Bezusspre igeihstabholer.85 RM., monatlich oder 93 Bf. balbmonatlich. Hezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, FunkOesut*„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 1½z funf Sonntagen im Monat. Wenn das Erscheinen der durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. ##indert wird#sn Ersatzansprüche gestellt, werden.— Geerv zstelle 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung, außer Mittwochs und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 30. April 1936 43. Jahrgang Nummer 101 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Bö%ginz im Anzeigenteil und in 78 mm Preigzereinsanzeigen(die nicht der anzeigen, und Stellengesuche, 6';, einspaltige Anzeigen,(StellenVirtschaft Anzeigen privater Ari) 8 Bf., Anzeigen im Vereins= oder Zeit isti Preisiste Nr. 6 gulig, Nachlatztassel B.; erscheinende mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 9 mit 813 scher : Te„Ortel, lögen zug 1gemeihiger Sitz FischASen antel ode: beitet Intorm e gearben faren rtikel bInder it Woll-Einlage teilen, Jeholten 15 nieigennnahmestellen Schumer Rozeigert di. Dey zul T. Andl 1930 NSK Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. und Reichsleiter der DAF., Dr. Ley, erläßt zum 1. Mai den nachstehenden Aufruf: Männer und Frauen der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Deutsche in Stadt und Land: Freut euch des Lebens! Jede Lerche trillert es in den Frühling. Jede Meise und Wachtel schlägt es in den taufrischen Morgen. Der Mai ist gekommen, so jauchzt und singt es durch die Natur, und die Bäume schlagen aus, so sprechen die Blumen und Blüten. Die weite unendliche Schöpfung Gottes klingt und singt und sprießt und lacht von der überquellenden Lebensfreude. Da spricht der törichte Mensch vom Jammertal dieser Erde; von ewiger Sünde und Schuld, von zerknirschender Buße und knechtseliger Gnade. Freut euch des Lebens! Wir sollen leben und wir wollen leben. Wir freuen uns unbändig des Lebens. Alles war war: Klassenhaß und Standesdünkel, Parteienhader und Konfessionsstreit, zersetzende Kritik und feiger Pessimismus, liberalistisches Bürgertum oder marxistisches Proletariat, sie alle, alle verneinten das Leben. Ihnen ist das Leben und die Arbeit eine Last, sie verfluchen jeden neuen Tag. Sie hassen. Sie hassen ihren Volksgenossen und hassen letzten Endes sich selbst. Sie predigen und säen Vernichtung und Zerfall, Terror und Despotie, Grauen und Schrecken. Es ist immer das gleiche, ob mittelalterliche Inquisition und Herenverbrennung oder bolschewistisches Grausen und Völkerausrottung: Sie wollen nicht leben. Sie kennen nicht den Sinn der Schöpfung, und wo sie ihn kennen, da verdrehen sie den Willen Gottes, damit sie selber— auf die Leichtgläubigkeit der Völker hoffend— ihre schreckliche Diktatur über die Völker aufrichten können. Demgegenüber setzen wir den unverrückbaren nationalsozialistischen Lebenswillen, die Lebenshoffung und die Lebensfreude. Freut euch des Lebens! Wir dürfen wieder hoffen. Wir haben wieder Arbeit. Das Leben hat wieder einen Sinn. Freut euch des Lebens! Wir kennen wieder unser Vaterland. Wir wissen jetzt, was Volksgemeinschaft, was wahrer Sozialismus sind: Wir haben unsere Heimat wiedergefunden. Wir waren wurzel= und heimatlos und haben nun das beglückende Gefühl: wieder zu Hause zu sein. Freut euch des Lebens! Wir sind wieder gesund geworden. Die Krise ist überwunden. Nach schweren Fieberträumen sehen unsere Augen wieder frisch und klar. Unser Gehirn fängt wieder an, klar und vernünftig zu denken. Unser Herz und unser Puls schlagen wieder ruhig und regelmäßig. Freut euch des Lebens! Wir haben unsere Ehre wieder, wir sind wieder geachtet in der Welt. Man kann uns nicht mehr behandeln wie einen Negerstaat, wie eine Kaffernrepublik. Freut euch des Lebens! Wir sind wieder stark geworden. Wir haben wieder eine herrliche Armee. Wir sind nicht mehr schutzund wehrlos. Der Ertrag der Arbeit gehört wieder uns, uns ganz allein. Freut euch des Lebens! Wir haben einen unvergleichlichen, einzigen Fühker. Er geht uns voran und führt uns mit Klugheit, Kraft und Mut. Er ist uns ein leuchtendes Vorbild dieses unbändigen deutschen Lebenswillens. Adolf Hitler, du allein hast dieses Volk enweckt. Der Herrgott segnet dein Werk sichtbarlich für jedermann. Mein Führer!— so sprechen alt und jung, arm und reich, Handwerker, Bauer und Arbeiter. Welche Liebe, Glaube und Verehrung liegen in diesem innigen„Mein Führer"! * Mein Führer! Als Leiter der größten Gemeinschaft, die die Erde jetzt und zu allen Zeiten je gekannt, im Namen der 30 Millionen schaffenden deutschen Menschen in der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ darf ich Ihnen, mein Führer, sagen: Diese Männer und Frauen wollen nicht das Paradies trügerischer Versprechungen und gleisnerischer Selbsttäuschung. Diese Männer und TAI □□0 e aes h O Re * — TA 932 Frauen wollen nicht nur Sonnenschein und Vergnügen allein, diese Menschen wissen, daß sich das Leben aus Sonne und Regen, aus Freude und Sorgen, aus Feier= und Alltag, aus guten und bösen Tagen zusammensetzt. Das alles, mein Führer, wissen diese einfachen und doch so herrlichen Menschen. Das haben Sie dieses Volk gelehrt. Und weil dieses Volk nun die Wahrheit kennt und das Leben so sieht, wie es wirklich ist, ohne Tünche und ohne Schminke, gerade deshalb liebt das deutsche Volk dieses Leben, sein Los und damit Deutschland so unbändig. Freut euch des Lebens! Jawohl, mein Führer, wir freuen uns der wiedergefundenen deutschen Heimat, und wir wollen immer wieder in alle Zukunft hinein den 1. Mai als das Fer der deutschen Lebensfreude und Lebensdisziplin feiern, als das Fest der Vermählung des erwachenden Frühlings mit der Arbeit. Am 30. April, von 19.45 bis 20 Uhr, übertragen alle Reichssender, mit Ausnahme des DeutschlandSenders, den vorstehenden Aufruf, mit dem unter der Parole Freut euch des Lebens!“ die Kraft=durch= Freude=Maifeste im ganzen Reich eingeleitet werden Der Aufruf, der von Darbietungen der Werkscharen meinschaft„Kraft durch Freude“, Ogck.„ gemein, verkündet. Mit dem Aufruf, der überau im GemeinHch. Hoffmann schaftsempfang gehört wird beginnen im ganzen Reich die„Kraft=durch=Freude"=Veranstaltungen am Vorabend des 1. Mai. Nach dem Gemeinschaftsempfang wird die neue Fassung des Liedes Lebens“ gesungen.(Unsere Leser finden den Text des Liedes auf Seite.) Flaggen mit Eintritt der Dunkelheit wieder einziehen! and Berlin, 29. April. Der Reichs= und preußische Minister des Innern gibt im Einvernehmen mit dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda folgendes bekannt: Es ist erneut beobachtet worden, daß die Reichsund Nationalflagge an allgemeinen Beflaggungstagen nachts nicht eingezogen wird und häufig über die andnete Beflaggungszeit hinaus hangen blei nachts nicht eingezogen wird... 67.i5t Eür geordnete Bestaggungrzen hmnaus hangen rleidt. Für die öffentlichen Gebäude ist vorgeschrieben, daß die Beflaggung um 7 Uhr morgens beginnt und bei Eintritt der Dunkelheit endet. Diese Vorschrift gilt auch dann, wenn die Beflaggung mehrere Tage angeordnet worden ist. Die Bedeutung der Flaggenhissung erfordert, daß die Bevölkerung ihr Verhalten der behördlichen Regelung anpaßt. Es ergeht daher die allgemeine Aufforderung, daß bei Beflaggungen auch auf den Privatgebäuden die Flaggen morgens 7 Uhr gesetzt und mit Eintritt der Dunkelheit wieder eingezogen werden. Bekennins zur Feuue Frei und freudig begehen wir zum vierten Mak den 1. Mai als den Feiertag der geeintenaue Millionen Hämmer sind den schwieligen Arbeitersang entsunken. Auf deutschen Aeckern feiert die Pflugschar. Kontorschemel sind verwaist, Bankschalter und Läden geschlossen. Das tausendfältige Räderwerk des schaffenden Deutschlands hält im Surren inne, und über Stadt und Land liegt eine freudige Andacht, als ob in dieser Stunde auch das eiserne Getriebe der Fabriken mit den feiernden Menschen seine Eisenhände falte. Es ist kein kirchenheiliger Tag, der heute das werkende Deutschland zur Einkehr ruft, und seine freudige Werkstille hat nichts mit Buß= und Totentagstimmung zu tun. Dennoch: Ein himmlisches Leuchten segnet diese Stunde, Freude und Glück, Friede und Zufriedenheit, wie sie der Schöpfer empfunden haben muß, als er freien Menschen das Recht der freien Arbeit gab, das höchste und herrlichste Recht, das Sterblichen jemals verliehen wurde. Lange genug hatten die Baalspriester des falschen Sozialismus die arbeitenden Massen der Welt mit der These vom Fluch der Arbeit irregeleitet, hatten das freie Recht der Arbeit zum Sklavendienst herabgewürdigt, wie anderseits profitgierige Raffer ebenfalls den Sinn des werktätigen Lebens nur nach Dividenden und Zinsscheinen berechnen wollten. Das neunzehnte Jahrhundert, gepriesen als das Jahrhundert der großen Erfindungen und technischen Fortschritte, hat sich mit seinen marxistischen und liberalistischen Ideen an der Seele der schaffenden Menschen schwer versündigt. Ob vorsätzliche Irreführung oder Unterlassungssünde, ganz gleich: zerrissen und in zwei erzfeindliche Lager gespalten, trat die zivilisierte Welt in das neue Jahrhundert, von sozialen Fiebern geschüttelt, von Neid und Profitgier aufgepeitscht, von inneren und äußeren Spannungen in Atem gehalten, denen fast überall die Staatsmänner von ehedem nicht gewachsen Vielleicht wird später einmal ein genialer Geschichtsphilosoph den Nachweis erbringen, daß jene größte Katastrophe der europäischen Menschheit, der Weltkrieg, auch nur die Explosion jener mißgeleiteten oder leichtsinnig übersehenen sozialen und wirtschaftlichen Gegensätze war, die in allen beteiligten Ländern nach neuen Wegen drängten und schließlich auf das unglückliche Gleise des Weltkrieges gerieten. Es war eine Fehlspekulation. Denn was sich Staatsmänner von gestern vielleicht aus dem Zusammenprall der Völker erhofften, blieb aus. Ja, noch tiefer zerrissen und in ihrem eigenen Innern noch stärker aufgerüttelt und zersplittert, kehrten Europas Nationen aus dem Weltkriege heim. Jetzt witterte der Marxismus neue Morgenluft. Der wirtschaftliche Liberalismus sah sein Feld noch besser als vordem bereitet. Wir Deutschen selbst brauchen nur knappe Jahre zurückzudenken, um den grenzenlosen Irrsinn der miteinander verfeindeten sozialen und wirtschaftlichen Anschauungen zu begreifen. Der„rote 1. Mai“, der unwürdige Feiertag des Marxismus, blieb durch Jahrzehnte der Jahrestag der Volksverhetzung. Erinnern wir uns! Noch 1932 krachten Mordrevolver durch die Maifeiern. An den Straßenecken standen die Schutzpolizisten schwerbewaffnet, den Sturmriemen unter dem Kinn, in höchster Alarmbereitschaft. Marxisten grölten ihre vaterlandslosen und staatsfeindlichen Lieder durch die Straßen. Auf den Plätzen, von nationalen Denkmälern herab, durften Ausländer oder politisches Gesindel Deutschlands große Geschichte schmähen und in den Dreck ziehen, und während die undeutschen Marxistenführer die Feier zur Umsturzhetze mißbrauchten, kehrte sich das nationalgesinnte Volk von solchem Treiben verachtend 19361 Welcher Wandel der Dingel Welche Fügung durch den Willen zur Einheit und zur Einigkeit!.... Deutschland hat zu sich selbst heimgefunden. Die Baalspriester sind gestürzt. Kaum wird ihrer noch gedacht, und wo es geschieht, da nur in offener Verachtung und mit der Frage, wie diese Zeit der Würdelosigkeit und Zersetzung eigentlich über Deutschland hatte kommen können. Es ist ein schöner Zug des Deutschen, daß er Bitternisse und nationale Tiefen bald vergißt. In dieser Stunde jedoch, da sich Deutschland anschickt, seinen nationalen Feiertag zu begehen, wollen wir uns auch dieser beschämenden Zeiten erinnern, um ganz zu ermessen, was sich im deutschen Lande gewandelt hat und wie tief diese Wandlung ist. Fragt die Werktätigen, die sich morgen auf den Plätzen zur Gemeinschaftsfeier sammeln oder sich abends freudig beim Tanze drehen, ob einer dieser Volksgenossen noch an den marxistischen Satz vom „Fluch der Arbeit“, oder vom„Eigentum als Diebstahl“ denkt, geschweige denn mit ihm liebäugelt. Gewiß, auch heute und morgen werden noch viele ihre Seite 2 Nr. 101 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 30. April 1936 sozialen Forderungen erheben, werden mit diesem oder jenem nicht einverstanden sein, werden grübeln und für ihre Rechte eintreten. Mancher wird im stillen immer noch klagen. Aber diese Beschwerden und Klagen werden sich niemals mehr in einer Auflehnung gegen das staatliche und soziale Gefüge kundtun, geschweige denn in vaterlandslosen Liedern ausmünden. Der tiefe Wandel, den Deutschland mit der Errichtung des nationalsozialistischen Staates erlebte, hat bewiesen, daß die gewaltige Mehrheit des arbeitenden Volkes in seiner letzten Seele niemals vaterlandslos war, sondern nur in wirtschaftlicher und seelischer Not von Artfremden mißbraucht wurde. Seine deutsche Seele hat dieses Volk niemals verloren; nur war es verzweifelt und müde, beschwätzt worden. Dort aber war dieses Volksverbrechen am gemeinsten und gefährlichsten, wo die selben Baalspriester, die selbst das Arbeiten verlernt hatten, den Armen, den Arbeitslosen und den vom Glück Uebergangenen noch die Freude an der Arbeit, die Freude an der Gemeinschaft, ja oft die Freude am Leben raubten. Ein anderer Geist ist in Deutschland erwacht. Er kommt nicht von Parteiprogrammen, nicht aus Staatskanzleien oder von gelehrten Schreibtischen. Der neue Geist weht aus dem Gemeinschaftserlebnis, ohne das kein großes Volk seine Prüfungen bestehen kann. Er kommt aus der menschlichen und gegenseitigen Achtung, aus dem Bewußtsein der Schicksalsverbundenheit und mündet in den Stolz des freien Menschen, als Gleichberechtigter in einem freien Staate arbeiten zu dürfen. So ist der 1. Mai der Freude an der Arbeit, der Freude am Staat und der Freude am Leben gewidmet. Die Freude, an der es im Deutschland von ehemals so bitter mangelte, ist ein starker Baustein der Gemeinschaft und der Zukunft. M. H. politische Brunnenvergiftung ausländischer Zeitungen dnb Berlin, 29. April. In den letzten Tagen sind in mehreren ausländischen Zeitungen Meldungen aufgetaucht, die von verstärkten militärischen Vorbereitungen Deutschlands an der österreichischen Grenze und im Zusammenhang damit von einer Bedrohung Oesterreichs wissen wollen. Es wurde darin von„einem Einmarsch bewaffneter Legionäre aus Deutschland", von der„Möglichkeit eines neuen Nazistreiches in naher Zukunft", bald nur ganz allgemein von einer„deutschen militärischen Tätigkeit an der österreichischen Grenze“ und ähnlichen angeblichen „Beobachtungen“ gefabelt. Es bedarf kaum eines Hinweises, daß es sich bei diesen Meldungen um einen ebenso bösartigen wie plumpen Versuch politischer Brunnenvergiftung handelt. Sie kann wiederum als Beweis dafür gelten, daß, während Deutschland es als eine seiner vornehmsten außenpolitischen Aufgaben betrachtet, eine Beruhigung der europäischen politischen Atmosphäre anzustreben und zu schaffen, von anderer Seite in verantwortungslosester Weise der Versuch unternommen wird Unruhe und Unsicherheit in die europäische Oeffentlichkeit zu tragen. Wie völlig aus der Luft gegriffen die genannten Lügenmeldungen sind, geht übrigens allein schon daraus hervor, daß sie von anderen ausländischen Korrespondenzen, teilweise aber auch von solchen, die diese unwahren Berichte selbst lieferten, nach Ueberprüfung des Sachverhalts bereits in aller Form dementiert werden. Von den an einer Unruhestiftung interessierten Drahtziehern wird hier offenbar damit gerechnet, daß eine Lüge zunächst einmal politisch vergiftend wirkt und, wenn sie dann später entlarvt wird, von ihrem Gift immer noch ein Rest zurückbleibt. Der Volksgerichtshof Eine Durchführungsverordnung anb Berlin, 29 April. Das„Reichsgesetzblatt" veröffentlicht die Verordnung ur Durchführung des Gesetzes über den Volksgerichtshof. Die Verordnung bestimmt, daß der Volksgerichtshof seinen Sitz in Berlin hat. Der Vorsitzende eines Senats kann bestimmen, daß einzelne Sitzungen nicht am Sitze des Volksgerichtshofes abzuhalten sind. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Volksgerichtshofes haben vor ihrer ersten Dienstleistung einen Richtereid zu leisten. Der Präsident des Volksgerichtshofs verteilt vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres für seine Dauer die Geschäfte unter die Senate. Er bestimmt vor Beginn des Geschäftsjahres, welchem Senat er sich anschließt, und teilt die Mitglieder des Volksgerichtshofs den Senaten zu. Er soll darauf Bedacht nehmen, daß insbesondere die ehrenamtlichen Mitglieder einem Senat zugeteilt werden, in dem sie ihre besonderen Fachkenntnisse verwerten können. Der Vorsitzende eines Senats wird in Fällen der Behinderung durch das vom Präsidenten vor Beginn des Geschäftsjahres für seine Dauer bestellte hauptamtliche Mitglied vertreten. In anderen Geschäften als dem Vorsitz im Senat wird der Präsident durch leinen ständigen Vertreter vertreten. Diesen bestellt der neichsminister der Justiz. Bei der Abstimmung gibt zunächst der Berichterstatter seine Stimme ab. Sodann stimmen die ehrenamtlichen Mitglieder dem Lebensalter nach, vom Jüngsten aufwärts. Zuletzt stimmt der Vorsitzende. Die Richter an den Amtsgerichten, den Landgerichten und den Oberlandesgerichten sind verpflichtet, richterliche Geschäfte am Volksgerichtshof wahr zunehmen. Der Reichsanwalt und die Staatsanwälte beim Volksgerichtshof können durch Verfügung des Führers und Reichskanzlers jederzeit mit Gewährung des gesetzlichen Wartegeldes einstweilen in den Ruhestand versetzt werden Der Leiter der Staatsanwaltschaft beim Volksgerichtshof führt die Dienstbezeichnung„Der Reichsanwalt beim Volksgerichtshof“. Seinen ständigen Vertreter bestellt der Reichsminister der Instiz. Der Reichsanwalt übt die Dienstaufsicht über die Staatsanwaltschaft beim Volksgerichtshof aus. Die Verordnung tritt am 1. April 1936 in Kraft. #0 Der Rundsunr un 1. Mal dnb Berlin, 29. April. Die Reichssendeleitung führt am nationalen Feiertag des deutschen Volkes für alle deutschen Sender die Uebertragung folgender Veranstaltungen durch: .00—.20 Uhr: Jugendkundgebung im Berliner Post=Stadion. Es spricht der Führer. Einleitend nehmen Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort. 10.30—11.30 Uhr: Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus, Berlin, mit der Verleihung des Buch= und Filmpreises 1936 durch Reichsminister Dr. Goebbels. 12.00—12.30 Uhr: Funkbericht von dem Aufmarsch der Millionen im Lustgarten und in den Aufmarschstraßen. 12.30—13.30 Uhr: Staatsakt im Berliner Lustgarten.— Es spricht der Führer. Die Eröffnungsansprache hält Reichsminister Dr. Goebbels. Das Schlußwort, spricht Reichsorgani" sationsleiter Dr. Ley. 22.00—23.00 Uhr: Abendkundgebung im Berliner Lustgarten.— Es spricht Ministerpräsident. Generaloberst Göring. Die deutschen Sender bringen an diesem Tage ein großes Gemeinschaftsprogramm, das durch festlich=heitere Darbietungen dem Feiertag des deutschen Volkes Rechnung trägt. Lediglich für die Zeit von 20.50 bis 21. Uhr hat jeder Sender Funkberichte von den Maifeiern seines Sendebereichs vorgesehen. Von den Betriebsfeiern der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am Samstag und den Ausflügen und Fahrten der Betriebe am Sonntag werden alle deutschen Sender Uebertragungen und Funkberichte durchführen. Berlin zum 1. Mai gerüstet Dr. Goebbels besichtigt die Kundgebungsstätten anb Berlin, 29. April. Der Reichspropagandaleiter Reichsminister Dr. Goebbels hatte für Donnerstag nachmittag alle Sachbearbeiter für den nationalen Feiertag des deutschen Volkes in der Reichshauptstadt zu einer letzten Besprechung geladen, um mit ihnen die technischen Vorbereitungen dieser gewaltigen Feierlichkeiten durchzusehen. Dabei konnten die Sachbearbeiter für den Aufmarsch, die Absperrung, den Sanitätsdienst, die Ausschmückung, die Lautsprecheranlage und für die Film= und Presseangelegenheiten dem Minister melden, daß auch der vierte nationale Feiertag des deutschen Volkes bis in alle Einzelheiten vorbereitet ist und sich seinen Vorgängern würdig anschließen wird. Bei der Besprechung der Absperrmaßnahmen wies der Minister mit Nachdruck darauf hin, daß die lebensgefährlichen Versuche der Kinder, sich auf die Fahrbahn vorzudrängen, um Blumen zu überreichen und Autogramme zu erbitten mit allen Mitteln verhindert werden müssen. Der Minister appellierte dabei auch an die Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren ihres Handelns hinzuweisen. An die Besprechung schloß sich eine Fahrt über die Anmarschstraßen und eine Besichtigung aller Kundgebungsstätten an. Auf den Anmarschstraßen, vornehmlich in der Siegesallee und vor den Kundgebungsstätten, waren bereits Fahnengruppen und Bänderkränze aufgezogen, Girlanden gewunden und Ehrenpforten errichtet. Am weitesten gediehen ist die Ausschmückung des Lustgartens, wo der Staatsakt vor sich geht. Der 40 Meter hohe Maibaum aus dem Warndt in seinem prächtigen Schmucke beherrscht das Bild. Die hohen Säulen hinter den weißen Ehrentribünen der Längsseite, die mit goldenen Hoheitszeichen gekrönt sind, rahmen den Aufmarschplatz wirkungsvoll ein, dessen Hintergrund der schöne Säulenbau des Alten Museums bildet. Der Minister, der überall von den beim Bau schäftigen Arbeitern und den rasch hinzueilenden Männern begeistert begrüßt wurde, ließ sich eingehend über alle Maßnahmen unterrichten. Glockenläuten am 1. Mai Am Morgen des 1. Mai findet von 7 Uhr bis.15 Uhr anläßlich des Kraft=durch=Freude=Maifestes zum nationalen Feiertag des deutschen Volkes ein allgemeines Glockenläuten statt. Zu derselben Zeit wird ein allgemeines Glockenläuten über den deutschen Rundfunk übertragen. Arbeitsregelung für den 1. Mai Nach dem Gesetz vom 27. Februar 1934 gilt der 1. Mai als gesetzlicher Feiertag. Die an diesem Tage ausfallenden Arbeitsstunden sind nach dem Gesetz vom 24. April 1934 zu bezahlen. Sie dürfen jedoch nicht durch Mehrarbeit an den Werktagen der gleichen oder folgenden Woche ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich dagegen ist zulässig, wenn der Betriebsführer seinen Betrieb am Samstag, dem 2. Mai, schließt, um seinen Gefolgschaftsangehörigen z. B. ein längeres Wochenende zu verschaffen oder um einen gemeinsamen Ausflug zu veranstalten. Auch die Auslandsdeutschen feiern den 1. Mai Für die Auslandsdeutschen ist der 1. Mai wie für den Deutschen im Reich der Festtag der Arbeit und des Aufbaues. Von den über 50 Ortsgruppen der Auslandsorganisation der NSDAP. werden überall in der Welt, wo Deutsche leben, Feiern veranstaltet. Auf den rund 180 Veranstaltungen in den reichsdeutschen Kolonien im europäischen Ausland werden mehr als 50 führende Männer der Bewegung sprechen, die die Auslandsorganisation zu den Deutschen draußen senden wird. Feierstunde der deutschen Jugend im Reichsehrenmal Tannenberg Kranzniederlegung durch den Reichsjugendführer anb Hohenstein(Ostpreußen), 29. April. Mittwoch mittag ehrte die deutsche Jugend in einer schlichten Feierstunde, die als Reichssendung vom Deutschen Rundfunk übernommen wurde, im Reichsehrenmal Tannenberg das Andenken des großen Feldmarschalls des Weltkrieges. Schon in den frühen Vormittagsstunden waren die Wettkampfteilnehmer von Königsberg nach Hohenstein gefahren und hatten in dem weiten Rund des Reichsehrenmals Aufstellung genommen. In dem breiten Mittelgang waren Ehrenformationen der SA., SS., des Arbeitsdienstes und der HJ. aufmarschiert. Hell leuchtende Sonne lag über der monumentalen Gedenkstätte. Kurz nach 11 Uhr traf der Reichsjugendführer im Reichsehrenmals ein. In Begleitung des stellvertretenden Gauleiters Großherr, des SS.=Gruppenführers Redieß, des NSKK.=Gruppenführers von Waldhausen, des SA.=Brigadeführers Adam, des Obergebietsführers Axmann und Gebietsführers Boekmann schritt der Reichsjugendführer durch den breiten Mittelgang auf die Hindenburg=Gruft zu. Musikklänge leiteten die Gedenkstunde ein. Von der Zinne der Ringmauer des Ehrenmals ertönten helle Fanfaren. Eine Kantate der Jugend kündete dann in Wechselrede und Sprechchor von der Geschichte des Ostlandes vom großen Krieg und vom Werden des Dritten Reiches. Angesichts dieser denkwürdigen Stätte deutscher Heldenehrung wurde die Kantate zu einem heiligen Bekenntnis der Jugend zu Führer, Volk und Vaterland. Der Reichsjugendführer erklärte in einer kurzen Ansprache u..:„Die besten Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen des Deutschen Reiches wollen hier in einer Feierstunde an der Gruft eines Mannes, der zu den ersten Arbeitern der deutschen Geschichte gehörte, ein Stück jener tiefen Dankesschuld abtragen, die deutsche Jugend Paul von Hindenburg gegenüber empfinden muß. Im Namen der ganzen deutschen Jugend grüße ich in dieser Stunde den toten Generalfeldmarschall, den Befreier des deutschen Ostens, das Vorbild der deutschen Jugend. Paul von Hindenburg ist nicht tot. Er lebt in uns und in unserer Arbeit.“ Nach diesen Gedenkworten trat der Reichsjugendführer in die Hindenburg=Gruft und legte am Sarkophag einen Lorbeerkranz nieder mit der Inschrift„Dem großen Feldherrn des Weltkrieges. Der Reichsjugendführer". Während der Reichsjugendführer in der Hindenburg=Gruft weilte, ehrte die deutsche Jugend den toten Generalfeldmarschall mit dem Deutschen Gruß. Die Gattin des preußischen Finanzministers Dr. Popitz gestorben. Die Gattin des preußischen Finanz= ministers Prof. Dr. Popitz ist am Mittwoch vormittag nach längerem Leiden verschieden. Ministerpräsident Generaloberst Göring hat an Staatsminister Dr. Popitz ein Beileidstelegramm gerichtet. Der neue deutsche Gesandte in Bukarest, Fabricius, überreichte am Mittwoch in feierlicher Antrittsaudienz König Carol sein Beglaubigungsschreiben. Deutsch=sowjetrussische Vereinbarung über den Waren= und Zahlungsverkehr. Von dem Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht und dem Handelsvertreter der UdSSR. in Deutschland, Kandelaki, wurde am Mittwoch eine Vereinbarung unterzeichnet, die den gegenseitigen Waren= und Zahlungsverkehr im Jahre 1936 regelt. Kabinettssitzung in London. Das englische Kabinett hat am Mittwoch in der üblichen Wochensitzung den Fragebogen besprochen, der die deutschen Friedensvorschläge betrifft und der in einigen Tagen auf diplomatischem Wege nach Berlin geleitet werden soll. Arder 500 Neichesirger i Verasswellrump Die feierliche Schlußkundgebung in der Königsberger Schlageter=Halle verlas der Reichsjugendführer die Namen der 35 Besten und überreichte ihnen mit der Auszeichnung ein schönes, gebundenes Diplom. Damit war die Siegerverkündung beendet. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley überbrachte nun die Glückwünfche der deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen und erklärte dabei, der neue Staat wolle aus der Jugend Männer und Frauen machen, die dermaleinst in ihrem Berufe etwas Tüchtiges leisteten und damit Deutschland dienten. Er ermahnte die Reichssieger, sich der Ehre stets bewußt zu sein, die ihnen an diesem Tage zuteil werde, und rief sie auf, dankbar gegenüber dem Volke und dem Manne zu sein, dem sie dieses alles verdankten. Er schloß mit einem flammenden Bekenntnis zum Führer, in das die vor ihm versammelte Jugend mit Begeisterung einstimmte. 13. Helmut Steger, Kunstglasbläser, Neuhaus(Gau Thüringen), 1820 14. Hans Sander, Bankangestellter, Offenbach, 15. Wolfgang Arndt, Friseur, Altenburg(Gan Thüringen), 16. Werner Christahl, Dentist, Königsberg, 17. Otto Liesenmeier, Winzer, Stetten(Gau Koblenz, Trier),4 18. Hans Busch, Förster, Steinbusch über Woldenber(Gau Kurmark), 19. Alfred Lang, Bergmann, Schaffhausen(Gau Saarpfalz), 20. Hans Braun, Student, München, 21. Theodor Petzold, Fachschüler, Danzig, 22. Fritz Caspar, Chemiearbeiter, Oppau(Gau Saarpfalz), 23. Johann Gerspacher, Kaufmann, Baden. Die Liste der Mädchen 1. Nora Hübbe Photographin Gauting bei München. 2. Hildegard Vogel, Alleinmädchen, Würzburg, 3. Gertrud Sandweg, Schneiderin, Wildau bei Berlin. 4. Elsa Förtsch, Korbflechterin, Weidhausen bei Koburg(Gau Sachsen), 5. Wilfriede von Dassel, Kindergärtnerin, Sorau, 6. Martha Schröder, Kontoristin, Zschopau(Gau Sachsen), 7. Hilga Otto, Stepperin, Lünen(Gau Westfalen=Süd), 8. Gerda Lasch, Wirkerin, Jahnsdorf, 9. Marianne Heing, Landmädel, Domäne Bingartes (Gau Kurhessen), 10. Annemarie Zeller, technische Assistentin, Hohenlychen, 11. Gertrud Wieland, Fachschülerin, Loheland bei Fulda(Gau Main=Franken), 12. Lore Neureuther, Studentin, Stuttgart. prinz Faruk zum König proklamiert Bildung einer Regentschaft in Aegypten dnb Kairo, 29. April. Wie amtlich bekanntgegeben wird, findet die Beerdigung König Fuads I. am Donnerstag, 30. April, in Kairo statt. Der Thronfolger Prinz Faruk wurde am Dienstag unter dem Namen Faruk I. zum König von Aegypten proklamiert. Bis zur Bildung einer verfassungsmäßigen Regentschaft wird der Ministerrat die konstitutionellen Befugnisse des Königs im Namen des ägyptischen Volkes wahrnehmen. Die Regentschaft versieht das Amt des Staatschefs bis zur Mündigkeit des neuen Königs, die in etwa 14 Monaten erfolgen wird. König Faruk I. wird am 5. Mai in Alexandrien erwartet. Wie weiter verlautet, werden die auf den 2. Mai angesetzten Neuwahlen des Parlaments stattfinden. Weiter im Vormarsch nach Addis Abeba— Abessinien meldet: Nur kleine italienische Teilerfolge im Süden Rom, 29. April. Marschall Badoglio drahtete u..:„Unsere motorisierten Kolonnen haben ihren Vormarsch längs der Straße von Dessie nach Addis Abeba fortgesetzt und am Dienstag Macfud erreicht. Eine andere Abteilung überschritt den Mofer=Fluß. An der Somalifront entwickelte sich aus allen Linien eine lebhafte Patrouillentätigkeit. Libysche Abteilungen haben im Tal des Sullul feindliche Verteidigungsnester überwältigt und versprengt.“ and Addis Abeba, 29. April. Von abessinischer Seite hört man zur Kriegslage, es scheine aus den von der Südfront eingehenden Meldungen hervorzugehen, daß die zweite April=Offensive, die am 24. d. M. von Grazianis Armee in Richtung auf Harrar begonnen wurde, ebenso wie die vorangegangene Offensive vom 14. bis 17. April bis auf kleine Teilerfolge zusammengebrochen sei. In den letzten Tagen hätten sich blutige, erbitterte Kämpfe im Gebiet von Sassabaneh abgespielt, in denen die Italiener einige tausend Tote verloren haben sollen. Die Kampfkraft der abessinischen Truppen an dieser Front sei völlig ungebrochen; wenn es auch den Italienern gelingen sollte, Dagabur zu erreichen, so würden sie dann erst auf die erste große Verteidigungsstellung der Abessinier treffen. Die Italiener hätten Flugzeuge, Tanks, motorisierte Abteilungen und Kavallerie in jeder verfügbaren Stärke eingesetzt. Trotzdem seien die Fortschritte im Verhältnis zum Einsatz ganz gering. dnb Königsberg, 29. April. Der Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend 1936 fand am Mittwoch abend in einer gewaltigen Kundgebung in der schön geschmückten Königsberger Schlageter=Halle seinen festlichen Abschluß. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nahmen gemeinsam in Anwesenheit aller Wettkampfteilnehmer und Wettkampfleiter sowie zahlreicher Volksgenossen die Siegerverkündung vor. Unmittelbar nach Abschluß der Kundgebung fuhren die ermittelten 35 besten Reichssieger mit dem Nachtzug nach Berlin, wo sie vom 30. April bis 2. Mai Gäste der Reichsregierung sein werden. Die Kundgebung nahm mit einem chorischen Spiel „Olympia der Arbeit“ von Wolfgang Brockmeier ihren Anfang. Obergebietsführer Axmann, der Schöpfer und Leiter des Reichsberufswettkampfs, begrüßte die zahlreichen Ehrengäste. Dann ergriff der Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort. Er knüpfte an die Feier am Reichsehrenmal Tannenberg vor der Gruft des toten Generalfeldmarschalls an und sagte:„Unser Berufswettkampf gilt dem Gedächtnis dieses großen Toten. Er ist zugleich ein Bekenntnis zu den großen Lebenden, dem wir dienen und dem wir uns verschworen haben. Der Reichsberufswettkampf ist ein Gelöbnis der Jugend, dem Vorbild der deutschen Arbeiter auch in aller Zukunft treu zu bleiben. Er ist zugleich ein Bekenntnis zu dem höchsten Adel, den Adolf Hitler im deutschen Volk proklamiert hat, zum Adel der Arbeit.“ Anschließend nahm der Reichsjugendführer gemeinsam mit Dr. Ley die Siegerverkündung vor. Unter dem sich beständig erneuernden Beifall verlas er Namen auf Namen der annähernd 200 Reichssieger. Die Jungen und Mädchen traten auf das Podium und empfingen vom Reichsjugendführer das Ehrenzeichen des Reichsberufswettkampfes. Dr. Ley und Baldur von Schirach drückten dann jedem von ihnen die Hand. Dann Die Namen der 35 Besten 1. Gerhard Hallmann, Molker, Stuttgart=Wangen, 2. Rudolf Brune, Seidenweber, Mackenbruch(Gau Westfalen=Nord), 3. Emil Bäuerle, Kürschner, Waldsee(Gau Württemberg), 4. Hermann Huber, Zuschneider, Pirmasens, 5. Hans Asmussen, Stellmacher, Osterstedt(Gau Schleswig=Holstein), 6. Heinrich Wiegand, Elektro=Installateur, Harleshausen(Gau Kurhessen), 7. Franz Polster, Werkzeugmacher, München, 8. Heinrich Weniger, Retuscheur Leipzig, 9. Rudolf Seiffert, Papierwerker, Krossen(Gau Sachsen), 10. Wilhelm Heuberger, Maler, Haar(Gau MünchenOberbayern), 11. Bernhard Analmann, Ewerführer, Hamburg, 12. Günther Leuschner, Maschinenbautechniker, Breslau Joachim von Ribbentrop 43 Jahre alt. Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter des Deutschen Reiches, Joachim von Ribbentrop, feiert am 30. April seinen 43. Geburtstag. Der italienische Landwirtschaftsminister bei Botschafter von Ribbentrop. Botschafter von Ribbentrop empfing am Dienstag den zum Besuch in Deutschland weilenden italienischen Landwirtschaftsminister Rossoni. Richtfest des Erweiterungsbaues des Innenministeriums. Auf dem vor Jahresfrist begonnenen Erweiterungsbau des Reichs= und preußischen Ministeriums des Innern Unter den Linden fand am Mittwoch nachmittag in Gegenwart des Reichs= und preußischen Ministers des Innern Dr. Frick das althergebrachte Richtfest statt. Danziger Note an Polen. Der Danziger Senatspräsident Greiser überreichte am Mittwoch dem diplomatischen Vertreter der Republik Polen, Minister Dr. Papée eine Note, die sich mit den Rückwirkungen der polnischen Devisenkontrolle auf Danzig beschäftigt. Schaffung eines elften nichtständigen Ratssitzes für China? Der Ausschuß für die Zusammensetzung des Völkerbundsrates beschloß, die Schaffung eines elften nichtständigen Ratssitzes vorzuschlagen, der, vorbehaltlich der Zustimmung der Völkerbundsversammlung. China zugeteilt werden soll. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs(abwesend) treter: Hans Schulte. Verantwortl. s. Politik: Rud. Foest, Kommunalpolltik und Stadtteile: Adolf Peddingdaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolttik und Umtezhgligt: Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel,„Hrascz Hans Hornberg, Anzeigen: Kurt Scholz, samnich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haubl= Berlin=Karlsdorst, Dönhoffstraße 19, Anrus Karlshorfz, in; Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, Charlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf O 1 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen&a# Dierichs Bochum, Ruf 67551, 52 53.— Zur Zeit ist Preisliste gültig, Nachlaßstafsel B.— DA III. 36 über 26 500. Sprechstunden der Schriftleitung wochentags, außer Mittwochs Samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur bei Rückpotto. Die heutige Nummer umfaßt 20 Seiten Bochums Maischützen sind bereit Japsensirrich, auf den Rathsauspiah Der Auftakt zum 343. Bochumer Maiabendfest— Marsch durch die Straßen Die Maischützen auf dem Rathausplatz.— Links: Junggesellenhauptmann Dr. Klute. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, ein Regenschauer noch keinen April, der Marsch der Maischützen am Vorabend des Ausmarsches nach Harpen trägt den Mai in die Mauern unserer guten alten Stadt. Hat nicht selbst Petrus ein Einsehen gehabt an diesem Tage, ist der Abend nicht milder, der Himmel nicht klarer. als in all den Wochen vorher, schauen die Mädchen, welche die Mengen der Blumensträuße zu dem Ereignis beisteuern, nicht strahlender drein...! Aber greifen wir den Ereignissen nicht vor, sondern schildern wir den Ablauf des Auftaktes zum 548. Bochumer Maiabendfest in der Reihenfolge des Ablaufes dieses prächtigen Abends. gig, aaf#p1#er Marhs-stuäet, 19.30 Uhr Wilhelmsplatz! Der Parkplatzwärter zum Mädchen am Steuer:„Ja, Frollein, dat tut mir ja furchtbar leid, aber heute abend müssen Se Ihren Wagen schon mal etwas hier in die Ecke quetschen, heute abend gehört der Wilhelmsplatz zuerst mal den Bochumer Maischützen.“ Und das muß„Frollein“ ja auch wohl einsehen, daß die Maischützen hier ältere Rechte haben. Das Auto hat erst kürzlich seinen fünfzigsten Geburt#tag gefeiert, die Maischützen aber zogen vor 548 Jahren zum ersten Male nach Harpen. Gegenüber solcher Tradition sind die meisten Dinge, die wir mit der Eigenschaft„uralt" bedenken, sozusagen WickelUnd dann kriegt der Wilhelmsplatz allmählich den zünftigen blau=weißen Anstrich. Mützen, Schärpen, Abzeichen— Blau=Weiß ist die Parole. Die„Waffen" bekommen Blumenschmuck, hin und wieder öffnet ein lieblich=schüchternes„'tschuldigen, Herr Wachtmeister“ die Sperrkette der Polizei um einige Zentimeter, eilige Trippelschritte huschen über die Straße, und im nächsten Augenblick steht ein braver Junggeselle mit einem Blumenstrauß im Knopfloch da, mit dem man getrost um die Hand einer Filmdiva anhalten könnte. Kommandorufe. Den wachsamen Augen des gestrengen Feldwebels Möller entgeht keine„Kurve“ in der Front. Dann besieht Oberleutnant Brucker noch rasch einmal das Werk. Musike zieht auf.„Tschingderassa bum!“ Das Offizierkorps kommt Meldung! Der Marsch kann beginnen! Und es ist fast eine Art Gewaltmarsch: Kortum=, Brück=, Herner, Vidume=, Blücher=, Malteser=, Humboldt=, Rott= König=, Marien=, Humboldtstraße, Marienplatz Viktoria=, Bahnhof=, Hattinger, Clemens=, Westfälische Straße, Hermannshöhe, Wiemelhauser Straße, Südhellweg, Hellweg, Bongardstraße zum Rathaus. 21.30 Uhr Rathausplatz! Ein helles Viereck, auf das die Scheinwerfer brennen, eingerahmt von einer riesigen Zuschauermenge. War es nicht so im vorigen Jahre schon, war es nicht so beim großen Bochumer Turnfest, beim Tag der Olympia=Glocke? Gewiß, und doch ist dieses Bild neu und wird immer neu und packend sein: Der herrliche weite Platz, eingefaßt von den Tausenden der Zuschauer.... Stadtrat Stumpf spricht. Von der stolzen Geschichte dieses Brauches, von der sinnbildlichen Bedeutung des Maiabendfestes, von der Treue der Bochumer zur Geschichte ihrer Stadt und ihrer Heimat, von der Verpflichtung, diesen Brauch zu pflegen, wie es die Väter schon taten. Das dreifache Sieg=Heil auf den Führer und die beiden Nationalhymnen schlossen die Rede. Zapfenstreich, Höhepunkt dieser Feierstunde. Ergriffen steht die Menge da. Dann folgt der Abmarsch zum Schützenbof.. und erüstet##.# 24e mn.: Bochums Maischützen sind gerüstet. Das 548. Maiabendfest sieht Bochum auf dem Posten. b. Die Gulaschkanone aus dem Kompagnietrain der Junggesellenkompagnie mit ihrer gastronomisch kunstbegabten Besatzung aus der Uhlenküche wird auch in diesem Jahre bei dem Maiabendfest mit dabeisein. Sie wird im Zuge nach Harpen mitgeführt, brodelnd und dampfend aus dem transvortablen Kochtessel, der 200 Portionen spenden kann mit all dem leckeren Zubehör, den findige„Furiere" herbeigeschafft haben. Der Küchenwachtmeister hat uns verraten, daß es diesmal Erbsensuppe mit Mettwurst und Eisbein gibt. In Harven angekommen, vflanzt sich die Gulaschkanone vor Stratmannssaal auf, um reihenweise die durch den Marsch hungrig gewordenen Mägen der Maischützen aufzufüllen. Auch die Kapitulanten werden voll auf ihre Kosten kommen. So ist die Magenfrage beim diesjährigen Maiabendfest zu aller Zufriedenheit gelöst. Anunsere Erser! Um auch der Gefolgschaft des„Bochumer Anzeiger“ die Teilnahme an den Veranstaltungen des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes zu ermöglichen, erscheint der„Bochumer Anzeiger“ morgen, am 1. Mai, nicht. Die nächste Ausgabe unserer Zeitung wird zu der gewohnten Stunde am Samstag morgen herauskommen. Die Geschäftsstelle des„Bochumer Anzeiger“ ist am 1. Mai zur Entgegennahme von dringenden Familienanzeigen in der Zeit von 11 bis 12 Uhr mittags geöffnet. Der Verlag des„Bochumer Anzeiger“. Die hilfsbereite polizei Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Dem Winterhilfswerk wurden aus Spenden der Angehörigen der staatlichen Polizeiverwaltung Bochum in den Monaten Oktober 1935 bis einschließlich März 1936 10 184 RM. zugeführt. Außerdem zeichneten die Beamten, Angestellten und Arbeiter für das Buch des Opfers 3418,50 RM. Aus verschiedenen Veranstaltungen konnte der Betrag von 50 637,31 RM. überwiesen werden. Nur eine Reifenpanne Eine Verkehrsstockung am Buddenbergtor Gestern nachmittag ereignete sich an der Kreuzung Wittener, Hellweg= und Obere Marktstraße kehrsstockung, die bei den engen Straßenverhältnissen besonders unangenehm war. Ein Kraftlieferwagen erlitt dort eine Reifenpanne. In wenigen Minuten hatten sich nach allen Seiten eine lange Reihe Verkehrsfahrzeuge aller Art angesammelt. Durch tatkräftiges Zugreifen beherzter Männer schob man den Kraftwagen von den Gleisen, so daß es gelang, den Verkehr langsam wieder in geordnele Bahnen zu bringen. Mit dem Motorrad böse gestürzt. Als am Dienstag abend der Reisende E. von der Wielandstraße mit seinem Motorrad, von der Bergstraße kommend, in die Graf=Engelbert=Straße einbiegen wollte, kam er ins Rutschen und stürzte mitsamt der schweren Maschine zu Boden. Er kam unter das Rad zu liegen und wurde durch Vorübergehende aus seiner gefährlichen Lage befreit. Der Fahrer erlitt einen Schlüsselbeinbruch und eine schwere Gehirnerschütterung. Er wurde dem Krankenhaus zugeführt. Ss seiertGroß=Bochum den 1. Hal schaffende Bochum Wenn nicht alles trügt, scheint sogar die Fabrik zur Herstellung des mitteleuroväischen Frühlingswetters nun endlich in den Dienst der Vorbereitung der Feier des 1. Mai, des nationalen Feiertages des deutschen Volkes, stellen zu wollen. Und damit ist dann auch die Reihe der Mitwirkenden an diesem großartigen Ereignis lückenlos geschlossen. Denn was beispielsweise wir Bochumer tun können, um diesen 1. Mai zu einem prachtvollen Festtage zu machen, das wird geschehen und ist sogar stellenweise bereits mächtig im Gange. Birkenreiser sind Trumpf! Sie werden am 1. Mai unsere Häuser schmücken, und es braucht schon manchen Wagen und manche Handkarre, um genug von diesen Frühlingsboten in die Mauern unserer Stadt zu bringen. Besonders eifrig ist man natürlich mit den Vorbereitungen zu der Großkundgebung im Stadion an der Castroper Straße beschäftigt. Dort wird gesägt und gehämmert, Pfosten werden eingerammt und Sitzplätze bereitgestellt. Es wird eine Tribüne geschaffen, die etwa 800 Personen Sitzgelegenheit bieten wird. Diese Tribüne wird aber nicht gleich nach der Beendigung der Tundgebung wieder abgerissen, sondern wird schon am Sepntag aus Anlaß des großen Fußballspieles Schalle—Allenstein wieder Verwendung finden. Jugendliche müssen an der Jugendkundgebung teilnehmen! um scheinbar aufgetretene Irrtümer aufzuklären, 18•2 darauf hingewiesen, daß alle Jugendlichen bis zu Jahre am 1. Mai nicht mit ihren Werken oder Firmen antreten, sondern an der Jugendkundgebung teilzu63.=Formgp.“: Die H3).=Mitglieder treten mit ihren durch La gu0nen an, während die anderen Jugendlichen burch den Kreisjugendwalter erfaßt werden und auf dem Gummerthof antreten. Tribünenbau im Stadion Aufnahmen:..-Muthherr Ganze Birkenwälder werden in die Stadt gefahren Das schaffenbe Bochum Der Nationale Feiertag des deutschen Volkes wird in diesem Jahre das schaffende Bochum in seltener Einmütigkeit zu einem machtvollen Bekenntnis zum Führer und seinem Aufbauwerk vereinigen.„Nach„der letzten Reichsberufszählung waren in der Stadt Bochum von den Erwerbspersonen: Selbständige 9 906 Mithelfende Familienangehörige 3 946 Beamte 5 764 Angestellte 20 962 Arbeiter„ 77600 Hausangestellte 6 489 Auch in diesem Jahr wird der 1. Mai ein Feiertag für alle Schaffenden und für alle Volksgenossen sein. Bochums Jugend feiert den 1. Mai, den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Im Mittelpunkt der Bochumer Feiern aus Anlaß des 1. Mai, des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes, veranstaltet die Bochumer Hitler=Jugend am Donnerstag morgen um 8 Uhr eine große Kundgebung auf dem Sportplatz an der Krümmede. An ihr werden die gesamte Bochumer Hitler=Jugend, das Jungvolk, der Bund Deutscher Mädel, die Jungmädel und alle nicht in diesen Organisationen erfaßten Jungen und Mädel im Alter von 10—18 Jahren teilnehmen. Damit wird die Zahl der Teilnehmer sicherlich 20 000 erreichen, so daß die diesjährige Maikundgebung der Jugend zweifellos die größte Jugendveranstaltung werden wird, die Bochum bisher erlebte. Die Jugendkundgebung wird durch Massenchöre, Faufaren= und Musikzüge der Hitler=Jugend und des Jungvolks eingeleitet. Durch Lautsprecher werden dann die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels und die Ansprache des Führers an die Jugend übertragen. Die eigentliche Kundgebung wird von 8 bis.20 Uhr dauern. Im Anschluß daran wird von den vielen Tausend der Hitler=Jugend und des Jungvolks ein Propagandamarsch durch die Straßen der Bochumer Innenstadt veranstaltet.„„ 18 m 2 Die nicht der HJ. angehörigen Jungen und Mädel treten an verschiedenen festgesetzten Punkten an und marschieren von dort in Sechserreihen geschlossen zur Kundgebung. Um die Durchführung der Organisation zu sichern, werden HI.=Führer bzw. Mädel=Führerinnen die nicht der H I. angehörige Jugend an folgenden Orten abholen und zum Sportplatz an der Krümmede Höhere Schulen: Jungen: Schulhof des Gymnasiums an der Bismarckstraße. Mädel: Schwanenmarkt. Volksschulen: Jungen und Mädel: Schulhof an der Trankgasse, Schulhof an der Alleestraße, Kaiser=Friedrich= Platz. Kirmesplatz an der Castroper Straße. Schulen in den Außenbezirken: Für diese Schulen sind passende Antreteplätze in den Außenbezirken festgesetzt. Berufsschulen: Schulhof der Berufsschule an der Bismarckstraße. Jungarbeiter: Gummertshof an der Malteserstraße. Jungarbeiterinnen: Kaiser=Friedrich=Platz. Der Einmarsch auf den Sportplatz ist wie folgt geregelt: Hitler=Jugend und Deutsches Jungvolk durch den Haupteingang an der Ziegelstraße, Mädel und Jungmädel durch den Nebeneingang an der Ziegelstraße in der Nähe der Umkleideräume: Teilnehmer, die nicht der H J. angehören, durch das Tor Ecke Krümmede= und Flurstraße. Die Schulen, Berufsschulen wie auch die Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen haben den Zeitpunkt lihres Antretens so festzusetzen, daß sie spätestens Seite 4 Nr. 101„ Bochumer Anzeiger“, Donnerstag, 30. April 1936 .45 Uhr auf dem Sportplatz eintreffen. Während die Hitler=Jugend nach der Kundgebung den Propagandamarsch antritt, marschieren die übrigen Jugendlichen zu ihren Antreteplätzen zurück. Beteiligung des Handwerks am Festzug am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Die Kreishandwerkerschaft Bochum teilt mit, daß die Mitglieder der Innungen mit ihren Gefolgschaften sich an dem am Nachmittag stattfindenden Festzug geschlossen zu beteiligen haben. Die Beteiligung erforgt im Rahmen der Kreisbetriebsgemeinschaft nach den von der Deutschen Arbeitsfront gegebenen Anweisungen. Alle Teilnehmer müssen um 15.30 Uhr auf den in den Tageszeitungen für sie angegebenen Plätzen stehen. Es wird erwartet, daß kein Handwerker sich von dem Festzug ausschließt.— Am Nationalen Feiertage sollen Häuser und Werkstätten geschmückt werden Besonders werden die Handwerker mit Ladengeschäften aufgefordert, durch Ausschmückung ihrer Schaufenster dem Sinn des Maifestes Ausdruck zu geben. Gebt den Hausgehilfinnen Urlaub! Es bedeutet für die Hausfrau eine große Belastung, wenn sie für den 1. Mai ihren treuen Helferinnen zur Teilnahme an der Feier freigibt. Trotzdem aber wird die deutsche Hausfrau gebeten, ihnen an diesem Tage freizugeben, zum mindesten den Hausgehilfinnen die Möglichkeit zu geben, die Rede des Führers und die Uebertragung des Staatsaktes aus Berlin mit anhören zu können. Von jeder deutschen Hausfrau wird erwartet, daß der Ruf an sie nicht ungehört verhallt und daß alle Hausgehilfinnen für diese Stunden beurlaubt werden. Aul=Emnsingen Dem gestrigen Verzeichnis ist noch nachzutragen: Ortsgruppe Querenburg Maieinsingen auf dem Sportplatz an der Buscheystraße. Es wirken mit: die Werkskapelle der Ver. Klosterbusch, die Werkschar der Ver. Klosterbusch, HJ., BDM. Antreten 17.30 Uhr am Gemeindehaus, Overbergstraße 16. Abmarsch zum Sportplatz. Hier findet das Maieinsingen statt. 19.45 Uhr Uebertragung des Aufrufs des Reichsleiters Dr. Ley. Ortsgruppe Wiemelhausen. Am 30 April von 18 bis 19 Uhr Platzkonzert der Werkskapelle Zeche PrinzRegent, auf dem Platz Ecke Wiemelhauser und Wasserstraße. Die Uebertragung der Rede von Dr. Ley findet in der Zeit von 19.45 bis 20 Uhr statt. Gautag Westfalen=Süd 1936 Der diesjährige Gautag Westfalen=Süd der NSDAP. findet im großen Rahmen am 19., 20. und 21. Juni in Dortmund statt. Aus den katholischen Pfarreien. Am morgigen Freitag. dem nationalen Feiertag des deutschen Volkes, wird nach einer Anordnung des Erzbischofs Dr. Klein in allen Kirchen ein besonderer Festgottesdienst gehalten. Die Gottesdienste sind ähnlich wie an den Sonntagen, über den ganzen Vormittag verteilt. In der Provsteikirche ist um 8 Uhr eine Messe für die Schulklassen, um 9 Uhr Messe für die Schüler der höheren Lehranstalten, um 10 Uhr feierliches Hochamt mit Predigt. Gleichzeitig ist am morgigen ersten Tag des Maimonats, der nach altem Brauch vom katholischen Volk als Muttergottesmonat gefeiert wird. abends in allen Kirchen die feierliche Eröffnung der Maiandacht, die an allen Tagen des Monats stattfindet. Auch der Herz=Jesu=Freitag wird am morgigen Freitag begangen. Aus diesem Anlaß ist morgens vor der ersten Messe sakramentale Aussetzung. Die üblichen Herz=Jesuandachten fallen diesmal wegen des Beginns der Maiandachten aus. In der Redemptoristen=Klosterkirche ist die Eröffnung der Maiandacht nachmittags .40 Uhr.— Franziskanerpater Adeodatus ist bereits in der Christkönigsgemeinde eingetroffen und hat die Amtsgeschäfte seines Vorgängers, des nach Kiel berufenen Franziskanervaters Clementin Hengstenberg, übernommen. Am nächsten Sonntag wird ihm im Rahmen einer Vollversammlung des Katholischen Männervereins„St. Rochus“ durch Präses Pfarrvikar Pater Romanus Bange die Leitung dieses Vereins in Auftrag gegeben. Maischützenwetter Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim, um 21 Uhr. Durch den Ausgleich in den temperaturunterschiedlichen Luftmassen über Mitteleurova hat auch die Niederschlagstätigkeit aufgehört. Es ist eine allgemeine Beruhigung eingetreten, in deren Fortsetzung die Luft weiter zusammensinkt und die Bewölkung zur Auflösung bringt. Es ist daher mit heiterem Wetter und Erwärmung zu rechnen. In den Morgenstunden wird sich durch die Ausstrahlung Bodennebel bilden, der sich aber bald auflöst.4#mack. Aussichten fur Donnersrag: Schwache nördliche Winde, morgens stark dunstig oder Bodennebel, tagsüber heiter bis wolkig, allgemein wärmer. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Anhalten der milden trockenen Witterung. Mittwoch, 29. April Barometer24 Uhr:.8 Thermometer 2. Uhri 4 5 8 Zeiten für Sonne und Mond am 30. April: (DAufg..07, Unterg. 19.49; J Aufg. 10.01, Unterg..31 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Ort Essen Kabler Asten Brocken Hamburg Berlin München Zugspitze Geschichten un das Maldrenesest 1877 fiel der Auszug nach Harpen fort, im gleichen Jahre wurde zum ersten Male im Stadtpark eine junge Eiche gepflanzt Das Fest unserer Väter, zu dem wir in diesem Jahr auch wieder bestens gerüstet sind, hat im Laufe der vielen Jahrhunderte einige Wandlungen durchgemacht, die aber an seiner althergebrachten Form nichts änderten. Wir wollen hier einige solche kleinen Begebnisse herausgreifen und auch eine Anzahl lustiger Dinge, die uns überliefert worden sind und die zeigen, wie fest und unbeirrbar die Bochumer immer an diesem schönen alten Brauch festgehalten haben. 660#i. dan Ift. Vom Jahre 1877 bis zum Jahre 1882 fiel der althergebrachte Auszug nach Harpen fort. Das war eine einschneidende Maßnahme, die dem Fest seinen eigentlichen Charakter nahm. Und der Grund dafür?— die liebe Bequemlichkeit. Man veranstaltete dafür ein kleines Ehrenpreisschießen am Vormittag, bei dem mit sogenannten Salonbüchsen geschossen wurde. Bald schon sah man aber ein, daß diese Bequemlichkeit dem Fest seinen eigenartigen Reiz nahm und seit dem Jahre 1882 sehen die Harvener jedes Jahr wieder die Bochumer Junggesellen auf ihrem Marsch. Das Pflanzen der jungen Eiche im Stadtpark ist auch noch nicht so alt, wie mancher wohl meinen mag. Im Jahre 1877 wurde die junge Eiche zum erstenmal im Stadtpark gepflanzt, wobei das Maibaumlied von Seippel gesungen wurde. Der letzte Vers: Baum, der Du heute gepflanzt—. Bist hier in der Erde Schoß— Wachse, blühe und gedeihe,— Werde kräftig. werde groß.— Grüne bis in ferne Zeiten.— Immerdar aufs allerbest— Aber länger als du blühest.— Blüh das Maiabendfest“, wird auch heute noch bei der traditionellen Pflanzung der Eiche gesungen. Die„Bohnenkönigin“. Wer weiß etwas von ihr und ihrem Gemahl, dem „Bohnenkönig?“ Im Jahre 1863 wurde nach dem Zapfenstreich als Einleitung des Festballes eine in 200 Teile zerschnittene Riesentorte mit der Bemerkung bei den Frauen herumgereicht, daß sich in einem Stück eine Bohne befände. Die Glückliche, die dieses Stück erwische, solle die„Bohnenkönigin" werden. Voller Spannung war das ganze Haus, voller Spannung waren die Frauen und Jungfrauen, die paarweise an dem Tellex vorbeischritten und sich ein Stück Torte nahmen. Fraulein Pauline Anders war die, welche die Bohne fand und zur„Bohnenkönigin ernannt wurde. Zu ihrem Gemahl, dem„Bobnenkönig", wählte sie sich den Junggesellenhauptmann Östermann. Dieser Einfanl wurde natürlich herzlich belacht und er trug denn auch bei, die Stimmung am Maiabendfest zu erhöhen. Schwierigkeiten— aber immer wurde zäh am alten Brauch festgehalten. Bochums Junggesellen hatten in den letzten Jahrzehnten auch recht oft mit Schwierigkeiten um eine geordnete Durchführung des Maiabendfestes zu kämpfen, aber immer wurde zäh am alten Brauch festgehalten. So wurden die Junggesellen im Jahre 1891 durch den Bergarbeiterausstand gezwungen, das Fest auf höhere Anordnung zu verschieben. Es wurde aber trotz aller Schwierigkeiten in den letzten Tagen des Wonnemonats ebenso glänzend gefeiert, wie die Jahre vorher. 1904 mußte das Fest allerdings einmal ausfallen, und zwar wegen der in Bochum grassierenden Pockenkrankheit. Trotzdem wurde eine Offiziersdevutation nach Harven entsandt und auch eine zum Stadtpark, um die Eiche zu pflanzen. Es sollte eben jedes Jahr am alten Brauch festgehalten werden. Die Schwierigkeiten aus den Jahren der feindlichen Besatzung sind ja noch in unangenehmer Erinnerung, auch sie wurden mit List überwunden. zu kriegen und zeigte eine veraltete Todesanzeige Täuschung des Vorgesetzten vor. Eine Dame veranlatte er zur Hergabe von 2000 RM. und brüstete seinen engen Beziehungen zu Wirtschaftsführern. Alles war Schwindel. Als ihm schon das Wasser bis an den Hals stand, glaubte er, durch Rennwetten daz Glück zwingen zu können aber— keinen sah ich glücklich enden" Er geriet nur noch tiefer in die Patsche und so brach das Unheil über ihm zusammen. Der Kreditbetrug wurde ihm um so schwerer angekreidet, als er in seinem Amte berufen gewesen wäre, gerade mit für Ordnung und Ehrlichkeit zu sorgen. Hätte er sich nicht sonst im Dienste ausgezeichnet geführt und im Kriege sowohl wie später beim schlesischen Grenzschutz fürs Vaterland mit Ehren gefochten,— das Urteil wäre sehr viel härter ausgefallen. Aber unter Berücksichtigung dieser Tatsachen und weil es ihm in keinem Falle auf wirkliche Aneignung der Gelder angekommen sein mag, ließ das Gericht Milde walten und sprach nur zehn Monate Gefängnis gegen ihn aus; der Staatsanwalt hatte anderthalb Jahre und sofortige Verhaftung beantragt. Traditionsecke Kameradschaftliches Wettbewerbsschießen. Zwischen den Kreisverbänden Bochum und Herne des Deutschen Reichskriegerbundes(Kyffhäuser) wird in nächster Zeit ein Freundschaftsschießen mit Wehrmann=Büchse stattfinden. Das Ausscheidungsschießen für den Kreisverband Bochum erfolgt am Sonntag, 3. Mai. vormittags 9 Uhr, aus dem Schießstand Düppe in der Wanne. Die in den Ausscheidungskämpfen festgestellten zehn besten Schützen beider Kreisverbände treten dann am Sonntag, 21. Juni, in Herne zu einem Entscheldungskampf in diesem kameradschaftlichen Schießwettbewerb zusammen. Geintenndr und Wiltschaft Staatssekretärs Grauert Stadttheater: Donnerstag 20 Uhr: Zahlende Gäste; Freitag:„Geschlossen. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Mazurka; Freitag ab 18.00 Uhr: Der Kurier des Zaren. Odeon: ab 15.30 Uhr: Bengali; Freitag ab 18.00 Uhr: Du kannst nicht treu sein. Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Bengalt; Freitag ab 18.00 Uhr: Du kannst nicht treu sein. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die selige Exzellenz; Freitag ab 18.00 Uhr: Wenn der Hahn kräht. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Eine Nacht an der Donau; Freitag ab 18.00 Uhr: Herbstmanöver. Apollotheater: ab 15.50 Uhr: Unsterbliche Melodien: Freitag ab 18.00 Uhr: Die Heilige und ihr Narr. Capttol: ab 15.15 Uhr: Rendezvons in Wien: Freitag ab 18.00 Uhr: Alles weg'n dem Hund. Gloria Palast: ab 15.30 Uhr: Liebeslied; Freitag ab 18.00 Uhr: Eine Seefahrt die ist lustig. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: In goldenen Ketten; Freitag ab 18.00 Uhr: Eine Seefahrt, die ist lustig., Lichtdurg: ab 15.15 Uhr: Stienka Rasin; Freitag ab 18.00 Uhr: Die große und die kleine Welt. Unterhaltungs= und Gaststätten: Bahnhofshotel„ Konzerthaus Schlüter Haus Bendmann(Park= Gastst. Zum deutschen Eck schlößchen) Tanzpalast Zum Rosenberg Café Industrie„ Tonhallen Gaststätte Ehrenselder Bierhaus Wittelsbacher Hof Sportsheim Peter Müller Im Rahmen eines von der Niederrheinischen Industrie= und Handelskammer Duisburg=Wesel veranstalteten Vortragsabends hielt Staatssekretär Grauert vom Reichs= und Preußischen Innenministerium in Anwesenheit des Oberpräsidenten Gauleiters Terboven und zahlreicher führender Männer aus Partei und Staat, aus Gemeindeverwaltungen, Wirtschaft und Wissenschaft aus dem ganzen rheinisch=westfälischen Industriegebiet einen bedeutsamen Vortrag zu dem Thema:„Gemeinde und Wirtschaft.“ Die Gemeinde als Förderer der Wirtschaft. Staatssekretär Grauert stellte in seinem Vortrag aus der Vielheit der Beziehungen zwischen Gemeinde und Wirtschaft drei wesentliche Fragengebiete heraus: Die Leistungen der Gemeinde für die Wirtschaft, die Gemeinde als Organ, durch deren Einsatz ein modernes Wirtschaften überhaupt erst ermöglicht wird und die Bedeutung der Gemeinde als Auftraggeber der Wirtschaft. Sodann beschäftigte er sich mit dem Problem der Gegenleistungen der Wirtschaft und schließlich mit der Frage der wirtschaftlichen Betätigung der Gemeinde an sich und das Verhältnis der Privatwirtschaft zur öffentlichen Wirtschaft. Er bezifferte die Gesamtsumme der Aufträge von Reich, Ländern und Gemeinden zugunsten der Wirtschaft im Rechnungsjahr 1929/80 auf 8½ bis 9 Milliarden Reichsmark, wovon, vorsichtig geschätzt, auf die Gemeinden und Gemeindeverbände etwa 5½ Milliarden Reichsmark entfallen. Die Auftragserteilung der Gemeinden und Gemeindeverbände an die Privatwirtschaft bezifferte er für das Jahr 1933/84, das letzte, für das einwandfreies Zahlenmaterial vorliege, auf 8,7 Milliarden Reichsmark. Wenn diese Zahlen auch erheblich hinter den 5½ Milliarden Reichsmark des Rechnungsjahres 1929/30, das noch in der letzten großen Scheinkonjunktur lag, zurückblieben, so dürfe doch nicht vergessen werden, daß sich seitdem ein beispielloser Zusammenbruch der gesamten kommunalen Finanzen ereignet habe. Der Vortragende nannte es eine Großtat des neuen Staates, wenn trov dieses Zusammenbruchs die Gemeindefinanzen in der kurzen Zeit seit der Machtübernahme schon wieder so weitgehend geordnet werden konnten, daß die Privatwirtschaft wieder Aufträge in einem Ausmaß von.7 Milliarden Reichsmark erhalten konnte. Auch die nalaufsicht müsse prüfen, ob nicht Mittel und Wege gefunden werden könnten, den sehr erheblichen Auftragsbestand der Gemeinden und Gemeindeverbände in Zukunft stärker zur Ausgleichung etwaiger Schwankungen in der Beschäftigung der Wirtschaft heranzuziehen. Auf die Leistungen der Wirtschaft für die Gemeinde eingehend, stellte der Vortragende zunächst zur Frage der Realsteuern und ihrer Bedeutung fest, daß der Ausschluß weiterer Erhöhungsmöglichkeiten durch die Realsteuersperre die Beziehungen zwischen Wirtschaft und Gemeinde weitgehend beruhigt habe. Die Wiedergesundung der Gemeindefinanzen habe in den letzten Jahren dazu geführt, daß eine Erhöhung der gemeindlichen Lasten nicht mehr einzutreten brauchte. Oberster Grundsatz für die Gestaltung des Haushaltsplanes der Gemeinde sei sparsamste und wirtschaftlichste Finanzgebarung. Die erste Anforderung an eine vernünftige gemeindliche Finanzpolitik sei deren Stetigkeit nicht nur auf der Ausgabenseite, sondern auch in den Einnahmen. Die gleichlaufenden Interessen von Staat, Gemeinde und Wirtschaft sprachen dafür, daß der bei Konjunkturschwankungen erforderliche Ausgleich in der Gemeinde selbst gefunden werden muß, daß also hierfür weder die Steuerzahler, die Wirtschaft noch der Staat herangezogen werden. Dazu gehöre zwangsläufig aber eine gewisse Rücklagenbildung, und erst dann werde an eine Senkung der öffentlichen Lasten der Gemeinden berangegangen werden können. Für diese Rücklagenbildung müsse der Staat eine gewisse einheitliche Linie sichern, und schon aus moralischen Gründen verhindern, daß eine Gemeinde, die es nicht für nötig befand, zu sparen. nachher die erste ist, die sich bei Konjunkturschwankungen für den Empfang staatlicher Beihilfen in bringt.(Zu diesen Gemeinden hat Bochum, das stets eine sparsame Kinanzwirtschaft betrieb, nie Schriftleitung.) Wenn aber einmal die Frage der Lastensenkung wirklich akut werde, müsse ernstlich, geprüft werden, ob dann nicht doch der Senkung der Tarifsuschläge der Vorrang zuzuerkennen wäre. Zu der Frage, wann und wie die Gemeinde nun selbst wirtschaften dürfe und könne. verwies der Vortragende auf die Deutsche Gemeindeordnung, die davon ausgehl, daß die Gemeinde in erster Linie eine politische Einheit und nicht eine Wirtschaftseinheit ist Das Ziel sei, die Gemeinde wieder zu einem volleistungsfähigen Teil des Gesamtorganismus der deutschen Verwaltung zu machen. Gesunde Gemeinden mit geordneten Gemeindefinanzen aber würden mit Sicherheit dazu beitragen, der Wirtschaft die Grundlage zu schaffen, die sie braucht, um nach Ziel und Willen des Führers zu arbeiten für die Wiedererringung der Weltgeltung unsers deutschen Volkes und für Arbeit und Brot für jeden deutschen Volksegnossen. Steuerfälligkeit im Mai 1936 Die Stadtkasse Bochum macht darauf aufmerksam, daß bis zum 4. Mai 1936 das Schulgeld für die staatlichen höheren Lehranstalten und die Unterhaltsbeiträge für Mai 1936, bis zum 10. Mai die Getränkesteuer für April, bis zum 15. Mai die mit besonderem Steuerbescheid angeforderte Bürgersteuer für April Juni 1936, die Biersteuer und die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für April, die Abgaben vom Grundbesitz(staatliche Steuer vom Grundvermögen, Hauszins= und Gemeindegrundsteuer nebst Gebühren und Beiträgen), die Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen und die städtischen Schulgelder für Mai, die Gebühren für die im Monat April 1936 ausgeführten Krankenwagenfahrten, die Gewerbesteuer vom Ertrage und die Hundesteuer für April Juni 1936, die Beiträge zur Westf. landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft und die Viehseuchenabgaben an die Stadtkasse..—.„Steuerkasse— während der Kassenstunden von 8 bis 13 Uhr zu zahlen sind. In den eingemeindeten Stadtteilen kann Zahlung an die örtliche Zahlstelle und an den bekanntgegebenen Kassentagen erfolgen. Bis zum 15. Mai 1986 sind auch die Kirchensteuern in den Stadtteilen Gerthe=Harpen und Linden=Dahlhausen für April Juni 1936 zu entrichten. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die im Mai 1936 fällig werdende Bürgersteuer bei den Lohnzahlungen vom 10. Mai 1936 ab vom Arbeitslohn einzubehalten und an die obenbezeichnete Kasse unter Angabe der Hebebuchnummer abzuführen. Die Ueberweisung auf ein Bank= oder Postscheckkonto der Stadtkasse wird empfohlen. Die Stadtkasse hat Konten bei allen Bochumer Banken und Postscheckkonto Dortmund 19637. Vor der Großaktion zur Anfallverhütung im Baugewerbe— Wichtige Versammlung in Bochum Die Bochumer Baugewerken=Innung hielt, am Mittwoch nachmittag im Westfalenhaus ihre Bierteljahresversammlung ab. Obermeister Niederwemmer eröffnete die Versammlung und begrüßte insbesondere Gewerbeoberlehrer Sondermann und Reichsbetriebsgemeinschaftswalter„Bau“ Salmen." Zu Ehren der verstorbenen Mitglieder erhob man sich von den Plätzen. Im Anschluß an interne Innungsangelegenheiten machte Geschäftsführer Dr. Bielefeld wichtige Mitteilungen über Lehrlingsfragen. Anschließend machte Kreisbetriebsgemeinschaftswalter„Bau", Salmen, wichtige Ausführungen über die von der Reichsbetriebsgemeinschaft„Bau vorgesehene Großaktion für Unfallverhutung im Baugewerbe in der Zeit vom 11. Mai bis zum 6. Juni 1936. An dieser Aktion sind beteiligt: die Wirtschaftsgruppe Bauindustrie, der Reichsinnungsverband des Baugewerbes, der Reichsinnungsverband des Pflasterer= und Straßenbauwesens, die Arbeitsgemeinschaft für Schadenverhütung, der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Reichsbetriebsgemeinschaft„Bau“ ein Preisausschreiben durch, das dazu dienen soll, allen Arbeitskameraden des Baugewerbes die Unfallverhütung nahezubringen. In dem Preisausschreiben wird jeder Bauarbeiter aufgefordert, Vorschlage zur Verhütung von Unfällen und Vermeidung von Gefahren einzureichen. Als Beteiligung an dem Preisausschreiben gilt die Einsendung von Entwürfen, für Unfallplakate, Schlagworten für kurze Verse, kleinen Aufsätzen und sonstigen Anregungen. Für die besten Arbeiten sind ansehnliche Preise ausgesetzt. Eröffnet wird die Großaktion am 11. Mai, 16.15 Uhr, durch Dr. Ley, ferner sprechen noch Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Harpe und der Leiter der Wirtschaftsgruppe Bauindustrie, Dr. Vögler. In Bochum findet im Rahmen der„Unfallwoche" am 13. Mai in der Verwaltungsakademie ein Aufklärungsvortrag statt. Gewerbeoberlehrer Sondermann behandelte dann eingehend Lehrlingsfragen. Zum Abschluß der Versammlung wurden durch den Geschäftsführer Dr. Bielefeld Fachfragen besprochen. Kinderwagen aus dem Krankenhaus gestohlen. Mit ihrem Manne, dem erwerbslosen Martin Wi., Richardstraße 40, besuchte die Ehefrau die kranke Schwägerin im Elisabeth=Hospital. Der Kinderwagen, in dem sie ihr Kindchen gefahren hatte, mußte unten im Flurraum abgestellt werden. Als nach einer halben Stunde die Frau nach dem Wagen Ausschau hielt, war er gestohlen worden. Hoffentlich gereut es den Dieb, eine so arme Familie bestohlen zu haben, und bringt das gestohlene Gut zurück. In schweren Nöten Aus Bochumer Gerichtssälen Besser ohne Abendbrot schlafen gehn als mit Schulden aufstehen. (Sprichwort.) Vor dem Schuldenmachen soll sich ein jeder in acht nehmen. Durch Schulden gebunden ist durch Sorge gebunden. Mensch, bezahle deine Schulden, lang ist ja die Lebensbahn, und du mußt noch manchmal borgen, wie du es so oft getan. Welch tiefe Wahrheiten in diesen Sentenzen verborgen liegen, das konnte man erkennen aus einer Verhandlung vor der Großen Strafkammer. Sie richtete sich gegen einen Mann, der mit oder ohne eigene Schuld in finanzielle Verdrückungen geraten war. Er versuchte, sich durch gelegentliche kleine Anleihen bei Amtsgenossen und Kameraden durchzuhelfen und riß so immer ein neues Loch auf, um ein anderes zu stopfen. So gingen ihm wertvolle moralische Hemmungen zum Teufel.„Aus Schuldenmachern werden Lügner“, heißt ein altes Sprichwort. Und er begann zu lügen, damit ihm die Leute Geld borgten und damit er Gehaltsvorschüsse bekam. Er ließ sogar nahe Verwandte sterben, um Geld für die Beerdigungsfahrt Eeninikerer Der Mittwochs=Wochenmarkt„In der Krimm" nahm bei schönem Herbstwetter einen ruhigen Verlauf. Die Anfuhr an Frischgemüse zeigte eine weitere Belebung; hier waren Spargel und Erbsen besonders gefragt. Es notierten die Preise am 22. April Möbren........ Schwarzwurzeln. 42 k 20—30 L Kopfsalat Stück 15—25 J Gurken Stück 60—70 J Aepfel Blumenkoyl.........„J 88 Wirstna Rotkobl.:.:::.:::: k, ke 16 20 3 Grünkobl ½ ke 1% 5 Stielmus.. 2 Buno 20 J Rhabarber Spinat 1½ K4 15 ellerteknollen........ Stück 15-30 J Steckrüben.......... 8 Kartoffeln.......... 5 kg Bananen. ½ ks 30—35 L Tomaten........... ½ ks 25—30 L Zwiebeln ½ kg 12 L Neue Kartoffeln... Spargel Erbsen Apfelsinen.......... Sick.—6 J Zuronen—4 Stück 10 J Eier Butter ½ ke 155—160 Sahnekäse Quarkkäse Rindfleisch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Kabelsau Schellfisch Seelachs Fischfilet Roibarsch Rotzungen Schollen. Seeaal... Bresen Flußhecht Grüne Heringe ½ ke 70 J ½ ke 40 J ½ ke 80— 100 ½ ks 90-130 J ½ ks 100—130 S ½ ks 120-130 A ½ ke 20 J . ½ ks 20-40 J . ½2 kO 15 5 . ½ ke 40—50 J „ ½ ke 25 J . ½ ke 60 L : 1½ ke 35 J „ ½ k4 25 J . ½ ke 25 L „ ½ kg 90 J . ½ kg 10 J 29. April ½ ke-12·3 ½ ke 20—30 Stck. 15—20 J Stück 35—60 ½ ke 20 50 A 25-45 L 1 ke 25 L ½ ke 15 5 ½ ke 18-20 ½ ke 10-15 5 2 Bund 20 J ½ ke 15 5 112 564 Stück 15-30 J 1 k 8 5 5 ke 45 J ½ ks 30-35 J ½ ke 25-30 ½ be 12 5 ½ ke 20-25 4 ½ ke 40-90 1 ke 35 ½ kS 20 5 Stück-63 -4 Stück 103 Stck. 9½-10½ J ½ ks 150-160 3 ½/ ka 70 J ½ ke 40 J ½ ke 80- 100 J ½ ke 90- 130 ½ ks 100-130 ½ ke 120—130 S ½ be 20 J ½ ke 20—40 13 be 15 5 ½ ke 40—50 S 1 ke 30 J 12 ke 60 be 35 ½9 ka 25 13 kO 20 J ½ ke 90 J ½ ke 10 Aus der (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Donnerstag, den 30. April Kreis Bochum RSDAP. Linden. 20 Uhr: Zusammenkunft der Politischen Leiter im Parteiheim. Wmttang. RSDAP. Altstadt. 20 Uhr: Schulungsavend im RatRS.=Frauenschaft Wiemelhausen. 20 Uhr: Pflichtabend bei Hanefeld. Papier und Bleistift mitbringen. RSDAP. Hiltrop=Bergen. 20 Uhr: Schulungsabend für alle Politischen Leiter, Walter und Warte bei Hubbert. Besprechung für den 1. Pot. 2# menghand zant in NSDAP. Werne. Der Schulungsaveno saut aus. Dafür nehmen die Frauen abends an der Feier aus dem nschaft Wyeizggztorg..16 Uhr: Gedenk= und Feierstunde zu Ehren des Fuhrers im Lutherhaus an der Hammer Straße. Kreis Wattenscheld#### NS.=Frauenschaft Höntrop. 20 Uhr: Lichtbilder=Vortrag in der Luisenschule. Deutsche Arbeitsfront „Kraft durch Freude“. Kreisamt Bochum Melden Sie sich noch heute zu Ihrer Urlaubsfahrt an. Vom 9. bis 17. Mai 1936 zur Mosel(Eller), Feizf 28,95 RM. An der Mündung des Ellerbachs in die Mosel, am Ausgang des 4200 Meter langen Kaiser=Wcrza# Tunnels, des größten Eisenbahntunnels der Bsterzumsichen verträumte Weindorf Eller, das mit Bauten den Reiz der Moselromantik noch lebhaftz###hgg, Vom 15. bis 23. Mai acht Tage zum Sparggafe ge, Preis 33.35 RM., nach dem im liebreizenden Nagviotale ge “ Vom 27.: Mak bis 4. Juni findet eine laubsfahrt nach Blaichach im Allgau statt. Pigzserge 114, Anmeldungen in der Verkaufstelle adF., Karium## sowie bei den Dienststellen der Dug. und bei den O“ und Betriebswarten. Wochenendfahrten im Monat Mai ½ Tagesfahrt am 3. Mai nach Kettwig—Werden, Preis 1,20 RM. Tagesfahrten am 2. Mai nach Vormholz, Preis—85 RM.; am 3. Mai nach Soest, Preis.80 RM.;. am 3. Mai nach Attendorn, Preis.50 man., am 10. Mai nach Soest, Preis.80 RM.;„— am 10. Mal nach Hobeninpurg, Preis.45 Rwi.;.60 gg am 17. Mai nach Leimaiye— Dechenhöhle. Preis am 17. Mai nach Königswinter—Bonn, Preis 4,20 RM.; am 17. Mai zum Baldeney=See, Preis 1,15 RM.; am 20. Mai nach Witten—Hohenstein. Preis—.95 RM. am 21. Mai nach Hobensyburg. Preis 1,45 RM.; am 21. Mai nach Bonn—Godesberg, Preis.20 Es werden jetzt schon Anmeldungen für die Wochenen fahrten angenommen. RS.=Kulturgemeinde. Als nächste, Pstge vorstellung der Serie A. Nr.—150,#er am Montag, 4. Mai, die Obergg#ner, Barbser von Sevilla“ statt. Der b- vem kauf beginnt heute.— Am Vrewstaleder 8. Mai, 20 Uhr, findet für die Pgaßlende Gän, Ferte B das Pperkauf beginnt an C Rontag, dem 4. Malgrse a uder an Ailt-Pastruch, bel=Wok-iha i. der Sschld stelle, Lueghaus, Zimmer 1. orh Firer, Rreunta Eer Beltah Sena Wituer ist 3ehnt N Mat... Hdolß Hitler wendet Schicksale- Gespräch mit deutschen Arbeitern-„Drei Jahte lang gewartet!“- Sie gab den Arbeitsplatz für ihn auß- Früher war Lean 4. K000.- Funktionär (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Zum viertenmal feiern alle Schaffenden im Dritten Reich den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes. Im Zeichen der kameradschaftlichen Ausflüge und Unterhaltungen steht dieser 1. Mai. Symbolhaft fast: Tag der„Kraft durch Freude“ soll der 1. Mai für alle Arbeiter der Stirn und der Faust sein.— Für Millionen ist die Erwerbslosigkeit vorbei, fast vergessen wie ein böser Traum. Aus den Reihen dieser Millionen sprechen drei Volksgenossen— sprechen von kleinen Erlebnissen, die bar sind jeder„Pointe“ und die doch Schicksale widerspiegeln. Schicksale, die durch Adolf Hitler gewendet worden sind. Ein großes Erlebnis im Kinderleben Vom zweiten Wochenlohn, den der Dreher Walter I. in Wetzlar in der Lohntüte der Leitz=Werke vorfand, kaufte er seiner kleinen Tochter Anneliese den großen Ball aus dem Schaufenster an der Ecke. Dieser große, gelbrote Ball bedeutet für die kleine vierjährige Anneliese sichtbar den Beweis eines unerhörten Erlebnisses. Viele Monate lang lag dieser große Ball im Schaufenster, und in anderen Schaufenstern sah man ähnliche blaue, grüne und rote Bälle. Vielleicht mögen die einen oder die anderen davon sogar noch größer sein, noch schöner. Anneliese läßt solche Feststellungen heute nicht mehr zelten, ist doch für sie der Ball vom Papa der beste, schönste Ball, den man sich in ganz Wetzlar denken kann. Dies ist die Vorgeschichte des großen Ereignisses in der kleinen Anneliese jungem Leben: Niemals, solange Anneliese schon zu denken vermag, hat sie ihren Vater anders als arbeitslos gesehen. Als ganz normaler Zustand erschien es dem kleinen Mädchen, daß sein Papa immer, wenn es leichthin kleine Sehnsüchte nach schönem Spielzeug äußerte, darauf die Antvort bereit hielt:„Später, Anneliese, später, wenn es wieder Arbeit gibt!“ Daß dieses„später“ eine Art Zeitwort mit unbestimmtem Begriff sein mußte, verstand schon das kleine Kind. Als ganz normalen Zustand empfand es die kleine Anneliese, daß die Brotschnitten von Natur aus zwei trockene Seiten aufzuweisen hatten. Daß es Fleisch nur in winzig kleinen Stückchen zu geben schien, daß ein Näntelchen zwei Seiten besaß, von denen jede einen Binter lang halten mußte.„ 76—2 6 Seit acht Wochen gehört das Zeitwort„später“ für Anneliese und ihren Papa der Vergangenheit an. Seit swei Wochen weiß das Kind, daß man für bares Geld neue Strümpfe, neue Schuhe, neue Hemndchen, kaufen kann. In den Mitteilungen der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung figuriert das Schicksal des Drehers der Leitz=Werke Walter J. nur als einstellige Ziffer. Im Lewußtsein des Kindes verkörpert der große gelbrote Ball die Wende in seinem kleinen Leben. Nach vier Jahren wieder Arbeit aim Jahre 1930 bekam Walter J. den letzten Wo2524##., Trotzdem fand sich ein tapferes Mädel bereit, Eus Frau zu werden. Vor vier Jahren wurde die Tochter geboren„Auf dem Arbeitsamt wurden Dredes verlangt. Ich habe mich gemeldet, wurde in der Fabrik angenommen. Gewiß, es ist nicht leicht gewesen, sich wieder einzuarbeiten. Die Maschinen waren im Jahre 1930 noch einfacher, die Technik ist inzwischen sprunghaft vorgeschritten. Aber man hat Rücksicht auf uns genommen, auf die Neueingestellten. Man hat uns gleich am ersten Tage gesagt, wir sollten uns ganz langsam wieder in die Arbeit hineinfinden und uns durch einen„Schnitzer“ nicht enttäuschen lassen. Das ist die ganze einfache Geschichte, wie ich und mit mir ein Dutzend Arbeitskameraden wieder in Lohn und Brot gekommen sind“, sagt der Dreher Walter I. aus Wetzlar, und er meinte, daß diese Geschichte nicht des Aufzeichnens wert sei, denn sie unterscheide sich in keinem Punkt von der Geschichte hunderttausend anderer Volksgenossen... „Sollte sie mich ernähren?!“ In Oberschöneweide wohnt Oskar M. mit seiner Frau und einem zweijährigen Jungen. Neulich bekam er Besuch eines lange aus seinem Gesichtskreis entschwundenen alten Frontkameraden. Fritz W. staunte über die gemütliche Heimstätte des Freundes:„Mensch, du hast wohl reich geheiratet?! Vor vier Jahren oder vor fünf, das weiß man nicht mehr so genau, bist du doch jeden Samstag mit der Grete S.——“.. Ja, diese Geschichte ist eigentlich recht kurz. Fünf Jahre lang gingen die beiden schon miteinander, der Oskar M. und die Grete S. Vier davon hätten sie schon unter dem gemeinsamen Namen zurücklegen können, wenn nicht———„Ich wollte mich doch nicht von der Ehefrau ernähren lassen. Gewiß, sie hat Arbeit gehabt. Sie hat verdient. Ich war ohne Arbeit, von 1931 bis 1935 im Fehruar. Wir haben gewartet. Immer gewartet. Eines Tages saßen wir bessammen und besprachen den Unsinn der Tatsachen. Souir###### weitergehen, daß Grete in die Fabrik ging und ich auf „Wenn du meine Stellung bekommen könntest, würde ich gern die Arbeit aufgeben, würde gern heiraten.“ Es war nur ein Wunsch, gesprächsweise hingeworsen. Der e Gedanke ließ Grete S. nicht los. Sie ging zum Betriebszellenobmann. Ob es nicht zu verwirklichen wäre, daß Oskar M. ihre Arbeit übernehmen könnte, es handle sich doch nur um einen kleinen Mehraufwand an Lohn Der Betriebszellenobmann besprach die Anfrage im Vertrauensrat bei Telefunken.„Wir hätten einen ähnlichen Fall“, hörte man von einem Arbeitskameraden, der Mitglied des Vertrauensrates war und in einer Abteilung arbeitete.„Ja, wir eigentlich auch“, meinte Heute vermag man im Personalbüro bei Telefunken eine lange Reihe Namen herauszuzählen, aus Fräulein Grete S. wurde Frau Grete., aus Lotte K. eine Frau Lotte T. und Gertrud B. verwandelte sich bald in Frau Gertrud P. Die Frauen räumten den Männern die Axbeitsplätze ein, der Betrieb gab von sich aus des großen Zusammenbruchs 1918 fehlte auch ihm, dem damals kaum Zwanzigjährigen, der innere Halt. Ein einziges Jahr Soldatentum lag hinter ihm. Willig öffnete der junge Mensch Ohr und Herz den Verheißungen der roten Agitatoren. Zehn Jahre lang war H. eingeschriebenes Mitglied der KPD., da wurde er für„würdig" befunden, Zellenleiter zu werden.„Die Hauswerbung gegen die Nazis haben wir damals als unsere Hauptaufgabe zugewiesen erhalten“, berichtet Jean H. heute auf dem Fabrikhof der Ardie=Werke in Nürnberg von den Zeiten der Vergangenheit. Dreimal hat Jean H. in nationalsozialistischen Versammlungen als Redner der Opposition gesprochen.„Sie haben nicht mit Blumen geworfen, die noch in den Töpfen steckten, sie sind auf alle Argumente sachlich eingegangen. Donnerwetter, haben die jede einzelne Phrase, die so mühsam eingelernt war, zerpflückt!“ Ja, dann hat Jean H nachher daheim selber nachdenken müssen, was falsch war am Aufbau seiner Ideenwelt. „Dann kam der Herbst 1932, der Winter. Ja, warum hat denn damals Adolf Hitler nicht die Gelegenheit wahrgenommen, in die Regierung hineinzugehen? Was, die ganze Macht wollte ers! Wir haben damals Zusammenkünfte unter uns gehabt, wir haben gespürt, wie da trotz unserer Versuche. im Kleinkrieg alles, was „Nazi“ war, zu ersticken, etwas ganz Großes, etwas ganz Neues im Werden war. Etwas, das alles hinwegschwemmen würde, was gewesen. Sollten wir die morschen Dämme abgeben, durch die sich die Flut beim ersten Einbruch um so brausender ins Land ergießt?“ Allerlei kam da zur Sprache während dieser Zusammenkünfte, die niemand von den roten Frnktionären befohlen hatte, die aber einem um so angeregteren Gedankenaustausch dienten. Was war von den Versprechungen der Gesinnungsfreunde geblieben? Die graue„hohle Rot grinste von überall her. War„der Hitler“ nicht der Mann, der etwas ganz anderes wollte als sie alle, die sich bei diesen Zusammenkünften trafen, ihm„auf Anordnung von oben" nachsagten? War diese unerhörte Treue seiner Parteifreunde nicht etwas, das man in Wirklichkeit bewundern mußte, statt es in den Schmutz zu ziehen?! fallkommando und Sperrketten der Schutzpolizei gerleht. Jetzt kam zum erstenmal ein anderer 1. Mai. wehten die Fahnen, wieder war Erlebnis des Feierns da. Jetzt aber zogen die Arbeiter gemeinsam mit denen „von der Direktion“ hinaus auf die Plätze des Festes Noch gingen ein paar Jahre dahin. Millionen hatten schon Arbeit gefunden. Jean H. mußte noch mit anderen Millionen auf die Beseitigung des Erbes der Vergangenheit warten. Jetzt war aber wenigstens die Fzeut euch des Lebens! Der Text des Liedes für das KdF.-Maifest Freut euch des Lebens, froh seid zu jeder Stund', hell eure Augen, lachend der Mund. Das Leben bringt oft Kampf und Müh, doch wär's nicht schöner ohne sie, das Leben bringt uns Arbeit viel, dann freut uns Tanz und Spiel. Freut euch des Lebens, troh seid zu jeder Stund, hell eure Augen, lachend der Mund. Ausschneiden und aufheben zum gemeinsemen Gesang Es wurde immer trostloser... Der große Umbruch der Zeit, der„einen Tag vor Ultimo“, am 30. Januar 1933, einsetzte, fand Jean H. und viele seiner Kampfgenossen geistig gut vorbereitet. Entkäuscht waren die Volksgenossen, hatten jetzt, da sie selber„mitmachten“, mit hungrigem Magen und in zerschlissenen Kleidern, zuviel hinter den Kulissen roten Werbung erblickt, zuviel gesehen, was ihnen die Augen öffnete und sie erkennen ließ, daß sie in Wahrheit nur Mitläufer einer Handvoll Worthelden waren. Waren nicht die dahingeschwundenen Jahre immer trosteinen Ehe=Zuschoe und heute arbeie Männer, das nicht enmal Dinge, die man als selbsversändlich ihre Frauen sitzen dort, wo sie sich wohler fühlen, im dahinnahm? eigenen Haushalt. Dann kam der richtige 1. Mai! 14 Jahre war H. bei der Den Hilfsarbeiter Jean H. aus Nürnberg hat das große Geschehen der Gegenwart überzeugt. Im Viele Mai=Feiern hat Jean H. mitgemacht. Er hat oft den Tag des 1. Mai abends in Schlägerei und Krawall ausklingen sehen. Er hat den 1. Mai mit UeberHoffnung da: Einmal würde auch für ihn der Tag kommen, da er die erste Lohntüte nach Hause bringen würde. Nach Hause? Jean H. hatte noch kein rechtes Zuhause. Damals, als Jean H. die Babette Z. heiraten wollte, weil eine Tochter kam, wurde die Zeit immer schlechter. Sie warteten von einem Jahr zum anderen. Kurz gesagt, zum drittenmal erlebte Jean H. den neuen 1. Mai. Noch drei Wochen rundeten sich, dann war jener Tag da, der dreier Menschen Schicksal neu gestalten half. In der Mitteilung vom Arbeitsamt Nürnberg hieß es:„Melden Sie sich beim Betriebsführer Gleißner in den Ardie=Werken!“ Ein Mann hat zur Arbeit— und zum Vaterland zurückgefunden! Seite 6 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 30. April 1936 für die Betriebsgemeinschaft" Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen übergibt der Oeffentlichkeit folgende„10 Gebote für die Betriebsgemeinschaft". Führer eines Betriebes sein heißt: 1. Sei Deiner Gefolgschaft an Leistung und Pflichterfüllung Beispiel und Vorbild. Sei nicht nur Techniker oder Kaufmann, sondern Menschenführer. Mache Deinen Arbeitskameraden Zweck und Ziel ihrer Arbeit klar, mache sie stolz auf Erfolge Deines Werkes. Gib allen Deinen Gefolgschaftsleuten Gelegenheit, fertige Erzeugnisse Deines Werkes zu sehen, besonders erst„malige Anfertigungen, mit echtem Werkstolz wird jeder einzelne dann um so lieber schaffen. Sprich Lob und Dank aus für treue Mitarbeit. 2. Sei wirklicher Führer Deines Betriebes und nicht nur Vorgesetzter. Erziehe Dich selbst zu dieser Aufgabe. Trage eigene Verantwortung und schiele nicht dauernd ängstlich nach Nebenmännern. Sei Deiner Gefolgschaft ein wahrer Kamerad. Deinen Betriebswalter und Deine Vertrauensmänner betrachte als getreue Berater zum Wohle aller Betriebsangehörigen. Fühle Dich verantwortlich für das Wohl und Wehe Deiner Arbeitskameraden und bringe dafür Opfer. Sorge Dich mit Deinem Mitarbeiter um dessen Sorgen. Richte den Blick immer auf die große Gemeinschaft Deines Betriebes, die zu fördern Deine schönste Aufgabe ist. 3. Sei streng objektiv und gerecht. Gib Versprechungen nur, wenn Du sie bestimmt erfüllen kannst. Uebe klare, wohlwollende und nie verletzende Kritik. Entscheide nie im ersten Aerger und laß Dich nicht zu Beleidigungen hinreißen, sei immer beherrscht. Sei kein Nörgler, sei freundlich zu Deinen Mitarbeitern. Treibe keine Günstlingswirtschaft. Erziehe geeignete Mitarbeiter zu tüchtigen Unterführern, Du bist für deren Tun und Lassen verantwortlich. Vertrauensmänner sein heißt: 4. Seid beste Kameraden und Berater Eures Führers des Betriebes, der Gefolgschaft seid im Betrieb Vorbilder an Leistung und Pflichterfüllung. Denkt daran, daß man in Euch auch außerhalb des Werkes Vertreter Eurer Betriebsgemeinschaft sieht und diese nach Eurem Auftreten beurteilt. Tragt nicht kleinlichen Streit aus dem Betrieb, sondern bringt ihn mit Eurem Führer des Betriebes in Ordnung. Erzieht Eure Arbeitskameraden mit zur echten Betriebsgemeinschaft. Seid gerecht gegen jeden Volksgenossen im Werk, hütet Euch vor Betriebsklatsch und Denunzianten, treibt keine Günstlingswirtschaft. 5. Seid treueste Berater der Gefolgschaft und arbeitet deshalb immer weiter an Eurer Ausbildung und an der Vertiefung Eurer sozialrechtlichen Kenntnisse und Eures wirtschaftlichen Verständnisses. Gebt keinen Rat, wenn Ihr nicht ganz sicher seid. Denkt nicht nur an das Wohl und die Wünsche Eurer Arbeitskameraden, Ihr seid nicht deren Interessen=Vertreter. Ihr habt Verbundenheit aller Betriebsangehörigen untereinander und mit dem Betrieb zu stärken und dem Wohle aller Glieder der Gemeinschaft zu dienen. Dazu gehört oft viel Verantwortungsbewußtsein. 6. Seid zu Eurem Führer des Betriebes offen und habt Vertrauen, tragt nicht nach. Steht Eure Ansicht im Gegensatz zu Wünschen der Gefolgschaft, habt Mut zur Wahrheit und Verantwortungsfreudigkeit. Laßt Euch nicht von Nörglern, Ewig=Unzufriedenen und Selbstsüchtigen beeinflussen. Geht Euren Weg gerade und aufrecht, handelt nach bestem Wissen und Gewissen. Fühlt Euch mitverantwortlich für Ruhe, Ordnung und Sauberkeit im Betrieb. Ihr seid in erster Linie mit dazu berufen, den jugendlichen Mitgliedern Eurer Gefolgschaft Berater und Helfer zu sein. Gefolgschaftsmitglied sein heißt: 7. Wenn Ihr von Eurem Führer des Betriebes als Unterführer bestellt werdet, seid ihm treue Helfer und Stützen. Ihr müßt die Euch anvertrauten Gefolgschaftsmitglieder streng, gerecht und einwandfrei behandeln. Auch ihr dürft nur sachliche und aufbauende, belehrende und nie verletzende Kritik üben. Vermeidet alle Schimpfworte. Behandelt jeden Arbeitskameraden so, wie Ihr selbst von Euren vorgeordneten Stellen behandelt werden wollt. Ihr seid berufen, an der Ausbildung tüchtiger Menschen mitzuarbeiten und sie zu hochwertigen Facharbeitern zu erziehen. Auf solchen aber beruht die Leistungsfähigkeit unseres Volkes. Seid Euren Arbeitskameraden in jeder Weise Vorbild. 8. Steht als Gefolgschaftsmitglieder in Treue zu Eurem Führer des Betriebes. Fühlt Euch dem Werke verbunden in guten und bösen Tagen. Habt Verständnis für die wirtschaftliche Lage Eures Betriebes und die Sorgen, die dessen Führer oft schwer bedrücken. In Notzeiten bildet eine Notgemeinschaft. Die bestmögliche Leistung des Betriebes kommt nicht dem Unternehmer allein, sondern in erster Linie Euch selbst zugute. Rechtfertigt Vertrauen durch treue Pflichterfüllung. Seid stolz auf Euer Werk und Euren jugendlichen Mitarbeitern Vorbild in der Arbeit und im Benehmen. Haltet untereinander alle, die Ihr werksverbunden seid, treue Kameradschaft und erzieht Euch gegenseitig.„„ 9. Seht in Euren Vertretern im Vertrauensrat, wenn sie durch größere Uebersicht Eure Wünsche einmal nicht vertreten können, nicht Verräter an Euren Interessen. Wir kennen nur ein gemeinsames Interesse aller im Betrieb zum gemeinsamen Nutzen von Volk und Staat Tätigen. Vermeidet Streitigkeiten untereinander. Tragt Zwist nicht aus dem Betrieb, hütet Euch vor Denunziationen und Verdächtigen, vor Gerüchten und Betriebsklatsch. Haltet untereinander auf anständiges Verhalten und hütet Euch vor Schimpfereien und Beleidigungen. Auch Eure Kritik sei immer sachlich und aufbauend, gute Vorschläge sind immer erwünscht, dauernde Nörgler und Besserwisser machen sich lächerlich. Betriebsgemeinschaft halten heißt: 10. Alle im Betrieb Tätigen müssen sich als Kameraden betrachten, deren Schicksal auf Gedeih und Verderb aneinander gekettet ist. Alle mussen sich als Mitglieder einer Gemeinschaft fühlen, an der unermüdlich gearbeitet werden muß, nicht nur durch gelegentliche Kameradschaftsabende allein, sondern in mühsamer, dauernder Kleinarbeit und aus ehrlicher, anständiger Gesinnung und Ueberzeugung heraus. Dabei werden Meinungsverschiedenheiten und auch Streitigkeiten vorkommen. Sie im Betrieb ohne Anruf Außenstehender in Ordnung zu bringen, ist aller im Werk Tätigen schönste Aufgabe und besondere Pflicht. Der Gemeinschaftsgeist eines Betriebes ist in Ordnung, wenn der Führer mit Stolz von„seiner“ Gefolgschaft, die Gefolgschaft mit Vertrauen und Ueberzeugung von„ihrem“ Führer spricht. Darüber hinaus muß jeder, vom Führer des Betriebes bis zum letzten Jungarbeiter, durchdrungen sein von der wichtigen Aufgabe, über den Betrieb hinaus mitzuarbeiten an der großen deutschen Volksgemeinschaft und am Wiederaufbau unseres Vaterlandes. Dann erst erfüllt jeder, ohne Rücksicht auf seine Stellung im Betrieb, wirklich seinen Platz als deutscher Arbeiter im Dritten Reich und stattet seinen Dank ab dem ersten, treuesten, unermüdlichsten und aufopferndsten Arbeiter des Deutschen Volkes: unserem geliebten Führer! Mögen diese zehn Gebote weite Beachtung finden im Wirtschaftsgebiet Westfalen in den vielen Betrieben, die schon im gleichen Geist arbeiten. Den Betrieben aber, in denen noch nicht alles in Ordnung geht, sollen sie ein Ansporn sein zur Arbeit an der echten Betriebsgemeinschaft. Das ist mein Wunsch zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes 1936! Leutschiunes=Raureit zum Watfung Nach einer Pause von 70 Jahren Schon seit einiger Zeit ist bekannt, daß Deutschland sich wieder am Walfang beteiligen wird. Nachdem die Düsseldorfer Firma Henkel& Cie. kürzlich die Ausrüstung einer Walflotte bestellt hat, hat nun auch der in der Fettwirtschaft bekannte Industrielle Walter Rau in Hilter und Neuß den Neubau eines Walfangmutterschiffes in Größe von 22000 Tonnen bei der Deutschen Werft in Auftrag gegeben. Vor dem Kriege wurde bekanntlich das Walöl nur zu technischen Zwecken verarbeitet, inzwischen aber ist es als Speisefettrohstoff unentbehrlich geworden. Mit diesem Augenblick hat auch das Walöl für Deutschlands Fettversorgung erheblich an Bedeutung gewonnen. Das wird auch dadurch unterstrichen, daß von der gesamten Welternte Deutschland in den letzten Jahren von rund 400 000 Tonnen jährlich allein 150 000 bis 200000 Tonnen aufgenommen hat. Man hofft, daß die im Entstehen begriffene deutsche Walflotte künftig etwa ein Viertel des Bedarfes wird decken können. Für Deutschland ist dieser Weg in Ermangelung jeglicher kolonialer Rohstoffbasis und angesichts seiner schmalen Devisendecke erforderlich geworden, zumal die „Antarktis“ als Rohstoffversorgungsgebiet allen Nationen und somit auch Deutschland offensteht. Deutsche Erfinder und Ingenieure waren es ja, die an der technischen Entwicklung des Walfanges zum modernen Großbetrieb einen hervorragenden Anteil haben. Gegenüber den früheren Methoden, den Wal vom Land aus zu fangen, gelang es einem Deutschen zum ersten Male, die Verarbeitung des Wales an Bord großer Mutterschiffe zu ermöglichen. Erst dadurch ist einer großen Wirtschaftlichkeit im Walfang der Weg geebnet worden. Das jetzt in Auftrag gegebene Mutterschiff wird technisch in der Lage sein, an einem Tage 20000 Doppelzentner Wale zu Oel= und Fleischmehl zu verarbeiten. Es wird begleitet sein von neun Fangbooten. Die Gesamtbesatzung einschließlich des wissenschaftlichen Stabes wird über 300 Mann betragen. Nach einer Pause von mehr als 70 Jahren kehrt Deutschland zum Walfang zurück. Die Durchführung einer so großen Aufgabe, fern von den deutschen Küsten, ist mit großen Schwierigkeiten verknüpft, erfordert großen Wagemut, und gerade die ersten Unternehmungen werden für Deutschland große Pionierarbeit leisten müssen. Die Ausbildung des Molkereipersonals Die fünfte Verordnung zur Ausführung des Milchgesetzes. Im Reichsgesetzblatt ist die fünfte Verordnung zur Ausführung des Milchgesetzes erschienen. Durch sie regelt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft die Ausbildung des Molkereipersonals. Die grundlegende Bestimmung dieser Verordnung besagt, daß künftig nur Personen mit abgeschlossener milchwirtschaftlicher Fachausbildung die verantwortliche technische Leitung von Molkereien und ähnlichen Betrieben übernehmen dürfen. Uebergangsbestimmungen dienen zur Vermeidung von Härten. Im übrigen ist auch diese Verordnung nur eine Rahmenregelung. Sie gibt für die Berufsausbildung nur einige Grundlagen und ermächtigt darüber hinaus den Reichsnährstand, die Einzelheiten des Ausbildungsganges zu regeln. Die Gesamtdauer der Ausbildung muß mindestens sieben Jahre und sechs Monate betragen. Ihr Ziel ist der Erwerb des Molkereimeisterbriefes, der als Nachweis abgeschlossener Fachausbildung gilt. Eine besondere Ausbildung ist für die Emmentaler Käserei vorgesehen. Erleichterte Ausbildungsbedingungen sind für Personen mit abgeschlossener Hochschulbildung sowie für Bewerber mit besonders hervorragender Befähigung in Aussicht genommen. Die Verordnung entspricht einem lang gehegten Wunsch der deutschen Milchwirtschaft. Sie wird zweifellos dazu beitragen, das Ansehen und die Leistungen des deutschen Molkereiwesens weiter zu heben. Gewinnabschluß bei Ewald—König=Ludwig In der Ausichtsratssitzung der Bergbau=AG. Ewald— König=Ludwig wurde über den Abschluß des Geschäftsjahres 1935, des ersten nach der Umgründung in eine AG., Beschluß gefaßt. Der Ueberschuß nach Abschluß der Zinsen beläuft sich auf rund 8,5 Millionen Reichsmark. Nach Vornahme von ordentlichen und außerordentlichen Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von rund 68000 Reichsmark, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Gesellchaften berichten E Gundlach AG. in Bielefeld. Wieder 4 Prozent.— H. Stodiek& Co. AG. in Düsseldorf. Die GV. genehmigte den Abschluß mit wieder 8 Prozent Dividende und 16(i. V. 26) RM. Bonus je Aktie, von denen 8 RM. an den Anleihestock gehen.— Gebr. Goedhart AG. in Düsseldorf. Nach erhöhten Abschreibungen auf Anlagen von 288 926(175 497) RM. ergibt sich einschl. 35 692(47402) RM. Vortrag ein Gewinn von 246 932 (180 692) RM., woraus eine erhöhte Dividende von 6 (4) Prozent auf 8 Millionen RM. Stammaktien verteilt werden soll, während die 250000 RM. Vorzugsaktien wieder 6 Prozent erhalten. Zum Vortrag verbleiben 41 932 RM.— Ver. Rumpuswerke AG. in.=Gladbach. Wieder 8 Prozent.— Ver. Uerdinger Oelwerke AG. in Uerdingen 8(6) Prozent, von denen 2 Prozent an den Anleihestock gehen.— Preußisch=Rheinische Dampfschiffahrts AG. zu Köln und Dampfschiffahrts AG. für den Nieder= und Mittelrhein zu Düsseldorf. Noch keine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung.— Schlesische Bergbau= und Hütten AG. in Beuthen. Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 Prozent.— Niederrheinische Bergwerks AG. in Neukirchen. Noch keine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung, doch kleiner Reingewinn.— Salzdetfurth=Konzern. In den Aufsichtsratssitzungen der zum Salzdetfurth=Konzern aehörenden Gesellschaften Aschersleben, Westeregeln und Salzdetfurth wurden die Jahresabschlüsse für 1935 genehmigt. Den HV. der drei Gesellschaften soll vorgeschlagen werden, nach angemessenen Abschreibungen und Rückstellungen wieder die gleichen Dividenden wie im Vorjahr zu verteilen(Aschersleben und Westeregeln je 5 Prozent, Salzdetfurth 7½ Prozent). Interessengemeinschaft Mitteldeutsche Maxhütte. In der HV. der Eisenwerkgesellschaft Maximilianshütte wurde der Abschluß einstimmig genehmigt. Aus dem Ueberschuß von 952 184(806 485) RM. werden 300 00g (200000) RM, den Pensionskassen zugeführt, während die außenstehenden Aktionäre auf Grund des Inter. essengemeinschaftsvertrages die garantierte Dividendvon unv. 8 Prozent erhalten. Die anschließende## der Mitteldeutschen Stahlwerke AG. genehmigte eben, falls einstimmig den Abschluß mit 5(3) Prozent Dividende. Die Aussichten wurden als günstig bezeichnet. Oersen=Testsng. Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Börse eröffnete uneinheitlich, jedoch herrschte ein freundlicher Grundton vor. Im Verlaufe erfuhren die ersten Kurse weitere Besserungen, doch war das Geschäft sehr ruhig. Am Aktienmarkt zeigten sich von Montanwer, ten Ver. Stahlwerke bei 89(plus ¼ Prozent) und einem Umsatz von 60 000 Reichsmark widerstandsfähig, ebenso Har pener 129¾(plus 1¼ Prozent), Rheinstahl plus 1 zent, dagegen Buderus minus 1 Prozent. Dahlbusch minns 2 Prozent, Hoesch und Klöckner je minus 3/8 Prozent, Mannesmann minus ¼ Prozent. Von Elektrowerten Stemenz um 1½ Prozent gedrückt, dagegen Schuckert ohne Umsatz ¾ Prozent höher. Felten unverändert 1223. Farbenaktien konnten sich bei 166½ behaupten. Schwächer waren noch Bemberg(minus 1 Prozent). Kali Aschersleben minuz 1½ Prozent, Reichsbankanteile minus 5/ Prozent und Rheinmetall=Borsig minus ¼ Prozent.— Der Kurenmarkt blieb gut behauptet. Von Kohlenkuren wurden Constantin auf den Abschluß hin zu leicht erhöhten Kursen aus dem Markt genommen. Diergardt gut behauptet bezahlt. Deutschland dagegen knapp gehalten im Markt. Erhöhe Nachfrage zeigte sich wieder für Heinrich. Von Braunkohlenwerten bleiben die Michel=Werte zu steigenden Kursen gesucht Gutehoffnung erzielten etwas bessere Kurse. Auf dem Kalikurenmarkt wurde von Aschersleben=Werten Hope höher bezahlt, Beienrode erzielten behauptete Kurse. Auch für elsässische Werte wurden bessere Kurse angelegt. Die Tendenz am Markt der Festverzinslichen war fest. Im Freiverkehr lagen Kohlenaktien mit Ausnahme von Ewald. die 2 Prozent niedriger umgingen, fest. Lothringen Berg und Genuß wurden je ½ Prozent, Niederrhein. Bergbau zirka 1½ Prozent höher bezahlt. Kaliaktien gut behauptet bei Umsätzen in Burbach. Unter Bevorzugung von Montanwerten blieb die Haltung auch im weiteren Börsenverlau## freundlich, und es kam zu weiteren Kursbesserungen. Berliner Börse An der Börse herrschte auf verschiedene günstige Ma. dungen aus der Wirtschaft hin ein freundlicher Grundto## vor. Das Geschäft hat stark nachgelassen. Es zeigte sich. wenn auch auf verschiedenen Märkten die Kurse sich weiter abschwächten, eine widerstandsfähige Haltung. Im Verlauf hatte es den Anschein, als setzte sich die Aufwärtsbewegung fort; doch ist zu bedenken, daß die Aktienkurse im Vergleich zur Rendite bereits sehr hoch sind. Am Rentenmarkt hielt die Nachfrage in kleinem Umfange an. Die Kursgestaltung war wenig verändert. Von öffentlichen Anleihen war die Reichsaltbesitzanleihe beachtet und 20 Pfennig böher 113,20, Zinsvergütungsscheine zogen auf 92,30 in der Mitte an. Schuldbuchforderungen gehalten. Nur Wiederaufbauzuschläge um Bruchteile eines Prozentes abbröckelnd. Nach der Verschiebung des Reichsgerichtsurteils lagen von Währungsanleihen Preußen= und Girodollars bei 68¼ weiter fester. Am Aktienmarkt waren unter Führung von Farbenaktien 166 3/6(166) chemische Werte fester. Goldschmidt plus 1, Kokswerke plus ¼, nur Rütgers minus 1¼. Montanwerte uneinheitlich bei größeren Umsätzen in Mannesmann und Ver. Stahl. Maschinenwerte abgeschwächt, Bayermotoren minus ½, Berliner Maschinen minus 1. Muag unverändert. Von Versorgungswerten Dessauer Gas minus ¼. Gesfürel minus ½, RWE. gehalten. Schiffahrtsaktien unverändert. Die größeren Kursabschwächungen bei Westeregeln 126½(129½) und Rheinische Braunkohlen 227(229½) ergaben sich bei Umsätzen von nur wenigen 1000 Reichsmark. Der Verlauf war im allgemeinen gehalten. Teilweise kam es zu leichten Befestigungen. Auf der anderen Seite konnten auch einige Kurserhöhungen nicht ganz gehalten werden. Der Schluß war für einige Sonderwerte recht fest; dabei spielen Dividendenboffnungen mit. Am Geldmarkt trat der Ultimobedarf noch stärker in die Erscheinung. Tägliches Geld 3½ bis 3½ Prozent. Am Devisenmarkt notierten: Amtl. Pfundkurs 12,30½(12,29½), Dollar 2,491(.49), Gulder 169(168,93), französischer Frank 16,40(16,39½). Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Obwohl die Umsätze nicht besonders lebhaft waren, wies die Abendbörse erneut eine festere Haltung auf.. Die Kulisse nahm wettere Deckungen vor, aber auch die Kundschaft trat verschiedentlich als Käufer auf. Nachbörse: Ver. Stahlwerke 90½ bis 90¾. IG. Farben 168¼, Hoesch 102 bis 102¼, Westdeutsche Kaufhof 39½ bis 39¾. Die Auslandsbörsen Newyork: Unregelmäßig. London: Nicht einheitlich. Amsterdam: Abgeschwächt. Paris: Allgemein schwach. Brüssel: Nachgebend. Zürich: Ruhig. Mailand: Stetig. Wien: Befestigt. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 ko * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 29 April: 53,25 Reichsmark(unverändert seit Samstag) für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent: 144 Reichsmark; Aluminium, Walz o. Dr.: 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 29. April Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen 29. 4.[29. 4.[29. 4. 123, 4. Div. Anfang Schluß Kassa Schluß Altbestz. 6% Hoesch RM. 5% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Disch. Atlant. Otsch. Erdöl D. Reichsbahn I..Farbenind Feldmühle Felten& Guille Goldschmidt Harpen Koesch-Köln Kali-Aschersi. 113.10 101.00 104.37 104.25 104 25 105 25 114.75 114 37 118.87 126.75 166.12 129.62 122.62 113.37 127.75 3/100.25 /126.00 113.10 134 00 104 50 104.12 114 73 120.00 126.72 168 50 129.75 127.50 101.25 113.10 128.00 Div. 29..129. 4. 129..128. 4. Anfangl Schluß Kassa Schlus 112.80 103.75 104.50 104 25 12/104.25 37 75 6 62 6 50 75 25 75 0 126 50 .311100.50 1709 118.00 126.75 .00 129.75 122.75 Köckner-W. 31 Mannesmann 3 Masch. Untern. 0 Reichsbank /12 Rhein. Braun k. 12 Rhein. Stahlw. 4 Rh.-.-Elek. 6 Salzdetfurth /74 Schuckert& C. 4 Siemens& Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregein Wintershall Zellst. Waldhof 91.25 91.60 91.00 183.50 229.50 124.62 129.37 140.25 188.37 89.00 38.50 126.37 113.25 96.00 92.12 92.00 181.60 125.00 130.00 140.50 186.12 95.6 91.8 90. 183 226 124. 130. 182 140 186. —.— 99 89.50 88. 38 25 39 126 50 126 113.75 113. 95.50 91.87 90 25 184.12 228 00 123.50 051129.37 59 139 50 Kuxe Steinkohlen 29 6 3 J. 4. Westa 19400 100009200— bernharetn. 1300— 1300— Kall Beienrode Burbach Ineu-Staßt CarolusM. 4300 4600 4300 4522 Const. d. 6/ 6600 109 060 TO8-gaf. Deutschl. 815 4501 420######9g I0. Schwerin 3750 105 0 Heinrich 9300 S700S100S0 Leonharo: 590 10000 3400 860 910 969 910 4150 4400 15 1400 9905 Brauaschw. 600. 630. 690. 0300 3200—0 Lge 150 1210 11300 121 Bpaunkehlen Bruckd.-A.——GuteHoffn 3800 4000 3780 4000Oergardt 315015409 5130 535/8 Paat Preiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 29..1 28. 4. 6 1S1e" Westtalenl 800— 7591— Wiene 12230 12700 12.50 12. 50 Senlernh. 350(365-/35-0 3759 Tnüringe. Kallkuxe 88.75 33.50 504— 5M1114.00 Einigkeit Erichsseg Habign. amlg lope isenburg MMarlagl. Marie Marie L. Mar Neusollst. Ransbach Reicheld. 260 3300 2655 2655 5200 28. 190 2650 260 1019fr 265• 269 4309/374. 3450 3300/3500 26502650 2750 2600 2602600 Industrieaktien Div. Baleke Masch. Berg. 6. Dahl.V Bonner Bg. u. H. Sösp. Walzw. Braunk. Zuk. Bruckd.-Nietl Burbach Kal. 46 Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Ddss. Masch.B Dynamit.Nob. Eschw. Berg. V. Glas-u. Sp. S. Glückauf-B. A6 Gebr. Goedh. 46 50 Hallesche Salz. -Mochtief 46. Kabelw. Rheyct Kali-Chemie Mülheim. Berg. — inein. Metall 00Roein Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl. A6. 8gE. Schleß-Detries Schleg. Scharp. Waggonf. Derd. Nasserw. Geis Bankaktien Berin. Hand. 6. Som.- u. Pr.-B. D. Bank u..-G. 320 289— 1601 100 05 48501=625 4625 1602800 0 cgrpp 390— 90 41 410 910— (Einheitsk. 29../28. 4 75.6 75 6 140.0/149.0 135.0s132.5 110.01100 130.0— 775.0 00 0 .9 137.5 118.8117.5 120.01187 123.8— 186.5/187.0 136 5/137.5 139.5 Zolonia,.-V. K. Lolonia Rückv. lladb. Feverv. 40 (öln. Hagelv. 8 90.6 900 Cöln. Lloyd..1— 240.|240.0 Köln, Rückv. gr. 6(120.|120.0 4öln.Rückv. kl.— 80.0 80.0 Rentenwerte 5 Rhw..-Cr. Ghyp.6 Pfd. S. 4. 6. 12. 10 95. 3 96.5 dto. dto. S. 1 ½ Oto. dto. S. 11 101.81102 2 3 dto. Gold.-Kom 1926. 1927 S.—8 95.0 95.0 7½a Wd. Bod. Gpfd. 61——. dto. Em. 3. 9/12, 14 96.20 95.1 Freiverkehre-Aktien 29. 4. 26. 4. 8.6 8 97.8 97.8 —. 113 8 91.0 87.0 154 0/165 0 114 5 Ro. W. 80. Cr. 8 Westd. 8..-4 Vereicherungsektien RU. sch.-Münch.F 32 1160 1173 Aach. Rückversl 14.8/240.240 Aach. Rückvarei 14.81240 0 Mgripp,., Pl.L— 1388.9 All.-u. Stuttg.i 9. 21239 Nll.- u. St.-7 1 S..59. 29.4 136.0 260.0 775.0 90 0 26 4. 135.0 dann. K. 19m20. 00 Lothrin. Lothr. 8. danst. 42sch. Kt trn. 897% 35.0 ###. Linel. ½7 v. diea. 95.0 Hont. Drek. Wie #n 80.0 33.0 79 0 82 0 60 0 63.0 60.0 63.0 115.7 118.5114.211 100.0 102.0101.0104.0 125 0/128.0 70 0 Adher K. Burd. K. 51#8 C. 32-46.4 100. 0102. ocdh. A/124.0— 700— 58.0— 97.5 91.5 75.0 31816 77.0 95.0/97.5 95.9 98.0 87.0 90. 5 71.5 74.5 56.6 * 93.0 980 93.9 96.2 Steuergatscheine 29..126.4. #llig ab 1. 4. 194 I. 4. 1926 I. 4. 1923 I. 4. 1997 I. 4. 1920 —. 103.3 —. 1107.3 111.3111.3 „ .Ss Berliner Börse, 29. April Mitgetellt von der Commerz- und Privat-Gank.-., Fillale Bochum Vokswerke 1 Kölner 6as (refft W. Kromschroeder Kronprinz Metall (dopersburch Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Einheltskurse Industriewerte 10s 12/190.01577 0 51.5 52.0 36.0 35.7 0/100.0 93.2 Ekumulatoren Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. 90 Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Kr. u. Licht „ Meschinenb. 3uderus rhaf. Wasser U Chem. Gelsenk. Conti Summi gesnier Bonz Otsch. Atlant Otsch. Baumwolle " Conti 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. Eisenhand 75.7 92.6 10.5 100 /131.0131.9 63.5 87.5 6/134.5133.0 102.0102.5 S127.2127.9 8/146.8147.9 122.5124.0 105.5105.5 Oittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau Union-Brau Dürener Metall Oyckersh. Widm Flektr. Lieferg. II„ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 55 1 113. 49—. 130 106. 6/114. .153. 112.7 94 5 7180.1 3105.7 6114.7 .0153.0 .0133.7 .8145.0 .0173.0 .2144.7 .0128.37 0—. 48.0 10 169.0169.0 12 197.2195.5 6134.0 6/137.0135.0 anmeyer Laurahütte sogoldsgruben Lindes Eie ingnerwerke Oronz C. Feinlute gebhardt& Co. U German. Cem. Ges. f. ei. Untera Sildemeister Gladb. Wolle Sruschw. Textil Guanowerke 6/126.0s125.5 145.0s144.5 92.7 94 5 6/111.21111. 7111.6/111.8 114.1 117.0 114.0 4—. 117.0 136.2s137.0 7140.0138.0 10168.0169.4 31109 5 98.5—. ackethal Draht Nageda Hamb. Elektr. Hindr.-Aufterm. Hoftmann Stärke Hoheniohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Bes. 1 Serdber Ase Genos ssenbeck Brau. Junghans Gebr. 69133.3134.5 6—. 112.5 8/139.11139 3 6/119.7/120.2 69131.2132.5 0/131.0132. 129.7116. 89.5 89.2 6—. 166.0 6/131.6/131.7 3—.—. V 88.7 83. 1gerimfl. Hötte II Miag Mimosa Aülheimer Berg. renst.& Koppeis Oenabr. Kupfer Pongs& Lahn S 133 3 73.0 0— 100.7 75/159.0 61—. 133.8 23.5 98.7 8/147.5 8152.5 19— 8/177.5 0 90.0 10141.2 Pbein. El. Wortes Rhein.-W. Kalt Islebeck Montan seldgeronocks 16 82.1 schsenwerk Sarott Schlege Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. Elekt. u. 629 ##Schob.& Salzer 5 Schultheis-Patz. 2Segersdorter W. siemens Glas 131.7 128.0 .2 6/123.0 103.0 113 5 43.0 91.0 143.8 141.5 105.8 99.7 96.0 08 129. 78 79.0 100.7 158 0 Siem.& Halske OStollberg. Zink Irhüringer 6as Tuch Aachen Union chem. 134.2 23.5 97.5 146.1 Wer. 81.2 vter. Otsch. Nicke! V Ver. Glanzst. Ultramarin Vogel Draht jagner& Co. Wandererw. Warsteiner Grub. Vestfalen Draht Nicküler Brau. 185.3% munm.-Kunr Anl. 135.0 8 152. 0/141. 140 61145. 77.8 119.0 .0s120.% 140.0 146 06 6 95.06 157.06 70.9: Verkehrewerte A. 6. für Verkehr Boch. Geisenk. Hamb. Amer. Pak. Ztamb. Südamer Norod. Lioya 16.5 132.1 108.0 128.5 Rentenwerte —.## Ot. R. Schatz. 41 100.04 Ot. R. Anleihe 44 116 Gö O. R. Vounganl. 42.3/½5 Reichsbahn Sch. —. Vestfalen Altoseltz 142.51 Bochum Anl. 139.0/15 Duisburg. Anl. 106.5/16 Oüsseld. Anl. 100.0/1 Elberteld. Anl. 95.845 Essen Anl. 91 8 114.8/115.0 15 91.2 83. 44 Mühlh.-Ruhr Anf 3 Ruhrverbd. Anl. 36 1# Pr. Ldpf. A. Pfd. 44 Ldbk. Westf. Pfd. 4#Ldbk. Westf. Kom 410t. Komm. Goldanl. K4Westf. Idsch. Pfd. 440t. Hyo. B. Bin. Pfd. 153.N15P- Gentr.bod. Pfd. 140 O“ Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. Basalt Obl. Concord. Berg Obl. Dalmter Benz Obl. Klöcknerw. Obl. Mont Cenis Obl. 5 Ver. Stahl 60 11 Ver. Stahl 47/8# „„„ 5 Siem. u. M. 0b. 1 Farbenbonde Imsch. Anleihe 97.0 94.7 93.2 94.1 96.0 95.3 95.2 96.0 971 —. 103.7 8 1062 92.5102 .1/103. 93.21 93.0 94 2 936 99.5 99 72.0 33.0132.5 96.6 855 k. Schuldb. F. 30 k. Schuldb. F. 38 k. Schuldb. F. 40 6. Schuldb. F. 42 k. Schuldb. F. 4¾ 1 Essen Steink. 42 ## Harpener 49 1# R. W. E. 82/3 1 R. W. E. 50 1 Ruhrehe mie 43 55 Runrgas 53 55 Runrwasser 53 Runrwonng. 58 V. E. W. 52 415 9/42 29..29.4 Seish 91e 99 8 100.6 98.0 98. 97.7 93.6 100.010 94.7 96.0 93.2 95.0 100.0— 93.3 94.3 94.2 85 92.0 93.0 93.5 92.0 B5. Westtalenbank Austanrung samtllener .-G. Bochun Bankgesenat Sorglällige Auslührung aller bankmäligen Geschälle Doutsche-Bum u. Biesentogeschechunt wiheimspistz sa, Tel. 80831 Taeien und Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 30. April 1936 vier mit der Note„Vorzüglia,##### Note„Sehr gut" bewerkel..— Je nung erhielten die Besitzer noch je ein preis zuerkannt. Unter den P sich der entzückende k Bobbi von Stammsitz“, Besitzer und der von uns anläßlich der Ausstellung bereits im#####eziger 96#### rüde„Tago von Lauerhaas, Besiver W. Lotz, straße. Deutschlands bester Schotten=Terrier wurde in Bochum gezüchtet Einen weiteren beachtenswerten Erfolg hat chum in Köln zu verzeichnen, da der rau Schotten=Terrier„Stylist von der Waldesruh bestes deutsches Zuchtprodukt hinter einigen aus land importierten Hunden das Prädikat„Vorz erhielt. Besitzer des Hundes ist Wirtschaftt C. Menne, Züchter W. Jung. h“ und einer mit der als besondere Anerkenschönen EhrenPreisträgern, befanden kleine schwarze Spitzrube„Sieger itz", Besitzer Frl. Lotte, ABC=Str., der vorjährigen Bochumer Bilde gezeigte schone Wolfspitz##or KonigProbeaufnahmen günstig sind, der Film gedreht werden soll, der Sonjas schauspielerische Qualität mit denen ihrer Eislaufkunst vereint. In der Zwischenzeit wird die Norwegerin sich auf andere weniger künstlerische Art betätigen, sie wird namlich für eine große amerikanische Oelgesellschaft im Rundfunk Reklamesprüche durchsagen. Erfolge Bochumer Spitzzüchter Cnlbad der Berlmerkras Am 25. und 26. April fand in Köln die 3. Reichssiegerausstellung für Hunde aller Rassen statt. Trager dieser bedeutenden Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Reichssportführers von Tschammer und Osten stand, war der Reichsverband für das Deutsche Hundewesen. Die Zahl der ausgestellten Hunde betrug laut Katalog 2141. Die Ortsgruppe Bochum der Fachschaft für Deutsche Spitze hatte fünf Vertreter dieser schönen Rasse zum Wettbewerb nach Köln entsandt. Es wurden von den fünf entsandten Spitzen Nur die Berufsfahrer starten Rund um Dortmund“ wird heute nachgcholf „Rund siege herausfuhren. Die beiden Westfalen sind soeben etter= aus Amerika in die Heimat zurückgekehrt. Amtliche Ausschreibung zum Bahnstaffeitag am 10. Mai er Bahnstaffeltag(verbunden mit Dreikampf) für Vereine des Kreises Bochum findet am 10. Mai nachmittags.30 Uhr, im Tus.=Stadion statt. richter ist der Turn= und Sportverein 08, Bochum. diesen sind auch die Meldungen zu richten, und zwar heinrich Hommer, Bochum, Grillparzerstraße 4. Klasse 1: Männer, einschließlich Militär und Polizei: al 100 Meter, 4 mal 400 Meter, 4 mal 800 Meter, tal 1500 Meter, 10 mal=Runden=Staffel(207 Klasse 2: SA., SS., Arbeitsdienst: Wie Klasse 1. Klasse 3: Jugend A, Jahrgang 1918 19: 4 mal 100 ter, 4 mal 400 Meter, 4 mal 800 Meter. Jugend B. Jahrgang 192021: 4 mal 100 Meter, mal=Runden=Staffel(207 Meter). Jugend C. Jahrgang 1922 und jünger: 4 mal 100 Klasse 4: Frauen(über 16 Jahre): 4 mal 100 Klasse 5: Mädchen(14 bis 15 Jahre alt): 4 mal 75 Meldegebühren: Stammannschaften:.50 Reichsmark Staffel; Jugendmannschaften: 0,30 Reichsmarr Dreikampf für Stamm und Jugend(100 Meter, Meldegebühren für Fer Dreikampf: Stamm:.30 Reldungen sind getrennt Staffeln und Dreiupf unter Beifugung der Meldegebühren an obige Treffpunkt und Umkleidegelegenheit im Stadion. erreichen ih, der Straßenbahnlinie A und B, HalteMeldeschluß: 5. Mai 1936. Verspätete Meldungen vie Meldungen ohne Gebühren können nicht beruckJersch Vereinsführer, Meier, Kreisfachwart. Das traditionelle westfälische S um Dortmund“ mußte am 19. Apri katastrophe im Westen noch im let sagt werden. Die Fahrer trafen tag bei„Rund um Köln" und we nerstag, 30. April, die 220 Kilome kurbeln, indessen die Amateure über eine verkürzte Strecke an einem anderen Termin starten werven. Unsere 36 Berufsfahrer werden nach der tollen Rekordfahrt im Rheinland und den Steigungen var Bergischen Landes auf den westfälischen Stezg#n## einer kaum geringeren Prufung steven. 1u16 Berg, wird es zu Tempofahrten auf der Flachen und prüfungen kommen. Viel früher als bei„Rund um Köln“ sollte diesmal das Feld zerrissen werden, da schon zu Beginn die Fahrer auf die Höhenzüge des Ardeys steigen müssen und die„Schanze“ und diee gung zur Hohensyburg zu nehmen haben. Eine sende Talfahrt nach Hagen wird folgen; anschlief kommt eine leichtere Berg= und=Tal=Fahrt über mathe—Iserlohn—Sundwig nach Arnsberg—Hüiste Neheim bis zur Verpflegungskontrolle in Werl. nach wird aber erst die richtige Flache kommen. Schleife geht von Unna über Kamen—Lünen—1 gede—Herne—Bochum und die„Schanze" auf dem Zement der 2 den kann. Es scheint, daß un westdeutschen Sieg nerechnetn Tortmunder Tautz schon bei Qualitaten bewies. Prüfung, veren Westfalens genau kennt. Hodeg, Kijewski und Arents zu von Berlin und Hannoder, D Bergsteiger Geyer, ver rou nicht meniger, bekannen Roth, Weiß usw. dürften des Rennens befinden. Um 11 Uhr wird der Start erfolgen. staunliche Durchschnitt von 38 Stundenkuometer „Rund um Köln gefahren wird, bleibt abzuwMan kann mit sechs bis sieben Stunden Fahrzeit nen, so daß die ersten Fahrer nach 17 Uhr in Doxt zu erwarten sind. Wenn auch dieses klassische Ni an einem Werktag ausgefahren werden muß, so es an seinem Propagandawert nicht verlieren. falens Radsportfreunde werden es sich nicht ne lassen, die„Helden der Landstraße" anzufeuern. Amateurrennen auf der Radrennbahn n] Wenn auch am Donnerstag nur die 36 Berufs das Rennen„Rund um straßenrennen kannte Rennstrecke der Reichshauptstadt, die Avus erfährt an hrer##ugug altung. Die bisher flach verlaufende Kurve, die die Fahrer bei den mennen zwang, drosseln, wird verkürzt und im Halbrund stark überhöht, so daß es in Zukun Geschwindigkeit durch die Kurve zu gehen, ohne Gefahr zu laufen, hinausgetr Bild zeigt die Nordkurve der Avus während des Umbaues. Alles beitens vorbereitet zum übezme„r. Men; um nach Witten, wo der„Schnee zu nehmen sind, ehe der Endspurt Dortmunder Bahn gefahren werauch in dieser Prüfung mit einem sieg gerechnet werden kann, nachdem der bei„Rund um Köln“, seine bewies. Er ist jedenfalls Favorit für diese deren Geländeschwierigkeiten er als Sohn Neben ihm sind Siebelhoff, zu nennen. Die Sieger wer, Künzer und Heide, der der routinierte Thierbach und die innten Altenburger, Umbenhauer, urtten sich aber auch im Vorderfeld losenkarten werden nicht ausgegeben, da den Erwerbslosen Gelegenheit gegeben ist, sich Vorverkaufskarten zu ermäßigten Preisen zu besorgen. Spielverbot ab 12 Uhr! Für Groß=Bochum wurde für den 3. Mai ab 12 Uhr für alle Fußballmannschaften Spielverbot erlassen. Handball-Städtekampf Bochum— Wanne=Eickel=Herne Im Rahmen der„Woche des Olympiaheftes“ vom 18. bis 24. Mai, deren Abschluß und Höhepunkt bekanntlich der Staffellauf„Quer durch Bochum“ bildet, ist für Samstag, den 23. Mai, eine Handball=Großveriltung vorgesehen, und zwar spielt die StadtmannPolizisten Sieger zu bleiben. Denn bekanntlich würde den Schalkern selbst ein knapper Sieg über Polizei Chemnitz im Rückspiel nichts nützen, wenn die schußfreudigen Polizisten in ihren beiden noch ausstehenden Spielen gegen den Berliner SV. 92 und Hindeuburg Allenstein mehr Tore herausholen. Schalke hat in Dortmund zu seinem Leidwesen erfahren müssen, daß in den Vorrundenspielen um die Deutsche nicht gespielt, sondern gekämpft werden muß. Die Frage des Bochumer Spiels lautet also:„Wieviel Tore schießt der in Dortmund, so schußschwache Schalker Sturm?" Selbstverständlich wird Bochum alles aufbieten, um dem sonntäglichen Kampf einen würdigen Rahmen zu geben, um vor allen Dingen die organisatorischen Mängel zu vermeiden, die das Dortmunder Spiel fur den Zuschauer zu keinem ungetrübten Genuß werden ließen. Wie beim vorjährigen Spiel Schalke— Eimsbüttel, so wurde auch in diesem Jahre wieder eine Nottribüne errichtet, die 800 Zuschauern gute Sichtmöglichkeit bietet. Weitere Sitzplätze befinden sich auf den beiden langen Geraden der Laufbahn, so daß das Fassungsvermögen des Platzes mit 35000 Zuschauern Der Reichsminister des Am Ziel ihrer Wünsche Sonja in Hollywood Henie ist dieser Tage in Begleit nd des englischen Eiskunstläufers Jacki wood angelangt, wo, vorausgesetzt, Er liegt Tag und Nacht auf der Landstraße! Trotzdem! Auch derleistungsstarke Dieselmotor arbeitet unentwegt zuverlässig und wirtschaftlich mit dem Markenoel, das der modernsten rechnischen Entwicklung angepaßt ist. Darum jetzt. die verbesserten aus deutschen Fabriken! 6. Seite 8 Nr. 101„ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 30. April 1936 celona, nämlich G. v Cramm, H Henkel und K. Lund. Die Ungarn, die wohl nicht ganz so spielstark wie die Spanier sind, bereiten sich eifrig auf die für sie von Haus aus ziemlich aussichtslose Begegnung vor. Zur seit messen sie in Budapest ihre Kräfte, mit den auf dem Wege nach Athen befindlichen Davispokalspielern von Argentinien, und Anfang Mai werden sie zu einem Dreiländerkampf mit Oesterreich und Italien nach Wien fahren. Da Szigeti als ehemaliger Berufsspieler im Davispokal nicht spielberechtigt ist, werden sich die Ungarn vermutlich auf Gabrovits, Drietomski und Ferenczy stützen. Letzte Olympiavorbereitung Unsere Reiter in Warschau Mit Rücksicht auf die Vorbereitungen zu den reiterlichen Wettkämpfen der Olympischen Spiele wird deutscherseits vor dem Berliner Olympia nur eine große turniersportliche Veranstaltung im Auslande offiziell beschickt. Wahrscheinlich wird die Kavallerieschule Hannover eine Mannschaft des Springstalles zu dem internationalen Turnier in Warschau entsenden, das in der Zeit vom 30. Mai bis 8. Juni auf dem herrlichen Turnierplatz im Lazienki Park abgewickelt wird. Dieses Turnier wurde auch in den beiden letzten Jahren mit großem Erfolg besucht. Vor zwei Jahren gewann Deutschland u. a. den Preis der Nationen, bei dem vorjährigen Turnier, das wegen des Ablebens des Marschalls Pilsudski erst im Herbst stattfand, siegte Oblt. Brandt mit Derby und Baron in fünf der großen internationalen Springen. Karl Hohmann wird Fußball-Lehrer Der bekannte Nationalspieler und Sturmführer des VfL. Benrath hat sich jetzt endgültig entschlossen, Fußball=Lehrer zu werden. Am 1. Mai wird sich Hohmann zu einer einjährigen Ausbildungszeit bei der Deutschen Hochschule in Berlin einfinden. Während des Ausbildungsjahres hofft er, noch für seinen alten Verein tätig sein zu können, vor allem aber an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen. Kojac schwimmt Weltrekord Der Amerikaner Georg Kojac, der 1928 in Amsterdam das olymvische 100=Meter=Rückenschwimmen gewann, ist auf dem besten Wege, sich zum dritten Male zur Teilnahme an Olympischen Spielen zu qualifizieren. Beim Wettschwimmen in Newyork zeigte Kojac, daß er immer noch zu den Besten gehört, denn er konnte den Weltrekord im 400=Meter=Rückenschwimmen, den sein Landsmann Adolf Kiefer am 24. Oktober v. J. in Kopenhagen mit 5,17,8 erzielte, auf 5,16,8 verbessern. Helmuth Fischer erhielt die goldene Ehrennadel Der Fachamtsleiter für Schwimmen, Georg Hax (Berlin), überreichte Rekordschwimmer Helmuth Fischer, der am Sonntag über 100 Meter Kraul in Berlin in 56,8 Sekunden neuen Europarekord schwamm. im Auftrage des Fachamts Schwimmen die goldene Ehrennadel des Deutschen Schwimmverbandes für seine hervorragende Leistung. PuhikarFramerkorawez Die Mittwoch-Rennen im Dortmund Ueber der Wambeler Bahn schien am Mittwoch eine warme Frühlingssonne die zahlreiche Besucher angelockt hatte. In sportlicher Hinsicht gab es jedoch eine kleine Enttäuschung, da die Felder durchweg sehr schmal ausfielen. Der Renntag stand im übrigen im Zeichen des Trainers Morawez, der nicht weniger als fünf Sieger satteln konnte, ein Rekord, der so bald nicht überboten werden dürfte. Dortmund, 29. April 1..: Hohlweg(M. Schmidt), 2. Frauenfreund, 3. Irmgard. Toto: S. 39, Pl. 16, 12, 12.— Ferner: Chianti, Asti, Aurigena 2..: 1. Memlinck(W. Hauser), 2. Leithirsch, 3. Rosenrot. Toto: S. 40, Pl. 18, 14.— Ferner: Liebeszauber, Titine. 3..: 1. Terxes(H. Schmidt), 2. Nautikus, 3. Imperator. Toto: S. 39, Pl. 26, 32.— Ferner: Genoveva. 4..: 1. Feuereiser(H. Schmidt), 2. Szegeban, 3. Die Lupine. Toto: S. 44, Pl. 23, 46.— Ferner: Letzter Stoux, Campo Santo. 5..: 1. Meister(Haut), 2. Seydlitz, 3. Sauhatz. Toto: S. 39. Pl. 15, 18, 21.— Ferner: Bekassine, Lachendes Leben Nurmi, Lore. 6..: 1. Thimble Rig Jimmy(Hauser), 2. Harqueduse, 3. Tagabund. Toto: S. 15, Pl. 12, 19, 13.— Ferner: Flaute, Laputz, Angelo. 7..: 1. Liebeswalzer(Loer) 2. Gassenjunge. 3. Titanic, 4. Silbersee. Toto: S. 65, Pl. 23, 16, 29, 22.— Ferner: Rabensteiner, Läufer, Ambrosius, Ma Clochette, Pieta, Graf Moltke, Stolz des Hofes. Doppelwette: 156:10. Strausberg, 29. April 1..: 1. Lanze(Wolff), 2. Goal, 3. Walmery. Toto: S. 24, Pl. 13, 19.— Ferner: Balljunge. 2..: 1. Meine Freundin(Ostermann), 2. Wittekind, 3. Harrietta. Toto: S. 63. Pl. 20, 16.— Ferner: Sonnenuhr, Komm voran, Ilsha. 3..: 1. Herbstzettlose(Lt. Ziervogel), 2. Hyksos, 3. Brabant. Toto: S. 110. Pl. 23, 16.— Ferner: Lohma. 4..: 1. Gleisner(H. Zehmisch), 2. Weddegast, 3. Metternich. Toto: S. 38, Pl. 17, 18, 20.— Ferner: Galeopis, Mithra. Vere., Cornelia. 5..:.Romantik(Flint), 2. Flipp, 3. Vogelfänger, 4. Sennhütte. Toto: S. 58, Pl. 16, 16, 13. 13.— Ferner: Walküre, Epikur, Tornado, Ohnmacht, Pompon, Deutschland, Albano. 6..: 1. Regierungsrat(Schulze=Günther). 2. Liedervater, 3. totes Rennen zwischen Herero und Grog. Toto: S. 55. Pl. 15, 14, 66. 11.— Ferner Einar, Rheinfels, Gastrolle. 7..: 1. Cobra(Eichler), 2. Irrigoyen, 3. Ancona. Toto: S. 211, Pl. 18. 17, 15.— Ferner Metullus, Palladio, Perlmutter, Friedana, Trompeter. Doppelwette: 364:10. Le Tremblay, 29. April 1..: 1. Dark King(Monnier) 2. La Douze II, 3. Prunelle. Toto: S. 33. Pl. 15, 17.— Ferner: Jeanne Dark, Le Maranus. 2..: 1. Mlle. de Puvgareau(Monnier), 2. Folle, 3. Pen and Ink. Toto: S. 100, Pl. 16, 11, 14.— Ferner: Télamon, Serpolet, El Lando, Amée, La Belle Grise. 3..: 1. Britomartis(Bouillon), 2. Palais Borabese, 3. Xanoria. Toto: S. 28. Pl. 14, 16, 25.— Ferner: Baker Pasha, La Chouette, Etelan, Aetha, Houssiere, Misaine, Tivoli, Lady Traquet. 4..: 1. Blanche de Cas(Bouillon), 2. Sainte Justine, 3. Skip. Toto: S. 15. 5..: 1. Bokbul(Bouillon), 2. Ping Pong, 3. Aethelflaed. Toto: S. 37. Pl. 18, 18. 23.— Ferner: Quorn, Simon de Mon., Eos II. Peut=Etre, Maranne. 6..: 1. Paris Nord(Rabbe), 2. Myosotis, 3. Magie Grey. Toto: S. 27, Pl. 12, 18 16.— Ferner: Verdure III, Canathos, Irony, Baruso, Anthunio. 7..: 1. Carius(Semblat), 2. Treignac, 3. Canaletto. Toto: S. 45. Pl. 15, 15, 15.— Ferner: Bart Avis, Gold Mint, Longweed, Vivele Roi, Domino, Rassan, Gna Koué. Unsere Voraussagen: Donnerstag, 30. April St. Cloud. 1..: Marcel— Noemi. 2..: Grand Gala— Gennari. 3..: Aethella— Philaine. 4..: Essendieras— Adalanche. 5..: Quick Aethel— Tiberius. 6..: Miraflor— Arachne. 7..: Carpia— Flora. Problem Von A. W. Mongredien(Perros Guirec) Matt in 3 Zügen Lösung in der nächsten Schachspalte * Berliner Schachmeisterschaft Sieger wurde Deutschlandmeister K. Richter mit 10 Punkten aus 13 Partien. Preisträger waren noch: 2. Rellstab 9½../5. Eletner, Sämisch und Wächter je 8½, 6. Helling 8. Es folgen: Czach und Mroß je 6½, Vogt 6, Grammatikoff 5½. Groneberg 5. Berndt 3½. Brosow und Lehmann je 2½. Nachstehend eine hübsche Partie aus diesem Turnier. Eröffnung: Spanisch. Gespielt in der 6e Runde des Berliner Meisterschaftsturniers. Weiß: Rellstab Schwarz: Grammatikoff 1. e4 e5 2. 813 So6 3. Lb5 aß 4. La4 Sf6 5.—0 Le7 6. Tel b5 7. Lbs d6 8. c3 Sab 9. Lc2 c5 10. d4 De7 11. Sbd2—0. Bisher alles buchmäßig gespielt. An Stelle des letzten Zuges ist aber Ses üblich, um Weiß zu d5 zu bewegen. 12. Sf1 Ses! Dieser Zug verstößt gegen die einfachsten GrundJagen der Schachstrategie. Wie man sehen wird, verliert Schwarz mit ihm nur Zeit. Gut und vernünftig aussehend war die Fortsetzung der Entwicklung mit Lg4. 13. Se3! St6 Er sicht bereits ein, das sein 12. Zug falsch war, aber den Zeitverlust kann er nicht aufholen. 14. Sd5 Sd5: 15. ed f6 16. b3 La7 17. b3 Tads 18. Lb2 Tf7 19. de de 20. c4 Los Auf ei konnte Schwarz natürlich nicht zweimal schlagen, well Das mit Angriff auf oi und h7 geJoigt wäre. Dieses Manöver benutzt Rellstab in der Folge, um Linien zu öffnen und sich eine Chance durch den freien-Bauern zu verschaffen. Schwarz hätte im letzten Zuge deshalb vorsichtiger Ldß spielen sollen. 21. cb ab 22. Dds g6 23. Db5: Td5: 24. Lei La7 25. De2 Tdé 26. Se5: Ein energisches, aber auch kühnes Opfer, dessen Konsequenzen nicht alle berechnet werden konnten. 26... fe 27. Le5: Loß Besser war Scé, da Schwarz, wenn er sich das Läuferpaar erhält, die Verteidigung viel aussichtsreicher führen konnte. Der Kampf wäre danach sicher noch spannend und sein Ausgang ungewiß gewesen. 28. Tadi Lei: 29. Det: Scé 30. Ldß: Ldß: 31. Dds Lts 32. Tes Kg7 33. a4 Sa5 Diese Abseitsstellung des Springers begünstigt den weißen Angriff sehr. Es hätte Sb4 oder auch Se7 geschehen sollen. 34. Tas Dbé 35. b4! Db4: 36. Deöt Kgs: Jetzt wird Schwarz matt. Länger hätte er sich mit 36. Khf halten können, wonach Weiß mit 37. h41— droht: 38. T18: Tf8: 39. Dg5“, Kg7 40. Td7“, TI7 41. Deöt mit ähnlichem Schluß wie in der Partie— fortgesetzt hätte. 37. Tf8:+1 Tf8: 38. Td7 und Schwarz streckt die Waffen. Auf 38.. TI7 würde folgen 38. Des“, T18 40. Deßt Khs 41. De5t nebst Dg7t und auf 38. Dbi+ 39. Kh2, Dbs 40. Tg7“, Khs 41. To7“, Kgs 42. Dgl matt. * Von der Hamburger Meilterschaft Eröffnung: Sizillanisch Weiß: Dr. Taube Schwars: Heinicke 1. e4 c5 2. S13 Sf6 Diese Variante kann einem Angriffsspieler wie Dr. Taube nur sympathiech sein, denn Weiß kann in ihr meistons bequem und ausgreifend seine Figuren entwickeln. 3. e5 Sd5 4. Sos Se7! Ein krasser Verstoß gegen die Grundsätze der Entwicklung. Weiß erhält nun einen großen Entwicklungsvorsprung, und der ist die Grundlage jedes Angriffs. Richtig ist e6. 5. d4 od 6. Dd4: Seß 7. Dh4 d6 8. Lft de 9. Tdl La7 10. Leö: Des 11. Lei Lg4. Der Entwieklungsvorsprung von Weiß entscheidet die Partie. Schwarz hat keine vernünftigen Züge mehr. Auf 11.... e6 ist 12. Dgs sehr stark und auf 11., Seb: 12. Seö:, Leß könnte folgen 13.—0 Let: 14. Do4: e6 15. Df4, 16 16. Ta7 mit Gewinnstellung. 12. LoT:, Lis: 13. Df4! Lhö 14. 13 Lgé 15. Lds Dks 16. Das Dfé 17.—0 Lt5 18. Sei Daß 19. Sd6+! Jetst bricht die schwarse Stellung endgültig zusammen. Schwarz darf nicht 19., ed spielen, wegen 20. Los:“ usw. 19. Kd7 20. Les:: Kef: 21. Sest Kes 22. L47“ Kbs 23. Dt4“ es 24. Deö:“ aufgegeben. Aus Westfalen und Rheinland Reichbaule kahn=Koin Waf. Vorschriften für Benutzung der Autobahn Düsseldorf, 26. April. Aus Anlaß der bevorstehen= im Kreise Wiedenbrück sollen Volksgenossen aus dem den Eröffnung der ersten Teilstrecke der Reichsauto= Ruhrgebiet herangezogen und beschäftigt werden. bahn Köln—Industriegebiet von Köln—Düsseldorf=Süd (Hilden) sei folgendes mitgeteilt: Die 24,5 Kilometer lange Strecke beginnt in Köln=Mülheim im Anschluß an die Zufahrstraße, die vorläufig als Auffahrt vom Klevischen Ring, Berliner Straße, Militärringstraße, Schönrather Straße, als Abfahrt über die Schonrather Straße zum Klevischen Ring geführt wird. Die Kraftfahrbahn führt östlich an Levertusen vorbei, überquert die Dhünn, läßt Opladen östlich liegen und läuft über die Wupper in nördlicher Richtung nach Hilden. Die Auffahrt oder Abfahrt ist nur an den Bearbeitet vom Westiälischen Schachmeister Hanns Herrmann, Bochum straßennetz von der Umgehungsstraße Opladen); c) Hardt bei Kilometer 16,0(Anschluß an das Reichsstraßennetz von der Provinzialstraße Hitdorf—Solin= gen bei Hardt); d) Dusseldorf=Süd(Hilden) bei Kilometer 24,5(Anschluß an das Reichsstraßennetz: Reichsstraße, Gerresheimer Straße, Vennhauser Straße, Erkrather Straße). Die Kraftfahrbahn besteht aus zwei je 7,5 Meter breiten, durch einen 5 Meter breiten Mittelstreifen Sltezises süie bern Pealiseäiedich sie des Geiehe.n Richtung Köln bestimmt ist. An Kilometer 20,1(Verlach) und 23,0(Hildener Stadtwald) befinden sich beiderseits der Kraftfahrbahn befahrbare Rastplätze. An anderen Stellen ist das Abfahren von der Kraftfahrbahn nicht gestattet. Die Kraftfahrbahn darf nur von Kraftfahrzeugen(mit Maschinenkraft bewegten Lastoder Personenwagen, Motorräder) benutzt werden. Das Befahren der Kraftfahrbahn mit Gleiskettenfahrzeugen, Straßenlokomotiven, Straßenwalzen ist nur mit Genehmigung der Obersten Bauleitung Köln gestattet. Jeder andere Verkehr ist verboten und strafbar. Rhein=Ruhr=Resse wird heute eröffnet Dortmund, 29. April. Dortmund wird für zehn Tage— vom 30. April bis 10. Mai— im Zeichen eines Ausstellungsereignisses stehen, das weit über seine Grenzen lebhafte Beachtung findet. Am Donnerstag nachmittag wird durch den stellvertretenden Gauleiter Stürtz die Rhein=Ruhr=Messe eröffnet. Am Mittwoch hatte die Ausstellungsleitung die Presse zu einer Vorbesichtigung eingeladen. Inmitten der Aufbau= und Dekorationsarbeiten zeichnete sich das entstehende Bild bereits scharf ab. Erwerbslose Ruhrarbeiter finden Arbeit bei der Emsregulierung. Wiedenbrück, 29. April. Nachdem in den letzten Jahren die Ems im Kreise Wiedenbrück von der Hüttighäuser Mühle bis Rheda in einer Gesamtlänge von 18 Kilometer reguliert worden ist, wird in diesem Jahr die Regulierung der Emsstrecke zwischen der Rhedaer Schloßmühle und der Wiedenbrücker Badeanstalt durchgeführt. 35000 Kubikmeter Boden müssen zur Verbreiterung des Flußlaufes bewegt werden. Am Rhedaer Tor in Wiedenbrück wird ein Brückenneubau durchgeführt, da für den Wasserabfluß die jetzige Brücke nicht genügt. Neben der Brücke wird in unmittelbarer Nähe das neue Stauwehr errichtet. Das Regulierungsunternehmen wird im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung als Notstandsarbeit durchgeführt. 50 bis 60 Erwerbslose aus dem Ruhrgebiet werden zu diesen Arbeiten herangezogen, die noch in der trockenen Jahreszeit beendigt werden sollen. Auch für andere, umfangreiche Kultivierungsarbeiten neue Schulungsstätte, munalpolitik, eröffnet. Gauführerschule porta eröffnet Kommunalpolitische Schulungsarbeit im Gau Westfalen=Nord. Porta(Weser), 29. April. An der Porta Westfalika hat der Gau Westfalen=Nord am Sonntag eine die Gauführerschule für KomIn dem direkt am Bahnhof Porta gelegenen früheren Hotel„Großer Kurfürst“. das im Innern große Veränderungen erfahren hat. werden in Zukunft jeweils 30 bis 40 Lehrgangsteilnehmer Unterkunft finden und im großen Vortragssaal Fachvorträge über wichtige kommunalpolitische Themen hören. General der Flieger Milch spricht in Essen. Zur feierlichen Eröffnung des Sommersemesters des Essener Hauses der Technik spricht am Dienstag, 5. Mai, 20 Uhr, im großen Saal des Städtischen Saalbaues General der Flieger E. Milch, Staatssekretär der Luftfahrt im Luftfahrtministerium, über„Deutsche Luftfahrt". General Milch wird in seinem Vortrag lustpolitische, technische und verkehrswirtschaftliche Fragen Luftsport behandeln. Einführung und sowie auch den Schlußwort übernimmt gardt(Duisburg). Oberbürgermeister DillDie Lippe steigt weiter. Dienstag nachmittag wurde maß angenommen. Die Unterführung der Bahnstrecke Wesel=Haltern mußte wiederum für den Verkehr gesperrt werden. In Lembeck brach unter dem Druck des Wassers der Damm des Rahder=Mühlenteiches. Im Strandbad Hervest=Dorsten wurde die Einfassung des Bades unterspült und ein Teil des Dammes weggerissen. Auf dem Marktweg beraubt. Ein frecher Raubüberfall wurde am Dienstag morgen in.=Gladbach verübt. Ein Händler, der zum Wochenmarkt gehen wollte und einen größeren Geldbetrag bei sich führte, wurde von einem Straßenräuber mit einem Eisen niedergeschlagen und seiner Geldtasche beraubt, die 2100 RM. in Papiergeld und 80 RM. in Silbergeld enthielt. Der Ueberfallene, der vollkommen überrascht war, vermag über das Aussehen des Täters keine Angaben zu machen. Zweifellos handelt es sich aber nicht um einen Unbekannten, denn der Räuber muß irgendwie Kenntnis davon erhalten haben, daß der Händler einen größeren Geldbetrag in der Tasche hatte und zum Markt ging, um dort seine Einkäufe zu machen. Bernstein=Ausstellung in der Düsseldorfer Kunsthalle. Der große Erfolg, den die Bernstein=Ausstellung„Das Deutsche Gold" im Folkwang=Museum in Essen aufweisen konnte, hat die Stadt Düsseldorf veranlaßt, die gleiche Ausstellung im Anschluß an die Essener Veranstaltung in der Kunsthalle Dusseldorf zu zeigen. Die Düsseldorfer Bernstein=Ausstellung wurde Mittwoch vormittag mit einem schlichten Festakt feierlich eröffnet. Ziegelwerk in Flammen. In einem Trockenschuppen der Heisterholzer Dachziegel= und Klinkerwerke an der Weser, Schütte AG., brach auf bisher noch ungeklärte Weise Feuer aus, das schnell um sich griff. Die Ziegelei brannte völlig ab. Kindesleiche gefunden. Auf einer Schuttabladestelle in Düsseldorf wurde in dem vom Fuhrpark angefahrenen Müll die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden, die in Packpavier eingewickelt war. Um den Hals war ein Stück Lappen geschlungen, wodurch eine Erdrosselung erfolgt sein kann. Es gelang den Beamten der Mordkommission, die unnatürliche Kindesmutte- zu ermitteln und festzunehmen. .00 GZEEEE Nationaler Feiertag des deutschen Volkes Reichssendungen Festliche Musik(Von Berlin). 1. Festouvertüre von Joachim Raff. 2. Chöre der Arbeit: a) Arbeit ist Glück(Mühlberg), b) Betriebspioniere(Griese), c) Das Lied der Arbeit(Orth), 8. Ouvertüre „Lebensfreude“(Schumann). 4. Deutsche Volkshymne zum Lobe der Arbeit, Dichtung von Heinr Lersch; Musik für gem. Chor und gr. Orchester mit Fanfaren(Philipp). Das Große Orchester; der Berliner Funkchor; die Stehmannsche Oratorienvereinigung .00 Blasmusik(Von Hamburg). Musikzug, Spielmannszug und Chor der SA.=Brigade 12, Hamburg(Sturmführer Herm. Ohlendorf). .00 Jugendkundgebung im Poststadion(Von Berlin) .20 Orchesterkonzert des Leipziger Sinfonie=Orchesters (Th. Blumer).(Von Leipzig.) 1. Festliches Vorspiel (Ehrenberg). 2. Drei schwedische Tänze(Graener). 8. Ouvertüre zu„Rienzi“(Wagner). 4. Kurische Suite(Besch). 5 Ballettmusik„Die Geschöpfe des Prometheus“.(Beethoven). 6. Ouvertüre„Am Rhein".(Kann). 7. Deutscher Triumphmarsch (Reinecke)„„„„„ c 10.30 Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus(Vom Deutschlandsender), Verleihung des Buch= und Filmpreises 1936 durch Reichsminister Dr. Goebbels 11.30 Marschmusik(Von Breslau). Musikkorps der Nachrichtenabteilung 18, Liegnitz. 1. Friderieus=RexMarsch(Radeck). 2. Bataillon=Garde. 3. Mein Regiment, mein Vaterland(Leuschner). 4. Der Torgauer Marsch. 5. Helenenmarsch(Luebbert). 6. Alexander=Marsch(Leonhardt). 7. Hohenfriedberger Marsch. 8. Bayrischer Defilier=Marsch(Scherzer). 9. Stei 90:“(9 efisch) 10) Hail keinmetz=Marsch(Bralfisch). 10. KaiserMarsch(Friedemann). 11. Schön blühn die . 40 Höniggrätzer Marsch ner s. C. Friedrich= Heckenrosen(Gloßner). 1s. Roniggrätzer (Piefke) 12.00 Aufmarsch der Millionen im Lustgarten und in den Aufmarschstraßen und Uebertragung des Staatsaktes im Lustgarten(Von Berlin) 13.30 Bunte Musik(Von Köln). Walter Schneiderhan (Violine); Reinhard Fritzsche(Flöte); das HeukenDuett: Jupp Schmitz und Leo Kowalski(an zwei Flügeln); das Kammerquintett 15.00 Konzert einer saarländischen Bergwerkskapelle (Von Saarbrücken) 16.00„Nun leuchtet die Sonne— Es blühet der Mai“ (Von Berlin). Ein froher Frühlingsreigen mit Josef Wedorn(Tenor); Noack=Ihlenfeld und Pr. Olbrich(an zwei Klavieren); das Kleine Funkorchest. mit Willy Steiner; Berliner Mandolinenorchester Napoli: Funkchor:(Heinzkarl Weigel). 18.00„Zweistimmig“(Von Stuttgart). Duette in Sang und Liebe. Eine bunte volkstümliche Stunde. Die Stuttgarter Volksmusik mit Hans Hanus und Eduard Poeltner, Adolf Will, Albert Hofele und Lieselotte Dietl MS 19.00 Marsch= und Arbeiter=Lieder(Von Königsberg). Es singen und spielen Arbeitsmänner des ostpreußischen Reichsarbeitsdienstes und der ostpreußischen Hitler=Jugend und der Chor eines Königsberger Betriebes 20.00: Tanz im Maien(Vom Reichssender Frankfurt). Dargeboten vom Großen Orchester des Reichssenders Frankfurt unter Leitung von Hans Rosbaud u. der kleinen Funkkapelle Fr. Hauck. Dazwischen von 20.50 bis 21 Uhr bringen die Reichssender getrennt Hörberichte von den Maifeiern der Betriebe. 21.50 Nachrichtendienst(Vom Deutschlandsender) 22.00 Abendkundgebung mit Ministerpräsident H. Göring. Hörberichte und Uebertragung(Vom Deutschlandsender) 23.00 Bergarbeiter musizieren(Von Breslau), 24.00 Tanz= und Volksmusik(Von München). Tanzfunk=Orchest. Blaskapelle Detzer; Münchener Funkschrammeln(Bruno Aulich) G 10.00 Deutschlands Pimpfe in aller Welt.(Vom Deutschlandsender). Aus der Arbeit des Auslandsamtes der RIF.„..* 44 Hn 10.30 Kindergarten(Lieselotre Hoppe) 11.00 Was ist los im Sport?(Richard Heinemeyer) 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Buntes Wochenende(Aus Karlsruhe). Kapelle Theo Hollinger; Ellen Pfeil(Sopran); Hans Scheer(Akkordion); Heddy Stützel(Klavier). 14.15 Wochenendkonzert auf Schallplatten 15.15 Von allerlei Kobolden und Nixen. Für unsere Kleinen.. I. eu2 4M 6. 16.00 Der frohe Samstagnachmittag. Luise (Gitarre); Wilhelm Leiseifer(Tenor); Hubert Kirsch(Bariton); Willi Schneider(Baß=Bariton); die sechs frohen Sänger; ein Hawaien=Duett; vas Große Orchester(Alois Melichar); die drei lustigen Gesellen.... 4. Hans 18.00 Zur Unterhattung. Das Kammerquintert; Pries(Zither), 1. Tanzweise(Derksen). 2. Fgrel8. Schwarze Augen(Ferberg). 5: Wiener MoJoh., Strauß), b) Bitte schön, Polka(J. Strauß). 7. a) Wasserspiel (Holz), b) Humoreske(Holz). 8. a) Schelmentand (Schebeck), b) Narrenvossen(Rhode). 9.), Liebef lied(Ewoboda), b) In der Gondel(Swovol, 10. a) Frühlingsfest im Schwalbennest(Rust), b Bade=Galopp(Bayer) 19.00 Zum Feierabend. 45 besinnliche Minuten 90.10 Geut tanzen wir. Das Westdeutsche Kammer Wochenende mit Gretel Hütter(Sopran):., Pi. Ulbricht(Tenor); dem Schrammeltrio Rossi; Mandolinen= und Gitarre=Gesellschaft„Harmon“e 1894“ und dem Emde=Orchester Bries(Zither). tenspiele(Baldamus). rais). 4. Stär ment Seite 9 Nr. 101 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 30. April 1936 elgtleiop uund lodwie Kurtte alias Baron.Veltheim. Nur dürfen die Buren nie vermuten, daß die ganze Revolution nur eine englische Intrige sei. Joubert und die anderen Burenführer müssen die Patrioten sein, die verderblichen Krieg von dem Volk abgewehrt und abgewendet haben. Wir kleinen Agenten dagegen werden wieder in der Versenkung verschwinden. letzte Besiegelung eines bochpolitischen Komplottes Herr Beit hört sich diesen tollen Plan aufmerksam an. Er geht mit sich zu Rate. Er verpflichtet dann Veltheim, nimmermehr, komme was immer wolle, seine Hintermänner preiszugeben. Und Veltheim gelobt das. Dann erklärt Beit: „Ich selbst bin seit Jahren nicht mehr in Südafrika gewesen. Daher werde ich als Obmann dort unten und als finanziellen Inspirator den Geldfürsten Barney Barnato— er ist mit allen Hunden gehetzt— einsetzen und entsenden. Sie treffen ihn in Kapstadt.— Zunächst hier mal eine Anweisung auf tausend Pfund also zwanzigtausend Mark.— Nun noch einige Monate Geduld! Dann kann unsere Sache starten!— Halsund Beinbruch! g.igrt 100 8, Das große Abenteuer marschiert— und Baron Veltheim führt es an. Glückhaft Schiff, ahoi! Abschied von Molly, wieder einmal, und Abreise von London. Eine Heirat— so nebenbei Der Herr Baron, der noch eine Weile vor dem größten seiner Abenteuer Muße hat, fährt zunächst einmal nach Deutschland, vor allem, um den Kölner Karneval mitzumachen. In Mannheim trifft er sich mit einer jungen Dame, die er in seinen Memoiren Paula nennt, und die angeblich die Tochter eines steinreichen Bankiers gewesen ist. Er kannte sie flüchtig aus seiner Konsulatszeit in Sante Marta und hatte mit ihr später noch korreivondiert.„ 4 Han fichen M2 Das junge Mädchen ternt iyn nieben— welche Frau hätte den blonden Hünen und Bukanier nicht geliebt?! Angeblich verlor auch Veltheim sein Herz an sie— angeblich hat er ihr seine ganze wilde Vergangenheit gebeichtet, bis auf das Geheimnis des kommenden südafrikanischen Abenteuers, das ja schließlich nicht sein Geheimnis allein war— auf alle Fälle aber hat er so getan, als sei er ohne alles Barvermögen. obgleich er zu dieser Zeit mindestens sechzigtausend Mark im Hutfutter... jawohl, ausgerechnet im Hutfutter! mit sch herumschleppte.„ 8.7 8, ficht ihrem Guch. Na, dem Mädel ist aues egal, sie liebt ihren Ludwig. Und besagter Ludwig macht Besuch bei den Verwandten, wird wohl aufgenommen— fährt zwischendurch mal zum Amüsement nach Aachen und— erhält hier wortlos zehntausend Mark überwiesen von Paula, die ihm angeblich damit beweisen will, daß sie kein armes Mädel sei...— das Wort„angeblich“ wird noch oft fallen, denn zumeist sind wir auf die märchenhaften Berichte des Abenteurers selbst angewiesen. Kurz und gut: eines Tages trifft sich Veltheim mit Paula und ihrem Bruder in London— und da wird auf die Papiere„von Veltheim“ munter geheiratet. Dann entschwindet der Zugvogel mal wieder, trifft zwischendurch die verhängnisvolle Molly, von der er nicht loskommt— wird wieder erwischt von seiner Gattin, die von ihm nunmehr ein geordnetes Zusammenleben fordert. Dazu kann er nicht„Ja“ sagen— denn im Hintergrund steht doch das südafrikanische Abenteuer! Als auch Paulas Geständnis, sie fühle sich Mutter, hier nichts fruchtet, sagt die junge Frau„Lebe wohl!“— und er hat sie nie im Leben wiedergesehen— wenngleich er erst im Jahre 1902 ordnungsgemäß geschieden wird. Frauen und perlen... Ueber dieses Ehefiasko tröstet sich der tolle Kerl schnell mit einer schönen Griechin, die er kurzerhand zu seiner neuen Frau ernennt— und dann schifft er sich auf Befehl seiner„Oberen“ endlich zu Ende Februar 1897 auf dem Dampfer„Jonic“ nach Kapstadt ein. Aber natürlich hat er selbst hier an Bord noch schnell ein Abenteuer. Nach seiner eigenen Darstellung verlief 8 folgendermaben:„.sat zins bsfander: B. Unter den Passagieren zeigie eine besondere Vorliebe für mich ein Londoner Juwelenmakler. Ich sah eines Morgens, an die Reling gelehnt, in die blaue Flut hinab, als er neben mich trat und mit mir ein Gespräch über seltene Steine und Perlen begann. Er holte eine Blechschachtel mit englischen Wachszündhölzchen hervor, klappte sie behutsam auf und ließ mich zwei ganz gleiche, birnenförmige schwarze Perlen von zauberhaftem Schmelz bewundern. Er legte die Perlen in die Schachtel zurück und schob sie in seine Westentasche. Im Eifer der Unterhaltung ging ihm die Zigarre aus, die ich ihm angeboten hatte. Er griff nach einer Wachsstreichhölzerschachtel, fand eine, schüttelte sie und warf sie ärgerlich über Bord, mechanisch eine andere aus seiner Westentasche nehmend. Plötzlich rief er entsetzt: „O mein Gott— ich habe die Perlen über Bord Er hatte vergessen, in welche Schachtel er die Perlen gelegt hatte, und als er sie herumsuchend wieder in die Hand bekam, wegen ihrer Leichtigkeit geglaubt, daß das Behältnis leer sei. Zitternd klammerte er sich an das Geländer. Aber die Selbstbeherrschung imponierte mir, mit der er sich dann sofort zusammenriß, um sich nach der ersten Ueberraschung keine Blöße mehr zu geben. Soweit die Darstellung des Herrn Barons von Beltbeim.„ ,icht, P g Garmat in Arte, feh. Bei dieser Geschichte nun vermag ein anderer fahrender Gesell, Hanns Heinz Ewers, der die Lebensgeschichte Veltheims beantwortet hat, erzählend einzuDiese Geschichte ist buchstäblich wahr— bis auf ein Kleines. Ich lernte diesen Juwelenmann Jahre später auf einem Lloyddampfer zwischen Colombo und Aden kennen; irgendwo kam das Gespräch auf Veltheim— er erzählte mir die Perlengeschichte, nur ein wenig anders. Er habe, berichtete er, als er dem wilden Freibeuter seine Perlen zeigte— er behauptete, daß sie sechstausend gute Pfund wert seien— plötzlich ein Gefühl maßloser Angst gehabt und ein Empfinden, als ob er soeben die größte Dummheit seines Lebens gemacht habe. Dämmerung und niemand sei an Deck gewesen — was hätte, meinte er, diesen Riesen hindern können, ihm die Perlenschachtel zu entreißen und ihn selbst über die Reeling ins Meer zu werfen? In seiner Angst habe er die Streichholzschachtel über Bord geworfen— aber nicht die mit den Perlen; er wisse heute noch nicht, ob ihm nicht diese Geistesgegenwart Perlen und Leben Ich lachte, erklärte Ewers, der Veltheim selbst gekannt hat, den kleinen Mann aus: nie sei Veltheim einer solchen Tat fähig gewesen. Aber er schüttelte den Kopf; noch in der Erinnerung gruselte ihn vor dem Blick dieser Augen.— Diese Geschichte ist sehr bezeichnend für den Eindruck, den Veltheim allgemein machte — wobei ich gestehen muß, daß er auf mich selbst durchaus anders wirkte. Ich empfand ihn als einen Abenteurer, wie ich manche getroffen, eine Landsknechtsnatur, wild, tapfer, vor nichts sich fürchtend. Immer dabei beim Raufen und Saufen, ein Spieler— nie aber ein Falschspieler. Ein Kerl, dem alle Frauen, nachliefen, und der selbst in jeder Schürze einen Venusschieter sah. Ein Millionär springt über Bord Sei dem allen nun, wie immer ihm wolle: eines Tages jedenfalls landet der große Abeteurer in Kapstadt und gerät alsbald in Kontakt mit seinem neuen Chef, Barney Barnato, an den ihn Beit in London wegen des ganz tollen politischen Komphotts verwiesen Man setzt die finanziellen Bedingungen fest— und Veltheim sind damals schon angeblich dreiunddreißig Barren vuren Goldes überwiesen worden als Bewegungs=, Bestechungs= und Werbungsgeld... diese Barren werden im Leben Veltheims noch eine große Rolle Herr Barnato unterrichtet dann Veltheim davon, daß er bald nach London zurückkehren und von dort seinen älteren Neffen, Woolf Joel, als seinen in alles eingeweihten Vertreter und Bevollmächtigten nach Johannesburg entsenden werde, von wo aus ja der„Präsidentenraub“ starten solle. An diesen Neffen möge er sich dann halten. 13511 K.„ u 8— Und wirklich: Barnato fahrt ab nach Europa und— springt auf der Höhe von Madeira während der Frühstückszeit vom Heck über Bord. Nur noch der tote Körper wird geborgen... Veltheim ist einigermaßen verplext über diese Entwicklung, läßt sich aber im übrigen nicht stören. Er läßt aus Kolumbien einen ihm bekannten Abenteurer, Charles Brown, kommen, den er in die ganze phante, stische Sache einweiht und zu seinem Generalstabse ernennt. Darauf werben die beiden Flibustier ein eigenes Freikorps, wahre Teufelsbraten, rüsten finanzieren es und harren der Dinge, die da kommen sollen. Zwischendurch macht Veltheim rein zum Zeitvertreib den Grenzkrieg gegen die Betschuana=Kaffern als Freiwilliger mit. Nach diesem Feldzug begibt er sich nach Johannesburg und nimmt seine Beziehungen zu des toten Barnatos Vertreter auf. Gefährliche Scherze Hier in Johannesburg sitzt zunächst der jüngere ffe des Toten, Sally Joel. Und mit dem Veltheim auf eine tolle Art in Beziehung— angebl durch eine Frau, Lisbeth genannt, die schwer herzkrank war und ihn zu Folgendem verleitet haben son: Lisbeth ist angeblich mal schwer in ihrer Frauenehre durch diesen Sally Joel gekränkt worden. will sie, daß er Blut schwitze. Also bittet sie Veltheim, nach dem Muster eines Kolportageromans an Sauy einige Erpresserbriefe zu schreiben, die Joel entweder mit dem Tode oder mit dem Verlust riesiger Geldsummen bedrohen. Veltheim will sich auf diesen Spaß eingelassen haben, dem Mädchen zu Gefallen— das dann, als Veltheim seinen Sensationsprozeß erlitt, schon gestorben war und nicht mehr aussagen konnte, so daß der Chronist hier vollkommen im Dunkeln tappt. Jedenfalls gehen die Briefe an Sally Joel ab. wendet sich angstoll an die Polizei— schon gefährlich für Veltheim und seine dunklen politischen Geschäfte, denn damals nahm die Polizei in Transvaal alle Fremden scharf unter die Lupe, die Zeit war gefährlich genug dazu für die Buren... Sally Joel läuft inzwischen aus Johannesburg davon, versteckt sich in Kapstadt— an seiner Statt aber — und nun rast das Abenteuer blitzschnell auf die Katostrorbe vu!(Fortsetzung folgt.) Grnaig..„ ssRe sig 1930 Halbjahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben der Stadtgemeinde Bochum im zweiten Halbjahr des Rechnungsjahres 1933 Soeben liegt der zweite Halbjahresausweis der Stadt Bochum vor, der zugleich eine Uebersicht über das ganze Haushaltsjahr gibt. In dem Halbjahresauszahlreichen Verrechnungen für Mieten, Verwaltungszelnen Verwaltungszweigen und Betrieben erst kurz vor dem Jahresabschluß(Ende Phagg, Sezigraßmgen werden. In. diese, Deit Ergebniz vo-Zahresrechnung von fahrtspflege und Gesundheitswesen(ausschl. von 3 769000 RM. an Ist=Einnahmen 3 29/7.000, 33., (183 000 RM. im ersten, 1 463 000 RM. i, % Ancier Posondggee warten, lo. Lot, dos vrzweise ahweicht. Erfreulich ist dem dieses Halbjahresausweises abweicht. Eistzutich ist die Tatsache, daß der Steuereingang, dank der Besserung der wirtschaftlichen Lage, sich gegenüber den Vorjahren wesentlich gehoben hat. Im zweiten Halbjahr sind an Steuern 12 136000 RM. gegenüber 9 006 000 RM. im ersten Halbjahr des res 1935 eingegangen. Gegenüber dem Haushaltsplansoll 1935 sind rund 3 300 000 RM. Steuern mehr eingegangen. Beteiligt sind daran hauptsächlich die Gewerbeertragund Lohnsummensteuer, die Bürgersteuer, die Einkommen= und Körperschaftssteuer. Die Grunderwerbsteuer brachte einmalig aus Anlaß der Neuordnung bei den Vereinigten Stahlwerken rund 650 000 RM. mehr. Bis zum Jahresabschluß sind noch Steuerezpggahrreg zu erwarten. Der gesamte Steuerertrag bei geag### 21 142000 RM.; veranschlagt waren 17 832 000 RM. Eine geringere Einnahme erbrachte die Allgemeine Verwaltung Polizei). Gegenüber dem Jahressoll von 6 961 000 RM. ergab sich eine Einnahme von 4 211 000 RM. wovon 1 126 000 RM. auf das erste und 3·085 000 RM. auf das zweite Halbjahr entfallen. Auch beim Kapitel Schulwesen ergeben sich Mindereinnahmen, denn dem Jahressoll von 1027·000 RM. stehen nur 985 000 Reichsmark an Einnahmen gegenüberz, wagen 544000 Reichsmark auf das erste und 441 000 mm. auf das zweite Halbjahr entfallen. Beim Kapitel WohlDie Ausgaben für Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen betrugen: Halbjahr) gegenüber. Beim Kapitel besonoere Gemeinnützige Anstalten stehen einem Soll von 3 095 000 RM. an Ist=Einnahmen 3049 000 RM. gegenüber(1 353 000 bzw. 1 696000 RM.); bei den übrigen Kämmereiverwaltungen beträgt das Jahressoll 597000 RM, das Ist 544 000 RM. Nur beim wesen übersteigt das Ist in Höhe von 427000 RM. (119000 RM. im ersten, 308%%, RRg. im zweiten Halbjahr) das Soll in Höhe von 408 000 RMe. Die Gesamteinnahmen betragen 35 736000 RM. gegenüber einem Jahressoll von 35 609 000 RM. Betriebsüberschüsse. Von den Städtischen Beleuchtungs= und Wasserwerken sind bis Ende März 1936 des Rechnungsjahres 1935 an Ueberschüssen 1 335 000 RM. abgeliefert worden. Der Restbetrag von 277·000 RM. wird bis zum Jahresabschluß eingehen. Die Gesamtausgaben betragen insgesamt 41 849000 RP., Zhen gentfallen auf die Allgemeine Verwaltung 10(75 000 mwe.(Soll 11 426000 RM.), Schutwesen 4 899 000 RM.(Soll 5 962000 RM.), Bauwesen 1398000 RM.(Soll 2 216000 RM.), Wohlfahrtswesen 19 703000 RM. (Im Voranschlag mit 26 549 000 RM. ist der bis Ende 1933 entstandene Fehlbetrag von 9 838000 RM. enthalten, in der Ist=Ausgabe der bis Ende 1934 ermittelte Fehlbetrag von 7604 000 RM.) Die Ist=Al betrug beim Kapitel Besondere gemeinnützige Anstalten und Einrichtungen 4 268.000 RM. gegenüber einem Soll von 5 631 000 RM., beim Wohnungswesen 276 000 Reichsmark gegenüber einem Voranschlag von 412 000 Reichsmark, bei der übrigen Kämmereiverwaltung 119 000 RM. gegenüber dem Voranschlag von 776000 Reichsmark, bei den Umlagen gegenüber dem übergeordneten Gemeindeverband betrug die Ist=Ausgabe. 413 000 Reichsmark statt des Solls von 1317000 RM. Rechnungsjahr 1932 1933 1934 1935 im 1. Halbjahr RM. 9 595 000 10 905 000 8 054 000 5 925 000 im 2. Halbjahr RM. 12 571 000 10 278000 8 138 000 6 174 000 zusammen RM. 22 166 000 21 183 000 16 192 000 12 099 000 Die Entlastung gegenüber dem Vorjahr betrug danach 4093000 RM. In dem gleichen gen aber die Reichswohlfahrtshilfe und die Staatsbei hilfe von 4 247000 RM. auf 1 036.000 so daß der Stadt Bochum nur ein Viertel der Entlastung zugute gekommen ist. An Wohlfahrtserwerbslosen waren vorhanden am 31. März 1935...... 10 30. September 1935.... 6 187 31. März 1936...... 5 003 Gegenüber dem 31. März 1935 ist die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen um 5386, also urg„die Hälfte, zurückgegangen. Der Stand vom 31. Marz 1936 entspricht etwa dem vom 30. September 1930. Gegenüber dem Höchststande vom 31. Januar 1933 beträgt der Rückgang 20 686 Wohlfahrtserwerbslose. Die Gesamtausgaben betragen 6 113000 RM. mehr als die Gesamteinnahmen. Im neuen Steuerjahre darf man hoffen, daß sich das Verhältnis günstiger gestaltet, so daß wir einem ausgeglichenen Haushalt kommen. Wie man sieht, hat die Stadtverwaltung die Ausgaben stark gedrosselt, denn sonst hätten wir im letzten Jahre einen Fehlbetrag von 18 680000 RM. gehabt. Die schwere Wirtschaftskrise mit ihrer großen, noch nicht ganz überwundenen Arbeitslosigkeit belastet noch sehr den Haushaltsplan der letzten Jahre, und nur der strengen Sparsamkeit unserer Stadtverwaltung im Verein mit der ansteigenden Wirtschaftsbelebung ist es zu verdanken, daß wir nun hoffen dürfen, bald aller Uebelstände aus früherer Zeit Herr zu werden. Der außerordentliche Haushaltsplan schließt mit einem Ausgabesoll von 4 754 000 RM. und einem Ausgabe=Ist von 1 434 000 RM. Bochum, Bongardstraße 11 „K dF.“ drei Buchstaben, die in den zweieinhalb Jahren des Bestehens der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" im ganzen deutschen Volk zu einem Begriff geworden sind, zu dem„Sesam=öffne=dich“ für alle Volksgenossen minderbemittelter Stände, das ihnen das Tor zu den Schönheiten des deutschen Vaterlandes und der Mutter Erde öffnet. Ausgelacht, auf seinen Geisteszustand hin untersucht hätte man den Schlosser., wenn er vor drei Jahren einem Bekannten Drei Jahre Nationalsozialismus Deutsche Frauen mit„Kraft durt Freude" auf hoher See.„Hau=ruck! Lustiges Tauziehen an Deck: das gil Kraft durch Freude. Die KdF.“=Flotte ist auf ihrer Fahrt nach Madeira in den Hafen von Lissabon(Portugal) eingelaufen. Blick von der„St. Louis“ auf die Schiffe„Der Deutsche" und„Oceana". Die Sportämter der ns.= Gemeinschaft„Kraft durch freude“ führen fortlausend in ganz Deutschland Kurse in allen Sportarten durch. Im jahre 1934 wurden 600 000, im Jahre 1935 über 3½ millionen Kursusbesucher gezählt fünf millionen Arbeiter reisten in den jahren 1934 u. 1935 mit Kdf. Die Kdf.-Feierabend-Veranstaltungen wurden in den jahren 1934 und 1935 von 60 millionen Volksgenossen besucht Die„KdF.“=Urlauber besichtigen in Lissabon das berühmte alte Kloster Jeronimo. Und im Winter mit„Kraft durch Freude“ in die deutschen Berge zum Wintersport. stolz erhählt hätte:„Ich fahre morgen nach Madeira, nach Norwegen oder zum Wintersport in die bayrischen Alpen!“ Heute könnte die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude"— um ganz kraß zu sein— eine Fahrt zum Nord= oder Südpol ausschreiben, und ohne Bedenken würden sich die Teilnehmer melden; so grenzenlos ist das Vertrauen aller Volksgenossen zu dieser segensreichen Einrichtung des Dritten Reiches geworden. Wie schnell kam doch der Sprung vom Wunschtraum zur Wirklichkeit! Deutsche Arbeiter der Stirn und der Faust, von denen die meisten kaum je über den engen Horizont, ihres Wohnplatzes hinausgekommen sind, lernen so durch„KdF.“ ihr herrliches Vaterland kennen, finden sich zusammen unter Gleichgesinnten bei ernsten und heiteren Feierabendveranstaltungen, treiben Körperpflege in den Sportkursen. So hat die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ erfüllt, was sie bei ihrer Gründung am 27. November 1933 versprach:„Kraftund Freudenquell des deutschen Volkes zu sein!" Wie alle sozialen Einrichtungen des nationalsozialistischen Deutschlands, so ist auch die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ ein Werk des Führers. 4 Bilder Scherl, 1 Bild Hoffmann, 1 Bild Archiv die 11 Nr. 101 Bogumei Anzeiger Donnerstag, 20. Ap.1 1936 Seite 12 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 30. April 1936 Aus dem Nachbargebiet Wanne=EickelelWenihtestag.. Dienstag abend fand im Kurhaus die Jahrestagung der Gerrehlebereins sinl. Im Volhergrund des Interesse; stand der yan Oberhürgermeister Günndes Verkehrsvereins statt. Im Vorderarund des teresses nand der von Oberbürgermeister Günnewig als Vorsitzendem, Regierungsbaurat Wehrspan als geschäftsführendem Vorsitzenden und Capito als Geschäftsführer erstattete Jahresbericht, der sich mit aktuellen Verkehrsfragen befaßte. Nach wie vor ist die Hauptforderung des Ruhrgebiets der Ausbau der Rhein=Ruhr=Strecken. Mit der Inbetriebnahme des Ruhrschnellverkehrs sind die vorhandenen Betriebsanlagen meistenteils bis zur Grenze des Möglichen in Anspruch genommen. Leider haben sich die darin gesetzten Erwartungen auf einen Verkehrs zuwachs nicht überall erfüllt. Wegen schlechter Besetzung mußten einige Züge gestrichen werden. Eine weitere Ausdehnung des Ruhrschnellverkehrs ist nicht geplant. Trotzdem werden der Ausbau des Schnellverkehrs zwischen Recklinghausen— Wanne=Eickel und Essen und die weitere Verbesserung in und aus Richtung Bochum—Hagen weiter verfolgt. Der starre Fahrplan ist auf der Strecke Wanne=Eickel—Dorsten—Borken zum Teil gelockert worden, wodurch in Hervest=Dorsten wieder durchweg gute Uebergänge hergestellt wurden. Die wichtigsten Anträge im D= und Eilzug=Programm betrafen den immer noch unbefriedigenden Schnellzugverkehr nach und von Süddeutschland. Einige Besserungen im Süddeutschlandverkehr bringt der Fahrplan zum 15. Mai 1936. Im Ortsverkehr ist der Ausbau zahlreicher Straßen zu nennen. Der seit Jahren bei der Stadt Bochum beantragte Ausbau der Hordelex Straße, welche bei der eine Reihe Wünsche vorgebracht wurden. Oberbürgermeister Günnewig betonte, daß alles getan wurde, um bessere Verhältnisse zu schaffen. Geschäftsführer Dr. Weber(Bochum) lobte das harmonische und vorbildliche Zusammenarbeiten und machte Ausführungen über zweckdienliche Verkehrswerbung. Baurat Wehrspan hielt einen interessanten Vortrag über Reichsbahnpläne im mittleren Industriegebiet. Der Vortrag fand großes Interesse und starken Anklang. Oberbürgermeister Gunnewig schloß mit einem Aufruf, werbend für den Verkehrsverein einzustehen. bau Schäfer, Ruhrstraße ein. Turnen der HI., Sprechchöre, Lieder und buntes Allerlei sorgen für Unterhaltung. Eintritt 20 Pf. bannkapelle wirkt mit. Beginn 18 Uhr. Die UntenHannage dei Rati=Andspsaraft Termine zur Auszahlung der Krankengelder, Alters=, Invaliden=, Berginvaliden=, Witwen= und Kinder, renten für den Monat Mai 1936 der nachstehenden Zahlbezirke beantragte Ausbau der Hordeler Straß das wichtigste Verbindungsstück zwischen dem südlichen Teil unserer Stadt und der Stadt Bochum ist, wird im kommenden Sommer durchgeführt. Durch das starke Aufkommen des Rollschuhsports haben sich neue Gefahren im Verkehr ergeben. Wünschenswert ist darum der Ausbau der Sportplätze, um der Jugend dort die Ausübung des Sports zu ermöglichen. In der Auskunftsstelle des Vereins hat sich der Verkehr auch im verflossenen Jahre weiter entwickelt. Der Geldumsatz ist mehr als 10 Prozent gestiegen. Die Einnahmen betrugen 44 434,37 RM., die Ausgaben 42 585,64 RM., bleibt Kassenbestand am 31. Dezember 1935 1848,73 RM. Die Jahresabrechnung ist in üblicher Weise von den Herren Conrads und Becker geprüft und in Ordnung befunden worden. In der Mitgliederbewegung ist ein kleiner Rückgang zu verzeichnen. Die Zahl der Mitglieder beträgt zur Zeit 240. Der Oberburgermeister bedauerte den Rückgang in der Mitgliederziffer. Regierungsbaurat Dr. Wehrspan unterstrich besonders die Wahrung Wanne=Eickeler Belange. Es setzte dann eine lebhafte Aussprache ein, Der Führer dankt. Der Führer und Reichskanzler hat an den Oberbürgermeister der Stadt Wanne=Eickel folgendes Tankschreiben gerichtet:„Für Ihr Gedenken und die guten Wunsche, mit denen Sie mich zu meinem Geburtstage erfreut haben, danke ich Ihnen und der Einwohnerschaft herzlich. Mit Deutschem Gruß!(gez.) Adelf Hitler.“ Wanne=Eickeler Gast der Reichsregierung. Eduard Krieger aus der Bruchstraße erhielt vom Kreiswalter der TAF. Müller Nachricht, daß er auserkoren sei, mit nach Berlin zu fahren, um an dem Empfang durch die Reichsregierung teilzunehmen. Der auf dem Schlackenberg beschäftigte, etwa 50jährige schaffende Volksgenosse wird heute mit dem Flugzeug nach Berlin fliegen und im Kaiserhof wohnen. Man kann sich die Freude des Wanne=Eickelers vorstellen, der am 1. Mar beim Führer und seinen Getreuen sein und den Glanz der Berliner Maifeier persönlich erleben darf. Persönliches. Das Fest der Silberhochzeit konnten die Eheleute Fördermaschinist Wilhelm Schollmcyer, Parkstraße, feiern.— Auf eine 25jährige Diensttätigkeit auf der Zeche„Pluto“ kann Bürobeamter Wilhelm Möller zurückblicken.— Rektor Muthmann, Südschule in Röhlinghausen, begeht am 1. Mai sein 25jähriges Ortsjubilaum. Zahlbezirk Zahllokal Stadt Wattenscheid Ehrentafel des Alters. Am 1. Mai begeht die Witwe Henriette Kaufmann ihren 83. Geburtstag. Sie ist seit vier Jahren bettlägerig. Ihren Lebensabend verbringt sie bei ihrem Schwiegersohn Wilhelm Krabbe in Wattenscheid=Höntrop. Die Hitler=Jugend ladet ein. Die HI., Gefolgschaft 19/300, ladet alle Eppendorfer Volksgenossen und genossinnen zu ihrer Veranstaltung am 3. Mai im SaalBochum I4ir. Boch. IV) Bochum 11 Bochum 111 =Altenbochum .=Altenbochum 11 Nochum=Grumme Bochum=Hamme 1 Bochum=Hamme 11 Bochum=Hamme 111 Bochum=Hamme IV Bochum=Hofstede 1 Bochum=Hofstede 11 Bochum=Hordel 1 Bochum=Kirchharpen Bochum=Kornharpen Boch=Laer(Inval.) Boch.=Laer(Witwen) Bochum=Querenbure Bochum=Riemke 1 Bochum=Riemke 11 Bochum=Stiepel 1 Bochum=Stiepel I1 Bochum=Weitmar 1 Bochum=Weitmar 11 .=Weitmar III .=Weitmar IV .=Wiemelhausen 1 .=Wiemelbausen II Eppendorf .=Langendreer 1 .=Langendreer III .=Langendreer IV .=Langendreer V Bochum=Werne Bochum=Werne 11. Bochum=Werne 111 Bochum=Werne IV Somborn Gustav Janzen Speßhardi Liesmann Emil Seuft Fracmer Gocke Wie Raeder Wilhelm Schulte Meriens Knepper August Bergmann Ww. Becker Kruppscher Saalbau Stratmann Ruwe Kuhweide Kur weide Fagermann Otto Kocpe Otto Kocpe Sonntag Kilian Schreiber Märker äger. 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Ich werde jedem Kranken empfehlen, Melissengeist zu versuchen; der Erfolg ist großartig, Er sollte in keiner Hausapotheke fehlen, denn etwas Besseres gibt es nicht. Ferner berichtet Frau C. Kurz. Bonn. Hochstaden ring 53. am 8. 3. 36. „Durch Zufall wurde mir Klosterfrau=Melissengeist empfohlen. Ich versuchte diesen. Vo dieser Zeit an habe ich Appetit, die dicken Füße sind fort, und meine Nerven sind beruhigt.“ Wenn Ihre Gesundheit zu wünschen übrigläßt, so machen Sie bitte einen Versuch in Flaschen von 95 Pfg. an. Dorkstraße 4, part. gut möbl. Zimmer zu vermiet.(92807 Möbl. Zimmer Hauptbahnhof. Ausk. Anz.(93522 Zmöbi. Einmer an alleinst. Herrn o. Dame, m. Morgenkaffee, zu vm. L. L. 8290 Anz. Mets=Gesuche,)(Zumer.) Einfamilienhaus in guter Wohnlage, mindestens acht Räume u. Mans., Heizung erw., mit Zubehör, evtl. auch entspr. Etage, zu mieten gesucht. Zentral=Wohnungsnachweis, Bochum, Kortumstraße 74, Fernruf 67171. =Zimmer=Wohng. für sofort o. 1. 6. zu mieten gesucht, auch außerhalb. 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April 1936 Die erste Malseler der Sc. vol zehn Zahlenin Bochum Regiment„Ruhr“ eroberte den Moltkemarkt Was der„Wedding“ für Berlin, war in den Kampfahren der Moltkemarkt für Bochum, und mehr als einwurde um den Moltkemarkt hart gekämpft. Gerade „sen Tagen jährt es sich zum zeynten Male, daß (gA, die erste Maifeier im Ruhrgebiet beging. Für “e den 2. Mai 1926, hatte das Regiment„Ruhr“, on sich aus den SA.=Stürmen der Städte Bochum, Rattenscheid, Castrop=Rauxel, Herne und Gelsenkirchen msammensetzte, einen Maiaufmarsch auf der,u.#. markt angekündigt. Die Marxisten waren daruoer sehr gst, denn der Moltkemarkt hatte seit 1918 keine schwarzweißrote Fahne mehr gesehen. am 1. Mai, der ein Samstag war, sah der Maltkemarkt Tausende von Rotfrontlern, die feierlichst gelobten, niemals einen Aufmarsch der Nazis, auf dem Moltkemarkt zuzulassen. Der Sonntag schien ein schöner Maientag zu werden und aus den vorgenannten Staoten eilten die SA.=Männer in Windjacke und grauer Mütze auf Lastwagen der Stadt Bochum zu. Im Garten des ersten Bochumer SA.=Lokals Philipps an der Wasserstraße trafen sich in mehreren Stürmen etwa 1000 SA.=Männer. Unter Mitführung von schwarzweißroten und Hakenkreuzfahnen marschierte dieser Zug über die Königsallee der Innenstadt zu. Zu beiden Seiten des Zuges Polizeibeamte, am Schluß eine berittene Abteilung. Je näher der Zug der Innenstadt kam, um so mehr Menschen zeigten sich; Tausende von Anhängern Moskaus waren alarmiert, um den Aufmarsch zu verhindern. Aus der Alleestraße bog die Spitze des Zuges in die Königstraße ein Es mochten etwa 5000 Menschen gewesen sein, die sich vom Eingang der Königstraße bis zum Moltkemarkt aufgestellt hatten. Mit Niederrufen wurde die Spitze empfangen und immer näher rückte die Menge. Die Musik wurde von den Nieder= rufen und Schreien der Menge, die wie wild tobte, übertönt. Straff ausgerichtet marschierten die Stürme jedoch weiter; jeden Moment bereit, zur Abwehr von Angriffen. Fester wurden die Fahnen gefaßt. Hell klang„Preußens Gloria“ der Musik, die nun den Markt erreicht hatte und rechts einschwenkte. Da— auf einmal war es geschehen. Irgend jemand hatte geschlagen. Wie es kam, es wußte niemand. Die Tausende verhetzter Menschen stürmten von der Seite gegen den Zug. Die Musik setzte aus. Schon sausten die ersten Pflastersteine in die Reihen der Windjagen und die ersten SA.=Männer sanken unter den Schlägen der Kommunisten zusammen. Da erscholl ein tausendstimmiges Heil und immer wieder Heil. Es war der Schlachtruf„Drauf und dran". Diese Tausend setzten sich nicht zur Wehr, sondern griffen an. Auf einer Länge von 300 Meter wurde gekämpft gegen eine sechs= bis siebenfache Uebermacht Hart schlugen die Kommunisten, aber härter schlug die SA. Die berittene sprengte zwischen die Kämpfenden und ließ den Gummiknüppel niedersausen, Schritt für Schritt wichen die Kommunisten zurück, und es mochten zehn Minuten vorbei sein da wehte die Hakenkreuzfahne auf dem Moltemarkt. Die Kommune hatte verspielt und die SA. hatte den ersten Maiaufmarsch im damals roten Viertel vollzogen. Von dem Verdeck eines Lastautos schmetterte Reichstagsabgeordneter Land die Parolen Adolf Hitlers zum erstenmar in den Bochumer „Wedding" hinein. Bochamel=Veranstältungen Sällsl üketircsdel Fuadet, sangz Serds veatbeier und jut Bochumer Stadttheater eine liebenswürdige und dankbare Aufnahme bei seiner Erstaufführung. Die heutige Aufführung weist die gleiche Besetzung auf wie die Erstaufführung.—„Wasser für Canitoga“ heißt das Schauspiel von Turner, das am Samstag, 2. Mai, im Bochumer Stadttheater zur Uraufführung junge Autor gestaltet hier aus dem kalifornischen Leben ein Stück Schicksal mit packender und unerbört wirksamer Theaterkraft. Da dieser Abend im Mittelpunkt des gesamten westdeutschen Theater=Interesses steht, sei auch heute noch einmal auf die Uraufführung verwiesen. Der Vorverkauf ist im Gange. 3 Ein Bombenlustsplel mit: Weiß Ferdl, Trude Hesterberg, WillI Schaeffers, Julia Serda, Edith Oss, Peter Bosse, Egon Brosig u. v. a. Eine tolle und ausgelassene Oeschichte, bei der der goldene Humor und die derbe Komik Weiß Ferdis wahre Triumphe felert. Srer Pree Crntulter. S LÖNTA PALAST·BOCHUM zeigt ab Freilag: (So Fheater BOCHUM Donnerst., 30. April 20 bis gegen 22.15 Uhr, Vormiete A 26: Zählende Gaste Freitag, 1. Mai: Heschlosen Solbad taer Teutoburger Wald Pension Heinrich Borgmeyer. Ruhe u. Erhol. bei Ia Verpfl. aus eigen. Landw., Nähe Solbad u. Wald, ruh. staubfreie Lage, Garten u. Liegew. Preis 2,85 J pro Tag. Leschömmterven wröberSar und PreieWen bazu: Lustiges Brett“ Ferner: Wo der rote Wein wächst. D EULIO·TONWOCHE Sonntag 2 Uhr gr. Jugendvorstellung. 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Die Maifeier in Grumme=Vöde. Auf dem freien Gelände der Eisen= und Hüttenwerke an der Castroper Straße wird am heutigen Donnerstag abend ein Maibaum gepflanzt. Sämtliche NSBO.= und Werkscharmitglieder treten um 18 Uhr vor dem Portal der Eisenund Hüttenwerke an der Castroper Straße an. auch die Gefolgschaftsmitglieder der Schachtanlage„Constantin 6/7“ in Grumme, die frei haben, beteiligen sich an der Feier, die durch mancherlei Darbietungen umrahmt wird. Ehrenwache am Grabe Ernst Kochs. Wie der„B..“ bereits kurz berichtete, jährt sich am 1. Mai zum ersten Male der Todestag des menchlings ermordeten Arbeitsdienstmannes Ernst Koch. Am Todestag wird eine Arbeitsdienstabordnung Ehrenwache am Grabe des Kameraden halten. Außerdem werden hier Kränze niedergeleat. An der Gruft Ernst Kochs hat man jetzt umfangreiche Verschönerungsarbeiten durchgeführt. Jahresfest des Evangelischen Männerdienstes im 10. Pfarrbezirk. Am Sonntag war der Tag des Jahresfestes des Evangelischen Männerdienstes im 10. Pfarrbezirk Grumme=Vöde. Nach altem Brauch fand zweiten Führer von der Kompagnie bestätigt: beide nahmen die Wahl an. Kamerad Hölper gedachte in ehrenden Worten seines alten Kameradschaftsfuhrers und gelobte, das ihm anvertraute Führeramt getreulich zu verwalten; er bat um tatkräftige Unterstützung. Die Vorbereitungen für die 65jährige Feier sollen sofort eingeleitet werden. Vom Fuhrwerk überfahren. Am 27. April wurde ein 14 Jahre alter Junge beim Abspringen von einem fahrenden Einspänner=Pferdefuhrwerk in Höhe des Hauses Werner Hellweg 180 von diesem überfahren. Er erlitt hierbei Quetschungen an beiden Overschenkeln und mußte in das Knappschafts=Krankenhaus eingeliefert werden. Stadtteil Querenburg Maiseier man sich zu einem Gemeinschaftsgottesdienst in der Tacherniich„usammen. Die einentliche Jahresfeier Lutherkirche zusammen. Die eigentliche Jahresf fand im Wichernhaus statt, mit der auch die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung verbunden wurde. Die Beratungen, wie auch die Festfolge stellte Bezirkspfarrer Hardt unter das Leitwort:„Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft.“ Der von dem stellvertretenden Schriftführer Aschenbrenner erstattete Jahresbericht gab Aufschluß über eine rege Vereinstätigkeit. Zu dem Männerdienst bekennen, sich.296. Gemeindeglieder. Den Toten des Jahres wurde ein besonderes Gedenken gewidmet. Ueber die Kassenlage konnte Schatz= wart Slembeck ebenfalls nur Günstiges berichten. Dem Vorstand wurde die gewunschte Entlastung gern gegeben. In die Vereinsleitung wurden berufen: Wörzberger als 2. Vorsitzender, Aschenbrenner als 1. Schriftführer, Stahl als sein Stellvertreter, Birkholz als 1. Schatzmeister mit seinem Vertreter Höhle. Die Liste der zum Vorschlag gebrachten Beisitzer fand einstimmig Annahme. Bei der feierlichen Einführung gedachte Bezirkspfarrer Hardt mit Dank der aufopferungsvollen Tätigkeit der Vertrauensleute. Lieder und Lesungen leiteten die der Jahrestagung sich anschließende Festversammlung ein, die ihren Höhepunkt erreichte mit dem Vortrage des westfälischen Männerdienstleiters Pfarrer Kalle (Hamm) über das Thema:„Die Gegenwartsbedeutung des Völkerapostels Paulus.“ Eine rege Aussprache knüpfte sich an. Verpflichtungsfeier in der Frauenschaft. Einen recht schönen Verlauf nahm die Verpflichtungsfeier der NS.= Frauenschaft Grumme, die durch mancherlei Darbietungen ausgefüllt wurde. Die Frauenschaftsleiterin, Frau Völsing, kam in ihrer Ansprache auf die Bedeutung der Verpflichtung zu sprechen, die sie dann vornahm. NSKOV. Grumme=Vöde. Samstag, 2. Mai, abends .30 Uhr, wichtige Ortsgruppenversammlung im Lokale des Kameraden Bohr, Grumme, Liboriusstraße 26. Stadtteil Hiltrop Kriegerkameradschaft Hiltrop. Im Kameradschaftsheim Hubbert veranstaltete die Kriegerkameradschaft Hiltrop einen Kameradschaftsabend. Kameradschaftsführer Heyng konnte neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern auch mehrere Gäste, unter ihnen den Kreisverbandsführer Major a. D. Bering(Bochum), begrüßen. Im Laufe des Abends nahm der Kreisverbandsführer eine Reihe von Auszeichnungen vor. Die Kameraden Vogelsang, Kreuzweiß und Vennemann erhielten die bronzene Ehrennadel für gute Schießleistungen, während Kamerad Plange dieNadel in Gold bekam. Ferner wurden die Kameraden Partmann jun. und Neumann mit dem Kriegervereins=Ehrenkreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Kameradschaftsführer Heyng gab die neuen Bundesmitteilungen bekannt. Ein gemütliches Beisammensein schloß sich dem offiziellen Teil an. Stadtteil Gertbe Silberhochzeit. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Friedrich Grabosch, Castropet Hellweg 451. Rentenzahlungen. Die Zahlung der Heeresrenten erfolgt am 29., die Auszahlung der Invaliden= und Unfallrenten wegen des nationalen Feiertages bereits am 30. April bei der hiesigen Postanstalt. Schwer verbrüht. Bei der Essenzubereitung erlitt die Ehefrau., Gerther Straße 6 am Mittwoch mittag schwere Brandverletzungen. Das auf dem Herd stehende Gefäß, in dem sie Speck ausließ, fing plötzlich Feuer. Beim Herunternehmen des brennenden Gefäßes fing der Topflappen ebenfalls Feuer. Bei dem Schreck machte sie eine verkehrte Bewegung und verbruhte sich hierbei die rechte Hand und den rechten Unterarm mit dem brennenden Fett. Nachdem ein Arzt zur Hilfeleistung herangezogen worden war, mußte sie sich in Behandlung des St.=Maria=HilfHospitals in Gerthe begeben. Stadtteil Harpen Im Kranz der silbernen Myrthe. Die Eheleute Oberweichensteller Heinrich Bücker und Frau Christine geborene Simons, Auf dem Knust Nr. 6, feiern am 1. Mai im Kreise ihrer Lieben das Fest der silbernen Hochzeit. Wie im vorigen Jahre, wird auch der diesjährige „Nationale Feiertag des deutschen Volkes“ wieder vom ganzen deutschen Volke gefeiert. Für die Querenburger Volksgenossen ist folgendes Programm vorgesehen: Morgens von.30 bis.20 Uhr Uebertragung der Jugendkundgebung im Poststadion, auf dem Querenburger Sportplatz für die Jugend, die nicht in Bochum antritt. Für eine gute Empfangsanlage ist gesorgt. Punkt 12 Uhr finden sich alle Querenburger Volksgenossen auf dem Sportplatz ein, zur Uebertragung des Staatsaktes im Lustgarten. Die örtlichen Betriebe Mansfeld und Klosterhusch marschieren geschlossen auf. Teilnahme ist für alle Volksgenossen Pflicht. Die Belegschaft der Zeche Mansfeld feiert gemeinsam ab 7 Uhr im Saale Maaß, Overbergstraße, wo auch die übrigen Volksgenossen sich einfinden können. Für Unterhaltung und allerhand Ueberraschungen ist gesorgt. Den musikalischen Teil bestreitet eine bekannte Kavelle. Zig,„Re; triebsleitung der Zeche Klosterbusch ein großes Zelt aufgebaut, wo die 1000köpfige Belegschaft mit ihren Angehörigen feiert. Die Feier beginnt bereits um 4 Uhr. Stadtteil Wiemelbausen Evangelische Gottesdienste in Wiemelhausen. Heute, Donnerstag, abends 8 Uhr, am Vorabend des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes, hält die evangelische Gemeinde in der Petrikirche einen Gottesdienst, wozu herzlich eingeladen wird.— In lanchthonkirche findet Donnerstag abend 8 Uhr ein Rüstgottesdienst(Pfarrer Engelbert) statt. Stadtteil Stiepel s DorfEvangelische Frauenhilfe. Die Frauenhilfe des bezirks halt ihre Versammlung in nächster Woche, Donnerstag, 7. Mai, 4 Uhr nachmittags, bei Wallbruch, Gräfin=Imma=Straße, ab. Personalnachrichten Gerichtsreferendar Hermann Klaus, Her Straße 104, bestand die große juristische Staatsprüfung (Assessor) mit dem Prädikat„Gut". Bürobeamter Heinrich Oder, Bochum, Grotten, straße 13, kann am 1. Mai auf eine ununterbrochen, 25jährige Tätigkeit bei der Bergbau=Aktiengesellschaß „Lothringen“ in Bochum zurückblicken. Der Jubilar. de, sich ursprünglich dem Bergfach widmen wollte, wurddurch eine schwere Kriegsverletzung gezwungen, den ruf des Bürobeamten zu ergreifen. Bis auf den heutigen Tag erfüllt er seine Berufsarbeiten mit vorbildliche Pflichttreue und unermüdlichem Fleiße. Wir schließen Pflichttreue, und unermüdlichem#ripe. Wir schlief uns den Gluckwünschen seiner Arveitskameraden, die ihm zu seinem Ehrentage ein Angebinde überreichen, an und rufen ihm, der übrigens auch langjähriger#, zieher des„B..“ ist, ein herzliches Glückauf zu. Jugend, BDM. usw. beteiligen, sich an diesen Festakt. Durch verschiedene Darbietungen wird di Pflanzung verschönt. Iin Tiemsne der Vonsgemenschaf. Generalversammlung des Vaterländischen Frauenvereins Altenbochum Zu den Ereignissen des Stadtteils Altenbochum gehört immer die Generalversammlung des Vaterländischen Frauenvereins. Diesen Eindruck empfing man am Mittwoch nachmittag im Lokale Lehmkuhl, dessen bau bis auf den letzten Platz gefüllt war. In den Begrüßungsworten begründete die Vorsitzende des ländischen Frauenvereins, Frau Spickers, kurz die Zielsetzung des Roten Kreuzes, das in diesen auf eine 70jährige ruhmreiche Geschichte in Deutschland zurückblicken kann und auch für den Ortsteil Altenbochum von großer Bedeutung geworden ist. Wie der von Frau Siering erstattete Jahresbericht auswies, tragen heute 489 Frauen und Mädchen das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes und schulten sich mit großem Eifer in den fraulichen Aufgaben der Nation, opferten und spendeten für Arme, Bedürftige und Kranke. Die Hauptsorge des Vorstandes galt der Ausbildung der Samariterinnen, worum sich Dr. Altenkamp sehr verdient machte. Zwölf Frauen und Mädchen widmeten sich unter der Leitung der Ortsgruppenleiterin Frau Haverkamp der praktischen Krankenpflege. Groß waren naturgemäß die Auslagen für den Bereitschaftsdienst, für die Einrichtungen des Vaterländischen Frauenvereins und für die Aufgaben der Fürsorge, noch größer. aber war die Opferwilligkeit der Mitglieder. Wie die Schatzmeisterin Frau Altenkamp bekanntgab, betrugen die Einnahmen 1435,37 Reichsmark, die Ausgaben rund 1055 Reichsmark. Die dem Verein angeschlossene Sterbekasse, über deren Finanzlage Frau Wegmann berichtete, zählt zur Zeit 554 Mitglieder. 18 Tote hatte der Verein im Laufe des Berichtsjahres zu beklagen Ihrer wurde besonders gedacht. Von größter Bedeutung für alle war der Festakt der feierlichen Verpflichtung der Samariterinnen, die Frau Leni Sevenich mit einem Festspruch, den Frau Willi Sevenich verfaßt hatte, begrüßte. Kreisgruppenleiterin Frau Stodt umriß in einer bemerkenswerten Ansprache den Aufgabenkreis der Samariterinnen. Sie überreichte den Anwärterinnen den Verpflichtungsspruch und ließ sich durch feierlichen Handschlag das Gelöbnis der Treue bekräftigen. Eine weitere Ehrung erfuhren sechs Hausgehilfinnen für langjährige Dienstleistungen. Ein Diplom und ein Angebinde erhielten Fräulein Betty Egermann (15 Jahre bei Frau Svensson), Fräulein Grete Dreßmann(10 Jahre bei Dr. Bahlmann). Elisabeth Schake (5 Jahre bei Dr. Schramm), Fräulein Auguste Börger(5 Jahre bei Frau Schmitz). Fräulein Elisabeth Hofmann(5 Jahre bei Dr. Goßmann) und Fräulein Emmi Lindenberg(5 Jahre bei Frau Meyer). Ein äußerst reichhaltiges Programm, unterbrochen durch eine Kaffeepause, hielt die Festteilnehmerinnen bei Frohsinn und Laune. Heinz Rothe sang mit schöner Baritonstimme Lieder von Schumann und Wolff. Großen Anklang fand die von Frau Sevenich vorbereitete Aufführung des Märchenspiels„Froschkönig". Mit dem Appell. dem Vaterländischen Frauenverein auch weiterhin die Treue zu halten, schloß Frau Spickers die Jahrestagung. Kamerad im Dienstanzug zu erscheinen. Propagandawart W. Sieberg richtete an die Kameraden die Mahnung, weiter der Kameradschaft die Treue zu halten. Bürgerschützenverein 1835. Im Vereinslokal Benner hielt die erste Kompagnie am Sonntag ihre Monatsversammlung ab, die vom Schriftwart Tatenhorst eröffnet und geleitet wurde. Schütze erstattete Bericht über die am Samstaa stattgefundene Bataillonsvorstandssitzung. Das Bataillon beteiligt sich im Sommer an den Veranstaltungen der Brudervereine in Bochum und Harpen. Am 3. Mai ist KompagniePflichtschießen. Stadtteil Weitmar Evangelische Gemeinde. Am Vorabend des 1. Mai, des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes, Donnerstag. 80. April, findet in der evangelischen Kirche zu Weitmar ein Rüstgottesdienst statt. Der Gottesdienst beginnt um 8 Uhr abends. Ein Chor wird dabei mitwirken. Die Predigt hält Pfarrer Bertelsmann aus Bochum=Wiemelhausen. Sprechabende der Zelle II der Ortsgruppe Altenbochum der NSDAP. Um den Volksgenossen im Ortsteil„Auf der Prinz“ die weiten Wege und unnötigen Laufereien bis zur Ortsgruppe Altenbochum zu ersvaren, finden von jetzt an beim Parteigenossen Wirt Vorhoff. Harpener Straße, Svrechabende statt. und zwar jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat, von 20 bis 21 Uhr. Stadtteil Langendreer Im Silberkranz. Das schöne Fest der silbernen Hochzeit feierten gestern die Eheleute Heinrich Schäfer und Frau, Pauline geb. Sartorius, Wittener Straße 726. Die Körperbehinderten tagten. Auf Einladung der Kreisleitung des Verbandes der Körperbehinderten hatten sich im Lokale Thomas am Denkmal die Körperbehinderten von Langendreer=Werne zahlreich eingesunden. Außer dem Kreisobmann Nußbaum war ein Vertreter vom Jugendamt erschienen. Der Kreisobmann hielt eine Ansprache. Die gute Zusammenarbeit mit den Behörden ging anschließend aus den Worten des Stadtoberinspektors Duesberg hervor. Für die Mitglieder des Reichsbundes ist Mittwochs nachmittags in Bochum, Trankgasse 5, Zimmer 4, von 15 bis 18 Uhr, eine Sprechstunde eingelegt. Schulungsabend beim Kleingärtnerverein„Auf der Prinz“. In seinem letzten Winterschulungsabend in der Wirtschaft Deh. Buselohstraße, teilte der Vereinsleiter Hoffmann des Kleingärtnervereins„Auf der Prinz“, den erschienenen Mitgliedern mit, daß der Schulungsleiter Drawehn auch für die Sommerschulungsabende gewonnen sei. Schulungsleiter Drawehn erörterte in seinem Vortrage die Art und Behandlung des Gemüsebaues und gab zum Schluß bekannt, daß die Sommerschulungsabende angebracht seien, um auf begangene Fehler in der Gartenbaupflege hinweisen zu können. Die Bekämpfung der Wühlmaus soll auf Kosten des Vereins erfolgen, die Mitglieder mögen baldigst der Vereinsleitung mitteilen, wo solche Plagegeister auftreten. Stadtteil Werne Kriegerkameradschaft, 1. Kompagnie. Im Vereinsbeim Jungermann fand ein Generalappell der 1. Kompagnie statt. Beiratsmitglied Kamerad Schlimm hieß die zahlreich erschienenen Kameraden herzlich willkommen und schilderte dann die Verdienste des alten langjährigen Kameradschaftsführers Krapf, der infolge Krankheit von der Führung der 1. Kompagnie zurückgetreten ist. Die Kameraden nahmen mit Bedauern Kenntnis von dem Entschluß ihres verdienstvollen Fühxers. Auf Vorschlag des Beirats wurde der bisherige weite Vereinsführer Kamerad Alfred Hölver zum eriten Führer und Kamerad Erich Pleuger zum Krieger= und Landwehrkameradschaft„Prinz von Preußen". Am Sonntag hielt die Kameradschaft ihr erstes diesjähriges Uebungsschießen auf dem Schießstand Ruwe, Kornharpen, bei größerer Beteiligung ab. Es wurde mit Kleinkaliber= und Wehrmannbüchsen geschossen. Anschließend daran fand im Kameradschaftsheim D. Wahl, Buselohstraße, die Monatsversammlung statt. An Stelle des verhinderten Kameradschaftsführers Lehrer Rusche leitete Kamerad Jaschinski die Versammlung. Er gab die neuesten Führeranordnungen aus dem Parolebuch bekannt. In den kommenden Sommermonaten soll der Schießsport wieder eifrig betrieben werden. An der 60jährigen Jubelfeier der Kameradschaft Langendreer und an dem Provinzial=Kriegertag in Bottrov nimmt die Kameradschaft teil. Im Monat Juni findet ein Ausflug aller Kameraden mit ihren Frauen statt. Stadtteil Laer Vierteljahrsappell der Kriegerkameradschaft. Kameradschaftsführer Knavvmann berief die Kameraden für Sonntag zur Vierteljahrsversammlung. Es wurden wichtige Beschlüsse gefaßt. Das Vereinslokal, das die Kameradschaft seit der Gründung inne hat, bleibt bestehen. Das Schießstandprojekt soll weiter ausgearbeitet werden. Für die Bundesverbandstagung in Bottrop am 18. und 14. Juni ist Kamerad Finger als Vertreter bestimmt. Die bisher bestehende Anordnung, zum Monatsappell im Dienstanzug zu erscheinen, wurde aufgehoben. Zum Vierteljahrsappell hat jeder Stadtteil Linden=Dablbausen Das Maifest. Wie bereits im„B..“ mitgeteilt wurde, stehen die diesjährigen Maifeiern unter dem Motto:„Freut euch des Lebens.“ Auch in unserem Stadtteil Bochum=Dahlhausen soll dieses Motto gegeben werden. Allen Volksgenossen wird daher folgendes bekanntgegeben: Am Vorabend des 1. Mai, am 30. April, findet um 18.30 Uhr auf dem Marktplatz in Bochum=Dahlhausen das Aufrichten des Maibaumes statt. Zur Verschönerung der Feier tragen bei: 1. HJ., 2. der BDM. durch Aufführung von Volkstänzen, 3. die Werkschar der Steinfabrik Dr. C. Otto,.=Dahlhausen, 4. die Pimpfe, durch Fanfarenmärsche, 5. die Gesangvereine durch Singen passender Frühlingslieder. Es ergeht nun an alle Volksgenossen die Bitte, sich recht zahlreich an der Feier zu beteiligen. Rüstgottesdienste. Am 1. Mai, morgens 7 Uhr, finden sowohl in der Christuskirche zu Linden als auch in der Lutherkirche zu Dahlhausen Rüstaottesdienste statt. In Linden hält Pfarrer Weber, in Dahlhausen Pfarrer Neuhaus den Gottesdienst ab. Stadtteil Hamme Hohes Alter. Am morgigen Freitag kann der Pensionär Wilhelm Puzicha, Hofsteder Straße 45a, im Kreise seiner Angehörigen sein 77. Lebensjahr in guter Frische vollenden. Vor zwei Jahren feierte er mit seiner Gattin das goldene Ehejubiläum. Soziale Gemeinschaftstat der Constantin=Gefolgschat Zu unserer gestrigen Notiz unter obiger Stichmarkee, fahren wir noch ergänzend, daß auch die Gefolg, schaften der andern Constantin=Schächt, außer Schacht 4/5, sich diesem Vorgehen angeschlossen haben und ebenfalls zuaunsten kinderreicher Familie auf die ihnen sonst gewährten Biermarken zum Na tionalen Feiertag des deutschen Volkes Arbeit verzichten. Kleingartensiedlung. Im Lokale Fabri hielt die Kleingartensiedlung eine außerordentliche Versammlung ab, die vom Vereinsleiter Gartmann geleitet wurde. Eingehend unterhielt man sich über das Einholen der rückständigen Pachtgelder, das jetzt energisch durch. geführt werden soll. Das Sommerfest soll am 25. und 26. Juli festlich begangen werden. In der Anlage an der Meesmannstraße sind verschiedene Erneuerungzarbeiten durchgeführt worden. Stadtteil Riemke Zum Pfarrvikar berufen. Ein Sohn der St.=Franziskus=Gemeinde, Vikar Johann Förster, ist nun durch seinen Erzbischof Dr. Kaspar Klein als Pfarrvikar nach Nörde(Warburg) berufen worden. Vikar Förster ist etwa sieben Jahre Priester und übt seit zwei Jahren die Seelsorge an der St.=Antonius=Kirche in Bochum aus. Katholischer Mütterverein Bochum=Riemke. Zu einer Feierstunde hatten sich die Mitglieder im Lokale Förster an der Herner Straße eingefunden, um im frohen Kreise den Namenstag ihres Präses Pfarrer Nunnemann zu begehen. Nach einigen Musikvorträgen leitete Vikar Schnettler mit herzlichen Grußworten, die er besonders an Pfarrer Nunnemann und Vikar Stöcker richtete, die Feierstunde ein. Ein Prolog, gesprochen von Frl. Tuschen, leitete zu der Ansprache über. Cembalo=Konzert In der Vereinigung zur Pflege alter Haus= und Kammermusik ist Hanna Menzel eine der aktivsten Kräfte. Ihre musikalische Interessiertheit und ihr künstlerischer Ehrgeiz haben es zuwege gebracht, daß aus der nicht außergewöhnlichen Pianistin in überraschend kurzer Zeit eine Cembalistin von hoher Fertigkeit und bedeutendem Können wurde, die schon heute so ziemlich allen technischen Anforderungen gewachsen ist. Ebenso wertvoll aber ist es, daß mit der manuellen Entwicklung ein Stilgeschmack und=empfinden sich einstellte, dem eine Cembalistin, auf alte Kunst ausschließlich angewiesen, nicht entraten kann. Diese stilistische Sicherheit und die musikalische Kultur der Künstlerin überhaupt heben ihre Vortrage aus dem Bereich der rein technischen Bewältigung in das Gebiet der künstlerisch vollendeten Wiedergabe, ihr ungemein sauberes, rhythmisch akkurates und in jeder Hinsicht diszipliniertes Spiel in die bedeutendere Region der musikalisch vollendeten Darstellung. Rüstfeiern. In der evangelisch=lutherischen Kreuzgemeinde findet am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes um.30 Uhr ein dem Tage entsprechender Gottesdienst statt.— Die evangelisch=lutherische(altlutherische) Gemeinde veranstaltet am Nationalen Feiertag um 8 Uhr morgens in der Kirche am Hindenburgplatz einen Gottssmenst. Marienfeier in der Herz=Jesu=Pfarrgemeinde. Im Rahmen der von Pfarrer Dr. Reinold eingeführten Pfarrgemeinschaftsabende in der Herz=Jesu=Pfarrei wird der für den 14. Mai festgesetzte Abend zu einer Marienfeier ausgestaltet werden. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag von Dr. Reinold über „Das Muttergottesbild im Wandel der Zeiten.“ Jahresrückschau der Kaninchenzüchter. Der Kaninchenzuchtverein„Weiße Rasse“ hielt im Vereinsheim seine Jahresversammlung ab, die Hermann Kumpmann leitete. Er erstattete auch den Jahresbericht. Fünf Mitglieder traten dem Verein neu bei. Die Kassenverhältnisse sind geordnet. Der Leiter ernannte dann seine Mitarbeiter, und zwar Johann Borchowski als Schriftwart, Franz Malkus als Kassenwart und V. Schnittler als Zuchtwart. Ein Vortrag des Vereinsleiters über verschiedene Kaninchenkrankheiten fand größte Aufmerksamkeit. Stadtteil Hordel Silberne Hochzeit. Die in der alten Kruppkolonie wohnhaften Eheleute Ferdinand Stückmann und Frau, Helene geborene Siewert, feiern heute in bester Gesundheit ihre silberne Hochzeit. Am gleichen Tage feiert eine Tochter ihre Verlobung. Beide Eheleute sind gebürtige Bochumer. Dieser Abend mit einer Reihenfolge von Vorträgen inmitten eines intim um das zierlich und fein klingende Instrument gruppierten, zahlreichen Zuhörerkreises erwies überzeugend die erheblichen schritte und die erreichten schönen Qualitäten der Künstlerin, die mit einem vielfältig schattierten und in allen Einzelheiten charakteristisch behandelten Programm die an solchen Abenden befürchtete Gleichfarhigkeit glücklich überwand und dem Publikum großen g nuß bereitete. Daß ein Stück programmarischer an wie Kuhnaus„Biblische Sonate“ mit seiner primitihen, aber doch geistvollen und interessanten Bildtraft den meisten Beifall erweckte, stand zu erwarten. Aber auch alle anderen Darbietungen fanden in der gültigen Form des Vortrages lebhafteste und dank barste Anerkennung.— Telemanns=dur=Konzert für Geige, Gambe und Cembalo, von der Solistin, wald Kuhl und Hans Grumbt in gewohnter Sti# treue und Klangvornehmheit geboten, rundete wertvollen Abend gediegen ab. Bedingungen: Jeder Teilnehmer soll diesenige Fritz=Anzeige, Oie am besten gefällt, auf eine Postkarte kleben(ohne weitere schriftliche Zusätze), den Rbsender genau angeben und adressieren an Jeder Tellnehmer darf nur eine Anzeige einsenden, Aus der bekennenden Gemeinde. Am heutigen Donnerstag findet im Schwesternhause in der Kolonie Dahlhausen eine Rüstfeier zum morgigen 1. Mai statt. Sie beginnt um 20 Uhr. Die Gemeindeglieder sind herzlich dazu eingeladen. Arbeiten. Auf der Günnigfelder Straße und„Am Lakenbruch“ ist man gegenwärtig mit Ausbesserungsarbeiten an Gasrohrleitungen beschäftigt.— Auf der Fichtestraße hat man nun die unfreundlich wirkende Mauer am Parteiheim umgelegt. Diese wird durch eine lebende Hecke ersetzt.— Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten führt man zur Zeit am Hause Günnigfelder Straße 80 aus, das durch Bergschäden arg mitgenommen war. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Pflanzung eines Maibaumes. Am heutigen Donnerstag wird auch der Stadtteil Marmelshagen seinen Maibaum erhalten. Nach dem feierlichen Einholen des Maibaumes schließen sich die Pflanzung und das Maieinsingen auf dem Phönix=Sportplatz an der Riemker Straße an. Die Gliederungen der Partei. HitlerDie Dreise werden ausgelost, und zwar die Hauptpreise: 1. Preis RM 1000.— 3. Preis RM 300.—" 2. Preis RM 500.— 4. u. 5. Preis se Rm 100.—— aus den Einsendungen der am häufigsten gewählten un damit ale beste erklärten Anzeige, die Trostpreise: 10 zu RM 50.—. 100 zu RM 10.— 25 zu RM 20.—. 200 zu RM.— aus den Einsendungen der meistgewählten 3 Anzeigen. die 1000 Anerkennungspreise im Wertzgug RM.50 aus den Einsendungen der meistgewahAnzeigen, immer im Verhältnis zur Zahl der Einsend Im ganzen erscheinen 15„Fritz“=Anzeigen, die am 16. Juli 1936. Einsendungozeit vom 20. Jul!#### August 1936. Preisverteilung ab 15. September Die Auslosung erfolgt unter Aufsicht einee Leters, Entscheidung ergeht endgültig unter Ausschltep####gg. Rechtsweges. Die Gewinner werden direkt benacht Bltis angichnahee! Bochum, K — wie unse und sicheru Nacht du beseiligt. auch B. ert ∆ RM 193. C Venus Stärke A. A Stadt-Drogerie brogerie Kneid Bekannt Ueber Karl Hoft haber der erixm Hofmann juntor toriastraße 5,i 1936, 12 Uhr, nach Ablehnung über sein Ver gleichsverfahren. des Konkurses zi Entscheidung ist der 1. Zivillam richts in Bochu# 1936 bestätigt. Rechtsanwalt Rl Konkursforderun 15. Mai 1936 b melden. Termir fassung über Bei nannten oder W Verwalters, Wa gerausschusses 1 falls über die und 137 der Ko und 137 der zeichneten Gegei 1936, 10½ Uhr, Tont, VU72 Prufung angem „.*. Jo. Mal gen: 26. Mai vor dem Amtsg Viktoriastraße Nr. 52. Wer eine zur Wer eine hörige Sache be eurpmasse“ enda kursmasse etwa nichts an den E gen oder leisten sitz der Sache 1 gen, für die er gesonderte Befri dem Verwalter 1936 anzeigen. Bochum, den Halbjah über die Einnah der Sta Der auf Grut über Finanzstatis 1931(RGBI. I. lichende Halbjahr Einnahmen und ten Halbjahr d 1935 liegt in der bis 13. Mai Dienststunden im geschoß, Zimmer aus. Bochum, den Der Ober Tei Sie sparen bei 8 d her es ko Fahr Gußstahl Fack Kal Ka Wer beaussichtigt Schularbeiten einer Unter=Tertianerin! W. H. 93594 Anzeiger. Statt Karten Ihre Verlobung geben bekannt Gertrud Bruhnke Kurt Crypull Bochum, den 1. Mai 1936 Familien= Anzeigen sinden im B. A. weite Verbreitung se derne atsprüfung m, Grottenunterbrochene iengesellschaft Jubilar, der vollte, wurde igen, den Be. den heutigen vorbildlicher schließen imeraden, die berreichen, an zjähriger Bekauf zu. Scheuermann, Filz= und Hausschuhfabrik in Bochum, 2. deren nunmehr alleinigen Gesellschafters Kaufmann Erich Scheuermann in Bochum, Denisstr. Nr. 11, 3. über den Nachlaß des bisherigen am 12. März 1936 verstorbenen zweiten Gesellschafters Carl Scheuermann, zuletzt in Bochum, Humboldtstraße Nr. 38, dessen alleiniger Erbe der vorgenannte Erich Scheuermann ist, ist am 23. April 1936, 12 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. Gleichzeitig ist an die Schuldner ein allgemeines Veräußerungsverbot erlassen worden. Der Rechtsanwalt Dr. Hünnebeck II in Bochum, Humboldtstraße Nr. 24, ist zum Vergleichsverwalter ernannt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf Mittwoch, den 20. Mai 1936, 10 Uhr, vor dem Amtsgericht in Bochum, Zimmer Nr. 52, anberaumt. Die Gläubiger werden aufge•COLUMBUS·, Deutschlande größtee Schift im Erholungereilenverhehe 20. bis 27.7. 128.7. bis 4. 8. SCHÖTTEAND NORWEGEN AFRIKA WERSEIKA FAHRPREIS AB RM 250.- I FAHRPREIS AB RM 145.kerner mit den Lloyddampkern General von Steubene I-Stuttgert- I-Bremen- skuropas I- Columbuse##-Berline Ueber das Vermögen des KaufKarl Hofmann junior, Inhaber der Firma Tuchhaus Kart h AptehWernögen dos Verüber sein Termegen das Vergleichsverfahren zur Abwendung i Konturts zu eröffnez, chlug Entscheidung ist durch der 1. Zivilkammer des Landgerichts in Bochum vom 18. April 1936 bestätigt. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Rhode in Bochum. Konkursforderungen sind bis zum Mai 1936 beim Gericht anzumelden. Termin zur Beschlußfassung über Beibehaltung des ernannten oder Wahl eines neuen Verwalters, Wahl eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in§§ 132, 134 und 137 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände: 15. Mui 1936, 10½ Uhr, und Termin zur Prüfung angemeldeter Forderungen: 26. Mai 1936, 10½ Uhr, vor dem Amtsgericht in Bochum, Viktoriastraße Nr. 14, Zimmer Nr. 52. Wer eine zur Konkursmasse gehörige Sache besitzt oder zur Konkursmasse etwas schuldet, darf nichts an den Schuldner verabfolgen oder leisten und muß den Besitz der Sache und die Forderungen, für die er aus der Sache abgesonderte Befriedigung verlangt, =Gefolgschaft. Stichmarke erie Gefolg. =Schächte angeschlossen cher Familier en zum Na. Arbeit verPFINGST-MITTELMEERFAHRT vom 22. Mai bis 10. Juni ab RM 385.POLAR-NOROKAPFAHRTEN 26. Juni bis 12. Juli, 13. Juli bis 29. Juli, 18. Juli bis 12. Auguft, 1. bis 17. Auguft 1 ob RM S00.- bezw. ab RM 270.OSTSEEFAHRT vom 27. Juni bis 13. Juli 1 Fahrpreis ab RM 350.— RUND UM ENGLAND-FAHRT vom 19. bis 30. Auguft! ab RM 220.— Außerdem ab Augult weitere Mittelmeer= und Madeira=fahrten. IM URLAUB NACH AMERIKA während des ganzen Jahres! bri hielt die Versammlung geleitet wurde. Einholen der ergisch durchII am 25. und er Anlage an ErneuerungsAAndeßfehrpreile nach Meßgabe vorhenbener Pläte Auskunkt und Protpehte durch die Bezirksverkretee und WOkDSLUTSCIIER LLSTD BRENIEN fordert, ihre Forderungen alsbald anzumelden. Bochum: Trass, Wilhelmsplatz; Hattingen: Obermarkt 8; Witten: Bahnhofstr. 29 Jeden tesdienst; 20: Maiandacht. Tag 20: Maiandacht. Liebfrauen,.=Linden Freitag, 1. Mai. 6: Aussetzung des Allerheiligsten; 7: Hochamt zu Ehren des hlast. Herzens Jesu; 8: Hochamt mit Opfergang; 17: feierl. Eröffnung der Maiandacht. Herz Jesu,.=Werne Freitag, 1. Mai..30: erste hl. M. .30: Hochamt zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu m. Pr. für die Pfarrgemeinde: 19.30: feierliche Eröffnung der Maiandacht, Predigt u. Segen. Die übliche Maiandacht ist Dienstags und Freitags 19.30 Uhr. Hl. Geist,.=Harpen Freitag, 1. Mai. 8: Herz=JesuHochamt: 20: Maiandacht. St. Joseph,.=Hiltrop Freitag, 1. Mai. 7: Hochamt m. Segen in der Meinung des Müttervereins m. gem. bl. Kommunion der Mütter: 20: Maiandacht. der St.=Franer, ist nun in als Pfarrsorden. Vikar übt seit zwei ius=Kirche in Frauen und Mütter. 8: Hochamt (Schulklassen): 9: hl. M. für Gymnasium und Oberrealschule; 10: seierliches Hochamt m. Pr.; 14: Aussetzung des Allerheiligsten; danach stille Anbetung; 20: Feierliche Eröffnung der Maiandacht m. Pred. und Segen. Christ=König(Franziskanerkloster) Freitag, 1. Mai..15: Aussetzung und erste hl..;.10: hl..; .45: hl..:.30: Festhochamt m. Pr. und Segen; 20: Festandacht u. Beginn der Maiandachten m. Pr. St. Marien Freitag, 1. Mai. 9: feierliches Hochamt m. Pr. zur Erflehung des göttlichen Segens für Volk und Vaterland; 20: feierliche Eröffnung der Maiandacht m. Pr., Litanei und Segen. St. Joseph Freitag, 1. Mai..15; feierliches Hochamt mit Gebei für das Wohlergehen des Deutschen Reiches und Volkes. St. Antonius Freitag, 1. Mai. 6: Eröffnung d. Maimonates mit Gemeinschaftsmesse und hl. Komm. der Jungfrauenkongregation;.15: Schulm.;.30: Festhochamt für Deutschlands Arbeiter und Arbeit; 20: feierliche Ermke. Zu einer Lokale Förster im im frohen erer Nunnekvorträgen leiGrußworten, in und Vikar 1 Prolog, geder Ansprache 405/42, a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, b) Lagerhaus mit Stall, c) Wagenremise mit Lagerschuppen, d) Badestubenanbau, c) Kühlraum mit Butterei, Ferdinandstr. 23a; gr. 10,79 Ar, Flur 42, Nr. 402/41, Garten hinter der Ferdinandstraße, groß 2,15 Ar, Flur 42, Nr. 566/41, dasselbe, groß 1,76 Ar. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1935: 17·000 RM. Eigentümer: Die MilchhändlerVereinigung e. G. m. b. H. in Bochum. Versteigerungstermin am 27. Juni 1936, 10¼ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 52. amtsgericht in Bochum. Sparsamkeit allein bedeutet keinen Fortschritt. Wer nicht wirbt, verdirbt. Werben Sie durch den Bochumer Anzeiger! dem Verwalter bis zum 15. Mai 1936 anzeigen. Bochum, den 25. April 1936. Amtsgericht. Halbjahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben der Stadt Bochum Der auf Grund der Verordnung über Finanzstatistik vom 28. Februar 1931(RGBI. I. S. 32) zu veröffentlichende Halbjahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben im zweiten Halbjahr des Rechnungsjahres 1935 liegt in der Zeit vom 30. April bis 13. Mai 1936 während der Dienststunden im Rathaus, 2. Obergeschoß, Zimmer 208, zur Einsicht aus. Bochum, den 27. April 1936. Der Oberbürgermeister. er Haus= und e der aktivsten theit und ihr gebracht, daß stin in überon hoher Ferdie schon heute igen gewachsen der manuellen finden sich einte Kunst auskann. Diese he Kultur der räge aus dem in das Gebiet ihr ungemein jeder Hinsicht re Region der Letzte Frühjahrs-Neuheiten vom Spezial-Fachgeschäft H. Möllmann, am Rathaus Ruf 62113 gegr. 1855 BOCHUM REDEMDTORISTENSTR. 34-243-FERNRUF 67676 Die Klein=Anzeige ist ausschließlich für den Verkehr von Privat zu Privat bestimmt. Darin beruht ihre Buumm 8: Hochamt u. Segen; 16.40: Rosenkranz und feierliche Eröffnung der Maiandacht m. Pr. Samstag 6 u. 7: hl..; 8: Hochamt für unsere Wohltäter, hernach Maiandacht. St. Meinolphus Freitag, 1. Mai. Morgens 9 Uhr ist außer den gewöhnl. hl. Messen noch ein Hochamt m. Pr. Die Maiandacht, zugleich Herz=Jesu=Andacht, ist nachmittags 3 Uhr. St. Johannes,.=Wiemelhausen Freitag, 1. Mai..30: Aussetzung des Allerheiligsten; 1. hl..;.10: Herz=Jesu=Messe mit Segen; 20: Herz=Jesu=Andacht, zugleich feierliche Eröffnnung der Maiandacht mit Segen. Wallfahrtskirche,.=Stiepel Freitag, 1. Mai. 10: Levitenamt; von 14 bis 16: Aussetzung: 17: feierliche Eröffnung der Maiandacht mit Predigt. St. Liborius,.=Grumme Freitag, 1. Mai..15: Hochamt mit Aussetzung; 8: ebenfalls Hochamt mit Aussetzung; 16: Andacht in der Kapelle: 20: feierliche Eröffnung der Maiandacht. Hl. Kreuzkirche Freitag, 1. Mai..05: hl. M. m. Aussetzung des Allerheiligsten; 8: hl. Messe m. Segen; 20: Eröffnung der Maiandacht. Herz Jesu,.=Horder Freitag, 1. Mai. 6: Aussetzung; .15: Hochamt; 19.30: Maiandacht. von Cembalo= is zierlich und n, zahlreichen eheblichen Fortualitäten der ttierten und in handelten Prote Gleichfarbigim großen Genmatischer Art ner primitiven, i Bildkraft den warten. Aber in der musterste und dankur=Konzert für Solistin, Osgewohnter Stilrundete den Anterricht Umm. 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Natürlich ist ein Trick dobei und zwar einer für solche Leute, die gut und schneil rechnen können. A Zehn Neun Acht Sieben König Dame Bube zusammen 54 Eine jede Karte hat doch einen Zähl- oder Nennwert. Jede Farbe ist mit insgesont 54 Augen bewertet, was für die vier farben des Spieles zusammen 216 Augen ergibt. Zähle ich nun schnell die Augen der 31 Blätter zusammen und es ergeben sich beispielsweise 205 Augen, so fehlen 11, also ein As. Nun brauche ich bei der zweiten Durchsicht nur darauf zu achten, welchen As von den vier farben fehlt. Kein Zauberkunststöck also, sondern mehr ein Exempel für gute und schnelle Rechner. Der gute Rechner weiß aber auch wie zauberhaft in der Wirkung das wenlge Geld angelegt erscheint, das man für eine Kleinanzeige im BOCHUMER ANZEIGER ausgibt. Eskennt fast jeder aus eigener Erfahrung die Tateache: Klein die Anzeige, großer Erfolg die Valsache Die 0 nueles str an, wie n vor einem tet ein se Zwei gespräc besten gehören, sind, vertreten di fin von Santa C. und die Gräsin stens mit der Kle ist. Sie hat nät Adelstitel versche spanischen Hocha schließlich durch damaligen König Ziel. Im Jahre Adelspatent. Er Zeit erfreuen, we Die Gräfin mäßig von ihrer wohnt, mit dem versorgt. Nun 7 Zahlungen ein die Schwiegertoc ihren Titel und Amo in Los Ar kommen, und sie Mit dem Aus wickelte sie nune erster Termin Die Gräfin von für ihren Mann Wunsch ihres S des Dr. del Am sichert habe, sie versorgen. Und monatliche Zahl einmalige Abfin Sehr ruhig, der Anwalt Dr. „Haben Sie Bezahlung geta Wissens seine F Die Anwält sachlichen Frage „Sie haben sorgt, Frau Gr und wie wirf hätte doch bei! sprechende Barz Folge haben m Wie dieser auslaufen wird Adelstitel und heute machen le Tre Rotlandung S Ein Ein peinli Flieger Dro: am vorigen Se französischen L für den Negus Behörden aus Per 3 rleichs Platz der D Nr. 101 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 30. April 1936 Aus aller Welt Hrendveil. Vin Aerlrpalent Ein wahrhaft gräfliches Geschäft— 700000 RM. für einen Titel Paris, 29. April. Die Gräfin von Santa Cruz de Los Manueles strengte soeben eine merkwürdige Klage an, wie man sie um solche Dinge wohl noch nie vor einem Gerichtshof gesehen hat. Sie beleuchtet ein seltsames Adelskapitel. Flugzeug von einem Pariser Flugplatz zu entwischen. Seit diesem kühnen Streich war man ohne Nachricht von Drouillet geblieben,„.. Hrg.t Nun soll, wie Havas aus Rom meldet, Drouiuet in Italien zur Notlandung gezwungen worden sein. Das lugzeug sei sofort mit Beschlag velegt worden, Zwei gesprächige eifrige Rechtsanwälte, die zu den besten gehören, die in Los Angeles nur aufzutreiben sind, vertreten die in Paris lebende Klägerin, die Gräsin von Santa Cruz. Jede Arbeit ist ihres Lohnes wert und die Gräsin hat eine„Arbeit“ geleistet, die mindestens mit der Kleinigkeit von 700 000 Mark zu bezahlen Sie hat nämlich ihrem Manne einen spanischen Adelstitel verschafft! Durch ihre Beziehungen in der spanischen Hocharistokratie, zu bekanntesten Leuten und schließlich durch ihre persönliche Bekanntschaft mit dem damaligen König Alphons von Spanien erreichte sie ihr Ziel. Im Jahre 1925 erhielt ihr Mann das königliche Adelspatent. Er konnte sich dessen allerdings nur kurze Zeit erfreuen, wenige Jahre später starb er. “ D i e G r ä f i n w u r d e n u n b i s v o r e i n e m J a h r r e g e l mäßig von ihrem Schwiegervater, der in Los Angeles wohnt, mit dem Geld zu einem standesgemäßen Leben versorgt. Nun aber stellte Dr. Gregorio del Amo die Zahlungen ein— Paris war weit, war leichtlebig und die Schwiegertochter hatte ihre monatlichen Zahlungen, ihren Titel und das Vergnügen. So war ihr Dr. del Amo in Los Angeles nur noch als Geldquelle willkommen, und sie kümmerte sich nicht mehr um ihn. Mit dem Ausbleiben der monatlichen Zahlungen entwickelte sie nun einen sehr aufschlußreichen Prozeß, dessen erster Termin soeben in Los Angeles zu Ende ging. Die Gräfin von Santa Cruz de Los Manueles erklärte, für ihren Mann den Titel nur auf den besonderen Wunsch ihres Schwiegervaters beschafft zu haben, eben des Dr. del Amo, der ihr dafür als Gegenleistung zugesichert habe, sie bis an ihr Lebensende ausreichend zu versorgen. Und das sei— so fordert sie— nur durch monatliche Zahlungen von 4000 Mark oder durch eine einmalige Abfindung von 700 000 Mark zu machen. Sehr ruhig, sehr still und sehr zurückhaltend fragte der Anwalt Dr. del Amos:„ „Haben Sie für Ihren Gatten alle Dinge nur gegen Bezahlung getan, Gräfin? Sie waren doch meines Wissens seine Frau— und nicht seine Wirtschafterin? Die Anwälte der Klägerin:„Wir lehnen solche unhaben den Titel doch nur für ihren Gatten besorgt, Frau Gräfin— aber Sie tragen ihn doch auch, und wie wir feststellen, mit besonderem Stolz. Das hätte doch bei den Verhältnissen in ihrer Ehe eine entsprechende Barzahlung Ihrerseits an Ihren Gatten zur Wie dieser Prozeß der geschäftstüchtigen Gräfin auch auslaufen wird, er wirft ein interessantes Licht auf den Adelstitel und auf die Geschäfte, die sich mit ihm noch heute machen lassen. Tragisches Fliegerpech Notlandung des französischen Abessinienfliegers in Italien dnb Paris, 29. April. Ein peinliches Mißgeschick hat den französischen Flieger Drouillet ereilt. Bekanntlich war es ihm am vorigen Samstag gelungen, die Aufmerksamkeit der französischen Luftpolizei irrezuführen und mit seinem für den Negus bestimmten, aber von den französischen Behörden aus formalen Gründen beschlagnahmten ur Notlandung gezwungen worden sein. Das Er gug iei scuet inn Weschlrygggzeg Wvorden, wähtend sich der reno sich der Flieger verborgen hatte. Jedenfalls hat der Abessinienflug Trouillets damit ein vorzeitiges und programmwidriges Ende gefunden.,., Sgrinen Wie der römische Vertreter des„Petir Parisien“ hierzu ergänzend mitteilt, soll Drouillet zunächst die Absicht gehabt haben, nach Griechenland durchzufliegen. Er habe aber Schwierigkeiten mit der Oelzufuhr gehabt und hätte deshalb auf dem ersten erreichbaren Flugplatz landen müssen. Das sei ausgerechnet der italienische Militärflugplatz Montecelio gewesen. Die Tatsache, daß der Luftberater des Negus gerade auf italienischem Boden landen mußte, entbehrt nicht eines gewissen Reizes. Da der französische Flieger keinerlei Papiere bei sich hatte widersetzten sich die italienischen Behörden allein schon aus diesem Grunde seinem Weiterflug. Es bleibe so schreibt das Blatt, nur die Frage offen, was Drouillet seit dem Zeitpunkt seines überraschenden Startes in Paris am Samstag und seiner Landung in Italien am Dienstag gemacht hat. Wo ist er gewesen, und wo hat er sich Brennstoff für den Weiterflug beschaffen können? Der König von besichtigte das Reichssportfeld Staatssekretär Dr. Lewald erklärt dem König von Schweden die Anlage des Stadions. Ganz rechts: Architekt March, der Erbauer des Reichssportfeldes. 1400 Pfund Kanonenkugeln gestohlen Diebe haben für alles Verwendung, es kann nicht schwer genug sein. Vor der öffentlichen Bibliothek in Norwalk(USA.) hatte man seit Jahrzehnten als historische Erinnerung 14 alte Kanonenkugeln aufgestellt. In einer der letzten Nächte wurden alle 14 Kugeln gestohlen. Sie haben einen Altmetallwert von neun Mark! Hch. Hoffmann e eae cher) F de il die in Hamhurn seine Tat beging, erklärte er seinen Verwandten und der Bürgermeiter voen Aiten in Sumou. Freunden, daß er nicht gewillt sei, auf diesem Planeten Mittwoch vormittag ist der Bürgermeister von Athen, zin ewiges Leben mitzumachen. Er habe lange genug Son geriy Sladvervaltune znin Balpis.(Gebuld gehabzund dagauf gerwargz, daßz ver in, Constantin Kotzias, in Begleitung des Präsidenten der Athener Stadtverwaltung, Constam#n Salvis, in Hamburg eingetroffen. Bis zum Sonntag ist Bürgermeister von Athen Gast der Stadt Hamburg. Sodann wird er sich nach Berlin begeben. Filialleiter der„Phönix“ wegen Veruntreuung zu schwerem Kerker verurteilt Gegen einen Filialleiter der österreichischen„Phönix" namens Arthur Zappler fand eine Gerichtsverhandlung wegen Verbrechens der Veruntregung stgtt. Er hat die„Phönix“ um 25 000 RM. geschubig Das Ur teil gegen ihn lautete auf 18 Monate schweren Kerker. Zugunfall auf einem Pariser Vorortbahnhof Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Parise,„Ver: ortzug und einer Rangierlokomotive unweit des parnasse=Bahnhofs wurden 20 Fahrgäste verletzt. Fünf von ihnen mußten in ein Krankenhaus übergeführt werden. „Ich will nicht ewig leben!“ In der Nähe von Belgrad beging ein 92jähriger jugoslawischer Bauer Jovan Nemesh Selbstmord, weil er fürchtete, daß er niemals sterben würde. Bevor er ein engig.-, Leven mt 1hungopen., daß der Fod auch Geduld gehabt und darauf gewartet, daß der Tob uuch für ihn eine Minute Zeit übrig halle, aber nun!.# er eben Gewalt anwenden. Sprachs und stürzte sich in einen tiefen Brunnenschacht. Haben Sie ein Bein zu vergeben? Ein Arzt am Royal=Waterloo=Hospital in London erhielt den Brief eines Knaben, den er vor etwa einem Jahr behandelt hatte, und zwar konnte der Arzt seinem kleinen Patienten eine vollkommen neue Nase machen. Heute schrieb der junge Mann:„Ist es Ihnen wohl möglich, Herr Doktor, einem Menschen ein neues Bein aufzupfropfen? Würden Sie wohl für mich eine solche Operation machen und haben Sie zufällig ein Bein für diesen Zweck zu vergeben? Bitte schreiben Sie mir Bescheid, Rückporto liegt bei!“ Lynchjustiz an einem Neger In Royston im amerikanischen Staat Georgia wurde ein 45jähriger Neger, der angeklagt war, versucht zu haben, sich an zwei weißen Mädchen zu vergehen, gegen Mitternacht von etwa 40 Männern gewaltsam aus dem Gefängnis geholt. Sie schleppten den Neger zum Tatort und knupften ihn dort an einem Baum auf. Italiens Landwirtschaftsminister in Berlin KAr 8 Hch. Hoffmann wurde vom der an Besuch in Verlin weilende italienische Landwvirtschestischen grbeitsfront am Fehrbelliner ichsorganisationsleiter Dr. Ley im Schabomt,„inisiter Zossoni beim Abschreiten der Front e cerbtangen. Unser Bild zeigt Dr. Ley) mit„.s bieser Gelegenbeit zum ersienmal trug, ver DAF.=Werkscharen, deren Uniform auch Dr. Ley bei Nahrung aus dem Neer 40 Jahre Hochseefischerei„Nordsee“ Hamburg, 29. April. An der Entwicklung der modernen deutschen Hochseefischerei hat die„Nordsee". Deutsche Hochseefischerei Bremen— Cuxhaven AG., einen wesentlichen Anteil gehabt. Als die Gesellschaft vor 40 Jahren im April 1896 gegründet wurde, war der Seefisch auf den Tischen des deutschen Binnenlandes noch ein seltener Gast und ein besonderer Leckerbissen. Wenn auch die Bedeutung des Seefischs für die Volksernährung schon damals erkannt wurde, so fehlte es neben einer ausreichenden Fangflotte vor allem an einer ent sprechenden Organisation, und Werbung im Binnenland, um ihn frisch und unbeschädigt anzuliefern und abzusetzen. Wenn heute der Seefisch sich auch den binnenländischen Markt erobert hat, darf man nicht vergessen, welche ungeheuren Schwierigkeiten auf diesem Wege zu überwinden waren. Die 40jährige Geschichte der deutschen Hochseefischerei„Nordsee“ ist ein eindeutiges Beispiel dafür. Viele Vorurteile mußten überwunden und sehr viele Rückschläge in Kauf genommen werden. Die Nachfrage hielt nicht immer gleichen Schritt mit den gewaltigen Anlieferungen, besonders von den Island=Fischdampfern, und die Verschleuderung der Fänge nahm manchmal einen bedenklichen Umfang an und führte im Jahre einer schweren Krise in der Hochseefischerei, von der auch die„Nordsee“ in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Schwierigkeiten konnten aber überwunden werden, bis die Aufwärtsentwicklung dann durch die Ki und Inflationsjahre abermals unterbrochen wurde. Bedeutung für die Entwicklung der„Nordsee" war das Jahr 1928, in dem sie die Curhavener Hochlerfischerei AG, durch Fusion und ferner#.7#, fischerei Bremerhaven AG. übernahm. Seit dieser Zeit seefischerei, die die Häfte aller deutschen Fischdampfer bereedert. Das Baugrubenunglück in der Hermann=Göring=Straße in Berlin anb Berlin, 29. April. Am Mittwoch wurde im Berliner BauunglückProzeß die Vernehmung des Reichsbahnrats Weyher fortgesetzt. Er erklärte, daß er das Fehlen der Verschwertungen, der sogenannten Andreas=Kreuze, festgestellt und ihre Anbringung mehrfach verlangt habe. Auch das Fehlen der=Eisen als Widerlager für die Steifen will er an der östlichen Mittelwand festgestellt und bemängelt, ihre Anbringung jedoch nicht für so hringlich gehalten haben, daß deshalb der ggnze betrieb hätte stillgelegt werden müssen. Weyyer kannte sich im übrigen zu Noths Theorie über die Gründe des Einsturzes. Zur Frage der Ausschachtung erklärte er, er habe die Anweisung gegeben, oaß der Aushub nicht weiter als zwei Meter unter die unterste Steifenlage getrieben werden sollte. Vorsitzender: Dann muß man Ihre Anweisung in der Baubesprechung vom 16. August nicht verstanden haben, denn tatsächlich ist tiefer ausgeschachtet, vordgr. Weyher: Das kann ich mir kaum denken, zeoenalls habe ich nichts davon gewußt. Vorsitzender: Wie war es mit den gestoßenen Steifen? Weyher: Ich habe die gestoßenen Steifen beanstandet, mich dann aber von ihrer technischen Sicherheit überzeugt und mich damit begnügt, eine noch weitergehende Verwendung zu verbieten. Auch gegen die Verwendung der Konsolkonstruktionen zur Verlängerung der verwendete zu kurzen Steifen will Weyher lichen Bedenken gehabt haben, wenn er auch in diesem Punkte vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei. Man habe diese Konsolen eingehaut, ohne ihn vorher um seine Genehmigung zu fragen. In der Nachmittagssitzung des Baugrubenprozesses stand im Vordergrund die Erörterung der Frage, wer für die Fortsetzung der Ausschachtungsarbeiten über die zulässige Grenze hinaus verantwortlich ist. Bei diesem Punkt ergaben sich Widersprüche zwischen dem Bauleiter Noth und dem Reichsbahnrat Weyher. Anschließend wurde noch einmal Noth zur Frage der Ausschachtung in ein Kreuzverhör genommen. Noth bezeichnete es als für ihn unverständlich, wenn Weyher erklärt, über die wahre Aushubtiefe nicht unterrichtet gewesen zu sein. Bis zum 16. August habe man an dem Einbau einer fünften Steifenanlage in der Tiefe der Grube gearbeitet. Weyher hätte also von oben her sehen müssen, daß man, tiefer in das Erdreich eindrang. Bei Hoffmann dagegen sei es durchaus möglich, daß er über die Tiefe der Ausschachtung nicht unterrichtet war. Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt. Seinen Schultankeraben erschossen anb Berlin, 29. April. Wieder einmal hat das Spielen mit dem Revolver ein Todesopfer gefordert. Als ein 14jähriger Schüler die Wohnung seines Schulkameraden betrat, um mit ihm zusammen die Schularbeiten zu machen, trat ihm dieser auf dem Korridor mit vorgehaltener Pistole entgegen. Im gleichen Augenblick krachte ein Schuß und traf den Eintretenden, so daß er tot niedersank. Der Junge hatte die Pistole in Abwesenheit der Eltern aus einem verschlossenen Kasten im Wäscheschrank genommen, Er hatte, wie er bei der Vernehmung angab, seinem Klassenkameraden nur einen Schreck einjagen wollen in der Meinung, die Waffe sei nicht geladen. Sorglose Jugend! Warum nicht sorglos bis ins Alter? gibt einen guten Weg dahin, das ist die Lebensversicherung! Schon mit wenigen Mark im Monat kann man sich ein beachtliches Kapital für das Alter sichern; Familie erhält die Versicherungssumme aber sofort, wenn der versicherte V vorher sterben sollte. Denk' an Dein Alter, schütze die Deinen, versichere Dein Leben! Seite 18 Nr. 101/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 30. April 1936 Kunst und Wissen Die Rnekdote im Drama „Rothschild siegt bei Waterloo“ in Wuppertal=Elberfeld Die Anekdote ist eine Schmarotzerpflanze. Ihre Wurzeln haften nicht tief im geschichtlichen Humus, dafür aber rankt sie sich zäh und unter Umstanden tödlichspielerisch am. Gastträger empor. Anekdoten sind das Nachgewachsene, gewissermaßen die Metaphysik geschichtlicher Ereignisse und Persönlichkeiten, die sie umspinnen, verwandeln, enteignen oder entlarven. Einer solchen entlarvenden Anekdote hat Eberhard Wolfgang Möller mit seinem Schauspiel„Rothschild siegt bei Waterloo“ dramatisches, auf die scharfe und schonungslose Antithese gestelltes, Leben gegeben. Es geht um das Schicksal Europas, Blut und Leben opfern die Völker, um einen bösen Traum, einen Vampir, abzuschütteln. Kaum aber gewinnt ihr Sieg und die Idee eines glücklichen Europas in Umrissen Gestalt, da kniet schon ein anderer Vampir am Rande der Geschichte und saugt das vergossene Blut in Strömen von Gold zurück. Der Londoner Bankier Rothschild verfälscht wider besseres Wissen den für die Verbündeten siegreichen Ausgang der Schlacht bei Waterloo, es eibt einen schwarzen Tag an der Börse, die Papiere fallen ins Bodenose, der Betrüger spekuliert auf Baisse und wird zum reichsten Mann Englands. Möller konstatiert, ohne sich auf die fülligen Möglichkeiten eines Dramas einzulassen, mit bewußter Schärfe, er entblößt die Struktur vom Sinn und vom Widersinn der Geschichte. Auf diesen kargen und schneidenden Antithesen baut sich die Wuppertater Inszenierung Günther Starks auf. Dcht hinter dem Offizier des ersten Bildes, der die Schlacht beobachtet, steht der Bankier. Soldat und Krämer, der eine des anderen Schatten, die Groteske Geschäftsjuden ohne betont rassische Prägung hat. Seine sthmatische Geschäftigkeit füllt die asthmatische, en fau: die sparsame„Szene (Bühnenbild: Albrecht Langenbeck), die im übrigen das Ensemble nur kulissenhaft einbezieht ergiebig auf und formt sich zur überlegenen Charakterstudie aus. Dr. Stf. Fllmdichter gelucht Ein Preisausschreiben ist von der Tobis=Filmgesellschaft erlassen worden, in dem es heißt: Der Film im neuen Deutschland sucht nach lebensnahen, packenden, innerlich wahren Filmstoffen. Wo der Dichter in das volle Menschenleben unserer Zeit hineinpackt, da ist es interessant.— In einem Berufe nun spiegelt sich dieses Leben täglich in allen Formen wider, ein Beruf muß besonders Schritt halten mit dem vorwartsstürmenden Tempo unserer Zeit: der Presseberuf. Gustav Freytags„Journalisten" beherrschte einmal die Spielpläne der Theater. Es war die Zeitung von damals. Nur allzu viel von dieser„Zeitung von damals" beeinflußt leider heute noch die Darstellung von Zeitungsmännern in Bühnenstücken und Filmen. Die Tobis sucht den Dichter, der blutvolle Menschen aus dem Schaffen des heutigen volksverbundenen Zeitungsberufes in dramatisch bewegter, spannender, frischer Filmhandlung gestaltet. Sie hat folgende Preise ausgesetzt: 1. Preis 5000 RM., 2. Preis 8000 RM., 8. Preis 1000 RM., 4. Preis 500 RM, 5. Preis 500 RM., ferner 10 Trostpreise je 200 RM. Das Preisausschreiben ist besonders an alle in der Presse tätigen Volksgenossen und an alle Mitglieder der Gruppe Filmschriftsteller(Reichsfachschaft Film) gerichtet. Das Preisausschreiben ist aber darüber hinaus auch allen deutschen Volksgenossen offen. Als Termin zur Einreichung der Filmstoffe ist der 15. Mai 1936 festgesetzt. Es wird kein Drehbuch verlangt, sondern eine auf etwa 20 bis 40 Seiten zusammengedrängte Erzählung der Filmhandlung(Treatment). Die Arbeiten sind ohne Verfassernamen mit einem Kennwort versehen an Tobis Tonbild=Syndikat Aktiengesellschaft, Berlin. W. 8, Mauerstraße 43, unter„Tobis=Wettbewerb“ einzusenden. In einem geschlossenen Umschlag, der außen lediglich das Kennwort trägt, sind Name, Anschrift und Beruf des Verfassers anzugeben Geheimrat Tammann erhielt den Adlerschild. In der Aula der Universität Göttingen hatten sich am Dienstag nachmittag neben der Dozentenschaft und zahlreichen Studierenden der Universität Vertreter der Behörden und der Partei zu einer schlichten Feier eingefunden, bei der der Adlerschild, den der Führer und Reichskanzler dem verdienstvollen Göttinger Physiker Geheimrat Tammann verliehen hat, durch Oberpräsident Stabschef Lutze dem Gelehrten überreicht wurde. Neuer Generalmusikdirektor für Mannheim. Der Wiesbadener Generalmusikdirektor Karl Elmendorff ist vorbehaltlich der Genehmigung durch den Reichspropagandaminister als Nachfolger des nach Breslau berufenen Generalmusikdirektors Philipp Wüst an das Nationaltheater verpflichtet worden. Elmendorff, der gebürtiger Düsseldorfer ist, genießt als Dirigent einen vorzüglichen Ruf. Vor allem als Wagner-Interpret, der auch wiederholt in Bayreuth dirigierte, ist er weit über die Grenzen des Reiches hinaus bekanntgeworden. Das Städtische Orchester Bochum gastiert in Siegen! Auf Einladung der Stadtverwaltung und der NS.= Kulturgemeinde Siegen gastiert das gesamte Städtische Orchester Bochum unter Leitung des Städtischen Kapellmeisters Professor Leopold Reichwein am kommenden Sonntag, 3. Mai, in Siegen. Im Takt dieses Tages. Zum 1. Mai Febriken und Schächte liegen heute verlassen da alle Werkleute feiern, sind sich in der Masse nah. Fackellicht und Meldeläufer Eine Ilanderei über militärisches Nachrichtenmesen Der Feldherr ist der Kopf, der den Kriegsplan ersinnt, die Truppe ist die Faust, die ihn Wirklichkeit werden läßt, die den Feind zu Boden schlägt. Die Nachrichtentruppen sind die Nervenstränge, die beide verbinden, die den Befehl des Feldherrn der Truppe und die Meldungen der Truppe dem Feldherrn übermitteln. Nachrichtentruppen sind Kinder unserer Zeit, sind erst seit wenigen Jahrzehnten den Heeren der Wehrstaaten eingegliedert worden. Nachrichtenübermittlung war notwendig, seitdem Heere miteinander rangen. Der Mensch als Rufer, Läufer und Reiter, das mechanische Sicht= und Schallzeichen waren ihre Träger. Ueber das engumgrenzte Schlachtfeld der blanken Waffen, der ersten Feuerwaffen, trug die Stimme des Führers, das Signal des Trompeters, leuchtet der Säbelwink des Reiteroberst, wehte das Fahnenschwenken des Kornetts hasteten in wenigen Minuten OrdonnanzOffiziere auf schäumenden Rappen. Aber auch größere Räume waren in jeinen Zeiten schon zu überwinden: mochte es sein, um getrennte Heeresteile zum gemeinsamen Schlage zu vereinen, mochte es sein, die Verbindung zwischen Heer und Heimat zu halten. Jahrtausende hindurch hat man die gleichen Wege dabei eingeschlagen, ist man in der Nachrichtenübermittlung kaum einen Schritt vorwärtsgekommen. Eine eigene Läuferkette diente dem Feldherrn, dem Staatsmann des Altertums. Der Siegesbote von Marathon, der mit dem Triumphschrei:„Freut Euch, Ihr Bürger!" auf dem Marktplatz von Athen zusammenbrach, ist ihr bis in unsere Tage reichendes Symbol. Reiterstafetten tauchten zuerst in den Steppen Asiens auf. Den persischen Kurieren Kyros wurde nachgerühmt, daß ihre Schnelligkeit dem Fluge der Kraniche nicht nachstünde. Rufposten gaben den Galliern das Zeichen zum Aufstand gegen Cäsars Legionen. Flammenbrände alarmierten vor Troja die Schiffsbesatzungen, loderten der Sage nach von Berg zu Berg, um Agamemnons Gattin in Mykene die Kunde von dem Falle Trojas zu übermitteln. Fackellicht wurde in späteren Jahrhunderten des Altertums nach Polybios zu einem regelrechten Sichtzeichen ausgebaut, mit dem ähnlich dem Morsesystem sämtliche Buchstaben des Alphabets zu geben waren. 88656. Aegypter, Babylonier, Römer, große Kriegsfursten, wie Kyros und Alexander der Große, überzogen ihr Reich mit einem Nachrichtennetz, das je nach dem zu überbrückenden Gebiet Läufer oder Reiter, Sicht= oder Schallzeichen einsetzte. Ueber das militärische Nachrichtenwesen unserer deutschen Vorfahren liegen nur spärliche Berichte vor. Flammenzeichen, Hornrufe klingen auch durch ihre Sagen. Karl der Große hatte um 807 zahlreiche Kurierstationen auf den Straßen nach Frankreich, Deutschland und Italien verteilt, deren Ueberwachung den Gaugrafen, als sogenanntes„Botenlehn“, oblag. Der Große Kurfürst errichtete, um mit seinen Gesandten bei den Fiedensverhandlungen in Münster und Osnabrück in Verbindung zu bleiben, eine Dragonerstafette, die sogenannte Trabantenstafette, ein. König Friedrich von Preußen bediente sich für die Ueberbringung seiner Befehle vor allem gut berittener Offiziere, von denen er gewaltige Leistungen forderte. Das Reichspostministerium besitzt einen Stich, der zwei rasch nach Osten jagende, preußische und zwei langsam nach Westen trabende französische Kuriere zeigt. Darüber steht geschrieben:„Abreise des Königlich Preußischen Kuriers, des Herrn Rittmeisters von der Schulenburg, welcher die hocherfreuliche Nachricht von dem von seiner Königlichen Majestät von Preußen am 5. November 1757 über die Franzosen und die sogenannte Reichsarmee zwischen Mücheln und Freyburg in Sachsen (Schlacht bei Roßbach) erfochtenen glorreichen Sieg dem Königlichen Hofe in Magdeburg überbringt.“ Darunter stehen die Verse: „Betrübt ist der Kurier. Warum? Der Sieg mankiert. Die Pferde sind sehr träg. Warum? Das Glück changiert. In die dunkelste Ecke Schurztell und Bluse gehängt. hebt sich die Brust der Arbeit, von keiner Mühsa. bedrängt. Durch die Fenster flirrt Sonne in den Maschinenraum tlicht um jeden Hebel, um jedes Rad einen goldenen Saum. Die Kessel und Kolben, um die es sonst kreischt und sind ganz in Licht und Glorie eingehüllt.(brüllt. Uber dem stillen Hafen träumt der Riesenkran. Tausend Schifte liefen gestern von tremden Küsten an. ihre Pfeifen schrillten, sie wölkten ihn ein in Ruß. Heute schaukeln sie friedlich um seinen stählernen Fuß. Uber die Werke der Arbeit, die wie Tempel verschlossen sind, führt ein tiefes Besinnen der erste Frühlingswind, eine Ahnung kommender Dinge weht durch jede Brust, die im Takt dieses Tages geht. Kerl Bröge: Das ist die schnelle Post, Die nichts als Freude bringet Dem ganzen Preußenreich, Das sieget, singet, springet“ Navoleon stellte gleichfalls die höchsten Anforderungen an seine Adjutanten und Ordonnanz=Offiziere.„Ich empfehle Ihnen“, so schrieb er einem seiner Generale in den Tagen von Ulm, im August 1805,„Ihre Adjutanten und Gehilfen die Pferde totreiten zu lassen. Sie haben ihren Zweck erfüllt, wenn ich rechtzeitig unterrichtet werde und meine Befehle auf die Stunde eintreffen. Alles andere ist gleichgültig.“ Er erkannte aber auch mit scharfem Blick die militärische Bedeutung des von Chappe, einem Geistlichen, erfundenen„optischen Telegraphen“, der mit verstellbaren Armen Zeichen von Höhe zu Höhe, von Warte zu Warte gab. Bereits 1798 bestand eine 450 Kilometer lange Leitung von Paris bis Straßburg, die eine Meldung in 6 Minuten durchlief. Preußen erbaute 1832/38 die erstc optische Telegraphenlinie Berlin—Koblenz, die als rein muntärische Einrichtung galt und dem Chef des Generalstabes unterstand. Die Erfindung des elektrischen Telegraphen bedeutete eine vollkommene Umwälzung des militärischen Nachrichtendienstes. Seine Bedeutung ist in Preußen zuerst von Moltke gewurdigt worden, der ihn für seine Befehlsgebung in den Kriegen 1864/66 und 1870/71 weitgehend heranzog. Aus den Feldtelegraphenabteilungen jener Feldzüge, die nur für den Mobilmachungsfall aus Postbeamten, Pionieren und Trainfahrern aufgestellt wurden, entwickelte sich allmählich die Nachrichtentruppe. Als ihr Gründungstag wird der 5. März 1899 mit der Aufstellung von drei Telegraphen=Bataillonen angesehen. Von ihrer wachsenden Bedeutung geben am besten ein paar Zahlen aus dem Weltkrieg Kunde: Am Tage der Mobilmachung war die Nachrichtentruppe stark 800 Offiziere und 25000 Mann, am Tage des Waffenstillstandes 4881 Offiziere und 185000 Mann. Albert Lehsten. Geschichtstatel 30. April 1777 wurde der Mathematiker und Astronom Karl Friedr. Gauß in Braunschweig geboren. Er war einer der größten Mathematiker, die je gelebt und bahnbrechend gewirkt haben. Er löste u. a. das seit dem Alterium schwebende Problem, einem Kreis ein regelmäßiges Vieleck einzuschreiben und gab zahlentheoretische Fundamentalsätze der Algebra. Auch in der Physik und Astronomie erfand er Methoden und Instrumente, erforschte mit seinem Magnetometer den Erdmagnetismus und nahm danach mit Weber die ersten Versuche mit dem elektromagnetischen Telegraphen vor. schleussner! F Ar eordrerr 8) Oin ürstiger Koman von Jritx Niaröicke Alle hörten die klaren Worte, denn Mutter Laurenz sprach ganz deutlich. Sie sahen sich verblüfft an. Hatte Tante Anna noch eine Großmutter? Und da hub Donner wieder an zu sprechen:„Ja, meine Herrschaften, ich weiß, Sie alle wünschen, daß Sie so kraftvoll und stark sein möchten, wenn Sie einmal fünfundachtzig Jahre auf dem Buckel haben wie Frau Grete Laurenz! Aber.. noch nicht genug! Auch die Mutter der Frau Laurenz lebt noch, ist gesund und erfreut sich eines Alters von einhundertsechs Jahren! Ich meine Herrschaften, ein solches Geschlecht ist wie ein starker Baum, allen gepflanzt zur Nacheiferung! Solange so viel Lebenskraft und Stärke noch in unserem Volke steckt, solange wollen wir unverzagt sein!“ Ein Wink von thm, und die anderen Darsteller des Films traten hervor, schlossen einen Halbkreis, in dessen Mitte Tante Anna mit ihrer Mutter stand Der Beifall brach orkanartig wieder los, das Publikum applaudierte, daß es nur so prasselte. Es war ein unbeschreiblicher Erfolg. Direktor Schiefelbein wuchs in dieser Stunde um zwei Zentimeter vor Stolz. Eben hatte ihm Kommerzienrat Keller auf die Schulter geklopft und bewundernd gesagt:„Sie sind doch ein verfluchter Kerl, Herr Schieu selbein! Aus weiteres gutes Zusammenarbeiten. 1“ Im Kaiserhof fand ein großes Bankett zu Ehren Tante Annas statt, auf dem der Erfolg des Films gebührend gefeiert wurde. As Anna mit Nubbermann— Donner führte Frau Laurenz— in den großen Saal trat, da wurde ihr etwas bänglich zumute, aber Nubbermann sprach ihr gut zu. „Ruhe, Anna“, sagte er herzlich,„bleib immer so geisgäe üer ien unt Banr ür der schasten hier auch in Frack und Smoking glänzen, so sino es doch Menschen wie du und ich, nichts anderes. also, sei meine muntere Anna!“ Und das wirkte. Sie wuchs neben Nubbermann, der von einer vollendeten Ruhe und Abgeklärtheit war. Die große Vorstellung begann, und Mutter Laurenz erlebte den Triumph, daß sie der Oberbürgermeister ihrer Tochter beglückwünschte und sehr liebenswürdig mit ihr sprach. „Es ist fabelhaft, gnädige Frau!“ sagte er.„Wenn man überlegt, daß Ihr Fräulein Tochter ohne jede Vorbildung war und diese Rolle so prächtig verkörperte, dann staunt man und hält es kaum für möglich.“ „Gespielt hat sie schon einmal!“ erklärte jetzt Mutter Laurenz wichtig.„Das war mal im Christlichen Mädchenverein, da hat sie eine alte Gouvernante gespielt. Aber... nee, nee, nee, nee... nicht so gut wie jetzt.“ „Sie hat die Rolle richtig erlebt; als wenn sie selber diese Tante Anna gewesen wäre, so hat sie gespielt. Ich muß Ihnen sagen, daß ich selten einen so guten und vollauf befriedigenden Film gesehen habe, wie „Tante Anna“. Wird Ihre Tochter weiterfilmen!?" „Nee, sie will nicht!“ erklärte Frau Laurenz betrübt.„Ich meine, das könnte sie doch ruhig tun, wo sie doch so eine große Künstlerin ist!" Wolfgang, der unweit von Mutter Laurenz stand, te es und verbiß sich ein Lachen, es sah aus, als hört. wenn er Zahnschmerzen habe. „Und wo soooviel Geld dafür gezahlt wird!“ „Das muß nun Ihre Tochter am besten wissen, gnädige Frau! Ihr da zuzureden oder abzuraten, das wäre verfehlt! Jedenfalls wünsche ich Ihnen, daß Sie noch recht viel Freude an Ihrer Tochter erleben, und daß Sie in zwanzig Jahren noch so frisch und gesund sind, wie Ihre Mutter!" „Darauf könn' Sie sich verlassen!" lachte Mutter Laurenz munter, fügte dann aber ernst hinzu:„Das heißt... wenn es der liebe Herrgott will! Der hat ja das erste Wort!" „Und das letzte Wort!“ wiederholte der Oberbürgermeister ernst. Donner hatte seine Pflicht getan. Solange es Arheit gab, solange man ihn brauchte, trank er nicht einen Schluck und war auf dem Posten, aber jetzt war er sein freier Herr und hakte Wolfgang unter. „Lieber Laurenz“, sagte er strahleno,„haben Sie gute Augen?“ „Ich denre!" „Was sehen Sie dort drüben?“ „Eine Bar!“ „Stimmt! Und die will ich mit Ihnen unsicher machen. Auf den großen Erfolg, der Ihnen auch eine glänzende Karriere eröffnet, wollen wir eins trinken!" „Ja, aber ich kann doch meine Dame nicht allein Ceuen....64 Zeim Tiehenamächigstes Nächel: Donner jetzte zetzr sein liebenswürdigster Tacheln auf.„Ach, das gnädige Fräulein kommt mit! Nicht wahr, Sie werden Ihren Bruder doch gewiß nach den Gefilden der Seligen begleiten?“ „Ein Glas Sekt trinke ich mit!“ lachte Helene und folgte ihnen ohne Ziererei. Als sie auf den hohen Hockern Platz genommen hatten, bestellte Donner drei Glas Sekt, und sie stießen an. Donner drei Glas Sekt, und sie stieß „Damit Ihnen der Sett vesser schmeakt, mein lieber irenz“, begann jetzt Donner,„möchte ich einmal vom Ich Laurenz“, begann jetzt Donner,„ Geschäft reden. Ich habe festgestellt, und es ist von allen Seiten anerkannt worden, daß Sie faberyafte Eignung zum Drehbuchschreiben haben. Und wenn Sie Lust haben, übergeben wir Ihnen das Drehbuch zu unserem nächsten Film„Der rote Sarafan". Ein äußerst volkstümlicher Kostümfilm aus dem Rußland der Vorkriegszeit, spielt in einem Dorfe unweit Petersburg am Zarenhofe. Interessante Sache!" „Selbstverständlich übernehme ich das!“ „Drehbuchhonorar zwei Mille! Einverstanden?" „Einverstanden!" „Dann können wir noch mal darauf anstoßen! Ihr Spezielles, mein gnädiges Fräulein! Sagen Sie, lieber Herr Laurenz, ist Ihr Fräulein Schwester noch zu haben!“ „Aber Herr Donner!“ lachte Helene lustig.„Zu mir kann ich Ihnen nicht raten!“ „Bestimmt nicht!“ meinte Wolfgang, und seine Augen funkelten die„Schwester" lustig an. „Nanu!“ Donner bekam große Augen.„Hat sie so schlechte Eigenschaften?“ „Gar nicht zu sagen! Nein, Donner, da sind Sie mir zu schade! Ich habe einen ganz anderen Mann für Helene! Und den muß sie nehmen, ob sie will oder nicht! „Das liegt doch bei mir!“ entgegnete Helene hoheitsvoll, konnte aber nicht verhindern, daß sie dabei etwas rot wurde. „Schade!“ meinte Donner.„Sie wären sonst mein Typ gewesen, mein gnädiges Fräulein! Aber... tanzen darf ich doch heute mit Ihnen?“ „Wenn mein großer Bruder es erlaubt?“ Helene war zum Schelm geworden, ihre gute Laune stieg. „Hin und wieder werde ich's gestatten! Was tanzen Sie am liebsten, Herr Donner?“ „Alles... nur keine Polka!“ „Auweih! Tante Anna tanzt nur Polka! Da werden Sie heute wenig zum Tanzen kommen!“ Da erhob sich Donner:„Ich werde Ihnen beweisen, daß Tante Anna mit einem Tanzkünstler, wie ich es mann mit Tante Anna eine Polka! Natürlich, es ist wieder die Annen=Polka, weiter kann die Bande von Polkas ja nichts! Drollig anzuschauen, die alten Herrschaften werden an die Jugendzeit erinnert, alles tanzt Polka! Wenn es Ihnen recht ist, gehen wir mal auf einen Sprung hinüber und schauen zu.“ „Zuschauen, das liegt mir nicht!" summte Helene und folgte den beiden Männern. Donner sah Frau Grete Laurenz vor sich. „Na, gnädige Frau, noch böse?“ fragte er die alte Dame liebenswürdig. „Nee, nee, nee, nee, bei achttausend Mark... und wo sie doch so eine große Künstlerin ist, da kann ich nicht böse sein!“ Wolfgang sah die beiden sich unterhalten. Ein lustiger Gedanke kam ihm, und er führte ihn flugs aus. Er stellte sich mitten in den Saal. „Meine Herrschaften!“ rief er laut.„Unser verehrter Herr Donner wird uns die Freude machen, mit Frau Grete Laurenz, der prächtigen Mutter unserer lieben Tante Anna, einen Walzer zu tanzen.“ Ein Wink, und die Kapelle setzte ein, sie spielte den Ballsirenenwalzer aus der„Lustigen Witwe“. Donner und Frau Grete sahen sich an. „Tanzen?“ meinte dann die alte Frau lustig Walzer! Ja, das geht schon noch, aber auf Wegen der „Einen sie Füße Hühnerdürfen Sie mir nicht treten! augen!“ „Keine Bange, gnädige Frau!“ Donner verbeugte sich wie ein Kavalier, und unter dem Beifallsklatschen der Gäste führte er sie aufs Parkett. Und dann tanzten sie. Andächtig schauten alle zu und schüttelten den Kopf, denn die fünfundachtzigjährige Frau tanzte leicht und beschwingt. Donner hatte die Absicht, nur ein paar Runden zu drehen, um Frau Laurenz nicht zu sehr anzustrengen, aber als er Miene machte, aufzuhören, da lachte ihn Mutter Grete an und sagte gutmütig spottend:„Sie können wohl nicht mehr?“ Da tanzte er weiter, und sie tanzten— einer stellte Min das mit der Uhr fest— genau drei Minuten, und dann stand die alte Frau genau so ruhig wie vorher auf dem Parkett, sie japste nicht nach Luft und schien kein bißchen angestrengt. Bis um 2 Uhr blieben sie zusammen, dann fuhr Mutter und Mae“ Me Anna mit ihrer Mutter und Nuvvermann heim. Wolfgang und Helene, Grit und Eginhard, die naturlich dabei nicht fehlten, sie blieben noch zusammen und unternahmen mit Donner und ein paar anderen Filmleuten noch eine kleine Rundreise durch Berlin. Sie kamen erst um die sechste Stunde früh nach Hause, aber das tat einmal nichts, es war doch so unbeschreiblich schön gewesen, und der Tag würde immer in ihrer Erinnerung bleiben. 8. Tante Anna schlieft ausgezeichnet, und als sie früh am zweiten Feiertag erwachte, da war ihr Kopf so klar und frisch, daß sie mit sich zufrieden war. Noch einmal ließ sie alles an ihrem geistigen Auge vorbeiziehen, und eine große Freude bemächtigte sich ihrer. Dieses große Erlebnis ihres Alters wollte sie nicht fortdenken, nein, es war eine unbeschreiblich schöne Erinnerung. Aber... nun wurde ein Abschlußstrich gemacht. Einmal hatte sie gefilmt und eine Rolle gelebt, hatte sie mit ihrem eigenen Leben und Empfinden gefüllt, das war einmal gegangen, ein zweites Mal nicht mehr. Und darum würde sie in den nächsten Tagen zurüg in die Heimat fahren, zusammen mit der Mutter und mit Nubbermann! Und würde noch eine Frau werden! Wenn auch dieser späte Bund nur eine Vereinigung der Herzen bedeutete, es war so viel des Glücks, daß sie gern damit zufrieden war. Und dann würde sie auf dem heimatlichen Gute wieder an der Seite des Mannes schaffen und würde froh und glücklich sein. Vielleicht würden sie jetzt etwas mehr Anteil an den Dingen nach außen nehmen, wurden hin und wieder einmal den kleinen Kreis verlassen und mehr unter Menschen gehen, ja, das konnte eint## ten, aber... das Leben ging seine alte Bahn weiter, und es war richtig so. Sie sah hinüber zu dem Kind, das in dieser Nacht zum ersten Male schweren Herzens von ihr allein gelch; sen worden war, und ein glücklicher Zug erschien auf ihrem Antlitz. Ach, dachte sie, wenn ich es mitnehmen könnte! E müßte eine Wonne sein, das kleine, liebe ziehen! Vielleicht würde es ihr Wolfgang doch mit geben? fte von in der Küche.“, machte Feuer um Dann stand sie auf, und nach wenigen Minzieg schaffte sie unten in der Nüche. Sie machle steute den halben Truthahn— der zwanzig Pfund 9# wogen hatte— in die Röhre und kochte Kaffee. Sie war aber noch nicht lange bei der Arbeit, de kam Mutter Grete bester Laune in die Küche. Sie grüßte und gab Anna einen Kuß auf die Backe, und dann sagte sie genau so liebenswürdig: * mal die nal die achttausend Mark!" 86, Anna zuckte zusammen. Aha, das Geld wollte g, ter ihr aus den Zähnen rücken. Keinesfalls woune es ihr aber geben, denn dann kam sie aus der Abse gigkeit nicht heraus. Sie hatte schnell ihrm Vlor, Zolasetzung polgt.) Seite 19 Nr. Dere Aus einer Bürschchex, mit. marsch. Es träf hinterseits noch Der Junge den Arm geltem Was tut der Be Pflaster der Mä Der Junge Schultern wippe Kopf mit den ki Forderung.„Oh Junge ist, fühle Denn auch ich weg nach der F. so geblieben, wi Am Fabrikt bruder aus den kennummerabna beim Pförtner Während de Ob ihm der ers Wie war es bei Ich denke z selle lehrte mich beitsbruder von Lehrmeister in Gewiß hat oder auch schon den Sohn eine hat der Junge, Anzug aufgere anprobiert. Na ist er noch blitz rissen... Gewiß trug einen neuen st ich trug ihn un flickte in der g Ein richtig ten Anzüge, gl lang, der kurz: seinen buntgef zwei Groschen stolz und wich künftigen Gesel Als mein ind bekam, I eine Mutter, sie verstand mi Noch heute Das alte wird Kostgänger Sie haben rech Blauleinenzeug N Vier Uhr zu früh. Keir wechsel... Badebrauf quicken vom E den eisernen licht. Und wi am Leben. Am Kleid riemen. Der nehmen. Das öfter. Ich w * 12) Seite 19 Nr. 101 Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 30. April 1936 Unterhaltung lassen da, lasse nah. gehängt, r Mühsal bedrängt. shinenraum, in goldenen „Saum kreischt und (brüllt, akran. nKüsten an, in Ruß. stählernen Fuß. npel verilossen sind, agswind, s geht. Kerl Bröge: erstc optische s rein minides Generalgraphen bemilitärischen in Preußen ihn für seine und 1870/71 phenabteilunmachungsfall hrern aufgeNachrichten= 5. März 1899 -Bataillonen na geben am Kunde: Am entruppe stark des Waffenann. t L e h s t e n. Karl Friedr. war einer der 9 bahnbrechend dem Alterium regelmäßiges eoretische Funer Physik und nstrumente, erErdmagnetisersten Versuche en vor. — einer stellte ten, und dann rher auf dem dien kein bißn, dann fuhr heim. Wolfdie natürlich men und uneren Filmleun. de früh nach r doch so unwürde immer als sie früh Kopf so klar seistigen Auge mächtigte sich ers wollte sie mbeschreiblich Wenn auch der Herzen sie gern daLede ale Rameläubenuße Von E. K. ttöller Der eiste Ulrkeitsgang Aus einer Seitenstraße mischt sich ein blutjunges Bürschchen mit festen Schritten in unseren Arbeitswegmarsch. Es trägt kurze Hosen. Bestimmt tragen sie hinterseits noch den letzten Schulbankglanz. Der Junge hält eine dickgefüllte Ledertasche unter Arm geklemmt. Was mag in der Tasche drin sein? Ras tut der Bengel so früh überhaupt auf dem rauhen Pflaster der Männer? * Der Junge geht wie ein Alter. Seine schmalen Schultern wippen. Seine Schritte sind federnd und sein Kopf mit den kurzgeschorenen Haaren ist stolz erhohene Forderung. Ohne daß ich weiß, wer und was der Junge ist, fühle ich mich ihm brüderlich verbunden. Senn auch ich ging einmal wie er den ersten Schichtweg nach der Fabrik. Und stolz bin ich bis heute genau so geblieben, wie ich es am ersten Arbeitstag auch schon Am Fabriktor verliere ich meinen kleinen Arbeitsbruder aus den Augen. Ich muß sofort nach der Markennummerabnahme ins Werk hinein. Er dagegen muß Pförtner aufs Abgeholtwerden warten. Während der Arbeit denke ich oft an den Jungen. Ob ihm der erste Arbeitstag wohl gut schmecken wird? Ich denke zurück: Gott sei Dank! Mein erster Geselle lehrte mich die Arbeit lieben. Ob mein kleiner Arheitsbruder vom Frühmorgen auch einem vernünftigen Lehrmeister in die Hände fällt? Ich will es hoffen! Gewiß hat des Jungen Mutter gestern, vergestern oder auch schon zu Weihnachten für thren, nagxurgehage den Sohn einen blauen Leinenanzug gekauft. Groiß hat der Junge, leider weiß ich nicht seinen Namen, den Anzug aufgeregten Herzens vorher mehr als einmal anprobiert. Na, jetzt darf er ihn stolz tragen. Vielleicht ist er noch blitzsauber. Vielleicht ist er sogar schon eingeGewiß trug auch ich an meinem ersten Arbeitstag einen neuen steifgestärkten Blauleinenanzug. Aber— ich trug ihn ungern, weil er der einzige neue und ungeflickte in der großen Maschinenhalle war. Ein richtiger Mann trägt keine neuen und ungeflickten Anzüge, glaubte ich Jungmann. Und weil ein Lehrlang, der kurz vor seiner Gesellenprüfung stand, mir gern seinen buntgeflickten Anzug gegen meinen neuen und zwei Groschen eintauschte, trug ich wenige Tage später solz und wichtig den altverwaschenen Anzug des zuinftigen Geselgen.„ Als mein Meister hernach von dem Tauschgeschäft ind bekam, lernte ich seine private Handschrift kennen. keine Mutter, als Anzugkäuferin, schlug mich nicht. Oh, sie verstand mich besser als ich sie... Noch heute trage ich selten neues Blauleinenzeug. Das alte wird immer wieder geflickt.,. 881 Kostgängeranzüge sagen die Verheirateren hamisch. Sie haben recht. Junggesellen kaufen höchst selten neues Blauleinenzeug. Und ich bin bestimmt keine Ausnahme. Nur ein Reppec! mittags. Es ist soweit. Keine Minute Ninute zu spät. Feierabend! SchichtKauwärter abgeben. Der Verlierer wird sich schon melden. Während des Körperwaschens muß ich dann und wann den hängengebliebenen Leibriemen betrachten. Er gefällt mir immer mehr. Schon deshalb, weil er ein Militärkoppel ist und breit und unverwüstlich erscheint. Nachher nehme ich den Riemen vom Haken und schließe ihn in mein blechernes Kleiderspind. Gewissensbisse werden unterdrückt: Gefunden heißt geschenkt! Und überhaupt soll der Kerl. der den Riemen vergessen hat einzuschließen, besser auf seine Brocken achten! Am andern Schichttag trage ich das Koppel um meinen Bauch geschnallt. Zuvor mußte ich es zwar volle drei Loch enger schnallen. Das war eine lausige Arbeit. Die Schnalle saß verdammt fest. Sie hatte sich vielleicht zu sehr an den Umfang ihres früheren Besitzers gewöhnt. Bei der Arbeit, in der Pause und während der ganzen Schicht ließ mich jedoch mein schlechtes Gewissen nicht los. Ich mußte immer an den Verlierer des Militärkoppels denken. Ob der ihm wohl nachtrauerte? Ob er es schon lange sein eigen nannte? Und ob er es vielleicht selber als soldatisches Wehrgehenk getragen hatte? Es schien, als schnürte sich der Riemen immer enger und enger um mein Gedärm. Es schien, als wolle er mich strafen für den unkameradschaftlichen gemeinen Diebstahl. Zu allem wollte die Schichtzeit kein Ende finden. Als es aber endlich pfiff, war ich als einer der ersten in der Badezelle und beim Herausgehen hatte ich das schöne breite Lederkoppel recht deutlich am Kleiderhaken hängen lassen. Bei der Maifeier sitzen wir Walzwerker als lustige Gesellschaft in einer gemütlichen Kneipe beieinander. Gespräche führen hierhin, dorthin. Zu guter Letzt erzählen die älteren Kerle ihre unvergeßlichen Kriegserlebnisse. Besonders Karl weiß so spannend zu berichten. Als er dann noch so nebenbei meinte:„Fast fünf Jahre trug ich als Sandhase das Militärkoppel, das ich heute, siebzehn Jahre nach dem Kriege, immer noch als Arbeitsriemen trage und neulich bald los gewesen wäre, weil ich ihn in der Badekaue am Haken hatte hängen lassen", überkommt mich ein Würgen. Ich denke an meinen Diebstahl. Ich schäme mich. Ich bestelle plötzlich beim Wirt eine Tischrunde. Die Kameraden staunen ob meiner Freigebigkeit. Sie ahnen jedoch nichts. Gott sei Dank! Karl prostet mir zu mit den Worten:„Es leve die Kameradschaft!“ Ich kann nicht wiederprosten. Ich muß mit mir allein sein. Denn ich war— wenn auch nur einen Tag lang— ein Schuft und will nie wieder einer werden... Märcken vom Sckönsten und Gesten sen unseres Mitarheiters Malin wahr dein Plänchen kann sich sehen lassen", bemerkte Dieses Märchen unseres, Milalbeiters, Malin übernahm die Reichsschrifttumsstelle beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zur Veröffentlichung in einem amerikanischen Lesebuch für Unterrichtszwecke. Sechs abgeschiedene Erdenbürger standen vor dem Herrn des Himmels, um Einlaß zu begehren. Sechs gleichartige Stühlchen hatte ihnen Petrus, der Zeremonienmeister, nach dem Einlaß hingerückt, aber die Gleichart der sechs Himmelsstühlchen war den Erdenbürgern nicht genehm. Jeder von ihnen hatte nämlich zu Lebzeiten eine grundsätzlich andere Position eingenommen und sich in dieser Position besonderes Verdienst erworben. So glaubte nun ein jeder, auch im Himmel Anspruch auf eine entsprechend besonders geartete Sitzgelegenheit zu haben. Der Herr des Himmels lächelte dazu in seiner unergründlichen Geduld.„Schön“, sagte er,„so will ich denn beaugenscheinigen, was ihr vollbracht habt auf der Erde. Es zeige mir ein jeder das Beste und das Schönste, das er dort unten hinterließ. Und wer das Schönste und das Beste hinterlassen hat, der soll sich höher setzen dürfen.“ Es trat der erste vor. Buchhalter war der Mann gewesen. Zwölf Kontobücher hatte er„Mit Gott" begonnen und redlich auch„Mit Gott" beendet. Dann war er krank geworden und gestorben.„Du bist ein fleißiger und pflichtbewußter Mensch gewesen“, lächelte wahr, dein Planchen tann sich sehen tassen zu dem Plan der Herr des Himmels. Es trat der vierte vor. Der vierte war ein Philosoph gewesen.„Mein Schönstes und mein Bestes war Kr., 5 Gerr, has beine Ezisteng pewies: sprach stimmt was am Zeuge geflickt von deinen lieben Freunden und Nachbarn...„7134, Imeg.(. win Gibt jemand viel für wohllarige Zwecke,„so will er sich damit brüsten!“ Und gibt er nichts, dann„ist er Ist jemand arm so„versteht er nicht zu wirtschaften und zu sparen". Wird er reich, so„weiß man nicht, ob alles ehrlich erworben ist!“ 41 Ger a. Ist jemand fromm, so nennt man iyn einen„Heuchler“!. Und denkt er frei über Religion, so ist er„ein arger Sünder"! Hat ein Mensch Herz und Gemüt, so nennt man ihn „weichlich". Hat er beides nicht, so ist er ein„kalter Ist jemand pflichttreu, so nennt man ihn„schwerfällig". Nimmt er das Leben leicht, so ist er„ein Windhund“! Sagt jemand unverblümt die Wahrheit, so„hat er keine Lebensart“, kleidet er sie liebenswürdig ein, so ist er„ein Schmeichler“! Zieht jemand die Einsamkeit vor, so ist er„ein Sonderling". Sucht er die Menschen, so ist er„ein unbeständiger Charakter“! Hat jemand Erfolg, so ist das„Glück". Hat er jedoch Unglück, so ist das„seine Schuld". Will jemand vorwärtskommen in seinem Beruf,„so ist er ein Streber“. Läßt er sich Zeit, dann fehlt es ihm an„Rückgrat“! Ist jemand sparsam und fleißig, so„kann er nicht genug kriegen". Macht er sich das Leben schön, dann heißt es„der hat's gut machen“! Läßt sich einer alles gefallen, so hat er„keinen Charakter". Wahrt er seine Rechte, so ist er„empfindTrinkt einer Alkohol, so ist er ein„Lump“. Und trinkt er keinen, so wird er belächelt. Stimmt's? Werk, o Herr, das deine Existenz bewies!“ Der Herr des Himmels aber lächelte dazu. Vier Uhr nac zu früh. Keine Badebrausen warten auf uns. Wasser will uns erguicken vom Staub und Ruß und rauhen Alltag. Vor den eisernen Toren der Fabrik erwartet uns Sonnenlicht. Und wir wollen es trinken mit all unserer Freude Am Kleiderhaken der Badezelle hängt ein Leibriemen. Der Vormann muß ihn vergessen haben mitzunehmen. Das passiert in der Hast des Feierabends öfter. Ich werde das Fundstück nach dem Baden beim der Herr des Himmels.„Du siehst dein Se und dein Bestes in der Pflichterfüllung— und das ist wirklich schön und gut.“ Es trat der zweite vor. Der Mann war Handwerker gewesen. Sein Bestes und sein Schönstes war ein Lehnstuhl, ein Meisterwerk, das man in einer Aktentasche tragen konnte, wenn man das Ding zusammenklappte. Für warme Tage war ein Wasserwerkchen mit einer Spritze daran angebracht, für kalte Tage eine kleine Heizung. Ein wahres Meisterwerk, und selbst der Herr des Himmels nickte Beifall. Es trat der dritte vor. Direktor war der Mann gewesen. Sein Schönstes und sein Bestes war ein Plan, der alle Arbeitgeber und alle Arbeitnehmer vollkommen glücklich und zufrieden machen mußte.„Fürein er. Es trat der fünfte vor. Der fünfte war ein hoher General gewesen.„Mein Schönstes und mein Bestes war eine Schlacht“, sprach er,„in der nur Feinde die Verluste trugen.“ Der Herr des Himmels lächelte ein wenig traurig, denn jede Schlacht bleibt Schlacht mit Not und Tod. Der sechste trat nur zögernd vor.„Ich komme da nicht mit, Herr Gott“, bemerkte er mit leiser Stimme. „Ich bin ein Arbeitsmann gewesen. Ich schrieb nicht an den Kontobüchern, ich habe kein Patent erfunden wie jener Handwerksmeister, ich habe nicht nach deiner Existenz gefragt und habe keine Schlacht geschlagen. Ich habe nur geschafft, ich habe nur ein— Kind, ich habe einen Sohn. Vielleicht wird dieser Junge was, vielleicht auch nicht. Doch immer schien mir dieses Kind das Schönste und das Beste auf der Erde. Gib mir den kleinsten Stuhl in deinem Himmel und laß mich hin und wieder dort hinunterschauen, auf meinen Sohn—“ Beschämt und tief gerührt betrachteten die fünf den Arbeitsmann. Der Herr des Himmels aber schwieg. Und dann?? Ja, dann bekam der sechste im wunderbaren und gerechten Himmelsland den Ehrenplatz. Und alle freuten sich darüber. Malin. Wie man es mackt— Lafsck ist es immer! Von M. Eggensperger Ja, ja, man hat's nicht leicht im Leben! Und wenn du etwa glaubst, daß dir keiner„beikommen“ könne weil du immer nach bestem Wissen und Gewissen handelst, so weclore Die Glatze Der Herzog von Clarence kam einmal nach Portsmouth zur Flottenparade. Ein alter Leutnant wurde ihm als Adjutant beigegeben, der beim Vorrücken stets übergangen worden war, weil er bei Hofe keine einflußreichen Freunde hatte. Als nun der Veteran vor dem Prinzen den Hut lüftete und dabei seine kahle Platte zum Vorschein kam, bemerkte dieser gut gelaunt: „Ah, ich sehe, Sie haben Ihre Haare im Dienst nicht geschont.“ „Nein, Königliche Hoheit, gewiß nicht! Es sind so viele jüngere Leute über meinen Kopf hin vorgerückt, daß es mich sehr wundert, daß ich überhaupt noch ein einziges Haar auf meinem Schädel besitze.“ Der Prinz freute sich über diese schlagfertige Antwort und notierte sich die Personalien des witzigen Leutnants. Wenige Tage später wurde ihm das Kapitänpatent B6 Warum wollen Sie so leichtsinnig sein und Ihre Ham ungeschützt der Sonne aussetzen? Es gibt doch Nivea. Wenn men sich vor jeder Sonnenbestrahlung gut mit Nivea: Creme oder mit Nlvea-Öl einrelbt, dann erhält man ganz wundetbet schnel eine ben-Tg Sh Uch natürliche Hautbräunung. 22 10 folgt. 8—„Oundore Porenge. 12) Nach Tagen erreicht Jim Magdalena. Im Reiten taucht ihm der Gedanke auf, daß es doch eigentlich ebenso leicht sein müsse, eine Stecknadel im Heuhaufen zu finden, als seinen Schulfreund, den Yaqui Benito Carraßco, in einem Land wie diesem! Als er sich dann im Hotel allgemein über die Indios erkundigt, schlägt die Inhaberin, eine dicke, lebhafte Witwe die Hände susammen und ruft in irhem komischen Englisch:„Santa Virgen! Die Yaquis? Herr, wir haben den Klang entsetzlichen Trommeln Tag und Nacht, Jahr für Jahr gehört, als ihrer sechstausend unter Urbalejo dem Guverneur Maytorena halfen. Viele davon sind in der Armee jetzt, brave genügsame Leute wie man sagt, obwohl ich keinem Yaqui begegnen möchte, wenn er eine halbe Flasche Tequila im Leibe hat. Aber in der sie eingeleitet. Präsident Calles hat sein in En Palme. Gott beschütze uns vor allem Uebel und den Yaquis.“ „ Jim verläßt im Sattel eines frischen Pferdes Ma dalena, reitet durch Santa Ana und eine entsetzlich trostlose Gegend bis zur Station Carbo.„Lieber in der Hölle als hier begraben!“ entfährt es ihm, als er den Ort nach scharfem Ritt spät abends vor sich sieht. Eine Reihe teils getünchter, teils naturfarbener Lehmhäuser; das blitzende Geleise, ein winziges Stationsgebäude, eme Viehrampe aus silberweißem Paloblancoholz gezimmert und darüber, wie eine Art gigantischer Spinne, der dickbäuchige, schwarzgestrichene Wassertank auf Gitterbeinen hockend. In der Runde ein riesengroßes Tal aus Quer= und Kreuzgräben, Mezquiten und Kakteen, und dahinter die ebenso riesenhaft weißen und hellgrauen Tafelberge. Als Jim am andern Tag weiterreitet, warnt ihn der Befehlshaber einer kleinen Horde Soldaten, ein Mann mit schwermütigen Indioaugen und Sandalen an den von lederharter Haut Überzogenen Füßen. Er solle sich in acht nehmen, es käme manchmat vor, daß sich Yaquis in der Nähe sehen ließen. „Wo kommen sie her?“ fragt der Amerikaner, und der schnurrbärtige Leutnant zeigt nach der voll grauenUnnahbarkeit herüberschimmernden Sierra. Iim fühlt, wie ein unbegreiflicher Schauer sein Rückgrat Fürrr Gott, Gibt es denn Wasser und zu essen „Gott! Gibt es denn Wasser und zu #sch bergent Der Teniente zuckt mit der charalteristischen Art der Mexikaner seine Achseln.„Quien sabe! Wo unsereiner verhungern und verdursten würde, fühlt sich der Yaqui wohl. Er kennt die geheimen Quellen, die metertief unter der Erde fließen, und die er stets wieder sorgfältig zudeckt. Und es ist oder war viel Vieh über das ganze Gebirge zerstreut während der Revolutionsläufte, Senor.“ Jim reitet weiter durch trockne Sonnenglut und ertappt sich oft, wie er voll Grauen und doch mit geheimem Verlangen nach der Sierra zu seiner Linken schaut. Leicht fällt das Terrain bergab. Jetzt sieht er entzückt eine herrliche Stadt in flacher, von zahlreichen Bewässerungskanälen durchzogenen Mulde vor sich liegen. Hermosillo, die Schöne!... Wieder geht ein Tag zur Neige; die Nacht tanzender Sterne kommt, dann fällt schwerer Tau, und abermals beginnt die Sonne ihre strahlende Bahn. Leicht findet Jim den Palacio Carrasco und hört mit Freude, daß die Familie während der jahrelangen Wirren nicht geflohen sei. Der Peon, der ihm dies erzählt und das Haus weist, schmunzelt mit versteckter Anzüglichkeit: „Der junge Don Franzisco versteht's beinahe besser als unsere Generale, die bei jeder Gelegenheit samt Armee zum mehr zahlenden Gegner überlaufen! Don Franzisco war Leutnant unter Don Porphirio. Er zog morgens aus, um die Maytorenistas zu züchtigen, kam auch am Abend mit der Truppe zurück. Wunder aber geschehen! Die Maytorenistas stürmten nachts die Stadt, und Don Franzisco war plötzlich bei ihnen. Er blieb auch lange bei Maytorena, und der machte ihn zum Hauptmann. Als jener fliehen mußte, und General Dieguez die Stadt für Carranza und Calles einnahm, verschwand Don Franzisco und ritt als Major mit den neuen Truppen in Hermosillo ein. Ich denke er wird wohl bald Teniente Colonel werden, wenn er sich gegen die Yaquis auszeichnet. Die haßt er nämlich wie die „Das sieht ihm ähnlichl“ entfährt es Iim. Der Mann lacht:„Kennen Sie ihn, Senor?“ Jim drückt ihm einen Peso in die Hand, tritt in das Tor, das durch einen geräumigen gewölbten Gang direkt in den Garten führt.„Nenne der Senora meinen Namen, und ich lasse bitten, mich zu empfangen!“ sagt er einem herumlungernden, lässig herbeischleichenven wuchacho und setzt sich auf den Rand des Springbrunnenbassins. Nach mexikanischer Art muß er beinahe eine halbe Stunde warten, ehe der Junge wiederkommt und ihn die breite Treppe hinaufführt. Zwei Gestalten sind in dem Raum. Eine in einem Schaukelstuhl sitzende, gekrümmte, weißhaarige, von unzähligen Schmuckstücken blitzende Frau. In dem einst fett gewesenen, nun aus Falten und Hautsäcken bestehenden Gesicht glühen zwei schöne dunkle Augen den Eindringling an. Iim verbeugt ffRag'ge hoher, Ha, Bric auf den uniformierten Mann, der sich erhoben dul und die Hand wie zum Gruß ausstreckt. Erkennen zuckt in dem Amerikaner auf, und beinahe freudig ruft er:„Donnerwetter, Franzisco! Fein sieht du aus in der Uniform. Was doch alles aus einem Menschen werden kann!“ „Ah, Mr. Cuming, es freut mich sehr! Mutter, dies ist ein früherer Mitschüler aus Berkeley und der beste Freund Benitos.“ Jim nickt, ohne durch die eisige Sprache Franziscos abgeschreckt zu sein:„Ganz recht. Buenos Dias, Senora. Gestatten Sie, daß ich mich Ihnen zu Füßen lege!:„... N 46m wi. „Was wollen Sie?“. Die Stimme der Greisin tungt „Mich nach Benito erkundigen. Wissen Sie nichts von ihm?" Franzisco will etwas sagen, doch Dona Elvira hebt die ringfunkelnde Hand.„Jetzt fällt mir ein, daß Sie der Senor sind, dem ich einmal einen Brief schrieb. Benito treibt sich in der Sierra mit seinen wilden Stammesbrüdern umher und hat sich einen Namen gemacht. Gott sei Dank hat unser Präsident Calles Maßnahmen getroffen, die diesen Indios wohl bald den Garaus machen werden!" Triumphierend fällt Franzisco ein: „Sechzigtausend Mann hat der Präsident gegen die Yaquis aufgeboten! Langsam aber sicher werden sie umzingelt und eingeschnürt!" „Unterbrich mich nicht, wenn ich rede!“ rügt seine Mutter streng.„Benito hat sich dermaßen gegen mich benommen, daß ich jede weitere Aeußerung verweigere. Und ich muß Sie bitten, Senor, wenn dieser Punkt der einzige Grund Ihres Hierseins ist, mein Haus zu verlassen.“ Feindlich blitzen die dunklen Augen Jim an, irgendeine Gedankenverbindung läßt ihn plötzlich an eine ägyptische Mumie denken. Mit vollendeter Verbeugung, ohne seinen Schulgenossen eines Blickes zu würdigen, verläßt er das Haus. Der Zufall bringt ihn mit einem Konsulatssekretär zusammen, der die ganzen Jahre der Wirren in Hermosillo war und auch die Geschichte des Testamentes weiß, die damals durch die Zeitung ging, weil der Anwalt den Mund nicht hielt. „Was für ein Satan muß doch diese schmuckrasselnde Frau sein, wenn ihr jemand mit einem Federstrich ein Testament schenkt!“ entfährt es Jim, und er pfeift durch die Zähne. Der Konsulatsbeamte sieht darauf seinen Landsmann schräg von der Seite an, als zweifle er an dessen Zurechnungsfähigkeit, als der nach dem besten Weg zu den Indios fragt. Nachdem er lange versucht hat, ihm diese„Mescalidee“ auszureden, brummt er endlich halb im Scherz:„Gut also! Gehen Sie in die Vorstadt hinter der Brauerei am Fluß. Da stehen ein paar Hütten, in denen zahme Yaquis wohnen. Man sagt, daß die von Zeit zu Zeit mit ihren wilden Brüdern in Verbindung stehen. In diesen Hütten erfahren Sie vielleicht Näheres. Aber halt! Wohin denn? Können Sie es nicht abwarten, bis Ihnen irgendein Indio die Haut abzieht?“ schreit er verblüfft. Schon hastet Jim mit langen Schritten in der Richtung der Brauerei davon. Vor einer Strohhütte, hart an der buschbewachsenen, zum Rio abfallenden Böschung sitzt rauchend ein blaugekleideter Indio.„Buenos dias! Guten Tag! Bist du ein Yaqui?“ grüßt der Amerikaner atemlos. „Si!“ „Ein zahmer Yaqui, nicht wahr?“ „Si!“ „Sie kämpfen doch noch, deine Brüder? Geht es pven vu... 1. Ne Indilangr reat Beinen Mlessel „Quien save! Der Indianer regt reinen weusrei, kaum daß sich die Lippen bei den wortkargen Antworten bewegen. Jim sieht ein, daß er eine andere Taktik einschlagen muß. Bedächtig rollt er sich eine Zigarette und sieht, wie die Augen seines Gegenübers beim Anblick des amerikanischen Tabaks aufleuchten.„Willst du eine drehen?“ lockt er. Eine braune Hand streckt sich aus.„Si!" und nun kauern beide da und paffen sich an. Jim fängt an zu erzählen. Er spricht von Benito, wie er ihn kennenlernte und wie er dann jede Nachricht von ihm verlor. „Kennst du den Mann?“ fragt er plötzlich. Der Yaqui antwortet einsilbig:„Si!“ Lächeind fuhr Jim fort:„Lebt er noch?“ Der Yaqui:„Quien sabe?“ Auf das erregte So ist er tot!“ des Amerikaners verliert er aber sein Mißtrauen und erklärt:„Gestern war der Sohn meines Bruders, der im Bacatete wohnt, bei mir. Und da lebte der, den du suchst, noch. Wir sprachen über ihn, denn er macht wundervolle Kuren. Verwundete Glieder, die früher in den meisten Fällen den Tod brachten, schneidet er mit blitzenden Messern und einer kleinen Säge einfach ab, und der Betreffende lebt. Aber viel kann inzwischen geschehen sein in der Sierra. Sechzigtausend Soldaten stehen gegen die Yaquis im Felde. Seit dem Ende der Revolution geht der Kampf— das sind über acht Jahre! Aber es wird noch lange dauern“, endet er einfag.„6„ „Wieviel Yaquis gioi es im Gebirge, amigo?“ “„Ali' es fielen viele Tausende in der Revolution. Sie fochten gegen Calles und Carranza. Nachher ergaben sich viele; andere liefen in die Sierra zurück, und seither sind abermals unzählige gegen die Sechzigtausend gefallen oder fortgeschleppt worden. Es sind vielleicht noch samt Weibern und Kindern— so genau kann man es nicht sagen, denn es leben Sippen in den verstecktesten Schluchten, aus denen sie selten herauskommen— nun, es mögen alles zusammen noch zehnbis zwölftausend Köpfe sein!“„ 4. „ 1Fortsetzung folgr.) HUERD BEN PUPFPEEEN Bochumer Anzeiger Sonderseite der Beilage„Volk und Buch“ Walter Vollmer Ein Dichter weltfälilcher Lebenswirklichkeit und tiefgründender Weltlchau .-.-Archiv Unter dem etwas merkwürdigen Titel„Die Ziege Sonia“ erschien im Jahre 1933 ein Buch, mit dem sich ein junger westfälischer Dichter in einer sehr eigenartigen, nicht von allen verstandenen Betrachtungsweise des Lebens ins Schrifttum der Zeit einführte. Man hatte außerhalb der westfälischen Landesgrenzen noch nicht viel von ihm gehört, und manche wußten mit diesem Roman, in dem sich wunderliche Begebenheiten abspielten und Mensch und Kreatur in einer geheimnisvollen schicksalhaften Verbundenheit, zugleich aber mit einem heiteren, der Wirklichkeit offenen und doch wieder dem Märchenhaften zugewandten Sinn gezeigt wurden, nicht viel anzufangen. Es war ein Tierbuch— und war doch auch keins. Es erzählte von einem Ziegelmeister, der auf der Flucht vor sich selbst nach einem abenteuernden Leben zu der verlassenen Frau, einem armen Wurzelweiblein zurückfindet: noch allerhand andere gutmütige oder spitzbübische, schlicht=einfache, erdhaft=naturnahe und auch seltsame Gestalten wurden in diesem Buche lebendig. Aber sie waren alle in einen großen magischen Kreis beschlossen und sie waren alle einem Lande verknüpft und in Liebe und Treue oder im Schicksal verbunden, von dem wir wenig zu hören pflegen in der Dichtung: Westfalenland! Lange Zeit hörte man nichts mehr von dem jungen Dichter, bis der kleine Kreis seiner Freunde alle Erwartungen, die auf ihn gesetzt waren, in schönster Weise durch einen Roman erfüllt sah, der kurz nach seinem Erscheinen auch mit einer äußeren Ehrung, der Verleihung der Plakette der Stadt Dortmund, ausgezeichnet wurde. Mit der„Schenke zur ewigen Liebe“, wie der Titel dieses Buches lautet, hat sich der junge Westfale Walter Vollmer unter die berufenen Dichter unserer neuen, der Wirklichkeit kraftvoll zugewandten und doch auch aller Innerlichkeit aufgeschlossenen Zeit gestellt. Die Fabel ist rasch erzählt: Da ist einer aus dem großen Heer der Arbeiter unter Tag, der junge Kumpel Wilm Klaas, dem zu seiner„Dörte“ und allem Glück der Liebe auch noch das Wirtshaus die Schenke zur ewigen Liebe, zufällt. Aber eines Tages wendet sich das Glück, und die große Liebe hat sich zu bewähren in Sorge und Not, in Treue und Gesinnung, die allein ein ganzes Leben zu tragen vermögen. Eines Tages ist er da, der Kampf mit den dunklen Mächten des Lebens, denen keiner auszuweichen vermag. Wie das Leben den jungen Bergmann hart anfaßt und schwer prüft, nachdem ihm alles zuzufallen schien, Gut und Geld, Glück und Liebe, und wie er sich wieder einreiht in die alte Mannschaft und in Treue das Schwerste überwindet, das ist in einer herzlichen und schlichten Art erzählt, aus tiefer Verbundenheit mit dem westfalischen Volk und Land.„ Aber darum geht es nicht allein bei Vollmer, und im Grunde ist es gleichgültig, wie sich die Begebenheiten im einzelnen vollziehen. Etwas anderes ist es, was diesen Romanen ihren eigenlichen dichterischen Wert gibt. Wir begegnen westfälischer Mystik, dem Glauben an das Schicksal und an die Erfüllung eines Gesichtes, vorbestimmt aus ewig dunklem Geschick, das unabwendbar nach Erfüllung drängt. Zu dem Stück westfälischen Lebens, zu der herzhaft gradlinigen Art dieses Volksschlages gehört die hintersinnige, aus heidnisch=germanischem und christlichem Glaubensgut gewordene Auffassung der Welt, der Natur und des Schicksals dazu wie die Rauchfahnen der Zechenschlote und Kokereien, die bei Tag den Horizont verschleiern und wie der Widerschein der Hochöfen, der die Nächte im schwarzen Revier erhellt, im unruhvollen Land zwischen Lippe und Ruhr. 6.— Ert.e anient## Vollmer kennt dieses Land; er hat ihm gedient wie jeder andere Bergmann auch, als Kumpel unter Kumbeln. Jahr um Jahr war er als Werkstudent unter Tag. — ch Ich will der Bauer vor dem Dortesein VON ADOLF VON HATZFELD Ich will der Bauer vor dem Dorte sein, der an dem Rand des Ortes einsam wacht, und trinken meinen herben Wein und lauschen in die Nacht hinein, wer in dem Dorte weint und lacht. Mein Leben war so übermäßig groß aus meinem Sein herausgesprungen, es riß von meiner Hand sich los und redete in fremden Zungen, und kam doch nur aus meinem Blut. Jetzt will ich alles wieder einen, daß es in meinem Schoße ruht, will alle Stimmen, die mich meinen, kostbar wie Menschen, die mich kannten und alle meine Namen nannten, wie Lieder sammeln und verstehn. Ich muß durch viele Nächte gehn. Niemand ist bei mir. Nur ein großer Baum. Die Zeit geht schwer durch sein Gezweige. Hoch über Not und Stunde wächst mein Raum, und abends, wenn das Ave kaum selig die Landschaft überträumt, singt meine Geige. Entnommen den ausgezeichneten Monatsheften für westfälisches: Volkatum„Heimat und Volt“, die von Landeshauptmonn Kolben Leiter des Westfältschen Heimatbundes, herausgegeben ueria Verlag Kamp, Bochum) Der Dom zu Münlter(Südleite) Aus:„Die welttällichen Dome“ Weltfälische Seele in Stein gebunden Zu dem Buch„Die weltfälilchen Dome“ von Walter Hege und W. Burmeilter „Es gab Jahrhunderte, in denen in Deutschland— wie im übrigen Europa— die Werke der Kunst der seelischen Größe der Menschen entsprachen. Die einsame Erhabenheit unserer Dome gibt einen unvergleichlichen Maßstab für die kulturell wahrhaft monumentale Gesinnung dieser Zeiten.“ Dieses Wort Adolf Hitlers konnte für die Dome unserer westfälischen Heimat keine klarere und anschaulichere Deutung finden als durch solch ein Buch, wie Walter Hege und Werner Burmeister es unter dem Titel„Die westfälischen Dome“ herausgegeben haben. Dieser großformatige Band enthält in 120 wundervollen Abbildungen das, was an den stolzen Sakralbauten von Paderborn, Soest, Osnabrück, Minden und Münster Erkenntnis gibt von der Größe, spröden Eigenart und im letzten in der Seele und Stimmung des Landschaftlichen liegenden Wucht der westfälischen Dome Wenn außer den fünf Domen Westfalens auch die Wiesenkirche von Soest in diesem Band erscheint, so nehmen die Herausgeber sich das Recht mit diesem Kirchenbau zwar keinen Dom, aber das zerbrechliche, in höchster Verfeinerung der Augenkultur schimmernde Spätwerk des westfälischen Mittelalters vor Augen zu führen. Die herrliche Sprache, die alle Bilder dieses Buches von der Größe der westfälischen Sakralbauten führen. erfährt durch Schrifttum und Zeichnungen ihre Einführung und Erläuterung. Ja. diese Aufsätze erschließen zum großen Teil erst die Welt, die in den Lichtbildern wohl gleich durch ihre Schönheit gefangen nimmt, ihren tieferen Sinn aber doch erst dem enthüllt, der sich in ihr Werden und Wesen versenkt. Die historische Betrachtung der vier Bischofskirchen von Paderborn, Osnabrück, Minden und Münster sowie des zwischen kirchlichem und bürgerlichem Machtbereich gespannten Soester Kirchbaues ist äußerst lebendig gefaßt und gibt Aufschluß über die kulturellen Mächte der Vergangenheit, aus denen diese Bauten wachsen konnten. Die baugeschichtliche Wandlung wird mit Schilderungen und Zeichnungen vom Karolingischen Westwerk an, das aus der Notwendigseit einer Hof= oder Burgkirche entstanden zacht. Doch, ist, bei diesen Unterhuchzuge, phrge Siß sein dürfte, über die Erneuerungen der Sakralbauten derart angeschwollen, daß der Band geteilt wurde, und in der glanzvollen Ottonenzeit bis zur dritten, vollenden; dem ersten Teil, der die Untersuchungen über das MitStufe der Bauzeit im 13. Jahrhundert dargestellt. hinein, und versteht plötzlich viele Dinge, für die er vielleicht blind gewesen. Band 1:„Grundlagen und Zusammenhänge" beschäftigt sich insbesondere mit der Beantwortung der Fragen, ob innerhalb Nordwestdeutschlands ein Raum Westfalen zu erkennen ist, der durch innere Verbundenheit zusammenhängt und sich zugleich durch seine Besonderheit von der Umwelt abhebt, worin seine Gemeinsamkeiten und Besonderheiten bestehen, was sie begründet hat und wo die Grenzen dieses Raumes liegen. Einer Schilderung der geschichtlichen Entwicklung von Professor Aubin folgt die Behandlung der algemeinen Anlage des Raumes und der natürlichen Bedingungen des Lebens und der Wirtschaft sowie die Betrachtung der einzelnen Wirtschafts=Hauptgebiete und der Verkehrsverflechtung von Professor Kuske. Den Abschluß des ersten Bandes bilden eine Untersuchung des Problems„Raum Westfalen“ im Rahmen der Verwaltungslehre von Professor Bühler, und eine Schlußbetrachtung, in der Professor Schulte unter Hinweis auf die vorgenommene geopolitische Anwendung eine Zusammenfassung der Darstellungen gibt. Der Band 3:„Untersuchungen über Wirtschaft, Verkehr und Arbeitsmarkt stellt eine Bearbeitung der Beziehungen des Raumes Westfalen zum Aufbau und zur Verflechtung seiner Wirtschaft dar, die von Dr. Gieselmann(Münster) durchgeführt wurde. Bevölkerungsdichte. Bodenschätze, Gliederung der Ermerbstätigen und Bodenbenutzung finden im Abschnitt Wirtschaftsraum und=volk ihre bis ins Kleinste gehende, karthographisch immer wieder veranschaulichte Darstellung. Die Struktur und Verflechtung der wichtigsten Wirtschaftszweige und die Verbindungen in den Gebietsteilen der Grenzlage und der Nachbarschaft schließen die Arbeiten Dr. Gieselmanns. Dr. B. Ordemann und Dr. E. Mangels haben im letzten Abschnitt dieses Bandes den westfälischen Lebensraum vom Standpunkt des Arbeitsamtes aus behandelt. Als letzter Band des Werkes waren die Untersuchungen zu Geschichte und Kultur gedacht. Doch ist bei diesen Untersuchungen der Stoff den Stufe der Bauzeit im 13. Jahrhundert dargestel Die räumliche Einheit, das Spiel schwellender Massen, die Wölbungen und die eigengesichtige westfälische Skulptur, alle diese Dinge, die auf den Bildern wie in der Wirklichkeit einen tief strömenden Zauber ausüben, erfahren hier ihre Deutung. Es ist dann wahrhaft ein Erlebnis, weiterzuschlagen im Licht und Dunkel der Photos, die Domburgen, Türme. Portale, Kapitäle. Skulpturen, Fenster und Giebel, Chore und Pforten zu finden, die Walter Hege als wahrhaft künstlerisch empfindender Lichtbildner auf das Papier gebannt hat. Ein wundervolles Buch, das wie wenige geeignet ist, hinzuführen zu den Werken selbst, zu den westfälischen„Domen und ihren Schönheiten, in denen telalter enthalten soll, zunächst der zweite Teil vorausgeschickt. Dieser Band enthält die Beiträge, die der genwart näher stehen. Er soll die Untersuchungen zur Geschichte und Kultur aufnehmen, welche die im ersten Band dargelegten Grundsätze unterbauen, und bringt nach einem Vorwort von Professor Aubin zwei große Abhandlungen von Dr. Paul Casser(Münster) über den Raum Westfalen in der Literatur des 13.—20. Jahrhunderts und den Niederrheinisch=Westfälischen Reichskreis, der als Zwischeninstanz zwischen dem Reich und den einzelnen Territorien die letzten 300 Jahre hindurch bis zum Untergang des alten Deutschen Reiches Bestand gehabt hat. Die politische Neugestaltung Westfalens„von 1795—1815 behandeln„Prosesse; westfälischen„Domen und ihren Schönheiten, in denen Pestaltens gP/g.1 7255 B 15., behaneh Schulte das ewige Antlitz westfälisch=deutscher Kultur leuchtet. Iraubach(Köln) und Archivar Dr. Ed. Schu K. D. (Münster). 7 „Der Raum Weltfalen“ In jener Zeit erwuchs sein Dichten. Von diesem harten Land mit seiner Doppelseele und seinem Doppelgesicht erzählen diese Romane; von ihm künden Vers und Prosa in dem Band„Das Rufen im Schacht“, der in einer Zeit geschrieben wurde, in der nur wenige gerer gedachten, die an gefährdetster Stelle mitschaffen am Bestande des großen Vaterlandes. Sein Werk ist ein Bekenntnis zur Arbiet, zur Kameradschaft, zum einfachen schlichten Mann, zur Kreatur und allem Geschaffenen in der Welt: es ist auch ein Bekenntnis zu dem Land an der Ruhr und seiner ungekannten Schönheit, in dem buchstählich im Schatten der Fördertürme und unter dem Rauch der Schlote der Bauer seinen Acker bestellt und sich westfälisches Volkstum zäh erhalten hat. Walter Vollmer, dem Bergmann und Dichter, dem die Gnade zuteil ward, hinter der frohen und starken Wirklichkeit des Lebens des Metaphysischen und Schicksalhaften gewahr zu werden, dem Erzähler westfälischer Lebenswirklichkeit und in der Tiefe gründenden Weltschau für sein weiteres Schaffen ein herzliches„Glück auf!“ Dr. Edmund Starkloff Wenn ein Deutscher den Namen Rheinland hört, so sieht er Burgen und Weinberge, spricht jemand„Brandenburg“, denkt man an Sand und blaue Seenplatten, ist er aus Bayern, dann glaubt man ihn zwischen himmelragenden Bergen und grünen Matten aufgewachsen.. wenn aber irgendwo im deutschen Reich von Westfalen die Rede ist, dann sind die nächsten Worte„rauchende Schlote" und„geräucherter Schinken“. Diese Bilder beruhen zwar nur in der äußeren Vorstellungswelt, aber wenn man sie auf ihren Sinn zurückführt, dann treffen sie doch in jedem Falle den äußeren Kern. Es ist auch das Bild von Westfalen, im großen ganzen von außen gesehen, so schon richtig: in unserer Heimat geben Landwirtschaft und Industrie dem Landschaftsraum das äußere Gepräge. Das aber, was hinter diesem äußeren Bild von einem der wertvollsten Glieder im neugebauten deutschen Reich steht, jenen Geist, der aus geschichtlicher Vergangenheit von geologischen, politischen. kulturellen und letztiglich auch menschenschöpferischen Mächten den Raum Westfalen formte in jahrtausendalter Entwicklung — diesen Geist macht ein Werk klar, das in den letzten Jahren unter dem Titel„Der Raum Westfalen“ im Auftrage der Provinz Westfalen erschienen ist. Herausgeber sind die Professoren Dr Hermann Aubin (Breslau), Dr. Ottmar Bühler(Münster), Dr. Bruno Letzter hat dann in Gemeinschaft mit Professor Schulte(Bonn) eine genaue Ueberarbeitung des Planes der Angliederung von Ostfriesland, Emsland und Osnabrück an die Provinz Westfalen(1866—69), genommen. Dr. Casser bemüht sich dann im letzten Abschnitt„Das Westfalenbewußtsein im Wandel de# Geschichte“ eine geschichtliche Linie der Bindung westfälischen Geistes an das Landschaftliche durch Jahrhunderte bis an die Schwelle der Gegenwart zu ziehen. Weltfalenbücher Kuske(Köln) und Dr. Aloys Schulte(Bonn). Das umfassende Werk ist in drei Bänden aufgebaut, von denen der erste bereits im Jahre 1931 erschienen ist und die Grundlagen und Zusammenhänge des Raumes Westfalen behandelte. 1932 kam dann der dritte Band heraus, der Untersuchungen über Wirtschaft, Verkehr und Arbeitsmarkt brachte, während der zuletzt erschienene zweite Band Untersuchungen zur Geschichte und Kultur des Raumes Westfglen enthielt. Es ist un. Wer Westfalen kennen und liehon, kefurg; hrg### möglich, im Rahmen einer zusammenfassenden Bespre= wohl am besten einmal zu den Bestrsctrigaf in Verchung sich so eingehend den Ergebnissen von Arbeiten werden herausgegeben von Josef wergenthalzuyr„e. Verlag Universitätsbuchhandlung Franz Coppenrath, Münster in Westfalen „Wer Westfalen kennen und lieben lernen will, der bekanntesten westfälischen Wissenschaftler zu widmen, bindung mit dem Landesmuseum der wie es der Reichtum und die Vielfalt jedes einzelnen falen und dem Westfälischen Heimatbund und Teiles des Gesamtwerkes beanspruchen können, von tümlichen Kommission des Provinzialinstituts für wer denen dazu jeder mit anschaulichstem und zum Teil kaum fälische Landes= und Volkskunde. Diese sechs allen Freunden der Heimat und der Art willkommen sein, um so, wehr, 912, Frie# bekanntem Kartenmaterial ausgestattet ist. Wir beschränken uns darauf, grundlegend festzustellen, daß ein Wesen Westfalens, ein Westfalentum“, das sich nicht an irgendwelche ehemalige politische Provinzgrenzen knüpft, nirgends so klar und einfühlend in seine Lebensbeziehungen zu jeglicher Formäußerung— sei's in dieser Buchreihe, dargestellt. Eine Wirtschaft, Kultur, Politik oder Verwaltung— in stattung und sorgfältig ausgesuchte Bebildertung gung wissenschaftlicher, aber lebendiger Gestaltung, gedeutet leihen den Büchern weiteren Reiz.(Eine Bespr### wurde, wie in diesem Werk. Wer sich in seine drei der einzelnen Bändchen erfolgt auf unserer nach Bände vertieft, wächst in die Unsichtbarkeit Westfalens Buchseite) werden digen Art willkommen sein, um so mehr, knapp gefaßt, anschaulich und leicht lesbar geschei sind. Alles, was an wertvollem Gut im Roten Erde ruht, wird in den verschiedensten Forme in dieser Buchreihe dargestellt. Eine sehr hübsche, Bezugspreis mit 2 von 1. 513. und Samstags, vi Verlag und D Der na des U Von anser In einer E einem Deutscher Nation wieder deutschen Volke Feier mit der war, ist vom fr. stunden gehalte wachte Natur: Jahren„zurück baues. Man m den tiefen Sin Millionen zu ve gen allerorts Nationalsozialit ablegten. 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