C Beiugsbrei, er,aie nibePiger. Ilusirierte. 30 Vl. monatlch, Flnk geiste“ ddr be„Bov 45 Hie monatlich bei vier Serighaesfen ne oder Beiriebsstörung u. 2el. Haltosgle 1 übder. Peprechtunden der Schrisietung, außer Mitwocs und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höde in 22 mm Breite.5 Pf. Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeige Montag 26.Oktober 1936 43. Jahrgang Nummer 251 Einzelpreis 10 Pf. um Breite 50 Pl. im Terrigzi, Faciligge Micsbose, risen Povrsi, If.) haslge 1ls= Jgsielzes ei Aniesdenonnisg aibe des Voriges,„Pilt, den richligen Abdrac serne mündlich aufgegebener Anzeigen kann reine Gewähr übernommen werden.= Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 . Fete nt Trnr... Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet die„Woche des deutschen Buches“ -bles zu syrengen um sein individuelles Eigen! 1 dnb Weimar, 25. Oktober. Mit einem großen Festakt in der wurde am Sonntag die diesjährige„Wache, bes schen Buches“ von Reichsminister Dr. Goebbels feierlich eröffnet. Schriftsteller, Verleger und Buchhändler hatten sich mit vielen bekannten Männern von Partei und Staat, Kunst und Wissenschaft hier zusammenReichsminister Dr. Goebbels betztz, gan Horabend die Erstaufführung von Schillers„Fievig im Deu schen Nationaltheater besucht und am Sonntag vormittag an den Särgen Goethes und Schillers in Fürstengruft einen Kranz niedergelegt. Den Festakt in der Weimar=Halle leitete die Staatskapelle des Deutschen Nationaltheaters mit einer vollendeten Wiedergabe von Lisst, Iseghgsetzthalteng Nach der Begrüßungsggütrgen, dee Vveriu=hrizitumsSauckel, nahm der Prasivent der Reichsschrifttumskammer Staatsrat Jost Kraft der Nation heraus seine Daseinsberechtigung, aber auch seine Daseinsfähigkeit empfange. Der Nationalsozialismus habe zum ersten Male den Versuch unternommen, die Politik, die in parlamentarischen Demokratien zum bloßen materiellen Geschäft entartete, in die Bezirke des Geistigen zu heben. Selbstverständlich habe er dabei der geistigen Betätigung gewisse Grenzen setzen müssen, die da verliefen, wo Wohl und Interesse des nationalen Bestandes anfingen. Diese Tendenzen seien aber nicht gegen den Schriftsteller gerichtet, sie wirkten sich vielmehr zu seinem eigenen Vorteil aus, das individuelle geistige Leben des einezlnen gehe im Geistesleben der Nation auf. Die Feder müsse dem Volke ebenso dienen wie Schwert und Pflug.„Wie es dem Soldaten nicht erlaubt sein kann, zu schlagen und zu schießen, wann und wie er will“, so erklärte Dr. Goebbels,„wie man es dem Bauer nicht gestatten darf, zu säen und zu ernten, was und wo er will, so hat auch der schreibende Mensch nicht das Recht, die Grenzen des Volkswohles zu sprengen, um sein inbivibueues Eigenteben auszuleben. Diesen Grundsatz, der für die weitere Existenz des geistigen Schaffens im autoritären Staate von entscheidender Bedeutung ist, hat der National= sozialismus zum ersten Male wieder erkannt, ausgesprochen und gesetzlich skizziert und, wie wir heute rückschauend feststellen können, zum Segen von Volk und Buch.“ Anberechtigte Vorwürfe Man werfe im Ausland dem Nationalsozialismus vielfach vor, doß er unterscheiße: Der Penkehler, vom Bolschewismus unterscheide. Der„Tenntsehlet, der hier begangen werde, liege im Grundsätzlichen.„Unsere Maßnahmen“, so trat der Minister diesen Behauptungen entgegen,„richten sich immer auf die Nation in ihrer Gesamthest, die Maßnahrren des, Rersagg ieine betreffen den Vorteil einer Clique, bestenfuug, einer Kaste. Hier wird das ungebundene Denken nicht ausgeschaltet im Interesse eines Volkes, sondern im InterFür Frieden und Rutbau Das Ergebnis der deutich-italienlicten Auslprache Die zwischen dem italienischen Außenminister Graf Ciano als Vertreter des Duce und dem Führer Adolf Hitler sowie dem Reichsaußenminister und den verschiedensten Persönlichkeiten der Reichsregierung geführten Unterredungen über die Probleme der europäischen Politik und besonders der deutsch=italienischen Beziehungen erhalten ihr diplomatisches Gesicht und ihre für das Verhältnis der beiden Staaten sowie für die Zukunft Europas bestimmende Bedeutung durch die Rede de italienischen Außenministers, die dieser heute in Münvor der Presse hielt. Die prophetischen Anstrengungen gewisser Auslandsblätter, die schon Bündnisse, Pakte usw. voraussagten, sind vergeblich gewesen; denn wohlgemerkt, haben die beiden verhandelnden Länder zu dem fast unüberbrückbaren europäischen Paktsystem nicht einen neuen Vertrag mit allen seinen Konsequenzen hinzugefügt, sondern man hat mit allem Freimut, aber auch mit aller Sorgfalt die europäischen Grundprobleme durchgesprochen und hierbei die grundsätzliche Uebereinstimmung der beiderseitigen Regierungschefs über die des Suderv Bunst beschen, Iinr nalionalszialstisches Vetitalter vu,grich hezsegheligeeeiches konnte, so sagte Totalikätsanspruch des Dritten Reiches konnte, so sagte klarer und einfacher und überwältigender nicht geprägt werden. Die Grundelemente unseres geistigen Lebens wurden buisc pider unzte Hoch gißt, ax dent. Noraestrigen: Wir kommen„vyr##., Sagemaunten Vorgestrigen: Wir kommen ohne Euch wunderbar Wir pfeifen auf den Hochmur von sogenannten Dichtern, die da glauben, auf dem Umweg von Innerlichkeit und den Phrasen von Ewigkeitswerten dem schlichten eindeutigen Bekenntnis zum Nationalsozialismus und der Tatsache des Dritten Reiches aus dem Wege gehen zu können. Dieser herrliche und herrschende Staat plant seinen kulturellen Willen auf ein tausendjähriges Reich. baut— er baut zunächst aus der neuen Ordnung der Massen heraus, die er von der bolschewistischen Straße riß und zum Volk adelte die steinernen Manifeste seiner Disziplin, seiner gradlinigen Gesetzmäßigkeit, seiner völkischen Natur. Für diese neuerbauten Räume einer zauberischen Technik eines veredelten Handwerks fordert er nun: Musik Bild Plastik, Buch! Entweicht Dichter, nicht in kaltes Gedenken; stellt feurige Gedanken mitten hinein in die neuummauerten Kräfte Eures gestauten Volles! Es gibt keine geistige Volksgemeinschaft. ohne das Buch. Schafft, deutsche, Dichter und Seher, veutsche Aussage und Sage! Der Dank dieses Volkes über die Erhebung eines einzigen Augenblickes währt ewig, ist Eure Unsterblichkeit. Der Buchhändler ist der Treuhänder des Geisteslebens. Er darf den Gabentisch seines Umsatzes nie zum bloßen Warenmittler seines privaten Einkommens benutzen. Ueber dem Umsatz muß ihm bei jedem Verkauf der Einsatz für die Zukunft des Dritten Reiches stehen. Deutschland ist nationalsozialistisch, d. h. das nationalsozialistische Buch allein gehört in das deutsche Volk, Unser Staat benötigt die Offenbarungen unseres Geistes, und unser Geist ist ein einziges Gelöbnis: für das Kommende, Werdende, Wachsende werbende Liebe zu sein! Dem Ueberlebten, dem Getarnten, dem Widerstand gegenüber aber Dynamit! Dr. Goebbels spricht Dann trat unter dem Jubel der Festversammlung Dr. Goebbels an das Rednerpult. Der Minister begann seine Ausführungen mit einer Buches.„Von Vn,„Herkangen“ Prtärte er, Kichtungen und nie gekannte Wirtu####n nach allen Richtungen aus. Und zwar können diese Wirkungen sich im Guten wie im Bösen einstellen. Im Bösen dann wenn ein Buch aus einseitig individualistischen Trieben entsteht und deshalb auch zur einseitig individualistischen Absonderung seines Lesers führt, im Guten dann, wenn es im Geiste des Volkes entstand; denn so wie es aus dem Volke kommt, richtet es sich wieder an das Volk, regt es die Nation an und spricht des Volkes Sprache zu den Menschen selbst. Dem Geiste des Volkes entspringend, ist es Volksgut schon im Werden, den Geist des Volkes begreisend und umspannend, ist es Volksgut auch in seiner Vollendung.“ Man habe dem Nationalsozialismus oft den Vorwurf gemacht, daß er den freiforschenden Geist knebele, ihm Fesseln anlege und damit seine ungehemmten Entwicklungsmöglichkeiten unterbinde. Dieser Vorwurf aber sei durch die Tatsachen zu eindeutig und frappierend widerlegt worden, als daß er überhaupt noch einer Beachtung wert wäre. Der Nationalsozialismus habe es den vielgepriesenen Demokratien des Westens nicht nur gleich getan an Fürsorge für alle Gebiete des Geistes, der Kunst und der Kultur, er sei darüber hinaus gerade diesen Staaten gegenüber bahnbrechend vorangeschritten in der Formulierung und gesetzlichen Untermauerung eines geistigen Zustandes, der aus der Italienisches Kaiserreich Athiopien durch Seutschians unerrunmt Graf Ciano hat Deutschland verlassen— Uebereinstimmung der beiderseitigen Auffassungen Berlin, 25. Oktober. portugal bricht mit Madrid Lissabon, 24. Oktober. Die portugiesische Regierung teilte dem spanischen Botschafter in Lissabon mit, daß sie die Beziehungen zur Madrider Regierung abbreche. Der portugiesische Geschäftsträger in Alicante begab sich an Bord eines vort liegenden portugiesischen Kriegsschiffes und reiste nach Lissabon zurück. Diese Nachricht hat in französischen diplomatischen Kreisen starken Eindruck ge macht. In der Beurteilung etwaiger internationaler Folgen dieses Schrittes legt man sich jedoch strengste Zurückhaltung ,auf. Zgogzen,läicft, man in Pgietischen Kreisen durchbtigen, daß vortuggts Beschlußn Ser bereitung der Anerkennung der Regierung Franco jet. Ueber das Ergebnis der Unterredung, die am Samstag vormittag zwischen dem Führer und Reichskanzler und dem italienischen Außenminiister Graf Ciano im Haus des Führers in Berchtesgaden stattfand, wurde am Samstag folgende amtliche Meldung ausgegeben: „Der Königlich Italienische Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf Ciano, wurde heute vom Führer und Reichskanzler empfangen. In der Unterredung hat der Führer und Reichskanzler dem Vertreter der faschistischen Regierung mitgeteilt, daß die Reichsregierung sich zur förmlichen Anerkennung des Italienischen Kaiserreichs Aethiovien entschlossen hat. Der italienische Außenminister brachte zum Ausdruck, daß die faschistische Regierung von dieser Mitteilung in voller Würdigung ihrer Bedeutung mit Genugtuung Kenntnis nehme.“ Am Sonntag ist der Besuch des italienischen Außenministers zu Ende gegangen, und Graf Ciano hat von München aus den Rückflug nach Rom angetreten. Es wurde folgende Schlußverlautbarung über die politischen Besprechungen mit dem italienischen Außenminister berausggorbgzezughag deg ztestenischen „Im Verlaufe des Besuas des italienischen Außenministers Graf Ciano in Deutschland sind in seiner Unterhaltung mit dem Führer und Reichskanzler sowie in verschiedenen Unterhaltungen zwischen ihm und den leitenden deutschen Persönlichkeiten die schwebenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen von größerer Bedeutung erörtert worden, namentlich diejenigen, welche beide Länder unmittelbar betreffen. Die Unterhaltungen haben in einer Atmosphäre freundschaftlicher Herzlichkeit stattgefunden. Zur beiderseitigen Genugtuung ist die Uebereinstimmung der Auffassungen und die Absicht der beiden Regierungen festgestellt worden, ihre gemeinsame Tätigkeit auf die Förderung des allgemeinen Friedens und Wiederaufbaues zu richten. Die beiden Regierungen haben beschlossen, zur Durchführung dieser Bestrebungen in Fühlung zu bleiben.“ W Der Führer mit dem italienischen Außenminister Graf Ciano und dem Reichsaußenminister von Neurath vor dem Haus Berghof auf dem Obersalzberg Methode und den Weg feststellen können, um dem europäischen Frieden und dem Aufbau des Kontinents richtungweisende Ziele und ebenso die Mittel zu ihrer Erreichung an die Hand zu geben. Italiens Außenminister hat heute den Dank und die Bewunderung für das nationalsozialistische Deutschland, in Sonderheit für den Führer, zum Ausdruck gebracht. Der Minister wird allein schon aus dem herzlichen Empfang, den ihm die Reichshauptstadt und die Hauptstadt der Bewegung München bereitet haben, die Aufrichtigkeit und Sympathie ermessen können, mit denen das deutsche Volk in seiner Geschlossenheit die neuen zwischen Deutschland und Italien eingeschlagenen Wege enger Beziehungen begrüßt. Das deutsche Volk ist dem Außenminister des befreundeten Staates für die spontane Anerkennung um so dankbarer, als es sich in der autoritären Staatsführung und im Kampf gegen den Bolschewismus mit dem italienischen Volke eins weiß und zudem alte kulturelle und historische Beziehungen zu einem festen Bande aufrichtigster Freundschaft wachsen sieht. Jedenfalls hat das deutsche Volk in dem italienischen Außenminister die italienische Nation in ihrer Gesamtheit und besonders den italienischen Staatschef begrüßt. Mit der gleichen Befriedigung stellen wir fest, daß die Klugheit und Aufrichtigkeit der beiderseitigen politischen Führung Ressentiments hat aus dem Wege räumen können, unter denen die Beziehungen seit dem Weltkrieg noch litten oder die noch vor einigen Jahren erneut aufgetreten waren....— Ges Das Ergebnis der deutsch=italienischen Besprechungen entspricht jener von Adolf Hitler wiederholt bekanntgegebenen Grundauffassung, daß die persönliche Aussprache von Staatsmann zu Staatsmann weit eher Erfolge verspricht als alle groß aufgezogenen internationalen Konferenzen, die den Keim der Vielrederei und damit auch den Keim der Totgeburt in sich tragen. Was in Berlin und Berchtesgaden sich zutrug, ist nur die Probe aufs Exempel einer neuen Diplomatie. Sie braucht sich nicht auf Geheimabkommen und Pakt=Traktätchen zu stützen. Sie läßt es sich an der protokollarischen Festhaltung der verhandelten Themen genügen. Denn von vornherein hatten diese Besprechungen das Ziel, zu klären, aber nicht durch neue Pakte die Gesamtlage noch weiter zu verdunkeln und zu verschärfen. Eine Diplomatie der Westdemokratien, die sich noch immer nicht von der überkommenen Schablone der politischen Konspiratiönchen hat freimachen können(siehe auch Völkerbund), Ech. Hoffmann Kilian=Vopel wieder siegreich Das 100=Kilometer=Mannschaftsfahren in der Westfalenhalle endete mit einem neuen Sieg der großen Stechstage=Sieger Kilian Vopel, die Schön Pellenaars auf den zweiten Platz verwiesen. Schalke in der Vorschlußrunde Die Spiele um den Tschammer=Pokal brachten folgende Ergebnisse: Werder Bremen— Schalke 04:5 Wormatia Worms— VfL. Benrath:3 SV. Waldhof— Schweinfurth:2 VfB. Peine— BfB. Leipzig:4 Holland schlug Westsalen Im 26. Fußballkampf Ostholland— Westdeutschland in Enschede siegten die Holländer:1. (Siehe den Svortteil.) Seite 2 Nr. 251# Bochumer Anzeiger# Montag, 26. Oktober 1936 hatte hier beste Gelegenheit, in die Lehre zu gehen. Sie würde sich jedenfalls selbst und ihre Völker damit beruhigen. Was ist von den Voraussagen der neuigkeitshungrigen Auslandspresse übriggeblieben?..-Daß der deutsche Führer die Anerkennung des Italienischen Kaiserreiches Aethopien aussprechen würde, stand fest. Oder fühlen sich die immer noch an Abessinien interessierten Mächte überrascht?... Deutschland zieht mit dieser Anerkennung als erste Großmacht den Schlußstrich unter das abessinische Problem. Es ist damit für uns von der diplomatischen Tagesordnung gestrichen. Die politische Praxis wird von uns an die Stelle von juristischen Tüpfeleien gesetzt, wie sie noch jüngst der Völkerbund vorexerzierte. Weiter hat sich zwischen beiden Völkern und Regierungen restlose Uebereinstimmung in der eenergischen Abwehr des die soziale Struktur, die europäische Kultur und den Weltfrieden bedrohenden Bolschewismus ergeben. Auch diese grundsätzliche Einigkeit kann keinen Normal=Europäer überraschen. Sowohl der Faschismus wie auch der Nationalsozialismus wurzeln in der antibolschewistischen Weltanschauung. Beide lehnen die Einmischung in die inneren Verhältnisse anderer Länder ab, bekämpfen aber ebenso entschieden die Umtriebe der Moskauer Komintern. Bedeutsam für die diplomatische Entwicklung der nächsten Wochen und Monate, in deren Brennpunkt Verhandlungen zum Abschluß des Westpaktes stehen, dürfte die Stellungnahme der beiderseitigen Regierungen in dieser Frage sein. Was bereits in dem mit England von Rom und Berlin ausgeführten Notenwechsel zum Ausdruck kam, wurde nochmals als gemeinsame Richtschnur festgelegt. Deutschland wie Italien sehen nach wie vor die Herstellung normaler deutsch=französischer Beziehungen als einen wesentlichen Bestandteil des europäischen Friedens an. Sie gehen noch weiter und wünschen eingehende Verhandlungen der ehemaligen fünf Locarno=Mächte mit dem Ziel, unter der paritätischen Garantie Großbritanniens zwischen Deutsch= land und Frankreich einen Kriegsverzichtpakt zustande zu bringen. Gerade in diesem Vorschlag dürfen wir einen in seiner befriedigenden Wirkung kaum zu übersehenden aktiven Friedensbeitrag erblicken. Wieder streckt Deutschland dem französischen Nachbarn die Hand entgegen. Wir werden mit Spannung der Pariser Antwort auf diesen neuen Beweis des Verständigungswillens entgegensehen. Den Völkerbund, von dessen Unzulänglichkeiten gerade Deutschland und Italien ein langes Lied zu singen wissen, sehen beide Regierungen als ein durchaus offenes Problem an, das nur durch eine entschiedene Reform an Haupt und Gliedern zu regeln wäre. Wir als außerhalb des Völkerbundes Stehende vermeiden es, irgendwelche Bedingungen für die Möglichkeit eines Eintritts zu stellen, aber wir können uns ebenso wie Italien eine Gesundung der Genfer Institution nur denken, wenn der Völkerbunospakt endlich aus dem Rahmen des Versailler Vertrages losgelöst und von dem Mißbrauch durch einzelne Staaten oder Machtgruppen befreit wird. Nur so wäre eine für Europa und den Weltfrieden ersprießliche Arbeit in Genf zu leisten. Darf man erwarten, daß auch diese vernünftigen Betrachtungen in den seit längerer Zeit in Genf selbst diskutierten Reformplan mit eingearbeitet werden? Auch die beiderseitige Stellungnahme zu den gängen in Spanien, die Ablehnung der blutigen bolschewistischen Experimente und die Sympathiekundgebung für das nationale Spanien können die Umwelt nicht überraschen. Ohne sich in die inneren Verhältnisse Spaniens einzumischen,— beide Regierungen halten nach wie vor an den Grundsätzen des Neutralitätsausschusses fest— kommen wir aber doch nicht um die Anerkennung für die Regierung Franco herum, die bereits in dem größten Teile Spaniens normale Zustände herbeiführte und damit der Kultur und Zivilisation zum Siege Ebenso begrüßen wir die gründliche und positive Aussprache über das Donauproblem. Nachdem die Normalisierung der deutsch=österreichischen Beziehungen auf Grund des Juli=Abkommens weitere erhebliche Fortschritte gemacht hatte, werden Italien wie Deutschland nur in gemeinsamer Zusammenarbeit unter Wahrung jenes Juliabkommens und der Römischen Protokolle, in die auch Ungarn mit einbegriffen ist, an die Lösung der wirtschaftlichen Fragen des südosteuropäischen Raumes herangehen. Die Versuche gewisser Staaten, die Führung in diesem Gebiete wirtschaftlich an sich zu reißen, hat bisher nur zu einer Schädigung der Wirtschaft im Donauraum geführt. Mit der deutsch-italienischen Verständigung wurde aber auch hier jetzt eine absolut klare geschaffen. Die weit verzweigten deutschen und italienischen Handelsinteressen in diesen Ländern geben den beiderseitigen Regierungen ein Recht, nunmehr die Lösung dieser Probleme tatkräftig gemeinsam weiterzutreiben. Und wenn schließlich in den Berliner und Berchtesgadener Gesprächen auch der feste Wille zu einer engen kulturellen Zusammenarbeit zum Ausdruck kam, die in einem späteren Kulturabkommen noch festgelegt werden soll, so darf die auf politische Sensationen so gespannte Umwelt abermals erkennen, daß in dem gesamten deutschitalienischen Gedankenaustausch lediglich der Wille zum Frieden auf dem Fundament wirklicher Freundschaft und wahrer Kultur die Richtung für einen Weg bestimmt hat, der zu einem noch tieferen Verstehen und zu herzlicher Freundschaft ebenso wie zu einer allgemeinen Entspannung in Europa fuhren kann. Rexstenfutter=Teyren=Terhaster Zusammenstöße in Brüssel— 200 Verhaftungen Brüssel, 25. Oktober. der Brüf Füh üssel Wie die Belgische Telegraphen=Agentur meldet, ist führer der Rex=Bewegung, Léon Degrelle, in am Sonntag vormittag verhaftet worden. Außer Degrelle wurden auch der Senator Xavier de Grunne, der Abgeordnete Raphael Sindic sowie mehrere Rexisten, die im Propaganda= und Ordnungsdienst der Bewegung tätig sind, verhaftet. Die Verhaftung erfolgte nach Schluß der 12=UhrMesse in der Kathedrale St. Gudule, wohin Degrelle seine Anhänger in der vergangenen Nacht heimlich beordert hatte. Als die Messe vorüber war und eine zahlreiche Menschenmenge, darunter besonders viele Rexisten und frühere Frontkämpfer, das Gotteshaus verließen, hielt Degrelle vom Balkon seines Hauses, das gegenüber der Kirche liegt und von ihm gemietet worden war, eine Ansprache. Als er dann das Haus verlassen wollte, wurden er und seine Begleiter von Polizeibeamten umring. und verhaftet. Die Massenversammlung, die um 13.30 Uhr trotz des Verbotes der Regierung stattfinden sollte und zu der Degrelle noch im Laufe des Vormittags zahlreiche Einladungen verschickt hatte, wurde daraufhin abgesagt. Die Nachricht von der Verhaftung Degrelles verbreitete sich in der Stadt wie ein Lauffeuer. Im Zentrum der Stadt war ein Heer von Polizeibeamten und berittenen Gendarmen aufmarschiert, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. In starken Trupps zogen die Anhänger Degrelles durch die Straßen und forderten in Sprechchören die Freilassung ihres Führers. Ueberall hörte man den Ruf:„Es lebe Degrelle!“, dazwischen wurden auch Hochrufe auf den König und auf Belgien laut. Es herrschte eine starke Nervosität in der Stadt. Das Haus der Rex=Bewegung in der Karthäuserstraße „Verleidigung der Zlomsulten=Larerur Graf Ciano über die deutsch=italienischen Besprechungen ist von einem starken Polizeiaufgebot, das sich in den umliegenden Zugangsstraßen postiert hat, abgesperrt. Der Vertreter Degrelles hat eine Kundgebung an die Bevölkerung erlassen, die in einer Sonderausgabe des Blattes der Rexisten in der ganzen Stadt verbreitet wird. Die Kundgebung lautet: „Am 25. Oktober hat die Regierung unter Verletzung der Verfassung unsere große Volksversammlung verboten. Vertreter aller rexistischen Organisationen des Landes haben Léon Degrelle ihre tiefe Anhänglichkeit bekunden wollen. Gleichzeitig wollten sie der belgischen Bevölkerung ihre unerschütterliche Treue in die nationalen Einrichtungen bezeugen. Eine im Solde des Marxismus stehende Regierung fordert uns heraus. Wir werden stets die Legalität achten. Mitbürger! fordert die Freilassung Léon Degrelles, der verhaftet worden ist, weil er die Plünderer des Volksvermögens und die skruppellosen Parteipolitik demaskiert hat. Mitbürgerl widersetzt Euch mehr denn je der drohenden roten Diktatur und den Gewalttaten der moskowitischen Diebe!" Die Regierungsgebäude werden seit heute nachmittag von Regierungstruppen bewacht. Seit 6 Uhr herrscht in den Straßen der Stadt, namentlich auf den großen Boulevards und vor der Börse, eine stets zunehmende Unruhe. Die Brouquere, wo der Andrang der Menge besonders bedrohlich war, ist von der Gendarmerie gesäubert worden. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Zwischenfälle ernster Natur scheinen sich bis jetzt nur in der Umgebung des sozialistischen Volkshauses ereignet zu haben. Hier kam es zu Schießereien zwischen Rexisten und den Mitgliedern der marxistischen Stoßtrupps. Nach einer Meldung der Belgischen Telegraphenagentur wurden am Nachmittag zwei Polizeibeamte und ein Zivilist verwundet. Die Zahl der Verhaftungen betrug ungefähr 200. uber Muerie 160 nationale Flieger zeigten Sturz= und Kunstflüge— Escorial gefallen Der rote Kriegsminister Prieto aus Madrid geflohen dnb München, 25. Oktober. Am Sonntag vormittag empfing im festlich geschmückten Cherubimsaal Graf Ciano die in München versammelte Presse und gab ihr u. a. folgende Erklärungen ab: „In diesen Tagen habe ich in Berchtesgaden mit dem Führer Gedankenaustausch über die allgemeine politische Lage gehabt. Dieser Meinungsaustausch hat die feste Absicht unserer beiden Regierungen noch klarer hervortreten lassen, unsere gemeinsamen Bestrebungen auf das allgemeine Werk des Friedens und des Wiederaufbaues zu richten. Diese gemeinsamen Bestrebungen haben ihre festen Grundpfeiler nicht nur in den Interessen beider Länder, sondern auch in der hohen Aufgabe, die Deutschland und Italien bei der Verteidigung der großen zivilisatorischen Einrichtungen Europas erfüllen. In diesem Rahmen fällt die durch uns vollzogene Ueberprüfung der jetzt schwebenden Verhandlungen für die Ersetzung des Locarnovertrages. Wie sie wissen, antwortete die deutsche Regierung ebenso wie die italienische bereits auf die britische Denkschrift, und beide Regierungen betonten den klaren Willen, an einer Festigung der Grundlagen der Sicherheit mitzuarbeiten, wie sie aus einem Garantiepakt für Westeuropa sich ergeben können. Wir überprüften auch mit Freiherrn von Neurath verschiedene Seiten des Völkerbundsproblems. Unsere beiden Regierungen werden, wie in der Vergangenheit, fortfahren, in einer engen und freundschaftlichen Fühlungnahme zu bleiben. Was die Lage im Donauraum betrifft, so kann ich sagen, daß die von uns vorgenommene Prüfung der Lage, die wir im Lichte der römischen Protokolle und des deutsch=österreichischen Abkommens vom 11. Juli vorgenommen haben, uns erlaubt hat, zu unserer gegenseitigen Befriedigung die praktischen und positiven Vorteile zugunsten Oesterreichs festzustellen, die die Politik der beiden Länder schon gezeigt habe. Die beiden Regierungen werden die den Donauraum betreffenden Probleme in einem Geiste der freundschaftlichen Zusammenarbeit behandeln. Wir haben auch die Lage Spaniens erörtert, und es bestand Einverständnis in der Erkenntnis, daß die nationale Regierung des Generals Franco von dem festen Willen des spanischen Volkes in dem größten Teil des Staatsgebietes getragen ist, wo es ihr gelungen ist, Ordnung und bürgerliche Disziplin wiederherzustellen im Gegensatz zu den anarchischen Zuständen, die dort geherrscht hatten. Gleichzeitig haben wir das Prinzip der Nichteinmischung in die spanischen Angelegenheiten von neuem bestätigt sowie die Aufrechterhaltung der in diesem Sinne eingegangenen internationalen Verpflichtungen erneut bekräftigt. Es ist überflüssig, hinzuzufügen, daß wir einer Meinung waren darüber, daß Deutschland und Italien keinen anderen Wunsch haben, als daß Spanien in seiner absoluten sowohl nationalen wie kolonialen Unversehrheit baldigst seine ihm im Leben der Nationen gebührende große Stellung wieder einnimmt. Gegenüber den ernsten, die soziale Struktur Europas bedrohenden Gefahren haben der Führer, Freiherr von Neurath und ich andererseits den festen Entschluß des italienischen und des deutschen Volkes erneut, mit allen Kräften das heilige Erbgut der europäischen Zivilisation in ihren großen, auf der Familie und der Nation aufgebauten Einrich= tungen zu verteidigen, auf die sie gegründet ist. In diesem Geiste haben wir auch mit Freiherrn von Neurath beschlossen, die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien intensiver zu gestalten, und gleich nach meiner Rückkehr nach Rom werden wir die Besprechungen für den Abschluß eines Abkommens über den kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern beginnen. Wie gestern angekündigt wurde, hat der Führer beschlossen, das italienische Imperium von Aethiopien anzuerkennen. Ich brauche nicht zu sagen, mit welcher Befriedigung ich diesen Entschluß aufgenommen habe. gegenseitigen werden. Protokoll Besprechungen Bei dieser Gelegenheit haben wir die italienischdeutschen Wirtschaftsbeziehungen in bezug auf Aethiopien geregelt, und die verschiedenen schwebenden Fragen werden zur Zufriedenheit der beiden Länder gelöst Alle diese Punkte wurden in einem festgesetzt, das beim Abschluß unserer abgefaßt wurde., gurüch mit hem Gefshl Ich kehre nach Itatien zurück mit dem Gesuhr der aufrichtigen Bewunderung für alles, was ich in Deutschland habe sehen können. Diese Gefühle gelten in erster Linie dem Führer, dem ich den Gruß des Duce und des faschistischen Italien übermittelt Graf Ciano startete am Sonntag um 10.15 Uhr zum Rückfluge nach Rom, wo er kurz nach 13 Uhr eintraf. Burgos, 25. Oktober Die nationalistischen Streitkräfte unter Befehl von Oberst Marzo, die von Siguenza aus in Richtung Guadalajara vorgehen, eroberten am Freitag die Orte Cabrera und Torremocho del Campo. Die gut befestigten Stellungen der Roten wurden im Basonettangriff genommen.„.I1, Mit daß E. Der Sender von Sevina teite mit, duß Escorial in die Hände der nationalen Truppen gefallen sei. General de Llano erklärte, daß der rote Kriegsminister Prieto unter dem Vorwande, eine Besichtigungsreise nach Cartagena durchführen zu müssen, Madrid verlessen habe. Es steht fest, daß er nicht mehr in die rote Hauptstadt zurückkehren werde. Nationalistische Flieger veranstalteten am Freitag ein großes Schaufliegen über Madrid. Um 9 Uhr früh erschienen 48 Bombenflieger und etwas später 32 Jagd= flieger über der roten Hauptstadt. Sie Nordbahnhof Sturzfluge und akrobatische Kunststücke aus. Dann warfen sie mehrere hunderttausend Flugblätter ab, in denen die Einnahme von Madrid als eine Frage von nur wenigen Tagen hezeichnet wurde. Die Flugblätter enthielten auch die Aufforderung an die sogenannte Regierung, sich zu ergeben. mittag überflogen 160 nationale Flieger neuerlich Madrid. Einige Maschinen gingen im Stadtzentrum ganz tief herunter. Es wurden wieder Unmengen von „Die herer maß dem Beite eienen Fortsetzung von Geite 4) Flugblättern abgeworfen, die an das rote Kriegsministerium gerichtet waren. Schließlich bombardierten acht Flieger ein Munitionslager in einem Außenbezirk der Stadt. Das Lager wurde durch zahlreiche Explosionen, denen ein großer Brand folgte, völlig zerstört. Der Innenminister der Madrider Scheinregierung erließ eine Verordnung, derzufolge der Handel und die Industriewerke der Hauptstadt sogleich bis auf weiteres stillzulegen seien, damit alle Kräfte für die Verteidigung der Stadt an der Front eingesetzt werden könnten. Eine andere Verordnung bestimmt die Uebersiedlung einer größeren Anzahl von höheren Ministerialbeamten, besonders aus Finanz= und Kriegsministerium, von Madrid nach Barcelona. Eine dritte Verordnung verbietet schließlich alle Friedhofsbesuche durch Privatpersonen. Der Grund zu dieser Maßnahme liegt darin, daß die Friedhöfe ständig von Menschen überfüllt sind, die die Grabstätten ihrer ermordeten Angehörigen suchen. Der Sender Teneriffa gibt bekannt, daß viele Gefangene schon an Hunger gestorben seien. Im Laufe des Freitags sei es in Madrid zu neuen verzweifelten Kundgebungen gegen die sogenannte Regierung gekommen. 30000 Menschen, darunter viele Frauen, seien an den Regierungsgebäuden vorbeigezogen und hätten die Uebergabe der Stadt verlangt. Am Samstag fand im Madrider Außenministerium eine stürmische Versammlung des roten Komitees statt. Im Verlauf der außerordentlich erregten Aussprache kam es zu schweren Zwischenfällen. Mehrere VersammProhte esse einer kleinen, wurzellosen, aber um so tyrannischer wirksamen jüdisch=bourgoisen Oberschicht. Das Volk hat davon keinen Vorteil, wenn das Denken im bolschewistischen Staate in die Enge einer verworrenen und zerfressenen Parteidoktrin gepreßt wird. Hier ist der Schriftsteller nicht mehr Diener der Nation, sondern Kuli eines verworfenen, kulturfeindlichen Dogmas. Unsere Maßnahmen beziehen sich dagegen auf das Volk selbst.“... Gragr, Dr. Goebbels wandte sich oann den Proolemen des ständischen Aufbaues zu. Die Organisation des deutschen Schrifttums in der Reichskulturkammer sei nun endgültig zum Abschluß gekommen. Der Bund reichsdeutscher Buchhändler sei aufgelöst und die buchhändlerische Organisation als Fachgruppe eingegliedert worden. (Ein entsprechender Antrag fand in der Hauptversammlung des Bundes reichsdeutscher Buchhändler einstimmige Annahme. Die Schriftleitung.) Damit sei in der Reichsschrifttumskammer der letzte und endgültige Schritt zur organisatorischen Vereinfachung und Vereinheitlichung getan. Die Kräfte, die bisher zum Aufbau und zur Unterhaltung selbständiger Einzelgruppen und Einzelverbände in Anspruch genommen würden, seien nunmehr für die Arbeit an den großen gemeinsamen Aufgaben und Zielen freigesetzt. Die Wahrnehmung des Einzelinteresses, die früher die Hauptaufgabe zu sein schien, sei als Pflicht dem Gesamtstand übertragen worden, der durch seine enge personale Bindung mit den zuständigen Stellen des Staates jedem Schaffenden die Gewähr dafür biete, daß berechtigte Forderungen nicht überhört, daß sie vielmehr Zug um Zug erfüllt würden, wenn das große, gemeinsame Interesse es zulasse oder verlange. Die verlegerische Produktion des Vorjahres habe mit 11,3 Prozent über derjenigen des Jahres 1934 gelegen. Die Monatsstatistiken dieses Jahres wiesen aus, daß die Produktionsziffern noch über denjenigen des Jahres 1935 liegen. Die Mehrproduktion betrage zwischen 200 und 600 Büchern pro Monat.„Ich weiß sehr wohl“, sagte Dr. Goebbels,„daß zu irgendeinem überbetriebenen Optimismus kein Anlaß besteht, daß auch heute noch der Buchhandel mit schweren Sorgen zu ringen hat, aber ich bin sicher, daß es dem Buchhandel mit Hilfe seiner Standesführung gelingen wird, auch mit den noch bestehenden Schwierigkeiten fertig zu werden.“ Der Durchschnittspreis des Buches zu Im weiteren kam Dr. Goebbels auf die Werdung für das deutsche Schrifttum zu sprechen, die in der „Woche des deutschen Buches“ wieder mit voller Kraft an die Oeffentlichkeit getreten sei. Es sei aber nötig, immer wieder darauf hinzuweisen, daß die Wirkung (Zorlsehung von Gene Iy der Werbemaßnahmen durch unbedingt erforderliche preispolitische Maßnahmen ergänzt werden müßte.„Wie die Monatsstatistiken dieses Jahres ausweisen“, so stellte der Minister fest,„liegt der Durchschnittspreis des deutschen Buches noch immer über 4 RM. Dieser Durchschnittspreis ist, das muß offen ausgesprochen werden, zu hoch um den breiten Massen des Volkes den Ankauf von Büchern zu ermöglichen. Es reicht nicht aus, daß es bereits eine große Anzahl billiger Bücher gibt. Gewiß ist die Herausgabe solcher Bücher verdienstlich, gewiß wird ein Leser, der etwa nacheinander die Einzelbändchen der verschiedenen Reihen zur Hand nimmt, jedem Dichter und Schriftsteller von Rang begegnen. Aber es genügt nicht, daß das Volk auf diese Weise mit Einzelwerken und Novellen, Erzählungen, Skizzen und Romanfragmenten namhafter Autoren bekannt gemacht wird. Es muß vielmehr erreicht werden, daß zu derselben Zeit, in der sich jene Oberschicht dieses Volkes mit bestimmten, wichtigen Neuerscheinungen auseinandersetzt, oder wenig später auch breiten Schichten und Kreisen des Volkes Gelegenheit zu dieser Auseinandersetzung gegeben wird. Denn nur unter dieser Voraussetzung ist für das schaffende Schrifttum ein einheitlicher geistiger Raum gegeben, in dem sich die Schaffenskräfte voll entfalten und in der Gestaltung zur Bildung der Volksgemeinschaft beitragen können.“ Dr. Goebbels legte dann ein Bekenntnis von Staat und Partei zum Buche ab, dem jedoch das Bekenntnis des Buches zum Nationalsozialismus als dem Schutze jeder Kultur gegenüberstehen müsse. Mit einem Appell an die Nation, zum Buch zu halten, damit das Buch bei ihr bleibe, schloß der Minister. „Dann“, so endete er,„wird es neuen, ungeahnten Segen stiften, dann wird es wieder die Herzen der Menschen erwärmen und den Gehirnen klare und gesunde Kraft zuführen, dann übernimmt es wieder die hehre Mission, dem Volke die Größe der Zeit, die es durchlebt und durchkämpft, zu vergeistigen und seelisch zird##nsere lungsteilnehmer bevrohten sich gegenseitig mit ihren Revolvern. Ehrengabe des Buchhandels an Dr. Goebbeis Weimar, 25. Oktober. Aus Anlaß der Woche des deutschen Buches überreichte der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns Johst, vor der Festaufführung im Deutschen National=Theater am Samstag abend Reichsminister Dr. Goebbels eine Ehrengabe der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Buchwerbung in Gestalt eines von der Weimarer kunstgewerblichen Werkstätte für Buchbinderei Professor O. Dorfner gefertigten kostbaren Buches, in dem 67 deutsche Autoren eigenhändige Eintragungen gemacht haben. Im Anschluß eröffnete der Minister eine im Vorraum des Theaters eingerichtete Leistungsschau des deutschen Buchhandels. Kurz=Nachrichten Grundstein zum Ehrenmal für die Hochseefischer gelegt. Nachdem am Samstag in Wesermünde ein Denkmal für den Begründer der deutschen Hochseefischerei, Friedrich Busse, eingeweiht worden war, erfolgte am Sonntag die Grundsteinlegung für das HochseefischerEhrenmal zum Gedenken an die in den letzten 50 Jahren auf See gebliebenen 2300 Hochseefischer. Ministerpräsident Hermann Göring hielt dabei eine Ansprache. Die deutsche Frontkämpfer=Abordnung in England. Die deutsche Frontkämpfer=Abordnung unter Führung des Herzogs von Koburg traf am Freitag nachmittag in Southampton zu einem einwöchigen Besuch in England ein. Die deutschen Gäste wurden bei ihrer Ankunft von Vertretern der British Legion willkommen geheißen. Weitere politische Nachrichten auf den Seiten 13 und 15. Zeit in seinem BrennVergangenheit erklären zu hehen. Dann wiro es uasere spieger auffangen, sie aus der Vergangenheit erllärt und für die Zukunft stark und unbeirrt bejahen, dann wird es über Anruf und Belehrung hinweg dem Volke wieder in seinen sorgenvollen Stunden Unterhalung und Entspannung geben und aufs neue den großen Kampf der Geister um die letzten und tiefsten Dinge anführen. In diesem Kampf wollen wir alle Streiter sein. Möge das deutsche Buch darin sein Wesen und seine Aufgabe erkennen und erfüllen, möge es sich nach dem Volke, seinem Wesen und seiner Aufgabe neuausrichten, damit es mit ihm leben und in ihm seine Ewigkeit bewahre.“ Seine programmatische unsprache wurde immer wieder vom Beifall der Zuhörer unterbrochen. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolttik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus. Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar SLegef, Hans Hornbero Anzeigen: Kurt lich in Bochum. Berliner Schriftlettung: Michael Haup Berlin=Karlsvorst, Dönhoffstraße 19. Anrus Karlsdorft 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe. BerlinCharlottenburg.. Uhlandstraße 194. Anruf O 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen a Dierichs in Bochum. Rus 67551, 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig, Nachlaßstaisel B.— DA. IX. 36 über 26 500. stunden der Schrittleitung wochentags. außer Mittwochs und Samstags, von 13 bis 17 Udr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten Seite 3 Nr. 251 7 Bochumer Anzeiger„ Montag, 26. Oktober 1936 Sonnenschein und Regen Nach dem trüben Samstagswetter blaute Sonntag morgen der Himmel auf, die Sonne leuchtete und im leisen Winde wehten die Fahnen, die aus Anlaß des großen Aufmarsches der SA.=Standarte die Häuser schmückten. Flotte Marschmusik schallte durch die Straßen, die das braune Ehrenkleid beherrschte. Ein rechter Sonntag schien es werden zu wollen. Auf dem platz spielte von 11 bis 12 Uhr die Kapelle der Schutzpolizei zur Freude großer Hörerscharen, Riesenmengen belagerten den weiten Platz und die angrenzenden Straßen, als nach Konzertende die endlosen Kolonnen der Standarte zur Parade aufmarschierten, die ein Bild musterhafter Disziplin zeigte. Durch die Stadt bewegte sich der Marsch hierauf weiter zum Volkssportplatz an der Castroper Straße, woselbst sich dann ein überwältigendes Bild wahrer Volksgemeinschaft bot. Tausende von Volksgenossen vereinten sich mit den braunen SolSchützen oblagen eifrig dem Wettkampf um den WanBis dachn belt 55 dos, ZAuther ai, Lisg beik haiesete Pausen ein feiner Regen nieder, der alle Freuden im Freien beeinträchtigte. Dennoch war das Treiben in den Straßen in den Nachmittagsstunden sehr lebhaft. War doch verkaufsoffener Sonntag! Die Straßenbahn brachte aus allen Richtungen viele Kauflustige nach Bochum besonders stark war auch der Verkehr aus Wanne=Eickel. In den Geschäftsstraßen stauten sich die Schaulustigen, die all die Herrlichkeiten in den Auslagen bewunderten, es wurde auch, soweit man dies an Paketbeladenen sehen konnte, recht fleißig gekauft, vor allem an Winter= und Modesachen. An Veranstaltungen en Art febl, es gestern nicht, besonders zu erwähnen StDSLSUTTg, Per S gggggmmm Gauleiter Wagner und Brigadeführer Bauer bei der SA.=Standarte 17— Speisung von 3000 Volksgenossen auf dem Volkssportplatz— Ein Tag der Kameradschaft Freude"=Veranstaltung„Volk singt gemütlichen Unterhaltungsstätten ist ja kein Mangel, und wer es nicht vorzog, den Abend am gemütlichen häus: lichen Herd zu verbringen, fand schon ein Plätzchen,#### er den regenfeuchten Abend in fröhlicher Stimmung verbringen konnte. Die blonde Bestellschwindlerin So jung und schon so verdorben. Am Samstag nachmittag um 3 Uhr erschien an einem Feinkostgeschäft ein junges Mädchen und übergab einen mit der Schreibmaschine hergestellten Bestellschein über verschiedene Delikateßwaren auf den Namen einer Familie im Ehrenfeld. Man möge diese Ware ins Haus bringen. Als dann das Lehrmädchen mit einem mit den bestellten Waren beladenen Korb das angegebene Haus betrat, kam ihm schon im Hausflur das Mävchen entgegen, das den Bestellschein überbracht hatte.„Ach da sind Sie ja schon, ich wollte gerade nochmals zu Ihnen kommen, um noch etwas nachzubestellen“, sagte es in liebenswürdigem Ton zu dem Lehrmädchen. Damit nahm es dem Lehrmädchen den Korb ab und händigte ihm den zweiten Bestellschein aus mit der Bitte, auch das einmal zu besorgen. Als das Lehrmädchen zurückkam mit den nachverlangten Waren, fand es nur noch den leeren Korb im Hausflur vor. Kein Mensch im Hause wußte von einer Bestellung: Die Schwindlerin, die diesen Gaunertrick in raffinierter Weise ausgeführt hatte, aber war verschwunden. Beschreibung: 20—21 Jahre alt, schlank, hellblondes Haar(Bubikopf und Nackenlocken)., volles und frisches Gesicht, weiße Zähne, hiesige wundart. Die Gaunerin trug einen grunen oder hellen Wetterumhang und dunklen Hut, helle, gute Lederschuhe. Wer über sie Angaben machen kann, wolle sie der Kriminalpolizei im Polizeipräsidium, Uhlandstraße, Zimmer 80, mitteilen. Fernruf 60661, Nebenanschluß 223 oder 233. Die Gefahren der Straße Am 23. Oktober stießen auf der Allee=. Ecke Humboldtstraße, ein Personenkraftwagen und ein Radfahrer zusammen. Der Radfahrer wurde verletzt, konnte jedoch nach Anlegung eines Notverbandes seinen Weg Auf der Hattinger, Ecke Kronenstraße, wurde ein Radfahrer am gleichen Tage von einem Personenkraftwagen angefahren und vertebt. Pextgzgr,##e mußte in Anspruch genommen werden. D######## des Personenkraftwagens fuhr weiter, ohne sich um den Verlebten zu kummern.„ring fuhr gm 28. Oftoher ein Auf dem Schlageterl### fahr am 2. Otlover ein Personenkraftwagen auf einen haltenden Lastzug. Der Führer des Personenkraftwagens wurde verletzt und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Lastzug wurde leicht, der Personenkraftwagen schwer beschädigt. Letzterer mußte abgeschleppt werden.„ Samstag früh gegen 8 Uhr versuchte der kaufmannische Angestellte M. von der Alsenstraße auf der Wiemelhauser Straße einen in Fahrt befindlichen Kleinkraftwagen zu besteigen. Er sprang jedoch verkehrt und kam zu Fall. Ein nachfolgender Lastkraftwagen konnte zum Glück noch rechtzeitig ausweichen sonst wäre der zugezogen, so daß er sich sofort in ärztliche Behandlung geben mußte. v. Das ist das Erlebnis dieses Tages der SA.: Wie früher ein Kampfblock beim Einsatz um Gassen, Straßen, Plätze, Städte und Land, so sind die u# ner im braunen Hemd heute der Stoßtrupp goe.( rers im Ringen um die Seele des deutschen Menschen. Dort werden sie eingesetzt, wo die Schwachen und Schwankenden, die Zweifelnden und Uebervorsichtigen herumstehen und reden, anstatt zuzupacken und durch die Tat mitzuhelfen am großen Werk Dort werdeng. eingesetzt, wo über noch zu Erreichendem die erreichte schen des einzelnen diegchesgrztschau auf das Ziel SA., unter deren Kameraden gewiß nicht wenige sind, die mit ihrer eigenen Not hart und bitter zu kämpfer haben. Kameraden, die über allem niemals vergessen, daß es in diesen Kampfjahren immer noch um das Volk geht, nicht aber um den einzelnen Menschen. Hier steht die SA. Sie weiß, daß heute ein ebenso viel Glauben und Treue verlangender Kampf vom deutschen Volke geführt,„pöftz, wpie sie ihn, einst ge kämpft hat um die innenpolitische Macht. Ein Kampf, der die gleiche Treue und Opferbereitschaft verlangt. Der vielleicht noch mehr von ihnen fordert, weil sie seinen vollständigen Sieg nicht mehr erleben, sondgen. erst ihre Kinder das stolze, schöne Reich des neuen Deutschlands ganz erfüllen werden. Hier steht die SA. Sie geht den Gang des alltäglichen Opferns und der Hilfe. Sie tut unendlich viele kleine Schritte auf dem Weg ihrer großen Aufgabe, die Herzen der deutschen Volksgenossen einander zuzuwenden. Unermüdlich. Sie wird ihr Ziel erxeichen. Nicht durch Kundgebungen oder Aufmärsche, Jost. in der fast unbeachteten schnellen Tat des Auta####. Zwar steht dann jeder allein auf seinem Platz, im riesigen Rade deutscher Arbeit, an der Hobervani, in der Fabrik, vor Ort, am Schreibpult oder Und doch marschieren alle im gleichen Geist und Und die Fahne ist immer über ihnen, den Männern der SA. im Schützenhof bewiesen, daß die SA. aus uns geworden und in uns lebendig ist. Der Aufmarsch sämtlicher Stürme auf dem Moltkemarkt, an jener Stätte, wo einst in der Kampfzeit die SA. so oftmals aufrief zum Bekenntnis für ein Deutschland, das damals viele nicht kennen wollten, leitete den Tag der SA.=Standarte.17 ein. Im Viereck waren die Stürme in der Mitte des Platzes, der in weitem Umkreis von Zuschauern gesäumt, wurde, aufgestellt, als Standartenführer Georg seine Manner begrüßte. Kurz nacheinander trafen dann Brigadeführer Bauer mit seinem Adjutanten und Gauleiter Staatsrat Wagner in Begleitung von Kreisleiter Riemenschneider und Oberburgermeister Pielum ein. Nach Begrüßung der Vertreter von Partei, Staat und Polizei schritt Gauleiter Wagner die Front ab, in deren Gliedern so mancher alte Kämpfer stand, der einst mit ihm im„roten Ruhrrevier“ für die gleiche Idee marschierte, kämpfte und opferte. „Standarten und Fahnen senkt!“ Der Ruf und Gruß an die gefallenen Kameraden flog über den Platz.„Wir denken der Kameraden, die ihr Leben gaben für Deutschland und den Führer!" Der Musikzug spielte das Lied vom guten Kameraden. Der Wind raunte im roten Tuch mit dem schwarzen Hakenkreuz auf weißem Grund als seine Falten sich zur Erde neigten. Dann rissen die Hände ihrer Träger die Fahnen rauschend wieder auf in die Sonne. Gauleiter Staatsrat Josef Wagner rief den Kameraden von der SA. in kurzen, knappen Sätzen die Erinnerung an jene Zeit zurück, mit ihnen auf gleichem Platz und in der gleichen Stadt um die gleiche Idee gekämpft habe, die auch heute wieder jeden einzelnen verlange. Wenn es damais um die innenpolitsche Machtergreifung ging, wenn in den letzten vier Jahren die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden, unserem Volke wieder Arbeit und Brot zu geben, und wenn das auf diesem Gebiete gesteckte Ziel troy der vollkommenen Zerrüttung und Verschuldung der deutschen Wirtschaft erreicht worden ist, so gelte es ten kämpferischen Geiste sich der neuen AufBrigadeführer Bauer und Kreisleiter Riemenschneider nehmen vor dem Rathaus den beimarsch ab. ssen, besonders aber der SA. Sie müsse die Der gestrige Tag bewies diesen Geist des Gemeinschaftsfühlens und der Verbundenheit wieder einmal. Nicht nur in den Ansprachen von Gauleiter Staatsrat Wagner und Brigadeführer Bauer wurde der Einsatz der SA. im Kampf des Führer um den deutschen Menschen zum Ausdruck gebracht, sondern in dem Gemeinschaftsessen der 3000 Volksgenossen auf dem Volkssportplatz zugleich ein sichtbares Zeichen der tischen Hilfe der SA. gegeben. Die Anteilnahme der Stadt, die in reichem Fahnenschmig., HIr,g,66 lichen Veranstaltungen und der Kameraoschaftsabent dem Deutschland in den letzten vier und frei geworden und seine Stimme unter den Nationen wieder von Bedeutung geworden ist, sind wir entschlossen, nunmehr Grundlagen wirtschaftlicher Natur zu entwickeln, die uns in jedem Falle die Handlungsfreiheit anderen gegenüber sichern. An diesem Aufbau eines mächtigen und freien Deutschlands mitzuarbeiten, das sei die Aufgabe jedes einzelnen treibende Kraft sein, die wirke und zu jeder Stunde bereit sein, die Treue Volk und Führer zu beweisen. Brigadeführer Bauer richtete gleichfalls den Blick seiner Kameraden auf Geist der Kampfzeit, der auch heute noch ihr Gesetz ist. Auch er gab der SA. mit dem Einsatz im großen soziglen Hilfswerk des WHW. und in dem vollen Aufgehen in den Arbeiten, die aus dem zweiten Vierjahresplan erwachsen, den Hinweis auf ihre neuen großen Pflichten. Standartenführer Georg gab für die Kameraden der SA.=Standarte 17 das unerschütterliche Bekenntnis zur verschworenen Gefolgschaft des Führers und zum Kampf um das neue, große Deutschland ab. Unter Vorantritt des Musikzuges begann dann der Marsch der SA. durch die vorgesehenen Straßen der Stadt, überall von Fahnen und wenschen herzlich begrüßt. Am Rathaus fand vor Brigadeführer Bauer und Kreisleiter Riemenschneider der VorbeiMoltkemarkt, in der Mitte Brigadeführer Bauer; ganz links Oberbürgermeister Pielum. So gut ist das Essen, daß die Kleine den Löffel ganz sorgsam ableckt. Aufnahmen:..-Nuthherr So sah es Sonntag mittag auf dem Volkssportplatz an der Castroper Straße aus. ichneider. Seite 4 Nr. 251 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, 26. Oktober 1936 Seite 5 Nr. 25 marsch statt, zu dem sich viele Volksgenossen aus allen tadtteile Staomen eingefunden hatten. Auf einem kleinen Umweg marschierten die braunen Reihen dann hinauf zum Volkssportplatz an der Castroper Straße, wo die Gulaschkanonen der Standarte bereits aufgefahren waren. Prächtige Ende Wurst“ Iin schenen Geisne der Anen Die diesjährige Zusammenkunft der ehemaligen Abiturienten des Gymnasiums und Realgymnasiums zu Bochum Erbsensuppe mit einem anständigen„Eüde wurst, gab's da für über 3000 Volksgenossen. In der langen Reihe der Hungrigen, die das leckere Gericht mit Wohlbehagen verzehrten, sah man auch Gauobmann der DAF. Stein Brigadeführer Bauer, Kreisleiter Riemenschneider und andere Männer von Partei, Staat und Wehrmacht.(Daß allen das Essen ausgezeichnet mundete, beweisen ja wohl auch die Bilder, die wir heute veröffentlichen.) Am Nachmittag begannen um 15 Uhr auf dem Volkssportplatz die motorsportlichen Vorführungen, die leider wegen des ungünstigen Wetters abgebrochen werden mußten. Der Himmel, der Sonntag früh leuchtend blau sich über Bochum spannte, hatte sich schon gegen Mittag bezogen, und nachmittags setzte dann auch prompt der unerwünschte Regen ein. Leider konnte so die sportliche Veranstaltung nicht ganz durchgeführt werden. Aber dennoch wurden einige sehenswerte Ausschnitte von dem sportlichen Können unserer SA. gezeigt, die bei allen Zuschauern dankbare Anerkennung fanden. Neben ausgezeichneten Freiübungen sah man u. a. ein lustiges Baumstammtragen. Bei dieser Gelegenheit erklang mehr als einmal der Ruf aus dem Lautsprecher, den Baumstamm zu tragen und nicht hinter sich her zu schleppen. Außerordentlich spannend verlief außer der Hindernisstaffel die zum Schluß gezeigte„Gemischte Staffel“, bei der Meldehunde, Läufer, Radfahrer, Motorradfahrer und Reiter mitwirkten. Mit einem frohen Kameradschaftsabend im großen Saale des Schützenhofes fand der Tag der SA.=Standarte 17 seinen festlichen Abschluß. Der geschmückte Riesenraum leuchtete von Fahnen. Von der Decke hingen breite Hakenkreuztücher herab, und über grünem Lorbeerschmuck grüßte das Bild des Führers seine SA. Schon früh begann sich der Saal zu füllen. Der Musikzug der SA.=Standarte 17 leitete mit Marsch= musik zur Begrüßungsansprache von Standartenführer Georg über, der alle SA.=Kameraden und Gäste herzlich willkommen hieß. Gemeinschaftliche Lieder, drei ausgezeichnete Gedichtvorträge von SA.=Kamerad Truppführer Putzig sowie turnerische Vorführungen der SA.=Turner, Bodenturnen und Uebungen am Reck, sowie das ausgezeichnete Leucht=Keulenschwingen von Obersturmführer Hockenjos sorgten für schönste Unterhaltung. Bei Musik und Tanz blieben die Kameraden dann noch manche schöne Stunde beisammen. Samstag abend fand im großen Saal des„Bochumer Hof" die seit 1928 jährlich wiederkehrende Zusammenkunft der„Vereinigung ehemaliger Abiturienten des Gymnasiums und Realgymnasiums zu Bochum“ statt. Gegenüber dem machtvollen Aufgebot alter Schüler, das sich im vergangenen Jubiläumsjahre der Anstalt in den Parkhausraumen zusammenfand, hatte diesmal der Zirkel der„Ehemaligen" etwas bescheideneren Umfang. Immerhin blieben es noch drei stattliche, die ganze Saallänge beanspruchende Tischreihen, an denen sich die einzelnen Abiturientenjahrgänge— der älteste von 1880 durch den in dieser Mitte immer herzlich begrüßten Justizrat Dr. Mummenhoff vertreten— für den Punkt 7 der Tagesordnung(„Gemütliches Beisammensein") rüsteten. Erstmalig mischte sich an diesem Abend ins eintönige Zivil der Tafelreihen das bunte Tuch der Uniformen. Professor Dr.=Ing. Herbst, der Direktor der Bochumer Bergschule und Vorsitzende der Abiturientenvereinigung, eröffnete den Abend mit einer Begrüßung der Ehrengäste, unter ihnen Oberstudiendirektor Dr Schaal vom Alten Gymnasium in Bremen, der Mitglieder des Lehrerkollegiums und der ehemaligen Abiturienten der Schule. Den seit der letzten Zusammenkunft verstorbenen sechs Mitgliedern der Vereinigung, zu deren Gedächtnis sich die Versammlung erhob, widméte der Vorsitzende herzliche Worte des Gedenkens. Weiter wurde mitgeteilt, daß die Vereinigung aus ihrer Kasse 50 Reichsmark an die Winterhilfe abführt. Für den aus beruflichen Gründen von den Kassierergeschäften zurücktretenden Kaufmann Otto Flügel, dem eine vieljährige rücksichtsvolle Beitragseinziehung die ungeteilte Wertschätzung namentlich der jüngeren Kameraden einbrachte, wurde durch Zuruf Rechtsanwalt Dr. Leo Diekamp für diesen Posten auserlesen. Im übrigen traten keinerlei Veränderungen im Vorstande ein. Unter dem Beifall der Versammelten machte Justizrat Dr. Mummenhoff dem arbeitbelaR Leben der Schule entgegen. Daß die Anstalt ihre alte und somit von den„Ehemaligen" nicht ganz unbeeinflußte Tradition wahrt, eine anerkannte Leistungsschule in Westfalen und Preußen zu sein, fand dankbare Würdigung. Für diejenigen uralten Pennater, die Samstag nicht dabei waren und die noch eine geheime :=Fußballschlacht gegen die Oberrealschule draußen in den Vödewiesen mit ebensoviel Arreststunden und händeringendem Entsetzen in der Betragensnote quittiert erhielten, mag als verspätete Rechtfertigung frevelhaften Treibens die Mitteilung der Schulleitung verewigt sein, daß das Fußballspiel heute zum anerkannten Leib= und Magensport der Gymnasiastenjugend gehört. Und das Boxen! Applaudite, amici! Winterhilfswertzeichen Für das diesjährige Winterhilfswerk werben neue Wertzeichen der Deutschen Reichspost, auf denen sich Abbildungen von Straßen und Bauten des Dritten Reiches befinden. Am 21. September hatte an den Postschaltern die Ausgabe der einen Hälfte dieser Wertzeichen(3, 6, 12 und 25 Rpf.) begonnen. Nach einer Mitteilung der Deutschen Reichspost werden die restlichen Markenwerte bei allen Postanstalten vom 26. Oktober an ausgegeben. Es handelt sich dabei um die Wertzeichen zu 4 Rpf. (Reichsluftfahrtministerium), 5 Rpf.(Luitpoldhain, Ehtschlandhalle Berlin), renmal in, Nurnberg), 8 Rpf.(Deutschlandhalle Berlin) 15 Rpf.(Führerhaus in München) und 40 Rpf.(Haus der Deutschen Kunst in München). Zu allen Wertzeichen wird ein Zuschlag erhoben, der in kleinen Ziffern auf der Umrandung des Markenbildes steht und dem Winterhilfswerk zufließt. Der Verkauf der Freimarkenheftchen mit vember. denen Schriftführer der Vereinigung, Rechtsanwalt Dr. Pean ein sinniges Bildgeschenk für seine verdienstvolle Mühewaltung, wobei die Ueberreichung mit launigen und poesievollen Exinnerungen an eigene Schulrkn Den philosophischen Untergrund zum anschließenden fröhlichen Umtrunk legte Studienreferendar Kruger, der in einer ganz ausgezeichneten humorgewürzten Geburtstagsrede dem nunmehr 2000jährigen guten alten Quintus Horatius, dem unvergänglichen römischen Sänger des Weins und zarter Herzensdinge die gebührende Hochachtung erwies. Im Geiste des heiteren Dichterweisen der Sabinerberge klang der Abend aus, der eine treue Gefolgschaft des humanistischen Erziehungsideals in fröhlichem Erlebnis= und Erinnerungsaustausch unter der alten Fahne des Gymnasiums vereinte. Dem abendlichen Beisammensein war Samstag nachmittag im Rahmen einer Feier zur Erinnerung an die XI. Olympischen Spiele in Berlin ein Lichtbildervortrag„Olympia und der Sport der Griechen" des Oberstudiendirektors Dr. Schaal vom Alten Gymnasium in Bremen vorausgegangen, zu dem sich zahlreiche Mitglieder der Abiturientenvereinigung, Schüler der Anstalt und deren Angehörige eingefunden hatten. Das großartig eingespielte Schülerorchester und der stimmlich hervorragende Gymnasialchor, beide durch manches Schulkonzert bestens in der Erinnerung, gaben, unter der bewährten Leitung von Musiklehrer Heinrich Haarmann der Feststunde mit Werken von Gluck, Beethoven Das Geologische Museum auch sonntags geöffnet, Auf vielfachen Wunsch ist das Geologische Museum der Westfälischen Berggewerkschaftskasse, Herner Straße 45, ab 1. November sonntags, mit Ausnahme der Feiertage, von 10.30 bis 13 Uhr geöffnet; dafür bleibt es vom gleichen Tage ab Samstag nachmittag geschlossen. Die Oeffnungszeit am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr bleib bestehen. Der Eintritt ist frei. Voronbache Kumerabschäft Der Kräftige sorgt für den Schwachen! Am 27. Oktober„Tag der deutschen Artistik“ nigen und voesisollen Exinnerungen an eigene Schul= und Sibelius eine fesctnnngiungbprachte, n musterghr igere, und eine Feise in klassisches Land vermnupft war. der Overprima des Gymngsiums brachte in Mit lebhaftem Interesse und Beifall nahmen die alten tigem Vortrag Chöre des Pindar, des klassischen SänSchüler dann vom Leiter des Gymnasiums, Oberstudien=sgers der olympischen Wettkämpfe, im griechischen Urdirekter Schilling, den üblichen Bericht aus dem tert zu Gehör. Dr. Dochainer=Kriegrlameraden in Treue sest Wiedersehensfeier der 61er Für die alten Soldaten ist es immer ein bedeutendes Erlebnis, wenn sie sich von Zeit zu Zeit zu einer Wiedersehensfeier vereinigen und alle im Schützengraben erlebten Ereignisse noch einmal geistig vor ihren Augen vorüberziehen lassen. Und jedesmal ist die Freude doppelt groß, wenn ein Kamerad einen anderen, den er schon langst nicht mehr unter den Lebenden zählte, bei einem Treffen alter Regimentskameraden begrüßen kann. So war es auch bei der Wiedersehensfeier der Kameradschaft ehemaliger Kameraden des Reserve=Infanterieregiments 61 am Samstag abend im Weißen Saale der Burgergesellschaft, die von dem Kameradschaftsführer Balt mit einer herzlichen Begrüßung eröffnet wurde. Neben vielen Kameraden aus Rheinland und Westfalen waren auch Leutnant im Beurlaubtenstand Nagel und Hauptmann der Schutzpolizei Schieh erschienen. Mit besonderer Freude begrüßte der Kameradschaftsführer den alten Regimentskameraden, Kreisamtsleiter der RendV. Deuschle. Er schilderte dann in kurzen Umrissen, wie etwa 1200 Bochumer Reservisten 1914 nach Danzig transportiert und dort zu dem Reserve=Infanterieregiment 61 zusammengestellt wurden. Nachdem man zuerst auf dem russischen Kriegsschauplatz seine Pflicht erfüllt hatte, kamen die 61er dann nach Frankreich. Bedeutung zu. Aufgabe aller Kameraden müsse es sein, den Geist der Frontkameradschaft in alle Bevölkerungsschichten hineinzutragen und auf die kommende Generation zu verpflanzen, um das Gedenken an die Opfer des Krieges und der Bewegung aufrechtzuerhalten und die Jugend darauf hinzuweisen, die Opfer nie zu vergessen. Anschließend wickelte sich ein schönes Unterhaltungsprogramm ab, das von musikalischen Darbietungen einer kleinen Kapelle umrahmt wurde. Im des Abends tauschte man viele gemeinsame Fronterlebnisse aus und zur großen Freude konnte man feststellen, daß die alte Regimentskameradschaft wieder aufgefrischt wurde. mit Wintergugswertzeichen beginnt erst am 2. Ro= sgönnt gewesen, die Heimat wiederzusehen. Ihnen und den zwei Meillionen Helden des Wetttrieges und der stil Manteldiebftähle Am 17. Oktober in der Zeit von 28 bis 24 Uhr, wurde einem Volksgenossen in der Wirtschaft Vogel, hier, Marienstraße, ein dunkelblauer, einreihiger Uebergangsmantel entwendet. Der Mantel war schwarz gefüttert und trägt die Firmenbezeichnung Baltz. Am 20. Oktober gegen 17.80 Uhr, wurde einem Schüler aus dem Flur des hiesigen Gymnasiums an der Bismarckstraße ein dunkelblauer Wintermantel gestohlen. Angaben in beiden vorstehenden Diebstählen erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 85, Zimmer 242. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. Bei der Kriminalpolizei sichergestellt. Bei der Kriminalpolizei in Bochum ist ein Herrenfahrrad ohne Marke und Nummer sichergestellt worden. Beschreibung des Rades: Rahmen grun, Vordergabel schwarz, Felgen schwarz, Sattel mit grauem Plüschbezug, dunkler Kindersattel auf der Querstange, selbstgearbeiteter Gepäckträger. An dem Rade befindet sich eine elektrische Lampe. Eigentumsansprüche können bei der Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 85, Zimmer 248, geltend gemacht werden. Bewegung galt ein stilles Gedenken, zu deren Ehren sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben. Leise erklang dann das Lied vom braven Kameraden. Unserem Führer, so sagte der Kameradschaftsführer zum Schluß seiner Ausführungen, könnten wir nicht genug danken, daß er Deutschland vor dem Schlimmsten beeit wiedergab. wahrte und uns Ehre und Freihen########ggo. Ihm galt auch abschließend das dreifache Sieg=Heit.„ Leutnant Nagel überbrachte die Gruße des Regimentskommandeurs Oberstleutnant Jacobi und wies dann darauf hin, stets die im Schützengraben geborene Kameradschaft zu pflegen und die Tradition zu wahren. Kreisamtsleiter der NSKOV. Deuschle übermittelte die Grüße der Bochumer Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen. Der Frontkameradschaft falle heute im nationalsozialistischen Staat eine wesentliche Landdienst für die Jugend! Junge Deutsche im Alter von 16 bis 25 Jahren finden Arbeit im Landdienst der Hitler=Jugend. Die gesunde Jugend hat die Pflicht, am Aufbau des deutschen Volkes mitzuhelfen. Tüchtige Kräfte können sich im Landdienst eine Zukunft verschaffen. Folgt dem Ruf! Meldet Euch sofort! Fordert Anmeldebogen und Richtlinien für den Landdienst von der Sozialabteilung des Gebietes Westfalen(9) Münster, Hüfferstraße 1, oder von den Sozialstellen der Banne des Gebietes. Politische Beurteilungen. In einem Runderlaß an die obersten Reichsbehörden, nachgeordneten Behörden, Gemeinden usw. stellt der Reichsinnenminister fest, daß gemäß einer Anordnung des Stellvertreters des Führers lediglich die zuständigen Hoheitsträger der Partei vom Kreisleiter aufwärts zur Abgabe von politischen Beurteilungen und zur Ausstellung von politischen Unbedenklichkeitserklärungen berechtigt sind. Er ersucht dementsprechend, solche Beurteilungen in Zukunft nur von dem dafür allein zuständigen Hoheitsträger der Partei meinschaft der Helfenden, als die der Artisten. Artisten sind an sich ein Wandervölkchen, das heute hier und morgen da dem Leben die besten Seiten abzugewinnen versucht. Viel Mut, Energie und körperliche Gewandtheit, die oft an Kühnheit grenzt, wissen einzelne „Facher" aufzubringen. Lobende Anerkennung liegt in dem Beifallssturm der Zuschauer, und nicht selten sind die Zeitungen des echten Lobes voll. Aber was macht das alles? Jeder tut, was er kann, um im Sturmlauf der Leistungen keine schwache Nummer zu werden. Das geht so seine Jahre gut, und dann schwinden die Kräfte. Dann auf einmal läßt der Beifall nach; denn der Beschauer will Neues, Verblüffendes, Waghalsiges sehen. Dann ist der gefeierteste Artist nur noch ein Abglanz von früher, ein Mann, den mehr Mitleid als dankbarer Beifall empfängt. Das ist Artistenschicksal. Aber hinter dem Vorhang sieht es anders aus. Da wird der, den die Jahre um die Glanzleistungen bringen, nicht belacht und nicht verspottet. Man sagt sich eben, fruher war er mehr als alle anderen. Ja, man strengt sich doppelt und dreifach„draußen" an, nicht um besser zu gefallen, sondern um Programmschwächen wettzumachen. Das ist Artistengeist! Nun ruft die Reichsfachschaft der deutschen Artistik zu einem Ehrentage auf, an dem nicht irgendwelche Jubilarfeiern oder Prominentenhymnen aufgerollt werden, sondern an dem derer gedacht werden soll, die ihre Lebenskraft in tagtaglicher, mühevoller Arbeit ihrem Berufe hingaben und nun im Alter— als geduldete Mitbürger— ein oft kümmerliches Dasein fristen. Es soll und darf im nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr vorkommen, daß Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, der Not und dem Elend zum Opfer fallen, weil sie nicht mehr die Kraft besitzen, bis zu den letzten Stunden ihres Lebens ihrem Beruf zu dienen. Auch hierin hat der Nationalsozialismus Wandel geschaffen. Ein Ehrenheim für die Alten! Das ist die Losung dieses Ehrentages. Jeder noch berufstätige Artist spendet am 27. Oktober seine volle Tagesgage dem Baufond zur Errichtung von Altersheimen für Artisten.— Gewiß wird jeder Unbeteiligte sagen:„Das tun sie ja letzten Endes für sich selber, denn sie werden ja auch einmal alt.“ Richtig! Aber das liegt mitunter noch in weiter Ferne, und darauf kommt es heute ja auch nicht an. Wer würde einmal seine Einnahme so ganz plötzlich für den vielleicht möglichen Fall der Not in seinem Alter abgeben? Hier zeigen die Artisten eine geschlossene Front der Hilfsbereitschaft, der Kameradschaft. Und das sollten auch alle die anerkennen, die es nicht unmittelbar angeht. In Bochum hat das Gauamt der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ für den 27. Oktober eine erstklassige Truppe bestbekannter Artisten zusammengestellt. Das Kreisamt„Kraft durch Freude“ wird diesen Ehrenabend im„Kraft=durch=Freude"=Theater(früher Tonhallen=Varieté, Bongardstraße) um 20 Uhr eröffnen. Die einleitenden Worte werden voraussichtlich vom Gauwart der NSG.„Kraft durch Freude", Pg. Eugen Breidenbach, gesprochen. Der Eintrittsvreis zu dieser Sonderveranstaltung beträgt.— RM. Der Vorverkauf der Eintrittskarten hat in den Betrieben, in der Geschäftsstelle, Kortumstraße 62, und beim Kreisamt im Opelhaus, bereits begonnen. Nun sage keiner, der Eintrittspreis sei für ihn unerschwinglich. Wie oft freuen wir uns tagelang auf einen Abend im Varieté. Wie lange sprechen wir noch davon, wenn er vorüber ist. Und unzähligemal haben wir mit dem Kopf geschüttelt, wenn wir, bequem auf unserem Stuhl sitzend, den unglaublichsten Leistungen der„Artisten" zusahen. Daran wollen wir diesmal denken. Wir wollen Achtung vor denen haben, die der Kameradschaft Opfer bringen, und unserem Dank und unserer Anerkennung Ausdruck geben, indem wir mit dabei sind, wenn es gilt, Pflichten vor Rechte zu setzen. Aus der ASDAp. einzuholen. Ven=Bochumei=Gerichissunn Herrenfahrrad von der Polizei sichergestellt. Sichergestellt wurde bei der Kriminalpolizei in Bochum ein Herrenfahrrad, Marke„Hamo". Nr. 5565. Das Fahrrad wurde am hiesigen Nordbahnhof zurückgelassen. Es handelt sich um ein älteres Herrenfahrrad. Beschreibung: Rahmen schwarz, Felgen gelb(28 mal 1½), Torpedofreilauf, sogenannter englischer Lenker. An dem Hinterrad hängt ein Vorhängeschloß. Die Bereifung des Hinterrades ist fast neu, die des Vorderrades schadhaft. Am Rade befindet sich ein einfacher Geväckträger. Eigentumsansprüche können bei der Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 85. Zimmer 243, geltend gemacht werden. sehr gut und Tpreiswert: Tage im Krankenhause zubringen mußte. Der Unfall geschah, weil die Bremse nicht mehr in Ordnung war. Der verantwortliche Wagenführer wurde deshalb zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte hat schon über 700 Mark Schaden bezahlen müssen. Unehrlich Volk Die beiden Motorfahrer Mit Verkehrsunfällen haben sich die Gerichte fast täglich zu befassen. Straffälle und Schadensersatzklagen sind das tägliche Brot der Gerichte. War da ein Motorradler die Bochumer Straße entlang gekommen. An der Kreuzung Suitbertstraße in Wattenscheid mußte er sein Rad zum Stehen bringen, weil zwei Frauen über die Straße liefen, die er sonst umgerannt hätte. Von der anderen Seite her sauste ein anderer Motorradler heran, der nicht mehr halten konnte, und traf gegen das Rad des Abgestiegenen. Der letztere kam glimpflich davon, der andere aber stürzte heftig im Bogen aufs Pflaster und kam erst im Krankenhaus wieder zur Besinnung. Der Erstgenannte stand jetzt vor den Schöffen unter der Anklage, die schwere Körperverletzung des anderen verursacht zu haben, indem er die Vorsicht außer acht ließ, zu der er verpflichtet gewesen ware. Der Fall ließ sich nicht„...ns Seslan uan S. ganz aufklären. Der zweite hatte zwar, als von rechts ungefahren und Halten von Fahrzeugen auf Straßen kommend, das Vorfahrtsrecht. Anderseits hätte er bei mit rechtsseitiger Lage von Straßenbahnschienen. Ein Angeklagter aus Bochum=Langendreer hatte beim Verkauf von Motorrädern aus jugendlichem Leichtsinn sowohl wie aus sträflichem Eigennutz einen Kunden arg um sein Geld geprellt, ohne ihm weder ein altes noch das bestellte neue Motorrad zu liefern. Wegen Untreue und Betrugs lautete das Urteil auf sieben Monate Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Montag, 26. Oktober. NS.=Frauenschaft Laer. 14.30 Uhr: Ueben der Sineschar bei Gilbers. 9 M. Em NS.=Frauensuchaft Hunscheidtsfeld. 20 Uhr: Teilnahme an der Feier der Ortsgruppe Ehrenfeld der RSDAP. zur Woche des deutschen Buches im Ernst=Moritz=Arndt=Haus. RS.=Frauenschaft Ehrenfeld.— 2 Feilnahme an Ehrenfeld. 20 Uhr: der Veranstaltung der Ortsgruppe der RSpup. im ErnstMoritz=Arndt=Haus. Die Chorprobe fällt aus. NSDAP. Wiemelhausen. 20 Uhr: Schulungsabend dei Niedballa, Wohlfahrtstraße 111. RS.=Kulturgemeinde. Für den Rina I der NS.=Kulturgemeinde wird Dienstag abend im Stadttheater„Robert Gutskard“, hierauf „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist gegeben. Diese Aufführung ist zugleich als Wahlvorstellung für den Ring II und für den kleinen Kulturring angesetzt. Karten für alle Plätze sind in der Geschäftsstelle der RS.=Kulturgemeinde zu ermäßigten Preisen zu haben. „Kraft dalch Freube Zur Beachtung im Verkehr genügender Aufmerksamkeit die Lage des andern erkennen müssen. Sein Tempo war aber so heftig, daß er nicht mehr stoppen konnte. Platz zum Ausweichen wäre genügend vorhanden gewesen. Von der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung mußte er freigesprochen werden. Da er aber nachgewiesenermaßen die Kurve zu eng nahm, also die Verkehrsordnung verletzte, wurden zehn Mark Geldstrafe gegen ihn festgesetzt. Stadttheater: 20 Uhr: Adu Hassan; hierauf: Tänze von Schumann. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Der Abenteurer von Paris. Capitol; ab 15.30 Uhr: Seine Sekretärin. Gioria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der kleinste Redell. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Arzi aus Leidenschaft. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Ave Maria. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Allotria. Odcon: ab 15.30 Uhr: Das Hermännchen. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Das Hermännchen. Uja Tonhalle: ab 15.15 Uhr: Schatten der Vergangenheit; Weitlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Postillon von Lonsumeau. elpollo Theater, Bochum Weitmar: Traumulus. Capitol, Bochum=Langendreer: Waldwinter. Capitol, Bochum=Werne: Schloß Vogelöd. Kammer=Lichtspiele, Bochum=Gerthe: Schlußakkord. Schauburg, Wanne=Eickel: Du kannst nicht treu sein. Union=Theater, Bochum=Gerthe: Die Drei um Christine. Er stand Schmiere Ein junger Bursche stand Schmiere, als sein Freund in der Kortumstraße mittels Einbruchs Geld stahl, von welcher Beute er 1,60 Mark abbekam. Strafe: vier Monate Gefängnis. Die Bremse versagte Ein Angeklagter hatte seinen Kraftwagen auf den süssigen Adolf=Hitter nach beiden Seiten abschl,#######=Hitter=Platz gestellt. Durch irgendeinen Umstano setzte sich der Wagen von selbst in Bewegung, fuhr auf den Bürgersteig und drückte einen Jungen gegen eine Fensterscheibe. Der Knabe erlitt so schwere Verletzungen, daß er vierzehn Das Kammergericht hat am 15. März 1985 über die Auslegung des§ 25 der Reichsstraßen=Verkehrsordnung eine sehr wichtige Entscheidung getroffen. In dieser Entscheidung geht das Kammergericht davon aus, daß es für die Beurteilung der Frage, wenn„besondere Umstände“ im Sinne der Ausführungsanweisung zur RStVO.(zum: 25 Abschnitt 2 Ziffer 6) vorliegen, auf die Besonderheit des einzelnen konkreten Falles ankomme, stellt aber in seinen weiteren Ausfugrungen eindeutig fest, daß besondere Umstände nicht gegeben sind, wenn Verhältnisse vorliegen, die gleichmäßig und jederzeit sämtliche Verkehrsteilnehmer betanen. 46.. 9." Aem: 9nn hen Stuah. Hiernach ist auch die rechtsseitige Lage von Straßenbahnschienen kein besonderer Umstand im Sinne der Ausf. Anw. zur RStVO,(zum§ 25 Abschnitt 2 Ziffer), denn die Verlegung der Schienengleise belasten gleichmäßig und jederzeit Verkehrsteilnehmer. Auf Straßen mit rechtsseitiger Lage von Straßenbahnschienen ist also ein Anfahren und Anhalten auf der linken Seite nicht gestattet. In derartigen Fällen muß daher— unter Umständen unter Benutzung von Seitenstraßen— zunächst die Richtung gewechselt werden. Die Einheitlichkeit der Verkehrsregelung bedingt, an diesem Grundsatz auch dann festzuhalten, wenn in Einzelfällen besondere örtliche Verhältnisse etwa eine gegenteilige Regelung günstiger erscheinen lassen. KdF.=Variets im Evangelischen Vereinshaus! Heute abend zum letzten Male: " Tartep zum Preise von „Rundfunk .50 RM. ohne Anbei allen — tenne“, Karten Jum D.“#riumg Amtswarten und in der Verraufssteue, noriumstraße 62. Es wirken mit: Tanzduett: Geschwister Hervé; Equilibrist: Ferry Bangs; Duo Castelli in seiner Mustkalschau: Ferdinand Mahir als Ansager und Solist; Franz Sylvester als Tierstimmenimitator; zwei Certys Bangs als Akrobaten. Zwischendurch ein lustiger Skeich„Die romantische Burg“, wozu die Aufforderung ergeht, daß die Lachontaunen rechtzeitig zu erden sind. ##Rraft durch FreudeA 20 Tagesplan Allgemeine Kört 20 bis lpzeums. für Montag, 26. Oktober. für Frauen und Männer von rperschulg 1g.. VPat 22 Uyr: Turnyaule des Freiderr=vom=Stein=Ober= Bleichstraße. 20 Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von bis 22 Uhr: Turnhalle in Höntrop; von 20 bis 22 Uhr: Uebungsraum in der Kommunaldank, Schützenbahn, ZimReichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Drusenbergschule. Schwimmen für Frauen und Männer von 21.15 bis 22.30 Uhr: Badeanstalt, Marienstraße. Rollschuhlausen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Reformrealgymnastums, KönigsBolrstanz für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der Schule an der Friedenstraße; in der Turnhalle des Reformrealgymnasiums. Bochum=Langendreer, Unterstraße 73, ab 19.30 Uhr für Anfänger, ab 20.30 Uhr für Ilu Filsu sür Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle des Staatlichen Gymnasiums, Bismarckstraße. „Alle Vol U Er Der Reichsmini über die große Bel sozialistischen Staat Die bedeutsame schaftliche und poli unterbrochen erfähl zum Gebotder nahmen und Anor schem und kulture könnte heute sich wahren, wenn er e tete Zeitung zu I tung lesen, um Er sichtskreis zu erwe um alle Ereigniss weiterzubilden. 2 ber Freund, Bera genossen umse zilnen erst das Gl ihn mit der Natio in der Zeit leben Erste Lesef zu Zu den beliebt anstaltungen der rungsgemäß die unmittelbar auf Kreise unseres V zuführen, sucht de turgemeinde Zusammenhang Lesestunden vera finden jeden Nac statt, zu denen Kulturgemeinde frei. Als Aufta Schluter am Katalogzimmerd Grimms Novelle Trei Kameradschaf Die WG.(P chumer Vereins Saalbau Lutz der von der D2 dung mit der? durchgeführt wi gespielt vom S der Kameradsch der Höh die Ausdruck trug vor, der begeist sprache hielt D den im Zeichen sozialismus. D Fuhrer, der M wiedergegeben Pflicht auffasse arbeiten, der sei. Starker Be Hellings. Ein verschaffte dar „Gußstahlg Bochumer Jun nen die Lachm ten durch den Eine Rollschuh feate über die Akrobatik und Künstler auf lichem Beifall sang= und M moristen. Viel die Tanzgrupt „Friesen.. Vie eine Ueberrase schön verlaufe Kameradscha Der Kam statt 2 des B) allen recht a Säle waren Arbeitskamer grammfolge daß die Feie waren. Für eigene Musik Leitung und Wm. 2 unte hatte einen schönen Aben daß mit ganz gen des gest Gefolgschaft Gesangabteil fanden bei de Nach der ergriff nach Lied" und das Wort. ner den Sin Willi Stei folge überno in seinen u Beifall erhie sigen Tanzd Max Bau sagt, durch besten Erfol fahrertruppe selbstverstän Nach dem E spielte Wal Tanz auf. Aus den maszen Vinzentiner Dortmundniusstift be bereits an Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 5 und 14 Aender: Der Reichs führung de Reichsgeset gänzt. Dar Sterbeurku auch der nister, daß 20 Jahre Ruhefrist frist sind! erkennbare Gemeinsch Seite 5 Nr. 251„ Bochumer Anzeiger 7 Montag, 26. Oktober 1936 Bochumer Leben „Alle Volksgenossen umschließt die Zellung Erklärung Dr. Fricks. Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat sich über die große Bedeutung der Zeitung im nationalsozialistischen Staat in folgender Erklärung geäußert: Die bedeutsame Umwandlung, die das gesamte wirtschaftliche und politische Leben des deutschen Volkes ununterbrochen erfährt, macht es für jeden Volksgenossen zum Gebotder Pflicht, sich täglich über alle Maßnahmen und Anordnungen auf wirtschaftlichem, politischem und kulturellem Gebiet zu unterrichten. Wer könnte heute sich oder seine Familie vor Schaden bewahren, wenn er es ablehnte, täglich eine gut unterrichtete Zeitung zu lesen? Die Jugend muß die Zeitung lesen, um Erfahrungen zu sammeln und ihren Gesichtskreis zu erweitern. Der Erwachsene liest sie, um alle Ereignisse der Umwelt mitzuerleben und sich weiterzubilden. Den Frauen ist die Zeitung ein lieber Freund, Berater und Gesellschafter. Alle Volksgenossen umschließt die Zeitung, macht aus dem einzlnen erst das Glied der Volksgemeinschaft und verbindet ihn mit der Nation und Führung. Zeitung lesen heißt, in der Zeit leben und die Zeit nutzen. Erste Lesestunde in der Stadtbücherei zur„Woche des Buches“. Zu den beliebtesten und Erfolg versprechendsten, Pox: zuführen, sucht der hiesige Ortsverband der N S.=KulSchlüter am heutigen Montgggvon 17.—18 Uhr im Schlüter am heutigen, Montag von####18 Uhr Katalogzimmer der Stadtvücherei, Bismaranraße, Hans Grimms Novelle„Mordenaars Graf" zu Gehör. Treuer Jufammenhalt Kameradschaftsabend der WG. des„Bochumer Vereins“ Die WG.(Presserei und Nebenabteilungen) des BoSalban Luthoin Llnden eirecg,. ergeraich egef Geies. „rnsingi und spien“ in Gemeinschaft mit der NS. Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ und dem Reichssender Köln durchgeführt purde. Mit dem Ganhartelisr, begann sprache hielt Dipl.=Ing. Helling, Seine Worte, stanim Zeichen eines tiefen Glaubens zum Nationarsozialismus. Dank lag in seinen Worten, Dank an den Führer, der Millionen von Arbeitern das tägliche Brot Plicht arsessen, an Ausbmn Vie, ästesandes mitzu. sei. Starker Veifall beschent= Genuß gesanglicher Kunst Hellings. Einen herricchen Wenu#, befüngglicher Kunst verschaffte dann das verstärkte Doppelqua der „Gußstahlglocke". Heinz Schöttler, ein echter Bochumer Junge, reizte durch seine eigenen Rezitationen die Lachmuskeln eines jeden. Walzerklänge schwebten durch den Saal, die letzten Akkorde verrauschten Eine Rollschuhtrupve der Tus.=Abteilung Hamme 83 feate über die Bühne, kaum zu übertreffen in ihrer Akrobatik und eleganten Körperbeherrschung. Auch diese Künstler auf den rollenden Schuhen wurden mit ehrlichem Beifall bedacht. Abwechselnd folgten dann Gesang= und Musikvorträge und Darbietungen des Humoristen. Viel Beachtung und ehrlichen Beifall fand die Tanzgruppe der Damenabteilung vom Turnverein „Friesen". Viel Freude brachte dann noch zum Schluß eine Ueberraschung für Damen Der Tanz beschloß den schön verlaufenen Kameradschaftsabend. Kameradschaftsabend der Mechanischen Werkstatt des Der Kameradschaftsabend der Mechanischen Werkstatt 2 des BVG. am Samstag abend im Parkhaus bot allen recht gemütliche Feierstunden. Säle waren fast zu klein, um die stattliche Zahl der Arbeitskameraden und ihre Frauen zu fassen. Die Pi grammfolge bot eine sehr nette bunte Abwechslung, so daß die Feierstunden für alle ein frohliches Erlebnis waren. Für die musikalische Unterbaltung sggate, die eigene Musikabteilung der Wm. 2 unter Leitung und die Gesangabteilung(Gußstahlglocke) Wm. 2 unter K. Beckmanns erprobter Stabführung hatte einen erheblichen Anteil an dem Erfolg dieses schönen Abends. Es sei hier überhaupt gleich erwähnt, daß mit ganz wenigen Ausnahmen fast alle Darbietungen des gesamten Programms von Mitgliedern der Gefolaschaft ausgeführt wurden. Und,Zaßgzghr, räruobe, Gesangabteilung. Werkschar oder die fanden bei den dankbaren Zuhörern lebhaftesten Beifall. Nach der Begrüßung durch Amtswalter Dreßler ergriff nach den gesanglichen Darbietungen„Deutsches Lied" und„Abendfrieden", Betriebsleiter Schröder das Wort In seiner Festansprache betonte der ner den Sinn der Kameradschaft, die alle fest vereine. Willi Stein(Essen), der die Ansage der Programmfolge übernommen hatte, war recht geistreich und witzig in seinen unterhaltenden Plaudereien. Und recht viel Beifall erhielt er und seine Partnerin für ihre schmissigen Tanzdarbietungen. Für gute Stimmung sorgt Baum(Elberfeld), sein Humor war, kurz gesagt, durchschlagend. Auch als Kunstpfeifer hatte er besten Erfolg. Erstaunliches Können zeigte die Radfahrertruppe. Erfolg in nicht geringem Maße hatte selbstverständlich auch die Gesangabteilung der Wm. II. Nach dem Schluß des offiziellen Teils des spielte Waldemar Mruck mit seiner Kapelle zum Tanz auf. Aus dem Antoniusstift. Die Schwester Maria Damaszena aus der Paderborner Genossenschaft der Vinzentinerinnen, die bisher im Hüttenhospital in Dortmund=Hörde tätig war, wurde ins hiesige Antoniusstift berufen. Sie hat ihren neuen Wirtungstreis bereits angetreten. Aenderungsverordnung zum Feuerbestattungsgesetz. Der Reichsinnenminister hat die Verordnung zur Durchführung des Feuerbestattungsgesetzes durch eine im Reichsgesetzblatt verkündete Aenderungsverordnung ergänzt. Darin wird zunächst festgestellt, daß als amtliche Sterbeurkunde im Sinne des Feuerbestattungsgesetzes auch der Todesschein gilt. Weiter bestimmt der Minister, daß die Ruhefrist für die Aschenreste mindestens 20 Jahre beträgt. Es kann im einzelnen eine längere Ruhefrist vorgesehen werden. Nach Ablauf ver nuhefrist sind die alsdann noch vorhandenen und als solche erkennbaren Aschenreste und ihre Behältnisse in einer Gemeinschaftsgrabstelle dem Erdboden einzuverleiben. Wir Bochumer könnten und müßten eigentlich stolz darauf sein, daß der Reichssender Köln uns so oft mit seinem Besuche beehrt. Um so bedauerlicher ist es, wenn die von der NSG.„Kraft durch Freude" am Sonntag nachmittag im Ernst-Vgitzmusikt, Verteper der Königsallee durchgeführte Haurmm#r anstaltung, die von dem Reichssender Köln auf Schauplatten aufgenommen wurde, nicht den erwarteten Besuch aufzuweisen hatte. Diejenigen, die trotz des schre##ten Wetters gekommen waren, haben eine freudige Ueberraschung erlebt. Denn sie lernten kennen und schätzen, was es Großes und Bedeutsames um die Hausmusik ist. Sie gewannen aber auch zualeich einen durch Freude“, die es sich sehr angelegen sein, fäßt, dem Verlebendigung des Gedankens der musik, der durch die vom Reichssender Köln vorbexeitete Sendefolge„Volk singt und spielt“ in weitenre VolksZur Mitwirkung hatten, sich bggeigz, versgrager gutee Freude unter Leitungeführte Einche und EhorgemeinBera(Oboe), Fischer(Klarinette),; B oß, Songigar## (Fagott), die Werkscharen und endluh die Eingschul des Bannes 67 der Bochumer Hitlerjugend. Die sorasam zusammengestellte Programmfolge war ganz auf das Volkstümliche ausgerichtet. Die Hitlerjungen begannen mit den Trutzliedern„Lasset im Winde die Fahne wehn" und„Jetzt tragt die Trommel vor uns her“. Die Sing= und Svielgemeinschaft versuchte sich mit großem Erfolg in Volksliedern zu Blockslöte, Geige und Die Städtische Bläser= und Kammermusikvereinigung ließ Mozart und Josef Haydn in ihren schönsten Melodien sprechen. Auch die neuere Hausmusik kam mit Wetzel=Müller zu Wort. Weisen, wie sie vom Volke gesungen werden, brachte die Sing= und Chorgemeinschaft in meisterbafter Weise Lezitzchenf igrbeitg, Werkschar sang das neue Lied des ects mannes. Es war ein fröhliches Singen und Musizieren, das alle und in erster Linie die Zuhörer froh machte. Die Begeisterung zeigte sich so recht, als zum guten Schluß im gemeinschaftlichen Chore gesungen Wir dürfen wohl sagen, daß die Bochumer Sende: ais chtes e he eics chele seschelbes konnte diese unter Leitung von Kreiswart Ehrhardt Feierabendwerks viel Freude bereitete. Durchgehender Winterluftverkehr Essen=Mülheim—London Seit Anfang Oktober fliegen fast alle ausländi Luftverkehrsgesellschaften ebenso wie die Deutsche Luft„Sabena“ ausschließlich mit der„Ju 52“ durchgeführt. Die Maschinen starten in Essen=Mülheim um 14.30 lUgg und sind um 16.30 Uhr in Berlin. In Richtung Brussel erfolgt der Start in Essen=Mülheim um 14.45 Uhr, die Ankunft in Brüssel um 15.15 Uhr(Westeurop. Zeit) und in London um 17 Uhr. So hat das Ruhrgebiet zum erstenmal auch im Winter eine direkte Luftverbindung mit London. In Brüssel besteht Anschluß von und nach Antwerpen. Schöne Feierabendstunden Die Gefolgschaft des Baugeschäftes Honsel traf sich am Samstag zu einem Kameradschaftsabend in der„Panzergrotte“. Es war eine große Gemeinschaft, die Betriebszellenobmann Lauber in den festlich aeschmückten Saalräumen willkommen heißen konnte Betriebsleiter Honsel dankte in seiner Festansprache der Gefolaschaft für ihre Treue und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich diese Treue Tag für Tag bewähren möchte. Jeder müsse dafür Sorge tragen, daß seine Arbeit als ein Baustein für das Aufbauwerk des Führers gewertet werden könne. In diesem Sinne das Sieg=Heil auf den Führer mit den deutschen Hymnen.„Heute machen wir uns Spaß“, so lautete, das Motto des unterhaltenden Teils, bei dem es äußerst bunt und sehr lustig zu ging. Die„Hauptakteure waren neben der fleißig musizierenden Hauskapelle die Mitglieder der„Bochumer Bühnengesellschaft., die unter der Leitung von Ludwig Linden nach der Ansage von Erich Follmer ein großes Potvourri von Liedern. heiteren Vorträgen und Walzertänzen aus den bekanntesten und beliebtesten Overetten zu Gehör brachten. Bis zum Schlusse hielt die Geselligkeit an. Es Kameradschaftsabend, der seinem Namen dank der Mitwirkung aller Kameraden alle Ehre machte. Bagent und Bach 4 P ..-Muthherr Dert stzautun Böchum=karlin..... phot.: Walter Huke AS.=Volkschor Linden=Dahlhausen Einen gemischten Chor von dieser stattlichen Besetzung hatte man in einem Vorort bestimmt nicht erwartet. Dabei ist das stimmliche Material von recht beachtlicher Qualität, überraschend gut der und auch die Frauenstimmen halten sich recht löblich, werden auch bei weiterer Schulung gepflegteres Singen und kultiviertere Tonbehandlung sich aneignen, wenn der Dirigent hierauf sein Augenmerk richtet. Freilich geht es Karl Altenscheidt zunächst sichtlich noch um technische Akkuratesse, präzisen Einsatz und lebendigen Vortrag. Das Stimmungsmäßige kommt dabei einstweilen noch zu kurz, und vieles klingt robuster und weniger veredelt, als es schon jetzt sein könnte. Mit wachsender dirigiertechnischer Festigkeit wird Altenscheidt vermehrt einer tonlich geschmeidigeren Wiedergabe sich widmen können. Was der Chor in den beiden aufgeführten Werken, in der köstlich schönen„Serenata" von Schulz und dem nicht mehr ganz neuen Rombergschen „Lied von der Glocke“ in der rein technischen und gesanglichen sauberen Wiedergabe leistete, verdient hohes Lob und unbedingte Anerkennung, und der Eindruck war um so günstiger, als man sich guter Solisten versichert hat. Friedel Neumanns lichter und kultivierter Sopran bildet schönen Gegensatz zu dem pastosen, weit schwingenden Alt Hertha Miebachs, und zu dem vornehmlich in der Höhe tragfähigen und elastischen Tenor Fritz Poebels gesellte sich ein prächtiger Baß in Karl Friedrich Koch, dessen Material sich nach der resonnanzkräftigen wie tonlich=technischen Seite ausgezeichnet entwickelt hat. Erstaunt durfte man auch sein über die anerkenntliche Haltung der„Orchestervereinigung Linden Dahlhausen“, die sich mit der Begleitaufgabe trefflich abfand und auch im Vortrag der schönen Mozartschen„Nachtmusik" sauberster Darstellung befleißigte, der einige tonliche Trübungen nicht zu sehr Abbruch taten. Auch diesem Klangkörper dürfte eine vom Dirigenten ausgehende delikatere klangliche Abstufung dienlich sein und eine betonte Pflege des Piano=Spiels zum Vorteil gereichen. Und zum dritten war man überrascht von dem unerwartet zahlreichen Besuch, der mit dem herzlichen Beifall bewies, daß man auch in den Außenbezirken für gute Kunst und wertvolle Musik in jeder Hinsicht dankbar ist. Firmung in St. Franziskus, Bochum=Riemke Am Samstag morgen war Erzbischof Dr. Caspar Klein zum Firmbesuch in der Franziskusgemeinde Bochum=Riemke. Feierliches Glockengeläute begrüßte den Oberhirten, zu dessen Empfana sich die Gemeinde mit Pfarrer Nunnemann auf dem Kirchplatze den hatte. Den Begrüßungsfeierlichkeiten im Gotteshause schloß sich die Bischofsmesse an, der der Kirchenchor durch mehrstimmige Liederdarbietungen eine weihevolle Vertiefung gab. Im Anschluß an die Bischofsansprache empfingen 369 Firmlinge das Sakrament der Stärkung. Pfarrer Nunnemann und Rektor Schäfer hielten die Katechese. Mit der sakramentalen Segenserteilung und der Ambrosianischen Dankhymne schloß sich die Glaubensfeier. Nach der Begrüßung durch den Kirchenvorstand und die Lehrerschaft begab sich der Kirchenfürst zur kanonischen Visitation in das Vinzentinum=Schwesternhaus. Gegen 4 Uhr trat der Erzbischof die Rückreise nach Paderborn an. Am Montag. 2. November, wird er wieder in Bochum erwartet. Am nächstfolgenden Tage am Dienstag, wird die Firmung morgens in St. Franziskus, Bochum=Weitmar, und nachmittags in St. Theresia Eppendorf, gespendet. Bochumer Veranstaltungen Weber=Abend. Webers unvergängliches Melodiengut ist heute Besitz des ganzen deutschen Volkes geworden. Aus diesem Anlaß rüstet sich die Nation, den 150. Geburtstag des großen Musikers durch Aufführung seiner lich zu begehen. Deshalb entschloß sich die Kölner Oper, nicht einen bekannten Weber zur Aufführung zu bringen, sondern mit dem„Abn Hassan“ ein bisher noch nicht so populäres Werk des Komponisten zu san“ ist eine komische Oper aus dem Märchenbereich von Tausend und einer Nacht. Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen von Max die Spielleitung von Erich Bormann besorgt den Mitwirkenden zählen die ersten Kräfte der Kölner Oper. u. a. Dorothea Grelle, Käthe Russart, Trude Wüsten, Werner Alsen, August Griebel, Stecken.— Den zweiten Teil des Abends bilden Tänze, die unter der Choreographie und Leitung meisterin Inge Herting und unter der musikalischen Leitung von Willibald Kießling zur Aufführung gelangen. Als erstes zeigt die Tanzaruppe der Kölner Oper 3 Schumanns„Karneval“, als zweites Franz Schuberts „Ländlichen Reigen“ und als drittes Carl,Fgrig, P ders„„Aufforderung zum Tanz“. Die Aufführung ist für den Weißen Ring angesetzt. Städtischer Musikverein Bochum. Oktober findet im Haus Rechen eine Chorprobe statt. Die Probe beginnt für Damen um.30 Uhr und für Herren um 9 Uhr abends. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist dringend erforderlich. Konzertgemeinschaft deutscher blinder Künstler. Die Reibe der dieswinterlichen musikalischen Veranstgltungen erfährt durch das von der Konzertgemeinschaft blinder Künstler am Mittwoch, 28. Oktober, im ErnstMoritz=Arndt=Haus„angekündigte rung, welche die Beachtung weitester Kreise aller Musikfreunde verdient. Das sorgfältig aufgestellte Programm trägt kammermusikalischen Charakter. Seite 6 Nr. 251„ Bochumer Anzeiger„ Montag, 26. Oktober 1936 Unterhaltung Die Jonntagsgans 7 Von sotst Der Dichter Felix Schievelbein hatte seine Frau aus aufrichtiger Liebe geheiratet, war aber anderseits bei einem so unsicheren Beruf vorsichtig genug gewesen, die Tochter eines gutsituierten Müllers zu der Seinen zu machen. Müllerstöchter liegen erstens einmal, wie es schon die romantischen Dichter und Komponisten zeigen, auf durchaus literarischer Ebene—, zweitens aber erfreuen sich ihre Väter eines besonderen Rufes als Schweine= und Geflügelzüchter. Schievelbein liebte, was durchaus nicht im Gegensatz zu seinem spirituellen Beruf steht, einen gutgedeckten Tisch, und er bemühte sich um ein gutes Einvernehmen mit seinen Schwiegereltern, die es ihrerseits nicht vergaßen, seine häufig sozusagen in der Luft schwebende Existenz durch Freßpakete aller Art auf einen erdhaften und soliden Untergrund zu stellen. Und schließlich: warum soll ein Dichter nicht wohlbesetzte Tafeln lieben? Da man nun einmal essen muß tut man's lieber gut und reichlich. Wenn nun gar die Blätter sich verfärbten, wenn die Herbstwinde bliesen und die Luft klar wie Glas vor den Wäldern stand, dann wurde Schievelbein oft träumerisch; seine Gedanken irrten in die ferne, pommersche Heimat seiner Frau ab, und er flüsterte zuweilen:„Jetzt werden sie schon auf die Stoppeln getrieben...“ und einige Zeit später:„Es ist eine rechte Quälerei, das Mästen— aber gut— gunut!" Drei Tage vor Martini brachte der Postvote einen Brief der Schwiegermutter. Gottseidank, daheim war alles wohlauf. Die Mühle machte sich soweit, die Schweine gediehen, und die Nachfrage nach Geflügel war so rege, daß die gute Schwiegermutter es sehr bedauerte, nicht ein paar Hennen mehr angesetzt zu haben. — Eine unverzeihliche Nachlässigkeit! Was Schievelbein versöhnte, war der kleine Nachsatz des Briefes, daß gleichzeitig mit ihm ein Paket nach München mit abgegangen sei. Schievelbeins wohnten in einem kleinen Vorort im Westen der Isarstadt, und da Pakete von Pommern für gewöhnlich nur drei Tage bis zum Eintreffen brauchten, beschloß Schievelbein, auf jeden Fall schon heute einmal auf der Post nachzufragen. „Wenn sie heute nicht ankommt, dann ist sie morgen da, und wir haben sie bestimmt zum Sonntag.“ „Wen?“ fragte seine Frau erstaunt.—„Die Gans“, antwortete Schievelbein.—„Weshalb Gans?“ fragte die kleine Frau. Schievelbein sah sie einen Augenblick lang überrascht an:„Ach so, natürlich“, sagte er, und seine Zungenspitze fuhr lüstern heraus,„es kann natürlich auch eine Ente sein oder zwei—.“ „Im Brief steht aber weder was von einer Gans noch von einer Ente“, wandte Frau Schievelbein hartnäckig ein. „Erlaube, mein Kind“, sagte er mißbilligend,„zum Spaß schickt deine Mutter keine Pakete;— und überhaupt ist übermorgen Martinstag! Da ist noch jedes Jahr etwas angekommen.“— Und dagegen war nun wirklich nichts zu sagen. Am Nachmittag ging Schievelbein mit einigen Briesen zur Post und erkundigte sich nach dem Paket. Holte man es selbst ab, so ersparte man die Austragsgebühr von fünfzehn Pfennigen,— und so überreichlich war Schievelbein nicht mit irdischen Gütern gesegnet, daß fünfzehn Pfennige bei ihm keine Rolle spielten. Fast erwartungsgemäß war das Paket noch nicht da. Auf dem Heimwege sprach Schievelbein jedoch beim Gärtner vor und erstand für die ersparte Gebühr einen prachtvollen, eisenfesten Rotkohlkopf. Zu Hause angekommen, machte er sich daran, den Kohl klein zu schneiden, damit er gleich aufs Feuer gegeben werden konnte. Denn erfahrungsgemäß schmeckt er zwei= oder dreimal angewärmt doppelt so lecker. Schievelbein hatte wie ein Bub vor Weihnachten eine unruhige Nacht und war schon früh auf. Er schrieb ein elegisches Gedicht mit dem Titel„Herbstliche Ahnung“ und machte sich dann wieder auf den Weg zur Post. Dort war die Paketkarte bereits eingetroffen, das Paket selber aber noch nicht.—„Dann kommt es also erst heute nachmittag und die Gans bleibt für den Sonntag", dachte Schievelbein ein wenig betrübt, denn er wäre nicht abgeneigt gewesen, sich bereits heute einen kleinen Vorgeschmack aufs Martinsfest zu verschaffen. Um aber morgen sich mit um so größerem Genuß über die Gans herzumachen, aß er zu Mittag nur ein ganz leichtes Gemüsesüppchen und beschloß, auch abends eine gewisse Diät zu halten. Voller Unruhe und Erwartung stand er bereits um vier Uhr am Gartenzaun und spähte nach dem Briefträger aus. Eine halbe Stunde später gesellte sich seine Frau zu ihm, und um fünf Uhr erschien der Postbote endlich in der Ferne. An seinem Dienstrade baumelten rechts und links zahlreiche Pakete. Oh, es war qualvoll, ihn so langsam nahen und immer wieder Station machen zu sehen, aber endlich kam er heran und wurde von Schievelbein schon auf einige Radlängen Entfernung mit der Titulation eines Oberpostrates begrüßt. Der„Oberpostrat“ seinerseits gab den Gruß freigebigst zurück, indem er den Dichter Schievelbein zum Professor ernannte— und fuhr vorüber. „Es ist nicht möglich“ stammelte Schievelbein erregt und starrte dem Entschwindenden wie einem Phantom nach,„..er kehrt um! Er muß sich geirrt haben...... M. t Mndestaae t. „Und morgen wird kein Pakei ausgetragen! sagte die kleine Frau unruhig,„und überhaupt habe ich für morgen nichts besorgt.“ „Morgen ist das Paket da!“ schrie Schievelbein, „und ich werde es selber von der Post holen!" „Aber es kann doch sein, daß es auch morgen noch nicht da ist“, meinte sie schüchtern,„und außerdem hat sich Tante Florentia zum Essen eingeladen.“ Sie erhielt von ihrem Gatten keine Antwort, denn er war bereits davongestürmt und öffnete wenige Minuten später vor dem Postfräulein die Schleusen seiner Beredsamkeit und bat um Einsicht, wenn er morgen seines Paketes wegen vorsprechen würde, obwohl die Agentur nur für den Telegrammverkehr geöffnet sei. Es befänden sich jedoch Lebensmittel in dem bewußten Paket, das ohnehin überfällig und der Gefahr des Verderbens ausgesetzt sei... So kam der Sonntag heran— der Martinstag. Es kam auch Tante Florentia,— und es kam der Augenblick, in dem Schievelbein den Gang zur Post antrat. Was aber nicht kam, war das Paket!—— Es gelang Schievelbein noch ganz gut, vor dem Postfräulein Haltung zu bewahren. Was sich jedoch später bei ihm zu Hause abspielte, führte, da Tante Florentia Schievelbein bisher nur als einen Meister hauchzarter Gedichte kennen gelernt hatte, leider dazu daß sie von allzu kräftigem Manneswort bis in die letzten Fasern ihrer dem Schönen zugewandten Seele beleidigt, das Haus fluchtartig verließ und sich schwor, nie mehr einen Fuß über dessen Schwelle zu setzen.— Ja, Schievelbein tobte! Er fühlte sich verraten und betrogen, und dieses Gefühl, von der Tücke der Dinge und der Unzulänglichkeit menschlicher Einrichtungen abhängig zu sein, steigerte sich bei ihm mit jeder Stunde, die die Gans fern von ihm an irgendeinem, höchstwahrscheinlich sogar überheizten und völlig ungeeigneten Lagerraum der Postverwaltung zubringen mußte. Und dazu war nichts im Hause, woran Schievelbein sich schadlos halten konnte,— nichts angemessenes jedenfalls,— denn was bedeutet ein läpperiger Apfelkuchen und was ein Wurstbrot einem Mann, der um eine Gans geprellt wurde?! Der, was nicht vergessen werden darf, um dieser Gans willen zwei Tage lang gefastet und in seinem Magen Raum für drei Gänse geschaffen hatte! Eine Art wohltätiger Erschöpfung ließ den großen Zorn schließlich verebben,— und am Abend schlich ein hungriger und überhaupt ziemlich vermöbelter Schievelbein kleinlaut zu Bett, nicht ohne vorher den knurrenden Magen mit den Aepfeln gesättigt zu haben, die ihrer Bestimmung nach zur Füllung der Gans hatten dienen sollen. Mürb und matt schlief Schievelbein ein, und schlief so tief und erschöpft, daß ihn am nächsten Morgen erst das dritte Klopfsignal des Postboten weckte. Das Paket war da!— Endlich!— Und während Schievelbein die Austragsgebühr von fünfzehn Pfennigen zahlte, fiel ihm mit Schrecken ein daß er ja die zur Gansfüllung benötigten Aepfel gestern abend verzehrt hatte. Mit. der Braterei bis zur normalen Mittagszeit zu warten, war eine unmögliche Zumutung. Nein, nach soviel Enttäuschungen sollte die Bestie sofort in den Ofen geschoben werden! Schievelbein warf das Paket in die Küche und überließ die freudige Arbeit des Entschnürens seiner Frau. Er selber eilte, notdürftig bekleidet und die ungekämmte Mähne unter den Hut stopfend, ein paar Häuser straßab zum Gemüsehändler, um dort ein Pfund Aepfel zu erstehen. Im Laufschritt zurückkehrend, traf er daheim gerade noch zur rechten Zeit ein, um den Papierumschlag von dem dreifach umschnürten Karton zu entfernen. Sehnsüchtig, stürmisch und doch voll zarter Erwartung hob er den Deckel an... ——— Vier Wochen— von häufigen Rückfällen unterbrochener Rekonvaleszenz brauchte der Dichter Schievelbein, ehe er sich von dem Schlag erholte. Jetzt kann er schon an zwei Stöcken durch den Garten gehen. Aber er lebt. Gottseidank.— Der Inhalt des Paketes bestand nämlich aus einem alten Hut, einem Mantel seiner Frau und einigen anderen Dingen, die Schievelbeins beim letzten Besuch der Schwiegereltern in Pommern vergessen hatten. Das kommt daven: Von#.####et Der Briefmarkenautomat gibt zwölf Pfennig zurück. „Natürlich!“ knurrt Kühnemund ärgerlich.„Wissen möchte ich, wozu man diese Dinger überhaupt aufstellt, wenn sie doch ewig leer sind!“ „Na, das kann ja schon mal vorkommen!“ säuselt Felix Nagold begütigend, während sie sich durch die Drehtür des Postamts zwängen.— Nur ein einziger Schalter ist zu dieser späten Stunde noch geöffnet. Davor aber steht eine lange Reihe Wartender. „Ich muß dich aber darauf aufmerksam machen“ erklärte Felix Nagold,„daß es nicht in meiner Absicht liegt, hier eine Stunde zu warten, bis du deine zwei Zwölfermarken hast...“ „Eine Stunde? Bewahre! Höchstens drei Minuten wird das dauern!" Nagold schüttelte ungläubig und verständnislos den Kopf, „Tatsache!" beharrt Kühnemund mit pfiffigem Lächeln.„Dazu gehört allerdings ein ideenreicher Kopf. Ein Köpfchen sozusagen.“ „Da bin ich aber wirklich gespannt“, sagt Nagold. „Werden wir gleich haben!"— Kühnemund entnimmt mit geübtem Griff einem blaugestrichenen Kästchen ein Telegrammformular und tritt an das nächste Schreibpult. Nach kurzem Besinnen taucht er die Feder ein und schreibt.„Vorhaben glänzend gelungen. Gruß Oskar", liest Nagold, der ihm über die Schulter blickt. „Aber du heißt doch Emil!“ wundert sich Nagold. „Natürlich. Verstehst du denn noch immer nicht? Ich werde mit Hilfe dieses vorgetäuschten Telegramms schneller zu meinen Briefmarken kommen!" „Aha. Ich beginne, zu verstehen!“ sagt Nagold. „Eine prächtige Idee. Wie du nur immer auf sowas kommst!?" Kühnemund lächelt selbstgefällig und setzt mit zierlichen Buchstaben die Anschrift in das Telegramm. „Herrn Eduard Müllmeier.“ Dann stockt er und runzelt nachdenklich die Stirn. Da müssen wir nun irgendeinen Phantasienamen erfinden, der annähernd wie ein Ortsname klingt...“ Hier leuchtet Felix Nagolds gutmütiges Gesicht freudig auf. „Das wäre ein Spaß. Weißt du was? Du wirst einfach meinen Namen als Bestimmungsort angeben! Nagold. Das paßt doch ganz gut. Vielleicht gibt es sogar einen Ort, der Nagold heißt!?“ „Mensch!“ schnaubt Kühnemund,„bist du begriffsstutzig! Den Ort soll es ja eben nicht geben! Der Beamte soll das Telegramm zurückweisen, weil es den angegebenen Ort nicht gibt! Merkwürdig, werde ich dann sagen, da muß ein Irrtum vorliegen. Vielleicht habe ich das am Fernsprecher falsch verstanden. So..., ja... zwei Briefmarken zu zwölf könnten Sie mir bei der Gelegenheit geben!“ Ach so.“— Nagold ist jetzt völlig im Bilde.— „Meinetwegen mach, was du willst.“ Da Kühnemund trotz seines ideenreichen Kopfes nichts Besseres einfällt, schreibt er Nagold als Bestimmungsort hin und geht eiligen Schrittes an der Reihe der Wartenden entlang zum Schalter. Hier und da knurrt jemand. Empörte, verwunderte Blicke treffen ihn. Kühnemann schwenkt sein Telegramm und zeigt lächelnd auf ein Schild.„Telegrammauflieferer haben Vorrang!“ Die Schlange beruhigt sich. Der Schalterbeamte furcht die Stirn, schlägt ein Buch auf und beginnt darin zu blättern. Kühnemund wirft seinem Freunde, der neugierig näher getreten ist, einen zwinkernden Blick zu. Der Beamte schreibt etwas in ein Heft, steckt das Telegramm in eine merkwürdige Röhre und sagt:„Eine Mark fünfzig, bitte!" Hier wendet sich Felix Nagold um und versucht mannhaft, ernst zu bleiben. Bis Kühnemund mit flackerndem Blick und zornbebenden Gliedern vor ihm steht, und mühsam hervorstößt:„Es gibt einen Ort, der deinen blödsinnigen Namen trägt! Du hast es gewußt!“ Deckenlicht aus„xaste=f,Fe.?ssi RND DN G DRG NI ich gehabt! Jetzt eben allerdings erinnerte ich mich, daß mich vor Jahren mal jemand gefragt hat, ob ich aus Württemberg stamme. Es gäbe da eine Stadt mit meinem Familiennamen... Uebrigens, das sind aber teure Briefmarken, die du gekauft hast!" „Laß die Scherze! Die Briefe müssen unter allen Umständen morgen früh an Ort und Stelle sein! Und ich habe noch immer keine Marken!" „Wie? Du hast noch keine Marken? Das verstehe ich nun wieder nicht!" Kühnemunds Mundwinkel zucken nervös.„Ich hatte doch kein Geld mehr. Genau eine Mark fünfzig hatte ich bei mir.“ „Unter diesen Umständen“, lächelt Nagold,„ist es gewissermaßen meine Pflicht.— Hier hast du eine Mark. Fünfundzwanzig Pfennig für die Marken. Und mit dem Rest beteilige ich mich an den Kosten des Telegramms. Das ist der Spaß wert.— Aber warten kann ich nun, wie gesagt, nicht länger. Wie ich sehe, hat sich die Schlange inzwischen merklich verlängert.. Der Kurzsichtige verlor bei starkem Wind seinen Hut und jagte ihm nach. „Was machen Sie denn da?“ rief eine Frau aus einem Fenster. „Ich bin hinter meinem Hut her!" „Hinter Ihrem Hut? Quatsch! Hinter meiner Henne sind Sie her!“ Wie suaben Lorgen. ROMAN vOn MARIAOBEREIN 6) Nun trat Susa von Holst zu ihm.„Ich will bald gehen, Cornus“, sagte sie müde.„Der ganze Betrieb dler „Aber Tante Susa“, sagte eine frische junge Stimme hinter ihr.„Wozu denn schon gehen? Erst tanzen wir beide mal zusammen!“ Lächelnd sah Susa in das Gesicht. Ludwig von Holsts. „Na, du Gentleman, mit deiner alten Tante willst du tanzen, wo hier so viel hübsche Mädels sind?“ Der junge schlanke Mensch mit dem dicken, kastanienbraunen Haar und den lachenden hellen Augen verbeugte sich galant. Susa von Holst sah ihn lachend an. Von Kopf bis zur Sohle ein eleganter Jüngling, „ aus dem Modejournal, goldenes Kettenarmband der linken Hand und mit leichtem Parfümgeruch um sich herum. Ludwig von Holst antwortete schnell.„Ich schwärme nur für etwas reife Frauen“, meinte er und sah seine Tante verliebt an. Susa von Holst mußte lachen. „Junge, verlieb dich nicht in mich, denn du bist ganz und gar nicht mein Geschmack!" Der Junge führte sie in eleganten Windungen über das spiegelblanke Parkett. „Warum nicht, Tante Susa?“ meinte er kindlich. „Diese ganze Aufmachung bei dir— na, pfui Teufel!“ 82 brfh# Ludwig von Holst sagte überlegen:„Das verstehst du nicht, Tante Susa! Aber eines muß ich dir sagen: Es ist doch fein daß du herübergekommen bist!“ „Es wurde höchste Zeit— für euch!“ meinte sie nachdenklich. „Weißt du, als Onkel Cornus uns vor einigen Wochen sagte, seine einzige Schwester käme aus Rio und würde jetzt in Deutschland Praxis ausüben und sich etwas um uns kümmern— kümmern“ hat der alte Herr gesagt, als wenn wir Babys wären! Also, uns wurde denkbar mies zumute. Wir stellten uns eine alte schwerhörige Dame vor mit Pompadour, grauen Fransen und mit Mops. Oder eine hagere Jungfrau mit und Hörrohr und einem ewigen:„Zeigt mal die Zunge!“ Susa von Holst lachte hell auf. „Und nun seid ihr enttäuscht, daß ich etwas anders bin, was?“ Ludwig von Holst sah die schlanke Gestalt seiner Tante an, das kurzgeschnittene, modern gehaltene Haar, das elegante schwarze Abendkleid und das frische, hübsche Gesicht der Fünfundvierzigjährigen, „Ich habe mich gleich in dich verliebt, Tante Susa. Na ja, du hast manchmal einen rauhen Ton, aber immerhin, du bist apart...“ Er küßte ihr die Hand. Susa schüttelte den Kopf. Ein leiser Zug von Sorge trat in ihr Gesicht. „Ihr seid alle etwas übergeschnappt hier“, sagte sie kalt.„Du besonders, Ludwig, merk's dir!“ Der Junge lachte unbekümmert. „Weil ich durch's Abitur gerasselt bin! Na, Tante Susa, ich hielt dich für vernünftiger. Du kommst doch aus großzügigeren Verhältnissen. Meinst du, es macht etwas aus, ob ein Mensch ein Examen besteht oder nicht? Ich habe überhaupt nur mit Rücksicht auf Onkel Cornus mich noch mal einspannen lassen...“ „Was hast du denn nun vor, Ludwig?" „Vor? Wieso?“ „Na, du mußt doch irgendwas ergreifen, arbeiten, einen Beruf haben?" „Wozu denn, Tante Susa?“ „Junge, wenn du das selbst nicht weißt!“ „Nee, Tante Susa, weshalb ich arbeiten soll— ist doch Quatsch, entschuldige schon! Ich werde sehr viel Sport treiben. Manfred wird mich ein bißchen in den Autorennbetrieb einweihen...“ „Willst du auch Rennfahrer werden, Ludwig?“ „Ach, so sehr interessiert mich die Sache nun wieder nicht. Nur so als Zeitvertreib, dachte ich.“ Susa von Holst schüttelte den Kopf. „Ein toller Betrieb!“ sagte sie energisch.„Und nun, mein Junge, wollen wir aufhören, du tanzest sehr gut, sogar ausgezeichnet. Na, mehr kannst du auch nicht...“ „Sehr liebenswürdig“, sagte der junge Mensch mit tiefer Verbeugung. 24, G., han Gafe# „Noch eins, Ludwig“, sagle Susa von Holst.„Du bist zwar ein greulicher Affe, aber ich kann dich doch recht gut leiden, trotz deiner Uebergeschnapptheit. Wollen wir gut zusammenhalten?“ Ludwig von Holst strahlte. „Tante Susa, du bist eine entzückende Frau!“ „Na, warte es ab, mein Junge“, sagte sie ruhig. „Warte es ab!“ Einige Wochen gingen dahin. Ein leichter Druck lag über dem sonst so frohen Haus von Holst. Viekleicht lag es daran, daß die fröhliche Eva stiller blasser und ernster war als sonst. Oder daran, daß Thomas von Holst eines Tages verstimmt heimgekehrt war und auf Befragen kurz erklärt hatte, er habe sein Laboratorium geschlossen, er arbeite nicht 4mehr Angela von Holst war inzwischen wieder zu drei berühmten Aerzten gepilgert, die alle ihr Leiden nicht erkennen wollten. Cornelius von Holst trat eines Tages zu ihr und sah mit gefurchter Stirn auf sie, wie sie mit leidender Miene auf der Couch ihres Schlafzimmers lag, die Augen geschlossen, mit der Miene einer Märtyrerin. „Angela!“ sagte er schärfer als sonst. Das junge Mädchen strich sich mit leidender Bewegung über die farblose Stirn. „Onkel?" „Wie siehst du denn aus? Um vier Uhr nachmittags noch im Schlafrock?“ Er wies auf den eleganten, aber nachlässigen hellblauen Schlafmantel der Nichte. „Ich fühle mich so schlecht“, hauchte das ätherische Mädchen kraftlos. Cornelius von Holst zuckte die Achseln.„Ich denke, die Aerzte haben nichts finden können?" „Sie verstehen mich alle nicht... niemand versteht mich!" Da rollten schon wieder die Tränen. „Laß das Heulen!“ sagte der Onkel barsch. Fassungslos starrte ihn das Mädchen an. „Gib mir erst mal Antwort! Stimmt's, daß Nora Martin verlassen hat und nach Kovenhagen gereist ist? Daß sie weiterfahren will nach Schweden?“ „Ja, das stimmt. Weshalb wollte auch Martin nicht...?“ „Sei still!. Kennst du ihre Adresse?“ „Ja „So. Dann telegraphiere ihr sofort. Eine wichtige Angelegenheit. Morgen abend kann sie hier sein. Telegraphiere ihr mit, es hätte nichts mit Martin zu tun. Martin habe auch ihre Rückkehr nicht verlangt, sondern ich, es sei sehr wichtig. Unangenehme Neuigkeiten.. „Unangenehme Neuigkeiten? Um Gottes willen, Onkel Cornus, was?“ „Du wirst es noch früh genug erfahren.“ Gegen 12 Uhr des übernächsten Tages versammelten sich alle Nichten und Neffen des Herrn von Holst in der Tiergartenstraße. „Also, ich möchte wirklich wissen, weshalb Onkel Cornus uns in solcher Hetze hierherjagt!“ sagte Ria und strich ihr elegantes hellgrünes Kostüm mit dem reichen, kostbaren Pelzbesatz glatt. „Ich war mit Manfred auf dem Flugplatz verabredet“, meinte Eva etwas unruhig. „Ich bin gerade angekommen“, kam es mißmutig aus Noras Mund. Da trat Martin Kerstens in die Halle. „Martin!“ Einen Augenblick vergaß Nora, daß sie sich in tiefster Verstimmung von Martin getrennt hatte und allein auf Reisen gegangen war.„Martin, weißt du, weshalb Onkel Cornus uns so feierlich und dringend hierherbestellt hat?“ „Keine Ahnung, Nora!“ Angela, die sich inzwischen zu den Geschwistern gesellt hat, schluchzte hysterisch auf.„Unangenehme Neuigkeiten, hat er zu mir gesagt...“ „Na, was wird es schon sein! Er wird uns wieder einmal ermahnen, nicht so toll mit dem Geld zu wirtTrauerfloren geschmückt die Bilder der und mit start gefurchten Zügen schaute „olsts Gesicht auf seine Kinder herab. solst, in dunklem Kleid, rachelte still herschaften, das gehöre sich nicht. Für mich ist das klar!" Da trat Cornelius von Holst aus seinem Arbeitszimmer. Er war sehr blaß und erregt.„Bitte, kommt mit“, sagte er gedrückt. Alle sahen ihn erstaunt an. Er ging ihnen voran in den ersten Stock und stieß die große Tür zu einem weitgedehnten Raum auf. „Vaters Sterbezimmer“, murmelte Eva bewegt. Der große Raum war so geblieben, wie ihn Herbert von Holst verlassen hatte. Es war ein Wohnzimmer im Geschmack der achtziger Jahre. An den Wänden Eineen grirg Trauersloren geschmückt, die Bilder der Etiern, ernst und Farbert von Ho „aa von Holfl nieder. Eine feierliche beklemmende Stille herrschte im Raum. „Seid ihr alle sieben da?“ fragte Cornelius von Holst.„Martin, du gehörst ja ganz zu uns, deshalb zähle ich dich mit. Eva, Manfred habe ich nicht erreichen können, es fiel mir zu spät ein, daß auch er an dieser Besprechung hätte teilnehmen können. Du magst ihn nachher von allem unterrichten, ja?“ „Gewiß, Onkel, aber was ist denn?“ „Bitte, setzt euch!“ bat Cornelius von Holst müde. „Ihr lest alle wohl wenig Zeitungen", begann er. „Sonst hättet ihr mich längst gefragt, ob durch den großen Krach an der Börse nicht auch eure Papiere gefährdet wären!" „Krach an der Börse?“, Erstauntes Schweigen. „Ihr wißt ja, daß ich euer Vermögen verwalte, das euch allen erst— nach den testamentarischen Bestimmungen eures Vaters— im 30. Lebensjahr ausgezahlt und zur freien Verfügung übergeben werden sollte. Inzwischen standen euch ja die überaus reichlichen Einkünfte des Kapitals zur Verfügung. Nach dem Wunsch eures Vaters legte ich das Geld zur Hälfte in Montan=Aktien, zur Hälfte in der deutschen Filiale der Mexiko=Bank an.“ „Mexiko=Bank! mein Gott!“ Martin Kerstens war blaß geworden.„Onkel Cornus, die hat ja betrügerisch falliert! Daß ich aber daran auch nicht gedacht habe!“ „Nicht nur das“, sagte Cornelius von Holst ernst. „Nicht nur, daß euer gesamtes Kapital, das dort angelegt ist, völlig verloren ist, auch die Montan=Aktien sind durch unerwartete Einflüsse des englischen Kohlenmarktes so rapide, so katastrophal gesunken, daß sie von der vorigen Woche bis heute fast wertlos geworden Eine Weile war es totenstill im Zimmer. Dann fragte eine scheue Stimme:„Und das bedeutet?“ „Das bedeutet, daß wir völlig mittellos sind.“ Noch einen Augenblick Schweigen, dann brach ein Sturm los.„,„„. seumögsich## „Onkel Cornus, das ist ja ganz unmoglich, das kann doch nicht sein!“ Erregte Stimmen, blasse, totenblasse Gesichter. Hilflose Gesten und klopfende Herzen. Cornelius von Holst erhob von neuem die Stimme. (Fortsetzung folgt.) TURN. UND SPORTBEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ D MONTAG, 26. OKTOBER 1936 Die 100 Kilometer in der Weltfalenhalle IIATGR 1ongerer Großes Rennen von Bremer-Markufe— Halfelberg gewinnt das Haupffahren der Amateure R. W. Dortmund, 25. Oktober. Die Mannschaftsrennen nach Art der SechstageRennen erfreuen sich heute außerordentlicher Beliebtheit. Die Westfalenhalle hat in den letzten Jahren wohl kaum bei einer Sportveranstaltung soviel Besucher beherbergt, am gestrigen Sonntag. Das konnte ja auch nicht weiter verwundern denn am Start des rennens waren wohl die besten europäischen Fahrer vereinigt. Kilian=Vopel, die Sechstage=Helden, Schön=Pellenaars und Pijnenburg Slaats, zu denen sich noch die Amerikaner Croß 4ey und Walthour gesellten. Daß sich aber zu dieser Elite auch der Bochumer Bremer mit Markuse im Bunde so glänzend halten würde, konnte man wohl Die ausverkaufte Halle, die polizellich gesperrt werden mußte, wurde von Anfang an in höchster Spannung gehalten. Nachdem Weckerling und Wengler, wovon letzterer die weitaus bessere Leistung zeigte, das Feld einmal durch einen Ausreißversuch beunruhigt hatten, sah man die zwölf Mannschaften in ununterbrochener Folge um die Bahn jagen. Lange Zeit, Schön und Pellenaars allein an der Spitze. Der Holländer zeigte sich zwar nicht so spurtschnell wie der Wiesbadener, dafür war er aber erstaunlich ausdauernd. Waren diese beiden Fahrer sowie Piinenvurg Slaats bei den Ueberrundungen die markantesten Erscheinungen, so wurden diese Mannschaften aber noch in den Schatten gestellt, als Kilian=Vopel zum Angriff übergingen. Es war ein wunderbarer Anblick, wenn Kilian seinen Gegnern einfach davonfuhr, wenn er mit gekrümmtem Katzenbuckel gewaltig ins Pedale trat, sah es oft aus, als ließ er seine Gegner einfach steyen. lian zeigte sich noch erheblich stärker als sein Partner Vopel. Auch Pijnenburg, den wir in der Westfalenhalle als einen der schnellszen, Wanpschgftsiahrer kennen, kam da nicht ganz mit. Daß sich der Bochu: mer Bremer in dieser auserlesenen Gesellschaft mit seinem Partner Markuse so glänzend halten würde, konnte man trotz seiner letzten Erfgige nicht, erwarten. Er lag immer mit im vorderen Fel#= und wahrend der Hälfte des Rennens nur mit einer Runde Ruckstand immer an vierter Stelle. Auch als das Rennen ins entscheidende Stadium kam, als die Sieger zum Generalangriff übergingen, und die Mannschaften Schön Pellenaars und Pijnenburg=Slaats von der Spitze verdrängten, hielten sie ihren guten Platz. Als das Rennen dann zu Ende ging, als die Ueberrundungen aufgehört hatten, da zogen Bremer und Markuse noch einmal unter Aufbietung der letzten Kraftreserven dem Felde davon und eroberten zehn Runden vor Schluß eine ihrer beiden Verlustrunden zurück und konnten sich vor den beiden ausgezeichnet fahrenden Wie glänzend die Fahrweise des Bochumers und seines Partners, der etwas schwächer als Bremer war, schien besagt am besten, daß so staxke, Mannschaften wie Deneef=Debruyker und Govel=Bautz mehrere Runden hinter der Bochum=Gelsenkirchener Mannschaft endeten. 35gntt trab. E. Die Bochumer Fahrer hatten überhaupt große Erfolge zu verzeichnen. Der erste, der sich in die Siegerliste einschrieb, war Hasselberg, der das Hauptfahren, das in sechs Vor= und zwei Zwischenläufen ausgetragen wurde, mit imponierendem Antritt gewinnen konnte. Büdenbender, der im erstez, Vorlguf startet, konnte zwar diesen Lauf gewinnen, schlev aber dann ebenso wie Hoffmann, der im dritten Zweiter wurde im Zwischenlauf aus. Für den Endlauf hatten sich Biermann, Mertens Hasselberg und Krause qualifiziert. Wie schon erwähnt, siegte Hasselberg in überlegenem Stil vor Mertens. Das 30=Runden=Punktefahren holte sich der Bielefelder v. d. Ahé. Der Bochumer Hoffmann spielte hier eine ausgezeichnete Rolle, er sicherte sich zwei Wertungen und blieb nur um zwei Punkte von dem Sieger geschlagen. Die Ergebnisse: Hauptfahren: 1. Hasselberg(Bochum) 200 Meter (12,4), 2. Mertens(Dortmund), 3. Krause(Essen), 4. Biermann(Lünen). Um die Armbinde der Westfalenhalle 1. Diederichs; 2. Kurzawa. 100=Kilometer=Mannschaftsfahren: 1. Kilian=Vopel 11 Punkte, 2 Stunden 37 Sek., eine Runde zurück: 2. Schön=Pellenaars 11., Piinenburg=Slaats 10., 4. Bremer=Markuse, 8.., 5. Großley=Walthour 7., vier Runden zurück: weneefDebruyker 21 P. Merkens Schlug Scherens Lohmanns Pech im Berliner Steherkampf Fast 15000 Zuschauer füllten die Deutschlandhalle bei den Kämpfen um die Großen Preise von Berlin. Mit einer großen Ueberraschung endete das Fliegertreffen, das Olympiasieger Toni Merkens sicher vor Weltmeister Scherens, Richter und Gerardin gewann. Der junge Kölner Fahrer hat damit bewiesen, daß er auch unter den Berufsfahrern unbedingt Beltklasse darstelt, greig van Gaersin ie. brsi Gähute Der Große Steherpreis von Berlin in drei Läufen über insgesamt 75 Kilometer vereinte neben dem französischen Weltmeister Raynaud die drei besten deutschen Dauerfahrer Metze, Lohmann und Stach am Start. Stach fuhr mit seinem Schrittmacher Saldow ein gleichmäßig gutes Rennen und belegte in jedem Lauf hinier Lohmann. Metze und wieder Lohmann den zweiten Platz. Der Bochumer Lohmann hatte im im Lauf zweimal Reifenschaden und verlor dadurch sehr viel an Boden, so daß Stach einen viel bejubelten Sieg vor Metze, Lohmann und dem recht lustlos fahrenden Franzosen Raynaud feiern konnte. Ankurbelung des Straßenrennsports Radsportverbandstag in Hannover Der Deutsche Radfahrerverband hielt ende in Hannover seinen diesjährigen Verbandstag ab, auf dem die Bilanz über das abgelaufene Jahr in geschäftlicher und sportlicher Hinsicht gezogen wurde. Der Sportbetrieb ließ einen klaren Aufstieg auf der ganzen Linie erkennen. 375 offizielle Straßenrennen ohne die Gau= und Bezirksmeisterschaften wurden durchgeführt, und auf 94 Bahnen wurden Rennen veranstaltet, die sich auf 278 Renntage mit mehr als 2000 Rennen verteilten. Unverkennbar war auch die Steigerung im Saalsport, der in Deutschland nicht weniger als 820 offizielle Wettbewerbe mit 3664 Mannschaften und 8983 Einzelfahrern umfaßte,„Im„Wanderfahren ichte,, die Rad=Sternfahrt zu den Olympischen Spiegen—., 1856 land kam hierbei übrigens zum ersten Mase, seizt.g auf der Bahn zu Goldmedaillen— größte unziehungskraft aus. 3000 Wanderfahrer, davon 700 aus dem Auslande, holten sich eine Auszeichnung. Die Vorarbeiten für das sportliche Jahresprogramm sind noch nicht abgeschlossen. Für 1937 ist in Aussicht gestellt, den Versuch einer weiteren Ankurbelung des Straßenrennsports durch zwei bis drei Großveranstaltungen zu unternehmen. Scllahe Fußball im Reich Gau Ostpreußen: VfB. Königsberg— RSV. Heiligenbeil:0. RV. Preußen— Prussia Samland:1. Gau Pommern: VfB. Stettin— Preußen Stettin :1. Polizei Stettin— Stettiner SC.:2. Gau Brandenburg: Berliner SV. 92— Viktorig 89:1. Tennis=Borussia— Bewag:4. Minerva 93 gegen Hertha=BSC.:8. Gau Sachsen: Fortuna Leipzig,# Dresden:2. Tura Leipzig— Polizei Chemnitz:1. Dresdner SC.— SC. Planitz:1. Gau Nordmark: Sperber Hamburg— SV.:13. Eimsbüttel— Rothenburgsort:1. Phönig Lübeck— Holstein Kiel:3. Gau Niedersachsen: Hannover 96— Algermissen :2. Borussia Harburg— Arminia Hannover 2,;.. Gau Südwest: Eintracht Frankfurt— TH.., Fr.1z## furt:2. SV. Saarbrücken— Borussia Neunrirchen :1. SV. Wiesbaden— Sportfr. Saarbrücken:0. Gau Baden: Karlsruher FV.— VfL. Neckaran :1. Freiburger FC.— Germania Brötzingen:., Gau Württemberg: Sportfr. Stutigart— SV. statt:2. Stuttgarter SC.— Union Böckingen:0. BiB, Ingoltadt•1. 1. :1. Bayern München— V/#. Jugelgaht(31. 1. FC. Nürnberg— SpVg. Fürth:0. VfB. Coburg gegen Wacker München:2. FPande Neben den Knappen auch VIB. Leipzig und Schweinfurt im Kampf um den Tichammer-Pokal liegreich— Benrath spielt nur unentschie Der Wettbewerb um den Tschammer=Pokal wird nun bald ausklingen. Am letzten Oktobersonntag sollte alles für das Vorfinale klar sein, aber es kam nicht dazu. Wormatia Worms und der VfL. Benrath spielten trotz Verlängerung in Worms nur:3 und so wird erst in einer Neuauflage die Entscheidung fallen, wer in das Vorfinale einzieht. Westfalens Meister Schalke 04, der FC. 05 Schweinfurt und der VfB. Leipzig ließen sich aber auf ihrem Wege zum„lockenden Ziel" nicht aufhalten und machten sich mit mehr oder weniger klaren Siegen die Bahn frei. Werder Bremen— Schalke 04:5(:). Wormatia Worms— VfL. Benrath:3(:2, SB. Waldhof— FC. 05 Schweinfurt:2(:), VfB. Peine— VfB. Leipzig:4(:). Am 8. November: Wormatia Worms— VfL. Benrath in Düsseldorf. Schalke 04— FC. Schweinfurt 05 in Gelsenkirchen. Das Fachamt Fußball hat das Wiederholungsspiel zwischen Wormatia Worms und dem VfL. Benrath, die im Treffen der vierten Hauptrunde am Sonntag sich in Worms:3 unentschieden trennten für Sonntag, 8. November, nach dem Düsseldorfer Rheinstadion neu angesetzt. Schalke begeistert Werder Bremen— Schalke 04:5(:). Der Niedersachsenmeister hatte sich für die 4. Schlußrunde im Tschammer=Pokalwettbewerb etwas vorgenommen. Ganz Bremen stand hinter ihm, und vor 25.000 begeisterten engeren Landsleuten setzte er sich mit letzter Energie ein. Noch bis zum Wechsel der Seiten lag er mit:1 vorn, und erst im zweiten Akt schossen die Westfalen noch den klaren Sieg heraus. Bremen versuchte, die Westfalen mit deren eigenen Waffen zu bezwingen. Das Spiel der Niedersachsen war ganz nach Schalker Vorbild aufgebaut, aber schließlich verstanden doch die Königsblauen einen Streifen mehr von„ihrem System". Der Exmeister war ohne Urban und Gellesch, die vor etlichen Tagen in Mülheim=Ruhr„unter die Soldaten gingen", zur Breutschen Gau= mer Kampfbahn gekommen. Aber der eingesetzte NachAm 22. November treten die 16 deutschen Sun- wuchs schlug sich unter der Führung eines Fritz Szemannschaften zu ven Vorrundenspielen um den Bundes= pan und Ernst Kuzorra sehr gut. Bremen mußte vekal on. Die Paarngg und Austragugosorte, wur= Edu, Hundt ersetzes, uex vornemich auf Torsiche. den vom Fachamt Fußball nunmehr wie folgt bestimmt: Am gleichen Tage wird in der Glückauf=Kampfbahn in Gelsenkirchen zwischen den Mannschaften von Schalke 04 und dem 1. FC. 05 Schweinfurt das erste Spiel der Vorschlußrunde ausgetragen. Das zweite Vorschlußrundentreffen führt am 22. November auf einem noch zu bestimmenden Platz den Sieger des Düsseldorfer Wiederholungsspiels mit dem VfB. Leipzig zusammen. Das Endspiel kommt am 3. Januar zur Durchführung. Helfen gegen Weitfalen Die Paarungen für die Vorrunde zum Bundespokal am 22. November. Am 22. November treten die 16 veutschen Gaunschaften zu den Vorrundensvielen zm den BundesIm Königsberg: Ostpreußen— Mitte Chemnitz: Sachsen— Bayern In Stettin: Pommern— Brandenburg In Beuthen: Schlesien— Niedersachsen In Wuppertal: Niederrhein— Nordmark In Frankfurt=Main: Südwest— Mittelrhein In Kassel: Hessen— Westfalen In Pforzheim: Baden— Württemberg. Die Ohmpialahne Wra-Verlotel KVET Scherl-Bilderdienst e Siun m, Zofzäimmer deis Lshalskommisars Dr. Lippert in Verliner Ratzutz.in einem laggen lchts, im vorzmmer, ve, Stagpoepen!“ Die Fahne. die mit Erinnerungsvändern, der einzelnen Zinktasten verwahrt. und verivte: bie Limpischen Spiele stattgefunden haben, in vorber mit sde 15 Peier goten mit Halenkrenzen durcsebten Fahnentuch umwigglz, Verelige Hiympischen Spiele, gebracht werden.— Im Bild das Fertigmachen wahrung in der Zinkhülle. Auch das Funkecho des Reichssenders Berlin hielt diesen Augenblick fest. Schalle ließ sio in der vorneymun auf„Torsicherung" hüben und drüben abgestimmten ersten Halbzeit noch etwas Zeit mit dem Toremachen. Obwohl sie gleich mehr vom Spiel hatten, wußte sich Bremen besser durchzusetzen. Schon nach acht Minuten führte Werder durch den rechten Flügelstürmer Ziolkewitz mit:0. Schalkes linker Verteidiger verpaßte den Ball und Ziolkewitz schoß aus spitzem Winkel entschlossen ein. Nach einer halben Stunde hatte aber Schalte das:1. Fritz Szepan täuschte unnachahmlich, Ernst Pörtgen stand richtig, und schon war es geschehen. Und zwei Minuten später(31. Minute) führte Bremen erneut! Auf und davon war der rechte Verbinder Maier, und gegen den Bombenschuß war für Mellage nicht: zu wollen. Im zweiten Akt war Schalke aver nicht mehr zu halten. Aus 18 Meter(Strafstoß, Handspiel), schaffte Szepan das:2, und bei drückender Ueberlegenheit fielen die Tore nun wie reife Früchte. Ernst Kuzorra, Pörtgen und nochmals Kuzorra schossen jetzt die Treffer, die noch an dem klaren Siege fehlten. Bremen war vom Schalker Spiel einmal mehr begeistert — trotzdem das:5 schmerzte. Wormatia Worms— VfL. Benrath:3(:1) Der mit Spannung erwartete Pokalkampf des Südwestmeisters Wormatia Worms gegen den letzten Niederrheinvertreter BfL. Benrath hatte 7000 Zuschauer ins Wormser Stadion gelockt, die einen großen Kampf erlebten. Ein Bombenschuß des Benrather Mittelstürmers Budde führte in der dritten Minute zum:0. In der 39. Minute kam Worms durch den Nationalspieler Fath(Linksaußen) zum Gleichstand, und der gleiche Spieler brachte vier Minuten später seine Mannschaft mit:1 in Front. Benrath hatte den Wind zum Bundesgenossen, lag aber trotzdem bei Halbzeit mit:2 Toren und:3 Ecken im Rückstand. Nach der Pause wurde Worms stark überlegen, aber Benrath kam zunächst durch Hohmann zum Gleichstand. Nach der 15. Ecke glückte Worms durch Lehr das:2. Eine Minute vor Schluß stand es noch:2 und 17:0 Ecken für Worms, da kam Benrath nur Sekunden vor dem Abpfiff durch Budde noch zum Ausgleich. In der Verlängerung war anfänglich Benrath tonangebend, doch die zweite Hälfte gehörte wieder den Wormsern, aber leiner Partei war der Siegestreffer vergönnt. Nur konnte sowohl Worms als auch Benrath noch zwei Ecken erreichen, so daß die Partie mit einem Eckenverhältnis von 19:2 für den Südwestmeister endigte. Bei Benrath war Torwart Klein der weitaus beste Mann. Er hielt tatsächlich auch einige„unmögliche“ Sachen, so daß er mehrfach Sonderbeifall einheimsen konnte. Die Verteidigung Kluck Bünger ergänzte sich ausgezeichnet und hatte einen ihrer besten Tage. Der Sturm in der bekannten Besetzung mit Lenzki Stoffels, Budde Hohmann(Pickartz war äußerst gefährlich. Geburtstag des Reichssportführer: Der Reichssportführer Hans von Tschammen und Osten, wurde am Sonntag, 25. Oktober, 49 Jahre alt. Ihm galten an diesem Tage die Glückwünsche der im Reichsbund für Leibesübungen vereinigten deutschen Turn= und Sportjugend. Seite 8 Nr. 251° Bochumer Anzeiger„ Montag, 26. Oktober 1936 Schwacher Weitialenfturm verlor das Spiel Oftholland-Weitdeutschland 2: 1(:1)— Ein Sieg des holländischen Kampfgciltes Ubg. Enschede, 25. Oktober. (Von unserem nach Holland entsandten Sportschriftsteller.) Wir ließen erwartungsvolle Gesichter zurück, als wir am Sonntag vormittag um 9 Uhr den Mannschaftsomnibus am Rathausplatz in Bochum bestiegen, nahmen aber enttäuschte Mienen wahr, als unsere Expedition am Sonntag abend wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrte. Die Wünsche der Hiergebliebenen:„Bringt einen Sieg aus Enschede mit!“ sind leider nicht in Erfüllung gegangen. Wir brachten eine knappe, aber gerechtfertigte Niederlage mit, die wir nicht mit unglücklichen Umständen entschuldigen und beschönigen wollen. Der ostholländische Fußballverband hat die Gesamtbilanz des traditionsreichen Fußball=Repräsentativspiels Westdeutschland— Osthol= land durch einen siebten Sieg etwas freundlicher gestalten können. Die unter dem leider notwendigen Verzicht auf die Schalker Spieler aufgestellte Westfalenmannschaft war im Sturm nicht hart und erfahren genug, um den gefürchteten Kampfgeist der Holländer lahmzulegen. „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben", meinte Gauamtmann Becker, als wir uns über den nach den letzten Regentagen doppelt freundlich scheinenden Sonntagmorgen freuten. Man soll wirklich nicht, denn schon bei der Ankunft in Enschede baumelten Regenfäden vom Himmel, und so blieb es dann stundenlang, aber gerade mit dem Augenblick, als das Spiel zu Ende war, fiel kein Tropfen mehr aus dem grauen Himmel. Man soll sich der weisheitsvollen Volkssprichwörter auch im Sport erinnern, denn auch der 26. Fußballkampf Westdeutschland— Ostholland begann bei heiterem(Sport=)Himmel, um mit einem Tief zu enden. Nach einem verheißungsvollen Start der Westfalenmannschaft triumphierte schließlich dennoch das einfache und draufgängerische, auf verzwickte taktische und technische Ueberlegungen großzügig verzichtende Spiel der holländischen Gastgeber. Aber wir brauchen deswegen keine Asche auf unser Haupt zu streuen. Diese Niederlage, die unsere junge Mannschaft mit nach Hause nehmen mußte, ist keine vernichtende Schlappe gewesen, sie hinterläßt nicht den leisesten Schatten auf der fußballsportlichen Ehre unserer jungen, tapferen Auswahl. Unsere Mannschaft hat rittterlich gekämpft bis zum letzten Augenblick, und damit dem Sinn dieser Spiele, eine alte Sportfreundschaft zu pflegen, auf das beste und nachhaltigste gedient. Wir behalten diese Fahrt, auch wenn sie uns nicht zu einem sportlich besonders markanten Ereignis führte, dennoch in angenehmster Erinnerung. Der „Fahrerwechsel“ beim Grenzübertritt in Gronau, die herzliche Begrüßung durch den ostholländischen Fußballverband im Hotel De Graaf und Festbankett und Abschluß in der„Sozietät", bei dem Rechtsanwalt Jersch für die herzlichen Worte seines beruflichen und sportlichen„Amtsbruders" Lothar Engelbert und des Verbandsführers von Heekstark dankte, werden sobald nicht aus dem Gedächtnis schwinden. „Wir sind heute ein Vierteljahrhundert verheiratet", sagte Lothar Engelbert,„und wir hoffen, daß wir in gleicher Eintracht auch das goldene Ehejubiläum feiern können.“ Wie wertvoll den Holländern dieser Kampf ist, geht schon aus der Tatsache hervor, daß der 20000 Zuschauer fassende Platz des SC. Enschede von über 10 000 Zuschauern besucht war, unter denen das kleine Trüpplein westfälischer Schlachtenbummler vollständig verschwand. Beide Mannschaften traten in vorgesehener Aufstellung an: Ostholland: Halle Weber Goldewijn Entses„Freeze"„. Roelofs Nagels Bennink Schuyt Heetjans Gerritsen Gockel Sylla Philipp, Zeidler Annanias (Tus.(SV. Rott=(Germania(32V.(TuS. Bochum) hausen) Bochum) Werne) Bochum) Andreas Przetak„Piotrowiki (Germania Boch.)(SV. Höntrop)(Gelsenguß Gelsenk.) van Haaren,. Krüger (Westfalia Herne) Westfalen: Stein (SV. Höntrop) Herzlich war der Empfang unserer von Przetak angeführten Mannschaft. Nach dem Deutschlandlied und der Holländischen Nationalhymne durfte Spielführer Przetak zunächst noch einen prächtigen Blumenstrauß als Geschenk entgegennehmen Dann beginnt das Spiel mit einem holländischen Angriff, der aber von unserem Mittelläufer abgefangen wird. Unser rechter Flügel Annanias— Zeidler kommt mit schönen Zickzack=Kombinationen vor das holländische Tor, doch schon jetzt beweist Weber, der oft erprobte holländische Verteidiger, seine große Klasse. Einen kleinen Vorgeschmack von der gefürchteten holländischen Fußballleidenschaft der Zuschauer erhalten wir, als zum ersten Male nach wenigen Minuten der holländische Rechtsaußen Nagel, der Enscheder Lokalmatador, vorstößt. „Hepp— hepp— Holland!“ brüllen die Zuschauer wie ein Mann. Mittlerweile wird durch den Regen die an sich sehr gute Grasnarbe immer schlüpfriger. Allmählich legt unsere Hintermannschaft unter der Führung des ausgezeichneten Mittelläufers Przetak ihre anfängliche Unsicherheit ab. Die Gastgeber zeigen das für den holländischen Fußball typische auf Einzelleistungen mit raschen Durchbrüchen abgestellte Stürmerspiel, aber es ist unbestreitbar, daß unsere Mannschaft das technisch und taktisch gekonntere Spiel vorführt. Ganz ausgezeichnet ist unsere Läuferreihe, in der der Bochumer Andreas mit der Bewachung des gefährlichen Außen Nagels gut fertig wird und immer wieder den Sturm mit blendenden Vorlagen ins Gefecht schickt. Unsere Ueberlegenheit drückt sich zunächst in zwei Ecken aus, bis in der 23. Minute nach einer Flanke von Annanias das verdiente westdeutsche Führungstor fällt. Philipp hatte zunächst einen Verteidiger angeschossen, der Ball kam zu Gockel, der erneut eine Flanke hereingibt, die Philipp elegant ins holländische Tor weiterleitet. Mitten in die deutsche Ueberlegenheit fällt in der 30. Minute aus einem überraschenden Vorstoß der Ausgleich für Holland. Nagels ist gut durchgekommen flankt weit nach links herüber, bekommt den Ball wieder zurück und mit einer prachtvollen Einzelleistung schafft er den Ausgleich. Nun ist Holland obenauf. Der plötzliche Energieaufwand der Mannschaft entsprang einem unvergleichlichen Anfeuerungsorkan der Zuschauer, die wie auf ein geheimes Kommando aufsprangen und losschrien. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel naht für uns das Verhängnis. Heetjans nimmt ein Zuspiel von Nagels auf, steht plötzlich ganz frei. vergeblich läuft Stein aus dem Kasten... :1 für Ostholland. Kein Tor in der zweiten Halbzeit Mit der vierten, fünften und sechsten Ecke für Holland beginnt die zweite Halbzeit in der man vergeblich darauf wartet, daß der westfälische Sturm zu der Form der ersten 30 Minuten zurückfinden möge. Es gibt eine Reihe brenzliger Situationen vor unserem Tor, u. a. rutscht der holländische Halblinke Heetjans zu unserem Glück ausgerechnet in dem Augenblick aus, als er den Ball ins leere Tor schieben will. Unser Sturm, besonders der mit Vorschußlorbeeren bedachte Rotthauser Sylla, hat sich mehr und mehr zurückgezogen und fällt immer wieder auf die außerordentlich geschickt gehandhabte Abseitsfalle der ostholländischen Abwehr= routniers herein. Da auch der holländische Sturm nachläßt, wird das Spiel immer mehr zu einem Kampf zweier Hintermannschaften. Nach der sechsten westfälischen Ecke setzt eine starke Drangperiode der Holländer ein, die aber dank der aufopfernden Abwehrarbeit unserer Hintermannschaft, in der sich immer wieder Przetak hervortut, ergebnislos verläuft. In den letzten Minuten gibt es noch einmal einen verzweifelten Ansturm der westfälischen Mannschaft; es klappt aber nicht mehr... Unser Sturm zu schwach In einer kritischen Gesamtbetrachtung des Spiels muß diese Feststellung an die Spitze gesetzt werden. In ihr liegt die Ursache unserer Niederlage. Schien es in den ersten 30 Minuten so, als ob das systemvollere Spiel unserer Mannschaft den Kampfgeist der Holländer abdrosseln würde, so belehrten uns die Gastgeber im Verlauf des Kampfes eines schlechteren. Das holländische Schlußdreieck wurde immer sicherer, als es die Unsicherheit unseres Angriffs erkannt hatte, der in der zweiten Halbzeit recht bereitwillig immer wieder in die Abseitsfalle der erprobten internationalen holländischen Deckung hineinlief. In unserem Sturm war Sylla die größte Enttäuschung; der Spieler, der die gefährlichste Waffe des SV. Rotthausen ist, kam über einige gelungene Tricks nicht hinaus. Weit besser war der Werner Zeidler, wenn ihm auch noch die Erfahrung abgeht. Annanias hatte lediglich in der zweiten Halbzeit einige gute Flankenläufe, während Gockel, sein Vereinskamerad, eine bessere Note verdient hat. Philipp war der einzige, der als Torschütze in Erscheinung trat, aber es fehlte ihm, der nie ein großer Aufbauspieler war, an den Vorlagen. Er schoß viel, aber zu hastig und aus zu weiter Entfernung. Dieser schwachen Gesamtleistung des Sturmes steht die gute Arbeit der Hintermannschaft gegenüber. Bester Spieler war Przetak, neben ihm sehr gut Andreas, etwas schwächer Piotrowski. In der zweiten zeit lief auch Stein zu überragender Form auf. Die Verteidiger Krüger[van Haarem befriedigten. In der holländischen Mannschaft zeichnete sich neben der sieg. Der zweite Kampf im Leichtgewicht sah über acht Runden Bilski(Solingen) und Klockhaus(Krefeld) im Ring. Der Solinger landete einen glatten Punktsieg. Der Münchener Kurt Haymann war nicht zur Stelle, für ihn sprang der Berliner Willi Pürsch gegen Rinaldo(Paris) ein. Pürsch kam zum Schluß mächtig auf und erhielt vom Kampfgericht ein verdientes Unentschieden zugesprochen. Im zweiten Schwergewichtskampf traf der Krefelder Jakob Schönrath auf den Italiener Primo Bassi. Bassi wurde hoher Punktsieger. Den Schlußkampf bestritten List [Zwickau) und Schäfer(Dortmund). Der routiniertere Dortmunder Fliegengewichtler konnte nach schönem Kampf den Breslauer verdient nach Punkten schlagen. Tatzko Itößt deutschen Rekord Im Rahmen eines Gewichtheber=Freundschaftskampfes zwischen Borussia Köln und Germania Elberfeld, den die Borussen zu Hause mit 3285:3225 für sich entschieden, konnte der Elberfelder Leichtgewichtler Karl Tatzko einen neuen deutschen Rekord im rechtsarmigen Stoßen aufstellen. Der Elberfelder brachte 204 Pfund(wie das amtliche Nachwiegen ergab) einwandfrei hoch und hatte damit den alten Rekord des Frankfurters Mühlberger um 2 Kilogramm überboten. 20000 sahen Richard Hofmann Das Wiederauftreten stürmisch gefeiert Man kann scha sagen, daß das Wiederauftreten Richard Hofmanns, unseres schußgewaltigsten Nationalspielers, für Dresden ein Fest gewesen ist. Im Meisterschaftstreffen zwischen dem Dresdner SC. und dem SC. Planitz zeigte sich Richard Hofmann nach längerer Pause erstmals wieder. Beim Betreten des Platzes wurde Hofmann stürmisch gefeiert und konnte beweisen, daß er zwar seine alte Form noch nicht wieder erreicht hat, aber doch eine wesentliche Verstärkung für den DSC. bildet. Aber auch Richard lofmann konnte nicht verhindern, daß der Tabellenführer Planitz die Dresdener, wenn auch knapp, so doch sicher mit:0 schlug. Hintermannschaft Halle, Weber und Koldewijn Nagels(erste Halbzeit) und Gerritsen (zweite Halbzeit) aus. Die Sachsenelf gegen Weitfalen Die sächsische Mannschaft, die am 1. November in Chemnitz gegen den Gau Westfalen spielt, wird voraussichtlich folgendes Aussehen haben: Kreß(DSC.); Kreisch(DSC.), Brembach(Tura Leipzig); Seltmann (SC. Planitz), Miller(SC. Planitz), Rose(SpVg. Leipzig): Than(Guts Muths Dresden), Helmchen (Pol. Chemnitz), Hänel(BC. Hartha), Munkelt(Pol. Chemnitz), Kund(DSC.).— Das für den gleichen Tag geplante Spiel einer sächsischen Gauelf gegen Danzig wurde von Danzig abgesagt. Sorgen trotz Sieg Italien besiegt die Schweiz nach Kampf Im Mailänder Fußball=Stadion San Siro spielte am Sonntag vor nur 30 000 Zuschauern die italienische Nationalmannschaft gegen die Schweiz und konnte mit :2(:1) siegreich bleiben. Der Kampf war für Italien besonders wichtig, weil die Azurris am 15. November auf dem Reichssportfeld in Berlin die deutsche Fußball=Nationalmannschaft zum Gegner haben werden. Ganz zufrieden dürfte mit dieser Prüfung Vittoria Pozzo nicht gewesen sein, denn die Elf des Weltmeisters und des Olympiasiegers zeigte mitunter recht große Schwächen, und der Sieg war etwas mit Glück begünstigt. Besonders die beiden Verteidiger Monzeglio und Allemandi waren zum Schluß sehr unsicher, während der Sturm tadellos spielte und in der Läuferreihe der Mittelläufer Andreolo der beste Spieler war. Der Kampf war äußerst schnell und die Italiener waren besonders vor der Pause im Tempo besser als die Schweizer, deren Schlußangriff aber sehr überzeugend war. Der italienische Torwart Amoretti zeigte einige Schwächen, die erwarten lassen, daß er kaum für Berlin berücksichtigt werden wird. Das Innentrio Meazza— Piola— Ferrari brachte dann den italienischen Sturm in Schwung. Schiedsrichter war Dr. Peco Bauwens(Köln), der in seiner bekannten großzügigen Art leitete und sich glänzend durchsetzte. Jakob Schönrath verlor Berufsboxkämpfe in der Halle Münsterland In der Halle Münsterland zu Münster kamen am Samstag abend nach langer Pause wieder Berufsboxkämpfe zur Abwicklung. Im ersten Kampf standen sich im Mittelgewicht König(Lüdenscheid) und Cunow (Hamburg) gegenüber. Der Westfale war seinem Gegner technisch überlegen und erhielt einen verdienten PunktWeltmeilterschaft Witt-Roth verlegt Aber nur um 24 Stunden Die Berliner Berufsboxkämpfe am 28. Oktober im Sportpalast mit der Halbschwergewichts=Meisterschaft zwischen dem Titelverteidiger Gustave Roth(Belgien) und dem Deutschen Meister Adolf Witt im Mittelpunkt wurde aus zwingenden Gründen um 24 Stunden verlegt. Die Veranstaltung findet nunmehr am 29. Oktober an gleicher Stelle statt. Tus. schlägt Linden Handball im Kreis Bochum Die Spiele der Bezirksklasse brachten eine Ueberraschung; denn der klare Sieg der TuS=Mannschaft in Linden kam nach den bisherigen Leistungen beider Mannschaften unerwartet. Westfalia Bochum blieb weiterhin ohne Sieg: wieder mußte er sich knapp geschlagen bekennen. Das Wanner Lokaltreffen sah Tus. Holsterhausen gegen den vorjährigen Bezirksmeister knapp in Front. Westfalia Bochum— TB. Eickel:5 MBV. Linden— TuS. Bochum:7 TuS. Holsterhausen— SpBgg. Röhlinghausen:6 Die Tabelle MBV. Linden— TuS. Bochum:7(:5) Dieses Spiel endete mit einem klaren verdienten Sieg der Bochumer. Mit Rückenwind spielend, zeigten die TuS.=Leute im Angriff ein durchschlagkräftiges Spiel. Bei besserem Zusammenspiel und größerer Schnelligkeit im Vortragen der Angriffe würde die TuS.=Mannschaft einen weit gefährlicheren Gegner abgeben. Durch zwei grobe Deckungsfehler des rechten Läufers der Gäste kamen die Lindener schnell zu einer:=Führung. Doch setzte sich dann das entschlossenere Angriffsspiel der Bochumer durch, die bis zur Pause mit fünf Gegentoren eine klare Führung hatten. Nach der Pause hatte Linden mit Wind zwar mehr vom Spiel, aber beide Parteien erzielten noch je zwei Tore. C Sport-Ralemder SV.„Blau Weiß" Vochum Heute abend findet nach dem Schwimmen um.30 Uhr eine außerordentliche Monatsversammlung im„Bochumer Hof“ statt. Wreih." 4— Ardeh-Kreiskiahen Die Tabellenführer Longendreer 07 und Langendreerholz geschlagen So hell der Sonntag begann, so trübe war er wieder, als die Spiele ihren Anfang nehmen sollten. Und um das Maß vollzumachen, regnete es dann wie aus Kübeln. Das war das richtige Wetter, um die Favoriten aus dem Sattel zu werfen, und eine ganz erkleckliche Anzahl blieb auf der Strecke. In der Gruppe 4 der ersten Kreisklasse ging es noch einigermaßen glimpflich ab, wenn auch hier die Niederlage der Wanner Preußen im Lokalkampf gegen Wanne 11 besonders überraschte. Wanne 11 hat sich durch diesen Sieg wieder etwas Respekt verschafft und vor allen Dingen vom Ende der Tabelle weggerettet. Ueberraschend kommt auch der Punktverlust von Teutonia Riemke gegen Fortung Herne, desgleichen die Punkteteilung zwischen SpuSp. Gerthe und SV. Holsterhausen. Germania Herne blieb erwartungsgemäß klarer Sieger über VfB. Gerthe. Die Ergebnisse: Teutonia Riemke— Fortuna Herne:1 Spu Sp. Gerthe— SV. Holsterhausen:1 Germania Herne— VfB. Gerthe:1 Preußen Wanne— Wanne 11:2 Herne=Süd— Reichsbahn Wanne ausgef. Die Tabelle: Germania Herne 7 6 Teutonia Riemke 7 4 Spu Sp. Gerthe 8 4 Reichsbahn, Wanne 5 4— Preußen Wanne 6 4— 2 Herne=Süd 6 3 1 2 Rasensport Herne 7 3 1 3 Fortuna Herne 6 2 2 2 — 1 2 1 1 3 — 1 24:6 12:2 12:9 10:4 23:21:7 19•8•2 12:8•4 10:10:5 12:10•7 :13:6 Um so größer war die Zahl der Favoritenstürze in der Gruppe B. Nicht nur der Tabellenführer Langendreer 07 mußte seine erste Niederlage im Kampf gegen Union Günnigfeld hinnehmen, auch der Tabellenzweite mußte Federn lassen. SC. Altenbochum trennte sich von den Bochumer Polizisten nach Punkteteilung. Um aber das Maß vollzumachen, verlor der Tabellendritte Bochum=West gegen den Tabellenletzten Reichsbahn Bochum überraschend hoch. Und noch ein Ergebnis läßt aufhorchen: Langendreer 04 schlug Concordia Bochum recht unsanft. Westfalia Weitmar schlug Rasensport Bochum und Stiepel 04 TuS 26 Altenbochum, wodurch die Tabelle ein völlig verändertes Gesicht bekommen hat. Die Ergebnisse: Polizei Bochum— SC. Altenbochum:3 Reichsbahn Bochum— Bochum=West:1 Stiepel 04— TuS. 26 Altenbochum:2 Union Günnigfeld— Langendreer 07:1 Langendreer 04— Concordia Bochum:1 Westfalia Weitmar— Rasensport Bochum:1 Bochum=West 7 Concordia Bochum 6 Westfalia Weitmar 7 Rasensport Bochum 7 Langendreer 04 7 Reichsbahn Bochum 7 Tus 26 Altenboch. 6 2. Kreisklaffe In der Gruppe A kamen von den vier Spielen nur drei zur Durchführung. Die Begegnung Hansa Herne— BV. Gerthe=Hiltrop wurde beim Stande von:0 recht bald wegen schlechten Wetters abgebrochen. Knapp war der Sieg des Tabellenführers über Carolinenglück, wodurch die Herner ungeschlagen allein auf weiter Flur stehen. Constantin Bochum teilte sich die Punkte mit Rasensport Wanne in einem torlosen Kampf. Stark nach vorn drängt Schwarz=Weiß Herne, das sich durch den Sieg über Fortuna Wanne den dritten Tabellenplatz hinter Carolinenglück erkämpft hat. Die Ergebnisse: Schwarz=Weiß Herne— Fortuna Wanne:2 Hansa Herne— BV. Gerthe=Hiltrop:0(abgebr.) Constantin Bochum— Rasensport Wanne:0 Carolinenglück— Viktoria Herne:2 Die Tabelle Quexenburg die Tabellenführung ein die WattenscheidDie Tabelle: Langendreer 07 7 SC. Altenbochum 7 Union Günnigfeld 7 Polizei Bochum 8 dem bertr giesg idhere Sük Bahen veiter nach oren gearbeitet und liegt nun schon an der fünften Stelle. Abgebrochen wurde das Spiel Fortuna Bochum— LFC. Laer, und knapp war der Sieg von DSC. 81 Bochum über Laer 87. Damit hat der vorjährige Gruppensieger der dritten Kreisklasse in der neuen Saison die ersten Punkte erobert. Die Ergebnisse: Germania Querenburg— Wattenscheid=Ost:3 Preußen 11 Bochum— Langendreerholz:0 Fortuna Bochum— LFC. Laer:6(abgebr.) Laer 87—DSC. 31 Bochum:2 Werne 19— SuT. Harpen:0 Die Tabelle 6— 1 4 2 1 4 1 2 5— 3 20:10 12:2 25:9 10:4 •7:5 20:11:7 Recht lustig ging es dann in der Gruppe B zu. Der Tabellenführer Langendreerholz holte sich eine nette Abfuhr von Preußen 11 Bochum und büßte durch den knappen Sieg von Waitenscheid=Ost über Germania Wattenscheid=Ost Preußen 11 Bochum Langendreerholz Germania Querenburg Werne 19 Germania Kaltehardt Wattenscheid 19 LFC. Laer Fortuna Bochum SuT. Harpen DSC. 31 Bochum Laer 87 3. Kreisklaffe In der dritten Kreisklasse fiel das Spiel Kortum Bochum gegen Hannibal aus. Bruchstraße Langendreer spielte gegen Postsport Wanne und siegte klar. Borussia Bochum mußte sich nach torreichem Kampf TuS. Engelsburg beugen. Die Ergebnisse: Borussia Bochum— Tus. Engelsburg:4 Teutonia Stiepel— Herne 16:1 Bruchstraße Langendreer— Postsport Wanne:1 Seite 9 Nr. 251 7 Bochumer Anzeiger„ Montag, 26. Oktober 1936 Debirkeng Preußen und Weltfalia geschlagen— FC. Schwelm wieder an der Spitze ider frühere Ehrenfelder Läufer Schmidt. Nun hat auch die Bochumer Bezirksligagruppe ihre Sensation. Die Tabellenführung hat wieder der Südwestfalenvertreter FC. Schwelm überngmgg, Scpzez: der Westfalia Bochum einwandfrei schlagen konnte, und Tabelenfuhgt pureuhe; Topelenrährung sie verloren verloren nicht nur die Tabeuenführung, sie verloren ihren besten Außenläufer Witting schon nach 20 Minuten durch Verletzung. Eine famose Figur machte SC. Dahlhausen in Schwelm, wo er nur ganz knapp unterlag. Den Kampf der beiden Südwestfalenvertreter Sportring Gevelsberg— Tura Altenvoerde gewannen die Gäste infolge ihrer geschlosseneren Leistung über die ersatzgeschwächten Gevelsberger. Die einzige Mannschaft, die noch ungeschlagen ist, ist der Neuling VfB. Börnig, der relativ am besten dasteht. Aufgekommen ist auch der MBV. Linden, der sich bis auf den fünften Platz vorgearbeitet hat, ebenso die T6. Bochum=Ehrenfeld, die trotz starker Exsatzeinstel: lungen den nicht, schlechten„Wittenern einen## nahm und nun stark vom Tavellenende fortstreot. Die Ergebnisse: TG. Bochum=Ehrenfeld— Witten 92:2 Wattenscheid 09/30— Preußen 07 MBV. Linden— Westfalia Bochum:0 FC. Schwelm— SC. Dahlhausen:2 Sportring Gevelsberg— Tura Altenvoerde:3 Die Tabelle: FC. Schwelm Preußen 07 Bochum VfB. Börnig Westfalia Bochum MBV. Linden Witten 92 Wattenscheid 09180 TG. Bochum=Ehrenfeld Tura Altenvoerde STV. Werne SC. Dahlhausen Sportring Gevelsberg wachtsg bos,.Ie koninte in dieser Drananerigde auch das Dar'IZalblin ie Hielser Drangperiode auch das Gauliga: Schalke 04— Erle 08„, G Borussia Dortmund— Tus. Bochum SV. Höntrop— Hüsten 09 Bezirksliga: Westfalia Bochum— Sportring Gevelsberg Tura Altenvoerde— Wattenscheid 09/30 Witten 92— FC. Schwelm STV. Werne— TG. Bochum=Ehrenfeld Einden Mrkenses-Phäher für Weinand Die„Ruhrhufaren“ schlugen Weitfalia Bochum:0(:0) “ Eherraschenden schumer zuzuschreiben. Daß sie dabei aber alle Die Pferdesvortfreunde haben bgport ezur Hand: in die Fußballsprache übernehmen, denn er könnte oft lange Ausführungen überflüssig machen. Nach den letzErgebnissen der beiden Gegner MBV. Linden und Westfalia Bochum(:=Sieg der Westfalen über den Tabellenzweiten FC. Schwelm und mageres:=Unent schieden des MBV. gegen Altenvoerde) hatte man mit einiger Berechtigung erwarten können, daß die Westfalen endlich mal mit der Tradition brechen würden, von Linden nur Verlustpunkte mit heimzubringen. kopf“. Die„Ruhrhusaren" hatten die weitaus bessere Mannschaft zur Stelle, waren schnell und anles deutlich im Vorteil. Ihre Ueberlegenbeit war aber sicht zuletzt auch eine Folge der besseren Anvassung an günstiger auswirken. Zu den für heffere Seteppermäögen der Lindener, die in der ganzen ersten Halbzeit schon Hälfte, als man allgemein schon mit. ung awte Argaich vorn so doih der Möek=Sturm inimer es den Westfalen, die bes, Haß I. eioriog in die Bahdener Tor durch Handspiel auf der Linie verbütete. Den kam Linden Fust, ent, arveni, unhaltbarem Schuß veraus kurzer Entfernung mir Unhaltbarem Schun der, chumer zuguschreiben.„Daß sie dabei aber alle Vorsicht außer acht ließen und ihre Verteidiger fast auf der Mittellinie postierten, war ein taktischer Fehler, der sich drei Minuten vor Schluß bitter rächen sollte. [Streczelewski fand ein Loch, schlüpfte wie ein Wiesel hinourch und feuerte einen seiner bekannten Wiesel hindurch und feuerte einen seiner be Kernschüsse ab, gegen den Wierzviai machtlos war. Damit war Preußens Schicksal besiegelt und die erste Niederlage der Saison fällig. Verpaßte Siegmöglichkeit TG. Bochum=Ehrenfeld— Witten 92:2(:2) Die Ehrenfelder hätten dieses Spiel gewinnen müssen, denn sie zeigten die bessere Gesamtleistung. Aber wie schon in so manchem Spiel während dieser Saison, der Sturm wieder einmal im gegnerischen woir ente Andesehzue Vie schsche Herilserser heasbe spielte für den seiner des echteo hen Foschenspurt von Mitten wurde recht bald wieder abgeblasen, da die Ehrenfelder in den letzten zwanzig Minuten mit aber an Auslassen von totschere gase ghugrger Phrfitese stebend, wurde der Ball noch über die Latte gehoben. Gute Leiltung trotz Niederlage FC. Schwelm— SC. Dahlhausen:2(:1) in Führung. Kurze Zeit später buchte Schwelms Reckts, Flügelspiel leicte Vortelle, Witzes grächte erzgehehns Pauie einrganten Fampfhandlungen geladenen Kampf. Die Schwelmer hatten jetzt mehr vom Spiel, aber Dahleshe belit c cehses chete. ece berg bald wieder zu den ernstzunehmenden Mannschafsichten auf den Meistertitel haben. Natürlich war auch Hedy Stenuf beste Klasse. Gut gefiel auch die erst siebeneinhalbjährige, Wienerin Eva Pawlik4##### und Ulrich Kuhn zeigten ebenfalls verbesertes Können. Die reitlichen Pokallpiele SV. Waldhof— Schweinfurt 05:2(:2) Der FC. Schweinfurt 05 hat einen neuen Beweis seiner augenblicklichen Spielstärke geliefert. Bei meist verteiltem Spiel ging Schweinfurt in der 30. als es eine Zeitlang sehr offensiv spielte, durch Eige in Führung. Kitzinger gab einen Strafstoß vor das Tor der Ball prallte am Fuß des MannTor. Schon kurz darauf glich Waldhof durch den ührung,„Mobei, bieb Rosenbauer erneut die Führung.„Dabei blieb es auch während der zweiten Halbzeu, denn bei der Aufmerksamkeit beider Hintermannschaften ergaben sich nur wenige Torchancen. BfB. Peine—BfB. Leipzig:4(:1) Trotz aller Anstrengungen und einer guten schnittsleistung konnte der Niedersachsenvertreter eine Niederlage nicht abwenden. Die Leipziger Bewegungsspieler waren mit ihren schnellen Flügelstürmern Brei denbach und Schön sehr gefährlich, die immer wieder die Deckung des Gastgebers durcheinander brachten. Der Beginn war für Peine recht vielversprechend, — seinam, der zum Arbeisbdlentk elielagen ser warse, Burch den Selub, In. Betier u Hen Lensizanchnenden MannschafGruppe zählen. Legge wurde Dritter Waldlaufmeisterschaften des Gaues Weltfalen In den Fredenbaumer Waldungen bei Dortmund der Gau Westfalen seine diesjährigen WaldlaufSauptlasse ging der Hamper Ezeg. in der Mannschastorgriere bergetzige die, Belesebder aeschte ese e e sc ce ses chescbe de chesecheseäese seäe 7G) die bekanntesten westfälschen Laxechtrackeife ndeh Meter hatte sich Kelm mit picht miehrrabzugeben. ersten Runde von 5000 Meter hatte Kelm Hälfte der Strecse Hseze-=Peihenfalge änderte sich auch laufenden„weiten Tei der Strecle nicht mehr obwohi Jeage immer wieder Ferigeif, Ve, Blöchamers absgel, während auf der anderen“glagen konnte. Der Gaufachamtsleiter Schloßmacher 4ds Sach zacge u duer wusden Gopg,, ote Keraud), hante Grund, Izlbeisges der Geriäacht Preußens erlte Niederlage Wattenscheid 09/30— Preußen Bochum:0(:0) Wbif Beig zu augstung zeg Preufens Pattenscheio, um auch bier die beiehen, Aber mit des den spielstaxren Gegner siegen zu sehen. Aber mit des Geschickes„Mächten ist kein ewiger Buno zu slechten. Mit dem Anpfiff begann es zu löste den anderen ab, wodurch natürlischatie, S,=Preggen Mit großer Erwartung zog Preußens Anhang Pattenscheio, um auch bier v. zu.hen. Aber mit des spielstaxten Gegner siegen zu sehen. Aber mit des lächten in tein ewiger Sunte gegerschaue, Pe konnte nicht sein zügiges Aufbauspiel pflegen und sich auf den kurzen Paß beschränken, was der Mannschaft an sich nicht lag. Zudem wollte es das Pech, daß Preußens beste Kraft, der rechte Läufer Wittig, schon zehn Minuten nach Beginn infolge einer Verletzung ausscheiden mußte, was natürlich nicht ohne moralischen Rückschlag auf die Mannschaft blieb. Es kam noch hinzu, daß drei Minuten nach dem Anstoß Preußens Torwart Wier)b(He perr Halbfinhen ins haltenen Weitschuß des Wattenscheider Halblinutra ins eigene Tor lenkte. Umsonst waren die Bemühungen der Preußen, mit zehn Mann in beg, Hane, S8o peft das verlorene Terrain aufzuhglen. Bedauz,#er, daß die Preußen ihre Schußstiefel zu Hause gelassen hatten, denn bei einigermaßen Ueberlegung hätte das eine oder andere Tor fallen müssen. Wattenscheid suchte auf diesem billigen Erfolg weiter aufzubauen, aber Preußens Hintermannschaft, in der der gezogene Glatz I eine gute Figur machte, vezeitelte die durchbruchartigen Angriffe, die von grobez.pzzng, lichkeit waren. Wenn trotz der unglücklichen umnunde die Preußen nach der Pause das Spiel völlig in der Hand hatten und ihren Gegner zeitweilig deklassierten, so ist das nur dem unverzagten Kampfeseifer der BoErgebnisse: Hanptklasse, 10 Kllometer: 1. Beinti ugeny Sg g Pag.) 92.20 Minuten, 2. Bui zg LHro Hegtärk,(BfL. Dortmund). 5. Fischer(TusS. Werne). 1 Bielefelder TG. 9., 2. Edelstablwerke Dortmund 29 P.— Offene Klasse, 5 Kilometer: 1. Bachstein(Hösch rimund) 16 Min., 2. Werner(TuS. Bochum) 16 Min.— Jugendklasse, 3 Kilometer: 1. Fechner(BfL. Dortmund). Deutsche Motoriportsicge Die deutschen Fahrer, die der Einladung des Königlich=Ungarischen Automobil=Klubs gefolgt waren schon beim Goyner=Rekordtag so ausgezeichnet abgeschnitten hatten, erzielten beim abschließe hotterberg=Rennen Siege über Siege. Eine große schauermenge hatte sich längs der Rennstrecke eingefunden, die sich in den Budapest umschließenden Bergen befindet. Sie ist 3828 Meter lang und weist eine durchPeter— es war kahl und wisestig, sahren sperden günstig, so daß ausgezeichnete Zeiten Die deutsche NSU verhalf dem Oesterreicheer Basch in:57,80 zum Sieg in der 350=ccm=Klasse. In Alch sge heseeeeiche s :01,23 die beste Zeit seiner Kategorie. Minden überlegen Handball=Meisterschaftsspiele im Gau Westfalen Das Meisterschaftsprogramm der westfälischen Handballer wurde mit vier Begegnungen fortgesetzt und brachte zwei überraschende Ergebnisse. Wie sie spielten: Eintracht Dortmund— Hindenburg Minden:15(:4) DSC. Hagen— MSV. Münster 11:3(:2) Westfalia Somborn— FC. Schalke 04:4(:3) Jahn Werdohl—. TV. Spenge 11:5(:). Exzellenz Lewald in Bralilien Das planmäßig am Samstag in Rio eintreffende Luftschiff„Hindenburg" brachte unter den 54 gästen auch den Präsidenten des Organisationskomitees für die XI. Olympiade, Exzellenz Lewald, wohlbehalten nach der brasilianischen Hauptstadt. Zahlreiche, Vertreter des Außenministeriums, des brasilianischen Otyn. Ausschusses und der deutschen Gesandtschaft bießen ExTE Abenskautelwwörlt Kauft Adse der Roichslottolle für Arbeitsbeschaffunng GRBTSRGEWINNE UNO BOPRRAEER Ku.e 00.0 0 0. denn durch einen Fehler des Verteidigers Dobermann zweite Halbzeit gehörte den Sachsen, die bald ducch Max im Anschluß an eine Ecke gleichgezogen. folg resultierte aus einem Eigentor und schließlich kam Peine gegen die zum Schluß zurückhaltend spielenden Leipziger noch zu einem zweiten Gegentor. Berlin in Erwartung Italiens Fußballelf steht Peaiand, egegen die Echweiz am kommenden Sonntag 525.H vorgenommene Autteszeng later:. Die im Auschluß vorgenommene aufstellung lautet: Amoretti (Juventus Turin) Monzeglio„Allemandi (AS. Rom) Won(ziegr Bolognad seobi(u8=Fucca) Gi8 Triesn)(Amdrosanag)(Cazioskom)scrusrosienehche Triest (Mailand)(Mailand) nossen Olympiastadion mit wenigen Aenderungen antreten. Länderkampf der Berufsboxer Deutschland— Frankreich in Paris und Berlin Der erste Box=Länderkampf der Berufsboxer von eiun Geneb u Cueug be, bneuen hungdhn, helger„ien ansgeashist Ge selez ar Sleiheleue. kehrt in, beiden, Städten. statt. gegräigen., Vetrekord von Rida Sentt L457P- Ber i. faihe ur zu gearigen. us Buls ein Düselderter Schwimmfer, ader siedach, schper. sein, mit i6 Verufsberern, unter denen 100 Meter Rücken, Rida Senff, wartete im Rahmen scher Seig,eig, Peliz, und ,eiz, Furovameister befinden, un.-ort-Termine Endgültiges FIS.=Programm Der Internationale Ski=Verband gibt jetzt das endltige Wettkampfprogramm für die FIS.=Rennen 103 Wie schon im Frühjahr in der des Internationalen Winterhilfe=Schwimmfestes v Düsseldorf 98 am Sonntag abend in der Kettwiger Straße mit einem neuen Weltrekord auf. Sie schwamm auf der rekordfähigen 25=Meter=Bahn des Stadtbades ohne besondere Kraftanstrengung die 100 Meter Rücken in:13,6 Minuten. Die 50 Meter legte sie dabei in 35,4 Sekunden zurück. Die von den offiziellen Zeitnehmern gestoppten Zeiten waren::13,5,:13.6 und :13,7 Minuten. Ihre eigene Weltbestleistung stand auf .154 Minuten und wurde somit Sgzgegeschtsch unterboten,„ Auch Willie den Ouden ähert.Ro„ der ihrer Bestform. Sie legte die 100 Meter Kraut in der hervorragenden Zeit von:05 Minuten zurück. aust Mebtsce Glace eschäsedher ane Streckenrekord schuf. In der 750=ccm=Klasse der Renn.45.93 nicht zu schlagen. Schnelster Sportrwagenfahrer war Berg(Altena) auf Alfa Romeo in:00,86. e Kafträder. Wanfried Wlnkler auf Taub lausen wickte Marie Herber sehr, spozuug, Die Münin:56,14 den ersten Platz. chenerin Lu ser in diesem Jahre wieder die großten Herber Baier umjubelt Eissportzeiteröffnung im Berliner Sportpalast. Die erste Eissportveranstaltung des Winters im Verliner Sportpalast wurde zu einem großen Erfolg. Sehr gefeiert wurden die Olympiasieger im vegaskauten, Maxie Herber und Ernst Baier, die ihr Programm wießer in schlichter edler Haltung zögtfig, Die, Minsauren, wirkte Maxie Herber sehr, spoozter ch. äde, Wüg. rin dürfte in diesen gültige Wettkampfprogramm für die FoS.=Pennen. 198 IV Oie=Tais beginten de Rengen mie der GKichie. meter=Staffel am 12. Februar, nachdem die Veranstaltwrge oigen dann: 18, Februar: Abfahrtslauf für 16. Februar: 17=Kilometer=Langlauf; 17. Februar: Kombinations=Sprunglauf; 18. Februar: 50=Kilometer=Lauf und Schlußfeier. Andte Theichtatzsetik=Länderlamof hialen; Hester: stalien mit 785.505 Punkten gegen Die mit einigen Sicge. Drei neue Landetrelorde brechen. Fr, Lis. der Anlage und für die ungemein günstigen Wetterverhältnisse, Seite 10 Nr. 251„ Bochumer Anzeiger* Montag, 26. Oktober 1936 1 Harden-Vohneiperspials-Analhen die Bädnen Das Oktober-Schießen um den Wanderpreis des Oberbürgermeisters und die Stadtmeisterschaft (Bochum), 5. Liselotte Wirtz en 1860), 6. Irmgard, Wilhelm(Bielefelder TG.), Grete Beckmann(Bielefelder TG.). . Die Fesish. (Hagen 1860), 6. Irmgard 7. Gr Aufnahmen: BA.-Brüning Links: Der Schießstand aus der Schützenverspektive.— Rechts: Hier werden die Ergebnisse sorgfältig verzeichnet. Noch im Schlaf muß ein zünftiger Schütze jenen Satz in=Zuggeschwindigkeit herunterrasseln können, der es allein erlaubt, mit Anstand die Büchse an die Wange legen und den berühmten Schuß ins„Schwarze" tun zu können.„Saugend— schraubend umfaßt die Hand den Kolben, der Zeigefinger liegt locker am Abzug... Kimme, Korn und Ziel in eine Ebene bringen und... Peng! Da sitzt der Schuß im Schwarzen, oder soll es wenigstens... Nach diesem bewährten Muster verfuhren am Sonntag die Gruppen der 30. SS.=Standarte, der KleinkaliberSportvereinigungen, der NS.=Kriegsopferversorgung und der Sturmbann 1 der SA.=Reserve 17, sowie einige Sportvereine, die damit das Oktober=Schießen um den Wanderpreis des Oberbürgermeisters und die Stadtmeisterschaften 1936 eröffneten. Die außerordentliche Beteiligung mögen folgende Zahlen beleuchten: Es schossen am Sonntag 31 Gruppen mit Wehrmannbüchse, 49 Gruppen mit der Kleinkaliberbüchse; weiter schossen 75 Schützen mit der Wehrmann= und 119 mit der Kleinkaliberbüchse. Vom Vormittag bis in den späten Nachmittag hinein herrschte also auf dem Schießstand auf dem Volkssportplatz ein lustiges Knallen. Die Vorführungen der SA.=Standarte 17 auf dem Volkssportplatz und die kampf und um die Meisterschaft für 1936 durchgeführt worden. Die besten Schützenmannschaften der Landesverbände traten nun in Berlin zur Endentscheidung in diesem Wettkampf an. Die hierbei erzielten Ringzahlen lagen zwischen 481 und 619. Die Wehrkameradschaft Meinerzhagen im Kreisverband Altona des Landesverbandes Westfalen brachte es auf 619 Ringe von 720 möglichen. Die Kameradschaft erwarb sich dadurch den Titel„Meisterkameradschaft 1936 im Kleinkaliberschießen des Deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäuser“ und damit auch den Reinhard=Ehrenpreis und bis zum Abschluß des Wettkampfes 1937 den Wanderehrenpreis des Deutschen Reichskriegerbundes. Den Titel„Meister== schütze 1936 im Kleinkaliberschießen des Deutschen Reichskriegerbundes“ und den Reinhard=Ehrenvreis für Einzelschützen sicherte sich der Schütze Wilhelm Lang von der siegreichen westfälischen Kameradschaft Meinerzhagen mit 161 Ringen von 180 möglichen. Lang hat auch an den internationalen Schießkämpfen der Olymviade in Berlin teilgenommen. „Prhcht das Bial, ienderrfur Silber-Jubelfeier des Turnvereins Gerthe ten" zu verfolgen sich vergebliche Mühe gaben. Oberbürgermeister Dr. Pielum erschien im Laufe des Tages auch auf dem Sportplatz. Die Ergebnisse: A. Gruppenschießen Wehrmann=Büchse: 1 KKSV. Jägerslust Altenbochum 192 Ringe; 2. Polizei=Sportverein 189 Ringe; 3. Postsportverein 186 Ringe: 4. Postschutz 183 Ringe: 5 KKSV. Ammoniak 183 Ringe. B. Gruppenschießen Kleinkaliber=Büchse: 1. KKSV. Ammoniak 195 Ringe; 2. Postsportverein Gr. Haurand 192 Ringe; 3. KKSV. Diana Sundern 191 Ringe: 4. Postsportverein Gr. Lewerenz 190 Ringe; 5. KKSV. Schwarz=Weiß 189 Ringe; 6. Polizeisportverein Gr. Ries 187 Ringe; 7. Polizeisportverein Gr. Vahrenkamp 184 Ringe: 8. Polizeisportverein Gr. Bierögel 183 Ringe; 9. KKSV. Hermann Löns 181 Ringe. C. Einzelschießen Wehrmann=Büchse: 1. Röper (RSKOV. Ortsgr. Hordel) 47 Ringe: 2. Stöber(KKSV. Jägerslust Altenbochum) 47 Ringe; 8. Fritz Naselewski (KKSV. Schwarz=Weiß) 46 Ringe; 4. Pechta(RSKOV. Ortsgruppe Hiltrop) 45 Ringe. D. Einzelschießen Kleinkaliber=Büchse: 1. Bönning (30. SS.=Standarte) 50 Ringe: 2. Spangenberg(Postsportverein) 48 Ringe: 3. Borschel(Postsportverein) 47 Ringe: 4. Seebach(KKSV. Schwarz=Weiß Bochum) 47 Ringe. Weitfalen stellt die Meistermannschaft und den Meisterschützen im Kleinkaliberschießen des Deutschen Reichskriegerbundes„Kyffhäuser“. In den letzten Wochen sind in den einzelnen Landesverbänden des Deutschen Reichskriegerbundes„KuffWie stark der Baum des Turnvereins Gerthe in dem Boden der Gerther Bevölkerung Fuß gefaßt hat, davon zeugte die Jubiläumsveranstaltung am Samstag abend im Saale Kalthoff, die mit einem Werbeturnen verbunden war. Der in inniger Weise festlich dekorierte Saal vermochte die zahlreichen Besucher kaum zu fassen. Inmitten von grünem Lorbeer und frischen Blumen erhob sich die Büste des Turnvaters Jahn in schönster Farbenharmonie flankiert von den Fahnen des Reiches, der Flagge des Reichsbundes für Leibesübungen, der Turnfahne und der Wimpel. Mit dem Aufmarsch der Turner und Turnerinnen begann der Reigen der Darbietungen. Einem Festvorspruch folgte die Begrüßung durch den Vereinsführer Vogelsang, der neben den zahlreichen Gästen auch den besonders stark vertretenen Turnverein„Jahn“ Bergen=Hiltrop, die Vertretere des Turnkreises Bochum sowie Bergwerksdirektor Knepper als Vertreter der BergbauAG. Lothringen begrüßen konnte. In sinniger Weise wurde unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden die Totenehrung vorgenommen. Kreisfachschaftsleiter Eisermann(Bochum) hielt in seiner Ansprache einen Rückblick auf den Werdegang des Vereins, der sich im Jahnschen Geiste die Ertüchtigung der Jugend zum Dienste an Volk und Vaterland zum Zieele gesetzt habe. Auf die große Gemeinschaft des Reichsbundes für Leibesübungen übergehend, hielt er anschließend einen kurzen Rückblick auf die gewaltige Berliner Olympiade, bei der fast alle Völker der Erde im friedlichen Wettbewerb standen. Mit einem dreifacheen Sieg=Heil auf den Führer Adolf Hitler schloß Kreisfachschaftsleiter Eisermann seine Ausführungen, der nach dem Absingen der beiden Nationalhymnen auch die Ehrung der Jubilare vornahm. Es kann als ein besonderes Zeichen turnerischer Treue gelten, daß, soweit die Mitgründer noch leben und ihren Wohnsitz noch in Gerthe haben, sie restlos zu den Jubilaren zählen. Die Mitglieder Karl Bechtel, Fritz Hirsch, Wilhelm Keinhorst, Matthias Kraus, Dr. Wilhelm Oberhöffken und Heinrich Ehrenurkunde des Vereins ausgezeichnet. Der älteste aktive Turner, Turnbruder Mathias Kraus, wurde aus Anlaß seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenoberturnwart ernannt. Den Dank der Geehrten erstattete der Ehrenvorsitzende, Stadtamtmann Hirsch, in kurzen, herzlichen Worten. In der weiteren Folge der Darbietungen wetteiferten jung und alt. Die Jungen bewiesen Mut und Geschicklichkeit bei ihren Uebungen auf der Matte, anmutig waren die Reigen und rhythmischen Keulenübungen der Mädel, und auch die Altersturner beteiligten sich an der Programmausgestaltung mit kombinierten Uebungen an Pferd und Barren. Glanzpunkte des Programms waren die Darbietungen der sich aus den besten Turnern von Bochum, Herne und Wanne=Eickel zusammensetzenden Bochumer Kreisriege. Diese fanden für ihre Kunstfreiübungen und den Uebungen an Pferd und Barren(schade, daß der Barren nicht ganz in Ordnung war) schon ungeteilten Beifall, der sich aber noch orkanartig bei den artistisch anmutenden Uebungen am Reck steigerte. Es waren Leistungen, wie sie eben nur ein aufs beste durchtrainierter Körper zu vollbrinTurnerliedern und einem fröh Turner und Gäste noch lange in bester Stimmung beisammen. Vom Turf Trabrennen in Gelsenkirchen 1..: 1. Th. Keinhörsters Baronkel(K. Gillar), 2. Herodias., 3. Gunther Morgan, 4. Edi Guv.— Ferner: Diana Arwortby, Rüdiger, Bernhardine, Juliette, Else Lee, Mia O.(angeh.). Toto: S. 23, Pl. 12, 13, 13, 31. Einlaufswette: 44 2..: 1. Th. Weyers Maria R.(H. Witt), 2. Wenker, 3. Mallorca.— Ferner: Rheinsee, Fiedler(disqu.), Karl Guy. Toto: S. 26, Pl. 12, 15, 11. Einlaufswette 184. 3..: 1. Th. Beckmanns Erker(Bes.), 2. totes Rennen zwischen Masalda und Rbeingold.— Ferner: Dange (disqu.), Rheinliefl, Daisy. Dura, Deutscher Vater, Peter Dussy fr. Toto: S. 34, Pl. 12, 14, 15. Einlaufswette: 68. 4..: 1. Stall Rheinelbes Morgengabe(H. Witt), 2. totes Rennen zwischen Humulus und Hansi Watts.— Ferner: Rheinstolz, Karola D. Wehrmacht, David Palmetto, Allar, Minorka. Toto: S. 29, Pl. 15, 44, 20. Einlaufswette: 96. 5..: 1. Stall Rheinelbes Mina Todd(H. Schürmann), 2. totes Rennen zwischen Adda und Jane W.— Ferner: Melodie, Lohengrin, Virginius, Heide. Capitän. Toto: S. 22, Pl. 63, 27, 17. Einlaufswette 508. 6..: 1. O. Grimbergs Landrichter(I. Schlever). 2. Doornkaat. 3. Dirigent.— Ferner: Daisy, Erker, Salvator, Guv Albert. Maikönig. Toto: S. 102, Pl. 26, 12, 17. Einlaufswette: 132. 7..: 1. M. Berns Granit(A. Irbach), 2. Tuja Guy, 3. Erna Bacon.— Ferner: Erda, Ottl Anvil, Erna., Herenjunge. Toto: S. 59. Pl. 16, 13, 11. Einlaufswette; 568. Karlshorst, 25. Oktober 1..: 1 Kavallerieschule Hannovers Edelweiß(Lnt. W. Hasse), 2. Osram, 3. Al Raschid.— Ferner: Alma, Matador, Elvira, Kokette, Ophioch. Toto: S. 26, Pl. 15, 19, 23. Einlaufswette: 180. 2..: Meyers Ahnherr(Broda), 2. Columbus, 3. Cadett, 4. Erlkönig II.— Ferner: Deutscher, Annette, Artus, Glockenspiel. Inga, Ginster. Eilprinz, Karl der Große. Toto: S. 66, Pl. 23, 27. 24, 29. Einlaufswette: 736. 3..: 1. von Heynitz' Ohio(Ahr). 2. Ronaldina, 2. Kukurnz.— Ferner: Odenwald, Mio. Sperata, Gamée, Od. Toto: S. 76, Pl. 17, 15, 18. Einlaufswette: 356. 4.: 1. Wartenbergs Rheinländer(Svebla), 2. Falke, 3. Rajah.— Ferner: Impasse. Falke. Fechter, Carola, Mecklenburg. Toto: S. 136, Pl. 26, 14, 17. Einlaufswette: 1088. 6..: 1. Graf Emich Solms Kriegsflamme(Florian), 2. Meine Freundin, 3. Feldpost.— Ferner: Dalfin, Schwarzwaldreise, Walhari. Eisack, Passatwind. Toto: S. 93. Pl., 28, 26. 40. Einlaufswette: 636. 6..: 1. Vierlandens Zentaur(Voznika), 2. Francofurtia, 3. Nebelhorn.— Ferner: Atlas. Wehrmacht. Toto: S. 21, Pl. 13, 19. Einlaufswette: 100. 7..: 1. von Mellenthins Ly(Graf Solms fr.), 2. Palladio, 3. Isolde, 4. Longinus.— Ferner: Harun, Graf Nici, Bastler. Immerzu, Peter Peul, Galanterie, Pellis. Toto: S. 145, Pl. 25. 14, 55, 26. Einlausswette: 320. 8..: 1. Gaids Inländer(Zade), 2. Linda, 3. Natango, 4. Heidefalke.— Ferner: Gleisner, Blason, Periflor, Neandertal, Pollux. Freibrief, Meldereiter, Schwadroneur, Silberstreif, Winnifred, Clary. Toto: S. 198, Pl. 54, 58, 83, 22. Einlaufswette: 5192. Krefeld, 25. Oktober 1. R. 1. Dillmanns Sagius(Andrle) und van Enderts Antiochus(Rößler), 3. Amalaswintha.— Ferner: Victorius. Lore, Lebensart, Seeräuber. Toto: S. 15, 35. Pl. 12, 12, 11. Einlaufswette: 84. 2..: 1. Graf Beysel Gymnichs Terxes(Mäßig), 2. Charolus, 3. Insant.— Ferner: Selim., Wellenberg, Heidekind, Pieta. Toto: S. 82, Pl. 24, 32, 33. Einlaufswette: 1078. „ 3..: 1. Röslers Gastgeber(M. Schmidt), 2. Feurige, 3. Debatte.— Ferner: Archimedes, Schneekönigin, Sagenheld. Purpurrose, Notgeld. Toto: S. 49, Pl. 12, 11, 16. Einlaufswette: 74. 4..: 1. Buchmanns Palastherold(H. Schmidt), 2. Marienfelds, 3. Edelbitter.— Ferner: Lampe. Waffenschmied, Blinzen, Tirade. Schwarzweiß. Toto: S. 81, Pl. 20, 26, 25. Einlaufswette: 594. 5..: 1. Bührers Manzanares(Weber) 2. Die Lupine, 3. Sintflut.— Ferner: Titine, Segelflug, Windsor, Golf, Limperich, Meisterhieb. Toto: S. 54, Pl. 19, 16, 19. Einlaufswette: 268. 6..: 1. Dilteys Barolea(Pinter), 2 Weddegast, 3. Gräfin Mariza.— Ferner: Aktdamm, Meister, Gemse, Sandmann, Augraf. Toto: S. 43, Pl. 25, 17, 36. Einlaufswette: 236. 7.: 1. Sträters Höllenfahrt(M. Schmidt), 2. Volker, 3. Audentia, 4. Gildetraut.— Ferner: Kolbenhirsch. Gloringen vermag. Bei frischen ricus, Faland, Doppelsprung, Ma Clochette, Strandläufer, fröhlichen Tänzchen blieben Graf Moltke. Rücklauf, Adept, Athenerin, Carga. Toto; häuser“, die Schießen im Kleinkaliber=Entscheidungs=Schmidt wurden für 25jährige Mitgliedschaft mit der Wenlfafelenver derkblahrf Der Wettbewerb um den Europa=Pokal der Nationalmannschaften weist zurzeit folgenden Stand auf: 1. Tschechoslowakei 3 Punkte, 2. Ungarn 2 Punkte, 3. Oesterreich 1 Punkt, 4. Italien 0 Punkte, 5. Schweiz 0 Punkte. Das Hockey=Länderspiel Holland— Deutschland, das am 2. Mai in Holland vor sich gehen sollte, wurde auf Wunsch des Niederländischen Hockeyverbandes verlegt. Westfalens Frauen=Florett=Vertretung. Die westfälischen Florettfechterinnen fanden sich am Sonntag im Dortmunder Eintrachthaus zu einer letzten Ausscheidung zusammen. Nach den im Kampf gezeigten Leistungen, wurde die Vertretung für den Gaukampf gegen Niederrhein am 8. November in Bochum bestimmt, wo er im Rahmen des Säbelmannschafts=Wettbewerbes des Gaues Westfalen zur Durchführung geS. 84. Pl. 21, 33, 76, 15.„Einlaufswette: 1000. Doppelwette: Palastherold— Manzanares 418:10. Longchamps, 25. Oktober 1..: 1. Pelats Le Calme(Coquin), 2 Ebene, 3. Agrafe.— Ferner: Moira. Lukullus III, Loch Katrine. Inspecteur, Hozseed. Sarcopte, Copyriaht, Hobal Fei, April Shower. Hué, Fascination. Toto: S. 115, Pl. 38, 54, 57. 2..: 1. Rothschilds Tonelle(Rochetti), 2. On 1 Love, 3. Liserb.— Ferner: Lemnos. République, La Radsah, Hot Bun, Aqueduc, Rosetown, Serene, Ticca Gari, Haighlander. Toto: S. 40, Pl. 16, 24, 25. 3..: 1. Rothschilds Mousson(Villecourt), 2. Flving Thoughts, 3. May Wong.— Ferner: Makila, Sanguinetto, Pamina. Solace. Toto: S. 21, Pl. 16, 39. 4.: 1. Rotbschildss Bokbul(Bouillon), 2. Aethelflaed, 3. Maranne. Toto: S. 11. 5..: 1. Vigers Rhododendron(Lepinte), 2. Swan Song. 3 Formosor.— Ferner: Sirtam. Pitou, Dilemne II, Faru. Sirlan. Saint Potin, Patrician. Shotland Pard, Sablon. Mazil. Le Bayaleur Toto: S. 238. Pl. 58, 108 29. 6..: 1. Marachands Valdor II(Semblat), 2. Stirling, 3. Le Mistral.— Ferner: Suc de Pomme, Gnoc Da, Beaur Tenebreur, Quatre As. Centurion III, Messidor, Domino, Cheddad, Bianca Cappello, Isolda. Toto: S. 104. Pl. 37, 42, 20. Seltlamer„Stabwechsel“ Seite 11 Nr. 251/ Bochumer Anzeiger„ Montag, 26. Oktober 1936 uno Eine Morgenteier der 301. Eröffnung der deutschen Buchwoche im Ernst=Moritz= Arndt=Haus. Die Woche des deutschen Buches wurde in Bochum durch eine Morgenfeier der Hitler=Jugend im ErnstMoritz=Arndt=Haus eröffnet. Musikalische Vorträge eines aus Pimpfen und Hitlerjungen bestehenden kleinen Streichorchesters umrahmten die Veranstaltung, die zugleich auch zu einer schlichten Gedächtnisstunde fur den verstorbenen rheinischen Tichter Heinrich Lersch wurde. Da bekannte sich die Jugend zu einem Manne, in seiner zupackenden, phrasenlosen Heimat= und Vaterlandsliebe nahe steht und Vorbild bedeutet.„Wir kennen ihn und wir lieben ihn!" Es ist schön und tröstlich, das im Namen der Gemeinschaft aus jungem Munde ausgesprochen zu hören. Der Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Westfalen=Süd, Edgar Maria Mooa, hielt sodann eine kurze Ansprachtzunzeg## auf die Bedeutung der schaffenden Künstler, 9„ mit Recht das als Kunst bezeichnete, was das### als einfach und echt empfinde. Einen inteuektuellen Zugang Kunst gibt es nicht, wie man früher geflissentlich predigte. Aus der westdeutschen Anthologie„Der Erntekranz“ las Moog Gedichte von Fritz Nölle („Der Führer"), eine eigene Dichtung„Arbeit", ferner je eine Arbeit von Gertrud Reinold„Wenn Deutschland, ruft...“ und von Eberhard Clemen (Bochum)„Ich bin in Volkes Boden...“. Im 2 punkt der Morgenfeier stand die Rundfunkübertragung der Weimarer Rede, die Reichsminister Dr. Goebbels zur Eröffnung der deutschen Buchwoche hielt. Sie wurde von den Hunderten von Jungens und Mädels mit großem Verständnis angehört, war sie doch vorzüggeeignet, die tiefen und fruchtbaren Wesens= und Schicksalszusammenhänge zwischen Volk und Buch zuzeigen und in leidenschaftlichem Bekenntnis bewußt zu machen. Urautführung in Dortmund „Die Kleinstädter“, komische Oper von Theodor Beidl. [Riemer galt. Die schwierigen Ensembles verdienen wegen ihrer feinen Wiedergave hohe Anerkennung. Das Klein-Klavier Erst seit kurzer Zeit macht die in der Klaviermdustri= eingetretene Lähmung einer anfangs zaghaften, dann rühriger werdenden Erfindungs. und Konstruktionsfreunde Platz. Heute beschaftigen sich Pianofabriken mit neuen Konstruktionen, den„Klein„Man verfolgt dies Ziel in zwei Gruppen: Die eine baut klein, um möglichst billig zu sein. Man denkt an den Volksempfänger, an das Volksauto oder dergleichen. Die andere Gruppe will ein Klavier schaffen, das sich in seiner äußeren Form modernen architektonischen Gesichtspunkten anschmiegt; flach, elegant, so daß die Harmonie einer kleinen, modernen Wohnung nicht zerstört wird. Dabei sollen die lichen Eigenschaften so gut sein, wie beim gewohnten Beide Gruppen verfolgen wieder verschiedene Wege. Auf dem einen erhält das Klavier etwa Tischhöhe( Zentimeter) und wird vielfach so gebaut, daß es Nichtgebrauch aussieht wie ein Schreibtisch, eine Kredenz oder ähnliches. Diese Instrumente weichen von dem gewöhnlichen Bild eines Klaviers ab, wie auch die spielerischen Eigenschaften durch die Art der Konstruktion und die unter der Klaviatur liegende Mechanik mehr oder weniger anders werden. Die äußeren sind zum Teil recht schön. Man kann die Instrumente frei im Raum aufstellen und darüber hinder anderen Methode macht man das Klavier so hoch, wie es bei aufgesetzten Noten, sowieso wird. und benutzt die ganze dann zur Verfugung stehende Höhe für die akustische Anlage. Das Klavier wpird dieser Bauweise etwa 110 Meter hoch.„Es laß. iich die normale, über den Tasten liegende Mechanik verwenden. Die klanglichen und, onstratiber,paßgrahnen ten kommen durch geschickte, konszzuktipe dem normalen Klavier(zirra 1,80 Meter hoch) sehr nahe oder gar gleich. Die äußeren Formen passen sich dem modernen Möbelstil an. Man kann diese Instrumente ebenfalls frei im Raum aufstellen und darüber hinwegsehen wie beim Flügel. Das kaufende Publikum wird zu entscheiden haben, ob das ganz niedrige Klein=Klavier von veranvertem Aussehen oder das Klein=Klavier ähnlich der bisherigen Form den Sieg in diesem Wettstreit davontragen wird. Kleine Rulpen für Kartänke Fröhliche Erltauttührung im Bochumer Stadtthealer:„Die vier Gelellen“ von Jochen Ruth ***= isi: am liehsten mit der scharfen Schere shakespeareschen sie sleit erfahren ha Oper geschaffen, die in ihrer Verbindung älterer Opernformen mit einem das Milieu und die Typen fein charakterisierenden kammermusikalisch behandelten Orchester in kleiner Besetzung die harmlosen Vorgänge in Krähwinkel in fesselnde Beleuchtung rückt. Nach einer spröden Exposition kommt die musikalische Szene in Fluß und führt zu einem zündenden Finale, in welchem Veidl die bewährten Effekte des Aufmarsches der Schützengilde und des Chorständchens in köstlicher musikalischer Parodistik zu starker Bühnenwirksamkeit bringt. In dem folgenden Akte zeigt sich der Komponist als stilsicherer Erneuerer, der komischen Ensembles in der Linie Mozart— Lorhing— Rossini— Puccini und unterstreicht einen durch die Gewähltheit der an sich nicht starken melodischen Erfindung gekennzeichneten romantischen dem modernen Orchestersatz dieser Parlandooper wohl vetröch. 8 In der szenisch reich belebten Inszenierung, zu welcher die entzückenden Bühnenbilder Dr. Fritz ahnkes im Einklang standen und der orchestral feinfarbigen musikalischen Wiedergabe unter Dr. Hans Paulig hatte die Uraufführung einen starken, herzlichen Erfolg, der dem anwesenden Komponisten, den Leitern und den Hauptdarstellern Gxete, Ackermann, Gerda Müller, Hans Schroa, Toni Weiler, Anneliese Uhrlandt: Erny Kuhlmann und E. Fräulein Marianne, Sie haben verloren! Ein unternehmen von vier quicklebendigen, dazu auch äußerlich reizenden Jungfrauen, die nach dem Grundsatz„Gemeinschaftsinteresse geht vor Eigeninteresse“ jeden Gedanken der Liebe für Verrat an der gemeinsamen Arbeit erklären, muß sich bei den Anstrengungen der Abwehr so in seine vier Bestandteile auflösen, daß auch Ihnen nur der heimlich ersehnte Weg ins Glück bleibt. Zugegeben, Sie haben sich am längsten und am tapfersten gehalten... aber Sie waren doch sehr froh, als Sie zum Schluß nachgeben durften. Sie haben verloren am Samstag abend. Wir aber, die wir Ihrem Klein'gig, zusahen und erlebten, wie Ihnen ein standhafter Zinnsoldat zuch dengantbderen zn das feindliche Lager der Liebe hinüber###on wurve, wir haben gewonnen. Wir haben uns wirtlich gefreut, nicht über Ihre Niederlage, sondern über die Leichtigkeit des Spieles. Und war auch manchmal ein wenig zuviel Klein=Mädchen=Getue in den sechs Bildern, wir sind trotzdem überzeugt, daß Sie noch recht viele weiche, kühle und unberührte Tulpen erhalten werden, denen dann ihre glückliche Erlösung folgt. Das hat nämlich die so überaus fröhlich aufgenommene Erstaufführung bewiesen:„Die vier Gesellen von Jochen Huth werden in Bochum noch oft ihr Meisterstück machen. Schon nach dem zweiten Bild gab es dankbare Hände, die sich jedesmal wieder rührten, wenn der Vorhang niederging, und zum Schluß des Spieles bedankte man sich herzlich für die unbeschwerten Stunden fröhlicher Unterhaltung. an eoe, den Stoff zerschneiden. Es gibt Menschen die einen einfachen Unterhaltungsfilm durchaus wohlwollend betrachten, und ihn auch als solchen bewerten. Sobald ihnen jedoch auf der Bühne ein leichtes Gespinst vorgewebt wird, möchten Haltung und ohne alzetzstzgeg künstliche Gepealtrgitze nahmen zu einem so gestu#gen Spiel gewoxpen, daß man sich ruhig seiner Stimmung hingeben kann und sich in launiger Weise unterhält. Damit aber hat dieses Werkchen auch seine Aufgabe erfüllt. In sechs Bildern schildert der Verfasser Kampf und Niederlage um die Liebe von vier jungen Mädchen, die sich zu einer„verschworenen Gemeinschaft“ zusammengeschlossen und das Reklamebüro vier Gesellen“ gegründet haben. Wie nun einer dieser Hesellen“ nach dem anderen zuerst heimlich und Arbeit und„Gesellengemeinschaft“, darstellen— das wird vom Verfasser in einer netten, harmlos heiteren Form erzählt. Die Anlage der Menschen ist natürlich und frisch und selbst bei dem„Regierungsrat Hintze", dem die antiquitierte Witzfigur eines leicht Liebhabers zugedacht ist, gewogenen Darstellung reicht zwar nicht ganz für sechs Bilder, und einige Brücken über denen sie weiterläuft, müssen mit bewährten Hölzchen und Stöckchen zusammengebastelt werden, aber leer ist ein Bildraum nicht. Wenn das Stück an anderen westdeutschen Bühnen— den Besprechungen nach— nicht so gut aufgenommen wurde wie bei uns, dann muß wohl die Aufführung selbst anders gewesen sein. Der Bochumer Abend war jedenfals ausgezeichnet. Piz, Tigo, Schwung, und ersichtlicher Freude am Spiel liebte, zankte, stritt und lachte sich alles vorüber. Vikter Uhlers' sichere Führung der leichten Muse hie# Szenen und Auftritte elastisch gespannt und setzte ihnen mit netten Einfällen bunte Lichter auf. Nachdem man im zweiten Bilde die Bekanntschaft aller„Gesellen“, gemacht hatte, setzte anerkennender Beifall ein, der den vieren, Marianne, Franziska, Käte und Lotte bewies, daß man sich bei ihnen ausgezeichnet unterhielt. Freca Renate Bortfeldt (Marianne) überzeugte als Anführerin dieser unstandhaften Schar mit der Echtheit und dem Temperament ihrer Gestaltung und darf mit Liesel Alex(Franziska), die wieder Gelegenheit zu einer köstlichen Thuenzeichnung hatte und diese in unwiderstehlicher Form ausspielte, als Trägerin des Stückes genannt werden. Ein blutjunges Mägdelein(Käte) mit all seinem Ueberschwang von Liebe und Liebesnot stellte Gisela Uhlen lebensecht dar. Die schwierige und stimmungsmäßig wohl auch undankbarste Rolle der Lotte wußte Gudrun Christmann sicher aufzufangen. Als Herren der Schöpfung, die gegen das Frauenlager anrennen, ist zunächst Willy Mayenknecht zu nennen, der den um die Anführerin werbenden Stefan in nettester Form gewinnen läßt.(Er macht das entzückend, wenn er z. B. mit seinem hungrigen Gast auch noch die einzig vorhandene Sewiette teilt. Kleinigkeiten... aber wirksam.) Auf den schönen Erfolg von Wilhelm Grimm als Regierungsrat Hintze wurde schon hingewiesen. Für den ehrlichen, aber etwas rauhherzigen Martin fand Willy Bittern den rechten Ton. Adolf Schneider(Professor Lange) und Magda Reichardt(Sekretärin) erfüllten in zwei Chargen ihre Aufgabe in bewährter Form. * Wie gesagt: Es dürfte in Bochum noch eine Menge kleiner Tulpen für Marianne geben. Dörnemann. Sängerbundesfest Breslau 1937 reichswichtig. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Provaganda Dr. Goebbels hat das 12. Sängerbundesfest des Deutschen Sängerbundes in Breslau 1937 für reichswichtig erklärt. Geschichtstafel A 26. Oktober. 1757 Der Staatsmann Friedrich Karl Freiherr und zum Stein in Nassau geboren(gestorden 1831). 1919 Oesterreich ratifiziert den Frieden von Saint=Ger1919 Der preußische Generalfeldmarschall Gottfried Graf von Haeseler auf Gut Harnekop gestorben(geboren — CROSSECALA! Frack und Abendkleid? notwendig! Schaumwein gibt auch zwanglosem Belsammenseln Festesglanz!— SCHACT, bunge Sonsuul. Roman ven Copyright by„Das Bergland-Buch“. Leipzig 25) „Du hast doch nichts dagegen, Hans... wenn ick den Karsten ein bißchen ins Haus ziehe... er weis doch, worum es bei uns geht... Und so allein mit meinen Gedanken.....6 Sekens „Ja, Else, mach nur, was du wiust. Sovalo ich Vater habe— ich laß ih dann nicht mehr los— bekommst du ein Telegramm. Also, laß dir's gut gehn, Else. Geh' viel an die Luft... Du bist zu blaß.“ Else gibt Gerda Manz noch einen Kuß auf die Wange, Fh##r, u—75—, d#. Angst haben vor meinem Bruvert... Er stert ihr ins Ohr: licht Angst haben vor meinem Bruder! meint's immer netter, als er tut!“ Hans Römer und Gerda Manz steigen in den Wagen. Der Zug fährt an. Else winkt. ebenso lange wie eine ältere Frau, die einige Schritte seitlich hinter ihr an einem Pfeiler ein großes Tuch flattern läßt und dabei Arme und Hände in die Luft wirft, als gälte es, dem aus der Halle fahrenden Zug noch wichtige Meldungen nachzuschicken. Gerda Manz neigt sich weit aus dem Abteilfenster, winkt, winkt, bis die zwei wehenden Tücher auf dem Bahnsteig des Potsdamer Bahnhofs zu kleinen Punkten werden, sich in Nichts auflösen. Dann zieht sie den Kopf ein. Sieht sich um in dem hellen Gang des Schlafwagens. Noch stehen die Türen zu den erleuchteten Schlafabteilen offen. Eine Mutter bringt ihr Kind zu Bett, in einem anderen Abteil zieht ein Herr den Rock aus. Eine Tür nach der andern schließt sich. Hans Römer ruft den Schaffner::„Stimmt doch hier?“ „Jawohl, die Herrschaften.“ Der Schaffner fragt: „Soll ich gleich Betten machen?“ „Meinetwegen", antwortet Hans Römer. Und zu Gerda:„.. oder wollen wir noch in den Speisewagen“... 94 hin uach felt. „Nein, oanke. Ich vin noch salt. Gerda wagt kaum zu atmen. Ihre Blicke gleiten bewundernd über die gepreßten Tapeten, zwischen denen sie schlafen soll, während der Zug sie tief in die Nacht und weit in die Ferne hinausträgt. Der Schaffner streicht noch einmal glättend über die Laken. Dann öffnet er die abgeriegelte Verbindungstür zwischen den beiden Schlafabteilen: ter denen Lampen brennen, und immer breiter und länger die dunklen Flächen grüner Wiesen und bräunDie Gedanlen Haus Röners elen den 82,=846 weit voraus, in das unbekannte Parfümstabichen Grasse, wo ein ungetreuer Angestellter der Fabrik ihm den Weg zu seinem Vater weisen soll, zu seinem Vater, der bis zur Stunde noch nicht weiß, daß seine Frau Hans Römer wirft die Zigarette hinaus, dann zieht er das Fenster hoch. Dreht sich kexum. ge Ge### Die beiden Schlafwagentüren##hen offen. Geroa Manz sietzt, noch immer im Mantel, den Hut auf dem Kopf, auf ihrem Bett. Sieht hilflos, Rat suchend zu Hans Römer muß lachen, über das drollige Bild. Er klatscht in die Hände:, „In die Klappe, Kinochen! In die Hübsch ausschlafen! Morgen fahren wir noch den ganEr geht in sein Abtell, riegelt die Tür zum Gang zu, will die Tür schließen, die zu Gerda führt— nein, wie diese Person wieder niedlich aussieht! „Wie kommt Ihnen denn das vor,’ne große Reise.. so ganz plötzlich... mit einem fremden Herrn?“ Gerda sagt und müht sich ganz ruhig zu sprechen, weil sie fühlt, daß er es nicht mag, wenn sie aus sich „Es ist... es ist wie nicht wahr, alles. e Hans Römer muß wieder lachen.— Ist eigentlich romantisch! Das erstemal in seinem Leben, daß er mit so einem braven kleinen Mädchen in der Welt herum„Na auszieden, Gerda. Los, wacken Sie doch Ihr Er gelht, die Krawate abbindend, in sgein. Ahtel, So ein Mädel ohne jede Erfahrung und Rei##erechnik konnte einen wirklich nervös machen.. Er ruft durch die geschlossene Tür: „Na warten Sie mal, ich zieh mich aus. Dann richt ich Sie da drüben ein bißchen ein.“ Er zieht sich aus, streift seinen pfaublauen seidenen Pyjama über und geht wieder zu Gerda hinein. Er fühlt gar nicht, wie auch das wieder verwirrend für sie ist— ein Herr, noch dazu er, in einem so schönen Pyjama, wie sie sie nur in den Auslagen der großen gesehen hat... und die Herzlichu müde sind, ziehen Sie sich aus und wir en dann beide noch ein bißchen, jas— Also— Sie fertig sind, klopfen Sie an bei mir. Ach hier, sehen Sie, das klappen Sie auf— das Gerda lacht auf, hell, froh, wie sie noch nie gelacht hat. Ob sie einen Schwips hat— noch nie einen gehabt, aber so muß das wohl sein, dieses Prickeln in ihr, diese Glückseligkeit und Hans Römer findet Reisen ganz nett sein können. „Wissen Sie was, Fräulein Gerda... wenn Sie nicht zu„müde sind, ziehen Sie sich aus und wir guatsche; wenn Sie ist der Waschtisch... und hier unten der Krug, und... na, Sie werden das schon alles untersuchen. Nach zehn Minuten klopft Gerda an die Verbindungstür:„Ich bin fertig!" Run schieben sie beide gleichzeitig an derselben Tür, Hans Römer sahr beinahe zurück: Donnerwetter, sah die Person süß aus in dem Rosa und Mauve!... Er hat den seidenen Himpamp da noch nie an seiner Schwester gesehen— hatte sie wohl erst für Binz Als gäben die neuen zarten Fähnchen Gerda eine ander Stimme, ein anderes Gesicht, eine andere Art. Sie lacht: Die Kleine, die mit Gerda, ist „Ich habe eine große Schachtel Pralinen von Ihrer Schwester! Woun wir... legt sich die Haben dig Herrschaften, noch, hesondere Er freut sich immer, wenn ein besonders nettes be leien Bi. ie richtige Bettschwere! Gerda?“ „Rein, danke. Ich bin nicht durstig.“#### Hans Römer geht wieder in den Gang ginaus, Der Schafner bring; die bestellte Flesche Bier und ein Glas:„Gute Nacht.“ Dann geht er. Nichts rührt sich mehr im Gang. Nur Hans Römer steht noch am breiten Fenster und blickt in die sinkende Dunkelheit hinaus. Immer kleiner werden die Häuser, die vorübergleiten, die Fensterscheiben, hinHerrenmodegeschäfte, vretzen, gat... und die Herzlichkeit dazu, die Selbstverständlichkeit... und kein anderer Mensch in der Nähe, und das dumpfe Rattern des „Hut abl“ kommandierte Hans Römer.„Sol Jacke ’runter!... So. Wird hier angehängt! Ja, hier an den Haken. So. Jetzt Necessaire her! So. Bett stellen! Hat Ihnen meine Schwester, die Schlüssi gegeben? Na, dann her damit! Aufschließen. Gerda schließt das Necessaire auf: silberne Büchsen und Bürsten, Kristalldosen und Parfümflaschen, pastellfarbene Seiden= und Spitzenhemden flimmern vor ihren . 3 Römer reißt die duftenden Gewebe aus Hans nomer gege gie bustenbeg Veigebe aus dem Köfferchen, wirft sie aufs Bett, auf Gerda— wo sie gerade hinfallen. „So, Kind... diese rosa Dinger da sind, scheint's, Also, los, Schuhe runter. Die Dinger überstreifen...! Das hier, das Seiden= zeug—“, er dreht das Crspe=de=Chine=Gewand mit der breiten Valenciennesspitze hin und her—„ist wohl ein Nachthemd... wenn Sie über den Gang müssen... das brauche ich Ihnen wohl nicht auch noch zu erklären, Sie kleines Reisemonstrum, Sie.“ gog:„Woyn wirk...„ gl. „Ja, sagt Hans Romer,„woun wir!... Schmeckt prachtvoll zu Bier!... Bringen Sie mal Ihre SchachSie sitzen beide nebeneinander auf seinem Bett. Sie erfährt, daß er ihr bei seinem Besuch damals in der Gartenstraße eine große Konfektschachtel„mitgebracht, aber zu geben vergessen habe. Er hatte sie dann gelegentlich jemand anderem geschenkt. So wohl fühlt sich Gerda, daß sie nicht einmal wissen will, wer„jemand anderer“ ist. Der Zug stampft durch die Nacht. Hans Römer fühlt den weichen, jungen Körper an seiner Seite, spürt den leisen Duft, der aus ihrem Haar aufweht. „Mäulchen auf!“ kommandiert er und legt riesengroße Pralinenschachtel auf die Knie. Und Gerda Manz öffnet das„Mäulchen". Und Hans Römer schiebt ihr Kognakbohne auf Kognakbohne in den Mund. Sie fühlt die Spitzen seiner Finger an ihren Lippen— einmal. zweimal... unzähligemal... wie leise zärtliche Küsse, die sie durchdringen. Bis sie in süßer Willenlosigteit die Augen schließt, mit dem Kopf gegen Hans Römers Schutter fällt, leise mauzt und einschläft. Sehr anregend scheine ich nun gerade nicht zu wirken, denkt er beluftigt. Er steht auf, greift unter Gerdas ten Körper und trägt sie hinüber in ihr Bett. Zieht die Decke bis unters Kinn. Er knipst das grelle Deckenlicht an. Im blauen Schein der Deckennachtlampe schimmert Gerdas Antlitz wie opatisierend. Lächelnd sieht er auf den blonden Mädchenschopf geht dann rückwärtsschreitend in sein Abteil herüber. Die Tür läßt er halb offen. Man kann nicht wissen, was die Kleine in der Nacht angibt, wenn sie plötzlich in der unbekannten Umgebung aufwacht...! Bald schläft auch er, eingehüllt von dem ratternden Brausen. hört dann im Halbschlaf, daß der Zue auf einer Station hält, hört Stimmen von Trägern, nern, Reisenden, fühlt dann das Wiederanfahren des Zuges, der in die Nacht hineinsaust. Plötzlich schreckt Hans Römer auf: Qualvolles Stöhnen und Aechzen dringt an sein Ohr. Um Gottes willen, was ist geschehen?... Ach Gott ja— die Kleine! ihm reist!... Er springt aus dem Bett: „Fräulein Manz!?... Gerda? Sie hockt auf ihrem Bett, den Kopf in den Händen„Schlecht!... Mir ist so übel!... Ich glaube, Es wird eine schreckliche Nacht. Das kleine Reisemonstrum wird richtig seekrank. Und Hans Römer panscht mit Kompressen an ihr herum. In den Tod konnte er es nicht leiden, wenn einer seiner Kommilitionen mal Bacchus opferte! Aber was soll er mit dem hilflosen, ihm anheimgegebenen kleigez, Bündel machen— das immer wiederholt:„Mir ist so sarlecht so schiecht...“ und dazwischen bettelt:„Neicht böse Dann muß Hans Römer dem Schaffner Kingeln, daß er die Ravage mit den Töpfen und nassen Lappen Die Frau Gemahlin verträgt wohl das Reisen nicht?“ fragt der Schaffner.„Soll ich einen Kognak (Danke“, sagt Hans Römer.„Die, Frau Gemahlin “: Er setzet sich auf=Gerdas Bettrand und wartet, bis sie eingeschlafen ist. Und dann— Gerda muß wohl schon im tiefsten Schlummer liegen— zieht sie Hans Römers Hand ein klein bißchen zu sich heran und legt Dann geht er wieder zu sich hinüber. Er schließt die Tür zwischen den beiden Abteilen. Die Kleine ist zu niedlich— gefährlich niedlich sogar! „Er ist da! Er ist gekommen!“ raunt Madame Juliette Molignon kurz vor Henri Renés Auftritt ihrem Manne zu, als sie, die Geldkasse unter dem Arm, das Zirkuszelt betritt. „Direktor Römer?!...“ Molignon atmet auf. Nun ist der Deutsche doch nicht im Zorn abgereist, war wirklich plötzlich aus dem Hotel de la Gare abberufen„worden! Ist jetzt selbst zu ihm gekomrgen, ihn persönlich kennenzuternen— endlich!.. die Manon Luchon noch lebte, vor ihrem unglückliche Sturz vom Seil, mochte Direktor Römer inkognito mancher Vorstellung des Cirque’été beigewohnt haben— zu Gesicht bekommen hatte ihn Molignon nie. „Andere reiche Leute halten sich einen oder eine Hundezucht... mein Freund hält sich einen Zirkus!“ hatte die Luchon ihm damals gesagt.„Es macht ihm Spaß, brieflich ein bißchen dreinzureden bei der Auswahl der Artisten und die zubestimmen. Laß dir daran genügen, Molignon!“ machte dieser unbekannten Größe, dem deutschen Dials Freundin zu halten— das machte ihm Spaß! Darum hatte Molignon damals gezittert— nach Manon Luchons Tod, daß die regelmäßigen Zuwensetsilk:. Has unglückliche Bld mie den Teitzin der alten— Gott sei Dank! Seine Gestalt strafste s46h, Agnge elaeiert. „Wo hast du unseren Freund und Sonner Heuri#et, wein Eind““(Vortsetzung beigt, Seite 12 Nr. 251/ Bochumer Anzeiger 7 Montag, 26. Oktober 1936 Unsere Bilder zeigen Linke Reihe von oben nach unten: Bild: Eine Szene aus Carl Mariavon Webers komischer Oper„Abn Hassan", die heute, abend in Verbindung mit Tänzen von Schumann, Schubert und Weber als Gastspiel der Kölner Oper zum ersten Male im Stadttheater Bochum gezeigt wird. Zweites Bild: Der italienische Justizminister Solmi, der an der dritten Jahrestagung der Akademie für Deutsches Recht teilnimmt, legte am Mahnmal an der Feldherrnhalle in München einen Kranz nieder. Rechts von Justizminister Solmi Reichsminister Dr. Frank. Drittes Bild: Am Samstag vormittag fand in München die Grundsteinlegung des Hauses des Deutschen Rechts statt. Unser Bild zeigt Reichsminister Rust bei der Ausführung der drei Hammerschläge. Rechts von ihm Reichsminister Dr. Frank. Rechte Reihe von oben nach unten: Erstes Bild: Am Samstag vormittag fand im Potsdamer Lustgarten die Vereidigung der ersten Zweijahresrekruten aller Potsdamer Truppenteile einschließlich der Heeres=Unteroffizierschule statt. Unser Bild zeigt den Abmarsch der Truppen vom Potsdamer Lustgarten nach der Vereidigung in die Quartiere. Zweites Bild: Die drei Helden von Oviedo. Von links: Hauptmann Marquis Alonso, der als erster mit einem Dutzend Soldaten in die eroberte Hauptstadt von Asturien eindrang in der Mitte General Orgaz, der die marokkanischen Truppen, die Befreier Oviedos, befehligte und rechts General Aranda, der 13 Wochen lang mit einer kleinen Truppe den überlegenen Streitkräften der Kommunisten erbitterten Widerstand leistete. Drittes Bild. In Bitolj(Jugoslawien), dem früheren Monastir, wurde am Sonntag das vom„Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“ errichtete Ehrenmal für die in Mazedonien gefallenen deutschen Soldaten feierlich eingeweiht. Unser Bild zeigt einen Blick auf die Totenburg mit der Stadt Bitolj und dem jugoslawisch=griechischen Grenzgebirge im Hintergrund. Scherl-Bilderdienst(), Hch. Hoffmann(), Weltbild(1) Seite 13 Nr. 251 Bochumer Anzeiger„ Montag, 26. Oktober 1936 Gieserwwergr And Sot Eins Figennernageeie in der Hußinl Ein Mord, der nie begangen wurde, trieb zwei Menschen in den Tod tächtige Fleischer nur einige Hundezähne eingesetzt hatte, die ihm gemeinsam mit dem vor jedem Auftritt kunstgerecht ausgekugelten Unterkiefer das erschreckende Aussehen eines„Menschenhundes" gegeben hatten. 100000 Handgranaten geheim bergestellt Paris, 24. Oktober. Die Polizei in Lyon ist dahinter gekommen, daß ein Industrieller in der letzten Zeit insgeheim Budapest, 24. Oktober. „Die Liebe vom Zigeuner stammt——. Die alte Weisheit, daß niemand so leidenschaftlich lieben kann wie der Zigeuner, beweist wieder einmal die schaurige Zigeunerballade, die sich soeben in Budapest abgespielt hat. Ethelka, ein schönes junges Zigeunermädchen, hat freiwillig ihr Leben dabei lassen mussen. Und Stephan, der Mann, der sie liebte, mußte ebenfalls ben. Die Begleitumstände dieser„glühenden„Liebezge. schichte waren aber auch ungewöhnlich ten wahrhaftig nur der sengenden, verzehrenden Pußta entstiegen sein, wo die Gefühle des Herzens mit anderen Maßstäben gemessen werden als in Mitteleuropa. Stephan liebte Ethelka. Er liebte sie mehr als sein Leben. Ethelka lachte darüber. Sie liebte das Geld. Der arme Stephan, der nicht einmal einen Sonntag rock hatte, konnte ihr nicht gefallen. Alber,Stephan, wvar bereit, alles zu tun, um das Herz ver Zigeunerin gewinnen. Er begann zu stehren für sie. Er staul alles, was er fand, Geld, Schmuck, Kleider. Ethelka nahm diese Gaben mit einem gnädigen Léichzeg gen, Aber es war ihr zu wenig. Da gab das Schicksa## unglücklichen Liebhaber eine Chance. Er gewann in der Lotterie einen größeren Geldbetrag. Damit konnte er Ethelkas Herzenswünsche erfüllen. Aber der Anlaß, durch den er zu Geld gekommen war, erschien ihm zu nüchtern, zu wenig romantisch. Er wollte Ethelka durch eine ungeheuerliche Tat erobern. Er wollte behaupten, aus Liebe für sie einen Mord begangen zu haben. So erstand er bei einem Medizinstudenten ein Paket voll Knochen. Die vergrub er in der einsamen Pußta. Dann ging er zu Ethelka und erzählt ihr, er habe für sie etwas getan, was nie ein anderer tun würde. Er führte sie in die Pußta und grub die Knochen vor ihren Augen aus. Das sei, so sagte er, der Rest eines Menschen, den er für Ethelka erwürgt habe, um reich zu werden. Nun besitze er einige tausend Pengös und wollte ihr jeden Wunsch von den Da schmolz Ethellas Herz. Die Spröde wurde angesichts der grausigen Beweise für Stephans Leidenschaft von heißer Liebe zu dem einst Verschmähten erfaßt. Sie fiel ihm um den Hals und versprach ihm, Leider blieb de Sache nicht geheim. Setzeiz, bak Ethelka nicht verschwiegen war oder, deß, J3g, pernahm Gerücht irgendwie verbreitete— die Porizevon dem angeblichen Mord und verhaßz g zu Liebespaar, um es hinter Schloß und Riegel zu setzen. Schon schrieben die Zeitungen, ein Mörder sei singfest gemacht worden, der, um seiner Geliebteg. zu. gefallen, einen Menschen gewürgt habe. Nrzu###g, Stephan, vom Beil des Henkers bedroht, die Wahrhe### nicht mehr verhehlen. Er erzählte beim Verhör, wie sich die Sache in Wirklichkeit verhalten habe. Es war nicht schwer, den Beweis anzutreten, daß er kein Mörder war. Der Student meldete sich und bestätigte, daß er Stephan die Knochen verkauft habe, und auch die Lotteriedirektion versicherte, daß es mit dem Gewinn des Zigeuners seine Richtigkeit habe. Man mußte also jeden Mordverdacht fallen lassen und entließ vorläufig aus der Haft, nicht ohne ihm eine Klage wegen Irreführung der Behörden anzudrohen. Dazu ist es nicht gekommen. Ethelka nämlich, die schöne Zigeunerin, hatte sich in ihrer Zelle in der Meinung, sie werde wirklich in einen Mordprozeß verwickelt erhängt. Und als Stephan am ersten Tage der wiedererlangten Freiheit das erfuhrgägifggef Hhr, um deren Liebe er das ganze gräßliche Schauspier heraufbeschworen hatte, in den Tod. Geheimnisvolle Brandserie in England— Großfeuer in einer Munitionsfabrik und auf einem Flugplatz London, 24. Oktober. In einem großen Packraum der Munitonsfabrik der Vickers=Armstrong=Werke in Crayford brach am Samstag ein Großfeuer aus, das in Anbetracht der großen Munitionsvorräte leicht hätte äußerst gefährlich werden können. Die Feuerwehren sämtlicher umliegenden Städte sowie sämtliche Arbeiter und Angestellten beteiligten sich an den Löscharbeiten und den gemeinsamen Anstrengungen gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Der Schaden ist erheblich. Zahlreiche Arbeiter wurden verwundet. Sonderbarerweise ist dies bereits die zweite Brandkatastrophe, die sich innerhalb eines halben Jahres in dem Werk ereignete, ohne daß man die Ursache festEin zweiter Brand suchte den Flugplatz von Brookland heim. Das Feuer vernichtete acht von 40 Flugzeugen, die sich in den Schuppen befanden. Brookland ist der älteste Zivilflughafen Englands, der während des Krieges zu Ausübungszwecken benunt wurde. Selbstmordkandidat starb an Alkoholvergiftung Breslau, 24. Oktober. Die Staatsanwaltschaft von Glatz wurde davon benachrichtigt, daß der seit acht Tagen vermißte 79jährige Karl Scholz in einem Wäldchen bei der Ort., Kobelau tot aufgefunden worden sei. Der Staatsanwalt, der sich selbst an den Fundort begab, weil Mordverdacht bestand, stellte fest, daß die Leiche neben einem Baum lag, an dem eine Schlinge befestigt war. In der Reichweite des Toten lag ferner eine leere Flasche Korn. Die weitere Untersuchung ergab die überraschende Feststellung, daß Scholz die Absicht gehabt hatte, sich zu erhängen, aber nach dem Genuß des Korns dazu nicht mehr imstande war und schließlich an Arkoholvergiftung gestorben ist. Ende eines Hundelebens „Mißgeburt“ wird durch Kinnhaken zum normalen Menschen. Prag, 24. Oktober. Mährisch=Ostrau hatte in den vergangenen Tagen seine Sensation. An allen Plakatsäulen wurde eine gewaltige Reklame aufgezogen, die den Neugierigen die Schau einer noch nie dagewesenen Mißgeburt, eines Bulldoggen=Menschen=Hundes, in Aussicht stellte. Der tüchtige Impresario aus Teplitz=Schönau hatte einen eigenen Laden gemietet, wo er Tag für Tag für Geld sein teures Weltwunder zur Schau stellte. Mißgeburt selbst erweckte bei dem zahlreichen Publikum ein nicht gelindes Schaudern, da man so etwas noch nicht gesehen hatte. Auf einem vollkommen normal entwickelten menschlichen Körper saß eine Kreuzung von Menschenkopf und Hundegesicht, die durch ständiges Zähnefletschen und zeitweiliges Knurren und Bellen besonders grauenerregend wirkte. Der Impresario wußte über die Art der Entstehung seines Schützlings nur soviel zu berichten, daß seine karpathenrussische Mutter vor seiner Geburt von einem Bären angefallen worden sei, an dem sie sich vor Schreck„versehen“ habe. Nun fand aber das„Hundeleben“ ein unrühm! Ende. Ein Geheimbeamter der Ostrauer Polizei, der sich unter das staunende Publikum gemischt hatte, versetzte dem Naturwunder ganz plötzlich einen Kinnhaken, der den karpathenrussischen Bulldoggen=Menschen=Hund in den gar nicht mißgestalteten Wenzel Fleischer verwandelte. Die Erhebung ergab, daß sich der geschaftsschätzungsweise 100000 Handgranaten hergestellt und an einen Unbekannten verkauft hat. Ein gewisser Christophe hatte von einem Ingenieur aus Paris, den der Betreffende nicht weiter kennen will, den Auftrag erhalten, möglichst rasch Handgranaten zu liefern. Christophe habe diese Bestellung bei anderen Industriellen der Gegend untergebracht, wobei er die Einzelteile bei verschiedenen Fabriken herstellen ließ. So gab er beispielsweise Schmierbuchsen in Auftrag, die in Wirklichkeit den Hauptbestandteil einer Handgranate bildeten. Er lieferte an seinen Auftraggeber, den Unbekannten aus Paris, diese Hand= bzw. Brandgranaten in Kisten zu 200 Stück ab. Der Ingenieur nahm die Kisten während der Nacht in seinem Lastkraftwagen mit und verschwand in unbekannter Richtung. Die Polizei hat zunächst einmal Christophe wegen eines Vergehens gegen das Gesetz über die Herstellung von Kriegswaffen in Haft genommen und wird die Nachforschungen in der dortigen Gegend fortsetzen. In Lyon hat die Angelegenheit großes Aufsehen erregt. wegung eine völlig neue nationalsozialistische deutsche des Troieherg. gaues, Staatsminister Adolf Wagner, allen Ehrestgästen seine Grüße und betonte, daß mit bgg. 1 bi einlegung für dos Huens ghiex, Heutschen Frerg pog. deutschen Juristen einen Wunsch des Führer# vollzlehen, der darin besteht, daß im Laufe der Zeit sämtliche Gliederungen und sämtliche Verbände ver NSDAP. ihre Heimstätte und ihre Führung hier in München als der Hauptstadt der Bewegung bekommen Nun vollzog Reichserziehungsminister Rust den Akt der Grundsteinlegung:„Ein Haus der Freiheft sollst du sein; was nicht für Deutschland wirpt, ist wurzelfaul und muß vergehen; was aber ewig ist, soll wirken in diesem Haus.“ Dann begleitete der Reichsminister seine drei Hammerschläge mit den Worten: „Du Haus des Deutschen Rechts sollst dienen einer deutschen Wissenschaft, einem deutschen Recht, einem ewigen deutschen Volk!“ Böllerschüsse ertönten, und die Handwerker mauerten die Urkunden ein. Der Wi der Trommeln ging dann in den Gesang der der Nation über. Das Sieg=Heil auf den Führer, das begeisterten Widerhall fand, beendete die eindrucksvolle Feier. Arbensvienst hift ven Badern Telegraphischer Befehl Görings: Einsatz des gesamten Arbeitsdienstes zur Bergung der Hackfrucht=Ernte dnd Berlin, 24. Oktober. Ministerpräsident Generaloberst Göring hat im Verfolg der dringlichen Maßnahmen für die Durchführung des Vierjahreplanes den Einsatz des gesamten Reichsarbeitsdienstes zur Bergung der Hackfrucht=Ernte im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsführer Reichsleiter Hierl angeordnet. Der Befehl zum Einsatz des Arbeitsdienstes wurde sofort telegraphisch erlassen. Er machte durch den frühen Eintritt der kalten Witterung. Die beschleunigte Bergung der Hackfrucht=Ernte ist bereits in vollem Gange. Die ersten Arbeitsdienstformationen haben bereits wenige Stunden nach Erlaß des Befehls die Arbeit aufgenommen, Az/,. Waknahme hat de: In Verbindung mit vieser Maßnähme hut der Reichsobmann des Reichsnährstandes, Staatsrat Meinberg, die notwendigen Weisungen an die Landes=, Kreis= und Ortsbauernführer erlassen. Der Einsatz erfolgt auch an Sonn= und Feiertagen. Göring in Kiel Weihe des Kommandogebäudes des Luftkreises VI Kiel, 24. Oktober. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, traf am Samstag zur Teilnahme an der Weihe des Kommandogebäudes des Luftkreises VI(See), dem sämtliche deuthen Seefliegerhorste an der Nord= und Ostseeküste ununter den zahlreichen Ehrengästen neben den Vertretern des Reichsluftfahrtministeriums Vertreter von Heer und Marine, an ihrer Spitze den Kommandierenden General des X. Armeekorps, General der Kavallerie Knochen= hauer, und den Kommandierenden Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Albrecht, sowie die Vertreter der Partei, ihrer Gliederungen, der und kommunalen Behörden. staatlichen dierende General und Besehlehgerpgt ha8 Her Peuhau Rede des Generals klang in ein hreifaches Sieg=Heil Riebe des Generats tung in ein Vreifacher auf den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht aus. Der Soldatenchor„Flieg, deutsche Fahne, flieg", beschloß die eindrucksvolle Feier. Daraufhin fand der Vorbeimarsch vor dem Oberbefehlshaber Generaloberst Göring statt. Bei seiner Abreise am Nachmittag wurden dem Minister begeisterte Huldigungen darget Der Turm des deutschen Bergmanns vor der Vollendung Dillenburg, 24. Oktober. Die im Sommer eingeweihte Eschenburg, der Turm des deutschen Bergmannes, mußte vorübergehend für die öffentliche Besichtigung gesperrt werden, da die statischen Verhältnisse zu baupolizeilichen Bedenken Anlaß gaben. Nunmehr wird bekannt daß Fertigstellung des Turmes sichergestellt ist. Die Arbeiten werden in den nächsten Tagen aufgenommen und sollen noch vor Eintritt des Winters beendet sein. Sie werden die Standfestigkeit des Turmes gewährleisten, so daß dieser in absehbarer Zeit seine Pforte öffnen und im nächsten Jahre zur Sommersonnenwende im Rahmen des Festes des deutschen Bergmannes endgültig seiner Bestimmung übergeben werden kann. Feuergefecht mit Schmugglern an der österreichisch=tschechoslowakischen Grenze Wien, 24. Oktober. In der Nacht zum Samstag kam es an der österreichisch=tschechoslowakischen Grenze bei LundenSchmugglen und Grenzwächtern. Drei TabarschnuggDas neue, dem landschaftlichen Rahmen geschmackvoll angepaßte Kommandogebäude des Luftkreises VI (See) ist in seiner einfachen, wuchtigen Linienführung mit seiner Hauptfront von über 100 Meter Länge eine glückliche architektonische Lösung. Seine drei Geschosse enthalten 250 Geschäftszimmer und einen großen Sitzungssaal. Für den Bau wurden Backstein und rheinischer Tuffstein verwendet. Das riesige Hoheitszeichen Gesims des Neubaues ist eine Arbeit des Berlin Neubaues des Luftkreiskommandogebäudes bemerkte man geschaffen wurden. „Vertrauen ist das sicherste Fundament“ sprach beim Festakt im Rahmen der dritten Jahrestagung der Akademie für Deutsches Recht München, 24. Oktober. Am Samstag vormittag fand im Rahmen der 3. Jahrestagung der Akademie für Deutsches Recht in der großen Aula der Münchener Universität ein Festakt statt, den Präsident Dr. Frank eröffnete. Er begrüßte die in großer Zahl erschienenen Ehrengäste, vor allem Reichsminister Rust, Reichsstatthalter General Ritter von Epp und die Reichsleiter Dr. Ley und Hierl. Dr. Frank betonte in seiner Ansprache, es stehe jetzt ein unmittelbar auf den Fundamenten unseres unzerstörbaren Denkens neugegründetes Gebäude von Gesetzen und Normen des Dritten Reiches vor uns, aus dem man sehen könne daß der Nationalsozialismus nicht irgendein politisches System sei, sondern die letztmögliche, dafür aber auch ganz große Form des deutschen Lebens, des deutschen Volkes und des Deutschen Reiches. In diesem großen gedanklichen Rückhalt liege der Kern der Arbeit der Akademie, deren Ausgangspunkt das Volkswohl sei. Nach einem Vortrag von Professor Dr. Lange(Breslau) über Lage und Aufgabe der deutschen Privatrechtswissenschaft ergriff Reichsminister Rust das Wort. An die Spitze seines Vortrages, der mit größtem Interesse entgegengenommen wurde, stellte der Minister den geschichtlichen Glaubenssatz, daß die Gerechtigkeit das Fundament des Staates ist und sich der kulturelle Auf= oder Abstieg eines Volkes unmittelbar aus der Entwicklung seines Rechtssystems ablesen läßt. In Dankbarkeit gedachte der Minister dann des 75. Todestages von Friedrich Carl von Savigny am 25. Oktober, der als erster deutscher Rechtslehrer darauf hingewiesen habe, daß das Recht immer an ein lebendiges Volksdasein gebunden bleibe. Dem Formalismus des liberalen Denkens stellte Reichsminister Rust die Tatsache gegenüber, daß der Nationalsozialismus als die Ursache des Vertrauensschwundens zur Justiz den Auseinanderfall von staatlichem und völkischem Recht erkannt habe. Der Minister verwies darauf, daß das Vertrauen zur Rechtsprechung gerade da schwinden muß, wo noch natürliche Rechtsformen lebendig sind, wie beim Bauern, daß sich aber auch der moderne Industriearbeiter ein echtes und leidenschaftliches Gefühl für Gerechtigkeit bewahrt hat. Bei der Verkennung solcher Tatsachen wird der Boden geebnet für die Theorie des Klassenkampfes, die im staatlichen Rechtssystem nichts weiter sieht als Instrumente der Unterjochung der einen Klasse durch die andere. Reichsminister Rust betonte, daß auch die in einem modernen Großstaat erforderliche differenzierte Gesetzgebung durchblutet sein müsse von dem einheitlichen Strom des natürlichen Volksrechtes und daß der Gesetzgeber sich des Vertrauens seines Volkes versichern müsse; denn dieses Vertrauen sei das sicherste Fundament eines Regimentes. Zum Schluß wandte sich der Minister an den Präsidenten Dr. Frank mit dem Hinweis auf bgg,„hegor, Grundsteinle GoenzHehörden alarmierte bestiegen die einen Kraftwagen und flüchteten über die tschechoslowakische Grenze. Die Verfolgung wurde sofort gufgenommen, doch gelang es den Schmugglern, sich ourch ununterbrochenes Schießen die Verfolger vom Leibe zu halten und zu entkommen. Schauspielerin siel ins Orchester Sturz aus der Loge infolge ungestümen Beifalls Budapest, 24. Oktober. Als im Künstlertheater nach einer Aufführung des „Kaufmanns von Venedig“ der Vorhang fiel, flog plötzlich aus der Höhe eine junge Dame ins Orchester. Es stellte sich heraus, daß die achtzehnjährige Schauspielerin Melinde H ov Heitalbspendend sich aus ihrer Loge verloren hatte. ohnmächtig aufgehoben und ins Spital übergeführt. Durch ibren Sturz kam zum Glück keiner der Zuschauer des Parketts zu Schaden.„ 9— ss6 Melinda Hornai machte bereits einmal von sich reden, als sie in Anwesenheit des Oberregisseurs während des Studiums einer Rolle plötzlich eingeschlafen war und während 48 Stunden nicht wieder erweckt werden konnte, was damals als schlimmes Vorzeichen für die Neuaufführung aufgefaßt wurde. Wiedergeburt bezeichnete, die das Adolf Hitlers heißen werde. Das Haus des Deutschen Rechtes möge ein geschichtliches Denkmal für den Zusammenfluß deutscher Rechtswissenschaft, deutscher Rechtsverteidigung und deutscher Rechtswahrung werden. wenig Die „Wir bauen Geschichte“. Der Grundstein zum Haus des Deutschen Rechts in München gelegt München, 24. Oktober. In der Hauptstadt der Bewegung wurde am Samstag mittag in der Ludwigstraße beim Siegestor der Grundstein für das Haus des Deutschen Rechts gelegt. Der festliche Akt fand an der Stelle statt, über der spater das Hauptportal des neuen Bauwerkes stehen wird. Der feierliche Akt der Grundsteinlegung wurde eingeleitet durch das Vorspiel zu„Rienz!“. Dann trat der Präsident der Akademie, Reichsminister Dr. Frank vor das Mikrophon. Er zeigte in Richtung zum Mahnmal an der Feldherrnhalle, die nur wenige hundert Meter von der Grundsteinlegungsstötte fernt ist, und rief in eindringlichen Worten die rung an die Blutzeugen der nationalsozialistischen Be wegung wach. Er widmete, während sich die mer an dem Festakt von ihren Plätzen erhoben, ehrende Gedenkworte dem gefallenen Helden Theodor von der Pfordten, dem tapferen und unermüdlichen Streiter für die Idee Adolf Hitlers. Dr. Frank fuhr fort:„Es wird dies der erste Bau, den die deutsche Geschichte kennt, der nicht irgendeinem praktischen Zweck, irgendeiner Verwaltung dienen soll, sondern ein Bauwerk, das der nationalsozialistischen Idee und der Lebensnotwendigkeit unseres Volkstums für alle Zeiten monumentalen Ausdruck verleihen soll. Wir Nationalsozlaltsten schreiben nicht Geschichte in Büchern wir bauen Geschichte. Wir formen auch nicht das Recht in leeren indamenten Gischen r BeDer Diamant im Bonbon Oslo, 23. Oktober. Hiesige Blätter berichten von einem seltsamen Vorfall: Mit drei Oere, die eine gute Tante einem Schuljungen geschenkt hatte, stürmte er in den nächsten Zukkerladen und kaufte sich dafür große einiger Zeit kam er heulend zu seiner Mutter. Einer der Bonbons war nämlich ungewöhnlich hart gewesen. Und als der Knabe nachschaute, entdeckte er in dem Zucker ein Stück Metall. Die Mutter untersuchte jenen merkwürdigen Bonbon und stellte fest, daß das Stück Metall— ein etwas verbogener Platinring war, in dem ein großer Diamant saß. Wie kam dieser Diamant in einen ganz gewöhnlichen Bonbon? Ueber den Geschäftsinhaber, bei dem der Bonbon gekauft worden war, konnte man die Fabrik ausfindig machen. Es ergab sich, daß der Fabrirbesitzer seiner jungen Braut den Betrieb erklärt hatte. Diese hatte an einem großen Kessel, in dem Zuckermasse kochte, ihren Handschuh ausgezogen. Dabei glitt anscheinend der Diamantring, der schon lange vermißt und gesucht worden war, von ihrem Finger und fiel ungesehen in den Bottich. So kam er in jenen Bonbon, den ein Schuljunge im Zuckerwarengeschäft für eine Oere erstand. Ein guter Finderlohn ist vem Jungen sicher. Blicke in die Welt 350 Gramm Platin gestohlen Im Chemisch=medizinischen Institut der Wiener Universität wurde am Freitag ein Einbruch verübt, bei dem den Tätern 350 Gramm Platin und ein größerer Bargeldbetrag in die Hände fielen. Fünffacher Mörder verbrannt Der Holzfäller Ughetto aus Lardiers in Frankreich, der vor einigen Tagen fünf Personen niederschoß, konnte nach langen Nachforschungen von der Gendarmerie in einem Bauernhaus festgestellt werden. Die Polizeibeamten haben das Haus in Brand gesteckt, wobei Ughetto umkam. Von 10 machen's 8 verkehrt! aphen, sondern wir zerstorvaren Fundamenten Bechse foll.. 4 Hauz, des weutschen Keigis son aus der schöpferischen Fcraft unserer Formeln und abgesitrfelten,„Hherggrg### sauen das Recht auf den unzerstörbaren heiligen Volkes auf Qualitäts=Zahnpaste wie Chlorodont am Abend wichtiger glein der Frühe, weilsonst die Speisereste im Laufe der Nachr m Gärung übergehen und dadurch Zahnsäule(Karies) lieber 2 Minuten später zu Bett, als einen Abend ohne Chlorodont! 14 Nr. 251/ Bochumer Anzeiger# Montag, 26. Oktober 1936 Nachrichten aus Groß Kleine Keirungen aus den=Siadnenen Stadtteil Weitmar Bürgerschützenverein Bochum=Weitmar=Mark und Neuling 1896. Der Verein hielt am Stand Fernholz sein diesjähriges Schluß= und Wanderpreisschießen ab. Es war ein harter Kampf zwischen den vier Kompaanien. Die 8. Kompagnie ging als Sieger mit 247 Ringen hervor und wurde somit zum zweitenmal Wandervreisträger. Dann folate die 1. mit 241, die 4. Komvagnie mit 230 und die 2. Kompagnie mit 226 Ringen. Den Gruppenpreis, zu dem jede Kompagnie 20 Schützen stellte, errang die 2. Kompagnie mit 522 Ringen. den 2. Preis die 1. Kompagnie mit 511, den 8. Preis mit 506 Ringen die 3. Kompagnie, die 4. Kompagnie mit 455 Ringen den 4. Preis. Von der 3. Komvagnie waren 52 Schützen, von der 3. Kompagnie 44, von der 4. Kompagnie 41 und von der 1. Kompagnie 32 Schützen angetreten. Insgesamt nahmen 169 Schützen en dem Schluß= und Wanderpreisschießen teil. Als bester Schütze ging Kamerad Spielkorte, 8. Komvagnie, mit 35 Ringen hervor. Dafür erhält er eine besondere Auszeichnung. Die goldene Plakette errana Kamerad Leuer, 2. Komvagnie mit 34 Ringen. Die silberne Plakette erhielt Kamerad W. Bednarz, 1. Komvagnie, ebenfalls mit 34 Ringen. Mit 33 Ringen errang Kamerad Heinrich Born, 8. Kompagnie. die bronzene Plakette. Der Regen war schuld. Infolge der Straßenalätte durch den Regen kam gestern nachmittag der Kaufmann W. K. von der Essener Straße am Steeler Bera mit seinem Auto ins Schleudern. Er fiel in die Schutzscheibe und erlitt solche Verletzungen, daß er ein Krankenhaus aufsuchen mußte. Stadtteil Wiemelhausen DAF.=Versammlung. Im Saal des Wirtes Clevinghaus hielt die Ortsgruppe Wiemelhausen am Sonntag vormittag eine Ortsgruppenversammlung ab. Die Werkskapelle der Zeche Prinzregent wartete vor dem Beginn mit einigen Proben ihres Könnens auf. Mit dem Fahneneinmarsch wurde die Versammlung eingeleitet. Nach einem kurzen Begrüßungswort des Ortsgruppenobmanns Hartwig ergriff der Kreispresse=Obmann der DAF., Schmidt, das Wort zu seinem Vortrag„Die Aufgabe der Gemeinschaft als Volk“. In großen Zügen legte er die Aufgaben dar: seine Ausführungen fanden aufmerksame Hörer. Den Arbeitskameraden Rüther und Voßnacke wurde eine Ehrenurkunde für 40 bzw. 25jähriges Arbeitsjubiläum überreicht. Bunter Abend des MGV.„Grüne Linde". Im Vereinsheim Hanefeld hatte der Männer=Gesangverein „Grüne Linde" am Samstag abend wieder einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Vereinsführer Heinrich Buks entbot den Anwesenden ein herzliches Willkommen. Die Sänger warteten unter Leitung von H. Finke mit köstlichen Perlen deutscher Sangeskunst auf, u. a.„Für Deutschland soll es sein",„Der Würfelbecher" und „Heimkehr". Für Stimmung und Humor sorgten die beiden Komiker Niemeier und Stielke. Ausgiebige Tanzgelegenheit ließ die schönen Stunden in schönster Harmonie schnell vergehen. Stadtteil Querenburg Pfundspende. Wie bereits mitgeteilt, wird am heutigen Tage die Einholung der Pfundspende in unserem Ortsteil durchgeführt. Hausfrauen, haltet die Svende zur Abholung bereit! Landwehr bis Im Brennholt und Auf dem Ort Lichtanlagen ausgefuhrt. Letzterer Ortsteil war bisher unbeleuchtet. Clemens.“(Clemens Burgerschutzenvereins der NS.=Volkswohlfahrt beginnen am 2. November, mittags 12 Uhr, im Hause der Ortsgruppe auf der Kruppstraße 60. Alle, die sich gemeldet haben, müssen an diesem Tage pünktlich erscheinen. Schwerer Wasserrohrbruch. In der Nacht von Samstag auf Sonntag entstand an der Kreuzung Post= und Dorstener Straße ein schwerer Wasserrohrbruch. Unmittelbar am Abflußkanal entstand ein Loch von mehr als zwei Meter Durchmesser und beträchtlicher Tiefe. Noch am Morgen wurde die Stelle abgesperrt, und die Wiederherstellungsarbeiten werden sicher am Montag morgen beginnen. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Ehrung. Der Schützenkönig„Clemens I. Schmaie) des Allgemeinen Bürgerschutz Hofstede=Riemke, vollendete am Samstag, 24. Ottoger. G4.#d440fl Gamme bei bester Gesundheit, sein 60. Lebensjahr. Die Kom- Stabtlen Hamme vagnien des Bataillons ehrten ihn in würdiger Weise.] Dankopfergottesdienst. Für die Arbeit an der JuDie Offiziere des Vereins überreichten ihm einen Sil= gend veranstaltete die evangelische Gemeinde Hamme bervokal mit einer Widmung zum Andenken an seine am gestrigen Sonntag in der Kirche einen DankopferReaierungs=eit. Die Königin gedachte seiner durch ein gottesdienst. Der Gottesdienst war liturgisch ausgestalSlumengebinde. tet. Es predigte Pastor Kraemer. Während des Beginn der NSV.=Speisungen. Die Speisungen der Gottesdienstes sammelten junge Mädchen ein DankAlleinstehenden durch die Ortsgruppe Marmelshagen l opfer ein. Kraz und gael durch Langenerrr. Wertungssingen wurde in jeder Weise klar, daß die heimische. Sängerwelt auf dem richtigen Wege und sorgStadtteil Altenbochum Großkundgebung der Im Grollmannschen Saale fand am Sonntag vormittag eine Gefolgschaftsversammlung für sämtliche Langendreerer Betriebe statt. Nach dem Einmarsch der Fahnen, die auf der festlich geschmuckten Bühne Aufstellung nahmen, eröffnete die HJ. und das Jungvolk die Stunde durch Orchesterdarbietungen. Nach Gedichten und Sprechchören, aus denen die Liebe des Führers Adolf Hitler zu seinem Volk und Vaterland sprach, ergriff der Redner Pa. Hilker(Bochum), das Wort. Seine Ausführungen richteten sich an jene, die heute noch nicht von der Idee des Nationalsozialismus durchdrungen sind, die heute noch ein Leben nach liberalistischen Grundsätzen führen mit dem Ziele, nichts für den deutschen Arbeiter und das deutsche Volk zu tun. aber alles herauszuschlagen, was für sie selbst von Vorteil ist. Der Nationalsozialismus wurde über kurz oder lang mit jenen Herrschaften aufräumen, die der Meinung seien, sie könnten am Biertisch Politik betreiben, die ihnen behage. Jeder habe die Pflicht, sich einzusetzen und nichts unversucht zu lassen, um alle Schwierigkeiten, die heute dem Nationalsozialismus von jüdisch=marxistischen Hetzern bereitet werden, aus dem Wege zu räumen. Der Redner wies dann in eindringlicher Weise auf die Gefahr des Bolschewismus hin. Pg. Hilker schloß seine mit großem Beifall ausgenommenen heimische, Sängerwelt auf dem richtigen Wege und sorgsame Huterin unseres deutschen Liedgutes ist. Der Grollmannsche Saal war am Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt. Da insgesamt elf Vereine, darunter zehn aus Langendreer und einer aus Werne, teilnahmen, war die Vortragsfolge so reichhaltig, daß sie sich vom Nachmittag bis in die Abendstunden hinzog. Stadtteil Werne Weihe und Hissung einer Die feierliche Weihe und Hissung der HI.=Fahne an der hiesigen Kreyenfeldschule wurde nunmehr in besonders wurdiger Weise vorgenommen, nachdem bereits im März von der Gebietsführung der HitlerJugend Westfalen die Genehmigung zur Weihe dieser Fahne gegeben worden war. Zu dieser Feierstunde hatten sich auf dem Schulhofe der Kreyenfeldschule die Schüler, Eltern, das gesamte Lehrerkollegium, die Ortsgruppenleitung der Partei, Vertreter der HJ. und die Polizei versammelt. Fanfarenbläser der HJ. eröffneten den Weiheakt. Der Schülerchor sang das Lied: „Freiheit, die ich meine". Der Schulleiter, Rektor Rogge, begrüßte die Erschienenen und wies auf die Bedeutung der Fahne hin. Während des Gesanges: Personalnachrichten Ihre goldene Hochzeit feierten gestern die Eheleute Leo Verlage, Castroper Straße 95. Das feierliche Brautamt fand in der Propsteikirche statt. 88 Jahre alt wurde am Sonntag der Invalide Piotrowski, Grottenstraße 7. 80 Jahre alt Sofie enba Dorothea Wadenbach, Bochum=Laer, Laerholzstraße 25, begeht am 26. Oktober ihren 80. Geburtstag. Sie ist noch sehr rüstig und besorgt noch alleine ihren Haushalt. Ihrer Ehe entsprossen sieben Kinder, davon leben noch zwei. Ein Sohn ist im Weltkrieg gefallen. Sie ist seit vierzig Jahren treue Bezieherin des„B..“ und liest ihn jeden Morgen noch ohne Brille. Versammlung stand ein Vortrag von Pfarrer Abendroth über das Thema„Glaube, Bibel und Bekenntnis". Anschließend wurde dann noch ein Bericht über die gegenwärtige Lage erstattet. Tödlicher Ausgang eines Unfalles. Der vor mehreren Monaten— wie der„B..“ berichtete— verunglückte Volksgenosse Heinrich Stender aus der Günnigfelder Straße ist jetzt an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben. Er hinterläßt E# mehrere Kinder. Er hinterlaßt Frau und Ausführungen mit einem Treuegelöbnis zum Führec.„Wir Jungen tragen die Fahnen", wurde von acht Fanfarenmärsche und Musikvorträge schlossen sich an, BDM.=Mädeln die neue Fahne vom Schulgebäude aus Kaninchen=Ausstellung. Der Kaninchenzuchtverein „Edelrasse" veranstaltete am Samstag und Sonntag im Saal des Wirtes Diekamp eine Kaninchen= und Produktenschau. Ueber 130 Tiere in vierzig Rassen zählte die Schau, ausgezeichnete Tiere. Die von der Frauengruppe aufgezogene Produktenschau gab einen Ueberblick über die Bedeutung der Rasse=Kaninchenzucht für die Pelzverarbeitung sowohl auch für die Fleischgewinnung. Die Prämiierung der ausgestellten Tiere ergab folgende Bewertung: Ehrenpreise erhielten: Kruchewski, blaue Wiener: Kleinjohann, weiße Wiener: Rüther, Silberkaninchen, gelb: Küper Klein=Chinchilla und Hermelin. 1. Preise erhielten: Schneidereit, blaue Wiener: Pfeiffer, weiße Wiener; Brünning. weiße Wiener: Kosmechi, weiße Wiener: Küper, Hermelin, Klein=Chinchilla; Lesneck, KleinSilber; Pütz, Klein=Silber; Kaiser, weiße Wiener. Zweimal an einem Tage verunglückt. Zweimal nacheinander verunglückt ist am Samstag morgen ein junger Mann aus der Wasserstraße. Auf seiner Arbeitsstätte geriet er beim Abladen eines Transportwagens mit der rechten Hand unter einen schweren Eisenblock; er trug schwere Quetschungen und einen Daumenbruch davon. Nach Anleguna eines Notverbandes machte er sich auf den Weg zum Revierarzt. Auf der Wittener Straße glitt er beim Ueberschreiten der Straße aus und trug eine schwere Verletzung am Hinterkopf davon. Er wurde jetzt durch einen Kraftwagen ins Krankenhaus geschafft. Stadtteil Laer 30 Jahre Theaterabteilung des Kriegervereins„Kaiser Wilhelm“. Die Wiederkehr des 30. Gründungstages beging am Samstag abend im Lokale Langbein die Theaterabteilung des Kriegervereins„Kaiser Wilhelm" in schlichter, aber recht würdiger Weise. Die Getreuen hatten sich mit ihren Angehörigen zu dieser Feststunde äußerst zahlreich eingefunden. Bevor der offizielle Teil des Abends eröffnet wurde, fand ein gemeinschaftliches Essen statt. Dann war es Kamerad Emde, der den Festgästen ein herzliches Willkommen zurief und kurz über den Sinn des heutigen Zusammenkommens sprach. Mit einem Prolog, vorgetragen von Frl. Kirchner, wurde der feierliche Akt der Jubilarehrung eingeleitet. Den Dank und die Anerkennung sprach den mit dem Horst=Wessel=Lied klang die stark besuchte Feierstunde aus. Ueber die Stadtverwaltung. Seit einigen Tagen ist die Amtsnebenstelle Langendreer durch unmittelbaren Fernruf nicht mehr zu erreichen, sondern nur noch über die Zentrale der Stadtverwaltung. Wer also mit einer Dienststelle des Amtshauses Langendreer telephonisch verhandeln will, muß unter einer der folgenden Nummern die Stadtverwaltung anrufen: 604 61, 605 71, 609 21. Von Bochum aus wird dann die Verbindung mit der Amtsnebenstelle Langendreer hergestellt. Jubilare der Arbeit. Bei der Gelsenkirchener Bergwerks=.=., Zechengruppe Bochum, dürfen wiederum eine Reihe Gefolgschaftsmitglieder auf eine 25jährige Tätigkeit zurückschauen. Nachstehend lassen wir die Namen der Jubilare folgen: Reparaturhauer Hermann Urban, Schlosser Wilhelm Glinz, August Bolle, Schachtreparaturhauer Georg Trost und Schmied Franz Skerath. Aus diesem Anlaß wurden den Arbeitsveteranen von seiten der Zechenverwaltung Ehrungen zuteil. Das Wertungssingen der Langendreer=Werner Männergesangvereine ein voller Erfolg. Das innerhalb des Sängerkreises Witten zum ersten Male in LangendreerWerne abgehaltene Wertungssingen wurde ein Erfolg, wie man ihn sich nur wünschen konnte. Durch dieses zum Fahnenplatz getragen. Sodann erfolgte die Ueberreichung der Fahne an die Schule durch den stellvertretenden Stammführer Pfeil(Langendreer) und unter weihevollen Fahnensprüchen wurde die Flagge gehißt. Wieder klangen Fanfaren auf. Nach dem gemeinsamen Liede:„Vorwärts, vorwärts" nahm Ortsgruppenleiter Müller das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er zunächst die Gefallenen der Bewegung und des Weltkrieges ehrte und auf die hohen Zukunftsaufgaben hinwies, zu denen insbesondere die endgültige Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus gehore. Die Festversammlung brachte ein begeistertes „Sieg=Heil“ auf den geliebten Führer aus. Bei allen Teilnehmern hinterließ die Feier einen nachhaltigen Eindruck. * Aus der evangelischen Mission. Die Festkollekte für die Mission hat in diesem Jahre einen hoheren Betrag aufzuweisen als im Vorjahre. In diesem Jahre wurden 1129,34 RM. gesammelt, während im Vorjahre 1039,66 RM. zusammen kamen. Kaninchenschau. Eine Kaninchenausstellung veranstaltete der Kaninchen=Züchterverein Werne 68, im kleinen Saale„Zur Tropfsteingrotte“, die sich eines guten Besuches erfreute. Ausgestellt waren 60 Tiere aller deutschen Rassen. Gleichzeitig wurden Felle in ihrer Verwertung und Verarbeitung gezeigt. Stadtteil Grumme=Böde In hohem Alter. Heute begeht die Ehefrau Dickel, Castroper Straße 238a, ihren 70. Geburtstag. Leider kränkelt sie seit Jahren, ist aber geistig noch sehr rege. Mit Interesse liest sie täglich den„B..“ Ihre Kinder und Enkel wünschen ihr Gesundheit und langes Leben. Stadtteil Linden=Dablbausen Examen bestanden. An der Tierärztlichen Hochschule in Hannover bestand Hans Hasselbeck, Sohn des verstorbenen Amtskassenrendanten Wilhelm Hasselbeck, sein Staatsexamen. Zahltag für Wohlfahrtserwerbslosen=Unterstützung am Donnerstag, 29. Oktober. Die Auszahlung erfolgt in nachstehender Reihenfolge: Anfangsbuchstabe des Hausnamens: A. B. C. D. E. F von.30 bis 9 Uhr, G. H. J. J. K. L von 9 bis.30 Uhr, M. N. O. P, O. R. S von.30 bis 10 Uhr, Sch. St. T. U. V. W. Z von 10 bis 10.30 Uhr. Straßenbahnfahrkartenausgabe. Die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn hat bei Herrn Heinrich Westermann,.=Oberdahlhausen, Hasenwinklerstraße 145, eine Karten=Ausgabestelle errichtet. Kameradschaftsabend des 16..=K.„Westwacht". Der Geist der Frontkameradschaft beseelte den Samstagabend, an dem sich die Kameraden im„Westfälischen Hof" zusammengefunden hatten. Mit schmissiger Musik leitete die Kapelle die frohen Stunden ein. Hiernach hielt Kameradschaftsführer Ferdinand Lüger die in herzlicher Form dargebrachte Begrüßungsansprache. Die weiteren Worte waren der treuen Kameradschaft gewidmet, die dazu angetan sei, eine echte Volksgemeinschaft zu bilden. Ein dreifaches SiegHeil auf den Führer, der dem Deutschen und ganz besonders dem Soldaten durch die neue Wehrmacht die Ehre wiedergegeben habe, beschloß seine Ansprache. Darauf nahm Kamerad Bernetta als Schießunteroffizier die Preisverteilung des letzten Preisschießens vor. In der 1. Schießklasse(Kameraden unter Jahren) erbielten Preise: Bernetta mit 57 Ringen Kleinter=Rutz..... „Die Vernunft walten lassen!" Die Deutsche Arbeitsfront, Ortsgruppe Marmelshagen, hatte am Sonntag morgen ihre Mitglieder zu einer Kundgebung in den Saal Erben Bergmann gerufen. Eine Singschar des Jungvolks eröffnete die Versammlung mit Fanfarenmärschen und Liedern. Betriebszellenobmann Woyke begrüßte die anwesenden Volksgenossen und erteilte dann sofort Pg. Meinert das Wort zu einer zweistundigen Rede. In großen Umrissen behandelte der Redner die Fragen, die den einzelnen täglich angehen und darüber hinaus die ganze Nation berühren. Die zwei wichtigsten Probleme seien zur Zeit das Rohstoff= und das Ernährungsproblem. Jeder habe die Pflicht und Schuldigkeit, insofern er überhaupt das Leben bejahe, nach bestem Wissen und Können mitzuhelfen, damit die ganze Nation der obwaltenden, naturgegebenen Schwierigkeiten Herr werde. Gutwillig erhielten wir wohl kaum die Kolonien zurück, einen Krieg wünsche auch niemand, und deshalb habe der Führer zur Erzeugungsschlacht aufgerufen, um aus dem letzten Quadratmeter Boden das äußerste herauszuholen. Die zweite Frage, das Rohstoffproblem, sei mit der ersten eng verknüpft. Der deutsche Arbeiter verdiene sein Brot nicht auf der naturlichsten Grundlage des Lebens, des Säens und Erntens, sondern im verwickelten Wirtschaftsprozeß. Da nun der deutsche Boden nicht alle notwendigen Rohstoffe besitze, frage er die Kumpel, ob sie nicht lieber auf einige Zeit auf Eier oder Butter verzichteten, als daß ihre Kameraden, die Industriearbeiter, wegen Mangels an Rohstoffen auf die Straße gesetzt werden müßten. Zur Lohnfrage übergehend, erklärte Pg. Meinert, der marxistischen Theorie der Lohnerhöhung setze der Nationalsozialismus die Produktionserhöhung gegenüber, die allein den Lebensstandard der gesamten Nation erhöhen könne. Die überzeugenden Ausführungen des Redners Hubilaren, die wir in Nr. 248 zugleich mit einem nuck= hinterließen tiefen Eindruck. Mit dem Gesang der blick auf die Vereinsgeschichte, namentlich bereits ver= deutschen Hymne schloß die Versammlung. öffentlicht haben das Mitglied Brügerhoff aus. Im Namen der Jubilare erwiderte das Mitglied Rein= Vierteljahresversammlung der Kleingärtner. Im hardt und versprach, daß man weiter arbeiten werde Vereinsheim im Garten hielt der Kleingärtnerverein zum Wohle der Theaterabteilung. Grüße der Krieger= e. V. Riemke am Sonntag vormittag seine Viertelkameradschaft überbrachte der stellvertretende Kamerad= jahresversammlung ab, die von gesanglichen Darbieschaftsführer Josef Müller. In rührender Weise tungen der Gesangabteilung unter Leitung von Ernst feierte er die Theaterabteilung als den Kernpunkt der Ropprecht umrahmt wurde. Der Leiter MumKameradschaft und wünschte, daß dieselbe der Kamexad= menthey.7rr2###ene echenen schaft noch lange erhalten bliebe. In der SchlußFrauen falle ein großes Stück Arbeit in der Kleintierhaltung zu und darum sei für sie eine umfassende Schulung von besonderem Wert. Weiter gedachte sie der in den zehn Jahren heimgegangenen Mitglieder, deren man in üblicher Weise gedachte. Nach einigen vassenden Gedichtvorträgen hielt der Züchter Friedrich Kopp einen aufklärenden Vortrag über:„Kampf dem Verderb. vom Gesichtspunkt des Geflugelzüchters.“ Es dürfe keinen Volksgenossen mehr geben, der sich aus Bequemlichkeit keine Hühner hält. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken nahm die Leiterin die Auszeichnung einiger Mitglieder vor, die der Gruppe zehn Jahre angehören, und überreichte ihnen ein passendes Geschenk. Es sind dies die Frauen Halfmann, Strecker, Martwich und Kopp. Stadtteil Hordel Gemeindeversammlung in Hordel. Im Evangelischen Gemeindehause fand am Sonntag vormittag eine gut besuchte Gemeindeversammlung der Glaubensbewegung„Deutsche Christen" statt, die von Kortmann geleitet wurde. Im Mittelpunkt der morgendlichen durch Stechen vor Dobeck, beide mit 50 2. bzw. 3. Preis. Es folgten die Kameraden Möller mit 48, Paar mit 44 und Karl Hoose mit 40 Ringen. In der 2. Klasse— über 58 Jahre— schoß Kamerad Berlau mit 43 Ringen den 1. Preis. Ihm folgten die Kameraden Mayer mit 40, Hohaus mit 36, Waldesheim mit 34, Beggentrop und Lüger. Außerdem wurde Alterspräsident Kamerad Küpper beim erfolgreichen Bedingungsschießen mit einem Preise bedacht. In Frau Müller wurde eine Humoristin gefunden, wie man sie sich nicht besser hätte wünschen können. Eine große Tombola brachte dann nette Ueberraschungen. Ihr folgte Gesang, Soldatenlieder und Stimmung schaffende Potpourris füllten den Raum. Kameradschaftsführer Lüger und Kamerad Bernetta trugen viel dazu bei, daß der Humor bis in die Morgenstunden andauerte. DAF.=Versammlung in Dahlhausen. Am Sonntag morgen hielt die Ortsgruppe Dahlhausen der DAF. eine Mitgliederversammlung auf dem Horkenstein ab, die äußerst gut besucht war. Ortsgruppenobmann Pg. Stahl gab nach den herzlichen Begrußungsworten wichtige Angelegenheiten bekannt, die die Ortsgruppe Dahlhausen betreffen. Im Mittelpunkt dieser Mitgliederversammlung stand die Rede des Pg. Trippschu. Seine Ausführungen, die besonders den Vierjahreplan behandelten, wurden von allen verständnisvoll aufgenommen. Die Versammlung schloß mit dem Singen der Nationalhymnen. Gem Racheurger... Stadt Wanne=Eicke Appell der Politischen Amtsleiter. Sonntag vormittag fand im Kurhaus ein Appell der Politischen Amtsleiter der Ortsgruppe Wanne=Süd der NSDAP. statt. Ortsgruppenleiter Parteigenosse M. Hotze sprach in längeren Ausführungen über wichtige Gegenwartsfragen und stellte besonders die Aufgaben der Zellen= und Blockleiter heraus. Nach Besprechung organisatorischer und schulungsmäßiger Fragen wurde die Tagung mit einem Gedenken an den Führer geschlossen. Der evang ansprache ermahnte Emde die jüngeren Kameraden, dem Eifer der Alten nachzuahmen. Die Ansprache klang in ein dreifaches„Sieg=Heil" auf Führer und Vaterland und in einem Hoch auf die Jubilare aus. Ein schönes Rahmenprogramm aab dieser Jubiläumsfeier das besondere Gepräge. Die Unterhaltung des Abends lag in den Händen der bekannten Hauskavelle Rechner, die für Stimmung und Humor sorgte. So nahm das Jubiläumsfest den denkbar schönsten Verlauf und wird für alle Teilnehmer unveraeßlich bleiben. Stadtteil Hiltrov Im Silberkranz. Die Eheleute Johann Faber und Frau, Marie geb. Fiedrich. Diedrich=BenkingStraße 6, begehen heute das Fest der silbernen Hochzeit. Neue Lichtanlagen. Gegenwärtia werden an der Stadtgrenze Hiltrov=Gerthe. Am Krähennocken, Auf dem Rondell, der Karl=Ernst=Straße und der Hiltrover gedachte eingangs der verstorbenen Mitglieder und erstattete oann den Geschaftsbericht für die Zeit vom März bis September dieses Jahres. Den von befriedigender Kassenlage zeugenden Kassenbericht erstattete der Kassierer Becker. Die Kasse wurde vom Revisor Ewert geprüft und in Ordnung befunden. Leiter Mummenthey, sprach dann über das Versicherungswesen, gab Rundschreiben der Provinzialgruppe betreffs Schulungslehrgänge und Besichtigung der Kleingärten bekannt und befaßte sich dann mit der Schädlingsbekämpfung und den Pflichtstunden und Nachtwachen. Am 4. und 5. November soll für die Frauen der Kleingärtner zu je 120 im Vereinsheim ein gemütliches Kaffeetrinken stattfinden. Zum Schluß sprach August Revermann über Naturdungung. 10. Stiftungsfest. In schlichter Weise feierte die Frauenabteilung des Geflügelzuchtvereins„In der Vöde" am Donnerstag nachmittag ihr zehnjähriges Bestehen. Die Feier wies starken Besuch auf und wurde einem Klaviervortrag von Gilde Strauß eingeleitet. Jubilarehrung in Röhlinghausen...####nge kirchliche Männerdienst Röhlinghausen beschloß in seiner Versammlung unter Leitung des Kameraden Holler, die Jubilarehrung bei der Reformationsfeier am Sonntag, 1. November, vorzunehmen. Unter den Jubilaren befindet sich auch der Ortspfarrer, Richard Tigges. 25 Jahre Musikverein„Harmonie" Dorneburg. Unter wurde starker Anteilnahme der Vereine des Bezirks Bochum feierte am Sonntag im Oelmannschen Saale der Musikverein„Harmonie“ das silberne Stiftungsfest. Die Pflege volkstümlicher Musik hat in den 25 Jahren im Jubelverein stets eine gute Heimstätte gefunden. Der Jubelverein und die Nachbarvereine aus Bochum und Herne wetteiferten miteinander und boten manch schöne Darbietung, die den Festgästen viel Freude machte. Im Anfang hieß der Vorsitzende der„Har,nonie“, Milde, die anwesenden Festgäste und inebesondere die benachbarten Vereine herzlich willkommen. Die Festansprache hielt der Bezirksvorsitzende Hummel. Für zehnjährige treue Mitgliedschaft und erfolgreiche Arbeit wurden die Mitglieder Milde, Oelmann und Stamm besonders geehrt. Dann aber gab es einen bunten Reigen an Darbietungen, die von dem Jubelverein und den Gastvereinen bestritten wurden. mit einem Reuviervortrin von Hilbe Strauß eingereuter. Jubelverein und den Gastvereinen bestritten wi Frau Kovp hielt die Begrüßungsansprache. Den Der Juvelverein, geleitet vom Dirigenten Josef Ka mann, zeigte besonders, daß er im Jubiläumsjahr gut fundiert und leistungsfähig ist. Musik und Tanz füllten die weiteren Stunden aus. Blaukreuzfest in Röhlinghausen. Unter starker Anteilnahme der evangelischen Kirchengemeinde Röhlinghausen feierte der Blaukreuzverein gestern das 28. Jahresfest. Im Gotteshaus fand vormittags ein Festaottesdienst statt, bei dem Pfarrer Fürstenow aus Steele die Festpredigt hielt. Die Nachfeier fand nachmittags im vollbesetzten Gemeindehaus statt. Der Vorsitzende Berke sprach eingangs Grußworte. Pfarrer Tigges (Röhlinghausen) und Bruder Wählina(Barmen) vertieften in ihren Ansprachen den Sinn der Blaukreuzarbeit. Der Gitarrenchor bot wiederholt schöne Weisen. Gedichtvorträge und ein Kaffeetrinken machten den Festgästen den Aufenthalt nett und gemütlich. Stadt Herne Oberbürgermeister Meister in Wien. In seiner Eigenschaft als Führer des Deutschen Sängerbundes hat Oberbürgermeister Meister eine Reise nach Oesterreich angetreten, die etwa 14 Tage dauern wird. Er wird dort eine Verbindung mit den österreichischen Sängern aufnehmen. Stadt Castrop=Rauxel Tot aufgefunden. Am Freitag wurde in einem Hause in Bladenhorst eine 70 Jahre alte Witwe, als man ihr Kartoffeln vom Winterhilfswerk bringen wollte, tot im Bett aufgefunden. Ob der Tod infolge der langen Krankheit, unter deren Einwirkung die Frau schon längere Zeit litt, eingetreten ist, oder ob eine andere Todesursache vorliegt, muß die Untersuchung, die sofort eingeleitet wurde, ergeben. Seite 15 Nr. 251 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, 26. Oktober 1936 Ord, Erand=Venn Fahhter und in Manchen Begeisierter Empfang in Junchen....... eg.ue Antwort der italienischen Regierung auf die gegen sie erhobenen Beschuldigungen soll in der nächsten„Pollsitzung geprüft, werden, die am Mittwoch nachmittag Der Unterauschuß des Nichteinmisch=sgnsteg schusses für den spanischen Bürgerkrieg hat Samzstge vormittag 2¾ Stunden lang getagt. Die Hauptaufgave dieser Sitzung war, von dem Vertreter Sows# München, 25. Oktober. Der italienische Minister des Aeußern Graf Ciano, der am Freitag abend die Reichshauptstadt verlassen hatte traf am Samstag vormittag gegen.30 Uhr im Sonderzug in Berchtesgaden ein. In seiner Begleitung befanden sich der italienische Botschafter in Berlin, Attolico, und mehrere andere italienische Diplomaten, ferner Reichsaußenminister Freiherr von Neurath mit mehreren Herren des Auswärtigen Amtes sowie der deutsche Botschafter in Rom, von Zum ersten Male zeigte sich, nachdem es tagelang geregnet hatte, Berchtesgaden wieder im o daß sich die Bergwelt in ihrer[Zenlteg, hrensichpugz bot.: Die Bevölkerung des in reichem prangenden Ortes bereitete dem italienischen AußenGraf Elano trat mit seiner Vegletung im Dgen sofort die Fahrt nach dem Obersalzberg an. Eintreffen der Wagenkolonne am Berghof Wachenfeld empfing der Führer auf den Stufen des Hauses den italienischen Außenminister und geleitete ihn in Gegen 13.45 Uhr verließ Graf Ciano mit seiner Begleitung das Haus des Führers. Triumphfahrt durch München Um 16.50 Uhr traf der Sonderzug in München ein. Auf dem Bahnsteig waren 300 Hitlerjungen und Jungvolkpimpfe angetreten, die den italienischen Minister mit begeisterten Heilrufen begrüßten. Nach kurzer Begrüßung durch den Gauleiter Wagner begab sich Graf Ciano auf den Bahnhofsplatz, wo eine Triumphpforte aus dunklem Tannengrün errichtet von der die italienische Nationalflagge mit dem RuAls Graf Ciano den Bahnhof verließ präsentierte die Ehrenkompagnie. Der bayerische Präsentiermarsch erklang und der Sturmführer des Ehrensturms erstattete Meldung. Graf Ciano nahm darauf unter den Klängen der italienischen Königshymne und der Giodinezza, begleitet von Gauleiter Wagner. SS.=Ober= gruppenführer Freiherr von Eberstein, Generalkonsul Pittalis und Dr.'Amate die Front der Ehrenkompagdie und des Faselo ab., zin, BegJeitine eine Dann trat Graf Ciano und seine Begleitung eine förmliche Triumphfahrt durch die Stadt an, wobei ihm die Bevölkerung äußerst herzliche Ovationen bereitete. Nach allen Seiten dankend nimmt Graf Ciano freundlich lächelnd die Sympathiekundgebungen entgegen. Kranzniederlegung in den Ehrentempeln Vor den Propyläen halten die Wagen, Graf Ciano verläßt mit seiner Begleitung den Wagen und schreitet langsam über den Königsplatz, das große Forum Bewegung. Graf Ciano und der Gauleiter schreiten mit der Begleitung den Ehrentempeln zu. Ein SS.=Mann folgt mit einem mächtigen Torveernit einer Schleife in den italienist empfängt hier den hohen Gast und geleitet ihn in den Senatorensag Die Ansprache des Reichsschatzmeisters wurde von hauptamtsleiter Dr. Dresler ins Italienische übersetzt, ebenso wie er die freundlichen Dankesworte des italienischen Außenministers in die deutsche Sprache verdolAnschließend übernahm Reichschatmeister, Schwaz die Führung durch das Haus, wobei zunachst das Arbeitszimmer des Führers wurde. Die dort aufgestellte und von einer deutschen Künstlerin geschaffene Büste des Duce erregte die besondere Aufmerksamkeit des Gastes. Inzwischen leuchtet um den Königsplatz ein flammendes Band von Fackeln auf, die in den Händen von SA.=Männern den ganzen Platz mit einer vierfachen flackernden Flammenzelle umgeben. Nach dem Verlassen des Verwaltungsgebäudes begibt sich Graf Ciano in die Mitte der Ehrentempel und nimmt mit den Herren seiner Begleitung den Vorbeimarsch von vier Kompagnien der SS.= Der Marschschritt der vier SS.=Kompagnien ist verhallt, die Fahrt geht jetzt durch ein Spalier brennender Fackeln zum Odeonsplatz. Der Minister begibt sich in Begleitung des Gauleiters zum Mahnmal, dem er den ersten Blutzeugen der Bewegung ein minutenlanges stummes Gedenken widmet. Nun geht es zum Hotel„Vier Jahreszeiten“. In den von der Feldherrnhalle bis hierher durchfahrenen Straßen hat hinter den fackeltragenden SA.= Männern die nationalsozialistische Jugend, HJ., Marine=HJ., B2M. und Jungvolk Aufstellung genommen, die den Gast und seine Begleiter stürmisch begrüßt. Vor dem Hotel überreichen fünf schmucke#.=Mädel dem Außenminister einen Blumenstrauß in den italienischen Farben, den Graf Ciano sichtlich ersreut entgegennimmt.„Darauf begibt sich Graf Ciano in die ihm zur Verfügung gestellten Räume des Hotels „Vier Jahreszeiten". Festaufführung im Residenztheater Am Abend fand zu Ehren des Grafen Ciano im Residenztheater eine Festaufführung der Oper„Don Giovanni“ statt. Im Feuerschein der Fackeln leuchtete der Brunnenhof der Residenz und der Aufgang zum Residenztheater, wo Graf Ciano mit den Herren seiner Begleitung von Gauleiter Adolf Wagner begrüßt und hierauf in die Führerloge des Theaters geleitet wurde. Auf der großen, festlich geschmückten Freitreppe zur Führerloge bildeten Kerzen tragende Pagen, Ehrenjungfrauen Spalier. Als Graf Ciano die Führerloge betrat, wurde er von den vielen Persönlichkeiten der Partei, die mit anderen Gästen der Festaufführung das Theater füllten, mit begeisterterz, Händg, klatschen begrüßt. Nachdem der italienische Gast mit dem faschistischen Gruß für den herzlichen Empfang gedankt hatte, spielte die Musik die italienise hymne und die Giovinezza und anschließend das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied. Nach Beendigung der mit starkem Beifall aufgenommenen Festaufführung, die unter der musikalischen Leitung von Meinhard von Zallinger auf großer künstlerischer Höhe stand, fuhr Graf Ciano mit seiner Begleitung durch ein Fackelspalier der SS. in das Hotel Vier Jahreszeiten zurück, wo im kleineren Kreise deutscher und italienischer Teilnehmer ihm zu Ehren ein Abendessen stattfand. rußlands eine Erklarung oarüber zu erreichen, was eigentlich mit dem gestern dem Präsithenten des Komitees übergebenen Brief gemeint ist. Es wurde weiterhin darüber gesprochen, wie man das Nichteigmischungs=Abkommen, das durch das sowjetrussische Vorgehen wertlos geworden ist, wieder wirksam machen kann. Der Ausschuß konnte jedoch zu keiner Entscheidung gelangen. Die Sitzung wurde daraufhin ib esige aiuch Berichterstentasgh vit dr rußland hereit sei, in der Uebereingimnuge mit der gestrigen Note, in dem es das Recht für sich in Anspruch nimmt, den Roten in Spanien Wagiker## liefern, zu handeln, erklärte der sowjetrussische Geschätfsträger in London:„Ja! Das Dokument tritt in dem Augenblick in Kraft, wo es dem Ausschuß vorgelegt wurde.“ Eintater Britische Note stellt fest: Drei Sowjetschiffe brachten dem roten Spanien Tanks, Geschütze und Flugzeuge London, 24. Oktober. Ueber den Verlauf der Freitag=Sitzung des Neutralitätsausschusses für Spanien, auf der die Kündigung des Nichteinmischungspaktes durch verkündet wurde, berichten die Morgenblätter weitere Einzelheiten. Besonders wird hervorgehoben, daß der Ausschußvorsitzende, Lord Plymouth, zum erstenmal zuverlässige Informationen der britischen Regierung über flagrante Verletzungen des P Verletzungen des Paktes durch Sowjetrußland bekanntgab. Nach dem Beri### der „Morningpost“ handelt es sich bei diesen Waffenlieferungen an die marxistischen Horden um folgende Fälle: 1. Das sowjetrussische Schiff„Komsomol" lud vor etwa 14 Tagen in Cartagena Geschütze und Minenwerfer sowie eine große Anzahl von Tanks sowjetrussischer Herkunft aus. Mit den Tanks sind auch die da66.=Mann folat mit einem mächtigen Karbe=:= zugehörzgen z„ wpieiruzgsähe psseturgee kranz mit einex Schleife in den italienischer„Landet 2. Der t Speeer gicti Polshewik“ farben und der Aufschrift:„Den gefallenen National= straf mit 18 Militärflugzeugen und sozialisten— der Minister des Aeußeren.“ Ehrfurchts= tagena ein. voll grüßt Graf Ciano die Blutzeugen des sozialismus. Braunen Haus Dann begibt sich der italienische Außenminister in das Braune Ha us. Reichsschatzmeister Schwarz 15 Tanks in Car3. Vor wenigen Tagen brachte der sowjetrussische Frachtdampfer„Cruschewik“, 85 Militärlastwagen nach vteante,„, ven siuch in Earm einer Nate kei Diese Feststeuungen sind in Form einer Note bei den Mitgliedern des Nichteinmischungsausschusses in Umlauf gesetzt worden. Der amtliche Bericht über die Verhandlungen des Spanien=Ausschusses am Freitag nachmittag wurde erst in später Nacht ausgegeben. Danach betonte der Vorsitzende Lord Plymouth zu Beginn der Sitzung noch einmal, daß die Hauptsorge der britischen Regierung weiter darauf gerichtet bleibe, die „Ausbreitung des Bürgerkrieges über die spanischen Grenzen hinaus zu verhindern und eine Zusammenarbeit der Mächte in einem Falle herbeizuführen, der sich zu einer höchst gefährlichen internationalen Lage zu entwickeln drohte.“ Dann folgte die Verlesung des Moskauer Kündigungsschreibens,(das wir schon in der Samstag=Nummer im Wortlaut veröffentlichten). Nach der Verlesung dieses Schreibens wies der Vertreter Lissabons die gegen Portugal gerichteten Beschuldigungen sofort scharf zurück. Der Brief wurde dann dem Unterausschuß überwiesen. Im weiteren Verlauf der Sitzung gab der Vorsitzende der Ansicht Ausdruck, daß die dem Ausschuß vorliegende deutsche Antwort mit Ausnahme von zwei Punkten, in denen er die deutsche Regierung um weitere Erklärungen bitte, in befriedigender Weise die erhobenen Beschuldigungen behandelt. Der deutsche Vertreter verwies auf die Antwort der deutschen Regierung, derzufolge alle aufgeworfenen Punkte behandelt worden seien. Er fügte jedoch hinzu, daß er bereit sei, die erbetenen zusätzlichen Informationen zu beschaffen. Die wurde.“ Friedensbotschaft Mussolinis an die Welt— Eine Rede in Bologna Mailand, 24. Oktober. Mussolini hat heute wieder Bologna einen Besuch abgestattet, zehn Jahre, nachdem in dieser Stadt von einem durch kommunistische Literatur vergifteten Jungfaschisten ein Revolverattentat auf ihn verübt worden war. Die Kugel hatte damals zum Glück nur die densschärpe des italienischen Regierungschefs durchDie Bevölkerung von Bologna hat Mussolini mit Jubel und Begeisterung aufgenommen. Er richtete eine große Rede an sie, die er mit einer eindringlichen Friedensbotschaft an die Welt schloß. Mussolini erklärte, er bringe der Welt eine„Botschaft des Friedens". Während der europäische Horizont im Durcheinander der Unsicherheit und Unordnung sich verdüstere, biete Italien der Welt ein bewundernswertes Beispiel der Geschlossenheit, der Disziplin, der alten römischen Bürgertugend. Die Völker, die Italien nicht oder nur unter einem rein literarischen Gesichtspunkt kennen, seien heute von der wirtschaftlichen und militärischen Realität Italiens verblüfft. „Von diesem Bologna aus, das in den Jahrhunderten eine Leuchte menschlicher Weisheit war, will ich heute an die Welt eine Botschaft richten, die über die Alpen und Meere reichen soll, eine Botschaft des Friedens, des ir der Arbeit und der Arbeit im Frie und Meere reichen soll, eine Botschaft des Friedens, des Friedens in der arbeit und der Arbeit im Frieden. Seit 1929 leiden Millionen und aber Millionen von Männern, Frauen und Kindern unter einer Krise, die, wie jetzt zugegeben werden muß, eine Folge des Systems ist. An der Schwelle des 14. und 15. Jahres der faschistischen Zeitrechnung erhebe ich einen großen Olipenzweig. Dieser Olivenzweig wächst aber wohlgemerir über einem dichten Wald von acht Millionen Bajonetten.“ Die ganze Nation, so schloß Mussolini, stehe auf einer höheren Warte, wo die Verantwortung als oberstes Gebot gelte. Ungeheure Probleme seien zu bewältigen. Aber sie sollen mutig angefaßt und überwunden werden. Denn es sei der Geist, der die Materie meistere, der Geist, der hinter den Bajonetten und Kanonen stehe, der Geist, der die Heiligkeit und den Heldenmut verleihe, mit dem Völker, wie das italienische, Sieg und Ruhm erwerben. Die Führer des Deutschen Sängerbundes in Wien. In Wien sind am Samstag die Führer des Sängerbundes, an ihrer Spitze bürgermeister Meister(Herne), in Wien eingetroffen. Sie wurden am Nachmittag von Staatssekretär des Aeußeren Dr. Schmidt empfangen. Aus Westfalen und Rheinland Korcheff nahin Eis Drr Piozem Inssen Die Kerkmann=Werke gingen zugrunde Dortmund, 25. Oktober. Vor der Sonderstrafkammer in Dortmund, die bereits seit drei Wochen gegen den 49jährigen Walter Nordhoff wegen Wuchers und Betruges tagt, wurde am Freitag ein weiterer Prozeßabschnitt von den insgesamt acht Einzelanklagen begonnen. Im wesentlichen handelt es sich bei den jetzt zur Erörterung stehenden Fragen sammenbruch der Kerkmann=Werke G. m. b. und der hieraus entstandenen Kerkmann=Handelsgesellschaft m b.., Dortmund. Nachdem die frühere Westfälische Stanz= und Emaillier=Werke AG., vorm. Kerkmann in Ahlen in Schwierigkeiten geraten war, trat der Angeklagte R. an Nordhoff heran, um die hingehend zustande, daß die Kerkmann=Berke b.., Ahlen, mit einem Kapital.von 60 000 RM. gegründet werden sollte. Als Gesellschafter traten die früheren Vorstandsmitglieder, der um. Kerrmann und Hecht, außerdem die Firma Rummel& Co., deren Gedige fest, daß Nordhoff sich für Darlehen bis zu 271 Prozent Zinsen geben ließ. Amtseinführung Santniagzilasld-Meantel FiF, Bsge 85 Phr hatte., Alle drei„Gesellschafter, waren, völlig mittellos, bürger voraussichtlich bei so daß man an Nordhoff herantrat, der sich auch zur in Bad Salzuflen im Frühjahr nächsten Jahres überreicht werden. Dortmund, 25. Oktober. In der Sitzung der Gemeinderäte am Freitag wurde durch den Oberbürgermeister der frühere Stadtkämmerer Dr. Dr. Pagen= kopf in sein Amt als Erster Beigeordneter(Bürgermeister) eingeführt. Bekanntlich trat der bisherige Bürgermeister Dr. Fluhme unter Verleihung des Ehrenbürgerrechts am 1. Oktober d. J. in den Ruhestand. Ehrenbürgerbrief für Dr. Goebbels Bad Salzuflen, 24. Oktober. Zur Erinnerung an die nationalsozialistische Durchbruchsschlacht im Januar 1933 in Lippe will die Stadt Bad Salzuflen Reichsminister Dr. Goebbels das Ehrenbürgerrecht verleihen. Wie in der letzten Ratsherrensitzung mitgeteilt wurde, liegt jetzt die Genehmigung des Stellvertreters des Führers vor. Die künstlerische Urkunde soll dem Ehrenbürger voraussichtlich hei einem Besuch Dr. Goebbels in der Nähe von Königsdorf ein englischer der mit zwei Damen und zwei Herren aus London besetzt war, einen auf der Straße haltenden Lastwagen überholen, als im gleichen Augenblick ein schwerer Lastzug aus entgegengesetzter Richtung herankam.„Der Kraftwagen wurde vollständig zertrümmert und sämtliche Insassen schwer verletzt. Der Zustand des Lenkers des Wagens ist sehr ernst. Man glaubt kaum, daß er mit dem Leben davonkommen wird. Bei den übrigen drei Verletzten besteht zur Zeit keine Lebensgefahr. Volksschädlinge am pranger Recklinghausen, 25. Oktober. Bei einer vor einigen Tagen durch das Gesundheitsamt vorgenommenen Revision des Metzgereibetriebes Immenkamp im Ortsteil Suderwich wurden geradezu unglaubliche Zustände vorgefunden. In der Wurstküche befanden sich allein sechs Zentner vollkommen verdorbener Wurstwaren, die einen ekelerregenden Anblick boten. Die eingeleitete Untersuchung ergab einwandfrei, daß die Gewissenlosigkeit des Metzgers Immenkamp so weit ergabe des Stammkapitals von 60 000 RM. hereite erklärte. Mit dieser Bargründung wollte man lediglich die Schwierigkeiten umgehen, die sich im Falle einer wahren Gründung ergeben hätten,„Tatsächlich hielt Nordhoff den Betrag von 60 000 RM. teilte im Januar 1983 dem Amtsgericht in Ahlen mit, daß das Gesellschaftskapital eingezahlt und zu seiner Verfügung stände. Auf diese Mitteilung hin erfolgte auch die Eintragung in das Handelsregister. Von dem Gesellschafterkapital ist aber in der Folgezeit der Gegeuschaft kein Gesd daß er Zuchthausstrafe für Devisenschieber sellschaft kein Geld zugeflossen,„Nordheff, esrhielt, dafür, daß er das Stammkapital„vereit gehalten hat, eine Vergütung von 1000 RM. Naturgemäß waren die geldlichen Verhältnisse bei der Gesellschaft, nachdem keine Bargelder, vorhanden waren, von vornherein drückend. Nordhoff mußte immer wieder um Gelder angegangen werden. Das geschah dann in der Weise daß Nordhoff von den Kerkmann=Werken Wechsel erhielt, für die er der Commerz= und Privat=Bank, bei der die Wechsel diskontiert wurden, Bürgschaften gah. Nordhoff sicherte sich aber dadurch, daß er sich in entsprechender Höhe Waren übereignen ließ und außerdem sich weitere Rückbürgschaften besorgte, so daß er von vornherein gesichert war. Diese Bürgschaften, die Nordhoff der Commerz= und Privat=Bank gegenuver übernahm, waren alle kurz. in den meisten Fällen auf vier Wochen befristet. Auf diese Weise erreichte Nordhoff für die Uebernahme der Bürgschaften in Höhe von 10000 RM. in vier Wochen einen Verdienst von 400 Reichsmark. Die Verlängerung der Bürgschaften wurde immer wieder davon abhängig gemacht, daß weitere Vergütungen an Nordhoff flossen. Auf diese Weise„verdiente“ Nordhoff in einem Zeitraum von einem bis anderthalb Jahren rund 18.000 RM.— In der Donnerstag=Sitzung stellte der BuchsachverstänDortmund, 25. Oktober. Die Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts verurteilte den 30jährigen Bernhard Rodenjohann aus Dortmund wegen Devisenvergehens und Urkundenfälschung zu ein Jahr vier Monaten Zuchthaus und 10 000 Reichsmark Geldstrafe. Rodenjohann kaufte im Jahre 1934 bei einer deutschen Firma mehrere Glückspielautomaten, die er in Holland aufstellte. In Holland ließ er sich Reiseschecks erein ausstellen und fuhr damit nach Deutschland, um sie hier einzulösen. Dieses Treiben setzte er dann weiter fort. Damit er nicht auffiel, weil sa die Abhebung von Geld auf derartigen Schecks in den Reisepaß eingetragen wird, entfernte er die Blätter mit diesen Eintragungen und heftete an deren Stelle leere Blätter aus einem Vom Personenzug erfaßt und getötet. Ein Unglücksfall trug sich am Mittwoch mittag auf der Bahnstrecke Bönen=Wiescherhöfen zu. Der Rottenarbeiteg Wienpahl aus Lenningsen war mit anderen tern bei Gleisarbeiten gleich hinter der beschäftigt. Beim Heranbringen von Ersatzteilen hatte er scheinbar das Herannahen des 11.24 Uhr die Station Bönen verlassenden Personenzuges überhört, wurde von diesem erfaßt und zur Seite geschleudert. Er blieb mit schweren Verletzungen liegen und starb bald darauf. Schülerin vom Lastzug angefahren und getötet. Dorsten wurde die neunjährige Tochter eines Berginvaliden, die sich auf dem Fahrrad befand, auf der Bochumer Straße von einem Trecker mit zwei Anhängern angefahren und so schwer verletzt, daß sie auf dem Wege zum Krankenhaus starb. Zwei Wohnhäuser und fünfzehn Schweine verbrannt. Durch den Schornstein des Hinterhauses der Gastwirtschaft Stoffer in der Bauernschaft Stockum bei Herbern entstand ein Schadenfeuer. Die gesamt Baulichkeiten verbrannten bis auf die Umfassungsmauern, und es kamen fünfzehn Schweine in den Flammen um. Vom Waschmaschinendeckel erschlagen. Als die Frau ging, daß man die verdorbenen Fleischwaren erneutl einer Familie in der Kirchhellenstraße in Sterkre zu Wurst verarbeitet hatte bzw. verarbeiten für einen Augenblick die Waschküche verließ, machte sich wolte. Der Volksschädling Immenkamp und sein„sau= Waschmaschine zu schaffen. Dabei schlug der Deckel der berer“ Geselle Heinrich Batz aus Erkenschwick sind dem Waschmaschine zu und traf den Jungen so unglücklich, Gericht zugeführt worden, das Haftbefehl erlassen hat. daß er kurz nach dem Unfall starb. Banenscheilei=Kraigeenen Bestandenes Examen. Vor dem Prüfungsausschuß der Evangelischen Bekenntnissynode der Provinz Westfalen bestand der Student der Theologie Werner Hartmann, Sohn des Grubensteigers a. D. Wilh. Hartmann, Schüler des hiesigen Gymnasiums, sein erstes theologisches Examen. und öffentliche Betriebe nahm am Freitag abend im Rahmen einer kleinen Feier der Oberbürgermeister vor. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Gemeinschaftswalters Reinert, der auf die Bedeutung der Berufsschulung hinwies, sprach Kreisschulungsleiter Dipl.=Ing. Schiesen. Oberbürgermeister Petri gab seiner Freude Ausdruck über den starken Besuch und über das allgemeine Interesse. Versammlung der Kreisbetriebsgemeinschaft Bergeses sehie ece ie eigete aie sche: lung wies einen sehr guten, Besuch auf. Größere Lotzitnzühung auf zene Eine größere Lustsahutzübung und heftete an deren Stelle lere Blättef, augg ei zweiten Paß. Insgesamt hat er auf diese Weise in drei Vierteljahren für über 4000 Reichsmark in Deutschland bei den verschiedensten Banken eingelöst. Das Zollamt kam ihm aber doch auf die Spur; dabei wurde festgestellt, daß er mindestens für 2500 Reichsmark deutsches Geld nach Holland verschoben hat. Englischer Reisewagen angefahren Vier Schwerverletzte Köln, 24. Oktober. Auf der Landstraße Köln— Nachen wollte am Samstag vormittag kurz nach 10 Uhr Reformationsfest. Am Samstag, 81. Oktober, und Sonntag. 1. November, begeht die Kirchengemeinde Wattenscheid das Reformationsfest. Am 31. Oktober ist vormittags um 9 Uhr in der Friedenskirche der Reformationsaottesdienst für die Schulen. den Pfarrer Stuhlmann hält: die evangelische Jugend ist dazu herzlich eingeladen.— Am 1. November ist in der Friedenskirche vormittags um 10 Uhr der Festaottesdienst Peicte up isereisge in der' griehdensrieche die Reforma, wve das vordübliche Zusammenpirten tags um 5 Uhr in in der Friedensxirae vie breforma= zeigte#s vorhildliche, Zusammenwirken tionsfeier, bei der Pfarrer Rehling aus Hagen sprechen wird. Die Woche des deutschen Buches in Wattenscheid. Die Woche des deutschen Buches wird auch in Wattenscheid festlich begangen werden. In einer großen Kundgebung im Saalbau Marxmeier liest der bekannte Dramatiker Walter Gottfried Klucke am Mittwoch aus eigenen Werken. Am Freitag findet in der Aula des Gymnasiums ein weiterer Leseabend statt. Die Städtische Bücherei veranstaltet eine gehaltvolle Buchausstellung in den Räumen der Bibliothek Verkehrsvereins. und des u. Zeche„Zenrrun. Eine großere Zutschuzugung, auf„Zeche zeigre, oas vorhüdliche Bu#clamenwirren Zwischen eintlem und Werkluftschutz. Die Uebung verlief zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Am 23. Oktober wurde auf der Hochstraße eine Person aus Gelsenkirchen dabei betroffen, wie sie versuchte. Similiringe an den Mann zu bringen mit der Zusicherung, daß es sich um echt goldene, 888 gestempelte Ringe handele. Wie die kriminalpolizeilichen Feststellungen ergaben, hat es sich um sogenannte Neppware gehandelt. Der Betrüger wurde festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Das Publikum wird erneut vor solchen Betrügern gewarnt und besonders darauf hingewiesen. daß der Ankauf oder das Feilbieten von Gold= und Silbersachen. Bruchgold und Bruchsilber, sowie TaschenDie Eröffnung der Berufsschulung der RGB. Verkehr uhren, im Umberziehen verboten ist. Statt Karten 8 Die glückliche Geburt einer gesunden TOCHTEK zeigen hocherfreut an Clemens Sprenger und Frau Maria geb. Bornewasser Bochum, den 23. Oktober 1936 z. Z. Elisabeth-Hospital Autofahrten aller Art führt aus Josef Sievers, Alsenstraße 31, Telephon 64136. Stellenangebote (männlich) Wohnung für sofort gesucht. Pieperstr. 25,1. Etg. Frl. ev., 32., häusl., m. tadellos. Verg., w. Bek. eines Herrn zwecks Leirat L. 398 Anzeiger Suche arbeitsfreudigen, m. Liebe am Beruf hängenden ung. Munn schlafen kann, für auch Anlern. ganze Tage gesucht. Tüchtiges Karchen welches zu Hause Statt besonderer Anzeige Heute morgen nahm der liebe Gott meinen innigstgeliebten, treusorgenden Gatten, den guten Vater meiner Kinder, meinen lieben Schwiegersohn, unsern Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Herrn Dr. Zugen Braumahn nach 7jähriger, glücklichster Ehe, zu sich in den Himmel. Er starb, versehen mit den hl. Sterbesakramenten im Alter von 42 Jahren nach schwerem Leiden. In tiefer Trauer: Frau Toni Braumann geb. Feldmüller Hans Dieter, Eugen u. Winfrid Braumann Bochum(Kaiserring 13), den 25. Oktober 1936 Das feierliche Seelenamt wird gelesen am Mittwoch, dem 26. Oktober 1936. um.30 Uhr, in der Propsteikirche, anschließend ist gegen 10 Uhr die Beerdigung vom Eingang des Friedhofs in Bochum-Grumme. Beileidsbesuche dankend verbeten Familienanschluß. Lohn nach Praxis und Leistung. Bauer Gust. Jacob Helkenberg, Voerde Ennepe=Ruhr=Krs. Ordentlicher Laufbursche unter 15 Jahren, v. Großhdl. gesucht. H. S. 5445 Anzeig. — Stellenangebote (weidlich) Ich stelle sofort noch einige Frauen u. Mädchen nicht unter 18., zum Austragen u. Einsammeln von Werbematerial ein. Fester Verdienst. Persönl. Vorstell. nur Montag, 26. Oktbr., nachm. zw. 3 und 6 Uhr, bei H. Cloidt, Restaur. Beding.: Kochen u. sämtl. Hausarbeit. Bochum 1V, Dorstener Straße 223 Zuverl., flinkes u. saub. 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Schwägerin und Tante Wilweurmia Zietchne geb. Wiesmann In tiefer Trauer: Dr. phil. Johannes Dickerhoff und Frau Lucie geb. Fleiter Heinrich Dickerhoff und Frau Toni geb. Oruß Maria Dickerhoff(Schwester Epiphania) Joseph Dickerhoff und Frau Maria geb. Baumert Anna Dickerhoff, Lyzealoberlehrerin Frau Agnes Baumert geb. Dickerhoff und Paul Baumert Klara Dickerhoft Frau Agathe Winter geb. Dickerhoff und Ernst Winter Elisabeth Dickerhoff Dr. rer. pol. Paul Dickerhoff 16 Enkelkinder Bochum(Altenbochumer Se r. 41, Unna. Steyl(Holland), Bottrop. Essen. Paderborn. Breslau, den 24. Oktober 1936 Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 27. Oktober, morgens.30 Uhr, von Ecke Freigrafendamm—Liebfrauenstraße aus zum Altenbochumer Friedhof.— Das Seelenamt ist vorher.15 Uhr in der Liebfrauenkirche, Bochum-Altenbochum. Im Sinne der Verstorbenen wolle man statt Kranzspenden des Annastiftes in Altenbochum gedenken.— Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen schöne, abgeschl. 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Auf Grund des§ 8o ubs. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935(RGBl. I S. 49) wird für das Rechnungsjahr 1936 folgende Nachtragshaushaltssatzung bekanntgemacht: 1. Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Nachtrag zum außerordentlichen Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1936 wird mit einer Mehreinnahme 732000 R W. gran mit einer Meyrausgabe 732000 RM. festgesett. Die Einnahme und Ausgabe im außerordentlichen Haushaltsplan erhöht sich hierdurch auf 5 544 000 RM. Der Nachtragshaushaltsplan liegt gemäß 8 86 Abs. 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 27. Oktober 1936 bis zum 2. November 1936 im Rathaus. Zimmer 218, öffentlich aus. Bochum, den 23. Oktober 1936. Der Oberbürgermeister. Verdingung. Die Erd= und Maurerarbeiten für die Herstellung eines Lichtschachtes an der Goethe=Oberrealschule, Goetbestraße 3, sollen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der Bauunterhaltungsabteilung, Rathaus, Zimmer 342, zur Einsicht auf und können, solange der Vorrat reicht, von dort bezogen werden. Zusendung durch die Post erfolgt nicht. Verschlossene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis Montag, den 2. November 1936, 11 Uhr, bei der oben genannten Dienststelle rechtzeitig einzureichen, wo um diese Zeit die Atto Mäslor Oeffnung der Angebote im Beisein Ulto-MUngretwa erschienener Bieter erfolgt. er—...- I Bochum, den 23. Oktober 1936. Der Oberbürgermeister. Rohproduktenhdlg. sucht kl. bagerraum Pferdestall, mit oder ohne—3= Zimm.=Wohnung. Ch. 5432 Anzeig. Mietgesuche möbl. Zimmer Suche z. 1. Nov. freundl. mobl. Vemartg m. Heizung. ungeb. unt. Nr. 975 an Ann.=Expedit. Vehreschild, Hamm (Westf.) Beamt. sucht zum 1. November elegant möbliert. Wohn= und Schlafzimmer mögl. Ehrenfeld. W. 2858 Anzeiger. Alt. Mann s. einfach möbliertes Zimmer m. Kochgelegenheit. W. W. 23291 Anz. 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