#., monatlich,„ung seichrst=bör mit mir“ 45 Bi, monalich bei ver Senzagen, uo, Vi. Hulch hsbel Lewalk, Reiseanzgriche Geilkt Perdses. u. Vt. Hösts gis 12 Ast. Dese prechtunden der Schrislelung auser Milwasz und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag 23. Oktober 1936 43. Jahrgang Nummer 249 Einzelpreis 10 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Bl. im Tertell, FamiltenVeg, Lugeuste, An äszlezsese“. B. esug Jei Anzeigenannabme M1ijg, bis, bes Vortages. Für den richigen Aodtuck sern. mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 SeuirTet Orel.S Der Sermer=Sesprechungen=Zwener=Lag Der italienische Außenminister besichtigte das Luftfahrtministerium dnb Berlin, 22. Oktober. Ministerpräsident Generaloberst Göring und, Frau gaben am Donnerstag zu Ehren des minister, Grafen Ciano, ein Frühstück, an dem das italienische Botschafterpaar sowie die Begleitung des Außenministers und die Mitglieder der italienischen Von deutischer Seite waren u. a. mit ihren Damen anwesend: Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, Staatssekretär Körner, Staatssekretär General ver Flieger Milch, Oberpräsident Prinz Philipp von der stellvertretende Staatssekretär des Auswärtigen Graf Ciano führte Ministerpräsident Generaloberst Göring die italienischen Gäste persönlich durch dos neue Luftfahrtministerium.„Exzellenz Ciano dankte Amisterprasident Generaloberst Göring am Schluß der Besichtigung herzlich für die ihm in so umfassender Weise) neu bermittelten Einbrucke. ingesetzlichen und willkürDie Versammlung werde gen ergangen seien. Infolgedessen unterwerfe sich die Rer=Bewegung dieser„ungesetzlichen u. lichen" Entscheidung nicht. stattfinden. eu vermittelten Eindrü „Neue Gemeinschaft des ZusammenlebensStarker Widerhall der Berliner Aussprache in Rom Rom, 22. Oktober. Die römische Morgenpresse steht ganz im des italienischen Staatsbesuches in Berlin dessen glänzender Verlauf unter besonderer Herausstellung des Beginns der politischen Aussprache, ferner der feierlichen valast und giher#gzisch sehattenen Arbeit in Berlin“, so „Lavoro Fascista“ in großer aufmachung die Fortsetzung der Besprechungen zwischen den Außenministern Italiens und Deutschlands, die— wie dat Blatt besonders unterstreicht— in einer„Atmospi, der Herzlichkeit und des Optimismus“ vor sich gingen. Auf den gleichen Grundton ist die ganze römische Abendpresse eingestellt, wobei mit besonderem Nachdruck auf die Bedeutung der Trinksprüche der beiden außenminister sowie auf die persönliche Fühlungnahme des Vertreters des Duce mit dem preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Göring hingewiesen wird. Auch die zweite Unterredung zwischen den beiden Alußegnintstern sei, wie allgemein betont wird, sehr herzu###### Die Trinksprüche, so führt der Sonderberichterstatter des„Lavoro Fascista“ aus, enthielten Wendungen, die sehr viel gegenständlicher seien als die traditionellen Formeln internationaler Höflichkeit. In beiden Trinksprüchen werde von einem offenen und freundschaftlichen Gedankenaustausch gesprochen und von einer Vertiefung der bestehenden guten Beziehungen. In beiden Reden werde eine internationale Verständigung, die beiden Ländern gleicherweise am Herzen liege, als das Ziel der gemeinsamen Anstrengungen bezeichnet. S. könne man am zweiten Tag der Verhegen., piefre gagregz, ohne sich allzu wei.„vorzuwagen, hehaupten,—6 die gemeinsamen und großzügigen Bemu, Bufamuse, Länder eine neue Gemeinschaft des Zusummenlebens in Europa auf dem Boden eines ehrenvollen und gegenseitigen Sichverstehens ergeben. Daß diese Be mühungen von Erfolg gekrönt sein werden, stehe außer Zweifel, wenn man auch die Bestätigung erst nach der Begegnu, gnd Reichskanzler Ende dieser sters mit dem Führer und Reichstangte. Ende onser italienische Außenminister der Gast des preußischen Ministerpräsidenten Genergloberst Göring gewesen sei, so verdiene dieser Teil des Bertiner Programms des Grafen Ciano besonders unterstrichen zur Leitung und Verwirklichung des großen ersten auf den allerersten Platz des politischen Lebens Auch der Verliner Vertreter der„Tribung“ unterstreicht die ganz außerordentliche Redeutung. iner Persönlichkeit, Görings, die sich u nur aus seine. Vergangenheit während des Krieges und in der Geschichte der Partei, sondern auch aus der außergewöhn lichen Bedeutung der ihm von Hitler übertragenen volitischen Aufgaben ergebe. Rexisten=Aufmarsch verboten Die Rexisten wollen dem Verbot trotzen Brüssel, 22. Oktober. Das Kabinett hat in seiner Nachtsitzung beschlossen, die für Sonntag geplante Massenversammlung der Anhänger von Rex zu verbieten. Die 3 gierung sei der Auffassung, daß in der gegenwärtigen Zeit des wirtschaftlichen Wiederaufbaues jede Kund; gebung dieser Art unangebracht sei und Gefahren mie sich bringe, vor denen das Land bewghrt,„rden müsse. Die Leitung der Rex=Bewegung verossennicht eine Erklärung, in der es heißt, Rer sei über diese Entschei: dung des Kabinetts erstaunt. Die Entscheivung sei durch nichts gerechtfertigt; denn bei der in genommenen Versammlung handele es sich um eine streng private Veranstaltung auf privatem Eigentum, zu der nur persönliche schriftliche EinladunZwecklose Gesuche Göring hat seine Mitarbeiter für die Durchführung des Vierjahreplanes schon bestimmt dnb Berlin, 22. Oktober. Seit der Herausgabe der Verordnung des Führers über die Durchführung des Vierjahreplanes läuft im Stabsamte des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring eine Fülle von Gesuchen um Verwendung ein, die den Geschäftsbetrieb außerordentlich hemmt. Hierzu teilt die Pressestelle des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring mit:....: Gärins bet fü. 81. „Ministerpräsident Generaloberst Goring hat für die Durchführung des Vierjahreplanes seine Mitarbeiter bereits bestimmt. Es wird keine besondere Behörde oder Dienststelle gebildet. Weitere Gesuche um Einstellung sind zwecklos.“ Geburtstagswünsche des Führers an Staatssekretär Schlegelberger. Der Führer und Reichskanzler hat dem Staatssekretär im Reichsjustizministerium, Dr. Schlegelberger, der am Donnerstag seinen 60. Geburtstag beging, telegraphisch Glückwunsche ausgesprochen. R Hch. Hoffmann Zu Ehren des italienischen Außenministers Grasen Eian,greigerre=pone Reurath und Gatin im e ebden, uuedhbueug eriche, Aherhiasche de Auser Bid zeigt von unts uch reczizReictt. benwiniter Vereibern, minister Generalfseldmarschall von Blomberg. chiafsersteilung der Muerik=eiedert Navalcarnero, 30 km vor Madrid, von Nationalisten genommen 20 Oeber sgelte ihn in furchtbarer Weise zu To Burgos, 22. Otrober. Die Truppen des Generals Mola haben am Mittwoch nachmittag den roten Stützpunkt Navalcarnero eingenommen, der vom Madrider Stadtzentrum nur 30 Kilometer entfernt liegt. Die Roten ergriffen die Flucht und hinterließen eine große Anzahl Waffen und Munition. Im Laufe der Gefechtshandlung wurden zwei rote Jagdflugzeuge und eine französische Maschine abgeschossen. 4544. Die Einnahme von Navalcarnero ist von großter Bedeutung, da nun die Autostraße nach Madrid für die nationalistischen Truppen frei geworden ist. Die rote„Regierung“ hatte auf den Widerstand ihrer in Navalcarnero zusammengezogenen Streitkräfte ihre letzte Hofnung gesetzt. Gleichzeitig wurde der Ort Villamanta in der Nähe von Navalcarnero von den Mola=Truppen besetzt. Ueber die Einnahme von Navalcarnero wird weiter bekannt, daß die roten Truppen keinen großen Widerstand leisteten, ihre vorzüglich befestigten Stellungen beim sieghaften Vorrücken der nationalen Truppen sofort aufgaben und in Lastkraftwagen und Automobilen in Richtung auf Madrid flüchteten. Von den nationaten Truppen wurden 200 Gefangene gemacht. Die Verluste der Roten an Menschen und Material konnten wegen der nächtlichen Dunkelheit noch nicht festgestellt werden. Auch ein Fesselballon der Roten konnte abgeschossen werden und fiel in die Linien der nationalen Truppen. Der Pilot konnte gefangen genommen werden.— Der Berichterstatter von Havas stellt fest, daß die nationalen Truppen nach der Eroberung dieser Schlüsselstellung den Angriff auf Madrid nun von Süden und von Westen her fortsetzen können. In den Vormittagsstunden des Donnerstag haben die nationalen Truppen die Ortschaft Navas del Marques am Südhang der Sierra de Guadarrama in der Nähe von El Escorial, dem alten Bergschloß der spanischen Könige, eingenommen. Den nationalen Truppen, die bei Ronda in der Provinz Malaga standen, gelang es, die Ortschaften Casarabonella, Junquera, Algatazin und Alpandeire zu erobern, womit die Bahnlinie nach Algeciras## Das Internationale Rote Kreuz in London hat aus Madrid die Nachricht erhalten, daß dort zuverlässigen Schätzungen über 10000 personen (darunter 1000 Frauen), entweder als Geisern oder als Gefangene festgehalten würden. Alle Geiseln in Cartagena ermordet Wie der diplomatische Korrespondent Telegraph“ meldet, haben die Marxisten am Dienstag in Cartagena alle ihre Gefangenen umgebracht, da die Stadt von nationalistischen Flugzeugen mit Bomben belegt worden war. Die aus Barcelona einlaufenden Meldungen berichten immer wieder über neue furchtbare Grenzlggtene## marxistischen Horden, die die katalanische Haugistabt terrorisieren. Besonders erschütternd sind die soeben bekanntgewordenen Einzelheiten der Ermordung eines katalanischen Bischofs. Nachdem der Bischof längere Zeit von den Roten gefangen gehalten und grausamen Folterungen unterzogen worden war, wurde er eines Tages auf einem öffentlichen Platz in Anwesenheit einer großen Menschenmenge unter rohen Scherzen wie ein Sklave meistbietend versteigert. Nach dieser als„Volksbelustigung“ aufgezogenen Szene stürzte sich der rote Mob auf den Priester und prürite ichn in gattgtetetr„A r de.. schwerverletzte Bischof, der kaum mehr Lebenszeichen von sich gab, wurde schließlich von den roten Bestien in nicht wiederzugebender Weise abgeschlachtet. Der Radiosender Teneriffa meldet, daß der Führer der roten Milizen und Cortes=Abgeordnete Gonzales Penia mit dem Kriegsschatz von 36 Millionen Peseten, der aus der Beraubung der Banken von Gijon und Aviles stammt, aus Oviedo verschwunden sei. „Russische Waffentransporte versenken Anweisung der Burgos=Regierung Nach einer Meldung der Liberté“ aus Salamanca soll ein anscheinend sowjetrussischer Dampfer versuchen, in Santander Waffen und Munition für die rote Miliz zu landen. Die Nationalisten haben darauf einen Kreuzer angewiesen, jedes in den spanischen Hoheitsgewässern befindliche sowjetrussische Schiff anzuhalten und es zu versenken, wenn sich Waffen und Munition an Bord befinden sollten. Die Burgos=Regierung werde diesen Beschluß unverzüglich allen fremden Regierungen zur Kenntnis bringen. Azanas Familie schon in Frankreich Paris, 22. Oktober. „Matin“ will im Zusammenhang mit der Reise der Gattin des roten spanischen Präsidenten Azana nach Paris wissen, daß bereits vor einigen Tagen mehrere Mitglieder der Familie Azana in Marseille eingetroffen seien. Aufgefangene Botschaft Stalins St. Jean de Luz, 22. Oktober. Den spanischen Nationalisten ist es gelungen, eine neue Radio=Botschaft Stalius an Largo Caballero aufzufangen. Aus dieser Botschaft ergibt sich, daß die Hitfeleistung Sowjetrußlands für die spanischen Marristen die Niederwerfung des Faschismus Hrzsegen diesem Kampf, der keine innerspanische Angereg#nheit darstelle, sei die gesamte„fortschrittliche“ Menschheit interessiert. Blum und Auriol des Betruges beschuldig Eine Klage der französischen Steuerzahler Paris, 22. Oktober. Der Verband der französischen Steuerzahler hat gegen Ministerpräsident Blum und Auriol eine Zivilklage wegen betrügerischer Ausgabe von Wertpapieren eingereicht, nachdem die waltschaft dem Antrage des Steuerzahlerverbandes auf Einleitung eines Verfahrens von Amts wegen nicht stattgegeben hat. Die Klage stützt sich darauf, daß die beiden Minister zur Rechenschaft gezogen werder,a. weil sie während der Auflegung der Anleihe##ten, es finde keine Abwertung statt, während dann schließlich doch von ihnen vorgenommen worden ist. Offizieller Besuch Becks in London. Der polnische Außenminister Beck wird vom 8. bis 12. November London einen offiziellen Besuch machen, der als Erwiderung des Wyrschauer Behjäggr 1035 glkzoll Außenministers Eden vom Frühage 25es gulh Vom Acht-Wochenmann zum Relerveoftizier Von Major(E) Dr. v. Dolkmann, Generalkommando IV.= Es ist wohl allgemein bekannt, daß heute ebenso wie den ehemaligen aktiven und Reserveoffizieren der alten Armee so auch zahlreichen Wehrfähigen, die als Soldaten im neuen Her gedient haberzgder Sefgsperganz zier des Beurlaubtenstandes offensteht. Gelosterrstande liche Voraussetzung ist, daß die Betreffenden in jeder Hinsicht den an einen Offizier unserer Wehrmacht zu stellenden Anforderungen genügen. Wie aber steht es mit denjenigen, die gleichsam zwischen den Zeiten geboren sind, mit den Jahrgängen etwa von 1900 bis 1912? Sie waren teils noch so jung, daß sie entweder gar nicht am Kriege teilgenommen haben, oder sie waren nur so kurz an der Front, daß sie noch nicht zum Reserveoffizier hatten befördert werden können. Teils aber waren sie schon zu alt, als daß sie im vergangenen Herbst noch zum aktiven Wehrdienst einberufen wurden. Allem Anschein nach ist es noch nicht genügend bekannt, daß auch für die vorstehend näher gekennzeichneten Jahresklassen die Möglichkeit be steht, zunächst Reserveoffizier=Anwärter und dann Reserveoffizier des neuen Heeres zu werden. Es sei her im folgenden kurz der Weg gezeigt, der zu viesem von vielen jüngeren, gesunden Leuten erstrebten Zi Er führt— das sei gleich vorweggenommen, um die allgemeine Richtung anzudeuten„„shez, die Ausbildung in den Ergänzungseinheiten, Reserpegffizi, bird die Möglichkeit, auf diesem Wege Resereroffezier zu werden, nur für diejenigen Soldaten gegeben sein, die noch im Laufe dieses Jahres an der Mannschaftsausbildung bei Ergänzungs=Einheiten teilgenommen und spätestens im Jahre 1937 die UnterführeranwärterAusbilbung mit Erfolg Lygrnezeinheiten Mannschaftstember 1937 bei den Erganzangreinheiten Mannschaftsund Unterführeranwärter=Ausbildung hintereinander durchgemacht haben. Ersatz=Reseronnen ves Jahrgangs 1913 und jüngere Geburtsjahrgänge, soweit sie lgglich 1 und 2 sind, können auch noch im kommenden Jahre die Mannschaftsausbildung durchmachen. Res offizier=Anwärter aber können sie nur werden, wenn sie sich bei Beendigung ihrer viermonatigen Ausbildung bei Ergänzungseinheiten schriftlich zu weiterer, mindestens einjähriger„Dienstzeit, bei der aktiven Truppe verpflichten. Daß fur die Infanterie, die Artillerie, die Nachrichten=Abteilung und die Pioniere sogenannte Ergänzungseinheiten bestehen, abgekürzt bezeichnet als E. Bataillone,.=Batterien usw. darf wohl als bekanne In diese Ergänzungseinheiten werden für eine Ausbildung(2 Monate) Wehrpflichtige der Ersatz=Reserve I eingestellt, aber auch(bis 30 Prozent des Bedarfs)— und das ist in diesem Zusammenhang wichtig— Freiwillige aus den Geburtsjahrgängen 1900—1912(in Ostpreußen 1900—1909). Besonders hervorzuheben ist, daß diejenigen, die als Führemnachfür den freiwilligen Eintritt in die Wehrmacht Der erste Schritt Wer in einer Ergänzungseinheit freiwillig dienen will, muß sich als allererstes zwecks Ausstellung eines Seite 2 Nr. 249# Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 23. Oktober 1936 melden. Dabei muß er gemäß 8 8 der Verordnung über das Erfassungswesen vom 6. November 1935 folgende Papiere vorlegen: a) den Geburtsschein, d) Nachweise über seine Abstammung, soweit sie in seinem oder seiner Angehörigen Besitz sind, e) die Schulzeugnisse und Nachweise über seine Berufsausbildung(Lehrlings= und Gesellenprüfung), a) Ausweise über Zugehörigkeit zur HJ.(MarineHJ.), zur SA.(Marine=SA.), zur SS., zum NSKK., zum DLV., DASD., zur freiwilligen Sanitätskolonne(Rotes Kreuz), 2) den Nachweis über Teilnahme am Wehrsport, 1) den Nachweis über geleisteten Arbeitsdienst(Arbeitspaß, Arbeitsdienstpaß, Dienstzeitausweis oder Pflichtenheft der Studentenschaft), s) den Nachweis über geleisteten aktiven Dienst in der Wehrmacht oder Landespolizei oder über die bereits ausgesprochene Annahme als Freiwilliger im Reichsarbeitsdienst oder in der Wehrmacht, h) den Nachweis über den Besuch von Seefahrtschulen und über Seefahrtzeiten, 1) den Nachweis über den Besitz des Reichssportabzeichens oder des SA.=Sportabzeichens, k) den Führerschein(für Kraftfahrzeuge, Flugzeuge oder Schein des Deutschen Seglerverbandes). Nach Erteilung des Freiwilligenscheins erfolgt als zweiter Schritt die schriftliche oder mündliche Meldung des Freiwilligen bei dem für seinen Wohnsitz zuständige ###erbei können vor aller Kreraitt Katalonien soll Sowjetstaat werden— Offenes Eingreifen in Spanien Wehrbezirkskommando. Hie Wünsche hinsichtlich der Waffengattung, des Standortes und des Zeitpunktes, an dem der Freiwillige eintreten möchte, vorgebracht werden. Soweit nicht dienstliche Belange entgegenstehen, werden derartige Wünsche nach Möglichkeit berücksichtigt. In der Regel sechs Wochen vor dem Ausbildungsbeginn werden die Freiwilligen durch Gestellungsbefehle zur Ausbildung bei den Ergänzungseinheiten einberufen. Verheiratete oder unterhaltspflichtige Freiwillige sollen, soweit dies aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich ist, baldmöglichst nach Aushändigung des Gestellungsbefehls bei dem Stadt= oder Landkreis oder bei dem Bürgermeister der Gemeinde, in der sie wohnen mündlich oder schriftlich einen Antrag auf Familienunterstützung stellen, damit die Zahlung vom Tage der Einberufung an gewährleistet ist. Vom Einstellungstage an bis zum Ablauf des Entlassungstages sind die zur Ausbildung in Ergänzungseinheiten einberufenen Wehrpflichtigen(Ersatz=Reservisten I und Freiwillige) Soldaten, die ihre aktive Dienstpflicht ableisten. Sie unterliegen daher den für Soldaten gültigen Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen. Daß alle Einberufenen alsbald nach Eintressen beim Ergänzungstruppenteil auf Diensttauglichkeit untersucht werden, sei als selbstverständlich nur nebenbei bemerkt. Nach erfolgreicher Ableistung der zweimonatigen Uebung dürfen diejenigen Ergänzungsmannschaften, die nach ihrer Persönlichkeit und ihren militärischen Leistungen geeignet erscheinen, durch den zuständigen Vorgesetzten unter Beförderung zum Gefreiten der Reserve zum Unterführer=Anwärter ernannt werden. Diese Ernennung wird in den Personalpapieren vermerkt und in den Wehrpaß eingetragen. Für die Unterführer=Anwärter empfiehlt es sich, daß sie sogleich im Anschluß an die zweimonatige Uebung an der Unterführer=Anwärter=Ausbildung teilnehmen. Stehen dem berufliche Gründe im Wege, so ist Zurückstellung auf einen späteren Lehrgang, jedoch auf längstens ein Jahr, möglich. Bei nachweisbar zwingenden, besonders beruflichen Gründen kann ausnahmsweise von den Wehrersatz=Inspektionen die Frist für Ableisten dieser Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängert werden. Die nicht zum Unterführer=Anwärter Ernannten werden mit dem Tage der Entlassung in die Reserve II übergeführt. Die Ausbildung der Unterführer=Anwärter geht im allgemeinen bei der gleichen Ergänzungseinheit vor sich, die auch die Mannschaftsausbildung durchgeführt hat; sie dauert ebenfalls 2 Monate. Als Abzeichen tragen die Anwärter eine wollene Schnur in der Waffenfarbe auf dem unteren Teil der Schulterklappe. Unterführeranwärter, die diese Ausbildung mit Erfolg durchgemacht haben, und nach Persönlichkeit und Leistungen zum Unterführer geeignet sind, können bei ihrer Entlassung durch den zuständigen Vorgesetzten zum Gefreiten der Reserve ernannt werden. Darüber hinaus können die Gefreiten der Reserve, die nach ihren militärischen Leistungen und ihrem Charakter als Reserveoffiziere geeignet sind, am Entlassungstage zum Reserve=Offizieranwärter ernannt werden. Als charakterlich geeignet wird nur derjenige befunden werden, der nach seiner ganzen Lebensauffassung, nach seiner Persönlichkeit und seinem Lebenswandel den an einen Offizier zu stellenden Anforderungen genügt; er muß also zum Beispiel in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben und eine achtbare Lebensstellung haben. Ebenso können nur solche Männer dem Offizierkorps des Beurlaubtenstandes angehören, die sich zum nationalsozialistischen Staat bekennen und auch nach außen hin für ihn eintreten. Diejenigen, die auf die geschilderte Weise bei den Ergänzungstruppenteilen Reserve=Offizieranwärter geworden sind, werden dann durch die zuständigen Wehrbezirkskommandos aktiven Truppenteilen zugewiesen und in der gleichen Weise zum Reserveoffizier ausgebildet, wie die von den aktiven Truppenteilen entlassenen Reserve=Offizieranwärter. Diese haben bekanntlich drei Reserveübungen abzuleisten: die erste von sechs Wochen Dauer bei der Truppe, nach Beendigung bei Bewährung Beförderung zum Unteroffizier der Reserve, die zweite von vierwöchiger Dauer im nächstfolgenden Jahre ebenfalls bei der Truppe. Wenn die am Ende dieser Uebung abzulegende praktische und theoretische Prüfung bestanden wird, kann eine Beförderung zum Feldwebel(Wachtmeister) der Reserve ausgesprochen werden. Im vierten oder fünften Reservejahr folgt dann die dritte Reserveübung, die sogenannte Offizierübung; sie dauert sechs oder zweimal drei Wochen, die innerhalb eines Jahres abzuleisten sind. Bei entsprechend günstiger Beurteilung wird dann der Reserve=Offizieranwärter durch den Truppenkommandeur zur Wahl durch das Offizierkorps des betreffenden Regiments gestellt, wenn sich durch Anfrage beim Wehrbezirkskommando ergeben hat, daß keine Bedenken persönlicher und politischer Art gegen den Reserve=Offizieranwärter vorliegen. Erst nach der Wahl darf der Anwärter dem Oberbefehlshaber des Heeres zur Beförderung zum Reserveoffizier vorgeschlagen werden. Weitere Ernennungen am polnischen Unabhängigkeitstage. Am polnischen Unabhängigkeitstage, am 11. November werden zugleich mit der Ernennung des Generals Ryds=Smigly zum Marschall die Generale Soskowski, Berbecki und Domb=Biernachi den Rang eines Feldzeugmeisters erhalten. Paris, 22. Oktober. „Moskau hat seinem Bürgerkriegsspezialisten Anonow Owsesenko Vollmachten für Spanien erteilt. In Fettdruck bringt der Pariser„Matin“ diese Meldung unter Angaben der näheren Umstände, die der Sowjetunion jetzt zum offenen Eingreifen in den sparischen Bürgerkrieg Veranlassung gegeben zu haben schienen. Der Londoner Berichterstatter des Blattes schreibt, er habe aus verschiedenen Quellen den Eindruck gewonnen, daß Moskau mit den spanischen Kommunisten zusammen aus Katalonien einen Sowjetstaat zu schaffen versuche. Die Aufgabe sei dem eben genannten Assenko übertragen worden, der Generalkonsul in Barcelona sei. Die materielle Hilfe, die die Sowjets den spanischen Kommunisten durch Landung von Truppen und Kriegsmaterial in Katalonien zu gewähren gedächten, würde, so meine man, auf keine unüberwindlichen Hindernisse vom internationalen Gesichtspunkt aus stoßen, da das Abkommen von Montreux sowietrussischen Fahrzeugen die Einfahrt ins Mittelmeer durch die Dardanellen erlaube(!). Die neue Richtung der sowietrussischen Politik, so heißt es in der Meldung des„Matin“ weiter, sei das Ergebnis einer außerordentlichen Konferenz, die mit Litwinow und anderen bolschewistischen Führern unlängst in Genf abgehalten worden sei. Heute könne man an Hand zuverlässiger Quellen näheren Aufschluß über die Tragweite dieser Beratung geben. die als richtiggehender„internationaler Kriegsrat“ angesprochen zu werden verdiene. Der Sowjetbotschafter in Madrid, Moses Rosenberg, habe Litwinow eine sehr pessimistische Schilderung der Lage in Spanien übermittelt, wonach die Sowietsache so gut wie verloren sei. Anderseits hätten Botschaften aus Moskau die in der Sowjetunion herrschenden Zustände im Zusammenhang mit der Erkrankung Stalins als nicht rosig hingestellt. Drei Strömungen seien aufeinandergeplatzt, die bürokratischen Kommunisten unter der Leitung von Molotow, die Trotzki=Anhänger und Woroschilow, der bereit sei, eine Militärdiktatur auszurufen. Litwinow als Seele der bolschewistischen Revolution in Spanien und der kommunistischen Umtriebe in Frankreich, habe diese Andeutungen über einen möglichen Zusammenbruch in Moskau mit in Erwägung gezogen und beschklossen, so schnell wie möglich zu handeln. Die Sowjetführer hätten zunächst versucht, die kommunistischen Zellen in Frankreich mobil zu machen, damit die kommunistische Partei in Frankreich mit den Kommunisten in Spanien einen Block bilde. Gleichzeitig seien neue sowjetrussische Militärinstrukteure nach Madrid gesandt worden, wo sie seither die militärischen Operationen leiteten. Sowjetrussische Beschlüsse Paris, 22. Oktober. „Gringoire“ will im Zusammenhang mit den sowietrussischen Waffenlieferungen an die Madrider Regierung in Erfahrung gebracht haben, daß am 16. Oktober im Kreml eine Sitzung des Politischen Büros unter dem Vorsitz Molotows stattgefunden habe. Dabei seien außerordentlich weittragende Beschlüsse gefaßt worden, die geeignet seien, den Frieden in Europa zu gefährden. Angesichts der Gefahr einer baldigen Einnahme Madrids durch die nationalen Truppen habe die sowjetrussische Regierung beschlossen, nachstehende Maßnahmen zu treffen: Wegen des Mangels an geeigneten sowjetrussischen Handelsschiffen sollen, um Waffenlieferungen für die Madrider Regierung durchführen zu können, zehn ausländische Schiffe mit einer Gesamttonnage von etwa 50 000 Tonnen gechartert werden. Sie sollen unter dänischer, norwegischer und griechischer Flagge fahren. Trotz der Proteste der Offiziere des sowjetrussischen Generalstabes, die eine Erschöpfung ihrer eigenen Reserven an Kriegsmaterial befürchten, habe Marschall Woroschilow befehlen müssen, große Mengen Kriegsmaterials nach Barcelona zu schicken, und zwar: 5000 schwere und leichte Maschinengewehre, 300 Kanonen und die dazugehörige Munition. Die erste Ladung umfasse ferner 100 Jagdund Bombenflugzeuge, die von 40 sowjetrussischen Fliegern begleitet würden. Da Antonow=Owsejenko, der sowjetrussische Generalkonsul in Barcelona, die Entsendung geschulten militärischen Personals gefordert habe, würden außerdem zehn sowjetrussische Artillerieoffiziere nach Katalonien entsandt werden, ferner 15 Militärpropagandisten, die sich mit dem Pressedienst und der Verbreitung geeigneter Flugschriften befassen Fünf militärische Fachleute für drahtlose Te würden ebenfalls entsandt werden, um eine unmittelbare funkentelegraphische und=telephonische Verbindung zwischen Barcelona und Moskau herzustellen. Eine weitere Maßnahme, die Moskau bisher immer noch hinausgezögert habe und die ein amtliches Eingreifen in die militärischen Operationen in Katalonien beweise, sei die [Entsendung von 20 Offizieren des Großen Generalstabes des sowjetrussischen Heeres. Sie hätten den Befehl, Antonow Owsejenko zu unterstützen. * Moskaus neuer Vorstoß Sorgen in London, Zögern in Paris— Nichteinmischungs=Ausschuß tritt heute zusammen Berlin, 22. Oktober. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der unaufhaltsame Siegesmarsch der nationalen Truppen des Generals Franco, die nur noch knappe 30 Kilometer vor der spanischen Hauptstadt stehen, hat die sowjetrussische Diplomatie geradezu aus dem Häuschen gebracht. Die vorstehenden Meldungen über das Eingreifen der Sowjets in Barcelona und in Katalonien stellen einen Neutralitätsbruch erster Ordnung dar, der sachlich um so schwerer wiegt, als Sowjetrußland seinen Austritt aus dem Nichkeinmischungs=Ausschuß noch nicht vollzogen hat. Allein das überellte und überhebliche Vorgehen der Moskauer Diplomatie kennzeichnet die Klemme, in der sich Moskau zur Stunde befindet. Die geharnischte deutsche Antwort auf die sowjetrussischen Bezichtigungen hat das übrige getan. Denn Deutschland hat sich das Recht genommen, seinerseits den Neutralitätsausschuß auf die Verletzungen des Abkommens durch Sowjetrußland hinzuweisen. Der Ausschuß ist nunmehr auf Freitag in London einberufen worden. Er wird um 16 Uhr im britischen Außenministerium zusammenkommen. In englischen Kreisen erwartet man, daß der Sowjetbotschafter im Auftrage seiner Regierung mitteilen wird, Sowjetrußland fühle sich nicht mehr an das Neutralitätsabkommen gebunden. Es ist verständlich, daß man dieser Entwicklung in den Kreisen der englischen Diplomatie mit gemischten Gefühlen entgegensieht. Auch in Deutschland bringt man den englischen Besorgnissen ein gewisses Verständnis entgegen, weiß man doch, daß das gesamte Neutralitätsabkommen, das besonders von England befürwortet wurde, vor dem völligen Zusammenbruch steht. Wir glauben jedoch nicht, daß die Lage so ernst anzusehen ist, wie dies in einigen Londoner Blättern, z. B.„Daily Mail“, geschieht, die von einer„einigermaßen ernsten Situation“, spricht. Wir glauben vielmehr, daß sich hinter dieser Besorgnis auch der englische Wunsch und die englische Taktik verbirgt, noch einmal ein Auffliegen des Neutralitätsabkommens zu verhindern. Bei diesen Bemühungen wird aber die englische Regierung erheblich mit dem Widerstand ihrer eigenen Opposition zu rechnen haben. Die Arbeiterpartei drängt immer offensichtlicher auf eine Unterstützung der Sowjetpolitik, ja man spricht sogar von der Absicht, den internationalen Gewerkschaftskonssen sollen. greß und die Zweite Internationale einzuberufen, um Telegraphie eine sofortige Aufhebung des Nichteinmischungspaktes zu verlangen. Diese Konferenz soll in Paris stattfinden. Der Sekretär der englischen Gewerkschaften hat sich zu diesem Zweck bereits nach der französischen Hauptstadt begeben. Merkwürdig ist die zögernde Zurückhaltung in Paris. Sie könnte aus der Befürchtung erklärbar sein, die übrigens in den französischen Blättern auftauchen, daß nach dem Austritt Sowjetrußlands aus dem Neutralitätsausschuß auch Italien und Deutschland folgen könnten. Man gibt sich in Paris keinem Zweifel darüber hin, daß ein Austritt jedenfalls eine absolut neue Lage schaffen müßte und der Politik des Herrn Blum keineswegs genehm kommen würde, gilt doch gerade Blum als der Vater des Neutralitätsabkommens. Dazu kommt, daß auch die außenpolitische Entwicklung dem französischen Außenamt in den letzten Tagen erhebliches Kopfzerbrechen bereitet hat. Aber nur wenige französische Zeitungen sehen die Ursachen für die Verschärfung der allgemeinen Lage in der ungeheuerlichen Hetze Sowjetrußlands. Lediglich die Rechtspresse Frankreichs wendet sich auch heute mit scharfen Worten gegen das Regime Blum und seine Außenpolitik, die nach wie vor eine einseitige Unterstützung Sowjetrußlands und der Marxisten Spaniens betreibe, im übrigen aber immer mehr Sympathien Frankreichs geopfert habe. Die„Action Francaise" belegt sogar heute in neuen Enthüllungen die französischen Neutralttätsbrüche mit neuen Ziffern. Sie berichtet u.., daß die Flugzeugfabrik Henriot angewiesen worden sei, drei der modernsten Bombenflugzeuge, die für das französische Heer bestimmt seien, schnellstens nach Barcelona zu liefern. Diese drei Apparate seien außer dem Versuchsflugzeug die einzigen Flugzeuge des neuesten Typs, über die die französische Luftfahrt verfügt habe. 21 Arbeiter in einem französischen Steinbruch getötet Paris, 22. Oktober. In einem Steinbruch der Gemeinde Cauvicourt bei Caen sind durch die vorzeitige Explosion einer Sprengmine 21 Arbeiter getötet und vier schwer verletzt worden. Es handelt sich um eine Kalksteingrube, deren Erzeugnisse in Nordfrankreich zu einer Eisenmetallmischung verwendet werden. Gewöhnlich werden zur Sprengung Sprengpatronen mit flüssigem Sauerstoff benutzt. Diese Sprengpatronen werden an den Sprengstellen verteilt und durch eine Zündschnur besonderer Art miteinander verbunden. Meist verstreichen zwischen dem Augenblick, in dem die Zündschnur angesteckt wird, und der Explosion 20 Minuten. Diesmal erfolgte die Explosion aber früher, so daß die noch an den Sprengstellen weilenden Arbeiter überrascht wurden. Die Verletzten wurden ins Hospital von Caen geschafft. Eine gerichtliche Untersuchung über den Vorfall ist eingeleitet. „Katholische Kirche arbeitet mit“ Der neu ernannte Bischof von Passau leistet den Treneid München, 22. Oktober. Am Mittwoch mittag leistete der neu ernannte ischof von Passau, Dr. Simon Landersdorfer, dem Reichsstatthalter in Bayern, General Ritter von Epp, den Treueid. In einer bemerkenswerten Ansprache sagte er, heute sei der Bolschewismus der Feind eines geordneten, auf der Grundlage der im Chriseentum wurzelnden abendländischen Kultuv ruhenden Staatswesens, zugleich auch der grimmigste Feind des Christentums. Diese Gefahr, die beider Existenz in gleicher Weise bedrohe, müßte genügen, sie zur Abwehr des gemeinsamen Feindes zusammenzuschließen. Es sei eine Hauptaufgabe der Kirche, an dem großen Werk mitzuarbeiten, das deutsche Volk wieder herauszuführen aus der moralischen Verelendung, in die es der Ausgang des Weltkrieges stürzt habe, und ihm das unerschütterliche Funda des sittlichen und moralischen Lebens, wie der Führer erhalten. gedament das Christentum so trefflich genannt habe, zu erhalten. Reichsstatthalter General Ritter von Epp erklärte anschließend, er habe der Ansprache des Bischofs mit Befriedigung entnommen, daß der Bischof die Einreihung der Kirche in die gemeinsame Kampffront gegen den Staat und Kirche gleichbedrohenden Feind auch als vaterländische Pflicht bezeichnet habe. Er habe weiter mit Genugtuung der Rede entnommen daß das Verhältnis der Kirche zu dem nationalsozialistischen Deutschland nicht als eine aus der Stunde der Gefahr geborenen Notgemeinschaft betrachtet werde, sondern daß es eine Hauptaufgabe der Kirche sei, mitzuarbeiten an dem Werk. Deutschland einer glücklichen Zukunft zuzuführen. Damit sei allen denen eine Antwort gegeben, die glauben machen wollten, daß Nationalsozialismus und Kirche unvereinbare Gegensätze seien. Dann bat der Reichsstatthalter den Bischof, den vom Konkordat vorgeschriebenen Treueid abzulegen. Keine Kurdanderung in der Tschechostowarr. Der tschechoslowakische Außenminister über die außenpolitische Lage and Prag, 22. Oktober. In den Auswärtigen Ausschüssen der beiden Kammern erstattete der Minister des Aeußern Dr. Krofia einen ausführlichen Bericht über die außenpolitische Lagg In seinen Ausführungen beschäftigte sich der Minister zunächst mit dem Verlangen nach einer Reform des Völkerbundes und verheimlichte nicht, daß die letzten Ereignisse vielen Freunden des Völkerbundes eine ziemliche Enttäuschung gebracht hätten. Man dürfe aber deshalb über die Genfer Institution nicht den Stab brechen, sondern müsse in Zukunft bessere Wege suchen. Zur Frage des Artikels 19(Revisionsartikel) des Paktes erklärte Dr. Krofta: Wir können nicht zulassen, daß sich die Völkerbundsversammlung auf Grund des Artikels 19 das Recht anmaßt, auch nur durch theoretische Erörterungen die Unversehrtheit unserer Staaten anzutasten. Wir können ebenso nicht als richtig anerkennen, daß die Völkerbundsversammlung es sich zur Aufgabe setze, die Unzufriedenen zufrieden zu stellen. Wir befürchten im Gegenteil, daß durch eine demonstrative Aussprache über die vermeintlichen Ungerechtigkeiten dem Frieden nicht gedient würde.“ Ein weiterer Teil der Ausführungen des Ministers war den Verhandlungen um einen neuen Westpakt und der Aenderung der belgischen Politik gewidmet. Der Minister legte dann dar, warum die Tschechoslowakei dem Beispiel Belgiens nicht folgen könne und werde: „Unsere geographische Lage ist ganz anders als die Belgiens. Wir haben weder die Sicherheit, noch irgendeine besondere Hoffnung, daß irgendein europäischer Staat sich unser ernstlich gegen irgendeinen Angreifer militärisch annehmen würde, wenn wir uns seine Hilfe nicht im vornhinein durch unsere Gegenverpflichtung sicherstellen. Daher müssen wir nicht nur auf unseren bisherigen Bündnisverträgen beharren, sondern müssen darüber hinaus deren Festigung und Erweiterung anstreben.“. Nach einer Darlegung des Verhältnisses zur Kleinen Entente ging Dr. Krofta zu dem am 11. Juli 1936 abgeschlossenen deutsch=österreichischen Abkommen über, das wie er sagte, die Interessen ganz Mitteleuropas berühre. Der Außenminister erklärte dazu u.., daß der Vertrag wenigstens für eine Zeit in Mitteleuropa eine gewisse Beruhigung bringen könne Die Tschechoslowakei, die niemals ernste Konflikte, weder mit Deutschland noch mit Italien noch mit Oesterreich gehabt habe, werde jeden ernsten und aufrichtigen Versuch nach wirtschaftlicher Zusammenarbeit in Mitteleuropa mit Befriedigung begrüßen, soweit sie im Einklang mit der gesamten politischen Linie aller ihrer Verbündeten und unter deren Beteiligung erfolgen würde. Die tschechoslowakische Außenpolitik sei in nichts von ihrer grundlegenden Richtung abgewichen. Der praktische Wert der tschechoslowakischen Bündnisverträge mit Frankreich und der Kleinen Entente wäre durch die fortschreitende Aufrüstung Deutschlands ziemlich gesunken, wenn sie nicht durch genauere Bestimmung der wechselseitigen Verpflichtungen oder durch Verträge über gegenseitige Hilfeleistung mit anderen Staaten gehörig ergänzt worden wären. Daher habe die Tschechoslowakei auch den Abschluß des sogenannten Ost= und Donaupaktes angestrebt und nach dem Scheitern dieser Verhandlungen den Hilfeleistungsvertrag mit den Sowiets abgeschlossen. Und in weiterer Folge sei die Ergänzung der Bündnisverpflichtungen innerhalb der Kleinen Entente für den Fall eines Angriffes auf irgendeinen der Staaten der Kleinen Entente begonnen worden. Diese Befestigung der Bündnisbande sei gegen keinen Staat gerichtet. Im Gegenteil, die Tschechoslowakei wünsche die besten Beziehungen zu allen ihren Nachbarn. Das gelte vor allem auch für das Verhältnis zu Deutschland, Polen und Italien. Der italienische Justizminister in München. Der italienische Justizminister Solmi traf am Donnerstag zur Teilnahme an der Jahrestagung der Akademie für deutsches Recht auf dem Münchener Hauptbahnhof ein. Er wurde von Reichsminister Dr. Frank herzlich willkommen geheißen. Die Ausstellung„Das Recht“ eröffnet. Im Rahmen der dritten Jahrestagung der Akademie für deutsches Recht eröffnete Reichsminister Dr. Frank am Mittwoch abend in der Aula der Akademie für bildende Künste in München die Ausstellung Deutsches Recht". Die Ausstellung versucht, einen Ueberblick über die Entwicklung des Rechts von den ersten feststellbaren Urkunden bis eben auf unsere Tage zu geben. Hauptschrifstleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreier: Hans Schulie Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolttik und Unterhaltung Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Schmidt, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport Hans Hornbero, Anzeigen: Kürt Schol), sämtlich in Bochum. Berliner Schriftlettung: Michael Haupt, Berlin=Karlsvorst, Döndoffstraße 19. Anruf Karisdorst 0340. Herliner Anzeigenvertretung:„F. W. Pempe, BerlinCharlottendurg, Uhlandstraße 194. Anruf O 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen&a Dierichs in Bochum. Ruf 67551. 52, 53.— Zur Zeit ist Preistifte Nr. 7 gültig, Nachlaßstaffel B.— DA. IX. 36 über 26 500. Sprechstunden der Schriftlettung wochentags. außer Mittwochs und Samstags, von 16 dis 17 Udr. Für unverlangte Einlendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur dei Rucporte. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten Ueber 11500... Bochum und der Fernsprecher Genau am 26. Oktober, am kommenden Montag sind 75 Jahre seit dem Tage verstrichen, an dem z d e m D e u t s c h e n P h i l i p p R e i s i n F r i e d r i c h s d o r f b e i Frankfurt am Main gelang, als erster Deutscher mit einem Fernsprecher eigener Erfindung an die Oeffent lichkeit zu treten. Fast unvorstellbar für uns, die wir täglich häufig zum Fernsprecher greifen, daß dieses nützliche Gerät also seit noch nicht einmal 75 Jahren eine vervolen Dienhe, beistet, graoße, deuische Erfinder nwpischen griundlegende Verander genauut bot, u1nz weiter Weg gewesen. Aber eins ist gleich, geblieben: die Vorliebe für den Fernsprecher, die zugleich mit ihm selbst geboren wurde, und die Tatsache, daß durch den Draht sehr gern viel und oft auch scherzhafter gesprochen wird, als von Angesicht zu Angesicht, Reiz also war vor 75 Sgeute haßerröge alein nach einer bespas hehentet, daß etwa auf 100 daß Bochum im Verhältnis z Stuttgart und München kommen beispielsweise auf 100 Einwohner 10 und mehr Fernsprecher. Im übrigen gibt es natürlich nicht über 11 500 Bochumer, die eigene Fernsprech=Hauptanschlüsse haben. Hauptanschlüsse sind in Bochum rund„s0%z,ebgg, anschlüsse rund 5600 vorhanden. Den drest steuen die ösfentlichen Vernsprechhrauzsagt, daß für die nächsten Und wenn man voraussagt, daß fur oie nächsten Jahre mit einem Anwachsen der Zahl der FernsprechTiefen hat bewiesen, daß das Aufblühen der Gesamtwirtschaft sich stets auch auf alle technischen Einrichtungen unseres Lebens schon bald günstig auswirkt. Am ersten Advent Weihe des„Bodelschwingh“=Hauses Das an der Düppelstraße neu errichtete Gemeindehaus des 4. Pfarrbezirks Bochum=Altstadt, das entsprechend seiner Bestimmung den Namen„Bodelschwingh“=Haus erhalten wird, geht seiner Vollendung entgegen. Die feierliche Inbesitznahme wird nicht, wie ursprünglich vorgesehen war, am Reformationstage erfolgen, sondern am ersten Advent, der in diesen Jahre auf den 29. November fällt. Bis zu diesem Termin hofft man mit den Innenarbeiten fertig zu sein. Für 10 Wochen gesperrt Hebung und Instandsetzung der Redemptoristenstraße Der Polizeipräsident teilt mit: sehr dringender Instandsetzungsarbeiten um etwa 050 seyr oringender Instandsetzungsarbeiten um etwa.50 bis 1,00 Meter gehoben werden und wird zu diesen ten wird sofort begonnen, sie werden voraussichtlich in zehn Wochen beendet sein.“ Auch im Winterhilfswerk 1936/37 muß der Wille der Gemeinschaft erneut die Not bezwingen! 19. 23. Oktober 1930 Kauchengeldgroschen begogperz, Iu Ssae Daserseselbserbaute Hitler=Jugendevem m oentaun vre Standortes Grob=Boo., Die use, Hastzig, Vunsgnntang ba.. Winierhilfswerks! Die erste diesjährige Pfundsammlung des Wintereiner versöntichen Howjsich, neben den algemeinen Hifsmaßnahmen überall dort die Not zu beseitigen, wo sie An alle Vollsgenossen, insbesondere aber an unsere Art. um den ehrenamtlichen Helsern und Helferinnen die Sammlung zu erleichtern, bitten wir, die Spenden In der Ortsgruppe Querenburg wird die Pfund. sammlung am 26. Oktober, in Hamme am 27., 28. und 29. Oktober durchgeführt. Nachmachen... Die Gefolgschaft 19/300 der Hitler=Jugend im Standort Groß-Bochum steht dicht vor der eines hoch gesteckten Zieles: mit den Taschengeldereschen der Jungen wurde es unternommen, die Errichtung eines selbsterbauten, eigenen Hauses zu beginnen! Wie das Bild zeigt, ist dieses Haus nahezu fertig. Selbstverständlich wäre es nicht wöglighutgeprächten Groschen allein aus den von den Jungen ausgebrachten Gloschen fertigzustellen, deshalb haben der Standort GroßBochum der HJ. und die Stadt Wattenscheid, auf deren Gebiet das Haus ja liegt, das ihre dazu getag. Troß: dem aber wird dieses H3.=Heim an der Ruhrstraße. in Eppendorf, das in absehbarer Zeit noch durch einen Anbau erweitert werden soll, auch späteren JungenGenerationen beweisen, was Wille und Einsatz ihrer früheren Kameraden ins Werk setzen konnten. Spenden für das Winterhilfswerk im Gau Westfalen=Süd Im Gau Westfalen=Süd wurde für das Winter“ Bank der Teutschen Arbeit, Bochum, Wilhelmsplatz, 1600 Rw.; Commerz= und Privatigackun straße 15/17, 5000 RM.: Märkische Seifenindustrie, Witten,(Waren) 6000 RM. Emil Strodthoff im Rundfunk Gestern nachmittag begann im ,eneichsender, Sölg ftsteller der Heimat“ in allnicht bekannte Dichter, znd. Pobzries Phmrter fassen. gedichte selbst zu lesen, da ihn vor wenigen Tagen der Tod hin Bochum im Zeichen der SA. Beim Abholen des Kindes verunglückt. Am Mittses hashe an ecase esle schice eir che aber im Hause der Verwandten durch einen Fehltritt so unglücklich zu Fall, daß sie sich einen Unterarmbruch zuzog. Größte Vorsicht auch bei kleineren Verletzungen. Die Nichtbeachtug einer kleinen Verletzung mußte der Fabrikarbeiter Hans Ja. von der Herner Straße beinahe mit seinem Leben bezahlen. Bei Ausübung seines Berufes zog sich J. eine kleine Verletzung an der linken Hand zu. Er beachtete die kleine Verletzung nicht, und so kam es, daß sich die Wunde fortdauernd verschlimmerte und es nötig wurde, im Krankenhause die Hand abzunehmen. Nicht viel fehlte, und J. wäre nicht mehr zu retten gewesen. Abgestürzt. Auf einer Abbrucharbeitsstelle erlitt der 82jährige Bauarbeiter Josef., Meesmannstraße 117, einen Unfall. Bei Abbrucharbeiten an einem Hause an der Humboldtstraße in Bochumjege chtzfelseliche ine hifen: gerufener Arzt leistete die erste Hilfe und stellte neben Rückenverletzungen fest. Er sorate für die Ueberweisung des Verletzten ins Elisabethhospital. Neue Straßenlaternen im Ehrenfeld. Das städtische Gaswerk ist in letzter Zeit dazu übergegangen, die Straßen im Stadtgebiet Ehrenfeld mit neuen, modernen Laternen zu versehen. Die Arbeiten gehen Schritt für Schritt vorwärts. So ist vor einigen Tagen die York= und Bülowstraße und ein Teil der Friederikastraße mit diesen neuen Lampen ausgerüstet worden. benfrohen Anstrich. „Wer beherrscht Sowjetrußland?“ Bostenise Verl- Rechebsegelele 4cd eon Reiche provagandaleiter Dr. Goebbels und Reichsleiter Rosenberg mit erschütternder Deutlichkeit aufgezeichnet. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen zu diesem Thema bringt die„Münchener Illustrierte Presse“ in ihrer Nummer vom 22. Oktober 1936 einen Bericht:„Wer beherrscht Sowjetrußland.?“ der die Zustände in der Sowjetunion und eine Blütenlese jüdischer Sowjetführer erneut mit einwandfreien Bilddokumenten belegt. Niemand solle versäumen, sich diesen Tatsachenbericht anzusehen. Moskaus Blutrausch in Spanien Erschütternde Bildzeugnisse über die Ereignisse in Spanien die das Wüten der Beauftragten Moskaus an harxlichen Jahrhunder“e alten historischen BauUnsere Stadt wird am Sonntag widerhallen von den Marschtritten der braunen Sturmkolonnen Adolf Hitlers, dieser Tag gehört der Bochumer SA. Die ul Segrn, boh die Beken Poesger, 7,.5 zun Eiaise os Heionzpetr,zmung werden 3000 Volsgenosen und des Tagesprogranzgr gerden 3000 Volksgenossen. zu SA.=Männer gespeist. Das gesamte Programm fur den Tag sieht wie folgt aus: Um.30 Uhr stehen sämtliche Stürme der gesamten SA.=Standarte 17 auf dem Moltkemarkt, um dann den Tag über zusammenzubleiben. Gegen 10 Uhr treffe der Gruppenführer und Brigadeführer ein, anschließend werden Ansprachen des Gruppenführers beziehungsweise Brigadeführers und der Hoheitsträger gehalten. Dann nimmt der große Marsch durch die Stadt seinen Anfang. Nach den ersten Mitteilungen haben sich noch verschiedene Aenderungen ergeben, so daß voch einmot, der Weg des Marsches —— SA. SA.=6 SA.= SA.= SA.= bekanntgegeben sei: Moltkemarkt, Schul=, Hexzietten; Antonius=, Wörth=, Roon=, Marien=, Humboldtstraße, Bahnhofsvorplatz, Hattinger Straße, Bahnunterführung, Hunscheidtstraße bis Bahnüberführung, Königsallee, Westfälische Straße, Hermannshöhe, Kreuz=, Kortum=, Bongardstraße zum Rathaus, wo gegen 11.45 Uhr der Vorbeimarsch stattfindet.„Dann geht der Marsch weiter durch die Gußstahl, MalteserZgrstgez, lEtraße Hohenzollern=, Brück=, Franz=, Horst, Wessel=Szraße, Schwanenmarkt, Castroper Straße zum Volkssportplatz. Auf dem Volkssportplatz wird das Mittagessen ausgegeben. Schon heute sind die Volksgenossen hiermit eingeladen und können SA.=Sturm 7/17: Kohlenstr., Reichsbahngelände =Sturm 8/17: Hattinger Straße 19 =Sturm 1/17: Kortumstraße 93 „Sturm 2/17: Kortumstraße 93 Sturm 3/17: Kortumstraße 93 =Sturm 41/17: Kortumstraße 93 SA.=Sturm 40/17: Brüderstraße 17 SA.=Nachrichtensturm der Standarte 17: KortumSA.=Sturm 10/17: Weitmar, Hasenkampstraße 11 SA.=Standarte 17: Kortumstraße 93 SA.=Sturmbann I/17: Kortumstraße 93 SA.=Sturmbann II/17: Kortumstraße 93 Nach dem Gemeinschaftsessen, gegen 15 Uhr, bebenve die sportlichen Vorführungen auf dem Volkssportplatz. Das Programm weist, vielerlei Darbietungen auf, mit denen die SA. ihre korperliche Durchbildung unter Beweis stellen wird. Besonderen Anklang dürften die Staffelwettkämpfe zwischen Mannschaften der Sturmbanne finden. Die Turnfreunde wird es interessieren, daß in dem sportlichen Programm auch turnerische„Darbietungen durchgeführt werden. Der turnerische Darbietungen, durchgeführt. sportliche Teil des SA.=Tages findet mit einem vielseitigen Programm, in dem gemischte Staffeln(ein Meldehund, ein Läufer, ein Radfahrer, ein Motorradfahrer, ein Hindernisläufer, ein Reiter) mitwirken, seinen Abschluß. Anschließend zeigt der NachrichtenDann wird die SA. eine Stunde lang am Lagerfeuer vereint sein. Abschließend findet im Schützenhof ein Kameradschaftsabend statt, der nicht nur die gesamte SA., sondern mit ihr alle Volksgenossen vereint sehen soll. Tod hinwegraffte. So wurden seine Verse zur GeBchenk ads ehnscenlsek Gaia Ssieods. Hoffienr greifend schlichte Erzählung„Ein guter Kamerad“, dieses einfach und warmherzig geschilderte „SA.=Erlebnis“,— in einem Wettbewerb der Zeitschrift„Der„SA.=Mann“ preisgekrönt—, gleichgestimmt und eindrucksstark sich einfügte. In unserem Wappen steht das Buch! Die Woche des deutschen Buches in Bochum In den Aufbaumaßnahmen der natzionglsozigäitischen Regierung bildet neben den sozialen, wirzscaftlichen auch das gute Buch zu geben, es bis in gle., seing Schichten hinein asanschichen an elece hastel auf geistigkulturellem Geviet. Zuch in ihrem Wapen Die Eisgeshaestsg dat in der Sichtischen vi. cherei eine sebenswerte gest porhersiterte in der por alen zur Geltung kommen. In den Auslagen der Bochumer lich eiggelognfeier der Hitler=Jugend am 25. Oktober Die Feranesc, für 43 hufs.#m. iaasaslen a ndenhait sind lmit aahlreichen Kochemer Volrsgenossen zu Ein schöner Beweis von Volksverbundenheit sind die Beziehungen, die sich aus der Weinpatenschaft der Städte Bochum und Kochem entwickelt haben. Bechum hat nicht nur während der Weinwerbewochen größere Mengen Patenwein abgenommen, sondern auch für den Besuch der Patenstadt Kochen geworben. So wurden von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" verschiedene Fahrten nach Kochem durchgeführt. Aber auch andere Bochumer Organisationen, Vereine und zahlreiche Volksgenossen haben es sich nicht nehmen lassen, der schönen alten Moselstadt einen Besuch abzukaten...... 6I, A. Kr 8 Jetzt hat sich die Stadt Kochem für die ihr zuteil gewordene Förderung erkenntlich gezeigt. Sie hat unentgeltlich 37 kinderreiche Familenväter für eine Poche aufgenommen und 38 Freistellen durch die„Adolf=Hitler=Freiplatz=Spende“, für erholungsbedürftige Bochnmer zur Verfügung gestellt. Der Dank gebührt vor allem dem Kochemer Gaststättengewerbe, das den BoBolteggeiätz, Unterkunf: Auszenithalt in Bache Spänien, die das, Würen der Beaufträglen mpblang un den herrlichen, Jahrhunderte alten historischen Bauwerken Spaniens dokumentieren, und das Leiden eines unter dem roten Terror blutenden Volkes zeigen, enthalten die neuen Hefte der„Berliner Illustrierten" und „Kölnischen Illustrierten". Ueber alle Wortmeldungen hinaus liegen hier Bildberichte vor, die für sich sprechen. währt und sich bemunt, ihnen den aufenthalt in Kochem so angenehm wie möglich zu gestalten. Dank aber auch den Familien, die in uneigennütziger Weise Freiplätze zur Verfügung stellten. Für die Dauer des Aufenthalts war durch die Kochemer Kreisleitung deg 2 5 7. P, ein Programm vorgesehen. So hatten die Bochumer legenheit, die Stadt Kochem und ihre herrliche Umgebung ausgiebig kennenzulernen. Gemeinsame Ausflüge wurden nach dem romantischen Ueßbachtal, dem Laacher See und anderen reizvoll gelegenen Punkten mit zahlreichen Kochemer Volksgenossen zu einem großen kameradschaftlichen Moselabend. Sicher werden die Teilnehmer an der Fahrt, die zum Teil Freitag wieder in Bochum eintreffen, lange an die schön verlepten Tage und an das gastfreundliche Kochem zurückdenken. Da dieses Hilfswerk der Stadt Kochem wohl als Auswirkung der Weinpatenschaft einzigartig dasteht, muß in Würdigung dieses Gemeinschaftsgedankens auch in Zukunft, die Parole sein:„Jeder Bochumer einmal in Kochem!“ Postwertzeichen werden ungültig Umtausch bei der Post im Januar Mit Ablauf des 31. Dezember 1936 verliert eine Reihe älterer Postwertzeichen die Gültigkeit zum Freimachen von Postsendungen. Im einzelnen handelt es sich dabei um die Saarmarken II„Die Saar kehrt heim!“ von 1935(3, 6, 12 und 25 Rpf.); ferner um die Sonderpostwertzeichen zum Heldengedenktag 1935, Reichsberufswettkampf, die Schütz=Bach=Händel=Marken, die Eisenbahn=Gedenkmarken, die Postwertzeichen zum Welttreffen der HI., vom Reichsparteitag 1935 und die Gedenkmarken an den 9. November 1923 aus dem Jahre 1935. Schließlich verlieren auch die Dienstmarken(mit Ziffer im Eirund) aus den Jahren 1927 bis 1930, 1932 und 1933 ihre Gültigkeit. Die Postanstalten tauschen nichtverbrauchte Wertzeichen der angeführten Art während des Monats Januar 1937 gebührenfrei gegen andere Postwertzeichen um. ecsesr eie ie chice rndt=Haus an der Königsallee. Sie il Haern esies Heimelastende Lachinte Bähekr toi. Maria Moog liest aus dem Roman von Leo Rinke„Du Geist der Linde", W. Oschmann bringt tags 11 Uhr im Stadtrmeongpgar Marich-Mggg, LanRohsiade und aus der neuen Anthologie westdeuischer as ses Sesehe esche e d Herta Strut, Stadtbücherei: Märchen und Geschichund Herta Strutz, Stadtbichetz,u, Grtaber, Dr. Wiesche. ten für Kinder, Donnerstag, 29. Oktober, Dr. mann, Bochum, aus E. Maschkes„Der deutsche Ordensstaat“ Bezirkstagung des Vorromäusvereins Pochum, Fürgergesellschaft zusammen. Im Hinblick auf eschese cescehece ce sce Zahlung der Renten. Die Renten für den Monat November werden wie felgrHgtchententen Cans zel 83. 29. Oktober, Unfall= und Invanbenrenzen am 31. Ortober. Die Zahlung der Renten geschieht an beiden list. Vormittags Wäsche— abends Besuch! Angst um ihre Hände, daß sie abends rissig u. spröde aussehen? Nicht nötig! Schrell des wirkssame eurertreht- 6 ge Hautpflegemittel anwenden: mit Nivea-Creme einreiben, dann bebbiihes fat unu geschmeiche— Seite 4 Nr. 249 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 23. Oktober 1936 einen Rückblick auf die Arbeit des verflossenen Halbjahres. Das bemerkenswerteste Ereignis war neben der in Hamm abgehaltenen Diözesantagung die Bonner Schulungsvoche, über die Geschäftsführer Mathei ausführlich berichtete. Es sind Verhandlungen im Gange, um den Borromäusverein der Reichsschrifttumskammer anzugliedern. Die Bonner Buchgemeinschaft hat den Anschluß bereits vollzogen. Die Winterarbeit des Bochumer Bezirksverbandes wird in Angleichung an die vom Gesamtverband der deutschen Vorromäusvereine herausgegebenen Richtlinien geleitet sein von dem Bestreben, die Idee des guten Buches und die Werbung für das gute deutsche Buch in weiteste Volkskreise hineinzutragen. Diesem Ziele dienen die Dichterabende. Den ersten bestreitet Johannes Kirschweng, der Heimatdichter des Saarlandes, der in Bechum aus eigenen Werken lesen wird. Der für den Monat November vorgesehene Waggerl=Abend ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden mit Rücksicht auf eine Veranstaltung der Münchener Festspielgesellschaft, die in den Adventswochen das große Leben=Jesu=Spiel von Dimmler in Bochum zur Aufführung bringen wird. Nach altem Brauch wird am Buß= und Bettag, 18. November, die große Schulungstagung in der Burgergesellschaft sein, zu der zahlreiche Bezirksverbände von Rheinland und Westfalen ihr Erscheinen zugesagt haben. Dr. Fedder hielt dann einen Vortrag über das Thema: „Das schöngeistige Buch in der Gegenwart". Er vertrat den Standpunkt, daß es für jeden geistig regsamen Volksgenossen notwendig sei, sich in dem deutschen Schrifttum von heute umzutun, das eine große Sendung in der deutschen Volkwerdung zu erfüllen habe. Die Wertung der zeitgenössischen deutschen Dichtung nach Stämmen und Landschaften unter besonderer Berücksichtigung der Bücher des Bauerntums, des Krieges und des geschichtlichen Romans, brachte viele neue Gesichtspunkte für eine erfolgreiche Werbearbeit im Dienste des deutschen Buches. Es wurde den einzelnen Gruppen nahegelegt, das ihrige zu tun, um den Beschlüssen der Bezirkstagung Geltung zu verschaffen. Abschlußprüfung der Chemotechniker Zum Schluß der abgelaufenen Woche fand an den Städtischen Berufs= und Fachschulen unter Vorsitz des Regierungs= und Gewerbeschulrats Divl.=Ing. Eisen die Abschlußprüfung des staatlich anerkannten Lehrgangs für Chemotechniker statt. 15 Teilnehmer des Lehrganas, der in den Chemie und Physiklaboratorien der Gewerbeschule drei Jahre durchgeführt wurde, und ein Externer unterzogen sich der Prüfuna. Zur Prüfungskommission gehören neben dem Vertreter der Staatsregierung, Leiter und Lehrer der Anstalt. Vertreter der Industrie und der DAF., Fachgruppe Chemie. Sämtliche Prüflinge haben sich mit Erfolg der Prüfung unterzogen, davon bestanden zwei mit„Auszeichnung“, neun mit„aut" und fünf mit„bestanden". Sie besitzen nunmehr die fachtbeoretische Ausbildung, die sie im Verein mit ausreichenden praktischen Kenntnissen befähigt, den Beruf als Chemotechniker in chemischen Betrieben mit Erfolg auszuüben. Die Namen der Prüflinge sind: Adolf Baak, Josef Bora, Friedrich Breßlein, Herbert Crone, Aanes Dehnen Heinrich Echterhoff, Wilhelm Engel. Willy Freitag. Willi Hackert, Walter Heisel, Waldemar Haßlacher, Heinrich Hühnert, Theodor Kamvmann, Karl Moak, Wilhelm Wember, Otto Wegener. Mit diesem Lehrgang ist an den städtischen Anstalten der dritte Sechs=Semester=Lehrgana für Chemotechniker durchgeführt. Die Bedeutung dieser Durchführung tritt heute um so mehr hervor, als Chemotechniker für unsere Betriebe zum Aufbau der Wirtschaft und Durchführung des Vierjahreplanes benötigt werden. Der gute Abschluß spricht für die Teilnehmer um so mehr. als neben ihrer Berufsarbeit entsprechende Anforderungen an Fleiß und Ausdauer gestellt werden. Eine Feier der Schülerschaft, Leiter und Lehrer der Anstalt. der Beisitzer und Vertreter der DAF. im Bochumer Hof beschloß in schönster Weise Lehrgang und Prüfung. Die Ausstellung südamerikanischer Jagdtrophäen des Bochumer Entdeckungsreisenden Hans August Grosse, über die in der Donnerstag=Ausgabe berichtet wurde, befindet sich in einem Schaufenster der Firma Albrecht Schwarz Nachf.(nicht Albert Schwarz Nachf.) an der„Drehscheibe". Zunehmende Schauertätigkeit Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim am 22. Oktober. Im Bereich subtrovischer Warmluftmassen, die am. Nordabhang des Azorenhochs in breitem Strom nach Westeurova gelangt sind, wird die Witterung der nächsten Tage meist neblig und trübe sein. Leichte Niederschläge, meist in Form von Sprübregen, sind nicht ausgeschlossen. Erst später wird bei erneutem Temveraturrückgang Auflockerung der Bewölkung und wesentliche Besserung im Sichtverhältnis eintreten. Gleichzeitia ist aber mit zunehmender Schauertätigkeit zu rechnen. Voraussage für Freitag: Lebhafte Winde aus West bis Nordwest, meist neblig und trübe mit geringfügigen Niederschlägen. Temperaturen um 12 Grad. — Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei anhaltender Westströmung und vorübergehend zum Aufbruch kommender Bewölkung einzelne Schauer, in den Vormittagsstunden verbreitet neblig., Temperaturen nur wenig verändert. Donnerstag, 22. Oktober Barometer z4 Uhr: 11.5 Thermometer 34 Uhr: 4# 8 Zeiten für Sonne und Mond am 23. Oktober: (2 Aufg..09, Unterg. 17.19; 3 Aufg. 1406, Unterg. 23.18 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Sinn und Wenl der Verasserziehung Feierliche Eröffnung der Winterarbeit in der Arbeitsschule der DAJ. ten Aufgaben unter allen Umständen durchführen werde. Wenn die von der Abteilung Berufsersiebung Zur Eröffnung der diesjährigen Winterarbeit der Arbeitsschule veranstaltete die Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung in der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum, am Donnerstag abend im großen Hörsaale der Verwaltungsakademie eine schlichte Feier, an der neben einer stattlichen Anzahl Angehöriger interessierter Kreise Betriebswalter, Gefolgschaftsführer und Berufsreferenten teilnahmen. Nach einem Musikvortrag, dargeboten von einem Streichorchester des Bochumer Vereins, entbot Kreisberufswalter Klipp den Erschienenen, darunter Vertretern der Industrieund Handelskammer und der Berufsschulen, einen herzb Anschließend machte der Kreisobmann der Daß. Meinert bedeutsame Ausführungen über nationalsozialistische Voraussetzungen für die Berufserziehung. Einleitend wies er darauf hin, daß der Führer selbst den Befehl gegeben habe, die Voraussetzungen für eine große Volks= und Leistungsgemeinschaft in Deutschland zu schmieden. Die gegenwärtige Lage in Deutschland zwinge uns dazu, alle Fragen und Probleme der Leistung mit reiflicher Ueberlegung und mit Ernst zu behandeln. Wirtschaftliche Höchstleistungen seien erforderlich, um den Arbeitsplatz des deutschen Volkes sicherzustellen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß wir wieder führend auf dem Weltmarkt sind. Früher habe man es in den meisten Berufen mit der Beendijung der Lehrzeit bewenden lassen und sich nur selten darum gekümmert, ob der junge Geselle wirklich etwas konnte. Da das deutsche Volk auf sich selbst angewiesen sei, müsse es auf allen Gebieten Leistungen vollbringen, dsie uns in jeder Beziehung unabhängig vom Auslande nachen. Der Redner kam dann auf die Berufsschulung zu sprechen. Wie notwendig die Arbeitsschulung ist, gehe schon daraus hervor, daß sich, obwohl noch Arbeitslose vorhanden sind, ein Mangel an Facharbeitern bemerkbar mache. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, habe man vor einiger Zeit die Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung innerhalb der Deutschen Arbeitsfront eingerichtet. Durch die planmäßige Berufserziehungsarbeit werde man alle schaffenden Volksgenossen zu Facharbeitern heranbilden und durch die Gesamtsteigerung aller eine derartige Leistung schaffen, daß eine Erhöhung des Lebensstandards zwangsläufig und Betriebsführung geplanten Aufgahen einen Erfolg zeitigen sollen, müsse das Ziel einheitlich gestaltet werUeber Sinn und Wert der Berufserziehung sprach dann der Gauberufswalter der DAF. A. Becker. Mit Nachdruck betonte er, daß man die vom Führer gestellden. Ausführlich behandelte der Redner die Begriffe Arbeit und Leistung und stellte in diesem Zusammenhang fest, daß die Arbeit nicht dazu da sei, Geld zu für jeden Voltsgenossen darstelezzungsste, e richt besonders hervorgehoben werden werde, brauche nucht Thenerzugeg#gen Wergn. Träger der Berufserziehung sino wie bisher die Industrie= und Handelskammern, die Organisationen des deutschen Handwerks, das Arbeitsamt und die Berufsschulen. Die Berufserziehungsarbeit werde nach den Grundsätzen und unter Leitung der DAF. vorgenommen. Bedeutend für die Leistungssteigerung sei zunächst die Eignungsprüfung durch das Arbeitsamt. Im letzten Schuljahr soll der zur Entlassung kommende Junge Hand von Werkstoffen seine körperliche und geistige Fähigkeit für irgendeinen Beruf unter Beweis stellen. Ausschlaggebend sei auch die charakterliche Der Arbeitseinsatz durch das Arbeitsamt muß nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Bezüglich der Nachmuchsfrage empfahl der Redner die Einrichtung von Lehrwerkstätten, in denen die jungen Menschen nicht allein zu Spezialarbeiter herangebildet werden dürfen, sondern eine allgemeine Grundschulung erfahren sollen. Mit allen Arbeiten muß der Junge vertraut gemacht werden und wenn er sich für eine Arbeit besonders eigne, sorge die DAF. dafür, daß er in diesem Fach richtig ausgebildet werde. Auch musse man dem Jungen sagen, welche Bedeutung die eine oder andere Arbeit für den Betrieb und das Vaterland habe, damit er nicht gedankenlos und ohne Interesse an die Arbeit gehe. Nachdem der Redner auf die Bedeutung der Werksarbeitsbücher hingewiesen hatte kam er auf die Facharbeiterprüfung zu sprechen. Diese Prüfungen sollen ebenso feierlich erfolgen wie die Freisprechung der Lehrlinge. Man wolle glückliche Menschen schaffen, die mit Lust und Liebe an die Arbeit gehen und die mit dem Bewußtsein arbeiten, wichtige Glieder der deutschen Volks= und Betriebsgemeinschaft zu sein. Kreisberufswalter Klipp beschloß die eindrucksvolle Feierstunde mit einem dreifachen Sieg=Heil auf Führer und Vaterland. Firmung in St. Reinolphus und St. Johannes Am Donnerstag erlebte die Meinolphuspfarrei den Tag der Firmung. Feierliches Glockengeläute begrüßte den Erzbischof, den Pfarrer Meier in Anwesenheit der gesamten Pfarrgeistlichkeit und der Schwesterngemeinde des St.=Meinolphus=Mauritiusstiftes auf dem festlich geschmückten Kirchvorplatze willkommen hieß. Jubelklänge der Orgel begleiteten den Einzug in das vollbesetzte Gotteshaus. Nach der Sakramentsspendung hielt Erzbischof Dr. Caspar Klein eine kurze Ansprache, der die Katechese folgte. Mit der Erteilung des großen Sakraments= und Bischofssegens schloß die Gemeindefeier.„. 4..=Hischaf in Fi. 9ch. Am Nachmittag wurde der Erzvischof in St. Johannes, Bochum=Wiemelhausen, zum Firmbesuch erwartet. Beim Einzug in das Gotteshaus sang der PfarrCäcilienchor unter der Stabführung von Lehrer Hans Worms die von Haller vertonte Bischofshymne. 195 Firmlinge empfingen das Sakrament der Stärkung. Die Ambrosianische Dankhymne mit dem Sakramentssegen stand im Ausklang der stark besuchten Feier. Reformationsfestfeier. Am Sonntag, 1. November, ist im Vereinshaus an der Mühlenstraße Reformationsfestfeier, verbunden mit einer Erinnerungsfeier an die Kulnpeiden?, Kübeldirektor“ und„Platzkosaten Neben unserem heimischen Platt gibt es auch das „Kumpeldeutsch“, das in den Kreisen der Bergarbeiter ganz besonders verbreitet ist. Es ist eine Spracherschei: nung, die bei uns seit Mitte des vorigen Jahrhunderts aufgekommen ist, als die Industrie gewaltig emporwuchs. Im Laufe der Jahre hat diese Spracherscheiweitere Wortbereicherung erfahren und nimmt noch zu. Hören wir einer Gruppe von Kindern zu, dann müssen wir sehr oft hören, daß es heißt: „Gimm mich watt" oder„haße nicks“. Wenn der Vater nicht zu Hause ist, dann heißt es:„Er iß aufm Pütt“ oder„Auf Zeche: Die Betonung bei dem Wort Zeche liegt auf dem letzten e. Die Kinder gehen auf die „Hippenwiese", da ist es„toffte". Geht der Mann zur Zeche, so sagt man:„Er geht zum Kollberg". Das h bei Kohlberg wird fortgelassen. Er nimmt nicht, die Kaffeeflasche mit, sondern die„Pulle“ oder das„Blech und sagt zu seiner„Olsche“ oder„Ollen":„Nu makt es guhrt“, wahrend die„Blagen“ noch am„achihlen sind. Abgesehen von der Waschkaue kennt der Kumpel nur Buden, wie eine Lampenbude, Materialbude, Markenbude usw. Diese Bezeichnungen haben sich von den Anfängen des Ruhrbergbaues bis auf heute erhalten. Diese Räume waren auf den, alten Putts an der Ruhr meist Bretterbuden. Noch alter ist das Wort Kaue, das schon in alten Berabauurkunden voxkommt, und zwar als Kauhe, Käue, Kaw und nauy. In der Grube Karlchen Hitzig empfängt eine Belehrung Dei Silen inn Renel Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Fräulein Sanftmut hat einen Verlobten mit einem Schmerzbetäubung einige Gläser Branntwein und Bier r heftigen Temperament, nennen wir ihn Karlchen zu sich genommen, war sein Verhängnis, daß er wird„mallocht" und nach der„Maloche“ ist der Kumpel„schachmatt" oder„groggy". Geht es in der„Wolgarutsche" sehr schnell zu, so sagt man auch„dalli“. Nach der Schicht bringt der Kumpel seiner Frau ein „Mopschen“ mit und wird in der Kaue von seinem Kumpel„gepuckelt“. Hierfür„puckelt“ er einen anderen. Daß bei den Bergarbeitern auch der goldene Humor nicht versiecht, davon künden die Spitznamen, die ein jeder Bergmann hat, der nicht ein Vollhauer ist. Oft kommt es vor, daß ein Kumpel in heißen Betrieben barfuß arbeitet. Dann bekommt er den Namen„Graf Barfuß". An der Spitze aller mit Spitznamen bedachten Kumpels steht der„Kübeldirektor", dem die Hygiene des„Kohlbergs“ anvertraut ist. Der Markscheider, der von Revier zu Revier eilt, ist„der Kilometerfresser", während der Betriebsführer„der" oder„de Olle" bleibt. Die Ober= und Fahrsteiger sind die„Kohlenreisenden"“, und der Wetterkontrolleur der„Feuermann". Der erste Hauer ist der„Rutschenbär und der Schlosser, der die Rohre instand hält, heißt„Rohrspatz".„Schmierkasper“ ist derjenige, der die Maschinen ölt. Auf den Markenbuden sitzen„Mickenschriewer“, und ein Arbeiter am Tage ist ein„Platzkosak". Auch die neuen technischen Einrichtungen in der Grube werden schon mit neuen Namen bezeichnet, die den Wortschatz des Kumpeldeutsch bereichern werden. Ort Essen Kadler Asten Brocken Hamburg Berlin München Zugspitze Hitzkopf, der wirkliche Name tut sa auch gar nichts zur Sache. Es ist gewiß ein schönes Zeichen von lichkeit, wenn sich der Verlobte schutzend vor seine Braut stellt, damit ihr kein Leid geschehe. Wozu ist man denn auch vom„starken Geschlecht" und berufen, das schwächere zu verteidigen! Als Verlobter sieht man das nicht nur als sein Recht an, sondern als seine Wlicht! Das läßt sich durchaus hören. Herzdame hatte einen Zwist mit ihren Wirtsleuten wegen der Faustpfänder, die fur rückständige Miete einbehalten worden waren. Um sich wieder in den Besitz ihrer Sachen zu setzen, waren Fräulein Sanftmut und Herr Hitzkopf in der Wohnung des Vermieters erschienen und setzten die Belagerung der Eheleute bis in den (Versima-ümlender) Vereinigung ehemaliger Abiturienten des Gymnasiums und Realgymnasiums zu Bochum Samstag, 24. Oktober, 16 Uhr: Lichtbildervortrag „Olympia und der Sport der Griechen“ im Parthaus. 20 Uhr: Jahresversammlung im Bochumer Hof. Stadttheater: 20 Uhr: Pygmalion. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Der Abenteurer von Paris. Capitol: ab 15.30 Uhr: Seine Sekretärin. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Der kleinste Redell. Hammer Lichtspiele: ab 15.45 Uhr: Arzt aus Leidenschaft. Lichtdurg: ab 15.15 Uhr: Ave Maria. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Allotria. Odeon: ab 15.30 Uhr: Das Hermännchen. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Das Hermännchen. Usa=Tonhalle: ab 15.15 Uhr: Schatten der Vergangenheit. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Avollo=Theater, Bochum=Weitmar: Traumulus. Capitol, Bochum=Langendreer: Waldwinter. Capitol, Bochum Werne: Schloß Vogelöd. Kammer=Lichtspiele, Bochum Gerthe: Schlußakkord. Schauburg, Wanne=Eickel: Du kannst nicht treu sein. Union-Theater, Bochum=Gerthe: Die Drei um Coristine. Mitteisbacher=Hof: Konzert und Tanz. Keller hinab fort, wo die Sachen lagen. Dort unten gab es heftige Worte und Tätlichkeiten, da Karlchen Hitzkopf sein Temperament nicht zügeln konnte. Auch bei Fräulein Sanftmut kam das Blut zum Kochen, so daß sie recht heftig an den Holzlatten im Keller rütSchließlich wurden die Sachen herausgegeben. Aber die schwer angegriffenen Wirtsleute liefen zum Arzt und zum Richter. Und zwar mit Recht, denn Hitzkopf hatte offenbar blindlings mit einem Messer um sich gestoßen. Die Eheleute O. waren beide verletzt, der Mann am Kopf, am Bein, am Arm und an der Brust, die Frau am Arme. Nach ärztlichem Befund ist ein Messer verwendet worden. Die Narben, die sich das Gericht zeigen ließ, bewiesen das auch. Der Angeklagte bestritt zwar, ein Messer gebraucht zu haben. Aber der Richter fragte:„Woher souen die Verletzten denn die Wunden haben? Der Stich in die erstaunt, daß das richt seinen Einwand, er habe in berechtigter Verteidigung seiner Braut und in unbedingter Notwehr gehandelt, nicht glauben wollte. „So roh darf man sich denn doch nicht ins Zeug legen“, sagte der Staatsanwalt und beantragte gegen den Hitzkopf eine Gesamtstrafe von einem Jahre Gefängnis und gegen Fräulein Sanftmut 30 Mark Geldstrafe unter Berücksichtigung der Vorstrafen des Angeklagten und der sehr viel geringeren Schuld seiner Braut. Das Gericht ließ es wegen des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung und der schweren Körperverletzung bei dem Angeklagten mit neun Monaten Gefängnis bewenden, nahm ihn aber sofort in Haft. Die ganz geringe Schuld des Mädchens wurde mit fünf Mark Geldstrafe bewertet. Altohol als Schmerzensstiller Ein Kraftfahrer hatte sich soeben beim Arzt einen bösen Furunkel im Sitzfleisch behandeln lassen und zur sich in diesem Zustanoe doch gleich wieder ans Steuer setzte. Das Unheil kam gleich hinterher. Angeblich lief ihm in der Mühlenstraße vor dem Rathaus ein Fußgänger über den Weg. Er riß den Wagen nach links und kam auf die Verkehrsinsel. Gerade war der Straßenbahnschaffner Sch. ausgestiegen, er wurde vom Wagen erfaßt und schwer verletzt. Er erlitt den Bruch eines oberen Jochbeins, einen Bruch der rechten Schulter, eines Fingers und eine Gehirnerschütterung, so daß er zehn Wochen im Krankenhause liegen mußte. Unter der Anklage, diesen Unfall grobfahrlässig verschuldet zu haben und obendrein noch der versuchten Führerflucht schuldig zu sein, wurde er jetzt vor dem Schöffengericht zu insgesamt drei Monaten Gefängnis verurteilt. hätte, unter der Wirkung des Alkohols stehend, den Wagen nicht fahren dürfen. Steinfall aus dem Hangenden Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde ein Angeklagter zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Auf der Zeche„Lothringen", Schacht 4, war ein Markscheidergehilfe durch Steinfall verletzt worden. Der Unfall wäre vermieden worden, wenn der Querschlag in voller Länge abgesetzt worden wäre, wie es die Vorschrift Gründung des evgl. Bundes in Erfurt vor 50 Jahren. Der Pauluskirchenchor, unter Leitung von Lehrer B. Schmiedeknecht, wird die Ansprachen und den Festakt mit seinen Darbietungen umrahmen. Präses D. Koch ist bei der Leitung der Hitler=Jugend der Provinz vorstellig geworden, daß den evangelischen Mitgliedern der HJ. und des BDM. am Samstag, 81. Oktober, Urlaub für den Besuch des Reformationsschulgottesdienstes erteilt wird. In der evangelischen Altstadtgemeinde finden solche Gottesdienste in allen Kirchen statt; anschließend auch Gottesdienste für Erwachsene und außerm ubends 8 Uhr in der Christuskirche. Geschäftsverlegung. Nachdem der Abbruch des alten Spieckermannschen Hauses nun tatkräftig in Angriff genommen worden ist, hat die Firma Th. Spieckermann ihr Geschäft nach dem Hause Bongardstraße 38 verlegt. Sie bleibt also in der Nähe ihres alten Sitzes. Anfallschutzmittel im Bergbau Vor der Arbeitsgemeinschaft der Schachtanlagen Lothringen 1/8 sprach Mittwoch abend im Rahmen der von der Deutschen Arbeitsfront eingeführten Schulungsvorträge für die Berufserziehung der Beraleute Dipl.=Bergina. Leibold über Unfallverhütung. Nach kurzer Einleitung über die Gefahr, welche den Bergmann in seinem Beruf umlauern, ging der Vortragende zu den Maßnahmen über welche im Grubenbetrieb der Zeche Lothringen zur Vermeidung von Unfällen getroffen worden sind und die seit ihrer Einführung, die Unfälle erheblich herabgesetzt haben. Zu den wichtigsten dieser Maßnahmen gehört die Einführung sogenannter Unfallschutzmittel. Dazu zählen der Unfallverhütungsschuh, Handrückenleder. Unfallschutzkappen. Schienenbeinschützer, Knieschoner, Ladeschürzen, Ladehandschuhe mit Armstulpen usw. Nach einer Streife der in betriebstechnischer Hinsicht erfolgten Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen gina der Vortragende zur Gesteinsstaubbekämpfung über. An Hand araphischer Darstellungen wurde gezeigt, daß die Zahl der tödlichen Unfälle im Bereich der Sektion 2 stetig abgenommen hat während die Zahl der tödlichen Silikosefälle(Gesteinsstaublungenerkrankung) im gleichen Zeitraum angestiegen ist. Allein diese Tatsache genügt vollauf, um zu erkennen, wie wichtig es ist. von den in der Grube vorhandenen Gesteinsbekämpfungsmitteln unbedingt Gebrauch zu machen. Als Mitteln kommen in Frage die Staubmaske, das Schaumverfahren, Wasserspritzdüsen, Spülköpfe oder die Absaugung. Im zweiten Teil des Vortrages wurde eine Anzahl von Unfällen aus der Praxis durchgesprochen, wobei insbesondere die vermeidbaren Unfälle erläutert wurden. Der dritte Teil des Vortrages trug allgemeinen Charakter. Hier wurden der Arbeitsgemeinschaft die Ausführungen Dr. Schachts und des Oberberghauptmanns Schlattmann über die Grubensicherheit bekanntgegeben, die diese auf der Tagung des Vereins deutscher Bergleute in Saarbrücken gemacht haben. Hieran schloß sich die Wiedergabe einiger markanter Unfallverse, die von Gefolgschaftsmitgliedern verschiedener Zechen anläßlich des Unfallverhutungs=Preisausschreibens der Sektion 2 verfaßt worden waren. Den Schluß bildete die Wiedergabe einer Anzahl belehrender Lichtzilder über die Unfallgefahren in Schächten, bei der Förderung, bei der Kohlegewinnung, bei Revaraturarbeiten und bei Auffahren von Gesteinsstrecken. Aus der (Nach Bekanntmachungen der Partei) Freitag, 23. Oktober. RSDAP. Linden. 20 Uhr: Zusammenkunft und Schulungsabend im Parteiheim. JJux, Msteisuurt. NS.=Frauenschaft Hamme. 16 Uhr: Mitgliederversammlung bei Heiermann. Erscheinen ist Pflicht. NS.=Frauenschaft Querenburg. 16 Uhr: Erntefeier verbunden mit Verlosung bei Eggermann. NS.=Frauenschaft Langendreer=Dorf. 20 Uhr: Heimabend bei Lindemann. Film: Kampf dem Verderb. „Kraft durch Freude“ Volksmusikkurse. Geigenunterricht für Anfänger: Donnerstags von 17 bis 18 Uhr, 18 bis 19 Uhr, 19.30 bis 20.30 Uhr: Schule an der Trankgasse.— Lauten= und Gitarrenunterricht für jugendliche Anfänger: Donnerstags in Zeit von 15 bis 18 Uhr, erwachsene Aufd ger dachte, das Gebiege sei fest. Nach Aubfage des Bergrats W. ist es aber nicht dem Steiger überlassen, ob er ausbaut oder nicht. Er mußte sich nach dem Ausbaubuch oder dem Schichtenzettel richten. Diese Vorschrift sei verletzt worden. der Zeiz von 19 vis 10 uhr, englchlen Anfänger: Donnerstags in der Zeit von 20 bis 22 Uhr, jugendliche Fortgeschrittene: Freitags in der Zeit von 19 bis 22 Uhr.— Mandola= und Mandolinenunterricht: Mittwochs von 17 bis 18 Uhr, 18 bis 19 Uhr und 19.30 bis 20.30 Uhr.— Zusammenspiel mit Lauten Geigen und Blockslöten: Freitags in der Zeit von 19 bis 22 Uhr. Sämtliche Kurse finden in der Schule an der Trankgasse statt. Anmeldungen werden in der Verkaufsstelle der RSG.„Kraft durch Freude“, Kortumstraße 62, und in den Unterrichtsstunden weiterhin entgegengenommen.— Fortbildungskurse: Alle Volksgenossen und Volksgenossinnen, die das Spielen eines Instrumentes erlernt haben, werden gebeten, sich bei den Amtswarten zu Länge abgesetzt worden wäre, wie es die Vorschz melden. erfordert. Ein Teil war frei geblieben, weil der SteiGehirge sei fest. Nach Aussage des Kog.=Winterfahrten!— Wintersport, Skilaufen, Erholung! Die Deutsche Arbeitsfront, RSG.„Kraft durch Freude“ plant im Winter folgende Fahrten, für die Anmeldungen schon jetzt bei allen Amtswarten der RSG. „Kraft durch Freude“ und in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 62, entgegengenommen werden können: UF 1/37 vom 25. Dezember 1936 bis 3. Januar 1937 nach Sonthofen, Gau Schwaben, 44 RM.— Uß 2/37 vom 31. Dezember 1936 bis 3. Januar 1937 ins Bodetal(Blankenburg), Gau Süd=Hannover=Braunschweig, 19 RM.— UF 3/37 vom 8. Januar bis 17. Januar 1937 zur Rdön(Wassenkuppengebiet), Gau Kurbessen, 25,10 RM.— Uß 4/37 vom 22. Januar bis 3. Februar 1937 nach Kniebis, Schwarzwald, 91, Gau Ein böser Gast Auf dem ungewöhnlichen Wege durchs Fenster drang in Munscheid ein junger Mann in eine Wirtschaft. Als ihm Getränke mit Recht verweigert wurden, schlug er die Wirtin mit der Faust ins Gesicht und schrie gemeine Worte ins Lokal hinein. Dann riß er aus. Jetzt bekam er vor Gericht eine heilsame Belehrung. Da er noch nicht vorbestraft war, ließ man es mit 50 Mark Geldstrafe, bewenden. Die gefälschte Wagenbestellung Vor einigen Tagen berichteten wir bereits über eine Autobusfahrt nach Kevelaer. Wegen gemeinschaftlicher Fälschung der Postkarte, die einem jungen Mädchen, das gleichfalls solche Fahrten veranstaltete, sehr viel Aerger bereitete, wurden die beiden Urheber des Planes zu je 75 Mark Geldstrafe an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe verurteilt. Da sie im Zivilprozesse sich zur Tragung des Schadens bereit finden mußten, ist ihnen der Streich recht teuer geworden. Freudenstaot, Gau Württemberg=Hobenzollern, 47.90 RM.— UF 5/87 vom 4. Fedruar bis 17 Februar 1937 nach Ruhpolding, Obbayr. Gau München=Obexbayern, 57.60 RM— US 6/37 vom 19. Februar bis 5. März, 1957 nach Oberammergau, Gau München=Oberdayern. 60,20 RM.— Uß 7/37 vom 25. März dis 31. März 1937 nach Thale, Harz, Gau Magdedurg=Anhalt,(Osterfahrt), 26.50 RM. ##. Kraft burc## Tagesplan für Freitag, 23. Oktober. Kindergymnastik von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr: in dem Uebungsraum der Kommunalbank, Schützenbahn; von 17 Uhr bis 18.30 Uhr: Gymnastikschule, Rottstraße 29. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr und von 20 Uhr bis 22 Uhr: Turnhalle des Reform=Realgymnasiums,.=Dahlhausen. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 14.) Aus aller Renserbuleriander Hiepiahe Paul Fodor gibt Kanarienvögel Gesangunterricht— Auch hier geht es nicht ohne Technik Budapest, 22. Oktober. Herr Paul Fodor ist wohl der seltsanist Je# von ganz Budapest. Er betättgt Se, Prgg Denn auch die Triller und Melodien, mit denen uns dafür, daß er seine gefiederten Schüler zu wahren Stars Natürlich muß auch ein Edeloler beim AB6 der earsentiert wird, steht ein merkwürdiges Gefäß, des repräsentiert wird, steht, ein merkwürdiges Gefäß, das Tekessel auscht. Es ia mit Polen. ger schz, und bringt er helle, glasklare Töne hervor. Es kingt. se De rehr uen. zu bören betommt.(etut der Bogel. „Sie müssen nämlich wissen,“ erkauterte der Vogelprofessor,„daß der Gesat der Vogel das„O“ Gnüte., Denn Schuld e Verelis einnak feigesprohzen ist, wieder angeklagt werden, ist, Michon dadurch zu überführen, daß man ihn anklagt, die vorgeschriebene Erklärung über Auslandsguthaben an das Finanzamt nicht abgegeben zu haben, worauf automatisch die Beschlagnahme des Kontos erfolgen könnte. Aber leider ist die Frist für eine solche Erklärung noch nicht abgelaufen, und es ist durchaus möglich, daß Michon die Frechhei., besizeg wird und aus dem Sante=Gefängnis heraus das Finanzamt in vorschriftsmäßiger Weise informiert. Der Aeberfall auf den Schulleiter Detmold, 22 Oktober ichmittag ein Bettler das Schulhaus betreten sier hansehe Mati ait besheäichen Baksk. oit ier Leit eine Berson in aufäliger Weise der ReigemacheKau Riese genähert hat, die vermutlich.e= ohne Technit akt gegen pieder in Untersuchungshoft. A, wie se Zer fürizisch süchungen vorgenormen, deren Ergebnis Der Schlaf im Wartesaal Prag, 22. Oktober. Auf dem Bahnhof der böhmischen Stadt Komotau hatte nachts eine wohlhabende Bauernfrau aus dem Egerland weheund Fuchzte sich eine sille. Seake. P38 bs Kalachr an in d. Ais ier Salshe ale bab se Bai; fuß basltond und Ibe, Nahzet e. 52 seines Faches, hatte der sclofenden Frau Schuhe Ber Schiseremnen, nit den sie ic5 ugsehelt hgste, Filzpantofln fortsebzen, die ihr ein hilfsbereiter Bahnbeamter borgte. * dem Deiolo, 22. Orlover. Ueberfall auf den Schulleiter Meier in rf werden uns noch folgende Einzelheiten berichtet: Die seit etwa 15 Jahren als Reinemachefrau in der alten Schule in Heidenoldendoxf, heschäftizte Witwe Riese gab bei der Polizei an, daß am SpätGesang am schönsten klingt, wenn e hlcke ete Seis läisie ese Kanarienvogel werden will, muß eben diese hohe Schule der Gesangskunst durchmachen.“ Paul Fodor verbringt seit zwanzig Jahren jed freie Minute mit seinen Freunden. Er kennt alle ihr Eigenheiten,-hat auch ein sehr beachtliches Werk über sie geschrieben und weiß auch von manch hübschen Er lebnissen mit seinen winzigen Schülern zu berichten. Er zeigt auf ein Kanarienweibchen, das mit seinem geräumigen Käfig scheinbar einen Ehrenplatz in dieser Masch e seschse Keschieseselce men; seine verlenden Triller hätte jede andere Vogeldame in hellstes Entzücken versetzen müssen. Doch was tat unsere Schöne? Sie stürzte wie eine Furie auf Kavalieren erging es nicht besser. Die Sache war mir Die dalh brode Peischen den Geseige, eschgesches Das Weibhen sah seinen berschüchterten Bezags ge erst mißtrauisch an, aber kaum ließ der eerntr, eigg Stimme vernehmen, als sie blöslich, lerge, i, aut, habie Pradgesie Peoldurenten ausgelbosh gr., N 3; 5368 nur um die Sele einer kleinen Kanariendame handels“ In Berlin wird gebaui: Enn„Haus des Fremdent!“ Der Führer gab seine Zustimmung— Die Hauptversammlung Der Führer gab seine Zustimmung— Die Hauptversammit.# des Reichsfremdenvertehrsverbanden Berlin, 22. Oktober.„den nationalen und in Auf der Hauptversammlung des Reichsfrgrzgger; 1 beoraun, Paer ue. Laeseue g e ge „Herr Hase“ auch in paris dnb Paris, 22. Oktober. Ein Pariser wäre bei der letzten Luftschutzübung beinahe ein Opser being;, ime Veit ung mehe ge. schon seit Jahren keine Zeitung mehr g lesen hatte, wußte er auch nichts von den für die Uebung getroffenen Maßnahmen. Als am Freitag abend nun plötzlich unter dem Geheul sämtlicher Sirenen Paris in völliges Dunkel tauchte, erinnerte dem Tod durch Fliegerbomben erzählte. Seltsame Brautleute London, 22. Oktober. 61 Jahre alt ist dieser Tage in Welingteg.(Verisog land) eingetroffen. Bei ihrer Ankunft wurde sie von ihrem zukünftigen Ehemann begrüßt. Die beiden sind seit vierzig Jahren verlobt. 36 Jahre haben sie sich nicht gesehen. Jetzt aber soll die Hochzeit stattfinden, die schon einmal im Jahre 1912 festgeste zise g6, Geoi, lein Huntingdon hat in ihrem Koffer alle die Geschenke mitgebracht, die sie bereits vor 24 Jahren erhalten hat und deren Schönheit inzwischen etwas verblaßt ist. Sie hat damals die Hochzeit abgesagt, weil sie ihre alten Eltern nicht in England zurücklassen wollte. einigen Jahren starb ihre Mutter und voriges Jahr verlor sie ihren Vater, der 90 Jahre alt wurde. Die Millionen aus dem postsack Eine beinahe komische Diebstahlsassäre Paris, 22 Oktober. In Paris verschwand vor etwa anderthalb Jahren ein Postsack mit einer Million Frank gusggeaneg Transport. Es wurde seiner Zeit der Postbeamt Michon verdächtigt, das Gericht sprach ihn jedoch frei. Vor kurzem führte aber ein Zufall zu der daß Michon in Belgien ein Konto von 600 000 Frank hat, über deren Herkunft er keine genügende Auskunft geben konnte. Seine Schuld an dem Po uh lotot brmuch boch emidien und r üt ve. ministers für Volsauftläruug, zugd Prorg; Dr. Goebbels, der Reichsfremdenverrehrsperhan. in Berlin ein„Haus des deutschen Fremdergertz. i richten wird. Dieser Bau in der Reichshauptstadt nach dem Willen des Führers eine repräsentative Arches angemessener Mitzulgerntz, gevitrhgr. Straßzet unter Monumentalgebäude, das in der Straße den Linden erstehen wird, und dessen Bauzeit auf zwölf bis fünfzehn Monate veranschlagt ist, soll eine hochwertige künstlerische Ausgestaltung erfahren und ein weiteres Glied in der Kette der Großbauten des nationalSchließlich wies der Redner darauf hin, daß an Stelle der bisherigen Hauptversammlung ab nächstes Jahr der einmal jährlich zu, Beginn, der Fremdersaisen stattfindende„Große Deutsche F verkehrstag“ trete, zu dem die Träger und Vertreter der 10 000 Fremdenverkehrsgemeinden des ReiIches erscheinen und aus dem Munde von Reichsminister Dr. Goebbels die Parole für das Arbeitsjahr entgegennehmen würden. Zum Schluß übermittelte Minister a. D. Esser den Tank des Führers und Reichkanzlers an alle im Reichsfremdenverkehrsverband Tätigen. Weiter gab er den neuen Führerrat bekannt, an dessen Spitze wiederum Staatsminister a. D. Esser steht; sein Stellvertreter ist Staatskommissar Dr. L: (Berlin). Die Geschäftsführung wurde endgültig Major D. Ritter von Heilingbrunner übertragen. Bei der Arbeitstagung des Reichsfremdenverkehrsverbandes, die bekanntlich bis zum 25. Oktober stattfindet, und auf der der Präsident des Reichsfremdenverkehrsverdundes bei der Eröffnungsfeier den für den nationalen und internationalen Fremdenverkehr außerordentlich wichtigen Entschluß des Führers und Reichskanzlers bekannt gab, wurden im übrigen eine elich de Ghgneschel Shiäke ie Helse, esien. der Bäderwirtschaft. Wieder ist eine Großtat des Führers zu melden. Prunk= und Galastraße der Reichshauptstadt ein Monumentalhaus zu errichten, so erkennen wir vor allem, Pbsce dalr de cdanr i. bansches Kandian, 6. 6, Bis Bie ia. Keige wriet eindrnckspell“ schchar Leuscher Go peite det: Führer den nationalsozialistischen Grundsatz:„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ für den Gästeverkehr zur GeOparise epesenlande Abeiesäilte soden berden. Secehtbs uns oergonsotborisch, Zonien eliele, drd meinschaft mit allen Organisatione,###iten, deren Tätigkeit dem Reiseland Deutschland gilt. rbandes bei der Eröffnungsfe Die Dauer der Hauptreisezeit um eine Verlängerung Bemühungen um eine Verlängerung dub München, 22. Oktober. längerung der von Ende Mai bis Hauptzeit des Reiseverkehrs Ende Septemhenperseheiget, eud Minchen, 22, Ohoder, pon Fnd, Mai bis Ende Septenber ernielscht, In einer Vrselonsereng der Veichuprdiez Reichz, länger beschäftigen zu Göneg,, denn ober. enbenerechevenhtuve, Sechemhuye ge, Frenden ünigen Auhgaben der Vrzer siesie her= Schst. il der Asgaike, eite Headte Fohetie eschchich basce chcs ce c bce maß für die Vollsgesundbeit nuzügig,espog a f7erreg. seigen zu ersorschen. Weiterhin wurde u, ugff lagen zu erforschen,„Weiterhin wurde in München Holeld swv. Exponenten bei Freuigersirsen 5eh. eigneten Hotelpersonals ähnliche Fachschulen den anderen Gebieten des Reiches kommen. Nédup, in München gab der Präsdent D. gsfer, Anschlußreszelt bis Ende Oktober begünsigt. Aescecshenilonen schon heute dafür auch in Zu den nun im Gange befindlichen Bemühungen, sc s scs se kunft eine Ferienordnung erhalten, die eine Ve Gewähr, fuhr er chon heute dafür, gegeben werden, daß wix im deuttät der Preise haben werden und ebenso dafür, daß in allen Kurorten die Ernährung so gesichert sein wird, daß jede Voraussetzung für den Fremdenverkehr in größtem Umfang gegeben ist. Schließlich nahm Präsident Esser Stellung gegen den Unfug' der Riesenspeisenkarten, die dem Nahrungsmittelverderb geradezu Tür und Tor öffnen. prügelstrafe in Bombay London, 22. Oktober. Obwohl man am Dienstag in London bereits meldete, daß die Aufstände in Bombay zu Ende seien, hat am Mittwoch doch noch Militär und Polizei eingesetzt werden müssen, um in den aufständischen Vierteln aufzuräumen. Alle polizeilichen Vorbeugungsmaßnahmen haben nicht verhüten können, daß auch am Mittwoch noch u. a. drei Fälle versuchter Bra stiftung festgestellt wurden. Man hat die Polizei mit Gewehren ausgerüstet und die Gebiete, in denen Bandenkrieg noch nicht zur Ruhe gekommen ist, vollkommen abgeriegelt. Bei der Säuberungsarbeit sind Waffen aller Art gefunden worden. 200 Aufständische sind jetzt zur Prügelstrafe verurteilt worden. phot.: Weltbild Rostbarer Rembrandt nach 300 Jahren wiederentdeckt Der Direktor des Kunstinstituts in gntzegiun#nz Dr. William R. Valentine, 9ab biezenen:=Vemibrandt. seit 300 Jahren verscholen vegöert gekannt. Zwei Gemäldes von außerordentlichem, ir 110 Dolar gekauft holländische, Kunsthändi gg, Lie e“ Preis. Run hängt es Vot HZezgziesien einen 200lach,wpikteizig unterrichtet Rembrandt=Gemälde handelte. Der verschwundene Schiffspassagier London, 22. Oktober. Die englischen Polizeibehörden sind augenhlächlich base ie beise ls cescie elch lie Büro der Schiffsreederei in Weymouth und kaufte Hin= und Rückfahrkarte von Weymouth zur Kanal=Insel Jersey. Noch am gleichen Abend ging er im Hafen von Weymouth als einzigeri, gr Rgerseine gaohre en saet lie eice bain e eie eadite Nis un ans Gang traf er mit dem Steward zusammen, der mit ihm in ein Gespräch zu kommen versuchte, doch der Reisende schien keine Lust zum PigeHeg zu, Hegr dann evtr xüitt Hinter sich=Seitdem ist er nicht wieder gesehen worden. Passagier das Frühstück bringen wollte und an die Kabinentür klopfte, blieb drinnen alles still. Auch auf daos La oase benst. Lesckelskel ei. Kraget, eite Krawate, ein Rasterapparat, Hers=,eazrnif Hote bohr gans daß der Fahrgast verschwunden sei. Der Kapitän meinte, dies sei doch ausgeschlossen, zu finden. Man durchforsche säntliche Räume des Gegehade Der Meia Gaonihe) Hheribben Greile digen und leitete eine Untersuchung ein. Wenn der Ver winzig kleinen Bullaugen in seiner Kabine konnte er sich ständen hindurchgezwängt haben. Auf De unter Verschluß gehalten worder, e pägend der anen Nacht vor der in Vertacht lormzgnter Lise, Stands: hatte. Man steht noch immer vor einem Rätsel, denn die Untersuchungen der Polizei haben bisher auch nichts weiteres zutage gefördert. Zehn Millionen Ziegelsteine durch Hochwasser vernichtet noverschen user der Uzigel zue gorzen Zus weit über 9e den„ Millionen Ziegelsteine durch das Hochwasser vernichtet worden. Das Hochwaser war in Zie, arrecten. 50 wrinhione, Hrannten Siein, wurden aufgeweicht und Die noch ungeoraugten Steine wurden aufgeweiche und sanken wieder zu Lehmhaufen zusammen. Die französische Fliegerin Maryse Bastie verschollen Vortouschzjenihag aud Dalter nach Caschlanes nis flog am Dienstag aus Darax nach Casahlanca mit einem Sportflugzeug ab. Gerüchtweise vert. gin,„ Mittwoch, daß sie in Ifni notgelandet sei. Eine Be sätgung deser Nachricht war ficht zu era.—. A KF4.L F K Seite 6 Nr. 249# Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 23. Oktober 1936 349 E 4 Sonarschahanwersungen den 1083 Reichsgericht bejaht die Wertbeständigkeit— Nachzahlungsverpflichtung für die Reichsschuldenverwaltung Im Herbst des Jahres 1923, als wir alle mehrfache Papiermarkmillionäre waren und niemand an irgendwelche Minderwertsexverimente mit dem amerikanischen Dollar dachte, schuf das Deutsche Reich die erste wertbeständige Anleihe in Form von Dollarschatzanweisungen. Diese Anleihe sollte jedem„ein wertbeständiges Anlagepapier" zur Verfügung stellen und 1935 mit 42 Goldmark für 10 Dollar zurückgezahlt werden. Als aber der Morgen dieses Tages anbrach, war der Dollar infolge verschiedener zeitgemäßer Goldmacherkunststücke altersschwach geworden und etwas in sich zusammengerückt. 10 Dollar waren nicht mehr 42 Goldmark oder Reichsmark wert, sondern nur rund 25 RM. Ist das Deutsche Reich nun verpflichtet, die von ihm ausgegebenen Dollarschatzanweisungen zu je 42 RM. je 10 Dollar hereinzunehmen, oder braucht es nur den Kurswert des Dollars zu zahlen? Mit dieser Frage hatte sich das Reichsgericht am 5. Oktober auf Grund eines Urteils das Kammergerichts in Berlin zu befassen, das für die Rückzahlung der Schatzanweisungen zum vollen Goldwert eintrat. Denn— so sagt der Vorderrichter— unter Berücksichtigung der Inflationszeit sei das Schuldversprechen der beklagten Reichsschuldenverwaltung dahin auszulegen, daß eine Goldwertschuld begründet worden ist. Solche Goldwertschulden aber seien wertbeständig und würden von Währungsmanövern der betreffenden Staaten nicht mit erfaßt. Das Reichsgericht hat nun hierzu gestern folgendes Urteil im Revisionsverfahren gefällt: „Die Revision gegen das Urteil des Kammergerichts wird zurückgewiesen. Auf die Anschlußrevision der Klägerin hin wird das Urteil des Kammergerichts insoweit aufgehoben, als dadurch die Klägerin mit ihrem Nebenanspruch auf Verzinsung der eingeklagten Zinsscheine belastet worden ist. In diesem Umfange wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Kammergericht zurückverwiesen.“(Aktenzeichen: IV 12/36.) Der Spruch des Reichsgerichts lautet also in seinem entscheidenden Teil dahin, daß das Reich auch in dritter Instanz unterlegen ist. Die Anerkennung des Golddollarwerts der Schatzanweisungen wird endgültig ausgesprochen. Was die teilweise Aufhebung des Kammergerichtsurteils anbelangt, so bezieht sie sich nur auf einen nebensächlichen Bestandteil der Klage. Es handelt sich dabei nur um die Zinsen von dem der Klägerin zuerkannten Nachzahlungsbetrag. Das Kammergericht hatte seinerzeit entschieden, daß keine Verzugszinsen gewährt werden. Lediglich über diesen Klagepunkt soll das Kammergericht also nochmals entscheiden. Auf den wesentlichen Inhalt der Entscheidung, die Auslegung der Dollarklausel, wird diese nochmalige Verhandlung natürlich keinen Einfluß mehr haben. Mit der vorliegenden Entscheidung des Reichsgerichts ist ein etwa zweijähriger Rechtsstreit beendet. Er hat aus dem Grunde von jeher ein breiteres allgemeines Interesse beansprucht, weil die umstrittenen Dollarschatz= anweisungen ursprünglich„Geldersatz", also in weitesten Kreisen des Publikums als Zahlungsmittel verbreitet waren. Die Dollarschatzanweisungen wurden als„Wertbeständige Anleihe des Deutschen Reiches" auf Grund des Gesetzes vom 14. August 1923 ausgegeben, also noch mitten in der Inflationszeit. Um den damals herrschenden Manael an wertbeständigem Geld zu beheben, wurden kleine und kleinste Abschnitte der Anleihe geschaffen und als Ersatz für wertbeständiges Geld dem Verkehr übergeben. Die kleinen Stücke hatten keine Zinsscheine, sondern waren mit einem Aufgeld von 70 Prozent bei ihrer Fälligkeit am 2. September 1935 einzulösen. Die größeren Stücke, die laufend mit 6 Prozent verzinslich waren, wurden ebenfalls am 2. September 1935 zurückgezahlt, soweit nicht ein freihändiger Rückkauf schon vorher stattgefunden hatte. Das ist allerdings in weitgehendem Umfang der Fall gewesen, so daß zuletzt nur noch 18 bis 19 Millionen Mark vorhanden waren.(Der ursprüngliche Ausgabebetrag hatte sich auf 500 Millionen Mark belaufen.) Grundsätzlich war die Auslegung der Dollarklausel bei diesem Reichspapier, eben wegen seines besonderen Charakters als ehemaliges Zahlungsmittel, von besonderem Interesse. Der Streit hierüber setzte natürlich sofort nach der Dollarabwertung im Jahre 1933 ein. Nach den seinerzeitigen Anleihebedingungen und Prospektmitteilungen vom August 1923 lauteten die Stücke und die Zinsscheine auf„Mark Gold“ mit der Maßgabe, daß 4,20 Mark gleich 1 Dollar sein sollten. Die Einlösung der Stücke und der Zinsscheine sollte in der Weise erfolgen, daß der Dollar zu dem Durchschnitt der amtlichen Berliner Notierung des Mittelkurses für Auszahlung Newyork in der Zeit von jeweils 15. Juli bis 14. August umgerechnet wurde. Das Reichsgericht hat nun den Charakter der reinen Goldschuld bei den Dollarschatzanweisungen anerkannt. Daraus ergibt sich die Nachzahlungsverpflichtung für die Reichsschuldenverwaltung, und zwar sowohl für die Zinsen wie für die Stücke. Eingeklagt war in dem Prozeß bekanntlich nur der Zinsbetrag, der bei den letzten Kuvonfälligkeiten über den abgewerteten Dollarkurs hinaus zu zahlen war. Aber auch die Stücke selbst müssen jetzt logischerweise nachgezahlt werden, nachdem ihr Goldcharakter endgültig anerkannt worden ist. Die Reichsschuldenverwaltung hatte bei der Fälligkeit der Schatzanweisungen am 1. September 1935 die Einlösung zum abgewerteten Dollar von 2,48 RM. vorgenommen, da ja damals noch keine letzte Entscheidung vorlag. Die Besitzer der Stücke hatten mit Vorbehalt diese Einlösung angenommen und werden den Vorbehalt auf Nachzahlung nunmehr aeltend machen. Haus der in Essen im neuen Heim. In einem besonders festlichen Rahmen wurde Donnerstag abend zugleich mit der Eröffnung des Wintersemesters das neue Haus der Technik in Essen— das frühere Börsenhaus am Hauptbahnhof— seiner Bestimmung übergeben. Dem Weiheakt wohnten viele hohe Gäste aus dem ganzen Reich, führende Männer aus Bewegung und Staat. Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Wehrmacht teil. Man sah u. a. auch den Nestor der deutschen Wirtschaft, den nunmehr fast 90jährigen Geheimrat Kirdorf. Oberbürgermeister ReismannGrone nannte in seiner Begrüßungsansprache Essen die Stadt der Technik, die größte Metallstadt Deutschlands. Weiter sprachen Professor Dr. Bachér, der Leiter der Hochschulabteilung im Reichserziehungsministerium, Staatsrat Dr. Boettger. Leiter der Auswärtigen Abteilung des Senats der Freien Stadt Danzig. Oberbürgermeister Dillaard(Duisburg) und zum Schluß Generalinspekteur Dr. Todt als Beauftragter des Führers für die Technik. Die Aufgabe, die die politischen Führer und die Wirtschaft nunmehr zu leisten hätten, sei so groß, daß Zusammenarbeit auf allen Gebieten notwendig sei. Das neue Haus der Technik sei ein schönes Vorbild für das Zusammenwirken aller Kräfte. Dr. Todt erklärte sodann das neue Haus der Technik für eröffnet, wobei er den Wunsch aussprach, daß auch dieses Gemeinschaftswerk auf dem Gebiet der Technik dem Wiederaufbau des geeinten Volkes dienen möge. Gutachten für polizei=technische Neuerungen Bei der Technischen Polizeischule Berlin sind besondere Versuchsstellen eingerichtet, die sämtliche Neuerungen auf technischem Gebiet im Kraftfahr=, Nachrichten=, Waffen=, Fahrrad=, Bild= und Verkehrswesen prüfen und begutachten, soweit sie für die polizeiliche Arbeit und Verwendung in Frage kommen und von grundsätzlicher Bedeutung sind. Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei, ordnet jetzt in einem Runderlaß an, daß für die Abgabe von Gutachten über sämtliche Neuerungen auf technischem Gebiet nur diese besonderen VersuchsstelSozialistische Forderungen der DAF. erfüllt Erlaß zur Tarifordnung Die Regen= und Frostverioden des Herbstes und des Winters bringen für den Mann vom Bau einen oft bedeutenden Lohnausfall mit sich. Hier durch eine umfassende Schlechtwetterregelung für Abhilfe zu sorgen und den Gefolgschaftsmitgliedern eine Mindestlohnsumme zu garantieren, war seit langem das Bemühen der Reichsbetriebsgemeinschaft„Bau“ in der Deutschen Arbeitsfront. Durch Erlaß einer Tarifordnung wird nun im„Winterhalbjahr 1936/37 allen Bauarbeitern die bei Tiefbauten der Reichsautobahnen, der Wehrmacht, Luftwaffe und der Marinebauvorhaben beschäftiat sind, ein Mindestentgelt von 32 Stunden wöchentlich garantiert. Die bei den Reichsautobahnen bisher bestehende Regelung ist also bedeutend erweitert worden. In Erweiterung der im Winterhalbjahr von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung getroffenen Schlechtwetterregelung sind in der Neuregelung nicht allein die lagermäßig oder in Privatquartieren an Baustellen untergebrachten Gefolaschaftsmitglieder erfaßt, sondern außerdem auch sämtliche Pendelarbeiter. Lehrlinge für das Handwerk Neue Richtlinien zur Einsteuung Auf Grund der gemachten Erfahrungen sind neue Richtlinien für die Einstellung von HandwerksLehrlingen aufgestellt worden. Danach werden die Lehrherren angewiesen, ihren Lehrlingsbedarf auf besonderen Vordrucken bei ihrer Innung oder Kreishandwerker= NahrungeFreihen und Salerhunewert Im Zuge der Unabhängigmachung Deutschlands von der Einfuhr ausländischer Rohstoffe auf Grund des neuen Vierjahreplanes des Führers kommt auch dem deutschen Bäckerhandwerk eine erhöhte Bedeutung zu. Der Geschäftsführer der Bäckerinnung Bochum, Diplom=Volkswirt P. Brune, schreibt zu dem Thema u..: Seit einiger Zeit werden im gesamten Reichsgebiet sogenannte Brotwettbewerbe unter Leitung des„Instituts für Bäckerei“, einer mit dem Bäckerhandwerk nicht in direkter Verbindung stehenden Organisation durchgeführt, mit dem Ziele, durch Hebung der Qualität des Brotes im Gesamtdurchschnitt der Hersteller den gegenüber der Vorkriegszeit verminderten Verbrauch des Brotes zu heben. Die Maßnahmen sind daher keineswegs Selbstzweck, d. h. sie sollen weniger die wirtschaftliche Lage des Bäckerhandwerks zu heben bestimmt sein, als in erster Linie die in anderen Zweigen der Ernährungswirtschaft noch vorübergehend auftretenden Lücken und Knappheiten(Fett, Fleisch usw.) beseitigen. Würde es nicht möglich sein, einen solchen, im Interesse der gesamten Volkswirtschaft liegenden Ausgleich zu finden, müßte notgedrungen die Einfuhr dieser bei uns knappen Lebensmittel wieder größer werden, wodurch die Bestrebungen nach Unabhängigkeit vom Ausland teilweise wieder illusorisch würden. Das Bäckerhandwerk hat so eine äußerst wichtige Aufgabe im Interesse der Volksernährung zu erfüllen und wird es sicherlich nicht an der erforderlichen Vorsorge und Gewissenhaftigkeit dabei fehlen lassen. Dieses setzt allerdings voraus, daß auch die Bevölkerung von der Notwendigkeit solcher Maßnahmen überzeugt ist. Das Ziel wird schon erreicht, wenn jeder Deutsche seinen täglichen Brotverbrauch um ein geringes erhöht. Insgesamt haben bislang im Reich etwa 55 Brotwettbewerbe stattgefunden, mit dem für den hiesigen Bezirk erfreulichen Ergebnis, daß in ihm das beste Brot gebacken wird. Dieses gute, auf Grund unparteilicher und objektiver Beurteilung ausgestellte Zeugnis, soll für die hiesige bäckerliche Leistung nun keineswegs den Anspruch auf Vollkommenheit bedingen, vielmehr nur Ansporn zu weiterer Leistungssteigerung sein, damit im vorurteilsfreien Wettbewerb aller gegen alle sämtliche Bäckereibetriebe gutes, schmackhaftes und nahrhaftes Brot herstellen. Die Entwicklung der Technik(Maschinen und Geräte) und die gegebene,„Beachtung hygienischer Vorschriften dürften die Voraussetzung für diesen weiteren Wettbewerb der Zukunft geschaffen haben. Nur wenige Zahlen mögen abschließend einen Einblick in die volkswirtschaftliche Bedeutung des deutschen Bäckerhandwerks vermitteln: Es gibt in Deutschland 110000 Bäckereibetriebe mit einer Gefolgschaft von rund 400 000 Personen. Für die Einfuhr von Mehl wurden noch im Jahre 1933 etwa.5 Milliarden Reichsmark verausgabt, Beträge, die heute in dauerndem Abnehmen begriffen sind. Im Jahre 1935 wurden in diesen Betrieben verbraucht: 25,5 Millionen Doppelzentner Roggenmehl, 20,5 Millionen Doppelzentner Weizenmehl, 2,0 Millionen Doppelzentner Zucker,.0 Millionen Doppelzentner Butter, Schmalz und sonstige Fette. Diese wenigen Zahlen mögen erkennen lassen, welche Werte und Mengen deutschen Wirtschaftsgutes dem Bäckerhandwerk zur Verteilung an die Bevölkerung anvertraut sind. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 22. Okt. sgant uen ülbelm Schuot, dungurente Bochum, Bongardstraße 14 Portlautende Notlerungen 22.10.[22 19./22.10.s21.10. oiv. Antang Schlud Kassal schluß 22. 10./22.10.[22.10.s21. 10. 31127.45 130.00 3 119.25/120.25 126.62123.00 2 195.=6191.75 12—.—244 00 4 156.62153 59 6 140.00 141.00 S 202.00.— 4 163.25s162.50 8/209.50 209.00 5—.— 121.50 3 5/123.87/126.50 0 61.52) 62.62 143.75 5 140.50140.75 129.52 119.50 128.25 194.75 242.3 156.75 140.00 162.50 208 5121.50 124.12 62.25 b211290 00 1118.87 126.00 195.00 245.00 141.37 200.60 1163.00 208.00 122.09 124.12 62.37 140.73|139.25 Kuxe Steinkohlen 22. 10.21. 10. Geld Briefl Gand Brief Garolus M. 5050,5230 5050535. Const. b. 6. 7800 8200 7850 8200 Deutschl. 365 335 360 335 Schwerin 4200/1300 100140 Reinr. 11300.— 11400— Langd 13000 1350013000 13700 Graunkohlen Bruckd.-N.—-—— Gutefloffn. 4100/4450 4200 4550 Leonh. 10000 11400— 10800 MMichel 14290.— 14000— Vesta 11000— 10830— Berabareth. 1100— 1109— Kall Beienrode 1300 1355/11901355 Burbach 3700 2000 3759 4650 Neu-Staßt———— Segfr.lu. 11.0— 100 wih. 13800 14500 13800 14600 Preiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 22. 10. 21. 10. Geld Brief Geld Brief Diergaret 7400 7150 200 7700 Westfalen 85./— 900— Seilerh. 3800 110#|3800— Ka llkuxe 22. 10. f 21. 10. 6e1d BpieffGeld Sriet Grausschu. Einigkeit Erchsseg. Habigh. Heimbold Hope Jisenburg Mariagl. Marie Marie L Mar Neusolist. Rensbach Reichsid. Thüringen 6100 64005990.— 7100 300100 330300 2600 450 2650 2850 31 10 4100 500/6100 6 350 Industrieaktien(Einheitsk.) %% Salicke Masch. 0 Berg. G. Dahl.V. Sonner Bg. u. H. 3ösp. Walzw. Braunk. Zuk. Dortm.Ritterdr. Düss. Hosf.-Br. Düss.Masch. B. Praamig.Hch Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. Glückauf-.46. Gebr. Goedh.46 Hallesche Salz. Hochtisf 40. Nabelw. Rheyot Kali-Chemie Mülheim. Berg. Rhein. Metal Rhein, Spiegel, 3 Roddergr. Brnk. 18 Sachtl.46.Bgd. 8 Schieß-Oefries.5 Schleg. Scharp. S Naggonf.Uerd. 5 Wasserw. Geis. 0 Bankaktien Berlin. Hend. 6. Com.- u. Pr.-8. 0. Banku..-6. Oresdner Bank Rn. W. Bb. Cr. 8. Westo. B..-A. 22.1021.10 93.8 92.8 152.0152.0 127.0127.0 145.0142.0 115.0114.9 Colonia Rückv. Gladb. Feuerv. Köln. Hagelv. Koln. Lioyo.V. Köln. Rückv. gr. Köln. Röckv. kl. Rentenwerte 92.3 14 300.0300.0 10 127.7 133 8134.0 205 0 97.2 205.0 155.0 165.0 97.0 130.5 118.6 97.2 126.5128.0 104.6104.2 106.5 108.5 125.3 93.0 106.71 106 0 99. 290— 290— 7500 3000 7500 7860 3000 3200 300o 200 1000 32030 320 3000 3200 300 320 2650 2800 26002800 4050 43284100 4330 420 325 373 420— Vereicherungsaktien RM. Asch.-Mönch.F 32 1126— Aach. Röckvers 14.8216.0218.0 #gripp.., Fl..1— 385.0385.0 All. u. Stuttg. 9 9. 2 4I. u. St..-V..8 Colonie,.-V..).4 258.0258.0 125.0125.0 (Oiv. 40 22.1021.10 265.0265.0 780.0780.0 93.0 250.0 105.0 70.0 93.0 250.0 105.0 70 0 15 95.0 15 95.0 96 5 5 Rhw..-Cr. Ghyp.5 Pfd. S. 4. 6. 12. 10 97.0 97.0 dto. dto. 3. 1 s1 dto. dto. S. 11 s dto. Gold.-Kom. 1925. 1927 S.—6 7½ Wd. Bod. Gpfd. 6 6 dto. Em. 3, 9/12, 14 94.7 Freiverkehre-Aktien 22. 10. 21. 10. beid Brief Geld Biert dienand 46.0 47.0 46.5 48.2 Jurd.K. 80.0 83.0 30.0 81.0 slsa C. 1134.0138.0s133.0— E. Kö. L. 138.0 142.0137.0 Soech. h 171.5175.0/165.0169.0 ann.Kl. 59 semd.DN 124.0128.0128.2132.5 Kortom 63.0—. 64.9 65.0 Lothrin. 104 0108.5/102.5107.0 Lothr. 6. 79.0—. 76.0 80.0 Hanst.—. Aasch. ke 72.0—. 72.0 #rh. Berg 94.—. 91.0 #.#Linol. 163.0167.0—. Mr. Oian. 127.5139.5/128.0—. v. Kupt. 99.0103.0 9T. 5/100.7 Opek. wie 127. 6/130. 0 127.01 20.5 Steuergute chelne 22.1021.10 103.7105.7 107 710 fällig ab 1. 4. 1934 "" I. 4. 1835 "" l. 4. 1928 "" l..1937. "" l. 4. 1939 111.3 113.6 112.7 111. 113.6 112.0 Berliner Börse, 22. Okt. Rischt hc he Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lomberdzinstus 5% Einheitakurse Industriewerte 22.1021.10 IM uaustoren .— A. E. G. Anhalter Konle Aschaff. Zellst. e Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. ind. „ Kr. u. Licht „ Maschinend. Buderus CPal.- Wasser Chem. Gelsenk.4 Conti Gummi Pgiee ben: Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kad. „ Eisenhand. Gterig 12204 0203.0 0 92.8 90.0 0 49.7 40.6 |132.0132.0 3/146.0147.5 „Oittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. Union-Braus1 Dürener Metall Dyckersh. Widm glektr. Lieferg. „ Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 0 93.8 92.7 0. 11..12.6 6140.0139.2 0111.0110.2 6145.0144.0 4124.7s122.0 6/144.7/144.8 8167.0166.8 5138.7136.7 4124.0123.7 59/118.7/119.0 49100.—. 11176.0175.0 3 106.0 10181.0 12/205 6/146 6133.5 7/161. 9— 6119. .9 .0178.5 .0208.5 0148.0 .5134.0 .0/160.5 92.0 .5/120.2 125.1124.7 127.0126.5 9112.3112.5 6/149.2/146.0 10170.5169.0 3/168 0168.0 143.8145.0 6182.7142.0 10169.0170.0 Feinjute gebhardt& Co. U German. Cem. öes. f. el. Unter. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke •csste Draht Hageda Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hoftmann Stärke Hohenichewerke Holzmann Ph. Hotelbstr.-Ges. Sebes Jise Genus Usenbeck Brau. Junghans Gebr. 7116 0116 0 9 433.5142.5 4117.7116.5 61145.6147.0 8/167.0166.0 10—. 177.5 391100109.8 S117.7119.0 65138.0s137.0 6118.0117.7 8148.0147.2 6/150.0148.5 62 150.0159.0 9/180.0182.0 6134.2139.5 9 83.5 82.7 6220.0218.0 6156.7/154.5 9 0105.5104.5 len berechtigt sind. Allen anderen Dienststellen der Polizei wird die Ausführung von Versuchen und die Abgabe von Gutachten auf diesem Gebiet ausdrücklich untersagt. Börsen Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Nach den Vortagsabschwächungen eröffnete die Börse in einer ruhigen Haltung. Die Aufwärtsbewegung scheint, wenigstens vorläufig, zum Stillstand gekommen zu sein. Der Aktienmarkt blieb ziemlich widerstandsfähig. Die einzelnen Abschwächungen waren im Vergleich zu den Erhöhungen sehr geringfügig. Am Rentenmarkt blieb die freundliche Verfassung erhalten, da die Nachfrage, wenn auch in kleinem Umsang, anhielt. Die Umschuldungsanleihe der Gemeinden bewegt sich seit einigen Tagen anhaltend nach oben und konnte bei größeren Umsätzen um ½ auf 89,90 anziehen. Reichsaltbesitzanleihe zum ersten Kurs ohne Umsatz, aber jest 118½(plus ¼ Prozent). Am Aktienmarki ergaben sich besonders im Verlauf bei kleinen Umsätzen Schwankungen. Farben eröffneten mit 179⅛, gingen dann auf 179 zurück 1 Dollar: 2,49(Vortag.49) RM. 1 Pfund: 12,19(Vortag 12.185) RM. 100 Belga: 41,93(Vortag 41,94) RM. 100 französische Frank: 11,555(Vortag 11,59) RM. 100 holländische Gulden: 133,95(Vortag 133,72) RM. 100 Lira: 13,10(Vortag 13,10) RM. 100 Schweizer Franken: 57,21(Vortag 57,23) RM. schiechtweilerkegelung in Saugewerer schaft anzumelden. Bei Öster=Einstellungen sind diese Anmeldungen bis zum 15. Januar, bei anderen Einstellungszeiten zwei Monate vor der beabsichtigten Einstellung vorzunehmen. Die Anmeldungen werden dann von den Innungen bzw. Kreishandwerkerschaften mit einem Sichtvermerk versehen und an die Berufsberatung weitergegeben. Dieser Vermerk gilt als Zeichen, daß Lehrherr und Lehrbetrieb sich zur Ausbildung von Lehrlingen eignen. Die Berufsberatungsstelle leitet dann der Innung oder der Kreishandwerkerschaft Zuweisungskarten zu, die Vorschläge geeigneter Jugendlicher enthalten. Danach werden die Jugendlichen den vorgesehenen Lehrbetrieben zugeführt. Kurze Nachrichten Am 24. Oktober findet im Kruppsaal des Städtischen Saalbaues Essen eine Arbeitstagung der Gaubetriebsgemeinschaft 16„Stein und Erde“ in der Deutschen Arbeitsfront, Gau Essen, statt, an der auch die Betriebsführer, Zellenobmänner und auftraggebenden Behörden teilnehmen. Die gemeinsame Arbeitstagung wird dazu beitragen, gerade für die Ruhrsandsteinindustrie wichtige Fragen zu klären. Die vom 19. bis 21. Oktober in Berlin abgehaltenen Besprechungen des deutschen und dänischen Regierungsausschusses über zusätzliche Einfuhr dänischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Austausch für deutsche Industrieerzeugnisse sind mit Erfolg beendet worden. und zogen später wieder auf 179⅞ an. Montanwerte uneinheitlich. Ver. Stahlwerke minus ¼ Prozent. Mannesmann plus ¼ Prozent, ebenso Buderus und Dahlbusch je plus ¼ Prozent. Harvener bei nur einigen tausend Reichsmark Umsatz plus 35 Prozent, dagegen Klöckner minus 1¼ Prozent, Hoesch minus ¼ Prozent, Elektrowerte wieder geschäftslos, Felten minus ¾ Prozent, Siemens plus ½ Prozent, Schuckert plus ¼ Prozent. Der Kuxenmarkt lag still bei behaupteten Kürsen. Deutschland unverändert bezahlt, Burbach etwas leichter. Im Freiverkehr waren von Kaliaktien Burbach gut behauptet. Unter lebhaften Umsätzen gewannen am Koblenaktienmarkt Bergbau Lothringen etwa 2 Prozent. Ewald erzielten letzte Kurse. 3 Prozent höher gefragt wurden Niederrheinische Bergbau. In der zweiten Börsenstunde griff eine Erholung Platz. Gegenüber dem Anfangskurs konnten Farben ¾ Prozent, Muag 1¾ Prozent, Rheinische Stahlwerke 1½ Prozent und Kaufhof% Prozent gewinnen. Berliner Börse An der Börse war eine gewisse Ernüchterung zu beobachten, doch ist nicht zu sagen, wie lange diese anhält. Jedenfalls ist das Geschäft plötzlich eingeschrumpft. Angebot und Nachfrage hielten sich ziemlich die Waage, so daß eine weitere Schwächung nicht eintrat. Das Publikum ist nur noch mit wenigen Aufträgen am Markt. Der berufsmäßige Handel nahm in verschiedenen Werten Glattstellungen vor. Der Markt der festverzinslichen Werte lag weiterhin freundlich. Von öffentlichen Anleihen setzte Reichsaltbesitzanleihe ihre Erhöhung um 10 Pfennig auf 118½ fort. Zinsvergütungsscheine nannte man bei 93.40 bis 914.20. Reichsschuldbuchforderungen waren gut behauptet. Länder= und Provinzanleihen wenig verändert, eher gesucht. Bei etwa 250 000 Reichsmark Umsatz Gemeindeumschuldungsanleihe bis auf 90 befestigt. Von Währungsanleihen Preußen= und Girodollarbonds 79½ etwas nachgebend. Auslandsrenten uneinheitlich. Am Aktienmarkt ergaben sich mit nur wenigen Ausnahmen Abweichungen von ½ Prozent nach beiden Seiten, wobei nur in Ver Stahlwerke bei 124(124½), im Verlaufe 123½, später 123¾ regere Umsätze festzustellen waren. Chemische Werte im Hinblick auf einen günstigen Vierteljahresbericht der Farbenindustrie gut behauptet. IG. Farben 179½(179¾), im Verlaufe 178¾ bis 179⅞, Goldschmidt gehalten bei 127, Kokswerke plus 1½ Prozent, Rütgers unverändert 139. Versorgungswerte uneinheitlich. Charlottenwasser und Elektrische Licht und Kraft je plus ½ Prozent, Elektrische Lieferungen minus ¼ Prozent, RWE. 141½ nach 141 3/8. Nach den letzten größeren Umsätzen AEG. rubig und unberändert 40¾. Siemens 209½ nach 210, Schuckert plus ½.„Von Freiverkehrswerten hörte man Oberbedarf höber bei 61½.— Am Geldmarkt Blankotagesgeldsatz unverändert 2½ bis 2¾ Prozent, aber eher leichter. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Für Aktien war die Tendenz weiter fest. Das Geschäft blieb allgemein ziemlich lebhaft. Bevorzugt wurden Montanwerte, Farben und Maschinenaktien. Im Verlauf ließ die Umsatztätigkeit nach, doch blieb die feste Grundstimmung erhalten, so daß vielfach gegen die Anfangskurse weitere Steigerungen erfolgten. Die Auslandsbörsen Newyork: Fest. London: Freundlicher. Amsterdam: Freundlich. Paris: Unregelmäßig. Brüssel: Nicht einheitlich. Mailand: Kaum stetig. Zürich: Freundlicher. Wien: Unregelmäßig. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 ko Weizen märt. 204 201 Koggenm,.997 A.—.——.— Roggen märk. 167 167 Viktoriaerbsen 36.5·41 536.5·41 5 Industriegerste.—— Speisserbsen[24.-36.|34 0 36 5 Hafer märk...]-— Futtererbsen 128.-26 5 24.0·260 Heizenm. Auszm. W.820 Asche) * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 22. Oktober: (57.50) Reichsmark für 100 Kilogramm; Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Bl.: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz od. Dradt: 148 Reichsmark. umiuum, -Kagee Kölner Gas Krettt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch Tahmever I Laurahdtte Leopoldsgruben Lindes Els Lingnerwerke Lorenz C. -uigau- Horte Mlag Aimose Mülheimer Berg. grest. 4 Kopoe Oenabr. Kupfer Ponge 4 Zaha KPan. El. Merte Rhein.-W. Kalk Riebeck Montan Lülgementhe 5 sagan. Sarotti Schlege! Schles. Berg. u. Z. " Berg. Beuth. „ Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas 6/143.5s142.0 3 76.0 76.5 72.7 111.5 157.0 191.7 154.5 13.6 135.0 8 168.2 8160.0 79.5 111.2 156.3 138.0 134.5 18.7 132.2 168.5 9— 8200.0 4114.7 8153.0 6166.7 92.0 197.5 114.5 152.0 168.0 91.7 13010 .|14 10 6s135.7 6148. .2125.0 61138.0 29—. 4100.5 5 0 45.0 4117.5 71140 6/146.2 4106.0 S 125.7 4110.21 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhüringer Gas I Tuch Aachen Union ehem. ver. Otsch. Hicke Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht hgagner& Co. W Wanderer. Warsteiner Grub. Westfalen Draht Nickdler Brau. 8208.7207.7 0 89.3 86.2 7140.0140 7 84.0 90.0 93.3 55 112.0 8165.2/167.0 0248.0250.0 7152.2152.2 6153.5158.0 5112.8113.5 8170.0170.0 0 89.2 88.0 9—.— Verkehrewerte 45 Elberfeld. Anl. 45 Essen Anl. 44 Mölh.-Ruhr Anl. 45 Pr. Ldpf. A. Pfd. 45 Lobk. Westf. Pfd. 95.0 45 Ldbk. Westf. Kom. 94.1 #0t.Komm.Goldan! 96.0 45 Westf. ldsch. Pfd. 95.5 #0L-Hyp. B. Bin.Pfd. 96. 4# Pr. Centr. B0d.Pfd. 96.: 45 Pf. Pfobr. Sk. Pfd. 45 Basalt Obl. 6 Concord. Berg.0bl— 6 Daimier Benz Obl. 105.6 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/31 5Ver. Stah 6 Siem. u. H. Obi. 8 Farbenbonos Umsch. Anleihe 95 93.7 92 8 97.5 95.9 94.1 96.1 95.1 96.5 96.5 97.0 100.2 102.3 94.3 96.0 99.0 183.0 133.0 89.1 1 0 5 5 0 .0 102.5 .6 105.6 .21005 .3102.3 .3 94.6 .0 95.7 .0 98.8 .0180.0 .0132.0 .1 89.5 135.0 144.7 125.0 133.5 A. 6. für Verkehr Boch.-Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. hamb. 80damer. Nordd. Lloyd 312.8 100.5 118.5 44.6 .5 .0 146.0 .5 125.5 110.2 .5116.: .5/139. Rentenwerte 4# Ot. R. Schatz. 41 4 Dt. R. Anleihe 44 55 O. R. Tounganl. 45 Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz ½5 Bochum Anl. 45 Duisburg. Anl. 45 Dösseld. Anl. 98.8 97.7 102.5 99.3 117.5 92.7 92.8 R. Schuldb. F. 28 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 45 Harpener 49 45 R. W. E. 32/8 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 48 45 Ruhrgas 53 45 Ruhrwasser 53 44 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 92 22.1028.10 Beic Briet 992 94.0 93.0 99.2 94 5 94.7 100.5 95.9 94.5 96.0 96.2 93.1 95.2 92.2/937 Westtalenbank.-G. Bochum Austührung sAmtlleher Bankgeschafte Gommerz- und Privat-Bank Pinlale Bschun! Wilhelmsplatz—4, Fernsprecher 60031 Seeit 1 Nr. 249* Bochumer Anzeiger7 Freitag, 23. Oktober 1936 #. re Die Festhalle im Seebad des deutschen Arbeiters chen Saßnitz und Binz, sind die Der Führer besucht die Adolf=Hitler=Jugendherberge Der Führer stattetgader am Sonntag eingeweihten Abdofischal pex' gerbergeereg er Herhergspater erklärt ihm die Einrichtung. Neben dem Führer der Reichsjugendführer Baldur An der Ostuste der Jnsz, Zeetad, dessen Prer Wie“, ährer stammi, schon im Gange. Das Gelände erbeiten Vur, bos.599, reov,„eben Pre von Pzohzetf ho hie zwanzigtausend Duß=Urlauper, wird vermessen, Wege werden bebout,axk täglich erholen, sind ein schöines Zulunftobild, aber die sich bier dehn Tage lang für dwei Waldungen und einem zehn Kilometer Jangen Strand werden die deutschen Arbeiter ihr Seebad finden. Hier sehen wir das Modell des Festhallenbaues. # 9 Ktt 1 Er der Beluch des stalienischen Aubenminiters in Vezin ugn e gee age ele der von der Veriner Bachtruppe und von der Lustwasse gestellten Ehrent=sernsgauf eshaumsurge.s: Votschafter Atolto, Graf Clane, General Beg, Piosenang). Preueame der ralder DAF.(1) Aus Westfalen und Rheinland Ein Anglück: 16 Verletzte Zusammenstoß zwischen Lieferauto und Straßenbahn=Jug Sbbeug gerichrn, Bi. Vrhgeiger den Saler Bertlalen hater Köln, 22. Oktober. Zu einem schweren Rece cececece ie eiceich ergagen paren..en die bei den Anprel derlebt wurden. Sie mußten sämtlich schwer verletzt, von ihnen schwebt einer in Lebensgefahr. An dem Triebwagen der Vorortbahn wurde der Vorderflur eingedrückt. Fünf Personen, die sich auf der Plattform des Triebwagens befanden, wurden ebenfalls verInsgesamt wurden 16 Personen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Anlegung von Notverbänden konnte ein Teil der Verletzten wieder entlassen werden.— Die Ursache des Unfalls wird von der Polizei noch festzustellen sein. Aus höchster Rot gerettet Zwei Arbeiter bei Reparaturarbeiten von Gas überrascht Duisburg, 22. Oktober. Im Keller des Verwaltungsgebäudes auf dem Duisburger Schlachthof waren zwei Arbeiter des Städtischen Gas= und Wasserwerks mit Reparaturarbeiten an einer undichten Gasleitung beschäftigt. Gegen 11 Uhr war es in dem Keller merkwürdig still geworden und man glaubte schon, die Arbeiter hätten etwas frühzeitig ihre Mittagspause angetreten. Da sich aber niemand erinnern konnte, daß die Arbeiter den Keller verlassen hatten, sah man vorsichtshalber nach. Schon am Eingang zum Keller machte sich ein starker Gasgeruch bemerkbar so daß ein Eindringen in den Keller unmöglich war. Sofort wurde die Feuerlöschpolizei verständigt, die unter Zuhilfenahme von Gasschutzgeräten in den Keller eindrang. Die beiden Arbeiter wurden bewußtlos an ihrer Arbeitsstätte vorgefunden. Sofort wurden sie dem Krankenhaus zugeführt, wo es nach längeren Bemühunge gelang, sie wieder ins Leben zurückzurufen. Verleihung von Auszeichnungen für die Errettung von Menschen aus Lebensgefahr Münster, 22. Okt. Der Führer und Reichskanzler hat die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr u. a. an mehrere Westdeutsche verliehen. Die Agszeschnung erhielten: Hauer Georg Kraft in Hauer Hermann Lauber in Datteln, der technische Aufseher Heinrich Scharre in Datteln, der Hauer Christian Schaller in Datteln, der Schüler Heinz Wellmann in Dortmund, der Angestellte Friedrich Wesselbaum in Duisburg. Kinder zündeten Haus an Halle i.., 22. Oktober. In Sandforth brach auf einem Bauernhof ein Feuer aus, das erheblichen Schaden anrichtete. Die Ermittlungen ergaben, daß die beiden fünf und sechs Jahre alten Kinder eines Einwobners mit Streichhölzern gespielt und dabei das Feuer angezündet hatten. Gewehr in Kinderhand Vierjähriges Mädchen schwer verletzt Lingen, 22. Oktober. Im benachbarten Wachendorf ließ ein auf dem Wege zur Jagd befindlicher Bauer in der Küche seines Hauses sein Jagdgewehr einen Augenblick unbeaufsichtigt liegen. Der sechsjährige Junge des Bauern nahm das Gewehr an sich und spielte damit. Dabei entlud sich die Waffe und die Schrotladung, verletzte das in der Nähe stehende vierjährige Schwesterchen am Kopfe schwer. Spanienflüchtlinge bestohlen Zwei gewissenlose Burschen bestraft Düsseldorf, 22. Oktober. Am 22. September hatten zwei Frauen und ein Mann, spanische Flüchtlinge, in der Nähe von Waiblingen bei Ludwigsburg in einem Walde Rast gemacht. Zu einem Spaziergang in den Wald ließen sie ihr Gepäck an der Raststätte zurück. Kurz darauf kam an der betreffenden Stelle der 19jährige Martin Obgenot aus Eschweiler, der sich auf der Tippelei befand, vorbei und entwendete eine Handtasche, in der sich 190 Reichsmark sowie 20 englische 99l9e, Tterlir und zwei Zehnschillingnoten befanden. wechseln eines weiteren Pfund Sterling fielen sie auf und wurden festgenommen. Beide waren vor der Groken Strafkammer geständig und wurden zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Zu Tode gedrückt Arcden war.— Kitiager g. Kensegeichen esähst. viot, Dohoer Gepiffe geriet so unglicklich zwischen Bockerlitt, die seinen sofortigen Tod herbeiführten. Jugendpflege und Jugenderziehung Süd=Westfalens Kreisjugendwarte und=wartinnen auf Burg Bilstein Arnsberg, 22. Oktober. Auf der westfälischen Jugendburg Bilstein findet vom 23. bis 25. Oktober die diesjährige Tagung der südwestfälischen Kreisjugendwarte und=wartinnen statt. Auf dieser Tagung, die unter Leitung von Regierungspizepräsident Dellenbusch Sesthagt Tharre, stebtz, werden nanz hafte Vertreter von Staat, Parzei, HJ., BDM. und Arbeitsfront über das umfangreiche Gebiet der Jugendpflege und Jugenderziehung sprechen. tasche, in der sich 190 Reichsmark sowie 20 englische pflege und Jugenderziehung Mit einem Teit des Geldes kleidete sich O. in Stuitte Verbandsübung der Technischen Rothilfe gart neu ein und fuhr nach Köln, wo er am 24. September den ihm aus der Fürsorgeanstalt bekannten 21= jährigen Wilhelm Müller traf. Diesem zeigte O. das erdentete Geld und god bezusanimen nach Lisedorf, in der Bezirksgruppe Rhein=Ruhr Baslgauper Rieinhe, Zae eien hse. elie els e kunft. Sie fuhren deny Ausarzung, nog veransaßte ve guc Hauptbahnhof zwei englische BankEinblick in die Arbeit der Technischen Nothilfe geben. wo auch M sich neue Kleidung kaufte.#ber nun den., am Haupthauzlgof„zwei englische. Banknoten zu wechseln. Mit diesem Geld machten sie größere Zechen in der Düsseldorfer Altstadt. Beim Ein96133 Die köstlichen Mittel 5, zeifgemässer SUUn cofgeegr K c Aateleu eSeg elieuteen Seite 8 Nr. 249# Bochumer Anzeiger„ Freitag, 23. Oktober 1936 Unterhaltung Der Mann mit dem DoppelCeben kteitere Erzäklung von Fritz Heors Dietrick Der Einzug des Neuen geht vonstatten.„Ein Junggeselle“, hat der auswärts wohnende Grundstücksbesitzer gesagt. Die seit Jahren eingewurzelten neun Mietparteien sind in erwartungsvoller Aufregung. Endlich sind die Einrichtungsgegenstände im Dachgeschoß untergebracht, das zur anderen Hälfte von dem altergekrümmten Fräulein Sudkorn bewohnt wird. Die Neugierige weiß es so abzupassen, daß sie ganz zufällig im gleichen Augenblick aus der Flurtür tritt, in dem der künftige Nachbar von seinem Reiche Besitz ergreisen will. Meta Sudkorn tunkt vor Verlegenheit im altbackenen Tanzstundenknicks nieder, als sich der stattliche Dreißiger ihr treuherzig vorstellt. Peter Branzel heißt er, und der Klang seiner süddeutschen Sprache hat das Herz der alten Dame im Sturm gewonnen. So schnell es ihr kurzer Atem erlaubt, eilt sie nach dem dritten Stockwerk zu Frau Schurig, wo sie Frau Kallinke bereits antrifft. Auch den beiden hat es schon Branzels Höflichkeit beim Begegnen angetan. Nach wenigen Tagen tönt das Loblied durch alle Etagen. Wenn man nur mehr über den Neuen wüßte, doch der fremden Aufwartefrau, die täglich erscheint, ist keine Silbe zu entlocken. Durch eigene Beobachtung stellt man aber fest, daß Herr Branzel allmorgendlich vor 8 Uhr seine Wohnung verläßt, um ebenso pünktlich wie geräuschlos abends nach 9 Uhr zurückzukehren. Für alle, die er auf der Treppe trifft, hat er eine freundliche Begrüßung. Monate verstrichen. Da zuckte plötzlich ein jäher Riß durch das friedliche Einerlei. Frau Bröge aus dem zweiten Stock hatte es zuerst erlebt, doch geschwiegen, bis sich der Vorgang an drei aufeinanderfolgenden Tagen wiederholte. Bald aber überzeugten sich alle Hausgenossen von dem rätselhaften Wandel im Betragen des Neuen. Der„Bedauernswerte muß krank sein, den Verstand verloren haben!“ Zwar schreitet Branzel noch an jedem Morgen behaglich die Stiegen hinab und teilt heiter seine kurzen Anreden aus, doch kaum eine Stunde darauf kommt er polternd zurück, rennt unter Schimpfe die Begegnenden beinahe um und wirft oben die Tür krachend ins Schloß. Aengstlich versammelt man sich in Metas Wohnung und vernimmt durch die Wand ein gewaltig rasselndes Schnarchen, das bis zum Abend währt. Dann Tellerklappern, Umhertoben, Türschlagen und Aufbruch im Galopp mit wütenden Kernflüchen die Treppen hinunter. Was aber das Merkwürdigste ist, nach 9 Uhr steigt er wieder fröhlich unter Scherzworten zu seinem Quartier empor, worauf die unentwegt Lauschenden die Atemzüge seines gesunden Schlafes hören. „Was ist dabei?“ antwortet der im ersten Stock hausende junge Arzt Herold auf die bewegten Schilderungen seiner Gattin.„Der Mann leidet an der Schlafkrankheit. Hoffentlich wird er mein Patient.“ Allerhand Mutmaßungen durchschwirren die Luft. Die Witwe Vogel besinnt sich, von ihrem ersten Eheherrn, der Jurist war, über das seltsame Vorkommen eines sogenannten Doppellebens belehrt worden zu sein, wobei betont worden war, daß eine der beiden im Einzelmenschen vereinten Seelen meist unter dem Zwang zu verbrecherischen Neigungen stehe. Der anwesende Herr Moosbach bestätigt das unbedingt, denn er hat einmal an die Polizei wenden. Bleiche Angst liegt auf allen Gesichtern. Ein Klopfsystem macht es möglich, daß die zitternden Hausfrauen nur noch in geschlossenen Rudeln ihre unumgänglichen Einkaufswege antreten. So weit es die Berufe gestatten, organisieren die Männer einen ständigen Wachtdienst hinter den Gucklöchern der Flurtüren. War Dr. med. Herold bisher noch im Zweifel gewesen, so wird er plötzlich durch eigene Erfahrung bekehrt. Hatte er eines Morgens doch mit dem von oben kommenden Branzel gemutliche Worte über dessen Münchener Heimat gewechselt, kaum eine Stunde später in die grimmverzerrten Züge des Zurückkehrenden gestarrt. Der Mann erkannte sicher den Doktor gar nicht wieder, keuchte an ihm vorbei, und gespenstisch hallte es drohend aus der Höhe:„Notige Rumtreiber!. Nachtsaubagasch' ölendige, hingerichtet werden müßt's all' mitnander!“ Erschüttert ruft Herold den Polizeiarzt an, der ihm erklärt, daß die Aushebung des Geisteskranken aus Sicherheitsgründen während dessen sanfter Gemütsperiode am nächsten Morgen geschehen wird. Die Nachricht durchfliegt alle Stockwerke und Wohnungen. Zähneklappernd beobachtet man, wie abends Branzel lärmend davon rennt und nach 9 Uhr heiter und gesittet wieder einpassiert. Niemand im Hause vermag in dieser Nacht zu schlafen.— Der Morgen kommt. Kurz vor acht schleicht es sich behutsam zum Dachgeschoß hinauf. Das Ueberfallkommando voraus, in seinem Schutze der Medizinalrat mit zwei herkulischen Anstaltswärtern. Einen Treppenabsatz tiefer staut sich unter wohligem Gruseln, was das Haus an Weib und Mann beherbergt, alle durchglüht von der mutigen Absicht, beim geringsten Anzeichen einer Gefahr durch blitzartige Flucht das eigene kostbare Leben in Sicherheit zu bringen.„Ob es zu einem Kampfe kommt? Vielleicht gar Tote gibt?“ Die Herzen stocken. Da oben ein Anklopfen. Die Tür öffnet sich. „Geh schau“, klingt Branzels Stimme vergnügt herab, „was verschafft mir die Ehr'!" Jovial und schonend beginnt der Medizinalrat von einer neuen Verordnung zu plaudern, nach der sich jeder Einwohner von Zeit zu Zeit einer behördlichen Gesundheitsbeobachtung zu unterziehen habe:„Wir sind nun grade vorbeigekommen, da wär's das Gescheiteste, Sie schlössen sich uns gleich an.“ Der gefährliche Kranke lächelt:„Oh mei, wo denkens hin? Ich hab mich heut' eh' verspätet und muß schnell nach dem„Reichshof', wo ich als Küchenchef bis zum Abend zu schaffen hab'". In diesem Augenblick poltert es die Stufen herauf.„Alle guten Geister!“ kreischt es vielstimmig, und die Horcherschar stiebt entsetzt davon. Oben fallen sich zwei eigleich ähnliche Branzel=Exemplare in die Arme.„Sie müssen schon erlaub'n Herrschaften", jubelt Peter,„aber seit mei' Zwillingsbruder Kaverl Nachtportier im Europahotel ist, schlaft er bei mir und durch meinen vertrackten Dienst haben wir uns an Ewigkeit net zu seh'n kriegt!“ Der unheimliche Doppelmensch Branzel ist nie wieder aufgefordert worden, seine Gesundheit behördlich beobachten zu lassen. ktein Tetsck kommt in ein Duppenspiel Eine Erinnerung an den Dichter und Nellelschmied Von Karl Bröger einen Zeitungsroman gelesen, in dem ein sonst anständiger Mensch zu den schauderhaftesten Greueltaten hingerissen wurde. Von Tür zu Tür raunt man die Losung:„Schärfste Beobachtung, damit wenigstens im Hause kein Unglück geschieht!“ Niemand zweifelt mehr an der verderbenbringenden Doppelnatur des anscheinend so Harmlosen. Fräulein Sudkorn als am meisten von der gefährlichen Nachbarschaft bedroht, wird bei der Familie Rilke untergebracht. Inzwischen schwellen durch Beobachtungen die Verdachtsmomente zu unumstößlicher Gewißheit an. Zu allem Uebel war der Hausbesitzer verreist und daher für Benachrichtigungen unerreichbar. Man mußte sich wohl Wir sind nicht oft beisammen gewesen, Hein Lersch und ich, obwohl unsere Namen stets zusammen genannt werden. Unsere erste Begegnung geschah auf der Burg Lauenstein anläßlich der Tagung des Bundes„Werkleute auf Haus Nyland". Das war im Herbst 1918 und in einer von düsteren Ahnungen erfüllten Zeit. Doch nicht über diese Begegnung will ich erzählen, sondern über den ersten und einzigen Besuch, den der rheinische Dichter und Kesselschmied bei mir gemacht hat. Wir wohnten damals in einem Miethaus draußen im Nürnberger Osten und zwar für einen lyrischen Dichter sehr stilvoll, im vierten Stockwerk. Wir: Das gilt außer für mich für meine Frau und unsere vier Kinder, drei Buben und ein Mäder. Diese Vier sind heute mit Ausnahme des Mädels alle einen Kopf länger als Vater und Mutter. Damals war der Aelteste eben in die Schule gekommen, während der Jüngste noch seine eigene, nicht jedermann verständliche Sprache redete. Die Zeiten waren bitterbös, was am meisten die Frauen zu spüren bekamen, besonders, wenn sie Mütter waren. Manche Stunde mußte da mit Anstehen um ein Viertelpfund Butter oder um einen Schoppen Milch verbracht werden. Meine Aufgabe war es dann, wenn ich daheim war, die Kinder zu hüten, wofür ich, ohne mich zu rühmen, überraschendes Talent bewies, trotzdem Geduld nicht meine stärkste Seite ist. Geistig lebhafte Kinder fesselt man am besten durch Erzählen und noch besser durch Darstellen von Märchen und Geschichten. Wir hatten uns deshalb mit vereinten Kräften eine Puppenbühne gebaut, eine unglaublich prächtige und märchenhafte Sache. Sie bestand aus einer großen Seifenkiste, an die bunte Stoffreste genagelt waren. Unsere ganze Liebe legten wir aber in die Spielfiguren. Sie sind heute noch vollzählig erhalten, ein sauerlich schöner Tod, ein nicht minder erschrecklicher Teufel und ein putziger Ritter ohne Furcht und Tadel, der auf den Namen„Kaspar“ getauft und unser erster Heldenspieler war. Daneben gab es noch eine holdselige Prinzessin, die auch als gute Fee aushelfen mußte, einen grimmig dreinschauenden Polizeier, der die meisten Prügel bekam und noch etliche andere Gestalten aus Holz und Stoffresten. Aber nicht nur das Theater und die Schauspieler waren unser Werk. Wir dichteten auch die Stücke selbst und stellten das Orchester aus eigener Kraft. Das Dichten ging reihum, während die ehrenvolle Aufgabe, Orchester und Kapellmeister in einer Person zu sein, meist an mir hängen blieb. Ich spielte Mundharmonika und verdanke meine gesunde Lunge nicht zuletzt der unerbittlichen Ausdauer, mit der ich dieses Instrument zu blasen gezwungen wurde. Erschöpft waren damit meine Aufgaben aber noch lange nicht. Das ungeheuer wichtige Amt des Beleuchtungsdirektors war mir gleichfalls anvertraut, und hier erzielte ich meine größten Erfolge. Was für ein tiefes Staunen kam in die blanken Kinderaugen, wenn ich wieder ein Streichholz anzündete, und welch stürmischer Widerspruch erhob sich, wenn ich dieses Wunderlicht ausblies, weil ich es nicht länger halten konnte! In meinem ganzen Leben versengte ich mir die Finger nicht so oft wie damals. An einem der Tage zwischen Weihnachten und Neujahr 1919 hatte ich für den Nachmittag große Hauptvorstellung angesetzt. Was es eigentlich für eine neue Moritat werden sollte, in der sich unser Held Kaspar auszeichnete, war mir selbst noch schleierhaft. Ich vertraute aber auf meine bewährte Mundharmonika und auf eine volle Zündholzschachtel, die ich bis zum letzten Stecken zu opfern bereit war, wenn mir nichts anderes einfiel. Das Spiel hatte eben begonnen, als draußen die Flurglocke schrillte. Störungen wurden von unserem kleinen Publikum höchst ungnädig vermerkt, und so richteten sich auch jetzt acht entrüstete Kinderaugen vorwurfsvoll nach der Tür. Meine Frau empfing den Besuch. Ich selbst kniete hinter der Seifenkiste und kasperte aus Leibeskräften, hob nun aber doch den Kopf zum Ausguck und sah neben einer großen, mir damals noch unbekannten Frau einen kleinen, breitschulterigen Mann mit herrlich verwittertem Gesicht und einer sehr spitzigen Nase. Dieser Mann winkte beschwörend mit der rechten Hand und setzt sich ohne langes Besinnen unter das Publikum. Da diesem Publikum der Fußboden als Loge durchaus genügte, mußte sich auch der neue Gast mit diesem Parkettsitz zufrieden geben. Brauche ich diesen neuen Gast erst lange vorzustellen? Es war der in ganz Deutschland bekannte Dichter und Kesselschmied Heinrich Lersch aus München=Gladbach, der mit seiner jungen Frau Erika mitten in unsere Hauptvorstellung geplatzt war. Da saß er, ein Kind unter Kindern, und freute sich wie ein Schneekönig über die Kaspereien, die aus der Seifenkiste kamen. Mir war in meiner Kiste nicht mehr ganz wohl zumute, doch hielt ich wacker durch und ließ dem überraschenden Besuch zuliebe ein Streichholz nach dem andern in Flammen aufgehen. Nie wieder hatte ich einen solchen Erfolg mit meiner Feuerwerkerei. Hein Lersch war damals Vater geworden. Sein erster Junge, Gerrit, hatte Einzug in diese bucklige Welt gehalten. Ich stand bereits auf vierfachen Vatersfüßen, was kein schönes Bild, aber eine nicht zu bestreitende Tatsache ist. Jedenfalls kroch ich mit verrußten Fingernägeln und etwas abgekämpft aus meiner Seifenkiste heraus, Held und Märtyrer zugleich, und begrüßte die Gäste. Die Streichholzschachtel war leer und einfallen wollte mir auch nichts weiter, so daß die Vorstellung ihr natürliches Ende fand. Es wurde noch ein sehr vergnüglicher Nachmittag. Hein Lersch bekam Neid auf meine Lorbeeren und versuchte sich ebenfalls in der schwierigen Kunst des Puppenspielens. Dank seiner rheinischen Mundart errang er auch einen bedeutenden Erfolg. Fassungslos lauschte das sonst sehr kritische Publikum diesen ungewohnten Tönen und wunderte sich höchlich über unseren Kaspar. Ihm war auf einmal der Schnabel ganz anders gewachsen. Wir sind uns später noch einigemal begegnet, Hein Lersch und ich. Doch keine dieser Begegnungen ist mir ähnlich stark in der Erinnerung geblieben. Das Bild des viel zu früh ausgeschiedenen Kameraden Heinrich Lersch bleibt für mich verbunden mit dieser Erinnerung an das inzwischen längst aufgesteckte Puppenspiel. Ich lernte damals den prachtvollen Menschen Hein Lersch kennen und das Beste, was in jedem echten Manne lebt: Das Kind im Manne, ohne das ein Dichter gar nicht zu denken ist. Kampf mit dem Hänserich Aus seiner frühesten Jugend erzählt Werner von Siemens eine kleine Heldentat, die, wie er selber zugibt, einen tiesen und dauernden Eindruck auf ihn machte. Der fünfjährige Knabe spielte eines Tages im Zimmer seines Vaters, der in der Nähe von Hannover ein Landgut gepachtet hatte, als seine ältere Schwester weinend hereingelaufen kam. Sie sollte zur Strickstunde ins Pfarrhaus, aber ein gefährlicher Gänserich, der sie schon mehrfach gebissen hatte, wehrte ihr den Eintritt in den Pfarrhof. Kein Zureden half, schließlich wandte sich der Vater an den jungen Werner:„Bring' die Schwester hin, wirst ja wohl mehr Courage haben als sie. Wenn der Gänserich kommt, gehst du ihm mutig entgegen und haust ihn tüchtig mit dem Stock, dann wird er schon fortlaufen.“ Schweren Herzens brach der Knabe mit der Schwester auf. Am Pfarrhoftor kam ihnen denn auch gleich der Gänserich mit schrecklichem Zischen entgegen. Die Schwester machte schleunigst kehrt, der kleine Werner aber nahm schließlich allen Mut zusammen und ging mit geschlossenen Augen, tapfer den Stock schwingend, dem Tier entgegen. Und in der Tat bekam es der Gänserich mit der Angst und zog sich laut schnatternd zurück.„Unzählige Male“, schreibt Siemens in seinen Lebenserinnerungen,„hat mich in späteren schwierigen Lebenslagen der Sieg über den Gänserich unbewußt dazu angespornt, drohenden Gefahren nicht auszuweichen, sondern sie durch mutiges Entgegentreten zu bekämpfen.“ ROMAN von MARIAOBERLIN 4) „Nora— ich bitte dich!“ „Was soll ich denn hier? Der Haushalt läuft auch ohne mich! Du wirst den ganzen Tag im Atelier sein und des Abends den Kopf voll neuer Pläne heimkehren. Was soll ich denn da hier?" „Ich wußte, daß du verwöhnt und eigenwillig warst“, sagte Martin Kerstens jetzt auch schroffer, als er eigentlich wollte.„Aber daß du so lieblos seiest, mich hier allein zu lassen...“ Drückende Stille lag im Zimmer. Die Blicke der beiden Menschen gingen aneinander vorbei. „Es wäre alles anders, wenn wir Kinder hätten", sagte Martin Kerstens jetzt schwer. Nora wurde ein wenig rot. Dann zuckte sie gleichgültig die Achseln. Martin sah es, ein bitteres Lächeln zog über das schmale Gesicht. „Auf Wiedersehen“, sagte er kurz. „Martin!". Er hörte es schon nicht mehr. Auf der Treppe begegnete er Eva. „Martin— hallo— wohin?“ „Ich habe zu tun, Eval Willst du Nora besuchen?“ Eva verstand sich gut mit dem Schwager. „Was ist denn los?“ fragte sie und sah erstaunt in sein erregtes Gesicht. „Ach, immer dasselbe! Nora will wieder nicht hierbleiben! Ich soll mit ihr eine Schwedenreise machen! Dabei sind wir erst ein paar Wochen wieder hier.“ Eva schüttelte den Kopf.„Ich werde ihr zureden.“ „Ach, laß nur, es hat keinen Zweck! Wenn's nicht anders ist, müssen wir uns eben trennen!" „Martin!“ „Ja, Kleines! Ueberleg's dir gut, wenn du heirakest! Wenn Nora mich wirklich liebte, würde sie hierbleiben.“ „Ich will es noch mal versuchen, ihr zuzureden.“ „Laß nur, es hat keinen Zweck! Wiedersehen, Kleines, Samstag bei deiner Verlobung!“ „Ja, Martin.“ Nora hatte das Stimmengeräusch gehört. Sie war auf die Terrasse herausgetreten. „Eva.. komm doch herein. Willst du Tee, Keks oder hier russisches Brot?“ Eva nahm.„Danke schön, Nora! Also hör mal, kommt am Samstag alle recht früh! Es soll ein gemütlicher, nicht so ein Spießbürgerbetrieb werden bei meiner Verlobung...“ Nora sah die jüngere Schwester nachdenklich an. „Ich kann's mir noch gar nicht vorstellen, Kleines, daß du dich verlobst. Und dann mit Tuttlingen...“ Eva sah ihr ins Gesicht.„Magst du Manfred nicht?“ „Gott, warum nicht! Er ist ja sehr elegant, ein schneidiger Rennfahrer und sehr ritterlich zu dir! Aber daß du ihn liebst— ich weiß nicht, das kann ich mir nicht vorstellen!" „Gott, Liebe!“ Eva verzog in spöttischer Jungmädchenmanier den Mund.„Was ihr euch da alles immer vorstellt.“ Sie wurde ernster.„Martin und du, ihr habt euch doch über alles geliebt! Aber manches könnte anders sein bei euch!“ Noras Gesicht übergoß sich mit flammender Röte. „Eva!“ sagte sie streng. „Ja, was denn? Was schreist du mich denn so an?“ „Ich lasse nichts über Martin sagen. Ueberhaupt über unsere Sachen, merk dir das!" „Wer behauptet denn, daß ich was über Martin sage? Er ist der feinste Mensch, den ich kenne! Das richtete sich nur gegen dich.“ Sie beugte sich bittend vor.„Gib doch endlich deinen Reisefimmel auf!“ „Laß das doch, das sind meine Sachen!" „Na schön! Mich geht's nichts an. Aber da siehst du mal wieder, wohin man mit der großen Liebe kommt...“ Ein unbehagliches Schweigen hing im Raum. Nora lag eine heftige Antwort auf der Zunge. Aber was sollte sie sagen? Eva hatte ja recht! Mit Martin und ihr gab es dauernd Verstimmungen. Warum wollte er auch nicht mit ihr kommen. Sie brauchten doch keine Rücksichten zu nehmen. Auf niemand! „Ich weiß überhaupt nicht, was ihr eigentlich alle gegen Manfred habt", begann Eva von neuem und verzog schmollend den Mund.„Tante Susa fragte mich gestern nach ihm aus, als wenn er ein Hochstapler wäre! Onkel Cornus läuft herum, als seien ihm alle Felle weggeschwommen! Ich finde ihn sehr nett. Er ist der beste Sportskamerad, den es gibt. Von dem kann man lernen.“ „Na ja, mag sein, Eva. Aber als Mann und als Mensch, wie ist er denn da?“ Eva sah etwas überrascht aus. „Gott, sehr nett. Für mich ist er eben der Richtige.“ „Dann ist ja alles gut“, meinte Nora müde.„Und wie geht's, zu Haus!“ „Wie soll's gehen? Angela liegt schon wieder zwei Tage zu Bett. Nervöse Schwäche! sagt sie. Weißt du, was Tante Susa sagt? Das wäre alles Einbildung von Angela!“ „Was?“ „Ja! Angela müßte früh aufstehen, Sport treiben, sich beschäftigen und nicht die melancholische Schönheit spielen, dann wäre sie ganz gesund! Sie sollte auch nicht so viel sentimentale Romane lesen.“ „Und da war Onkel Cornus wild empört, was?“ „Nein, denke dir, eben nicht! Er hat Tante Susa recht gegeben!“ „Das ist ja erstaunlich!“ „Angela ist natürlich schwer beleidigt. Du, Nora, weißt du was?“ Ja?“ „Das habe ich auch schon manchmal gedacht, das mit Angela!“ Nun lachte Nora hell heraus.„Eva! Ich auch!“ „Hast du Ria gesprochen?“ „Sie hat mich gestern besucht. Martin ist sehr böse auf sie. Er hat ihr eine kleine Rolle übermitteln wollen, aber sie sagte, wenn sie keine große erhielte, spielte sie überhaupt nicht. Sie muß doch erst mal ihr Können beweisen. Jetzt hat sie überhaupt nichts bekommen!" „Das ist doch schrecklicher Unsinn“, meinte Eva und biß einen Keks entzwei.„Sie kann doch nicht gleich der große Star sein. Und wenn sie so gern Schauspielerin sein will, muß sie doch auch was tun!“ „Das finde ich auch“ meinte Nora.„Aber so, wie sie sich das vorstellt, ist das bestimmt nicht. Ich weiß es doch von Martin. Ein furchtbarer Kampf ist das, glaub mir nur! Wer da nicht eisern fleißig ist, trotz aller Begabung und aller Schönheit, wer da nicht arbeitet, Tag und Nacht beinahe, der schafft's nicht!“ Sie schwiegen beide einen Augenblick. Eva sah auf die Schwester. Wie hübsch sie doch war mit dem Kastaniengold der schimmernden Haare, der schönen, vollen Gestalt, den großen dunklen Augen in dem rosig getönten Gesicht. Ein Jammer, daß Martin und sie... Nora unterbrach ihre Gedanken, als hätte sie sie erraten. „Erzähl doch noch von zu Haus“, meinte sie hastig. „Wir geht's Thomas?“ „Gut“, meinte Eva nachdenklich.„Seine Erfindung wird eine Sensation werden, meint er.“ „Glaubst du auch daran, Evak“ Sie zögerte einen Moment. „Ich verstehe so wenig davon. Und du?“ „Ich auch. Aber es scheint mir, als ließe sich Thomas viel von seinen Freunden ausnutzen, und das ist mir ein unbehaglicher Gedanke. Denn er sagt doch selbst, daß gerade alle seine Studienkameraden von der Sache so begeistert sind. Findest du das nicht eigenartig! Eva sah nachdenklich aus.„Ja. Neulich äußerte sich Onkel Cornus so ähnlich, aber Thomas börte natürlich nicht auf ihn.“ „Manchmal glaube ich daß Onkel Cornus es gar nicht leicht mit uns hat; findest du nicht auch, Eva?“ „Es ist erstaunlich, wie genau und vernünftig du urteilst, wenn es andere angeht“, sagte die kleine Blonde schärfer, als sie gewollt hatte.„Wenn du für dich selbst doch auch einmal so denken würdest!" Nora krauste die Stirn. „Das ist etwas ganz anderes.“ „Siehst du, ich wußte, daß das kam!“ Eva griff nach ihren Handschuhen. „Du, ich muß gehen. Ich wollte dir nur eben wegen Samstag Bescheid sagen. Kommt früh, jas Und noch eins: Martin ist so ein lieber Kerl, bitte, sei doch nett zu ihm. Bleib mal eine Zeitlang hier, ja ?* Sie sah der Schwester bittend in die Augen.„Ja?“ Die machte sich lächelnd aus dem zwingenden Blick „Grüß los. „Ich will sehen“, sagte sie nachdenklich. Onkel Cornus schön, hörst du?“ Eva hatte den kleinen Sportwagen draußen bestiegen. Sie nickte noch einmal fröhlich hinüber, winkte mit der Baskenmütze dann glitt ihr hübscher, hellroter Wagen schon in gefährlicher Geschwindigkeit um die nächste Ecke. * Als Herbert von Holst mit seinen Kindern nach Deutschland zog, ein schwerreicher Mann, aber gebrochen von harten Arbeitsjahren und trostlos über den plötzlichen Tod seiner Frau, kaufte er im Tiergartenviertel ein großes, geräumiges Haus, eine alte Diplomatenvilla, tief in Grün gebettet und mit ein wenig altmodischer, aber behaglicher Eleganz eingerichtet. Er erlebte jedoch nur ein paar kurze Jahre noch in Deutschland. Angela, Ludwig und Eva von Holst wohnten jetzt noch in dem großen Haus in Gemeinschaft mit Cornelius von Holst und einer alten Wirtschafterin. Ria von Holst hatte den Onkel so lange bestürmt, bis er ihr in einem westlichen Villenvorort ein kleines Haus nur zu Studien= und Arbeitszwecken eingerichtet hatte. Nach und nach hatte sie immer mehr Zeit dort verbracht und sich den Geschwistern ein wenig entfremdet. Sie war die schönste der vier Mädchen, eine sehr schlanke Gestalt, ein tiefbrünetter Typ mit perlweißer Gesichtshaut, sehr schönen, südlich=dunklen Augen, einem regelmäßigen, klassisch=schönen Gesicht, das sie sorgfältig pflegte. Sie war die erste, die zur Verlobungsfeier eintraf. In einem schweren, kostbaren Abendkleid mit tiefem Rückenausschnitt rauschte sie die Treppe hinauf in Evas Zimmer. „Ria!“. Die junge Braut flog der Schwester entgegen.„Wie nett, daß du schon da bist!“ (Fortsetzung folgt.) Nr. 249/ Bochumer Anzeiger„ Freitag, 23 Oltober 1936 Kunst und Wissen Seite 9 „Wallenlleins Tod“ Vorhang fortsetzte, bestätigte nachdrücklich den großen Publikumserfolg. G. L. Milau. Farbenprächtiges Operetten-Airika Franz von Suppé im Berliner„Theater des Volkes“ Die erste Neuheit dieses Winters im„Theater des steiners(ein Hotel in Tripolis, ein stimmungsvoller Blick in die Wüste und ein„Wüstenschloß") durch orientalisch bunte Trachten, weiße Beduinenmäntel, Haremstänzerinnen usw. Die Handlung ist unbeschwertester Overettenspaß: zwei junge Deutsche, denen das Geld zu einer Afritaervedition gleich zu Anfang ausgegangen ist, spielen einer abenteuerlustigen reichen Polin eine Mshtichae abe Sis e häise Seäsce sice Hauptrolle wurde Eva Im Dortmunder Stadttheater. Der Aufführung von Wallensteins Lager und den Piccolomini im Dortmunder Stadttheater folgte der zweite Abend mit„Wallensteins Tod“. Es liegt pohl an der ungleich gröheren, degatzspe daß ez; der Voltes ist eine vergessene Operette Franz von Suppés zsebende Mischung aus grober Sinnlichleit und ütbe, Rauf nehnzgnr g 1rzie Bähr.enhisßer P- Ladpig Born=sbreite aus. K. A. A. werden vermag. Zwischen Himmel und Erde scheint, Regulativ zu fehlen, das den philosophierenden Gedankenmenschen auf den besessenen Tatmenschen abstimmt, Am überzeugendsten spielte Rösner den ohne Patgos gewappneten Kriegshelden in der menschlich=schlighten und lautlos erschütternden Abschiedsszene mit Max Piccolomini. von Dr. Mahnke erstellten Bübnenbilder erwiesen sich insbesondere im ersten Bilde als dramaturunerbeblich zu steigern sein. So ließ es beispielsweise Urich Kollmar#rge,rägt ger feblen. Auch Paul Warschawski als Buttler und Edwin Althauser als Gordon gelangten nicht recht in den Kernbesitz ihrer Rollen, ganz abgesehen von der rein chargenmäßigen Erfassung des Seni durch Bern Böhle. Gute Leistungen, seelische Aktiva im Kraft feld der Dichtung, boten Karl Pessels als Ottapit und Lenore Fein als Gräfin Terzky. Jarontim fül jedlen Knateul „Telermann fährt nach Madeira“ von August Seereisen sind immer eine alückthozegritz, Bieseg Das sece eae echesh eg n. i eohe schce be dic e c csche schasde beodenzu dher en. Bacdeiglihen göesker. b ise Aan. Pheshad ies chchice lease Ganzen der ecte Spegehrkuinacst, Aiberall weiste vo Kealc ud Mlaier de schesehsel an b äck ce Heimat zurückehren, Kraft durch Freube, as., diegen Die Agfa, die bekanntlich seit mehreren Jahren nach dem„Linsenrastersystem“, einen Farbenfilm herstellt, führte soeben einen neuen Farbfilm vor, der ausschließlich auf einem neuen chemischen Verfahren Farben beruht. Der Unterschied des neuen Verfahrens gegenüber dem Linsenrasterverfahren besteht darin daß jeder Amateur ohne irgendeine Aenderung der Optik bunte Bilder aufnehmen und projizieren für Schmalfilm ist das bestehende Verfahren bereits geeignet, während für Normalkinofilm noch einige Schwierigkeiten zu überwinden sind, die in den besonderen Anforderungen des Kovierens liegen. Das neue chemische Verfahren Vtetzkeim erbgon dert mehr durch ein zusätzliches ovtisches, Fostem ber. Londggn sie werden im natürlichen Farbstoff in den Entwi lungsfarben erzeugt. Hierdurch und durch das Fortfallen jeden Filters wird eine größere Empfindlichkeit des Materials erzielt, das zurzeit etwa derjenigen eines gewöhnlichen Amateur=Umkehrschmalft. gitent fposche, 816 sind, sondern farbige Bilder ohne jeden Gebalt an große Helligkeit des. Reihe von Amateuraufnahmen, die mit diesem Material hergestellt worden sind, und ein Schmalfilm von den Olympischen Winterspielen fanden starken Insbesondere gefielen alle Wasserbilder durch, gine fast übernatürliche Transparenz.„Spontanen Beifall lösten einige Bilder vom nächtlichen Berlin aus. Am das Buch kohl, so betrüge die erforderliche Menge 3880 Gramm Karotten, 3880 Gramm Salat und 4350 Gramm Weißkohl. Da diese Nahrungsstoffe sehr stickstoffarm sind und außerordentlich große Mengen Wasser enthalten, so kommt es nach ausschließlicher Ernährung mit ihnen heitszuständen als diätetisches Bebandlungsverfahren gerechtfertigt, beim Gesunden aber als Dauerkost unzureichend ist. starke Beifall in steigerte und sich am begchlase weit über den eisernen die Rohkostnahrung aus Karotten, Degelartiche Koll oder Rohkoltz Um die vielumstrittene Frage nach dem Wert reiner Pflanzenkost und Robkost unvoreingenommen zu entscheiden, stellte Professor Dr. H. Steudel, der Direktor des Physiologisch=chemischen Instituts der Universität Berlin, eingebende Ernährungsversuche an, aus denen hervorging, daß begetarische Freit,gng g genutzt wird und auch einen für den regelrechten Stoffumsatz ausreichenden Eiweiß= und Kaloriengehalt hat. Der Kaloriengehalt der Rohkost gerichte dagegen zeigte sich als viel zu gering, so daß bei mittlerem Kalorienbedarf unverhältnismäßig große Mengen dieser Kost zur Deckung des notwendigen Bedarfs erforderlich wären. Ein Mensch mit mäßiger Muskelarbeit benötigt täglich etwa 3000 Kalorien, und er müßte z. B. bei einer Rohkosternährung mit Tomaten und Blumenkohl 6280 Gramm Tomaten und 3450 Grgeze, ligegzigh. zu sich nehmen, um den Bedatl.,u Salat und WeißUhu-Vermehrung in Deutschland Ueber das Vorkommen und die Ausbreitung des Uhus in Deutschland hat O. Schnurre kürzlich sehr wertvollen Beitrag geliefert. Danach ist zur Zeit aure Ded Feigeser säsählge ier schchec e ehce elche e che beih doch außer allem Zweifel, daß der Uhn in den letzten zehn Jahren Gebiete besiedelt hat, in denen er seit langem fehlte. Dem Gedenken Justus Mösers. Osnabrück begeht diesen Tagen eine Festwoche, die dem größten Sohne Osnabrücks, Justus Möser, gilt und die ihren inneren Anlaß in der Tatsache findet, daß die Gedanken und Anschauungen des genialen Staatsmannes, Politikers und Dichters Justus Möser, den Goethe den „beständigsten Menschen" nannte, in der Zeit der nationalsozialistischen Erneuerung heute erst ihre fruchtbare Verwirklichung erhalten, während die Zeit, die Mösers Leben umgab, und auch das nachfolgende Jahrhundert ihn nicht verstanden. Der äußere Anlaß zu dieser Gedenkwoche ist die bundertjährige Wiederkehr, jenes Tages, da das dankbare und ehrfürchtige Osnabrück seinem großen Sohne Justus Möser ein Denkmal setzte, das nun nach langer Zeit der Not. des Niederganges und des nunmehr vollendeten Aufstiegs von neuem in die lebendige Gegenwart gestellt wird, da Justus Möser in seinem Beispiel, das zu erkennen einer innerlich und äußerlich ungeahnt neuen Zeit vorbehalten blieb, Auferstehung zur Unsterblichkeit feiert. Wuch ilt ein#eelenwelen und geschrieben. es wahrhalt wie Lebendiges zu lieben. Der Ldchattende, er trägt es unterm wberzen. nährt es mit leinem Blut, gebierts in Schmerzen. Noch hebt es der Verleger aus der Taute. kommt erlt das Schwerkte: Wakz man es auch haute. Da(pringt der Whändler hurtig aus der Molke und hebt das Welelen hoch und zeigts dem Volke. Er ikt des Buches Tüter und Betreuer. wvier erlt beginnt das großze Abenteuer. Er mach es(prechen, und er lehr uns lelen! Gelingt es dort, so ilt es gut gewelen. Verlagt es dort, nicht Sott, nicht Teutel hütten die Kratt, das schwerbedrohte BMort zu retten. Wer handelt schlecht am Buch, der es blotz handelt: Ddo wird nur Verzblut in Rabatt gewandelt. Sdo wird dem Volk von leinem innern Leben das Licht genommen und Papier gegeben. Doch datz die Kratt des Tichts lich dauernd mehre, lind Bücher da! Bülen dies betriktt, der höre! Polei Bbeinheter Im Ottoberhett„Die Neue Literatur“, Avenarius Verlag. Teipzig Geschichtstafel 23. Oktober. in Berlin 1801 wurde der Komponist Albert Lortzing in geboren. Seine Haurzgmener man zumeist eigenen Terien und„Jar und Zimnistulgun“,„ündine“,„Der Wildschütz“ und„Der Waffenschmied“. wurde der Heimatdichter Adalbert Stifter als Bauernsohn in Oberplan im Böhmerwald, gehoren, dessen romantische Schilderung mit Herz und Gemüt in künstlerischer Kleinmalerei seine Dichtungen verklärt, die er erst seit dem 35. Lebensjahr veröffentlichte. Belorgt um einen krankent Vielleicht erlaubt der Arzt ein Gläschen Schaumwein? hat schon vielen geholfen, den Willen zur Genesung zu starken! SCHAUMWEIN bungr Achsihn: Das Schweigen in dem schmalen Zimmer, das nach Zeitungsdruck und abgestandenem Parfüm riecht, ist atembeklemmend. Es ist das erstemal, daß Heinrich Römer einer Roman von V. Zern Copyright by„Das Bergland-Buch“, Leipzig Er sieht sich um:„Wo ist der Raum?“ Der Portier führt Heinrich Römer in das schmale, einfenstrige Lesezimmer, legt die unordeztliech, ggrunz liegenden Zeitungen aufgereiht auf den Mistellisch und schließt die Tür hinter sich. Heinrich Römer geht um den Tisch herum. Steht auf, kaum daß er sich setzte. Nimmt eine Zeitung in die Hand, blättert, kommt nicht über die zweite Seite Immerhin nicht sehr angenehm, die bevorstehende erste Begegnung mit Molignon! Er hätte ihn ja auch einfach im Stich lassen können mit weiteren Geldunterstützungen. Aber schließlich war ja so ein Zirkus auch ein Unternehmen, ein Unternehmen, das ein paar Dutzend Menschen Lohn und Brot brachte! Es gehörte sich also, daß er Molignon in aller Form die Mitteilung machte, daß— nach der Indiskretion in dem deutschen illustrierten Blatt auf seine finanzielle Beihilfe nicht mehr zu rechnen sei. Er hätte ihm das ja auch schriftlich erklären können, aber es war wohl doch wie ein Kübel, ag, sligte r 1l6 ecscheiscehlsecchesce Tja... dann wäre das denn also der letzte Sommer, den er so verbrachte...! Dann machte er Schluß damit— er war ja schließlich Herr seiner fünf Er war kein Traumwandler! Er wußte, was er tat. Er lebte seine zwei Leben klar und bewußt, mit scharfem Trennungsstrich zwischen seinen beiden Leben. Daß er in jeder Sommermitte den gleichen Entschluß faßt: sein kurzes starkes Zwischenleben ein für alle Male zu beenden, und daß er dann doch in jedem Frühling wieder dem gleichen Zwang erliegt— das weiß er in diesem Augenblick selbst nicht. Er dünkt sich Herr seines Willens und sich selbst gewachsen. Und Wanda, die so viel Geduld gehabt hatte mit ihm all die Jahre, sollte vom nächsten Sommer an entschädigt werden für alles, was sie durch ihn gelitten hatte!... Dann würde er auch nie mehr in der ihn aufzehrenden, ihn oft bis zur Besinnungslosigkeit lähmenden Angst schweben, daß die Welt erführe, daß die Seinen es zu wissen bekämen, auf welcher Ebene er die Seite seines Wesens zur Auswirkung brachte, die er— gehemmt durch eine unterbewußte Wehr— seit seinen Kindertagen schamhaft vor der Umwelt verbarg. Der Portier reißt die Tür auf: „Der Herr ist da. Monsieur!" „Lassen Sie eintreten“, sagt Römer. Beinahe liegt Spott um seine Lippen. Er geht Direktor Molignon zwei Schritte entgegen— und bleibt stehen! Kerzengerade! Alfred Becker steht auf der Schwelle, der frühere Kassierer der Maschinenfabrik Vulkan. Beide Männer sehen einander an, ohne Wimperzucken. Der Portier sogt:„.., Krzintai „Soll ich eine Karaffe Wasser hereinschicken?“ Da ihm keine Antwort wird, geht er hinaus. Lage nicht gewachsen ist, sie nicht sofort zu seinen Gunsten umbiegt. Aus sich jagenden Gedanken her„Woher wissen Sie, daß ich Wie kommen Sie nach Grasse?... Seit wann sind Sie hier?“ „Seit einer halben Stunde. Ich verfolge Ihre Spur seit Tagen und fand sie... in Villefranche! Es war einer der größten Eindrücke meines Lebens.“ Heinrich Römers Lippen legen sich zu einem, schmalen, harten Strich zusammen. Sein Blick flackert. Alfred Becker legt seinen Strohhut auf den Tisch: Ich fahre nach beendeter Unterredung sofort wieder ab! Sie haben von mir nichts zu befürchten!“ Römer wird blaß. Von so grünlicher Blässe, daß Becker einen Schritt auf ihn zukommt. Fast ohne Kraft wiederholt Römer:„.. befürchBecker sagt, mit einem Gemisch aus Selbstverteidigungsdrang und Dreistigkeit: „Auch ich habe Verständnis für— Abirrungen, Herr Direktor... Ob einer unter dem Zwang einer Leidenschaft für eine Frau handelt— wie ich— oder einem Zwang erliegt, der aus ihm selbst heraus kommt, das ist doch wohl gleich, Herr Römer! Wenn der Betreffende dadurch in Konflikte mit der sogenannten bürgerlichen Gesellschaft kommt!“ „Woher wußten Sie denn überhaupt, daß ich in dieser Gegend bin?“ herrscht Römer den Kassierer an — zum erstenmal in seinem Leben in die Defensive eebrängt. Iazem Herm.k„Ich verdanke die Orientierung Ihrem Herrn Sohn in Berlin. Ich erfuhr, daß Sie jede Verfolgung meiner Person abbliesen, als Sie hörten, daß ich an die Riviera flüchten wollte! Sie mußten Ihren Grund dazu haben— hatten vermutlich selbst die Absicht, an die Riviera zu fahren, und wünschten kein Aufsehen um sich herum!... Man beschäftigt sich viel mit Ihnen in der Fabrik, Herr Direktor... Ich reiste an die Riviera. Ich suchte. Und fand Ihre Spur...! Ich werde Ihren Wunsch, kein Aufsehen zu erregen, respektieren— das ist mein Dank für Ihr damaliges Wohlwollen gegen mich— und bitte Sie jetzt um die Rückgabe des von mir in Ihrem Büro unterschriebenen Scheines! Hier sind die fehlenden zehntausend Mark.“ Becker zählt sie auf den Tisch:„... für deren Rückerstattung Sie mir allerdings fünf Jahre Zeit ließen! „Also bitte den Scheinl“.„ Sensaze Heinrich Römer kann sich zu keiner Denkschärfe sammeln. Er greift zur Brieftasche, zieht den Schein heraus, entfaltet ihn, will ihn Becker übergeben. Er hat nur einen Wunsch, diesen Mann da aus seinem Gesichtsfeld zu bekommen. Er wirft einen Zufallsblick auf den Schein— seine Augen weiten sich. Becker starrt ihm dreist ins Gesicht, sagt: „Ja. Ich habe das getan!" „Sie haben eine Null an die Zehntausend gehängt? Haben den Schein gefälscht?... Haben geschrie... was haben Sie geschrieben?“ Mit metallischer, „Ja“, sagt Becker.„Ich habe mir dadurch, daß mir auf diesem Schein fünf Jahre Zeit für die Rückzahlung des betreffenden Betrages und Schweigen zugesichert wird, Rückendeckung geschaffen für die Tat, die ich in der folgenden Nacht begehen wollte und dann begangen habe!“ Römer faltet das Papier zusammen und steckt die auf dem Tisch liegenden zehntausend Mark ein. „Der von Ihnen unterschriebene Schein bleibt in meiner Tasche, bis Sie die restlichen neunzigtausend Mark zurückerstattet haben!“ Noch dreister ist Beckers Blick: „Die neunzigtausend Mark sind der Maschinenfabrik Vulkan aus Monaco längst zugestellt worden! Ich weiß das aus dem Munde Ihres Herrn Sohnes, der mir gleichzeitig bestätigte, daß die Angelegenheit hierdurch erledigt ist.“ Römer, der das Verlangen fühlt, den frechen Burschen da mit der Faust zu zermalmen wie ein ekles Insekt, donnert Becker an: „Die neunzigtausend Mark sind— von wem an den„Vulkan" zurückgeschickt worden, Herr Becker?“ ich... darf ich meine Braut wissen lassen, daß Sie mir verziehen haben“.(.58 Jahre aster. ala Heinrich Römer, nur um sechs Jahre älter als der Mann, der vor ihm steht, schüttelt den Kopf: „Was sind das für Kleinekinderworte...,„verzeihen"...? Aber wenn Ihnen das noch fehlt zu Ihrer— Ruhe.. ja, ich verzeihe Ihnen, Es fehlt nicht viel, und Becker wurde Heinrich Römer in Dankbarkeit die Hand hinstrecken. So steht er nur und macht eine ungeschickte Verbeugung und geht. tritt Römer Eine Minute nach Beckers Weggang tritt R im Vestibül des Hotels an die Portierschranke: „Wenn Direktor Molignon kommt und nach fragt... sagen Sie ihm, ich wäre abberufen worden und hätte plötzlich abreisen müssen.“ Er legt unaufgefordert einen angemessenen Betrag für das Konferenzzimmer auf das Portierpult und verEr geht die Straße hinab. Zum erstenmal nicht in der geraden, herrischen Haltung, die ihn vor allen — Er=fühlt, daß er die von ihm geschaffenen Verhältnisse nicht mehr ganz meistern kann. Es war eine Kraft von innen, aus ihm heraus, die ihn in alles hineintrieb— jetzt sind es Kräfte von außen, die nach In Billekrauche war es Becker.. heute mochte es ein anderer sein.. übermorgen wieder ein anderer... Schluß machen! Selbst, freiwillig Schluß machen... wieder nur Fabrikherr Heirzg ier), Cezägr, Prein gr. we. ben wieder echt Römerscher Stimme liest er den Wortlaut: an Eides Statt, daß ich in meiner Tätigkeit bei genannter Firma Unterschlagungen in Höhe von hunderttausend Mark begangen habe...“ Der Kassierer krampft die Hände um den TischVon demjenigen, der ein Interesse daran hat, daß die Oeffentlichkeit— bei meiner eventuellen Verfolgung durch die Kriminalbehörde— nicht von dem etwas seltsamen Doppelleben eines gesellschaftlich hoch angesehenen, bekannten deutschen Industriellen erfährt!" Id mit zreller Stimme:„Ich bitte vm meinen einen starken Leben! Eye die Entdeckung ten Ichs seine innerste, schamhaft verborgene und verrammelte Wesenheit offenbarte und eine Katastrophe herbeiführte, der er nicht gewachsen war!... Aber fahnenflüchtig werden durfte auch sein zweites Ich nicht!... Uebernommene Verpflichtungen hieß es durchzuhalten. Bis zum 31. Juli mußten die Knologischen und ethischen Erwägungen gedrängt, in die Zwangsvorstellung zurück, der er verfallen war seit vielen Jahren. Eine halbe Stunde nach der Unterredung mit Direktor Römer im Hotel de la Gare gibt Alfred Becker auf der Bahnpost von Grasse folgendes Telegramm Gerda Manz, Berlin Gartenstraße 1.„Habe soeben hier nach Rücksprache mit Direktor Romer bewußten Schein zurückerhalten. Erhoffe auch Deine Verzeihung. Alfred. Er reicht das Telegrammformular durch den Schalter, läßt es sich gleich darauf wieder zurückgeben: „Einen Augenblick, bitte. Es fehlt noch etwas!“ Er schreibt statt„Alfred“: Alfred Becker und fügt hinzu: Bahnpostlagernd Grasse. Schiebt das Formular wieder durch das Fenster und sagt: „Es geht R. v.— Rückantwort bezahlt!“ Dann setzt er sich in die Bahnhofswirtschaft. Er fiebert vor Aufregung. Er rechnet sich aus, wie viele Stunden das Telegramm bis zu Gerda braucht, und wann er ihre Verzeihung in Händen halten kann. Die Antwort wird gerade so eintreffen, daß er in Ruhe und mit Zukunftsfreude in der Seele den Zug nach Genua besteigen kann. Er bestellt eine eisgekühlte Orangeade, greift nach einer von einem deutschen Reisenden liegen gebliebenen Kasser in Veist, anwertet der benatge, Zeltung, Ga is boez gstegel, basß er wieber fühig K. .... Ich habe noch von dem Geld... nicht alles seine Gedanken auf #### aber... genug... und stößt dann heraus:„Darf:: 4Fortsetzung Und mit greuer Stimme:„Ich ville un“seinegutgen. u6 schamhaft verhorgene und herSchein!" Da sich in Römers wie vereistem Gesicht nichts rührt und da Becker fühlt, daß, wenn der Mann da vor ihm nicht will, alles verloren ist... fällt alle Kraft von ihm ab. „Herr Direktor...ich bin kein Lump! Glauben Sie mir!... Wenn ich den Schein zurückbekomme— ich fühle mich trotzdem als Ihren Schuldner... Ich werde Ihnen die neunzigtausend Mark eines Tages zurückgeben... ich werde es! Ihnen persönlich... ich schwöre es Ihnen! Bei... meiner... Liebe zu meiner Braut in Berlin!... Ich werde mir ein neues Leben aufbauen in Südamerika... ich habe schon mein Ticket in der Tasche... über Genua. Ich trete Ihnen nie mehr vor Augen... nie mehr!“ Römer faßt seinen früheren Kassierer scharf ins „Sie werden Grasse noch heute verlassen..““ „Ich werde Grasse noch heute verlassen, Herr Direktor!“ „Und reisen nach Genua!“ Und reise nach Genua— und von da nach Brasilien!“ „Sie geben Ihr Ehrenwort als— der anständige Mensch, der Sie früher waren?“ „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort darauf, Direktor!" Heinrich Römer nimmt den Schein, hält ihn einen Augenblick zwischen spitzen Fingern. Zerreißt ihn dann in vier gleiche Teile:„So!“ Ein völlig anderer steht Becker jetzt vor Direktor Römer.„ „Haben Sie Geld für Amerika, Becker?“ Dunkelrot im Gesicht, antwortet der ehemalige Seite 10 Nr. 249„ Bochumer Anzeiger„ Freitag, 23. Oktober 1936 Tuenen und Sport Kurt Krötzich begnadigt Der erste Zwölfkampfsieger des Deutschen Turnfestes 1933 in Stuttgart und frühere Deutsche Gerätturnmeister Kurt Krötzsch, der aus den Reihen der Deutschen Turnerschaft ausgeschlossen wurde ist auf Grund der Amnestie begnadigt worden. Krötzsch ist wieder Mitglied des Turn= und Sportvereins Leuna geworden. Fernihoughs Rekord! Geschwindigkeitsprüfungen in Gyon Augenblicklich herrscht auf der Rennbahn von Gyon bei Budapest Hochbetrieb. Wagen und Motorräder segen wie Schatten über die ideale Bahn, und ein Geschwindigkeitsversuch reiht sich an den anderen. Der neue Meilenrekord mit stehendem Start des Engländers Fernihough, der mit seiner 1000=Kubikzentimeter=Brough=Superior Ernst Hennes 171,210 Stundenkilometer auf die neue Marke von 174,270 Stundenkilometer schraubte, war in den übrigen Geschwindigkeitsprüfungen von verschiedenen deutschen Klassensiegen begleitet. So war Müller(Bielefeld) mit seiner 500=Kubikzentimeter=DKW. Schnellster der Halbliter=Solofahrer. Er schaffte den„stehenden Kilometer“ mit 136,054 Stundenkilometer und den„fliegenden Kilometer“ mit 191,540 Stundenkilometer. Zu zwei Klassensiegen kam Hans Schumann auf NSU. in den Geschwindigkeitsprüfungen mit„fliegendem Start“. Er war mit 147 und 145 Stundenkilometer bester Seitenwagenfahrer über den Kilometer und die Meile. Eine ganz hervorragende Leistung vollbrachte Bäumer mit dem 1100=Kubikzentimeter=Austin=Rennwagen, der 176,139 Stundenkilometer über den„fliegenden Kilometer“, hergab. Der Altenaer Berg siegte mit Caracciolas altem Alfa=Romeo in der 2000=Kubikzentimeter=Klasse mit 164,9 Stundenkilometer. Ueberhaupt schnellster Rennwagenfahrer war der Schweizer Hans Rüesch mit dem=Liter=Alfa=Romeo der den„fliegenden Kilometer“ mit 215,762 Stundenkilometer hinter sich brachte und„stehend“ auf 128,525 Stundenkilometer kam. Rekordfahrten auf der Brookslandbahn Fünf internationale Klassenrekorde bildeten die Ausbeute der Versuchsfahrten auf der englischen Brookslandbahn. Charlie Dodson schlug mit seinem 744=Kubikzentimeter=Austin eine Bresche in die Vorherrschaft der MG., denen er drei Rekorde der Klasse H(bis 750 Kubikzentimeter) entriß. Der wertvollste von ihnen war der über eine Stunde mit 183,45 Stundenkilometer. Die beiden übrigen lauteten 184,38 Stundenkilometer für 100 Kilometer und 187,17 Stundenkilometer für 100 Meilen. Die Verbesserung betrug bis zu 6 Stundenkilometer. Als zweiter Fahrer ging Appleton mit einem 1089=Kubikzentimeter=Riley mit Maserati=Fahrgestell über die Bahn. Er verhesserte, die beiden Kurzstreuenrekorde mit stehendem Start in der Klasse G (bis 1100 Kubikzentimeter) um 5 Stundenkilometer. Die neuen Rekordleistungen sind 132,061 Stundenkilometer für den Kilometer und 146,932 Stundenkilometer für die Meile. 17,40 im Kugellfoßen gleich 1202 Punkte Welche Weltrekorde sind am höchsten zu bewerten? Der Münchener„Fußball“ veröffentlicht in seinem Wochentagebuch nachstehende interessante Statistik: Nach der finnischen Punkttabelle, die international für den Zehnkampf anerkannt ist, rangieren in der Punktzahl: Torrence, Kugel 17,40 Meter„.. 1202 Punkte Towns, Hurden 13,7 Sek. 1186„ Järvinen, Speer 77,23 Meter„„„ 1175„ Owens, 200 Meter 20,3 Sek.„„ 1154„ Schröder, Diskus 53,10 Meter 1147„ Johnson, Hochsprung 2,07 Meter.„ 1138„ Hardin, 400 Mtr. Hurden, 50,8 Sek. 1134„ Williams, 400 Meter 46,1 Sek.„ 1139„ Owens, Weitsprung 8,13 Meter 1131„ Varoff, Stabhoch 4,43 Meter. 1113„ Lethinen, 5000 Meter 14,17 Min. 1103„ Ryan, Hammer 57,77 Meter. 1103„ Tajima, Dreisprung 16,00 Meter„. 1089„ Lovelock, 1500 Meter 3,47,8 Min. 1088„ Owens, 100 Meter 10,3 Sek. 1071„ Cummingham, 800 Meter 1,49,7 Min.. 1068„ Nurmi, 10000 Meter 30,06,2 Min.. 1068„ Danach ist der Torrence=17,40=Meter=Kugel=Rekord (durch einen Zufallswurf erzielt) in absoluter Extraklasse und am schwersten zu brechen. Um auf 1200 Punkte zukommen— Torrences 17,40Meter=Kugel=Leistung— müßten in anderen Wettbewerben erzielt werden: 100 Meter„ 9,97 Sek. 400 Meter„ 45,8 800 Meter„... 1,45,6 Min. 1500 Meter 3,40,4 5000 Meter 13,54" a„ Diskus 54,51 Meter Speer 78,29„ Hochsprung 2,11 Weitsprung 8,35„ Stabhoch 4,58 Dreisprung 16,67 Elens PonzeiekerKärten Heute abend in der Tonhalle— Boxklubkampf Polizei Bochum gegen Polizei Elfen Freitag abend setzt der Polizei=Sport=Verein die Reihe der Boxveranstaltungen mit einem interessanten Treffen zwischen den Staffeln zweier Polizei=SportVereine in der Tonhalle fort. Erstmalig starten die Essener Polizeiboxer in Bochum. Die unter Leitung des bekannten Mittelgewichtlers Grigo stehende Staffel der Essener ist recht kampfstark. Neben den bekannten Kräften der ehemaligen„Germania“ Heisingen kämpfen in den Reihen der Gäste die früheren Wattenscheider Tureck, Gierock und Riedhof. Die hiesigen Polizeiboxer haben sich, um ehrenvoll bestehen zu können, durch Distelrath und Kunhenn vom BSK. 19 verstärkt. In den einzelnen Paarungen treffen aufeinander: JugendPapier: Brandenbusch(Essen) gegen Kaisler II(Bochum). Jugend=Feder: Wechtenbruch(Essen) gegen Weitkämper(Bochum). Gelingt es Weitkämper, die größere Erfahrung Wechtenbruchs durch härtere Schlagkraft auszugleichen, so ist der Ausgang offen. Bantam: Hochkirchen dürfte gegen Gaenserig kaum Gewinnaussichten haben. Feder: Turreck(Essen) wird mit seinem Kampfstil bei Korte(Bochum) keinen Erfolg haben. Die bessere Schulung Kortes sollte diesem zum Siege verhelfen. Feder: Brillowski(Essen) und Gausmann(Bochum) sind beide harte Schläger. Wer über die größeren Luftreserven verfügt, wird als Sieger den Ring verlassen. Leicht: Blöß(Essen) konnte Kaisler zweimal bezwingen. Im heimischen Ring will Kaisler diesmal den Spieß umdrehen. Ob sein Vorhaben gelingt, wird der Kampf zeigen. Nach seinen letzthin gezeigten großen Leistungen halten wir zu Kaisler. Welter: In Breitmoser(Essen) und Distelrath(BSK. 19) stehen sich zwei ausgezeichnete Techniker gegenüber. Gelingt es Distelrath, seine größere Härte richtig auszuwerten, so sollte er das bessere Ende für sich haben. Im zweiten Treffen in dieser Gewichtsklasse trifft der Essener Gierock auf Weinkauf(Bochum). Beide sind recht schlagstark. Doch halten wir auf Grund seiner größeren Erfahrungen zu Gierock. Mittel: Böker(Essen) hat Ernst (PSV.) zum Gegner. Ernst stellt sich nach längerer Abwesenheit erstmalig wieder in Bochum vor. Ob es ihm gelingen wird, den technisch guten Böker zu bezwingen, bezweifeln wir..=Schwer: Riedhof und Kunhenn sind hier die Gegner. Gelingt es Kunhenn, die erste Runde zu überstehen, so sind seine Aussichten nicht schlecht. Seisler gegen Kretschmer Kampf um die Deutsche Leichtgewichtsmeisterschaft In der„Neuen Welt“ in Berlin steigen am heutigen Abend zwei wichtige Berufsboxkämpfe im Rahmen eines geschickt aufgezogenen Programms. Der Deutsche Leichtgewichtsmeister Willi Seisler(Berlin) verteidigt seinen Titel gegen Kretschmer(Dresden), der sich das Recht zu einem Titelkampf durch einen Sieg über den Kölner Esser holte. Seisler hat den Vorteil, vor eigenem Publikum kämpfen zu können. Zu einer spannenden Auseinandersetzung im Halbschwergewicht kommt es zwischen dem Bonner Adolf Heuser und dem Franzosen Lebrize. Der Kampf ist deswegen von besonderem Interesse, weil der Deutsche Halbschwergewichtsmeister Adolf Witt, der am 28. Oktober ebenfalls in Berlin zu einem Titelkampf gegen den belgischen Halbschwergewichtsweltmeister Gustave Roth antritt, gegen Lebrize nur einen Punktsieg herausholen konnte. Gelingt Heuser ein entscheidender Sieg, so werden wir sicherlich in Bälde die Wiederholung des Kampfes Witt— Heuser erleben, der seinerzeit beim Neusel=Schmeling=Kampf so außerordentlich gefallen konnte. Max Baer. der frühere Schwergewichts=Weltmeister, wird im Februar 1937 gegen den Sieger des Kampfes Neusel— Foord in London boxen. Phantastische Ziffern, aber hätten wir bis gestern ein 15,7 fur 110 Meter Hürden für möglich gehalten? Olympia-Fahne in der Obhut Berlins Seit 1920 eine Vereinigung belgischer Frauen für die Olympischen Spiele in Antwerpen die große seidene Olympiafahne mit den handgestickten fünf Ringen stiftete, ist es Brauch, daß jeweils die Stadt, in deren Mauern die letzten Spiele stattfanden, die Fahne für die nächsten vier Jahre aufbewahrt. Am letzten Tage der Olympischen Spiele sank die Flagge am Mast herab. Im Berliner Rathaus wurde das weißseidene Tuch noch einmal ausgebreitet und in eine große, über zehn Meter hohe Hakenkreuzflagge eingerollt. Sie wurde dann in einen auch den Fahnenstock mit einschließenden Zinkbehälter von 15 Meter Höhe eingelötet, der mit einem Siegel versehen wurde und das Schildchen bekam, das seinen Inhalt bezeichnet: „Olympiaflagge.“ Dieser Behälter wird in einem städtischen Tresor aufbewahrt, denn bei der Schlußseier übernahm Staatskommissar Dr. Lippert die Fahne für die nächsten vier Jahre in die Obhut der Reichshauptstadt, bis sie bei den XII. Olympischen Spielen 1940 Tokio wieder enthüllt wird. Sus in Reichsminister Dr. Frick beglückwünschte den SS.=Hauptscharführer Oskar Lengnik, der am Sonntag auf seinem bekannten Halbblüter „Herold" in Pardubitz die„Große Pardubitzer Steeplechase" gewann, zu seinem großen Erfolge im schwersten indernisrennen des Kontinents. 2s janre Furnverenl Gerine Aus der Vereinsgeschichte des Jubilars— Samstag abend Jubelfeier und Werbeabend Auf dem Felde der Ehre blieben die Turnbrüder H. Brust, F. Bertram, D. Borgmann, W. Gelbke, S. Hermann, König, O. Kleinewächter, W. Lenfert, O. Müller, G. Puhmeier, Quellenberg, F. Schulte und Steffens. In der Nachkriegszeit waren die Zeitumstände der Vereinsentwicklung hinderlich. Die im Jahre 1919 erfolgte Vereinigung mit dem Verein„Spiel und Sport“ ging infolge verschiedenartiger Interessen der beiden Abteilungen ein Jahr später wieder auseinander. Von 1921 an sind die ersten Ansätze eines Wiederaufstiegs zu erkennen. Inflation und Ruhrbesetzung zerschlagen aber bald wieder, was von fleißigen Händen aufgebaut war. Die Besatzungsbehörde nahm die Turnhalle in Beschlag. Im Januar 1924 erlebte der Verein unter seinem jetzigen Vereinsführer Oberschullehrer Vogelsang bald die zweite Blütezeit. Außer der Turnhalle am Markt stand jetzt auch die in der Oberrealschule zu Uebungszwecken zur Verfügung. In allen Abteilungen gab es einen lebhaften Aufschwung, und Erfolge blieben nicht aus. Hocherfreut war die gesamte Gerther Turn= und Sportwelt, als im Jahre 1928/29 auf Anregung des Turnbruders Dr. Hanholz die Gemeindevertretung, dank der Initiative des Bürgermeisters Ibing, in großzügiger Weise den Bau einer modernen Sportplatzanlage mit geräumiger Turnhalle auf dem Gelände an der Heinrichstraße vornahm. Bei der Weihe der neuen Vereinsfahne im Oktober 1929 wurde der bewährte Turnbruder und Gründungsvorsitzende Fritz Hirsch zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Turnerische und sportliche Erfolge gab es besonders in den letzten Jahren in großer Anzahl, die nicht zuletzt das Ergebnis aufopfernder Tätigkeit der Turnwarte Bommert, Bunz, Dellmann, Tillmann, Paßmann, Frl. Böckmann sowie von Frau und Fräulein Marquard waren. Ein leuchtendes Vorbild treuer Pflichterfüllung ist allen der Altersturner und Mitgründer Mathias Kraus, der seit sechs Jahren keine Turnstunde versäumte und im vergangenen Jahre anläßlich seines 50jährigen Turnerjubiläums mit dem Ehrenbrief der Deutschen Turnerschaft ausgezeichnet wurde. Die Turnbrüder Karl Bechtel, Fritz Hirsch, Wilhelm Keinhorst, Mathias Kraus, Dr. Wilhelm Oberhöffken und Heinrich Schmidt haben dem Jubelverein 25 Jahre die Treue gehalten. Außer dem Ehrenvorsitzenden Fritz Hirsch gehören dem Verein noch Hans von Köckeritz, Mathias Kraus und Heinrich Heenes als Ehrenmitglieder an. Aus Anlaß des 25jährigen Jubiläums findet am Samstag im Saale Kalthoff die Jubelfeier statt, die mit einer Werbeveranstaltung verbunden wird. Der Turnverein Gerthe 1911 kann in diesen Tagen auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Es ist der Meilenstein, an dem man gewöhnlich einen Rückblick auf das vergangene Vierteljahrhundert hält. Nach der Industrialisierung der ehemaligen reinen Landgemeinden Gerthe und Hiltrop durch den Bergbau wurde auch in Gerthe der Wunsch nach Gründung von Turnund Sportvereinen laut. Auf Anregung der Bochumer Turnlehrer Maas und Ribbert fanden sich dann einige Gerther zusammen, die mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Grubeninspektors Tengelmann, des Straßenbahndirektors Müller und des Amtmanns von Köckeritz am 29. Oktober 1911 den Turnverein Gerthe 1911(DT.) aus der Taufe hoben. In der acht Tage später stattfindenden ersten Versammlung konnten bereits 60 Mitglieder gezählt und der erste Turnrat gebildet werden. Erster Vorsitzender war der damalige Verwaltungssekretär Hirsch. Unter Beihilfen der Kreis= und Gemeindebehörden konnten schon bald die ersten vereinseigenen Turngeräte angeschafft werden. Die ersten Uebungsstunden wurden in der Wirtschaft Langhoff(jetzt Kalthoff) abgehalten. Das Turnen im Wirtshaussaal erwies sich aber als unzuträglich, und als nach einem Jahre eine Damenriege mit über 20 Turnerinnen unter der Führung der Leyrerinnen Frl. Hoffmann und Frl. Hildebrand ins Leden gerufen wurde, gelang es, den gesamten Turnbetrieb in den der Zeche Lothringen gehörigen Betsaal an der Kirchharpener Straße zu verlegen. In Ermangelung eines geeigneten Sportplatzes konnten größere Kampfspiele nicht durchgeführt werden. In der Folgezeit entwickelte sich unter dem neuen Vereinsleiter Polizeikommissar Fraedrich ein reger Vereinsbetrieb. Vom Herbst 1913 an wurde das Turnen in der zur Turnhalle umgebauten ehemaligen katholischen Kirche am Markt abgehalten. Dank der Rührigkeit der Mitglieder hatte sich der Verein in den Jahren bis zum Kriegsausbruch gut entwickelt. Im Sommer 1914 umfaßte der Verein 158 Turner und Jugendturner und 54 Turnerinnen(die damals stärkste Turnerinnenabetilung des Emscher=Ruhr=Gaues) und schickte sich an, das für den 29. und 30. August geplante Bezirksturnfest in Gerthe in großzügiger Weise vorzubereiten. Der Ausbruch des Weltkrieges legte den Uebungsbetrieb fast vollständig lahm. Am 1. Mobilmachungstag traten 39 aktive Turner unter die Fahne. deren Zahl sich bis Ende 1914 auf 61 erhöhte. Fast das gesamte, nicht unerhebliche Barvermögen sowie der ansehnlich angewachsene Turnhallenbaufonds wurden für Liebesgaben und Unterstützung der Angehörigen verausgabt. 13 tapfere Turner besiegelten ihre Treue zu Volk und Vaterland mit dem Heldentod. Stille vor dem Sturm Der Meisterschaftssonntag in den Kreisklaffen Nach den beiden letzten Meisterschaftssonntagen, die vorwiegend Lokaltreffen brachten, kommt die erste Kreisklasse diesmal wieder in ein ruhigeres Fahrwasser. Die Spitzenmannschaften haben es nach den aufreibenden Lokalkämpfen nun etwas besser und sind durchweg in leichtere Kämpfe verwickelt. In der Gruppe A der ersten Kreisklasse hat der Tabellenführer Germania Herne VfB. Gerthe zu Gast und müßte nach hartem Kampf Sieger bleiben. Teutonia Riemke empfängt an den Riemker Schrebergärten Fortuna Herne, eine Mannschaft aus dem Mittelfeld, und müßte sich ebenfalls die Punkte sichern können. SpuSp. Gerthe hat nach den drei Niederlagen Gelegenheit, im Kampfe gegen den SV. Holsterhausen wieder einmal mit einem Sieg aufzuwarten, wenn man den Gast nicht zu leicht nimmt. Herne=Süd müßte auf eigenem Platz gegen den in diesem Jahre recht schwach spielenden SV. Sodingen die eigene Tabellenposition ebenso verbessern können, wie dies Preußen Wanne im Kampf gegen den Ortsrivalen Wanne 11 möglich sein müßte. Rasensport Herne wird trotz großer Anstrengungen den Wanner Reichsbahnern unterliegen. Die Spiele: Teutonia Riemke— Fortuna Herne SpuSp. Gerthe— SV. Holsterhausen Germania Herne— VfB. Gerthe Rasensport Herne— Reichsbahn Wanne Herne=Süd— SV. Sodingen Preußen Wanne— Wanne 11 In der Gruppe B ist der Kampf SC. Altenbochum gegen Polizei Bochum auf den Platz am Lohberg verlegt worden. Also die Polizisten sind Platzleute und werden trotz des Vorteiles einen schweren Stand gegen die Altenbochumer haben. Recht interessant dürfte auch die Begegnung zwischen Union Günnigfeld und Langendreer 07 verlaufen. Die Langendreerer sind die einzige Mannschaft ihrer Gruppe, die noch keine Verlustpunkte hat. Langendreer 04 hat Concordia Bochum zu Gast. Concordia hat sich von Anfang an recht brav geschlagen, während die Platzleute erst kurzlich mit stabileren Leistungen aufwarten konnten. Stiepel 04 kämpft auf eigenem Platz gegen TuS. 26 Altenbochum und wird dem Gast nur recht ungern Punkte abgeben wollen. Westfalia Weitmar kommt in dieser Saison noch nicht recht in Schwung und hat am Sonntag gegen den Neuling Rasensport Bochum selbst auf eigenem Platz keinen leichten Stand. Wenig Aussichten auf einen Sieg haben die Bochumer Reichsbahner gegen Bochumobwohl der Kampf auf dem Reichsbahnplatz an der Wasserstraße stattfindet. Die Spiele: Polizei Bochum— SC. Altenbochum Westfalia Weitmar— Rasensport Bochum Reichsbahn Bochum— Bochum=West Stiepel 04— Tus. 26 Altenbochum Langendreer 04— Concordia Bochum Union Günnigfeld— Langendreer 07 2. Kreisklasse: In der Gruppe A der zweiten Kreisklasse kommt es zu einem recht bedeutungsvollen Kampf zwischen den beiden Spitzenmannschaften, dem ungeschlagenen Tabellenführer Viktoria Herne und dem Tabellenzweiten Carolinenglück. Gelingt es den Hernern, den Vorstoß des Tabellenzweiten abzuschlagen, so dehnt sich der Vorsprung auf vier Punkte aus, da Constantin Herne spielfrei bleibt. Constantin Bochum hat Gelegenheit, das Punktekonto im Kampf gegen Rasensport Wanne etwas zu verbessern. Ob BV. Gerthe=Hiltrop den ersten Punkt der Saison wird erobern können, hängt ganz von der Form des Gegners Hansa Herne ab. Schwarz=Weiß Herne und Fortuna Wanne stehen in der Tabelle punktegleich. Wenn man sich nicht unentschieden trennt, wird eine von den beiden Mannschaften wohl weichen müssen. Die Spiele: Carolinenglück— Viktoria Herne Constantin Bochum— Rasensport Wanne Hansa Herne— BV. Gerthe=Hiltrop Schwarz=Weiß Herne— Fortuna Wanne In der Gruppe B herrscht am Sonntag Großkampfstimmung. Der am letzten Sonntag entthronte Tabellenführer Preußen 11 Bochum empfängt an der Krümmede seinen Nachfolger Langendreerholz. Siegen die Preußen, so könnte Wattenscheid=Ost der lachende Dritte sein, falls es dem Tabellenzweiten gelingen würde, Germania Querenburg zu schlagen. Mächtig vorwärts strebt der LFC. Laer, der am Sonntag Gast der Bochumer Fortuna ist. Die beiden Neulinge und Tabellenletzten, Laer 87 und DSC. 31 Bochum, treffen sich in Laer. Nach der guten Leistung der Harpener am letzten Sonntag wird Herne 19 sehr auf der Hut sein müssen, um nicht das gleiche Schicksal wie Preußen 11 zu erleiden. Die Spiele: Germania Querenburg— Wattenscheid=Ost Fortuna Bochum— LFC. Laer Preußen 11 Bochum— Langendreerholz Laer 87— DSC. 31 Bochum Werne 19— SuT. Harpen 3. Kreisklasse: Wieder sind alle Mannschaften beschäftigt. Einen sauren Gang machen die Bochumer Postsportler nach Langendreer. Auf dem Zechenplatz von Bruchstraße ist schwer zu gewinnen. Kortum Bochum hat an der Glücksburger Straße gegen TuS. Hannibal kaum eine Siegeschance. Teutonia Stiepel mußte mit Herne 16 fertig werden können, während Borussia Bochum und Tus. Engelsburg um die Vormachtstellung streiten. Die Spiele: SV. Kortum— Tus. Hannibal Borussia Bochum— TusS. Engelsburg Teutonia Stiepel— Herne 16 Bruchstraße Langendreer— Postsport Bochum Vor dem Wurfkreis Die Punktekämpfe der Handballer Nachdem nunmehr auch der Deutsche Meister in die Punktespiele eingegriffen hat, steigert sich das Interesse an den Spielen. Die Favoriten stehen am Sonntag vor schweren Aufgaben. Die Terminliste bringt folgende Spiele: Eintracht Dortmund— Hindenburg Minden DSC. Hagen— MSV. Münster Westfalia Somborn— Schalke 04 TV. Spenge— Jahn Werdohl Der Schlager der Spiele ist das Treffen in Dortmund. Die Eintrachtler werden versuchen, dem Meister den ersten Punkteverlust beizubringen. Wir glauben aber an einen klaren Sieg des Meisters. Hagen wird den ebenfalls noch ohne Punktverlust dastehenden Soldaten aus Münster einen Sieg sehr schwer machen. Der Tabellenführer Schalke hat allen Grund, die Somborner nicht zu unterschätzen. Spenge sollte mit Werdohl fertig werden. Die Bezirksklasse: Gruppe Bochum: Westiglia Bochum— TB. Eickel mBv. Linden— TuS. Bochum TuS. Holsterhausen— SpVg. Röhlinghausen Die Westfalia hat es in dieser Serie noch zu keinem Sieg bringen können, die Mannschaft kann mehr, als sie bisher zeigte. Da auch der Gast in diesem Jahre auffallend schwach ist, sollte es auf eigenem Platz zu einem Sieg langen. Der MBV. wird gegen TuS. Bochum beweisen, daß die Schwächezeit überwunden ist. Die Bochumer können nur in stärkster Aufstellung ehrenvoll bestehen. Das Wanner Lokaltreffen sieht gleichstarke Mannschaften im Kampf, es geht hier um den zweiten Platz in der Tabelle. 1. Kreisklasse: VfB. Gerthe— Germania Bochum TV. 83 Röhlinghausen— Union Günnigfeld Westfalia Herne— VfL. Herne In Gerthe treffen sich zwei alte Bekannte, die sich einen ausgeglichenen Kampf liefern werden. „Krieg“ zwischen Fls. und 10K. In Zukunft„halbe“ Winterspiele? Major N. R. Oestgaard(Oslo), der Präsident des Internationalen Skiverbandes, nimmt in einer amtlichen Erklärung, die den angeschlossenen Landesverbänden der FIS. zugeleitet wurde, Stellung zu den verschiedenartigen Meldungen, die in letzter Zeit hinsichtlich des Verhältnisses zwischen dem Internationalen Skiverband und den künftigen Olympischen Winterspielen verbreitet worden sind. Es heißt in dieser Erklärung u..: „Der Internationale Skikongreß in Garmisch= Partenkirchen 1936 hat hinsichtlich der Olympischen Skiwettkämpfe 1940 beschlossen: Der FIS. wird sich an den Olympischen Winterspielen 1940 beteiligen unter der Bedingung, daß die Wettlaufordnung der FIS. zur Geltung kommt. Wie bekannt, gestattetd taufordnung der TDS 5 „„Geltung kommt. Wie bekannt, gestattet die WettMaferonung der FJS., baß Berufsskilehrer an internationalen Skiwettkämpfen teilnehmen. Nachdem der oben erwähnte Kongreßbeschluß gefaßt wurde, ist festgestellt worden, daß das Internationale Olympische Komitee sunter keinen Umständen zugeben wird, daß Berufsskilehrer an den Olympischen Spielen teilnehmen. Es besteht daher nur eine Möglichkeit für die Teilnahme der FIS. an den künftigen Winter=Olympiaden, nämlich den Amateurparagraphen der FIS. in diesem Zusammenhang zu ändern. In Anbetracht der Tatsache aber, daß keine Anzeichen darauf hinweisen, daß die FIS. eine derartige Aenderung ihrer Wettkampfbestimmungen herbeiführen wird, müssen sich die Mitglieder der FIS. mit dem Gedanken befreunden, daß die FIS. von den künftigen Seite 11 Nr. 249„ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 23. Oktober 1936 Winter=Olympiaden fernbleibt, d.., daß Skiwettkämpfe bei der Olympiade nicht mehr stattfinden. * Diese Erklärung klingt deutlich genug, aber sie scheint uns mehr eine letzte Warnung“ an das JOK. zu sein. Ohne Zweifel ist die Lage sehr ernst. Wir können uns nicht denken daß in Zukunft die Skiwettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen ausfallen werden, denn damit wären diese Kämpfe völlig bedeutungslos geworden. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, und wenn das JOK. nicht nachgibt, vielleicht besinnt sich die FIS. eines Besseren. Problem Von K. Erlin(Wien) 1. bis 3. Preis geteilt im Problemturnier der Schacholympiade München Bochumer Kegellport Der zweite Gang im Städtekampf Bochum— Herne in Bochum Nachdem die Herner Vereinszehn von der Bochumer Auswahlmannschaft auf eigenen Bahnen mit 6653:6521 Holz geschlagen wurde, findet Sonntag nachmittag im hiesigen Keglerheim„Panzergrotte“ der fällige Rückkampf statt. Die Herner Kegler haben gerade auf den Bochumer Bahnen immer ausgezeichnete Leistungen gezeigt und werden alles aufbieten, um den Unterschied von 132 Holz wieder aufzuholen, um damit in den Besitz des Wanderpreises zu kommen. Sieger-Ehrung im Billard=Sportverein 1930 Bochum Der Billard=Sportverein 1930 Bochum konnte die Ehrung seiner Meister aus der Spielserie 1935/86 vornehmen. Es ist im Bochumer Billardsport noch nicht vorgekommen, daß ein Verein, wie in diesem Jahre der BSpV. 1930, in allen drei Klassen den Mannschaftsmeistertitel erringen konnte. Die 1. Mannschaft wurde Mannschaftsmeister der 1. Klasse, die 2. Manzschaft Mannschaftsmeister der 2. Klasse und die 3. Man, schaft Mannschaftsmeister der 3. Klasse. Hierfür wurve vom Deutschen Amateur=Billard=Verband eine silberne Billardplakette überreicht. Außerdem wurde folgenden Spielern je eine Meister=Urkunde vom Deutschen Amateur=Billard=VerGufarzg Trobel, 2. Deutscher Meister, 4. Klasse, Karl Blom jun., Bochumer Stadtmeister, mit 11,77 Gen.=Durchschnitt,„." 9ag. e.# Willi Wallenfels, Meister der 3. Klasse von wochum, 7,80 Gen.=Durchschnitt, Paul Hoppe, Meister der 4. Klasse von Bochum, 4,88 Gen.=Durchschnitt. zu Scé: zu zwingen, " Es folgte aber eine Ein Versuch, den Gegner wonach Schwarz gut stünde. hübsche Ueberraschung. 15. 116:1 Tt6: 16. Sab:! Los:g Natürlich nicht Ddö: wegen Les usw. Wein gibt kleine Figuren gegen Turm und Bauern wonach seine anderen Truppen infolge der ungeschültzten 8. Reihe und der Diagonale bs—gs eine aube.ordentliche Wirksamkeit entfalten. as bedarf aber noch eines ideenreichen Spiels, um den Gegner Boden zu zwingen. Besser war 17.... Lf6:, wonach Weiß erst,uggh die stärkste Fortsetzung, bestehend in 18. Daz nebst Tadl! finden mußte. Nun geht's mit direktein Angriff. Es drohte 20. 141 und auf Lf4: 21. Das matt. Die Wirkung der schweren weißen Batterien ist fürchterlich. Es drohte jetzt 22 Te5:+ und auf Se5: 23. Ddst oder auf Deö: 23. Df7t. 22. Das Kié„ Falls Df6, so geht wieder 105:*. N S4 ue. taue ae. tesl. u. Detes Ke 2. h4+ Kh5 27. Dyit Khé 28. Dgbf. Du hörst vom Dasein fremder Welten, und was sie so einander gelten. Ja, alles Leben, bunt und kraus, das bringt die Zeitung Dir ins Haus, und ist er pünktlich morgens da, greift alles schnell erst zum„B..“," Auch schaut man froh ins Lieblingsbia###, kommt man am Abend aus der Stadt. Matt in drei Zügen Stellungegz pge, Khs, Dbs, Pag, 7 jje 8, H4 10. 82, 7(); Kes, Des, Lg6, Sai, c2. Lau, 1, du, er, h7(10), Lösung in der nächsten Schachspalte Lösung des Problems von S. Loyd. Kb2, De3, Te4, Sd5. Bbé: Kb5. Sab. c6, Bar.(3½). 1. Ta4l. Kal: 2. Db4#-II, Sbi: 3. Scat .., Kaß 2. Deé:, ab 3. Dbé: ...., aß 2. Kas! nebst 3. De4 oder Tbéf .... ab, 2. Se7t, Kat: 3. Dast. Ein vollendetes Kunstwerk. Meisterschaftsitart im Schachkreis Bochum. Als Auftakt der neuen Bochumer Schachspielzeit erfolgt Sonntag vormittag im Vereinsheim der Bochumer Schachfreunde der Start im Einzelturnier um die Bochumer Kreismeisterschaft. Nach dem Turniers wird die Mannschaft des Kreises aufgestellt, die an den Kämpfen um die Westfälische Mannschaftsmeisterschaft teilnimmt. Das Einzelturnier wird einrundig in drei Gruppen zu je sechs Spielern ausgetragen. Die drei ersten Sieger aus jeder Gruppe kommen in die Schlußrunde. Der Sieger dieser Schlußrunde ist Kreismeister und darf als Vertreter des Kreises Bochum am Turnier um die Westfalenmeisterschaft teilnehmen. Am Bochumer Kreismeisterturnier sind die Vorkämpfer des Kreises und die Vereinsmeister spielberechtigt. Die Bezeichnung„Vorkämpfer erhalten die Spieler, die aus den Vorrunden um die Kreismeisterschaft in die Endrunde gelangen. In diesem Jahre kämpfen um den Titel.„— Lemke(Titelverteidiger), Lies, Möller alle Schachgesellschaft), Ludw. Herrmann(Bochumer Schachverein), Schulte(Schachfreunde), Katzer, Gorthat(beide Königsspringer), Kubillus(Bochumer Verein), Schwesig, Kröger(beide Weitmar), Strätling, Monig(beide Altenbochum), Sobczak(Harpen), Schäfer, Lampmann(beide (Laer), Krusch, Pelker(beide Werne), und Nrozek(Witten=Stockum). Die Paarungen zur ersten Runde lauten: Gruppe 1: Lies— Kubillus; Gorthat— Kröger. Gruppe 2: Schulte— Mönig; Schwesig— Schäfer; Krusch— Sobczak. Gruppe 8: Katzer— Möller; Pelker— Strätling; Nrozek— Lampmann. Vom Turf Longchamp, 22. Oktober 1..: 1. Vichy(Destandau), 2. Soria, 3. Kitz Curl. Frish Guard, Amerie, Hobal Epl, Panier Peres, Chouchan, 3. Hrgandt. Toio; Montion Boze ,,. gt, egef Bager, Valputseaux, Phikadelphe, Lesse,##e, Ceohett. 3..: 1. Ethiopie(Semblat), 2. Limac, 3. Never Again. Toto: Sieg 26. Platz 11, 11. Ferner: Sir Roger. 4..: 1. Galloway,(Thompson), 2. Gonfaloniex, 3. Zurs. Toto: Sieg 89, Platz 22, 13, 26. Ferner: Osman Bey, Aviator, Vent du Nord, Ginko Biloba, Aréthuse. 5..: 1. Son in Love(Johnstone), 2 Chrysaor, 3. Falstaff. Toto: Sieg 12, Platz 11, 14. Ferner: Quatrain, 6..: 1. Hellespont(Lyne), 2. Le Balayeur 3. La Saga. Toto: Sieg 96, Platz 36, 26. 46. Ferner: Allusion, Pont Neuf, Drina, Trappe, Lang Bian,'Aigle quette III, Milato, Northumbria, Canathos, Mascaron, Fée de Fleurs, Pellegrino, Larghetto, Gama, Falerne. Unsere Voraussagen Maisons=Lafsitte, 23. Oktober 1..: Cleres Drifton— Old England. Autrennen. 3..: Arbois— Farantt. 4..: Le Chart— Sapotille. 5..: Bizoulette— Cambolle,„6.„.; Hun Cocotte— Generality. 7..: Come in— Pabishay. Hüblcher Opferlicg Eröffnung: Russische Verteidigung Gespielt 1936 im Boch. Schv. 02 Weiß: Josef Herrmann Schwars: N. 1. ei e5 2. S13 St6 3. Seb: 66 Sofort Se4: ist wegen 4. De2! ungunstig. 4. S13 Se4: 5. d4 LeT 6. Ld3 d5 7.—0—0 S. Ses t5 9. Ses es Es drohte 10. Sdo: nebsr Le4. Ein Interesseyfgrg erineh,„ Gegenangritt mu er 18 de Loß: F 13. Khl Sos 14. Lg5 Ld. Eine Kurzpartie die zeigt, wie schnell man nach einem ungenauen - Gespielt auf der Schacholympia in München. Veis: Amdiuue goh, Parz) vukorie(Jgeg laxien) Sehr scharf und vielleicht riskant gespielt. Diese Fortsetzung ist nur konsequent. Auf andere Züge behauptet Weiß das bessere Spiel ohne Mune. Danach steht Schwarz ausgezeichnger,#f om## Besser und dem Gegner Schwierigkeiten bereitend 4. bie 846 8. Sro 629 u. Sdatl.:: Ju. Die lange Rochade mußte geschehen. Jernt geut es mit Windeseile bergab. Auf 11. Seö: würde Sei nebst Sf2: sum Vorteil ür, Robre## g###f. 13. 8hs est 14. 1e Lh3: gu. Sel 16. Dez. Dhdt kracht die weise iä#####und Weis gab den aussichtelosen Kampf auf. Boorhatet vom Wostbllochen Sohnchmalcten Hanns Herrmann, Bochum Socs 936 Ich saß auf einem Meilenstein und schaute in die Zeit hinein—„ (Das heißt, ich las ein Zeitungsbi####, das jeder ja zur Hand dann hat, will er mal wissen: Was ist los? Wie machst Du dies und jenes bloß!) Da hoppelt plötzlich es im Grase und räuspert sich:„Gestatten— Hase!“ Ich bin erfreut:„Hallo! Wie geht's? So flink und lustig noch wie stets? Sie sind ja so berühmt geworden, Sie kriegen wohl den Zeitungsorden?! Da spritzt er— kriegt' ich einen Schreck!— mit allen vieren hoch vom Fleck, zog seine Stirn in tausend Falten und konnte nimmer an sich halten. Auf wallte seines Zornes Rauch... (Er rieb bekümmert sich den Bauch!) Der Orden sei ihm einerlei! Was das für eine Weise sei, er werde jetzt so dargestellt, als wüßt' von nix er auf der Welt! Ihm könnte man mal Fragen Er wüßte was in allen Fällen! Wann Schonzeit sei, und wann Gefahr, wos Futter wuchs im ganzen Jahr, er wisse Jagdgesetzes=Stellen, er kenn' die Hunde schon am Bellen... Na, überhaupt und usw. die ganze Hasen=Lebensleiter. Er wär' nicht„dof"! Jawoll! Und Schluß mit dieser Hasen=Meckernuß! Auch zweifle er da überhaupt: Der Mensch sei doch verkalkt, verstaubt, der niemals Zeitungen gelesen. (Und er, er sei es nicht gewesen!) So klagte er voll Kümmernis. Ich lauschte voll Verwundernis und sprach dann schnell:„Na, na!! Je nun, da werden wir jetzt mal was tun! Wir nehmen den„B..“ zur Hand und schreiben dann an Stadt und Land: Es gibt so Dinge und auch Sachen, die alle Menschen reicher machen, und allen Menschen so im Leben gar manches helfen, vieles geben. Und hierzu ist zu jeder Zeit für Dich die Zeitung auch bereit. Ja, niemals dreht Dir eine Nase das Leben etwa wie„Herrn Hase“ — der jetzt durchhüpft den Zeitungswald—, liest Du stets den„B..“, der alt und gut bewährt als Bochums Blatt für alle Leser etwas hat. In seinen Blättern wird Dir klar: was einst in Deutschland üblich war zerbrach vor neuer Politik! Es blüh'n auch Dichtung, Kunst, Musik! S 9 jinem Morden, sen Der Mann er liest von je das jetzt die Bolschewistenhort#### in Spaniens Städten jäh entfachen, die alle Menschlichkeit verlachen. Er weiß voll Stolz dann gleich dabet, daß Deutschland sicher, stolz und frei. Inzwischen liest schon sehr genau die schöne„Seite für die Frau“ und aus der Filmwelt neue Dinge die blondgelockte Tochter Inge. Die sucht dann auch nach dem Roman##### doch seht Euch nur die Mutter an! Die hat sich da erst mit Bedacht mal auf die Suche jetzt gemacht, in jener Menge, Klein=Anzeigen, die der„B..“ ja nennt sein eigen, weil sie im Inseratenblatt schon Gutes oft gefunden hat. Auch int'ressiert sie es zu lesen, wo Hochzeit oder Tauf' gewesen, wo dies zu kaufen oder das. Der Marktbericht, er macht ihr Spaß, und hochgenießend liest sie dann den schönen laufenden Roman. Sohn Fritz sitzt in der Ecke dort und liest mit Spannung schon den Sport, dem der„B..“ zu jeder Zeit zwei oder vier Blatt hält bereit. Von Kampf und Sieg, Olympia, steht alles ganz genau stets da. Es wär' jetzt noch so viel zu was durch die Zeitung man lernt kennen und tut man's nicht, ist man„lackiert", wie das„Herrn Hase“ jg passiert. doch woll'n wir davon alostand nehmen. (Ich überlasse ihm die Themen.) Ich sage nur, er hat schon recht und formulierte es nicht schlecht, der vierbeinige Hase dort mit seinem letzten Abschiedswort: „Der Hase nur im Pfeffer liegt, wenn die Verkalkung überwiegt!“ Denn jeder aufgeschloss'ne Mann und jede Frau, die rechnen kann, die lesen ihre Zeitung heute, damit sie ihnen Wege deute im großen wie im kleinen Leben — und sie erfreue auch daneben! Für Bochum aber, das ist klar, da bleibt es, wie es immer war: In jedem Hause liest man da für jetzt und immer den„B..“! Sport-nlenden) „Wasserschen und Wassertreu“, die„Grsßfauggeig. o biläumssetz des Schwimznp,ggige##. Barverkaul“. am 31. Oktober im Parkhaus. Der Volbellauf im Zigarrenhaus Preßler(Neumarkt) hat begonnen. Essener Polizeiboxer starten heute abend 20 Uhr in Klubkampf Polizei Bochum— Polizei Essen in der Tonhalle. 90 Sportstiefel kräftige Austührung, wasserdichtes Futter, auch mitt 0 Doppelsohlen.80 0160 Molligwarme Kamelhaarschuhe in größter Auswahl- besonders preiswert. Für nasses Wetter: Ueberschuhe und hohe Gummistiefel in besonders schöner und großer Auswahl. 90 30 Schuhhaus Seit Bestehen rein arisches Unternehmen Bochum, Bongardstraße 35 Sonntag ist umser Oeschäft deögmes Ein einzigartiger Erfolg! Benlamino Gigll und Käthe v. Nagy Das hohe und edle Lied einer großen Liebe S Täglich.15,.40,.00 Uhr— Des starken Andranges wegen empfiehlt sich der Besuch der Nachmittagsstunden Ein galäntes Spiel Ein Spiel von Liebe und Glück (Der König lächelt— Paris lacht) Darsteller: W. Eichberger, Lucle Englisch, Leo Siezak, Rose Stradner, Thekla Ahrens, Altred Neugebauer, Rudolf Carl n wir ein hochinteressantes Ein Programm das jedem gefällt FFEEPETOFTT LÖISE SEERION! nach„Regine“ und„Viktorla“ erstmalig in einer Interessanten Doppelrolle in Eine neue Spitzenleistung deutscher Schauspleikunst! Zwei Schwestern und ihre Schicksale! Zwei Charaktere— ein Gesicht,lebenswahr gestaltet von Luise Ullrich als Bettu und Helene CustavDiess ihr sumpathischer Gegenspieler Anton Pointner. Oskar Sima zwei gewissenlose, brutale Gauner Lucie Höflich als mütterlich sorgende Frau Werner-Hochbaum- Film der Tobis-Europa Das große Beiprogramm: — Der Herr Papa— Ein Lustspiel mit W. Steinbeck B 11 ö" Mutterliebe beim Tier— Kulturfilm, volksbildend —— die neueste Ula-Ton-Woche Premiere heute, Freitag CrATOMMMEEFT Sonntag, 25. Oktober, vormittags 11.30 Uhr Frühvorstellung:„DER RHEIN“ UFR-TCMHALLE 4. Woche Sonnabend Sonntag Beginn 22½ Uhr außergewöhnliche „Eine Frau vergißt nicht“ Unerreicht in echter Menschlichkeit und Schlichtheit der Darstellung! Ein Film, der die Treue eines fraulichen Herzens, den ewigen Zusammenklang von Erionerung und Sehnsucht schildern will. Hier ist die wahrhafte Größe der Liebe einer Frau geoffenbart! Hier äußern sich Gefühle, die ein Mann kaum begreift, die ihm unbekannt sind.— Kondor Voranstallung vom Spezial-Filmhaus Hornberg, Berlin Wittelsbacher Hof Besitzer: Frits Lewald. Ruf 65622 □ Auch Freitags, sowie Mittwochs, Samstags und Sonntags: Konzert und TANZ Große Attraktionskapelle Franz Redel. Neu für Bochum! Von großen Jagden heute eintretfend: Wildkaninen 76 . p e r ½ k g J O 9 Hasen— Rehe Hirsche— Fasanen Ferner: frische Hühner Hahnen, Enten Gänse wild u. Geflügel, Feinkost Franz Brunnstein Schützenbahn 1— Rut 68308 Nerven- und Schlaiss, Paker 95 Pl. Blasen- und Nierentee, Paket 75 Pl. in der Cellopackung Reform- u. Kräuterhaus Walter Hattinger Straße 23, a. Hauptbehnhot Wer Unterricht erteilen oder haben will, gibt eine Klein=Anzeige im „Bochumer Anzeiger“ auf. cheat Mheater B O CHUM Freitag, 23. Okt., 20—22.15 Uhr, Vormiete B. 4: Pygmalion Komödie von B. Shaw. Samstag, 24. Okt., 20—22.15 Uhr, Vormiete C. 4: Zum ersten Male! Die vier Gesellen Lustspiel von Jochen Huth. IHRE NEUE ADRESSE geben Sie uns bitte rechtzeitig an, damit Sie in Ihrer neuen Sahnarg sbentalls pünktlich denr 7 erhalten Bochumer Anzeiger Miele-Fahrräder Waschmaschinen Staubsauger in monatlichen Raten von.— RM. EICHLER-KOCH Castroper Str. 238(gegenüb. Kreuzkirche) eillhalterkauß Ist Vertrauenssache Darum wenden Sie sich an den Fachmann. Füllhalter-Fachgeschäft Brockmeyer Bochum, Bongardstraße 4, Hellweg6 u. Fieperstraße 3 Eigene mod. eingerichtete Reparaturwerkstatt. aller Fabrikate schnellstens und billig. Radio-Stach Clemensstraße 2 (am Hauptbahnh.) Ruf 63926. 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Ich benachrichtigte die nächste Polizeistation, von wo ich auch Mister Ice anrief, und dann drangen wir überraschend Laboratorium von Griffith schaffge,ge Gurnetis und Eines Tages glaubten die beiven Barnents und ihr Auftraggeber, Griffith, daß nun genug Papier gestohlen worden sei. Vielleicht haben sich seine Frau auch in Whitchurch nicht mehr sicher genug gefühlt, weil Mister Miller dort auftauchte. Jedenfalls verließen sie plötzlich den Ort. Der Leidtragende war zunächst einmal Brewer. Er konnte das Verschwinden seiner Geliebten nicht überwinden. Außerdem hatte er sich vielleicht inzwischen auch klar gemacht, welchen verbrecherischen Zwecken das gestohlene Papier dienen sollte. Ich glaube fast, wenn uns die Aufklärung der Riesenfälschung nicht auf anderem Wege möglich gewesen wäre, dann hätte Brewer eines Tages unter dem Druck seines Gewissens ein freiwilliges Geständnis abgelegt. So ist er jedoch dazu nicht mehr gekommen. Unsere Beamten, die ihn früh auf Grund des Geständnisses von Grifsirg verhaften wollten, haben ihn in seiner Wohnung in Laverstoke erschossen aufgefunden. Es liegt einwandfrei Selbstpord ver.„ Die Erklärung, warum die Falschungen ihren Frrrgang nahmen, auch nachdem Brewer seine Diebstähle eingestellt und Burnett das Dorf Whitchurch längst verlassen hatte, ist übrigens einfach. Der„Lagervorrat bei dem Schlächter Battrick hatte sich inzwischen zu einer so stattlichen Menge angewachsen, daß der Bedarf, den Die Bank von England Die abenteuerliche Gesc Banknotentälschung.-V Hanna Hallo“, ruft sie den Kutscher der zweiten Droschke an,„fahren Sie los— immer hinter der Droschke da vorne her. Aber vorsichtig!“ Der Kutscher nickt. Er hat verstanden. Dabei entgeht es ihm ganz, daß noch ein Herr zu der Dame in die Droschke gestiegen ist. Der Einbruch in Winchester „Wenn man Ihr Gesicht sieht“, sagt Ed Ice zu Miller,„dann ahnt man schon, daß Sie in Winchester keinen sehr großen Erfolg gehabt haben.“ 3110, gngf, „Wenigstens nur einen Teilerfolg", bestange## „Ihre Tochter? Ist längst nach Hause gegangen“ sagt der Beamte;„sle meinte, Sie würden sicherlich großen Hunger haben. Da wollte sie dafür sorgen, daß das Abendbrot rechtzeitig fertig wird... Walt Miller rückt auf „Meine Herren“, sagt der Direktor der Bank von England am nächsten Tage,„ich kann Ihnen mitteilen, daß dank der vorzüglichen Arbeit der Detektivabteilung die Fälschungen vollkommen aufgeklärt worden sind. Der eigentliche Täter ist der Chemiker John Griffith. Er hat den Druck besorgt, der, wie Sie alle wissen, ausgezeichnet gelungen ist. Er hatte außerdem den Einfall, sich echtes Banknotenpapier zu verschaffen. In seinem Geständnis, das er inzwischen abgelegt hat, hat er alles zugegeben. Danach sind Burnett und seine Frau von ihm regelrecht dazu engagiert worden, in Whitchurch für die Herbeischaffung des Papiers zu sorgen. Sie traten in Whitchurch als„Mister Tremayne und seine Nichte auf und bekamen zuerst den Arbeiter Jonny Brown dazu, Papier aus der Mühle mitzubringen. Brown wurde gleich beim ersten Male von dem Werkdetektiv Brewer abgefaßt. Und Brewer, der selbst in die schöne „Nichte von Mister Tremayne“ bis über beide Ohren verliebt war, spielte nun die Rolle zu Ende, die Jonny Brown anfangs übernehmen sollte. Er stahl das vier und lieferte es bei Burnetts Frau ab. Tatsächlich fiel auf ihn nicht der geringste Verdacht. Das ging wochenlang so. große Mühe sich hindurchzudrängen. Endlich stehen sie vor den beiden riesengroßen Poticemen, die den EinSie werden durchgelassen. Gleich in dem Zimmer, das rechts von der kleinen Diele liegt, stehen ein paar Bobbys und zwei von Millers Leuten herum. Mister Griffith, der Bewohner dieses einsamen Hauses mit dem seltsamen Laboratorium, sitzt auf einem Stuhl. Die Hände sind ihm gefesselt. Er macht eine lächelnde „Das ist die Hauptperson“, stellt einer der Bankdetektive den Verhafteten vor. Griffith lächelt noch immer. Er macht sogar kleine Verbeugung zu Ed Jce und Walt e das Spiel verloren“, sagt er dann mit ltigen Stimme,„einmal mußte ich es ja bt wahr!“.„hurs, Mann Grat enüber sitzt ein anverer Mann. Groß, mit einem Stiernacken. Und Augen, die aus dem Kopfe herausquellen. agt Walt Miller,„da hätten wir ja den 18 Winchester.„ ßt er sich von einem der Beamten durch hren. Der Beamte erzählt dabei, wie sie das Rest gestoßen sind. folgten, wie Sie es uns aufgegeben hatten r und Ihre Tochter. Ich stellte fest, daß artigen, gegen„jede Sicht geschützten zweiten Eingang „Und was haben Sie gefunden!“ fragt Ed Je „Das hier.“ Walt Miller zieht einen Packen Papier aus der Tasche.„Alles echtes englisches Banknoten=Papier— aus der Mühle von Laverstoke. Ed Jce ist aufgesprungen. „Und das nennen Sie einen Teilerfolg?“ ruft er „Natürlich ist es nur ein Teilerfolg, Chef. Denn mehr als dieses Papier haben wir nicht gefunden. Das heißt also, daß auch der Schlächter von Winchester nicht der wirkliche Fälscher ist...“„„...6 Also wieder nichts, denkt Ed Fce. der hal 1e# einen verkniffenen Zug um die Mundwinkel. „Und weiter—?“ fragt er. Walt Miller holt tief Atem. „Ich denke“, sagt er dann,„daß wir jetzt unmittelbar vor der Aufklärung stehen. Wir wissen ziemlich sicher, wer das Papier in der Mühle von Laverstoke gestohlen hat— nämlich der Werkdetektiv Brewer. Und wir wissen weiter, daß dieser verliebte Tolpatsch das gestohlene Papier zunächst bei der„flammenden Emma abgeliefert hat. Von dort ist es dann weitergegangen an den Schlächter von Winchester. Der war sozusagen eine hö Miller Crün oder braun? Tliccg-braun ist besondersi für hartnäckige Herdplatten Es entfernt alle Flecken. Tliccs-grön dogegen ist für eine feinpolierte Herdplatte: und erzeugt den wunderboren Chromglanz. Tücca-flössig ist sporsom. Selbst der letzte Tropfen ist noch zu gebrauchen. Der 1. Film m. den 2 lustigen Gesellen a. Köln In deutscher Sprache! Jugenatrei Das großartige Beiprogramm u. die Fox-Woche Senntag 2 Uhr Kindervorstellg. Adell-Fusshant. Mit Karin Hardt, Peter Von, Hilde v. Stolz, Theodor Loos. Der ruseische Fürst als Tänzer im Tingel-Tangel, die Geschichte einer großen Bruderliebe. Bochum Gegr. 1880 J Anrut 66156 Jetzt schon eine Anzahlung 817 Neue u. gebrauchte MOTUT Eisengroßhandlung Ferner das große Lustsplel m. Karl Valentin u. Lieel Karlstadt Belm Rechtsanwalt kauft und verkauft Möbelhaus Wilh. 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Schönhals Hans Söhnker Karin Hardt Gerda Maurus u. V. a. Ab heute lachen Sie über Willl Forst’s AEEOTTAT Apolto Weltmar Lapitol kangendreer Paul Kellers berühmter Romen ist von der Ufe verfilmt worden. Hansl Knotek Vistor Staal in: Das Bombenlustspiel mit der gr. Besetzung RENATE MOLLER C ADOLF WOHLBROCK SENNV JUSO" HEIMZ RUHMAMN Ailde Hildebrand: Heinz Saifner: Willy Dehm: Jalie Serda Draht geflechteu# wü Eml desniger Weidenorante, Stacheldrähte, Bindedrähte billiget! Oroße Läger Rösler& Lönne Drahtwerk Bochum, Redemptoristenstraße 28/30. Näbe Bahnhof Präsident. Wattenscheld Capitol- Werne Schauburg Hael“ Der tröhlichste aller lustigen Fiime: Du kannst nicht treu sein! mit Lucle Englisch, Hermann Speelmans, Joe Stöckl. Wie ein Feuerwerk sprüht der Witz dieses chlagerlms empor. Im Beiprog amm: Micky-Maus, Lehrtilm: An den Grenzen Tibets Baveria-Woche. Jugendlichehaben Zutritt Preitee bis Monteg: Schloß Vogelöd mit Cerola Höhn. Hans Stdwe, Kôthelleck Oienstes bis Donnerstag: Stradivari mit Gustev Fröhlich, Sybille Schmitz. Albr. Schoenhals, Hereld Pauisen Dazu das Lustsplel Der Streithammel Kulturfilm—— Wochenschau Waldgeheimaisse Wochenschau Kulturtilm. Lustsplel. Die schöne Calathen Ruf 64338 C Anfang täglich.15 Uhr Bamstag,.30 Uhr und Sonntag. 2 Uhr Hänsel und Gretel Der Märchentonfilm für jung und alt, mit großem Beiprogramm kammer„m Union-Theater .-Herthe S.-Betutee Willy Birgel, Ln Dagover, Merie v. Tesnedy halten die Polstermöbel Matratsen u. Betten vom Polstermeister n. Kallmerten Clemenestraße 4 Ruf 61938 MOiTTTT Die Drel um CHRISTINE Mtt: Hane Böhnker und Ichianfate A WN Kleine Keidungen aus den=Siadnenen Stadtteil Linden=Dablbausen Was ist Nationalsozialismus? Der von den NS.=Frauenschaften Linden und Dahlhausen am Mittwoch abend auf dem Horkenstein in Dahlhausen veranstaltete Vortragsabend zeichnete sich durch überaus zahlreichen Besuch aus. Leider konnte die für diesen Abend verpflichtete Rednerin nicht erscheinen; man hatte aber in dem österreichischen Pg. Dr. Mück einen vollwertigen Ersatz gefunden. Die Lindener Ortsgruppenleiterin der NS.=Frauenschaft, Frau Burggräf, sprach nach herzlichen Begrüßungsworten von den hohen Aufgaben, die sowohl die deutsche Frau wie auch der deutsche Mann zu erfüllen habe. Der Frauenchor sang unter der Leitung von Musiklehrer Pa. Wolff das Lied„Deutschland...“ Dann sprach der österreichische Pg. Dr. Mück. Sein Thema war:„Was ist Nationalsozialismus?“ Zwei Probleme, so begann der Redner, stelle der Nationalsozialismus: das nationale und das soziale Problem. Und diese beiden Probleme habe Adolf Hitler in der Stadt Wien, das Rassenproblem gerade an diesem Brennpunkt der Rassenfrage erleben müssen. Sein Erleben sei das Erleben für das ganze deutsche Volk geworden. Oesterreich kenne man ja fast nur aus verkitschten Overetten und Filmen, dazu noch von Juden geschrieben. Im Kriege habe man den österreichischen Soldaten als einen feigen Ueberläufer bezeichnet. Aber ein Gedenkstein da an der Grenze besage mehr.(Von 1158 Soldaten sind an einem Tage 1121 mit 36 Offizieren gefallen.) Das Auslandsdeutschtum sei ständig in Gefahr, sein Volkstum zu verlieren. Der Redner verbreitete sich dann über die furchtbaren Leiden der Sudetendeutschen und der übrigen Auslandsdeutschen. Man biete jedem. der sein Volkstum verrate, ein besseres Leben; aber da sei ein Nationalbewußtsein, das mit der fortwährenden Bedrohung von Tag zu Tag weiter gefestigt werde. Deshalb sei jeder Grenzlanddeutsche im Osten und im Süden Nationalsozialist. Daraus folgere, daß der Nationalsozialismus aus nichts anderem als aus der Sprache des nordischen Blutes spreche. Auf dem Rassenprinzip ruhe das Grundprinziv des Nationalsozialismus. Der nordische Mensch sei der Kulturträger aller großer Kulturen gewesen. Das fast entnordete Frankreich könne nur noch von dem Teil in eine andere, bessere Richtung gelenkt werden, der noch das reine nordische Blut in sich habe. Somit haben Du hungerst nicht— hast Dein Auskommen —hast Kleidung und Brot. Andere kommen aber nicht selbst durch die Not des Winters. Halte ihnen die Treue und opfere für das WHes. welche auf ein 25= bzw. 40jähriges Arbeitsjubiläum zurückblicken, die Ehrenurkunde der Deutschen Arbeitsfront überreicht. Die Mitglieder werden darauf hingewiesen. daß der Besuch dieser Versammlung von großer Wichtigkeit ist. Stadtteil Langendreer Ehrenvolle Berufung. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat den Dipl.= Ing. H. Dehnert zum 25. Oktober mit Aussicht auf endgültige Uebernahme als Studienrat an die Vereinigten Technischen Staatslehranstalten in Köln berufen. Dehnert ist ein Sohn unserer Gemeinde. Er hat sich erst nach vielseitiger praktischer Tätigkeit das Reifezeugnis erworben und Ostern 1929 seine Hauptprüfung mit„Sehr gut" abgelegt. Seitdem war er ununterbrochen in Berlin und zuletzt in Hamburg in der Elektroschweißtechnik tätig. Stadtteil Altenbochum In hohem Alter. Der weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bestens bekannte und geschätzte Stukkateurmeister Heinrich Kuhle, Wittener Straße, feierte am Mittwoch bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag. Zahlreiche Ehrungen wurden dem Geburtstagskinde zuteil. 55 Jahre Männergesangverein„Westfalia“. Der Männergesangverein„Westfalia“ kann in diesen Tagen auf ein 55jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß hat der Verein beschlossen, am kommenden Sonntag im Saalbau Lehmkuhl eine schlichte Jubilaumsfeier zu begehen, mit der ein Konzertabend verbunden ist. Pokalausstellung der Altenbochumer und Laerer Brieftaubenzüchter. In jedem Jahr, kurz nach Beendigung der Preisflüge, veranstalten die Brieftaubenzüchtervereine Altenbochum und Laer eine gemeinsame Pokalausstellung, die bei den Brieftaubenliebhabern immer großes Interesse hervorruft. Anfang November soll die achte Pokalausstellung besonders reichlich geschickt werden. Kaninchenausstellung. Bei Dickamp, Ecke Wasser= und Querenburger Straße, veranstaltet, wie schon mitgeteilt, der KZV.„Edelrasse" am Samstag und Sonntag eine Kaninchenausstellung. verbunden mit einer Pelzschau. Gerettet, doch verletzt. Der Volksgenosse H.., Velsstraße, wurde auf seiner Arbeitsstelle verschüttet. Er konnte geborgen werden, hatte aber eine Brustquetschung erlitten und mußte dem Krankenhause zugeführt werden. Gatten verlor sie schon 1914 und zwei Söhne blieben auf dem Felde der Ehre. Von den fünf Kindern leben noch zwei Töchter. Die Hochbetagte verbringt ihren Lebensabend bei der ältesten Tochter, den Eheleuten Loch. NSDAP. Samstaa abend um 8 Uhr findet Lokale Fleitmann eine Versammlung der Ortsgruppe Harven der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeitervartei statt, die mit einer Stunde des Deutschen Buches verbunden wird. Die bis dahin eingegangenen Mitgliedsbücher gelangen an diesem Abend zur Verteilung. Kriegerkameradschaft Bochum=Harpen. Die zweite Kompagnie der Kriegerkameradschaft Bochum=Harven hielt unter guter Beteiligung im Lokale Ruwe ihre Monatsversammlung ab. die wegen Erkrankung des Kameradschaftsführers von dem Stellvertreter Johann Gründer geleitet wurde. Dieser gab zunächst die Ergebnisse des Kreisverbandsschießens bekannt, bei dem auch der Kamerad Diederichs einen Preis errang. Alsdann erfolgte die Bekanntgabe wichtiger Anordnungen des Bundesführers. Mit der nächsten Versammlung soll das Bataillons=Wanderpreisschießen und das Schießen um den Wanderpreis der zweiten Komvagnie verbunden werden. Personalnachrichten Die staatliche Privatmusiklehrerprüfung unter Vorsitz des Oberschulrats Bremme vom Oberpräsidium im Münster haben am Städtischen Konservatorium in Dortmund bestanden: Josef Neveling, Neustraße 20, und Heinrich Schindler, Bochum=Gerthe. Josef Neveling ist Schüler vom Gerhard Bunk, Dortmund. Stadtteil Gertbe Stadtteil Harpen wir nicht nur in Eurova, sondern in der ganzen Welt eine große Mission zu erfüllen!" Begeistert wurde die Rede Dr. Mücks ausgenommen. Nach weiteren Worten von Frau Burggäf und Liedern des Chores trug die Kameradin Frau Oelmann mit packender Ausdrucksweise ein Gedicht vor. Die Schlußworte sprach mit starker Ueberzeugungs= und Glaubenskraft die Dahlhauser Ortsgruppenleiterin der NS.=Frauenschaft Frl. Schwarz. Mit dem Singen der Nationalhymnen schloß der Abend. * Die letzten Reste fallen. Nun schwinden auch die letzten Ueberbleibsel der Stahlwerke in Dahlhausen dahin. Einst beschäftigte das Werk viele hundert Arbeiter, dann kam die Krise und es wurde stillgelegt. Versuche, andere Betriebe dahinzuziehen, schlugen fehl. Da wurde dann ein Teil nach dem andern abgebrochen und jetzt werden auch die letzten Ruinen beseitigt. Neues Doppelhaus wird gebaut. Die Bautätigkeit in Dahlhausen wird erfreulicherweise abermals eine Belebung erfahren, denn nachdem man auf der Hasenwinklerstraße, Keilstraße und Dr.=.=Otto=Straße bereits einige neue Wohnungsbauten hat erstehen lassen, ist man in diesen Tagen daran gegangen, auf der Straße„Am Trappen“ ein neues Doppelwohnhaus zu errichten, wozu man mit den Ausschachtungsarbeiten bereits begonnen hat. 30 neue Zimmer sollen hier entstehen. Der erste Vortrag im neuen NSDAP.=Heim. Heute abend 19.15 Uhr halt Dr.=Ing. J. Rebhahn vom Trafo=Werk der SSW. in Nürnberg einen Lichtbildervortrag über„Die Sicherheit elektrischer Anlagen gegenüber Stoßspannungen". Der nächste Vortrag findet am Dienstag, 27. Oktober, 19.15 Uhr, von Dr.=Ing. Seidl, Präsident des Staatlichen Materialprüfungsamtes Berlin=Dahlem in Berlin über„Bergbauwirkungen, beurteilt nach dem Formungsprinzip und dem Individual= prinzip der technischen Mechanik“ statt. Weitmar Herbes Mißgeschick. Der Invalide Karl Hö., Schützenstraße, war einem Verwandten bei der Lagerarbeit behilflich. Als am Lastaufzug eine Störung eintrat, wollte Hö. den Schaden beseitigen: dabei aber kam er zum Sturz von der Leiter und erlitt Becken= und sonstige Verletzungen. Der Arzt sorgte für Ueberführung ins Krankenhaus. Stadtteil Stievel Herbstliches Allerlei aus Stiepel Herbst in Stiepel... Ja, es ist schon etwas Herrliches an diesem Herbst in Stiepel. Worte sind zu schal, erleben müssen wir ihn schon! In Stiepel wird nun gehochzeitet und schweinegeschlachtet:„De Büe meit vull im Winter und wenn Hochtied sien sall!“ Anderswo wird auch Hochzeit gefeiert und werden auch Schweine geschlachtet, aber in Stiepel sind diese beiden Angelegenheiten eine rein Stiepelsche Sache, hier sprechen alteingesessenes Blut und nicht zu durchbrechende Traditionen mit. Und dabei wird es bleiben, auch für die Zukunft noch.„.„ gvv7, uar Aaktienef mits In der jahrhundertealten Muhle von Hofstiepet wird es nun auch wieder lebendig. Die Kötter und die kleinen Landwirte kommen herbei und lassen ihre Erträgnisse an Getreide dort mahlen. Nun werden sie für den Winter auch das Brot haben, und das Stiepeler Brot hat einen guten Klang. 22 Jahre katholische Kirche. Mit dem Bau der katholischen Kirche wurde im Jahre 1914 begonnen; im In gesegnetem Alter. Die Witwe Marie Trautwein, geb. Köhler. In der Ecksee 54, vollendete gestern in seltener Rüstigkeit und Frische ihr 75. Lebensjahr. In Rosdorf(Sachsen=Meiningen) geboren kam sie nach ihrer Verheiratung im Jahre 1882 nach Gerthe. Ihren Hohes Alter. Ihren 77. Geburtstag feiert heute in ziemlicher Rüstigkeit die Witwe Anna Strack. geb. Stratmann. Sie verbringt ihren sorgenfreien Lebensabend bei ihrem jüngsten Sohne. In der Ecksee 25. Pfund= und Brockensammlung. Die Ortsgruppe.= Gerthe der NS.=Volkswohlfahrt beginnt heute(Freitag) mit der ersten Pfund= und Brockensammlung für das Winterhilfswerk 1936/37. Die Sammlung, die bis einschließlich Dienstag kommender Woche durchgeführt wird, erstreckt sich über das ganze Gebiet der Ortsgruvve. Alle Volksgenossen werden gebeten, ihre Spenden bereit zu halten und auch in diesem Jahre wieder ihre Opferbereitschaft unter Beweis zu stellen. Die Sammlung wird von den Helferinnen und Helfern der NeV. durchgeführt. Notspeisung. Auch in diesem Jahre wird wieder eine Speisung der bedürftigen alleinstehenden Personen durchgeführt, die am 2. November beginnt. Die hierfür in Frage kommenden Personen wollen sich umgehend auf der Geschäftsstelle Gerthe der NSV., in der katholischen Volksschule an der Gerther Straße melden. DAF. Bei Cöppencastrov findet Sonntag morgen 10.80 Uhr eine Versammlung der Ortsgruppe statt. Als Redner ist Pa. Altmiks aus Bochum=Linden gewonnen. Gerther Postverhältnisse vor 80 Jahren. Als vor nunmehr 100 Jahren, im Jahre 1836, eine regelmäßige Personenpost zwischen Bochum und Recklinahausen über Herne eingerichtet wurde, nahm sie ihren Weg von Bochum über Gerthe=Hiltrov durch die Herner Mark. Während sich die Bewohner von Gerthe zuerst die Post von Bochum selbst abholen mußten, kam vor nunmehr 80 Jahren, im Jahre 1856, ein Postbote wöchentlich einmal von Bochum nach Gerthe, später zweimal und seit kurz vor 1871 täglich. Man erinnert sich noch des Postboten Timmermann, der in einem blauen Kittel erschien. Bneijzagl kulrd Ercham Dal! Was man anerkennen muß— Vergangenes— Gegenwärtiges— Wunsch an die Zukunft Wie hat sich das alte„Lahari“ doch verändert, seit es in Groß=Bochum aufgegangen ist! Vor allem hat das Straßennetz einen Ausbau und die Straßenbeleuchtung eine Verbesserung erfahren. Der Hellweg, neben der Wittener Straße die Hauptverkehrsader, ist gründlich instandgesetzt. Die Römerstraße zwischen oberem Hellweg und Wittener Straße ist eine schöne Straße geworden. Früher teilweise bei starken Regenfällen überflutet und morastig, ist die Wilhelmstraße, jetzt Eulenbaumstraße, in besseren Zustand versetzt worden, wenngleich der Teil der Straße, der zwischen Zechenmauer und Halde liegt, noch etwas zu wünschen läßt. Auch andere Straßen wurden ausgebessert und neue angelegt, an denen schmucke Neubauten erstanden. Die Dannenbaumstraße ist durchgeführt bis hinter der Steinhalde von Dannenbaum, auch hier sind freundliche Wohnstätten errichtet worden. Ebenso am Hellweg. Eine neue schöne Siedlung ersteht auf dem Gelände der stillgelegten Zeche„Vollmond“". * Laer ist arm geworden an Waldungen, die es einst im Kranze umgaben. Das einst so umfangreiche Laersche Holz ist nur noch ein schmaler Waldgürtel, der sich von der Eulenbaumstraße bis zur Buscheystraße erstreckt und der Oeffentlichkeit nicht zugängig ist. An seinem Rande, auf der Lönsheide, sind hübsche Landhäuser erstanden, deren Lage reizvoll ist. Erhalten geblieben ist noch Wulffs Busch, verschwunden dagegen ist der Havkenscheider Busch, einst Schauplatz beliebter volkstümlicher Pferderennen. Auch der Busch im Oelbachtal bei Haus Heven ist nicht mehr da. Einen kleinen Ersatz für die verlorenen Erholungsstätten bietet der Gemeindepark mit dem Botanischen Garten an der Wittener Straße— eine prächtige Anlage, die gern besucht wird. Mit seinen ausgedehnten Fluren und Wiesen zeigt Laer das als einzige Industrieanlage nur die Zeche„Dannenbaum“ aufweist, noch größtenteils ländliches Gepräge; nur das Kernstück trägt in etwa ein kleinstädtisches Gepräge. Dort, wo einst die Kokereianlage der schon sehr lange stillgelegten Zeche„Isabella" war, ist jetzt alles dicht bebaut. Die Hemke, das früher: Zechengelände mit davorgelagertem tiefen Wieseneinschnitt, diente lange Zeit als Schuttabladeplatz. Nun ist die Senke nahezu angefüllt und man hat einen Teil des so gewonnenen Geländes durch Auftragen von Mutterboden in Gartenland verwandelt. Der schon seit Jahrzehnten verfolgte Plan, vom Hellweg— Wittener Straße her eine gute Zufuhrstraße zum Güterbahnhof Laer zu schaffen, rückt nun so langsam der Verwirklichung näher, mögen auch noch ein paar Jahre darüber vergehen. * Zwei Bäche fließen durch Laer: der Oelbach, der von Harpen kommt, und der Schattbach, der von Steinkuhl her dem Oelbach zufließt und die Abwässer von „Dannenbaum“ mitnimmt. Beide waren einst fischreich, und ältere Leute wissen sich noch zu entsinnen, daß im Oelbach zuweilen selbst Hechte und Aale gefangen wurden. Heute gleichen diese Gewässer ganz der Emscher; sie sind Abwässerkanäle geworden. Zu deren Klärung sind Stauweiher bei Schulte=Suntum, in Uemmingen und in der„Langen Wiesche" sowie bei Luhns Mühle angelegt worden, die aber immer noch nicht genügen, so daß man wünschen möchte, daß der Bochum=Herbeder Stausee einmal hergestellt wird. Das würde auch Laer zugute kommen. ap. * Die weiße Wand. Am Mittwoch, 28. Oktober, abends 8 Uhr, kommt im Langbeinschen Saale der Film„Der höhere Befehl“ zur Vorführung. Kartenverkauf durch HJ. und B2M. In der Nachmittags=Schulpflichtaufführung wird der Film„Der Tag der Wehrmacht" gezeigt. Schießübungen im Bürgerschützenverein. Am Sonntag veranstaltete die erste Komvagnie des Bürgerschützenvereins auf dem Schießstand Benner ein Uebungsschießen. Geschossen wurde fünf Schuß, liegend freihändig. Als beste Schützen gingen aus dem Kampf hervor: Karl Möller mit 58 Ringen, Julius Zimmermann mit 55, Ernst Platzmann und Emil Schmalenberg mit je 52 Ringen.— Die zweite Kompagnie veranstaltete ihr diesjähriges Schlußschießen auf dem Schießstand Stracke(Papenholz). Hier waren die besten Schützen Ewald Stollmann, Theodor Sohn, Alfred Finger. Erich Neumann, Hugo Görtler, Paul Peschke und Heinrich Brandt. natsversammlung ab. Der Kameradschaftsführer gab einen Bericht über die Teilnahme an dem wohlgelungenen Kameradschaftsabend der Wanner Kameraden. Einer Einladung der„Kameradschaft der Inhaber des preußischen goldenen Verdienstkreuzes", Bezirk Bochum, zum Kameradschaftstrefsen am 15. November soll Folge geleistet werden. Das Verlesen eines Schreibens des Bundesführers Oberst a. D. Reinhardt, betreffs der Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener, fand lebhafte Zustimmung. Als Kassenprüfer wurde Kamerad Bittner bestimmt. Die Weihnachtsfeier soll wieder in althergebrachter Weise stattfinden. Zum Schluß gab der Vereins=Schießwart noch bekannt, daß am 24. und 25. Oktober und am 31. Oktober und 1. November ein Stadtmeisterschafts=Schießen stattfindet. Ein Wanderpreis, gestiftet vom Oberbürgermeister der Stadt Bochum, und viele andere schöne Preise sollen ausgeschossen werden. Jeder Kamerad kann sich daran beteiligen. Am zweiten Sonntag im November findet das letzte Pflichtschießen statt. Brzeziny=Kämpfer herhören!— Wiedersehensseier in Köln am Rhein! Am 29. November, 16 Uhr, findet im großen Saale der„Bürgergesellschaft" zu Köln eine große Erinnerungs= und Wiedersehensfeier der Brzeziny=Kameraden aus dem Rheinland und seinen Nachbargebieten statt. Generalfeldmarschall von Mackensen hat den Kameradenkreis der Brzeziny=Kämpfer im Rbeinland durch Uebernahme der Schirmherrschaft geehrt. Da zum ersten Male Abordnungen von Truppenteilen der Wehrmacht teilnehmen, werden sich in diesen Feierstunden alte und junge Soldaten die Hand reichen. Ein Vortrag über die Aufgaben und Leistungen der Kavallerie während der großen Durchbruchsschlacht wird zweifellos das Interesse aller Brzeziny=Kämpfer erwecken. Anmeldungen sind zu richten an den Schriftwart des Kameradenkreises, Hub. Außem, Köln am Rhein, Brüsseler Straße 86. Derselbe erteilt auch auf Anfrage hin bereitwilligst nähere Auskunft. Kameraden vom Regiment Generalfeldmarschall von Hindenburg. Die Bezirksgruppe Ruhr des Inf.=Reg. Generalfeldmarschall von Hindenburg(2. Mas. Nr. 147) hielt in Dortmund ein Treffen ab, an dem auch zahlreiche Kameraden aus Herne, Bochum und anderen Orten teilnahmen. Seit der Gründung der Bezirksgruppe haben mehr als 200 Kameraden sich in dem Regimentsverband zusammengeschlossen. Bochumer Verbände und Vereine Bürgerschützenverein Wattenscheid=Süd, 7. Kompagnie „Tell“. Am Sonntag, 25. Oktober, findet in Weitmar im Restaurant„Waldschlößchen“(Karlheinz Arens) die Fahnenweihe statt. Zu dieser Feier ist vom Vorstand ein ganz besonders großartiges Programm vorgesehen. Die Festfolge beginnt morgens um 9 Uhr mit dem Antreten der Schutzen und Mitglieder beim Schützenbruder Brauer, Blumenfeldstraße, zum Kirchgang beider Konfessionen. Nach dem Gottesdienst Antreten beim Schützenbruder Paul Jäger, Hattinger Straße, zur Kranzniederlegung am Ehrenmal für die auf dem Felde der Ehre gefallenen Kameraden. 16 Uhr Antreten beim Schützenbruder Wilhelm Westhof, Franziskusstraße. Abholen der Fahne beim Hauptmann. Abmarsch zum Vereinslokal zur Abholung der dort angetretenen geladenen Vereine zum Festlokal„Waldschlößchen“ Weitmar. Daselbst große Festfeier, Weihe der Fahne, Unterhaltung und Tanz. Die Epvendorfer und Weitmarer Bevölkerung wird gebeten, anläßlich des Festzuges zu flagen.— Ab November finden die Versammlungen jeden ersten Sonntag im Monat um 18 Uhr statt. Jeden dritten Sonntag im Monat morgens 10 Uhr Schießen auf dem Schießstand Clevinghaus. Westfälischer Schützenbund. Mit dem jüngst zu Gelsenkirchen stattgefundenen 32. Westfälischen Bundesschießen war auch ein großes Preisschießen für Einzelschützen im Westfälischen Schützebnund verbunden, an welchem 184 Schützen sich beteiligten und von denen 61 Preisträger waren. Nach der jetzt vorliegenden Ausrechnung der Ringzahlen und Einreihung der Preisträger stellt sich das Ergebnis als ein höchst anerkennenswertes für den westfälischen Schießsport dar. Die bei diesem Schießen von den 61 Preisträgern in drei Schuß auf die 20erRingscheibe erzielten Ringzahlen liegen eng aneinander zwischen 51 und 58. Aus diesseittgen Schützenkreisen befinden sich unter den Preisträgern: Srdonionoece Ehrung von Jubilaren Kriegerkameradschaft Westwacht„Graf v. Haeseler“. Bochum Am Sonntag hielt die Kameradschaft zu Ehren der Jubilare einen in allen Teilen wohlgelungenen Kameradschaftsabend im Kameradschaftsheim August Balkenbol, Klosterstraße 33, ab. Eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung sand ganz kurz der Monatsappell statt. Nach einigen flotten Märschen, gespielt von der Hauskapelle der KameradAotur, PPpun g,. ,.- pgemeihgate, urde vam allen„Feier loren Ansang, Der. Kameradschaltshbrer Sodde anfangs nur ein teerer Raum. Spater wurde von allen Seiten frei gewordenes Kirchengut herbeigetragen. Den Hochaltar schenkte Pfarrer Wächter. Im Jahre 1928 errichteten„die Eichsfelder in der Fremde“ den Bonifatiusaltar. Rund um die Kirche geht ein schöner Kreuzweg. Dieser wurde 1927 hergestellt. Der Papstjubiläumsbrunnen wurde 1930 erbaut. Weiter befinden sich auf dem Gelände geräumige Pilgerhallen. Stadtteil Wiemelbausen DAF.=Versammlung. Die Deutsche Arbeitsfront. Ortswaltung Wiemelhausen, hält am Sonntag, 25. Oktober, vormittags 11 Uhr, im Saale der Wirtschaft Klewinghaus, Bochum, Wiemelhauser Straße 414, eine Ortsgruppenversammlung ab, in der Pa. Schmidt sprechen wird. Bei dieser Gelegenheit wird zwei Mitgliedern. Feier ihren Anfang. mann entbot in herzlichen ein herzliches Willkommen. die Nachbarkameradschaften „Westwacht“, Bochum=Riemke o dveWorten der Festversammlung Ganz besonders begrüßte er „Westwacht", Bochum=Stiepel, und Veteranen=Landwehr=Kameradschaft. In seiner Rede würdigte er die Treue derjenigen Kameraden, die nunmehr auf eine 25= bzw. 30jährige Mitgliedschaft zurückblicken können. Ferner gedachte er der im Weltkriege sowie der für das Dritte Reich gefallenen Kameraden und der zur großen Armee abgerusenen Kameraden der Kameradschaft. Zu Ehren der Toten senkten sich die Fahnen, und das Lied vom guten Kameraden erklang. Die Rede fand ihren Ausklang in einem dreisachen„Sieg=Heil“ auf unseren allverehrten Fühund Flöttchen die silberne Jubiläumsnadel des Koffhäuserbundes für 25jährige Mitgliedschaft. Für 30jährige Mitgliedschaft erhielten die Kameraden Schiller, Tewes. Lange, Willms und Kauvs die silberne Ehrennadel des Haeselerbundes. Für besondere Verdienste wurde dem Kameraden Theodor Schiller als Ehrenmitglied der Kameradschaft das Kyffhäuserehrenzeichen in Gold und den Kameraden Kruse und Wolf das Kyffhäuserehrenzeichen in Silber verliehen. Die Unterhaltung des Abends lag in Händen des Bochumer Humoristen Leo Sander; seine Darbietungen wurden mit größter Heiterkeit aufgenommen und werden die Stunden allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben. * Reserve=Infanterieregiment 61. Am Samstag, 24. Oktober, ab 20 Uhr, seiern die ehemaligen Angehörigen des Reserve=Infanterieregiments 61, das sich zu Beginn des Krieges fast zur Hälfte aus Bochumer Reservisten zusammensetzte, ihr erstes Wiedersehen im Weißen Saale der Bürgergesellschaft, Luisenstraße. Zu dieser Feier sind die Kameraden aus Bochum und Umgebung nebst ihren Angehörigen eingeladen und auf Grund der Rundsunkbekanntmachung und der Bekanntmachung in der Zeitschrift NSKOV. haben sich viele Kameraden von nah und fern zur Teilnahme angemeldet, so daß mit mehreren hundert Personen zu rechnen ist. Für die nötige Unterhaltung ist gesorgt. Nachmittags gegen 16 Uhr soll zu Ehren der Gohle(Gelsenkirchen) mit 56 Ringen, Witzke mit 56, Nothdurft, Gelsenkirchen(55), Karle, Gelsenkirchen (55), Frohning, Hamm(55), Mende, Gelsenkirchen(55), Hohmann, Recklingbausen gltz), BSchirte,3 Pen#e. Kochan, Gelsenkirchen(53), Witte, Bochum 55), Fleue, Gelsenkirchen(53), Butzmann, Recklinghausen(53), Kipp, Herne (53), Stratmann Gelsenkirchen(53), Kattenbusch, Hamm (52), Moriz, Recklinghausen(52), Isenberg, Hattingen(52), Hutmacher, Bochum(52), Wiesmann, Hattingen(51), Mökkinghoff, Bochum(51). Kartenhaus, Gelsenkirchen(51), Brauer, Gelsenkirchen(51) und Ridder, Gelsenkirchen(51). Die Schießzmeisterschaft des Deutschen Schützenbundes in Silber errangen die Schützen Herbert Rademacher(Lippmit 235 Ringen auf der Wehrmann=Freihandscheibe, Hermann Bauer(Gelsenkirchen), auf der Kleinkalther: Scheibe, Klasse B, mit 153 Ringen, in Bronze:#ranz Skudlark(Gelsenkirchen) auf der Kleinkaliver=Scheibe, Klasse B, mit 141 Ringen. Die Schießmezggchgi, de##eete fälischen Schützenbundes errangen in Wilhelm Hußmann(Buer) auf Wehrmann=Freigguggscheine mit 233 Ringen, Johann Baumann(Buer=Scholven) auf Pistolenscheibe mit 228 Ringen, Chr. Kornemann(BuerScholven) auf Wehrmann=Freihandscheibe mit 224 Ringen, Emil Stracke(Bochum) auf der Wehrmann=Freihanoscheibe mit 220 Ringen, Gustav Hohmann(Recklinghausen) auf Kleinkaliber=Scheibe, Klasse B, mit 160 Ringen: in Silber die Schützen Johann Baumann(Buer) auf Diopter=Auflagescheibe mit 232 Ringen, Albert Isenberg Diopter=Freihandscheibe mit 219 Ringen, Josef Wetten (Hamm) auf Wehrmann=Auflagescheibe mit 217 Ringen, Heinrich Henkel(Gelsenkirchen) auf Pistolenscheibe mit 215 Ringen, Wilhelm Stratmann(Gelsenkirchen) aus Pistolenscheibe mit 207 Ringen, Paul Corall(Recklinghausen) auf der Kleinkaliber=Scheibe, Klasse B, mit 151 Ringen: in Bronze: die Schützen Dietrich Langenscheidt(Gelsenkirchen) auf Pistolenscheibe mit 192 Ringen, Otto Scheffler(Buer) auf der Kleinkaliberscheibe, Klasse B, mit 142 Ringen. Aug. Meckenstock(Recklinghausen) auf der Kleinkaliberscheibe, Klasse B. mit 140 Ringen, Johann Koschorea(Gelsenkirchen) auf Kleinkaliber=Scheibe, Klasse B. mit 140 Ringen, und Jungschütze Wolfgang Stoffer(Hamm) auf der Kleinkaliberscheibe, Klasse A. mit 130 Ringen. Bochumer Veranstaltungen Reisclt der Vericck Be-Beieriee e baer er wieder ihre Wirkungskraft erweisen. Die heutige Wiederholung unter der Spiellettung von Curt Bartz hat die gleiche Besetzung wie die Premiere. Die Aufführung ist für Vormiete B angesetzt. Eine weitere Wiederholung des „Pygmalion“, findet Sonntag nachmittag(25. Oktober) außer Vormiete statt. Morgen, Samstag, ist eine neue Lustspiel=Erstaufführung angesetzt: Jochen Huths„Die vier Gesellen". Die Vorstellung ist. für die Vormiete C angesetzt. Nächste Wiederholung der„Vier Gesellen": Sonntag, 25. Oktober, außer Vormiete. Verfei Schme einert und lack alle seiträche Auis Sen Ce. er Spei sisen rer und Reichskanzler Adolf Hitler, unser geliebtes deutsches Gefallenen am Ehrenmal an der Königsallee durch eine Vaterland und die Kameradschaft. Nach einem weiteren Abordnung ein Kranz niedergelegt werden. Militärmarsch nihm der Kameradschaftsführer dann die..,#. Sameradscheft Wstimagt eheme Ehrung der Jubilare vor. Mit den Worten„Treue ist! 137er. Die Kameradschaft Wentwacht evemaliges 2. Undas Mark der Ehre“ überreichte er den Kameraden Sche=terelsässisches Infanterteregiment 137 blelt am vergangenen! we. Pfahle. Schweinsverg, Mertenschledde Sonntag im Vereinsheim Hasselkuß ihre gut besuchte Mo** Seite 15 Nr. 249 Tochumer Anzeitzer Freit g, 23. Oktober 1936 Mündliche, kostenlose Auskunft für die Bezieher unserer Zettung nur nachmittags(außer Mittwochs und Samstags) von 4 bis 5 Uhr unserer Schriftleitung. in Wer kann selbst schlachten? An Verschiedene. Aus der Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft betr. Hausschlachtungen geht klar hervor, daß eine Genehmigungspflicht zur Hausschlachtung Moräteresiost gehalten und Deckung seines eigenen Bedarfs Schweine schlachten lassen. Auf keinen Fall dürfen diese Personen gesahlachtete Schweine in unverarbeitetem oder verarbeitetem Zustand gegen Entgelt absetzen, da sie sich dann strafbar machen. Wenn zum Beispiel Privatpersonen: Beamte, Angestellte, Fütterr lassen, eizsind sie nicht berechtigt, sind Anschrift und Wohnort des Erzeugers anzugeben, von dem der Antuagstel Her“ Autragsteller im Bestz. der schriftlichen Genehmigung seiner zuständigen sreisbauernschaft ist, kann die Schlachtung erfolgen. unträge auf Hausschlachtungen, die vor dem 15. November 1936 vorgenommen werden sollen, sind zwecklos, da diese nicht genehmigt werden können.— Im Gegensatz, Aug,#r jährigen Anordnung genügt es, wenn der Ankrageller den amtlichen Nachweis erbringt, oan er im Winter 1935/36 in dem gleichen Umfang Hausschlachtungen durchgeführt hat. Die Genehmigung kann darüber hinaus auch dann erteilt werden, wenn der Antraasteller in den vorhergehenden Jahren regelmäßig Hausschlachtungen vorgenommen hat und nur im letzten Winter durch zwingende Umstände kein Schwein für den eigenen Bedarf schlachten konnte. Wohnungsheizung. C. K. Sammelheizung. Die Gerichte haben grundsätzlich die Auffassung vertreten, daß der Mieter von Räumen mit Sammelheizung Beheizung verlangen kann, wenn die Außentemperatur an vier aufeinanderfolgenden Tagen um 21 Uhr(9 Uhr abends) niedriger als 12 Grad Celsius ist. Als Durchschnittstemperatur kann der Mieter in der Zeit von.30 Uhr morgens bis etwa Mitternacht eine Temveratux von mindestens 18 Grad Celsius verlangen. Im die Temperatur jedoch nicht mehr als 16 Grad Celsius betragen. Für Nebenräume(Diele,„Jorridgg„.] nach Ansicht des Kammergerichts(54 S. 95/1-, 14 U. 80/08) sogar 15 Grad Celsius ausreichend. Das Kammergericht hat jüngst einem Geistesarbeiter das Recht zur fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses zugebilligt, weil sein Arbeitszimmer trotz viederholter Mahnung von der Sammelheizung nicht genügend geheigt wurde. Als ausreichende Heizung für Räume, in denen geistig gearbeitet werden soll, hat das Gericht eine Normaltemveratur von 20 Grad Celsius angesehen. Der Standpunkt des Vermieters, daß der Mieter sich mit einer Temperatur von 17 bis 18 Grad Celsius zufriedengeben müsse, hat das Gericht abaelehnt. Haftpflicht bei Sturmwetter. Wilhelm B. Der Hausbesitzer ist verpflichtet, dafür zu sorgen, daß Schornsteine und Schornsteinaufsätze usw. von Fachleuten angebracht und instandgehalten werden, damit sie starken Stürmen widerstehen können. Wenn durch herabfallende Stücke Vorübergehende verletzt werden, so ist der Hausbesitzer haftbar, wenn ihm Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann. Weihnachtsvergütung. Willi M. Das Landesarbeitsgericht Magdeburg sprach einem Arbeiter die ihm allein vorenthaltene Weihnachtsvergütung von 105 RM. zu, welche er früher bekommen hatte, und welche den anderen zuteil geworden war. Der Ausschluß des Klägers ohne besonderen Grund sei nicht zu billigen und besonders erhebliche Anstände gegen ihn lagen nicht vor. Unsere Gesundheit. Leiden und bleichen, die ziue der“ Grste verorhnen, da sie abbängig sein müssen von der Ursache der lästigen Erscheinung. Was Frauen fragen. Linchen. Der Roman„Tante Anna“ ist Hans Müller, Leivzig O. 1, Grassestraße 9, erschienzn. Der Roman„Hoppla, Annemarie, nun grade„wurde im Verlag Willi Löbs. Taucha bei Leipzig. verlegt. Kellerschnaken vertilgen. Fr. M. Kellerschnaken vertreibt man durch Ausstreuen von Viehsalz, Kochsalz, Soda.=ungelöschtem Kalkstaub oder feingemachtem Givs. Austürchen, der Wände, besonders der Ritzen mit Chlorta######nerHäufiges Lüften. Den Keller trocken halten ist beste Vorbeugung. Die Schnakenplage tritt nur in feuchten Kellern auf. Verschiedenes. Fritz K. Ihr Freund hat Recht. Die Verweigerung der Eintopfspende ist ein volksgemeinschaftliches Verhalten, das den Betriebsführer zur fristlosen Entlassung des Betreffenden berechtigen würde, wenn durch das Verhalten des andern sein Kundenkreis gefährdet würde. Ebenso ist es richtig, daß ein in einem öffentlichen Betriebe Angestellter bei Aberkennung der Zugehörigkeit zur NSDAP. Anlaß zur Entlassung bzw. zur Kündigung werden könnte. Das gleiche gilt, wenn jemand den Führer beleidigt und die Betriebsverbundenbeit burch duertreiberg un. Statt Karten Die glüchliche Gebart einse bräftigen Jungbauern walger höchetertrant en Wilhelm Beckmann u. Frau Eleonere geb. Röttger Heven, den 20. Oktober 1936 a. Z. Diekonissenhaus Witten Kapstalten 20 bis 25000 Mk. auf 2 Häuser, Altbauten, als 1. Hypothek gesucht. Einheitswert 65000 M Evtl. Abschl. ein. Lebenspersscherung L. S. 22398 Anz. wild und Gellugel triech eingetroften. Hirsch Reh Wildschwein Suppenhühner zu billigen Preisen. wilh. otto bieckmann Rottstr. 8/10— Fernruf 67488 Feinkost— Weine— Spirituosen Heute abend.30 Uhr nahm Gott der Herr unseren lieben. treusorgenden Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder. Schwager und Onkel Obermagazin-Verwalter 1. R. Jülie Viieriscieni nach kurzer. schwerer Krankheit. im Alter von 64 Jahren, zu eich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Julius Sonnenschein jun. und Frau V lans geb. Hasken Heinrich Sonnenschein und Frau Pauls geb. Wild Friedrich Trottier und Frau Erna geb. Sonnenschein Erich Sonnenschein und Frau Erns geb. Schmidtkort 5 Enkelkinder und Anverwandte Bochum, den 21. Oktober 1936 Die Beerdigung findet Sonnabend, den 24. Oktober 1936, nachm. 4 Uhr. vom Trauerhause Lerchenwes 49 aus statt. Hausandacht ¼ Stunde vorher. In Ausübung seines Dienstes starb den Fliegertod am 19. 10. 1936 der AGUl Obergefreite Warmartt der Jagdgruppe 1/232, Bernburg. Er war uns ein guter Kamerad und wir betrauern in ihm einen treuen und tapferen Soldaten. Im Namen der Jagdgruppe 1/232 Loerzer Oberst Geflechte 7 Gewebe Zäune# Torey Stifte Selle Weide- und Stacheldraht Zaunpfosten usw. Bochumer Drahtwaren und Oitterbau Buhr u. Birkenteld Nacht. Fernruf 630 70 Altenbochumer Str. Hanttkien=Nachenr nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Geboren(Knabe): Dortmund: Vermessungsassessor Paul von Halen (Gisela Scharpenberg). (Mädchen):„ Harls Düsseldorf: Günter Räte und Frau Doris. Verlobte: Dortmund: Ursula Wiegmann mit Dr. Paul MölHageg: Gisela Gerstein mit Rudolf Boß jun. Vermählte: Castrop=Rauxel: Dipl.=Volkswirt Emil Rüter mit Emmy Wilke. Düsseldorf: Josef Königshausen mit Marga Düsseldorf=Rath: Rechtsanwalt Willy Mokter mit Losy Fischell. Sassessor Dr. Vernhard Zinger Burger. W Gemäß§§ 46 ff. des Wassergesetzes vom 7. April 1913 wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Stadt Bochum die Verleihung des Rechts beantragt hat, nach Maßgabe des vom 15. September 1936 nebst Unterlagen von der auf dem Grundstück Gemartung Weitmar, Flur 31 Nr. 10 und 53/11 gelegenen Sandwäsche bis zu 40000 chm Waschwasser jährlich, aber nicht mehr als 500 ehm arbeitstäglich nach vorheriger Klärung auf Parzelle markung Weitmar, Flur 31 72/11, in einen durch„Zerzantrohre gesatzten namenlosen Wassertauf einDer Verleihungsantrag nebst unterlagen liegt im Rathause, Vermessungsamt, Zimmer Nr. 362(Stadi= bauamt), in Bochum in der Zeit vom 26. Oktober bis einschließlich 9. November 1936 während der Dienststunden zur Einsicht aus. Widersprüche gegen die Verleihung und Ansprüche auf Herstellung und Unterhaltung von oder auf Entschädigung sind bei mir schriftlich in drei Ausfertigungen oder zu Protokoll in der angegebenen Zeit gapzuhringerz, Innerhalv verseiven Frist sind bei mir Anträge auf Wasserrechtsverleihung, durch welche die von der Unternehmerin beabsichtigte„Benutzung beeinträchtigt werden würde, mit den unter Zisser—5 in der 3. Ausführungsgnweitung, zum Wassergesetze vorgeschriedenen Unterlagen einzureichen,„#74 Werden innerhalv vieser Frist Widersprüche nicht erhoben oder Anträge auf Verleihung von Rechten nicht gestellt, so gebt das Widerspruchs= und Antragsrecht verloren; nach Ablauf der Frist gestellte Anträge auf Verleibung können in diesem Verfahren nicht mehr verückWegen nachteiliger Wirkungen dei der Ausübung des Rechtes können in diesem Falle nur noch die im§ 82 und§ 203 Absatz 2 des Wassergesetzes bezeichneten Ansprüche geltend gemacht werden. Gegebenenfalls wird zur mündlichen Erörterung der geltend gemachten Einwendungen, Widersprüche. Ansprüche auf Herstellung und Unterhaltung von Einrichtungen und Entschädigungsansprüche ein Ortstermin vor einem von mir Beauftragten anberaumt werden, wozu alle Beteiligten besonders geArnsberg. den 13. Oktober 1936. Der Regierungspräsident (Verleihungsbehörde). mI Ow Nr II. 59/36. BODORGUMITT STTS MESS Immer preiswürdig immer gute Qualltäten immer trdl. Bedienung Schinken gekocht..... 125 Or. Konsum-Sülze schnittfest 500 Gr. 62 Salatö beil....... 1 Lir. So10 Roggenbrot .5 ½ 65 Schmalz rein..... 300 Or. Plattenfett Tafel.. 300 Gr. 68 8 Sauerkraut„ rheinisches................ 300 Or. 58 Kaffee von Mess alles Sorten von ausgesuchter Oüte 133 633 593 303 125 er. Emmentaler Lalb-Käse 1 Schndant ss 444 Kr. 5b49 Limburger Käse ER 2.......80 dr. 990 89 Weizenmehl 17 Type 790... 300 Gr.# Tilsiter Blochkäse 20% ohne Rinde .... 125 Or. 16 Deutsche Vollheringg. 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Verdingungsunterlagen sind bei der Kanalbauabteilung, Rathaus, Zimmer 311, solange der Vorrat reicht, erhältlich. Zusendung durch die Post erfolgt nicht. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Donnerstag, den 29. Oktober, 11 Uhr, bei der Kanalbauabteilung einzureichen, wo die Oeffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bieter stattfindet. Bochum, den 21. Oktober 1936. Der Oberbürgermeister. Gerantiest naturreinee Biönen Konig lose ausgewogen 390 dr. 1,25 Mk. u. k, 6,00 Mk. Gefäb mitbringen Wörishofener Kräuterhaus Reinhold Marnach Bochum, Kortumstraße 81 Innahmestellen des Bochumer Razeigers Bochum: Hauptgeschäftsstelle Rathausplatz 8. Filialen: Adele Junke. Schreibwaren,„ Essener Straße 12: Frau Friedrich Kilbsch Schreibwarend glg. Heraer Str 299 G. 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