Seitsodbrod., it Aibeo4g Jie monalo del Dier Sgitziegen u. Sealio dusch bobdre Geralt,g esenigerise. Setält Kerstes u. B4. verbindert wird, Gältlsteu: 13 lust. De gprechstunden der Schritlellung, außer Mittwochs und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Posischeckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 27. Oktober 1936 43. Jahrgang Nummer 252 Einzelpreis 10 Pf. im Anzeigeniel und in 28 30 Bi. im Tertiel, FamilienWi-scaibenbind Verert P P. llae me. 9 Allic, Mäalasaset.“.V echlig Ver, Kaseisegt, vodne un ig Abr bes Vortagst., Für Leu, IGösrigenpersheisen. mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 ETRAscher Oi... vorbolton der zächnen slieger auf dem Veriner Flughasen 146 Berlin, 26. Oktober. Im Sonderflugzeug von Travemünde kommend, sind am Montag nachmittag die Besatzunggg,. der P otr. hansa=Flugboote„Aeolus" und„Zephir", versuchsweisen achtmaligen Ueberguerung ker. uen## atlantik wertvollste Pionierarbeit für den kommenden regelmäßigen Postflugdienst nach Nordamerika geleistet haben, auf dem Flughafen Tempelhof kühnen Fliegern wurde ein außerordentlich, herzüicher Empfang zuteil, und zwar nicht nur durch raden von der Lufthansa und die Vertreter der Staats= und städtischen Behörden, sondern auch durch Tausende von Verlinern... Zuftsportverband=s und Ehrenstürme des Deutschen Luftsportvervandes und Abordnungen der Gefolgschaftsmitglieder der Lufthansa, die ihren Verwaltungsbetrieb zu diesem Festtag geschlossen hatte, marschierten mit klingendem Spiel und mit Fahnen zum Flughafen und nahmen auf dem Rollfeld Aufstellung. Inzwischen füllten sich auch die für das Publikum freigehaltenen Flächen am Rande des Rollfeldes, und die Fahnen der auf den Flügen berührten Staaten und der ausländischen Lustverkehrsgesellschaften gingen an den Flaggenmasten. Bald nach 15 Uhr erschienen auch die zum Eingfang geladenen Gäste. In ihrer Mitte sah man den Direkdes Flugkapitäns Göring spricht am Mittwoch im Berliner Sportpalast dub Berlin, 26. Oktober. Ministerpräsident Generaloberst Göring wird am Mittwoch, dem 28. Oktober, 20 Uhr, im Sportpalast über den Vierjahreplan sprechen. Die Rede des Ministerpräsidenten wird ab 20 Uhr von allen deu schen Sendern übertragen. Blankenburg einen der direkten Flüge Azoren—Newyork Blankenburg, von Engel, Mayr, Graf Schack Direktor Freiherr von Buddenbrock, Oberflugmaschinist Gruschwitz, Flugmaschinist Eger, die Flugzeugfunrer Ehleberg und Stein sowie der schwimmende Flugstützpunkt „Schwabenland“ unter dem Kommando des Kapitäns o Der Reichsminister der Lustfsahrt, Generaloberst GöBesatzungen der Deutschen Lusthansa, die an den Erkundungsflügen über den Nordatlantik beteiligt waren, volleAnerkennung und herzlichen Glückwunsch aus. Deutsche Flieger haben erneut eine Pionierarbeit in der Geschichte der Handelsluftfahrt über den Erdteilen und Weltmeeren vollbracht. Aus dem Gelingen der nun abgeschlossenen zersgag. heutlscher gewinnt Deutschland die Zuversicht, vaß es deutscher planmäßigen Luftverkehr zu erschließen. Die Besatzungen der Deutschen Lufthansa können darauf rechnen, daß auch ihre weiteren kühnen und verantwortungs auf seine Söhne. Göring.“ Fininer näter un Muorie Fortschritte der Nationalisten im Süden und Norden „(ommend jetzt in Lisabon ein. Er mitgemacht hat und inzwischen wit dem Zaktschrfk, Bdie denburg, zurückgesehrt, Prze##grig, sah—. Staatssetretär im Reichsluftfahriministerium General der Flieger Milch in Vertretung des Reichsministers der Luftfahrt, den Befehlshaber im Luftkreis II, General der Flieger Kaupisch, die Amtschefs im luftfahrtministerium, Generalleutnant Kesselring, Ministerialdirektor Fisch, Kommandeur der Fliegerschulen Generalmajor Christiansen, Generalmajor Volkmann und Oberst Udet, eine Anzahl weiterer hoher Offiziere der Luftwaffe und Beamte des Reichsluftfahrtministeriums, Ministerialdirektor Dieckhoff vom Auswärtigen Amt, den Staatskommissar der Hauptstadt Dor. Lippert, Vertreter des Reichspost=, des Reichspropaganda= und des Reichsverkehrsministeriums, den Reichsluftsportführer Oberst Mahncke und andere mehr. Pünktlich um 15.30 Uhr landete das dreimotorige Sonderflugzeug. Von allen Seiten stürmten die Grüße und Glückwünsche auf die kühnen Ozeanbezwinger ein. Die Atlantikflieger bestiegen dann das Podium. Hier begrüßte sie zunächst Staatssekretär Milch. Er übermittelte ihnen die Grüße und die besondere Agerlegnung des Oberbefehlshabers der Lustwaffe unz.;,„. luftfahrtministers,„Seien Sie gewiß“, errtarte der Redner,„daß alles, was Sie leisten, fur das größere Deutschland getan wird.“ Er schloß mit einem SiegHeil auf den Führer, dem die Nationalhymnen folgten. Staatskommissar Dr. Lippert hieß die Ozeaaflieger namens der Reichshauptstadt gleichfallz,. A herzlichste willkommen. Berlin sei stolz, die Ozeanflieger nun in seinen. Mauern begrüßen zu können, und es werde diesen Dank mit der Ueberreichung der Großen Plakette zum Ausdruck bringen. Die Flieger und Gäste begaben sich dann in das Restaurant des Flughafens. Dort dankte der Direktor der Lufthansa, Freiherr von Gablenz, namens der Flugboots=Besatzungen für den herzlichen Staatskommissar Dr. Lippert überreichte darauf jedem einzelnen der Flieger die Große Plakette der Stadt Berlin. Seiner Bitte entsprechend, trugen sich die zehn Luftfahrtpioniere in das Goldene Buch der Reichshauptstadt ein. Görings Glückwunsch Die Deutsche Lufthansa hat Reichsminister der Luftfahrt Generaloberst Göring über den Abschluß der ersten Versuchsflüge über den Nordatlanrit das folgende Telegramm gesandt: „Die Deutsche Lufthansa meldet hiermit die soeben erfolgte Rückkehr der an den Erkundungsflügen nach Nordamerika beteiligten Flugboote nach Lifgnogggzg, mit ist die erste Versuchsreihe der Erkun,ezugz# zur Schaffung eines planmäßigen Luftpostverkehrs Deutschland—Nordamerika erfolgreich abgeschlossen. Mit zwei Dornier=Do=18=Flugbooten, ausgerüstet mit zwei Junkers Jumo=205=Schwerölmptoxen, wurden auf acht planmäßigen Flügen insgesamt 33 000 über den Nordatlantik zurückgelegt. An den Versuchsflügen waren als Flugzeugbesatzungen die Flugkapitäne Burgos, 25. Oktober. Frontlinie südöslich von Jleseos um 8 bis 12 der letzteren Ortschaft. einen ev. Rückzug der roten Horden nach der HauptAuf ihrem Vormarsch nach Madrid haben die Streitkräfte der 7. Division zahlreiches Kriegsmaterial and viele Gefangene erbeutet. U. a. konnten auch veraes Kenesbe e. Sscri enich enae ic enr den Roten in Madrid gezwungen worden waren, an Güdöstlich von Signenza haben die nationalistischen Truppen mit Freiwilligen von Navarra durch einen kühnen Handstreich ig Pekigp##e 7 schaft Peregrinas erobert. Der Berg beherscht das ge. Zwecke der Arilerie außerordentlich wichtig. Die roten Banden, die einen heftigen Gegenangriff auf den Berg machten, um ihn wieder zu erobern, wurden unter bedeutenden Verlusten zurückgeschlagen. Ferner haben die nationalistischen Streitkräfte im Frontabschnitt von Guadalajara die Ortschaft Algora eingenommen und den Bers Bieo““ Pansefez. Neben anderem Kriegsmaterial wurde wagen erbeutet. Einen weiteren erfolgreichen Vorstoß sollen die Nationalisten bei Navas del Marques gemacht und dabei mehrere rote Stellungen genommen haben. Die Verluste der Marxisten betragen allein 275 Im Frontabschnitt von Aranjuez gelang es der nationalistischen Heeresgruppe, die wichtige Eisenbahnlinie im Süden der Stadt zu besetzen und damit die Verbindungslinie mit Andalusien zu (unterbrechen. Die Verluste der roten Miliz an Toten, Verwundeten und Gefangenen sind sehr beDer bekannte Ozeanflieger Ramon Franco ein Bruder General Francos, traf von Nordamerika rommeng,##### in Lissahon ein. Er erklärte, daß er sofort nach Spanien weiterreisen werde, um dort am Kampf gegen die Bolschewisten aktiv teilzunehmen. Ramon Franeo hot,donischen„oschage luez, Lust. fahrt=Attachés an der spunischen Botschaft in Washin sem achttohen Ooezgscher, Erseige Vor der am Montag erfolgten Ankunft der aktuellen Unterredung über den großen deutner, die ihn erkämpften. Ankuft der vossehen dier gafr„Aitag, angetindigt ist, oduht bergeasest, de auf Montag ansekindigt.i. Der Meiseziche facht zeuice 15 eschense sche e ele h s e „Seit wann arbeitet man denn an diesen Plänen““ shington inne. Sehr sonderbares Verhalten Frankreichs Briefe an General Franco den Roten ausgeliefert. Paris, 26. Oktober. Wie kürzlich gemeldet, wurde vor einigen Tagen ein von Frankreich nach Bilbao fahrendes marxistisches Frachtschiff durch einen kühne die durch die Behörben ,I Sen Sehszteseag utersucht wurden. Dabei hat es sich nun herausgesteut, daß ein großer Teil der Briefe vom Ausland kommend, an Adressaten innerhalb des nationalen Spaniens gerichtet war, einige sogar an bekannte Persönlichkeiten, wie die Generale Franco, Mola und Cabanei las in Burgos. Teilweise trugen sie genaue Anweisung auf den Briefumschlägen, auf welchem. Wege, sie weiterzubefördern seien, um ihren richtigen Bestimreichen. Ungeachter besen wurde die gesantz Post stiacde Kie l. 3. Dde zsceleliet, woslich „Politikg“ hat das versahren den Obersten der Insantzerie, Tode verurteilt. Moscardo ist der Führer der Besatzung, die monatelang tapfer den Alkazar von Toledo verteidigt hat. Rußland liefert auch Giftkampfstoffe Sowjetrußland in den letzten Wochegzgghngezengen#ge Chemikalien zur„Herstellung von Gusvomben an spanischen Marxisten geliefert. Rescensier üicher de. er el elie Veich der 15 Bch. Cis iäl ei es chansie i eichet alen Konstruktionen nichts bedeuten. Bicht geschaft haben es die Pereg er 5 fliegen ihn auch die Franzosen.“....4— „Sind das nun alles Junggesellen oder sind auch einige Verheiratete darunter?“ „Sechs sind verheiratet. Meeran ken.! im teitl. Cx....““ Aufsehenerregende Mitteilungen der portugiesischen Regierung rkannter revolutionärer Erfahrung zur dnd London, 26. Oktober. der Räteregierung und der kommunistischen Internatioist beim daß die spanischen wüirzen seien. Unter anderem wird auf die Sitzung der Komintern im vergangenen Februar hingewiesen, auf der. ils Expeimen der peoslnionien Kriezstzrunt ur. schen Agitatoren Belo Khun, Losovski, Janson, Riedel, Primac, Berzini und Neumann in Barcelona eingetroffen waren. Bald darMunition auf rusischen Schiffen, die ale dem Teil Spaniens der von Madrid„regiert“ werde, seien beinahe sämtliche Einzelheiten des vor einigen Monaten von der Komintern aufgestellten Plans durchgeführt worden. Moskau versuche, eine Revolution in Portugal zu entfachen, um die vortugießschz, egierze zu stürzen und damit die Möglichkeit zu schaffen, vom Rücken der anzugreifen. Sschscheliser, a. bics Peiseil, sitzungen teil, eine Tatsache die wohl einzigartig in der diplomatischen Geschichte dastehe. Kurz nach seiner Ankunft in Madrid habe Rosenberg„eine Sitzung einberufen“, in der Caballero zum Min räsid Die Frauen kriegen nicht viel von ihnen zu sehen, sie teilen das Los der Seemannsfrauen. Darum kommt z. B. höchst selten vor, daß eine hier anruft, während sie ihren Mann auf dem Fluge weiß. Da macht nur die junge Frau unseres jüngsten Kapitäns eine Ausnahme, die ruft jeden Tag an, wenn er unterwegs ist. Ich habe auch so etwas läuten hören, als wenn der junge Ehemann ihr täglich ein Telegramm schickt, Abgewöhnen! Später geht es ihr dann auch mal so wie einer der andern Kapitänsfrauen, die ich hier nicht nennen will, der ihr Mang, ral, bei, einer recht brenzligen Gelegenheit, wo sie iyn schon so gu wie tot hielt, durchs Telephon„zugeflüstert“ hat: „Wenn du dich ängstigst, dann hättest du einen Klavierlehrer heiraten sollen!“ könnte mir aber doch denken, daß selbst diese „Kerle“, wie Sie vorhin so treffend sagten, bei einem Unternehmen wie der ersten Nordatlantik=Ueberquerung einigermaßen aufgeregt gewesen sind?“ „Gespannt, das ist der bessere Ausdruck. Aber nicht darauf, ob es glücken würde oder nicht, dessen waren sie zuversichtlich gewiß, sondern, ob sie die„Europa“, nach Newbesonders g der militärischen Dinge übernonmen haben. Die Rote 3öhy,.Pfzer, Auige menhang die Namen von Offizieren auf, die spanische Hr K atalonsten sien mihlreiche musiche Fokgeschütze aufgestellt. Ende September seien zeyn„#sten mit Flugzeugteilen und Munition aus Rußland eingetroffen. Es wird dann mitgeteli,g hafßt„Falieggs im „Newa“ und das merikanische Sg„, im gegenwärtigen Augenblick große mengen russischen Kriegsmaterials in Alicante ausSchließlich werden in der Note die von erhobenen Beschuldigungen gegen Portugal zurückgewiesen. Die Radikalsozialisten weiterhin für die Volksfront. Der Landesparteitag der französischen Radikalsozialisten hat das Bekenntnis zur Volksfornt erneuert, jedoch eine Anzahl Bedingungen aufgezählt, von denen der Erfong ldes Volksfront=Experimentes abhängig bleibe. Ministerhabe übrizu stürzen und damit die Möglichteit zu schaffen, Streitkräfte Francos vom Rücken her anzugreifen. Die portugiesische Regierung erklärt dann, daß die add der ungenöhnlich langen Zeiz. hergz, die dat Flugboot damals brauchte, 22 Stuntgur, 22 Minuten ist es unterwegs gewesen, gegenüber etwa 16 Stunden an günstigen Tagen. Man hatte aber trotz allem schon auf 1000 Kilometer Entfernung Funkverbindung mit der „Europa“ und eifrig peilten nun die Bordfunfgr, Föhen und drüben sich aneinander heran. Gablenz schilberte es als ein fast geisterhaftes Erlebnis, als plötzlich senkrecht unter ihnen das mächtige Schiff aus dem Nebel getaucht sei. Alle Rettungsboote, alle Decks seien schwarz von Menschen— zum Teil von zurückfahrenden Teilnehemern an den Olympischen Spielen— gewesen und der brausende Jubel habe das Dröhnen der gewaltigen Motoren sogar übertönt. Sie seien dann noch lange in Funkpeilung mit dem Schiff geblieben, das rasch in den Nebel zurückgesunken sei.“ „Schläft denn die Besatzung nicht ein, wenn sie so viele Stunden hintereinander unterwegs ist?“ „Auf dem ersten Erkundungsflug hat keiner von allen gepennt! Sie haben alle durchgewacht. Wenn man sie jeßt fragt, womit sie sich die lange, Seit trieben haben, dann wissen sie es selbst recht. Die Spannung hat sie wachgehauen. Wir haben Seite 2 Nr. 251# Bochumer Anzeiger 7 Montag, 26. Oktober 1936 auf das Dröhnen der Motoren gehorcht, ist die sehr bezeichnende Antwort.“ „Die Maschinisten sind doch gewiß auch ganz ausgesuchte Könner?" „Den einen, Oberflugmaschinist Gruschwitz, kann man sogar einen Pionier der Luftfahrt nennen. Er ist schon seit 1912 bei der Luftfahrt und hat 1913 den berühmten„Flug rund um Berlin“ mitgemacht. Im Kriege war er Flugzeugführer. Er ist aus der Mannschaft gar nicht wegzudenken, schon wegen seiner„Gemiedlichkeit". Er ist der einzige, der mir eine Postkarte von den Erkundungsflügen geschrieben hat, lakonisch, wie es seine Art ist, lautete sie:„Lieber Heer Matthias, bis jetzt ist alles o. k. Morgen trudeln wir langsam(!) über die Azoren... viele Grüße an alle, Ihr Gruschwitz.“ Wir haben ihm diese inhaltsreiche Nachricht alle hoch angerechnet!“ Der Zepp ist keine Konkurrenz „Ist nun der Zepp keine Konkurrenz für Ihre Flüge?“ „Nein, der Zepp versieht ja vornehmlich den Personen= und Frachtverkehr. In absehbarer Zeit werden wir auch die Briefpost vom Zepp noch mit übernehmen, weil wir ja schneller sind. Schon in diesen drei Jahren haben wir— ohne Zepp— 10 Millionen Briefe hinüber und herüber befördert. Das Postaufkommen hat sich auf dem Südatlantik in der Zeit verzehnfacht. Dabei haben die Schiffe kaum nennenswert Post verloren. Es ist also ein zusätzlicher Briefwechsel entstanden, der für die enorme Verlebendigung des Verkehrs durch das Flugzeug spricht. Hinzu kommt die starke Werbung für deutsche Erzeugnisse. Solche Flüge, wie die erste Nordatlantik=Ueberquerung, bringen immer eine ganze Reihe von Aufträgen für Deutschlands Wirtschaft, für Flugzeuge, für Motoren usw.“ Eilig verabschiedete ich mich, stolz in dem Bewußtsein. einem Volke anzugehören, in dem das alte Wikingerblut sich in immer neuen Eroberungstaten beweist! Graf Ciano dankt dnb Berlin, 26. Oktober. Der italienische Außenminister Graf Ciano hat an den Reichsminister des Auswärtigen, Freiherrn von Neurath das folgende Telegramm gerichtet: „Bei meiner Rückkehr nach Italien sende ich meine bankbarsten und ergebensten Grüße dem Führer und Kanzler des Deutschen Reiches, sowie Eurer Exzellenz und den Persönlichkeiten des nationalsozialistischen Reiches, mit denen ich in diesen Tagen in Fühlung treten konnte und die mich in so großzügiger und herzlicher Weise begrüßt haben. Die Besprechungen, die ich in Deutschland gehabt habe und ihre Ergebnisse sind die sichere Bürgchaft für eine fruchtbringende künftige Zusammenarbeit, die im Interesse der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern sowie im Interesse des allgemeinen Wiederaufbaues auf das wärmste zu begrüßen ist. Ich wäre Eurer Exzellenz dankbar wenn Sie sich zum Dolmetscher dieser meiner Gefühle beim Führer und Reichskanzler machen würden. Genehmigen Sie gleichzeitig selbst den Ausdruck meines persönlichen Gedenkens.“ Moskau fordert französische Hilfe? Paris, 26. Oktober. Der gewöhnlich gutunterrichtete innenpolitische Mitarbeiter des„Echo de Paris“ berichtet seinem Blatt aus Biarritz daß Außenminister Delbos vor seiner Rückkehr nach Paris eine lange telephonische Unterredung mit dem englischen Außenminister gehabt habe. Hierbei habe es sich um die gemeinsame englischfranzösische Haltung gegenüber Moskau in der Frage der Neutralität gehandelt. Die Moskauer Regierung beabsichtige nämlich, Paris aufzufordern, ihr auf Grund des französisch=sowjetrussischen Paktes die französischen Häfen für die sowjetrussische Kriegs= und Handelsflotte zur Verfügung zu stellen, die bei ihren Fahrten in die spanischen roten Hafenstädte Brennstoff oder Nahrungsmittel übernehmen wolle.(!) Der kanzösische, Außenminister, halte„diese Forderung für unannehmbar, weil der Sowjetpakt in diesem Falle keine Anwendung finden könne. Die„Depesche de Toulouse“ das größte und einflußreichste Organ der radikalsozialistischen Partei, veröffentlicht in Fettdruck ebenfalls eine Stellungnahme zu dieser Frage, in der gegen das Ansinnen der Moskauer Regierung scharf Front gemacht wird. Es gebe nur eine klare Antwort. Frankreich habe mit Sowjetrußland einen Pakt abgeschlossen, um den Frieden zu festigen, aber nicht, um das Zeitalter der Kreuzzüge wiederaufleben zu lassen. Dies müsse man in Moskau gut verstehen. In Kreisen, die der Regierung nahestehen, wird erklärt, diese Meldungen entbehrten jeder Grundlage. London ist verärgert über die Antwort der Madrider Machthaber in der Geiselfrage London, 26. Oktobei. Es besteht kein Zweifel darüber, daß die Antwort der Madrider„Regierung“ auf das Ersuchen des englischen Auswärtigen Amtes auf Abschluß eines Abkommens zum Schutz und Austausch der Geiseln in London Verärgerung hervorgerufen hat und daß die britische Regierung nicht gesonnen ist, sich diese Antwort gefallen zu lassen. Die rote„Regierung“ hatte bekanntlich die Unverfrorenheit, die Feststellung innerpolitischer Gegner als Geiseln zu bestreiten. Demgegenüber ist allgemein bekannt, daß Tausende von Anhängern der Nationalisten in den Gefängnissen der roten„Regierung“ schmachten. Wie verlautet, bereitet der englische Außenminister Eden eine neue Note in dieser Angelegenheit vor, da er nicht gewillt ist, die Geiselfrage auf sich beruhen zu lassen. Gauleiter Bohle in Italien. Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, traf am Montag vormittag in Venedig ein, wo ihm ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Gauleiter Bohle ist am Spätnachmittag nach Florenz weitergereist. Von dort wird er sich am Dienstag nachmittag nach Rom begeben. Am Mittwoch nimmt er an der Jahresfeier des Marsches auf Rom teil. Strafverfahren gegen Degrelle. Gegen den belgischen Rexistenführer Degrelle und drei seiner Mitarbeiter, die in der Nacht zum Montag wieder freigelassen worden waren, ist ein Strafverfahren wegen Uebertretung einer Polizeiverordnung über das Verbot von Ansammlungen vom Oktober 1933 eingeleitet worden. Im ganzen waren am Sonntag 225 Personen verhaftet. Sie sind inzwischen wieder freigelassen worden mit Ausnahme von vier Personen, die dem Strafrichter vorgeführt wurden. En Weull epamtk=der=Geschichte Das Auslandsecho der deutsch=italienischen Besprechungen Berlin, 26. Oktober. Ebenso wie die deutsche Presse das Ergebnis der deutsch=italienischen Besprechungen bereits am Montag in Leitartikeln ausführlich gewürdigt hat, so beschäftigt sich auch die Auslandspresse lebhaft mit dem Abschluß der Deutschlandreise des Grafen Ciano. Rom:„Bollwerk der Solidarität“ Die italienische Presse ist begeistert von der herzlichen Aufnahme, die der Abgesandte des Duce in Deutschland gefunden hat, und würdigt die Unterredung des italientschen Außenministers mit dem Führer und Reichskanzler als die feierliche Bekräftigung der Berliner Ergebnisse durch Adolf Hitler allgemein als ein geschichtliches Ereignis. Der„Messagero“ schreibt, die Anerkennung des italienischen Imperiums erfülle den Italiener mit um so größerer Freude, als sie von dem nationalsozialistischen Deutschland erfolge, mit dem gerade in diesen Tagen so starke geistige Bande entstanden seien. Der Besuch des Grafen Ciano hätte keine glücklichere Krönung erfahren können. Die italienisch=deutsche Freundschaft werde ebenso fruchtbar und nutzbringend sein, als sie spontan entstanden sei, und erfülle die Seele der beiden Völker im Hinblick auf die möglichen Früchte mit Stolz. In dem hochwogenden Meer, dem heute der europäische Kontinent gleiche, gebe es jetzt eine Insel, das erste und starke Bollwerk der Solidarität, das als Beispiel und unzerstörbare Realität habe errichtet werden können. „München hat“, so erklärt„Popolo di Roma“, „uns gezeigt, daß wir nicht nur eine Regierung, sondern ein ganzes Volk gefunden haben, das bereit ist, mit uns zusammenzuarbeiten.“ Der Mailänder„Corriere della Sera“ sagt, diese Reise habe ihr besonderes Gepräge durch die Herzlichkeit und Freundschaft, in der sie sich abspielte, und durch die konkreten Ergebnisse erhalten. Italien und Deutschland verfolgen eine gleichlaufende Aktion, beseelt von dem gleichen Geist zur Erreichung desselben Zieles: der internationalen Zusammenarbeit. In der Frage des Donauraumes sei das erzielte Ergebnis vollkommen und entspreche dem Interesse der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung dieses wichtigen Gebietes im Herzen Europas. Die Reise Cianos schließe mit einer durchaus aktiven Bilanz ab. Die„Stampa“ meint, es sei ein Werk von großer positiver Bedeutung, nicht gegen den Frieden Europas, sondern zugunsten der Zusammenarbeit und des Friedens abgeschlossen worden. Es sei zweckmäßig, wenn man auch in Genf wisse, daß eine Politik der Trennung zwischen Rom und Berlin nicht versucht werden könne. Italien und Deutschland, stünden mit entschiedenem Willen in einer Linie, den Ereignissen Widerstand zu leisten und sich nicht beunruhigen oder zu Boden drücken zu lassen. London ist nicht überrascht Ueber die Aufnahme der deutsch sprechungen in amtlichen englischen Kreisen niegt vorläufig nur ein Bericht des diplomatischen Berichterstatters der„Morningpost“ vor. Er erklärt daß der Beschluß Deutschlands, das Italienische Kaiserreich Aethiopien anzuerkennen, keine Ueberraschung in London herseitalienischen Belieg vorgerufen habe. Man habe seit einiger Zeit darauf gerechnet und messe diesem Punkte nur in seiner Wirkung auf das italienische Ansehen Bedeutung bei. Hinsichtlich der anderen der von Graziani verkündeten Vereinbarungen könne man nichts sehr Greifbares feststellen. Es sei jedoch bemerkenswert, zu wissen, daß Italien jetzt die deutsche Auffassung über die Ausschließung Sowjetrußlands von irgendwelchen westeuropäischen Verhandlungen angenommen habe. Die englischen Blätter versuchen zum Teil, die Bedeutung der Ergebnisse abzuschwächen. Als Hauptpunkte werden die Anerkennung des italienischen Kaiserreiches Aethiopien und die gemeinsame Erklärung hervorgehoben, daß die Regierung des Generals Franco von dem größten Teil der spanischen Bevölkerung unterstützt wird. Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß Deutschland und Italien in zahlreichen wichtigen Fragen gemeinsame Ansichten an den Tag gelegt haben, ohne daß sie eine Blockbildung vorgenommen hätten. Die„Times“ schreibt, Italien erhalte die Befriedigung, daß Deutschland seine Eroberung anerkenne, während, wie sich aus der Erklärung Graf Cianos ergebe, Deutschland wirtschaftliche Vorteile erhalte. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands und Italiens werde in jedem Falle allgemeine Vorteile für den Welthandel bringen. Das Blatt weist dann darauf hin, daß der Grundsatz der Nichteinmischung in den deutschitalienischen Besprechungen aufrechterhalten worden sei. Die amtliche Stellungnahme Deutschlands und Italiens gegenüber Spanien sollte daher mit den Ansichten Englands nicht unvereinbar sein. England werde jetzt die Möglichkeit einer Anerkennung der Franco=Regierung mit geringerem Zögern erwägen, nachdem die Madrider „Regierung" das britische Angebot, bei dem Austausch von Geiseln und Gefangenen mitzuwirken, so brutal abgelehnt habe. Die konservative„Morningpost“ meint, der allgemeine Eindruck gehe dahin, daß man sich auf eine taktische Zusammenarbeit geeinigt habe, die durch die gegenwärtige Verwirrung in der europäischen Politik herbeigeführt worden sei und deren Dauer und Ausmaß von den weiteren noch nicht vorherzusehenden Entwicklungen abhängen. Das Blatt weist darauf hin, daß beide Staaten auf ihren Beitrag zur Sicherung des Friedens hingewiesen hätten. Die liberale„News Chronicle“ schreibt, daß weder Hitler noch Mussolini die Absicht hätten, in der nahen Zukunft eine abenteuerliche Politik in Mitteleuropa zu verfolgen. Das Abkommen festige die Lage und verringere die Aussichten auf einen Krieg. Der Berichterstatter der„New Chronicle" bezeichnet es als die Hauptsensation, daß Mussolini anscheinend den antibolschewistischen Standpunkt des Nationalsozialismus angenommen habe. paris: Nicht beunruhigend für Frankreich Die Pariser Blätter sind ganz allgemein der Auffassung, daß in Berlin und München nichts beschlossen worden sei, was Frankreich irgendwie beunruhigen könnte. Wenn auch das Einvernehmen der beiden Länder vollständig sei, so könne man doch weder von einem Bündnis, noch von einem Block sprechen. Im übrigen ist man etwas enttäuscht, daß aus der amt10 Jahre Gau Berlin der RSSAP. Die Reihe der Veranstaltungen dnb Berlin, 26. Oktober. Aus Anlaß des zehnjährigen Gau=Jubiläums werden eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden, die vornehmlich arbeitsmäßigen Charakter haben und mehr dem ernsten Gedenken an eine heldenhafte und opferreiche Kampfzeit um Deutschlands Wiedergeburt gewidmet Aind. Den Auftakt zu den Jubiläumsveranstaltungen gibt am Donnerstag, dem 29. Oktober, um 10.30 Uhr vormittags, ein Empfang im Propagandaministerium, an dem die Mitarbeiter der Gauleitung Berlin und des Ministeriums sowie die Spitzen der Parteigliederungen Reichsminister Dr. Goebbels zu seinem zehnjährigen Jubiläum als Gauleiter des Gaues Berlin der NSDAP. und gleichzeitig zu seinem Geburtstage beglückwünschen werden. Um 11.30 Uhr folgt ein Empfang namhafter Persönlichkeiten des künstlerischen Lebens und um 12 Uhr überreicht der Bürgermeister der Stadt Teltow, die mit der Geschichte der Berliner Bewegung unlöslich verbunden ist, dem Gauleiter den Ehrenbürgerbrief der Stadt. Aus Anlaß dieser Empfänge konzertieren auf dem Wilhelmsplatz von.30 Uhr ab je ein Musikzug der Leibstandarte, der SA., SS., HJ., des Arbeitsdienstes, der RSBO. und der Politischen Leiter. Um 14 Uhr findet im Großen Saale des RundfunkHauses die Ausschüttung der Dr.= GoebbelsSpende statt. Diese Feierstunde, bei der Gaupropagandaleiter Wächter im Auftrage des Gauleiters Dr Goebbels etwa 600 alten Parteigenossen und Parteigenossinnen je einen Volksempfänger überreichen wird findet durch die künstlerische Gestaltung seitens des Rundfunks einen würdigen Rahmen. Um 16 Uhr eröffnet der stellvertretende Gauleiter Staatsrat Görlitzer die Ausstellung„Zehn Jahre Kampf um Berlin“, die den heroischen Kampf der Berliner Bewegung gegen das rote Untermenschentum wieder lebendig werden läßt. Den Abschluß dieses Tages bildet der Fackelzug der Parteiorganisationen, an dem sich etwa 100000 Mann beteiligen werden. Die Spitze des Fackelzuges trifft um 21 Uhr im Lustgarten ein, wo der Gauleiter Dr. Goebbels an der für die Bewegung historischen Schloßrampe den Vorbeimarsch abnimmt. Im Anschluß an den Fackelzug bringt die SA. in der Hermann=Göring=Straße vor der Wohnung des Gauleiters den SA.=Ruf. Am Freitag, dem 30. Oktober, um 12 Uhr mittags, empfängt der Staatskommissar der Reichshauptstadt den Gauleiter Dr. Goebbels und seine Mitarbeiter der Gauleitung sowie die Vertreter der Formationen im Rathaus. Anschließend an den Empfang wird sich Dr. Goebbels in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen, um sodann die Ausstellung „Zehn Jahre Kampf um Berlin“ zu besichtigen. Nach der Besichtigung finden sich die Teilnehmer als Gäste der Stadt Berlin im Rathaus zu einem Eintopfessen zusammen Um 17 Uhr erfolgt die Grundsteinlegung der Dr.= Goebbels=Heimstätte im Friedlichen Verlautbarung nicht mehr spreche und daß nach Ansicht einiger Blätter möglicherweise sogar etwas verschwiegen werde(!). Das„Echo de Paris“ fragt deshalb, ob das deutsch=italienische Abkommen nicht viel bedeutsamer sei, als es die amtlichen Schriftstücke erkennen ließen. Als bedeutungsvoll schält der„Temps“ in seinem Leitartikel folgende Punkte heraus: Kein festes Bündnis, sondern eine gemeinsame Aktion zugunsten des Friedens und des Aufbauwerkes, gemeinsame Haltung in der Frage eines neuen Sicherheitssystems für Westeuropa, übereinstimmende Politik in Mitteleuropa, Beibehaltung der Nichteinmischung in die spanischen Angelegenheiten, endlich gemeinsame Abwehr gegen den Kommunismus Man würde die Augen vor einer offenkundigen Tatsache verschließen, meint das Blatt, solle man glauben, daß die Entwicklung der internationalen Lage dadurch nicht ernstlich beeinflußt werden könnte. Der„Matin" stellt fest, daß das Ergebnis der deutsch=italienischen Besprechungen die Tür für weitgehende europäische Verhandlungen nicht schließe. Die Aufklärungen die man gegeben habe und die den Wirklichkeiten entsprächen, stellten für Hitler und Mussolini gleichzeitig eine Plattform für die kommenden Verhandlungen mit Frankreich und England dar. Deutschland und Italien vereinigt, seien ein starker Machtsottor. n., 19.4 Aht. Gl. Leutsch italieni. „Paris Midi“ schreibt:„Die deutsch=italienische Aussprache war eine Konferenz, die unbestreitbar als ein Wendepunkt der Geschichte zu gelten hat.“ Der römische Berichterstatter des„Petit Parisien“ betont, die deutsch=italienische Verständigung scheine zwar vollständig zu sein, aber sie habe weder den Anschein eines Bündnisses noch eines Blockes. Die beiden Regierungen hätten sich jedoch zu einer fast ständigen Beratung verpflichtet, was eine gemeinsame Handlung auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet voraussetze. Starker Eindruck in polen Die Kommentare der polnischen Presse beweisen den seschchische Ge ia ie Cestegrese che strichen, daß das Protokoll zwar kein Bündnisvertrag sei; es organisiere aber die Zusammenarbeit beider Großmächte auf so vielen Gebieten, daß man von einer tatsächlichen deutsch=italienischen Verständigung sprechen könne. Den wichtigsten Punkt des Protokolls sieht das Blatt in der Verbindung Italiens mit der Politik Deutschlands gegen den Bolschewismus. Während des ganzen Besuchs sei kein einziges Wort gefallen, das England beunruhigen könne. Der regierungsfreundliche„Expreß Poranny“ sieht in dem Besuch des Grafen Ciano einen weitern Beweis der Bemühungen der europäischen Mächte, Rußland wieder aus Europa hinauszudrängen, denn Europa wolle sich nicht in ein Spanien verwandeln „Ezag“ weist darauf hin, daß Deutschland und Itallen den ersten ideologischen Block in Europa zur Verteidigung der Zivilisation und der sozialen Struktur der Welt geschaffen hätten. Sieben bedeutungsvolle punkte Berlin, 26. Oktober. Der„Montag“ faßt das Ergebnis der deutsch=italienischen Aussprache kurz zusammen in folgende steben einprägsamen Punkte: I. Völlerrechtliche Tatsache:.. Mst, 1. Die schon gestern von Berchtesgaven aus mitgeteilte Anerkennung des italienischen Königreiches Aethiopien mit dem wichtigen Zusatz, daß die deutsch=italienischen Handelsbeziehungen für das neue italienische Kolonialreich bereits geregelt sind. II. Feststellung der Uebereinstimmung von Ansichten und Aufstellung von Richtlinien in folgenden Punkten: 2. Zusammenarbeit im Kampf gegen den Bolschewismus: 44 3. Anerkennung der Tatsache, daß General Franco von dem größten Teil der spanischen Nation unterstützt wird mit gleichzeitiger Festlegung des Grundsatzes der Nichteinmischung und der Ablehnung jeden Anspruchs auf spanisches Gebiet im Mutterland oder in den Kolonten: 24 L 9nAus 4. Zusammenarbeit in den mit dem Westpakt verbundenen Sicherheitsfragen; 5. Zusammenarbeit nach einer diplomatischen Erörterung des Vülkerbundproblems; 6. Politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Donaufragen;.. g6s.mens ga, Pastaumst, 7. Vorbereitung eines Abkommens für kulturellen Austausch. Ciano berichtet Mussolini richshain bei der ein Ehrensturm, bestehend aus SA. SS., NSKK. und Politischen Leitern, antreten wird. Auf Grund der Urkunde, die dem Gauseiter Dr. Goebbels hierbei überreicht wird, sollen später alte verdiente Parteigenossen in die dadurch erstellten etwa 300 Wohnungen als Mieter eingewiesen werden. Um 18 Uhr legt Gauleiter Dr. Goebbels für die Gefallenen der Bewegung am Horst=WesselGrab einen Kranz nieder, nachdem bereits am frühen Morgen an jedem Grab der Gefallenen der Berliner Bewegung Ehrenwachen Aufstellung genommen haben und im Auftrage des Gauleiters ein Kranz niedergelegt wurde... besfammes. Am Abend dieses Tages versammeln sich um 19.30 Uhr im Kasino des Sportpalastes 400 alte Parteigenossen und Parteigenossinnen, denen auf Grund ihrer Verdienste um die Berliner Bewegung durch den Gauleiter das Gau=Ehrenzeichen verliehen werden soll. Anschließend folgt um 20.30 Uhr die Großkundgebung im Sportpalast, die ebenfalls den alten Parteigenossen vorbehalten ist und bei der Gauleiter Dr. Goebbels sprechen wird. Für acht große Säle Berlins sind Parallelkundgebungen vorgesehen, wohin die Rede des Gauleiters übertragen wird. Die Rede des Gauleiters wird auch auf alle Sender übertragen. Am Samstag, dem 31. Oktober, sind um 16 Uhr zu einem Appell im Lustgarten die Berliner SA.= sowie diejenigen SS.=, NSKK.=Männer und Politischen Leiter angetreten, die früher in der SA. Dienst getan haben. Es sprechen Gauleiter Dr. Goebbels, Stabschef der SA. Lutze und Reichsführer SS. Himmler. Damit ist der arbeitsmäßige Teil des Programms beendet.„.6r in., Heutschland. Am Abend findet um 20 Uhr in der Deutschlandhalle und allen Nebensälen ein großes Parteifest statt, das ausschließlich den alten Parteigenossen vorbehalten ist. Hierbei werden hervorragende Künstler mitwirken. Botschafter v. Ribbentrop in London London, 26. Oktober. Botschafter von Ribbentrop traf am Montag nachmittag in Begleitung seiner Gattin auf dem Viktoria=Bahnhof in London ein, um sein Amt als Botschafter anzutreten. Er gab eine Erklärung an die Presse, in der es heißt:„Deutschland wünscht die Freundschaft Großbritanniens, und ich glaube, daß auch das englische Volk die deutsche Freundschaft„wünscht. Der Führer ist überzeugt, daß die einzig wirkliche Gefahr für Europa und auch für das britische Reich die weitere Ausbreitung des Kommunismus ist, dieser schrecklichsten aller Krankheiten. Eine engere Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern in diesem Sinne ist nicht nur wichtig, sondern eine Le= Bochum Ruf 67531, 59. 53.— Zur Se1t.1n Preistste. Nr.“ bensnotwendigkeit in unserem gemeinsamen Kampf um sgaltig, Rachlatzstaffel B.— Da. IX. 36 hder 26 500. Sprechdie Erhaltung unserer Zipslisation und unserer Kultur.(gunden der echruizenungg wogenias¾, gudef. smoss#in Die Wege zu einer englisch=deutschen Freundschaft sind vielleicht etwas länger als einige Optimisten wünschen, aber ich bin überzeugt, daß sie zustande kommen wird. Ich jedenfalls werde mein Bestes tun, um zu helfen.“ Die deutschen Industriellen beim Duce. and Rom, 26. Oktober. Der italienische Außenminister Graf Ciano ist am Montag nachmittag zur Berichterstattung über die Ergebnisse seiner Besprechungen mit dem Führer und Relchskanzler und mit den führenden Persönlichkeiten der deutschen Politik von Mussolini empfangen worden. Graf Ciano war annähernd zwei Stunden zur Berichterstattung beim Duce. Die deutschen Industriellen die zur Zeit unter der Führung des früheren Staatssekretärs Dr. Trendelenburg eine Studienreise durch Italien machen. wurden am Montag vom italienischen Regierungschef empfangen. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddingbaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Untexdaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar Flegel, Sport: Hans Horndero, Anzeigen: Kürt Scholi, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin=Karlsdorst, Dönvoffstraße 19. Anruf Karlsborft 0340 Berliner Anzeigenvertretung:„F. W. Pempe. BerlinCharlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf O 1 Steinplat 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen# Dierichs i# stunden der Schrifileltung wochentags,„außer Mittwochs und Samstags, von 10 dis 17 Udr. Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur dei Rückvorto Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Nr. 252. 7 Bochumer Anzeiger# Dienstag, 21. Oktober 1936 Bochumer ... und wo Ihr's packt, da ist's interessant!“ Im Vorspiel zum I. Teil von Goethes Faust steht das Wort:„Greift nur hinein ins volle Menschenleben!] Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's be— Und wo Ihr's packt, da ist's interessant!" Dieses Wort hat fast jeder schon Leben gehört, selbst wenn es ihm noch nicht vergönnt war, den„Faust“ auf der Bühne zu sehen. Und jeder sollte es versuchen, den Wahrheitsgehalt dieses Wortes auch für sich zu nützen. Vielleicht würde dann auch die so mißbrauchte, reichlich dumme Redensart verschwinden:„Es war nichts los],„ 1 Es ist immer etwas los! Man muß nur Augen haben, zu sehen und Ohren, zu hören! In kleinsten unscheinbarsten Vorgängen auf der Straße zeigen sich interessante Geschehnisse, kann man Wissenswertes und oft auch viel Freude finden. Und wenn man erst einmal anfängt, um sich zu schauen und wirklich mit offenem Blick seine Straße zu ziehen, wird man fast auf # Meherlegens wert Die Terrutung der Hauftacft fur Sechum *“= Hros dlage unserer Frischmilchversorgung im Winter— Starker Futterrung. Saftfutter als Granelagr aufner Elischun... im Winter— Starker Futterrunkela N s e h a d d u n d n G g h Schritt und Tritt Dingen begegnen, die des Be tens und Ueberlegens wert sind. Und außerden, wich man einsehen, daß man in Wirklichkeit noch herzt wenig weiß von der Erde, auf der man lebt, und von Menschen mit denen man zusammen den Menschen, mit benen man zusummen ist. Der bekannte Schulwitz aus Amerika, nach dem ein Schüler, dem der Lehrer erzählt hatte, der Mensch stamme vom Affen ab, am nächsten Tage im Namen seines Vaters ausrichten mußte:„Ihre Familie vielleicht, Herr Professor, unsere aber nicht!“, zieht in diesem Falle nicht. Wir wissen alle nicht viel, und Ausnahmen bestätigen nur die Regel! Was wissen Sie, der Sie gerade diese Zeilen lesen, beispielsweise davon, wie die Erde unter ihren Füßen beschaffen ist. Natürlich werden Sie sagen:„Erst kommt Erde und dann weiter darunter sind Kohlen!" Aber so einfach ist es eben nicht. Ich habe ganz durch Zufall in diesen Tagen in Bochum eine Stelle gesehen, an der ein Loch in die Erde gebohrt wird, zu irgendeinem Zwecke, der in diesem Zusammenhange ohne Bedeutung ist. Vier Mann betätigen diesen Erdbohrer und sie haben ihn jetzt schon über sieben Meter tief in den Grund gedreht. Was sie dabei herausgebohrt haben, ist säuberlich häufchenweise auf langen Brettern nebeneinander hingelegt worden. Die ersten Schichten waren drei unterschiedliche Sorten Lehm. Dann kommen verschiedene Sorten gelber Sand und aus den zuletzt durchbohrten anderthalb Metern haben sie einen merkwürdigen grünen Sand heraufgeholt, der in den Kreisen der Fachleute„Essener Grünsand“ genannt wird, eine Ablagerung des Kreidezeitmeeres ist und das Vorkommen von Kohle vorankündigt. Da beabsichtigt ist, an dieser Stelle weiter zu bohren, werde ich in einigen Tagen wieder einmal hingehen und sehen, was weiter herausgekommen ist. Diese Geschichte ist an sich nicht wichtig und es wäre zuviel verlangt, wollte man erwarten, daß jeder auf allen und den verschiedensten Gebieten alles weiß. Aber für mich beispielsweise war sie einmal wieder ein kleiner„Nasenstüber der Dummheit", wenn man so sagen will. Welchen Nasenstüber ich hiermit zum allgemeinen Nutz und Frommen in guter Absicht weiterreiche an jeden, der Lust hat, ihn anzunehmen. Flax. Gauinspekteur Vetter(Hagen) So gut sind die Runkeln in Bochum=Stiepel geraten Am Montag ist durch die deutschen Zeitungen die Nachricht gelaufen, daß Ministerpräsident Generaloberst [Göring im Zusammenhang mit den für die führung des Vierjahreplanes notwendigen Maßnahmen den Einsatz des gesamten Reichsarbeitsdienstes zur BerSung vre ghrogzscädters weiße pstvtz, eregschent Rach Der Großsagter weiß, mit einer solchen gachricht nicht viel anzufangen. Er weiß natürlich, daß ge wichtige Gründe für solche großen Maßnahmen schlaggebend sind. Er hat davon gehört, daß zu den Hackfrüchten neben Kartoffeln unter anderem und vor allen Dingen auch Futterrüben oder Runkeln und Zuckerrüben gehören, und daß man die Futterrüben für das Vieh und die Zuckerrüben selbstverständlich zur Zuckererzeugung verwendet. Aber wie das im einzelnen vor sich geht und von welcher Wichtigkeit beispielsweise die Futterrunkel für die Viehwirtschaft und damit jür des Volkes ist, davon kann sich der Stellvertreter des Gauleiters Josef Wagner die Ernährung des Volkes ist, davon kan. Städter zumeist keine rechte Vorstellung machen. Ernährungsfragen haben durch die neue Form, der deutschen Wirtschaft im Dritten Reich allgemein eeblich an Interesse gewonnen. Es ist deshalb auch wissenswert, sich ein Bild zu machen von dem, was die Futterrunkel in diesem Zusammenhggge gedgaretz,„In unserer Gegend hier, in Bochum selbst, ist der Anoau an Futterrunkeln sehr beträchtlich, und das hat seine beibt, die Vertzischerrgge zu pielen anderen Größe der Peltschlandt. Iutelgobesen(eee gesie el hrice Milchversorgung bei. Damit aber ist natürlich auch der Futterbedarf sehr groß.„Diesem Futterbedarf steh. die Tatsache gegenüber, daß Weiden zumeist nur in beschränktem Umfange vorhanden sind und dessen auch das Vieh nicht in so Weidegang ernährt werden kann. Aus dieser Gesamtlage hat sich für Bochum und unsere Gegend überhaupt eine ausgeprägte Stallhaltung des Viehes ergeben. Um nun die Milchleistung und=lieferung auch im Winter auf größtmöglichster Höhe zu halten, sind ausreichende Aufnahmen:..-Brüning In Mieten wird die wertvolle Frucht vor dem Frost geschützt. Mengen von Saftfutter notwendig, Saftfutter, wie es in der für unsere Gegend besten Form die Futterrunkel darstellt. Welche Mengen benötigt werden, kann man ungefähr daran ermessen, daß in einzelnen bäuerlichen Betrieben für den Tag und für ein Tier ein Futterrunkeln gebraucht wird. Um die Runkeln, de Ernte jetzt mit Hochdruck betrieben wird, vor dem Verderb durch Frost zu schützen, werden Mieten angelegt, die, wie aus dem Bilde rechts zu sehen ist, mit Stroh „ausgefüttert" werden. Ueber das Stroh kommt zu nächst eine Erdschicht in der Dicke eines Spatenstiches und dann bei zunehmender Kälte immer mehr, bis zu einer Dicke von dreiviertel Meter. So wird die Futterrunkel aufbewahrt, um restlos ihrem Zwecke, als Grundlage der Frischmilcherzeugung im Winter zu dienen, Die am Montag, bekanntgegebene Maßnahme des Ministerpräsidenten ist also ein wichtiger Schritt auf em Wege, in diesem Winter die ausreichende Versorgung des deutschen Volkes mit Milch und Milcherzeugnissen sicherzustellen. Kriegsbeschädigter entlassen. 1924 kam er zur nationalsozialistischen Bewegung, und im Jahre 1929 wurde er Stadtverordneter in Hagen und Provinziallandtagsabgeordneter im Westfälischen Provinziallandtag. Seit April 1933 wirkt Heinrich Vetter, der Träger des Goldenen Ehrenzeichens ist, als Oberbürgermeister der Stadt Hagen. Im Jahre 1934 wurde er zum Gauinspekteur der Gauinspektion 3 berufen, und seit der fünften Wahlperiode 1930 ist er Mitglied des Reichstages. Führertagung in Bochum Gauleiter Wagner und Parteigenosse Vetter sprachen Gauleiter Josef Wagner, der bereits am Aerztetag in Dortmund und am SA.=Aufmarsch in Bochum teilgenommen hatte, sprach Sonntag vormittag im Parkhaus in Bochum vor den Kreisleitern und Amtsleitern des Gaues Westfalen=Süd. Er umriß in großen Zügen in Mastfalen=Süd und besonders im Gau Schlesien die in Westfalenseine im Zuge der Durchführung, des. Parteigenosen Bracht weiter in Schlesien zu belassen. Die Geschäfte des stellvertretenden Gauleiters Westfalen=Süd wurden durch den Parteigenossen Gauinspekteur Heinrich Vetter(Hagen) wahrgenommen. Gauleiter Wagner widmete Parteigenossen Vetter, einem seiner ältesten Mitkämpfer, anerkennende Worte und bat alle Kreis= und Gauamtsleiter um vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Gauleiter kam dann weiter auf die Frage des Vierjahreplanes und auf andere wirtschaftliche und soziale Fragen, vor allen Dingen abe auf die Außenpolitik zu sprechen und gab seinen Unterführern ein eindrucksvolles Bild der gegenwärtigen po litschen Gelantoge. ,vi, ich Barteigense Zu Beginn der Tagung steure.##., r Veiter(Hagen) den anwesenden Kreisleitern und Gauamtsleitern vor und umriß die Gesichtspunkte, nach denen er im Auftrage und im Sinn des Gauleiters jetzt sein neues Amt im Gau führen wolle. Höchstpreisüberschreitungen werden rücksichtslos verfolgt und bestraft Dei dei Aingesianattg des Sängerhauses Humboldtstraße 14/16 Aufnahme: Groote(Hagen) Gauleiter Josef Wagner teilt mit: „Der Parteigenosse Heinrich Better(Hggen) ist mit der Führung des Gaues Westsalen mein Stellvertreter beauftragt. Ich have ihm alle erforderlichen Vollmachten übertragen, damit er seine Arbeit auch wirklich zu leisten imstande ist. (gez.) Josef Wagner, Gauleiter.“ Nachdem der Gauleiter von Westfalen=Süd und Schlesien, Josef Wagner, im ersten Erlaß zur Durchführung des Vierjahreplanes vom Ministerpräsidenten Generaloberst Göring mit der Bearbeitung der Preisbildung beauftragt worden ist, schien es dem Gauleiter, wie er auf der Führertagung in Bochum(über die weiunten berichtet wird), ausführte, zweckmäßig, den bisherigen stellvertretenden Gauleiter von WestfalenSüd, Pg. Bracht, in Schlesien zu belassen. Mi .. v vu, Gaues Westfalen=Süd mit der Stelbertrevenosseg, des Saut. Weszurrnrggus mit der tung des Gauleiters in unserem Gau beauftragt worden. Heinrich Better wurde am 10. Septemher 1890 in Fulda geboren. Von 1911 bis 1913 diente er aktiv beim Kaiser=Alerander=Garde=Grepadier=Vegimegt Nr. 1. Krieg machte er an der Froni mit und wurde zweimal schwer verwundet. Er wurde als 60prozentiger Die Pressestelle der Regierung Arnsberg teilt mit: „Mit tiefstem Ernst und stärkstem Nachdruck hat der Führer auf dem Reichsparteitag stabile Preise gefordert. Leider ist die Feststellung gemacht worden, daß diese Forderung des Führers nicht genügend beachtet wird und es auch im Regierungsbezirk Arnsberg immer noch Volksgenossen gibt, die in unverantwortlicher und volksschädigender Weise ihres eigenen Vorteils wegen die festgesetzten Höchstpreise nicht beachten. Besonders werden die für Schlachtvieh(Rinder und Schweine) festgesetzten Höchstpreise überschritten. Durch die Marktordnung ist dem Erzeuger ein sicherer Preis gewährleistet. Im nationalsozialistischen muß verlangt werden, daß diese Preise sowohl von den Erzeugern als auch von den Metzgern und Viehhändlern unter allen Umständen eingehalten werden. Die Preisüberwachungsstellen haben die Aufgabe, darauf zu sehen, daß die Höchstpreisanordnungen unbedingt beachtet werden und bei Verstößen einzuschreiten. Die Polizeibehörden haben daher Anweisung erhalten, in Zukunft den Preisen für Schlachtvieh(Rinder und Schweine) ganz besondere Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen, alle Höchstpreisüberschreitungen dieser Art rücksichtslos festzustellen und bei vorliegenden Höchstpreisüberschreitungen sowohl den Erzeuger auch den Metzger und Viehhändler zur restlosen Klärung des Sachverhalts in polizeiliche Haft zu nehmen und bei groben Verstößen beim Herrn Regierungspräsidenten als Preisüberwachungsstelle die beantragen. Außerdem werden die Erzeuger, Metzger und Viehhändler, die gegen diese Anordnung verstoßen haben, in Zukunft von mir in der Presse namentlich sGleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß der Verkauf von Schlachtvieh als Zuchtvieh unter Ueberschreitung der Höchstpreise für Schlachtvieh als eine Umgehung der Höchstpreisanordnungen anzusehen ist und dementsprechend ebenfalls rücksichtslos geahndet wird. Im Interesse der Verbraucherschaft wird die gesamte Bevölkerung gebeten, die Bopizel gugrohggen unterstützen, um zu erreichen, daß die Anozonungen beachtet, Volksschädlinge erkannt und als solche ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Alle Volrsgenossen müssen mithelfen, daß im Sinne der Nürnberger Proklamation die Reichsführung in ihrer, Politik, unbedingte Preisdisziplin nachdrücklichn unterstützt wird.“ K 1 ..-Muthherr vird nicht allein in seinem Inneren erneuert, sondern auch durch Abbruch einzelner Teile verändert. es eues ur un un,. gan, bus in Zatust den, Buischen Aiggragene Wie schon in der Ausgabe vom 21. Oktober mitboldtstraße 14/16 erworben, das sich früher im Besitz der„Loge zu den drei Rosenknospen" befand. Das und der Geselligreit dienen sou, wird grunviegenv eränderungen. Verkehrsunfall: Richt alltäglich Radfahrer von Reiterin überritten Am 25. Oktober verlor auf der Kurfürsten=, Ecko Cäcilienstraße, eine Reiterin die Gewalt über ihr Pferd und überritt einen Radfahrer. Letzterer wurde leicht verletzt, sein Fahrrad schwer beschädigt. Weibliche Hilfskräfte für die Landwirtschaft— Drittes landwirtschaftliches Umschulungslager des BDM. Am 11. November beginnt in feld der dritte Lehraang des landwirtschaftlichen Umschulungslagers für Mädel aus dem mittleren Industriegebiet. In einem achtwöchigen Lehrgang bereitet dieses Seite 4 Nr. 252. 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Oktober 1936 Lager die Mädel auf den landwirtschaftlichen Hausgehilfinnenberuf vor. Die Aufnahme in das Umschulungslager erfolgt nur gegen die Verpflichtung, nach Beendigung des Kursus eine feste landwirtschaftliche Stelle, die vom Arbeitsamt und der Kreisbauernschaft zugewiesen wird, für wenigstens zehn bis zwölf Monate einzunehmen. Dafür erhalten die Mädel nach ihrer Verpflichtungszeit eine Bescheinigung, die dem Arbeitspaß gleichzusetzen ist und sie von der Arbeitsdienstpflicht entbindet. Die Verpflegung und Unterbringung ist völlig kostenlos. Die Anfahrtkosten trägt das zustandige Arbeitsamt. Für die Weihnachtstage erhalten die Teilnehmerinnen einen Urlaub, so daß sie die Feiertage mit ihren Familien verbringen können. Während des UmKleists Vernachns St Zur KleistAR Berufsaussichten sind angesichts des Mangels an weiblichen Hilfskräften in der Landwirtschaft sehr günstig. — Die Meldungen für das neue Umschulungslager müssen bis Anfang November bei der Sozialstelle des Standortes Groß=Bochum, Trankgasse 7/9, oder bei dem zuständigen Arbeitsamt erfolgen. Sängerkreis Bochum unter neuer Leitung Der bisherige Sängerkreisführer im Sängerkreis Bochum, Stadtbauamtmann Wilhelm Knop, und der Kreischorleiter Rudolf Hoffmann haben ihre Aemter niedergelegt. Der Bundesführer, Oberbürgermeister Meister(Herne), hat nunmehr den Kaufmann Fritz Fiebert, Vereinsführer des Quartettvereins „Hansa“, der bislang stellvertretender Kreisführer war, zum komm. Sängerkreisführer des Sängerkreises Bochum ernannt. Zu seinem Stellvertreter wurde Kaufmann Peter Caprasse, Vereinsführer der „Sängervereinigung", berufen. Als Schriftführer amtiert Sangesbruder Heinr. Bornkessel. Zum Kreischormeister wurde der Chormeister Paul Folge(Bochum) ernannt. Gleichfalls wurden die beiden ersten Wertungssingen des Kreises von der Gauleitung genehmigt. Am 15. November findet in Hattingen das erste Wertungssingen des Kreises statt, an dem 12 Vereine mit 500 Sängern teilnehmen. Daran schließt sich am 6. Dezember das zweite Wertungssingen in Bochum auf dem Schützenhof an, das von 10 Vereinen mit 720 Sängern durchgeführt wird. Nachmachen... Spenden für das Winterhilfswerk 1936/37 im Gau Westfalen=Süd Deutsche Bank und Diskonto=Ges., Bochum, 2000 RM.; Dortmunder Matten= und Läuferfabriken, Bochum, 750 RM.; Ferd. Drenhaus, Bochum=Linden, 360 RM.; Eisen= und Hüttenwerke AG., Bochum, 2812,50 RM.; Gewerkschaft Carl, Bochum, 390 RM.; Dipl.=Ing. Knupfer, Bochum, 720 RM.; Emil v Lienen, Bochum, 500 RM.; Friedrich Oskar Lueg, Bochum, 600 RM.; Dr. F. Raschig, Gmb., BochumWerne, 650 RM.; Schlegel=Scharpenseel=Brauerei, Bochum, 9000 RM.; Prof. Schloeßmann, Bochum, 900 RM.; Wilh. Stumpf, Bochum, 750 RM.; Westdeutscher Zementverband, GmbH., Bochum, 1800 RM.; Derop AG Industrie, Bochum, 3000 RM.; Dresdener Bank, Bochum, 2000 RM.: Alfred Eickhoff, Fabrikant, 20000 RM.; Gebr. Eickhoff, Bochum, 4092 RM.; Hochtief AG. vorm. Gebr. Helfmann, Bochum 500 RM.; zmil Lumbeck vorm. Otto Voß, Bochum, 1500 RM.; Versicherungsverein der Knappschaftsärzte Bochum, 300 RM.; Aug. Strätling, Bochum, 300 RM. WHW.=Warenspenden Ferd. Drenhaus, Bochum=Linden, 640 RM. Totenglocke. Nach längerer Krankheit verschied am Sonntag der Kaufmann Dr. Eugen Braumann. Der Verewigte, der nur ein Alter von 42 Jahren erreichte, entstammte einer alten Bochumer Kaufmannsfamilie und erfreute sich allseitiger Wertschätzung. Verschönerungsarbeiten. Nachdem die Straßenpflasterungsarbeiten auf der Herner Straße von der Unterführung bis zur Westhofstraße beendet wurden, begann man gestern mit neuen Pflasterungs= und Bürgersteigsarbeiten, und zwar im Vorhof und am Eingang des ehemaligen Straßenbahndepots. Hier wurden zunächst die alten noch dort ruhenden Einfahrts=Gleisanschlüsse, Weichen und Schienen der Straßenbahn und der Reichseisenbahn entfernt. Der Vorhof wird in eine Grünanlage umgewandelt, die Gehwege erhalten Zementsteinplatten. Vom Kraftrad angefahren. Am 23. Oktober wurde auf der Bongard=, Ecke Pariser Straße, eine Fußgängerin von einem Kraftrad angefahren und leicht verletzt. Stürmisch und woltig Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. In der anhaltenden Westströmung nähert sich mit etwas milderer Luft und starkem Druckfall ein neues Storungsgebiet, das mit einem Teilwirbel über der Nordsee starke Winde mit Niederschlägen bringt. In höheren Lagen wird es auch vereinzelt zu Schnee kommen, jedoch ist im allgemeinen nicht mit Frost zu rechnen, obwohl in den nächsten Tagen Abkühlung zu erwarten ist. Aussichten für Dienstag: Frische, zeitweise stürmische Winde aus Südwest bis West, meist geschlossene Bewölkung mit Niederschlägen, Temveraturen 10 bis 12 Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Kühl und wechselhaft. Montag, 26. Oktober Barometer 24 Uh:: 135.8 Thermometer 3 Uhri 1# S Zeiten für Sonne und Mond am 27. Oktober: (Aufg..16, Unterg. 17.11; J Aufg. 15.29, Unterg..20 Festwoche 1936 die unter der Schirmherrschaft von Reichsleiter Alfred Rosenberg vom 15. bis 21. November von der Stadt Bochum und der Kleist=Gesellschaft in Verbindung mit der NS.=Kulturgemeinde veranstaltet wird, sind jetzt die Einladungen herausgegangen. Die Tagungsfolge ist jetzt im einzelnen wie folgt festgelegt: 15. November 17 Uhr im Rathaus: Presseempfang(großer Sitzungssaal) 20 Uhr im Stadttheater:„Die Familie Schroffenstein". Anschließend: Zwangloses Beisammensein im Parkhotel„Haus Rechen". 16. November 11 Uhr im Parkhaus: Vortrag des Staatsschauspielers Friedrich Kayßler(Berlin):„Gedanken zum Prinzen von Homburg“ mit Rezitationen. 20 Uhr im Stadttheater:„Robert Guiskard"—„Der zerbrochene Krug.“ 17. November 11 Uhr im Parkhaus: Vortrag des Universitätsprofessors Dr. Karl Justus Obenauer(Bonn): „Kleists Weg zu Staat, Volk und Vaterland“ 20 Uhr im Stadttheater:„Amphitryon.“ 18. November 11 Uhr im Schützenhof: Kundgebung für Volk und Jugend. 1. Sinfonische Dichtung zu„Penthesilea" von Hugo Wolf. 2. Begrüßzungsansprachen. 8. Festansprache des Präsidenten der Reichstheaterkammer Ministerialiat Dr. Rainer Schlösser(Berlin). 4. Rezitation aus Kleists vaterländischen Schriften. 5. Ouvertüre zu „Käthchen von Heilbronn“ von Hans Pfitzner. 20 Uhr im Stadttheater:„Penthesilea.“ 19. November 11 Uhr im Parkhotel„Haus Rechen": Mitgliederversammlung der Kleist=Gesellschaft.(Nur für MitPlieder.)„ 445m hn Keih 20 Uhr im Stadttheater:„Das Kathchen von Heilbronn.“ 20. November 11 Uhr im Parkhaus: Vortrag des Vorsitzenden der Kleist=Gesellschaft Professor Dr. Georg MindePouet(Berlin):„Goethe und Kleist.“ 20 Uhr im Stadttheater:„Die Hermannsschlacht.“ 21. November 20 Uhr im Stadttheater:„Prinz Friedrich von Homburg". Anschließend: Schlußfeier im Parkhotel„Haus Rechen". Besichtigungen und Führungen Samstag, 21. November, 11 Uhr 1. Besichtigung des Bochumer Vereins. (Nur für auswärtige Dauerteilnehmer.) (Anmeldung bis 20. November an der Kasse des Tagungsbüros im Theatervorraum erbeten; für die Teilnehmer stehen um 10.40 Uhr am Stadttheater Omnibusse bereit.) Besichtigung des Bergbau=Museums. (Die Teilnehmer versammeln sich um 11 Uhr im Museumsgebäude, Bochum, Vödestraße 28, Straßenbahnlinie 8, 9 und 18 ab Hauptbahnhof.) 3. Besichtigung des Geologischen Museum.,„ Lerfammen„„„ (Die Teilnehmer versammeln sich um 11 Uhr im Museumsgebäude, Bochum, Herner Straße 45, Straßenbahnlinie 8 und 18 ab Hauptbahnhof.) ArschieeTom Ainderhenn 25=Jahrfeier des Kinderheims der Evangelischen Frauenhilfe in Altenbochum Obwohl das Kinderheim der Evangelischen Frauenhilfe in Altenbochum am 1. November nach 25jährigem Wirken aufhören wird zu bestehen, um unter dem neuen Namen„Evangelisches Kinderheim Rettungsanstalt Overdyk" das Erziehungswerk am elterlosen Kinde weiterzuführen, glaubte man, es der Tradition schuldig zu sein, seines 25. Jahresfestes wenigstens in einer schlichten Jubiläumsfeier zu gedenken. Ein großer Kreis von Freunden und Gönner der Anstalt hatte sich mit den Vertretern der Synode, der Inneren Mission und der Frauenhilfen des Bochumer Stadt= und Kreisverbandes am Montag nachmittag im Lutherhaus zu Altenbochum eingefunden. Da auch zugleich Abschied gefeiert werden sollte, waren die Insassen des Kinderheims als bevorzugte Gäste geladen worden. Sie verschönten die Kaffeepause durch mancherlei Darbietungen und gaben dem Feste durch mehrstimmige Liedervorträge und durch Darstellung von lebenden Bildern einen würdigen Rahmen. Synodalassessor Pfarrer Kraemer aus BochumWeitmar überbrachte die Jubelgrüße des Synodalvorstandes und richtete aufrichtig gemeinte Worte des Dankes an den Superintendenten Niederstein und dessen Gattin, denen es an erster Stelle zu danken sei, daß das Altenbochumer Kinderheim 25 Jahre hindurch mit großem Erfolge seinen Dienst tun konnte. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß das neue Kinderheim der Rettungsanstalt Overdyk sich auch künftighin als eine Stätte des Segens erweisen mOPr...cntn# Der Jubiläumsbericht des Superintendenren Niederstein war ein einziges Dankeswort an alle, die sich um das Altenbochumer Kinderheim in den 25 Jahren seines Bestehens verdient gemacht haben. Namentlich nannte er den Kirchenkreis Bochum, den Synodalvorstand, den Kreisverband der Evangelischen Frauenhilfe als Träger der Einrichtung, Rektor Rindhage, der seit einem Jahrzehnt die Kassengeschäfte verwaltete, und endlich Schwester Klara, die mit Schwester Hildegard und Schwester Erika sich um die Kleinen mit treusorgender Liebe bemühte und darum von Frau Superintendent Niederstein durch die Ueberreichung eines besonderen Angebindes geehrt wurde. Superintendent Niederstein konnte zur Freude aller mitteilen, daß das Haus Goy dank des Entgegenkommens des Wirtschaftsverbandes der Vereinigten Stahlwerke am 1. Januar als Altersheim von neuem einem guten Zweck dienstbar gemacht werde. Als Beauftragter der Inneren Mission sagte Pfarrer Hardt ein Wort des Dankes an die Altenbochumer Gemeinde. Dann wurden die Jubiläumsgaben überreicht, die gespendet wurden vom Bochumer Kreisverband der Evangelischen Frauenhilfe, vom.,.,., 9. und 10. Pfarrbezirk, von Frau Direktor Knepper, vom Alten Frauenverein und den ihm angeschlossenen Einrichtungen, von den Evangelischen Frauenhilfen Ehrenfeld, Langendreerholz, Uemmingen, Marmelshagen, Gerthe, Langendreer=Krone, Langendreer=West, Langendreer=Wilhelmshöhe, Hiltrop, Bochum=Engelsburg, Lütgendortmund, Somborn, Weitmar=Mitte, WeitmarMark, Annen, Hordel=Süd, Altenbochum und WeitmarBärendorf. Außerdem wurden noch größere Geldbeträge von ungenannt sein wollenden Gönnern und Freunden des Kinderheims Altenbochum gespendet. So viel Liebe und Treue bot dem Vorsitzenden des Kinderheims Rettungsanstalt Overdyk, Pfarrer Kraemer(Bochum=Hamme) die sichere Gewähr, daß das vereinigte Kinderheim gut fahren werde. Der Abschied von einer alten Einrichtung sei schwer. Aber es gelte, eine große Tradition an geschichtlich gewordener Stätte weiterzuführen. Worte des Gründers der Rettungsanstalt Overdyk, des Grafen von der Recke, standen am Ausklang des Jubeltages, der mehr als nur eine schöne Erinnerung für alle Freunde des Kinderheims bleiben wird. Alle einmal herhören: Kunknschtin, Grunkrrengung Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 20 Uhr: Rovert Gutskard; hierauf: Der zerbrochene Krug. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Meuterei auf der Boundy. Capitol: ab 15.30 Uhr: Seine Sekretärin. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der kleinste Revenl. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Arzi aus Leidenschaft. Lichtburg: ab 15.00 Uhr: Ave Maria. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Allotria. Odcon: ab 15.30 Uhr: Tanzmusik., Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Tanzmusik. Uja Tonhalle: ab 15.15 Uhr: Schatten der Vergangenheit; Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Postillon von Lonsumeau. Apollo-Theater, Bochum=Weitmar: Tranmulus. Capitol, Bochum=Langendreer: Waldwintet. Capitol, Bochum=Werne: Stradivart. Kammer=Lichtspiele, Bochum=Gerthe: Schlußakkord. Schauburg, Wanne=Eickel: Du kannst nicht treu sein. Union=Theater, Bochum=Gerihe: Die Drei um Christine. Du riefst den Richter an, er sitzt bereit, Zu enden rechtens deinen kleinen Streit. Wenn dich der Richter ruft, tritt pünktlich an, Weil sonst ohn dich leicht wird der Spruch getan. Den Richter darfst du niemals warten lassen, Sonst mußt du selbst dich an die Nase fassen! (Ein Sprüchlein für alle.) Vor dem Amtsgericht konnte man am Montag wieder einmal erfahren, wie notwendig es ist, Gerichtstermine unbedingt punktlich wahrzunehmen. Im Zeichen der Beschleunigung des Prozeßverfahrens und angesichts der Tatsache, daß infolge einer sehr starken Abnahme der Streitsachen die einzelnen Fälle sehr schnell hintereinander verhandelt werden, auch angesichts der Beobachtung, daß die Gerichtstage im Vergleich zu früher längst nicht mehr so stark belastet sind, hat das unnütze Warten auf den Fluren der Gerichte, über das früher oft geklagt wurde, ganz aufgehört. Heute ist umgekehrt die Sache so,„daß man sehr schnell drankommt". Das Gericht wartet nicht, wenn die Terminstunde herbeigekommen ist. Falls niemand erschienen ist, wenn der Aufruf der Sache erfolgte, läuft der Säumige Gefahr, seine Rechte zu verlieren. Pünktlichkeit ist daher die Höflichkeit vor Gericht, von der ohne wirklich zwingende Gründe niemand entbunden werden kann. Standen da eine Anzahl Fälle an, in denen die mit einem Strafbefehl bedachten Leute richterliche Entscheidung beantragt hatten. Es handelte sich um eine Umgehung des Schlachthofzwanges bzw. um Verletzung der Bestimmungen über die Einführung auswärts geschlachteten Fleisches. Da die Terminstunde gekommen war, ohne daß von den Rechtsheischenden jemand erschien, wurden die Einsprüche einfach verworfen. Es hilft dann nichts mehr, daß die Betroffenen später doch noch erschienen, als die Sitzung bereits am Ende war, oder daß„die nächste Sache“ schon verhandelt wurde. Da ist so etwas recht ärgerlich, aber es ist dann nichts mehr zu machen. Es sei deshalb auf die Verpflichtung zum rechtzeitigen Erscheinen besonders eindringlich hingewiesen. Das gilt sowohl für die Angeklagten, als auch für die Zeugen. Wenn ein Zeuge unentschuldigt ausbleibt, so kann das Gericht ihn nicht nur in eine Ordnungsstrafe nehmen und sein Erscheinen zur nächsten Verhandlung erzwingen, es kann ihm weiter sogar die Kosten des Termins auferlegen, den er versäumt hat, falls das Gericht auf seine Aussage als wesentlich zur Sache nicht verzichten konnte und sein Ausbleiben eine Vertagung nötig machte. Die Unpünktlichkeit vor Gericht kann also sehr böse Folgen auch für den Zeugen haben. Wer besitzt noch unangemeldete Waffen? Daß der Waffenbesitz unbedingt angemeldet werden muß, dürfte jetzt, nachdem das Gesetz schon jahrlang in Kraft ist, in das Wissen von jedermann gestellt sein. Es gibt da keinerlei Entschuldiiem gungen mehr. Ein Angeklagter hatte von seine Schwiegervater eine Schußwaffe geerbt, die nicht anmeldet war. Jetzt sollte der Erbe 50 Mark Strafe zahlen und bat um Linderung des Urteils. Er machte geltend, daß das Gesetz bereits in Vergessenheit geraten sei, daß er aber auch habe glauben können, der Schwiegervater hätte seinerseits die Waffe vor Jahren schon angemeldet. Diese Einwände halfen ihm nichts, denn als die Waffe in seinen Besitz überging, hätte er sich von deren Anmeldung überzeugen müssen oder seinerseits ihren Besitz anmelden müssen. Das Gericht hatte es hier aber mit keiner Böswilligkeit zu tun. Irgendwie verdächtig war der unbescholtene und sehr gut beleumundete Mann nicht; auch war in keiner Weise von der Waffe etwa Gebrauch gemacht worden. Aus allen diesen Gründen setzte das Gericht das Strafmaß auf zwanzig Mark herab und legte die Kosten der zweiten Instanz der Reichskasse auf. Immerhin möge der Fall, der dem Betroffenen außer der Geldstrafe viel Aerger und Unruhe gebracht hat— er mußte jetzt von Witten nach Bochum kommen— zur Aufklärung dienen, damit etwa bisher Versäumtes noch nachgeholt werden kann. Zeitungslesen unbedingte Notwendigkeit Seit über 10 Jahren bezog eine von dem Wohlfahrtsamt Duisburg betreute Frau, deren Mann im Kriege gefallen war, für ihren Sohn eine monatliche Rente von 15 RM. Sie hatte aber die Rente dem Wohlfahrtsamt verschwiegen und machte vor Gericht geltend, daß sie keine Zeitung lese und von den Bestimmungen nichts gewußt habe. Diese Ausrede ließ aber der Richter nicht gelten. Das Gericht nahm bei der Strafzumessung zwar Rücksicht auf das Alter der Frau, erkannte aber trotzdem auf eine Gefängnisstrafe von vier Monaten. den Kindern Wegen schweren Sittlichkeitsverbrechens aus§ 176.3 usw. erhielt ein Angeklagter drei Jahre Zuchthaus und Ehrverlust. Der moralisch minderwertige Mensch, ein haltloser Psychopath, konnte den§ 51 nicht in Anspruch nehmen, da ein geistiger Defekt bei ihm durchaus nicht vorlag. Herbststürme brausen Allerlei Schäden im Gefolge Sonntag nacht und am Montag war es wieder recht stürmisch. In den Straßen der Stadt treibt der wilde Geselle sein loses Wesen und unter seinem rauhen Hauch wirbelt Blatt auf Blatt von den Bäumen im wilden Tanze, um schließlich ermattet zu Boden zu sinken. Was nicht niet= und nagelfest ist, führt der Wind von dannen. Heftiger als in der geschützteren Innenstadt übt der Sturm seinen Uebermut in den freier und höher gelegenen Außenbezirken aus. Viel Astwerk wird von den Bäumen gerissen, lose Ziegel fallen zur Erde. Aus allen Stadtteilen kommen Schadensmeldungen. Arg wütete der Sturm Sonntag nacht in dem Anwesen des Landwirts H. auf der Stadtgrenze Hiltroper Landwehr— Am Gysenberg. Hier wurde das Dach eines Gebäudes, in dem sich Maschinen sowie Kleinvieh befanden, fast vollkommen zerstört, auch einige mächtige alte Obstbäume fielen dem Sturm zum Opfer. An den hochstehenden Häusern der Hiltroper Landwehr, wie an zwei Häusern der Karl=ErnstStraße wurde Schaden angerichtet. Am MariahilfHospital wurden erhebliche Schäden angerichtet. Ebenso werden erhebliche Schäden an Gebäuden aus den Stadtteilen Bergen und Hiltrop gemeldet. Dachdecker und Handwerker bekommen Arbeit. Arbeitsgerichte entscheiden Mißbrauch der Machtstellung im Betrieb wird bestraft Ein Fuhrhalter wurde durch das soziale Ehrengericht wegen Verletzung des§ 36 des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit zu einer Ordnungsstrafe von 300 Reichsmark verurteilt. Weiterhin wurden ihm auch noch die Kosten des Verfahrens auferlegt. Der. Fuhrhalter hatte in seinem Betrieb die Arbeitskrafte seiner Gefolgschaftsmitglieder böswillig ausgenutzt, denn er beschäftigte sie ständig über die höchst zu leistende Arbeitszeit hinaus, ohne ihnen eine entsprechende Entschädigung zu zahlen. Weiterhin verletzte er die Ehre seiner Gefolgschaftsmitglieder durch Mißbrauch seiner Machtstellung. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Dienstag, 27. Oktober bauis Zimmier 3i. RatR S. Frauenschaft Ehrenfeld. 15 Uhr: Chorprobe, abend für Au...... 20 Uhr: wflichtBrune, Wettmat a... Jel“ un Blockfrauen bei sunde des Buches. Straße(Bahnübergang). Felerstag, Erscheinecgalt Blicht. deur. Sslanmentunt. VerNe. Vexanstatung der(dstede=Nemke), Tellnahme RS. Frauenschatts##r. NS BA P. im Josef-=Wagner=Heim. bei gunge“ Putrop=Bergen. 20 Uhr: Pflichtabend NSDAP. Ehrenfeld. 20 Uhr: Schulungsabend für die IV(Amtswalter und=warte der DAs.) bei„Slleballe,„ Hatzinger Straße 74.: NS.=Frauenschaft Griesenbruch. 20 Uhr: ZusammenBe##sessude des deutschen Buches. Griesenbruch. 20 Uhr: Feierstunde des deutschen Buches bei Reinecke, Alleestraße. „en rauenschaft Hordel. 16 Uhr: Gemütliches Beiim Kruppschen Saalbau. Pflichtnachmittag. „„RSDAP. Laer. 20 Uhr: Schulungsabend für sämtliche iu mischer Leiter bei Gilbers, Werner Hellweg. Erscheinen „RSDAP. Stiepel. 20 Uhr: Vortrag des Schulungsüber„Das deutsche Buch“ in der Geschäftsstelle. Sämtliche Politischen Leiter sowie die Amtswalter und ewarte der Gliederungen haben an dieser Veranstaltung BE— RSDAP. Weitmar. 20 Uhr: Feierstunde zur Woche des deutschen Buches bei Brune, Hattinger Straße 312. Alle Parteigenossen werden hiermit zur Teilnahme aufgefordert. Eintritt frei. machs Fxagenschaft Altstadt. 90 Uhr: Gelerstunde zur weutschen Buches im Evangelischen Vereinshaus. Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. NS.=Frauenschaft Gerthe. 17 Uhr: Arbeitsbesprechung der Amtswalterinnen im Frauenschaftsheim. 20 Uhr: Singschar im Frauenschaftsheim. NS.=Frauenschaft Riemke. Heute 20 Uhr: Teilnahme an der Feier der Ortsgruppe der NSDAP. zur Woche des Buches im Josef=Wagner=Heim. Pflichtabend. Alle helfen mit Am Ehrentag der deutschen Artistik Der vorbildliche Kameradschaftsgeist, der die Berufsgruppe der deutschen Artistik allzeit auszeichnet, erfährt am 27. Oktober 1936 seine Krönung durch den im gesamten Reichsgebiet stattfindenden Ehrentag der deutschen Artistik. Mit bewunderungswerter Opferbereitschaft stellen sämtliche beruflich tätigen Artisten an diesem Tage ihre volle Tagesgage zum Bau eines Altersheims zur Verfügung. Sie gedenken dabei all derer, die nicht mehr ihre Kunst im Rampenlicht zu zeigen vermögen. Der Starke hilft dem Schwachen, das ist der Sinn dieses großzügigen Kameradschaftsgedankens. Alle an diesem Tage im Gaugebiet Westfalen=Süd stattfindenden Kabarett= und Varieté=Veranstaltungen werden deshalb der besonderen Anerkennung unserer Volksgenossen durch zahlreichen Besuch empfohlen. Insbesondere haben alle KdF.=Veranstaltungsbesucher die Ehrenpflicht zu erfüllen, hier dem edlen Wollen der deutschen Artisten durch ihre Teilnahme zum Erfolg zu führen. Achte ein jeder das Opfer der Kameradschaft. Heil Hitler! Eugen Breidenbach, Gauwart. * Am heutigen Dienstag, 27. d.., steigt im Kraft=durchFreude"=Theater das große Varieté anläßlich des Ehrentages der Deutschen Artistik. Ein köstlicher Feierabend erwartet jeden Besucher am Dienstag, 27. Oktober, im„Kraft=durch= Freude"=Theater. Georg Miller sagt an. Ein Tanzpaar: Saletto und Sonja. Rolf Sandor, einer, der vielen unserer Volksgenossen vom Rundsunk und von der Schallplatte her bekannt ist, wird sich bestimmt in alle Herzen hineinsingen. Dann die 2 Paulays, die werden unbändige Heiterkeit im Publikum auslösen. Ein Fahrrad=Balance=Akt der 3 Sidneys. Das Tanztrio, die 3 Favorits. Saletto, der Kautschukmann! Weiter die Akkordeon=Virtuosen, 2 Seewald von großer Klasse, und zum Schluß werden die 3 Franklins tollkühne Sprünge von einem Federbrett aus vorführen. Die gewagtesten Saltos der 3 Franklins werden von jung und alt bestaunt werden. Kurzum, ein Abend voll fröhlichen Launen und Heiterkeit. Karten zum Preise von .— Reichsmark in der Vorverkaufsstelle sowie an der Abendkasse. durch Freube. oo SM Tagesplan für Dienstag, den 27. Oktober Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 15.30 bis 17.30 Uhr: Gymnastikschule in der Hauptpost; von 20.30 bis 21.30 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29; von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Realgymnastums,.=Langendreer, Unterstraße 73. Spezialgymnastik für Frauen von 20 bis 21 Uhr: Gymnastikschule in der Hauptpost. Schwimmen und Rettungsschwimmen für Männer von 21.30 bis 22.30 Uhr: Städtische Badeanstalt, Marienstraße. Sti=Gymnastik für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: in der Turnhalle des Staatlichen Gymnasiums, Bismarckstraße. Volkstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Schule an der Alleestraße. (Weitere Lokalnachrichten Seite 12.) Seite 5 Nr. 252.; Bochumer Anzeiger# Dienstag, 27. Oktober 1936 Aas ader Wen ..„„„„ Wies unsch del.n, Ji...)“ De und durch Stellen von Horoskopen fristete sie ihren Lebensunterhalt, obwohl sie genau wußte, daß in## Weissagungen Schwindel waren. Einige politische Offenbarungen, die sie drei ihrer„Kundinnen“ zum besten gab, brachten sie vor das Sondergericht wegen Vergehens gegen das Heimtückegesev, chischen bi, Hier bestritt die Frau zwar ganz entschieben, die beanstandeten Weissagungen gemacht zu haben, doch wurde sie durch den Eid der Zeuginnen überführt. Das Sondergericht verzichtete jedoch auf eine Verurteilung, da der hinzugezogene gerichtsärztliche Sachverständige ihr den Schutz des§ 51 in vollem Umfange zubilligte. Die Sache wurde daraufhin der Strafkammer in Aachen zugeleitet, die auf Grund des Urteils zweier weiterer Sachverständiger, die als Kapazitäten ihres Faches bekannt sind, verfügte, daß die Frau auf Lebenszeit in einer Anstalt untergebracht werde. Die heute 57 Jahre alte Frau, die sich hauptsächlich der Schriftstellerei und dem Journalismus widmete, verließ schon mit 16 Jahren das Elternhaus. Ihrer ungewöhnlichen Intelligenz und Sprachbegabung verdankte sie zunächst eine glänzende Laufbahn. Ihre in jungen Jahren geschlossene Ehe wurde jedoch nach etlichen Jahren geschieden. Die Frau zog mit ihren beiden Kindern nach Saarbrücken, wo sie 1906 eine Zeitung gründete. Einige Jahre später ist sie Herausgeberin einer sehr angesehenen Korrespondenz. Nach dem Kriege begann die Angeklagte ihre politische Tätigkeit wieder aufzunehmen. Sie unternahm verschiedene Reisen nach Belgien, Frankreich und Spanien, wo sie als Diskussionsrednerin auftrat, bis sie eines Tages des Landes verwiesen wurde. Ein Zusammenstoß mit Primo de Rivera war der erste Anlaß. Auch in Frankreich erhielt die Angeklagte verschiedentlich den Ausweisungsbefehl. Als sie 1932, nach Spanien zurückgerufen wurde, nahm sie ihre Tatigteit wieder auf. Er versichert, daß nur diese Tanzbewegungen das Leben in seinem erstarrenden Körper festhielten.„Nur, so war es möglich, daß Soldati ohne ernstliche######chwar es möglich, daß Soldati ohne ernstliche korperliche Schädigungen die Nacht in der Gletscherspatte überstand. So geht's nicht Untermieter stahl sechs Jahre lang elektrischen Strom Berlin, 26. Oktober. Unter der Anklage, sechs Jahre lang elektrischen Strom gestohlen zu haben, standen die 47 Jahre alte Anna Sch. und ihr Untermieter, der 36jähgiggr, 1020 D. vor dem Berliner Schöffengericht. Im Jahr##30 hatte D. in der Wohnung seiner Wirtin eine Leitung angelegt, durch die der elektrische Stromzähler überbrückt wurde. Jahre hindurch bezog man nun „billigen“ Strom für etwa 4000 Mark, bis endlich bei einer überraschenden Kontrolle Anfang dieses die geheime Anlage entdeckt wurde. Man war nämlich dadurch aufmerksam geworden, daß der ohnehin schon immer nur geringe Verbrauch in der Woynung des Angeklagten Sch. ausgerechnet im Winter auf ein Minimum herabgesunken war. Als die Kontrollbeamten die Wohnung betraten, brannten in allen Räumen Lampen, und auch eine Hetzlguge Der im Betrieb. Das Gericht verurteilte Rugen. D. zu einem Jahr Gefängnis, während Frau Sch. mit fünf Monaten Gefängnis davonkam. Die Winterhilfsmarken Berlin, 26. Oktober. Für das diesjährige Winterhilfswerk werden neun Wertzeichen der Deutschen Reichspost, des Driten Reichs besyhrz age der einen Hälfte die ; Verive Peistellung der Deutschen Reichspost hat der ten am 26. Oktoder begonnen. Es Fgezezgist, herge Bennie(Gührerbous Lunst. z. gniucher) Za alen (Haus der deutschen gunn in Munchenf.#mmmt Wertzeichen, wird ein Zuschlag erhoben, der in kreinen Zahlen auf der Umrandung des Markenbildes steht und dem Winterhilfswerk zufließt. Der Verkauf der Freimarkenheftchen mit Winterhilfswertzeichen beginnt erst am 2. November. Ramerasschaft überwindet die Not! Die„Fulisingr Een Kanden Sensation, die zu einer Groteste wurde 6580 Havarien im Jahr Die Zustände in der sowjetrussischen Binnenschiffahrt dnb Moskau, 26. Oktober. Der Rat der Volkskommissare veröffentlicht einen für die Methoden der Kollektivwirtschaft bezeichnenden Befehl. Um sich bei den Zentralstellen eine möglichst gute Anerkennung zu verschaffen, hatte der Leiter der Moskwa=Oka=Schiffahrt in den Zeitungen einen Bericht veröffentlichen lassen, nach dem er den Regierungsplan restlos erfüllt habe. Eine Nachprüfung ergab jedoch, daß er mit falschen Zahlen operierte. Dies wird ihm nun von höchster Regierungsstelle bescheinigt, und das zuständige Volkskommissariat wird darauf hingewiesen, daß in Zukunft derartige Veröffentlichungen schärfstens kontroliert werden müsen. grinst Zi.„Prawda“ In diesem Zusammenhang bringt die einen Aufsatz über die Arbeit des sogenannten Flußtransports, d. h. der Binnenschiffahrt, der die maßlose in diesem Kommissariat herrschende Schlamperei enthüllt. Im August sei die Arbeit des Binnenschiffsverkehrs um 34 Prozent schlechter gewesen, als in jahr. Es gebe nur eines, was in diesem wichtigen Zweig der Volkswirtschaft gestiegen sei, und das sei die Zahl der Schiffsunfälle und Havarien. Es habe bisher insgesamt 6580 Havarien gegeben und, durch diese sei der Staat gezwungen gewesen, über 17 Millignen Ruhel hinauszuwerfen. Wenn die zuständigen Steuen vafur nach„objektiven“ Gründen suchten, so sei zu sagen, daß die unerhört schiechte Arbeit des Kommissariats und seiner Angestellten die Schuld allein trage. Die Zentralstelle würde mit Tausenden von Telegrammen geradezu bombardiert. Man mache sich aber dort keinerlei sopfzerorechen, sondern lege alle diese Beschwerden ruhig ab. Dabei seien die leitenden Personen hauernd in irgendwelchen Missionen unterwegs, Besichtigungen, Besuche und andere Reisen wechselten einander ab. Unter der Belegschaft herrsche ein ständiger Wechsel, und selbst die Schiffskapitäne und die Hafenkommandanten kämen und gingen wie in einem Gasthaus. Rekordfahrt eines Schnellzuges Newyork, 26. Oktober. Der Schnellzug„Denper Zephir“ hat die 1636 Kllometer lange Strecke zi Ehen, Sphiklag, uze Denver in der Rekordzeit von zwölf Stunven ug, ggg, Minuten zurückgelegt. Zeitweise betrug die schwindigkeit auf dieser Fahrt 187 Kilometer in der Stunde. Der Zug ist in Stromlinienform gebaut und besteht aus acht Wagen. Die Lokomotive hat einen Dieselmotor. Auf Grund dieser Rekordfahrt erhebt die amerikanische Presse den Anspruch, daß Amerika jetzt den schnellsten Zug der Welt besitzt. 12 Stunden Foxtrott Der Tanz in der Gletscherspalte Rom, 26. Oktober Angelo Soldati aus Lugano war mit einem Freund auf den Medelser Gletscher gestiegen. Plötzlich fühlteer den Boden unter seinen Füßen schwinden, und er stürzte in eine Gletscherspalte hinab! 22 Meter tief... Dann hatte er einen Vorsprung erfassen können und hier Halt gefunden. Sein Begleiter war nicht kräftig genug, um ihn mit dem Seil aus der Spalte herauszuziehen. Er zog es vor, eiligst zur Lukmanier=Straße hinunterzuklettern und die Rettungsmannschaft Dissentis zu alarmieren. Noch in der Nacht brach die Kolonne auf. Aber Soldati mußte zwölf Stunden in der Gletscherspalte verbringen, ehe man ihn emporholen konnte. Er hatte Newyork, 26. Oktober. „Det Jeschäft is richtig“, kann Herr Dionne, wohnhaft in Callander(Ontario, USA.) nach berühmten Mustern sagen. Bekanntlich hat der Himmel oas Ehepaar Dionne mit Fünflingen gesegnet; die Kunde durchlief vor zweieinhalb Jahren die Welt und heute sind Herr und Frau Dionne die vorher in größter Armut lebten, gemachte Leute. Aber nicht nur die Eltern der fünf kleinen Mädelchen sind berühmt und wohlhabend geworden, auch der armselige Ort Callander hat einen fabelhaft wirtschaft: lichen Aufschwung genommen: die kinderlzerz umnt,# ner waufahrten vorihin, um Erben zu brcommen, so ner wallfahrten dorthin, um Erhen zu bekompien, lo wie die Lahmen nach Lourdes pilgern, um geheilt zu werden. Die wunderbare Geburt der fünf Kinder(am 28. Mai 1934) hält die Amerikaner immer noch in Atem, und jede Notiz, die Nachrichten über die Fünflinge bringt, erregt größtes Interesse. Zum Beispiel wurden die fünf Kinder nach ihrer Geburt in einen Wäschekorb gelegt, den man nachher wie eine Reliquie aufbewahrte, und der so berühmt wurde, wie die Wiege des Königs von Rom. Dieser Wäschekorb wurde (wahrscheinlich von begeisterten Verehrern) gestohlen. Die amerikanische Presse brachte seitenlange Berichte über die Untersuchung des Diebstahls, die vom Publikum förmlich verschlungen wurden. Der kanadische Staat Ontario, das Ziel unzähliger neugieriger Ausflügler, hat den Funflingen ein eigenes Heim gebaut, in dem sie von einem Spezialarzt und mehreren Pflegerinnen verreut werven. „World Telegram". Darin erzählt er über das Tun und Treiben der fünf Babys die geringsten EinzelAus allen Weltgegenden strömen Menschen nach Callander, um die Fünflinge zu bewundern. Bis zu 6000 Menschen besichtigen tägli ch##o, ghestrge, der. Sogar die Frau des Präsidenten Rorstbert hat sucher keine„Andenken“ mitnehmen, sogenannte Reiseerinnerungen. So bleibt ihnen nichts übrig, als einige Kieselsteine des Gartens in die Tasche zu stecken. Aber schon verkaufen geschäftstüchtige Newyerker. weliere teure Armbänder, in die je fünf Kiesersteine aus dem Garten der Wunderkinder gefaßt sind. Papa Oliva Dionne wird reich. Augenblicklich verkauft er in seinem eigenen Laden Ansichtspostkarten seiner Fünflinge und gibt für gutes Geld [Autogramme Auch Getränke und heiße Würstchen werden von dem glücklichen fünffachen Vater verkauft. Würstchen, die von der Menge stiuschweigend und voll Andacht verzehrt werden. Heiße Frankfurter, wie man sie auch drüben nennt!,. ug.2 Wlan 8et. Nunmehr ist Hollywoov aus den Plan getreten, das immer Sensationen sucht. Es bietet den lingen eine viertel Million Dollar für drei Filme, die wir wahrscheinlich kommende Saison zu sehen bekommen. So besitzt Amerika, neben den größten Ländern, den höchsten Häusern, den längsten Strömen auch das berühmteste Kinder=Quintett, das gleichzeitig rblickt Dlas Geschäft aber, das aus Hch. Hoffmann Auch in diesem Jahr liefert das Idar=Obegsteiner Industriegebiet ein Abzeichen für hilfswerk. Am 31. Oktober und am 1. November trägt jeder den deutschen Edelstein. 2 9:“=, 8.en hetrat warhen lauch das berühmteste Kinder=Quintett, das sb P Konsunktur erfaßt. Er hat einen das Licht der Welt eroriat. Tur Ergamg, aber, das aus den Leser ganze Reportagen in der Newyorker Zeitung schmack zu gehen. Es ist schon beinah eine Srsbacttentr machtwSerpel. Wenn der letzte Wille krumme Weg geht— Hunde, Pferde und Katzen als Erben die Abgeordnete Miß Eleonor Rathbone kürzlich ein neues Erbschaftsgesetz einbrachte, in dem eine verständige Vorsorge für die überlebende engere Familie des storbenen obligatorisch gemacht werden soll. An dem Verlust der rechtmäßigen, blutsverwandten Erben gewinnen natürlich alle Arten von öffentlichen und privaten Einrichtungen, Parteien, Freunde, ja sogar Im letzten Jahrhundert hinterließen einzelne Engländer insgesamt eine Million Pfund zur Bezahlung der nationalen Schulden, und vor kurzem brachte ein Schotte eine originelle Abänderung in diese Arr von Erbschaften, indem er sein Vermögen der Staatskasse vermachte, unter der Bedingung, daß damit ein Teil der englischen Kriegsschuld an Amerika bezahlt werden solle.(Bekanntlich hat England diese Schuld in den letzten nicht mehr anerkannt.) Eine wohlhabende Dame aus Brighton hinterließ all ihr Hab und Gut„keinem meiner Verwandten, sondern dem Präsidenten von Irland, Mr. de Valera, den ich mein Leben lang bewundert habe". Die Ueberraschung des irischen Staatsmannes kann nicht größer gewesen sein, als die der Mrs. Hannah Gruber in Newyork, die vor wenigen Wochen eine Erbschaft von 30 000 Pfund antreten konnte, unv zwar von einem Mann, der ihr nicht einmal dem Namen nach bekannt war. Aber aus dem Testament ging hervor, daß sie„mich vor mehr als zwanzig Jahren einmal al kleines Mädchen so freundlich angelächelt hat, daß ich ni ver gzlaubliche Tierliebe der Engländer findet ost in ihren Hinterlassenschaften an einen Lieblingshund, ein Pferd oder eine Katze Ausdruck. Aber an der Spitze dieser kuriosen Erbschaften marschieren fraglos zwei reiche Damen: die eine, eine Irländerin, hinterließ ein großes Vermögen und Geschenke für jeden, dessen unwesenheit ihr Lieblingshund durch ein Wedeln mit dem Schwanz guthieß, während die andere Erblasserin, eine Dame aus Carlisle, ihrer Katze eine Summe von 1200 Pfund vermachte, deren sie jedoch verlustig gehen sollte, falls sie Junge wirft... London, 26. Oktober. Als vor neun Jahren der schwerreiche Juwelier Peter Birdwistle in Ontario(Kanada) starb, waren seine Nachkommen über die Tatsache entsetzt, daß er sein Vermögen von 250 000 Dollar nicht ihnen, sondern der kleinen Stadt Colne in der englischen Grafschaft Lancashire vermacht hatte. Aber obwohl der Magistrat von Colne für diese Erbschaft eine ausgezeichnete Verwendung hätte, gelingt es trotz größter Mühen und Ausgaben nicht, in den Besitz auch nur eines Teiles des Geldes zu gelangen. Die Summe ist deponiert und in ständigem Wachstum begriffen, Zinsen und Zinseszinsen haben das Geld schon fast verdoppelt — aber im Testament des Juweliers schreibt eine Klausel vor, daß es erst nach zwanzig Jahren ausgezahlt werden darf und wer weiß, ob Colne es dann Derartige unsinnige Situationen entsehen oft, wenn der Erblasser versucht, auch noch nach seinem Tode die Herrschaft über die Vorgänge im Leben zu behalten. Nicht jeder, der sein Testament schreibt, ist so vernünftig wie Cecil Rhodes, der vorschrieb, daß keiner seiner männlichen Nachfolger einen Nutzen von seiner Erbschaft haben sollte, wenn er nicht eine, wenigstens zehnjährige aktive Betätigungineinem nützlichen Beruf nachweisen kann. Vor zwanzig Jahren beerbte ein indischer nn seinen Sohn mit 25000 Pfund mit der Einschränkung, daß er die Vorovetzerag zärztich poenizrech höheren Rang erreicht“ Testament verbot es auf dem Gebiet der Heiratsvorschriften. Auf Grund des letzten Willens seines MultimillionärVaters Jay Gould, ging Mr. Frank Gould der Summe sichen Verhgt Plund Verigrig, veil er während von zwei Millionen Pfund verlustig, weil er trotz vätertichen Verobtes ein zweites Mear heiratete, wühlend die Witwe eines amerikanischen Hefekönigs sogar zehn Millionen Pfund durch eine zweite Heirat verlor. tes Testament verbot den unmündigen Söhnen des Verstorbenen in Oxford zu studieren, weil die Famili traditionsgemäß nach Cambridge ging. Ein reicher Rechtsanwalt der Londoner City drohte seiner Tochter mit Enterbung, falls sie„öffentlich als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin oder Musikantin austreten sollte“. Die häufigsten Merkwürdigkeiten in Testamenten gibt In den meisten Ländern der Welt ist es einem Mann unmöglich, seine Frau testamentarisch zu enterben; auch in Schottland muß der Erblasser zunächst für seine Witwe und seine Kinder Vorsorge treffen, ehe er sein Geld zu anderen Zwecken vermacht. Aber unter dem englischen Recht hat der Mann die volle Entschlußfreiheit über sein Vermögen. So ist es nicht selten, daß der Gatte ein erhebliches Vermögen für Wohlfahrtszwecke hinterläßt, während er seine Witwe der staatlichen Unterstützung überantwortet. Es gibt auch sehr komplizierte Testamentsvorschriften. So hinterließ ein reicher Engländer seinem Sohn ein Vermögen unter der Bedingung, daß er an einem bestimmten Tag im Jahr„im Beisein eines Geistlichen der Baptistensekte um Mitternacht an meinem Grabe niederkniet und das Gebot„Ehre deinen Vater und deine Mutter“ ständig hersagt“. Ein Kaufmann in Liverpool machte seinem Herzen wahrscheinlich zum erstenmal Luft, als er folgende Klausel in sein Testament einsetzte:„Meine Gattin soll ein jährliches Einkommen aus meiner Hinterlassenschaft erhalten, solange sie mit ihrer Mutter zusammenlebt, deren Zunge genau so giftig ist wie ihre eigene, und unter der Bedingung, daß Mutter und Tochter an jedem Monatsersten mein Grab besuchen und mit lauter Stimme ihr Bedauern für all das Leid ausdrücken, daß sie mir verursacht haben.“ Die überholten Erbschaftsgesetze im englischen Recht sind Gegenstand einer Parlamentsdebatte geworden, als Neue Vorschriften für die Ueberweisung von Renten und Pensionen ins Ausland Berlin, 26. Oktober Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat mit Ablauf des Monats Oktober alle Genehmigungen außer Kraft gesetzt, die Ueberweisungen von Versorgungs: bezügen, Pensionen, Renten und Unterstützungen nach den Ländern betreffen, deren Währung in jüngster Zei abgewertet worden ist. Die Genehmigungen sind bei den Devisenstellen neu zu beantragen. M5zäge vorBei der Neuerteilung werden folgende Aozug. vorgenommen, wobei die etwa zu erwartenden Preissteiden Abwertung 30 Prozent, Lettland 30 Prozent, den Niederlanden 15 Prozent, der Tschechoslowakei 10 Prozent und bei der Schweiz 20 Prozent. Bei Beträgen zuter 50 Mar. werden keine Abzüge vorgenommen. Die nicht mehr überwiesenen Beträge können den Berechtigten auf einem Sonderkonto für Inlandszahlungen gutgeschrieben werden. Die Kürzungen sind erforderlich geworden, weil sonst die in den betreffenden Ländern wohnenven Smpfänger, denen der Verbleib im Ausland und die Ueberweisung ihrer Bezüge dorthin gestattet worden ist, zu Lasten der angespannten deutschen Devisenlage einen Kursgewinn erzielen würden. Schweres Eisenbahnunglück in Rumänien Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich am Montag in der Nähe von Foscani. Ein Personenzug entgleiste, wobei zwei Wagen vollständig zertrümmert wurden. Sechs Personen wurden getötet; außerdem#burden zahlreiche Fahrgäste meyr oder minder schwer verletzt. Diar W SS S 4üc 40. 60. 75##ns 100 Mall in. Seite 6 Nr. 252.„ Bochumer Anzeiger- Dienstag, 27. Oktober 1936 Unterhaltung Mncktente.. Punnn Von Woinen Cranviéke Schmidt „Dite Verduhn. Stammt vun greun Geod. Fpahrt op Kamerun, Meelt küttien Kinner dot!“ Mut diesem Died begann die Bekanntschaft zwischen mii und dem Brückenwärter Vito Perduhn. Erst seit kurzem war ich in dem idyllischen Kischerdorf. das sich auch als Luftkurort regen Zuspruchs erfreute, heimisch geworden. Ein paarmal hatte ich schon einen Strandbummel unternommen, aber die Landungsbrücke, die weit in den Strom hinausgebaut war, hatte ich noch nie betreten. Eines Tages sah ich, wie eine Rotte übermütiger Jungens und Mädels unter Absingen ohigen Liedes auf die Brücke hinausgingen. Den halben Weg hatten sie wohl zurückgelegt, da öffnete sich eine Tür des kleinen Deckhauses, das auf dem Vorleger errichtet war, um den Ausflüglern bei schlechtem Wetter als Warteraum zu dienen, und heraus stürmte ein untersetzter Mann, in der Rechten einen großen Prügel schwingend. Lachend und schreiend stoben die Kinder auseinander und ergriffen die Flucht. Eine Weile suchtelte er noch mit dem Prügel drohend in der Luft herum und stieß wüste Drohungen aus; dann, als er meinen Blick begegnete— ich konnte mir ein verstecktes Lächeln nicht verbeißen— drehte er sich knurrend um und stelzte=beinig wieder dem Vorleger zu. „Ein origineller Kauz", dachte ich und nahm mir vor, ihm bei Gelegenheit einen Besuch abzustatten, um seine nähere Bekanntschaft zu machen. Mein Hauswirt war ein alter Geefischer, dem ich mein Erlebnis erzählte, sagte lachend:„Ja, das ist Vito Perduhn, unser Brückenwärter. Er tut keiner Fliege was zuleide, ist aber doch bei den Gören der bestgehaßte Mann. Sehen Sie, das kommt daher: nirgends spielen die Kinder so gerne, als auf der Dampferbrücke. So ging es uns schon, als wir noch lütt waren, und so wird es wohl immer bleiben, weil das Verbotene doppelt reizt. Damit nämlich kein Unglück passiert, dürfen Kinder nur in Begleitung Erwachsener die Brücke betreten, und Porduhn hat strenge Order, dafür zu sorgen, daß das Verbot auch befolgt wird. Was nun das Lied anbetrifft, so ist das eine Anspielung auf Perduhns Herkunft. Er ist nämlich kein Hiesiger, sondern stammt aus Hamburg und soll am„grünen Sood“ geboren sein. Ob es wahr ist, weiß ich nicht; aber man behauptet es allgemein. Mit Kamerun hat es auch seine Bewandtnis. Perduhn war früher Eigner von einer Galeasse und ist immer von Hamburg auf Dänemark und Schweden gefahren. Wenn er nun einmal einen über den Durst getrunken hat, und Grog mag er bannig gern, dann sängt er an zu prahlen und erzählt von seinen großen Reisen nach Kamerun und so. Den Sommergästen und Fremden hier kann er das ja aufbinden, wir lassen ihn schnacken und lachen uns einen.— Besuchen Sie ihn mal; er freut sich, wenn er jemand hat, dem er die Hucke vollügen kann.“— Am nächsten Morgen, nachdem ich mir ein paar Zigarren eingesteckt hatte, pilgerte ich zur Brücke hinaus. Ein Dampfer legte gerade an, als ich den Vorleger betrat. Der Matrose warf Perduhn von Bord aus die Trosse zu, und der Alte legte sie um einen der eisernen Poller. Als das Schiff fest war, zog Perduhn von jedem Passagier, der den Dampfer verließ, das obkigatorische Brückengeld ein. Man spürte ihm förmlich an, daß er sich seiner Wichtigkeit voll bewußt war und sich sozusagen als Herr der Brücke betrachtete. Mit bärbeißiger Miene nahm er das Geld entgegen, und wenn ihn ein Passagier nach den Abfahrtszeiten der Dampfer befragte, wies er wortlos nach dem Fahrplan, der am Deckshaus befestigt war. Eein abweisendes Gesicht sagte deutlich:„BeKinder muß ich wegjagen; aber bei Gerd soll ich'ne Ausnahme machen.— Das geht doch nich Wenn de hekligt mich nicht mit Fragen, ich habe Wichtigeres zu tun!" Da scholl vom Ufer wieder der Gang. Der Alte hüstelte, warf mir einen scheuen Blick zu und fegte mit verbissenem Ingrimm das Deck. Ich tat, als interessierte ein ausgehender englischer Kohlendampfer mich derart, daß ich für nichts anderes Augen und Ohren hatte. Näher und näher tönten die Kinderstimmen. Da hielt es den Alten nicht länger. Mit einem wütenden„Takeltüch" stürzte er, den Besen schwingend, hinter den Kindern her. Als er keuchend wieder zurückkam, sagte ich:„Sie haben wohl Ihre liebe Not mit den Gören?" „Nicht zu knapp, Herr!" entgegnete er.„Jeden Tag muß das Takelzeug sich mit mir anlegen.— Aber Angst hab'n sie doch vor mir," Befriedigung klang aus seiner Stimme. Er zog eine kleine verbeulte Dose aus der hinteren Hosentasche und entnahm ihr eine Rolle Kautabak. Ich zog schnell meine Zigarrentasche und hielt sie ihm hin. „Eie rauchen doch?“ „Och— danke Herr!— Ich bünn so frei!— Sie sind hier wohl fremd?“ So kamen wir ins Plaudern, und setzten uns auf eine der Holzbänke. „Ich hab' ja nix’ gegen die Gör'", brachte er das Gespräch wieder auf die Kinder; ich muß ja man bloß so tun, damit sie Respekt vor mir haben. Wenn ich sie erst auf den Vorleger laß', tanzen sie mir auf die Nase.— Ich will mal sagen, da liegt grad'n Dampfer und ich muß kassier'n— kann ich dann meine Augen überall haben?— Dann fällt so'n Wurm vielleicht ins Wasser und der Sog reißt es gleich unters Schiff.— Keine Rettung, sag' ich Ihnen.— Aber was wissen die Gör'n davon, wenn ich meine Pflicht tu und sie vor Schaden bewahr'.— Für die bin ich der böse Bumann, den sie ärgern müssen.— Die Zigarre is übrigens gut, Herr!— Brasil. nich? Als ich noch auf Brasilien fuhr, kannte ich in Rio'n schwerreichen Plantagenbesitzer. Da kriegte ich die schönsten Brasil hundertweis geschenkt.— Ich war nämlich Kapitän, Herr, wenn ich jetzt auch man bloß Brückenwärter bin.— Aber man hat seine Verantwortung.— Wenn“'n Kind, was ohne Begleitung Erwachsener hier spielt, was passiert, hab' ich da grade für zu steh'n.— Und darum kommt mir das Takelzeug nich auf die Brücke, und wenn sie noch so schimpfen und mich für Narren haben."— Als wir eine Weile geraucht und geplaudert hatten. kam eine starkknochige Frau mit einem fünf= oder sechsjährigen Jungen an der Hand über die Brücke. „Meine Schwiegertochter und mein Enkelkind“, sagte Perduhn erklärend. Mir schien es, als prägte sich in seinem Gesicht Beunruhigung aus. Die Frau machte einen sehr refoluten Eindruck. Sie nahm von mir keine Notiz, führte den Knahen dem Großvater zu und sagte:„So Gert, jetzt bleibst du schön bei Opa, bis ich dich wieder abhol'!“ „Du weißt doch“, gnägelte Perduhn, mit einem verlegenen Seitenblick nach mir,„daß ich Gert hier nicht haben will. Wenn die Dampfer kommen, kann ich nich auf ihn aufpassen. Das is überhaupt gegen meine Instruktschonen!“ „Ich kann ihn heute im Haus nicht brauchen“, entgegnete die Frau kurz. Ich hab' große Wäsche, und da läuft er mir bloß immer zwischen den Füßen'rum. Zu Mittag bring' ich Euch beiden das Essen runter. Adschüß Vater!“ Perduhn blickte ihr unter gerunzelten Brauen nach; seine faltige Rechte streichelte den Blondkopf des Enkels. „Seh'n Sie, Herr, so sind die Frau'n!— Die andern esicht hin.— Hab' ich alle Kinder zu Feinden gemacht, daß sie nachher mit 'n Finger auf mich zeigen und sagen: wenn das welche von deiner Familie sind, drückst du'n Auge zu, aber uns jagst du weg!— Gleiches Recht für alle, sag' ich immer; aber das verklar'n Sie mal'n Frauensperson. Mir ist das immer schenierlich, wenn sie mir den Jungen aufhalst.— Du kannst da nix für' mein Lütt'“, schloß er, zu dem Enkel gewandt, der sich zutraulich zwischen seine Knie schmiegte. „Es wird nicht gerade heute der Inspektor kommen", tröstete ich,„und vom Strand aus sieht man wohl kaum, daß das Kind auf der Brücke ist.“ Perduhn wiegte unmutig den Kopf und entlockte der Zigarre dicke Rauchwolken. Auf einmal sagte er hart:„Ich hätt' das nicht tun soll'n!— Gleiches Recht für alle!" Ein Dampfer hielt wieder auf die Brücke zu. Perruhn erhob sich und faßte den Jungen bei der Hand. „Komm. Gerd, wir woll'n den Tutdamppfer beseh'!" Ueber den ausgebrachten Laufsteg drängten die aussteigenden Passagiere auf den Vorleger. Verduhn hatte alle Hände voll zu tun, um des Brückengeld einzuziehen. Plötzlich ein Aufschrei aus vieler Munde: augenblick. liche Verwirrung... Gerd, nur einen kurzen Augenblick sich allein überlassend, war der ungeschützten Vorlegerkante zu nahe gekommen: stolperte über die Vertäutrosse zwischen Dampfer und Vorleger ins Wasser. Auf dem Dampfer ergriffen sie Hakenstangen, um den von der Strömung gepackten Jungen zu fischen.— Da sprang auch schon der alte Perduhn in voller Kleidung in den Strom und schwamm dem Kinde nach Einer vom Bordpersonal vermochte mit der langen Hakenstange die Kleider des Jungen zu packen und ihn längsseits des Dampfers zu ziehen. Eie Dutzend Hände streckten sich nach dem Geretteten aus und hoben ihn an Bord. Scmi. Vito Perduhn aber versani nach ein paar Schwimmstößen lautlos im Wasser. Ein Herzschlag hatte wohl seinem Leben ein Ende gemacht. Giemiscke Cnekdoten7 Von Rare##s Metta Hager, knochig, mit kurzgeschorenem weißen Haar, scharf gekerbtem grauen Feldherrngesicht und gütigen blauen Augen: das war die alte Lehrerin Metta Tietjen, die nach ihrer„Versetzung in den Ruhestand" noch fast zwei Jahrzehnte lang in rauhem Loden und derben Schuhen durch die Schweizer Straße und die umliegenden Gefilde stapfte.„„ „Metta“, fragte eine alte Nachbarin eines Tages beklommen,„hast du einklich gar keine Angst vorm Tode?“ „Nee“, sagte Metta nachdrücklich.„Da hab ich gar eine Angst vor.“.. M66 d. 4295. „Aber man weiß doch nicht, was da drüben— ich mein": hinterher— denn so kommt.“ „Da quäl ich mich dschetzt nich um“, sagte Metta gelassen.„Kuck mal, damit is das so: Als ich in die Welt reinsollte un da nix von kannte, da war das so vorgesehen, daß da’ne Hebamme war; die half mir rein. Nu denk ich mir: Wenn ich's nu mal wieder raus soll denn wird da woll für gesorgt sein, daß da auch so Dschemand is, der mir denn drüben reinhilft.“ Vorschlag zur Güte Gerd Wischhusen, Großbauer zu Grasdorf, lebte mit seiner Frau, Gesche, in betrüblichem Unfrieden. alle männliche Ueberheblichkeit ausgerottet hatte, und zwar so gründlich, daß diese Wirkung auch über den Tod seiner Gattin hinaus anhielt— Pastor Meiners neigte dazu, die Hauptschuld der Unverträglichkeit bei Gerd und nicht bei Gesche zu suchen. Infolgedessen entschloß er sich zu einem offenen und kraftvollen Wort von Mann zu Mann. „Und deshalb, mein lieber Wischhusen“, schloß er, „meine ich: versuchen Sie es mit Langmut und Großzügigkeit. Zeigen Sie sich für das Glück, das die Frau dem Manne schenkt, durch Duldsamkeit erkenntlich, meine zu wissen, daß Ihre Frau ein prächtiger Mensch ist, mit dem sich müßte auskommen lassen.“ „Zo—!“ versetzte Gerd Wischhusen trocken.„Meinen Se da, Herr Pastohr? No, denn will ich Sie mal 'n Vorschlag machen. Sie sind dscha Witwer; da geht das dscha. Nehmen Sie ihr mal'n Vierteldschar mit. Un denn wollen wir uns wiedersprechen.“ Wege zum Kunstgenuß Als die Stammiete— auch Platzmiete oder Anrecht genannt; Gewissenhafte pflegen zur Vorsicht hinzuzufügen:„Ich meine das Abonnemang!“— also als die Stammiete es mit sich brachte, das Frau Luettiohann sich den„Hamlet“ anzusehen hatte, fügte es die freundliche Vorsehung, daß sie unter einer Notlampe „zu sitzen kam"; so daß sie in der Lage war bei jedem etwa auftauchenden Zweifel ihr Spielplanheft zu Rate zu ziehen. Jedesmal, wenn unten ein tragisches Schicksal sich vollendete, machte sie einen Strich im Personenverzeichnis. „Das is wegen dem Verständnis“, erwiderte sie auf eine nachbarliche Frage.„Wenn einer tot is, den streich ich denn dscha ümmer gleich durch, denn kann ich': denn dscha besser durchfinden.“ Die arme Frau Bei der alten Frau Pastor Meiners, der guten Seele, erschien eine armlich angetane Frau und begann unter durchdringenden Klagelauten die Geschichte ihres beispiellosen Elends zu berichten: „Och, Frau Pastohr, was mein Mann is, der Is tot, un denn hab ich sieben Kinner un nix dafür anzuziehen, un zu essen haben wir all lange nix mehr gesehn, uns was mein Bruder is, der kann es dscha, aber er gibt uns nix, weil daß er'n Pick auf meinen Mann hatte——“ Und so weiter. Die arme Frau wurde gut und reichlich versorgt. Nach vierzehn Tagen kam sie wieder. „Och. Frau Pastohr, was mein Mann is, der is krank und liegt aufs letzte, un———“ „Augenblick mal“,“ sagte die alte Frau Pastor Meiners, die gute Seele. Haben Sie mir nicht neulich erzählt, Ohr Mann wäre tot!“ Zo!“ sagte die arme Frau traurig.„Hab ich das gl Dscha, sehense, Frau Pastohr, man konnt'# bei all das Ungkück!“ gesad..— dscha ganz durchh Frau Bruns sorken Fehlgegangen ist, ohne. besondere Absichten oder er Shak Vo##antnisse, in die Aufführung eine.###espeareschen Komodie geraten, und sitzt vervrüfft vor der bunten Lustigkeit der Vorgänge, die sich da unten auf der Bühne begeben. Es stellt sich heraus, daß sie in dem Bestreben, Bildung durch Stilanpassung darzutun, das Opfer eines Irrtums geworden ist. „Mein' Zeit!“ sagt sie enttäuscht,„das ischa Luststück! Un ich hab gmeint, das is'n Trauerstück! Un nu hab ich extra die bedeckte Bluse an!“ ROMAN von MARIAOBERLIN 7 „Im übrigen noch eins: Ich bin genau so wie ihr von diesem Unglück betroffen. Ich verkaufte mein kleines Bankgeschäft, ihr wißt das ja, und legte das Geld genau so an, wie für euch.“ Seine Stimme brach. „Es ist mir der bitterste Schmerz, daß ich euch das alles mitteilen muß, aber es geschah ohne meine Schuld. Nähere Auskünfte gibt euch auch noch gern mein Justizrat Behrens. Er ist übrigens als alter Börsenjurist der Ansicht, daß sich die Montan=Aktien vielkeicht in einem Jahr wieder erholen können, wenn alles gut geht. Bis dahin aber sind wir alle völlig ohne Mittel...“ Er lehnte sich mit blassem Gesicht und bkauen Lipvon zurück. Martin Kerstens sprang als erster herzu. „Onkel Cornus, du kannst nichts dafur, rege dieh nicht so auf“, hat er herzlich. Nora, der die hellen Tränen vor Entsetzen über die schreckliche Meldung über die blassen Wangen strömten, sah zu ihrem Mann herüber. Wirklich, das war lieb von Martin. Onkel Cornus konnte doch nichts dafür! Er hatte bestimmt nach bestem Gewissen gehandelt, der liebe alte Herr! Martin rief auch als erster die verzweifelte Gruppe der jungen Menschen an.„Kinder, steht nicht da und seid so vernichtet! Viel wichtiger ist, was machen wir Er wandte sich wieder zu Cornelius. „Meinetwegen, und ich hoffe auch Noras wegen, mache dir keine Sorgen,..“ Er suchte mit den Blicken Nora, die jetzt langsam näher kam und sich an seine Seite stellte.„Wir haben sehr üppig gelebt, das muß eben anders werden. Ich werde wieder arbeiten und kann gut für Nora sorgen.“ Er lächekte schon ein wenig.„Es macht mir große Freude, es zu tun", sagte er noch.„Und in meinem Haus ist immer für jemanden Platz, der nicht weiß, wohin er soll...“ Cornelius von Holst drückte dem jungen Mann herzlich die Hand. „Lieb von dir“, sagte er ernst.„Aber ohne die Zinseinkommen von Noras Vermögen werdet ihr eben sehr schlicht leben müssen, und jeder muß jetzt lernen, für sich selbst zu sorgen. Eva ging auf Cornelius zu.„Sei ruhig, Onkel Cornus wir werden schon sehen, was sich tun läßt. Sei nicht so verzweifelt, hörst du?“ Angela von Holst schluchzte heftig.„Was sollen wir denn tun? Ich bin doch so krank, ich muß doch Pflege haben...“ „Du bist eine Gans“, sagte Ludwig von Holst nachdrücklich. Sein frisches Gesicht, das immer so unser bekümmert und sorglos war, zog sich in schwere Falten. „Himmeldonnerwetter, wenn ich doch wenigstens mein Examen gemacht hätte“, murmelte er vor sich hin. „Sind wir denn ganz ohne Mittel jetzt, Onkel Cornus?“ fragte Ria von Holst erregt. Cornelius von Holst nickte schwer. „Ganz, Ria. Die Montan=Gesellchaft schüttet natürkeine Dividenden aus, die Zinsen der Merikobank fallen fort, woher also?“ „Ja, mein Gott, was sollen wir denn anfangen?“ Erregte Fragen, unruhiges Geflüster. Thomas von Holst faßte sich nach einer Weile Ueberlegens. Ich werde zu Professor Zur Mühlen gehen und ihn bitten, ab er mir irgendwo eine Stellung beschaffen kann“, meinte er ruhig. „Und deine Erfindung?“ Thomas' Gesicht wurde brennend rot.„Sei still davon. Wenn es so schlimm mit uns steht, werden wir zuerst mal an eine Existenz denken.“ „Onkok Cornus, irgend etwas wird sich finden.. Und du bleibst natürkich bei uns", riefen Eva und Ludwig von Holft fast gleichzeitig. Cornelius' umschattetes Gesicht hellte sich auf. „Das ist nett von euch, Kinder, aber habt ihr alles überkegt! Wovon wollen wir denn nun leben?“ Man überlegte, man riet hin und her. Nur Angela saß im Winkel und schluchzte in sich hinein. „Justizrat Behrens wird mir helfen, daß wir das Haus vermieten“, sagte Cornelius von Holst ruhig. „Wir ziehen nach unten, bescheiden, auf ein paar Zimmer. Ohen wird alles vermietet.“. Pichex brasut Einen Augenblick lang herrschte wieder pruckeno## Schweigen. „Ja, das ist schwer“, sagte Epg leife.„Aber Onkel Cornus hat recht, es muß sein!“ „Ria, auch du wirft von deinem kleinen Haus etwas abgeben müssen“, sagte der alte Herr jetzt ruhig. Ria Holsts Gesicht wurde sehr blaß. Alle sahen sie an. Gie hatte stets schon gern allein gelebt, war gern ihre eigenen Wege gegangen... „Vielleicht zieht Angeka zu dir, so viel Platz ist ja da, auch wenn du von deiner Wobnung etwas vermietest, wozu du schon gezwungen sein wirst. Er sah leisen Widerstand im Gesicht des schönen Mädgens. M:.444— „Ich muß es verlangen, Mia“, sugle er ernst.„Als ich damals deine Bitte erfüllte und dir das kleine Haus da kaufte, habe ich eine Summe dafür freigemacht. Du wirst einsehen, daß du den anderen gegen#ber nicht bevorzugt sein kannst?“ „Waz soll ich denn bei Ria?“ fragte Angela weinerlich. „Du wirst mit ihr zusammen den Haushalt führen", sagte Cornelius so hart, daß alle ihn erstaunt ansahen. „Nimm dich zusammen, du bist nicht krank, du bist nur verzärtelt und verwöhnt. Alles andere werden wir noch besprechen, Kinder. Noch einmal, es tut mir weh für euch, aber ihr müßt nun sehen, euer Leben allein in die Bahn zu lenken. Ich helfe euch, so gut ich kann. Das heißt nun", setzte er wehmütig hinzu,„mit Rat und Tat, denn mit Geld kann ich euch nicht wie bisher die Wege ebnen.“ Er ging langsam zur Tür. „Zürnt mir nicht“, sagte er noch einmal heiser. „Onkel Cornus!" Alle Hände streckten sich ihm „Dann is's ja gut, Kinder. Dann ists ja gut. Aber denkt daran, es werden schwere Zeiten kommen für euch Eva sah ihm starr ins Gesicht. Sie hatte liebe. zärtliche, tröstende Worte erwartet, und nun das! Dunkel spürte sie seine Enttäuschung, wie ein Blitz schlug die Erkenntnis bei ihr ein: dein Vermögen hat er gesucht, nicht dicht. Ius.„.. „Ich lasse kein Wort gegen Onrei Cornus sagen“ meinte sie scharf,„Mexr dir das! Und dir wil Schwere Zeiten! Das Wort ging Eva von Holst nicht aus dem Kopf, als sie zum Flugplatz fuhr. Sie ließ den Wagen dahinrasen. Leise, zartlich glitt ihre Hand über das Lenkrad. Schrecklich, daß sie den Wagen auch würde verkaufen müssen! Am Flugplatz wartete schon Tuttlingen. „Wo bleibst du denn so lange?“ fragte er unwillig. „Manfred, es ist etwas Furchtbares geschehen, Komm, wir setzen uns ins Restaurant drüben, ich muß dir erzählen.“ Sie legte die Hand auf die des Rennfahrers und begann. Manfred Tuttlingens Gesicht wurde fahl, „Alles verloren? Das ist doch unmöglich, ganz möglich!“ „Ja, ich weiß nicht, was werden soll“, sagte Eva von Holst trostlos.„Wenn ich nur wüßte, wie ich Onkel Cornus helfen könnte.“ „Hekfen?“ Manfred lachte häßlich auf.„Du solltest lieber an dich denken, anstatt den Alten noch zu bedauern.„ „Onkel Cornus kann doch auch nichts vazu“, sagte Gva erregt.( „Sok dr kann nichts oazur Das sagst du, wo er dein großes Vermögen so leichtsinnig verwaltet hat Wer weiß überhaupt, ob das alles so genau stimmt! Ob er sich nicht'ne hübsche Portion vorher beiseite gebracht hat, das kann niemand kontrollieren. Eva von Holst sah den Verlobten an, als sei er ein ganz Fremder. 4„t 655# „Manfred! Du glausst voch nicht, vas Onkel Kornte— 4den der Bet „Die ganze Sache kommt mir seirsam vor. woiche Börsenkatastrophen bereiten sich doch langsam vor, da hätte er doch früh genug die gefährdeten Sachen abstoßen können, er, als alter Bankfachmann.“ Wut und Erregung schwangen in seiner Stimme mit. Das war ja eine nette Bescherung! Die Gläudiger saßen ihm dicht am Hals, die Hochzeit im nächsten Monat hätte alles rangiert! meinte sie scharf,„Merk dir das! Und dir win ich noch eins sagen: soutest du jetzt zu der Erkenntnis kommen, daß ich nicht die rechte Frau für dich bin, so lasse es mich bald wissen.“ Sie sah Manfred Tuttlingen genau an. Jetzt, jetzt mußte die Antwort kommen! Alles wollte sich in ihr empören bei dem Gedanken, daß sie ein Finanzobjekt gewesen war, oder nicht? Würde er sie in die Arme nehmen, war alles nur eine Täuschung gewesen? Ein Mensch konnte doch nicht so abscheulich sein! Sie wartete. Sie sah den verlegenen Zug in dem Gesicht ihres Verlobten, hörte, wie er begann:„Ja, siehst du, Kind, in unserem Berufe muß man schon...... „Danke!“ sagte sie eiskalt. Fremd jay ne ihn an. „Das genügt! Das genügt vollständig.“ Sie wandte sich scharf um und ging hinaus. Bestieg den kleinen Wagen und fuhr heim. Nicht einmal weinen konnte sie, nur ein bitterer, verächtlicher Zug grub sich um den schönen festen Mund. Eva von Holst hatte die erste Begegnung mit dem neuen Lehen gehabt. Wie selbstverständlich stieg Nora vor Holst zu ihrem Mann in den einfachen, hellen Sportzweisitzer. „Dein Gepäck noch am Bahnhof?“ fragte Martin ruhle „Ja..“ „Wir holen es gleich...“ Stumm fuhren sie nach Hause. Müde ließ sich Norg in einen Sessel fallen.„Ich bin halb erschlagen...“ Dann hob sie den Kopf. „Der arme Onkel Cornus“, sagte sie leise.„Ge mag eine schwere Zeit hinter sich haben...“ Sie stand auf.„Du, Martin, ich muß dir etwas sagen. Du hast dich sehr anständig heute benommen...“ „Mein Gott, wieso denn?“ „Na, in dieser scheußlichen Angelegenheit.“ Sie trat nahe an ihn heran.„Ich bin nun wieder da, Martin. Es kam mir so selbstverständlich vor. Aber— werde ich dir auch keine Last sein?" Ihre klaren, hellen Augen hatten sich wieder mit Tränen gefüllt. Aber Nora, ich bitte dich. Ich freue mich, daß du wieder bei mir bist. Aber wirst du vernünftig sein können, jetzt! Sag es mir ganz offen.“ Martin ich...“ Sie zuckte etwas hilflos die Achseln.„Wir wollen es noch einmal zusammen versuchen meinte sie keise. „An mie soll es nicht liegen, Nora...“ „Auch an mir nicht, Martin.“ Ihre Hände fanden sich.„Ich kann es noch gar nicht fassen, Martin, daß alles verloren sein soll!“ (Fortsetzung folgt.) Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 21. Turnen und Sport Seter Nr. 292, Tectomnn Kortoan; Nautiag, 27. Giskr 1939 Rudolf Caracciola fuhr neue Rekorde Holländer Käfe zu kräftig... *####rten auf der Reichsautobahn Frankturt-Darmftadt Erfolgreiche Verluchstamiehäufder knanaciebeinnPrankfurt-Darmftadt sahn zwischen Frankfurt a. M.„Ich fuhr wie über eine Glasplatte“ e Reichsautobo, bei Frankfurt der Reichsauto amtr Montag in früher Morgenund Darmstadt begonn oser. Penz mit Versuchsfahrten aes ceacles eshese eree pressoren lrelidsen Berobert, Dle, eig, Har., und Küick, oeie hate Tazio Ruolarl“ die belsebenbe=Zug mitere Senestotg dn Pich elisheegeg e ict süer die fülegende Werszen aher halte er mit 81 555 328.125 Stundenkllometer für die eiege. zim wetren Verlauf der Verluchssersten Zaihgen oPd sen Geschpindiakeiten Zunächst wurde de Hächltleistung im fliegenden Kilo auf 8585„Stunden; kilometer geschraubt und in der fliegenden Meile auf 8620 Stondenklomete z und fast undorstelbdar schnel wor de fürt, giegenden Kloemeter 100s für de Rök. brt 565.2,. pegisgreter erisbricht. Für die 1e Sel.= 864 Stundenkilgmeter enzigricht. pende Dre i6, Hg.(Sgeg, Weistel“ 15.735.ek. er g67.006 Sesch esrich echerei ecse seche Sek. Due 871. Stundenkilometer. Neuer Klassenrekord auch über 5 Kilometer! Mit dem erfolgreichen Angriff auf den internationaleg Sestese is Secseschäie e ulie er ic hche beaünstiat, die Strecke in 9253 Sek, gr/6, Dos, 2atz spricht einem Durchschnitt Stundenkilometer. fahrten auf e chicl e ad.schäche heichecesheche brauchsfahrzeug mit Vollas über die Steaße, gie „Mir kam es so bor,“ sagte Cgraciola, aals ob ich über eine Glasplatte fahren würde.“ Mercedes=Benz beabsichtigt nicht sich mit den erzielien erlaibep Autschen ginrsigeg, Velter Perazigieh, 10 Kilonzgter. 10 Vbeister veinene=Pilorneter und eine rekorde mit fliegendem Start über 5 Meilen. 10 KiloAltk- Sindensliometer, Bö1 Sesgeiegeisene 1 Caracciola eben auf 842.5 Stundenkilometer geschraubt. Hennes Weltrekorde anerkannt BBeM.Fahrers Ernit Henne offiel anerlagnt. dente ist nunmehr im Besis von 22 Weltreggrgr einspuriger Fahrzeuge, die er alle auf BMW. aufstellte. Unter ihnen befindet sich der begehrteste, der absolute Iawschen dersacht ber.iK ishsier Secbniäse Pei Kbalnten Geschplodiohe, zuit sezgen Vemibungen ee Stüg., Göwgß“ Vereichte, Fernibouab„nur“ 269 StunHennes BMW., erreichte Fernihouab„nur“ 269 Stundenkilometer. ) Scherl-Bilderdienst Großer Kampfbetrieb bei den Schwerathleten 24 Schulen meldeten Um die Fußballmeisterschaft der Bochumer Schulen diesjährigeersie“ kampflos von Lamtmann Sieg und sbalmeisterschaft Schulen der Stadt Bochum. echielt kampflos von Laxpmayn Sieg und Pustetz, Die Begegnung Krusch— Sobzak wurde zurückgestellt. L. Herrmann war in## ersten, ozde, pvienret. den Sonntag steigt die zweite Runde. Fußball-Allerlei Unsere nächsten Länderkämpfe der Fachschaft Faotbol, Vollmer, erlirt, gern steilen. Die Hauptschwierigkeiten wären doch damit benach demn Pelasten der Velieggzishe ise Behdercke setzt sich mit der„Fachschaft II in Beromoung und segdie Anstoßzeit fest. Die erste Auslosung ergab folgende Paarungen: Ev. Schule Lindener Straße— Kath. Schule Hat(Ep. Schule Hattinger Straße— Amtmann=Schule Ep: Schule Kreienfelbdstraße— Von=WaldhausenKath. Schule Gerther Straße— Otto=Gehres=Straße Kath. Schule Schragmüllerstraße— Kath. Schule Ep: Schule Wittener Straße— Vorgholzstraße. Ev. Schule Fahrendeller Straße— Josephinenstraße. Ev. Schule Landwehr— Ev. Schule DrusenbergKath. Schule Drusenbergstraße— Kath. Schule Oskar=Hoffmann=S gaße, Der Stadtmesser belbommt ein Oszlon und, einen Erinnerungspreis. Die erste Spielrunde Meisterschaftsauftakt im Schachkreis Bochum Viele Zuschauer hatten sich im Vereinsheim der BoSpieler bestellt ist, so daß in diesem oder jenem Spiel Ueberraschungen auftreten. Die Ergebnisse der ersten Runde: a Pisns 34438 Länderkämp Das Ausland brachte in den letzten Wochen verschiedene Meldungen über Abschlüsse oder Vereinbarungen von Länderkämpsen mit der deutschen Futzhglesgtienal. elf, ohne daß bisher Verhandlungen eingeleitet oder entsprechende Einladungen schon abgegangen waren. Das Fachamt Fußball hat aus diesem Grunde den Abschluß nachstehender fest vereinbarter Länderspiele für die nächste Zeit bekanntgegeben: Gale 15. November in Berlin gegen Italien: 31. Januar in Düfeldorf gegen Seangrz, 31. März in Deutschland gegen Framrrich: 31. März in Luxemburg gegen Luxemburg; 25. April in Deutschland gegen Belgien; 2. Mai in Zürich gegen die Schweiz. Weiterhin sind im Laufe des nächsten Jahres noch die Rückspiele gegen Norwegen und Schweden auszutragen, die 1935 in Oslo und Stockholm durchgeführt wurden. Gleichfalls müssen wir noch gegen Letland antreten. Eigy; damit, P/tensene gpseee# beiden Spiele gegen Ende der laufenden Spielzeit in Reval und Riga bestritten werden. Die Kraftsportler des Gaues Westfalen hatten am Sonntag Hochbetrieb. Rund 32 Veranstaltungen wurNachstebend veröfentlichen wie die wichtigsten Er=Zeros Dorinund—. Roland 33 Dortnund.6 AC. Hörde 04— Alemannia Dortmund:10 Witten 07— Brambauer 24. 16:3. Hohenlimburg— Kirchlinde 26 10:7 Bezirksklasse: D. Eiche Gelsenkirchen— Jahn Marten:10. Bochumer Ringer unterliegen D. Eiche=Germania— Suderwich:11 Die Bochumer Ringer kämpften in Suderwich, ohne das Schwergewicht besetzt zu haben und unterlagen mit :11 Punkten. Elfen 88 flegte beim Großkampftag im Gewichtheben in Wanne=Eickel der Stadthalle ausgetragen wurden,f 9— Za Mittelpunkt der Kämpfe stand der Start des Wannech mit Sonderbeifall bedacht wurde. Kämpferisch gesehen, die Wanne=Eickeler Heber ihren Gästen nicht gefährlich werden.„Essen 88“ erzielte, bei diesem Kampf insgesamt 3710 Pfund.„Siegfried“ Wanne=Eickel erzielle insgesamt bei dieser Veranstaltung 3280 Pfund. siest fels sch dge. deKesgeoiche alhbeinis adie sosgenr. linohausen),„flichen Gründen die Reise nicht mitmachen. nen aus beruflichen Gründen die Reise nicht mitmachen. Staatssekretär a. D. Lewald in Rio de Janeiro An Bord des Luftschiffes„Hindenburg", das mit 54 ahrgästen Samstag in Rio de Janeiro landete, traf der Präsident des Organisationskomt gez ua##e. rag: den Spiele in Berlin, Lewald, zun erteitern des Aubenwinisersur', Lestichen Patschaft Olympischen Komitees und der deutschen Botschaft empfangen. Deutsche Amateure in Oslo Dixkes, Knoth, Blum und Schnarre starten Die Norwegenreise einiger deutscher Amateurboxer mußte um zwei Wochen verschoben werden und sieht Holländcrinnen fiegen in Oberhaufen Internationales am Samstag abend in Oberhausen Vor in hicht, Stähiscg, E Mpimrhalle bse, Sechschen Sealeaslteiche heaen bergze die männlichen Vertreter miehrtag nenss=Zanßez. sogar Veltrekorde zu Kanzesen, gprst, zesen Pbeis. eite 20=Pseter-Prerzemandel/s., srnte, diesen„ööe Form wor die Olympiasiegerin3 während der pare gut guf dem Posten und leote, die ich Meicr gant in 105s urignr slsehheige ee schwimmen, Voe, er.0gP ipte, Ral die Slampiasiegerin Rida Senif, Die. für, Holland den entscheidenden Vorsprung herausschwammen. Die Meisterschaftsipiele der eriten Kreisklaffe :1 :0 :0 :1 :0 Lies— Kubillus Gorthat— Kröger Schulte— Hannemann Schwesig— Schäfer Katzer— Möller Pelka— Strätling Krozek— Lanpmanzzeiten Lies und 8u Slck ais echce Seilse Verie zie Hesgtsag enl 61 Zügen unentscheiden. Kröger führt sich mit einem Siege über Gorhat gut ein Gortsaf, Hehandelte, Die eoac rächs-3aniud Eröffnung schlecht und mußte den bioh Schugegenüäher. Nach vorsichigem Spiel in Schulte im Mittelspiel zwei Die Spiele der Nachbargaue Gau Niederrhein: Fortung Düsseldorf— Turn Düsseldorf,:1(;), Schwarz=Weiß Essen— SSV. Elberfeld:0(:0) Hanborn 98— Toetz=Peikz Oberhausen.5(.3) Duisburg 08— TSV. Duisburg 99:0(:0) Die Tabelle Fortung Düsseldorf 8 8——:1 640 Rot=Weiß Oberhausen 4 3„ 1 11:4:2 XV. Duisburg 08 5 2 1 1:5 614 SSV. Elberfeld 4 2 1 1:4:3 Schwarz=Weiß Essen 5 2— 3:7 TSb, Duishurg 95 3 1 1 1 313 3s3 Furu Dässeldorf 5 1 1 S:9:7 B/3. Benraly„. 1 1—— 210 VfL. Preußen Krefeld SV. Hamborn 07 * 1 Gau Mittelrhein: CfR. Köln— Rhenania Würselen:1(:0) BfR. Köln— Kölner SE. 99:0(:0) TuS. Neuendorf— Bonner F B, 213.(111) SV. Beuel— Köln=Sülz 07 111 Tura Bonn— SpVg. Andernach :0) der Srsfunrg derezie, Sschersegien. Bezeilotse. ne Bauern, die seinen Sizge Lgrrstezten,„gechzt stürmisch verlief das Damengambir Schwesig— Schäfer. Obwohl Schwesig schon im 12. Zuge einen Läufer teidigte sich Schäfer zch und vesgsge, gur Fie Bag, vier„Stunden, Spielzeltz, mußte Scafer im 5f. Sgge die Waffen strecken. Katzer und Möller wahlteg Lir Karro=Kann=Eröffnung. Im 24. Zuge gpferte die Qualität. Nach einem weiteren Springeropfer Nach autem Spiel erang Strätipg Hertelke,.der Nach gutem„Spiel errang Strätling Vortelle, die den Gegner im 27. Zuge zur mufgabe zwangen. vrrozek BfR. Köln Kölner EfR. e Rhenania Würselen Tura Bonn SpVg. Sülz 07 Bonner FV., TuS. Neuendorf Mülheimer SV. SV. Beuel Kölner SC. 90 SpVg. Andernach Die Tabelle 6 2 26:11 17•5 17•13 :5 10:8 10:13 :12 11:11 :8 :18 :22 Gruppe 9: SpuSp. Gerthe— SV. Holsterhausen:1(:1) Ein klotter Pbeisnizt eitente gerechten Unentschieden aus zum Bübrungstreffer. Im Werisernzung iar Fehzasbe. Ss ehlice eiei e schee Zampa konnte einen vom Gästehüter abgewehrten, Pgl mit der Brust eindrücken. Unmittelbar vor dem Schlußpfiff verpatzte Gerthes Rechtsaußen eine gute Siegesgelegenheit. Teutonia Riemke— Fortuna Herne:1(:0) Was unbeugsamer Eifer und Kampfgeist zu vermögen, bewiesen am Sonntag die Fortunen aus Herne, die den stark favorisierten Platzleuten eine durchaus ebenbürtige Partie lieferten. Besser als die Platzleute fanden sich die Herner auf dem Morastboden zurecht, der den Riemkern größte Schwierigkeiten zu bereiten schien. Abgesehen von einigen gefährlichen Durchbrüchen der Riemker, waren es die Fortunen, die den Ton in der ersten Hälfte überlegen diktierten. Nur der ausgezeichneten Arbeit des Niemker Schlußdreiecks war es zu verdanken, daß die Seiten mit:0 gewechselt wurden. Zen zpeiten Akt wandte sich dgs., Plat gndtestinte stebend, stovpen G5“ u 2n5 Oberscheid die Anfai Gefeche 2i sicken.n diren SiarPheniser Angersf einige sichere Sachen auselass mikeuinzgalsarem Shuß stärkt, daß Gerthes Linksaußen Simon bereits nach zehn Minuten verletzt vom Platz mußte und später nur noch als Statist mitwirken konnte. Die Hauptstizse hatten die Germanen in ihrem Mittelläufer Kaiser, der den Sturm immer wieder mit guten Vorlagen fütterte. Bei überaus schnellem Tempol hatten die Herner bereits bis zum Seitenwechsel durch den Rechtsaußen und durch den schußstarken Skiba einen Vorsprung von drei Toren herausgearbeitet. Nach dem Seitennechsel kamen die Gerther besser in Fahrt. Wiederholt sah es brenzlig vor dem Hexner Tore aus. Schon bald bekamen die Gerther einen Strafelfer zugesprochen, den stürmer jedoch verschoß. Den zweiten Strafelfer verwandelte Gerthes rechter Verteidiger Gräwe dann zum einzigen Gegentor. Im Endspurt blieben die Germanen dann wieder erfolgreich und konnten durch Kopfball des rechten Läufers und einem weiteren Tore des Halbrechten das Endergebnis herstellen. Gruppe B: Polen—Deutschland in Dortmund In diesen Tagen befatzte sich der Polnische Amabers für Dien besgen Bänenarl und Vorvegen hoben Deulichland setst, die in der Dortnunder Westfalenhalle zum Austrag kommt. s hese esce e can ie ece lie als einmal der Ausgleich der energisch kämpfenden Herner in der Luft zu liegen schien, berhängte der Unparteiische zehn Minuten vor dem Ende einen Strafstoß gegen die Riemker, den der Herner. Di unhaltbar an Gievers vorbei zum Ausgleich einköpfte. Germania Herne— BfB. Gerthe:1(:0) Es war für die Gerther kein leichter Gang. Das Klus des Gastgebers, der eine überaus kampfstarke Mannschaft ins Feld führte, wurde noch dadurch verSpuSp. Stiepel— TuS. 26 Altenbochum:2(:0) Die Stiepeler zeigten das technisch reifere und boten die bessere Gesamtleistung. Das Ergebnis ist dem Spielverlauf nach zwar etwas hoch ausgefallen, aber immerhin haben die Stiepeler verdient gewonnen. Die Altenbochumer zeigten nur im ersten Spielabschnit annehmbare Leistungen. Die, Stievel=g, Feitzen### Treffen gleich mit eeinigen sohnellen Vorstoßer ein. Kaum waren zehn Minuten verstrichen, als Altenbochums Hüter den ersten Treffer passieren lassen mußte. Die Altenbochumer gingen jetzt stark aus sich heraus, drängten zeitweise ganz überlegen, aber an dem Ergebnis änderte sich bis zur Pause nichts. Erst nach dem Wechsel konnte der Mittelläufer der Altenhochumer den Ausgleich erzielen. Mit der Länge des Kampfes setzte sich dann das entschlgssegere, Anerzize der Stiepeler immer besser durch. In von kaum zehn. Pinuten wurden drei ,weitere Erfolge erzielt. Erst wenige Minuten vor Schluß fiel für die Altenbochumer nach einem Durchspiel des Linksaußen der zweite Treffer durch den Halbrechten. Volizei=SV. Bochum— SC. Altenbochum:3(:2) Polzeneb. Sochum— So. Der große Lokalkampf auf dem Sportplatz am Lohberg hatte eine ansehnliche Zuschauermenge angelockt. Beide Mannschaften kämpften mit ganzem Einsatz ihres Daß das Spiel stets im Rahmen des Sportlichen blieb, war in erster Linie das Verdienst des enernischen und umsichtig leitenden Schiedsrichters. Leider beeinflußte die Witterung das Spiel stark, denn die mit Wind spielende Partei hatte Vorteila. Die Gästh AASe? hatten als erste diesen Vorteil. In der zehnten Minute war der flinke Linksaußen des Gastes gut durch und sein placierter Schuß brachte den Führungstreffer. Der Jubel des Altenbochumer Anhangs war eben verklungen, als auch schon der Gastgeber, ebenfalls durch den Linksaußen, den Ausgleich erzwang. Altenbochums Angriffe schafften kritische Lagen. Wieder war es der Linksaußen, der erneut den Führungstreffer erzwang. Doch der gleiche Spieler der Polizeimanschaft holte vor der Pause erneut den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel hatte nun der Gastgeber die bessere Seite Ein Foul der Altenbochumer Abwehr brachte den Platzteu leuten einen Elfmeterball, der zum Führungstreffer verwandelt wurde. Die leichte Ueberlegenheit der Platzmannschaft hielt an, doch Erfolge konnten nicht erzielt werden. Die Gäste dagegen waren kurz vor Schluß im Gegenangriff erfolgreich und stellten das Unentschieden sicher, das dem Kräfteverhältnis beider Mannschaften entsprach. Reichsbahn=TuS. Bochum— Bochum=West:1(:0) Der Neuling erlebte eine böse Ueberraschung, traf er doch auf einen Gegner, der zu kämpfen verstand. So blieben Sieg und Punkte an der Wasserstraße. Die Platzleute beendeten mit diesem Spiel eine Sexie von Mißerfolgen. Ihre Mannschaft erinnerte an die Leistungen des Vorjahres. Mit Wind spielend, waren die Reichsbahner im Vorteil. Der Gegner hatte Mühe. sich der energischen Angriffe des Gastgebers zu erwehren. Der Linksaußen sicherte dem Gastgeber bis zur Pause eine:=Führung. Obwohl die Platzleute nach Seitenwechsel gegen Wind spielen mußten, hielten sie das Spiel offen. Der Gegner versuchte vergeblich, den Vorsprung aufzuholen, scheiterte aber immer wieder an der guten Deckung der Platzmannschaft. Das entschlossene Angriffssviel der Reichsbahner kam dann durch zwei weitere Tore zum Ausdruck Erst in den letzten Spielminuten erzwangen die Gäste den einzigen Gegentreffer. SpBg. 04 Langendreer— Concordia Bochum:1(:0) Die Sportvereinigung 04 bestätigte am Sonntag durch einen weiteren Sieg über Concordia, daß wieder mit ihr zu rechnen ist. Die Läuferreihe der 04er zeigte sich besonders aktiv und fütterte den Sturm mit brauchbaren Vorlagen. Ein plötzlicher Durchbruch des Linksaußen Vüllers der Langendreerer führte schon nach fünf Minuten Spieldauer zum ersten Erfolg. Wenige Minuten später hatten die Gäste Gelegenheit, durch einen Handelfmeter den Vorsprung der Langendreerer aufzuholen, aber der Ersatzhüter der 04er konnte den ziemlich scharf geschossenen Ball ins Aus befördern. Die Gäste greifen weiter recht energisch und stürmisch an, aber ihre gut durchdachten Angriffe scheiterten immer wieder an der aufmerksamen Deckung der 04er. Acht Minuten vor dem Wechsel konnte der Halblinke des Gastgebers einen weiteren Erfolg für seine Farben erzielen. In der zweiten Halbzeit erhöhten dann die Gäste das Tempo. Immer wieder setzte sich der Sturm durch, aber an der Verteidigung der 04er kam er nicht vorbei. Als dann Langendreer nach gutem Zusammenspiel den dritten Treffer anbringen konnte, war die Kampfkraft der Gäste gebrochen. Sie erzielten zwar noch das Ehrentor mußten sich aber damit abfinden, daß der Linksaußen Vüllers wenige Minuten vor dem Abpfiff noch ein viertes Tor zwischen die Pfosten setzen konnte. Union Günnigfeld— Langendreer 07:1(:1) Hollywood, die vielgeschmähte, vielverherrlichte Stadt, ist ein Weltbegriff. Man kennt ihren Namen in Tibet und bei den Eskimos, im australischen Busch und in den mexikanischen Steppen. Unzählige haben über Amerikas Filmparadies geschrieben, sie sahen es durch die Brille des Dichters, des Reporters, des Weltreisenden, sie urteilten, verurteilten, priesen und tadelten. Heute schreibt einmal ein Filmstar über Hollywood, die Stadt der Hoffnungen und Enttäuschungen. Wir alle haben Mady Christians, die zu den erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen gehörte, noch in bester Erinnerung. Schon im Stummfilm begegnete sie uns in „Ein Glas Wasser" und„Es leuchtet meine Liebe“, und spielte sich damit schnell in die vorderste Reihe der Publikumslieblinge. Man sah sie auch erfolgreich auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin. Ihre letzten in Deutschland hergestellten Filme waren„Friederike", „Ich und die Kaiserin" und„Manolescu“, die großen Beifall fanden. Nun ist Mady Christians nach Hollywood übergesiedelt. Von dort aus übermittelt uns die Künstlerin den nachfolgenden Bericht, der das Filmparadies einmal von einer anderen Seite betrachtet, so, wie es eine deutsche Filmschauspielerin sieht, so, wie es wirklich ist. Die erste Niederlage mußte der bisher ungeschlagene Tabellenführer Langendreer 07 in Günnigfeld einstecken. Der Gastgeber bestritt nach langer Zeit endlich wieder den Kampf mit ziemlich kompletter Mannschaft, und es zeigte sich, daß die Günnigfelder gute Aussicht auf Anschluß an die Spitzengruppe haben. Trotz der Bodenglätte gab es unter den aufmerksamen Unparteiischen ein schönes und faires Spiel. Nach 25 Minuten gab Günnigfelds Halblinker Karasch im Anschluß an eine Rechtsflanke einen scharfen Schuß aufs gegnerische Tor, den Langendreers Hüter zwar noch erreichen, aber nicht mehr meistern konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Langendreer durch die rechte Sturmseite infolge eines Mißverständnisses der Günnigfelder Deckung zum Ausgleich. Im zweiten Spielabschnitt wurde die Ueberlegenheit des Gastgebers deutlicher, aber trotz annehmbarer Stürmerleistungen der Günnigfelder kamen diese vorerst zu keinem Erfolge, da Langendreers Hüter die schwersten Sachen zu meistern verstand. Erst nach 20 Minuten gelang es Günnigfelds Mittelstürmer Razinski, eine Flanke des Rechtsaußen zum Siegtor zu verwandeln. Weitmar 09— Rasensport Bochum:1(:0) Die Rasensportler setzten den Weitmarern zwar energischen Widerstand entgegen, vermochten aber dem Gastgeber den Sieg nicht streitig zu machen. Das sichere Schlußdreieck der Weitmarer war für Rasensport ein nicht zu überwindendes Hindernis. In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Beide Parteien hatten schöne Torgelegenheiten, doch nur Weitmar blieb einmal erfolgreich. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das größere Stehvermögen der Platzmannschaft besser durch und kam mit zwei weiteren Treffern zum Sieg. Rasensports Anstrengungen kamen nur in einem Gegentreffer zum Ausdruck. Enghien, 26. Oktober 1..: 1 Caro(Lombard), 2. Carpia, 3. Attacus.— Toto: S. 42, Pl. 14, 16, 14. Ferner: Méridienne, Silverline. Masizy, Kitzbübel, Bouillante Ammée. 2..: 1. Rose Reine(Abtes), 2. Gatinaise, 3. Organeau.— Toto: S. 32. Pl. 13, 20, 14. Ferner: Isodon, Cheval de Guerre, Castel Mont, Champione Motley, Patatras, Julie. 3..: 1. Maunganui(Plaine). 2. Massipée, 3. Tracer.— Toto: S. 75. Pl. 22, 21, 19. Ferner: Clair Matin II, Rieuse, Norah, Jean de la Lune, Bozantine, Royal Conds. Le Grand Saint Hubert, Erminette. 4..: 1. Soysambu(Lock), 2. Eginhard. 3. Zinal.— Toto: S. 12, Pl. 11, 12. Ferner: Requin, Haltéa. 5..: 1. Manioc(Bates). 2. Pesaro, 3. Triplepatte II. Toto: S. 177, Pl. 44, 23, 32. Ferner: Serpolet, Dolce, Zirconium. Lord Murray, Hardol. 6..: 1. Sahre au Clair(Bonaventure), 2. Great Sapphire, 3. Le Florentin.— Toto: S. 43, Pl., 24, 23. Ferner: Archimede II, Master of ihe Rolls. Bois Chabot, Vozanist, Bush Boy, Championne Motley, Bariols. Unsere Voraussagen Dienstag, 27. Oktober. Saint=Cloud: 1..: Nagova— Faranti. 2..: Denper— Marheville. 3..: Mon Frere Yves— Thankful. 4..: Euclid— Stall Prinzessin Lucinge. 5..: Le Bainqueut— Aethella. 6..: Morvillars— Proetor. 7..: Stall Gaillard— Partagas. In allen Zeitungen aller Länder, in jedem Magazin der Welt erscheinen in regelmäßigen Abständen jeweils neue und sich ewig gleichbleibende Artikel über die Filmstadt Hollywood. Angestellte Propagandisten der großen Gesellschaften dort und in aller Welt erfinden in ihren Büros tagaus, tagein immer neue, glitzernde Märchen zum Abdruck in 40 lebenden Sprachen. Regisseure, Filmmagnaten und Stars in Hollywood und auf Reisen geben Interviews:„Persönliche Erlebnisse".—„Wie ich wurde"—„Das Leben der Filmschaffenden in der Weltfilmkapitale"— Was Hollywood mir gab“— alle sorgfältig auf Reklamewirkung gestellt, und von der Armee treuwachender Propagandisten inspiriert und redigiert. „wahre Jede Woche bringt neue Besuche von Journalisten aus aller Herren Länder, die auf der Durchreise nach der würdevollen Rivalin des Nordens, San Franzisko, der turbulenten Filmmetropole einen Besuch abstatten, um Material für eine Artikelserie zu sammeln, zu der Melodie:„Das wahre Gesicht von Hollywood“. Je nach Temperament des Autors findet dann der liebe Leser in Berlin, London, Budapest oder Buenos Aires in seiner Zeitung amüsante und schmeichelnde Schlaglichter von dem elektrisierenden, bunten Leben in Hollywood oder kritisch satirische Karikaturen auf den hiesigen Trubel— oder aber eine grollende, soziale Anklage gegen die Stadt der grellen Gegensätze von Millionengehältern und offener und versteckter Arbeitslosigkeit. Von Zeit zu Zeit tanzt ein mißvergnügter Star oder ein mißverstandener Schriftsteller aus der Reihe und macht seiner Erbitterung in einem sensationellen, explosiven Interview Luft. voll von desillusionierenden Wahrheiten über das böse, geistlose Filmparadies— und meist wird bald darauf brav dementiert. Der Friede mit Hollywood wurde wieder geschlossen und schuld an alle den erstaunlichen Aeußerungen hatten die bösen Journalisten die alles mißverstanden haben. Für keinen Ort der Welt sind, so viele widersprechende Ueberschriften geprägt worden, wie für Hollywood. Wenn man plötzlich, als würdiges Mitglied der Filmkolonie, das erste Mal hier zur Arbeit anlangt, hat man noch all diese gedruckten Klischees über Holcywood im Gedächtnis und ist sehr erstaunt, daß es scheinbar nichts zu entdecken gibt, was man nicht schon irgendwo gelesen hat. Alle, auch die widersprechendsten Artikel, scheinen recht gehabt zu haben. Die subtropische Sonne scheint— zwar nicht jeden Tag— aber doch das ganze Jahr hindurch in immer gleicher Wärme, durch die Nähe und die milchigen Nebel des in zehnminutiger Autofahrt von überall zu erreichenden Ozeans gemildert. Golf, Tennis und Schwimmen gehören zum Tagesprogramm im Juli wie im September. Zwei Stunden am Steuer, vom Atelier in die Berge, und man kann von September bis Mai in 2500 Meter Höhe Ski laufen und Bobsleigh fahren. Und 150 Kilometer von Hollywood findet man in der bergigen, einsam großartigen Wüste Südkaliforniens das merkwürdige, elektrisierende Klima, das mit seiner Heilkraft für Lungenleidende und Nervenkranke Aegypten den Rang abzulaufen scheint. Jeder, der einmal eine richtige Hollywood=Influenza hatte— und dem Schicksal entgeht hier keiner, der in nördlicheren Breitengraden aufgewachsen ist— weiß ein Loblied auf die in lila und roten Tinten dämmernde Wüste zu singen. Greta Garbo ist so unsichtbar, wie überall berichtet, und nirgends auf der Welt sieht man eine so auffällig verschiedenartige Menge schöner Frauen, Vertreterinnen der Schönheitsideale aller Länder der Welt, wie im Vendome, dem Treffpunkt des eleganten Film=Hollywoods. Marlene Dietrich sitzt dort mit Lyonel Barrymore, am Nebentisch der Paramount=Star Claudette Colbert; nebenan in der Bar trinkt Clark Gable noch schnell mit Wallace Beery und Gary Cooper einen Sherry: Sie sind für die Aufnahmen geschminkt, was niemandem auffällt. In 20 Minuten müssen sie wieder im Atelier unter den heißen Lampen sein— 20 Kilometer Fahrt für ein Rendezvous und eine kurze Unterhaltung— hin und zurück zu den verschiedenen Ateliers ist keine Entfernung, wenn man bedenkt, daß jeder, der etwas auf ruhige Nachbarschaft hält, mindestens 20 bis 30 Kilometer von der Arbeitsstätte entfernt wohnt. In keiner Großstadt der Welt findet man so viel Automobile wie hier. Vom eifrig ratternden Wagen, Typ 1920, bis zum schnittigen Modell 1936 für 5600 Dollar. Nicht umsonst ist fast neben jedem vierten oder fünften Haus in den Straßen Hollywoods ein Parkplatz eingerichtet, während die Ateliers von einem Kranz von Autoplätzen umgeben sind. Die Tageskosten für die Unterstellung eines Wagens sind— je nach der Entfernung zum Atelier— zwischen 15 und 30 Pfennig pro Tag. Aber der große Vorteil für Autobesitzer und das Geschäft für den Parkplatzinhaber bestehen darin, daß die betreuten Autos immer rechtzeitig geölt und gut gepflegt sowie mit Benzin aufgefüllt werden, das hier so herrlich billig ist. Der Autobesitzer hat nur das Material zu bezahlen. Gesellschaft im Schwimmbassin In den ersten Wochen macht es unendlich Spaß, alle großen Veranstaltungen zu besuchen und man stellt mit Genugtuung fest, daß mexikanische Gartenfeste zu Ehren durchreisender Berühmtheiten wirklich stattfinden, bei offenen Kaminfeuern im Freien, oder ist es eine Schwimmpartie, in den von Scheinwerfern zur Blick auf Hollywood Scherl-Bilderdienst Mady Cristians Unterstützung des Mondes beleuchteten Bassins im Park. Empfänge zur Einführung des neuesten, sensationellen Stars sind auch nicht enttäuschend, denn man sieht alle berühmten Gesichter der Leinwand zusammen. Und in jedem Schauspieler steckt. Gott sei Dank, etwas vom Laien. Ein jeder hat seine Lieblinge, die er bewundert hat und gerne kennen lernt. Auch die andere Seite lernt man sehr schnell kennen. Nirgends auf der Welt hört man so viele herzzerbrechende Lebensgeschichten, hört man von so vielen Karrieren, die durch unverdientes Mißgeschick, durch ein wetterwendisches Schicksal plötzlich abgebrochen werden. In demselben„Vendome“, in dem ein diskretes Raunen entsteht, wenn Joan Crawford mit ihrem jungen Gatten Franchot Tone erscheint, der aus„Bengali“ in Europa bekannt ist, und wo sich alles um diesen Tisch drängt, weil beide nach ihren großen und wohlverdienten Erfolgen die letzte Sensation sind, nun ebenda sitzt einen Tisch weiter eine junge, rassige Blondine, die tapfer hin und wieder kleine Rollen spielt. Niemand außer ein paar alteingesessenen Mitgliedern der Filmkolonie, die das Auf und Ab kennen, begrüßt sie. Während Miß Crawford wegen der Autogrammjäger den Küchenausgang wird benutzen müssen, wird die große Blondine niemand um eine Unterschrift bitten. Ein großer Star von vor zwei Jahren, und sei er auch hoch in der Publikumsgunst gewesen, ist nicht mehr vorhanden. Hollywood vergißt schnell. Achtzehn Monate sind vergangen. Angestrengte Arbeit an drei großen Filmen wechselte mit Ferien ab. Dazwischen fallen die ungemein nervenbelastenden Wochen des Wartens, bis der fertige Film oft dreiund viermal in kleinen Städten probevorgeführt wurde, um immer neuen Aenderungen und Nachaufnahmen unterzogen zu werden, bevor er endlich der Oeffentlichkeit übergeben wird. Achtzehn Monate tägliches Leben hier und die Stadt der Schlagwörterüberschriften ist zum vertrauten Alltag geworden. Mit leichtem Erstaunen liest man wieder neue„Eindrücke über Hollywood“ und wundert sich, wie anders alles aussieht, wenn man es gut kennt. Das sonnige Klima Kaliforniens hat seine Nachteile. Es züchtet in jedem Zugewanderten die berühmte Langsamkeit der subtropischen Länder. Man ermüdet leicht und verlangsamt sein Tempo entsprechend. Dafür speichert man durch diesen Vorgang Kraft und Energie auf. Wenn man zu einem kurzen Besuch in einer Großstadt wie Newyork oder Chikago weilt, macht man die erstaunte Feststellung, daß alle Leute dort in der Zwischenzeit müder, schneller gealtert und nervöser sind. verglichen mit den ausgeruhten und ruhigeren Erscheinungen der von Südkalifornien kommenden Besucher.(Fortsetzung folgt) fu Seite 8 Nr. 252. 7 Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 27. Oktober 1936 Schiehs am Hestee urmememy. uch Früher dauerte das Waschen bei mir zwei Lage: ein Lag Vorwaschen und ein Lag kochen- und was hatte man für Arbeit dabeil Seitdem ich henko zum Einweichen nehme und Persil zum Kochen, Ipare ich Die Hälste Zeit und Arbeit. Vor allem das richtige Einweichen ist ja so wichtig. Es stimmt schon, wenn es heißt:„Gut eingeweicht ist halb gewaschen“, aber ebenio richtig ist das Wort:„Mit Henko abends eingeweicht, wird Dir das Walchen morgens leicht!“ 10 Sg Seite 9 Nr. 252 4 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Oktober 1930 Kunst und Wissen Oper und Janz ebend wurde C. M. von Weders Seiten bgnlag b, 190. G. Buchhändler, Wilhelm Bauer. seine Berufsgene auf, in der kommenden Boche nach allen Kräften Far Vsi. zum Tanz“ von C. M. von Weder schlossen Peibe Darbistungen wurhartene Bessag au). das deutsche Buch zu werden, keine Set den Buchkanber Pr., rg-Pesg basu ausnutten, aus tare Salcafttee werben, keine Heybücher zu verdaß dis deutPochen und Monate tsfreunde des Auszahlreich erschlenenen Besuchern mit sta.n Wen genommen. Auf den Abend, der insgesamt ein habscher künftkerischer Erfolg war, kommen wir in der morgigen Besprechung ausführlich zurück. Schloß Schönhaulen Rusliellungsort der Reichskammer der bildenden Künste. denen man zahlreiche namhafte Künstler sah, die feierliche Uebergabe des zu einem Ausstellungsgebäude umgearbeiteten Schlosses Schönhausen durch den Preußischen Kinanzminister Profestor Dr.###, 8 410 Reichskammer der bildenden Künste statt.„ eröffnete der Generalinspekteux für das deutsche Straßenwesen, Dr.=Ina. Todt. die erste Ausstellung, die hier gezeigt wird.„Die Straßen Adolf Hitlers in der Der Vizepräsident der Reichskammer der bildenden Künste. Akademieprofessor Adolf Ziegler(München). begrüßte die Erschienenen im Namen von Reichsminister Dr. Goebbels und der Reichskammer. Finan## minister Professor Dr. Povitz„übergab das Schlon der Reichskammer der bildenden Kunste zur Benutzung für die Veranstaltung von Kunstausstellungen, deren erste zugleich als ein Beispiel für den Zusammenhang von Technik und Kunst eröffnet werde. An die Feiee schloß sich ein Rundgang durch die Ausstellung an. Die Kauplverlammlung des Bundes Reichsdeutscher Buchhändler. Als Auftakt zu der diesjährigen„Woche des deutschen Buches" veranstaltete der Bund Reichsdeutscher Buchhändler unter Leitung von Wilhelm Bauer seine Hauptversammlung. Ein Antrag des Bundesleiters, den Bund Reichsdeutscher, Buchhandler in eine Gruppe der Retosschrifttumskammer umzuwandeln, wurde einstimmig organisatorische Einteilung bleibt wie bisher bestehen. Der Plan der Reichskulturkammer aeht nur auf die rechtliche Vereinheitlichung hinaus. Wahrend der bisVorsteher des Bundes seine Rechte und Pflichten er damit praktisch von den „Ich las damals unendlich viel, und zwar gründlich. In wenigen Jahren schuf ich mir damit die Grundlagen eines Wissens, von denen ich noch Adolf Hitler Minister, daß die gesamte soziale Betreuung der deutschen Dichter in Weimax, zentrahisert, das heißt alse. in die Hände der„Deurschen Sehiller=Stittung in der Reichsschrifttumskammer„gelggt wird. Auf diese art wird die Deutsche Schiller=Stiftung=Weimar in die Lage versetzt, den Kreis der zu betreuenden Dichter wesentlich zu erweitern. Zu diesem Kreis gehören die Dichter, die unverschuldet in Not geraten sind, aber der Nation durch ihr Werk hohe Werte gegeben haben.— Es ist derüber hinaus vorgesehen, die bestehenden buchnung„Palm=Stiftung in der Reichsschrif zusammenzufassen. „Aus drei Jahrhunder len deuticher Malerel Eine Ausstellung der Stadt Düsseldorf. In den Räumen des##neg###e für vis Rhein= Liezt=Gedenkwoche zu zinem reneist, wird eine dirtaisren. in Kaltlieie. 9, hober großen Erfolg — führung von hatte, geladen. Herr Fewernsdens Mipelio“ Kunstvereins für die 9 lande und Westfalen in Düsseldorf wurde Samstaa vormittag in Anwesenheit von Vertretern der Behörden, der Bewegung und zahlreichen Persönlichkeiten des derf in ven dehir gihe de Weize. Päh-3s, u. 164. Ssahchtunderts aisaetelt büsßze dserer Bestern das 48. Raum besonders den Düssen########ern des 19. Jahrbunderts vorvehalten. Staotrat Dr. Brückmann hob als Vertreter des Oberbürgermeisters einleitend das Schicksal Düsseldorf als Museumsstadt hervor. Daß Dusseldorf wieder einen Aufstieg zu verzeichnen habe, sei in erster Linie dem vor einigen Jahren nach Berlin berufenen früheren ersten MuseumsProfessor Dr. Koetschau zu verdanken. Er auf denen heute weilandes von dieser Entschließung zu unterrichten. Nach weniger als 24 Stunden seien schon zustimmende Erklärungen aus vielen Ländern eingegangen, in denen der Wille zu tätiger Mitarbeit an der Befriedung Europas durch ausländische Buchhändlerorganisationen zum Ausduruck gebracht werde. Die Schiller-Aillung verdreitacht Im Anschluß an die große Kundgebung zur Gröffnung der Woche des deutschen Buches in Weitmar veranlaßte Reichsminister Dr. Goebbels, daß der seitherige Fonds der deutschen Schiller=Stiftung von heute an verdreifacht wird. Die Erhöhung erfolgt aus Mitteln, die dem Reichsminister selbst zur stehen, sowie aus Beiträgen der Reichsschrifttumskammer und des Buchhandels, Reichsminister,Dr, Goebbelz...z viersach vergrößerte Versens=Museum, umrith grundsatztich die Aufaaben der Stittung und grpestexte Aunstmuseum und die vollkommen neu Peraniahte ezv, Verppaltungssig bleibt wie bisber das schaffene alte Gemäldegalerse der Leffentlichteit Reichsminister Rust an Brofeller Lenze. erziehungsminister Rust hat an Brefelfer Gegrggrg folgende Telegramm gerichtet: In, Anerkengung Ahrer wissenschaftlichen Verdienste spreche ich 70, Geburtstag herzliche Glückwünsche aus. Reichsminister in Vertretung Zschintzsch. Die Stadt Witten gibt zum ersten Male ein Verzeichnis der für das kommende Winterhalbjahr in Aussicht genommenen Veranstaltungen heraus. Die sicht, die in erster Linis wervenden Zwecken dienen soll, legt Zeugnis ab von den mannigfachen ernsten Bestrebungen auf den verschiedenen kulturellen Gebieten. Die Zusammenstellung gibt gleichzeitig Auskunft über vie Veranstattungen unterhaltender Art. Die ReichsschrifttumsSatzungen. Far Vezwaltununng Gleitht, wie bisher das schaffene alte Ge Schiller=Haus in Weimar. Gleichzeitig verfügte der gänglich gemacht. habe die Grundlagen geschaffep,.ht hahe feit der tergearbeitet werden könne. Die Staot have seit der Machtergreifung in tiefer und zäher Arbeit am ihrer Museen weitergearbeitet, In., gezuDer beste Zeitungsroman, ste stelle teilt mit: Die Bekanntgabe der Preistrager im Preisausschreiben„Wir suchen den roman", sollte ursprünglich anläßlich der„Woche des deutschen Buches 1936“ erfolgen. Die überaus große Zahl der Einsendungen macht eine besonders sorgfaltige Prüfung notwendig, die zu dem genannten Termin noch nicht abgeschlossen werden konnte, Die Verkündung der Preisträger wird nunmehr am„Tag der deutschen Presse 1036“ erfolgen. Aus der Reichsmusikerschaft. Die Tarifordnung für den Bereich der Landesleitung Westfalen=Niederrhein ist erlassen und seit dem 25. September 1936 in Kraft. Die Tarifordnung ist in der Dienststelle der Reichsmusikkammer, Bochum, Trankaasse 5. Eingana E. Zimmer 41 bis 44 erhältlich. Geschichtstafel Lechttic herige aus der Satzung und Beadnr ads Gerais eaif bebhseak bei Beäicher. ten erhält und wahrnimmt. Die Landesteilungen der Reichsschrifttumskammer werden in Zukunft mehr als bisher von Buchhändlern besetzt werden. Wo Nichtbuchhandler Landesleiter sind, wird der Posten eines stellvertretenden Landesleiters mit einem Buchhändler besetzt. operen. in Bassoug Richara Nauch: Am Spielplan der Duisburger Oper nimmt die Overette einen breiten Raum ein, und die wiederholten Uraufführungen auf diesem Gebiete das Bemuhen der Bühne um zugkräftige neue Werke. Nicht immer waren die Versuche erfolgreich, aber die am Sonntag vor fast ausverkauftem Hause zum ersten Male gegebene Operette„Die Tartarin“ von Richard Stauch durfte ein Treffer dieser an guten neueren Erzeugnissen armen Gattung sein. Der Titel verräte schon das Milieu der Handlung, die aus dem veramentvollen Cbg. I.—.80 lich, sondern auch Die Jartarin“ stiafte Eindrücke und lobenswerte musikalische wie darRundung ein. Elegant und im Ausdruck 1760 sehr schwunavoll leitete Walter, chester. Wie immer hatte das Triebel das OrBallett starken Anteil temam Erfolg, der durch begeisterten Beifall der großen Zuschauergemeinde bestätigt wurde. Um die Nachfolgeschaft Eugen Papsts in Münster. Zur Zeit bemüht sich die Stadt Münster, die Frage Schriftsteller serer Zeit auftreten zu tionalsozialisten zu stempeln. riönlichkeiten. usw., neu als Wortführer unlassen und sie dann zu NaEs gebe auch keinen Naleit gewachten: betonter sten, zumal der Nachfolge des nach Köln verpflichteten Generalbaraster der werionen nicht nur tert= musikdrektors Gugep Pgz)t„Ruzudinektoren soweit in ver meipdischen Gestaltung erheb= tungen mit zwei berannten Gastlanzerte auf Anste be- P- n n, be enhe„be, Herzischet-Paidseh Henisiten. de Kensl.18 Au. u. Generalmusikdirekter Pros. Leonhers zur StuttJahre als Generalmusikgewesen ist, und um Generalmusitdirekter Weißbach(Beipziel, der sich einmal durch seine frühere Tätigkeit im„Westen, zum und durch seine vielen Auslandserfoige einen verschafft hat. ige Musik läßt vieles vergessen. Ein ublikumderfolg kennte dem Werkchen nicht nal es sich auf der Duisburger Buhne einer unterstrichen. Unter der ge nierung Otte Daues, der seine spezielle Eignung für die Operette erneut mit wirksamsten Mitteln erwies, jetten, sich in den Hauptrellen Loity Kaun= giglichen., Ober dunia. Käte Guß und Hans Schwarz für gün= eische Leitung andern aber auch großen Namen Janos Ferenesik dirigiert in danf Spring hat den Pirigenten der Budapester Königlichen Oper. Janos Fenrenesik, dessen musikae zung bei den Veranstaltungen der Franz27. Oktober wurde der preußische Feldmarschall August Graf 1606 zu den Pzusammtenbruch ten, insbesondere eines verrotteten Heeres. Seine durch Nettelbeck veranlaßte erste Tat war die erfolgbeln, nach besen Aoschluß et in steig, Külsszng mit Steins Enilassung nahm auch Gnelsenau den Abschied. um in teils geheimer Mission im Ausland für Preubens Erhebung zu wirken. Bei Au freiungstriege wurde er zunächst Blüchers, General: quartiermeister, und nach Scharnvorsts, Tode dessen Nachfolger als Generalstabschef der Schlesischen Armee. Als solcher war er der eigentliche Gegenspieler Napoleons bis zu seiner gänzlichen Vernichtung Votectes. bei * 0 Fcchsarecchen? aber warum denn? Eine Flasche Schaumwein hüllt ja gleich die Welt in rosigen Schimmer. SCHAUMWEIN bengr Sronsihn! Roman von N. Copyright by„Das Bergland-Buch“, Leipzig 25) „Idiot!“, sagt da!... Staniol, Madame Juliette.„Staniol ist der Vertreter vom Apollo=Konzern seinen Namen an der Kasse an. purzelin Berlin! Er gab zn Ramen an der Kasse gn. Er fragte nach dir. er spricht gut Französisch. Ich wollte ihm einen Ehrenplatz anweisen, aber er sagte: Staniol bezahlt seinen Logenplatz selbst!... Er sitzt... warte mal... ich habe ein blaues Kreuz gemacht, da, wo er sitzt...“... 8 741, Sie entfaltet den angefleckten, eingerissenen Zei####an, in den sie jeden Tag die verkauften Plätze mit Bleistiftkreuzen einzeichnet, die sie nach der Abrechnung wieder Da. Loge 6. Den Platz neben ihm habs ich nicht verkauft!... Erzähl ihm die Ohren voll während Renés Auftritt... lenk ihn ab! Bleib bloß die ganze Zeit bei ihm!... Bring ihn dann in sein Hotel... daß er nicht rankommt an unseren Clown Ich klopf heute den Rens heraus... ich bring ihn zum Wagen!... Ach, Molignon, du wirst ja doch wieder alles verkehrt machen...!“ Madame Juliette hat es längst vergessen, daß sie selbst die Aufregungen der letzten Zeit verursacht hat. „Warte doch!“ ruft sie ihm nach.„Der Brief bier er ist vorhin für dich abgegeben worden.“ „Jak... Gib her“, sagt Molignon. Und beruhigend:„Hab keine Angst wegen Rens... der schkießt nicht woanders ab! Der läßt überhaupt keinen zu Verhandlungen an sich ran! Der kommt nur zu uns— jeden Sommer! Ich hab ihm sogar vorhin freiwillig versprochen, seine Gage zu erhöhen— ganz beträchtlich sogar. Also— keine Angst! Der macht uns jeden Sommer das Geschäft... bis er alt und klapprig ist! Sprich du nicht soviel auf den Rens ein, wenn du ihn zum Wagm bringst— er liebt das nicht!“ Molignon kommt an Henei Rens vorbei, der, abgestorben für alles, was sich um ihn herum begibt, wie gesedert, mit angehobener Ferse, vorgestrecktem Oberkörper, zum doppelten Saltomortale bereit, binter den Stallmeistern steöt.„14# zm vorhef ache Molignon drückt sieh felllich an tang Vorvel, gebt langsam am Außenrand der rot eingesaßzten Manegebrüstung in der Richtung auf Loge 6 zu. Brausender Applaus umtost ihn: Heuri Rend ist wie ein Ball in die Manege geflogen. Das Feuerwerk seiner Witze prasselt aus dem Sandkreis in das volle Zelt, prasselndes Lachen dröhnt aus dem Zelt zurück. Henri Rens niest— ein Knall, der zum Zusammenschrecken zwingt— er hat seine Pistole abgescho Nun wringt er die Gummiposaune aus, in die er Molignon schneidet im Geben den Brief mit dem kleinen Ginger auf:„ gn vnauf.5 Sehr geehrter Herr Motignoni Nach dem peinlichen Zwischenfall in einem deutschen illustrierten Blatt bin ich in Zukunft an Ihrem Unternehmen desinteressiert. Ich bitte das für Ihre Dispositionen in Kenntnis zu nehmen. Hochachtungsvoll Direktor Heinrich Römer. Minutenlang steht Molignon am gleichen Fleck. Das Schreien und wiehernde Lachen der Menge tost an seinem Ohr vordet. Aus!!.. Und er hat dem Clown eine Gagenerhöhung zugesagt.. Undenkbar ohne Römers finanzielle Beihilfe!... Und— ohne René?... Ohne die geößte Attraktion, die sich ein Direktor wünschen kann?.. Wenn der ihm jetzt noch genommen würde durch den Konzern... den... den Staniol— dann setzte das Elend der früheren Jahre wieder ein!... Den Rens mußte er sich halten! Mußte!! Molignon schnellt zur Seite: Henri Rens baumt auf dem Manegenrand an ihm vorbei. Blaßz und um noch einige Zentimeter kleiner, zwängt sich Molignon auf den freien Platz der vorn an der Manege liegenden Loge Nr. 6., 6am g Er wartet, daß der schwarze Herr, der auf oem bezeichneten Platz sitzt, zur Seite blickt. Als dies nicht geschieht, räuspert er sich und baugt sich vor: „Gestatten Sie, ich bin Molignon, Directeur des Jue 4816!“ berade sagt der Clown: Lachen!... Lachen!... Alle lachen!... Einszweisdrei: Alle lachen!“ Ungeduldig winkt Staniol ab:„Ja, ja, Augenblick.“ Er reckt sich vor, weit über die schmale Logenschranke hinaus, die bedeckt ist mit Bröckeln des von Pferdehufen hochgeschleuderten Manegensandes. Um seinen Mund zuckt es..... Ge ge 81. Molignon rückt unruhig auf seinem Stuht hin und her: „Ganz gut, nicht wahr * Staniol antwortet nicht. Nach fünf Minuten wendet er sich mit einem Ruck „Richt„ganz gut“... Pbänomenal! Der Mann ist... baha... der ist...“ und bricht so hart und unmittolbar in nicht endenwollendes Lachen aus, als habe er sich mühsam dagegen zur Wehr gesetzt. Aus den Augen kullern ihm dicke Tränen. Molignon wirft sich in die Brust: „Ich habe früher vor hehen und höchsten Herrschaften gespielt... Meine Kräfte...“ Nein. Es hat keinen Zweck, Staniol„abzukenken", Der ist völtig fasziniert von Henri Rens— genau wie Molignon es gewesen war in den ersten Wochen der Zusammenarbeit! Staniol rutscht hin und her auf seinem Stuhl, lacht, hält sich die Seiten, die Adern an seinen Schläfen schwellen an, so angestrengt arbeitet sein Zwerchfell. Staniol ist nicht mehr der kritische Vertreter eines gewaltigen Barieté=Konzerns, der es verstehen muß, einen großen Star durch überlegene, etwas herablassende Anerkennung im drücken— er ist ein Teil eines in Gelächter aufgelbsten Henri Rens sieht in der Manege. Sein Blick gleitet die Sitzreihen entlang. Er winkt in die Luft: „Vorbeil... Vorbeis.....2 dm.1 Bedrückend fast die plötzliche Stiue unter dem Zeltdach beängstigend der Anblick der vielen hundert GeBchtieres die in Kreisen Abgreingnder die ausgränzen Naulet schließen und aus der Verzerrung schrankentoser Hingabe in Ruhe zu. urgnen. Noch Lachtränen in den Augen, In den Stuhr zurück— Donnerweiter. Gleichgültig, mit schleppenden Schritten, seine Clownrequistten am Boden hinter sich nachschleifend, schlorrt Henri Rens in Totenstille aus den Manege. Seine giftgrüne Wollperücke verschwindet hinter den Aplaus sezt ein. Wie eine Salve, die Pinter dem Clown herjagt, der sich verstärkt zu orkanartigem Toben, von johlenden Schreien durchsetzt: „Rensl.... Henri Rend!.. Staniol erhebt sich. „In die Garderobe. Zu Ibrem Klopn.“ „Bedaure! Niemand hat Zutritt zu ihm nach der Nummer! Niemand!". Staniol entgegnet ruhigt.„. F. uirs uab „Dann geben Sie mir seine Adresse.“ Er wird wohl kaum in einem Ihrer Wagen wohnen?“ Molignons Stimme wird spitz: „René wohnt im Hotel. Ich weiß nicht, in welchem. Wir wissen es nie. Er kommt pünktlich zur VorsterStaniol schiebt seinen Aem vertraulich in den „Gören Sie mal, mein lieber Direktor, gibtes bier nicht irgendwo ein Café in dem wir uns gemütlich unterhalten können...““ Sie gehen an dem schon an die Gitterstäbe herangeschobenen Raubtierwagen vorbet. „Wir sind in der„Cigogne“, mein Kind, falls irgendwas los ist!“ ruft Motignon seiner Frau im Vorüberkommen zu. Sie zwinkert zurück; er kann beruhigt sein. Draußen, im grellen Licht der den Zelteingang beleuchtenden Lampen verstärkt Staniol am Weiterausschreiten, wie in freundschaftlicher Gesinnung, den Druck seines Armes. „Sagen Sie mal, mein Lieber, bei der Geschichte stimmt doch was nicht?... Ich kann da nicht durchgucken!... Was ist denn da für ein Hakens... Ihr Rens... er ist weit mehr als ein Groteskclown... er ist... na ja, tut ja nichts zur Sache... Ohne Ihnen nahe zu treten— er ist bei Ihrem immerhin primitipen Unternehmen... er könnte doch — Miolignon ziebt seinen Arm aus dem des Berliner „Wie Sie mein Unternehmen einschätzen, tut nichte zur Sache. Eines bitte ich Sie zur Kenntnis zu nehmen:„Henri Rens ist auf Jahre hinaus bei mir Stanial verbeist sich ein Bächeln. Eine Arroganz haden diese Pintscherdirekteren! Eih Vr##eeagttein „Ah! Nein, mein Lieber!... Das wird Ihnen nicht Staniol klopft Molignon gönnerhaft auf die Hand, sagt mit dem Ton ungeduldiger Härte, die immer in seiner Stimme mitschwingt, wenn er sich schwerfälliger Dur Lummheit gegenübersteht: Wing Arreuuin, W n Selbstbewußtsein Die beiden Herren überqueren den mit Kastanten pilanzten, schmalen Boulepard und schreiten auf das ifé de la Cigogne zu, aus dem gleichzeitig die Klänge Orchestrians und die aus dem Lautsprecher gezurückfallen. den Mugen, lehnt sich Stantel Donnerwetter! 18 eines Ootegestiegp ung vis aus dem Lautsprecher, deschmetterte Arie aus Gounods„Faust“ herausschalten, Gie setzen sich im Freien an einen der kleinen leeren Tische, zwischen Arbeiter der großen Parfümfabrik, Herren aus der Administration und LiebesGargon... eine Plasche Volnap!“ Das aus dem Café durch die breiten Scheiben fallende gelbe Licht beleuchtet die Baumkronen. Der Wind trägt das Brüllen der Löwen aus dem Cirque'#te „Also, mein Jieber Molignon... trinken wir auf oie stoßen an. Trinken zwal, brei Glas. Plaudern vom Krieg, von Politik, von der internationalen Verständigung der Völker. Stansol bestellt eine zweite Flasche. „Nun wollen wir mal geschäftlich reden, lieber Direktor... Sie sagten vorhin, der Rens sei auf viele Jahre hinaus ron Ihnen engagiert... Sie wollen sagen: für die Sommermonate der kommenden Jahre: Schön. Das bleibt. Ihnen unbenommen engagieren wir ihn für die Wintermonate!“ Molignon lacht Staniol ins Gesicht: dann „Sie scheinen die Kaufkraft unseres Konzerns zu unterschätzen! Wir können Henri Rens nicht nur für die Wintermonate... wir können ihn auch für die Sommermonate verpflichten... ich kann ihn Ihnen sogar von heute auf morgen fortengagieren... kann ihn zum sofortigen Vertragsbruch veranlassen! Ich glaube nicht, daß die von Ihnen im Vertrag einzesetzte Konventionalstrafe unseren Konzern erschüttern wird. Molignon schlägt auf den Tisch: „Na, dann versuchen Sie mal, mit dem Verrückten zu einem Abschluß zu kommen! Versuchen Sie es!“ Stansol beugt sich vor: We76 „Sie sind ja auch mit ihm zum Roschluß gekommen, mon oher directeur!“ „Das ist etwas anderes... das war damals! Ganz etwas anderes ist das jetzt... ich habe mein Häuschen in der Touraine, wissen Sie... immer wenn die Schneeschmelze einsetzt, fange ich mit meinen Vorbereitungen an... streiche meinen Wohnwagen, mache die Korrespondenz mit den Artisten und den Gemeinden wegen der Plätze. Na— und eines Vorfrühlings bekam ich einen Brief von einem Clown... ganz unbekannter Name... weder Photos dabei, noch Plakate, noch Kritiken... er hätte vergangenen Sommer eine Vorstellung bei mir gesehen.. er hätte kein Engagement,. es ginge ihm schlecht... ob ich es mit ihm versuchen wolle... ganz billig... und hin und her die Briefe Da der Mann beinahe umsonst zu haben war, nahm ich ihn auf gut Glück... ne, und dann kam er jeden Sommer und— ist der große Henri Rens geworden, der mir volle Häuser zieht!... Rein, nein, mein lieber Herr Staniol, den laß ich nicht fort!“ Staniol lachte schallend heraus: Men Dieu! Da gibt's doch kein„Nicht=fortlassen“! Ich halte ihm einen Vertrag mit einer Bombengage unter die Nase... der klebt an dem Vertrag, sage ich Ihnen... der klebt an! „Und ich sage: nein!“ schreit Molignon und haut die Faust auf den Tisch, daß sein Glas zur Geite springt. Dann sieht er sich um, daß keiner es hört, senkt die Stimme und sagte:„Der Mann kann im Winter nicht über sich verfügen... der ist... ich weiß es nicht bestimmt, aber...“ Der Kellner unterbricht,,.2 K „Pardon, Messieure... ist einer der Herren der Direktor Molignon vom Otraue'#14... Sie werden am Telephon verlangt!“ Molignon springt auf:„Augenblick. Ja sofort!“ Er folgt dem Kellner zur kleinen Zelle hinter dem Die völig ausgelöste Stimme von Juliette Molignon: 94 60 „Hör zu... ich habe vorhin Rens zum Wagen gebracht... und wie er einsteigen will, richtet er sich plötzlich auf... viel größer sah er aus als sonst... und auch die Stimme ganz anders:„Sagen Sie Ihrem Mann. Madame, daß ich im nächsten Sommer nicht mehr bei Ihnen auftrete! Ich erfune meine diesjährigen Verpflichtungen dis zum Ende. Dann ist Schluß. Es hat keinen Zweck, mich mit Bitten und Fragen zu behelligen. Ich sage Ihnen das schon heute, damit Sie bisponieren können!...“ Das hat er gesagt, Molignon! Ich war wie auf den Mund geschlagen!... Was wird denn nun?“ (Fortsetzung folgt.) Seite 10 Nr. 252. Bochumer Anzeiger Dienstag, 27. Oktober 1936 Links: Wie gemeldet, eröffnete der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, in Weimar in der Weimarhalle die„Woche des deutschen Buches". Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, daß in Leipzig eine Reichsschule des Deutschen Buchhandels als repräsentativer Monumentalbau errichtet wird. Hier das Modell der Reichsschule.— Rechts: In Köln wurde die vom B0J. veranstaltete Ausstellung„60 Jahre Viertakt“ feierlich eröffnet. Sie beweist die deutschen Pionierleistungen für die Motorisierung des Weltverkehrs und der Wirtschaft. Neben dem ersten OttoViertakt=Motor, dem Daimler=Schnelläufer. dem ersten Motorrad der Welt(Daimler) usw. zeigt die Ausstellung moderne Spitzenleistungen, als zeren Krönung den Meredes=Benz=Rennwagen im Bilde.. 8 W Weashn. der: Werkhote m0 Hch. Hoffmann(). Scherl-Bilderdiener(z, mercedes-Bens Werkphoto(1) * BilderWie gemeldet, feiert die deutsche Hochseefischerei in der Zeit vom 23. bis 26. Oktober ihr 50jähriges Bestehen. Sonntag war der Auftakt der Feiern. Ministerpräsident Generaloberst Göring legte den Grundstein für das Hochseefischer=Denkmal in Wesermünde. Auf dem Bilde links sehen wir den Schöpfer des Ehrenmals, Professor Höger(Hamburg) vor dem Modell. Es ist ein Ehrenmal an die in den letzten 50 Jahren auf See gebliebenen 2300 Hochseefischer und gilt gleichzeitig dem Dank für die Seeleute, die am täglichen Kampf auf den. Nordmeeren mitsorgen für die Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes.— Auf dem Bild in der Mitte führt Ministerpräsident Generaloberst Göring den Hammerschlag bei der Grundsteinlegung aus.— Auf dem Bilde rechts begrüßt Ministerpräsident Göring eine Abordnung der Hochseefischer. Bild links: Eine italienische Offiziersabordnung brachte in diesen Tagen Erde vom Palatinhügel in Rom zu dem Grab Pilsudskis nach Krakau. Unser Bild zeigt das Einfüllen der Erde in eine Urne auf dem Palatin in Rom. Bild rechts: Am Sonntag weihte Ministerpräsident Generaloberst Göring das Kommandogebäude des Luftkreises 6(See) in Kiel. Unsere Aufnahme zeigt die Weihefeier auf dem Innenhof des Neubaues. Deutsche e u a a n g n g s e. ministerium, eine interessante Arbeit, fast.,6 Milliarden## Seite 11 Nr. 252 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Oktober 1936 Sieee 2— und ihre Hanohabung Wochenbericht die Ausgab Bier im vergangenen Jahre Mark. ministerium, eine gendes entnehmen: Spitze der deutschen Pretzühegenechzugggeepa Mieten der Reichtarbeitsminiher, sülungen Her Propa. daminster und für Holg der Reichsforstmeister, om.zre der Länder. Die Durchführung, der kommisar der Hauptstadt Verl'sa er Hurchzührung der P ertrcemungen f den Preisüberwachungsstellen. deren Aufgaben in Preußen von den Regierungsprästharsten Landesbehörden wahrgenommen werden. obersten Landesbehörden wahrgenommen werden. Wieviel Preistreiber werden bestraft? Insgesamt gibt es für alle Waren iuptei heg grbei, wber bunderz. wergrpazstellen macht dabei selbstverständder Preisüberu u, uu., rnährungswirtschaft aus. Das dvo, die Zaht der von den Preisüberrgachrges. und für Luwiderbandlungen gegen die algemeiger und für Zusgegrhgrhungstrafen“ s un 10u Reichs, Preisvorschritse einzelnen Sondergebieten bis zu 10000 ger groß. Datür sind dort aber De,=Tgefr gani Gezel der Spiunstgih alleig auf dem Spinnstofgebiet im kund 200000 Reichsmark festgesett worden. Das Ziel: Versorgung zu auskömmlichen Preisen der Stille. Erst in leptez,Potzeaggeg einzelne ihrer muß sich aber davon hüten, den Wert einer Preizüher: berwochung l. vich, gndern den Hestebenden Bestine ebgrwachungstelen verden Luesz Leigeiz pernigen und Wertpapieren um 145.4 Milliggen„esth up, er p ehzmark verringert. Die Bestände an Milionen Reichemgrs, ve Devisen betragen bei einer Jetzt führen die Vereinigten Stahlwerke, kurz Stahlwerke genannt, die Zinsherabsetzung ihrer großen Inlandsanleihe durch. Das ist bisher die größte derartige Konversion. Für 112 Mill. Mark, die von der 126=Mill.=Anleihe noch umlaufen, wird der Zinssatz von 6 auf 5 Prozent gesenkt. Das geschieht in der Weise, daß man den Besitzern der Schuldverschreibungen den Umtausch in eine neue Anleihe anbietet, die mit 5 ProPit dem Anleiheumtausch erfolat zugleich eine bemerkenswerte Veränderung im Konzern der Vereinigten Stahlwerke. Die Wertvavierbesitzer, die mit der Zinssenkung einverstanden sind, bekommen nicht neue Schuldverschreibungen der Vereinigten Stahlwerke, sondern eine Anleihe der Gelsenkirchener Berawerks AG. Das ist die Betriebsgesellschaft des Stahlvereins, die den wertvollen Bergwerksbesitz verwalDie Bergwerke selbst sind aber Vermögen der Dachgesellschaft des Konzerns, jetzt werden sie auf die Gelsenkirchener Berawerks AG. übertragen, damit für die 112 Millionen Anleiheschulden entsprechende Werte zur Deckung vorhanden sind. Daraus aeht hervor, daß die Betriebsgesellschaften des Stahlvereig,Konzgrns. 34 richtigen Unternehmen gemocht werden sollen, die auch die Werksanlagen in eigenem Besitz haben und einen entsprechenden Anteil der Schulden übernehmen müssen. Die neue Anleihe wird von der DD.=Bankals Treuhänderin verwaltet. Außerdem bürgen die Vereinigten Stahlwerke für die Erfüllung aller Verpflichtungen. Der letzte Akt Stahlverein Undigt seine Gproz, 126=Milionen= Gad und becklungsföbgen,Verigriagzit Bädienen Anleihe— Untausch in eine 5proz, Anleihe— Zunahmne um Velsen scf de Golbbesände bei einer Lopiaterhshung bei Gelenkirchen von 20 auf 200 Zrahine un ai4. Zisesezaganses, ee Bisdoenen Beicng aane uin und ui Mellon aulf 5s Milisten G2. Zeit die Umwandlung(Konversion) von Anleiben großer Der bishezege zaag umgebildet, worden in das„Ami Inzstriegesellschaften im Gange, gobei ein Amtglatz für dentische Roh, und Werkstoffe“: Wie bekanntgegeben in Vertvaviere mit miedrigerer vergtaßt mextet swpird, lautet die Vostanscheift: Kmnt für bentiche Bshr ipte Hertoie geiboer fals. 8. Behrenstraße 68/10, Fernsp##cher: A 2 Flora 0020.„ Wie das christlich=soziale„Wiener Montagsblatt“ mitteilt, soll in Oesterreich die Erzeugung des Sticksesiäenten der Luft aufgenommen werden. Drei Por Pläne beschäftigt. Der österreichische Stickstoffbedarf beträgt 6000 Tonnen jährlich. Börsen zurückhaltend Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Borse eröffnete bei ruhigem Geschäft zurückhalteng. Montanakien zum größten Tell schwächer ein. ensche, erozzräcter Basis im Handel.,Der. Sahzl. 635g 28, Prozent riedtloerer, Peoister rumgtschwächten dann jedoch cüfänalsch 24 Provent abev=Mannesmann knapo gebalten. B0=sch boben, 14,gueg 7- Prozent, wäbrend Rbeiumetgl. da. 99en Asghgacher“ Paldenialsten Lel.—— sgrein Gesci, scs Ss e. größeren Aunjätgn nach, auch Ewald stellten sich 2½, 1Ger, Vezal der wpeien Vörsenlbnde Konaten Mizsg hal weiter 1 Prozent und Farben% Prozent gedrückt. Berliner Börse Iu Leiug u. Leauistenv-„Märktent, um Kursbesserungen von den„= Frozent berbelzuführen Stärkeres Interesse sanden L4.besisanleibe im Hinblick auf die,beborstehende 3ie: Peien gen gurs zgwu Pjr1haf bt Die imschuldungs: bupe, Der Hei.wba 130 bod Reichsmark Umsat, erneut.10 seschch btese e selschelie i. sci sie beiestigt, Lonzgt abbröckelnd. Am Aktienmarkt waren landsrenten enn, zemlich allgemein. Im Vergleich zu den die u. Steigerungen sind die Mb'tgänge jedoch nischt allzu belebten, Stegerungen Kuyd#, Bücke arben 1273(minus), deutend. Von Gemtschen Zoßgwerge minus Montanwerte Golbschmidt minus 1 Lzwächer=Ver Stiabl 12373(pius dener minus 1½ Schifsabrtsakien 4 bis ¾ niedriger, heileles euie. schlsise Lcheilaicne sin. Auto plus ½. Gei Omarkt Blantotagesgeldsas 23 bis 3 Prozent etwas Soschonier. I. T M Rhein=Mainische Abendbörse in Franrjurc a. M. Auntride shrierie Bidberiandssädstet, gelier z, genn auch cheseschie de d hotclt shshäe sich in Kunstseide=Aku, 19 dr. Autisichen Roiserungen bielsach, nomznelsn. Sharater Schlußnotierungen aus Berlin ab. Beschluß der Internationalen Handwerker=Konferenz in Zürich Beginn Frühjahr 1937 Avt. der Ipterzetzngsen Landvertetonfegpvus iu) sahe ertwas Fiehriger alz in eweizen Viertestabg 1966. Zärich führten die Verhandlungen nach einem, Lprttue zahr etwos dere gleichen Zeit des Vorjahres tag die arVersorgungslage in ihrem Bezirk zu Kartelle als Mittel der Preissteuerung der Reichswirtschaftsminister zur Verhinderung unKartelle sin,.zpit, Fr, nicht, ausgeblieben. Entgegen gern, die Pr gieg, Fig, halten. In der ErnährungswirtVereinigungen des Reichsnährstandes geben. 2,6 Milliarden für Bier Auf der Internationalen, Hanpwerkeihensegege Zürich führten die Verhandlungen nach einem Vortrag des deutschen Reichshanower##meisters Schmidt über den Austausch von Handwerksgeselsen„ugd.=lehrlingen auf internationaler Grundlage zu folgendem Beschluß: Die Vertretuggen der Handwerkeroxganisatignen von Dänemark, Degtschland, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg, Norwegen, Oesterreich, Schweden, Schweiz und Ungarn sind sich der hohen Aufgabe des Handwerks, für die Ausbildung des gewerblichen Nachwuchses Sorge zu tragen, bewußt und wünschen in Fortsetzung alter Handwerkssitten zur Förderung der beruflichen Ertüchtigung der Handwerkerjugend, grundsätzlich einen Austausch von Hanowerrsgeseuen von Land zu Land, da sie mit Bedauern feststellen, daß das freie Gesellenwandern über die Landesgrenzen hinaus angesichts der heutigen Verhältnisse noch ist. Sie verfolgen damit den Zweck, die Entschlußkraft und die Charaktereigenlchasten, iprgr. Pappigigr# fördern und zu vervollkommnen, in der Gewißheit, daDie Auslandsbörsen Newyork: Schwach. London: Unregezulagig. Amsterdam: Gedrückt. Paris: Unregelmäßig. Brüssel: Schwächer. Zürich: Uneinheitlich. Wien: Freundlich, Mailand: Kaum stetig. Rheinisch-Weftfälische Viehmärkte lch Sollen Köhe Färsen beitstägliche Förderungsziffer im dritten Vierteljahr rund 248000 gegen rund 343.000, Ende, Huni. 1985. ine s s ch eie ei ce eschche August 1635. Die Lagerhestände der Begege räiße em Dienge von.“=,ariahre hetrug die Steigerung fast 20 Prozent., Aluf, Verz, Krotb ign, hri.taens gserteiljsahr stemSteinkobhle ist die Marktlage Hhwott die eisenschaffende Pleäher — Schafe 2 Schweine — Ziegen 173 64 1623 496 823 112 305 1798 3277 * 6 irsen 60 157 145]— Ziegen Preise für 30 kg Lebendgewicht in Reichsmark Ochsen Go. a 0 4. 90. Ballen da. 0 da. Seschshensce.aleselie sehse ie des Gesellenaustausches soll in Abmachung von Land essen, und metallberarbettenden Industrie zeigen fa zu Land, d h. von Handwerksorganisation zu Hand= durchweg eine befriedigende Geschäftsentwicklung., berisorgansaton erfolgen... der Texilindustrie und im Verleidurgsgenerkennzsg. Die Rahmenbestimmungen enthalten u. g. die nachstehenden Grundsätze: 1. den Grundsatz der Gegenseitigkeit; 2. den Grundsatz der Gewährleistung der Gesundheit usw. des einzelnen Gesellen; 3. den Grundsatz, daß der Austausch in Zusammenarbeit mit der internationalen Zentrale in Rom zu erfolgen hat; 4. den Grundsatz, daß die Festlegung weiterer Einzelheiten für den Beginn des Gesellenaustausches, der bereits für das Frühjahr 1937 vorgesehen ist, durch eine Arbeitsbesprechung erfolgt, die von der deutschen Handwerksführung als federführende Organisation im Laufe des November 1986 nach Frankfurt a. M. einzuberufen ist. Weitere Aufwärtsentwicklung in der westfälischen Wirtschaft Nach dem Bericht der Wirtschaft##mm#r für Westfalen und Lippe über die Wirhgege: lage im dritten Vierteljahr 1936 lag die arbeitstagliche Dr Slichek 10b aulfejdäch ia goS;, echet. durch eine Anordnung vom 22. Oktober verboten worden. 5 9. irzen F da. da. do. rester sochum: 1. 2. . 2. * 8 6 a Kälber 6a. a 5 49.* d9. 4 Schafe a 1. 6o. 2. beste Schafe mitiere Schafe geringe Schafe Schweine 213 6o..77 do. d:) a. 6 3 a. 6 5 49.*: da. 6*) 69. 913 52•) Marktverlauf: Rinder, Schweine und Kälber zugeteilt. Markt geräumt. Dortmund: Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugsteilt, Kälber zugetellt, Schafe mittel. Essen: Marktverlauf: Großvich und Schweine zugetellt. Kälber gut, Schafe gu Getreidegroßmarkt zu Berlin ## Prase Gefreide und Oelsasten ber 1000 kg, sonst ber 10 Ro.— and. Prass. Roggenm, 0. 397 A. Viktoriaerbsen Speiseerbsen Futtererbsen.. 36•41 5/36.5 41 34.-36.5 34 0 36 24.-26.5/24.5 26 5 Weizen märk. Roggen märk. industriegerste Hater märk... Heizenm. Auszm. W1o,820 Asche) * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 26. 58,25 Reichsmark für 100 Kilogramm Aluminium. Al minium, 98 bis 99 Prozent: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz od. Dr.: 148 Reichsmark. Industrieaktien(Einheitsk.) Pvr. PP. g% Baicke Masch. 6 Eeige Kroe, RU.: Ses, MittelstahlSosVer. St. Rh. Boderus..3 Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Dtsch. Eroöl D. Reichsbahn .8. Farbenind. Feldmöh; Feiten& Soille Seldschmict Harpeg... Hoesch-Köln Kall-Ascherei. 103.00 103.00 103.001102. 87 102 75 102.75 102.78102.75 99.00—.— 99.00 99.12 4/121.12/122.00s122 00 144.00143.50143.73144.30 6—.—124.50 4/145.00 71125.62/125.75 77..2 147.00 138.00 51125.50 01156 50 35/117.78 6 125.75 117.75 144.00 124.25 145.62 125.75125.75 177.12 147.60148.69 139.00 125 87/127.25 157.50159.00 117.73118.57 144.00 Sstene Reichesbank Rhein. Braunk. Rheig, Stahlw. Rh.-.-Elek. Saindetfurth Schuckert apo. Siemens& Hel. Gedr. Stolw. Ver. Stahlu. Westo. Kaofh. Westeregein Wiatershel Zellst. Weichot Kune Steinkohlen 26. 10. 26. 10. Beienrode Geld Brieff 851d Griefföurbsch., Carolus A. 5299 8490 st. b. 6. 80008409 Schnera 1400150/182.— Langd 13700 1 430013400— Const. b. 6 Deutschl. 5300 5600 89008400 410 855 Neu-Staßt. Siegfr. iu. 1 brannkehlen Sstehoffa, 4200/4500l 2504350 Laeah. 111001— 10900— MWlichel1 43001— 114390— Veste 11020— 11009— seraharen. 1100—(1100 Kall 130013651300 1350 3700— 3700 4000 lseatr. b. 1 7200— 250 vih. 150001530015009 Proiverkehr Steinkehlen- u. Braunk.-Kaue 26. 10.1 24., 10. Geid BrieffGeld Briet Oeme gau. P aaa iie i Berg. G. Dahl. V. Sonner Bg..h. 35sg. Walzw. Braunk, Zok. ./28.10. 28. 19. 2 4. 10. dortm.Kitterde. 9l Schlus Kassel Schlug ööss. Host.-br. böss. Masch. 8. ernam t4.-0# 130.37/131.001127.25 Eschw. Berg. V. 192.00 191.621193.50 Gas- u. S9, 8. 237.00 236 73/239 00 6lOckauf-.40. 153.37/153.50—.— edr. Gogch. 48 133 12/139. 8114000asssche se# 193.60192.79—.— Hochtist 40. 162.75 162. 62|162. 75 Kabelw. Rheyot 207.00 20. 59).„Kal-Chemie 120.00 120.124121.00 Mölheim. Berg. 123.62 123.62/123.87 Khein. Metall 60 37 60.001 59.87/3129. S91s9e 131.00 131.00)—.— Koadergt. Brnk. 133.00 138.00 /142.00 Sachtl.A6. 800. schleg.Scharg Waggont. gess Kallkene Wasserw. Geis) 6and Brieffseid Sristf Bankekties Soumehr i PMgig e one. e 0s123.75 121193.00 12/239.00 413323 6133.30 75195.50 4/162.15 207.09 124.12 59.25 51136.28 51140.00 123.0/122 —. 153 0 133.5133. 8 4 05. U455 s 157.0153.0 198.8 lCoionie Rückv. Gladb, Feuerr. Köln, Hageir. (6in. Liovo A. V. Kölg. Röchr. gr. Köln. Röckv. kl. Rentenwerte s Rhw..-Gr. Chyp.5 Pld. 8. 4. S. 1r. 19 4to. dto. 8. 1 s1 Oto. dto. 8. 11 s#to. Golg.-Kom. 1928, 1921.—4 ri Wo. Bod. Gefo. Berliner Börse, 26. Okt. Aihsche Commerz- und Privar-Bank.-., Fillale Bochum 110110 178.0 205.5 Oittmang, Neuh. 97.0 95.0 s 9to. Em. 3, 433 5 133.9142.86 1169 97.9 97.2 Freiverkehre-Aktien 28. 10. 94. Geld Bierf beis 46.0 49.2 48.5 81.0 83.0 81.0 135 Reichsbentdsto z, Pr(bind. Ach.-Jens. 10 „lonbrszg#tg##. l m. Halag-Gragis Einheitekuree ograger Hetall Indastrienerte„Iöyekerch. Wiem. 26.1024.10 19 2089 0 94.3/ 91 7 0 40.5 40.5 4135 9130.0 giestr. Lieferg. 5st„Lcht u. Kr. 4130.01130. CIEngelh. Brauerei 5/141.0142.3sEnziager Unten Eingtet 1350— Erichsseg. 3350 38503300 Habigg 3389 2900 old. 3100— Sellerh. Heimbold. Hope... Sisenburg Mariagl. Marie Maris Mau 126.1126.5 105.2105.0 107.8/107 5 101.9106.5 126.0 92.6 290— Iso0 sSggo SO 2900 3150350 29003150/2950 Nau 12900|319/4950 Neusclist. 2600/3000 2750 Rensbach 4100— 150 Reicheld. 350 400 Thöringen 820— 420 03300— o. Bank..9 2800 2900 Oresdner Bant Pibi 32b- n i. e 750 0/8000 Versieherungeaktien 3130 au. 31344sch.-Aögen..98 1126 1136 3150Aach. Rückpers 14.8231.0234.0 2pPhgpv, Huftlg.9/834. 0. 54.0 209.0 4188 Alezand Surd. K. elss 6. E. Kö, L. Goech.h Hann. K. ioms 90 Kortum Lothrig. Lothr. 64, 31.9 S4. 0 S8. Maget. uasen. 5e urh. Ber ga.41se! wr. Dian. 7. Hppt. Open. wiet ou 127. 5131.51 61. 9, 50 0. a. 108 111.01080 Gaselt Sayr. Hotores Bemberg 5 Berger Jolius Berögang El. Berf. Karier. ind. Rr. u. Licht „ Maschinens. Boderes 6 Cham Selsenk.) Lconti Summi 4122.0s124.6 s# 1 18.0/118.2 49 100.0100. 5 11178.9/176. 5Feinjute gebhardt& Co. German. Cem Ses. f. e. Uhtem IGidemeister Glaub, wolle Gruschw. Textl uumeruche 9131.9128.6181.5 Steuergutscheine .0 aung ab 1..192. 103.7 0 Gisch. Alast. Otsch. Contl Gas Habel Linoieom Steiozeng Tel. u. ad. Eisenhass Diee eene Prt Hageda ltamb. Eletr. Itindr.-Aufferm. .#„otimann Stäche S1125.1/124, 7chenichewerne 6/128.1/123.|Hozmana Phl. 5/111.0/111.5 Hotelbetr.-Ges. 6145-.— 10172.0170.5 5171.0113 0 use Berg#eg 7140.5142.0| e Genus 61141.5/142.0 isenbeck Bras. Liels 7. G167. 1Lunghene Gebr. aens beach x Elezl. u. 643 Schub. 4 Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Gias 1137.0 7100.0100.0 s 113.7112.5 + 6169.0167.5 5231.9— 7149.9130.0 6133.9—. S111. 8132 9 169.0169.2 Verkehrswerte 6124.5125. 0—. 0 16.1 0 35.0 S9. 9 16.0 16.1 93.3 93.8 93.A 93.0 930 97.5 97.5 95 0 95.0 94.1 94. 96.0 96.0 95.1 95.8 96.3 96.0 96.5 96.5 97.0 97.0 —. 80 6 Soncoro. Bern- Odl. 192. 81 83.3 6 Daimler Benz Obl. 105.6/105.2 45 Elberfeld. Anl. 35 Essen Aul. 25 Mölh.-Ruhr Ant. 45 Pr. Lopf. A. Pfd. 45 Lobk. Westf. Pfd. 45 Ldbk. West.Kom. ###. Komm. Geldanl 45 Westf. lgsch. Pfd. 4501 Hvo. S. 81g, Pfd. 4# Pr. Centr. Bod. Pfa. 13 Pr Pfabr Sk. Pfa. 45 Basalt Obl. 6 goncord. Berp. 95. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 48 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 41/81 5 Ver. Stahl 5 Siem. u. H. O9l. s Farbenbonds Umsch. Anleihe Rentenwerte 96.8 90 97.8 97.8 101.3/103.9 99.1 99.3 114.9119.0 93.1 95.2 R. Schuldb. F. 88 R. Schulob. F. 40 R. Schulco. F. 42 R. Schulcb. F. 4340 5 Essen Steink. 42 43 Harpener 4 45 R. N. E. 82/6 5R. V. E. 80 45 Rahrchemie 4 45 Ruhrges 59 45 Rchrwasser 82 45 Rhrwonng. 56 51 I. E. N. M 100 2100. 102.3102. 94.8— 95.3 99.0 130. C192.0 134.8134.0 39.9 90.6 26.1026.10 Briet Westtalenbank.-G. Bochum Austahrung sümtlicher Sankaeschafte Seite 12 Nr. 252 Bochumer Anzeiger7 Dienstag, 27. Oktober 1936 Nachrichten aus 0 40 Kleine Kneidungen aus den=Siadnenen Stadtteil Altenbochum Kinderspeisung. Ab Montag, 2. November, erhalten die Kinder der erwerbslosen und kinderreichen Familien aus dem Ortsteil Prinz von Preußen in der evangelischen Volksschule an der Harvener Straße von der NSV. Mittagessen. Krieger= und Landwehrkameradschaft„Prinz von Preußen". Der am Sonntag im Kameradschaftsheim D. Wahl stattgefundene Kameradschaftsapvell wurde vom Kameradschaftsführer E. Rusche geleitet. Unterstützungsanträge müssen an den Kameradschaftsvsleger Elbin gestellt werden. Der bei dem letzten Schießen errungene Wandervreis wurde dem Kameraden Heinrich Düpvel überreicht. Um das Winterhilfswerk unseres Führers zu unterstützen sollen alle Kameraden Mitglieder der NSV. werden. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles hielt der Kameradschaftsführer einen Vortrag:„Deutschland braucht Kolonien.“ Schützenverein„Jägerslust" Altenbochum. Der Verein beteiligte sich am Sonntag an dem Oktoberschießen auf dem Volkssportvlatz. Er sicherte sich nach dem ersten Sonntag(es wird noch an zwei Sonntagen aeschossen) im Gruppenschießen(Wehrmannbüchse) die erste Stelle mit 192 Ringen mit den Schützen Robert Stöber, Otto Dzeia. Wilhelm Seipel. Otto Bahl. Dieselbe Gruppe erzielte im Kleinkaliberschießen 190 Ringe und somit den 4. Platz. Die achte Gruppe brachte es auf 171 Ringe. Der Schießwart KV. Robert Stöber sicherte sich mit 47 Ringen im Wehrmann=Einzel den 1. Platz. Am Sonntag, 1. November, schießt der Verein auf dem Stand Ruwe, Kornharven. Es wird ein Ehrenpreis ausgeschossen. Stadtteil Langendreer Unterstützungsauszahlung. Die Auszahlung der Unterstützungen für Armenpfleglinge. Sozialrentner und Pflegekinder im Stadtbezirk Langendreer für den Monat November findet bereits Freitag, 30. Oktober, vormittags, statt. Stadtteil Werne Sanitätsrat Dr. Reihnertz F. Am Samstag starb in Bonn, wohin er sich seit 1929 zurückgezogen hatte. Sanitätsrat Dr. Reihnertz. Der Verstorbene kam im Jahre 1889 nach Werne und wirkte dort in segensreicher Tätigkeit 40 Jahre. Am Dienstag nachmittag findet die Ueberführung der Leiche und die Beisetzung auf dem Werner Friedhof statt. Unterstützungsauszahlung. Da am 81. Oktober (Reformationsfest) die Dienststellen der Stadtverwaltung geschlossen sind, werden für den Stadtteil BochumWerne die Unterstützungen an Sozialrentner, Kleinrentner und an Unterstützungsempfänger der allgemeinen Fürsorge in der Zahlstelle Bochum=Werne bereits am Donnerstag, 29. Oktober gezahlt. Die Zahlung der Unterstützungen an die Wohlfahrtserwerbslosen erfolgt am Freitag, 30. Oktober. Stadtteil Weitmar Feierstunde im Kraftsportverein„Jahn“. Am Sonntag trafen sich die Mitglieder des Kraftsportverein„Jahn" Weitmar im Vereinslokal Rotermund zu einem gemütlichen Beisammensein mir Damen. Während es für die Frauen ein Kaffeetrinken gab, stärkten sich die Turner bei einem Gulaschessen. Für Unterhaltung war bestens gesorat. Stadtteil Stiepel Großer Filmabend in Stiepel. Die Ortsgruppe der NSDAP. in Stiepel hat für Freitag, 30. Oktober, einen ausgezeichneten Filmabend sichergestellt. Zur Vorführung gelangen um 15 und 19 Uhr im Saale des Pg. Frische die beiden bekannten Großfilme„Der höhere Befehl" und„Reichsparteitag 1935“. Karten zum Preise von 0,40 RM. sind bei allen politischen Leitern erhältlich. DAF., Ortsgruppe Bochum=Stiepel. Am vergangenen Sonntag morgen versammelten sich die Kameraden der Deutschen Arbeitsfront im Westermannschen Saale an der Kemnader Straße. Ortsgruppenleiter Olschewski hieß die Erschienenen herzlich willkommen. Pg. Kolodzes(Bochum) hielt einen tiefgründigen Vertrag über echte Kameradschaft und Volksgemeinschaft und wies auf das Werk des Führers hin. NS.=Frauenschaft Stiepel=Süd. Ihr vierjähriges Bestehen feierte am Sonntag die NS.=Frauenschaft StiepelSüd im Saalbau Frische. Leiterin Frau Franzmann begrüßte die in so stattlicher Zahl versammelten Frauen. Mit einem Musikstück wurde die Feier eingeleitet. Frau Varenholt und Frau Schroeder trugen Gedichte vor. Frau Fischer gab einen Ueberblick seit Bestehen der Gruppe und wies noch auf die mannigfachen Arbeiten und Pflichten hin. Lieder zur Laute und ein plattdeutsches Theaterstück belebten die Frohlaune. Stadtteil Linden=Dahlhausen Hochbetagt. Am 23. Oktober wurde Frau Gustav Ullerich, Am Röderschacht 20, 70 Jahre alt. Der Reichskirchliche Frauendienst ehrte die Hochbetagte durch einige Lieder. Verwaltungsstelle Bochum=Linden=Dahlhausen. Die Auszahlung der Unterstützung für Kleinrentner, Blinde, Armenpfleglinge und Pflegekinder für den Monat November erfolgt bereits am Freitag, 30. Oktober, von.80 bis 11 Uhr vormittags, bei der Zahlstelle in Linden=Dahlhausen. „Rundfunk ohne Antenne“, gastierte in Linden. Zum ersten Male gastierte auch im Stadtteil Linden die bekannte Varietétruppe„Rundfunk ohne Antenne“ im Scheidtmannschen Saal. Schon Stunden vor Beginn war der keineswegs kleine Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Hunderte von Volksgenossen, die sich auf diesen Abend gefreut hatten, mußten wieder zurückkehren. Der Lindener DAF.=Ortsaruppenobmann. Pa. Altmicks, wies nach einer Begrüßungsansprache darauf hin, wie schön es heute geworden sei. Jetzt könne auch der Arbeiter Stunden genießen, die früher nur einer gewissen Schicht vorbehalten geblieben seien. Der Ansager Ferdinand Mahir verstand es, sogleich den Kontakt für die nächsten Stunden herzustellen. Was dann folgte, war für die Linden=Dahlhauser se erregend und sensationell, daß keiner aus dem Staunen und auch wohl aus dem Lachen herauskam. Mochte es sich um das tanzende Akrobatenpaar Geschwister Hervé, um F. Sylvester, dem Imitator von Tierstimmen und sonstigen Sachen, um Ferry Bangs, um das Duo Castelli, den Akrobaten der ungezwungenen Kraft, oder um Maria Karin, dem bezaubernden„Kölschen Mädche“, handeln, alle wurden mit dem lebhaftesten Applaus bedacht, der in der Regel stets zu weiteren Zugaben veranlaßte. Der Skeich „Das verwunschene Schloß", gespielt von Ferd. Mahir und Maria Karin, wurde zu einem großen Heiterkeitserfolg. Das war ein Abend, wie sich ihn die LinoenDahlhauser noch mehrere Male wünschen. Kaninchenzucht=Ausstellung des Linden=Dahlhauser Kaninchenzuchtvereins. Eine Zuchtausstellung von 75 Rassekaninchen veranstaltete am Samstag und Sonntag im Lokale Werner(Dahlhausen) der Linden=Dahlhauser Kaninchenzuchtverein. Vereinsleiter Rost gab seiner Zufriedenheit mit Dankesworten Ausdruck. Die Bewertung brachte folgende Ergebnisse: Ehrenvreise in der Alttierklasse: Auf„Deutsche Grauriesen" Züchter Alfons Weckermann, auf„Weiße Wiener" Zuchter Ernst Wolf mit zwei(Ehrenpreisen, auf„Marburger Feh“ Züchter Emil Rost, fünf Ehrenpreise errang der erfolgreichste Züchter Ludwig Backhaus mit seiner „Schwarz=Silber"=Zucht, in der gleichen Zucht erhielten die Zuchter Emil Rost und Karl Bullerdick je einen Ehrenpreis: Ewald Stratmann bekam auf Gelbsilber". Wilh. Hahn auf„Angora“ einen Ehrenpreis. Auch in der Junatierklasse war der Züchter Ludwig Backhaus der erfolgreichste. Hier erhielt er zwei Ehrenpreise in der„Gelb=Silber"=Rasse zugesprochen. Züchter Ernst Wolf holte sich einen Ehrenpreis in der Klasse„Deutsche Grauriesen". Erste Preise errangen noch folgende Züchter: E Wolf J. Becker, August Schervel. E. Rost, L. Backhaus, K. Bullerdick und Heinrich Henke. Neben diesen Preisträgern kamen noch viele zweite und dritte Preise heraus. Dem so erfolgreichsten Mitglied Ludwig Backhaus konnte in der Rasse„Schwarz=Silber“ der Wandervokal zuerkannt werden: ebenfalls konnte er mit dem Reichsehrenpreis ausgezeichnet werden. Die Pelzmodenschau erfreute alle Besucher wegen ihrer Reichhaltigkeit und ihrer qualitativ hochstehenden Arbeit. Stadtteil Sundern Schießsportverein„Diana“. Am Sonntag nahm des Vereinspreisschießen im Schießsportverein„Diana" seinen Fortgang. Wiederum konnten beachtliche Leistungen erzielt werden. Mit 86 Ringen blieb Schützenbruder Willi Berneiser Tagesbester. Es folgten W. Gellermann mit 34 und Heinz Köster sowie Ewald Tüselmann mit je 38 Ringen. Recht zahlreich waren wiederum die Jungschützen vertreten. Hier blieb Herbert Börger mit 34 Ringen der beste Schütze. Die Jungschutzen Alfred Eickenbusch und Th. Brechmann jun. brachten es auf 81 bzw. 80 Ringe. Personalnachrichten Das Staatsexamen als Krankenpflegerin bestand im St.=Josephs=Krankenhaus in Krefeld Fräulein Angela Lotze von hier mit dem Prädikat„Gut“. „Tassel uns Vienen“ 40. Jahresfest des evangelisch=kirchlichen Männerdienstes Gerthe=Hiltrop Die Feierlichkeiten der Grupve Gerthe=Hiltrov des Evangelisch=kirchlichen Männerdienstes aus Anlaß des 40jährigen Jubiläums begannen am Sonntag vormittag mit einem Festgottesdienst in der Christuskirche zu Gerthe. Nach dem Bibelwort Römer 16„Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht" hielt Pfarrer Kalle(Hamm) eine zu Herzen gehende Festpredigt. Der Frauenchor Gerthe verschonte den Gottesdienst mit seinen Darbietungen. Die Festversammlung am nachmittag im Saale Kalthoff war stark besucht. Mit dem Vortrag„Die Himmel rühmen" eröffnete der verstärkte Gerther Posaunenchor die Festfolge. Pfarrer Fortmann hielt eine kurze Andacht. Gruppenführer Wassermann konnte unter den zahlreichen Festgästen auch den Verbandskassierer Keudel(Witten), Kreisverbandsführer Rektor Lütz(Gerthe), Pfarrer Fortmann und Pfarrer Schaefer sowie die benachbarten Gruppenführer begrüßen. Sein besonderer Gruß galt den Jubilaren. Gruppenführer Wassermann hielt einen kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte, die bereits in Nr. 250 des„B..“ kurz dargestellt wurde. Von besonderem Interesse waren die bekannt gegebenen Zahlen. So hat die Sterbekasse in den 18 Jahren ihres Bestehens in 150 Sterbefällen 30000 Mark ausgezahlt, während die Hilchenbachkasse seit 1930 für rund 100 Mitglieder 4000 Mark für Erholung in Hilchenbach verausgabte. Eine bedeutende Summe wurde auch für Sammlungen und Stiftungen verausgabt. Zahlreich waren die Glückwunschschreiben zum Jubelfeste eingegangen. Mit besonders starkem Beifall wurde der Festredner, der ehemalige Gerther Pfarrer Lohmann(Gütersloh) bei seinem Erscheinen begrüßt. Er überbrachte der Versammlung zunächst seine persönlichen Glückwünsche und die der 5000 Mitglieder des Minden=Ravensberger Männerdienstes. In klaren Zügen stellte er die Verantwortung der evangelischen Frauen und Männer heraus, die nach dem Bibelwort Wächterdienst auf den Mauern der Gemeinde zu verrichten haben. Klar umriß er den Aufgabenkreis der Männerdienstgruppen und fand in seinen packenden Worten bald den Weg zu den Herzen eines jeden einzelnen. In einer kurzen Ansprache nahm der Ehrenvorsitzende Beckers alsdann die Ehrung der Jubilare vor. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden die Mitalieder Adolf Briese, Gustav Ewers, Wilhelm Hüls, Heinrich Kehl, Friedrich Begelmann und Friedrich Schmidt mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Für 40jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Heinrich Aahte, Karl Beisemann, Wilhelm Butzmann, Wilhelm Cremer, Hermann Gehring, Johann Häde, Friedrich Karrasch, Heinrich Kleffmann, Heinrich Lewe, Samuel Manuschke. Ernst Marschall, August Pulter, Heinrich Veuhoff und Wilhelm Wiesehahn. Diese erhielten ein Buch über das Lebenswerk des verewigten Reichspräsidenten zum Geschenk. Das 89jährige Gründungsmitglied Heinrich Aahte wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Für die Jubilare sprach Johann Häde den Dank aus. Pfarrer Schaefer hielt eine kurze Ansprache, die in einem Treuegelöbnis zu Evangelium und Kirche ausklang. Pfarrer Fortmann würdigte in kurzen Worten noch das gute, brüderliche Zusammenarbeiten der Männer aus Hiltrov und Gertbe, die nunmehr 20 Jahre bereits als eine Gruppe zusammenarbeiten. Umrahmt war das Festprogramm mit Darbietungen des Posaunenchores, Lieddarbietungen des Frauenchores unter Leitung von Musiklehrer Barndorf, Gedichten und gemeinsamen Liedern. Mit Gebet und Segen von Pfarrer Schaefer schloß die Festversammlung, die unter dem Motto:„Lasset uns dienen" stand. * Aus der Elisabethpfarrei Bochum=Gerthe. Für die Pfarrgemeinde Gerthe ist die im Rahmen des diesStadtteil Hiltrop St.=Josephs=Pfarrvikarie Bochum=Hiltroy. Die umfangreichen Erneuerungsarbeiten an der Hiltroper St.= Josephskirche, die infolge Bergschäden notwendig geworden waren, sind nun zu Ende gegangen. Der elektrische Strahlenkranz, der bisher den schönen Barockaltar umgab, ist aus architektonischen Gründen entfernt worden. Nach der farbenfrohen Ausgestaltung des Innenraumes haben nun auch die Kirchenbänke einen neuen Anstrich erhalten. Das Gotteshaus bietet nunmehr wieder einen schönen Anblick. Stadtteil Bergen Gemeinschaftsschau der Kaninchenzüchter. Im Lokale Wegener veranstalteten die Kaninchenzuchtvereine „Vorwärts". Bochum=Gerthe,„Treue Züchter" BochumGerthe.„Edelpelz“ Bochum=Hiltrov und der„Sonderverein für Fehkaninchen“ Bergen eine gemeinsame Kaninchenausstellung. 90 Tiere wurden durch den Preisrichter Fitz(Dortmund) bewertet, davon 73 in der Alttier und 17 in der Junatierklasse. Das beste Tier der Schau stellte der Züchter Sufryd vom Verein „Edelpelz“ Hiltrov. Er erreichte auf„Lux" 94 Punkte und erzielte damit den Ehrenpreis der Schau und gleichzeitig den Ehrenpreis des„Bochumer Anzeiger". Erste Preise mit 98 Punkten erzielten die Züchter Cöppencastrov vom Verein„Vorwärts" BochumGerthe, auf„Marburger Feh“. Hieronimus vom Verein„Edelvelz“ Hiltrov auf„Marburger Feh“. Rogozinski vom Verein„Vorwärts" BochumGerthe, auf„Marburger Feh“. Adler vom Verein „Vorwarts“, Bochum=Gerthe, auf„Englische Schecken", und Maß vom Verein„Vorwärts" Bochum=Gerthe, auf„Englische Schecken". Weiter wurden noch 23 zweite und 89 dritte Preise in der Alttierklasse vergeben. In der Jungtierklasse erreichten das Prädikat„Sehr aut" die Züchter Schulz(„Edelpelz" Bochum=Hiltrop) auf „Weiße Wiener", Schumacher(„Vorwärts" BochumGerthe) zweimal auf„Französische Silber" und Dembkowski(„Treue Züchter" Bochum=Gerthe) auf „Groß=Chinchilla". Neunmal wurde noch das Prädikat „Gut" verteilt. Die Ausstellung war noch bereichert durch eine Pelzschau des Vereins„Edelpelz" BochumHiltrov, der außer Konkurrenz rund 60 Pelzstücke ausgestellt hatte. Stadtteil Riemke Am Gartenkamp. Augenblicklich wird der Bürgersteig Am Gartenkamp instandgesetzt. Er erhält eine Aschendecke. Versetzungen. Fahrsteiger Königsbüscher von der Schachtanlage 8/9 der Gewerkschaft„Constantin der Große" wurde zur Schachtanlage 6/7 versetzt, Fahrsteiger Spiekermann von der Schachtanlage 4/5 zur Schachtanlage 8/9. Arbeiten am Riemker Bahnhofsgebäude. Den am Außengebäude des Riemker Bahnhofs erfolgten Instandsetzungs= und Verschönerungsarbeiten haben sich nun Renovierungsarbeiten im Innern angeschlossen. Baubeginn der Volkswohnungen an der Stadtgrenze. Die Ruhr=Livve=Siedlung nimmt jetzt ihr Bauvorhaben an der Herner Stadtgrenze(Siebeck=, Flottmann= bis Düngelstraße) in Angriff. Mit den AusNeue Srade in HincpiPrrusru! ## Aufnahme: Vaginer Die alte idyllische Holzbrücke im Hiltrover Volkspark die unterhalb des Hiltrover Friedhofs über die beiden Fischteiche führte, mußte aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. An ihrer Stelle wurde eine stabile Betonbrücke mit eisernem Gitter hier errichtet. Längere Zeit hat es gedauert. bis die Brücke für den Verkehr freigegeben wurde, da die Betonmassen erst richtig austrocknen mußten. Die Betonbrücke überspannt in einem Bogen pfeilerlos die beiden Ufer und paßt sich dem Gesamtbild gut an. schachtungsarbeiten wurde begonnen. Es sollen 70 Wohnungen erstellt werden. Kameradschaftsabend. Einen schönen Kameradschaftsabend veranstaltete am Samstag abend die Gefolgschaft der Firma Dobrecht. Der Gefolgschaftsführer hielt eine herzliche Ansprache. Nach einem Würstchenessen betätigten sich einige Gefolgschaftsmitglieder als wahre Künstler, so als Musikanten, Humoristen und anderem. Der Abend verlief so in der schönsten Weise. Gemeinschaft der Gefolgschaft. Die Gefolgschaft der Maschinenfabrik und Eisengießerei Beien veranstaltete am Wochenende einen Kameradschaftsabend, der einen recht schönen Verlauf nahm. Nach einleitenden Darbietungen der Werkskapelle hielt Direktor Oellrich eine Ansprache. Er wies auf den Zweck solcher Kameradschaftsabende hin und gedachte des gewaltigen Aufbauwerkes unseres Führers und Reichskanzlers. Dann folgte die Aufführung eines Filmes, der anläßlich des Rheinausfluges der Gefolgschaft gedreht worden ist. Eine Verlosung mit wertvollen Gewinnen brachte manche Ueberraschung. Bleibt noch zu erwähnen das gemeinsame Essen und das gemütliche Beisammensein nach Abschluß des offiziellen Programmteiles. Spielverein„Einigkeit". Am Sonntag begina der Spielverein„Einigkeit" sein 5. Stiftungsfest, das einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Nach einigen Märschen der Musikabteilung hielt der Vereinsleiter Schlavve eine Begrüßungsansprache. Acht Mitgliedern, die dem Verein seit der Gründung angehören, überreichte er ein passendes Angebinde. Die Namen sind: Leo Kasinski, Krallmann, Klenke, Lobich, Lachnit, Pruldert Rehrmann und Schlappe. Dann trug ein kleines Mädchen ein sinniges Gedicht vor. Gesangliche und musikalische Darbietungen umrahmten das schön verlaufene Fest. Stadtteil Wiemelhausen Evangelischer Frauenverein Wiemelhausen(Petri). Der Verein feiert heute, 27. Oktober, 3 Uhr nachmittags, sein 45. Jahresfest, verbunden mit einer Generalversammlung. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum: Heute Kleist=Aufführungen. Die vorläufig letzte Einrichtung zur Kleist=Woche war der„Robert Guiskard" und„Der zerbrochene Krug“, deren Aufführung in der Inszenierung von Dr. S. Schmitt wieder einen Erfolg der Bochumer Bühne bedeutete. Die große, kühn gesteigerte Welt des„Guiskard"=Fragmentes steht im Gegensatz zu der mit hintergründigem Humor liebevoll ausgestalteten niederländischen Dorfwelt des„Zerbrochenen Kruges". Die Titelrolle des„Gutskard" spielt Gerhard Meinecke, den Dorfrichter Adam Alfred Schieske. Im übrigen ist das gesamte Ensemble beschäftigt. Die heutige Aufführung ist außer Vormiete und für die NS.=Kulturgemeinde, Ring 1, angesetzt. Morgen, Mittwoch, wird „Prinz Friedrich von Homburg“, der große Erfolg der vorigen Spielzeit, zum ersten Male in dieser Spielzett wieder ausgenommen. Die Besetzung ist die des Vorjahres. Die Titelrolle spielt Horst Caspar. Die Spielleitung liegt in den Händen von Dr. S. Schmitt. Die Aufführung ist für den Roten Ring angesetzt. Städtische Kammermusik Bochum. Am Donnerstag, 29. Oktober, wird die Reihe der Kammermusikveranstaltungen des Städtischen Orchesters Bochum fortgesetzt. Das zweite Kammerkonzert sieht zur Durchführung folgendes Programm vor: Quartett für Flöte, Obbe, Klarinette und Fagott von Karl Goepfart; zum 150. Todestage Friedrichs des Großen die Sonate für Flöte und Klavier; das Divertimento Nr. 3 für Flöte, Obbe und Fagott von Wolfgang Amadeus Mozart und das Quintett für Obbe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier von Ludwig van Beethoven. Die Werke von Goepfart, Mozart werden zum ersten Male in den städtischen Veranstaltungen aufgeführt. Ausführende: Die Städtische Bläservereinigung: Otto Schneeberg, Johannes Berg, Arthur Fischer, Claus Voß, Max Uhlein und Arno Schütze(Klavier). Die Veranstaltung findet abends im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee, statt. Zweite Lesestunde in der Stadtbücherei. Robert Garprecht vom Stadttheater liest heute in der Städtischen Bücherei, Bismarckstraße, von 17 bis 18 Uhr„Die Pflicht“ von Wilhelm von Scholz vor. Dieses Hohelied soldatischen Opfermutes zu hören, sollte sich niemand entgehen lassen! Eintritt frei! Konzertgemeinschaft deutscher blinder Künstler der Gaue Rheinland, Westfalen und Hessen. Am morgigen Abend um 8 Uhr findet im Ernst=Moritz=Arndt=Haus ein Blindenkonzert statt. Es wirken mit: Maria Klaesner-Cremer(Köln), Sopran; Grete Almstedt(Dortmund) Rezitation; Ernst Brüggemann(Münster), Violine; Willi Küppers(Aachen), Klavier; Bert Klaeser(Köln), Begleitung. Bochumer Verbände und Vereine 15. Stiftungsfest der Volksspielgruppe„Bunte Bühne“. 1921. Die im Jahre 1921 gegründete Volksspielgruppe „Bunte Bühne“. Bochum beging am Samstag abend im Kreise ihrer Freunde und Gönner im Jugendsaale der Bürgergesellschaft die Festfeier ihres 15jährigen Bestehens. Ein ausgesuchtes Programm, das von den Mitgliedern selbst bestritten wurde, hielt alle Festteilnehmer bei froher Laune. Vereinsführer Franz Pieper würdigte in seiner Festansprache die erfolggekrönten Bemühungen der Volksspielgruppe um eine Verlebendigung und Vertiefung des deutschen Laienspiels. Allen aktiv mitwirkenden Mitgliedern sprach er seinen herzlichsten Dank aus, besonders dem Spielleiter Kratel, der von Anfang an der Volksspielgruppe angehört und in den 15 Jahren ihres Bestehens schon manches Spiel inszeniert hat, das die Anerkennung der Oeffentlichkeit gefunden hat. Der Ehrentag des Vereins wurde auch sein Ehrentag. Viele Ehrungen wurden ihm bereitet. Bei Lied, Spiel und Tanz und kurzweiliger Unterhaltung spornte man sich gegenseitig an zu einem neuen frohen Schaffen im Dienste des deutschen Laienspiels. dem Nachbargeviel Stadt Wattenscheid Angefahren und tödlich verletzt Am 24. Oktober, gegen 19 Uhr, wurde auf dem Ruhrschnellweg Ecke Rolandstraße ein 62jähriger Mann, als er im stark angetrunkenen Zustand über die Straße torkelte, von einem Personenkraftwagen angefahren und schwer verletzt. Er wurde von dem Wagenführer in das St.=Marien=Hospital gebracht, woselbst er am 25. Oktober gegen 15.45 Uhr starb. Nach den kriminalpolizeilichen Feststellungen liegt eigenes Verschulden vor. Stadt Wanne=Eicke Todessturz von der Treppe. Am 25. Oktober, gegen.50 Uhr, stürzte ein Anwohner der Hindenburgstraße im betrunkenen Zustand von dem Podest des ersten Stockwerks über das Treppengeländer in den Flur. Er erlitt einen komplizierten Schädel- und Wir###säulenbruch, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Nach den getroffenen Feststellungen liegt eigenes Verschulden vor. Stadt Witten Fünf Personen verletzt Motorradfahrer fährt in eine Postschutzkolonne Am 24. Oktober, spät abends, fuhr auf der Bochumer Straße ein Motorradfahrer in eine marschierende Postschutzkolonne, wobei fünf Personen leicht verletzt wurden. Nach Anlegung von Notverbänden im Knappschaftskrankenhaus in.=Langendreer konnten sich die Verletzten nach Hause begeben. Seite 13 Nr. 252. 7 Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 27. Oktober Weshsaten und Tihen Kestsunschr Nia..... Jue Große Westfälische Kunstausstellung 1936 in Dortmund ** m o r v o l l e H o l z p l a s t i k d e r h a s l i# Dortmund, 25. Oktober. Im Hause der Kunst wurde die Große Westfälische Kunstausstellung Dortmund 1936, die von ver Stadt H rtmund in Vervindung Lorctuud in Verbindung, A Hn bildenden Künste veranstattet wurde, durch den Barzermeister Dr. Pagenkopf eröffnet, der Begrüßungsworte an die Vertreter der Behörden, der Partei, der Wehrmacht und die Künstler richtete,og, Kapdeshaugte, Regierungsbaumeister Stommel(Bochung, dänlte der Stadtverwaltung, daß sie durch Ueberlassung det Hauses der Kunst die Ausstellung ermöglicht habe. Die von den Künstlern Nord= und Südwestfalens beschickte Ausstellung vereinigte diesmal mit gonzganhpgrgg Künstlern auch die Fachgruppen des der Gebrauchsgraphiker und der Architektur. Alle diese 1936, die von ver. mit der Reichskammer der -e burch den Rürgerfrüheren Ausstellungen vereinigt sein. Die Ausführungen des Landesleiters, schlossen mit einem warmen Appell an die Volksgenossen, alle Bestrebungen der Kunst, die zu dem inneren Aufbau des deutschen Volkes beitragen wollen, zu unterstuFgtgugstellung 1936“ Die„Große Westfalische Kunstausneuung 1936“ vermittelt ein zwar sparsames, dennoch aber vollständiges Bild des kunstschaffenden Westens auf den Gebieten der Malerei, Graphik, Plastik, der Gold= und Silberschmiedekunst, der Keramik, der Buchbinde=, Stick= und Webkunst, der Architektur, der Ranggragge und Gartengestaltung und der Gebrauchs#######: Tar künstlerische Schaffen, ob für den Tag, oo für die Ewigkeit bestimmt, ist hier einmal unter dem totalen Gesichtspunkt einer dem kulturellen Aufbau allseitig verpflichteten Kameradschaft gesehen. Die kunsterzieherischen und erlebnisspendenden Kräfte eines Bildes sind, wie in der Plastik auch in ven Arbeiten des Goldschmiedes, der Webersyz, ig. den Entwürfen und Bauausführungen des Archne####en zu verspüren. Die gleiche drangende Kraft, mit der das innere Gesicht unserer Zeit umrissen wird, steckt auch in der dem Tage verhafteten Gebraupigzcheßiig#e nun für geistige, künstlerische Ziesfe ichtrfscgg., Wille werbend in Erscheinung gngiggderen; usien Lebensgeder Aussteller gewesen, politischer Lotalität das Prinbieten sich kundtuenden g#n Prinzip auch der künstlerischen Totalitar zu veranschaulichen. Und Totalität heißt hier: Dienst aller Te am Ganzen, ohne daß die Rangordnung der Werte verloren ginge oder gar geleugnet, würde. Der der ein Bild nicht nur ansiehr, sonoern in sich fend erlebt, wird auch den künstlerischen Schmuck, wird auch die Häuslichkeit, in der er wohnt, wird envlich alle der menschlichen Formkraft unterliegenden, lebensteigernden Schau= und Tatbezirke mit gleicher Liebe zu erfassen wissen. Strenge Wertmaßstäbe sind der Ausstellung zu Grunde gelegt worden, man mäßig=humbrogue Lolgpiaik der heitigen drez dem Temperament des DPsantigniert wirten. Die schönen, im zeichnerischen Still antchue####enden Silberstifzeichnungen von Leo Burgholz(Munster) haben etwas von Harfenklang an sich. Als kräfiger, zu farblichen Verfeinerungen strebender Maler mit ungemein sicherem Gefühl für die aneldotische Komposition einer, OruxHandschaft stellt sich mit neueren Arbeiten der beggiste„oßegs 1/z19 zeine“ trockene, Sein„Selhstbildui m M 1I„teine Aogene, schulmeisterliche Artmaterei, starkes Bekenntnis zum Kl Formel glucklichst vermieden. Die Temparg=Pic#er Franz Gerwins aus ähnlicher Motivwelt sund dieser Sefahren nicht Herr geworden, Unter den Aquarellisten senannt zui Oart v Holkalt Boea(achun) jeiat ein farblich nach Stimmungswerten dunkel ausgewohinterlicher Elegie begegnen wir in Theo Hölscher (Wupvertal) mit seinem Lübecker Städtebitozmghichen in Dunst und farbigem Nebel gesehenen heimutiichen telhön zeichnerische Meisterschare,17##, tudien auf Ssaul Kortenkamps(Bielefeld) dem Schicksal des Bergmannes ergreifenden Ausdruck. Wir nennen weiter den zu kräftigen, flächenhaften Farbakzenten strebenden Bernhard Peppinghege (Münster), das feine malerische Gespinst des Visionars im Alltag Robert Pudlich(Dusseldorf), den aufgehellten, von der Neigung zu dunkler Tongebung befreiten Heinrich Rudolph(Wattenscheid) mit zwei westfälischen Landschaften, Paulhermann Schoedder nen, Zeichnung und Farbe zusammenfassenden, stimschaften zeigt der sehr begabte Josef Schwermer (Arnsberg), Eberhard Viegeners„Aufbau vermittelt in heller Tönung den Meister geschlossener Bildgestaltung. Es handelt sich uhrigens um das Haus## Dichters Adolf von Hatfeld. Mit einer überdurchschnittlichen zeichnerischen Begabung empfiehlt sich Udo We del(Münster), und auch von der zarten Handschrift Paul Westerfrölkes(Gütersloh) zeugen wiederum Gediegene Arbeiten werden von westfälischen Goldund Silberschmiedekünstlern gezeigt, die keranische Kunst vertritt Hans H. Lechner(Witten), die Buchbindekunst in einem wundervollen vergamentgebundeKleist(Dortmund). In der Stick= und Webkunst dominiert Professor Irma Goecke(Dortmund). Aus der großen Reihe der Photos, die die Vertretung der Architektur und der Innenraum. 1zie Pihheitrzge der Bochumer Stadtverwaltung und des Regie. rungsbaumeisters Stommel(Bochum). Photokunstlerisch geben sie ein ausgezeichnetes Bild von ver architektonischen und gartenbaulichen Gestaltung des mer Friedhofs und zeigen außerdem die geschmackvoll und solide Inneneinrichtung des Ratskellers. Der den Gebrauchsgraphikern gewidmete Raum überzeugt von der hohen Kunst der graphischen Werbearbeitzg#on zeichnerischen Ideenreichtum der auf diesen icret schaffenden Künstler sowie von dem ausgesegznzg ten 43jährigen Heinrich Brodesser und die 38 Jahre alte Witwe des Franz Johannesberg aus Bonn. Die Vorgeschichte der furchtbaren Tat ist, folgende: Im August 1935 starben innerhalb von 14 Tagel. 39jährige Ehefrau Brodesser und der 40jährige Kriegsverletzte Franz Johannesberg. Es traten alsbald Vermutungen auf, daß die beiden eines nicht natürlichen Todes gestorben seien. Die Untersuchung der Bonner Staatsanwaltschaft und der Landeskriminalpolizei in Köln ließen immer mehr den Verdacht zu, daß die Ehe partner der Frau Brodesser und des Johannesberg sich des Giftmordes schuldig gemacht hatten. Beide wurden festgenommen. Die Leichen wurden exhumiert. Bei der Untersuchung konnte ein schon in geringsten Mengen tödlich wirkendes Gift nachgewiesen werden. Unter der Wucht des Beweismaterials gestand Brodesser seine Schuld ein. Die Johannesberg dagegen stritt alles ab, obgleich ihr Mitangeklagter, mit dem sie seitdem in engster Gemeinschaft, gelebt hatte sie schwer belastete. Das Gericht trat zunächst in die Vernehmung des Angeklagten Brodesser ein, der u. a. drei Strafen wegen Fahnenflucht während des Krieges aufzuweisen hat. Von seinem früheren Geständnis entschieden ab. Er habe es nur deshalb gemacht, um Frau Johannesberg zu schonen. Unter dem Vorwand, nun aber die reine Wahrheit sagen zu wollen, wälzt er alle Schuld auf die Mitangerlagte ab. Iin Tienst dei Gesangene.., G Das Aerztehaus Westfalen seiner Bestimmung übergeben :# s c h a f f e n e B l a s t i k d e n B l t Dortmund, 26. Oktober. Das Aerztehaus Westfalen in Dortmund wurde am Samstag nachmittag seiner Bestimmung übergeben. Zu der Einweihungsfeier in dem repräsentativen Gebäude am damm hatte sich eine große Zahl geladener Gäste, darunter Gauleiter, Staatsrat und Oberpräsident Wag Oberbürgermeister Lef„ehr (Herbeae) geschaffene Plastir ven Blick fesselt. Im Erdgeschoß sind die verschiedenen Dienststellen, das Ehrengericht und der große Sitzungssaal untergebracht, der den Namen des bekannten Arztes und Vorkämpfers Hansberg erhalten hat. In dem gleichen Geschoß befinden sich auch das Amt für„Volksgesundbeit, das Rassenpolitische Amt der NSDAP. und dir Tierarztekammer. Im Obergeschoß, ist u. a. auch die erstmalig in Deutschland eingerlugte„Westelseazgahrers Ins Messer gefallen und dabei getötet Laasphe, 26. Oktober. In dem benachbarten Rüchenbach trug sich ein bedauerlicher Unfall zu. der sich mit mehreren Gefährten auf dem Heimweg befand, holte sich von einem Baum an der Straße einen Apfel herunter. Dabei blieb er hinter seinen Kameraden zurück. Um diese nun wieder einzuholen, beschleunigte er seine Schritte, wobei er sich den Apfel mit seinem Messer schälte. Unglücklicherweise stolperte der Knabe bei dieser Tätigkeit und fiel in das Messer, das ihm durch die Brust ins Herz drang. Der Tod des Jungen trat schon nach kurzer Zeit ein. Kameradschaft überwindet die Not! Bringe Dein Opfer für das Winterhilfswerk! die westfälische Aerzteschaft und untergebracht, die den Ncamen des preichsarztesuyters Der Erbauer des„Dr.=Erhard=Wagner=Burse“ erhalten hat. WLSS und Buch(Vom Deutschlandsender) Kampf dem Verdehat nicht wahllos gesammelt, man hat ausgewählt. Zwarwird der Kunstkenner manchen Namen und ches Werk vermissen, aber man darf wohl annehmen, daß es der Jury nicht um Vollständigkeit, sondern um eine charakterisierende Ausstellung zu tun war. So ist der Kreis der Maler verhältnismäßig eng gezogen worden, und auch dem„raumgestaltergig, plattischen Denken zum Ausdruck bringen. Das Haus Kunstwerk steht nur ein Minimum an Platz zur Ver= in sich den notwendigen wirtschuftlichen Appatut, die fügung. Bei der Besprechung der Kunstwerte empfiehlt zentrale Abrechnungsstelle, es diene aber vor allem auch dem vom Verkehrsamt der Stadt Dortmund der wichtigen Aufgabe der Gesundheitsfürsorge für das Katalog zu folgen. Da ist mit vier Hauses, Architekt Pehke(Iserlohn), übergab demn Reichsärzteführer die Schlüssel, wobei er kurz auf die Baugeschichte des Aerztehauses Der Reichsärzteführer Dr. Wagner dankte dem Architekten und seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und ging dann auf die Baugesinnung des Dritten Reiches über. Das Aerztehaus Westfalen solle darüber hinaus noch den Umbruch im gesamten ärztlichen Denken zum Ausdruck bringen,„Das Haus beherberge es sich, dein erausgegebenen Kate #te#5# 10, Armeelb. von der letzten Manöverbunten Hanvzeignunggg.„von#g. übung des 10. Armeeto#### im Weserraum„I. Arens (Gelsenkirchen) mit einer vom Maierischen ubezgeckten frischen Gegenständlichkeit vertreten. Erns. ahn (Munster) weist sich in seinen Blumen= und Pflanzenstücken mit einer selten starken dämonischen Beziehung pflanzlichem Leben aus. Franz Brgz.#ang (Hagen) gibt mit seiner sommerlichen Sauerlan.### schaft wieder eine schöne Probe seiner technisch eigenwilligen und höchst reizvollen Naturanschauung. Von Theodor Brün(Hagen) sehen wir nicht die volksNachdem der Gauamisleiter des Reichsärztebundes, Dr. Lotz, allen gedankt hatte, die an dem Bau mitgewirkt haben, besichtigten die Gäste das neue Gebäude, dessen Stil sich abweichend von der sogenannten neuen Sachlichkeit an klassische Formen anlehnt, ohne jedoch ein selbständiges Stilgefühl des Architekten vermissen zu lassen. Durch die in deutschem Marmor gehaltene Vorhalle betritt man eine repräsentativ wirkende Eintrittshalle, in der eine von dem Bildhauer Becker 10.00 11.45 humpf vem Verderb..„Mas, 12 12.00 Werkpause(Uebertragung aus der Werrhalle des Industrie=Ofenbau Dr. Schmitz& Co., WuppertalLangerfeld.) Das Städtische Orchester Wuppertal 13.15 Mittagskonzert. Es spielt das Landes=Sinfonie: Orchester Saarpfalz(Albert Jung). 1. Ouvertüre zur Operette„Der lustige Krieg",(J. Strauß). 2. Kapriziöser Walzer(Richartz). 8. Potpourri aus der Operette„Der Graf von Luxemburg"(Lehar). 4. Wiener Bürger=Walzer(Ziehrer). 5. Bayrischer Avanciermarsch(Scherzer) 14.15 Kleine Musik(Kammerquintett). 15.00 Für unsere Kleinen: Trara, die Kinderpost ist da! 16.00 Wir treiben Familienforschung(Schünemann) 16.30 Nachmittagskonzert. Serenaden und Tänze. Das Kammer=Orchester Recklinghausen(Br. 17.30 Jungarbeiterinnen am Feierabend. Bilder aus der Jugendarbeit der DAJ.„. I,I 44anzenl 18.00 Für jeden etwas. Ein buntes Schauptalientonzert. 20.15 Stunde der jungen der Deutschen. Vermächtnis eines Jahrtausends (Von Frankfurt, Reichssendung) 20.45 Wußten Sie schon? Plaudereien über unbekannte Vonn, 26 Oktober Am Montag morgen begann vor! Altäglichtgiten, anz Dag Stein, Orchester(Leo dem Schwurgericht in Bonn die auf vrei Tage verech= s22.30 Nachtmusir und Tunz. Das Kreine Orchester(Leo nete Verhandlung gegen den des Giftmordes angeklag Eysoldt). Dritter Westsälischer nerztetag Im Anschluß an die Einweihung des Aerztehauses fand im Goldsaal der Westfalenhalle der Dritte Westfälische Aerztetag statt, der von dem Gauamtsleiter Dr. Lotz eröffnet wurde. Der Reichsärzteführer Dr. Wagner####ach über die Verhältnisse vor der Machtübernahme. Gesundheitssicherung sei Sache des Staates, Gesundheitsführung Sache der Partei. Der Vortragende ließ sich weiter über die Eheberatung aus. Das Ehezeugnis müsse so bald wie möglich eingeführt werden.„Die Eheberatung solle in erster Linie von dem praktischen Arzt durchgeführt werden, zu dem der Ehewillige Vertrauen habe. Giftmordes angeklagt Der Giftmord in Pützchen vor dem Bonner Schwurgericht Preing ao... href Tage berechStellenangebote (männlich) HülsenfruchtVerirrter Braves, evangel. zum Verkauf an Grossisten von Hamburger Importfirma gesucht. Angebote unter H. G. 4976 Ala, Hamburg 1 an mit gut. 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