Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich 5 Gf“ be.- fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Vellig Butch hoödere Vewal Verdset VPeilckedänbrlig u. Ja. und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Bosischeckonto Dortmund 1760. und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckko Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum 4. November 1936 43. Jahrgang Nummer 259 Einzelpreis 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textieil, Familien= anzeigen und Stellengesuche, 6 Bl.,,ipereinsanzelegnigl geschcher iste Nr."7 Alna. Nächlatstassel B. V. ecZlug Dder Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frübmorgens gexscheinenge mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Anrirt. is Loscte S seer fur Vierseren Ruhiger Verlauf der Wahlen— Maschinelle Abstimmung— Bisher führt Roosevelt Grab auf dem Friedhof von Leonding bei Linz an dem die Mitglieder des Bundes der Reichsdeutschen Newyork, 3. November. Die Wettleidenschaft ungezählter Wähler, die oft hohe Summen auf den einen oder anderen Präsidentschaftskandidaten gesetzt haben, steigert das Wayrfieber in USA. geradezu ins Ungemessene. Die letzten Bargeldwetten stehen 2½:1 für Roosevelt. Von morgens 6 Uhr bis abends 9 Uhr sind die Wahllokale in allen größeren Städten geöffnet. Roosevelt und Landon nebst Familie genügten bereits am frühen Vormittag ihrer Wahlpflicht und mußten immer wieder dem Blinkfeuer der Photographen standhalten. Die ersten Wahlberichte heben die außergewöhnliche Wahlbeteiligung hervor. Das Wetter am Wahltag war in den verschiedenen Landesteilen sehr unterschiedlic Nach den bisher vorliegenden Meldungen ist die Wahl ruhig verlaufen. Es gab lediglich zahlreiche Verhaftungen wegen Wahlbetruges und einiger Schlägereien. Insgesamt haben sich 55 Millionen Amerikaner in die Wahllisten eingetragen, was einen neuen Rekord bedeutet. Man rechnet damit, daß etwa 45 Millionen Bürger von ihrem Stimmrecht heute Gebrauch machen werden. Nach den bis 22.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit aus 15 Bundesstaaten vorliegenden ersten Teilergebnissen führt Roosevelt in acht Bundesstaaten; selbst in Kansas, wo sein Gegenkandidat Landon Gouverneur ist, führt Roosevelt mit rund 1000 Stimmen Vorsprung. Der Wahlvorgang in den Vereinigten Staaten ist äußerst kompliziert, weil außer dem Präsidenten noch das gesamte Repräsentantenhaus mit seinen 432 Abgeordneten, 37 Senatoren, 35 Staatsgouverneure und Tausende von Richtern und Beamten zu wählen sind. Außerdem steht oft auch noch eine Abänderung von Gemeinde= oder gar Staatsverfassungen zur Abstimmung. Wählen mit der Wahlmaschine Tehr HLepraksnhe fue Muorie Rote Alarmrufe— Francos Truppen an den Vororten der Hauptstadt Madrid unter Artilleriefeuer— Ambildung der Madrider„Regierung“ Die ie Abstimmung selbst erfolgt teilweise mit Hilfe einer Maschine, auf der die Namen der Kandidaten verzeichnet sind. Durch Drücken eines kleinen Knopfes über jedem Namen wird die jeweilig für diesen Kandidaten abgegebene Stimme registriert. Auf den Wah maschinen, die die Newyorker Wähler zu betätigen haben sind nicht weniger als 79 Namen eingetragen. Seit Tagen schon veröffentlichen die Newyorker Zeitungen ausführliche Gebrauchsanweisungen und Abbildungen dieser Wahlmaschinen. Dennoch gibt es zahlreiche Wähler, die sich mit dieser Einrichtung nicht zurecht finden können und fremder Hilfe bedürfen. Das hat schon zu zahlreichen Wahlbetrügereien geführt, die freilich von einem aus der Bürgerschaft heraus gebildeten unparteiischen„Verein für ehrliche Abstimmung bekämpft werden. In den verschiedenen Wahllokalen Newhorks hat dieser Verein nicht weniger als 10000 Beauftragte postiert, die dafür sorgen sollen, daß die Wahl geheim bleibt. Von den 432 neu zu wählenden Abgeordneten waren drei Abgeordnete bereits im September in Maine gewählt worden, und zwar siegten dort die Republikaner, woraus sie die Hoffnung auf einen heutigen Sieg schöpfen. Die Demokraten dagegen geben ihre Sache nicht einmal in Kansas verloren, wo Landon Gouverneur ist. Sie glauben, daß der eigene Staat, wenn auch mit knapper Mehrheit, von Landon abrücken werde. Die Spannung ist ungeheuer da niemand mit Sicherheit weiß wie die jungen Wähler und die älteren erstmalig zur Wahlurne gehenden stimmen werden. Man rechnet, daß etwa 45 Millionen Stimmen abgegeben werden, und glaubt, daß sich 25 Millionen für Roofevelt aussprechen werden. Konservative Sachkenner geben heute Roosevelt 277, Landon 254 Wahlmännerstimmen, während viele Journalisten Roosevelt bis zu 400 Stimmen zusprechen. Das endgültige Wahlergebnis wird wegen der vielen ländlichen Wahlbezirke und der späten Stunde des Wahlschlusses voraussichtlich erst um Mitternacht oder gar Mittwoch früh bekanntgegeben.(Die Zeitdifferenz zwischen Newyorker und mitteleuropäischer Zeit beträgt sechs Stunden. Wenn es in Newyork Mitternacht ist, dann ist es bei uns schon 6 Uhr früh des folgenden Tages. Die Schriftleitung.) Ausgelassenste Stimmung in Newyork Der Anbruch des Dienstags fand Newyork für den ausgelassensten Wahltag seiner Geschichte gerüstet. Die Stimmung am Abend einer amerikanischen Präsidentschaftswahl kann mit europäischen Verhältnissen kaum verglichen werden. Hunderttausende von Menschen, die meisten in angeheitertem Zustande, alle mit Pfeifen, Trompeten und Jahrmarktsknarren ausgerüstet, vollführen einen Höllenlärm. Auf dem Times=Square und den Nebenstraßen des Newyorker Theaterviertels schieben und drängen sich die Menschenmassen. Der Verkehr kommt völlig zum Stillstand. Auf der Spitze des TimesSquare=Turms leuchten jeweils rote, blaue und grüne Lichter auf und verkünden den augenblicklichen Vorsprung der einen oder anderen Partei. Riesige laufende Leuchtbänder an den Häuserfronten der großen Zeitungen melden die letzten Ergebnisse. Der Eltern des Führers gedacht dnb Wien, 3. November. An den beiden Totengedenktagen, am Sonntag und Montag, haben nach den Berichten der Linzer Blätter zahlreiche Volksgenossen in rührender Weise auch der Eltern des Führers und Reichskanzlers gedacht. Ihr zwei Tage lang Ehrenwache hielten, war in einen wahren Blumenhügel verwandelt. Schon am Samstag traf ein Sonderzug mit 100 Reichsdeutschen in Linz ein, dem am Sonntag ein Zug mit 800 Reichsdeutschen folgte. Unter Führung des Konsuls in Linz begaben sich die Gäste aus dem Reich nach Leonding. Sie legten zahlreiche Blumengewinde nieder mit den Schleifen ihrer verschiedenen Heimatstädte. Der Bürgermeister von Berchtesgaden legte einen Kranz mit der Inschrift nieder:„Den Eltern unsres Führers— Vom Berchtesgadener Landl.“ Kabinettsumbildung in Wien Wien, 3. November. Die bereits vor einigen Tagen angedeutete Möglichkeit einer Kabinettsumbildung noch vor den kommenden außenpolitischen Verhandlungen ist heute in den entscheidenden Abschnitt getreten. Nach den letzten formationen steht nunmehr fest, daß vier Minister ausscheiden, und zwar: Vizekanzler Baar=Barenfeld, Finanzminister Drachsler, Handelsminister Stockinger und Justizminister Hammerstein=Equord. Dafür treten in das Kabinett ein: Als Vizekanzler Feldmarschalleutnant Hülgerth, der vor kurzem zum Führer der Vaterländischen Front ernannt wurde und bisher Landeshauptmann in Kärnten war, als Innenminister Glaise=Horstenau, der bisher Minister ohne Geschäftsbereich war, als Sicherheitsminister Neustädter=St#r= mer, der früher Sozialminister und sparer Gesandter in Budapest war, als Finanzminister der Finanzreferent der Gemeinde Wien, Naumayer. Als Justizminister wird wahrscheinlich der Rat des Obersten Gerichtshofes, Pils, ernannt werden, doch steht seine Ernennung noch nicht fest. Talavera de la Reina, 3. November. Am Montag um 5 Uhr nachmittags MEZ. wurde von der bei Parla stehenden Batterie des Oberstleutnants Tella der erste Schuß auf Madrid abgefeuert. Die Truppen des Generals Franco haben auch am Dienstag ihren siegreichen Vormarsch fortgesetzt. Am Dienstag nachmittag sind fast zur gleichen Zeit die nationalen Truppen in Mostoles und in Villa Viciosa de Odon einmarschiert. In Villa Viciosa stehen die nationalen Truppen nur noch fünf Kilometer von der Endstation der Madrider Vorortbahn entfernt. Die Flugwaffe unterstützte den Vormarsch durch rege Tätigkeit. Wie der nationale Sender Jaca mitteilt, ist der vor Barcelona gelegene hafen Prat del Llobregat, wo mehrere Luftgeschwader der Roten stationiert sind, von nationalen Fliegern erviel Mut beweisen, denn die Gefahr die sich über Madrid zusammenzieht, ist sehr groß.“ 400 Sowjetrussen über Frankreich nach Spanien Wie aus Paris gemeldet wird, sind im Bahnhof von Perpignan 400 Sowjetrussen eingetroffen, die in Kraftwagen über die Grenze nach Katalonien weiterbefördert wurden.„.. gaß Zi., meisten StelAus Avila wird gemeidet, oaß die meisten Stellungen an der Somosierra=Front von ihren schen Verteidigern verlassen worden seien. Der russische General Varalink, der mit der militärischen Leitung in diesem Abschnitt betraut ist, habe Madrid mitgeteilt, daß er nicht mehr die Verantwortung für die weiteren Operationen übernehme, da die Milizen nicht mehr seinen Befehlen gehorchten. Rote Drohungen an Blum Echo de Paris“ weist die französlschg ngeinzing busde nt„ sgar e auf de dauernden Angrise hin, die von Brger,ug dene weit se dat Herunsten de Vewtiche, Hungeng, Zeleizgugen gerei de kanzsiche Rezieung, in zu erheimlichen. Du einer, Verauntwsthvo, de am halb der spanische Sopjettat() urganisert seil, verdte oneter von der Hauptsadt ensermt bersunben DersBlumsolle ge Farie##l eunel zei. hehet Ptper.. chen um Wahrisd van im Alusland erworben Habe, zu uchuziechen, die er parade von Kampfflugzeugen Mussolini in Pavia— Rückreise nach Rom dnb Mailand, 3. November. Am dritten Tag seines Mailänder Aufenthaltes begab sich Mussolini nach Pavia, wo ihm ein festlicher Empfang bereitet wurde. Nach der Einweihung der Gedenkstätte für die faschistischen Märtyrer besuchte er verschiedene Neubauten. Auf dem Siegesplatz hielt Mussolini eine Rede, in der er betonte, daß die großen Kundgebungen der letzten Tage ein unwiderlegliches Zeugnis für die politische, wirtschaftliche und geistige Anheit des italienischen. Volkes seien, das immer zur Arbeit und zum Kampf bereit sei. Anschließend besuchte Mussolini den großen Militärflugplatz in Busto Arsizio, wo er die Parade über 256 Kampfflugzeuge abnahm. Am Abend trat der italienische Regierungschef von Mailand aus die Rückreise nach Rom an. Daluege in Warschau. General der Polizei Daluege ist mit den ihn begleitenden Polizeioffizieren am Dienstag gegen 10 Uhr in Warschau eingetroffen. Mitglieder und auch die übrige männliche Bevölkerung auf, einen letzten Versuch zu machen, um Madrid von dem immer stärker werdenden Druck der nationalen . er rung" ist inzwischen vouzogen worven.„Ministerpräsident" Largo Caballero ist im Amt geblieben. Es sind jedoch vier Mitglieder der marxistischen Gewerkschaft, und zwar Garcia Oliver als Justizminister, Jean Peirg als Industrie= und Doy. Moniseng IJeu...n8. nn Kubtand=Viorruch. Der Tag des deutschen Weidmanns Ausländische Gäste bei der Hubertusfeier auf dem Heinberg— Eine Ansprache Hermann Görings dnb Bockenem(Hannover), 3. November. ean Lopez].. Zum vierten Male seit der Erneuerung des DeutBeiro als Indutrie und Handelsmunzister. I, Giefund. Ischen Reiches trasen sich am Huvertustag deutsche, Zäggr als verkehrsminister und brau uutuzen, uis Sotyuu, bei der Hubertuskapelle, auf dem Heinberg. bei gunge. beitsminister, in das neue Kabinett eingezogen, Leßsgg heim, um im Beisein des Reichsjägermeisters Gorinz vertritt die iberischanarchistische Vereinigung. Dox den traditionellen Hubertustag gemeinsam zu oegehen. Luftfahrt, Innen= und Einanzministerium sind nicht Unter den Gästen der Hubertusfeier sah man u. a. den neu beseht worden.„, aufgefordert, nach Präsidenten der Internationalen Jagdvereinigung, e eote broshden, page,usehiach bel den gegen Puroog(Fragpkric), gesenr Vastnabrg. Penteish Nadrid aurückzusehren, was iom jedoch bei ven vegen, Vegppten, Bugarien, Hoten, Luxemburg, Fruutreich, wärtigen Zustängen schwerfallen dürfte. Jugoslawien, Italien, Oesterreich, Ungarn, Rumänien, Ununterbrachene Klarmruse des Madrider Senders Dovue, gngsend Siahehef Lutze, die braunschweigischen Der Sender von Madrid sandte den zuzisizen“ gereg Minister Klagges und Alpers, Oberstjägermeister Scherüber dringende Aufrufe an die roten Mitig...—.—, ning Staatssekretär von Keudell und zahlreiche VerMitglieder aufgefordert wurden, sich unverzüglich in den treter der Wehrmacht. Ministerien einzufinden, um dort für den Leunzeichnentz Zm Rahmen eines Festspiels erschien zunächst St. die Front eingeteit zu werden. Besonders kerzurch den Hubertus und sprach zu den deutschen Jägern,„Danz Er die Lage der Stadt ist die ebenfalls uuzu,., begrüßte Gaujägermeister Alpers(Braunschweig) Sender verbreitete Aufforderung an bestimmte Abtei= den Reichsjägermeister, der darauf das Wort nahm. sich sofort in ein Kloster in der Nähe des roten.. zeiner Ansprache betonte Reichsjägermeiste. lungen, sich fo###; in ein Kloster in der Nähe des Flughafens Getafe zu begeben. Daraus ist zu schließen, daß die nationalistischen Truppen sich schon in der nächsten Nähe der Stadt befinden. Wie die Kommunisten die augenblickliche Lage selbst einschätzen, beweist ein Aufsatz ihrer Zeitung„Mundo Obrero“, in dem wörtlich gesagt wird:„Wir müssen Karte zu den Rumpfen um Maerie Die eingezeichnete schwarze Linie gibt die ungefähre Frontstellung der nationalen Truppen am Montag nachmittag an. Die Orte Escorial und Aranjuez sind noch im Besitz der Roten, aber von den Truppen General Francos umgangen und eingeschlossen In seiner Ansprache#ctonte Reichsjägermeister Hermann Göring, daß die Gäste gekommen seien, um im Anschluß an die Hubertusfeier in Braunschweig darüber zu beraten, in welcher Weise die Internationale Jagdausstellung gestaltet werden soll, die im nächsten Jahr in Berlin stattfinden werde. Es sei selbstverständlich gewesen, daß mit dem Auferstehen des deutschen Volkes auch die deutsche Jägerschaft einschwenkte in das deutsche Geschehen. Es sei folgerichtig gewesen, daß die deutsche Jägerschaft ihre Satzungen so gestaltet habe, wie es der Nationalsozialismus erheische, und dabei sei wieder eine deutsche Jägerschaft hervorgetreten, die das Weidwerk edel gestaltet habe und aus pflichtgemäß lebenden deutschen Weidmännern bestehe.„Wir wollen uns einander das Gelöbnis geben“, so sagte der Reichsjägermeister,„daß wir einmal im Jahre zum Hubertustag zusammenkommen auf diesem Platz, auf dem das alte Brauchtum lebendig wird.“ Der Redner dankte dann der braunschweigischen Regierung und dem Gaujägermeister für das besondere Verständnis, das sie dieser Sache entgegengebracht hätten. Der deutsche Jäger betrachte den Wald als Gottesboden, in dem er die Tiere als Gottesgeschöpfe ehre, und aus dem er die Kraft ziehe, die er an anderer Stelle zum Segen von Volk und Vaterland einsetzen In das Sieg=Heil auf den Führer, das der Reichsjägermeister abschließend ausbrachte, stimmten die vielen Tausende von Festteilnehmern begeistert ein. Als Ausklang der Hubertusfeier veranstalteten Land und Stadt Braunschweig abends im großen Rittersaale der Burg Dankwarderode einen Empfang. Ministerpäsident Klagges hieß den„Reschsjägergneister willkommen und überreichte ihm als Ehrengabe ein Werk mit Aufzeichnungen und Bildern über die im Auftrag des Führers erfolgte Oeffnung der Gruft Heinrichs des Löwen. Nach einer Ansprache vom Balkon der Burg übergab Hermann Göring die gesamte vom Jagdgau Braunschweig erlegte terhilfswerk und wies darauf hin, daß die deutsche Jägerei von jetzt an während des ganzen Winters einen Teil ihrer Strecke zu diesem Zweck abführen werde. In der Burg wandte sich der Reichsjägermeister später noch einmal an die Jäger, denen er rungen über die beabsichtigte Internationale Jagdausstellung in Berlin machte. Seite 2 Nr. 259 Bochumer Anzeiger# Mittwoch, 4. November 1936 Ocfte=Vuriument=Errs nuug Sonate 4“ tag Maßnehmen1 1% die Kontrall= sowohl hei der Erinn dub London, 3. November. König Eduard VIII. eröffnete am Dienstag das erste Parlament seiner Regierungszeit. Wegen des strömenden Regens war die feierliche Staatsprozession .=Lineham=Valast nach Westminster zur großen bgesagt ossenen vom Bucingham=Palast nach Enttäuschung der wartenden Menschenmenge, gigel worden. Statt dessen fuhr der Konig im geschlosset Wagen ohne das seit zwei Generationen geübte Zeremoniell zum Oberhaus. Die Eröffnung der neuen Parlamentstagung erfolgte in dem bei dieser Gelegenheit üblichen prunkvollen Rahmen. Außer den Lords und den weiblichen Oberhausmitgliedern in ihren pelzverbrämten Roben und prächtigen Kleidern war das gesamte Diplomatische Korps, darunter auch der deutsche Botschafter von Ribbentrop, anwesend. Der König trug unter seinem purpurfarbenen und goldverzierten Samtmantel die Admiralsuniform. Da der König noch ungekrönt ist, trug er während der Zeremonie nicht die Krone, sondern den Admiralshut. Als er das Oberhaus betrat, wurden die Reichskrone, das Staatszepter und der Reichsapfel vor ihm hergetragen. Da König Eduard unverheiratet ist, stand zum ersten Male seit langer Zeit nur ein einziger Thronsessel auf der Empore.„6 44, 3t5mamt. Nachdem der„schwarze Herold“ die Unterhausmitglieder und die nicht dem Oberhaus angehörenden Minister herbeigerufen hatte, verlas der König zunächst das protestantische Glaubensbekenntnis und verpflichtete sich, nachdem er eine purpurfarbene Bibel geküßt hatte, die Gebote einzuhalten, die die protestantische Thronfolge erfordern. Hierauf verlas der König der bereits in der Thronrede angekundigten waßnahmen. Hierbei beschäftigte sich der Redner auch mit der geplanten Vorlage zur Aenderung des Gesetzes über die öffentliche Ordnung. Die Stabilität des Regierungswesens, so wie England es kenne, hänge von der Freiheit der Kritik ab, aber die Freiheit ihrerseits sei von der Duldsamkeit abhängig, die gegenseitig sein müsse. Alle britischen Bürger ohne Unterschied seien berechtigt, ohne Furcht vor Gewalttätigkeiten oder Einschränkungen ihrem Beruf nachzugehen. Die Regiexung werde auch nicht einen Augenblick lang die Einschüchterung irgendwelcher Gruppe dulden. Der 9. November in München dnb München, 3. November. Die Reichspressestelle der NSDAP. gibt folgende Verfügung zum 9. November bekannt: Es wird hiermit nochmals darauf hingewiesen, daß für Träger des Blutordens weder Einladungs= noch Teilnehmerkarten ausgegeben werden. Für die Träger des Blutordens gilt die in ihrem Besitz befindliche braune Karte mit Lichtbild als Ausweiskarte. Sie berechtigt zur Teilnahme an allen Veranstaltungen am 8. und 9. November. Um die Konkroule sowohl bei der Erinnerungsfeier im Bürgerbräukeller wie bei Aufstellung des Zuges reibungslos und schnellstens durchführen zu können, ordne Zur Teilnahme an der Erinnerungsfeier im Bürgerbräukeller am 8. November und zur Teilnahme am Marsch vom Bürgerbräukeller zur Feldherrnhalle am 9. November haben die Träger des Blutordens braune Ausweiskarte und die Teilnehmer im Besitz einer hellgrünen Karte diese mit einer zweiten Karte als Ausweis der Partei oder der angeschlossenen Organisationen und Verbände bereit zu halten und bei den Kontrollstellen vorzuzeigen. Ohne Ausweiskarte und ohne die für Marschblock II vorgeschriebeng...: satzkarte kann ein Zutritt zum Bürgerbraureller und die Teilnahme am Marsch nicht genehmigt werden. Angehörige der Wehrmacht und Kriegsbeschädigte als Träger des Blutordens nehmen am 9. November bis zum Eintreffen des Zuges an der Feldherrnhalle in der Nähe des Mahnmals Aufstellung. Ich verweise nochmals auf die Verfügung, wonach sowohl im Bürgerbräukeller wie beim Marsch am 9. November nur die Blutfahne mitgeführt werden darf. Am 3. November 1936. (gez.) Christian Weber. die Thronrede In der Thronrede wurden erneut die bereits bekannten Richtlinien der englischen Politik dargelegt. Der König betonte, daß die britische Regierung ihre Politik auf die Mitgliedschaft beim Völkerbund stütze, daß sie jedoch Vorschläge zu einer Reform des Völkerbundes bereits in Genf eingereicht habe. Die Befriedung Europas soll von England mit allen Mitteln gefördert und es soll auf einen Westpakt hingearbeitet werden. Die Flottenabmachungen zwischen Amerika, Frankreich und England sollen nach der Thronrede Grundlage einer internationalen Flottenvereinbarung bilden..„.., 446 8i, kritsskDer König legte Nachdruak oarauf, daß die britische Regierung die politische Lage im Fernen Osten mit Sorge verfolge. Dort sei Friede und Ruhe wesentlich für wichtige Interessen des britischen Volkes. Er hoffe auf eine friedliche Lösung zwischen China und Japan. Weiter bekannte sich Eduard VIII. zu dem Gedanken des Richteinmischungs=Abkommens in Spanien. Den Bündnisvertrag zwischen Aegypten und England hofft er noch vor Ende des Jahres ratiIm Mat nächsten Jahres sol anlätlich der ges. nungsfeierlichkeiten eine britische Reichskonfgreiiz, eigtet; Barumso aufgrbruche! Die polnische Dresse stempelt einen Dorfstreit zur Staatsaktion Brigadeführer Dr. Streck; Nürnberg, 3. November. Sanitätsbrigadeführer Dr. Dr. Arnulf Streck ist am Sonntag früh, 45 Jahre alt, im Westsanatorium in Berlin an einem Magenleiden gestorben. Der Tote wurde nach Nürnberg übergeführt, wo er in der alten Meistersingerkirche feierlich aufgebahrt wurde. Vor dem Katafalk liegen die Kränze des Führers und des Gauleiters Streicher. Die Ehrenwache halten SA.= und SS.=Führer. Als Mitglied des Bundes Oberland beteiligte sich Streck auch am 9. November 1923 am Marsch zur Feldherrnhalle, er war Träger des Blutordens. Der Reichsärzteführer berief den Dahingeschiedenen am 31. Dezember 1934 als seinen Stellvertreter in die Reichsleitung nach München. 1935 und 1936 hatte er die Gesamtleitung des Sanitätswesens der Reichsparteitage. In besonderem Maße genoß Dr. Streck das Vertrauen des Reichsorganisationsleiters der NSDAP. Er unterstützte Dr. Ley bei der sorgfältigen Auswahl des Parteinachwuchses für die Ordensburgen, wie er ihn auch auf vielen seiner Dienstreisen zu Veranstaltungen der Partei und der Deutschen Arbeitsfront begleitete. Soldaten sollen keine Schulden machen Berlin, 3. November. Der Reichskriegsminister hat Richtlinien über den Abschluß von Kredit= und Abzahlungsgeschäften durch Soldaten erlassen. Danach sollen Soldaten unter 25 Jahren Kredit= und Abzahlungsgechäfte nur mit Genehmigung ihres Disziplinarvorgesetzten abschließen dürfen. Diesen steht es frei, die Altersgrenze von Fall zu Fall zu erhöhen. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn Persönlichkeit und wirtschaftliche Lage des Antragstellers nicht die Gewähr für ordnungsmäßige Erfüllung seiner Verpflichtungen bieten. Zur Ueberwachung der Vermögenslage der Soldaten empfiehlt der Reichskriegsminister, mündliche Schulden meldungen jeweils beim ersten Löhnungsappell des Monats einzufordern. Brlin, 3. November. Von unserer Berliner Schriftleitung Seit einigen Tagen beschäftigt sich die polnische Presse in geradezu unverständlicher Aufregung, der man übrigens die Tendenz auf den ersten Blick ansieht, mit einem Vorfall, der sich jüngst in dem Dörfchen Schöneberg im Freistaate Danzig zugetragen hat. Hier sollen zu nächtlicher Stunde unbekannte Nationalsozialisten einen Ueberfall auf drei angeblich polnische Dorfbewohner verübt haben. Nun wird aber festgestellt, daß es finden. Im Anschluß an die Krönungsfeierlchtennn will der König zur Kaiserkrönung nach Indien reisen. Erwähnt wurde in der Thronrede auch die geplante Neuregelung der Verfassung in Indien. Zur Palästina=Frage teilte der König mit, daß königliche Untersuchungskommission noch in dieser die Woche ausreisen wird.„.„.0 vach 4. Die britische Aufrustung son nach der Thronrede mit äußerster Tatkraft vorwärtsgetrieben werden, und zwar sowohl um der Verteidigung des Empires willen als auch zur Innehaltung der internationalen Verpflichtungen Englands. Gleichzeitig bekannte sich der englische König jedoch zur Förderung einer allgemeinen internationalen Befriedung, durch die Jegrenzung der Rüstungsausgaben möglich wäre. sich bei den Ueberfallenen um Mitglieder der Danziger NS.=Hago und Arbeitsfront handelt, die nur polnische Namen tragen. Alle drei bedienen sich weder im öffentlichen noch im privaten Leben der polnischen Sprache. Einer der Angegriffenen hatte seine Wohnung zur Abhaltung von polnischen Sprachkursen zur Verfügung gestellt, die von der polnischen Schulorganisation, der sogenannten„polnischen Schulmutter", organisiert worden sind. Mit Recht hat sich wohl die Einwohnerschaft von Schöneberg ebenso gefragt, wie man sich im deutschen Danzig überhaupt fragt, mit welcher Begründung die polnische Organisation gerade hier einen Schulunterricht aufzieht, wo bei den Wahlen zum Danziger Volkstag im Jahre 1935 von 1043 Wahlberechtigten ganze vier für die polnische Liste stimmten. Mit Rücksicht auf die Verständigung zwischen Danzig und Polen waren der„polnischen Schulmutter" besondere Freiheiten im Danziger Gebiet zugestanden worden. Um so mehr muß die Ansetzung der polnischen Organisation in Schöneberg zum mindesten als eine unverständliche Herausforderung aufgefaßt werden. Am vergangenen Freitag waren 16 Kinder in dem provisorischen Schullokal erschienen, ohne daß sich ein polnischer Lehrer einfand. Die Dorfbewohner hatten dann den zuständigen Landjäger auf diese Vorgänge aufmerksam gemacht. Dieser wandte sich darauf an den Danziger Senat und erhielt die Mittellung, daß die polnische Schule in Stadt wegen unwahrer Berichterstattung und Beleidigung des Danziger Senats. Der Danziger Pressedienst nimmt zu dem polnischen Pressefeldzug gegen Danzig wie folgt Stellung: „Die Vermutung, daß Polen den Völkerbundsauftrag gegenüber Danzig zur Stärkung seiner eigenen Position ausnützen möchte, wird leider verstärkt durch den systematischen Pressefeldzug, den Polen in diesen Tagen gegen Danzig zu unternehmen für richtig befunden hat. Wenn es sich dabei nur um die Blätter der Opposition handeln würde, die gewohnheitsmäßig gegen Danzig Stimmung machen, könnte man darüber hinweggehen. Die Tatsache aber, daß Blätter wie der „Kurjer Poranny“, die Führung in diesem Pressefeldzug übernommen haben, hat in Danzig Besoranis hervorgernferng.,.12 Jum amickt. Der„Kurier Poranny“ hat eigens einen Berichterstatter nach Danzia entsandt mit dem bestimmten Auftrag, Danzig den Vorwurk der Illoyalität gegenüber Polen zu machen und diesen Vorwurf durch Greuelmärchen, deren Absurdität eine sachliche Entgegnung von selbst verbietet, zu„stützen". Dieser Korrespondent hat seinen Auftrag dadurch zu erfüllen versucht, daß er gegen die Danziger Regierung die ungeheuerlichsten Angriffe erhoben hat, so daß sich der Polizeipräsident von Danzig genötigt gesehen hat, die betreffende Nummer des polnischen Blattes beschlagnahmen zu lassen. Dabei hat die polnische Presse auch wieder zu der MeSchlsch bandte 16 Oduo)'/g, Freize der 35 Helse Schalangelegenselt uncd der Uezestsal aus dis schen Problemen zu, unter denen aug die Frage der Bergbauabgaben wiederauftauchte. Wesentlich ist die Ankündigung einer Gesetzesvorlage zur Sicherung der inneren Ruhe und Ordnung. Die bestehenden Gesetze seien abänderungsbedürftig. In dem neuen Gesetz soll jedoch der Rede= und Versammlungsfreiheit nicht Abbruch getan werden..24 Las JInterkans mit. Nach kurzer Vertagung trat das Unterhaus wieder zusammen, um die Dankadresse an den König entgegenzunehmen. Sie wurde zum ersten Male in der Geschichte des englischen Parlaments von einer Frau, nämlich der konservakiven Abgeordneten Miß Horsbrugh, eingebracht. Die Abgeordnete begrüßte zunächst die in der Thronrede angekündigten innerpolitischen Maßnahmen und gab ihrer Befriedigung darüber Ausdruck, daß die englische Regierung den Völkerbund verstärken wolle. Das englische Volk sei außerordentlich bemüht, den Frieden zu wahren, und danke der Regierung, daß sie es vor kriegerischen Verwicklungen bewahrt habe. Unter großem Beifall erklärte sie, das englische Volk wolle in Zukunft nicht mehr darunter leiden, daß seine Streitkräfte nicht genügend stark gerüstet seien. England müsse stark sein. Der nationale Arbeiterabgeordnete Harold Richolson sprach zunächst über die Notwendigkeit, den englischen Elendsgebieten Hilfe zu bringen. In der Außeneshiche e scte e schce eie Wir bedauern aufrichtig, daß die polnische Preise nicht das Maß von Objektivität aufbringt, das sie sonst in den eigenen polnischen Angelegenheiten verlangt. Jedenfalls kann das Verhalten der Hetzpresse keinesfalls die Aufgabe der polnischen Regierung erleichtern, die ihr vom Völkerbund selbst als Vermittlerin zwischen der Freien Stadt Danzig und dem Genfer Kollegium übertragen wurde. Mit Bedauern stellen wir fest, daß in der letzten Woche die danzigfeindliche Hetze systematisch betrieben wurde. Wir geben uns jedoch auch heute noch der Hoffnung hin, daß ebenso wie die Danziger Regierung auch die polnische Regierung alles aufwenden wird, um die Lösung der Danzig=polnischen Frage jenLause des Nogember land machen. In och, ob diese Schulangelegenheit und der Ueberfall auf die drei Personen in einem ursächlichen Zusammenhang stehen. Die polnische Presse erhebt jetzt geschlossen ein hetzerisches Geschrei. Ganz offen geht aus den massiven Artikeln der Warschanger Blätter, die Absicht hervor, spird, um die Böhrg, derf, Dagnzsepolrischen. Fregs eige das Einvernehmen zwischen der Freien Stadt Danzig seits derartiger Pressepolemiken, wie sie augenblicklich und der polnischen Regierung zu stören. Die Angriffe in Warschau an der Tagesordnung sind, zu erleichtern. gegen den Danziger Senat führten zu einem Verbot Was in dieser Beziehung von Danzigs Seite geschehen einer Anzahl polnischer Blätter im Gebiete der Freien konnte, ist bereits geschehen. Österreichs Staatssekretär des Auswärtigen über das deutsch=österreichische vom 11. Juli und die Wiener Dreier=Besprechungen Wien, 1. November.] Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen ging der Rahmen der von der„Union der auswärtigen Vortragende zunächst auf die allgemeinpolitische Lage Im 9ugyg estalteten Vortragsreihe sprach in Europa ein, die einerseits, durch die Krise selbst inPressevertrete, ero Staatssekretär des Auswärtigen folge der verfahrenen Politik des Völkerbundes und Dienstag nachmittag.; uher bas.: Auevouttigen anderseits durch die ständig zunehmende Erschütterung Dr. Guido Schmidi uver, das deutsch=österreichische Hes Heslekztivgesankens gekennzeichnet sei, wobel Dr. politik wünschte der Redner eine freundschaftliche deutschenglische Vereinbarung. Das englische Volk sei sich in drei Dingen einig: es walle keinen Krieg und keine Diktatux, und es wolle nicht pertieren, was es jetzt besitze. Der Abgeordnete begrüßte die Versicher####0 sich die englische Außenpolitik nicht auf Bündnisse stüßze werde die sich gegen einzelne Mächtegruppen richte Singen einig: es wolle keinen Krieg Diktatug, und es wolle nicht verliergp, otr.ss ge ue Augenphsitn, nicht auf Bunonisse fußen werde, die sich gegen einzelne Mächtegruppen richten würden, sondern auf frei ausgehandelten regionalen Abmachungen. Der Oppositionsführer Attlee erklärte, daß die Thronrede zahlreiche wichtige Probleme unerörtert gelassen habe. Sie sei über die Frage der Arbeitslosigkeit und der Unterernährung hinweggegangen, obwohl es in England zur Zeit eineinhalb Millionen Arbeitslose und viereinhalb Millionen unterernährte Menschen gebe. Die Rede des Königs enthalte auch keinen Hinweis auf die Verschlechterung der internationalen Lage. Die Regierung trage einen Teil der Verantwortung für die Verschlechterung der internationalen Lage. Der Schluß der Rede war ein Angriff auf das privatkapitalistische System. Ministerpräsident Baldwin, der dann sprach, kündigte u. a. an, daß am Donnerstag eine allgemeine außenpolitische Aussprache stattfinden werde. Eine Regierungserklärung über Palästina werde gleichfalls am Donnerstag abgegeben. Baldwin äußerte bei dieser Gelegenheit seine Befriedigung über die Besserung der dortigen„Lage. Ein großer Teil der Baldwin=Rede war eine Wiederholung Verhältnis seit dem 11. Juli sowie über die Grundzüge der österreichischen Haltung hinsichtlich der bevorstehenden Dreier=Besprechungen in Wien. Gleichzeitig teilte er mit, daß er auf Anregung des deutschen Außenministers Freiherrn von Neurath durch Botschafter von Papen in der zweiten Novemberhälfte nach Berlin reisen werde. Grundsätzlich, so erklärte Dr. Schmidt, sei festzustellen, daß sich die in die neuen Vereinbarungen vom 11. Juli gesetzten Hoffnungen erfüllt hätten. Eine allgemeine Entspannung sei sichtlich festzustellen. Somit sei das Hauptziel des Abkommens, die Zeit einer getrübten dreijährigen Vergangenheit zu beenden im allgemeinen erreicht. Durch eine befriedigende Regelung der Frage der Führung der Hoheitszeichen, die besonders im Reiseverkehr eine einschneidende Rolle gespielt habe, sei es auch gelungen, diesen Verkehr von Land zu Land günstig zu beeinflussen, der leider noch durch die valutarischen Schwierigkeiten gehemmt werde.. Der Redner erwähnte in diesem Zusammenhang gewisse Zwischenfälle, die sich beim Besuch reichsdeutscher Gäste abgespielt hätten, die aber nicht Schuld dieser Besucher seien, sondern auf das Konto jener Kreise zurückzuführen seien, die den Sinn des Abkommens noch immer verkennen würden. Dann ging Dr. Schmidt auf die Mailänder Rede Mussolinis ein, die Oesterreichs Unabhängigkeit dogmatisch unterstrichen habe. Das ver7.“ gztisch“nyg.. M des Kouertiogebantens, geiennzeichner sei, wobei Dr. Schmidt auf Belgien hinwies. Oesterreich bekenne sich dennoch nach wie vor zum Gedanken des Völkerbundes, allerdings unter der Voraussetzung einer grundlegenden Reform, bei der es mitzuarbeiten jederzeit bereit sei. Dabei halte Oesterreich an der Forderung der Loslösung des Friedensvertrages von der Genfer Institution grundsätzlich fest. Außerdem vertrete die österreichische Regierung die Ansicht, daß der Völkerbund sich nicht mit Fragen beschäftigen sollte, die leichter in unmittelbarem Gedankenaustausch bereinigt werden könnten. Die Reise des italienischen Außenministers Ciano nach Deutschland könne in diesem Zusammenhang als bedeutsamer Fortschritt bezeichnet werden. Wie schon für die Soldaten des Heeres sind, jetzt auch für die Kriegsmarine zur einheitlichen Kennzeichnung der Mannschaftsdienstgrade innerhalb der Wehrmacht neue Dienstgradabzeichen eingeführt worden. Der Obermatrose erhält einen Winkel, der Stabsmatrose zwei Winkel nach dem bisherigen Muster für Oberstabsmatrosen bzw. Gefreite, der Oberstabsmatrose drei Winkel nach dem bisherigen Muster für Obergefreite, der Overgefreite einen geflochtenen Winkel mit einem vierzackigen Stern und der Stabsgefreite zwei geflochtene Winkel mit einem vierzackigen Stern. Die neuen Dienstgradabzeichen sind mit dem 1. Januar 1937 anzulegen. Konzertreise der Londoner Philbarmoniker durch Deutschland Berlin, 3. November. Der bekannte englische Dirigent Sir Thomas Beecham wird mit dem von ihm vor vier Jahren Orchester der Londoner Philharmoniker im November eine Konzertreise durch DeutschIn folgenden Orten werden Konzerte des Orchesters nattfinden: in Berlin am 13. November (Philharmonie), in Dresden am 14. November(Oper), In Leipzig am 15. November(Gewandhaus), in München am 17. November(Tonhalle), in Stuttgart am 18. November(Liederhalle), in Ludwigshafen am 19. November(Feierabendhaus der IG.=Farben). in Frankfurt a. M. am 20. November(Saalbau), in Köln am 21. November(Messehalle). Schwere Niederlage der Arbeiterpartei bei den englischen Gemeindewahlen. London, 3. November. Gestern fanden in ganz England und Wales mit Ausnahme von London die Gemeindewahlen statt. Obwohl bei diesen Wahlen nicht allein Fragen der großen Politik den Ausschlag geben, ist es stimmungsmäßig doch bezeichnend, daß die oppositionelle Arbeiterpartei, die sich in der letzten Zeit immer mehr in das bolschewistische Fahrwasser begeben hatte eine starke Niederlage erlitt. Wenn auch noch nicht alle Abstimmungsergebnisse aus dem Lande vorliegen, so können die restlicher Ergebnisse auch nichts mehr daran ändern, daß die Konservativen die Sieger, die Opposition aber die Unterlegenen sind. Sie dürfte rund 100 Sitze verloren haben. Den Unabhängigen ist es gelungen, 42 neue Sitze zu erobern. Kurz=Nachrichten Kreuzer„Emden“ in Istambul. Der Schulkreuzer „Emden“ traf, aus dem Schwarzen Meer kommend, am Montag vormittag zu einem Besuch im türkischen Hafen von Istambul ein. Die deutsch=italienischen Filmverhandlungen. In Rom wurden die in Berlin und in Venedig begonnenen Verhandlungen über internationale und deutsch=italienische Filmfragen fortgesetzt. Von deutscher Seite nahm an den Besprechungen der Präsident der Reichsfilmkammer, Staatsminister a. D. Prof. Dr. Lehnich, auch in seiner Eigenschaft als Präsident der Internationalen Filmkammer teil. Vor einem Besuch des ungarischen Reichsverwesers in Rom. Nach Budapester Blättermeldungen wird der Reichsverweser von Horthy in Begleitung des Ministerpräsidenten Daranyi und des Außenministers von Kanya Ende des Monats der italienischen Regierung einen Besuch abstatten. Die Schweiz verbietet der„Roten Hilfe“ politische Betätigung. Der Schweizer Bundesrat hat einstimmig das Verbot der politischen Betätigung für die„Rote Hilfe“ beschlossen. Was die kommenden Besprechungen der Staaten der römischen Protokolle betreffe, so hätten diese in erster Linie den Sinn, die Uebereinstimmung in grundsätzlichen Fragen sinnfällig der Welt vor Augen zu führen. Außerdem werde die erneute Aussprache Gelegenheit bieten, die verschiedensten wirtschaft, en und politischen Fragen einer gründlichen Klärung zu unterziehen. Auf eine Zwischenfrage, ob Oesterreich beabsichtige, sich zum Mittler der ungarischen Revisionswünsche zu machen, erklärte Staatssekretär Schmidt, daß letzten Endes diese Frage Budapest allein angehe, daß aber begreiflicherweise in Oesterreich größte Sympathie für solche Wün'che des befreundeten Nachbarvolkes, mit dem ständnisvolle Entgegenkommen Italiens auch in wirt=solche Wün'che schaftspotitischer Hinsicht bezeichnere der Vortragende als man jahrzehntelang unter einem Dach gewohnt habe, Aktivum für Oesterreich. bestände. Stellvertreter: Rudolf Pogt. Hans Schulte p“ zworilig fur Holtlst: Bans-rchpofift Verantrgtlg, Abohe Gei, S4hel 5 Kommunpoltt und Stadttelle; mdolf„Wedyingvaus, Lokales: Hans Schulke, Kulturpolitik Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Frit Schmtd:: Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar„SLegel, Hans Horndere Anzeigen: Kurt Scholi, Jämtlio in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsvorst, Döndoffstraße 19. Anruf Karlsdorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. BerlinCbarlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf C 1 6813. Verlag und Druck: Laupenmüdlen 5 Dierichs in Bochum. Ruf 67551, 52. 53.— Zur Zeit int Preisliste Nr. 7 gültig, Nachlatzstaffel. B.— DA. 1X. 36 über 26 500. Sprechstunden der Schriftlettung wochentags, außer Mittwochs und Samstags. von 16 bis 17 Udr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur dei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Nr 259/ Bochumer Anzeiger„ Mittwoch, 4. November 1936 Bochumer Nachrichten Vorbehaltich der Genehmigung! Obergruppenführer Seydel in Bochum e uie uer Aidaug ie echu e een ae en e Mee. Der neue Leiter des Reformrealgymnasiums Träger des goldenen Parteiabzeichens Der alte Brauch der Nikolauszüge in Westfalen, der 1935 in Bochum eine so erfreuliche und erfolgreit. Auferstehung feierte, wird auch 1935 die Herzen der kleinen Bochumer beglücken. St. Nikolaus hat vom Himmel aus bereits angerufen und mitgeteilt, daß er am Vorabend des Nikolaustages, am 5. Dezember, BoWie schon erwähnt, war der Nikolauszug im Vorjahre ein sehr schöner Erfolg in jeder Beziehung. In diesem Jahre werden einige Nendeziorzeßreoegutage, die geeignet, grscheinen, die im Vorjayre##ge. ge tretenen Fehler zu vermeiden. Es hatten sich 1935 einige Schwierigkeiten verkehrstechnischer Art ergeben, die vor allen Dingen beim Eintreffen des Zuges auf dem Rathausplatz in Erscheinung traten.. Diesmal soll der Zug noch größer und seine Wegstrecke noch länger werden. Statt 2500 Kinder werden biesmal vorausscht ahren, zmie=georjahreräger, die Strecke Stadttheater, Westfälische Straße, Hermannshöhe, Kreuzstraße, Kortumstraße, Drehscheibe, Bongardstraße, Rathausplatz marschiert wurde, soll diesmal der Zug durch folgende Straßen führen: Wetzfälische Straße, Hermannshöhe, Neumarkt, Wihfenßr,#e straße, Brückstraße, Augustastraße, Muyrrnteg. gnathausplatz. Es werden also weit mehr Erwachsene als im Vorjahre Gelegenheit haben, sich mit den Kindern über den Rüolauszug vu hrerpguirh, am Dienstag vorDe Preigehnge, Bangenden Hegeresen FZehnesden. Do, ekfr schte Ergebnis dieser ersten„Besprechung ist voen schon wiedergegeben: vorbehaltlich Vexzume gergigggg einen den Polizeipräsidenten wird Bochum auch 1950 seinen Nikolauszug haben. Die Eintopfgerichte für die Gaststätten am 8. November Ses es echeice e e esce e geschriben.„uind: 2. Hammel oder Rindfleisch mit Weiß= oder Wirsing3. Gemüsetopf vegetarisch oder mit Fleischeinlage, 4. Fisch=Eintopfgericht nach freier Wahl. Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nur für Gaststätten. Den Hausfrauen bleibt die Wahl der topfgerichte selbst überlassen. Bestrafte Volksschädlinge Regierung Arnsbera teil zur Besichtigung des Sturmev 127 m. o9 und der Motor=HJ. Am Dienstag abend hat. Bochum den, aope weszt Hez Gakernaez, im Lueg=Hochhaus beschlige. Obergupenshe, Seode: von de, Ovev, Piseldof Karz nach 20 uhe laf Obergruppenscher Sedel der„Panzergrotte“ ein, wo der etwa 200 Mann Niederwestermann von der Motorbrigade West7 BA.-Archiv IIhk 69 Sturm 12/1 69 des Ress., die in dem für die Geschichte des Sturmes bedeutsamen Tage. Bezicksleiter im Siegerlande war. II/M 69 den Sturm 12/M 69 des RSKK., die in dem für die Gese Wirs das Dochuier Wergenn..., rul Die Modelle des Gesamtneubaues und der Gesamtanlage— 101 Meter Front an der Wielanoumfassende Sturm unter Obersturmführer Neuhaus in größter Stärke angetreten war. Nach dem Abschreiten der Front fuhr der Obergruppenführer zum Lueg=Hochhaus, um sich den Lehrraum anzusehen und dem Dienst der Motor=HJ. beizuwohnen. Obergruppenführer Seydel nahm vor den Hitlerjungen, die in gewohnt frischer Weise am theoretischen Unterricht teilnahmen, selbst das Wort zur Prüfung des Standes ihrer Kenntnisse und zu Ausführungen über die Aufgaben, die dem deutschen Kraftfahremnachwuchs gestellt sind. Der Sturm 12/M 69 war inzwischen truppweise in verschiedenen Lokalen zum Unterricht übergegangen, den der Obergruppenführer anschließend ebenfalls besichtigte. Auch in den einzelnen Trupps schaltete er sich prüfend und belehrend in den verschiedenen Unterricht ein, um so selbst ein Bild von dem Stand der Ausbildung zu gewinnen. Der Obergruppenführer vermittelte dabei Anregungen für die Gestaltung des Unterrichts nach der praktischen Seite hin. In der„Panzergrotte“ ergriff Obergruppenführer Seydel dann vor dem Sturm das Wort zu eingehenden Ausführungen. Nachdem er der Arbeit des Sturmes auf Grund der gewonnenen Eindrücke lobende Anerkennung gezollt und seiner Befriedigung Ausdruck gegeben hatte, verbreitete er sich über das dem RSKK. vom Führer gegebene Aufgabengebiet. Dem RSKK. als dem Träger der Motorisierung sei es Pflicht,„Ritter der Landstraße" zu sein. Aus dieser Pflicht erwachse aber nicht allein die Notwendigkeit, selbst Ordnung zu halten, sondern auch die Verpflichtung zur Hilfeleistung für andere kraftfahrende Volksgenossen und zum Einsatz gegen alle Rowdys der Landstraße, die Menschenleben durch verbrecherisches Fahren in Gefahr bringen. Der Obergruppenführer richtete anschließend an den Sturm den Appell, weiterzuarbeiten im Dienste der deutschen Kraftfahrt und ihrer vielfältigen Aufgaben. Nach der Besichtigung widmete Staffelführer Busse dem Sturm ebenfalls anerkennende Worte für Tage. Oberstudiendirektor Garnerus Wie bereits gestern in einer kurzen Meldung mitgeteilt, wurde Direktor Garnerus, bisher in Lünen, als Oberstudiendirektor und Leiter an das Refexmregl; gomnasiun an der Börienehe, gehoren, besuchte, PorLünne(Kreis Lingen, Ems) geooren, besuchte Oberstudiendirektor Garnerus, nachdem er das gsteifezeugnis erhielt, die Universitäten Tübingen, Gottingen und Bonn, um Philologie zu studieren. Nachdem er in Münster sein Staatsexamen ablegte, wechselte er als Studienassessor nach Weidenau(Sieg) über, wo er auch seine feste Anstellung erhielt, also zum Studienrat ernannt wurde. Am 1. März 1934 wurde Oberstudiendirektor Garnerus als Studiendirektor an das Freiherrbis zu seiner Berufung an das Reformrealgymnasium BoVom Jahre 1914 bis 1918 war Obersudiendirekte Garnerus Kriegsteilnehner und kämpfte zunschlt, Kavallerist, dann als Offizier bei der Feldartillerie im Osten, in Italien und schließlich in Frankreich. 1922 trat er in die Partei ein und ist somit Träger des goldenen Parteiabzeichens, und es bleibt noch zu nen, daß Parteigenosse Garnerus der erste Orts= und Bezirksleiter im Siegerlande war. Die Pressestelle der Regierung Arnsberg teilt mit: Auf Anordnung des Regierungspräsidenten in Arnsberg sind folgende Personen in Schutzhaft genomDer Jude Julius Goldschmidt in Berleburg wegen Ueberbietung der Höchstpreise für Schlachtvieh(Rinder und Schweine). Außerdem ist Wil Grinen: dahl in Herne wegen Ueberschreitung der festgesetzten Höchstpreise für Konsummargarine: 3. Der Margarinegroßhändler Heinrich Oertgen in Herne. Oertgen hat die ihm von der Hauptvereinigung der Kunstspeisefett= und Margarineindustrie zugewiesene Margarine nicht restlos an den von ihm zu beliefernden Kleinhandel weitergeleitet und dadurch die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichender Margav 4. Die Filialleiterin Waltraud Zülsdorf in Herne. Z. hat seit April vorigen Jahres laufend die Umhüllungen von Konsummargarine einen Kübel geknetet und dann als Spitzensorte zum Preise von 98 Reichspfennig, also mit einem Ueberpreis von 35 Reichspfennig, verkauft. Außerdem hat sie aus Sprit selbst Essig hergestellt und zu einem Preise von 36 Reichspfennig, also mit einem Ueberpreis von 16 Reichspfennig, verkauft. Ferner hat sie bei je 20 Liter Malaga, Samos, Tarragona, Wermut 5 Liter Wasser zugesetzt. Schließlich hat sie die Verkäuferinnen angewiesen, Speck und Eier nur an diejenigen Kunden zu verkaufen, die auch andere Lebensmittel einkauften. Ferner ist das Einzelhandelsgeschäft des Betriebsleiters Kater, Dortmund, Kirchderner Straße Nr. 237, wegen Ueberschreitung der Höchstpreise für Kartoffeln und Butter polizeilich geschlossen worden. Ehrenraum für die Gefallenen im Polizeipräsidium Bochum. Schon seit einiger Zeit wird im Erdgeschoß des Polizeipräsidiums an einem Umbau gearbeitet. Vorraum, der zur Polizeikasse führte, soll umgestaltet um hier einen würdigen Ehrenraum für die Gefallenen zu schaffen. Man hofft, diese Weihestätte noch im Laufe des November= mit einer Feier ihrer Bestimmung übergeben zu können. Unaufgeklärter Motorradunfall Gegen eine Straßenlaterne gefahren Am 1. November, gegen 2 Uhr, fuhr ein Kraftradfahrer auf der Redemptoristenstraße in Höhe des Hauses Nr. 36 gegen eine Straßenlaterne, deren Glaskugel zertrümmert wurde. Ob weiterer Sachschaden entstanden ist oder Personen verletzt wurden, konnte nicht festgestellt werden. Frevler an Grünanlagen Einfriedigungszaun in Bochum=Werne zerstört Wie erst jetzt bekannt geworden ist, wurde in der Nacht zum 24. Oktober, gegen.15 Uhr, der Einfriedigungszaun der städtischen Grünanlagen an der Ecke Zur Werner Heide und Werner Hellweg in Bochum=Werne von bisher unbekannten Tätern zertrümWer kann bezüglich der Täter Angaben machen? Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden werden vom 5. Kriminalkommissariat, Nebenstelle Bochum=Werne, entgegengenommen. * ks: Die beiden kurz vor der Vollendung stehenden Hasie, Kaschel. gesitecd die Kashesel uic une al Bsäe eschece K Ermäßigte Strompreise für Reklame= und Schaufensterbeleuchtung. Für die Zeit der Weihnachtswerbung werden die in jeder der beiden und Dezember gegenüber der Ableseveriode Oktober mehr verbrauchten Kilowattstunden für Reklame= un Schaufensterbeleuchtung um etwa 83½ vom Hundert im Preise gesenkt. 88 7 # ..-Muthherz Bstnicge dne Sitgnuic Ke Alsche, Geieschache Sechlüiege Becschähese eic hen Ueber das Projekt des Bochumer Bergbau=Museums in seiner neuen Form ist jetzt die fallen! Wie die Aufnahmen von dem Modell des Baues und dem Modell der Gesamtanlage zeigen erhält Bochum einen Museumsbau und damit verbunden eine Umgestaltung des Stadtbildes an der Herner Straße Iu der sebten Generalversommlung der Wesfälischen Berggewerkschaftskasse wurde die Finanzierung des zweie Seite 4 Nr. 259# Bochumer Anzeiger 7 Mittwoch, 4. November 1936 ten Bauabschnittes des Bergbau=Museums genehmigt. Das Bergbau=Museum erhält dadurch das durch Architekt Holzapfel(Bochum) entworfene Eingangsgebäude mit den Bürogebäuden, der Ehrenhalle, den Bibliotheksräumen und dem Vortragssaal und dazu einen Flügel. entsprechend dem im ersten Bauabschnitt hergestellten Trakt, der in Richtung Wielandstraße steht. Die Gebäudeteile haben Erdgeschoß, Obergeschoß und Unterkellerung, so daß sehr viel nutzbarer Raum für das Museum geschaffen wird. Der Gesamtneubautrakt zwischen Vöde= und Schillerstraße wird 101 Meter betrag bei Vorhof haben. Der Vortragsal ist etwa 13 mal 17 Meter groß mit 230 Quadratmeter Fläche. Der rechte Flügelbau wird eine Grundfläche mit 420 Quadratmeter belegen, so daß in drei Geschossen eine Ausstellungsfläche von 1260 Quadratmeter gewonnen wird. Die Arbeiten werden in Kürze begonnen und etwa Mitte nächsten Jahres zum Abschluß gebracht sein. Bei der Eröffnung des zweiten Bauabschnittes beabsichtigt das Museum, eine große Feier zu veranstalten und den Neubau des Bergbau=Museums einzuweihen. Mit der Gewinnung der neuen Ausstellungsfläche besteht dann die Möglichkeit, die von der Bergaravemie Berlin beziehungsweise der Bergakademie Aachen geschenkten Gegenstände zweckentsprechend auszustellen und die Abteilungen Aufbereitung, Tiefbohrung, Gewinnung und Förderung weiter auszubauen. In dem ersten Bauabschnitt, dessen Eröffnung in einigen Wochen stattfinden kann, sind die Abteilungen: Markscheiderei, Geophysik, bergmännische Kunst und Sprengstofftechnik den Sammlungen neu hinzugefügt. Bochumer Opferfreudigkeit 17600 RM. sammelten SS., SA. und Ergebnis der von der SS., SA. und dem RSKK. am vergangenen Sonntag durchgeführten 2. Reichsstraßensammlung beträgt in Bochum 17600 RM. Dank allen Sammlern, die damit erneut ihre Einsatzbereitschaft für das Gemeinschaftswerk des deutschen Volkes bewiesen haben! Dank aber auch allen Volksgenossen, die durch ihre Spenden die Sammeltätigkeit unterstützt und zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben. Fragen der Kleintierhaltung Versammlung der Kreisfachschaft Ziegenzucht für Westfalen, Schulze=Eckel, den Direktor der Lehr= und Versuchsanstalt Hamm, Eickel, den Direktor der bäuerlichen Werkschule Bochum, Schmidt, Tierzuchtinspektor Becker(Münster) und den Beauf= ken tragten für Kleintierzucht der Kreisbauernschaft Bochum, Landwirtschaftslehrer Schreier, begrußer Ueber die Bedeutung der Kleintierhaltung sprach anschließend der Vorsitzende der Landesfachgruppe, Schulze=Eckel, dessen Ausführungen auch den Wert der Nutzbarmachung von brachliegenden Wiesenstücken und Abfällen durch die Kleintierhaltung unterstrichen. Das Arbeitsprogramm für das Winterhalbjahr umriß Landwirtschaftslehrer Schreier in einem Vortrag. Im Vordergrunde steht die Ausrgztung der im Vorjahre eingerichteten Herdbücher und Maichunersachre, e igen Umfang diese Arbeiten haben, erGrunsstagen dei Scziaspennt Reichsfachschaftsleiter Oberregierungsrat Martin(Berlin) sprach in Bochum Am Dienstag abend fand die von der Verwaltungsakademie in Gemeinschaft mit dem Amte für Beamte veranstaltete Vortragsreihe über Grundfragen der Sozialpolitik und der Sozialversicherung in Anwesenheit der Partei= und Behördenvertreter ihre feierliche Eröffnung. Mit Rücksicht auf den zu erwartenden großen Andrang aus den Kreisen der Beamtenschaft und der öffentlichen Sozialversicherungsträger hatte man als Ort der Veranstaltung das Parryaus gewählt. Nach einleitenden Marschklängen der Postkavelle und dem feierlichen Einmarsch der Fahnen sprachen Gausachbearbeiter Jäger als Beauftragter des Amtes für Beamte und Stadtrechtsrat Privatdozent Dr. Ellerinamann in seiner Eigenschaft als Studienleiter der Verwaltungsakademie„Industriebezirk“ in Bochum ein kurzes Wort der Begrüßung. Es wurde hingewiesen auf die Bedeutung des nunmehr zum dritten Male beginnenden sechssemestrigen Lehrganges für Sozialwissenschaften und insbesondere auf den Wert per in Aussicht genommenen Vortragsreihe, die allen Beamten zugänglich ist und ihnen das geistige Rustzeug für ihren Beruf sowie Erkenntnisse über das wichtige Gebiet des nationalsozialistischen Rechtslebens vermitteln will. Den Reigen der Vorträge eröffnete Oberregierungsrat Martin vom Reichs= und Preußischen Arbeitsministerium. Als Reichsfachschaftsleiter der Körverschaften des öffentlichen Rechts, soweit sie sich mit der Sozialversicherung befassen, kam seinen Ausführungen über das Thema„Die Volkstümlichkeit der Sozialversicherung im Rahmen der nationalsozialistischen Sozialvolitik“ eine besondere Bedeutung zu. Seine fast zweistündige Rede brachte die sozialvolitische Entwicklung der letzten Jahre auf die einfachsten wormeln, gab den vielen Problemen der Sozialversicherung einen klaren Umriß und löste damit provagandistische Wirkung aus. Die Frage nach der Volkstümlichkeit der Sozialversicherung entspricht keineswegs theoretischen Erwägungen, sondern sie ist geradezu von einer schicksalhaften Bedeutung. Je volkstümlicher die Sozialversicherung ist, um so einfacher, reibungsloser und vollkommener gestaltet sich ihre Durchführung. Zunächst befaßte sich der Vortragende mit den Voraussetzungen psychologischer Art. Hierzu gehöre in erster Linie das natürliche Rechtsempfinden. Das deutsche Volk erwarte, daß der äußere Aufbau der Sozialversicherung sowie ihr Inhalt den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen und mit der Auffassung des Volkes über die verpflichtende Stellung des einzelnen zur Gesamtheit und der Gesamtheit des Volkes zum einzelnen übereinstimmen. Zu den psychologischen Voraussetzungen wurden die Ausscheidung jeder Willkür und vor allem die Sauberkeit der Verwaltung gerechnet. Bemerkenswert war. was Oberregierungsrat Martin über die Aufgaben und Pflichten des Sozialbeamten zu sagen hatte. Er stellte die Forderung auf, daß jeder Verwaltungsbeamte ein tüchtiger Fachmann sein müsse, der über den Paragraphen nicht den Menschen, den er zu beraten und zu betreuen habe, vergessen dürfe. In dem bestehenden Dreiklang der Versicherungspflicht, der Versicherungsfreiheit und der Versicherungsberechtigung sei allen nur irgendwie vorstellbaren Wünschen der Versicherten Rechnung getragen. Aus den weiteren Darlegungen wurde deutlich, daß die Sozialpolitik die stärksten Beziehungen zu der Wirtschaftspolitik hat. Denn ohne Sozialversicherung sind die volkswichtigen Aufgaben des Geld=, Kredit=, Boden= und Baumarktes undenkbar. Ueber allen Erwägungen, die zu diesem wichtigen Punkte angestellt wurden, stand der Leitgedanke: Das höchste Gut der Wirtschaft ist nicht in den Milliardenbetragen zu sehen, sondern in dem gesunden deutschen Menschen. Darum hielt Oberregierungsrat Martin viel von einer provagandistischen Tätigkeit für die deutsche Sozialversicherung. Wie er betonte, müsse die Jugend schon von früh auf mit den Werten der, Sozialversicherung vertraut gemacht werden. Rundfunt uno zeilm hätten sich ebenfalls in ihren Dienst zu stellen. Denn die deutsche Sozialversicherung verdiene nicht nur die Anerkennung, sondern auch die Liebe und Treue des deutschen Volkes. Im nationalsozialistischen Deutschland, so schloß die mit starkem Beifall ausgenommene Rede, könne und werde es nur eine volkstümliche Sozialversicherung geben. Tagesbruch auf der Hunscheidtstraße. Auf der Gabelung Hunscheidt= und Friederikastraße entstand am Montag plötzlich eine Erdsenkung. Die Gefahrstelle wurde sofort abgesverrt. Am Dienstag wurden die Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Serbos=Abend—„Ktaftrucch Fleuer Tachstürme durchtobten den Vereinshaussaal Wie gesagt, ist die Servos=Gruppe, der noch Frau Servos, Henny Ehrichs, Walter Busse und Günther Niemeyer angehören, derart auf die gemeinsamen Späße eingespielt, daß die tollste Tollheit wie am Schnürchen läuft. Manchmal möchte man sonst meinen, die Künstler auf der Bühne müßten über die Tricke ihrer eigenen Lustigkeit fallen und dem Lachkrampf mit erliegen, wenn sie sich gegenseitig bei ihrer Mimik auch nur ansehen. Wer möchte nicht einmal von Herzen lachen? Heute Mittwoch ist noch einmal Gelegenheit dazu, da dieser tolle Servos=Abend wiederholt wird. Die Kapelle Max Lang weiß die Pausen recht angenehm auszufüllen. „Ein lustiger Abend mit dem großen bekannten deutschen Filmkomiker Fritz Servos.“ Damit begann das Novemberprogramm von„Kraft durch Freude" gestern im großen Vereinshaussaale, der infolge der Zugkraft dieser Abende überfüllt war. Geboten wurden die drei besten und tollsten Burles— des Künstlers:„Sein Diener".„Das orstkarnicke!" und„Krach im Vorderaus“. In allen drei Stücken hat Fritz Servos die hauptrolle und beherrscht, ähnlich wie in den bekannten Kölschen Schwänken der Tünnes, das ganze Spiel. Es handelt sich bei den drei Schwanken um das lustige, verständnisinnige Zusammenspiel einer fünfköpfigen Künstlergruppe, die überall bei ihrem Erscheinen das Publikum zu Lachsalven zwingt, wie sie selten ein Haus erschuttern machen. Es ist bei dem drastischen Humor und den kräftigen Wortbildern alles aufs Lachen abgestellt. Im ersten Stück ist Diener m telei des fachgruppen rund 3000 Mitglieder und etwa 4000 Ziegen erfaßt. Stall= und Tierkontrollen und die wearveitung von Fragen der Fütterung und Stallhaltung sind weitere Aufgaben. Auch der Zwischenfruchtanbau im Gartenbau steht auf dem Arbeitsprogramm. Nach neuen Gesichtspunkten behandelte dann Tierzuchtinspektor Becker das Thema„Körgesetz und Schafhaltung". unfreundlich! Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr In der Großwetterlage ist noch keine Aenderung zu ersehen. In raschem Wechsel liegt Mitteleuropa bald im Bereich wärmerer, bald kälterer Luftmassen. Aus diesem Grunde herrscht meistens eine stark veränderliche Witterung. Obschon stärkere Niederschläge nicht zu erwarten sind, wird das Wetter im ganzen recht unfreundlich bleiben..... 8 Aussichten für Mittwoch: Bei mäßigen westlichen Winden morgens meist neblig trübe mit einzelnen leichten Niederschlägen, vorübergehend geringer Aufbruch der Bewölkung, Temperaturen nur wenig verändert, Aufheiterung in den Nachtstunden.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei westlichen Winden und etwas niedrigeren Temperaturen erneute Eintrübung, später auch leichte Niederschläge. Dienstag, 3. November Barometer 4 Uhr: 758 Thermometer 34 Uhri 4# 8 Zeiten für Sonne und Mond am 4. November: ( Aufg..31, Unterg. 16.55;(. Aufg. 21.53, Unterg. 12.59 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 20 Uhr: Die vier Gesellen. Eiadtische Gemaldegalerie: Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werttags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallce 17: Sonn= und fetertags von 10 bis 13, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergvaumuseum, Böbestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Einiritt: sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Felertagen geschlossen.) Geolvgisches Museum der Westsälischen Berggewerkschaftskasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 13 Uhr, mit Ausnahme der Felertage. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt trei. Stäotische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Mittwochs von 16 bis 19 Uhr: Familienbad. Tonhaulen=Gaststätte und=Diele: nonzert und Tanz. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Meuterei auf der Bounty. Capitol; ab 15.30 Uhr: Wo die Lerche singt. Gioria=Palast: ab 15.30 Uhr: Es flüstert die Liede. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Allotria. Lichtburg: ab 15 Uhr: Ave Maria. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Jana, das Mädchen aus dem Böhmerwald. Odcon: ab 15.30 Uhr: Allotria. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Allotria. Usa=Tonhalle: ab 14.15 Uhr: Dornröschen; ab 15.30 Uhr: Glückskinder. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Ein Lied klagt an. ##vollo-Theater, Bochum Weitmar: Ein Teuselskerl. Cipitol, Bochum=Langendreer: Der Bettelstudent. Capitol, Bochum Werne: Die lustigen Welber. Kammer=Lichtspiele, Bochum=Gerihe: Der Schwur des Armas Beckius.„„g Kl. 9in. in u. Schauburg, Wanne Eickel: Die Liede des Mavaravscha. Union=Theater, Bochum=Gerthe: Die Puppensee. Fritz Servos spielt nur noch heute abend im Evangelischen Vereinshaus, Mühlenstraße, um 20 Uhr, seine bekannten drei Burlesken. Eintrittskarten zum Preise von 0,80 RM. sind in allen Dienststellen der Situationskomik, der selbst der schlimmste Griesgram Freude“ und in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, zu erliegen muß. haben. Der Weg zum Herzeleid Di Seschichie zweiel funger Frauen Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Vor den Bochumer Gerichten konnte man am Dienstag die eigenartige Geschichte zweier jungen Frauen ablesen. Es handelte sich dabei aber nicht etwa um gebrochene Ehen, um Irrwege der Liebe oder um falsche Romantik, sondern um recht materielle Dinge des profanen Lebens. Es handelte sich um die Ehrlichkeit Dritten gegenüber, verletzt aus Liebe zu den Angehörigen, aus Liebe auch zum Manne. Die eine Geschichte spielt zwischen Gelsenkirchen und Bochum. Zwei Jahre lang fuhr ein an sich recht fleißiges und tüchtiges Mädchen morgens nach Bochum und sonntags nach Hause zurück. Das Mädchen war verlobt wollte heiraten und da die Eltern verarmt waren, mußte sie sich ihre Aussteuer selbst zu verdienen suchen. Das ist keine Schande und wird in vielen hunderttausend Fällen wohl die Regel sein. Was aber nicht die Regel sein sollte, wovor sich das junge Ding hätte hüten müssen, das war die Unredlichkeit ihren Arbeitgebern gegenüber. Sie hätte schlechten Beispielen, die sie vielleicht hier und da kennenlernte, nicht folgen sollen. Mit kleinen Warendiebstählen(Fleisch, Wurst, Butter, Fett, Konserven) fing es an. Mit Groschen und Markstücken aus der Ladenkasse ging es weiter. Es schien, als ob die Bestohlenen nichts merkten. Die Diebin wurde infolgedessen immer kühner, je blinder oder nachsichtiger sich die Geschädigten zeigten. Unterdes heiratete dieses Mädchen, und zwar einen jungen Mann in angesehener Arbeitsstelle, der wohl niemals geahnt oder angenommen haben wird, daß er unter dem Verdacht der Hehlerei neben seiner jungen Frau würde auf eine Anklagebank klettern müssen. Jetzt natürlich tiefe Scham und bittere Reue bei dem jungen Weibe.„ In iyrem Hause wurden zehn Pfunddosen zeleisch gefunden, die aus dem Bochumer Geschäft herrührten. Mußte der Mann wissen, daß dieses Fleisch nicht redlich erworben war? Mußte er es etwa aus den Umständen her schließen? Die Frau bat unter Tränen, ihr doch zu glauben, daß der Mann nichts davon wußte, Fortsetzung der Firmung in St. Franziskus, Weitmar, und St. Theresia, Eppendorf. Seit Montag weilt Erabischof Dr. Caspar Klein wieder im Dekanat Groß=Bochum. Am Dienstag morgen wurde er zum Firmbesuch in St. Franziskus. Bochum=Weitmar, erwartet. Unter feierlichem Glockengeläute holte die Gemeinde den Oberbirten ein. Im Anschluß an die Pontifikalmesse hielt der Erzbischof eine kurze Ansprache, in der er sich besonders an die annähernd 300 Firmlinge der Franziskuspfarrei wandte. Pfarrer Ostendorf hielt die mit Sakramentsspendung verbundene Katechese. Mit dem Tedeum und der Erteilung des großen sakramentalen Seaens schloß die Bischofsfeier, worauf eine schlichte Begrüßungsfeier im Pfarrhause stattfand, an der sich der Kirchenvorstand und die Lehrerschaft der Weitmarer Volksschulen beIn den Mittagsstunden besuchte der Erabischof das St.=Vinzenzhaus. Am Nachmittag empfing die Theresiengemeinde in Evvendorf den Bischofsbesuch. bietungen des Kirchenchores begrüßten den Gast bei seinem Einzug in das Gotteshaus, in dem sich die Gemeinde mit den Schulkindern zum Empfang eingefunden hatte. Rund 150 Firmlinge empfingen das Sakrament der Firmung. Mit einer festlich ausgestalteten Sakramentsandacht fand die Handlung ihren Abschluß. Festtagsrückfahrkarten 14 Tage gültig Zu Weihnachten und Neujahr Die Reichsbahn wird auch in diesem Jahre wieder zu Weihnachten und Neujahr Festtagsrückfahrkarten mit einem Drittel Fahrpreisermäßigung ausgeben. Diesmal werden die Karten von Dienstag, 22. Dezember, 0 Uhr, bis Montag, 4. Januar, 24 Uhr, dem spätesten Zeitpunkt für den Abschluß der Rückreise, gültig sein. Wer zu Weihnachten und Neujahr verreisen will, hat dazu also volle 14 Tage Zeit. Die Geltungsdauer der Arbeiterrückfahrkarten wird in der gleichen Weise verlängert. Mit dem Lastauto gegen einen Lichtmast. Ein Lastkraftwagen fuhr an der Ecke Dorstener Straße und Löbkerring gegen einen Lichtmast, wobei der Lastkraftwagen schwer beschädigt wurde. Vorsicht an der Ecke Herner und Horst=WesselStraße. Am 2. November, gegen 16.15 Uhr, wurde an der Ecke Herner und Horst=Wessel=Straße ein Kraftdreirad angefahren und umgeworfen. Eine auf dem Beifahrerplatz sitzende Person erlitt Prellungen am rechten Knie, konnte jedoch ihren Weg fortsetzen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Vor einen Personenkraftwagen geraten. Auf der Hattinger Straße, in Höhe des Hauses Nr. 19, wurde ein Fußgänger von einem Personenkraftwagen angefahren; er erlitt Hautabschürfungen am Knie und an der rechten Hand und wurde durch den Fahrer des Personenkraftwagens in das Bergmannsheil gebracht. Dort wurde er nach Anlegung eines Verbandes wieder entlassen. Siebenjähriger Junge verunglückt. Am Montag abend wurde auf der Hattinger Straße in Höhe des Hauses Nr. 56 ein etwa siebenjähriger Knabe von einem Möbelauto angefahren. Er erlitt erhebliche Verletzungen und wurde in das Beramannsheil gebracht. Die hilfreiche Feuerlöschpolizei. Auf der Hattinger Straße in der Nähe des Bergmannsheils kam am Dienstag morgen ein Pferd zu Fall. Trotz aller Anstrengungen gelang es nicht, das Pferd wieder auf die Beine zu bringen. Erst nachdem man die Feuerlöschpolizei zu Hilfe gerufen hatte, konnte mit einem Hebekran das gestürzte Pferd aufgerichtet und fortasschafft werden. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Mittwoch, 4. November. RS.=Frauenschaft Marmelshagen. 16 Uhr: Zusammenkunft im Frauenschaftsheim. RS.=Frauenschaft Hordel. 16 Uhr: Zusammenkunft der Amtswalterinnen im Kruppschen Saalbau. RSDAP. Harpen. 18 Uhr: Schulungsabend für die Politischen Leiter in der Geschäftsstelle der Ortsgruppe. hätte man das Mädchen warnen und fest durchgreifen sollen, damit die Diebin nicht kühner und der Schaden nicht so groß werde. Das Mädchen hätte dann vielleicht von weiteren Diebstählen aus Angst vor Strafe und Entlassung abgesehen. Das Gericht habe in diesem Falle geglaubt, gegen die Angeklagte mit einer Geldstrafe von 300 Mark an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten den Strafzweck zu erreichen. Der Ehemann wurde freigesprochen. Man kann sich denken, daß den beiden Leutchen jetzt ein zentnerschwerer Stein vom Herzen gewälzt wurde. Denn was wäre sonst wohl noch geschehen? Nun aber kann alles wieder rein und gut werden. *. RS PSAB. Altenbochum, Der Schulungsabend fält aus. Alle Politischen Leiter sowie die Amtswalter und=warte der Gliederungen haben an der um 20 Uhr bei Vogt, Wittener Straße 249, stattfindenden Feierstunde zur BuchNe DA B. Langendreer. 20.15 Uhr: Schulungsabend für die Politischen Leiter der Gruppe III bei Brücher. Deutsche Arbeitsfront Neue Lehrgänge in der Arbeitsschule In den nächsten Tagen beginnen in der Arbeitsschule der DAF., Bergstraße 57, neue Lehrgänge in RechnenI: Anwendung der vier Rechnungsarten, Rechenvorteile, Kettensatz, Mischungsrechnen, Verteilungsrechnung, Prozentund Zinsrechnung. Rechnen II: Wiederholung der Grundrechnungsarten, Rechenvorteile, Prozent=, Zins=, Diskontrechnung, Terminrechnung, Kontokoxxenzzcgang; geirograd und Staffelmethode. Heutso..pärt Grisfälle der Rechtschreibung,„Sprachlehre, Gtemowe Schönschreiven(uebungen zur Verbesserung Handschrift).„In„diesen Lehrgängen sind noch einige Plätze frei. Interessenten melden sich sofort bei der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum, Alleestraße 46. Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Zimmer 2. Fernruf 605 61/62. „Kraft durch Freude“ KdF.=Winterfahrten!— Wintersport, Skilaufen, Erholung! Die Deutsche Arbeitsfront, RSG.„Kraft, durch Freude“, plant im Winter folgende Fahrten, für vie Anldungen schon jetzt bei allen amtswaxten der New. Freuhe;, und in der Verkaufssgige,„Kortummeldungen „Kraft Durch Zu gleicher Zeit stand ein Angeklagter vor der Großen Bochumer Strafkammer. Er hatte ein Mädchen geheiratet, das bis dahin ehrlich und rechtschaffen geblieben war. Nichts Böses konnte ihr nachgesagt werden. Jetzt aber, in seinen Händen, unter seinem unheimlichen Einfluß, wurde sie fortgesetzt zur Diebin. Sie war in einem Ausschank tätig, wo thr).az. durch Freube= und in der Vertaulsstzg, Waren und Groschen durch die Ptinger eingen, 6. sra,gsen bere=zg visg 3 Januar 193: nach Sonthosen, Gau Schwaben; 44.— RM. Uß 2/37 vom 31. Dezember 1936 bis 3. Januar 1937: ins Bodetal(Blankenburg). Gau Südhannover=Braunschweig: 19.— RM. Us 3/37 vom 8. Januar bis 17. Januar 1937: zur Rhön(Wasserkuppengebiet), Gau Kurbessen; 25,10 RM. Uf 4/57 vom 22. Januar bis 3. Februar 1937: nach Kniebis, Schwarz= wald, Freudenstadt, Gau Württemberg=Hohenzollern: 47.90 RM. UF 5/37 vom 1. Februar bis 14. Februar 1937: Rubvolding, Oberbavern, Gau München=Oberhayzey: 60.20 kamen fortgesetzt Zigaretten fort. Auf die junge Frau, die so gut angeschrieben war, die man für grundehrlich hielt, der man das größte Vertrauen schenkte, fiel nie auch nur der Schatten eines Verdachts. Bis man sie eines Tages doch ertappte. Mehrere hundert Zigaretten hatte sie sich beiseite gestellt. Der Wirt als Zeuge meint, daß nach seiner Schätzung diese Menge vielleicht der Wochenbedarf des Ehemannes gewesen sein mag. Auch hier war das diebische Treiben längere Zeit fortgesetzt worden. Durch die Anzeige kamen Mann und Frau vor Gericht. Das Schöffengericht hatte ihn zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Dem Staatsanwalt erschien das Urteil zu gelinde. Der Mann, dessen Vergangenheit sehr dunkel war, hatte 31 Vorstrafen und wäre jetzt reif für die Sicherungsverwahrung. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft setzte die Strafkammer das Strafmaß in die Höhe: Ein Jahr und acht Monate Gefängnis lautete das zweite die Sicherungsverwahrung wurde auch er würde niemals gelitten oder geduldet haben, daß sie auch nur um ein Quentchen unredlich handele. Und der Mann machte auch wirklich den besten Eindruck. schichte ihrer tungen emeigert. Die Gezu einer wirklichen Feststellung fehlen. Die Angeklagte##ichee ih#: beteuert, daß eine solche Summe bei weitem nicht erreicht werde. Die Anklageschrift lautet auf tausend Mark. Aber auch diese Summe ist eine freie Annahme. Der Ankläger beantragte gegen die geständige Diebin, die aus dem Wunsche, ihren Eltern zu helfen, so sehr gefehlt haben will, sechs Monate, gegen den Ehemann wegen Hehlerei zwei Monate Gefängnis. Das Gericht nahm alle Nebenumstände bei der Urteilsfindung zu Hilfe und ließ auch erkennen, daß allzu schichte ihrss, ingrn Ehe ist bisher mit Tränen geschrieben. Stahl sie wirklich aus Liebe zu diesem Manne oder stand sie nur unter dessen furchtbarem Einflusse zum Schlechten? Im obigen Falle reißt die Liebe des Mannes ein Weib wieder in die Höhe, dort wird das Weib mitschuldig und gerät in Gefahr, mit dem Manne im Elend zu versinken, wenn sich nicht starke Gegenkräfte finden, sie dem drohenden Unheil aus den Klauen zu reißen. MF. nach######n Oberbayerg, Gau München=Oberba 97,60 RM. Uß 6/37 vom 19. Februar dis 5. warz 1937; nach Oberammergau, Gau München=Oberbayern: RM, UF 7/37 vom 25. März bis 31. März, 1937: nach Thale, Harz, Gau Magdeburg=Anhalt(Osterfayrt); 26.50 Reichsmark. Mittwoch, 4. November Allgemeine Körperschule nur für Männer von 20 bis 22 Uhr: in der Turnhalle der Goethe=Oberrealschule, Goetbestraße. Allgemeine Körperschule und Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Staatlichen Gymnasiums, Bismarckstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Realgymnastalen Studienanstalt, Waldring; von 20 bis 22 Uhr: Realgymnasium, kleine Turnhalle, Kurze Straße in Witten. Schwimmen für Frauen und Männer von 19 bis 20.30 Uhr: Städtische Badeanstalt, Marienstraße. Kleinkaliverschießen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: aus dem Schleßzstand des Volkssportplatzes an der Castroper Straße. (Weitere Lokalnachrichten Seite 12) Seite 5 Nr. 259* Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 4. November 1936 Serertemen FU Organisation und Aufgaben der ausgeschiedenen Soldaten in den aus Stein gebauten Häusern war das Erdbeben sechs Minuten lang deutlich zu bemerken. Die Bewohner der Häuser eilten auf die Straßen, um sich in Sicherheit zu bringen. Das Erdbeben, das den größten Teil der Nordhälfte der japanischen Hauptinsel heimsuchte, verursachte in den Meßapparaten Ausschläge von 15 bis 25 Millimeter. In Sendai wurden die esdeuneuu Aeneg Seue Biag, augr. Gilste üschaig un Bursten a. dautenbundes neben der Tätigkeit der Bürsovge, nige Maneen ein. Der Schaden ist jedoch nicht Kennmen als Angeböriger des Soie beträchtich.„In, der Stadt Fuluschima wurden zahlihm angehörzz., be des Führers entsprechend jeder, 1. 1. 21, ixgendwie. Soldat gewesen in er nur 7 Tage geübt hat. Er muß 5. 6. 1. Wem untersteht der Soldatenbund? Dem Oberbefehlshaber des Heeres. 2. Wer kann ihm angehören? Dem Wunsche der nach dem 1. 1. 21 ixgendwi Ehren ausgeschieden sein. wie bei der Wehrmacht. Bei der Kriegsmaring ent spricht dem Soldatenbund der NS.=Marinebund, bei der Luftwaffe die Luftgaureserve. 3. Welche Aufgaben hat der Soldatena) Er vereinigt die Ausscheidenden in soldatischer d) Er hält sie in lebendiger Verbindung mit der e) Er pflegt die Erinnerung an die beim Heer verbrachte Dienstzeit und die Ueberlieferung 4) Er erhält und fördert die Wehrhaftigkeit. 4. Wiewird die lebendige Veroindung mit der Truppe gehalten. Bei den Appellen und den kameraoschaftlichen Veranstaltungen sind die aktiven Offiziere und Unteroffiziere nach Möglichkeit zugegen. b) Aktive Heeresangehörige oder Reserveoffiziere unterweisen, durch Vorträge oder Geländedienst die Kameraden. e) Der Soldatenbund nimmt unter sachgemäßer Führung an Uebungen und Manövern als Zu6) Bei allen festlichen Veranstaltungen der Truppe tritt er an bevorzugter Stelle an. e) Zu den kameradschaftlichen Veranstaltungen der Truppe wird er herangezogen.„ *) Der Schießdienst entspricht im allgemeinen der Truppe. Es ist zu berücksichtigen, daß vorerst nur wenige Reservisten zu Uebungen herangezogen werden können, daß also der Soldatenbund sich mit einschalten muß, die Reservisten auf dem laufenden zu halten. Pie werden die Kameraden im Soldatenbund zusammengefaßt? In Kameradschaften. In kleinen Orten umfassen diese alle Kameraden. In größeren Orten sind sie nach Waffengattungen oder auch nach Truppenteilen getrennt.„„„ Wie ist der Diennt in der Kameradschaft? Der Schwerpunkt wird auf das Soldatische gelegt, alles Vereinsmäßige tritt in den Hintergrund. In echter Kameradschaft vollzieht sich der Dienst und das Zusammensein. Die Veranstaltungen finden im allgemeinen ein= bis zweimal im Monat statt. 7. Wie ist der Anzug? Uniform ist vorerst noch nicht vorgesehen. Es wird nur eine blaue Bundesmütze getragen ähnlich der Offiziersmütze des Heeres; sie ist in der Waffenfarbe paspelliert. Ein Abzeichen entspricht dem Hoheitsabzeichen der Wehrmacht. 8. Wie hoch ist der Beitrag? RM..50 monatlich. Im Bundesbeitrag ist der Bezug der Bundeszeitung enthalten, die zweimal monatlich erscheint. Für Erwerbslose können andere Kameraden als Paten eintreten. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. 9. Welche Stellung nimmt der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldatenein„äänhig fauhem ae 9. Er ist nicht mehr selbstandig, sonvern als korporatives Mitglied in den Soldatenbund eingegliedert. Jeder ehemalige Berufssoldat muß ihm angehören, sofern er Mitglied des Soldatenbundes ist. Sonderbeitrag RM. 0,50 monatlich. 10. Welches sind die Aufgaben des Reichstreubundes? Fürsorge und Versorgung im Rahmen des SolKatastrophale Folgen USA.=Dampfer können wegen des Hasenarbeiterstreiks in Newyork nicht auslaufen—4300 Arbeiter im Newyorker Hasen im Ausstand Newyork, 3. November. Der Hafenarbeiterstreik nimmt immer größeren Umfang an. Im Newyorker Hafen streiken jetzt 4300 Hafenarbeiter. 23 Schiffe liegen still. Alle Schlichtungsversuche sind bisher ergebnislos geblieben. Amerikas größter Passagierdampfer „Manhattan“, der am Mittwoch abend die Ausreise nach Hamburg antreten sollte, mußte von der Ausreiseliste gestrichen werden. Die Passagiere wurden von den Dampfern„Deutschland“ und Queen Mary“ übernommen. Die Fahrgäste, die für den Dampfer„Virginia“ gebucht hatten, der panamawärts auslaufen sollte, erhielten die Passage zurückerstattet. 11. Kannman als Angehörigerdis So#. datenbundes auch der RSruz, und ihren Gliederungen angehoren? Jawohl. Doppelmitgliedschaft ist möglich und vor allem für solche Kameraden erwünscht, die sich politisch betätigen wollen. 12. Wer gibt Auskunft über den SolDie Truppe und die Wehrersatzdiensistellen ferner alle örtlichen Gliederungen des Soldatenbundes, sowie für die Provinz Westfalen, die beiden Län. der Lippe und den Regierungsbezirk Osnabrück. Soldatenbund, Bundesgruppe VI, Münster i. Westf., Münzstraße 24/25. 13. Wie wird man Mitglied des Soldatenbunde“:„., ammagg un##. Durch Ausfüllen eines Aufnahmeantrages bei der Truppe, den Ersatzdienststellen oder den Kameradschaften. Erdbeben in Japan Tokio, 3. November. Die Einwohner Tokios wurden heute morgen um .45 Uhr durch mehrere heftige Erdstöße, die etwa zehn Minuten andauerten, aus dem Schlaf geweckt. Selbst Aus aller Welt helmen und Gewehren ausgerüstet. Allzu gerne hätte er sich Führer nennen lassen, aber er fand, daß der Titel„Chef“ mindestens etwas Aehnliches bedeutete. Winters„Geheimnis“ war die Gewalt über den Erdmagnetismus. Auf dem Erdmagnetismus baute er ein konfuses und schwindelhaftes System auf, das er „Orga=Urkult" nannte. Aber nicht jeder konnte das machen. Er mußte eine Lizenz von Winter erwerben. Die kostete 10 Mark. Dann kam der„Chef" selbst und legte die letzte Hand an die letzten 20 Meter Draht. Denn nur er verfügte über die erdmagnetische Kraft. Er schloß das Fe an den Erdmagnet an(!). Zuletzt umgab er„sein System“ mit einem Schwulst von Runenzeichen, auf seinen Kalendern sah man nackte Urmenschen vor der aufgehenden Sonne knien, schon predigte er mit der S. bung eines neuen Religionsstifters von der reinen Menschenliebe. Inzwischen hatte er aber eine erfunden, die das Geheimnis der Beherrschung des Erdmagnetismus bergen sollte. Wie sich herausgestellt hat, war sie aus Gips und enthielt ein sinnloses Drahtgewirr, das jeweils an das„Kraftfeld“ angeschlossen wurde, wenn man die Granate eingrub. Die sche Propaganda hatte teilweise verheerende Folgen. Es gab Bauern, die auf seine Empfehlungen hin dem Kunstdünger absagten und jeglicher vernünftigen Bodenbestellung— bei unserer Ernährungslage geradezu verbrecherisch. Das Mißtrauen, das Winter gegen die bestehende Regierung aussäte, wox, tensghite epingerhest fährlich, wenn auch nur eine sezenguser. inderheit ihm anhing. 1935 hatte er seine Anhänger, von denen beträchtlich. In der Stadt Fukuschima wurden zahlreiche Häuser schwer beschädigt und die sprechkabel und die elektrischen Leitungen unterbrochen. Goldrausch in paris Paris, 3. November. An den Schaltern der Bank von Frankreich in Paris strömt infolge der Regierungsverordnung, daß alle in privatem Besitz befindtichen Goldmunzen und Barren abgegeben werden müssen, das goldabliefernoe Publikum in so großer Zahl herbei, daß die Abliefer: frist, die auf den 1. November festgesetzt souc, um 14 Tage verlängert werden mußte. Viele der Goldmünzen, die zur Bank gebracht, verden, sind durchlocht, ein Zeichen dafür, daß sie früher einmal die Nacken schöner Frauen in Form von Ketten schmückten. Erstaunlich ist die Vielfalt der einkommenden Münzen; darunter befinden sich längst außer Kurs mt% dert, ihm diese Devisen als„Sammeldarlehen“ zur Vergenau gewogen werden, damit ihr Wert„„ Itügung zu stellen. Er tauschte dann die Devisen gegen Kaisers Mareus Aurelus sammt. Alle diese müsen genzet, verggrcgt perden, damit ihr Wert Papiergeld festgestellt werden kann. Gemeinsam mit ihrem Vater an der Tiroler Front gekämpft Helbeniarchei inn sunf=Eiden „Viktor“ Savs, der tapfere Standschütze— 1917 schwer verwundet München, 3. November. Auf Einladung des Deutschen Reichskriegerbundes if das berühmte„Heldenmädchen von den drei Zinnen“, Viktoria Savs, in Mittenwald ein. Zu ihrer grüßung hatte eine Abordnung der Kriegerkamerg traf Begrüßung hatte eine Abordnung der Kriegerkamerad; schaft Mittenward in ihrer Gebirgstracht am Bahnhof Aufstellung genommen. Im Auftrage des Bundesführers des Reichskriegerbundes richtete der stellvertretende Oberlandesführer für Bayern, Oberst von Pechmann, herzliche Begrüßungsworte an das Heldenmädchen, das gemeinsam mit seinem Vater in einem Tiroler Standschützen=Bataillon in der Front der Drei=Zinnen=Stellung gestanden hatte. Sichtlich bewegt dankte die österreichische Frontkämpferin für den Empfang und ehrte dann ihre deutschen Mitkämpfer durch einen Blumenstrauß, den sie am Mittenwalder Kriegerdenknal nieherlegte.„4e, nicht weniger ala fänf Viktoria Savs, vie nicht weniger als jun] Tapferkeitsmedaillen trägt, darunter die Große Silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse, wurde als Tochter eines österreichischen Schuhmachermeisters in Bad Reichenhall geboren und nahm bereits als Sechzehnjährige an der Verteidigung der Drei Zinnen an der Tiroler Front teil. Sie hatte als einzige Frau ausnahmsweise die Genehmigung des Armeeoberkommandos erhalten, zusammen mit ihrem Vater in der vordersten Linie zu kämpfen. Ihre Kameraden ahnten nicht, daß der Junglandstürmer Viktor Savs in Wirklichkeit ein Mädchen war. Viktoria zeichnete sich durch große Tapferkeit aus und unternahm meist ganz allein Patrouillengänge gegen den Feind. Bei der Wiedereroberung des Sextener räumte sie allein eine feindliche Vorposten stellung aus und nahm die gesamte Besatzung, einen Offizier und 21 Mann, gefangen. Am Pfingstmorgen des Jahres 1917 wurde sie schwer verwundet und büßte ein Beinein. Damit war ihre Tätigkeit an der Front beendet. Der Reichskriegerbund nahm das Heldenmädchen jetzt in seine Obhut und wird sie in seiner Wohlfahrtspflege beschäftigen.(Siehe auch das Bild auf Seite.) isen als„Sammeldarlehen“.3 fugung zu stellen. Er kauschle gann die Devisen gegen die runde Summe von 50000 RM. ein. Keiner seiner Anhänger hat jemals etwas davon wiedergesehen. So wurde er nicht nur wegen verbotener Parteibildung, sondern vor allem wegen Betruges vor Gericht gestellt. Krampfhaft versuchte er, seinen wüsten Schwindel glaubhaft zu machen. Doch das Sachverständigengutachten des Direktors der Münchener Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz entlarvte seine Schriften als groteske Lügen, sein System als plumpen Schwindel. Nach dieser Entlarvung hat er sich dann selbst gerichtet. „Hilfe— wo ist meine Nase!“ Newyork, 3. November. Der 34jährige Thomas Berret aus Newyork hatte das Unglück, vor einiger Zeit einen Autozusammenstoß zu erleben, bei dem er ganz glimpf; lich davongekommen wäre, wenn nicht seine Pase be dieser Gelegenheit verloren gegangen wäre. ihm durch das Glas der zertrümmerten Windschutzscheibe abgeschnitten worden. Polizisten brachten den Bewußtlosen nach dem St.=James=Hospital, wo die Aerzte den schlimmen Verlust bemerkten, Sofort begab sich der Chefarzt des Spitais, Dr. Giardina, mit fünf Polizisten im Auto an die Unfallstelle zurück un die Nase des Herrn Berret zu finden. Der Arzt hatte Glück, denn einer der Polizisten entdeckte Körperteil unter der eingedrückten Motorhaube des Autos. Mit 35 Stichen nähte Dr. Giardina im St.=James=Hospital seinem Patienten die Nase wieder S— Der„DDeer urer die Ratur Das Ende eines Oberschwindlers Berlin, 3. November. Wie mitgeteilt, hat vor wenigen Tagen der unter dem Namen„Tausendmarkschein=Winter bekannte„Betriebsanwalt“. Gustav Winter, der sich vor dem Mitteldeutschen Sondergericht zu verantworten hatte, Selbstmord durch Erhängen im Gerichtsgefängnis verübt. Der„Angriff" beschäftigt sich mit den Taten dieses Schwindlers in einer längeren Arbeit, der wir folgendes entnehmen: g.,#., Tansend=warkschelr Als Gustav Winter, der„Tausenomarrschein= Winter“, der„Vorkämpfer für die Aufwertung der „Rotgestempelten", im November 1928 vom Schoffengericht zu Leipzig wegen fortgesetzten Betruges zu einem Jahre drei Monaten Gefängnis und 20 000 RM. Geldstrafe verurteilt wurde, glaubten viele, daß der Schwindel, auf den so viele Inflationsopfer hereingefallen waren, erledigt sei. Das Gegenteil trat ein. Der Mann, der sich hatte filmen lassen, wie er in einem Panzerauto mit ganzen Paketen von„Rotgestempelten“ vor dem Reichsgericht vorfährt— das Panzerauto war natürlich eine Attrappe und bestand aus Latten und Pappe—, ist ein Genie im Ausstreuen unwahrer Gerüchte gewesen, deren Verbreitung ihm überall unter denen, die„nicht alle werden“, eigz, Trotgegerspeste wahlen als vierter Kandidat auftreten konnte, wobei er immerhin runde 100 000 Stimmchen auf sich brachte, versuchte er es mit einer neuen Tour. Unter der Hand ließ er seine Anhänger wissen, daß die Sache mit den Rotgestempelten noch nicht erledigt sei, wenn sie auch „vorläufig“ ruhen müsse. Er warnte in den Versammlungen seiner Sekte vor der Mark. Er machte die Leute unsicher und mißtrauisch. Darauf baute er das abergläubische Vertrauen in seine eigene Person auf. verkündete eine Lehre, wie man Geld machen kann ohne Gold und Devisen. Er pries sich als den Retter Deutschlands an. Er schrieb sogar einen„Roman“ und verkaufte ihn mit gutem Gewinn. Ein großes Geheimnis umwitterte die schüttere Gestalt des Mannes mit der Intelligenzbrille und einem koketten Zwirbelbärtchen zwischen alterschweren Hängebacken. Wer war er? Woher kam er? Die wenigsten wußten, daß er aus Magdeburg stammte und ursprünglich ein ehrsames Handwerk ausgeübt hatte. Den Titel „Betriebsanwalt" hatte er sich zugelegt, nachdem er einmal(vielleicht aus Versehen) eine Strumpffabrik in Sachsen als eine Art Treuhänder„neu organisiert“ Nacht“ ließ er ausstreuen, und überall versicherten baß is nicht mehr dauern könne. Aug seine Luftschiff„Hindenburg“ zurück Luftschiff„Hindenburg“ ist am Montag um 23.24 Uhr von seiner ersten Herbst=Südamerikafahrt in diesem Jahr auf dem Flughafen Rhein=Main glatt gelandet. Das tausendste Löwen=Baby im Leipziger Zoo geboren Der Leipziger Zoo, dessen Löwenzucht Weltruf genießt, und der Löwen selbst in die kolonialen Länder ausführt, kann mit einem einzigartigen Jubiläum aufwarten: das tausendste Löwen=Baby wurde im Zoo geboren. Tauiendnarscheine bomiterten. pährend er seines steigen, wenn er von seinen„Geschäftsreisen“ beiniehrte. Strafe noch verbüßte, zu den letzten Reichspräsidenten= Er hielt sich eine Leibwache! Sie war mit Englisches Sportflugzeug abgestürzt Bei Nizza stürzte am Montag nachmittag ein englisches Sportflugzeug ins Meer, wobei die beiden Insassen, ein zu Besuch weilender englischer Farmer und einer seiner Angestellten, den Tod fanden. Kommodore Britten auf hoher See bestattet Der verstorbene Kapitän der„Queem Mary“, Kommodore Sir Edward Britten, trat am Samstag seine letzte Fahrt an. Nach einem Gedächtnisgottesdienst in Southampton wurde der Sarg mit dem Totem auf die hohe See gebracht und den Wellen übergeben. Dies war der letzte Wunsch des Toten. Wieder Tränengasbomben in Newyorker Kinos Am Montag abend explodierten neuerlich in fünf Newhorker Kinos gleichzeitig Tränengasbomben. Man nimmt an, daß es sich bei den Anschlägen um Racheakt einer marxistischen Gewerkschaft handelt. 1200 Gangster in Amerika in drei Jahren erschossen Die Polizei der Vereinigten Staaten hat im Kampf gegen das Verbrechertum in den letzten drei Jahren insgesamt 1200 Gangster erschossen. Das bedettet einen Jahresdurchschnitt von 400, an jedem Tage wird also mindestens ein Verbrecher von der Polizei im Kampf getötet. wird nach dem billigen und bewährten =Rezept gewaschen! Aber Nacht einweichen in heißer#chd=Lösung (1 Paket auf 3 Eimer Wasser). Für Bäckerund Metzgerwäsche mit eiweißhaltigen Flecken Einweichlösung nur lauwarm nehmen! 9 Kochen in frischer###=Lösung. 00 413• Seite 6 Nr. 259, Bochumer Anzeiger„ Mittwoch, 4. November 1936 Iprung in den#ole Eino keitere Gesckickte von Rudols Schmitt-Julztkal ta Der Direktor mühte das feiste Gesicht zu einem Schmunzeln der Befriedigung. „Also als Erste, die Nummer mit den Kartoffeln. Statt rohe, empfehle ich Ihnen gekochte zu sich diese leichter auf die Gabel spießen und schnelle wesgenommen werden Iönnen.“ zeinen fachmännischen Direktor freute sich über seinen zachmünnischen Einfall. Der Artist nickte, eine Strähne, gut gewellt; — das Zeichen bewußter Genialität— strömte aus der Bis zum Abend hatten buntgrelle Plakate mit versprechenden Worten eine bichngtegho Gz. ctergauesauerge angelockt, aus den abgespannten#schren Juuerte Vorstellung wurde eingrleitet ammte,nden und lich süßes Konzert des dudelnden, Ize#„ und kreischenden Jazzorchesters. Gerade fielen die kleinen Trompeten mit hellen Schreien ein— da öffnete sich In der Mitte der Bühne hüpfte der Clovn umher gewordenes Känguruh. Nach einer Weile rannte er klatterten wie seltsam geformte, kompsimenferte e. den ten. Mit würdevoller Grandezza kompeimentikli. er den Der Künstler trat ruhig und selbstbewußt auf, berüßte das Publikum mit vollendeter Verbeugung. drohte. Die ersitze gegrtoße. retlos zerkleinerte. Der auchiosch versteiner, an hilfe Flocken.. da sausten tack, tack, tac, vleginzigen reckten Stirne mit bewundernswerter Präzision. fingerte eilig nach den zerstreuten Brocken, und schlang Wieder schritt der Artist herein, diesmal weniger Pessen und rühren zugerte sich in wieherndem Ge. neigung der Menge augerte sich in wiehrendem GeInwpischen hate der Siehgreisenr, Vergerighe, sänden angeordneten Bechbehspon geschzicter= gand ge. Pschte Lscheunigen Geisfen. Aber erregt von vorHemmung ins Unterbewußtsein, zögerte sie den winzieben Longen destierrueholst Robsbck uun bab ROK OGEALLGE zigsten Bruchteil einer Sekunde, und— faßte heftig eines der brennenden Gefäße. Der Schmerz riß sie zurück, die leuchtenden Kreisel, um ihren dirigierenden Antrieb gebracht, sausten— einer hagzscharf über den Kopf des Akteurs hinweg— in die Manr#### Großartige Panik, lautloser Schrecken, ein überschnappender Schrei aus weiblicher, naiver ZuschauerHerr Künstler, Ihre Locken brennen!“ Der Direktor, ungeahnte Behendigkeit im dicken Leib, stürzte mit rettendem Wasserschlauch aus der Seitenkulisse. Zischend spritzte, sonst für widerspenstige Da.. aus einer Ecke.. ein verwirrter, noch schwelender Stahlreif... huschende blaue Flämmchen über einem Stapel seltsamer Gegenstände... und... plötzlich entlud sich ein Brillantfeuerwerk, das allerdings erst für Schluß der Vorstellung bestimmt und angekündigt, und gab der anscheinend ten Szene einen grandiosen, würdigen Abschied. Konzentrierte Ueberraschung befreite sich in erstaunten Ausrufen, Beifall prasselte unaufhörlich und verstummte erst, als das letzte Feuerkörperchen sprühend verzischte. Das Programm näherte sich nun dem Ende. Wäheend der gepeinigte Direktor händeringend an der Aufgangstreppe zur Bühne kniete, als flehte er um ungestörten Verlauf, gab der Vorhang den Blick auf das gespannte Seil frei. Unter dröhnenden Paukenschlägen und rhythmischem Instrumentenlärm, den aufmunternden Rufen der Zuschauer, stieg der unglückliche Artist die Strickleiter empor. Verzerrtes Lächeln im Gesicht, betrat er die schmale Bahn und vollführte schreitend, drehend und hüpfend, wahre Bravourstücke seiltänzerischer Geschmeidigkeit. Hunderte von Augenpaaren verfolgten gespannt jede Bewegung, harrten dabei auf witzigen Der schwankende Luftweg andete an der Orchesterbalustrade, gerade bei der großen Trommel. Totenstille lag über der Arena. Selbst die Kapelle war von der hoffenden, schwingenden Unruhe mitgerissen. Nur ein Schritt noch. Schon malte sich Enttäuschung in erregten Mienen. Der Künstler atmete auf zurückgekehrtez Selbstherpußzeiggg##pirte— als Einlage eine besondere zuertiche knigg##.— das haltende Bein glitt aus, beg gocbdrmiz, den Füher auste, ein dumpfex donnernder Erompeselboden, stand voran durch doppelt gespannten unbeschädigt, um den Leil die im Gestell schaukelnde, horizontale Trommelwalze. Ein ohrenbetäubender Lärm brach lot wie eine Sturzflut. Verzückte Bravos tobten in der ausgeschrieenen, heiseren Begeisterung. zunigen g Zwei handfeste Musiker liefen auf den innigen Komplex von zerfetztem Kalbsfell, zappelndem Lebewesen und metallenem Gestänge zu, um ihn forzuschleppen. Bei jedem der Unsichtbarkeit zustrebendem Schritte klappte der Eingezwängte nach vorn und dankte so dem Publidie veschelerzu, gachlerexistenz, ohne den überglücklichen Direktor zu bruchten, in die Bürgerkleidung— eine Beute schmerzender Gefühle. Wie gehetzt rannte sie durch die verödeten Straßen und gelangl= zur dürftigen Pohnung, Hier empfing den Flüchtigen eine heulende Koy#### von Managern und Agenten, Zeugen seines phänomenalen Erfolges, die gefüllte Häuser witterten. Verzweifelt um sich schlagend, bahnte sich der Ankömmling eine Gasse durch seine Bewunderer. Erschöpft warf er sich aufs Bett und siel in tiefe OhnBedeutende, mit Vistenkarten behaftete Vorschüsse auf Engamentsverpflichtungen, häuften sich über dem Bewußtlosen. 116 75 Er erwachte am andern Morgen, und sah verdutzt die Bescherung. Allmählich begann er sich zu erinnern, langsam fuhr er über die leergebrannte Haarstelle, befühlte ungläubig die Geldscheine und überlas Plöslich übermannten ihn Tränen der höchsten Freude und wie durch einen Zauberkristall tat er einen Blick in eine glückliche Zukunft. Sein Mißgeschick hatte ihm die große Idee geschenkt. Nun wird er Abend für Abend den Sprung in die Lacher#ichreit zu einem Sprung in den Erfolg gestalten. Unterhaltung wußte er selber nicht, er bemerkte nur daß draußen die Laternen brannten, als an der Flurtür geläutet wurde. Ellal“ ein Schrei der Erleichterung wax's, den er ausstieß.„Wo in aller Welt warst du nur?“ „Ich war in Odense, wir wollten dich abholen, aber du warst schon abgereist, als wir hinkamen.“ Ja, dein Bruder Sigfred und ich. Er rief gestern abend an und erzählte mir, er müsse geschäftlich, nach Odense und schlug vor dich zu überraschen, Wir fuyr so früh, daß ich nicht mal mehr das Schlafzimner Hier hate er als de Erlirung für den Zigeregz. stummel im Aschbecher— sein Bruder hatte###u abgeholt heute früh... Auf seinen eigenen Bruder war “ eserucz= mußze natürlich in Odense bleiben, um seine Geschäfte zu ordnen, aber als ich hörte, du seist mit der Morgenfähre abgefahren, nahm ich den ersten Zug nach Kopenhagen— und hier hast du mich nun!“ Nordholm zog sie dicht an sich.„ 7. „Wie schön, dich wieder daheim zu haben“, fugte er. „Ich habe dich schrecklich vermißt. Ich kann dir nicht beschreiben, wie schlimm es war, allein zu sein und Das brauchst du mir auch nicht zu sagen“, antwortete Ella lächelnd.„Ich weiß gut, wie das ist— darum wollte ich dich ja abholen— „Das nächstemal, wenn du mich holen willst, telegraphiere lieber“, sagte er und küßte sie. Ich habe einen besseren Vorschlag“, lachte Ella. So— was denn'“, Witrimms „Daß du mich das nächstemal miinimmst— bann können wir uns nicht verfehlen!" ** A TTienbott Eitersuckt Von Sven Kue i sein Klin's se beide Nordholm öffnet 6 zurückrehrte. öffnete seine Dirktor Rordholm wunderte sich, als an Zeit zumer geln niemand öffnete. Ella pflegte um diese Ze zu Hause zu sein. Ob sie gerade im Bad war? Möglich, daß sie lange gelegen hatte— vielleicht wäre es doch klüger gewesen, seine Ankunft zu telegraphieren, da er einen Tag eher als beabsichtigt nach HausNordholm holte die Schlüsser hervor und Auf der Erde lagen im Flur einige Briefe. War etwas passie noch nicht aufgnommen hattes Er wurde hlaß beim bloßen Gedanken daran, er war nur ein halbes Gahr verheiratet und liebte seine kleine Frau innig. Hastig warf Nordholm Hut und Mantel auf den nächsten Stuhl und eilte ins Zimmer. „Ella, Llal“ riet er bur.,— Schlaßzimmer war Das Wunderpferd Robert Koch, der berühmte Bakteriologe und Entdecker des Cholerabazillus, erlaubte sich mit einem Kandidaten einmal folgenden Scherz:„Was würden Sie tun, wenn man Sie zur Behandlung eines Pferdes mit gebrochenem Schlüsselbein hottes:— Der Kandshat zählte eine ganze Reihe von Heilmethoden aufg„#ein, mein Lieber“, lächelte Koch,„ich würde das###ro um jeden Preis kaufen und mit gutem Verdienst an ein Museum weiterverkaufen, denn es wäre das einzige Pferd, das ein Schlüsselbein hat.“ W e 14) immer für mich, und nun kein Wort mehr darüber!: „Fräulein Bund?“ Ja, was denn, Herr von Helstz,schmeäkts nicht: Doch, doch, aober sich nöche Sie „Nur zu, aber machen Sie kein so finsteres Gesichtl“ „Ich habe Grund dazu. Sagen Sie, Sie sind schon lange da, warum behandelt man mich so „Finden Sie das? Finden Sie nicht, daß man Sie Eine helle Röte schießt Thomas in die Stirn. Marta Bund neigt b wster. Pbrz, gäglichem Entschiebt sie ihn eben— so wie er mit pioglichem Ent„Können Sie ein offenes Wort vertragen, Herr von 8olt“; Jaug Ganz bestimmt? Nicht nur so antworten aus Höflichkeit, bitte!“ Ihre Stimme fragt sehr eindringlich. „Ganz sicher, sagt Thomas von Holst ernst.„Ie wäre Ihnen sehr dankbar. Sagen Sie mir alles.“ „Wissen Sie, daß Sie hochmütig sind, Herr von Holft? Von einem ganz unglaublichen Hochmut? Und so müssen Sie sich auch den Boykott erklären!“ Thomas von Holst ist blaß geworden. „Aber ich verstehe nicht... meint er. Sie unterbricht ihn. „Sie sind der beste Arbeiter im ganzen Bau“, sagt sie burschikos.„Gut, zugegeben, ich hab' das sogleich generkt. lgt, die anderen auch. Aber Sie wisen alle ein Evangelium sein. Und diesen geistigen Hochmut vimmt man Ihnen übel.“ g. sich H einmal Sie atmet tief. Dann nimmt sie sich noch einmal „So deutlich spüren die andern oft: Holst arbeitet hier, weil er plötzlich muß. Er nimmt uns nicht für voll. Unsere Arbeit ist Hampelei in seinen Augen. Er ch die ganze Wohnut aber er bekam keine Antwort. Im Schlafzimmet war das Bett nicht gemacht— Ella mußte sehr eilig fortgegangen sein. Was konnte nur daran Schuld haben? Niemals hatte Ella ihm Anlaß Idealfrau— immer freundlich, immer froh, von morgens bis abends, und glücklicher konnte man nicht sein, nicht ganz unrecht.:“ Sie sieht ihn lange an.„Sie können viel, Herr von Holst, aber denken Sie daran: Alle großen Männer waren bescheiden.“ Eine schwere Stille liegt über dem Tisch. „Nun sind Sie mir wohl sehr böse? Und Sie denken im Stillen: diese impertinente Person! Was?“ Thomas' Gesicht ist sehr nachdenklich geworden. Er seht das Junge Mädchen lgrzgg,fligh nicht. vielleicht recht. Aber glauben Sie mir“— und nun ist etwas kindlich Knabenhaftes in seiner Stimme Marta Bund lacht leise. Er horcht entzückt; welch ein liebes, melodisches Lachen! Ueberhaupt das ganze Mädel, so frisch, so kernig, so ein reizendes Figürchen, der weiche Schnitt des dunkelblonden Haares, die Preich eas en Se on, Beatich eie dir Kalt Wir wollen zahlen und bemische aten stentin, nimmt die Mütze, ab und läßt den leichten Abendwind im Hogheißeren, nem Glas Wein und Dann sitzen sie beide vor einem Gius Rbein und denken in den dämmernden Abend hinaus.„ Marig Was Sie tun sollten, fragten Sie vorhin; Mutia werde es tun, Fräulein Bund, helfen Sie mir Gern“ sagte sie herzlich und drückt seine Hand fest. Ein zarter, schwingender Strom geht von der schlanken Mädchenhand aus. Beide fühlen es. Marta Bund wird ein bißchen rot. Ganz wenig nur, aber Thomas hat es gesehen. Es erfüllt ihn mit stiller, heilicher „Wie nett von Ihnen, daß Sie mit mir herausfuhren, heute, sagt er warm.„Warur, eieg. g5. als sie beide. Nordholm öffnete Ellas Schrank— ein Zweifel war nicht mehr möglich, Ella war verreist, ihr Mantel war fort und auch der kleine Lederkoffer, der sonst oben im Schrank stand. Aber gefahren? Zur Schwiegermutter? Ob er einmal in Aarhus anrief und nachfragte, ob seine Frau va sei: Oder übernachtete sie bei einer Freundink Bitz, gringeng es ihr zu einsam geworden ohne ihn? Er hatt.###agend geschäftlich nach Odense gemußt und hatte sich so gefreut, nach glücklich abgeschlossenem Vertrag eher zu Hause zu sein und Ella seinen Efolg zu berichten daß sie nicht zu Hause war, enttäuschte ihn bitter. Plötzlich merkte Nordholm, daß er sehr hungrig war. Zwar hatte er auf der Fähre gefrühstuckt, aber da die Uhr über eins war, war der Hunger erklärlich. Er ging in die Küche, um nachzusehen, ob etwas Eßbares im Hause sei, die Speisekammer war so gut wie leer. Nur einige Eier und etwas Butter fand er und machte sich seufzend ein paar Spiegeleier. Dann steckte er sich eine Zigarre an und setzte sich in sein Zimmer. Er stutzte— ein Zigarrenrest im Ahapztsgher' Pag kam der her? Ella hatte also Besuch gehabt.###r Tage war er fort gewesen, und Ella rauchte doch keine Ziren. Wie lange mochte sie ihn schon an der Nase herumgeführt haben? Aufgebracht rannte Nordholm im Zimmer umher— schrecklich diese Ungewißheit, was os war! Wie lange Zeit er grübelnd undser. ich es mir schon lange einnal, Ihnen die Wohrbeits., s elwoz Schwpingendes und Lebhostes in seiner ES. i adr ettus best ür stell.. gun, 85 Der Held des Räuberstückes spielte so mies, daß selbst die Provinz aufmerksam wurde und als er eines schönen Abends, mitten im tiefsten Thüringer Wald, wieder schauerlich wisperte:„Antonia, bereite dich auf Schlimmeres vor!“, da ertönte von der Galerie eine Stimme: „Sie wollen wohl ooch noch singen?“ Sind Sie gestern abend ausgegangen? Wenn Sie dann mehr als sonst geraucht D uns geunken haben echnal die Zühne mit Nivea-Zahnpasta putzen! Die ganze Mundhöhle nimmt das frische und angenehm wirkende Aroma der Nivea-Zehnpaste euf, und Ihr Atem wird wieder rein und natürlich. Das ertrischt ungemein. „Dann wäre ich sehr froh, wenn auch die Wahrbeit bitter If..„ict mabrs“ „Aber heilsam, nicht wi,““„ Ja, und sicher notwenoig. Thomas lehnt sich näher zu seineg, Fegaerterizgg „Ich muß Ihnen erzählen, wie auen kum, sagr er plötzlich.„Sie souen mich verstehen.“ Er erzählt. Von seinen Forschungen und Plänen, von seinen Freunden, die ihn als willkommene Beute betrachteten. Es klingt viel Bitterkeit mit in seinen löst sich aber langsam unter dem stillen, warmen Blick, dem tiefen Bedauern, das er auf dem „Zetzt versiehe ich" sagt Maria Bund stil. seien Sie unbesorgt, es wird schon alles gehen, ich helfe Leise klingt die Tanzmusik zu den beiden herüber. Auf einer kleinen hölzernen Balustrade drehen sich „Wollen wir auch tanzen?“ fragt Marta Bund und glätet ihr hübsches, helles Srezfeig,e „Ich fürchte, ich bin ein schlechter Tänzer. „Ach, das macht nichts. Kommen Sie nur!“ Leichtfüßig geht sie ihm voran. Ein weicher, wiegender Tango, süß und zart. Thomas von Holst legt scheu die Hand um den straffen Körper seiner Partnerin. Leise gleiten sie dahin. „Es geht ja tadellos“, sagt Marta erstaunt. vas habe ich gesog;“, Meines, glückliches Lachen. Er sicher so viel Herz und Gemüt sich verbirgt! Wie etiftlicß gs, hrute, ist, zum erstenmal seit langem! Woran ließe vur nu### Mit einem lang verschwimmenden süßen Ton klingen die Geigen aus. Thomas klatscht begeistert so, als hätte er nie etwas anderes getan, als in einer schönen Sommernacht sehnsüchlich auf den nächsten Tanz#### Dann sitzen sie wieder und trinken. g6r, „War's recht, daß ich Sie herausführte aus i— Thomas greift nach der festen Hand und beugt sich darüber. Ein leiser Kuß. Marta Bund ist flammendrot „Lassen Sie mich Ihnen noch danken“ bittet er sie herzlich.„Sie glauben nicht, wieviel dieser Abend für Da lacht Maria Bund schon wieder. g wegeg „Und er wird nicht der einzige bleiben, nicht wahr?“ fragt er bittend. Sein Blick sucht das hübsche, rosig überstrahlte Gesicht seines Gegenübers. „Nein, gewiß nicht, wenn Sie wollen“, sagt das Stimme, bus ihr gesan.. „Erzählen Sie mir von sich“, bittet er Sie mir von sich“,..— gebeu möchte alles wissen. Alles aus Ihrem Leven!“ Der frohe Blick der anderen verfinstert sich ein wenig. Eer Kat über sich selst. Wie ict das miglh, so schwer „Warumk“ Wieder huscht eine schwac, ste in sonst so flotte, frische Mädel seltsam heiser und undas klare Gesicht des Mädchens.„Vielleicht wünschte beholfen. t Das weiß sch, das will ich nicht wissen, Von sich selbst, von Ihrem Leben sollen Sie erzählen.“ „Ich stehe ganz allein.“ „Allein? Sie Arme! Und ich dachte, all Ihr Frohsinn, Ihr tapferer Mut rühre daher, weil Sie ein frohes Dann wäre es ja kein Mut mehr, fondern eine Thoenah vich vot. Gu. Wie Scie gaie beuichen sind um ihn: Onkel Cornus, Eva, Ludwig und alle anwegen ein paar Schwiaslesnt gat pitge, ihm.„Meine Mutter verlor ich in der da habe ich denn nach dem Tode meiner Mutter so sch das Geld für das Studium zusammen hate, dann bin ich vier Semester noch einmal schwer gxbeiten, geEs ist sche sfil geworden. Thomas von Holst senkt „Sse hscben ep lodie de Keiche, zlsest er behauend Aas es eai es sce aine Pasgen „Lieber Herr von, Holsft, was reden Sie denn dar Wenn alle Leute in Sack und Asche gehen wollten, nu mir ging es so schlecht doch nicht. Vielen ging's schlechter, denken Sie nur an die jahrelang Arbeits„Man vergißt das alles leider zu leicht über al dem eigenen Kummer, dem wirklichen oder eingebilbeten“, sagt er nachdenkich.(Forisetzung folgt.) Seite 7 Nr. 259# Bochumer Anzeiger„ Mittwoch, 4. November 1936 Ehrenvolle Einladung Japan will Herber—Baier sehen Zu wiederholten Malen hatte bereits unser OlympiaSiegerpaar Herber—Baier eine Einladung bekommen, ihre große Kunst auch in Japan###heigen, aber immer mußte dieses abgelehnt werden.„Purg Tokio erneut telegraphiert und dabei so günstige mine vorgeschlagen, daß diesmal die Reise nach dem Fernen Osten wohl Wirklichkeit wird. In diesem Winter bleiben Maxie Herber und Ernst Baier noch in fang Dezember in Wien. Dann kommt die Deutsche Prag und in den ersten Wotzierart fos dann der Start geplant sind. Hängepartien und 4. Runde im Barmer Schachturnier Im Barmer Einladungsturnier wurden vormittags die Hängepartien erledigt. Lange gewann erwartungsgemäß gegen Herrmann. Sämisch mußte gegen Schlender die Waffen strecken. Elsaß opferte gegen Dr. Bauriedel die Qualität und siegte. Perniß kam gegen Biedendorf zum Mattangriff und zum Gewinn.— Nachmittags wurde die vierte Runde ausgetragen. Die mit Spannung erwartete Begegnung Sämisch—Lange, eine indische partie, ergab eine regetrechte Bauernverschau, telung, so daß der Ausgang der abgebrochenen unklar ist Engels steht gegen Dr. Bauriedel beim Abbruch auf Gewinn. In der Partie Herrmann—Elsaß wählte Elsaß die Taxrasch=Verteidigung und hat beip,u, Gewinnaussichten. Pexniß verlor gegen Rotomaan. Schlender steht gegen Biedendorf besser. Stand nach der vierten Runde: Engels und Lange se 3 und Hängepartie, Elsaß, Sämisch und,„Schlende; je 2 und Hängepartie, Nordmann und Hängepartie, Perniß 1, Dr. Bauriedel und Biedendorf je eine Hängepartie. Wer wnrd Logen-Hühen-Pprelen! Die brennendite Frage: Beletzung des Mittelffürmerpoltens Kuzorras Kandidatur abgeiehnt Nach den beiden Spielen gegen Spanien und der Englandreise hat noch nie ein Fußball=Länderkampf die Gemüter so sehr erregt wie der am 15. bevorstehende Kampf gegen den alten Rivaten Italien. Die 100 000 Plätze des Olympischen Stadions in Berlin sind bereits heute vergriffen. Wer also nach der Unterbrechung der Siegesserie der deutschen Nationalmannschaft ein Nachlassen des Interesses erwarter hatte, irrte sich. Dabei läßt sich nicht leugnen, daß das Fachamt noch nie so große Sorgen hinsichtlich der Mannist gesprengt linsky, Bender, Haringer, Busch, Hohmann und Rohwedder sind Spieler aus der Stamm=Mannschaft ausgeschieden, deren Aufstellung noch vor einem halben Jahre wenn nicht eine Selbstverständlichkeit war, so doch aber auf jeden Fall in Betracht gezogen wurde. Hinzu traten ferner die Verletzung Conens, die unserer Elf die Zweiter Meilterschaftstag im Bochumer Schachturnier Der zweite Meisterschaftstag im Bochumer Kreisturnier brachte nachstehende Ergebnisse: Gruppe I: Kubillus— Gorthat 0: 1 Herrmann— Lies 1: 0 Gruppe II: Hannemann— Sobzak 0: 1 Schäfer— Krusch 1: 0 Schulte— Schwesig 0: 1 Gruppe UI: Möller— Lampmann 1½ Strätling— Mrozek 1: 0 Katzer— Pelka 1: 0 Kubillus und Gorthat eröffneten den Reigen mit einer italienischen Partie. Gorthat riß sofort die Führung an sich, gewann im 20. Zuge eine Figur und damit die Partie. Besonderes Interesse beanspruchte die Begegnung der bekannten Spieler L. Herrmann und Lies. In der französisch angelegten Partie opferte Herrmann im 14. Zuge die Qualität, um dann ein wundervolles Angriffsspiel zu zeigen. Im 28. Zuge gab Lies, der hervorragende Problemspieler, in aussichtsloser Stellung das Rennen auf. Hannemann wahlte gegen Sovzak die Reti=Eröffnung. Erst im Endspiel setzte sich Sobzak„knapp durch. Die Ueberraschung der zweiten Runde war die Niederlage von Krusch durch Schäfer. Schulte spielte gegen Schwesig den Colle=Angriff. Durch unachtsamkeit büßte Schulte wertvolle Figuren ein, so daß er nach 33 Zügen aufgab. Eine ausgeglichene Leistung war das Damengambit zwischen Moller und Lampmann. Beide Gegner einigten sich nach 83 Zügen auf Strätling spielt in seiner Gruppe eine gute Rolle. Nach seinem Siege über Pelka errang er in einem Damengambit einen weiteren Erfolg über Mrozek. schluß der Kämpfe bildete das Treffen Katzer gegen Pelka. Durch eine hübsche Kombination eroberte sich Katzer im 20. Zuge einen Springer, der zum Gewinn genügte. Kröger hatte einen spielfreien Tag. Schachfreunde Weitmar siegten. Freundschaftsspiele sollte man im allgemeinen nicht als Maßstab für die Spielstärke der einzelnen Mannschaften nehmen, aber der hohe Sieg von Schachfreunde Weitmar über ihre Namensvetter aus Bochum gibt zu denken. Peit Opieh=Weitmarer biesen Kampf auf. Daschmerzlichste Wunde schlug, der Ausfall von Fath und Lenz, so daß eine Verjüngung notwendig wurde. Was eine Mannschaftsverjüngung bedeutet, weiß jeder mann, und man sollte einer narionalmannschaft nicht streitig machen, was man in solchen Fällen ohne weiteres einer Vereinsmannschaft zugesteht; nämlich eine mildere Beurteilung ihrer Gesamtleistung im Fohezziper Niederlage. Die Sorgen der neuen sportzerz#### Leitung des Fachamtes Fußball werden noch baourch erhöht, daß augenblicklich eine Anzahl von Nachwuchsspielern, die sich bereits die ersten Sporen als Nationalspieler verdient haben und schon zum neuen Stamm unserer Mannschaft gehören(Gellesch, Urban und Gauchel), ihrer Militärpflicht genügt, so daß man gerade bei ihnen Formschwankungen einkalkulieren muß. Das Rätselraten:„Wer spielt gegen Italien?“ findet zur Zeit in allen Fachblättern einen Niederschlag, und es ist typisch für die Unklarheit, daß beispielsweise das Fachblatt„Die Fußball=Woche“ in der Wochenplauderei eine Lanze für Ernst Kuzorra als Mittelstürmer bricht und wenige Seiten später auf Grund einer Unterredung mit Dr. Nerz mitteilt:„Kuzorra kommt nicht in Betracht!“ Man wundert sich darüber, daß im Westfalengau die Stimmen, die noch vor Jahresfrist stürmisch eine Aufstellung Kuzorras in der Nationalmannschaft forderten, heute wesentlich schwächer klingen, obwohl man gerade im Augenblick um durchschlagskräftige Stürmer verlegen ist. Dem ist gegenüberzuhalten, daß der Ernst Kuzorra des Vorjahres(wir erinnern an das Gauspiel gegen Niederrhein in Gelsenkirchen, an das Pokalspiel Schalke— Benrath in Düsseldorf) weit leistungsstärker war als der derzeitige, der immer noch an alten Verletzungen laboriert. Edmund Conen hat zwar am letzten Sonntag vorläufig als Mannschaftsbegleiter zum ersten Male wieder den Fußballkoffer gepackt, aber es wird noch eine Weile ehe er wieder spielfähig ist. Und so tauchen nun alle möglichen Kombinationen für die Besetzung des Mittelstürmerpostens auf: Friedel vom 1. FC. Nürnberg, Helmchen von der Chemnitzer Polizei, Euerc von der Wormser Wormatia, Klarheit über unsere mutmaßliche Elf gegen Italien liefert der bis zum 6. November laufende Vorbereitungskursus zum Italienspiel im Reichssportfeld, zu dem folgende zwölf Spieler einberufen worden sind; Elbern, Friedel, Gauchel, Gellesch, Urban, Goldbrunner, Janes, Kitzinger, Kobierski, Münzenberg, Siffling und Szepan. Die Erfahrungen der Spiele gegen Schottland und Irland sind zweifellos bei der Nominierung dieser Spieler zugrunde gelegt worden. Die Teilnehmer sollen Sonntag in ihren Vereinsmannschaften spielen und erst zum nächsten Wochenende wieder nach Berlin berufen werden, d. h. also, man will sie nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausnehmen. Gellesch und Urban, die beiden Schalker Rekruten, sind für den Kursus beurlaubt worden, und wir können bei dieser Gelegenheit gleichzeitig darauf hinweisen, daß sie Schalke zum Pokalspiel gegen Schweinfurt am nächsten Sonntag zur Verfügung stehen. Daß man sich nun nicht sklavisch an diese Namen halten wird, ist klar. Selbstverständlich bleibt jeder Spieler, der international irgendwie„verdächtig“ ist, unter Kontrolle. Wir glauben aber, daß die Hintermannschaft mit Jakob, Münzenberg und Munkert mit einiger Sicherheit feststeht. Dazu käme die Läuferreihe mit Janes(an seiner Stelle wird auch die Aufstellung von Gellesch erörtert dessen Zukunft u. E. in der Läuferreihe liegt), Goldbrunner und Kitzinger. Elbern und Urban haben als Außenstürmer die größten Aussichten, Szepan wird sicherlich entweder als Halbrechter oder als Halblinker eingesetzt werden. Offen bleibt nach wie vor die Frage: „Wer spielt Mittelstürmer?“ Wird man in Siffling oder dem gewiß talentierten Nürnberger Frieder reine Techniker nehmen oder beispielsweise in Gauchel oder Helmchen zwei Vollstrecker? Hbg. Reune und Fmahen des-Vereinsldhrere Weitgehende Befugnisfe— aber auch Schranken leiner Handlungsfreiheit die Form des Ausschlußverfahrens bestimmte Vorschrifin seiner Handlungsfreibeit nicht,beschränkt, Er nzie ten Gesimimt, nach der Satung der Vereinsführer„die W nnäumen“ Höhe des Mitgliederbeitrags, so ist Der Vereinsführer ist als Vertreter seines Vereins in seiner Handlungsfreiheit nicht beschränkt. Er muß sc allordings“ Rahmen der Vollmachten he •4 Punkten##.#ruzut die O# amterganp eItgreg gie Bog, zeglosen noch knapp mir:0 Siegen bei o sieglosen gen und einem Punkteverhaltnis von 93½:8 Hockey-Klubkampf Etuf Essen— TuS. Bochum:2 behielt Weitmar die Oberhand. Im Gechumer Schachfreunde nur :0 Siegen bei o sieglgsen„BegegnunPunkleverhaltnis von 63::81/. TuS. Bochum mußte ersatzgeschwächt antreten, da zu Spieler wegen Arbeit verhindert waren. Schon kurz nach Anschlag stand fest, daß Tus. Bochum sich gewaltig strecken mußte, um gegen einen solchen Gegner ehrenvoll abzuschneiden. Die Essener legten ein flüssiges Spiel vor und belagerten das Bochumer Tor. Aber die Bochumer Verteidigung verstand es immer, rechtzeitig die Gefahr zu bannen. Bald zeigte es sich aber, daß die Bochumer Hintermannschaft zu schwach war, den Sturm ins Spiel zu bringen. Es wurde nun in den Bochumer Reiben eine Umstellung vorgenommen, die sich bewährte. Dann fiel unerwartet das erste Tor für Etuf, der bis zur Halbzeit noch zwei weitere Tore erzielte, während der Bochumer Sturm Vorstöße machte, die nichts einbrachten. Nach der Halbzeit stellte Bochum den linken Verteidiger auf Halbrechts. Dieser spielte mit dem Rechtsaußen und dem Mittelstürmer gut zusammen, so daß die rechte Seite der Bochumer recht gefährlich wurde. Trotzdem blieb es den Essenern vorbehalten, nach der Pause noch das 4. Tor zu schießen. Dann winkte den Bochumern der erste Erfolg. Durch diesen Erfolg ermutigt, griff Bochum unentwegt.an. Der Halbrechte setzte sich, n Vorlage des Mittelstürmers start ein, und es gelang ihm, das 2. Tor zu erzielen, dem der Rechtsaußen das 8. Tor folgen ließ. Obwohl der Ausgleich sehr nahe lag, kamen die Essener zu ihrem 5. Tor. Der Linksaußen erhielt in Abseitsstellung eine Weitvorlage. Er konnte ungehindert in den Schußkreis laufen und zum Die Bochumer Jugend spielte Sonntag vormittag in Essen=Hügel. Nach guten Leistungen auf beiden Seiten endete das Spiel mit einem:=Siege des TuS. sich auerbings im mahmen der Vollmachten hatten. o ihm Vereinssatzung und Vereinsgesetz einraumen. Die Einheitssatzung, die für alle Vereine des Reichsbundes für Leibesübungen pflichtmäßig Geltung hat, beschränkt an sich die Rechte des Vereinsführers nicht. Somit sind dem Vereinsführer erhebliche Befugnisse zugesprochen, was anderseits bedingt, daß die Mitgliederversammlung die versönliche Eignung des zu wählenden Vereinsführers genauestens prüft, denn der Verein haftet in seiner Gesamtheit für alle Rechtsgeschäfte, die der Vereinsführer im Vereinsnamen abschließt. Der Vereinsführer kann verbindliche Rechtsgeschäfte tätigen. Soweit hiermit finanzielle Verpflichtungen für den Verein verbunden sind, muß sich der Vereinsführer an den aufgestellten und genehmigten Haushaltsplan des Vereins halten. Werden darüber hinaus Mittel erforderlich, so sind in einem besonders zu beschließenden Etat die Mittel anzufordern. In welcher Weise der Verein diese aufwendet, entscheidet dagegen wieder der Von Wichtigkeit ist, daß der Vereinsführer befugt handelt, d. h. noch im Besitz des ihm vom Verein zuerkannten Rechts der Handlung ist, sich also noch im Amt befindet. Der Paragraph 67 des Bürgerlichen Gesetzbuches schreibt den in das Vereinsregister des Amtsgerichts eingetragenen Vereinen die Pflicht zur An- und Ummeldung nach jeder Neu= oder Wiederwahl vor. Wird diese Vorschrift innegehalten, so ist der Verein immer gedeckt, da dem anderen Teil die Pflicht zufällt, sich darüber zu vergewissern, ob der für den Verein Handelnde zeichnungsberechtigt ist. Die persönliche Haltung. Eine gesetzliche Beschränkung legt das Vereinsgesetz dem Vereinsführer auf: er darf keine Geschäfte mit sich selbst oder einem von ihm vertretenen Dritten abschließen. Hier hat der Stellvertreter des Vereinsführers als Bevollmächtigter einzutreten. Eine Ausnahme gibt es nur in dem Fall, wenn eine Verbindlichkeit des Vereins gegenüber dem Vereinsführer besteht, es sich z. B. um Schulden des Vereins gegenüber dem Vereinsführer Der Vereinsführer hat bei aller Handlungsfreiheit eine große Verantwortung gegenüber seinem Verein, in dessen Auftrag er handelt. So haftet er z. B. bei übereilten oder nicht überlegten Vertragsabschlüssen oder Formfehlern bei Geschäften. Diese Tatsache müßte jeden Vereinsführer veranlassen, Vereinsgeschäfte niemals überstürzt abzuwickeln. Die Vertretung des Vereins liegt nur beim Vereinsführer. Auch diese Tatsache ist durch Satzung und Vereinsrecht verankert. Es ist daher gleichgültig, ob bei Vertretungen vor Gericht der Verein Kläger oder Beklaater ist. Gerichtsstand ist immer, falls nichts anderes vereinbart ist, das für den Verein zuständige Gericht. Bei ihm klagt auch der Vereinsführer notwendigenfalls die Beitragsrückstände der Mitglieder ein. Besondere Pflichten. Nach innen hat der Vereinsführer bestimmte Verpflichtungen. So muß er für die Ordnung in den Geschäften des Vereins sorgen, d.., er hat die geldliche Entwicklung zu überwachen und mußte bestrebt sein, Ausgaben und Einnahmen in das, vassende desselben zuständig. Lieat die Entscheidung allgemeinen aber dem Beschluß der,instohesgrgerseggt lung vorbehalten bleiben sollte. Eine besonvere Note kommt noch der Zusammenarbeit mit dem Aeltestenrat zu. Sie sollte der Vereinsführer möglichst eng gestalten. Zum Schluß sei noch die rechtliche Möglichkeit der Geschäftsführung ohne Auftrag erwähnt. Wenn ein abgesetzter oder zurückgetretener Vereinsführer noch Aufträge erteilt, so haftet er selbst bzw. er kann vom Verein in Anspruch genommen werden. Arwer! KIOHTAN Bergsteigefähigkeit Prüten Sie ihn am Berg! Am Berg muß der Wagen zeigen, was in ihm steckt, und deswegen ist dem OPEL sdt jede, selbst die steilste Steigung willkommen, um seine Bergtreudigkeit zu beweisen. Endlich Heufer-Witt : aber nur im Trainingskampf beim Sportpressesef, Mitarbeiter. Wenn der Verein durch die Pflichtvernach— deutsche Voxsportgerzeinde wartet nun schon lässigung des Vereinsfuhrers Schaden erleidet, so bat er um Monate auf die Begegnung unserer beiden gegen diesen das Rückgriffsrecht. Die Monate einem Kampf gegeneinander zu verpflichten, und doch werden sie noch in diesem Monat im Ring zusammentreffen, wenn auch nur in einem Trainingskampf. Beim Berliner Sportpressefest am 14. November in der Deutschlandhalle vertreten Heuser und Witt in der großen Revue des Sports die Boxer. In drei ZweiMinuten=Runden sparren die großen Gegner, und beide werden dabei bemüht sein, ihr Können zu zeigen. deuen diesen das Ruckariffsrecht. Verwaltungsmäßzig sind dem Vereinsführer sowohl durch die Einheitssatzung als auch durch Vereinsgesetz und Führerprinziv die verschiedensten Aufgaben gesetzt. So entscheidet der Vereinsführer über die Aufnahme neuer Mitglieder. Er kann dieses Recht auch dem Aeltestenrat des Vereins übertragen. Nicht zuständig ist er aber für den Ausschluß von Mitgliedern. Hier kann er nur einen entsprechenden Antrag beim Aeltestenrat stellen, dem für Demuyter erhielt den GordonBennett-Preis Im Rahmen einer Feierstunde des polnischen AeroClubs in Warschau erfolgte am Wochenensenpiez, heit; verteilung für den diesjahrigen Gorvon=Begnen#=###bewerb der Freiballone, den bekanntlich ernest Demuyter mit dem Ballon„Belgica" gewonnen hatte. Der Belgier erhielt vom Chef der polnischen General Rayski den wertvollen Wanderpreis, den Preis des polnischen Staates, sowie die Geldpreise überreicht. Auch die Besatzung des polnischen Ballons„Lopp“, die den zweiten Platz eroberte, erhielt zahlreiche persönliche Auszeichnungen. Der Feier wohnten auch die beiden besten deutschen Ballonfahrer, die Düsseldorfer Karl Götze jun. und Werner Lohmann, bei, die den vierten Platz belegen konnten. „Vorschlußrunde“ in Horft Ein Dutzend Starter in der Westfalia. Zum vorletzten Mal läutet am Mittwoch auf der Bahn des Essen=Horster Rennvereins die Startglocke. Der zahlreiche Anhang wird sich wieder restlos einfinden und eine Turfkarte vorfinden, die fraglos über dem Niveau des Sonntags steht. In den vier Flach= und drei Hindernis=Prüfungen sitzen allein dreimal die Amateurreiter im Sattel. Der Höhepunkt des Tages verspricht die Westfalia, ein Ausgleich=II=Jagdrennen über 4000 Meter, zu werden. Zwölf Starter blieben stehen, darunter bewährte Steepler aus der Zentrale, die sich einmal mehr vor eine nicht leichte Aufgabe gestellt sehen. Unsere Voraussagen: 1..: Antiochus— Seeräuber 2..: Schwertlilie— Fohre. 8..: Strandläufer— Feuerwarte. 4..: Amaranthus— Maruka. 5..: Fahrewohl— Horrido. 6..: Reizjäger— Limperich. 7..: Hausmarke— Wernigerode. Unsere Voraussagen: Maisons=Lassitte, 4. November 1..: Santa Margarita— Ange Gardien. 2..: Muse— Back Street. 3..: Kirmusin— Royaume. 4..: Masterful— Dame des Bois. 5..: Denver— Come in. 6..: Forbreuil— Piichoun. 7..: Solmint— Aldobrandini. Gasti, 9 9umt. Enghien, 3. Noveinver 2. Antéchrift, 3. Mamba. Ferner: Kitzbuhel, Malounin, 2..: 1, Orgagean(Roget), 2. Bsue Peu Ferz e. B Iv Bear. Toto: Sieg 27, Platz 12, 14, 15. Mihnon, Lady Killer, Dusk, Fringanz,„Mplg,„ Thamfzanne Motlev, Karagheuz, Pettt Boby, Bavyinga, Castel 3..: 1. Borxsca(Pelat), 2. Périmigs, 3. Sieg 26, Platz 17, 35. Ferner: Lamorna, Pettt Diadle. Le 4..: 1. Week End(Davaze), 8 Paradon II, 3. Toi et Mot. Toto: Sieg 418, Platz 57. 34, 15. Ferner: Cadeau, Clair Matin II, Sot Gille, Parthenon, Manioc., 5..: 1. Sadiva(Vexnière), 2. Malik Shah, 3. Ravon Bleu. Toto: Sieg 48, Plaz 22, 42, 55. Quatre As, Port de Reine, Adrien, Héro Ban, Pamzpfleurp, Glave Boy, Alede II. Sea Breeze, Massawa, Geialod..: 1. Marsae(Cames), 2. Vois Chadot, 3. Santoria. Toto: Sieg 36. Platz 20. 23. Ferner: Soda, Grain de Café,'Okinde. Ausaaben und Einnahmen in das, passende zu bringen. Er muß gegen säumige Zahler darf keine Ausagben ohne Deckung machen, muß für 1..: 1. Estafette,(Pelat), 2. Antechriß,., Mamda. ein vermehrtes Zahlungsaufcommen sorgen, wenn die Toto: Sieg 18, Playz 13, 18. Se Finanzlage des Vereins es erfordert, und muß alles Carpig. tun, um jede Schwierigkeit vom Verein Weiter muß der Vereinsführer die Arbeiten seiner Mitarbeiter überwachen, er muß eingreifen, wenn diese die ihnen zufallenden und übertragenen Arbeiten nicht gewissenhaft ausführen, denn er haftel bei einer fahrlässigen bzw. vorsätzlichen Verletzung der Pflichten seiner WA Prüfen Sie die nüchternen Zahlen, die mehr bedeuten als jeder Nimbus! Denn diese Zahlen sind der höchste Ausdruck einer klaren, unbestechlichen Beweisführung für Uberlegenheit von Leistung und Preis. • OPEL 14t mit dem geschmeidigen 6 Zyl. Motor von 2 1 Inhalt. • Spitzengeschwindigkeit nach der Stoppuhr 105 km Std. • OPEL Synchron- Federung— gleich ideal für gute wie für schlechte Straßen. e Exakt wirkende hydraulische Oldruckbremsen. e Besonders großer Kofferraum für reichliches Gepäck. • Benzinförderung durch suverlässige Membranpumpe aus hinten liegendem Kraftstottiank. Bildreihe links von oben nach unten: 1. Bild: Die deutsche Meisterschwimmerin Martha Genenger, Gewinnerin einer silbernen Olympiamedaille, vermählte sich mit dem Vollziehungsbeamten Willi Engfeld in Neukirchen bei Moers. Die Hochzeit fand auf dem elterlichen Hof des Mannes statt. Im Hintergrund Papa Genenger, links der Bruder des Bräutigams 2. Bild: In Mittenwald traf Viktoria Savs ein, die als„Heldenmädchen von den drei Zinnen“ in der österreichischen Armee berühmt geworden ist. Viktoria Savs, die schwer verwundet wurde und ein Bein einbüßte, ist mit fünf Tapferkeitsorden ausgezeichnet worden. Siehe auch den ausführlichen Text auf Seite 5 3. Bild: In Brüssow übergab Generalfeldmarschall von Mackensen der HJ.=Gefolgschaft ein Heim, das seit diesem Tag den Namen des Marschalls führt. Ein Bild von der Uebergabe Bildreihe rechts von oben nach unten: 1. Bild: Die 13jährige Marjorie Gesgiagg,##gei den Olympischen Spielen in Berlin die Kunstspringen für Frauen gewann, ist nach der Ankunft in der Heimat wieder in ihre Schulklasse zurückgekehrt 2. Bild: Mussolinis großer Appell am Sonntag in Mailand. Unser Bild zeigt den Duce während Rede. Rechts unter den Ehrengästen die deutsch: Abordnung 3. Bild: Jetzt hat das Olympische Dorf neue Bewohner bekommen. Das 1. Bataillon des Infanterie=Lehr=Regiments hielt seinen Einzug. Der Kommandant der Infanterieschule Oberst Hube spricht zu dem hinter dem Eingangsgebäude Aufstellung genommenen Bataillon. Im Hintergrund das Olympische Dorf 8 Nr. 259„ Bochumer Anzeiger" Mittwoch, 4. November 1936 Ain Underdfone. Kleines Feuileton Großer Erfolg der Dresdner Oper in London. Einen glänzenden Auftakt erlebte am Montag abend in der Königlichen Oper„Covent Garden" die Londoner Gastspielreise der Dresdener Oper mit einer Festaufführung des„Rosenkavalier", die das kunstverstöndige Londoner Publikum immer wieder zu neuen Beifallsstürmen hinriß. Vor vollig ausverkauftem Hause zeigte das Dresdener Ensemble unter der Stabführung von Satun kenie Bieisr! besonderer Ovationen. Beginn der Breslauer Universitätsfestwoche. Die Festwoche aus Anlaß des 125jährigen Bestehens der Schlesischen Friedrich=Wilhelms=Universität erlebte am Sonntag mit einem Gemeinschaftsabend in dem festlich geschmückten großen Messehof einen würdigen Auftakt. Außer dem Rektor Professor Dr. Walz, der Dozentenschaft, den Beamten und der großen Zahl der Studenten hatten sich auch viele ältere Semester ehemaliger Studierender eingefunden. Die hielt Professor Dr. Walz. Danach hielt der Leiter der Dozentenschaft Professor Dr. Rode die Ansprache des Abends, in der er auf die Geschichte der Universität einging und ein kraftvolles Bekenntnis zu der neuen im Jahre 1933 aufgerichteten Ordnung und zum alltäglichen Arbeitsdienst für die deutsche Gemeinschaft ablegte. Für die Studenten legte darauf der Führer der Studentenschaft Cand. jur. Kuhnke ein Treuegelöbnis für die innere Einheit ab. Klein=Klavier. Vom 2. bis 14. November findet in Hagen, Bahnhofstraße 29(Ausstellungsräume Roth& Junius) eine Sonderschau„Das Klein=Klavier“ statt. Diese Sonderschau ist die erste ihrer Art in Deutschland. Ein neues Musikinstrument. Wie die Musik“ mitteilt, hat der Geigenbaumeister Johann Reiter, der Nachfolger des ersten Mittenwalder Geigenbaumeisterkünstler Matthias Klotz die,L.kt.ng Geige erfunden, die die Lucke, zwischen Viola und Cello schließen soll. Das neue Instrument wurde durch Reichsvatent geschützt. Wo ist der älteste Baum der Erde? Der älteste Baum der Erde befindet sich im amerikanischen Sequoia=Nationalpark und heißt„General=ShermauSequoia=Baum“(Konifere). Messungen ergaben, daß er eine Höhe von 81,61 Meter und am Boden einen Umfang von 26,84 Meter hat. Er ist also halb so hoch wie das Ulmer Münster und 17 Männer könnten ihn gerade umspannen. Sein Alter wird auf 4000 bis 5000 Jahre geschätzt. Roman von V. Zern Copyright by„Das Bergland-Buch“, Leipzig Wir bringen nachfolgend einen Aufsatz über Kleists Sein und Wirken in unserer Zeit, der versucht, die geistigen Grundlagen einer so umfassenden Ehrung des Dichters, wie sie sich mit der Kleist=Festwoche vom 15. vis 21. unter dem Zeichen„Kleists Vermächtnis“ in Bochum vollzieht, herauszustellen,„Der Verfasser ist eine bekannte Personlichreit in der heutigen Kleist=Forschung, Die, Schriftleitung. Chronist über Kleist:„Ein Stern ging auf über dem preußischen Land, als es schien in den Morgen. Aber niemand sah seinen Glanz, bis er blutrot verzucte.. 81..— Sat 9. den knappesten Zügen umschließt biengn#ug LeFreitod vor 125 Jahren, am Donnerstag, 21. November 1811, nachmittags gegen 4 Uhr, an den Ufern des Wannsees bei Berlin. Vielleicht war dieser Schuß das einzige, was seine Mitmenschen überhaupt einmal flüchtig auf ihn lenkte, denn im Leben hatte dieser an„unerhörtem Unglück“ überreiche ehemalige Leutnant von Kleist nirgendwo Anklang und Widerhall, gefunhen. Daß er ein„chter war und noch mehr sein wollte: ein Führer Volkes, hat wohl kaum jemand geahnt. Das erste ein Mann gescheitert war, weil er in den Jahren der napoleonischen Unterdrückung stehen zu können. „Seitdem sind 125 Jahre dahingegangen und nach anfänglich schüchternen Versuchen ist sein Bild immer stärker in den Vordergrund, schließlich sogar in den Mittelpunkt unserer dichterischen Betrachtungen getreten. Mißverstanden und bewußt verzerrt von manchen Vertretern vergangenen Literaturbetriebs, war sein Bild und damit das Urteil über ihn einem ungeheuren Schwanken unterworfen, bis es jetzt endgültig und in klargeformten Linien hervorgetreten ist. Es ist Kiein der Deutsche, der Rufer und Mahner zu deutscher Art, der Förderer eines neuen Lebensstiles, den die Menschen unserer Tage entdeckt haben. marcks, Geist von unserem Geiste, Hitlergeist, gespiegelt im Gedicht.“ Daß der Dichter heute diesen Ruf für sich in Anspruch nehmen kann, liegt in verschiedenen Voraussetzungen begründet. Einmal natürlich darin, daß er in einer Zeit lebte, die den verflossenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts außerordentlich ähnlich war, und die somit in ihren Voraussetzungen viel Gleiches mit sich brachten. Hauptsächlich aber darin, daß Kleist diese Zeit in einer Art miterlebt hat— leidend und handelnd—, die ihn weit über den Stand seiner Zeitgenossen hinaushebt und ihn dem beginnenden zweiten und dritten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts verbindet. Der genialste Dramatiker deutscher Sprache und Sänger des Preußentums gehörte nicht in die Gruppe der damals in Mode befindlichen ästhetisierenden oder romantisierenden Schriftsteller, sondern er war ein staatlicher Dichter in der ganzen Tiefe des Begriffs. Staatlicher(nicht volitischer!) Dichter, indem er sich berufen fühlte, von sich aus als Genius an der Schaffung einer in seherischer Kraft erschauten und als allein rettend erkannten neuen Form völkischer und versönlicher Lebens= und Daseinsgestaltung aktiv mitzuwirken. In diesem Sinne ist sein Michael Kohlhaas geschrieben, jenes herrliche Gedicht über die frage jedes einzelnen Menschen, so auch will sein Prinz von Homburg verstanden sein(das letzte aus seiner Feder), wo das Problem von Zucht und Selbstzucht, von Führer und Gefolgschaft behandelt wird, und so sollen wir endlich auch seine mannsschlacht verstehen, in der die Frage nach der Daseinsberechtigung und den unvergänglichen Aufgaben des deutschen Volkes gestellt und beantwortet wird. Selbst wenn Kleist seine anderen Werke nicht geschrieben hätte, oder wenn sie durch Zufall nicht erhalten wären— der zerbrochene Krug zum BeiPenthefileg, sein Griechengedicht, als MeisterGeschichte vom Normannenherzog Robert Guis(peschichte, vr. Gleist batt.#t## kard verlorengegangen waren—, Kleist hätte anfangs genannten Werken seinen Namen in die Entwicklungsgeschichte des deutschen Geisteslebens eingemeißelt, daß niemand mehr an ihm vorübergehen Das Ueberragende an Kleist und das Hinüberweisende zu uns, was ihn allen anderen zeitgenösstschen Dichtern voranstellt, ist das Erlebnis eines neuen LeKunst und Wissen Schaffung einer wahren Volksgemeinschaft:„Eine Ge meinschaft gilt es, deren Wurzeln tausendfältig, einer Eiche gleich, in den Boden der Zeit eingreifen, deren Wipfel, Tugend und Sittlichkeit überschattend, an den silbernen Saum der Wolken rührt, eine Gemeinschaft, deren Dasein keine deutsche Brust überleben und die nur mit Blut, vor dem die Sonne verdunkelt, zu Grabe ** Das ist“ die Stimme des lebendigen Kleist, des nationalen und des politischen Dichters, und darum bekennt sich die Nation heute zu 1hm pr. Wansch. Altred Rolenberg kommt nach Bochum Reichsleiter Alfred Rosenbera der der Kleist=Woche 1936, hat seinen Besuch während der Kleist=Woche zugesagt. Die lette Premiere vor der Kleist=Bocigentgegg mer Schauspiel ist die Aufführung, ger, 1 genthe, am Samstag, 7. November.„Damit wird die„Penthesilea" überhaupt zum ersten Vcale in Bochum zur Aufführung gelangen. Die Inszenierung besorgt der künstlerische Gesamtleiter der Kleist=Woche, Intendant Dr. S Schmitt. Die Bühnenbilder schuf Dr. Harry Mänz. Die Titelrolle spielt Heidi Kuhlmann, den Achill Horst Caspar. Geschichtstafel! Dieser neue Kleist als„Kerndes Spielplans der stählernen Romantik“, wurde damit zum Inbegriff unseres kulturporn#####, Wilens. Sein Name bedeutet ein Programm, sein„Wouen Vorbild. In unserer Stellung zu ihm müssen wir uns beweisen, wie Rainer Schlösser sagt:„Denn es sind Lebenswert uu Karsten ist nicht aufgeregt, er ist ganz rubg—, dem ständen herausgekommen. Und die Zeitungen schreiben veraißt boch, seinen belen, langen Arbeitprte, vt der, allen möglichen Quaisch darüber zusammen... und 4. November. #n1e cher Philosoph und Staatsmann Gottfried Wilhelm “ von Leibniz in Hannover gestorben(geboren 1743 Eröffnung der Universität Erlangen. Schneittur der Ertanlung, Eripbe! und Zucer in eiter Tass aut un, Gesheiech Zsese, ose Heir Beies ausgezseloune miuck erwrovte Bzizz, 813; tungskrankhelten nicht medr. IgHge,„Sie 99 zex“ Deie neutee von einem Anfag übertaschen, sondern, verlangen Sie heute noch eine Flasche Klosterfrau=Metinsengeist bei Ihrem Apotheker oder Drogisten zu RM. 2,95, 1,75 oder 0,95. Nur echt in der blauen Packung mit den drei Nonnen! 33) sagt „Und hier steht det nu wieder janz anders!“ ein älterer Mann und liest stockend vor: Das sensationelle Doppelleben eines Industriellen. Das Doppelleben des bekannten und angesehenen deutschen Fabrikdirektors Heinrich Römer aus der Brückenallee in Berlin fand hier in Grasse seine tragische Lösung. Der Industrielle, der seit Jahren ohne Wissen seiner Angehörigen als einem Wanderzirkus mitzog, ist während der Vorstellung von seinem eigenen Sohn erkannt worden. Es kam zu einer dramatischen Erkennungsszene im ausverkauften Zirkus. Der Fabrikdirektor erlitt mitten in der Manege einen Nervenzusammenbruch. Eine Panik im Publikum war die Folge. Ein aus der Menge in die Arena gefeuenter Schuß scheint in keinem Zusammenhang mit der Tragödie zu stehen. Der Industrielle und sein Sohn sind spurlos verschwunden. Eine Berliner Halbweltdame, die sich in Begleitung des jungen Mannes befand, wurde verhaftet. Die von so großer Tragik betroffene, angesehene Familie ist erst kürzlich von einem Trauerfall heimgesucht worden. Das ihm herübergegebene Blatt entsinkt Karstens Diese Meldung ist die richtigstel“ Der Kreis der Arbeiter um Karsten hat sich verdichtet. Sie sprechen alle durcheinander, aufgeregt, mit wilden Gebärden, die sie sonst nur in politischen Versammlungen haben: Jungenleurl“ Anser Dires„Ausgeschlossen, Her. Ingenieue„„—„unsel Lirektor'n Clown?, Nee, det gibt's nich!“—„En Mann, der im janzen Jahr nich mal ne einzige Lache riskiert, der soll nu plötzlich vor Tausende uff alle Viere rumloofen, nee!“. Er zeigt auf seine Stirn:„Kommt nicht in Frage!“—„Ja, aber Mensch, es heißt doch Doppelleben! Det is doch nu mal eben so, daß se grade det Gegenteil von dem sind, was se sind!" „Dann bist du helle, Mensch... denn du bist doof!“ Lachen steigt aus dem Männerhaufen. Als wenige Minuten darauf die Sirene heult, sind die Arbeiter entspannt, und von dem unheimlichen, sie bedrohenden Alp bleibt nur lüsterne Neugier und die Genugtuung, dem Mittelpunkt so sensationellen Geschehens nahe zu sein,.., 8.hanzen. 15 Karsten verschwindet in der Telephonzeue, laßt sich mit der Villa in der Brückenallee verbinden. Die Zofe Lotte ist am Telephon. „Lotte!... Bitten Sie mal's gnädige Fräulein an den Apparat.“ „Das gnädige Fräulein schläft noch.“ Und beinahe in einem Atem:„Ach, Herr Karsten, haben Sie denn die Morgenblätter schon gelesen?... Wir sind in der größten Aufregung unten in der Küche... Was sollen Jackett zu vertauschen. Er schickt zu Fehling rüber: er müsse weg. Er reißt den Hut vom Riegel und stürzt In der Brückenallee kommen ihm Mädchen, Diener, Chauffeur aufgeregt entgegen. Er wehrt sie ab, wie er seine Arbeiter abzuwehren „Kinder— Papier ist geduldig!... Wartet man ab, was an dem ganzen Quatsch dran ist!“ Else Römer schläft noch.„ „Wecken Sie sie, Lotte. Sagen Sie, ich ware da. Karsten geht auf und ab auf der Terrasse. Auf dem Tisch liegt ein aufgerissenes Telegramm, aufgegeben in Grasse, am Vormittag vor der tragischen Nacht. Er liest: Vater noch nicht gesprochen, aber Angelegenheit aufgeklärt. Völlig harmlos. Erklärungen mündlich. Hans und Gerdo.„ ersten Male ruhig nach Nun schlief wohl Eise zum ersten maute rähig nuch Karsten steht auf. tanger Her.„„„... hi.#lgusten goch muß wieder in die Fabrik, Fräulein Else! Lotte zieht in Eise Romers Zimmer die Jatousten Meine Arbeiter haben mal wieder einen unruhigen hoch. Sie macht es umständlich, geräuschvoll. Damit Tag... Also, keine Zeitungen lesen! Und wenn Sie auf mich hören wollen, lassen Sie sich auch am Telephon nurn mepgchen# saruper zusammen.... und darum woute ich Sie bitten, keine Zeitung jetzt in die Hand zu nehmen. Wollen Sie mir das versprechen?“ So einfach, so natürlich hat Karsten das gesagt, daß Else das, was sie da gehört hat, ganz natürlich scheint Und als hätten seine Worte ihr auch die Einstellung Herr Karsten... wenn Sie das halten natürlich verspreche ich Ihnen das.“ Und nach einer Weile:„Was wird nun also jetzt mit meinem Ihr Herr Vater scheint Hals über Kopf aus Grasse abgefahren zu sein. Sie mussen damit rechnen, daß er hier sehr bald eintrifft. Er wird vielleicht durch die letzten Ereignisse etwas gelitten haben... Sie werden gut tun, keinerlei Fragen an ihn zu richten. Er kommt, er ist da— schön!“ uu### „Und Hans?... Und Geroa?“ Karsten steht auf. „Ich muß wieder in die Fabrik, Fräulein Else! Else Römer aufwacht. Die schlägt die Augen auf: „Nanu, Lotte, ich hab doch nicht geklingelt.“ „Nein, gnädiges Fräulein. Aber es ist Besuch da!“ :„So fruh— wer denn: “„ gr. 1 8m Aett. swenletes bilseg apchtug. Mit einem Satz ist Eise aus vem Bert:„ aus muß gesprochen werden können. Gebührenpflich„Karsten? Wirklich Karsten...“ Ach Gott, ach tig?... Schön. Wieviel?... Zwei Mark bis zur Gott, meine Strümpfe, Lotte... ach nein, die braunen. Aufhebung der Sperre, gut. Was wird den Anrufenden die Brause auf!. Lotte, haben Sie gesagt?... Der Teilnehmer wünscht nicht angerufen verleugnen!“ „Geht sehr gut.“ Karsen läßt sich mit der Auskunft verbinden:„Bitte, Fräulein, sperren Sie bis auf weiteres diesen Anschluß. Nein, nicht ganz. Von hier gung unten in der Küche... Was sollen wir denn machen, wenn das gnädige Fräutein aufwacht?“ „Alle Morgenzeitungen sofort wegstecken! Alle! ... Und sich alle etwas zusammennehmen, verstanden?! Keine aufgerissenen Gesichter machen! Und Fräulein Else sagen, sie soll mich erwarten, ich käme jetzt hin.“ „Gott sei Dank, Mädchen. Karsten!“ antwortet Drehen, Sie vie Siuuse um.... Lotte, haben Sie gesagt, daß er'n bißchen warten muß,'n bißchen:... Aber Lotte, Sie machen ja'n Gesicht wie sieben Tage Regenwetter! Wer hat Ihnen denn die Wurst vom Brot weggegessenk... Und mir ist zum ersen Malesrunfuhrwerke. Zugisch Di, menschen reden Rualf wieder woyl heute!... Beinahe vergnugt vin ich... tungen schreiben Aucisch: Die Menschen keven Quat Lotte, Sie kriegen zehn Mark Zulage ab nächsten Ersten! Und Sie so ohne jeden Schutz— nee, geht nicht Fein nich?... Ich setz' das schon durch beim Vater... Hat Herr Karsten Blumen mitgebracht?“ Else Römer stürmt die Treppe hinunter. Steht mit vor Glück strahlenden Augen auf der Schwelle. Sie versteht's ja selbst nicht, daß sie den tapsigen Bär da all ihren Sportkameraden vorzieht. Aber sie kann's nun mal nicht ändern. 8 „'n Morgen, Herr Karsten! Ein seines Telegramm bekommen gestern von Hans und Gerda!... Wollen Sie mit mir frühstücken:.... Neins Schade.“ Sie sitzt am Fruystuckstisch. „Aber Lotte.. die Zeitungen!“ „Ab!“ sagt Karsten zu Lotte. Lotte nickt, schlägt die Augen zum Himmer auf und „Was ist denn mit Ihnen Karstens Stimmt doch vos vicht:“ giehen Gie, wi. u. Karsten sagt:„Geden Sie mir mal Ihr Pfötchen, Fräulein Else. So. Und nun hören Sie zu. Es klingt alles ein bißchen schlimm, ist aber im Grunde ganz einfach. „Ja, was denn um Gottes willen?“ „Der ganze geheimnisvolle Klumpatsch um Ihren Herrn Vater ist zerplatzt... er hat ein Doppelleben geführt... na ja, sehen Sie, das hatten Sie schon selbst angenommen... er hat ein bißchen Clowik gespielt im Sommer, verstehen Sie?... Was andere Leute sich alle Tage leisten, in der Familie und im Büro, das Clownsein, das bißchen Dalbern und Blödsein— das hat er sich eben für die Sommermonate aufgehoben.. hat sein Clownstum eben in konzentrierter #rjug.... Der Teilnehmer wünscht nicht angerufen zu werden? Gut. Danke.“ Frechs Nicht, Fräulein Elses Daß ich bier so rumfuhrwerke. Aber ich halt's für besser. Die Zeitungenschreiben Tadisch! Die Menschen leven Quatsch! und Sie sb ohng schen Schug— nee, gehr nicht... Sie können mich jede Stunde anläuten, wenn Sie's beruhigt. Nach Fabrikschluß komm' ich wieder her. Kann ich mich heute abend für Tee und Essen in Kost geben bei Ihnen?... Schön. Gut. Danke. Kop oben behalten! Nur keine Panik!“ Karsten geht. In Elses Ohr aber schwingen seine letzten Worte: nur keine Panik! Sie setzt sich in das kühle Bibliothekszimmer. Nur nichts denken. Sich in nichts hineinphantasieren. Abwarten. Hinnehmen. Keine Panik. * Als Gerda Manz sich in der Solo=Garderobe des Cirque’été umsieht und entdeckt, daß der Clown... daß Direktor Römer verschwunden ist, lassen ihre Nerven nach. Sie fällt auf das Sofa, bricht iv. Tränen aus. Ein Schluchzen, in dem sich alle freuoigen und qualvollen Spannungen der letzten Tage und Wochen lösen. Form an eine größere Menge abgegeben! Von draußen dringen Kommandorufe herein, Hammerschläge Frau Molignon reißt die Tür auf: Das Zelt wird abgebrochen. Sie müssen'raus!“ Noch immer zittert sie vor Empörung über das, was der junge Bengel ihrem Manne angetan! Wenn der, bevor er abgefuhrt wurde, nicht gesagt hätte, er käme für den ganzen Schaden auf, sie würde jetzt die Geliebte des jungen Mannes mitsamt dem falschen Rens noch ganz anders an die Luft setzen! Sie wiederholt grob:„Also bitte: verlassen Sie den Zirkus! Wenn der Vater Ihres Freundes nicht bis zum Wagen laufen kann, schicke ich ein paar Männer, die ihn Na,’raustragen.“ Gerda fühlt, daß ihr von dieser, schwer durch die Umstände geschädigten, aufs tiefste verletzten Frau keine Güte kommen kann. So sagt sie nur: Ich gehe. Aber Direktor Römer ist fort— er ist verschwunden...“ Nein, sie hat sich nicht mehr in der Gewalt... die Tränen stürzen ihr aus den Augen:... ich weiß nicht, wo er hin ist!“ Frau Molignon antwortet, während sie sich zum Gehen wendet, über die Schulter:„In sein Hotel wird er gefahren sein...!“ Gerdas Tränen versiegen: „Wo wohnt er?“ „... Aber das gibt's doch nicht— man hat doch in jedem Betrieb die Adresse seiner Angestellten!“ „Na, jedenfalls, wir haben sie nicht!“ antwortet Frau Molignon gereivt. Gagicht, has bi. ume uch Gerda sagt mit einem Gesicht, das die neuen, sich in ihr ballenden Energien widerspiegelt:„Dann: muß eben ich...“ Sieht an sich herab. Ihr Spißenkleid hängt in Fetzen um sie herum.„So kann ich doch nicht... Können Sie mir denn nicht wenigstens irgendwas zum Anziehen geben?...“ Ich kann doch für die ganze Sache hier überhaupt nichts!“ „Kommen Sie mit!" Sie gehen hinüber zum Molignonschen Wohnwagen. Die Nacht ist kalt. Eisig der Wind, der vom Ricapignon herunterbläst. Gerda hört die Stimme Molignons, der den Zeltabbau leitet:„Vorsicht.... Halt... daß der Eisenmast nicht umstürzt... Aufpassen!=Links Frau Molignon zerrt ein Kleid aus dem Korbe „Da. Es wird zu groß sein für Sie!" Gerda sagt:„Ist ja nur bis ins Hotel!“ Frau Molignons großkariertes Kleid umsteht Gerda wie ein Sack. Sie kann kaum darin 9ehep.,### „Können Sie mir vielleicht ein bißchen mit Geld aushelfen?... Ich habe keinen Centime in der Tasche!“ Frau Molignon wehrt trocken ab:... Kasizgl „Ich werde meinen Mann morgen fruh zur schicken, das ist alles, was ich tun kann... Vielleicht lassen sie Ihren Freund dann schneller heraus.. Soll ich Sie jetzt zum Wagen bringen?... Er kann heute nicht bis'ran fahren. Die Wiese ist wie ein Sumpf nach dem Unwetter...“ Gerda geht in die Nacht hinaus. Noch immer die Kommandoworte Molignons von irgendwoher:„Mehr links!... Stützen!... Halt!" Im Dunkeln, in nächster Nähe, überlaut dröhnend die Stimme eines Mannes:„Merci, Merini... war bißchen viel Wein viel Wein... aber gut... sehr gut! Danke für die Gastfreundschaft in Ihrem Wagen!. Kann... kann mich kaum auf den Beinen halten!.. Sie hören von mir, Merini!.. Ja, ja, wenn ich Ihnen sage!... Wenn Staniol was Die Lampen des Wagens, der drüben, hundert Meter entfernt am Feldrand auf der Straße steht, leuchten wie bleiche Silberscheiben in das Dunkel. Gerda patscht über die Wiese. Versinkt bis über die Knöchel in Pfützen. Das aufspritzende Wasser dringt Ihr Einsamkeitsgefähl ist grenzenlos. Wenn sie daran denkt, daß Hans Römer nach seinem erschütternden Erlebnis mit dem Vater jetzt wie irgendein Verbrecher hinter Schloß und Riegel sitzt, daß er den Vater in ihrer sorgenden Obhut glaubt— sie könnte laut herausschreien vor Verzweiflung! Und keinen Pfennig in der Tasche! Nichts unternehmen können!: In einem fremden Land! Mit kalten, feindlichen; mißb dern(Forisetzung foigt.) Seite 10 Nr. 259, Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 4. November 1936. Maligei dei den Kerrinann=Werien Zeugenvernehmung im Nordhoff=Prozeß den letzten Verhandlungstagen in brachte Geschäftzkapital für seine, angebliche Forderung bzw. für seine Ablosung zu veanspruchen. Weitsalen und Tihelunk Dortmund, 3. November. Von den zahlreichen Zeu genaußsagen, die an den leoten Orthamtin##### in dem Prozeß vor der Sonderstrafkammer in Dortmund gegen Nordhoff, Rummel und Uhlmann gemacht wurden, war besonders die des früheren Gesellschafters der Kerkmannwerke, Hans Kerkmann, aufschlußreich. Nach den Darstellungen dieses Zeugen war die Lage der Kerkmannwerke bei der Gründung der Gmbb. gunstig., Der Auftragsbestand war gut, und so hältte das We auch nutzbringend arbeiten können, wenn die 60000 neichsmark Stammkapital von Nordhoff tatsächlich zur Verfügung gestellt worden wären. Vor der Gründung war eine genaue Aufstellung gemacht, nach der der Betrieb bei einem Kapital von 60000 Reichsmark mit 50 v. H. aufrechterhalten werden konnte. Als in der Folgezeit aber die Löhne und Gehälter schleppend bezahlt wurden, entstanden auch mancherlei Mängel im Betrieb selbst. So wurden unnötige Lohnstunden gemacht, weil nötige Bleche fehlten, die Oefen erkalteten, und wenn wieder Koks angefahren wurde, ergaben sich für die Wiederanheizung große Unkosten, die naturgemäß den Betrieb stark belasteten. Nach der Stillegung im Juli 1934 bemühten sich auch Reichsstellen um die Wiederingangsetzung des Betriebes in Ahlen. Auch die Stadt Ahlen selbst, die ein natürliches Interesse an der Wiederinbetriebnahme hatte, machte alle möglichen Anstrengungen. Es kamen auch Vereinbarungen dahingehend zustande, daß Nordhoff die Zahlung der Bruttolöhne und=gehälter sichern sollte. Damit die Gläubiger der Kerkmannwerle ihre Ansprüche nicht geltend machen konnten, geschah die Neufinanzierung über die Kerkmann=Handelsgesellschaft. Wie aber auch bei den Kerkmannwerken blieb das von Nordhoff zugesagte Stammkapital von 20000 Reichsmark aus. Die Geldhergabe des Nordhoff geschah auch in der Folgezeit nur durch Hergabe von kurzfristigen Krediten, und bei dem chronischen Geldmangel kam der Betrieb der Kerkmannwerke im Frühjahr 1935 endgültig zum Erliegen. Den Schaden aus dieser erneuten Stillegung hatte aber allein die Gefolgschaft des Ahlener Werkes. Die Gesellschafter der Kerkmann=Handelsgesellschaft hatten sich zunächst insofern gesichert, als sie die Waren kunftig bei den früher bereits erwähnten sächsischen Werken herstellen ließen, und zwar auf Grund der Warenschutzrechte, auf die ein Rechtsanspruch nur für die frühere: Kerkmann=AG. bestand. Ursprünglich war auch beabsichtigt, Nordhoff nunmehr völlig auszuschalten, aber kurz vor dem Vertragsabschluß störte Nordhoff den beabsichtigten Vertragsaufbau, um seine angeblichen Forderungen an die Kerkmannwerke zu sichern. Auf Veranlassung Nordhoffs wurde auch der früher bereits erwahnte Uhlmann als Teilhaber ausgenommen, wobei offenbar für Nordhoff Nians Viotkk simmen neue u. gebrauchte Instrumente, Pianos, Flügel, Harmoniums und Handharmonikas Zahlungserleichterung. Bochum, Malteserstraße 21 Ruf 63336 Autounglück in Dortmund Verletzungen davontrugen. Freude leuchtete aus den Augen der Verunglückten über den Besuch, und mit herzlichem Dank nahmen sie die Blumenspende und ein Geldgeschenk des Gauobmannes an. Besonders für den Bergmann, der im Kreise seiner siebenköpfigen Familie die Wiederberstellung seiner Gesundheit sucht, kam die Hilfsbereitschaft der Deutschen Arbeitsfront gerade recht. Ihm und seinen fünf Kameraden im Krankenhaus wünschen auch wir recht baldige Wiederherstellung ihrer Gesundheit. Am Lager der verunglückten Bergmänner Wegen fahrlässiger Tötung verurteilt Blumenspende des Gauobmannes Bann 3 Navemher Das Unglück an dem Eise Dortmund, 3. Novemoer. Im Auftrage des GauBonn, 5. November. Tas Uhgrun an dem Eisenbahnübergang in der Königstraße in Bonn. dem am 5 Oktober ein Fußganger und ein Pferdegespann zum Opfer fielen, fand jetzt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Bonn seine Sühne. Der Schrankenwärter wurde wegen fahrlässiger Tötung zu zehn MoDortmund, 3. November.„Im Auftrage, des Ga obmannes Parteigenossen Ernst Stein besuchten der Gaubetriebsgemeinschaftswalter Bergbau, Parteigenosse Siebert, und der Gaufachschaftswalter, Parteige=wärter nosse Tünnermann, die Bergmänner, die bei dem naten Gefängnis verurteilt. sagen..,, Te Jth. Kenir Ein Schwindlerehepaar hinter Schloß und Riegel des konnte der Kraftwagenfahrer seine Fahrt nach Hause antreten. Bei den Tätern handelt es sich um zwei junge Burschen im Alter von 20 bzw. 25 Jahren. Verhängnisvolle Wette Beim Ringkampf getötet Duisburg, 3. November. Auf einem Rasenplatz an der Ecke der August=Thyssen=Straße wurde zwischen einem 35jährigen Anstreicher und einem 32 Jahre alten Kraftfahrer eine Wette abgeschlossen, und zwar sollte der Sieger aus einem Ringkampf der beiden vier Glas Bier als Siegerlohn erhalten. Im Verlaufe des Ringkampfes kam der Kraftfahrer so unglücklich zu Fall, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt. Man brachte den Besinnungslosen in das Krankenhaus, wo er bald darauf starb, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Der Anstreicher wurde daraufhin festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Düsseldorf, 3. November. Unter der Anklage des umfangreichen Warenbetruges hatten sich der 35 Jahre alte Theodor Köster und seine Ehefrau vor der Großen Strafkammer i Dusseldorf zu verantworten. Köster, der bereits zehnmal vorbestraft ist und erst am 26. Februar 1936 nach Verbüßung einer einjährigen Gefängnisstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden hatte sofort nach seiner Entlassung die Schwindeleien wieder angefangen. Die Angeklagten operierten folgendermaßen: Sie ließen sich Firmenbogen drucken mit der Bezeichnung„Else Deimel, Düsseldorf, Postfach, Sportbekleidung und„Else Deimel, Düsseldorf, Postfach, Chem.=Pharm.=Artikel". Mit einem Betrag von 10 RM. richteten sie sich ein Postscheckkonto ein. Das Vorhandensein dieses Postscheckkontos war in Fettdruck auf dem Briefbogen vermerkt. Es wurden dann Inserate in Zeitungen in Berlin, in Leipzig und in München aufgegeben, daß Leica=Apparate, Faltboote zu kaufen und zu verkaufen seien. Darauf gingen eine ganze Reihe Angebote von Firmen ein, die solche Artikel anboten, und auch von Personen, die welche kaufen wollten. Daraufhin bestellte das Ehepaar eine Reihe von Sachen und schickte als Zahlung Postscheckanweisungen ein, die unbezahlt zurückkamen, weil auf dem Konto nur 10 RM. standen. Die durch diese Schwindelmanöver erhaltenen Waren verkaufte das Ehepaar an Privatpersonen. Das Ehepaar erhielt in den meisten Fällen die entsprechende Summe, ohne aber die Waren abzuPrivatsekretär für Angebote erhalten, unter denen sich auch das eines Dr. jur. Freiherr von Gayl befand, der seine Originalpapiere beigefügt hatte. Unter dem Namen dieses Herrn meldete sich Köster, um der Kriminalpolizei zu entgehen, polizeilich an. Vor der Großen Strafkammer gab er an, keine betrügerischen Absichten gehabt zu haben. Das Gericht hatte aber eine andere Meinung und verurteilte Köster zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Seine Frau, die noch nicht bestraft ist und unter seinem Einflusse gehandelt hat, erhielt neun Monate Gefängnis. Raubüberfall auf eine Taxi mißglückt Nach den Tätern wird gefahndet Solingen, 3. November. In der Nacht wurde ein Taxenbesitzer aus Solingen von zwei jungen Männern ersucht, sie mit einem Kraftwagen nach Velbert zu fahren. In der Nähe von Schloß Aprath wurde der Besitzer, der selbst fuhr, von einem der jungen Menschen, nachdem er vorher zum Halten veranlaßt worden war, mit einem Schusterhammer auf den Hinterkopf geschlagen. Allem Anschein nach sollte er beraubt werden. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen flüchteten die Männer in Richtung„Lungenheilstätte". Die sofort aufgenommene Verfolgung der Täter blieb ohne Erfolg. Am Tatort wurden ein neuer Schusterhammer und eine SOCMME IR PrmrmrIF Wrer Ginor uufe Sur Counuiurs Ka t Wmnopffolinlag“.F1. K □D R Pelzarbeiten! A. Rau Hattinger Straße 55 1• BUC4U, früner Taubenstraße Kohlen u. 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STEFFENS Kafteegroßrösterei- Steiten-Bochum Hellweg s Etee Fernrut 69540 1 Seite 11 Nr. 259, Bochumer Anzeiger Mittwoch, 4. November 1936 Deutsche Wirtschaft Sozialistische Wirtschaft- Betriebsgemeinschaft Bernhard Köhler auf der Reichsarbeitstagung Eisen und Metall Holzwirtschaft Ansangskurs zurück. Kaufhof konnten den letzten Schlußvereinigung der den Winisterialrat Barchmann. Ah kurs erreichen. Veriy beitimm: Zeschsforstamt, zum Vorsitenden der Perliner Börse Die Börse scheint in dieser Woche einen ähnlichen Verlauf zu nehmen wie in den ersten Tagen der Vorwoche, an denen auch die Umsatztätigkeit Schrumpfungstendenzen aufwies. Der Aktienmardt eröffnete schwöcher. Der derussmäßige, Hande. Im weiteren Verlauf der Reichsarbeitstagung der Reichsbetriebsgemeinschaft 6. Eisen und Metall, in Berlin sprach Dr. Hebestreit vom Amt für Volksgesundheit über den Schutz der menschlichen Arbeitskraft im Rahmen der politischen Neuordnung un sonders über den Frauen= und Jugendschut. Der Leiter des Amtes„Soziale Selbstverantwortung“ in der Dun#Dr. Hupfauer, schilderte in großen Zügen die Aufgaben seines Arbeitsgebietes. Den Abschluß der. Nachmittagsvorträgg hildeten die grundlegenden Ausführunmachte„Wany haben wireinesozialistisch Wirtschaft?“ Sozialismus sei keine wirtschaftliche, sondern eine politische Forderung. Er werde nicht durch Exverimente und willkürliche schaft verwirklicht, sondern durch die Gestaltung, des Volkslebens. Ein Volk sei dann sozialistisch, wenn seine hesten Eigenschaften, seine Liebe zu Freiheit Ehre und Treue, vor Unterdrückung und Verfälschung bewahrt sind. Die kapitalistische Wirtschaft sterbe ab, und die sozialistische wachse heran. Weder die Verteilung des Besitzes, noch die des Einkommens, noch das Verhältnis des Unternehmers zu seinen Mitarbeitern seien unmittelbar Gegenstand der sozialistischen Gestaltung. Sie alle können nur Folgen der gesellschaftlichen und zuletzt der politischen Verfassung eines Volkes sein. Die gesellschaftliche Verfassung des deutschen Volkes gründe sich auf den Adel der Arbeit, die Freiheit der Persönlichkeit und auf die sittliche Verantwortung gegenüber dem Leben des Volkes. Einen höheren sittlichen Maßstab als das Wohl des Volkes gebe es nicht, da das Volk der lebendige Mittler zwischen dem Schöpfer und der Persönlichkeit ist. Ob das Eigentum an Produktionsmitteln dem einzelnen oder dem Staate zusteht, sei riebsführer müsse der erste Sozialist seines zialismus sei kein Schutzsystem für Schwächlinge und Feiglinge. Er sei die gesellschaftliche Verfassung eines Volkes, das aus freien Männern besteht. Auch der Schutz der Arbeitskraft sei vor allem eine Sache der Verantwortung. Wir wünschen nicht mehr zu hören, daß der Mensch arbeitet, damit seine Kinder es leichter haben. Mit dieser Auffassung sei dem Spießertum und einem unwürdigen Pazifismus das Tor geöffnet. Undenn das deutsche Volk wolle nicht in und Kleinmut versinken, sondern wolle groß und frei sein. Niemand habe das Recht, zu verlangen, daß er es leichter hat, als Adolf Hitler es gehabt hat. Unsere Jugend strebe nicht nach Exleichterung, sondern nach das am meisten von seinen Volksgenossen verlangt. Das Reich als Bankier Stand der Beteiligung nach dem Verkauf der Commerzbank=Aktien Der Erwerb von Aktien der Commerz= und Privatbank aus dem Besitz des Reiches und der Golddiskontbank lenkt die Erinnerung in jene Zeit zurück, in der durch den Zusammenbruch der Darmstädter und Nationalbank das Reich zur Ueberwindung der nachfolgenden Kreditktrise, wit, vert mützte, umi gent Einsturg des Kreligungen einspringen mußre, um den Einsturz des KreEnde April 1982 hatte das Reich 856 Millionen Schatzdenen 862 Meillionen verichktatmitteln waren 87 Milmußten. An allgemeinen.##umittein waren 87 Millionen in Anspruch genonigge, Jgorden und für 614 Millionen Reichsmark hatte das Reich nommen. Gleichzeitig war es mit 234 Millionen Reichsmark am Kapitgl, der gestützten Bankengheteizet. Bank und Disconto=Gesellschaft hat keine Reichshilfe in Anspruch genommen. Sie hat weder Schatzanweisungen erhalten, noch wurden für sie vom Reiche Bürgschaften übernommen. Vom Aktienkapital gingen 45 Millionen an die Golddiskontbank. Hiervon wurde ein Teil zurückgegeben im Zusammenhang mit dem Erwerb von Bankgebäuden durch das Reich. Der ganze Bestand der Golddiskontbank an Aktien der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft dürfte bei etwas über 80 Millionen Reichsmark liegen.,##,#1, Mrashansen Kat### Neben diesen Hilfen für die Großbanken hat das Reich sich mit.5 Millionen Reichsmark bei der Norddeutschen Kreditbank AG. beteiligt, während die Golddiskontbank vom Aktienkapital der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt in Leipzig von 15 Millionen damals 14 Millionen übernommen hat. Ueber eine Aenderung dieser Beteiligungen ist bisher nichts bekannt geworden. Das Bild, das sich heute für die Beteiligung des Reiches bei den deutschen Banken ergibt, ist also wesentlich freundlicher als das dunkle Bild aus den Jahren 1931 und 1932. Viele Maßnahmen sind inzwischen abgebaut worden, und die jetzt noch bestehenden Verbindungen bringen dem Reich aus der Art der Beteiligung einen guten Gewinn. stellt. In einer im Reichs= und Preußischen Staatsayzafgg, nahm Glaitstellungen vor, so daß die Kurse eiwas derabge: erscheinenden„Anordnung aibt der Reichspirzschafte: prückt wurden. Auf kleinere Rückkause din deutsche Artien minister die Waren bekannt, die in den am 25. Januar im Verlaufe etwas erholt. Am Nenienmarkt blieb die 1987 heginnenden Winterschlußverkäufen nicht zum Ver= Kaufneigung besteben. Kursmäßige Veränderungen waren vegzeewperzeu dersen, ed handelt sich durchwea.— Die Reichsbank am Oktober=Altimo Der Ausweis der Reichsbank zum Monatsende Oktober zeigt mit einer Zunahme der gesamten Anlagen der Bank in Wechseln, Schecks, Lombards und Wertpapieren um 558,9 auf 5545,4 Millionen Reichsmark eine durchaus normale Entwicklung. Im Vormonat war die Ultimobeanspruchung in Anbetracht des Quartalsschlusses mit 645,3 Millionen Reichsmark erheblich höher, während sie Ende Oktober des Vorjahres nur 433,8 Millionen Reichsmark betrug. Der Zahlungsmittelumlauf stellte sich auf 6711 Millionen Reichsmark gegenüber zur gleichen Zeit des Vorjahres 6266 Millionen Reichsmark. Die Bestände an Gold stellen sich bei einer Zunahme um 684.000 Reichsmark auf 64.51 Millionen Reichsmark und die Bestände an deckungsfähigen Devisen bei einer Abnahme um 174000 Reichsmark auf 5,14 Millionen Reichsmark. Zur Beschleunigung des Einsatzes der Gaswerke in der Steinkohlenschwelerei im Rahmen des Vierjahresplanes wurde eine„Kommission zur Förderung der Steinkohlenschwelung und Treibstoffgewinnung auf Gaswerken“ gegründet. Die Partei ist hierin durch die Reichsleitung. Reichsamt für Technik, vertreten. Der Reichsforstmeister hat als Sitz der in seiner Verordnung vom 20. Oktober 1986 geschaffenen Marktkauf gestellt werden durfen.„Es handelt sich durchweg um Waren, die Modeschwankungen nur wenia unterworfen sind, da ein Bedürfnis nach beschleunigter Lagerbereinigung nicht besteht. Im Zuge der mit Ende 1933 begonnenen Neugliederung der Vereinigten Stahlwerte wurde unter der Firmenbezeichnung„Blechwaren= und Faßfabrik EichenAttendorn G. m. b..“ eine weitere Betriebsgesellschaft mit einem Stammkavital von 800 000 RM. gegründet. In das neue Unternehmen, das seinen Sitz in Eichen im Siegerlande hat, sind die bisher zur Gruppe Hüttenwerke Siegerland gehörenden beiden Betriebe Blechwarenfabrik Eichen und Faßfabrik Attendorn eingebracht worden. Börsen weiter schwach Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf volt werden, so daß der Ailenmarit wieder schen Werte zeigte ein unveräindertes„Bise,. gugemeit kleinen Anlagekäufe anbalten, blieben die Rutfr#agg, gut behauptet. Die Umsatze waren klein. Reichsaltbesitzanleibe obne Umsatz 113izespheszich, Pezent). Am Aki 1 Dollar:.491(Vortag.491) RM. 1 Pfund: 12.18½(Vortag 12.28) RM. 100 Belga: 42.06(Vortag 42.04) R M. 100 französische Frank: 11.59(Boxtag 11.3¾, FF, 100 holländische Gulden: 134,61(Vortag 134,77) RM. 100 Lira: 13,10(Vortag 13.10) RM. 100 Schweizer Franken: 57,24(Vortag 57,23) RM. w:“„grozemtst zu serlause 12638, Buderus minus (minus 1/ Prozent), im Verlause 12 576,—. Buperus minus ½ Prozent, Dahlbusch minus 1¼ Prozent, Deutsche Erdöl winus 3 Brozent, 18 Vrssent vieseiger, Peiltel migtil ae Vreieat. wurden ½ Prozent höher bei 126 gehandelt. Von werten Wintershall minus ¾ Prozent. Der Kuxenmarkt lag still und schwächer. Von Koblenkuren wurden Carolus 50 Reichsmark billiger gehandelt. Auch Deutschland bei mehrfachen Umsätzen rückläufig. Heinrich wurden vereinzelt 500 Reichsmark billiger abgegeben. Von Braunkohlenwerten Michel knapp gehalten im Markt. Kalikure meist Reges Geschäft entwickelte sich mit Beienrode, die bis 20 Reichsmark gewannen. Auch Wintershall wurden ernent stark erhöbt gebandelt. Im Freiverkehr waren Kaliaktien bei Umsätzen in Burbach unverändert. Von den Kohlenaktien verkehrten Bergbau Lothringen und=Genußscheine aus letzter Basis, während Ewald 1 Prozent einbüßten. Im weiteren Verlauf besserten sich genüber dem Anfang um ½ Prozent, Hoesch um 1¾ Prozent und Farbenaktien um 1 Prozent. Erdöl fielen auf den fast kaum zu beobachten. Von öffentlichen Anleihen Reichsaltbesitzanleibe bei etwa 40.000 Reichsmark Umsatz 10 Pfennig höher. dagegen Umschuldungsanleihe bei etwa 100 000 Reichsmark Umsatz 10 Pfennig niedriger. Schuldbuchsorderungen bröckelten teilweise um Bruchteile eines Prozentes ab. Zinsvergütungsscheine waren bei unverändert 93.80 gesucht. Länder= und Provinzanleihen nicht ganz einheitlich, aber durchweg gut gehalten. Am Aktienmarkt waren Berlin=Karlsruher Industrie bemerkenswert fest 151½ nach 147¾. Von Auslandsaktien gaben Aku auf 86½ nach 90¾ nach Conti=Gummi unverändert 173. Von Kunstseidenwerten Bemberg weiter schwach 115(116¾). Montanwerte nicht ganz einheitlich; mit Ausnahme von Rheinstahl, die 1 Prozent gewannen, eher schwächer. Im Verlause aber Stahl: verein auf 126¾(126) befestigt, Hoesch 124(122¾). Von Elektrowerten Siemens im Verlause 212 nach 209 zu Beginn. AEG. unverändert 40⅞. Von chemischen Werten Farben 178(minus ¼ Prozent). Im Verlauf wurde der Verlust wieder aufgeholt. Goldschmidt minus ½ Prozent, Kokswerke minus ¾. Am Freiverkehrsmarkt Kaliwerte eher fester. Am Geldmarkt ermäßigte sich der Blankotagesgeldsatz auf 3¼ bis 3¾ Prozent. Rhein=Mainische Abendbörse in Franksurt a. M. Das Geschäft am Aktienmarkt war sehr klein. Auch der berufsmäßige Börsenhandel übte weitere Zurückhaltung. Ungeachtet dessen waren die Kurse bei freundlicher Stimmung gegenüber dem Berliner Schluß meist behauptet. Im Verlause blieb das Geschäft am Aktienmarkt Die Auslandsbörsen Aus der=Eiruetpraste uer 8 wurden im vorgesehenen Umfange, Jaxückeggitz,#e Bürgschaftsverpflichtungen haben sich ganz ervepge.# mindert, und von seinen Kapitalbeteiligungen hat das Reich inzwischen auch einen Teil veräußert, größten waren die Hilfsmaßnahmen des Reiches bei der Dresdner Bank. Diese hatte die zusamzegeghrecene Danatbank übernehmen müssen. Heute Ptzensapitals des Reiches etwas über neun Zehntel des urrientapirats von 150 Millionen Reichsmark, also rund 135 Millionen. Die Dresdner Bank ist somit im Eigentum Aus diesem Besitz erhält das Reich aus dem Ueberschuß vorweg 15 Prozent und dann noch die ausgeschüttete Dividende aus seinem Anteil am Aktienkapital. Das Reich wird seine Beteiligung sicher nicht stückweise abgeben, und für den ganzen großen Posten ist heute kein Bei der Commerz= und Privatbank ist das Reich nun nicht mehr beteiligt, und nur noch bei der Golddiskontbank liegen jetzt 84 Millionen Reichsmark. Die Deutsche Unzulässige Schätzungen bei der Einkommensteuer Eine Schätzung des gewerblichen Gewinns in Abweichung von der Buchführung kann nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsfinanzhofes vom Finanzamt nicht nur vorgenommen werden, wenn die Buchführung wesentliche Mängel aufweist, sondern auch, wenn der in der Buchführung ausgewiesene Gewinn in offenbarem Mißverhältnis zu dem Ergebnis ähnlicher Betriebe steht und sich diese Abweichung durch die besonderen Verhältnisse des Betriebes nicht erklären läßt. Grundsätzlich ist jedoch, wie sich aus einer neuen Entscheidung des Reichsfinanzhofes ergibt, für eine höhere Schätzung der Einnahmen erforderlich, daß der buchmäßige Umsatz so wesentlich von dem Ergebnis ähnlicher Betriebe und den Erfahrungssätzen der Steuerbehörde abweicht, daß der Steuerpflichtige unmöglich nur die gebuchten Umsätze erzielt haben kann. Ergebt sich bei der Nachvrüfung ein Unterschied bis etwa 10 v. H. gegenüber dem Buchergebnis, so ist eine Schätzung regelmäßig nicht zulässig. Die bei den Steuerbehörden vorhandenen Kalkulationen, insbesondere für die Aufschläge zu den Einkaufspreisen, können bei der Nachprüfung für die Richtigkeit der Buchführung überhaupt nicht unbedingt und genau zugrunde gelegt werden. Ein gewisser Rahmen und Spielraum muß gelassen werden. Jedenfalls soll das Buchergebnis als zutreffend angenommen werden, wenn es hinter einer Durchschnittsschätzung des Umsatzes nur um wenige Hundertteile zurückbleibt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Buchführung im wesentlichen in Ordnung ist, namentlich die Ausgabenseite nicht beanstandet wird. Newyork: Geschlossen. London: Freundlich. Amsterdam: Fest. Paris: Befestigt. Brüssel: Fest. Wien: Fest. Zürich: Fest. Mailand: Geschlossen. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten ber 1000 kg, sonst per 100 ke Berichtigung auch von rechtskräftigen Steuerbescheiden! Rechtskräftige Steuerbescheide— bei denen die Rechtsmittelfristen bereits abgelaufen sind—, können im allgemeinen nur berichtigt werden, wenn für das Finanzamt neue Tatsachen vorliegen. Bei Aenderungen zu Gunsten des Steuerpflichtigen müssen die neuen Tatsachen bei einer Betriebsprüfung festgestellt sein. Nach einer neuen Entscheidung des Großen Senats des Reichsfinanzhofs können darüber hinaus nunmehr weitergehend Veranlagungsfehler berichtigt werden. Sowohl wenn der Veranlagungsbeamte wesentliche Tatbestandsmerkmale oder Tatsachen übersehen oder Gesetzesvorschriften nicht oder unrichtig angewendet hat, kann eine Berichtigung zu Gunsten oder zu Ungunsten des Steuerpflichtigen wegen offenbarer Unrichtigkeit erfolgen, wenn jeder durchschnittlich brauchbare Veranlagungsbeamte keine Zweifel über die Auslegung und Tragweite der gesetzlichen Vorschriften haben konnte. Instandsetzungen und Erneuerungen Bei Instandsetzungen und Erneuerungen der arwerblich genutzten Räume entstehen immer wieder Meinungsverschiedenheiten mit dem Finanzam: darüber, ob die Ausgaben sofort abgesetzt werden oder in welcher Weise sie andernfalls abgeschrieben werden können. Aufwendungen, die sich nach ihrer ganzen Art und dem Umfang des Betriebes als laufender Erhaltungsaufwand darstellen, der in ungefähr bestimmter Höhe regelmäßig wiederkehrt, können odne weiteres als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Ob demgegenüber Herstellungsaufwand vorliegt der im Laufe der Nutzung der neubeschafften Einrichtung oder des ganzen Gebäudes abgeschrieben werden muß, richtet sich nicht danach, ob eine Werterhöhung des Gebäudes eingetreten ist, sondern ob es durch die Instandsetzung in seinem Wesen verändert ist. Bei Mischfällen ist entscheidend, ob der Gesichtspunkt der Erhaltung oder der Herstellung überwiegt: auch eine Teilung der Ausgaben kommt in Betracht. Kleinlich sollen die Steuerbehörden jedenfalls nicht verfahren.(RFH. Bd. 21, S. 207.) Aufwendungen für Ladenum= oder=einbauten, die jedenfalls als Herstellungsaufwand zu beurteilen sind, können während der Dauer der voraussichtsichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Ladens schneller als das Gebäude, und zwar etwa bis zu dem Zeitvunkt abgeschrieben werden, in dem voraussichtlich eine weitere Erneuerung erforderlich ist: für Mieter ist die voraussichtliche Mietdauer maßgebend(RFH. vom 27. 5. 86 VI A 221/36.) Sonderabschreibungen auf Heizungsund Warmwasseranlagen sowie Fahrstublanlagen sind, wie bei dieser Gelegenheit bemerkt sei, nicht mehr zulässig. Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Heizenm. Auszm. WO820 Asebe) Fotererbses.. November: -brhiechte f4l Kicihefl. 148 Reichsmark. REICHSSENDER KÖLN GCCTSSENE 1200 Zefriezench. Hiffeldorf Werkorchester 13.15 Mittagskonzert(Von München). Unterhaltungs14.15 Allerlei von Zwei bis Drei(Vom Deutschland16.00 Nachmittagskonzert. Das Große Orchester(Otto 17.15 Kleine Bücherkunde des Reichssenders Köln(Dr. 17.30 Erlebnisse diesseits und jenseits der Grenzen. Eine bunte Stunde mit Musik 18.30 Was sich unsere Hörer wünschen(Schallplatten). Darin von 19.00—19.15: Und was meinen Sie? Gespräche zur Beit.... Ein: heiter: Kir20.10 Kunterbunk aus Kinvermund. Eine heitere Hörfolge von Kindern, Eltern und Großeltern. Marita Gründgens; Martha Walter; Rita Plum: Willi Stassar; Ludwia Matern(Tenor); Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt).— II. Tanzmusik. Das Kleine Orchester,(Leo Eysoldt), 22.20 Das Schatzkästlein:„Die Magd als Herrin“. Heitere Oper von Pergolest. 23.20 Es wird getanzt. Das Kleine Funkorchester(Willi Steiner) Deutschlandsender: 19.00: Guten Abend, lieber Hörer! Für jeden etwas!— 20.15: Kleine bunte Musik. 20.45: Orchesterkonzert.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Wir bitten zum Tanz Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 3. Nov. Wbeciel un lben Sihern beserch. Bochum, Bongardstraße 14 Perdeutenge, A1.f S 11., S AS 211. 811 21. 311. Schlos Kasse Schlps 119.373119 37/ Klockner-W Industrieaktien(Einbeitek.) Div. 8. 11.2, 11. Baicke Masch. 0 ab Potang Goeh. 119.50119-33 102.12/102.00 oiz Agtangl Schlpb Kasse .11. Schlusle 99.00 102.87/102.87 Altbesitz.; %Hossch Hul. #ese Krupp RMl.6% Mittelstahl %oVer. St. RMl. Buderus: Dahlbusch St. Disch. Atlant. Otsch. Erdol O. Reichsbahn .. Farbenind. Feldmöhle Felten& Guille Goldschmidt haspen.. Hoesch-Köln kall-Ascherel. Nuxe Steinkehlen 8. 11. 1,2. M. Geid Brieff Geid Brieflt Carolus M. 5600 5900 5600 6000 102.00 Mannesmann Masch. Untern. Reichsbank Rhein. Braunk. Rhein, Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& o. Siemens&Hel. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregein Wintershall Zeilst. Walchot 49129 50 129.75s129.87/130.00 Const. d. 6. Deutschl. Schweig. Leonh. 11200—s11309— 99.00 127.50121.50 127.03125.00 142.25 123.00 124.00124.00 147.87/148.87/146.75|148.12 125.87126.12|126.25|126.00 178.00 179.00 178. 621178.25 148 12 148.00148.00149.00 141.37/141 50141.784142.00 133.50133.00133.00 160.00160.00159.504156.50 122.37/123 75124 12|122.62 5/146.50 146.75 147.00j146.75 Michel 1 4700 13500 14800 13500 WVeste— 1230011890|12300 seraher en. 1150/1280 1100— Kall Beienrode 1320 1390 13101370 Burbach 3425/3725/34503750 Neu-Stast.—— Siegtr.lu. 11—— 17300— wic. 1770h18500 1 1400— Proiverkehr Steinkehlen- u. Brannk.-Kare S. 11. 1 s. 11. Geid Brief Geid Brief dierperet 7800 82007850, 8250 Westtalen1— 900— 925 Sellern. 4000— 40004#00 119.37 133 00 193.37 255.50 156.62 140.00 195.25 162.75 209 00 126.00 125.81 61.87 146.75 1120.12 120.00s129.00 134.25133.50133.12 193.00193.25|192.00 234 91/253.75|235.00 157.50 157.00 140.00 140.37140.50 196.00 196. 12196.00 164.00163.7 164.50 210.50 210 S1208.00 125.50 125.5 125.50 128.25 126.00|126.00 62.62 62.75 63.12 130.00139.00141.00 146.00 145.50s147.50 93.3 99.0 160.0 152.9152.0 127.0127.0 —. 144.0 —. 113.1 125.0122.0 120.0s120.0 M 415 445 420 455 worin—— 11400 Meior-. 13200 13SM0L Lang e! Braunkohlen Butetioffn. 4850/4950 4850/4900 60 14900 Kallkure . S. 11.) 2. 11. — Bend Brief Geid Grief graunschu., 6200 Godb 6200 6500 Einigkeit1—— 1330— Erichsseg. 3590 3T00 S 00 ST00 UE Reinbeich. Hoge.. Sisenburg Mariagl. Mars Marie L Mar Neusolist. Rensbach Reicheld. Thöringen 2850 3000 28 50 3000 3030— 3050— 5000 6200/6000 6200 330— 300— 1600 820000 3130/33503050 2 3300 3500 - 3000 40004200 3050 3050 4000 3475 3275 3275 3000 1200 91.0 Berg. 6. Dahl. V. Sonner Bg. u. H. 3ös9. Walzw. Braunk. Zuk. Oortm. Ritterbr. D0ss. Hosf.-BSr. Odss. Masch. 8. Oynamit.Nod. Eschw. Berg. V. 6las- u. Sp. S. 6löckauf-.A6. Gebr. Goech. 46 Hallesche Salz. Hochtief 46. abelw. Rhepot Kall-Chemie Mölheim. Berg Rhein, Metal ähein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sacht. A6. 8059—. Schieß-Detries 8. 5 134.51 Schleg. Scharp. Waggonf. Uerd. Wasserw. Geis. 6 131.6 14 203.0 5 156. 91.7 131.|131 153.0s153.0 203.0 Colonis Rückv. Gladb. Feuerv. Köln. Hagelv. (öln. Loyo.V. Köln. Röckv. gr. Köln. Köckv. kl. Rentenwerte Rhw..-Cr. Shyp.5 Pfd. S. 4. S. 12. 10 dto. dto. 8. 1 s1 dto. dte. 8. 11 dto. Gold.-Kom. 1926. 1927 S.—8 113 134.5131. 117.0120. 100.0100 Bankaktien Berlin. Hand. 8. Com.- u. Pr.-G. 0. Bank u..-6. Oresdner Bant ah. V. 85. Cf. 8. Westd. B..-4. 127.0127.0 109.2 110.5 108. 01 100 Vereicherungsaktien RM. Aach.-Mönch.H 32 1140 1140 Aach. Rückvers 14.8223. 0223.0 Agripp.., Fl. AIlI.-u. Stuttg. All.- u. St..-V. OWv. .11/2.11. 265.0265.0 780.0780 0 93.0 93.0 250.0250.0 105.0105.0 70.0 70. 97.0 125 1925, 1927, S.—8 95.0 Ug Md. 80d. Gpfo. 6 dto. Em. 3. 9/12, 14—. Freiverkehre-Aktien 8. 11. 1 l. 97.0 101.8 95.0 Seschese ese Commerz- und Prival-Bank.-., Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 3% Einheltskurse Industriewerte .11..11. geiumdletaren Aku Aezend Surd.K. sios 0. E. K0.L. Joech.h Hann. K iom2.09 Hortum Lethrin. Lotnr. 6. Manst aasch. K um. 9er #.LUinel 27. Oiaa. 2. 5p1. Geld Briefl Geld 48.0 47.0 47.0 86.5 89.5 89.5 39.5 130.9133.0133.0129.0 137.0141.0141.0142 5 —. 168.0168.0 11. 67191 47.0 99 5 130.5133.5 63.0—. 133.5s133.5 64.0 33.5 2. Sugl. 108 S199. 0 1090 orez. wie 1 80. 9 138.0/125.0 Beuergelechelee 8. 11..11. 93.0 110 S114.h 11. ö 114.5 91.0 82.5 83. 239 96.0— 107..— 126.8129.0 129.0/127.0 108.0 123.0 — 383.03 .2255.02 IAm- u. St.1-V.4/294.0s2 — Coionis..-.K,.5/143-4 383.0 255.0 204.0 25.0 tällig ab 1. 4. 1991 I. 4. 1929 I. 4. 1928 " I. 4. 1931 f. 4. 1933 Berliner Börse, 3. Nov. Dimd. Akt.-Brau. 19—. l176.0 „ Union-Brau 12208 O 2 20 3 Dürener Metal Oyokersh. Widm. A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaft Zeist. alke 0 Sasal Bayr, Motoren Bemberg Berger Julivs Bergmann El. Serl. Karisr. ine. Nr. u. Lieht Maschinend Böderu: #020. Masser Chem. Geisenk. Conti Gummi 12208.0211.0 O 0 41.2 40 6 4137.3131.5 5/145.0144.0 glektr. Lieterg „ Licht u. kr. Engelh. Brauerei Enzinger Unlon 93.2 99.0 A 137.6136.3 115.5115.7 146.1 154.0s147.4 106.0/168.7 140.5— 127.1127.3 118.|118.0 4 105.0106. 44178.2/173. %g den: Otsch. Atlant. Otscn. Conti 6as " Hiebe " Linoieum " Steinzeug " Tel. u. Kad. „, Eisenhand Otere 6152 0150.0 6136.2135.0 3181.0160.0 0 87.3— 6s120.3120.7 Feinjute gebhardt& Co. U Germen. Cem. öes. f. el. Uhtern Gildemelst Gladb, wolle Gruschw. Texts uononacke 116.0 K bese Kölner 6a. Kreft V. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch ahmever Laurahôtte Leopoldsgruben Lindes Els Lingnerwerke Loranz G. Wyazimh. Hote Miag Mimose Mölhelmer Berg. Arenst.& Kopoe! V Osnabr. Kupfer 6/142.6142.0 9 78.0 77.2 9 74.0 73.0 5/112.0115.0 1 155.5155.0 141 2/1602 122.0119.5 5/143.2142.3 8159.8161.0 10— 55 113.0112.0 115.5117.6 5125.5125.6 6144.0s124.2 9 111.7/111.3 5144.0144.0 10166.0168.0 91 75.0176.0 7147.3/146.0 6146.2/146.7 110165.5s165.7 gsckethel Draht I Hagecs Hamd. Elektr. 8/146.1147.0 Hiner.-Aufferm. S/154.0155.0 orimann Starke 89. tichenichewerke Hoizmann Ph. Hotelbstr.-Ges. 1 Se aise Genus bsenbeck Brau. Junghans Gebr. 64 130.0137.7 6121.6119.0 0162.0182.0 6138.5139.: 152.0133.0 13.3 18.2 134.0 167.0 133.5 41378 9—. 8176 0 8/203.0200 4115.0114.0 813.0151.0 9—. 1700 Ponge a Zahn pbein. El. Werke 0 96.8 9— 6/134.0 97.5 134.5 II Rhein.-N. Kals 61148.0143.1 Riebeck Hontan.2130.0s127.0 Rütgerswerke 6/142.0142.8 Siem,.& Halcke Stollberg. Zink rhgringer 6es Tuch dachen Union chem. er. Otsch. Nickel Ver. Glanzet. Ver. Uitramerin Vogel Draht „jagner& Co, W Wandererw. Warste ner Grub. Westtalen Draht Wezdler Brau. 8210.5206.3 0 98.2 94 2 7136.5—. 7100.0 99.5 3114 81137 S170 O1670 0262 0260.0 7130.0 6159.0160.0 5114.3114.7 8171.0—. 0 92.8 92.5 9—. Verkehrswerte 45 Elberfeid. An 45 Essen Au 4# Molh.-duhr An. ## Pr. Lopf. A. Pfd. 45 Ldbk. Westt. Pfo 45 Labk. Westf. Kom #0t. Komm. Golden 45 Westt. 1dsch. Pfa. 4501. Hyo. B. Bin.#c. 4# Pr. Contr. 8od.Pfa. 4# Pf. Pfadr. Sk. Pfe. 45 Sasalt Obl 8 Concord. Berg. 0bl. 6 Daimier Benz Obi. 6 Klöcknerw. Obi. 6 Mont Cenis Obi. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47#0 5 Ver. Stahl 5 Siem. u. H. Odi. # arbendonde Umsen. Anleihe A. 6. für verkehr Boch.-Geisenk. Hamb. Amer. Pak. jamb. Sodamer. Vored. Liepe 6126 7126.5 40.0 15 S 13.7 39.0 39. 13.1 15.5 96.2 90 95. 5 95.5 97.0 97.0 94 1 93.7 103.6/1055 100.4100 102.2/102.2 94.0 M45 95.7 95 99 0 9. 190. 2/180. C 138.0137.0 94.8 803 8. 11..11. •gisaunen Sarott Schlege! Schles. Berg. u. 2. " Barg. Beutn. Elest..6as 7 Schub.&Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. 9 84.5 84.5 Siemens Slas 97.5 97.0 5117.01290 9— 43.2 4122.5143.5 139.9140.0 (/129.5139.2 41102.0102.3 5 130.0s129.0 4108.11108.5 Rentenwerte 1# Ot. R. Schetz. 41 1 Ot. R. Anleihe 4; 55 D. R. Tounganl. 45 Reichsbahn Sch. Westtalen Altsseitz ½5 Sochum Anl. 45 Duisburg. Anl. #5 Düssend. Anl. 93.8 96.3 103.3 94.2 140.4 94.6 95.4 96.5 93.5 102.9 99.2 121.0 93.1 93.0 31.9 R. Schulob. F. 39 R. Schuldb. F. 40 R. Schucb. F. 43 R. Schuidb, F. 429 5 Essen Steink. 42 42 Harpener 4 45 R. W. E. 82/6 5R. W. E. 50 45 Ruhrchemies 4 45 Ruhrges 33 45 Ruhrwasser 83 45 Ruhrwenng. 55 55 V. E. N. 8 Briet 90 9910 99 5 99 2 96.2 99.0 94.2 93 0 99.2— 94 5 96.0 93.3 26.0 92 2 93.7 93.5 9 92.2 L5 990 .00 54.7 94.0 6/205.1/202.0 6s134.5154.0 3 84.5 89.0 0112.7112.0 Westtalenbank.-G. B0c Ausfönrung sAmillener Bankgnhum * scharte Ausführung aller bankmäßigen Geschäfte Oregüger Bank Flliate Bochum Humboldtstr. 10 Fernrut 60001 Seite 12 Nr. 259/ Bochumer Anzeiger„ Mittwoch, 4. November 1936 Kleine Aneidungen aus den=Siadnenen Nachrichten aus Stadtteil Hordel Persönliches. Für den vor kurzem verstorbenen Oberkolonieverwalter Nikolaus Müller ist nun der Kolonieverwalter Fritz Stallmann mit der Führung der Verwaltungsgeschäfte betraut worden. Er steht nahezu 27 Jahre im Dienst der örtlichen Kruppschen Zechenverwaltung und war hier erst als Grubensteiger und seit längeren Jahren als Kolonieverwalter tätig. Ferner wurde Steiaer Gall, der über 15 Jahre auf Hannibal 1 als Steiger tätig war, zum Kolonieverwalter bestellt.— Der Invalide Jakob Nottscheid, Sechs=Brüder=Straße, kann morgen seinen 78. Geburtstag feiern. Als Beramann war er lange Jahre hier tätig. Fünf Kinder und sechs Enkelkinder gratulieren. Dem Verkehr übergeben. Die an der Hannoverstraße vor dem Lokale Stuckmann errichtete Münzfernsprechzelle ist nun zur Benutzung dem Verkehr übergeben. Somit verfügt jetzt der Stadtteil über zwei öffentliche Münzfernsprecher. Der zweite befindet sich auf der Berthastraße. Stadtteil Hamme 40jähriges Dienstiubiläum. Der auf der Schmechtingstraße 40 wohnhafte Postassistent K. Linke blickte auf eine 40jährige Diensttätigkeit zurück. Er wurde an seinem Ehrentag von vielen Seiten herzlich geehrt. Jägerkameradschaft„Weidmannsheil". Am Montag abend fand für die Mitglieder ein fröhlicher Jägerabend statt, der seine Einleitung mit einem gemeinsamen Imbiß fand. Kamerad Schütz schilderte sodann lei Jagderlebnisse in deutschen und ausländischen Wäldern. Mit dem Thema„Jägerlatein" befaßte sich Kamerad Schild. Lustige Lieder und andere Kurzweil umrahmen den Abend. Gemeinde=Jugendfeier. Die evangelisch=lutherische (altlutherische) Gemeinde veranstaltete im Gemeindesaal ihrer Kirche am Hindenburgplatz eine Gemeinde=Jugendfeier, an der auch die Jugend der Essener Gemeinde teilnahm. Jugendpfarrer Lic. Reymann(Düsseldorf) sprach über die Bedeutung Martin Luthers für die Gegenwart und richtete vor allem an die Jugend mahnende Worte, stets sich des großen Erbes des Reformutors würdig zu erweisen. Tagesbruch. Auf der Dorstener Straße, unweit der Elisabethstraße, entstand gestern, kurz vor Mittag, ein Tagesbruch. Ein Loch von etwa zwei Meter Tiefe und ebensoviel Ausmaß ist zu sehen. Die Bruchstelle wurde sofort abgesperrt. stunde zum Tag des Deutschen Buches. Aus technischen Gründen war eine fruhere Ansetzung nicht möglich. Die bereits in Gerthe bestens bekannte Vortragskünstlerin und Leiterin der Benrather=Schloß=Spiele, Erika Mül ler(Benrath), und der heimische Pianist August Barndorf sind für den ersten Abend verpflichtet. Am 20. November steigt ein Schubert=Abend(Klavier= und Liederabend) mit Maria Helbling(Köln) und August Barndorf(Gerthe). Am 27. November bringt das aus dem Vorjahre bestens bekannte Marionettentheater P. A. Kastner(Dortmund)„Kalif Storch“ zur Aufführung. Für den Monat Dezember sind noch zwei Veranstaltungen vorgesehen. Am 15. Januar weilt de Berliner Schauspieler Erwin Eckersberg zu dem „Heiteren Abend"(Deutscher Humor) bei der Gerther Feierabendaemeinde. Weitere Verban, Hregegte, uBocham; derem auch mit dem Städtischen schweben noch. Das Programm sieht wie üblich zehn hochwertige Veranstaltungen vor. Der für alle zehn Veranstaltungen 3 RM. und kann in bis sechs Raten entrichtet werden. Die Mitgliedskarten aus dem Vorjahre behalten ihre Gültigkeit durch Einkreben der neuen Beitragsmarke. Stadtteil Harpen Siedlergemeinschaft Harpen„Ecksee“. Im Lokale Stratmann=Kost hielt die Siedlergemeinschaft Harven „Ecksee“ eine überaus gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Siedlergemeinschaftsleiter Brandt berichtete eingangs über die Gie dler Westglens, huf der ders izes schäftsführer der Bundesgrupve des Deutschen SiedlerZweck und Ziel des Deutschen Siedlerbundes gesprochen männern der Deutschen Svorthilfe zu haben. hatte. Als Hauptpunkt standen auf ezesegerge graugg die Mitteilungen des Siedlergemeinschatpleners Tranot über den Stand der Auflassungen. Besonders wichtig waren auch die Ausführungen über Fragen zeugungsschlacht. Er wies noch auf die Haltung von Kleinvieh hin und auf die Bedeutung der eigenen Sicherstellung des Siedlers in der Hauswirtschaft. Da diese Fragen für die Siedlerfrauen von besonderer Wichtigkeit sind, soll für diese eine besondere Versammlung mit eingehender Behandlung der für sie in Frage kommenden Themen abgehalten werden. insbesondere über„Kampf dem Verderb“. Es wurde noch besonders darauf hingewiesen, daß im allgemeinen nach den gesetzlichen Bestimmungen die Hühner vor dem 15 November, und dort, wo Brotgetreide angebaut ist, vor dem 1. Dezember nicht freigelassen werden dürfen. Stadtteil Laer Aus der Fronleichnamsgemeinde Laer. In Fronleichnamskirche findet am Donnerstag, von morgens 7 bis abends 8 Uhr, die Feier der Ewigen Anbetung statt. Filmvorführung der NSDAP. Im November steigen wieder zwei Filmvorführungen im großen Langbeinschen Saale. Am Sonntag, 8. November, wird vorgeführt„Heißes Blut". Vorführungszeit 16 und 20 Uhr. Die zweite Vorführung ist an, Freitge,n,#o Vorgeführt wird der große Frilm„Srhirge### mit Lilian Harvey, Willy Fritsch und Willy Birgel als Hauptdarsteller. Eintrittspreise wie bisher. Am Samstag, 7. November, um 18 Uhr, ist im Saale des Schuth eine Olympiafilm=Werbeveranstaltung.„Die Olympiafilm=Aufführung wird von einem reichhaltigen Programm umrahmt. Es steigen noch ein Lichtbildervortrag und Turnvorführungen der Damen= und Herrenriegen der Turnvereine„Jahn“ Querenbura und „Laer 87“. Eintrittskarten sind bei den Vertrauensder Personalnachrichten Seine staatliche Prüfung als Dentist bestand vor der Prüfungskommission in Dortmund Erich Jäger, Quellenweg 25. In Potsdam bestand Heini Streich, Bochum, Wittener Straße 101, das Examen als Maschinenkonstrukteur mit dem Prädikat„Gut“. Am heutigen Tage wird der Invalide Heinrich Thöne, Bochum=Altenbochum, Am Pappelbusch 49, 77 Jahre alt. Täglich macht der Hochbetagte noch seine Spaziergänge, und es ist eine Freude, zu„sebenz.„ welch körverlicher Frische er einhergeht. Eben####n er geistig noch frisch und weiß aus alten Tagen viel zu erzählen. Möge Ova Thöne ein weiterer sonniger Lebensabend beschieden sein. Linden=Bantkauf e. Stadtteil Hofftede=Marmelshagen Der Marmelshagener„Ttenboktzicht hons dertrz, Aus Verdiente Ehrung eines Arbeitsveteranen. Wie der B..“ bereits berichtete, konnte bei der Firma Gustav Wolff in Linden das Gefolgschaftsmitglied Heinrich Kliffken sein silbernes Arbeitsjubiläum feiern. Nachträglich versammelten sich und die Werksleitung zu einer Ichönen, Feienstune Anschließend überbrachte Gefolgschaftsfuhrer namens des Werkes die herzlichsten Glückwünsche und ein Elrengeschenk, aber auch die Arbeitskameraden hatten es sich nicht nehmen lassen, den Kameraden durch ein sinnvolles Geschenk zu erfreuen und gratulierten durch den Zellenobmann Jakob Kiefer. Die Ortsgruppe Linden war durch den Ortsobmann Pa. Altmicks vertreten. Ehrung der Sieger in der Dahlhauser Krieger= und e btor wei un jetz, Hie, Nachricht ban dem in der Landwehrkamexadschaft, Die Mitglieder der Dahlhauser dem Livvischen trifft veg, pre Juuu, gz v.—.—.—. Krieger= und Landwehrtameragschu, tamen in zurem Vorwoche erfolgten Ableben des Rentners Heinrich Kameradschaftsheim zu einer Monarsversammlung zuHalfmann ein, der ein Alter von 88. Jahren erreicht sammen, in deren Mittelpunkt die Ehrung der Sieger bet. Der Verstorbene war lange Jahre, im biesigen vom letzten Abschlußschießen der Kameradschaft, stand. Stadtteil wohnhaft und ein aroßer Freund der Kamerad Lehrer Niggemann hielt anschließend Kleintierzucht. PErkrankungen der Tiere deren einen interessanten Vortrag. eit.(Gemeindekaus in Hatingen statt und, Persönliches. Auf eine zebnjährige Tätiakeit als HochitmiHahlhausen, Weitmar und Altenbochum. Es blickt der Sangesbruder„Willy, Wessel zuruck. Er hat beteiligen sich u. a. auch der Männergesanaverein„Einsich um den Aufbau des Vereins große Vervienste erworben.— Seine Gesellenprüfung als Anstreicher bestand der Lehrling Karl Ortmann von hier mit autem Erfolg. tracht" Bochum=Dahlhausen, der Frauenund Mädchenchor Bochum=Dahlhausen, die Sängervereinigung Bochum=Weitmar, der MGV. „Westfalia" Altenbochum,„Liederfreund“ Welver=Hüttenau,„Concordia“, Henrichshütte=Hattingen, „Sängerbund“ Hattingen und„Waldvöglein" Altendorf. Patronatsfest der St.=Engelbertus=Pfarrei. In feierForm begeht am kommenden Sonntag die kathoRochum=Dahlhausen das der teht. Wereget,y„.„ Mittelpunkt die Festvrediat eines Franziskanerpaters Kasse zu haben. steht. Der Chor der Pfarrgemeinde wird diese Feir stunde durch verschiedene kirchliche Gesänge umrahmen. Stadtteil Stievel Großfilm in Stiepel. Der von der NSDAP. veranstaltete Filmabend im Saalbau Frische=Niepmann war sehr gut besucht. Es wurden die beiden Filme „Der höhere Befehl" und„Reichsparteitag 1935“ gezeigt. Dieses große Filmwerk hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. biläumsfeier findet am 29. dieses Monats statt, mit der eine Taubenschau verbunden ist. Ein Vierteljahrhundert im Dienste der Lutherkirchengemeinde. Mit diesem Monat ist Lehrer Vögeding 25 Jahre als Organist in der Lutherkirchengemeinde tätig. In großer Treue und mit hingebender Bereitschaft zum großen Werk hat er in langen Jahren der Gemeinde diesen wichtigen Dienst erwiesen. Stadtteil Werne Hohes Alter. Die in dem Häuschen an Laers Grenze. Werner Hellwea 210, wohnhafte Witwe des verstorbenen Schichtmeisters August Crämer, Friederika geborene Ziegenfeuter, feiert am Donnerstaa in bester körverlicher und geistiger Frische ihren 82. Geburtstag im Kreise ihrer Angehörigen. Seit 34 Jahren lebt sie als Witwe. 15 Kindern, fünf Töchtern und zehn Söhnen, schenkte sie das Leben, von denen noch sechs Söhne und zwei Töchter am Leben sind. Bei Kriegsausbruch zogen alle zehn Söhne ins Feld. Vier starben den Heldentod und sechs kehrten zurück. Ein Sohn fiel im Osten, zwei im Westen und der vierte erlag seiner schweren Verwundung. Ein Sohn war in Sibirien und einer in Frankreich in Gefangenschaft. In Werne wohnt die Hochbetagte seit 1872 davon 40 Jahre in der jetzigen Wohnung mit ihrer ältesten Tochter Lina, der sie mir Vorliebe bei Haus= und Gartenarbeiten behilflich ist. Außer ihren Kindern können 26 Enkel und elf Urenkel der Jubilarin ihre Glückwünsche darbringen. NSG.„Kraft durch Freude". Am Freitag, 6 November, finden im Saale Ewald, Limbeckstraße, zwei Puppenspielaufführungen statt, und zwar: um 14.30 Uhr für Kinder von 5 bis 10 Jahren, um 18 Uhr für Kinder über 10 Jahre. Es werden in jeder Vorstellung folgende Märchen gespielt: 1.„Der Froschkönig", 2.„Die Prinzessin. Der Eintrittsvreis beträgt .10 RM. Die Karten sind in den Schulen und an der Stadtteil Langendreer 25 Jahre Brieftanhenverein„Fvort“, Der Tgief= fand im N, insheim Wahl, Buselohstraße, die Siegertaubenverein„Sport“ Langendreer kann in diesem Mo= ghrung statt. Vereinsführer Karta uverreichte den nat auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Die JuStadtteil Riemke Geschäftsjubiläum. Auf ein 40jähriges Bestehen seines Geschäftes blickte der Kaufmann Theodor Droste aus der Poststraße la zurück. Am gleichen Tage konnte er auch seinen 60. Geburtstag feiern. Er wurde an seinem Ehrentag von vielen Seiten herzlich geehrt. Riemker Mitbürger, Aus dem Nachbargebiet Aiais herrensihung in Wällenscheit *** Keider ist bis Diegenz1 Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Pg. Pe tri traten am Montag die Ratsherren der Stadt zu einer gemeinsamen Beratung zusammen. machte der Vorsitzende Ausführungen über die der Klempnermeister Heinrich Schlinkert aus der Herner kung vom 1. d. M. erfolgte Neuorganisation der StadtStraße 308, wurde im Alter von 60 Jahren durch den verwaltung. Aus der weiteren Bergtung ist, zu. bersch, Sas abberufen, Der Versgrbene genoß in der Burger= ten, daß die Bürgersteuer füx das Hgiehr eiggind die seinem Ehrentag Totenglocke. Ein bekannter Tod hot alleit de gröibe Verscgetung.(Häthrigen Höße festgesetzt werden soken. Die WertzuRS.=Voltswohlfahrt. Jetzt haben aug in unserert zsteuerordnung, deren Geltungsdauer bis zum adtteil die Kinderspeisungen der NS.=Volkswohlfayrt Woc,arz 1937 befristet war, wird über diesen Zeitpunkt eingesetzt. Die Speisungen finden in den Schulen hinaus verlängert. Infolge erhöhter Schuldentilgung statt und für den Stadtbezirk Hofftede=Paxze Iyaggg und sonstiger Finanzmaßnahmen ist eine 3. Nachtragsim Heim auf der Riemker Straße, Eine grobe 4204h: satzung zur Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr von Kindern wird auch in diesem Jahre von den Spei= 1936 mit einem Nachtragshaushaltsplan de ercht sordentlichen Haushaltspan epesitepgret, erzlaß ene t einen Heimatabend, an dem auch Vorlggezethotenber güktluhen an die Peamten und Anmat“ veranstaltere, einen Heimatabend, an dem azag Vorlage,üher den Erlaß einer Saszugptter. ggblung die Frauen teilnahmen. Ntach Hegrüßungseinegr,or, gestellten der Stadt“ fand Pefürwartung Außerdem Vereinsleiters hielt Kamegad Schlich tigting einen vr spergzueg, der Stadt fand Pehischergeg, der Staor fand Besurwotlung. Außerdem trag über das Thema:„Der Rhein in Sage und Ve.lsegenheiten außfe derviKetgesorbnung. Hervorzubeben bepohneu, ve, Heroht ist der Verkauf von städtichen, Helärzsz. i4 nischer Landschaften ergänzt wurde. Stadtteil Grumme=Böde 25 Jahre Kleingartenverein„Erholung am In Wochenende kann die an der Verahrgrf, gut losen. Zum ersten Male fand in Wattenscheid ein. Gor. gende, Kleingartgnanlage„Erholung am Stadtzar.— tesdienst nur für die Gehörlosen statt, den#zert Siedlungszwecken in der Südfeldmark. de„OttrmnWattenscheid=Günnigfeld an die Westfälische Heimstätte in Dortmund. Mit dem Bau der geplanten Eigenheime kann nunmehr in Kürze begonnen werden. Zunächst werden 62 Bauten errichtet werden. sentlich zu fordern. Leider ist die Ziegenzucht merklich zurückgegangen. Während früher fast in jedem ländlichen Kleinhaushalt eine Ziege gehalten wurde, sieht man heute die„Bergmannskuh“ nur noch selten. Auch das Schaf, das noch vor einigen Jahren viel gehalten wurde, wird noch wenig gezüchtet. Die Gründe hierfür liegen vielfach in der schwierigen Futterbeschaffung für diese größeren Tiere. Stadt Wanne=Eicke Goldene Hochzeit. Das alteingesessene hauser Ehepaar Pensionär Theodor Börchers und Frau, Elisabeth geborene Kottmann, Tiefenbruchstraße Nr. 60, kann am 5. November das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Einwohnerziffer jetzt unter 90.000. Wange=Fickels Einwohnerziffer ist im Sinken begriffen,#u# der 26 853(26564) Familien gezählt. Von und Röhling= uind en Opichr heten etegen Anzahl“ Gartenfreunde Müller in evangelischen Kirche abr 1011 gründeten eine unzaht Gartentreue, den v. u Hotteshienst fand im Lokale Drenhaus die MoVerein, der lich von einem Landwirt zehn Morgen Acker= dem. Fsammlung statt, die vom Ortsbundleiter Wilheim land vachtete. Es,wurdeg 98 Gärten von 15 bis 20 grtsbersun.—. Einen besonderen Gruß Pidmete Luadratruten angezegt, Der Ausbau der Anlage mit Roß geteitet wur Gehörlosen aus Bochum und Gelsendem Wegenetz, der Einfriedigung und Wasserleitung erforderte große Mittel. Nach dem Krieg wurden 4½ Morgen dazu gepachtet und weitere 45 Gärten von 20 Quadratruten angelegt. Im Jahre 1926 wurde von dem Vorstand des Vereins unter Führung des heute noch im Amte befindlichen Vereinsführers Wittholt ein großes Ausbau= und Verschönerungsprogramm in Angriff genommen, das. 1928 vollendet. 30000 Mark beanspruchte. Das 1½ Kilometer lange Wegenetz wurde erneuert, 2½ Kilometer neue Zäune und elektrische Beleuchtung der Hauptwege wurden angelegt. Das Vereinsbeim wurde ebenfalls ausgebaut. Eine geräumige Spielwiese liegt inmitten der Anlage. Die gepflegte Anlage ist eine der saubersten und schönsten in Bochum. Stadtteil Gertbe Winterprogramm der Feierabendgemeinde BochumGerthe. Die Feierabendgemeinde Bochum=Gerthe hat die Vorbereitungen für das 11. Vortragsjahr getroffen. Getreu ihrem Grundsatze, ihren Mitgliedern das Beste aus deutscher Kunst und Wissenschaft zu vermitteln, hat die Leitung auch für das Winterhalbjahr 1936/37 hochwertige Kräfte verpflichtet, so daß sich auch das 11. Vortragsjahr würdig seinen Vorgängern anschließen wird. Die Eröffnung des Winterhalbjahres erfolgt mit einem großen Abend in Verbindung mit der Ortsgruppe Gerthe der NSDAP. am 10. November in Form einer Feierer den erschienenen,###horlosen aus Bochum ur kirchen. Pfarrer wüller wird in Zukunft vor jeder Versammlung einen Gottesdienst abhalten. Sozialwart Swambat hat für die Wattenscheider und der Ortsbundleiter Krupve für die Bochumer erwerbslosen Gehörlosen Listen zur Einzeichnung aufgelegt, die dann dem Arbeitsamt vorgelegt werden. Es werde Sozialwarts, Bestreben sein, alle Gehörlosen in nächster Zeit in Arbeit zu bringen. NS.=Frauenschaft Wattenscheid=West. Auf die Veranstaltung der NS.=Frauenschaft heute abend im Saalbau Sonnenschein wird nochmals hingewiesen. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag des Bezirksleiters des BDA., Studienrats Irle. Sonst wird die Veranstaltung noch ausgefüllt von Darbietungen der HI.= Kavelle und dem volksnahen Sviel„Die große Treue". Die Kleintierzucht Wattenscheids. Nach dem Rückgang der Kleintierzucht in den letzten Jahren ist jetzt wieder ein erfreulicher Aufstieg zu verzeichnen. gilt für alle Arten von Kleintieren, namentlich aber für Karnickel. Besonders erfreulich ist die merkliche Zunahme von Angorakaninchen, die als Liefergzze####e sonders wertvoller Wolle für die deutsche Rocstonmirt= schaft von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind. Ueberhaupt erfeut sich das Kaninchen auch as, Pelgus#n, Einwohner und 26 853(26 564), Familien. gezäh den Einwohnern sind 43 767(44694) mannlichen 45 148(45672) weiblichen Geschlechts. Nach den Konfessionen getrennt, ergibt sich folgendes Bild;, 45.68 (46 120) evangelisch, 39390 römisch=katholisch, alllatge: lisch und griechisch=katholisch(39 984), 153(156) judisch und 3904(4106) Angehörige aller sonstigen Religionsund Weltanschauungsgemeinschaften. Ortsgruppe Eickel der NSDAP. Im Feldbegeschen Saal fand die Ortsgruppenversammlung der NSDu##. Eickel statt. Kreiswalter Parteigenosse Franz Müller hielt eine einstündige Ansprache. Feierlich tete sich die Ueberreichung der Mitgliedsbücher an 20 Parteigenossen durch Ortsgruppenleiter Ernsting. Stadt Witten Wahrscheinlich Brandstiftung. Am 1. November, nachmittags, brannte auf dem Felde des Bauern Schroer ein Strohschober nieder. Verbrannt sind etwa 400 Zentner Roggen= und Weizenstroh im Werte von 600 RM. Vermutlich liegt Brandstiftung vor, da kurz nach dem Ausbruch des Feuers vier junge Burschen im Alter von 15 bis 17 Jahren in Richtung Lottental davongelaufen sind. Personen, die Zweckdien——. kunden können, werden gebeten, der nächsten Polizeidienststelle Mitteilung zu machen. Stadtteil Altenbochum Schützenverein Jägerslust Altenbochum. Der Schützenverein Jägerslust veranstaltete am Sonntag auf dem Schießstand Ruwe, Kornharven, ein Ehrenpreisschießen. 18 Schützen kämpften um die Trophäe. Sieger wurde Karl Dzeia mit 59 Ringen vor Robert Stöber, Rudolf Dzeia je 58 Ringe, Karl Sommer Otto Bahl je 56 Ringe, Wilhelm Dzeia, Fritz Karla je 53 Ringe. Nur zwei Schützen blieben unter 50 Ringen. Im Oktoberschießen konnte der Verein außer der ersten Stelle im Wehrmannschießen(Gruppe) noch den 4. Platz im Kleinkaliberschießen(Gruppe) mit 190 Ringen erringen. Nach dem Ehrenpreisschießen fand im„Vereingueun Wahl. Bi ehrung statt. Vereinsführer K Schützen die errungenen Ehrenpreise. Feierstunde zur Buchwoche. Die für die vorige Woche vorgesehene Veranstaltung findet heute, Mittwoch, um 20 Uhr, im Lokal Voat, Wittener Straße 249, statt. Alle Volksgenossen werden zu dieser Feierstunde herzlich eingeladen. Die Politischen Leiter sowie die Amtswalter und Amtswarte der Gliederungen haben zu dieser Feierstunde vollzählig zu erscheinen. Stadtteil Wiemelbausen Kulturabend der NSDAP. Zu einer schönen Feierstunde hatte die Ortsgruppe Wiemelhausen den Kulturabend am 2. November im Saale Vocke gestaltet. Eindrucksvoll war der Saal geschmückt. Zwischen sechs grünen Säulen stand im Nittelpunkt das deutsche Buch, oas Zeugnis deutschen Geistes und deutscher Seele. Ein vorzügliches quartett unter Leitung des Pg. Rietdorf, uneigennutzig zur Verfügung gestellt hatte, leitete den Abend ein. Dann las der Hitlerjunge Withelm Schelp sehr gut aus„Mein Kampf" und„Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei" vor. Wir hörten die erschütternden Worte des erblindeten Soldaten Adolf Hitler in der Revolutionszeit 1918, sein Ringen um Klarheit, und von seinem Glaubes. an ein besseres Deutschland. Wir hörten aber auch von den entscheidungsvollen Stunden des 80. Januax 1833, als in unserem Vaterlande der Umbruch eines Volkes begann und der Führer mit seinen Getreuen sein Ziel erreichte. Das prächtig gespielte Adagio aus dem Märchenquartett von Haydn leitete über zur Ansprache des Pg. Plappert, der die geistige Revolution in Deutschland schilderte und für das deutsche' Buch warb. Auch die Novelle„Der Todeskandidat“ paßte ganz in den ernsten Rahmen dieses Abends, erzahlte sie uns doch in ergreifenden Worten von deutscher Treue, deutscher Ehre und deutschem Sterben. Nochmals ertönten die feierlichen Klänge In dem Gedenken an Den Arbeitskameraden bestohlen. Am 81. Oktober wurden auf einer Baustelle an der hiesigen Münzstraße einem Monteur die für seine Arbeiter bestimmten Lohnkehrten die Besucher heim, und die Ortsgruppe Wiemelhausen hat gezeigt, daß sie auch auf kulturellem Gebiete ihr Teil leistet. Bochamel=Veranstältungen Len Phaschel. die. betscen sich oiste Mlster Jurcs beben zu bringen.(Vormiete.) Professor Friedrich Wührer im zweiten Meisterkonzert des Städtischen Orchesters Bochum. Professor Friedrich Wührer, der Solist des morgen, Donnerstag, 5. November, abends, im Stadttheater stattfindenden zweiten MeisterKonzertes, hat sich sehr, schnell eine Stellung in der auerPeche ei ie. sesce eschse eee gelder in Höhe von 200 Mark gestohlen, die in einem Abenhe, gemeinsam mit dem berühmten Cellisten Gaspar Aufenthaltsraum in einer Werkgeugkiste eingeschlossen Cassado, Aussehen erregt. Er wurde daraufhin zug, Let waren. Als Täter konnte ein Mann aus Witten=Annen zung der Klavierklasse der Kieler Hochschute fur Fleischtier weitaus größerer Beliehtheit. Nicht zugo: geschafft werden. Der tragen die verschiedenen Pelznährurse dazu bei, das Ia- Beute schon reichtnung ausgegeben. teresse der Frauen für das Kaninchen als Pelztier we= Untersuchungsrichter vorgeführt. ermittelt und festgenommen werden, der auf der Baustelle einige Tage gearbeitet hatte und so mit der Oertlichkeit und den Gepflogenheiten des Monteurs bekannt geworden war. Bei dem Täter handelt es sich um einen erheblich vorbestraften Menschen, dem jetzt wohl ern recht zum Bewußtsein gebracht wird, daß Diebstähle an Arbeitskameraden besonders verwerflich sind. Von dem gestohlenen Gelde konnte nur ein geringer Teil herbeigeschafft werden. Der Dieb hatte den größten Teil der leichtsinnig ausgegehen. Er wurde dem rusen. In Bochum wird Professor Wührer geführte Klavierronzert in=dur von Johannes eines der größten Werke auf diesem Gebiet, zum Vortrag bringen, außerdem aber Solostücke von Robert Schumann Das Programm enthält weiter die„Unvollendete Symphonie“ von Franz Schubert und eine neue Ouvertüre von Julius Weismann. Dirigent: Kapellmeister Professor Leovold Reichwein. P2uerae g SanKneipp=Vortrag. Auf den am Donnerstag, 5. Novemder, 20 Uhr, in der Bürgergesellschaft Vortrag über Leber= und Gallenleiden des Kneipp=Arztes Dr. med. Gläser wird hingewiesen. Belucht der Sattler, Pollterer und Wekorateure in den oberen Räumen des Parkhauses Die glückliche Geburt eines bräftigen Jungen zeigen in großer Freude an Hans Hebeler und Frau Anneltese geb. Steinbauer Bochum, den 3. November 1936 z. Z. Landesfrauenhlinik. Dr. Breiz Warne hiermit jed., mein. Frau zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Karl Schoeler, BochumLaer, Werner Hellweg 138.(24444 Junser Hund zu verschenken. Alleestraße 77. Wer lief. Schwein geg. Schneiderarbeit für Damen und Herren? D. A. 24418 Anz. Heute entschlief nach langem, schwerem. mit großer Geduld ertragenem Leiden, jedoch plötzlich. mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Schwager und Onkel Dr. meurrIxtiderer im vollendeten 57. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Hedwig Haerter geb. Klaube und Angehörige Linden, den 1. November 1936 über Hildburghausen(Thür.) Die Einäscherung findet am Mittwoch um 1 Uhr im Krematorium Hildburghausen statt Jungges., 27., evgl., in Arbeit, wünscht die Bekt. ein. 1g. Witwe zwecks Heirat Witwer, 54 Jahre, pens. Beamt., sehr rüstig, wünscht m. Dame in Verbind. zu treten zwecks Gelrat Dame m. Geschäft, Wirtsch. od. Eigentum bevorz. Zuschr. mit Bild(zurück) W. H. 24412 Anz JungeBursche 16—17 Jahre, zum Goliathfahren ges. Beethovenstraße 8. 2 arbeiter für sofort gesucht. Goldhammerstr.27. 2 Freunde. 23 u. 25., such. Damenbekanntsch, zwecks Stellenangebote weiblich Suche für tinderlosen, gepflegten Hausaall Einsamilienhaus, älteres und bestempfovlenes Schöne =ZimmerWohnung mit Balkon u. eingericht. Bad, Brunsteinstraße 1, zu vermieten. Adam, dortselbst. -.-Wohn. zu vermiet. Näbe Heruer Str., Preis 40 Rm. W. A. 24367 Anz. W Der Plan über die Aenderung eines Teiles der Fluchtlinien der Verbandsstraße. N. 8. VIII, vom Verwaltungsgebäude der Brauere Müser in Langendreer bis zum Haus Langendreer ist gemäß§ 8 des setzes vom 2. 7. 1875 betr. die Anlegung und Veränderung von Straßen und Pläven usw. förmlich festgestellt worden und liegt vom 4. November bis 17. November 1936 beim Stadtvermessungsamt. Rathaus, 3. Obergeschoß, Zimmer 363, zur Einsicht offen. Bochum, den 1. November 1936. Der Oberbürgermeister. Unbedingt perfekt im Kochen und in allen Hausarbeiten. Z beitmädchen vorhanden. Zunächst nur schriftl. Angebote mit Zeugnisabschr., Bild und frühestem Eintrint an Frau Fabrikant Oto Winter sen., Aliena (Westt.), Thomsestr. 66, Fernruf 29. 5 . Hausmäschen 20—25 J. alt, für ein Gesellschaftshaus sof. gesucht. Gefl. Angeb, an Johannes Sieper, Oekonom, Gesellschaft, Concordia“, Remscheid, Schützenstraße 3. Evgl., fleißl sauberes u. ehrt. Mlaochen nicht unter 18., für ganze Tage sof, gesucht. Westaltsche St. 23, 2. E. Dem allmächtigen Gott hat es gefallen, heute abend gegen 9 Uhr meinen lieben, unvergeßlichen Mann und guten Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder, Schwager. Onkel und Vetter, den Tietbauunternehmer 1. R. S nach einem langen, schweren, mit großer Gequld ertragenen Leiden im Alter von 67 jahren sheimzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Auguste Stemmann verwitwete Stratmann, geb. Berke Bochum(Wiemelbauser Str. 203), 2. Nov. 1936 Die Beerdigung findet am Freitag, dem 6. November 1936. 4½ Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs Wiemelhausen aus statt. Trauerteler 1, Stunde vorher.„ 42ne Alamn 21. Allen, denen aus Versehen keine Nachricht zuging, nione diese als solche Straßenbauarbeiten. bochum und Laer soll öffentlich vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind in der Straßenbauabteilung, Rathaus, Zimmer, 37% Mizg, Die Angebote sind bis Millwoch, den 11. November 1936. 11 Uhr, bei der„vorgenannten Abteilung, Zimmer 369, abzugeben und werden dort in Gegenwart der erschienenen Bieter geöffnet. Verspätet eingehende Angebote finden keine Berücksichtigung mehr. Bochum, den 4. November 1936. Der Oberbürgermeister. Ermäßigte Strompreise für Reklame= und Schaufensterbeleuchtung. Für die Zeit der Weihnachtswerbung werden die in jeder der beiden Ableseperioden November und Dezember gegenüber der Ableseperiode Oktober mehr verbrauchten Kilowatt= stunden für Reklame= und Schausensterbeleuchtung um etwa 33¼, vom Hundert im Preise gesenkt. Für die genannten Ablesepersoden sind für den durch Sondertarifzähler gemessenen Mehrverbrauch zu zahlen: 15 Rpf. je Kilowattstunde in der Zeit von 7 bis 20 Uhr und 8 Rpf. je Kilowattstunde in der Zeit von 20 bis 7 Uhr. Bochum, den 3. November 1936. Städtische Beleuchtungs= und Wasserwerke, Abteilung Elektrizitätswerk. Halbtagsmöch. gesucht. Boch.Weitmar, Franziskusstr. 39, 1. Etg. Saub. Mädch. für Dienstags u. Freitags gesucht. Ausk. Anz.(24306 Ordentliches Mädchen für alle Hausarbeiten gesucht. Gr. Beckstraße 33. 17—18jähriges Mädchen für die HeißmanCastroper St. 209. Zur Führ. mein. Haush., selbständ. Kädchen für sofort gesucht. 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Allen, denen verschentlich keine besondere Anzeige sußing. diene diese als solche Bekanntmachung Ueber das Vermögen der Eheleute Paul Wulff und Anna Wulff, geborene Schlüting, in Bochum, Weiherstraße 20, ist heute 15½ Uhr der Konkurs eröffnet. Konkursverwalter ist der Rechtsanwalt Koch II, Bochum. Offener Arrest mit Anzeigevflicht bis zum 24. November 1936. Anmelde= frist bis zum 24. November 1936. Erste Gläubigerversammlung am 2. Dezember 1936, 10 Uhr, im hiesigen Amtsgericht, Viktoriastraße 14, Zimmer 45. Prüfungstermin am 2. Dezember 1936, 10 Uhr, daselbst. Bochum, den 30. Oktober 1936. Das Amtsgericht. Saub., 17—24jähr. Madch für den Haushalt gesucht. Gute Behandl., gute Kost. Bäck. Schwanen, Langenberg(Rhl.), Schwanenstr. 14. gesucht. C. Steiner jegt Dorstener Str. 2a, Ecke Kortländer. Aeltestes Fachgeschäft am Platze. Weg. Verbeiratung mein. jetzig. suche ich evang., sauberes, zuverlassiges Alleinmädchen, perf. i. all. Hausarb., n. Münster i. W.(1 Kind). 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