit der berühmten Operette zu tun, aber in der flotten und witzigen Komödie spielt eine lebendige Fledermaus eine bedeutsame Rolle, und zwar die, alle Szenen mit Viktor de Kowa, Maria Andergast und Adele Sandrock besonders lustig zu gestalten.— Ab Dienstag läuft der packende Kriegsfilm: Trommelfeuer der Westfront. Capitol, Langendreer:„Donner, Blitz und Sonnenschein“. Carl Valentin. Liesel Karstadt, die beiden großen Münchener Komiker. Die eine Kraft ist ohne die andere nicht denkbar, aber sie ergänzen sich auch zu einer überwältigenden Wirkung, wie in diesem lachenden Spiel voll Ueberraschungen und arotesken Situationen, an denen auch noch Käte Haak temperamentvoll beteiliat ist. Capitol, Werne:„Die blonde Carmen“. Der Name Martha" Egaerths ist in aller Munde in diesen Tagen ihrer Eheschließung mit Kievura. Da kommt ihr großer Gesangsfilm„Die blonde Carmen" gerade recht. Es ist ein beschwingtes und lustiges musikalisches Spiel, für dessen Erfolg noch Ida Wüst und Leo Slezak sorgen.— Zum Bußtag spielt das Kino den dramatischen Film:„Der Schwur des Armas Beckius." Apollo, Weitmar:„Stjenka Rasin“. Das weite und schwermütige Rußland mit seinen melancholischen Melodien, seiner verträumten Stimmung, lebt auf dieser verfilmten Sage von dem russischen Nationalhelden Stienka Rasin. Adalbert von Schlettow spielt die Rolle dieses heute noch verehrten Befreiers, Vera Engels ist seine Partnerin. und Donkosaken=Chöre runden den prachtvollen Film ab. Aus Westfalen und Rheinland Schauburg, Wanne=Eickel:„Jugend der Welt“ Dem großen Sportgedanken und deutschem Soldatentum ist das Programm gewidmet. In herrlichen Bildern wird noch einmal das große Ereignis der winterlichen Olympiade in Garmisch=Partenkirchen lebendig, und im zweiten Film sieht man die hervorragende sportliche Ausbildung unseres Heeres.„Wochenendzauber" heißt das abschließende Lustspiel. * „Friesennot“ Am Sonntag, dem 15. November 1936, vormittags 11 Uhr, veranstaltet die RSDAP., Gaufilmstelle Westfalen=Süd, in Verbindung mit der Kreisfilmstelle Bochum im Apollo-Theater, Alleestraße, eine Filmvorführung mit dem Film„Friesennot". Dieser Film schildert uns in eindringlichen, packenden Bildern das Schicksal deutscher Familien auf russischer Erde. Friedliche Friesen haben in jahrelanger, harter Arbeit in den einsamen Wäldern an der Wolga eine geschlossene Siedlung gebaut und leben dort zurückgezogen und von den Geschehnissen der großen, weiten Welt abgeschnitten. Schon ihre Vorfahren wohnten hier, die vor Jahrhunderten ausgewandert waren, um sich inmitten weiter Steppen und unendlicher Wälder eine neue Heimat zu suchen. Eines Tages kommen Rotgardisten ins Dorf. Diese kommunistischen Gewalthaber machen das Leben der Bauern durch Abgaben und Steuern zu einem schweren Los. Durch die Vergewaltigung einer Friesentochter des Dorfes kommt es zu einem furchtbaren Blutbad, bei dem keiner der Rotgardisten am Leben bleibt. Vergeltung wird geübt nach altem friesischen Volksgesetz. Aus freiem Entschluß brennen die Friesen ihr Dorf nieder. Mächtige Wagen schaukeln über die weite Steppe, der versischen Grenze, einer neuen Heimat zu. Dieser Film. unter Mitwirkung bekannter Darsteller wie: Friedrich Kayßler, V. Inkijinoff. Jessie Vihrog, ist ein künstlerisches Werk ganz großen Formats. Im Beiprogramm läuft der Kulturfilm„Nordische Fahrt". 50000 Wengel uls dor einem Fähle Die Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Westfalen— Der Arbeitseinsatz im Monat Oktober 1936 Der Präsident des Landesarbeitsamtes Westfalen teilt mit: Die seit dem winterlichen Höchststand der Arbeitslosigkeit im Januar 1936 beobachtete günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Monat Oktober, in dem erfahrungsgemäß die ersten jahreszeitlich bedingten Entlassungen in den Außenberufen erfolgen, ist zum Stillstand gekommen. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen von Ende Januar bis September um rund 96 500 abgenommen hatte, ist für den Berichtsmonat erstmalig eine Zunahme um 4700 zu verzeichnen. Am Monatsschluß waren nunmehr im Bezirk des Landesarbeitsamtes Westfalen vorhanden: 98000 Arbeitslose gegenüber 148000 zur gleichen Zeit im Vorjahr. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen hat sich im Monat Oktober in den einzelnen Unterstützungseinrichtungen nicht gleichmäßig entwickelt. Einer weiteren Abnahme der Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 1200 steht eine Zunahme der Zahl der Unterstützten der Reichsanstalt um 2400 gegeüber. Am Schlusse des Berichtsmonats wurden 57.500 Unterstützte der Reichsanstalt und 23 900 anerkannte Wohlfahrtserwerbslose gezähtl. Zu dem Ausdruck„Unterstützte der Reichsanstalt“ wird dabei bemerkt, daß es sich um die früher unter der Bezeichnung Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge geführten Unterstützungsempfänger der Reichsanstalt handelt. Diese Zusammenfassung ist im Zuge einer Neuregelung der Statistik der Reichsanstalt erfolgt. Die Zahl der Notstandsarbeiter ist infolge der ungünstigen Witterung gegen Ende des Berichtsmonats um 700 auf 4600 zurückgegangen. Von den Saisonaußenberufen hatte die Landwirtschaft nach wie vor einen großen Bedarf an gelernten Arbeitskräften, der durch die Einberufungen von Bauernsöhnen und Landarbeitern zum Heeres= und Arbeitsdienst verstärkt wurde. Darüber hinaus brachte die Hackfruchternte zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten für berufsfremde Kräfte. Im Baugewerbe führte die Fertigstellung von größeren Bauarbeiten zu umfangreichen Entlassungen, die zum ersten Male in diesem Jahre nicht mehr durch die Inangriffnahme neuer Arbeiten ausgeglichen werden konnten. Auch in der Industrie der Steine und Erden nahm die Arbeitslosigkeit infolge der jahreszeitlich bedingten Stillegung mehrerer Ziegeleien zu. Bei den mehr konsunkturabhängigen Berufen hat sich die günstige Entwicklung fortgesetzt. Das trifft auch im Berichtsmonat in verstärktem Maße für den Ruhrbergbau zu, der infolge der lebhaften Abrufe eine erhebliche Absatzsteigerung aufweist, die eine Belegschaftsvermehrung um rund 3500 arbeitslose Bergarbeiter ermöglichte. Die Eisen= und Metallindustrie ist in fast allen Fabrikationszweigen voll beschäftigt. Weitere Einstellungen von Arbeitskräften scheiterten häufig daran, daß die benötigten Facharbeiter nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen oder die Betriebe die Grenzen der Aufnahmefähigkeit erreicht haben. Stärkere Belebung haben die Konsumgüterindustrien teilweise infolge des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes erfahren. Die Süßwarenindustrie, die bereits im Vormonat größere Einstellungen vorgenommen hatte, konnte ihre Belegschaft weiter erhöhen. Auch im Bekleidungsgewerbe bestanden mit Beginn des Herbstgeschäftes bessere Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Beschäftigung in der Textilindustrie hat sich gegenüber dem Vormonat nicht wesentlich verändert. Während die Spinnereien durchweg gut beschäftigt sind, mußten die Webereien weiterhin verkürzt arbeiten. Bei der bisher schon sehr gut beschäftigten Möbelindustrie hat sich der Auftragsbestand weiter gebessert. Die stetige Aufwärtsentwicklung in den Angestelltenberufen hat angehalten. Neben den aus dem Arbeitsdienst zurückgekehrten Jugendlichen fand auch eine Anzahl älterer Büroangestellten Beschäftigung. Die immer noch lebhafte Nachfrage nach technischen Angestellten mußte in den meisten Fällen zwischenbezirklich befriedigt werden. Ehrenmal der deutschen Front Gauleiter Wagner besucht die Ausstellung in Hagen Hagen, 13. November. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltet zur Zeit im Museum der Stadt Hagen in Verbindung mit einer Ausstellung des Kriegserlebnisses in Bildern von Engelhardt=Kyffhäuser eine Ausstellung„Das Ehrenmal der deutschen Front". Die Ausstellung erfreut sich stärkster Beachtung aus allen Kreisen der Bevölkerung. Eine besondere Anerkennung fand sie durch den Besuch des Reichskommissars Oberpräsident Gauleiter Staatsrat Wagner(Breslau), der mit den Spitzen der örtlichen Parteileitung vor einigen Tagen die Ausstellung eingehend besichtigte und würdigte. 103 Jahre alt gestorben Oberhausen, 13. November. Am Mittwoch abend starb in Oberhausen=Sterkrade im Alter von 103 Jahren die älteste Einwohnerin Westdeutschlands, Witwe Langenberg. Sie äußerte anläßlich ihres 100. Geburtstages den Wunsch, 110 Jahre alt zu werden. Die Greisin machte noch regelmäßig ihre Spaziergänge, bis dann am Mittwoch abend der Tod plötzlich infolge Altersschwäche eintrat. 60 Jahre Stadt=Anzeiger in Köln Köln, 13. November. Der Verlag Du Mont=Schauberg in Köln, der seit dem Jahre 1805 die Kölnische Zeitung“ herausgegeben hat, feierte am 12. November ein bedeutsames Jubiläum. Vor 60 Jahren, am 12. November 1876, wurde zum erstenmal der„Stadt=Anzeiger zur Kölnischen Zeitung" ausgetragen. Anläßlich des 60jährigen Bestehens des Stadt=Anzeigers hat die Schriftleitung eine Sonderausgabe herausgebracht, in der sich die Geschichte und Bedeutung der Zeitung widerspiegelt. Vater tot, zwei Töchter schwer verletzt Schwerte, 13. November. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall trug sich am Mittwoch morgen gegen .30 Uhr in Hagen in einer gefährlichen Kurve auf der Eckeseyer Straße zu. Der Fabrikant W. Hundhausen und seine beiden Töchter befanden sich auf einer Fahrt. Der Wagen, den H. selbst steuerte, wurde in der genannten Kurve infolge Schlüpfrigkeit der Straße aus der Bahn geworfen und prallte auf einen von Hagen her kommenden Straßenbahnwagen mit solcher Gewalt auf, daß er als Lenker des Wagens und die neben ihm sitzende Tochter aus dem Auto herausgeschleudert wurden. H. erlitt u. a. einen Wirbelsäulenbruch, Rippenbrüche, einen Unterschenkelbruch und Handverletzungen. Die beiden Töchter erlitten schwere Schädelverletzungen. Auto und Straßenbahn wurden stark beschädigt. Drei Krankenwagen der Feuerlöschpolizei schafften die Schwerverletzten sofort ins Josephs=Hospital in Hagen. Inzwischen ist Walter Hundhausen seinen schweren Verletzungen erlegen. Tödlicher Anfall bei der Jagd Westkirchen, 12. Nov. Der Rechtsanwalt Gerhard Horstmann befand sich in den Mittagsstunden in dem Jagdbezirk seines Bruders, um der Jagd nachzugehen. Beim Ueberspringen eines Grabens glitt er aus, wobei sich das Gewehr entlud. Die Kugel drang H. in die Brust. Bei den Nachforschungen fand man den Verunglückten tot auf. Zwei Tote Opfer eines Motorradunglücks Hamm, 13. November. In der Nacht zum Donnerstag fuhren zwei Kraftradfahrer mit ihrem Motorrad gegen einen im Osten parkenden Kraftwagen. Während der Motorradfahrer auf der Stelle getötet wurde, starb der Begleiter an den erlittenen Verletzungen am folgenden Morgen im Krankenhaus. Ehedrama im fahrenden Auto Rennerod(Westerwald), 18. November. Die Besitzer einer Möbelwerkstätte im Westfälischen, der sich auf der Fahrt nach Stein=Neukirch, der Heimat seiner Frau, befand, brachte seiner Frau kurz vor Erreichung von Stein=Neukirch mit einem Messer mehrere Stiche in die Brust und den Arm bei. Die Frau sprana aus dem Auto und verletzte sich dabei noch am Schlüsselbein. Sie konnte sich noch in eines der ersten Häuser schleppen und wurde dann ins Krankenhaus geschafft. Der Mann war ein Stück weitergefahren und hatte sich dann in einem Wald die Pulsader geöffnet. Auch er fand Aufnahme im Krankenhaus. Man nimmt an, daß es sich um eine Eifersuchtstat handelt. Vergiftungen durch Sülze? Zahlreiche Erkrankungen in Herzogenrath Aachen, 12. November. Am Sonntag mußten in dem deutschen Grenzort Herzogenrath zwei Personen, bei denen Vergiftungserscheinungen aufgetreten waren, dem Krankenhaus zugeführt werden. In der Nacht zum Mittwoch hat man weitere zwei Frauen und drei Kinder, bei denen ähnliche Krankheitserscheinungen auftraten, ebenfalls ins Krankenhaus schaffen müssen. Da sich auch noch andere Personen mit gleichen Vergiftungserscheinungen meldeten, stellte die Polizei eingehende Untersuchungen an. Man vermutet, daß die Erkrankungen auf den Genuß von Sülze zurückzuführen sind, die nicht mehr ganz einwandfrei war. Diese Sülze war durch ein Herzogenrather Kloster von einem benachbarten holländischen Kloster bezogen und an bedürftige Einwohner ausgegeben worden. Die bakteriologische Untersuchung der Sülze ist noch nicht abgeschlossen. Bei den sieben dem Krankenhaus zugeführten Personen besteht keine Lebensgefahr.— Eine spätere Mitteilung besagt: Von den Erkrankten sind bis jetzt ein 61jähriger und ein 75jähriger Mann gestorben. Im Laufe des Donnerstags mußten noch ein Kind und ein Polizeibeamter, der bei der Untersuchung der Sülze eine Kostprobe entnommen hatte, dem Krankenhause zugeführt werden. Insgesamt befinden sich noch im Krankenhaus acht Personen. Ueber 100000 RM. erschwindelt Düsseldorf, 13. Nov. Von der Polizei wurde.. in Düsseldorf ein Dr. Ernst N. und der Kaufmann Karl K. wegen fortgesetzten Waren= und Kreditbetruges im Betrage von 100 000 bis 120 000 RM. verhaftet. Beide haben drei Kinos unter betrügerischen Machenschaften verkauft, um dann in Winterberg ein Hotel zu errichten, ohne im Besitz der erforderlichen Baugelder zu sein. Wei ter wurden von ihnen Lieferanten, Handwerker usw. um ganz erhebliche Beträge geschädigt. Dr. N. hatte sich in Winterberg als Wirtschaftsattaché der deutschen Botschaft in Paris ausgegeben und sich auch sonst hochstaplerisch in Winterberg aufgeführt. Rassenschande und Devisenschiebung Opladen, 13. Nov. Wegen Rassenschande und Verleitung zur Devisenschiebung wurde ein Jude aus Köln festgenommen, der mit einem Mädchen aus der Nähe von Opladen schon seit Jahren ein Verhältnis unterhielt. Als das Treiben im elterlichen Hause des Mädchens aufsiel, hielt sich der Jude mit ihm mehrere Tage in Brüssel auf und verleitete es dabei zur Devisenschiebung. Selbstverständlich wurde auch das Mädchen festgenommen, ebenso aber auch seine Eltern, die den Verkehr des Juden mit ihrer Tochter begünstigt hatten. Marschkomponist Blankenburg 60 Jahre alt. Am 14. November feiert der erfolgreiche Marschkomponist H. L. Blankenburg seinen 60. Geburtstag. Nachdem er sich in Thüringen und in der Pfalz als Kapellmeister einen Namen gemacht hatte, wurde er 1914 zum Kavellmeister des 43. Fußartillerieregiments in Wesel ernannt, wo er nach dem Kriege auch seinen ständigen Wohnsitz nahm. Ueber 1000 Märsche komponierte H. L. Blankenburg, von denen die bekanntesten„Abschied der Gladiatoren".„Mein Regiment“. Germanentreue", „Prinz=Eitel=Friedrich=Marsch" und„Deutschlands Waffenehre“ sind. Von seinen Kompositionen aus der jüngsten Zeit erlangte der„Saar=Marsch“ große Beruhmtheit. Von scheuenden Kühen zu Tode geschleift. Beim Abfahren von Rüben, das der Kötter Bücker aus Großreken am Mittwoch nachmittag mit einem Kuhgespann vornahm, fielen von dem Wagen einige Rüben. Als Bücker diese aufheben wollte, scheuten die Kühe und rasten mit dem Wagen davon. Der Kötter geriet unter den Wagen, wurde von den Rädern erfaßt und sofort getötet. Er hinterläßt Frau und fünf Kinder. P33s 6l3 voll Wer hätte nicht das Bestreben, alle Kräfte und Hilfsmittel, die einem nützen, wirksam zu machen! Warum sollte man das nicht auch beim Wäschewaschen tun? Wer richtig mit Persil wäscht, gibt keinen Pfennig mehr aus, hat aber viel größeren Nutzen! Ist es also nicht das beste, die Waschvorschrift zu befolgen und Persil in der richtigen Menge zu nehmen?— Es ist ganz bestimmt das beste! Sie werden es bestätigt finden, wenn Sie es nur einmal versuchen! Seite 7 Nr. 268„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Turnen und Sport Zum lechsten Male gegen Italien Futzball-Länderspiel im ausverkauften Olympia-Stadion Zeichnungen von Alexander Pieta Kitzinger Jakob den olympischen Endkampf vorgeschwebt“. Wie es kam, daß der Traum jäh zerstört wurde, ist oft genug erörtert worden: Italien und Oesterreich hielten am 15. August mit nur durchschnittlichen Amateuren als Ueberlegene des Turniers ihren Einzug in das Stadion der Hunderttausend, das Italien als Sieger verließ. Damit hatte Italien in dem Jahre seinen höchsten fußballsportlichen Triumph errungen, in dem man einen Rückgang in seinem Leistungsvermögen festzustellen glaubte. 1934 schmückte sich Italien mit dem Titel eines Fußballweltmeisters, 1936 wurde es Olympiasieger. Ein stolzer Erfolg. Genau drei Monate später wird der olympische Wunschtraum Wirklichkeit, kreuzt Deutschland zum sechsten Male mit Italien die Klingen. Und wieder tritt ein, was man vor Jahresfrist noch kaum für möglich gehalten hätte: Das Olympiastadion der Hunderttausend ist zu klein, um die Massen der Fußballbegeisterten fassen zu können, die diesem Kampf bereits seit Wochen entgegenfiebern. Vergessen sind die Deutschland— Italien! Welchem Olympia=Verjüngung der Mannschaft trat noch der Umstand, daß besucher hat nicht dieses Spiel als Wunschtraum für einige der altbewährten Spieler verletzt sind, also auf besucher bo, en Endbe, orgeschweht“, Mie 22 kgm. Seiten der heiden Gegner Luutgenau die gleichen Verhältnisse. Mit ziemlicher Sicherheit steht bei der Abfassung dieses Artikels das Schlußdreieck fest und zwar mit dem zur Zeit zuverlässigsten Torwart Amoretti von Inventus Turin und den beiden bewährten Verteidigern von AS. Rom, Monzeglio und Allemandi. Allemandi, einer der besten Verteidiger des Kontingents überhaupt, erlitt zwar kürzlich eine Verletzung. Mann hofft jedoch, daß er bis Sonntag völlig ausgeheilt ist. Die größten Schwierigkeiten hatten die Italiener bei der Aufstellung der Läuferreihe, für die man Serantoni, Bernardini(AS. Rom) und Neri(Lucchese) nannte. Im Hintergrund stehen noch die eisenharten und aus vielen Schlachten bekanntem Mittelläufer Monti und Piccini. Im Sturm liegt u. E. das Uebergewicht der Italiener. In dem schußgewaltigen neuen Mittelstürmer Piola, der im letzten Uebungsspiel sämtliche fünf Tore schoß, besitzt Italien den Torschützen, den gefürchteten Tank des Angriffsspieles, der uns im Augenblick Den Verleuf des Länderkampfes erleben unsere Leser durch den ausführlichen bebilderten Eigenbericht des„Bochumer Anzeiger“ in unserer Montagsausgabe. letzten Mißerfolge unserer Nationalmannschaft, die mit der Niederlage gegen Norwegen im Olympischen Turnier die Kette unserer stolzen Erfolge unterbrachen. Vor vierzehn Tagen bereits war das Stadion restlos ausverkauft, 40000 Berliner und 60000 auswärtige Besucher, die aus allen Teilen Deutschlands in Sonderzügen zur Reichshauptstadt fahren, werden Sonntag nachmittag das riesige Steinoval des Olympia=Stadions füllen. Unser gefährlichster Gegner! Der fußballsportliche Verkehr mit Italien, der 1923 mit dem ersten Spiel in Mailand ausgenommen wurde, ergibt in seiner Gesamtheit für Deutschland die unerfreulichste Länderspielbilanz überhaupt. Von fünf Spielen gewannen die Italiener vier Kämpfe, während Deutschland nur einmal, 1929 in Turin, einen:=Sieg feiern konnte, den wir unserer unschlagbaren Abwehr, der besten, die wir je stellen konnten(Stuhlfauth; Baier, Weber) verdanken. Im eigenen Lande sind wir jeweils geschlagen worden. Die letzte Begegnung stieg am Neujahrstag 1933 in Bologna und endete mit einem klaren :=Siege der Italiener,„. g, und errantt Zwischenzeitlich hat sich der große und erfreuliche Umschwung zu unseren Gunsten vollzogen. 1933 folgte fehlt. Von den klangvollen Namen des italienischen Angriffsquintetts finden wir nur Meazza und Ferrari wieder. Es ist allerdings möglich, daß man doch auf den schußkräftigen Halbrechten Meazza verzichten muß, da der Mailänder ebenso wie Allemandi an einer Verletzung leidet. Pasinati(Triest) wird rechtsaußen spielen, während Colauß(ebenfalls Triest), als Nachfolger des berühmten, aus Argentinien importierten Orsi linksaußen spielen wird. Das ist Italiens„Wahrscheinliche", die„Squardo azzuri“, wie die Italiener ihre Mannschaft nennen; „italienische Schwadron!" Diese Bezeichnung gibt den Stil der italienischen Mannschaften treffend wieder. Unbelastet von ausgeklügelten taktischen Winkelzügen, bringen die Italiener als gefährliche Waffe ihr wirbelndes Temperament mit. Die schlanken Burschen sind alle sogenannte Vollblutfußballer,— denen das Ballgefühl im Blute steckt. Man kann ihre Spielweise mit der der Spanier vergleichen, die bekanntlich in Köln durch ihre stürmischen Angriffe die Mauer unserer Abwehr unterminierten. Hält unsere Abwehrmauer gegen Italien? Wir glauben, daß unsere Deckung uns in diesem Spiel die wenigsten Sorgen machen wird. Unser Schlußdreieck mit Jakob, Münzenberg und Munkert wird in seiner Gesamtheit kaum schwächer sein als unsere berühmte Verteidigung des Italienspieles von 1929(Stuhlfauth, Baier und Weber). Münzenberg, der„eiserne Reinhold aus Aachen“, kann übrigens Sonntag in Berlin das Jubiläum seines 25. Länderspieles feiern. Er hat damit Richard Hoffmanns alten Rekord erreicht und liegt nur um ein Spiel hinter unserem derzeitigen Rekordinternationalen Lehner zurück. Janes, Goldbrunner und Kitzinger bilden eine Läuferreihe, die Vertrauen verdient. Janes spielt zum 24., Goldbrunner zum 19. und der erst in letzter Zeit aufgestellte Kitzinger, um dessen Können wir uns noch am letzten Sonntag in Gelsenkirchen überzeugen konnten, immerhin schon zum achten Male in der Nationalmannschaft. Uns fehlt der Mittelstürmer! Nach der Erkrankung Conens ist dieser infolge des zurückgezogenen Spieles unserer Halbstürmer wichtigste Posten nie mehr allen Anforderungen genügend besetzt gewesen. Lenz fand nach seiner Verletzung nicht mehr die alte Form zurück. Obwohl niemand die Tatsache verkennt, daß Siffling seiner ganzen spielerischen Veranlagung nach nicht der so bitter notwendige torhungrige Reißer ist, hat man die Elf von Glasgow nicht auseinandergerissen. Siffling hat von der Schottland=Irland=Reise wenig gute Kritiken mit nach Hause gebracht, so daß die Frage: „Warum nicht Hohmann?“ schon berechtigt ist. Hohmann ist zur Zeit in güter Form und hat wesentlich zu der letztwochigen Erfolgserie seiner Mannschaft beigetragen. Vielleicht hat man Siffling nochmals Gelegenheit geben wollen, sich das Vertrauen zurückzuholen. Erinnern wir uns daran, daß er im siegreichen Kampf gegen die Tschechoslowakei in Dresden ein glänzendes Spiel geliefert hat und hoffen wir, daß unsere Sorge grundlos war. Die übrigen Posten hätten zur Zeit nicht besser besetzt werden können. Die beiden Schalker Szepan und Gellesch bieten die hundertprozentige Gewähr dafür, daß der Spielaufbau klappt, und in Urban und Elbern besitzen wir zwei ungemein durchschlagskräftige Außenstürmer, die gleichzeitig die gefährlichsten Torschützen unseres Sturmes sind. Das Fachamt Fußball ist bei der Aufstellung dieser Mannschaft, die in Glasgow gegen Schottland trotz der Niederlage ein hervorragendes Spiel zeigte, von der Erwägung ausgegangen, daß unsere Elf im eigenen Lande vor hunderttausend begeisterten Zuschauern ihre Leistung noch steigern und vor allen Dingen das Tempo durchhalten kann. 68 Minuten hatten Schottlands Fußballkünstler zu kämpfen, ehe unsere Mannschaft schwächer wurde und zwei Tore hinnehmen mußte. In Berlin hoffen wir, daß unsere Mannschaft während der ganzen Spielzeit allen Anforderungen gewachsen ist. Man mag gefühlsmäßig den Italienern zwar die größere Chance einräumen, den sechsten Länderkampf zu gewinnen, aber aussichtslos geht unsere Mannschaft nicht in den mit riesiger Spannung erwarteten Kampf. Hbg. * Das Spiel beginnt um.15 Uhr und wird vom Rundfunk übertragen. Italien ohne Meazza! Endgültige Mannschaftsaufstellung noch nicht bekannt Am Donnerstag vormittag führten Italiens Fußball=Nationalspieler in Como ein leichtes Abschlußtraining gegen eine verstärkte Auswahl von Como durch. Die voraussichtliche Ländermannschaft siegte mit:1 Toren und spielte in folgender Aufstellung: Olivieri; Monzeglio, Allemandi; Serantoni, Andreolo, Varglien II; Pasinati, Perrazzolo, Piola, Ferrari und Colaussi.„. n In der zweiten Halbzeit stand Marchini vom FC. Luca halbrechts, der auch in der siegreichen OlympiaFußballelf Italiens diesen Posten einnahm. Perrazzolo und Marchini gefielen beide recht gut, ohne aber den ausgezeichneten Ambrosiana=Halbrechten Meazza vollwertig ersetzen zu können. Von Mailand aus hat Verbandskapitän Pozzo in Begleitung von General Vaccaro, Advokat Mauro und Ingenieur Barassi mit folgenden 14 Spielern die Reise ach Berlin angetreten; nac Olivieri Ceresoli, Monzeglio, Allemandi, Serantoni, Andreolo, Varglien II, Neri, Pasinati, Perrazzolo, Marchini, Piola, Ferrari, Colaussi. Auf Meazza, der am Donnerstag noch stark hinkte, muß Italien also verzichten. Er machte die Reise nach Berlin nicht mit. Drei Gauligalpiele Großkampf in Bochum: Germania Bochum— Spielv. Höntrop Methode der verstärkten Torsicherung, Defensivspiel genannt, heute noch vielfach umstritten ist, so läßt sich nicht leugnen, daß unsere Erfolge Ergebnisse der neuen Methode waren. Unsere Mannschaft hatte nun, was ihr bisher fehlte: einen klaren Kampfplan. Daß dieser Kampfplan nicht gleichbedeutend mit einer Schematisierung des Fußballspieles ist, haben die folgenden Kämpfe bewiesen, daß er indes auch kein Allheilmittel gegen eine Niederlage darstellt, ist ebenso selbstverständlich. Wenn Nerz seine Mannschaft mit der Weisung in das Schottland=Spiel schickte:„Spielt euer Spiel!“, so will er damit sagen, daß über jeder taktischen Anweisung die eigene Initiative der Spieler stehen soll. So soll es auch in Berlin sein. Eine klare Voraussage kann über den Ausgang des Spieles nicht abgegeben werden. Das Bild der italienischen und auch der deutschen Mannschaft hat sich gegenüber dem des Weltmeisterschaftsjahres 1934 wesentlich geändert. Aus beiden Mannschaften sind eine Reihe von Standardspielern ausgeschieden und durch Nachwuchskräfte ersetzt worden. Die letzten Ergebnisse beider Mannschaften: Italien schlug die Schweiz:2, Deutschland verlor gegen Schottland:0 und Irland :2. Jedoch ist namentlich die knappe Niederlage der deutschen Elf gegen Schottland in Glasgow sicherlich genau so hoch zu bewerten, wie der Sieg der Italiener über die Schweiz; denn das Spiel der Italiener war trotz des Sieges auch nach italienischer Ansicht keine Offenbarung. Während Deutschland seine Mannschaft bereits vierzehn Tage vor dem Kampf fest aufgestellt hat, meldete Italien bisher nur eine mutmaßliche Mannschaft; ein Beweis dafür, daß der italienische Verbandskapitän Pozzo nicht mehr in der glücklichen Lage der Vorjahre ist, eine jederzeit greifbare Standardmannschaft zur Verfügung zu haben. In Berlin vertreten die Schalker Spieler Szepan, hinterließen ab und zu blitzte doch ein frisches Angriffsspiel auf, das daheim in gewohnter Weise besonders zur Geltung kommen und für beide Punkte sorgen sollte. Ein anderer Ausgang wäre eine kleine Ueberraschung, die allerdings nicht ganz auszuschalten ist. Das vierte Spiel, SV. Rotthausen gegen Borussia Dortmund, wurde aus dem immerhin etwas eigenartig anmutenden Grunde abgesetzt, weil die Borussenmannschaft geschlossen nach Berlin zum Länderspiel fährt. Man scheint also recht optimistisch Gellesch und Urban die deutschen Farben im Länderspiel gegen Italien, aber trotzdem finden wir Schalke 04 am 15. November im heimatlichen Meisterschaftswettbewerb. Zum zweiten Male in dieser Spielzeit bestreiten die Schalker einen Punktekampf, und zwar ist mit TuS. Bochum die schwächste Mannschaft des westfälischen Zehnerfeldes ihr Gegner, so daß in Gelsenkirchen wenig Bedenken bestanden haben dürften, diesen Kampf auch ohne die stärkste Besetzung zu wagen. Nach diesem Treffen werden die Schalker aber immerhin noch zu sein und keine Terminnot zu befürchten. um sechs Spiele hinter dem derzeitigen Tabellenführer Es spielen also: Westfalia Herne zurückliegen, so daß sie schon einmal einen„Zwischenspurt“ einlegen müssen, um beizukom Germania men, was punktmäßig allerdings schon nach weiteren drei Spieltagen erreicht werden kann, denn Herne verfügt bei acht Treffen nur über neun Punkte. Wir schätzen allerdings, daß es noch etwas längern dauern wird, bis Schalke 04 die traditionsgemäße Stellung bezogen haben wird, aber daß es so kommt, daran sind, wenigstens im Augenblick, keinerlei Zweifel erlaubt. Begeanungen können des mittlere mnig Zwei weitere Begegnngen ounen das milliete Tabellenfeld durcheinander schütteln. Germania Bochum hat im SV. Höntrop eine Elf zu Gast, die bisher enttäuschte, obwohl die Kurve in den letzten Spielen etwas nach oben weist, ohne daß allerdings Vorschußlorbeeren zu rechtfertigen wären. Zu Hause halten wir die Germanen für stärker, die im Siegfalle punktmäßig zur Westfalia Herne aufschließen können. Der dritte Kampf steigt in den sauerländischen Bergen. SuS. Hüsten 09 erwartet den SV. Erle 08. Obwohl die Hüstener am Germania Bochum— SV. Höntrop Schalke 04— TuS. Bochum SuS. Hüsten 09— SV. Erle 08 Der Bochumer Großkampf Germania Bochum— SV. Höntrop Das alljährlich zweimalige Aufeinandertreffen der Ortsgegner zählt zum festen Programm der Bochumer Gauliga=Großkämpfe. Wenn auch beide Mannschaften in der Rangliste der westfälischen Gauliga nicht die gute Position einnehmen, die ihnen in den Vorjahren beschieden war, so dürfte diese Tatsache keineswegs den Reiz des Spieles vermindern. Eben darin, daß beide Mannschaften in diesem Jahre nicht auf Rosen gebettet sind— wenn es auch noch zu früh ist, von einer akuten Abstiegsgefahr zu reden—, liegt das Interesse. Da der 15. November ursprünglich für das Schalke=Gastspiel bei den Germanen freigehalten worden ist und sich unsere Bezirksligavereine nach auswärts„verfügten“, treffen die Vereine den glücklichen Umstand an, daß ihr Spiel das einzige der Bochumer Innenstadt ist. Ein Publikumserfolg ist damit gesichert. Es ist bekannt, daß sich die Gegner stets erbitterte Kämpfe geliefert haben, die mal dieser, mal jener Mannschaft Erfolge eingebracht haben. Ging es in den Vorjahren zumeist um den vielbegehrten zweiten Platz hinter Schalke 04, so darf man die sonntägliche Begegnung in etwa als Existenzkampf werten. Germania Bochum hat sieben, Höntrop sechs Verlustpunkte aufzuweisen, so daß jeder bestrebt sein wird, weitere Punkteinbuße zu vermeiden. Germania hat sich nun endlich zu einer festen Mannschaftsaufstellung entschlossen und tritt mit der gleichen Mannschaft an, die am Vorsonntag in Rotthausen trotz guten Spieles knapp verlor: Lasarski; Fischer, Trawny; Lasar. Kölling, Andreas; Meinhard, Schneider, Philipp, Bernhard und Nölle. In der Höntroper Mannschaft tauchen zwei neue Gesichter auf, und zwar der Halblinke Windt, der früher für den Bochumer Verein spielte, und nach längerer Unterbrechung seiner spielerischen Tätigkeit der altbewährte Rechtsaußen Claus Timpert. Die so stärkte Höntroper Mannschaft sieht wie folgt aus: Stein; Timpert. Drescher; Ochs, Prezetak, Reinke; Cl. Timpert, Knust, Chudziak, Windt, Höppner. Kaum Aussichten für den Tus. Schalke 04— TuS. Bochum Trotz des Fehlens von Gellesch, der Kampf in Schalke für die ist der Urban und Szepan aus den bekannten DAS RADIO-HERZ der LORENZ-SUPER-EMPFANGER Lorenz-Rundfunkgeräte in den Preislagen von RM 76.— bis RM 395.in allen guten Fachgeschätten. ist ein Bauelement, in dem die betriebswichtigsten Telle des Lorenz-Rundfunkgerätes— die hochempfindlichen Schwingungskreise mit den Umschaltorganen— vereinigt sind. Das Lorenz-Radio-Herz wird durch besondere Messungen genau geprüf, bevor es in die Empfänger eingesetzt wird. Das gewährleistet gleichbleibende Höchstleistung, Betriebssicherheit und Klangtreue der Lorenz-Super. Auch bei dem Nordatlantikflug der Maschinen„Acolus“ und„Zephir“ der Deutschen Lufthanse haben sich Lorenz-Funkgeräte dank ihrer Betriebssicherheit und Güte wiederum ausgezeichnet bewährt und durch sichere Nochrichtenverbindung zu den glänzenden Erfolgen dieses Fluges beigetragen. Seite 8 Nr. 268„ Bochumer Anzeiger* Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Die Tip-Ecke Bochumer Bezirksligagruppe Diogenes& Co. Das letzte Länderspiel des Jahres 1936 zieht noch einmal alles in seinen Bann. Zum ersten Male überhaupt betritt eine deutsche Nationalmannschaft das Reichssportfeld, um sich zum Kampf gegen den Fußballweltmeister Italien zu stellen. Wir Westfalen sind um so mehr an dem Spiel interessiert, als die drei Schalker Szepan, Urban und Gellesch mitwirken, ohne die der deutsche Exmeister auf eigenem Platz zum Meisterschaftsspiel gegen Tus. Bochum antritt. Damit sind wir also schon wieder mit dem heimischen Fußball beschäftigt. In unseren Mauern steigt der Kampf Germania Bochum— SV. Höntrop, der die Fußballinteressenten um so mehr in seinen Bann ziehen dürfte, als die gesamte Bochumer Bezirksliga auswärts weilt. Wie das Ergebnis an der Casiroper Straße lauten wird, muß abgewartet werden. Unsere Hauspropheten sind zwar sehr optimistisch in bezug auf einen Germania=Sieg. Diogenes meint: Länderspiel Deutschland— Italien:2 Gauliga: Germania Bochum— SV. Höntrop:2 Schalke 04— Tus. Bochum:1 SuS. Hüsten 09— Erle 08:0 Bezirksliga: Witten 92— Westfalia Bochum:1 Wattenscheid 09/30— MBV. Linden:0 STV. Werne— SC. Tahlhausen:1 VfB. Börnig— Sportring Gevelsberg:2 Tura Altenvoerde—. TG. Bochum=Ehrenfeld:1 Und August Schrömmel? Länderspiel Deutschland— Italien:1 Gauliga: Germania Bochum— SV. Höntrop:1 Schalke 04— TuS. Bochum:0 Hüsten 09— Erle 08:2 Bezirksliga: Witten 92— Westfalia Bochum:0 Wattenscheid 09/30—. MBV. Linden:3 STV. Werne— SC. Dahlhausen:0 VfB. Börnig— Sportring Gevelsberg:1 Tura Altenvoerde—. TG. Bochum=Ehrenfeld:1 Wer übermmkn die Tascheilaltrung. MBV. Linden, Weltfalie Bochum und TG. Bochum-Ehrenfeld Ipielen auswärts heißt es, die schußfreudig.,: Ftutmer auszuwählen, unglücklichen Umständen verjüngte TuS.=Mannschaft wenig hoffnungsvoll. Den Rotthausern gelang es zwar, gegen die gleiche Schalker Mannschaft mit:2 ein trotz der Niederlage ehrenvolles Resultat herauszuholen, aber wir glauben kaum, daß der TuS. die Tordifferenz so niedrig halten kann. Immerhin zeigte die Mannschaft im Kampf gegen Westfalia Herne eine erfreuliche Formverbesserung, so daß wir gespannt sind, ob diese ansteigende Linie auch im Kampf gegen Schalke feststellbar ist. Schwerathletik Westfalen— Niederrhein in Elberfeld Die Gaumannschaft II des Gaues Westfalen trifft am Sonntag im Ringen(griechisch=römischer Stil) in Wuppertal=Elberfeld auf die Gaumannschaft I des des Gaues Niederrhein. Wir erwarten die Westfalen als knappe Sieger. Bochumer Ringer starten auswärts Der Kraft=Sport=Verein D. Eiche=Germania Bochum kommt am Sonntag einer Meisterschaftsverpflichtung in Marten nach. Gegner ist der KSV. Jahn Marten, der im Vorjahr untertag. Die Bochumer müssen auf Weinand, der in der Gaumannschaft gegen den Gau Niederrhein kämpft, verzichten, trotzdem sollten sie kampfstark genug sein, um siegen zu können. Kämpfe, die interessieren Gauklasse: Roland 33 Dortmund— Hohenlimburg 1921 AC. Hörde 04— KSV. Brambauer 1924 KSV. Kirchlinde— Heros Dortmund Bezirksklasse(Gruppe Bochum): KSV. Herne 1920— Einigkeit Herne D. Eiche Suderwich— Siegfried Horst Marten 05— D. Eiche=Germania Bochum Mit„Kraft durch Freude" zum WHW.=Spiel der Nationalmannschaft in Köln! Am 18. November 1936(Buß= und Bettag) findet in Köln ein Fußballspiel zugunsten des Winterhilfswerkes statt. Das Spiel wird ausgetragen von der deutschen Nationalmannschaft und einer Mannschaft aus dem Gau Mittelrhein. Das Kreisamt der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" beabsichtigt, zum Besuch dieses Spieles Autobusfahrten einzulegen. Der Preis stellt sich für die Fahrt hin und zurück auf 3,40 RM. Hinzu käme noch die Eintrittskarte, die bei der Anmeldung gleichzeitig zu bestellen ist, und zwar zu folgenden Preisen: Haupttribüne— Sitzplatz 3,50 RM. Vortribüne 2,70„ Stuhlplatz, Mitte 2,10„ Stehplatz, Mitte 1,10„ Stehplatz, Kurve 0,75„ Interessenten melden sich umgehend in der Verkaufsstelle der NSG.„Kraft durch Freude", Kortumstr. 62. Werbeabend der Turn= und Sportabteilung Carolinenglück Die Turn= und Sportabteilung Carolinenglück tritt am Samstag abend im Hordeler Saalbau mit einem vielversprechenden Werbeabend an die Oeffentlichkeit. Unterteilt in eine Darbietungsfolge„Ernstes Schaffen" und„Lachendes Leben“, zeigt der Verein zunächst Ausschnitte aus seinem vielseitigen sportlichen Uebungsbetrieb, während der zweite Teil als buntes Varietéprogramm völlig dem Humor vorbehalten ist. Großes Hl.-Sportfelt in Dortmund Vielseitige Darbietungen in der Westfalenhalle Ueber 1000 Dortmunder Hitlerjungen werden am kommenden Samstag in der Westfalenhalle in einem großen Sportfest zeigen, in einem wie starken Maße die körperliche Schulung in der HJ. und in dem DJ. erfolgt. Die einzelnen Einheiten des Standortbereiches Dortmund haben in den vergangenen Wochen fleißig geübt, um durch wohlgelungene Vorführungen ihre körperliche Gewandtheit nachzuweisen. Das Bild wird ein recht mannigfaltiges sein, denn neben Massenfreiübungen, einem„Bunten Boden“, Staffeln und Spielen zeigen auch die Motorsporteinheiten und die Marineihr Können. In der Bochumer Bezirksliga dürfte am Sonntag aller Wahrscheinlichkeit nach ein Wechsel in der Tabellenführung eintreten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß BfB. Börnig die Führung des Feldes übernimmt. Aber auch der immer stärker aufkommende MBV. Linden meldet eine ernsthafte Anwartschaft auf die Führung an, die allerdings nur dann möglich ist, wenn Börnig mindestens einen Punkt an den Sportring Gevelsberg verliert und der MBV. selbst sein Spiel in Wattenscheid gewinnt. Noch ein Spiel ist von großer Bedeutung, und zwar die Begegnung der beiden punktegleichen Mannschaften Witten 92 und Westfalia Bochum. Die TG. Bochum=Ehrenfeld befindet sich am Scheidewege. Geht das Spiel in Altenvoerde verloren, was nicht ausgeschlossen ist, so führt der Weg in der Tabelle weiter nach unten. Gewinnen die Ehrenfelder das Spiel, so ist zum mindesten ein guter Mittelplatz gesichert. FC. Schwelm und Preußen Bochum stehen mit Gewehr bei Fuß, was den Schwelmern die Tabellenführung kostet, wenn nicht beide Anwärter(Börnig und Linden) verlieren sollten. Während wir in Bochum an manchen Sonntagen drei Bezirksligaspiele zu verzeichnen hatten, steht der Sonntag diesmal ganz im Zeichen von Auswärtsspielen, wenn man von der Begegnung STV. Werne— SC. Dahlhausen absieht, die als Bochumer Vorstadt=Lokaltreffen zu bewerten ist. Die Werner wird die Tatsache, daß die jemonnen haben, wäre aber verkehrter, als den Kampf zu unterschätzen. Dahlhausen hat in den letzten Spielen eine nicht unbeträchtliche Formverbesserung gezeigt und ist sehr wohl in der Lage, dem Gastgeber einen oder gar beide Punkte abzutrotzen. Sicherlich ist Werne auf eigenem Boden schwer zu.0gen. Die Gesamtleistung der Mannschaft ist zur nicht ausgeglichen(Zeidlers Verletzung). Es zeigen Schwächen, die ein mit dem Mute der Verzweiflung ringender Gegner zu seinen Gunsten ausnutzen könnte. Wattenscheid 09/30— MBV. Linden Nach Preußen und Westfalia Bochum, die beide mit dem gleichen Ergebnis in Wattenscheid verloren haben, muß auch der MBV. Linden die Klingen mit den auf eigenem Platz gefährlichen Wattenscheidern kreuzen. Lassen sich die Lindener nicht von den schnellen Vorstößen der Wattenscheider überraschen und kämpfen sie von Anfang an mit ihrer in früheren Jahren so sicheren Taktik des Spieles aus der Verteidigung heraus, so müßten auch die Vorstöße der Wattenscheider Stürmer zu stoppen sein. Lindens Schlußdreieck Schäfer, Bärwald und Kropf hat in den letzten Spielen überzeugende Leistungen gezeigt. Und da Lindens Sturm in jedem Falle fur ein paar Tore gut ist, müßte der Sieger MBV. Linden heißen. Es kann aber auch anders kommen. Witten 92—Westsalia Bochum Experimente inmitten der Meisterschaftsspiele sind zumeist fehl am Platze. Und Experimente macht man zur Zeit mit dem Westfaliasturm, der das Schmerzenskind der Mannschaft ist. Zum Kampf gegen Witten 92 Dahlhauser bislang noch kein Spiel gewonn sicherlich recht zuversichtlich stimmen. Nichts: de: schlaZeit n sich sigsten Stürmer auszut denn Wittens Torwart Rötiger ist sehr schwer zu schlagen. Anderseits müßten Westfalias gute Läuferreihe und das Schlußdreieck in der Lage sein, die Wittener Angriffe zu unterbinden. Bedauerlich ist, daß die Westfalen die Reise nicht mit der kompletten Elf antreten können, denn Distelraths Verletzung am letzten Sonntag in Wattenscheid hat sich als ernsthafter erwiesen, als man zunächst annahm. Schwer ist das Spiel für die Bochumer. VfB. Börnig— Sportring Gevelsberg Nach dem Tabellenstand der beiden Mannschaften zu urteilen, müßte die Partie für Börnig eine zahme Sache sein. Gevelsberg hat aber in den letzten Spielen eine beachtliche Formverbesserung aufzuweisen und scheint nach einigen Experimenten nun endlich die richtige Mannschaftsaufstellung gefunden zu haben, die mit Kaiser als Verteidiger besonders in der Deckung sehr stark ist. Ob es aber ausreichen wird, den noch ungeschlagenen Neuling besonders auf seinem eigenen Platz eine Schlappe beizubringen, wagen wir zu bezweifeln. Tura Altenvoerde— TG. Bochum=Ehrenfeld „Frisch gewagt, ist halb gewonnen!“ Wie ein Alp legt es sich auf die Gemüter, wenn es heißt— nach Altenvoerde.„Ungerupft“ hat noch keine Mannschaft in dieser Saison den Altenvoerder Platz verlassen, selbst der MBV. Linden mußte einen Punkt abgeben. Wie stark die Altenvoerder zur Zeit sind, haben sie am letzten Sonntag in Bochum gegen Preußen bewiesen. Ihre große Stärke sind Schnelligkeit und ungekünsteltes Spiel. Ehrenfeld steht also vor einer schweren Aufgabe, die nur gelöst werden kann, wenn die Mannschaft von A bis Z mit unbeugsamem Willen kämpft. Die Nachbargruppen Gelsenkirchen: Union Recklinghausen— Alemannia Gelsenguß Union Gelsenkirchen— Schwarz=Gelb Gladbeck Gelsenkirchen 07— SC. Hassel SpVg. Röhlinghausen—. TB. Eickel Dortmund: Arminia Marten— TuBV. Mengede BC. Bövinghausen 04— Alemannia Dortmund Minden: SuS. Herford— Arminia Bielefeld Bielefeld 06/07— Paderborn 08 Westfalia Brackwede— SC. Schildesche Münster: SuS. Ahlen— SuS. Hüls Westfalia Ahlen— Vorwärts Gronau Arnsberg: Arnsberg 09— SpVg. Olpe Sportfreunde Siegen— Menden 09 SV. Klafeld=Geisweid— Hemer 08 SV. Jahn Werdohl—. VfB. Weidenau Lüdenscheid=Höh—. BC. Siegen RSV. Eiserfeld— SV. Herdringen Die Sehühlage im Kampf um den„Goldenen Kegel von Bochum“— der deutschen Ländermannschaft starten Acht Mann Nach zwei Ruhetagen wird Samstag nachmittag der Kampf um den„Goldenen Kegel von Bochum“ fortgesetzt, um am Sonntag abend sein Ende zu finden. Schon jetzt kann gesagt werden, daß die 9. Austragung in sportlicher Hinsicht ihre Vorgänger übertroffen hat. Von der deutschen Länder=Zehn, die am vergangenen Sonntag die Belgier in Antwerven auf eigenen Bahnen eindeutig schlagen konnten, sind allein acht internationale Leute vertreten. Mittwoch startete bereits Schröder(Wattenscheid), der nun mit 544 an der 6. Stelle liegt. Wir nennen jetzt nur Develer und Thönnessen(Aachen), Roth(Dortmund), Vievering(Düsseldorf) als Vorjahrssieger, Schwarz und Gernhardt (Gelsenkirchen). Diese bewährten Kräfte werden sicher für die richtige Stimmung sorgen. Selbst im Reigen dieser großen Könner dürften auch Blatt(Gelsenkirchen) Jakobs und Parotto(Düsseldorf), Vogt(Bochum) gute Aussichten haben. Sonntag ist der letzte Starttag. Er stellt außerordentliche Anforderungen an die Organisation des Kampfes. Bereits morgens um 8 Uhr beginnt der Kampf, um erst in später Abendstunde endaültig für dieses Jahr zu verklingen. Aus der Ländermannschaft startet um 16 Uhr Lücking(Hagen) und um 18.30 Uhr geht erstmalig der diesjährige deutsche Vollenmeister Willi Ehrhardt aus Hannover, der beim Keglerweltturnier in Berlin bei 200 Wurf nicht weniger als 1475 traf, an den Anwurf. Wir sehen im Laufe des Tages Winkler(Dortmund), den Sieger von 1933. Kehlenbach (Barmen), den Sieger von 1934. Wir finden weiter als aussichtsreiche Leute Seidel(Essen), Schäfer und Reiffert(Dortmund), Lafontaine und Walberg(Hörde), Pelzing(Iserlohn), Machnikowski(Bielefeld), Gerlach und Kotthoff(Neheim) und die Besten der Städte Castrov. Detmold. Neuß. Krefeld. Velbert, Duisburg und andere. Noch immer führt der Bochumer Busch mit 578 Holz. Wird diese Holzzahl genügen, um den Angriff internationaler Spitzenkealer, hervorragender Abräum= und Vollenspezialisten abzuschlagen? Bei der Qualität der noch in den Kampf eingreifenden etwa 100 Sportkegler glauben wir unbedingt an die Möglichkeit, daß es gelingt, eine neue Rekordzahl aufzustellen. Die letzten beiden Starttage könnten jedenfalls eine Fülle von Ueberraschungen bringen. Im Vierer=Mannschafts=Wettbewerb führt Bochum mit 218 Holz vor Iserlohn und Dortmund. Während die Gastgeber ihre besten Leute bereits eingesetzt haben. werden die großen auswärtigen Verbände mit ihren Meistern ihre Resultate noch wesentlich verbessern. Eine Ueberraschung ist hier also ebenfalls nicht ausgeschlossen. dem gesamten Feld eine Runde abzunehmen. SlaatsCharlier und Schön=Pellenaers konnten trotz schärfsten Wiederstandes die Ueberrundung nicht verhindern und belegten die Ehrenplätze hinter den verdienten Siegern. Der Schlußstand lautete: 1. Pijnenburg=Wals 478 Punkte; eine Runde zurück: 2. Slaats=Charlier 418., 3. Schön= Pellenaers 211., 4. Walthour=Croßley 210.; zwei Runden zurück: 5. Billiet=Depauw 225.; vier Runden zurück: 6. v. d. Ruit=Braspenning 120., 7. Wambst=Leducg 72.; fünf Runden zurück: 8. Gebrüder van Kempen 347.; acht Runden zurück; 9. Rieger=Ehmer 109 P. KilianjVopel 16 Runden zurück Die einzige deutsche Mannschaft beim Chikagoer Sechstagerennen, Kilian=Vovel, büßte in der dritten Nacht weiter Boden ein und lag nach der Hälfte des Rennens mit nicht weniger als 16 Verlustrunden an achter Stelle. Die Führung hatten zu dieser Zeit Reboli=Giorgetti mit Rundenvorsprung vor Rodman=Yates und dem bis auf 23 Runden auseinandergezogenen Felde, das immer noch zehn Mannschaften stark ist. Von den übrigen Euroväern hatten die Franzosen IanatDiot 10 und der mit Audy gepaarte Letourneur 19 Bahnlängen Rückstand gegenüber den Spitzenreitern. 4. Rugby-Länderkampf gegen Holland Deutschland kann auch diesmal den Kampf gegen die Holländer mit einer=Mannschaft aufnehmen. Beide Seiten freuen sich auf das Spiel. Wir können unseren Nachwuchs erproben, und für die Holländer ist es eine große Angelegenheit. So wird es also am Sonntag in Hilversum zu einem in bestem Geiste durchgeführten Treffen kommen, in dem sich allerdings unsere Mannschaft sehr anstrengen muß, wenn sie glatt gewinnen will. Weittalen-Niederlachsen in Hannover Zwischenrunde um den Hockey=Eichenschild der Frauen Der Hockey=Eichenschildkampf der deutschen Frauen wird sich aller Voraussicht nach sehr schnell„einbürgern". Schon im Vorjahr genossen diese Spiele eine größere hockeysportliche Volkstümlichkeit als die FrauenGauspiele der vorausgegangenen Jahre und die zweite „Auflage“ in der Spielzeit 1936/87 dürfte noch größeren Anklang finden. Das Programm lautet: Hamburg: Nordmark— Rheinland Hannover: Mitte— Niedersachsen=Westfalen Schweinfurt: Bayern— Württemberg=Baden Frankfurt=Main: Hessen=Südwest— Brandenburg. Dortmund und Dülfeldorf veranitalten Das Eissportprogramm am Wochenende Das Wochenende wird uns in Deutschland zahlreiche größere Eissportveranstaltungen bringen. In Düsseldorf werden unsere Olympiasieger und Weltmeister Maxie Herber=Ernst Baier im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stehen. Die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft wird im Eishockeykampf auf Brandenburg Berlin treffen. Das genaue Programm der Dortmunder Eislaufveranstaltung Mit besonderer Vorfreude wird die schwedische Meisterin im Eiskunstlauf Vivianne Hultén in der Westfalenhalle erwartet. Es ist nicht einfach, einen Eiskunstläufer zu finden, der gegenüber der im gleichen Programm startenden schwedischen Meisterin nicht abfallen würde. Günther Lorenz, Deutschlands zweiter Olympia=Vertreter, ist ein Läufer solcher Klasse, ein ebenso temperamentvoller und artistischer wie musikalischer Läufer mit größtem technischen Können. Im Paarlaufen hat man sich erfreulicherweise entschlossen, das Berliner Paar Inge Koch— Günther Noack zu einer Wiederholung ihrer beim ersten Start so begeistert aufgenommenen Vorführung zu verpflichten. Für den Eishockeykampf sind zwei Mannschaften gewonnen worden, deren Namen schon eine Delikatesse dieses Sports versprechen: SC. Riessersee und Berliner Auswahl! Nedes vollkäufpert Fliegerkampf Deutschland-Holland Der Radsport am Wochenende. Innerhalb unserer Landesgrenzen treten die Radfahrer am Wochenende mit zwei größeren Veranstaltungen auf den Plan. Wohl die bedeutendste wird in der Rheinlandhalle in Köln durchgeführt, wo Deutschland und Holland einen Länderkampf für Flieger bestreiten. Auf deutscher Seite kämpfen Merkens, Engel, Steffes, Oszmella, Hürtgen, Schön, Ehmer, Kolvenbach, Kleinegrefe und Ungethum, die gegen so vorzügliche Holländer wie van Egmond. v. d. Linden, Piinenburg, Piet van Kempen und v. d. Heuvel keinen leichten Stand haben werden. Die vielseitige Kampffolge sieht ein Fliegerrennen, Zeitfahren(500 Meter), Verfolgungsrennen, Punktefahren und ein 75=Kilometer= Mannschaftsfahren vor.— Als letzte deutsche Winterbahn eröffnet die Halle Münsterland am Samstag abend die Saison mit einem der beliebten 100=Kilometer= Mannschaftsrennen. Neun Mannschaften sind verpflichtet worden, u. a. Wengler=Hürtgen, Schmidt=Tertilte, Kolvenbach=Kleinegrefe, Göbel=Bautz, Funda=Pützfeld, Ehmer=Hoffmann und Ungethüm=Siebelhoff.— Im Rahmen des Berliner Svortpressefestes in der Deutschlandhalle bestreiten Richter und Merkens einen Zweikampf, während die Olymviasieger Ihbe=Lorenz in einem Zweisitzerfahren gegen die dänische Mannschaft Friis=Voß antreten. Amateure zeigen ein kurzes Mannschaftsfahren. Auf den verschiedenen Auslandsbahnen geben wieder einige deutsche Fahrer an den Start. In Antwerven trifft der Stuttgarter Sieger Erich Möller wieder auf van Hoek und Terreau: Geers und Meuleman vervollständigen das Programm. Der Wiesbadener Adolf Schön versucht sich in einem Omnium gegen so bekannte Spezialisten wie Olmo, Kaers und Piinenburg.— Auf der Kopenhagener Forumbahn gelangt ein Sechsstunden=Mannschaftsfahren zur Durchführung, für das deutscherseits Viktor Rausch verpflichtet ist. Pijnenburg,Wals Sechstagelieger Schön=Pellenaers Dritte in Rotterdam Das Rotterdamer Sechstagerennen ging am Donnerstag abend vor gutem Besuch zu Ende. Den Sieg errangen die Holländer Pijnenburg=Wals, die in den letzten Tagen schon eine überragende Rolle spielen konnten und auch in den letzten Stunden das Feld beherrschten. In den ersten Abendstunden wurden die aussichtslos zurückliegenden Matena=Heslinga aus dem Rennen genommen. Der Endkampf der fünfköpfigen Spitzengruppe setzte schon gegen 21.30 Uhr ein und blieb eine einzige Jagd bis zur letzten Minute. Besonders heftig war der Kampf zwischen Pijnenburg=Wals, Slaats=Charlier und SchönPellenaers. Die Amerikaner Walthour=Croßley dagegen hatten Mühe, sich im Vorderfeld zu halten. Der Kampf schien schon vier Paare in einer Runde zu placieren, doch gelang es Piinenburg=Wals kurz vor 12 Uhr noch Vom Turf Unsere Voraussagen: Samstag, 14. November. Saint=Clond. 1..: Nagoya— Rostabat. 2..: Aethella— Drina. 3..: Margarita II— Corsiote. 4..: Soria— Sandon. 5..: Ivanoete— La Bievre. 6..; Samover— Amontilado. 7..: Mazil— Lively Rari. Weitere Voraussagen: Sonntag, 15. November. Strausberg. 1..: Ronaldina— Ohlo. 2..: Silen— Gnade. 3..: Saarburg— Pyramide. 4..: Conte— Altopold. 5..: Meldereiter— Blason. 6..: Waldteusel— Auslese. 7..: Zentaur— Lapsus. 8. Felddienst— Jagdjunker. Auteuil. 1..: Rebenti— Pettt Diable. 2..: Fils de Liral— Herbignv. 3..: Stall O. de Revand— Heve. 4..: Durazzo— Fringant. 5..: Empressor— Dir vour Cent. 6..: Tulipier— Gna Koue. Enghien, 13. November 1..: 1. Zirconium(Reinette), 2. Old Glory, 3. Norah.— Toto: S. 30, Pl. 24, 44. Ferner: Espoir V. Anivéor, Dark Story, Consesseur.„uugg, maen Gaffe 2..: 1. Budos(Bates), 2. Nympy, 3. Beau Gosse.— Toto: S. 26, Pl. 13, 15, 14. Ferner: Rayon Bleu, Drillestie, Vautour, Getaway, Urse, Nataka. 3..: 1. Dsibontt(Maubert), 2. Santoria, 3. Frago. — Toto: S. 100, Pl. 51. 47, 20. Ferner: Garnement II, Busy Voy, Vertigineur, Joveufe;#n" Siti, 4..: 1. Le Rer(Magiot), 2. Guttion, J. Feltonnette — Toto: S. 44, Pl. 16, 17, 62. Ferner: Bassam, Cuenca, Caro,'Espolr, Brididi, Silverline. 5..: 1. Deucalion(Neel), 2. Toutva II, 3. San Juan. — Toto: S. 24, Pl. 16, 18. Ferner: Isodon, Triplepatte II. 6..: 1. Glitter(Vaixelfisch), 2. Soda, 3. Borréca.— Toto: S. 29, Pl. 21, 21. Ferner: Grizzly Bear, Prince d' Indore. (Weitere Sportnachrichten auf Seite 11.) □ Sport-Malender) Sonntag, den 15. November 1936: Gaunga Erratralng Sp.hontköp= Germunia d0 Bochum Anstoß.80 Uhr. Platz Germania, Castrover Straße. Vorher: Reserve Höntrov— Reserve Germania 06. Vormittags 11 Uhr: Handballmeisterschaftsspiel 1. Tkl. Herne— 1. Germania Bochum(a 6308 mkanammmn W Kicheen Teere Zur Festwochedes Stadttheaters Senntag, den 15. November 1936 F Errattte=Wendung Wie vier Feltwochen des Bochumer Theaters or zehn Jahren begann die noch sehr junge Bochumer Bühne mit der Vorbereitung ihres ersten großen Festspielzyklus. Die Shakespeare=Woche 1927 bildete den Grundbau, und die Goethe=Woche 1928 sowie die Schiller=Woche 1934 gaben das ragende Mittelstück zu einem Werk, dessen Bindung zur Geschlossenheit die Kleist=Woche 1936 darstellt. Stärker fast als durch den künstlerischen Willen bewußt herbeigeführt, scheint dem Rückschauenden die Gestaltung der vier Bochumer Festwochen organisch erfolgt zu sein: aus der Wahrheit des größten germanischen Dramatikers Shakespeare, dessen Antlitz uns in der Sage verdämmert, führte ihr Weg zur Dichtung des Olympiers von Weimar und zum Vaterland, das Friedrich von Schillers Lebens= und Schaffensgesetz war. Wahrheit, Dichtung und Vaterland aber nennt die Forschung als Ideale Heinrich von Kleists. Kleist erfüllt und bringt sie zur Einheit in den Werken seiner Reife, in denen er als politischer Dichter und Schriftsteller vor uns steht. So hat das Bochumer Theater, wie— man kann es wohl sagen— keine andere Bühne im Reich, mit seinen Festwochen die Sendung erfüllt, den Dichter zu seinem Volk zu führen, der aus germanischem Geist Seher und Kämpfer in einem ist. Die klassischen Bochumer Festspielwochen waren aber zugleich künstlerische Großtaten, wie sie in ihrer Ausdruckskraft bisher wohl einmalig geblieben sind. Alle drei bisher erfolgten zyklischen Veranstaltungen bedeuteten Theaterereignisse, die als einzigartige und wertvolle Arbeiten der Bochumer Bühne in der deutschen Kunstwelt einen glänzenden Ruf verschafften.„„ B Die„Deutsche Sharespeare=Woche Bochum“ im Jahre 1927 brachte die erste außerhalb Großbritanniens gebotene zyklische Aufführung sämtlicher Königsdramen. Selbst die im Jahre 1864 zum 300. Todestag Shakespeares in Weimar erfolgte Jubiläumsaufführung Dingelstedts hatte eine solche Geschlossenheit des gesamten Königsdramenwerkes nicht erreichen können. Dem Bochumer Theater, das damals im Westen des Reiches eine wohl kaum bestrittene Vorherrschaft inne hatte, wurde eine solche Leistung nur möglich durch seine vorbildlich gepflegte Ensemblekunst, die unter der kühnen, immer ausgeprägter neue, eigene Wege gehenden Persönlichkeit von Intendant Dr. Saladin Schmitt zum letzten Einsatz gebracht wurde. Beides, die künstlerische regieliche Leistung und die Einheit des Ensembles als Spielkörper, waren die ersten Lorbeerblätter der Bochumer Bühne, deren Lob damals erstmalig ins ganze Reich getragen wurde. Ein Jahr später— fast traute man der jungen Bühne die Kraft für ein gutes Gelingen nach dieser kurzen Vorarbeit nicht zu— brachte das Bochumer Theater seine Goethe=Woche im Ruhrgebiet heraus. Der Zyklus„Goethe auf dem Theater" bot das gesamte dramatische Werk des Weimarer Dichterfürsten. In seinem Mittelpunkt stand die überragende Faust=Inszenierung, ein Ereignis, dessen Bedeutung weit über den westdeutschen Raum hinausgriff und von prominenten Besuchern, Fachleuten und Kritikern begeistert ausgenommen wurde. Eine Anerkennung für die künstlerische Tat bedeutete es dann auch, daß die Bochumer Bühne als einziges neben den geschichtlich führenden Theatern zur nationalen Goethe=Ehrung in Weimar zugezogen wurde. „Schillers deutsche Sendung" nannte sich zunächst die dritte Bochumer Festwoche im SchillerJahre 1934. Der Spiel= und Vortragszyklus erhielt jedoch dann vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda die einmalige, ehrende Bezeichnung„Deutsche Schiller=Woche“. Unsere Bühne führte mit ihr das dramatische Schaffen Schillers in einer geschlossenen Reihe vor. Neben der glanzvollen„Räuber"=Aufführung und der außerordentlichen Gestaltung von„Kabale und Liebe“ bildete den Höhepunkt künstlerischen Formvermögens in dieser Woche die Aufführung der Wallenstein=Trilogie an einem Abend, die zu einem Triumph der Bochumer Bühne und zu einem Beweis schöpferischer Kraft ihres Intendanten wurde. Heute stehen wir vor den Ereignissen der vierten Bochumer Festspielwoche, die dem gesamten dramatischen Schaffen Heinrich von Kleists gewidmet ist. Wie die Deutsche Shakespeare=Gesellschaft bei der Aufführung der Königsdramen, die Goethe=Gesellschaft in Weimar bei den Goethe=Festspielen und der Schwäbische Schiller=Verein bei der Schiller=Woche für ihr Vertrauen zum Bochumer Theater glänzend belohnt wurden, so dürfte auch die Kleist=Gesellschaft in diesem Jahre ihre Erwartungen voll erfüllt sehen. Kleists Vermächtnis an unsere Zeit so weiterzugeben, daß hinter dem Brand und Torso eines Lebens, hinter den klaren Quadern und den unbehauenen Blöcken seiner Werke das Herz des deutschen Dichters sichtbar wird, das ist nicht leicht. Bisher hat es noch keine deutsche Bühne gewagt. Das Bochumer Theater aber wird— schaut man zurück auf die bisherigen Leistungen— dazu imstande sein, den Geist seines Wesens„Wahrheit, Dichtung, Vaterland“ hinzutragen zum deutschen Volk, und hinzuweisen auf die Flamme, die aufschlägt aus der dreiarmig gewachsenen und zur Einheit geschmolzenen Fackel: Heinrich von Kleist. Dörnemann. ***" G„ Raterohne=Wiorrhatt Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein Du strahlst mir durch die Binde meiner Augen, Mit Glanz der fausendiachen Sonne zu! „Prins Friedrich von Homburg“ E„ W Rurore Von Heinrich v. Kleilt gn einem bei Jena liegenden Dorf erzählte mir auf einer Reise nach Frankfurt der Gastwirth, daß sich mehrere StunI den nach der Schlacht, * um die Zeit, da das d. Dorf schon ganz von der Armee des Prinzen von Hohenlohe verlassen und von Franzosen, die es für besetzt gehalten, umringt gewesen wäre, ein einzelner preußischer Reiter darin gezeigt hätte, und versicherte mir, daß, wenn alle Soldaten, die an diesem Tage mitgefochten, so tapfer gewesen wären wie dieser, die Franzosen hätten geschlagen werden müssen, wären sie auch noch dreimal stärker gewesen, als sie in der That waren. Dieser Kerl, sprach der Wirth, sprengte, ganz von Staub bedeckt, vor meinen Gasthof und rief:„Herr Wirth!“ und da ich fragte: „was giebts?“—„Ein Glas Branntwein!“ antwortete er, indem er sein Schwert in die Scheide wirft:„mich dürstet!"—„Gott im Himmel!“ sag ich,„und will Er machen, Freund, daß Er wegkommt? die Franzosen sind ja dicht vor dem Dorf!" —„Ei was!“ spricht er, indem er dem Pferde den Zügel über den Hals legt:„ich habe den ganzen Tag nichts genossen.“—„Nun Er ist, glaub ich, vom Satan besessen. He, Liese!" rief ich,„und schaff' ihm eine Flasche Danziger herbei und sage: „Da!“ und will ihm die ganze Flasche in die Hand drücken, damit er nur reite.„Ach was!“ spricht er, indem er die Flasche wegstößt und sich den Hut abnimmt:„Wo soll ich mit dem Quark hin?" Und:„Schenk er ein!“ spricht er, indem er sich den Schweiß von der Stirn abtrocknet, „denn ich habe keine Zeit.“—„Nun, Er ist ein Kind des Todes!“ sage ich.„Da!“ sag ich und schenk ihm ein:„da! trink er und reit Er! Wohl mags ihm bekommen!“—„Noch eins!“ spricht er, und streckt mir das Glas hin:„und gut gemessen“ spricht er, indem er sich den Bart wischt und sich vom Pferde herab schneuzt:„denn es wird baar bezahlt.“— Ei mein Seel! So wollt ich doch, daß Ihr— Da!“ sage ich, und schenk ihm noch, wie er verlangt ein zweites, und schenk ihm, da er getrunken, noch ein drittes ein und frage:„Ist er nun zufrieden?“—„Ach!“ Schüttelt sich der Kerl:„der Schnaps ist gut! Na!“ spricht er und setzt sich den Hut auf:„Was bin ich schuldig?“—„Nichts, nichts!" versetz' ich:„Pack Er sich ins namen! die Franzosen ziehen augenblicklich ins Dorf!"—„Na!“ sagt er, indem er in seinen Stiefel greift:„so solls Ihm Gott lohnen!“ Und holt aus dem Stiefel einen Pfeifenstummel hervor und spricht, nachdem er den Kopf ausgeblasen:„Schaff Er mir Feuer!“— Feuer?“ sag' ich:„plagt ihn—?“„Feuer, ja!“ spricht er:„denn ich will mir eine Pfeise Tabak anmachen!"— Ei, den Kerl reiten Legionen—! He, Liese!“ ruf ich das Mädchen, und während der Kerl sich die Pfeife stopft, schafft das Mensch ihm Feuer.—„Na“, sagt der Kerl, die Pfeise, die er sich angeschmaucht, im Maul:„Nun sollen doch die Franzosen die Schwerenoth kriegen!“. Und damit, indem er sich den Hut in die Augen drückt und zum Zügel greift, wendet er das Pferd und zieht vom Leder.—„Ein Mordkerl!“ sag ich:„ein verfluchter, verwetterter Galgenstrick! Will Er sich in Henkers Namen scheeren wo Er hingehört? Drei Chasseurs— sieht Er nicht? halten ja schon vor dem Thore!"—„Ei was!“ spricht er, indem er ausspuckt, und faßt die drei Kerls blitzend ins Auge:„wenn ihrer zehn wären, ich fürcht mich nicht!“ Und in dem Augenblick reiten auch die drei Franzosen schon ins Dorf. „Bassa Manelka!“ ruft der Kerl, und giebt seinem Pferde die Sporen und sprengt auf sie ein, sprengt, so wahr Gott lebt! auf sie ein und greift sie, als ob er das ganze Hohenlohesche Korps hinter sich hätte, an; dergestalt, daß, da die Chasseurs, ungewiß, ob nicht noch mehr Deutsche im Dorf sein mögen, einen Augenblick, wider ihre Gewohnheit, stutzen, er, mein Seel! ehe man noch eine Hand umkehrt, alle drei vom Sattel haut, die Pferde, die auf dem Platz herumlaufen, aufgreift, damit bei mir vorbeisprengt, und:„Bassa Teremtetem!“ ruft, und:„Sieht Er wohl, Herr Wirth!" und„Adies!" und:„Auf Wiedersehn!" und:„Hoho, hoho, hoho!“— So einen Kerl sprach der Wirth, hab ich Zeit meines Lebens nicht gesehn!— Kleilt auf der Bühne m schaffen und wirken zu können, bedurfte Heinrich von Kleist wie kaum ein anderer Dichter des Echos und Beifalls seines Volkes. Zu Lebzeiten kaum vernommen, fand sein Dichterwort erst mit größerer Distanz zunehmend Anklang und fernerhin Verständnis.„ geLaunt 8at Es ist nicht augemein vekannt, daß zu Kleists Lebzeiten außer der unglücklichen Weimarer Aufführung des„Zerbrochenen Krugs“ die Aufführung zweier weiterer Bühnenstücke und die Darbietung eines vierten im Auszuge stattgefunden haben.„Die Familie Schroffenstein“ kam bereits am 9. Januar 1804 in Graz und das„Käthchen von Heilbronn“ am 17. März 1910 in Wien auf die Bühne. Hierzu trat im April 1811 die pantomimische Darstellung aus der„Penthesilea" durch Frau Hendel=Schütz in Berlin. Wie die Weimarer Einstudierung durch Goethe dem„Krug" durch Steifheit und Schwerfälligkeit schadete, so waren auch die anderen Aufführungen dem dichterischen Werk Kleists abträglich. Beim„Käthchen“ freute es die Zuschauer am meisten, daß an Dekorationen nicht gespart worden war, und bei der„Penthesilea“ konzentrierte sich ihr Interesse allein auf das Erscheinen der berühmten Hendel=Schütz. Von Kleist hatte man durch die Zeitung nur eine vage Vorstellung, man nannte ihn einen neuen Dichter Deutschlands, oder er erschien als einer der„extravaganten neusten Poeten“. Es folgten die Jahre des äußeren und inneren Freiheitskampfes. Ludwig Tieck hatte in der Vorrede zu Kleists hinterlassenen Schriften genügend auf die vaterländische Bedeutung des„Prinzen von Homburg“ hingewiesen. Nun traten die Majestät des Großen Kurfürsten und die Gestalt des biederen Kottwitz in den Vordergrund, naturgemäß auf Kosten des Titelhelden, dessen Todesfurcht und „somnambules“, Wesen den Mißerfolg der Wiener Uraufführung im Jahre 1821 hauptsächlich verursachte. Bei der ersten Berliner Aufführung im Juli 1828, bei der man nicht einen preußischen Helden sehen wollte, der um sein Leben flehte, fehlte aus„Schicklichkeitsgründen“ die weiche Schwermut des Verurteilten, dessen männliche Selbstbesinnung darum auch ausfiel. Inzwischen war August 1822 in Berlin„Der zerbrochene Krug" erschienen, der infolge des gedehnten Spiels von Gern als Adam und infolge der anderen Geschmacksrichtung des Publikums keinen Erfolg hatte. Anders war es in Hamburg mit Schmidt und in Breslau mit Schmelka als geeigneten Adam=Darstellern. Das„Käthchen“ richtete zu dieser Zeit schon seine Herrschaft in den Herzen der Zuschauer ein. Leider erschien das Schauspiel nicht wie 1817 einmal zu Breslau in Originalfassung, sondern es bürgerto sich bereits eine Bearbeitung von Holbein ein, die mit vielen Aeußerlichkeiten von der Kleistschen Poesie abzog. Nur die innige und liebliche Darstellungsweise der Frauen Luise von Holtei, Schirmer, Karl, Neumann, Lindner bewahrte dem Käthchen Kleistschen Reiz. Um so beschämender war die Holbeinsche Form, in der die „Familie Schroffenstein" dem deutschen Publikum geboten wurde, das sich außer in Wien, wo das Stück als phantastisch=romantisches Ritterschauspiel erfolgreich gegeben wurde, an Schloßbrand und Turmsprung schadlos hielt. Es kamen die 30er und 40er Jahre. In dieser auf sozialem und politischem Gebiet immer erregteren Zeit gewann das Interesse für den Kleistschen Patriotismus an Intensität. Stärker als zuvor wurde durch das Theater der Geist der Ordnung und des Gesetzes, wie ihn der Kurfürst verkörpert, herausgestellt, indessen man des Prinzen Todesfurcht in eine Abscheu vor der Strafe der öffentlichen Hinrichtung umwandelte. 1848 wurde das Preußendrama geradezu aktuell. Die staatserhaltende Kraft des Kurfürsten strafte„die Zerfahrenheit der jüngsten Irrtümer"; das erkannten die Berliner Theaterbesucher im Oktober des Revolutionsjahres. Im März des darauffolgenden Jahres erlebte die„Familie Schroffenstein“ in Berlin eine passende Besetzung und demzufolge eine gute Darstellung. Während die Tragödie es 1836 in Hamburg infolge des dort heimischen Realismus und ein Jahr danach in Düsseldorf bei Immermann zu keinem Erfolg brachte, gab es im Königlichen Schauspielhaus „mehrfachen Hervorruf“, der ein besonderer Verdienst der Crelinger war. Käthchen stand ganz im Zeichen der Charlotte von Hagn, der Clara Stich und der Malvina Erck, deren warmes und empfundenes Spiel dem Vorbild der Luise von Holtei folgte und trotz der Holbeinschen Bühneneinrichtung, gegen die eine verständige Kritik bereits ankämpfte, das Publikum in innigeren Zusammenhang mit der Kleistschen Poesie brachte. Ein großes Verdienst um die Kleistaufnahme dieser Zeit erwarb sich auch Döring, dessen Adam eine glückliche Mischung von Brutalität eines Bauernschrecks und von Angst eines bösen Gewissens abgab. Zu dem nun wachsenden Erfolge hat die stille und vorbereitende Bildungsarbeit der 50er Jahre viel beigetragen. Im Jahrzehnt zuvor hatte bereits Gervinus klärend gewirkt, jetzt wurde unter dem Eindruck von Wackernagels und Treitschkes KleistDarstellung und bei der Lektüre der Julian Schmidischen Kleist=Ausgabe in engeren Kreisen das Verständnis gefördert. Die praktische Arbeit in der Oeffentlichkeit leistete dann das Theater. Im Jahre 1860 kam die„Hermannsschlacht“ in Breslau zum erstenmal auf die Bühne, sodann noch mehrerenorts, bleibt aber zu dieser Zeit ohne sichtlichen Erfolg, gleich der„Familie Schroffenstein", deren Schluß Dulk und auch Laube in einen versöhnlichen umgewandelt hatten. Laubes und Dingelstedts Ensembles kamen ans Werk. Ihre und Eduard Devrients Neubearbeitungen des Käthchen=Schauspiels lösten die Holbeinsche ab und strebten eine bessere Interpretation an. Virtuosen, vor allem Döring, nahmen sich weiter des„Krugs“ an. Mit Unser Bild seigt die von der Düsseldorfer Bildhauerin Z. Unkelbach nach authentischen Unterlagen geschattene einzige Meske Hleinrich von Kleisne Weltbild An unsere Gäste! Es ist für die Stadt Bochum eine besondere Freude und Genugtuung, eine so bedeutende Veranstaltung wie die Kleist-Festwoche 1936 anläßlich der Tagung der Kleistgesellschaft in ihren Mauern stattfinden zu sehen. Wir sind überzeugt, daß mit dieser Kleistwoche eine der größten diesjährigen Theater-Veranstaltungen des Reiches, der Ruf Bochums als Theaterstadt eine neue wesentliche Betätigung erfährt. In diesem Sinne begrüße ich alle diejenigen, die sich aus diesem Anlaß in Bochum zusammengefunden haben und wünsche den festlichen Veranstaltungen vollen Erfolg. Heil Hitler! Dr. Piclum Oberbürgermeister der Stadt Bochum Umiangreiche Arbeitsleistungen sind es gewesen, durch die unsere Bochumer Bühne bisher ihre selbstgewählte Aufgabe der stärksten Pilege unseres klassischen Dramas erfüllt haf. Shakespeares sämtliche Königsdramen in lückenloser Folge, zum ersienmal in der Theatergeschichte überhaupt gegeben, waren die ersten der großen Darbiefungen und ihnen folgten kurze Zeit nachher sämtliche großen Dramen Goethes und sämtliche Dramen Schillers. Es war eine besondere Ehre, daß sich zur ersten Aufgabe die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft und zu den beiden anderen die Goethe-Gesellschaft mit unserer Bühne verbunden hatten. Nun ist es die Kleist-Gesellschaft, die als Hüterin des Gedenkens an den Dichter Heinrich von Kleist unserer Einladung zu einer gemeinsamen Ehrung Kleists entsprochen haf. Kleist-Gesellschaft und Stadttheater Bochum wollen des Todestages des Dichters, der sich am 21. November zum 125. Mal jährt, gedenken, indem sie sein ganzes dramatisches Werk in einer Reihe aufführen und durch Vorträge erläufern. So danken sie gemeinsam dem großen Dichter, dessen vaterländische Begeisterung uns heute von neuem aufwecken soll in Liebe zu unserm neuerstarkten deutchen Vaterland. Stumpf Stadtrat und Kunstdezernent der Stadt Bochum der Darstellung der„Penthesilea“ machte Clara Ziegler einen ersten, aber ergebnislosen Versuch. Dann erschienen die Meininger. Sie entsprachen dem Bedürfnis des neuen Reiches nach Prachtentfaltung. Die Wirkung auf die Massen war gewährleistet, in räumlicher Beziehung noch durch Gastspielfahrten erweitert. Zum ersten Male machten sie große Zuschauermengen mit der Kleistschen Dichtung in einer weitgehend originalgetreuen Textfassung und in einer der Kleistschen Intention möglichst gerecht werdenden Aufführung vertraut. So kam unter anderem auch die„Hermannsschlacht" zu ihrem Recht, die nach ihrem großen Erfolg in Berlin auf den weiteren Gastspiel1890 einhunreisen der Meininger von 1875 bis 169o einhunderteinmal gegeben wurde. Der Erfolg und die Werktreue der Aufführungen hatten gleichzeitig ein tieferes Verständnis für die Dichterpersönlichkeit und den Menschen Kleist bewirkt. Romantik, Patriotismus, Maßlosigkeit und Verbitterung Kleists werden in ihrer Wechselwirkung auf den Menschen und Dichter erkannt. Kleist wird jetzt als einheitliche Persönlichkeit erfaßt Mit dem 20. Jahrhundert kamen zum erstenmal „Amphitryon" und„Robert Guiskard“ auf die Bühne. So vervollständigte sich der Kleist=Spielplan, und allenthalben im Reich häuften sich die Aufführungen. Selbst ein so sprödes Bühnenstück wie die „Familie Schroffenstein“ erschien in vier verschiedenen Bühneneinrichtungen, von denen die Kilians in München 1911 durch die Uebernahme der tragischironischen Schlußgestaltung der Kleistschen Grundauffassung gerecht wurde, während die von Gielen in Dresden 1924 mit dezentem versöhnlichem Ausgang dem Publikum entgegenkam. Der Erfolg der „Penthesilea“ schwankte. Clara Ziegler hatte 1893 bei der Wiederaufnahme ihrer alten Rolle gefallen. In Weimar 1908 war das Schauspiel allerdings zur Offenbachiade geworden. Später vermittelten Rosa Poppe und Gertrud Eysoldt jede nur eine Seite der Amazonenfürstin, jene eine verinnerlichte Heroik, diese die Sphäre der Ueberreiztheit und Wollust. Nach der Meisterleistung von Joseph Kainz als Homburg zeigte Friedrich Kayßler einen grüblerischen und schwerblütigen Prinzen im Rahmen einer primitiv=brandenburgischen und unromantischen Inszenierung im Deutschen Theater in Berlin. Am selben Theater hatte das„Käthchen“ 1885 durch Agnes Sorma, dann 1891 bei Max Grube am Königlichen Schauspielhaus liebevolle Aufnahme gefunden. Den schweren Mißgriff der Bearbeitung des Käthchen=Schauspiels am Deutschen Theater 1905 in Berlin vermochte nur das Spiel Lucie Höflichs wettzumachen. Ein hohes Verdienst war die völlig unveränderte und fast strichlose Wiedergabe des „Käthchen“=Originals am Düsseldorfer Schauspielhaus 1919. Dann folgten freilich besonders für das „Käthchen“ und für den„Homburg“ unersprießliche Jahre. Sie blieben der„Hermannsschlacht“ erspart, die nach den Erfolgen bei'Arronge 1888 am Deutschen Theater und mit Matkowsky als Hermann am Königlichen Schauspielhaus Berlin 1894 und selbst nach dem Erfolge im Jahre 1918 dann in der Systemzeit hintenan gehalten wurde.„Käthchen" und„Homburg“ wurden ein Objekt der Psychoanalt unarhse und der Neuen Sachlichkeit, bis endlich nach der Machtübernahme der deutsche Dichtergenius wieder in den Mittelpunkt unseres Theaterlebens gestellt wurde. Durch die Aufführungen des„Amphitryon“ auf der Reichs=Theaterfestwoche in Hamburg 1935, des „Käthchen“ bei den Heidelberger Reichs=Festspielen des gleichen Jahres, der„Hermannsschlacht“ 1934 im Staatlichen Schauspielhaus Berlin und des „Krugs“ wie des Guiskard“ auf der Tagung der Kleist=Gesellschaft in Königsberg 1934, ist Kleists Werk durch Reich, Staat, Partei und Organisation zum geistigen Programm erhoben worden. Im Dienst dieses Programms und des Gedenkens an den Todestag Kleists, der sich jetzt zum 125. Male jährt, steht in diesem Monat die Kleist=Festwoche in Bochum mit der erstmaligen Aufführung seiner sämtlichen Dramen. Dr. Hans Zigelekt Ein Bühnenbild zum„Amphitruon nach dem Entwurs von Dr. H. Ians vom Stacheater Bochum Die Tagung„ der Kleist-Festwoche in Bochum vom 15.—21. November 1936 15. November, 17 Uhr, Im Rathaus: Presseempfang(großer Sitzungssaal) 20 Uhr, Im Stadttheater:„Die Familie Schroffenstein“. Anschließend: Zwangloses Beisammensein im Parkhotel „Haus Rechen.“ 16. November, 11 Uhr. im Parkhaus: Vortrag des Staatsschauspielers Friedrich Kaußler, Berlin:„Gedanken zum Prinzen von Homburg“ mit Rezitationen. 20 Uhr, Im Stadttheater:„Robert Guiskard“— „Der zerbrochene Krug.“ 17. November, 11 Uhr, Im Parkhaus: Vortrag des Universitäts-Professors Dr. Karl Justus Obenauer, Bonn:„Kleists Weg zu Staat, Volk und Vaterland.“ 20 Uhr, Im Stadttheater:„Amphitruon.“ 18. November, 11 Uhr, Im Schützenhof: Kundgebung für Volk und Jugend. 1. Sinfonische Dichtung zu„Penthesilea“ von Hugo Wolf. 2. Begrüßungsansprachen. 3. Festansprache des Präsidenten der Reichstheaterkammer, Ministerlalrat Dr. Rainer Schlösser, Berlin. 4. Rezitation aus Kleists vaterländischen Schriften 5. Ouvertüre zu„Käthchen von Heilbronn“, von Hans Pfitzner. 20 Uhr, Im Stadttheater:„Penthesilea.“ 19. November, 11 Uhr, Im Parkhotel„Haus Rechen“: Mitglieder-Versammlung der Kleist-Gesellschaft.(Nur für Mitglieder.) 20 Uhr, Im S adttheater:„Das Käthchen von Heilbronn.“ 20. November, 11 Uhr, im Parkhaus: Vortrag des Vorsitzenden der KleistGesellschaft, Professor Dr. Georg MindePouet, Berlin:„Goethe und Kleist“. 20 Uhr, Im Stadttheater:„Die Hermannsschlacht.“ 21. November, 20 Uhr, im Stadttheater:„Prinz Friedrich von Homburg.“ Anschließend: Schlußfeier im Parkhotel„Haus Rechen“ Oirlerzarschauhetenniarvenklents Die erste Strophe seines Gedichtes„An den Rönia von Dreußen" zur Zeler seines Einzuges in Berlin(1800) S J Sei# 180 W Kleist an unsere Helt Aus dem„Katechismus der Deutschen“ Don der Liebe zum Daterlande Frage: Du liebst dein Vaterland, nicht wahr, mein Sohn? Antwor: Ja, mein Vater, das tu ich. Fraze: Warum liebst du es? Antwort: Weil es mein Vaterland ist. Froze: Du meinst, weil Gott es gesegnet hat mit vielen Früchten, weil viele schöne Werke der Kunst es schmücken, weil Helden, Staatsmänner und Weise, deren Namen anzuführen kein Ende ist, es verherrlicht haben? Antwort: Nein, mein Vater, du verführst mich. Froze: Ich verführe dich? Antwort: Denn Rom und das ägyptische Delta sind, wie du mich gelehrt hast, mit Früchten und schönen Werken der Kunst und allem, was groß und herrlich sein mag, weit mehr gesegnet als Deutschland. Gleichwohl, wenn deines Sohnes Schicksal wollte, daß er darin leben sollte, würde er sich traurig fühlen und es nimmermehr so lieb haben wie jetzt Deutschland. Frage: Warum also liebst du Deutschland? Antwort: Mein Vater, ich habe es dir schon gesagt! Fraze: Du hättest es mir schon gesagt? Antwor: Weil es mein Vaterland ist. Don Deutschland überhaupt Fraze: Sprich, Kind, wer bist du? Antwort: Ich bin ein Deutscher. Frage: Ein Deutscher, du scherzest, du bist in Meißen geboren, und das Land, dem Meißen angehört, heißt Sachsen. Antwort: Aber mein Vaterland, das Land dem Sachsen angehört, ist Deutschland, und dein Sohn, mein Vater, ist ein Deutscher. Frage: Du träumst! Ich kenne kein Land, dem Sachsen angehört, es müßte denn das rheinische Bundesland sein. Wo find' ich es, dies Deutschland, von dem du sprichst, und wo liegt es? Antwort: Hier, mein Vater.— Verwirre mich nicht. Frage: Wo? Antworl: Auf der Karte. Frage: Ja, auf der Karte! Diese Karte ist vom Jahr 1805.— Weißt du nicht, was geschehen ist im Jahre 1805, da der Friede von Preßburg abgeschlossen war? Antwort: Napoleon, der korsische Kaiser, hat es nach dem Frieden durch eine Gewalttat zertrümmert. Froge: Nun? Und gleichwohl wäre es noch vorhanden? Antwort: Gewiß!— Was fragst du mich doch. Prage: Seit wann? Antwort: Seit Franz der Zweite, der alte Kaiser der Deutschen, wieder aufgestanden ist, um es herzustellen, und der tapfre Feldherr, den er bestellte, das Volk aufgerufen hat, sich an die Heere, die er anführt, zur Befreiung des Landes anzuschließen. Eine ILebenfrage Frage: Sage mir, mein Sohn, wohin kommt der welcher liebt? In den Himmel oder in die Hölle? Antwort: In den Himmel. Frage: Und der, welcher haßt? Antwort: In die Hölle. Fraze: Aber derjenige, welcher weder liebt noch haßt: wohin kommt der? Antwort: Welcher weder liebt noch haßt? Frage: Ja— hast du die schöne Fabel vergessen? Antwort: Nein, mein Vater. Frage: Nun? Wohin kommt er? Antwort: Der kommt in die siebente, tiefste und unterste Hölle. Die letzten Briese Der letzte Brief Heinrich von Kleists, den er am Morgen des 21. November 1811 schrieb, an dem er mit Henriette Vogel aus dem Leben schied, ist an seine geliebte Schwester Ulrike gerichtet, die aufopfernde Gefährtin seines Lebens, über deren Versagen in letzter Stunde er kurz vorher an Maria von Kleist mit Bitterkeit geschrieben hatte. An Ulrike schreibt Kleist an seinem Todestage: „Ich kann nicht sterben, ohne mich zufrieden und heiter, wie ich bin, mit der ganzen Welt, und somit auch, vor allen Andern, meine theuerste Ulrike, mit Dir versöhnt zu haben. Laß sie mich, die strenge Aeußerung, die in dem Brief an die Kleistin enthalten ist, laß sie mich zurücknehmen. Wirklich,„Du hast an mir gethan, ich sage nicht, was in Kraften einer Schwester, sondern in Kräften eines Menschen stand, um mich zu retten: die Wahrheit ist, daß mir auf Erden nicht zu helfen war. Und nun lebe wohl. Möge Dir der Himmel einen Tod schenken, nur halb an Freude und unaussprechlicher Heiterkeit, dem meinigen gleich: das ist der herzlichste und innigste Wunsch, den ich für Dich aufzubringen weiß.“ * Der letzte Brief Henriette Vogels die gemeinsam mit Heinrich von Kleist in den Tod ging, ist eine vom gleichen Tage datierte Bestellung auf eine Gedenktasse aus der Königlichen Manufaktur Berlin. Der Brief von Henriette Vogel an Peguilhen lautet: .. Ein kleines versiegeltes schwarzes ledernes Felleisen und einen versiegelten Kasten, worin Nachrichten für Vogel, Briefe, Geld und Kleidungsstücke, auch Bucher vorhanden, werden Sie bei Stimmings finden. Für die darin befindlichen 10 Thlr. Kurant wünschte ich eine recht schöne, blaßgraue Tasse, inwendig vergoldet, mit einer goldenen Arabeske auf weißem Grunde zum Rand, und am Oberkopf im weißen Felde meinen Vornamen, die Fasson, wie sie jetzt am modernsten ist. Wenn Sie sich dieser Kommission halber an Buchhalter Meves auf der Porzellan=Fabrik wendeten, mit dem Bedeuten, diese Tasse am Weihnachts=Heiligabend Louis eingepackt zuzuschicken, doch würden Sie, mein lieber Freund, mit der Bestellung eilen müssen, weil sie sonst nicht fertig werden möchte. Leben Sie wohl und glücklich.—.“ Bh Meiene ute Nau Wochenbeilage des„Hochumer Anzeiger 2. Blatt: 47. Woche Gedanken des zur bestimmten Zeit Aufwachenmüssens nicht so fest und tief und unbeschwert schlafen wie sonst! Im Schlaf arbeitet im Unterbewußtsein immerwährend der Gedanke:„Ich muß um 5 Uhr aufwachen!“ Die meisten dieser Menschen werden auch zugeben, daß sie in solchen Nächten immer einmal zwischendurch aufwachen und auf die Uhr schauen. Besonders ist auch bei Schulkindern darauf zu achten, daß sie rechtzeitig geweckt werden— wenn Wecken hier überhaupt nötig ist. Man soll sie lieber eine Viertelstunde eher aufstehen lassen, damit ihnen genügend Zeit zum Frühstück und zum ruhigen Schulweg bleibt! zu finden— als im Moment des Erwachens jäh aus dem Bett springen zu müssen. Es gibt allerdings auch Menschen, denen das unmittelbare Aus=dem=Bettspringen nichts ausmacht. Bei den meisten aber erzeugt es Unlustgefühle. Sehr häufig verursacht es sogar körperliche Unbehaglichkeitserscheinungen, wie Blutleere im Kopf und dadurch Schwindelgefühl. Daß sich dieses körperliche Unbehagen dann auch seelisch auswirken muß, ist eine Selbstverständlichkeit. Wozu denn aber so, wo es ja doch auch anders Denn wenn nach dem Wecken noch eine kurze Zeitspanne bis zum Aufstehenmüssen bleibt, dann genießt man so recht diee Erquickung der Bettruhe, den Frieden der Gegenwart, und man hat Gelegenheit, sich für den den beginnenden Tag zu sammeln. Allerdings muß man sich davor hüten, wieder einzudämmern. Die Bereitschaft zum Wachen muß man gleich haben. Und nach Ablauf der gestellten Gnadenfrist muß man dann auch sofort Vor alem ist es auch wichtig, sich mit der Gewißzheit hinzulegen und in dem beruhigenden Gefühl einschlaseg zu köngen, daß man einen Zeu egerisigegzgeeze hat. Ob dies das mechanische Wecken der Weckuhr ist oder die freundliche Hilfe einer zuverlässigen Person, die an die Tür pocht, das ist gleich. 9 „Hitte, schicken Sie mir das eben zu! Oder: Bitte nicht zu bequem sein! Da haben wir uns beispielsweise einen Nähtisch erstanden oder auch eine neue Korbsesselgarnitur, und es bedarf wezter keiner Frage, daß uns diese vom Verkäufer kostenlos in unsere Wohnung zugestellt wird Es wäre kein leichtes Unterfangen für uns, diese Dinge etwa unter den Arm zu nehmen und so vom Geschäft in unsere Behausung zu tragen. Wir haben durchaus nichts dagegen, daß man sich größere Gegenstände wie die ebengenannten kostenlos zuschicken läßt und sehen auch ein, daß man das bei einer ganzen Anzahl anderer Dinge machen lassen kann. „Die„Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhan: dels", die sich gerade um die Festzeit herum sehr mit dem Problem der kostenlosen Zustellung durch den Verkäufer befaßte, kommt zu der Feststellung, daß diese Sitte, die in früheren Zeiten nur größere und hochwertige Gegenstände umfaßte, in den letzten Jahren doch sehr nate schon, denn es wollen immer neue kleine Spielchen erdacht werden, die dazu noch die Anforderungen stellen, von Woche zu Woche von dem Kleinkind ein„Mehr“ zu fordern. Aber wenn wir einmal an die einzelnen Tätigkeiten aus der Handwerkszunft denken, an unser alltägliches Leben, an die Natur dort draußen, an unsere eigene Arbeit, dann kommen diese Einfälle. in so erfreulich mannigfaltiger Form, daß es der Mutter, die es ernst nimmt, nicht schwer fällt, aus ihrem eigenen Erlebniskreis heraus auch dem Kleinkind eine Welt zu schaffen, die es ganz erfüllt und es fein, aber bestimmt auf diese seine spätere Welt vorbereitet. Aber niemals Langeweile aufkommen lassen, immer das Kind beschäftigen oder es anleiten, es selbst mit seinen Fingerchen, seinen Zehen auf Arbeitssuche auszuschicken. Natürlich nun aber auch nicht ins Gegenteil umschlagen, nicht das Kind so stark beanspruchen, Zeit hat zur Ruhe, zum Schlaf, zux,„ Selbste Seoepstände, umfaßfe, in den letten Jahen daß es nicht Zeit hat zur Ruhe, zum Schlaf, zur Selbste stark zugenommen hätte und wir fügen dieser besinnung. Aber jede Mutter, die mit ihrem Kleinkind na mit gutem Gewissen. hinzu„überhand„as lebt, weiß, wo hier die Grenze ist, weiß, was des es. ung mit gutem. Gepiset, bsP1. zsebergse 655 lebt, weis, wo hat“, denn wous zuvick ist, ist gubgn..:..- Guten zuviel teinander reichlich bequem geworden! P o ter zen kommen— natirlich kurz„ Zeitschrißtenschau Feststellung mit gutem Gewissen hinzu„überhand genommen par, denn waos zuviel ist, ist zu alle miteinander reichlich bequem Diese guten Hausfrauen kommen— natürlich kurz vor sieben Uhr— in den Laden gestürzt, und kaufen eine ganze Reihe Waren ein, oder gar nut ein oder zwei kleinere Teile, die ganz bequem in der großen Handtasche unterzubringen oder auch in die Hand zu nehmen wären. An das kleine Lehrmädchen, den La jungen und an den ersehnten Feierabend dieser beiden denkt niemand, es ist ja so angenehm, sich diese ehen herezngeschen“ zu lassen, und es, wird, doch brgeg, Frauenkultur im Deutschen Frauenwerk Ausgabe A Verlag Otto Beyer(Leipzig) „Die Kultur des deutschen Theaters ist— zumindest seit den Tagen der Neuberin— zu wesentlichen Teilen ein Stück Frauenkultur ge„eben hereinreichen“ zu lassen, und es wird, doch sicher; wesentlichen Teilen ein Stück Frauenkultur ge19 bege Wrüy, machen, boxz ote. Hochen Sben Hprgg Pafen. und ietietzustpresen=lusgaben der Leutschen Kleiner Mann hat große Sorgen Weltbild werden? Und so macht es Frau Meier, Frau Müller, Frau Nepomuk und wie sie alle heißen, und der Feierabend für das Lehrmädchen, den Laufjungen wird um mindestens eine Stunde herausgeschoben. Wer denkt überhaupt mal an das sich ergebende Kostenmoment das dieser täglich zu hörenden Bitte „Schicken Sie mir das bitte zu!“ die, sobald sie ausgesprochen wird, weniger einer Bitte als einem hoheitsvollen Befehl gleicht, entspringt? Wohl kaum jemand überlegt sich, wie diese mit den Worten„Aber selbstverständlich gnädige Frau, um welche Zeit paßt es Aufsatz,„Die kulturellen„Aufgaben der deutschen Bühne", der soeben in dem Novemberheft der Zeitschrift „Frauenkultur im Deutschen Frauenwerk“ veröffentlicht wird. Zum Tage der Deutschen Hausmusik bringt das Heft Beiträge, bei denen vor allem der Aufsatz von Ilse Thate„Die Schnitter=Orgeln im Alten Lande“ und„Das Lager singt!“ von Marianne Lietzmann, starke Beachtung verlangen. Ein sehr feines Bild von der Hausfrau und Gelehrten, der Doktorin Torothea von Schölzer=Rodde vermag Dr. Else Boger=Eichler zu vermitteln, und Lore Bauer=Hundsdörfer gibt ein le*. überlegt, sch, wie diese mit den Woxfen Zeisttez,Lzout bensvolles Bild von Wissenschaftlerinnen, und Künst!“ Cte sebdaoneitahan augal Thdtail ap#ttinbic gnger#######.##t#i# lerinnen unserer Tage, das durch die sehr auten. Vorz Die Kliegende Jtewarden zwischen zwei Erctrettent Ihnen am bestenk“ lächelnde Neußerung den Eiat des trätzeichnrungen von Frma Frminahaus nach stärker und Die Fllehenae Prenu)„ kleinen Kaufmanns helastet,„Die statistischen, Ermittlan, eindringlicher, wirkt. Der bandarbeittichppeßel z# Her „„„„„ gen für die Stadt Verlin haben beispielsweise ergeben, tes sieht unter, dem Thema„Handgewebt:;, u dem daß die Kosten für eine unentgeltliche Warenzutellung Veisteige, Gieter#: Se ght. Franen Propgende ein de: zwischen Oei und.74 Mark schwonten. uen mit stastender Heimkultur haben, stark fesseln werden. Der Tas knd Summen, an die ibr Hogekteoun, vu Kleiderteil zeict seindurchdachte, materialgerechte, Vereurer Bitte jedenfallz noch nicht gedacht habt, und die arbeitungen von bandgewebten Stoffen in Verbindung dennoch für den Kaufmann einen sehr erheblichen Scha= mit Holz und Leder. den bedeuten. Und wißt Ihr auch, daß die kossenlose uur.....,. au g e Zustellung gesetzlich unzulässig ist, sobald die Zusen= Landarbeitsheite: Verlag Otto Beyer(Leipzig) bungen nicht mehr als handelsübliche Rebenlestungen Wie gljährlich, so bescherte auch in diesem Jahre der Verlag Otto Beyer(Leipzia) der handarbeitsfreudigen Frau eine Reibe von Handarbeitsheften, die nicht nur in die Materie der Handarbeit einzuführen vermögen, Kinderstube im Ather— Märchenzauber im Luftschiff„Hindenburg“ Ihr Arbeitsteld: Der Zeppelin „Tante Emilie! Tante Emilie!"—— Immer wieder dringt dieser Ruf aus Kinvermund ans Ohr jener schlanken Frau, die mit dem weißen Häubchen auf dem braunen Haar sich überall in den Passagier= räumen des Luftschiffes„Hindenburg“ nützlich macht. So bleibt Frau Emilie Imhofs, der ersten„fliegenden Stewardeß" Deutschlands, nichts anderes übrig, als ihr Strickzeug aus der Hand zu legen und sich den Kindern zu widmen, die ihre„Zeppelintante“ keine Stunde missen wollen. Ach, was gibt es auf einer so wundervollen Fahrt über Land und Meer für ein Kinderherz nicht alles zu fragen! Das Stupsnäschen an die breiten Bordfenster des Zeppelin gepreßt, wollen die jüngsten Passagiere in ihrer kindlichen Wißbegier von ihrer mütterlichen Betreuerin hören, ob das grüne, wogende Wasser da unten wirklich das große Meer sei, von dem Großmutter einmal sagte, daß darin die Nixen mit den Delphinen baden, ob das Luftschiff auch bis zu den Sternen fliegen könne und wann man endlich jenes geheimnisvolle Land erblicken würde, in dem die Elfen zu Hause sind. Es ist nicht leicht, auf solche Fragen mit Geschick einzugehen, aber Frau Imhoff kennt ja die Kinderseele wie ihr eigenes Herz. So nimmt sie die goldblonde Mary aus Cleveland, die nur Englisch versteht, an der einen und den schwarzhaarigen kleinen Südfranzosen an der anderen Hand und spaziert mit ihnen, während draußen die Welt sich wie ein Kinderbuch öffnet, in das Traumland der Kinderphantasie. Mit heißen Wangen und großen Augen lauschen sie, was„Tante Emilie“ von Meeresungeheuern zu erzählen weiß, von Neptun, der mit dem Dreizack manchmal zornig durch das Wasser fährt, so daß es hohe Wellen schlägt, von der Windsbraut, die heftig in die Wolken bläst, damit sie mit dem Zeppelin um die Wette fliegen können. Aber auch die Erwachsenen, vor allem die weiblichen Fahrgäste, nehmen Rat und Hilfe der ZeppelinStewardeß gern in Anspruch. Frau Imhoff, die gern in Anspruch. Frau Imyoff,„die mit den Ueberseedampfern oft genug schon um die Welt gesegelt ist, weiß ja in allen Reisedingen genauestens Bescheid und da es auch an Bord eines Zeppelin=Luftschiffes manche Situationen gibt, die zu meistern nur eine weltgewandte Frau versteht, so hat die Deutsche Zeppelin=Reederei mit der jüngst erfolgten Einstellung einer Stewardeß wirklich einen recht guten Griff getan. Nun brauchen sich die Kinder nicht mehr zu langweilen, wenn sich Mama zwischen Himmel und Wasser für das Modeiournal interessiert, oder wenn der Vater schnarchend sein Mittagsschläschen hält„Tante Emilie“ weckt am Morgen, der hier oben im Luftschiff früher als auf der Erde graut, bindet den Hosenmätzen zum Frühstück das Lätzchen unters Kinn. rührt die Suppe, baut ein Spielzeug auf und gibt lebendigen Geographie=Unterricht. Und wenn draußen der Sturm an der Silberleinwand rüttelt und die Nacht finster und drohend zwischen zwei Kontinenten steht, dann setzt sich die Hortnerin des„Hindenburg“ ans Kinderbett und singt im Rauschen der Motore ein leises Wiegenlied, so wie es Frau Imhoff manchmal in den Kabinen der großen Dampfer gesungen hat, wenn die ihr anvertrauten Kleinen nicht schlasen wollen. g S, Demnächst macht sie auch einen Kursus in Krankenpflege mit, denn Frau Emilie Imhoff, die Stewardeß des Luftschiffes, muß ja allen Anforderungen einer Luftreise gewachsen sein. Bei ihrer zweiten Fahrt über den Ozean hatte sie elf Damen zu betreuen, ihre Kabinen in Ordnung zu bringen und all die tausend kleinen Hilfeleistungen, die bei einer solchen Reise nicht ausbleiben, zu verrichten., Und in acht bis zehn Tagen geht die Reise wieder los.„ 9 86ah Vor zehn Jahren trat sie ihre Laufbahn als Stewardeß zunächst auf dem Südamerika=Dampfer„Rio Bravo“ an, tat dann auf der„Scharnhorst“, dem„Columbus“ und der„Gneisenau“ Dienst. Sicher, sie hat die Welt gesehen und die See birgt für sie längst keine Geheimnisse mehr, aber niemals hätte sie zu hoffen gewagt, daß sie einmal auf die Schiffe, die ihr zur zweiten Heimat wurden, im wahrsten Sinne des Wortes herabsehen“ könnte.„ 46 uas—— So ist die erste Frau im Luftschiff eingezogen und hat den Anfang gemacht zu einem zukünftigen Spezialberuf. Einstweilen ist sie noch die erste und einzige Stewardeß zwischen den Kabinen und Gängen des fliegenden Hotels, und sie versucht bereits— wie man sieht, mit Erfolg—, den Ausländern auch ein Stück Deutschland zu vermitteln. Die Kunst des Außstehens Sehr viele Menschen fühlen sich geradezu verpflichtet, beim Aufstehen schlechte Laune zu haben und dies ihrer Umgebung auch zu zeigen. Mißmutige Mienen, trübsinnige Einsilbigkeit sind die Pagen ihrer Morgenstunde. Diese schlechte Laune beim Aufstehen ist aber durchaus nicht nötig. Und die, die sie als notwendiges Uebel des Morgens betrachten, sollten sie sich schleunigst und gründlichst abgewöhnen. Das einfache Rezept hierfür heißt: den Willen zu haben, den Tag gleich frisch und froh, zu beginnen 4.74 Das Uebel liegt zumeist in der falschen Technik des Aufstehens. Ob mit dem rechten oder dem linken Bein zuerst, bleibt sich gänzlich gleich. Das ganze Geheimnis besteht eigentlich nur darin, rechtzeitig aufzuwachen! Es ist viel mehr wert, lieber fünf oder zehn Minuten seines Schlafes zu opfern—(diese geringe Zeitspanne macht ja bei der durchschnittlichen Schlafdauer von acht Stunden wirklich so gut wie nichts aus)— und dadurch genügend Muße zu haben, in dieser seligen Gnadenfrist den organischen Uebergang vom Schlaf zum Tätigsein man sich darauf verlassen kann. Zwar sind viele sehr stolz auf ihr bewährtes Mittel, sich mit dem Gedanken hinzulegen:„Ich muß morgen früh um 5 Uhr aufwachen.“ Und dann wachen sie auch Punkt 5 Uhr auf. Wenngleich es allerdings auch einmal schiefgehen kann. Aber es gibt darin eine ziemlich weitgehende Autosuggestion. Jedoch birgt dieses Verfahren große Schattenseiten: Diese Menschen bemerken nicht oder geben sich wenigstens keine Rechenschaft darüber, daß sie in diesem angesehen werden können? Also, beim nächsten Einkauf denkt auch einmal daran, vor allen Dingen jetzt vor den Festtagen, macht es dem Kaufmann nicht so schwer, nehmt einmal die kleine Tüte, das Pakeichen selbst unter den Arm, seid nicht zu bequem! sondern darüber hinaus Anregung geben zu handarbeitlichem Schaffen. Auf dem Gabentisch, unter den weihnachtlichen Geschenken versteckt, liegen diese kleinen, farbigen Bändchen, die jeder handarbeitsfreudigen Frau williommene Geschente bedeuten..„ i wich de „Ein Kindchen wird erwartet. Wie soll ia min, garauf vorbereiten, was kann ich stricken, häkeln, nähen und sticken dafür? Nun, das Heft Erstlings? Pflege— Erstlings=Kleidung gibt in so tzlich ist in dem Kleinkind der hervorragender Weise Aufklärung, macht so willkiomund gand, Ploszich, v., ve.„den“z#z miene, Vorschläge, daß es eine reine Freude ist, für das „Mutter, was soll ich snielen?“ Wie beschäftige ich mein Kleinkind? ... und ganz, plötzlich ist Begriff Lampe und Lichtlein wachgeworden, es weiß auf einmal, daß da unten, an den beiden Füßen kleine Zehen sitzen, die man munter hin und her wackeln lassen kann, daß man kleine Hände und Fingerchen hat, die beschäftigt werden wollen, wie dieses ganze kleine Menschlein seine„Arbeit“ haben will. Es hat Augen, die täglich neue Wunder entdecken, Ohren, die stets Neuigkeiten wahrnehmen, und ein kleines rosiges Mäulchen, das all diese wunderlichen Wahrnehmungen wieder ausplaudern möchte! Das ist der Tag, an dem dieser kleine Erdenbürger zu einem Menschlein wird, das beachtet sein will, beachtet werden muß, das Beschäftigung In diesem Alter sind die Kinder den Eltern reine Freude mit ihrem Lachen und Regungen des jungen Lebens, mit ihren tausend kleinen, aber schwierigen Aufgaben, die sie den jungen Müttern zu lösen aufgeben, die erfüllt sein wollen, soll das Band zwischen Mutter und Kind innig und eng werden, soll dieser kleine Erdenbürger zu einem ganzen Menschen heranreifen, kraftvoll, freudig, beweglich, leistungsfähig. Es gilt diese kleine Seele zu formen, zu bilden, zu erziehen, damit sie zu einer Wesenheit werde, die all das In sich trägt, was man dereinst von ihr verlangt. Es gibt: da eine Fülle dieser kleinsten und kleinen Spiele, die dem Kleinkind eine ungeheure Freude bedeuten, wenn es beginnt,„Arbeit zu suchen“. Da sind es natürlich vor allen Dingen die kleinen Fingerchen— die man nicht nur zum„Taumenlutschen gebrauchen kann—, die zunächst beschäftigt sein wollen. Man klappt die Handflächen zusammen und singt das Lied= Pgigenun chen vom Kuchenbäcker bazu, und überhaupt, bei allen Frü,e,; Spieien wud gehusin, verdorze eergest soe Spiel hutigen Strigheepir irez.eien Der Sreizse ece: gr alem reizog., Und auch die Tiexwelt, ist bei den zuarbeiten. Aber Per zezr gze, Anregungen geben und Kleinsten schon beliebt: Kommt ein Mäuschen— will steht, dem wird dieses sehr viel Anregungen geben und ins Häuschen— da nein, da inein, da inein. Dabel zum Pachgrhoößf Göneres lalg den Schmuck für den krabbelt die Rutter mit ihren Fingern vom Handgelenk„ue Hnatgtshaum selbst zu arbeitens Aber wie nun. des Kindes bis zum Kinngrübchen hinguf und, litzelt##..„Ihnen das im Bever=Verlag erschienene Heftes dann ein wenig. Es wird an die Phantasie bef Den. Selbstaemachter Ebrist baulmschmuck jungen Mutter schon eine nicht leichte Aufgabe gestellt! Has eine große Anzahl sehr schöner Vorschläge aus jedAber es ist ja so reizvoll, sie zu lösen, und jeder Tag, wedem Material macht. Sterne, aus festem Pavier jede Stunde bringt Ueberraschungen, neue Einfälle, und gearbeitete Engel, bunte Ketten, javanische Glockenmacht diese kurzen Monate in der Kleinkinderstube zu spiele und Kelchgehänge, das sind einige Arbeiten aus einem Freudenborn. Natürlich, Mühe kosten diese Mo= diesem mit Vorschlägen und Bildern reich gefüllten Heft. Kleinkind zu arbeiten. Darüber hinaus gibt das Heft auch knavve, aber sehr anschauliche Leitsätze für die werdende Mutter und für die Ernährung und Pflege Ein sehr willkommenes Heft, vor allem zur Weihnachtszeit, ist das Bändchen: Neue Kissen und Wärmer aus Wolle, das sich durch seine Mannigfaltigkeit der Vorschläge auszeichnet. Zeichnungen und Bilder machen das Nachaxbeiten der gehäkelten und gestrickten Kissen, Decken, Teppiche, Taschen und Wärmer zu einer reinen Freude. Und wer sich nicht an die Arbeit dieser großen, farbigen Dinge heranwagt, nun der kann es mit den vielen, wolligen Kleinigkeiten versuchen, die das Heft zeigt. Es gibt wohl keine Arbeit in dem großen Gebiete der Handarbeiten, die so stark und bewußt wieder versucht, zur schönen, alten Volkskunst zu werden, wie die Kreuzstrickerei. Der Verlag Otto Beyer(Leipzig) uns in seinem Heft Kreuzstickereien— Volkskunstmuster eine sehr gute und feine Auswahl dieser alten, klaxen, sauberen Muster und gibt darüber hinaus Vorschläge für die Anordnung in Kissen, Decken, yrno“, Verlag Otto Beyer. dieses Heft gibt zunächst eine klare, allen verständliche Aufklärung zu der Frage: Wie knüpft man Smyrna? und zeigt darüber hinaus reich bebilderte Vorschläge für Smyrnamuster neueren Stils und Orientmuster, die als Kissen und Teppiche sehr dazu beitragen, das Heim wohnlich und warm zu gestalten..1——. Ein Heft, dessen Inhalt bei weitem mehr verlangt als einzig die Freude am Handarbeiten, um nachgearbeitet zu werden, bedeutet das Bändchen: Kunststricken— Große und kleine Decken, Spitzen und Einsätze. Man muß mit der Kunstschon innig vertraut sein, um diese zarten und Strickdecken in ihren seinen Musterungen nach Das Kulliegen! Von J. K. Rösler Savarine öffnete die Tür und setzte sich auf seinen Schreibtisch. „Ich habe ein Anliegen“, sagte sie,„es ist wirklich überaus wichtig. Also höre gut zu, Albert! Du hast doch diesen Monat herrlich verdient?" Der Gatte sah beinahe erschrocken auf. „Ich? Wieso?“ „Das merkt eine Frau. Auch wenn es ihr der Mann nicht sagt. Das ist eine reine Gefühlssache. Du ha stdiesen Monat mehr verdient als vorigen Monat und vorigen Monat mehr als vorvorigen Monat. Wenn das so weiter geht wirst du nächsten Monat noch mehr verdienen als diesen Monat und übernächsten Monat noch mehr als nächsten Monat. Du wirst noch ein reacher Mann werden, Albert!“ „Bis dahin ist noch ein weiter Weg, Savarine.“ Savarine lächelte. Sie sah übrigens entzückend aus, wenn sie lächelte. „Ich werde dich auf diesem Wege begleiten, Albert. Ich will dir helfen.“ „Dus Mir?“ „Ja. Ich hebe deinen Kredit.“ „Und wie willst du das anfangen?“ „Indem ich mich besonders schön anziehe, Albert.“ „Das hast du doch schon immer getan, Savarine.“ Savarine machte ein trauriges Gesicht. Sie sah übrigens bezaubernd aus, wenn sie ein trauriges Gesicht machte. „Das war einmal, Albert. Vor Jahren habe ich schöne Kleider gehabt. Vor Jahren hast du mir sogar einmal einen Pelzmantel gekauft.“ „Den hast du doch noch, Savarine.“ „Und ob ich ihn habe! Der geht überhaupt nicht kaputt!“ „Warum sollte er auch kaputt gehen? Ein Pelz ist ein Stück für das ganze Leben.“ „Wie kannst du nur so etwas sagen! Ein Pelz ist ein Stück für das ganze Leben! Da würde sich ja nie eine Frau einen Pelz kaufen, wenn sie immer, jahraus Kaum glaublich Die tromme lüge Der siebzehnjährige Jonny Leonard, einer der erfolgreichsten Fußballspieler der Vereinigten Staaten Star der berühmten Swamscott=High=Schoolmann= schaft im Staate Massachusetts, lag im Hospital, da er bei einem Spiel schwer verletzt worden war. Die Aerzte mußten die Hoffnung aufgeben, den jungen Mann reiten zu können. Obgleich Jonny Leonard fast ständig im Delirium lag, fragte er doch am darauffolgenden Sonntag in jedem lichten Augenblick, wie das Meisterschaftsspiel, das seine Mannschaft auszutragen hatte, verlaufe. Am Spätnachmittag kamen seine Mannschaftskollegen, um den Sterbenden noch einmal zu besuchen. Jonny schrie:„Wer hat gewonnen?“ Seine Sportkameraden setzten sich zu ihm und erzählten ihm, sie hätten ihn zwar sehr vermißt, aber das Meisterschaftsspiel nach hartem Kampf dennoch zu ihren Gunsten entschieden.„Gut!“ rief Jonny aus. Das war sein letztes Wort. Er starb einen lächelnden Tod. Es war eine fromme Lüge gewesen, mit der man ihm das Sterben leicht gemacht hatte. Seine Mannschaft hatte an jerem Sonntag, in erster Linie, weil Jonny Leonard fehlle, den Meisterschaftskampf verloren. Alle Schornlteinteger reiche Leute... Welcher Arbeitsposten hat nun schon eine Zukunft auf dieser Erde, in diesen bitteren Zeiten? Man sollte es mit dem Beruf eines Schornsteinfegers in Zagreb versuchen. Im ganzen gibt es 27 städtische Schornsteinseger hier. Wie die Jahresbilanz dieser schwarzen Gesellen ergibt, verdiente jeder von ihnen— abgesehen von Trinkgeldern und Neujahrsgeschenken— im Jahre 1935 rund 20 000 Mark. Sie halten die Luft an. Sie haben recht. Das ist mehr, als mancher Bankdirektor verdient. Die Bezahlung der Schornsteinfeger erfolgt seit undenklichen Zeiten in jedem Monat, ob nun der Schornstein gesegt wurde oder nicht, ob er das Fegen brauchte oder blitzsauber war. Dafür ist aber der Herr Schornsteinfeger auch mit seinem Reichtum verantwortlich für jedes Feuer, das durch einen Kamin entsteht.— Also ganz rein ist die Freude nicht mit den 20000 Mark im Jahr. Immerhin, wenn sie sich umsehen und aufpassen, können sie ihr Scherflein auf der Seite haben, ehe irgendwo der Kamin einmal brennt. Die Rache der Ober In Belgrad gibt es ein schönes, großes, nach dem Kriege wieder aufgebautes Café. Dieses Haus war in den letzten Tagen der Schauplatz einer seltsamen Berufsrache der Kellner. Sie waren mit den Arbeitsbedingungen nicht zufrieden, aber der Direktor blieb hartnäckig. Da erschienen denn auf einmal am frühen Sonntagnachmittag, also zu einer Zeit, wo sonst das große Geschäft zu blühen beginnt, aus der ganzen Stadt alle Familien aller Caféhausangestellten und besetzten Tisch für Tisch. Sie saßen da und tranken— Selterwasser, also das Billigste, was es gab. Juristisch konnte man ihnen nichts anhaben. Sie saßen bis zum späten Abend, so daß andere Gäste keinen Platz fanden.— Jetzt hat sich der Direktor denn doch mit seinen Angestellten geeinigt, als er hörte, wie seine Ober den scheidenden„Gästen nachriefen:„Also bis zum nächsten Sonntag!“ JFallschirmerlebnis— untreiwillig Man sagte in den Nachrufen für John Tranum, daß er die tollsten Fallschirmerlebnisse dieser Welt für sich habe in Anspruch nehmen können. Was die freiwilligen angeht, sicherlich— aber das erstaunlichste Fallschirmabenteuer an sich hatte ein anderer Pilot und Fallschirmabspringer, ein Leutnant C. S. Stanland! Er mußte über Longford einen Fallschirmabsprung ausführen, weil seine Maschine einen Steuerbruch hatte. Er sprang, bis er plötzlich merkte, daß er wieder in seiner Maschine saß: er war in sie im Fallen zurück— jahrein, in dem einen Stück herumlaufen müßte! O Albert! Du mußt doch einsehen. Albert, daß die Frau eines reichen Mannes nicht in einem Pelz herumlaufen kann, der vier Jahre alt ist, den ich schon getragen habe, als der Mann noch kein reicher Mann war—“ „Damals ging er über unsere Verhältnisse!" „Und jetzt geht er unter unsere Verhältnisse! Nur eine Frau, die gut angezogen ist, hebt den Kredit ihres Mannes. Man beurteilt immer das Einkommen eines Mannes nach den Kleidern seiner Frau. Dabei will ich gar kein Kleid von dir, Albert, verdächtige mich nicht falsch, beileibe nein!“ „Was willst du denn?" „Das sage ich nicht, Albert. Das sagt Savarinchen nicht. Du wirst schon noch von selbst darauf kommen, was ich für ein Anliegen habe. Denk nur einmal wenig darüber nach. Wir wohnen jetzt vier Jahre in dieser Straße. Vor vier Jahren hast du mir diesen Pelz geschenkt. Seit vier Jahren kennt in dieser Straße jeder Mensch meinen Pelz. Jeder Mensch weiß, diesen Pelz hat die Frau vor vier Jahren bekommen. In dieser Straße schaut man nicht mehr beneidend und bewundernd auf diesen Pelz, im Gegenteil, man zuckt die Achseln, man rümpft die Nase: die arme, arme Frau, kauft ihr denn ihr Mann gar nichts Neues? Ich muß dir gestehen, Albert, ich schäme mich fast, bei uns aus dem Haus zu gehen und mit dem Pelz durch unsere Straße zu laufen.“ Hier schwieg Savarine. Sie sah übrigens auch wunderschön aus, wenn sie schwieg. Ihr Gatte schwieg auch. Er schien nachzudenken. Dann nickte er einmal für sich mit dem Kopf und dann sprach er: „Du hast recht, Savarine.“ Savarine fiel ihm um den Hals: „Liebster! Prächtiger! Goldiger! Einmaliger!", zwitscherte sie,„wirst du— wirst du wirklich—!“ „Ich werde!" „Mir einen neuen Pelz kaufen?“ Der Gatte schüttelte den Kopf. „Das nicht. Aber mit dir in eine andere Straße ziehen.“ aber wahr vor sich— es dauerte nicht so lange, wie wir hier Zeit brauchen, um es zu erzählen. Man würde diese Luftsensation für ein Märchen halten, wenn man sie nicht gefilmt hätte. Und Stanland kam auch nach dem zweiten Sprung sicher auf die Erde. Ein Jahr vorher hatte sich bei einem Absprung die Schnur seines Fallschirmes verknotet. Stanland mußte also in der Luft die Knoten lösen und konnte erst dann den Fallschirm öffnen. Inzwischen war er der Erde schon bedenklich nahe gekommen.— Man sieht auch hier: Wen der Himmel liebt, den prüft er— und nicht nur einmal... Eine Stelle, die sich lohnt Schmidt bekam eine Stelle bei einer Gasgesellschaft als Kassierer. „Hier, nehmen Sie diesen Schlüssel“, sagte sein Direktor,„und leeren Sie alle Gasautomaten und nehmen Sie das Geld an sich!“ Drei Wochen später kam Schmidt ins Büro. „Kann ich einen anderen Schlüssel haben, ich habe den meinen verloren!“ sagte er. „Selbstverständlich“, sagte der Direktor,„aber wo sind Sie denn die ganze Zeit gewesen? Der Buchhalter hat jeden Freitag noch lange auf Sie gewartet, in der Annahme, Sie würden Ihr Gehalt abholen?!" „Um Gotteswillen“, ruft Schmidt,„kriege ich denn auch noch Gehalt?“ Er freut sich Sie:„Du, Schatz, heute nachmittag habe ich das Kostüm gefunden, das ich immer haben wollte!" Er:„Da bin ich aber froh! Ich könnte es mir auch nicht leisten, es für dich zu kaufen!" Nicht im Bilde „Also, Julia heißen Sie?“ fragte die Gnädige das neue Mädchen.„Na, hoffentlich haben Sie keinen Romed!“ „O nein“, antwortete das Mädchen aus ländlichen Gefilden,„ich bin vollkommen gesund!“ Nichts zu machen „Ich konnte doch nichts gegen den Einbrecher machen, als er mich mit der Waffe bedrohte!“ „Was war das denn für eine Waffe?" „Die Pistole, die er mir abgenommen hatte!“ Der Aermste „Eigentlich sollte der Zahnarzt nur einen Zahn entgesallen! Ohne zu zögern, sprang er schleunigst wieder fernen, er hat aber zwei Zähne ausgezogen!“ binaus, achtete aber diesmal sorgsam darauf, daß er„War denn der andere auch schlecht?“ nicht wieder in die Bahnen der abtrudelnden Maschine„Nein, das nicht— aber der Arzt konnte nicht auf geriet. Das alles ging natürlich in Sekundenschnelle einen Zehnmarkschein herausgeben.“ Schlußfolgerung „Vergangene Nacht habe ich geträumt, ich wäre von einer Klippe abgestürzt. Während ich fiel, sah ich im Geiste jeden einzelnen, dem ich Geld schulde!“ „Jeden einzelnen?“ „Ja, jeden einzelnen!“ „Dann mußt du aber schrecklich tief abgestürzt sein!“ Konjugation „Wenn ich sage: Mein Vater hatte Gek, was ist das für eine Zeit, Joseph?“ „Die Vergangenheit, Herr Lehrer!“ „Gut!... Wenn ich nun sage: Mein Vater hat Geld, was ist das für eine Zeit, Hermann?" „So ungefähr am Ersten, Herr Lehrer!" Zeit „Mein Gasthof ist mindestens hundert Jahre alt!“ erklärte der Gastwirt stolz. „Dann könnten Sie aber wohl wenigstens einmal in dieser Zeit das Tischtuch wechseln!“ Im Hotel „Herr Direktor, ich habe diese Nacht eine Wanze gefunden!" „Na, endlich! Die verfolgen wir seit Jahren!" Schwer zu machen Zahnarzt:„Es wird allerdings etwas weh tun! Machen Sie den Mund schön auf und beißen Sie die Zähne zusammen!“ RorA-ASLL LÖNE Kreuzworträtsel Waagerecht: 1. Europäische Hauptstadt. 4. Männlicher Personenname. 8. Einteilungsbegeiff. 9. Stadt in Brasilien. 10. Sagenhafter englischer König. 12. Asiatisches Reich. 13. Schreibflüssigkeit. 15. Name des Meeres zwischen Italien und dem Balkan. 18. Künstlich angenommene Haltung. 20. Frucht mit harter Schale. 22. Abschiedswort. 23. Senkblei. 24. Sibirischer Strom. 25. Festtracht.— Senkrecht: 1. Großer Baumbestand. 2. Volksstamm. 3. Haushaltsplan. 5. Einzelgesang. 6. Weiblicher Personenname(Koseform). 7. Stadt in Togo. 11. Teil des Baumes. 12. Preußischer Staatsmann aus dem vorigen Jahrhundert. 14. Halbedelstein. 15. Nordisches Göttergeschlecht. 16. Festsaal. 17. Weiblicher Personenname. 19. Feierliches Gedicht. 21. Römischer Sonnengott. Nachdenkliches aus einem Schillergedicht an— and— both— da— da— do— dolf don—e— ech— ed—en— es— ge— he hi— ho— 1— in— in— kra— lau— 11 11— lon— In— mast— mo— nams— ne ni— nung— 0— ot— qua— re— 30— 36 81— sin— 30— spa— te— te— tel— ten ter— tes— thi— t1—t1—to— um— wan— wet Aus den vorstehenden 55 Silben sind 21 Wörter zu bilden, deren End= und Anfangsbuchstaben, letztere von unten nach oben gelesen, ein nachdenkliches Wort aus einem Gedicht von Schiller wiedergeben.(gu ist ein Buchstabe.) Bedeutung der einzelnen Wörter: Stadt im Reglerungsbezirk Breslau Russischer Männervorname Altsächsisches Gedicht des 9. Jahrhunderts Silbenwechselrätsel Flskus Lehre Michel Mostrich Pegel Tongking Bratsche Nepal Kasten Klause Debet Leinwand Globus Pinsel Panik Orfe Hummel Die erste Silbe vorstehender 17 Wörter soll durch eine der nachflogenden derart ausgewechselt werden, daß neue Wörter entstehen. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben, aneinandergefügt, eine nationalsozialistische Tat. Ach Chro Dis E Ein Flau Ge Har 1 In Nan 0 Po Re S1 Tat Trom Pyramidenaufgabe Vokal ** Flächenmaß e** Schlechtigkeit * 0"“ Nähmaterial *••" 9 Spiel beim Skat 9 0 C°"“ Italienischer Politiker Oben beginnend soll jedes weitere Wort ein Zeichen mehr haben als das vorangehende, wobei die Buchstaben nach Belieben umgestellt werden dürfen. Griechischer Philosoph der Antike Name mehrerer römisch=deutscher Kaiser Männlicher Rufname Prädikat Französischer Reiter in Algerten Teil der Radioanlage Bezirkshauptort im ehemaligen Deutsch=Südwestafrika Schmimmpggs! Turopäische Weltstadt Bücglschatos Penil Erster Sonntag nach Ostern Harbstoff Teilnahme(Fremdwort) Mehltost Pocdscher Sageplrand Verdand Eiwas meist Riskantes Tätigkeitsrätsel dient dem Menschen 1 2 S 4 5 6 7 8 2 4 5 7 8 3 1 3 4 2 S 8 6 7 8 5 7 6 4 5 7 6 4 2 8 7 8 5 7 8 8 2 S 5 7 blühr raubt bewegt sich kriechend fort fliegt und schwimmt rauscht gibt Milch wächst und schmückt Suchbild Nun wird's aber Zeit, daß der Kapitän kommt! Wo ist er? Auflösungen aus der vorigen Nummer Silbenkreuzworträtfel: Genkrecht: 1. Oskar,? Loms, 3. Cuterpe, 4. Palatina, 6. Lionel, 8. Rasen, 10. Robinson, 18. Ernant, 14. Almeri, 15. Bart, 16. Minerva, 18. Kallber, 20. Distel, 21. Alz.— Waagerecht: 1. Oslo, 3. Europa, 5. Karmeliter, 7. Operation, 9 Coronel, 11. Senna, 12. Sonnenwendfeier, 14. Alva, 16. Minister, 17. Amerikaner, 19. Livadia, 22. Araber, 23. Stelle. Wortbildung: 1. Feodora, 2. Lido, 3. Ostende, 4. Rastatt. 5. Absintb— Flora. matselhafte Inschrift: Ein Arzt darf auch dem Feind sich nicht entziehen. Silbenrätsel: Delides, Ideal, Ernani, Trichter, Ulfter, Gotha, Engel, Nieswurz Derby Grete Racine, Otbello, Saturn, Spiegel, Eiger, Rakete, Spektakel, Erlka. Ettern— Die Tugend großer Seelen int Gerechtigkeit. Kovswechsel: Kilo, Milo, Silo. Seite 21 Nr. Ist das gläserne Zeitalter angebrochen? Ein neuer Werkstoff erobert die Welt Die Sage von den gläsernen Schuhen, die uns die Brüder Grimm erzählten, ist kein Märchen mehr. Die Wirklichkeit hat die Phantasie um ein gutes Stück über= und im Staatsbesitz befindlicher* holt und die amerikanischen Fachleute sprechen schon Ausland dürfte in der Geschichte jedenfalls erstmalig heute vom Anbruch des gläsernen Zeitalters. Ein neuer zez. Werkstoff erobert die Welt! die Ausstellung zeigt, von den 47 Rembr noch aufgeführt wurden, nur noch 29 vorhanden! 18 Bilder sind demnach verschwunden. Die heimliche Veräußerung derartiger unermeßlich wertvoller nationaler und im Staatsbesitz befindlicher Kunstschätze nach dem un v, Sto., der Geschichte jedenfalls erstmalia Schon im letzten Winter trugen einige exzentrische Damen Hüte aus Glas. Wir wissen nicht, wie die Besitzerinnen damit zufrieden waren, sicher ist nur, daß sie den einen Vorteil haben: weht der Wind sie einmal zu Boden, braucht man sich um die Scherben nicht mehr zu kümmern. Aber die Modeindustrie ist bereits weitergegangen. Das erste Kleid aus Glas hat die Modellwerkstätten Newyorks verlassen und hat sich auf Modeschauen dem eleganten Publikum bereits vorgestellt. Die ersten Käufer waren allerdings die Regisseure der Revuetheater, um ihre Girls damit— ausWie aber wird dieser Glasstoff— denn darum handelt es sich tatsächlich— hergestellt? In Newark(Ohio) gibt es bereits eine chemische Fabrik, in der nach einem geheimen Verfahren Glas in seinen schmiegsamen Fäden ausgesponnen wird. Hier sollen ursprünglich Versuche mit gesponnenem Glas zu Isolierungszwecken gemacht worden sein, bis eines Tages ein paar Arbeiterinnen der Fabrik auf den Gedanken kamen, sich die Glasfäden an den Körper zu hängen. Ein Werkmeister, der zufällig vorüberkam, sah die überraschende Schönheit dieser improvisierten Bekleidungsart und begann mit den Glasfäden zu experimentieren. Heute ist es in dieser Fabrik bereits möglich, einen Glasfaden zwanzigmal dünner ist alsein MenschenIm gegenwärtigen Stadium der Versuche ist es nurmehr ein Schritt zur Produktion von Abendkleidern, Strümpfen und Wäschestücken am laufenden Band. Schon hat sich ein riesiger Propagandaapparat für die gläserne Mode in Betrieb gesetzt; er arbeitet mit den Argumenten, daß gläserne Stoffe beim Waschen nicht einschrumpfen, mottensicher und— ein wichtiger Vorzug— absolut wasserdicht seien. In einer Minute kann nach dem neuen Verfahren ein Glasfaden von 80 Kilometer Länge erzeugt werden! Aber nicht nur die Mode soll von den Segnungen der gläsernen Zeit profitieren. Man hat über 300 neue Verwendungsarten der Glasfaser entdeckt: Auto= und Flugzeugbestandteile, Kühlschrank; einrichtungen, ja sogar bestinkmte, für Schlachtschiffe benötigte Zubehör können aus Glasfäden hergestellt werden. Obstgärtner umwickeln ihre Bäume damit, um Schädlinge fernzuhalten, und Vögel verwenden ihn gern zum Nestbau. Schließlich erzählt man sich die Geschichte von einem biederen Seiler in Newark, der von der neuen Erfindung hörte sich ein Bündel Glasfäden geben ließ und daraus ein Seil drehte, das den stärksten Zug Sollte sich also wirklich Glas als die Materie der Zukunft erweisen, sollten wir von unseren Damen demnächst den Wunsch hören, sich von Kopf bis Fuß in— selbstverständlich gefärbtes— Glas zu hüllen, so wird uns nur die eine Frage interessieren: was wird der Spaß kosten? Die Fachleute aber sind der Ansicht, daß der Preis des Glasstoffes in der Herstellung geringer sei, als der der billigsten Textilien. Das erste Schiff mit Treibgas Gelungene Versuchsfahrten auf der Oder Breslau, 13. November. Auf der Oder wurde in diesen Tagen erstmalig in Deutschland ein interessanter Versuch unternommen. Um zu erproben, ob ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen auch Schiffe mit Treibgas betrieben werden können, wurde ein mit Vergasermotor versehenes Motorboot so umgebaut, daß an Stelle von flüssigem Brennstoff Leuna=Treibgas, das bei der Herstellung künstlichen Benzins entsteht, verwendet werden kann. Der VerDer Motor lief bei mehreren Probefahrten mit dem deutschen Treibstoff besonders weich und erreichte seine alte Leistung. Insbesondere fiel auf, daß der Motor sofort ansprang, was auch bei der kältesten Witterung der Fall sein dürfte. Weiter wird eine ständige Schonung des Motors gewährleistet, da die bei dem flüssigen Brennstoff unvermeidlichen klopfenden Explosionen fortfallen. Die Oder=Strombauverwaltung, die betont, daß es sich hier nicht nur um das erste Schiff Deutschlands, sondern der ganzen Welt handle, das mit Treibgas fährt, hat auf Grund der guten Erfahrungen ein neues Boot mit Leuna=Treibgasantrieb in Auftrag gegeben. Scherl-Bilderdienst Rote=Kreuz=Schwestern beim Führer Deutschen Roten Kreuz, der jett sein 70jähriges Jubiläum feiert. Auf unserem Bilde erworben haben, durch Handschlag. Ei, Freunpzstz ich„zgcz ihren Erlebnissen und findet für jede Der Führer Enn Serrus=Tersit ins Wirer Das Schicksal der Helgoländer Düne— Land kämpft gegen den„Blanken Hans“ 18 Rembrandts verschwunden Sowjetunion verschleudert wertvolle Kunstschätze dnb Moskau, 13. November. In Moskau wurde am Freitag eine Ausstellung sämtlicher in Sowjetbesitz befindlichen Rembrandt=Gemälde eröffnet, die eine überraschende Tatsache zutage brachte. Während noch der amtliche Intourist=Baedeker von 1928 allein in der Leningrader Eremitage 42 Rembrandt=Bilder aufzählt, im Moskauer Museum der Schönen Künste drei weitere Rembrandts verzeichnet und schließlich noch zwei Rembrandt=Gemälde in Kiew erwähnt werden, werden auf der gegenwäritgen RembrandtAusstellung nur 29 Gemälde des Meisters gezeigt, obwohl ausdrücklich, sogar in der Presse, betont wurde, daß dies sämtliche Rembrandts im Sowjetbesitz seien! Die Ausstellung brachte also eine für ihre Veranstalter sicherlich höchst unerwünschte Bestätigung schon längst aufgetauchter Gerüchte, wonach seit 1928 zahlreiche Kunstschätze aus den großen Sammlungen des zaristischen Rußlands, darunter viele Rembrandts, von der Sowjetregierung heimlich an ausländische Privat= sammlungen verkauft worden seien. Jedenfalls sind, wie Cuxhaven, 13. November. Der schwere Nordseesturm, der im ganzen deutschen Küstengebiet erheblichen Schaden verursacht hat, ließ die Sorge um den weltbekannten Badestrand der Helgoländer Düne, dem der Untergang droht, wieder wach werden. Unheimlich tost das Meer in dieser Herbstnacht um den steilen roten Fels von Helgoland. Aber nicht das Heulen und Pfeifen des Orkans, der mit entfesselter Wut an den sturmerprobten Häusern rüttelt, oder die Sorge, es könnten Schiffe sich in Seenot befinden, ist es, was die Helgoländer nicht zur Ruhe kommen läßt und immer wieder aus den warmen Stuben in diese dunkle, lärmende Höllennacht der Nordsee treibt. Nein, auf ihren ernsten, wetterharten Gesichtern steht eine viel größere Furcht geschrieben: wird ihre Düne diesmal noch dem Meere trotzen können?„ Da standen sie die ganze Nacht schweigend auf dem Falm und ihre Augen bohrten sich durch die Finsternis zu jener Stelle unweit der Insel, wo sich die aufgepeitschten Wogen in hohem brodelnden Gischt zerfetzten. Manchmal schien es den Männern, als hätte die wilde See dieses Stück Land, um das eine Nacht lang tausend Herzen bangten, schon verschlungen, aber immer wieder schimmerte der gelbe Sand der Düne im schwarzgrünen Chaos der entfesselten Elemente auf, und als der Morgen graute, war der Kampf entschieden. Die Helgoländer Düne hatte wieder einmal den Sieg davongetragen, wenn sie auch dem„Blanken Hans“ schwere Opfer bringen mußte. Aber wie lange noch wird sie dem Meere standhalten können? Die Helgoländer legen sich diese bange Frage nicht mit Unrecht vor, wissen sie doch, daß das Schicksal, das dem weltbekannten Badestrand, von dem die knapp dreiManschen des FFilandes im masentlichen abhönDünenhügel immer noch eine Höhe von fast 30 Meter, heute ragt die höchste Erhebung der zur Hälfte zusammengesunkenen Badeinsel nurmehr wenige Meter weit aus dem Wasser. So kann man es verstehen, daß die Helgoländer mit größter Sorge dem Ausgang der Raubüberfall in Magdeburg Magdeburg, 13. November. Auf die Mitinhaberin der Kohlenhandlung Behrens& Pönitsch in der Kolbitzer Straße wurde ein schwerer Raubüberfall verübt. Ein etwa 35jähriger Mann drang in die Geschäftsräume der Firma ein, verletzte das 60jährige Fräulein Behrens durch etwa 20 Stiche und Schläge am Kopf schwer und flüchtete unter Mitnahme von 200 Mark Papiergeld. Helgosländer mit größter Sorge emal in denssetzien Das Verbrechen wurde zuerst von einem Arbeiter der zehn Jahren der Verfal. der leinen Düne, deren Se= Firma entdeckt, der in den Vormittagsstunden in das zehn Jahren der Verfall der kleinen Dune, bad vor 110 Jahren feierlich eröffnet worden war und die noch im Jahre 1929 eine Besucherzahl von 35 000 Kurgästen aufweisen konnte, mit beängstigendem Tempo vor sich geht.„ 9 7„7. Iin kait ur 5. Schon vor zehn Jahren, als ein heftiger Herbststurm über der Nordsee tobte, glaubte man, daß das Ende der Düne gekommen sei. Stück um Stück versinkt seitdem jährlich ins Meer und die Männer, die im Sommer mit den Motorbooten den Verkehr zwischen Düne und Festland aufrechterhalten, wissen nicht, wann es zum letztenmal sein wird, daß sie sonnenhungrige Menschen zum Badeparadies der Insel bringen. Aber vielleicht ist es doch noch möglich, das Vernichtungswerk aufzuhalten. Dof muß zahlen! Newyork, 13. November. Stan Laurel, der dünne Partner des dicken Komikers Hardy, deren Filme in Deutschland unter dem Namen„Dick und Dof“ laufen, hat in der Ehe weniger Erfolg als im Film. Seine zweite Frau beantragte in Los Angeles die Scheidung von ihm, da er einen unverträglichen Charakter habe, und das Gericht sprach ihr vorläufig eine Monatsrente von 2000 Mark zu. Außerdem muß Laurel unbezahlte RechnunBüro kam und durch das laute Stöhnen der Ueberfallenen aufmerksam wurde. Die Schwerverletzte wurde sofort in das Altstädtische Krankenhaus gebracht, wo sie bald darauf starb. Hirsch überfiel Förster Frankfurt a.., 13. November. In einem Walde bei Falkenstein im Taunus ist ein großes Wildgatter angelegt und mit zahlreichen Hirschen besetzt. Als heute ein Förster das Gatter betrat, wurde er von einem kapitalen ungarischen Hirsch angegangen. Das Tier schleuderte den Förster in die Luft und griff ihn dann sofort wieder an. Der Förster besaß die Geistesgegenwart, sich an dem Geweih festzuklammern, wurde aber von dem wütenden Tier an einen Baum gedrückt. Nur dem Umstand, daß ein mutiger Waldarbeiter dem Hirsch mit einer Hacke zu Leibe ging, hat der Förster sein Leben zu verdanken. Die ersten Hiebe beachtete das Tier kaum; erst als der Waldarbeiter das Eisen in den Hals des Tieres schlug, schüttelte es den Förster vom Geweih ab und lief davon. Dem Förster wurden mehrere Rippen eingedrückt. tausend wienschen des Eilandes im wesentlichen abhängen, droht, auch ihr Schicksal ist. Schon seit 216 Jahren, als in der Sylvesternacht von 1720 die feste Landverbindung zwischen dem Kreidefelsen und der Düne riß, zerren die Herbst= und Winterstürme an diesem immer kleiner und kleiner werdenden Stück Land. Jeder Helgoländer weiß, daß es nurmehr eine Frage der Zeit sein kann, wann die Düne von ihrer schmalen Kreidefelsunterlage ins Meer versinken wird. Als im Jahre 1890 der englische Besitz in deutsche Hände kam, versuchten schon die besten Techniker mit allen möglichen Mitteln dem Zerstörungswerk des Meeres Einhalt zu tun. Vergebens! Damals hatten die Mark zu. Außerdem muß Laurel unbezahlte gen seiner Frau in Höhe von 5000 Mark bezaglen und Der erste Ehrenmeisterbrief verliehen an ihre Anwälte einen Vorschuß von 22. 500 Mark. a g ersten Ehrenmeisterbrief im gar gen seineg„Frau in Höhe von., 5000 Mark, Besggegpang un ihre Anwalte einen Vorschuß von 22 500 Mart. Jetzt hat Laurels erste Frau, mit der er von 1918 bis 1925 verheiratet war und die von ihm nur eine ganz kleine Rente erhielt, eine Klage bei Gericht eingereicht, mit der sie monatlich 3000 Mark verlangt, nachdem sie gesehen hat, was ihre Nachfolgerin aus der Scheidung herausschlug. Stahlhelme für die Pariser Polizei Die Pariser Polizeibeamten, die bisher nur Käppis trugen, sollen jetzt auch mit Stahlhelmen in dunkelblauem Ton ausgerüstet werden, die denen des Heeres ähneln. Den ersten Ehrenmeisterbrief im ganzen Reich erhielt jetzt von der Handwerkskammer Niederbayern der Elektromeister Paul Ficker in Straubing, der sich besondere Verdienste in der Lehrlingsausbildung des Elektrohandwerks erworben hat. Ein Personenkraftwagen vom Zuge erfaßt An einem Bahnübergang in der Nähe von Setubal (Portugal) wurde ein Personenkraftwagen, der die Schranke überfahren hatte, von einem Zuge erfaßt und zertrümmert. Von den fünf Insassen waren drei auf der Stelle tot. Zwei Insassen wurden schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Bernr 10 se 30gge 150 J sueh v..s Aue Aaschscheh, Pg FORD FIRO“ Automobil- und Traktoren-Handels G. m. b.., Bochum, Kronenstraße 63, Fernruf 60301/02 Seite 22 Nr. 268 Bochumer Anzeiger Samstag, Sonntag, 14./15. November 1936 Anterhaltung Cannendaume und Jzeuiemleundel Noch tobt und stürmt der Herbstwind durch die Straßen Berlins und vergällt jeden Spaziergang im Freien, da werden schon eifrig die Vorbereitungen zum Berliner Weihnachtsmarkt getroffen. Von einer Weihnachtsschau am Funkturm hat man diesmal abgesehen. Um so mehr Sorgfalt wird man dem im Lustgarten stattfindenden Weihnachtsmarkt widmen. Am 6. Dezember wird er seine Tore öffnen. Es werden wirklich Tore sein, denn dort, wo die„Linden“ auf den Lustgarten stoßen, werden große Eingangstore von 60 Meter Breite errichtet. Julkränze mit silbernen Bändern und Kugeln werden die Lichtmaste des Lustgartens schmücken, wie denn überhaupt jeder Stand mit Tannengrün ausgeschmückt werden muß. Man will dem Berliner Weihnachtsmarkt ein feierliches Gepräge geben und ihn des Jahrmarktmäßigen“ entkleiden. Auch auf die Güte der Waren will man gut aufmerken; es soll kein„Trödelmarkt“ werden! So wird vornehmlich die Heimindustrie Sachsens, Schlesiens, Thüringens und Württembergs vertreten sein und eine urdeutsche, echte Weihnachtsstimmung hervorzaubern. Gleichzeitig mit dem Weihnachtsmarkt wird von der Reichskammer der bildenden Künste im Kronprinzen=Palais gegenüber dem Zeughaus eine Kunstausstellung eröffnet werden.,.ft durck Trende“ wirs Die NS.=Gemeinschaft„Krafl ourch Freude wird täglich aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands Sonderzüge nach der Reichshauptstadt schicken, so daß wiederum vielen, vielen im Reich Gelegenheit gegeben wird, mit uns Berlinern den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Die verglimmende Herbstpracht der Gärten von Sanssouci hat wieder einmal„Konkurrenz“ erhalten: die Gewächshäuser an der Maulbeer=Allee öffneten ihre Pforten für das Publikum. Kaum hat sich die Eingangs=Glastür geschlossen, herunter mit dem Wintermantel. Tropisch=feucht=warm umfächelt einen die Treibhausluft, und die Blütenpracht täuscht den schönsten Frühling vor. Aber nicht„Rosen, Tulpen, Nelken" bewundern wir hier, in dem langen Gang, dem„Verbinder“, und den fünfzehn langen Gewächshäusern. Tropische und im Freien schwer zu züchtende Pflanzen wohnen hier, die die Kunst des modernen Gärtners ihre eigentliche ferne Heimat vergessen ließ. Diese Kunst des Gärtners ist erst jüngeren Datums. Zur Zeit Friedrichs des Großen kannte man wohl Orangerien, in denen Lorbeerund Orangenbäume, Eugenien und Ironymus im Winter Zuflucht fanden. Die Gewächshäuser von Sanssouci sind aber erst 1911 erbaut. In ihnen stehen einige Pflanzen=Veteranen, Kakteen, Palmen, die sicherlich noch viel von dem historischen Potsdam erzählen könnten. Doch sie sind zu schweigsam. Andere Planzen lüften schneller ihre Geheimnisse. Den fleischfressenden Pflanzen, den Nepenthes, muß man nur einmal auf den Grund des„Magens“ sehen, hinab in die kannenförmige Blüte. Da schwimmen in einer hellen Verdauungsflüssigkeit Reste von einem Insekt. Der Mensch darf sich also unbeschadet ihnen nähern. Plötzlich hängen grüne Geweihe von der Decke. Geweihe? Man täuscht sich nicht. Die Natur spielt mit uns, läßt uns„hereinfalten". Denn diese Geweihe sind die herabhändenden Blätter eines tropischen Farns, der sich sogar selbst seinen Blumentopf baut. Der Hirschgeweihfarn hat auch Klammerblätter, die nach oben wachsen. In die von ihnen gebildete„Tüte" fallen im Urwald— in Sanssouci ist die Umgebung zu zivilisiert dazu— trockene Blätter. Es bildet sich, wenn diese verfaulen, Erde, und so füllt sich der„Topf“. des Hirschgeweihfarns. Haben Sie schon einmal eine„richtige“ Ananas an der Pflanze gesehen? Die Ananas stammt aus der Familie der Ananasgewächse, den Bromeliaceen. Die Ananasfrucht sitzt an einer buntlaubigen, weiß und grünen Pflanze. Die Mutterpflanze stirbt ab, wenn die Frucht reif ist. Seltsame weiße Fäden schaukeln sich über den Bromeliaceen. Eine Vauillenpflanze rankt sich über ihnen entlang. Sie zeigt hier nur die Luftwurzeln und tellerförmige, fleischige, grüne Blätter. Was wir an ihr so schätzen, ist die bräunliche Vanillenschote, die sie diesesmal nicht angesetzt hat. Viele, viele Meter lang wandelt man ungestraft zwischen Orchideen, deren zauberhafte Blüten uns immer wieder entzücken. Wie mühselig ist es aber, solche Orchidee zum Blühen zu bringen. Sieben Jahre dauert es. Das„Urstadium“ ist hier auch zu sehen: Glaskolben, in denen die Orchideensporen auf einer gelatineähnlichen Nährschicht ausgesät sind. Auch die Kakteenfreunde werden Entdeckungen machen. Man kommt sich vor wie ein moderner Paris: welcher der Blumenschönheiten soll man den Vorzug geben? * Hui, da kugelt plötzlich ein Schwein über den Fahrdamm, überschlägt sich zweimal, dreimal und vergißt vor Schreck das Grunzen. Autobremsen kreischen. Die Berliner bleiben vor Ueberraschung stehen. Sie vergessen ihre Geschäfte, die Berlinerinnen ihre Schneiderin. Ein Droschkenchauffeur wischt sich den Schweiß von der Stirn.„Beinah hätt ick den Sonntagsbraten überfahren. Na— wat kiekste denn, Jolanthe? Brauchst dir nich zu bedanken, hätt ich ooch so jemacht.“ Indessen ist die Frage immer noch nicht geklärt, wie auf einmal dieses Schwein hier mitten auf den Fahrdamm der Köpenicker Straße gekommen ist. Nur ein spindeldürres Männchen mit einem Regenschirm und einer dicken Aktentasche befand sich außer verschiedenen Autos in dem fraglichen Augenblick auf dem Damm und steht nun noch wie angewurzelt neben den Straßenbahnschienen. „Sie, Männeken, haben Sie die Jolanthe verlouen? Sowatt müssen Se an de Leine führen, vastehn Se?“ „Nein, der Wagen dort war'“, stottert der Dürre, entsetzt darüber, daß man ihn mit dem Schwein verdächtigt. Und da naht auch schon ein Wachtmeister. Der Dürre zieht die Schultern ein, klemmt die Aktentasche unter den Arm und macht sich noch dünner als er schon ist. Er weiß nicht, warum alles um ihn herum lacht. Ein Schwein ist doch so eine ernste Angelegenheit! Ueberhaupt ein Schwein ohne Besitzer. Einen Fahrschein verliert man, allenfalls noch eine Uhr, eine Schlipsnadel oder einen Kragenknopf— aber ein Schwein ist doch keine Schlipsnadel. Es handelt sich dabei um zweieinhalb Zentner lebendes und gesundes Fleisch, bitte sehr! Aber der Besitzer dieses prächtigen Bratens hat nicht bemerkt, daß seine leckere Magenweide unterwegs ausgestiegen ist. Sechs Mann führen das quiekende Unglück nun ab, hinüber zu einer Tankstelle. Aber hier wird es nicht etwa mit Benzin übergossen und auf offener Straße gebraten, sondern in einer der dahinter gelegenen Garagen eingesperrt Und während der Tierschutzverein sein Auto schickt, um die verlorengegangene Jolanthe zum Fundbüro oder in einen sonstigen Gewahrsam zu bringen, brummt der Verkehr wieder über die Straße, immer rund herum um eine kleine, helle Pfütze— dem letzten stummen Zeugen einer großen Schweine=Angst. ckinesische Talisman Kurt Krispien Brigitte, eine äußerst unternehmende junge Dame, kommt von Tirnowo und will nach Kasanlik, um die berühmten Rosentäler anzusehen. Sie fährt in ihrem offenen Wagen, läßt die blonden Haare im warmen Winde flattern und ist in wunderbarer Ferienstimmung. Zwar, man hat sie nachdrücklich gewarnt. Es sei nicht ungefährlich, sagte man, so ganz allein den wilden Balkan zu durchqueren. Abgesehen davon daß ihr ein Unfall zustoßen könne, müsse man auch damit rechnen, daß es in jenen einsamen Gebirgsgegenden noch Straßenräuber gäbe. Aber Brigitte hat lächelnd erwidert, vor Unfällen werde sie sich schon in Acht nehmen, und gerade gegen Straßenräuber besitze sie einen besonderen Talisman chinesischer Herkunft, den sie schrecklich gerne einmal ausprobieren möchte! Sie hat denn auch das kleine Bronzeding vorn auf dem Kühler ihres Wagnes angebracht, doch als sie die Straße zum Schipka=Paß einbiegt und das gewaltige Massiv der Stara Planina drohend vor ihr aufwächst, ist ihr doch ein bißchen sonderbar zumute. Auf alle Fälle tankt sie noch einmal, bevor die eigentliche Auffahrt beginnt. Der Tankstellenwärter, ein großer, finster blickender Bulgare, erweist sich als sehr höflich und füllt sogar noch Wasser in den Kühler. Ja, es sieht ganz so aus, als ob er ohne die sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten mit der schönen Fremden gern eine Unterhaltung angefangen hätte.„Blagodarje, gospodschitza!", murmelt er mehrmals und verbeugt sich tief, nachdem sie ihn bezahlt hat. Aber hat er dabei nicht einen begehrlichen Blick in ihre Geldbörse geworfen?— Wahrscheinlich nichts als Einbildung. Die guten Freunde haben sie mit ihren Schauermärchen nervös gemacht! Immerhin beeilt Brigitte sich, so schnell wie möglich fortzukommen. Gleich darauf nimmt auch der schwierige Weg sie dermaßen in Anspruch, daß sie den Zwischenfall vergißt. Ein wenig später wird sie doch an ihn erinnert! Sie nimmt gerade eine steile Kehre und wirft zufällig einen Blick nach rückwärts die Straße hinab, da bemerkt sie einen kleinen, grauen Wagen, der in einem wahren Höllentempo hinter ihr herkommt. Das gibt Brigitte keinen kleinen Ruck! Sie ist nicht gerade ängstlich, aber sie findet ihre Lage doch recht ungemütlich. Es ist unmöglich, daß sie auf dieser schweren, ihr völlig unbekannten Straße ihren Vorsprung lange halten kann. Dennoch muß sie es versuchen! Sie tritt auf den Gashebel und zieht ihren Wagen durch die Kurven, daß bröckelndes Gestein polternd in die steilen Schluchten fällt. Aber wie lange geht das so?— Mehrfach rutscht der Wagen, schleudert und verliert an Fahrt. Brigitte wagt kaum noch, sich umzusehen. Sie weiß, daß sich der Abstand zwischen ihr und dem Verfolger in den letzten Minuten entscheidend verringert haben muß. „Stoj—!“ schreit eine rauhe Männerstimme hinter ihr.„Sto—os!“ Das ist das Ende. Brigittes Wagen kommt ganz aus der Fahrt. Er stellt sich quer und schlägt mit der Hinterachse krachend gegen einen Prellstein. Das war noch Glück, sonst läge er jetzt samt der Fahrerin hundert Meter tiefer im Abgrund. So ist eigentlich fast nichts geschehen. Brigitte klettert etwas benommen aus dem unversehrten Führersitz. Da hält auch schon der graue Wagen hinter ihr, und der Bulgare von der Tankstelle springt aus ihm heraus. Also ist es wahr! Also ist es doch wahr, was sie befürchtet hat—! Ob er sich mit dem Geld im Handtäschchen begnügen wird?, überlegt sie noch schnell, dann steht er schon vor ihr und streckt seine Hand aus. Brigitte erstarrt. Auf seinem Handteller, der übrigens von bemerkenswertem Umfang ist, schimmert ein kleines Bronzeding: der Talisman gegen die Straßenräuber! Er muß beim Einfüllen des Kühlwassers abgefallen sein, und dieser brave Mann hat in echt orientalischer Höflichkeit keinen Augenblick gezögert, ihn seiner Eigentümerin nachzubringen. Daß sie sich dafür bei ihm bedankt hat, und nicht nur mit Worten, deren Sinn er doch nur hätte ahnen können, ist dem Tankstellenwärter selbstverständlich erschienen. Aber niemals wird er je begreifen, daß die fremde Gospodschitza(chubava, krassiva Gospodschitza!) den Talisman gleich nach Erhalt in hohem Bogen in den Abgrund warf. Seltsame Leute, diese Fremden! die Schade um's Papier Kästner, der auch als geistreicher Epigrammdichter Ruhm genoß, hatte auch für die„Göttingischen Gelehrten Anzeigen“ Buchkritiken zu schreiben. Für ein Buch, das ihm vorlag, fand er nur die kurzen Worte:„Dies Buch ist auf das schlechteste Papier gedruckt— schade um das schöne Papier!“ Aeilsterichtich. Prometheus-Verlag Dr. Eichhacker. Münch.-Gröbenzell 23) Und auch alle ihre Kenntnisse überragten die des jungen Stadtmädchens um ein ganz beträchtliches. Sie hatte bereits eine Landwirtschaftsschule besucht und war nur zur letzten Ausbildung nach Drolshagen gegangen, da eine herzliche Freundschaft die beiden Familien miteinander verband. Eigentlich sollte sie Drolshagen verlassen, als Angela kam. Ob sie blieb, um der schönen, schlanken Fremden ihre ungeheure Ueberlegenheit zu beweisen? Manchmal bildete sich Angela das ein. Es kamen bittere Stunden, harte Tage und anstrengende Wochen für das verwöhnte Mädchen. Zart und jeder langandauernden Arbeit noch ungewohnt, glaubte sie manchmal unter der Last der ihr aufgebürdeten Beschäftigung fast zusammenzubrechen. Was Emilie Lassow in kurzer Zeit und ohne die geringste Kraftanstrengung erledigte, kostete sie genaue Ueberlegung und stärkste körperliche Anstrengung. Dabei verlangte Frau Marianne Meermann nicht einmal Uebermäßiges von ihren Elevinnen. Sie betreuten in der Hauptsache die große Hühnerfarm, bei der ihnen ein alter Knecht zur Erledigung der größeren Arbeit zur Hand ging. Oft, wenn Angela abends die Ergebnisse des Tages, die Erfolge der Hühnerfarm, in einem großen schwarzgebundenen Buch eintrug, zitterten ihr die Hände und ihr Kopf drohte ihr auf die rotliniierten Seiten zu fallen. Mit Mühe riß sie sich zusammen und ging mit schwankenden Knien und völlig zerschlagen in ihr kleines Mädchenzimmer hinauf. Doch war das nicht alles. Mutterlos aufgewachsen, vom Onkel verwöhnt, von allen Geschwistern nachsichtig bedauert, niemand Rechenschaft schuldig, fiel es ihr vor allem schwer, sich in den fast soldatischen Drill dieser Gutsführung einzuordnen. Zwar war Frau Marianne Meermann, die an der Seite ihres Gatten mit großer Umsicht und tüchtiger Hauswirtschaftlichkeit das Gut mitverwaltete, eine herzliche, warme und mütterlich freundliche Frau, eine stattliche Erscheinung mit vollem, starkem, blondem Haar, in dem sich kaum ein grauer Streifen zeigte. Körperlich kräftig und immer tätig, verlangte sie das gleiche auch von ihren Elevinnen. Im Verkehr mit den vielen Knechten und Mägden, mit den Tagelöhnern und Landarbeitern des großen Besitztums hatte sie sich aber bei aller Güte einen kurzen, sachlichen und befehlsartigen Ton angewöhnt, der Angela von Holst jedesmal wie ein Pfiff vorkam, gegen den sich alles in ihr sträubte, um so mehr, als sie es nie gelernt hatte ihren verwöhnten Willen jemand zu unterwerfen. Schmerzlich empfand sie es auch, daß sie von praktischen Haushaltsfragen gar nichts verstand. Was sie bei Ria gekocht und getan hatte war doch alles eine ziemlich nutzlose und ungeschickte Angelegenheit gewesen. Es kam der schwarze Tag, an dem ihr, da die Leuteköchin erkrankte und man ihr ausnahmsweise eine größere Arbeit in der Küche übertrug, alles und alles mißlang. Die riesengroßen Töpfe, die da auf den elektrischen Herden dumpf brodelten, flößten ihr Grauen ein, die Riesenlöffel, mit denen sie die Speisen umzurühren hatte, schienen ihr schwer wie aus Blei zu sein, und als ein Riesentopf mit Gemüse einen starken brenzlichen Geruch ausströmte, ließ sie vor Schrecken eine große Schüssel fallen und stand ratlos vor dem unten schwarz angebrannten Kraut, das oben noch nicht weich geschmort war. Hilflos stülpte sie einen Topf Wasser über das Unglücksgemüse, gerade in dem Augenblick, als Frau Meermann, von dem brenzlichen Geruch angelockt, kopfschüttelnd eintrat und mit vernichtendem Blick das Gemüse betrachtete und von ihrer Heldentat erfuhr. Sie riß schnell den Topf von der Platte, eine der Mägde entfernte das angebrannte Gemüse und Angela stand zitternd und hilflos dabei. Frau Meermann schüttelte den Kopf. Sie sagte nur sachlich:„Nicht zu glauben! Ein Mädchen von zwanzig Jahren, ich glaube, Sie sind zu gar nichts nütze, gehen Sie zurück zu den Hühnern und nehmen Sie sich ein Beispiel an Fräulein Lassow, der wäre so etwas nicht passiert.“ Alles empörte sich in Angela. Schon öffnete sich ihr Mund zu einer heftigen, beleidigenden Antwort, da fuhr es ihr siedend heiß durch den Sinn: durfte sie denn überhaupt etwas sagen, sie, die hier bezahlt wurde. als Hilfe angesehen war? Sie durfte ja nichts sagen! Sie mußte es hinnehmen. Schließlich hatte Frau Meermann ja auch recht. Draußen in der Farm, im kühlen Wind des Herbsttages, mitten unter den Tieren, die ihr freudig entgegenflatterten, gingen ihr schwere Gedanken durch den Kopf. Hatte sie sich zuviel zugetraut? Konnte sie das alles nicht? Sie biß die Zähne aufeinander. Sie mußte es können, und was sie nicht konnte, das mußte sie eben lernen. So, mit gesenktem Kopf, blassem Gesicht und traurigen Augen traf sie Walter Meermann, der vom Felde kam und ihr freundlich guten Tag bot. Er sprang vom Pferd und öffnete das Drahtgitter der Farm. „Nanu, was ist denn los?“ fragte er und drückte ihr kräftig die Hand. Angela von Holst sah den jungen Mann etwas scheu an. Zwischen ihnen bestand eine leise Spannung. Sie hatte bald gefühlt, daß der vertrauliche, fast herzliche Ton, den sie beide angeschlagen hatten, als er immer häufiger zu ihr gekommen war, um nach ihren Hühnern zu sehen, damals zu Hause, hier nicht angebracht war, und so bemühte ste sich, einen förmlichen Ton anzuschlagen, der aber immer an der Heiterkeit und Natürkeit des jungen Mädchens zerbrach. Dunkel spürte sie auch, daß der lange Aufenthalt und immer wieder die Arbeit Emilie Lassows mit Walter Meermann irgendwie zusammenhing. Heute aber vergaß sie die Spannung. Das schmale, liebliche Gesicht gesenkt, schüttelte sie traurig den Kopf. „Es war sehr nett, Herr Meermann, daß Sie mir damals hier die Stelle verschafften. Aber ich habe das Empfinden: ich schaffe es nicht!“ Walter Meermann trat näher. „Ist etwas geschehen?" fragte er unruhig. Angela erzählte ihr Mißgeschick. Er wurde wieder ganz heiter.„Und deshalb verlieren Sie den Kopf?“ sagte er lächelnd,„weil die Mutter Ihnen etwas die Meinung sagt? Was ist denn dabei? Alle haben wir Lehrgeld zahlen müssen.“ „Ja, aber wenn ich hier eine Last bin, zu nichts nütze. Angela senkte traurig den Kopf. Walter Meermann sah sie lange an.„Sie sind wohl zu etwas nütze“, sagte er ruhig.„In der Farm tun Sie Ihre Pflicht. Es fällt Ihnen vielleicht etwas schwerer als Ihrer Mitarbeiterin, aber was schadet das? Versuchen Sie es noch einmal, lernen Sie, arbeiten Sie...“ Er trat noch näher zu ihr.„Versuchen Sie es“, sagte er leise.„Bitte, ja?“ Angela sah den jungen Mann an. Zum ersten Male entdeckte sie, daß er warme, liebe, graue Augen hatte, die sie mit zärtlicher Bitte ansahen; eine feste Hand umfaßte ihre schmale Rechte mit beschwörendem Druck. Sie machte sich leise los.„Ja“, sagte sie unsicher.„Ich will's versuchen.“ War es von diesem Tage an besser geworden? Manchmal schien es ihr so. Ein verbissener Eifer hatte sie überkommen. Nein, es war nicht leicht, in Monaten nachzuholen, was durch Jahre versäumt war! Noch immer fiel ihr das frühe Aufstehen schwer, das Füttern, bei dem tausenderlei überlegt werden mußte, die Mithilfe bei der Hausarbeit, das schreckliche Kochen, bei dem es noch häufig Mißgeschicke gab. Mißtrauisch sah Frau Meermann dem Bestreben ihrer jungen Elevin zu, ließ sie aber schließlich gewähren, spöttisch überlegen beobachtete Emilie Lassow. Immer wieder war sie drauf und dran, alles hinzuwerfen, um so mehr, als der Herbst immer kühler und ungemütlicher wurde und das große Gutshaus nachts von wildem Wind umtost war und sich eine immer stärkere Spannung zwischen ihr und der anderen Elevin ergab. Sie sah alles: wie sich Emilie Lassow immer von neuem die Anerkennung der Gutsherrschaft erwarb, der Ton zwischen ihr und dem Ehepaar war auch unbedingt herzlicher und wärmer als ihr gegenüber. Sie sah die beobachtenden lächelnden Blicke des Ehepaares, die oft vergleichend zwischen dem Sohn und der großen, kräftigen Gestalt der anderen Elevin hin und her gingen. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie die Blicke bemerkte, die Emilie Lassow mit dem jungen Sohn des Hauses tauschte, es entging ihr, daß Walter Meermann meistens ungeduldig wegsah. Frau Meermann trat eines Tages zu ihr. Sie sah ruhig zu, wie sie mit einer Magd das Abendbrot bereitete. „Fräulein von Holst“, sagte sie freundlich,„ich möchte sie gern einmal sprechen.“ Sie ging dem jungen Mädchen voran in einen der alten gemütlichen Wohnräume. Während sich die große Frau langsam in einem der altmodischen Biedermeiersessel niederließ, blieb Angela stehen. „Setzen Sie sich ruhig“, sagte die Gutsherrin freundlich. „Also, Fräulein von Holst“, sagte sie dann überlegend.„Fräulein Lassow wird uns in den nächsten Tagen verlassen. Sie geht zu ihren Eltern zurück, sie ist ja sehr tüchtig und hat zu Hause ein großes Arbeitsfeld... Nun wird es bei uns in nächster Zeit viel Arbeit geben. Wollen Sie bleiben? Ihr Elevinnenhalbjahr geht jetzt zu Ende...“ Angela wurde rot.„Ich...“ „Ja“, sagte die große Frau freundlich und sah das junge Mädchen nachdenklich an. Wie reizend sie aussah, ernster, reifer als sie herkam! Ein fester Zug lag jetzt um den früher so weichen Mund, und die festen Hände zeugten davon, daß sie das Arbeiten gelernt hatten. „Ich freue mich daß Sie in letzter Zeit Ihre Arbeit besser bewältigen. Wenn ich Sie einmal schärfer anfaßte, so nehmen Sie das als Lektion, die Sie zu lernen hatten. Sie sind noch nicht fertig, Fräulein Holst, aber ich denke, es wird einmal eine tüchtige Landfrau aus Ihnen werden. Also, wie ist's, wollen Sie bleiben? Sie müßten allerdings die ganze Farm allein verwalten. Werden Sie das können?" Angela nickte und dehnte ein wenig die sehniger, kräftiger gewordenen Arme. „Ich will's versuchen“, sagte sie ernst und ruhig „Wenn Sie mir Vertrauen schenken...“ Die Gutsherrin nickte.„Ja“, sagte sie freundlich, „das tue ich jetzt, Fräulein von Holst.“ Das Mädchen wurde rot.„Ich danke Ihnen", sagte es.„Ich will gern alles verwalten, so gut ich es kann.“ „Gut“, sagte die Gutsherrin heiter.„Also, dann werden Sie wieder an die Arbeit gehen...“ Nebeneinander gingen sie einträchtig den langen Flur zur Küche zurück. Marianne Meermann klopfte ihr noch auf die Schulter.„Also, vergessen Sie nicht wir sind morgen zwei weniger zu Tisch. Behalten Sie noch ein wenig die Aufsicht über die Küche für ein paar Tage, ich habe allerlei zu erledigen, fahre auch mit nach Lassow.“ Sie besann sich.„Ach, nicht zwei Personen weniger, sondern drei“, rief sie dem Mädchen zu, als sie schon die Küche betreten hatten. (Fortsetzung folgt.) K man sehr erfelgreich se: Je und Zucker in einer Kaffertasse gut umrühren. Hierauf kochendes Wasser zugießen und—2 Portionen dieses Gesundheitsgreg# möglichst heit vor dem Schlafengehen krinken. Seite 23 Nr. 268/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 und Wissen Berliner Tremieren Heinrich George als„Jau“ Scribe im Kurfürstendammtheater. Wenn Eugen Klöpfer in der Volksbühne Hauptmanns Scherzspiel„Schluck und Jau“ mit Heinrich George als Jau gab, so war diese Besetzung von vornherein der wuchtige Akzent dieser Neuauffuhrung. In Hauptmanns breitem Gedicht über einen alten Stoff der Weltliteratur werden alle übrigen Gestalten blaß neben dem massigen, versoffenen Vagabunden Jau, den George auf die Bühne stellt. Georges Jau wälzt sich als Urnatur in den seidenen Betten, hält unflätig Tafel und schwätzt orangutanhaft mit den Schloßdamen, findet aus der derben Komik aber auch zur anklagenden Tragik zurück. Herrlich tauchte Benno von Arent die Bühnenbilder in die Stimmung jagdfrohen Herbstes und ausgelassener Herrenlust. Neben George konnten sich nur Alexander Golling als Karl, der Vagabund des Geistes in dem Stück, und Annemarie Steinsieck als witzig überlegene Frau Adeluz behaupten. Der Schluck Hans Hermann Schaufuß' konnte dem rührenden, so„künstlichen“ Freund und Tippelbruder des Jau nicht ganz gerecht werden, und die Sidselill Irene von Meyendorffs blieb das schöne Bild eines süßen Edelfräuleins. Die ausgelassene Laune des Stückes und die Spielführung(Gerhart Scherler) rissen das Theater hin, das vor allem George immer wieder vor den Vorhang zwang. * Hatte das Staatliche Schauspielhaus seinen Riesenerfolg mit Scribes„Glas Wasser“, so tischt nun auch. das Kurfürstendammtheater eines der Scribeschen Rechenkunststücke mit den Bekannten“ des Unterhaltungstheaters: Rührung, Spannung, Geld und Liebe, auf. Auch die Gestalten sind uns vertraut: die Grafen, Herzöge und Marquisen, die so schrecklich vornehm sind, daß sie jede Arbeit für nicht„standesgemäß“ halten, dann aber verschuldet und angesichts eines Skandals, sehr gern das Geld von der armen kleinen Verwandten nehmen, die in Paris sich einen glänzend gehenden Modesalon geschaffen hat. Bei Scribe hieß das Stück „Feenhände“, bei Leo Lenz, der es vor Jahren bearbeitete, heißt es„Leonie". Das Kurfürstendammtheater gibt es im Kostüm von 1850. Die Damen schwenzeln mit dem„Cul“ und der langen Schleppe. Dank Gisela Schlüter, die als einzige das alte Stück frischweg als Parodie spielte, wurde auch dieser Seribe ein großer Lacherfolg. K. E. K. Overnsängeraustausch im Flugzeug. Zu dem gegenwärtigen Gastspiel der Dresdner Staatsover in London, das zwei Wochen dauert, und für das sogar die Dekorationen von Dresden nach London mitgenommen wurden, mußten insgesamt 200 Personen von Dresden nach London reisen. Trotzdem muß auch der Overnbetrieb in Dresden in vollem Umfange aufrechterhalten werden. Dies wurde dadurch ermöglicht, daß die in London jeweils svielfreien Dresdner Sänger im Sonderflugzeug nach Dresden zurügbefördert, werden, um Deutschland und Schweden zu erfnotwendigenfalls am nächsten Tage wieder auf dem Deutschand und Schweven zu erfünen. gleichen Wege rechtzeitig zu ihrem Auftreten nach London zurückzukehren. Generalmusikdirektor Hans Knappertsbusch beendiat seine vorläufige Tätigkeit bei der Wiener Staatsover Mitte November. um Gastspielverpflichtungen in Eitergejung intacater Belelrung Nur einen Wunsch hatte man noch: zu dem imponierenden Bild auf dem vom Orchester und dem in den Männerstimmen gewaltig verstärkten Musikverein dicht besetzten Podium eine entsprechende Fülle im großen Schutzenhossaal. Dann wäre der äußere Rahmen vollkommen gewesen, hätte den Erschienenen die rechte, freudige Einstimmung auf den Abend gegeben, der in klanglicher Beziehung durch den nun in allen Stimmgruppen ausgleichend stark in Erscheinung tretenden Chor uns einen Genuß und befriedigenden Eindruck vermittelte, wie wir es lange nicht mehr erlebten. GeNeue Werke im Mulikvereins-Konzert Zwei größere Werke aus der Gegenwart hatte Reichwein dem Musikverein als Aufgabe gestellt, ohne allerdings damit bis zum ausgesprochen fortschrittlich modernen Schaffen vorzustoßen. Die Komposition „Hyperion“ zu Hölderlings Dichtung von Richard Wetz hat noch die wenigste Verbindung zum neuen musikalischen Ausdruck. Thematische Führung, musikalischer Charakter wie orchestrale Farben bewegen sich unverändert im Geiste romantischer Anschauung und Klanggewohnheiten. Das ergibt schwerlich ein künstlerisches Gesicht von persönlicher Prägung, so geschmackvermittelte, wie wir es lange nicht mehr erlebten. Ge= ker..—.—„ igitteerie:: der Stimwiß wird auch diese erhebliche Verstärkung des Män=svoll und kultiviert bei feinster Erschöpfung nerchores durch Mitglieder des„Bochumer Män=Imungswerte die gekonnte, farbenreiche Arbeit sich gibt. nergesangvereins" und Mitglieder des „Oberhausener Konzertvereins“(deren Mitwirkung dem Probeleiter Otto Bettzieche zu danken ist) eine wahrscheinlich vorübergehende Erscheinung sein, wie wohl die Frage der Mannerstimmen in gemischten Chören an fast allen Plätzen ein ungelöstes Problem darstellen wird. Aber man freute sich des augenblicklichen schönen Ergebnisses und erfuhr nach langer Zeit einmal wieder, wie herrlich die Wirkung eines gemischten Chores ist, der in allen Teilen über hinreichendes Material verfügt. Und man bemerkte erneut, daß auch bei nahezu zahlenmäßiger Gleichheit die Gefahr der überlagernden Männerstimmen gar nicht gegeben ist. Die Wirkung war im Gegenteil klanglich so gerundet und ausgeglichen volltönig, daß man in dieser Hinsicht trotz gelegentlich gedrückter Höhe der Soprane mit Genuß dem großen Apparat lauschte. Auch war die technische Sicherheit und eine daraus sich ergebende Ausgewogenheit und saubere Darstellung so lobenswert wie nur möglich. Und wie leicht ließe sich die Städtische Chorgemeinschaft auf diese stattliche Form bringen, wenn unsere männlichen Sänger sich mehr für den gemischten Satz interessierten. Allen Männerchören hätte man das machtvolle schöne Klangbild und seine erhebende künstlerische Wirkung zu hören gegönnt. Da ist des Samländers Herbert Brust groß angelegter„Memelruf" nicht nur stofflich, sondern auch in der musikalischen Gestaltung wesentlich tiefer der Gegenwart verhaftet. Kein Chorwerk extremer neuzeitlicher Richtung, aber doch so bestimmt, in der Linienführung heutiger Formen sich bedienend, daß schon dadurch der gut gearbeitete wirkungsvolle Chorsatz ein interessantes Gesicht bekommt. Wohl bleibt die persönliche Erfindung im motivischen Gehalt hinter dem künstlerischen Wollen und der guten Formenbeherrschung zurück. Man steht jedoch unter dem Eindruck einer auch musikalisch von bedeutender ethischer Forderung getragenen Komposition, die fernab jeder Effekthascherei und billiger Aeußerlichkeit nach schlichtein, unkompliziertem Ausdruck ringt, und wenn auch nicht in jeder Wendung überzeugend, so doch im Gesamtbild anregend wirkt und auch da gewinnend anspricht, wo statt hymnischen Aufschwungs getragener Volksliedton das Werk zum Ausklang bringt. Die Wiedergabe beider Chöre war, wie erwähnt, unter Reichweins umsichtiger und lebendig führender Leitung sowohl tonlich wie auch in der technischen Durchfuhrung einwandfrei und sicherte den Kompositionen Erfolg und Anerkennung. Und doch war das wirklich musikalische Erlebnis Schuberts wundervoller Psalm„Der Herr ist mein Hirt“, der in der Fassung für Frauenchor und Orchester seine herrliche melodische Fülle beglückend offenbarte. Klanglich prachtvoll abgestimmt, sauber in der harmonischen Bindung, erklang der schöne Satz, zu dessen wirkungsvoller Darstellung der Frauenchor des Musikvereins alle Kräfte einsetzte. Reicher Beifall lohnte die Mühe. Für die umfangreiche Baritonpaxtie der beiden größeren Werke war Eugen Klein verpflichtet, der seine durch die anspruchsvoll hohe Lage erschwerte Aufgabe mit höchster musikalischer Intelligenz, großem Gestaltungswillen und überzeugender Tragfähigkeit seiner warm timbrierten, zeitweilig unruhig wirkenden Mittel erfolgreich erfüllte. Hermann Langguth interpretierte die Sprechpartie ausdrucksvoll und in guter technischer Behandlung. Für die erheblichen Lücken im Saal entschädigte die Ausführenden ein starker Beifall. Schwermann Weilere Ehrengälte der Kleilt-Woche Für die Kleist=Woche haben sich weitere Ehrengäste angemeldet, die im politischen und kulturellen Leben von Bedeutung sind, so aus dem Stab des Stellvertreters des Führers Reichsamtsleiter Hederich mit Adiutant und von der Reichssendeleitung Berlin als Vertreter des Reichssendeleiters Günther Wißmann. Von den Vertretern des kulturellen Lebens interessieren besonders der bekannte Literarhistoriker Professor Dr. Naumann und der Dichter Richard Euringer. Außerdem haben sich nun alle bedeutenden Tageszeitungen sowie die Oberbürgermeister weiterer deutscher Großstädte angemeldet. Auch vom Auslande werden zahlreiche Gäste erscheinen, so der Intendant der Königlich Flämischen Over zu Antwerven. Denkmal für den Komponisten von„Stille Nacht...“ Auf dem Friedhof der Stadt Hallein in Salzbura wurde jetzt ein Denkmal für den Komvonisten des bekannten deutschen Weihnachtsliedes„Stille Nacht, heilige Nacht". Franz Xaver Gruber, enthüllt. Gruber, der Lehrer in Hallein war, hat fast sein ganzes Leben in der kleinen Stadt zugebracht, von der aus auch das Weihnachtslied seinen Siegeszug in die Welt angetreten hatte. überall dorthin. wo Deutsche wohnen. Geschichtstafe! 14. November: 1716 Der Philosoph Gottfried Wilhelm von Leidniz in Hannover gestorben(geboren 1646). 15. November: 1630 Der Astronom Johannes Kepler in Regensburg gestorben(geboren 1571/10,#uniggn Einn“.2 1787 Der Komponist Christovo Willivald Ritter v. Gluck in Wien gestorben(geboren 1714). 1862 Der Dichter Gerhart Hauptmann in Salzbrunn geboren. Aumoriftisch-satirischer Koman von Hleinrich Ipoerl. 7) Copyright bei Paul „Lieber Herr, Sie müssen etwas ruhiger sein Darf ich Ihnen ein Glas Wasser anbieten?— Und nun wollen wir uns gemütlich unterhalten. Also da kam dieser Mann zum Denkmal— und was hat er da gemacht?“ „Herr Staatsanwalt, was der da gemacht hat, das dürften Sie selbst doch am besten wissen", lächelt Rabanus. „Natürlich, wir haben unsere Ermittlungen. Aber ich möchte es gern von Ihnen hören und protokollieren.“ „Ich fürchte, Herr Staatsanwalt, Sie überspannen den Bogen, Fingern Sie die Sache, wie Sie wollen das geht mich einen Dreck an Aber mich lassen Sie gefälligst aus dem Spiel. Das beste ist, ich verschwinde jetzt und existiere nicht für Sie, und Sie nicht für mich.“ „Sie bleiben!“ donnert Treskow,„Sie haben hier Ihre Aussage zu machen!“ „Ist es nicht in Ihrem Interesse, wenn Sie etwas leiser sprechen? Und nun will ich Ihnen mal einiges sagen. Ich bin gewiß kein Spaßverderber, und ich kann mir zur Not auch vorstellen, daß man in nächtlicher Besoffenheit etwas anrichtet, was man am nächsten Tage nicht mehr wissen will, oder vielleicht auch wirklich nicht mehr weiß—— vielleicht wirklich nicht mehr weiß—“. Rabanus stutzt plötzlich, tut einen tiefen Blick in das klare offene Gesicht des Staatsanwalts und führt den Satz nicht zu Ende. Er ist wie verwandelt, bescheiden seine setzt sich wieder und beginnt ruhig und Erzählung: Wie der Mann ausgesehen habe? Er entsinne sich noch genau, es war ein kleiner, untersetzter Mann mit Backenbart und Mütze, offenbar dem Arbeiterstande angehörig. Nein, ein Hund war nicht dabei. Und ob er jetzt gehen könne? Treskow hat alles mitgeschrieben.„Im Gegenteil, mein Lieber, nun fangen wir erst richtig an. Wer mich beschwindeln will, muß wenigstens ein gutes Gedächtnis haben. Sie vergessen, daß Sie vorhin bei der Polizei eine völlig andere Beschreibung des Täters zu Protokoll gegeben haben.“ „Möglich.“ „Welche von den beiden Beschreibungen ist nun die richtige?“ Neff Verlag. Berlin. „Stelle anheim. Sie haben die Auswahl. Nehmen Sie die, die Sie am besten brauchen können. Ich fehle die jetzige.“ „Lassen Sie das. Jedenfalls geben Sie zu, daß Ihre Aussage sich widerspricht. Können Sie dafür eine Erklärung geben?“ „Nein.“ „Dann will ich es tun: Sie hatten die Absicht, die Polizei auf falsche Fährte zu locken. Offenbar wollen Sie den Täter schützen. Sie, ich warne Sie!— Jetzt noch eine Frage.“ Treskow sieht den Zeugen mit der stählernen Schärfe seiner grauen Augen an.„Kennen Sie diesen Mann mit der Mütze? Ja oder nein?“ „Nein, Herr Staatsanwalt. Den Mann mit der Mütze— den kenne ich nicht.“ „Weiter: Warum haben Sie sich nicht selbst als Zeuge gemeldet, wie man das von einem anständigen Menschen erwartet?“ „Wenn ich ehrlich sein soll: Die Sache war mir zu dumm.“ „Aber uns ist sie nicht zu dumm!“ „Das liegt an Ihrem Beruf.“ Treskow steht auf und geht zum Fenster. Vor dem Gebäude hat man Asphalt gelegt, damit die Justiz ihre Ruhe hat. Auf dem Asphalt laufen die Kinder Rollschuh. Die Rollschuhe rasseln von früh bis spät. Treskow überlegt: Dieser Rabanus steht offenbar in enger Beziehung zum Täter, ist es womöglich selbst. Durch eine voreilige Verhaftung würde man die Fäden zerschneiden und alles verderben. Besser, man stellt sich dumm— das ist immer klug— wiegt diesen Rabanus in Sicherheit und läßt ihn insgeheim überwachen. Zu gegebener Zeit kann man dann zuschnappen. Ein Staatsanwalt muß ein feines Köpfchen hoben „Sie wohnen Ritterstraße?“ „Jawohl, Gartenhaus.“ „Ausgezeichnet. Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen. Sie können jetzt gehen. Ich glaube nicht, daß wir Sie noch weiter nötig haben.“ Als Rabanus kopfschüttelnd und leise vor sich hin lächelnd durch das staatsanwaltliche Vorzimmer hinausgehen wollte, traf er dort auf ein junges Mädchen, das seinem verwöhnten Auge angenehm auffiel. Das erste vernünftige Wesen in diesem Affenkasten, dachte er und sah das junge Ding lustig an. Sie sah ebenso lustig zurück. „Nun, Fräulein, müssen Sie auch zu dem?“ " Mia. „Mit dem kriegen Sie aber Freude. Das ist ein ganz Scharfer.“ Die Kleine gluckst vor Vergnügen.„Finden Sie? Dann war es sicher wegen der Maulkorbsache?“ „Woher wissen Sie das?“ „Der tut doch nichts anderes.“ „Der sollte lieber weniger wild sein. Mich hätte er am liebsten gleich verhaftet." „Och?“ Das Mädchen muß lachen.„Sie sehen aber gar nicht so aus.“. „Das hat mich auch gerettet. Trotzdem war er sehr böse auf mich."... 44rt 35 81. „Dann hatte er sicher Gruno", ereiferr sich die „Natürlich hatte er Grund. Ich habe ihn ein bißchen belogen. Prut.....„inze Srhfin mm. „Nicht so hastig, kleines Fraulein. Was meinen Sie wohl, wie schlecht dem da drinnen die Wahrheit bekommen wäre?" „Das verstehe ich nicht.“ „Das sollen Sie auch nicht verstehen. Es genügt, daß Sie es mir glauben.— Haben Sie noch nie für einen andern gelogen rug, Lemarden und hest v. uick 8i. Das Mädchen ist ernst geworven und besteht sich die Stiefelspitzen.„Doch— aber das war etwas anderes.“ Sie hatte es ganz leise gesagt, eigentlich nur gedacht; diesen Mann ging es auch nichts an. Aber er konnte so merkwürdig fragen, und nun schämte sie sich.— „Trude, ich darf wohl bitten!“ Staatsanwalt von Treskow steht in der Tür mit Hut und Mantel, nimmt seine Tochter beim Arm und geht, ohne Rabanus' Gruß zu beachten, mit ihr hinaus. Rabanus schaut hinterdrein. Ach so. Auf dem Nac „Papa, wer war der Mann?“ „Welcher Mann?“ „Der von eben?“ „Was soll das?“ „Nichts. Ich meine nur.“ Beim Mittagessen: „Papa, kommst du gut weiter?“ „Ich glaube.“ „Der Mann ist doch sicher wichtig.“ „Welcher Mann?“ Der von heute morgen? Was hat er eigentlich ausgesagt?“ Du weißt, daß ich darüber nicht spreche.“ Am Abend: „Denk' mal, Papa, der hat mir heute morgen alles erzählt.“ „Was hat er dir erzählt?“ „Ich weiß nicht mehr genau.— Was hat er denn bei dir gesagt?“ „Daß er in der Nacht beobachtet hat, wie jemand ——. Ich glaube, Kind, du willst mich aushorchen.“ „Aber Papa!“ Am nächsten Morgen: „Papa, ich möchte dich heute nicht abholen. Ich habe Angst, ich treffe den wieder bei dir.— Wie heißt er noch?“ „Du meinst den Rabanus?“ Rabanus. * Rabanus hatte seinen schlechten Tag. Vielleicht lag es auch an etwas anderem. Er sah mit gekniffenem Auge abwechselnd auf die Leinwand und auf die geduldige Ria, pinselte und kratzte ab und pinselte von neuem. Mariechen Prümper, saß wie geprügelt auf ihrem Stühlchen und wagte kaum zu atmen, geschweige einen Laut von sich zu geben. Sie hörte die kurzen Kommandos: Kopf mehr links! Lächeln! Geradeaus sehen! Zuckte zusammen und tat, was man verlangte. Vor allem lächeln. Die Arbeit ist quälend und hoffnungslos. Das Bild wird immer unglücklicher, grinsender. Rabanus ist gewohnt, zu tun, was ihm Spaß macht. Das hier macht ihm keinen Spaß. Er versteht nicht, warum er es angefangen hat. Was ging ihn dieses Mädchen an? Er sprang auf, spielte einige Akkorde am Flügel. Ihm fallen ein paar Motive ein, denen er nachgeht. Aber der Bechstein scheint ihm verstimmt; es ist ein altes Instrument, bei dem die Stimmnägel noch in Holz gebettet sind. Er nimmt den Stimmschlüssel und stimmt nach. Es ist eine Marotte von ihm, keiner macht es ihm gut genug. Es dauert lange, und er hat heute keine Geduld. Ihm fällt ein, daß er Hunger hat. Er macht sich eine Tasse Tee, umständlich, nach einer eigens von ihm ersonnenen Methode, ißt einige Scheiben weißes Brot, dick mit Butter belegt und mit Salz bestreut, dazu einen Apfel und eine Handvoll blauer Trauben. Es war eigentlich sein Mittagbrot, aber das war schwer festzustellen. Genau so, wie er schlief, wenn er müde war, aß er auch nach Hunger und Bedürfnis. Inzwischen war es dämmerig geworden. Er hatte noch diese seltsame Unruhe. Ihn gelüstete nach frischer Luft. Er zog sich um, vielleicht ein wenig sorgfältiger als sonst, aber ohne es zu wissen, nahm seinen Mantel und wollte gehen. „Tue mer denn nit mehr male?" Ria saß noch auf dem Modellschemel, den Kopf nach links, die Augen geradeaus, mit dem anbefohlenen Lächeln. „Ach so.—— Nein.“ „Wann dann widder?“ „Gar nichtzu „Und dat Bild?“ „Ich habe es mir überlegt. Such dir eins von den fertigen aus Da links steht noch ein ganzer Stapel. Nimm die Landschaft, die ist groß und bunt und hat schon einen Preis bekommen. Steht noch hinten drauf. So— nun geh auch schön.“ * Der nächste Tag brachte für Treskow einigen Aerger. Natürlich war es ein Freitag. Treskow war nicht abergläubisch, sondern das genaue Gegenteil, und er wußte, daß es nur Zufall war. Aber daß sich diese Zufälle immer Freitags versammeln, schien ihm doch ein merkwürdiger Zufall. Es fing gleich am Morgen an, als er in sein Büro kam. Die Maulkorbakte lag wieder auf seinem Schreibtisch, aber diesmal nicht in Gelb, sondern in Giftgrün gekleidet. Und innen stand mit energischem Grünstift: Z. B. Z. B. heißt hier nicht: zum Beispiel. Sondern: Zum Bericht. Es bedeutet, daß man um elf Uhr dreißig beim Herrn Oberstaatsanwalt anzutreten und einen wohlgeordneten Vortrag über den Stand des Verfahrens zu halten hat. Und daß man unerwartete und unbequeme Fragen wie aus der Pistole geschossen beantworten muß. Das ist„Z..“ Es ist genau so, wie wenn ein Schüler zum Direktor gerufen wird. Ein ganz gutes Gewissen hat man nie und wenn man es trotzdem hätte, auf dem langen Weg über den Gang fallen einem noch tausend Sünden ein. Weitere zehn bekommt man drinnen vorgerechnet. Und als geschlagener Mann schleicht man von dannen. Treskow hat noch zwei Stunden Zeit, sich auf diesen Gang vorzubereiten. Er kannte sein Aktenstück auswendig, aber es war ihm noch nie so klar geworden, wie wenig er bis heute erreicht hatte. Es war nicht Treskows Art, seine schlechte Laune an Untergebenen auszulassen. Aber daß dieser Referendar Thürnagel, der ihm zur Ausbildung überwiesen war, Morgen für Morgen erst um zehn Uhr anschob, dick müde und verschlafen, das war doch nicht in der Ordnung.(Fortsetzung folgt.) K M M ue m M K F * Seite 24 Nr. 268/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Feünler käufen Anzeigepflicht der Ausstellungsvorhaben Der Reichsminister für Volksaufklärung und Provaganda gibt bekannt, daß sämtliche Ausstellungsvorhaben der örtlichen zuständigen Landesstelle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Provaganda anzuzeigen sind. Auch soweit bisher Anträge auf Genehmigung von Ausstellungen beim Werberat der deutschen Wirtschaft einzureichen waren. sind diese Anträge jetzt zunächst der Landesstelle vorzulegen, die sie an den Werberat der deutschen Wirtschaft weiterreicht. Kein Lohnabbau bei neuen Tarisordnungen und dafür Jesser nachen! Schönheitsfehler im Weihnachtsgeschäft, die sich beseitigen lassen! Wenn die Tage kürzer werden und die Abendelda ist, er wird aber erreichen daß die Mittel, die für länger, wird wieder im Kreis der Familie die schwer=[Weihnachten zur Verfügung stehen, auch wirklich auswiegende Frage erörtert: Was werden wir schenken? gegeben werden. 18. Dieses„Was" wird um so dringlicher, je mehr sich das Weihnachtsfest nähert. Sechs Wochen trennen uns noch von diesem schönsten aller deutschen Feste. Und doch verkürzen sich die meisten diese Zeit dadurch auf ein Mindestmaß, daß sie mit dem Einkauf der Geschenke erst in den letzten Tagen vor dem Fest beginnen. Dann muß es natürlich schnell gehen, dann wird man ungeduldig, wenn man im überfüllten Geschäft warten muß und die Verkäufer keine Zeit haben, besondere Wünsche zu erfüllen. Man wird nervös und gereizt und vergällt sich so selbst die Vorfreude des Schenkens. Und ist dann endlich das Wichtigste, soweit es noch zu bekommen war, zusammen, bleibt bestimmt keine Zeit, sich um die tausend Nichtigkeiten zu kümmern, ohne die nun einmal ein richtiger Gabentisch zu Weihnachten nicht denkbar ist. Und warum? Weil ein Vorurteil herrscht, nach dem Weihnachtsstimmung und damit Stimmung zum Kaufen nur im überfüllten Laden in letzter Minute zustande kommen. Und weiter— so sagen die Verfechter der Einkaufshetze für den späten Einkauf—, weil die wirtschaftliche Lage es dem Wochenlöhner vor dem letzten Lohntage und dem Angestellten vor dem letzten Gehaltstermin unmöglich mache, überhaupt etwas einzukaufen. Wäre dem so, würde es bedeuten, daß die Verbraucher in der letzten Woche vor dem Fest von der Luft leben müßten, um ihre Geschenke einkaufen zu können. Dabei wird aber vollkommen übersehen, daß z. B ein beträchtlicher Teil der Weihnachtsgeschenke aus Spielund Vereinskassen oder aus dem Geheimfach der Hausfrau— wenn ein solches vorhanden ist— bestritten werden. Hier sei ein Lob unseren tapferen Hausfrauen gesprochen, die es unerklärlicherweise immer wieder fertig bringen, auch bei knappster Wirtschaftskasse wöchentlich einige Pfennige zurückzulegen, mit denen sie zu Weihnachten ihren Lieben eine Freude bereiten können. Es bedarf also in der Hauptsache wirklich nur des Anstoßes, um die Weihnachtsstimmung und damit die Lust am Einkauf hervorzuzaubern. Nun kommt der Geschenkkäufer natürlich nicht ganz von selbst zum Einzelhändler. Es leuchtet daher ein, daß der Anstoß zur Hervorzauberung der Weihnachtsstimmung und zur Lust am Einkauf aus der Geschäftswelt selbst kommen muß. Wenn hier noch manches im argen legt, so kann das nur ein Grund mehr für Handel und Handwerk sein, um eine Abstellung bemüht zu bleiben. Es ist z. B. falsch, wenn Inhaber kleinerer Geschäfte oft der Meinung sind, für sie bringe das Festtagsgeschäft doch keinen bedeutenden Mehrumsatz. Das kommt, gelinde gesagt, einer freiwilligen Ueberlassung des Kampffeldes an den Gegner gleich, der eine richtigere Auffassung für die Notwendigkeit der Weihnachtswerbung hat. Auch die Weihnachtswerbung des kleinsten Geschäftsmannes in der stillsten Nebenstraße darf nicht später einsetzen als die der Konkurrenz in den Hauptverkehrsstraßen. Denn die Kundin, die in kauffreudiger Vorweihnachtsstimmung die anderen Schaufenster gesehen hat, will auch bei„ihrem Kaufmann um die Ecke“ das gleiche Gefühl erleben. „Wer nicht wirbt verdirbt!“ lautet ein altes Sprichwort. Es darf dem Kaufmann nicht schwer fallen, schon jetzt die Kunden darauf aufmerksam zu machen, daß es Zeit geworden ist, die Weihnachtsbesorgungen zu beginnen. Die Werbung durch Insertion steht hier nach wie vor an der Spitze. Leicht lassen sich auf diese Weise die Vorteile kar machen, die frühzeitiger Einkauf mit sich bringt. Ein Hinweis auf die große Auswahl und die Muße zum Aussuchen muß jedem Kunden einleuchten. Auch die Möglichkeit einer Sonderbeschaffung läßt sich herausstreichen. Neben der Insertion muß zu dem gewünschten Erfolg das Schaufenster glänzen und Stimmung ausstrahlen; wer hinsieht, muß wissen, das Geschäft lebt, hier kannst du kaufen. So die Werbung angesetzt, dürfte es sicherlich gelingen, das Weihnachtsgeschäft zum Nutzen aller Beteiligten früher in Gang zu bringen. Lautet daher die Devise für den Käufer: Früher kaufen— es kauft sich viel besser! so muß es für den Handel heißen: Nicht auf den letzten Gehaltstermin warten, sondern frisch durch geschickte Werbung einen Angriff auf die Spiel= und Vereinskassen sowie auf die heimlichen Sparpfennige der Hausfrauen machen. Der frühe Einsatz der Werbung kann vielleicht nicht erreichen, daß zu Weihnachten mehr umgesetzt wird, als markt war gehalten bei sehr kleinem Geschäft. Es kam Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. nur in Kalituren zu einigen Umsätzen in den elsässischen ehein=wumische Abendboist in Frankfurt a. M. Werten, die erneut gewinnen konnten. Die übrigen Märkte] An der Abendbörse war die Haltung allgemein freundblieben geschäftslos. Die Rentenmärkte verkehrten licher. Das Geschäft war auf einigen Gebieten recht lebbefestigt. Für Altbesitzanleihe zeigte sich erhöhte Nachfrage. Der Freiverkehr war wenig verändert bei kleinem Geschäft. Der Verlauf und der Schluß waren weiter sehr ruhig. Berliner Börse Die Besorgnisse, die man angesichts der scharfen Kurseinbrüche auf dem Markt der Auslandswerte am Vortage hegte, trafen nicht ein. Ein neuer„schwarzer Freitag" wurde trotz des ominösen 13. vermieden. Die Stimmung war zwar unsicher, aber doch nicht mehr so schwach wie am Vortag. An den Aktienmärkten herrschte große Zurückhaltung. Von Auslandswerten verloren Chade 9 Reichsmark. Anderseits hatten auch verschiedene Auslandswerte kleine Erholungen. Die übrigen Aktienmärkte lagen recht uneinheitlich, Montanwerte überwiegend erholt. Der Verlauf war schwankend und unsicher. Immerhin hatten einige Montanpapiere kleine Besserungen. Die Börse schloß uneinheitlich. An den Anleihemärkten lagen heimische Renten sehr still. Altbesitz leicht befestigt. Psandbriefe sehr still. Am Geldmarkt Tagesgeld 2½ bis 2¾ Prozent. haft. Die erneute Erholung der Auslandswerte sprach vierbei mit. Von Inlandswerten wurden Montane zu etwas erhöhten Preisen gefragt. Sonst nannte man die letzten Berliner Kurse. Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. Während für Auslandswerte bei wenig veränderten Kursen etwas Nachfrage anhielt, lagen deutsche Aktien im Verlauf ziemlich still. Montane notierten überwiegend etwas höher, Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst ber 100 kg Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater mark. Weizenm. Auszm. 820 asche * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 13. November: 61,25(61,75) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, 144 Reichsmark. Walz od. Dr.: 148 Reichsmark. Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen. Hahn, teilt mit: Bei der Schaffung neuer Tarifordnungen durch den Treuhänder der Arbeit, z. B. bei den neuen Reichstarifordnungen für die Herren=Oberbekleidungsindustrie, für die Stuhlindustrie usw., werden die bisher geltenden tariflichen Bestimmungen, besonders die Lohnsätze, soweit wie irgend möglich berücksichtigt. Trotzdem wird es vorkommen können, daß in manchen Orten einzelnen Gruppen Gefolgschaftsmitgliedern bis zum Inkrafttreten der neuen Tarifordnung höhere Löhne erhalten haben. Deshalb weise ich immer wieder darauf hin, daß die Bestimmungen einer Tarifordnung Mindestbedingungen darstellen, so daß es ein grober Verstoß gegen das nationalsozialistische Leistungsprinziv wäre, wenn die bisherigen höheren Löhne allgemein auf die neuen Lohnsätze der neuen Tarifordnungen abgebaut würden. Hiergegen werde ich mit allem Nachdruck vorgehen. Börsen beruhigt Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Börse war auf den Aktienmärkten weiter ruhig. Von der Bankenkundschaft lagen nur Kaufaufträge für einige Werte vor: den meist niedrig gehaltenen Kauflimiten stand aber entsprechendes Angebot nicht gegenüber. Die Umsätze waren wieder außerordentlich klein. Die Kurse waren weiter rückläufig, doch hielten sich die Abschwächungen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in engen Grenzen. Vereinzelt kam es auch zu leichten Kursbesserungen. Nach den ersten Der VierzahreSplalt Industriestaat der Welt Dr. Hosse über die Neuordnung der Wirtschaft und des Wirtschaftsrechts Uebereinkunft Englands, Amerikas Vom 18. bis 15. November findet, wie gemeldet, in Weimar unter zahlreicher Beteiligung des In= und Auslandes die 1. Deutsche Fachtagung für das Prüfungs= und Treuhandwesen statt, die unter dem Protektorat des Reichsrechtsfuhrers und Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht, Reichsministers Dr. Hans Frank, von der Akademie für Deutsches Recht, dem NS.=Rechtswahrer=Bund und dem Institut der Wirtschaftsprüfer veranstaltet wird. Die Fachtagung von wurde am Freitag, dem 13. November, vormittags, in der Weimar=Halle in feierlicher Weise eröffnet. Nach dem. Ueberblick, den Gauleiter Josef Wagner über seine Aufgaben als Reichskommissar für die Preisbildung gab,(siehe auch den politischen Teil), wollte Staatssekretär Dr. Posse vom Reichswirtschaftsministerium über„Die Neuordnung der Wirtschaft und des Wirtschaftsrechts" sprechen. Da Dr. Posse erkrankt ist, verlas Oberregierungsrat Michel das Referat. Dr. Posse gab eine Darstellung, wie Deutschland mit dem vom Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht aufgestellten Neuen Plan der Schwierigkeiten Herr zu werden versucht hat, die ihm vom Auslande in den Weg gelegt wurden. Soweit der Erfolg von Deutschland allein abhängig gewesen wäre, hätte er bisher auch in vollem Umfange erreicht werden können. Die Schwierigkeiten aber, die von einer Reihe anderer Länder der deutschen Wirtschaft bereitet worden wären, hätten nicht aufgehört, im Gegenteil: Unvernunft und Egoismus einzelner seien noch gewachsen und zu alten Hemmnissen für eine Förderung der internationalen Handelsbeziehungen seien neue hinzugetreten.„Ich erinnere hier Umsätzen traten kleine Kursschwankungen ein. Der Kuxen= nur an die Abwertungswelle, die durch die Numtt. fenr urs Eaportärtmel Ein bei uns unbekannter Gewerbezweig.— Acht Millionen Kaninchen in Deutschland Aus Schweden kommt die Nachricht, daß in des Züchters aufzufassen wären, sondern nur kleine und aufgenommen hat. ahten####glands, Amerikas und Frankreichs in der letzten zeit erzeugt worden ist. Mit solchen Mitteln wird man auf dem Wege zur Wiedergesundung der Weltwirtschaft nicht weiterkommen. Denn so, wie man sich in den drei großen Gläubigerstaaten die„Anpassung" vorstellt, werden die Barrieren des Welthandels nicht beseitigt, deren Aufrichtung man ja selbst hervorgerufen hat. Deutschland hat demgegenüber entschlossen den Weg des Ausbaues der eigenen Nationalwirtschaft beschritten...“ Staatssekretär Posse wendete sich dann dem Vierjahresplan zu.„Unter diesem Vierjahresplan", so erklärte Dr. Posse,„wird Deutschland sich zu dem modernsten Industriestaat der Welt entwickeln. Wenn es gelungen sein wird— und es muß und wird gelingen—, Deutschlands Industrie bei 1 Dollar: 42,12(Vortag 2,491) RM. 1 Pfund: 12,14½(Vortag 12,15½) RM. 100 Belga: 42,12(Vortag 42,14) RM. 100 französ. Frank: 11,55(Vortag 11,56) RM. 100 holländ. Gulden: 134,09(Vortag 134,09) RM. 100 Lira: 13,10(Vortag 13,10) RM. 100 Schweizer Franken: 57,21(Vortag 57,25) RM. Perischlächtese ire Tütskeit aufgenoumen hat. vier Zuchlhaisnen9 6896 ortschlächterei, bre Lot zenen Jahr.200 Tonnen#ver, Zul gannnen, betziehen wergen. So ist Kaninchenfleisch nach Großbritannien ausgeführt, sich, die Tiere mit Abfallen aus der Kuche und aus Es könnte die zehnfache Menge verkaufen, so dem Garten sowie mit Unkräutern zu ernähren, also stark ist die Nachfrage nach Kaninchenfleisch in auf die denkbar wirtschaftlichste Art. Wir sehen hier der Welt. Die neue Großschlächterei schlachtet in ein Musterbeispiel des Kampfes gegen den Verderb. Es der Hochsaison von August bis Mai 9000 Stück gibt im Reiche rund eine Million Kaninchenzüchter, und im Durchschnitt führt jeder von ihnen seiner Familie jährlich sozusagen ohne Aufwandskosten an Erzeugnissen aus dem Kaninchenstall einen Wert von 100 Reichsmark zu. Dieser Aufbau hat auch die Rassen, die gehalten werden, bestimmt. Immer mehr verbreiten sich die für den Haushalt wirtschaftlichsten mittelschweren Weißen Wiener. Auf der 4. Reichskleintierschau vom 4. bis zum 8. Dezember in Essen werden unter den Kaninchen die Weißen Wiener und andere Mittelrassen, welche die dankbarsten Futterverwerter sind, den Hauptanteil stellen. Die Haltung der Riesenkaninchen geht immer mehr zurück. Die Reichsfachgruppe Kaninchen= züchter legt auch keinen Wert auf ihre Haltung, da sie sachgemäß ohne Kraftfutterzugabe nicht gezüchtet werden können. Die Kaninchenzucht entwickelt sich im Reich in den letzten Jahren in erfreulichem Maße aufwärts. Gesunde Lebensverhältnisse aber sind die Voraussetzung für eine Durchschnittsleistung. Diese Durchschnittsleistung sind 30 Kilogramm Fleisch und 12 Felle oder 1 Kilogramm Angorawolle aus der Nachzucht einer Häsin. Sehr schlimm ist es auch um die Behandlung der Kaninchenfelle bestellt. In Lehrgängen zur Schulung der Kaninchenzüchter wird darum besonderer Wert auf die richtige Behandlung der Felle gelegt. Kaninchen, die gleich gekühlt und dann verschifft werden. Die Felle werden in der Exportschläch, t e r e i s e l b s t g e t r o c k n e t u n d v o r n e h m l i c h v o n C h i n a und Japan angefordert. Wir in Deutschland sind mit dem Kaninchenfleisch als Exportartikel noch nicht soweit. Auf dem offenen Markt wird bei uns Kaninchenfleisch kaum gehandelt. Vielleicht liegt es daran, daß der Wert der Kaninchen= zucht allgemein unterschätzt wird. Die Kaninchenzüchter pflegen das Fleisch ihrer Kaninchen im eigenen Haushalt zu verzehren. Der Wert dieses Fleisches beträgt jährlich in Deutschland rund 100 Millionen Reichsmark. Diese Ziffer zeigt schon die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Kaninchenzucht. Das Hauskaninchen liefert aber auch Felle für Pelzwerk und Angorawolle für Textilien. Diese Leistung kann wiederum mit rund 30 Millionen Reichsmark bewertet werden. Wir gewinnen also rund 130 Millionen Reichsmark im Jahre aus der Haltung der Kaninchen, deren Zahl in Deutschland etwa 8 Millionen beträgt. Diese 130 Millionen fallen uns sozusagen nebenbei in den Schoß. Es ist ein Grundsatz der deutschen Kaninchenzucht, die Tiere aus wirtschafteigenem und ohne Aufwandskosten anfallendem Futter großzuziehen und zu mästen. Wir finden darum in Deutschland auch so gut wie gar keine Großzuchten, die als Lebensunterhalt wichtigen Rohstoffen, die wir bisher vom Auslande eingeführt haben, von der Einfuhr unabhängig zu machen und eine ausreichende eigene Rohstoffbasis herzustellen, so wird damit auch der schaffende deutsche Volksgenosse, dessen Arbeitsmöglichkeit immer noch von der Rohstoffeinfuhr aus dem Auslande bestimmt wird, hiervon losgelöst, d.., die intelligenteste und leistungsfähigste Arbeiterschaft der Welt, die im nationalsozialistischen Deutschland erfüllt ist von dem großen nationalen Gemeinschaftsgedanken, kann in ihrer wirtschaftlichen Grundlage nicht mehr von ausländischen Einflüssen betroffen werden. Der Unternehmungsgeist des deutschen Betriebsführers wird das seine dazu beitragen.“ Vom Standpunkt des Gemeinschaftsbewußtseins aus wirksam mitzuarbeiten, sei auch eine der Aufgaben gerade der Treuhänder und Wirtschaftsprüfer; denn gerade sie müßten ihr Amt im Dienst am Volke zum Schutze von Wirtschaftssicherheit und Arbeitskraft auffassen. Selbstverständlich sei es, daß bei der Bedeutung der den Wirtschaftsprüfern übertragenen Aufgaben an die persönliche und politische Zuverlässigkeit und besonders auch an ihre Allgemeinbildung schärfste Anforderungen gestellt werden müßten. Für Juden sei die Zulassung zum Wirtschaftsprüferberuf bereits durch Verwaltungserlaß des Reichswirtschaftsministeriums gesperrt. Im Interesse der sorgfältigen Auswahl der Wirtschaftsprüfer werde auch in Zukunft auf eine eingehende Fachprüfung nicht verzichtet werden können, deren Anforderungen eher gesteigert als verringert werden müßten. Bei der Berufsausubung der Wirtschaftsprüfer müsse für die Staatsführung als oberster Grundsatz gelten. daß ihre Unabhängigkeit unter allen Umständen zu erhalten sei. Viel umstritten ist gerade jetzt wieder die Gebührenordnung für die Pflichtprüfungen: sie wird von der Industrie als zu hoch bezeichnet. Die mit den bisherigen Gebühren gemachten Erfahrungen werden zur gegebenen Zeit vom Reichswirtschaftsministerium verwertet werden... Für den über die Wirtschaftsprüfer hinausgehenden Gesamtberuf der Wirtschaftstreuhänder fehle es vorläufig an einem gemeinsamen Berufsrecht. Aber ein in Vorbereitung befindliches Gesetz werde hier Abhilfe schaffen. Durch die Neuordnung der deutschen Wirtschaft im Dritten Reich fänden wir heute erfreulicherweise bereits die Mitarbeit von Wirtschaftsprüfern bei Wirtschaftskammern und Wirtschaftsgruppen, sei es als Gutachter, als Berater oder Schiedsrichter. Der Staatssekretär schloß seine Ausführungen mit einem Aufruf, alle Kräfte einzusetzen für die großen Aufgaben, die vor uns stehen. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 13. Nov. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Vortlaufende Notierungen 13.11. 113 11. 13.11.012.11.(13. 11. 113.11. 113.11.R12. 11. Div. Anfang Schluß Kassa Schluß Div. Anfang Schlus Kasse Schlus Altbssitz..— 5% Hoesch RM. 6% Krupp RM. 6% Mitteistahl Bemberg Berger Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlanten Otsch. Erdöl D. Reichsb. V. 118.50 118.40 118.40; 102.12 191.75 107.75 102.62/102.00 99.62 115.00 115.25 6 102.00 12 99.50 115.75s116.50 142.00 123.00 133.00 142.50 118.14 Hoesch Köln-K. 39/119 12 119.00 118.62 143.00 125.87 172.12 142 50 138.00 129 00 123.00 6/132.25 6 142.62142.50 7 125.75 125.50 125.621 Dortm. Union[12—.—199.00 199.0 .6. Farbenind. 7/172.12/171.62 171.621 Feidmühle 6/142.00 142.00 142 00 Feiten& Guillel 6 137.62 137.75 138.00 Goldschmidt. 5 128.87 129.00 129.00 Harpen... 3b 155.82 156.00 155 87/156.00 Steinkohlen-Kuxe 13. 11. 12. 11. Geld Brief Geid Bnefl Garolus M. 5330 565 5200 5500 Const. b. 6. 7850 8250 7900/820 Deutschl. 400.30 395 425 Schwerin—— 1430 Heinr. 12000: 2700 12000.2600 Langd 13500 13900 13500 14000 Braunkohlen-Kure GuteHoff. 4700 4950 4650 4950 Loonh. 11000 11500 11100 116. Wichel— 15300 14800.400 Vesta- 12100— 12100 Berahareth.—— 1325/1425 Kall-Kuxe Beienrode 1250 1310 12501350 Kall-Ascheral. Klöckner-W Mannesmann Masch. Untern. Reichsbank Rhein, Braunk. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& Co. Siemens& Hal. Gebr. Stollwerk Ver. Stahlwerke 3b 122.37 Westd.Kaufhof 0 60.12 Westeregeln Wintershall 5 /140.50 149.00 139.87 4 126.00 126.00 125.62|126.50 3 116.50 116.75 116.29|116.37 S 129.12/129.75 129.25s130 00 12 185.62/185.50 185.62 12 6 153.37 6/137.75 75 6 /161.75 8 197.37 6—. 5 — 225.00 152.75 152.12 137.55 137.75s137.75 —.——.—191.00 —.—162.00s162 00 197.50 197.57 121.00 123.37122.50 60.00 60.37 136.75 135.75 6 140.50 140.00 140.37 119.25 143.00 126.50 187.00 154.90 199.00 122.25 60.25 133 00 141.75 Neu-Staßt.)—— Stegfr. iu. /7200— 70007400 Wth.— 18000 17200 11800 Preiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 13. 11..12. 11. Geich Bref Zelc Briet Diergardt 7700 8000, 7650 8950 Westtalen— 900— 900 Sellern. 3750— 3800— Kallkuxe 13. 11. 12. 11. Gaic Brief Geid Briet — 6400 6100 5400 gerbach 3250— 3300— sraussche. Einigkei 17200— /7100— Erichsseg. 3300 3500 330. 13500 Habigh. 2600 2850 2650 2850 Heimbold. 2900— 2950— Hope Isenburg Mariagl. Marie Marie L. Max Neusollst. Rensbach Reicheld Thunngen Industrieaktien(Einheitsk.) Div. 18.11 12.11 Baicke Masch. 0 96.0 95.8 — 6250— 6250 300— 330— — 8200— 8200 3125 3325 31003300 3125 3325 3075/330 3150 3350 3100 3300 — 2990 27.|2950 3900— Berg. 6. Dahl.V. Bonner Bg..H. 80sp. Walzw. 5 158.0158.0 6(132.9s152. 127.6127.0 Braunk. Zuk. Dortm. Ritterbr. Duss. Hoef.-Br. Döss. Masch. B. Oynamit.Nod. Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. Glückauf-.46. Gebr. Goedh. 46 Hallesche Salz. Milges Hindr.-Aufferm Hochtief A6. Kabelw. Rheydt Kall-Chemie W. Krefti H. Lehm& Co. Mülheim. Berg. Rhein, Metal Ahein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.A6. Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Ver. Rumpus Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.-.Pr.-B. O. Bank u..-6. Oresdner Bank Rh. W. Bb. Cr. B. Westd. B..-A. 13.1112.11 6* 5 113.7/113.0 5 129.1/130.0 0 129.1 .5 87.6 87.8 14 250.0250.0 10—.—. .5 191.6— 6 129.5128.9 134.0134.0 ov. 13. 1112.11 8 93.0 93.0 — 250.0250.0 kv. gr.) 6 105.0/105.0 kv. kl.— 70.0 70.0 6 125.5130.0 14 194.0193.5 S 150.0151.5 116.2 164.1 76.5 Adler 134.0134.0 119.0119.0 144.0144.0 99.0 99.0 126.1127.2 109.5110.0 111.0/111.5 108.5/109 128.1 128.5 Versicherungsaktien ##ch.-Mönch. F 92 1110— Nach. Rückvers 14.8/225.0s225.0 Agripp.., Fl.#.#— 385.0 385.0 Alll.-u. Stuttg. V 9. 2/250. 0 250.0 Alll.-u. St..-.) 6. 8 204. 0204.0 Colonia..-V. K).4/125.0s125.0 Coionis Rückv.]— 265.0265.0 Gladb. Feuerv4 40(160.0/780.0 Köln. Hageiv. Köln. Lioyo A. V. Köln. Rückv Köln. Rückv. Rentenwerte 4# Rn.-.-...12.10. 97.0 97.0 5½ dto. dto. S. 11 101.6101.7 4½ dto. Gold.-Kom 1926, 1927 S.—6 95.0 95.0 4½ Wd. Bod. Gpfd. 96.5 96.5 Em. 3. 9 12, 14 4½ dto. Gold-.-Obl. 94.5 94 5 Freiverkehre-Aktien 13. 11. 12. 11. Geld Brief, Geld Brief 95.0—. 95.0—. Aerand 46.0 48.0 46.2 48.2 3 uro.K. 82.0 85.b 82.5 84.0 Gutt.-W. 86.0 89.0 86.5 89.0 Oo1.Bas. 68.0 70 0 70.0—. Oyckerh 126.0129.5 126.0—. cisa C. 146.9129.5127.0131.0 Sw.-Lu. 139.0 139.0133.0 131.0 Soedh.h—.—.-. dann. K.—.—.„ sumb. 0n 129.5133.0129.5133.5 Kortum-.-.-Fälz. 81.0 83.0 81.2 84.2 Lothrin. 107. 5/110.5198 0111.0 Lothr. 6.—. 82.0 80.0 82.0 dasch.K7—.—.—.— arn. Berg 95.5 98.5 96.51—. Lisel. 165.0—. 165.0— Str. 5. Nia.—. 89.0 86.0 88.0 v. Kugf. 105.5 108. 9 100. 5/109.0 Wi. ois„ 124.5127.9/135.0 Alesergrtechelge 13.1112.11 fällig ab 1. 4. 1894. 103.7 103.7 1. 4. 1935 107. 711077 1. 4. 1936. 111. 7/111.7 1. 4. 1937. 113.|113.8 1. 4. 1930. 112. 41 12. 8 Berliner Börse, 13. Nov. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Rechsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte 13.1112.11 Dittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. Union-Brau Dürener Metall Oyckersh. Widm 3 10178. 12199 6— 8/169 IM Psmvstoree Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff Zeilst. S Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Kr. u. Licht Maschinend. Suderus CPaf. Wasser Chem. Geisenk. Conti Gummi naimler Benz D Otsch. Atlant. Otscn. Cont 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kad. „ Eisenhand Oierig 12201 5 0 66.6 67.21 0 90.0 40.5 4130.2139.2 5/139.0140.2 0 96.9 96.0 0—. 12.5 6/140.0140.5 115.3116.0 6/141.0142. 4s121.0— 6/153.2153.0 166.3166.8 139.0141.0 123.0123.1 .172 45—. 107 11/170.0169.5 .5 121.8122.5 9 109.7110.2 6/156.0/155.0 10/168.9166.0 .—147.5 6/144.5145.0 10 Pestr. Lieferg. „ Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinlute %bar... German. Cem. Ges. f. el. Unern. Gildemeist 3 Gladb. Wolle Gruschw. Textll Guanowerke 6/135. 7 156. 0 86 6/120. 0 177.9 0201.2 162.2 0137.0 7158.0 .7— .0118.2 Gokswerke A Kölner 6as Kreftt W. Kromschroeder Kronprinz Meta! Köppersbusch Tahmever L Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. -un. Horte Wiag Mimose Mülheimer Berg. 6/148.0140.0 9 75.5 76.0 0—. 74.0 112.0 .153.0 7 144.0147.7 16.|17.5 4128.0s131.0 8166-.66.5 8156.0—. 8— 4118.0 8143.5 6164.0 118.5 150.0 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhüringer Gas I Tuch Aachen Union chem. ve-Otsch. Hiekel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht jlagner& Co, W Wandererw. Warsteiner Grub. Gestfalen Draht Wickdler Brau. 8197.7199.0 0 91.5 90.5 7135.11135.2 96.7 98.0 —. 113.0 8164.5166.0 0—.— 7—. 1 4 4. 0 6/157.9 S115.3116.0 8169.0169.2 0 85.0 87.0 grenst. 4 Koppes o 91.0— Osnabr. Kupfer 6—.—. 92.2 hegaa nageda Hamb. Elektr. Hindr.-Autterm. Hottmann Starke Hohenlohewerke notzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 1 Senr Jise Genus Isenbeck Brau. Junghans Gebr. 10.0140.0 .0115.0 15.1145.2 157.3 113.0 114.8 r. Kunfer Ponge& Zahn Verkehrewerte 45 Elberfeld. Anl. D Essen Anl. 4 Mölb.-Ruhr Anl. 4# Pr. Lopf. A. Pfd. 45 Lobk. Westf. Pfd. 65 Ldbk.Westf. Kom. #Ot. Komm. Goldan 14 Westf. Idsch. Pfd. ##Ot. Hyp. B. Bin. Pfd. 14 Pr. Centr. Bod.Pfd. 96. 15 Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 97. “# Basalt Obl..—. 6 Concord. Berg. Obl. 102. 6 Daimler Benz Obl.106. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 4 7/81 s Ver. Stahl 6 Siem. u. H. Obl. 6 garbenbonds Umsch. Anleihe 6 93.3 7 92.8 92•8 97.5 95.2 94.1 96.2 95.6 96.5 96.5 97.0 94. 95. 99. 180.0 136. 89. 5 5/106.1 100.2 5 94.3 3 95.5 5 99.1 0180.0 .0137.0 89.6 10 Rbein. El. Werte Rhein.-W. Kall Riebeck Montan Rütgerswerke 6/130 0 6/141.|1 .2 6139.011 A. 6. für Verkehr Boch.-Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer Norod. Lioye 6124.7125.5 0 14.5 14.6 0—. 14.2 38.0 14.7 6 9/134.0136.0 6/120.0119. 9145.8144.5 6/150.5150.0 69—. 1490 0—.— 6/135.0135.1 83.7 34.7 3·sase Sarotti Schlegel Schles. Berg. u. Z. " Berg. Beuth. „ Elekt. u. 693 Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Stegersdorfer W. Siemens 6las 28 310 4/100 5/119. 36. 116. 137. 141. 4101. 5126. 4107. 0 100.0 1 34.7 .0117.9 5138.5 .0141.0 .8 101.8 .7128.0 .01072 Nestennerte 15 Dt. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 55 O. R. Vounganl ½ Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz ½ Bochum Anl 45 Duisburg. Anl. 45 Düsseld. Anl. 96.8 98.0 99.0 119.|11 93.1 3. Schuleb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 # Harpener 49 45 R. W. E. 32/3 5 R. W. E. 30 5 Ruhrchemie 48 45 Ruhrgas 53 55 Ruhrwasser 53 44 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 52 13.1113.11 Geld Briet 99.6 98.61— 97.8 97.7 96.6 99.5101.0 94.0 95.0 92.5 94.0 99.21—. 94 2 95.7 94.7 96.0 92.5 9. 93.7 95.0 92.5 94.0 6/191.0193.0 6/146.9147.6 3 85.0—. 0111.8111.6 Westtalenbank.-G. Bochum Ausführung samtlleher Bankgesehafte Bankgeschäft Wilhelm Schwarz, Bochum Bongardstraße 14, Telephon 67475. Mitglied der Rhein.-Westf. Börse in Düsseldort An- und Verkauf, verwallung sowie Belcihung von wertpapieren Beichebenk-ölra-Gente Postscheckkonte: Kesen 25691 M M Vom 15. November bis 17. November 1938 Gleichblelbende Tageseintellung: CAZICNENEZENNATEEE .00 Morgenlied— Wetter für den Bauern .05 Leibesübungen .00 Nachrichten: Morgenlied— Morgenruf .00 Kalenderblatt: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .10 Frauenturnen„B..=andamelh. .45 Zeit. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 13.00 Mittagsmeldungen— Glückwünsche 14.00 Mittagsmeldungen 15.45 Wirtschaftsmeldungen 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten KO Stadion Berlin(Rolf 805 Kleine Erlebnisse von Josef Feiten und Wilhelm von Scholz .15 Musik am Sonntagmorgen. 1. Türkischer aus„Die Ruinen von Athen“(Beethoven); Konzertgebouw=Orchester. 2. a) Serenade(Haydn), b) Menuett(Boccherini); Philadelphia SinfonieOrchester. 3. Vorspiel zu„Abu Hassan“(Weber): Mitglieder der Staatskapelle. 4. Sechs deutsche Tänze(Mozart): Mitglieder der Staatskapelle Berlin. 5. Zwei Lieder: a) Sonntag, b) Meine Liebe ist grün(Brahms). Julius Patzak(Tenor). 6. Serenade Nr. 6(Mozart): Kölner KammerOrchester. 7. Deutsche Tänze(Schubert); Berliner Philharmonisches Orchester. 8. Zwei Lieder: Der Jüngling an der Quelle, b) Der Wanderer an den Mond(Schubert). Heinrich Schlusnus (Bariton). 9: Italienische Serenade(Wolf): Streich=Quartett. 10. Militärmarsch(Richard Strauß): Mitglieder der Staatskavelle Berlin .15 Frage an alle: Was dünkt euch von Christus— Ich aber sage euch... Sonntägliche Morgenfeier dr. Gasiel)„..— Johann 10.00 Unterhaltungskonzert. Melodien von Strauß. Das Westdeutsche Kammerorchester(Hermann Hagestedt). 1. Vorspiel zu„Waldmeister". 2. Kaiserwalzer. 3. Melodien aus„Der Zigeunerharon". 4. Fledermaus=Quadrille, 5. Lob der Frauen, Mazurka. 6. Persischer Marsch 10.45 Zwischenmusik(Von Berlin, Reichssendung). 11.00 Langemarck=Feier(Von Berlin., Reichssendung). Kantate: Briefe der Gefallenen(Eberhard Wolfgang Moeller)(Musik Georg Blumensaat). Es sprechen: Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach und der Gauleiter Adolf Wagner 12.00 Musik am Mittag. Das Westdeutsche Kammerorchester(Hermann Hagestedt) 13.15 Musik am Mittag(Von Berlin). Kleines Funkorchester(Willy Steiner). Berliner Trio an drei Flügeln. 1.)Romanze, b) Zigeunerliebe. 2. Waldesweben, Walzer(Gottschalk). 3. a) Fox Grooy), 4. Gaseng h. G. c) Spel Gitarten. 5 Zgreiez, 7. Sternenaruß(Palm), 8. Spute dich 14.00 Unterhaltungskonzert(Vom Das Unterhaltungsorchester(Otto Dobrindt). Dazwischen: Funkberichte von der ersten und zweiten Halbzeit des Fußball=Länderkampfes Deutschland— Italien im OlymviaWernicke) 16.00 Rette Sachen aus Bonn. Erng Fahrig(Sopran): Aenne Pfirschinger(Sopran): Käthe Königs (Alt); Hans Blessin(Tenor): Josef Metternich (Bariton): Kaxl Banzhaf(Baß): Theg Salten (Baß): Josef Schwan(Klavier); das Stadtische Beethoven=Orchester Bonn(Otto Kirchmaier und Hans Kracht): der Bonner Handharmonikaklub: der Gesangverein„Kessenicher Liederkranz“ 18.00 Wo bist du, Kamerad? Funkaovell alter Frontuan Grs ad beter ud ie aiter Giben Oeten. 19.30 Rheinisch=westfälischer Prüfungspreis 4000 Meter (Uebertragung von der Rennbahn in DuisburgMülheim)(Hermann Probst) 19.45 Sportvorbericht 20.00 Voccaccio. Overette(F. Zell und R. Gené). Das Große Orchester(Friedrich Mario Müntefer). Der Kammerchor(Josef Breuer), Personen: Giovanni Vocacio(Josef Moseler k, gpietg, Srunzenen geg: lermo(Karl Krämer):„Segmetto, Student. Foccaccios Freund(Ferd. Erdtmann); Scalza, Barbier(Walter Seidel); Beatrice, sein Weib(Else Wünsche): Lotteringhi. Faßbinder(Heinz Hoersch): Isabella. sein Weib(Helene Rott): Lambertuccio, Gewürzkrämer(Philipv Gehly): Petronella, sein Weib(Wera Wictors); Figmetta, beider Ziehtochter(Lotte Schürhoff): Oretta, Filippa, Violanta, Mäade bei Lambertuccio; ein Haushof: meister(Hubert Kirsch); Checco, ein Bettler(Willi Eisenberg): ein Ausrufer(Hubert Kirsch): Fresco (Karl Peter Haas) 22.30 Nachtmusik. Das Münchener Tanzfunkorchester (Carl Michalski); das Balalaika=Quartett„Rodina“ 13.15 Schloßkonzert. Das Niedersächsische Sinfonieorch. (Otto Ebel von Sosen): Hilde Singentreu 1. Jocosa, heit. kleine Ouvertüre(Clemus). 2. Ballszene für Streicher und Harfe(Hellmgghgrgeg, 8. Schmuckarie aus„Margarethe“ 4. Hahnentanz aus„Maskerade"(Nielsen). 5. Tanzrhapsodie(Knümann). 6. Kastagnetten= klänge, Konzertwalzer(Richartz) 14.15 Die Schrammeln spielen zum Tanz. 1. Wiener Damenkapelle, Marsch(Lincke), 2. Faschingskinder, Walzer(Ziehrer). 3. Die fesche Toni, Polka (Römer). 4. Erinnerung an Berchtesgaden, Ländler(Seifert); Willi Meyer, Willi Jansen, Akkordion. 5. Feuerblumen, Tango(Kötscher). 6. Ballhausklänge, alte Tanzfolge(Jansen) 15.00 Für unsere Kleinen. Günther räumt auf 16.00 Musik am Nachmittag. 1. Vorspiel zu„Pique Dame“(Suppé). 2. Blumenwalzer„gschg. kowsky). 3. Melodien aus Carla Spletter, Sopran; Else Tegetthoff, Alt; Peter Anders, Tenor; Hanns Heinz. Nissen, Bariton; Chor und Orchester des Deutschen Opernhauses. 4. Orientalische Folge(Popy). 5. Zwei Lieder: a) Frauen sind so schön, wenn sie lieben (Plessow): b) Eine kleine Melodie(Haslinde): Wilhelm Strienz Baß. 6. Ungarische Rhapsodie Nr. 6(Liszt). 7. Potpourri aus„Der Obersteiger"(Zeller); Solisten mit Chor und Orchester 17.00 Die Plauderstunde. Kleine Anfrage an Knigge 18.00 Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt) 18.45 Schlacht hinterm Siebengebirge. Ein Hörspiel von Peter Breuer. Zur Erinnerung an die Bauernschlacht von Aegidienberg am 16. November 1923 (Uraufführung) Elche.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00; Es meldet sich zur Stelle die ultrakurze Welle! Einstieee 10.00 Alfred Wegeners letzte Fahrt(Von Breslau). Hörbilder 10.30 Kindergarten(Gretel Weise) 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus den KlöcknerWerken AG., Abt. Eisen= und Drahtindustrie, Düsseldorf. Blasorchester der Musikkapelle Rheinbahn 13.15 Mittagskonzert. Das Große Orchester(Otto Julius Kühn); Edith Rego(Sopran), 1. Jubel=Ouvertüre(Suppé). 2. Schlittenarie aus „Fatinitza“(Suppé).., Folge aus „Der verzauberte Wald"(Drigo). 4. Volkslieder für Streichorchester(Käßmeyer). 5. Jugend ist schön, Lied(Lincke). 6. Wiener Blut, Walzer (Joh. Strauß). 7. Vorspiel zu„Martha“(Flotow). 8. a) Er ist's:), Ich hab' zu Penna einen Liebsten (Wolf). 9 Italienisches Capriccio(Tschaikowsky). 10. Blauer Himmelsbogen, Walzer(Berg). 11. a) Tanz der Irrlichter; b) Ungarischer Marsch (Gerlioz) 16.00 Amerikanische Volksmusik 17.00 Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orcheßter(Seo Deutschlandsender: 16.00: Heiter und bunt zur Nachmittagsstund“— 18.15: Schöne Melodien. 20.00: Berühmte Melodien von Joh. Strauß.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Wir bittenzum Tanz! Egon Kaiser spielt Wisaee 10.00 Der unterirdische Nachbar(Von Berlin). Kinderfunkspiel 10.30 Was brachte der Sportsonntag? 12.00 Die Werkpause. Uebertragung aus dem Bahnbetriebswerk Neuß(Rhein).(Die Fachschaftskapelle) 19.45 Die Bühne 20.10 Tanzmusik. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt); die sechs frohen Sänger. 1. Fräulein„Lieselott (Schmitz) 2. Eine rote Rose(Kollo). 8. Strahlende Sonne(Doelle). 4. a) Gibt es auf der Welt ein Herz für mich?(Schmitz); b) Herzen(Strecker). 5. Tanzende Marionetten (Walther) 6. Alles. alles tu' ich aus Liebe. Walzer(Doelle). 7. Im grünen Kakadu(Carste). 8. Aus deinen Augen strahlt mir das Glück (Schröder). 9.), Achtung, kleine Ruth(Schmitz): b) Romantische Nächte(Doelle): c) Auf der Kirmes(Kalthoff). 10. Wir fahren in die Welt hinein, Walzerlied.(Siegel). 11. Heut' bin ich glücklicher als glücklich(Jary), 12. Karawane(Mohr). 13. Es muß nicht gleich die Erste sein(Bochmann). 14. Der Tag geht zur Ruh(Winkler). 15. Wachauer Mädel, Wachauer Wein(Strecker) 21.00 Die Westdeutsche Wochenschau(Dr. Maus) 22.30 Das Schatzkästlein. Musik am Düsseldorfer Hof. Eine Hörfolge von Maria Schumacher 23.00 Nachtmusik. Uebertragung aus dem Café Cornelius in Köln(Ottomar Schumer) Sesche balcht Pecsähach.s (Hartung). 4. a) Ach so fromm, Lied aus „Martha"; b) Freunde vernehmet die Geschichte, Lied aus„Der Postillon von Lonjumeau“(Adam). 5. Lyrische Folge(Mauß): a) Dämmerung: b) Ständchen; c) Einsame Blume: d) Frühlingsmärchen. 6. Horch, die Lerche singt im Hain, Ständchen aus„Die lustigen Weiber v. Windsor“ (Nicolai). 7. Ein Schubert=Abend in Alt=Wien, Melodienfolge(Ralf). 8. a) Du mein Leben, Lied aus dem gleich. Tonfilm(Becce): ), Launisches Glück, Lied„(Joh. Strauß). 9. a) Küsse im Mondenschein(Murzilli); b) Lied der Nachtigall(Häuser). 10. Aegyptisches Ballett (Luigini) 18.20 Politische Zeitungsschau(Vom Deutschlandsender) 18.40 Schaffende Heimat. Kötter im Schacht 20.10 Hausmusik in Westdeutschland. Eine Pingsen: dung von Köln, Gelsenkirchen=Horst, münster W. und Witen„ gl,.sune uum 2, 21.15 Lob der edlen Musica. Eine Lesung zum Tag der deutschen Hausm.)“,.ndtumigzelschar singt 21.30 Wir unter uns! Die Rundfunkspielschar,.g, und musiziert zum Tag der deutschen Hausmusik 22.20 Englische Unterhaltung. Die Cotswolds, die englischste aller Landschaften(Ingeborg Hesse und Dr. Kirsch) 22.40 Nachtmusik und Tanz(Schallplatten) Deutschlandsender: 19.00: Guten Abend, lieber Hörer! — 20.10: Marjellche im Land der Seen und Deutschlandsender: 19.00: Guten Abend, lieber Hörer! Berliner Luft!— 20.10: Musik im deutschen Heim.— 21.00: Frisch gestrichen. Ein heiteres Funkspiel.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Wir bitten zum Tanz. Die besten Tanzkapellen spielen Bem Wemmaehisg.. Vom händere.. Uhrmachermeister GWoclokind Jetzt: Songardstr. 3 (am Rathaus) Uhren/ Schmuck Giamennomper nür Kortumstr. 100 Rottstraße— Ruf 66397 Lieferent aller Krankenkassen Nortum Str. 18, Ruf 6469n Konditorei und Café VI. Miebach seit 1892„ Kortumstr. 13 hält sich für die Feiertage bestens empfohlen Ruf 61315 eine gute Brille von Optiker Gillen Kortumstraße 104 Lieferant sämtl. Krankenkassen Schenkt Gemütlichkeit Schenkt Polstermöbel von Niex Winkelmann Vorkstraße 42, Hof, Rut 61875 Otto Döhmann Kortumstr. 128— Ruf 66385 Zentralheizungen Sanitäre Installation BUCHDRUCKEREI BERLET Bochum, Wittener Str. 110 Fernruf 67538 und 81863 Elektrohaus walter Trummel Viktoriastr. 55- Kirchstr. 9, Rut 63566 Beleuchtungskörper in großer Auswahl Eisktr. Gebrauchsgegenstände Radio-Anlagen Elektr. Anlagen Reparaturen Zahlungserleichterung Ein wertvolles Geschenk ist ein guter Schuh für gesunde und kranke Füße. Bostellen Sie bitte rechtzeitig. Wilhelm Fischer, schuhmachermeister, Viktoriastraße 68, Rut 66212 Das praktische Geschenk Couch, Sessel, Bota, Matratze aus den Polsterwerkstätten A. Thiel& Co., Humboldtstr. 32, Rut 62421 soit 1907 August Nolzen Bochum, Brückstraße 5 Tel. 62663— Gegr. 1889 Buchdruckerei— Buchbinderei Papler- und Schreibwaren Büro- und Vereinsbedart Feurtes-Guichite Karl Schröder Kortumstr. 25(a. Engelb.-Brunn.) K Der welteste weg lohnt sich! abie und bilnige möber finden Sie Im Möbellager 0 Cenerrienst der ropn Gememden Sonntag, 15. November 1936. (Ohne Gewähr.) Christuskirche..45: Vikar Sander: 11.15: KGD., Matthieu; 15: Tauffeier, Klose. Friedenskirche..30: Winnacker; 11: KGD., Winnacker; 12.15: Taufseier, Winnacker. Lutherkirche..45: Dr. Ehrenberg; 11: KGD., Schmidt II; 12: Taufseier. Schmidt II. Pauluskirche. 8: Dr. Ehrenberg; .30: Schneider: 17.15: Winnacker. Johanneskirche. 11.15: KGD., Henrict. Krankenhauskapelle..30: Klose. 1. Pfarrbezirk(Liz. Lotz). Mo 20.15: Zusammenkunft der konfirmierten Jungen. Di 20.15: Zusammenkunft der konfirmierten Mädchen. Frauendienst und Bibelstunde fallen aus. Der Männerverein tagt jetzt wieder alle 14 Tage(1. u. 3. So t..). Nächste Sitzung am 15. um 11.15. 6. Pfarrbezirk(Gemeindeheim). Mo und Di 16: Jungbibelschar. Do 20: Jugendbibelstunde. Fr 20: Bibellesestunde: 20.45: Helferstunde. 7. Pfarrbezirk(Jugendheim). Di 16: Katechumenen= und Konfirmandenmädchen; 19.30: Bibelstunde für die weibliche Jugend. Fr 20: Wochengottesdienst. 10. Pfarrbezirk(Wichernhaus). Mo 20: Jungmädchenverein. Di 17: Jungschar: 20: Gemeindejugend. Fr 18: Jugendarbeit. Jugendschar Bochum=Altstadt, Jugendheim, Fahrendeller Str. 14. Di 20: Jugendstunde für Mädchen von 14 bis 18 J. Do 20: Jugendstunde für Mädchen von 18 J. auswärts. Bibelscharen. Mo 15: Mädchen von 8 bis 10 J. Mo 17: Mädchen von 10 bis 12 J. Di 17: Mädchen von 12 bis 13 J. Mi 17: Mädchen von 13 bis 14 J. Kirchlichtevangel. Gemeinschaftsverein, Bochum, Adolfstr. 20. So 10: Sonntagsschule: 17.15: Evangelisation. Mi 17.15: Evangelisation. Gemeinschaft„Melanchthon“, inner. halb der Kirche, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde; 18.30: Evangelisationsstunde. Mi 18.30: Evangelisation. Jugendbund für entsch. Christentum, Königsallee 163. So 15: jg. Männer, Jugendbundstunde: 16.15: 1g. Mädchen, Jugendbundstunde. Stadtmission Bochum, Joachimstr. Nr. 8. So 14: Sonntagsschule; 17: Bibelstunde. Mi 17: Andacht. Do 20.15: Bibelbesprechstunde.— Boch.= Hamme, Glückaufstr. 33. Fr 16: Bibelstunde für jedermann. Christl. Verein Ig. Männer, Bochum, e.., Ostar=Hoffmann=Str. Nr. 14. Jungmännerkreis(junge Männer über 18.): So 20: Aussprache über das Thema„Christentum und Rassenfrage". Do 20.15: Bibelarbeit. Mi 17: Stille Stunde für alle Mitglieder. Sa 18: Arbeitskreis.— Ev. Jugenddienst I(von 14 bis 18.): So 17: Jugenddienst. Mo 20: Im Kreis um die Bibel. Mi 17: Stille Stunde.— Evangel. Jungendienst II/ 10 bis 14.): Mo 17: Jungendienst. .=Altenbochum. So.30: Frühgottesdienst. P. Brühmann:.45: P. Christiansen: 11: KGD., P. Christiansen; 12.45: Taufen, Sup. Niederstein; 14: KGD., Sup. Niederstein: 17: Männerdienst: 18: Mänervers.: 20: Gemeinschaftsstunde. Mo 16: Bibelschar(3. u. 4. Schuljahr): 17.30: Bibelschar für die Konfirmanden: 20: Bibelstunde Auf der Prinz. Di 17.30: Bibelschar für die Katechumenen; 20.15: Jungmädchenbibelstunde. .=Wiemelhausen. Melanchthon: So.30: Bertelsmann: 10: Engelbert: 11.15: KGD. u. Kirchentausen, Engelbert. Mo 20: Bibelstunde, Dr. Klein.— Petri: So.45: Gottesdienst, Bertelsmann; 11.15: KGD., Rinne: 16.30: Mänerdienst; 18.30: Jugendgottesdienst, Schäfer, Gerthe. Mo 19.30: Jugendbibelstunden .=Weitmar(Presbhterium). So 8: Frühgottesdienst, P. Görtz;.45: Hauptgottesdienst, P. Kraemer; 11: KGD.: 12: Kirchentaufen. Mo 20.15: Kirchenchor. Mi 20: Bibelstunde im Kindergarten an der Schützenstraße. Do 15.30: Reichskirchl. Frauenhilfe Weitmar im Gemeindesaal neben d. Kirche. Fr 20: Gemeindebibelstunde im Gemeindesaal neben der Kirche. Eppendorf: So 14.30: Evangelisation. Di 20: Gemeinschaftsstunde. Mi 16.30: Uebung des Chores der Reichskirchl. Frauenhilfe, Eppendorf. Blaukreuzverein Weitmar: So 15: Vereinsstunde, Di 20: Bibelbesprechstunde und Gebetsvereinigung.— Bärendorf=Süd: Männerbibelkreis im Kindergarten fällt aus.— Weitmar=Mark: Do 16: Reichskirchliche Frauenhilfe Weitmar=Mark bei Meßmann. Uebung des Frauenchors ausnahmsweise Fr 19.30 bei Meßmann. Bekenntnisgemeinde Weitmar. So 9: Gottesdienst im Vereinshaus Karl=Friedrich=Straße, P. Jungcurt; 10.15: KGD. im Vereinshaus Karl= Friedrich-Straße. Di 15.30: Frauenhilfe Weitmar. Do 15.30: Frauenhilfe Eppendorf: 19.30: weibl. Gemeindejugend Weitmar=Mark; 20: weibl. Gemeindetugend Weitmar u. Eppendorf. Fr 20: Bibelstunde in Eppendorf bei Hill. .=Engelsburg. So.30: Gottesdienst, wieckhoff; 11: KGD.; 12: Tausen; 18: Blaukreuzstunde. Di 15.30: Reichskirchl. Frauendienst; 20.30: Kirchenchor. .=Engelsburg. Bekenntnisgem., Kindergarten, Cheruskerstraße. So 8: Frühgottesdienst, Bach; 11.15: KGD. Mo 20: Missionsfilm. Do 17: Frauenchof; 20: Jungmütterabend: 20.15: K GL.=Vorbereitung. .=Hamme. Frühgottesdienst an der Maarbrücke 8: Bach; Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Bach: in Wegescheid.45: Dannert: KGD. in der Kirche 11.10: Kraemer, im Gemeindehaus 11.15: Bach: Taufstunde in der Kirche 12.15: Kraemer, im Gemeindehaus 11.13: Bach: Taufstunde in der Kirche 12.15: Kraemer, im Gemeindehaus 12: Bach.— Ev. Gemeindejugend: a) mannliche: Mo 20: Bibelgruppe (Jungvolk): Di 17: Bibelscharstunde (10 bis 14.): 20: Jungmänner= kreis: Do 17.30: Bibelscharstunde(10 bis 14.); b) weibliche: Mo 20: Singestunde. Di 17: Bibelscharstunde (10 bis 14.), 20: Bibelabend der 14- bis 181., Do 20: Jungmädchenkreis. .=Hofstede=Riemke. So.30: P. Mühge: 10: Mübge: 11.15: KGD., Pitsch; 12: Taufstunde. Männliche Jugend: So 15: Jugendbibelstunde. Mi und Fr 17.30: Jugendbibelschar. Weibliche Jugend Hofstede=Riemke: So 15 und Mo 20: Jugendbibelstunde. Mo und Di 17.30: Jugendbibelschar. Weivliche Jugend Marmelsbagen: Di 20: Jugendbibelstunde.— Ev.=kirchl. Männerdienst des 1. Bez.: So 16: Versammlung. Ev.=kirchl. Männerdienst, Marmelsbagen: So 16: Versammlung.— Blaukreuzverein: So 15. Do 20. .=Hiltrop. So.30: Gottesdienst (Posaunenchor), Fortmann; 10.45: K6D.; 11.45: Tausen. Mo 17: weibl. Bibelschar im Kindergarten. Di 20: weibl. Jugendschar im Kindergarten. .=Hiltrop=Bergen. Deutsche Christen. So.30: Gottesdienst. Mi .30: Gottesdienst. .=Gerthe. So 10: Hauptgottesdienst, Schaefer: 11.15: KGD. Fr. 19.30: RGD.=Vorbereitung: 20: Abendandacht mit Feier des heil. Abendmahls in der Kirche. Bibelstunden fallen aus. So 19.30: Beistunde der Gemeinschaft.— Gemeindejugend(Jugendheim). Mo 17: Mädchenbibelschar(12= bis 14j.): 20: Jugendschar. Do 16: Jungenbibelschar: 20: Jungenbibelgruppe: 20: Leseabend der Jugendschar in Bethanten. Fr 17: Mädchenbibelschar(8- bis 11j.). .=Harven. So 10: Gottesdienst, P. Leich: 11.15: KGD; 12: Taufen. Mi: Bibelstunde in Kornbarpen. .=Harpen. Bekenntnisgemeinde. So 10: Gottesdienst im„Lobetal“, Willer, anschl. KGD.; 11.45: Taufen; 16: Evangelisation des Missionsvereins. Mo 20: Jungmütterstunde b. Wehmeier. .=Werne. So.45: Hauptgottesdienst, Feldevangelist Wolk: 11.15: KGD.; 12.15: Kirchentausen; 20: Evangelisation(letzter Vortr., Feldevangelist Wolk). Kreta. So 10: Gottesdienst; 11.15: KGD. .=Langendreer, Lutherkirche. So .30: Morgenwache:.30: Gottesdienst, Missionar Pilgenröder; 11: KGD.. So 20: Gebetsstunde ==Langendreer. Deutsche Christen. So 10: in der Aula des Realgymnasiums, Vikar Ködding, Bochum. .=Stiepel. So.30: Gottesdienst im Lutherhause: 11: KGD., Husemeyer; 10: Gottesdienst i. d. Kirche; 11.15: KGD., Lohmever: 10.30: Gottesdienst in Buchholtz: 11.30: KGD., Altena.— Männerdienst: So 16.30: Vortrag Dipl.=Ing. Meuß: „Weltanschauungen und christlicher Glaube“.— Jugendschar: Dorf: Di 20; Haar: Di 19.30.— Bibelschar: Fr 16.30 für Mädchen.— Frauenchor Haar: Fr 17.30.— Posaunen= chor: Mo 20.— Kirchenchor: Do 20. — Jungmütterkreis Dors: Do 16. .=Uemmingen. So.30: Missionsgottesdienst, Missionar Dörmann: 10.45: Kirchentausen: 10.45: KGD.: 17: Missionsversammlung in der Kirche mit einem Film aus China. Mo 20: Jugendbibelschar. Di 17: Abendmahlsfeier in Querenburg: 20: Bibelstunde in Querenburg. Do 20: Jungmütterkreis. Fr 20: Bibelstd. in Laer. .=Linden. So.30: Neuhaus; 11: KGD.; 12: Taufen.— Krankenhaus: Bäumer. So 14: Jungschar: 15: Wartburgverein: 16: Jungmädchenverein. Di 20: Kirchenchor. Do 15.30: Frauenbilse Hohwege: 20: Bibelstunde für junge Männer. So 18: Posaunenchor. .=Dahlhausen. So 8: Bäumer: .30: Weber: 11: KGD.; 12: Tausen. Mo: Jungmädchenverein. Fr: Jungmädchenverein. .=Dahlhausen. Deutsche Christen. So.30: Gottesdienst in Dahlhausen. Burg Horkenstein. .=Hordel. So 8: Höfker: 10: Abendroth:.30 KGD. im Gemeindehaus: 11.15: desgl. in der Kirche: 11.15: Taufen. Blaukreuz= verein: So 15: Evangelisation. Jugendschar: So 17. Jugendbibelstunde: Fr 20. Gemeinde=Gebetsstunde: Mo 19. Wattenscheid. Friedenskirche: So .30: Frühgottesdienst, Pf. Rimmel; 10: Hauptgottsdienst. Pf. Stuhlmann: 14: KGD., Pf. Müller; 15: Taufstunde, Pf. Müller.— Alte Kirche: 9: masur. Gottesdienst, Gemeindehelfer Podzelny.— Krankenhaus Lutherstift: 10: Hausgottesdienst. Pf. Heuser.— Kapelle zu Höntrop: 10: Hauptgottesdienst. Vikar cand. min. Westerkamp; 11.15: K6D.— Gemeindebaus in Leithe: 10: Hauptgottesdienst. Pf. Rimmel; 11.15: KGD.— Amtswoche in Wattenscheid: Pfarrer Heuser. Günnigfeld. Bekennende Gemeinde. Ev. Kirche: So.55: Hauptgottesdienst, Pf. Plate, Gelsenk.=Hüllen. Golkerrienn=der kalh. Gemenden Sonntag, 15. November 1936. (Ohne Gewähr) Propstei. 6: hl. Messe:.45: hl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen;.45: hl. Messe m. Pr.: 9: hl. Messe für Gymnasium u. Oberrealschule; 10: Erinnerungsfeier der Kirchweihe, darauf Levitenamt mit Aussetzung und Segen; 11.15: hl. Messe m. Pr.: 14.30: Christenlehre mit Aussetzung u. Segen, danach stille Anbetung; 18: Festandacht mit Prozession u. Segen.— An den Wochentagen ist jeden Mittag um 14 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten, danach stille Anbetung; 20: Schriftlesung, Komplet, Segen u. Repositio. Christkönig. 6: erste hl. Messe ohne Pr.: 7: Gemeinschaftsmesse mit Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Jung. frauen der Gemeinde:.15: Kindermesse m. Pr. und gem. hl. Kommunion der weibl. Schuljugend;.30: Hochamt m. Pr.; 11: letzte hl. Messe m. Pr.: 14.30: Kirchweihandacht für die Kinder: 20: Kirchweibandacht für alle.— Jeden Tag im Monat November ist um 20 Uhr Kreuzwegandacht für die armen Seelen. St. Marien. 6: erste hl. Messe: .15: Frühmesse m. Pr.:.30: bl Messe m. Pr.:.30: feierl. Hochamt mit Aussetzung u. Pr.: 11: letzte hl. Messe m. Pr.: 18: volksliturgische Andacht mit Segen. St. Joseph..15: bl. Messe, gem. hl. Kommunion der Jungfrauen: .30: hl. Messe m. Pr.:.45: hl. Messe m. Pr.: 10: feierl. Hochamt mit Chorgesang: 11.15: bl. Messe m. Pr.: 14.30: Kindheit=Jesu=Vereinsandacht mit Opfergang der Kinder: 15.45: Andacht mit Vortrag für die Jungfrauen im Waisenhaus; 16: Andacht für den Mütterverein. St. Antonius..30: bl. Messe mit gem. hl. Kommunion der Jungfrauenkongregation und aller Jungfrauen: 8: Frühmesse m. Pr.:.30: Hochamt m. Pr.; 11: letzte hl. Messe m. Pr. Klosterkirche der Redemptoristen. 5 u. 6: stille hl. Messen: 7 u. 8: Singmessen m. Pr.: 9: Gottesdienst für die höh. Mädchenschulen: 10.30: voln. Gottesdienst ohne Pr. Vom 15. bis 27. Nov. ist keine polnische Beichtgelegenheit. 16.40: Bruderschaftsandacht zu Ehren der Mutter von der immerwähr. Hilfe, Pr. mit Segen: 19: Rosenkranz, Pr. u. Segen für die Erzbruderschaft der bl. Familie.— An Werktagen: 6, 7 u. 8: stille hl. Messen: Montags 8: Segensmesse zu Ehren des hl. Gerbard: 20: Segensandacht: Dienstags u. Donnerstags 8: Gemeinschaftsmesse. St. Meinolphus. 6 u..30: stille hl. Messen; 7: bl. Messe mit kurzer Ansprache u Generalkommunion der Gemeinde. Die hl. Kommunion wird von der Opferung an ausgeteilt: 8: hl. Messe ohne Pr. Kurz nach 9 Uhr Abbolung des bochw. Herrn Jubilars aus dem Pfarrhause: anschließ. feierl. Levitenamt. Nach dem Credo Einweihung des neuen Altars der schmerzhaften Mutter: 11.30: letzte bl. Messe m. Pr.; 17.30: feierliche Dankandacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. 7: erste hl. Messe(Gemeinschaftsmesse) mit gem. hl. Kommunion der Jungfrauen der Gemeinde, insbesondere der Jungfrauenkongregation: 8: hl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Kinder der 3. Klasse und der Kommunionkinder von Querenburg:.15: bl. Messe m. Pr.: 10.30: Hochamt mit Aussetzung, Pred. und Segen: 14.30: Christenlehre mit Segen: 15: Taufen: 15.30: Andacht mit Ansprache und Segen für die Jungfrauen; 17: Pfarrandacht für die armen Seelen mit Segen. Wallfahrtskirche.= Stiepel..35: hl. Messe: 10: Hochamt: 16: Andacht. St. Liborius,.=Grumme. 7: bl. Messe m. Pr.: 8: Austeilung der hl. Kommunion:.30: bl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauenkongregation der 1. u. 2. Mädchenklasse: 10: Hochamt mit Pr.: 14.30: Andacht: 15: Taufe. Hl. Kreuz..30: Austeilung der bl. Kommunion: 7: dl. Messe m. Pr. u. gem. dl. Kommunion der Jungfrauen:.30: dl. Messe m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Knaben: 10.30: Hochamt m. Pr. und Segen; 14.30: Festandacht. Herz=Jesu,.=Hamme..30: bl. Messe u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen: 8: dl. Messe m. Pr. u. gem. dl. Kommunion der Kinder des 5. Schuljahres:.30: Hochamt mit Pr.: 11: hl. Messe m. Pr.: 14.30: Christenledre. Herz=Jesu,.=Hordel..30: bl. Messe m. Ansprache: 8: dl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen und des Kirchenchores: 10: Hochamt m. Pr. u. Segen: 14.30: Festandacht. St. Anna,=West. 7: dl. Messe mit Gesang u. Pr.:.30: dl. Messe m. Gesang u. Pr.: 10: Hochamt mit Pr. und Segen; 14.30: Dankandacht zum Hl. Geist mit Segen: 15: Tausen. St. Franziskus,.=Riemke..15: hl. Messe u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauenkongregation;.15: hl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Hofsteder Schule:.30: hl. Messe m. Pr.:.30: Hochamt m. Pr.: 11: letzte hl. Messe m. Pr. 14.30: Christenlehre und Andacht: 15: Taufen; 16: Versammlung und Andacht der Jungfrauenkongregation. Dreifaltigkeit, Bochum. 7: Gemeinschaftsmesse mit gem. hl. Kommunion der Jungfrauen: 8: hl. Messe m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr. und Aussetzung; 14.30: Dankandacht aus Anlaß der Kirchweihe: 15.30: Andacht mit Vortrag für die Jungfrauen. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Gemeinschaftsmesse;.20: Austeilung der hl. Kommunion:.30: Betsingmesse m. Pr.:.45: Hochamt m. Pr.: 10: Kindermesse mit christl. Unterricht: 11: letzte hl. Messe m. Pr.: 15: Taufen; 16: Kirchweibfestandacht, wobei die Kinder mitwirken. Liebfrauen,.=Linden..50: Austeilung der hl. Kommunion an Männer, Jünglinge und Frauen: 7: bl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen: Gelegenheit zur bl. Beichte:.05: hl. Messe mit Ansprache für die Kinder, gem. bl. Kommunion der Kinder der oberen Klassen: Gelegenheit zur hl. Beichte: 9: Hochamt m. Pr.: 10.30: hl. Messe m. Pr.: 14.30: Andacht: 15.15: Taufe. St Michael,.=Dahlhausen..30: hl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen und der 3. Klasse; 10: Hochamt m. Pr.: 15: Vesper. St. Engelbert,.=Dahlhausen..30: hl. Messe m. gem. hl. Kommunion der männl. Pfarrjugend, aller Jungmänner und der Schulklasse 1a; 10: Hochamt m. Pr. und Segen; 14: Taufe: 14.30: Festandacht, danach Austeilung der Geheimnisse des lebendigen Rosenkranzes Fronleichnam,.= Laer..30: hl. Messe m. Pr. zur Eucharistischen Familienwoche u. gem. hl. Kommunion der Jungmädchen und Jungfrauen; 10: Hochamt m. Pr. betr. Eucharistische Familienwoche; 14.30: Christenlehre mit Andacht, besonders für die Kinder: 15.15: Taufe: 18: erste Abendpredigt der Euchartstischen Familienwoche(Predigt für alle). Liebfrauen,.=Altenbochum..30: bl. Messe m. Pr. u. Austeilung der hl. Kommunion; 8: Gemeinschaftsmesse m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Jungfrauenkongregation u. aller übrigen Jungfrauen und der Mädchen aus der Liebfrauenschule; .30: Levitenamt m. Pr. u. Austeilung der hl. Kommunion: 11: letzte hl. Messe m. Pr.: 14.30: Christenlehre mit Segen; 15: Tause. Herz=Jesu,.=Werne..45: hl. Messe m. Opfermahl d. Jungfrauen; .15: hl. Messe u. gem. hl. Kommunion der Kinder des., 7. und 8. Schuljahres der Wittekindschule; 10.15: Hochamt. In allen hl. Messen kurze Einleitungspredigten. 14.30: Predigt u. Andacht für die Kinder: 15.15: Taufe: 20: Einleitungspredigt für die ganze Gemeinde. St. Marien,.=Langendreer..30: hl. Messe;.45: Gemeinschaftsmesse mit gem. hl. Kommunion der weibl. Pfarrjugend: 9: Kindermesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Schulmädchen; 10.15: Hochamt mit Aussetzung, Predigt u. Segen: 14.30: Christenlehre u. Andacht mit Segen: 15.30: Andacht mit Standespredigt für die Jungmädchen u. Jungfrauen; 17: Andacht für den 3. Orden. St. Bonisatius,.=Langendreer. .30: hl. Messe: 8: hl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Pfarrjugend. Jungmänner und Jungfrauen:.15: Kindermesse m. Pr. u. hl. Kommunion der Schulknaben u. =mädchen: 10.15: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre u. Andacht. Hl. Geist,.=Harpen..30: hl. Messe u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen; 10: feierl. Hochamt m. Pr. und Segen: 14.30: Andacht. St Elisabeth,.=Gerthe. 7: Hl. Messe m. Pr.:.30: hl. Messe m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Festandacht: 20: Eröffnung der Euchartstischen Familienwoche. St. Joseph,.=Hiltrop..30: bl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen und der Mädchenoberklasse: 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre mit Andacht. St. Theresien.=Evpendorf. 7: dl. Messe:.15: Kindermesse und gem. hl. Kommunion d. Jungfrauen; 10: Hochamt; 14.30: Christenlehre und Segen: 17: Andacht für die armen Seelen. Gertrudis, Wattenscheid. 6: bl. Messe; 7: bl. Messe m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Jungfrauen: 8: hl. Messe m. Pr: 9: hl. Messe m. Pr. u. hl. Kommunion für die höberen Schulen; 10: Levitenamt mit Aussetzung und Segen; 11.30: dl. Messe m. Pr.: 14.30: Dankandacht: 15.15: Tause. GLSENNET BER TOTEN Wingen, Gartenbau Bochum, Kohlenstr. 173, Ruf 67579 liefert Blumen, Kreuzchen, Herzchen und Kränze In allen Preislagen u. in geschmackvoller Ausführung Johann Lueg Bochum, Tenthofstraße 63 Gartenbaubetrieb, Ruf 64979 Grabschmuck und Kränze für Totensonntag Erich Drawehn Bochum, Blumenstraße 31, Nähe Friedhof, Ruf 61703 Zu Totensonntag: Kränze, Blumen u. Sträuße In großer Auswahl In meiner Blumenhalle auf dem Zentraltriedhof finden Sie Jeglichen Orabschmuck in allen Preislagen und geschmackvoller Ausführung Heinr. Grasedleck, Ruf 61936 Johann Schäpers Gärtnerei, Altenbochumer Str. 11, Ruf 64667 Blumen, Kränze, Grabschmuck zu TOTEN SO NNTAG Paul Nerlich Weltmar, Hattinger Str. 249, Ruf 81566 liefert Kränze und Grabschmuck für Totensonntag Gebrüder Greve, Orabmalkurst Bochum, Blumenstraße Ruf 68477 empfiehlt sich für Totensonntag Heinr. Harlos, Gartenbau Eppendorf, In der Mark 55, Ruf 1390 Filiale Dorstener Straße 22 liefert sämtlichen Grabschmuck für Totensonntag Zu Totensonntag empfehle ich billigst Grablichter und Kerzen in großer Auswahl AUG. NOLZEN Bochum-Altstadt, Brückstraße 5, Ruf 62663 Blumenhalle und Gartenbaubetrieb A. Reitemeier Bochum, Albertstr. 31 u. Blumenstr.(Blumenpavillon) Für Totensonntag: Kränze, Sträuße und Blumen In reicher Auswahl. Spezialität in Friedhotsarbeiten Erich Helmholz Ruf 69837, Castroper Straße 270 Kränze und Grabschmuck für Totensonntag. Grabpflege Schloßgärtnerei Fritz Vierkante Bochum-Weitmar, Ruf 81206 lefert Kränze, Grabschmuck zu Totensonntag. Stand am evangl. und kath. Friedhof und Geschäft Hattinger Str. 343 Sonztige Gemeinden Sonntag, 15. November 1936. (Ohne Gewähr.) Ev.=Luth. Kreuzgemeinde Bochum, Kreuzkirche, Gahlensche Straße 146: So.30: Frühgottesdienst, Pfarrer Kerlé: 10: Hauptgottesdienst: 11.30: KGD..— Gemeindeheim Lutherhof. Di 20: Kirchenchor. Ev.=luth.(altluth.) Gemeinden in Bochum: 1. Gemeinde, Kirche Dibergstr. 52. So.15: Predigt(Hilfspred. Krüger).— 2. Gemeinde, Kirche am Hindenburgplatz. So.30: Pred. P. Greve); 11: KGD.; 15: Gemeindefeier(Männerverein). Evg. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Allcestr. 48. So 8: Uebung des Männerchors;.30 und 18: Predigt, Prediger Haug; 11: Sonntagsschule; 19.30: Jugendstunde: 15: in Witten, Augustastr. 47, Predigt. 1. Baptistengemeinde, Immanuels. kirche, Hermannshöhe 21: So.30: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundhenk; 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Prediger Janssen: 17.30: Jugendstunde.— Gemeindesaal.= Hamme, Hofsteder Str. 131: So .30: Bibelstunde, Prediger Janssen; 11: Sonntagsschule; 17: Gottesdienst, Prediger Dr. Mundhenk; 18.30: Jugendstunde. Do 20: Bibelstunde, Prediger Janssen.— Gemeindesaal .=Bärendorf, Goldhammer Str. 17: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule; 20: Evangelisation, Prediger Janssen. Do 20: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundhenk.— Gemeindesaal Bochum=Laer, Werner Hellweg 19: Di 19: Bibelstunde, Prediger Janssen.— Gemeindesaal Wattenscheid, Bochumer Str. 36: So 9: Bibelstunde: 10.30: Sonntagsschule. — Gemeindesaal.=Werne. Am Born 10: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst. Di 20.15: Bibelstunde. 2. Baptistengemeinde, BochumWeitmar, Am Steinknapp 56: So .30: Bibelstunde, 11: Sonntagsschule, 16: Gottesdienst. Neuapostolische Gemeinde. Bochum, Rheinische Str. 7: So 9. 16: Mi 20. .=Langendreer, Wallbaumweg 58: So 9. 16: Mi 19..=Linden. Kesterkamp 49a: So 9, 16; Mi 19.20..= Weitmar, Kellermannsweg 51. So 9, 16: Mi 20..=Weitmar: An der Landwehr 65: So 9, 15.30; Do 19. .=Riemke, Auf dem Dahlacker 42: So 9, 16: Mi 19..=Gertbe. Am Südblick 8: So 9. 16: Mi 19..= Kornharpen, Auf der Prinz 135: So 9, 16; Mi 20. Wanne=Eickel, Königstr. 21: So 9, 16; Mi 18..=Röhlinghausen Füsilier= und Kurfürstenstr.=Ecke: So 9. 16: Mi 18. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian=Science Soctety) Bochum Emscherstraße 20. So 10: Gottesdienst, Lektionspredigt der Christl. Wissenschaft, Thema: Die Sterblichen und die Unsterblichen: 11.15: Sonntagsschule. Am 2. Mittwoch jeden Monats 20: Gottesdienst(Zeugnis= versammlung). % MOo. M W ece W WE I W A Lieferant aller Krankenkassen Jacken Mäntel Füchse Günstige Preis 12 Monate Kredit Vertreter kommt sofort m. prachtvoller Musterkollektion Schreiben Sie noch heute an Schmachtenberg. Ba sen Gemarken str. 46 Rut 42938 ## über 20 Jahre Pelzspeztalgeschöfte KOHLEN .* KKOKS ** S S n. e S M Bankdirektor a. U. Heinz Baecker Fernsprecher: Bochum 681 60 für Orts- und Ternverkehr.— Bochum, Farnstraße 48 Sothaer Feuerversicherungsbank a. S.— Sothaer Kraftfahrzeug-.Transportversicherungsbank.-S. Hauptgeschäftsstelle Bochum Versicherungen aller Art Reelle Bezussquelle Neue Gänsefedern mit Daunen, ungerissen, doppelt gereinigt ½ kg.-, allerbeste Qualltät.50, weiße Halbdaunen.50,.- u..50, gereinigte, gerissene Federn mit Daunen.25 u..25, hochpr..25, allerfeinste.25, Ia Volldaunen.- u..-. Für reelle, staubfreie Ware Garantie. Vers. geg. Nachn. ab 2½ kg gogtagsi Pa- inlette mit Garantie biligst. vellegefall, auf meine Kosten zurück. Willy Manteuftel, Gansemästere Neutrebbin 55 4(Oderbr. Größtes Bettfedern-Versandgeschäft des Oderbruches. Stammhaus gegr. 1858. 6) Eine Zlerde i. jedes Heim sind„ O0“Qualliäts-Stand. Wand-, Tisch-, Küchen- u. Kukuck Uhren. auch Taschen- u. Armbanduhren, s. los. Werke. Niedere Preise und Ratenzahlung. Katalog für Interesse. Uhren freil Versand an Private 160 Schüss Uhrenfabrikation, Schwennin. gen a. A. Schwabetr. 90/33 Richtig— ein Stricker-Rad zu Welhnachten! Weihn.- Prospekt sofort anfordern. Kinderräder schr Dr Oi. E. a P. Stricker, Fahrradfabrik Drackwede-Bleiefeld 423 M K n KERTIEIRHTHEELHEEU I. eu. T ehtu We Kit Seee Schmesse 011„n" ein Seekadett machlt eine Die neue Waßse: großse Oesindung Das waren früher andere Reisen, als es noch keine Autostraßen und Eisenbahnen gab! Stuckernd und schaukelnd fuhren die Postkutschen durch tiefe, finstere Wälder, über schlechte, morastige Landstraßen, Knüppeldammwege, durch einsame, wilde Gegenden, oft mitten in der dunklen Nacht, durch Gegenden, in denen es schon am hellen Tage nicht geheuer war! Oft waren die einsamen Herbergen, in denen der Reisende Schutz suchte, Unterschlupf für das Gesindel der„Stellmeisen, Buschklepper und Schnapphähne“, und es erwartete ihn ein oft verzweifelter Kampf um sein Leben und sein Eigentum! Wenig half ihm da im engen Raum der damals beliebte Degenstock mit der langen bläulichen Toledoklinge! Nur noch die beiden„Sackpuffer“ konnten vielleicht retten, sofern sie nicht versagten, und die Räuber verscheuchen. Diese„Sackpuffer" waren„Vorlader". Das Laden einer solchen Pistole war ziemlich umständlich. Aus einer kleinen, aus Kupfer oder Büffelhorn gefertigten Pulverflasche mußte man das Pulver von oben in den Lauf schütten, sodann tat man oben auf die Laufmündung das sogenannte Kugelpflaster, und auf dieses wurde die Bleikugel gelegt, mit einem Messinghämmerchen in die Mündung geschlagen und mit dem Ladestock in den Lauf gestoßen, bis sie auf der Pulverladung aufsaß. Zuletzt wurde der Hahn gespannt und ein Zündten, wie zum Beispiel im„Wilden Westen“ von Nordamerika! Wer dort eine Postkutschenreise über die Prärie antreten mußte, tat gut daran, vorher sein Testament zu machen und sich den Kopf ratzekahl rasieren zu lassen, so daß für die Indianer nichts zum Skalpieren übrigblieb. Was nützte hier die Vorderladepistole? Ein oder zwei Schuß— schon waren die Indianer heran, und die Tomahawks und Pfeile sausten schnell durch die Luft. Nicht weniger gefährlich waren damals die Reisen auf einem Schiff! Seeräuber gab es auf allen Meeren. Und aus dem Schiff waren erst recht keine Kavallerie=Eskadrons und Gendarmerie=Patrouillen als Helfer in der Not zu erwarten. Hier gab es nur eine Aussicht auf Besserung solcher Zukunft: Wenn es gelang, eine Waffe zu schaffen, mit der sich ein beherzter Mann auch gegen eine Uebermacht erfolgreich verteidigen konnte. Diesen Gedanken hatte auch der Seekadett Samuel Colt auf dem Dreimaster=Vollschiff„Corlo“, das von Boston nach Kalkutta bestimmt war. In seinen Mußestunden auf der langen Fahrt über den Atlantischen Ozean konstruierte er eine mehrschüssige Taschenwaffe, und da er sehr geschickte Hände hatte, schnitzte er mit seinem Taschenmesser das Modell seiner„Erfindung aus Holz! Seine Kameraden lachten ihn aus. Der junge Colt ließ sich aber nicht beirren. Nach Beendigung der Reise ging er daran, seine Erfindung zu verwerten. Im Jahre 1835 ließ er sich seinen „Revolver" in England und in den Vereinigten Staaten patentieren. Es gelang ihm auch, Mit dem Taschenmesser schnitzte er sich ein Modell aus Holz Buschhlepper überfielen die Postkutschen hütchen aufgesetzt. Nun war die Waffe endlich geladen. Noch umständlicher war die Prozedur bei den alten„Feuersteinpistolen“: Hier mußte man einen Feuerstein auf den Hahn aufschrauben, dann mußte man Pulver auf die mit einem Klappdeckel versehene Pfanne schütten. Es passierte dann oft, daß das Pulver auf der Pfanne naß geworden war und die Waffe versagte. Wenn schon hier bei uns das Reisen in der alten Zeit nicht ohne Gefahr war, um wieviel mehr traf dies erst auf ferne Länder zu, in denen kriegerische Eingeborene, Räuberbanden und wilde Tiere den Reisenden bedrohDer Ihr schneidet die beiden Teile der Leiste links ab und setzt sie in der Mitte zusammen. Dann ritzt Ihr mit einem feinen Feder= oder Radiermesser ganz vorsichtig zwei Schlitze, da, wo die punktierten Linien sind. Wenn Ihr die Leiste nun durch die Schlitze schiebt, habt Ihr ein Eichhörnchen, das weint und lacht und wütend ist— einen richtigen Eichhörnchenfilm. Ihr könnt auch die Leiste und das Hauptbild auf einen dünnen feinen Karton kleben. Wenn Ihr dann die Schlitze einritzt, habt Ihr einen Eichhörnchenfilm, der dauerhaft ist. Wer nun aber sehr tüchtig ist, der malt schnell ein neues Bild, natürlich ohne Kopf und kann sich so einen wunderschönen und lustigen Film basteln. das nötige Geld aufzutreiben, mit dem er eine Fabrik gründen konnte. Und die Colt=Revolver wurden gekauft und waren bald sehr berühmt. Es war damals gerade die Zeit der ersten großen Goldfunde in Kalifornien. Die Abenteurer aus aller Herren Länder strömten dort zusammen. Dabei ging es nicht gerade friedlich zu; wenn einer eine Goldader fand, knallten oft die Revolver seiner„allerbesten Freunde". Da ist es zu verstehen, daß die Revolver des Herrn Colt von den Leuten, die sie so gut gebrauchen konnten, buchstäblich mit Gold aufgewogen wurden..... 66st Much; i 1914, Der ehemalige Schiffsjunge Colt wurde ein reicher Mann! Er wurde nicht mehr verspottet, sondern zum amerikanischen Oberst ernannt! Regenteöpfchens Wanderfahrt Eigentlich waren die Regentropfen doch recht froh, als Herr Petrus seine wetterfesten Stiefel anzog und mit einem gewaltigen Ruck die große schwere Wolkentür aufschob! Und selbst die Engelchen waren es zufrieden, daß nun wieder eine ganze Anzahl dieser lästigen Trabanten, die sie so den langen Sommer zu behüten hatten, los waren. Meister Wind wurde geweckt, und hut ging die Reise fort auf die Erde. Oh, wie leicht war es den lustigen, kleinen Tröpfchen um das regennasse Herz, wie konnten sie nun springen, wirbeln, lustig sein! Die ganz vorwitzigen blinzelten noch ein letztes Mal all die lieben Gespielen an und husch ging's der runden gewichtigen Erde entgegen. Und die ängstlichen, die faßten sich bei den Händen und in langer, blinkender Silberkette machten sie sich auf den Weg. Blinkeblitz und Blitzeblank, die sonst im Himmel dem Engelchen Federweiß so fein gefolgt waren, sie konnten es nicht länger aushalten mit der unseligen Warterei— ihr müßt wissen, sie waren ganz hinten am Schwanz von der langen, langen Reihe— sie schubsten sich und schoben sich und eins— zwei— drei waren sie aus der Wolkentür herausgeschlüpft. Ja, was nun? hatten sie es sich viel schöner hier draußen vorgestellt, da war kein Engelchen Federweiß, das sie betreute und dem sie am Schürzenbändel hangen durften. Aber da sahen sie all die vielen Gespielen, wie sie im Weltall hüpften und wirbelten, sie faßten sich ein Herz, und husch ging es mitten hinein in die blitzende und blinkende Regentropfenschar. Und dann ging's über Felder und WälKIE TeSUt“ Vereiten Wie gesagt, T 4 Draußen klingelte die Flurglocke. Sie klingelte dreimal, dann endlich hörte Rüdinghoff seine alte Wirtin zur Tür schlürfen. Da war er aber selbst an der Tür, weil er die Stimme seines Freundes Lorenz erkannt hatte. Er zog ihn ins Zimmer und schloß die Tür, nachdem er der alten Frau freundlich zugenickt hatte. „Rudolf, dus“" 4 M— „Ja, ich. Sie ist nämlich da. Und er mit. Sie wohnen im Hotel„Zur Edeltanne' und die Frau sagte, sie wolle die ihr zustehende Wohnung so lange beziehen, bis die Sachen hier geregelt seien Sie hätte ihre eigene Dienerschaft mit und auch ihren Sekretär. Das ist wohl Großenbach. Was meinst du?“ „Daß wir ihn haben. Jetzt habe ich ihn!“ „Ja. Aber Vorsicht, Arndt Ein solcher Mensch ist zu allem fähig. Du, Arndt, die Frau ist noch sehr schön. Ich hatte den Eindruck, daß sie vollständig unter dem Willen ihres Mannes steht, was natürlich keine Entschuldigung für sie sein kann. Was wirst du nun puerst tun'„„„„ P k Eiam „Nichts. Sie souen sich in Sicherheit wiegen. Das werden sie bestimmt tun, denn es kennt sie hier ja keiner. Es wird natürlich nichts gezahlt. Du mußt immer alles auf den Anwalt schieben, der sehr tüchtig, aber sehr langsam ist. Du mußt die Komödie ein Weilchen noch weiterführen. Vier Wochen ungefähr.“ „Na, dann hab' ich das ja ganz sein gemacht. Die Dame hatte sehr viele Fragen an mich zu stellen in bezug auf die Auszahlung des Geldes. Vor allen Dingen wollte sie Bescheid wissen über die Gelder, die aus dem Verkauf der China=Unternehmungen herausspringen. Da hab ich auch vier Wochen Zeit verlangt.“ „Das ist sehr gut.“ „Arndt, wann willst du eigentlich zu deiner Mutter gehen!“ „Wenn meine Unschuld erwiesen ist, eher nicht.“ Es klang hart und bestimmt, und Lorenz sagte nichts mehr. Sie rauchten eine Zigarette und sprachen von diesem und jenem. Dann bat Lorenz, Arndt möge doch nur heute einmal mit ihm ausgehen. Ins Waldschlößchen. Einen erstklassigen Wein bekäme man dort. Und Bekannte würde er dort sicherlich nicht treffen. „Das glaube ich, daß ich meine jetzigen Bekannten dort nicht treffe“, sagte Arndt Rüdinghoff nach einer Weile. Dann setzte er hinzu; B „Weißt du, hole uns doch was zum Trinken hierher. Wir können hier auch zusammen plaudern. Vielleicht wird es sogar hier noch genätlicher sein.“ „Hast gar nicht so unrecht. Dieses kleine, gut hürgerliche Zimmerchen. Eine Gemütlichkeit atmet es aus, nicht zu sagen. Ich gehe also und komme schwerbeladen wieder zurück.“ „Für mich eine Flasche Bier, Rudolf.“ „Auch gut. Also ein Bierabend. Ich weiß Bescheid, wie man jetzt den Chef der Rüdinghoff=Werke bewirten muß. Du sollst zufrieden sein.“ Arndt lächelte. Hernach saßen sie bis in den späten Abend hinein bei Bier und einem kalten Aufschnitt. Sie lächelten sich an, tranken einander zu, und Lorenz meinte dann: „Eigentlich haben wir auch in Kanada manchmal so am Abend zusammen gesessen. Nur— ein bißchen vom heutigen Essen hat gefehlt. Nicht wahr? „Ja, ich kann mich ganz gut erinnern, daß wir manchmal gar nichts hatten“, sagte Arndt lächennd. Erinnerungen wurden ausgetauscht, aber zuletzt kam man doch wieder auf diesen Großenbach zu sprechen. Lorenz fragte nämlich plötzlich in eine längere Pause hinein; „Arndt, wenn Großenbach es aber nicht getan hat?“ Arndt Rüdinghoff stand langsam auf. „Er hat es getan. Du wirst sehen, daß ich recht habe. Er allein ist's gewesen.“ „Dann seh' ich nicht ein, weshalb du nicht gleich. zupackst. Er kann dir noch entwischen“, sagte warnend Rudolf Lorenz., gengche Pain fei unbef „Er wird ja gut bewacht. Nein, sei unbesorgt, nun ist er drin in der Falle. Heraus kommt er nicht mehr.“, 454f5 Lu. unch un. „Aber sage mir weshalb vu noch zogerst?“ „Oh, ich verbinde mit der ganzen Sache gleich noch etwas sehr Nützliches. Wenn sich nämlich meine Unschuld herausgestellt haben wird, dann wird man wissen, daß ich heute reich bin dann wird man gar nicht wissen, was man mir alles zuliebe tun soll. Siehst du, davor will ich mich schützen. Ich möchte natürlich nicht immer allein bleiben. Ich habe das dringende Bedürfnis, eine liebe, mütterliche Frau an meine Seite zu stellen, aber sie soll zuerst nicht wissen, wer ich bin. Wegen meines Reichtums will ich nicht geheiratet sein. Ich werde eben so fehen, etwas für mich zu finden. Eine himmelstürmende Liebe wird es nicht mehr sein. Immerhin habe ich die Sehnsucht in mir, eine Familie zu gründen. Die guten Leutchen, meine„Witwe“ und ihr Mann, müssen noch ein bißchen auf ihr Erbe warten. Jeder ihrer Schritte wird bewacht.“ „Ja— wenn aber— wenn du Großenbach nicht einwandfrei überführen kannst, dann bist du binnen kurzem wieder— ich meine, dann hat das Mädchen oder die Frau, die du inzwischen kennengelernt hast, nur Kummer. Wäre es nicht besser, erst alles ins Reine zu „Erstens werde ich Großenbach tatsächlich überführen, weil Kurt Tettenbrück Helgas Bruder, mir bereits schriftlich gestanden hat, daß Großenbach den Scheck einlöste. Er hat auch eingestanden, daß sein jetziger Schwager den Mord beging.“ Rudolf Lorenz schüttelte dem Freund fast die Arme aus den Gelenken. Rüdinghoff schob ihn endlich wieder lächelnd in seinen Sessel. „Na ja, du kennst mich doch. Ich mache alles nur ganz, niemals halb. Es hat eine hübsche Stange Geld gekostet, aber es war mir nichts teuer genug, um den Mörder endlich zu fangen. Dazu gehörte eben auch, daß wir Kurt Tettenbrück ausfindig machten, der sich im tiefen Elend befand. Er hat alles gestanden. Ich habe ihn in ein gutes Zimmer bringen lassen, der entgeht uns auch nicht mehr, er ist unheilbar krank. Eine furchtbare Sache, laß mich darüber schweigen. Sollte er sterben, habe ich ja das Schriftstück. nun sitzen sie alle fest.“ „Wie gut das ist!“ * Ganz allein ging Arndt Rüdinghoff zu später Stunde noch durch die nachtstillen Straßen. Am Strom, der silbern beleuchtet war, blieb er stehen, sah hinüber nach der Straße, an der auch das Häuschen lag, in dem die Mutter und Tante Juliane wohnten. Nun würde er bald vor sie hintreten können: „Da bin ich. Untergegangen bin ich nicht damals, obwohl mich schon das Bewußtsein, von dir, Mutter, ohne weiteres aus der Liste der Lebenden gestrichen worden zu sein, zu Boden hätte drücken können. Aber ich weiß ja— Onkel Aribert! Sein Wille galt Was er glaubte, davon warst du auch überzeugt, Mutter. Wir wollen nicht mehr davon sprechen." Würden sie sich freuen, die beiden alten Damen, wenn er vor ihnen stand? Rüdinghoff ging langsam durch die Wiesen weiter. Die Luft war klar und mild. Da tönte ein Hilferuf zu ihm herüber. Eine weibliche Stimme rief. Im Nu war Arndt Rüdinghoff dort. Jemand lief über die Wiese, als der große Mann heranstürmte. Eine Dame bemühte sich um eine Gestalt, die am Boden lag. Rüdinghoff setzte dem Fliehenden nach. Da wandte der sich um: „Was geht Sie das an? Ich schieße Sie über den Hausen. Der Lauf einer Pistole blitzte im hellen Mondlicht. Blitzschnell bückte sich Rüdinghoff. Dicht über ihn hinweg ging die Kugel. Im selben Augenblick hatte er auch schon selbst geschossen.„Den Fliehenden traf er ins auch schon selbst geschossen.„Den Fliehenden traf er rechte Bein. Meit einem gräßlichen Fluch sank der Mann zu Boden. Ein Ruck, und Rüdinghoff hatte dem Verbrecher die Waffe entrissen. Rasch untersuchte er ihm die Taschen. Nichts weiter. Er nahm seine Taschenlampe und leuchtete dem Mann ins Gesicht. Im selben Augenblick erkannte auch der ihn. Obgleich so viele Jahre zwischen damals und heute lagen. „Rüdinghoff!“ Es war ein Ruf voller Grauen. In Rüdinghoff aber wurde es ruhig. Ganz ruhig. So weit also war Großenbach=Haldungen heute, daß er zum Straßenräuber wurde daß er alleingehenden Damen die Handtaschen entriß. Das Ehepaar, diese verlorenen beiden Menschen, waren also wohl ohne Geld hierher gekommen, daß sie nun zu solchen Mitteln greifen mußten. Diese Helga hatte er einmal geliebt. Hatte in ihr die liebste, beste der Frauen gesehen. So tief war sie jetzt gesunken. Oder wußte sie nicht, auf welche Weise dieser Mann, ihr Mann, das Geld herbeischaffte, das sie brauchten, um den verlogenen Nimbus der reichen Witwe aufrecht zu erhalten? War das alles nicht furchtbar? „Rüdinghoff, ich— oh, mir wird so schlecht!“ „Großenbach, hast du damals meinen Vetter Oskar Rüdinghoff ermordet?“ „Ja. Es ist jetzt doch alles aus. Ich hab' es getan. Wir brauchten alle zusammen Geld. Dein Better, der Narr, hat immer mit seinem Vermögen geprahlt. Da ist es eden geschehen. Wenn einem das beesser an der Kehle sitzt, bleibt einem nicht mehr viel übrig. nicht wahr?“ „Allerdings, wenn man nicht arbeiten gelernt hat, Großenbach, dann gibt es nicht viele andere Auswege. Das Verbrechen ist immer das Ende arbeitsscheuer Menschen.“ „Was soll nun werden?“ „Du mußt ins Krankenhaus!“.. 24 „Rüdinghoff— ich will— nicht— aufs Schafol — Rüdinabotk. alb mir den Gnadenschuß!" „Das darf ich nicht. Bleib liegen. Rüdinghoff ging schnell zur kleinen Anhöhe, wo der große Platz sich ausbreitete. Ein Liebespaar stand hier und sah interessiert zu der Wiese herüber. Ein Radfahrer kam. Knöpfe blitzten. „Nee, Nachtwache der vereinigten WachtgesellschafBite beisen Sie wir.“„., Ansag, Marte Hann Der Mann sprang vom mad, einige Wolle, dann schob er sein Rad neben Rüdinghoff her. Wenige Minuten später fuhr er wieder davon. Dann holten Sanitäter den Verletzten von der Wiese.. Auf der Wache sagte Rüdinghoff, daß er den Mann angeschossen hätte, weil er zwei Damen die Handtasche raubte. Hier sei diese Tasche. Der Räuber sei der Sekretär der Dame, die jetzt im Hause Rüdinghoff wohne. In den Eisenwerken. Und er? Wer er denn sei? „Ich arbeite unter dem Namen Fred Hoff in meinen eigenen Werken, ich mache diese Angaben, weil ich der Behörde gegenüber bei der Wahrheit bleiben muß. Ich bitte, mich an den Herrn Staatsanwalt wenden zu dürfen. Ich bitte, jedes Wort, vor allem aber meinen Namen als strenges Dienstgeheimnis zu wahren. Es handelt sich darum, einen Mord aufzuklären, der oor zwanzig Jahren hier in Deutschland begangen wurde, Das muß ich mit dem Herrn Staatsanwalt besprechen.“ Staatsanwalt Rodenbeck würde morgen um neun Uhr für ihn zu sprechen sein, sagte man ihm. Die Handtasche wurde geöffnet. Es war eine seine kleine Tasche. Außer einem Hundertmarkschein, etwas Kleingeld und einem goldenen Kettchen enthielt sie zwei kleine Spitzentücher und Visitenkarten. Editha Gräfin Altenhausen stand darauf. „Na, das hätten wir ja. Die Dame wird zu finden sein, falls unsere Kameraden die Dame nicht mehr an der Wiese angetroffen haben sollten. Es muß ja jeden Augenblick eine Meldung kommen. Die Meldung kam nach zehn Minuten. Editha Gräfin Altenhausen war bei ihrer Tante, der Frau von Lübbers, zu Besuch. Die Damen hatten eine Familienfestlichkeit bei Frau Geheimrat Blankenburg besucht. Sie hatten nur die paar Schritte über die Wiese und über die Brücke zu gehen. Am Johannufer war ihre Wohnung. Frau von Lübbers hatte sich durch den Ueberfall so erschreckt, daß sie ohnmächtig umgefallen war. Sie kam dann wieder zu sich. Ein Wachtmeister begleitete die Damen nach Haus. Die Meldung wurde schriftlich niedergelegt, dann war für haute in der Sache nichts mehr zu tun. Rüdinghoff hatte seine Adresse angegeben, dann konnte er wieder gehen. Er wußte aber ganz genau, daß kleine dicke Herr im hellen Staubmantel, der so ein bißchen angeheitert hinter ihm herstolperte, ein Kriminal= beamter war, der festzustellen hatte, ob die angegebene Adresse stimmte. Trotzdem er seine Papiere vorgezeigt und den Revolver einstweilen abgeliefert hatte, mit dem er Großenbach angeschossen hatte vergewisserte sich die g4 ihr nicht verdenken. Polizei. wan konnie es tor Merkwürdig bei der ganzen Geschichte war nur, daß Großenbach allein und unbeobachtet gewesen war. War er den Detektiven doch auf kurze Zeit entwischt! Oder hatte man ihn gehen lassen, weil man wußte, daß er doch wiederkam, da er ja binnen weniger Wochen das ungeheure Rüdinghoffsche Erbe einstecken wollte? Es mochte wohl so sein. Die Detektive bewachten die Frau. Wo sie war, da war auch der Mann. Das hatten sie wohl im Lauk der Jahre genau festgestellt. Diese Leute hatten ihre Sache stets wundervoll gemacht, hatten die schwiertasten Aufgaben gelöst. Man konnte Teter mein Affenfreund Seht euch nur Herrn Peter an, Wie er lustig springen kann, Von dem Baumstumpf eins— zwei— drei Kommt ans Gitter er herbei, Nimmt die Nüsse und Bananen! Und dann schmatzt er recht vernehmlich, Und es ist ihm stets zu wenig Was man Leckeres ihm so reicht.— Doch nun muß ich wieder gehn, Leb' wohl, Herr Aff’, auf Wiedersehn! Hanne-Lore Weber, 13 Jahre. der, über Wiesen und Flüsse, über Berge und Meere. Oh, wie war die Welt doch so schön! Man konnte auf den Wellen segeln, auf den Platanen oder Kastanienbäumen schaukeln, man konnte im Lichterglanz der Bogenlampe tanzen oder auch die alte Muhme, die über ihrem Strickstrumpf eingeschlafen, wachklopfen. Ja, wer die Wahl hat, hat die Qual, und Blinkeblitz und Blitzeblank hatten es sehr schwer. Und weiter ging's... Kam da ein silberblankes, rankes Flüßlein den Berg heruntergehüpft, so blitzsauber, daß es eine Freude war, ihm zuzusehen.„Ei“, riefen unsere beiden Regentröpfchen wie aus einem Munde,„laßt uns mit ihm hüpfen und springen, hört, wie es uns lockt und winkt!“ Und mit einem mächtigen Satz sprangen Blinkeblitz und Blitzeblank in den silberklaren Bach. Aber o weh, wer hätte das gedacht—, kaum hatten sie die blanke, sprühige Fläche berührt, da, happ ging's, und ein häßlichgraues, grobes Fischmaul hatte unsere beiden Regentröpfchen verschlungen. Aus war es mit der Freude und bis an ihr Lebensende müssen sie nun hier im finsteren, dunklen Fischbauch warten bis an den jüngsten Ta9. 62. hier wird über's Ohr gehauen Ein Zähltrick Wir stellen einem unserer Freunde die Aufgabe, mit uns bis hundert zu rechnen, und wetten, daß wir stets die Zahl hundert nennen können und nicht er. Bedingung ist dabei, daß niemals mehr als 10 zu der vorhergenannten Zahl zugezählt wird. Jedoch ist es gut, wenn wir uns die Zahlen 1, 12, 23, 34, 45, 56, 67, 78, 89 und 100 in unser Gedächtnis gut einprägen. Das ist sehr einfach, weil die nächsthöhere Zahl dieser Reihe stets um 11 höher liegt, als die vorhergehende. Nun beginnen wir. Nehmen wir die Zahl 7 als Ausgangspunkt, dann nennt er 16, wir 23(der oben gemerkten Zahlenreihe eingedenk), dann er 26, wir 29, er 40— und da müssen wir ihn korrigieren, denn er darf höchstens 29+ 10=39 nennen, so daß er sich also auf 39 korrigiert. Wir nennen nun 45, er 48, wir 56, er 66, wir 67, er 77, wir 78, er folgt mit der Zahl 88, wir mit der Zahl 89, nun nennt er 100 und muß uns wieder eins zurückgeben, weil er 11 zuzählte, also kommt er nur auf 99 und wir haben die Zahl 100 nennen können.— Es kommt also immer darauf an, ungefähr von 67 oder 78 ab die Zahlen 78, 89 und 100 zu nennen! Herbit Die Nebelschleier steigen hernieder, Der Himmel schließt seine Augenlider, Die Menschenkinder in Freuden und Sorgen Gehn ihren Weg im herbstlichen Morgen— Die Blätter färben sich, die Hecken sind gelb, Die Vögel ziehn fort und das Laub, das fällt... Ruth Müller. Die hose mit dem kostbarften Flicken Zu den kostbarsten Hosen, die es jemals gegeben hat, gehört wahrscheinlich die eines Jungen in einem franzosischen Dorf, und zwar war das Wertvollste an ihr der Flicken, mit dem die Mutter des Jungen sie ausgebessert hatte. Garf einm 44. Ein Sammler entdeckte in dem Vors einen echten alten Gobelin, der zu den größten Seltenheiten gehörte. Zu seinem Entsetzen aber sah er, daß aus diesem kostbaren Gewebe ein großes Stück mit der Schere herausgeschnitten war. Als er nach dem Verbleib dieses Stückes forschte, erfuhr er, daß die Besitzerin des Gobelins, die nichts von seinem Wert ahnte, damit die Hose ihres Sohne geflickt hatte. Der Sammler erwarb den Gobelin und die Hose und rettete auf diese Weise noch, was von diesem Schatz zu retten möglich war. Jugendfreund-Briefkasten Liebe Jungen und Mädel! Das war ja mal wieder eine seine Woche, da hat's nun wieder Arbeit gegeben in Hülle und Fülle. Also das muß nun schon gesagt werden, Ihr seid so prächtig fleißig nach den faulen Sommermonaten, daß es ordentlich Spaß macht, mit euch zu arbeiten. Nur müßt Ihr, wenn nicht alles sogleich am ächsten Sonntag in der Zeitung steht, nicht gleich zu mir heraufgestiegen kommen und bei mir„aufräumen“ wollen. Denn wenn ich alle Arbeiten gleich mitnehmen wollte, ich glaube, dann müßten wir schon eine Extra=Ausgabe für unsere fleißige..=Jugend machen. Und wollt Ihr denn nicht auch Geschichten und Märchen lesen? Wißt Ihr, Ihr müßt mir nun mal sein säuberlich und klipp und klar schreiben, ob Ihr überhaupt gern Märchen und Geschichten lesen wollt; denn wenn ich weiß, wonach Euer Herz steht, dann kann ich Euch ja schnell die Freude bereiten und das in unsere Jugendseite setzen, was Ihr gern lesen wollt: denn die Jugendseite gehört ja zu gleichen Teilen Euch allen! Also in dieser Woche dürfen nur Briese und Arbeiten bei mir anklopsen, auf denen gleichzeitig schön und sauber geschrieben steht, was Ihr nun am liebsten lesen möchtet: Märchen, Geschichten oder was weiß ich. Also denkt einmal daran, meine Bitte zu erfüllen. Eure Jugendfreundin Erika. Ursula Rigus: Also ich werde mein Versprechen nun ganz bestimmt halten. Ursula Kluge und Schwester Johanna: Fein ist Euer Märchen, ich freue mich schon ordentlich darauf, wenn ich es veröffentlichen kann. Und die neue Mitarbeiterin hat ja auch ihre„Feuerprobe“ gut bestanden. Natürlich müßt Ihr mir noch mehr Zeichnungen einsenden. Günter Preger: In der nächsten Woche, das kann ich Dir schon mit Bestimmtheit sagen, wird Dein Gedicht veröffentlicht werden. Fein ist's geworden. Josef Engel: Wenn die Idee von Dir stammt, was ich annehmen will, so ist sie wirklich sein und wird allen viel Spaß machen. Wilhelm Sommer: Ich komme, glaube ich, bald vor lauter„Sommer=Freunden" um, soviel Jugendfreunde haben wir nämlich bald, die alle miteinander Sommer heißen. Dein Gedicht ist natürlich nett geworden. Vielen Dank. Werner Puzicha: Das ist richtig, daß Du nicht erst lang und breit anfragst, sondern gleich Deine Arbeit einschickst. So laß ich mir das gefallen. Deine Geschichte ist recht gut geworden, und ich kann sie auch gut verwerten, nur etwas Geduld mußt Du haben. Karl=Friedrich Schack: Das ist ja sein, daß Du nun wieder mitarbeiten willst. Die Zeichnung ist Dir sehr gut gelungen, und ich werde sie wohl recht bald mitnehmen können. Elly Potthoff, Lisbeth Schattling, Waltraud Aumann: Vielen Dank für Eure meist sehr seinen Rätsel, die ich gut gebrauchen kann. Man 1118 guttel#. ???: Nun habe ich noch ein namentoses maisel, von dem ich nur zu gern wissen möchte, wer es gemacht hat. Es ist wohl ein Kästchenrätsel? Der Wind, der Wind, der macht hier ganze Arbeit Luzin Scheffler, 14 Jahre Silbenrätsel Aus den nachfolgenden 34 Silben sind 13 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Musikinstrument ergeben, das ihr alle gern spielt. Die Silben lauten: 8— arm— band— dern— da— 7a— ger go— hei— 1— kla— kel— kel— ko— land lohn— laub— laus— mar— mark— mus nas— na— ne— ne— nl— 0n— Fe— ru ser— te— uhr— ur— vier Bedeutung der Wörter: Mädchenmamhe Ferten Männlicher Vorname Europäischer Staat Insel in der Nordsee Schmuckstück Ehort Körperteil Verwandter Volksstamm Stadt in Westsalen Musikinstrument Prucht Else Weber, 13 Jahre. Die ersten Buchstaben eines jeden Wortes, das richtig gefunden, ergeben, von oben nach unten gelesen, die größte Freude für die Schuljugend. Heinz Schmidt, 12 Jahre. Auflösung der Rätsel aus der Vornummer: Kastchenrätsel: Wer seinen Bruder hasset, ist ein Totschläger. KIae K ihnen jetzt ganz gewiß nicht eine Nachlässigkeit vorwerfen. Was aber nun? Die ganze Sache hatte eine unvorhergesehene Wendung bekommen. Er mußte sehen, was der Staatsanwalt unternehmen würde, den er ja morgen früh sprechen wollte. Hell und still war es um ihn, und doch barg auch eine solche Nacht das Verbrechen. Das hatte sich heute gezeigt. Menschen wie Großenbach gab es noch mehr auf der Welt. Aber es war gut, daß es nur ein kleiner Teil war gegenüber den Menschen, die das Verbrechen verabscheuten. Die Schritte Rüdinghoffs, gleichmäßig und elastisch, verhallten in der Nacht. Hinter ihm stolperte immer noch der dicke kleine Herr her. Aber an der nächsten Straßenecke war er nicht mehr hinter ihm. Statt dessen ging drüben, auf der andern Seite der Straße, ein Herr im dunklen Mantel. Er trug einen Vollbart und eine Brille. Die Hände hatte er auf den Rücken gelegt. Gravitätisch ging er dahin. Scheinbar ein sonderbarer Nachtschwärmer oder der Vorsitzende eines wohltätigen Vereins. Arndt Rüdinghoff lächelte. 5. Kapitel. In aller Ruhe stellte Staatsanwalt Rodenbeck seine Beweise zusammen. Wiederholt hatte er Unterredungen mit Rüdinghoff. Noch immer wurde das Geheimnis, wer Fred Hoff war, streng gewahrt. Großenbach lag auch noch im Krankenhaus. Der Diener Jonny, einer der Detektive, angestellt bei Helga Großenbach, hatte ihr gemeldet, Herr Großenbach habe ganz dringend verreisen müssen. So bekam Großenbach keinen Besuch, weil Helga gar nicht wußte, wo er sich befand, und verletzt und so gut wie gefangen war. Auch Großenbach wurde streng bewacht. Er durfte an niemand schreiben. Helga war sehr verärgert. Einmal dachte sie: Wenn er doch nie zurückkäme! Ich brauche ihn nicht. Ich habe mein Ziel erreicht und werde in kurzer Zeit eine der reichsten Frauen sein. Dieser Rudolf Lorenz ist ein sehr stattlicher Mann, dem ich gut sein könnte. Kein Mensch kennt mich hier. Ich brauchte nicht einmal in der Fremde zu leben. Die Geschichte von damals ist vergessen. Nur Großenbach müßte verschwinden. Doch er kommt ja wieder. Immer, immer kommt er wieder. Ich hasse ihn längst. Oh, wie ich ihn hasse! Sie ging auf und ab, ruhelos, und doch ließ sie ihr Ziel nicht aus dem Auge, eine reiche Frau zu werden. Endlich so leben zu können, wie es ihr gefiel. Wie gut war es doch, daß sie in der englischen Zeitung das Bild des Industriekönigs Arndt Rüdinghoff fand und ihn gleich wiedererkannte. Das war allerdings nicht schwer, denn er sah noch so aus wie früher. Nur reifer, männlicher war er geworden. Und— ja, den finsteren Zug um den Mund hatte er früher nicht gehabt. Sie liebte ihn nicht. Hatte ihn niemals geliebt. Sie hatte auch seinen Vetter nur zum Narren gehalten. Ihr galt einzig und allein der elegante GroßenbachHaldungen etwas. Aber im Lauf der Jahre hatte sie ihn hassen gelernt. Und doch waren sie unlöslich durch das Verbrechen miteinander verbunden. Oft war er von ihr fortgegangen. Monatelang blieb er aus. Sie wußte nicht, was er trieb. Sie fragte ihn auch nicht. Aber das Grauen in ihr wurde immer größer. Und auch die Furcht. Sie mußte tun, was er wollte, denn er würde sie genau so kaltblütig morden, wie er einst den leichtsinnigen Oskar Rüding= hoff ermordet hatte. Jetzt war er wieder fort. Wenn er doch niemals wiederkäme! Wie gut wäre das! Vielleicht würde sie sich den hübschen stattlichen Lorenz doch erobern können. Sie war noch immer eine schlanke schöne Frau, der die Männer mit Wohlgefallen nachblickten. Schließlich würde Oberingenieur Lorenz es wohl auch zu schätzen wissen, wenn er der Herr der Werke sein konnte, anstatt nur ein Angestellter. Mehr als gern würde er sie heiraten. Wenn man Großenbach mit einer großen Summe abfinden könnte, daß er für immer ginge? Die Welt war groß, weit und schön. Für einen Menschen, wie ihn, konnte es nichts Besseres geben, als frei und ungebunden zu sein und dort zu leben, wo es ihm gefiel. Man müßte ihm einfach eine Million geben. Dann wäre er vielleicht zufrieden. Oder doch nicht? Er würde auch mit diesem Geld fertig werden. Immer wieder würde er auftauchen. Je mehr man ihm gab, desto mehr würde er durchbringen. Nein, sie mußte mit ihm zusammenbleiben, mußte ihm Liebe heucheln, dann war er noch am leichtesten zu bändigen. Er war fortgegangen, um Geld zu beschaffen. Beide waren mit ihren letzten Groschen hier angekommen. Sie mußten doch leben. Helga konnte doch noch nichts von Lorenz verlangen, das wäre aufgefallen, denn als Rüdinghoffs Witwe mußte sie ja über Geld verfügen. Wenn aber Großenbach nicht bald zurückkam, dann mußte sie Lorenz doch bitten, ihr schon jetzt einige tausend Mark zur Verfügung zu stellen. Sie konnte ja sagen, daß sie eilig abgereist sei, daß sie notwendig einige größere Einkäufe machen wolle und so weiter. Das mußte sie tun, und er würde ihr das Geld auch nicht vorenthalten können. Das wäre ja noch schöner. Es würde ihm doch auch darum zu tun sein, seine Stellung zu behalten. Sie konnte es ihn später sehr fühlen lassen, wenn er jetzt ungefällig war. Sie war ja schön dumm gewesen, sich Geldsorgen zu machen. Um Großenbach, ihren Mann, brauchte sie sich wahrhaftig nicht zu sorgen, der war eines Tages doch wieder da Sie war klug und lebte vollkommen zurückgezogen. Auf diese Weise kam sie mit niemand in Berührung. Sie hoffte, durch dieses völlig zurückgezogene Leben die Sympathie Rudolf Lorenz' zu erringen. Wenn sich auch ihr großer Wunsch, seine Frau zu werden, nicht erfüllen konnte, weil Großenbach doch wieder da sein würde, so konnte sie vielleicht darauf rechnen, daß er ihr sobald als möglich reichliche Gelder auszahlte. Damit war ja schon viel gewonnen. Sie hatte ein beklemmendes Angstgefühl. Als nahe irgendein Unheil. Dabei war doch alles in bester Ordnung. „Alles ist in Ordnung, alles“, tröstete sie sich. werde nervös, weil ich nun doch noch so lange auf das Geld warten muß. Es kann ja aber nichts dazwischenkommen. Arndt Rüdinghoff ist tot. Er hat keine Erben. Seine Mutter hat sich damals von ihm losgesagt, also scheidet sie aus. Und— alles, was recht ist, Großenbach hat die Fälschung der Papiere fabelhaft durchgeführt. Und das Testament könnte auch echt sein. Also wird ja alles glücken.“ Helga Großenbach=Haldungen ging auf und ab. Das schwarze Samtkleid legte sich eng um ihre hohe, stolze Figur. Der Diener Jonny, in London engagiert, kam lautlos ins Zimmer und räumte auf. Grübelnd sah die Frau ihm zu. Editha Gräfin Altenhausen hatte den Wunsch ausgesprochen, den Mann kennenzulernen, der sie von dem Straßenräuber befreit hatte. Frau von Lübbers, ihre Tante, sagte: „Ich verstehe dich nicht, Editha. Man weiß doch gar nicht, wer er ist.“ „Nein. Aber ein schlechter Mensch ist er bestimmt nicht, sonst wäre er nicht für einen anderen eingetreten. Deswegen möchte ich ihn kennenlernen. Wir können uns erkenntlich zeigen, indem ich ihm Geld gebe, wenn er ein armer Mensch ist— und wir können ihn zum Abendbrot hierbehalten, wenn er ein Mensch ist— nun, mit dem man sich eben zu Tisch setzen kann.“ Diese Worte klangen unendlich hochmütig. Frau von Lübbers nickte darum Beifall, obwohl sie nicht mit dem ganzen Programm einverstanden war. Schließlich aber gab sie doch ihre Zustimmung. Herr von Lübbers setzte sich hin und schrieb an den Mann. Seine Adresse hatte er vom Polizeiamt erfahren. Fred Hoff nahm die Einladung an. Die Familie Lübbers stürzte sich deshalb nicht in große Unkosten. Man würde ja sehen. Entweder gab man dem Manne zwanzig Mark, oder man bat ihn zum Abendbrot. Eine kalte Platte, etwas Käse und ein Salat waren zurechtgestellt. Man blieb auch, wie man war. Weswegen sollte man sich denn auch umkleiden? Ihrer eigenen Gesellschaftsklasse würde der Mann sicher nicht angehören. Dann wäre er bestimmt am andern Morgen nach dem Ueberfall gekommen und hätte sich erkundigt, ob der Schreck den beiden Damen auch nicht geschadet hatte. Also brauchte man sich seinetwegen keine großen Umstände machen. So wartete man denn. Frau Lübbers hatte ihr eisiges höfliches Lächeln aufgesteckt, als Fred Hoff kam. Herr von Lübbers rieb sich ein bißchen ratlos die langen schmalen Hände. Der Sohn war nicht daheim und Anny, die Tochter, war bei Brinkmanns. Frau Brinkmann hatte vorhin telephonisch versprochen, selbst hernach Anny im Wagen nach Haus zu bringen. Edithas Augen wurden groß und sahen betroffen in das schöne, dunkle Gesicht des Mannes, der sich höflich verbeugte und die gesellschaftlichen Formen beherrschte. Frau von Lübbers' kalte Augen aber musterten ihn unbekümmert. Der Blick, den sie dann ihrer Nichte zuwarf, hieß: „veun ist es wohl glücklich so weit, daß man sich schämt, ihm eine kleine Belohnung anzubieten. Also behalten wir ihn zum Abendbrot da.“ Editha wurde sehr nachdenklich. Der heiße Wunsch regte sich in ihr, daß dieser Mann in guter Stellung sein möge. Guter Stellung? Was hatte seine gute Stellung damit zu tun daß sie die Gräfin Editha Altenhausen war? Sie durfte sich nicht an einen Mann ohne Rang und Namen verlieren. Ja, wenn er ein vielfacher Millionär gewesen wäre, dann, ja dann, wäre es möglich. Dann hätte man über den einfachen Namen hinwegsehen können. Aber so ging das nicht. Er würde vielleicht ein Kaufmann sein mit einem kleinen Gehalt, oder ein Reisender. Zuweilen glaubte sie weltmännisches Benehmen an ihm festzustellen, aber dann dachte sie doch wieder, sie hätte sich geirrt. Ueberhaupt war es natürlich lächerlich, sich so viel mit diesem Mann zu beschäftigen. Uebrigens schien der Onkel auch gern mit ihm zu sprechen. Später sagte er: „Herr Hoff, darf man fragen, wo Sie beschäftigt sind?" Trotzig und stolz antwortete er: „Ich bin Arbeiter in den Eisenwerken von Rüdinghoff." Herr von Lüdbers blickte ängstlich auf seine Frau. Sie sah gelb aus. Ihre spitzen Finger zitterten, und ihr Lächeln stand wie eingefroren um den schmalen, hochmütigen Mund. Editha aber dachte: Wie trotzig er das jetzt gesagt hatte. Er macht sich ja über uns lustig. Mit welchem Recht? Um seinen Mund spielte ein überlegenes Lächeln. Sie sah vor sich nieder und ihr Herz klopfte laut und schwer. Was war nur mit ihr? Der Mann sah sie groß und prüfend an. Herr von Lühbers hatte eigentlich mit Herrn Hoff noch gemütlich eine Zigarre rauchen wollen, nun wußte er nicht, wie er sich verhalten sollte. Die Miene seiner Gattin gebot Vorsicht, deshalb sagte er lieber nichts. Fred Hoff schien aber zu wissen, was sich gehörte. Er dankte für den schönen Abend und empfahl sich. Edithas schöne, gepflegte Hand lag in der seinen. Ihre Lippen zitterten. Der Mann lächelte. War es ein Siegerlächeln? Er war fort. Frau von Lübbers sagte: „Haben wir das nötig gehabt, uns mit diesem Menschen zusammen zu Tisch zu setzen? Nun, er hatte wenigstens soviel Feingefühl, daß er zeitig genug wieder verschwand. Ein zweites Mal wirst du wohl nicht wieder auf einer Einladung bestehen? Ich könnte dir diesen Wunsch nicht mehr erfüllen, Editha. Jetzt laufen wir wenigstens stets Gefahr, daß dieser Mensch uns einmal begegnet und uns dann grüßt. So etwas ist immer peinlich. Ich brauche mir bloß das Gesicht der guten Blankenburg dabei vorzustellen. Ich danke!" Niemand antwortete. Herr von Lübbers aus Gewohnheit nicht, weil er sich auch sonst immer der Ansicht seiner Gemahlin anschloß. Und Editha nicht, weil sie heute mit der Ansicht der sonst sehr verehrten Tante nicht einverstanden war. Der Zufall wollte es anders, als Frau von Lübbers. Editha kam eines Tages auf der Straße daher, als auch Fred Hoff gerade dort gig. Editha freute sich dieses Wiedersehens und plauderte freundlich mit ihm. Ja, in ihr war sogar eine kleine Schadenfreude, weil sich alles ohne Wissen der Tante so gefügt hatte. Sonst begleitele die Tante sie immer. Heute aber hatte sich der reiche Brauereibesitzer angesagt, den Anny heiraten sollte. Herr von Langen, der Schloß Wohlhof gekauft hatte kam auch. Er besaß das ausgedehnte Gelände am Spaltenberg und wollte dort eine große Autofabrik fründen. Herr von Langen hatte damals auf dem Ball ser Gräfin Osterrode in Berlin deutlich gezeigt, daß ihm die junge Gräfin Editha von Altenhausen sehr gefiel. Nun hatte er sich hier angekauft, und ihre Eltern hatten das in Erfahrung gebracht. Es wurde gleich an Onkel und Tante von Lübbers geschrieben. Sie sollten Editha eine Zeitlang bei sich aufnehmen. Der Graf von Altenhausen hatte auch nicht mehr viel zum Leben. Bei dem Gutsverkauf war für ihn noch eine Rente herausgesprungen, aber was fing man denn in diesen Kreisen schon mit fünfhundert Mark im Monat an? Da war es doch ein wahres Glück, wenn ein reifer Mann, reich und angesehen, die junge Editha zur Frau nahm. Deshalb wurde diese eben hierher geschickt. Dieser Herr von Langen kam nun heute abend zu der Gesellschaft, die Onkel und Tante gaben. Frau Geheimrat Blankenburg kam auch und noch einige gute Bekannte. Ja— und Oberingenieur Rudolf Lorenz kam auch. Editha dachte, vielleicht hat gar dieser Mann Anny lieb. Die Tante hatte geklagt, daß man wohl oder übel auch Brinkmanns mit einladen müsse. Der Junge, der Lutz, hatte erklärt, wenn man Brinkmanns nicht einlade, dann könne man auf seine Anwesenheit gleich von vornherein verzichten. Sicher komme es nun dahin, daß Lutz diese kleine Henny Brinkmann heirateik werde. Na, sie wolle ja gewiß nichts gegen diese Verbindung sagen. Die Eltern hätten der Henny ja eine sehr gute Erziehung zuteil werden lassen, aber die alten Brinkmanns mit in Kauf nehmen zu müssen, sei einfach fürchterlich. Na, man müsse es eben ertragen, denn Geld stecke ja hinter diesem Herrn Wilhelm Brinkmann, da könne man ganz gewiß nichts dagegen einwenden. Eigentlich sei für, Lutz Irma Dedenhofen bestimmt gewesen. Aber Lutz sei schon immer ein Starrkopf gewesen. Ja, es sei ein Elend, ehe man die Kinder standesgemäß unterbringe. (Fortsetzung folgt.) Gcer Sc Snreer Snade vor Recht?#sgektum die shre des Volksgenossen NSK. Das Reichsgericht hat sich letzthin mit der Frage befaßt, ob Freisprechung oder Einstellung des Verfahrens bei Erlaß eines Straffreiheitsgesetzes zu geschehen habe.„....setz vom 99 Woarif 1996 Aas Das Straffreiheitsgesetz vom 23. April 1936, das die Reichsregierung anläßlich des Geburtstages des Führers erlassen hatte, bestimmt u.., daß anhängige Strafverfahren wegen Zuwiderhandlungen, die vor dem 20. April 1936 begangen sind und die ein bestimmtes Strafmaß— Freiheitsstrafen von einem Monat oder Geldstrafe, bei der die Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr als einen Monat beträgt— nicht überschreiten, einzustellen sind. In allen Fällen, die innerhalb des erwähnten Strafmaßes liegen, könnte demnach nur die Einstellung des Verfahrens ausgesprochen werden wobei dem Umstand Rechnung getragen wird, daß der Betroffene alsdann ständig mit dem Verdacht einer ihm zur Last gelegten strafbaren Handlung behaftet bleibt... g Hlluscheme Er.iaIn letzter Zeit hat die Rechtsprechung des Reichsgerichts jedoch eine Ausnahme von dem Zwange zur Einstellung des Verfahrens auf Grund eines Straffreiheitsgesetzes für den Fall anerkannt, daß in dem in Betracht kommenden Strafverfahren der Tatbestand bereits erschöpfend geklärt ist und die nunmehr allein noch ausstehende rechtliche Würdigung bei richtiger Anwendung des Rechtes ohne wei= zur Nerm teres zu, einem freisprechenden, Exkenntnis führen würde, derungen zu stellen. Diese Rechtsprechung hat das Reichsgericht erneut be=(Durch stätigt, so daß in Fällen der genannten Art nicht die Einstellung des Verfahrens, sondern die Freisprechung des Angeklagten auszusprechen ist. Dieses Verfahren wird dem tieferen Sinn eines Straffreiheitsgesetzes als dem eines Gnadenerweises in weitestem Maße gerecht; denn dem Wesen eines wahrhaften Gnadenerweises würde es gerade nach nationalsozialistischer Auffassung von der Ehre als einem Grundpfeiler deutschen Rechtes widersprechen, daß die einem Angeklagten auf Grund des Straffreiheitsgesetzes zugesprochene Rechtswohltat infolge enger Auslegung dieses Gesetzes lediglich zu einer Einstellung des Verbefreit zu werden. Dem Rechtsempfinden des Deutschen, das von dem Gedanken der Ehre und der Treue beseelt ist, entspricht es nicht, wenn durch einen„Akt der Gnade“ einer gegen ihn erhobenen Beschuldigung nun lediglich nicht mehr nachgegangen wird. Nein, der Deutsche will in erster Linie sein Recht haben, sonst fühlt er sich in seiner Ehre beeinträchtigt. Dr. O. Dageförde geschwächt, sondern seine Anwendung wird angesichts der allgemeinen Steigerung der Verkehrsgefahren nur noch zwingender. Welche Maßnahmen der Halter des Kraftwagens zur Erfüllung seiner Sorgfaltspflicht treffen muß, richtet sich nach den Umständen des einzelnen Falles. Bei der Verwendung eines älteren, seit langen Jahren bewährten Fahrers werden die Anforderungen geringer sein können als bei der Beschäftigung eines jungen, noch nicht auf seine unbedingte Zuverlässigkeit vollerprobten Wagenführers. Es mögen auch Fälle vorkommen können, in denen das Alter und die voll erwiesene Zuverlässigkeit des Fahrers weitere Vorsichtsmaßnahmen nicht notwendig erscheinen lassen. In dem vom Reichsgericht entschiedenen Falle hatte der Fahrzeughalter darauf hingewiesen, daß eine ständige Ueberwachung seiner Angestellten von diesen als Mißtrauen empfunden werde und das Vertrauensverhöltnis zwischen Unternehmer und Gefolgschaft stören könne. Das Reichsgericht hat diese Erwägung für unbeachtlich gehalten. Damit, daß er einer Aufsicht und Ueberwachung untersteht und unterstehen muß, muß sich jeder, der in einem Abhängigkeitsverhältnis tätig ist, als etwas Selbstverständlichem abfinden, ohne die Durchführung der Beaussichtigung, sofern sie sich in den angemessenen und gebotenen Grenzen hält, als kränkend empfinden zu dürfen. Auch das Vertrauensverhältnis zwischen Führer und Gefolgschaft, das die Grundlage der heutigen Wirtschaftsordnung bildet, kann nicht dazu führen, daß der Unternehmer von jeder Aufsichtsmaßnahme absieht und Aussichtspflieht des Kraftwagenkalters NSK. In vielen Fällen hai die Untersuchung von nächtlichen Kraftwagenunfällen zu der Feststellung geführt, daß jugendliche Kraftfahrer ohne Wissen des Fahrzeughalters den Wagen zu Privatzwecken benutzten. Da der Kraftfahrer selbst im Regelfalle kaum über soviel Vermögen verfügt, um in der Lage zu sein, den entstandenen Schaden zivilrechtlich wiedergutzumachen, nimmt der Geschädigte meist auch den Kraftfahrzeughalter auf Schadenersatz in Anspruch. Vor Gericht entschuldigt noch nicht der Nachweis des Kraftfahrzeughalters, daß er von der Fahrt nichts gewußt habe und daß eine Schwarzfahrt vorliege. Nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts sind vielmehr an die Sorgfaltspflicht des Fahrzeughalters zur Vermeidung solcher Schwarzfahrten strenge Anforrungen zu stellen...., ternehmer von jeder Aufsichtsmaßnahme absieht und Durch die neuzeitliche wesentliche Steigerung des damit vermeidbare Gefahren für die Allgemeinheit herKraftverkehrs wird dieser Grundsatz nicht etwa ab= aufbeschwört. Staatsanwaltschaft und Brandbekämpfung Von Staatsanwaltsehaftsrat Dr. Breu, Münster Die Justizpressestelle des Oberlandesgerichts= Staatsanwaltschaft sofort zu melden, alsbald nach Ausbezirks Hamm in Dortmund übermittelt uns bruch des Brandes an der Brandstelle erscheint. nachstehende Ausführungen: Das Erscheinen des Staatsanwalts an der Branddieses Gesetzes lediglich zu. einer Einstellung des Ver= Die Erfolge des Nationalsozialismus auf dem Ge= stelle wird oft falsch ausgelegt fahrens führen sollte, so daß auf dem Beklagten stän= biete der Verbrechensbekämpfung sind bekannt. General und mißdeutet. Bei den meisten Staatsanwaltschaften dig der Verdacht einer strafbaren Handlung lasten Daluege, damals noch Chef der Preußischen Polizei, sind gemäß einer Anordnung des Reichsjustizministers würde, während er ohn: den Erlaß des Straf= peröffentlichte im Dezember 1935 in der„Deutschen Sonderhegrheiter für Brandsachen bestellt. Es ist natürfreiheitsgesetzes nach dem schon festgestellten Tathestand; dem amtlichen Mitteilungsblatt des Reichs= lich, daß diese Sondexbearbeiter über gute Erfahrungen mit seiner Freisprechung rechnen durfte, wodurch seine zustizministers, über den Rückgang der schweren Krimi= auf dem Gebiete der Brandermittlung verfügen. AußerEhre wiederhergestellt wäre. zi, wdrg hustopinzte,. Uebersicht. An diesem“ s, dem stehen der Staatsanwaltischit für besonders schnie, Der Verdacht, ein Rechtsbrecher du hezgtpürde in valict eine auschubpriche zex spage g. zu bersemn Bug, rige Falle geigete Sachperzanuigg zur Versügung, die erster Linie die Ehre des Betroffenen beeinrrächtigen, gang ist seit Jahren zum ersten Male auch die Brand= von ihr als Hilfsorgane bei der Aufklärung eingesetzt seine Ehre in der Gemeinschaft, indem die Gemein= stiftung beteiligt. Dieser Erfolg konnte nur durch werden. Es ist daher möglich, in den meisten Fällen schaft ein stliches Unverturtel über ihn falen würde die Zusammenarhuter Fierteagn der Besgrperrgtgts. die Brandursache reslos aufzullären. Einer vollommenen Auftläirung im Intereste der Bronbtstung de, Posizet und Gerdarnerse, erreicht Diese vorveg anzustellnde Untersachung durch die Klarheit und Wahrheit würde e, seboxasben Zeig(Ge, werden.“ Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn ein Staatsanwaltschaft über die Brandursache ist notwendig, eine vun spürde ig denen der dessen Ehre und Vertreter der Staatsanpalischaft auf die fernnändliche um die Frage, ob überhaupt eine strafrechlich versolgseine Freisprechung verlangt, um von jedem Makel haben, jeden Brand dem zuständigen Bearbeiter der Tulch erriehte scheill= abrt in viesem Zusammenh m die Frage, ob überhaupt eine strafrechtlich verfolgare Brandstiftung vorliegt, beantworten zu können. Ganz verfehlt scheint aber in diesem Zusammenhang die aus Laienkreisen vielfach geäußerte Ansicht, daß die Staatsanwaltschaft nur dort auftauche, wo diese oder jene bestimmte Versicherungsgesellschaft einen Brandschadensfall erlitten habe und daß es nur eines Wechsels der Versicherungsgesellschaft bedürfe, um dieser Untersuchungstätigkeit der Staatsanwaltschaft zu entgehen. Die Staatsanwaltschaft ist Strafverfolgungsbehörde. Sie hat, wie alle ihr amtlich zur Kenntnis kommenden Straftaten, so auch alle strafrechtlich verfolgbaren Brandstiftungen aufzuklären und den Täter zu ermitteln. Sie handelt dabei als Wächterin des Staates und Hüterin der Belange der Volksgesamtheit. Deswegen ist sie auch keiner Versicherungsgesellschaft, sondern nur dem Staate gegenüber verpflichtet. Das Erscheinen des Staatsanwalts an der Brandstelle kann doch nur den Brandgeschädigten erschrecken, der sich nicht frei von Schuld weiß. Jeder andere sollte sein Erscheinen dankbar begrüßen, weil es dazu dient, die Brandursache aufzuklären, ihn vielleicht von schwerem Verdacht zu reinigen und den wirklichen Täter der gerechten Strafe zuzuführen. Abgesehen von dieser Ueberlegung sollte aber auch der Gedanke, daß die Belange des einzelnen schließlich vor den Interessen der Allgemeinheit, die ein lebhaftes Bedürfnis an der Aufklärung der Brandursache hat, zurückzutreten haben, dazu führen, die Arbeit der Staatsanwaltschaft nicht unnötig zu erschweren, sondern zu erleichtern. Ja, kätten Jie die Zeitung gelesen!“ — sagt auch das Reichsgericht Herr Hase hat Geld. Er will sich irgendwo beteiligen und tritt als persönlich haftender Gesellschafter in das Geschäft eines Einzelkaufmanns ein. Damit er nicht unter Umständen für frühere Geschäftsverbindlichkeiten haften muß, beantragt er die handelsgerichtliche Eintragung und Veröffentlichung des Haftungsausschlusses nach Paragraph 28 Absatz 2 HGB. Durch ein unglückliches Versehen unterbleiben jedoch diese so wichtigen Maßnahmen und Herr Hase muß für alte Geschäftsschulden aufkommen. Das wurmt ihn so mächtig, daß er den Staat wegen des Versehens auf Schadensersatz verklagt. Leider hat Hase Pech. Seine Klage wird abgewiesen, weil er sich nicht um die Veröffentlichung der Handelsregistereintragungen gekümmert hat.„Es war“— so sagt das Reichsgericht zu Herrn Hase—„grob fahrlässig, daß Sie nicht einmal eine Tageszeitung gelesen haben, aus der Sie den mangelhaften Inhalt der Handelsregistereintragung hätten entnehmen können.“(V 130/33.) Nicht anders erging es Herrn Hase, als er einmal zuviel gezahlte Miete zurückverlangte. Sein Rückforderungsanspruch mußte als verwirkt angesehen werden, weil er die hohe Miete immer anstandslos bezahlt und damit als angemessen hingenommen hatte, obwohl der Mietwuchereinwand und die rechtlichen Handhaben zur Erreichung einer Mietsenkung seit Jahren in der Presse und in den Zeitschriften der Mieterorganisationen erörtert wurden, ohne daß sich Hase darum gekümmerthätte.(IV 354/33.) Wseeschelwwdt Schdtr Erzählungen aus der Frube Der Frubeninspektor hinter der Wettertür Grubeninspektor Kohlhas hat allerlei für die Kum= um jetzt von dort aus die Tür zuzuhalten. Als der sonderen Steckenpferde war es, die Leute auf ihre haltenen Tür. Tros alem Fluchen und Gewitern blieb Postel. fose din Beseiek ied Vereit fais aes uiche alen dig wiche Burlchalaser, 3000 Jahre alte Urnenfunde an der Emseher Seitdem die Vorgeschichtsforschung durch staatliche Unterstützung einen Aufschwung genommen hat, mehren sich auch die Bodenfunde und eines der Hauptgebiete, das sich die westfälischen Prähistoriker vorgenommen haben, ist das Gebiet südlich und nördlich der Emscher. Im Laufe der letzten beiden Jahre konnten an der Emscher schon bedeutungsvolle Bodenfunde gemacht werden, die aber durch die Auffindung von 3000 Jahre alten Urnen bei weitem übertroffen werden. Die Fundstelle ist die sogenannte Brandheide, wo der Sand für den Bau der Reichsautobahn entnommen wird. Es ergab sich, daß die Urnen aus der Hallstattzeit stammen und ein Alter von wenigstens 3000 Jahre haben. Weiter wurde eine Reihe von Scherben und Spinnwirtel gefunden.— Bei der Abtragung eines Ziegeleigeländes auf Castrop=Rauxeler Gebiet an der Gerther Grenze wurde ein historisches Schwert gefunden. Die Klinge des Schwertes mißt 70 Zentidie Leute zu früh Schicht gemacht hatten. Soleyz ,Aye, Neih und Glied am Schacht, als der Inspekor pustend meter, der Griff 15 Zentimeter und die Zwinge ebenOerdanbungen, eeoen die Ardeiterbung busden, u; und in Schweit gebadet, anlan. Muosene, leke ia Sestmusen macber 5as Aler diese Schwertes weiteres bestraft. eeitctes vestchte Für diesmal war seine ganze Mühe und Anstren= jaßr sich einstweiten noch nichts Positives sagen. WahrEines Tages wollte er nach beendigter Schiat, zum gung umsonst gewesen. Emil Vieregge. scheinlich stammt es aus der Zeit der Merowinger. sah er vlötzlich vor sich in einiger Schacht gehen, zua sah er, plötzlich vor sich in einiger Entferung zwei Lampen. Das konnten nur zwei Leute sein, die zu früh Schicht gemacht hatten, diese mußte er unbedingt stellen, und so setzte er auch gleich hinterher. Plötzlich merkten die Träger der beiden Lampen, daß jemand hinter ihnen war. Als sie sich umschauten und die blanke Lampe erblickten, wußten sie sofort, was los war. Jetzt aber ausgerissen; der Inspektor hinterher. Der Inspektor war ein besserer Läufer und die Entfernung zwischen Verfolgten und Verfolger verringerte sich immer mehr. Zym Schacht dursten, die Kumpels, uurg ascht, lgusen, Düt un Dak in Baukumskem Platt (Nich nohdrücken.) Die lustige verlobungsgeschichte fäsigenst fält Ink in, mie am fröhen Muorgen te befieren siene Ver'a.„Ower worüm so förmlick, min Hiärtensjunge? Soll Bäckermester Fritz Miälwuorm fieren„siene Verto= wie dann nu wier„Gitt“ seggen no däm gistrigen bung met Schmitz' Anna. Sien Frönd Schlächtermester Owends? Hackebiel, son Junggesellen in da besten Johren, was Hackebiel moke Ougen as so gestuockenet Kalf. Wat eur ingelagzs, pvom. Wider wassgn de di Klenvuer. Hol. denn dat bedühn, da Mülgrichg, Puzzg. sonk BBa lange Müllersche, ne gaff jähr dat Rächt, dotaus Hagebie, tabrak sia dan awer et wä ümsüß, hä konn sick nich op alles sinnen. Ower hä räit dä Ougen noch widder open, as jähm dä Müllersche sagte: „No, mien Leifling, wat meinst du wö' et nich Tiet tum Oppstohn? Wie wollt doch van Morgen dä Ringe kuopen?“ „Watt för Ringe?“ woll Hackebiel wietten. „Na, so'ne dumme Froge. Wat for Ringe. Veratörl'F. Wie hätt us gistern Owend u um Schachft, musnte schon sicher#rile mun nicht laufen, auk ingeladen worn. Widder wassen do dä Klempne denn oa hätten., nig, gpgzut sicher in der Baze beseisten mester Zintoseg met Frau un dä lange Müllersche, ne Lolt, Sengn Deshalb suchtge nie Zustgreicht, einer der ersten besten Witfrau, dä sick ouf nich mä to dä jüngsten riäten konn. geff jähr Stregen, die sie gerade erreichten und kanen dort, an—.. 48761 Kopp. an eine Wettertür. Da sie ein Weiterlaufen für zwecklos Dä Owend was lusdig un et wor flotr poreigierr, besinnen. hielten, machten sie hier halt und zogen die Tür hinter Dat Enne vam Liede was, dä Müllersche hadde sick ouk as jähm sich zu und stemmten sich dagegen. Es dauerte auch nicht regelrecht verlobt. As sä no Hus kam, mok sä'n rich'nen Emmer kollet lange, da kam der Inspektor angelaufen. Als er merkte, tigen daß die Tür von der anderen Seite zugehalten wurde, storre. wollte er die Kumpels irreführen und rief:„Kerls, macht stück. schnell auf, der Inspektor ist hinter mir her!“ Die bei= Blous dä arme Schlächtermester was te beduren. den Hauer aber, die sich nun in Sicherheit fühlten und As hä noch sou im schöinsten Schlope lag, do gong dä lobungsringe natürlich. denen der Schalt in den Nacken stieg, meinten:„Das Däöhr uoppen un da Müllersche kam rin. Ganz zärtlik doch verlohtkt..— u auge chte, Schzichtfs49 aucher Frfgere rum machkt un verleivt kait sa ne an, iähen laiven Brüdisgnsate Water höper dün Vilskop, gekese ucd aun fritz Shicht., ans der. onpeitegrun ein. schmuorken, as wenn ba n gzvoum böbelühgepse'cht, sopyt 5a Schreken nich sien. Met üinen Schlask was b. seh, daß er erkannt wax, gab, er sich, ans Gewittern. Awer wach mä, dachte dä Müllersche, wenn wie mol ronn dä Schrecken nich sien. Met äinem Schlag was hä über davmn aing die Tür nicht auf. verhierot snd, höht dat liederlchr din zu Hil..5ob; Hendampfers Na, dal was se ine neite Geschichte. 20 Miete, Höhe. Hier soyef bwrgcheneteherhau ethmr:.. 8. 7 6. Wesich vex düese schöin..Kusa, einfach, Wie bä dä olle Müllrsche kannte was et nich 20 wete, Höbe..g sahyeg bingzhsen siehe,soun uber upr... us mathizsch von düelse schöinen Zukaunstz, einsach. Wie bs di ole Mülgrsche kannte wa et nich das Begleitorr zuruck und den nächsten Ueverhau, god Hackebiel, dä natürlich van duese schoftter Org# lichde, sä wie lostewähren! Dä verdammte Suff was 30 beter himrez der Wettzatzr, wieder hinunter, Das biller nix ahneg, do, dröihmte van ner langen Wuof, an dis Geschichte schuld. Im Suff mätt doch dä. verging alles im Laufschritt, jetzt mußte er die verdamme Uemmer wenn hä bieten won, Pout,„#rzl** gönstigste Mann Dummheiten. Um se los te wärn, saade ten Kerle ja fangen. biller nir ahnen de, dröthrmfe ung ba Wuost retur, so an dä Geschichte schuld. Im Huff mäkt doch da, verUemmer wenn hä bieten wol, gong dä Wuost retur,i“ nünftigst= Mann Dummheiten. Um se los te wärn, sagde Kerle ia fangen. Pepmend Hink, dat hä, antleßde ganz ärgerlick wor. Ob dinrgsgr'eg de Schlächder„Bandage nich. Eck häw ine wichtige un Die Kumpels standen noch immer stemmeno, vinter ba wagrietzat ieg i0 Tepg Hroum, do hong so da Wuost jelige Arbäit büör, dä kann eck nich oppschuwen“ „Na guott, bis morgen fröih also“, sag de Brut. Ower eck bin bestimmt do, do kasse di dropp verloten. Un dann gong sie op jähm tau un gaff jähm en Kuß. W verdutzt dä Oug der Tür, um ein Einoringen, zu perbüten, Einmal denn dat, dar es jo kenn Droum, do hong so da Wuost würde er ja wohl weggehen. Plötzlich sahen sie jemand un gong op und aff. Nanu, dachte hä, bin er dann mit blanker Lampe aus dem Ueberhau klettern, der noch besuoppen? dann im Laufschritt auf sie zukam. Zunächst waren sie Ower wie verwünnern hä sick, as hä nu ganz munganz baff. kamen aber noch früh genug zur Besinnung, ter wor. Dat was ja gar käine Wuost, dat was jo dö um schnell auf die andere Seite der Tür zu springen, Müllersche jähre lange Nase. Geduldig hall hä still, ouwer dä Müersche meinte ganz ärgerlick:„Gissen Owend konns du bietter küssen!“ Ku kum was dä Müllersche rut, Hackebiel sprung ut dä Klappe, im Nu was hä angetrocken und laip no Zinkblech. Dä lag ouk im seiten Schloop, as Hackebiel ankam. Un as' ne Hackebiel nu döräin tuoselln, üm nä wackrich tä kriegen, fong hä im Schlop an to singen:„Nu reich mir mal die Pulle her..“ Kaline, siene Frau, schmäit'n Blick no jährem laiwen Mann, dä was nich van Popre.„, I. Harn I, fräiß 6i,.. Mi.94 „Wat wuoß du dann so fröih hie bie mie?“ freig de Klempner diän Schlächder. „Du saß mie to miene Verlobung gratelieren“. sag Hackehiel. „Du maus' et doch wietten, dat eck siet gistern met dä olle Müllersche verlobt bin?" Zinkblech räit Mul un Nase uoppen. Hackebiel un dä Müllersche verlobt? Un hä lachen, dat äm dä Buk wäi doh. Ower Hackebiel lachen nich, hä mook'n ernstet Gesicht.„Du häst quot lachen“, sag hä ärgerlick.„Du bis jo ganz alläin Schuld an dä Verloberigge.“ „Eck?“ sag Zinkblech ganz verdonnert.„Eck schuld? Wie sou dat dann?“ „No jo“, fong Hackebiel wier an,„du hiäst doch gistern owend, as dä Müllersche herinkam, gesagt, do könn se ouk gliek Verlobung fiern, un dat hätt dat olle Gestell vüör Ernst genuemen.“ Un dann vertallte Hackebiel van däm Beseik van morgen un wat alles passeert was. Nu saten dä beiden as son paar Schouliungens un üöwerlachden, wie sä ut dä Klemme herutkommen döhn. Am besten, se göngen es no Miälwuorm. Gesagt, gedohn. Ower fleitepiepen, Miälwuorm schleip sou fast, dat hä nich wackerig te kreigen was. Zinkblech schloug nu vüör:„Wie gobt no dä Brut Anna Schmitz.“ Un richtig, dä wuß sou tiämlick alles noch. Jo, jo, dat was ne böise Geschichde. Sä hadden Pfänderspiell gemakt un dä Müllersche hadde dä Opgabe gekriägen— Hackebiel schurre sick jetz noch—,'n Kuß to giewen. Sä hadde touerst gedohn as so'n jung Diärnken, bis Hackebiel gesaggt hadde: „Komm män, Schnuckelchen, wie beide wätt doch'n Paar.“ Sä hadde ne gar nich wier losloten wollen. „Es dat wohr?“—„Jawoll“, hadde Hackebiel gesaggt, „du wäs miene Frau, muorgen halt wie dä VerlobungsPeno..#" Tckist Erst Auf“ Fammiach, At Zinkblech un Hackebiel futt göngen, üöwerlagden se, wat te dauhn wör. Endlick hadde Zinkblech'n Infall.„Wat giäste, wenn eck se die vam Halse schaff?“ „Wann de dat ferrig brengst, gieff eck äinen ut, dat de drei Dage nich nöchtern wäs“ Noch am selwen Dag gong Zinkblech no dä Müllersche. Un as Zinkblech no’'ne Stunne gegohn waß, do waß se jähm dankbar, dat hä jähr dä Ougen uopengedohn hadde. Düese Hackebiel, nät, nät, dat hädde sd jähm nich taugetrut. Zinkblech hadde jähr vertallt, Hackebiel möch Alimente betahlen. Un dat vüör veer Kinner! Dat was doch te arg! Ower sä woll Gewißheit hewwen! Op no Hackebiel!„Es dat wohr?“— ganz ächter Ohm kam sä bie jährem Brüdigam an un schmätt jähm alles vüör, wat Zinkblech vertallt hadde. Hackebiel woll opbrusen, wat jähm do nogesagt wor, stimmere doch nich. Ower, dach hä im richdigen Ougenblick, dat es Zinkblechs Trick. Ganz bedrüöppelt sag hä:„Jo, so, et es sou, leider Guoddes, un nich lange, dann sind et Schoun fluog da Dür tau, wäg waß de Müllersche. Hackebiel ower woll sick wuoll kapott lachen. August Bünnemann Kinder Vrtten un ern Ralegrantn Was in Brieten Unbekannter an Filmkünktler alles lieht zenswarme Lebensgefährtin. Nicht die Frau zum Da= gie den Beinamen„Marschall Vorwärts“ erhalvonlaufen oder als„Leihgabe“, sondern als Ergänzung ten hat. Aber gerade diese Energie ist das beste Mittel. für Herz und Geist. Die große wirkliche Ehe ist etwas um die völlige Genesung zu beschleunigen. so Schönes, ein Gnadengeschenk für die Jugend und Marianne Hoppe und Viktor de Kowa wurden für noch mehr im Alter. Sie ist auch kein kleinlicher die Hauptrollen in der Komödie„Versprich miZwang; bedeutende Menschen mit eigenem Gehalt sind nichts“ von Charlotte Rißmann verpflichtet, die demauch im Gebundensein und Dienen frei." nächst im Kleinen Haus des Staatstheaters herauskommt. Gretl Theimer ist vom Schillertheater für die Operette„Polenblut“ von Nedbal verpflichtet worden. Wöchentlich drei Millionen Dollar Gage. Die Studios von Hollywood geben wöchentlich die phantaner Drauß zog sich ba' den Aufnahmen zu. Die stische Summe von drei Millionen Dollar für Gagen Perner Krauß zpg sich hei den Aufnahmen zu„Dig und Honorar aus für die vielen Menschen, die unmitliebte von Paris“ eine Fußverletzung zu und telbar von der Filmproduktion leben. Die amerikaDaß ein dankbares Theaterpublikum seine Lieblinge mit Beifall und Blumen überschüttet, erleben wir täglich. Wir wissen auch, daß Künstler und Künstlerinnen in begeisterten Briefen junger und alter Backfische angeschwärmt werden. Weniger bekannt in der Oeffentlichkeit ist das starke Vertrauen zum Künstler als teilnehmender Mensch und Helfer. Kleine Silmpost Käthe von Nagy dreht zur Zeit in Paris einen Film „Der Weg nach Rio“. Wer: Gel muß vorläufig in einem Gipsverband das Bett hüten. Willi Forst kehrt in wenigen Tagen nach Berlin zurück, um mit Jochem Huth die Drehbucharbeit für seinen nächsten Film zu beenden. Liane Haid, die sich in dieser Woche mit dem Produktionsleiter der Willi=Forst=Filmgesellschaft, Dr. Hans Film zurückziehen. Adele Sandrock geht es wieder soweit gut, daß sie über die ersten Gehversuche am Stock hinaus ist. TrotzVon der Bühne zum Film Anteilnahme umgekehrt auch durch freundliche Ermahnungen auf künstlerischen und persönlichen Gebieten. Da hören wir:„Lassen Sie sich nicht diese Aufgaben gefallen, fordern Sie für Ihr Talent, für Ihre innerlichseelischen und Charakterfähigkeiten großen, würdigen Spielraum, damit dem jungen, heiteren„Heute“ ein Eine Auswahl von gehaltvolles tiefes„Morgen“ folgen kann. Und nun Originalbriefen, die unserem Dr.=.=Mitarbeiter zur kommt mein zweiter Wunsch: zu einem wertvollen Men= dem erfordert die Behandlung, daß sie noch weiter in Verfügung gestellt wurden, und bei denen die Einsen= schen und Künstler gehört die gleichstrebende und her= der Charité bleiben muß, wo sie bereits durch ihre Enerder selbstverständlich ungenannt bleiben, gibt davon ein erfreuliches Zeugnis. Es sind oft ganz brave und rechtschaffene Leute, die bei den Künstlern geschesseltes Gold vermuten, von dem diese gern etwas abgeben. Ein großer Künstler ist für sie gleichbedeutend mit einem guten, hilfsbereiten Menschen. Sie nennen ihn alle den„schönen Will“... Hat es nicht etwas Rührendes, wenn ein 17jähriger Schreinerlehrling einer bekannten Künstlerin schreibt, daß sie ihm so„simpathich“ sei, weil sie seiner verstorbenen Mutter ähnlich sähe. Er fährt dann fort:„Um gleich den Nagel auf den Kopf zu treffen und nicht lange hintenherum zu machen, ich möchte gern zum Film. Meine Freunde nennen mich alle den schönen Will. Aber das hat sein Hagen, wie alles in der Welt.“ Dieser arme kleine„Hagen“(er meint Haken) besteht, nach Ansicht des schönen Will, einzig und allein in der unbeendeten Lehrzeit. Wie treuherzig naiv, mit einem guten Tropfen Unternehmungslust, schreibt weiter ein Mädchen aus Schlesien an die gleiche Künstlerin. Da die Eltern Besuch bekommen und es daher an Platz mangelt, möchte sie einige Monate zu ihr nach Berlin kommen. Aber sie weiß, was sich gehört:„Sie sollen nicht etwa denke das ich zu Ihnen kommen will, um zu Vaulhenzei. Nein sie sollen mich so zu sagen bei Ihnen beschäftigen. Und damit(!) will ich Berlin mit allen seinen Freuden kennenlernen.“ Mit Künstlern kann man über Dinge des Herzens ganz offen reden. Darum beichtet ein Mädchen aus der Pfalz ganz„fritsch" und frei:„Sie werden wohl stets meine unglückliche Liebe bleiben. Uebrigens übertrage ich ein ganz kleines Bisserl Liebe zu Ihnen auf alle Willys. Leider muß ich Ihnen die traurige Eröffnung machen, daß die Ihrem Vornamen wenig Ehre machen. Ich hab nämlich bis jetzt immer in den Kakao gelangt.“ Vertraute in Familienangelegenheiten Es liegt im Wesen des brieflichen Verkehrs, daß er entweder an den Klippen der Oberflächlichkeit sehr schnell strandet oder aber sich zu einer wirklichen geistigen Aussprache und Vertrautheit entwickelt. So kommt es, daß sich auch in Künstlerkorrespondenzen beim Zusammentreffen wesensverwandter Seelen sich eine starke wechselseitige Anteilnahme an Familienangelegenheiten entwickelt. Beim Durchsehen der Briefe können wir Ebbe und Flut im Eheglück verfolgen. Man erlebt die Sorgen um erkrankte Kinder und freut sich an ihrer Wiedergenesung. Die Berichte werden oft noch durch beigelegte Photos erhärtet, und wenn wir lesen, daß ein viereinhalbjähriges Kind bereits um ein Autogramm bittet, so ist das nicht nur kurios, sondern auch bezeichnend. Nicht immer sind die Briefschreiber auch die Ratuchenden. Manchmal bezeugen sie ihre Sympathie und nischen und kanadischen Kinos sind nicht imstande, diese Summe wieder einzubringen. Deshalb ist Hollywood gezwungen, größten Wert auf den Export zu legen. Luli Hohenbergs erster England=Film. Luli von Hohenberg, die ihren Namen für Amerika in Luli Deste umwandelte, hat in dieser Woche in Denham somborn, verheiratet, wird sich damit endgültig vom mit den Aufnahmen zu ihrem ersten England=Film begonnen. Bevor die Künstlerin nach Hollywood geht, wird sie noch in einem zweiten englischen Spielfilm erscheinen. Maria Andergast spielt im Theater am Kurfürstendamm in„Leonie“, einem Lustspiel von Leo Lenz. — "" zuerst Bühnenkünstlerin, jetzt internationale Tanzgröße, La Jand, will sich in dem Film„Truxa“ die Gunst des Filmpublikums erringen phot: Europa I a. O 1; die soeben zur„Staatsschauspielerin“ ernannte, geKate(rold, schälzte Berliner Bühnen-Darstellerin, hatte gleich in ihren ersten Fülmen stärksten Ertolg phot.: Ufa Deio Todisoie La Einer der unesten enlore vockams Der MGV.„Germania“ Bochum=Harpen, der am 14. und 15. November sein 60jähriges Bestehen feiert, zählt mit zu den ältesten Männergesangvereinen GroßBochums. Im Herbst des Jahres 1876 fand sich in dem bäuerlichen Harpen eine sangeslustige Schar zusammen, um dem deutschen Männergesang ihre Kräfte zu weihen. In einer geschlossenen Sitzung wurden die Statuten aufgestellt und der neuen Gründung der Name „Germania“ gegeben. Mit welchem Eifer die Sangesbrüder ans Werk gingen, geht aus den alten Satzungen hervor, nach denen jedes ohne triftige Entschuldigung fehlende Mitglied sein Versäumnis an der Uebungsstunde mit einer Strafe von 25 Pfennig büßen mußte. Gleichfalls wurde auch das Zuspäterscheinen mit einer Strafe, von 10 Pfennig belegt. Als erster Vorsitzender fungierte Fritz Peppmöller, erster Dirigent war Lehrer Rockholz. Die ersten Vereinsjahre verliefen ziemlich ruhig. In jedem Jahre wurde das Stiftungsfest gefeiert, wozu fast regelmäßig ein großes Festzelt in Ermangelung von ausreichenden Sälen aufgeschlagen wurde. Im Jahre 1889 wagte sich die Harpener„Germania“ erstmalig auf einen Gesangwettstreit in Heven, wo ihr in der dritten Klasse der 4. Preis zuerkannt wurde. Umständehalber legte der Dirigent nach diesem Wettstreit sein Amt nieder. Einstimmig wurde Fritz Regelmann als dessen Nachfolger gewählt. Das musikalische Talent des erst 25jährigen Dirigenten sowie seine Energie in der Leitung des Gesanges waren dem Verein eine feste Bürgschaft für weiteres Emporblühen. Die beiden Wettstreite im nächsten Jahre erbrachten durch ihre Erfolge den Beweis, daß sich die Harpener„Germania“ unter ihrem neuen Dirigenten Regelmann anderen tüchtigen Vereinen ebenbürtig zur Seite stellen konnte. Manch schöner Erfolg war ihr beschieden. Im Jahre 1895 verlor die„Germania“ ihren bewährten Dirigenten Fritz Regelmann durch Wegzug Die Dirigentenwahl fiel bald auf Karl Regelmann, einen Bruder des früheren Dirigenten. Auch unter seiner Leitung leistete der Verein Mustergültiges. Nach zehnjähriger Tätigkeit legte Regelmann 1907 sein Amt nieder, an seiner Stelle trat bis 1909 Lehrer 60 jahre„Hermania“ Harpen jahr 1936 führt Chormeister Paul Folge der neue Bochumer Kreischormeister, den Dirigentenstab, während Christian Heinemann seit dem vorigen Jahre als Vereinsleiter tätig ist. ein festes Band um Chorleiter und Sänger. Der Verein faßte den Beschluß, in Zukunft keine Weirstreite mehr zu besuchen, sich vielmehr seinen passiven Mitgliedern und der Harpener Bürgerschaft zu widmen. Der Verein hat in dieser Zeit Konzerte abgehalten, die weit über Harpens Grenzen bekannt und um so beliebter wurden, als die„Germania“ keine Kosten scheute, die besten Solisten für ihre Konzerte zu gewinnen. Der Ausbruch des Weltkrieges gebot dem Aufwärtssteigen des Vereins Einhalt. Die meisten Sänger eilten unter die Waffen, um die Heimat zu schützen. Auf dem Felde der Ehre blieben die Mitglieder Willi Hüning, Waldemar Striepecke, Emil Biermann, Heinrich Wiemann, Gustav Sommer, Hugo Schambach Ernst Aurisch, Emil Degener, Fritz Ruhe, Ernst Fels. Wilhelm Schäffer, Heinrich Laarmann und Wilhelm Probst. Eine wundervolle Ehrentafel im Vereinsheim wird diese Namen der Nachwelt erhalten. Durch Opfermut und Pflichttreue brachten es die wenigen zurückgebliebenen Mitglieder dennoch fertig, das Vereinsleben aufrechtzuerhalten und Wohltätigkeitskonzerte zu veranstalten, deren Ertrag den Einberufenen zugute kam. Nach dem Kriege mußte leider Droste aus wirtschaftlichen Gründen sein Amt niederlegen. Nun übernahm nochmals der altbewährte Dirigent Fritz Regelmann den Dirigentenstab und führte ihn noch mit derselben jugendlichen Kraft wie vor 30 Jahren. Lieder mußte er nach dreijähriger Tätigkeit krankheitshalber zurücktreten. Einige Zeit führte Lehrer Wieschemann, ein Harpener Junge, dessen Vater für die musikalischen Werte das Harpener Gesangsleben. 1926 konnte der Verein unter seinem derzeitigen Dirigenten Paul Heesen sein goldenes Jubiläum in einem zweitägigen Jubelkonzert feiern. Nach dem Jubelfest übernahm abermals Lehrer Wieschemann(Harpen) mit feinem Verständnis schon in der„Germania“ tätig war, die Chorleitung. Wilhelm Steinhäuser, der 25 Jahre den Vorsitz führte, wurde vor einigen Jahren zum Ehrenvorsitzenden und der sehr verdiente Dirigent Fritz Regelmann zun Ehrendirigenten ernannt. Das letzte Vereinsjahr brachte dgr.„Germanig“ durch das Ableben Funke gus Harnen und daun Gustan Grang uus Verezussahzr brachte der„Germagig“ durch das Ableben inke aus Harpen und dann Gustav Droste aus des Protektors Alex Morchen und des Ehrenvorsitzenden Witten. Seine persönliche, gewinnende Art knüpfte bald Wilhelm Steinhäuser einen herben Verlust. Seit FrühAufnahme: Vaginer Fritz Regelmann der Ehrendirigent des MGV.„Germania“ Harpen, der zweimal den Dirigentenstab in der„Germania“ führte. Der jetzt 71jährige, der schon mit 18 Jahren den Männergesangverein„Preciosa“. Altenbochum leitete und bis ins hohe Alter an der Spitze der verschiedensten Männergesangvereine und Chöre stand, ist gleichzeitig der älteste noch lebende Bochumer Dirigent Aus dem Sängerleben Aufgabenchor. Für das Wertungssingen in Hattingen am 15. November bestimmt der Gauchormeister G. Nellius die Komposition„Volk baue das Reich“ von Ena Ludwig(Münster). Der Chor ist dem westfälischen Chorliederbuch entnommen. 70 Jahre alt. Am 25. Oktober konnte Professor Georg Schumann, der verdienstvolle langjährige Leiter der Berliner Singakademie und der Zelterschen Liedertafel seinen 70. Geburtstag feiern. Marschlied für Breslau. Der Obmann des Musikbeirates des Deutschen Sängerbundes hat bestimmt, daß sämtliche Bundesvereine das Lied aus dem Marschliedblatt 13/14„Der Gott, der Eisen wachsen ließ“ auswendig zu erarbeiten haben. Wichtig für die Chorleiter. Die Festdirigenten des 12. Deutschen Sängervundesfestes erlassen in der DSB.= Zeitung die Anweisungen für die musikalische Gestaltung der Chöre für die Chorfeiern des 12. DSB.=Festes in Breslau Neuerscheinung. Von Gauchormeister Georg Nellius erschien eine Folge von neuen Frauenchorliedern“„An die deutsche Mutter“, für vierstimmigen Frauenchor mit Kammerorchester oder Klavier. Der Chorsatz kann auch von Männerchören gesungen werden. Texte von Eichendorff, Schenkendorf, Münchhausen, Walther von der Vogelweide u. a. liegen zu Grunde. Aus Barcelona. Kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges feierte der„Deutsche Gesangverein Barcelona“ sein 20jähriges Besteyen. Er hat während dieser zwei Jahrzehnte 50 Konzerte gegeben und außerordentlich viel für die dortige deutsche Kolonie geleistet. Zuletzt zählte er in seinen Reihen 60 aktive Sänger. Kölner Mgv. in Luxemburg. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Eugen Papst wird der Kölner Männergesangverein eine Reise nach Luxemburg unternehmen, um dort in einem Konzert für das deutsche Lied zu werben. Trauer im Wiener Schubertbund. Der weithin bekannte„Wiener Schubertbund"(Leitung Professer Viktor Keldorfer), verlor in kurzer Zeit zwei seiner hervorragendsten Mitglieder, die auch als schaffende Künstler in deutschen Sängerkreisen Namen und Ansehen haben. Am 21. Oktober starb Ehrenchormeister sor Adolf Kirchl, dem am 27. Oktoher ChormeisterStellvertreter Professor Karl Friedrich Fischer folgte. Seite 9 Nr. 268. 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Eine große Rede des Gauleiters Wagner GocherantARertcurschel. Prutten Die Aufharen=des Preirondung: Demnnssuee dnb Weimar, 13. November. In feierlicher Form wurde am Freitag vormittag in der vollbesetzten und mit den Fahnen des Reiches und den Abzeichen des NS.=Rechtswahrerbundes geschmückten Weimar=Halle der erste Fachkongreß für das Prüfungs= und Treuhandwesen eröffnet. Der Kongreß, der unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Frank steht und von der Akademie für Deutsches Recht, vom Nationalsozialistischen Rechtswahrer= bund und dem Institut der Wirtschaftsprüfer veranstaltet wird, führte über 1500 Berufskameraden und mehrere hundert Gäste aus dem Reich in Weimar zusammen. Die Anwesenheit von Wirtschaftsprüfern aus England, Holland, Norwegen und Dänemark zeigt, welche Bedeutung der Veranstaltung auch im Auslande beigemessen wird. Nach der Eröffnungsrede von Dr. Mönckmeier, Vorsitzendem des Instituts für Wirtschaftsprüfer, betonte Reichsstatthalter und Gauleiter Sauckel, der nationalsozialistische Staat und die Nationalsozialisten erhofften von den Treuhändern und Wirschaftsprüfern, daß sie bei ihren, Präfuggen so arbeiteten, daß auch der letzte Rest jüdischer, Korruption in der deutschen Wirtschaft entdeckt und beseitigt werde. Der Reichskommissar für die Preisbildung, Gauleiter Wagner hielt dann seinen mit größter Spannung erwarteten Vortrag über die ihm vom Führer und vom Ministerpräsidenten Generaloberst Göring übertragene Aufgabe. Er führte u. a. au5:„ u eause Gi. Sz. Es ist grundsätzlich falsch, zu glauben, die Tätigkeit des Reichskommissars für Preisbildung wäre entscheidend oder gar ausschließlich nur eine überwachende. Ebenso abwegig ist die Meinung, es käme lediglich darauf an, den Preis als das Endergebnis einer Kette von Vorgängen anzusehen und die Sache demgemäß zu behandeln. Das hieße letzten Endes nur die Spitze einer Pyramide sehen und nur dieser Aufmerksamkeit und Beachtung schenken. Damit zusammenhängend erweist sich auch die andere Anschauung als falsch, die in der Tätigkeit des Reichskommissars für Preisbildung etwa die Rolle eines kleinen oder größeren Schutzmannes erkennen will. Es ist auch nicht so, als sei die Gesamttätigkeit auf das polizeiliche Gebiet unter Zuhilfenahme von Gesetz und Verwaltung abgestellt, so daß letzten Endes die ganze Tätigkeit mehr oder weniger ein Hinterdreinlaufen von bereits vollzogenen Wirtschaftsvorgängen wäre. Ganz entschieden weise ich die Meinung des Nur=Formalen auf diesem Gebiete zurück, weil das Problem der Preisbildung nur entscheidend und richtig behandelt werden kann. wenn nach Möglichkeit aus dem lebendigen Prozeß des wirtschaftlichen Ablaufs die Maßnahmen vorausgetroffen werden, die als entscheidend für den Abschluß im Preise anzusprechen sind. Weiter trete ich nicht an den Aufgabenbereich heran mit Ansichten, die dem wirtschaftlichen Leben eine starre Form aufzwingen wollen oder gar den natürlichen Bedingungen des Lebens entgegenstehen und die menschlichen Eigenschaften, Triebe und Willensrichtungen außer acht lassen. Keine Vergewaltigung der Wirtschaft Eines steht für mich eindeutig fest: unter allen Umständen will ich in die Problematik der Aufgabe so tief wie irgend denkbar eindringen und, wie schwierig sich auch im einzelnen gewisse Lösungen stellen mögen, mit der Sache fertig werden. Dabei denke ich nicht einen einzigen Augenblick an eine sinnlose Vergewaltigung der Wirtschaft, die ja letzten Endes ihren tiefsten Grund nur in der Verkennung jener Kräfte und Wechselwirkungen haben könnte, die im Ablauf wirtschaftlichen Geschehens entscheidend Berücksichtigung finden müssen. Nationalsozialistische Auffassung vom wirtschaftlichen Leben baut auf denselben Grundsätzen auf, auf denen die Gestaltung des völkischen und staatlichen Werkes steht. Lebensnahe Vernunft bestimmt die Beurteilung der Vorgänge, Wechselwirkungen und Zusammenhänge: Persönlichkeit, wirkliche Initiative, echtes Kaufmannstum und gesundes Streben sind die Faktoren, die unter allen Umständen Anerkennung finden und dort, wo ihnen die Wirksamkeit aus der Ungunst der Umstände versagt ist, zum Durchbruch gebracht werden sollen. Die Bearenzung findet jeder Strebende und auch jede Persönlichkeit dort, wo Gesamt=Interessen eine Beschränkung erforderlich machen und das volkswirtschaftliche Leben als Ganzes die Unterordnung der wirtschaftlichen Handlung und ihrer letzten Auswertung bedingt. Das Wesen des preises Allgemein gilt auch heute noch in weitesten Kreisen der Wirtschaft die These. Angebot und Nachfrage bestimmen den wirtschaftlichen Ablauf und Preis. Ausdrücklich möchte ich festhalten, daß es sich hier um eine These handelt, die dem freihändlerischen und liberalwirtschaftlichen Denken eindeutig zu Grunde liegt. Der Grundton bei der These: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, liegt letzten Endes auf folgendem: Der Warenanbietende hat das Recht, jede irgendwie entstehende Situation im wirtschaftlichen Vorgang, soweit er sie zu bestimmen und gewissermaßen auch zu lenken vermag, so zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen, wie das immerhin möglich ist. Je hemmungsloser der einzelne nun aus Veranlagung in solchen Zuständen auftritt, um so krasser tritt selbstverständlich die Auswirkung in Erscheinung. In Wahrheit dreht es sich also gar nicht um eine vielgerühmte Eigengesetzlichkeit der Wirtschaft. Beim Zurückführen auf den wirklichen Tatbestand bleibt einzig und allein übrig die Feststellung, daß der Mensch es ist, der solche Vorgänge bestimmt und ihnen ihren Charakter verleiht. Der Satz: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, tritt im weltwirtschaftlichen Ablauf in nahezu vollem Umfang auf Der Grund hierzu ist ein absolut klarer und einsichtiger. Weltwirtschaft ist ja in Wirklichkeit nichts anderes als die Wechselbeziehung der vielen Volkswirtschaften zueinander. Ganz anders sind aber die Grundlagen, die für die eigene Volkswirtschaft zutreffen. Hier tritt der einzelne der Gesamtheit seines eigenen Volkes gegenüber. Diesem Volk gehört er genau so an wie diejenigen, denen er handelnd und forschend gegenübersteht. Seine eigene Existenz baut auf den Grundlagen auf, die von der Gesamtheit Volk getragen werden und staatsüberbindend verankert und organisiert sind. Von einem schrankenlosen Anerkennen seiner individuellen Forderungen, die aus den Umständen ihm persönlich als möglich erscheinen, kann ohne weiteres nicht die Rede sein. Das hieße individuelles Recht höher setzen als das Recht der Gesamtheit; damit würde das Leben des einzelnen dem Leben des ganzen Volkes übergeordnet werden. Kein vernünftiger Mensch wird einer solchen Formulierung zustimmen können. Kein Platz für Wirtschaftsegoismus --ft her Mafauf daa wistschaftlich In der Volkswirtschaft kann also nicht unter allen Umständen der These: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, Geltung eingeräumt werden. Die eigentliche These muß lauten: Alle wirtschaftlichen Vorgänge in der Volkswirtschaft haben, gleichgültig wie umfangreich das Warenvorkommen und der Bedarf sind. einer wirtschaftlichen Gesamtordnung zu dienen, die Grundlage der Lebensmöglichkeit und Sicherheit des ganzen Volkes ist. Die Preislage in ihrer Gesamtheit muß so gehalten sein, daß sie sozial nicht sehr starken Schichten die Möglichkeit gibt, einen Lebensstandard aufrecht zu erhalten, der ihnen die physische und seelische Kraft sichert, jeden Gesamt=Daseins=Kampf der Nation erfolgreich mit durchstehen zu können. Es ist einfach eine Unmöglichkeit für den Staat, der auf den Thesen der völkischen Gemeinschaft aufbaut und das Lebensinteresse der Gesamtheit als höheres Recht erklärt, wirtschaftlichen Egoismen freien Lauf zu lassen und damit den eigenen Bestand unter Umständen zu gefährden. selber gestellt den Verlauf des wirtschaftlichen Geschehens bestimmen. Ihre Disziplin wird um so größer sein, je stärker sie nationalsozialistischen Gedankengängen zugänglich geworden ist und von ihnen bestimmt wird.— Der Staat ist nicht nur die organisatorische und politische Form des Lebens eines Volkes, der zugleich die gesetzlichen, verwaltungsmäßigen und technischen Grundlagen für das Zusammenleben der Millionen abgibt, sondern obendrein umfassendes Instrument des Ablaufs aller Lebensvorgänge der Nation. Träger und Führer des Staates sind verpflichtet, den Bestand der Nation auf allen Gebieten zu gewährleisten. Die Wirtschaft ist demnach nichts anderes, als die große Funktion aller Arbeitsleistungen, die in ihrem gesamten Ablauf die Werte schaffen und verwerten soll, die der Sicherung des täglichen Lebens ebenso zu dienen haben wie der großen Entwicklungsmöglichkeit, die dem Gesamtleben— Volk— bestimmt ist. Rotwendigkeit staatlichen Eingreifens Die Wirtschaft eine Einheit § di. Erfahrungen haber as Demzufolge kann man die Mirtsck Es steht aber fest und die Erfahrungen haben es bisher bewiesen, daß die Wirtschaft, auf sich selbst gestellt, zumeist nicht die innere Kraft und Disziplin aufbringt, die erforderlich wären, um ernstliche Schäden, die aus dem Mißbrauch augenblicklicher Schwierigkeiten verursacht werden können, zu verhindern. Der Trieb zum Gewinn ist meist stärker als die sittliche Pflicht zum Ganzen. Immer wieder erweist sich die zwingende Notwendigkeit einer mehr oder weniger starken Einflußnahme durch verantwortliche Stellen des Staates, die je nach Lage, stärker oder weniger stark, aktiv in die Lenkung und Gestaltung des wirtschaftlichen Ablaufs eingreifen müssen. Das Maß des Eingreifens kann entscheidend bestimmt werden durch die Kreise der Wirtschaft selber. Jedtsztplinierter sie in ihrer Gesamtheit ist und den Forderungen der Staatsführung Rechnung trägt, um so mehr kann sie auf sich Demzufolge kann man die Wirtschaft nicht in ihren verschiedenen großen Sondergebieten voneinander trennen oder gar gegeneinander stellen. Wie immer das Teilgebiet im wirtschaftlichen Leben geartet sein mag, es muß mit dem gesamten Wirtschaftsverlauf in Einklang stehen: die Wirtschaft selbst aber hat sich den Notwendigkeiten des völkischen Lebens unterzuordnen. Auch dann kann ihr Beschränkung in der Handlungsmöglichkeit des einzelnen oder ganzer Kreise auferlegt werden. Kein vernünftiger Mensch wird unnötig Maßnahmen einer Einschränkung ergreisen, wenn günstigere Momente die freiere Entfaltung befürworten. Ob es sich um unsere Landwirtschaft als gewaltiger Teilsektor der Wirtschaft oder um die Industrie in ihrer Vielfältigkeit bzw. um Handel und Richtlinien und Maßnahmen verpflichtet und denjenigen, der sich dem entziehen will, einfach unmöglich macht und unter Umständen sein Ausmerzen durch staatliche Macht ermöglicht. Das Ziel des Vierjahresplanes Das Programm des Vierjahresplanes mit allen getrofsenen Maßnahmen ist einzig und allein aus dem Gedanken geboren, die politische Freiheit des ganzen Volkes wirtschaftlich derartig zu untermauern, daß von einer tatsächlichen Gesamt=Freiheit Deutschlands in jeder Situation gesprochen werden kann. Ich gesiehe, daß ich an der Stelle, wo mich das Vertrauen des Führers hinberufen hat, unter dem Beauftragten für die Durchführung des Vierjahresplanes entschlossen bin, gegen jeden undisziplinierten Ausbruch einzuschreiten und, falls es sich aus den Gesamtumständen als notwendig erweist, letzte Konsequenzen gegen jedermann zu ziehen, dem der eigene Geldbeutel höher steht als die deutsche Freiheit. Bei jeder Fragestellung, die im Laufe der Zeit Zusammenhang mit meiner Arbeit an mich herangetragen wird, kann es nicht heißen, ist dieser oder jener Sektor der Wirtschaft im Augenblick besonders gut oder weniger gut dran, sondern einzig und allein kann es heißen, welche Bedeutung gewinnen beabsichtigte Maßnahmen in ihrer Auswirkung für den ganzen Ablauf und für die Widerstandskraft unseres Volkes. Allen Ueberlegungen voran steht die Forderung: Sicherung der Nation, in ihr des Staates und damit des nationalsozialistischen Befreiungs= und Aufbauwerkes. preisbildung als organischer Vorgang Die zweite Seite meiner Aufgabe ist die den materiellen Vorgängen insgesamt zugewandte. Sie ist nicht vorzugsweise oder gar ausschließlich eine preisüberwachende; in Wirklichkeit ist sie entscheidend eine preisbildende. Wenn sie auch in ihren ersten Anläufen zunächst einmal sehr stark der formalen Seite, nämlich der überwachenden, sich zuwenden muß, um der Forderung des Führers gerecht zu werden, den Lebensstandard unserer breiten schaffenden Schichten im Preisbild als solchen und seine Beziehungen zum Einkommen zu garantieren, so wird sie sich um so nachdrücklicher um sämtliche Faktoren kümmern, die zur Bildung der Preise geführt haben und fortwährend aufs neue führen. Gewerbe dreht, über allen keit des Ganzen. Leilen steht die GesetzmäßigDie Lunigten des Reichsrommffure Peispihung ion, Ltaf wrcheus„ieuster hringt die zugdleich eine wirtschafts= und, soziawpolische, denn. de unter gar keinen Unständen als eine Notmaßnahme gedeutet werden, vielmehr nationalsozialistische Staatsführung hiermit ihren Willen zum Ausdruck, ganz entschieden zugunsten der breilen zum Ausdruc, ganz entschieden zugunsten der brei=stelung testen Oeffentlichkeit dort einzugreifen, wo Unvernunft Lebens. arbeit der Partel ist nicht nur eisg,felsichepzene ze zugleich eine wirtschafts= und soziatpolitische, denn sie bestimmt entscheidend die geistige und seelische Einstellung des einzelnen zu den täglichen Vorgängen des und Gewinnsucht sowie Verantwortungslosigkeit einzelner oder gewisser Kreise Schaden für Nation und Staat heraufbeschwören könnten. Ob mir aus meiner Tätigkeit Freunde oder Gegner erstehen, kümmert mich keinen einzigen Augenblick. Ich fühle mich nicht berufen, mein Anit nach Grundsätzen zu führen, die von der Beifallsfreude der Menschen abhängig sind, vielmehr will ich mit meiner Arbeit einen kraftvollen Beitrag zur Durchführung einer großen Aufgabe liefern, die der Führer gesetzt hat und die nach Ablauf der vorgesehenen Zeit unter allen Umständen der ganzen Nation den unbedingten Erfolg bringen Meine Tätigkeit ist in doppelter Weise bestimmt. Zunächst hat sie den Menschen in Rechnung zu stellen, der sowohl unmittelbar in der Wirtschaft tätig ist als von ihr im Ergebnis vielfach berührt wird, und zweiten muß sie sich mit der Materie an und sich in der gesamten Breite und Tiefe befassen, um nicht von falschen Voraussetzungen bei Entschlüssen und Handlungen auszugehen. Einschaltung der nationalsozialistischen Bewegung Das Inrechnungstellen des Menschen nötigt mich, einmal mit den natürlichen in ihm schlummernden Trieben zu rechnen bei allen wirtschaftlichen Vorgängen und Maßnahmen, zum anderen muß ich mich der Kraft bedienen, die in Deutschland die ideelle, geistige und willensmäßige Führung des Menschen als immerwährende Aufgabe gesetzt erhalten hat, der Nationalsozialistischen Partei und Ihrer Gliederungen. Sie ist es, die in unermädlichen Erziehungsarbeit dem heutschen Menschen immer wieder die höheren Gesetze der Gesamtheit nahebringt und den einzelnen an seine Pflicht gegenüber Der Partei und sämtlichen Gliederungen einschließlich der Deutschen Arbeitsfront obliegt demzufolge im Kampf um die Durchführung des Vierjahresplanes ein wesentliches Gebiet. Je stärker sie die Gesamthaltung und Anschauung der Nation in diesen Fragen gestaltet und damit eine öffentliche Moral des wirtschaftlichen und sozialpolitischen Handelns entstehen läßt, um so nachhaltiger ist diese Wirkung in die Praxis des Wirtschaftens jeglicher Art. Die sittlichen Kräfte der deutschen Wirtschaft Für die Gestaltung des Preisbildes im öffentlichen Leben spielen diese sittlichen Kräfte der Wirtschaft eine ganz bedeutungsvolle Rolle. Ich werde unermüdlich in dieser Richtung tätig sein, um durch das Gewicht der Oeffentlichkeit den Elementen entgegenzuwirken, die an und für sich geneigt wären, auszubrechen und persönlichem Egoismus auf Kosten der Ordnung und Sicherheit des Ganzen zu frönen. In dieser Hinsicht muß die deutsche Wirtschaft in ihrer Gänze entscheidend mitwirken. Ich halte es nicht für richtig, Einzelvorkommnisse, die durch das Ausbrechen von einzelnen Bauern oder einzelnen Wirtschaftlern bekannt werden, den entzelnen Ständen und Organisationen insgemein einfach zur Last zu legen. Persönlich glaube ich sowohl an die Anständigkeit und Ehrlichkeit des Wollens im deutschen Bauerntum wie an die Bereitwilligkeit, wirklich Deutschland zu dienen, in unserer gesamten gewerblichen Wirtschaft. Die Aufgabe der Organisation muß dahin abgestellt werden, einen Ehrenkoder für diese vier Jahre zu schaffen, der jeden einzelnen zum Einhalten notwendiger Es wird sich sowohl um eine kontrollierende als auch um eine fördernde, ordnende, sichernde, aufspürende und weisende Tätigkeit drehen, die selbstverständlich nur wirksam sein kann im Zusammenspiel mit allen Stellen, die sowohl staatlicherseits im Bereiche der Wirtschaft tätig sein müssen, als auch mit den Kräften, die in der Wirtschaft selber vorhanden sind. Die Tätigkeit der Preisbildung beschränkt sich nicht darauf, einfürallemal Ergebnisse in sämtlichen Sparten herbeizuführen und dann für ewige Zeiten ein starres unbewegliches System aufzubauen. Sie wird fortgesetzt, die Hand am Pulse des Lebens, allen Schwankungen, die aus den veränderten Umständen eintreten, aufmerksame Beachtung schenken, um so den Umständen insgemein Rechnung zu tragen, die unter vernünftiger Bewertung als berechtigt ihre Berücksichtigung fordern können. Das Preisbilden soll ein organischer Vorgang sein, demnach muß fortwährend eine innige Fühlungnahme mit den Wechselerscheinungen im Wirtschaftsleben gewährleistet bleiben. Es nützt letzten Endes einem Volke nichts, wenn die Produzenten einer Wirtschaft die hundertprozentige Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche garantiert bekommen, indes aus diesem Preisbild eine so unerhörte Kluft sich zum Einkommen der breiten Masse auftut, daß diese lebensunfähig wird und damit die Preisbasis der volitisch=völkischen, wirtschaftlichen Pyramide zerbricht, auf der sie doch aufgebaut sein muß. Die Wirtschaft muß Leistungen vollbringen Die deutsche Wirtschaft in ihrer Gesamtheit, ob bäuerlich, gewerblich oder industriell, kann nicht bestreiten, daß ihre Gesundung das entscheidende Werk der nationalsozialistischen Revolution und Staatsgründung und=führung ist. Sie muß nun ihrerseits in den nächsten vier Jahren den Beweis einer wirklichen Fähigkeit erbringen. Von Leistung nur dann sprechen, wenn die bequeme Art des Mehr=Preises den Lohn präsentiert, ist nicht sehr überzeugend. Man kann dann von Leistung sprechen, wenn sich in dieser Hinsicht Schranken auftun und nunmehr menschlicher Geist und Wille sowie menschliche Zähigkeit sämtliche Möglichkeiten organisatorischer, technischer und erfinderischer Art durchprüfen, um hier eine Leistung zu vollbringen, die tatsächlich ein Mehr sowohl für den Leistenden wie für das gesamte Volkswirtschaftsleben schafft. Im Glauben an diese Fähigkeit und an den ehrlichen Willen aller deutschen Menschen in der Wirte schaft habe ich dieses Amt übernommen.“ Lodzer Zeitung in Danzig auf sechs Monate verboten. Auf Anordnung des Danziger Polizeipräsidenten wurde die polnische Zeitung„Dziennik Bydgosti“ vom 12. November 1936 wegen unwahrer Berichterstattung über einen angeblichen Ueberfall auf einen Polen in Gachot uef Aatich bichagscht. TEEETONNEN Beletemee erschlie ßt Ihnen mit jedem seinersechs Empfangsgeräte eine Weltvoll Musik. Dastreffende Beispiel: Telefunken T623 Wu. GW, das-Röhren-Musikinstrumend der Rundfunktechnik für RM 225,-bzw. 248,-.Seine Vorzüge sind dermusikgetreue Hochwirkungsgrad-Lautsprecher, die.-khz-Sperre gegen Oberlagerungstöne, die 75-Sender-Skala und die vereinfachte Bedienungsweise. Ihr nächster Rundfunkhändler erwartet Sie zur unverbindlichen Vorführung! 10 Nr. 268„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14./15. November 1936 Bochumer Leben 313470 Einwohner Ende Oktober Bochumer Zahlen vom Leben und Sterben der Bevölkerung Der Monatsbericht des Statistischen und Wahlamtes der Stadt Bochum für Oktober 1936 gibt unter anderem folgendes bekannt: Nach dem Ergebnis der Personenstandsaufnahme im Oktober 1936 betrug die Einwohnerzahl der Stadt Bochum 313 470 gegenüber 314 587 im Oktober 1935. 286 Ehen wurden geschlossen. Lebend geboren wurden 409 Kinder. Gestorben sind, 216 Personen. Die häufigste Todesursache war Altersschwäche mit 25 Fällen, gegenüber 7 Fällen im Monat September 1936. Weiter folgten als Todesursachen: Lungenentzündung und Herzkrankheiten mit je 21 Fällen, gegenüber 18 Fällen an Lungenentzündung und 13 Fällen an Herzkrankheiten im Vormonat. An Krebs sind 19 Personen gestorben, im Vormonat 26. 16 Personen starben an Gehirnschlag, im vorhergehenden Monat 13 Personen. An Tuberkulose sind 13 Personen gestorben. Im Vormonat starben 29 Personen an dieser Krankheit. 7 Personen verunglückten tödlich, im Vormonat 16. An Infektionskrankheiten wurden polizeilich gemeldet: Diphtherie 164(101), Genickstarre 1 (), Scharlach 83(73), Spinale Kinderlähmung 4(), Unterleibstyphus 2(), Ruhr 2(), Kindbettfieber 2 (1) und Lungentuberkulose 31(27) Fälle.(Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf den Vormonat.) In den Bochumer Krankenanstalten betrug die Zahl der Kranken am Schluß des Oktobers 1936 2076 gegenüber 1952 Ende September 1936. Versteigerung im Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerstag, 19. November, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, stattfindende Versteigerung wird nochmals aufmerksam gemacht. Burusesragen dei Böchumer=Zifeatt An der am Donnerstag abend in der Bürgergesellschaft abgehaltenen Fachschaftsberatung der Friseure nahmen der Vorstand mit dem Innungsbeirat sowie alle Bezirksvertreter, auch von Wattenscheid, Werne und Langendreer, teil. Obermeister Albert Wüst eröffnete die Sitzung. Eine reichhaltige Tagesordnung wurde durchberaten. Es wurde auf die in jedem Vierteljahr abzuhaltende Innungsversammlung hingewiesen, welche zugleich mit einem Gemeinschaftsappell verbunden ist. Für die einzuhaltenden Vorschriften in der Berufsfrage können Unkenntnisse nicht mehr schützen. Auch werden weiterhin die Gesundheitskontrollen für alle Friseurbetriebe sowie des ambulanten Gewerbes durchgeführt. Bezirksversammlungen mit Kameradschaftsabend finden monatlich in jedem Bezirk statt. Eingehend wurde die Lehrlinasfrage behandelt, wobei Obermeister Wüst, Fachschaftslehrer M. Happe und Innungsbeirat Bernina Aufschluß über Lehre und die Ertüchtigung des Lehrlings gaben. Die Eltern sollen zugezogen werden. Im Frühjahr will die Friseur=Pflichtinnung eine Ausstellung sämtlicher Leistungen aller Friseurlehrlinge in Haararbeiten aufziehen. Ausgangs Januar wird in der Bürgergesellschaft ein Schaufrisieren stattfinden, an dem 60 Kräfte Mode und Frisur veranschaulichen werden. Nachmachen... WHW.=Spenden im Gau Westfalen=Süd Für das Winterhilfswerk 1936/87 spendeten im Gau Westfalen=Süd u..: Dr.=Ing. e. h. J. Stoecker, Betriebsdirektor, Bochum, Königsallee 138, 100.— RM. Direktor F. Blessing, Bochum, Parkstraße 18, 120.— RM. Erich Stimpel, Bochum, Hattinger Straße 47, 180.— RM. Velten, Nölle& Ackermann, mbH., Bochum, 208.— RM. Wehmer& Platzhoff, Bochum, Hermannshöhe 20 a, 250.— RM. Bösebeck& Vogelsang, Bochum, Bülowstraße 16, 120.— RM. Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren, Bochum, Dorstener Straße 8, 200.— RM. Reinh. Düngelhoff, Bochum. Blücherstraße 33, 120.— RM. Eisvertriebs=Gesellschaft mbH., Bochum, 120.— RM. Egon Enste, Holzhandlung, Bochum, Ferdinandstraße 11 a. 180.— RM. Anton Götschenberg, Bochum, Kaiserstraße 187, 120.— RM. Käte Henß, Bochum, Clemensstraße 10, 100.— RM. Albert Janzik, Bochum, Gußstahlstraße 12, 100.— RM. C. Jungkenn, Bochum, Hattinger Straße 65, 150.— RM. Ernst Körmann Bochum, Bongardstraße 18, 150.— RM. Joh. Christ. Leye, GmbH., Bochum, Westfälische Straße 5, 120.— RM. Johann Mertens& Söhne, Bochum, Bongardstr. 45, 240.— RM. Adalbert Müller, Prokurist, Bochum, Alsenstraße 50, 150.— RM. Albert Mummenhoff, Justizrat, Bochum, Kurfürstenstraße 24, 100.— RM. Heinrich Otten, Bochum, Griesenbruchstraße 8, 100.— RM. Johannes Roel, Bochum, Bongardstr. 1, 100.— RM. Robert Rose, Bochum, Viktoriastraße 12, 100.— RM. Dr. Wilhelm Schreiber, Bochum, Wilhelmstraße 22, 100.— RM. Ein besonderes Stück handwerklicher Kunst auf der Kortumstraße. Auf der unteren Kortumstraße, zwischen der„Drehscheibe“ und der Brückstraße, ist seit kurzem ein schönes Stück handwerklicher deutscher Kunst zu sehen. In einem Geschäftshause ist im oberen Teil der Schaufenster ein Schaustüg angebracht worden, bestehend aus drei Gruppen von je zwei Zwergen, die an Ambossen die Uhren= die Gold= und die Trauringschmiede verkörpern. Beim Ablauf jeder Viertelstunde treten beim Glockenschlag die drei Gruppen der beweglichen Zwerge in Tätigkeit und ihr Hammerschlag fällt mit dem Glockenton der Uhr zusammen. Diese selbst erdachte und rein handwerklich gearbeitete Uhr mit den beweglichen Gruppen hat schon vielen Benutzern der Kortumstraße Freude gemacht und zieht immer neuZuschauer an. Der König und die Röniginmutter bei der Waffenstillstandsfeier In Anwesenheit des Königs beging man in London mit einer Feier am Cenotaph in Whitehall die 18. Wiederkehr des Waffenstillstandstages. Unser Bild zeit die königliche Familie beim Eintreffen zu den Feierlichkeiten. Im Vordergr und König Eduard VIII. und die Königinmutter Die neuen Nobelpreisträger Der Nobelpreis für Chemie wurde dem Direktor des Kaiser=Wilhelm=Instituts in Berlin, Universitätsprofessor Dr. Peter Debye, zugesprochen, und zwar für seinen Beitrag zum Bau der Moleküle. Der Nobelpreis für Literatur wurde dem amerikanischen Schauspieldichter Eugene Gladstone O' Neill zugesprochen. Scherl-Bilderdienst W Keh S WANDLRER-WUREE BiLORAR-SCNONAU BRI ENRMNITZ Prospekt und Vorführung kostenlos Hoffmann& Co. Viktoriastr. 6(Postneubau), Ruf 68941 Flügel Pianos Bechstein, Grotrlan-Steinweg. Blüthner, Seller u. 8. neu von 650.—. Kl.-Planos von 550.— RM. an Zahlungs-Erleichterung Marks KalserWilhelm-Straße Nertoszrschopife Spezialkuranstalt Hothelm 34(Taunus) Mäbige Preise. Dr. M. Schulze-Kahleyes, Nervenarzt Für den Ehegatten in seiner Freizeit die Behaglichkeit bringen Polstermöbel, eig. Werkstattarbeit, Kleinmöbel, Kissen, Brokate in den schönsten Ausführungen. altred möller, bochum kortumstraße 115, ruf 62496 Unterricht Klavierunterricht erteilt gewissenhaft in und außer dem Hause Hans Sippel, Musiklehrer, Bidumestr. 17. Der welteste Weg lohnt sleh!# Einz. Wohnzimmerbüfetts Eiche der., 140 cm breit. 118,- u. 125.ferner schöne Modelle, 160 cm breit, 138.00 145,00 154.00 usw. Eichener Ausziehtlsch und 4 gepolsterte Stühle 89,00 möbelhandlung wilhelm Schrudde Roonstr. 37. Altes reelles Geschäft seit 1872 Jausch Stimmen neue u. gebrauchte Instrumente, Pianos, Flügel, Harmoniums und Handharmonikas Zahlungserleichterung. Bochum, Malteserstraße 21 Rut 63336 Kapitalien Wollen Sie ein Hotter Stenograph werden? Dann beteiligen Sie eich an meinen Lehrgängen in der Deutschen Kurzschrift. Kurse für Anfänger u. Fortgeschritt. Beste Unterrichtserfolge. alee Zander. Bülewstr. 8 geprüfte Stenegraph.-Lehrerin Ludwig Kleesattel Agentur der Deutschen Hypothekenbank (Meiningen) Hypothekenkapital zu zeitgem Bedingung. vertügbar Escen, Fernsprecher 40147 Isabellastraße 33 vorkostenlos, Rückz. in 39, 48 63, 91 oder 120 Monatsraten, vermitielt Franz Rentemeister, Herue, Bahnhofstraße 6e. Bankvertreier. Rückp. erb Beamtenkredite van Forst, Weittälische Straße 23 %=Hypotheken bis 98% Auszahlung für Altund Neubauten sof. greifbar. Adolf Ratte, Diekampstraße 31, Hypothekenmakter Hypotheken Alt= und Neubau, 5 Proz. Zinsen. 9. Jaeger, Wittener Straße 103. Jung. Ehep. sucht Suche zur Aus700 RM. Asrede 1000 bis sooo.,- Mlark auf 1. Hypothek zinsung. Sicherzu vergeben. sbeit reichl. vorhd. A. B. 25588 Anz. R. O. 6369 Anz. zu leihen geg. gute Zinsen und monatl Rückzahlung. A. G. 25717 Anz. ESSEN-MARKT 6 Man achte genau auf Eirma und Hausnummer und lasse sich nicht täuschen. Das Uhrenfachgeschäft HBlumenkemper befindet sich jetzt nur Kortumstr. 100 Schräg gegenüber d. Gaté Döhmann Das ist ja reizend! Dieses hören wir läglich, wenn wir Kundinnen durch unser e Ausstellung zell ernäß. Wohnküchen u. Schlafzimmer führen! Wir haben uns aber auch wirkl. angestrengt. ganz pröchtige u. Jollde Möbel für wenig Geld zu beschaffen. Sie sollten uns einmal bejuchen Möbel-Heul Bochum, Hattinger Straße 66.67 Annahme v. Dariehensscheinen Umformen von Damenhüten neueste Formen, billigste Preise. Walter Miller, Abe-Str. 3 Nutmachermeister Wer Seid sucht oder Geld zu vergeben hat, dem Hilft eine KleinAnzeige im an. UnserFrauen Schühlein heiht i. Volkswunde d. weibe Taubnessel(tlor Lamium) WeibeTaubnessel dazu einen guten Gallen- u. Lebertee Pak. 955 Herz- u. Asthma-Toe Pak 80•3 Blutkreislauf-Tee Pak. 983 kaufen Sie im Reform- und Kräuterhaus Ferd. Walter Hattinger Str. 88 a. Hauptbahnhof Privatdetektiv Hüning, Kriminal=Wachtm. a. 2 2. G— Bochum, Graf=Engelbert=Straße 37. Ermittlungen, Beobachtungen in Ehescheidungs= u. Unterhaltssachen, Spezialauskünfte s. Verlobte. Langjähr. prakt. Erfahrungen. Beste Referenzen. Streng vertraulich. Telephon 66224. wonn- u. Speisezimmer einzeine Büfetts in 1,20, 1,40,.60, 1,80, 2 Meter Schreibschränke, eichene Auszugtische, eichene Polsterstühle, Ledersofas, Couches, Chalselon ues gut und billig in großer Auswahl Möbelhaus Spiekermann Rottstraße 55/57 Wenn Du nicht weißt, wie all der Schmnier und wie das Oel soll ab von Dir. dann, Freund, auf alles andere pfeife. nimmm dochdie Dr. Jonsen-Selte fragen Ruf 61110— 81111 Erfolgreich werben durch Anzeigen im Bochumer Anzeiger Radlo- Rührup hat immer das Neueste! Jetzt: Viktorlastraße 8 (gegenüber der Post) Anfertigung mod. Strichwaren Wollwaren W. Böhner Wittener Str. 295„Velestr. 110, Rut 62274 IX Kn 11" Nr. 268 Botzumer Anzeiger, Samstag#Lor tag, 14 715. November 1936 Koilk. famriammhene Veramfalrungen auferl Neue Richtlinien für das Motorlportjahr 1937 Aus dem Nache arger... appells des NSKK. in Döberitz eine Neuregelung des deutschen Kraftfahrsports für das Jahr 1987 angekündigt hatte, hat nunmehr die entsprechenden Richtlinien einer Bilanz des Sportjahres 1936, die der Korpsführer seinen Richtlinien voranstellt, zeigt er auf, welche außerordentlichen Erfolge der deutsche Kraftfahrsport auch im Jahre der Olympischen Spiele wiederum im In= und Ausland zu erringen vermochte. Im internationalen Automobilrennsport sind bei fast allen großen Veranstaltungen deutsche Fahrer auf deutschen Wagen siegreich gewesen und auch die Europameisterschaft hat Deutschland siegreich für sich behaupten können. Auch im Motorradrennsport konnten deutsche Fahrer auf deutschen Maschinen hervorragende Leistungen erzielen, Zum ersten Male wurden die Deutschen Meisterschaften für Motorräder ausschließlich auf deutschen Maschinen erkämpft. Mit Freuue und Genugtuung kann ein immer stärkeres Hineinwachsen der Jugend, und vornehmlich der in Motorsportscharen der HJ. zusammengefaßten Jugend in den Kraftfahrsport festgestellt werden. Allein 68 Veranstaltungen, die in erster Linie von den Einheiten des NSKK. durchgeführt wurden, haben der Weiterentwicklung des Kraftfahrtgeländesports, der auf dem besten Wege ist, zum wirklichen Volkssport zu werden, gedient. An den in Deutschland im Jahre 1986 zur Durchführung gelangten kraftfahrtsportlichen Veranstattungen haben sich insgesamt 16 150 Fahrer beteiligt., Diese ##en sich auf die einzelnen Gliederungen wie folgt: Diese Aufstellung zeigt deutlich, daß allein die Hälfte aller Teilnehmer stellt. Der aktive Geist, der dem Nationalsozialistischen Kraftfahrer=Kerps innewohnt, hat dieses stetige Anwachsen seiner weteiligung am Kraftfahrsport bewirkt. Er drängt nun als logische Folgerung zwangsläufig zur alleinigen Uebernahme der Anlage und Durchführung aller öffentlichen Kraftfahrsportveranstaltungen. Aus den nun folgenden Richtlinien des Führers des deutschen Kraftfahrsports für das Sportjahr 1987 sind als Wesentlichstes hervorzuheben:.... 1. Der gesamte Kraftfahrsport wird— wie bislang — nach den Richtlinien des Führers des deutschen Kraftfahrsports durch die Oberste Nationale Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt(ONS.) geleitet. 2. Die Durchführung aller öffentlichen Kraftfahrsport=Veranstaltungen— seien es Geländefahrten oder Rennen— bleibt ausschließlich den Gliederungen des NSsK. vorbehalten. Somit werden auch die internationalen und nationalen Rennen den für ihren Austragungsort zuständigen Motorgruppen bzw. Brigaden des ReKK. zur Durchführung ubertragen. 3. Der Deutsche Automobil=Club(DDAE.) führt selbst nur solche kraftsportlichen Veranstaltungen durch, deren Trager seine Ortsgruppen mit ihrer Gefolgschaft sind. Seine Mitglieder, die im Besitze der nach den Gesetzen des deutschen Kraftfahrsportes erforderlichen Ausweise bzw. Lizenzen sind, haben das Recht, sich an allen von der ONS. bzw. dem NSKK. organisierten und durchgeführten kraftfahrsportlichen Veranstaltungen zu Im übrigen sieht der DDAC, seine bedeutungsvolle Aufgabe in Anpassung an die Zusammensetzung seiner Gefolgschaft in erster Linie in der wirtschaftlichen Verbesserung der Fahrzeughaltung und dem Ausbau der Kraftfahrtouristik. Stadt Wattenscheid Reichskirchliche Gemeinschaft Wattenscheid=Eppendorf. Das Jahresfest der Reichskirchlichen Gemeinschaft findet am 15. November, 16 Uhr, im Kindergarten in Eppendorf statt. Der Männerbidelkreis nimmt teil. Arbeitstagung der DAs. Am 11. November fand im Lokale Blumbach eine Arbeitstagung der DAF., Kreis Wattenscheid statt, zu der Kreisobmann Parteigenosse Baum alle Kreisabteilungsleiter, Kreisbetriebsgemeinschaftswalter. Ortsobmanner und Zellenobmänner laden hatte. Nach einem einleitenden weuntstück eröffnete Kreisorganisationswalter Pa. Ov den Rhein die Tagung. Kreisjugendwalter Pa. Marx machte über den im Zeichen des Vierjahresplanes stebenden vierten Reichsberufswettkampf richtungweisende Ausführungen. Anschließend berichtete der Kreiswart der „Kraft durch Freude". Pa. Freudenbera, über Sinn, Zweck und Ziel der RSG.„Kraft durch Freude". Kreisobmann der DAF., Pa. Baum streifte kurz den Vierjahresplan und umriß die Aufgaben der Amtswalter und Obmanner. Dann nahm er noch zu einigen örtlichen Ereignissen Stellung. Zum Abschluß der Tagung sprach noch Kreisleiter Pa. Kleschies zum Vierjahresplan. Heute abend Fliegerfest. Aus Anlaß der Ernennung zur Ortsgruppe begeht heute abend die Wattenscheider Fliegerortsgruppe ein Fest, das wie alle bisherigen Feste groß aufgezogen ist. Namhafte Künstler auswärtiger Buhnen sind verpflichtet worden. Die Gemeinalun derPomperker beim Kamcradschafts- und Dietabend— Vorführung des Olympiafilms der Deutichen Sporthilfe tiger Bühr Schulungsabend der Gemeindewerker. Der erste Schulungsabend der Gemeindewerker brachte interessante Lichtbildervorträge über Straßenbau und Kanalisation und über Verkehrseinrichtungen früherer und jetziger Zeit. Die Vorträge wurden von den Stadtinspektoren Hartwig und Lohmann gehalten. Kleingärtner tagten. Der Kleingartenverein„Friedliche Nachbarn“ erledigte in seiner letzten Versammlung zunächst einige interne Vereinsangelegenheiten. Sodann wurde eindringlich auf die jetzt beginnende Schulung der Mitglieder hingewiesen. Stadt Wanne=Eickel Persönliches. Auf der Zeche„Shamrock 8/4“ Maschinist Ignaz Pawelka, Anschläger Robert Bittner, Hauer Franz Justin und Gustav Schweia, Schalttafelwärter Hermann Homes und Schlosser Heinrich Feldmann auf eine 25jährige treue Dienstzeit zurückblicken.— Auf ein 40jähriges Ehejubiläum können die Eheleute Heinrich Liebling und Frau, geb. Holtmann, Dorstener Straße 96, zurückblicken.— 78 Jahre alt wird Frau Moiler. Magdeburger Straße 7. Im goldenen Myrtenkranz. Die Ebeleute Berginvalide Eduard Roettcher und Frau, Karoline geh. Ischlekowitz, Bickernstraße 80 feiern goldene Hechzeit; ebenso die Ebeleute Lademeister i. R. Heinrich Boich und Frau, Mathilde geb. Engelbrecht. Vorstener Straße 349. 549 Zentner Kartoffeln und 117 Zentner Roggen aus Meschede. Wie in all den letzten Jahren hat sich auch diesmal unser Patenkreis Meschede tatkräftig für unser Notstandsgebiet eingesetzt. So batte die von der Ortsgruppe Eslohe durchgeführte Kartoffel= und Getreidesammlung einen prächtigen Erfolg zu verzeichnen Die Bauern und Landwirte spendeten insgesamt 549.80 Zentner Kaxtoffeln und 117.50 Zentner Roggen. Die Kartoffeln sind bereits hier angerollt. Heimattreue Ost= und Westpreußen. Unter Leitung von Landsmann Jakubczik fand im Gildenhaus eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Bundesgruppen statt. Man besprach Maßnahmen, um die Heimatarbeit in gemeinsamer Front durchzuführen. Frau Giese betonte die wertvolle in den Frauenhilfen geleistete Arbeit. Gelddieb erwischt. Der vor einigen Tagen gemeldete Gelddiebstahl im St.=Josephs=Haus, woselbst einem Invaliden eine Geldbörse mit 37 Reichsmark aus der Manteltasche entwendet wurde, konnte nunmehr ausgeklärt und als Täter eine 20 Jahre alte männliche Person aus der hiesigen Emscherstraße von der Kriminalpolizei festgenommen werden. Sie wurde dem Amtsgericht zugeführt. Stadt Gelsenkirchen Ein Toter, fünf Verletzte durch Gerüsteinsturz Bei Abbrucharbeiten, die von einer Privatfirma auf dem Schalker Verein in Gelsenkirchen=Schalle vorgenommen werden, stürzte am Donnerstag eine Bühne zusammen. Dabei stürzten sechs Arbeiter ab. Einer von ihnen, der 60 Jahre alte Franz Formalick, war auf der Stelle tot. Die übrigen fünf erlitten Rippen= und Beinbrüche, jedoch besteht bei keinem von ihnen Lebensgefahr. der Sport ist nicht eine Angelegenheit des einzelnen, sondern er wird von der Behörde gefordert zur Gesunderhaltung des Körpers und zur Ertuchtigung der ganzen Nation.“ Diese Forderung wurde vom Dietwart des Postsportvereins, Pg. Riegert, in seinem Vortrag besonders unterstrichen. Wie sehr die Leibesübungen in allen ihren Abteilungen beim Postsportverein Bochum betrieben werden und mit welcher Begeisterung man bei der Sache ist, das zeigte sich deutlich bei der Vorführung des Olympiafilms der Deutschen Sporthilfe, der einen Querschnitt durch die Olymvischen Spiele 1936 brachte. Ob aus dem Briefträgersaal, ob aus dem Telegraphenamt, der Bauabteilung, dem Schalterraum, dem Dienstamt oder den Katakomben der Hauptverteilerräume. aus allen Abteilungen hatten sich die begeisterten Sportler des Postsportvereins Bochum im Saale der Panzergrotte eingefunden, soweit der Dienst es gestattete, um an diesem in allen Teilen wohlgelungenen Kameradschafts= und Dietabend nehmen. Und so wie die Ausschnitte aus den Kämpfen auf dem Reichssportfeld, der Regattastzeche in der Kieler Förde. in Grunau, auf der Dietrich=Luar#=Bühne. in der Deutschlandhalle blitzartig wechselten, so sprangen Begeisterungsausbrüche bald hier, bald dort im Saale auf, wenn ganze Gruppen die von ihnen gepflegte Sportart zu Gesicht bekamen. Das kennzeichnet am besten die Vielseitigkeit der im Postsportverein Bochum betriebenen Leibesübungen, die gerade hier bei einem der an Mitgliederzahl größten Bochumer Vereine eine gute Pflegestatt haben. Mit besonderer Freude überreichte Vereinsführer Arens im Auftrage des Deutschen Kartells fur Sportschießen dem Mitglied Theodor Sohn die nilverne und Fritz Porschel die bronzene Schießauszeichnung, wobei er darauf hinwies, daß die Schießsvortabteilung beim Oktoberschießen als die erfolgreichste aller beteiligten Vereine und Verbände abgeschnitten hat. Bei seiner Begrüßungsansprache gedachte er der Volksgenossen, die in den letzten Wochen Opfer der Orkane auf See geworden sind und zum stillen Gedenken erhoh man sich von den Plätzen. Der Kameradschafts= und Dietabend am Freitag war ein voller Erfolg und Ausgangspunkt weiterer Kameradschaftsabende, die in den Wintermonaten folgen sollen. Bochume.=Veranstanungri Nm Mieh. und Mettag der Preis der Vortragsfolge, die zum Eint Kirchenchor der Christuskirche. ulm Buß= und Bettag, 18. November, nachmittags 5 Uhr, veranstaltet der Christuskirchenchor unter seinem Dirigenten Heinrich Haaxmann in der Christuskirche eine musikalische Feierstunde. Zum Vortrag gelangen Werte von Meistern des 17. und 18. Jahrhunderts. Die beiden Solisten singen Lieder, Rezitative und Arten von Johann Wolfgang Franck und hann Sebastian Bach. Zwei Orgelwerke des großen Orgelmeisters Johann Pachelbel umrahmen die Chor- und Solisten=Darbietungen. Drei Sätze aus einer Suite für Cello allein von J. S. Bach sind sehr seine, interessante und felten gehörte Stücke. Ein zweistimmiger Chorsatz mit Instrumentalbegleitung zeigt die hohe Kunst des Altmeisters Heinrich Schütz. In der wundervollen Kantate„Jesu, meine Freude von Dietrich Buxtehude vereinigen sich Solisten, Coor, Iustrumente und Orgel zu freudigem Schaffen am Werk. Den Schluß der Vortragsfolge bildet die Darhtetung des Chorals„Ich singe dir mit Herz und Mund“#. ver: schiedener Formgestaltung: die letzten beiden Strophen singen Chor und Zuhörergemeinde unter Iy####zgenggle. Orgelbegleitung gemeinsam. Damit allen Voirsgenonen die Möglichkeit gegeben ist, die Veranstaltung zu besuchen, ist der Pie## Der Vortragsfolge, die zum Eintritt berechtigt. auf 0,20 RM. festgesetzt worden. Gesangschule Glettenberg, Bochum. Am Montag. 16. vember, veranstaltet die Gesangschule Gleitenberg ihren ersten Vortragsabend des Studienjahres 1936/37. Der Abend ist ausschließlich dem Liedgesang gewidmet und bringt unbekanntere Gesänge und Duette unserer großen, deutschen Meister der klassischen und romantischen Zeit. Am begleiten Carlota Krause und Kapellmeister Freu Rohde. Operettenaufführung„Die Ratsmädels“. Die Bochumer Bühnengesellschaft(Mitglied der Reichsfachsteltz,##r, Peict; bühnenspiele) veranstaltet am Sonntag, 15. d.### u. des Evangelischen Vereinshauses, Mühlenstraße, ihrn 32#. ten großen Operettenabend der Spielzeit 1936/37. Zur Ausführung gelangt die volkstümliche melodienreiche Operette Die Ratsmädels“ gsezugermanz,„Marcelus. Hewahriezt; ädel“„Früblingssee“ „Verliebte Leute“ u. a.., sind noch in bester Erinnezug (Alles weitere stehe Anzeige.) 1 Höhensönne M. Koch Kortumstraße 60 Bestrahlung so 7l. SANO feubsturkstee) Reparaturen an Foto-Apparaten Operngläsern, Barometern, Mikroskopen, Reißzeugen Manometern, Nivelller-Instrumenten in unseren keinmechanischen Werkatätten Schulte-Ladbeck Kortumstraße 81 Norst-Wessel-Str. 46 Modern, VilLouen Tuü-Frösliche. VrürJehl denben Sie vielleicht, ne. ie—- junge Leute können gus schlenk und tröhlich sein. Aber die sind diesmal nicht gemeint. Gewih, such küur diese ist Or. Richters Frühslückskräufertes sahr von Nuhen, eber für die ällere Generaslion, die in die Breite geht, ist Dr. Richlers Frühstückskräuferleg eine HIIIe um schlenk und broh zu bleiben.-Peckung R1.80 und.25. Auch els Orix-Teblellen erhölll. Nehmen Sie aber nur den echten Dr. Ernst Bichtere FrUhstüchsbräuferte. K Pokkarbenten!-binnig A. Pau Hattinger Straße 35 # ab. kröner Taubenstraße Einen neuen Hut brauchen Sie nicht, wenn Sie Ihren alten Damen= oder Herrenhut bei mir reinigen, färben, umpressen, oder neu garnieren lassen. Weiter und enger machen nach Wunsch. Hutfabrikation H. Müller, Bochum, Viktoriastr. 51. Marienkirche. Ruf 94824 Schlank bleiben duren Bönkhoffs Vollkornbrot Nahrhaft Bekömmlieh! Jeder Tag bringt etwas NEUES! Ein Schlager ist zum Balspiel der-Röhren-Empfänger von Telefunken zu 143 RM. Auch die größeren Tupen sind erstklassig In der Leistung. Unverbindliche Vorführung durch Rottetraße, Rut eine Tasse Fleischbröhe! Aber aFortins mul es sein. Fortin-Fleischbrühe schmeckt tatsächlich wie Fleischbröhe aus FrischFleisch. Dabei ist sie jedoch viel, viel billigen 4 Tassen 10 Pfg. Jellchbrühe 4 FORTIN-WERKE Walter Schumacher, Dösseldorf-Haft Schnelle u gute Bedienung stets im Fachgeschäft für sämtl. Stempel- und Schilder-Bedart Appelapaus Brückstraße 38 Tei. 860 20 ver nasse und halte Tage Handschuse, Hauben Lederlacken, Gamaschenho sen, Mantel, Knleieder,Oesichts schützer. Schüler& Co. Herner Str. 22 Die riesige Mobelauswan! In der Imposanten Borgmann-Wohnschau, Bochum, Brückstr. 39-83, ertüllt mit Ihren Hunderten von Schlatzimmern, Speisezimmern, Herren- und Wehnzimmern, sowie Küehen und mit Ihren zahllosen Einzelmöbeln jeden Wunsch. Gleichgültig In weicher Größe, für welche Räumlichkeit, in welcher Holzart oder in weloher Preislage Sie zu kaufen wünschen, alles nat Borgmall!. Chestands-Bedarfadeckungescheine werden in Zahlung genommen Kann er Dir wirklich die Zukunft künden — er, der die Linien in Deiner Hand verfolgt? Kann er wirklich die„Lebenslinie“ erkennen, die sagt, wie Dein Schicksal verlaufen wird? Und bist Du gewillt, Dich solchem Urteil zu beugen— vielleicht zu verzichten auf Glück und Erfolg, weil es die Handlinie s9„will“? Nur der Schwache wird so denken— nur der Unfähige darin eine Entschuldigung finden für das eigene Versagen. Wer aber stark ist und vorwärts strebt, wird sich selbst Waffen schmieden gegen Widrigkeit und Verlust. Leben heißt: Kämpfen— nicht: Raten und Hoffen. Leben heißt: Handeln— nicht: feige sich ducken. Drum sorge vor und sichere Dir dort, wo es die eigene Kraft nicht schaffen kann, rechtzeitig stärkeren Halt! Versichere Dich! Nach den allgemein für die Privatwirk= schaft gültigen Grundsätzen erwerben die privaten deutschen Versicherungsunternehmungen das Vertrauen ihrer Kundschaft nur durch den überzeugenden Beweis guter Leistungen. Freier Wettbewerb der Gesellschaften untereinander sorgt auch im zweiten Jahrhundert für fortschrittlichen und preiswerten Versicherungsschutz auf allen Gebieten und verbürgt überall besten Dienst am Kunden. KIOMIO PHHUTTS T Annahmestellen für Kleinanzeigen: Bochum: Rathausplatz 8, Hauptgeschäftsstelle Fillalen: Essener Str. 12, Frl. Jeckel, Schreibwaren# Herner Str. 259, Frau Friedr. Kilbsch, Schreibwarenhandlung 7 Hattinger Str. 20, G. Langenstück, Schreibwarenhandlung Hattinger Straße 14, Karl Regelmann .-Allenbochum: Wittener Straße 241, Georg Lillpopp .-Dahlhausen: Eiberger Straße 4, E. Kipper .-Gerthe: Castroper Hellweg 417, Buchdruckerei Zdich: Lothringer Straße 18, August Reuter .-Grumme: Josefinenstraße 59, Frau Heinrich Pohl, Zigarrengeschätt .-Hamme: Dorstener Straße 171, Franz Grummet .-Langendreer: Kaiserstr. 11, Buchhandlung Hagemann, .-Linden: Hattinger Straße 807, Eduard Beck .-Riemke: Auf dem Dahlacker 45, Joh. Szuska, Buchhandlung .-Stiepel: Am Hang 52a, Alfred Berlet .-Weitmar: Hattinger Straße 200, Marg. Hübel .-Werne: Zur Werner Heide 42, Fritz, Gärtner: Zur Werner Heide, Joh. Gräwe, Schreibwarenh. Hattingen: Bahnhofstraße 3, Carl Alberti .-Eickel: Hindenburgstraße 7, Jos. Arntz, Zigarrengeschäft Wattenscheid: Hochstraße 12, Buchhandlung Lohn: Hochstraße 34, Wilh. Schoppmeler .-Höntrop: Am Bahnhof, Robert Bauditz Stellenangebote (männlich) Spitzen-Oele sucht für den Vertrieb ihrer des Weltmarktes, 100% pennsylvanisch superraffiniert, entparaffiniert für Diesel= und Vergaser=Motoren, am Platz Bochum und Umgebung gewandten Wir suchen für den Stadtbezirk Bochum einen tüchtigen Außenbeamten für Sachversicherungen gegen feste Vergütung u. Provision.— Schriftl. Angeb. an Westf. Provinzial= Feuersoztelat. Geschäftsstelle Bochum, Viktoriastraße 28 Stellen. gesuche (männlich) zum Besuch der Händler= und Verbraucher=Kundschaft. Monatl. volle Provisionsauszahlg. Trotz konkurrenzl. Verkaufspreise günstige Provisionssätze. Herren, w. mögl. schon in der Brauche tätig waren bzw. über die notwendigen Beziehungen zu den Abnehmerkreisen verfügen, woll. ihre Angebote einreichen unt D. C. 1091 Anz. Vertretel gesdeh PETERS 1 WEINBRANO Redegewandte Hern Jos Pefe“, Köin eii aneinaussr ie geor 1844 Maßgebende Markenöl=Firma sucht sofort tüchtige Vertreter Fachkenntnisse nicht erforderlich da Einarbeitung erfolgt. Günstige Verdienstchancen durch Vielseitigk. der hergestellten Artikel. Wirklich tücht. Verkäufer belieben sich zu bewerben unter H. G. 8761 durch Ala, Hamburg 1 zum Besuch von Viehhaltern„gesucht. Provision wird sofort ausgezahlt. Angebote Düsseldorf, Postschließfach 566 Gute Existenz! Tüchtiger Vertreter f. den Vertrieb unserer erstklassigen Spezial=Artikel die bei Behörden, Gaststätten, der Industrie, bei der gesamten Geschäftswelt u. Privaten zu verk. sind.per sof. ges. Verdienstmöglicht 20 bis 25 RM. täglich. Kaution nicht erforderl. Hobe Prov., Spesenzuschuß, evtl.feste Anstellung. Eilangebote an Dr. Paul Lehmann& Co., Gmb H. Frankfurt a.., Mauerweg 34 wil vieten höhen Verdichst regelmäßig u. steigend ohne Risiko, wenn Sie ehrlich u. fleißig sind. Schreiben Sie wegen Uebernahme uns. gewerbsmäßig. Vertriebsstelle f. uns. bek. Bremer Delka=Kafsee, Tee und Kakao an die Delka=Kassee=Rösterei Karl Delbrück, Bremen, Brinkumerstraße 12 Früherer BäckerKonditor od. Küchenches. mit Ver=#y gKe“.7 ##taufsbefähigung f. sstell. Mont., 16. 11. #hochrentable Ge= Metzgerei Grase, II würz=Spezialität. Gerthe, Castroper gesucht. Angebote Hellweg 425. Zum 1. Dez. suche ich eine tüchtige, selbständige Zleisch, verkäuferin Schweitzer, Essen, Rellinghauser Str Nr. 16, Tel. 21873 Intell., ehrl., sol. Mann 50 J. alt, sucht Beschäftigung als Aufsichtsperson, Empfangsherr, leichte Büroarbeit. oder sonstiges. F. G. 25560 Anz. Verkäuferin zur Aushilfe für Freitags u. Samstags ges. Vorzuunter C. 2318 an Ala, Breslau. Tüchtiger Meiker zu 10 Kühen zum 15. 11. ges. Bauer Fritz Mertin, Dortmd.=Grevel. Welcher tüchtige Müöbelschreier modernisiert Nußbaummöbel? Ang. mit Refer. u. Ch 25604 Anzeiger. dch. Auslief.— Lagerübernahme. Versand u. Kto.= Führg. Lautzsch Leipzig C 1/653. Wer lohnenden Rebenverdienft jucht, kann sich durch die Vermittlung von Kleinlebensversicherungen für eine große deutsche Versicherungsgesellschaft lausend Einnahmen verschaffen. Pensionäre, Rentner und nicht voll beschäftigte Personen, die zuverlässig, arbeitsfreudig und für die Werbung befähigt sind, werden von unserer Spezialorganisation fachgemäß eingearbeitet und rege unterstutzt. Bei Eignung gewähren wir neben den Provisionen feste Zuschüsse. Bewerber wollen sich mit Personalunterlagen vorstell. Marienplatz 11, 1. Erg., Montag, d. 16. 11. 36, vorm. 10—12, nachm.—6 Uhr —3 unabhängige Vertreter (innen) sofort geg. guten Verdienst ges. Freie Fahrt. Fr. Heilberg, .=Langendreer, Kaiserstraße 171. Sonntag—11 U. Mehlgroßhandlung sucht nachweislich gut eingeführten Verireter zum Besuch der Kolonialwarengeschäfte von Bochum u. Umg. für den Verkauf von Beutelmehl und Wetzengrieß. O. P. 25681 Anzeiger zum sofortig. Einiritt gesucht. Auto=Walther, Kortumstraße 18. Tüchtiger Miohreat echaniser per sofort gesucht. L. L. 6347 Anz. Bekannte Kornbrennerei und Spirttuosengroßhandlung im Ruhrgebiet sucht kautionsfähige eingeführte Brrietter gegen hohe Provision für die Bez. Wanne=Eickel u. Bochum. Angebote unter S. S. 6062 Anzeiger Tüchtige Velsterel per sof. gesucht. Casp. Diemel, Hellweg 12. Suche sofort einen tüchtigen, jüng. Vernner. gesellen Fritz Bickhove, Greven,„Marktstraße 7, Tel. 267. Führendes Unternehmen bietet strebsamen und energischen Herrn Aufbau und F. G. 25665 Anzeiger Zum Vertrieb unseres Abreißfalenders für das deutsche Haus suchen wir überall geeignete Herren, die den Vertrieb organisieren. Der Kalender läßt sich in jeder deutschen Familie verkaufen. Kunst= und Kalenderverlag.m b.., Nürnberg=., Celitsstraße 13 Kräftiger, saub. Mötgeriehriing aus ordentl. Familie sof. gesucht. Pension i. Hause. P. R. 6056 Anz. Suche für sofort tücht. Jungen als Bäcker- und No Bäckerei=Kondit. Ernst Wäsche, Dorstener Str. 173. Ordentl., saub. Lasfeurt für sofort gesucht. Karl Hackert, Bochum, Hellweg 4. Weißnäherin für einige Tage in der Woche gesucht. Graf=Engelbert= Str. 6. Anfragen 12—1 Uhr. Zu sofort Halstochler nicht unter 18., z. Erlernung der Küche u. d. Haushalts ges. Taschengeld. Zuschr. mit Bild an Frau Frz. Steinmann, Lippstadt, Heide=Krug. Suche evangelische Junger Mann sucht Stellung als Chauffeur(Kl. 3) od. als Beifahrer. M. A. 25724 Anz. Stellen. gesuche (weidlich Perfekte haustochter i sucht Stelle i. Metzgerei. HausHausarbeit kann mit Haustochter übernomm. werd. z. Erlern. d. Küche Ausk. Anz.(25755 im landw. Haush.] 17jähriges b. Familienauschl. Etwas Nähkennin. Mladchen mit Lyzeums= u. 6354 Anzeiger. Handelsschulbild., Weg. Erkrankung sucht Anfangsstell. Kräft. Junge(15 b. 17.), f. Landwirtsch. n. HerbedeVormbolz sof. ges. Meld. Dürerstr.64, bei Sonnenschein. Schmitzens Deckelln Jolenthe. Die Herr Schmitzen„Joly“ nannte, Nachts. als Schmitzens tief im Schlaf Sieben Dackelbabys wart. Angesichts der vielen Dackein Begann Schmitzens Herz zu wackeln. „Euch verkauf' ich—“ sprach er froh, „Den Kollegen Im Büro.“ Leider wollt von den Kollegen Niemand einen Dackel pflegen. Kalte Angst erfaßte Schmitzen: „Blelb ich auf den Viechern sitzen?“ Schließlich riet ihm sein Freund Kunn, Was in diesem Fall zu tun: „Hast du etwas zu verkaufen. Laß es durch die Zeitung leufen!“ Achtundzwanzig Deckelbeine Kleinigkeit für eine„Kleine“. Die„BA“-Kleinanzeige— ein unentbehrlicher Helfer Beßirtsverkieker für erstklassige Neuheit gesucht. Kein Hausieren. 50% der Interessenten sind Käufer. Umsatz wird nachgewiesen. Etwas Kapital für Lager erforderlich. Zuschriften unt. K. N. 319 bef. Ala, Köln, Zeppelinstraße 4 Der erfahrene beschäftsmann läbt seine Hnzeigen im B. H. erscheinen well er weld, daß sie hier von einem großen Pobllkum gelesen werden des jetzigen suche ich zu sofort ein braves, tüchtiges Kraschen für Küche u. Haus. Waschfrau" und Stundenmädchen vorhanden. Frau Apotheker Beltman, Radevormwald. Tüchtiges Kraschen für sofort gesucht. Kl. Gußstahlstr. 12 im Büro. F. H. 25708 Anz. Junge Frau, Verrauferin der Lebensmittelbranche, mehr. I. i. gr. Kaffeegesch. tätig gewes., sucht Stellg. z. Aushilfe Ch. 25668 Anzeig. Für meine Schwester, 23., ev., m. gut. Zeugn., gutes Aeußere, suche ich Stelle als Stätze Hotel, Kaffee=Restaurant bevorz. A. 25288 Anz. Mädchen, d. Haushalt selbst. führen, koch. u. flick. kann, sucht s. sof. o. spät. Stellung als Haushälterin i. einf. Haush. für ¼ od. ganze Tage. F. S. 25453 Anz. Part.-Etage 5 Zim. u. Badez. mit od. ohne Heizung, zu vermiet. G. W. Becker, Brückstraße 16, (Büro Gerberstr.) 20j. kath. Mädchen vom Lande, 1½ J. Küche erl., sucht Versetzungsh. geräumige =Zimmer=Wohng Altbau, mit Balk., Nähe Benzolverb., zum 1. Jan. evtl. früher frei. R. V. 25626 Abgeschl. Etg. 2. Stock, 4 Zim. u. Küche, gekachelt. Bad, Balkon, gr. Diele, 2 Keller, Etg.=Heizung, am Südpark gel., sof. od. später zu vermiet. F. K. 4820 Anzeiger. Ang. a. J. Platte, z. Zt. Bochum, Castroper St. 209a Telephonisch können Sie jederzeit Anzeiten für den B..- aufgeben Rufen Sie 67551an Se-dae- Pobuge Balkon u. Zubeh. z. 1. 12. od. spät. zu vermieten. Emscherstraße 22, 3. Etage, rechts. Schöne, abgeschl. =.=Wohng. mit Diele, einger. Bad u. Spülküche, 1. Etg., Neub. 35, Nähe Schützenhof, zum 1. Jan. zu verm. Näh. durch Nolte, Castroper Str. 68. Schöne -ZimmerSuche sofort für Arzthaushalt fleißig kinderlieb. Kädchen nicht unter 20 J Wetter=Ruhr, Kaiserstraße 74, Vermietung (Wohnungen, leere In bester Lage am Stadtpark ist in einem modern. Einfamilienhaus eine Srhnung von etwa 8 Zimmern nebst Küche und Zubehör zu vermieten. Das Haus steht auch unter äußerst günst. Bedingungen zum Verkauf. B. A. 25639 Anzeiger. Im Ehrenield, Nähe Bülowplatz, Friederikastraße 96, herrschaftliche, recht geräumige -Zimmer-Wohnung 1. Etage, mit kompl. Bad, Heizung und Mansarde, zum 1. 1. 37, auch schon früher, zu vermieten. Ruf Wetter 2088, Kuüwer, Bauges., Ruf 62041 Abgeschlossene =Zimmer=Wohnung mit Badez. u. Abstellraum, im Hause Kortumstr. 45, sofort zu verm. Personenaufzug vorh. Näh. August Haarkamp, Bochum, Querenburger Str. 40, Ruf 66417. Stellenangebote (weiblich) Für kl. Haushalt kinderliebes Mädchen nicht über 17., d. zu Hause schlaf. kann, sof. gesucht. Uhlandstraße 83, Shtrtschaftsheir. In dem Häuserblock Allee=, HumWirtschaftsveirieb boldt= und Gußstahlstraße sind umsucht freundliches ständehalber sofort oder später Mädchen# V nicht unt. 18., f. Haush. u. Gesch. 2. Et. Restauration balkon, Erker, Jalousien usw. zu Germania,(vermieten. .=Werne, Walther Janzen, Büro, Wittekindstr. 89. Hermannshöhe 13, Telephon 664 75. (außerh. d. Bürozeit 610 91.) In allerbester Wohnlage des Stadtparkviertels (5 Min. v. Stadtmitte) sind in einem Neubau zu sofort oder später Stuttgarter Kleider= und Schürzenfabrik sucht durchaus perfekte ToUe — für Musterung und Zuschnitt in selbst. angenehme Dauerstellung Bildangebote mit Refer. und Gehalisansprüchen unter Z. 5336 an Ala Anzeigen-AG., Stuttgart Werbedamen zwei abgeschlossene u. 523.=Wöhnung. Et., mit Badez., Speisek., Küchen— Mädchen— v. 16—17 J. für ganze Tage ges. Eppendorf, Schloßstraße 41. =Zimmer=Wohng. (Altenboch.), Neubau, abgeschloss., 2 Keller u. Diele, Preis 45 M. zum 1. Dez. zu verm. Ausk. Anz.(25609 Fortzugshlb. sonn. -.-Mchng. mit einger. Bad u. Balkon sof. od. später zu vermiet. Saarlandstraße 1, 3. Etg. links. -.-Wohng. (Neubau) zu vrm. Zu erfr. Dannenbaumstr.39, part. r. mit kompl. einger. Bad, 1. Etage. in Watt.=Eppendorf. Holzstr. 55. z. 1. 1. 1937 zu vrm. Näh. durch Architekt Artur Didzoleit, Hunscheidtstr, 79, Telephon 65228. -Zimmer= Mohgnung 3 gr., 1 kl., i.=.= Neubau(4.), i. nördl. Stadtteil, z. 1. Febr. f. 50 zu vermieten. G. A. 25657 Anz. Schöne abgeschloss. =.-Wohng. (Mans.=Wohnung) mit einger. Badezimmer, z. 1. 12 zu vermieten. Mozartstraße 8. Abgeschloss., ruhig. -.=Wong. mit Baderaum u. Veranda, z. 1 1. 1937 zu vm. Das. Garage oder Lagerraum frei. Göcke Amtsstraße 22. Abgeschl. 1. Etage, Neubau, 3 Zimmer mit einger. Bad, sof. od. z. 1. Jan. zu vermiet. Preis 57.— Mark. Lerchenweg 49. Schöne abgeschl. -.-Wohng. m. Baderaum, Vorratskamm., Diele u. Loggia, f. 50 z. 1. 12. zu verm. evtl. a. Mansarde. Neubau, Hedwigstraße 11, pt. Näh. zu erfrag, 1. Etg. -.-Wohn. auf abgeschl..Etg. in der Bülowstr., an ruhigen Mieter z. 1. Jgn., zu vm. V. E. 25706 Anz. Schöne =Zimmer=Wohng. abgeschl., für 25# zu vermieten. A. Z. 25570 Anz. Schöne abgeschloss. -.=Wohn. m. Kachelofenheiz. u. eingericht. Badezim., z. 1. Jan. 1937 zu vermiet. Weiherstraße 28, 1. Etage rechts. 4r. 2. Etg.(Altb.) .5 ir 9 M. W. 25715 Anz. I und Ladenlokal, zusammen od. getrennt, sofort zu vermieten. M. N. 6368 Anz. StundenMädchen für sofort gesucht. Hotel Lindenhof. Bochum. 17—21jähriges Mädchen ges. Gute Behandlung, gute Kost. Bäck. Schwanen, Langenberg(Rhl.) Schwanenstr. 14. für Hauswerbung und Verkauf bochwertiger Lebensmittel an fur sofort gesucht. Junges Mädchen Sauberes, evangl. Maschen für alle Hausarb., für ¼ oder ganza Tage, sofort oder später gesucht. d. L. 6335 Anz. -Zimm.=Wohnungen in sehr guter, neuzeitl. Ausstattung: Warmwasser Heizg., vollst einger. Bad mit Wäscheschrank, Parkettfußboden, gr. Freisitz usw. preisgünstig zu vermieten. Zu jed. Wohn. geh. ein Fremdenzimm., 2 Keller und ein Kleingart. G. L. 5674 Anzeiger Schöne 4 Zimmer=Wohnung Nähe Straßenbahnderot, Wiemelhauser Straße. mit Diele, vollständigem Bad usw., per sofort sehr preis= Schöne helle günstig zu vermieten. Näher. Baubüro. 2 7 Bödest aße 31, Fernsprecher 613 91 11.“ Wohnung 1. Etage, 4 Zimmer mit Küche, Badez. u. Mans. gegenüb. d. Knappschaft, z. 1. 1. 37 zu vermiet.(a6373 Kurenbag., Pieperstraße 25, Telephon 61820. Hattinger Str., in der Nähe Hbof., 2. Etage Küche, 3 Zim., 2 Mansard.,.1. 1. zu vermiet. Mietpreis 56 Mark. O. K. 25363 Anz. Private sowie Verteiler zur Belieferung der Privat= kundschaft bei hoher Provision sofort gesucht. Verieiler müssen kleine Sicherbeit s. das Vertrauenslager stellen. Schriftl. Angev. erbet. unt. S. O. 25735 Anzeiger Suche zum 1. Dezember für meinen gepflegten Haushalt für vor= od. nachS. O. 6375 Anzeig. mittags gesucht. Bürofräulein H. M. 25616 Anz. für alle kaufmänn. Arbeiten(Buchführung, Stenographie, Schreibmasch) für sofort gesucht. Angeb. m. Zeugnisabschriften unt. R. S. 6091 Anzeig. Gute Zeugnisse Bedingung. Farnstraße 41, Telephon 62579 Für unsere Organisation such, wir einige WerbeDamen Hoh. Verdienst v. 1. Tage an. Fahrtspes. werd. vergüt. Kurze Bewerb. u. Tüchtige Büroungesteute nicht unter 18., für Geschäftsbetr. gesucht. Tüchtiges Serierfädlein nach der Aachener Geg. f. sof. ges. Vorzustell. Sonnt. nachm. von—4 Ju, Uhr b. Rodemann, Ba.#osort, gelucht. Boch.=Dahlhausen, Bursten= u. SeisenJunges Laufmädchen gesucht. Königsallee 24, Tabakwaren. Lehr= Mädchen niss mit gut. Schulzeugni.„für Verkauf, mögl. von Altenboch.—Laer, Aögeschi. Stage 4 Zimmer nebst Badezimmer, Bochum, Velsstraße 16, sofort zu vermieten. F. A. Schmidt, Amtl. zugelassener Steuersachverständiger, Goetbestr. 10. Zum 1. 1. 1937.1 Mod. eingerichtete Stadtpark gegenüb. 6„Dimmor. 1. Etage 10 Zimmer —9 Räume nebst Zubehör, eventl. Garten, zu verm. S. O. 5305 Anzeig. Horst=Wessel=Str. 1. Stage 0 Ruume Dr·; Ston 172 Dr.=.=Ottost. 117. Zur Führung ein. Speiserestaurants ein tüchtiges ält. Fraulein gesucht, W. G. 25656 Anz. M. N. 6336 Anz. T. A. 25677 Anz. Magazin, Brückstraße 51 Sauberes Lehrmädch. a. 1. Januar, evtl. früher zu vermiet. Mietpreis 90 Mk. Näb. Kortumstr.68 Zigarrengeschäft. -.-Wohng. part., mit Garten, Altenbochum, Witf. meinen Damen=tener Straße, z. frisiersalon gesucht 1 12. zu vermiet. D. E. 25642 Anz. M. N. 6355 Anz. Neubau Hattinger Straße, zu verm. Näheres Wolff Dortmund, Burgwall, 24, Telephon 34437. -3. mit Kachelosenheizung u. Mans.. in best. Wohnlage Bochums, z. 1. 1. 37 zu vrm. Auskunft bei Herrn Meune, Bochum, Freigrisendamm 27, od. Deutscher Heimbau ..., EssenStadtwald, Angerstr. 49, Tel. 41001 Schöne -Zimmer=Wohn., 2. Etage, Nähe Kortländ., z. 1. 1. 37 z. vrm. Ausf. Anged. erb. unter O. S. 6374 Anz. m. eingericht. Bad u. all. Nebenräum., Nähe Radrennbahn, z. 1. 12. 36 zu vermiet.(a5874 H. Warhof, Hattingerstr. 156. 3 Zimmer (Einsamil.=Haus), Bad. Milchhofnähe, z..12. od..1. frei. M. M. 25502 Anz. Wegen Versetzung z. 1. Dezbr. 1936 -Zimm. Wöhnung zu vermiet.(25326 Schwindstr. 14, pt.r. Schöne abgeschloss. =.=Wohn. m. Badez. u. Balkon zum 1. 12. 36 zu vermieten. Ulmenallee 160 11. =Zimmer=Wohng. zu vermieten, Adolfstraße 26. 2 Mansarden hell, geräum, sep. gelegen, im Einf.Haus, N. Stadtp., z. 1. 1. 37 an einzelst. Pers. z. orm. Sch. 25670 Anz. Abgeschlossene -.-Wodi. mit Lagerraum sofort oder später zu vermieten. K. L. 6351 Anzeig. Zimmer mit Bad sofort zu verm. Nähe Präsident. Z. G. 25752 Anzeiger. Leeres Zimmer (Mans.) z. 15. 11. zu vermiet. Nähe Kaiser=Friedr.=Pl. Ausk. Anz.(25680 5 Schönes, großes Zimmer zu vermieten. Brückstr. 4, 1. Et. Gr. leeres Zimm. an allsteh. Person zu orm. Schützenstraße 145, part. Heizbares an einz. Pers. zu vermiet. Castroper Straße 283, Laden Großes leeres Zmtmer in Linden=Dahlhausen, an allsteh. Dame zu vermiet. B. T. 25632 Anz. Leeres oder teilweise möbliert. Iultiner m. fließ. Wasser, t. ruh.=Famil.= Haus, N. ChristKönigskirche, an berufst. Fräutein abzugeben. P. R. 6377 Anz. Vermietung (Läden, versch. Räume) Ladenlokal im Hause Marktplatz 10, sofort zu vermieten Näheres Ang. Haarkamp, Quexenburger Str.40 Telephon 66 17. am Hauptbahnhof Bochum mit oder ohne Einrichtung, mit anschließenden drei Räumen, zu Wohnoder Geschäftszwecken, und Lagerraum, ganz oder getrennt, sofort oder später zu vermieten. Angebote unt. R. S. 6121 Anzeiger. Tabentbrat ca. 180 gm groß, in allerbest. Geschäftslage, zu vermieten. D. L. 6364 Anzeiger Bäckerei und Konlonörei sofort oder später zu vermieten Komb. Borbecker. Ruf Bochum 65379 Große und mittlere Buro-Kaume auch mit Läger und Garagen, recht Lünstis gelegen, auch eine 5/6raum. Wohnung mit Zentralbeis. preiswert abzugeben. Anfrag. bitte unt. B. T. 6328 Anzeiger Büro(Bank)=Räume und Wohnung, Kortumstraße 93, sofort oder per 1. Januar 1937 zu vermieten. Näh. durch Schulze(Toreinfahrt) Bardraume sowie Lägeru. Schuppen verschiedener Art, Näbe Hauptbahnhof, zu vermieten. Auf Wunsch bauliche Aenderungen. K. L. 6039 Anzeiger Brauchen Sie Fachleute? Geeignete Kräfte für alle Berufe vermittelt eine Anzeigim„Bochumer Anzeiger“. BoollenorPuhhersy.. Kleine Anzeigen für die am nächsten Tage erscheinende Ausgabe bitten wir in der Hauptgeschäftsstelle, Rathausplatz 8, bis spätestens 4 Uhr nachmittags schriftlich autzugeben. Bei telephonischer Bestellung übernehmen wir keine Gewähr für fehlertreie Wiedergabe des Textes. Preis des 22 mm breiten 1 mm hohen Anzeigenraumes 8,5 Pfennig. Kleine einspaltige Gelegenheitsanzeigen nichtgeschäftlicher Art mm 8 Pf., Stellengesuche und Familienanzeigen mm 6 Pf. Zitfer- und Auskunftsgebühr 25 Pfennig. Angebote von Vermittlern usw., die mit dem unmittelbaren Sinn der Anzeigen nichts zu tun haben, werden nicht weiterbefördert. Z. A. 47300 Anzeiger heißt, daß schriftliche Angebote unter diesem Hennzeichen bei den Geschäftsstellen des„..“ eingereicht werden müssen. Auskunft Anzeiger bedeutet, daß die entsprechende Adresse in der Hauptgeschäftsstelle, Rathausplatz 8, zu erfahren ist. Umfangreichster, daher wirksamster Arbeits-, Wohnunga-, Geld- sowie An- und Verkautsmarkt von Oroß-Bochum Vermietung (Läden, versch. Räume) Weilenbrink 23,.,„ Wittener Str. 62 Auf der Kortumstraße, große helle Verkaule iene Ecke Wittener Str. gut möbl. Wohnund Schlafzimmer an 1 od. 2 Herr., mit o. ohne Pens., od. 2 Einzelzimm. zu vm. Badbenutz. Wohn= u. Schlafzim.(Nähe Rathaus), zu vermiet. Nust. 2 saub., sonnige, gut möblierte Wohn= und Schlafzimmer, fließ. Wasser, in ruh. Hause, sofort P gaster z. Groß.,leer. Zimmer ob. spät s. verm. mit sevar. S1rg, auch geeignet für Engros=Geschäfte, zu vermieten. Carl Zum Gahr, Grundstücksmakler Kortumstraße 52, Ruf 62123. Ausr. Anz.(25664 Ihr Kundenwerber: Die Anzeige im „B..“ Mielgesuche (Wohnungen, leere Zimmer) Ladchft in guter Lage, zu vermieten. E. M. 6123 Anz. Laden. lokal am Westsalenplatz, an verkehrsreicher Stelle(jetzt eine Brotfiliale), ist sofort zu veimieten, eignet sich auch für Friseure oder Radiogeschäft. A. L. 5892 Anzeig. Ehrenfeld oder Güdviertel Herrsch.=.=Wohnung, mit allen Bequemlichkeiten(Heizung usw.), in sonn. Lage, mit Balkon od. Veranda, Gartenmitbenutzung, von höh. richterl. Beamten(Dauermieter) mit kleiner Familie sofort oder später gesucht. P. R. 6119 Anzeiger. =Zimmer=Wohnung von jung. Ehepaar z. 1. od. s5. 12. zu mieten gesucht. O. P. 6376 Anz. Kleines Einsamilienhaus K. Wa in Stadtmitte Ehrenfeld sucht Piano=Vieth, Malteserstraße 21. Jung. Ehep. sucht für sof. ein großes leeres Zimmer mit elektr. Licht. P. L. 25730 Anz. Gr.leer. Zimm. mit Wasser. separ. Eing., in Städtm. od. Nähe Präsidium„gesucht. N. A. 25607 Anz. Wirtschaft Die vornehme mit grozem Saäl pp. zu verkauWir eig pl., prima Primia sen. Anz. 25000.= Geschäftslage. H. Jaeger. Wittener Sir. 103 Bauplätze in belieb. Größe, Nähe des Waldes, sonn. Lage, weite Ausf., nach O. u. N. geschützt(Wasserleit. u. elektr. Licht), in Bad Pyrmont, preisw. zu verk. evtl. mit Einfamilienhaus. „Joh. Rink. Maurermeister, Bad Pyrmont. Mietgesuche (Lagen, versch. Räume) Giogelbagug et. edig, zu verkauf. sedick, zu verkauf. D. Er. 25603 Anz. Heizbare Garage od. Lagerraum m Garten, Stall in Bochums umgegend zum 15. 1. oder 1. 2. 37 zu pachten gesucht. K. E. 25688 Anz. Pens. Beamt. sucht zum 1. 4. 37 oder früher eine Ruh. Ehep., sich. Mietezahler, sucht Ladenlokal in der Innenbel 2 9 1/52 gnß in Bochum=Gerthe -#-.=Wl. sofort oder später Miete k. ¼ J. im voraus gez. werd. W. R. 25562 Anz. •-L. zu vermieten. Rembrandstr. 27. Vermietung (Mödl. Zimmer) Adolfstr. 26, Schlafstelle a. Hrn. od. Dame zu vermiet. Castroper Str., 56, part., 8 Schlafstellen frei. a. I. i. Ehrenfeld. K. M. 25716 Anz. Aelt. Ehep. sucht z. 1. 12. od. 15. 12 -3räum. Wohng. Miete k. 3 Mon. i. vor. gez. werd. H. H. 25720 Anz. Ich suche zum 1. Januar eine .-.-MUohn. mit Zubeh., klein. Garten erwünscht, in der Nähe der Hauptverwalt. v. Constant. d. Große. L. L. 6136 Anzelg. Ig. Ehepaar sucht zum 1. od. 15. 12. abgeschlossene Dorstener Str. 74, Schmitz, frdl. mbl. Zimmer zu verm. Franzstraße 141 gut möbl. Zimmer zu vermieten. Hellweg 36, 2. Et. möbl. Zim. a. berufst. Hrn. z. v. Hellweg Nr. 43, 1 gut mbl. Zimm. mit Schreibt..H. z. vm. Hellweg 38 11 frdl. möbl. Zimmer an berufst. Herrn zu verm. 4·8=himmer Wohnung mögl. mit Garage für bald gesucht. Angebote an Veterinärrat Dr. H. Froehner, Schwerin(Warthe) gesucht. Angeb. m. Größe und Preis R. S. 6061 Anzeig. stadt, bei 3000 bis 5000 Mark Anzabl. zu vr. Carl Zum Gahr Grundstücksmakler, Kortumstr. 52, Ruf Nr. 62123. Moderne Schlalzimmer zeige ich in großer Auswahl in allen Preislagen. Einige Beispiele: Schlaizimmer modern,(riche aep., kompl., 285., RM. Schlalzimmer Nußbaum lacklert, kompl., 350. MM. Schlalzimmer echt Eiche, kompl. 375.— RM. Schlaszimmer echt Eiche, Schrank. 2 Meter, komplett 425, RM. Schlalzimmer besonders schöne Ausführ., Schrank 2 Meter, Itürig, 475. RM. nusbaum- oder kirechbaumartie abgeschlossene =Zimmerwohng. Mietpr. bis 35 J. U. S. 25592 Anz. zu mieten oder zu kaufen. Angeb. mit Kontingentangahe 25421 Anzeig. Solldes,„ruhiges Ehepaar sucht =.-Wohng. (Altbau). Guter Herpete Huter Mietezahl. Miete eptl. für 2 Mon. im voraus. L. O. 6078 Anzeiger. Aelt. Ehep., ReichsInvalide, sucht 275.- RM. Möbelhaus Lügerräume un Buro zu mieten, gesucht. L. G. 25645 Anz. Garage zum 1. Jan, im Stadtparkviertel z. 2 wo Angeb. mieten gesucht.“ 30 Ruten, jährlich 12 Mk. Pacht, mit graß. Laube(385 ), bill. z. vrk. N. V. 55 Anzeig. Eine seit 12 J. nde bestehende Schuhmacherei Schläszinmer 4türig, echt Nußbaum, 595.— RM. Gern zeige„ich jedem, Interessenten diese Zimmer ohne. Kaufzwang. Besichtigung lohnt sich. Ehestandsscheine werden in iblung genomm. Möhellager Tecklenburg Fahrendellerstr. 20 (Nähe KaiserFriedrich=Platz). V. Beling Pol. Speisezimm. (tauk. Nußbaum), fast neu, Dauerbrenner(Küppersbusch), poliertes Schlafzim.(Mahagoni), sast neu, Reformküche(weiß Schleiflack), komb. Herd Lüppersb.) weg. Auflös. des Hausb., au verks. Rechener Str. 18, 1. Etg., Tel. 63312 Clemensstraße 6 1 Min. vom Hbf. Kinderpult billig zu verkauf. Ausk. Anz.(25599 sgummibereift, bill. zu verkaufen. Theovor Droste, „Milchhandlung, .=Gerthe, Castro= per Hellweg 414. Fast neues Klavier billig zu verkauf. Alleestr. 94, 1. Et. Moderne Uochn-Riche echt Nußbaum, für 295.— Mt. gegen Barzahl. zu verk. Möbellager Tecklenburg Fahrendellerstr. 20 (Näbe KaiserFriedrich=Platz) Küchen Monatsrate 10.— RM. an. Schlafzimm. Monatsrate 15.— RM. an. Geringe Anzahlg. auch in Raten. Günstig. Angebot in Speise. zimmern Klavier Bochum, Wittener Str. Ecke Trankgasse. Ruf 61281. Eiche ger., mit echt Nußbaum, Büfett Kredenz, 1 Ausziehtisch und Polsterstühle Gebr. Küche gut erh., Fabrik.: Philipps, Frankf. a.., auch Dukanola sehr günst. z. verkf. Abe=Str. 1 (im Geschäft). Mehr., gebrauchte Pianos nur gute Fabrik., in best. Zustande, preisw.„abzugeb. Reuter, Pianohdl. Clemensstraße, 5. Verkauf:—7 Uhr Kaut=-Geluche) Bauplatz für Mehrsam.= od. Doppelhaus. Nähe Milchhos. Deutsch=Lux, Altenboch. oder Ehrenseld, sofort zu kaufen gesucht. Angeb. mit Lage, Größe und Preis usw. unter L. M. 25686 Anzeiger vier u. Herd sehr billig zu verkauf. Zurek, Bochum 5. Poststraße 27. 298.- IIIk. Schlafzimmer aer; sonme so ensgal. Betten m. Zahlung Möbel Wohnzimmer= schrilte sehr preiswert. I. Linohaie 2 engl. Betten m. Matratz., Kleiderschrank, Nachtkons. Gaskronleuchter, Gaskocher, Reisekorb bill, zu verk. Oskax=Hoffmann= Str. 33, 3. Etage. Ss sie n postlag. Witten. Massive Gartenlaube a. Abbruch, billig zu verkaufen. H. Kropf, Gustavstraße 24. Zurückgenommen., schweres, eichenes Schlafzimmer Kleiderschrk. 2 m, schön. Modell, besond. preisw., zu verk. Eine Besicht. lohnt sich. Möbelwerkstätten Bochum, Gußstablstraße 10, neb. der Christuskirche. Schlafzimmer Küchen veise 2schläfr., gebr. Beiistelle u. Matr. bill. abz. mögl. mit Bad, in Nähe Mietgesuche (möblierte Zimmer) Nähe der Stadtmitte, z. 1. 1. od. 1. 2. 1937 gesucht. natur las., Büfett, Anrichte, Tisch, 2 Stühle, 1 Handtuchhalter Näbe Stadttheater. Hermannshöhe„7, 2. Etg., frdl. mbl. Zimmer zu verm. Besicht. v. 11 Uhr. Herner Straße 24, Rademacher, gut möbl. Herrenzimmer zu vermieten Jägerstr. 6, 3. Et., möbl. Wohn= und 1% b.(2 Bett.) o. sp. zu vm. Preisangeb. unter H. R. 25602 Anz. =.=Wohng. m. Stall o. Unterstellraum für ein Motorrad, v. 15. Dez. od. 1. Jan. gesucht. Preisang. G. S. 25650 Anz. Höh. Beamter jsucht für spätestenzz, 3. Jägerstr. 2, 3. E. r Näbe Hbf., frdl. möbl. Fro möbl. Frontzim. zu vermieten. Joachimstr. 8, 2. E. rechts, gut möbl. Zimmer zu verm. Klosterstr. 20.., sauberes Schlafzimmer zu verm. Kortumstr. 11, 2. E. möbl. Zimmer zu vermieten. Kortumstr. 21, II. möbl. Zimm., evtl. f. 2, m. Pens., z. v. Kortumstraße 33, 2. Etg., gt. möbl. Zimmer.,(Stadtmitte) für sofort preisw. zu verm. Kreuzstr. 15, 2. Et. saub. möbl. Zimmer zu vermieten. 1r:0 1. Januar 1937 -.=Wohng. m. Bad u. Zubeh. in ruhiger Lage. Preisangeb. unter N. K. 25651 Anz. Betriebsbeamter in sich. Posit.(3 Pers.), ruhig. Familie, sucht..37 SPi- shn. Ehrenfeld o. Näh. Ehristkönig bevrz. B. E. 25633 Anz. Suche z. 1. Jan. oder später eine Jung. Mann sucht sauber möbl. Zimmer O. M. 25418 Anz. Jung.„Mann sucht freundlich freundlich[=.=Woh.(Werfsz möbl. Zimmer mit geller“ Siak mit Heiz. u. Licht, u. Land, Mietpr. Stadtteil Hamme 27 M, geg. 3 o. 2 oder Nähe. Zim. in Stadtm. E. W. 25527 Anz. Siebeckstr.19, 2..l. abgeschlossene --.mit Gas u. elektr. Licht. Ebrenf. od. Stadtmitte bevorz. K. F. 25628 Anz. Kronenstr. 2. 1. E. gut mödl. Frontzimmer zu verm. Kronenstraße 18 frdl. möbl. Zimmer zu vermieten. Kronenstr. 63,.E. einf. mödl. Zimmer zu vermieten. Märkische Str. 4, Snöch. Ainn. (Wohn= u. Schlafz.) sofort zu vermiet. Poststr. 8g, möbl. Wohn=Schlafzim. m..=Heizung sofort zu vermieten. Kaufm., Beamter (3 erw. Pers.) sucht zum 1. Jan. 1937 Wohnung v. 3½—4 Zim. od. 3 Zim. u. Manf., m. Bad. Preisang. K. B. 25636 Anz. Nähe Hermannshöhe, von ruhig. Leuten zu mieten 8“ 6356 Möbl. zimmer mit Badbenutzung und Zentralheizung für sofort gesucht. Telephon erw. A. P. 2222 Anz. 193.— RM. Möbelhaus VI. Bellng Clemensstraße 6 1 Min. vom Hibt. Eine Anzahl gebr. Ladentisch= eshliche für Lebensmittelu. Feinkostgeschäft, gut erhalten, bef. billig abzugeben. H. Rürup, Hagen=Haspe, Fabrik f. Ladeneinrichtungen. Lieferung frei Haus. Speisezimmer Herrenzimmer Polsterwaren Einzelmöbel in groß, Auswahl kaufen Sie gut u. preiswert im Möbelgeschäft Gerh. Kissenbeck, Vengandstraße. 38. Ebestandsderlehen werden angegon. .=Altenbochum, Laerstr. 23, 2. Et. Schtaf Zimmer Einige jest neue Piano: preisw. auch geg. Ralen abzugeben. Verlangen Sie Angebot von Plano-Fabrik Roth&a. unius Hagen I. W. Behnhofstr. 29. PE PPVENT Wauptnh in nur gut. Wohnl., volle 4geschossige Bebauung muß zulässig sein, ca. 42 m Straßenfront, ca. 25 m Tiese, an ausgebauter Straße sofort gegen Barzahlung zu kauf. ges. Architekt Herm. Dietrich, Oskar-Hoffmann=Straße 178, Ruf 61206 Wielandstr. a2-44 CNöne Brucksii.) RadioNetzanschlußgerät (Siemens), mit Lautspr. u. Grammophon=Tischapp. billig zu verkauf. Bülowstraße 14. Gelegenheitskauf! Wenig gebrauchte harmonika Markeninstrument billig abzug. Kortumstr. 67, 2. Et. —3500 Kubikmeter guten Lehmboden ab Baustelle Brenscheder Str. sofort abzugeben. Eilangehote an Bauverein kameradschaftlicher Selbsthilfe, Brenscheder Straße 17 Für einen schnell entschlossenen Reflektanten suche ich in ruhiger Arane ein an Wohnlage autbürgerliches mit etwas Garten. Preislage um 25000 RM. Volle Barauszahlung. Carl Zum Gahr, Grundstücksmakler, Kortumstraße 52, Ruf 62123. Kl. Herd, klein. -3amil.-Haus in gut. Wohnlago zu kaufen gesucht. A. 25167 V. Auto-Anhänger! Garantiert sollde und elegante Ausführung für alle Sonderzwecke. Hilbert& Co. Horst-Weasel-Straße 46 Anz. mit Garten, Weitmar, Linden od. Stiepel zu kaufen gesucht. Eh. 25581 Anzeiger. Bauplatz für Zweifamilienbaus, in gute, Wohnlage, gesucht. R. M. 25503 Anz. Bauplatz #e# Kleiderschrk., 2 Metallbett. mit Matr. Waschtisch u. Federbetten z. kauf. gesucht.(25585 Ausk. Anzeiger. Frauenhaar kauft Puppendoktor Hollenbach, Dorstener Str. 77. Moderne spartes Modell, komplett Erst.tun, fast neue 363.— RM. Möbelhaus Naturküche sast neue Laute 160 195 Tauschgesuche, (Wohnungen KUCHEN UND SCHLAFZTMMER cm, für Mk. zu verkauf. Möbellager Tecklenburg, Fahrendellerstr. 20 (Nähe KaiserFriedrich=Platz). Fast neuer Kleid. Schrl., weiß. Beit m. Mtr. b. z. brk. Bergstr. 27, 1. Et. D. Beling sclag, 12er-nnig, . Soing 1 Min. vom Hbf. wert zu verkauf. Schneider, Dorstener Str. 11. Komplette— Gebr., versenkbare Galst neid., Gad-pre ab 946z: Sebr. heizosen(Astania), Kast. Rähmasch.“ große Stehlampe von Mehrere Hansa=Personenwagen Jun 1100 und 1 200 Typ 1100 und 1700 Cabrio=Limousinen u. Limousinen wenig gelausen, preiswert abzugeben. Ratenzahlung wird weitgehendst berücksichtigt. Egro" Gebrüder Bochum, Viktoriastraße 11. Tel. 67 400 30 Ruten, Stadtnähe, gegen, Barzahlung zu kaufen B. beluc v. L. 256 25641 Anz. Gebrauchte bretter Kaufe altes G 0 L D Zahngold SILBER Platin, Brillanten Bochumer Schmuckkasten Inh. W. Gläser. Juweller, Gen.Bescheid ll/ 7730 Kortumstraße 51 Altblel wird angekauft. Glasmalerei Engels Wielandstraße 6. Schlaszimmer echt Eiche. m. Tisch u. Schirm, von 18 Mk. an. Kanonenofen, Neuter, Glemensstr. 5 Gitarre w. Platz= mang. bill.„prk. dod Sem Tempe Prltschenwugen 320.— RM. Tansche meine Woh. IN GROSSER AUSWAHL 2 gut möbl. Saner von 1o.„Ehevaar, deler Kolonie) gen ge u ch t- et ger g. 25619. Unz., Wielandstrazz4(Nöhe Bruickste). 2. 6. 25648 Anz. Schöne Simmer gngen#oimmer Zmmer gegen 3 Zimmer möglichst„Jepgrat. zu tausch. WeiherT. T. 25729 Unz. straße 49, 3. Etg. Tausche meine=.=Wohn. (Werkswohn. Horgen—=.=Wahn gestrichen, 250.— RM. Rüchen in Natur. Schleiflack u. Nußbaum, besonders billig. Umarbeitung von Möbeln. Möbelwerkstätten Szech wang. Pill. 1. b Ausk. Anz.(25691 Gute Original= Gelgermäle preism, zu verkf. Uhlandstraße 5, 3. Etage. Jakobstraße 9, Nähe Stadttbe theater. Schönes modernes Verräufe In bester Wohnlage Am Glockengarten und Am Pappelbusch habe ich noch straßegn aßenbaukostenfreie Daustenen Pilgrimstr. 3, an d Königsallee, gut möbl. Herrenund Schlalzsium. m. 1 od. 2 Bett., in ruh. Lage, mit oll. Bequemlichkeiten, zu vermieten. Uhlandstr. 9. 1. Et. gut möbl. Frontzimmer evil. mit 2 Betten, mit od. ohne Pension, an solld. Herrn oder Dame sofort zu vermieten. N. Lo. 6356 Anz. Ehepaar mit ein. erwachs. Sohn sucht z. 1. 1. 37 eine --ZimmerWohnung evtl. m. Stall. Nähe Zeche Präsident. L. R. 2 Anzeiger. ..37 0. sp. zu verkaufen. Auch Finanzierung von Hauvorbaben. An####,## Mnns Heinrich Dehl. Gutshof. Am Pappeldusch 8, Telephon 68512, anwesend Dienstags und Freitags anweseno uch auf Tellzahlung Leistungsfähiges, christl. Unternehmen liefert allen, die den Nachweis fester Beschäftigung erbringen, Küchen, Schlaf=, Speise= u. Herrenzimmer sowie Einzelmöbel aller Art gegen einen Kredit von 24 Monaten, erste Rate gilt als Anzahlung. Strengste Diskretion sowie neutrale Belieferung zugesichert. Fordern Sie heute noch unseren reichhaitigen Katalog oder Vertreterbesuch Mriagurg g Puissurgee, Spseiseriager Nähm.=Vertrieb, Verkauf:—7 Uhr. Versenkbare Nähmaschinen neue u. gebraucht. zu sehr bill. Preis. sowie Fahrräder billigst. Reparaturen gut u. chnell. Fachgeschäft E. Bögge, Dorstener Str. 22. Nod dem monik-Priischenwugen sämtl. Fahrzeuge im neuwertigen Zustand. preiswert zu verkaufen, evtl. Ratenzahlung. „Egro" Gebrüder Bochum, Viktoriastraße 11, Tel. 67 400 zu kaufen gesucht. L. L 6366 Anz. Besseres, sehr gut erhaltenes :— Seisehiane mit Queues u. Kugeln gegen bar o. Kredit zu verkf. Teleph. Auskunft unt. Nr. 81373. Fahrräder in ia Ausführung. Fahrradhandlung Kurze, Brüderstr. Neumarkt. Schnellwaage 1 Spartwagen billig abzugeben. Möbellager Tecklenburg. Fabrendellerstr. 20 (Näbe KaiserFriedrich=Platz). (Berkel) billig zu verkaufen. Herner Straße 114a. Spornwggen b. zu verk. Paesgen, Fahrhdl., Alleest. 16 Der Ehemann, der Junggeselle. die junge Frau, die Omama durchstöbern morgens alle schnelle die Kleinanzeigen des B. A. Drum inseriere auf der Stelle. daß man es weiß: Du bist noch da! Weseler 99 1ae, Preis 2510 3500 ersikl. Layg, g# gttene 20 Wrg verk. H. Jaeger, Wittener Straße 5 himmer Bad, mögl. mit kl. Garten v. ält. ruhig. Ehep. ges. Z. G. 25679 Anz. Suche für sofort 2 große oo. 5 kl. aroß Zimmer J. N. 25709 Anz. Abgeschl. Et.-Haus, zentrale Lage, Ia in Ordnung. 3000 Anz. In Zinshaus, Süden, 20000, b. 12000 Anz Gesch.-Haus, Büden, 16 000, b. 10000 Auzehlu## Srt T -Fam.-Haue, Stadtpark, Garten und Garage. 20000 Anzahlung. -Fam.-Haus ziemlich neu, niedrige Steuern, eint. Werkst. 16 000, b. 3000 Anz. -Fam.-Haus mit Garten, 13 000, bei 8000 Anzahlung. Kl. Wohnn., Fachwerk. ½ 2. Garten, billig zu verkaufen. Wollen Sie ein Haus kaufen oder verhauten. so wenden Sie sich an Abscle Silserhs liefert Küchen, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Polstermöbel, Ankerteppiche gut und preiswert. Ebestandsdarlehen u. Kinderreichen=Beihilfe werden angenommen. Auf Wunsch auch ab Fabriklager neueste Modelle in allen Edelbölzern in größter Auswahl. Dowvelschreibt. Geldschran Dauerbrenner Bischilosg kombinierter Küchenberd SAlhise Verdietkwagen Haldiore Kellerhaus Bochum=Riemke, Hernerstr. 369/371. Dauerbrenner billig„zu verkauf. Markstraße 80a. wrorn nur Soon Achtung Mobelräufer! Wer will ab Fabrik gut und I. Kult, Rraiack- älis usisächlich eu euntun Zimmerofen zu verkaufen. Ausk. Anz.(25672 Motorrad,— Imperia, 500 ccm, billig zu verkauf. Johanniterstr. 15, (3. Etage.) Großer Herd Steuerfreies Mildl-Mlolorned 300 cem, neu überholt, zu verkaufen. Lindner, BochumQuerenburg, Stiepeler St. 179. mit Aufsatz zu vk. Essener Str. 252. Gasbabcosen, fast neu, weg. Umzug billig abzugeben. Heckertstraße 110, 1. Etage rechts. Hdler, 1 prima Verfass., a. als Lieferwage. geeignet, Preis 280— zu verkauf. P. S. 25577 Anz. Bestecke 100 gr Versllberung Porzellane Kaffee-Tafeiservice usw. Teppiche Verbinder und LAufer Polster- und Kleinmöbel 6 Wochen alte Terkel zu verkaufen. Bergstraße 224. nur Merkenware 12 Menater. Katalos frei Breidenbach Köln, 8. ückeneir. Guter Zieh, oder Soshund und ein. vierräder. Handwagen auf Federn billig zu verkaufen. Schmechtingstt. 6. aus Privathand z. kaufen gesucht. Preisangeb. unter N. K. 6350 Anz. Gut erhaltenes Klavier geg. Kasse zu kauf. ges. P. R. 6090 Anzeiger. Gut erh., steuerfreier Praiunen 4sitzer, mögl. aus Frivatband zu kaufen gesucht. Angebote mit Typenangabe und Baujahr unter O. P. 6081 Anzeiger. Gebr., noch gut erhaltenes Kinderauto und Eisenbahn zu kaufen gesucht. Preis ingeb. unter K. S. 66 Anzeiger. Gebr. Kinderauto oder Dreirad zu kauf ges. Friederikastt. 8, 1. Etg. 3 gebrauchte Madloradbeck. 26X2.85, zu kauf. gesucht. Buradorf, Castroper Str. 1. Kause am Montag, 16. 11., in Bochum, im Volkshaus, Moltkemarkt, von —3½ Uhr, jeden Posten Kanarien= hähne zum Export. Wins, Essen. Kaufe Dienstag, 17. 11. 36, in Bochum, Königstr. 9, bei Lasch, v. 14.30 bis 15 Uhr, jeden Posten gelbe und bunte Kauarien= hähne für Erport. Geschle. Germichtes) Hoffer Taschen Mappen sowie a. Reparsturen und Ersatzteile Gänse Gut erhaltener Kinderwagen bill. zu verkauf. Brückstraße 60, 2. E. r. Anhänger Kinderwapen zu vrk. Josefinenstraße 21, 2. Etg., Hinterhaus. Kinderwagen zu verkf., Herner Straße 172, oben. f. Personenwagen verkauft Kuhnert, Wittener Str. 111 Geschlossener Framo Westfülische St. 16 2. Eig., frdl. mbl. 8. m. u. oh. Pens. Städt. Arbeiter s. J. 1, Jam, 9d. 1B. z. 1. Jan. od. fp. Reheschreidmaschinten .2„Mohng neu, RM. 109,50 und RM. 130.—; .... auch in kleinen Raten. P. R. 25622 Anz. Friedrich Horst, Wittener Straße 14. Friedrich Höltkemeyer Möbelfabrik—.=Langendreer. Annahme von Ebestandsdarlehen Billig zu verkauf.: Zweisch., Heitstell. m Sprungf.= und Auflage=Matratze, 2fl. Gasherd, Rohrstühle, Waschkessel, BadeStraße 180. 2 Wagen 40 u. 80 Ztr. Tok. edite Hinterlad,, steueru. führerscheigiret, in allerbest. Zust., billig zu verkauf. R. Kepper, Wittener„Str. 98. Ruf 63114. Tsteillge besteckgarnituren * mit 100 Gr. Silberauflage u. rostfreien Klingen. 30. Oefantte, liefere ich zu IX11 95.00 RM1. gegen 10 Monatsraten. Katalog gratis J. Ostern, Wiesbaden 271 u 20 Sühnerküken (frühe Brut), und Runkeln zu verkf. W. Eppendork Bärendorferstr. 23, am Hunbepott. (für Spediteur geeignet) und ein mittelschweres Pferd Rontrailkaen neue u. gebrauchte urban Telephon 65295. zur Zucht u. Mast, 0 nn Handharmonika chromatisch 25/12 od 25/24, gut erhalt., zu kauf ges. Chem. Lederfärbere Hortumstr. 48 (Ecke Roststraße) Leibbinden Bruchbänder a105 Pharit- Buse Bunmienriugse Prima Fleisch=Bratgänse, frisch in Postpak. v.(—12 Pfund. 70, 80. 90 Pf.„ Pfd. Fette 1 Mk. Enten—6 Ptd. —1,10 Mk. Wald. hasen im Fell 60 Pf. à Pfd. gegen Nachn. Fr. Gugat, Ödolin bei Groß Friedrichsdorf K. A. 25701 Anz. Gut erhaltener Pelzmantel zu kaufen gesucht. S. V. 25567 Anz. Guter Blautuchs zu kaufen gesucht. Preisangeb. unter B. E. 25555 Anz. liefer! Sanitäts=Haus Kortumstraße. Ecke Rottstraße. Getragener. Burschenmantel (15.) zu kaufen gesucht.„Angebote Seite 14 Nr. 268/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 14 /15. November 1936 Nachrichten aus Aus den=Eiadtenen Stadtteil Hordel Missionsveranstaltung. Im Evangelischen Gemeindehaus fand am Donnerstaa abend eine von der Reichskirchengemeinde veranstaltete Missionsversammlung statt. Missionar Dietrich von der Yünan=Mission erzählte in anschaulicher Weise aus seiner Missionararbeit. Stadtteil Hamme Totenglocke. Im Alter von 70 Jahren starb der Hausmeister der evangelischen Schule auf der Von=derRecke=Straße, Herbert Stein. Der Verstorbene hat über ein Menschenalter an dieser Schule als Hausmeister gewirkt und erfreute sich großer Beliebtheit. DAF. Bochum=Hamme. Die weltanschauliche Schulung für die DAF.=Walter und Warte, die keine Parteigenossen sind, findet Montag. 16. November. 19 Uhr, in der Wirtschaft Schulte, Von=der=Recke=Straße 100, statt. Stadttell Hofsiede=Marmelshagen Bußtagskonzert. Der Evangelische Kirchenchor veranstaltet, wie schon mitgeteilt, am Buß= und Bettag, nachmittags.30 Uhr, in der Kirche ein Konzert. Zu der Feierstunde wird die ganze Gemeinde hiermit nochmals eingeladen. Silbernes Vereinsjubiläum. Der Verein ehemaliger Jäger und Schützen feiert am Samstag abend in festlicher Weise bei Dorlöchter sein 25jähriges Bestehen. Mit 13 anderen Interessenten wurde der Verein vor 25 Jahren vom Kameraden Wittkämver gegründet. Eine große Zahl Mitglieder nahm am Weltkriege teil. Neun starben den Heldentod. Ihre Namen sind: Fritz Galland. Hermann Schalk. Leovold Möller, Josef Galland, van ten Hoogen, Josef Riese. Heinrich Nottebaum, Josef Keimer und Julius Hickfang. Im Jahre 1925 trat der Verein dem Deutschen Jägerbund bei und schloß sich dem Kreis=Kriegerverband an. Stadtteil Riemke Arbeitsjubilar. Auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Gewerkschaft Vereinigte Constantin der Große, Schachtanlage 6/7, kann der auf der Tivvelsberger Straße wohnende Kesselwärter Anton Borsimski zurückblicken. Zwölf Jahre hat er die Lokomotive der Schachtanlage gefahren. Riemker Hitler=Jugend im Einsatz für den Vierjahresplan. In seiner Sportvalastrede hat Ministerpräsident Göring angekündigt, daß er in das deutsche Volk Sammler hineinschicken wolle, um sämtliche Altmaterialien aus den Haushaltungen herauszuholen. Auf Anordnung des Reichsjugendführers hat sich nunmehr die Hitler=Jugend als erste Organisation zur Verfügung gestellt. Ab nächster Woche wird die HJ. in Riemke die Sammelaktion eröffnen. Am Montag werden die Kameradschaften Musmann im Bezirk der Herner bis Brünselstraße und Paul Meier im Bezirk des Zillertals mit dem Sammeln beginnen. An die Hausfrauen ergeht die Bitte, soweit vorhanden, die aufbewahrten und überflüssig gewordenen Metalle bereit zu halten.„Kein Stück Altmetall darf der deutschen Wirtschaft verlorengeben. Stadtteil Bergen Silberne Hochzeit. Am Sonntag können die Eheleute Invalide Felix Lietz und Frau, Juliane geb. Tittel, Schultesche Heide 32, ihre silberne Hochzeit begehen. Stadtteil Grumme=Böde Gesegnetes Alter. Heute vollendet Frau Dr. Maria Bange. Am Gersteinring 87, ihr 96. Lebensjahr. Die Hochbetagte erfreut sich im Stadtteil Grumme=Vöde, besonders aber in der evangelischen Gemeinde, der höchsten Wertschätzung und des größten Ansehens. Die Wunsche aller, die sie kennen, gehen dahin, daß ihr Lebensabend, den sie bei ihrem Neffen, Professor Dr. Böhme, verbringt, noch recht lange dauern möge. Stadtteil Hiltrop DAF.=Versammlung. Am Samstaa, 14. November, 20 Uhr, hält die DAF.=Ortsverwaltung Hiltrov=Bergen ihre diesjährige große Ortsversammlung in der Festhalle des Parteigenossen Feierabend in Bergen ab. Es spricht dort der Parteigenosse Trivschau über wichtige Tagesfragen. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, an dieser Versammlung teilzunehmen. Der Eintritt ist frei! Stadtteil Gertbe Ehrungen zur goldenen Hochzeit. Aus Anlaß der goldenen Hochzeit der Eheleute Jakob Pogorzeiski, Langelohstraße 39, fand am Freitag vormittag in der St.=Elisabeth=Kirche eine besondere Feierstunde statt. Im Anschluß an die hl. Messe trat das Jubelpaar vor den Altar, wo Pfarrer Normann den Ehebund der beaehen he Feier Das JuHochbetagten noch einmal erneuerte. Im Laufe des Tages wurden dem goldenen Jubelpaar noch mancherlei Ehrungen zuteil. So übersandte die preußische Staatsregierung durch einen Beauftragten des Polizeipräsidenten in Bochum ein Glückwunschschreiben und ein Geschenk, wie auch der Erzbischof Caspar aus Paderborn dem Jubelpaar durch Uebersendung einer Glückwunschurkunde eine besondere Freude bereitete. Im Silberkranz. Ihre silberne Hochzeit heute die Eheleute Alerander. Die kirchlich ist nachmittags 3 Uhr in der Christuskirche. 2 belpaar wohnt Schwerinstraße 8. Filmvorführung für die Hitler=Jugend. Für die HJ. der Stadtteile Gerthe. Harven und Hiltrov wird am Sonntag morgen im Union=Theater an der Hiltrover Landwehr der Film„Der Höhere Befehl“ aufg ährt. Darbietungen der HJ. umrahmen die Vorführung. An der Filmstunde nehmen sämtliche Formationen der Hitler=Jugend in den genannten Stadtteilen teil. Die Eintrittskarten zum Preise von 20 Pf. werden von allen Einheitsführern bzw. Führerinnen der HJ., des Jungvolks, des B2M. und der Jungmädel ausgegeben. Außer den regelmäßigen Jugendfilmstunden in der Bochumer Innenstadt sollen in Zukunft auch in den Außenbezirken Bochums mit eigenen Lichtspielhäusern Jugendfilmstunden zur Durchführung gebracht werden. Es wird dadurch vor allem erreicht, daß unsere Jugend in den Randgebieten der Stadt, die durch die weiten Anmarschwege bisher nur zum geringen Teil an den Jugendfilmstunden teilnahm, ebenfalls restlos erfaßt wird. Stadtteil Harpen Bekenntnisgemeinde Harpen. Am 16. November soll die erste Jungmütterstunde der Bekenntnisgemeinde im neuen Heime in der Dellenstraße stattfinden. Frau Pastor Schloemann(Werne) wird einen Vortrag halten.— Am Dienstag, 17. November, 20 Uhr, ist ein Filmabend der Rheinischen Mission im„Lobetal". Stadtteil Altenbochum Evangelische Gemeinde Altenbochum. Die Männer= versammlung muß in diesem Monat schon am dritten Sonntag stattfinden, da am vierten Sonntag das Totenfest gefeiert wird. Sie findet also am morgigen Sonntag, abends 6 Uhr, statt. Suverintendent Nieder= stein wird über das Thema sprechen:„Was sagt die Bibel von Tod und Leben?" Stadtteil Laer Missionsfest. Am morgigen Sonntaa begeht die Kirchengemeinde Uemmingen ihr Missionsfest. Am Vormittag predigt Missionar Dörmann, der erst in diesem Jahre von Nias zurückgekehrt ist. Am Nachmittag um 5 Uhr ist eine Missionsversammlung in der Kirche, bei der ein Film aus der Chinamission gezeigt wird. Die Gemeinde wird herzlich zu beiden Veranstaltungen eingeladen.— Am Tage vor Buß= und Bettag (Dienstag) ist um 5 Uhr nachmittags Abendmahlsfeier für die Alten in Querenbura. RSV., Ortsgruppe Laer. Am morgigen Sonntag, 10.80 Uhr, findet für alle Zellen= und Blockwalter im Lokale des Pa. Hans Zeiger eine wichtige Besprechung statt. Restloses Erscheinen ist Pflicht. Achtung! Hausgehilfinnen! Am Dienstag, 17. November, 20 Uhr, findet im Lokale des Pg. Gilbers, Werner Hellweg, ein Heimabend statt. Die Hausgehilfinnen werden gebeten, ihre Bekannten, auch wenn sie noch nicht Mitglieder der DAF. sind, einzuladen. Uebungsschießen des Bürgerschützenvereins. Das Uebungsschießen der ersten Komvagnie des Bürgerschützenvereins 1885 findet nicht, wie vorgesehen, am kommenden Sonntag, um 14 Uhr, sondern bereits morgens um 9 Uhr statt. Die Uebungen werden auf dem Schießstand Benner, Laerbeide, ausgeschossen. Stadtteil Werne Ein Abend voller Freude! Die Deutsche Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", veranstaltet am Sonntag, 29. November, um 19 Uhr, in Werne im Jungmannschen Saale einen Varieté=Abend, der infolge der Reichhaltigkeit seines Programms auch den Verwöhntesten zufriedenstellen wird. Es ist Vorsorge getroffen, daß nur Stuhlreihen vorhanden sind und nur so viel Karten ausgegeben werden, als Stühle aufgestellt sind. Eine große Beteiligung ist zu erwarten, so daß wir jedem empfehlen, sich schon jetzt bei den zuständigen Zellen= und Blockwarten oder aber in der Geschaftsstelle der DAF., Kreyenfeldstraße 35, Eintrittskarten zu besorgen, die 0,50 RM. je Stück kosten. Siedlungsbau. Der Bau der Siedlungshäuser auf dem Kokereigelände zwischen der Vollmondstraße und dem Werner Hellweg schreitet rüstig vorwärts Ein Dopvelhaus an der Vollmondstraße konnte bereits gerichtet werden. Bis zum Frühjahr sollen die angefangenen Häusern bezugsfertig sein. Von den insgesamt 150 vorgesehenen Wohnungen sind 90 für den ersten Bauabschnitt vorgemerkt. Von diesen sind ungefähr die Hälfte bis zum Erdgeschoß hochgezogen. Mit den Arbeiten sind fünf Bochumer Unternehmer betraut. Stadtteil Langendreer Promotion. Der am hiesigen Knappschaftskrankenhause tätige Assistenzarzt Karl Jäger: Sohn des Rechnungsprüfers Jäger in Wattenscheid, Bochumer Straße 75, promovierte an der Universität Marburg zum Dr. med. Frohe Stunden bei den Eichsfeldern. Die Mitglieder des Eichsfeldervereins hatten sich am Sonntag abend im Saalbau„Zur Post" recht zahlreich eingefunden zu frohen Stunden. Vereinsführer Simon Franke eröffnete den Abend mit herzlichen Grußworten. Ein buntes Programm wurde anschließend abgewickelt, bei dem sich die Mitglieder auch an einem Wurstessen gütlich taten. Der Humorist Rudi Marris erntete großen Beifall. Im weiteren Verlaufe wurde auch ein lebendes Bild gezeigt, das eine naturgetreu wiedergegebene Spinnstube aus dem Eichsfeld zeigte Gemeinsame Lieder, humoristische Vorträge und ein Tänzchen füllten die Stunden angenehm aus. Kaninchen= und Pelzschau. Der dem Reichsbund Deutscher Kleintierzuchter angeschlossene Kaninchenzüchterverein W 259 Langendreer. veranstaltet am Samstag und Sonntag bei Heemann eine Kaninchenausstellung, der durch die Mitwirkung der Fachschaft Fellverwertung W. 20 eine besondere Bedeutung zukommt. Arbeitsunfall. Bei Ausübung seiner Arbeit verletzte sich der Rangierer Heinrich Völling. Am Küsterland, derart, daß er ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Stadtteil Wiemelhausen Evangelische Gemeinde, Petribezirk. Die Totensonntagfeiern auf den städtischen Friedhöfen Querenburg und Wiemelhausen werden in diesem Jahre von Pfarrer Bertelsmann und Pfarrer Dr. Klein gehalten werden. Am Totensonntag, nachmittags 5 Uhr, ist in der Petrikirche Gottesdienst mit anschließender Beichte und Feier des heiligen Abendmahls. Die Prediat:„Licht am Totenfest", hält Pfarrer Treichel, der damit die Evangelisationswoche eröffnet.— Im Jugendaottesdienst am morgigen Sonntag, abends .30 Uhr, in der Petrikirche, hält Pfarrer Schäfer (Gerthe) die Prediat. Stadtteil Querenburg Theaterverein Querenburg. Der Querenburger Theaterverein hielt am Sonntag im Vereinslokal Eggermann seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Nach Abnahme des Geschäfts=, Kassen= und Spielberichts hielt der Gaufachschaftsleiter von Westfalen. Hadem (Gelsenkirchen), einen längeren Vortrag der dankbare Hörer fand, über die Aufgaben und Ziele der Volksbühnenspielvereine. Nach einer kleinen Pause folgte die einstimmige Wiederwahl des Vereinsleiters Aug. Boß Als seine Mitarbeiter bestimmte er folgende Mitglieder wieder: Stellvertreter Hugo Lohmann, Schriftwart Heinrich Brackelmann Kassenwart und Bühnenleiter Gustav Thevas, Beisitzer Willi Kümmel, Fritz Friedeheim und Fritz Schwenael. Am zweiten Weihnachtstag feiert der Verein wie alljährlich im Saale Hahne seinen Theaterabend. Aufgeführt wird das heitere Volksstück in 4 Akten„In einem kühlen Grunde". Stadtteil Weitmar Missionsfilm. Am Montag, 16. November, abends 8 Uhr, wird im Kindergarten der Bekenntnisgemeinde Bochum=Ehrenfeld von der Rheinischen Mission ein Chinafilm„Yülan“ vorgeführt. Dienststunden der Deutschen Arbeitsfront, Ortswaltung Weitmar. Die Ortswaltung der Deutschen Arbeitsfront Bochum=Weitmar befindet sich Blankensteiner Straße 19. Sprechstunden sind: von Montag bis einschließlich Freitag von 18 bis 20 Uhr, Samstag von 16.80 bis 17.80 Uhr. Stadtteil Baak Tragischer Tod eines Kindes. Von einem bedauerlichen Schicksalsschlag heimgesucht wurde am Donnerstag die Familie B. im Ortsteil Baak der Großgemeinde Winz=Baak. Beim Spiel kam der etwa acht Jahre alte Sohn der Eheleute derart unglücklich zu Fall, daß er sich eine Kopfverletzung zuzog und mit einer schweren Gehirnerschütterung dem Hattinger Krankenhause zugeführt werden mußte. Hier ist der Kleine trotz sofortiger ärztlicher Behandlung seinen Verletzungen erlegen. Personalnachrichten Tine rn Cannausei=Kenzen Biblisches Alter. Der Invalide Johann Dureck, der in Linden eine bekannte und beliebte Persönlichkeit ist— besonders mancher vaterländische Verein hat ihn zu seinem Ehrenmitglied gemacht— kann heute seinen 79. Geburtstag in seiner Wohnung auf der FriedlicherNachbar=Straße feiern. Im Kreise seiner vielen Kinder und Enkelkinder wird er diesen Tag als einen ganz besonders schönen Festtag empfinden. Ein sonniger Lebensabend für den noch ziemlich rüstigen Hochbetagten sei unser Wunsch. 25jähriges Ehejubiläum. Im trauten Kreise der Familie und Bekannten feierten am Freitag dieser Woche die Eheleute Martin Schönrath und Frau, Elisabeth geb. Jach, Im Stapel 40, ihre silberne Hochzeit. Silberjubiläum des Katholischen Kirchenchors Linden Am 29. November soll eine Gemeindefeier aus Anlaß des Jubiläums sein. Luftschutzübung in Linden. Kommenden Donnerstag findet für den Stadtteil Linden eine Luftschutzübung statt, und zwar für ein Gebiet, das durch die Hasenwinkeler Straße und Kesterkamp, Schuhfabrik Drenhaus und Lindener Straße eingegrenzt wird. Die Hattinger Straße wird von 16.80 bis 17.30 Uhr gesperrt. Beginn und Schluß der Uebung werden durch die bekannten Sirenenheultöne angekündigt. Helft unseren ärmsten Volksgenossen! Kaltes und reanerisches Wetter begleitete die Sammelaktion am Freitag für das Winterhilfswerk in Linden. Aber die treuen Helfer der Lindener Sanitätskolonne ließen es sich nicht verdrießen, mit vollem Einsatz ihre den ärmsten Volksgenossen geltende Tätigkeit auszuüben. Und als es dunkel wurde, und der Regen noch immer ohne Unterlaß durch die Straßen veitschte, sah der Wagen manche schöne Spende als Inhalt: und in den Sammel= büchsen hatte sich mancher Groschen zum andern gesellt. Auch die Lindener Geschäftswelt gab. was in ihren Kräften stand. Leider wird wohl die Sammlung wegen der Unaunst der Witterung— sofern sie bestehen bleibt— nicht fortgesetzt werden können. Sie wird begehen die Eheleute Friedrich Charlot:= Am 14. November Zakrzewski und Frau, Charlotte geborene Danielzik. Gußstahlstraße 48, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubelbräutigam wurde am 5. Dezember 1865 in Lyck(Ostpreußen), seine Ehefrau am 4. April 1864 geboren. Das Jubelpaar erfreut sich bester Gesundheit. Die Trauung ist morgen nachmittag um 8 Uhr in der Christuskirche. Der Oberpostschaffner i. R. Fritz Emde begeht am heutigen Tage in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 85. Geburtstag. Herr Emde gehört über 50 Jahre dem Kriegerverein an und ist als ehemaliger 80er ein sehr reges Mitglied in der Kameradschaft ehemaliger Soldaten des Xl. Armeekorps. Auch hier wie in seinen Kollegenkreisen ist er sehr beliebt. Die besten Wünsche für seinen ferneren Lebensabend begleiten ihn auch fernerhin. Der Beirat des XI. Armeekorps überbrachte die Glückwünsche und überreichte ihm ein schönes Bild von unserem Führer. Die Meisterprüfung an der Handwerkskammer in Dortmund bestand Heinz Gawlick, Klosterstraße 1. Vor dem Meisterprüfungsausschuß der Handwerkskammer zu Dortmund bestand der Elektro=Installateur Otto Knov die Meisterprüfung. Goldenes Ehejubiläum Am Samstag, 14. November, feiern die Eheleute Thomas Blaszik, Altenbochum, Wittener Straße 258, in körverlicher und geistiger Frische die goldene Hochzeit. Es entsprossen aus ihrer Ehe zwölf Kinder, von denen noch sieben leben. Der älteste Sohn ließ sein Leben fürs Vaterland. Gleichzeitig wünschen noch 20 Enkelkinder den Großeltern einen sonnigen Lebensabend. „ Ehrentafel des Alters Heute vollendet in aller Frische Volksgenosse Karl Barbinski, 2. Parallelstraße 18. in BochumVöde, sein 75. Lebensjahr. Von elf Kindern, die seiner Ehe mit seiner Gattin, mit der er am 22. April 1933 die goldene Hochzeit feiern konnte. entsprossen, leben noch acht, die mit 16 Enkelkindern und vier Urenkeln dem Jubilar ihre Glückwünsche darbringen. Karbinski, ein eifriges Mitglied des Ostvreußischen evangelischen Arbeitervereins, arbeitete 25 Jahre auf der Zeche„Prinz von Preußen". dann an einem der nächsten Wochentage ihre Fortsetzung erfahren. Filmveranstaltung der NS.=Frauenschaft. Die Ortsgruppe Bochum=Linden der NS.=Frauenschaft hatte ihre Mitglieder und fonstige Hausfrauen zu einem Filmabend eingeladen, der in der Hohenzollernschule abgehalten wurde und an dem sich die Frauen zahlreich beteiligten. In erster Linie handelte es sich bei diesem Filmvortrag um die Aufklärung in dem neuerlichen Kampfe des Führers gegen den Verderb. An die Körperbehinderten. Wir machen nochmals aufmerksam auf den am Samstag, 14. November, abends 8 Uhr, in der Wirtschaft Nüllmann, LindenDahlhausen, Hattinger Straße, von der Ortsgruppe Bochum=Linden=Dahlhausen des Reichsbundes der Körverbehinderten veranstalteten Vortrags= und Kameradschaftsabend. Es sind alle Körperbehinderten, sei es durch Geburt, Krankheit oder Unfall, zu dieser Veranstaltung eingeladen. Ebenso Vertreter von Partei, Behörden, Jugenderzieher sowie die Eltern körverbehinderter Jugendlicher. Zur Ausgestaltung des Kameradschaftsabends hat sich in freundlicher Weise u. a. die Unterhaltungsgruppe der Ortsaruppe Bochum des RBK., unter Leitung des Bundeskameraden Johann Wiemers, zur Verfügung gestellt. Der Beginn ist pünktlich 8 Uhr. In den Tod gegangen. In den Vormittagsstunden des Donnerstags nahm ein Gewerbetreibender an der unteren Dr.=.=Otto=Straße sich freiwillig das Leben. Traditionsecke Die Krieger= und Landwehr=Kameradschaft Bochum=Hofstede hielt am Sonntag ihren Monatsappell im Vereinsheim von Hören ab. Der Kameradschaftsführer gab seiner besonderen Freude über den außerordentlich starken Besuch des Appells Ausdruck— das Kameradschaftsheim war bis auf den letzten Platz besetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte er der vor kurzem verstorbenen Kameraden Mertenschledde und Schlinckert. Die Bundesführeranordnungen und Rundschreiben des Kreisführers wurden bekanntgegeben. Für Erfüllung der Bedingungen beim Schießen konnte dem Kameraden Brandschaedel die Bronzene Ehrennadel überreicht werden. Kameradschaftsführer Trümpener gedachte vor Schluß des Appells der Toten der Bewegung vom 9. November 1923. Kaufs-Stdch Clemenastraße 2, am Hauptbahnhof Radio. Fickermann BIücherstraße 30. Ruf 64639 M Cubd Gerat Heinr. Engelhardt Kemnader Straße 134 Ruf 81172 Kaufs-Vonscheidt Rottstraße, Ruf 66397 Kaufs Rupe. Saba-Geräte ihr Radio-Vamberg Essener Straße 43, Ruf 65227 Rottstraße 26, Ruf 65400 Radio-Hellermann Brückstraße 19, Ruf 63004 Das schönste Weihnachtsgeschenk ein„Saba“-Radio von Fr. Nammerschm iol Bochum, Markstraße 356 Ruf 81907 Für Kenner! Saba-Radio“ 99 Jos. Potthof! Linden, Hattinger Straße 769 Ruf 81671 iben! Nur RA A W W Bib- che hg #### chtebreims K M Hildegard Kringe Herbert Schwarz Verlobte Bochum-Weitmar 15.November 1936 Münster b. Bingen Marhstraße 389 Paul Köllermann und Frau Mali geb. Knettel beehren sich ihre Vermählung bekannt zu geben Bochum Bingen a. Rh. 14. November 1936 Ihre Vermählung geben bekannt: Albert Fork Hilde Fork geb. Hillebrand Bochum, Herner Str. 193, 15. November 1936 Traueranzeigen innerhalb 2 Stund. Buchdruckerei Brockmeuer Bongardstraße 4, Hellweg 6, Pieperstraße 3, Betrieb Spichernstraße 4. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, heute abend 7 Uhr meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende, gute Mutter. Schwiegermutter. Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante Enicrau-WenzLone Wilhelmine geb. Peter in die Ewigkeit abzurufen. Sie entschlief sanft im Herrn. wohlvorbereitet und öfter gestärkt mit den Gnadenmitteln unserer hl. Kirche, im Alter von 74 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Franz Lötte Familie Franz Beckmann Familie Joh Schmidt Bochum,(Sadhellwe 10), Oberbrügge. Niederbauer (Kr. Soest), den 12. November 1936 Das feierliche Seelenamt findet am Montag, dem 16. Nov., morgens 7¾ Uhr, in der Propsteikirche stait, anschliebend die Beerdigung um 9½ Uhr von der Kapelle des Friedhotes an der Blumenstraße. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche Es ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes! Ebr..4 Heute morgen 11.30 Uhr ging unsere liebe Mutter. Schwiegermutter. Großmutter und Tante Eriariche Bamfeizid geb. Kowalewskt still in Frieden heim. Sie starb im gesegneten Alter von 77 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Arnoldstraße 17), Oranienburg-Eden. Frankfurt a. d. Oder. Gransee, den 12.Novemb. 1936. Die Beerdigung findet Montag, den 16. November 1936, nachmittage 3 Uhr, von der Leichenhalle an der Blumenstraße aus statt. Trauerteier daselbst eine halbe Stunde vorher Nachruf Am 11. November 1936 verstarb nach kurzem schwerem Leiden der städtische Schulhausmeister Ferr Pierbert stehl Im Alter von 70 Jahren. Der Verstorbene hat sich während seiner langjährigen Beschäftigungszeit in städtischen Diensten durch unermüdlichen Fleiß und große Pflichttreue ausgezeichnet. Ein ehrendes Andenken ist ihm gesichert. Bochum, den 14. November 1936 Der Oberbürgermeister Heute morgen starb nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden, plötzlich und unerwartet, meine inniestgeliebte Gattin, unsere unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter. Schwägerin, Tante und Nichte PTau Bernerlanigentamn! geborene Giebing im Alter von 56 jahren, versehen mit den Heilsmitteln unserer Klrche. In tiefer Trauer: Otto Plangemann Dr. jur. Victor Plangemann Thea Formentini geb. Plangemann Anita Plangemann geb. Fremerey Major Pietro Formentini Bochum(Rechener Str. 14). Köln. Caserta-Neapel. Hagen. Braunschweig. Helderloh und Bocholt, den 12. November 1936 Das Levitenhochamt ist Montag, den 16. November, 8 30 Uhr, in der Propsteikirche; die Beerdigung um 10 Uhr von der Leichenhalle des Friedhotes an der Blumenstraße BLOME Alpina.-Uhren Versäumen Sie nicht, sich unsere neue Heinzelmännchen-Schmiede in unserem Hause, Kortumstrage 100 anzusehen! Kortumstr. 100 Jumten=Nachrichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Geboren(Knaben): Dortmund: Dr. med. E. Sybrecht(Margarete Kunz); Heinrich Nolden(Hilde Kesting). Verlobte: Essen=Bredeney: Mechtild Schlieckmann mit Fritz Russell. Herne: Friedel Pieper mit Erich Langendorf. Gestorben: Dortmund: Rektor Wilhelm Kottmann, 80 Jahre; Wilhelm Kottmann, 80 Jahre. Herne: Margarete Haverkamp geb. Hüttenhoff, 46 Jahre: Lehrer Puslednik, 41 Jahre. Wanne=Eickel: Magdalene Groth, 23 Jahre. Wattenscheid: Landwirt Heinrich Ahlmann, 56 J. Herrensione. Wo für Sieein wirklidter Stoff-Kenner= diese Stolle ausgesucht haf- dlen dürten Ste ohne Bedenken kaufen! Denn: Stoffe vom Tuchhaus Karl Hofmann jr. sind:... uns sind: preiswert Angezahlte Waren werd. zurückgelegt Bongardstr. 4, Rathaus, Mühlenstr. gegenüb. Geschäftszeit:-13 und 1413-19 Uhr Verloren Silberkreuz mit #lette Donnerstag abd. von Castroper Str. bis Ehrenf. verloren. Geg. Belohn. abz. A. Schneider, Castroper Str. 52. Brauner, gefütt. Lederolmantel und Wollschal i. Griesenbruch, am 13. Nov., geg. ½8 Uhr abds. verloren. Geg. Bel. abz. Gremme, Bongardstraße 40. — Ja. Witwe, groß, schlank, sucht Herrenbekanntsch. zw. Heirat Zuschr. postlagernd E. 321 Wattenscheid. Gebild. 16. Mädchen sucht die Bekanntschaft eines evang. Herrn im Alter von 25 bis 30 Jahren zwecks späterer Heirat Zuschrift. m. Bild unt. P. S. 6 postlagernd Herne. Ig. Kaufm., 30., geschied., in ungekünd. Stell., angenehm. Aeußere, w. d. Betsch, e. netten u. lieb. Tame zw. späterer Heirat. Zuschr. mit Bild (w. zurückges. w. u. voll. Adr.) unt. A. L. 6345 Anz. Junggeselle, in Arbeit, sol., evgl., 36., sucht Dam. Bekanntsch, zwecks Heirat F. L. 25419 Anz. Möbeltransporte Ams=Schinte. Franzstr. 3 Möbeltransporte & Spölon Auf 66070 J. Speier Wittener Straße 50 broßer Posten Obstbäume sow. Beerenobet, Ziersträucher, Rosen Gute Markenware, mäßige Preise. Ernst Schultheib, Gartenbaubetrieb Blankensteiner Str. Ruf 81696 Elevermilng Fortuna Gegründet 1913 Frau v. Wysock Roonstr. 41, part vermittelt vornehm. sowie Ehen jeden Stand. streng reell u. diskr. Täglich u. Sonntags bis 20 Uhr zu sprechen Die vornehme für reell bekannte Eheanbahnung seit 17 Jahren, Großinstitut Fernaa empfichlt erlesene Weme zu mäßigen preisen Zentrale: Mütheim Ruhr), Kettwiger Str. 35, Ruf 41605. Frl., 20erin, groß. Barvermög., eig. Wagen. Frl., 30 ., 16000 J bar, 2 Häuser u. spät. Vermögen. Landwirtstocht., 45., mit groß., wertv. mit Beamten er=Besitz, viet. Einhetr. sehnt Dame, 48jäh= Ww.,52., 3 Häurig, evgl., ledig, ser u. gr. Mietsnicht unbemittelt, übersch. Ww., 60 H. L. 6071 Anzeig.., Barvermög. u. Wwe., 40., mit Mietsüberschuß. Haushalt, sucht d. Hunderte Partien. Beksch. e. Herrn Beamie vorgem. zw. spät. Heirat. L. K. 25705 Anz. Enrubungen in das Handelsregister des Amtsgerichts in Bochum Am 1. Oktober 1936: Vertrieb Max Birngrube, Inhaber a) Die Firma Wilhelm Limpinsel,[Max,„Pirngrube und Fritz Picard, Bochum, und als deren Inhaber der in Dochum. Die Firma.lautet jetzt: Kaufmann Wilhelm Limpinsel, Bo-Friedrich Picard, Bochum. Alleiniger chum. Dem Kaufmann Johann Lim= Inhaber der Firma ist der Kausmann pinsel, Bochum. ist Prokura erteist Friedrich Pieatv in Bochum. Die Zeugen gesucht! Personen, die den Motorradunfall Löbkerring— Herner Str. a. 10. 9. um 16.10 Uhr gesehen haben, werd. gebeten, sich zu melden. Besond gesucht werd. die 2 Jungen, die m. einer Handkarrvorbeikamen, die mit Rohren und Blech belad. war. Jos. Rehrmann, .=Grumme, Deinsloh 1. Warnung! Warne hiermit jeden, meiner Frau, Martha geb. Plewe, etwas auf meinen Namen zu vorgen. da ich für nichts aufkomme. Heinr. Finger, Bochum=Gerthe, Sodinger Str. 15. Handwerk., i. Arbeit stehend, 41.,(ev.) mit einem Kind, wünscht Fräul. od. Wwe., Größe nicht unter 1,60. v. 30 bis 37., ohne Anhang, kennenzulernen zw. baldig. Heirat! Anonym zwecklos. H. G. 25753 Anz. Leumte Vorgen Frau Derendorft seit 17 J. erfolgreiche Ehevermittlung aller Kreise, in 16 Großstädten vertret. Tausende Vormerkungen. Besuchszeit auch Sonnt. unverbindl. Essen, Christophstraße 24, Ruf 46097, Dortmund, Hamburger St. 6. Ruf 35934. erient. 2635. b) Bei der Firma Heinrich Heiland, Bochum. Die Firma lautet jetzt: Wilhelm Astroh, Kommanditgesellschaft(vormals Heinrich Heiland), Bochum. Persönlich haftender Gesellschafter ist der Kaufmann Wilhelm Astroh sen. in Bochum. Es sind 5 Kommanditisten vorbanden. Die Gesellschaft hat am 1. Januar 1936 begonnen. Frau Wilhelm Astroh, Marie geb. Schulder, in Bochum, ist Prokura erteilt. HRA. 1868. c) Bei der Firma„Bierquelle“ Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Bochum. Die Firma ist gemäß§ 2 des Gesetzes vom 9. Oktober 1934 von Amts wegen gelöscht. HRB. 742. d) Bei der Firma Bochumer Fahnenfabrik Eduard Scheer, Bochum. Die Firma ist von Amts wegen geköscht.#N. 1127.. e) Bei der Firma Heinrich Friedr. Vogt, Bochum. Die Firma ist von Amts wegen gelöscht. HRA. 2594. Am 2. Oktober 1936: a) Bei der Firma Ernst Klaus, Bochum. Die Firma ist erloschen. HRA. 1664. b) Bei der Firma J. Schlegel, Bochum. Die Firma ist erloschen. HRA. 593. c) Die Firma Josef Plum, Spezial Zuckerwaren=Fabrik für Neu=ldelsgesellschaft. heiten, Bochum, und als deren In=sam 16. Ollker haber der Kaufmann Josef Plum, Bochum. HRA. 2636. Am 6. Oktober 1936: Bei der Firma Gebrüder Abraham in Bochum. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Liquidator ist die Kaufhaus Kortum.=., vertreten durch den Vorstand, die Direktoren Geißler und Oxen in Bochum. HRA. 1026. Turthoß! Dr. Engehausen Facharzt für Nieren- und Blasenleiden Bochum, Kortumstraße 12 Plano-, Flügel-, MöbelTRANSDORTE DIANODETEREIT Nachf. Paul Storen Friedrichsburg 21, Ruf 618 65 Achtung Weihnachtsbaumhändler! Da durch das Gesetz vom 9. November 1936 die Einfuhr von Weihnachtsbäumen in das Stadtgebiet nur mit Berechtigungsscheinen zulässig ist, wollen sich ortsansässige Personen, welche sich bisher mit der Zufuhr in den letzten drei Jahren beschäftigt haben, bis zum 15. d. M. melden. Reichsverband für den Großthandel mit Weihnachtsbäumen und forstwirtschaftlich. Nebenerzeugnissen, e. Berlin; Geschäftsstelle für Rheinland u. Westfalen: Düsseldorf, Fürstenwall 90. Der Beauftragte vorstehenden Reichsverbandes für den Kreis Bochum: — Beter Binger, SU MähchenAsend!.. verbringt man jetzt in den Wintermonaten in seinen vier Wänden. Da muß es daheim auch gemütlich sein, wenn man sich wirklich wohl fühlen will. Schröder& Baum beraten Sie gern, wie Sie Ihr Heim zweckmäßig und behaglich ausgestalten. In allen Fragen, die Raumgestaltung in bezug auf Tapeten, Dekorationen, Teppiche usw. betretten, wenden Sie sich vorteilhaft immer an Schederdbauf Tapeten, Linoleum, Teppiche, Stoffe Ruf 613 51-52, Kortumstr. 30, gegenüber der Reichsbank Am 8. Oktober 1936: a) Die Firma Anton Thiel u. Co., Polsterwerkstätten u. Polstermaterial Verkauf in Bochum und als deren persönlich haftende Gesellschafter Kaufmann und Polstermeister Anton Thiel in Bochum und Kaufmann Joseph Classen in Bochum. Offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 1. Oktober 1936 begonnen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist nur der Kaufmann und Polstermeister Anton Thiel in Bochum ermächtigt. HRA. 2637. b) Bei der Firma„Derop“ Deutsche Vertriebs=Gesellschaft für Russische Oel=Produkte.=G. in Bochum. Die Prokuren der eingetragenen Prokuristen Dr. Andreas Bock, Direktor Otto Purpus, Direktor Fritz Speckenbach, Wilhelm Jansen, Paul Daegel, Joseph Schlusche, Gerhard Eger. Heinrich Gölzenleuchter. Albert Gerhardt, Edmund Sillem, sind auf den Betrieb der Hauptniederlassung in Bochum beschränkt. HRB. 774. c) Die Firma Pensionskasse Westfalenbank. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bochum. Gegenstand des Unternehmens ist, den Angestellten der Westfalenbank Aktiengesellschaft in Bochum nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages— jedoch unter Ausschluß seglichen Rechtsanspruchs der Begünstigten— eine zusätzliche Alters=, Invaliditäts= und Hinterbliebenenfürsorge zu gewähren. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 20 000.— RM. Geschäftsführer sind: Die Bankdirektoren Wilhelm Hollenbera. Dr. Carl Moskopp. Fritz Rauls. Carl Tang, sämtlich in Bochum. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag ist am 12. Sevtember 1936 festgestellt. Sind mehrere Geschäftsführer bestimmt, so erfolgt die Vertretung der Gesellschaft durch zwei von ihnen. Nicht eingetragen, aber veröffentlicht wird: Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch den Deutschen Reichsanzeiger. HRB. 779. Am 12. Oktober 1936: a) Die Firma Markus Wollner, Stuckaeschäft u. Bildhauerei. Bachum, und als deren Inhaber Bildhauer Markus Wollner, Bochum. HNA. 2638. ). Bei der Firma„Ruhrbenzol“ Gesellschaft mit beschränkter Haktung in Bochum. Dem Kaufmann Franz Lohkamv. Bochum, Ist Prokura erteilt. HNB. 510. Am 13. Oktoder 1936: Bei der Firma Reste=Haus Salomon Seaal, Bochum. Die Firma lautet setzt: Salomon Segal, Staffund Seiden=Speztalgeschäft. HRA. 2493. Am 15. Oktober 1936: Bei der Firma Fischer=KugellagerGesellschaft ist aufgelöst. HRA. 2379. Am 16. Oktober 1936: a) Bei der Firma F. W. Böhmer Gesellschaft mit beschrankter Haftung Zweigniederlassung Bochum in Bochum. Die Zweigniederlassung in Bochum ist aufgehoben. HRB. 459. b) Bei der Firma Ernst Schulte J. Sohn zu Bochum. Die Firma ist von Amts wegen gelöscht. HRA. 1941. c) Bei der Firma Möbelhaus J. Rath, Bochum. Die Firma ist von Amts wegen gelöscht. HRA. 1363. d) Bei der Firma Franz Mettner, Gesellschaft mit beschrankter Haftung, in Gelsenkirchen, mit Zweigniederlassung in Bochum, unter der Firma Franz Mettner Gesellschaft mit beschränkter Hastung, Zweigniederlassung Bochum, in Bochum. Die Zweigniederlassung in Bochum ist ausgehohen. HRB. 603. e) Die Firma Bask=Chemie vormals chemische Abteilung der Firma Carl Breuer Nachfolger, Inhaber Georg Bruggater, in Bochum und als deren Inhaber der Architekt Georg Bruggaier, Essen. HRA. 2639. f) Bei der Firma Carl Breuer Nachfolger in Bochum. Persönlich haftende Gesellschafter sind der Kaufmann Rudolf Chaudoire, HagenHaspe, und der Oberingenteur Paul Bärwinkel, Düsseldorf. Offene HanDie Gesellschaft hat ktober 1936 begonnen. Der Uebergang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten auf die Gesellschaft ist ausgeschlossen. HRA. 402. g) Bei der Firma Mathien Crumbach Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bochum Wettmar. Dem Diplom=Volkswirt Josef Crumbach in Aachen und dem Bergassessor a. D. Dr.=Ing. Hans Vossen in Nachen ist Gesamtprokura erteilt worden dergestalt, daß beide gemeinsam die Firma zu zeichnen und zu vertreten berechtigt sind. HRB. 591. h) Bei der Firma„Ruhrbau“ Aktiengesellschaft für Hoch= und Tiefbauten, in Bochum. Prokurist Werner Leiste, Bochum, ist gemäß Beschluß des Amtsgerichts Bochum vom 15. Oktober 1936 von Amts wegen zum Liquidator des konkursfreien Vermögens bestellt. HRB. 740. Am 17. Oktober 1936: a) Bei der Firma Verbands=Wasserwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Bochum. Die Prokura des Oberingenieurs Walter Gerbracht ist erloschen. An Stelle des Oberingenieurs Erich Schlun ist Oberingenteur Otto Paetsch zum Geschäftsführer bestellt. HRB. 62. b) Bei der Firma Otto& Michels, in Bochum=Weitmar. Die Firma ist von Amts wegen gelöscht. HRA. 1917. Am 21. Oktober 1936: a) Die Firma Egon Kesseler, Bochum, und als deren Inhaber Witwe Kaufmann Egon Kesseler, Emmi geb. Lehmann, Bochum. HRA. 2640. b) Bei der Firma Egon Kesseler Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Bochum. Durch Gesellschafterbeschluß vom 9. September 1936 ist auf Grund des Gesetzes vom 5. Juli 1934 das Vermögen der Gesellschaft auf die alleinige Gesellschafterin Witwe Kaufmann Egon Kesseler, Bochum, übertragen. Die Gesellschaft ist damit ausgelöst, die Firma erloschen. Nicht eingetragen, aber veröffentlicht wird: Gläubigern der Gesellschaft, die sich binnen sechs Monaten nach der Bekanntmachung der Eintragung des Umwandlungsbeschlusses in das Handelsregister zu diesem Zweck melden, ist Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können. HRB. 569. Am 27. Oktober 1936: a) Bei der Firma Heinrich Wipvermann, Westfalia=Drogerie, Bochum. Die Firma ist erloschen. 9RA. 796. 9) Bei der Firma Theodor Wensing in Bochum. Die Firma ist erloschen. HRA. 2005. Am 29. Oktober 1936: Bei der Firma Markus Wollner, Stuckgeschäft und Bildhauerei, Bochum. Das Geschäft ist unter der Firma Markus Wollner Nachf., Stuckgeschäft und Bildbauerei, an den Stutkateurmeister Erich Eichelmann, Bochum, veräußert. Der Uebergang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Aktiven und Passiven ist bei dem Erwerbe des Geschäfts durch den Stutkateurmer ster Eichelmann ausgeschlossen. HRA. 2638 PFIRAEE PP K A e S e che c Prenierenddot in der Techaler Der bisher größte Sschuerschund Gundunt um uer.-brnht 8 e Heatel BO CHUM Samstag, 14.Nov.: Geschlosen Sonntag, 15. Nov., 20—22 Uhr Außer Vormiete: Beginn der Slelle Festwoche! Die Familie Schroffenstein Montag, 16. Nov., 20—22.30 Uhr Außer Vormiete: Robert Guiskard— Der zerbrochene Kalg Dienstag, 17.Nov., 20 Uhr Außer Vormiete: Mittwoch, 18.Nov., 20—22 Uhr Außer Vormiete: Penthesilea Donnerst., 19. Nov., 20—23 Uhr Außer Vormiete: Das Käthchen von Heilbronn Freitag. 20. Nov., 20—22.45 Uhr Außer Vormiete: Die Hermannsschlacht Samstag, 21.Nov., 20—22.30 Uhr Außer Vormiete: PrinzFriedrich von Homburg Der Vorverkauf zur Kleist=Festwoche 1936 hat bereits begonnen. liefert schnell und preiswert Bürobedaris-Gesellschalt 50 Bechum. Kortumstr. 39 Fernruf 83448 Für Beruf und Sport jede Preislage Carlwedeking Uhrmachermeister io##1 Songardstr. 5 HOitt(am Ratnaus) Winetkal Ruhe und Erholung finden Sie im stillen Dörschen im Sauerland, abseits vom Verkehr. Näheres durch Anfrage Privat=Pension Nippel, Berchum, Telephon 2002, Hohenlimburg— Gesangschule Glettenberg. Bochum Montag, den 16. November 1936, abends 8 Uhr, im Parkhotel Haus Rechen 1. Vortragsabend des Studienjahres 1936/37 Unbekanntere Gesänge und Duette unserer großen Meister der klassischen und romantischen Zeit. Am Flügel: Carlota Krause und Kapellmeister Fritz Rohde. Preis der Eintrittskarte.30 RM. Karten sind im Sekretariat der Schule und an der Abendkasse zu haben Oaststätte Union-Palast Vertr.: Otto Paull, Rottstr. 29, Ruf 864 23 Ausschank Dortmunder Union Schlegel-Pils Gepflegte Weine Tägl. geöftnet bis 4 Uhr morgens FI*)“ • Wir trinken nur A 1 Gadeerpitc Herb.rassig- das richtige Männerbier. Ein Hochgenuss för den das gute anspruchsvollen Biertrinker. Smmmmmmmmmmmmmmmmmm „ARKHAUS— Stadtpack sonntag von 16-18 Ube:] Freikonzert des Städt. Orchestere Leitung: Konzertmeister Kurt Hofmann Wo treffen wiruns Gaststatte Schäler, Ringstr. gr. Gesellschaftsraum zur Abhaltung v. Versammlungen u. Feiern W 1 Alli e z. Verhütung v Magen- u. Darmstörungen. Weltber. vielfach prämiiert Wo nicht erhältlich, wende man sich an A. ½ Fl..40. ½ Fl..35 Mk. Zu haben in Apotheken und einschlägigen Fachgeschäften. Hellmich, Dortmund 101. Gegründet 1868 „Wir Hinanzieren Ihr Eigenheim“ so daß Sie nach Bezug an Stelle der bisherigen Miete eine monatliche Tilgungsrate zahlen und in etwa 15 Jahren schuldenfrei sind. Auskunft. Prospekte unverbindlich und kostenlos durch die Hauptvermittlungsstelle der Germania-A0. ESsen, Huyssenallee 41 — Ständige Eigenheim-Ausstellung— Bochumer Bühnen-Gesellschaft Mitglied der Reichsfachstelle für Volksbühnensplele Am Sonntag, dem 15. November 20 Uhr, m Saale des Evangelischen Vereinshauses, Mühlenstr., die gr. Volksoperette Die Ralsmnadel von Max Vogel. Orchesterleitung: Breitkopf, Spielleitung: Ludwig Linden. Einlas 19 Uhr. Beginn 20 Uhr Preise der Plätze: Balkon 50 Pf., II. Sperrsitz 70 Pf., I. Sperrsitz 90 Pf. Die Möbel liefert die Firma Biennemann Restaurant zan Wiesenlal F. Schmidt, Drusenberg-Wasserstraßen-Ecke deden Sonntag ab 17 Uhr: ondtogeseengieter * „Die fröhlichen Vier“ S S läglich Kontert und Hleinkonsvorstellungen Jeden l. u. 15. eines Monats neues Programm Eintritt frei! Trinken Sie nur OriginalSeittor alkoholfrei, süttig bekömmlich und stärkend Die Bürger-Gesellschaft Im neuen Gewande Füralle Festlichkelten geeignet. Großer Saal ca. 700 Plätze Trink Weißer Saal ca. 400 Pldtze beeig! Jugend- Saal ca. 250 Plätze POTTGE Du fühlst Dich wohl Wilhelm Kegel Nacht. Ruf 61116 Haben Sie Fubschmerten? Kommen Sie zu: „Da wo die Uhr“! Schlerel„Fertschritt“ A. Melles Bechum, Hellweg 20, Verneprecher 66 492: Bochum-Hamme, Reichestraße 2 Et schöinste Vergneigen met Hübbes Schäfers niggem Autobus te fleigen. Dag un Nacht es Hübbes Schäiers Auto=Fahrbetrieb uopen, tau säider Tied kann me do en Wagen bestellen. Mei diäm schöinen niggen, op et beste utstaffeerten Autovus dörch de Gegend te fleigen, es in befunneret Vergneigen. Auto=Fahrbetrieb Hübbes Schäfer Clemensstrote 2 Ruf 66401 Et giett ouk in Baukum ne Glasschleiferei. Un tworns an de Malteserstrote bi Ernst Sannemann. Dä verstätht wat van duese Kunst. Hä hannelt ouk met Glas, un wä do irgend wat bruket, kann do alles kriegen. wat in düese Saken maket wät. Ernst Sannemann Baukum, Malteserstrote 7a, Fernruf 62328 Glasschleiferei u. Glashandlung Radio-Geräte Modelle 1936 37— Teilzahlung Planohaus Marks Ecke Kaiser-Wilh.-Str., Ruf 68575 MNN R VI. Kn K 1 9 8 C Vertretung der AnthrazitHohlenzeche„Langenbrahm“ um Ihr Heim gemütlich zu gestalten Couch, Sessel, Sofa, Matratzen aller Art. Sie finden dieses alles in großer Auswahl und in eigener Werkstatt angefertigt in den Polsterwerkstätten Humboldtstr. 52 Telephon 62421 seit 1907 G. Fin#&am# cr. Verkauf von Polstermaterial. Annahme von Ehestandsdarlehen und Bedartsdeckungsscheinen. Unverbindl. Besichtigung erbeten Aßt kosmetische Benandlungen(Gesichtsenthaarung. Glätiung und Auftrischung der Gesichtshaut, Entfernung von Gesichtsfehlern) auf Grund 30jähr. Praxis vornehmen nur bei St2 Same Antonie Zierau, Kosmetikerin ESSEN, Baedekerstr. 1, Fernr. 21424 Ghch Er weih, daß das ein guter Rat ist, denn zahlreiche Kunden haben ihm immer und immer wieder die hervorragende Wirkung dieses bekannten und beliebten Stärkungsmittels f. Blut u. Nerven bestätigt. Wer zu Doppelherz rät, hat Sie gut beraten! E W Fabrikniederlagen Stadt-Drog. Altmikus, Bongardstr. 12; R. V. Fischer, Kortumstraße. Ecke Rottstr.: Droserie L. Kauder, Vereinsstraße 2: F. àp; H. Knepper, Dorstener Str. 93, Filiale Castroper Str. 203: Drog. zur Altstadt J. Kneider, Große Beckstr. 10; M. Reinhardt, Moltkemarkt 39 und Brüderstr.: W. Zurheide, Kortumstr. 113; Stern-Drog. F. W. Störing, Hellwes 1: E. Trass Nachf.„Wilbelmsplatz: Aug. Walger, Dibersstr. 1; Rechen-Drog. Händler, Pieperstr. 8; Drog. zur Engelsburg Richard Grasedieck: Essener und Kohlenstr.-Ecke: Emil Frings, Kortumstr. 97; Linden: W. Stene: FachOrog., A. Feuerstein, Hattinger Str. 827; Langendreer: Blückauf-Drogerie, Herm. Schulle, Wilhelmehöhe 92. Tunghege-Saten RORU 1 im Schuhhaus Maas Bochum, Bongardstr. 18 Ichentfernelhnen schmerzlos Hühneraugen, Hornhaut, eingewachsene Nägel Einlagen nach Maß Bandagen-Massage Prospekt und Vorführung kostenlos Hoffmann& Co. viktoriastr. 6(Postneubau), Ruf 68941 Radio-Geräte BeleuchfungsKörper Elektro-Geräte Waschmaschinen in großer Auswahl— zu vorteilhatten Preisen Essener Straße 43 Vamberg, -Mäntel Paletots -Jacken# Kragen -füchse 7 Capes In großer Huswahl! Maßantertigungen, Umarbeltungen durch erstklassigen geprOften Körschnermeister elegant.preiswert Pelzhaus Leite Rioppelarbelten kaufen Sie letzt günstig. Schöne Muster aller Art vorrätig. Geschw. Speith., Hallinger Str. 63 Straßenbahn-Haltestelle Sternstr.(Vorkstr.) Autobus-Haltestelle Bergmannsheil. Rut 63436 Neuzeitliche Klein-Klaviere Verlangen Sie Angebot vom Planohaus Marks Kalser-Wilhelm-Str., Rut 68376 Clemensstr. 10(am Stadttheater) K Jedem Falle Sesenielie von Karl Blase Könlgetraße 19 Ruf 63780 Sie werden erwartet... Bitte, überzeugen Sie sich von dem Stande unserer deutschen Wohnkultur. In meiner großen Möbelschau finden Sie alles, was zu einer modernen Wohnung gehört— die bekannten Qualitätsmöbel zu den vorteilhatten Preisen Carrergenr Das Haus der guten Wohnungseinrichtungen— Seit 1899 Kauptdeschäft und Verkauf: Ahlandstraße 8 Beachten Sie unser Schaufenster Kortumstraße 56 elcticheidet! 6 Richen, Preis und Hostert nichte anderes als„Ausgaben,-e: gäbe viel weniger Automobilbesitzer. Selbstverständlich wissen Sie, deß ein Wegen ihre Arbeitsleistung und demit ühre Eienchmen sleigert- aber Sie wellen. sehr mit Recht, denn mehr els ein„Fertbewegungsmittel“. Sie suchen einen Wegen, der ihnen Freude mocht und in dem jede Fahrt Erholung bedeuter? Jeder OKW-Fahrer wird ihnen bestütigen. deß die Ausgeben weil kleiner sind ale die„Eienehmen“, die er mit gutem Oewllses beinen Meges„pecchraben“ bonn. dud br beeebrenns bei derbichuns Schelung iot: DKW Hg a5-RN 1630..25 PARO 65 GmbH. Kortumstraße 8