— mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 98 Pf. dalbmonatlich. Hezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. kerbindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr. Sonntags 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung von 16 bis 17 Uhr (außer Mittwochs und Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen&am;# Dierichs in Bochum Leilstrecke Köln—Düsseldorf der Freitag 22. Mai 1936 4 Zur 43. Jahrgang Nummer 118 Einzelpreis 10 Pf. Hauptgeschäftssielle: Rathausplatz Anzeigenannagr.— Zeitung um 16 Uhr der mündlich aufgegebener Anzeigen thausplatz 8.. 4 der denoder Vr. 1 der mende fernberden. 52, 53 UUSTEtye.? i dus Aroter feierlich durch Dr. Goebbels dem Verkehr übergeben dnb Köln, 21. Mai. Die erste 24 Kilometer lange Teilstrecke der Reichsautobahn Köln— Industriegebiet wurde am Himmelfahrtstage durch Reichsminister Dr. Goebbels feierlich eröffnet. Die Teilnahme führender Persönlichkeiten aus dem In= und Auslande unterstrich die Bedeutung des Tages. Großes Interesse des Auslandes Das große Interesse, das unsere nordwestlichen Nachbarländer Holland und Belgien dem vorbildlichen Werk des Führers entgegenbringen, beweist die Anwesenheit des niederländischen Verkehrsministers, des Präsidenten des Königlich Niederländischen Automobilklubs und des Präsidenten des Touringklubs von Belgien die mit einer großen Schar hervorragender und einflußreicher Persönlichkeiten ihrer Länder gekommen waren. Allein 150 niederländische Wagen und außerdem rund 50 belgische Wagen waren der Einladung des DDAC. gefolgt. Es bedarf kaum eines besonderen Hinweises darauf, daß auch aus dem Inland eine Vielzahl von Ehrengästen zu den Einweihungsfeierlichkeiten erschienen war. Sämtliche Parteidienststellen, von der Gauleitung angefangen bis zur 53., alle Behörden, von der Spitze der Provinz bis zur Kommunalverwaltung, Reichs= und Staatsbehörden, Wehrmacht, Wirtschaft und Verkehr waren vertreten. Zusammen mit den Wagen= und Motorradkolonnen des RSKK., des DDAC. und zahlreicher Privatfahrer, den Lastwagen der obersten Bauleitung Köln für die 2000 am Bau der Strecke beteiligten Arbeiter und schließlich dem Reichsautozug„Deutschland", bestehend aus 36 Wagen, mochten es an die 800 Fahrzeuge sein, die der Besonderheit dieser Feierstunde ihre besondere Note gaben. Dr. Goebbels wird begrüßt Von 9 Uhr ab strebten ununterbrochen Kolonnen von Fahrzeugen und Formationen der Eröffnungsstätte zu, die bald einem bunten Heerlager glich. Kurz nach 10 Uhr verkündeten die Lautsprecher, daß Reichsminister Dr. Goebbels in wenigen Minuten eintreffen werde. Auf die festgesetzte Minute näherten sich in schneller Fahrt die Wagen des Ministers und seiner Llitung, begrüßt von den jubelnden Heilrufen der den Menge. Gauleiter Staatsrat Grohé trat als erster ans Mikrophon, um den Reichsminister und seine Begleitung, den holländischen Verkehrsminister und die übrigen zahlreichen in= und ausländischen Gäste zu begrüßen. Reichsbahnoberrat Nadler sprach dann im Namen der obersten Bauleitung Köln dem Führer und allen Mitarbeitern, besonders aber den beteiligten Arbeitsmännern, deren unermüdliche Hingabe die Fertigstellung des Werkes ermöglichte, den Dank aus, der einer so gigantischen Leistung gebührt. Darauf ergriff der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, das Wort. Er gab einen Ueberblick über die bereits fertigen und die vor der Vollendung stehenden Teile des Reichsautobahnnetzes die rund 1000 Kilometer umfassen, und brachte den Dank aller an den Straßen des Führers schaffenden Volksgenossen zum Ausdruck. Dann meldete er Reichsminister Dr. Goebdels die Fertigstellung der Strecke Köln— Düsseldorf und bat ihn, die neue Strecke einzuweihen. Die Ansprache des Ministers Reichsminister Dr. Goebbels ging in seiner Ansprache davon aus, daß dieses gewaltige Werk der Reichsautobahnen dem Kopf des Führers entsprungen sei. Die Reichsautobahnen stellten eine wunderbare Synthese von Schönheit und Technik dar, sie seien Ausdruck jener„stählernen Romantik“, die unser ganzes Zeitalter durchziehe. Viele hätten noch gelächelt, als der Führer in Frankfurt a. M. einst den ersten Spatenkich tat.. Gung iener 4 „Heute“, so rief der Minister aus,„muß jener Hausen Erde dort mit einem Gitter umgeben werden, weil die Arbeiter sie als ein Heiligtum mit nach Hause nehmen wollten.“ Diese Arbeiter an den Autobahnen mußten gewiß auf vieles verzichten, was das Leben angenehm mache. Aber sie hätten dafür die Gewißheit, an einem Werk mitzuarbeiten, das die Jahrtausende überdanern werde. Die Schaffung eines Volkswagens, den sich auch der deutsche Arbeiter leisten könne, werde die Autostraßen bald zu Straßen des Volkes machen.“ Die Straße wird befahren Dann begab sich Dr. Goebbels mit seiner Begleitung zum Wagen und durchfuhr als erster das Abverrband, womit die Autobahn eröffnet und dem allgemeinen Verkehr übergeben war, und nun schloß sich die schier endlose Kolonne der Wagen an, die dem Reichsminister auf der ersten Fahrt über die neue Bahn folgten. Bei Hilden, dem vorläufigen Endin“ der Reichsautobahn, wurde die Wagenkolonne 2000 Arbeitern nach Düsseldorf, um sie in den Räumen des Zoo mit einem gemeinsamen Mittagessen zu bewirten. Sihipia=Schtrinmdur fernggestein h c Am 3. Januar 1934 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau der 24,5 Kilometer langen Teilstrecke Köln— Düsseldorf, die somit in nur 28 Monaten fertiggestellt wurde. 2 200 000 Kubikmeter Boden mußten bewegt werden. Die vielfache Durchkreuzung der Straßen Wirtschaftswege und Eisenbahnen bedingten die Errichtung von 60 Brücken(Ueber= und Unterführungen). An Betonfahrdecken wurden 370 000 Quadratmeter hergestellt. Auf der Baustelle selbst waren 650000 Tagewerke und in den Werkstätten und Fabriken rund 400000 Tagewerke zu leisten, das bedeutet, daß zwei Jahre lang rund 2000 Arbeiter täglich an dieser Teilstrecke gearbeitet haben. Das rheinische Wirtschaftszentrum, das sich um die Hansestadt Köln gliedert, erhält durch die Reichsautobahn ins Industriegebiet eine neue bedeutsame Verkehrsader, die nach ihrer Fertigstellung wohl zu den wichtigsten Straßen des Reiches zu zählen ist. Sie bezieht ja außer den Wirtschaftsräumen Köln, Düsseldorf und Industrierevier auch die Wirtschaftsgebiete von Groß=Solingen mit den zahlreichen Erzeugungsstätten hochwertiger Industriegüter ein., Gleichzeitig mit der Eröffnung der Teilstrecke Köln Düsseldorf wurde gestern auch die Teistrece der [Autobahn Hamburg— Bremen von burg nach Sittensen in einer Länge von 30 Kilometer für den Verkehr freigegeben. phot.: Hch. Hoffmann Reichsminister LZ„Hindenburg“ nach Sturmfahrt glatt in Lakehurst gelandet und Wirder auf der Racbfahhrt ***"###en“. M4peite „Hindendes NordNewyork, 21. Mai. Das Luftschiff LZ„Hindenburg“ landete auf seiner zweiten Nordatlantikfahrt in Richtung Amerika Mittwoch vormittag 11.05 Uhr deutscher Zeit glatt in Lakehurst. Donnerstag früh 4 Uhr deutscher Zeit wurde bereits wieder der Rückflug nach Deutschland angetreten. Der Abflug direkt vom Ankermast ging bei gutem Wetter glatt vonstatten. Eine Stunde später überflog das Luftschiff bereits Newyork. Nach einer Mitteilung des Kapitäns Lehmann von Bord des Luftschiffes rechnet er mit günstigen Rückwinden, erkläxte, jedegz keinen neuen Rekord aufstellen zu wollen. Gegen 20 Uhr abends am Donnerstag befand sich das Luftschiff an der Ostküste von Neufundland. „Wie eine Jacht auf glattem See“ Ueber die Landung des Luftschiffes 23 burg" nach seiner zweiten Ueberquerung atlantiks in Richtung Amerika am Mittwoch vormittag wird mitgeteilt, daß die Flugzeit 78 Stunden und 27 Minuten beanspruchte. Vor der Landung mußte das Luftschiff jedoch infolge des starken Bodenwindes im Morgengrauen mehrere Stunden in der Nähe des Flugplatzes kreuzen, ehe es zur Landung ansetzen Der Leutnant=Kommandant Orbille, ber als amerikanischer Beobachter die zweite Fahrt des Luftschiffs„Hindenburg" nach Nordamerika mitgemacht hat, erklärte nach seiner Ankunft u..:„Wir durchflogen insgesamt vier Sturmböen, ja sogar ein Gewitter. Trotz der gewaltigen Stärke der Böen segelten wir durch sie hindurch wie eine Jacht auf einem vollkommen glatten See.“ Orville sowie Kapitän Lehmann erklärten nach der Landung, daß die Geschwindigkeit der Gegenwinde teilweise bis zu 75 Stundenkilomete Die Newyorker Presse weist darauf hin, daß die zweite Ozeanüberauerugg, des Lustschiffes„Hirdepburg“ trotz der stürmischen Fahrt immerhin noch anderthalb Tage schneller gewesen sei als der schnellste Ozeandampfer, und daß die fer bei entsprechenden Wetterverhältnissen oft ein bis zwei Tage Verspätung haben. Die Fahrt trotz Sturm ein großer Genuß Obwohl die Ueberfahrt des L3„Hindenburg“ mal stürmisch war, erklärten sämtliche Fahrgäste einstimmend, Boh. pesie, Puiftfchähfreise für Aabrag Vier Sturmböen und ein Gewitter verzogerten die zweile Ueberfahrt nach Nordamerika ermöglichen. Auch müßten die Wetterberichte von den Schiffen reichlicher fließen. Kapitän Lehmann betonte, daß die Tiefdruckgebiete und die Gegenwinde nicht hätten vermieden werden können, da der Ozeanwetterdienst für die transatlantische schiffahrt noch nicht richtig organisiert sei. Die Meldungen von den Schiffen seien auf dieser Fahrt sehr spärlich eingelaufen. Ueberführung in den Ehrenhain Eine würdige Ruhestätte für Wilhelm Gustloff Schwerin, 21. Mai. Die sterblichen Ueberreste des im Februar durch jüdische Mörderhand gefallenen Landesgruppenleiters der Schweiz, Wilhelm Gustloff, haben eine besonders würdige endgültige Ruhestätte erhalten. Auf Veranlassung des Gauleiters Mecklenburg=Lübeck, Hildebrandt, ist vor kurzem in unmittelbarer Nähe der Gauführerschule am Höhenufer des Schweriner Sees in romantischer Waldeinsamkeit ein Platz geweiht worden, der fortan die im Ringen um die nationalsozialistische Idee gefallenen Toten des Gaues aufnehmen soll. In diesen Ehrenhain, in dem bereits der SA.=Mann Ernst Eixmann ruht, wurde in der Nacht zum Himmelfahrtstage vom Schloßgarten die Urne Wilhelm Gustloffs im Rahmen einer schlichten Feier übergeführt und dort beigesetzt. punki Freschbauldbahn, warde von Ehrenstürmen des Arbeitsdienstes und Formatioden sämtlicher Parteigliederungen erwartet. Reichsminister Dr Goebbels schritt die Front der Angetreteav. Alsdann fuhr der ganze Wagenzug an ihm vorbei. als die Wagenparade vorbei war fuhr Reichsminister Dr. Goebbels mit seiner Begleitung und den " diesüberschiffreise für sie ein groErinige der Frahggäste heEinige der Fahrgäste Sturmböen als Abwechseßer Genuß gewesen sei. grüßten das Passieren von lung und Sensation auf der Fahrt. Ausbau des Ozeanwetterdienstes wünschenswert Kapitän Lehmann und Leutnant Orville erklärten nach der Landung in Lakehurst, daß eine bessere internationale Zusammenarbeit notwendig sei. um eine schnellere Ueberquerung des Atlantischen Ozeans durch den 88„Hindenburg" zu Ehrenmal auf dem St.=Anna=Berg Gauleiter Joses Wagner legt den Grundstein Breslau, 21. Mai. Am kommenden Sonntag wird auf dem St.=Annaberg, anläßlich der Erstürmung des Berges vor, fünfzehn Jahren, im Rahmen einer schlichten Feierstunde der Grundstein zum Ehrenmal für die gefallenen Freikorpskämpfer gelegt. Die Grundsteinlegung vollzieht der Ehrenführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Gauleiter und Oberpräsident Josef Wagner. Die Feier schließt mit einer Heldenehrung durch den Führer der SA.=Gruppe Schlesien, Brigadeführer Graf von Finkenstein. Deutsche Frontkämpfer zu Besuch in Finnland eingetroffen Helsingfors, 21. Mai. In Erwiderung auf eine Reise finnischer Frontkämpfer und Kameraden nach Deutschland traf der Reichskriegsopferführer Oberlindober mit einer deutschen Frontkämpferabordnung in Finnland ein. Unter den deutschen Vertretern befinden sich auch Oberst Arsfeld der letzte Kommandeur des aus finnischen V“ sammengesetzt gewesenen preunnne ger=Bataillons Nr. 27, und Dr. Eugen Vögler, der Leiter der Wirtschaftshauptgruppe Steine und Erden. Am Mittwoch wurde die deutsche Frontkämpferabordnung vom Staatspräsidenten Svinhufvud empfangen, wobei der deutsche Gesandte von Blücher die deutschen Gäste vorstellte. Anschließend legten die deutschen Frontkämpfer Kränze an den finnischen und an den deutschen Heldengräbern nieder. „Haus der rheinischen Heimat“ in Köln von Dr. Goebbels geweiht dnb Köln, 21. Mai. Bei der Weihe des„Hauses der rheinischen Heimat“ hielt Reichsminister Dr. Goebbels eine in der er gerade die engere Heimat, mit der jeder Mensch verwurzelt sei, als die letzte und tiefste Quelle aller Vaterlandsliebe bezeichnete. Gerade deshalb liege es auch nicht im Sinne des Nationalsozialismus, nun alles in Deutschland zu zentralisieren. So notwendig das Streben nach politischer Vereinheitlichung gewesen sei, so selbstverständlich sei aber auch anderseits die betonte Erhaltung der kulturellen, oziglen und wirtschaftlichen Eigentümlichkeiten######## Stämme, Gaue, Provinzen und Städte. Deshalb halte es auch die Regierung für begrüßenswert, daß man im Rheinlande in einer ganz großen Planung alles das, was diese schöne Provinz an Schätzen besitze, zusammenfasse, um es der Gegenwart als Beispiel und der Nachkommenschaft als Ansporn zu zeigen. In diesem Sinne habe das Haus der rheinischen Heimat auch seinen hohen politischen Wert. Front gegen Moskau Argentinien verbietet die kommunistische Partei Landesverweisung kommunistischer Anführer dnb Buenos Aires, 21. Mai. Die bereits vom Gouverneur der Provinz Buenos Aires vor Tagen angekündigte Verordnung, der zufolge jede kommunistische Betätigung als ungesetzlich erklärt wird, ist am Mittwoch veröffentlicht worden. Ab Donnerstag hat sie bereits Gültigkeit. Danach sind die kommunistische Partei, Vereine und Gruppen, die Verbindung zur Dritten Internationale unterhalten, aufgelöst. Einige aus den Chaco=Unruhen bekannte kommunistische Anführer sind in Einzelhaft genommen und werden in den nächsten Tagen des Landes verwiesen. Starhemberg wieder in Wien. Von seiner Romreise zurückkehrend traf Fürst Starhemberg Mittwoch wieder in Wien ein. Auf der Ringstraße hatten sich einige hundert Heimatschützler eingefunden, die Starhemberg zuriefen:„Es lebe der Faschismus.“ Hasselberg schlug Merkens Im Mittelpunkt der Bochumer Himmelfahrtsrennen stand der Zweikampf Merkens= Hasselberg im Malfahren über 1000 Meter. Der Bochumer Hasselberg konnte wiederum einen sicheren Sieg über Weltmeister Merkens davontragen. Die deutsche Fußball=Auswahlmannschaft siegte im Lehrspiel gegen Stuttgart:2(:). Freiwinigen Zusammengesert gewesenen Freußischen Jäden FC. Everton in (Siehe den Svortteil!) Seite 2 Nr. 118 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Mai 1936 Aufgaben der Jugendführung Reichsleiter Rosenberg vor den Führern der HJ. and Braunschweig, 21. Mai. Am Mittwoch nachmittag sprach Reichsleiter Alfred Rosenberg im Reichsführerlager der HJ. „Es ist in der Geschichte der Völker das erstemal", so führte er u. a. aus,„daß eine politische Bewegung und ein Staat gemeinsam einer heranwachsenden Jugend eine derartige Verantwortung übergeben haben, wie Sie sie erhalten haben. Es hat noch niemals die Jugend sich selbst führen können, wie Sie es tun dürfen. Noch nie sind allen gestaltenden Möglichkeiten eines jungen Geschlechts derartige freie Bahnen geschaffen worden wie Ihnen. Das bedeutet ein Glück. Es hat aber auch seine Gefahren, wenn diese Jugend nicht vom ersten Tag an, wo sie diese Freiheit und Möglichkeiten der Selbstführung betätigt, sich der Verantwortung bewußt ist, die sie damit für heute und die kommenden Zeiten auf ihre Schultern nimmt. Wesentlich ist nicht, daß von außen an der Jugend Kritik geübt wird, sondern daß die Jugend an sich selbst Kritik übt. Es ist nicht so sehr nötig, daß diese Jugend von außen Schutz erhält, sondern daß sie Selbstschutz übt. Die höchste Aufgabe der Jugendführung ist die, die Einheit des nationalsozialistischen Erlebens und der nationalsozialistischen Idee schon in der Hitler=Jugend so stark zu machen, daß sie durch alle Sonderaufgaben bestehen bleibt.“ Der Leiter des Kulturamts der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Cerff, hatte vorher über die Kulturarbeit der Hitler=Jugend gesprochen. Dabei beschäftigte er sich mit der Anordnung des Reichsjugendführers über das Verbot von Sprechchören in der H5. Der Sprechchor könne nur die Aufgabe haben, wenn er später einmal wieder von geschulten Kräften bei Feiern durchgeführt werde, durch eine Gemeinschaft die Proklamation eines einzelnen nachdrücklich zu stätigen. Das unterscheide den Sprechchor von Schreichor, der für die Hitler=Jugend unwiderruflich verboten sei. Die weltanschauliche Schulung der HJ. Die Arbeitstagung der Bann= und Jungbannführer wurde am Donnerstag vormittag mit einer Rede des Stabsführers Hartmann Lauterbacher über die weltanschauliche Schulung der Führer und Jungen in HJ. und Jungvolk fortgesetzt. Stabsführer Lauterbacher gab einen umfassenden Schulungsplan für die Jugend und Führer der HJ. und des Deutschen Jungvolks bekannt. Die weltanschauliche Schulungsarbeit an den Jungen werde vom kommenden Herbst an stufenmäßig jahr gangsweise durchgeführt werden, wobei im Zuge de lunadmeges und Schulungszizles Frankreichs neuer außenpolitischer Kurs Vertirt, Bautlelo ur Die braus Außenministerium vorläufig ausgeschlagen— Heute Entscheidung Paris, 21. Mai. Die mit Spannung erwartete Besprechung Blum— Herriot hat Dienstag am späten Abend stattgefunden, Blum hat Herriot gebeten, in das neue Kabinett einzutreten und ihm dabei das Außenministerium angeboten. Die Unterredung dauerte nur Dreiviertelstunden und hat sich hauptsächlich auf die Bedenken Herriots über die Innenpolitik bezogen, während über den außenpolitischen Kurs im allgemeinen Uebereinstimmung herrschte. Die innerpolitischen Bedenken Herriots erstreckten sich auf die Finanz= und Wirtschaftspolitik der kommenden Volksfrontregierung, die Herriot als im Widerspruch zu der Sparpolitik Lavals empfindet, die er als Staatsminister in dessen Kabinett unterstützt hat und die zu den bekannten Notverordnungen führte. Einer offiziellen Verlautbarung zufolge hat Herriot das Angebot Blums ausgeschlagen, doch habe sich Blum geweigert, diese Ablehnung als endgültig anzusehen. Herriot soll sich zwar nochmalige Ueberlegung vorbehalten haben, doch gab der mit dem Bürgermeister von Lyon befreundete radikalsozialistische Abgeordnete Léon Meyer in der Kammer die Erklärung ab, daß Herriot nunmehr für den Posten des Kammerpräidenten kandidiere und daß er zu dieser Ankündigung ausdrücklich ermächtigt worden sei. Ein rechtsstehendes Morgenblatt will wissen, daß Herriot in der beeinem Szi vr:—: seien. des bestimmten Schulungsweges jedem Jahrgange besondere Aufgaben gestellt## Die Schulungsarbeit des Pimpfes müsse mit dem Geburtstag des Führers und seinem Lebensweg beginnen, denn alles, was die nationalsozialistische Idee und Weltanschauung lehre, sei im Leben des Führers halten. Grundsätzlich sei überhaupt bei der gesamten Schulung das Wissen, um die Probleme der Gegenwart in den Vordergrund zu stellen. Von der Gegenwart aus müsse die Vergangenheit mit nationalsozialistischem Blick gesehen werden, um von der Vergangenheit für das Heute und Morgen zu lernen. Die Führerschulung müsse eine körperliche, charakterliche und rassische Auslese darstellen. Grundlage für die lungsarbeit der Unterführer seien die Wochenendlehrgänge, denen für Gefolgschafts= und Unterbannführer bzw. Anwärter Besuche der Gebietsführerschule folgen. Als nächste Stufe würden die Bann Jungbannführer bzw. Anwärter jedes Jahres neben der Teilnahme am Reichsführerlager einmal zu einem dreiwöchigen Lehrgang auf die Reichsführerschule berufen. Als letzter und wichtigster Abschnitt folge später der Besuch der Akademie für Jugendführung in Braunschweig und München. Grundgedanke dieser Führerschulungsarbeit sei, schloß der Stabsführer, daß die Führerschulen nicht dazu da seien, Führer zu schaffen, sondern den berufenen Führern das Rüstzeug für ihre Arbeit zu vermitteln. Zwischenzeit von den verschiedensten Seiten beeinflußt worden sei, den Posten des Außenministers anzunehmen, besonders von der kommunistischen Partei und der Sowjetregierung, die ihn gern am Quai'Orsay gesehen hätten. Die Pariser Presse nimmt ziemlich einheitlich an, daß Herriot trotz der Bedenkzeit, die er sich ausgebeten haben soll, nicht bei der Ablehnung des Außenministerpostens und damit des Eintritts in das nächste Kabinett bleiben werde. Léon Blum habe die Hoffnung nicht aufgegeben, Herriot doch noch zur Mitarbeit zu bewegen. Es sei möglich, daß Herriot die am Freitag stattfindende Tagung des Vollzugsausschusses seiner Partei abwarten werde, um dort seine Gründe und seine endgültige Haltung darzulegen. Die kommunistische „Humanité“ glaubt aber heute schon sagen zu können, daß Herriot die Leitung des Quai’Orsay letzten Endes doch nicht ausschlagen werde. Der sozialistische„Populaire“ nimmt an, daß die Beteiligung an der Regierung Blum von den Radikalsozialisten einstimmig beschlossen werden wird, da die Gegner einer solchen Bindung es vermeiden würden, zu zeigen, wie wenig zahlreich sie seien. Im übrigen beschäftigen sich die Donnerstag=Blätter eingehend mit der außenpolitischen Lage, wie sie durch Sarraut und Paul=Boncour eingehend mit dem künfItalienische Befehle an Europäer Aererse Emmten=Dreiuden Die Zeitungsanzeige ein wichtiges Werbemittel Zusammenarbeit von Zeitungsverlegern und Einzelhandel dnb Berlin, 21. Mai. Zwischen dem Reichsverband der Deutschen Zeitungsverleger und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel sind, wie DNB. meldet, gemeinsame Richtlinien über die Zusammenarbeit der örtlichen Gliederungen beider Organisationen bei der Aufgabe von Anzeigen des Einzelhandels in Zeitungen vereinbart worden. Die Richtlinien gehen von der Auffassung aus, daß die Zeitungsanzeige ein überaus wichtiges Werbemittel für den Einzelhandel ist und durch enge Zusammenarbeit besonders auch für mittlere und kleinere Unternehmungen stärker als bisher erschlossen werden soll. Den Gliederungen des Reichsverbandes und der Wirtschaftsgruppe wird daher eine ständige und enge Zusammenarbeit aufgetragen; es werden besondere Hinweise darüber gegeben, wie die Zeitungsverleger durch zweckentsprechende Beratung den Kaufleuten zur größten Werbewirksamkeit der Anzeige verhelfen, wie anderseits die Gliederungen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel daran mitarbeiten sollen, um für eine vom Standpunkt des Wettbewerbs einwandfreie Anzeige zu sorgen. Mit dieser Zusammenarbeit soll eine Aufklärung der Kaufleute Hand in Hand gehen, die eine möglichst starke Inanspruchnahme der Anzeigen neben den sonstigen Werbemitteln des Einzelhandels (Schaufenster, persönliche Kundensuche usw.) bezweckt. Schlichtung von Mietsstreitigkeiten anb Berlin, 21. Mai. Der Reichsarbeitsminister weist auf folgendes hin: Nach einem Runderlaß des Reichs= und preußischen Ministers des Innern haben sich die Gemeinden und Gemeindeverbände der Schlichtung von Mietsstreitigkeiten in Zukunft zu enthalten. Es ist daher zwecklos, Beschwerden und Anzeigen über Mietssteigerungen oder Kündigungen bei den Gemeinden einzureichen. Zur Entscheidung und zur Schlichtung von Streitigkeiten dieser Art sind allein die Amtsgerichte und gegebenenfalls die Mietseinigungsämter auf Grund der Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches, des Reichsmietengesetzes und des Mieterschutzgesetzes zuständig. Es wird auch empfohlen, sich in derartigen Fällen an die NS.=Rechtsbetreuungsstellen zu wenden, die unentgeltlich Auskünfte erteilen. Weitere Massenerschießungen im Süden Abessiniens Dschibuti, 21. Mai. Mit dem letzten Zuge aus Addis Abeba sind wieder zahlreiche von den Italienern ausgewiesene Europäer in Dschibuti eingetroffen. Die meisten der Ausgewiesenen, denen schon in den nächsten Tagen Hunderte folgen dürften, mußten binnen 24 Stunden Addis Abeba verlassen haben. Der französische Apostolische Vikar von Harrar, Jarousseau, der ebenfalls einen italienischen Ausweisungsbefehl erhalten hat, weigerte sich, diesem Befehl Foige zu leisten. Der 84jährige Priester, der über vierzig Jahre in Harrar lebte, hat erklärt, daß er nur den Bajonetten weichen würde. Zwischen der französischen Verwaltung der Addis Abeba—„Dschibuti=Eisenbahn und den italienischen Behorden sind, wie verlautet, erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Verwendung der Bahn für italienische Zwecke entstanden. Die Italiener sollen sich geweigert haben, die von der Bahnverwaltung für den Transport von Lebensmitteln nach Addis Abeba verlangten Frachtsätze zu bezahlen. Die Bahnverwaltung habe daraufhin die Annahme weiterer Transporte nach Addis Abeba abgelehnt. London, 21. Mai. Die Berichte der britischen Presse über die gegenwärtige Lage in Abessinien lassen deutlich erkennen, wie sehr die Stimmung der englischen Oeffentlichkeit gegen Italien eingenommen ist. Die Blätter bringen ausführliche Darstellungen der italienischen Säuberungsaktion und erklären, die Bevölkerung fliehe in Massen aus dem Bereich der Italiener und schließe sich zu Banden zusammen, die auf ihre Art den Kleinkrieg gegen die Italiener fortsetzten. In dem ganzen von den italienischen Armeen noch nicht besetzten Teil Abessiniens flamme der [Aufstand wieder auf. Zahlreiche Patrouillen und kleinere italienische Abteilungen wären diesen Guerillabanden bereits zum Opfer gefallen. Ein abessinischer Führer, Kenjasmatsch Malion, der frühere Gouverneur der Provinz Dagabur, hätte den Widerstand gegen die Italiener im Süden planmäßig organisiert und eine richtige Truppe zusammengebracht. Nach weiteren Berichten der englischen Presse aus Addis Abeba fahren die Italiener mit den MassenWiederaufflammen des Widerstandes serschießungen fort. Selbst auf unbegründeten Verdacht hin sollen Eingeborene erschossen worden sein. Ebenso sei der Besitz von Schwertern und Speeren als todeswürdige Verbrechen geahndet worden. Die Hinrichtungen seien zum Teil auf dem Flugplatz von Addis Abeba mit Maschinengewehren vorgenommen worden. tigen Ministerpräsidenten Léon Blum am Dienstag abend besprochen worden sei. Die Blätter treten einmütig dafür ein, daß Frankreich die Wiedergewinnung Italiens für die Zusammenarbeit mit England durchsetze. Jeder Tag, der verstreiche, stärke die Stellung Deutschlands und verschärfe die englisch=italienische Spannung, sagen die Blätter. Der„Matin" rechnet damit, daß man versuchen werde, eine französisch-englische Einigung über die schwebenden Fragen zu erzieten um dann einen Schritt in Rom zu unternehmen, um die italienische Regierung zu veranlassen, Versicherungen über ihre Mitarbeit in Europa abzugeben. Gegebenenfalls würde man ohne Preisgabe der internationalen Rechtsgrundsätze eine Aufhebung der Sanktionen ins Auge fassen. Ueber 3000 Kirchen in vier Monaten von den Anhängern der Volksfront in Spanien niedergebrannt Madrid, 21. Mai. Kurz vor der gemeldeten Abstimmung im spanischen Parlament über die Vertrauensfrage— der Volksfrontregierung wurde mit 217 gegen 61 Stimmen das Vertrauen ausgesprochen— ergriff der Monarchistenführer Jose Sotelo das Wort und richtete sehr scharfe Angriffe gegen die Regierung. Er wies u. a. darauf hin, daß seit Februar in Spanien über dreitausend Kirchen niedergebrannt worden seien. Dies spreche für die Erfahrungen, die das spanische Volk mit einer Volksfrontregierung machen werde. Auf Veranlassung des Unterrichtsministers sind in Madrid jetzt zwei historische Klöster vom Staat beschlagnahmt worden. Mehrere Ministerialbeamte in Begleitung eines Rechtsanwalts forderten die Nonnen des 300 Jahre alten Augustiner= klosters Santa Isabel zum sofortigen Verlassen der Gebäude auf. Die Maßnahme der Regierung kam vollkommend überraschend. Auch die Klosterschule Loreto wurde beschlagnahmt. Kurz=Nachrichten Reichsminister Rust und Stabschef Lutze bei der Verkehrsübergabe des Maschsees in Hannover. Am Graziani Stellvertreter Badoglios Die Hauptstadt der Provinz Godscham eingenommen. Der Wiederaufbau von Addis Abeba. Rom, 21. Mai. Nach einer Meldung aus Addis Abeba wird Marschall Graziani die Vertretung des Vizekönigs Badoglio, der sich auf Urlaub nach Italien begibt, mit dem Titel eines Regenten übernehmen. Er hatte am Mittwoch eine längere Unterredung mit dem Vizekönig. Am Donnerstag besetzten die Italiener die Hauptstadt der Provinz Godscham, Debra Mar cos. Sämtliche Häuptlinge der Provinz haben ihre Unterwerfung erklärt. Praktisch ist damit in der ganzen Provinz die italienische Oberhoheit anerkannt worden. Inzwischen haben die Italiener die Aufbauarbeit der Stadt Addis Abeba in Angriff genommen, die jedoch dadurch verzögert wird, daß nach bestimmten bereits vorliegenden Plänen verfahren werden soll, die aber erst von Rom genehmigt werden müssen. Die bevorstehende Reise des Gouverneurs von Addis Abeba, Bottai, soll mit der Genehmigung dieser Pläne zusammenhängen. Die Stadt bietet immer noch das Bild der Zerstörung und langsam beginnt wieder der Verkehr und das Geschäftsleben. Von den einstigen 100 000 Einwohnern ist kaum ein Zehntel in der Stadt geblieben. Die Bewohner beginnen ihr anfängliches Mißtrauen zu überwinden und namentlich die von den Italienern getroffenen sanitären Maßnahmen zu schätzen. Trotz der Vernichtung fast sämtlicher Krankenhäuser bei der Aufstandsbewegung hat der Sanitätsdienst in notdürftig hergerichteten Hospitälern viele verwundete Europäer und Eingeborene behandeln können. Aorhsinten und Oesterreich im englischen Unterhaus Eden im Kreuzfeuer der Anfragen Auskunft, daß die , die zwischen den gewisser Mitteling gegen einen London, 21. Mai. An den Außenminister Eden wurden im Parlament wieder sehr viele Fragen gerichtet, die den abessinischen Konflikt betrafen. Auf eine Anfrage gab Eden die technischen Vorkehrungen Marine=, Militär= und Luftstäben g meermächte für kollektive Verteidigung vege italienischen Angriff getroffen wurden noch in Kraft seien. Die Abhaltung weiterere Stabsgespräche für diesen Zweck sei nicht geplant. Ein anderer Abgeordneter wollte im Zusammenhang mit der Enthüllung des Dumdum=Schwindels wissen, ob der Außenminister den italienischen Botschafter ersuchen werde, Schritte dagegen zu tun, daß die diplomatische Immunität des Botschaftspersonals in Zukunft für solche Zwecke verwandt werde und ob die britische Regierung um die Abberufung des italienischen Militär= attachés bitten werde. Eden erteilte den Bescheid, daß er es bei der im Unterhaus am 18. Mai abgegebenen Erklärung beruhen lassen werde. Ein weiterer Abgeordneter fragte, ob der Außenminister irgendeine Mitteilung über die Methoden zu machen habe, die Italien jetzt anwende, um die Einwohner eines anderen Mitgliedsstaates des Völkerbundes zu unterjochen, und ob er die Aufrechterhaltung des Druckes bis zu dem Augenblick plane, in dem der Angreifer gezwungen sein werde, einen Frieden in Uebereinstimmung mit den Grundsätzen der Völkerbundssatzung abzuschließen. Eden entgegnete:„Die Antwort auf den ersten Teil der Frage lautet: Nein. Was den zweiten Teil betrifft, so wird die Haltung der Regierung durch den Inhalt der von dem Völkerbund am 12. Mai angenommenen Entschließung bestimmt. Die Erörterungen werden am 15. Juni wieder aufgenommen werden. Inzwischen besteht kein Anlaß, die Maßnahmen zu ändern, die vorher in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern des Völkerbundes angenommen wurden." Dieser letzte Satz klang einstweilen nicht sehr hoffnungsvoll für die Abgeordneten, die zu den Sanktionsgegnern gehören. Die Politik der drei Westmächte in bezug auf die Unabhängigkeit Oesterreichs war der Gegenstand mehrerer Fragen des arbeiterparteilichen Abgeordneten Fletcher. Außenminister Eden antwortete:„Auf der Konferenz von Stresa im April vergangenen Jahres haben England, Frankreich und Italien zuletzt die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit und Unversehrtheit Oesterreichs besprochen. Ein Vorschlag, die auf der Konferenz von Stresa in dieser Angelegenheit erzielte Lage zu ändern, ist nicht gemacht worden, noch hat irgendeine der drei Regierungen ihre Absicht erklärt, von der in Stresa festgelegten Politik abzugehen. Im Verlauf der Fragezeit erkundigte sich der arbeiterparteiliche Abgeordnete Cocks, welche Verpflichtungen die britische Regierung zur Verteidigung der Unabhängigkeit und Unversehrtheit Oesterreichs übernommen habe. In Beantwortung dieser Frage verwies Außenminister Eden den Abgeordneten auf die Völkerbundssatzungen. ten Reichsminister Rust und der Oberpräsident Stabschef Lutze, Vertreter der Wehrmacht und zahlreiche Abordnungen der NSDAP. bei. Besuch des ungarischen Kultusministers in Berlin. Auf Einladung der Reichsregierung begibt sich der ungarische Kultusminister Dr. Homan in Begleitung einiger höherer Beamten des Kultusministeriums sowie des Leiters der Kulturabteilung des Budapester Außenministeriums Ende dieser Woche nach Berlin, um den Besuch des Reichsunterrichtsministers Rust zu erwidern. Deutsch=britisches Frontkämpfertreffen in Buenos Aires. In den Räumen des Deutschen Klubs in Buenos Aires fand das erste deutsch=britische kämpfertreffen statt, zu dem sich etwa 300 Teilnehmer eingefunden hatten. Der Abend verlief in herzlicher Kameradschaft zwischen den Frontkämpfern. Oesterreichische Nationalsozialisten verurteilt. Das Schöffengericht in Krems an der Donau verurteilte drei Nationalsozialisten wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz zu je fünf Jahren schweren verschärften Kerkers. Von einem Wiener Gericht wurden elf Nationalsozialisten wegen Teilnahme an einer Unterstützungsaktion für verhaftete Nationalsozialisten zu Kerkerstrafen von einem bis zu zwei Jahren verurteilt. Verlegung englischer Munitionsfabriken nach der Westküste. Englischen Blättermeldungen zufolge hat das Kriegsministerium an der britischen Westküste ein größeres Terrain gekauft, auf dem Anlagen zur Herstellung von Sprengstoff errichtet werden sollen. Ein Teil des berühmten Arsenals von Woolwich soll her verlegt werden. Japan und die Londoner Flottenverhandlungen. Der japanischen Regierung wurde durch den japanischen Geschäftsträger in London die Aufforderung der britischen Regierung zugestellt, dem kürzlich in London abgeschlossenen neuen Flottenabkommen zwischen land, den Vereinigten Staaten und Frankreich beizutreten. Die Haltung Japans steht noch nicht fest. Wehib Pascha darf nicht nach Palästina. Der militärische Berater des Negus, General Wehib Pascha, konnte Port Said nicht verlassen, da ihm im ten Augenblick die Einreise nach Palästina nicht gewährt wurde. Wehib Pascha hat sich nach Kairo geben, wo er vorläufig bleiben wird. Jerusalem gleicht einer belagerten Festung. P Lage in Palästina ist so bedrohlich geworderz, Lo#n britischen Behörden im Amtsblatt für die Herstellu, und den Verkauf von Dolchen drei Jahre Gefänggt. androhen. Mit einem Jahr Gefängnis wird seh## bestraft, der auf der Straße im Besitze eines angetroffen wird. Die Zahl der Verhafteten in einen Monat des arabischen Generalstreiks beträgt 81 Araber und 53 Juden. Allen Maßnahmen der beitischen Behörden zum Trotz verschlechtert sich die Logt in Jerusalem und in anderen Städten von Taß oTag. Ueberall ist es kommen. Jerusalem Schon über 250000 Besucher der 3. Reichsnährstandsausstellung. Am Mittwoch nachmittag wurde die 3. Reichsnährstandsausstellung in Frankfurt am Main bereits von dem 250 000. Besucher aufgesucht. Tag für Tag bringt neue Sonderzüge von Bauern aus dem Reich. Alle Mundarten schwirren durcheinander. Mittwoch kamen u. a. auch Sonderzüge aus Westfalen an. Oesterreichischer Ministerrat beschließt Bundesgesetz über die Vaterländische Front. Wie amtlich in Wien mitgeteilt wird, fand am Mittwoch ein Ministerrat statt, der ein Bundesgesetz über die zukünftige Organisation der Vaterländischen Front beschloß. Die Einzelheiten des neuen Gesetzes stimmen im wesentlichen mit den Ankündigungen überein, die der Bundeskanzler in seiner Rede am vergangenen Freitag gemacht hat. deren Städten von Tag zu neuen Zusammenstößen## gleicht einer belagerten Festung. Cepperegah und Stadttelle: Adolf Peddingbauz Schulte, Kulturpolitik und Unterdaltgt ermann, Wirtschaft: Fritz Sch#pton: nd Briestastgg:. Max glegel. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs treter: Hans Schulte. Verantwortl. s. Kommunalpolttik und Stabteug. wogll, Lokales: Hans Sch Dr. Josef SchwGerichtsdienft und Brzzugien:. Mar 8/#95:: zamulc Hans vornberg, Auzeigen:„Kur Sch....upi, in Bochum. Berliner Schriftlerlungin„Figges##050. Berlin=Karlsdorft, Döndoffstraße 19, unzu, wiglspor Herliner Anzeigenvertretung:„B. Pinruf'i Steinvlge 8813—Verlag und-Druck: Laupenmüblen., Zierlos, 6813. bgrige„un„Drgg. Bgbeg Fine Nr. Bochum, Ruf 67551, 52 55.— Zur Irt# ,ger 26.500, Sprech= gültig, Nachlaßstaffel B.— DA IV.,36 Ube:ochz und stunden der Schriftlettung wochentags, außer Mittwe.-„in. Samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für undgelaggzgpgrto. sendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückpe Die hentige Nummer umfaßt 16 Seiten Seite 3 Nr. 118 Bochumer Anzeiger7 Freitag, 22. Mai 1936 Himmelfahrts=Abgesang „Ein Mann nach alter deutscher Art trägt seinen Pelz bis Himmelfahrt", so oder ähnlich heißt einer der tiefsinnigsten Sprüche, die sich #%% mißtrauisch mit den unbe(.##-1 rechenbaren Launen des HimS92 41 mels beschäftigen. Ganz unrecht hat der Erfinder mit seiner Feststellung nicht, denn was der„Vatertag" uns gestern bescherte, war..., na also sagen wir„3 minus“! Wer seinen Pelz noch nicht eingemottet und fein säuberlich weggehängt hatte, dürfte auf seine Kosten gekommen sein und mit der Zentralheizungsgarnitur erfolgreich seinen Ausflug bestritten haben. Das ausgesprochen kühle und gegen Nachmittag sogar feuchte Wetter hat natürlich nicht hindern können, daß die Himmelfahrtspartien allen Bewölkungen zum Trotz in der alten feucht=fidelen Verfassung gestiegen sind.„Auf zum Skat im Grünen!“, so lautete Sochue FrrtetIe hleren=Ar Gastt ... und die Bademeister der letzten Nichtschwimmer 9.*“ g. 5 für viele, die es nun mal nicht lassen können, die Vergrügungsparole. Und schon setzten sich die Herren der Schöpfung, mit entsprechendem Kleingeld und Regenschirmen vorsorglich ausgestattet, in Marsch, um sich an den Wundern der Natur, an den freundlichen Geheimnissen etwelcher Küchen zu laben, und um dann den konzentrierten Aerger(der Spargel war vielleicht stockig...) an einem überreizten„Grand aus der Hand“ fachmännisch abzureagieren. Aber der Grand mit vieren“ macht alles wieder gut, und gegen die verruchte Qual des Durstes blühen im Hintergrund kleine Helle, die man so oft leeren kann als sie gefüllt werden. Währenddessen die wehrhaften Männer Bochums hinauszogen, die Stiepeler Alpen erkletterten, um endlich einmal wieder ganz unter sich zu sein, weit von Haushaltssorgen und Kindergeschrei, ergingen sich die treusorgenden Mütter in den lyrischen Gefilden des Stadtparks oder saßen in der gemütlichen Kaffeerunde, um endlich einmal so recht nach Herzenslust unter sich zu sein und die Männer der Schöpfung in Grund und Boden zu häkeln. Aber so böse— wir wissen es— ist das alles ja nicht gemeint, und wenn es die ungeschriebenen Gesetze auch vorschreiben, daß die einen Hälften nicht wissen, was die anderen Hälften tun, so fand sich am Abendbrottisch doch alles wieder mehr oder weniger friedlich zusammen und hieb gemeinsam in die knusprigen Bratkartoffeln. Und so war es gestern auch, die hartgesottenen Knaben abgerechnet, die lieber die Bratkartoffeln kalt als die Hellen warm werden lassen. Da kann man nichts machen, und schließlich ist nur einmal im Jahr Himmelfahrt, ein Tag, der von alters her dem Manne gehört. Am Sonntag DAF.=Kundgebung mit Ehrung der RBWK.=Sieger und Fahnenweihe Am Sonntag, dem 24. Mai, vormittags 11 Uhr, findet im Schützenhof eine Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Bochum, statt, in der die Ehrung der Sieger des Reichsberufswettkampfes und die Weihe der neuen DAF.=Fahnen vorgenommen wird. Alle Amtswalter und Amtswarte nehmen an dieser Tagung teil. Motorradler unterm Kraftwagen Zwei Dortmunder in Bochum verunglückt Ein Todesopfer Ein furchtbares Motorradunglück, das einen tödlichen Ausgang nahm, ereignete sich Dienstag abend auf dem Ruhrschnellweg an der Ecke des Löbkerringes. Zwei Freunde aus Dortmund, der 23jährige Franz Wedepuhl und der gleichaltrige Willi Lohmann gerieten bier mit einem entgegenkommenden Personenkraftwagen aneinander. Bei dem Zusammenstoß wurde der Soziusfahrer Lohmann auf die Straße geschleudert, während der Kraftradfahrer Wedepuhl unter die Räder des Personenwagens geriet und hier so schwer verletzt wurde, daß er im Elisabethhospital in der Nacht zum Mittwoch den erlittenen Verletzungen erlag. Die Verletzungen des Lohmann sind nur leichterer Natur. Gemeiner Einbruchsdiebstahl an einem bedürftigen Volksgenossen In der Nacht zum 19. Mai suchten Diebe die an der Harpener Straße gelegene Wirtschaft Vorhoff auf und entwendeten aus der nebenanliegenden Waschküche zwei rotbraune Glucken, die sich bei den Küken befanden. Weiter haben sie die nasse Wäsche ausgewrungen, in einem bereitstehenden Wäschekorb verpackt und mitgenommen. Es handelt sich um weiße Wäsche, und zwar Herren= und Damenwäsche, sowie Bettwäsche. Es ist anzunehmen, daß die Täter mit dem Wäschekorb in der Nacht gesehen worden sind. Da die Wäsche einem in bedrängten Verhältnissen lebenden Volksgenossen, der in genannter Wirtschaft wohnhaft ist, gehört, dem es schwer fallen wird, sich neue zu kaufen wird das Publikum gebeten, tatkräftig an der Aufklärung des gemeinen Diebstahls mitzuwirken, um die Täter der gerechten Strafe zuzuführen, anderseits aber auch, um dem Geschädigten zu seinem Eigentum zu verhelfen. Zweckdienliche Angaben nehmen sämtliche Polizeivienststellen und die Kriminalpolizei in Bochum, PoliFlersüidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 246, entgegen. auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. Auto fuhr in eine Schaufensterscheibe Donnerstag nachmittag gegen.30 Uhr fuhr ein aus der Richtung Alleestraße kommender Personenwagen an der Drehscheibe in das Schaufenster der Firma Tengelgenn. Die Scheibe wurde fast vollständig zertrümmert. Das Unglück kam dadurch zustande, daß der in mäßiger Geschwindigkeit fahrende Wagen vor der Verkehrsgegz##, teppen wollte. Infolge des kurz vorher niederLe#huggenen Regens war die Straße schlüpfrig geworven. Der Wagen geriet durch das Bremsen ins Schleustersche. au den Bürgersteig und gegen die FenZeit starten u Personen kamen trotz des um diese Schad. Verkehrs im Stadtmittelpunkt nicht zu Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sollen auch vor den Bochumer Bademeistern nicht haltmachen meinte der Frühling und ließ die Sonne in die Schwimmbecken der Freibäder in Langendreer und Werne brennen, daß die Luft über dem Betonboden nur so flimmerte. Und siehe da: der Stimme des Lenzes vermochten sich auch die Tore der Bochumer Badeanstalten nicht länger zu verschließen, und so öffneten sich denn die Hähne der Wasserleitungen zu wahren Niagarafällen, in den Becken stieg die Flut von Minute zu Minute, und als der Bademeister selbst den ersten Startsprung dieses Jahres in das kühle Naß tat, da war Bochums Badesaison zünftig eröffnet. Es wehte noch eine recht frische Brise, als wir am Mittwoch nachmittag den vier Bochumer Freibädern in Linden=Dahlhausen, Stiepel, Langendreer und Werne einen Besuch abstatteten, und die Wasserfläche der Ruhr kräuselte sich wie die Stirn eines Familienvaters der den Preis des neuen Frühjahrshutes seiner„besseren Hälfte“ hört. Solche vorläufige Ungunst der Witterung aber vermochte die Badefreudigen unserer Stadt keinen Augenblick aus der Fassung zu bringen. Und so wimmelte es denn an den Gestaden der Ruhr und in den„Binnenbädern“ von Badeanzügen aller Farben und Muster, die Sprungbretter bogen sich unter der Last der emporgeschnellten Körper, und die Wogen des Wassers standen in einem„Hochsprung=Rekordkampf mit denen der Badebegeisterung. 44ig:.5 Die Badeanstalten haben eine wichtige Aufgabe zu erfüllen in den kommenden Monaten der heißen Jahreszeit, sie sollen eine Zuflucht sonnen= und kühlungsbedürftiger Großstädter sein. Deshalb ist es gut, daß sich die Bochumer Anlagen in so trefflicher Pflege befinden. Wir vermochten uns bei unserer Rundfahrt ein 8 5 B Ein Startsprung in die kühlen Fluten der Ruhr als Auftakt der neuen Bochumer Badezeit rkooste1 Die Bachrmer B Bild davon zu machen, daß mit geradezu rührender Sorgfalt alles bis ins kleinste vorbereitet worden ist, um den Start in die Badesaison zu einem vollen Erfolg zu machen, eine Pütz von zwanzig Pfund Farbe ist für den Neuanstrich der„Hochbauten" verwendet worden, die Korkwesten sind zurechtgelegt... Uebrigens Korkwesten! Die Bochumer Bademeister haben sich zu einer unerschütterlichen Verschwörung zusammengeschlossen, mit dem Ziel: Kampf den Nichtschwimmern! Und wer die Badebegeisterung an den ersten Tagen bereits gesehen hat, wird voraussehen, daß ihr Feldzug ein Sieg auf der ganzen Linie wird. □ 441 Ein hübscher Wasserulk im Langendreerer Freibad: Das scheinbar unfreiwillige Bad Wenn das Baden beendet ist, muß der Körper in Bewegung bleiben, so wird aus dem Schwimmer der Kunststturner Dem großen Schützenfest entgegen Dr. Klute der neue Führer des Schützen=Bataillons Bochum=Mitte Aufmarsch der gesamten Schützen Bochums Sieben lange Jahre sind seit dem letzten Schützenfest Alt=Bochums vergangen. Die wirtschaftliche und politische Krise ließ so recht keine Stimmung aufkommen. Nun aber, wo in den letzten Jahren ein Wandel zum Besseren eingetreten ist, wird der lang gehegte Wunsch nach einem volkstümlichen großen Schützenfest Erfüllung finden. Der Bochumer Bürger=Schützenverein, als der Träger halbtausendjähriger Tradition, hat die Vorbereitungen in die Hand genommen und man darf gewiß sein, daß dieses erste Schützenfest im Geiste.] nationalsozialistischer Volksverbundenhet seinen Vorgängern sich würdig anreihen und in mancher Hinsicht sie übertreffen wird. Zum erstenmal wird der ganze Schützenkreis Bochum, der 17 Vereine mit fast 3000 Mitgliedern zählt, am Zapfenstreich am Donnerstag, 2. Juli, sich beteiligen, einige Vereine sogar mit eigener Musik! Führende Männer Das Bochumer Schützenbataillon hat in dem letzten Junggesellenhauptmann Rechtsanwalt Dr. Klute, Sproß einer Alt=Bochumer Familie, einen neuen Führer erhalten. Major Dr. Klute wird, in den Fußstapfen seines Vorgängers, Ehren=Oberst Cornelius, wandelnd, alles daransetzen, daß das Bataillon ehrenvoll abschneidet. Der alte Kommandeur Cornelius, seit 1910 Major, führte seit.1914 das Bataillon und wurde zum Oberst befördert. Als er dann vor zwei Jahren des hohen Alters wegen von seinem vorbildlich geführten Posten zurücktrat, wurde er unter Ueberreichung „Niedlich Wilhenn 1. seines Ehrendegens zum Ehren=Oberst ernannt. Nun hat er einen jugendlichen Nachfolger erhalten, der es verstehen wird, dem Bürger=Schützenverein neue Impulse zu geben. Ein Vierteljahrhundert ist es nun auch, daß Stadtrat Stumpf, ebenfalls Alt=Bochumer Kind. als Vorsitzender den Verein geleitet hat. Ihm zur Seite hat ebensolange Major und Rechnungsführer Sauerbier gestanden. Erwähnt sei auch noch das alte Vorstandsmitglied Ewald Hager, das zwar schon viele Jahre in Solingen wohnt, aber niemals bei einem Bochumer Schützenfest gefehlt hat. Nicht zu vergessen Hauptmann Herm. Hutmacher, der auch an der Spitze des aus dem Bochumer Bürger=Schützenverein hervorgegangenen„Bochumer Schützenbund 1862“ steht, der im kommenden Jahre sein 75jähriges Bestehen feiert. Ein echtes Schützen= und Volksfest soll das heurige Fest werden. Es nimmt, wie schon erwähnt, am 2. Juli mit einem Zapfenstreich seinen Anfang. An ihm nimmt zum erstenmal nach der Umbildung des gesamten Schützenwesens der Schützenkreis Bochum des Deutschen Schützenbundes teil. Im Schützenhof und im Schützenzelt— dieses, 2500 dratmeter groß, wird unmittelbar am Schützenhof nach der Wiese zu errichtet— findet nach dem Umzug der Kommers statt. Am Freitag, 3. Juli, ist in aller Frühe Weckruf und Generalmarsch. Das Bataillon marschiert nach Abholung der Fahnen zum Rathaus, woselbst wie am Vorabend die Ehrengäste und die Vorstandsmitglieder eintreten. Mitgeführt werden die Fahne von 1829, die Fahne der Frauen und Jugge frauen von 1875, die Fahne, der Jungfrauen, von 1888 und die Fahne von 1929. Vom Rathaus geht es zum Schützenhof, woselbst die Parade abgehalten wird, Dann beginnt das Königsschießen. Die Kompagnien schießen nach der erfolgten Auslosung. Die 1. Kompagnie, Griesenbruch und Engelsburg, führt Hauptmann Hermann Wiegand, die 2. Kompagnie(nördlicher Stadtteil) Hauptmann Biermann, die 3. Kompagnie(Altstadt) Hauptmann Hermann Hutmacher, die 4. Kompagnie, die jetzige Königskampagnie,(Bahnhofsviertel, Ehrenfeld) Hauptmann Willi Patt. Beim Vogelschießen wird auf Krone, Zepter, die beiden Flügel, Hals und Schwanz geschossen; der Rumpf, stark befestigt, kommt erst am folgenden Tage dran. Ein gemeinsames Mittggessen unterbricht das Vogelschießen. Unter den großen Bäumen des Schützenhofes schlagen die einzelnen Kompagnien ihr Biwak auf— es wird dort fröhlich hergehen. Am Samstag ist dann wieder Wecken, Parade usw. und nun geht es um das Höchste, um die Königswürde. Um 11 Uhr dürfte die Entscheidung fallen. Nach der Königsproklamation im Schützenhof wird die Königin benachrichtigt, die ihren Hofstaat bildet, und um 3 Uhr nachmittags feierlich eingeholt. Nach der Inthronisation und dem anschließenden Königsmahl folgt dann der prächtige Krönungszug durch die festlich geschmückte Stadt. Abends beschließt der Königsball den Reigen der Veranstaltungen. Daß dazu auch Doppelkonzerte an allen Tagen, Feuerwerk am Samstag abend, Kaffeetrinken am Freitag nachmittag gehören, sei nebenbei bemerkt. Auf dem neuen Aufmarschgelände zwischen Stadtpark und Schützenhof werden die üblichen Volksveronügungen aufgebaut. 8 Die einzelnen Kompagnien ziehen in den nächsten Wochen Werbeabende auf und halten Exerzieren ####### Aufnahmen: Fritz Brand als Kronprinz Friedrich Wilhelm Fritz, der spätere„Friedrich der Große", und Willi n I. in Haus Rehbergs gleichnamigem Schauspiel. „-.“-Muthherr Busch als G Seite 4 Nr. 118 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Mai 1936 Unser neder homan ein kollbei ist ein winziger, in allen farben spellhender vogel, den man sich nur in leuchtendem Sonnenblau hin- und herschwirrend vorstellen kann. Wenn also ein bronzefarbener junger mann mit grosfen dunklen Augen ein mädchen so nennt, dann muß mit diesem mädchen schon etwas Besonderes los sein. Ob nun das mädchen flora diesen samen wicklich verdient, darüber soll weder ihr Künstleronkei Amieto in seiner fröhlichen Unbesorgtheit entscheiden, noch die tapfere kante ellen oder gar der sommersprossige Peter aus England. man wird sich auch von kante sulia und dem wunderschönen Lorenzo nicht beeinslussen lassen, sondern unsere Leser sollen in dem heute beginnenden neuen Roman Ausdau der Wernadeneruieschina!.. durch die Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau Die Reichsbetriebsgemeinschaft Berghau teilt mit: Verantwortlich und vielseitig ist die Stellung der Vertrauensmänner in den Betrieben. Der Vertrauensrat hat nichts mit dem alten Betriebsrat zu tun, der einst einseitig die Interessen der sogenannten Arbeitnehmer vertrat. Der Vertrau** ensrat ist das Bindeglied zwischen Führer und Gefolgschaft. Von seinem Wirken hängt zum guten Teil die Betriebsgemeinschaft ab, wie sie der nationalsozialisti* Kleiner Vogel Kolibri“ von Cetilg Sidgwich 44 selbst darüber entscheiden, ob dieses unbeklmmerte, herrlich sunge mädchen im Wirbel von Sonne, Freude und lachen den hlamen wirklich verdient hat. Wir glauben, dast dieser übermütige, entzückend leicht und temperamentvoll geschriebene Roman, der an Italiens weisten Städten und blauen Meeren spielt, von allen gern gelesen wird. ab. Einzeichnungslisten werden aufgelegt. Man rechnet damit, daß sich sämtliche Behörden, die Vertreter der Bewegung, die Kaufmannschaft usw. an diesem großen Schützen= und Volksfeste freudig beteiligen und mit der ganzen Bevölkerung dazu beitragen werden, diesem Feste den Anstrich eines rechten Heimatfestes zu verleihen. Es wurde auch der Wunsch ausgesprochen, daß alle Betriebsleitungen den aktiven Schützen die Teilnahme erleichtern. Die einzelnen Festausschüsse sind bereits gebildet und in Tätigkeit getreten Nun zeigt ihr Bochumer, daß euch die Schützensache am Herzen liegt! ap. Helk ccosgemeinschaft, ub,„wie sie dex nationalsozialisti. sche Staat will und das Gesetz zur Ordnung der narionalen Arbeit bestimmt. Damit wird die verantwortliche Stellung des Vertrauensmannes gekennzeichnet. Um seiner Aufgabe als Berater des Gefolgschaftsführers und seiner Arbeitskameraden gerecht werden zu können, muß er in jeder Beziehung sattelfest sein. Das alles ist dem einzelnen nicht angeboren, es muß ihm beigebracht werden durch zielbewußte Schulung. Die Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau erkannte als erste Organisation schon im Jahre 1934 die Wichtigkeit der planmäßigen Vertrauensratsschulung und führte sie seit diesem Zeitpunkte durch. Die Bedeutung der Tätigkeit des Vertrauensrates im Bergbau ist größer als in anderen Berufen, weil der Bergmann bei seiner täglichen Arbeit unter Tage auf sich selbst angewiesen ist und die schon rein äußerliche Tuchfuhlung zwischen dem Gefolgschaftsführer und den Gefolgschaftsmitgliedern, wie sie in Fabrikbetrieben, Buros usw. besteht, im Bergbau nicht herzustellen ist. Nunmehr wird auf Veranlassung des Reichsbetriebsgemeinschaftsleiters Pg. Padberg die bisher schon so erfolgreiche Vertrauensratsschulung im Bergbau noch weiter ausgebaut. Die Schulung wird sich in Zukunft nicht allein auf die Kenntnis des Arbeitsordnungsgesetzes, der Sozialversicherung usw. erstrecken, sondern die Vertrauensmänner sollen in taktischer Hinsicht in der Beurteilung betrieblicher Fragen und in wirtschaftspolitischen Kenntnissen so ausgerichtet werden, wie es für eine erfolgreiche Tätigkeit im Betrieb notwendig ist. Mit dieser Ausgestaltung der Schulung werden somit neue Wege eingeschlagen, die dann wahrKameradschaftsabend. Nach einem von einer Arbeitskameradin vorgetragenen Prolog, der von dem Sinn der Arbeit für das neue Deutschland kündete, entbot Gefolgschaftsführer Gustav Blennemann seinen Arbeitskameraden einen herzlichen Willkommsgruß. Mit bewegten Worten erinnerte er an den verstorbenen Gründer des Betriebes, der durch seine unermüdliche Arbeit und seinen zähen Willen die Firma durch schlechte und gute Zeiten führte. Im Anschluß an eine Pause, in der alle Anwesenden gut bewirtet wurden, überreichte ein Arbeitskamerad im Namen der Gefolgschaft dem Betriebsführer zur Erinnerung an das 50jährige Geschäftsjubiläum eine in Silber gehaltene, gerahmte Plakette mit der Inschrift:„Zur Erinnerung an das 50jährige Geschäftsjubiläum, gewidmet von seiner Gefolgschaft.“ Der Stellvertreter des Ortsgruppenwalters, Dralle, sprach dann von der Dankesschuld gegenüber dem Gründer dieser festen Betriebsgemeinschaft. In kurzen Umrissen schilderte der Gefolgschaftsführer hierauf den Werdegang des Betriebes. Während eine kleine, aber ausgezeichnete und fleißige Kapelle musizierte, saß man noch lange in gemütlicher Runde zusammen. jagte ihn der Hausherr mit einer Tränenpistole.### die Eifersucht und Leidenschaft wurden so stark, das man ihn endlich erneut zur Anzeige bringen mußt, Der Alkohol steigerte den Wahn des Mannes noch mehr Die Folge ist, daß der Mann jetzt in einer Heil: und Pflegeanstalt untergebracht wird, bevor ers schlimmere Dinge geschehen. Es gibt doch merkwürdige Menschen. So hatte sich ein gewisser M. von seiner Frau scheiden lassen, kam aber trotzdem immer wieder und machte der Frau heftige Szenen. Ausgerechnet in der Neujahrsnacht warf er mit Steinen gegen ihrFenster. Als zwei Hausbewohner auf die Straße eilten um ihn zu verjagen, schlug er blindlings mit dem Messer um sich und verletzte beide. Das Gericht verurteilte un zu sechs Monaten Gefängnis. Aus der ASDAp. Kreisverband der Evgl. Frauenhilfe Erholung für kinderreiche Väter. Wie der„B..“ bereits berichtete, werden seitens der Gewerkschaft Constantin jetzt kinderreiche Familienväter kostenlos für acht Tage zur Erholung entsandt. Die erste Erholungskur findet in der Zeit vom 10. bis 18. Juni statt, und zwar in der Eifel. Vom 3. bis 11. Juli geht es dann zur Erholung in den Spessart. Die in Frage kommenden Gefolgschaftsmitglieder sind jetzt bereits ausgewählt worden. Auf die am Donnerstag, scheinlich seitens der DAF. auch für die anderen Berufe beschritten werden. Es wird also im Bergbau in absehbarer Zeit keine DAF.=Walter geben, die nicht mit allen an sie herantretenden Fragen vertraut sind. gesellen, denn geeignet, Die Zum Charakter muß sich das„Können gesellen, nur die in jeder Beziehung Tuchtigsten sind gee als DAF.=Walter in den Betrieben zu wirken. Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau wird das Erforderliche tun, um die Ausbildung und Auslese dieser Besten Herrlichstes Maienwetter begleitete am Montag die Studienfahrt des Kreisverbandes der Evangelischen Frauenhilfe, der mit den Vorständen der ihm angeschlossenen 40 Frauenhilfen unter der Leitung von Pfarrer Schloemann(Bochum=Werne) und; der Kreisverbandsvorsitzenden Frau Superintendent Niederstein einer Einladung des Landesverbandes der Westfälischen Frauenhilfe nach Bad Driburg folgte zur Besichtigung des dortigen Frauenhilfsheimes, das erst kürzlich eine vollständige Renovierung erfahren hat, so daß es sich lohnte, die ganz neuzeitlich eingerichteten Räumlichkeiten mit ihrer sehenswerten künstlerischen Innenausstattung in Augenschein zu nehmen. Die Schwesterngemeinde mit den dort zur Erholung weilenden Frauenhilfsmitgliedern bereiteten den in stattlicher Anzahl gekommenen Bochumer Gästen den herzlichsten Empfang und machten sich eine Ehre daraus, ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Spaziergänge führten in die nähere und weitere Umgebung des inmitten von Waldungen reizend gelegenen Kurstädtchens. Der Abend dämmerte schon, als die Heimfahrt über Salzkotten. Paderborn, Soest angetreten wurde. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Freitag, 22. Mai REDAP. Weitmar=Nord. 20 Uhr: Mitgliederversamm, lung bei Holler, Essener Straße. Erscheinen aller Parteigenossen ist unbedingt erforderlich. NSDAP. Hofstede=Riemke. 20.15 Uhr: Versammlung der Zellen 1 und 2(Sievert und Grube) bei Mansfeld, Herner Straße 100 Erscheinen ist Pflicht. NSDAP. Hiltrop=Bergen. 20 Uhr: Oeffentliche Kundgebung bei Punge. Es spricht Gauredner Parteigenosse#sing. Alle Volksgenossen werden erwartet. Eintritt ist frei. zu erreichen. Jubiläumsfest der Firma G. Blennemann Stadtleihamt Bochum. Augg#n, n ige 4. Juni und Donnerstag, 18. Juni, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, stattfindenden Versteigerungen der verfallenen Pfänder aus dem Monat Oktober 1985 wird aufmerksam gemacht. Einlösung— — ist noch bis zum 3. Juni 1936 vormittags zulässig. Auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil und die darin erwähnten neuen Vorschriften über den Erwerb Goldsachen wird besonders hingewiesen. Eenirele! Im festlich geschmückten Saale der Wirtschaft Ranft (An der Maarbrücke) feierte am Mittwoch die Gefolgschaft der Firma Gustav Blennemann aus Anlaß des 50jährigen Geschäftsjubiläums einen gemütlichen Aus der Antoniuspfarrei. Die Marianische Jungfrauenkongregation der Antoniuspfarrei, die im Mai 1906 inkorporiert wurde, begeht am nächsten Sonntag die Feier ihres 30jährigen Bestehens. Der Gründer der Kongregation ist der vor einigen Jahren als Propst in Dortmund gestorbene erste Pfarrer von St. Antonius, Alois von Haehling. Auch der heutige Generalpräses der katholischen Jungfrauenvereine Deutschlands, Monsignore Klens, leitete die Kongregation einige Jahre. Deutsche Arbeitsfront Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung In der Arbeitsschule der DAF. werden folgende gänge durchgeführt: Doppelte Buchführung für Anfänger Einführung in das System der doppelten Buchführung. Ziel: Sichere Beherrschung der Arbeitsweise der Konten. Das amerikanische Journal, leichtere Abschlußübungen. Beginn: 28. Mai 1936. Dauer: 16 Abende. Doppelte Buchführung für Fortgeschrittene. Der Teilnehmer muß Kenntnisse in der doppelten Buchführung besitzen und die Grundzüge der Selbstkostenrechnung beherrschen. Uebungen in der Abschlußsicherheit.— Die Fabrikbuchführung. Beginn: 28. Mai 1936. Dauer: 16 Abende. Schönschreiben. Uebungen zur Verbesserung der Handschrift. Beginn: 27. Mai 1936. Dauer: 12 Abende. Kurzschrift für Fortgeschrittene. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Beherrschung des Systems. Wiederholung der schwierigen Regeln des Systems, Erlernung der neuen Kürzungen und Kürzungsregeln, Förderung der Se 5e Julun, s27. Ein Aufruf zum Sammeltag des Reichsmütterdienstes Schreibtechnit und Steigerung der Schreibgeschwindigkeit. Ziel: 120 Silben in der Minute. Der Unterricht wird erteilt nach der Neubearbeitung gemäß der amtlichen Schrifturkunde vom 30. Januar 1936. Beginn: Mai 1936. Dauer: 20 Abende. Nähere Auskunft erteilt die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der DAF., Bochum, Alleestraße 46, Zimmer 5, Fernruf; 60561/62. Beginn neuer Kurse in der Arbeitsschule der DAß. Plakatschrift I: Schreibtechnik, Schriftübungen mit Schnur= und Bandzugseder, Größenvertättzigse und HezuSchreiben von Schildern, Größen#####gen und maumverteilung. Anfertigung von Plakaten. Dauer: 16 Abende. Beginn: 8. Juni 1936. Gebühr ohne Lehrmittel: für Gehilfen 6,20 RM., für Lehrlinge.20 RM. Plakatschrift II: Anfertigung von Plakaten mit Federn und Pinseln, das farbige Plakat. Farbenlehre, Verwertung von Ideen. Dauer und Gebühr wie oben. Beginn: 10. Juni 1936. Schönschreiben: Uebungen zur Verbesserung der Handschrift. Dauer: 12 Abende. Beginn: 9. Juni 1936. Gebühr: 4,20 RM. erste Frischobst Der Mittwochswochenmarkt„In der Krimm“ zeigte am Vortag des Himmelfahrtsfestes einen recht guten Besuch. Die Gemüsestände zeigten eine sehr vielseitige Auswahl. Mit dem ersten Angebot von Kirschen und neuen Tomaten erfuhr die Auswahl an Obst eine Belebung die sich in Kürze weiter verbessern wird. Das Angebot an Fisch war dagegen recht knapp. Die Stände der Gärtner prangten im Schmuck zahlreicher Schnittblumen und gaben ein farbenfrohes Bild. 13. Mai Es notierten die Preise am 20. Mai ... ½ ke 60 J Kirschen Möbren Frische Möhren Schwarzwurzeln Kopfsalat Gurken Aepfel#,...... Blumentohl Wirsina Weißkohl Rotkobl Stielmus Rhabarber Sping;,„..... Sellerietnouen Steckrüben. Pamaten......... 1, 16 60—-65 3 Tomaten........... J 4 12 8 Zwiebeln„........ 4615-19 3 Neue Kartoffeln....... 1 b 55 Frsses 1 k6 8 L Bund 40 J ½ ks 20—30 J Stück 10•3 Stück 30—40 J ½ ke 20—50 50—60 S ½ kg 25 J ½ ke 15 J ½ ke 25 J Bund S 6 J ½ ks 8 8 1½ kg 8 L Stück 15—30 J ½ kg 8 L 5 k§ 45 J Erofen .. ½ kg 10 J Kahlrahi.......... Stück 25-30 Koblrabi Radieschen.........„, 46 10-123 Butterkohl Bund 10 J Apfelsinen Zitronen Eie Eier Butter Sahnekäse Quarkkäse Rindfleisch Schweinefleisch Sick—6 J —4 Stück 10 8 Sick. 9½-10½ ½ ks 150—160 S ½ ke 70 J : ½ ke 40 J . ½ k8 80- 100 S ½ ks 80- 120 S Schweiggsleisch......., 44100- 1303 Paloy ezisteisch:......., 46 120 130 Hammelsteise K4 120-130 J Kabelsau...........„„ 44 26 6 Schellfisch Schellfisch Seelachs Fischfilet Rolbarsch Rotzungen Schollen Seeaal Maisisch Makrelen Grüne Heringe ke 15 3 ½ ke 40—50 B 12 ke 30 J 1 ke 60 S ½2 kg 35 J 2 b8 25 J ½ ke 35-50 J ½ ke 25 J ½ ke 12 L 1 ke 8 B Bund 40 J ke 20—30 J Stak. 10—12 S Stück 30—40 J ½ kg 20-50 J 50—60 L ½ ks 25 3 ½ ke 15 J 12 ke 25 J Bund—6 J ½ ks—10 L 1½ kg 8 L Stück 15—30 J 12 kg 8 8 5 ke 45 J ½ ks 30—35 J ½ kg 25-30 ½ ke 12 B ½ ke 17 B ½ ke 28- 50 J 2 bg 25 12 ke 10 Stück 25-30 J Bund 10 J ½ ke 10-12 J Stuck-6 3 -4 Stück 10 B Stck. 9½-10½ 3 ½ ks 150-160 S ½ KO 70 ke 40 J ½ ke 80— 100 ½ ke 90-130 J 12 ks 100-130 ½ k 120—130 S 13 kS 20 ½ ke 20-40 ½ b6 15 5 ½ ke 40—50 S 12 k4 30 J 12 k4 60 3 ½ ke 35 J 1 ke 25 S ½ be 35—50 J 12 ke 25 3 13 be 12 8 Der Tag, den das deutsche Volk zum Ehrentag seiner Mütter erwählt hat, liegt nun hinter uns. Wie von alljährlich war uns auch dieser zweite Sonntag im Mai ein Tag dankbar frohen Gedenkens an Mutterliebe und Muttertreue. Bmm. Aber wir wissen auch eines: die rechte Dankbarkeit ist niemals diejenige, die sich genug sein läßt mit einem bloßen Gedenken und mit Worten, die nur reden von Dankbarkeit, und kämen diese Worte auch aus noch so vollem Herzen— nein, Dankbarkeit muß bewiesen werden durch praktische Tat, durch Taten, die den Müttern Hilfe sind in der Erfüllung ihrer Aufgaben zum Wohle der deutschen Familie. Der Reichsmütterdienst ist das Werkzeug, das der Staat Adolf Hitlers schuf, um durch Hilfe, Rat und Beistand die deutsche Frau zu befähigen, ihre betreuenden und erzieherischen Aufgaben so restlos zu erfüllen, daß ihr Tun und Wirken das festeste Fundament sei für den Bestand der deutschen Familie und die Zukunft Der Reichsmütterdienst, insbesondere die Müterschulung, aber braucht viele Mittel, um in diesem Sinne besten Dienst für die Mutter leisten zu können. Darum findet am 23. und 24. Mai eine Sammlung zugunsten des Reichsmütterdienstes statt. Wenn an diesen Tagen die Amtswalterinnen und Mitglieder der NS.=Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks als Sammlerinnen sich in den Dienst der großen Sache stellen, dann ist jeder verantwortungs; bewußte deutsche Mensch dessen eingedenk, dup er mit freigebiger Hand seine Gabe darzubringen hat zum weiteren Ausbau unseres Reichsmütterdienstes, denn was wir den Müttern und der deutschen Familie geben, das giben wir der Zukunft unseres Volkes. Anna=Luise Bruckner, Gaufrauenschaftsleiterin und Führerin des Deutschen Frauenwerks im Gau Westfalen=Süd. ihnen möglich ist, und gerade dadurch erhält die ganze Arbeit eine besonders wertvolle Vielseitigkeit und zugleich die Möglichkeit, zu zeigen, wie viel sich doch mit wenigen Mitteln erreichen läßt. In der Regel werden die Lehrgänge durch ein festliches Zusammensein entweder am letzten Lehrgangstag oder bei einer besonderen Veranstaltung abgeschlossen. In vielen Fällen hält die in der Mütterschulung gewonnene Gemeinschaft auch über die Dauer des Lehrganges hinaus an und vereinigt Lehrkräfte und Teilnehmerinnen in regelmäßigen Zeitabständen zu Zusammenkünften, bei denen alle die Fragen besprochen werden, die sich aus der Schulungsarbeit und aus den täglichen Erfahrungen der Frauen und Mütter ergeben. Neue Grünflächen in Stahlhausen Kreisbetriebsgemeinschaft Verkehr und öffentliche Betriebe, Bochum Am Sonntag, 24. Mai, steigt im Rahmen unseres Berufserziehungswerkes die zweite wirtschaftskundliche Fahrt für die Arbeitsgemeinschaft Reichsbahn. Es„ännen### auch die Kameraden der anderen Arbeitsgemeins####en beteiligen, solange noch Karten vorhanden sind. Meldungen sofort an die Zellenobmänner, Betriebswalter und Vertrauensmänner sowie direkt an die Kreiswaltung, Alleestraße 46. Der Teilnahmepreis beträgt.— RM. einschl Hin= und Rückfahrt und Mittagessen. Eine schmucke Grünanlage hat der Bochumer Verein an der Generotzkystraße herrichten lassen, die in den letzten Tagen fertiggestellt wurde. Diese Grünanlage zieht sich von der Alleestraße bis zu den Werkstätten der Stahlindustrie entlang der Bretterwandung, die den Abschluß des Werksbahngeländes bildet. Die ganze Front der Bretterwandung ist mit hohen Ziersträuchern bepflanzt worden. Hieran schließt sich ein breiter Streifen Rasenfläche. Die Einfriedigung der ganzen Anlage bildet eine Ligusterhecke, bei deren Anpflanzung man auf die Aufstellung von Ruhebänken in eigens dazu vorgesehenen Nischen Rücksicht genommen hat.— Auch das frühere Werksbahngelände an der Baarestraße ist in die prächtige Grünschmuckanlage am BV.=Ehrenmal mit einbezogen worde.n Hier sprossen Blätter und Blüten an den neugepflanzten Sträuchern und jungen Wie arbeiter dei Reichsmiattervienst in Groß=Bochum? Die Durchführung der Mütterschulungsarbeit ist in die Hände der Kreisarbeitsgemeinschaft Bochum gelegt, zu welcher die dem Deutschen Frauenwerk angeschlossenen Verbände, Vertreter der Behörden und einiger Organisationen gehören, die dieser Arbeit besondere Stadttheater: 20 Uhr: Friedrich Wilbelm 1. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Du sollst mein Glücksstern sein. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Himmel aus Erden. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Königswalzer. Capitol: ab 15.15 Uhr: Arzi aus Leidenschaft. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Unser kleines Mädel. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Dschungel ruft. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Famille Schimek. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Der Kosak und die NachOdcon: ab 15.30 Uhr: Im weißen Röss'l. Stala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Im weißen Rösf'l. Café Zuchs-Grünewald. Anteilnahme entgegenbringen. Im Oktober 1934 wurde mit der Schulungsarbeit begonnen. Seit dieser Zeit haben insgesamt 123 Lehrgänge in Säuglings= und Krankenpflege, in Erziehungsfragen, Nähen, Haushaltführung und Heimgestaltung stattgefunden, die rund 2100 Teilnehmerinnen umfaßten. Diese umfangreiche Arbeit war nur möglich durch das Entgegenkommen der Stadtverwaltung. die eine große Anzahl von Räumen zur Verfügung stellte, und durch die rege Mitarbeit aller an der Vorbereitung und Durchführung der Arbeit Beteiligten. Traten zuerst die Frauen vielfach mit etwas gemischten Gefühlen in die Lehrgänge ein, weil sie nicht wußten, was ihnen— die zum Teil ihren Haushalt schon jahrelang führen— noch viel geboten werden könnte, so hat sich mittlerweile die Ueberzeugung von dem Wert und der Notwendigkeit ldieser Schulungsarbeit durchgesetzt. Mit Dank und Anerkennung erfahren die Frauen Anregung und Belehrung für die Gestaltung des Familienlehens und ihre Lebensführung. Die Kameradschaft, die such unter den Teilnehmerinnen— die aus allen Ständen und Berufen hier zusammenkommen— im Laufe dieser ge' hten Stunden allmählich herausbildet, ist Bäumchen, wie sich überhaupt die ganze schön gepflegte Parkanlage am Ehrenmal in prächtigem Maienschmuck darbietet.— Weiter sind die Arbeiten an der Einfriedigung der Vorgärten in der Wohnsiedlung mit lebenden Hecken ebenfalls gut vorangeschritten. Die Vorgärten bieten nunmehr ein bedeutend besseres Aussehen. So hat der Bochumer Verein auch den Gedanken der Schönheit der Wohnstätten in die Tat umgesetzt. Straßt Traditionsecke Die ehemaligen AngehöFeldartilleristen. rigen des 2. Oberelsässischen Feldartillerie=Regiments Nr. 51 und dessen Kriegsformationen. die Reserve=Feldartillerie=Regimenter Nr. 57, 239 und 271, Leichte Kolonnen Nr. 938, 1326, 1327; Artillerie=Munitionskolonnen 2/XV, 3/XV, 1355, 1356, 1357 und Infanterie=Munitionskolonne Nr. 2 treffen sich in Dortmund am 31. Mai und 1. Juni 1936(Pfing= sten) zu einem großen Regimentswiedersehen. Anmeldungen sind zu richten an den Führer des Regimentsvereins: Hermann Schmidt, Düsseldorf, Adersstraße Nr. 53. RSG.„Kraft durch Freude“ Wer will noch mit? Nach Altena geht die nächste Omnibusfahrt am kommen: den Sonntag. Die Fahrt beginnt um 7 Uhr vormittagvom Wilhelmsplatz, Rückfahrt gegen 22 bis 23 Uhr. Der Preis ist äußerst niedrig und beträgt 2,60 RM.— Nach Herbede=Vormholz fahren wir am 30. Mai. Samstag nachmittag 14 Uhr ab Wilhelmsplatz: Preis.05 RM.— Am 1. Juni nach Bonn und zur Möynetalsperre. Auch hierfür werden schon Anmeldungen entgegengenommen beim Kreisamt„Kraft durch Freude“, Kortumstraße 114. Ostpreußenfahrten 1936. Nachstebend gibt das Kreisamt„Kraft durch Freude“ Bochum die endgultigen Termine für die diesjährigen##t preußenzüge bekannt, und zwar sind die Fahrtermine, se#t wie folgt festgelegt: 1. Zug vom 3. Juli bis 18. Juli; 2. Zug vom 9. Juli bis 25. Juli— 3. Zug vom 6. August bis 5. September; 4. Zug vom 9. August bis 24. August; 5. Zug vom 11. August bis 28. August. Sämtliche Züge fahren den Seeweg ab Swinemünde bis Pillau. werden bis Korschen in Ostpreußen durchgeführt. Von hiei aus kann jeder Teilnehmer die Verbilligung der Abfahrstrecke innerhalb der 100=Kilometer=Zone in Anspruch nehmen. Der Fahrplan für sämtliche Ostpreußenzüge ist wie folgt festgelegt: Hinfahrt: Abfahrt des Sonderzuges morgens gegen .30 Uhr ab Bochum=Nord, Ankunft in Swinemünde gegen 17.30 Uhr; Abfahrt des Dampfers ab Swinemünde um 18.30 Uhr: Ankunft des Dampfers in Pillau gegen 11.43 Uhr. Weiterfahrt mittels Sonderzuges bis Korschen. Rückfahrt: Abfahrt des Sonderzuges ab Korschen s# daß die Teilnehmer gegen 11.30 Uhr in Pillau ankommen. Abfahrt des Dampfers gegen 12.30 Uhr; Ankunft in Swine münde gegen 6 Uhr; Weiterfahrt mittels Sonderzuges a Swinemünde gegen.15 Uhr. Ankunft an Bochum=Note gegen 18.17 Uhr. Billige und schöne Fahrten Wir weisen nochmals auf die kommenden Fahrten#n und es wird ratsam sein, nicht allzu lange mit der An meldung zu warten. Man merke sich also: Am 23. Mai nach Langenbete (Bleibergquelle, Preis 1,10 Reichsmark, Abfahrt 15 Uhr Am 24. Mai nach Altena, Preis zirra 2,90 Reichsmakt, Abfahrt 7 Uhr ab Wilhelmsplatz. Aus dem Gerichtssaal Wir fahren helmsplatz nach nachtung und am 1. Pfingsttag morgens um 6 Uhr ag, P; 0 Rüdesheim. Preis für Vatagegen en Verpflegung, endend mit dem Wizur gleiche, 2. Pfingsttag, 12.15 Reichsmark. Außerdem:#####g Zeit und mitzn gleichgf, Vexgünftigungen nach ugen den Externsteinen. 10,10 Reichsmark. Anmeldungen heute! Staatsanwalt und Angeklagter legen Revision ein im Schwurgerichtsprozeß Wreschinski Gegen das Urteil im Schwurgerichtsprozeß Wreschinski, welches wegen schweren Raubes in Tateinheit mit Totschlag auf lebenslängliche Zuchthaus; strafe und auf dauernden Ehrverlust lautete, har sowohl der Angeklagte Heinrich Wreschinski wie auch die latsanwaltsch Staatsanwaltschaft Revision angemeldet. Die Liebe, ja die Liebe... meinsam erleoten Stunden aumählich her immer wieder das beglückende Erlebnis dieser Lehrimmer gänge. Ein vorbildliches Beispiel für Gemeinschaftssinn bietet ein Außenbezirk Bochums, in dem ein Bauer seine Küche und das gesamte Inventar für einen Nachmittag und Abend in der Woche zur Verfügung gestellt hat. Die Teilnehmerinnen tragen an Zutaten herbei, was „Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ Dieses Wort kennen wir alle. Wie richtig es ist, lernte man aus einer Verhandlung vor dem Schöffengericht erkennen. Dort stand ein junger Mann in der Anklagebank, den seine Liebe und ihre Abart, die Eifersucht auf ein junges Mädchen, das ihm den Laufpaß gegeben hatte, zu ganz tollen Streichen trieb. Ee lauerte der Schönen unausgesetzt auf und klingelte mehrfach bei deren Dienstherrin an, um sich nach dem Mädchen zu erkundigen. Da er seine Verfolgung selbst zur Nachtzeit fortsetzte, bekam er wegen groben Unfugs einmal 50 RM. Geldstrafe aufgebrummt. Einmal verSeefahrten nach Norwegen zum Gebtete der Fielle und Fsorde sind ein Erledn##### vorstellbarer. Größe. Arbeitskamerad, komm mit m Entschließe dich für diese Seefahrt und melde dein### nahme umgehend bei deinem Betriebswart oder KdF.=Verkaufsstelle, Kortumstraße 114, an. 12. bis 18. August, 55.15„RM.: 55.15 Bg! 15 RM: Sphg bis 3. September, Seefahrten 1936 ab Hamburg: Dampfer„Oceana“: 17. bis 23. Juni, Dampfer„Monte Olivia“: 21. bis Dampfer„Oceana“: 12. bis 18. Augl fer„Monte Sarmiento“: 28 August 54.95 RM. Sportamt der NSG.„Kraft durch Freude“ Freitag, 22. Mai 1936 Kindergymnasir von 16.30-GHatzepahn; von 17—-1830 schule in der Kommunalbank, Schützenbgge, von 17= Uhr in der Gymnastikschule, Rottstraße 29.#nen, von Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frat 20—22 Uhr, Gymnastikschule in der Kommunalbatzz### der bahn; von 16.30—18.30 Uhr und von 20—22 Tahspause Turnballe des Resormrealgymnasiums, Bochum0— Kleinkaltverschießen für Frauen und Männer, vor Uhr, Schießstand des Volkssportplatzes an der Ee Schachkursus, von 20—22 Uhr im Kosthaus=Restautont Stahlhausen, Bacrestraße. Weitere Lokalnachrichten Seite 5, 12 und 14 Seite 5 Nr. 11 4. Ein süßes Ferk Warst du, Jola An Trögen wu Schlugst weise: Enthaltsamkeit Dein Appetit w Was du gesünd In Fett= und Des Nährstands Man wird nich Der Metzgerme Und dann ereil Schon seh' im Zum Kummer Die schieren A Sag an, hatt' So ist das Le Man nennt es Glück fordert s# Und drum bet Die Mai Im Wie im B 24. Mai im alten Sinnbil der Sammlun sammlung vor deutsche Mens Schichten da durch eine op Grenzen des Grenzen des der großen B Freud und## des ganzen Sinne helfen Grenzland ur dingungen al Volkstum, fü Kultur auch stehen. Jede nur Staatsbi Verpflichtung gegenüber tr und freudig Ausflug Wie an d auch am Hin Pfingsttagen gen Sonntag chum=Rathau straße verkel für Ausflugl ihre Wande ar 1ba stark, das n mußte „Heil: bevor erst rkwürdige von seiner er wieder rechnet in egen ihre aße eilten. em Messer rteilte iln erversammler Parteinmlung der seld, Herner liche Kundgenosse Hütritt ist frei. erziehung gende Lehrnfänger. suchführung. der Konten. ungen. Begeschriter doppelten Selbstkostensicherheit.— 36. Dauer: esserung der 12 Abende. e. Vorausdes Systems. ivstems, Erregeln. Körr SchreibgeDer Unteräß der amtBeginn: Auskunst erufserziehung 5, Fernruf: der DAß. übungen mit ilettung zum und Raum: 16 Abende. ttel: für GePlakaten mit Farbenlehre, wie oben. besserung der . Juni 1336. öffentliche unseres Bendliche Fahrt können sich inschaften beMeldungen r und Veraltung, alleeinschl. ommenmittags Der Nach 1g nach* An hierfür KreisFreude“ en Otne jetz1 Juli: Augus Ga Züge le Züge on die Abfahrch nehgegen gegen de um 11.45 Seite 5 Nr. 118„ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Mai 1936 Bochumer Leben An ein Schwein! A kürzung der Straßenbahnfahrt, da dieses Ziel ab Hellweg in 16 Minuten mit der Linie 25 zu erreichen ist. Von den Linien 1a, 6, 8, 9, A und B aus kann die Linie 25 am Rathaus bequem erreicht werden, während von den Linien 4 und 10 der Anschluß an die Linie 25 — Zuni Anschluß an die Straßenbahnlinie 5(BochumStiepel) wird an den Pfingsttagen ein Autobuspendelteit so daß die Linie 5 in Stievel steis direlten Blankenstein unter Benutzung der Straßenbahn bis Fahrtdauer ein kaum merklicher Unterschied besteht gegenüber der durchgehenden Autobuslinie BochumBlankenstein. Abfahrtszeiten der Linie 25 an Sonnzagg u. Bochum Rathaus ab 1336 1354 Uhr Bochum Telwez,ffmann=Straße 13.42 13.57 Uhr Bochum, Ostar,Hoftheggen.n 13.55 1440 Uhr Wiemelhausen Apotvere,g 13.67 14.12 Uhr Wiemelhausen, Markstraße an„„gutgg usw. alle 15 Minuten dem Verkehrsbedürfnis entAsemelhausen Marstraße ab 1406 Wiemelhausen Apotheke Bochum Ostar=Hoffmann=Straße 11.33 Rochum Hellwea 14.36 Bochum Rathaus an usw. alle 15 Minuten sprechend. 14.19 Uhr 14.21 Uhr 14.34 Uhr 14.37 Uhr 14.41 Uhr dem Verkehrsbedürfnis entEröffnung beitsfront an der Bergstraße das Schulungswerk für den Bochumer Einzelhandel beginnen ließ. Die einleitenden Begrüßungsworte des Kreisberufswalters Klisp an die Bochumer Einzelhändler und ihre Gefolgschaftsmitglieder gipfelten in dem Appell, sich der Bemühungen der Deutschen Arbeitsfront um die Heranbildung und die Ertüchtigung des Bochux##ungg, mannsstandes würdig zu erweisen und dem Schulungswerk die notwendige Unterstützung nicht zu versagen. Bereits das Eröffnungsthema„Die volkswirtschaft; liche Bedeutung des deutschen Einzelhandels“, fand die gebührende Aufmerksamkeit der ersten Schulungsteilnehmer. Der Vortragende, Gaureferent Krause, begnügte sich nicht damit, nur in allgemeinen Leitgedanken zu sprechen, sondern er wußte die Materie durch eine Fülle von Anregungen für den praktischen Tagesbefehl aufzulockern. Nur den wenigsten dürfte es bekannt gewesen sein, daß 50 Prozent des deutschen Volksvermögens durch die Hände des Hegtscheg, handels geht. Diese unumstößliche Tatsache, durch ein eindeutiges Zahlenmaterial belegt, ließ nur die eine Schlußfolgerung zu, daß sich der deutsche Einzelhändler immer als Treuhänder seines Volkes bewähren müsse. Die richtige Auffassung von Recht, Treu und Glauben des königlichen deutschen Kaufmanns wurde naturgemäß von dem Redner nach jeder Seite hin beleuchtet. Dazu gehört, von der Sicht der heutigen politischen Gegenwart aus gewertet, die große Aufgabe, die Verbrauchslenkung in die richtigen Bahnen zu lenken. Bezüglich der berufsethischen Zielsetzung des Schulungswerkes wurde manches Grundlegende gesagt, so daß bei allen Schulungsteilnehmern sich der Wille gefestigt haben dürfte, für die Folgezeit ein eifriger Hörer zu bleiben. Scherl-Bilderdienst Ein süßes Ferkel, recht zum Malen appetitlich, Warst du, Jolanthens achtes Kind, An Trögen wuchsest du heran und tat'st dich gütlich, Schlugst weise Lehren in den Wind. Enthaltsamkeit beim Mahle übtest du mitnichten, Dein Appetit war stets enorm. 8eiict. Was du gesündigt, hängt an dir mit Schwergewichten In Fett= und teils in Fleischesform. Des Nährstands Zierde bist du, doch wie soll das enden! Man wird nicht ungestraft so dick, Der Metzgermeister wird dich eines Tages pfänden, Und dann ereilt, dich das Geschick. Schon seh' im düstern Rauchfang ich die Zum Kummer dir und uns zur Pracht, Die schieren Würste auch in langen Reihen winken, Sag an, hatt'st du dir das gedacht? So ist das Leben: Fressen, um verspeist zu werden, Man nennt es auch Philosophie. Glück fordert seinen Kaufpreis nun mal in Beschwerden, Und drum betrügen läßt sich's nie. Die Mai=Sammlungen des BDA. Im Zeichen der Kornblume. Wie im Vorjahr sammelt der BDA. am 23 und 24. Mai im Zeichen der blauen Kornblume,— dem alten Sinnbild des Volkstumskampfes. Die der Sammlungen des BDA.— voran ging eine Schulsammlung vom 4. bi. 15. Mai— ist es, überall, deutsche Menschen wohnen, in allen Kreisen und allen Schichten das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit durch eine opfernde Tat zu bewähren. Wie es keine Grenzen des Klassenunterschiedes Grenzen des Zusammengehörigkeitsgefühles innerhalb der großen Volksgemeinschaft. Als Ganzes tragen wir Freud und Leid: Gemeinschaftsbewährung ist des ganzen Volkes für das ganze Volk. In diesem Sinne helfen wir auch unseren Volksgenossen, die im Grenzland und im Ausland leben unter härteren Bedingungen als wir hier im behüteten Reich, die für ihr Volkstum, für die Erhaltung ihrer Sitte. Sprache und Kultur auch unter den schwierigsten Verhältnissen einstehen. Jeder gute Deutsche muß beweisen, daß er nicht nur Staatsbürger, sondern auch Verpflichtungen dem gesamten deutschen Volkstum gegenüber trägt. Daß er diese Verpflichtungen gern und freudig erfüllt, soll die blaue Kornblume beweisen. Ausflugsverkehr mit der Straßenbahn Wie an den letzten Sonntagen verkehrt die Linie 25 auch am Himmelfahrtstage, sie wird auch an den beid Pfingsttagen und bei gutem Wetter auch an den übrigen Sonntagen des Sommers nachmittags zwischen Bochum=Rathaus und Wiemelhausen Avotheke bzw. Markstraße verkehre.n Das Einsetzen dieser Linie bedeutet ! für Ausflügler, die von der Apotheke Wiemelhausen aus ! üre Banderungen aufuehmen, eine bedeutende Verdes Schulungswerkes in der Reichsbetriebsgemeinschaft „Handel“ Die berufliche Entwicklung des deutschen Volksgenossen liegt gerade heute in seiner Leistung und in seinem Wissen begründet. Dieser volkspolitisch bedeutsamen Forderung folgte die Bochumer Kreiswaltung der Reichsbetriebsgemeinschaft„Handel“, indem sie am Dienstag abend im Schulungsyaus der Deutschen ArWerbe=Schauübung des Reichsluftschutzbundes, Ortsgruppe.=Altstadt Mitwoch abend war eine Werbe=Sogguntgngea de Reichsluftschusbundes, ichBlagrgngesagt. Kurz vor auf dem Kaiser=Fried rg vor 8 Uhr trafen Selbstschutztrafte, verstärkt durch weibliche Laienhelfer, mit ihrem Gerätewagen ein. einleitenden Worte sprach Ortsgruppenschulungsleiter Duchéne, der die Grundbegriffe der Schulungsarbeit in leicht faßlichen Ausführungen auseinandersetzte und so die gigantische vaterländische Aufgabe des Reichsluftschutzbundes in ihrer ganzen volkspolitischen jedem ins Gewissen redete. Was dann an praktische Vorführungen gezeigt wurde, war nur ein kleiner, aber doch in jeder Hinsicht überzeugender Ausschnitt aus der im Reichsluftschutzbund Gestalt gewordenen Volks= und Wehrgemeinschaft. Spendet für den Luftschutz! An den beiden letzten Tagen der Luftschutz=Werbewoche, am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Mai, wird der Reichsluft]) schutzbund mit Genehmigung des Reichsministers der Luftfahrt und des Reichs= und preußischen Ministers des Innern im de Sirasensannlung, durchsich uneigennützig in den Dienst dieser Sammlung stellen. In jedem Haus und in allen Wohnungen werden sie um eine Opferspende für den Luftschutz bitten. Auf Straßen und Plätzen. in Gaststätten und Verkehrsmitteln werden sie das Spendenabzeichen des Reichsluftschutzbundes zum Kauf anbieten, das sinnfällig die Aufgaben des Reichsluftschutzbundes und damit den Sinn der Sammlung offenbart: Der Gardestern des RLB. mit dem Hakenkreuz, inmitten eines Hauses, darüber ein Flugzeug im Angriff auf das Haus und die Mahnung„Luftschutz tut not!“ Die hale Milch aus heischer=Wrrirtschaft Sie wird gewonnen durch gesundes Vieh, gesunde Ställe, gesundes Personal B Es ist eine längst veraltete Ansicht, daß Milch nur eine ausgesprochene Säuglingsnahrung für den Erwachsenen aber ein Genußmittel sei. Die Milch ist ein Volksnahrungsmittel im wahrsten Sinne des tes. In Deutschland läßt der Verbrauch an Milch gegenüber dem Ausland noch viel zu wünschen übrig. Während bei uns der Milchverbrauch pro Kopf und Tag zwischen—1/ Liter schwankt, kommt in andern Ländern auf den Kopf der Bevölkerung—¾/ Liter. Unsere Milchwirtschaft ist vom Ausland ungbhängig, der gesamte Bedarf an Milch wird von der Landwirtschaft gedeckt. Zehn Millionen Kühe sind die Lieferanten dieses wichtigen Nahrungsmittels, das der Volksgesundheit und Volkskraft dient. Für eine einwandfreie Beschaffenheit der Milch sorgt eine ständige sanitätspolizeiliche und wirtschaftspolitische Kontrolle. Außerdem hat die Landwirtschaft die maratsche Rerrstlichtung ver sich uns alter zu kun. Stall; der Melker ist bedaß die hygienischen Bedingungen nicht verletzt werden. Diese Aufgabe wird erfüllt durch die Milchverwertungsgenossenschaft, die eine öffentlich=rechtKörperschaft ist. Diese Organisation sowie die polizeilichen und wirtschaftspolitischen Kontrollstellen haben die Aufgabe, für eine gute Marktfähigkeit, Haltbarfeit, Sauberkeit und einen anständigen Fettgehalt der zu sorgen. Dazu ist eine ständige Kontrolle der Milch und des Viehs notwendig. Während der Tierarzt monatlich einmal durch die Ställe unserer Bauern geht und jedes Tier und jeden milchliefernden Strich untersucht, geht der Kontrolleur der Milchverwertungsgenossenschaft zweimal im Monat zu den Gehöften, um sogenannte Milchmischproben von Milch zu nehmen, die direkt vom Erzeuger an den Händler gelangt. Ein Teil depsäg, ge heresgzert, lch zur Weitervergrbeitung, zum Beilcgof; degx andere Teit kommt vom Vroouzcnnen biten, an ven Verotalte phot..-Muthherr. Im städtischen Chemischen Untersuchungsamt auf dem Milchhof werden Milchkädtischen proben sorgfältig untersucht. scher, nachdem sie sauber gefiltert und gekühlt worden ist. Die tierärztliche Untersuchung stellt auch die Krankheit des Viehs im Stall erworben wurde oder aber ob das Tier schon krank angekauft wurde. Sie schützt auch so den Landwirt und Bauern vor Schaden. Die chemisch=biologische Untersuchung legt zunächst größten Wert auf gesunde Milch. Es ist heute so gut wie ausgeschlossen, daß kranke oder sogar verfälschte Milch in den Handel kommt. Die regelmäßige, Sitzerkucho Milchproben beim Erzeuger, die tagliche untersuchung im städtischen Laboratorium im Milchhof, die sanitätspolizeiliche Kontrolle des Viehs und der Ställe, alle diese Maßnahmen sorgen dafür, daß uns der Milchhändler, der übrigens einer standigen polizeilichen, Kontrolle auf der Straße unterliegt, gesunde milch ins Haus bringt. Mehr Milch— mehr Volkskraft! Davon muß sich die deutsche Hausfrau bei per Ktastsatung fhunes Küchenastiats sotten fasten. Fahrten hin mit der Anich Langenbe! fahrt 15 Uhr 90 Reichsmark, 55.15 „B Saah 5 N M 3. September, h Freude“ e 4. 1 W DRER CL S. § 14• SO W A Dict RUND OLL P intenenA•104 Nl der Marimilianshütte befindlichen Kuxe der Gewerk=, „Mont Cenis“ noch nicht auswirken konnte. 7 Mnnenen d. S 1K*—...„(von jahreszeitlichen Einflüssen— gehalten. GV. 4. Günstige Entwicklung der Reichsversicherungsanstalt im vergangenen Jahre Seit 1932 weit über 250000 Angestellte wieder in Arbeit und Brot und Arbeiterunterstützungsfonds verDie Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, die rund 4 Millionen Angestellte beireut, legt jetzt ihren Bericht über das vergangene Jahr vor. Der rraftige Aufschwung der deutschen Wirtschaft kommt gerade in dem Bericht sehr gut zum Ausdruck. Durch die zahlreichen Einstellungen, die im vergangenen Jahre vorgenommen wurden, haben sich die Beitragseinnahmen der Versicherungsanstalt günstig entwickeln können. beliefen sich auf 357 Millionen Mark und waren damit rund 40 Millionen Mark höher als im Vorjahre. Zu diesen Beitragseinnahmen kommen noch Zinseinnahmen in Höhe von 138 Millionen Mark. Der Gesamtaufwand für Rentenleistungen, Zeitragserstattungen und Abfindungen erreichte 281 Millionen Mark gegenüber 267 Millionen im Jahre 1934. Für die Heilfürsorge wurden 23.6 Millionen Mark aufgewendet(im Vorjahre 20,6 Millionen). In das vergangene Jahr fällt auch die Beteiligung der Reichsversicherungsanstalt an dem„Hilfswerk für Mutter und Kind". Es wurden im Rahmen dieser Aktion insgesamt 948 Anträge auf Gewährung von Zuschüssen zu Erholungskuren für kinderreiche Mütter und deren Kinder genehmigt. Hinzu kamen 50 Heilverfahren bei nichtversicherten kinderreichen Müttern mit nichttuberkulöDas Jahr 1935 hat der Reichsversicherungsanstalt einen Ueberschuß von rund 236 Millionen Mark erbracht, der der Rücklage zugeführt wird. In ihrem Bericht weist die Anstalt darauf hin, daß diese Stärkung der Rücklage zwar erfreulich aber genau so notwendig sei. Denn das Gesetz verlange, daß nicht nur die bereits bewilligten Leistungen, sondern auch sämtliche Anwartschaften auf spätere Leistungen kapitalmäßig gedeckt seien Die Stärkung der Rücklagen liegt also im Interesse der Versicherten selbft..unaganstalt bei 5. Wie bisher hat die Reichsversicherungsanstatt bei der Kavitalanlage volkswirtschaftlich und sozial nützliche Anlagen in Anspruch genommen. So hat sie sich besonders an der Förderung des Wohnungsbaus beteiligt. Ferner wurden Kapitalanlagen bevorzugt, die der Erhaltung der Arbeitsgelegenheit, der Arbeitsfähigkeit und der Gesundheit der Versicherten dienen. Von den gesamten Kapitalanlagen der Reichsversicherungsanstalt entfallen auf Wertpapiere rund 891 Millionen Mark; 807 Millionen Mark hat die Reichsversicherungsanstalt in Darlehen angelegt und 898 Millionen Mark in Hypotheken. an den Beamten, und Arbeiterunterstützungsfonds verbleiben 0,85 Mill. RM. zum Vortrag(i. V. wurden aus dem Gewinn 1,29 Millionen Reichsmark der gesetzlichen Reserve zugeführt).— Das Unternehmen hat also trotz der je Tonne Absatz gerechneten etwas geringeren Erlöse infolge der Umsatzerhöhung erstmalig wieder eine, wenn auch noch bescheidene, Rentabilität erreicht, wobei berücksichtigt werden muß, daß die Dividende von 2½ Prozent zwar nur auf ein gegen das Vorjahr um ein Drittel niedrigeres Kapital ausgeschüttet zu werden braucht, daß aber anderseits die neugeschaffenen 30 Millionen Reichsmark Obligationen vorweg mit 4½ Prozent zu verzinsen sind. Die Gesamtausschüttung von Dividende und Obligationszinsen entspricht also einer Dividende von 3,1 Pr at1o einer Tividende von 3,1 Prozeur auf das alte Aktienkapital von 90 Millionen Reichsmark. Diese Ausschüttung ist möglich, obwohl sich die am Ende des Geschäftsjahres vorgenommene Umwandlung der Gesellschaft von einer reinen Zeche in eine Zeche mit Verbrauchsbeteiligung durch den Erwerb der im Besitz Juni. Kaufhaus Kortum AG. Bochum Die Gesellschaft verzeichnet als wesentlichstes Merkdas am 21. Januar 1936 beendeten Geschäftsjahres mal des am 31. die Umschuldung RM. lauten und zu 6 Prozent(Fälligkeit durch liches Moratorium gehemmt) in eine über 30 Jahre laufende, zu 4 Prozent verzinsliche Anleihe umgeschurdet werden konnten, wobei nach.5 Millionen RM. Rückzahlung weitere 0,5 Millionen RM. nachgelassen wurden. Diese 0,5 Millionen RM. Sondergewinne ermöglichten wieder Sonderabschreibungen auf Anlagevermögen, auf Beteilungen und die Ausweisung eines Gewinnes von 1667 RM. erstmals seit Jahren. Durch die Uebernahme der Wächter& Co. GmbH.(Bochum) erfuhren Grundstücke 0,145, Gebäude 0,445, anderseits Hypotheken 0,45 Millionen RM. Zugänge. Bei der Einziehung von nom. 200000 RM. eigener Aktien durch aoGV.=Beschluß vom 30 3. 36 entstand ein Buchgewinn von.104 Millionen RM., der in Reserve gestellt wurde. Die GV. beschloß Vortrag des Gewinnes auf neue Rechnung „Reiches und der Länder mit 10,50, eigene Wertpapienmit.62, kurzfällige Forderungen gegen Kreditinstitutmit 97,94, Schuldner mit 34,31.— Die mit Wirtung vom 1. Oktober 1935 übernommene Provinzial=Haupt. kasse Münster, Abteilung B, Girozentrale Westfalen, erzielte in der Zeit vom 1. Januar bis 30. September 1935 Erträge von 0,81, die an die Landesbank abgeführt wurden. Für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezem, ber 1935 weist die Landesbank und Sparkassenzentralfür Westfalen Erträge von insgesamt 0,42 aus, von denen Geschäfts= und Verwaltungskosten 0,23 und Steuern 0,08 erforderten, so daß ein Reingewinn von 0,11 Millionen Reichsmark verbleibt. Nach den Satzungen sind von dem Ueberfluß 20 Prozent der Sicherheitz, rücklage zuzuführen. Nach Verzinsung des eingezahlten Betriebskapitals werden 25.000 Reichsmark zurückgestellt und 3419 Reichsmark vorgetragen. Arbenstagung Fachfbrupfe Medel Keine unentgeltliche Beförderung im Möbelhandel Die Wintershall bestätigt den Erwerb der Aktienmehrheit der Bergbau AG. Loiheingen Die Verwaltung der Wintershall AG. teilt nunmehr mit, daß ein unter Führung der Gesellschaft stehendes Konsortium die Aktienmajorität der Bergbau AG. Lothringen, Bochum, erworben habe. An den Börsen in Düsseldorf und Essen wurden seit längerer Zeit größere Aktienbestände, in einzelnen Fällen auch geschlossene Pakete, von einer Stelle fortlaufend aufgenommen. In unterrichteten Kreisen vermutete man, daß es sich hier um die Wintershall=AGt. zu Berlin und Kassel als die Auftraggeberin handeln dürfte. Die jetzt erfolgte Bekanntgabe über den Mehrheitserwerb der Aktien der Bergbau AG. Lothringen durch die Wintershall AG. zu Berlin und Kassel hat diese Vermutung bestätigt. Somit hat die Rosberg= Gruppe den maßgeblichen Einfluß auf das Bochumer Unternehmen erlangt. In der heute vormittag 10 Uhr im Parkhotel Bochum stattfindenden Generalversammlung von Lothringen, die die Uebernahme des Mehrheitsbesitzes der Bergbau AG. Lothringen durch die Wintershall AG. bringen wird, werden vier Herren der Wintershall=Verwaltung in den Aufsichtsrat der Lothringen AG. gewählt werden. Der Harpen=Abschluß Die zur Flick=Gruppe gehörende Gesellschaft, die auf Grund ihrer Syndikatsbeteiligung die drittgrößte Zechenguppe des Reviers ist, legt jetzt ihren Abschluß für 1935, das 80. Jahr ihrer wirtschaftlichen Betätigung, vor. Die Jahresförderung überstieg mit.94 Millionen Tonnen die des Vorjahres um 7 Prozent, die Kokserzeugung nahm ebenfalls um 7 Prozent auf .19 Millionen Tonnen zu. Der Gesamtabsatz in Kohle, Koks und Briketts erhöhte sich auf 5,4(.02) Millionen Tonnen. Die Absatzsteigerung betraf wie im Vorjahre wieder vorwiegend die Kohle, den Koks nur mit 100000 Tonnen. Der Rohertrag nahm mit einer Höhe von 61,37(56,19) Millionen Tonnen prozentual etwas stärker zu als der Absatz. Nach etwas erhöhten Abschreibungen von 7,25(7,12) Millionen Reichsmark, wovon 7,09(6,35) Millionen RM. auf Anlagen entfallen, verbleibt ein gegen das Vorjahr nur wenig veränderter Gewinn von 2,09(2,13) Mill. Reichsmark, der sich um den Gewinnvortrag aus dem Vorjahre von 0,77 auf 2,86 Millionen Reichsmark erhöht. Hieraus wird erstmalig wieder seit Jahren eine Dividende von 2½ Prozent auf das noch 60(90) Millionen Reichsmark betragende Stammkapital verteilt während die inzwischen eingezogenen 300000 Reichsmark Vorzugsaktien für die Zeit vom 1. Januar bis 31. August 1935 noch 6 Prozent Gewinnanteil erhalten. Nach Zuweisung von 0,50(—) Millionen RM. Fachgruppe Möbel in der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Bezirksuntergruppe Bochum, hielt eine gut besuchte Arbeitstagung ab. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Fachgruppenleiter Pg. Schmiedeknecht, der eine stattliche Zahl von Möbelhändlern aus Bochum, Herne, Hattingen, Witten und Wanne=Eickel begrüßen konnte, sprach Direktor Dr. Aschmoneit über Finanzierung der Kundenkredite. Er führte aus, es beständen drei Möglichkeiten, das Kreditbedürfnis beim Einkauf im Einzelhandel zu befriedigen. Die weitverbreitetste Form dürfte in der Gewährung von Krediten durch den Einzelhändler selbst zu sehen sein. In der Nachkriegszeit hätten sich dann besondere, auf die Befriedigung des Kreditbedürfnisses der Bevölkerung zugeschnittene Abzahlungsgeschäfte aufgetan. Die dritte Möglichkeit bestände in der Finanzierung von Kreditverkäufen durch eigens hierfür geschaffene Kredit=Institute. Dr. Aschmoneit wies darauf hin, daß der Verkauf auf Kredit den Einzelhändlern mit einem vokswirtschaftlich höchst unerwünschten Risiko belaste. Nachteilig wäre weiter, daß der Einzelhandel durch Kreditverkäufe einen wesentlichen Teil seiner Betriebsmittel zum Schaden seines gesamten Unternehmens festlege und dieses Geld seinem Betriebe entzöge.„#..35## Der Königsberger Einzelhandel habe deshalb schon vor ungefähr zehn Jahren ein Institut zur Konsumfinanzierung gegründet. In letzter Zeit sei eine große Anzahl Konsumfinanzierungsinstitute auch in unserem Bezirk, so in Dortmund, Wuppertal, Mülheim, Duisburg, Recklinghausen, errichtet worden, in Gelsenkirchen stände die Eröffnung einer Filiale der KundenkreditG. m. b. H. bevor. Nach eingehendem Bericht über die Art und Weise, wie Konsumkredite finanziert werden, wies Dr. Aschmoneit darauf hin, daß die KundenkreditG. m. b. H.(Dortmund) bereits Abschlüsse mit einigen Bochumer Firmen getätigt habe und daß seine Firma auch beabsichtige, in Bochum eine Zweigstelle zu erAnschließend erstattete der Geschäftsführer Dr. Jägersberg Bericht über die Tätigkeit der Fachgruppe Möbel während der letzten Monate. Er wies besonders auf die Tätigkeit, die zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs entfaltet sei, hin und berichtete dann eingehend über die Kundenbeförderung.m Möbelhandel. In der letzten Zeit hätten Möbelhändler verschiedentlich Autos bereit gestellt, um Kauflustige von und zu ihrer Wohnung zu befördern. Das sei in der Regel mit wettbewerbsrechtlichen wie auch verkehrsrechtlichen Bestimmungen nicht mehr in Einklang zu bringen. Nach dem Gesetz über die„Befsgdgrung von Personen zu Lande vom 4„Dezemper 19/64, das am 1. April 1936 in Kraft getreten sei, sei eine besondere Genehmigung zur gewerbsmäßigen Beförderung von Personen mit Landfahrzeugen erforderlich. Gewerbsmäßig sei eine Personenbeförderung dann, betrieben gelt verlangt oder bezahlt, wötpor, gänden in=Pöherjedoch noch, daß auch vom Standpunkt des Wettbewerbs aus gesehen, eine Kundenbeförderung als unzulässig bezeichnet werden müsse. Der von der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel und der Arbeitsgemeinschaft der Industrie= und Handelskammern in der Reichswirtschaftskammer eingesetzte Sonderausschuß habe sich in einem Gutachten ganz eindeutig dahin ausgesprochen, daß die unentgeltliche Beförderung von Kaufinteressenten durch ein Einzelhandelsunternehtnen unzulgssig, sei, wenn ein Smarttefe; Kunden anzulocken. Dabei komme es nahme wäre allerdings nur vereinzelt und in ganz besonders gelagerten Fällen berechtigt. Nach einer längeren Aussprache über die Auswirkungen des Beförderungsgesetzes und das genannte Gutachten für den Möbelhandel schloß der Ortsfachgruppenleiter Pg. Schmiedeknecht die Versammlung mit einem Sieg=Heil auf den Führer. Arsprungszeichen für den handgearbeiteten Hut. Im Kampf gegen unlauteres Geschäftsgebahren beim Angebot und Verkauf von Damenhüten und im Kampf um das Ansehen des Nuetzmacherhandwerks ist vom Weitere Kredite zur Förderung der Schafzucht um das unsehen des Putzmacherhanowerts ist vom Reichsinnungsverband des Putzmacherhandwerks ein Ursprungszeichen für handgearbeitete Kopfbekleidungsstücke für Frauen und Mädchen geschaffen worden, das in die Warenzeichenrolle beim Reichspatentamt eingetragen und so vor Nachahmung und unbefugtem Gebrauch geschützt ist..„.„ 36 Bic. u— 4. Durch diese Maßnahme ist nicht nur den im Reichsinnungsverband des Putzmacherhandwerks zusammengeschlossenen Handwerkerinnen gedient, sondern auch dem kaufenden Publikum, das in Zukunft auf einen Blick erkennen kann, ob der ihm zum Kauf angebotene Hut Atelierarbeit, also handgefertigt, ist oder nicht Denn nur handgearbeitete Kopfbekleidungsstücke, die in eigener Werkstatt hergestellt worden sind, dürfen auf dem Kopfweitenband oder auf dem Futter mit dem Ursprungszeichen des Reichsinnungsverbandes des Putzmacherhandwerks versehen werden. Als handgearbeitet gelten dabei nicht fertig von dritter Seite bezogene Hutformen, die in eigener Werkstatt lediglich garniert oder geändert werden. I eM### Die Anbringung des Ursprungszeichens darf schließlich auch nur in solchen Kopfbekleidungsstücken erfolgen, in denen gleichzeitig auch der Name des Herstellers dauerhaft angebracht ist. Diese Maßnahme ermöglicht es dem Reichsinnungsmeister des Putzmacherhandwerks, der allein die Berechtigung zur Führung des Ursprungszeichens an die in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe des Putzmacherhandwerks auf Antrag verleiht, durch seine Beauftragten die ordnungsmäßige Verwendung des Ursprungszeichens zu überwachen und Verstöße zu ahnden.„ Lrienigen#. Die Kenntlichmachung derjenige;#. gandwerklichen Putzgeschäfte, deren Inhaberinnen die Berechtigung zur Verwendung des Ursprungszeichens verliehen worden ist, erfolgt durch eine Schaufensterplakette, die das Zeichen— einen Frauenkopf mit der Umschrift„Reichsinnungsverband des Putzmacherhandwerks“— aufweist. Die im Jahre 1935 zur Steigerung der deutschen Wollerzeugung von der Reichsregierung eingeleitete Kreditaktion wird bis zum 31. März 1937 verDie Kredite bewilligt der Reichsverband Deutscher Schafzüchter e. V. Für Schafe im Alter bis zu seche Monaten kann im Höchstfalle ein Kredit bis zu 30 Mark je Stück, für Schafe im Alter von über sechs Monaten bis zu fünf Jahren ein Kredit bis zu 35 Mark je Stück gewährt werden. Den Rest der Kaufsumme muß jeweils der Käufer selbst aufbringen. Für den Ankauf von weniger als 15 Schafen im Einzelfall können Kredite nicht gewährt werden, für den Ankauf männlicher Tiere(Lämmer, Hämmel) sowie für Wanderschafherden nur ausnahmsweise. Infolge einer vom Reichs= und preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft durchgeführten Zinsverbilligung beträgt der Zinssatz einschließlich aller Verwaltungskosten nur 2,7 Prozent. Die Kredite werden in Form der Stundung der entsprechenden Kaufpreisbeträge gegeben. Die Schafzahl, für die der Kaufpreis gestundet wird, ist vom Tage des Erwerbs der Tiere an mindestens sechs Jahre lang zu halten. Sämtliche von diesen Tieren anfallende Wolle ist an die Reichswollverwertung GmbH. abzuliefern. Die Kredite sind in sechs gleichen Jahresraten aus dem Wollerlös zu tilgen. Anträge auf Gewährung von derartigen Beschaffungskrediten für Schafe sind durch die Ortsbauernführer den Landesschafzuchtverbänden bei den Landesbauernschaften zuzuleiten, die sie mit ihrer Stellungnahme an den Reichsverband Deutscher Schafzüchter e. V. in Berlin W 35, Am Karlsbad 21, weitergeben. Börsen schwächer Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf An der Mittwochsbörse lagen von den Aktienmärk. ten Verkaufsaufträge des Publikums vor, und auch die Kulisse schritt zu Glattstellungen, so daß sich Kurseinbußen auf durchschnittlich 1 Prozent und noch darüber ergaben. Der Kuxenmarkt schloß sich der schwächeren Berliner Tendenz an und es gab auch hier auf den verschiedenen Märkten größere Abschläge. Im Gegensatz zu den Aktien zeigten die festverzinslichen Werte eine festere Haltung. Im Freiverkehr kam es am Kohlenaktienmarkt auf ungefähr letzter Basis zu einigen Umsätzen in Bergbau Lothringen und Lothringen=Genußscheine. Ewald— König Ludwig mußten sich dagegen einen Kursabschlag von 2 Prozent gefallen lassen. Kaliaktienmarkt schwach. Burbach wurden 2½ Prozent niedriger bezahlt. Im Verlau setzte sich die Abwärtsbewegung fort. sie geeignet, ser, Kunden anzulocken. Dabei komme es nicht darauf an, daß die Freifahrt von einem Einkauf abhängig gemacht werde. Nicht zu beanstanden sei leBeförderung von Kunden, die aus bloßer Gefälligkeit erfolge und die nach den Umständen nicht geeignet sei, Kunden anzulocken. Eine solche AnDie Westfälische Landesbank Berliner Börse Die Börse am Mittwoch stand wiederum im Zeich größerer Abgaben am Aktienmarkt. So ergaben sich bereits zu Beginn zahlreiche Kursrückgänge. Zu den wenigen Ausnahmen zählten Schiffahrtsaktten, bei denen die nunmeht erfolgte Bereinigung bei Hapag und Lloyd wesentlich einer festeren Haltung beitrug. Höher u. a. Accumulatoren, Norddeutscher Lloyd, Hapag, Süddeutsche Zucker; niedriger u. a. Aschaffenburger Zellstoff. J. G. Farben, Feldmühle, Mannesmann, Hoesch, Rheinische Stahlwerke, Siemens# Halske, Vogel Draht, Westeregeln. Im Gegensatz zum Aktienmarkt war die Haltung am Rentenmarkt sehr freundlich. Bei reger Nachfrage zog Altbesitz= und meindeumschuldungsanleihe an. Interesse zeigte sich auch für einige Stadtanleihen, sowie für Pfandbriese, die zum Teil ½ Prozent gewinnen konnten. Der Geldmartt war weiter leicht. Tägliches Geld stand sehr reichlich zu .37 bis 2,62 Prozent, zur, Verfügung. Am Devil#### markt notierten: Dollar.489 unverändert, Pfund 12.370 (12,375), französischer Frank 17,07(16.38), Gulden 168.18 (168,08), Lira 19,50 unverändert. im ersten Geschäftsjahr Die Landesbank und Sparkassenzentrale für Westfalen(Girozentrale) in Münster, die am 24. August 1935 als Gemeinschaftsbank des Provinzialverbandes der Provinz Westfalen und des Westfälischen Sparkassen= und G toverbandes unter Uebernahme der bis dahin provisorisch betriebenen Girozentrale„Provinzialhauptkasse Münster, Abteilung B, Girozentrale Westfalen", als Bank mit ausgesprochen kurzfristigem Geschäft, gegründet wurde und seine wirtschaftliche Tätigkeit am 1. Oktober 1935 aufgenommen hat, legt ihren Geschäftsbericht für 1935 vor, in dem die Entwicklung des Geschäftes als durchaus befriedigend bezeichnet wird.— In der Bilanz sind bei 8 Millionen Reichsmark Betriebskapital, das sich je zur Hälfte im Besitz des Provinzialverbandes der Provinz Westfalen und des Westfälischen Sparkassen= und Giroverbandes befindet, Gläubiger mit insgesamt 146,16 (alles Millionen Reichsmark), darunter Einlagen deutscher Kreditinstitute mit 126,73 ausgewiesen. Anderseits erscheinen Barreserve mit 0,42, Wechsel mit 2,17, Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen des Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. An der Abendbörse von Mittwoch herrschte stärkere Zurückhaltung, so daß die Umsatztätigkeit äußerst begrenzt war. Am Aktienmarkt hatte sich für Schiffahrtspapiere verhältnis mäßig ledhaftes Interesse erhalten. Havag stellten sich größeren Umsätzen auf 16½(16¼), Norddeutscher Llovd hatten etwas weniger lebhaftes Geschäft und blieben mit unverändert. Auf den übrigen Marktgebieten, kongten# die Berliner Schlußnotierungen etwa behaupten. Im lause vermochte sich das Geschäft nicht zu leben, jedoc die Grundstimmung am Aktienmarkt eher etwas freundlicher, zumal auf der ermäßigten Basts teilweise kleine Rückkäuse zu beobachten waren. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten ner 1000 kg, sonst per 100 ko 70 5. Wetzen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk.. Weizenm. Auszm. 70.820 Asche W. O 216-217216-217 179.0 129.0 Roggenm..997 A. Viktoriaerbsen 35.38 035.0 880 32.-35.5s32 0 355 24.-26.024.526 Speiseerbsen Futtererbsen Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 20. Mai Atetch un lichen Slhernt beiarnech Bochum, Bongardstraße 14 vortlaufende Notierunge [20. 5. 120. 5.[29. S. 119. 5. gen Div. äntang Schlus Kassa Schlub Altbesstz. 8% lossch!.5% Krupp Ru. 6% Mittelstahl %Ver. St. RMl. Bodervs... Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Disch. Erdöl O. Reichsbahn ..Farbenind. Feldmöhle Felten& Guille Goldschmidt Harpen.. Koosch-Köln Kall-Aschers). 115.25115.37115.25 9415 104 501104.50 104.751104 87 99 37. 124.00 123 00 120.50120 751122.37 126.09126.00 172.75172.50 126.62 174.00 126.00126.50129.50 129 75|129.75 109.50—— 120. S. 120. S. 120. 5. Div. Anfano Schlud Kassa S 100.91—.— 5 Klöckger-N. 31102-8) Mannesmann 3 94.311 93.75 Masch. Untern. 0 91 13, 97.75 Reichsbank 12118729/486.59 Rhein. Braun k. 12/236.00236.25 131.25 110.25 127.50 105.75 132 05 Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Saizdetturth Schucker t& C. Siemens&4 Hel. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw Westd. Kaufh. Westeregelin Wintersnall Zellst. Waidhof 4/128.37/127.50 6132.50131.50 —.— 182.60 144.75145 25 193.87190.25 93.12 92.87 42.62 42.75 Industrieaktien(Einheitsk.) 0iv. Beleke Masch. Berg. 6. Dahi. Sonner 8g..H. Sösp. Walzw. Brannk Zek. 5 Bruekd.-Nietl. Schlug Surbech Kal. 46 Oort m. Ritterdr. 903s. Hosf.-Br. Odss. Masch.8 9859.— 93.87 98. 87 103 SrhS32Agrgsnt 236 50136.50achw. Berg. V. 127 50 131.00 Ms-. 5g. 5 131.50134.75Ackauf-h. 182 37/183 25/3edr. 60 0oh. 43 145.124145.50 allesohe Salz. 190 00—.—ochtief 46. 107.09—.—abelw. Rheyot 92.621 94.14/ali-Chemie 42.624 43 75 Aülheim. Berg. 129.87/128 50128.50 130 50 inein. Metall 12.0 12. o0 12oOM.,ogg. sa Westa[990010450 10000 10600 Beraheren. 1330 1450 1409 1300 s. 1 Kal 8(Beiegroge Carolustl. 4550/4850 4850 4850 Guroscn Kuxe Steiakehlen 20. 5. 9 Const..6 Dostschl Schwerin 6990 410 4100 Prausser- 60., 8409-0. S6. Braussehu. A0. JS S 400.50. a 1130 1200 1200 1180agteu o7.50 70d0— 4459/48904500 489Erichsse# 350 3750 3500 17490 1100 ISceu-Stadt.—- Habign.[27302830 2180 350 420) s5göegtrlt# mpel4#80— 730 Sehneng, og ggg ioe gge#— tih Heine 18108 10400 10100 910 groiverkenr(deragt. reiverkenr f4arag. Steinkohlen- u. Brannk.-Koz-4a1 Praunkohlenf 20. g. 1 19. S. 4a#“— Prochd.-R. eseist. 700 444 454 Gutehloffn 3800/ 4050 2900 4 10Olergardt 3100 8000 SS00 G ZOGansosen 3850/3359/ 3700 3350/40 Leonh. 10000 1010110 Westtalen 9901 –.800— Geicneld.— Ueneizsoo. l#00 13000 1380 0 Sallere.— 1000— IAsodlfbäringen Kallkuxe 20. 5. 6 9 19. 5. 375 — 3400 390— 300 4 7 475449294890 41342959 280 Sachtl..89e. Schieß-Oetries schleg. Scharp. Naggont. Verd. Wasserw. Geis Bankaktien 20.., 19.5 77 5 78.0 140.01330 135.3s135 5 112.0 135.0s137.0 106.0111. 199.1103 7 83.0 84 0 33.7 90.3 295 0/295 6 117.5 124 0s125.0 123 5124.6 194. 0/195.0 149 111.2 112.5 .A 91.2 920 103.1106. 148— 814 97 —. 1161 117 6117 a. 92.5 93.0 91.0 95.3 95.2 95.2 124 0 91.0 Berlin, Hand. 6. Pom.- u. Pr.-B. V. Bank u..-6. Dresdaer Bant ah. V. 80. C. 8. 330. estc. 6.-4 29# Vereicherungeartien 4954 32. 300 MAsch.-Mönch. F 32 1153 115# 295##sen. Röek vere 14.8/245 0/235.0 Mgppp..-P14— — 323— 523||.-.Stuttg.i.2/466.0—. 420— 420— Jui. uA1 40 20. 5. 132.0 259.0 790.0 90.0 240.0 120.0 80.0 96.7 Zolonis,.-V. K. Zolonis Rückv. iladb. Feuerv. föla, Hagelv. (Oln. Lioyo.V. Köln, Rückv. gr. 4oln. Röckv. kl. Reatenwerte Rhw..-Cr. Shyo.; Pfd. 3. 4. S. 12. 10 Ato. dto. 3. 1 5½ dto. dto. S. 11 dto. Gold.-Kom 1928. 1927 S.—6 1½ Wd. 80d. Gpfd. 6 1010. Em. 3. 9s12, 14 Freiverkehre-Aktien 29. 5. 16. 9 1 5 80.0 56.9 68.0 115.9/118.0 93.0101.0 19.5. 132.0 259.0 7900 90.0 240.0 1200 80.0 15 94.5 96.7 Adler k. Burb. K. eisa C. 38.-K0.4 So##n. b 1ang. K. 19825.0 Lotaria. Aotar. 6. G4anst. 43s6n. Ut #rn. Berg 28. Linet. v. 9193. i# vem. Pres. vie 950 99.0 74.0 63.0 93.0 1600 97.0 68.9 71.0 114 01180 109.0103.0 97.0 93.5 77.0 103.0 93.5 99.5 95.5 990 99.5 935 74.0 71.0 63.0 92.5 165.0 97.0 Steuergutechelne #llg as 1. 4. 1994 I. 4. 1923 I. 4 1nn " I. t. 1997 Leim: Berliner Börse. 20. Mal Oittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau.1 " Union-Brau Oürener Metall Oyckersh. Widm. A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilst. Kme5 Basalt Sayr. Motoren Semberg Berger Julivs Bergmann El. Gerf. Karisr. Ind. Nr. u. Lieht Maschinend. Juderus Shafl. Wasser " Chem. Geisenk. Conti Gummi glektr. Lieferg F, Lichts. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 0.3 78.7 0 11.411.5 6/133.9133.2 Feinjste 86.2 87.21 133.5133.3 106.0111. 128.21306 149.2149.7 126.6127.3 99.5101. aPaier ben: Otsch. Atlant. Stsch. Saum wolle! " Goat: 923 " Kabel " Linoieum „ Steinzeug " Tel. u. Kab. 114.0114.2 —. 101.0 181.3183.5 149.— 160 Mitgeteift, von der Commerz- und Privat-Bank.-G. Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Zinheltskurse Industriewerte 20. 5119 5 PPhagdistornn 11219. 0186. Avo 0 53.0 S3.2 0 37.1 37.5 0101.5102.0 0 99.1102.3 I. wokswerke Kölner Gas Krefft w. Kromschrosder rogorinz Metall Küppersbusch 13202.0205 Pigge, egen 6 Lingnerwerke Loronz C. 6131.0133. M133 gebharst& Co. 0 German. Cem. Ses. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Jruschw. Textl Suanowerke 0 915 6119.0 97.51 119.0 7111.1 81141.5s138.0 410 5/439.8149.6 7149.0 10— 140 31108. 01112.7113.6 9/119.9—. 9s143.9145.2 (127.3131.7 9/147.91469 9/188.9183.1 9/142.0142.0 190.0 6124.8 ecksthal Draht I Hagede Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stäcke Hohenichewerke Hoizmann Pa. Hotelostr.-Ges. 3101.0101 132.0 11. 4 diee Bergben Aise Genus Ssenbeok Brau. 135.7 ahmeyer Laurahütte Hôtte 1garimh. M Miag Allimose Adlheimer Berg. 80.7 78.5 137.21Siem.& Halske 154.0 118.0 7138.5 0 23.1 0/106.0 81161.0 8 114 0 451100 8180.5 0 92.5 10 gronst. 4p; Kopges 0 9 Oenabr. Aupfet 6 Ponge amp; Zahn °80. 8. Berte Rhein.-W. Kalk 151.8 142.5 15 103.AZebeck Hontan Rütgerswerte 17.1 434.4/133. 9 71.9—. f 91.9 92. Ai banrh Sarot 113.3115.Schlege 191 U/142.WSchles. Berg. u. L. 141.0/122.4“ Berg. Beuth. . I. Elekt. u. 633 134.3/136.3s3chob.& Salzer 122.4/124.-Schultneis-Patz. 99.2 B4.-Siegersdorter u. Siemens Glas 139.5 92.0 151.3 81.0Stollberg. Zink 82.0 99 7rhöringer Gas 134.01 Tuch Aachen 1170 Union chem. 22..ur Bach.Mehe 137.314 Ver. Glanzst. 155.0Ver. Uitramarin NVogel Oraht 190.0s192.5 112. 140.1 .0116 910 97 M Wagg Wanderenw. Varsteiner Grub. Vestfalen Draht Gickdler Brau. 89.8 133.7 61131.5 .2112.0 133.0 89.0 137.7 153.5 140. 7139. 6/145. .5/135.7 .0/140 .5140 5.5/147. 104.0 70. 5114 Möhlh.-Ruhr Anl., 91 7 I5 Ruhrverbd. Anl. 35 #Pr. Ldof. A. Pfa.—. 97 1/4 Ldbk. Westf. Pfd.„ .0) dbk. Westf. Kom. 92 5 92.5 14# PE. Komm. Goldanl. 94.1 94.1 WWWastf. ldsch. Pfd. 95 5 95.5 41Dt. Hyo. B. Bin. Pfd. 93 5 95. „7 4Pr. Centr. bod. Pfd. 95.1 95. 014 P. Pfadr, 3k. Pfg. 98.5 965.5 Os3 Basalt Obl. 92 5 92.5 #/3 Concord. Berg Obl.—.107 Daimier Benz Obi. 107 6 1010 .03 Klöcknerw. obi. 103 5103.5 3 Mont Cenis Obl. 15 Ver. Stahl 80 15 Ver. Stahl 47131 Verkehrewerte 3 Siem. u. H. Obi. 5 Farbendonds Umsch. Anleihe bsch. Gslak. amb. Amsf. Pak. jamd. S0damer. 130.5 ordd. Lioye 112.5 Reatenwerte 133.4 303.0 100.3 118.5 42.65 95.0 133.7 139.2 104.6 103.0 94.0 .21120.3 302.0½5 Dt. R. Schatz. 41 100.214 Ot. R. Anleihe 44 —. 1/5 O. R. vounganl 42.7½5 Reichsbann Sch. 95.1 Westtalen Altossitz 137.215 Bochum Anl. 140.3/1 Duisburg. Anl. 110.3/18 Oüsseld. Anl. 10.1/15 Elberteid. An. 99.045 Essen Anl. 104. 51104 94.1 9A. 94.7 94 99.1 99 175.0 135.71363 88.6 38. 15.1 16.3/7. Schuldd. F. 3 Schuldb, F. 39 3. Schuldd, F. 40 3. Schuldo. F. 42 98.5/8. Schuldb. F. 43/0 98.01 Essen Steink. 42 15 Harpener 49# 15 R. w. E. 32/8 5 R. W. E. 80 45 Runrchemie 43 115 Runrges 52 %5 Runrwasser 51 91.6/45 Ruorwoang. 34 V. E. N. 51 20. 5 20.5 Brief Seld 99.7 114.1 91.3 91.2 93 71 1000 99.3100 99 5 96.3 99. 100.2101 94.5 95. 931 85 100 0— 91 95.0 96: 92.7 95. 91.2 92.9 921 Westtalenbank Austanrung sAmtilen Seite 7 Nr. 11 a1 .-G. Bocht er Bankgesena Das Unterhat stützungen bis zu lionen Reichsmar Jahre an die L# Mindestens, 7,2 M sollen jährlich de kommen. Die Arbeiter gung; sie begrür damit, daß die z gelassen werden monopol gemacht Der Untersta Sir Philip Sa Zeit beschleunigte des Britischen R des Biilischen Plan, fünfmal nach Indien und viereinhalb Tage zweingl, wöchent Australiea zu fl Luftfahrtgesellsch für einen neu aufgefordert wor der deutschen Ze Franzosen, die noch eine englise atlantischer Dier vorbereitet. Die der Red sprache stand sta deutschen Luf frühere Luftfah Darstellung übe denburg" nach rung war um früher imm schiffen gew nach dem Verlu suchsstation für zu haben. Gue des Luftschiffes 36 Stunden m Ruhe, ohne ei# nach Irland ge don in 40 Stu welchen Gründ nicht über Lon fliegen. Guest verla Entwicklung de samkeit zu habe zwei Beo habt, die über sollen. Die bi wesen. Er we druck, einen F einem deutsche machen. Ebenso ben Sir Samu fahrtminister.n dem schweren And Wie ander Gräft Str Mini rtpapiert Wirtung =HauptLestfalen, eptember Dezemnzentrale us, von 23 und vinn von E cherheitsgezahlten sückgestellt deutschen zgeleitete 37 verDeutscher zu sechs is zu 30 iber sechs is zu 35 der Kaufifbringen. im Einfür den sowie Infolge für ErZinsveraller Verte werden KaufpreisKaufpreis der Tiere Sämtliche sie Reichsredite sind llerlös zu n Beschafrtsbauernn Landes. Stellungchafzüchter eitergeben. Düsseldorf enmärkid auch die urseinbußen reaben. Der rliner Tensenen Märkktien zeigten re Haltung. nmarkt auf in Bergbau d— König schlag von wach. BurIm Verlauf im Zeiche i sich bereits senigen Ausdie nunmehr besentlich zu cumulatoren, er: niedriger Feldmühle, Siemens 8 gensatz zum narkt sehr 6= und Geite sich auch ese, die zum eldmarkt reichlich zu DevisenPfund 12.370 ulden 168.18 erlin #t oer 100 ko .38 0 35.0 390 -35.5132 0 355 -26.0s24.0·26 r. 99 f. 30 F. 40 f. 42 F. 43 Unk. 42 49 82/3 50 mie 43 52 sser 51 ang. 39 52 7 Nr. 118, Bochumer Anzeiger4 Freitag, 22. Mai 1936. Ae As EE spindeul.... Begeisterter Fluggast des neuen Luftriesen ruft England zur Nachahmung auf— Staatshilfe für englische Luftverkehrsunternehmen Aus adler Wen 20. S 20. Briet seid 99.3100 5 100.210 94.5 96.5 91 8 100 0—. 94.0— 99.0 96.4 92. 90 94.2— 92.9 9 Sochum g esen Loudon, 21. Mai. Unterhaus ermächtigte die Regierung, Unterstützungen bis zu einem Höchstbetrag von 18. Milsionen Reichsmark jährlich für die nächsten fünfzehn Jahre an die Luftverkehrsunternehmungen zu zahlen. Mindestens 7,2 Millionen Reichsmark von dieser Summe sollen jährlich der Imperial=Airways=Gesellschaft zutonve. K Die Arbeiterpartei stimmte gegen diese Ermachtisie begründete ihre ablehnende Stellungnahme damit, daß die zivile Luftfahrt nicht in Privathänden gelassen werden dürfe, sondern zu einem Regierungsmonopol gemacht werden müsse. Der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, Sir Philip Sassoon, erklärte, daß für die nächste Zeit beschleunigtere und häufigere Luftdienste innerhalb des Britischen Reiches vorgesehen seien. So bestehe der Plan, fünfmal wöchentlich in je zweieinhalb Tagen nach Indien und Ostafrika, zweimal wöchentlich in je viereinhalb Tagen nach Südafrika und Singapur und zweimal wöchentlich in je sechs bis sieben Tagen nach Australien zu fliegen. Ferner teilte er mit, daß fünf Luftfahrtgesellschaften zur Einreichung von Borschtägen für einen neuen Dienst nach Südamerika aufgefordert worden seien. Damit würde zu dem Dienst R ch Jahre 1930, wobei 48 Tote zu beklagen waren, den weitern Bau von Luftschiffen eingestellt habe. Kofferempfänger wird gebaut Empfang auf Reisen, zu Fuß, im Auto— überall durch den General der polnischen Staatspolizei Zamowfti Berlin, 21. Mai. Bekanntlich hatte seiner Zeit die Wirtschaftsstelle deutscher Rundfunk=Großhändler ein Preisausschreiben zur Schaffung eines volkstümlichen Kofferempfängers erlassen. Wie die Reichsrundfunkkammer mitteilt, wird das auf Grund dieses Preisausschreibens mit dem ersten Preis ausgezeichnete und entwickelte Gerät nunmehr in Gemeinschaftsarbeit mit der Rundfunkindustrie hergestellt. Auf Anregung des Reichssendeleiters Hadamouscy wird dieses gemeinsame Produkt der deutschen Rundfunkwirtschaft die Bezeichnung„Olympia=Kofferempfänger" tragen. Mit diesem Kofferempfänger wird der Rundfunkempfang im Olymviajahr sichergestellt. Es soll erreicht werdenz, daß, mit einem billigen und äußerst leistungsfähigen Von#gerät jedermann auch während der Sommermonate, mag er sich in der Sommerfrische, auf Reisen, Fuß oder im Auto im Wochenende oder auf seinem Grundstück befinden, Rundfunk hören kann. Damit wird noch eine engtiich Thfttinie kommen. In Berlin legte eine Abordnung polnischer Polizeioffiziere unter Führung des Chefs der polnischen Staatspolizei General Zamowski einen Kranz am Denkmal der Polizeioffiziere Anlauf und Lenk auf dem Horst=Wessel=Platz im Beisein des Berliner Polizeipräsidenten Graf Helldorf nieder 5 M ANE 1 noch eine englische Luftlinie kommen Auch ein nordatlantischer Dienst wird durch die Imperial Airways vorbereitet. Die der Rede des Unterstaatssekretärs folgende Aussprache stand stark im Zeichen der jüngsten Erfolge des deutschen Luftschiffs„Hindenburg". Der frühere Luftfahrtminister Guest gab eine begeisterte Darstellung über seine Reise in dem Luftschiff„Hindenburg" nach Newyork und zurück. Seine Begeisterung war um so bemerkenswerter, als er eingestand, früher immer gegen den Bau von Luftschiffen gewesen zu sein und als Luftfahriminister nach dem Verlust von„R 38“ im Jahre 1921 die Versuchsstation für Luftschiffe in Cardington geschlossen zu haben. Guest sprach von der erstaunlichen Leistung des Luftschiffes„Hindenburg", das 100 Menschen in 36 Stunden mit aller Bequemlichkeit und mit völliger Ruhe, ohne ein Geräusch der Motoren von Newyork nach Irland gebracht habe. Das Luftschiff hätte Croydon in 40 Stunden erreichen können, aber aus irgendwelchen Gründen sei Dr. Eckener aufgefordert worden, nicht über London und seine nähere Umgebung zu segevn. M m 4 Guest verlangte von der Regierung, oaß sie der Entwicklung des Luftschiffes größere Aufmerksamkeit zuwende. Die amerikanische Regierung habe zwei Beobachter an Bord des„Hindenburg“ gehabt, die über die gewonnenen Erfahrungen berichten sollen. Die britische Regierung sei nicht vertreten gevesen. Er werde viel lieber, erklärte Guest mit Nachbuck, einen Flug über den nordatlantischen Ozean in einem deutschen Luftschiff als in einem Flugzeug machen. Ebenso bemerkenswert waren die Ausführungen von Sir Samuel Hoare, der früher zweimal LuftBelebung des Rundfunkmarktes in den saisonarmen Monaten beitragen und gleichzeitig vieler,„Vollsgenossen den Rundfunkempfang außerhalb der Wohnung erleichtern helfen oder überhaupt ermoglichen. Weitere riesige Hochwasserschäden in Spanien Aus den überschwemmten spanischen Provinzen werden weitere riesige Schäden gemeldet. In der Provinz Saragossa wurden 160 Dörfer von den Fluten überschwemmt. Die Züge der Strecke Barcelona— Madrid können auf direktem Wege nicht mehr verkehren. Hch. Hoffmann Watden Zeager.ap!. Der Prozeß um das Berliner Bauunglück anb Berlin, 21. Mai. Nach mehrtägiger Pause wurde am Mittwoch die Verhandlung im Berliner Bauunglücksprozeß wiederaufgenommen. Der Vorsitzende stellte zu Beginn der Sitzung fest, daß Weyhers Verteidiger, der vor einiger Zeit sein Mandat niedergelegt hatte und dann vom Gericht als Verteidiger von Amts wegen bestellt worden war, von jetzt an wieder als Wahlverteidiger des Angeklagten Weyher auftreten werde. Dann wandte sich die Verhandlung der Frage zu, welche Stellung der zuletzt vernommene Zeuge Briesenick auf der Baustelle eingenommen hat. Bei seiner Vernehmung am Freitag hatte er die Sache so dargestellt, als ob er nur untergeordnete Arbeiten zu erledigen hatte, während er vom Angeklagten Noth in Stast ers neden Millunpferr FA phot.: Hch. Hoffmann Wie gemelbet, sand im Beisein bes Führers, bes Vi,=Zezsegung Zusiug Schrecks in seiner Heimat enderer führendgr. Ränner der Partel die seierliche zeuen Mittämpsers, Von links„Gauleiter Präfelfing bei Leuuchen statz, An der Gruft des treuen Mätagusers:###er####rer Streicher, Rudolf Hes, Reichominister Dr..=Rleichsgrganisationsleiter Dr. 9 ev, ReichsMinisterpräsident Göri pressechef Dr. D ing. Reichsleiter Amann, Reichso., Meigsfahrer##### ietrich, Korpsführer Hühnlein, Reichsfühter Se. Hi mmier Wirklichkeit als Bauführer beschäftigt worden war. Dieser Punkt ist von gewisser Bedeutung für die Frage, ob die Berlinische Baugeselschaft in der Hersugggechs, ring=Straße genügend geschultes Personal beschaftigt hat. Noth erklärte, daß er Briesenick auf Grund seiner guten Zeugnisse eingestellt habe. Der Staatsanwalt fragte den Zeugen, ob er von irgendwelchen leitenden Angestellten der Berlinischen Baugesellschaft darüber ausgehorcht worden sei, was für Fragen man ihm bei seiner ersten Vernehmung vorgelegt habe. Briesenick teilte mit, daß er nach dieser Vernehmung in ein Konferenzzimmer gerufen worden sei, in dem sich auch Vertreter der Berlinischen Baugesellschaft befanden. Man habe wissen wollen, was er. gefragt,worden sei...... 9en, Als der Staatsanwalt weiter fragte, ob dem Fer gen bekannt sei, daß auch andere Angeklagte der Berlinischen Baugesellschaft in der Weise wie er abgehört worden seien, beanstandete die Verteidigung diese Frage als unzulässigen Beweisermittlungsversuch. Der Staatsanwalt wies darauf hin, daß Direktor Kombecher von der Berlinischen Baugesellschaft an Noth vor seiner Verhaftung herangetreten sei, um zu erfahren, was er im Vorverfahren ausgesagt habe. Nach kurzer Zwischenberatung ließ das Gericht die Frage zu, da sie nach der ihr gegebenen Begrundung keine Beweisermittlungsfrage sei. Der Zeuge erklärte darauf, daß er von einer Abhörung weiterer Angestellter nichts wisse. Allerdings habe Direktor Kempe von der Berlinischen Baugesellschaft auch mit ihm mehrfach über Angelegenheiten der Baugrube gesprochen. Der Zeuge stellte aber entschieden in Abrede, daß ihm irgendwelche Richtlinien für seine Aussagen gegeben worden seien. Die Verteidigung wollte weiter wissen, ob ihm bekannt sei, daß das Gutachten der Sachverständigen der Staatsanwaltschaft dahingeht, daß nicht geradlinig durchgesteißt worden sei und Knicke in der Aussteifung waren. Davon will der Zeuge irgendwo einmal gehört und sich darüber gewundert haben, weil er Knicke nieDann wurden die Zeugnisse Briesenicks verlesen upd ven peisteren Verlauf der Verhandlung wurden einige Angestellte der BVG vernommen, die sich über die Versackungen durch Einsinken des Gleises in das Erdreich äußerten. Ein Arbeiter der BVG. erklärte dabei daß zuerst die Ostseite der Baugrube an den Ministergärten abgerutscht sei. Dann sei der Bagger gefolgt und erst dann sei die Tiergartenseite eingestürzt. Diese Aussage des Zeugen steht im gensatz zu den Bekundungen der bisherigen Zeugen, die übereinstimmend der Meinung waren, daß der Emsturz von der Tiergartenseite ausgegangen sei. Die nöchste Verhandlung findet Freitag statt. Die Folgen des Erdbebens in Süd=China Ueber das am 23. April gemeldete Erdbeben, das den in der Provinz Kwangtung liegenden Linschan=Bezirk heimsuchte, liegt nunmehr ein amtlicher Bericht vor. Bei dem Erdbeben wurden insgesamt 5000 Wohnhäuser zerstört. Von den Bewohnern wurden 58 getötet, 187 schwer verwundet. 20000 Menschen sind ohne Obdach und der Hungersnot preisgegeben. Felssturz auf Rügen Ein Knabe von Kreidemassen verschüttet Stettin, 21. Mai. Bei Saßnitz auf Rügen senkte sich abends plötzlich das Felsenufer. Unter ungeheurem Getöse stürzten große Massen der Kreidefelsen in die Ostsee. Ein 14jähriger Knabe, der am Strand Feuersteine sammelte, wurde von den herabstürzenden Felsmassen begraben. Ein Hamburger Ehepaar, das im Augenblick des Unglücks Aufnahmen von dem Kreideufer machte, war Zeuge des Unglücks und beobachtete, daß der Junge, durch dus Krachen der Felsen und der zersplitternden Bäume aufmerksam gemacht, davonlief, aber schon nach wenigen Schritten von den Felsmassen verschüttet wurde. allen umliegenden Ortschaften rückten sofort Rettungskolonnen heran. 150 Mann arbeiteten die ganzg. hindurch im Schein von Fackeln mit Spaten, Smen und anderen Hilfsmitteln an der Bergung des verschutteten Knaben. Bis jetzt ist es jedoch nicht gerungen, die Leiche zu bergen. Kampf um einen Brunnen sorderte drei Tote und acht Schwerverletzte dnb Belgrad, 21. Mai. In einem montenegrinischen Dorf in der Nähe der Stadt Danilowgrad kam es wegen eines Streites um die Benutzung eines Brunnens zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen den Mitgliedern zweier montenegrinischer Sippen. Das Ergebnis der Auseinander setzung waren drei Tote, acht Schwerverletzte und eine größere Anzahl von leichtverletzten Männern und Frauen. Der Streit um das Benutzungsrecht des Brunnens datiert zwischen den beiden Sippen noch aus der Vorkriegszeit. Anlaß zu der jetzigen Auseinandersetzung gab ein behördlicher Ortsaugenschein zur Feststellung des Nutzungsrechts. Im Verlauf des Augenscheins kam es zuerst zu heftigen Beschimpfungen zwischen beiden Sippen, die schließlich aufeinander zu schießen und mit Messern loszustechen begannen. Im Verlaufe des Kampfes wurden sogni zwei Bomben geworfen. Am Kampf nahmen auch die weiblichen Sippenmitglieder teil, von denen mehrere Verletzungen davontrugen. Der englische Versicherungsskandal. Der englische Ausschuß zur Untersuchung des Versicherungsskandals hat seine Arbeiten abgeschlossen. Es ist anzunehmen, daß die Feststellungen des Untersuchungsausschusses in Form eines Weißbuchs demnächst veröffentlicht werden. Der Ausschuß wird nunmehr in mehreren nichtöffentlichen Sitzungen den von der Regierung angeforderten Bericht abfassen, dessen Veröffentlichung die gesamte englische Oeffentlichkeit mit größter Spannung entgegensieht. Es wird damit gerechnet, daß der Ausschuß acht bis zehn Tage für die Abfassung des Berichts benötigt. 118 Gefängniswärter klagen. Vor dem Pariser Gericht begann der Prozeß von 118 Gefängniswärtern der französischen Strafkolonie von Guayana gegen eine junge Advokatin, die vor Jahres frist nach Guayana ihre Hochzeitsreise gemacht und diese mit einer Studienreise verbunden hatte. Die Reportage, die sie dann über die Strafkolonie veröffentlichte, führte zu der Anklage, die von den Gefängniswärtern gegen sie erhoben wurde. Eine Abordnung der Wärter ist aus Guayana in Paris eingetroffen. HaudSchanz Scahhen MUTTITT Uan Sochum, Bongardstraße 35 Seite 8 Nr. 118* Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 22. Mai 1936 Kunst und WWissen Welideutsche Erliauftührung im Sadttheater Aeubens Vladlenkonig keot Rans Rehbergs„Friedrich Wilhelm.“ Den gewöhnlichsten Einwand der heute hie und da noch gegen das dramatische Werk Rehbergs erhoben wird, daß er unseren schulmäßig genährten geschichtlichen Vorstellungen in seinen Preußendramen nur wenig entgegenkommt, ihnen keine goldenen Brücken baut, glauben wir mit unserm Aufsatz„Rehberg und das Geschichtliche"(s.„Bochumer Anzeiger“ vom 19. Mai) entkräftet zu haben. Seine Dramen sind keine Mosaikgebilde aus den genormten Baukästen der Geschichte, sie haben nichts zu schaffen mit den Attrappen, hinter deren verstaubten Kleiderröcken ein verstaubter Mechanismus in Gang gesetzt wird. Sein Schauspiel„Friedrich Wilhelm.“ sprengt die Dunkelkammer, in der der große Preußenkönig als kleiner, engstirniger und unzulänglicher Stockmeister der Geschichte einbalsamiert lag; es sprengt das Grab ohne Rücksicht auf den umherstäubenden Kulissenmoder, um des Königs wahrhaftiges Antlitz aufzudecken und einer Zeit mitzuteilen, die wieder ein Verhältnis hat zu den mythischen Grundstoffen der Nation, ihren geträumten Urbildern. Es ist billig und des Schweißes der Edlen unwert, aus der Zweidimensionalität des Historischen ein Bild in die Fläche zu bannen. Leben gewinnt es erst dann, wenn die menschliche und die geistige Raumtiefe hinzutritt, wenn die Phantasie ihre Spiegel aufstellt und die Bilder werden ohne Anfang und Ende durch sie hindurchgeworfen. Mit dieser zugleich vollsinnlichen, gleichnishaften und überzeugend dramaturaischen Spiegeltechnik arbeitet der Dichter Hans Rebberg.. g...„ Iiggt unte 7.— GärtDer König ist Mensch, er teider unter seiner Härte, unter der furchtbaren Last der Verantwortung. Aber das Menschliche, das Private und Leidende geht im überpersönlichen Begriff des Königlichen auf. Der König kennt den Kronprinzen, liebt ihn und weiß um die Verführungen dieser zarteren musischen Natur. Aber die Anmut des Thronerben, das frühe preußische Rokoko, geht in der unergründlichen Spiegelquelle des königlichen Gesetzgebers, der dem Gesetz des Königs Gehorsam schuldet, auf. Wohl empfindet er den Schmerz des Vaters Katte, dem er das Leben des Sohnes weigern muß. Aber auch diese Tragik, die den Menschen Friedrich Wilhelm aufwühlt—„Mein Herz liegt dort. wo Stürme der Verzagtheit unbekümmert sind—. geht nur wie eine dunkle Wolke über das Königliche, ohne seine Klarheit einzutrüben. Sie alle, denen scheinbar unbillige Härte widerfährt, die königliche Familie, der Prinz, Katte, der Hofnarr Gundling, die Generale, sehen im König nicht mehr als das Zerrbild eines Menschen, weil sie nicht erkennen, daß hinter der zufälligen Erscheinung, die irren mag und fragwürdig sein kann, um den absoluten Königsgedanken, um die Prägung der preußischen Staatsidee, gerungen wird. Dieser Akt aber verträgt keine privaten Einmischungen menschlicher Gefühle, er fordert Opfer, fordert Blut und Herzen, auf daß der preußische Schild mit dem auffliegenden Adler durch die Jahrhunderte getragen werde. Rehberg ist anspruchsvoller Dramatiker. aber die Ansprüche, die er an die Phantasie, an die magische Erkenntniskraft, stellt, werden reich belohnt. Habemus poetam! Wir haben einen Dichter, der dem Wort weder in den klassischen Turm noch ins romantische Netz flattert, einen schöpferischen, bildgewaltigen, wach und preußisch, knapp und schneidend formulierenden, in den beziehungsvollen Schnittpunkten der gedanklichen Komposition wunderbar fugierenden, Dichter. Um nur ein Beispiel zu nennen: die zweite Szene des zweiten Aktes, die Rochow=Tragödie in Küstrin, zeugt von einer dramaturgischen Meisterschaft, die in der modernen Dichtung ohne Vergleich sein dürfte. Die westdeutsche Erstaufführung des„Friedrich Wilhelm.“ im Stadttheater bot Viktor Ahlers die Möglichkeit, ein großes Werk farbig und überzeugend zu inszenieren. Gut, wie sich das Einstimmen der Eingangsbilder in der märkischen Nebellandschaft langsam zum Atmosphärischen dichtet und aus diffusen Umartigen ersten Szene des dritten Aktes völlig ausglichen und die ideale Einheit bildeten... Den Könia spielte Willi Busch, einen König mit dem erschütternden Hauch von Einsamkeit und mit der wilden, formsprengenden damonischen Leidenschaft des Menschen, der wie ein weidwundes Tier in sein schützendes Königsasyl flüchtet. Alle stehen sie gegen ihn, und scheinbar zu Recht. Wie klein, wie erbärmlich klein, daß ihn niemand versteht! Menschenmitleid und Menschenverachtung zittern in der Stimme, wenn er dem alten von der Schulenburg, der Gnade für Katte fordert, antwortet:„Alter Mann— alter Mann.“ Und nun muß er sagen, wer und was der König ist, und in dieser Szene ist Busch groß, in den Sternen. Preußens Adler fliegen... In ihm, dem Konig, und dem Kronprinzen stehen sich zwei Welten gegenüber, die sich in ihrer Gegensätzlichkeit zu ergänzen hätten. Daß diese Antithese nicht völlig glaubhaft wurde, daß sie dem an Tonwerten reichen Gegeneinander dieser Beziehungen nicht entsprach und die Dichtung hartlinig vergröberte, ist der Besetzung des Kronprinzen durch Fritz Brand zu danken. Es liegt nicht an Brands oft gerühmten sprachlichen und darstellerischen Fähigkeiten, es liegt am Klima der Rolle, das nicht dem Brands entspricht. Sein Kronprinz ist bestimmt, fest umrissen, ohne Lücke, und gerade so ist der Kronprinz Rehbergs nicht. Er ist der Klang, das Feuer, die geistige und die musische Leidenschaft, das Unbegrenzte, er ist der süße genialische Traum, das andere Preußen. Beklemmend faszinierend, wenn auch in den Ausbrüchen häufig übermäßig stark, Alfred Schieskes Gundling, ein Narr und ein weinseliger Weiser, boshaft, rachsüchtig, kindisch, ein Damon des Rausches. Von den übrigen, teils nur lose hingestrichelten, Rollen nennen wir die hoheitsvolle Königin Adele Schönfelds, den in wenigen Zügen mit schöner Intensität angelegten Katte Horst Caspars, den eisigen Hofmann Grumbkow Gerhard Meineckes, den prachtvoll gehaltenen Rochow Ernst Holznaaels, Hidde Eberts Doris Ritter und von Vertretern der Generalität Walter Kaltheuners Kattes Vater, Adolf Schneiders Wartensleben und Heinz Holthuysens Graf von der Schulenburg. Die Bühnenbilder von Dr. Harry Mänz gaben trotz ihrer farblichen Diskretion(insbesondere der ersten Szenen) raumschaffende Tiefe und geistig überzeugende Lösungen. Das festlich besuchte Haus, anfangs zurückhaltend, zeigte sich nach der Pause und zum Schluß außerordentlich beifallsfreudig und feierte mit lebhaften Dankeskundgebungen den Regisseur, die Darsteller und den ebenfalls anwesenden Dichter Hans Rehberg. Der glänzenden Aufführung wohnten viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei. Dr. Strodthoff Theatervereine, Laienspielscharen, Volksspielgruppen und andere Gesellschaften des Gaues Westfalen=Su, welche gelegentlich Theateraufführungen veranstalten mir innerhalb 8 Tagen ihre Anschrift mitzuteilen. Bühnenleiter sind für fristgemäße Erledigung verani, wortlich. Die Hagener Kolbe=Ausstellung wurde wegen des außerordentlichen Besuches bis zum Sonntag, 21. Juni. einschließlich verlängert. Scherl-Bilderdienst. Hans Rehberg rissen die Handlung emporwächst. Dieser Absicht, auf einer breiteren Ebene zu entwickeln, diente die Umstellung der beiden ersten Szenen, deren Impression man sich im malerisch betonteren Bühnenbild wohl noch stärker hätte denken können. Voll entfaltete sich das Spiel erst nach Ueberwindung des ersten Aktes, der noch eine gewisse Starrheit im äußerlich charakterisierenden Sinne zeigte und seine Wirkung mehr aus dem Theatralischen als aus der Einschaltung des Theatralischen in das Geistige gewann. Es ist nicht zu verkennen, daß diese Art des Inszenierungsbeginns gute Gründe anzuführen hat, die nämlich, das Publikum von einer gewohnten und geläufigen Auffassung her zu erwärmen und Schritt für Schritt die Dimension zu erobern, die Rehberg angemessen ist. Das gelang im weiteren Verlauf in vollem Umfang. Immer dichter wuchsen die theatralischen und die geistigen Elemente zusammen, bis sie sich in der großGroßer Ertolg der Deutschen Kunstausstellung in Ankara. Jetzt schloß nach 15tägiger Dauer die Deutsche Kunstgewerbeausstellung in Ankara, die allergrößtes Interesse bei der Bevölkerung gefunden hat Die Gesamtzahl der Besucher hat nach vorsichtigen Schätzungen 50000 weit überschritten.— Auf Veranlassung der zuständigen türkischen Stellen wurde die Ausstellung um mehrere Tage verlängert. In den letzten Tagen erschienen eine Reihe hochstehender Persönleichkeiten zur Besichtigung, darunter der Ministervräsident mit seiner Gattin sowie zahlreiche andere Minister. Die Ausstellung siedelt jetzt nach Istambul über. Sie wird dort am 30. Mai eröffnet. Gelegentliche Veranstaltungen von Theateraufführungen. Der Landeskulturwalter der Landesstelle Westfalen=Süd des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Provaganda gibt bekannt: Zur Durchführung der Verordnungen zum Reichstheatergesetz ersuche ich alle Zum 200jährigen Bestehen der Georg=August=Universität in Göttingen erscheint im Jahre 1937 die Ma. trikel der Göttinger Universität, die im Auftrag der Universität von dem Bibliothekar an der Universitätz, bibliothek, Dr. Götz von Selle, herausgegeben wird Diese Veröffentlichung gibt zum ersten Male ein klaret Bild von dem Wirkungskreis der Universität für das sayreno der Leit ihres Best=bIn= und Ausland während der Heit ihres Bestehens. Stipendien der Felix=Mendelssohn=Bartholdyschen Stiftung. Voraussichtlich sollen im Oktober 1936 zwei Stivendien der Felix=Mendelssohn=Bartholdyschen Stiftung für befähigte und strebsame Musiker in Höhe von je 1500 Mark ganz oder geteilt verliehen werden. eine ist für Komvonisten, das andere für ausübende Tonkünstler bestimmt. Bewerbungssähig sind nur Schüler der in Deutschland vom Staate unterstützten Ausbildungsinstitute nach Zurücklegung eines mindestens halbjährigen Studiums an einer solchen Anstalt. Bewerbungen bis 1. Juli 1936. Zu statistischen Zwecken ist neben der Angabe der Nationalität die der Abstammung erforderlich. Anträge an Hochschule für Musik, Berlin=Charlottenburg, Fasanenstraße 1. „Der Wächter von Zons.“ In diesen Tagen findet die Uraufführung eines von Michel Becker(Köln) verfaßten, treu an die Ueberlieferung gebundenen Schauspiels„Der Wächter von Zons“ auf der Freilichtbühne der ehemaligen Feste Zons statt. Es stellt einen markanten Ausschnitt aus der ruhmvollen Vergangenheit der trutzigen und wehrhaften Stadt in den Gesichtskreis der Besucher, die quälende Belagerung und den wilden, aber vergeblichen Ansturm des Hessengeneralz Rabenhaupt, dem sich der starke, opferbereite Mut der Zonser Bürger und ihres tapferen und umsichtigen Stadtkommandanten Goldstein, des treuen Wächters über das Geschick der Stadt, entgegenstellt. Der mexikanische Expräsident Calles, der auf Anweisung des gegenwärtigen mexikanischen Präsidenten, General Cardenas mit dem Flugzeug außer Landes gebracht wurde, wird in Hollywood als Berater für eine Anzahl mexikanischer Filme tätig sein. Er hat amerikanischen Revortern gegenüber erklärt, daß er in einem Film, der die jüngste mexikanische Geschichte behandelt, auch selbst als Schauspieler in einer tragenden Rolle mitwirken wird. Geschichtstafe! 22. Mai. 1813 wurde Richard Wagner als Sohn eines Polizeiaktuars in Leipzig geboren. e SE Heldin Curumne. feise Roman von Otto Neufeldt: 15) Das Mädchen wird schleunigst aus seiner Nähe entfernt, er sieht sie nicht mehr wieder, weiß auch nicht, wohin man sie geschafft hat, man verweigert ihm jede Auskunft darüber,— er kehrt nach Deutschland zurück. Nun ist seine Ehe ihm erst recht ein Gefängnis, und er weiß: es wird ihn sein Leben lang festhalten. Aber er fügt sich drein. Meine Mutter erfährt nichts. Einige Monate vergehen. Da taucht plötzlich das Mädchen bei ihm auf Sie ist ihren Leuten bei Nacht und Nebel davongelaufen und will ihn nicht mehr verlassen. Er beschwört sie, nach Hause zu reisen, sagt ihr, daß er nicht frei sei, sich nicht frei machen könne,— sie bleibt! Zwei Tage später ist ihr Vater da. Auch von ihm läßt sie sich nicht umstimmen. Sie weiß, daß sie ihren Willen durchsetzen kann, denn ihrer Flucht wegen droht natürlich ein unerhörter Skandal. Heute würde man darüber die Achseln zucken, kein Mensch fände viel daran, wenn ein junges Mädel aus dem elterlichen Haus durchbrennt; in ihren Kreisen aber und in damaliger Zeit mußte alles getan werden, um die Peinlichkeit zu vertuschen. Mit einem Male waren die Amstettens nicht mehr ganz so abgeneigt, mit meinem Vater zu verhandeln. Man machte ihm Vorschläge, bot ihm die Hand, nahm ihn zwar keineswegs mit offenen Armen auf, sondern behandelte ihn noch immer wie einen Hochstapler, aber man ließ es ihn wenigstens nicht mehr so kränkend fühlen. Sie einigten sich, und er ging in die Schweiz, er heiratete das Mädchen.“ Georg machte eine Pause und wandte sich zu Marianna um.„Das ist seine Geschichte, so hat er sie mir dargestellt, und ich habe keinen Grund, sie anzuzweifeln. Was dann kam, weiß ich nicht mehr. Ob seine Ehe glücklich oder unglücklich geworden ist, davon weiß ich nichts. Er selber jedenfalls ist nicht glücklich gewesen, trotz allem, was er erreicht hat.“ „Und deine Mutter?" Georg sprach von den Abmachungen, die sein Vater mit Porath getroffen hatte. „Peter ahnte dergleichen“, sagte Marianna. Er hat mir erzählt, daß er Nachforschungen angestellt hat, und daß Porath ihm verdächtig gewesen ist.“ „Mit dir hat er darüber gesprochen?" Sie geriet in Verlegenheit.„Ich sollte dir bei passender Gelegenheit einen Wink geben, Georg. Er meinte es gut, er wollte dich warnen, damit du deinem Onkel nicht allzusehr vertraust.“ Was sie sagte, bestätigte ihm; daß die Lüdeggers sie ganz ins Vertrauen gezogen hatten. „Es wäre besser gewsen, wenn er selber mich gewarnt hätte, und nicht nur mit halben Andeutungen, wie er es getan hat.“ „Und was willst du nun tun?“ „Ich reise morgen nach Zürich.“ „Wissen die Lüdeggers davon?“ „Nein, aber sie werden sich's denken können. „Und dir den Stuhl vor die Tür setzen, wenn du wieder zurückkommst?“ „Das ist sehr wahrscheinlich. „Du solltest dir überlegen, Georg, ob es in deiner Lage klug ist, sie so vor den Kopf zu stoßen und.. Er hob abwehrend die Hand.„Schon gut, Makenne auch schon alle Gründe, die du für deine Meinung hast. Peter hat mir das schon längst auseinandergesetzt und mir seine Freundschaft aufgekündigt, als ich nein sagte. Ich tue, was ich für meine Pflicht halte, und wenn mir darüber alles verloren geht: die Lüdeggers, Eva, die Praxis in Hennigsdorf, mein letztes bißchen Geld— ich frage nicht danach. Sie näherte sich ihm und legte eine Hand auf seinen Arm, sah ihn lange an und in ihren Augen stand das Versprechen: Mich wirst du nicht verlieren! Ich stehe zu dir! Glaubst du mir? Er verstand sie nicht einmal. Vielleicht hatte ihn dieser Tag zu mutlos gemacht, um noch irgendwem zu glauben; vielleicht war er so besessen von dem Vorsatz, seinem Vater zu helfen, daß nichts anderes Raum in ihm fand. Ich liebe dich! sagten Mariannas Augen. Weißt du das nicht? Spürst du das nicht? Er machte sich sanft von ihren Händen frei und schob sie ein wenig zurück. „Ich hab' mich gefreut, Marianna, daß du zu mir gekommen bist, und daß ich zu dir hab' sprechen können. Sei mir nicht böse, wenn ich jetzt...“ Sie schüttelte den Kopf.„Ich geh' schon! Ich geh' schon!“ „Ich bin nämlich gerade beim Packen und möchte nachher noch in ein Reisebüro. Die Zeit ist mir knapp. Vorsichtshalber will ich mein Zimmer hier räumen, denn ich weiß nicht, ob ich es noch bezahlen kann, wenn ich zurückkomme.“ Sie wollte ihm ihre Hilfe anbieten, wagte es aber nicht.„Dann will ich also gehen, Georg! Ich wünsche dir viel Glück für Zürich! Wirst du dich bei mir melden, wenn du wieder in Berlin bist?“ „Bestimmt, Marianna! Sofort!“ Sie lächelte matt.„Was sagt man sonst noch, wenn einer eine Reise tut? Schreib’ne schöne, bunte Ansichtspostkarte!“ „Werd' ich tun! Laß es dir gut gehn, Marianna. Er begleitete sie bis zur Tür. Sie drückten sich die Hände, Marianna wollte ihm ein letztes, zärtliches Wort sagen, aber ihre Kehle war eng. Sie konnte ihm nur zunicken, und das Lächeln schmerzte sie. Langsam stieg sie die Treppe hinunter, blieb eine Weile unten im Flur stehen und fühlte sich elend zum Weinen. Ihr Herz war leer und matt. Sie zog die Tür auf und betrat die Straße. Ein paar Kinder liefen mit fröhlichem Geschrei an ihr vorüber, sie ging mit blinden Augen, eng an die Häuserwand gedrückt, hinter ihnen drein. Nach einigen Schritten versperrte ihr plötzlich jemand den Weg. Ohne aufzusehen wollte sie einen Bogen machen, als eine Hand sie an der Schulter packte. Sie hob erschrocken den Kopf. Vor ihr stand Peter. Sein Gesicht war entstellt vor Zorn und Erbitterung. Er hatte eine Stunde lang hier vor dem Hause gewartet und sich nicht entschließen können, ob er hinaufgehen solle oder nicht. „Was tust du hier?" fragte Marianna mit gleichgültiger Stimme.„Bitte, laß mich los! Ich möchte nach Hause!" „Ich wollte dich daran erinnern, daß du diesen Abend mir versprochen hast.“ „Ja, ich weiß, aber ich mag nicht mehr, ich mag nicht mehr...“ Marianna!“ rief er drohend. Sie standen mitten auf dem Gehsteig der Straße, bildeten ein Hindernis für die Vorübergehenden, wurden angestoßen, und ein Zeitungsverkäufer, der ein paar Schritte von ihnen entfernt stand, grinste zu ihnen Sie bemerkte das alles wie im Traum. Mit einer lässigen, überdrüssigen Handbewegung schob sie Peter beiseite und setzte ihren Weg fort. Peter blieb an ihrer Seite. Marianna ging rascher und rascher, um seinen erregten, beschwörenden, vorwurfsvollen Gestammel zu entkommen, und gab keine Antwort mehr. Als sie den Untergrundbahnhof erreicht hatten, vertrat er ihr abermals den Weg und hielt sie fest. Sie versuchte sich loszureißen.„Laß mich doch!“ murmelte sie.„Bitte! Laß mich doch!“ Er konnte nicht antworten, gab ihr Handgelenk aber nicht frei. Da blickte sie auf und sah in sein Gesicht. Er hatte die Lippen ganz schmal gemacht, seine Augen zusammengekniffen, und die Kiefer bewegten sich, als zermahle er etwas zwischen den Zähnen. Mitleid ergriff sie.„Aber Peter!“ sagte sie leise. „Lieber Junge!" Da wurden seine Augen demütig und flehend. „Ich liebe dich, Marianna! Begreifst du nicht! Ich liebe dich!“ Ein zaghaftes Lächeln zuckte um ihren Mund. Warum habe ich diese Worte nicht von Georg gehört? dachte sie und empfand trotz ihrer Trauer eine tiefe Dankbarkeit für dieses hilflose Geständnis, das Peter ihr gemacht hatte. Ihr Schmerz linderte sich, ihr Herz füllte sich wieder mit Wärme. Sie sah, daß Peter ebenso unglücklich war wie sie, und daß es sie nur ein Wort kostete, ihn glücklich zu machen. „Komm, Peterlein! Sei vernünftig!“ sagte sie und lächelte sanft.„Du sollst nicht solch trauriges Gesicht machen! Wenn du dich also durchaus nicht wegschicken lassen willst, und wenn ich dir ein bißchen helfen kann..“ Er antwortete nichts, sondern nahm ihren Arm und versuchte, ihr mit einem Lächeln seinen Dank zu zeigen. Das Lächeln mißglückte.„Kleine Janna!“ sagte er mit schwankender Stimme.„Liebe, kleine Janna Sie ließ sich von ihm wegführen. Seine Hand umklammerte noch immer ihren Arm. 9. ges Georg langte am Vormittag des übernächsten Tain Zürich an und suchte ein Hotel in der Altschöne, breite Geschäftsstraße hinauf, die quer durch die Stadt vom Bahnhof bis zum See führt. Am Rande der Gehsteige wurde Markt abgehalten. Er kan an dem großen Gebäude der„Vereinigten Kantonal= banken vorbei und spürte beim Anblick der mächtigen, sandsteinernen grauen Fassade ein Gefühl der Unsicherheit. Wuchtige Säulen schlossen die Eingangshalle nach der Straße zu ab. Ein Diener stand breitschultrig davor. Seine blaue Uniform, die mit Messingknopfen und goldenen Tressen besetzt war, verlieh ihm eine bedeutende Würde. Jedenfalls sah er auf Georg mit wohlwollender Geringschätzung nieder, als der stehenblieb und so tat, als studiere er den Kurszettel neben dem Eingang. Hier hat er also regiert, dachte Georg, während er las, daß englische Pfunde leicht angezogen hatten. Hier ist es geschehen! Diesen Geldpalast hat er sich erobert! Wäre es nicht doch begreiflich, daß sein Erfolg ihn verwirrt und ihn zu noch größeren Eroberungen verlockt hat? Er ging langsam weiter. Die Straße öffnete sich zu einem freien Platz, auf dessen anderer Seite der See begann. Matter Sonnenglanz lag auf seiner grünlich schimmernden Oberfläche, die sich weiter hinten in weißlich grauem Dunst verlor. Die Kette der Alpengipfel, die auf den bunten Ansichtspostkarten das Bild des Sees abschließt, war unsichtbar. Links vom See stieg terrassenförmig das Villenviertel des Dolderberges empor mit seinen dunkelgrünen Gärten und den zahllosen, hellen Villen. Die Straßen, deren Asphalt poliertes Silber in der Sonne gleißte, zogen sich in weit geschweiften Bögen hügelan. Eins der Häuser in der unübersehbaren Wirrnis dort oben gehörte seinem Vater. Georg bestieg eine Straßenbahn und fuhr zum Dolder hinauf.„„ 4444 Er hatte sich die Viua seines Vater großärtigevorgestellt. Im Vergleich zu den benachbarten Häusern war sie altmodisch: ein plump wirkender Bau mit runden Erkern in jeder Ecke. Das Kostbarste war seine Lage. Man blickte weit hinweg über die Stadt und über den See, der wie ein länglicher Schild aus glanzendem Metall in der Tiefe lag..1 gast, Das junge Mädchen, das Georg nach seinen Wunen fragte, hatte ein angstvolles Gesicht, als rianna! Schon gut! Ich weiß, was du sagen willst. Ich hin und blinzelte Marianna aufmunternd zu. stadt, am Limmat=Quai auf. Ueber die Preise dieses Hotels hatte er sich vorsichtshalber schon in Berlin unterrichtet. Es war ein bescheidenes Haus, und er nahm ein bescheidenes Zimmer. Er trug seinen Namen ahnungslos auf dem Anmeldeblock ein, der Portier warf einen flüchtigen Blick darauf, sah genauer hin, stutzte und faßte Georg aufmerksam ins Auge. Erst dieser Blick erinnerte Georg daran, daß sein Name hier einen anrüchigen Klang hatte. Das Gesicht des Portiers war jedoch schon in der nächsten Sekunde genau so glatt und höflich wie zuvor. Er nahm einen Zimmerschlüssel vom Brett, rief einen Pagen herbei und befahl dem, Georg hinaufzubegleiten. Ein Gefühl der Unsicherheit, über das er sich ärgerte, war in Georg zurückgeblieben. Jetzt tuscheln die dort unten! dachte er. Jetzt zerbrechen sie sich die Köpfe, ob der Doktor Faber aus Berlin in irgendeinem Zusammenhang steht mit dem Doktor Faber von den„Vereinigten Kantonalbanken". der wegen Betruges im Untersuchungsgefängnis sitzt Als er indessen das Hotel bald darauf wieder verließ und den Schlüssel beim Portier abgab, drückte dessen Miene nichts als Zuvorkommenheit aus. Georg überquerte die Limmatbrücke und ging die sie, daß nach all dem Unheil, das über dies Haus hereingebrochen war, immer noch neues folgen werde. „Ich komme aus Berlin“, sagte Georg und verschwieg seinen Namen.„Bitte, richten Sie der gnädigen Frau aus, daß ich im Interesse Doktor Fabers komme. „Die gnädige Frau ist krank und kann niemat empfangen.... Namen Das Er zögerte und nannte nun seinen Numen. M Mädchen starrte ihn erschrocken an, murmelte eine Enschuldigung und bat ihn, zu warten. Georg blieb in der kleinen Eingangshalle Kein Laut war im Hause. Mehrere Minuten vergingen, dann erschien eine ältere, dunkel gekleidete Frau, an scheinend eine Hausdame, und begrüßte Em geznglasez Stimme. Sie hatte ein seidenzartes, elferzgeiigte zund Gesicht und bewegte sich so geräuschlos, als man sich in einem Sterbehause. Frau Faber bedaure wirklich sehr, ihn nicht fangen zu können, sagte sie. Wenigstens heute sei er möglich. Wenn er jedoch ein besonderes Anliegen habf, meglich. Wenn er geenn, ein moge er es ihr mitteilen.... “ dies zuge, verriet Ihm, Raz Der Ton, in dem sie mit dem„besonderen Anliegen“ gemeint war: glaubte, daß er gekommen sei, um Geld zu fe (Fortsetzung Die 9 Der im Ruhe mann saß an e Wind die erste trug, vor seinem wie er diesen Ta nislosen Weise a bve,„Zkeindlich rühliunges g auf den Schalten hellen gewandert Stengelmann, ok als den Namen, ruhsamen Verlau gällt hätte, wen kaum hörbares Fenster zu sehen Wie ein veri Stacheln des K ihn als Wellen Herz klopfte vor hatte er sich wäl gesetzten genäher Federn. Ohne die Hano nehme dem unverhofft den ist. 4 Wenn nicht getreten wäre, u der Kanzleidirek in der Hand un zeigte er seiner sich Rat. In Der Wellensittic seiner Freude, zu sein, dadurch Da Wirtin: mußte sich Ste Seine freundlich sittich mit tief hin und wieder — und ließ n Daraufhin gab versuche auf un Als er wiel dem Schreihtisa papier den Vog manns Wirtin Herkunft des V warten war, n einen entflogen Stengelmar lichkeit den rec Er überlegte: Gegenstand dur der Verlierer Stengelmann Nachmittagssch Zeitungsstand schnell wieder: auf seiner Ste Sofa, Fußbod seiten belegt;e geflogenen Wi Stengelmann am anderen M pen begann un beschwingte, ei eifrigsten Lese Während tagsschlaf den die die Pflege ging zu dem „Ich wü Flora in Er englische Fr„Da wir aufregen?" „Sie ist „Wenn kommen. S Amleto und ihr Ho Bologna ne nach Venedi in ihren Bi Flora nach Engl Onkel Ar nannte, o wandten ben, das Flora weit herr ziehen m See und ging, hat aber soba sie mit ei hinaus. sie hätte kommen Er n mit einer merischen nicht beg den; sie Selbstkof daß er Nur Papageien sprechen, sagte der Kanzleidirektor. Seine Wirtin achtete gar nicht auf iyn, sondern hörte so angestrengt zu, als horche sie an einem Schlüsselloch. „Guten Tag hat er gesagt, rief mit einem Mal die Wirtin. Stengelmann sah sie mißtrauisch an und horcht ebenfalls. Er konnte es jetzt nicht leugnen, die schnurrenden Töne ergaben das Wort„Gutntag". Der Kanzleidirektor staunte und horchte weiter. Aber der Wellensittich war anscheinend damit zufrieden, daß er diese etwas zu spät gekommenen Höflichkeitspflicht doch Ge„Am nächsten Morgen gab Stengelmann das Zeitungskaufen auf. Er setzte den Wellensittich auf den Tisch und erwartete neue Ueberraschungen. Seine Wirtin horcht mit und Leb die wichisek fzegzt schaon Heat. Di, Vointe der ganzen, Geschichte konmt Gutntag.„Gutntag, verstanden sie sett schon dentz..... wahr Wer Wellensitlich hat durch seine licher. Stengemann war ergrisen von der Veingehis, eigenen Worte wieder heimgefunden, s Tiero er wor),)ag er aus der Bogesprache entz Und Stengelmanns Ging in den nächsten Vogelziffern konnte.„Gutntag, gutntag, ich heiße Zurchen." laden und kaufte sich einen Wellensittich. B Die Gesekiekte eines Wekkensittichs von Waktei Zehnabel Der im Ruhestand lebende Kanzleidirektor Stenther und härtes undentlsiche Tone, die gang leise schnarten. Bind bfszeisnem Frühstüäckstisch und dachte darüber nach, Du; Pgpageien sprechen, sagte der :(en Weise an die vorangegangenen Tage anreihen Nach der zweiten Tasse Tee stieg in ihm der rühlingsfeindliche Gedanke auf, daß er eigentlich länger uf den Schattenseiten des Lebens als auf den sonnenhellen gewandert sei und es hätte wenig gefehlt, daß Stengelmann, ohne von Schopenhauer mehr zu wissen eee sich in grämlichem Pessimismus den geen Verlauf der vor ihm liegenden Stunden verbse hätte wenn nicht ein dünnes Geflatter und ein kaum hörbares Piep ihn veranlaßt hätte, nach dem Gense, verirrtes, steuerloses Flugzeug. landete auf sterbrett gerade neben dem streichholzlangen en Ve des Kaktus, ein Vogel, dessen bunte Farben sd“ Wellensittich kennzeichneten. Stengelmanns Herz klopfte vor Mitteid. So vorsichtig und so reise dem unverhofft ein Geschenk in die Hand Wenn nicht in diesem Augenblick seine Wirtin eintraurig auf der Stange und gab Freude, der menschlichen Obhut wiedergegeben sein, dadurch Ausdruck, daß er etwas fallen ließ, stich muitz ties geneieschien es wenigstens Stengelmann in und bieder— Ie), Stunden wieder etwas fallen. Larauhin god bgzing aus dem Haus. uen enttogenen beschloß, mit der ihm eigenen Gründder Verlierer seinen Verlust durch die Zeitung kund. belwonn. Zaf und seinen Regenschirm. Am nächsten bmittggsshyg un, sechs Tageszeitungen und ging Stengelmann bekam einen roten Kopf vor Freude und„Und dann“, vollendete Anna, Staunen. Doch der Knalleffekt kam erst am Abend des es weg!“ folgenden Tages. Der Kanzleidirektor lag fast über dem Tisch, um das Gezirpe des Vogels so deutlich wie möglich zu hören.„Gutntag, wohne pariserstraßelechs, undfünfzig.„Stengelmann zitterte vor Aufregzung und beugte sich weit über den Tisch, auf dem Zurchen gar nicht mehr ängstlich, eher ein wenig frech und mit ironischem Blinzeln, einherhüpfte. Stengelmanns Geduld wurde belohnt.„Herrlohmann, ach, Herrlohmann.“ In Stengelmanns Hirn begann es zu arbeiten. Nach einigen Minuten war seine Kombination fertig: Zurchen, Pariser Straße 56 bei Lohmann. Der Kanzleidirektor war, seitdem er im Ruhestand lebte, noch nie so fix aus dem Haus gegangen wie an diesem Tage. Mit dem Käfig unter dem Arm sprang er auf die Elektrische, daß der Schaffner über die Gewandtheit in einem solchen Alter den Kopf schüttelte. Stengelmann stand nach einer halben Stunde vor einem gefundenen Bogel tanzte, Stengelmann stand daneben, etwas ohne Atem, mit dem Hut in der Hand, und freute sich wie er sich bisher noch nie gefreut hatte. Die Pointe der ganzen Geschichte kommt aber erst Sie ist wahr. Der Wellensittich hat durch seine „dann— schüttet eo „Stepkan— desgleichen! 44 ** Kkeine Gesckickten von ever e einer Urwüchsigkeit, die Stephan ganz beWie macht man Chloroform? Zu den Hochschullehrern, die ganz besonderen Wert darauf legten, ihre Vorlesungen durch wohlvorbereitete Versuche zu. unterstützen, gehörte auch der Chemiken Adolf von Bayer. Sein Vorlesungsdiener war lange Zeit hindurch ein gewisser Leonhard, ein altes Original. Eines Abends war dieser Leonhard damit beschäftigt, einen großen Vorlesungsversuch guzzchauenz in dem gezeigt werden sollte, wie man aus Allohet und Chlorkalk Chloroform gewinnen kann. Ein Assistent des Professors kam zufällig hinzu:„Sagen Si wissen Sie eigentlich, daß dieser Versuch häufig gißlingt?“„Ja, freili woaß i dös, Herr Doktor,„ meinen Sie nicht, daß es für den Herrn Brzzi, gingg blamabel wäre, wenn nun das Experiment, schief ginge und kein Chloroform daraus herauskäme?"„Na, na, Herr Doktor, da brauchens koane Angst net zu haben, dös Chloroform, dös is schon do herinnen!!" Sprachs und schmunzelte vergnügt. Karpsen— dreimal Klingeen! In der letzten Nummer einer Anglerzeitung wird festgestellt, daß der Karpfen durch Klingelzeichen angelockt werden könne.— Diese Eigenschaft allein schon hindert den Karpfen, den Beruf eines Hotel=Zimmermädchens zu ergreifen. Ein Hamburger Heiratsvermittler hat viele Besuche von Männern erhalten, die durch ihn eine Frau bekommen haben.— Der Mann hat jetzt bei der zuständigen Behörde eine Eingabe für einen Waffenschein eingereicht. Künstlicher Guglhupf Als Liebig, der Altmeister der deutschen Chemie, zu erfahren, mit wem man es eigentlich zu tun habe, bes den blchch Aesgei che b ie bes bas Baniae imn Reichepolant, Er geistzus Foder und setzte darunter:„Stephan, desgleichen.“ Klo Mest, Buter, Rosinen, ein par Ehegeen, und dergleichen mehr aufgezeichnet. Zur Reoe gestellt, ließ er sich keineswegs verbruffen und meinte nur:„Ja, hupf zu machen!" Die Vogelbadeanstalt Physiker, der um die Mitte des vorigen Jahrhunderts als Direktor an einem Berliner Gymnasium schließlich verfiel er auf den Gedanken, das Dach des n begann und die Laune seines neuen Herrn geradezu chwingte, einen neuen Stoß Zeitungen, die aber trotz In einer kleinen sächsischen Stadt hat ein Mann sein Haus zwanzig Jahre lang nicht verlassen, weil ein Mädchen sich geweigert hatte, ihn zu heiraten.— El wird wohl auch viele Männer geben, die das gleiche tun, eben weil sie ein Mädchen geheiratet hat. Dee.*„ # Anekdote Schach und Volk Fürst Potemkin, der berühmteste Schachspieler zur Zeit Katharinas II., erfuhr eines Tages, daß in der Provinzstadt Tula ein Kaufmann lebte, der ausgezeichnet Schach spiele. Er ließ den Mann postwendend nach Petersburg kommen, ernannte ihn zu seinem „Leibschachspieler" und nahm ihn sogar auf seinen Feldzügen mit. Wenn der Fürst, der allmächtige Günstling der großen Kaiserin, Schach spielte, durfte Umgießen und Wegschütten ser nicht gestört werden. Manchmal warteten die Mie Der berühmte schwebische Chemiter Vetzang, ans her allmächtige Potemlin seine Parie bendek hatte. wohnte mit seiner Köchin Anna ein kleines 4. gier Die Kaiserin sagte darüber einmal zu einem ihrer andem nur selten Kunde an die Umwelt gelangv,„aleich deren Günstlinge:„Mit der einen Hand spielt dies stellte er, allein unterstützt durch Anna, die 3uy##—, Ungeheuer Schach, mit der anderen spielt er mit dem ein Laboratoriundiener wor, keine kelsichen Unter Vokt. suchungen an, hier schuf er seine bahnbrechenden Methoden die der Chemie auf Jahrzehnte hinaus “ h a h e n. D i e B e w o h n e r d e s k l e i n e n O r t e s Bährend Stengelmann gerade„itin ins Zimmer, vo. da sia selnl Bück auf eine große Schalse hosl Leg gewiaten Audev. Parselung ven den Tmn ud Hogeute, De bezishes ward gerusen, er gab zu, der Treidten des silen Gelschrten machen und beftagten Ssosy, vo,„ seln:„Herr Prosesor wenn Siel daher Anna bei erster Gelegenheit, was ihr, Herr. denn I und danns Was macht er dann dakleinere Flasche, dann in eine noch um„Ja, und bann: Wus machl er dann damit?“ forschte voller Neugierde die Einwohnerschaft. Das soll Ihre Jahnbürste schaffen? Se solljeden inzigen undenlagenen Winkel Ihrer Zähne erreichen? Das wird sie nicht allein schaften. Da muß schon Nlves-Zahnpaste heifen! Die sorgt defür, daß jedes Eckchen gründlich und debei doch schonend gereinigt wird und daß Ihre Zähne „„ Wi weiß und gesund erhelten werden. □ mich „Womit sonst als mit Farhen bekleckst erwartet er eschchshch esc csee immer nur auf wein Hoor,“ glen ersaunt.„Warum besonders auf dein Haar sehen? 24ch, wenn 6s auch zertaut ut, Bahzesre e r. her von ein paar Meilen weit zu sehen'. fragte ein häuslicher Mann sein, wie ihn die Signora gewählt Mario ise zuverlisig wie e 7 Hser Aaszetreauen. Ich würde 1Pgnpersggzeigene Toch en „.3ch glaube gar, das Weiß wil sch jetz, Ihon als Heiratsvermittlerin betätigen“, brummte Amter# in seine Pfeise. Euen hatte zu ihm und nicht zu Pia gesprochen. U0TTSUT T 9 bon uu zen im Kopfe habe, dazu noch Verstand und Zweifel, daß er gescheit war, gescheiter 1. Kapitel „Ich wünschte, wir könnten die Mittel aufbringen, bie iu Spolopd szäalienischen Malers Amleto Rapi. glische Frau des italienischen Maiers Amleto Rapi. „Da wir es aber nicht können— wozu sich darüber tfregen?“ entgegnete er. „Sie ist ein englisches Mädchen.“ „Wenn sie italienisch spricht, würde niemand darauf immen. Sie spricht es ebensogut wie ich.“ Amleto Rapi, seine Frau, deren Ziehtochter, Flogg nd ihr Hausmädchen Pia waren von der###p, bologna nach dem billigen Städtchen Chioggia ach Venedig gezogen, wo er das wirer und die Fische ihren Booten mit den bunten Segeln malen wollte. Flora selbst legte nicht den geringsten Wert darauf, lach England zu gehen. Nie würde ihr einfallen, vor Inkel Amleto und Tante Ellen, wie sannte, obwohl sie genau wußte, daß sie nicht ihre Verdändten waren, fortzugehen oder das vergnügliche Le das sie miteinander führten, aufzugeben. Flora erschien das Leben in Chioggia himmlisch, deit herrlicher als in Bologna, wo man sich nett anehen mußte, wenn man ausging, und wo. esg Leine Se und keine Boote gab. Da sie nicht du: ze7.— sing, hatte sie jeden Tag Unterricht bei Tante Gura; der sobald die Unterrichtsstunden vorbei waren, rannie ie mit einem Skizzenbuch und ihren Farben zur Tür inaus. Onkel Amleto ermunterte sie dazu, behauptete, ie hätte Talent, und daß dabei nichts Uebles herauskommen könne. Er war ein großer rötlichblonder, schöner Mensch, it einem bronzefarbenen Bart und mit lieben, trat nekischen, braunen Augen. Seine Frau Ellen konnte sicht begreifen, warum seine Bilder nicht gekauft wureen; sie fand sie wunderschön. Aber nicht einmal die grat Pesio ger tuge, be. Wv, ud d. Vust Halez; Hena sase Elen al er uch wiever amtager. baß er viora nich. im weaten unterrichtet gatte; denn satzet Euen, als er sich Ich beschäftige michzernggechenl mit der Buchxeft; wir werden nicht ewig hierbleiben“, entgegnete Euea. Amleto lachte sein stiues, vergnugtes Tachen, das seine Frau oft über schwere Momente hinweggeholfen Sitend weite..J ager vam Vegriste in einen zerfetzten Schaukelstuhl, und sie lag wie gewöhnlich, seit sie leidend war, auf ihrem Sofa. binzg ter.„Lach doch nicht, Amleto!“ 21— manchmal schwer von Pia zu schildern, ist schwer. Sie war ungefähr dreipisie und Mädchen für ales. Sie verrichtete alle Arkonnte aber immerin, ripgeg diente wie auch dem Hausherrn als als sie, trotz ihrer Schulbildung. und ihr Gatte recht bege Hachzte, Haran, mit-Mario Fucini zu tüchtig. Er hatte sein Universitätsstudium erfolgreich Krieg heil überstanden und machte jetzt Seine Augen hatten ebenfalls etwas immer tätig, ein Junggem aber der SiZezesüe zeinte Sisen iu, Rleber bote ie ihn benstigten. Amleto vertanzte im Atelier herum, wenn er sein.. Laßt euch vor Mario nicht so farbenbellecst sehen“, es ala e.#ich wieder ansagte. Museum seiner Bilder. Hier hatte Ellen eine Ecke für allein, die sie nett und ordentlich zu halten versuchte. Hier spielte Flora und machte ihre Aufgaben. Am anderen Ende des Ateliers wurden an einem runden Tische die Mahlzeiten eingenommen. Für Besucher standen einige sehr schöne, aber unbequeme Stühl bereit. Außer dem Atelier waren drei Schlafzimmer und eine kleine Küche vorhanden, in der für die Familie gekocht, gewaschen und geplättet wurde. Der Capitano Fucini hatte die Gewohnheit, ziemlich unvermutet aufzutauchen und im nächsten Augenblick wieder zu verschwinden. Pia bedauerte schon jetzt das Mädchen das er einmal zur Frau nehmen würde; es konnte sich ebensogut mit einem Wirbelwind verheiraten. Sie seiost dachte nicht daran, zu heiraten, wenn aber, dann mußte es inlich, seit sie leidend war, g. 6r,.6 „Wir können noch dreißig oder vierzig Jahre leven“ sagte er.„Mein Vater war neunzig, als er starb.“ „Ein angenommenes Kind ist eine schwere Verantwortung. Ich hoffe, wir ziehen Flora auf, wie ihre Eltern sie sich gewünscht hätten. Hier allerdings läuft sie ganz wild herum.“ Die Ateliertür flog mit einem Krach auf, und Flora stürzte, beladen mit Einkäufen, atemlos herein. Mit ihren fünfzehn Jahren erinnerte sie an ein Füllen, dessen Beine im Verhältnis zum Körper zu lang sind. Mit kräftigen Schritten trat sie in ihren starken, mit niedrigen Absätzen versehenen Schuhen auf; ihre blauen Augen strahlten vor Jugend und Gesundheit, und ihre Wangen glühten. Sie stellte ihren Korb mit Obst und anderen Nahrungsmitteln an Ellens Seite, zeigte etwas Kleingeld und erzählte, daß sie mit Pippo, dem Ge müsehändler, einen Streit gehabt hätte. Dann erinnerte sie Amleto daran, daß es Zeit sei, aufzubrechen, wenn sie Mario entgegengehen wollten. „Was hat Pippo getan?“ fragte Ellen. „Falsches Geld hat er mir herausgegeben. Mir!— Als ob ich eine reisende Engländerin wäre!“ Komm jetzt“, sagte Amleto, nach der Uhr sehend, in Eile. Sie hatten ein ziemliches Stück zu gehen, um an den Landungsplatz zu gelangen, wo der Dampfer aus Venedig ankam. Es war ein heißer, schöner Septembermorgen; leichte Schleier lagen über den Lagunen, die Boote zogen langsam auf dem Wasser dahin. n Kai befand sich die gewöhnliche Mischung von Bummlern, von denen ein Teil nur darauf wartete, den Dampfer anlegen zu sehen, während der andere erwartete Güter oder ankommende Freunde in Empfang nehmen wollte. Eine Sirene rief die diensttuenden Männer auf den Landungssteg. Ein kräftig gebauter, junger, dunkelhaariger Mann mit einem breiten, ausdrucksvollen Gesicht und sehr lebhaften Augen winkte Flora und Amleto schon vom Schiff aus zu; er war einer dere ersten, der es verließ.(Fortsetzung folgt.) Den Schluß des Romans„Der Indio und die Inana“ finden unsere Leser auf Seite 12 Seite 10 Nr. 118/ Bochumer Anzeiger„ Freitag, 22. Mai 1936 Tuenen und Sport Seite 11 Nr. 1 5000 beim Bochumer Himmelfahrtsrennen Authenerg andg Welllkehler-Herhens. Ein begeiltert aufgenemmener Neuer Erfolg des Bochumers— Auch im f Lver-Vfalber1#r Frept Der Reder al. ewider Störenfried ein Mann, der es doch wissen muß. Wir fragten ihn ob er sich nicht habe in dem entscheidenden Augenblick als Haffelberg auf der Gegengeraden„mit Gefälle“ abging, überrumpeln lassen. Das bestreitet er energisch, Er habe ebenfalls in der Kurve„steigen“ wollen, aber es sei ihm zu gefährlich gewesen, weil das linke Pedal ohnehin schon fast den Boden berührte. Und plötzlich Horn, der vorher erscheint auch Merkens' Landsmann er gestürzt war, mit einem Pflaster auf Ein begeiltert aufgenommener neuer Ertolg des Bochumers—.. 81gg und iu. z, Frist, A4ze, wobirgz emn Zweilitzeriahren manleweig in Fronf-- Der negen an ewiger SIOTCmtteuuter die Gründe Her Viederlage ganz von selbst miet „Aber vergiß nicht zu schreiben“, sagt Toni beim Abals Sieger durchs Ziel. Zweiter wurde der mit 50 Meter mit dem begeisternden Höhepunkt des Bochumer geschlagene Horn im Ziel durch Auflaufen. Der Kölner Himmelfahrtsrennens zu beginnen. Als der endlich von mußte sich eine Kinnverletzung nähen lassen, konnte enu humarwoll wirk:- dan Kinderkrankheit— Stottern zwar an den weiteren Rennen nicht mehr tenineymen, seiner humorvoll wirkenden Kinderkrankheit— Stottern — geheilte Lautsprecher die Nummern 1 und 3 zum Endlauf des 1000=Meter=Malfahrens aufrief, Weltmeister Toni Merkens(Köln) und seinen Besieger von Speyer, Heinz Hasselberg(RV. Sturmvogel Bochum), hielten die 5000 Zuschauer auf den Rängen der Bochumer Radrennbahn den Atem an. Sie mußten lange warten, ehe dieser neue Zweikampf zur Explosion kam, ehe der großartige Kampf auf dem Bochumer Zement in einem tausendstimmigen Anfeuerungsgeschrei unterging und in einem tobenden Begeisterungsausbruch der Massen ausklang. Nach der üblichen„Stehereinlage“ am Start krochen die beiden zur Zeit schnellsten deutschen Flieger, sich gegenseitig belauernd, im Schneckentempo um die Bahn. Aus dem Lautsprecher ertönte zum 13. Male während dieses Himmelfahrtsnachmittags das„Bochumer=Jungen=Lied". Sollte es ein gutes Vorzeichen sein? Auf der Zielgegengeraden ging Merkens an die Spitze, trat an, wie ein Blitz schnellte Hasselberg die steile Kurve hoch und stieß wie ein Habicht nach unten Der Erfolg: Merkens lag nun mit deutlichem Abstand hinter ihm. Hasselberg, von 5000 aus hellen Kehlen jubelnden Bochumern angefeuert, spurtet weiter, verzweifelt, aber vergeblich tritt hinter ihm Merkens in die Pedale. Sie rasen die Zielgerade herunter, Hasselberg hält das Tempo, keinen Zentimeter gibt er an den Weltmeister ab, der im Ziel klar eine Radlänge hinter dem glückstrahlenden Bochumer Jungen liegt, der seinem am Vorsonntag in Speyer erfochtenen Sieg über Toni Merkens in seiner Heimatstadt Bochum einen zweiten Erfolg anreihen konnte Von Beifall umrauscht, fährt Heinz Hasselberg vor Weltmeister Merkens die Ehrenrunde. Ein glänzender Erfolg Hasselbergs, der damit seinem Ziele. in Deutschlands Olympiamannschaft eingereiht zu werden, erheblich näher gerückt ist. Deutschlands Hoffnungen im Fliegerkampf der Olympiade ruhen nicht mehr allein auf Toni Merkens, sondern auch auf dem Kölner und dem Bochumer, dem dieser zweite Sieg über den Weltmeister Ansporn zu neuen Taten sein sollte. zwar an den weiteren Rennen nicht mehr teilnehmen, erschien aber gegen Schluß wieder auf der Bahn. In den beiden Hoffnungsläufen der Zweiten und Dritten setzten sich Mertens und Walter durch, während Lorenz als zeitbester Zweiter die beiden Zwischenläufe komplettierte. Den ersten Zwischenlauf gewann Hasselberg in gleichbleibend überlegenem Stil vor Walter, während sich Merkens im zweiten Vorlauf vor seinem Landsmann Kinnle durchsetzte. Im Endkampf um den dritten Platz siegte Kinule über Walter. Der Endkampf um den ersten Platz nahm den einleitend geschilderten und für Bochum so erfreulichen Verlauf. Seinen zweiten Sieg holte Hasselberg zusammen mit dem Leipziger Ihbe im Zweisitzerfahren über 2000 Meter heraus. Im Vorlauf schlug das Paar die Mannschaft Arndt=Kinnle, während im Endlauf Hoffmann=Klöckner vor der großen Spurtgeschwindigkeit der Bochum=Leipziger Mannschaft kapitulieren mußten. Den dritten Platz in diesem interessanten Wettbewerb belegte das Krefeld=Kölner Paar Arndt=Kinnle Im zweiten Lauf um den„Silberpokal von gungszeitfahren traf die im Nationalmannschaftstrikot fahrende Mannschaft I(Karsch, Hasssselberg, Klöckner und Arndt) auf die von Hoffmann, Fücker, Nimptsch und Kurzawa gebildete zweite Mannschaft. Der zu stark beanspruchte Hasselberg gab in diesem Rennen nach= fünf Runden auf. Erst in den letzten Runden holte die Nationalmannschaft Boden auf und sicherte sich in 5,12,8 Minuten den Sieg. Im zweiten Lauf um den„Silbervogel von Bochum" hatte Hoffmann im Vorgabefahren über drei Runden seine führende Position zu verteidigen. Obwohl er vom Mal startete, ging er in.25,3 Minuten Vorgabe bedachte Bergmann. Dritter Molenda(20 Meter Vorgabe), Vierter Tenthoff(60 Meter Vorgabe). Zum Schluß des Programms wurden noch zwei Mannschaftsrennen ausgetragen. Acht Jugendmannschaften lieferten sich ein spannendes Rennen über 60 Runden. Ueberaus stark fuhr hierbei das Bochumer Paar Kirsch=Henrickr, das bei den vier Wertungen dreimal an erster und einmal an dritter Stelle das Ziel passierte. Unmittelbar vor der zweiten Wertung kam der Bochumer Sabrowski zu Fall. Wäbrend er das Rennen weiterfahren konnte, mußte der Bochumer Schmitt, der mit Butschkau(Essen) zum Sturz kam, aufgeben. Kirsch=Henrichr siegten mit 17 Punkten in der Zeit von 30:56,1 Minuten Das über 100 Runden vorgesehene Mannschaftsrennen der Senioren wurde wegen der vorgeschrittenen Zeit auf 60 Runden verkürzt. Die verschiedentlich angesetzten Ausreißversuche blieben erfolglos. Fast schien es, als käme dieses Rennen ohne Zwischenfall über die Strecke. Beim Spurt zur letzten Wertung kamen jedoch Scheffler und Fücker noch ernstlich zu Fall. Das Rennen sah die Mannschaft Mertens=Hoffmann mit 12 Punkten und einer Zeit von 29:9,3 Minuten als Sieger vor Nimptsch=Krause und dem Bochumer Paar Hoffmann=Dahmen. Die Ergebnisse: Mannschaftsfahren für Junioren: 1. Kirsch=Henrickz (Bochum) 17 Punkte(Zeit: 30:56,) Minuten): 2. Behrens=Böddiker(Dortmund) 11 Punkte: 3. KempaSabrowski(Bochum) 10 Punkte; 4. Kubasiak=Grazeck (Dortmund)“4 Punkte.„ rr. 1 Martans,=HaffMannschaftsfahren der Senioren: 1. Mertens=Hoffmann(Dortmund=Kleinsteinbeim) 12 Punkte(Zeit: 29:.3 Minuten); 2. Nimptsch=Krause(Dortmund=Essen) 10 Punkte: 3. Hoffmann=Dahmen(Bochum) 8 Punkte; 4. Molenda=Scheffler(Bochum) 6 Punkte: 5. StrauchRißmann(Dortmund) 6 Punkte. Ubg. vergiß nicht zu schreiben“, sagt Toni beim schied,„daß ich sehr gern auf dieser Bahn wieder gegen Heinz fahren werde, die Bochumer sollen nicht meinen. daß bei mir der Zwirn alle ist.“ Also auf Wiedersehen, lieber Toni, wir freuen uns schon jetzt darauf! P. B. Krefelder Radrennen ausgefallen Die für Himmelfahrt vorgesehenen Radrennen in Krefeld,„zu, denen auch Walter Lohmann„verpflichtet vigefegu#### denen augz, Walter Lohmann„vervflichtet war, mußten wegen Regens ausfallen. Ein neuer Termin konnte wegen anderweitiger Verpflichtungen der Teilnehmer noch nicht bestimmt werden. im Stuttgart fiegt in der Berliner Städtestaffel Berlin, 21. Mai. Der Werbeerfolg der Berliner Radstädtestaffel mitten Häusermeer des Nordens der Reichshauptstadt war am Himmelfahrtstag noch größer als im Vorjahr. Rund 100 000 Zuschauer umsäumten die drei Kilometer lange Rennstrecke zu beiden Seiten und wurden Zeugen des spannenden Kampfes der 16 Radfahrer=Staffeln aus dem ganzen Reich. Wie schon am Sonntag, wo Kimmig im Münchener Rundstreckenrennen der Stadt Stuttgart zu einem Erfolge verhalf, setzten sich auch hier die Mannen der württembergischen Metropole durch. Der starke Bahn= und Straßenfahrer Weimer gewann aus der elfköpfigen Spitzengruppe heraus den Endspurt vor den Vertretern von Chemnitz und Köln. Die Berliner haben in„ihrem“ Rennen wenig Glück. Nachdem im Vorjahr der Stab verlorenging, machten diesmal zwei Stürze von Herbert Schmidt und Kalupa alle Aussichten zunichte. So reichte es nur zum vorletzten Platz vor den Leipzigern. Es gehört nun leider zur Tradition der Bochumer Radrennbahn, daß stets zur Unzeit auch Petrus als ungebetener Gast erscheint. Und da diese Tradition auch der Himmelfahrtstag für sich in Anspruch nehmen kann, war es nicht weiter verwunderlich, daß pünktlich mit der Vorstellung der Fahrer die ersten dicken Tropfen fielen und schon während des einleitenden olympischen Zeitfahrens über 1000 Meter das Rennen für eine halbe Stunde unterbrochen werden mußte. Diese Zwangspause hatte zusammen mit der etwas schleppenden Abwicklung des Pragramms zur Folge, daß während der abschließenden Mannschaftsrennen die Beleuchtungsmasten einer Probe unterzogen werden mußten, Bochum also schon früher als gedacht zu seinem ersten Abendrennen kam. „Verzchute Min WehllehlerTiernens Ergebnis: Städtestaffel:(15 Runden gleich 45 Kilometer): 1. Stuttgart, 1,03,34,3; 2. Chemnitz; 3. Köln: 4. Düsseldorf; 5. Magdeburg: 6. Hamburg; 7. Dortmund; 8. „Bochum hat die beite deutiche Sommerbahn und einen zurt,(aue biz Wilche;groggh#flgfe; 11. Sppeinfabelhaften Flieger“ Wenn trotz des ungünstigen Wetters 5000 Zuschauer dem ersten größeren Rennen der Bochumer Bahn nach ihrer Wiedereröffnung beiwohnten, dann darf man dem die Begrüßungsansprache haltenden Westfalia=Vereinsführer Knieb durchaus recht geben, wenn er ausführte, daß Bochum heute schon wieder Radsport=Hochburg geworden sei. Die Bahn selbst präsentierte sich in bester Verfassung, die Rollschuhbahn im Innenraum ist bis auf die Betondecke ehenfalls fertiggestellt. Im olympischen Zeitfahren wurde der als Zweiter startende Bochumer Hoffmann, von dem Dies war unser zweites berufliches„Verzellche“ mit Toni Merkens. Das erste ergab sich am Tage seines größten Triumphes. nach dem Siege in der Weltmeisterschaft auf der Bahn des Heyselstadions zu Brüssel, und das andere nach seine Niederlage gegen Heinz Hasselberg auf der Bochumer Radrennbahn. Und an beiden Tagen trafen wir den gleichen Merkens, den wahren Sportsmann, den ein wundervoller Sieg nicht größenwahnsinnig und eine einwandfreie Niederlage nicht verzweifelt machen kann. Als wir ihn in der Kabine neben der Bochumer. Bahn aufsuchen, trägt er noch das Lachen im Gesicht, das ihn eben auf der Ehrenrunde hinter seinem siegreichen Gegner begleitet hat und das die Bochumer Zuschauer fast ebenso begeistert hat wie sein phantastischer Spurt. Weltmeister Merkens ist der„köllsche Jong“, wie er im Buche steht, und wenn er, wie hier in der Kabine, das Regenbogentrikot abgestreift hat und einem braven sächsischen Radfahrerkameraden einen offenbar mit Sorgfalt gusgesuchten spitzen Stein in die Schuhe schiebt, nigen.„Heinz war eben diesmal besser als ich, er ist augenblicklich in einer ganz großen Form“, sagt er. In Speyer am letzten Sonntag sei er von Hasselberg in eine arge Schere genommen worden, aus der er sich viel zu spät habe befreien können, und diesmal habe der Bochumer eine taktische Meisterleistung vollhracht.„Ist ja auch kein Wunder bei dem technischen Berater, den der Junge hat“, meint er und zeigt auf Walter Lohmann, der seinem Landsmann vor dem Rennen rasch noch ein paar gute Worte ins Ohr geflüstert hatte. „Meine Chancen wären doppelt so groß gewesen, wenn du in Krefeld geblieben wärest“, sagt er lachend zu Walter- und dann im gleichen Atemzuge:„Na, ihr könnt wirklich nicht verderben, so Pfundsradfahrer und dann diese glänzende Bahn, ihr müßt ja übermütig werden." Toni Merkens hält die Bochumer Bahn für die beste deutsche Sommerbahn, für viel besser beispielsweise als die Kölner Stadionbahn, die zu flach sei. Und Toni ist Hannover; 9. München; 10. Bielefeld; 11. Schweinzurr:(aule, oichtauf); 12. Frankfurt a.., 1,04,10; 13. Breslau(dichtauf); 14. Stettin, 1,05,10; 15. Berlin, 1,06,55; 16. Leipzig,.07,50. Neuer Sieg Eders Al Silva in 5 Runden„erledigt“. Gustav Eder, den die seltsamen Metboden der IBU. am Grünen Tisch den Europameistertitel im Weltergewicht kosteten, macht in USA. unbekümmertum Paragraphen seinen Weg. Der Deutsche stellt in amerikanischen Ringen eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis. Nach seinem erfolgreichen Debüt kam er nun mit dem guten Techniker Al Silva zusammen. Der Kampf war auf zehn Runden angesetzt, fand aber schon früh sein Ende. Der Deutsche besiegte Silva in der fünften Runde durch technischen.o. Vier Runden lang hatte Silva dem Schlaghagel von Gustav Eder standgebalten, in der fünften ging es aber nicht mehr. Sieben Mal mußte er nun zu Boden, so daß der ungleiche Kampf zugunsten Eders abgebrochen wurde. Zweiter startende Zocumer Hoftgann, yon zem falt ausgesuchten spißen Stein in die Schuhe schiebt, guten Beispiel seines Vorgängers Horn, dessen Zeit jals der gerade in seine„Elbkähne“ zu fahren im Bevon.158 bis zum gorletzten Perzier,#ich,nzpgafte griff ist dann würde niemand, der unbemerkt zusieht, rritggrissen. Der ocerstrlgztr ane(Gaselschaft achtharen darauf kommen, daß dieser Spaßvogel der größte Amadamit einen in dieser erstklassigen Gesellschaft achtbaren vierten Platz heraus. Der zweitbeste Fahrer, der Spezialist Karsch(Leipzig). übertrumpfte aber alle durch seine 1,14,6 Minuten, so daß sich folgendes Ergebnis 1. Karsch(Leipzig) 1,14,6 Minuten: 2. Horn(Köln) .15.8: 3. Mertens(Dortmund).176; 4. Hoffmann (Westfalia Bochum).17.9.—6 Infolge eines Defektes von Hasselberg mußte der erste Vorlauf des Flieger=Malfahrens über 1000 Meter gestoppt werden. Im zweiten Vorlauf trafen Lorenz(Chemnitz) Kinnle(Köln), Walter(Ludwigshafen), Krause(Essen) und Rißmann (Dortmund) aufeinander. Rißmann stürzte in der zweiten Runde und konnte nicht mehr in den Endkampf eingreifen, den Kinnle vor Walter und dem völlig bedarauf kommen, daß dieser Spaßvogel der größte,A. teurflieger der Welt ist, der soeben eine deutliche Niederlage, eine der ganz wenigen seiner sportsmännischen Laufbahn im letzten Jahre, eingesteckt hat. Und noch ein lustig Stücklein bleibt aus dieser Unterhaltung zu vermelden. Als Toni seine blitzende Maschine für den Transport nach London— er begab sich nach seinem Bochumer Start per Flugzeug nach England— bereitmachte, war ihm im Eifer des Gefechtes die Mutter der Kettenschraube entfallen und in eine Ecke gerollt. Während er nun nach dem winzigen, aber überaus wichtigen Teilchen suchte, tat er urplötzlich einen entsetzten Panthersprung, zeigte in die besagte Ecke und stieß hervor, als sei dort die Höhle eines fürchterlichen Lindwurms: „Ein Tier.." Dieses„Tier“, von einem unerschrockeDer Tus. fiegte überlegen Auffakt zur„Woche des Olympiaheftes— Tus.-Auswahlelf:0(:0) den Kinnle vor Walter und dem völlig be„Ein Tier..“ Dieses„Tier“, von einem unerschrockepflastert ins Rennen gehenden Chemnitzer Lorenz gee nen sächsischen Kameraden unter„nu gomme mal raus“, wanr, Beim dritzen Vorlauf kogzentigrtg sich ans Licht, getrieben, entpuppte sich als ein lächerlicher das Interesse auf Toni Merkens, der das bunte swinziger Käfer. Aber über die Arme des braven Toni, Weltmeistertrikot trug und seine Wirde als Enalischer Beide Mannschaften erfuhren noch eine geringfügige, Umstellung. Der TuS, hatte Kestermann als Mittelläufer stehen, Wecks spielte linker Läufer und Mense Mittelstürmer. Die Kombinierten mußten Marten(Westdie er in den Meisterschaftsspielen hatte, völlig überwunDur ez haben verh Tärg.Blrieste ehenta sie ggte esrhe Mittelstürmer. Die Kombinierten mußten Marten(West= Form. Es mar i falia) und Pattloch(Polizei) ersetzen, für die Jeroch die Kombinierten, und Szymanski(beide Polizei) einsprangen. Somil(TuS. 26 Altenbo stand der Tus. einer reinen Kreisrlassenkomhination in die Verteidigun die er in den Meisterschaftsspielen hatte, völlig überwunden zu haben, und Gockel zeigte ebenfalls gute Arbeit. Wiemann als rechter Verbinder gut, Menski in alter Form. Es war unter diesen Umständen nicht leichtz fü Meister durch beidseitig auf den Achseln angebrachte englische Flaggen erkennen ließ. Der Bochumer Haffmann unternahm in der Zielkurve der zweiten Runde einen Ausreißversuch, wurde aber schan auf der Gegengeraden vam gesamten Feld überspurtet. Merkens fiegte im Endkampf sicher vor Ihhe und Mertens. Ueberlegen holte sich auch Hasselberg den wieverholten ersten Vorlauf. Leider stürzte der von ihm Licht getrieben, entpuppte sich als ein lächerlicher aus, denn die Auswahlmannschaft fand sich erste winziger Käfer. Aber über die Arme des braven Toni, sschnell zurecht. Als aber der TuS. sich in der verdie mörderischsten Radsportschlachten auf allen Bah=sänderten Aufsteuung erst einmal zurechtgefunden hatte, der die mörderischsten Radsportschlachten auf allen Bah= sänderten Aufstellung erst einmal zurechtgesu nen der Welt ausgefochten hat, lief eine dicke Gänse= war es mit der Kunst der„Grünen" aus. Die Tathaut und— als Entschuldigung— sagt er zu uns: ssache, daß durch die Besetzung des Mittelläuferpostens „Ich bin ja so fies.“ Sicher eine Behauptung, die lmit Kestermann ein guter Stopper zwischen den beiden von allen Bochumer Mädchen mit Entrüstung bestritten Verteidigern Hannemann und Potthast stand und Mense vird. sich ausschließtich, für den Spielaufbau einsetzen konnte nierten, sich richtig zu entfatten, zumgl Wahl Altenbochum) als Mittelläufer ausschließlich stand der Tus. einer reinen Kreisklassenkomhination in die Verteidigung georängt wurde und die beiden gegenüber, und man kann sagen, daß sich die Vertreter Außenläufer ebenfalls alle Hände voll zu tun hatten, der verschiedensten Kreisklassenvereine trotz ihrer hohen um sich der zahlreichen Angriffe der Tus.=Stürmer 3 Niederlage brav geschlagen haben. Es sah in der ersten erwehren. Am=besten gefiel im Sturm der„Grünen“ Viertelstunde wirklich nach einer so hohen Niederlage noch der Rechtsaußen Barnholt(Riemke), aber da die aus, denn die Auswahlmannschaft fand sich erstaunlich Kombinierten fast ausschließlich nux mit drei Stürtugg schnell zurecht. Als aber der Tus sich in der ver=(spielten, der Tus, durch seine„Dreimänner=Verteidi: gung“ ein unüberwindliches Bollwerk hinten gattz#n =Tor hütete, kam Kuskowitz, der Friedrich das Tus. wenig ernstliche Sachen zu halten. Abgesehen von den ersten zwanzig Minuten, in denen und Votthast stand und Meuse die Kombinierten keine schlechte Figur machten beden Spielaufhau einsetzen konnte, herrschte der Gauligist ausnahmslos das Feld. Tret; Merkens sucht nicht nach Gründen und Gründchen, führte dazu, daß die beiden Tus.=Flügel sich famos ent=dem dauerte es 25 Minuten, bis Gockel endlich seine zweimalige Niederlage gegen Hasselberg zu beschö= falten konnte. Ananias scheint die Schwächeperiode Bann gebrochen hatte. Müller(Westfalia Weitmak) phot.: B..-Muthherr Toni Merkens und Der Endkampf eines Fliegerrennens ist bis zum Endspurt ein gegenseitiges Belauern, wie es das Bild links zeigt.„Was mag der Heinz vorhaben?“ denkt Weltmeister Toni Merkens und schaut sich argwöhnisch nach seinem Rivalen um. In der letzten Runde erst wird aus dem„Steherkampf“ ein Fliegerrennen, dann wird in die Pedale getreten, was die Muskeln hergeben. Uar(Bild Mitte) schlug der Bochumer Hasselberg gestern Weltmeister Merkens. Bild rechts: Der lachende Sieger Hasselberg(rechts). Aber Merkens ist nicht neidisch und freut sich „Viele Her. de Olympia=Emgf bekundungen di britische Empfang, an den minister Insti Fürst Bismal tischen Organisal wald sprach üb die Olympiade. alles tun, um au Kundgebung des die ganze Welt so Ziel aller Staat Hlympiade teilne! Thomas Istip sa Spiele in Berlin einem Ruhep dem deutschen Ge gelegenheiten im bann könnten sie schäftsträger möt hinweisen, daß entgegenschlügen. Vergangenes per zu marschieren in nung der Nachwe Der den Vor wundervolle Nat garantiere, oaß In diesen Tagen habe man gelern miteinander beka Der englische Inhalts gesandt „Ich vertrau die Ueberlieferun erwählten Vertri hatte bis dahin lich gemacht, m wweitzn, Treffer cher Ahwehr in nute Mense ihm Maschen setzte, das Herz. Naden Torreigen. unhaltbar ein. pfundige Tore der 27. Minute Der Sieg de denn der Stur äußerst gefährli routiniertere B gewartet werder Zahl Ur Am Himmel der Turner, gesetzten Spiele ein Spiel zum die Germanen der Bezirksme den Gegner an G Germania G Spog. Röhl Germania Der Tabel Germania auf In der ersten gicht klappen, Deckungsreihe klaren Vorspr kamen die Bo aber den Vorst ung gaben sich Anichwrin Am Himm Freunde des lichen Anzahl um das„Anso Mit Rücksicht einsleitung ge zu verlegen. Stimmung, d zu tun. Fre Temme a Das Haut Reitturniers Barrieresprin Nach zwei gebnis: Jagdsprin (Obersturmf. Hermann(O Stechen: 3. leutnant vor se 4 F. bei der Von schen# schritte. mittag de nung zwis amerikanis Deutschen :8,:10, der Kieler Ehnde a. Cran Schrd. ==Sieg Sperling Leider am Himn Vernard •6, 10:8 Nr. 118 Bochumer Anzeiger“, Freuag, 22 Mal 1930 „Viele Herzen schlagen dem deutschen Volk entgegen Olympia=Empfang in London.— Freundschaftsbekundungen des britischen Verteidigungsministers Der britische Olympia=Ausschuß veranstaltete einen Empfang an dem u. a. der englische Verteidigungsminister Inskip und der deutsche Geschäftsträger Fürst Bismarck teilnahmen. Der als Gast der briOrganisation anwesende Präsident, Dr. Lewald sprach über die deutschen Vorvereirungen für die Olympiade. Er erklärte u.., Deutschland werde alles tun, um aus den Olympischen Spielen eine große Kundgebung des Friedens zu gestalten, nach dem sich ganze Welt sehne und dessen Aufrechterhaltung das Ziel aller Staatsmänner sei, deren Nationen an der Hlympiade teilnehmen. Der Verteidigungsminister Sir Thomas Iskip sagte u.., er hoffe, daß die Olympischen Spiele in Berlin das Ergebnis hätten, seine Stellung zu einem Ruheposten zu machen. Wenn es ihm und dem deutschen Geschäftsträger überlassen wäre, die Angelegenheiten im Geiste dieser Veranstaltung zu regeln, dann könnten sie das sehr schnell tun. Der deutsche Geschäftsträger möge in seinem nächsten Bericht darauf hinweisen, daß sehr viele Herzen dem deutschen Volke entgegenschlügen und daß die Engländer wünschten, Vergangenes vergangen sein zu lassen und zusammen zu marschieren im guten Willen, in dem allein die Hoffnung der Nachwelt liege. — Der den Vorsitz führende Lord Portal erklärte, eine wundervolle Nation biete ihre Gastfreundschaft an und garantiere, daß jeder Mitwirkende fair behandelt werde. diesen Tagen internationaler Unruhen und Konflikte habe man gelernt, daß es das beste sei, daß die Völker miteinander bekannt würden. Der englische König hatte ein Telegramm folgenden bvp, IZch vertraue darkuf, daß keine Mühe gescheut wird, die Ueberlieferungen des britischen Sports durch unsere erwählten Vertreter in Berlin aufrechtzuerhalten.“ Pamrieloy 8 FOre. Deutsche Auswahlmannschaft schlägt Everton in Stuttgart vor 25000 Zuschauern:2(:0) Der Stuttgart, 21. Mai. Trainingspartner der deutschen olomvischen Fußballkandidaten, der FC. Everton Liverpool. absolvierte am Himmelfahrtstage gegen eine weitere deutsche Auswahlmannschaft das vierte Treffen. Nach der Frankfurter Niederlage der deutschen Auswahlelf trafen sich diesmal die Einheiten in der Stungarter Adolf=Hitler=Kampfbahn, wo rund 25000 Zuschauer die Ränge besetzten. Die deutsche Auswahlelf, in der erstmalig Jakob und Goldbrunner, also zwei unserer besten Internationalen, mitwirkten, lieferte gegen die englischen Profis ein sehr gutes Spiel und siegte verdient mit:2(:0) Toren. Unter den zahlreichen Ehrengästen sah man u. a. auch den Reichsstatthalter Murr und den englischen Konsul Smith. Nach den üblichen Zeremonien liefen die Mannschaften ins Feld und wurden von den 25 000 Zuschauern sturmisch begrüßt. Die Engländer gaben sofort den Ton an und fielen durch ihre Schnelligkeit auf. Die deutsche Hintermannschaft mit Jakob, Ditgens und Münzenberg war jedoch sogleich im Bilde und stoppte zunächst sämtliche Angriffe der Engländer ab. Nach etwa 30 Minuten Spieldauer ging Deutschland in Führung. Nachdem Jakob den Ball abgeschlagen hatte, ging der kleine Fath mit dem Leder auf und davon und erzielte den ersten Treffer. Schon nach drei Minuten war es wiederum Fath, der nach famosem Zusammenspiel zwischen Elbern, Eckert und dem Wormser das Ergebnis auf:0 erhöhen konnte. In der 87. Minute konnte dann noch der Rechtsaußen nicht mehr locker, Werne wurde immer mehr in die Verteidigung zurückgedrängt. Bei einer halbhohen Ballrückgabe des in ärgster Bedrängnis befindlichen Verteidigers spurtete der Torwart zu spät. Der Wind trieb das Leder über seinen Kopf hinweg ins leere Gehäuse. Der Phönixmannschaft, die zu einer immer besseren Form auflief, war der Sieg dann nicht mehr zu nehmen. Elbern ein drittes Tor anbringen, so daß die Seiten mit einer:=Führung für Deutschland gewechselt Kaum war das Leder im zweiten Akt freigegeben, da schoß der Halbrechte Cunliffe das erste Gegentor für Everton. In den nächsten 20 Spielminuten wurde an diesem Ergebnis nichts mehr geändert. In der 75. Minute war es wiederum der wieselflinke. Wormser Fath, der eine Flanke geschickt aufnahm, an der Linie entlang raste und das vierte Tor für Deutschland einschoß. Einige Minuten vor dem Schlußpfiff brachte dann noch Cunliffe das zweite Tor für Everton an. Damit war der Kampf entschieden. Die deutsche Auswahl war diesmal sehr geschickt zusammengestellt. Gut ergänzten sich die Nachwuchsleute mit den erfahrenen Internationalen. Der Riese Jakob aus Regensburg bildete zusammen mit den Verteidigern Münzenberg und Ditgens ein kaum zu überwindendes Bollwerk. Die Läuferreihe Gramlich, Goldbrunner, Moll war in der Abwehr wie im Aufbau gleich gut und stellte den englischen Sturm fast kalt. Der Halbrechte Eckert machte eine gute Figur und verteilte die Bälle recht geschickt; auch sein Torschuß kann sich sehen lassen. Als zurückgezogener Mittelläufer leitete Siffling die Angriffe sehr schön ein. Ein ganz besonderes Lob verdient der Linksaußen Fath, der die englische Deckung immer wieder durch seine famosen Himmelfahrtsfußball in Weitfalen Kleines Himmelfahrtsprogramm im Gau Westfalen. Außer einigen Gesellschaftsspielen nahm auch die inoffizielle Runde der Bezirksligazweiten in Siegen ihren Fortgang. An Stelle von Dahlhausen hat sich nun Witten 92 in die Spiele eingeschaltet und macht keine schlechte Figur, denn der sehr spielstarke TuBV. Mengede wurde geschlagen. In Gesellschaftsspielen begegneten sich Hüsten 09 und Westfalia Herne, wobei die Herner auf dem sehr gefürchteten Hüstener Platz Sieger blieben Eine saftige Abfuhr holte sich Rot=Weiß Oberhausen in Herten, allwo die Oberhausener glatt abgefertigt wurden. Gesellschaftsspiele: Spog. Herten— Rot=Weiß Oberhausen:0 Hüsten 09— Westfalia Herne:4 Inoffizielle Runde der Bezirksligazweiten: Witten 92— TuBV. Mengede:8 BC. 07 Siegen— Castrop 02:0 Rheine 09— Arminia Bielefeld:1 Fußball im Reich Einige interessante Begegnungen gab es noch außerhalb der Westfalengrenzen. So trennten sich Werder Flankenläufe in Verwirrung brachte, Auch dse,äfriggg Brerggg und Hertha Berlin in Bremen 12.uzur, u Stürmer Elbern von Beuel und urban von Schalte 02 den, BfR. Mannheim weilte bei Viktorig Hamrurt,#0 Stürmner Sttern ve. u.(man sich nach berderseits mäßigen Leitungen vor 15000 Zuschauern tortos trennte. zeigten sehr gute Leistungen. hatte bis dahin schon manchen harten Schuß, unschäh; lich gemacht, mußte aber zehn zweiten nute Mense ihm einen unheimlich scharfen Roller in die Maschen setzte, verlor der bis dahin. recht sichere Hüter das Herz. Nach dem Wechsel eröffnete Gockel erneut den Torreigen. Schon in der dritten Minute schoß er unhaltbar ein. In der 7. und 23. Minute zwei weitere pfundige Tore von Mense. Wiemann schaffte dann in der 27. Minute das Endergebnis. Der Sieg des TuS. ist in jeder Beziehung verdient; denn der Sturm zeigte sich in dieser Besetzung als äußerst gefährlich. Wie er sich allerdings gegen eine routiniertere Verteidigung durchsetzen wird, muß abgewartet werden. Zahlreiche Spielausfälle Um den„..“=Handballpokal. Am Himmelfahrtstaa. dem traditionellen Wandertag der Turner, fiel die Mehrzahl der terminmäßig angesetzten Spiele aus. In der Gruppe Bochum kam nur ein Spiel zum Austrag. Hier blieb Linden knapp über die Germanen erfolgreich. In der anderen Gruppe setzte der Bezirksmeister seinen Siegeszug fort und schlug den Gegner zweistellig. Gruppe Bochum=Wattenscheid: Germania Bochum— MBV. Linden:7 Gruppe Wanne=Eickel=Herne: Spog. Röhlinghausen— Union Günnigfeld 16:4 Germania Bochum— MBV. Linden:7(:5) Der Tabellenführer der Gruppe Bochum traf in Germania auf einen Gegner, der zu kämpfen verstand. In der ersten Halbzeit wollte es bei den Bochumern nicht klappen, die Angriffe scheiterten an der sicheren Deckungsreihe der Gäste, die sich mit fünf Toren einen klaren Vorsprung sicherten. Nach dem Seitenwechsel kamen die Bochumer zwar besser in Fahrt, vermochten aber den Vorsprung der Lindener nicht mehr aufzuholen ung gaben sich nur knapp geschlagen. Anichwimmen auf Sonntag verlegt Zabald-Tault Ncee-Motel iosivolz Min. Die Leichtathlefik am Himmelfahrtstage Spiels ein der ArgenAuf dem erst vor wenigen Tagen eingeweihten neuen Platz des Stuttgarter Reichsbahn= und PostSV. wurde nach Schluß des Everton10 000=Meter=Lauf gestartet, an dem auch tinier Zabala teilnahm....uumannschaft ei, Die Angehörigen der Olympia=Kernmannschaft für Marathonlaufen, die beiden Stuttgarter Bertsch und Hellber I, hatten keine Starterlaubnis erhalten. Trotz= dem verstanden es die Stuttgarter, dem Argentinier g stellen eine starke Konkurrenz entgegenzusteuen. Zabala siegte in 80:56,2 in einer neuen amerikanischen Bestjeit vor Rapp, einem erst 22jährigen Nachwuchsläufer aus Stuttgart, der mit 32:54 einen neuen württembergischen Rekord aufstellte. Den dritten Platz belegte kayer(Reichsbahn= und Post=SV. Stuttgart) mit 33:10,0 vor seinem Klubkameraden Hellber II mit 33:30,0 Torrance stieß die Kugel 16,43 Meter Hervorragende Leistungen der Amerikaner Bei einer Veranstaltung in Memphis(Tennessee) zeigte sich der hervorragende amerikanische Kugelstoßer Jack Torrance bereits von seiner besten Seite. Torrance, der große Favorit für Berlin, erreichte 16,48 Meter. Beim gleichen Sportfest siegte die Weltrekordlerin Helen Stephens über 100 Meter in 11,7 und über 200 Meter in 23.6 Sekunden..2116. Auf einem Sportfest in Fresno(Kalifornien) holte sich Robert Carpenter das Diskuswerfen mit 50,11 Meter. Im Hochsprung siegte Cornelius Johnsson mit 2,02 Meter vor Marty mit 1,99 Meter, der Weitsprung fiel mit 7,70 Meter an Bob Clarke und im Stabhochsprung triumphierte Sefton mit 4,27 Meter. Debus warf den Diskus 45,15 Meter weit In Eschweiler trugen der Ballspielverein Eschweiler und die Universität Köln den traditionellen Klubkampf aus, den die Kölner Studenten überlegen mit 67:39 Punkten gewannen. Leider beeinträchtigten das kühle Wetter und die weiche Bahn die Leistungen etwas. Weinkötz, der hier seine erst vor fünf Tagen aufgestellte Höchstleistung angreifen wollte, mußte von diesem Vorhaben Abstand nehmen. Immerhin übersprang er glatt 1,90 Meter. Eine schöne Leistung zeigte Debus, der den Diskus 45,15 Meter weit warf. Vb. Bieleieid Borumia-Vorimand.3 Ein Fußball-Aufftiegslpiel im Gau Welttalen Die Ergebnisse: Werder Bremen— Hertha=BSC. Berlin:1 Viktoria Hamburg— VfR. Mannheim:0 Jahn Küppersteg— VfL. Benrath:4 Turn Düsseldorf— Duisburg 08:0 SC. Gladbach— Fortuna Dusseldorf:4 BV. Neuß 1911— Rheydter Spielverein:1 SV. Wickrath— Solingen 95:3 Germania Elberfeld— Spyg. Sterkrade:2 SC. Barmen— Spyg. Barmen:2 Spielverbof für Sonntag Wie uns der Kreisführer der Fachschaft II(Fußball) des Reichsbundes für Leibesübungen mitteilt, besteht am Sonntag, 24. Mai, anläßlich des Staffellaufes „Quer durch Bochum“ für alle Vereine des Stadtgebietes Groß=Bochum Spielverbot. Metze fuhr in Paris Als einziger ausländischer Wes kascht en Glskals dn de Maste eischaide um das Anschwimmen in üblicher Weise zu begehen. Mit Rücksicht auf die kühle Witterung sah sich die Vereinsleitung gezwungen, das Anschwimmen auf Sonntag zu verlegen. Dieser Umstand vermochte aber der frohen Stimmung, die im Klubhaus herrschte, keinen Abbruch zu tun. Frankfurter Reitturnier Temme auf Bianca siegt im Barrierenspringen. Das Hauptinteresse der Prüfungen des Frankfurter Reitturniers am Himmelfahrtstage beanspruchte das Barrierespringen vor außergewöhnlich gutem Besuch. Nach zweimaligem Stechen ergab sich folgendes Ergebnis: Jagdspringen Klasse C: 1. Stall Georgens Bianca (Obersturmf. Temme) o..; 2. Stabsarzt Dr. Rieges Hermann(Oberleutnant von Trotha) 18., im zweiten Stechen; 3. Reiterregiment Nummer 8 Melke(Oberleutnant von Trotha) und Stall Horschlings Koralle je 4 F. Am Himmelfahrtstag setzten die sechs westfälischen Fußball=Bezirksmeister die Aufstiegsrunde mit der Begegnung VfB. Bielefeld— Borussia Dortmund fort. Vor über 6000 Zuschauern trennten sich die Mannschaften mit einem:=Ergebnis, obwohl die Bielefelder bei der Pause mit:0 führten und nach dem Wechsel sogar noch ein drittes Tor vorlegen konnten. Erst wenige Minuten vor Schluß schaffte eine Glanzleistung des Nationalspielers Lenz noch den Ausgleich, der auch dem Spielverlauf gerecht wurde. Damir near in der Tabelle weiterhin unangefochten Preußen Bochum in Front, während mit einem Verlustpunkt mehr belastet der SV. Rotthausen auf dem zweiten Platz folgt. Den dritten Platz nehmen nunmehr die Dortmunder Borussen und der VfB. Bielefeld mit je vier Gutpunkten ein, doch liegt die Dortmunder Elf mit nur zwei Verlustpunkten wesentlich günstiger als die Bielefelder im Rennen, die bereits jetzt sechs Punkte abgeben mußten und damit kaum noch für einen der ersten Plätze in Frage kommen sollten. Das Treffen in Bielefeld begann mit einer Ueberlegenheit der Gastgeber, die für Hoffmann Müller auf den Mittelstürmerposten gestellt hatten, während im Sturm wieder Geisendörfer mit von der Partie war. Die Dortmunder Verteidigung war anfangs aber gut auf dem Posten, so daß trotz mehrerer Ecken für den VfB. kein Tor fiel. Erst in der 32. Minute schloß der Bielefelder Sturmführer Geisendörfer ein schönes Zuspiel mit dem ersten Treffer ab. Wenige Minuten später stand es bereits:0 für den Gastgeber, als der Halblinke Düding II eine Flanke von rechts geschickt annahm und energisch einschoß. Trotz mehrerer heikler Szenen auch vor dem Bielefelder Tor glückte den Dortmundern kein Gegenerfolg.„„, 4 In der zweiten Halbzeit kam aber ein wesentlich besserer Schwung in die Dortmunder Reihen. Besonders Lenz unternahm einige Vorstöße, doch war Schielemann im Bielefelder Tor ausgezeichnet auf dem Posten. Nach fünf Minuten fiel sogar ein dritter Treffer für die Bielefelder durch einen etwas überraschenden Schrägschuß von Düding II. Die Bielefelder Anhänger glaubten bei diesem Stande das Spiel schon gewonnen, aber dann drehten die Dortmunder außerordentlich energisch auf. In der 62. Minute hatte Lenz einen Ball an den wendigen Linksaußen Beerheide gepaßt, dieser erzielte den fahrer startete im Großen Himmelfahrtspreis auf der Pariser Princenparkbahn der Dortmunder Erich Metze, der in den beiden 50Kilometer=Läufen jeweils einen guten dritten Platz belegte. Der Franzose Raynaud als Gewinner des ersten Laufes wurde verdienter Gesamtsieger. Gesamt: 1. Raynaud 8, 2. Metze und A. Wambst je 6, 4. Paillard und Ferraud je 8, 6. Peix 11 Punkte. Palander fiegt im„Preis von Westfalen“. Bei kühlem Wetter, aber ausgezeichnetem Besuch wurde am Donnerstag auf der Bahn in DortmundWambel das Hauptereignis der Dortmunder Rennsaison mit dem„Preis von Westfalen" entschieden. Um die mit 10000 Mark ausgestattete Prufung bewarben sich sechs Pferde, darunter aus Berliner Ställen Kameradschaftler, Floria, San Michele, die aber eine Niederlage durch den Vertreter des Stalles Rösler, Palander, hinnehmen mußten. Bei glattem Start kam Palander mit der Spitze ab und führte sofort mit einigen Längen vor Floria, Imperator und San Michele. Auf den letzten Plätzen sah man Kameradschaftler und Crassus, der kurz nach Erreichen der Geraden angehalten werden mußte, da er sich eine Fessel gebrochen hatte. Die Gerade erreichte Palander noch mit klarem Vorsprung. Floria und der außen aufkommende San Michele versuchten vergebens, zu dem Fuhrenden aufzuschließen, der sich mit einer Länge Vorsprung vor Floria und San Michele ins Ziel retdschaftler. Der Erfola weiterhin im Angriff. Drei Minuten spater hatte Janowski zum:2 aufgeholt. Dann kamen wieder die Bielefelder sehr gut durch, aber die Dortmunder Hintermannschaft erwies sich als Herr der Lage. Drei Minuten vor Schluß rettete Lenz dann einen wertvollen Punkt, als er aus einer schier unmöglichen Lage den Ball noch zum dritten Tor verwandeln konnte. Die Tabelle nach dem 21. Mai: Spiele gew. un. verl. Tore Punkte Toto honorierte den Außenseitersieg mit 187:10. terspruch:——4 Längen. RichVereine Preußen Bochum SV. Rotthausen Borussia Dortmund VfB. Bielefeld Sportfreunde Siegen Recklinghausen 13 bei Geichlafdheiptere um Minnmkehalrissal ? F l a u s e, 3. V ö c k e — Ferner: Florian Gever, Deutsche Erfolge den französischen Tennismeisterschaften Von gutem Wetter begünstigt, machen die franzöüchen zennismeisterschaften in Paris rasche Foxtschritte. Auf dem Hauptplatz gab es am frühen, Nachmittag des Himmelfahrtstages die spannende Segegnung zwischen Marieluise Horn— Kaj Lund und dem gmerikanisch=englischen Paar Andrus— Hare. Die Deutschen spielten klar überlegen und gewannen .3,:10,:3. Auch mit Gottfried von Cramm kam der Kieler eine Runde weiter. Die Belgier van den Ehnde— Geelhand wurden:2,:4,:8 abgefertigt. Von Cramm scheint allmählich seine Höchstform zu erkeichen. Eine große Ueberraschung war der:=,:=, Li2=Sieg von Mathien— de Meulemeester über Hilde Sperling— de la Vandene. Henkel Leider mußen Nelly Adamson— Henner im Himmelfahrtstage die Segel streichen. York— vernard hatten mehr Glück und siegten knapp mit :6, 10:8. Wiesbadener Motorfportkämpfe Hochleistungsprüfung mit 90,540 Stundenkilometer „. Den Höhepunkt der Wiesbadener Motorsportkämpfe bildete die Hochleistungsprüfung auf einer 7,4 Kilometer langen Rundstrecke in den Straßen von Wieseaden, die zehnmal zu durchfahren war. Beste Zeit des Tages fuhr Dr. Noll(Gießen) auf einem BMW.=Sportwagen mit 49,10 und 90,.540 Stuneentilometer. Schnellster Solomaschinenfahrer war ämeln(Wiesbaden) auf NSU, mit 49,25 und 89,820 Stundenkilometer. Bei den Seitenwagen schaffte der Zuverlässigkeitsfahrt hervorgetretene Berimer Krabiell auf Zündapp mit 70,010 Stundenkilometer den höchsten Durchschnitt. Das Programm war recht klein und brachte einige überraschende Ergebnisse. So setzte Phönix. Bochum seine Erfolgsserie fort und schlug den STL. Werne knapp. VfB. Gerthe zeigte sich weiter in guter und schickte Preußen 11 Bochum=Vöde geschlagen nach Bochum zurück. Die Reserven des STV. Werne landeten einen klaren Sieg über die erste Mannschaft von Schwarz=Weiß Silschede, während Union Günnigfeld auf eigenem Platz von der Spielvereinigung Kray geschlagen wurde. Die Ergebnisse: Phönix Bochum— STV. Werne:1 VfB. Gerthe— Preußen 11 Bochum=Vöde:2 STV. Werne(Res.)— Schwarz=Weiß Silschede:2 Union Günnigfeld— SpVgg. Kray:2 Letztes Meilterschaftsspiel SuT. Harpen— Tg. Ehrenfeld:3(:1) In dem verspäteten Meisterschaftsspiel am Harpener Volkspark kamen die ersatzgeschwächten Ehrenfelder auf Grund ihrer besseren Gesamtleistung in der zweiten Hälfte zum verdienten Siege. Das Fuhrungstor der Bochumer konnte Harpens Halblinier, durch Kopfball aufholen. Nach Wiederanstoß bekam Harpen einen“ Elfmeter zugesprochen, jedoch wurde das Leder neben den Pfosten gesetzt. Die Angriffe der Ehrenfelder waren einheitlicher und planvoller. Mit zwei weiteren Toren steuerte Bochum dem verdienten Siege zu, während Harpens Gegenangriffe an der Bochumer Abwehr scheiterten. BfB. Gerthe— Preußen 11 Bochum:2(:2) In dem Pokalspiel aus Anlaß des 25jährigen Bedes Sport= und Turnvereins Harpen landetVfB. Gerthe ten 11 Bochum. Gerthes Ueberlegenheit durch den Halblinken zum ersten Treffer. Die Bochumer konnten Hohgte,giehald Ergebnis: 1..: 1. Preisrätsel(Schramm) rode. Toto: S. 65, Pl. 25, 27. s.; 1. Graf Almaviva(W. Lacina), 2. Ttrade, 3. Natango. Toto: S. 19, Pl. 13, 26, 15.— Ferner: Rudolf, Kerres Ast, Xeranthemym,##, Eiugr" Nanss, 3..: 1. Leithirsch(H. Wever), 2. Finor, 3. Agnus. Toto: S. 26, Pl. 18, 18.— Ferner Segelflug. Fedeler. 4..: Preis von Westsalen: 1. Palander(M. Schmidt), 2. Florta, 3. San Michele. Toto: S. 187, Pl. 18, 16, 12. — Ferner: Crassus, Kameradschaftler, Imperatox. 5..: 1. Sonnenfalter(H. Wenzel), 2. Mario, 3. Palastherold. Toto: S. 33, Pl. 20, 23.— Ferner: Curatör. 6..: 1. Panorama(J. Hochstein), 2. Vagabund, 3. Olearius. Toto: S. 118, Pl. 21, 15, 18.— Ferner: Sintflut, Perdita, Graf Moltke.„ I Jan 7..: 1. Meister(L. Haut), 2. Die Lupine, 3. Grassittich. Toto: S. 33. Pl. 14, 14, 15.— Ferner: Letzter Sioux, Paramour, Melle. Siegdoppelwette: Palander— Sonnenfalter 446:10. Mai legenheit der Gerther kamen diese bis zum Seitenwechsel durch den Halblinken und Mittelstürmer zu zwei weiteren Toren. Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst verteiltes Feldspiel, bis Bochums Halbrechter wegen einer Unsportlichkeit des Feldes verwiesen wurde. Durch den nach außen gewechselten Halblinken noch zum vierten Tore. Di kam Gerthe In dem am Dienstag gUsp.. g und Turnvereins Harpen landete =Sieg über PreuMinuten führre der### verthe gestern einen 412=81g über Preu: chon nach wenigen usgetragenen Pokalspie siegte Urania Lütgendortmund üver Reichsbahn Bochum mit:2, so daß das für Sonntag vorgesehene Endspiel zwischen VfB. Gerthe und Urania Lütgendortmund ausgetragen wird. Phönix Bochum— STV. Werne:1(:0) Am Himmelfahrtstage hatte sich Phönix die spielstarke Mannschaft des ETV. Werne zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Bis zur Pause sah man nur wenige Kampfmomente. Es war ein Spiel starker Hintermannschaften. Den Wernern wie auch den Marmelshagenern fehlte die Entschlußkraft vor dem Tore. Der Sturm der Gäste hatte im Feldspiel ein kleines Plus. Durch Uebereifer brachte man sich um manche schöne Torgelegenheiten. In der zweiten Hälfte war das Bild wie umgewandelt. Gleich vom Anstoß an übernahmen die Werner das Kommando. Ein Eohag,, eger, Phge Maschen setzte. Wenige Minuten später ein Angriff der Gelbschwarzen, den Wernes linker Verteidiger durch unfaires Sperren zu unterbinden suchte. Die gerechte Entscheidung des Unparteiischen war ein Freistoß, den Kenneweg flach über den Boden in die linke Torecke setzte. Nach diesem Erfolg ließen die Marmelshagener Longchamp, 21. 1..: 1. Silencieuse(Dupuit), 2. Melba. 3. Cormerv. Toto: S. 216, Pl. 56, 38, 35.— Ferner: Forbreuil, Bolchevik, Tristesse. Mountain, Argontat.,„###u" 8e# 2..: 1. Ad Alta(Bridgland), 2. Toscane, 3. Scotland Yard. Toto: S. 45. Pl. 20, 41, 18.— Ferner: Mothel, Kirmusin, Sandbank, Nabonahid, Jap, Caracalla, Attacus, Rabidonienne.„ampfan) 5 Smr 3..: 1. Outremer(Thompfon), 2. Smy, 3. Billet Doux. Toto: S. 92, Pl. 32, 16.— Ferner: Iéhol, Ibv,.ppyBouilen(Dusorez), 2. Blue Bel III 3. Sanglot. Toto: S. 70. Pl. 28, 38, 54.— Ferner: Assusrus, Denver, Samos, Son of Troy, Cardon, Jarfadette, H. g..;;, Patachon(Duputh, 2. El Mers. 3. Gahoulaßz. Toto: S. 37. Pl. 21, 57.— Ferner: Hay Market, Trapolin, Pas Libdre. Témérite.„„ A 8##. Spart6..: 1. Old England(Rochetti), 2. Tchuc, 3. Spaal“ ling. Toto: S. 50, Pl. 25, 18.— Ferner: Arbaoua, Ma Perle, Grateful.„ 874.* 7..: 1. Rochv Condé(Brethes), 2. Harrar. 15.— Zwei Pferde liefen. Totot S. Unsere Voraussagen Saint=Clond, 22. Mai. 1..: 1. Copyriaht— Moutardelle. 2..: Ardrossan. 3..: Philaine— Mab. 4..: Fingall. 5..: Marasme— The Marquis. gie— Verdure III. Lylander— Glovinezzg.— 6..: Ma7..: Leyland— Chiquet. irren ist menschlich Gestern erzählte mir ein Berannter ganz stolz, daß er seine Zähne jeden Morgen mit Chlorodont pflege. Als ich ihn fragte, ob er diesen löblichen Dienst an seiner Gesundheit auch jeden Abend verrichte, meinte er, das wäre des Guten wohl viel. Er war ganz erstaunt, als ich ihm klar machte, 54 25 ∆ 90 *8 Seite 12 Nr. 118 7 Bochumer Anzeiger, Freitag, 22. Mai 1936 Bochumer Derey Fiag der Bochumer=Tniestäuren Der bei herrlichstem Wetter von den Bochumer Reisevereinigungen ab Gardelegen(315 Kilometer) durchgeführte Preiswettflug, als Derbyprüfung von den Brieftaubenzüchtern besonders hoch gewertet, stellte wieder einmal den hohen Stand der Bochumer Brieftaubenzucht unter Beweis. In sämtlichen Klassen und Gruppen wurden Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Die beste Flugleistung erzielte die Reisevereinigung Bochum und Umgegend, Abteilung Mitte, deren erste Siegertaube ein Minutenmittel von 1638,6 Meter erreichte. Auf die Stunde umgerechnet, ergibt das eine Fluggeschwindigkeit von 92,316 Kilometer. Selbst wenn man den Rückenwind in Rechnung stellt, kann das die Leistung nicht schmälern, die als geradezu phantastisch angesehen werden muß. Für die Reisevereinigung Bochum und Umgegend erfolgie der Auflaß um.50 Uhr. Der Konkurs dauerte allgemein nur 15 Minuten. Die Reisegruppe Mitte hatte Tauben geschickt und 728 Preise ausgesetzt. Die ersten Sieger waren: 1. Ziegler(„Ruhrvote" Bochum); 2. Flümann(„Luftpost“, Bochum); 3. Tillmann(„Westfalengruß" Weitmar); 4. Duppe(„Pseil“ Wiemelbausen): 5. KronigerSchmidt(„Heimatliebe“, Wiemelhausen). 27 DerbyPreise waren ausgeschrieben. Unter den ersten befanden sich Tillmann(„Westfalengruß" Weitmar); KronigerSchmidt(„Heimatliebe“, Wiemelbausen); Bräuning(„Edle Taube“, Bärendorf); Druschel(„Rekord“ Bochum): Kwasny („Heimatliebe“, Bochumi. Die Serienpreise bolten sich: Mehlmann,(„Ruorvote“ Bochum); Ziegler(„Ruhrbote“, Bochum); Zipprich(„Fluapost“, Bärendorf): Braukämper(„Luftpost“, Bochum): Hermann(„Auf zum Neumarkt", Bochum): Zakrewski(„Eilbote“ Altenbochum): Kaiser(„Seynsucht“ Wiemelhausen): Niebusen(„Rote Taube“ Bochum); Böcker=Bickmann(„Froh Wiedersehn“. Eppendorf): Lindner(„Flugpost“ Bärendorf): Krusemann(„Vereinte Freunde". Altenbochum); Neveling„Columbia“, Bochum). In der Reisegruppe Süd bewarben sich 2046 Tauben um 409 Preise. Hier waren die ersten Preisträgex: 1. Krgniger(„Siegespalme: Stiepel); 2. Brinkmann(„Gute Hoffnung" Linden): 3. Herzbruch(„Tempo“ Linden); 4. Kreggemeier(„Unverhofft“ Weitmar): 5. Kable(„Sporgzgrheigug hausen). 23 Derby=Preise gelangten zur Verteilung. Die ersten fünf errangen: Herzbruch(„Tempo“ Linden); Kreggemeier(„Unverhofft“ Weitmar); van Hagen Schwalve“ Stievel): Scharwacht(„Gut Flug“ Weumar); Büscher(„Siegespalme" Stiepel). Mit preis wurden ausgezeichnet: Kroniger(„Siegespalme“ Stiepel): Gebrüder Kröger(„Am Waldesrand“ Weitmar); Freisewinkel(„Wiederkehr“ Stiepel);,„Weszschall.(„Wiederkehr" Stiepel): Schneidereith(„Heimkeyr Weilmar). Für den gemeinsamen Flug hatten sich 452 Züchter gemeldet, die sich in 90 Preise teilten. An der Siegerliste stehen: 1. Kroniger(„Siegespalme“ Kaiser(„Sehnsucht“ Wiemelhausen); 3. Bochum): 4. Herzbruch(„Tempo“ („Wiederkehr“. Stiepel). Erfolgreiche Ergebnisse konnte auch die Reisegruppe Gerthe melden, die mit 1002 Tauben an dem Eardelegenter Flug beteiligt war und sich somit 200 Preise Die ersten Sieger hießen: 1. Bahr(„Brüderlichkeit“ Harpen): 2. Brinkmann; 3. Wegener=Mohr(„Ohne Furcht“ Hiltrop=Bergen); 4. Bahr(„Brüderlichkeit“ Harpen); 5. Koch(„Ohne Furcht“ Hiltrop=Bergen). In die Serien= preise teilten sich Hegemann(„Siegespalme“ GrummeVöde) und Waschlitz(„Frob Wiederseben“ Gerthe). Die Reisegruppe Bochum=Nord, ließ 2845 Tauben um 569 Preise fliegen. Die Siegerliste beginnt: 1. Escher („Unser Stolz“ Hordel): 2. Winkelmann=Lachera(„Präsident“, Bochum); 3. Laser(„Präsident“ Bochum); 4. Drewermann(„Heimkehr“ Bochum); 5. Müller(„Heimkehr“ Hamme). Die hohe Auszeichnung des Sonder=DerbyPreises erhielt Leist(„Courier“ Bochum). 19 DerbyPreise wurden ausgeflogen. Zu den fünf Derby=Besten zählten Müller(„Heimkehr“ Hamme); Blanke(„Heimatliebe“. Bochum); Bennecke(„Friedensbote“ Bochum); Wilbelm Hackert(„Fortuna“ Bochum): Klaßfg, muxzau Böde“ Grumme=Vöde). Die Serienprg### zuerkannt den Züchtern Baak(„Heimkehr" Bochum): Mey Roter Vogel“ Hamme): Brunstein(„Heimkehr" Bochum); Gebrüder Schäfer(„Taubenfreunde" Bochum); Banackt („Blau=Weiß", Bochum): Grell(„Heimkehr“ Hamme): Kosakowski(„Luftbote“, Bochum); Bennecke(„Friedensbote“ Bochum): Thier(„Heimkehr" Bochum); Naporra=Eifert(„Kehre wieder“ Hamme); Haunert(„Luftbote“ Bochum); im Zigarrengeschäft Präger=Dittner, folgen. Brüderstraße 12, erging es dann ab nach Hagen“ und dann durch das im Schulen dieser Stadtteile geschlossen worden. Morgensonnenschein liegende Volmetal. An der Jubach: Schließung erstreckt sich auch auf die Kindergärten und wurde detzgsmach; und dier dos Frühltück einge, Kinderbewahranstalten sowie auf die Unterrichtstun, den für Jugendliche der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde. Nach Schluß der Pfingstferien wird Eichsfeldia. Der Verein Eichsfeldia“ Bochum veranstaliete, wie allsährlich, auch diesmal die Maiversammlung####e venunn:.x Sunelg zu einer schönen Namenstagsseier des Vereinsführers. Die das Bigge= in das renne#, Feier zeigte so recht, wie innig Vereinsführer und Verein lichen Liedern nach Altena verbunden sind. Anschließend kam dann der„Muttertag". sinnig und schön. Eine ganz besondere Freude wurde allen anwesenden Frauen gemacht. Alles in allem verstand es die Vergnügungskommission wieder, den Abend so zu gestalten, daß er allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben wird.— Am nächsten Morgen gab es dann eine Autofahrt, die mit einem Messebesuch in der St.= Meinolphuskirche begonnen wurde. Mit Musik und Gesang sperre wuroe vutigemacht und dier das Frübstück einge: nommen. Dann ging es weiter hinauf bis Meinerzhagen und dann—, ja dann wurde es noch schöner. Durch hoben sonnendurchfluteten Wald ging es hinab zur Aggertalsperre, von dieser über Derschlag, Bergneustadt, Listernohl zur Listertalsperre. Attendorn war das nächste Reiseziel, wo ein gutes Mittagsmavl eingenommen und in einstündiger Wanderung die schönste Tropfsteinhöhle Deutschlands bestaunt und besichtigt. Weiter ging es dann durch Tenneia, immer mit Musik und fröhlichen Liedern, nach altena, wo natürlich u. a. besonders die schöne Burg besichtigt wurde. Kurz vor Leimathe wurde dann in einem schönen Gartenlokal der Nachmittagskaffee eingenommen, nochmals der Namenstag des Vereinsführers und der Geburtstag des Vergnügungsdirektors gefeiert, gesungen und getanzt. Und als man kurz nach Eintritt der Dunkelheit in Bochum anlangte, waren alle voll des Lobes über die wunderschöne Fahrt und freuten sich bereits auf die nächste Fahrt, die im Juni stattfinden soll. Westfalen und Rheinland Ehepauioiel seine Leiden Innndel treters des Führers und Leiter des Reichsheimstättenamts der DAF. Dr. Ludowici über das Thema: der Unterricht überall wieder aufgenommen werden. Ehandelt sich bei den Schulschließungen um eine rein vorbeugende Maßnahme. Kind in der Regentonne ertrunken. Am Montag nachmittag fiel in Oberhausen die drei Jahre alte Annelore Thomas, die bei der Großmutter in Verwahr gegeben worden war, im Garten in eine eingegrabene Tonne, die nur in etwa 30 Zentimeter Höhe mit Wasser gefüllt war, und ertrank. Weichen steller vom Zuge erfaßt. Der 49 Jahre alte verheiratete Weichensteller Xaver Henkaus Mülheim=Ruhr wurde am Dienstag morgen am der Bahnstrecke Duisburg=Ruhrort—Mülheim=Epping, hofen, als er mit dem Reinigen einer Weiche beschäftigt war, von einem Personenzuge erfaßt, überfahren und auf der Stelle getötet. Der Verunglückte hat offenbar bei seiner Arbeit das Herannahen des Zuges nicht bemerkt. Spitze der Stiepel); 2. Koppers(„Luftpost“ Linden); 5. Witthoff Stadttheater Bochum. Heute ist die erste Wiederbolung des Rehbergschen„Friedrich Wilbelm.“, der am 20. Mai seine für ganz Westdeutschland bedeutsame Erstaufführung erlebte. Noch einmal sei nachdrücklichst auf die beiden Vorstellungen von Faust I“ am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Mal, verwiesen. Bochumer Verbände und Vereine waden Landsseute noch einnzglgtälghef ch geäe Düsseldorf, 21. Mai. In dem Zimmer eines Gasthauses in der Altstadt wurden am Spätnachmittag des Dienstags zwei Kinder, ein etwa einjähriges Mädchen und ein vierjähriger Knabe, tot aufgefunden. Die Kriminalpolizei stellte zusammen mit der Mordkommission fest, daß es sich um Mord handele, da der Tod der beiden Kinder durch Erwürgen eingetreten war. Die Eltern stellten sich bereits am Dienstag abend freiwillig der Polizei und gestanden die Tat ein. Es handelt sich um das Ehepaar Kurt Wiseinki aus Duisburg=Meiderich, das bereits am Samstag mit seinen drei Kindern, den beiden getöteten und einem siebenjährigen Mädchen. nach Düsseldorf gekommen und in dem Gasthaus abgestiegen war. Der Mann hatte den Wirtsleuten erklärt, daß er in Düsseldorf einige Rechnungen über ausgeführte Klempnerarbeiten an Neubauten kassieren wollte. Wiseinki, der am Montag abend noch in die Altstadt gegangen war, um ein Glas Bier zu trinken, kehrte in der Nacht in stark angetrunkenem Zustand ins Gasthaus zurück, wo auf dem Zimmer seine Frau noch wartete. Die furchtbare Tat muß dann im Laufe der Nacht geschehen sein. Dienstag früh verließ das Ehepaar mit dem siebenjährigen Mädchen das Gasthaus mit dem Bemerken, daß die beiden Kinder noch schliefen und im Laufe des Tages abgeholt würden. Als nun nachmittags das Zimmermädchen das Zimmer in Ordnung bringen wollte, entdeckte es im Bett die Leichen der beiden Kinder, zwischen denen das Familienstammbuch des Ehepaares lag. Es handelt sich bei diesem traurigen Geschehen um eine reine Verzweiflungstat, deren genaue Ursache noch nicht einwandfrei geklärt werden konnte. Das Ehepaar wollte nach der Tat selbst aus dem Leben scheiden, fand aber nachher nicht mehr den Mut dazu. Eröffnung des Deutschen Bauvereinstags in Duisburg. Duisburg, 21. Mai. Der Deutsche Bauvereinstag 1936, der vom Hauptverband Deutscher Wohnungsunternehmen(Baugenossenschaften und=gesellschaften) e. V. zur Behandlung wichtiger Fragen des gemeinnützigen Wohnungs= und Siedlungswesens veranstaltet wird, wurde am 21. Mai im Stadttheater Duisburg in Anwesenheit der Vertreter von mehr als 3000 gemeinnützigen Wohnungsunternehmungen sowie von zahlreichen Vertretern der Partei, der Staats= und munalbehörden von dem Hauptverbandsführer M. Dötsch(Berlin) eröffnet. An Stelle des verhinderten Reichsarbeitsministers Seldte hielt Staatssekretär Dr. Krohn eine Ansprache, in der er die besten Wünsche des Reichsarbeitsministers für den Erfolg der Tagung zum Ausdruck brachte. Staatsminister Alvers (Braunschweig) hielt sodann einen Vortrag über das Thema:„Der gemeinnützige Wohnungsbau.“ Mit dem Bauvereinstag verbunden ist eine Ausstellung„Heimat und Heim“, die eindrucksvolle Aufschlüsse darüber gibt, was die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen organisatorisch und praktisch auf dem Gebiet des Wohnungswesens geleistet haben und welche Aufgaben ihnen für die Zukunft unter besonderer Beachtung der richtunggebenden nationalsozialistischen Idee gestellt sind. Nach dem Vortrag von Staatsminister Alpers sprach der Siedlungsbeauftragte im Stabe des Stellver„Das Siedlungswerk schafft dem deutschen Arbeiter gesunde Wohnstatten und sichere soziale Daseinsgrundlagen 10.00 Lever dot as Slaw(Vom Deutschlandsender). Aus der Geschichte der Stedinger(Hörspiel) Bergmänner nahmen Abschied von Erwitte 100 Was zg ios imn Sports(Richard Heineneter) Erwitte, 21. Mai. Der siebte Lehrgang auf der Reichsschulungsburg der NSDAP. und DAF. Erwitte, der von Gefolgschaftsführern aus dem Berabau sowie von Kreisgemeinschaftswaltern und Betriebszellenobmännern der Reichsbetriebsgemeinschaft Berabau bestritten wurde, fand Montag mit einem Kameraoschaftsabend seinen Abschluß. Die Tage der Schulung brachten jedem Teilnehmer großen Gewinn. An Vorträge und Vorlesungen über politische, weltanschauliche und wirtschaftliche Themata schlossen sich Studienfahrten und Besichtigungen von Schachtanlagen im Ruhrgebiet, von Erz= und Schieferbergwerken an. Vorbildliche Kameradschaft, wie sie im Bergbau selbstverständlich ist. schweißte die Kursusteilnehmer zu einem festen Block zusammen. Dieser Zusammenhalt trat besonders an dem Abschiedsabend zutage. Der Brgkommandant. Pg. ohst, gab in seiner Verabschiedungsrede seiner tiefen Befriedigung Ausdruck über den Zusammenhalt und die Diszivlin des Lehrgangs. Kursusteilnehmer überaaben Pg. Johst eine Grubenlamve und einen Glasbehälter mit verschiedenen im deutschen Bergbau gewonnenen Salzen. Die Gabe der Saar=Bergmänner bestand in einem eingerahmten Abstimmungszettel mit den Abstimmunasergebnissen und einem Oriainal=Siegel. Auch die Ausbilder und Lehrer der Schulungsburg erhielten von den Teilnehmern Grubenlampen zum Andenken. Am Dienstag trugen die Züge die Teilnehmer wieder in ihre Heimat, wo sie das in Erwitte Gelernte zum Nutzen ihrer Arbeitskameraden und des Bergbaues und im weiteren Sinne zum Nutzen des Volksganzen verwenden werden. Personenkraftwagen rennt gegen Baum Bad Sassendorf, 21. Mai. Der von dem Besitzer Dr. V. aus Erwitte gesteuerte Personenkraftwagen, in dem dessen sechsköpfige Familie saß, rannte am Eingange von Bad Sassendorf in der Schützenstraße gegen einen Baum. Der Wagenlenker hatte anscheinend plötzlich die Gewalt über sein Fahrzeug verloren. Die Folgen waren fürchterlich. Aus dem völlig zertrümmerten Wagen wurden sämtliche sechs Insassen mit schweren Verletzungen geborgen und dem Krankenhaus zugeführt. Schulschließungen wegen Diphtherie Dortmund, 21. Mai. Das städtische Gesundheitsamt teilt mit: Wegen gehäuften Auftretens von Diphtherieerkrankungen in den Stadtteilen Lütgendortmund, Oespel, Somborn, Kley und Bövinghausen sind am 19. Mai 1936 sämtliche 11.50 Die Reichsnährstandsschau in, Frankfurt a. M. geht zu Ende 1200 Buntes Wochenende(Aus Karlsruhe) Die Kapelle Theo Hollinger. Kammersängerin„Mary Essels. groth v. Ernst(Sopran); Nito Schnarr(Flöte); Gertrud Eyth(Klavier). 1. Immer höher, Marsch W. Gauglberger). 2. Brautwalzer(E. Waldteufel). 3. Prinzeß Rosine, Ouvertüre(P. Lincke). 4. Ha, seine Stimme, Arie aus„Lucia de Lammermoor“(G. Donizetti). 5. Ein Schubert=Abend in Alt=Wien, Suite(R. Ralf). 6. Heimlichkeiten (Fr. W. Rust). 7. O. wär' ich nie geboren, aus „Der Postillon von Lonjumeau“(A. Adam). 8. Marionetten(Ferd. Bild). 9. Gruß an Siede, Marsch (H Stelzig). 10. Regimentskameraden, Marsch W. Richter). 11. Aquarellen, Walzer(J. Strauß). 12. a) Serenade, b) Valse Coquette(E. Kronke). 13. Melodien aus„Schach dem König"(E Götze). 14. Nadiy, Intermezzo(L. Siede). 15. a) Flug der Vögel nach dem Süden(Th. Blumer), b) Esvagnol (F. Büchner). 16. Ewiger blauer Himmel, Walzer (B. Kutsch). 17. Sportwelt, Marsch(H Pataky) 14.15 Wochenendkonzert. Schallplatten(Ernst Kalthoff) 15.15 Wir fahren in den Mai(Für unsere Kleinen) 16.00 Der frohe Samstagnachmittag. Das VoelknerDuett; die sechs frohen Sänger: Willi Jansen, Willi Meyer(Akkordion); Willi Schneider(BaßBariton); die Münchener Oberlandler=Kapelle; die drei lustigen Gesellen des Reichssenders Köln 18.00 Frische Brise(Rudolf Plato). 1. Columbus=Marsch (C. Ziehrer). 2. Ouvertüre„Marinarella"(J. Fucik). 3. Am Rhein(E. Humperdinck). 4. Melodien aus der Oper„Der Perlenfischer“(G. Bizet) 5. Träume am Meer, Serenade(H. Zander), 6. Strandbilder, Walzer(E Waldteufel). 7. Dünengeflüster, Intermezzo(Gh. Flügge). 8. Wellenspiele, Galopp(Schultz) 19.00 Zum Feierabend. 45 besinnliche Minuten 19.45 Momentaufnahme 20.10 Ein lustiger Funkball mit Gustav Jakoby(Leo Eysoldt) 22.30 Und morgen ist Sonntag(Von Leipzig). Das fröhliche Wochenende mit dem Dresdner OpernQuartett. dem Schrammelquartett„Donaukinder“ und dem Plietzsch=Marko=Orchester —fehndore#ie Daung 80 Und überall, dem nässenden Tau preisgegeben, ruhen die Yaquis, Männer und Frauen, die den Leiden der Blockade widerstanden haben. Manchmal weht der dumpfe Schall von Schüssen schwach aus dem Canon. Dann richtet sich der Doktor auf:„Willst du dich nun aus der Sierra bringen lassen? Dein Platz ist nicht bei uns. Weiß und Braun passen nie zusammen. Du wirst sehen, daß Kipling doch gewinnt!" „Ich will mit...“ sprechen seine Lippen. Der Rest geht verloren in der am Eingang des Tales krachenden „Nun ist's zu spät!“ schreit Benito und springt gleich allen andern hoch, packt den Mauser, daß die Fingerknöchel weiß aus der braunen Hand hervorspringen. Jim blickt, von der Chuparosa umschlungen, wie ein Wahnsinniger umher. Die Yaquis, die noch Patronen haben, rennen nach dem Eingang. Oben am Berge hämmert ein Tamborcito. Gewehrfeuer knattert unregelmäßig in der Schlucht. Schwach dringen Trompetenstöße aus dem Canon durch den wilden Lärm. „Seid ihr alle beisammen?“ schreit Benito in den Haufen seiner Stammesbrüder. Ruhig steht die Chuparosa neben Jim und stützt den Wankenden mit starkem Die brennenden Trommeln fauchen und geben knallende Geräusche von sich. Erschöpfte Yaquis kommen vom Canon herangetaumelt und schmeißen ihre leeren Gewehre in die Flammen. Ein Mädchen sticht sich mit beiden Händen ein großes Messer in die Brust. Eine andere stößt lachend, immer wieder, mit dem Kopf gegen eine Eiche an. Das Schießen wird schwächer, lauter ertönt das Geschrei der Merikaner. Nun springen die letzten Kämpfer der Indios heran. „Sie kammen!“ kreischen sie. Mit lautem Jubel quillt der Soldatenstrom aus der Bergpforte. Erst rennen sie schießend näher, dann bleibt einer nach dem anderen stehen, um das vor ihnen sich abwickelnde Drama mit aufgerissenen Augen zu betrachten. Dicht gedrängt stehen die Yaquis, Männer und Frauen, in schweigender Würde um den lodernden Trommelhaufen und blicken den Merikanern entgegen. Plötzlich kommt Bewegung in die Indios. Der Venado tritt vor und zückt, den Soldaten dabei den Rücken zukehrend, sein Messer. Schnell springen andere Männer aus dem Haufen und tun dasselbe. Immer mehr folgen dem Beispiel, und verdutzt halten die Mexikaner im Vordringen inne. Den gellenden Kriegsruf seines Stammes ausstoßend beugt der Venado den bewaffneten Arm rückwärts, wirft ihn wuchtig wieder nach vorn und begräbt das spitze Messer in der Brust seiner Frau. Darauf fahren Dutzende blanker, von sehnigen Männerfäusten umklammerter Klingen in die ihnen stumm entgegengehaltene Brust der Indiofrauen. Mehr sieht Jim nicht, denn schon nehmen der Pitaya und Benito ihn zwischen sich und reißen ihn in die Kakteengruppen hinein. Voran hastet die Chuparosa auf ihren Hirschledersandalen. Hinter ihrem Rücken ertönen Rufe:„Die Häuptlinge! Fangt sie! Hundert Pesos, tot oder lebendig. Holt sie ein, Muchachos! Dios Santo, seht, dort schlüpfen sie hinein!“ Kugeln zirpen durch die Kakteen und Verfolgerlärm hallt. Die vier aber haben einen guten Vorsprung, denn sie wissen genau, wohin sie wollen. Die Mexikaner tappen nun aufs Geratewohl durch das ihnen unbekannte Tal. Es ist still hinter den Flüchtlingen, als sie die schwindelnd hohe Felswand, wo der Kletterpfad zum Kraterrande beginnt, erreichen. Benito nimmt zunächst die Kalebasse vom Gürtel.„Das soll uns zur weiteren Flucht stärken. Oben machen wir dann unsern letzten sterben!“ mahnt er und deutet nach dem entgegengesetzten Absturz des Plateaus. „Schnell! Ehe jene andern dort zu nahe kommen, muß er im Versteck liegen!“ keucht Benito. Sie packen den reglosen Mann, dessen Augen sie wach und unsäglich erstaunt anschauen, laufen mit ihm dem Krater zu. Auf halbem Wege, dem Schlunde zugewandt, durchziehen viele schmale Risse und Mulden den harten Boden. In eine solche betten sie ihn, mit dem Gesicht nach dem Vulkan, hinein. Der Amerikaner ist so steif und unbeweglich wie ein Stück Blei. „Ich bin der alten Juana dankbar für ihren Trank!“ sagt Benito. „Wir müssen eilen, sonst suchen sie uns hier. Vor Abend kann er sich gewiß nicht bewegen!“ drängt der Pitaya, beugt sich über den Liegenden und küßt ihn auf die Wange.„Leb' wohl, Bruder Weißhaut! Wir gehen, um zu sterben. Du aber wirst am Leben bleiben, und wenn du zu den Deinen kommst, so erzähl' ihnen von den Indios der Sierra!" Er richtet sich auf, schaut nach der Stelle, von der die Soldaten in hellen Haufen herbeispringen. Benito bückt sich jetzt, küßt den Freund und schaut ihm lange in die Augen.„Nun fluchst du uns über das Spiel, das wir mit dir treiben, aber einst wirst du uns dafür Stand!“ murmelt er und hält das Gefäß lange an die Lippen. Darauf tut der Pitaya das gleiche. „Nimm, Bruder, und leere sie!" Mit diesen Worten reicht er Jim den Trank. Der staunt, als er merkt, daß die Kalebasse noch ganz voll ist. Die Indios haben doch so lange daraus geschlürft?... Hastig gießt er das Getränk, das wie eine milde Flamme sein Inneres wärmt, hinab und wirft den leeren Behälter fort. Neue Kraft strömt durch seine Glieder und erhellt seine Gedanken. Die Chuparosa verschwindet eben über den Rand der Plattform. Dann sieht Jim wieder ihr Gesicht über sich hängen.„Eilt!“ ruft sie. Jim kocht das Blut in den Adern, die überanstrengten Muskeln drohen zu reißen. Plötzlich spürt er, daß ihn eine sonderbare Müdigkeit beschleicht. Es ist ihm zumute, als ob sein Körper, von den Füßen angefangen, langsam in immer höher kriechendes kaltes Wasser getaucht würde. Unwillkürlich seufzt er. „Gleich wirkt es!“ flüstert Benito über die Schulter, und kopfnickend grunzt der Pitaya. Nun sind sie alle vier oben, beugen sich in die Tiefe. Jim greift in die Luft. Der Pitaya springt herzu und fängt den Wankenden auf, läßt ihn behutsam zu Boden sinken. Benito schaut schon wieder über den Felsrand. „Steine her! Die paar Soldaten wollen wir auch noch erledigen! Dort hinten kommen die andern, gegen die wir nichts mehr ausrichten können. Dann gilt es zu segnen. Denn es ist ein Spiel um Tod und Leben, und du allein hast das Lebenslos gezogen!“ murmelt er leise, Die Pupillen des Gelähmten sind die eines bettelnden Hundes. Zwei Tränen zerplatzen auf seiner Stirn, als das Mädchen sein goldbraunes Gesicht über ihn beugt. Ununterbrochen flüstert es liebkosende Worte in sein Ohr, dann reißt es sich los, dreht ihm den Rücken zu, und von nun an erblickt Jim das Gesicht des Indiomädchens nie wieder. Der Pitaya hat hinter einem Stein etwas hervorgezogen, das einem blaugekleideten Körper mit hellem Gesicht und ebensolchen Händen täuschend ähnlich sieht. Die Scheuche. „Komm, Freund, die Soldaten sollen denken, daß du lebst!“ lacht der Jefe rollend, nimmt die Puppe auf den Arm, und nun laufen die drei dem erhöhten Kraterrand zu. Eben tauchen die Mexikaner mit brausendem Geschrei aus einer Bodenrinne. Schüsse knallen. Aber unbehindert, mit gleichmäßigen Schritten, streben die drei ihrem Ziel entgegen. Jim sieht alles. Haben sie ihn mit Absicht so hingelegt? Die ersten Merikaner geraten in Jims Gesichtsfeld. Ihre Sätze alle paar Meter unterbrechend, sinken sie auf. die Knie und schießen. Dann springen sie auf und laden während des Laufens. Jims Augen werden starr. Sie sehen: das Indiomädchen wankt, stürzt aufs Gesicht und liegt als unbewegliches blaues Bündel auf dem Deutschlandsender: 16.00: Bunter Reigen.— 18.00: Volkslieder— Volkstänze.— 19.00: Musik zur Unterhaltung(O. Dobrindt).— 20.10: Fröhlicher Bummel durch Berlin.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Wir bitten zum Tanzi Ilia Livschikoff.— 24.00: Musik hellen Untergrund. Laut hallt das Triumphgeschrei der Verfolger.„„„ Jim beobachtet nun, wie Benito sich niederbeugt, die Gefallene auf die Arme nimmt und mit seiner Last an den äußeren Rand des ragenden Felsens tritt. Neben ihm steht der große Pitaya mit der Puppe über der Schulter. Jim errät plötzlich den Zweck des mit Gras ausgestopften Kleiderbalges! Mit den weißen Lappen als Gesicht und Hände gleicht die Figur ihm, dem Amerikaner. Und das soll sie auch vorstellen, damit die Soldaten sich nicht über sein Verschwinden den Kopf zerbrechen. Oh, wundervolle Indios! Ganz scharf heben sich die Gestalten gegen den blendenden Hintergrund ab. Der Amerikaner erkennt jedes Loch, jeden herunterhängenden Fetzen ihrer zerrissenen Kleider. Schlaff hängt der Kopf des Mädchens mit den baumelnden Zöpfen über ihres Bruders Schulter. Die Merikaner schwärmen in Halbmondform aus. In ihrer Mitte knien wieder welche und schießen. Schwach vernimmt Jim auch das rollende Lachen des Yaquiriesen. Und er weiß, wem die winkende Hand Benitos gilt!,„. geft zusammen Bi. Pupe Da zuckt der Pitaya hefrig zusammen, die entfällt ihm, purzelt über den Rand des Abgrundes. Langsam bricht der Indio in die Knie, lacht noc viner.,.n#er, Marikaner, 915 Ein Schrei tobt aus den Reihen der Mexitanet, als Benito balancierend seinen Fuß hebt, ihn gegen## Brust des Verwundeten stemmt. Der wirft die Hänk über den Kopf, knickt noch mehr zusammen, und dan stürzt der große Pitaya in den Schlund. Das letzte, was Jim von ihm erblickt, sind seine zappelnden, so dalenbekleideten Füße. Blitzschnell versinkt das Bild. Benito winkt wieder, hebt die tote Schwester höher, dreht sich um und tritt in die Luft hinaus. Der weiße Felsen ist ler! 8. Einen Augenblick schweigen die Solgaten, schweig die Sierra. Dann brüllen die Merikaner auf, und die Bergrunde schleudert das Echo zurück. Einer den andern überholend, rennt die Soldateska an den Kraterranz Hier halten sie im Halbkreis, beugen sich weit über spähen in eine grundlose Tiefe, deren Dunkelheit verrät, was sie birgt.,. 81, Salhaten machen Ein Kommandoruf ertönt, die Soronten müche! kehrt und ziehen langsam, in einzelnen sich scheu sehenden Gruppen, den Weg zurück, den sie kamer Amerikaner schaut nun auf Geröll, verkrüppelte Kattern, glänzende Lavastreifen und Schutt. In den flim den Himmel ragt der weiße Kraterselsen, und zu beiden Seiten jenes Spaltes, überden hinaus der letzte## ling der Yaquis mit seiner toten Schwesterg#### Abgrund trat, schimmern die stummen Berge des Be — Ende.— Schneiden Sie sich diese Zusammenstellung aus u. bewahren Sie diese beim Apparat auf. □ Md spahen ZeitJie uns Austträge durck FeinMe S S * und Familenblatt 67551 — Arndtstr. 7, part. gut mbl. Zimmer, Bad, Tel., z. vrm. Elsaßstr. 20, 1 Trp. saubere Schlafstelle frei. Westsälische Str. 33, 2. Etage., Nähe Stadttheater, möbl. Frontzimmer (heizbar) preiswert zu vermiet.(95761 Mobl Wohn- und Doppelschlal zim. Stadtmitte, an 2 Herren od. berufstät. Damen zu vermieten, ev..Pens. Ausk. Anz.(95722 Verunserientämungsyysienerpterl Der hat es immer nur gelobt!... Navoinon Natürlich in das Bochumer HelmatRitzurgen—. Bochumer Anzeiger Roreifung Srößtes Lager am Platze. Seyfert& Co., 68475 Huts Seiellung Herner Straße 77(81721)...0 Huto-Fahrschule H. 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BochumLangendreer Im Lokale Schöngarth Bochum=Werne fand am Himmelfahrtstage die diesjährige ordentliche Generalversammlung stalt, die der Vorsitzende des Aufsichtsrates Kamerad Daube leitete. Der schriftlich vorgelegte Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1935 wurde durch die Vorstandsmitglieder Schamp und Habich vorgetragen. Der Jahresabschluß für 1935 schließt auf der Aktiva= und auf der Passivaseite mit 1 418 507,38 RM. ab, die Gewinn= und Verlustrechnung in Aufwendungen und Erträgen mit 91 220.— RM., konzert. Der Verein 50jähriges Bestehen. begeht in diesem Jahre sein Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Hohes Alter. Heute, Freitag, feiert die bei ihrer Tochter auf der Dorstener Straße wohnhafte Witwe Johanna Oswald, geborene Rabe, in bester Gesundheit und Frische ihren 70. Geburtstag. Stadtteil Hamme Kraftrad angefahren. Am 19. Mai wurde auf dem Löbkerring, in Höhe des Schlachthofes, ein Kraftrad von einem Personenkraftwagen angefahren und umgeworfen. Hierbei wurde das Kraftdreirad schwer beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Der Personenkraftwagen wurde leicht beschädigt. NSKOB., Ortsgruppe Bochum=Hamme. Alle Inhaber des Frontkämpfer=Ehrenkreuzes werden darauf aufmerksam gemacht, daß Samstag, 23. Mai, abends 20 Uhr, die RSKOV. im Bochum=Hamme, Dorstener der Gewinn beträgt 4953,13 RM. und wurde wie folgt verteilt: 1. Zur gesetzlichen Rücklage 500.— RM.; 2. zur Bauerneuerungsrücklage 1000.— RM.; 8. Divi3/24 Proggst, auf u. 4685= Gülferudlage 6 5 B4 121,03 Mm.: 4. Rest zur Hilfsructag### Die non dem Versammrungsleiter veantragte zür Bauerneuerungsruungg. dende 3/83.ro a i haben 1211,03 Rm.; 4. Rest zur Hilfs RM.. Die von dem Versammlungsleiter, peantragte Entlastung wurde erteilt. Für das als Vorstandsmitglied bestellte Aufsichtsratsmitglied Kamerad Habich wurde der Kamerad Maas in den Aufsichtsrat gewählt. Die satzungsgemäß ausscheidende Kameradenfrau Kruse wurde wiedergewählt. Der Vorsitzende des Vorstandes erlauterte sodann das für das Jahr 1936 in Aussicht genommene Bauvorhaben von 18 Siedlerstellen. Diese Siedlung soll auf dem von der Genossenschaft im Anschluß an die Siedlung Helstraße erworbenen Gelände erstellt werden. Es handelt sich um Einzelhäuser von zirka 90 Quadratmeter Wohnflache. Die Grundstücksfläche soll zirka 1000 Quadartmeter je Siedler stelle betragen. An Hand von Zeichnungen und eines Modells ging Kamerad Schamp dann auf die Einzelheiten des vorgesehenen Haustyps ein. NSKOB.=Frontsoldaten sammeln. Wieder hat der Reichskriegsopferführer die Frontsoldaten zur Straßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag aufgerufen. Erstmalig wurde die RSKOV. im Januar dieses Jahres für das Winterhilfswerk eingesetzt, während sie diesmal die Scherflein zum besten des Deutschen Luftsportverbandes zusammenträgt. Alle Frontsoldaten in der NSKOV. werden wie immer auch am Sonntag ihre Pflicht tun und beweisen, daß für sie der „Sozialismus der Tat“ eine Selbstverständlichkeit ist. Der für Sonntag vorgesehene Avpell wird mit Rücksicht auf die Sammlung auf den 7. Juni verlegt. Auch die Kameraden der„Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener“ haben sich in echter Kameradschaft zur Mithilfe bei der Sammlung zur Verfügung gestellt. Mitglieder= und Werbeversammlung veranstaltet Dazu sind alle der RSKOV. noch fernstehenden Frontkameraden herzlichst eingeladen, denn die NSKOV. ist nicht nur der Zusammenschluß der Kriegsovfer, sondern darüber hinaus der, der NSDAP. angeschlossene. Verband der Frontkämpfer. Darum Frontkameraden, rommt alle zu dieser Veranstaltung. Stadtteil Hordel 80 Jahre alt. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Kolonie Dahlhausen, Frau Anna Niemeier, Neuflözstraße 7, vollendete am Himmelfahrtslage in bester Gesundheit ihr 80. Lebensjahr. Im evangelisch=kirchlichen Leben der Gemeinde war die alte Dame führend mit tätig und hat sich vor allem um den Aufbau der Evangelischen Frauenhilfe große Verdienste erworben. Zahlreiche Gluckwünsche gingen der Jubilarin zu. Die Gefolgschaft„Hannover“ Rhein. Mittwoch an Nhein, und Donnerstag weilten 800 Angeyörige der Gefolgschaft der Zeche„Hannover“ am Rhein. Ein Sonderzug führte sie Mittwoch morgen um 5,22 Uhr von Bahnhof Hordel=Eickel hinaus ins Bergische Land. Die Eisenbahnfahrt ging bis Koblenz, von da aus fuhr man mit dem Rheindampfer„Ostmark" sieben Stunden auf * Matn ggt#venbs dem schönen Strom, bis Mginz, wo auch Nachtquartier Lokale des Pg. Lohmann, bezogen wurde. Eine Besichtigung der beiden Städte Straße 192, eine öffentliche Mainz und Wiesbaden wurde noch am gleichen Tage Sumpscaze in Stadtteil Laer NS.=Volkswohlfahrt. Heute abend um 6 Uhr versammeln sich alle Helferinnen der Ortsgruppe auf der Geschäftsstelle hinter der Schillerschule zu einer Besprechung über den Reichsmütterdienst. Luftschutzübung. Die am Mittwoch nachmittag in der Dannenbaumstraße durchgeführte Luftschutzübung lockte viele Schaulustige herbei. Alle Hauseinsatzkräfte hatten bei dieser Uebung zu beweisen, daß sie das in den Schulungsstunden Erlernte auch in die Tat umzusetzen verstehen. Der Uebung wohnten der stellvertretende Ortsgruppenleiter von Groß=Bochum Dr. Hoffmann und Oberleutnant Donnerstag bei. Bei der Kritik betonte der Schiedsrichter, daß die Uebung sehr gut geklappt habe.— Im Rahmen der Luftschutzwerbewoche findet am Samstag um 20 Uhr auf dem Hofe der Schillerschule eine Schauübung statt. Um regen Besuch dieser aufklärenden Veranstaltung wird gebeten. Stadtteil Hiltrop Hochbetagt. Heute vollendet die Witwe August Dohle, Adelheid geb. Wildförster, ihr 72. Lebensjahr. Vor 25 Jahren hat sie ihren Mann durch Unglücksfall verloren, ein Sohn ist in Feindesland gefallen. Von ihren 14 Kindern können heute zwei Söhne und vier Töchter, außerdem fünf Enkel und ein Urenkel gratulieren. Ihren Lebensabend verbringt sie bei ihrem jüngsten Sohn August. Seit 30 Jahren bezieht sie den „B..“, den sie noch jeden Morgen mit großem Interesse liest. Stadtteil Bergen Angefahren und verletzt. Das vierjährige Töchter: chen der Eheleute B. aus der Bergener Straße lief Samstag nachmittag auf der Straße vor ein Motorrad. Es wurde zu Boden geschleudert und am Kopf erheblich verletzt. Die erste Packlage ist festgewalzt, Rüstig schreiten die Arbeiten zum Ausbau des Lottentales vorwärts, die nun bereits seit einem Jahre ausgeführt werden. Arbeitsdienst, Wohlfahrtsarbeiter und Unternehmerkolonnen haben ihr Teil dazu beigetragen, um das abgeschlossene Tal dem Verkehr zu erschließen. Die Hauptarbeit galt bis jetzt dem mittleren Stück von der Stiepeler Straße bis zur Wirtschaft Wengeler. Nachdem die Straße durch Anschüttung erweitert wurde, der Fahrweg von Bordsteinen eingefaßt und der Zaun auf der linken Seite zurückgesetzt wurde, hat die Straße auch eine gehörige Packlage von Bruchsteinen als Unterlage bekommen. Als dann Sand und Asche übergeworfen war, konnte die große Dampfwalze anrollen und ihre Arbeit beginnen. Sobald die erste i7 Packschicht festgewalzt war, traf sofort Wagen auf Wagen mit Kleinschlag ein, der als zweite Schicht einjewalzt wird. Nicht lange mehr wird es dauern, bis phot.: Schley jetzt kommt der Kleinschlag daran kann. Auch an der rechten Bürgersteigseite hat die Stadtverwaltung junge Bäume pflanzen lassen. Sie werden als Ersatz für die Bäume, die den Arbeiten zum Opfer fallen mußten, später als Schattenspender dienen. Der zweite Abschnitt bis zur Zeche Klosterbusch sieht ziemlich wild aus. Wohlfahrtsarbeiter haben hier die Fahrstraße festgelegt und ausgehoben, wobei eine Anzahl großer Bäume mit der Wurzel entfernt werden mußten. An manchen Stellen mußte der Weg erweitert werden, um die nötige Breite zu erhalten. Nun gräbt man links den Berg ab, um rechts bis zum Bach auszufüllen. Auch die Schutthalde bei Wengeler wird allmählich verschwinden. Ein Bild der Arbeit, des Schaffens und Werdens. Auch am Eingang des Lottentals vom Eichenweg an haben schon Arbeitskolonnen geschafft und die Vorarbeiten erledigt. Das Bett der Lotte ist eingeebnet und der ganze Weg planiert worden. In Kürze werden wohl auch hier die weiteren dies Stück der Straße dem Verkehr übergeben werden Arbeiten beginnen. 190 Anlbineler= Wanderdrge neu gezeichnel Wie das vorbildliche und schöne Bochumer Wanderwegenetz entstand Kreuz und quer durchs Heimatland Das Bezirkswander= und Verbindungswegenetz des Bezirks Groß=Bochum des Sauerländischen Gebirgsvereins darf in jeder Hinsicht als vorbildlich bezeichnet werden. Wie sich alle Bochumer Volksgenossen, die jemals den markierten Wanderwegen nachgegangen sind, entsinnen können, bestanden die Merkzeichen aus gelber Oelfarbe. Die gelbe Farbe hat sich jedoch trot ihrer anfänglichen Leuchtkraft auf die Dauer nicht als zweckmäßig erwiesen. Besonders in den späten Nachmittagsstunden und in der Abenddämmerung machte das sichere Erkennen der gelben Zeichen den Wanderern oft Schwierigkeiten. Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen, alle Wanderwegemarkierungen nur in Stadtteil Grumme=Böde Mütterehrung der NS.=Frauenschaft Grumme=Böde Die NS.=Frauenschaft Grumme=Vöde handelte ganz im Sinne des deutschen Muttergedankens, indem sie am Mittwoch nachmittag die kinderreichen Mütter des von ihre betreuten Stadtteils in das Lokal Burrack bitten ließ, um sie im Rahmen einer Frühlingsfeier besonders zu ehren. Im festlich geschmückten Saalbau hatte man den Müttern besondere Ehrenplätze eingeräumt. Die Begrußungsansprache der Frauenschaftsleiterin Frau Kahre war ein echtes Feiertagswort, gewidmet allen Müttern, die sich in Liebe zum Kinde und zum Volke verzehren. Eine Minute stillen Gedenkens für den in die Ewigkeit abberufenen SS.=Brigadeführer Julius Schreck und die feierliche Verpflichtung von vier Frauenschaftsmitgliedern unterbrachen für einen kurzen Augenblick die Festfolge, die weitergeführt wurde mit einem von Frau Edinger klangschön zum Vortrag gebrachten Liederzyklus zu Ehren der deutschen Mutter und mit einer Feierrede über die Hoheitsstellung der Frau und Mutter im Dritten Reich. In lebenden Bildern zeigte der von Frau Grotepaß und Frau Schwarzschulz geführte Spielkreis das vom stillen Heroismus erfüllte Leben der Mutter im Kreise der Kinder und der heranwachsenden Jugend. Allmählich ging die fröhliche Unterhaltung in die Frühlingsfeier über, deren sinnige Ausgestaltung mit gerngesungenen Volksliedern und reizenden Gedichtvorträgen, mit der umrahmenden Feiermusik allen Mitwirkenden, insbesonders aber der Singschar, viel Beifall einbrachte. Stadtteil Riemke Hauptkonzert. Am Sonntag. 24 Mai, veranstaltet der MGV.„Sangeslust" bei Förster sein erstes HauptPrivataufnahme Wander=Meyer auf Markierungsfahrt weißer Oelfarbe anzubringen, da die weißen Merkmale auch noch in stark vorgeschrittener Dunkelheit mühelos zu erkennen sind. Im Bezirk Groß=Bochum sind nicht weniger als 130 Kilometer Bezirkswander= und Verbindungswege neu gezeichnet worden. Die gesamte Arbeit der Wegeneuzeichnung hat fast ausschließlich der Bezirksvorsitzende des SGV., Hermann Meyer den man in Bochum nur unter seinem Ehrennamen„Wander=Meyer“, kennt, durchgeführt. Bei jedem Wind und Wetter war er in den letzten Monaten mit Farbtopf und Pinsel unterwegs, um seine Wegweiser zu markieren. Würde man die 130 Kilometer des Bochumer Wandernetzes hintereinander abgehen wollen, so würde das einer Strecke von Bochum bis Siegen oder Winterberg oder Salzuflen oder Honnef entsprechen. Das gesamte Bochumer Bezirkswanderwegenetz verdankt seine Entstehung dem langjährigen Vorsitzenden der Ortsgruppe Bochum des SGV., dem jetzigen Bezirksvorsitzenden Hermann Meyer. Kurz vor Ausbruch des Weltkrieges, im Jahre 1914, war die erste Festlegung und Zeichenmarkierung der Bochumer Wanderwege durchgeführt. In den Jahren davor durchstreifte„WanderMeyer", kreuz und quer die schöne Heimat, um die schönsten Wanderwege herauszufinden, und der so viele Wanderfreuden vermittelnde Weg, so von Bochum über Herbede nach Witten, oder über Weitmar und den Wienkopp nach Blankenstein, oder durch das Sudholz und Hörsterholz nach Dahlhausen, oder nach Vormholz oder Heven oder Wengern ist viele dutzende Male vorher auf seine Zweckmäßigkeit erprobt, also gewandert worden. Nicht anders war es mit den später geschaffenen Verbindungswegen, die je nach der zur Verfügung stehenden Zeit die herrlichen Rundwanderungen ermöglichen. An jedem Sonntag und Feiertag vom Vorfühling bis zum Spätherbst erfreuen sich viele Tausende von Erholung und Ausspannung suchenden Volksgenossen auf den die Schönheit unserer engeren Heimat erschließenden Wanderwegen an dem Reichtum der landschaftlichen Reize des Bochumer Ruhrlandes und lernen so die Heimat kennen und immer mehr lieben. Ob jemand nur für wenige Stunden sich in der freien Natur ergehen will oder ob jemand einen ganzen langen Wandertag mit all seinen Freuden auskosten möchte, das Bochumer Wanderwegenetz wird allen Ansprüchen gerecht. Welches der schönste Wanderweg ist, läßt sich wohl kaum sagen. Sie alle vermitteln uns das Schöne der Heimat, das erwandert sein will. Drum— frisch auf zum fröhlichen Wandern! vorgenommen. Der Donnerstag brachte zunächst die Dampferrückfahrt bis Rüdesheim mit Besuch des Nie, derwalddenkmals und die Weiterfahrt bis Koblensteins statt. Reich an Erlebn nehmer in die Heimat zurück. Aus dem Nachbargeviet Stadt Wattenscheid Ballonaufstieg auf dem Gertrudisplatz Die im Rahmen der Luftsport=Werbewoche durchge, führte Ballonfahrt am Donnerstag morgen zog mehrere tausend Zuschauer an. Während der Füllung gab der Musikzug des HJ.=Unterbannes ein Konzert. Um 11.15 Uhr war der Ballon„Raven“ gefüllt. 1260 Kubikmeter Gas hatte der Ballon ausgenommen. Außer dem Ballon, führer Götze(Düsseldorf) fuhren Staffelführer des RSKK. Pastek, der als Unparteiischer für die Verfolgungsfahrt der annähernd 100 Motorräder wirkte. sowie Kreisleiter Kleschies mit. Bei dem Aufstieg spielte die HJ.=Kapelle das Deutschland= und das Horst. Lessel=Lied. Der Ballon nahm die Richtung Soest, Unna. Stand der Schulverhältnisse in Wattenscheid am 15. Mai 1936 Nach dem neuesten Plan der Schulverhältnisse des Stadtschulverbandes Wattenscheid vom 15. Mai gibt es insgesamt 8642 Schulkinder aller Systeme. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Systeme: katholische 2285 Knaben und 2276 Mädchen in 93 Klassen, mit 56 Lehrern, 37 Lehrerinnen und sechs technischen Lehrkräften. Die Schule mit der höchsten Kinderzahl ist die Marienschule mit 704 Kindern; evangelische 2041 Knaben und 1950 Mädchen, in 83 Klassen mit 56 Lehrern, 27 Lehrerinnen und fünf technischen Lehrkräften. Die Altstadtschule hat mit 659 Kindern die höchste Kinderzahl. In den Hilfsschulen beider Konfessionen sind zusammen 90 Kinder untergebracht. Es gibt 11 katholische, 12 evangelische Schulen und je eine Hilfsschule. Zusammen sind es 180 Klassen mit insgesamt 191 Lehrkräften. Der Durchschnitt der Klasse beträgt 40,01 und der der Lehrkraft 48,01. * Eröffnung der Waldbühne Höntrop. Trotz des wenig günstigen Wetters hatte sich zur Eröffnungsvorstellung eine recht stattliche Besucherzahl eingefunden, die der Aufführung von Spannuth=Bodenstedts Lustspiel„Im Krug zum grünen Kranze“ mit starkem Interesse folgte. Das Lustspiel— heiteres Volksstück nennt es der Verfasser— ist reich an witzigen Einfällen und verbürgt einige heitere Stunden. Die von Hubert Meuter einstudierte Aufführung stand auf beachtlicher Höhe und war geeignet, der Bühne in diesem Jahre neue Freunde zu erwerben. Aus der großen Zahl der Darsteller seien hervorgehoben Hubert Meuter als Rentner Zobelfell, Ruth Grabner und Erna Kraus als seine Töchter Anna und Lotte. August Hellwig als Hermann Hühnchen und Fritz Krummeich als Feldwebel Pfiffig. Es gab starken Beifall. Die abgeschnittenen Abbewohner. Seit hundert und mehr Jahren war der Friedhofweg der Ahbewohner durch die obere Ab seit Anlage des Bahndammes an diesem vorbei und dann weiter über die Stephan= oder Südstraße zum Westenfelder Friedhof. Jetzt ist dieser Weg nicht mehr befahrbar, weil er nicht mehr besteht. Er ist dem Siedlungsbau zum Opfer gefallen und die Ahbewohner stehen vor der Tatsache, auf dem bisherigen Wege nicht mehr zum Friedhof zu kommen. Sie müssen jetzt zunächst die Matten= oder Harenburg hinunter bis zur Baarestraße oder bis zur Höntroper Straße. Sie müssen also zunächst einmal durch ganz Höntrov. Dabei ist nicht ohne wesentliche Bedeutung, daß ein Teil des so zu begehenden bzw. zu befahrenden Weges Privateigentum ist, der unter Umständen jederzeit gesperrt werden kann. Tatsächlich also sind die Ahbewohner jetzt von jeder direkten Verbindung mit Wattenscheid abgeschnitten. Sie müssen, wollen sie einen direkten Weg einschlagen, immer zuerst durch Bochumer Gebiet. Wissenschaftliche Wanderung. Die NS.=Kulturgemeinde Wattenscheid beainnt am kommenden Samstag die Reihe ihrer wissenschaftlichen Wanderungen mit einer Wanderung zum Schloß Horst=Ruhr und der altfränkischen Vrybura. Die Teilnehmer versammeln sich um.30 Uhr am Bahnhof Höntrop, von wo der Abmarsch erfolgt. Die Besichtigung der Burgruine Horst und der Vryburg erfolgt unter fachkundiger Führung. Tödlicher Unglücksfall bei der Arbeit. Auf einer Wattenscheider Schachtanlage ereignete sich Mittwoch abend beim Rangieren eines Güterzuges ein tödlicher Unglücksfall. Als der Rangierer Dreißen das Sianal zum Abfahren gab, schlug ihm die Klappe eines Kohlenwagens mit voller Wucht auf den Er kam dadurch so unglücklich zu Fall, daß eine Reihe Waggons über seinen Körper fuhren Der Schwerverletzte wurde sofort dem Knappschaftskrankenhaus in Gelsenkirchen zugeführt, wo er jedoch um 10 Uhr verschied. Stadt Wanne=Eicke Hohes Alter. Ihren 80. Geburtstag kann Frau Henriette Nowak. Heidstraße 35, feiern.— Den 70. Geburtstag feierte Frau Kremer, Yorkstraße 8.— Ihren 82. Geburtstag feierte Ehefrau Heinrich Stavel. Harkortstraße. Luftschutzkundgebung in Röhlinghausen. Im ssillten Saale Kokorniak in Röhlinghausen fand am Mittwoch abend eine Großkundgebung des Reichsluftschutzbundes Röblinghausen statt. Nach kurzen Begrußungsworten von Rektor Heitkamp, der die vorgesehenen Veranstaltungen der Werbewoche streifte, sprach der Schulungslehrer Balke über den Sinn und die Aufgaben des Luftschutzes. Zehn Jahre Blindenverein. In diesen Tagen kann der Blindenverein auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Vor zehn Jahren wurde der Verein gegründet der später auch den Verein Freunde der Blinden in sich aufnahm. In einer besonderen Feier soll des Tages der Vereinsgründung gedacht werden. Angefahren und verletzt. In den Abendstunden des 19. Mai wurde auf der Dorstener Straße eine gängerin von einem Motorradfahrer angefahren. verletzt. Sie mußte dem Krankenhaus zugefuht werden. Eigentümer gesucht. Bei der Kriminalvolizei kirchener Straße, ist ein Herrenfahrrad sichergestet; das vermutlich aus einem Diebstahl herrührt. wurde am 19. Mai, gegen 19 Uhr, an einer Trinkhall Auf der Wenge von Kindern gefunden. Stadt Gelsenkirchen Schrecklicher Selbstmord. Ein 31jähriger Gelsenkirchen machte in einem Zustand von Geistes gestörtheit auf schreckliche Weise seinem Leben ein EndeEr übergoß sich mit Petroleum und zündete sich an. Der Mann, der schwere Brandwunden erlit wurde sofort einem Krankenhause zugeführt, wo er bald stark. 1590 „Tödlich verbrüht. Ein bedauerlicher fall ereignete sich am Mittwoch nachmittag unt Eisenbahnunterführung an der Hillestraße in Gel kirchen. Der Sohn des Klempnermeisters Schul)#, mit der Drucknachprüfung eines Warmwasserge##ejunge schäftigt, als der Kessel vlötzlich explodierte.„Der Schulz wurde im Gesicht und an den Hanoen so sch“ verletzt, das der Tod bald eintrat. * Dr. Erich Hoener Cläre Hoener geb. Brauer zeigen ihre Vermählung an Bod Godesberg, den 22. Mai 1936 Godesberger Hof Der Herr über Leben und Tod rief Dienstag mittag 2¼ Uhr meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Prad Priederike Korte geb. Wirth nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 45 jahren zu sich in den Himmel. In tiefem Schmerz: Karl Korte Klara Korte Karl Korte Erna Korte Bechum V. Baaren(Holland), den 20. Mai 1936 Riemker Strabe 36 Die Beerdigung findet Samstag. nachm. 3¼ Uhr. von der Leichenhalle des Friedhofes.-Riemke aus statt Am 16. Mai verschied nach kurzem Krankenlager unerwartet unser Gefolgschaftsmitglied Pradiemh-Eise, Senelers Die Verstorbene hat drei jahre unserer Firma in treuer Pflichterfüllung angehört und erfreute sich bei ihren Arbeitskameraden allgemeiner Beliebtheit. Wir werden der Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Bochum, den 22. Mai 1936 Führer und Gefolgschaft der Pongs&am; Zahn Textilwerke AG. Abt. Bochumer Schürzenfabrik Nachruf Am 19. d. M. verschied zu Bed Neuenahr Wir verlleren In dem Dahingeschiedenen einen freuen Mitarbeiter, der lange Jahre sein ganzes Können für uns pflichtelfrig eingesetzt hat und dessen Ableben wir schmerzlich empfinden. Auch persönlich sland er uns nahe. Sein Andenken wird bel uns In Ehren fortieben. Bochum, den 20. Mal 1936. Führer und befolgschaft der Westiement Verhautsgemeinschaft Westdeutscher Zementwerke J. R. J. I. Puhmalin-Brauit 12 für Qualitätsraucher Fritz Jansen Brückstraße 48, Kortumstr. 93 u. 22 W Vergebung von Bürgersteigarbeiten. Die Befestigung von verschiedenen Bürgersteigen im Stadtbezirk Ehrenseld soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind in der ßenbauabteilung des Stadtbauamtes Bochum, Rathaus, Zimmer 370, erTermin für die Angebote: Samstag, den 30. Mai 1936, 11 Uhr. Bochum, den 22. Mai 1936. — Der Oberbürgermeister. Straßenbauarbeiten. Die Ausbauarbeiten für die Straße Lottental“ von der Grimberg= straße bis Zeche Klosterbusch sollen vergeben werden. Verdingungshefte sind bei der Straßenbauabteilung im Rathaus, Zimmer 370, erhältlich. Termin für die Angebote: 29. Mai 1936, 11 Uhr. Eine Begehung der Baustrecke findet statt am Montag, dem 25. Mai 1936,.30 Uhr. Bochum, den 22. Mai 1936. Der Oberbürgermeister. Stadtleihamt Bochum. Die Versteigerung der verfallenen 0000000000 2 Verlange 8 esarfecklichs die echlen Zirkulin 0 hoblouch-Perleng in der gelben Ruckung 0 geichlos oeschmachlos 0 Arztlich erprobt 0 o# und empfohlen! 0 0 wirken vorbeugend gegen Arlerien 0 0 verkalkung. hohen Blutdruck Ver 0 0 dquungsbeschwerden uschalfen 0 0 korperliches Wohlbesinden. □ □ Chällich in Apolheken u Drogerien 0 Hondispackung Pfänder aus dem Monat Oktober 1935, Pfandnummern 521 518—526 610, bestehend in Trau= und sonstigen Ringen Brillantsachen, silbernen und goldenen Damen= und Herren=Uhren, Gold= und Silberwaren und anderen Wert= und Gebrauchsgegenständen Musikinstrumenten, Wäsche, Kleiderstoffen, Bekleidungsstücken aller Art, Schuhen, phot. Apparaten, Näh= und Schreibmaschinen, elektr. Haarschneidemaschinen, Staubsaugern, 1 Schusterund 1 Schneidermaschine, 1 Dauerwellen=Apparat„Mirakel“, findet am Donnerstag, dem 4. Juni, und Donnerstag, dem 18. Juni 1936, vormittags von 8½ Uhr an, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, statt. Der Leihbetrieb ist an diesen Tagen geschlossen. Personen, die bei Goldwaren den Zuschlag erhalten, müssen sich über Namen und Anschrift ausweisen. Bei Goldwaren, die als Alt= und Bruchgold anzusehen sind, muß die vorgeschriebene Bescheinigung der Devisenstelle vorgelegt werden. Die bei den Versteigerungen etwa erzielten Ueberschüsse können nach dem Verkauf innerhalb Jahresfrist bei der Leihamtskasse in Empfang genommen werden. Nach Ablauf dieser Frist verfallen sie zu Gunsten der Armenfürsorge. Die Einlösung dieser Pfänder ist noch bis zum 3. Juni 1936, vormittags, zulässig. Im übrigen werden Erneuerungen bei Ueberschreitung der sechsmonatigen Beleihungsfrist eine Woche vor der ersten Versteigerung grundsätzlich abgesehnt. Die bei den Versteigerungen nicht abgegangenen und vom Stadtleihamt gemäß Paragraph 10 des Gesetzes vom 17. 3. 81 erworbenen Gegenstände können nach der Versteigerung während der üblichen Verkehrsstunden im Stadtleihamt freihändig gekauft werden. Bochum, den 15. Mai 1936. Der Oberbürgermeister. Packung 0 000000000 Echt und frisch zu haben bei Bernh. Altmikus, Stadt-Drogerle, Bongardstrabe 12 Marien-Drogerie H. Höltermann, Marienstraße 21 Drogerlen Reinhardt, Bochum, Moltkemarkt 39 und Brüderstr., Ecke MärkischeStr.; Drogeris Störing. Hellwes 1 In Boch.-Riemke: Drogerle Bruno, Herner Str. 353, gegenüber Riemker Kirche Sein Wunsch ist erfüllt ein FamilienNachrichten aus anderen Zeitungen übernommen— Geboren: Knaben: Hagen: Walter Lukas(Erna Busch). Köln: Rechtsanwalt Dr. Josef Decker(Anneliese Schneider). Fritz Rustemeyer(Käthe Schloesser) Verlobte: Dortmund: Mimt Gerlach mit Walter Petter. Hilde Puschmann mit Karl Petter. Vermählte: Düsseldorf: Heinz Lethen mit Maria Junker. Ernst Gerlitz mit Edelgard Rudersdorf. Gelsenkirch.: Heinrich Kerkloh mit Josefine Paucnik. Gestorben: Dortmund: Hermann Heuner, 92 Jahre. Dutsburg: Hermann Depuhl, 83 Jahre. Düsseldorf: Maria Eitel, geb. Kürten, 92 Jahre. Lore Mattern, geb. Bayard. Josephine Rösgen, geb. Lemger, 58 Jahre. Gelsenkirch.: Hedwig Kissel, geb. Pfeisser, 34½ FAHRKAD *•• p Fahrradhaus K 01 am Rathaus Bochum Jetzt kaufen—— nach Plingsten zahlen Gute Polstermöbel Sessel. Sofas und Couch, Umarbeiten und modernisieren Polsterwerkstatt Thiel Humboldtstr. 52 suchen Ne Abwechtlung! Wollen Sie verreisen! Wegweiser is1 Jhnen In allen Tällen der Aureigenteil des „Bochumer Auzeiger“ (Unterricht Studienreferendarin beaufs. Schularb. von Schülern In großer Auswahl bei und Schülerinnen (monatl. 20—25.4) u. erteilt Nachhilfe besond. in Latein u. Therese Ottenhaus cherese Bilenhaus Kortumstr. 109 Humboldtstr. 48c. Samstag, den 23. Mai 1936, morzene.15 Uhr. ündet in der St.-Marien-Kirche zu Bochum das 30tägige Seelenamt für die verstorbene Auguste Neveling statt, wozu freundlichst eingeladen wird Armer lar 20 Brrge ver19. 20 M. bei d. Trinkhalle Müseler Essener Str., oder Umg. Abz. O. Jäger, Kortumstr. 41. mit Kostproben- Eintritt frei Neute, Freitag, den 22. Mal, nachmittags 4 Uhr in Unserem Geschäftshause. Eintrittskarten werden tostenlos an der Kasse abgegeben. westdeutschlande größtes Spezlal-Ofenhaus Bochom„ Kortumstraße 111 7 Ecke Brückstraße Vertoren 9 ZUR PFINGSREISE. und was dazu gehört finden Sie in großer Auswahl preiswert bei Zimmermann Kortumstr. Tel. 62234 UmterrichtsAnzeigen Im.A. erfolgreich Ich gehe immer nach (Gantialen) Beamtenkredite sof. ohne Vorkosten 15—20 Monatsr. Außerdem sof. für RM. 1000.— monatl. Rückzahlg. RM. 20,83, verm. August Wolff, Herne(Wests.), .=Göring=Str. 8. Schnauft Wer leiht einer Wirtin S00.- RIII. für ½ Jahr gegen gute Sicherheit u. Zinsen? M. N. 9303 Anz. 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