in 22 zum Breite.5 Pf. gen 1 Womttge Seischest“ pder Die gite 9.3 He monalch del Dier Sonniagen und und Lamiäache, von 10 bis 15 Udr.2; Hosischeklonis Vorimund 1265. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum 14. Oktober 1936 43. Jahrgang Nummer 241 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigengreisei, Axandpreise für gggm 98%gin2? im Anzeigentell, und in 78 Dg Greisgpek, nanzeigen!“ die Richil; .Pegr iPeie A pähleseseh“e9 2. Bt,= Züiß det Anislset= mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 33 Aue I0 MOT. Soursuereg Hutten die Vertewdiger des Airazutsf dei der franzostschen Tirhiernns hatten eid VerenrHere. wegen der Beschimpfungen des Führers durch den Kommunisten Thorez General Moscardo schildert die Belagerungszeit dnb Toledo, 13. Oktober. Der heldenhafte Verteidiger des Alkazar, General Jose Maria Moscardo, empfing den Sonderberichterstatter des Deutschen Nachrichtenbüros zu einer Unterredung. Das graufahle, faltendurchfurchte nervöse Gesicht des Generals verrät unerhörte Leiden und Entbehrungen. General Moscardo erzählt:„Als die Erhebung ausbrach, telephonierte mir Madrid, daß ich sofort mehrere Lastwagen mit Munition aus der Munitionsfabrik von Toledo nach Madrid bringen sollte. Ich ging zum Schein auf den Befehl ein. Als aber die Lastkraftwagen am Stadttor eintrafen, ließ ich sie von bewaffneten Kadetten anhalten und in den Alkazar schaffen. Auf diese Weise hatten wir während der ganzen Belagerung ausreichend Gewehre und Munition. Leider fehlten uns Geschütze. Wir hattn nur 16 Maschinengewehre, und zwar acht leichte und acht schwere. Da wir über Handgranaten nicht verfügten, stellten wir sie selbst her. Die Verteidigung wurde bestens organisiert unter dem Gesichtspunkt des längsten Durchhaltens bei größter Schonung der Menschen. Auf dem Dach des Ilige gar waren ständig Posten aufgestellt, die jeden lerieabschuß, jede Bombe und jeden Angriff durch Hornsignale ankündigten, so daß die Besatzung stets rechtzeitig in Deckung gehen konnte. Auf diese Weise wurden die Gesamtverluste trotz stärkster Beschießung, trotz Bombenabwurf und Minensprengungen begrenzt. Die ersten vier Wochen stellten die stärksten Nervenproben dar, weil wir völlig von der Außenwelt abgeschnitten waren und auch kein Empfangsgerät besaßen. Ein Ausfall der tapferen Besatzung brachte uns erst mehrere elektrische Batterien, mit deren Hilfe das Empfangsgerät dann in Betrieb gesetzt werden konnte. Wir hörten den Sender Burgos und nachts die (panische Kurzwellensendung aus Berlin, die uns über die wahre Lage aufklärte und unferen Willen zum Durchhalten stärkte. Die roten Flugzeuge warfen nicht nur Bomben, sondern auch schwere Steine und Brennzünder ab. Die rote Artillerie schoß an den ersten Tagen bald zu kurz, bald zu weit. Die Roten vermuteten Sabotage und erschossen darauf den Artillerieführer. Bei der Befreiung Toledos wurde die gesamte rote Arti lerie gefangen genommen und mitsamt ihren ausländischen Offizieren erschossen. Bei den Minensprengungen wurde riesiger Schaden angerichtet. Wenn dennoch keine Menschenleben zu beklagen sind, so deshalb, weil wir das Bohren abhörten und die betreffenden Gebäudeteile rechtzeitig räumten. Die durch Spione unterrichtete rote Artillerie scheute sich nicht, die Unterkunftsräume der Frauen und Kinder zu beschießen, so daß eine Umquartierung notwendig wurde. Von den Frauen sind nur zwei gestorben, und zwar eines natürlichen Todes. Die Besatzung wurde von drei Aerzten betreut. Zudem hatten wir einen gut arbeitenden Gesundheits= und Reinhaltedienst organisiert. Da wir keine Streichhölzer hatten, unterhielten wir eine ständige Feuerwache. Unsere einzige Beleuchtung bestand aus Kerzen, die wir aus Pferdetalg gegossen hatten. Wir danken dem Himmel, daß sich zufällig 120 Pferde und Maulesel in den Stellungen befanden. Sie waren unsere Hauptnahrung, Bei der Befreiung waren nur noch fünf Maulesel übrig. Der Abwurf von Lebensmitteln durch unsere heldenhaften Flieger war für uns eine große Erleichterung und vor allem eine starke moralische Stütze. Noch am Nachmittag des Befreiungstages riefen uus die Roten höhnisch zu, daß sich die nationalistischen Truppen nach Talavera zurückgezogen hätten. Dabei kämpften Legionäre bereits an den ersten Häusern Toledos.“ General Moscardo führte den Berichterstatter dann in die Kellergewölbe, durch Stallungen, durch das Frauenquartier, durch das Hospital nach der Schwimmballe. Inmitten dieser Halle steht ein riesiger Mauerblock. Der General entblößt sein Haupt und erzählt mit bewegter Stimme: „Wochenlang haben wir hier das Wasser getrunken, als es versiegte aus Brunnen und Notbrunnen. Da ein Begraben unserer Gefallenen unmöglich war, haben wir die toten Helden in die Schwimmhalle zum letztenmal in Reih und Glied gelegt und blutenden Herzens mit Kall und Zement schichtweise eingemauert. Wir grüßen die Toten mit erhobenem Arm. Nach einem stillen Gedenken reibt sich der General die feuchken Augen. Wir steigen aus der unerträglichen Luft des Leichengewölbes wieder an das Tageslicht. Auf die Frage, wo jetzt die Kadetten und Offiviere der Besatzungsmannschaften seien, antwortet der General:„Alle sind in ihrem verdienten Urlaub. Sie wollen aber nach der Erholung sofort wieder an die Front. Ich selbst übernahm in diesen Tagen die mir von General Franco anvertraute neue Division Sovia.“ Während wir weiter über die Trümmer klettern, källt leichter Regen. In einiger Entfernung, jenseits des Flusses Taso, fallen Gewehrschüsse. Dort finden noch letzte Scharmützel mit den versprengten Roten Der Berichterstatter fragt den General nach dem Schicksal der eigenen Familie. Leise und stockend kommt die Antwort:„Meine Frau und ein Sohn sind während der ganzen Belagerung in Toledo bei Wasser und Brot gefangengehalten worden. Sie sind nun befreit. Ein Sohn ist an der Front, ein Sohn in dem von den Roten besetzten Gebiet verschollen. Und hier die Geschichte meines letzten Sohnes: In den ersten Tagen der Belagerung, als der Fernsprecher noch arbeitete, rief mich die rote Kommandantur an und sorderte mich zur Uebergabe auf, andernfalls mein in ihren Händen befindlicher Sohn erschossen würde. Zum Beweis ließ man meinen Sohn an den Apparat kommen und mit mir sprechen. Ich habe ihm gesagt: Du bist der Sohn eines Soldaten, befiehl deine Scele Gott! Wenige Minuten später war mein Sohn erschossen.“— Geist von Toledo! Vor der Befreiung Oviedos Burgos, 13. Oktober. Die Befreiung der von den Marxisten eingeschlossenen und schon seit Wochen heldenhaft verteidigten Garnison Oviedo scheint nahe bevorzustehen. Die nationalistischen Abteilungen setzen ihren Vormarsch auf Oviedo trotz verzweifelten Widerstandes der Roten erfolgreich fort. Sie haben den nordwestlich von Oviedo gelegenen stark befestigten Ort Soto am Raraneoberg erreicht.,.wiscgen Sruuns Die Besatzung des marxistischen Kreuzers „Jaime I“ veranstaltete in den Straßen von Bilbao Kundgebungen gegen die rote Regierung, weil sie bei dem Bombardement des Kreuzers durch nationalistische Flieger keine roten Abwehrflieger eingesetzt hat. Die Lage Bilbaos wird als verzweifelt bezeichnet, die Bevölkerung ist völlig demoralisiert durch die ständigen Luftangriffe. Die nationale Regierung geht jetzt dazu über, die verführten marxistischen Anhänger durch alle modernen Mittel über die wahre Lage aufzuklären. An verschiedenen Teilen der Front, wo die Lage es gestattet, sind Lautsprecher aufgestellt worden, durch die die Mitteilungen der nationalen Sender zur roten Front hinübergesprochen werden. Neuer sowjetrussischer Vorstoß beim Nichteinmischungs=Ausschuß in London dnb London, 13. Oktober. Wie von unterrichteter Seite bestätigt wird, hat der sowjetrussische Geschäftsträger in London, Kagan, am Montag nachmittag dem Vorsitzenden des Nichteinmischungs=Ausschusses, Lord Plymouth, eine neue Note überreicht, in der die Sowjetregierung den Protest gegen die angebliche Verletzung des Nichteinmischungs=Abkommens erneuert und Vorschläge zur Durchführung der Nichteinmischung sowie den Wiederzusammentritt des Ausschusses zu einem möglichst baldigen Zeitpunkt verlangt. Der Schwerpunkt der Note soll in den sogenannten„praktischen Vorschlägen" liegen, über deren Charakter allerdings noch nichts bekanntgegeben worden ist. Lord Plymouth hat auf Grund der sowjetrussischen Note am Dienstag eine längere Besprechung mit dem französischen Botschafter in London, Corbin, gehabt. Berlin, 13. Oktober. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Sofort nach Bekanntwerden der kommunistischen Kundgebung in Straßburg hat, wie wir erfahren, der Reichsminister des Auswärtigen den deutschen Geschäftsträger in Paris angewiesen, gegen die durch den Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs und Abgeordneten Thorez erfolgten schweren Verunglimpfungen des Führers und Reichskanzlers sowie des deutschen Volkes bei der französischen Regierung nachdrücklich Verwahrung einzulegen. Dieser Schritt ist bereits gestern erfolgt. Die Empörung der deutschen Oeffentlichkeit richtet sich— das sei ausdrücklich betont— nicht allein gegen die wüste Hetze des von Moskauer Geldern bestochenen Kommunisten Thorez, sondern ebenso gegen die französische Regierung selbst, die mit ihrer demokratischen Duldung erst die Plattform für die ungeheuerlichen Sudeleien geschaffen hat. Man hätte erwarten müssen, daß die französische, Regierugg, und ebenso die französischen Blätter sofort nach Bekanntwerden der Thorezrede von dem Ton und dem Inhalt abrücken würden. Bis zur Stunde ist uns nichts davon bekannt. Wir erfahren nur, daß die französische. Deffentlichkeit bisher allein durch den rechtsstehenden „Jour“ von den Straßburger Gemeinheiten unterrichtet worden ist. Alle übrigen Blätter schweigen, vielleicht auf einen Wink von oben. Selbst die französische amtliche Telegraphen=Agentur hat es schamvoll vermieden, von den Straßburger Vorgängen Bericht zu erstatten, und selbst das Pariser Kommunistenblatt„Humanits“ unterschlägt den Text der Thorez=Schmähungen. Ja, es heißt sogar, daß die amtlichen Stellen der Pariser Regierung bisher nicht in den Besitz des Redetextes gelangt seien. Das alles macht den Eindruck einer fast kindischen Ausflucht. Davon sind auch die ruhiger denkenden Pariser Kreise, die in Opposition zu dem sozialistischkommunistischen Regime des Herrn Blum stehen, überzeugt. Unfaßbar erscheint es jedoch, wenn heute morgen ein Blatt der Radikalsozialisten, der„Oeupre“, sogar den plumpen Versuch unternimmt, den Kommunistenhäuptling Thorez dadurch reinzuwaschen, daß das Blatt die Empörung der deutschen Presse als eine Einmischung in innere französische Angelegenheiten bezeichnet und die freche Behauptung aufstellt, der deutsche Führer habe sich noch„strenger" über fremde Staatsoberhäupter ausgesprochen. Auch diese Unverschämtheit zeigt mit aller Deutlichkeit, daß die notorische Lüge zum publizistischen Werkzeug der französischen Volksfrontpresse gehört. Um so gespannter sind wir auf die Antwort, die die Regierung Blum auf den geharnischten Protestschritt des Deutschen Reiches geben wird. Ausflüchte, daß man laut demokratischen Gesetzen gegen die Versammlungs= und Redefreiheit in Frankreich nichts unternehmen könne, würden nicht mehr ziehen, denn Herr Blum höchstpersönlich hat während der letzten Wochen bewiesen, daß er von dem im VolksfrontFrankreich so verpönten Verbotsrecht sehr wohl wenn auch nur in der marristisch=kommunistischen Tendenz— Gebrauch machen kann. Herr Léon Blum hat gegenwärtig einen Gesetzentdie Bestechung in der französischen Presse unmöglich machen. Wahrlich, ein mannhafter Versuch! Denn gerade in dieser Beziehung waren die Pariser Blätter, angefangen von den russischen Bestechungsgeldern der Vorkriegszeit bis zu den bolschewistischen Rubeln der Gegenwart, vom internationalen Goldregen gesegnet. Wir wollen nicht sagen, daß auch von dort ihre Fruchtbarkeit und geistige Wendigkeit herrührt. Wir werden aber genauestens darauf achten, ob es Herrn gelingt, mit diesem kommenden Gesetz die Unabhängiskeit und die geistige Freibeft,„eipggkag enzig kommunistischen Volksfrontorgane von einmal wieder herzustellen. Die Probe gufs. wird für die deutsche Oeffentlichkeit die Antwort sein, die wir von Léon Blum oder seinem Außenminister auf den deutschen Protest hin erwarten. Wachsende Lebensmittelknappheit in Madrid Furchtbare Drohungen der Anarchisten and Paris, 13. Oktober. Reisende, die aus Madrid in Perpignan eingetroffen sind, erklären, in der spanischen Hauptstadt würden die Lebensmittel immer knapper. Man müsse viele Stunden anstehen, um irgend etwas Eßbares zu erhalten. Die Anarchisten hätten gedroht, daß sie, wenn die Truppen General Francos vor Madrid erschienen, Zehntausende von Geiseln in den verschiedenen Gefängnissen der Stadt umbringen und die wichtigsten Gebäude mit Dynamit in die Luft sprengen würden. Der Innenminister der Madrider Regierung hat eine neue Verordnung erlassen, durch die die Arbeitslosen gezwungen werden, an den Notbefestigungen zu arbeiten. Angesichts der Kohlenknappheit ist ein Kohlenausschuß eingesetzt worden. Kohlen sind nur zu Wucherpreisen zu haben. Die Arbeiter können trotz des Druckes der Regierung und der Einkerkerung der Arbeitgeber nicht mehr bezahlt werden. Die Arbeiter verlangen nunmehr, daß die Regierung für die rückständigen Löhne aufkommt. Die Regierung ist jedoch bisher auf diese Forderung der von ihr betrogenen Arbeiter nicht eingegangen. Der Madrider Innenminister fordert unter Androhung schwerster Bestrafung durch das Volkstribunal die Bevölkerung auf, innerhalb von 24 Stunden alle in einer Wohnung lebenden Personen bekanntzugeben. Diese Maßnahme stellt sich als neue Repressalie gegen alle dar, die rechtsstehende Einwohner verborgen halten. Volksfrontredner legten in Rundfunkansprachen an die rote Miliz dar daß die Angehörigen in den Straßen Ansammlungen statt, in denen die Arbeiter gegen den Volksbetrug der Regierung protestieren. Angesichts der bedrohlichen Lage haben in den letzten Tagen viele tausend Personen die Hauptstadt in Richtung Valencia verlassen. Rote Niederlage bei Saragossa dnb Burgos, 13. Oktober. Die Vorhut der Nationalisten ist auf der Hauptstraße Talavera—Madrid bis 50 Kilometer vor die spanische Hauptstadt vorgedrungen. Eine andere Abteilung ist auf einer Nebenstraße in nördlicher Richtung etwa ebenso weit vorgerückt. Der Widerstand der Marxisten ist an diesem Frontabschnitt trotz zahlenmäßiger Stärke nur schwach, da die Milizen den Mut völlig verloren haben und die Befehlsleitung äußerst mangelhaft ist. Vor allem fehlen höhere militärische Führer an der Frovt W b. a. An der Saragossa=Front verloren die Roten bei Ledinana in einem erbitterten Gefecht 104 Tote. Die Nationalisten erbeuteten 23 Maschinengewehre sowie viel Munition und Kriegsmaterial. Die Verfolgung des fliehenden Gegners wurde durch dichten Nebel stark erschwert. Giral auf ausländisches Schiff geflüchtet? Der nationalistische Sender Jerez de la Prontera behauptet, erfahren zu haben, daß sich der frühere Ministerpräsident Giral und die Frau sidenten Azana auf dem argentin Keine englischen Vorstellungen in Paris dnb London, 13. Oktober. Die Meldung des„Daily Telegraph“, wonach man sich in britischen Regierungskreisen Sorge wegen der Rede des französischen Kommunistenführers Thorez macht, wird im englischen Außenamt als überraschend bezeichnet. Die britische Regierung habe nicht die Absicht, in dieser Frage irgendwelche Vorstellungen in Paris zu erbeben. 8744. 2i4 1 i.. Der deutsche Protestschritt wird von den Londoner Abendblättern als Hauptmeldung des Tages unter fettgedruckten Schlagzeilen verzeichnet. Der„Star“ bringt die Ueberschrift„Hitler sendet einen energischen Protest nach Paris.“ Auch die Kommentare der französischen Blätter werden ausführlich wiedergegeben. „Eine peinliche Demütigung für Frankreich“ dnb Paris, 13. Oktober. Die französische Abendpresse bedauert, soweit sie nicht in marristischen und unverbesserlich deutschfeindlichen Gedankengängen befangen ist, das Treiben der französischen Kommunisten gerade in den und die„Liberté“ schreibt u.., der im französischen Außenministerium sei für Frankreicheine peinliche Demütigung. Das Zillacgtien wöchentlich den Bewohnern ins Haus getragen wird, fand ich eine Rubrik, die mich sonderbar ergriff. Sie hieß: Wieder in der Heimat. Und darunter las man die schlichten Zeilen, wer alles in diesem Sommer aus Amerika zu Besuch auf die Insel gekommen war. Zum Beispiel„Herr Ne hannsen und seine Frau, geborene Frensen, aus“ burg sind in ihrem Heimatdorf Niblum eingetroffen und haben auch ihre beiden Kinder mitgebracht, die noch nie in Deutschland waren.“ Und die nächste Notiz hieß:„Herr Miller aus Chikago hat sich auf Südstrand ein Grundstück gekauft. Er will dort ein Einfamilienhaus bauen und seinen Lebensabend auf der Insel verbringen, von der er mit seinem Vater vor fünfzig mag sein, daß diese Amerika=Deutschen irgendeine stärkere verwandtschaftliche Bindung immer wieder zu der nuen irefischern Pheirk ies ezheimetz, or, Roch mehr wird Fg, prgze eute aber Die Heimgrzggung, die als regelmäöhiger Hast über den Ozeay, geit Wghzimg zu ihnen kommt, das feste Band zwischen Wahlbeimat und Vaterland gewesen sein. Sie sind so immer in lebendigster Verbindung mit Zuhause geblieben, sie erfuhren in der Fremde nicht nur die großen Ereignisse, sondern vor allen Dingen auch die kleinen alltäglichen Geschehnisse von daheim, die Familien=Anzeigen, wer da alles sich verlobte, heiratete oder starb, alle Veränderungen im Heimatdorf und in den Nachbargemeinden. und auch wie die große Zeit des nationalen Umbruchs heilend und aufbauend über die Inseldörfer kam. Die deutsche Zeitung auf dem Frühstückstisch in Pittsburg oder Chikago— ein Stück Heimat, das immer in den Auswanderern das Heimweh wachhielt. Nicht nur für die Leser in der Fremde, ganz besonders auch für die Bezieher im Lande bedeutet ihr Blatt den ständigen Zusammenhang mit der Heimat. Bücher, vor allem aber heimatgeschichtliche Abhandlungen, finden doch nicht immer ihren Weg in die Wohnungen des Handwerkers, des Bauern, des Beamten. All das aber, was die Zeitung täglich in wenig Zeilen aus Stadt und Land mitteilt, rundet sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zu einem umfassenden Bild. Berichte über vorgeschichtliche Ausgrabungen, eines Germanengrabes etwa oder einer Siedlung oder einer Urnenstätte, zeigen dem Leser immer wieder welche reiche geschichtliche, Vergangenheit der Boden hat, auf dem er lebt. Oft schildert eine Heimatbeilage in regelmäßiger Folge die reizvollen historischen Entwicklungen der Stadt, des Kreises, der Landschaft der Menschen; der Blick weitet sich und mit anderen Augen sehen die Leute die Dinge, an denen sie sonst gleichgültig und achlos vorübergingen.....deu= Humnibuse du-4 Manchmal fahren große SongerssZzpaug durch deutsches Land. Sie kommen von den Landratsämtern oder den Parteihäusern her und befördern die Männer der Feder von Dorf zu Dorf, von Siedlung zu Siedlung. Denn seit dem Frühjahr 1933 ist die Heimat gang anders als früher in den Mittelpunkt des Denkens gewurf in der Regierungsschuhigde, durch den dem anonymen Kapital in der franzonigen. Presse das Hand= der zu der stillen friesischen Insel heimfinden werk gelegt werden sol, auf gur reutsch gesagt: er will mehr wird zur vieze, Leute aber die Heimatzettung. die als regelmänger Gast über Bar. O sgposichen Wosheimet Seite 2 Nr. 241„ Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 14. Oktober 1936 rückt als die Quelle unserer Volkskraft. Auf solchen Pressefahrten erleben die Teilnehmer die nähere und weitere Umgebung viel nachhaltiger und eindrucksvoller als je vom Schreibtisch aus. Sie sprechen mit dem Bauern sie bekommen Verständnis für die Freuden eines Stadtrandsiedlers, sie lernen den Arbeiter im Bergwerk oder auf dem Bau besser kennen als vielleicht abends am Biertisch oder in der Versammlung. Solche Eindrücke, die auf persönlichem Erleben beruhen, ergeben dann in der Zeitung ein echtes und unverfälschtes Bild, und der Leser wird so in viel engere und tiefere Berührung mit seiner Heimat und ihren Menschen gebracht als etwa durch langatmige heimatkundliche Artikel, die fern vom pulsenden Leben aus verstaubten Chroniken herausgeschrieben worden sind. Der heutige Journalist, der nur Diener seines Volkes und nicht mehr Werkzeug irgendeines Interessentenklüngels ist, dieser Journalist des Dritten Reiches ist undenkbar ohne die Kamera. Neben dem Wort steht heute gleichberechtigt das Bild. Die photographische Linse findet die unbekanntesten und schönsten Winkel der Heimat, sie spürt den Menschen am Werktag auf und zaubert den Sonntag mit seinen Festen, Trachten und Veranstaltungen auf die Platte. Ich kenne irgendwo im Reich einen Bildberichterstatter, der mit seinem Photoapparat jeden Tag durch die Dorfer fährt und das ländliche Leben einfängt, wie es wirklich ist. Er beobachtet die Pferde in der Schwemme und die Dorfkinder auf dem Schulhof. Er photographiert die Erntewagen, wenn sie hochbeladen in die Scheuern fahren, und bannt unbemerkt auf seine Platte den WanderburSienst un Ferlschenlder Mensusten Erste Hauptversammlung der Lilienthal=Gesellschaft für Luftfahrtforschung Eine Rede des Reichsministers der Luftfahrt Göring dnb Berlin, 13. Oktober. Die Lilienthal=Gesellschaft für Luftfahrtforschung hielt am Dienstag in der Kroll=Oper ihre erste Hauptversammlung ab. Als Vertreter des Reichsluftfahrtministers wohnte der Chef des Technischen Amtes des Reichsluftfahrtministeriums, Oberst Udet, der Tagung bei. Weiter waren anwesend Vertreter der interessierten Behörden, der Partei, der Wehrmacht, darunter insbesondere der Luftwaffe, ferner führende Mitarbeiter der deutschen Luftfahrtwissenschaft, der Luftfahrtindustrie und der Wirtschaft. Auch die ausländische Luftfahrt war stark vertreten.„... 4 Sisianthas.Ghe Der geschäftsführende Präsident der Lilienrhal=Gesellschaft, Ministerialrat Bäumker, eröffnete die wissenschaftliche Tagung mit einem Hinweis darauf, daß die im Frühjahr d. I. gegründete Gesellschaft mit dieser Hauptversammlung zum erstenmal durch Vorträge und Besichtigungen an die Oeffentlichkeit trete Die Mitglieder der Lilienthal=Gesellschaft bildeten eine durch gemeinsame Arbeit im Ringen um neue Erkenntnisse geschaffene große Einheit. Die Reihe der wissenschaftlichen Vorträge eröffnete Professor C. B. Millikan vom California Institute of Technology(Pasadena, Kalifornien), der über ärogrüßte die Versammlung, insbesondere die ausländischen Gäste aus den verschiedensten Ländern. Bei der Gründung der Lilienthal=Gesellschaft habe ihn der Gedanke geleitet, daß nunmehr die Zeit gekommen sei, einen engen Zusammenschluß all derer zu finden, die auf den mannigfaltigsten Gebieten der Luftfahrt für ein gemeinsames Ziel arbeiten. Durch die Namensgebung der Gesellschaft sei eine Dankesschuld an denjenigen deutschen Mann abgestattet worden der als erster die uralte Sehnsucht des Menschenfluges verwirklicht habe. In seinem Geiste müsse weitergearbeitet werden. schen, der am Straßenrand einschlief. Und wenn am dynamische Forschungsergebnisse und ihre Auswertung Abend des nächsten Tages die Zeitung mit solchen Bildern auf dem Tisch liegt, dann freuen sich die auf dem Lande und die in der Stadt über solches HeimatUndenkbar wäre der wachsende Fremdenverkehr ohne die Zeitung, die in Bild und Text die Reize der deutschen Landschaft ihren Lesern zeigt. Die Burgen Süddeutschlands, die Wälder unserer Mittelgebirge, die Seebäder der deutschen Küsten die Heide, die Flüsse, die romantischen Städte, sie alle rufen in der Zeitung auf, sie anzuschauen und kennenzulernen. Heimat!— Wenn du nach deiner Zeitung greifst, finden ou sie täglich tausendfach gespiegelt. Eine deutsche Stellungnahme zur Flottenfrage in London übergeben. dnb Berlin, 13. Oktober. In Fortsetzung der deutsch=englischen Verhandlungen über ein qualitatives Flottenbegrenzungsabkommen hat der deutsche Geschäftsträger in London gemeinsam mit dem deutschen Marineattachs am Montag im Londoner Auswärtigen Amt eine Stellungnahme zu den letzten schriftlichen Mitteilungen der britischen Regierung uvergeben. Der Fahneneid ist religiös Berlin, für den Flugzeugbau berichtete. Anschließend sprach der stellvertretende Leiter der Konstruktionsabteilung der Wright Aeronautical Corporation, A. Nutt, über „Flugmotoren und ihre Betriebsprobleme". Der Vortrag von Dr.=Ing. J. Gasterstädt(Dessau), der die Entwicklung des leichten Flug=Dieselmotors von Junkers behandelte, wurde wegen Erkrankung des Redners von seinem Mitarbeiter, Dipl.=Ing. Gerlach, verWährend der Tagung machte der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring richtungweisende Ausführungen über die großen der Lilienthal=Gesellschaft gestellten Aufgaben auf den Gebieten der Luftfahrtforschung. Er beden Bestimmungen für die Vereidigung der Soldaten vom 7. August 1936 durch den verantwortlichen Kompagnie= usw. Chef persönlich zu erfolgen hat. Ein Hinweis auf die Bedeutung des Fahneneides durch Geistliche ist nur für die Angehörigen des Bekenntnisses zulässig, dem der Geistliche angehört. Der Fahneneid, so erklärt der Minister, ist ein religiöser Eid, sehzt aber nicht ein christliches voraus. Die Worte„bei Gott“, ermöglichten es auch Anhänger nichtchristlicher Glaubensrichtungen, den Fahneneid bei dem höchsten Wesen ihres Bekenntnisses zu schwören. Es sei für die deutsche Luftfahrt, für die zivile Luftfahrt wie auch für die Landesverteidigung von höchstem Wert, daß in der Lilienthal=Gesellschaft fruchtbare Arbeit geleistet werde, denn gerade auch in der Fliegerei müsse die Praxis stets auf tiefgründigen und weitschürfenden Forschungen und wissenschaftlichen Erfahrungen aufbauen. Nicht zuletzt sei die Forschungsarbeit der Lilienthal=Gesellschaft eine Voraussetzung dafür, daß der Weg der deutschen Luftfahrt immer weiter aufwärts führe. Die in der Lilienthal=Gesellschaft geleistete Geistesarbeit diene jedoch nicht allein der deutschen Luftfahrt, sondern ebenso sehr auch dem allgemeinen Fortschritt der Menschheit. Die Tagung der Lilienthal=Gesellschaft sei der Erreichung dieses hohen Zieles gewidmet. Generaloberst Göring sprach zum Schluß seiner Ausführungen an die ausländischen Teilnehmer die Bitte aus, daß sie an den Arbeiten der Gesellschaft mit warmem Herzen Anteil nehmen möchten, denn diese Gemeinschaftsarbeit im friedlichen Wettbewerb diene der Erhaltung des Friedens, der allein die Menschheit in den Genuß der großen Segnungen der Luftfahrt bringen könne. Den Abschluß der Tagung bildete ein Vortrag von Dipl.=Ing. F. Nallinger von der Daimler=BenzAG. über den Einfluß moderner Flugmotoren=Konstrurtionen in Reihenbauart auf die Lagerausbildung. Nicht Walter, sondern Obmann Eine Anordnung Dr. Leys Berlin, 13. Oktober. Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront hat angeordnet, daß mit sofortiger Wirkung die Begriffe Gauwalter, Kreiswalter und Ortswalter aufgehoden werden. Statt dessen führt von nun an der Gauwalter die Bezeichnung Gau=Obmann Kreiswalter die Bezeichnung Kreis=Obmann der DAF. und der Ortswalter die Bezeichnung Orts=Obmann der DAF. Brandstiftung im Büro der Londoner Faschisten dnb London, 13. Oktober der Hauptgeschäftsstelle der Britich Union ot Fascist ist heute Feuer ausgebrochen. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Wie einwandfrei feststeht, ist das Feuer auf Brandstiftung zurüazufuhren. Aus Augenzeugenberichten geht hervor, daß in der vergangenen Nacht, kurz nach 4 Uhr, ein grüner Kraftwagen vorfuhr. Die Insassen ließen durch die Briefkastenöffnung Petroleum soder Benzin in das Haus laufen, das sie dann in Brand setzten. Wenige Sekunden später fuhr der unbeleuchtete Kraftwagen in höchster Geschwindigkeit davon, als ein Zeuge des Vorganges den Versuch machte, die Täter zu stellen. Das Haus ist von einem Ehepaar und seinen Kindern bewohnt. Doch konnten Nachbarn die Bewohner noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr riß dann die Bohlen des Fußbodens auf, um ein Weiterfressen des Brandes zu verhindern. Bei den polizeilichen Nachforschungen im Laufe des Vormittags ergab sich die bemerkenswerte Tatsache, daß zwei der Augenzeugen aus Furcht Racheakten baten, ihre Namen der Oeffentlichkeit nicht bekanntzugeben. „Hreiterss des Geister Dr. Frank über die Aufgaben der Rechtshistoriker dnb Tübingen, 13. Oktober. Die Vereinigung Deutscher Rechtshistoriker hält unter Leitung von Prof. Dr. Herbert Meyer(Göttingen) in der Universitätsstadt Tübingen vom 12. bis 15. Oktober ihre fünfte Tagung ab. Die Bedeutung der Tagung geht aus der Tatsache hervor daß Reichs13. Onover. minister Dr. Frank eigens dazu nach Tübingen geDer Reichskriegsminister hat zur Frage der Ver= kommen ist. Den Beginn bildete ein festlicher Begrüzigung darauf hingewiesen, daß die Belehrung nach##ngs.: H. sich zchlraiche GästSenderuf Leys an alle Schaffenden Am Freitag von 19.55 bis 20 Uhr dnd Berlin, 13. Oktober Für die erste Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerks 1936/37, die von der Deutschen Arbeitsfront am 17. und 18. Oktober unter der Parole„Schaffende sammeln und geben" durchgeführt wird, wird organisationsleiter Dr. Ley einen Senderuf an alle Schaffenden und Sammler über den Deutschen Rundfunk geben. Dieser Senderuf wird am Freitag, dem 16. Oktober, in der Zeit von 19.55 bis 20 Uhr über alle deutschen Sender gesprochen. Insgesamt werden zwei Millionen Schaffende bei dieser ersten Sammelaktion im Kampfe gegen Hunger und Kälte eingesetzt werden. Die Platzkonzerte werden von Betriebskapellen sowie von Musikzügen der SA., SS. und des Arbeitsdienstes veranstaltet werden. Die Betriebsappelle, die am 17. Oktober als Auftakt zur Sammlung in sämtlichen Betrieben des Reiches stattfinden, werden überall feierlich gestaltet werden. Sie sollen symbolisch zum Ausdruck bringen, daß alle schaffenden Deutschen sich mit ihren notleidenden, noch arbeitslosen Volksgenossen verbunden fühlen und in Werks= und Schicksalsgemeinschaften zu ihnen stehen. Sofort aussteigen, Herr Degrelle! Französisches Aufenthaltsverbot für den belgischen Rexistenführer dnb Paris, 13. Oktober. Dem belgischen Rexistenführer Degrelle, der am Dienstag an einem Bankett in Paris teilnehmen wollte, wurde in ungewöhnlicher Form die Einreise nach Frankreich untersagt. Degrelle hatte in Begleitung eines französischen Schriftleiters in Brüssel den Zug nach Paris bestiegen. Sein Paß war in Ordnung und bei der Paßkontrolle wurden keinerlei Beanstandungen erhoben. Auf der Station Aulnoy, dicht hinter der belgischen Grenze, betrat ein französischer Polizeibeamter in Zivil das Abteil, in dem Degrelle sich aufhielt und ersuchte den Rexistenführer, sofort auszusteigen, da gegen ihn ein Aufenthaltsverbot vorliege. Der Beamte stellte gleichzeitig Degrelle eine entsprechende Verlautbarung des französischen Innenministeriums zu. Der Reristenführer mußte bis zum Eintreffen eines Zuges, der ihn nach Brussel zurückbringen konnie, unter Bewachung auf dem kleinen französischen Bahnhof warten. Der Zwischenfall hat in hiesigen belgischen Kreiser lebhaftes Befremden hervorgerufen. Der rexistische Abgeordnete Daye, der sich gegenwärtig in Paris aufhält, hat bereits Schritte bei den zuständigen französischen Stellen unternommen. Kraftomnibus in Kanal gestürzt 22 Tote in Aegypten dud London, 13. Oktober. Bei Benha in Unterägypten stürzte, wie aus Kairo berichtet wird, ein vollbesetzter Kraftwagen in einen Kanal. 22 Aegypter fanden bei denk Unglück den Tod. ßungsavend in der Aula, zu dem sich zahlreiche Gäste aus allen Teilen Deutschlands, sowie Vertreter der Reichs= und auslandsdeutschen Rechtshistoriker und Gäste aus Italien und Jugoslawien eingefunden hatten. Der Reichsrechtsführer überbrachte die Grüße der deutschen Reichsregierung und der Akademie für Deutsches Recht und brachte im Namen der NSDAP. den Teilnehmern die besten Wünsche für das Gelingen der Tagung zum Ausdruck. Er fuhr dann u. a. fort:„Der Rechtshistoriker erlebt in Deutschland heute Geschichte. Der erste Appell geht dahin, daß Sie bei Ihrer rechtshistorischen Forschung in erster Linie das beachten wollen, daß nur aus den gewaltigen gigantischen Weltantithesen, die wir heute erleben, das Bedürfnis nach einer Wissenschaft entsteht, die unserm Volk in seinem letztlich entscheidenden Existenzkampf die geistigen Waffen zur Durchsetzung dieses Kampfes liefert. Es wird Ihnen, meine Herren Rechtshistoriker, nach Meinung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei eine große Freude sein, dieses Erlebnis der Geschichte unter dem Gesichtspunkt zu sehen, daß schlechterdings aus dem Nationalsozialismus heraus überhaupt die einzige Möglichkeit bestand, in Deutschland noch wissenschaftlich zu arbeiten. Ich möchte ganz besonders dafür danken, daß Sie Ihre Tagung unter das bedeutsame Motto„Recht und Volkstum“, gestellt haben. Eine andere Themastellung gibt es heute für uns nicht mehr. Wir glauben daran, daß jede wissenschaftliche These, die ja letzten Endes der Wahrheitsforschung dienen soll, in ihren Ergebnissen identisch sein muß mit den Ausgangspunkten des Nationalsozialismus. Das Parteiprogramm der NSDAP. ist sonach auch für die rechtsgeschichtliche Erforschung die große Weltanschauungsbasis geworden..— M1. i5gasistisch Es geht heute nicht nur um die tbealistische und optimistische Wissenschaft, es geht heute um die kämpfende Wissenschaft. Sie müssen hier das Frontkorps des Geistes in diesen Ringen sein. Dann, glaube ich, können wir voll Stolz in jeder einzelnen wissenschaftlichen Handlung die große Gemeinschaft erleben. Die nationalsozialistische Bewegung allein hat auch Ihnen, meine Herren, die Möglichkeit geistigen Schaffens zurückgekämpft und die Möglichkeit, dem Idealismus zu dienen und ihm in unserer Jugend der Brücke zur Zukunft unseres Volkes, Ausdruck zu erschaffen. Diese Jugend wünscht von Ihnen Aufklärung dessen, was wir erstreben. Eine andere Welt ist heute in Deutschland. Die Studenten von heute sind Kämpfer, und sie wol len Professoren haben, die ihnen in Kampf vorangehen und sich nicht in gegenseitigen theoretischen Antithesen vor der Front der kämpfenden Jugend streiten. So muß auch das geistigwissenschaftliche Leben befreit werden von dem Druck einer übersteigerten Antithetik. Es soll aus Ihrem gesamten Wirken die Gemeinschaft unsrer Zeit und unsrer Weltanschauung mehr hervorleuchten als der fachlich theoretische Unterschied von Lehrmeinung und Aeußerung. Dies erhoffen, erwarten und erbitten wir von Ihnen.“ Neue Morde der Roten in Spanien dnd Sevilla, 13. Oktober. In der Provinz Cordoba ist es den nationalistischen Truppen durch einen überraschenden Vorstoß gelungen, sich in den Besitz der Ortschaft Villa Hata zu setzen. Beim Einrücken der nationalistischen Truppen war die Ortschaft vollkommen verlassen. Nur die Leichen von 26 kurz vor der Räumung von den Roten erschossenen Geiseln lagen in den Straßen. Erst nach und nach kehrten zahlreiche Frauen und Kinder in die Ortschaft zurück. Sie waren in die Berge geflüchtet, da ihnen die Roten vorgeschwindelt hätten, die Nationalisten würden alle Frauen und Kinder erschießen. Kein Haus und keine Wohnung, und war sie auch noch so ärmlich, ist von den Roten vor der Plünderung nicht verschont geblieben Ein junger ... in der Stadt Jaem der dort von der Revolution über*** lrascht wurde und von den Roten gezwungen wurde, gegen die Nationalisten zu kämpfen, berichtet von unglaublichen Verbrechen der roten Horden gegen die wehrlose Bevölkerung. Einem jungen Studenten wurden die Ohren abgeschnitten und dann tötete man den Unglücklichen durch einen Bauchstich. In der Stadt Montero(Provinz Cordoba) seien von den Roten 70 Personen ermordet worden. Gefechte zwischen Japanern und Russen dnd Tokio, 13. Oktober Die Agentur Domei meldet einen neuen schweren Grenzzwischenfall an dem Markierungspunkte 12 an der Grenze von Sowjetrußland, Mandschukuo und Korea. Bei einem Gefecht zwischen japanisch=mandschurischen Grenzwachen und GPU.=Sowjetrussen seien auf japanischer Seite vier Tote, fünf Verrehrerrziehung durch dus Renn. Richtlinien Hühnleins für die Arbeit des Kraftfahrkorps Verwundete und zwei Vermißte zu verzeichnen, während auf sowjetrussischer Seite die Verluste unbekannt seien. Die **“ Kwantungarmee meldet außerdem noch andauernde Kämpfe zwischen einer 50 Mann starken japai Grenzwache und GPU.=Truppen südlich des eben genannten Punktes. Japanische Verstärkungen seien dortDiese Zwischenfälle, so wird versichert, riefen eine besonders große Erregung hervor, weil die Ostgrenze seit längerer Zeit als befriedet habe gelten können. Kurz=Nachrichten Da Reichsorganisadnb Döberitz, 13. Oktober. Das gesamte Führerkorps des RSKK. ist seit Dienstag früh in der Reichsmotorschule des RSKK. in Döberitz=Elsgrund zu einer Tagung versammelt. Im Mittelpunkt der Eröffnungssitzung stand eine grundlegende Rede des Korpsführers Hühnlein, der die Richtlinien für die Arbeit des kommenden Jahres gab. Der Korpsführer legte seinen Unterführern nahe ihrer verantwortlichen Dienstaufsicht noch mehr als bisher die Form eingehender Prüfungen und Besichtigungen zu geben. Jeder Mann eines auf solche Weise besichtigten Sturmes müsse überzeugt sein, daß die Führung alles getan habe, um sich ins rechte Licht zu setzer, und helfend eingreife, wo es not tue. Das Schulwesen und die mit ihm aufs engste verbundene Zusammenarbeit mit der breiten Gliederung der Motor=HJ. bedeute für das Korps verantwortungsvolle Arbeit an der Jugend. Diese Arbeit sei die stolzeste und dankbarste, aber zugleich auch die schwierigste, denn Erziehungsfehler an der Jugend könnten niemals wieder gutgemacht werden.„Es gibt für eine Nation“, so führte der Korpsführer aus,„kein kostbareres Gut als sein Vermögen an Jugend!" Der Korpsführer wandte sich weiter dem Gebiet des Verkehrserziehungsdienstes zu. RSKK. habe sich ein neues Arbeitsgebiet selbst erkämpft, auf das es stolz sein könne. Das NSKK. werde künftig im Einvernehmen mit dem Chef der deutschen Polizei Dr. Ley sammelt in Anlaß der 15=Jahr.=Feier der NSDAP. Zwickau am Samstag und Sonntag in Zwickau weilen, werden sie Zwickau.2 P. orge Reichsinspekteur Schmeer aus Sämrigg und Svintuggin Zwickau im Rahmen der ersten Reichsstraßensammlung für das Winterhilfswerk 1936/37, die von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wird, ihre Sammeltätigkeit in Zwickau ausüben. Litwinow in Paris? Wie verlautet, ist der russische Volkskommissar, der Jude Litwinow=Finkelstein, am Dienstag mittag in Paris eingetroffen. Eine amtliche Bestätigung liegt noch nicht vor. Besprechungen Becks in Paris. Wie verlautet, wird der polnische Außenminister Beck, der sich nach der Genfer Konferenz zu einem kurzen Erholungsaufenthalt an die südfranzösische Küste begeben hat, auf seiner Rüc reise Paris besuchen. Der„Krakauer Illustrierte. Kur rier“ schreibt dazu, es seien in Paris Unterzehurng Becks mit führenden Persönlichkeiten Frankre#### vorgesehen. Der Pariser Besuch Becks habe eine erhebliche Bedeutung. Baldwin wieder im Amt. Der englische Ministervormittag eine seiner Führung stehenden Obersten Nationalen Sportbehörde. Korpsführer Hühnlein hob anschließend hervor, daß alle Aufgaben nur gelöst werden könnten, wenn ein bestens geschultes, gestähltes und leistungsfähiges Führerkorps vorhanden sei. Wer der Partei dienen wolle, müsse ihr ganz dienen und erfüllt sein von ihren hohen und ernsten Idealen. Nur eine höhere Schule? Minister Mergenthaler über die kommende Schulreform Stuttgart, 13. Oktober. In der vollbesetzten Stuttgarter Stadthalle sprach anläßlich der Gautagung der schwäbischen Erzieher der württembergische Ministerpräsident und Kultusminister Mergenthaler über den größten Erfolg der dies ssache der Vorbereitung jährigen Arbeit der württembergischen nationalsozialisti= woch gegolten haben durfte. schen Schulpolitik, über die fast vollständig gelungene] Der türkische Außenminister in Wien. Der türkische Einführung der deutschen Volksschule an Stelle der Außenminister Rüschtü Aras ist am Montag in Wien früheren Konfessionsschulen. Von allen Volksschülern eingetroffen. Er hatte eine eingehende politische Ausdes Landes Württemberg besuchten heute 98,9 Prozent die allgemeine deutsche Volksschule und nur ein völlig unbeträchtlicher Rest von 1,1 Prozent ginge weiter in die einstigen Konfessionsschulen. Mit einer Darstellung seiner persönlichen Meinung über die notwendige Reform der höheren Schule schloß präsident Baldwin hatte am Dienstag-.., Bunt, Unterredung mit Außenminister Eden, die in de:# sache der Vorbereitung der Kabinettssitzung am Mittlingglosfeg., Er halte einePingey#ge„olitischt sprache mit dem Staatssekretär des Aeußeren Schmidt. im Verkehrserziehungsdienst eingesetzt werden und damit Ministerpräsident Mergenthaler seine Ausführungen. Der vor aller Oeffentlichkeit eine Tätigkeit ausüben, die Nationalsozialismuentscheidend für das Ansehen des Korps in der Oeffentlichkeit sei. In einem soeben erlassenen Befehl habe er die hohe Verantwortung, die den Führern und Männern des Korps in dieser Hinsicht erwachse, noch einmal umrissen. Auch den Kraftfahrsport habe das RSKK. durch beispiellosen Einsatz freudig vorangetrieben, und es sei daher künftig nicht mehr denkbar, daß der RennHauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolttit und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturvolltik und Unterbaltung; Dr. Boss1, a Zosenst u. Briestasten: Max Flegel, Spori: s brauche, so sagte er, statt der in 9“): ergtere„Anzeigen: Kurt Schols, sämtS“*: Man hahe die dest, Berlin=Karlsvorst, Döndofstraße, Gls- Verlag und Saudenmüslen 2 Dierlag.3 allig, Nachlatzstaftel, B.* DA. IX. stunden der Schriftlettung wochentags, außer Mittwochs und Samstags, von 10 bis 17 Udr. hundert Systeme zersplitterten Spezialschulen e# einzige höhere Schule. wean habe die deutsche Volksschule geschaffen, man werde auch die deutsche höhere Schule finden, die nicht für den Beruf vorbereite sondern das Allgemeinwissen festige und den Charakter stähle und den einzelnen Begabungsrichtungen doch Rechnung trage. Kein Nationalsozialist sei ein Feind der Wissenschaft, und der Führer habe deutlich gesagt daß das deutsche Volk die Kraftfahrsport in Deutschland anders betrieben werde### genug, gesagtz. baß, das als im Zeichen der Kampforganisation der deutschen Wissenschaft und die Wissenschaftler brauche. DementKraftfahrt, des RSKK., und der gleichfalls unter sprechend würde immer gehandelt werden. sendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. unverlangte EinDie heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Seite 3 Nr. 241 Bochumer Nachrichten Der Laubfrosch im Gebein Ein Oktober=Kapitel von Rheumatismus und Regen Dies ist die Zeit der schönen rotbackigen Aepfel, die auf dem Speicher ihre Winter=Ruhestätte finden, und — des Rheumatismus. Allerorten treffen wir jetzt Geplagte, die bei jedem Schritt einen Witterungsumschlag prophezeien. Wenn sie das Zipperlein im linken Schulterblatt zwickt, wird's morgen regnen, reißt es sie im linken Knie, so steht ein schöner Herbsttag bevor. Sie bedürfen nicht des Barometers, weil sie den Witterungs=Laubfrosch in ihrem Gebein tragen. Und wie es so die Eigenart der Laubfrösche ist: in der Feuchtigkeit fühlen sie sich wohl. Deshalb war auch gestern für die unter der Last des Rheumatismus Aechzenden ein schwerer Tag, und als am frühen Nachmittag der Regen in Sturzbächen herunterkam, machten sie ein Gesicht, als ob das schlechte Wetter nun für alle Zeit andauern müßte. Aber so oft sie auch ihr Zipperlein nach den Wetteraussichten für den weiteren Verlauf des Oktobers befragten, die Antwort blieb ihnen versagt. Denn es riß sie sowohl im rechten Schulterblatt wie im linken Knie, so daß es fürderhin sowohl regnen wie „sonnenscheinen“, kann. Und um das Durcheinander noch zu vergrößern: auch das Hühnerauge drückte ganz erbärmlich.... Des Führers Vor kurzem vollendete der Ehrenmeister der Bochumer Uhrmacherzunft, Friedrich Le Claire, sein 80. Lebensjahr in bestem Wohlbefinden. Jetzt ging ihm folgendes Glückwunschschreiben des Führers zu: Adolf Hitler Berlin W 8 Privatkanzlei Wilhelmstraße 35 An den Ehrenobermeister der Uhrmacherzunft, Herrn Friedrich Le Claire, Bochum Sehr geehrter Herr Le Claire! Durch Zufall hat der Führer erfahren, daß Sie am 28. September 1936 Ihren 80. Geburtstag begangen haben. Zu diesem Ehrentage läßt Ihnen der Führer noch nachträglich seinen herzlichsten Glückwunsch aussprechen und übersendet Ihnen in der Anlage ein Bild mit seinem Namenszug. Mit Deutschem Gruß!..: Augst. Bochams Bevonerung Einwohnerzahl gestiegen— Leben und Sterben im September 1936 Der Monatsbericht des Statistischen und Wahlamtes der Stadt Bochum für September 1936 macht unter anderem folgende Angaben: Die Einwohnerzahl der Stadt Bochum ist im September 1936 von 313 566 auf 314 053 gestiegen. Es sind im September 1936 281 Personen nach Bochum mehr zugezogen als fortgezogen. 247 Ehen wurden geschlossen. Lebend geboren wurden 408 Kinder. Gestorben sind 202 Personen. Die häufigste Todesursache war Tuberkulose mit 29 Fällen gegenüber 20 Fällen im Monat August 1936. Weiter folgten Krebs mit 26 Fällen gegenüber 30 Fällen im Vormonat. An Lungenentzündung starben 18 Personen, im Vormonat 13. Infolge Gehirnschlags sind 13 Personen gestorben, im Vormonat 16. An Herzkrankheiten starben 13 Personen, im Vormonat 21. 16 Personen verunglückten tötlich, im Vormonat 27 Personen. 6 Personen begingen Selbstmord. Im Vormonat betrug die Zahl der Selbstmorde 9. An Infektionskrankheiten wurden polizeilich gemeldet: Diphtherie 101(124), Genickstarre 1(), Scharlach 73(75), spinale Kinderlähmung 5(), Unterleibstyphus 3(), Ruhr 6(), Kindbettfieber 1(), und Lungentuberkulose 27(24) Fälle.(Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf den Vormonat.) In den Bochumer Krankenanstalten betrug der Krankenbestand am Schluß des Monats September 1936 1952 gegenüber 2034 Ende August 1936. Noch 7431 Arbeitsuchende. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger beim Arbeitsamt Ende September 1936 betrug 2934, beim Wohlfahrtsamt 11 239. Insgesamt wurden beim Arbeitsamt Ende September 1936 8966 Personen unterstützt und beim Wohlfahrtsamt 24 987 Personen. Vorhanden waren Ende September 1936 noch 6599 männliche und 832 weibliche Arbeitsuchende. AUU Hissung der HJ.=Fahne in der des Bochumer Vereins Aufnahmen: Bochumer Verein(Engel) i des Veruszlebens wirsam sein, miss, Es käime[Makt envor, während bel und klar Bildlinks: Führer der HJ, betriebsgemeinschaft Ueber vielen Bochumer Schulen weht nun schon längst die Fahne der deutschen Staatsjugend zum chen, daß die Schüler, die in ihren Räumen aus= und eingehen, den Weg zur Hitler=Jugend gefunden haben. Nun geht es darum, daß auch der letzte Jungarbeiter sich zur Fahne der deutschen Jugend bekennt und daß diese Fahne über den Lehrwerkstätten aller Betriebe aufgepflanzt werden kann. Ein wichtiger auf diesem Wege im Bereich des Standortes GroßBochum wurde am Dienstag mit der Uebergabe der HI.=Fahne an die Lehrwerkstätte des Bochumer VerAls das Fanfarengeschmetter des Jungvolks durch die prächtige Halle der Lehrwerkstätte dröhnte, hatten sich die Jungarbeiter des Bochumer Vereins in einem mächtigen Viereck um den Fahnenmast geschart. Von der Stirnseite der Halle grüßte ein Spruchband: „Jungarbeiter, Deine Ehre und Freiheit verpflichten Dich zur HI.!“ Nach mehreren Gedichtvorträgen sprach zunächst der Jugendwalter der Reichsbetriebsgemeinschaft„Eisen und Metall“, Bannführer Gründler (Berlin).„Die Maschinen liefen auch schon früher", so führte er aus,„aber die Menschen, die daran arbeiten, sind anders geworden.„Hitlerjungen müßten in den Betrieben Disziplin und Kameradschaft leben, denn im Betriebe, an den Stätten der Arbeit, werde jene Kameradschaft vorexerziert, die auch außerVom Lastzug=Anhänger gestürzt Verletzter aufgefunden— Eine Zeugin gesucht nicht an auf die Maschinen und auf die Räume, in denen sie stehen; wenn aber einer Arbeitsgemeinschaft so vorbildliche Lehr= und Arbeitsmittel gegeben seien, wie es beim Bochumer der Fall sei, so müsse man auch an jene Kameraden denken, die in dieser Beziehung nicht so gut gestellt seien und um so mehr die Verpflichtung zu höchster Leistung zur Tat werden lassen. Wie weit das schon der Fall sei, werde der nächste Reichsberufswettkampf ausweisen. Anschließend sprach Oberbannführer Hans Strube. Er erinnerte an die Zeit, da die Fahne der HitlerJugend, die hier in wenigen Augenblicken gehißt werde verfolgt und verspottet war, an die Zeit eines Kampfes, der nirgendwo härter war, als gerade in unserer Heimat, an den Stätten der Industrie. Die Hitler=Jugend aber habe nicht geruht und gerastet, bis auch der letzte Junge für ihre Reihen,gengggen war. Nun sei die langersehnte Gemeinschaft###### geworden, und zum Zeichen dieser Gemeinschaft werde jetzt die Fahne der nationalsozialistischen Jugend über diesen Betrieb gehißt.„Hart und trotzig wollen wir dieser Fahne folgen“, fuhr der Oberbannführer fort", und nicht fragen, was für den einzelnen an Vorteilen dabei herauskommt!" Dann ertönte das Kommando:„HJ. Stillgestanden! Heißt Flagge!" Langsam stieg die Fahne am Vierrroche. 1900) Scharcn. 2000 Zon. Verwegener nächtlicher Schaufenstereinbruch an der Kortumstraße in nächster Nähe der Drehscheibe Zu diesem Verbrechen macht das Polizeipräsidium Am Montag, 12. Oktober, gegen 20,05 auf dem Schlageterring, etwa 43 Meter südlich der Overdyker Straße in Bochum, ein Mann mit einer Gehirnerschütterung und einer Verletzung am linken Auge von Straßenpassanten aufgefunden. Wie diese Verletzungen entstanden sind, steht noch nicht fest. Eine dunkel gekleidete weibliche Person will gesehen haben, daß der Verletzte aus einem Anhänger eines Lastzuges gestürzt ist. Die Frau hat sich entfernt, während die Straßenpassanten um den Verletzten bemüht waren. Sie wird gebeten, sich im Polizeipräsidium in Bochum, Zimmer 90, oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zwecks Ermittlung des Tatbestandes melden zu wollen. Wer kann über diesen Unfall sonst noch nähere gaben machen? Schauspiel: 500, Oper: 465 Der Durchschnittsbesuch des Bochumer Stadttheaters im Eröffnungsmonat September. In der letzten Woche des Monats September 1936 war die Eröffnung der Spielzeit 1936/37 im Bochumer Stadttheater. Zwei Schauspiele und zwei Opernvorstellungen wurden noch im September gegeben. Die Schauspielvorstellungen wurden durchschnittlich von 500 Personen und die Opernvorstellungen von 465 sonen besucht. Bochum schmeckt es 4538 Schlachtungen im September Im Bochumer städtischen Schlachthof wurden im September 1936 geschlachtet: 652 Stück Rindvieh, 593 Kälber, 3884 Schweine, 292 Schafe, 124 Ziegen 4 Pferde. In diesen Zahlen sind Schlachtungen für das Stadtgebiet Herne enthalten und zwar 105 Stück Rindvieh, 65 Kälber, 678 Schweine und 35 Schafe. 23 neue Wohnhäuser 64 weitere in Aussicht. Im September wurden in Bochum 28 Wohnhäuser mit 92 Wohnungen fertiggestellt. Für 88 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis erteilt und für weitere 81 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis beantragt. Mit fast unglaublich scheinender Frechheit wurde in der Nacht vom Montag zum Dienstag auf der Kortumstraße, in unmittelbarer Nähe der Drehscheibe, ein schwerer Einbruchsdiebstahl verübt, bei dem der oder die Einbrecher Waren im Werte von etwa 1500 Reichsmark erbeuteten und gleichzeitig eine Schaufensterscheibe im Werte von etwa 500 Reichsmark zerstörten, so daß sich der Gesamtschaden auf rund 2000 Reichsmark beläuft. Es wurde bei diesem Verbrechen das rechte Schaufenster der Firma Wegener& Hamer durch schlagen eines großen Loches zertrümmert, und durch die Oeffnung wurden insgesamt zehn wertvolle Photoapparate herausgeholt. Die Verbrecher müssen mir außerordentlicher Schnelligkeit und Vorsicht gearbeitet haben, denn die Tat blieb vollkommen unbemerkt, obwohl an dieser Stelle der Innenstadt der Verkehr nie ganz ruht. Erst morgens gegen 6 Uhr wurde das inzwischen verübte Verbrechen von einem Wachbeamten festgestellt. Kein einziger Einwohner des Hauses, der Nachbarhäuser und der gegenüberliegenden Häuser hatte irgendwelche Geräusche in der Nacht vernommen. Aehnliche Einbrüche, wie dieser in Bochum, sind in letzter Zeit im Reiche schon einige Mal gggsgergargn Bochum noch folgende Angaben: In der Nacht zum 13. Oktober sind aus einem Schaufenster der Firma Wegener& Hamer, Kortumstraße 91, nach Zertrümmerung der rechten unteren Ecke des Schaufensters folgende Photoapparate gestohlen worden: Retina Nr. 734 011/842 641, Retina Nr. 879 700/875 816, Super Nettel I Nr. X 32 756(von diesem Apparat wurde bei der gewaltsamen Entfernung vom Ausstellungsständer die Metallbodenmutter ausgebrochen), Super Nettel II Nr. Z 43 902(oder 43921), Nettax Nr. A 48047/1 550 733, Contax 1 Nr. V 64041, Super Ikonta Nr. A 95 945/1 821 827(6 mal), Dollina II Nr. 3331/307 989, Nettar Nr. I 51 688, Nettar Nr. Z 40 685(bei den nur mit einer Nummer versehenen Apparaten handelt es sich um die Kameranummer.8. Mit. Vor Ankauf der Apparate wird gewarnt. Mitteilungen, die zur Aufklärung dienen und vertraulich behandelt werden, nimmt die Krimirgigoleset, honzichen Mast empor, während hell und klar der Fahnenspruch erklang. Zum Schluß sprach noch Jugendwart Michling vom Bochumer Verein, das Streichorchester des Standortes Groß=Bochum unter Leitung von Kulturstellenleiter Franz Heimann spielte, dann sangen die Anwesenden gemeinsam das„Vorwärts, würs Eine erlebnisreiche Feierstunde war zu Ende „Führertum und Feierliche Eröffnung des zweiten Lehrganges der Bochumer Kreisführerschule. Am Dienstag abend fand der zweite Lehrgang der Bochumer Kreisführerschule im Rathaus seine Eröffnung. Eine schlichte, gehaltvolle Feierstunde war es, die so ganz aus dem Geiste der Bewegung herausgeboren war.„Führertum und Gefolgschaft" war der Leitgedanke, den schon der Leiter der Bochumer Kreisführerschule, Pg. Berke, in seiner Begrußungsansprache anklingen ließ. Einen herzlichen Willkomm entbot er denen, die berufen worden sind, die Führerschule zu besuchen. Die Berufung sei, wie er hervorhob, eine Anerkennung für treu geleistete Dienste in der Partei und in der Bewegung, bedeute aber gleichzeitig auch die Uebernahme größerer Pflichten. Der erste Lehrgang sei allen Teilnehmern zu einer bleibenden Erinnerung geworden, weil allen das Erlebnis der Kameradschaft geworden sei. Schulleiter Berke gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch der zweite Lehrgang eine geschlossene Einheit von Kameraden bliden werde. Im Kreise Bochum müsse mit der Zeit ein politisches Fuhrerkorps entstehen, auf das sich der Führer unbedingt verlassen könne.. Heiliges Gelöbnis der Treue zu Führer und Volk war das im gemeinschaftlichen Chor gesungene Freiheitslied der Bewegung. Das aufrüttelnde Erlebnis des Reichsparteitages der Ehre wurde heraufbeschworen und noch einmal lebendig in Worten des Führers, die von dem kündeten, was seit Urvätertage germanischen Führertums Sinn und Wesen gewesen ist. Sie waren der gegebene Auftakt zu der Ansprache des stellvertretenden Kreisschulungsleiters Kals, der anknüpfend an des Dichters Anackers Mahnspruch über das Vermächtnis der Fahne die unlöslichen Bindungen zwischen Führertum und Gefolgschaftstreue aufzeigte. Die Kameradschaft sei im Tiefsten die Grundlage der Gefolgschaftstreue, und darum müsse sie in erster Linie gepflegt werden von denen, die sich dem Führer und seinem Volke aus freien Diensten zur Verfügung gestellt hätten. Den Teilnehmern des zweiten Lehrganges legte er ans Herz, es mit der Führerschule ernst zu nehmen und sich zu Charakteren zu erziehen, die voll und ganz jetzt und in alle Zukunft hinter dem Führer und seinem Werke stehen. Im Auftrage des Kreisschulungsleiters wünschte er dem zweiten Lehrgang und seiner Arbeit einen guten Erfolg. Mit herzlichem Dank wurden diese Worte entgegengenommen. Eine kurze Besprechung über die Ausgestaltung des gslehrganges chlab sich der Fräffnung Anruf, hediene man sich 606 61(Hausapparat gewesen sind. Nr. Reichsfachschule des Bäckerhandwerks Zehn Jahre Bäckerfachschule und Verwaltungsgebäude des Westfälischen Bäckerinnungsverbandes in Bochum Am 14. Oktober 1926, vor zehn Jahren, wurde unter Beteiligung der Vertreter der westfälischen Bäckerinnungen, der Regierungs= und Kommunalbehörden in Bochum das Verwaltungsgebäude und die neugegründete westfälische Bäckerfachschule ihren Bestimmungen übergeben. Die Erwartungen, die man bei der Feier zur Errichtung der ersten Bäckerfachschule in Deutschland aussprach, haben sich vollauf erfüllt. Der Gründung der Schule voran liefen eine Reihe mehrtägiger kurse in Hagen und Bielefeld zum Zwecke der weiteren Berufsausbildung der Bäckermeister. Auf Anregung von Modersohn(Lippstadt) faßte man in der Leitung des Westfälischen Bäckerinnungsverbandes den Beschluß, zugleich mit der Errichtung eines eigenen Verwaltungsgebäudes auch eine Bäckerfachschule in Bochum für das westfälische Bäckerhandwerk ins Leben zu rufen. Die westfälische Bäckerfachschule, ausgestattet mit ausgiebigem theoretischen und praktischen Fachmaterial, mit einer Versuchsbäckerei, die vor allem einen mit Gas und Elektrizität zu heizenden Backofen und ein Laboratorium erhielt, hat in den zurückliegenden zehn Jahren eine günstige Entwicklung genommen. Sie erweiterte mit den Jahren ihr Aufgabengebiet dahin, daß in ihr auch Fortbildungskurse für Bäckermeister und praktische Ausbildungslehrgänge für Bäckerfrauen und=töchter aufgenommen wurden, die einen außerordentlich lebhaften Zuspruch erhielten. Bis zum Jahre 1932 hatten in 37 Kursen insgesamt 880 Teilnehmer, 644 aus Westfalen und 226 aus anderen Provinzen des Reiches, die Schule mit Erfolg besucht. Vor einigen Jahren wurde die Bäckerfachschule des Westfälischen Bäckerinnungsverbandes zur Reichsfachschule des gesamten deutschen Bäckerhandwerks erhoben. Daß die Schule dadurch an Bedeutung gewann, lehrt allein schon die Tatsache, daß wir in Deutschland 108000 Bäckermeister mit 84 300 Gesellen, 58000 Lehrlingen und 5800 Gewerbegehilfinnen haben. HI.=Ehrenzeichen an B2M. Im Ernst=Moritz=Arndt=Haus versammelten sich am Sonntag morgen die Deutschen Mädel zu einer feinsinnigen Feier, die unter der Losung stand:„Wir wollen unserm Volke dienen.“ Untergauführerin Elfriede Pinkerneil verteilte dann mir anerkennenden Worten die verliehenen HJ.=Ehrenzeichen, während Jungmädelgauführerin Hertha Kuhlmann die Leistungsabzeichen überaab. Die Feierstunde bot erlesene Gaben deutschen Geistes. schloß sich der Eröffnungsfeier an. Arbeitstagung des Amtes für Kommunalpolitik im Gau WestfalenSüd Im Kurgarten in Bad Königsborn fand eine Arbeitstagung des Amtes für Kommunalpolitik im Gau Westfalen=Süd statt. Nach Begrüßungsworten nahm Hauptstellenleiter Landrat von Rumohr das Wort zu dem Problem des Siedlungs= und Wohnungsbauwesens. Er umriß kurz die Leistungen, die bereits auf dem Gebiete des Siedlungswesens aufzuweisen sind und die auch maßgebend in der Bekämpfung der Erwerbslosigkeit in Erscheinung traten. Der Redner streifte auch die Schwierigkeiten, die sich ergeben können. Gauamtsleiter Dr. Pagenkopf streifte die Auswirkungen der Maßnahmen der Reichsregierung auf kommunalpolitischem Gebiet Der Gauamtsleiter zeichnete dann in kurzen Umrissen die kommunale Lage in unserem Gaugebiet unter besonderer Berücksichtigung der teils noch drückenden finanziellen Belastung einzelner Gemeinden bzw. Gemeindeverbände. Der Gauamtsleiter sprach weiter über die Realsteuersenkungsentschädigung des Reiches, über den Ausgleich zwischen noch notleidenden und gutgestellten Gemeinden, über den Volksschullastenausgleich und in diesem Zusammenhang auch über den noch bestehenden Erlaß der Ermessensbeihilfen des Reiches an einzelne Gemeinden. In längeren Ausführungen entwickelte Parteigenosse Dr. Pagenkopf zum Schluß einen kommunalpolitischen Ausblick für die nächste Zukunft. Es setzte eine lebhafte Aussprache über die beiden gehörten Vorträge ein die restlose Beseitigung und Aufhellung aller noch bestehenden Unklarheiten brachte. Das badelustige Bochum. In den städtischen Badeanstalten wurden im September 1936 21 711 Schwimmbäder, 1182 Wannenbäder, 770 Heilbäder und 8145 Brausebäder abgegeben. ur aueite Prsamter. 1 Aur nech, J 1000 Alrtimirftm Westser ese er Geurestruer aie unt mas. Etit goo.„ 1 Das Bundesorgan der heimattreuen Ost= und Westpreußen weiß in seiner Oktobernummer wieder Interessantes zu berichten. Im Monat September wurde neben einer goldenen Hochzeit übgz. vier, digmaizterg rog; richtet. Die älteste Frau Ostvreußens zst Frau Olschewski in Mohrungen. Sie ist 105 Jahre alt geworden. Ihr folgen Eduard Siering mit 102 und Frau Luise Radau aus Liebenau mit 100 Jahren. Bei allen wird betont,„aesund und rüstia". In Ragnit wohnt ein jugendliches Großelternpaar. Der Großvater ist 36 und die Großmutter 88 Jahre alt. Großmutter und Mutter haben mit 16 Jahren geheiratet. Die Zwillingsbrüder Franz und Otto Gauda machten an ihrem 84. Geburtstag einen ausgedehnten Ausflug über ihre Geburtsstadt Königsberg. Nach einem Zusammenschluß mehrerer Gemeinden umfaßt der Kreis Ortelsburg nur noch 160 Gemeinden. Die Ortsbezeichnung„Carlshof“ führen in Ostvreußen 15 Gemeinden. Die Landsleute im Reich werden ermahnt, die Anschriften genau zu schreiben. Vom ältesten Kriegspferd weiß das Blatt zu berichten. Es ist ein Fuchswallach, der im Kreise Goldav sein Gnadenbrot erhält. Es soll noch mit einem jungen Tier um die Wette laufen. Der Arbeitseinsatz in Westfalen im Monat Sepiemver 1936 Der Präsident des Landesarbeltsamtes Wesisalen Einstellungen wieder in der;;Lgr.#..# Frig,, 20 Cäcilienfest der katholischen Kirchenchöre des Dekanats Bochum. Am nächsten Sonntag findet in der Theresiengemeinde in.=Eppendorf das diesjährige DekanatsCäcilienfest des Dekanats Bochum statt. Die Vorbereitung und Ausrichtung hat der dortige Kirchenchor. der unter der musikalischen Leitung von Lehrer Schneiders steht, übernommen. Morgens.30 Uhr ist in der Theresienkirche ein feierliches Levitenhochamt, in dem der Chor die Messe zu Ehren der heiligen Cäcilia für vierstimmigen gemischten Chor von Professor Lemacher (Köln) singen wird. Nachmittags 4 Uhr ist eine kirchenmusikalische Festandacht: in dieser bringt der festgebende Chor die Gesänge des liturgischen Amtes vom Kyrie bis zum Agnus Dei zu Gehör. Zum Schluß erklingt das Osteralleluja. Mit dieser Andacht soll die Form des liturgischen Amtes erklärt werden, wie es in der liturgischen Reformbewegung empfohlen wird. Auch diese Gesänge sind Kompositionen Professor Lemachers. Die Orgel bedient Organist Tacke(Meinolphuspfarrei), der außer Regerschen Werken auch Kompositionen älterer Meister zu Gehör bringen wird. Um.30 Uhr ist im Lokale Eichholz, Holzstraße, eine Festversammlung mit Chorliedern, Ansprachen, Berichten usw.— Die Theresiengemeinde Epvendorf gehört bekanntlich, da sie eine Pfarrvikarie der Franziskanergemeinde BochumWeitmar ist, zum Dekanat Groß=Bochum. Aus den katholischen Pfarreien. Die Drittordensgemeinde vom heiligen Franziskus beging am Sonntag in der Christkönigskirche ihr Patronatsfest durch eine franziskanische Feierstunde. Im Mittelpunkt stand die Festpredigt, die die Aufgaben der Ordensmitglieder im Sinne ihres Schutzpatrons herausstellte. Eine große Anzahl neuer Mitglieder erklärte sich zum Beitritt bereit.— In der Propsteikirche findet am Donnerstag, dem Feste der heiligen Theresia. von morgens 7 Uhr bis Freitag morgen 7 Uhr die Feier der Ewigen Anbetung statt. teilt mit: Im Bezirk des Landesarbeitsamtes Westfalen ist die günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Gegensatz zum Vorjahr auch während des Monats ber noch nicht zum Stillstand gekommen. Die Zahl der Arbeitslosen weist einen weiteren Rückgang um 8300 auf, so daß am Schluß des Berichtsmonats non rund 94000 Arbeitslose vorhanden waren. Diese Zahl liegt um rund 28000 niedriger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen ging um 3500 zurück;„avon entfielen auf die Arbeitslosenversicherung rund 1000, auf die fürsorge rund 1200 und auf die anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen rund 1300. Am Monatsschluß wurden in der Arbeitslosenversicherung noch rund 9000 und in der Krisenfürsorge noch rund 46.000 Hauptunterstützungsempfänger gezählt. Die Zahl der von den Bezirksfürsorgeverbänden unterstützten anerkannten WohlNotstandsarbeiter ging um 250 auf 5300 zurück. Umsiedlung Bei den Außenberufen hielt die Nachfrage nach Arbeitskräften an. Die Uebersiedlung von Landarbeiterfamilien hat infolge des zunehmenden Mangels an gelernten landwirtschaftlichen Kräften weitere Fortschritte gemacht. Von den westfälischen Arbeitsämtern wurden im Berichtsmonat Familien nach Ost= und Mitteldeutschland sowie nach Niedersachsen umgesiedelt. Im Baugewerbe ist die Beschäftigungslage, unverändert gut. Bei den mehr konjunkturabhängigen Berufen hielt die stetige Aufwärtsentwicklung an, die auch in zahlreichen Betriebserweiterungen deutlich in Erscheinung tvit. Der Bergbau auf die Dauer zu entwinden. Was sonst über ihn wäre die Hölle auf Erden! M. F. Arbeitsgerichte entscheiden Verweigerung der WHW.=Spende verstößt gegen die Gefolgschaftstreue Wenn auch keine Rechtspflicht besteht, dem Winterhillswerk des deutschen Fesges, Spenden zu geben,„lo stellt doch die eindeutige, Wpeigrzuug eines Gefolgschafer. mugijedes, an sammernde##Helfer die ubti#he Spende zu geben, ein höchst mißoilligenswertes, volksgemeinschaftsfeindliches Verhalten dar. Wenn dieses Verhalten dazu führt, daß dadurch das Ansehen des wirtschaftlich kämpfenden Unternehmens innerhalb des Kundenkreises gefährdet wird, so ist der zur fristlosen Entlassung des Gefolgschaftsmitgliedes berechtigt, auch wenn dieses schon sehr lange Zeit dem Betrieb angehört. der Bedarf an gelernten Arbeitsrraften nicht immer gedeckt werden kann, gehen die Betriebe teilweise dazu über, hewährte„Hilfsarbeiter zu Sgchkzäftge„ehößen stellt, doch die eindeutige, weiger bilden. Jg den Konsumguteringu##### genden mitgliedes, an sammeende. en#, Helfer mehrere zraprikationszweige, infolge des vevorstehegden Kl. 9142es,„26., sezim Weihnachtsgeschaftes bereits einen gesteiaerten AufTerilindustrie ist immer nach uneinheilichg, Für dis die ersten Anforderungen von weiblichen Verkaufskräften ein. Erntedankfeier der NS.=Frauenschaft Griesenbruch Die NS.=Frauenschaft Griesenbruch hatte ihre Mitglieder am Dienstag nachmittag zu einer Erntedankfeier in die Räume des Lokales Lotz an der nigstraße geladen. Mit Blumen und Früchten festlich geschmückte Tische erwarteten die Gäste, die im fröhlichen Kreise der FrauensHgiser Pegrägungsansprache Das Wintersemester 1936/37 der Verwaltungsakademie Industriebezirk in Bochum Das soeben erschienene Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 1936/37 bietet eine umfangreiche Auswahl an Vorlesungen und Vorträgen. gen in den Wirtschafts= und Rechtswissenschaften gibt es folgende B24. Vorlesungen: Nationalsozialistische Kulturpolitik, die Nahrungssribet zefchze groge Bedeutung des und Lesungen wiesen„auf vie grope Bedeutung des deutschen Erntedankes hin und mahnten zur Treue gegen Volk und Reich. Liederdarbietungen kreises gaben der mit einem gemütlichen Beisammensein endenden Erntedankstunde eine sinnvolle Umrahweist infolge der stärkeren Eindeckung der VerbraucherVinfassenrTr** 8 des Ortsverbandes Bochum der NS.=Kulturgemeinde es dat nicht wenige Nenschen gegeben, vs=gragg nagh genannten Kunstaattungen begnügen. Erstmalig bringen den eigentichen Ziel der As.=haturgenelunde stelen. Sos wie in sedem der Peiagigtreug Ghsladerd! des svein. b, u gop.gueg, Be; Nacguger Shearseaers fanster, dem Mann mit den dundert Gelczters. den. Sane em Besuch des Bochumer Stadttheaters allein kann der Volksgenosse seiner inneren Verpflichtung den großen Kulturgütern unseres Volkes gegenüber nicht ledig werden. Eine umfassendere kulturelle Erneuerung gehört nach der wiederholten Bekundigung des Führers zu in die Zukunft führenden Großtaten des neuen sio Aufgabe der NS.=Kulturgemeinde bat idrer Struttur Die Fenerlischpolizel wus besachtmal!“ B Pränden entsprechend der Schirmberr, Reichsleiter Alsred Kosen. das Spz Perserigesahr borlog. de: Vorten Leigeleos: Tas Jeben dei Vals alarmiert, ohne daß eine Feuersgefahr vorlag. Unbeständig Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim am 13. Oktober, 21 Uhr. Da die Zufuhr milderer Luft noch verstärkt wurde. konnte sich das skandinavische Tief noch weiter entfalten und verlängerte sich mit erheblichem Druckfall bis sctal. aecineahie ial auscghält elsien 915. hierin erblicken wir die eigentliche kulturpflegende und geanstgachr igzaud. Sacaen Alalmn jai., ie Sishiesen Theaterveranstaltungen binaus bon gug Pgeme gepzteergg den Kert Ke en Alsaeik aldb scheikt lenis Leit Zustrom atlantischer Luftmassen. Hierdurch bleibt die Unbeständigkeit der Witterung erhalten, zumal die zur Zeit noch zurückflutende Kaltluft für weitere Wirbelbildung sorgen wird. Aussichten für Mittwoch: Frische Winde aus West bis Nordwest bei zeitweisem Aufklaren, wechselnd bewölkt und noch Schauer, besonders über dem Bergland, durchweg stark dunstig und in den Frühstung den nebelig. Tagestemperaturen um 10 Grad, auf Südwest zurückdrehende und wieder, auffrischende Winde. Temperaturen unverändert bei geschlossener Bewölkung und Niederschlägen. Voraussichtliche Entwicklung: Milder, unbeständig. Dienstag, 13. Oktober Barometer 24 Uhr: 165.8 Thermometer 3 Uhr: Zeiten für Sonne und Mond am 14. Oktober: GAufg..54, Unterg. 17.38; C Aufg..57, Unterg. 16.45 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Die Einladung zum Programmjahr. 1936/33, P etg los in der Geschäftsstelle des Ortsverbandes, straße 38(Ruf 643.90), für alle Volksgenossen ausliegt, unterrichtet über die Vielfältigkeit des zu vermittelnden Der bistergen Tradlien Peg, OaP-=,, O 6. 7gee Schauspiele und Lustspiele im Vordergrund. Neben den klassischen Werken wird im zeitgenössischen ascs escien, dias i. scs elie ung Aus dem reichen Schaffen der Kölner Oper vermitteln wir unsern Mitgliedern in Wahlvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen alle bedeutenden Aufführungen To wenig das kulturelle Leben sich im Theater und in Konzerten erschöpft, ebensowenig darf der Kulturwille einer Ein furchtbares Erbe ger des deutschen Soldatenlebens, dem großen Dialekt= und Tierstimmensprecher, dem Meister des wahren Humors, in Verbindung mit dem Geiger des deutschen Volksliedes, Konzertmeister August Seidemann(Hagen), der deut sche Voltsweisen für Violine solo Dur, wigztggghrinetzwigen Film=Abend, entweder den Ton=Großfilm„Ewiger oder„Das große Eis“, Alfred Wegeners letzte Fahrt.(Die RS.=Kulturgemeinde hat sich die Aufgabe gestellt dem künstlerisch. staatspolitisch wertvollen Tonfilm einen besonderen Platz im Spielplan der deutschen Filmtheater zu sichern.) Einen Dichterabend mit dem Präsidenten der Reichsschriftumskammer, Steerteret Zaunn Sesestieteseashteszehseseise mit Tote von Troids(Cghrzen. Jg, Worzischen Menschen". Das Häusler=Quartett wird den Vortrag musikalisch umrahmen. Ein großes Sinsonie=Konzert mit dem Reichssinsonie=Orchester(München) unter der Stabführung von Franz Adam. Dieses Konzert vermitteln wir unsern Mitgliedern in Gemeinschaft mit dem Kreisamt Bochum der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude". Einen großen Tanzabend mit dem Kölner Ballett. Auch im kommenden Jahre bieten wir einen künstlerisch hochstehenden Ballettabend mit der Kölner Oper und in Zusammenarbeit mit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude": das Günther=Ballett aus MünUeber die Darbietungen eines Ringes, dem man angebört, können die Mitglieder auch die Wahlvorstellungen der RS.=Kulturgenzgggge zu ermäßigten Preisen besageg. gur# Arbeitsgemeinschaft mit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ ermöglicht unsern Mitgliedern den Besuch tiger Veranstaltungen dieser Organsation durch Vermittlung des Ortsverbandes. Die Mitgliedschaft berechtigt zum Bürgerliches Reat, Sachenrecht, Kolloquium über staats= und verwaltungsrechtliche Die Sozialbolitik im natonalsoziäalistischen DeutschJugendfürsorge Jugendführung, Jugendschutz und Jugendhilfe im Dritten Reich,„„uden FinansDie deutschen Gemeinden im geltenden FinanzBesonder Beachtung verdienen die verschiedensten Sonderveranstaltungen des Wintersemesters 1936/37. Es finden statt: 1. In Bochum: Vortragsreihe„Recht und Verwaltung im nationalsozialistischen, Deutschland", durchgeführt in Gemeinschaft mit dem NS.=Rechts2. in Bochum: Sozialwissenschaftliche Vortragsreibe „Grundfragen der Sozialpolitik und der Sozialversicherung", veranstaltet in Gemeinschaft mit dem Reichsbund der Deutschen Beamten, Fachschaften 8 in Dortmund: Kommunalwissenschaftlicher Sonderlehrgang„Recht und Praxis der Deutschen Gemeindeordnung". Träger dieses Sonderlehrganges ist— außer der Verwaltungsakademie— der Reichsbund der Deutschen Beamten Fachschaft 13; 4. und 5. in Gelsenkirchen und Recklinghausen: Je eine Sondervortragsreihe über„Gegenwartsfragen aus Politik, Recht und Wirtschaft", beide in Gemeinschaft mit dem Reichsbund der Deutschen Beamten, Fachschaft 13; 6. in Siegen: Sondervortragsreihe über„Gegenwartsfragen aus Politik und Wirtschaft". Veranstalter sind die Verwaltungsakademie und der Reichsbund der Deutschen Beamten. Kreise SiegenStadt und Siegen=Lapd, B4.a. daskaamtem Seutsch. 7. Mit dem Reichsbund der Standesbeamten Deutschlands, Gau Westfalen, Lippe und SchaumburgLippe, führt die Verwaltungsakademie in Bochum eine„Fachwissenschaftliche Arbeitstagung für Stanbesbeamte“ durch:.. K. 46 84che und 8. in Herne: Sondervortragsreihe über„Recht und Wirtschaft" zusammen mit dem Reichsbund der Deutschen Beamten, Fachschaft 18. Die Einzelheiten über alle Sonderveranstaltungen, Vorlesungen und Uebungen enthält das Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 1936/87 Das Vorlesungsverzeichnis gibt die Verwaltungsakademie Industriebezirk, Bochum, Wittener Straße 61 — Fernruf 65540— gern unentgeltlich ab. Besuch der Veranstaltungen der Ortsverbände der NS.= Hauswirtschaft, Kulturgemeinde im ganzen Reich zu ermäßigten! RS.=Frauenschaft Griesenbruch. 15 Uhr: Spielkreis. Preisen. Aus der (Nach Bekanntmachungen der Partei) Mittwoch, 14. Oktober. NS.=Frauenschaft Weitmar=Bärendorf. 15 Uhr: Nähstunde bei Steffens. NS.=Frauenschaft Marmelshagen. 18 Uhr: Zusammenkunft in der Evangelischen Volksschule an der Riemker Straße. Lichtbildervortrag der Abteilung Volks= und Geistel schen um Blendax Zannpesid Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen droht schwere Strafe. Dabei hat der Angeklagte wegen ähnlicher Sachen schon sieben Monate im Kasten gesesnicht bezahlen konnte, hat man iym an Stadttheater: 20 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Städtische Gemäldegalerte: Sonn= und seienags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimaimuseum Haus Rechen, Konigsaulee 17: Sonn= und setertags von 10 bis 13, wertzags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Bödestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Einiritt; sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Fetertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Berggewertschautstasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr, samstags von 15.30 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jeberzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Mittwochs von 16 bis 19 Uhr: Familienbad. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Wolga in Flammen. Sbais Sehsh e n Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Mann mit der Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Das Frauenparadies. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Liebeserwachen. Odcon: ab 15.30 Uhr: Knox und die Vagabunden. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Knox und die Vagabunden. Uja=Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Der Bettelstudent. Weitlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Allotria. Apollotheater, Bochum=Weitmar: Knox und die kustigen Capitol, Bochum=Langendreer: Der Kaiser von Kalisornien. Capitol, Bochum=Werne: Der schüchterne Casanova. Schauburg, Wanne Gickel: Gvs. De, nleinge Bozer Union=Theater. Bochum=Gerthe:„zzz, nebel. Konzerthaus Strauch: Rekruten=Abschledsseler. Es ist etwas ganz Unheimliches mit den ererbten Veranlagungen. Furchtbar, daß sich aus dem Trunke immer wieder neue Trunksucht entwickelt. Die Trunksucht ist eine der schwarzen Schicksalsgestalten schon am Bette eines Neugeborenen. Welche guten Geister können beschworen werden, um das Kind vor dem Verderben zu retten, das es in späteren Jahren bedroht? Der Vater ein Trinker— was wird aus den Kindern?! Wir alle wissen es jetzt! Aber es wird nicht weiter eine Vogelstraußpolitik betrieben, die die Wahrheit nicht sehen will, weil sie unschön und unbequem, ja verheerend und niederschmetternd ist. Die Trunksucht ist als ein Laster nicht nur, sondern als furchtbare Erbkrankheit entlarvt, die ganze Geschlechter vernichtet, jedes Glück zerstört, ihre Opfer dem Teufel Alkohol, der Sittenverderbnis, dem Verbrechen, dem Irrenhause und Zuchthause ausliefert. Kaum ein Opfer, das dem grauenvollen Schiusal noch aus eigener Kraft entrinnt, wenige, die ihm mit fremder Hilfe entrissen werden können. Ein vor der Großen Strafkammer in Bochum soeben verhandelter Fall aus Herne zeigt den Weg des Verderbens, auf dem sich ein erst 26 Jahre alter Jungmann bereits befindet.„Der. Hang zum Trunke hat ihn schon mehrfach zum Betrüger, zum planmäßigen Zechpreller werden lassen. Der Alkohol hat bereits alle besseren Willenskräfte in ihm ertötet. Seine Vorstrafenliste ist trotz seiner Jugend bedenklich angeschwollen. Eine Enthaltsamkeitskur von acht Monaten in einer Trinkerheilanstalt hatte gerade vier Wochen Erfolg. Kostet der Bursche dann wieder Alkohol, so ist das alte Leiden wieder da. Da er kein Geld hat, beschwindelt er als Zechpreller die Wirte. Jetzt liegen wieder sechs Herne, Hordel und Gelsenkirchen. Da Rückfall besteht, einer Stelle die Jacke, an einer anderen Stelle einen Pullover, an einer dritten Stelle die Schuhe als Pfand abgenommen. Dieser Bursche würde ohne Besinnen das letzte Hemd versaufen. Dabei ist er ein reumütig geständiger Sünder. Wenn er„seine Tour“ hat, spielt er den Freigebigen— auf Kosten des Wirts. Man hat ihm schon einmal den Paragraphen 51, Absatz 2, zugebilligt; denn er ist beschränkt zurechnungsfähig. So weit hat ihn die Trunksucht bereits entnervt. Er trägt furchtbar schwer an dem Erbe vom Vater her, der auch ein schlimmer Trinker ist. Einer seiner Brüder trägt wie er das gleiche Erbteil. Der als Sachverständige vernommene Nervenarzt erkkärt, daß eine nochmalige Unterbringung in einer Trinkerheilanstalt zwecklos erscheine bei diesem hemmungslosen Psychopathen. Helfen könne hier nur noch die völlige Enthaltsamkeit. Wiederum verspricht der Angeklagte unbedingte Besserung. Wird er das Versprechen halten? Das Gericht schickt den Angeklagten wegen seiner neueren Straftaten zunächst einmal auf ein Jahr und drei Monate ins Gesängnis. keinen Tropfen Alkohol zu sehen kriegen. Unterdes wird Entmündigungsverfahren gegen ihn durchgeführt werden. Eine heilsame strenge Aufsicht wird dann versuchen, den Zurückgekehrten von weiteren Versuchungen fernzuhalten und ihm die völlige Abstinenz erleichtern. Andernfalls muß er als unrettbar verloren gelten. Und so wird der Angeklagte die letzten Reste von innerer Kraft hoffentlich zusammenraffen, um sich den Klauen des Teufels endlich und RSDAP. Altstadt. 20 Uhr: Antreten der Politischen Leiter zum Pistolen=Unterricht in der Schule Trankgasse. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Langendreer. 20 Uhr: Schulungsabend für sämtliche Politischen Leiter der Gruppe 1 bei Brücher. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP Altenbochum. 20.15 Uhr: Schulungsabend für alle Politischen Leiter sowie für die Obmänner, Walter und Warte der Gliederungen, die am letzten Schulungsabend nicht teilgenommen haben, im Ortsgruppenheim, Wittener Straße 251a. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Dahlhausen. 20 Uhr: Schulungsabend für alle Politischen Leiter bei Schlochtermeier, Keilstraße. Keiner dark fehlen. Abwesenheit ist schriftlich zu entschuldigen. NS.=Frauenschaft Hofstede=Riemke. 20 Uhr: Zusammenkunft, verbunden mit Erntedankseier im Josef=Wagner= „Frauenschaft Weitmar=Mitte. Heute, Mittwoch, um 8 Uhr abends: Heimabend im Gemeindesaal. Donnerstag, 15. Oktober. NS.=Frauenschaft Hunscheidtsfeld. 16 Uhr und 20 Uhr: Zusammenkunft in der Kochschule Drusenbergstraße: Vorführung von Heringszubereitung mit Kostproben. Schreibmaterial bitte mitbringen. Tagesplan für Mittwoch, 14. Oktober Allgemeine Körperschule nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: in der Turnhalle der Goethe=Oberrealschule, Goethestraße. Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: Turnhale des Staatlichen Gymnasiums, Bismarckstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr: Turnhalle der realgymnasialen Studienanstalt, Waldring; von 20 bis 22 Uhr: Pestalozzischule in Wattenscheid; von 20 bis 22 Uhr: Realgymnasium, kl. Turnhalle der Kurzen Straße in Witten. SA.=Sportabzeichen für Männer von 19 bis 22 Uhr: auf dem Sportplatz In Weitmarbolz; von 19 bis 22 Uhr: in der Wirtschaft Strahler, Ecke Hattinger Straße und Dibergstraße. Schwimmen für Frauen und Männer von 19 bis 20.30 Uhr: Städtische Badeanstalt, Marienstraße. Kleinkaliderschießen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr: auf dem Schießzstand des Volkssportplatzes an der Castroper Straße. Ein dunter„KdF.=Abend“. Am Donnerstag, 15. Oktoder, findet, wie bereits bekanntgegeben, um 20 Uhr im Tonhalen=Varlets ein bunter Abend Har,äsigischeg rne mit Ioren beiden Brgdern, aussplelt.„Ein, Mpstgl Erlo im Rbvthmus der Jugend. alles in allem, ein Spitzenprogramm, das in Berlin im„Wintergarten“ und in verschiedenen anderen Städten vollen Erfola hatte. Wer diese Gruppe steht, freut sich, vergißt den Alltag und lebt auf. Eintrittstarten sind bei allen Amtswarten und in der Verkaufsstelle, Bochum, Kortumstraße 62, zu haben. Weitere Lokalnachrichten Seite 10 Hemtale Wasch-und Ko Seite 5 Nr. 241 7 Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 14. Oktober 1936 unle Gietores Der glänzende Abschluß der Ozeanfahrten des L2.„Hindenburg“ dnb Berlin, 13. Oktober. sfand jetzt eine Siedlerfrau in Bad Reichenhall Erdbeerblüten unter einer zehn Zentimeter dicken SchneePrsgatlantivertehe 2244cen. 3Pekliy, mo. Aus aller ASelt Tempeche, ind grovier Flaghasen der Wen diesjährige Deutschen Zeppelin=Reederei im Norvallannldellehr abgeschlossen. Wenn, man rückblickend die Leistungen des neuen Luftschiffes einer Würdigung unterzieht, so kann man ebenso wie in den seit der Indienststellung des Luftschiffes„Graf Zeppelin“ inzwischen vergangenen acht Jahren die Feststellung machen, daß auch der diesjährige Ueberseedienst für beide Luftschiffe eine Reihe von Erfolgen gebracht hat und für die Deutsche Zeppelin=Reederei einen weiteren vielversprechenden Fortschritt bedeutet. nicht alles täuscht, darf man sogar die jetzt beendete erfolgreiche Durchführung von zehn Studienfahrten über den Nordatlantik als einen Wendepunkt in der Entwicklung des überseeischen Luftschiffverkehrs an sich bezeichnen. Denn es steht außer Zweifel, daß die seit Anfang Mai dieses Jahres durchgeführten Versuchsfahrten zwischen Europa und Nordamerika den uneingeschränrten Beweis dafüt geliefert haben, daß das Luftschiff besonders dazu berufen ist, als sicheres vollwertiges und zeitsparendes Schnellverkehrsmittel für den Personenverkehr über den Ozean zwischen den Kontinenten eingesetzt zu werden. Die in diesem Jahre in teilweise etwa zehntägigem Wechsel angesetzten Versuchsfahrten des Luftschiffes „Hindenburg" nach den Vereinigten Staaten wurden auf Grund eines im voraus festgelegten Fahrplans durchgeführt. Die im Fahrplan veröffentlichte Fahrtdauer von 2 bis 3 Tagen für die Strecke Frankfurt bis Lakehurst und von etwa 2 bis 2½ Tagen für die Rückreise konnte in den meisten Fällen erheblich unterboten werden. einen Strauß reifer Erdbeeren und Eroveerbiaten nkremer gehl. Hrn-imeter dicken decke. Künftig 250 Reichsmark für Reisen nach Italien Berlin, 13. Oktober. Der Leiter der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat mit Runderlaß vom 10. Oktober 1936 folgendes angeordnet: Für den Reiseverkehr nach Italien wird der Höchstbetrag, bis zu dem ohne Genehmigung je Person und Kalendermonat, die in dem deutsch=italienischen Reiseverkehrsabkommen vorgesehenen besonderen Reisezahlungsmittel erworben werden können, mit sofortiger Wirkung von 500 auf 250 Reichsmark herabgesetzt. Die Devisenstellen können für Reisen, die aus gesundheitlichen Gründen erforderlich sind, den Erwerb und die Verbringung von Reisezahlungsmitteln bis zu einem monatlichen Höchstbetrag von 350 Reichsmark genehmigen. Ferner kann eine Genehmigung über den monatlichen Höchstbetrag von 250 Reichsmark hinaus erteilt werden, soweit dies zur Bestreitung unvorhergesehener Ausgaben (z. B. infolge Unfall, Krankheit, Tod) erforderlich ist. Die günstigsten Fahrtzeiten, in denen die ungefähr 6000 Kilometer lange Strecke Frankfurt—Lakehurst zurückgelegt werden konnte, waren 52 Stunden und 49 Minuten in westlicher Richtung und nur 42 Stunden und 53 Minuten in östlicher Richtung, wobei die Ueberquerung des Nordatlantiks von der amerikanischen zur irischen Küste nur 16 Stunden und 53 Minuten veanspruchte— eine Rekord, der sich den bisherigen Leistungen der Flugzeuge bei Versuchsflügen über den Nordatlantik wurdig an die Seite stellt. Die durchschnittliche Fahrtdauer von Frankfurt nach Lakehurst betrug 66 Stunden und in umgekehrter Richtung Auch in verkehrsmäßiger Hinsicht können die Ergebnisse der diesjährigen Nordamerikafahrten als sehr befriedigend angesehen werden: auf fast sämtlichen Reisen war das Luftschiff in beiden Richtungen voll besetzt, und bei manchen Fahrten war die Nachfrage nach Plätzen derart stark, daß die vorhandenen 50 Plätze nicht ausreichten. Unter diesen Umständen erwies sich der Einbau weiterer Kabinen als notwendig, so daß das Luftschiff mit der Rekordzahl von 72 Fahrgästen, abgesehen von der 55köpfigen Besatzung, am 17. September seine achte Nordatlantikfahrt von Frankfurt a. M. aus antreten konnte. Durchschnittlich befanden sich in westlicher Richtung 48 Fahrgäste und heimkehrend 52 Fahrgäste an Bord des Luftschiffes. Auch die mit dem Luftschiff über den Nordatlantik beförderten 4500 Kilogramm Post und 3800 Kilogramm Fracht darunter mehrere Flugzeuge und Kraftwagen, sind Leistungen, die alle Erwartungen übertrafen. Mit der erfolgreichen Durchführung dieser zehn Nordamerikareisen sind die Aufgaben des Luftschiffes „Hindenburg“ in diesem Jahr noch keinesfalls beendet. Am 21. Oktober tritt das Luftschiff von Frankfurt aus seine fünfte Südamerikafahrt an, der in 14tägigen Abständen zwei weitere Reisen bis Ende November folgen. Durch den Einsatz beider Luftschiffe im SüdamerikaDienst wird der von dem Luftschiff„Graf Zeppelin" seit dem Jahre 1931 durchgeführte Verkehr über den Südatlantik zum ersten Male zu einem wöchentlichen Dienst verdichtet— eine neue Etappe in der Entwicklung der deutschen Verkehrsluftschiffahrt nach lieberse.„m z Fü..s Lammens Das Fahrtenprogramm jur oas rommende Jahr liegt in seinen Einzelheiten zur Zeit zwar noch nicht endgültig fest, jedoch ist nach einer Mitteilung der Deutschen Zeppelin=Reederei damit zu rechnen, daß für das nächste Jahr ein der diesjährigen Fahrtenperiode ähnliches Programm aufgestellt wird. Wintersport in Bayern im vollen Gange München, 13. Oktober. Der außerordentlich frühe Wintereinbruch und die auch am Wochenende anhaltenden Schneefälle führten zum Beginn des Wintersports in den bekannten Skigebieten des bayerischen Alpenlandes. Die Züge nach den Wintersportplätzen waren sehr stark besetzt. Das Gebiet der Firstalm bei Schliersee war das Ziel zahlreicher Skifreunde. Die Temperatur betrug dort zwei Grad unter null, und die Schneedecke war durchschnittlich 70 Zentimeter stark. Auch die Kampenwand, wo der Schnee teilweise über ein Meter hoch lag, hatte guten Besuch aufzuweisen. Während im Tal leiser Regen niederging, herrschte in den hohen Lagen teilweise Schneesturm. Der Neuschnee ist überall von fester Beschaffenheit. Als letzten Gruß des Sommers Frauenmörder zum Tode verurteilt Am Montag wurde nach siebenwöchiger Schwurgerichtsverhandlung gegen den Frauenmörder Heinrich Marik in Innsbruck das Urteil gesprochen. Der Angeklagte wurde für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Marik hatte seine Braut, die Näherin Maria Seidl, in Graz im Jahre 1929 und die Witwe Maria Luccini im Frühjahr 1936 durch Leuchtgas in meuchelmörderischer Absicht vergiftet, um sich in den Besitz des Geldes dieser Frauen zu setzen. Der Verteidiger Mariks meldete Berufung an. Hch. Hoffmann Ende 1938 soll die Vergrößerung des hafen wird dreimal ie groß u. er 200h Personen und ein fünf Stockwerke hohes Empfangs. neue Glughalsen, ein bses=zish:“: 5as Modell des erweiterten Tempelhofer glughafens. Im gebäude erhalten, un er, deg bisherigen Preußen= und Fußballplatzes, wird der Haupteingang Vordergrund, an der Stey Linien deuten den Platz für die Gebäude an, die helle Zeichnung den jetzigen Flughafen. Die ovalförmige weiße Linie umschließt die neue Gesamtanlagge. Die„gezahmte Mnr neuerrin Vom Landstreicherparadies in den Ehehafen Marseille, 13. Oktober. Vor einigen Tagen traf in Marseille auf dem Wege nach Indien die Amerikanerin und vielfache Millionärin Mrs. Mabel Parker=Durham ein. Sie ist heute eine musterhafte Ehefrau, während noch vor wenigen Jahren ganz Amerika von den tollen Einfällen der Miß Mabel Durham sprach. Sie hatte von ihrem Vater ein riesiges Vermögen geerbt und liebte es nun, auf alle mögliche Art das Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Man nannte sie zum Schluß„Miß Excentric“. Mabel war sogar so kühn, mehrfach mit ihrem eigenen Geld ein Theater zu finanzieren, ohne sich natürlich selbst auf die Bühne zu wagen. Aber ihre Freundinnen ließ sie dort auftreten und sich— blamieren. Mehrfach verschwand Mabel aus ihrer reichen Umgebung und wanderte als Tramp durch das Land. Bis nach Kanada kam sie hinauf. Hier lernte sie einen anderen„SalonVagabunden“ kennen, der sich später als der„keinesBettler mit 17 Frauen Prag, 13. Oktober. In Mährisch=Ostrau war der Bettler Josef Posspischil eine stadtbekannte Erscheinung. Tagtäglich konnte man ihn in zerfetzter Kleidung durch die Hauptstraße wandern und mit mitleiderregender Gebärde um Almosen bitten sehen. Er schien schwer krank und vollIin Wirlichteieun in die Hand gedrückt hätte. zweier Millionärskinder wurde die Ehe Durham=Vorter, und auch nicht krank. Er hate sich im Laufe der Jahre ein stattliches Vermögen zusammengespart und sogar 34 600 Mark in Goldstücken gefunden. ein Mietshaus erworben. Wenn er abends seine Bett34600 Maurk in Godtücken ertuten.. zisltrsachrt berndete, dann legte er seine Made, ab und Einen ungew=Faligrhezte##n, machten, wie erst. bes(wurde zu einem„flotten Mann“, der großes,. Glück bei bekannt, wird, Bauarbeter unfang Ottober schäftigt in Frauen entwickelte. Er lebte auf großem Futze, knüpfte Kreise Zauch=Beizig. Sie waren damit beschg.;= Auf, Lamenbekanntschaften an, wo er nur konnte, und ließ einer Kammer eine Zementdecke zu legen. Bei ven Auj; sich von diesen Freundinnen nicht nur bewirten, sonräumungsarbeiten stießen sie auf zwei teekesselartige dern auch reich beschenken. Als man ihm dieser Tage Töpfe, in denen sich annähernd. 200 Rollen Goldmünzen auf die Schliche kam und ihn kurzerhand hinter Schloß in Zehn= und Zwanzigmarkstücken im Betrage von und Riegel setzte, stellte es sich heraus, daß er insge34 600 Mark befanden. samt siebzehn Frauen hatte, mit denen er in engster Beziehung stand und die ihn regelmäßig unterstützten. Er wird sich jetzt wegen Betruges vor Gericht zu verantworten haben. Dei Lirdonei Jai.... nach 25jähriger Renovierung für die Oeffentlichkeit frei Blicke in die Welt phot.: Weltbild Der Dresdner Zwinger, dieser schönste Barockbau, Deutschlands, wurde gestern mit einem Festakt der sächsischen Staatsregierung nach 25jähriger Renovierung wieder der Oeffentlichkeit übergeben. Die Sieger des Luftrennens nach Johannesburg auf dem Rückflug Die englischen Flieger Scott und Gilles Guthrie, die Sieger des Luftrennens London—Johannesburg, sind auf dem Rückflug am Dienstag in Paris eingetroffen. Sie setzen ihren Weiterflug ncha London am Mittwoch fort. Schweres Eisenbahnunglück in Helsingfors Bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof von Helsingfors entgleiste am Dienstag vormittag ein Zug. 14 Persoinen, von denen mehrere kaum mit dem Leben davonkommen dürften, wurden schwer verletzt. Vier Fischer bei Island ertrunken Unweit der isländischen Küste wurde ein kleines Motorboot aufgefunden, das halb unter Wasser lag. Im Boot fand man die Leiche eines Fischers. Die Untersuchung hat keine Klarheit über den Hergang des Unglücks ergeben. Das Boot war mit vier Fischern zum Fang ausgefahren. Von den übrigen drei Besatzungsmitgliedern fehlt jede Spur. Herbststürme über Nordportugal Der Norden Portugals wird zur Zeit von schweren Stürmen heimgesucht. In der Provinz Minho verursachten tagelange Regengüsse Ueberschwemmungen. Bei Brage ereignete sich ein nicht alltäglicher Unfall. Der Sturm riß einen elektrischen Leitungsdraht los. Der Draht fiel auf eine am Boden liegende Hundekette. Als der Besitzer seinen an der Kette festgemachten Hund befreien wollte, wurde er vom Strom getroffen und getötet. Zwei zur Hilfeleistung herbeieilende Personen ereilte das gleiche Schicksal. B 1 Sie hat lo viel davon gehört, daß Einweichen beim Wäschewaschen ebenlo wichtig lein loll wie das Kochen selbft. Nun hat sie’s mit dem Einweichmittel Henko probiert. Es war ganz erstaunlich, wie dunkel, la fast schwarz Das Einweichwaller am nächsten Morgen war!- Ja, das ist der Vortell richtigen Einweichens mit Henko: Der ganze Schmutz in gelöst, und das Kochen der Wäsche geht viel, viel leichter! Seite 6 Nr. 241# Bochumer Anzeiger Mittwoch, 14. Oktober 1936 Anierhaltung Die keiden Tanabsnecher Don R. 9. Naetter ei sid In einem schwäbischen Wirtshaus trafen sich zwei Landsknechte, die waren recht unterschiedlicher Art. Der eine kam aus Italien, war wie ein vornehmer Herr gekleidet, trug ein seidenes Wams und mächtige Lederstiefel mit klirrenden Sporen und hatte einen wallenden Federhut auf dem Kopf. Seine Rede ging laut und seine Augen ließ er rollen wie die eines Welschen. Aber trotzdem er ein gar krauses Zeug durcheingnder redete, mit italienischen Flüchen und fränkischen Revensarten, merkte man gar bald, daß seine Wiege nicht weit von hier gestanden hatte, und wirklich erzählte er denn auch, daß er nun reich genug sei, um in die schwäbische Heimat zurückzukehren, sich ein hübsches Weib zu nehmen und seine Tage in Herrlichkeit und Freuden zu beschließen. Der andere, ein abgerissener, ärmlich gekleideter Geselle, kam aus Frankreich, wo es ihm nimmer hatte gefallen wollen, da man ihn schlecht behandelt hatte: mit einem schäbigen Sold mußte er der Hans für alle sein und wurde noch überdies ausgelacht. Da hatte er sich aus dem Staub gemacht, um in die liebe alte HeiNach einiger Rede und Gegenrede stellte sich heraus, daß die beiden aus eben demselben Dorfe stammten. Als der reiche und prächtige Landsknecht dessen inne wurde, schrie er laut:„O fratre mio, mich soll der Teufel lotweise holen, wenn du nicht der Hans Schlemperlein bist, der vor etlichen fünf Jahren die versteckten Sauen den fremden Landsknechten gezeigt hat und den die Bauern dann aus dem Dorfe gejagt haben, damit er Da ward der andere recht kleinlaut und bat den Prächtigen, er solle doch nicht so schreien, es habe ja seine Richtigkeit damit, aber nur weil der fremde Hauptmann ihm die Pistole vor die Brust gehalten habe. Und wenn er sich nicht täusche, so sei er der Metzenbäckin Sohn und falle damit auch in seine Sippe— warum also so groß Aufhebens machen! Und weshalb e5. Leinerzeit fortgegangen sei, werde er wohl auch noch Der Sohn der Metzenbäckin lachte, sagte zu allem Ja und Amen und fragte dann den Hans, ob er denn jetzt genug beisammen habe, um der Gemeinde jenen Schaden wieder zu vergüten; sonst glaube er nicht, daß er im Dorf sein Lager von neuem aufschlagen Der Hans Schlemperlein meinte, so viel Geld habe er nicht und von dem, was er mitgenommen habe, sei wahrsagt, er werde kurz bevor er in die Heimat komme, viel Gold und Kleinode erhalten; damit könne er seine Schuld bezahlen und habe noch genug übrig, um sich ein Haus zu bauen, Aecker und Wiesen, eine Kuh und Schweine zu kaufen.„„„ Der andere schaute iyn überlegen an und meinte, so einer alten Hexe dürfe man nicht glauben und vor allem solche Schnurrpfeifereien nicht:„S' wär gescheiter gewesen, du hättest wie ich bei Zeiten dafür gesorgt, zu deiner Sach zu kommen— ich habe nirgends etwas liegen lassen; auf Kisten und Truhen bin ich so scharf gewesen wie der Teufel auf eine arme Seel'. Drum hab' ich auch Gold und edle Steine genug in meinem Beutel; denn da drunten, in Italien, da ist noch etwas zu hole. Aber war, und alle Herbergen überfüllt, so hatte der Wirt den beiden Landsknechten ein gemeinsames Zimmer gegeben. Sie legten sich zu Bett, und bald war der Großschnauzige eingeschlafen; denn er hatte nach seiner Art tüchtig gezecht. Hans Schlemperlei aber lag noch wach und dachte über vieles nach, unter anderem auch über das, was jener ihn geheißen hatte. Und wie er so überlegte, durchfuhr ihn plötzlich ein gar schlauer und er beschloß bei sich, die guten Ratschläge des welterfahrenen Kameraden nicht unbenutzt zu lassen... Es war um die Mittagszeit des anderen Tages, als Hans Schlemperlein wohlgemut in sein Heimatoorf einzog. Er ging schnurstracks auf das Rathaus zum Schulzen und sagte:„Ich bin der Hans Schlemperlein, so ihr mich nimmer kennen solltet, und bringe Euch Geld genug für die Sauen, die ich vor fünf Jahren um meines Lebens willen dem fremden Hauptmann verraten * Der Bürgermeister schaute, lachte, sagte:„Gottsdunner, Wahrhaftig! Ihr seid's! Und wenn Ihr Batzen genug habt, sollt Ihr unserer Gemein willkomHans Schlemperlein zog einen rundlichen Beutel aus seiner Tasche, griff hinein und zählte eine lange Reihe Goldstücke auf den Tisch hin:„So, und nun setzt eine Schrift auf und bescheinigt, daß ich meiner Schuld los und ledig bin.“.. u Tsamemt Sogleich mußte der Schreiber auf einem Pergament solches niederzeichnen und der Bürgermeister tat sein Siegel darunter. Darauf begaben sie sich ins Wirtshaus, und Hans Schlemperlein hieß den Wirt einen großen Umtrunk richten, für alle, die kommen wollten. Bald saß das ganze Dorf da und trank, und es war groß Geschrei und Freude und Gesinge und Lärm bis in den Abend bin..116 Lunk. In, werhen 6. v. Wie es aber anfing ounrer zu werden, va kam ein fremder Landsknecht zur Tür herein, in mächtigen verließ noch am Schaftstiefel, das rote Gesicht von einem Schlapphut wiederzurehren. bedeckt und schrie, als er den Hans Schlemperlein entdeckte, mit einer gar schrecklichen Stimme:„Mordio! Da sitzt der Schuft, der Hund, der Dieb, und sauft wie ein Mastochs, der Hallunke! Packt ihn, ihr Männer, er hat mir meine Goldfüchse gestohlen— o madonna, der verlaufene Bub, der dreckichte, packt ihn, ihr Männer, avanti, avanti!“ Die Bauern waren alle aufgesprungen und stellten sich drohend gegen den Fremden; denn sie hatten den Hans Schlemperlein lieb gewonnen, seit er ihnen so großen Umtrunk bezahlte. Aber der Schulz gebot Ruhe und fragte den Fremden:„Was wollt ihr, daß ihr da hergelaufen kommt mit eurem Gebrüll gleich wie ein wütender Stier? Und laßt uns den Hans Schlemperlein in Ruhe, der ist ein lieber Bürger, und wir lassen ihn nicht verschimpfieren! Der Fremde schrie:„Und ich bin der Sohn der Metzenbäckin und so gut ein lieber Bürger wie dieser unnütze Bengel, der mir heute Nacht mein schönes Geld gestohlen hat.“ Da stand Hans Schlemperlein, der bisher ruhig geblieben war, auf und sagte:„Hört, ihr Männer, wie sich die Sache verhält. Da kommt dieser mit einem großen Maul und sagt, ich hätt' sein Geld gestohlen. Wohl hab' ich sein Geld genommen, da hat er recht, aber er selber hat es mich geheißen.“ Und nun erzählte Hans Schlemperlein, wie er allzeit ein ehrsamer Kriegsknecht gewesen war und nie eines anderen rechtes Gut angerührt habe; wie ihn jener aber deshalb ausgelacht und ihn geheißen habe, anders zu tun und mitzunehmen, wo er etwas finde. Und also habe er bei ihm nach eigenem Geheiß gehandelt: Ob er solchermaßen ihm ein Unrecht zugefügt, das sollten sie all jetzt entscheiden. Da lachten sie, und der Schulz sagte:„Wenn jener es ihm geheißen habe so dürfe er sich jetzt nicht beschweren, daß Hans Schlemperlein seinem Rat gefolgt sei.“ Die Bauern, die an das schöne Geld dachten, das sie für ihre einstigen Sauen nun erhalten hatten, klatschten in die Hände, tranken Hans Schlemperlein zu und gaben ihm allesamt Recht. Da nun der also Betrogene merkte, wie seine Sache stand, tat er einen großmächtigen italienischen Fluch und verließ noch am selbigen Abend seine Heimat, um nie Theaterportier und sagt laut:„Guten Abend, Frau Reimers...“„.„„„„ Sie sitzt schon im Porster; der Chauffeur hat den Gang eingeschaltet; vor ihr brennen die Augen eines jungen Mannes, der zum ersten Male im Leben seine Okt gröfster Sito#g, Sizäktung von st. gögo en für unsereinen!“ er Hans Schlemperlein, be ter Mann geblieben war. Als Merlinde Reimers mit der anmutig verärgerten Geste der bewunderten Frau den Chauffeur ablohnt, ist es drei Viertelstunden nach Beginn der Vorstellung. Der zweite Akt hat begonnen, fünf Auftritte sind versäumt... Unschlüssig steht sie eine Minute am Portal und atmet die Erinnerung dieses Tages draußen vor der Stadt. Sie mußte den abendlichen Wald durchwandern. Sie hat ein Eichhörnchen belauscht und einen vorüberflatternden Häher gegrüßt. Vom Gasthaus aus konnte man ein Mietsauto bekommen; der Chauffeur ist gerast, todesmutig hingeduckt an das Steuer. Was half es? Träumerei im Wald muß man mit Zeit bezahlen, und Zeit ist Theaterbeginn! Die Schauspielerin Merlinde Reimers löst eine Karte. Erwartungsvoll tritt sie in den Zuschauerraum voll atemlos hingebannter Menschen. Durch den Aerger einiger Leute hindurch muß sie sich an ihren Platz schlängeln. Und in diesem Augenblick beginnt das große Erlebnis: es ist der Auftritt, der das Höchste von der Schauspielerin fordert. Merlinde kennt jedes Wort, jede Geste, jedes Trippeln der Füße, sie kennt jeden Augenaufschlag der großen Rolle großer Künstseines Schutzheiligen Johannes sündigte, der die s leute geheißen habe, sie souten sich an ihrem Sold geDa lachte der Prächtige laut hinaus und meinte, er, der Schlemperlein, sei ein ganz ausgemachter dummer Hans und werde sein Lebtag nie zu etwas Rechtem kommen, wenn er nicht jede Gelegenheit ergreife, so sie ihm über den Weg laufe... Und er ließ einen neuen Trunk kommen und zechte mit dem Hans Schlemperlein und etlichen Spießgesellen, die hinzugekommen waren, großspurig weiter, bis es Zeit zum Schlafengehen war. Da gerave Mcarrt im Dorf der alleweg ein gottesfürchtige.„Mann gebtleben„war,„meinte, er habe seine arme Seie viet zu neb, als daß er wider das Geset ferinnen.. und nun wird alls gespielt von einem eines Schubheligen Zohgrgyes.. 4hram Salh ge= kleinen Mädel, das man aus Verzweiflung und Verwunderung schnell an den offenen Platz ruckte, da sie als einzige den Text kannte. Dieses halbe Kind beherrscht nicht nur den Text, beherrscht nicht nur die Rolle... seine Stimme umschließt alle Modulationen, die Hände sind zauberhaft in der Ausdrucksfähigkeit, und die Augen sind, ferne Vergangenheit, zu neuem übersteigertem Leben erweckt. Das Haus rast, als der Vorhang fällt, und ein wenig bleich sitzt die Schauspielerin Merlinde Reimers klüschsessel, erschüttert und durchwühlt im Eine teilnehmende Stimme fragt: „Ist Ihnen nicht wohl, gnädige Frau?“ Was ist es Erstaunliches, wenn ein Herr sich nach dem Befinden einer neben ihm sitzenden Dame im Theater erkundigt und ihr angegriffenes Aussehen die Besorgnis rechtfertigt? Merlinde Reimers grübelt über die Eigenart im Tonfall seiner Worte nach, da ist irgend etwas von Vergangenheit Verschüttetes, das sie vertraut berührt und doch schmerzt... Wie von selbst entwickelt sich ein Gespräch über die neue Schauspielerin, die den jungen Herrn bezaubert, und doch, so sagt er, ist er enttäuscht. Der Zufall ihn für zwei Tage in die Stadt geführt, er wollte Merlinde Reimers sehen. Merlinde Reimers, das sagt er mit einer Betonung, als hinge sein Leben davon ab. Wie um Versäumtes nachzuholen, verbeugt er sich, sagt halblaut:„Harald Bürgermann, gestatten Sie, gnädige Frau.“ Es ist ein Glück für die Dame, daß in diesem Augenblick das Licht von den Decken und Wänden herabfällt und das Halbdämmern des neuen Aufzuges ihr Erschrecken verbirgt. Bürgermann, das ist der Name, den Merlinde Reimers einige Jahre getragen hat, damals, als sie einen Knaben gebar und zwei Jahre später gegen Recht und Pflicht zum Theater gegangen ist, Kind und Mann der Obhut ihrer Schwägerin anvertrauend. In schweren Stunden einigte man sich, das Kind erst nach Jahren etwas über seine Mutter wissen zu lassen!... Dann würde sie wohl ohne Schmerz vergessen sein. Ja, denkt Merlinde, achtzehn Jahre. Damals stand ich auf der Bühne, durchleuchtet und zerrissen von jedem Wort. Damals... Sie ist sehr abgespannt und läßt es geschehen, daß der junge Herr sich ihrer annimmt. Sie will das Portal verlassen, um in ein Taxi zu steigen; der junge Herr hält vorsorglich ihren Arm, da erkennt sie der kutter steht. „Ja“, sagte sie müde,„ich bin es. Morgen werde ich zum letzten Male spielen. Komm ins Theater und hole mich am Schluß der Vorstellung ab. Vielleicht...“ und sie gibt das Zeichen zur Abfahrt. Am nächsten Abend hat Merlinde Reimers, wie sie sich mit Künstlernamen nennt, ihren größten Erfolg gehabt, und als es an die Garderobentür pocht, erfolgt kein Hereinruf. Harald Bürgermann tritt ein. Mit dem Rücken zur Tür steht neben dem Schminktisch der Direktor des Theaters und redet und redet:„Gewiß, die Sievers ist sehr gut. Wir können viel aus ihr machen. Sie werden eben weniger spielen, nur die Rollen, die Ihnen zusagen— und mehr verdienen.“ Merlinde steht auf, läßt sich von Harald den Pelz umlegen, nimmt sein Gesicht zwischen beide Hände und sieht ihm tief in die Augen.— Es sind die Augen eines klugen Mannes, der ihr damals den Weg zum Theater nicht einmal mit seinem Schmerz verbaute. Sie sagte langsam:„Ich werde nur noch eine Rolle spielen. Eine einzige. Und nur für einen Menschen: ich werde Mutter sein. Hoffentlich hat das Theater mir genug von mir selbst gelassen. Die kleine Sievers ist wirklich besser— sie ist die Jugend. Heute abend war ich groß? Das ist kein Beweis, mein Sohn war im Theater. Ich war für ihn noch einmal die Schauspielerin. Er sollte wissen, was mich einst fortgerissen hat...“ Draußen vor der Bühnentür küßte Harald ihre Hände. Fliegende Katzen retten eine Insel Zu Schiff und per Flugzeug haben zwölf Katzen die weite Reise von London nach dem einsamsten Eiland der Erde, Tristan da Cunha, angetreten, um die Bewohner dieser Insel von einer Gefahr zu befreien, die ihre Existenz bedroht. Tristan da Cunha, 2000 Meilen von Kapstadt entfernt, ist nämlich von einer Rattenepidemie heimgesucht, die den Siedlern den Lebensfaden abzuschneiden beginnt. Die Einsamen, die unter dem Union Jack auf Tristan da Cunha leben, jaben einen Funkspruch an das Kolonialministerium in London gerichtet, mit der Bitte, man möge ihnen so schnell wie möglich behilflich sein, der Rattenplage, die sich täglich verschlimmere, Herr zu werden. Man hat zwölf auserlesene Katzen herausgesucht, die nun die weite Reise machen und ein wahrhaft ideales Jagdgelände vorfinden werden. Er weiß es beller Ullrich las in einem Kriminalroman: „Der Detektiv saß in der Eisenbahn dem Verdächtigen gerade gegenüber. Um ihn unauffällig beobachten zu können, hielt er die Zeitung vor sich und brannte mit der Zigarre ein Loch hinein...“ „So'n Quatsch!“schleuderte Ullrich das Buch weg, „der merkt das doch! Gegenübersitzende lesen ja immer die Zeitung mit!" Auf einem Wohltätigkeitsfest in Schottland schlenderte ein junger Mann, besah sich die Verkaufsstände, fest entschlossen, keinen Pfennig auszugeben.„Nun, mein Herr, spricht ihn eine reizende kleine Dame an, „wie wäre es mit einer Zigarettenspitze?“ „Danke, ich rauche nicht!“ ist die kurze Antwort. „Oder einen selbstangefertigten Federwischer?" bietet sie an, allerliebst lächelnd.„Ich schreibe niemals!" „Aber einen Kasten Konfekt werden Sie doch gebrauchen können?" „Ich esse keine Süßigkeiten!!!“ Jetzt ist der Geduldsfaden der kleinen hübschen Frau zerissen:„Wie wär's mit diesem Karton Seife?!" Der füngling zahlte, ohne zu zögern. g Mors Gbertis 22) Copyright by Prometnens-Verlag. München „Aber sie rettete mich, rettete mich, um mich sogleich verlassen?“ Hermann Nyssen stand auf und stellte sich nahe vor den Mann bin.., Gagk., zwax.. 8. „Martin... ich begehe zwar einen Vertrauensbruch, aber ich begehe ihn trotzdem. Hör zu: Monika und ich sind sehr in deiner Schuld, das weißt du...“ Martin Steinäcker wehrte ungeduldig ab. „Aber laß das doch, das ist doch Unsinn... Oder — hat sich Monika deshalb?“ Seine Stimme war tonlos geworden, wie zersprungen.. Hermann Nyssen schüttelte den Kopf. „Nicht deshalb, Martin. Ja, fühlst du es denn nicht, weißt du denn nicht, daß Monika dich liebt, so tief, so unbeschreiblich, daß sie fast krank darüber wpurdef“..... 4— a. Martin Steinäcker war aufgesprungen.„Hermann!“ „Ja... sie hat es mir eingestanden. Ich sage es dir nicht deshalb, um euren Scheidungsplan irgendwie aufzuhalten, nur deshalb, damit du sie verstehst.“ Sehr ernst setzte er hinzu:„Und darum, damit du ihr ihre Ruhe läßt...“ Gesicht u 4 Martin Steinäckers schones, festes Gesicht wurde von flackerndem Rot übergossen „Aber Hermann—— ich verstehe nicht—— Monika liebt mich und will doch nicht bei mir sein?“ Er strich sich über die Stirn „Du hast doch bestimmte Pläne für dein Leben. Du wolltest doch auch Monika um jeden Preis aus deinem Leben streichen...“ Martin Steinäcker sah den Schwager verständnislos an. „Ich wollte Monika aus meinem Leben haben? Aber Hermann, nein, nein! Ich glaubte, daß ich ihr zuwider sei... daß sie wieder frei sein wollte.. Hermann schüttelte den Kopf.,#. M „Das glaubte sie doch von dir. Sie meini doch, daß du Addy Weilersheim heiraten willst..“ Martin Steinäcker war aufgesprungen.„Nein, HerHermann Nyssen sah in das schöne, feste Gesicht des Schwagers..... 2s4, fein Konnt. „Ich wußte gleich, oaß es nicht sein konnte! Aber Addy von Weilersheim muß sich auch Monika gegenüber so benommen haben, daß sie es glaubte.“ dermann Nyssen sah jetzt mit leisem, feinem Lächeln auf den Schwager.„ gb.g haht ihr zuich „Kinder“, sagte er herzlich.„Was habt ihr euch ein schweres Leben gemacht!“„ „Ich mußte doch glauben, oaß Monika frei sein wollte nach allem...“ sagte Martin Steinäcker, und ein seltsam strahlendes Licht erschien in seinen Augen. „Und Monika wird dasselbe denken!“ „Wo ist sie, Hermann? Ich fahre heute noch zu ihr! Nein, laß", wehrte er ab, als Hermann beschwörend die Hand hob und von seiner Krankheit beginnen wollte.„Ich muß fahren.. ich muß sie sehen Martin Steinäckers hartes, männliches Gesicht hatte einen sehnsüchtig weichen Schein bekommen. Hermann nannte ihm Monikas Aufenthalt. eng zusammen. Ganz weit war der Mann dort wieder von ihr fort, unerreichbarer als je. Stumm reichte sie ihm die Mappe mit den Papieren. Martin Steinäcker sah sie durch, gab Anweisungen, erteilte Stenogramme, hielt die Frau in unermüdlicher Arbeit. Zum Schluß sagte er kühl=freundlich:„Ich habe übrigens anders verfügt, Fräulein von Weilersheim. Fräulein Müller aus der Werbe=Abteilung wird von jetzt an bei mir arbeiten. Wenn Sie Lust haben, können Sie ihre Arbeit übernehmen.... Fremdsprachen und Werbepost— eine fesselnde Tätigreit. Das Gehalt ist das gleiche. Der Wechsel soll nicht kränkend für Sie sein, ich war mit Ihren Leistungen zufrieden, aber Ihnen wird die Erweiterung Ihres noch jungen * Abwehr aue Durch die Steinäcker=Werke lief in Windeseile eine Nachricht:„Der Chef ist wieder da!". Rasch und freundlich grüßend schritt Marin Steinäcker durch die Reihen seiner Angestellten und Arbeiter, die sich schnell gesammelt hatten und ihm Noch ein letztes, freundliches Händegrüßen und Winken— dann betrat er sein Privatbüro In einem Sessel vor ihrem Schreibtisch mit der Maschine saß Addy von Weilersheim, sehr schön und geschmeidig, wie immer. Ein knappes Kleid in leuchtendem Grün umschloß die schöne Gestalt, mit frohem, lockendem Lächeln sah sie dem Mann entgegen. „Herr Steinäcker! Schon gesund? Ich freue mich, daß Sie wieder da sind,„„„(.K.6 i.#. Martin Steinäcker sah die Frau an, sah rief in sie hinein und lächelte ein wenig, so wie jemand lächel:, der dem anderen bis auf den Grund der Seele geschaut bat..„(u. Ihrem Gasuch im m anf. „Ich danke Ihnen für Fyren Besuch im Krankenhaus, Fräulein von Weilersheim Ihre Nachfrage im Krankenhaus war sehr freundlich. Ich konnte leider außer meiner Frau niemanden empfangen..“ Addy von Weilersheim biß sich auf die Lippen. Außer meiner Frau? Monika hatte er empfangen, die Frau, die von ihm gegangen war? Und sie nicht? Wie hatte dieser vergebliche Besuch sie gekränkt! „Es hat mir so leid getan!“ sagte sie und versuchte, den Mann mit ihren dunklen, brennenden Auden zu fassen,„. 8 2554 Sumesen Lin„Nun,“ so schlimm wird es nicht gewesen sein, sagte Martin kühl lächelnd.„Sagen Sie mir jetzt, was an wichtigsten Dingen in meinem Privat=Sekretariat vorlegt, sa““ Meste. Wieder preßte##doy von Weilersheim die Lippen kaufmännischen Könnens wichtig sein kam in Addys Gesicht. Er sah es wohl. „Das Leben ist nicht leicht für einen Menschen, der noch jung im Beruf ist! Ueberlegen Sie es sich gut! Ich fahre zu meiner Frau, bis ich heimkomme, haben Sie sicherlich Ihre Entscheidung getroffen, nicht wahr?“ Mit weitgeöffneten Augen sah die Frau dem Mann nach. Er fuhr zu seiner Fraus Jetzt, kaum geheilt? Das — war das Ende! Er fuhr zu ihr? Alles war vergebens gewesen? In die Werbeabteilung sollte sie? Sie sah den Mann an. Fürchtete er sich etwa vor ihr? Sie sah den kühlen, fremden Blick des Mannes, icht. Er nein. Das war es nich. Er hatte, sie durchschgut, hatte kennen, wieviel erkannt, was sie plante, und wollte sie aus der Nahe war, und auch daß die tiefen, dunklen Schatten um die Augen langsam schwanden..# Maxis. 8i. an. Mit nachdenklichem Blick say Monira die mutSchwer war das Opfer gewesen. Zuerst, als sie dem ungeliebten Mann die Hand zum Lebensbund reichen mußte. Dann, als sie den festen Willen des Stärkeren spürte, der den ihren brach. Unerträglich aber, als sie erkennen mußte, daß sie den Ungeliebten und Fremden zu lieben begann. als sie ihm das ganze Herz zuwandte, das er lächelnd und grausam zurückwies, einer anderen zuliebe... „Monika!“, sagte die leise Stimme der Mutter. „Was ist denn Kind! Du bist wieder traurig!“ Sie streichelte die Hand der Tochter.„Moni, Kind“, sagte sie leise und ein wenig traurig.„Ich habe mich so gefreut, daß du gekommen bist. „ hist de hatte sie durchschgut, hatte Sie straffte sich, verbarg ihre zitternde Erregung und begann, die Stenogramme auszuarbeiten. Als sie diese beendet hatte, fuhr unten gerade Martin Steinäckers Wagen vor, den er, nach einem Rundgang durch das Werk, besgeg, g#.5: Maam(ang: uck Addy von Weitersheim sah dem Wagen kange nach. Sie wollte arbeiten, wie er vorgeschlagen hatte. Sie wolte vergessen.... uei Magen: dur 5. Ihr Leben lag zwischen zwei Wegen: der harten, ausfüllenden Arbeit und der Ehe mit dem alten Baron Lindingen, der sie schon lange zur Frau wollte. Welchen Weg würde sie gehen? Sie wußte es noch nicht bestimmt. Eins aber war klar: hier hatte sie verspielt... Schimmernde Herbstbläue lag über dem großen See, den dunkle, ernste Zypressen malerisch umstanden. Die Sonne ging unter, ihr rötlicher Schein überflutete noch einmal die sanften Hügel um den See, tauchte kosend in das blaugraue Wasser. Dann lag violette Dämmerung über dem sanft atmenden Land. Auf der breiten Terrasse ihres Zimmers im Sanatorium des Professors Caillon saß Monika Steinäcker und sah mit müden, träumenden Augen in die Dämmerung hinaus. In einem bequemen Ruhesessel gegenüber tag die Mutter, das sonst so blasse Gesicht war leicht gerötet, die Bewegungen der Kranken frischer und gelöster, das schwache Licht der Tischlampe huschte hin und wieder über die stillen, gütigen Züge, ließ erkennen, wieviel klarer und gesunder es schon geworden haben... Am liebsten hätte sie alles hingeworfen und die Steinäcker=Werke für immer verlassen. Dann dachte sie an die Not daheim. Eine leise Scham überkam sie. Trotz allem ließ ihr der hohe, stolze Mann da drüben die Existenz.... Sie nickte zitternd.„Ich werde dann in die Werbeabteilung übergehen“, sagte sie leise ohne den fordernden Klang der Stimme, den sie sonst hatte. Ihr flirtender heißer Blick war still geworden. „Das Leben ist für Sie nicht leicht, Fräulein von Weilersheim. Ich weiß das. Leisten Sie Tüchtiges in Ihrem Beruf, dann wird es Ihnen Freude machen, zu leben Mit einem letzten Gruß verließ er das Zimmer. Addy von Weilersheims Augen hatten sich verdunkelt. Sie hatte die Stellung begehrt, die der Herr der Steinäcker=Werke zu vergeben hatte, den Reichtum, den Glanz, die Sorglosigkeit... Aber auch den kühlen, stolzen Mann, der aussah wie ein Ritter... bist vu krank?“ Monika riß sich zusammen. „Nein, nein, Mama!“ (Fortsetzung folgt.) Seite 7 Nr. 241 7 Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 14 Oktober 1936 Kunst und Wissen Die schlagwetterlichere Crubenlampe erläutert für alle, die sie nicht kennen slampen, man gefahr aufweisen, wie Kohlenzechen und Durchzünden gehinderte Flamme der Sicherheitslampe eschehe seose e s aber geht sie auch bei Stoß over Sch#af Schlag sofort aus, ehe lust an die, Preischenre geht, sie auch bei. Stoß oder### end is wser bald in den Klait enosiadichen Gens tritt. Den Fehler der Zündmöglichkeit durch Nachglühen Da man aber bezinguggnige, deren zuner, Glühbaute man schlieblich, eine Lotzhrlichen Schutzglas umbirne nicht nur von einem. gewöhl# gti umist, sondern als Löschmitter einen Kohlenoxydgasmantel besitzt, der den gasdichtgeschlossenen Zwischenraum zwischen Glühlampe und Schutzglas ausfunl. Geht eine solche Lampe durch Steinschlag oder aus anderen Gründen zu Bruch, so bleibt selbst ein Nachglühen des Glühfadens ungefährlich, weil die chemisch indifferente kleine Gaswolke des Mantels eine Berührung zwischen Sturgugs und Glühdraht verzögert. sei, gab man der Lampe inler in München erscheinende Zeitschrift„Das innere Reich“ und die von E. F. von Gordon herausgegebene Zeitschrift„Der Querschnitt" bis auf weiteres verboten. „Das innere Reich" brachte in seiner Augustnummer einen Aufsatz„Friedrich der Große“ von Rudolf Thiel, der eine gemeine, niederträchtige Besudelung und Verhunzung des Charakters Friedrichs des Großen darstellt.„Der Querschnitt brachte in seiner Septembernummer unter der Ueberschrift„Fremdwörterbuch“ eine Zusammenstellung von bösartigen intellektualistischen, zum Teil geradezu staatsfeindlichen Verirrungen. Gegen die in Frage kommenden Schriftleiter und Verfasser ist ein Verfahren vor dem Berufsgericht eingeleitet worden. Professor Dr. Aloys Bömer F. Einer der bekanntesten und bedeutendsten Nahrungsmittelchemiker Deutschlands, Universitäts=Frafessor Dr. Aloyo Bö mer, der von 1911 bis 1955 die von dem„Bauern; . Freider Schogener Vpätelsepis 3e. Eine Kleist=Woche auch in der Kurmark. Anläßlich des 125. Todestages des Dichters Heinrich von Kleist am 21. November ist im gesamten Gau Kurmark für die Zeit vom 21. bis 28. November eine Kleist=Woche In diesen Tagen soll in allen Stadttheatern in den kurmärkischen Städten durch Festaufführungen des Dichters gedacht werden. Gigli erkrankt. Nach Blättermeldungen ist Benjamino Giali vlötzlich erkrankt, so daß das Galakonzert der belgischen Presse im Palast der schönen Kunne in Brüssel im letzten Augenblick abgesaat werden mußte. Giali war, von München kommend, in Brüssel eingetroffen. Am Freitag nachmittag besuchte er ein Kino. Als er ins Hotel zurückkehrte, fühlte er sich unväßlich. Der Arzt stellte später eine Lungenentzundung fest und ordnete Bettruhe an, da unter Umständen eine Verschlimmerung zu befürchten sei. ist: dem künstlerischen Anfänger Anregung den Zeichner selbst aber zu erhöhter Leistung und zur Erweiterung des Blickfeldes anzuspornen. Nicht zuletzt aber will sie auch dem lesenden Publikum, dem Laien, einen Einblick in das so wichtige und werspolle Schaffen des Pressezeichners geben, dessez, n viel gesehen und doch virt zu wenn,######t und gewürdigt— aus der 8 zudenken ist. ch viel zu wenig beachtet und geZeitung von heute nicht mehr wegDie spanische Passion. Die spanische Geschichte bietet das Schauspiel eines vielhundertjährigen Leidens, von dem die heutigen Ereignisse nur eine Stufe sind. Lei wir noch von keinem Abschluß reden der if eine ruhige, neue Entwicklung gäve. wenn modernen Nation reichen die Ursachen ihrer Alter von 68 Jahren gestorben. zur Uraufführung. Das„opsie Scheis Kann der Allensch künstlich Leben erhalten? schlichen Geist ist ein kleinster„Schrit ins Leben“ ein reses Eichen ausgesioßen Let, Ausführungen der lebenden Organismus an der##elle, bis vor das den Verindisserente vischen Grubengas und Glühd so kurz wie möglich eine folgendermaßen arbeikende Vorrichtung: Sobald man die Schutzglocke schließt, strömt aus einer kleinen Kohlendiorhnggtzage (oviel Kohlensäuregas(genau gesagt Kohlensäureangyorid) in den Zwischenraum, daß darin ein geringer Ueberdruck entsteht, der einen Membranschalter in Wirkung,bringt. Dieser schaltet den elektrischen Strom der Glühhirge ein. Bricht die äußere Schutzglocke, so, schwirzger,#o# Ueberdruck, die Membran entspannt sich untg##### den Strom ab. Für ein allenfalls doch noch mögliches Nachglühen des Glühfadens, das nur den Sekunde anhalten kann, genügt aber dann der Schutz des Schutzgases. „Robert Lutskard“—„Der zerbrochene Krug“ Weitere Kleist=Neuinszenierungen im Stadttheater Bochum. Im Rahmen der Vorbereitungen zur Kleist=Festwoche, die vom 15. bis 21. November stattfindet und unter dem Protektorat von Reichsleiter Alfred Rosenberg steht, kommt am Samstag, 17. Orrober. der fünfte Kleist=Abend mit„Robert Guiskard“ und dem„Zerbrochenen Krug" heraus. Die Inszenierung beider Werke besorgt der Regisseur der Kleist=Woche: Intendant Dr. S. Schmitt. Mit dieser Einstudierung fehlen von dem Gesamtwerke Kleists im Spielvlan des Stadttheaters Bochum noch zwei Werke, und zwar „Pentbesilea" und„Amphitryon“. Zwei Zeitlchriften verboten „Der Querschnitt" und„Das innere Reich“. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Prodaganda hat die im Verlag Albert Langen(Geora MülRoman von V. Zern Copyright by„Das Bergland-Buch“, Leipzig 15) „Was hat er denn gesagt auf deinen Vorschlag?“ „Was soll er denn gesagt haben? Gar nichts hat er gesagt. Ich bin gar nicht dazu gekommen, ihn zu fragen! Er spielt doch heute schon„Kanone"!„Star“ ... was weiß ich. Läßt sich in gar kein Gespräch ein nach der Arbeit!... Ist schon’ne Gnade, die er der Direktion erweist, wenn er vormittags zur Probe kommt! Illustrierten Zeitung Leipzig(2. Oktoberheft) der amerikanische Forscher und Nobelpreisträger Carell. Schon seit einigen Jahren wurde der erstaunten Zuhörerschaft von geübten Experimentatoren das kinematographische Bild vom stürmisch bewegten Leben und Treiben innerhalb der einzelnen tierifchen Zelle gezeigt. Man hat minimalste Partikelchen von tierischem Gewebe(z. B. Heramust Zurch Hag gikr,sto, bestimmter Maxzherft unz in dem Grübchen, das das Ei verlassen hat, ein kleines drüsiges Organ, der sogenannte„Gelbkörper". Dieses Drüschen schickt in die Saftbahn des Körpers ein Hormon, das eine sehr wichtige physiologische Funktion hat(auch beim Menschen). Erstaunlicherweise bildet nun auch in den Experimenten der Amerikaner der gezüchtete Eierstock solche Gelbkörper mit dem eigenartigen Hormonsekret. Mit diesen Experimenten eröffnet sich der Forschung und der unabsehbare Perspektive. Das Geder können Aussicht auf...., Petinn sch bei keiner modernen, Nation reichen Krisen so weit in das Mittetalter, ja Mittelalter zurück, wie bei den heutigen spanische:##### wicklungen. Dr. Ernst Wilhelm Eschmann veröffennicht in der Oktoberfolge von Westermanns Monats heften einen aktuellen Aufsatz, betitelt Passion". Angefangen von der Zeit einer ersten festen Staatsbildung, erzählt der Verfasser von der Glansze#t, dem Verfall und dem Spanien im 20. Jahrhungu#. die seit Jahrhunderten aufgestauten Probleme sturzen zur gleichen Zeit auf Spanien herein, wäyrend es anderen Ländern vergönnt war, sie in jahrhundertelanger Entwicklung nach und nach zu erleiden erledigen. Wie lange die spanische Passion noch dauert, ist nicht abzusehen. Nicht nur im allgemein menschlichen, auch im praktisch europäischen Interesse müssen wir wunschen, daß sie bald endet. „Foreign Office“— von innen. Nach der Völkerbundstagung in Genf stehen die Verhandlungen über den geplanten Westpakt im Mittelpunkt des weltpolitischen Geschehens. Von großer Bedeutung wird hierbei die Stellung und Stellungnahme Englands sein. Sir Arthur Willert macht uns im neuesten Heft der„Illustrierten Zeitung Leipoisg Verlag J. Zerzkammer des mit dem Foreign Office, der„Hergkammer des Britischen Weltreichs", bekannt. Ebenfalls von großer gertüchtet, burch Jos Mlenden gitm Bild verg.„.u) heimnis des Lebens ist alerdings mit diesen Versuchen durch einen vorüberroutangr, vum die lebendigen Vor=) Ptze.,..—., denn au glückte bis setzt woh. gänge in den Zellen festgehalten und auf die Leinwand geworfen. Ein solcher Film zeigt auch die höchst merkwürdige Tatsache, daß alle die Muskelzellen kleinster gezüchteter Herzmuskelstückchen genau dieselben rhythmischen Zusammenziehungen machen wie das ganze lebende Herzz„Dses war der Anfang. cun hat die Forschung einen gewaltigen Fortschritt gemacht: Carell ist es zusammen mit dem bekannten, vor einiger Zeit zu bedauernswerter Berühmtheit gelangten Ozeanflieger Lindbergh gelungen, ganze Organe von Tieren Tage und Wochen über den Tod hinaus am Leben zu erhalten(„Siécle médical“ vom 15. Juli 1935), indem sie diese Organe(z. B. die Schilddrüse) so aus dem frisch getöteten Tier(Katze, Huhn) herauspräparierten, daß sie mit ihrer Arterie, ihren Lymphgefäßen und Nerven in Verbindung blieben. Das derart herauspräparierte Organ wird im Brutschrank in entsprechender Nährflüssigkeit gehalten, und durch das Arterienrohr wird Nährflüssigkeit von einem automatisch im Pulsrhythmus arbeitenden Pumpwerk durch das Organ hindurchgetrieben. Bei diesem Vorgehen ist das Gewicht eines Eierstocks beispielsweise um der mehr als das Dreifache in fünf Tagen gewachsen, und die mikroskopische Untersuchung hat ergeben, daß es sich nicht etwa um einfache Flüssigkeitsaufnahme und Quellung des Gewebes handelte, sondern daß in der Tat neues Gewebe(Bindegewebe und Zellen) gebildet worThalheim Es noch nicht entschieiert, venn es glückte bis jetzt wohr die Erhaltung und Steuerung voryandener Lebenskraft, aber das Kunststück, totem, unorganischem Material „Lebensodem einzuhauchen", dieses zu einem Organismus zu gestalten, der sich bewegt, stoffwechselt und fortpflanzt, wird wohl ewig seines Meisters harren. Wieviel Tierarten gibt es? In einem 1758 erschienenen Buch des bekannten Naturforschers Linné gibt dieser die Zahl der auf Erden lebenden Tierarten mit 4208 an. 1898 kannte man bereits 412600 verschiedene Arten. Die jetzt erschienene neueste Zusammenstellung kommt auf die stattlichen Ziffern von dreiviertel bis einer Million Tierarten, je nachdem man die Zahl der Insekten mit einer halben oder dreiviertel Million annimmt. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Angaben nur um runde Werte. Die ganz genaue Zahl der tatsächlich vorhandenen Tierarten werden wir noch lange nicht angeben können. Ausstellung„Deutsche Pressezeichnung“. Im Haus Kunst wurde vom Reichsbeauftragten für kunstlerische Formgebung,„Hans Schweitzer, die Ausstellung„Deutsche Pressezeichnung“ eröffnet. Mit vielen hundert Originalen und Reproduktionen aller Art und sonstigen charakteristischen Schöpfungen des deutschen Pressezeichners ausgestattet, wird sie zweifellos den Zweck erfullen, der mit ihr im wesentlichen verbunden Aktualität ist der Beitrag von Pr über„Währungswirrwarr und Weltwirtschaft". werden hier von einem Sachverständigen klar und verständlich die Triebkräfte, die zur Frankenabwertung führten, und die sich daraus ergebenden weltwirtschaftlichen Auswirkungen erörtert. Gelanaltsicher 14. Oktober Selche Sei Biesd Soläldie Geichcher 1915 Kriegserklärung Bulgariens an Serbien und Anschluß Bulgariens an die Zentralmächte. 1933 beschloß das Reichskabinett Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund, weil ihm die Gleichberechtigung auf der Genser Abrüstungskonferenz versagt wurgg,„ägiiche überhaupt nicht erkennen ließ, daß Vertrag durch Abrüstung, wie es Deutschland geia#n, gleichzeitiger. Auflösung Remsuh. tan. des Hitler die Neuwahl auf den erfüllen wolle. Unter 12. November an, zugleich mit einer Volksabstimmung über seine Politik, die mit 95,1 Prozent eeritict wiche. Wollen Sie guten Eindruck machen? ∆ legen Sie Won auf ein gepfegies Aum sehen? Dann sollten Sie Nivea-Zahnpeste benutzen. Der außerordentlich feine Mitskörper schont den Zahnschmeiz und reinigt gründlich. Regelmäßige Pllege mit Nwves-Zahnpasta erhäll ihre Zähne weid und gesund. Ihren Alem rein und trisch gewissenhaft ist er“, verteidigt ihn die „Schminkt sich sogar für die Proben!“ „Aber Brünette.„Schminkt sich sogar ft „Daß er bei seinem Können überhaupt mit so einer Wandertruppe mitzieht! Unbegreiflich!...“ „Erlaube mal... wir waren doch auch dabei!“ „Ja, mal! Und vierzehn Tage! Well wir gerade nichts Besseres hatten und in der Gegend waren. Der soll aber doch noch für weitere vier Wochen abgeschlossen haben.“......: g st ansehen „Will sich vienleicht die Well ansehen...“ „Möglich. Er hat’n richtiges Lausbubengesicht mit seiner weißgeklerten Fraße! r. u6., den wirs „Jedenfalls sage ich euch, Kinver: über den wird die Welt einmal staunen. Der wird Tagesgespräch! Das fühl ich! Das hab ich in den Fingerspitzen!...“ Komischer Beruf das, denkt Gerda. Was es so alles gibt...“! Der Ober tritt an den Tisch: „Ich glaube, gnädige Frau, der Professor kommt heute nicht mehr. Aber wenn mit der Adresse des Herrn gedient ist... unser Zigarettenverkäufer kennt sie!“ „Ja bitte!".„.„ toerst. Gerda Manz kauft Zigaretten. Die teuersten. Sie meint das dem reichlichen Spesengeld schuldig zu sein. „Er wohnt im gleichen Hause vorn, wo ich im Hinterhaus ein Zimmer habe, gnädige Frau. Er lebt allein, in'ner Zweizimmer=Wohnung, noch von der Zeit her, da's ihm gut ging... Jetzt geht's ihm bescheiden“, sagte der Zigarettenverkäufer und streicht erstaunt das überreiche Trinkgeld ein. Gerda Manz läßt sich vom Chauffeur in die Kurfürstenstraße fahren und schickt den Wagen fort. Ein vornehmes, stilles Haus. Sie tritt gerade vor Torschluß ein, steigt die breite, teppichbelegte Treppe empor und liest die Schilder: Rechtsanwalt Dr. Meierhof— Regierungsrat Drenker... Da!„Ernst Müller, Graphologe. Sprechstunden täglich von 10—.“ Sie zieht die Klingel und lauscht dem Klang nach. Nichts rührt sich in der Wohnung. Ob er ausgegangen war? Da sieht sie den weißen Brotbeutel an einem Halen an der Tür..966 Au Pmis Schon zu Bett?... Sie kaster den Beutel av, fhlt Schrippen durch den Sack. Jetzt abends? inn war er krank!... Dann mußte aber doch jemand bei ihm sein, der ihn pflegten... Sie läutete Sturm. Läutet minutenlang, ununterbrochen. 8 44 hinter der##cEndlich ein schlurrendes Gleiten hinter der Tür, die einen Spalt weit aufgemacht wird. Mit festem Griff schiebt Gerda Manz die Tür auf. Ein kleiner alter Herr fällt ihr kraftlos über den vorgestreckten Arm. Sie fängt ihn auf, umklammert ihn mit ihren Armen, schleppt ihn über den Gang, auf dem die durch den Schlitz gesteckten Zeitungen auf dem Boden herumliegen, in das Wohnzimmer, legt ihn auf das Sofa. Sie sieht sich um, will sich vertraut machen mit dem Raum. Auf dem Schreibtisch am Fenster, im Durcheinander, dick mit Staub bedeckte Stöße von Büchern und Zeitschriften, dazwischen ungeöffnete Briefe. Ein Glas Wasser steht da, nach dem sie greift. Sie stellt es wieder hin... das Wasser ist geperlt und abgestanden. Da dringt ein schwacher Laut an ihr Ohr:„Gnädige Frau...“ Sie stürzt ans Sofa zurück. Schiebt dem alten Hrern Kissen unter den Kopf, zieht ihm den Schlafrock über den Knien glatt. Sagt frisch und aufmun„Und nun, Herr Professor, was nun?... Was wollen wir nun miteinander machen?“ Essen— sie liest es ihm von den kraftlosen Lippen ab. Sie läuft in die Speisekammer. Nur angeschlagene Schüsseln, henkellose Tassen, die früher als Behälter für Vorräte gedient hatten. Sie muß etwas besorgen!... Aber wie?... Wok Die Geschäfte sind geschlossen. Aus einem Lokal... Aber das Haus ist jetzt zu. Wo mag der Schlüssel sein?.....„„„ Sie zögert. Dann fayrt sie mit der Hand in Ernest Müllers Schlafrocktasche, zieht den Schlüsselbund heraus.„ 16 Spick. Der alte Herr, dessen kleiner, weißer Spitzbart unordentlich um das Kinn herumsteht, klammert sich an sie. Bleiben!... Bleiben!...“.... Erschüttert setzt sie sich auf den Rand des Sofas, streichelt die ihr fremden, hageren Hände, wiederholt Gerda holt das runde Glas vom Schreibtisch, sieht die fahle Blässe auf dem Gesicht des alten Herrn— drängt, fiebernd fast vor Ungeduld: Professor Ernest Müller legt die Lupe auf die Worte. Die Worte sind belanglos:„... vergeßt nicht, daß der Tischler...„ Er stutzt. Die Schrift kennt er. Die hat er vor kurzem gesehen, nur anders damals, verstellt, doch die Merkmale die gleichen... die Bogen, die Bindungen, Intervalle... Wo hat er sie gesehen, diese Schrift? „Bitte, lieber Herr Professor. bitte... Es ist so wichtig!... Wenn Sie wüßten, wie wichtig es ist!“ Gerda hält schon ein Blatt Papier auf den Knien und einen Bleistift, um mitzuschreiben, was sie hören wird, denn sie fühlt, daß der kleine Professor viel zu sagen hat von dieser Schrift. Der alte Herr nimmt den erwartungsvoll beschwörenden Blick in sein dämmeriges Bewußtsein auf... ihm ist zummute wie noch nie... Kleines Mädelchen... sitzt da vor ihm, dem Greis... so ein kleines dummes Mädchen... erhofft Bestätigung ihres Liebesglückes! Erwartet letzte Auskunft über einen Mann, für den sie sich schon längst entschieden hat im Grunde ihres Herzens... Er selbst ist schon so weit fort... so jenseits von all dem zitternden Kinderbangen, er, der alte Mann, daß ihm scheint, Liebe und Jugend sind gar nicht wahr und nie gewesen— ein Märchen... es war einmal... schöne Märchen, die man manchmal träumte, wenn man glaubte, daß noch vieles, so vieles kommen mußte im Leben... weil es noch so endlos vor einem lag, das Leben.. Kleines Mädelchen!... Er will es ausspinnen, das Märchen dieses kleinen Mädchens... Hat er denn einmal— ein einziges Mal Unheil verhüten können durch all die die gleichen dummen Worte, die immer in den Sinn Wahrheiten, die er aus Schriftzügen herausgelesen und kommen, wenn man weiter nichts weiß: „Es wird alles gut... alles gut...!“ Und denkt: es muß gut werden! Muß! Damit sie Hans Römer die Schriftanalyse bringen kann Das einzige, was ihm vielleicht helfen wird, das Rätsel um den Vater zu lösen.„ Mann wah Gerdas Nähe tut dem alten Mann woyr. Als teile sich seinem abgezehrten, trotz des schwülen Sommerabends frierenden Körper ihre Wärme mit. Er murmelt: „: danke Sie fühlt, daß es roh ist, was sie jetzt tut aber sie zittert, daß er in einer Stunde nicht mehr die Kraft haben könnte, ihr den Weg zu weisen, den Hans Römer gehen muß.#. 9. Bämars uns 6er Such Sie holt den Brief Direktor momers aus der Juchtentasche mit dem Monogramm E. R.— träumt einen Augenblick: wenn es G. R. wäre! Gerda Römer!... und entfaltet den Brief.„ Sie tut es umständlich, langsam. rascheit, damit der alte Herr aufmerksam wird. Glättet das Papier, dann sagt sie bittend, schmeichelnd: „Ihr Urteil, Herr Professor, über den Schreiber dieser Zeilen... nur ein paar Worte, Herr ProGerda Manz steht trotz ihrer großen Toilette in diesem Augenblick aus wie ein unentwickeltes, kleines Schulmädel.„.,6,.c5 glätric veich und skund Der alte Herr fühlt sich viotzlich reich und geneno, weil so ein junges Geschöpf, das ihm ein warmer Sommerabend ins Haus getragen, ihn um etwas bittet Wenn er sich nur nicht so schwach fühlte!... Aber vielleicht ist dies die letzte Bitte, die er in seinem Leben noch erfüllen kann...! „Lupe“, murmelte er, kaum vernehmlich. gesagt hatte?!. Warum soll er nicht lügen? Lügen— dieses Mal?... Bewußt lügen?... Ein kleines Mädchen glücklich lügen, das es früh genug erfahren würde— auch ohne ihn—, welche Abgründe in einem Menschen schlummern können, dem man glaubt sich anvertrauen zu können fürs Leben!... schlummern... schlummern....„..„..2 „Nicht einschlafen... nicht schlafen, lieber Herr Professor!“ Wie eine helle Gsocke schwingt sich die blanke Mädchenstimme in das hämmernde Denken des alten Herrn. Sein Blick legt sich—schwer, glasig— auf Gerda Dann huscht ein Lächeln über den schmalen, eingefallenen Mund, halb spöttisch, halb weise— und so enseits schon...., Ju, Gerfälag nicht ben 1ei. Kaum atmend, damit iyr Her####lag nicht ven leisen Hauch erstickt, den abgerissene Worte aus dem kleinen Gelehrtenmunde jagen, schreibt Gerda mit: „Ein Mann voll Kraft... Temverament Energie.. Aus einem Stück!... Mit beiden Beinen in der Wirklichkeit... und doch auch Schwung . Güte, oft verkayselt in harter Schale.. kennt seine Ziele.. Wohlwollen für die Umgebung, und Hilfsbereitschaft... kann wehe tun und auch wohl, in gleicher Starte... Glücklich, wen er liebt...!“ Er schildert Gerda Manz den Mann, den er aus ihr herausliest, aus ihrer Seele herausfühlt, den sie liebt...! Nicht jenen anderen, dessen Brief auf seiner Decke liegt, mit der Schrift, die sogar ihm, dem Graphologen, unheimlich ist, weil das, was er herausliest, zur Tragödie führen kann, führen muß. „Glücklich, wen er liebt“, schreiot Gerda. Sie läßt den Stift sinken:... so ist der Sohn ja auch! Genau so ist auch der!... Er!. Still wird's in ihr und andächtig, als sei sie in der Kirche.„Glücklich, wen er liebt...“ Sie schließt die Augen, nichts zu fühlen als das, was sich in ihr Sie merkt es nicht wie die Stille im Raum sich langsam auswächst, sich verdichtet— kaltes, lastendes Die Wanduhr in der Ecke wirst elf dunkle Glockenklänge in den Raum. Dann steht der Pendel. Gerda schlägt die Augen auf. Der kleine alte Herr ist eingeschlafen von der Anstrengung. Nur ihn nicht wecken aus wohltätigem Wie kam sie aus dem Hausek... Die Schlüssel nehmen, hinuntergehen, aufschließen, wieder heraufkommen, dem alten Herrn die Schlüssel wieder zur Hand legen und wieder hinuntergehen!! Das Haus mochte offenbleiben... Leise steht sie auf. Schleicht auf Zehenspitzen zum Schreibtisch, legt den Umschlag mit den hundert Mark oben auf den Bücherstoß, gleitet zum Sofa. Nimmt mit leiser Hand die Schlüssel, die kaum klirren, und greift zum Brief Direktor Römers, der ausgebreitet auf dem Schlafrock liegt. Da streifen ihre Finger eine kalte Hand. Eiskälte durchdringt sie bis aufs Blut... Sie wagt nicht, sich zu rühren. Dann neigt sie sich tiefer, rückt die Lampe nahe an das Gesicht des Schlafenden und starrt. Und steht eine Weile auf den Zehenspitzen— als gäbe es ein Erwachen aus diesem Schlaf. Dann legt sie ihre Hand behutsam— wie zu einem letzten Gruß— auf Augen, die sich schließen. Sie geht zum Fenster, stößt es auf und atmet tief. Es wetterleuchtet. Der Wind streicht durch die Aeste der Bäume. Eine Platane?... Ein Strom von Menschen zieht vorbei. War wohl ein Kino in der Nähe und die Vorstellung zu Ende. Sie hört die Stimmen, hört einzelne Sätze zu ihr dringen:„Ein blöder Kitsch!“„Endlich was fürs Gemüt!...“„Ich finde doch, daß der stumme Film..“ Sie löscht das Licht, zieht einen Stuhl aus offene Fenster, hüllt sich in eine Decke, sitzt halb wachend, halb träumend, bis die Vögel singen und die Scheiben rot erglühen vom Schein der Sonne, die für sie über einem neuen Tag aufgeht.— Dann, als der Milchwagen unten schellt, geht sie zum Portier hinunter. Sie meldet den Tod...6, g, uan 2. Der Portier ist mißtrauisch, steyr sie von oben bis unten an... Wann sie ins Haus gekommen?... Ob sie eine Verwandte ist?... Oder was sonst?... Ob sie die Kosten der Beerdigung zahlen werde und die Miete, die noch unbezahlt sei?... Sie solle lieber gleich selbst einen Arzt bestellen, wegen des Totenscheins... sie wäre ja dabei gewesen: Sonst gäbe es noch Scherereien!.. Konn lommt der Hod. „Ihr Herr Vater ist an Entkräftung gestorben. Herzschwöchel“ Ju.#. g..919 Wurlin uns al„Die Dame ist Besuch“, sagi der Porrier und gior Austähnfte..„., Tchein ans Gankeflast uund asbs Der Arzt stellt den Schein aus, kondoliert und geht. Gerda wirft einen Blick auf die kleine Gestalt, die da ohne Zugehörigkeit zu irgendeinem Menschen in der Welt der Lhenden auf dem Sofa aufgebahrt liegt. Sie holt Geld aus der Tasche. Alles, was ihr Hans Römer für ihre Auslagen mitgegeben. Es hat sich nur um eine Tasse Kaffee und die Zigaretten verringert, die die drei Menschen— die Robertos— an ihrem Tisch aufgeraucht haben mochten. Fortsetzung folgt.) Salr-Zwelen-riale uber den kandl In Glasgow gegen Schoffland und in Dublin gegen Irland Nach dem großen Siege in Prag über die Tschecho=[2.„Blauklowakei steht die deutsche Fußball=Länderelf in dieser Hagen Woche wiederum vor zwei schweren Aufgaben. Heute wird in Glasgow gegen Schottland gespielt und am Samstag ist in Dublin Irland der Gegner. Zum zweiten Male geht es also über den Kanal, nachdem im Dezember vergangenen Jahres erstmalig das Inselreich von einer deutschen Nationalmannschaft besucht wurde, die in London gegen England trotz großen Sviels mit Abermals müssen unsere Nationalspieler zwei schwere Kämpfe auf fremdem Boden bestreiten. Dazu kommt aber noch die überragende Svielstärke unserer Gegner, die die Aufgabe so wesentlich erschwert. Zum zweiten Male geht es gegen Schottland. Das erste Zusammentreffen stieg am 1. Juni 1929 in Berlin und endete mit einem Unentschieden von:1, womit die deutsche Mannschaft eine große Leistung vollbrachte. Auch die Vertretung des Irischen Freistaates ist erst zum zweiten Male unser Gegner. Das erste Sviel wurde am 8. Mai 1935 in Dortmund durchgeführt und von Deutschland mit:1 gewonnen. Schottlands stärkste Vertretung erwartet uns am Mittwoch im Glasgower Ibror=Park. Unter der Leitung des Engländers Harry Nattras werden sich folgende Mannschaften gegenübertreten: Deutschland: Jakob(Jahn Regensburg); Münzenberg(Alemannia Nachen) Munkert(1. FC. Nürnberg); Rodzinski(Hamborn 07), Goldbrunner(Bayern München), Kitzinger(Schweinfurt 05); Elbern(SB. Beuel), Gellesch(Schalke 04), Siffling(SV. Waldhof), Szevan, Urban(beide Schalke 04). Schottland: Dawson(Rangers): Anderson (Hearts), Cummings(Aston Villa): Massie(Aston Villa), Simpson, Brown(beide Rangers); Delaney (Celtie Glasgow), Walker(Hearts), Armstrong(Aberdeen), Mac Phail(Rangers), Duncan(Derby County). Die Hintermannschaft einschließlich Lauferreihe wurde bei uns in der Prager Besetzung belassen. In der Läuferreihe hat Rodzinski abermals als rechter Läufer Aufnahme gefunden. Nach seinem erfolgreichen Debut gegen Polen kommt der Hamborner nun schon zum dritten Male zu internationalen Ehren. An der Aufstellung von Goldbrunner konnte keinen Augenblick gezweifelt werden, zumal sich der Münchener schon seit Wochen in denkbar bester Form befindet und namentlich gegen die Tschechen mit Münzenberg und Munkert ein Bollwerk bildet, wie wir es auch in Glasgow haben müssen. Auch Kitzinger hat sich immer wieder von seiner besten Seite gezeigt und wurde daraufhin für diesen schweren Kampf herangezogen. Der Sturm hat bis auf die linke Flanke ebenfalls sammenstellung wie für Prag erfahren. Mit Szepan auf halblinks, dürfte er hoffentlich gewinnen.„Dem großen Schalker Svieler wurde sein junger Klubkamerad Urban als Linksaußen zur Seite gestellt. Auch diese Maßnahme kann man nur begrüßen, nachdem Urban in letzter Zeit immer einer der besten Schalker war und vor allem im Spiel gegen den„Club ausgezeichnet gefallen konnte. Elbern=Gellesch, die„Nachwuchsflanke“ auf der rechten Seite, dürfte mit ihrem technisch guten Sviel gleichfalls Erfolg haben. Gellesch hat allerdings in Prag nicht restlos überzeugt, dafür aber wieder als Außenläufer im Spiel Schalke=Nürnbera eine so abgerundete Leistung gezeigt, daß er verschiedentlich als bester Svieler des Feldes bezeichnet wurde. Die Sturmführung wurde Siffling übertragen. Man ist also erstmalig davon „Brecher“ wie Hohmann oder Lenz in den stellen. Siffling ist bekanntlich mehr Techniker und Aufbauspieler, hat aber unbedingt etwas von einem entschlossenen und schußkräftigen Mittelstürmer und damit sollte das deutsche Innentrio vielleicht am besten besetzt Der„schottische" Fußballstil ist in der ganzen Welt bekannt. Schottischer Flachvaß wird auch gegen Deutschland zur Anwendung kommen. Wie ernst die Schotten den Kampf nehmen, geht allein daraus berggr,gdaßzzg auch ihre Spitzenspieler, die in englischen Krubs tätig sind, zu diesem Großkampf herangezogen haben. Wir werden tatsächlich der besten schottischen Elf asgenücher: gestellt. Die Mannschaft hat fan das gleiche### wie im Endspiel gegen England um die britische Ländermeisterschaft, das von den Schotten im April dieses Jahr klar gewonnen wurde, wird erst.: Ari und Die deutsche Elf gegen Irland woird erst an Ort und Stelle aufgestellt. Die Erfahrungen aus dem Schottlandspiel sollen berücksichtigt werden und da insgesamt 17 Spieler mitgenommen wurden sind einige Mannschaftsänderungen nicht ausgeschlossen. =Weiß“ Bochum 364,6 Punkte, 3. Hagen 94 353,5 Punkte.— Vereine ohne, Winterbad: Klasse 3: 1, Gocholter Wassersportve Klage 3: 1. Bochggler Wasselptzberein 358,8 Punkte, 4. Poseidon Wanne=Eickel 261.3 Punkte, 6. Turngemeinde Bochum=Ehrenfeld 2346 Punkte.„„ 1946 8. Der Bochumer Damenschwimmverein von 1911, der sich im Vorjahre recht günstig placieren konnte, fehlt in diesem Jahre überraschenderweise völlig auf der Liste. 1. Schön=Pellenaers 433 Pkt.(3348 Kilometer), zwei Runden zurück: 2. Ignat=Diot 433 Pkt., 3. Archambaud=Lapébie 429 Pkt., 4. S. Maes=Depauw 251 Pkt., 5. Leducg=Dayen 180 Pkt., drei Runden zurück: 6. Olmo=di Paco 727 Pkt., 7. Pijnenburg=Wals 359 Pkt., fünf Runden zurück: 8. Wambst=Deneef 519 Pkt. Am 1. November: Gauspiel gegen Sachsen Wann Ipielf Schalke? Die Meisterschaftssaison ohne den Meister Die„Fußball=Woche" schreibt u. a. zu diesem Thema: „Die Frage, wann Schalke sein erstes Meisteriel absolviert wächst sich nachgerade zu eineWeittalens Boxitaffel grüßt Das genaue Ergebnis des Pariser Sechstagerennens Das von der deutsch=holländischen Mannschaft SchönPellenaers gewonnene Pariser Sechstagerennen hatte folgendes Schlußergebnis: ] Einen Kartengruß aus Frankfurt sandte uns die westfälische Gaumannschaft der Boxer: Gauführer Bernhard Adler, Sandhoff, Schmitz, Gaenserig, Herbert Jakubowski, Erich Schnarre, Murach, Maier, Heitling, [Weitzmann und Blum. Besten Dank, die Sportredaktion. Veratfkalrungchafendrr der Fachämter im Gau Weltfalen Im Gauverordnungsblatt wird auf eine Reihe von wichtigen Veranstaltungen der einzelnen Fachämter hingewiesen. Wir entnehmen daraus, daß das Fachamt Schilauf die westdeutschen Schimeisterschaften vom 22. bis 24. Januar in Winterberg zur Durchführung bringt. Der Veranstaltungsplan ist wie folgt festgestellt worden: Freitag, 22. Januar: 18=Kilometer=Langlauf Samstag, 23. Januar:=mal=10=Kilometer=Staffellauf, Sonntag, 24. Januar: Sprunglauf und Patrouillenin Willingen, und zwar am 28. Februar, statt. Ferner finden folgende Lehrwarts=Veranstaltungen statt: Lehrwarte=Fortbildungskursus am 19./20. Dezember in Winterberg, Lehrwarteanwärter=Schulung und=Prüfung vom 1. bis 3. Januar in Willingen, Leistungsabzeichenprüfung in Verbindung mit dem Abfahrts= und Torlauf am 31. Januar in Willingen; Hochgebirgslehrgang für Anfänger und Fortgeschrittene vom 17. bis 30. Januar in Mittenwald. Ein Wettschwimmen für ältere Männer veranstalten die Gaue Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein gemeinschaftlich am 7. November im Dortschaftspiel absolviert, wächst sich nachgerade zu einer Angelegenheit höchst problematischer Natur aus. Sechs Meisterschaftssonntage sind bereits verstrichen, ohne daß die Knappen in den Punktekampf eingreifen konnten, und noch immer ist der Termin nicht abzusehen. an dem die Mannen um Szepan und Kuzorra endlich daran gehen können, ihr Pensum im heimischen Gau in Angriff zu nehmen. Für den 18. Oktober steht das Punktetreffen Höntrop—Schalke auf dem Programm, aber ohne Szepan, Urban und Gellesch, die ja am Sonntag noch nicht wieder im Heimathafen eingelaufen, sein können, werden die Königsblauen vom Schalker Markt das Wagnis am Hellweg nicht eingehen. Am 25. Oktober führt der Weg die Knappen bekanntlich nach Bremen zum Pokalspiel gegen Werder und am 1. November pocht der Gau Westfalen selbst auf seine Rechte, wird er sich bei dem Freundschaftsspiel gegen die sächsische Auswahlelf in Chemnitz in der Hauptsache auf die Spieler des FC. Schalke 04 stützen.„Kommt Schalke in Bremen zum Siege, was wir Westfalen ja zuversichtlich hoffen, geht ein weiterer Sonntag für die Meisterschaftsspiele verloren, und dann steht, in Hintergrund am 15. November das Länderspiel Deutschland— Italien, wo möglicherweise gleichfalls Schalker Kräfte benötigt werden. Kurzum, es ist eine Situation entstanden, die allen Beteiligten schon jetzt viel Kopfzerbrechen bereitet und auf deren praktische Lösung man mit Recht gespannt sein darf.“ lauf. Die Meisterschaft im Abfahrts= und Torlauf der munder Südbad.— Ein Wasserball=Lehr= Gaue Westfalen. Niederrhein und Mittelrhein wird amgang und eine Schiedsrichterprüfung findet am 25. OkSonntag, 31. Januar, in Willingen ausgetragen, die tober, vormittags 10.30 Uhr, im Restaurant„Zum Meisterschaft im 50=Kilometer=Dauerlauf findet ebenfalls Nordstern" in Dortmund statt. Berna-Rotelneyer Larepah Wichtige Tagung des Internationalen Automobil-Sportverbandes Im Rahmen der Tagungen des Internationalen Automobil=Sportverbandes(AJACR.) fand in Paris die bedeutende Sitzung der Internationalen Sportkommission statt. Den Mittelpunkt der Besprechungen, die sich bis in die späten Abendstunden hinzogen, bildete die Festlegung des Terminkalendes für 1937. Die Sportkommission befaßte sich zuerst mit dem Terminkalender, dessen Aufstellung sehr schwieria war, da 83 internationale Veranstaltungen gemeldet waren. Deutschland erhielt für seine Rennen folgende Ter30. Mai: Internationales Abusrennen.— 1 8. Juni: Internationales Eifelrennen.— 25. Juli: Großer Preis von Deutschland.— 1. Auaust: Großer Verapreis von Deutschlanzi,„.unen uind:# w:. Die wichtigsten ausländischen Rennen sind: 9. Mai: Großer Preis von Tripolis.— 1 6. Mai: Großer Preis von Tunis.— 27. Juni: Großer Preis von Ungarn. — 8. August: Großer Preis von Monaco.— 22. August: Großer Preis der Schweiz.— 12. September: Großer Preis von Italien.— 1 9. oder 26. September: Großer Preis von Spanien.— 19. oder 26. September: Großer Masaryk=Preis der Tschechoslowakei.— 8. Oktober: Großer Preis Auf der gleichen Tagung erhielt der bekannte deutsche Auto=Union=Rennfahrer Rosemeyer den Titel Eurovameister zuerkannt. In echt amerikanischem Tempo war diese Rennbahn bei Mineola entstanden. In wenigen Wochen hatte man den Roosevelt=Raceway buchstäblich pft. Die Rennbahr buchstäblich aus der Erde gestampft. Die Rennoaon lag unweit des Roosevelt=Flugplatzes, von dem aus einstmals Oberst Lindbergh, Admiral Byrd und Chamberlain zu ihren weltbekannten Flügen aufgestiegen waren. Nicht weniger als 17 Kurven wies die 6,4 Kilometer lange Strecke auf, die in sich so gekrümmt und geschlängelt ist, daß die 60 000 Tribünenbesucher die ganze Strecke überblicken konnten. Die Strecke war sehr gefährlich. Die Breite von mitunter 30 Meter konnte darüber nicht hinwegtäuschen und die Fahrer gaben höllisch acht, daß sie nicht hinausgetragen wurden. Trotzdem ereigneten sich zahlreiche Stürze und Zwischenfälle, aber alle verliefen infolge der hohen Fahrkunst der 45 Teilnehmer glimpflich. Man hatte übrigens an den gefährlichen Punkten der Bahn vorsorglich Aerzte und Krankenwagen postiert, die glücklicherweise keine Schwerverletzten zu behandeln hatten. Nach dem Start übernahm der großartige Kurventechniker und Draufgänger Nuvolari sofort die Führung des Rennens und gab sie nur einmal eine Runde lang an seinen Kameraden Marchese Brivio ab, als er zum Tanken an der Bor hielt. In der ersten Stunde fuhr Nuvolari den hohen Durchschnitt von 110 Stundenkilometer. Weltfalens endgültige Mannschaft zum Repräsentativspiel gegen Ostholland Am 25. Oktober ist der Gau Westfalen mit der Vertretung Westdeutschlands im Repräsentativspiel gegen Ostholland in Enschede beauftragt worden. Die ursprünglich vorgesehene Mannschaft, in der u. a. die Bochumer Andreas, Gockel und Antek aufgestellt waren, ist nun noch in einigen Punkten geändert worden und zeigt jetzt folgendes endgültiges Gesicht: Klodt(Schalke 04); Krüger, van Haaren(Westfalia Herne); Piotrowski(Gelsenguß Gelsenkirchen), Prezetak(Höntrop), Andreas(Germanig Be: chum): Claus Timpert(Höntrop),####: ler(STV. Werne), Lenz(Borussia Dortmund), Sylla(SV. Rotthausen), Gockel(Tu S. Bochum). An Stelle des verletzten Herner Torwarts Sobota hat man also jetzt Klodt, den früheren Torhüter des BV. 12 Gelsenkirchen, aufgestellt, der bereits international gespielt hat, zu Schalke 04 übersiedelte und jetzt auf seine Freigabe wartet. Die westfälische Mannschaft ist, da die Schalker nicht zur Verfügung standen, recht geschickt zusammengestellt und wird sicherlich einen guten Gegner abgeben. Besonderes Interesse erweckt die Aufstellung des Werner Zeidler dem damit Gelegenheit geboten ist, sich die ersten Sporen in einem Auswahlspiel zu holen. Meilterschaftsbeginn bei den Schwerathleten Deutschland-Schofflandim Rundfunk Wieder wartet die deutsche Fußballgemeinde mit Spannung auf die Uebertragung des Fußball=Länder= spiels Deutschland— Schottland, das am Mittwoch, 14. Oktober, in Glasgow zum Austrag gelangt. Der schottische Fußballverband hat die Genehmigung zu einer direkten Uebertragung nicht erteilt. Um jedoch den Hörern des deutschen Rundfunks noch am gleichen Tage einen umfassenden Bericht von dem Ländertreffen Nuvolari gewann Vanderbilt-Pokal Tage einen umfassenden Bericht von übermitteln zu können, überträgt der deutsche Rundfunk am Mittwoch, 14. Oktober 1936, von 22.15 Uhr bis 22.30 Uhr, einen Augenzeugenbericht aus Glasgow. Vier europäische Fahrer und Wagen vor den Amerikanern in Front Das Automobilrennen um den neuen VanderbiltPokal und den Großen Preis von Amerika, das am Montag, Amerikas Kolumbustag, auf der RooseveltBahn bei Mineola auf Long Island, unweit Newyorks, über 300 Meilen(485 Kilometer) ausgefahren wurde, endete mit einem überzeugenden Sieg der europäischen „Der italienische Meisterfahrer Tazio Ruvolari erkämpfte sich infolge, seiner großartigen Steuerkunst gegen alle„Akrobatie" der amerikanischen Fahrer auf Alfa Romeo mit einer Zeit von:32:44,04 Stunden und einem Stundenmittel von 106,213 Stundenkilometer den Sieg. Mit dem Franzosen Pierre Wimille auf Bugatti, der mit zwölf Minuten Rückstand nach Nuvolari ins Ziel kam, dem italienischen Marchese„AnBald konnte Nuvolari schon das Tempo auf 106 Stundenkilometer mäßigen. Diese Fahrt hielt er dann bei und er siegte sehr sicher und sehr überlegen mit zwölf Minuten Vorsprung vor Wimille, der noch auf dem letzten Teil der Strecke mit seinem Bugatti Brivio abfangen konnte und damit bewies, daß die neue Molsheimer Konstruktion sehr zu beachten ist. Das Ergebnis war: Großer Preis von Amerika; 1. Tazio Nuvolari(Italien) auf Alfa Romeo:32:44.05 Stunden= 106.213 Stundenkilometer, 2. Pierre Wimille(Frankreich) auf Bugatti:44:51,93 Stunden= 101,750 Stundenkilometer, 3. Marchese Antonio Brivio(Italien) auf Alfa Romeo:45:44,40 Stunden= 101,378 Stundenkilometer. 4. René Sommer(Frankreich) auf Alfa Romeo in:46:59,53 Stunden. Wenn der Sommer zur Neige gegangen ist, beginnt für die Kraftsportler die Saison der MannschaftsMeisterschaftskämpfe, deren Endziel die Ermittelung des Deutschen Meisters ist.,„„ n eis— g. Während im Vorjahr die Kämpfe nur bis zur mittelung des Gaumeisters führten und dann durch s hereitende Turniere ahgelöst wurden werden mitelung des Gaumeisters führten, und. dann„dire olympiavorbereitenbe Tuchiere abgelost wurgen, Wiben diese in diesem Jahr wieder durchgeführt. Der wanndiese in diesem Jahr wieder durchgeführt. Der 2 schaftsmeister soll bis Anfang 1937 ermittelt sein. Rund 40 Vereine haben im Gau Westfalen zu den Kämpfen gemeldet. Eingeteilt in sechs Gruppen, werden die Kämpfe abgewickelt. Von den Bochumer Vereinen nimmt nur der KSV.„Deutsche Eiche Germania“ teil. Der Verein ist der stärksten Gruppe zugeteilt, die zehn gute Vereine der Umgegend enthält. Der erste Kampf steigt bereits am kommenden Sonntag. Als Gegner steht der K SV. Herne fest. Am 8. November Fechtertreffen in Bochum. Deutschland stellt um In Glasgow Janes für Rodzinski Sozusagen in letzter Stunde ist die deutsche Elf für den heutigen Länderkampf gegen Schottland in gow umbesetzt worden. Der Hamborner Rodzinski ist nicht voll auf dem Posten. Für ihn wurde Janes von der Fortuna Düsseldorf eingesetzt. Eine Aenderung— aber keine Schwächung. Auch Irland stellt um Der für das Länderspiel gegen Deutschland am Samstag in Dublin vorgesehene Stürmer Duggan wird nicht für Irland spielen können, da ihn der Verein nicht freigab. Der Ersatzmann ist noch nicht bekannt. lari ins Ziel kam, dem italienischen Marchese„Antonio Brivio auf Alfa Romeo und dem Franzosen René Sommer auf Bugatti belegte die europäische Automobilindustrie auch die drei nächsten Plätze und zeigte sich, wie in den Vanderbilt=Pokalrennen vor 30 Jahren, abermals den Amerikanern klar überlegen. Ruvolari entführte mit seinem eindrucksvollen, Sieg nicht nur den schönen und wertvollen Vanderbilt=Pokal, sondern auch bare 60.000 Dollar nach Italien. Fortuna Düffeldorf als Galt Ein interessantes Spiel in Höntrop Der Spielverein Höntrop wartet an Stelle des abgesagten Meisterschaftsspieles gegen Schalke 04 am Sonntag mit einem interessanten Freundschaftsspiel auf, und zwar wird der Niederrheinmeister und derzeitige Tabellenführer unseres Nachbargaues, Fortuna Düsseldorf, am Höntroper Hellweg eine Gastvorstellung geben. Die Säbelfechter des Gaues Westfalen bringen am 8. November in Bochum ihren diesjährigen Mannschaftskampf zum Austrag. Außerdem kämpft am gleichen Tage hier eine Mannschaft der besten westfälischen Fechterinnen gegen eine solche des Niederrhein=Gaues. Ausrichter der Veranstaltung ist die Fechterabteilung des Tv. Bochum 48, die damit die Feier ihres zehnjährigen Bestehens verbindet. Wendeundtes Oinzier-fagureinen Zweiter Tag der Dortmunder Jubiläumsrennen Die Dortmunder Jubiläumsrennen werden am Mitt= deutsche Offizier=Jagdrennen über 4000 Meter, woch mit einem erstklassigen Programm, fortgesetzt, und mirg 40 0% Mark„gisgesttet gleichzeitig zum Abschluß gebracht. In der Hauptsache sind die Rennen den Offizierreitern und den Amateudas sind die Ronnen den Offizierreitern ren vorhehalten, und einmal steigen auch die Amaz ren vorbehalten. und einmal steigen auch die An in den Sattel. Im Mittelpunkt steht das Große West„aid Ghroße Wesbenlische, Ssieher Fedsernen de; 4000 Meter wird vgxaussichtlich, siehen, Pfegoe, am Start 4000 Meter wird voraussichtich, siehen, Pferoe, am Stagt zonen sseben., Ivienturg, veoge, Iu. 2eldgrk. und, solie, auch Sechamel Znnusahau mn. Ilsenburg siegre,in Dusseldorf und sollte auch hier eine gute Rolle spielen. Steinbutte belegte hinter Kurzer Kopf den zweiten Platz und muß beachtet werden. Fedeler ist nach Gesamtform hier ebenfalls möglich, Schwerthieb und Sifaro vervollständigen die Gruppe der aussichtsreichen Anwärter. Unsere Voraussagen Lichtburg:„Das Frauenparadies“. Filmes, die von geradezu durchschlagender Lachwirkung Das„Frauenparadies" besteht in diesem Falle in einem unwahrscheinlich eleganten, von Marmor, Weißmetall und Spiegeln gleißendem Modehaus. Eine „Film=Operette“ nennt sich das ganze Geschehnis, weil Ausstattung, Lichteffekte, ein paar Revueszenen und gefällige Melodien die Geschichte eines kleinen Laufmädchens, das den geliebten Chef heiratet, in altbekann„Blau Weit" Bochum an zweiter Stelle in der großen Mannschaftsprüfung Die großen Mannschaftsprüfungen der westfälischen Schwimmvereine brachten folgende Ergebnisse: Vereine mit Winterbad, Klasse 2: 1. Schwimmverein Bladbeck 13 785 5 Punkte, 2. Westfalia Dortmund 685 5 Punkte, 3. Neptun Erkenschwick 665,6 Punkte.— Klasse 3: Poseidon Gelsenkirchen 04 409,9 Punkte, mädchens, das den geliebten Ebef be.„., gexmischt neuter sicherer Form zu einem süßen vonbon vermisch zwar Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Der außerordentlich starke Publikumserfolg des„Käthchen von Heilbronn“ in dieser Spielzeit zeigt, wie sehr Kleist gerade heute wieder im Mittelpunkt des klassischen Spielplans steht. Die heutige Aufführung weist die gleiche Besetzung wie die Premiere auf. Die Vorstellung ist für die Vormiete C. Donnerstag und Freitag sind keine Vorstellungen. Am Samstag kommen in neuer Inszenierung zwei weitere Werke Kleists heraus, und zwar der„Roverz. Gulskard“ und der„Zerbrochene Krug“. Die Größe des„Robert Gutskard= und die liebevolle Kleinmalerei des„Zerbrochenen Kruges“ zeigen, wie vielgestaltig und unendlich die Schaffensformdes großen deutschen Dramatikers war. Diese beiden werke werden den zweiten Abend der Kleist=Woche bilden. Unter der Spielleitung von Dr. S. Schmitt, mit der Musik und der musikalischen Leitung von Emil Peeters, den Bühnenbildern von Dr. Harry Mänz spielt die Hauptrolle im„Robert Gutskard“ Gerbard Meinecke, den Dorfrichter Adam im„Zerbrochenen Krug“ Alfred Schieske. Der Premierenabend ist für die Vormiete B angesetzt. 1..: Bastler— Frag Papa; 2..: Ma Clochette— Florian Geyer; 3..: Agathon— Urbino; 4..: Fedeler— Ilsenburg; 5..: Sarafan— Infant; 6..: Feste Lup— Steinbutte: 7..: Wolkenflug— Maruka; 8..: Stall Dilthey— Chianti. werden, das dem Publikum lächelnd angeboten und von ihm ebenso aufgenommen wird. Leo Slezak und der in jeder Rolle frische und lebendige Hans Richter setzen die komischen Lichter auf all' die Verwicklungen und Verwirrungen von Liebe, Eifersucht und Mißverständnissen, die hier hinter wunderbaren' Glastüren vor sich gehen. Ivan Petrovich leiht dem von allen Frauen umschwärmten Chef seine Figur und sein strahtendes„Lachenz er singt mit sompathischgr, Wienge..—. Pormiete 8 angesett. einige kleine Zieder. Hortense Nar“, einzigen Feri Morgen erse Lammermant des Siübuischen Srgesters Neueptdeczung, findet sich in einer recht hrozigen Drt Bochum Am Donnerstag. 15. Ottober, sindet abends im mit ihrer Rolle des kleinen Laufmädchens, das zur gro Ernst.=Morig=Arndt, Haus an der Sönigsalle die erste zen Dame wird, ab. Für die Frauenwelt mag der Hiesjährige Kammermusit des Städtischen Orchetters, Bochng Enghien, 13. Oktober .: 1. Faisan„Vénzrs(Magigot), 2. Old Clory, Weitere Voraussagen: Le Tremblay, 14. Oktober. 1..: Croix de Lorraine— Ornando. 2..: Fairst— Suc de Pomme. 3..: Beau Brummel— Agrase. 4..: Vatellor— Stall Schwob. 5..: Sabir— Prodike. 6..: Torreador— Aldobrandini. 1..: 1. Faisan„Venzré,(Magiget), 2. Old elegg,. 8. Dark Mystery.— Toto: S. 36, Pl. 25, 94. Ferner: Louis Maunganui, Pad Or II, Le Majestie. Rhus, Lickety Split.„ 2..: 1. Liari(Beauparlant), 2. Ad Alta, 3. Marsae. — Toto: S. 20, Pl. 12, 11. Ferner: Champ. Motley. 3..: 1. La Potardiere(Rochet), 2. Mv Ladv Lu. 3. La Biepre.— Toto: S 75, Pl. 23, 17. Ferner: Floradora, Carpia, Venette, Baker Pasha, Fleet Foot, Mafizy. 4..:.:-Arbre Broyé(Kallev), 2. Ange Pitou, 3. The Marquis.— Toto: S. 55, Pl. 24, 17. Ferner: Ferdivo z..: 51:-Bu,=pour Tent(Gleizes), 2. Buzard, 3. J6 Ner.— Toio: S. 25, Pl. 16,,31. Ferner: Böls de Nay, in Wedseschotungen schweigen Kaon, 1. Binche Zrid Gellicd Zali Frünie und zs Pess zn. de Siecheri teKin“ ektast Peruer. Hege 2 Nach Meldut gen zwischen Regierung über gungen für die rungspolitischem amerikanische S eine Erklärung London und Pe und in London den Kommenta Amerika gibt In der Erk Verfolg der A 1. Februar 193 Schatzamt und von Gold für das Schatzamt solange wie die hersage nicht a Vereinigten St fortige Ausfuh Ausgleichsfond reit sind, Gol gesetzt, daß di Bedingungen g Schatzamt erla des Landes an dem mit, daß Länder, die di len, aufgestell Sämtliche Ver mittlung der tätigt, die als handelt, und der Schatzsekre liegend betrach Dollar die Ur kosten verkauft Französischer In dem K. lischen Währr handlungen ur fen, wird beto die Vereinbart mit dem zust nunmehr voll lung gestatte leichterungen amerikanische Regierung hal tretern des al ebenfalls der Das Abkomm kraft erhalten des Stabilisie kehrs wesent! sei auch mit? damit die Zu sich wirksam Wie an verlautet, ist Frage gerege der die notn und Ausgleic Keine Rückl Vom deu zwischen Lon es den währ WährungsfriStabilisierun die sich am2 endgültig. 1 Im Gegente Währungen zwei Richtun klipp und kl endgültig an wesentliches Unabhängigk rungsgewalt. nationaler 2 Notenbanken waren die 2 Wandel der ist, dem ha schlossene. 2 Mit der Ab Währungsal worden. Ar automats ist die Ausgleic banken, son Goldabkomn Mittel des Nationalisie Das Golda alten Goldn bilisierung, Goldwährur des Goldab vorläufige Rh.-W Mitge Fordlaufen Müheoin 1 %hlossch Rul. E% Krupp RA. s% Mittelstahl Schoer, St. RA. Buderus.. Dahlbusch St. Dtsch. Atlant. Disch. Erdöl O. Reichsbahn .8. Farbenind. Feldmöhle Feiten& Sulie Boldschmidt Harpen... Hlossch-Köln Kall-Aschersl. 95 Beinkchler 93 — Carolos H. 5of Const. b. 8. 760 Deutschl. 34 Schwerin 405 Heinr. 11300 Langb 13000 Braunkehle Bruckd.-R.— Gutetfoffn. 411 Lasnh. 10800 — Seite 9 Nr. 241/ Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 14. Oktober 1936 Deuer zoup dam=Seld stundure * K* 6“ 4 ihnepedenfente Technische Zusamme“n Wahlungbemene Kationansterie Währungen unverbindlich, Nach Meldungen aus Newyork sind die Verhandlungen zwischen der amerikanischen und der englischen Regierung über die Einzelheiten der technischen Bedingungen für die zukünftige Zusammenarbeit auf währungspolitischem Gebiet nunmehr abgeschlossen. Der amerikanische Schatzsekretär Morgenthau hat dazu eine Erklärung bekanntgegeben, die in Washington, London und Paris gleichzeitig veröffentlicht worden ist, und in London und in Paris durch einen gleichlautenden Kommentar begleitet wird. Amerika gibt die Goldausfuhr frei In der Erklärung des Schatzsekretärs heißt es: In Verfolg der Ankündigung, die am 81. Januar und 1. Februar 1934 über den Ankauf von Gold durch das Schatzamt und am 31. Januar 1934 über den Verkauf von Gold für die Ausfuhr gegeben worden ist, weist das Schatzamt darauf hin, daß in Zukunftz#und bleibt auf die goldbesitzenden Länder beschränkt, die mit einem neuen Kreislauf des Goldes vorläufig nichts wesentliches für die wirtschaftliche Abrüstung getan haben, die im Gegenteil ihre erschütterte wirtschaftliche Machtstellung durch engere Verbindung untereinander stärken wollen. Das Goldabkommen hinterläßt wie das Währungsabkommen im September den Eindruck, daß sich nur die Fronten im Wirtschafts= und Währungskrieg verschoben haben. Betriebseinnahme gedeckt werden. Darüber hinaus ist ein Ueberschuß nicht verblieben. Paxis=Washington war bisher völlig unde gindlich, weil das währungspotitische Programm der vorläufigen Stabilisierung keine währungstechnische Maßnahmen vorsah, die vorläufige Stabilisierung zu sichern. dem Goldabkommen holt man dieses Versäumnis nach. Jetzt ergibt sich, wie die„K..“ erläuternd ausführt, folgendes: Die alte Goldwahrung ist zerstört und wird nicht wiederhergestellt. Das Währungsabkommen vom 26. September deckte die Frankabwertung. Die Abwertung im Goldblock machte den Weg frei zu einer neuen Währungsordnung, bei der das Pfund die Führung beansprucht. Bis jetzt ist aber nicht einmal die vorläufige Stabilisierung ganz erreicht; denn Pfund und Gulden sind noch völlig ungehunden.„Man kehrt zum Gold als internationales Zaylungsmittel zurück. Der Währungsausgleich vollzieht sich aber mit Hilfe des Goldes hinter den Kulissen. Die Währungsausgleichsfonds verlagern die währungspolitische Verantwortung von den Notenbanken zu den Regierungen. „Kampf um I,3 Milllärden Wirtschaftsbeauftragter Keppler zur Kölner Ausstellung Wie mitgeteilt wird, findet vom 28. bis 31.,„Oktober in Köln die Ausstellung„Kampf um 1½ Milliarden“ statt. Der Beauftragte des Führers und der NSDAP. für Wirtschaftsfragen, Keppler, übermittelte der Ausstellungsleitung folgende Stellungnahme: Die der Europäischen Rohstahlgemeinschaft, angehörigen Kartelle haben, beschlossen, die Reinuagen künftighin nur noch auf Goldpfunde auszustellen, mit Ausnahme der Schweis, ho;e dach mit veiniem Aufschlag währung beibehalten wird, sevich Age#nnn umschlag von 42 Prozent auf die bisherigen koschlußpreise. Börsen schwächer Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf „Der Vierjahresplan des Führers verlangt die Erzeugung neuer Rohstoffe auf inländischer Grundlage, deren Legguf gans oder grr, Fei, bisher, Zuzeth ver: fortige Ausfuhr, und zwar für die Stabilisierungs= un Ausgleichsfonds für diejenigen Länder freigeben, die bereit sind, Gold nach Amerika zu verkaufen, vorausreit sind, Gold nach Bedingung diese Goldangebote Ju. Soye mgignischen gesetzt, daß diese Goldangebote Bedingungen gemacht werven, vie es dem amerianischen Schatzamt erlauben, sie als vorteilhaft für die Belange des Landes anzusehen. Der Schatzsekretär teilt außerdem mit, daß schon jetzt die Liste der ausländischen Länder, die die oben angeführten Bedingungen erfüllen, aufgestellt und täglich vervollständigt werde. Sämtliche Verkäufe von Gold werden durch die Vermittlung der Federal Reserve Bank von Newyork getätigt, die als Finanzagent der Vereinigten Staaten inde Da die Gläubigerländer mit der neuen Währungspolitik weder die Frage der internationalen Schulden noch der Rohstoffverteilung gelöst haben, bleibt den Schuldnerländern der freie Zugang zur Weltwirtschaft versperrt. Die Wirkung des Goldabkommens fuhr, gedegt, worden ist. er sent damnr als etrnen ständlich voraus, daß mit den vorhandenen oder neu geschaffenen Rohstoffen im gesamten Volkshaushalt sparsam gewirtschaftet wird. Eine sparsame Haushaltsführung des gesamten Volkes hängt aber von der Sparsamkeit jedes einzelnen ab. Dies ist in erster Linie eine Frage der Volkserziehung. Nachlässigkeit oder Unachtsamkeit des einzelnen in des täglichen Lebens haben im großen gesehen einen Verlust von Sachwerten und Rohstoffen zur Folge, der einen Milliardenbetrag erreicht. Hierüber muß Aufklärung geschaffen und der Wiue zur Aenderung in die Tat umgesetzt werden.“ Sescst ade Scehlsceher i. etsheche Geae ohne Umsas und 28 Montanwerten“Ver. Giadt op ichfalls schwächer 3%(minus 3⅜ Geschaft gleichigus schihzuueg. Felten um ½. Prozent, Stemens um 1¼ Prozent schwächer. Fardenartien wiesen einen 1 Dollar 2,491(gestern 2,491) Rm. 1 Pfund 12,21(gestern 12,22) Rm. 100 Schweizer Franken 57.26(gesterg, 53z38 100 französ. Frank 11,62½(gestern 11,62½ 100 holländ. Gulden 132,50(gestern 132,80) Rm. 100 Belga 41,90(gestern 41,94) Rm. 100 Lire 13,10(gestern 13,10) Rm. Es birtei denn=Wochelnehn tätigt, die als Finanzagent der Vereinigten S# haubelt, und zwar unter folgenden Bedingungen, die der Schatzsekretar als im Interesse der Oeffentlichkeit liegend betrachtet: das Gold wird zum Preise von 35 Dollar die Unze Feingold plus ¼ v. H. für die Unkosten verkauft. Französischer und englischer Kommentar Das Ergebnis von Untersuchungen des Sozialamtes der Posten sein: er muß in der Herstellung seiner an Erklärung des Schatzsekretärs knüpfen, wird betont, aus dieser Erklärung gehe hervor, daß die Vereinbarungen über die technische Zusammenarbeit mit dem zuständigen amerikanischen Währungsinstitut nunmehr vollkommen geregelt seien. Diese Neuregelung gestatte es allen Ländern, denen gegenseitige Erleichterungen zustünden, sich in Amerika Gold gegen amerikanische Devisen zu besorgen. Die franzosische Als vor einiger Zeit ein Großunternehmen eine Aenderung der Lohnzahlungstermine einführte, entstand in der Oeffentlichkeit eine Erörterung über die Zweckmäßigkeit, auch den Arbeitern Monatslohn oder anders als wochenmäßig gestaffelte Lohntermine zuzubilligen. Das Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront hatte deshalb die Reichsbetriebsgemeinschaften und Gauwaltungen gebeten, über die Erfahrungen und Bestrebungen nach einer Neugliederung der Lohnzahlungstermine zu berichten. Aus den eingehenden Untersuchungen, deren Ergebnis jetzt vorliegt, muß festgestellt werden, daß überwiegend eine Neugliederung der Lohnlungstermine als Erzeugnisse und der Durchführung der ihm anverauf dem Kursrückgang von 2 Prozent auf 176¾ auf. durchschnittlich 1 Prozent niedriger. Der Kux lag fest bei lebhaften Umsätzen. Kohlenwerte bevorzugt. Carolus, Constantin, Diergardt, Heinrich wurden mehrfach zu anziehenden Kursen aus dem Markt genommen. Deutschland knapp behauptet im Markt. Braunkoblenwerte ohne Geschäft. Auf dem Kg##tgamag; gewannen. Beienkode wurde eiwas billiger abgegeben. Zur vertehr lag ledbast. Von Kodlenakien goheg amezuunische, Depisen zu besorgen. Die französische Regierung habe Maßnahmen getroffen, damit den Vertretern des amerikanischen Wahrungsinstituts in Paris ebenfalls derartige Erleichterungen gewährt würden. Das Abkommen werde nach und nach volle Wirkungskraft erhalten und werde die technischen Operationen des Stabilisierungsfonds und des wechselseitigen Verkehrs wesentlich erleichtern. Ein gleiches Abkommen sei auch mit der englischen Regierung getroffen worden, damit die Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern sich wirksam gestalten könne. Wie an gut unterrichteter französischer Stelle dazu verlautet, ist mit diesem Abkommen die schwierigste Frage geregelt, die darin bestand, wie sich die drei Länder die notwendigen Mittel für den Stabilisierungsund Ausgleichsfonds besorgen könnten. Keine Rückkehr zur alten Goldwährung Vom deutschen Standpunkt ist zu dem Abkommen zwischen London, Paris und Washington zu sagen, daß es den währungspolitischen Waffenstillstand nicht zum Währungsfrieden, die vorläufige nicht in die endgültige Stabilisierung verwandelt. Keine der drei Valuten, die sich am 26. September verbündet haben, bindet sich endgültig. Man kehrt nicht zur Goldwährung zurück. Im Gegenteil, die Tatsache der Nationalisierung der Währungen wird noch unterstrichen, und zwar nach zwei Richtungen. Erstens bestätigt das Goldabkommen klipp und klar, daß die Führung der Währungspolitik endgültig an die Regierungen übergegangen ist. Ein wesentliches Merkmal der alten Goldwährung war ihre Unabhängigkeit von der Politik, d. h. von der Regierungsgewalt. Die alte Goldwährung war ein internationaler Mechanismus, für dessen Funktionieren die Notenbanken verantwortlich waren. Gold und Diskont waren die Werkzeuge der Kursregulierung. Wem der Wandel der Währungspolitik noch nicht klar geworden ist, dem hat ihn das zwischen den Regierungen geschlossene Währungsabkommen eindeutig klargen.u ab den wi stehenden Monatslohn erhoffte größere Beweglichkeit und„weniger beschicgntte Weriggungrferihent, toird in den Untersuchungen bezweifelt. Auch eine erhöhte Kaufkraft sei durch eine monatliche Lohnzahlung nicht zu erwarUeberwiegend wird der Standpunkt vertreten, daß Aenderung der Lohnzahlungsabschnitte für den in wöchentlicher Lohnzahlung stehenden Volksgenossen keine übermäßige Bedeutung besitze. , be Standpuhkt-hif trauten Arbeit besondere Tuchtigkeit aufweisen und daneben im Verkehr mit der Kundschaft doch ses Mindestmaß kaufmännischer Fähigkeiten besitzen. Um das in den Krisenjahren verlorene Terrain endgültig wiederzugewinnen, ist es nötig, allen Ereignissen gewachsen zu sein. Eine Bescheidenheit, die den Handwerker etwa veranlaßte, nicht über den kleinen Kreis seiner Arbeitsstätte hinaus zu blicken, ist verfehlt. Das gilt besonders für den jungen Menschen, der sich diesem Beruf, der mehr als je wegen der Selbstandigkeit seiner Existenz zum Rückgrat Zez, deut: schen Mittelstandes werden soll, mit schönen Zaranstshlust#mguts verfrüht empfun; schen Mittelstandes in wird. Die fur die in wöchentlicher Lohnzaylung hoffnungen widmet. benden Gefolgschaftsangehörigen vom Detgunt=wpenz:] Nun soll gewiß nicht jeder Schuhmacher, Schlosser r beschränkte Verfügungsfreiheit wird in den Unter= oder sonstiger Handwerker wie Hans Sachs mit dem Dichten anfangen. Aber er soll sich, im Interesse seines chäfts und seiner eigenen Persönlichke gehandelt. Ewald wurden 1¼ Prozent billiger abgegeben. Größeres Geschäft entwickelte sich mit Kagaignggrecie, die 6¾ Gold und 7¼ Brief notierten. Kaltalnen mu.Vonl Industrieaktien wurden Aleranderwerk regex zu gut behaup; nachgebend. Elsa=Zemeni 128 Prozent drückt, dagegen Veresd Beschaist wickelte sich wleder mit Hamnboldt“ wobei Schluß konnte sich eine etwas freundlichere Stimmung durchsetzen. Berliner Börse Bedeutung besitze.„„„„* Verselbe Standpunkk wird hinsichtlich ver nenderung der Lohnzahlungstage eingenommen. Wenn die Lohnzahlung auf den Anfang der Woche falle, sei zu oefurchten, vaß der für den Erwerv eines ie Lohnzahlung auf den Anfang der Woche kalle, sei zu befurchten, daß per für den Erwero eines wichtigen Gebrauchsgegenstandes vorgesehene Geldbetrag bereits für die Lebenshaltung draufgegangen sei. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei bei der Abschaffung des Freitags oder Donnerstags als Lohnzahlungstag eine Verbesserung der Bedarfsgewohnheiten zu erwarten, die stärkeren mit einer Einschränkung auf andern Gebieten erka werden müßte. Allerdings komme dem Freitag kein so unbedingtes Lohnmonopol zu wie der Lohnwoche. Vorgeschlagen wird im wesentlichen, neben dem Freitag stärker den Donnerstag als Lohnzahlungstag zu verwenden. Die Wochentage als Lohnzahlungstage für die verschiedenen Wirtschaftszweige einzeln zu verteilen, wird nicht empfohlen. Hans Sachs von heute Geschafts und seiner Eigenen Tersenlichkeit, über alles unterrichten, was für seinen Berufsstand von Bedeutung werden kann. Dabei ist in erster Linie an die schaftliche Entwicklung zu denken. Wenn heute die Zeitungen berichten, daß Exportausstellungen„für. Handwerk eingerichtet sind, daß das Handwer###erstmals auf der Leipziger Messe vertreten ist, daß besondere Kreditorganisationen für den Meister geschaffen werden, so ist das alles sehr wesentlich. Immer wieder ist es die Zeitung, die auch gerade dem Handwerksstand neue Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt. Man muß nur seine Zeitung ständig verfolgen, sie allerdings auch mit einer Art von Spürsinn zu lesen verstehen. Der Meister, als Generaldirektor in seiner Werkstatt, wird tagtäglich seiner Zeitung die Zusammenhänge entnehmen können, die sein Unternehmen mit der übrigen Welt verbinden. Sie alle aufmerksam zu verfolgen, ist dringender als je. Ist es doch einfach nicht mehr möglich, ohne die laufende Berichterstattung der Zeitung über die vielfachen Maßnahmen auf dem Gebiet der Rohstoff=Bewirtschaftung, der ständischen Organisation, der Konjunkturentwicklung, auszukommen. Handwerk hat goldenen Boden; zum Handwerkszeug, Meisterl, gehört aber auch deine Zeitung. maltg wieder eine Abschwächung ein. Am R bielt sich das Geschaft#v, enk Zounzen zich gug 8c; betestigen. dungsanleihe der Gemeingen Lonnten sich auf 89 Die Umschuldungsaktion ist abgeschlossen,„Vv. 308 e tere Erhöhung des umlausenden Betluges nicht zu erwarten ist. Reichsschuldbuchforderungen und Wiederaufbauzuschläge behaupteten ihren gestrigen Gewinn. Zinsveren; tungsscheine gesucht auf gestriger Bseschzt,=Heßferungen von ½4 Prozent. Am Aktienmarkt waren vor allem die stärker angezogenen Papiere gedrückt; besonders Montandie bis zu 2 Prozent nachgaben. Darüber hinaus Rheinstahl auf 153½ nach 157 gedrückt. Stärkere Rückgänge wiesen auch Zellstoff Waldhof auf, die mit Minus=Minus=Zeichen an der Tafel erschienen und später mit 169½ nach 175 notierten. Von chemischen Werten Farden 177¼, lauf 176¾(178¼). Goldschmidt minus 1 Prozent, werke minus ¾ Prozent, Rütgers minus Elektrowerten hatten AEG. lebhaftergs## bei unverändertem Kurs von 39¼; Siemens vagegen minus 2 Prozent, Schuckert minus 1½ Prozent, Versorgungswerte mit Ausnahme von Elektrisch Licht u. Kraft, die 2¾ Prozen. nachgaben, durchschnittlich ¼ bis ½ Prozent gedrückt,# fabrtsaktien, lagen ½ Prozent niehziger.— Am#### markt Blankotagesgeldsatz unverandert 2½ bis 2½ Prozent. Was macht eigentlich ein Generaldirektor, wenn er gefrühstückt hat? Wir wollen es verraten, er liest die neueste Zeitung. Nicht gerade den Roman. Bei Generaldirektors geht es nämlich so zu wie in allen anderen Familien auch. Vater muß die Unterhaltungsbeilage herausreißen, damit Mutter sie schleunigst lesen kann. Der Herr Generaldirektor selbst dagegen studiert schön der Reihe nach die politischen Ereignisse, die wirtschaftspolitischen Meldungen, die Nachrichten Kurze Nachrichten schlosene„Währungsabkommen eindeztig flargemacht. 4sp.Jardef, Has mus.“e Nachrichten weit der nowertung im Go#ooloa ist der internationale aus Industrie und Hanver., Tur mug er tun. Dem Währungsautomat endgültig außer Betrieb gesetzt sum den Betriev leiten zu können, muß er wissen, wie es in der Stadt, im Land, in der Welt und in der Wahlungsgulsmaregrgültig außer Betrieb., gesetzt worden. An die Stelle des internationalen Wahrungsantomate ist die nationale Währungsregulierung auromars in die narionate wagrungsteguttetung, durch Wirtschaft, gushichetr, in nggr Millionen Generaldirekdie Ausgleichsfonds getreten, über die nicht die Noten=] Nun, wir haven ein. put.—. vinggmagg anlg wig, hanken, sondern die Regierungen verfügen. In dem danken, sondern die meglergniten Arjußen.„In dem Goldabkommen werden die Ausgleichsfonds als neues Mittel des Währungsausgleichs und damit wird die Nationalisierung der Währung ausdrücklich anerkannt. Das Goldabkommen ist daher nicht als Rückkehr zur alten Goldwährung aufzufassen. Keine endgültige Stabilisierung, keine Rückkehr zum Automatismus der alten Goldwährung, das ist zunachst die negative Bedeutung des Goldabkommens. Und der positive Sinn? Die vorläufige Stabilisierung im Währungsdreieck LondonIm Rahmen der deutschen landwirtschaftlichen Erzeugung stellt der Zucker einen bedeutsamen, vielseitig verwendbaren Nahrungsbestandteil dar. Der deutsche Zuckerverbrauch umfaßt zur Zeit etwa 30 Millionen Zentner. Bei den Anbaugebieten steht Sachsen an erster Stelle, dann folgen Schlesien, die Kurmark, Pommern und Mecklenburg, das Rheinland, Süddeutschland und Ostpreußen. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Der Aktienmarkt zeigte zu Beginn bei kleinem Geschäft gegenüber dem Berliner Schluß in der Mehrzahl nur behauptete Kurse, da einiges Angebot herauskam. Im Verlaufe bröckelten die Aktienkurse bei weiter kleinen Umsätzen etwas ab. Am Schluß zeigte sich etwas Neigung zu Rückkäufen, doch wurden die Kurse hierdurch kaum Gegenüber dem Berliner Schluß überwogen Rückgänge von ½ dis 1 Prozent. Nur ganz vereinzelt ergaben sich geringe Kurserhöhungen. Die Auslandsbörsen toren in Deutschland. Sie stehen reineswenn alle Riesenkonzernen vor. Aber jeder Kaufmann und jeder Handwerker ist schließlich im besten Sinne ein Generaldirektor im kleinen. Genau wie dieser muß er disponieren, trägt er die Verantwortung für seinen Betrieb, und sei es auch bloß für den Ein=Mann=Betrieb des Handwerkers. Fur den Handwerker gilt diese Feststellung in doppelter Hinsicht. Er ist ja in einer Person Fabrikant und Kaufmann, wenigstens in den meisten Fällen. Er muß also nach zwei Richtungen hin Nach Mitteilung des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikats wird die Umlage auf Verkaufsbeteiligung für September mit 3,84 RM. erhoben gegen 8,67 RM. im August. Die Umlage auf Verbrauchsbeteiligung stellt sich auf 2,87 Rm. je Tonne gegen 3,76 Rm. im Vormonat. Newyork: Fester. Amsterdam: Schwankend. London: Uneinheitlich. Paris: Unregelmäßig. Brüssel: Fest. Zürich: Fest. Mailand: Unregelmäßig. Wien: Unregelmäßig. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 ka, sonst per 100 ke Die Betriebseinnahmen der Deutschen Reichsbahn stellten sich im August auf 854 Millionen, die Betriebsausgaben auf 811 Millionen Reichsmark. Zu den Ausgaben für die Betriebsrechnung sind noch die monatlichen sonstigen festen sogenannten politischen Lasten getreten. Die Ausgabeverpflichtungen konnten aus der Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. 10.820 Asche) Roggenm, 0,897 A.—.——. Viktoriaerbsen 36 S41 0855-41.0 Speisserbsen 33.-35.5/33 0 355 Futtererbsen.. /24.-26.0s24.-260 * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 13. Oktober: 56.50(56.25) Reichsmark für 100 Kilggramm. Aluminize. 98 bis 99 Prozent: 144 Reichsmark. uluminium, Warz oder Dr.: 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 13. Okt. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Portlaufende Notierungen Industrieaktien(Einheitek.) Div. 113.1012.10 Balcke Masch. 0—. 90.8 Mübooln.. 5% Hoesch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn .6. Farbenind. Feldmöhle Felten& Guille Boldschmidt Harpen Hoesch-Köln Kall-Ascherel. 13.10. 13 19. Div. Anfang Schluß 118.25s118.00 101.62 13.10.12.10 Kassa Schlus 117.901118.37 96.25 102.37 119.62 5139.25/139.75|139.50138.75 6/122.50 122.00 121.871121.00 4144.37/145.25143.50s145.00 101.62 102.00 102.37 102.25 119.00120 139.15s139.39138.75 125.37/125 81/125. 87/126.00 176.871177.31 176. 00s178.87 144.62|144.75144.62s140.50 139.87/138.50137.811139.30 118.75119.00118.67/129.00 157.37156.00 154. 129155.00 3/120.37/120.75|119.75|121.62 141.50s133.871 126.00 5/141.00 141.90.142.00 13. 10.113.10.[13.10.12. 10. lüchnar= Mannesmann Masch. Untern. Reichsbank Rhein. Braunk. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& Co. Siemens& Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall Zellst. Waldhof Div. Antang Schlus Kassa Schlus 3127.30/ 16. 121.9 3/115.75s113.87/114.81 116.87 0 119.62/120.00 120.C0120.50 12/192.37 12/232.50 4/103.30 614094139.87/139.62 141.87 75 190.00—.— 188.00s191.25 4/161.00161.00 160.371 7192.00 192.00 0/231.75/233.00 71—.—152.00 2/139.87139 60 192.50 232.50 157.00 141.87 8/206.75 /205.00 202.25/208. 00 3 5/119.37 0 59.87 5136.75 5 134.50 120.50 120. 119.87119.00 59.75 59.12 136.25136.00 135.00 131.75 162.00 122.90 121.37 60.37 135.20 MMichel 13900 14600138001— Veste Mor11 MO 60 55 Kallkuxe Beinichler 13. 10. 12. 10. Geld BrieffGsid Brief Garolus M. 5000 5300 49755275 Const. b. 6. 7600 7850 7500 7950 Deutschl. 360 390 370 390 Schwerin 14050|4350— 1400 Bernhareth. 4400 12 90 1150— Kall Beienroße 1126011320 12701340 Burbach—- 38004100 Neu-Staßf.— Siegtr. iv. 1 17000 7500 7000 7500 sach 8800 1310013 Heinr. 11300 11800 11300— Langb 13000— 12900|13500 braunkchlen Drucks.-N.—— GuteHloffn. 4150/4 350 4200/4550 Lesnh. 10800— 10500]— c 1 Froiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kure 13. 10. 12. 10. Geld Brieff Geld Briefl Oierperdt 11000 74306900 7300 Selerd.— 60d— Srussschn. Einigkeit Erichsseg Habigh. Heimbeld. Hope Jisenburg Mariagl. Marie Marie L Mar Neusollst. Rensbach Reicheld Thüringen 19. 10. 1 J. 10. Geid Briefl Geldl Brief — 5900 6350 7500 1000 7500 3350 3200 3300 2675 2700 2950 Berg. 6. Dahl.V. Sonner Bg. u. H. Bösp. Walzw. Braunk. Zuk. Dortm. Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Oüss. Masch. B. Oynamit.Nob. Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. 6lückauf-B. A6. Gebr. Goedh.A6 Hallesche Salz. Hochtief A6. Kabelw. Rheydt Kali-Chemie Mülheim. Berg. Rhein. Metall Rhein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.A6. Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Waggonf. Verd. Wasserw. Gels. 5 6 131.0/159.0 — 125.0s125.0 144.9/146.0 Colonis Röckv. Gladb. Feuerv. Köln. Hagelv. (öln. Lioyd.V. Köln. Rückv. gr. Köln. Röckv. kl. Rentenwerte 91.5 129.0 194.0196. 141.5— 187.8 128.8129.0 [118 97.2 97 167.5 — 2950 3100 5800 6100 290— 75008000 Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. O. Banku..-G. Dresdner Bank sh. W. Bb. Cr. B. Nestd. B..-A. 6 1127.01260 Vereicherungsaktien RM. Asch.-Münch. H 32 Aach. Rückvers 14.9 all.-D Ststa.9 GalodieF. Div. 13.10|12.10 265.0 780.0 95.0 250.0 105.0 70.0 265.0 780.0 95.0 250.0 105.0 70 0 97.9 215 100.8 6 950 97.0 95.0 Rhw..-Cr. Chyp. Ptb. S. 4. 6. 12. 10 dto. dto. S. 1 5½ Oto. dto. 8. 11 Otc. Gold.-Kom 1926, 1927 S.—6 95.0 7½ Wd. Bod. Gpfd. 6 dto. Em. 3, 9/12, 14 91.5 Freiverkehrs-Aktien 13. 10. 12.,10. Geld Briefl Geld Brief Alexand—.—. 46 5 49.0 B urd. K. 78.0 80. S 79.9 81. 5 Sisa C.[129.0132.0 130.0s133.5 E. Kö. I. 130.51133.5132.0135.0 Goedh. h 161.0 163.0161.0164.0 Hann. K. 76.0—. 72.0— sumb.ON 121.0125.5s122.0125.5 Kortum.— 99 0 102.0/100.0 103.0 74.5 76.5 75.0 77.0 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheltskurse Industriewerte 13.1012.10 12/207.0208.0 0 85.7 89.8 0 39.1 39.1 130.0128.0 141.5145.5 Zeiumelatoren Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. Lothrin. Lothr. 6. Manst. wasch. ke 72.0 83.0 91.0 urch. Bers 88.0—. v. eias 119 5122. 12001 4 .Apgt. 9r.8/190.“ 97.0100.0 Opek. wiel—. 130. 0/130. 6/138.5 Meuerortechelse 13.1012.10 Ghaf. Wasser Chem. Gelsenk. Conti Gummi S 4 118.5 42 1178. 6174#0 -agese 10-gaie benz: Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as " Kaber 120.3s121.0 5/121.8/121.0 3113.|116.2 6147.0147.0 Nageon damb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hottmann Stärke Hohenichswerke dolzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 69/135.0135.0 6/115.0118.3 6/148.0149.9 6/136.9s136.5 3Pcasa Sarotti Schlege! 410191040 5119.0118.5 Schles. Berg. u. Z. 0 49. 3 41.0 Berg. Beuth. 41107.31105. „ Elekt. u. 6a3 Schub.& Salzer Ot. R. Schatz. 41 1 Ot. R. Anleihe 44 55 O. R. Younganl. Reichsbahn Sch. 96.8 98. 96.2 96.1 103.8/103 8 Berliner Börse, 13. Okt. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Oittmann Neuh. S107.0Otmd. Akt.-Brau. 10—. 180 0 " Union-Brau 12 206.0 208. 0 Dürener Metall 6.—. Oyckersh. Wicm. 8 160.0161.0 K Sae Rolner Gas Kreftt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch 6140.|139.7 S 17.0 77.0 72.5 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhdringer Gas I Tuch Aachen Pe Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Loronz 0. 150.71153.2 18.5 18.7 |125.0s124.5 8 168.(166.5 8154.0/154.0 9202.5/206.51 0 81.7 82 2 136.0136.5 94.0 85.0 Union chem. 110.2— veghtuch. Hictel Sino Lin02 ver. Glanzst. 10227.0— Ver. Ultramaria 7/152.0132.0 Vogel Oreit 9/134.9— palke O Basalt Bayr. Motoren Benberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Kr. u. Licht „ Maschinend. Buderus 0 90.0 0 11.1 glektr. Lieferg. „ Licht u. Kr. Engelh. Brauere Enzinger Union 91.0 10.6 Feinjute 6/138.0137.2 98.6 97.5 6/137.7/136.5 116.|119.0 6/143.2143.5 162.4/163.2 5/138.0 4119.0 139.7 120.0 6/133.0133.5 158.0162.0 91.|92.0 6/119.5119.7 gebhardt& Co. u German. Cem. des. f. ei. U tern. Gildemeister Gladb. wolle 6ruschw. Textil Guanowerke 116.0 Wezg- Horte Miag Mimosa Mülheimer Berg. 8199.0194.0 4/115.0s113.7 8153.2—. 6 sagner& Co. 5110.2110.2 W wandererw. S 179.9168.0 Warsteiner Grub. 0 B4.0 83.8 Westfalen Draht 5—.—. Nickdler Brau.##—.—. *. 10 Aranst.&4mp; Koppels O) 88.2 Oenabr. Kupfer 9—. Verkehrswerte 45 Elberfeld. Anl. 45 Essen Anl. 4n Mölb.-Ruhr Ank. 45 Pr. Lopf. A. Pfd. 4# Lobk. Westf. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Kom. 450t. Komm.Goldan! * Westf. ldsch. Pfd. 45Dt. Hyp. B. Bin. Pfd. 45 Pr. Centr. Sod. Pfd. ## Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. Basalt Obl. 8 Concord. Berg. Obl. 6 Daimler Benz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stahl 6 Siem. u. H. Obl. 8 Farbenbonde Umseh. Anleihe 99.2— —. 92.7 93 0 92.8 97.8 97.5 94.0 94.0 96.5 96.3 95.1 95.1 96.5 96.5 96.5 96.5 97.0 97.0 .F..7 102.5102.7 105.11105.1 100.61005 —. 1102. 182.0—. 133.7133.2 88.6 39.2 133.2/133.0 1 Ponge ap Zehn 10— 4115.0114.5 145.7146.7 8131.0155.0 10175.7115.7 55/109.0110.2 5118.0—. %s g. a. Verte Khein.-W. Kalk Riebeck Montan Aütgernate 6/133.|132 0 6/139 .2123. 136.0 123.0 6/139.0s139.5 A. 6. für Verkehr 6120.3119.0 Soch.-Geisenk.## Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer. Nordd. Lioye 16.5 16.1 0 40.0 40 0 16.1 16. 19.10 10 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 4½ 5 Essen Steink. 42 45 Harpener 49 45 R. W. E. 52/3 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 49 45 Ruhrgas 53 55 Ruhrwasser 53 45 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 6 41943 Geld Brief 99 6—. 99.0— 96 2—. 97.8—. 98.7100 93.7 93.0 92.5 93.7 99.0—. 94 0 95.5 93.7 95.7 91.5 93.0 93.0 94.0 91.50 93.0 Seite 10 Nr. 241 7 Bochumer Anzeiger Mittwoch, 14. Oktober 1936 Nachrichten aus Kleine Mneirungen aus den=Siadnenen Stadtteil Grumme=Böde Familienabend. Zu recht frohen Stunden fanden sich Familienabend. Zu recht frohen Stunden fanden sich am Samstag abend in der Kaiseraue die Kameraden des Reservesturms 5/17 mit ihren Angehörigen ein. Sturmführer Eilebrecht richtete herzliche Grußworte an sie. Kernige Worte waren es, die Rottenführer Gunkel an die Versammlung richtete. Musik und Bühnenaufführungen umrahmten den köstlichen Abend. Stadtteil Bergen Besseres Licht. An den Bahnübergängen der Zechenbahnen ist nach einer Ueberholung bessere Beleuchtung angelegt worden. Neue Gas= und Lichtanschlüssc erhalten gegenwärtig die Bewohner an der Bergener Ziegelei, der Bergener und Schultenstraße. Auch die Grenzhäuser am Constantiner Bera und an der Wiescherstraße wurden mit neuen Gas= und Lichtleitungen versehen. im Lokal Heckmann, soll die Ueberreichung der Wanderplakette an die erste Kompagnie stattfinden.— Die erste Kompagnie hielt am Sonntag auf dem Schießstand Benner ein Uebungsschießen ab, das einen guten Besuch und sehr gute Resultate zu verzeichnen hatte. Die fünf besten Schützen waren: W. Wesemeier, A. Platzmann, Klemke und Zimmermann. Das Schießen galt als Probeschießen für die Stadtmeisterschaft. Filmvorführung der NSDAP. Die Filmvorführung „Auf höheren Befehl“ findet erst am Mittwoch, 28. Oktober statt. Stadtteil Gertbe Achtung!— Letzte Fettscheinausgabe. Die berechtiagten Volksgenossen, die die Fettverbilligungsscheine noch nicht abgeholt haben, können diese noch am Freitag, 16. Oktober, auf der städtischen Verwaltungsstelle, Hemkestraße 5, während der Dienststunden von.30 bis 12 Uhr in Empfang nehmen. Die üblichen Belege sind mitzubringen. ter Vortrag von Frl. Dr. Hosch über alte Erntebräuche. Die interessanten Ausführungen fander, auf; merksame Zuhörer. Fr. Ortmann trug durch einige Lieder ebenfalls wesentlich zum Gelingen der erbauenden Stunden bei. Ein Ortsring für Volkstum und Heimat wurde gegründet. Im Gasthof Biedendiek hatten sich am Sonntag die Vertreter der einzelnen Laienspielerabteilungen von Langendreer und Werne zu einer wichtigen Bundes für Volkstum und Heimat hin. Gleichzeitig legte er die Notwendigkeit der Schaffung eines Ortsringes für Langendreer und Werne klar. Zum Leiter des Ortsringes Langendreer=Werne wurde anschließend der Vereinsführer des Theatervereins„WestfaliaSanssouci“, Wilhelm Scheer, bestimmt. An den kommenden Aufgaben des neuen Ortsringes sollen sich sämtliche Abteilungen beteiligen. Gemeinschaft deutscher Arbeitsopfer. Die Ortsgruppe Gerthe der Gemeinschaft deutscher Arbeitsopfer hielt im Lokale Borgmann ihre Mitgliederzusammenkunft ab. Die Weihnachtsfeier soll nach Möglichkeit in üblicher Weise abgehalten werden. Ortsreferent Otto Röhken berichtete ausführlich über die Einrichtung des Erholungsheimes in Frönspert und seinen dortigen Aufenthalt. Vor 40 Jahren Erbauung der ersten katholischen Kirche in Bochum=Gerthe. Im Jahre 1896 erfolgte in der ehemaligen Gemeinde Gerthe die Erbauung der ersten katholischen Kirche. Dieses Gotteshaus, errichtet auf dem jetzigen Gerther Marktvlatz an der Gerther Straße, diente bis 1912 religiösen Zwecken. Der erste Pfarrer von Gerthe war Pastor Büdenbender. Die Kirche an der Kirchstraße wurde bald zu klein. Der Initiative des Pfarrers Wilhelm Sondermann entsprang der Plan, an der Hiltrover Landwehr, dem höchstgelegenen Punkte von Gerthe, ein neues stattliches Gotteshaus zu errichten. Die Kirche der Hochw. Bischof Schulte(der spätere Kardinal zu Köln), nahm Buß= und Bettag 1912 die Einweihung derselben vor. Zur Kirchengemeinde gehörten Gerthe, Hiltrov, Holthausen und Harven.— Das nicht mehr benutzte alte Gotteshaus wurde dann von der ehemaligen Gemeinde Gerthe käuflich erworben und zu einer Turnhalle umgebaut, die auch heute noch für sportliche Interessen benutzt wird. Als Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Elisabeth haben bisher fungiert die Herren: Büdenbender, Wilhelm Sondermann von 1910 bis 1928, Dr. Eduard Mantel von Oktober 1928 bis Dezember 1935 und ab Januar 1936 Anton Normann. Diebe in der Laubenkolonie. In der Nacht zum 27. September wurden aus einem Stall der Laubenkolonie „Auf der Prinz“ sieben Kaninchen entwendet. Es handelt sich um zwei Muttertiere, schwarzweiß gefleckt und dunkelgrau, und um fünf etwa vier Wochen alte Jungtiere. Wo sind die Kaninchen zum Kauf angeboten worden? Zweckdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminal= polizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 245. Aus den Kriegerkameradschaften. Im Vereinsheim Köppe fand der Monatsappell der Kriegerkameradschaft „Hohenzollern“ statt. Der geschäftliche Teil wurde glatt erledigt.— Auf dem Bataillonsscheibenstand bei Hiby maßen am Sonntag die Kameraden der Kompagnie Dorf Aug' und Hand bei einem Uebungsschießen, das recht gute Ergebnisse zeitigte. Personalnachrichten Zum Landgerichtsrat am Landgericht Bochum wurde der am Amtsgericht Wanne=Eickel tätige Gerichtsassessor Dr. Storkebaum ernannt. Dr. Storkebaum wird am 1. November seine Tätigkeit am Landaericht aufnehmen. Der technische Stadtinspektor Kuberski, BauverF raht em 14 Oktoher 1099 sein 95jähriges galtung, begeht am 14. Dienstjubiläum. Oktober 1936 sein 25jähriges Knappentreue Stadtteil Langendreer Paderborner Landsleute. Im Vereinslokal„Märkischer Hof“ hielt der Paderborner=Verein seine Vierteljahrs=Generalversammlung ab. Vereinsführer. Wächter eröffnete sie. Nachdem man die letzten Ereianisse betrachtet hatte, wurde den Jubilaren beim 40jährigen Bestehen des Vereins ein großes Bild von der Jubelfeier, das die Jubilare mit ihren Ehrendamen zeigt, überreicht. Nach Schluß des offiziellen Teils folgte ein gemütliches Beisammensein. Es ist gewiß keine Seltenheit, daß ein Bergmann sein 25jähriges Arbeitsjubiläum feiert. Seltener ist es schon, wenn er dieses Vierteljahrhundert auf einer Schachtanlage verbracht hat. Aber vom ersten Tage der Kohlenförderung an getreulich auf dem gleichen Arbeitsplatz auszuharren, ist doch eine Seltenheit. 36 Jahre ist es her, seit der jetzige Zimmerhauer Eduard Andres, Gerthe, dem Bergmannsberuf nachgeht " und noch immer schreitet er rüstig tagaus, tagein der Stätt= seiner Arbeit zu. Vom Bahnhof. Versetzt wurden Enaeln vom Bahnhof Oberhausen nach Langendreer und Inspektor Lohmeyer von hier nach Mülheim(Ruhr). Die Prüfung zum Stellwerksmeister bestand Mokelies. Zugführer Stutzke ist in den Ruhestand versetzt worden. Angestellt wurde Schneider zum Inspektor und Becker zum Betriebsassistent. Erntedankfeier der NS.=Frauenschaft. Im festlich ausgestalteten Saale des Gasthofes Lindemann veranstaltete die Ortsgruppe der NS.=Frauenschaft eine sinnvolle Erntedankfeièr, zu der sich die Mitglieder in großer Zahl eingefunden hatten. Die Leiterin Frl. Marweg hieß die Erschienenen herzlich williommen und) gtraßenumbenennung Aut Ba rief zur regen Unterstützung des wieder begonnenen. Straßenumvenennung. Auf Vorschlag des OberWinterhilfswerks auf. Die nun folgenden Aufführun= bürgermeisters der Stadt Bochum hat der Polizeipräsigen der Kinder der Mitglieder fanden regen Beifall. dent der Straße„Zur alten Feuerwehr“ nunmehr den Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein interessan= Namen„Wedemgang" gegeben. Bunter Abend. Im Gasthof„Zur Post“ wurde am Sonntag ein viel besuchter Bunter Abend geboten. Nach herzlichen Grußworten durch den Ansager des Abends Aug. Pieper wickelte sich ein buntes Programm ab, das von den Laienspielern des Theatervereins„Westfalia=Sanssouci“ bestritten wurde und beste Unterhaltung bot. Neben humoristischen Darbietungen wartete man mit Tanz= und Gesangdarbietungen auf. Gemeinsame Lieder und deutscher Tanz sowie musikalische Darbietungen der tüchtigen Hauskavelle füllten den Rest der gemütlich verlaufenen Stunden aus. er rüstig tagaus, tagein der Stätte Am 1. Juli 1911 kam er zur Bergbau=AG. Lothringen. kurz vor der Inbetriebnahme von Schacht 4, und am 1. Oktober des gleichen Jahres, also vor 25 Jahren. stand der damals 32jährige als erster Anschläger auf der zweiten Sohle, als die ersten Kohlen nach oben befördert wurden. Von der großen Belegschaft ist er der einzige geblieben, der bis auf den heutigen Taa auf der gleichen Arbeitsstelle seinen Dienst versieht. Am 29. August 1914 wurde seine Tätigkeit als Beramann für einige Zeit unterbrochen, als die Kriegsdienstpflicht ihn an die Front rief. Aber schon 1915 kehrte er wieder in Arbeitsurlaub zurück und blieb von da an in der Heimat und an seinem Arbeitsplatz. Stadtteil Harpen Kaninchenzuchtverein„Unsere Lieblinge“. Im der Witwe Zebeck hielt der Verein erstmalig eine Tischbewertung nach den neuen Wertungsrichtlinien für Altund Jungtiere ab. 30 Tiere der verschiedensten Rassen wurden durch Preisrichter Peter Drechsler(Langendreer) einer Bewertung unterzogen. In der Alttierklasse erhielt der Züchter Albert Mede auf„Lux“ 72 Puniste, der Züchter Georg. Heil auf„Weiße Riesen, v# Punrte, der Züchter August Marks zweimal 92 und einmal 91 Punkte auf„Braunsilber". der Züchter Hartmann 91 Punkte auf„Gelbsilber“. 90 Punkte erreichten die ZüchFranz Lenz auf„Groß=Chinchilla", Musial auf Hasen" und Hartmann auf„Kleinsilber“ In der Junatierklasse erzielte der Züchter Agzichter Badziguf „Braunsilber" dreimal„Gut“, der Zuchter Badziong auf„Klein=Chinchilla" einmal„Gut". Die übrigen elf Jungtiere erhielten das Prädikat„Befriedigend". Tinden=Dahthadset Einzgenram, Herbstzeichen— Erfreuliches und Anerfreuliches— Aufträge aus Uebersee— Ein neuer Schießstand Stadtteil Altenbochum Hohes Alter Ihren 72. Geburtstag feierte die Witwe Luise Piontek, geb. Peter, Buselohstraße 92. Acht Kinder und 25 Enkelkinder konnten der Betagten ihre Glückwünsche darbringen. Oft= und Westpreußen=Verein, Ortsgruppe 323 Altenbochum. Am Sonntag fand im Kameradschaftsheim Wahl, Buselohstraße, die Generalversammlung statt. Vereinsführer Ferdinand Salewski begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden und gedachte zunächst der Kameraden in den Krankenhäusern und wünschte ihnen recht baldige Genesung. Nach Verlesung der Niederschrift erteilte der Kassierer den Jahresbericht, ihm wurde Entlastung erteilt. Wie in den vergangenen Jahren, so soll auch in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsfeier nach altem Brauch stattfinden. „Schützenverein„Jägerslust". Altenbochum. Der Schützenverein„Jägerslust“. Altenhochug hielt am Sonntag beim Schützenbruder Josef Deh, Buselohstraße, eine Versammlung ab. Es wurde beschlossen, an den vom Stadtamt für Leibesübungen veranstalteten Schießen auf dem Volkssportplatz an der Castroper Straße um die Stadtmeisterschaft teilzunehmen. Der Verein beteiligt sich mit zwei Gruppen.— Bei dem Werbeschießen des Kreises Bochum der KKSV. belegte der Verein den dritten Platz mit 233 Ringen. Schießsportwart Stöber erzielte als Einzelschütze den zweiten Platz mit fünf Schuß mit 55 Ringen. Dicht hinter ihm folgten seine Schützenkameraden Otto Dzeia mit 53 und Wilhelm Seipel mit 52 Ringen. Im Wonat,=3g, vember findet ein Vereinspreisschießen mit Bolg##, nutt, und zwar an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen. Stadtteil Laer Versammlung der DAF. Die Reichsbetriebsgemeinschaft 17 und 18(Handel und Handwerk) hielt am Sonntag bei Kuhweide eine gut besuchte Versammlung ab. Versammlungsleiter Pg. Wanfahrt begrüßte insbesondere den Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Pg. Paßmann. Für den verhinderten Redner Pg. Kölbel sprach Gaureferent Pg. Braun über die Aufgaben des Handels und Handwerks. In den herrlichen Anlagen des Hedtberges, des Hörsterholz und den anderen schönen Grünpunkten des Stadtteils Linden=Dahlhausen hat der Herbst nun mit Riesenschritten Einkehr gehalten. Immer mehr entlauden sich Bäume und Sträucher, und der Winter wird bald sein strenges Regiment antreten. Die beiden Ortsgruppen der NSV. sind sich hier bereits bewußt geworden, daß eine frühzeitig genug eingeleitete Aktion gegen Hunger und Kälte die beste Voraussetzung bietet, die noch hilfsbedürftigen Volksgenossen in den kalten Wintermonaten zu unterstützen. Vor einigen Tagen war in Linden allerhand los; Soldaten einer Fliegertruppe, die auf dem Wege nach Westen sich befanden, nahmen für einige Abendstunden in Linden Aufenthalt. Bestaunt wurde der so„seltsam befleckte" Lastwagen, und ein ganz besonders pfiffiger Dreikäsehoch meinte mit überlegener Miene: „Dat issene besondere Taktik...“ Doch zu schnell hieß es für die strammen Jungens wieder Abschied nehmen vom freundlichen Linden.— Etwas, was nicht besondere Freude bereitet, sind die Lausbubereien seit einiger Zeit in Dahlhausen. Am Samstag abend konnte soeben noch ein schwerer Unfall verhütet werden. Auf der abschüssigen Straße am„Westfälischen Hof“ in Dahlhausen war in den dunklen Abendstunden zwischen Baum= und Häuserfront, ein schneidendes Bandseil gespannt. Dieses konnte in der Dunkelheit nicht bemerkt werden, so daß jeder, der in dieses Spannseil hineinlief, zu Schaden kommen mußte. Einem Passanten wurden durch diese Flegelei beide Augen beschädigt.— Die deutsche Industrie ist leistungsfähig. Da kam vor kurzem ein großer Auftrag ins Dahlhauser Werk von Dr. C. Otto herein. Eine amerikanische Gesellschaft hatte für Australien 1700 Tonnen Gittersteine bestellt, davon sollten schleunigst 1100 Kisten Gittersteine(eine jede Kiste hatte das anständige Gewicht von 400 Kilo) geliefert werden. Ein Hebekran brachte es im verein mit unermüdlicher Menschenarbeit fertig, die erforderEisenbahnwaggons zu füllen. Schon am nächsten Tag standen sie zur Abfahrt bereit. Deutsche Gründlichkeit feierte auch hier wieder ihren Triumph. Ein neuer Schießstand wird bald in Dahlhausen anzutreffen sein. Die 3. Kompagnie des Bürgerschützenvereins Dahlhausen wird ihn in Bälde auf einem Gelände von Dr. C. Otto errichten lassen. Eine besonders erfreuliche Tatsache ist es in diesem Jahre, in welch weitgehendem Maße Zechen und Werke in sozialer Hinsicht ihre Belegschaften bedenken. gutes Beißens Niedergang um 1809, ferner ein gute programm. Karten zum Preise von 40 Pfennig für Erwachsene sind im Vorverkauf bei allen Politischen Leitern zu haben. An der Kasse kostet der Eintritt 50 Pfennig. Erwerbslose zahlen 25 Pfennig. Beginn 19.45 Uhr. Kinder haben keinen Zutritt. des Hauses erfolgt. Man sieht es auf den ersten Blick, daß alles getan worden ist, um den Stil der neuen Raumgestaltung zur Geltung zu bringen. Die Wände zeigen einen gefälligen elfenbeinfarbenen Anstrich. Die früheren, überladen wirkenden Stuckverzierungen sind verschwunden. Einfach und schlicht ist die Linienführung bis ins Kleinste. Nur das Rahmengebälk der Decke ist im Mittelstück mit feinstem Blattgold ausgelegt. Die von einem breiten Goldrahmen eingefaßte Bühne ist ein Prachtstück neuzeitlicher Ausstattungskunst. Leuchtendes Orangegold ist die Grundfarbe des Bühnenvorhange. Der Zwischenbehang ist aus dunklem Samt. Zur Linken und zur Rechten der Bühne sieht man die von Goldschnüren eingerahmten Wimpelzeichen der Deutschen Arbeitsfront und der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Die Beleuchtung paßt sich dem Ganzen harmonisch an. Abschließend darf man sagen, daß eine Stätte geschaffen worden ist, in der sich alle Gäste der Bochumer Kleinkunstbühne heimisch fühlen können. Stadtteil Stievel Persönliches. Ihre Silberhochzeit begehen heute die Eheleute Heinrich Fischbach und Frau. Ida geb. Schönberg, Düsterstraße. Stadtteil Wiemelbausen Aus der NSDAP. Nach der Sommerruhevause beginnt nunmehr wieder die Schulungsarbeit und Versammlungstätigkeit in den einzelnen Ortsgruppen, die ja hauptsächlich im Winter abgehalten werden. Zu den Schulungsabenden der Politischen Leiter und Amtswalter und=warte der Gliederungen der Ortsgruppe Wiemelhausen wird nochmals bekanntgegeben, daß dieselben am Montag, 12. Oktober, begannen und alle 14 Tage fortlaufend im Lokale Niedballa abends um 8 Uhr abgehalten werden. Erscheinen sämtlicher Politischen Leiter, Walter und Warte der Gliederungen ist unbedingte Pflicht. Weiter wird darauf hingewiesen, daß am Freitag, 16. Oktober, im Saale Vocke die erste Mitgliederversammlung der neuen Versammlungsveriode 1936/37 abgehalten wird. Sämtliche Parteigenossen haben zu erscheinen, da Mitgliedsbücher ausgehändigt werden und wichtige Bekanntmachungen mitzuteilen sind. Nur Mitglieder haben Zutritt, darum müssen Ausweise mitgebracht und vorgezeigt werden. Beginn 8 Uhr abends. Die Ausschmückung des Saales hat bereitwilligst die Gärtnerei Hendrichs wieder übernommen. Außerdem steht ein Fanfarenzug des Jungvolks zur Verfügung. Stadtteil Weitmar Die Eigenheimbauten beim Stenshof in Angriff genommen. Nachdem die Vermessungsarbeiten für die Eigenheimbauten der Gagfab beim Stenshof beendet sind, hat man vor einigen Tagen mit dem Baubeginn begonnen. Zunächst sollen auf der Stensstraße die noch freien Lücken zugebaut werden. Ueber 28 Eigenheime werden hier gebaut. Wenn einer eine Reise tut *•* Stadtteil Querenburg Bürgerschützenverein 1835 e. B. In der Bataillonsversammlung am Sonntag, 18. Oktober, abends 7 Uhr Filmabend der NSDAP. Am 18. Oktober hält die Ortsgruppe Bochum=Querenburg wieder einen ihrer beliebten Filmabende ab und zwar im Saale Bäcker, Auf dem Aspei. Gezeigt wird der große Film„Auf Neuzeitlich und schön Die Umgestaltung der„Bochumer Kleinkunstbühne“ Es bedarf keiner Frage, daß die Veranstaltungen der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" in Bochum dank ihrer Ausrichtung immer einen großen Anklang gefunden haben. Das gibt auch die Gewähr, daß die neu eingerichtete Kleinkunstbühne ihre Besucher finden wird. Diese„Bochumer Kleinkunstbühne“ hat in den oberen Räumen der Tonhallen=Gaststätten, in dem Varieté, ihr Zuhause gefunden. Um diese Räume besonders behaglich, gemütlich und neuzeitlich zu gestalworauf man sich verlassen kann! Soviel Schicksals=Schläge machen den stärksten Mann mürbe. Hase entsann sich eines alten Plans— einer Erholungs=Reise nach Böhmen. Pünktlich war er an der Bahn, mit Sack und Pack beladen. Wer nicht kam, war der Zug.„Der fährt jetzt eine halbe Stunde früher!“ sagte der Mann mit der roten Mütze.„Es stand doch überall zu lesen, daß wir seit Sonntag neuen Fahrplan haben!“ Hase weiß wiedermal von nichts. Er macht bloß Augen wie Untertassen.— Der nächste Zug ging erst am Abend.. Tja— hätte er Zeitung gelesen! Die kündigt sowas vorher an, Wertvoll und anregend ist der Besuch unserer — Mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Mosetsehder Wir laden Sie zum Besuch ein. Sie finden in vielseitiger Zusammenstellung tormschöne Wohnungseinrichtungen in jeder zeitgemäßen Preislage.— Unsere Abteilung für Teppiche2 Läuferstoffe; Möbelbezüge und Fenster-Dekorationen ermöglicht eine farbenharmonische Wahl, wodurch das Heim erst stimmungsvoll u. behaglich gestaltet wird Gebrüder Strapburger, Markischte Mödel-.-., Bochum, Inhaber: Hermann und Ernst Straßburger Wielandstraße 22/24(Nähe Brückstr.) Seite 11 Nr. 2 Nach e Kleve, 18. Okt Klever Schwurgeri gen die Angeklagte Ltti. beide aus 1925 vom Klever affäre mangels B In Pont bei Gel vor mehr als 11 und seine Haush Wohnung ermord grube des Kuhstal sich um einen Rai und zwei silberne gestohlen wurde. handelte das Klei dringend verdächt Heinrich Stockhor jedoch wegen Mo Verhandlung frei lauf der Verhand gen den zunächst des Otti, den In Jugendgericht in zweiter Instanz nis verurteilt wuRudi nach Oesterr arbeitete in den polizei immer n Verbrechens weit lang, die frühere horst soweit zu ü Druck der Bewei zwischen sein G horst nach wie v Wefffalen Werne a. d. Vollendung des Wir suchen fü strebst dene und den. fortl Erfr wan Ben We Ein Sgarbe u. Insta Gut eingef versicherun für die neb einer Zahl Vergütung des Mite Verdienstr bung. Junger Friseurgehil der sich t. Dam fach ausbild. n gesucht. Salon Naund Kortumstraße1 Bote(in 9. Austragen Sonntagszeitu f. den Stadtbe Bochum z. sof. Großbuchban A. Tenberge G. m. b. 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Am Mittwoch verhandelt vas Klever Schwurgericht im Wiederaufnahmeverfahren gegen die Angeklagten Heinrich Stockborst und Otti, beide aus Wehofen bei Dinslaken, die im Jahre 1925 vom Klever Schwurgericht in einer Raubmordaffäre mangels Beweises freigesprochen Huxeggggggiz, In Vont bei Geldern wurden am%gambert Jansen vor mehr als 11 Jahren,„der Kötter Lambert, Hünslen und seine Haushälterin Maria Römmen in ihrer Wohnung ermordet und die Leichen in einer Jauchegrube des Kuhstalles versteckt. Anscheinend handelte es sich um einen Raubmord, da neben einigen Wertsacher ind zwei silbernen Uhren auch ein kleiner Geldbetrag gestohlen wurde. Im September desselben Jahres verhandelte das Klever Schwurgericht gegen die der Tat dringend verdächtigen Angeklagten Martin Otti un Heinrich Stockhorst aus Wehofen bei Dinslaken, die jedoch wegen Mangels an Beweisen nach viertägiger Verhandlung freigesprochen werden mußten. Im Verlauf der Verhandlung ergab sich ein Schuldverdacht gegen den zunächst nur als Zeugen vernommenen Bruder des Otti, den Jugendlichen Rudi Otti, der dann vom Jugendgericht in Kleve zuerst zu fünf Jahren zweiter Instanz rechtskräftig zu zehn Fahren Gefängverurteilt wurde. Nach Verbüßung der Strafe kehrte Rudi nach Oesterreich, seiner Heimat, zurück. Inzwischen arbeitete in den vergangenen elf Jahren die Kriminalpolizei immer noch an der restlosen Aufklärung des Verbrechens weiter, bis es zu Anfang des Jahres gelang, die früheren Angeklagten Martin Otti und Stockhorst soweit zu überführen, daß sie ihre Tat unter dem Druck der Beweise eingestanden. Martin Otti hat inzwischen sein Geständnis widerrufen, während Stockhorst nach wie vor bei seinem Geständnis bleibt. Westfalens ältester Imker gestorben Werne a. d. Lippe, 13. Oktober. Kurz vor der Vollendung des 75. Lebensjahres starb hier am Samstag Westsalens allester Imer und einer der bebeutendsten Vertreter dieser Zunft, der von alleglen#kannte schaftlichen Tagungen her in ganz Westfa### bekannte Heinrich Günnewig. Seine Imkerei, die im Durchschnitt 250 Völker beherbergte, war das Ziel der gesamten westfälischen Imkerschaft. Seit 45 Jahren betrieb er hier eine planmäßige Königinnenzucht und war Züchter einer besonderen Bienenrasse. Starker Frost im Moseltal der Wie seit Jahrzehnten nicht mehr Mittelmosel, 13. Oktober. Die Hoffnungen Moselwinzer auf einen guten Herbst haben sich leider verschlechtert. In der Nacht zum Montag trat Frostwetter ein, wie man es seit Jahrzehnten um diese Jahreszeit im Moseltal noch nicht erlebt hat. Unmittelbar über dem Boden wurden fünf Grad unter Null, zwei Meter über der Erde 3,6 Grad unter Null gemessen! Hierdurch ist das Laub an den Reben erfroren, so daß mit einer weiteren Entwicklung der Trauben kaum noch zu rechnen ist. Die Trauben selbst haben keinen oder nur ganz wenig Schaden genommen, doch fehlen für ihre Weiterreise jetzt die Voraussetzungen. Freitod des Verlagsdirektors Fortführung der Strafverfahren gegen die übrigen Mitschuldigen. Koblenz, 18. Oktober. Der Pressedezernent des Landgerichts Koblenz teilt mit: Der frühere Verlagsdirektor Dückwitz aus Koblenz, der in ein größeres Strafverfahren wegen Bestechung und Betruges zum Nachteil des Reichsfiskus verwickelt war und gegen den die Vollstreckung des richterlichen Haftbefehls wegen seiner zeitweiligen Haftunfähigkeit ausgesetzt kurz vor seiner Zurückführung in Untersuchungshaft nem Leben durch Freitod ein Ende gesetzt. Nach den gesetzlichen Bestimmungen wird das Strafverfahren gegen Duckwitz selbst eingestellt, gegen die übrigen Mitschuldigen aber ungeachtet der Einstellung gegen Duckwitz weiter durchgeführt. Westfälische Gastwirte tagten Sitzung der Kreisgruppenleiter in Dortmund. Dortmund, 18. Oktober. Die Kreisgruppenleiter und die Kreisgeschäftsfuhrer der Bezirksgruppe Westfalen der WGB. traten unter dem Vorsitz des Bezirksgruppenleiters Nephuth zu einer Versammlung zusammen. Einleitend betonte der Vorsitzende, daß man innerhalb der WGB. alles daran setze, die Zusammenarbeit mit der Führung der Wirtschaftsgruppe endlich in die allein richtige Bahn zu bringen. In Zukunft werden den Kreisgruppenleitern und Ortsgruppenwaltern ganz wesentliche Organisationsaufgaben anvertraut werden müssen. Zu der Frage des Rechtsschutzes führten Geschäftsführer Hiltrov und Bezirksgruppenleiter Nephuth aus, daß der Rechtsschutz mit Rücksicht auf die zuweilen außerordentlich hohen Kosten durch die Wirtschaftsgruppe nur dann gewährt werden könne, wenn eine Entscheidung von allgemeiner, grundsätzlicher Bedeutung für das Gewerbe herbeizuführen ist. Sachbearbeiter Dr. Schürmann befaßte sich dann mit Tariffragen, und empfahl dort, wo keine Tarifordnunz gen bestehen, die Richtlinien des Treuhänders der Arbeit zu befolgen. Bezirksgruppenleiter Nevhuth verwies hierauf auf die Wichtigkeit der Aktion„Kampf dem Verderb“ wie auch auf die„Jahresschau für das Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe und das Bäcker= und konditorenhandwerk“ in Berlin. verbunden mit der Sonderschau„Die Küche der Welt", hin. Geschäftsführer Hiltrop betonte dann noch, daß vom kommenden 1. Januar an jeder Wirt ein Prüfungsbuch für eine Getränkeschankanlage zu führen habe. Dann entspann sich eine sehr rege Aussprache über der Getränkesteuer, über die mangelhafte Eichung der Bierkrüge und Gläser, über den Mangel an weiblichem Bedienungspersonal, wie auch über die lichkeit, bei Abschluß von Pachtverträgen maßgebende Richtlinien jederzeit bei der Bezirks= oder Kreisaruppe zu erhalten. Obst-= und Gemüsebau 47. Hauptversammlung des Obst= und Gemüsebauverbandes Westfalen=Lippe. Recklinghausen, 13. Oktober. Erstmalig hält der Obstund Gemusebauverband Westfalen=Livve im Industriegebiet eine Hauptversammlung ab. Die Stadt Recklinghausen hat die Ehre, nicht nur der 6. Vestischen Obstmesse, sondern auch der 47. Hauptversammlung des Obst= und Gemüsebauverbandes Westfalen=Lippe Gaststätte zu sein. Es ist bekannt, daß der Kreis Recklinghausen berufen ist, für das Industriegebiet die Obstkammer zu werden. Die Halterner Gegend und hier besonders Lavesum, ferner die Herrlichkeit Lembeck, liefern bestes deutsches Edelobst in einem Umfange. der im Verein mit der Lieferung der anderen Landschaften des Kreises für die Versorgung der Industriebevölkerung mit Dauerobst ausreichend sein kann, wenn auf dem bisher eingeschlagenen Wege der planmäßigen Förderung des vestischen Obstbaues durch Schulung und Anschauung weiter fortgefahren wird. Unter diesem Gesichtswinkel steht auch die Arbeit des Gemüsebauverbandes im Rahmen der 47. Hauptversammlung. Namhafte Fachmänner halten Vorträge. Die Tagung findet am Sonntag, 18. Oktober 1936, vormittags 10 Uhr, in Recklinghausen, im großen Saale des Ständehauses statt. Am Nachmittag besichtigen die Teilnehmer den Kreisgarten Hornebura und die Baumschule Wegmann. sowie die Vestische Obstmesse im Saglbau mit den SonderLehrschauen Obst und Gemüse, Imkerei, Fischerei, Jagd. Einführung des Generalstaatsanwalts Semler. Am Freitag, 16. Oktober, erfolgt um 12 Uhr im Plenarsitzungssaal des Oberlandesgerichtsgebäudes in Hamm die Einführung des neuen Generalstaatsanwalts Semler durch den Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Dr. h. c. Schlegelberger. Stellenangebote Kräftiges mädchen für alle Hausard. sof. gesucht. Anf.= Lohn 30 Mark. Pilfner=Stube Hoffmann, Remscheid, AdolfHitler=Straße 64, Telephon 46514. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Sofie Wolter seb. Daake Bochum-Werne, den 12. Oktober 1936 Teimannstrabe 9 Die Beerdigung fndet am Freitag, dem 16. Oktober 1936. achm..30 Uhr, von der Friedhofskapelle in.-Werne aus, statt. Trauerfeier daselbst ½ Stunde vorher. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, gestern morgen 7 Uhr meine inniggeliebte Frau, meine treusorgende Mutter, meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante geb. Trösken nach schwerem Leiden, im blühenden Alter von 38 jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen Geislingen(Württ.), Bochum-Stiepel, Bochum, Gelsenkirchen, den 12. Oktober 1936 Die Beerdigung findet am Donnerstag. 15. Okt., nachm. 3½ Uhr, vom elterlichen Hause.-Stiepel, Haarstraße 187a, aus statt. Am 11. d. M. starb nach längerer Krankheit der frühere Fahrhauer unserer Schachtanlage 8/9 Herr Heinrion Anschatz Der Verstorbene hat 20 Jahre, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1930. in unseren Diensten gestanden. Er war ein tüchtiger und pflichtgetreuer Beamter. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Bochum, den 13. Oktober 1936 Führer und befolgschalt der bewerkschaft ver. Constantin der Große Famtten=Nacheichten nach anderen Veröffentlichungen und Zeitungen Geboren(Knaben); Düsseldorf: Ernst Mittelstraß und Frau Charlotte Düsseldorf=Oberkassel: Erwin Richter(Lonni von Obstfelder) (Mädchen): Düsseldorf: Fritz Auer(Stephanie Jacobi) Vermählte: Düsseldorf=Benrath: Willi Fußholz mit Hildegard Münster: Rudolf Wortmann mit Mathilde brandt Gestorben: Blankenstein: Hugo Diergardt, 48 Jahre Dortmund: Emma Wollenweber geb. Köpke, 33 Jahre; Wwe. Maria Reiterer geb. Kriwitz, 61 Jahre: Gustav Fickermann, 68.: Wwe. Margarete Röthemeyer geb. Müller, 63 Jahre: Ernst Franke, 46 Jahre; Bergund Vermessungsrat Carl Fremdling, 66.: Klempnermeister Walter Hoffmann, 64 J. Essen: Franz Brück, 51 Jahre: Wilhelm Vittinghoff. 82 Jahre: Ernst Saalfeld, 79 Jahre. Gelsenkirchen: Zimmermeister Eduard Röhner, 81 Jahre: Theodor Diekämper. S TS W rste K Die Umgebung prägt den Menschen — nichts ist also wichtiger, als angenehm zu wohnen. Suchen Sie sich die passende Wohnung durch die Kleinanzeige im„Bochumer Anzeiger“ Hast Du schon ein Sparkassenbuch? Warum sollst Du nicht auch können, was Millionen andere gekonnt haben? Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wenn es auch noch so kleine Beträge sind, mit denen ein Anfang gemacht wird. Aus vielem Wenig wird noch immer ein Viel. Allmählich wird manches Ziel erreicht. Der Sparer kommt vorwärts und bringt es zu etwas. Sparen hilft Wünsche erfüllen! 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Okl. 1936 Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachm. .30 Uhr. von der Friedhofskapelle Freigratendamm Bochum aus statt. Für die vielen Beweise aufrichtiger 7 beim Hinscheiden unseres lieben Vatere engen wir unseren herzlichsten Dank Geschwister Rohrmann und Ansehrnige Bochum-Weitmar, den 13. Oktober 1936 Blaues Wunder Nr. 137 Diese Zigerre für 13 Pf. in Großformet wird sehr viel gekauft und ist gerantiert mit Hovanne-Einlage Beachten Ste mein Scheufenster Zigarren-Klöpper Bochum Bongardstr. 25 dir. neb. dem Automat. Leibbinden Bruchbänder Hummistrümple liefert Sanitäts=Haus Iischer Kortumstraße Ecke Rottstraße FamillenAnzeigen finden im„B..“ große Verbreitung ur Setrebisch, Wohnzimmer, Küche, Büro. Stete genaueste Zeit, unverwüstlich, Stromverbrauch gering. Ernst Stach Radlo Elektro Clemensstraße(a. Hauotba nh.) Ein neues ranrrad Kauft im Fachgeschäft Mod. 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Dann war Mahnung auf Mahnung gekommen, der Hochrain-Bauer hatte sich gedreht und gewendet, aber vorgestern war er auf der Post gewesen und hatte berappt. Und heute früh kommt ein Brief von der Behörde:„Ihre Strafe fällt unter die Amnestie. Bereits gezahlte Beträge werden nicht zurückerstattet.“ Aber wenn der Hochrain-Bauer dachte, man würde ihn bemitleiden— weit gefehlt! Ausgelacht wurde er obendrein, und der Wirt holte eine acht Tage alte Zeitung herbei: da stand das von der Amnestie schwarz auf weiß! So kommt’s, wenn man die Zeitung„einsparen“ will! Rechne sich's jeder selbst aus, wieviel Jahre er für diese 120 Mark hätte Zeitung halten können! AAber nur PHeIe Zu haben in den Fahrradhandlungen. PIANOS Aleh-Vert. der Welimen Bechstein„ GrotlanSteinweg, Blöthner uw. Günstige Zehlungsbedingungen. Dlianohaus J. MARKS Kaiser-Wilhelm-Straße Rut 68575" Fechm. geleitete ReperaturWerkstatt. Podernisieren. Polieren, Stimmen Die Ausgieligleeit machtts! Dazu seine Güte und Zuverläselgkeit. 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