Wenggspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Wf. monatlich. Funk=„—Seiien Mimlanht ur!•Se Pie. wonatlich. Selbstabdoler.35 RM monatlich oder da Vl. baldmonalich. 48 Jahraang PE.WIOLHMN Cphog.“ Vellage Laen Sengsgeis züt die„Bechguc, Iluistleritg. 30 Bi, vonallch., Hunk..uuata2;chaumtan. 8r- Siien Miiaht ums Sm Fiig seitschrift.„böx. mit mir“ 45 Bi. monatlich bei vier Sonntagen und Samstag Sonntag Nummer 97.es= Pestuch nn. I Bi. 55 Gl. Pg, 18r%, Henniggen im Monat.— Wenn, das Erscheinen ggf. Ssttcunw:=rcre untet 9. Gur-Berr-Seunt Win Hiltfa i e Zeitung duxch, höbere Gewalt,„Verbot, oder Veirebssggung u. Pgt. 5838377 4 8 206 Knleicenannadme im. ium Hrp“ us de verhindegs, Pezzinchnnen keine Frlavankprüche, egig ½g phreSonntags 9 ap; 106 Myri'4936 I 81221 Samstagsausgabe 15 Df. Beizung um ss zihr des Bos= Psctlc lc sernschäftsstelle, gessinet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonniggs 25./20. Mpri 1990# WgxA Seeiempeanrour:-.—.: Zeitung um 16 ,A9,, Argzeigeg foh0 werden von 1 Bis 12 ude.— Sprechtunden der Schrilezung von 16 bs 17hoe—.— 1 4288 mit„Zachumer...g Kälndich aulseisebener Arhzeisgel sohrnn6 50 (außer Mittwochs und Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum 43. Jahrgang Kuntiker 91 —————„ min„Derge= B0Df. Illustrierte"... 20#I. Hauptgeschäftssielle: Rathausplatz 8. Anr#lien515 ellenoder K 85. 6 der einende .5e werden. 52, 53 Ecter eie Arbeit und auftereen Arbeiter! Der Führer weihte die Orbensburgen dnb Crössinsee, 24. April. Zur Einweihung der drei Ordensburgen Crössinsee in Pommern, Vogelsang in der Eifel und Sonthofen im Allgäu traf der Führer in Begleitung des Stellvertreters Rudolf Heß und zahlreicher führender Persönlichkeiten der Bewegung kurz nach 12 Uhr auf der Burg Crössinse ein. Auf allen Bahnhöfen, die der Zug von Stettin nach Falkenburg in Pommern berührte, jubelten aber tausende Volksgenossen dem Führer begeistert zu. Auf dem Bahnhof in Falkenburg wurde der Führer von dem Gauleiter Schwede(Coburg) und dem SA.=Gruppenführer Friedrich begrüßt. Nach dem Abschreiten der vor dem Bahnhof aufmarschierten Ehrenformationen legte der Führer im Kraftwagen die vier Kilometer lange Anfahrt zur Ordensburg Crössinsee zurück. Hinter dem Spalier der SA., des RSKK. und der SS. säumte unter den Hunderten von Fahnenmasten unübersehbar die Bevölkerung die Straße. Unter dem wuchtigen Toreingang zur Burg, der getragen wird von sechs Holzsäulen aus 700jährigen Eichen, meldete Reichsinspekteur Schmeer, der Leiter der Kreisleitertagung, die über 800 angetretenen Kreisleiter. Geleitet von Reichsleiter Dr. Robert Ley und dem Burgkommandanten Pg. Eckhardt betrat der Züherr, darauf die Buxg ,und schritt die Froutz, Higer Kreisleiter ab. Unter Führung von Dr. Ley besichtigte dann Adolf Hitler die Anlage dieser ersten Ordensburg des Dritten Reiches. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich fast alle Reichsleiter. Gauleiter, Reichsstatthalter, zahlreiche höhere Führer der SA., des RSKK. und der SS. sowie Vertreter der Wehrmacht. Der Führer besichtigt die Burg Während der Führer die weitläufigen Säle der Ordensburg besichtigte, versammelten sich die 800 Kreisleiter in der vorläufig als Schulungshalle hergerichteten Turnhalle. Schlicht, eigenwillig, den Sinn des Gemeinschaftsgedankens unterstreichend, ist auch dieser Raum gestaltet. Wirkungsvoll gegen die roh gebaltenen Deckbalken, gegen die getäfelten Wände, hebt sich die grüne Tanne des pommerschen Waldes ab. An der Stirnwand auf rotem Grund ein großes schwarzes Hakenkreuz, in den vier Feldern das Hoheitszeichen, das ist der einzige Schmuck, der dem Raum Leben vermittelt. Nach Beendigung des Rundganges begrüßte hier Reichsleiter Dr. Robert Ley den Führer mit einer Ansprache. Er wies darauf hin, daß in diesem Saale alle Kreisleiter versammelt seien, alles alte bewährte Kämpfer, zum weitaus größten Teil trügen sie das Goldene Ehrenzeichen der Partei. Zum ersten Male habe er alle Männer hier auf der neuen Ordensburg zusammenberufen, um alle Reichsleiter zu ihnen sprechen zu lassen. Als Dr. Ley dann davon sprach, daß heute für diese Männer der Höhepunkt gekommen sei, daß es für sie einen Ehrentag bedeute und daß sie auf diesen Tag sehnsüchtig gewartet hätten, brach ein unbeschreiblicher Jubel los. Die Kreisleiter erhoben sich spontan von ihren Sitzen und minutenlang donnerten Rufe der Begeisterung empor. Den Höhepunkt des Vormittags bildete die Ansprache des Führers. Der Führer sprach in anderthalbstündigen Ausführungen über die Aufgaben der Kreisleiter in der Nationalsozialistischen Partei. Mitgerissen von diesem Erleben, stimmten die Männer ein in das Sieg=Heil, das Reichsinspekteur Schmeer auf den Führer ausbrachte und wie ein Gelöbnis stieg das Lied des unvergeßlichen Sturmführers Horst Wessel auf. Als der Führer den Raum verließ, begrüßten ihn an der großen Ehrenhalle zahlreiche höhere Führer der SA., des RSKK., der SS. und des Arbeitsdienstes, unter ihnen Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl sowie die Vertreter der Wehrmacht, an ihrer Spitze General von Brauchitsch und General Fromm vom Reichskriegsministerium. Im Remter nahm dann der Führer inmitten seiner Kreisleiter und der Ehrengäste das einfache Mittagsmahl ein. Die Einweihung der Ordensburgen Am Nachmittag versammelten sich in der Schulungshalle, in der mittags der Führer vor seinen Kreisleitern gesprochen hatte, die Ehrengäste, unter ihnen fast alle Reichsleiter, zahlreiche Statthalter, Gauleiter, die Führer der Gliederungen der Bewegung und die Vertreter der Wehrmacht und des Staates. Der Appellplatz, zu Füßen der großen Ehrenhalle, die die Namen der 16 vor der Feldherrnhalle Gefallenen trägt, ist freigelassen für die Ehrenformationen der SA., der SS., des Arbeitsdienstes, des Frauenarbeitsdienstes, der Schutzpolizei und HJ. Rings um den Appellplatz überragen hohe Fahnenmasten die schilfgedeckten Häuser im Burginnern. Zu der feierlichen Weihe ist auch, wie bei der Ankunft des Führers, die Bevölkerung zu Tausenden erschienen. Da die Reden aus der Halle auf eine Lautsprecheranlage übertragen werden, können die auf dem Platz Versammelten auch an diesem Weiheakt teilnehmen. Vor Beginn der Feier schritt der Führer, aus dem Remter kommend, die Fronten der Ehrenformationen ab. Als er dann die Halle betrat, empfing ihn begeisterter Zuruf. Auch die über 800 Kreisleiter, deren Frö#s, Tagung heute mit der Rede des Führers ihren Abschluß gefunden hat, nahmen an der Feier teil. Reichsinspekteur Schmeer begrüßte den Führer. wiederum begleitet wurde vom Stellvertreter des An das ganze deutsche Volk! Am 1. Mai 1936 begeht das deutsche Volk in seltener Einmütigkeit und Geschlossenheit zum vierten Male seinen nationalen Feiertag im nationalsozialistischen Reich. Dieser Feiertag hat in diesem Jahre seine besonders festliche Bedeutung. In den hinter uns liegenden zwölf Monaten der Arbeit, des Opfersinnes und des wirtschaftlichen und politischen Aufbaues nach innen und nach außen ist die deutsche Nation auf ihrem schweren Weg zur Neuaufrichtung und Wiedererstarkung des Reiches ein gutes Stück vorwärts gekommen. Der Staat des Nationalsozialismus hat seine weitere Befestigung erfahren und steht nun gesichert und unerschütterlich wie nie. Wirtschaft und sind geordnet. In schweren Schlägen hat die Nation ihre Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit fortgesetzt und dabei Erfolge über Erfolge erzielt. Das. was bei Beginn des nationalsozialistischen Regimes nur erst Plan und Projekt war, beginnt nun mehr und mehr wunderbare Wirklichkeit zu werden. Sümpfe und Moore wurden urbar gemacht, ganze Provinzen dem Meere abgerungen und mit jungen Bauernfamilien besiedelt. Quer durch das Land ziehen sich bereits Hunderte von Kilometern neugebauter Reichsautobahnstraßen als Zeugen des Aufbauwillens im nationalsozialistischen Staat. In größtem Umfange ist die soziale Volkswohlfahrt in Deutschland organisiert und durchgeführt worden. In einem Hilfswerk, wie es die Welt bisher noch nicht kannte, hat auch in den vergangenen Wintermonaten die Nation ihren Kampf gegen Hunger und Kälte siegreich bestanden. Am 7. März hat der Führer im Rheinland die neuen Friedens=Garnisonen aufgerichtet und damit die volle Souveränität über deutsches Gebiet wiederhergestellt. Zugleich legte er der Welt in klarster Offenheit seinen konstruktiven Friedesplan zum Wiederaufbau Europas vor. Am 29. März aber bekannte sich die ganze Nation geschlossen und einmütig zu ihm, seinem Aufbauwerk und seiner erfolgreichen Politik nach innen und außen. Wo anderswo auf diesem Erdball steht ein Staat so fest und gesichert wie der unsrige! Während sonstwo vielfach Länder und Völker durch Zwiespalt und Zerrissenheit, ja durch die Gefahr plötzlich ausbrechender Anarchie bedroht sind, ist Deutschland eine Insel der Ordnung und der Disziplin und der Hort des Friedens geworden. Als am Geburtstag des Führers die junge deutsche Volksarmee vor ihm vorbei defilierte, überkam jeden Deutschen das beglückende Gefühl, daß nun Staat und Volk in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können, da sie wieder gesichert und geschützt sind durch die eigene nationale Kraft. Vieles ist im vergangenen Jahr getan und geleistet worden, mehr noch bleibt uns für die Zukunft zu tun und zu leisten. Die Nation ist entschlossen, die vor ihr liegenden Aufgaben zu meistern. Sie ist bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau von einem unbändigen Arbeitswillen erfüllt. Sie wird das Schicksal bezwingen, weil sie einig ist, die Schwierigkeiten der zu lösenden Probleme kennt und entschlossen bleibt, mit ihnen fertig zu werden. Wiederum ergeht an die ganze Nation der Ruf nach Verlebendigung der Arbeit und sittlicher Verpflichtung eines jeden Deutschen zu ihr. Wiederum werden und wollen wir uns alle zu ihrem neuen Ethos bekennen. Wiederum tönt uns allen auch zum 1. Mai dieses Jahres der Kämpfe, Siege und Erfolge die Mahnung entgegen: „Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter!“ In diesem Zeichen soll auch der diesjährige 1. Mai stehen. Mit Stolz halten wir Rückschau in das vergangene und voll Vertrauen Vorschau in das kommende Jahr. Es wird uns alle bereit finden. Die Zeit der Tatenlosigkeit, des Mangels an Entschlußkraft, der inneren Zwietracht und des politischen und wirtschaftlichen Pessimismus liegt hinter uns. Aufs neue bekennt sich das deutsche Volk zu seinem nationalen Leben und zu seiner freudigen Bejahung. Ein Volk sind wir! Einem Führer gehorchen wir! An alle Deutschen in Stadt und Land ergeht der Ruf: Der 1. Mai ist Feiertag für arm und reich und hoch und niedrig! Bekränzt Eure Häuser und die Straßen der Städte und Dörfer mit frischem Grün und den Fahnen des Reiches! Von allen Last= und Personenautos, aus allen Fenstern sollen die Wimpel und Fahnen der nationalsozialistischen Erhebung flattern! Züge und Straßenbahnen sind mit Blumen und Grün geschmückt! Auf den Fabriktürmen und Bürohäusern werden feierlich die Fahnen des Reiches gehißt! Kein Kind ohne Hakenkreuzwimpel! Die öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe, Post= und Telegraphenämter sollen in frischem Grün stehen! Die Verkehrsmittel tragen Fahnenschmuck! In der Ehre der Arbeit liegt die Ehre des Volkes! Die Ehre des Volkes aber ist die Bürgschaft für den Frieden und die Sicherung der Nation! Deutsche aller Stände, Stämme, Berufe und Konfessionen, reicht Euch die Hände! Für Arbeit, Frieden, nationale Ehre und Sicherheit! Es lebe der Führer! Es lebe Deutschland, sein Volk und sein Reich! Berlin, 25. April 1936. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels. „Freut euch des Lebens!“ Wie der 1. Mai gefeiert wird: Morgengruß von „Kraft durch Freude“, allgemeines Glockengeläute, Festzüge der Stände, Volksseste ndz Berlin, 24. April. Das mit der Durchführung der volkskulturellen, Veranstaltungen und Feste anläßlich des Ratlonalen Feiertages des deutschen Volkes beauftragte Amt„Feierabend“ der NSG. Kraft durch Freude, das für seine Veranstaltungen das Liedmotto„Freut euch des Lebens" wählte, gibt jetzt weitere Einzelheiten bekannt. Danach findet in Berlin, im Theater des Volkes, am 30. April die festliche Uraufführung der KdF.Schau„Freut euch des Lebens“ statt, der ein Aufruf des Reichsleiters der DAF., Dr. Ley, mit der offiziellen Verkündung der Parole„Freut eeuch des Lebens" vorangeht. Dieser Aufruf, der im Gemeinschaftsempfang bei den ertlichen Veranstaltungen am Vorabend des 1. Mai(Mai=Einziehen, Aufrichten des Maibaumes, Ausrufen der Maikönigin, Abbrennen von Maifeuern usw.) abgehört wird, wird vom Leiter der RSG. Kraft durch Freude Dreßler=Andreß verlesen. Der 1. Mai beginnt mit einem Morgengruß von KdF. in Verbindung mit einem allgemeinen Glockenläuten im ganzen Reich. Bei dem Morgengruß und dem Wecken werden die Kapellen und Singgruppen immer wieder„Freut euch des Lebens“ intoniren, und zwar nach dem neu unterlegten folgenden Text: „Freut euch des Lebens, froh seid zu jeder Stund', hell eure Augen, lachend der Mund! Das Leben bringt oft Kampf und Müh'— doch wär's nicht schöner ohne sie: das Leben hringt uns Arbeit viel, dann freut uns Tanz und Spiel: Freut euch des Lebens, froh seid zu jeder Stund',— hell eure Augen, lachend der Mund!" Nach der Beendigung des Staatsaktes und der amtlichen Feiern beginnen am Nachmittag die Volksfeste, im allgemeinen mit Festzügen der Stände. Mit dem Liede:„Freut euch des Lebens“ wird das Maifest auch wieder ausklingen. Der Maibaum in Berlin eingeholt anb Berlin, 24. April. Die Einholung des Maibaumes am Freitag nachmittag vom Anhalter Bahnhof zum Lustgarten gestaltete sich zu einem Festzug. Auf dem Wege über den Potsdamer Platz, durch die Siegesallee. Unter den Linden bis zum Lustgarten gaben dem Zug Tausende das Geleit. Unzählige standen in dichten Reihen zu beiden Seiten am Straßendamm. Der lange Festzug mit der 40 Meter hohen, von Tannengrün umkränzten Rotfichte aus dem Warndt wurde von der Kapelle Grabow und einem Spielmannszug der SA. geführt. Dem Musikzug folgte ein langer Trachtenzug mit Frauen und Männern aus der Saarpfalz, aus Baden, Württemberg, Bayern und aus zahlreichen anderen Gauen Deutschlands, die hiermit ihre Verbundenheit Rudolf Heß 42 Jahre alt Führers Rudolf Heß und den Ehrengästen aus Bewegung, Staat und Wehrmacht. Darauf sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley Er führte aus:„Vor nunmehr fast drei Jahren hatten Sie, mein Führer, die gerade übernommene gewerkschaftliche Schule in Bernau besichtigt. Sie sagten damals, man müßte dieses marristische Bauwerk des Juden Marx für alle Zeiten erhalten, damit die Nachwelt sehe, wie die Zeit war. Damals sagten Sie auch, Sie wünschten, daß demgegenüber ein Bauwerk unserer Art gebaut würde, um die Gegensätze der beiden Welten, der marxistischen und Ihrer Weltanschauung, mein Führer, dem Volke für alle Ewigkeit zu zeigen. Das var für mich Besch. Jguen Vereig im FrihSofort begann ich zu pianen. Bereits im Frühjahr 1934 wurde der Grundstein zu dieser Burg gelegt. Alsdann folgten in der Eifel Vogelsang und im Allgäu Sonthofen. Was nun entstand, das sehen Sie, mein Führer, heute vor sich, und ich hoffe und glaube, daß 65 Ihnen gefält..g Los is in gens u. Was wir hier wollen, das ist in ganz kurzen Worten gesagt: Wir wollen den Nachwuchs für die Führer der Partei, die politischen Leiter, zu ganzen Kerlen erziehen. Ich will im einzelnen nicht auf die Grundsätze eingehen, die wir hier verwirklichen wollen. Mut, Kraft, Wille und Gehorsam können vor allen Dingen diese Männer mit hinausnehmen, wenn sie diese drei Jahre durchlaufen haben. Ich hoffe vor allem, daß diese Männer auf dieser Burg auch ein großes Erlebnis mit nach Hause nehmen für ihr ganzes Leben Gewiß, wir haben das Glück, mein Führer, mit Ihnen die Kampfzeit durchlebt zu haben. Dieses Erlebnis nie wieder sein. Niemals werden andere dieses Glück haben dürfen. Aber trotzdem hoffe und glaube ich, daß diese Burgen in der Lage sein werden, allein durch ihren Anblick, durch ihre Schönheit und durch ihre Härte den Männern auf diesen Burgen ein ewiges Erlebnis zu sein. So übergebe ich Ihnen, mein Führer, diese drei Burgen als ein Geschenk der schaffenden deutschen Menschen, der Arbeiter, der Unternehmer, Handwerker, aller, die in der Deutschen Arbeitsfront vereinigt sind. Diese Burgen sind eine Dankesschuld für Ihr großes Werk und Ihren Mut, Deutschland befreit zu haben. Ein Gelöbnis lege ich gleichzeitig ab: Ich will alles, was an mir liegt, tun, daß in diesen Burgen Männer erzogen werden, die Ihr großes Erbe würdig und treu verwalten. Auch ein weiteres Gelöbnis gebe ich Ihnen, mein Führer: Diese Männer, die hier hinausgehen, werden gehorchen gelernt haben, werden treu und Kameraden für das ganze Leben sein!“ Nun übernahm der Führer von Dr. Ley die drei ersten Schulungsburgen der Nationalsozialistischen Partei, wobei er in einer Ansprache seiner Ueberzeugung Ausdruck gab, daß diese Schulen die Erwartungen erfüllen, die wir alle an sie knüpfen. Als der Führer geendet hatte, erfüllte minutenlanger Jubel die Halle. Alles erhob sich von den Sitzen. Aus der Menge heraus ertönte das Horst=Wessel=Lied. Mit dem Sieg=Heil auf den Führer schloß Reichsinspekteur Schmeer den feierlichen Akt. Zu gleicher Stunde, während der Führer auf der Ordensburg Crössinsee aus den Händen von Dr. Robert Ley die Ordensburg übernahm, stiegen draußen in der Eifel auf der Ordensburg Vogelsang und im Allgäu auf der Burg Sonthofen die Fahnen am Mast empor. Drei Ordensburgen des Dritten Reiches erlebten damit an diesem denkwürdigen Tage ihre Weihe. Die am Schauinsland verunglückten Schüler in London beigesetzt. In London wurden am Freitag die Leichen der am Schauinsland bei einem Schneesturm verunglückten Knaben beigesetzt. Die Londoner Presse verseichnet allgemein beifällig, daß der Führer und Reichskanzler an den Gräbern Kränze hat niederlegen lassen Hch. Hoffmann Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, wird am 26. April 42 Jahre alt. Das ganze deutsche Volk wird an diesem Tage herzlichen Anteil nehmen, hat sich doch Rudolf Heß. der vielen Bochumern durch seinen Besuch anfangs Dezember 1934 in unserer Stadt auch persönlich bekannt ist, durch sein einfaches, schlichtes, echt deutsches Wesen eine ganz besondere Verbundenheit mit dem Volke zu schaffen gewußt. Seite 2 Nr. 97 7 Bochumer Anzeiger Samstag Sonntag, 25.=26. April 1936 mit den Brüdern und Schwestern aus dem Grenzgau Saarpfalz, der Heimat der Rotsichte, bekundeten. Im Lustgarten dankte Gaupropagandaleiter Wäch##er allen, die die Einholung des Maisymbols durch ihr u Geleit zu einem Festtag gestaltet hätten. Die Aufrich„ tung des Stammes und seine Uebergabe erfolgen am 29. April um 20 Uhr. Dabei wird Gauleiter Bürckel sprechen. Deutschlands Dank für die Errettung des Gesandten von Stohrer anb Berlin, 24. April. Der Chef des Protokolls Gesandter von BülowSchwante hat heute im Auftrage des Führers und Reichskanzlers und des Reichsministers des Auswärtigen dem königlich britischen Botschafter und dem königlich ägyptischen Gesandten persönlich den herzlichsten Dank des Herrn Deutschen Reichskanzlers, des Reichsministers Freiherrn von Neurath und der Reichsregierung für die umfangreichen Anordnungen der königlich britischen und königlich ägyptischen Regierung übermittelt, deren hervorragender Durchführung unter schwierigsten Verhältnissen in der libyschen Wüste die Errettung des deutschen Gesandten von Stohrer in Kairo und seines Begleiters zu danken ist. Berlin, 24. April. Französische Wünsche an England and Paris, 24. April. Der französische Botschafter in London, Corbin, hat, wie nunmehr bekannt wird, dieser Tage den ständigen Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, Vansittart, aufgesucht und diesem bestimmte Wünsche der französischen Regierung hinsichtlich der an Deutschland zu richtenden Fragen übermittelt. In unterrichteten Kreisen wird betont, daß der französische Botschafter nicht etwa eine Note überreicht habe, daß aber eine eingehende Besprechung der gesamten Frage erfolgt sei. Eden werde die französischen Wünsche eingehend prüfen. Stoßtrupp Hitler 1923 in Stettin dnb Stettin, 24. April. Am Freitag vormittag trafen die Angehörigen des Stoßtrupps Hitler 1923 in Stettin ein, wo sie für mehrere Tage eine kameradschaftliche Zusammenkunft vereinen wird. Der Stoßtrupp, der am Nachmittag an der Einweihungsfeier auf der Ordensburg Crössinsee teilgenommen hatte, wurde abends im Stettiner Rathaus von Vertretern der Behörden, der Wehrmacht und der Partei im Rahmen eines feierlichen Empfanges begrüßt. Darauf marschierten die Stoßtruppmänner in geschlossenem Zuge unter Vorantritt einer Musikkapelle zum Konzerthaus, wo ein kameradschaftliches Zusammensein stattfand. Die Reichspresseschule im neuen Haus anb Berlin, 24. April. Der journalistische Beruf ist im Dritten Reich zu einer öffentlichen Aufgabe geworden. Die einem deutschen Schriftleiter gestellte Grundforderung lautet, daß er mit seiner Arbeit stets seinem Volke dient, vor dem er allein die Verantwortung für sein Wirken trägt. Der für ein solches öffentliches Amt erforderlichen strengsten Nachwuchsauslese dient die seit 1935 bestehende Reichspresseschule des Reichsverbandes der deutschen Presse, die am Freitag ihr neues Haus in Dahlem, Messelstraße, feierlich einweihte. Hier sollen Haltung und Können der angehenden Schriftleiter erprobt werden. An der Feierstunde nahmen Vertreter von Partei und Staat, Vertreter der Reichspressekammer und zahlreiche weitere Ehrengäste aus dem journalistischen Berufsstand sowie die Angehörigen des vierten Kursus der Reichspresseschule teil. Der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Presse, Hauptmann Weiß, übergab mit einer kurzen Ansprache das neue Haus der Leitung der Reichspresseschule. Journalismus könne nicht gelernt werden, Journalismus sei eine Kunst. In der Reichspresseschule solle festgestellt werden, ob der junge Journalist die Anlagen auf charakterlichem, gesinnungsmäßigem und journalistischem Gebiet mitbringe. Der Leiter der Reichspresseschule Mever=Christian, übernahm den Schlüssel mit der Verpflichtung, das Haus zu einer Stätte der Arbeit zu machen, in der eine Elite geschult werden soll. Ministerialrat Berndt überbrachte die Grüße und Wünsche von Reichsminister Dr. Goebbels der auch der hier geschaffenen Stätte seine nachdrückliche Förderung zuteil werden lasse. Dr. Goebbels habe den deutschen Schriftleiterstand unter ein Gesetz gestellt, das das strengste Ausleseprinzip enthalte. Dieses Ausleseprinzip sei besonders auf den Schriftleiternachwuchs anzuwenden. Für den Präsidenten der Reichspressekammer Amann sprach das geschäftsführende Präsidialmitglied der Reichspressekammer Dr. Richter, der betonte, der Schriftleiter müsse sich bewußt bleiben, daß er seine Aufgabe nur aus der Gemeinschaft heraus erfüllen könne. Das neue Haus liegt am Rande des Grunewaldes und bietet für etwa 100 Schüler Platz. Es ist als ein wirkliches Kameradschaftshaus eingerichtet. In der ersten Etage liegen zweckmäßige Aufenthalts= und Arbeitsräume, ein Hörsaal die Bibliothek und Geschäftszimmer. Im zweiten Stock befinden sich die Unterkunfts= und Schlafräume der Presseschüler. Die polnisch=ungarischen Besprechungen dnb Budapest, 24. April. Die politischen Verhandlungen zwischen dem pornischen Ministerpräsidenten Koscialkowski und dem ungarischen Ministerpräsidenten Gömbös begannen Freitag vormittag. Zu Beginn wurden ein polnisch=ungarisches Auslieferungsabkommen und Lrotokoll über die Förderung des poltsch=ungarischen Warenverkehrs unterzeichnet. Ueber den Inhalt der politischen Besprechungen, die am Nachmittag beendet wurden, werden amtlich keinerlei Mitteilungen gemacht. Man vermutet, daß auch die Stellungnahme der beiden Staaten zu der Lage der ungarischen und der polnischen Minderheiten in Tschechoslowakei erörtert worden ist. Aus Anlaß des Besuches erhielten der ungarische Handelsminister, der Landwirtschaftsminister sowie die beiden Staatssekretäre des Ministerpräsidiums das Großkreuz des Ordenz„Polonia Restituta“. Die gesamte ungarische Presse feiert in großer Aufmachung und in wärmsten Worten die seit jeher ungetrübte Freundschaft zwischen Ungarn und Polen. Chrenschut fur seeenschafsenern Sratschen Der Oberste Ehren= und Disziplinarhof der Deutschen Arbeitsfront nimmt seine Tätigkeit auf Berlin, 24. April. Am Montag findet die feierliche Einsetzung des Obersten Ehren= und Disziplinarhofs der Deutschen Arbeitsfront statt. Mit der Leitung des neuen Ehrenund Disziplinarhofs, der seinen Sitz in Charlottenburg, Berliner Straße 160, hat, ist schon vor einiger Zeit Hauptamtsleiter Dr. Adrian von Renteln betraut worden. Die neue Einrichtung ist von größter Bedentung, da der Ehrenordnung sämtliche Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront unterstehen, während die Disziplinar=Ordnung für alle DAF.=Walter und KdF.=Warte gilt. Beide Ordnungen dienen dazu, Gefolgschaftsangehörige, Betriebsführer und Amtswalter in ihrer Ehre zu schützen, sie also gegen ungerechfertigte Handlungen oder auch willkürliche Uebergriffe zu verteidigen. Die Ehren= und Disziplinar=Gerichtsbarkeit besteht bereits seit einiger Zeit und ist auch schon in vielen Fällen in Anspruch genommen worden. Es darf keinen willkürlichen Ausschluß eines einzelnen Mitgliedes aus der Arbeitsfront, womit schließlich in den meisten Fällen völlige Vernichtung der Existenz verbunden ist, geben. Es soll ein Zustand der Rechtssicherheit erreicht werden, und zwar so, daß auf der einen Seite eine Auslese der asozialen und unverbesserlichen Elemente erfolgt und anderseits die Mitglieder der DAF. dazu erzogen werden, in allen Lebenslagen als ehrbewußte Menschen ihre Pflicht am Volksganzen zu erfüllen, gleichviel ob im Wirtschaftsleben als Unternehmer oder Gefolgschaftsmann, im Staatsleben als Reichsbürger oder in der Deutschen Arbeitsfront selbst als Amtswalter. Ehren= und Disziplinarordnung Auf Grund der Ehrenordnung kann nach einem Verfahren jedes Mitglied der DAF., das ehrenrührige Handlungen begeht oder als ein asoziales Element bezeichnet werden muß, aus der Arbeitsfront ausgeschlossen werden. Ferner können diejenigen Mitglieder aus der Arbeitsfront verwiesen werden, die innerhalb der Gemeinschaft der Deutschen Arbeitsfront wiederholt Anlaß zu Streit und Zwist geben. Schließlich können auch diejenigen als untragbar aus den Reihen der Arbeitsfront entfernt werden, die durch einen mehrmonatigen unentschuldigten Beitragsverzug eine offensichtliche Untreue der Gemeinschaft gegenüber bezeigt haben. Je nach Schwere und Umfang der Verfehlungen werden aber selbstverständlich auch geringere Strafen in Anwendung kommen. Die Disziplinarordnung ist zur Wahrung der Disziplin sämtlicher Führer und Unterführer der großen Arbeitsgemeinschaft des deutschen Volkes, also für die DAF.=Walter und für die Warte der zu der Deutschen Arbeitsfront gehörigen NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freue“, aufgestellt worden. Sie soll die Reinhaltung des gesamten Führerkorps von ungeeigneten und unsauberen Elementen gewährleisten. Mitarbeiter in der Deutschen Arbeitsfront, die nachweislich gegen Zucht und Ordnung verstoßen, haben außer der Strafe des zeitweisen oder des dauernden Ausschlusses aus der Deutschen Arbeitsfront auch mit den Strafen der zeitweisen oder dauernden Aberkennung der Befähigung zur Bekleidung von Aemtern in der DAF., der strafweisen Versetzung, ferner mit Ordnungsstrafen, der einfachen Rüge und des strengen Verweises sowie mit Geldstrafen und schließlich mit Amtsenthebung je nach dem Ergebnis eines gegen sie durchgeführten Disziplinarverfahrens zu rechnen. Die gerichtliche Organisation Für jeden Gau ist am Standort der Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront ein Ehren= und Diszilplinargericht vorgesehen. Ihm ist als höchste und letzte Instanz der Oberste Ehren= und Disziplinarhof der Deutschen Arbeitsfront am Sitz des Zentralbüros der DAF. in Berlin übergeordnet. Die Ehren= und Disziplinargerichte in den Gauen sind in erster Instanz zuständig für alle ihrer Gauwaltung unterstehenden Mitglieder und Mitarbeiter Deutschen Arbeitsfront mit Ausnahme des Gauwalters. Der Oberste Ehren= und Disziplinarhof ist allein zuständig für alle DAF.=Walter und KdF.=Warte im Zentralbüro der Deutschen Arbeitsfront, für die hauptamtlichen Mitglieder der Gerichte der Deutschen Arbeitsfront, für die Gauwalter und für diejenigen DAF.= Walter und KdF.=Warte, deren Arbeitsgebiet sich über mehrere Gaue erstreckt, und schließlich ist der Oberste Ehren= und Disziplinarhof zuständig für alle gegen Ur. teile der Ehren= und Disziplinargerichte eingelegten Berufungen. Außer dem dem Verurteilten zugestandene Recht einer Berufung steht allen Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront das Recht zu, gegen irgendwelche, durch ein Ehren= und Disziplinargericht der Deutschen Arbeitsfront gegen sie ergangene Beschlüsse unter Wahrung einer bestimmten Frist Beschwerde einzulegen. Zu hauptamtlichen Richtern können nur verdiente, vor dem 31. Mai 1932 in die Partei oder ihre Gliederungen eingetretene und noch heute ihnen angehörende Männer ernannt werden, sofern sie am Tage ihrer Ernennung oder Berufung das 25. Lebensjahr vollendet haben. Die ehrenamtlichen Richter müssen wenigstens vor der Machtübernahme der NSDAP., SA., SS. oder H J. angehört haben und ebenfalls noch heute angehören. Zu ehrenamtlichen Beisitzern wird gleichzeitig eine große Anzahl von Männern aus allen Gliederungen der Partei, aus allen Zweigen der Wirtschaft und aus allen Berufen der Bevölkerung gewählt, und zwar jeweils mindestens dreißig für jedes Gaugericht und stets für die Dauer eines Jahres. Eine Alnnesne deo Begnadigungen für Vergehen übereifriger Kämpfer für den Nationalsozialismus, für politische Nörgler und Schwätzer und für kleine Straftaten dnb Berlin, 24. April. Der Führer und Reichskanzler hat am 23. April 1936 unter Gegenzeichnung des Reichsministers der Justiz Dr. Gürtner ein neues Gesetz über die Gewährung von Straffreiheit unterzeichnet. Das neue Straffreiheitsgesetz, für dessen Erlaß kriminalpolitische Erwägungen maßgebend waren, unterscheidet drei Gruppen von Straftaten, für die eine Gnadenvergünstigung gewährt werden soll: 1. Diejenigen Fälle, in denen sich der Täter durch [Uebereifer im Kampf für den nationalsozialistischen Gedanken hat hinreißen lassen. Ausgenommen sind vorsätzliche Handlungen, durch die der Tod eines Menschen herbeigeführt worden ist, sowie Handlungen, bei denen die Art der Ausführung oder die Beweggründe eine gemeine Gesinnung des Täters erkennen lassen. Die hiernach unter das Straffreiheitsgesetz fallenden Straftaten werden ohne Rücksicht auf die Höhe der rechtskräftig erkannten oder der zu erwartenden Strafe amnestiert. Noch nicht vollstreckte rechtskräftige Strafen werden erlassen. Anhängige Verfahren werden eingestellt, wenn die Tat vor dem 20. April 1936 begangen ist; neue Verfahren werden nicht eingeleitet. 2. Die Fälle der politischen Nörgler und Schwätzer. Hier handelt es sich a) um Straftaten gegen das Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei und zum Schutze der Parteiuniform vom 20. Dezember 1934 (Reichsgesetzblatt 1 Seite 1269)— mit Ausnahme der Zuwiderhandlungen gegen§ 3(Tragen von Uniformen bei der Begehung strafbarer Handlungen) und § 5 Absatz 1(unerlaubter Handel mit Uniformen und Uniformteilen)— sowie um Straftaten nach§ 134 a und b Reichsstrafgesetzbuch(öffentliche Beschimpfung des Reiches, der Partei und ihrer Gliederungen, der Fahnen usw.) und Vergehen gegen den sogenannten Kanzelparagraphen(staatsfeindliche Aeußerungen von Geistb) um Beleidigungen des Führers und Reichskanzlers und anderer leitender Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP. sowie um andere im politischen Meinungsstreit begangene Beleidigungen oder Körperverletzungen oder sonstige strafbare Unmutsäußerungen. Straffreiheit tritt auch für Straftaten gegen§ 330a des Strafgesetzbuches(Begehung strafbarer Handlungen im Vollrausch) ein, wenn diese Verübung eine der vorbezeichneten Straftaten zum Gegenstand hat. Bei dieser zweiten Gruppe der politischen Nörgler und Schwätzer tritt Straffreiheit jedoch nur für die leichteren Fälle. d. h. nur für diejenigen ein, bei denen lediglich auf Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als sechs Monaten erkannt oder eine solche zu erwarten ist. Außerdem werden diese Fälle nicht ohne weiteres amnestiert, vielmehr werden rechtskräftig erkannte Strafen nur unter der Bedingung erlassen, daß der Täter nicht binnen eines Zeitraumes von drei Jahren nach Gewährung des bedingten Erlasses ein Verbrechen oder ein vorsätzliches Vergehen verübt. Ist das Verfahren noch anhängig, so wird es nicht ohne weiteres niedergeschlagen, sondern bis zum Urteil durchgeführt und die Vollstreckung der Strafe in gleicher Weise auf Wohlverhalten ausgesetzt. 3. Die sogenannten Bagatelldelikte, d. h. alle sonstigen Straftaten, für die keine höhere Strafe als Freiheitsstrafe bis zu einem Monat oder Geldstrafe, bei der die Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr als einen Monat beträgt, rechtskräftig erkannt oder zu erwarten ist. Bei diesen kleinen Strafen kommt es auf die Art der Straftat, die Beweggründe usw. nicht an. Nähere Bestimmungen über die Durchführung des Straffreiheitsgesetzes enthält die Verordnung des Reichsministers der Justiz vom gleichen Tage, die u. a. auch bestimmt, welche Gerichte über den Antrag auf Einstellung anhängiger Verfahren zu entscheiden haben und welche Rechtsmittel den Beteiligten zur Verfügung stehen. Eine hochherzige Tat des Führers Bei dem Erlaß dieses Gesetzes haben in erster Linie kriminalpolitische Erwägungen mitgesprochen. Die letzten Erhebungen zeigten, daß dank der innerpolitischen Beruhigung, dem wirtschaftlichen Aufstieg und der nationalsozialistischen Erziehungsarbeit im neuen Staat die Kriminalität während der letzten drei Jahre erheblich zurückgegangen ist. Die Zahlen, die erst vor einer Woche über die abnehmende Kriminalität in Deutschland veröffentlicht wurden, reden eine deutliche Sprache. Die innere Festigung des Staates und des ganzen Volkslebens, die sich in den Zahlen ausdrückt, hat den Führer zu seiner hochherzigen Tat veranlaßt. Eine solche Amnestie, die politische Widersacher in den Genuß der Straffreiheit kommen läßt, ist ein Beweis für die Geschlossenheit und Stärke eines Staates. Der Führer, der seit Jahren nur für sein Volk lebt und arbeiter, hat vor allem denen, die aus Unzufriedenheit gestrauchelt sind, Gnade gewährt. Er kann daran die Erwartung knüpfen, daß mit dieser großmütigen Gnade kein Mißbrauch getrieben wird, daß sich vielmehr alle diejenigen, die jetzt amnestiert werden, in Zukunft keinerlei Strafen mehr zuziehen werden. Man kann darüber hinaus die Hoffung aussprechen, daß die Staatsfeinde, denen Adolf Hitler jetzt die Hand zur Versöhnung reicht, ihre Umtriebe einstellen und sich in die große Front der Volksgemeinschaft eingliedern werden. Hierzu ist vor allem denen Gelegenheit gegeben, die durch die Amnestie eine Bewährungsfrist von drei Jahren erhalten. ein n! zeich 811d der der Die KdF.=Feierlichkeiten auf Rügen und in Hamburg erst am 2. Mai. Wie die NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ mitteilt, werden die für den 30. April vorgesehenen Feiern der Grundsteinlegung des KdF.=Seebades auf Rügen und die Kiellegung der KdF.= Dampfer in Hamburg erst am 2. Mai stattfinden. Gratlenischer Vörindesch baureran Die Schlacht an der Südfront in abessinischer Darstellung and Rom, 24. April. Marschall Badoglio drahtet: An der Nordfront besetzte eine Abteilung der Eritrea=Truppen den Ort Uorrailu, ohne Widerstand zu tnden,„„„n An der Somalifronr dauert unser Vormarsch in allen Abschnitten an. Im Tal des Fafan besetzten wir Godadd und Gabrehor. Unsere Flieger bombardierten feindliche Verteidigungsstellungen auf der Linie Sassabaneh—Dagamede. dnb Addis Abeba, 24. April. Ueber den Verlauf der letzten Schlacht im Gebiet von Ogaden wird von abessinischer Seite ein amtlicher Bericht ausgegeben. Danach haben italienische motorisierte Abteilungen gemeinsam mit Somali= und libyschen Truppen unterstützt von Flugzeuggeschwadern, die abessinischen Stellungen bei Daname angegriffen. Die, wie es in dem Bericht heißt, äußerst heftige Schlacht habe am 14. April begonnen und drei Tage gedauert. Die Schlacht habe, so wird von abessinischer Seite behauptet, mit einem vollen Siege der abessinischen Streitkräfte geendet. Die Italiener sollen angeblich auf dem Kampffeld mehrere 1000 Tote und große Mengen von Kriegsmaterial zurückgelassen haben. Einige Flugzeuge seien abgeschossen worden. Weiter heißt es in dem Bericht, daß die abessinischen Truppen die zurückgehenden Italiener 40 Kilometer weit verfolgt hätten. Infolge neuer italienischer Vorstöße hätten sich die Abessinier aber schließlich in ihre Ausgangsstellungen bei Daname zurückziehen müssen. Am Freitag früh führten italienische Bombenflieger über Addis Abeba Erkundungsflüge aus. 31 italienische Soldaten aus der Gefangenschaft ausgebrochen dnd London, 24. April. Wie aus Nairobi in Ostafrika berichtet wird, sind 31 italienische Soldaten ausgebrochen, die hier nach Ueberschreitung der britischen Grenze festgesetzt worden waren. Sie versuchen, über die Grenze nach Italienisch= Somaliland oder Abessinien zu entkommen. Sie werden von der britischen Kolonialpolizei verfolgt. „Freie Wahlen“ in Oesterreich Nur Mitglieder der Vaterländischen Front wahlberechtigt. dnb Bregenz, 24. April. Am Sonntag finden im Vorarlberg auf Grund der Bestimmungen der neuen österreichischen Verfassung die ersten Wahlen in den Berufsstand Landund Forstwirtschaft statt. In den amtlichen Verlautbarungen wird erklärt, daß dies die ersten freien Wahlen im neuen Oesterreich seien. Nach den Bestimmungen der Wahlausschreibung sind aber nur wahlberechtigt alle im bäuerlichen Beruf stehenden Arbeitgeber, deren Familienangehörige und die Arbeitnehmer, soweit sie 24 Jahre alt und Mitglieder der Vaterländischen Front sind. Nichtmitglieder der Vaterländischen Front haben also kein Wahlrecht. Dadurch sind nach den amtlichen Wählerlisten von den 157000 Einwohnern des stark agrarischen Vorarlberg nur 15 000 wahlberechtigt. Der jüdische Druck in palästina Eine arabische Erklärung dnb Paris, 24. April. Der Leiter der arabischen Bewegung und Vorsitzende des muselmanischen Ausschusses, Fakhri Bey, hat dem Sonderberichterstatter der Havas=Agentur in Jaffa eine Erklärung zu der gespannten Lage in Palästina gegebex. Die Ursache der schlechten Beziehungen zwischen Arabern und Juden sieht Fakhri Bey vor allem in dem starken Landerwerb der jüdischen Zuwanderer. Nach einer Zusicherung der englischen Regierung aus dem Jahre 1930 sollte jede arabische Familie Anspruch auf 130 Acres Landbesitz haben. Seit 1933 hätten die Juden 1 250000 Acres gekauft und der durchschnittliche Grundbesitz der arabischen Familie sei auf 60 Acres zurückgegangen. Fakhri Bey erklärte dann: „Die Araber haben viele Gründe zu der Annahme, daß die Mandatsregierung unter jüdischem Druck steht. Sie befürchten, daß ihnen früher oder später nichts mehr von ihrem Lande bleibt und sie jeder Billigkeit zuwider zur Auswanderung gezwungen werden. Man macht uns unsere Taten zum Vorwurf. Wie konnten wir aber anders handeln? i Mam Die jetzigen Unruhen sind eine ganz natürliche Folge einer langen Politik der Verdrängung und des Unverständnisses. Die Araber werden jetzt den Kampf fortsetzen bis zur Anerkennung und Verwirklichung ihrer Forderungen. Sie werden mit allen verfügbaren Mitteln kämpfen, mit berechtigten und unberechtigten, gesetzlich zulässigen oder unzulässigen. * England muß die Sympathie des arabischen Volkes gewinnen, sonst werden die Araber nicht mehr auf der Seite Englands sein und auch politisch bei der nächsten Gelegenheit England als ihren Hauptfeind ansehen.“ Kurz=Nachrichten Geburtstagsglückwünsche des Führers für GeneralAdmiral Raeder. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, General=Admiral Raeder, anläßlich seines 60. Geburtstages am 24. April telegraphisch herzlichste Glückwünsche ausgesprochen. „Graf Zeppelin“ wieder in Friedrichshafen. Luftschiff„Graf Zeppelin“ kehrte am Freitag um 19 Uhr von seiner ersten Südamerikafahrt in diesem Jahre nach Friedrichshafen zurück. Um 19.15 Uhr landete es glatt. An Bord befanden sich 19 Fahrgäste. ter: Dr. Paul Dierichs(abwesend). StellverSchulte. Verantwortl. f. Politik: Rud. Foeklittt und Stadtteile: Adolf Wedi Haup: augee. treter: Haus Schu Kommunaspolltik und Stadttelle: Adoll,W Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterbal#####; Dr. Josef Schwermann, Wirischaft: Fritz Sc#gei: Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Hans Hbruberg, Anzelgen;„Kurt Schol#gg#pf, in Bochum. Berliner Schriftlettung: Michael.„# 6#3. Berlin=Karlshorst, Dönhoffstraße 19. Anruf Karlsvork,„Pi, Berliner Anzeigenvertretung: F. W Pempe., Charlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf Ö 1. Stelgpll 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen 8 Dierlc#, Bochum, Ruf 67551, 52 53.— Zur Zeit ist Preislst=###g, gültig, Nachlaßstafsel B.— DA 1rr. 36 über2.5, stunden der Schriftlettung wochentags außer Mittmags Samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für unverlaggug sendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückvor Die heutige Nummer umfaßt 58 Seiten Seite 3 Nr. 97= Bochumer Anzeiger Samstag Sonntag, 25./26. April 1936 hemmungen an fünf Straßenübergängen ein Ende bereitet würde. Das wäre doch endlich, endlich mal ein Anfang, dem das Hauptstück dann in absehbarer Zeit folgen dürfte! 1 Aufforderung an den April— Wä gäiht met noa Harpen?— Wünsche, die der Erfüllung harren— Bochum wird schöner April, du mokst et gar te dull, Du büst wuol rein des Dübels vull? Op Oustern leitst du us verfreisen, Am witten Sunndag ganz vereisen, Un dann de ganze Wiäke riägn— Segg, wost du us sou siägn? Mak, dat du futt kümmst, böise Gast, Süß krist de Wispelte op.n Bast! Es dat ne Art, us sou te foppen, Us alle Freide uttekloppen? De Bleimkes mokst du all kapott, Dä Kiärmeslü mokst du bankrott, Met Schuern, Schnäi driewst du dien Spielln, Rietst van de Böime dicke Twielln, Un schickst us Water tom Versupen— Segg, wost du bollt di nich verkrupen? Mak Platz diäm Mai un rut met di, All lange satt wi hewwet di! Liebe Mitverschnupften! Man soll ja eigentlich nicht vom Wetter reden aber dieser April zwingt ja dazu! Wie unmanierlich er sich aufgeführt! Hat mit Bosheit alles Hoffnungsgrün, das der März aufsprießen ließ, vernichtet, hat uns einen Schneesturm geschickt, wie ihn die ältesten Leute kaum je erlebt haben und hat in Gärten und Parks, in Anlagen und in den Wäldern getobt wie ein Wilder. Welchen Schaden hat dieser„Aprilzauber“ nicht angerichtet, ja selbst Menschenleben vernichtet! Und zum Ueberdruß dann noch Ueberschwemmungen! Der Kleingärtner wurde um manche Hoffnung bel#ogen. Großebohnen und Erbsen waren schon so nett gewachsen, manche Sämereien fröhlich aufgegangen. Und jetzt: Uebel mitgenommen wurden auch die Kirmesleute, di auf die große Osterkirmes so große Hoffnungen setzten. Wer mochte bei Schneestürmen und Regenschauern russelfahren oder mit der Luftschaukel sich in eisiger verlustieren? Wer mochte eine der vielen im März auferstandenen Eisstuben besuchen, wo ein warmes Würstchen eher dem Gaumen zusagt? Mit tiefer Sehr sucht blicken wir dem Mai entgegen— dann muß sich alles, alles wenden! Das Maiabendfest steht vor der Tür, und da erwarten wir, daß sich der April zuguterletzt doch noch von seiner besseren Seite zeigt. In Harpen rüstet mai Bochum ist unablässig bemüht, das Stadtbild zu verschönen. Die Fortschritte, die auf diesem Gebiet erzielt wurden, treten immer sichtbarer in Erscheinung. Wenn die nach dem Weltkriege geschaffenen Anlagen im Wiesental, im Grummer Tal und im Zillertal nun zu einem noch miteinander zu verbindenden Grünzug, der Stadtpark, Südpark und Weitmarer Wald, die Friedhöfe am Lohberg, am Heidnocken und im Havkenscheider Felde sowie die größeren Schrebergartenanlagen einbezieht, ausgestaltet werden, so wird damit etwas Großzügiges, etwas wirklich Schönes geschaffen, daß der Industriestadt Bochum einen freundlichen Anstrich verleiht. Die Auflockerung der Innenstadt macht weitere Fortschritte und Hand in Hand damit vollzieht sich, die Errichtung neuer gesunder Siedlungen in den außenbezirken— etwas, das erst möglich wurde, als das viel zu eng gewordene Gewand der Altstadt durch die Eingemeindungen erweitert worden war. Nun geht es, durch neue Impulse getragen, kraftvoll auf dem eingeschlagenen Wege weiter. Bochum wird schöner, wird stattlicher, gesunder! Dieses Ziel mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nachdrücklichst zu verfolgen, hat sich die Stadtverwaltung zur Aufgabe gestellt. Daß wir auch für Bochum noch durch andere Mittel werben müssen, wird nicht übersehen. Auch hier hat man neue Wege beschritten. Das Maiabendfest, das Schützenfest und andere große Veranstaltungen sollen als Volksfeste aufgezogen werden, die weithin ihre Anziehungskraft ausüben. In unserem herrlichen Stadtpark aber will mar ganz was besonderes bieten. Die Vorarbeiten sind im Gange. An bestimmten Tagen wird der nun ganz frei daliegende Stadtpark beleuchtet, Leuchtfontänen sprühen aus den Weihern in das abendliche Dunker, auf Tanzflächen im Freien sollen sich Terpsichorens Jüngerinnen und Jünger zum Takte der Musik drehen. Das wird eine Bombensache! Da es nun genug geregnet hat, darf man wohl damit rechnen, daß der Sommer sich von der besten Seite zeigt— um so wirkungsvoller kann sich dann auch Bochum von seiner beiffrenen Besergerznen dieser„Hoffnung entbietet seinen Neuen Lesern einen freundlichen Sonntagsor GHatlieh vom Tippelsberg. Stadt im Aufbruch 5385 Sou 10SPrEraunmn Dn. im Alter von 10 bis 14 Jahren im Deutschen Jungvolk Die Werbeaktion zur Erfassung der 10= bis 14jährigen für das Deutsche Jungvolk, beziehungsweise für die Jungmädel, die sich im ganzen Reich über den Zeitraum vom 19. bis zum 26. April erstreckte, geht am Sonntag ihrem Ende entgegen. Die bisher bereits vorliegenden Berichte lassen erkennen, daß sie sich überall zu einem erfreulichen Erfolg gestaltete. Ueberall marschierten die Jungen, und überall riefen ihre hellen Fanfaren die noch Außenstehenden auf, sich in die Reihen der Staatsjugend zu stellen. Hier, Großstadt Bochum, war der Erfolg dieser für die Pimpfe eigentlich schon von vornherein gesichert. Die verantwortungsvolle Arbeit an unserer Jugend im Jungbann 67, der das gesamte Gebiet Groß=Bochum erfaßt, hatte schon vor Beginn dieser Werbeaktion gute Früchte getragen. Die Jungen aus Bochum waren immer begeistert bei der Sache, und wer einmal mit ihnen hinausgezogen ist wer sie insbesondere in ihren großen Zeltlagern besucht hatte, dem wurde diese Stunde immer wieder zu einem schönen Erlebnis. Die Arbeit zur Erfassung der 10= bis 14jährigen im Deutschen Jungvolk in Bochum war bis zum Beginn der Werbeaktion schon so weit, daß von 10 544 Jugendlichen in Bochum hereits 9525 in den Reihen des Deutschen Jungvolks standen. Das waren 90,3 vom Hundert, also mehr als der Reichsdurchschnitt. Man brauchte daher für die Werbeaktion keine besonders großen Veranstaltungen, die ohnehin das mißliche Wetter dieser Woche nicht zugelassen hätte, und beschränkte sich darauf, in den Schulen für den Beitritt zum Deutschen Jungvolk zu werben. Die beste Werbung war dabei die der Jungen selbst, die von Mund zu Mund ging. Ihre,günstige körperliche Entwicklung, ihr frohes und freies Austreten und ihre blanken Augen sagten den Eltern ja ohnehin genug. So mehrten sich bei den einzelnen unterbannen in Bochum im Laufe dieser Woche die Anmeldungen der Jungen, die den Weg zur Staatsjugend bisher noch nicht gefunden hatten. Sie müssen alle die vorgesehene Prüfung für ihre Aufnahme in das Deutsche Jungvolk ablegen und werden dann eingereiht. Wir werden damit in Bochum zu einem noch höheren Prozentsatz Diese Jungen werden nun in den kommenden Monaten an der Arbeit zur Ertüchtigung unserer Jugend teilnehmen, sie werden aber auch die vielen Sommerfreuden genießen können, die Bochums Pimpfe jedes Jahr haben. Auch sie werden frohen und leuchtenden Auges hinausmarschieren in die Zeltlager, werden Kameradschafts= und Gemeinschaftsgeist zu spüren bekommen, wie die es schon erlebten, die seit Jahren zu den Pimpfen zählen. Die Sonntagsruhe am 1. Mai Welche Maßnahmen sind zugelassen? Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Der Herr Regierungspräsident hat für den Umfang des Regierungsbezirks Arnsberg folgende Ausnahmen von der Sonntagsruhe für die Feier des 1. Mai 1936 zugelassen: 1. Am 1. Mai ist die Beschäftigung von Arbeitnehmern mit der Herstellung, Anbringung und dem Verkauf von Grünschmuck im Gewerbebetriebe im Sinne von§ 1055 Abs. 1 und 2 der Gewerbeordnung(Gärtnereien, Blumengeschäfte usw.) während der Morgenstunden bis 10 Uhr vormittags zulässig. Das gleiche gilt für den Straßenhandel mit Grünschmuck. 2. In den Zeitungsdruckereien dürfen am 1. Mai schon von 6 Uhr nachmittags an Arbeitnehmer in dem Umfange beschäftigt werden, wie es für die rechtzeitige Herstellung der Morgenausgabe zum 2. Mai notwense G.„da 3. Der Vertrieb und der Verrauf von Zeitungen— — auch im Straßenhandel— ist am 1. Mai während des ganzen Tages zulässig. Nie ist es still in unserer Stadt. Die schmalsten Gassen und die breiten Straßen, die eng gepreßten Häuser in der Altstadt und die großflächigen neuen Bauten, die um den alten Kern Bochums aufgewachsen sind... sie alle wispern und wehen von den Stimmen, die das Leben unserer Stadt schufen. Das sind die Stimmen der ruhelosen Werke, jener Tag und Nacht bei gleißendem Licht durchhämmernden Fabriken! Das ist die in der Weite leis aufrauschende Gischt, mit der das Feuer aus unseren Zechenburgen und Hochösen zum dunkel aufschießt! Das ist das Rollen der schweren Lastkraftwagen und das Stampsen der in wartender Ferne verschwindenden Züge, auf denen die Erzeugnisse unserer Heimatstadt hinaus in alle deutschen Gaue, in fremde Länder und über Weltmeere fernhin zu neuen Erdteilen fahren! Die Stimmen leben in uns. Und oft spüren wir in unseren Alltagen oder in den lauten, aufgerissenen Nächten etwas von ihrer Stärke und Gewalt, die unsere Stadt groß machten. Das aber einzufangen, was sich an Schaffenskraft und blutnaher Arbeit unserer Heimat hinter den unwirklichen Stimmen der Werke Bochumer Industrie und Wirtschaft verbirgt, dazu soll die der heutigen Ausgabe beigefügte Sonderbeilage des „Bochumer Anzeiger“„Zwischen Schacht und Hütte“ dienen. Aus dem was war, und aus dem was wurde, kann jeder in diesen Blättern das Antlitz einer Stadt im Aufbruch finden. Einer Stadt, die in dröhnendem, von Eisenfunken umsprühten Marsch vorwärtsschreitet zu der Erfüllung ihrer einzigen Aufgabe: Arbeit für Deutschland. Eine neunzackige Esche beim Erbhofe Gustav Gruthoff in Bochum=Weitmar. Blitze und Stürme verschonten diesen Baumriesen Jahrhunderte lang, stolz reckt er noch sein Neue starke Aeste sendet der Stamm zur Höhe; sie beschatten das altehrwürdige Bauernhaus. das ration zu Generation Besitz der Familie Gruthoff im Nevel war. Das Alter der Esche wird auf 500 Jahre geschätzt. Der Stammumfang beträgt 3 Meter. Wenn inan inpsen umh Wie Rau Scha unnn=Siadipartbrater zum Empfang der Bochumer Gäste, die in hellen Ha fen zum Bockholt ziehen wollen, den Maibaum zu holen. Da möchte man doch die weißen Hosen nicht klätschnaß nach Hause bringen! Also, ihr lieben Harpener, di ihr ja näher beim Sonnenaufgang seid, sorgt dafür, daß die Wolken beiseitegeschoben werden und das Tagesgestirn vom blauen Gezelt heiter herabblickt auf das fri liche Gewimmel in Harpens uralten Gassen! Die Bochumer Junggesellen haben fleißig exerziert und werden euch einen Parademarsch hinlegen— so! Daß die Harpener Schützen auch nicht„ohne“ sind, das wollen sie wiederum beweisen! Die Zeiten, wo man die„Maikäls“ in Harpen mit schiefen Augen ansah, sind ja glücklicherweise längst vorüber— heute zeigt sich, wie eng Alt=Bochum und Harpen durch echte Schutzen= und Volksgemeinschaft verbunden sind. Das Maiavenofest verkörpert Heimatliebe und Vaterlandsliebe als Ausdruck wahrer Volksgemeinschaft. Wir wollen am guken Alten in Treue halten— aber auch am besseren Neuen uns erfreuen! Das gibt dann den rechten Einklang, wie es sich in dieser Woche in den schlichten Feiern zu Ehren unseres die ehrwürdigen Traditionen des deutschen Volkes achtenden und ihm neue Wege zur glücklichen Zukunft zeigenden Führers auch in unserer Stadt wiederum bewiesen hat. * Ob es nun wirklich in diesem Jahre noch etwas werden wird mit der Höherlegung der Gußstahlstrecke? Die Auflegung eines neuen Planes bedeutet nach den Erfahrungen, die gerade Bochum gemacht hat, noch lange nicht, daß nun tatsächlich etwas daraus wird. Zwar hat diesesmal die Reichsbahn versichert, daß sie ernstlich daran denke, noch in diesem Jayre mit den Arbeiten beginnen zu wollen— jedoch unter dem Vorbehalt, daß die Mittel dazu da seien. Für Bochumer Bedürfnisse sind die Gelder, wie wir zu unserem Leidwesen bemerken mußten, immer sehr schwer loszueisen gewesen. Wär's anders, dann hätten wir längst den Zentralbahnhof, der uns als dem gegebenen Mittelpunkt der Nord=Süd= und Ost=West=Verbindung gebührt. Nehmen wir aber diesmal an, das Geld für die Höherlegung werde durch Reichsbahn, Ruhrsiedlungsverband, Interessenten und Stadt so rechtzeitig beschafft, daß doch noch in diesem Jahre Ernst gemacht wird mit der Höherlegung der Gußstahlstrecke, wodurch endlich den immer unhaltbarer werdenden VerkehrsDas geht ja prima! Da sitzt Frau S Apparat fertig gemacht. Knips! Schon Bild fertig! Schwan. ist das Jetzt wird es aber peinlich. Herrn Schwan paßt das nämlich vor vicht, und schon kommt er anserannt. phot.: W. Nöthe. Die 500jährige Esche im Nevel Beginn des Gesellenwanderns am Sonntag in Bochum Am Sonntag, 26. April, vormittags 10.30 Uhr, findet in Bochum im Parkhaus die Verabschiedung der Wandergesellen des Gaues Westfalen=Süd statt. Der Beginn des Gesellenwanderns 1936 erfolgt zur gleichen Zeit im ganzen Reich. Zu der Verabschiedung der Gesellen in Bochum im Parkhaus sind alle Handwerksmeister, Gesellen und Lehrlinge eingeladen. Dem Maiabendfest entgegen Die Wiedergabe des großen Maiabendfilms am Sonntag vormittag 11½ Uhr in der Tonhalle, zu welcher Veranstaltung neben den Mannschaften der Junggesellenkompagnie und den Mitgliedern des Bochumer Bürger=Schützenvereins 1388 auch alle aus der Bevölkerung eingeladen sind, die den rechten Sinn für solche heimatstädtischen Veranstaltungen hegen, wird ein festliches Gepräge, auch durch eine Ansprache des Junggesellenhauptmanns Dr. Klute, erhalten. Der Sonntag bietet auch noch Gelegenheit zur Einzeichnung für die Beteiligung am Maiabendfest in den ausgelegten Listen, die am Sonntag nachmittag dann eingeholt wer den. Am Nachmittag erfolgt der letzte We Maiabendfest durch das Trommler= und Pfeiferkorps der Junggesellenkompagnie in den Straßen der Stadt. Der Werbezug wird vornehmlich das Stadtviertel der zweiten Schütenkonpagnie, die Gegend der Herner, „Was will der Kerl von meiner Frau?. von der Wiese und zurück auf ven Weg, zweibeinigen Scheusale hingehört Runter „o ihr Aufnahmen:..-Muthherr „Und nun mach bloß, daß Du nach Hause kommst, sonst werde ich Dir schon klar machen, wer in unserer Kinderstube was zu suchen hat!“ Wielttig für Mütter: Jede Mutter wünscht das Haar ihres Kindes so zu pflegen, daß es gekräftigt wird und als Schmuck bis zum späten Alter erhalten bleibt. Zur richtigen Kinderhaar=Pflege gibt es jetzt das neue Schwarzkopf„Extra=Zart“ mit Spezial=Kräuterbad(DRP. angem.). Schinnen, Schuppen, sprödes Haar und fettiges Haar lassen sich mit diesem Kinder=Schaumpon durch besondere Abstimmung wirkungsvoll behandeln mit dem Ziel, ein gesundes, kräftiges Haar und eine reine, den Haarwuchs günstig beeinflussende KopfWie„Extra=Mild" und„Extra=Blond“ ist auch Seite 4 Nr. 97„ Bochumer Anzeiger, Samstag, Sonntag, 25./26. April 1936 Dorstener Straße und die Umgegend des Kaiser=Friedrich= Platzes berühren. Am Montag abend geht dann im Saale des Schützenhofes das große Exerzieren der Junggeselkenkompagnie vor sich unter den Klängen des Musikzuges der SA.=Standarte 17. Der Reichssender Köln hat in seiner am Donnerstag abend gegebenen Wochenvorschau auch schon auf das traditionelle Bochumer Maiabendfest hingewiesen. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel zum Maiabendfest Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Ortsgruppe Bochum, wendet sich in einem Aufruf an ihre Mitglieder, in dem es wie folgt heißt: In diesem Jahre feiert Bochum das 548. Maiabendfest, und zwar am 30. April. Infolge besonderer Werbung muß wieder, wie im letzten Jahr, mit einem weit größeren Geschäftsverkehr gerechnet werden als früher. Man erwartet, daß die Zahl der auswärtigen Besucher besonders groß sein wird. Da gilt es zu zeigen, was die Bochumer Kaufmannschaft kann. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, soweit wie möglich zur Ausgestaltung des Festes beizutragen durch Beflaggen der Geschäftshäuser, Ausstattung der Schaufenster, wobei besonders auch die blauweißen Stadtfarben gezeigt und bei der Dekoration verwendet werden sollen. Am 1. Mai keine Postzustellung. Am 1. Mai(Tag der Arbeit), ruht die Postzustellung, abgesehen von der Eilzustellung auf Antrag des Absenders. Eine ausnahmsweise Zustellung auf Antrag des Empfängers kann nur soweit stattfinden, als es der Dienstbetrieb erlaubt. Außergewöhnliche Abholung von Postsendungen und Zeitungen ist an diesem Tage nicht zugelassen. Rund um den Wochenmarkt Eine Versammlung der Wirtschaftsgruppe „Ambulantes Gewerbe“. Schon seit einigen Monaten bemühen sich die Wirtschaftsgruppe„Ambulantes Gewerbe“, sowie Käufer und Geschäftsinhaber um die Zurückverlegung des Hauptwochenmarktes auf den Wilhelmsplatz. In der am Freitag abend im„Weißen Saale“ der Bürgergesellschaft abgehaltenen Versammlung der Wirtschaftsgruppe„Ambulantes Gewerbe“, die gut besucht war, machte Fachgruppenleiter Hagemeyer nach der Begrüßung die Erschienenen mit den bisherigen Verhandlungen bei den maßgebenden Verwaltungsstellen bekannt. Pg. Dobermann, der bei den Verhandlungen zugeben war, schilderte die Zustände des Marktes „In der Krimm“, und betonte, da die erhoffte Besserung nicht eingetreten sei. Dann berichtete er über die Verhandlung mit der Regierung in Arnsberg und den maßgebenden Stellen in Berlin. Seine Ausführungen lauteten optimistisch für die Händler. Pg. Dobermann richtete die Bitte an die Versammlung, Disziplin zu wahren und keine Verkehrsgefährdung aufkommen zu lassen und den Anordnungen der Verkehrspolizei immer Folge zu leisten. Pg. Rohde sprach hierauf namens der Wirtschaftsgruppe„Ambulantes Gewerbe“, dem Fachgruppenleiter Hagemeyer und Pg. Dobermann mit herzlichen Worten seinen Dank aus. Bewölkt und regnerisch Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr Die Witterung des ganzen Westens wird beherrscht durch die sich schnell abwechselnden kühlen und milden Luftmassen, die unserem Gebiet meist starke Bewölkung mit Niederschlägen bringen. Im Laufe des Tages ist nun wieder milde Luft aus Westen vorgedrungen, die das trübe und regnerische Wetter verursachte. Da ihr Zustrom auch noch weiter anhält, wird sich die eingeleitete Erwärmung fortsetzen. Es ist dabei noch weiterhin mit Niederschlägen zu rechnen. Aussichten für Samstag: Südwestliche, später westliche Winde bei meist bedecktem Himmel, fortschreitende Milderung mit leichten Niederschlägen. — Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Trüb und regnerisch. Freitag, 24. April Barometer 24 Uhr: 1558 Thermometer 3 Uhri### Zeiten für Sonne und Mond am 25. April: (0 Aufg..11, Unterg. 19.46; J Aufg..87, Unterg. Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Sruppendrene der Matschaten Inoffizieller Auftakt zum 348. Bochumer Maiabendfest Die Bochumer Maischützen sind da! Das war der Eindruck des Gruppenabends, mit dem das 548. Maiabendfest am Freitag abend im Traditionslokal Hahnefeld an der Hermannshöhe gewissermaßen seinen inoffiziellen Auftakt nahm. Einen so starken Besuch hatte, auch der größte Optimist nicht erwartet. Die Bochumer Jungen wissen eben, was sie ihrer Vaterstadt schuldig sind. 25 Offiziere, 18 Unteroffiziere und 110 Schützen stellten sich dem Feldwebel Möller, der mit sichtlicher Freude diese stattliche Zahl dem Oberleutnant Brukker meldete. In Reih und Glied, stramm ausgerichtet, stand die Kompagnie, als Junggesellenhauptmann Dr. Klute erschien, begrüßt mit den Badenweiler Marsch= klängen von dem„Heidorner“ Trommlerkorps und der SA.=Standartenkapelle. In einer kurzen, markigen Ansprache faßte er zusammen, was den besonderen Adel der Bochumer Maischützen ausmacht. Heimattreue, Disziplin und Kameradschaft haben immer die Träger der Farben„Blau=Weiß“ geziert. So wird es auch in diesem Jahre gehalten. Und wenn er zum Schlusse den Wunsch aussprach, daß die Bochumer Maischützen und darüber hinaus die gesamte Bochumer Bürgerschaft sich am Sonntag morgen um 11.30 Uhr zu der Filmveranstaltung in den Tonhallen=Lichtspielen einfinden möchten, um mit der SA.=Standartenkapelle und dem Männergesangverein„Einigkeit" das Bochumer Maiabendfest würdig einzuleiten, so sind wir gewiß, daß dem Mahnund Bittruf des Bochumer Junggesellenhauptmanns alle ohne Ausnahme folgen werden, da es gilt, sich enne Alt=Bochumer Tradition wurdig zu erweisen. En.rchen Sinne äußerte sich namens der ehemaligen Junggesellenhauptleute Junggesellenhauptmann a. D. Prinzenberg, der der Hoffnung Ausdruck gab, daß das diesjährige Maiabendfest ein vielversprechender Auftakt zu dem im Juli stattfindenden Bochumer Schützenfest sein möge. Dann wurde die übliche Gruppeneinteilung vorgenommen. Schnell war die Kameradschaft geschlossen. Mehr als einmal stieg das Bochumer=Jungen=Lied, mehr als einmal kreiste der Bierhumpen in feucht=fröhlicher Schützenrunde zum Zeichen dessen, daß auch das 548. Maiabendfest in zünftiger Alt=Bochumer Schützenart gefeiert wird. sierung auf die reine Verkaufstätigkeit durch gewisse Betriebsnotwendigkeiten sowohl als auch durch die besondere berufliche Einstellung eines Großteils des weiblichen Personals bedingt ist. Ausdrücklich sei bemerkt. daß die männlichen Berufsanwärter im Einzelhandel auf die volle Kaufmannsgehilfenprüfung verwiesen werden. Bei der Verkäuferinnenprüfung soll das allgemeine theoretische kaufmänische Wissen zugunsten der spezialisierten Anforderungen, welche die Praxis an eine tüchtige Verkäuferin stellt, zurücktreten. Besonderer Wert wird auf eingehende Kenntnisse in der Waren= und Verkaufskunde gelegt. Der mündlichen Prüfung wird eine kurze schriftliche Prüfung mit Aufgaben in der einer Verkaufskunde, im einfachen kaufmännischen Rechnen Im glei= und im einfachen kaufmännischen Schriftverkehr vorhergeben. Anmeldeformulare sind bei der Industrie= und Handelskammer zu Bochum, Scharnhorststraße 12, und bei den Ortsgruppen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel erhältlich. Alle Verkäuferinnen im Einzelhandel, die ihre Lehrzeit beendet haben, werden aufgefordert, sich bis zum 25. Mai bei der Industrie= und Handelskammer zu dieser Prüfung zu melden. Ueber die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt. Die Lehrherren mögen die in Frage kommenden Verkäuferinnen anhalten, sich der Prüfung zu unterziehen. Kart plandatsch inler niie Die Vereinigung für Heimatkunde als Hüterin unserer Mundart Nicht besser hätte die Vereinigung für Heimatkunde das Winter=Vortragshalbjahr abschließen können als mit dem gestrigen, ganz der plattdeutschen Dichtung gewidmeten Abend. Das lebendige Interesse aller Heimatfreunde bezeugte die erfreuliche Tatsache, daß nicht nur der große Saal des Ernst=Moritz=Arndt=Hauses dicht besetzt war sondern auch die Galerie. Der Vereinsleiter Burgermeister Ibing begrüßte die Erschienenen und dankte den Mitwirkenden für ihre Bereitschaft, diesen Abend zum Erfolge zu verhelfen. Vortragsmeister Kuhlmann(Wanne=Eickel), der Studienassessor W. Schürmann mit seiner wackeren Knabenschar, unterstützt von seiner Gattin, bestritten den Abend in ausgezeichneter Weise. Kuhlmann ist uns ja kein Unbekannter; man darf ihm nachrühmen, daß er ein Meister des Vortrags und wie kaum ein zweiter in den Reichtum, in die Pracht unseres lieben„Platt" eingedrungen ist. Einleitend gab er in Hochdeutsch einen kurzen kunstgeschichtlichen Abriß, in dem er darauf aufmerksam machte, daß immer in der Kunst, wenn sie Spitzen erreiche, Doppelgestalten auftreten— so im plattdeutschen Schrifttum Claus Groth und Fritz Reuter(Kuhlmann nannte als die bedeutendsten westfälischen plattdeutschen Dichter Ferdinand Krüger, Karl Wagenfeld, Wilh. Grimme, August Wibbelt— glaubte jedoch nicht, daß diese das echte bodenständige Platt richtig zum Ausdruck gebracht haben, zollte hingegen Anerkennung den Bochumer Heimatbüchern mit ihren mundartlichen Beiträgen in unverfälschtem heimischen Platt) Dann trug Kuhlmann das tiefsinnige Gedicht„Mien Moudersprok“ von Claus Groth vor, die rechte Ueberleitung zu den hierauf von der Knabenschar gesungenen Volksliedern„Wo ick to Häime bin“, die sehnsuchtsvolle Dichtung des im Kriege gefallenen Sauerländers Wilhelm Henke, und Christian Kochs reizendes Wiegenliedchen „Hilleken, stilleten, Oigekes tau", beide von Nellius, ansprechend vertont. Tief ergreifend der Abschnitt von Habermanns bitterster Stunde aus Reuters bekannter Dichtung, plastisch herausgemeißelt durch Kuhlmanns Vortragskunst. Herzlich dankbar war man auch für die von W. Schürmann mit sympathischer Stimme zu Gehör gebrachten Liedchen„Vom hohen Astenberg von Christine Koch,„Spinnlied",„Volkslied aus dem Paderbornschen",„Abendfrieden"(vertont von W. Meyer) und zuletzt das tragikomische Liedchen vom Hasen und vom Voß. In seiner Gattin hatte der Sanger eine feinsinnige Begleiterin auf dem Flügel. Von zarter Schönheit ist das Wiegenliedchen von Otto Wohlgemuth, das Kuhlmann nun vortrug, der dann mit des Bochumer Dichters Wilhelm Täpper„Sprekt plattdütsch met mie" und mit Karl Prümers„Wu Marieken fiene Mancern lährt“ auch heimische Dichter mit Ernst und trefflichem Humor zu Worte kommen ließ. Ganz köstlich wurde in Reuters„Hanne Nütes Abschied vam Härn Pastur" die lebensfrohe Gestalt des ehemaligen Jenenser Studenten herausmodelliert.„Die drei Sozialdemokraten“ sicherten Kuhlmann einen wirkungsvollen Abgang. Der Knabenchor, ausgezeichnet geschult, sang zum Abschluß ein neckisches Liedchen„Was'k use Jenne" und das altbekannte„Et gäiht nix üöwer de Gemütlichkeit". Das machte den Burschen Spaß— noch mehr den Hörern, die wünschten, solche Abende öfter erleben zu können. Der Vereinigung für Heimatkunde sei Dank gesagt für diese Gaben am Schluß eines inhaltreichen Winterhalbjahrs. ap. Beethoven=Abend Vorsicht mit eidesstattlichen Versicherungen Wie man sich„estfähten Tamt Bittere Lehren aus Bochumer Gerichtssälen Theatergemeinde Kunstfreunde.=Altenbochum Wir laden unsere verehrten passiven Mitglieder zur 2. Jahresveranstaltung am Sonntag, 26. April, abends 8 Uhr, im Saale Lehmkuhl, herzlichst ein. Zur Aufführung gelangt: „Altwestfälische Bauernhochzeit“ von K. Wagenfeld Stadttheater: Samstag 19.15 Uhr: Faust I.— Sonntag 20 Uhr: Zahlende Gäste. Ev. Vereinshaus: Sonntag 17 Uhr: Konzert des NS.=Volkschors: 20 Uhr: Winzerliefel. Städtische Gemäldegalerte: Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Böbestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Eintritt: Sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Felertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Berggewerkschaftstasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr, Samstags von 15.30 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Eine Nacht an der Donau. Apollotheater: ab 15.40 Uhr: Kirschen in Nachbars Garten. Capitol: ab 15.15 Uhr: Rendezvous in Wien. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Liebeslied. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Die Pompadour. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Sisenka Rasin. Lichtspielhaus: ab 15.30 Uhr: Mazurka. Odeon: ab 15.30 Uhr: Bengalt. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Bengalt. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die selige Exzellenz. Unterhaltungs= Ehrenfelder Bierhaus Café Fuchs=Grünewald Sportsbeim P. Müller Gaststätte Neuhaus Partbaus im Stadtpark Restaurant Schäfer und Gaststätten: Tonhallen=Gaststätte Konzerthaus Schlütter Restaurant Zum Ritter Restaurant Zum Wiesental Rest. Gottschalt,.=Westenfeld Der Eid ist eine Handlung zur Erforschung der Wahrheit vor Gericht. Wer den Eid verletzt, läuft Gefahr, ins Zuchthaus zu kommen, seine Ehre zu verlieren, der Verachtung seiner Mitmenschen und dem Elend anheimzufallen. Trotzdem wird gegen die Eidespflicht immer noch oft genug verstoßen, obgleich die Gerichte die Zahl der Eide wesentlich einschränken. Die laufende Schwurgerichtsperiode beschäftigt sich zur Hauptsache wieder mit Meineiden. * Heute soll aber nicht von Eiden gesprochen werden, sondern von„eidesstattlichen Versicherungen“, wie sie vielfach im Zivilprozeß, hin und wieder auch im Strafverfahren benutzt werden. Zum Beweise irgendeiner Behauptung wird von der einen Partei eine eidesstattliche Versicherung beigebracht, in welcher ein Zeuge, der noch nicht vor Gericht erschienen ist oder nicht erscheinen will, schriftlich versichert, daß er das und jenes gehört habe oder diese oder jene Beobachtung gemacht hätte. Wenn schon gegen die Wahrheit noch immer gesündigt wird, beim heiligen Eide unter Anrufung des strafenden Gottes, wie viel größer sind dann die Gefahren bei einer bloßen„eidesstattlichen Versicherung“, mit der man einem Freunde oder Bekannten eine Gefälligkeit erweisen will. Wie kann eine solche Erklärung„formuliert", für den Zweck„zurechtgemacht", sozusagen„frisiert" werden, ohne daß der Richter, dem dann eine solche Bescheinigung vorgelegt wird, es ihr überhaupt ansehen kann, wie sie zustande kam und welche inneren Mängel sie hat. * Es haben sich in der letzten Zeit vor den Bochumer Gerichten mehrere Prozesse abgespielt, in denen die Unzulänglichkeit solcher Erklärungen an Eides Statt geradezu niederschmetternd klar wurde. Ein Fall betrifft ein Ehepaar aus Stiepel, das kaum lesen und schreiben kann, dem aber eine bereits fertig gemachte Erklärung zur Unterschrift vorgelegt wurde(Fall Degener). Diese beiden Leute haben dann auch törichterweise auf Bitten und Drängen der Ver= und Besucherin unterschrieben, obgleich sie mit der in der Erklärung enthaltenen Sache und den beteiligten Personen gar nichts zu tun hatten! Wenn nun der Charakter einer solchen Erklärung nicht erkannt wird, muß das auf einer solchen Erklärung beruhende Urteil natürlich falsch sein. Eine eidesstattliche Erklärung darf und soll stets nur ein Behelfsmittel sein, das im Notfalle angewendet wird, wenn es nicht möglich ist, die Zeugen persönlich durch den Richter zu befragen. * In einer vor einer Zivilkammer schwebenden Streitsache einer Tochter gegen ihren Vater war derart mit „eidesstattlichen Versicherungen“.„gearbeitet“ worden, daß der Vorsitzende eine solche Maßnahme öffentlich geradezu als Unfug bezeichnete. Die Tochter, die mit diesen„herangeholten“ Erklärungen die Zeugenaussagen vorher festlegte und damit den Prozeß zu gewinnen hoffte, hat den Streit gegen den Vater verloren, weil sich bei der folgenden eidlichen Vernehmung der Zeugen dann herausLstellte, daß der oder jener nicht mehr ganz zu dem Wortlaut seiner Erklärung stehen wollte. Eine Zeugin hatte infolge schwerer Gewissensbisse, die sie auch ihrem Pfarrer beichtete, dem Gerichte schriftlich mitgeteilt, daß sie nicht mehr zu ihrer schriftlichen Erklärung stehen könne, dieses oder jenes Gespräch gehört zu haben, nach welchem der Streitgegenstand, ein Piano, der klagenden Tochter von ihrem Vater geschenkt worden sei. Dieses Klavier sollte der Vater, der nach dem Tode der ersten Frau wieder geheiratet hatte, herausgeben, was er aber verweigerte. * Welchen Wert oder Unwert solche Erklärungen haben, das geht aus den beiden Beispielen klar hervor. Man muß sich aber auch einmal vergegenwärtigen, welche Gefahren und Unannehmlichkeiten den Zeugen dann erwachsen, wenn ihre eidliche Vernehmung erfolgt. Ein solcher Zeuge wird dann leicht unglaubwürdig und der„Fall“, dem seine Erklärung eigentlich dienen sollte, geht schief. Vielleicht wäre wegen des Klaviers die Tochter erfolgreicher gewesen, wenn sie mit den eidesstattlichen Versicherungen sparsamer gewesen wäre, wenn sie nur die Namen der Zeugen genannt hätte und die Fragen, zu denen sie gehört werden sollten. Die Vernehmung selbst tut besser und klarer der Richter. Die mitgeteilten Beispiele sind so schlagend, daß wir glaubten, sie zur allgemeinen Warnung vor falschen Wegen im Prozeßverfahren hier ausführlich mitteilen zu sollen. M. F. In Sicherungsverwahrung Drei Jahre und drei Monate Zuchthaus waren die letzte Strafe für den aus der Gegend von Bochum stammenden 39jährigen Alfred Schröder, gegen den die Staatsanwaltschaft Dortmund die nachträgliche Anordnung der Sicherungsverwahrung beantragte. Seine Diebsfahrten führten ihn nach Dortmund, Essen, Bielefeld, Unna, Hannover und Recklinghausen. Durchweg handelte es sich um beutereiche Geschäftseinbrüche die er mit Nachschlüsseln und Stemmeisen begangen hat. So kam er bereits im Jahre 1922 das erste Mal ins Zuchthaus und seit dieser Zeit hat er insgesamt 11 Jahre im Gefängnis oder Zuchthaus zugebracht. Zweimal gelang es ihm, aus der Strafhaft auszubrechen, um dann sofort wieder schwere Einbruchsdiebstähle zu begehen. Die Strafkammer verfügte die Sicherungsverwahrung, da dieser Angeklagte auch bei seinen Angehörigen keinen Halt mehr finden könne. Verkäuferinnenprüfung bei der Industrie= und Handelskammer zu Bochum.— Meldeschluß: 25. Mai 1936. Nachdem die Kaufmannsgehilfenprüfung als bedeutsames Mittel zur Hebung des Ausbildungsstandes der Wirtschaft sich durgesetzt hat, soll nunmehr auch den Verkäuferinnen im Einzelhandel während der Lehrzeit ein naheliegendes Berufsziel gestellt werden. Zu diesem Zwecke veranstaltet die Kammer für diejenigen Verkäuferinnen, die eine ordnungsgemäße Lehrzeit beendet haben, besondere Verkäuferinnenprüfungen. Die Kammer geht dabei von der Erkenntnis aus, daß der Beruf der Verkäuferin ein besonders gearteter, vom Beruf des sonstigen Kaufmannsgehilfen unterschiedlicher ist. Man kann nicht verkennen, daß im Einzelhandel die SpezialiMan wird dem In=der Au-Trio zugestehen müssen, daß seine Kräfte mit Ernst und Eifer bei ihrer Aufgabe sind und um soliden Aufstieg sich mühen. Davon zeugt sowohl die spürbare und nicht vergebliche Selbsterziehungsarbeit wie das Bestreben nach inhaltlichem wie darstellerischem Niveau der öffentlichen Abende. Es wäre aber verfehlt, durch ehrgeiziges Wollen die Jahre notwendiger Reife vorzeitig zu unterbrechen und künstlerisches Verlangen über das vorläufige Können zu stellen. Ein Abend nur Beethovenscher Werke verlangt ein Höchstmaß von musikalischem und— was ebenso wichtig ist— geistigem Vermögen und stellt auch an erfahrene und reife Künstlerschaft spät erst zu erfüllende Forderungen. Es ist zu bekannt, daß gerade auf kammermusikalischem Gebiet die technische wie geistige Bewältigung Beethovenscher Sprache außerordentlich verantwortungsvoll ist und auf einer Spielkultur und musikalischen Intelligenz wie menschlicher Reife fußen muß, die bei jungen Leuten nur in Ausnahmefällen überzeugend vorhanden sein können. Gewiß war der tüchtig erarbeitete Vortrag der Darbietenden Vilma in der Au, Josef Zbick und Alfred Hülsemann anerkenntlich in der verhältnismäßig sauberen und gur abgestimmten Wiedergabe, aber Beethoven, auch ein Werk wie das populäre=dur-Trio, wird mit der korrekten Aufführung allein nicht erschopft. Daß neben der gründlichen Pianistin auch der Geiger erfreuliche Fortschritte macht und besonders der Cellist Hülsemann sich sehr versprechend entwickelt, sei ebenso gern anerkannt, wie die strebsame Arbeit und der für den Entwicklungsstand der Ausübenden sehr anständige Grad der Wiedergabe eines an sich geschickten und interessanten Programms, das Anton Zbick in lebendigem Vortrag und mit einer für den Raum des Parkhotels wohl zu erheblichen Entfaltung seiner großen Mittel in künstlerisch sehr gereifter Art durch stark beifällig ausgenommene Gesangsgaben erweiterte. 6. Führer=Geburtstagsfeier des Sturms 33 R17. Der Sturm 33/R17 trat am Geburtstag des Führers in seinem Heim zu einem feierlichen Sturmappell an. Nach den Eingangsworten des Sturmführers Nickel, der die an diesem Tage ausgesprochenen Beförderungen bekannt gab, ergriff Sturmbannführer Witt das Wort und schilderte in seiner lebhaften und zündenden Art das Wesen und die Taten des Führers. Begeistert stimmten die Sturmmänner in das ausklingende dreifache Sieg=Heil auf den Führer ein und gelobten auft neue ihre unerschütterliche Treue. An den Sturmappell schloß sich ein vergnüglicher Kameradschaftsabend an, zu dessen besonderem Gelingen die vom Trupführer Limmer schwungvoll dirigierte Kapelle, die meisterhaft vorgetragenen Posaunensolos des Sturmmannes Fricke und ein Vortrag des Sturmmanns Winkler beitrugen. Aus den katholischen Pfarreien. Die Eucharistische Ehrengarde St. Georg der Pfarrgruppe von St. Antonius veranstaltete am Donnerstag abend im Antoniussaal aus Ankaß ihres Patronatsfestes eine schlichte Feierstunde. Nach einem Harmoniumvortrag sprach Pfarrgruppenleiter Johannes Werth das Grußwort. Nach einem ehrenden Nachruf für den verstorbenen Kommandeur der Groß=Bochumer Ehrengarde Hubert Wirtz gedachte das Mitglied Haupts auch des verstorbenen Pfarrgruppenmitgliedes Siegmann. Nach einer religiösen Lesung„Der größte Beter“ gab Pfarrgruppenleiter Werth einige geschäftliche Mitteilungen bekannt und wies besonders hin auf das Patronatsfest der Groß=Bochumer Ehrengarde am morgigen Sonntag im St.=Elisabeth=Hospital. Mit dem St.= Georgs=Liede klang die Feierstunde aus.— Der Vinzenzverein Groß=Bochum, der 48 Pfarrkonferenzen umfaßt, hält am morgigen Sonntag in der Bürgergesellschaft seine Generalversammlung ab. Morgens halten die einzelnen Konferenzen in ihren Pfarrkirchen gemeinsame Osterkommunion.— Für die Jungmädchen=Gemeinschaft„St. Lydia“, Bochum=Altstadt findet am Sonntag in der Kapelle der Herz=JesuSchwestern am Südhellweg ein religiöser geschlossener Einkehrtag statt. Die Leitung liegt in den Handen von Pater Siebers aus Hamm, der in mehreren Vorträgen das Thema behandeln wird:„Der Altar, der Mittelpunkt des Lebens." Der Einleitungsvortrag ist bereits heute abend.80 Uhr. Der Sonntag wird eröffnet mit einer Gemeinschaftsmesse in der Kapelle um.30 Uhr. Die Vorträge werden durch eine Mittagspause unterbrochen. Die Bodentreppe hinabgestürzt. Ins Krankenhaus eingeliefert wurde am Donnerstag abend der auf der Schützenstraße wohnende Invalide M. Bei Aufräumungsarbeiten auf dem Bodenraum stürzte er die Treppe hinab, wobei er einen Armbruch und Koviverletzungen erlitt. Aus der ASDAp. Sportamt Bochum Tagesplan für Samstag, 25. ApriKörperschule nur für Männer von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle des Reformrealgymnasiums in Bochum=LindenDablbausen., 1 Jugr Tenmieson. 4 Hallentennis in Herne ab 15 Uhr, Tennishalle auf der Schachtanlage Von der Heydt, Herne, Haltestelle der Linie 8 Bahnhof Herne. Tagesplan für Sonntag, 26. April Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 10 bis 12 Uhr, Sportplatz„Am Pappelbusch“, Altenbochum. Die Teilnehmer des Reichssportabzeichen=Kursus sonntags in der Zeit von 9 bis 11 Uhr auf dem Sportplatz„Am Pappelbusch“ werden darauf hingewiesen, daß der Kursus kommenden Sonntag, 26. April, ausnahmsweise ausfällt. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 8 und 14.) M W M este Nr. S i Bochemer Anochon: Sanstad Somtos. 15. Hf. Kurt 1956 7 K72 PPWerr.bu /8 zum Brückenrand— da tauchten gelbe Gestalten auf. die durch die Pfeiler geborgen gewesen waren und sich schnell zu einem neuen gefährlichen Angreiferknäuel verdichteten. Der Hüne packte noch einmal blitzgleich zu — schlug den nächsten Gegner mit seinem Ring, faßte ihn mit der Linken am Gesäß, warf ihn über die Brustwehr— und so auch einen zweiten. Aber mit dem dritten stürzte er selbst in den dunkeln Kanal hinunter... Im Augenblick des Falls hörte er noch so etwas wie das Schrillen von Polizeipfeifen... Copyright by Rowohlt Verlag, Berlin, durch: Verlag Presse-Tagesdienst, ebung, Achtung, dos Pgshuster, Welfahrenden, Schazüucher, Händelsucher, Liephater.— und ertermgz der Stüichgritte, f, guggesta zu sein scheintl., Beinahe bis in unsere Tage reicht doch auch der Kopaliere lüng.—„esorvez,aran von Beltheim, der jahrzehntelang eine das tolle Leben dieses 2.d w /9 J. u sehparze Mann“ aler Pfahlbürger gewesen ist. Dies toll bestelle t.— Noch einnal sebt ber de Gonzgste haz gnziep ote das Blut lann einem stocken angeschs wirbeln durcheinanger— ein Erzinh Epannungsgeladenheit— und wir bestaunen in diesen Sünen vin seden“Zahrhunderkenur einmal erlebt., vielleicht erseh *** In eintel Bal in Singareit “ ayare und 1h—e der Welt zu löschen Ver draußen beol lodwie Kurtze alias Baron.Veltheim. Wagandienst Berlin W 35. zwanzigjährige blonde Hüne, der sich zu weit vo Erwachen im Spital Zwei junge Seeleute bummeln durch Singapore und landen nach dem Besuch von mancherlei Kneipen im chinesischen Viertel. Sie sind riesig fidel und singen lauthals, was immer die Kehlen hergeben— vor allem der eine, größere brüllt vor Wonne und Lebenslust wie ein urweltliches Tier Knapp Zpggzie,Zohggist der Junge alt, aber ein Hüne von Gestalt, fast 1,90 Meter groß, mit einer Brust, breit wie ein Schanzdea, über zwei Zentner schwer, blonder Schopf. blitzende blaue Augen, scharfe Adlernase— das muß ein wahrhafter Held in jeder Schlacht sein und ein Abgott aller Frauen, das Urbild eines hundertprozentigen Mannes, das achende Abentener in Verson. a, Burch gi. Schutzi. Schaukelnd und brüllend ziehen sie durch die schmutzigen verwinkelten Gassen, landen in einer neuen Bar. Und sie haben Glück— was sie so Glück nennen: stolpern zweibeinig mitten hinein in ein Abenteuer nach Puppenfidel ist es in dieser Bar: zwei stockbesoffene englische Schiffsoffiziere waren hier schon eingedrungen, hatten bei dem chinesischen Besitzer und Barkeeper ihre ebenso verwegen wie mystisch zu mixenden Cocktails, br. stellt, mit denen der Bezopfte einfach nicht zurande kam — worauf sie hinter die Theke stürzten, den Gelben über den Bartisch und zu seinem, eigenen Lokal hinaus waren und nun vor den Regalen ein Jonglieren. anz; huben mit Gläsern und Schnapsflaschen, daß es eine Pracht war. Und dies Hallo, als die beiden neuen, ebenfalls alles andere als nüchternen Seeleute ausgerechnet in dies Lokal stolpern—: „Hallol go oni come in!“.4 Und den Neuankömmlingen purzeln und dröhnen die Faschen entgegen, ein Zechen zu vieren hebz, grg al gelte es, mit Rum und Schnaps alle feuerspeienden Lulkane der Welt zu löschen. Von draußen beobachtet scheu der chinesische Lokalbesitzer diese Orgie, sieht seine kostbaren Vorräte schwinden in den unersättlichen Kehlen dieser teuflischen Weißen— sieht sich total ausgeraubt und verarmt, stößt ein heulendes Wimmern aus, verhüllt für kurze Sekunden sein Angesicht— aber dann setzt er sich in Trab, stößt wie ein Reiher durch die verwinkelten Gäßchen, kreischt absonderliche Rufe Und diese Rufe wirken wie Posaunenstöße zu einem unheimlichen Appell: Im Nu ist das ganze Viertel rebellisch und verrückt geworden, immer mehr, Bezopfte hängen sich an die Fersen des heulenden Barwirts, Messer blitzen, Bambusstöcke werden drohend geschwungen, ein ganzes kriegsstarkes Bataillon wälzt sich gegen die Kneipe, in der wie vorweltliche Riesen die vier stockbetrunkenen weißen Seeleute unter den Getränken wüten—— „Durchbruch— marsch, marsch!“ „Ver= ver= ver=dammt— was ist denn dddda los, da drauben..ig, Pgnbe Hüne ist der rihe. Der zwanzigjahrige vlonde Hune ist der erste,? etwas von der Gefahr merkt, obschon auch er seine Zunge längst nicht mehr so richtig im Zaum hat. Die vier lassen sich herbei, nachzuschauen, was der Lärm vor dem Lokal zu bedeuten haben möge— und da sehen sie auch schon, daß sie von der gesamten bewaffneten Männlichkeit des Chinesenviertels von Singapore regelrecht belagert werden, daß man ihnen elend an den Kragen will— daß es einfach ums Leben geht! Schon fliegen die ersten Steine gegen sie. heimtückisch geschleuderte Messer durch die Luft— der erste, der in die linke Schulter getroffen wird, ist der zwanzigjährige blonde Hüne, der sich zu weit vorgewagt Na, er grinst vor sich hin. Er tritt das Messer, das ihn verwundete, verächtlich beiseite: pfui Teufel, das ist keine Waffe für einen ehrlichen Mann!— Geht gemütlich an den Bartisch und gurgelt zu letzter Stärkung einen letzten ausgiehigen Trunk.„Dann macht er den Gefährten kurz und bündig seine Vorschläge— und die nicken begeistert und erkennen ihn neidlos als Führer an, obschon er der jüngste ist. Er tritt denn auch unter die Tür, schnappt sich, als seien es Fliegen, mit seinen Bärenpranken ein paar von den Gelben, entwindet ihnen die Bambusstöcke und wirft die zappelnden Individuen dann gemächtlich in den Hauz fen ihrer heulenden Landsleute zurück.— So, jetzt ha ein jeder der vier Belagerten einen handfesten Knüppel; einen Schlagring trägt sowieso jeder ehrliche Seemann in der Tasche, also heraus damit und ihn über die rechte Faust gezogen, den Knüppel in die Linke genommen! So— und nun—..., werschl. Aurral: „Durchbruch!— Marsch, marsch!— Hurra!“ Gigantenschlacht im Chinesenviertel Noch Jahrzehnte später haben sich die Seeleute an den gelben Küsten von dieser Gigantenschlacht im chinesischen Viertel von Singapore erzählt. Es schien, als seien die vier weidlich bezechten Europäer mit einem Schlag nüchtern wie geschworene und geborene Temperenzler geworden—: sie drangen durch die Tür der Bar, sie warfen sich in die quirlenden Haufen der Chinesen, sie spritzten durch die Gassen, wütend unter den Gegnern wie einst Don Quichotte unter besgsgchäfg. Das ganze Viertel war im Nu ein rasendes Sgiggpeg. die Schädel krachten, die Münder brüllten, die Messer blitzten, die Leiber wankten, Körper stürzten, Blut floß — so schlugen und kämpften sich die vier vorwärts, von beTatfächlich wichen mit scheilen„ijahl“ die Chineas eshche s ace eche b e ßen mit Backsteinen, trafen besser mit den geschleuderten So ging es eine halbe Stunde in wildem Toben. Aber dann folgte eine Erschöpfungspause. Der Führer der kleinen Rotte, der zwanzigjährige blonde Hüne, fand sich blutüberströmt, wenn auch bei voller Besinnung, mit zerfetzter Kleidung am Kanal wieder, dicht vor einer Brücke. Hinter dieser Brücke begann das Europäerviertel, und gerettet war, wer über diesen Kanal geSchon schleppte sich der Hüne, den Genossen voran, in der kaum beleuchteten, plötzlich jäh einsamen Straße Irgendwer mußte den Hünen aus dem Kanal herausgefischt haben. Jedenfalls kam er flüchtig zum Bewußtsein, als irgendeine Stimme auf englisch fragte: „Lebt er noch?“ — und eine zweite antwortete: Glaub' ich nicht; sieht ja doll aus, der Kerl. Aber man kann nie wissen. Gleich wird ja die Ambulanz Der Hüne wollte noch energisch protestieren, daß man ihn etwa zu den Toten zähle— da schwand auch schon wieder sein Bewußtsein... Nach einer ganzen Reihe von Tagen kam er wieder zu sich in irgendeinem Spital. Nach mancherlei Befragungen der Aerzte und Wärter erfuhr er endlich, was mit ihm los sei:— schwere Gehirnerschütterung, Messerstiche, in die Schenkel und Arme, Beulen am ganzen Körper... und so fort...—.1 Na, das war ja nichts Ernsthaftes— wenigstens für den blonden Hünen nicht! Auch sein Genosse auf der herrlichen Sauffahrt war leidlich davongekommen —: ein Stoß mit einem Kris, der auf sein Herz gezielt hatte, war an einer Rippe abgerutscht. Unheimlich zerfleischt dagegen war der eine der englischen Schiffsoffiziere, die in der chinesischen Bar das herrliche Fangballspiel mit dem Besitzer und dann mit der Fülle der Schnapsflaschen gespielt und dadurch die ganze tenschlacht heraufbeschworen hatten— und der andere Nach seinen Personalien befragt, gab der blonde Hüne im Spital regelrecht und vollkommen wahrheitsgemäß an: Leichtmatrose Ludwig Kurtze Und als Ludwig Kurtze ist er auch geboren worden, dieser tollste Abenteurer den zumindest seit einem halben Jahrhundert die Welt gesehen hat, dieser rasende Roland, Ritter ohne Furcht, wenn auch, weiß der Himmel, nicht ohne Tadel, dieser Mann der tausend Berufe, dieser Hans Dampf in allen Erdteilen, dieser Goliath und Gargantua, der mehr als einmal den Globus als wildeste Menschensensation beschäftigte... Im braunschweigischen Harz ist er zur Welt gekommen, Sproß einer alten Försterfamilie, der von jeher das Abenteuer im Blut saß. Sein Vater schon war ein bildschöner, riesenhafter Kerl, Revierförster des Braunschweiger Herzogs, dessen mächtiger Günstling der Graf Werner von Veltheim war, Hofjägermeister und Majoratsherr auf Harbke— der Name Veltheim aber sollte seltsamerweise erst durch unsern Helden, den höchst bürgerlich geborenen Ludwig Kurtze, Weltruf erlangen! Die Mutter, eine bescheidene Pastorentochter, starb dem Ludwig und seinen drei Geschwistern früh; der Vater folgte ihr anderthalb Jahre später ins Grab nach. Die Verwandtschaft kümmerte sich vor allem um den Ludwig nicht sonderlich: der kam ins Braunschweiger Waisenhaus.(Fortsetzung folgt.) i dien abd Scbaecr der verchbtuhen vt## Wolen Die Wirisenmmen VhPUh! Wirtschaftlichkeit ist eine Frage der Konstruktion und Fahrweise Die wirtschaftliche Konstruktion ist Voraussetzung für wirtschaftliche Fahrweise. Letztere ist abhängis von vielen Einzelfaktoren, die zu kennen und zu beherrschen„wirtschaftlich fahren“ heißt. Die Ingenieure der Adler=Werte kennen die Erfordernine der wirtichattlichen Bauweile, die„wirtichaftliche Fahrweise“ nun war Gegenstand eingehender fahrtechnischer Versuche. tn Wirtschaftlichkeit in der Konstruktion verlangt: (1) Sünstiges Gewicht daher geringer Verbrauch, — g u t e B e s c h l e u n i g u n g (2) Richtiges Verhältnis zwischen Triebraum und Nutzraum einschl. Gepäck (8) Sichere, erprobte und dauerhafte Bauweise (D Zuverläftigkeit und höchste Qualität aller Teile ssssananamm 85 25 Motor-Orchzah kthm#### ge Brennsoslverbrauch in lw. wochm# 7# Anzahl der Schalnuges#e ühm 2 urund beche Gudicht dier feie Bechur unr dr Aüinr Gerstehntendeurtihen vrn 30000 Em Ablen-Tkömrs-Jowfoi-Wabertahr! Grennftofverbrauch(Gemich) aut uohmim Durchüchmir, g. 2c.xr. I Seie Chalungen, anot Rupolungen ne ne ud de ur eunenengungenrenchen Genasernierbungn enenrruigtet Fresotterenernen beanbrichuns ereuten uchheber.,„Aung über soguohm.-(elchr normater Gerieb) R b.08 der friebwerhez und rabroersape, Vie brem), Mageng einschl. Kundendlenst, Regaraturen und Kelenverschleis für 2o hm##.IVI.08 iu Autendunsen ür intznobsltuns be.„.. sricherung und in umn Alenmaurichen acezs enhalten. Der Baorrndunern ür fache- und beromenennntus—.—.. ADLER TRuMTF-JnKiOR-ADLER TROMTF·ADLEN Die Wagen großer Leistungen! gern, wirtschaftlich zu fahren, verlangen Sie unseren„Technischen Ratgeber“ Wir delten Ihnen 9.„, u eemn e ensen ein m en uresier duns Aunun ces W N A## M Seite 6 Nr. 97 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 25./26. April 1936 Und trotzdem: Die Welt sitzt auf einer jahresernte kaffee Das wichtigste Kaffeeland der Welt ist Brasilien. Im Jahre 1935 hat die brasilianische Kaffee=Ernte schätzungsweise 20 Millionen Sack betragen, zu denen sämtliche übrigen Kaffee erzeugenden Länder nur weitere neun Millionen Sack beisteuerten. Die Absatzlage für den Kaffee hat sich in den letzten Jahren wenig erfreulich gestaltet. Das wichtigste Abnehmerland, die Vereinigten Staaten von Amerika, ist mit Kafseevorräten überlastet. Gleichzeitig verhindern in einer großen Anzahl europäischer Länder Devisenbewirtschaftung und Einfuhrkontingentierung eine Einkaufstätigkeit im früheren Rahmen. Natürlich drückt eine solche Marktsituation auf die Preisbildung. Die für die ganze Welt maßgebenden Newyorker Notierungen sind bei geringen Erholungen, die sich bei näherem Zusehen stets als wenig dauerhaft erwiesen, in der Generaltendenz unablässig gefallen. Vernichtungsseldzug abgeblasen Bis Ende 1934 hat Brasilien einen großen Vernichtungsfeldzug gegen die überhängenden Lagerbestände geführt. Mehr als 34 Millionen Sack sollten ins Meer geschüttet, verbrannt oder auf andere Weise aus dem Wege geschafft werden. Von solchen Methoden erhoffte man bis Mitte 1935 eine radikale Lagerräumung. Inzwischen aber ist die leidenschaftlich begonnene Vernichtungsaktion unter ihrer unerträglichen Kostspieligkeit zusammengebrochen. Die Brasilianer haben mit ihrer Kaffeeverteidigung genau so ungünstige Erfahrungen gemacht, wie die übrigen Staaten mit ähnlichen Valorisationsmaßnahmen, die sich auf Weizen, Tee, Gummi, Kupfer usw. erstreckten. Künstliche Preiskorrekturen waren nach dem Zusammenbruch des internationalen Rohstoffmarktes eine Zeitlang die große Mode. Aber das Manöver hat mit Fehlschlägen auf der ganzen Linie geendet. Die allzu heftig angezogene Preisschraube ist bald überdreht und ausgeleiert. Immer wieder bietet eine staatlich gestützte Preistreiberei spekulativen Außenseitern in irgendeinem Winkel der Welt willkommenen Anlaß für eine zusätzliche Produktionsausdehnung: oder es erfolgt eine Abwanderung des Bedarfs in Richtung auf benachbarte Surrogate, sofern nicht künstliche Ersatzstoffe den Kampf mit dem Naturprodukt aufnehmen und ihm den Markt abjagen. Auch die brasilianische Kaffeestützung hat schließlich mit starken Anbauerweiterungen in Mittelamerika und Afrika geendet. 29 Millionen Sack zuviel Weil sich der Vernichtungsfeldzug als Versager erwies, ist das größte Kaffeeproduktionsland der Welt in das neue Erntejahr mit erheblichen Restbeständen eingetreten, die von zuständiger Seite auf 19 Millionen Sack veranschlagt werden. Hinzu kommen weitere vier Millionen Sack, die noch in den Silos der verschiedenen Verbraucherländer aufgestapelt sind. Schätzt man die Welternte auf 29 Millionen Sack und bringt man den vermutlichen Weltverbrauch mit 23 Millionen Sack in Abzug, so sitzt die Welt gegenwärtig auf 29 Millionen Sack unabsetzbarer Kaffeevorräte fest, d. h. auf mehr als einer vollen Jahresernte. Deutschlands Kaffeeversorgung In Deutschland, das seinen Kaffeebedarf heute vorwiegend im Wege des Kompensationsverkehrs deckt, ist die Versorgung trotz aller Devisennöte noch keinen Augenblick gefährdet gewesen. Selbst ohne irgendwelche Ergänzungszufuhren könnten wir von den in Hamburg und Bremen aufgestapelten Säcken Kaffee eine geraume Zeit ohne Sorge leben. Aber die Kaffeeländer, die sonst in ihrem Segen ertrinken müßten, bleiben auch weiterhin um Absatzmöglichkeit nach Deutschland bemüht. Freilich müssen wir, weil Deutschland von den Notierungen der Weltbörse zur Zeit völlig abgehängt ist, den Kaffeegenuß bei uns zu Lande mit höheren Preisen bezahlen. Wir können in der gegenwärtigen Situation nicht immer den preisgünstigsten Markt aufsuchen, sondern müssen in jenen Ländern kaufen, die sich für deutsche Waren aufnahmewillig zeigen. Aber in den höheren Kaffeepreisen, die wir auf diese Weise anlegen müssen, liegt nur der Ausgleich für den höheren Preisstand deutscher Industrieerzeugnisse gegenüber den Fabrikaten der Entwertungsländer bzw. der japanischen Konkurrenz. So wird, was wir auf der einen Seite zusätzlich verausgaben, auf der anderen wieder hereingebracht. Da Komvensationsgeschäfte ausreichend vorhanden sind, ist auch für die kommenden Monate eine Versorgungslücke nicht zu befürchten.. ge gre.55, Die Umlagerung der deutschen Kaffeevezuge ist in letzter Zeit vor allem Brasilien zugute gekommen, das nach schweren Exportausfällen in den Jahren 1928 bis 1933 mit einem deutschen Einfuhranteil von 46,1 Prozent gegenwärtig höher liegt als in den letzten sieben vorangegangenen Jahren. Dagegen ist der Kaffeeimport 1, San Salvador, Costarica und Nicaragua zurückgegangen und von 31,8 Prozent der deutschen Gesamteinfuhr auf 20,9 Prozent gesunfen.(Im letzten Vorkrisenjahr hatte der Einfuhranteil dieser Ländergruppe sich noch auf 36,8 Prozent des deutschen Gesamtbezuges belaufen.) Neben Brasilien konnten auch Columbien, Mexiko und Venezuela steigende Einfuhrerfolge in Deutschland erzielen. Bergbau=AG. Lothringen Die Kapitalerhöhung Wie gemeldet, soll die am 22. Mai stattfindende 0GV. der Bergbau=AG. Lothringen(Bochum) über die Erhöhung des Grundkapitals um 621000 Reichsmark auf 20,8 Millionen Reichsmark Beschluß fassen, die in Auswirkung des mit der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Graf Schwerin geschlossenen und von der GB. zu genehmigenden Interessen= und Betriebsführungs=Gemeinschaftsvertrages und des damit verbundenen seinerzeitigen Umtauschangebots für SchwerinKuxe in Lothringen=Aktien erfolgt. Die neuen Aktien sind, wie sich aus der jetzt veröffentlichten Tagesordnung ergibt, mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1935 ausgestattet. 620000 Reichsmark werden gegen Einbringung von 155 Schwerin=Kuxen begeben: die Ausgabe der restlichen 1000 Reichsmark der neuen Aktien erfolgt gegen Barzahlung. Anlikeistandsbamt=Bocham In der GV. der Mittelstandsbank e. G. m. b.., Bochum, die vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats, W. Flaskamp, geleitet wurde, gab nach Bekanntgabe der Tagesordnung der Geschäftsführer Tovenrath einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Die einzelnen Positionen der vorgelegten Bilanz, die erstmalig nach einem veränderten. übersichtlichen Schema aufgestellt ist, wurden eingehend behandelt. Hingewielen wurde auf die besonders beachtete Liquidität, die es der Bank ermöglichte, allen vertretbaren kurzfristigen Kreditforderungen zu genügen. Aus den gemachten Gegenüberstellungen zum Vorjahr ergab sich eine Erhöhung der Bilanzsumme von etwa 318000 RM. auf 465000 RM. Der Umsatz steigerte sich auf etwa 45 Millionen(15 Millionen). Das ganze Jahr nahm die Genossenschaft eine erfreuliche Entwicklung. Im Anschluß hieran gab der Geschäftsführer noch einen kurzen Werbebericht über das Wesen der Kreditgenossenschaften im allgemeinen und bat zum Schluß alle Mitglieder und Geschäftsfreunde, im genossenschaftlichen Sinne weiter mitzuhelfen am Aufbau der Bank. Im Verlauf der Versammlung wurde die Bilanz genehmigt, Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig Entlastung erteilt sowie der Vorschlag der Verwaltung, aus dem erzielten Reingewinn erstmalig eine Dividende von 8 Prozent zu verteilen und den Rest von 3607,40 Reichsmark den Reserven zuzuschreiben genehmigt. Von den satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern wurde W. Jacobs, Obermeister der FleischerInnung, einstimmig wiedergewählt. Der Vorsitzende dankte zum Schluß allen Mitgliedern und Geschäftsfreunden für das entgegengebrachte Vertrauen. ab. GV. beim Stahlverein Die Modalitäten des Erwerbs von 100 Millionen Reichsmark eigener Aktien In der gestern abgehaltenen ao. GV. der Vereinigten Stahlwerke AG., auf der 70 Aktionäre mit einem Aktienkapital von 346 913520 Reichsmark vertreten waren, wurden der Erwerb und die anschließende Einziehung von 100 Millionen Reichsmark eigener [Aktien, die vorgeschlagene Herabsetzung des Grundkapitals um 100 Millionen Reichsmark und die damit zusammenhängenden Satzungsänderungen nach eingehender Aussprache einstimmig genehmigt, mit Ausnahme der Stimme eines Aktionärs, der 25000 Reichsmark Aktien vertrat. Der Vorsitzende des Vorstandes, Generaldirektor Dr. Ernst Poensgen, erläuterte den Abschluß dieser dank der Bereitschaft des Reiches ermöglichten Transaktion, die in ihren wirtschaftlichen Zusammenhängen wie in den rechtlichen Grundlagen einen ganz besonderen Charakter trage und als nicht nur im Interesse der Gesellschaft, sondern auch der Gesamtwirtschaft liegend bezeichnet werden dürfe. Die Abdeckung des Kaufpreises werde im wesentlichen durch Veräußerung des Besitzes an Aktien und [Obligationen der Essener SteinkohlenBergwerke AG. an ein Konsortium erfolgen. Abgesehen von der Veräußerung des vollständig im Besitz der Vereinigten Stahlwerke bzw. der Stahlverein GmbH. befindlichen Aktienkapitals der Essener Steinkohle von 70 Millionen Reichsmark und der weiterhin im Zusammenhang damit erfolgenden Verwertung des Besitzes an Obligationen dieser Gesellschaft im Werte von etwa 12 Mlliionen Reichsmark, werde der Rest des Kaufpreises durch bestimmte Verrechnungen und Kredite gedeckt. Nach Durchführung der gesetzlich ermöglichten Einziehung der erwähnten 100 Millionen Reichsmark Aktien werde das Grundkapital der Vereinigten Stahlwerke künftig nom. 460 Millionen Reichsmark betragen. Gefeachäften berichten Nordstern Allgemeine Versicherungs AG. in Berlin: 10 Prozent Dividende(im Vorjahr 8 Prozent). Befriedigender Schadenverlauf mit Ausnahme der Kraftfahrzeugversicherung. Die Gefolgschaft erhält Anfana Mai ein halbes Monatsgehalt.— Hamburg—Amerika=Linie: In einer außerordentlichen Generalversammlung wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt: Dr. Fritz Berger, Ministerialdirigent im Reichsfinanzministerium, FriedAn Pupierladen Wird ausheraumt Vorgeschriebenes format für Schreibpapier, Schulhefte, Zeichenblocks Wenn auch schon mit den schlimmsten Auswüchsen übertriebener Vielfältigkeit auf dem Gebiet der Papierwaren aufgeräumt ist, muß man sich doch immer wieder bei einem Blick in ein Schreibwarengeschäft über die übermäßige Zahl verschiedener Größen und Sorten wundern. Wenn hier einmal gesichtet wird, dann haben es nicht nur die Papierhändler leichter, sondern auch die Käufer. Denn die Erfahrung hat gezeigt, wie schwer es ist, ein einmal gebrauchtes Papierformat nachzubestellen; meist mußte sich dann der Kunde an eine neue Papiersorte gewöhnen. Die Aufräumungsarbeit im Papierladen wird jetzt vorgenommen. Im Reichsanzeiger vom 23. April ist eine Anordnung der Ueberwachungsstelle für Pavier erschienen, die für jeden, der mit Papier handelt, von großer Wichtigkeit ist. Danach werden für Schreibpapier, Maschinenpapier, Aktendeckel, Kartons, Briefumschläge, Schulhefte, Zeichenblöcke u. a. einheitliche Größen und Gewichte vorgeschrieben. Die Papiergröße muß sich nach den sogenannten „Normformaten der Reihe A“ richten, die neun verschiedene Größen zur Auswahl zuläßt. Die Anordnung. mit der sich jeder Besitzer einer Schreibwarenhandlung bald vertraut machen sollte, enthältt viele einzelne Vorschriften, so zum Beispiel, daß Aktendeckelkartons nur im Format 324X458 Millimeter oder vielfachem davon hergestellt werden darf. Auch für Vordrucke, Drucksachen, Geschäftsberichte der Behörden und Organisationen ist vorgeschrieben, daß sie binnen zwei Jahren auf die Normformate der Reihe A umgestellt werden müssen. Für Schulhefte sind die Gewichte festgelegt. Lagerbestände an Papier in anderen Gewichten können bis Ende November aufgebraucht werden. Vom 1. Oktober an dürfen alle für deutsche Unterrichtsanstalten bestimmten Hefte, Zeichenblöcke, Skizzenbücher und ähnliches nur in den Normformaten der Reihe. A hergestellt werden. Ab 1. April nächsten Jahres dürfen auch aus den Beständen anders geartete Formate nicht mehr verkauft werden. Ebenso müssen ab April nächsten Jahres neue Schulbücher in Normformaten hergestellt werden, wobei nur Ausnahmen für Atlanten und Logarithmentafeln zulässig sind. Was das Handwerk schaffte 15 Milliarden Reichsmark Jahresumsatz Die Umsätze des Handwerks haben— wie das Institut für Konjunkturforschung in seinem neuesten Wochenbericht mitteilt— im Jahre 1935 nach vorläufigen Schätzungen den Betrag von etwa 14 bis 15 Milliarden Reichsmark erreicht. Der konjunkturell tiefste Stand, der im Jahre 1932 zu beobachten war (10,9 Milliarden Reichsmark), wurde damit um etwa ein Drittel überschritten. Von dem konjunkturellen Höhepunkt im Jahre 1928(rund 20 Milliarden Reichsmark) waren die Umsätze des vorigen Jahres zwar noch ziemlich weit entfernt. Der Unterschied dürfte aber im ganzen gesehen zum größeren Teil auf den niedrigeren Stand der Preise und nur zum kleineren auf niedrigere Umsatzmengen, d. h. auf ein geringeres Arbeitsvolumen, zurückzuführen sein. So lagen beispielsweise die Preise für handwerkliche Leistungen im Baugewerbe im Jahre 1935 um 23 v. H. unter dem Niveau von 1928°29. Die Mengenumsätze und die Beschäftigung des Handwerks haben sich also dem Stand der Hochkonjunkturjahre schon stärker genähert, als die Umsatzwerte vermuten lassen. rich Engel i. Fa. Willers, Engel u. Co., Hamburg, Bu. helm Keppler, Beauftragter des Führers für Wirt, schaftsfragen, Dr. Heinrich Riensberg i. Fa. Ernst Rut Hamburg, Max Waldeck, Ministerialdirektor im Reichz. und Preußischen Verkehrsministerium. Nach der in der, selben ao. GV. beschlossenen Satzungsänderung besteht der Aufsichtsrat nunmehr aus höchstens 14 gegenüber bisher 28 und mindestens 6 gegenüber bisher 16 Mit, gliedern.— Linke=Hofmann=Werke AG. in Breslau: Die vorliegenden Gesamtaufträge sichern bis Anfang nächsten Jahres ausreichende Beschäftigung. In den neun Monaten 1935/36 wurden 9,0(i. V. 5,8) Millionen bitals auf db Millionen Reichsmark durch Ausges, neuer Aktien genehmigt. Der sich bei der Kapitalzusammenlegung ergebende Buchgewinn soll zur Deckung einez beim Verrauf des Maschinenbaubetriebes entstandenen Buchverlustes sowie für eine Wertberichtigung an den Glückhilf=Kuxen und schließlich für Rückstellungen im Hinblick auf vorhandene Bürgschaften verwandt werden. Wie im Verlauf der GV. bekanntgegeben wurde, handelt es sich bei dem Aktionär, der von der Bürgschaftsschuld für die AG. für Waggonbauwerte einen Teilbetrag von 1 230 800 RM. gegen Gewährung von 1,1 Millionen Reichsmark neuen Aktien abnimmt, um die Mitteldeutsche Stahlwerke AG.— Deutsche Niles=Werke AG, in Weißensee: Wieder dividendenlos.— Bergmann=Elektrizitäts=Werke AG. in Berlin: Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 Prozent. Börsen weiter fest Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die feste Haltung setzte sich weiter fort. Bevorzugt waren besonders Montanaktien. Auch Kaliwerte begegneten mehr Interesse. Die Kursgewinne gingen vereinzelt über 1 Prozent hinaus. Mannesmann waren sogar 2¼ Prozent höher. Der Kurenmarkt verkehrte ebenfalls in fester Haltung. Ebenso war die Tendenz im Freiverkehr fest. Lothringen gut behauptet, Ewald 1½ Prozent höher gesucht. Dinnendahl gingen zu höheren Preisen um. Der Verlauf war noch fester. Bei Hoesch wurde die Parigrenze erreicht. Der Gesamtumsatz an Ver. Stahlwerke in der ersten Börsenstunde betrug rund 80000 Reichsmark. Zu Beginn der zweiten Börsenstunde zogen dann Hoesch nochmals um ¼ Prozent an. Berliner Börse Die Börse war weiter ziemlich fest. Anfänglich herauskommendes Material wurde glatt ausgenommen und bald kamen wieder neue Aufträge an den Markt. Abschlüsse und Mitteilungen in den sich häusenden Generalversammlungen wirkten anregend. Die Anleihemärkte lagen sehr still, aber doch freundlich. Die Gewinne waren verhältnismäßig sehr gering. An den Aktienmärkten waren Montanwerte sehr fest. Mannesmann plus 2 Prozent. Hoesch erreichten die Parigrenze. Im allgemeinen betrugen die Gewinne auf den einzelnen Märkten 1 bis 1½ Prozent. Der Verlauf war knapp behauptet. Montanaktien bröckelten teilweise ¼ bis ¼ Prozent ab. Im übrigen blieb das Geschäft mit Montanaktien ziemlich lebhaft. Die Börse schloß ruhig. aber zum größten Teil zu den höchsten Tageskursen. Am Geldmarkt notierte Tägliches Geld 2½ bis 2¾ Prozent. Am Devisenmarkt notierten: Pfund unverändert 12,29, französischer Frank 16,39½(16.40), Lira unverändert 19.62. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Die Abendbörse lag auf den meisten Gebieten sehr stl. Zu den Berliner Schlußkursen zeigte sich Realisationsneigung der Kulisse, doch konnten sich die Kurse zunächst noch ziemlich behaupten. Später wurde die Kursbildung uneinheitlich, Am Rentenmarkt war die Unternehmungslust sehr gering. Die Auslandsbörsen Newyork: Stetig. Brüssel: Nicht einheitlich, London: Nicht einheitlich. Zürich: Schwächer. Amsterdam: Meist schwächer Wien: Schwach. Paris: Unregelmäßig. Mailand: Fester. Getreidegrohmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 ko * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 24. April: 53 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent in Bl.: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz oder Dr.: 148 Reichsmark. Bericht über den Bochumer Viehmarkt am 22. April. Auftrieb: 25 Pferde, 527 Schweine, 1 Ziege. Marktverlauf: langsam. Nächster Viehmarkt: 27. Mai 1936. Verkaufspreise: Pferde: 2. Qualität 350—650 Reichsmark, 3. Qualität 200—350 Reichsmark, Schlachtvferde 80—150 Reichsmark. Schweine: Ferkel bis 6 Wochen alt 20—23 Reichsmark, 6 bis 8 Wochen alt 23—30 Reichsmark, 8 bis 12 Wochen alt 30—38 Reichsmark: Läufer: 3 bis 4 Monate alt, 38—44 Reichsmark, 4 5 Monate alt, 44—60 Reichsmark. Ziegen 15—25 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 24. April etecich un Albechn Alhenrn unsbeanrch. Bochum, Bongardstraße 14 Portlaufende Notierungen 24. 4. /24. 4. /24. 4. 123. 4. Div. Anfang Schlus Kassa Schluß Atbssitz.—112.37 2% Hloesch RA.— 104.12 Krupp RMA. Miteistahl— 104 00 Plover. St. RA.— 103 75 Budervs 4/104 12 Dahlbusch St. -Otsch. Atlant. Otsch. Erdsl D. Reichsbahn ..Farbenind. Feldmöhle Feiten& Guille Boldschmidt Harpen Koesch-Köln Kall-Ascherel. 112 75112.50 104 12/104 12 104 50 104.40 104 25/194 25 103 87/104 80 104 00 5/116.00116 00 6/114 25/114 25 4 119.75s120.00 7 126.00126.00 7 /166.62/166.30 6/130.25|130.00 4/124.87/124.75 [111.83.—. 0/125.25 3 99.81/100.00 103 87/104.30) 101 1. 113.75 99.80 5/131.12—.— 130 3 104.00 104.50 104.25 104.00 116 50 119.62 126.00 166.14 129.87 125.00 112 00 125 001125 30 19.75 126 00 166.37 129 38 124.75 99.75 129.37 24..124. 4. 124. 4. Oiv. Anfang Ischlus Kassa 3 96.6) 96.221 96.231 123. 4 schlucht 95. Köckger-W. 1g 99.62 96.22 98.23 Mannesmann 8 89.62 89.87 89.25 87.50 Masch.Untern. O1 90.62 90.62] 90 00f 90 50 Reichsbank 12—.—-181.00183 87 Rhein. Braun k. 12/229.50—.— 229 O0t 31.00 Rhein. Stahlw. 4/123.50 123.50|122 87123.2 Rh.-.-Elek. 61128.82 128.37/128.62|128.50 Salzdetfurth 75/186.50 185 50/186 121187.50 Schuckert& C. 4/140.00 139.75/139.75 Stemens 4 Hal. 81185.87 185.00 185.37 Gebr. Stollw. Ver. Stenlw, Westd. Kaufn. Westeregeln Wintershall Zellst.Waldhot 5 35 87.87 0 3 7. 8 7 5/130.37 — 10012 87.87 87.87 38 50 38.00 - 129 50129.25 S 113.75 113.75s113 75/112.37 6—.— 139 50 185.87 87.00 31.50 Kuxe Westa. 19300 9700 910000 Bernharetn. 1300— 1325/1379 Steinkohlen 24. 4. j 23. 4. Kal 6 81 618(Seienrode Carolustl. 4150 4150 4150 4 40ui Sggg Const. d. 6/6450 6829 5409 6 80eu-Staßt.—„ Deutschl. 420 460 Schwerin— Heinrich j8900 9300 8800 9300 La 13 11920 1 1200 11700 Braunkehlen Brucke,„.—- 4201 455/egfrlu. 6200— 8204 sranasche. 860 939 880] 920Einigkeit 3909 42003809 4050rig Erichsse 9 Habigh. Neimbold Wintersn. 8500 9900 9600 10000lope Preiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 24..1 23. 4. 8.16 Gutehoffn. 3675 3850 ST00 3904 Oiergardt 5050153 30 5600 5300 Leonhard 19500— 200s1%Westtalen 7001—690— Recheid. 340 Wene 12100 12700 11900 1250“Sellern.— 375-/3590 370 MThüringe. 400— Kallkase 4. 23. 4. 600. 630. 69055300 3300 3500 33003450 2800 26002800 2800 26092800 340 50 040 — 2280— 3250 790 0/8200 260 2650 3000 Lisenburg 280 Managl. 7750 Marie 2625 MMarie L. /2625 Mar.. 2700s2850 Neusollst 2650 2800 ansac s0 Meichsid. 340— Industrieaktien Oiv. Baicke Masch. Berg. 6. Dahl. V. Sonner 8g..A. Sösp. Walzw. Braunk. Zuk. Bruckd.-Nietl. Burbach Kal. 46 Dortm. Ritterbr. Düss. Hosf.-Br. Odes. Masch. 8 Joynamit A. Nob. eschw. Berg. V. .25/3as- u. Sp. 8. 50 3Uckauf-B. 46 50 Sebr. Goedh. 46 sqdallesche Salz. dochtief A6. Kabelw. Rheydt Kall-Chemie 50 Aülheim. Berg. Rhein. Metal khein. Spiegel. Boddergr. Brnk. Sachtl. 46. Bgt. Schieß-Oefries Schleg. Scharp. Naggonf. Uerd. Nasserw. Geis Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. 0. Bank u..-G. Drasdner Bank n. W. 8d. Cr. B. Westd. 8..-A. 2829 2825 2550 4550 257: 2625 3450 (Einheitsk.) 24.4. 69.5 136.0 129.6 132 0 23.4 68 0 135.0 126.0 132.0 Soionis,.-.K. Zolonia Rückv. Nadb. Feuerv. Köln. Hegelv. (öln. Lloyo.V. öln, Rückv. gr. Köln. Rückv. kl. Rentenwerte 103 S 103.65 Rhw..-Cr. Shyp. 108.0—. Ptd. S. 4. 6. 12. 10 96.5) 96.5 4to. Oto. S. 1.—.—. 86.35½ dto. dto. S. 11(102.|102.2 —. i6 dto. Gold.-Kom. 160.0 1328.1927 S.—8 95.0 95.0 1½ Wd. Bod. 6pfd. 6 4t0. Em. 3. 9s12, 14 95.7 95.7 Freiverkebrs-Aktien 24. 4. 23. 4. 6 9 1 6 6 117.61162 117.2/117.4 124.3s23 7 185.0s185.0 0— 97.0 10 81 0 87.0 162 3165 5 111.2— 91.0 91.0 88.0 88. 88.5 89. 120 51120 90.0 90 2750 Vereicherungeektien 4739." 89. 2800ach.-Münch.F 32 1175 1163 28 2U/ach. Rückvers 14.8/235 0 235 36S0Agripp.., Fl. L1— 385.|385.0 Alll.-u. Stuttg.# 9. 21 4 8. 0 247.0 40041II.- u. SL.-V 6. 8/195.- 192.0 40 24..123.4. 135.|135.0 Fo 90.6 900 242.0249.0 120.0120 80.0 800 Adler K. 3urd. K. slsa C. :.-K9. 5 Joech. dann. K. 1u#b. 00 Lothria. „othr. G. 48ast 88n. Ke 1m. Bers #. Lisol Nr. 9ien. Eis. Matt. Drek. Wie 77.0 57.0 113 0/117.0114.0 59.5 117.5 97.0103.0 95.5 98.5 —01280 95.0 97.0 82.5 85 5 69.0 71.0 57.0 73.0 155.0 91.0 123.0 95.0 82.5 63.0 57.6 76.0 73.0 75.5 —. 155.0 97.0 91.0 93.5 126.0 98.0 85.5 70.5 93.5 90.5 93.5 Steuergatscheine 24..23.4. tällig ab f. 4. 1994 I. 4. 1935 I. 4. 1990 I. 4. 1997 I. 4. 1923 103.2/103.1 107.|1071 111.3111.2 111.3111.3 N1 Berliner Börse, 24. April ischische Commerz- und Privat-Hank.-., Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Zinheltskurse Industriewerte 24..23.4. In Eumvlatores[12188.0188.0 Ofttmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. Union-Brau Dürener Metall Oyckersh. Widm AkU A. E. 6. Anhalter Kohle 4schaff. Zeilst. 3 Basalt Bayr. Motoren Bemberg Berger Juliue Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. " Kr. u. Licht „ Maschinend. Suderus CPaf. Wasser Chem. Geisenk. Coati Gummi Pi dem: Orsch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Conti 6as " Kabel " Linoleum „ Steinzeug " Tel. u. Kab. " Eisenhand 59 8 50.3 0 36.5 36.6 0 97.5 97.0 92.5 92.5 O 70.5 69.5 0.4.7 6/132.0131.9 5 86.0 85.0 6/131.0130.0 0—.— 125.8125.3 146.0145.8 123.5122.0 194.1/104.0 112.0111.8 1905 106.0 9—. 1505 105.2 117.0 152.0s152.0 132.2s132.0 147.2/149.5 174.|172.2 145.0s144.5 129.5127.7 9. 49.0 49.3 10167.0165.0 121195.2— 134.0— —. 134.9 Flektr. Lieferg. „ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinjote jebhardt& Co. German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll Suanowerke achsthel Draht Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärke Hohenichswerke Holzmann Ph. Hotelbstr.-Ges. dise Bergbau Aise Ganos veenbeck Brau. Junghane Gebr. 125.5 7143.0 93.2 110.0 125.1 142.5 95.0 109.2 okswerke Kölner 6as Grefft W. (romschroeder Kronprinz Metall (öppersbusch ahmeyer Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke -oronz C. anmil. Hôtte Miag Almose Mülheimer Berg. 111.7 117.3 114.6 6/135.0 135.2 98.5 134.5 110.2 138.3 120.0 119.0 9137.0135.0 89.5 6/129.21129 1 3 78.5 79.5 5 /100.2 74/134.0 Siem.& Halske 78 5/Stollberg. Zink 79.5 Thüringer 6as Tuch Aachen 130.2 153 0 Union chem. 135.2 0 25.0 0 98.8 8/153.0 8 45— 134.2 25.5 98.2 90 Prast. 4 ope Osnabr. Kupfer 113.5onge& Zehn 124.5 134.0 hein. El. Werke .9s agg 11 Rhein.-W. Kaltl 6/126.0 103 0/106 Msiebeck Montan.2101.0 96. Aaotgerswerte 61149.0 5 Sarag Sarorti 92-3SSpise 133.0/Sehles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. Elekt. u. 6a3 Schob.& Salzer 116.2/116.0 Schultheis-Patz. 90.0Siegersdorfer.S Siemens Glas 6 6/173.0— 6/136.2/135.0 3 75.8/ 75.7 V 89.5 83.0 16 91.3 144.7 139 1 81.0 jer. Dtach. Nicke! Ver. Glanzet. 152.0Ver. Ultramarin Vogel Draht Wagner& Co. M Wandererw. Warsteiner Grob. Mesttalen Draht Nicküler Brau. 100.1 110 0 45.4 94.5 142.7 133.5 106.7 95.6 95.8 90.1 144. 81.0 108.0 129.8 6/185.3 0 76.7 Verkehrswerte 185. 8/45 Möhlh.-Ruhr Anl. 76.0/ Ruhrverbd. Anl. 36 14 Pr. Ldpf. A. Pfd. 45 Ldbk. Westf. Pfd. 120.0 Kdbk. Westf.Kom. 45Ot.Komm. Goldanl. —. WWestf. dsch. Pfd. #Dt. Hyp. B. Bln. Pfd. 153.01“ Pr. Gegtr.bod. Pfd. 127."Pr. Pfdbr. Sk. Pfd. 132.05 Basalt Obl. 147#6 Concord. Bern got. 104. 9 105 B Daimier Benz Obl. 106. 2 106. 92.76 Hlöcknerw. Obl. 103.0103.0 8/160.|159.515 Mont Cenis Obl. 0 72.9 72.95 Her. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47151 5 Siem. u. H. Obl. 5 Farbenbonds Unsch. Anleihe 133 5 119 7 111.7 133.7 127.01127 M 139.0 93 0 3—.—. A. 6. für Verkehr 171.0/30ch. Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. 131.5amb. Südamer 126 Odordd. Loyh 114.8 45.0 14.2 27.7. 15.07. Kentenwerte 283, 0/15 Ot. R. Schatz. 41 4 Ot. R. Anleihe 44 108 5/55 O. R. Tounganl. ½ Reichsbahn Sch. Westfalen Altbesitz 143.2/4 Bochum Anl. 133.0/45 Ouisburg. Anl. 106.2/1 Oüsseld. Anl. 96.8/45 Elberteld. Anl. 95.845 Essen Anl. 96.8 97.3 98.8 91.8 91.2 91.5 97 5 97.0 94.5/ 940 93.2 93.5 94.|.0 95.5 96.3 95.2 95.2 95.2/95.2 96.0 96.0 —. 87.0 104.9103 103.3/103. 92.6/92.4 93 5 935 99.3 99 —. 163.0 132.6s132.7 86.5 86.6 24..24.4 Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 97.3/5 Essen Steink. 4# 103.01% Harpener 49 96. 3145 R. W. E. 523 Galg 9 8 99.5100 98.2 99.1 98.0 98. 100.0101 95.0 93.0 111. 8/112.05 R. W. E. 50 91. 4/6 Ruhrchemie 43 99.045 Runrgas 53 92.6/45 Ruhrwasser 53 45 Runrwonng. 58 91.145 V. E. W. 52 93.5 94.5 91.7 93.2 91.7 915 95.5 95.5 92.7 94.2 92.1 Westtalenbank Austanrung .-G. sümtilener Bankg Bochum esonafte Bankgeschäft Wilhelm Schwarz, Bochum„ Bongardstraße 14, Telephon 67470 Mazzazazzazzazgaagazgaaazsgaaezgaggasgggazaea aga# An- und Verkauf sowie Verwaltung von Mitglied der Rhein.-Westf. Börse in Düsseldorf Wertpapieren " Reichebank-Olro-Konto Postecheckk.: Sasen 26939 Bochumer Tasieurg..,n..n Piafn phot.: Terra „Es war im Jahre 1767, als Alexei Michajlewitsch, der„milde Zar’, regierte...“ so beginnt diese filmische Gestaltung der großen russischen Sage von Stjenka Rasin, dem stolzen Kosakenataman, der für das Recht und den Zaren gegen die rebellischen Herren kämpfte, und an seiner Liebe zu einer schönen Bojarentochter starb. Das Lied von der Wolga, das wie kein anderes russisches Lied in der ganzen Welt bekannt wurde, und die Gestalt des russischen Freiheitshelden überall kennen lernen ließ, hat in einer mit packender Spannung aufgehauten Svielhandlung seine tonfilmische Ausdeutung gefunden. Nicht jedoch in den Tatarenkampfen, Schiffsgefechten, wilden Ritten und dramatisch bewegten Szenen meuternder und kämpfender Kosaken liegt die Stärke des Films, wenn diese auch mit einer fessernden Lebendigkeit vorüber schnellen im Hell und Dunkel schickter Ueberschneidungen. Grundmotiv bie#ven die Stimmungen, die dammernd und wartend auch in dem Liede von Stienka Rasin liegen; die silberne oder furchtbare Wolga, in bleichem Nebel heranschleichende Schiffe, endlose Seil der Wolgaschlepper, aber auch der kalte, harte Glanz der goldstarren Bojarengewänder, der Glanz und der Prunk über den Nacken der Leibeigenen. Die Bilder schwingen in den Liedern wider. die ein wundervoller Kosakenchor unter Leitung vor Serge Jaroff durch den ganzen Film singt. Hans Adalbert von Schlettow als männlich=kraftvoller Stienka Rasin, Heinrich George als brutaler, aber rußzlandaläubiger Bojarenfürst, Anton Poi#####r als ehrgeiziger, machtgieriger Bojar und Ru#og######e in einer mit seinem Humor gezeichneten Darstellung, bleiben aus der tempogeführten Handlung in erster Erinnerung.— Luftspiel, Kulturfilm und Wochenschau beschließen die Programmfolge. Tonhalle:„Die selige Exzellenz“ Als der gute Rudolf Presber dies witzige und wirksame Bühnenstück schrieb, kannte er die Schwächen und Fehler seiner lieben Mitmenschen mindestens evens gut, wie die sehr gescheite Frau voszjicheg' Germächtnis der heimnisvolle Tagebuch, als angebliches##mchm#her seligen Exzellenz erfindet und damit den Kreis der linge, von denen jeder einen dunklen Punkt in der Vergangenheit hat, zur Verzweiflung bringt. Und was uns vor Jahren auf der Bühne an diesem amüsanten Schwänichen recht belustigte, bringzgintegg un der Herem, der mit viel Sinn, für heitere Pomen und sicherem Blick für köstliche Situationen gedreht wurde, zur besten Geltung. Man glaubte die Angelegenheit schon ziemlich verblaßt und muß immer wieder lachen über die grotesken Folgen, die der witzige Einfall der charmanten Frau zeitigt. Hilde Hildebrand spielt diese wenig geschätzte„Freundin“ der verstorbenen Exzellenz und sie tut es mit sehr feinen Mitteln einer sympathisch, dezen; ten und vornehmen Manier, auf daß, dig. Nöten schwebenden Typen am Hofe ken. An ihrer Spitze marschiert Walter Steinbecks famos gezeichneter Oberhofmarschall, dem sich Eugen Rex als überalterter Hofrat würdig anschließt. Und in ihrem Gefolge sind alle die Schranzen einer gewesenen Zeit humorvoll und wirksam vorträtiert, und das junge Liebespaar könnte in diesem Rahmen noch günstiger Stellung halten, wenn Wolfgang Liebeneiner, ebenso frisch sich zeigte wie Lien Deyers. Gelacht wird sehr, sehr viel bei dieser echt Presberschen Humoreske. Auf der Bühne verdienen sich ein temperamentvolles original=russisches Tanzpaar und eine jugendliche Spitzentänzerin mit ihren vollendeten und rassigen Larbietungen lauten Erfolg beim,Igggistertar,est, er Es sind Volkstänze stärkster Unmittelbarkeit, wie in dieser Echtheit und von Nationalangehörigen mit Hinaabe und großem Können geboten, diese ungewöhnliche Wirkung hinterlassen müssen. Capitol:„Rendezvous in Wien“. Rett ist die Einführung dieses Films, wenn der große Autobus einer Reisegesellschaft in einer schmalen Gasse eine Handkarre anfährt und Chauffeur und Handkarrenbesitzer sich„in Wiener Gemütlichkeit" über dieses Ereignis unterhalten. Wenn dann die Fremdenfuhrerin in dem Besitzer des Karrens ihren ehemaligen Klavierlehrer erkennt, dem es trotz seiner großen gabung als Komponist sehr schlecht geht, dann weiß man sofort, das ietzt wieder eine Geschichte um das Wiener Herz, mit Musik, verschwiegenen Weinstuben, mit Eifersucht und viel Liebe ihrem himmelblauen Ende zugeht. Magda Schneider, das Nichtchen der Frau Hofrat (Adele Sandrock) nimmt sich des Singspiels ihres „alten“ Klavierlehrers(Wolf Albach Retty) zwar sehr liebevoll an, aber ohne das Machtwort der Großmutter würde weder das junge Glück seine Erfüllung, noch der alte Marschner(Leo Slezak) seine Ermahnungen und der englische Musikverleger Pool(Georg Alex seine Frau bekommen haben. Die ganze, leicht dahin erzählte, Filmgeschichte wird von gefälligen Melodien untermalt und die köstlichen Typenzeichnungen, die in einer Menge von lustigen Einfällen die Freude an diesem Film bestimmen, veranlassen immer wieder zu schmunzelnder Heiterkeit. Einzosgicpfalg, gf, achen und Wochenschau vervollständigen das Programm. Welt=Licht:„Eine Nacht an der Donau“ Etwas„Alt=Heidelberg“ und etwas„Walzertraum", noch liebesselige Straußsche Geigenklänge ergeben das schönste Potpourri für die„Nacht an der blauen Der Prinz, der natürlich inkognito, reist, bleibt ein Prinz und bekommt einen Erzieher. Und die „Kathi“, wird die Primgeigerin aus dem„Walzertraum", die mit sämtlichen Kolleginnen der traums"=Damenkapelle als Donauschwalben durch die Lande reist, hierbei auf den Prinzen trifft und sich in sein Herz hineingeigt. Der filmische Zufall nill es, daß der Prinz auch ein Musiker ist und das Walzerkomponieren lernt. Die Romantik ist an manchen Stellen zu dick aufgetragen. Der Geschmack des Publikums will es aber, daß das Herz über den Verstand siegt. Darum auch zum Schlusse des„happy end“. Die Kamera leistet in der Darstellung des Landschaftlichen Unübertreffliches. Dorrit Kreisler ist ein Wiener Mädel, das singen, lachen, tanzen und scherzen kann. Zügig und einfühlsam ist die Musik. Das großzügig aufgemachte Rahmenprogramm bietet viel Interessantes und Sehenswertes in dem Kulturfilm und in der Wochenschau. Lichtspielhaus:„Mazurka“ Ein Willy=Forst=Film ist immer etwas Besonderes. Seine schöpferische Gestaltungskraft hat auch diesen Kriminalfilm aus der Ebene des Gewöhnlichen in die Sphäre des Einmaligen erhoben. Die Hauptdarstellerin Pola Negri, die zur Erschütterung führt, wächst aus den feinen, stillen und kostbaren Mitteln einer Forstschen Bild= und Milieuschau zur erschütternden und bezwingenden Größe auf. Friedrich Kaysler als Richter und Franziska Kinz als Adoptivmutter rühren mit den Mitteln und Kräften echter großer Kunst an unser Herz. Albrecht Schönhals bemüht sich um die Rolle des Herzensbrechers, Ingeborg Theek läßt fein, zart und innig ein eigenes Wesen erkennen. Alles Technische verdient uneingeschränktes Lob. Das Rahmenprogramm ist, wie immer, ausgesucht und wegen der Fülle des Aktuellen im Kulturfilm und in der Wochenschau sehenswert. Apollo:„Kirschen aus Nachbars Garten“ Hier handelt es sich nicht, wie der Titel etwas vorwitzig angibt, um Obst, sondern um eine siamesische Zuchtente, deren mystisches Ei den Stein des Anstoßes bildet. Alle Licht= und Schattenseiten des menschlichen Herzens finden sich konzentriert in einem Typ, und es gehört zu den reizvollsten Eigenheiten des Films, daß alle diese Typen hart nebeneinander stehen, die tränenreiche Sentimentalität neben der gefühllosen Roheit, der Humor neben der Groteske. Die große Eroberung in es Rolle vorstellt. Ihm zur Seite stehen Kupfer und Ernst Behmer. Ein Kulturfilm und die Deuligwoche bilden den Schluß des Programms. Odeon und Skala:„Bengali“ „Bengali“, ist ein hinreißender Film mit einz vollendeten Besetzung und Indien als dem großartigen Hinterarund für die vielfältigen und abentener###hen Geschehnisse. Der Film zeigt das Schicksal einer Handvoll Europäer, von drei jungen Offizieren, deren Tollkühnheit und guter Kameradschaft es gelingt, einen schweren Aufstand an der afahanisch=indischen Grenze zu vereiteln. Garn Cooper sieht man wieder einmal in einer großen Rolle. In dem großen, abwechslungsreichen Beiprogramm läuft ein flottes Lustspiel, ein entzückender Farbfilm, die neue Wochenschau und ein sehenswerter Lehrfilm. Hammer Lichtspiele:„Die Pompadour“ Der König trägt die Krone nur, das Zevter schwingt die Pompadour! Boucher, ein junger Maler, hatte diesen Spottvers gedichtet. Er wurde aus der Haft entlassen. In den Freundeskreisen ist er der„Held". Man feiert zu seinen Ehren Feste. Ein Mädel, angeblich die Tochter des Bäckermeisters, gratuliert ihm auch. Aus dem Gedächtnis malt er ihr Bild. Dieses sieht auf der Aufstellung der König und erkennt, trotz der lichen Verkleidung, auf dem Bild die PompadourKäthe von Nagy spielt mit viel Liebe die Pompadour. der junge Maler ist Willy Eichberger, eine herrliche kolle ist da für Leo. Slezak., Im Beiprogramm sieht man neben dem herrlichen Film„Spanische Bilder und Klänge“, einen interessanten Kulturfilm und die Wochenschau. Films ist Karl Valentin, der zum ersten in einex tragendeg. ue W r. Seite steher Adele Sandrock. Liest Karlstaor. Max Gutstorff, jeder einzelne prächtig in seiner gewohnten Art. Weiter ist Rotraut Richter zu nennen. Das Rahmenprogramm ist ganz auf den Charakter der Werbung für den lesten Kurztonfilm und Kulturfilm abgestellt. Gloria:„Liebeslied“ Der Film zahlt zu den gelungezeinzpfigen grfaen Man muß feststellen, mit welchem feinfühligen Errasser der Grundsätze des Filmrhythmus und der Filmbarmonie hier jede Szene in Beziehung zum Ganzen gebracht Ziliani war der mit Recht umfeierte Mittelpunkt des Erfolges. Bei ihm paart sich hervorragendes Gesangsvermögen mit großen schauspielerischen Fähigkeiten und außerordentlicher Spielfreudigkeit. Aber auch sonst sind darstellerische Leistungen von hohem Wert zu verzeichnen. Paul Hörbiger als Clown spielt ganz von innen heraus. Fita Benkhoff treffliches Spiel wird erhöht durch die Partnerschaft Rudolf Plattes. Dazu läuft ein Lustspiel:„Zimmer zu vermieten“ mit Margarete 1. Der Hausbesitzer kann auf Räumung klaner den Eigenbedarf an den Wohnungeg, nach....§ y 2 der Pordringlichkeit zu entAbend dei„Halfn. Eun. Mysterienspiele im Stadttheater Nach diesem mysterienreichen und im zweiten Teile mysteriösen„Abend der„Jungen Buhne“ melden sich einige Bedenken, die noch der ausführlichen Begründung bedürfen und hier infolge Zeitmangels vorerst nicht erörtert werden können. Als Uraufführung für die deutsche Berufsbühne zeigte Spielleiter Walter Thomas den in mittelalterlicher Sprachform nach Holzschnittmanier bearbeiteten„Totentanz“ von Alois Johannes Lippl, ein Stuck, das bisher nur auf der Laienbuhne gespielt wurde. Die allegorische Handlung stellt dem Regisseur und den Darstellern Aufgaben, die sich insonderheit auf das Wort und die tänzerische Bewegung beziehen. Horst Caspars Tod hatte großes beschwörendes Antlitz und musikalisch reich modulierte Sprache. Die trefflichste Leistung sahen wir von Ernst Schröder (Bettler), der sein fein empfindliches Körpergefühl völlig in den Sprachgeist seiner Rolle einbrachte. Auf den„Totentanz“, und ebenfalls auf den „Brückengeist", ein Spiel vom Tode von Julius Maria Becker, kommen wir am Montag zurück. Dr. Stf. Szene aus:„Totentanz“: Tod(Horst Caspar) und Mutter(Hidde Ebert). ..-Muthherr Hauswirt und Mieter. P. 1. Das Wassergeld wird nicht nach der Zimmerzahl, sondern nach der Friedensmiete umgelegt. 2. Die Gebühr für die Waschküche werden Sie wohl weiter bezahlen müssen, da Sie sie schon jahrelang entrichten. Im Streitfalle hefragen, Sie 295.1135., amt(Diekampstraße 41). 3. Die Staorischen Beleuchtungs= und Wasserwerke halten sich an den Stromverbraucher. Die Zwischenzählung ist nur ein Behelfsmittel. 4. Ein Schlüssel zum Zählerschrank müßte den Mietern eigentlich ausgehändigt werden. H. N. gen, wenn er weisen kann. Der Richter hat aber beider Teile Interessen zu prufen ung nach der Votbtinneungn zu entscheiden. Am besten ist Einigung mit dem Mieter. 2. Darüber gibt es keine Bestimmungen mehr, da die Zwangswirtschaft aufgehoben ist. H. M. 1. Wenn die Wohnung nachweislich vorübergebend gewährt wurde, muß der Untermieter räumen. 2. Wenn„gesetzliche" Miete gezahlt wird, kann davon digung angeraten. 3. Meist stebt in der Hausordnung. abhängen soll. 4. Wenn ein Besuch längere handle sich um eine Untervermietung. H.., Wattenscheid. Grundsätzlich werden Ihre Rechte und Pflichten aus dem Mietverhaltnig nicht, Aufbebung besg besonderssund gan terschut vorgesebene, Oein Hringender Eigenbedarf des cher Grund wäre auch ein bringendegnigenrerag des Hausbesitzers an den vermieteten Räumen. Dieses dringliche Interesse bedarf aber des Nachweises. Diese Gesichtspunkte gelten auch für den Gartenzau;„tu schon gut daran, sich über den ganzen Fall sowie üder die Frage, wie weit Sie gegebenenfalls wegen der Lichtanlage Wertersatz beanspruchen können, mit einem Rechtsanwalt zu beraten. Berufsfragen. H. L. Solche technischen höheren Lehranstalten befinden sich in Essen, Dortmund, Hagen, welche Schulen auch leicht von hier aus besucht werden können. Bedingungen: Sekundareife, 2 Jahre Praxis als Praktikant, 5 Semester Studium, Schulgeld je Semester 60 bis 80 RM., dazu Fahrgeld, und wenn Sie draußen wohnen, Kostgeld. A. W. Ein solches Gesetz hat es nie gegeben. Die Krankenhäuser beschäftigen geprüfte und ungeprüfte Pfleger. Staatlich anerkannt werden jedoch nur solche, die die vorgeschriebene Prüfung abgelegt haben. Diese wird niemals ersetzt durch eine noch so lange Tätigkeit. Pfändung. E. W. Wenn andere Gläubiger rechtskräftige Urile in Händen haben, so können Sie nur noch Anschlußpfändung bewirken. Der Mieter hätte die Sachen nicht mehr verpfänden dürfen. Machen Sie sofort Ihre Rechte im Klagewege geltend. Da die Mieze eine vorrechtigte Forderung ist. dürfte noch mit Erfolg zugreifen sein. Nehmen Sie einen Rechtsanwalt. Verschiedenes. macht voch tert 5a Feing sonst wäre das Wort aus der achten Sie das Tierchen weiter. 2. September. In Deutschland wiepiesseig, Eustachius begangen. In Italien mag man viellenh. Enftachlns feiern. SKankauf Peitetoyiongaast. i8, duht Seite 8 Nr. 97 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 25 /26. April 1936 Seite 9 Nr. 97 Aus Westfalen und Rheinland Aäuschzist uls„Schweme=Zinpfinkter Zwei gefährliche Rauschgifthändler festgenommen Köln, 24. April. Schon seit längerer Zeit hatte die Kriminalpolizei ein wachsames Auge auf zwei Rauschgifthändler geworfen, deren Namen und Wohnorte auch bekannt waren, die aber trotz eifriger Sucharbeit immer wieder zu entschlüpfen verstanden. Durch reinen Zufall wurden sie jetzt erwischt. Der Geschäftsführer des gefährlichne Unternehmens hatte mit seinem Kumpan, einem in Koblenz wohnenden Holländer, eine Zeitungsanzeige aufgegeben, in der die Beteiligung eines Geldgebers an einem ergiebigen Geschäft gesucht wurde. Auf diese Anzeige meldete sich ein Schweinehändler aus Seelscheid. Nach wenigen Tagen kam es auch zu Verhandlungen, und bei dieser Gelegenheit flog nun die ganze Sache auf. Die Frau des Schweinehändlers, durch das übermäßig lange Ausbleiben ihres Mannes bedenklich geworden, benachrichtigte die Siegburger Polizei, da sie wußte, daß ihr Mann nach Siegburg gefahren war. Mehrere Beamte machten sich sofort auf die Suche nach dem ausgebliebenen Ehemann und fanden ihn in der Gesellschaft von zwei Männern in einem Siegburger Hotel. Zur größten Ueberraschung entpuppten sich die beiden als die lang gesuchten Rauschgifthändler. Natürlich wurden alle drei sofort festgenommen. Man drehte ihnen die Taschen um und fand bei dem Holländer Rauschgift im Werte von 600 RM. und 850 RM. Bargeld. Die etwas verdutzten Verbrecher versuchten sich zuerst damit herauszureden, daß in dem verdächtigen Päckchen des Holländers Anilin= farben seien, dann— die Verbindung mit dem Seelscheider Schweinehändler geschickt ausnutzend— behaupteten sie, es seien Impfmittel für Schweine. Erst als ein Ausweichen nicht mehr möglich war, gaben sie zu, daß es sich um Rauschgift handelte, das sie angeblich von einem Professor in Süddeutschland erhalten haben. Tatsächlich ergab die weitere Untersuchung über die Herkunft des Rauschgiftes, daß die Spuren außer nach Holland auch nach Süddeutschland führen. Nach der polizeilichen Vernehmung wurde der Schweinehändler wieder auf freien Fuß gesetzt, während die beiden gefährlichen Verbrecher ins Untersuchungsgefängnis nach Köln wanderten, wo sie sich demnächst vor dem Richter zu verantworten haben werden. Untersturmführers Rollenbach auf dem Rathausplatz ein Platzkonzrt. Westfälischer Lastzug in Sachsen verunglückt Ein Toter, drei Verletzte Plauen, 24. April. Aus Plauen wird uns berichtet: Auf der Staatsstraße Plauen—Hof, in der Nähe von Großzöbern, ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag ein schweres Kraftwagenunglück. Ein Lastkraftwagen aus Westfalen, der nach Plauen zur AusbesseAnregungen und die Richtlinien für ihre weitere Arbeit zu vermitteln. Dann gedachte Dr. Rosebeck des am Mittwoch verstorbenen Gründers der Fachschaft Deutsche Schäferhunde, Rittmeisters von Stephanitz, der sich um die Zucht der Schäferhunde große Verdienste erworben habe. Der Reichsverband für das deutsche Hundewesen sei von diesem Verlust schwer betroffen. Dann hielt Reichszuchtwart Professor Dr. Henseler seinen Vortrag über die Inzucht als Züchtungsmittel. Kleine provinz=Nachrichten rung gebracht worden war und sich auf einer Probefahrt befand, stürzte— wahrscheinlich durch die Unvorsichtigkeit des Fahrers— die Straßenböschung hinab und überschlug sich. Der 23 Jahre alte Kraftwagenfahrer R. Zimmling aus Wuppertal=Elberfeld, der mit drei weiteren Personen mitgefahren war, verunglückte tödlich. Die drei Mitfahrer wurden leicht verletzt. Das Treffen der Hundekenner „Das wehrhafte Deutschland“ Wehrgeschichte und Wehrwille im deutschen Schrifttum Eine sehenswerte Schrifttumsausstellung in Dortmund Dortmund, 24. April. Auf Veranlassung des Gauschulungsleiters Dr. Schwarzschulz wird in Dortmund im historischen Rathaussaal die Schrifttumsausstellung„Das wehrhafte Deutschland in Zeugnissen des deutschen Schrifttums“ gezeigt, die nach dem Vorbild der Berliner Ausstellung der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums aufgebaut ist, darüber hinaus als Besonderheit Schrifttum zur Geschichte der westfälischen Landschaft aufweist. Die Ausstellung ist ganz aus den eigenen Beständen der Stadt= und Landesbibliothek, Dortmund, unter Leitung von Dr. Schulz zusammengestellt. Die Ausstellung umfaßt zunächst einen historischen Teil, der die Geschichte der deutschen Wehrhaftigkeit von den Zeiten des Rittertums und des Landsknechtswesens über die Epoche der geworbenen Söldnerarmeen bis zur allgemeinen Wehrpflicht und dem„Volk in Waffen“ in zeitgenössischen Bild= und Schriftdokumenten darstellt. Daran schließt sich eine Uebersicht an über das Schrifttum, das im Erlebnis des Weltkrieges und der Kampfzeit der nationalsozialistischen Bewegung wurzelt. Charakteristisch für diese Ausstellung, die das Interesse aller Volksgenossen verdient, sind besondere Abteilungen, wie„Allgemeine Kriegsgeschichte",„Geschichte des Weltkrieges" oder„Wehrgeographie",„Wehrwirtschaft",„Wehrerziehung" und„Wehrpolitik“. Sie schließt mit Zeugnissen des politischen Volksliedes und Darstellungen westfälischer Regimentsgeschichten. Ihre feierliche Eröffnung findet die Ausstellung Sonntag, 26. April, 11 Uhr, im Rathaussaal der Stadt Dortmund in Gegenwart namhafter Vertreter der Partei, der Wehrmacht und der Behörden. Fanfarenrufe eines Musikzuges des Dortmunder Jungvolks umrahmen die Eröffnungsfeier, und zu gleicher Stunde veranstaltet der Musikzug der 30. SS.=Standarte unter Leitung des Der Kynologenkongreß auf der Internationalen Hundeausstellung in Köln Köln, 24. April. Als Einleitung der dritten, unter der Schirmherrschaft des Reichssportführers von Tschammer und Osten stehenden Reichssiegerausstellung für Hunde aller Rassen in Köln, die vom Reichsverband für das deutsche Hundewesen am 25. und 26. April in Köln veranstaltet wird, begann am Freitag ein Kongreß der Kynologen. Der Vormittag der Tagung war dem Referat des Reichszuchtwarts des RHH. Professor Dr. H. Henseler(München) über„Die Inzucht, Verwandtschaftszucht als Zuchtungsmittel" gewidmet. Reichsausstellungswart Fr. Bazille(Stuttgart) wies auf die große zuchterische Bedeutung der dritten Reichssiegerausstellung hin. Darauf eröffnete der Reichsobmann der Fachschaft Deutsche Schäferhunde, Sitz Berlin, Dr. Rosebeck, den Kongreß. Zweck und Aufg, Radfahrer tödlich verunglückt. Auf der Provinzialstraße Milse—Altenhagen geriet ein Radfahrer in einer Kurve unter den Lastzug einer Milser Firma und wurde auf der Stelle getötet. Die Persönlichkeit des Toten steht noch nicht fest. Höchstwasserstand im Emsland erreicht. Die in den letzten Tagen eingetretene Hochflut in den Niederungen des Emslandes hat inzwischen einen Stillstand erfahren. Die Flüsse haben seit Donnerstag ihren Höchststand erreicht Vom Oberlauf wird fallendes Wasser gemeldet. Die Schäden, die durch die Hochflut angerichtet wurden, haben der Landwirtschaft nicht unbeträchtlichen Schaden zugefügt. Rangierer tot aufgefunden. Auf der Hütte RuhrortMeiderich wurde der Rangierer Ludwig Brus zwischen den Gleisen der Werksbahn tot aufgefunden. Brus wurde beim Rangieren von einer Lokomotive überfahren. Ertrunken Am Marientor in Duisburg kletterte ein achtjähriger Junge auf die Schleusenmauer. Er bekam das Uebergewicht und stürzte mehrere Meter tief in den Außenhafen. Obwohl Hilfe bald zur Stelle war, konnte der Knabe nur noch als Leiche geborgen werden. Lastzug fuhr gegen einen Baum. An einem Lastzug platzte auf der Straße Warendorf—Beelen ein Reifen. Mit voller Wucht fuhr der Lastzug gegen einen Baum. Der Anprall war so stark, daß Fahrer und Beifahrer schwere Verletzungen erlitten. Sie waren im Führerraum eingeklemmt und konnten nur unter großen Anstrengungen befreit werden. Sie wurden dem Krankenhaus zugeführt. Aufgabe des Kongresses sei es, den Zuchtern wertvolle Maria Lindenhof wird geräumt. Wie bereits vor einiger Zeit berichtet wurde eine größere Anzahl von Kranken von der Anstalt Maria Lindenhof in die Provinzialheilanstalt übergeführt. Jetzt hat wiederum eine große Zahl Kranker die Anstalt verlassen, die der Provinzialheilanstalt überwiesen wurde. Die restlichen 80 Kranken sollen in der rheinischen Provinzialheilanstalt Aufnahme finden. Bochumer Veranstaltungen Ein lehrreicher Vortrag. Die Ortsfachgruppe Ziegen, züchter Weitmar halt am Sonntag, 26. April, nachmittags 4 Uhr, eine Hauptversammlung in der Wirtschaft Hulsmeier, Bochum=Weitmar, Markstraße 394, ab. Nach Erledigung der Vereinsangelegenheiten, etwa gegen 6 Uhr, findet ein Vortrag statt von Landwirtschafts. lehrer Schreyer, Bäuerliche Werkschule Bochum, über Frühjahrsarbeiten des Kleingärtners, Bodenbearbeitung, Düngung, Sortenwahl usw. Den Interessenten ist die Möglichkeit gegeben, sich über Spezialfragen eingehende Auskunft zu holen. Nichtmitglieder und sonstige Interessierte sind herzlichst eingeladen. NSKOV. Die Ortsgruppe Bochum=Werne veranstaltet heute(Samstag) ab 20 Uhr im Saale„Zur deutschen Flotte". Werner Hellweg, einen Kameradschaftsabend für deutsche Frontsoldaten und Kriegsopfer. Durch die Mitwirkung der HJ., der Tanzgruppe der RSG.„Kraft durch Freude", der Gesangabteilung der Ortsgruppe u. a. ist ein gutes Gelingen der Veranstaltung gewährleistet. Der Kreisamtsleiter der RSKOV., Ortsgruppe Bochum, Pg. Deuschle, wird ein Werbereferat halten. Alle Frontkämpfer und Kriegsopfer, also auch diejenigen, die noch nicht Mitglied der NSKOV. sind, sind nebst ihren Angehörigen zum Besuch des Kameradschaftsabends herzlich eingeladen. Der Kameradschaftsabend soll einen kleinen Einblick in das Leben und Wirken der NSKOV. vermitteln und kann daher allen Frontkämpfern der Besuch dieser Veranstaltung nur dringend empfohlen werden. Stadttheater Bochum. Heute Goethes„Faust“. Die dramaturgisch neu durchgesehene Einrichtung, die auf der Inszenierung für das Goethe=Festjahr 1928 fußt, erreicht vor allem durch die technische Vereinfachung und durch das Durchspielen auf der Vorderbühne eine Verkürzung der Zeitdauer, die es ermöglicht,„Faust I“ ohne sprachliche Streichungen auf die Dauer eines üblichen Theaterabends zu bringen.(Vormiete B und freie Besucher.) Sonntag Wiederholung des Lustspiels von Novello=Lerbs„Zahlende Göste".(Blauer Ring und freie Besucher.) Neues aus Bochum Fragen der Kleingärtner Sitzung der Stadtgruppe Bochum der Kleingärtner. Die Stadtgruppe Bochum der Kleingärtner im Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands e. V. hielt am Freitag im„Bochumer Hof“ eine stark besuchte Stadtgruppensitzung ab. Nach der Begrüßung der Mitglieder durch den Stadtgruppenführer Lehrer Meyer gedachte die Versammlung ihres verstorbenen Mitgliedes Vereinsführer Frank(Langendreer). Nach der Verlesung der Niederschrift der letzten Stadtgruppensitzung wurde der am 1. November 1935 ins Leben gerufene Kleingartenverein„Am Lakenbruch“ Hordel, der 57 Mitglieder zählt, ausgenommen. Das Gelände des Vereins wurde von der Stadtverwaltung gepachtet. Der Vereinsvorsitzende ist Pa Salbach. Darauf wurden einige Rundschreiben der Provinzgruppe verlesen, die sich u. a. auf die Bekämpfung des sich mehr und mehr ausbreitenden Kartoffelkäfers bezogen. Anschauungsmaterial wurde den Vereinen zur Verfügung gestellt, auch Schriften über Vogelschutz wurden an die Mitglieder abgegeben. Auch wurde darauf aufmerksam gemacht, daß im Mai ein PflanzenschutzwarteKursus stattfinden wird. Die Sommerfeste sollen auf Wunsch des Reichsbundes möglichst an einem gemeinsamen Termin gefeiert werden. Einen breiteren Raum nahm die Aussprache über die Winterschulung der Kleingärtner ein. Im neuen Schulungsplan 1936/37 soll möglichst den besonderenn Wünschen der Mitglieder Rechnung getragen werden. Die Schulungsleiter, Gartenbauinspektor Johnsen und Köhler, machten längere Ausführungen über die Winterschulungskurse. Danach verlas der Stadtgruppenführer eine Anordnung der Provinzgruppe zu den kommenden, planmäßig durchzuführenden Sommerkursen. Meldungen zu den Schulungsabenden sind bis zum 15. Mai einzureichen. Angeregt wurde zum Schluß noch ein gemeinsamer Ausflug der Stadtgruppe. Die alte Karte wird durch eine neue ersetzt, die Bochum berücksichtigt. Zu unserer Notiz„Bochum in Berlin unbekannt?“ wird uns von der Stadtverwaltung mitgeteilt, daß die Stadtverwaltung den Mangel, daß Bochum in der Bildkarte„Das schöne Deutschland“ nicht berücksichtigt worden ist, bei der Reichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr beden Teutighn pieggrerte bereits im vergangenen Jahre gerügt hat. Diese Werbestelle hat daraufhin den Druck einer neuen Bildkarte veranlaßt, die Ende Mai erscheint und die Bochum namentlich und bildlich berücksichtigt. Die alten Bildkarten werden dieser neuen Karte an allen Aushangstellen Platz machen.— Man darf sich über diese Mitteilung freuen. Ende Mai also soll der bei der Herausgabe der Bildkarte gemachte Fehler, der mit Recht gerugt wurde, beseitigt werden. NS.=Kulturgemeinde. Jugendgruppe: Am Dienstag, 28. April, 20 Uhr, findet für die Einzelmitglieder der Jugendgruppe „Der Totentanz“ und„Der Brückengeist“ statt. Die Eintrittskarten sind in der Geschäftsstelle der NS.=Kulturgemeinde, Lueghaus, Zimmer 1, zu haben. Uraufführung in Wattenscheid. Die Chorvereinigung Wattenscheid veranstaltet in Gemeinschaft mit dem Kammerchor unter der Leitung von Eugen Klein ein Orchester= und Chorkonzert. Das Konzert erhält seine besondere Bedeutung durch die Uraufführung einer Kantate „Marienlob“ des Mindener Komponisten Franz Bernbardt. Theater und Kunst in den Nachbarltädten Die Spielpläne der kommenden Woche Aus der evangelischen Altstadtgemeinde. Der Beginn des Konfirmandenunterrichts ist auf Dienstag, 28. April, vormittags.80 Uhr(Konfirmandenknaben), Mittwoch, 29. April, vormittags.30 Uhr (Konfirmandenmädchen), festgesetzt worden. Die Neuaufnahme der Katechumenen erfolgt am Mittwoch, 29. April, nachmittags.— Aus Anlaß des Nationalfeiertages, des Tages der Arbeit, am Freitag, 1. Mai, finden am Vorabend, also am Donnerstag, 80. April, abends 8 Uhr, in der Christus= und Friedenskirche und im Wichernhaus Rüstgottesdienste statt.— Der Männerdienst veranstaltet am Samstag, 2. Mai, abends 8 Uhr, einen Lichtbildervortrag der von Herrn Siebert gehalten wird. Der Vortrag findet im großen Saale des Gemeindehauses am Moltkemarkt statt.— Der Männerdienst des 110. Pfarrbezirks begeht morgen sein Jahresfest. Morgens Gottesdienst in der Lutherkirche, nachmittags 5 Uhr ist die Jahreshauptversammlung, in der Pfarrer Kalle aus Hamm, der Leiter des Evangelisch=kirchlichen Männerdienstes in Westfalen, den Festvortrag halten wird, über das Thema „Die Gegenwartsbedeutung des Apostels Paulus". Dreirad sauste ins Schaufenster. Gestern gegen 11.40 Uhr fuhr ein Geschäftsauto, ein Dreirad, die abschüssige und infolge des Regens schlüpferig gewordene Kortumstraße hinab. Vor dem Einbiegen in die Brückstraße wollte der Fahrer bremsen, dadurch aber geriet das Dreirad ins Rutschen und fuhr über den Bürgersteig hinweg in die Schaufenster des Seifengeschäfts L. Da gab's viele Trümmer. Auch das Auto wurde stark beschädigt. Dortmund Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Der Sprung aus dem Alltag; Sonntag 20 Uhr: Das Herz; Montag 20 Uhr: Clivia: Dienstag 19.30 Uhr: Aida: Mittwoch 20 Uhr: Der Nobelpreis: Donnerstag 20 Uhr: Charleys Tante: Samstag 20 Uhr: Der verlorene Sohn. Düsseldorf Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Iphigenie au Tauris: Sonntag 20 Uhr: Aida: Montag 20 Uhr: Der König von Yvetot; Dienstag 20 Uhr: Martha; Mittwoch 20 Uhr: Iphigenie auf Tauris; Donnerstag 19.30 Uhr: Tannhäuser: Samstag 20 Uhr: Martha. Schauspielhaus: Samstag 19.30 Uhr: Egmont: Sonntag 16 und 20 Uhr: Schwarzbrot und Kipfel: Montag 20 Uhr: Pastor Geesch: Dienstag 20 Uhr: Datterich: Mittwoch 19.30 Uhr: Egmont: Donnerstag 20 Uhr: Datterich; Samstag 20 Uhr: Datterich. Duisburg Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Fidelio; Sonntag 20 Uhr: Der Vetter aus Dingsda: Dienstag 20 Uhr: Der Nobelpreis: Mittwoch 20 Uhr: Tanzabend; Donnerstag 19.30 Uhr: Don Carlos; Samstag 18 Uhr: Die Meistersinger von Nürnberg. Essen Opernhaus: Samstag 18 Uhr: 15 Uhr: Madame Buttersly: 20 Uhr: Montag 20 Uhr: Die Regimentstochter: Zar und Zimmermann: Samstag 20 Uhr: Oberon. Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr: Scharnborst; Sonntag 20 Uhr: Der Sprung aus dem Alltag; Montag 20 Uhr: Die drei Eisbären: Dienstag 20 Uhr: Scharnhorst: Samstag 20 Uhr: Amphitryon. Gelsenkirchen Stadttheater: Samstag 20.15 Uhr: Wenn Hahn kräht: Sonntag 15 Uhr: Die Fledermaus; 20 Wenn der Hahn kräht: Montag 20.15 Uhr: Hau— Dienstag 20.15 Uhr: Der Zarewitsch: Donnerstag Uhr: Hau— ruck. Köln Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Don Juan: Sonntag 17 Uhr: Parsisal: Montag 20 Uhr: Menaka: Dienstag 19.30 Uhr: Die Zauberslöte: Mittwoch 20 Uhr: Der Zigennerbaron; Donnerstag 20 Uhr: Don Juan; Samstag 19.30 Uhr: Der Rosenkavalier. Konzerte Essen: Dienstag 20 Uhr: Saalbau: 8. Vormietekonzert. Leitung: Johannes Schüler, Solist: Fritz Bühling. Parsifal: Sonntag Der Bettelstudent; Mittwoch 20 Uhr: der Uhr: ruck: 20.15 Se bsostontsBotsscht Die Blicke gleiten dann gewöhnlich kritisch durch alle Räume. Und Sie wissen doch: Zeige mir, wie Du wohnst, und ich will Dir sagen, wer Du bist.— Also, denken Sie nicht: Na, es geht noch mit der Tapete und aut den einen Fleck an der Wand, da hängen wir noch ein Bild darüber.— Nein, lassen Sie sich einmal vom Fachmann beraten. fragen Sie ihn um seinen Rat. 2 U Dem dritten C schaft kommt bereit da in allen Grup Von den großen gesehen, haben sick Favoriten behaupt daß in Gruppe Chemnitz ohn führen, daß in G Gewinn= und zu Gruppe 3 der 1. werber keinen Vein der Gruppe 4 Siegen vor S V. schieden gegen H fallen ist, an der jeder Gruppe di aufeinandertreffen Spielsonntag in können. Gruppe I: Der Schalke Wie immer, n Titelkämpfe in bahn„Rote Erde wird es nicht a dem Sachsenmeis spiele erwachsen Chemnitzer Poliz werbern klar üb nitzer zu nehmen hervor, daß Sch schlußrundenkam; :2 triumphierer Stärke im Sturn über zwei ausgez der und Mäd fügt. In der Ha besonders hervor schaft mit Weg fer und wohl au ter. Aber schon Durchschnittskön Entschlossenheit, gehen, den Sch nun einmal den werden sich abe zeigen. Wenn tauchen, dann n kommen und all geblich sein. Berliner( Nach Chemnitz ig ven bis über die daten=Elf gegen die Mehr al Heimat Gruppe 2: Im Altona geben, denn de punkten sehr holen. Die 9 gleichwertig, de sehr stark bese Spieler mitwir wohl bei Eims die Durchschla offen. Vorwärts R Eimsbi weiterer ist, um kurrenz über A sich die entgehe II 9 Nr. 97 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 25./26. April 1936 U Turnen und Sport W Die Tip-Ecke Diogenes& Co. .SCOENT Dic Favoriten treffen im 3. Gang um die Deutsche Fußballmcilterschaft aufeinander— Vorentscheidungen in allen Gruppen Dem dritten Gang um die Deutsche Fußballmeisterschaft kommt bereits eine vorentscheidende Bedeutung zu, ha in allen Gruppen die Favoriten aufeinandertzeffen. Von den großen Ueberraschungen in Gruppe 2 abgesehen, haben sich bisher in den übrigen Gruppen die Favoriten behauptet, und zwar liegt die Situation so, daß in Gruppe 1 Schalke 04 und Polizei Chemnitz ohne Verlustpunkte das Viererfeld anführen, daß in Gruppe 2 sämtliche Mannschaften zwei Gewinn= und zwei Minuspunkte aufweisen, daß in Gruppe 3 der 1. F C. Nürnberg als einziger Bewerber keinen Verlustpunkt hinnehmen mußte, während in der Gruppe 4 Fortuna Düsseldorf mit zwei Siegen vor SV. Waldhof, der durch das Unentschieden gegen Hanau 93 um einen Punkt zurückgefallen ist, an der Spitze rangiert. Da am Sonntag in jeder Gruppe die beiden aussichtsreichsten Bewerber auseinandertreffen, wird man nach dem bevorstehenden Spielsonntag in allen Abteilungen schon klarer sehen können. Im einzelnen hat der folgendes Aussehen: Spielplan für den 26. April Gruppe 1: Schalke 04— Polizei Chemnitz in Dortmund Berliner SV. 92— Hindenburg Allenstein in Berlin. Gruppe 2: TSV. Eimsbüttel— Werder Bremen in Altona Vorwärts Rasensp. Gleiwitz— Viktoria Stolp in Hindenburg Gruppe 3: Wormatia Worms— 1. SC. Nürnberg in Frankfurt a. M. Kickers Stuttgart— 1. SV. Jena in Eßlingen Gruppe 4: SV. Waldhof— Fortuna Düsseldorf in Mannheim Hanau 93— CfR. Köln in Hanau Gruppe I: Der Großkampf in Dortmund Schalke 04-Polizei Chemnitz Wie immer, wenn die Schalker Meisterelf einen ihrer Titelkämpfe in Dortmund bestreitet, weist die Kampfbahn„Rote Erde“ hervorragenden Besuch auf. Diesmal wird es nicht anders sein, zumal den„Knappen“ in dem Sachsenmeister der schärfste Rivale der Gruppenspiele erwachsen sollte. Sowohl Schalke als auch die wesen wären. Aber nach der Nieder Chennitzer Polizei, haben sich den beiden übrigen Be= scheint auch Wormatia Worms nicht der Gegner zu verbern klar überlegen gezeigt. Wie ernst die Chem= sein, der dem„Club“ den Weg zur Gruppenmeisterschaft nitzer zu nehmen sind, geht weiterhin aus der Tatsache verlegen kann. hervor, daß Schalke im Vorjahr im Düsseldorfer Vorschlußrundenkampf über die gleiche Elf nur knapp mit •2 friumphieren konnte. Auch hei Chemnitz liegt die Gruppe 3: Wormatia Worms—1. FC. Nürnberg Der Südwest=Gaumeister hat in seinem wichtigsten Kampf, der Begegnung mit dem Favoriten, im Frankfurter Stadion anzutreten. Dadurch sinken natürlich seine Aussichten, die auf Wormser Gelände besser gewesen wären. Aber nach der Niederlage in Stuttgart 32 triumphieren konnte.„Auch bei Chemnitz liegt Stärke im Sturm, der in Helmchen und Munkelt über zwei ausgezeichnete Halbstürmer und in Schneider und Mäder über zwei schußgewaltige Außen verfügt. In der Halbreihe tut sich Mittelläufer Reicherdt besonders hervor. Recht stark ist auch die Hintermannschaft mit Weggel im Tor. Schalke ist technisch reifer und wohl auch für derart schwere Kämpfe routinierter. Aber schon immer haben Mannschaften mit gutem Lurchschnittskönnen, die darüber hinaus mit großer Entschlossenheit und Kampftüchtigkeit an ihre Aufgabe geben, den Schalkern besonders hart zugesetzt, da sie nun einmal den Westfalen nicht liegen. Die Schalker werden sich aber auch einer Ueberrumpelung gewachsen zeigen. Wenn in der Abwehr keine Schwächen auftauchen, dann wird auch der famose Angriff ins Spiel kommen und alle Bemühungen der Sachsen werden vergeblich sein. Berliner SV. 92—Hindenburg Allenstein Nach den klaren Niederlagen gegen Schalke und Chemnitz ist für die Meister von Brandenburg und Ostpreugen nichts mehr zu erhoffen. Die Berliner haben bislang so wenig gezeigt, daß selbst ein Exfolg über die Allensteiner noch fraglich ist, zumal die Soldaten=Elf ihre Leistung zu steigern vermochte und sich gegen die Favoriten recht achtbar aus der Affäre zog. Mehr als einen knappen Sieg darf man selbst in der Heimat vom BSV. nicht erwarten. Gruppe 2: TeV. Eimsbüttel— Werder Bremen Im Altonaer Stadion wird es einen großen Kampf geben, denn der Unterlegene dürfte es bei vier Verlustpunkten sehr schwer haben, verlorenen Boden aufzuholen. Die Mannschaften sind sich im allgemeinen sleichwertig, denn auf beiden Seiten sind einige Posten sehr stark besetzt, während anderseits wieder schwächere Spieler mitwirken, so daß Unebenheiten bestehen. SoHohl bei Eimsbüttel als auch bei Werder Bremen läßt die Durchschlagskraft der Angriffsreihen viele Wünsche offen. Vorwärts Rasensport Gleiwitz—Viktoria Stolp Trotz des schönen:=Erfolges über den TSV. Eimsbüttel trauen wir der Stolper Viktoria=Elf keine weiteren Erfolge zu, da sie spielerisch doch zu schwach ist, um ernsthaft mit den übrigen Bewervern in Konkurrenz treten zu können. Gleiwitz hat nach dem Siege über Werder Bremen wieder Mut geschöpft und wird sich die Gelegenheit zu weiterem Punktegewinn nicht entgehen lassen. Kickers Stuttgart—1. SV. Jena Da der Mitte=Gaumeister bereits zwei Niederlagen in Kauf nehmen mußte, kommt er für die Meisterschaft würden die Kickers dieserhalb den Gegner von der leichten Seite nehmen. Gruppe 4: SV. Waldhof— Fortuna Düsseldorf Das mit Spannung erwartete Zusammentreffen der Meister von Baden und vom Niederrhein wird dem Mannheimer Stadion einen starken Besuch einbringen. Der SV. Waldhof steht vor einer sehr schweren Aufgabe, denn das:0 in Hanau am vergangenen Sonntag hat ihm einen wichtigen Punkt gekostet, und es muß schon ein Sieg über die Niederrheinischen errungen werden wenn man noch ernsthaft auf den Gruppensieg reflektieren will. Es wird ein großer Kampf zweier technisch guter Mannschaften zu erwarten sein, in dem die Düsseldorfer noch etwas gutzumachen haben, war es doch die Waldhof=Elf, die im vorjährigen Pokalkampf Fortuna in Düsseldorf mit einem unerwartet klaren:=Sieg ausschaltete. Der Mannheimer Platz räumt dem Badischen Meister einen nicht geringen Vorteil ein. Immerhin ist auch hier ein Erfolg möglich, denn in der letzten Spielzeit konnte der an gleicher Stätte über den vorjährigen badischen Meister BfR.,„Mannheim sowohl im Gruppenspiel als auch im Pokalkampf triumphiren. FC. Hanau 93—CfR. Köln Während der Nordbessen=Gaumeister durch das Unentschieden gegen Waldhof gezeigt hat, daß er nicht so sang= und klanglos untergehen will, mußte der Mittelrhein=Gaumeister bereits zwei Niederlagen einstecken, wobei sich erwies, daß er keine größere Rolle spielen kann. Bei der Schußunsicherheit seiner Fünferreihe und den mitunter taktisch sehr schweren Fehlern in der Hintermannschaft ist es sogar fraglich, ob er in Hanau auch nur zu einem Punkt kommt. FC. Schalke— Polizei Chemnitz im Rundsunk Am Sonntag, 26. April, überträgt der Reichssender Köln von 18.30 bis 18.45 Uhr aus Dortmund einen Ausschnitt aus dem Vorrundenspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen, dem„Deutschen Meister Wenn auch die Prophetenfirma infolge der erböhten Ansprüche während der Endspiele nur die beiden Hauspropheten Diogenes und August Schrömmel zu Worte kommen läßt, so vergißt sie keineswegs ihre getreuen Teilhaber, die nach den anfänglich stürmischen Bewerbungen zwar im Laufe der Zeit zum größten schäftsmüde“ geworden sind. Mit militärischer Pünktlichkeit gehen aber allwöchentlich zwei Brieflein ein, und zwar ist es das„Fußball=Ehepaar“ Müller, das seine Fußhallbegeisterung zunächst je zur Hälfte Preußen Bochum und MBV Linden zuteil werden ließ, nun aber in ehelicher Einmütigkeit für die Bochumer Preußen eine Lanze bricht, beziehungsweise tippt.„FußballMüllers“ glauben an einen klaren.:0, bzw.==Sieg der Preußen, ein Optimismus, den die Propbetenfirma nicht ganz teilt. Was Diogenes meint: Um die„Deutsche": Schalke 04— Polizei Chemnitz:0 Berlin 92 Hindenburg Allenstein:1 SV Waldhof Fortuna Düsseldorf:1 Hanau 93— EfR. Köln:0 Eimsbüttel— Werder Bremen:1 Gleiwitz— Viktoria Stolp:2 Wormatia Worms— 1. FC. Nürnberg:8 Stuttgarter Kickers— 1. 3 V. Jena:1 Aufstiegsspiele Bezirksliga: Preußen 07 Bochum— SV. Rotthausen:9 Sportfr. Siegen— Recklinghausen 13:0 Aufstiegsspiele Kreisklasse: SV. Herbede— TG. Bochum=Ehrenfeld:2 BfB. Börnig— Viktoria Dortmund.0 Hombruch— Union Haspe:2 Und August Schrömmel? Um die„Deutsche": Schalke 04— Polizei Chemnitz:2 Berlin 92— Hindenburg Allenstein:2 SV. Waldhof— Fortuna Düsseldorf:1 Hanau 93— EfR. Köln:1 Eimsbüttel— Werder Bremen:1 Gleiwitz— Viktoria Stolp:1 Wormatia Worms— 1. FC. Nürnberg:2 Stuttgarter Kickers— 1. 3V. Jena:1 Aufstiegsspiele Bezirksliga: Preußen Bochum— SV Rotthausen:2 Sportfr. Siegen— Recklinghausen 18:1 Aufstiegsspiele Kreisklasse: SV Herbede— TG. Bochum=Ehrenfeld:3 BfB. Börnig— Viktoria Dortmund:1 Hombruch— Union Haspe:3 len alle Trümpfe in der Hand, wird die erste Begeging mit dem Dortmunder Gruppensieger am 3. Mai Dortmund ein Großkampf allerersten Ranges. Trotz nung in in Kauf nehmen mußte, kommt er für die Meisterschaft Fußballmeisterschaft zwischer schon nicht mehr in Frage. Es wäre aber ein Fehler, FC. Schalke 04 und Polizei Chemnitz. Aufftieglpiel Preußen Bochum— SV. Rofthausen 12 „Eine-Prufuns ufherz und Moron. Nur vier Aufftiegskandidaten im Rennen 65 1 Die diesjährigen Aufstiegsspiele der sechs Gruppensieger der westfälischen Bezirksligagruppen kommen nur langsam in Fluß. Durch den Umstand, daß Borussia Dortmund erst am Samstag sein Schlußspiel gegen den VfL. Kamen austragen kann, fällt der für Sonntag vorgesehene Kampf des Dortmunder Gruppensiegers gegen den B fB. Bielefeld aus, so daß es bei folgenden zwei Begegnungen bleibt: Preußen Bochum— SV. Rotthausen 12 Nach dem vorsonntäglichen Spiel gegen den schwachen Vertreter des Bests Recklinghausen bedeutet der Kampf gegen den stahlharten Gelsenkirchener Gruppensieger Rotthausen 12 für die Preußen eine„Prüfung auf Herz und Nieren“, ein Spiel, das bereits in gewissem Sinn als Vorentscheidung gewertet werden darf, geformt. Der Halbrechte H. Glatz, zwar ein guter Feldspieler, aber kein Torschütze ist aus der, Mannschaft herausgenommen worden. Kalfelder soll rechter Verbinder spielen, also auf dem Posten, auf dem er sich in Recklinghausen nach der Sturmumstellung weitaus besser zurechtfand. Als Halblinker wurde Oskar Szepanek eingesetzt, ein vor dem Tore recht gefährlicher Spieler, sofern er jeweils die richtige Kondition In diesem Spiel an der Wasserstraße eine Mannschaft auf den Favoritenschild zu heben, ist fehl am Platze. Der auf jeden Fall spannende Kampf wird zeigen, ob die Preußen ihre Parole wahrmachen können; „An der Wasserstraße darf kein Punkt verlorengehen!“ Gelingt es, hat die Mannschaft in den weiteren Spieder Fülle der lokalen Fußbaber auch Sonntag nicht über schlechten beklagen haben, sofern nicht wiederum der Wettergott diese Rechnung durchkreuzt. Sportfreunde Siegen— Recklinghausen 13 Das erste Spiel der Recklinghäuser gegen Preußen Bochum hat uns gezeigt, daß die Mannschaft auch in diesem Jahre nicht über eine Statistenrolle hinauskommen wird. Auf Grund der Punkteteilung zwischen den Siegener Spartfreunden und dem Bf B. Bielefeld am Vorsonntag darf man ohne weiteres den Siegenern, die jetzt zum zweiten Male auf eigenem Platz spielen, einen klaren Sieg zutrauen. Kommt es anders, wäre es ein Beweis dafür, daß Siegens Können nicht allzu hoch veranschlagt zu werden braucht. Starke deutsche Beteiligung IV. Großer Motorradpreis von Barcelona Zum 4. mal führt der Motorradklub von Katalonien am Sonntag den Großen Preis von Barcelona 1936 für Krafträder mit und ohne Seitenwagen durch. Das Rennen hat mit 68 Meldungen aus neun Nationen eine sehr gute Besetzung erfahren. Die Veranstaltung findet auf der berühmten, 3,79 Kilometer langen Rundstrecke im Ausstellungspark von Montjuich in Barcelona statt. Der schnellste Fahrer erhält den Großen Preis und den Stadtpokal von Barcelona. Deutschland ist in allen Klassen mit einem starken Aufgebot vertreten. und zwar soll es die von vielen Bochumer Fußballfreunden aufgeworfene Frage beantworten:„Werden die Preußen sich auch gegen die Favoriten des Teilnehmerfeldes durchsetzen können?“ Es besteht kaum ein Zweifel darüber, daß Rotthausen eine Mannschaft ist, die in ihrer unbekümmerten, technisch zwar nicht vollendeten Spielweise, ihrer Ausgeglichenheit in den einzelnen Mannschaftsteilen eine sehr ernst zu nehmende Turniermannschaft ist. Der Vorteil der Gäste gegenüber den Preußen liegt ohne Zweifel darin, daß bei ihnen die Leistungen zwischen Sturm und Hintermannschaft nicht so unterschiedlich sind. Gerade Rotthausens Sturm rühmt man große Durchschlagskraft nach, eine Eigenschaft, die dem Preußen=Angriff leider bisher fehlte. Treibende Kräfte im Angriff Rotthausens sind der Halbrechte Walden, der Vollender der meist von dem hervorragenden Sturmführer Sylla, der bekanntlich auch ein kurzes Gastspiel in Höntrop gab, herausgearbeiteten Torgelegenheiten. Walden hat in der Meisterschaftssaison über 30 Tore auf sein Konto gebracht, so daß es für die Preußen ein Glück ist, doß Peter Kamelfki als linker Läufer und „Schutzmann“ dieses Torschützen, augenblicklich in famoser Form ist Nach den Erfahrungen der letzten Spiele haben die Preußen ihre Mannschaft etwas umDie Gesellschaftsspiele Der Niederrhein-Eamhehner in-Bodlkt Germania Bochum gegen VIL. Benrath Bochums umfangreiches Fußballprogramm wird bereits Samstag abend mit einer interessanten Freundschaftsbegegnung auf dem Germaniaplatz eingeleitet, und zwar stehen sich hier die beiden Tabellenzweiten der Gaue Westfalen und Niederrhein gegennüber. Der VfL. Benrath, nach der Erringung der Niederrheinmeisterschaft in den Jahren 1934 35 in diesem Spieljahr von Fortuna Düsseldorf abgelöst, erfreut sich im Gau Westfalen und in Bochum eines guten Rufes, so daß, gutes Wetter vorausgesetzt, der Kampf sicherlich ein zahlreiches Publikum finden wird. Tu., Bochums zweiter Gauligist, spielt nicht, während Höntrop beim Gelsenkirchener Bezirksligisten Union Gelsenkirchen gastiert. Weitere interessante Begegnungen wurden aus den unteren Spielklassen gemeldet. Phönix Bochum will nach seinem kürzlichen Bombensiege gegen den SC. Dahlhausen auch gegen die starke Mannschaft des TB. Eickel seine Formsteigerung beweisen. Der DSC. Bochum, Meister der britten Kreisklasse, stellt sich im Vorspiel zum Gauliga=Aufstiegskampf Preußen Bochum— Spielverein Rotthausen gegen die Reservemannschaft der Bochumer Preußen vor. Rasensport Bochum, der Aufstiegskandidat der ersten Kreisklasse, müßte gegen Wanne 11 zu, sicheren Siege kommen. Ausgeglichen ist der Kampf Teutonia Riemke gegen Reichsbahn Bochum. Ein interessantes Spiel verspricht die Begegnung zwischen den beiden aus der zweiten zur ersten Kreisklasse aufsteigenden Vereinen Spiel und Sport Gerthe und Concordia Bochum: im Kampf Preußen 11 Bochum— Germania Kaltehardt ist die zweite Bezirksklasse unter sich. Zwei Werksmannschaften treffen sich im Kampf Tus. Engelsburg gegen Edelstahl Bochum, der sehr wahrscheinlich mit einem Sieg der Kohle über den Stahl In 12 Schaufenstern wundervolle Einrichtungen und Teppiche Alle Ausstattungen sind interessant und zeitgemäb niedrig im Preis. Ein Rundgang durch unser Haus aber gibt erst einen Uberblick über unsere Leistungsfähigkeit; in 8 Stockwerken wetteifern einige hundert Wohnräume miteinander an Schönheit und Preiswürdigkeit. ESSEN, am Rathaus Einrichtungshaus KRAMNI sh sugelassen für die Annahme der Bedarfedeckungsscheine der Ehestandedarlehen. Seite 10 Nr. 97 7 Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 25./26. April 1936 Seite 11 Nr. 97 enden wird. Wattenscheid 09 unternimmt einen Ausflug nach Menden. Der Reigen der Spiele: Samstag: Germania Bochum— VfL. Benrath Sonntag: Preußen 07 Bochum Res.— D SC. 31 Bochum Phönix Bochum— TB. Eickel Teutonia Riemke— Reichsbahn Bochum Rasensport Bochum— Wanne 11 Spu Sp. Gerthe— Concordia Bochum Preußen 11 Bochum— Germania Kaltehardt TuS. Engelsburg— Edelstahl Bochum Germania Bochum Res.— Spfr. Wattenscheid)Ost Tus. Constantin— Carolinenglück Auswärtsspiele: Union Gelsenkirchen— SV. Höntrop Menden 09— Wattenscheid 09/30 Clerireulicher-Abielal, des Boxkampfabends in der Tonhalle Ein Preitigekampf Germania Bochum— VfL. Benrath VfL. Benrath, eine Mannschaft, die in ganz Fußball=Deutschland bekannt ist. Es erübrigt sich deswegen, über die Stellung dieses Vereins im westdeutschen Fußballsport große Worte zu machen. Wenn auch die Elf, in denen die Internationalen Hohmann und Rasselnberg die bekanntesten Spieler sind, in diesem Jahre vorübergehend unter einer Formkrise litt, die den Fortunen zur Meisterschaft verhalf, so hat sie doch gerade wieder in jüngster Zeit hervorragende Ergebnisse erzielt, und zwar beim Osterturnier in Stuttgart, das den Niederrheinzweiten durch:=Siege gegen München 1860 und den VfB. Stuttgart als Sieger sah. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß sich selbst der spätere Niederrheinmeister vergeblich um einen Sieg gegen Benrath bemühte, denn dem:=Siege der Benrather folgte in der zweiten Serie ein:2. Benrath steht in dem Ruf, das bekannte Deckungssystem der deutschen Nationalmannschaft noch weiter ausgebaut zu haben, und wir wissen uns jenes:=Sieges gegen Schalke 04 noch gut zu erinnern, den der Gast der Germanen 1934 als Niederrheinmeister auf dem TuS.=Platz auf Grund dieses Systems herausholen konnte. Der Bochumer Sturm steht also Samstag abend vor der wenig beneidenswerten Aufgabe, diese Deckungsmauer zu durchbrechen. Der Tabellenzweite des Westfalengaues gegen den Tabellenzweiten des Niederrheingaues: ein interessanter Prestigekampf. Benrath hat zu dieser Begegnung folgende Mannschaft gemeldet: Klein: Henkel, Bünger; Hoffmann, Tusch, Brill; Pickartz, Rasselnberg, Hohmann, Stoffels, Pehl. Nach den ausgezeichnet verlaufenen letzten Boxkampfabenden im Bochumer Schutzenhof wirkt, dieser unerfreuliche Abschluß des vom BSK. 19 am Freitag abend in der Tonhalle gegen eine Duisburger Auswahlmannschaft durchgeführte nationale Boxkampfabend doppelt unerfreulich. Man darf schon sagen, daß der Kampfabend von vornherein unter einem unglücklichen Stern stand, da vor Beginn der Kämpfe bekannt wurde, daß Jakubowski und Pruß nicht in den Ring gehen würden, was das Publikum natürlich enttäuschen mußte. Immerhin: Enttäuschung und Lokalpatriotismus durfen nicht soweit ausarten, daß man sich zu beleidigenden Aeußerungen gegenuber dem Ringrichter, Gausportwart Hegemann(Wattenscheid), hinreißen läßt. Was war geschehen? Nachdem bis zur Pause die Kämpfe einen durchaus einwandfreien Verlauf nahmen und das sehr stark vertretene Publikum durchaus objektiv die bessere Leistung eines Kämpfers anerkannte, kam es im ersten Kampf nach der Pause zwischen dem westfälischen Mittelgewichtsmeister Pries(Wanne=Eickel) und dem Duisburger Matuschewski zum ersten Zwischenfall. In der dritten Runde, die Pries weiterhin klax in Führung sah, brach bei einem Anprall gegen die Seile... rung sah, brach bei einem Anprall gegen die Seile.. der Ring zusammen, so daß der Kampf auf Grund der Wettkampfbestimmungen ohne Wertung abgebrochen werden mußte..„..„„ g„ Nachdem der Ring wieder in seinen alten Zustano versetzt worden war, gab es noch einen flotten und schönen Kampf zwischen dem Bochumer Stadtmeister Distelrath und dem Duisburger Golawski, den Distelrath im Endspurt knapp nach Punkten für sich entschied. Die„Bombe platzte“ dann beim Bantamgewichtskampf zwischen dem jungen Petermann (Bochum) und dem starken, temperamentvollen Duisburger Taczskowski, dessen Uebergewicht den technisch guten Bochumer zunächst nicht zur Entfaltung kommen ließ. Petermann, sichtlich überrascht von dem unablässigen Trommelfeuer, das der Duisburger auf ihn losließ, kam in der ersten Runde kaum aus der Doppeldeckung heraus, so daß der Ringrichter den Kampf kurz vor Schluß der Eröffnungsrunde wegen zu großer Ueberlegenheit des Duisburgers zu dessen Gunsten abbrach. Die Antwort war ein lang anhaltendes Pfeifkonzert und beleidigende Zurufe gegenüber dem Ringrichter. Es läßt sich gewiß darüber streiten, ob der frühzeitige Abbruch gerecht war; der Gausportwart handelte aus der verständlichen Einsicht heraus, daß ein so junger und talentierter Kämpfer wie Petermann in einem an sich bedeutungslosen Kampf nicht„das Herz verlieren darf". Ob Petermann in der zweiten Runde besser aufgekommen wäre, steht immerhin noch auf einem andern Blatt, über jeden Zweifel erhaben ist es aber, daß diese Publikumsdemonstration dem Bochumer Boxsport ausgerechnet in einem Stadium der Aufwärtsbewegung großen Schaden zugefügt hat. Wir bedauern dies um so mehr, als gerade die Berücksichtigung Bochums bei den Deutschen Meisterschaften gezeigt hat, daß Bochum auf dem besten Wege war, sich seinen Ruf als westfälische Boxhochburg zurückzuerobern, und verbinden dieses Bedauern mit dem deutlichen Hinweis an die Zuschauer, die gleiche sportliche Disziplin zu wahren, die man von einem Kämpfer selbst verlangt. Petermann hat sich ohne weiteres der Anordnung gefügt, er aratulierte, wie es einem ehrlichen Sportsmann zukommt, seinem besseren Gegner. Warum also dieser unliebsame Protest, der um so unverständlicher erscheint, als nach der Ehrung Jakubowskis das Haus vor Beifall dröhnte? Mit Beginn des letzten Kampfes, zwischen Scholten und Disselbeck, der sicherlich dem Abend einen auten Abschluß gegeben hätte, brach dann der Proteststurm erneut los. Wir versagen es uns, auf die Zurufe, die den Ringrichter zum Abbruch des Kampfabends veranlaßten, näher einzugehen, und bemerken lediglich, daß der Ringrichter nicht nur für die Kämpfer. sondern auch für die Zuschauer eine Autoritätsperson ist, deren Anordnungen Folge zu leisten ist. Wer sich diesem sportlichen Grundsatz nicht unterstellen will, bleibe den Sportveranstaltungen fern. Der Sport verzichtet gern auf ihn! Die Kämpfe: Jugendpapiergewicht: Zacharias(.) wurde verdienter Punktsieger über Malkomes(.).— Fliegengewicht: Lehrke(.) wußte den guten Vorsprung der 1. Runde gegen Böckting(.) nicht zu halten und mußte sich mit einem„Unentschieden" begnügen. — Halbschwergewicht: Jungkunst(Wattenscheid) hatte gegen Berger(.) keine ernste Chance. Bergers Rechte war stets wirkungsvoll, aber Jungkunst gab sich nur nach Punkten geschlagen.— Leichtgewicht: Jakubowski wurde durch Kaisler(Polizei) vertreten, der Batz(.) einen erbitterten Kampf lieferte. Das Urteil lautete„Unentschieden".— Schwergewicht: In Fünfzig(.) stellte sich ein neuer Schwergewichtler vor, der gute Veranlagung hat und noch verbesserungsfähig erscheint. In der 2. Runde mußte Demkowski (.) auf einen Linken" zu Boden. Fünfzig wurde verdienter Punktsieger. „.-.“-Aufnahme Karl Hohmann der internationale Sturmführer des VfL. Benrath der Samstag gegen Germania Bochum spielt. Nun doch keine Zementbahn Olympische Radkämpfe werden auf einer Holzbahn ausgetragen. Fünf Pokallpicle Tag des Gedlicheir-Kalalperk Hagen 72 bei Germania Bochum Die am letzten Sonntag verregneten Pokalspiele der vierten Zwischenrunde müssen am Sonntag werden. Durch die Neuansetzung des am letzten Sonntag ausgefallenen Pokalspiels Germania Bochum— Hagen 72 ist die Bochumer„Fußball=Speisekarte" um einen weiteren„Gang" bereichert worden. Das Wochenende bringt in Groß=Bochum ein Fußballprogramm, wie man es an den ärgsten Meisterschaftssonntagen nicht erlebt hat. Am Samstag Germania Bochum— PfL. Benrath, am Sonntag eröffnet Westfalia den Reigen am Vormittag im Meisterschaftskampf gegen Hattingen 04, nachmittags steigt das Aufstiegsspiel Preußen— Rotthausen, gleichzeitig das Meisterschaftsspiel MBV. Linden— Gevelsberg und das Pokalspiel Germania Bochum— Hagen 72, ganz abgesehen von einigen kleineren Spielen, die in allen Stadtteilen stattfinden. Allzuviel soll manchmal ungesund sein, denn das Spiel Schalke— Chemnitz in Dortmund wird auch eine nicht geringe Bochumer Kolonie aufzuweisen haben. Wie dem auch sei, das wichtigste ist natürlich, daß das Wetter sich endlich frühlingsmäßig zeigt, was Vereinskassierer und Fußballanhänger gleich freudig begrüßen würden. Beginn des Sportjahres— Ueberall Gemeinschaftsempfang und Sammlung für das Hilfswerk„Mutter und Kind“ Reichsfachamtsleiter Dr. Max Eckert(München) hat den 26. April zum„Tag des Deutschen KanuGermania Bochum— Hagen 72 Wir haben in unserer Vorschau am letzten Samstag schon auf die Erfolge der Hagener in den letzten Wochen hingewiesen. In Germanias Hand liegt die weitere Vertretung unserer Heimatstadt in den Pokalspielen, nachdem alle anderen Mannschaften bereits ausgebootet worden sind, abgesehen von den Preußen, die nach dem ersten gewonnenen Spiel ausscheiden mußten, weil die Aufstiegsspiele alle Termine in Anspruch nehmen. So hat Germania also eine besondere Pflicht zu erfüllen, die um so schwerer sein dürfte, als die Mannschaft am Samstag schon ein schweres Spiel gegen VfL. Benrath zu bestehen hat. An dem guten Willen wird es sicherlich nicht fehlen. Wir halten trotzdem zu den Einheimischen, die nach Kampf Sieger bleiben müßten. sports“ bestimmt. Im ganzen Reich werben an diesem Tag die Kanuten für Kanusport und Wasserwandern, für Zeltleben und Gemeinschaftsfahrten. Mit Rücksicht auf das Olympiajahr hat das Sportprogramm trotz Schnee und Hagel schon Mitte April begonnen, damit die wichtigen Ausscheidungen rechtzeitig vor dem Olympia getroffen werden. Auch der„Tag des Deutschen Kanusports“ sieht in Westdeutschland die Vereine und Kreise bei der Regattaarbeit. Für nachmittags zwischen 15.25 und 15.45 Uhr hat Gaufachamtsleiter Mißmahl einen Gemeinschaftsempfang angeordnet, der eine Rundfunkdarbietung des Reichssenders Köln bringt. Ueberall werden neue Bootshäuser eingeweiht, neue Boote getauft. Der einzigartige Kanurennsport und die schönste Art des Wanderns, das Wasserwandern mit Boot und Zelt, sollen durch verschiedene Veranstaltungen dem deutschen Volksgenossen nahegebracht werden. Gleichzeitig findet eine Sammlung statt, bei der sich alle Kanuvereine für das Hilfswerk„Mutter und Kind“ einsetzen. So zeigt der junge, aber schnell groß gewordene und zur Olympiareife gelangte Kanusport, wie stark er im deutschen Volke wurzelt und wie sehr er bereit ist, sich für das deutsche Volk einzusetzen. Die Bemühungen des deutschen Radsportes, in Berlin, eine Zementbahn für die Olympischen Spiele zu errichten, konnten nicht verwirklicht werden. Die Radsportler müssen sich nun doch mit einer Notbahn begnügen. Was man schon monatelang befürchtete, ist nun zur Tatsache geworden, nachdem die noch in dieser Woche geführten Verhandlungen kein Ergebnis hatten. Auf dem Sportplatz des Berliner Sport=Clubs wird nach dem Muster der vor Jahren abgebrannten RüttArena eine 400 Meter lange Holzbahn errichtet, die mit einer Kurvenüberhöhung von 2,5 Meter für Fliegerkämpfe geradezu ideal sein wird. Die Anlage, die am 1. Juli betriebsfertig sein soll, wird nach den Olympischen Spielen abgerissen und in Magdeburg weitere Verwendung finden. Deutsche Gepäckmarschmeisterschaft Der Bochumer Kannklub fährt zum„Tag des deutschen Kanusports“ Sonntag um 10 Uhr nach Wetter. Dort Aufbau der Boote und Fahrt zum Bootshaus, das zwischen 17 und 18 Uhr erreicht wird. Nach der feierlichen Flaggenhissung findet im Bootshaus ein gemütliches Zusammensein statt. Rädnalgereuus In der Bezirkonga Weitfalie Bochum am Vormittag gegen Hattingen 04 Die weiteren Spiele: Hüsten 09— Arnsberg DeC. Hagen— Iserlohn Arminia Marten— Union Recklinghausen Betzdorf— Klafeld=Geisweid Meilterschaftsspiele auch in der 1. Kreisklasse. Der Sonntag bringt noch einige Meisterschaftsspiele in beiden Gruppen der ersten Kreisklasse. In der In der Bochumer Gruppe der Bezirksliga finden am Sonntag noch drei Meisterschaftsspiele statt, die als Positionskämpfe gewertet werden können. Hattingen 04 will sich gegen Westfalia Bochum einen ehrenvollen Abgang aus der Bezirksliga verschaffen, die man nach „einjähriger Dienstzeit“ nun wieder verlassen muß. Der MBV. Linden hat Gevelsberg zu Gast und dürfte sich zwei weitere Punkte auf dem Wege zum zweiten Tabellenplatz sichern, während in Witten Tura Altenvoerde sorglos zum Kampf gegen Witten 92 antreten kann. Westsalia Bochum— Hattingen 04 Oft genug hatten die Hattinger es in der Hand, sich den Verbleib in der Bezirksliga zu sichern. Oft genug hatten sie in den Meisterschaftskämpfen einen Vorsprung herausgearbeitet, den sie bis zum Schluß aber in beiden Gruppen der ersten Kreisklasse. In der Gruppe A steigt nur ein Spiel, und zwar in Herne, wo der Tabellenletzte Constantin Herne selbst im Falle eines Sieges über Preußen Wanne den Abstieg nicht mehr abwenden kann. Die Gruppe B startet terminmäßig drei Spiele, aber das letzte Meisterschaftsspiel der T G. Bochum=Ehrenfeld gegen SuT. Harpen ist vom Spielplan abgesetzt worden, da Ehrenfeld bereits bei den Aufstiegsspielen beschäftigt ist. So bleihen noch die Spiele Stiepel 04— Langendreer 04 und Union Günnigfeld— Rhein=Elbe Leithe nachzuholen. Die Spiele: Stiepel 04— Langendreer 04 Union Günnigfeld— Rhein=Elbe Leithe Constantin Herne— Preußen Wanne „Quer durch Bochum“ unter dem Protektorat des Oberbürgermeisters Der am 24. Mai zum zwölften Male zur Durchführung gelangende Staffellauf„Quer durch Bochum“, steht unter dem Protektorat des Bochumer Oberbürgermeisters Dr. Piclum. Jugend-Turnabend der Lehrwerkstatt des Bochumer Vereins Samstag abend ruft die Lehrwerkstatt des Bochumer Vereins zu einem Jugend=Turnabend im Evangelischen Vereinshaus auf, für den ein umfangreiches und sehenswertes Programm zusammengestellt wurde. 300 Jungen der Lehrwerkstatt werden in bunter Folge zeigen, daß sich die moderne Lehrlingsausbildung nicht nur auf das berufliche Fortkommen des Jungen beschränkt, sondern darüber hinaus auch allergrößter Wert auf die körverliche Durchbildung der Schützlinge gelegt wird. Ferner wirken mit: Fanfarenbläser und Trommler des Deutschen Jungvolks, der Männergesangverein„Gußstahlglocke Bochumer Verein" und die Werkskapelle des Bochumer Vereins. prung herau, geervenet, den sie bis zum Schluß aber nicht halten konnten. So war es auch im ersten Spiel in Hattingen, wo Westfalia bereits mit:1 im Rückstand lag, um dann noch einen Punkt durch das:3 zu retten. Hattingen verfügt über ein brav arbeitendes Schlußdreieck, das aber oft genug im entscheidenden letzten Drittel der Spiele die Nerven verlor; Westfalia hat in den letzten Wochen ebenso oft enttäuscht, wie sie gefallen könnte. Wenn die Reihenfolge der letzten Wochen keine Unterbrechung erfahren soll, so müßte diesmal wieder ein Sieg herausspringen, denn nach einem schlechten folgte immer ein gutes Spiel. den Auftakt zu den großen Turnierveranstaltungen des Rheinlandes, die in Anbetracht der„Olympiade“ von besonderer Bedeutung sind. Das Turnier in Essen ist mit einem ausgezeichneten umfaßt 15 Prufungen der verschiedensten Art, für die fast 500 Nennungen abgegeben wurden. Neben vielen bekannten Turnierställen aus Aachen, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Mülheim, Essen, Hagen, Dortmund, Hamburg und München, ist die Weyrmacht stark vertreten, vornehmlich das Reiterregiment 15 Paderborn„aber auch die Kavallerieschule greift in die Ereignisse ein. Ebenso fehlen auch nicht unsere braunen und schwarzen Reiter, deren Namen in Westfalen und Rheinland schon zu einem Begriff geworden sind. Im umfangreichen Sportprogramm des Wochenendes fehlt selbstverständlich die Leichtathletik nicht. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Deutsche Gepäckmarschmeisterschaft, die Sonntag in Leipzig zwischen 17 Bewerbern ausgetragen wird.— Als besonders herausragende Veranstaltungen seien noch das Hallensportfest in Breslau erwähnt und der 25=Kilometer= Straßenlauf in Nürnberg, an dem auch der Argentinier Zabala teilnimmt. Die besten westdeutschen Wald= und Geländeläufer geben sich beim Lauf„Rund um den Seilersee“ in Iserlohn ein Stelldichein. Ein intereifanter Fußballkampf Jack Peterlen verteidigte seinen Titel Mac Avoy nach Punkten geschlagen In der englischen Hauptstadt verteidigte am Donnerstag abend vor 10000 Zuschauern der englische Schwergewichtsmeister Jack Petersen seinen Titel mit Erfolg, indem er den Herausforderer, den Halbschwergewichtsmeister Mac Avoy, in einem 15=Runden=Kampf knapp nach Punkten schlug. Die henten zeigten keine besonderen Leistungen, und nach Schluß des Kampfes stimmte das Publikum ein Pfeifkonzert an, wie man es in England bei einem Titelkampf noch nicht erlebt hat „Rund um Köln“ Der Radsport am Wochenende Spanien gegen Tschechoslowakei Eines der bedeutendsten Länderspiele dieses FrühLinden— Sportring Gevelsberg Die Lindener haben am letzten Sonntag gegen Westfalia eine erstaunlich gute Figur gemacht. Mit den Leistungen des Vorsonntags haben selbst die Gevelsberger, die sich augenblicklich in guter Verfassung befinden, keine Aussichten auf Punktegewinn. Witten 92— Tura Altenvoerde Letzter Meisterschaftskampf der beiden Gegner. Die Punkte dürften voraussichtlich in Witten bleiben. Die Meisterschaftsspiele in den Nachbargruppen: Gruppe Dortmund: Borussia Dortmund— VfL. Kamen(Samstag) (Entscheidung über den Gruppensieg in der Dortmunder Bezirsliga VfL. Wetter— SC. Hörde Brambauer— Alemannia Dortmund Gruppe Gelsenkirchen: Schwarz=Gelb Gladbach— BV. 12 Gelsenkirchen Westfalia Buer— VfB. Bottrop Spog. Röhlinghausen— Horst=Emscher jahrs ist der Kampf zwischen Spanien und der Tschechoslowakei, der am Sonntag in Prag zum Austrag gelangt. Nicht nur in den beteiligten Landern erwartet man dieses Spiel mit großer Spannung, auch im übrigen Europa wird das Ergebnis mit Interesse betrachtet werden. In Deutschland schon deshalb, weil die deutsche Mannschaft in Barcelona jenen unvergessenen großartigen Sieg feiern konnte, außerdem aber, weil im Herbst Deutschland selbst in Prag gegen die Tschechoslowakei antreten wird. Die beiderseitigen Mannschaften für das Spiel, dessen Leitung Dr. Bauwens übertragen wurde, stehen bereits fest. Die Tschechoslowakei stützt sich— mit einer Ausnahme wieder auf die bewährte Kombination Sparta—Slavia, dagegen erprobt der spanische Verbandskapitän Garcia Salazar, nach den letzten Mißerfolgen, einige neue Spieler. Im einzelnen haben die Mannschaften folgendes Aussehen: Spanien: Eizaguirre(FC. Sevilla); Zabalo(FC. Barcelona), Aedo(Betis Sevilla); Zubieta (AC. Bilbao), Muguerza(AC. Bilbao), Roberto(AC. Bilbao); Vantolra(FC. Barcelona), Regueiro(FC. Madrid), Langara(Fr. Oviedo), Lecue(FC. Madrid), Gorostiza(AC. Bilbao). Tschechslowakei: Planicka(Slavia); Burger, Ctyrocky(beide Sparta); Bouska (SK. Prostejov), Boucek(Sparta), Srbek(Sparta); Faczinek(Sparta), Zajicek(Sparta), Sobotka(Slavia), Nejedly(Sparta), Puc(Slavia). Reit- und Spring-Turnier in Effen Das Reit= und Spring=Turnier des„Vereins für Reitsport e. V. Essen“, das dieser am Samstag und Sonntag bei schönem Wetter auf dem Turnierplatz vor der Reitbahn in Essen=Rellinghausen oder bei ungunstiger Witterung in der Reitbahn selbst veranstaltet, bildet Für das bevorstehende Wochenende ist das Programm der Radsportler, namentlich im Reich, recht umfangreich ausgefallen. Auf der Bahn betätigt sich die Nationalmannschaft in der Hamburger halle. Außerdem kommen hier Dauerrennen mit Metze (Dortmund), Ehmer(Berlin), Wanzenried(Schweiz) und van der Wulp(Holland) zum Austrag.— In Erfurt bringen die Eröffnungsrennen die Steher Möller (Hannover), Hille(Leipzig) Wießbröcker(Hannover), Stach(Berlin) und Leuer(Köln) an den Ablauf, während in Chemnitz die Dauerfahrer Schindler(Chemnitz), Lohmann(Bochum), Krewer(Köln), Kirmse (Halle), Suter(Schweiz) und Wesoly(Bonn) an den Start gehen. Aus dem Auslande meldet nur Paris, das zwei Veranstaltungen aufzieht. Am Samstag werden di Sport-htemder Sonntag, 26. April, Anstoß 4 Uhr. Sportplat Wasserstraße, zu erreichen mit Linie 8 oder A. Um den Aufstieg zur Gauliga kämpfen: Günftig für Spanien Die Auslosung für den Davispokalkampf in Barcelona Der am Samstag in Barcelona beginnende Davispokalkampf zwischen Deutschland und Spanien hat eine sehr günstige Auslosung für Spanien ergeben. Am Samstag trifft im ersten Spiel Gottfried v. Cramm auf den spanischen Altmeister Alonso, anschließend stellt sich Henner Henkel dem spanischen Meister Enrico Maier. Am Sonntag treffen v. CrammLund im Doppel auf die noch zu bestimmende spanische Auswahl und am Montag schließlich beginnt v. Cramm mit einem Kampf gegen Maier und anschließend spielen Henkel und Alonso. Nr. e ured P u Spielverein Rolthausen 12 Res.=Mannschaft— DSC. 31 Vorher Spiel Bochum 1. der Sportverein Germania 06, e.., Samstag, 25. April, VIL., Benrath— Germania Bochum Anstoß 18 Uhr. 6 Sonntag, 26. April, Zwischenrundenspiel um Vereinspokal Hagen 1872— Germania Bochum Beide Spiele Platz Germania 08, Castrover Straße. Frauen-Schauturnen des Turn- und Spoi vereins Bochum-Hamme 1883.„ Der Turn= und Sportverein Bochum=Hamme 1883 zu per staltet Sonntag, den 26. April, abends 19 Udr, gausen. Laiseraue ein Frauen=Schauturnen, u. a. Rollschnolat Der Eintrittspreis beträgt 0,30 Nm. schon zweimal Geebreischesgungern sen Zaucheux zusa un uu, Herechtian Teilnahmever sterschaft kämpfen. Der Straßenren Zeichen der großen 24. Male durch deutschen Berufsfah der Straßen=Amate Elite des Reiches is fahrer haben einen Düren— Neuß— berg— Siegburg Amateure befahrer Strecke von Köln ül Bensberg zurück n Die Mitglieder d Bochum unternehme dberberge in We Freunde des Radwa Eröffnung Sonntag tritt a seiner ersten diesjäl lichkeit. Leider fä Fußballkampf zusa letzter Zeit meyrfack von einer gemeins arbeit spricht. De Bahn in Wambel denen zwei zwische Veranstalter allen Ur 1. Rennen:(Fre Agatbon— Sifaro. 4. Rennen: Letzter Mixer— Tirade. nen: Gräfin Mari Lup— Kitzbock. 1. Rennen: Mell pride— Serdab. 4. Rennen: Arquek soeur— Porte Ve King Kong. 7. Ri 1. Rennen: 1. tain. Toto: Sieg Sea, Marcel. 2. Rennen: 1. S drinople. Toto: S Ivaoete, Bizoulett Filigrana, Mab, E nalda, Springstar. 3. Rennen: 1. Turf, Toto: Sieg ganos, Dime, Phéi Princesse. 4. Rennen: 1. Bleu. Toto: Sie Mashonaland, Rel 5. Rennen: 1. nance. Toto: Sie la Quesne, Trap Ma Perle, Great Prosits et Pertes. 6. Rennen: 1. nia. Toto: Sieg Love Apple. Pank 7. Rennen: 1. Toto: Sieg 153, 1 calla, Dark Norm tigo, Eginbard. C An d Veroun Wieder rust dit im Jahre 1933 — für seine brau Es ist Dflicht s. bereitschaft di die Schanze 0 Die Wunden, nicht verheilt, Körper und Es harren Mitglieder zehntausend ihrer Gesu dringend 0 Wir wollen haus einladt kand; lo si gemeinschaft. Es ergeht an für die„Hlt Jeder, der So tragen wi helfen mit di Berlin, den ei#e tremdenoer Ae sberkere S# pferverlor UIS=Lehrerdung: hermann fleet. weinreich, SARei Reichebandwerke Lentralaueschuß Verdand: Prdia Speial-Werte Becham. H nahme enrath pielt. in Berspiele zu die Radn begnüist nun in dieser s hatten. bs wird en Rüttchtet, die Flieger, die am n Olymg weitere richat Wochennicht. Im e Gepäckzwischen besonders s HallenKilometerer Argenstdeutschen „Rund telldichein. mm Titel das zpei verden er Sportplatz der A. ssen 12 31 Bochnn el um der Seite 11 Nr. 97 7 Bochumer Anzeiger 7 Samstag, Sonnlag, 25. 26. Aprnl 1936 Aus dem Nachbargebiet Straße. d Sport3. 1883 bergg, Uhr, in zschublattt schon zweimal wegen ungünstiger Witterung vorzeitig abgebrochenen Berufsfliegerrennen nachgeholt, die in der Entscheidung den Deutschen Meister Albert Richter Köln), Belgiens Weltmeister Scherens und den Frau* Faucheux zusammenführen. Am Sonntag werden un auf der Prinzenparkbahn acht Fahrer um die Teilnahmeherechtigung an der französischen StehermeiDer Straßenrennsport steht in Deutschland ganz im sichen der großen Fernfahrt„Rund um Köln", die S“ Male durchgeführt wird. Neben den 36 besten Berufsfahrern startet die Nationalmannschaft der Straßen=Amtateure in Stärke von 75 Mann. Die Elite des Reiches ist also restlos vertreten. Die Berufsfahrer haben einen 260 Kilometer langen Kurs Köln— Neuß— Düsseldorf— Solingen— Benshern— Siegburg— Bonn— Köln zurückzulegen. Die Amateure befahren die auf 119 Kilometer verkürzte Strecke von Köln über Leverkusen, Schlebusch, Solingen, Bensberg zurück nach Köln. Tuntenschrier Kiumg.af. Mitglieder des Radfahrer=Vereins„Westfalia 1895“ unternehmen Sonntag eine Wanderfahrt zur JuBochum in Wetter. Abfahrt 8 Uhr vom Bülowplatz. des Radwandersports sind willkommen. Eröffnungsrennen in Dortmund Sonntag tritt auch der Dortmunder Rennverein mit seiner ersten diesjährigen Veranstaltung an die OeffentLeider fällt der Renntag mit einem großen Fußballkampf zusammen, eine Tatsache, die man in r Zeit mehrfach feststeuen konnte und die nicht gerade von einer gemeinsamen und erfolgreichen Zusammenspricht. Das Programm am Sonntag auf der Bahn in Wambel umfaßt insgesamt acht Rennen, von denen zwei zwischen den Flaggen stattfinden, so daß der Veranstalter allen Wünschen gerecht geworden ist. Unsere Voraussagen: Pennen: Levter Siour— Frauenfreund. 5. Rennen: Mixer— Tirade. 6. Rennen: Coronell— Seni. 7. Rennen: Gräfin Mariza— Wernigerode. 8. Rennen: Feste d von Weitere Voraussagen: Le Tremblay, 25. April 1. Rennen: Melba— Diana Vernon. 2. Rennen: Aethelpride— Serdab. 3. Rennen: Sonny Boy— 4. Rennen: Arquebuse—. Monarkie. 5. Rennen:'est sa soeur— Porte Veine III. 6. Rennen: Ambrose Light— King Kong. 7. Rennen: Donine— Camphrier. Saint=Clond, 24. April Toto: Sieg 23, Plad 15. 25. Ferner: Zézeite, Blue Zsennen: 1. Swan., p. 4Peo),.— Fernee: Fals. Radete, Blsouielt, Careasonne Ters,Meozlgang, 9a. Kalsa Springstar 4Palla, Blue Ridge, Sronund Hard, 3. Rennen: 1. Ambush(Besson), 2. Bellina, 3. Dame du Toto: Sieg 54, Platz 17. 31, 15. Ferner: Thr, Biganos, Dime, Phénicianne, Lacune, Lord Chancellor, 4. Rennen: 1. Zapan(Dupuid), 2. Almée, Bleu. Toto: Sieg 38, Platz 17, 15. Ferner: Azais III, Nashonaland, Relals de Bostezerng, 5 Sutfur; Giter5. Rennen: 1. Astrophel(gxeoo), 2. Tudlelz, Sphute, Ma Perle, Great Sapphire, Aprés Nous, Golden End, 6. Rennen: 1. Drina(Cheret), 2. Huquette III, nia. Toto: Sieg 25, Platz 16, 34. Ferner: Ange Gardien, Love Apple, Pandora, Genérality.„ Bamt,; Tag, 7. Rennen: 1. Sagar(Laumain), 2. Rhomde, 3. Coqueret. Toto: Sieg 153, Platz 43, 20, 36. Ferner: Réverbere, Caracalla, Dark Normand, Lurdy Gurdy, Schnock, Ulefeld, Vertigo, Eginhard, Conte di Savoia. Im Silberkranz. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am Montag, 27. April, die Eheleute Wilhelm Dörpinghaus und Frau Elisabeth, geb. Klos. Totenglocke. Gestern starb in Günnigfeld die langjährige Günnigfelder Lehrerin Eiisavery Rensmann im Alter von 54 Jahren. Sie kam am 1. August 1902 nach Günnigfeld und wirkte hier, bis sie am 1. Februar d. J. aus Gesundheitsrücksichten in Pension ging. Nur wenige Monate hat sie somit ihre Pensionierung überlebt. Als pflichtbewußte Kollegin und Lehrerin war sie bei den Schülern und im Lehrerkollegium gleichermaßen beliebt. Der 1. Mai in Wattenscheid. Der nationale Feiertag des deutschen Volkes am 1. Mai wird in Wattenscheid festlich begangen werden. Am Vorabend findet der neue Wattenscheider Festspielplatz erstmalig beim Maieinsingen der Jugend Verwendung. Am Morgen des 1. Mai versammelt sich die Jugend Wattenscheids auf dem Festspielplatz zur großen Jugendkundgebung, während deren auch die Preisträger des Reichsberufswettkampfes bekanntgegeben werden. In den Mittagsstunden marschieren die Gefolgschaftsmitglieder der einzelnen Betriebe zum Festspielplatz zur großen Kundgebung. Die Aufstellung auf dem Festspielplas erfolgt dergestalt, daß die Jugendorganisationen sowie die Fahnenabordnungen die große dreiterrassige Bühne besetzen, während die Teilnehmer der Kundgebung auf die Zuschauerrange der Bühne verteilt werden. Der neue Festspielplatz umfaßt bekanntlich mehrere tausend Sitzplatze. Ein Festzug findet in diesem Jahre nicht statt. Wohl aber nehmen alle Wattenscheider Betriebe an der Feier teil, so daß also in den Vororten keine besonderen Feiern stattfinden. Nach der Uebertragung der großen Kundgebung finden in den einzelnen Lokalen besondere Feiern statt. statt, die stark besucht war. Die Darbietungen rissen die Besucher immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Abends fand dann die große„Kraft=durch=Freude=Varieté=Veranstaltung im Marxmeierschen Saale ebenfalls ein überfülltes Haus, das den einzelnen Programmnummern jeweils begeistert zujubelte. NSDAP.=Ortsgruppe West. Am 27., 28. und 29. April finden die Zellenabende der Ortsgruppe statt. Die Beteiligung an denselben ist für jeden Parteigenossen Pflicht. Die Abende finden statt am 27. für Zelle 6 beim Pg. Opalla, am 28. für Zelle 2, 4 und 5 beim Pg. Meyer und am 29. April für Zelle 1 und 3 beim Pg. Werring. Von unseren Jungschützen. Die Jungschützenabteilung des All=Bü=Schu hielt ihre Monatsversammlung im Abteilungslokal Wiesmann ab. Jungschützenwart Wiesmann konnte zwei Jungschützen aufnehmen. Er berichtete über das am., 7. und 8. Juni stattfindende Schützenfest. Einen großen Raum der Tagesordnung nahm das am morgigen Sonntag stattfindende Mannschaftsschießen des„Deutschen Schützenbundes" ein. Zur Teilnahme an diesem Schießen sind zwei Mannschaften gemeldet, und zwar eine Mannschaft in der=Klasse(für Jungschützen) und Aus der NSV. Wattenscheid. Die Anmeldungen zum neueröffneten NSV.=Kindergarten im NSDAP.=Heim an der Hansastraße sind so groß, daß sie nur zur Hälfte berücksichtigt werden konnten. Insgesamt übersteigen die Anmeldungen von Kindern die Unterbringungsmöglichkeit um rund 100 Prozent. Damit allein ist die Notwendigkeit einer Einrichtung wie die des Kindergartens erwiesen, und gleichzeitig ergibt sich auch das Erfordernis, weitere Kindergarten in Wattenscheid zu errichten. Ganz besonders#, bech wpete eie Außenbezirke. Schwesternstationen der schaft sind bisher in Günnigfeld und in WattenscheidWest errichtet worden. Es ist aber das Bestreben der NSV., in allen Stadtteilen solche Stationen zu errichten, besonders in solch rührigen Ortsgruppen wie Höntrop. Die endgültige Entscheidung über die Einrichtung weiterer Stationen wird in Kürze fallen. Die Kinderkuren im Höntroper Sonnenheim sind am 20. April wieder begonnen worden. Vorerst erstreckt sich die erste diesjährige Kur auf rund 50 Kinder. Die Kinder werden alltaglich mit einem Autobus in Wattenscheid abgeholt und abends auch mit einem solchen wieder heimbefördert. Lebhaft eingesetzt hat auch die Kinder=Landverschickung. Die Kinder, die als erste aufs Land geschickt wurden, haben ihre Zeit schon bald um und werden voraussichtlich bereits Ende dieses Monats zurückgeholt werden. Aus der DAF. Sonntag nachmittag, 17 Uhr, findet im Lokal Leven(Mansfeld) eine Versammlung der Arbeitsopfer statt. Am selben Tage ist um 16 Uhr im Lokal Hellmich die Versammlung der Arbeitsopfer der Ortsgruppe Eppendorf. „Kraft=durch=Freude"=Veranstaltung. Gestern nachmittag fand im Saale Marxmeier eine„Kraft=durch= Freude"=Veranstaltung für Invaliden und Arbeitsopfer eine in der=Klasse(in Konkurrenz mit den Altschützen). 94 Mannschaften sind insgesamt gemeldet. Das Schießen findet am Sonntag von 9 Uhr ab auf dem„König=Edgar=Stand“ in.=Günnigfeld statt. Die Jungschützen versammeln sich am Sonntag morgen um .80 Uhr im Abteilungslokal Wiesmann zum geschlossenen Abmarsch nach dem Schießstand.— Die Sieger bei einem sich an die Versammlung anschließenden Preisschießen waren 1. zweiter Jungschützenwart Jendreizik mit 86 Ringen, 2. Jungschutzenwart Wiesmann mit 35 Ringen, 8. Jungschütze Barnhorn mit 34 Ringen. Weitere zehn Preise konnten noch vergeben werden. Diebstahl einer Damenuhr. In der Osterwoche wurde aus einer Wohnung an der Westenfelder Straße eine rechteckige goldene Damenarmbanduhr, 14 Karat, System„Prinzip“ Ankerwerk, 15 Rubin, gestohlen. Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet das 7. Kriminalkommissariat in Wattenscheid, Rathausstraße 8. Oberwachtmeister W. Logemanns letzte Fahrt. Unter Beteiligung seiner Kameraden vom Artillerieregiment 16 Iserlohn sowie der Kriegerkameradschaften aus Eickel wurde am Freitag nachmittag der Oberwachtmeister Walter Logemann auf dem Friedhof Füßen seiner vor etlichen Jahren gestorbenen Mutter zur letzten Ruhe gebettet. Seine Kameraden ehrten vorgestern schon den zur großen Armee abberufenen Oberwachtmeister in einer besonderen Feier am Standort Iserlohn. Sauerländischer Gebirgsverein, Bezirk Emscher=Lippe. In Anwesenheit des Hauptvereinsfuhrers des Sauerlandischen Gebirgsvereins, Regierungsvizepräsidenten Dellenbusch(Arnsberg), hielt der Bezirk Emscher=Lippe des SGV., umfassend die Städte Gelsenkirchen, WanneEickel, Herne, Oberhausen und die Städte und Gemeinden des Vestes Recklinghausen, in Recklinghausen eine außerordentliche Bezirkstagung ab, die aus allen Teilen des Bezirks besucht war. Bezirksführer mann(Wanne=Eickel) begrüßte besonders herzlich den Hauptvereinsführer Regierungsvizepräsident Dellenbusch und den Hauptgeschäftsführer Schult(Iserlohn). Anschließend erstatteten die einzelnen Abteilungen sowie die Bezirksvereine Kurzberichte über die überall fortschreitende Arbeit im SGV.=Bezirk Emscher=Lippe. Regierungsvizepräsident Dellenbusch sprach noch über besondere Punkte der bezirklichen SGV.=Arbeit, wie die praktische Arbeit der Naturschutzwarte, die Kulturarbeit in den Abteilungen, die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ u. a. m. Hauptgeschäftsführer Schult wies auf die erstmalig in diesem Sommer fahrenden SGV.=Sonderzuge der Reichsbahn aus dem Ruhrgebiet ins Sauerland hin, die ein besonders hervorragendes Mittel darstellten. in den weitesten Volksschichten auf die Ziele und BeStadt Wanne=Eicke Dienstjubiläen. Am heutigen Samstag können Rettor Kühn von der Lutherschule, Lehrerin Vollmer von der Barbaraschule und Lehrer Bodmann von der Comeniusschule das 25jährige Orts= und Dienstjubiläum feiern. Die Stadtverwaltung hat den Jubilaren ihre Glückwünsche dargebracht. Heute und morgen Bezirkstagung der Kinderreichen. Am heutigen Samstag wird mit einer Werbekundgebung in der Stadthalle die Industriebezirkstagung des Reichsbundes der Kinderreichen eröffnet. Gaureferent Bongardt und Landesleiter Spengemann sprechen. Am Sonntag findet nachmittags ein Propagandamarsch statt, der Auf der Wenge in Eickel beginnt und bei Marzina endet. In der„Flora"(Marzina) findet eine Schlußkundgebung statt. Hier sprechen der Oberbürgermeister, der Kreisleiter und der Reichsbundesleiter. Jahrestagung der Haus= und Grundbesitzer. Vorgestern fand im Kurhaus unter Leitung des Vorsitzenden Alfred Schimpf die Jahrestagung statt. Dr. Schaaf erstattete den Geschäftsbericht, der das rege Geschäftsleben des Vereins kennzeichnete. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Dr. Schaaf hielt einen längeren Vortrag über Hanszinssteuersenkung usw. strebungen des Sauerländischen Gebirgsvereins hinzuweisen. In einer der Bezirkstagung folgenden abendlichen Veranstaltung im Recklinghäuser Saalbau ergriff Dellenbusch nochmals das Wort, um vor einem größeren Kreis von Volksgenossen die Aufgaben und die Ziele des Sauerländischen Gebirgsvereins unter besonderer Berücksichtigung des Industriemenschen zu erörtern. Die Ausführungen des Hauptgeschäftsführers Schult, die umrahmt waren von verschiedenerlei wertvollen, dem Charakter des Abends entsprechenden Darbietungen, fanden begeisterte Zustimmung. „Wir treten ohne Gewehre an...“ Donnerstag abend fand in der überfüllten Stadthalle eine Kundgebung des Unterbanns II des Jungvolks statt. 500 Pimpfe wurden in die HJ. eingegliedert und weitere 600 Jungen in das Jungvolk eingereiht. Der Wattenscheider Bannmusikzug sowie Sprechchöre umrahmten die Männerwerk Eickel hat sein Jahresfest auf Sonntag, den 3. Mai, 16 Uhr, verschoben. Die Festrede hält Pfarrer Kurras. Am heutigen Samstag um 18 Uhr ist für die Kinder bis zu 14 Jahren die Generalprobe im Eickeler Gemeindehause. Ostdeutsches Frauentreffen. Im Frankeschen Saale weilte Donnerstag eine stattliche Anzahl auswärtiger Frauenabteilungen bei der hiesigen ubreilung des Bundes Deutscher Osten. Frau Wolkenstein brachte ihre Freude über den guten Besuch zum Ausdruck. Landesgruppenleiter Lehrer Sieg behandelte, das „Deutsche Ostmark" und richtete die Bliae der Zuhörer ins schöne Heimatland. Anschließend ehrte Lehrer Sieg 20 Frauen für zehnjährige treue Mitgliedschaft. Es gab ein unterhaltsames Programm, aus dem vor allem das Singspiel„Heimweh“ herausragte. Wer kennt den Täter? Am 8. April, in der Mittagszeit, wurden Schulmädchen auf dem Spielplatz im Eickeler Volksgarten von einem unbekannten Manne in unsittlicher Weise belästigt. Beschreibung: etwa 80 Jahre alt, mittelgroß, schlank, hageres Gesicht, bartlos. Bekleidung: graue Jacke, dunkle Hose, dunkle Schirmmütze. Der Täter hatte ein neues Damenfahrrad sich. Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die Kriminalpolizei Gelsenkirchener Straße 25 entgegen. An die Anignieder unserer c derbunde and Korpeeschaften! Wieder rust die A50 auf, die„Hitler-Freiplatz-Spende“, das im Jahre 1933 begonnene Werk zu Ehren des Führers, für seine braunen Kämpfer weiterzuführen. Es ist Dflicht jedes Volksgenossen, aus Bankbarkeit seine Opferbereitschaft denen zu bekunden, die Leben und Gesundheit in die Schanze geschlagen haben. Die Wunden, die der Kampf ums Dritte Reich schlug, sind noch nicht verheilt, die Folgen jahrelanger Arbeitslosigkeit sind an körper und Seele nicht spurlos vorübergegangen. Es harren viele tausende SA-, 55-, ASKR-Männer, Mitglieder der Dartei und Kitler-Jugend, sowie zehntausende Volksgenossen der Wiederherstellung ihrer Gesundheit und Schaffenskraft und bedürfen dringend der Erholung. Wir wollen ihr Opfer anerkennen und sie in unser gastliches haus einladen: aus Nord, Süd, Ost und West, aus Stadt und land; so fördern wir in Volksverbundenheit die Volksgemeinschaft. Es ergeht an unsere Mitglieder der Ruf, sich auch im Jahre 1936 für die„Hiller-Freiplatz-Spende einzusetzen. 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Bundesführer: nsRegeopferversorgung: Hans Oberlindoder, Reichekriegsopferführer: seLehrerdung: Frit Wachtler, Gauletter: Reichobund der Deutschen Beamten: nermann Reef. Reichsdeamtenführer: Reichsführung der Technischen Kothilfe: weinreich, SA-Gruppenführer: Reichsbung für Celdesüdungen: v. Eschammer #nd Osten. Reichesportführer: Reichsstand des Deutschen Handwerke: Schmidt, Tesche handwerksmelster: Deutsches Rotes Kreuz: Hochelsen, Stellvertr. Präsident: seottalausschutz für die innere mission: Postor Frich, Präsicent: Deptscher Cosugs: verdand: Präigt Dr. Kreus, Präsident: Hilfebund der Deutsch=Oesterreicher: Dr. Kart Dfragnet, Hauptleiter. Motorradrepara furen Sechre Bettsstzatuing „renum, nattingerStraße 65 Ruf 64629 Schlank und rank durch Epkalt Frühstückskräutertes NETRG m. dem Spezialzucher fettzehrend. stoftwechselfördernd Paket 2,25 RM. Warum trühjahremüde? Schwerter Blutreinigungstee betreit von allen Schlacken! Paket.- RM. Reformhaus F. 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Heinrich Jöllenbeck. 45 Jahre lang stand der Verstorbene in Diensten der Zeche„Hannibal“ als Fahrhauer, bis er im Jahre 1926 in den wohlverdienten Ruhestand trat. Er erfreute sich überall der größten Wertschätzung und Beliebtheit. Hohes Alter. Vor einigen Tagen konnte bei noch guter Gesundheit der Invalide Johann Seck sein 78. Lebensjahr vollenden. Er war fast 40 Jahre auf der Zeche„Carolinenglück" tätig. kel aratulierten. Sechs Kinder und 27 EnSitzung des Presbyteriums. Am 1. April ist der Vorsitz des Presbyteriums wieder an Pfarrer Abendroth übergegangen. Das Presbyterium hielt seine erste Sitzung ab, an der die Presbyter der bekennenden Gemeinde nicht teilnahmen. Der Haushaltsplan für 1936 wurde verabschiedet. Ein Kirchensteuerbeschluß konnte jedoch noch nicht gefaßt werden, da durch die preußische Kirchensteuernovelle vom 17. März 1936 eine Aenderung des Kirchensteuerrechts eintritt, hierzu aber noch die ministeriellen Ausführungsbestimmungen fehlen. Auf Verlangen der kirchlichen und staatlichen Aufsichtsbehörden hat deshalb das Presbyterium beschlossen, eine Vorauszahlung auf die Kirchensteuer für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 1936 in Höhe von einem Viertel der veranlagten Kirchensteuer 1935 zuzüglich des bisherigen anteiligen Kirchengeldes zu erheben. Er war lange Jahre auf der Zeche„Caroli= als Koksmeister beschäftigt. worben. nenglück“ Evangelische Gemeinde Bochum=Hamme. Das Jahresfest der weiblichen Gemeindejugend findet am Sonntag statt. Der Hauptgottesdienst wird in jugendgemäßer Form ausgestaltet. Die Nachversammlung beginnt nachmittags um 4 Uhr im Gemeindehaus. Alle Eltern und Gemeindeglieder sind dazu eingeladen. Der Kaffee kostet 20 Pf. Die jungen Mädchen werden in dieser Feier eine Darbietung aus der Frühzeit des Christentums geben. NSDAP., Hitler=Jugend Bochum=Hamme. Samstag, 25. hen April, findet im Saal der evangelisch=lutherische Gemeinde am Hindenburgplatz die Ueberweisüng der 14jährigen Jungvolk=Pimpfe in die Hitler=Jugend statt.(Also nicht im Evangelischen Gemeindehause am Amtsplatz.) Alle Volksgenossen sind dazu eingeladen, um durch ihr Erscheinen die Verbundenheit mit der Hitler=Jugend zum Ausdruck zu bringen. ins Wasser und gingen unter. als erfolglos. ten waren damals erfolglos. Die RettungsarbeiStadtteil Grumme=Böde Endlich wieder ein Neubau. In unserem Stadtteil lag im letzten Jahre die Neubautätigkeit sozusagen brach. Am Lerchenweg, nahe der Dortmunder Straße, ist man seit einiger Zeit mit der Errichtung eines neuen Wohnhauses beschäftigt. Ein Auto stürzte um. Auf der Dortmunder Straße, unweit der Heidellerstraße, ereignete sich ein verhängnisvoller Autounfall dadurch, daß ein Lieferauto ourch die Glätte des Fahrdammes ins Schleudern geriet und umstürzte. Der Fahrer erlitt Schnitt= und Prellwunden und mußte sich ins Krankenhaus begeben, eine Mitfahrerin kam mit dem Schrecken davon. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen NSDAP., Hitler=Jugend Bochum=Hordel. Samstag, 25. April, Ueberweisung der 14jährigen Jungvolkpimpfe in die Hitler=Jugend. Saal der evangelisch=lutherischen Gemeinde in Bochum=Hamme, Hindenburgplatz. Alle Volksgenossen sind dazu eingeladen. Stadtteil Hamme 50 Jahre evangelischer Bergmanns=Unterstützungsverein„Glück auf“ Bochum=Hamme— Fünf Gründer leben noch Im Jahre 1886 traten mehrere Männer der damaligen Gemeinde Hamme in der Wirtschaft Poeller(heute Raeder) auf der Gahlenschen Straße zusammen und gründeten den Jubelverein. Er hatte sich zur Aufgabe gesetzt, in Not geratene Mitglieder zu unterstützen. Es schloß sich sofort eine große Zahl von Bergarbeitern dem Verein an. Bei der Schlagwetter=Explosion auf der Zeche„Carolinenglück" im Februar 1898 verlor der Verein acht Mitglieder, die den Tod fanden. Im Jahre 1910 schloß sich der Verein„Germania“ dem Verein an. Auch während der Zeit des Krieges hat der Verein seine Pflicht getan. Der im Weltkriege gefallenen Kameraden wird man stets ehrend gedenken. Eine schwere Zeit für die Kasse des Vereins war auch die Inflation. Im Jahre 1921 übernahm der heutige Vereinsführer Kamerad Karl Kreigenfeld den Vorsitz, den er mit kurzer Unterbrechung bis heute innehat. 22 Jahre gehört er bereits dem Vorstand an. Schulnachricht. Fräulein Vogelsang, die nun ein Jahr an der katholische Volksschule der Fröbelstraße tätig war, ist an die Volksschule der Riemker Straße versetzt worden. Generalversammlung der Kanarienzüchter. Am Mittwoch abend hielt der Kanarienzüchterverein„Preisgekrönt" seine Generalversammlung ab, in der der Leiter Lackmann kurz über die Tätigkeit des vergangenen Jahres berichtete. Der Kassierer Reinders erstattete den Kassenbericht. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Leiter Lackmann, Stellvertreter Norres, Schriftwart Clausen und Kassenwart Reinders. Bund Deutscher Mädel. Die Einführungsfeier ist verschoben worden. Der neue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben. Stadtteil Riemke Bestandene Prüfungen. Die Gehilfenprüfung als Schreiner bestanden die Lehrlinge Felix Bartels und Hermann Eifel aus Bochum=Riemke, beide mit der Gesamtbewertung„gut". Eine traurige Erinnerung. Am Sonntag, 26. April, sind genau 80 Jahre vergangen, seitdem sich über unseren Stadtteil tiefes Leid legte. An diesem Tage hatte Schulklasse einen Ausflug an die Ruhr unternomTrotz des Verbotes wagten sich drei Kinder Stadtteil Hiltrop „Schönheit der Arbeit“ auf den„Constantin"=SchächPersonalnachrichten Sein 8° Lebensjahr vollendet heute Volksge#.# Wilhelm Mark, Schmechtingstraße 18.0 Die Ehefrau Johann Jabow, geb. Rudowsti#. gebt Sonntag, 26. April, im Kreise ihrer Kinder na Enkelkinder ihren 74. Geburtstag. Anneliese Koch, Tochter des im Weltkriege gefalleng Uhrmachermeisters Paul Koch, Bochum, bestand in lin=Charlottenburg ihr staatliches Examen als lings= und Kleinkinderschwester mit dem Prädikat G 91 Jahre alt ten. Nachdem umfangreiche Verschönerungsarbeiten auf) der Zeche„Constantin", Schacht 4/5. vorgenommen wurden, ist man jetzt auch auf der Schachtanlage 10 dabei, größere Arbeiten zur Verschönerung des Arbeitsplatzes auszuführen. Anstreicher sind damit beschäftigt, der Hängebrücke, dem Förderturm und sonstigen Eisenkonstruktionsteilen durch einen hellen Anstrich ein freundliches Aussehen zu verleihen. Auch werden einige Grünanlagen hergerichtet.— Auch auf der Schachtanlage „Lotbringen“, die stets zur Frühlings= und SommerWitwe Luise Puban, feiert am 25. April 91. Geburtstag im Kreiz ihrer Angehörigen. Si Stadtteil Gertbe Im Silberkranze. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Studienrat Richter von der Gerther Straße. 30 Jahre katholische Vikarie St.=Elisabeth Gerthe. Die auf der Lothringer Straße gelegene Vikarie der katholischen Kirchengemeinde St.=Elisabeth in BochumGerthe, kann auf ein dreißigjähriges Bestehen zurückblicken. Im Jahre 1906 gegründet, hat sie im Laufe der verflossenen drei Jahrzehnte eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. eine men. Stadtteil Bergen Die Kolonie erhält elektrisch Licht. Bisher hatten die Constantin=Koloniebewohner wie auch die Anwohner an der Bergener Straße Gaslicht, während Privathäuser durch Freileitungsanschlüsse elektrisches Licht bezogen. Seit einigen Tagen wurden bei der Straßenreparaturen auch Stromkabeln gelegt. Nun werden gegenwärtig die Stromanschlüsse hergestellt, so daß die Koloniebewohner elektrisches Licht erhalten. erfreut sich beneiden werter geistiger und kor perlicher Frische und fühn immer noch selbständg ihren eigenen Haushalt Auch unternimmt sie fig längere Fußtouren Ein Sohn. sechs Enie und drei Urenkel begluc wünschen sie Die Hogbetagte wohnt Gerber straße 21b. Jubilar hat sich in den langen Jahren seines Hierseinz bei allen Sympathie und Wertschätzung erworben. Kameradschaft der Kolonialtruppen LangendreeWerne. Der Monatsappell im Vereinsheim Reul war sehr gut besucht. In seiner Begrüßungsansprache wurdigte der Vereinsführer in treffenden Ausführungen de letzten geschichtlichen Ereignisse. An der Bezirkstagung in.=Gladbach wird sich die Kameradschaft beteiligen: den Mitgliedern werden in der nächsten Versammiung die genauen Abfahrtszeiten bekanntgegeben. Zum Schluf des Appells hielt Kamerad Göbelsmann einen ausführlichen Vortrag über seine Reise durch Afrika. Stadtteil Laer In hohem Alter. In beneidenswerter körperlicher und geistiger Frische begeht heute die Ehefrau Dav Kern, Laerfeldstraße, im Kreise der Familie ihrn 71. Geburtstag. Sitelszage dalch Becham=Werne Das goldene Jubelfest soll am 13. und 14. Juni festlich begangen werden. Vier Gründer werden hier geehrt. Ihre Namen sind: Ludwig Peitzmeier, Daniel Baumann, Georg Sauerbrei, und Heinrich Rüskamp. Fünf Ehrenmitglieder, Hermann Rehme, Heinrich Träger, Otto York, Fritz Tillmann und August Westermann, werden für 25jährige treue Mitgliedschaft geehrt. Auch drei aktive Mitglieder blicken auf eine 25jährige Mitgliedschaft zurück. Besonders erwähnt werden muß noch, daß die Herbstsche Kapelle bereits seit 30 Jahren für den Verein bei Veranstaltungen und Beerdigungen spielt und auch bei der Jubelfeier den musikalischen Teil bestreiten wird. Die eigene Vereinskapelle ist wieder eingegangen. Ein alter Mitbürger verließ Hamme. Ein alter Hammer Mitbürger, der Koksmeister a. D. O. Schulze, Rudolfstraße, ist am Freitag von Bochum=Hamme verzogen. Schulze war hier führend mit im öffentlichen Leben tätig und hat sich einen großen Freundeskreis erDie Bautätigkeit nimmt in diesem Jahre einen bedeutend günstigeren Anfang als im Vorjahre. Am Nörenberg, wo elf Doppelhäuser erstehen werden, sind drei Häuser bis zum Kellergeschoß herausgebracht. Sobald das Bankett durch die Zeche„Robert Müser" zum Schutz gegen Bergschäden für die übrigen Häuser gelegt ist, wird auch mit dem Bau dieser Häuser begonnen.— Das lange projektierte Bauvorhaben am Werner Hellweg, zwischen den Besitzungen Jungermann und Hansen, kommt erfreulicherweise nun zur Durchführung. Schon sind die ersten Vorarbeiten getätigt, so daß am Montag mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen werden soll. Die überfälligen Lehmmassen werden für die Anschüttungen des freiliegenden Platzes an der Jungermannschen Besitzung verwandt, wo die Stadtverwaltung eine Grünanlage und einen Svielplatz erstehen lassen will.— Auch der Spar= und Bauverein hat noch größere Bauvorhaben für dieses Jahr geplant.— An der Straße Zum Kühl will die Firma Niagemeier ein größeres Wohnhaus bauen. Am Ehrenmal waren die Arbeiten durch besondere Ereignisse zum Stillstand gekommen. Die angeschütteten Erdmassen hatten durch Druck das Mal in eine schiefe Lage gebracht, wobei in dem Mauerwerk zwei Risse entstanden. Aus diesem Grunde mußten sieben Stützpfeiler gesetzt werden, um einem weiteren Nachdrücken standzuhalten. Durch diese Verschiebung mußten auch die Treppenstufen neu umgelegt werden. Nachdem festgestellt wurde, daß das Mauerwerk des Mals zur Ruhe gekommen ist, konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Sie sollen so schnell wie möglich zum Abschluß gebracht werden. Die sogenannte Mausefalle an der Heinrich=Gustav= Straße wird in Kürze beseitigt sein. Damit wären aber noch nicht alle Verkehrshindernisse beseitigt. Ein ebenso großer Gefahrenpunkt ist der enge Durchlaß nach Langendreer. über den die Anschlußbahn der Drahtwerke führt. An der Einmündung der Heroldstraße in die Dortmunder Straße wäre eine Abrundung dringend geboten.— Auf dem neuen Schießstande des Bürgerschützenvereins soll der Stand 7 auf 300 Meter ausgebaut werden, um allen Anforderungen gerecht werden zu können. Rentenzahlung. Bei der Postanstalt werden die Heeresrenten am 29. und die Unfall= und Invalidenrenten am 30. in den Dienststunden gezahlt. Wegen am 29. und die Unfall= und In renten am 50. in vergvienststunden, pegchtnzpegen des Feiertags am 1. Mai gelangen die KnappschaftsWitwenrenten am 80. April um 15 Uhr und die Invalidenrenten am 7. Mai um 14.30 Uhr zur Auszahlung. Stadtteil Altenbochum In hohem Alter. Die Ehefrau Emilie Buch, Rüsingstraße 32, feiert am 25. April ihren 70. Geburtstag im Kreise der Familie. Fünf Töchter und sechs Enkelkinder bringen ihre Glückwünsche dar. Stadtteil Langendreer Hochbetagt. 70 Jahre alt wurde gestern Hausmeister i. R. Robert Neuhaus, Bonifatiusstraße. Der Had Aleinelhäusen=Wiro=Hebaul restt. F eschege e. ce # Aufnahme Brandt Ein schmucker Neubau an der Königsallee. Vor der Wasserstraße wird die häßliche Baulücke durch Neu bauten geschlossen Ein Heimatabend der Kunstfreunde. Bekanntlich findet am kommenden Sonntag abend bei Lehmkuhl in Altenbochum eine große Volkstum= und Heimatveranstaltung der Spielgemeinschaft„Kunstfreunde". Altenbochum statt. Dabei wird das große Werk Karl Wagenfelds„Die altwestfälische Bauernhochzeil in großer Aufmachung und mit alten Sitten, Bräuchen und Trachten vertraut machen, wird uns mit Musi. Gesang und Tanz teilnehmen lassen an diesem frohen Sviel der altwestfälischen Bauernhochzeit. Weiter wird als Uraufführung das vom Spielleiter W. Bündeman zusammengestellte Rufersviel:„Wir Wächter Westfalens“ gebracht werden. Auch der plattdeutsche Heinaldichter Fränzken Fromme hat seine Mitwirkung zugesagt. Er wird durch eigene plattdeutsche Vorträge erfreuen. Auf zahlreiche Anfragen hin teilen wir allen Interessenten mit, daß es sich bei dieser Volkstumveranstaltung um eine geschlossene Veranstaltung nur für die Mitglieder handelt. Jedoch ist jedem Gelegenheit gegeben, Samstaa, ab.30 Uhr abends. im Vereinslokal Lehmkuhl, Wittener Straße. seine Mitgliedschaft zur Altenbochumer Spielgemeinde „Kunstfreunde" zu erklären und dann auch weiterhin mitzuarbeiten an seiner Kulturarbeit. Stadtteil Wiemelhausen Stadtteil Stiepel Die Unterstützungsauszahlung. Die Aus Unterstutzungen an die Unterstützungsem####### Stadtteiles Stiepel für den Monat Mai 1936 erkolg durch die Verwaltungsstelle Stiepel a) für die Woblfahrtserwerbslosen am 29. April und 16. vormittags 10 Uhr, b) für die Unterstützungsempfängt der allgemeinen Fürsorge am 29. April 1936, vormit tags 10½ Uhr. Ausweis und Stempelkarte sind bei Auszahlung vorzulegen. Kein anderer Stadtteil hat in den letzten Jahrzehnten eine so starke Bebauung erfahren, wie die ehemalige Gemeinde Wiemelhausen. Vor allem ist es das Ehrenfeld, das sich aus rein dörflichen Verhältnissen zu einem der schmucksten Winkel entwickelte. Die Stadt hat seit Anfang dieses Jahrhunderts viel für die Entwicklung dieses Stadtteils getan. Noch immer ist im Ehrenfeld die Bautätigkeit rege. Zwischen der Friederika= und der Grünstraße konnte am 31. März ein schmucker Neubau, der sich ganz vortrefflich in den Rahmen dieses Stadtteiles einpaßt, fertiggestellt werden. Am 1. April hielten hier die ersten Bewohner ihren Einzug. Nicht weit davon ist ein weiterer Neubau errichtet worden. Hier ist das Dach schon gerichtet, auch er soll noch im Laufe dieses Monats fertiggestellt und bezogen werden. Unterhalb der Wasserstraße ist die häßliche Baulücke, die hier bisher klaffte, von einer Wohnungsbaugesellschaft angekauft worden, um auch sie mit schmucken Häusern zu bebauen. Ein Zweifamilienhaus geht hier bereits seiner Vollendung entgegen. Rechts davon sollen noch im Laufe dieses Jahres zwei weitere Häuser gebaut werden, so daß diese Baulücke dann vollständig geschlossen ist. Weiter fertiggestellt wurde ein größeres Bauvorhaben in der Fürstenstraße. Bei allen Bauten ist aus städtebaulichen Gründen— die in früheren Jahrzehnten und Jahren ja so stark vernachlässigt worden sind— Rücksicht auf eine einheitliche und dem Stadtteil entsprechende Bauweise genommen worden, so daß sich das Bild des Stadtteiles Ehrenfeld als dem schönsten Wohnviertel der Stadt Bochum immer mehr abrundet. Ein freundliches Wohnviertel ersteht auch zwischen der Oskar=Hoffmann= und der Friederikastraße am Knüwerweg. Einige alte, häßliche Buden sind abgerissen; an der schon mit Bürgersteigen versehenen Straße ist schon ein stattliches Doppelhaus erstanden, weitere Bauten sind geplant und zum Teil schon in Angriff genommen. Die Oskar=Hoffmann=Straße ist auch im oberen Teile, zwischen Wiemelhauser und Wittener Straße, nahezu ausgebaut. Sie ist zwischen Wiemelhauser und Hattinger Straße fast lückenlos bebaut. Wer weiß noch, daß gegenüber dem Betriebsbahnhof der Straßenbahn ehedem die Schlammteiche der Zeche „Friederika" sich dehnten, aus denen zur Sommerzeit allabendlich das Froschkonzert ertönte? Längst sind diese Schlammteiche verschwunden— jetzt sind dort Fabriken und Wohngebäude und das Auge erfreuende Gartenanlagen zu schauen. Gesoaltig sind die Aenderungen, die gerade dieser an der Altstadt grenzende Teil von Wiemelhausen erfahren hat. (Außer Verantwortung der Schriftleitung) Unsexer heutigen Ausgabe liegt ein Pr### Die Gebur Md zeigen hocherfreut a Ehejubiläum. Im Kreise ihrer Lieben begehen an Sonntag, 26. April. die Eheleute Ferdinand Blasius und Frau, Ida geb. Hüggenberg, Am Sonnenberg 538, das Fest der silbernen Hochzeit. Aus der evangelischen Gemeinde Wiemelhausen. Am Vorabend des Tages der nationalen Arbeit, Donnerstag, 30. April, hält Pfarrer Engelbert in der Melanchthonkirche den Rüstungsgottesdienst um 8 Uhr. Die Mittwoch=Bibelstunde fällt zugunsten dieses Gottesdienstes aus bzw. mit ihr zusammen. Am übernächsten Sonntag(3. Mai) beginnt der Kindergottesdienst wegen der im Ernst=Moritz=Arndt=Haus stattfindenden synd dalen Helferkonferenz ausnahmsweise un .80 Uhr nachmittags.— Das Jahresfest der bekenntnis=Frauenhilfe ist am Donnerstag, 7. Mai. Anläßlich des Beginns des kirchlichen Unterrichts ist an Sonntag, morgens um 8 Uhr, in der Petrikirche eine Frühandacht für Konfirmanden und Katechumenen sowie deren Eltern.— Am Vorabend des Tages der na# tionalen Arbeit, also am Donnerstag, 30. April. abend 8 Uhr. ist in der Petrikirche Gottesdienst. Dafür fällt die Bibel= und Bekenntnisstunde am Tage vorher aus Wahrscheinlich wird sich Vikar Nöllenburg schon in diesem Gottesdienst von der Gemeinde verabschieden, d er nach Beendigung seines ersten Vikarjahres, wie berlautet, nach Münster versetzt wird 5. Ostenhel. C TÖ We Eri Bochum(Zeppelinstr. 2 Z. Augusta-Krankenan Auszahlung bfänger be Stadtteil Linden=Dahlbausen Silberne Hochzeit. Heute, Samstaa, begeben„i, Eheleute Heinrich Hohaus, Uhlensiepen 53, ihre“ berne Hochzeit. Bestandene Meisterprüfung. Vor dem Prüfung ausschuß der Handwerkskammer in Dortmund besiahlt der Bäckergeselle Ernst Heinrich, Linzerz, Phei Otto=Straße 30, Sohn des Tischlermeisters Franz He## rich, Hattingen(Ruhr), seine Meisterprüfung. erer heutigen Ausgabe liegt Firmg, 0.& C. Brenninkmeyer, wortmund. Obtezt, weg 34; Essen, Adolf=Hiller=Straße 41, bei, auf wir unsere Leser hinweisen. Wilh heimgegangen 2 bereitung für die opferuns für un Christus s1 durch die Gnac was wir verlorer Wir trauern Gemeinschaft in Bochum(B Die Beerdi vormittags 103 ieierliche Levite Von Bellel# Für die zahl: teilnahme bei den teuren Sohnes u Beteiligten unsero tiefger Bochum, Im Für die zahlr und die reichen unserer berzense C aut diesem WegBochum, im Für die vie beim Heimgan sprechen wir un wäri Eliza Bochum, d. ich habe mich in Bochum-Ha 615 al. Sp. Ruf Bochum 64119 D Unter Hinweis au Aktionäre auf Freita 10 Uhr, zur diesjähr bruchtliche In das Parkhotel 7 1. Vorlage des Gesch gebst Gewian=und 2 Beschlustassung „Abersicht und der „Geschäftsjahr 1935 ewinnes. 3. Beschlußfassung des Aufsichtsrates .e) Beschlublassung remder 1933 mie Grat Schwerin Betriebsführungs Beschlubfassung RAI 621000.— geseizlichen Bezi 621 Stück Aktier Diridendenberec soll um RM. 620 der Gewerkschal in Bochum und zahlung erfolgen Ermächtigun heiten der DDurch Anpassung des au 4. b) durch tellung des Gru s. Wahlen zum Auf 6. Wahl des Blanzp Aktionäre, die und ihr Stimmrech die darüber ia trobank spätestens autgeführten Stelle zu hinterlegen Deutsche B 91 Commerz9 Dresdner## Nesttolend: Braunschwe Bank Guyer Gesellschaf 0 rietene put die gol Tate vor der vorgelegt werden. Bochum, den BEROBAU-A Kleine gibt man da au Rudowsti, 5# Kinder uund ege gefallene stand in Be## n als Sänn Brädikat## hre alt ise, Puban April ihrn lug im Kreie sorigen. Ei beneidens ger und kör sche und fühn selbständt en Haushall sie häu. Fußtouren sechs Enke enkel beglück. 2. Die Hochhnt Gerber nes Hiersein erworben. Langendreerim Reul war nsprache wür führungen du Bezirkstagung aft beteiligen: Versammlung Zum Schlus in einen aus. h Afrika. er körperlicher hefrau David Familie ihren t w e r d e n d i e nd Invaliden= zahli. Wegen Knappschafts= und die InIhr zur AusBekanntlich i Lehmkuhl in Heimatveranunde". AltenKarl Wagennhochzeit tten, Bräuchen us mit Musil, diesem frohen Weiter wird 3. Bündemann Wächter Westitsche HeimalLitwirkung zu. tsche Vorträge n teilen, wir dieser Volksne Veranelt. Jedoch ist ab.30 Uhr ttener Straße. Spielgemeinde auch weiterhin Die Geburt eines prüchtigen * Määchens hocherfreut an Erich Winter und Frau Tilde geb. Wiese hum(Zeppelinstr.), den 23. April 1936 LAssuskustunzsl At brltuet. 3a, das en. Am wegen ynd um .— ist am e eine sowie er 70“ Leirats=Gesuche)s Bekanntmachungen Heiratsgesuch Mädchen, aus gut Fam., v. ausw., kath., 26., v. mittt. Größe u. gut. Außern,.] Di dlesjährigen ösfentlich besten Hausbalttenumnislen—. v. Oe:: und Wiederimpflinge in der St eines tut9. V Vork Piugist; am 4. Mai sandesoszg, At größ Herm. Verschw. 1. jedes Kind Vr.., Eirzinhreg(ofern es nicht nach Bargels. Span größ. Lerm. Htrichte: fosgenden Kalenverjahres, sofeln es nicht nach zuges. u. verlangt. Freundl. Zuschr. u. „Poesie A..61 postl. Recklinghausen!“ Impfungen. 269.p witz. Orobe gissen, w d Wzet. Dur diesjährigen östentlichen, Imzsoggem beguhen eine tath Herrn in sicherer Levenssteu. und Wiederimpflinge in der Stadt Bochum beginnen eschäftliche leitung) bei, auf den — Statt besonderer Anzeige Heute morgen um 11 Uhr ist mein lieber Mann. unser Vater, der Kaufmann Willelnelkerberg berestung ür diesen Tas, In treuester Pülchtertällung und Autopteruns für un: Ains er eisden Tageg zeiner kursen Krankheit durch die Gnadenmittel seiner Kirche. Wer ihu gekannt, weiß Wier trauern in der Hofnung auf eine neue, noch schönere Gemeinschaft im Jenseits. Clara Unterberg geb. Höynk Kinder und Enkelkinder Bochum(Bülowstraße 14), den 24. April 1936 Bin 27., hier fremd, evgl., dunkelblond, schlank, aus gut. Familie, wünsche Bekanntschaft mit charaktervoll Herrn in sich. Position zw. späterer Heirat. Schöne Ausst.vorh. Cb. 93022 Anzeig. 49jährige Witwe wünscht Herrenbek. zwecks Heirat. 3. A. 93082 Anz. ee 10.30 Uhr. 2b Frledhotekagelle Blumenstrahe. 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Mai kungen, dorn Be, 1936, bei der Kanalbanabteilung einEinyetroteo, ver; zureichen. Verspätet eingehende oder mögende Partien ungenügend ausgefüllte Angebote usw. Besuchszelt)'Pocpumtv# gen chich Ppri 1936. auch Sonntags..=.—. Der Oberbürgermeister. Frau Derendortt Nicht schlimm, wenn Schuhe nicht passen, Melies längt und weitet „Da wodie Uhr“ Sohlerel„Fortschrilt“ A. Melies Bochum, Hellweg 20, Fernsprecher 66492; Bochum-Hamme, Reichsstraße 2 Sespgaor S OCAUN uf: 64-65-6600c E J0 bilk. ist die Kleinanzeige im„Bochumer Anzeiger“ Ihre Würmer quälen Sie und ihre Kinder und verzehren die besten Sätte. Kleppe's Wurm-KurBonbons beseitigen die Würmer schnell. Schachtel 65 Pf., in den Fach-Orogerien Oiesen Entschluß können Sie durch Auflegen der antiseptlschen, gebreuchstertigen DR. SCHOLL'S ZINOPADS schnell in die Tat umsetzen. Die eder Packung beillegenden Spezialpflester entternen auch die hartnäckigsten Hühneraugen. 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Großinstitut Unter Hinweis auf§ 16 unserer Satzungen laden wir unsere Aktionäre auf Freitag, den 22. Mai 1930, vormittage 10 Uhr, zur diesjährigen erdchtliöhen doheralbersunmlung in das Parkhotel Haus Rechen In Bochum ein. Tagesordnung 1. Vorlage des Geschäftsberichtes und der bebst Gewinn-und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 1935. Bbeschlubfassung über die Genehmigung der Vermögensübersicht und der Gewinn- und Verlust-Rechnung für da Geschäftsjahr 1935 sowie über die Verwendung des Rein8. Beschlußfassung über die Entlastung des Vorstandes und des Autsichtsrates für das Geschäftsjahr 1935. *.*) Beschluslassung über die Genchmigung des am 26. Novernber 1935 mit der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Graf Schwerin in Bochum geschlossenen Interessen- und Betriebsführungs-Gemeinschaftsvertrages. Beschlusfassung über die Erhöhung des Grundkapitals um ReI 621000.— auf R81. 20 800 000.— unter Ausschluß des seseizlichen Bezugsrechts der Aktionäre durch Ausgabe von 621 Stück Aktien im Nennbetrage von je RMf. 1 000.— mit Oividendenberechtisung ab 1. Januar 1935. Dse Erhöhung 4oil um RM. 620 000.— gegen Einbringung von 155 Kuxen der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Graf Schwerin in Bochum und um die restlichen RM. 1000.— gegen Barzahlung erfolgen.--4sas Ermächtigung an Vorstand und Aufsichtsrat, die Einselseiten der Durchführung der Kapitalerhöhung zu bestimmen. * Aupassung des Gesellschafts Vertrages an den Beschlun zu 4. b) durch Anderung von#2 betretfend Hiöhe und Einteilung des Grundvapitals. 9. Wahlen zum Autsichtsrat. e. Wahl des Bilanzprüters für das Geschäftsjahr 1936. Attionäre, die an der Generalversammlung teilzunehmen ### far Stimmrecht auszuüben wünschen, haben ihre Aktien . die darüber lautenden Hinterlegungsscheine einer Effektenerobank spätestens am 18. Mai 1936 bei einer der nachstehend engeführten Stellen während der üblichen Geschäftsstunden zu hinterlegen: Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft in Berlin oder Bochum, Düsseldorf, Essen, Hannover, Köln, Commerz- und Privatbank Aktiengesellschaft in Berlin oder Bochum, Düsseldort, Essen, Hannover, Köln, Dresdner Bank in Berlin„ S. 8n suer FR“oder Bochum, Düsseldorf, essen, nannover, nein, Westtalenbank Aktiengesellschaft, Bochum, Braunschweigische Staatsbank, Braunschweig, Bank duyerzeller Aktiengesellschaft, Zürich, Gesellschaftskasse in Bochum oder Blankenburg#A. Pallegung bei einem deutschen Notar genügt. In diesem am die notartelle Hinterlegungsbescheinigung spätestens vora! ver der Generalversammlung bei der Oesellschaft vOrgelegt werden. Bochum, den 21. April 1936. SERONAU-AKTIENGESELLSCHAFT LOTHRINGEN Der Aufsichtarat: Dr. Karl Kimmieb Der am 9. Februar 1879 in HerChristopb=decke geborene Arbeiter Fritz Trö9 of 4000“ geler in Bochum, Adolfstr. 5 wohnhaft, wird wegen Trunksucht entBochum, den 22. Februar 1936. Das Amtsgericht. Mädchen, welches zu Hause schlafen kann, für ganze Tage gesucht. Kortumstr.00, 2. Et. Allmikus, Stadt-Drog., Bongardstr. 12; Drog. Fischer, Kortum- Eche Rottstr. Stern-Drogerie Störing, Hellweg 1. Drog. Kneider, Große Bechstraße 10: Drog. Hucklenbroich, Brückstraße 55; Drog. Reinhardt, Moltkemarkt und Märkische Strabe: Drog. Händler, Biegerstrat Ludwig Kleesattel Agentur der Deutschen Hypothekenbank (Meiningen) Hypotheken kapital für Bauvorhaben zu zeitgemäß. Bedingungen verfügbar. Essen, Fernsprecher 40147 Isabellastrabe S 3 Hypotheken Alt= u. Neubau. Sprechz.—10 orm. H. Jacger, Wittener Straße 103. Zehnjahres-Kredit für Beamte, ohne Bürgschaft, ohne Vorkosten. van Forst, Mestsäklische St. 23. Beamichkreutte kurz= u. langfristig ohne Vorkosten. van Forst, Westsälische St. 23 erststell. Aufwert.= Hyp. 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H und der Ratior hier wird der sticken, und hi Schornsteine u diese Herren auch sein möge Diese mit Sic welche Bedeutu Stadtpark im Süden Bo Aufgaben sie strialisierten S Es kann nich pumpen und: sentlicher Aus schädigenden pers, und daß Ruhe spenden, schon sagen, ähnliche Rolle und die sanit geleiteten Bet tung, die in übergehen lie und an ihnen Arbeitsschlach sich nicht nur haltende Pfle geformt und lichen, den st forderungen? sprechen. Der neue E Wer den kannte und mählichen U. sehen würde, der großzügi waltung inz einem Wort das Wesentl leicht ist es nicht nur di zlben Schcht und Biter. Sondotbolone des Bochumer Amobers 1 T. borft 555 Seite 19 Sechantagsr. A Sochänser=Kiule..,“ Der Stadtpark im neuen bewande— Die Erschließung des Wiesentals (Von Dr. E. Strodthosft) Unmöglich wird auch der für die Sprache der Poesie unzugänglichste Doktor Eisenbart gegen die landläufige Redeweise etwas einzuwenden haben, daß die Grünanlagen einer Stadt ihre Lungen sind, sofern sich der Vergleich— auf Bochum bezieht. Berechtigt wäre sein Protest gegen die anatomische Bildersprache, wo man von den Lungenflügeln Berlins oder Hannovers schwärmt und damit den Seenkranz um die Reichshauptstadt meint oder den Waldgürtel der Eilenriede, der sich im Halbkreis um die niedersächsische Residenz zieht. Das sind schiefe Vergleiche und zeugen von anatomischen Vorstellungen, die zu rügen sind. Bochum hingegen darf die Umschreibung mit Fug und Recht in Anspruch nehmen, denn tatsächlich ist die Kohlenstadt mit Atmungsorganen ausgestattet, die sowohl ihrer Lage als auch ihrer Verrichtung nach den diesmal nicht an den Haaren herbeigezogenen Vergleich vollauf rechtfertigen. Gebiete des Lebens auswirkt: die einengenden Gefängnismauern, die den Zugang wehrenden Staketts, die sich rund um den Park zogen, ihn gewissermaßen an die Kette legten, sind gefallen. Organisch hat man ihn in das Geviert zwischen Kurfürsten=, Park=, Gudrunund Cäcilienstraße eingefügt, und nun kann er frei ausatmen, ohne daß überall eine unsichtbare Verbotstafel stünde mit der Weisung„Bis hierher und nicht weiter!" Es soll im folgenden nicht die Rede davon sein, welche Erdbewegungen und welche Verbesserungen im einzelnen vorgenommen und wieviel Arbeitskräfte in wieviel Arbeitsstunden eingesetzt wurden. Mit diesen ganzen statistischen, technischen und gar arbeitspolitischen Nachweisungen wollen wir unsere Freude, den guten alten Stadtpark aus jahrzehntelanger Haft endlich befreit zu sehen, nicht ernüchtern. Im Nordosten und Südwesten der außerordentlich dicht und planmäßig bebauten und besiedelten Stadt kann sich die Natur in aller Muße auf die ihr zugewiesenen Aufgaben besinnen. So hartnäckig sie von den Fangarmen der Industrie auch umschlungen ist, so zwangsläufig sie den Tentakeln der großen Spinne ausgeliefert scheint, so wenig ist sie von der Gefahr bedroht, in ihrem Dornröschenschlaf gestört zu werden. Hier ist dem Vordringen der Wirtschaft und der Rationalisierung des Bodens Einhalt geboten, hier wird der natürliche Grund nicht in Zement ersticken, und hier werden weder Schachtanlagen noch Schornsteine und Fabrikhallen, so sehr wünschenswert diese Herren zur Mobilisierung unserer Bodenschätze auch sein mögen, den Charakter der Landschaft zerstören. Diese mit Sicherheit zu treffende Voraussage beweist, welche Bedeutung Grünkernen von der Ausdehnung des Stadtparks im Norden und des Wiesentals im Süden Bochums zukommt und welche unersetzlichen Aufgaben sie im Blutkreislauf einer weitgehend industrialisierten Stadt zu erfüllen haben. Es kann nicht bezweifelt werden, daß sie als Sauerstoffpumpen und Lüftungsanlagen wirken, daß sie ein wesentlicher Ausgleich sind für die vielfachen, gesundheitsschädigenden Ausdünstungen des Riesenwirtschaftskörpers, und daß sie überdies allen denen Nervenkraft und Ruhe spenden, die ihrer irgend bedürfen. Man kann schon sagen, daß sie für die Gesamtbevölkerung eine ähnliche Rolle spielen wie die Stätten der Erholung und die sanitären Einrichtungen eines gut und sozial geleiteten Betriebes. Das weiß unsere Stadtverwaltung, die in den letzten Jahren keine Gelegenheit vorübergehen ließ, die vorhandenen Anlagen auszubauen und an ihnen, gerade an ihnen, den Sieg der Bochumer Arbeitsschlacht zu demonstrieren. Unsere Parks haben sich nicht nur in ihren berechtigten Ansprüchen auf erhaltende Pflege nicht getäuscht gesehen, sie sind so umgeformt und erweitert worden, daß sie den gesundheitlichen, den städte= und gartenbaulichen und den Anforderungen des Schönen in geradezu idealer Weise entsprechen. Der neue Stadtpark Wer den Stadtpark in seiner alten Verfassung kannte und ihn heute ohne die uns vertrauten allmählichen Uebergänge in den einzelnen Bauabschnitten sehen würde, könnte sich nicht genug verwundern, was der großzügig und tatkräftig angesetzte Wille einer Verwaltung in zauberhaft kurzer Zeit zustande brachte. In einem Wort soll zusammengefaßt werden, was uns als das Wesentlichste der Neugestaltung erscheint, und vielleicht ist es sinnbildlich für den Geist unserer Zeit, der nicht nur die Menschen wandelt, sondern sich auf alle Eingesessene Bürger werden hier und da bittere Ueberlegungen angestellt haben, daß nicht auch ihrer Jugend schon dieser Park in seiner jetzigen Form zur Verfügung stand. Welch eine Summe freundlichen Ge= nusses in dieser oder jener Gestalt mag ihnen allein dadurch entgangen sein, daß früher zu noch gar nicht schlafreifer Stunde pedantisch die Zugänge gesperrt wurden, daß also kurz nach Verschwinden der Sonne oder bei Dunkelheitsbeginn der beamtete Erzengel das Paradies von allen Adams und Evas zu säubern hatte und sie bei Androhung wahrscheinlich moralischer Repressalien auf den Weg der staatsbürgerlichen Tugend verwies. Falls es früher Dichter gab in Bochum— und warum sollten sie nicht dagewesen sein!— wo mögen sie die Anregungen für Mondscheinlyrik und Sommernachtspoesie aufgegriffen haben! Vielleicht sind sie, mit Leitern bewaffnet, an die Brutplätze ihres Ruhmes geschlichen und haben, ängstlich nach allen Seiten witternd, am Teich bei den Seerosen gesessen, daß auch niemand ihren strafbaren Genuß mit roher Befehlsgewalt störe und einen für die Ewigkeit oder den Bochumer Musenalmanach bestimmten Vers zunichte mache. Wir wissen es nicht, ob es so gewesen und wie es gewesen ist, ahnen auch nicht, wieviel Jünglingsbeine Motiv aus dem Wiesental Blick vom St.=Josephs=Hospital auf Stadtpark und Cäcilienstraße angstschlotternd über Mauern und Zäune kletterten und kavaliermäßig in Hilfsstellung gingen, wenn ein paar schlanke Mädchenbeine nachfolgten. Wie gesagt, wir wissen es nicht, und es geht uns im Grunde auch nichts an. Aber... Nicht wahr, es ist anders geworden! Heute wächst die Seerose frei und das von ihr angeregte melancholische Stimmungsgebilde. Der Zapfenstreich ist zu einem militärischen Ordnungsbegriff geworden und wird wieder da geblasen, wo er Sinn und Berechtigung hat. Heute erst gehört uns allen der Park mit seinen herrlichen Anpflanzungen, seinen Kastanien, Buchen und Birken, seinen Edelsträuchern, seinen Blumen, seinen Schwänen, Enten, Goldfischen, mit seinen nach allen Seiten offenen Zugängen, die so umsichtig und das Verkehrsbild verschönend an die Straßen angeschlossen sind. Natürlich darf eine Gegenleistung von seiten der Benutzer, die sich an Sonn= und Feiertagen besonders zahlreich einzustellen pflegen, stillschweigend erwartet werden, daß sie nämlich den Park, den sie erst jetzt ganz als ihren Besitz empfinden können, auch entsprechend schützen und keinesfalls dulden, daß er nun, da ihn Mauern und Zäune nicht mehr unbillig einengen, in Verruf gerät. Denn das, nicht wahr, das wäre undankbar, und daher hat ein jeder, der sich zu seinen Freunden zählt, die Pflicht, sich wie für seinen Bestand an lebendiger Schönheit und gartenbaulichen Vorzügen, so auch für die Seele dieses Parkes verantwortlich zu fühlen. Das gleiche gilt für das schöne Wiesental zwischen Friederika=, Drusenberg=, Wasser= und Stensstraße, auch wenn es sich vorerst noch nicht in der pfleglichen Verfassung des Stadtparkes anzupreisen vermag. Langsam aber setzte sich auch hier der Verschönerungswille und der Wille zur Nutzbarmachung des ausgedehnten, in grüne Wiesenwölbungen eingebetteten, Geländes durch. Romantisch ist dieses Tal mit seinen lichtgrünen Trauerweiden, seinen Pappeln, Wiesengründen und Heckengängen, dem herzförmigen Teich, der mit dem Quellwasser der Vogelsangschen Wiesen durch große Rohrleitungen gespeist wird. Ohne das Idyll zu stören, plätschert der Marbach in seinem ziegelsteingemauerten Bett durch den Grund und scheint sich schämig hinter blühenden Strauchkulissen verbergen zu wollen. Der bis vor kurzem an der Friederikastraße gelegene, übel anzusehende trichterförmige Grund ist inzwischen mit Bauschutt ausgefüllt worden, und schon machen es sich die ersten gertenschlanken Bäumchen dort bequem. Eine Straße wird die Verbindung zum Drusenbergviertel herstellen, im Wiesental oder Wiesengrund, wie es auch genannt wird, erhebt sich ein Trinkhäuschen, das über Nacht fix und fertig sein kann. Man sieht: nicht im amerikanischen Tempo, aber stetig und gewissenhaft wird auch diese zur Erholung von des Tages Last und Mühe so prächtig geeignete Stätte ausgebaut und mit allem versehen werden, was den Stadtpark schon heute zu einer Zierde Bochums macht. Was hier in aller Stille und von der großen Oeffentlichkeit nur selten beachtet, geschaffen wird, ist im Zuge der gesunden Ausgleichsbestrebungen zwischen Arbeit und Erholung aufs wärmste zu begrüßen. Andere Städte mögen aus einer reicheren natürlichen landschaftlichen Veranlagung heraus ihr Ideal von Schönheit und sozialer Zweckmäßigkeit entwickeln. Städten wie Bochum, Städten, denen im Dienste des ganzen Volkes und Staatswesens so harte wie ehrenvolle Lasten auferlegt sind, haben diesen freien Spielraum, dem der Planer und Baumeister die Gesetze seines Willens aufnötigen könnte, nicht. Als umso notwendiger erweist es sich daher gerade für sie, jeder und sei es der geringsten Möglichkeit, die Massivität des Stadtkernes aufzulockern, den schaffenden Menschen zu entspannen und gesund zu baden, nachzugehen. Und daß es geschieht, dessen sind wir zu unser aller Glück die nutznießenden Zeugen. Kleiner Stadtparkteich mit dem Ehrenmal der 67er. Rechts die Kurfürstenstraße, im Hintergrund die Alle Aufnahmen: B. 41 * 78 45 95 A SPA 1 C 86 2 S SA 905 3 IRS 444518 schse Lasse abhe 441 e „Zwischen Schacht und hütte“, Sonderbeilage des Bochumer Anzeigers„ 25. April 1936 Ar OSchumfees1o..“ Fortsetzung der Firmenübersicht von Seite 14 Heizungsfirma f. k. knappstein Im Jahre 1864 wurde die Heizungsfirma H. L. Knappstein in Bochum gegründet. Sie ist die älteste Heizungsfirma H. L. Knappstein in Bochum gegründet. Sie ist die älteste Heizungsfirma in Westdeutschland. Aus kleinsten Anfängen hat sich das Unternehmen zu einer tonangebenden Heizungsfirma entwickelt. Die Firma hat auf dem Gebiete der Heizung und Lüftung Außerordentliches geleistet, so daß ihr das RietschelDiplom verliehen wurde. Ausgeführte, in Betrieb befindliche Anlagen größten Umfanges zeugen von der Leistungsfähigkeit des Betriebes. Bei der Industrie und den Behörden ist die Firma H. L. Knappstein bestens eingeführt. Eine ganze Reihe von Abdampfverwertungsanlagen, Fernheizungen, Waschkauen=Einrich= tungen und sanitäre Installationen für Zechen, Fabriken, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude sind in den langen Jahren des Bestehens ausgeführt worden. Das Arbeitsgebiet erstreckte sich auf ganz Deutschland. Auch heute noch ist die Firma sehr rege tätig. Davon zeugen die im letzten Jahre ausgeführten Anlagen. Eine Zweigniederlassung besteht seit langen Jahren in Kleve am Niederrhein. fahrzeugwerke Lueg Jedem Besucher der Stadt Bochum fällt, wenn er vom Bahnhof kommend das Stadtinnere betritt, sofort das imposante Hochhaus auf, das in seiner modernen und schönen Architektur die Augen auf sich zieht: das Friedrich=Lueg=Haus. Das Friedrich=Lueg=Haus wurde als erstes Hochhaus Bochums in den Jahren 1924/25 von dem jetzigen Inhaber der Fahrzeugwerke Lueg, Friedrich Oscar Lueg, zum Gedächtnis an den Gründer der Firma erbaut. Gegründet wurde die Firma Friedrich Lueg im Jahre 1868 von dem Vater des heutigen Besitzers und als Wagenbaugeschäft geführt. An der Entwicklung der Bochumer Industrie vor und in den Jahren der Jahrhundertwende nahm die Firma Lueg regen Anteil und konnte nach und nach das Fabrikgelände erweitern, dessen Grundstock sich auf dem heutigen Platz des Friedrich=Lueg=Hauses befand, und von dem das ehemalige Ausstellungsgebäude noch heute in der Verlängerung des Ausstellungsraumes im Erdgeschoß des Friedrich=Lueg=Hauses zu erkennen ist. Der Uebergang im Wagen= und Karosseriebau vom handwerksmäßigen zum Fabrikbetrieb trug das seine zur Vergrößerung der Werkstätten und damit zur weiteren Ausdehnung des Werkes bei. Die Entwicklung des Automobil= und Dampfwagenbaues hat die Firma Lueg Stufe für Stufe durchlaufen; durch Uebernahme der Vertretungen, erst der Benz=Fahrzeuge, und nach Fusion der Daimler=.=., die der Mercedes=BenzWagen, sicherte sich die Firma Lueg ganz in den Anfängen der jetzt blühenden Autvindustrie ihren Anteil an diesem für die Menschheit heute unentbehrlichen Verkehrsmittel. In diesem fortschrittlichen Geiste ist die Firma weitergeführt worden. Im Weltkrieg trug die Firma durch Lieferung von Heeresfahrzeugen das ihrige zu den Aufgaben, die der deutschen Industrie für die Landesverteidigung gestellt waren, bei. Mit der Beendigung des Weltkrieges erfolgte auch die Umstellung der Firma Lueg auf die Erfordernisse des Kraftverkehrs, die die Erweiterung des Betriebes zu seinem heutigen Umfange notwendig machte. Da die Fahrzeug=Werke Lueg außer der Mercedes=Benz=Vertretung die der BMW.=Wagen besitzen, ist die Firma in der Lage, Kraftfahrzeuge sämtlicher Größen, Kleinwagen, Touren= und Reisewagen, Last= und Lieferwagen, außerdem auch Sportwagen und Spezialfahrzeuge zu liefern. Von den durch die Daimler=Benz.=G. entwickelten Diesel=Lastfahrzeugen besitzen die Fahrzeug=Werke Lueg ebenfalls die Vertretung. Der im Jahre 1914 in Essen gegründete Filialbetrieb hat sich inzwischen gleichfalls zu einer großen Reparaturwerkstatt entwickelt, der, genau wie das Bochumer Werk, heute auf einen großen und festen Kundenkreis sehen kann. Gebr. Mönninghoff Abt. Tiefbau und Abt. Gesenkschmiede und Eisenkonstruktion Der Ursprung der Firma Gebr. Mönninghoff reicht in das Jahr 1906 zurück. Sie wurde damals vor 30 Jahren vom jetzigen Alleininhaber Ernst Mönning= hoff unter der Firma Ernst Mönninghoff in Neurode in Schlesien gegründet, jedoch wurde der Sitz unter Belassung einer Niederlassung in Schlesien kurz darauf nach Bochum verlegt. 1910 wurde die Firma nach Eintritt des Herrn Richard Mönninghoff, des Bruders des Gründers Ernst Mönninghoff, in eine offene Handelsgesellschaft umgewandelt. Sie führt seitdem den Firmennamen Gebr. Mönninghoff. Das Unternehmen befaßte sich damals mit Tiefbauarbeiten aller Art sowie Vorrichtungsarbeiten im Bergbau. Im Jahre 1914 wurde ihm eine Maschinenfabrik angegliedert, die jedoch 1922 in eine selbständige GmbH. eingebracht wurde. Ferner wurden Anfang der 20er Jahre einige im Dortmunder Bezirk gelegene Ziegeleien erworben. Im Jahre 1925 einigten sich die beiden Inhaber über die Trennung des Unternehmens. Der Gründer Ernst Mönning= hoff übernahm die Bauunternehmung und die Ziegeleien unter Fortführung der alten Firma Gebr. Mönninghoff. sein Bruder die Maschinenfabrik, an der jedoch Ernst Mönninghoff interessiert blieb. 1927 wurde der Firma Gebr. Mönninghoff die Eisenkonstruktionswerkstatt und Gesenkschmiede an der Wiemelhauser Straße angegliedert, wohin auch 1931 die gesamte übrige Verwaltung und die Bauunternehmung verlegt wurde. Nach den Krisenjahren 1931/32, in denen vor allem die Bauindustrie schwer zu leiden hatte, befindet sich das Bauunternehmen dank der genialen Politik unserer Reichsregierung wieder im Aufstieg. Röhren- und Armaturenfabrik Was Tatkraft und verbissene Energie fertig zu bringen vermögen, das ist im Buch dieser Firmengeschichte abzulesen. 1869 ist das Geburtsjahr des Hauses. Der Gründer Hermann Müller fing klein an. Aber er gewann Vertrauen und kam zu Erfolg. Zunächst wurden Rohrleitungen geliefert und verlegt. Dann baute man ganze Wasserwerke in verschiedenen Teilen Deutschlands, zum Teil auf eigene Rechnung. Eine Unterabteilung umfaßte die Lieferung und Installation von Armaturen für Gas, Wasser und Dampf. Später wurde ein Betrieb zur Herstellung von Armaturen und Rohrleitungen eingerichtet, der sich zunächst auf der Kreuzstraße befand, dann aber zur Oskar=Hoffmann=Straße übersiedelte. Die Firma ist eine der größten Armaturen= und Röhren=Handelsfirmen des Bezirks. Sie hat auf Zechen, Eisen= und Stahlwerken große Arbeiten ausgeführt und Anlagen errichtet. Im Jahre 1919 Rohrleitungen, Heizungsanlagen und dergleichen ausgeführt hat. Seit etwa zehn Jahren hat die Firma Hermann Müller sich auch in der Drahtwaren=Industrie betätigt; sie stellt in Bochum Drahtgeflechte und=gewebe her. Die hierzu erforderlichen Drähte werden in eigener Drahtzieherei in Hohenlimburg hergestellt. Die Firma exportiert auch Drahtgeflechte. Je nach der Fermalm=Maälter Saison, beschäftigt die Firma eine Gefolgschaft von 150 bis 250 Köpfen, woraus man ersehen mag, daß sie für die Bochumer Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung ist. Inhaber ist seit 1924 Herr Moritz Hebeler. Die Verwaltung befindet sich auf der Kortumstraße. iigemeiekiromotoreiwberne Wilhelm Vogelsang Die Firma Allgemeine Elektromotorenwerke Bochum, Wilhelm Vogelsang, genießt einen guten Ruf im rheinisch=westfälischen Industriegebiet als Spezialunternehmen für Ankerwickelei. Sie betreibt Neu= und Umwickelungen aller Art von Motoren, Transformatoren, Generatoren, Dynamos, Bremslüft= und Magnetspulen, Bohrmaschinen und elektrischen Apparaten jeder Größe und Leistung. Außerdem werden neue und gebrauchte elektrische Maschinen und Schaltgeräte sowie Spulen aus aluminium=oxyd=isolierten Drähten für Lasthebemagnete geliefert. Zum Arbeitsgebiet gehört auch die Instandsetzung von elektrischen Maschinen und Geräten für Bäckerei=, Metzgerei=, Hotel=, Wirtschafts=, Schlosserei=, Schreinerei= und Kinobetriebe sowie die von Spezialmaschinen im Friseurgewerbe und in Haushaltungen. In dringenden Fällen werden durch geschulte Montagetrupps Arbeiten an Ort ausgeführt. Das Werk ist betrieblich gut und geräumig eingerichtet und verfügt neben den erforderlichen Arbeitsmaschinen über ein Prüffeld für höchste Prüffpannungen von Wechselstrom und über ein Aggregat zur Erzeugung von Gleichstrom zur Durchprüfung von Gleichstrommaschinen. Ein Stamm von langjährigen Spezialarbeitern gewährleistet gewissenhaft ausgeführte Werkmannsarbeit. In elektrischen Ausrüstungen durch Einzelantriebe an Werkzeugmaschinen, Förderbändern, Holzbearbeitungsmaschinen, Schleif= und Poliermaschinen, sowie in Elektromotoren für Pumpen, Kompressoren, Ventilatoren, Hebezeugen und Getriebemotoren hat die Firma noch eine besondere Stärke. untzeugwerhe g. von kienen Die Fahrzeugwerke Emil H. von Lienen, Bochum, wurden im Jahre 1904 gegründet. Seit der Gründung haben sie sich ausschließlich mit dem Bau von Lastwagen und Lastwagen=Anhängern sowie mit Karosseriebauten für Omnibusse und Spezialfahrzeuge jeder Art befaßt. In mehr als 30jähriger Pionierarbeit haben sie sich einen Ruf erworben, der nicht nur weit über die Grenzen von Bochum, sondern durch den von dieser Firma gepflegten Export auch nach dem Auslande gedrungen ist. Qualitätsarbeit und Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse des Marktes bilden das gute Fundament der von Lienenschen Fabrikate. Wenn auch die Wirtschaftskrise, die besonders zerstörend auf den Markt der Lastkraftwagenproduktion wirkte, die Fahrzeugwerke von Lienen in Mitleidenschaft zogen, so ist doch mit dem Wiederbeginn der wirtschaftlichen Besserung und im besonderen auch durch das große Verständnis, das der Führer gerade der Motorisierung Deutschlands entgegenbringt, auch bei den Fahrzeugwerken von Lienen die Fabrikation hundertprozentig wiederaufgenommen worden. Bochum hat sich somit auch im Lastkraftwagenbau einen Namen machen können. Albert Staubach kund küftungsanlagen Die Firma Albert Staubach wurde im Jahre 1919 begründet und als offene Handelsgesellschaft in das Handelsregister eingetragen. Der Inhaber der Firma, der Ingenieur Albert Staubach, befaßt sich mit dem Bau von Zentralheizungen und Lüftungsanlagen für Bauten aller Art. In Bochum=Stadt, wie auch außerhalb, wurden die verschiedensten Anlagen für Krankenhäuser, Büro= und Verwaltungsgebäude, Schulen Kirchen und Wohnhäuser ausgeführt. Selbst als Fachingenieur auf dem Gebiete des Heizungswesens stehen ihm geschulte Mitarbeiter zur Verfügung. Von den kleinsten Anfängen hat er es bis heute verstanden, seiner Firma auch in Fachkreisen einen guten Klang zu geben. theovol Imberg v. m. v. H. Steinmetzbetriebe— Steinbrüche Die Firma Theodor Imberg G. m. b. H. betreibt in Bochum an der Querenburger Straße zwei Steinbrüche, in denen vornehmlich Werksteine für Hochbauten gewonnen werden, wie Verblendung, Tür= und Fensterumrahmungen, Gesimse, Mauerabdeckungen und Treppenanlagen. Das Material ist wegen seiner Farbenschönheit sehr gesucht und es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß sich der Stein weit über Bochums Grenzen hinaus großer Beliebtheit erfreut. Zur Zeit erfolgen Lieferungen nach Hamm, Dortmund, Lüdenscheid und Detmold, also in ein Gebiet, wo andere Gesteinsarten vorhanden sind. Im Besitz der Familie Imberg sind weit über 100 Jahre Steinbrüche. Früher wurden die Steine auf dem Drusenberg gewonnen. Da die Steine in großer Tiefe gebrochen werden, sind laufend Schuttmassen zu bewältigen. Wenn diese Massen verwertet werden können, sind die Steinbrüche auf unabsehbare Zeit und in noch größerem Umfang zu betreiben. Für Gartenbau wird das Material nach dem ganzen Rheinland und Westfalen versandt. Auch die Gartenbauausstellung„Gruga“ in Essen ist von der Firma Imberg beliefert worden. Außerdem hat die Firma in Annen einen Großbetrieb mit eigenem Eisenbahnanschluß, aus welchem in der Hauptsache Packlage, Schotter, Pflaster und Bordsteine zum Versand gelangen. Das Pflaster ist wegen seiner Griffigkeit sehr beliebt. Die Firma beschäftigt tüchtige Steinmetzmeister und Techniker. Sie führt sämtliche Steinmetzarbeiten in den verschiedensten Natursteinarten aus. 1D. Wahmann, Bauunfernehmung Die Bauunternehmung Wilhelm Wahmann, Bochum, entstammt dem im Jahre 1850 gegründeten Steinbruch= und Fuhrwerksbetrieb Wilhelm Wahmann aus Querenburg. Seit dem Jahre 1892 hat sich die Firma durch den großen Unternehmungsgeist des im Jahre 1914 verstorbenen Senior=Chefs Wilhelm Wahmann an die Ausführung größerer Tiefbauarbeiten jeglicher Art mit Erfolg beteiligt und schwierige Aufträge des Reiches, Behörden und größerer industrieller Werke zur besten Zufriedenheit der Auftraggeber ausgeführt. Die Kriegsjahre 1914—1918 brachten die Firma zum Ruhen, da 3 Söhne dieser Familienunternehmung im Felde standen. Nach dem Kriege haben die Söhne und jetzigen Inhaber der Bauunternehmung, Baumeister Heinrich Wahmann und Diplomingenieu Wilhelm Wahmann den Wiederaufbau der Firma in die Hände genommen. Durch den geraden Weg, den die Firma sich bei allen ihren Unternehmungen zu eigen machte, in Verbindung mit einer soliden, fachmännischen und verantwortungsbewußten Ausführung aller von ihr in Angriff genommenen Bauten, hat sie sich heute in die Spitzengruppe ihrer Branche emporgearbeitet. Die Firma besitzt größere Lagerplätze mit eigenem Gleisanschluß und einem umfangreichen Gerätepark. Ein Stamm geschulten Personals setzt sie in die Lage, die größten Bauaufträge in kürzester Frist zur Ausführung zu bringen. Die Firma führt sämtliche Eisenbahn=, Beton=, Eisenbeton=, Tiefbau=, Kanalisa4 1174 2 S P 853- 46 Seite 19 zwischen Schacht und hüter, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers 2 23. Kprl 1936 Schornsteine... die Wanlrzeitnen einerAoustriestadt Malerischer Blick vom Rande des Weitmarer Holzes auf das Friedrichstal und die alte Schachtruine der ehemaigen Zeche„Preußisch Szepter“ B..-Archiv 1für den Bedarf der Industrie eingestellt, die Lackfabrik Ernst Platt, Bochum, Hofsteder Straße, die sich durch all die Wirrnisse unserer Zeit hindurch nicht nur behaupten, sondern sich dank ihrer guten Fabrikate weiter ausdehnen konnte. Mit Stolz kann die Firma behaupten, daß manches Bauwerk, das in der ganzen Welt großes Aufsehen erregt hat mit ihren Farben gestrichen ist— mag es eine Hochofenanlage in unserer engsten Heimat sein, oder mag es sich um eine riesige Entladebrücke im fernen Osten handeln, oder mögen es stolze Schiffe sein. Selbst im fernen Amerika, in dem in Entwicklung begriffenen Staate Costa Rica, trifft man Platt's Farben an. Es braucht eigentlich wohl nicht gesagt zu werden, daß die Firma mit den modernsten Maschinen eingerichtet ist und daß das Schmelzhaus mit Ferngas betrieben wird. Interessant ist, daß die gesamte Sonneberger Spielzeugindustrie Abnehmer der Platt=Farben und=Lacke ist. Bern. Krüsemann Sicherlich werden viele alte Bochumer sich den Graben noch in seiner früheren Gestalt vorstellen konnen. Da wo heute die Harmoniestraße ist, stand das Stammhaus der Firma Bernhard Krüsemann. Seiner Zeit war die Drechslerei in großer Blüte, und acht Gesellen ließen die Drehspähne von den damals noch mit Fußbetrieb laufenden Drehbänken in hohem Bogen zur Erde tions= und Straßenbauarbeiten unter schwierigsten Verhältnissen aus und ist weit über die Grenzen ihres Stammortes hinaus als gutes, solides und leistungsfähiges Unternehmen bekannt. W. Schulte& Co., fensterglas, Spiegelglas, Draht- und Rohglas Zlerglas Die Firma W. Schulte& Co., Glas= Lack= und Farbengroßhandlung, Vidumestraße und Dorstener Straße, deren Stammsitz sich in Essen seit dem Jahre 1880 befindet, errichtete in Bochum 1912 ein Zweiggeschäft, um die guten Beziehungen zur treuen angestammten Kundschaft noch besser pflegen zu können. Die Firma hat es verstanden, sich durch Reellität und gute Bedienung zu einem führenden Haus der Branche im rhein.=westf. Industriegebiet emporzuarbeiten. Als Spezialität betreibt sie Verglasung von Schaufensterscheiben. Ernst Platt lack- u. kachfarbenfabrik Smöß. Bereits im Jahre 1900 wurden die ersten Anfänge zu einer Lackfabrik für Industrielacke in Bochum gelegt. Damals entstand aus kleinen Anfängen heraus, speziell VeNAET BRUNAILDZ Hauptgeschäftsräume: Ehrenfeldstraße 18-20-33 Zweigbüros: am Rathaus und auf den Zechen 2000 am großes Lager mit eigenem Reichsbahnansehluß und darunterliegenden Kohlenbunkern sowie Brückenwaage direkt am Bochumer Hauptbahnhof. K Ver. Präsident und Herbeder Steinkohlenbergwerke Drahtwort: KohlenPig apM Ruf: 64000- 65000-66006 Qualität und Leistung bewirken den Ertolg: 1932 1933 1934 1935 Flottmann-Erzeugnisse verkörpernlangjährige Erfahrung mit fachmännischer Gründlichkeit im Bau von Druckluft-Maschinen und-Werkzeugen für Straßenund Bergbau, Steinbruchbetriebe und Bauunternehmungen. INNERHALS 3 UAHREN: a) 100%ige Steigerung des Umsatzes, b) 100%ige Steigerung der Lohnauszahlung. c) 50%ige Steigerung der Gefolgschaft. „Zwischen Schacht und hütte“, Sonderbeilage des Bochumer Anzeigers 7 25. April 1936 prasseln. Es würde hier zu weit führen, um das alles zu schreiben, was in einer Drechslerei angefertigt wird. Leider hat im Laufe der Jahre die Drechslerei durch Wandlung des Geschmacks einen empfindlichen Rückgang erlitten. Nach einer im Jahre 1925 aufgestellten Statistik gab es in Deutschland nur 5600 selbständige Drechslermeister. Das, was 1857 auf dem alten Graben angefangen und gegründet wurde, führt die Firma Bernhard Krüsemann heute auf der neueren Grabenstraße und Schützenbahn weiter. Heute bewältigen allerdings die Drechslerei statt acht Gesellen, nur ein Drechsler von der Firma gepflegten soliden kaufmännischen Grundsätze sind auch heute noch voll in Geltung. Die Zeit brachte neue Formen und neue Ideen mit sich, und so entstand das Sperrholz, heute gar nicht mehr wegzudenken aus der Holzverarbeitung. Die Firma Bernhard Krüsemann unterhält eins der größten und best sortierten Läger in Sverrholzplatten und überhaupt alles was der Handwerker und Bastler an Holz braucht. Schulte-Oestrich&am hilgenstock 6. m. b. H. Ueber 40 Jahre besteht diese Firma bereits in Bochum. Spezialausführungen in Plattierungen und Asphalten aller Art sowie Holzpflasterbelegen sind die einzelnen Zweige des Unternehmens, das sich infolge seiner Qualitätsarbeit bei Industrie und Behörden gut eingeführt hat und sich eines besten Rufes erfreut. Anton Seidensticker pfeifer K Keppler R6., hausschuhfabrik Die Firma Pfeifer& Keppler wurde im vorigen Jahre gegründet und fabriziert als Spezialität Cosyschuhe. Der Cosyschuh erfreut sich starker Beliebtheit bei jedem, der einen bequemen und doch eleganten Schuh zu Hause tragen will. Die Firma ist das einzige arische Unternehmen in ganz Nord= und Westdeutschland und beschäftigt heute schon zirka 45 Volksgenossen. Die rege Nachfrage nach diesem Fabrikat aus allen Teilen des Reiches, gibt zu den besten Hoffnungen für das junge Unternehmen Veranlassung. Gewerkschaft Brunhilde Mit zu den führenden deutschen Kohlenhandelsunternehmungen zählt auf Grund ihrer Größe, Leistungsfähigkeit und der modernen Einrichtung des gesamten Betriebes die seit 1857 bestehende Gewerkschaft Brunhilde, die den gesamten Landabsatzverkauf der zu der Bergbau=Aktiengesellschaft Lothringen gehörigen Zechen Lothringen, Ver. Präsident und Herbeder Steinkohlenbergwerke betreibt. Unter dem eigenen ReichsbahnGustab Werringloer Mosalhbeläge und Vorzellan-Wandbehleidungen Werringioer in Bochum ein Spezialgeschäft fu. Mosaikbeläge und Porzellan=Wandbekleidungen. Durch Uebernahme größter Arbeiten ist die Firma im In= und Auslande bekannt geworden. Namentlich in der Ausführung säurefester Platten=Beläge hat das Unternehmen große Erfolge zu verzeichnen gehabt, wie überhaupt der Ruf der Firma begründet und erhalten worden ist durch saubere, exakte Arbeiten unter Verwendung von nur erstklassigen Materialien. Lebensmittelgroßhandlung und Fischkonservenfabrik Das Stammhaus der jetzigen Firma Anton Seiden= sticker, Lebensmittelgroßhandlung und Fischkonservenfabrik, wurde im Mai 1875 gegründet, und zwar von dem vor vier Jahren, im Alter von 84 Jahren, verstorbenen Vater Wilhelm Seidensticker. Das Geschäft wurde aus kleinen Anfängen heraus, zuerst an der hiesigen Rottstraße, und zwar verbandlich mit einem Kleinhandel auf den hiesigen Marktplätzen, geführt. Später wurde ein kleines Haus an der Alleestraße erworben. Im Jahre 1904 wurde ein Geschäftshaus mit zwei größeren Ladenlokalen erbaut, wovon in einem ein Lebensmittelgeschäft weiter betrieben wurde. Nach dem Tode des Vaters wurde das Unternehmen von den Söhnen mit wachsendem Erfolg weitergeführt. Bis zum Kriegsausbruch 1914 liefen bereits 6 Gespanne, die die Außenkundschaft regelmäßig bedienten. Nach dem Kriege wurde von Anton und Joseph Seidensticker als offene Handelsgesellschaft die Firma Gebr. Seidensticker neu eingetragen, da zu dieser Zeit das Geschäft vom Vater auf die Söhne übertragen wurde. Das Geschäft nahm einen weiteren Aufschwung und die Geschäfts= und Lagerräume an der Alleestraße erwiesen sich als zu klein, aus welchem Grunde die Besitzung an der Adolfstraße erworben wurde. Bis 1925 wurde das Geschäft gemeinschaftlich geführt. Am 1. Juli 1925 erfolgte die freundschaftliche Trennung der Firma Gebr. Seidensticker. Die Firma Lebensmittelgroßhandlung Joseph S. verlegte ihre Geschäftsräume nach der Helenenstraße, während Anton S. in den Geschäftsräumen an der Adolfstraße verblieb. Im Jahre 1930 wurde von der Firma Anton S. die Fabrikation von Fischkonserven aufgenommen und immer weiter ausgedehnt. Mitte Mat besteht die Firma S. volle 60 Jayre. In Abnehmerkreisen, sowie im Lieferantenkreis des In= und Auslandes genießt die Firma den Ruf eines auf korrekten und ehrlichen kaufmännischen Grundsätzen aufgebauten Unternehmens. Block& Dodt, Kolonialwarengrosthandlung Die Firma Block& Dodt, Kolonialwarengroßhandlung in Bochum, wurde im Jahre 1895 von den Kaufleuten Ignaz Block und Wilhelm Dodt gegründet. Herr Wilhelm Dodt leitet noch heute das Unternehmen, während sein Teilhaber, Herr Ignaz Block, Anfang dieses Jahres durch den Tod aus der Geschäftsleitung abberufen wurde. Von der Gefolgschaft konnten einige bereits ihr 25= und 30jähriges Jubliäum feiern, ein Beweis für das gute Einvernehmen zwischen Führer und Gefolgschaft. Die Firma hat allen Stürmen der Kriegs= und Nachkriegszeit standgehalten und zählt heute mit zu den bedeutendsten Unternehmungen des Nahrungsmittel=Großhandels im weiteren Bezirk. Die ir 5s0 meter kiese auf Loinringen 2Ir in vocham-Veriie (Von hans Hornberg) „Erinnerst du dich noch, wie du deiner zukünftigen Schwiegermutter, Zylinder in der Rechten, Blumenstrauß in der Linken, die berühmte erste Aufwartung machtest, wie du zum ersten Male den Alpdruck der Examensangst durchmachtet?“ Mit diesen wenig angenehmen Gefühlen durchschritten wir zur Zeit des Schichtwechsels das große, schmiedeeiserne Tor der Schachtanlage I/II in Bochum=Gerthe, mimten trotz innerer Unruhe mit äußerlicher Gelassenheit den uralten Bergmann, zogen in der Waschkaue zusammen mit dem pickfeinen Zivil auch für einige Stunden den Schreibtischmenschen aus und knarrten herausfordernd in den nägelbeschlagenen Grubenstiefeln durch den warmen Flur der Waschkaue Ereignissen entgegen, die 830 Meter tief im Schoß der guten Mutter Erde liegen sollten. In der Linken pendelt die blitzblanke elektrische Messinggrubenlampe, die, nachdem sie nach einigen Fehlversuchen ihr Geheimnis preisgegeben hatte, einen hellen Schein vorauswarf. Wir stehen auf der Hängebank. Ununterbrochen bringen die Förderkörbe aus dem finsteren Reich Plutos die kostbare Fracht, die schwarzen Diamanten ans Tageslicht. Seit dem Tage, da der Schweinehüter im Muttental bei Herbede durch jenen sagenhaften Zufall die„brennenden Steine“ entdeckte, ist unablässig an den technischen Verbesserungen im Bergbauwesen gearbeitet, die uns hier auf Schritt und Tritt offenbar werden. Gleichzeitig aber auch damit die große Bildungslücke hinsichtlich der praktischen Dinge des Bergbaues. Nur der Gedanke daran, daß die uns geradezu allwissend erscheinenden Kumpels vor einer komplizierten Zeitungs=Setzmaschine die gleichen staunenden Augen bekommen würden, ließ uns die Haltung bewahren. Also mutig zwischen den auf der automatischen Aufschiebevorrichtung rollenden Grubenwagen hindurch, und nicht mit den Wimpern gezuckt, wenn mit einem donnernden Knall diese moderne Vorrichtung— in der urdeutschen und deswegen so derb=drastischen Bergmannssprache„Eulenburger“ genannt— die leeren Wagen die aus der Tiefe kommenden„Vollen“ selbsttätig von dem Förderkorb drückt. Und nun macht Obersteiger Kruse, unser Führer durch das Labyrinth der Richtstrecken, Querschläge, Abbaustellen in der unterirdischen Stadt, eine einladende Handbewegung zum Förderkorb. Mut zeigt auch der Mameluk: also... hinein! Der Korb senkt sich, wir sacken zunächst in die Knie, dann rumpelt es ein wenig im Magen, ein Luftdruck legt sich auf das Trommelfell, aber im großen und ganzen ist die von den Laien— die wir ja jetzt nicht mehr sind— so gefürchtete Grubenfahrt nichts weiter als eine verlängerte Fahrt in irgendeinem Paternosteraufzug, nur dauert beispielsweise die Fahrt bis ins oberste Stockwerk des Bochumer Rathauses fast genau so lange, wie unser Vorstoß zu den 830 Metern der neu abgeteuften 7. Sohle, wenn man das Umsteigen auf der sechsten Sohle abrechnet. Geblendet von der Tageshelle am Füllort der 6. Sohle schließen wir für einen Moment die Augen. In einer langen Kette stehen die wohlgefüllten Wagen bereit, die sich hier aus den Abbaubetrieben der Schachtanlagen I/III vor ihrer Fahrt zum Tageslicht ein Stelldichein geben. Auch hier wieder die automatische Aufschiebevorrichtung mit der automatisch gekuppelten Wagenbremse und Schwingbühne. Was früher für die kräftigsten Männer eine harte Arbeit war, nämlich das Aufschieben der Wagen, besorgt heute ein Hebeldruck. Die Mechanisierung des Grubenbetriebes hat dem Bergmann seine harte Arbeit wesentlich erleichtert, und denjenigen, die am liebsten jede neue Maschine mit der zunächst plausiblen Begründung„zertrümmern“ möchten, daß jede technische Neuerung Seite 1 zuschen Schal anschluß dieser Firma unmittelbar am Bochumer Hauptbahnhof sind im Jahre 1931 moderne Kohlenbunker in Eisenbeton errichtet worden, aus denen auch in Notfällen eine prompte Belieferung der Kundschaft und dementsprechende Bevorratung möglich ist. Ein eigener großer Fuhrpark sowie geschulte Büro= und Lagerpersonal und eigene Zweigbüros am Rathaus und auf den Zechen ermöglichen der Gewerkschaft Brunhilde selbst den stärksten Anforderungen in einem strengen Winter gerecht zu werden und ihre zahlreichen Kunden prompt zu bedienen. Nachdem im Jahre 1924 der Repräsentant Fritz Steinschulte als Fachmann die Verwaltung übernahm, hat sich das Unternehmen rapide bis zu seiner heutigen führenden Stellung im Kohlenhandel emvorgearbeitet. Seit vierzig Jahren betreibt die Firma Gustav eingloer in Bochum: S, jalgeschäft für Moso menschliche Arbeitskräfte überflüssig macht, sei gesagt daß einmal die durch die Maschine ersetzten Leute an anderen Stellen eingesetzt wurden und zum anderen diese Mechanisierung den Volksgenossen in anderen Uebertageberufszweigen Brot und Arbeit gab. Wie sehr beispielsweise die Bochumer Industrie dabei mit Aufträgen bedacht wird, konnten wir an Ort und Stelle feststellen. So liefert die Firma Eickhoff in Bochum Schrämmaschinen, Kerbmaschinen und Stegkettenförde, rer, die Firma Düsterloh Schlepperhäspel, die Firma Mönninghoff Abbaumhämmer, die Firma Flottmann Bohr= und Abbauhämmer. Der dauernd aufzufüllende Förderwagenpark umfaßt beispielsweise rund 4000 Wa. gen; eine Statistik, die klar beweist, daß die BergbauAG. Lothringen ihr Arbeitsbeschaffungsprogramm auch auf den Untertagebetrieb ausdehnt. Nach dieser kleinen Abschweifung zurück zu unserer Stipppisite in 830 Meter Tiefe, von denen wir bisher 681 Meter und gleichzeitig dabei unsere innere Unruhe und Unsicherheit überwunden haben. Denn das für uns erstaunliche Ergebnis der Grubenfahrt war es, daß wir„Unter Tage“ nicht eine Minute das Gefühl der Unsicherheit hatten; es sei denn, als wir unter der in Gardemaßhöhe angebrachten Oberleitung der Grubenbahn hermarschierten. Es hätte nicht der wohlmeinenden Warnung unseres Obersteigers bedurft:„Nicht hochnäsig sein!",„Immer ein Auge auf die Leitung!“, von dieser Parole waren wir nicht abzubringen. Und so zogen wir denn mit angeknickten Schultern, mal mit dem linken, mal mit dem rechten Auge scheu zu der Leitung hinaufschielend, durch die Strecken. Die unterirdische Geschoßkammer! Hier lagert, nach Sprengwirkung geordnet, die Munition des Bergmannes in besonders hergerichteten und abgeteilten Kammern. Die Kontrolle ist außerordentlich scharf, zu jeder Stunde und Minute muß der Schießsteiger Rechenschaft ablegen können über die Menge der dort lagernden Munition. Auf der 7. Sohle Um das kitzlige Gefühl, daß uns im Augenblick buchstäblich die ganze Oberwelt auf den Kopf steigen kann, voll auszukosten, planen wir einen Vorstoß in die tiefste Tiefe des Schachtes II. In einem Nebenschacht geht es also noch 150 Meter tiefer zur Abteufstelle der 7. Sohle. Seit einem Jahr fressen sich hier die Bohrhämmer Meter um Meter in das Gestein hinein, wird abwechselnd ein Grubenwagen mit Steinen und Wasser nach oben befördert.„Dä„B..“ maut au üöwwerall siene Nase rinstiäken"; dieser freundliche Wilkommgruß erschallt uns entgegen, als wir das in 830 Meter Tiefe liegende Niveau der 7. Sohle erreicht ha ben. Der Ausbau der 7. Sohle erfolgt anschließend, und im Jahre 1941 sind die Vorarbeiten soweit gediehen, daß die Förderung von der sechsten zur siebten Sohle verlegt werden kann. Auf der 6. Sohle wartet unser unterirdischer„Presse=Sonderzug“, mit dem wir nun die 2300 Meter lange Richtstrecke befahren, die nach Fertigstellung eine gleichzeitige Förderung von einer Sohle auf allen Schachtanlagen ermöglicht(was am 1. Januar 1938 eintritt). Auf der Strecke selbst überrascht uns der verschiedenartige Ausbau in Holz, Eisen und Betonsteinen, wobei wiederum verschiedenartige Formen ausprobiert wurden. Die Erfahrung wird zeigen, welcher Ausbau am zweckmäßigsten ist. Betonsteine wurden vorwiegend an Störungsstellen verwandt. Vor Ort sind die Gesteinshauer damit beschäftigt, die letzten 50 Meter vor dem Durchschlag zu beseitigen. Wieder fressen sich die Bohrhämmer in das GeToS hahte Art Im Jahre 1827, als Bochum ein kleines Ackerstädtchen mit 2500 Einwohnern war, gründete Moritz Baltz an der jetzigen Stelle die bekannte Firma M. Baltz. Der Gründer war gelernter Blaufätber und betrieb neben der Färberel ein Ladengeschäft in Leinen und Drucks. Bel den einfachen Lebensbedürfnissen einer anspruchslosen Zeit hatte er guten Erfolg. Im besten Mannesalter von 52 Jahren starb Moritz Baltz. Als sein Sohn Conrad 1852 das väterliche Geschäft im Alter von 21 Jahren übernahm, hatte sich das anfangs bescheldene Unternehmen schon gut entwickelt, da der Umsatz durch die 1845 in Betrieb gekommene Gußstahlfabrik, dem letzigen Bochumer Verein, mit kaufkräftiger Belegschaft wesentlich gesteigert wurde. Damals begann für die ruhige Kleinstadt die Industriezeit mit stürmischer Entwickelung. Conrad erkannte seine Zeit als weltblickender Kaufmann. Er hieit mit dem Wachsen seiner Vaterstadt gleichen Schiltt, und das nicht nur mit seiner Handlung in Leinen, Manufakturwaren und besonders Berufskleidung, sondern auch dadurch, daß er sich an anderen Unternehmen betelllgte. Genannt selen hier die Koksbrennerei Sybert& Baltz an der Engelsburg. die Paplerfabrik Kahla& Baltz, ein Olmühlenbetrieb und ein Stollenbetrieb an der Ruhr. Als das Ladengeschäft später einen immer größeren Umfang annahm, gab Conrad Baltz die Beteillgung an den verschiedenen Unternehmungen auf, denn die Firma M. Baltz erforderte seine ganze Kraft. Conrad war, wie sein Vorfahr. ein Freund von nur sollden, tragfählgen Waren. Diese kaufte er auf auswärtigen Märkten und bei den Weberelen. Schon 1855 besuchte er die Leipziger Messe, die damals ausgesprochene Waren-Messe war. Im Laden halfen ihm getreulich seine beiden Schwestern. Eine 1874 vorgenommene Vergrößerung der Geschäftsräume erwies sich bald als unzureichend und so wurde 1891 an Stelle des seit 1827 benutzten Hauses an der Oberen Marktstraße ein Neubau errichtet. Mit der Jahrhundertwende übertrug Conrad Baitz seine von Ihm in fast 50 Jahren zu ansehnlicher Größe ausgebaute Firma seinen beiden Söhnen Conrad und Richard Baltz. Diese arbeiteten in seiner Sinne welter und vergrößerten mit kaufmännischem Weltblick die Firma vor und nach dem Kriege so erheblich, daß heute die Gefolgschaft des Hauses rund 500 Angestellte zählt. Aus der Firma M. Baltz wurde eine welt über Bochum hinaus bekannte und geschätzte Textil-Einkaufsquelle für alle Käuferschichten. 830 Mei stein, die Löcher dem Aufbau de bemerken von der das neue Schaum sofort gebunden n einer gefährlichen gegen getreten, d vergangenen Zei fährlicher Steinst Einzug in die G sogenannten Ste einer Grubenexpl 1. April 1926, 1 eingeführt und d Tage außer Kra Neue Untertag Ja, da staut Bergmannspriem Soite 27 Roter Böchumen Alleestraße 17 Ruf 68688 Bestrenommiertes Haus Bekannt für gute Küche Rtotel Am Hauptbahnhof Ruf 67366 Siechen-Spezial- Ausschank Modern eingerichtete Hotelzimmer Konferenzzimmer, gemütl. Restaurant Koizerke? Besitzer: Hermann Hodde Bongardstraße 25 Ruf 63351 Vollständig umgebaut u. modern eingerichtet Rtotol MonopoL P. Faßbender Am Neumarkt 5 Minuten vom Bahnhof Modern eingerichtete Zimmer mit Bad— Konferenzräume für 25 bis 150 Personen— Gut geführtes Restaurant e Preise— Fernruf 66741/42 Bierbrauerel Scoe... #ktiengesellschaft Bochum-langendreer Sie rechnet hin Sie rechnet her zwischen Schacht und hütte“, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Aprll 1936 Aber dann kommt's aus. Manchmal ist es ein wirkliches Kunststück, mit dem Wirtschaftsgeld hauszuhalten, und zwar so hauszuhalten, daß jeden Tag etwas Gutes auf den Tisch gebracht wird. Dabei muß man schon mit jedem Piennig rechnen und sehen, wo man die Lebensmittel gut und billig kaufen kann. Was liegt da näher, als daß man zu HILL geht? ist es dech eine alte Erfahrung der Bochumer Haustrauen, daß man bei HILL nicht nur gut— steis frisch— sondern vor allem auch billig einkauft. In allen Stadtteilen Photo: Werkaufnahme Bergbau AG. Lothringen. 830 Meter unter dem Erdboden. Die Schachthauer sind mit den Abteufungsarbeiten zur siebten Sohle beschäftigt stein, die Löcher für den„Einbruch",„Kranz“ und dem Aufbau der Sohle“ herrichtend. Nichts ist zu bemerken von dem gefährlichen Steinstaub, der durch das neue Schaumverfahren und die Wasserspülung jetzt sofort gebunden wird Auch hier ist die deutsche Technik einer gefährlichen Bergmannskrankheit erfolgreich entgegen getreten, die„Steinstaublunge“ wird bald einer vergangenen Zeit angehören. Dagegen hat ein ungefährlicher Steinstaub jetzt als ein Wohltäter seinen Einzug in die Grube gehalten. Ueberall finden wir die sogenannten Steinstaubschranken, die ein Ausbreiten einer Grubenexplosion verhindern. Vor 10 Jahren, am 1. April 1926, wurde das Steinstaubverfahren offiziell eingeführt und die alte Berieselungsvorschrift an diesem Tage außer Kraft gesetzt. Neue Untertage=Mode! Ja, da staunt man, aber es ist so. Der berühmte Bergmannspriem wurde durch den Schnupftabak abgelöst. Als wir auf unserer weiteren Fahrt auch„vor Kohle“ gingen, trafen sich auf Ort 3 der Obersteiger, der Steiger, der Schießmeister und zwei„EintagsLehrhauer“— und dann gab der Schießmeister eine Runde aus! Eine Runde Schnupftabak von so hervorragender Qualität, daß uns die Tränen über die schwarzen Backen kullerten. * Unsere Stipppisite in 830 Meter Tiefe ist beendet. Wir wissen jetzt, Kamerad Kumpel, daß dein früher so oft mißbrauchter Name ein Ehrenname ist. Wir wissen, daß nur eine maßlose politische Verhetzung die Schuld daran trägt, wenn in den zurückliegenden Jahren das Verhältnis zwischen Bergmann, Steiger und oberen Vorgesetzten nicht den kameradschaftlichen Charakter hatte, wie es heute glücklicherweise der Fall ist. Glück auf!“, der Förderkorb trägt uns wieder nach oben, aber bevor aus den Knappen wieder„Zivilisten“ den, gilt es noch, eine letzte bergmännische Tradition zu pflegen; indem wir uns, schmutzig wie wir sind, an den Imbißtisch setzen, und mit kohlengeschwärzter Hand unserem Magen einige„Vollen“ anbieten. „zwischen Schacht und hütte“, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Apeli 1936 Seier A p zuschen Scha Sochan. als möderne Kulkurstadt (Von De. Emil Strodthost) Das Kunst= und Kulturleben der Stadt Bochum entPpricht in seiner Bedeutung und Weitschichtigkeit dem schaftlich=industriellen Machtumfang des mit geradezu amerikanisch anmutender Schnelligkeit aufgebauten und ausgeweiteten Gemeinwesens. In dieser letzteren Tatsache liegt es begründet, daß Bochum auf kunstund kulturpolitischem Gebiet eine eigene Ueberlieferung erst spät entwickeln konnte, die anderen Städten als verpflichtendes Erbe bereits anvertraut war. Die Plätze des Industriegebietes haben sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, weder auf die Gunst der Fürstenhöfe noch auf das in den mittelalterlichen Städten zu Traditions= gründern und=trägern berufene Patriziat stützen können. Das kulturelle Bedürfnis mußte nach gewissen soziologischen Rücksichten zunächst vorsichtig abgetastet und geweckt und in planvoller Steigerung langsam an den Spiegel der gesamtdeutschen Bildungskultur herangeführt werden. Das Stadttheater Außerordentlichen Anteil an dieser Entwicklung hat das weit über die Grenzen der Stadt und der Provinz hinaus als künstlerische Stätte erster Ordnung bekannte Stadttheater genommen, dem seit seinen Anfängen(1915) die besondere Pflege der Verwaltung und ihres langjährigen Kunstdezernenten, des Stadtrats Stumpf, gegolten hat. Daß die Bochumer Bühne heute ganz unbestritten zu den künstlerisch führenden des Westens gehört, verdankt sie der unermüdlich auf weite Sicht planenden Persönlichkeit des Intendanten Dr. Saladin Schmitt, der dem deutschen Theaterleben in nahezu zwanzigjähriger Tätigkeit Anregungen von grundsätzlichem und bleibendem Wert vermittelt hat. An nichts läßt sich der führende Rang der Bochumer Bühne eindeutiger und beweiskräftiger darstellen, als an der Tatsache, daß es Bochum vorbehalten blieb, den klassischen Geist Weimars sowohl für die Shakespeare=(1927) als auch für die Goethe=Woche(1928) zu mobilisieren. Daß sich die Shakespeare= und die Goethe=Gesellschaft entschlossen, ihren in Jahrzehnten ängstlich und konservativ gehüteten Sitz aufzugeben und in Verbindung mit zyklischen Festaufführungen in Bochum außerordentliche Tagungen zu veranstalten. Der künstlerische Erfolg dieser Unternehmungen ist nicht ausgeblieben und hat— man darf es sagen— den Weltruf des Bochumer Theaters begründet. Daß auf dieser Linie der großzügigen Vermittlung klassischer Bühnenkunst, unbeschadet der ernsthaften Pflege aller Formen des wertvollen europäischen und des zeitgenössischen Dramas, fortgeschritten wird, haben die Schiller=Inszenierungen der Spielzeit 1934/35 gezeigt, und das werden die für die Spielzeit 1936/37 in Vorbereitung befindlichen Kleist=Inszenierungen dartun. 20½ plan und das Ensemble zielenden Ausgleichsbestrebungen ihre Daseinsberechtigung und kunstbiologische Notwendigkeit nachgewiesen hat. Die vom Kölner Opernhaus bestrittenen Opern=, Operetten= und Tanzabende ergänzen das reiche musikalische Eigenleben der Stadt in angemessener Weise. Büdende Kunst Der Bildenden Kunst stehen in der StädtiGiamäldagelerie Für Machfelg: astell. schen Gemäldegalerie für Wechselausstellungen geeignete Rärme uind in ihrem künstlerischen Leiter PRaume und in iyrem künstlerischen Leiter Dr. Reiche eine vielseitige und moderne Persönlichkeit zur Verfügung, die sich seit Jahren um den Aufbau eines universalen Kunstbildes bemüht. Erwähnt seien Teilausstellungen aus den Gebieten der mittelalterlichen, der neuzeitlichen und der modernen Kunst, ergänzt durch besondere Gruppierungen wie Bochumer Maler“,„Kunst im Ampertal“,„Berg und Mark“,„Weimarer Sezession", „Rheinische Sezession“ u. a. m. Unterstützt wird diese Kulturarbeit durch die regelmäßigen Winterveranstaltungen des Kunstvereins. Im Bergbaumuseum besitzt die Stadt eine ebenso vollständige wie bedeutende Sammlung, der sich die bergbauliche Wissenschaft und die Praxis zu Forschungs= und Schulungszwecken gleichermaßen bedienen und die auch dem Laien wertvolle Einblicke in das geistigtechnische Gefüge unserer hochentwickelten Industrie ermöglicht. Kurz gestreift sei die Stadtbücherei, die sich mit stetig wachsender Bevölkerungszunahme von ihren volksbibliothekarischen Aufgaben auf eine öffentliche Bildungsbücherei mit stark ausgeprägtem wissenschaftlichen Charakter umstellte. Ihr Bestand an Bänden hat sich im Zeitraum von 25 Jahren vervierzigfacht und ist von 2000 auf 80000 angestiegen. Die für die kulturelle Entwicklung der Stadt an inneren und äußeren Krisen überreiche Nachkriegszeit ist beendet und von einem mit neuer Lebenszuversicht erfüllten Zeitabschnitt abgelöst worden. Die in drei Jahren geleistete nationalsozialistische Aufbauarbeit hat auch den Kulturinstituten Bochums neue Entwicklungsmöglichkeiten erschlossen. Im Schutze eines mächtigen Staates, im Schutze eines geordneten Gemeinwesens, von der lebendigen Anteilnahme aller Kulturschaffenden und Kulturgenießenden gefördert, wird sich über den Wurzeln der in der heutigen Bochumer Generation noch unvergessenen kulturellen Gründerjahre ein Baum erheben, unter dessen weitschattendem Wipfel Bochum in die Front der gewachsenen Städte einrückt. Schomenten unstrer W. (Von Mar Flegel) Wo gäbe es in Deutschland ein Theater, das so systematisch und künstlerisch erfolgreich an der Wiedereinfügung des klassischen Nationaldramas in den lebendigen Geist unserer Volkskultur gearbeitet hätte! Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die 1935 gegründete„Junge Bühne“, die mit ihren auf den SpielEs ist ja eigentlich zu keiner Zeit wahr gewesen, daß das Land, wo Kohle und Eisen wächst, der Naturschönheiten entbehrte. Aber der falsche Drang, das Schöne immer nur recht weit draußen zu suchen, war auch hier großgezogen worden. Also vergaß man des Reizes der Heimat. Hin und wieder wurde man aber doch daran erinnert. Unsere Industriekapitäne wußten auch um die Schönheit der Roten Erde. Waren da z. B. der alte Pieper, der Herr von Constantin, und der verstorbene Bergrat Schultz, der erste Leiter unserer Bochumer Bergschule, zusammen auf einer Wanderung um Sprockhövel herum. Vom Hattinger Stadtwald her waren sie gekommen. Beide hatten die Welt gesehen, und sie konnten sich gut eine Fahrt in die Weite gönnen. Da nahm sie alle beide die Schönheit der Heimat plötzlich gefangen, daß sie sich anschauten und innerlich beglückt in den Ruf ausbrachen:„Esist doch wirklich schön hier an unserer Ruhr. Wo könnte es wohl noch schöner sein!“. Und sie, obgleich sie die ganze Welt kannten, liebten doch dieses Land, das zu ihrer Heimat geworden war. Und der bekannte Reiseschriftsteller Freiherr Anton von Perfall schrieb einmal, daß unter all den deutschen Gauen, die er geschaut, das Land zwischen Berg und Mark mit Blankenstein als Mittelpunkt eins der lieblichsten sei. Ja, wir brauchen nur unsere Gegend mit dem richtigen Auge zu betrachten. Wo ist ein solch herrlicher Stadtpark, ein solch lieblicher Südpark, wo ist ein Stückchen Idyll, wie der Wiesengrund, ganz zu schweigen von den Reizen bei Hiltrop, In der Wanne, des Zillertals. des Bockholts, und was wir sonsi noch fur nette Stellen haben. Auf Witten zu liegt das Papenholz. Der Langendreerer Bismarckhain am Westerberg sollte vom Papenholz aus öfter besucht werden. Schade, daß die waldreiche Bömmerdelle abgesperrt und unzugänglich ist— doch schmiegt sie einen grünen Kranz um Langendreerholz. Unsere Wege zur Ruhr über Weitmar, Baak, Dahlhausen, Winz, oder über Stiepel, Querenburg nach Blankenstein oder Herbede mögen ausgetreten sein, sie bleiben trotzdem nicht weniger schön. Selbst wenn wir die Schritte nach Eickel lenken zum Stadtpark oder nach Wanne zum Kanal oder nach Herne zum Gysenberg, es ist schön bis Henrichenburg— und in die versonnene Recklinghäuser Heide ist's auch nicht mehr allzu weit, da jetzt der Verkehr alles fast in Minuten erfassen kann. Man kann auch auf den Spuren unserer Industrie= kapitäne wandeln. Nach Baldeney, nach der Schwarzen Lene. über die Zornige Ameise. Da erfährt man auf der Tour über Steele, in dessen Park das Standbild Dinnendahls steht, so manches interessante Geschichtchen aus der Zeit, da dieses Land erst Industriegebiet wurde: hört so manches aus der Zeit, da der alte Krupp und Dinnendahl mit ihren Freunden aus Essen und Steele langsam hinüberwanderten über Schloß Schellenberg, um droben im Walde in einer versteckten kleinen Wirtschaft den Kaffee gemeinsam zu schlürfen und sich für neue Pläne zu kräftigen. Damals stand das große Wirtschaftsgebäude noch nicht, das heute so stolz hinabschaut auf den Baldeneysee. Aber das alt Gebäude ist diesem Wirtschaftsgebäude vorgelagert und erhalten geblieben als Zeichen einer einfachen und anspruchslosen Zeit. Oder wir machen uns auf die Wege, die nach Wu, ten Bommern, Wengern, Wetter, bis hinauf zur Hohensyburg führen. Durchs vom Pleßbach durchrauschte Hammertal Durchs Muttental— welche Freude! Ob du nun von Blankenstein her oder von Stiepel, Herbede den Weg ins Hammertal suchst und den Hermann=Meyen, Weg einschlagst, der dich durch tausend unerhoffte Schön. Weg einschlägst, der dich durch tausend unerhoffte G: heiten führt über Berge und Höhenrücken, durch Feld und Wald und prangende Auen in fortgesetztem Wechschauen! Dor sel, daß, du gax, nicht müde wirst zu schauen! Dort oben auf der Höhe empfängt dich stilles Glück. Aus den lärmenden Städten dringt kein Ton mehr in diese Einsamkeit und Waldesstille. Oder du wanderst von Hattingen über die Schulenburg immer durch Wald, bis nahe an Langenberg— wendest dich südwärts nach dem lieblichen Bredenscheid. suchst im Wodantal Erholung oder ziehst die Höhen hinauf zur„Elferinghauser Schweiz“ und beschaust die Welt einmal vom Langenberger Sender aus. Von Hattingen aus mag man auch eine Wanderung unternehmen zu den Ruinen der sagenumwobenen Isenburg. von wo aus man die ganze Winzer Aue wie eine Spielzeugschachtel ausgebreitet sieht. Man kann auch am Fuße des Berges entlang gehen und die malerisch in Waldesgrün gebetteten Ortschaften Altendorf, Dumberg und Niederwenigern auf der sogenannten„Halbinsel" besuchen. Ueberall reizvolle Ausblicke, liebliche Landschaftsbilder. Warte nur noch ein kleines Weilchen. bis der letzte Schnee, der uns über Nacht in diesen Tagen wie ein Räuber überfiel, völlig vergessen sein wird, die Sonne muß ja doch den Sieg davontragen! Dann wanderst du doch hinauf auf die Höhen! Vom Aufgang der Sonne siehst du in der Stadt wenig oder gar nichts. Du bekommst nur ihre Wärme zu kosten, wohl stiehlt sie sich hin und wieder mal einen Strahl und schickt ihn in Straßen und Häuser. Doch ganz anders hier oben! Im purpurnen Mantel geht sie hier auf und entläßt die schlummermüden Sterne, die in lauschigen Waldnächten Wege und Stege erleuchten. Sonst fehlt hier draußen zur Nacht ja jedes Licht. Man wird unwillkürlich in die Zeit des Kuhhirten versetzt und alte Namen der einzelnen Ortsteile erinnern dich an die gute alte Zeit, da der Großvater die Großmutter nahm. Achte darauf! Du kommst durch den Hippentempel über den Rehnocken ins Röhrchen hinauf zur Kattenjagd, zum Rauschenbruck Sandegge, Waldegge, Speckbarth, Morgenstern, Staubmacher. Und fährst du hinaus ins Wochenend: Dann hinauf bis zum Westerkopp in herrliche Bergesluft, wo du nach wohltuender Müdigkeit Geist und Körper erfrischen kannst. Eine Wanderstrecke des SGV.— gezeichnet mit V— führt vom Lottental über Steinenhaus nach Vormholz. Auch der„Hermann=Meyer=Weg"— die Hauptwanderstrecke Blankenstein—Wengern des SGV. — schlängelt sich durch die herrliche Berglandschaft. Wer will noch sagen, unser Kohlengebiet wäre nicht schön? Es lohnt sich schon, seine Reize mit all seinen Sinnen zu genießen, und man wird immer neue Schönheiten entdecken. Mo Mecn W K W W W T M Scheuermann Hausschuhfabrik seit 1884 Filial=Fabriken: Blankenstein=Ruhr— Essen=Ruhr Lingen=Ems— Werl=Westsalen HEMAS SFFAS KI-PaPaWEE FYOADOSPHOOHE K I 10 IEW 4 10 8 BocfiähhterThmen,,“ Klischee-Abteilung Rathausplatz 8— Fernruf 67551 Fhang ertielie Lienhomslotelweike Bechunt Elektromotoren e Ankerwickelei e Reparaturen WilhelmVogelsang Bochum, Ruf 62617, Wörthstraße 39a Lieferung von neuen und gebrauchten elektr. Maschinen, Spulen aus Aluminium-oxyd-isolierten Drähten für Lasthebemagnete. Elektr. 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Da haben wir schläschen aufs Oh nun für eine kleine den Alltages erlös Mittagsstille ausk wir bedenken nich der Welt Unglück abschlüsse getätigt Vorgänge, die in erst die Statif ladungen nullen men und uns ben so unendlich ruhi nächtigen Geschel Fehlen des oben ken— oder auf daß wir von alle esse unseret ger manchmal durcha Und derweil ben sind in Der Welt gekommen, sind Ehen geschli die Statistik, das gibt. So ist die Zigarren und Z den, wieviel Mer ren, wieviel Ein Nacht— verüb tagtäglich geschel sich das Bild ein es einem geling Unfälle und Zuf Gedanke auf, w oder Brandkata halten mögen un werden. Und es Boch Harl Wietschaft und Geesianl?... (Von 101 Der Strom der Zeit fließt in ewig gleichbleibender ichvelligkeit dahin, und die Sanduhr ist ein Sch der unaufhörlich rinnenden Sekunden. Und eine Eigenart des menschlichen Bewußtseins, daß sich die Länge einer Stunde im Spiegel unserer 596 9 de, perschieben dartent, und es siud Miez nur Romanschriftsteller, welche die vom naturwissenschaftlichen Standpunkt unhaltbare Behauptung aufstellen, daß sich oft„die Stunden zu Ewigkeiten zu Wie gesagt, es kommt wesentlich auf den Standnkt an, von dem aus man sich eine Stunde betrachtet. Was geschieht in dieser Stunde, welche Veränderungen in dieser Stunde vor?, das sind Pragen, die sich seder von uns schon einmal vorgelegt und sich wohl ein ####herfernrohr gewünscht hat, mit dem sich über Länder und Mere schen ließe zu den Schauplätzen, iener ufregenden Geheimnisse, von denen der Zeitgenosse in Stiepel oder Querenburg beim Morgenkaffee durch die Da haben wir uns ein Stündchen zum Mittagsaufs Ohr gestreckt und meinten, da wir selbst nun für eine kleine Weile von den Geschäften des hastenden Alltages erlöst seien, daß nun die ganze Welt die der Welt Unglücke geschehen und gewaltige Geschäftsabschlüsse getätigt werden. Und ein rechtes Bild der est die Statistiker zushed die mit Wagenner und uns beweisen, daß diese Stunde, die wie für so unendlich ruhig und gemütlich halten, von einem mächtigen Ge e sles haesas enren Milcgzichischeng und derwel wir uns ein Stügdhex. gusggraht bosind in Deutschland 110 kleine Ervenourger zur ei eeto geschlossen worden, und zwar berichtet 1 die Reihen zu gehen, wenn irgendwo das Wort ertönt: Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Was ist„Versicherung!“ Das Konversationslexikon ist auch in diesem Falle zu Auskünften gern bereit, und wir finden auf unsere Frage, was denn nun eine Versicherung eigentlich sei, die Antwort:„ein auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit fußendes Mittel zahlreicher, gleichen Risiken ter Wirtschaftseinheiten zur Deckung künftigen, zufälligen, schätzbaren Vermögens= oder(bzw. und) Einkommensbedarfes." Das ist gut und eindeutig gesagt, und unser Wissensdurst soll noch weiter gestillt werden, denn wir erfahren auch noch einiges über den rechtlichen Sinn der Versicherung. Sie ist„ein selbständiges Rechtsverhältnis, in dem sich eine Partei(Versicherungsnehmer) zu einmaliger oder wiederkehrender Zahes (von paul Borhe) lung(Beitrag, Prämie) an die andere, derartige(Versicherungs=)Verträge planmäßig und in großer Zahl abschließende Partei(Versicherer, Versicherungsgeber) verpflichtet, wofür diese beim Eintritt bestimmter, vom Willen der Beteiligten unabhängiger Ereignisse eine vereinbarte Gegenleistung an den Bezugsberechtigten gewähren muß". Nun wissen wir Bescheid.„Vom Willen der Beteiligten unabhängige Ereignisse..“ Wie sagte doch Friedrich der Große in einem Brief an Voltaire:„Je mehr man altert, desto mehr überzeugt man sich, daß Seine heilige Majestät der Zufall gut drei Viertel der Geschäfte dieses miserablen Universums besorgt.“ Versicherung vor neuen Aufgaben Das deutsche Versicherungswesen hat sich nach der wirtschaftspolitischen Neuorientierung durch den Natiosgarten und Zigareten an enen Tage gertaft per den, wieviel Menschen täglich mit der Eisenbahn ren, wieviel Einbrüche jeden Tag— namentlich jede Nacht— verübt werden und wieviel Verkehrsunfälle tagtäglich geschehen. Und aus all diesen Zahlen formt sich das Bild eines ungeheueren Geschehens. Und wenn es einem gelingt, einen Blick in die Einzelfälle der Unfälle und Zufälle zu werfen, so steigt in uns oft der Gedanke auf, wie sich die von Unglücken, Einbruchen oder Brandkatastrophen Heimgesuchten nun woz ger halten mögen und wie sie wohl den Schaden werden. Und es pflegt dann wohl ein Aufatmen durch nalsozialismus einer ganzen Reihe wichtiger Fragen organisatorischer und rechtlicher Art gegenübergesehen. In bezug auf die letzteren sei daran erinnert, daß die Akademie für Deutsches Recht mit der Aufgabe betraut wurde, den ganzen Bestand des deutschen rungsrechts einer Nachprüfung in bezug auf seine Uebereinstimmung mit der nationalsozialistischen Rechtsund Wirtschaftsauffassung zu unterzlehen. Sosehr diese Angelegenheit des Versicherungsrechts dem Meinungsstreit des Tages meist entrückt sind, sosehr bildet auf der anderen Seite das Verhältnis öffentlicher und privater Versicherung, das schon vor einem halben Jahrhundert zu Auseinandersetzungen theoretischer Art— mit mehr oder minder scharfen Waffen ausgetragen— geführt hatte, den Gegenstand grundsätzlicher Fragestellung. Ohne diese Erörterungen hier nochmals eingehenden Betrachtungen zu unterziehen, sei darauf hingewiesen, daß die Betriebsweise zur Zeit keine große Rolle in den praktischen Ueberlegungen zu spielen hat. Es ist von zuständiger Stelle in den letzten Jahren häufig erklärt worden, wie bedeutsam gerade die Privatinitiative und Selbstverantwortung der einzelnen für die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Kräfte sei, und daß schon die Fragestellung„private oder öffentliche Versicherung“ dem Problem nicht gerecht werde, weil beide Betriebsformen berechtigt seien, nebeneinander als Diener des Versicherungsgedankens und damit der Volkswirtschaft anerkannt zu werden. Die Versicherungsaufsicht 2 Aufnahme: Kellner Zu den bedeutsamsten versicherungspolitischen Tatsachen der letzten Jahre zählt die Verreichlichung der (vordem uneinheitlichen) Versicherungsauficht. Es kommt dabei auf die Zusammenfassung der Beaussichtigung sowohl der privaten wie der öffentlichrechtlichen Versicherungsträger in der ches an. Denn im Gegensatz zu den Privatversicherern unterstanden die öffentlich=rechtlichen Versicherer zwar nicht der Reichs=, sondern der Landesaufsicht, die indes in Preußen seit der Angliederung des preußischen wernisteriums für Wirtschaft und Arbeit an das Reichswirtschaftsministerium mit der Reichsaufsicht zusammenfällt. Rechnung tragen, so sind die privaten Versicherer aller Schattierungen nicht minder bemüht, den gegenwärtigen Erfordernissen der Gesamtwirtschaft gerecht zu werden. Denn Wirtschaft und Versicherung sind Begriffe, die sich ergänzen und die ungeheuer eng zusammengehören. Der Aufstieg der deutschen Wirtschaft ist gleichzeitig auch ein Aufstieg des deutschen Versicherungswesens, und die Weltgeltung der deutschen Versicherung ist heuto eine Selbstverständlichkeit. Das aber ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die sich aus dem Wissen um die Verpflichtung von Wirtschaft und Versicherung ergibt: daß jede einzelne Police eine Vertrauenskundgebung in die Festigkeit der deutschen Versicherung und damit in die Festigkeit der deutschen Wirtschaft bedeutet. reler Wagen, klein reis und alles dazu, was zu einem modernen Wagen gehört, wie: Schwingachse— Ein-Druck-Zentralschmierung— hudraulische Vierradbremse— Schnell- bzw. Schongang— reiche Ausstattung Asitzige, Hanomag-Limousine VOn RM. 2550,- ab Werk Probefahrt und Drucksachen kostenlos Unisele ScherdrVertrstungen! 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Bochum entwickelt nach dieser Richtung hin keinen falschen Ehrgeiz, es trägt kein Festgewand, das beispielsweise schon rein äußerlich die Kunst= und Gartenstadt Düsseldorf zu einem Vergnügungszentrum Westdeutschlands stempelt, sondern ein schlichtes Arbeitskleid, wie es zu einer Stadt der Kohle und des Eisens— unser Ehrgeiz und unser Stolz— paßt. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, wenn flüchtige Besucher von unserer Stadt nur rauchende Schlote hochragende Fördertürme und langgestreckte, schmucklose Fabrikgebäude in Erinnerung behalten und leicht das zumindest vorschnelle Urteil fällen, Bochum sei eine Stadt ohne Vergnügungsmöglichkeiten, eine Stadt ohne Freude. Hinzu tritt die weitverbreitete Ansicht, daß man im allgemeinen nur dem Rheinländer das Gnadengeschenk eines gesunden Mutterwitzes zuspricht, die Gabe, den Ernst des Lebens mit der ausgleichenden Freude glücklich zu vermischen. Bevor wir also, wenigstens soweit es die Bochumer Grenzpfähle angeht, mit echt westfälischer Dickschädeligkeit dieser auf Flugsand aufgebauten Theorie zuleibe gehen wollen, sei überhaupt die Frage aufgeworfen: Was versteht man unter einem Vergnügen? Im zartesten Kindesalter eine Eisenbahnfahrt bei den sich gleichzeitig mit dem Alter steigernden Ansprüchen Kirmes= und Jahrmarktsfreuden, das heimliche Karl=May=Schmökern, das erste harmlos=heimliche Stelldichein im Stadtpark. Bewegen sich so die kindlichen Vergnügungen auf einer Ebene, so wird der Vergnügungsgeschmack im gereifteren Alter immer unterschiedlicher. Dem Chinesen bedeutet beispielsweise das berühmte faule Ei, wochenlang klaftertief im Hof des heimischen Wigwams vergraben, einen kulinarischen Hochgenuß; uns genügt schon der flüchtige Gedanke daran, um den Appetit an der pikantesten Schlachtplatte zu verlieren. Unser Schönheitsideal in der Liebe richtet sich nach der Harmonie in der Linie, der KamerunNeger wertet die frauliche Schönheit nach Pfunden. Würden Sie es, gnädige Frau, als ein Vergnügen ansehen, wenn Sie durch Zahl und Gewicht Ihrer Armreifen das Bankkonto Ihres Mannes versinnbildlichen müßten? Und doch ist dieser weibliche Kulidienst in vielen Volksstämmen ein Ehrendienst der Ehefrauen, den sie stolz und vergnüglich erfüllen. Wie vielfach dem einen sin Uhl oft dem annern sin Nachtigall ist, so ist das Vergnügen des einen das Mißvergnügen des anderen, woraus sich der philosophische Schluß ziehen läßt: Es gibt eben keinen Generalnenner für den Begriff Vergnügen! Von dieser Voraussetzung ausgehend, wehrt sich Bochum gegen das Vorurteil, eine Stadt ohne Vergnügungsmöglichkeit, eine Stadt ohne Freude zu sein, und die Verfechter dieser Anschauung begehen den bedauerlichen Fehler, die Dinge nur von ihrer eigenen Einstellung aus zu betrachten und zu bewerten, dabei den Hauptfaktor außer Acht lassend, daß es darauf ankommt, ob sich jemand in seinen eigenen vier Wänden oder in den Mauern der eigenen Stadt wohlfühlt. Darüber unter den Bochumern eine Abstimmung durchzuführen, erübrigt sich. Wir fühlen uns wohl, denn der Bochumer Humor unterscheidet sich zunächst von dem rheinischen — dem so gern zitierten großen Gegenspieler— dadurch, daß er nicht dessen sprudelndes Temperament besitzt, sondern stiller, derber und innerlicher ist. Er steht unter dem Leitspruch:„Vom Kohlenstaub trink' rein die Kehle, vom Staub der Sorgen frei die Seele!" Der Bochumer Humor ist seit Kortum seßhaft an den weiß gescheuerten Stammtischen, an denen sich mit dem energischen „Auf=den=Tischklopfen“, der Skatbrüder das melodische Geräusch eines in Dauerbetrieb befindlichen Knobelbechers vermischt, er ist heimisch auf den zahlreichen Kegelbahnen, wo die Kugeln über die Bahnen und die tiefgekühlten„Hellen" durch die Kehlen rollen. Man besingt den rheinischen Wein und vergißt, daß das westfälische und nicht zuletzt auch das in nahezu 600 Lokalen bildschön gezapfte Bochumer Bier berühmt ist. Und ob die Weinzecher froher sind als die Bierkonsumenten, darüber ist bisher jedenfalls noch keine statistische Erhebung angestellt worden. Man darf es daher mit den Pappenheimern halten, die objektiver waren und sangen:„Bei Wein und bei Bier, lust'ge Pappenheimer, das sind wir!“ Es ist ferner ein Irrtum, daß der Begriff Vergnügen nur die Vorstellung an die feenhafte Lichtreklame der Kabaretts auslöst Es ist eben für viele anders geartete Charaktere ein Mißvergnügen, sich den Vorstoß zu einem Vergnügen erst durch den Eintrittsobolus und die Garderobeablagegebühr erkaufen zu müssen, was oft in Summa ausreicht, um nach dem bereits erwähnten Stammtisch= und Kegelbahnvergnügen in einem der Bochumer Cafés mit einer dampfenden Schale edlen Mokkas die Kobolde des goldgelben Humors aus dem Schädel zu vertreiben. Darin liegt zum größten Teil sicherlich auch die an sich bedauerliche Tatsache begründet, daß in Bochum eine Kleinkunstbühne bisher noch nie ein hohes Alter erreichte, sondern mitnichten bereits im zarten Kindesalter wieder sanft entschlummerte. Das mag als Manko erscheinen, darf aber auch als Kompliment gewertet werden, als Kompliment für die Kunstauffassung der Bochumer, die in ihrem Stadttheater ein Schauspielhaus von Ansehen und Ruf besitzen. In diesem Zusammenhang darf auch die große Zahl der Bochumer Lichtspieltheater genannt werden die stets bemüht sind und bemüht sein müssen, das Beste und Neueste aus dem Reich des Films zu bieten, um dem verwöhnten Geschmack der Bochumer gerecht zu werden. Wer den Bochumer Humor in seiner uralten Tradition kennenlernen will, an den ergeht eine Einladung zur Teilnahme an dem bevorstehenden 548. Maiabendfest, sofern er bereit ist, ehelichen Zwistigkeiten kühn die Stirne zu bieten; wer zu behaupten wagt, daß die höchste Majestät im Reiche des Vergnügens, Seine Tollität Prinz Karneval, Bochum in einem weiten Bogen aus dem Wege geht, der sei darauf hingewiesen, daß der Bochumer in seiner Liebe zu ihm noch dauerhafter ist als der Kölner Er feiert ihn noch, während die Kölner längst ihre Pfandscheine zählen, nämlich Mittwochs und Donnerstags! Ist es übertrieben, wenn wir mit der Bemerkung schließen: „Man kann sik ok in Baukom ganz guet vergreigen?“ ist in Ihrer heutigen Gestaltung eines der beliebtesten Bochumer Konzert- und Tanz-Restaurants. Eine ausgezeichnete Kapelle“sorgt ständig für die beste musikalische Unterhaltung. Ein gepflegtes Glas Bier, eine ausgezeichnete Küche bürgen für das Wohlbefinden eines jeden Gastes. Fest steht jedentalls, daß man in der Bongardstraße 11. Eingang Passage gemütlich. Gaststätte angenenme Stunden verlebt u. betriedigt sagt:„ich komme ötter!“ DIE TONNALLEN-CASTSTAUTE Café Industrie(am Hauptbahnhof, Südausgang) Inh. H. A. Pfingsten— Telephon 62441 Bochums einziges Konzert-Café. Nachmittags und abends Künstlerkonzert der Kapelle Fiedler-Esperstedt. Täglich ab 22 Uhr der vornehme Gesellschaftstanz.— Mittwochs, Sonnabends und Sonntags 5- Uhr-Tanz-Tee TONHALLEN-LICHTSPIELE das Bochumer Erstaufführungstheater für Ufa-Filmel Ein reichhaltiges Programm und vorbildliche Ton- und Bildwiedergabe machen den Besueh der Tonhalle stets zu einem Genus Das beliebte Lichtspleltheater am Hauptbahnhof— mit den großartigen Film-Darbietungen und der guten Tonfilm-Wiedergabe Bochums Schmuckstück das Parkhotel Haus Rechen an der Königsallee „ZUN RITTER“ Bochums größte und schönste Konzert-Gaststätte Mittwochs und Samstags nachmittags Tanztee Freitags abends Gesellschaftstanz 7 Gute preiswerte Küche Kortumstraße 101 y Ruf 68666 Unser Stadttheater, als Wirkungsstätte des Bochumer Schauspiels und des Städtischen Orchesters, der Mittelpunkt des Bochumer Kulturiebens Ein modernes Kine an der Alleestraße „Lichtburg“— das Haus der guten Film-Darbietungen. Bochums größtes und modernstes Lichtspleltheater: Maschinen Möbel Arlikel RRtte3 D de B Rate Bochum, Kortumstr. 39, Rut 634as 7 Dortmund, Ostenhellueg 47, Rut 209.45 Das große Haus für Schreibwaren, Bdro-Einrichtungen und Boromaschinen Juft. I01Ih. Astroh, Hortumstraße 112 Das Xaus für gute Mohnungseinrichlungen Rervorragende Qualität— Billiger Treis— Große Ruswahl Diese Vortelle dietet Reiland M DAS HAUS DER GUTEN WOHNUNGSEINRICHTUNGEN CCALITATS-MIÖBLL Viktoriastr. 35 bis Kirchstr. 9 Fernruf 63566 N Installations-Materlallen e Großverkauf— Kleinverkauf * Abtellung Installation: Ausführung kompl. 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Einen Handel hat es damals natürlich noch nicht gegeben, doch haben Funde, die man im Wieschermühlental und in der Emscherniederung gemacht hat, dargetan, daß in der Römerzeit schon ein Tauschhandel der Bewohner unserer Gegend mit denen am Rhein un darüber hinaus stattgefunden hat. Bei Bochum sollen die Römer auf den umliegenden Höhen Befestigungen (Castelle) gehabt haben. Römische Münzen hat man vor einem halben Jahrhundert beim Tippelsberg und in Marmelshagen auf dem„Blutacker“ gefunden. Die beiden Hellwege, die sich in Bochum schneiden, sind mit den alten Römerstraßen in Verbindung zu Wenn es damals einen Handel gegeben haben sollte, so sicherlich nur einen Tauschhandel. Obwohl am Schnittpunkt zweier Hellwege gelegen, verkehrstechnisch also von besonderer Bedeutung, hat sich die Stadt Bochum ein Jahrtausend lang nicht über die Ausmaße einer kleinen Ackerstadt erhoben. servativ, wie die alten Pohlbürger veranlagt wuren, hielten sie am Herkömmlichen fest, bebauten ihre Aecker ir der Stadt, brauten selbst ihr Bier für den unentbehrlichen Haustrunk und betrieben nebenbei irgendwie ein Handwerk oder ein Gewerbe. Von einem lebhaften Handel war da nichts zu spüren. Allerdings war daran nicht allin die Genügsamkeit der biederen, ZHguhag. kumer“ schuld, sondern auch die wirtschaftspo#####e Gebundenheit eines Landstriches, der zwischen der freien Reichsstadt Dortmund und der Abtei Essen=Werden eingekeilt lag. Dazu kamen die elenden Straßenverhältnisse, die sich erst besserten, als 1790 die erste Chaussee gebaut wurde, die von Witten bis Steele führte, der dann später die Hattinger und die Dorstener Straße folgten. In jenen unruhigen Jahrhunderten, da Fehden und Kriege die Bevölkerung heimsuchten, war man sogar darauf bedacht; daß so leicht Fremde dem Städtchen nicht zu nahe kamen. Es wurde auch gar kein besonderer Wert darauf gelegt, mit Auswärtigen den Warenaustausch zu pflegen. War es doch im Mittelalte gar verboten, an Auswärtige Getreide ooer serbst Mist zu verkaufen, bei Androhung empfindlicher Geldbuße. Allein mit den zwei zur früheren Grafschaft Bochum gehörenden Bauernschaften und Dörfern wurde ein verhältnismäßig reger Güterumtausch vollzogen. Der Landbewohner war, da es auf dem Lande keine anderen Handwerke geben durfte wie Schneider, Schmiede und Leineweber, darauf angewiesen, seine anderen nisse in der Stadt einzukaufen. Aus diesem Grunde hatte denn auch Bochum in früher Zeit einen Markt; er lag zwischen Gerber=, Beck= und Brückstraße und heißt heute noch„Alter Markt“, liegt aber jetzt so versteckt, daß die meisten ihn nicht kennen. Als Bochum zur Grafschaft Mark kam, legten die Grafen Wert darauf, das gewerbliche Leben zu fördern; noch mehr war das der Fall, als Brandenburg=Preußen dieses Land erbte. Ganz besonders hat sich Friedrich d. Gr. bemüht, das Gewerbe und die in ihren Anfängen steckende Industrie zu fördern. Das kam dann atürlich auch dem Handel zu gute. Gab es 1722 in Bochum nur 11 Händler oder Krämer, so 1835 außer den nicht gezählten Kleinkrämern 12 Gewerbetreibende mit kaufmännischen Rechten. Damals zählte Bochum 3400 Einwohner. * Als Veste wird Bochum erstmalig in einer Urkunde vom 27. Januar 1268 erwähnt; 1298 wird in einer Urkunde des Grafen Eberhard von der Mark von Bochums Stadtrechten gesprochen und von dem Bochumer Markt. Wir finden in dieser Urkunde auch einen Krämer erwähnt, einen Mützenmacher, einen Flickschneider, einen Kellermeister. Der Handel scheint alseo gar keine Rolle gespielt zu haben. Das Marktstundsgeld wurde schon 1615 erhoben. 1324 bekam Bochum drei Jahrmärkte bewilligt; sie fanden statt zu Martini, im Februar und am Mittwoch nach Pfingsten; später kamen noch solche hinzu zu Ostern, im August und zu Nikolaus. Auf diesen Jahrmärkten deckte die Bevölkerung der Stadt und des Amtes in der Hauptsache ihre Bedürfnisse an Kurzwaren, Porzellan= und Glaswaren, Blech= und Eisenwaren. Das Hauptgewerbe war im Mittelalter die Tuchmacherei, allein in den Hansestädten der Grafschaft Mark sollen 40 000 Weber gewesen sein. In Bochum gab es 1722 noch 21 Tuchweber. Aus Bochum Der Handel mit Eisen und Eisenwaren kam im 18. Jahrhundert auf. Bedeutend für die damalige Zeit war die Herstellung von Kaffeemühlen; 1791 gab es zehn Werkstätten mit 50 Arbeitern, die jährlich 10 000 Kaffeemühlen herstellten, die dann in den Handel gebracht wurden und bis nach Nordamerika gingen. Dieser Industriezweig ging ein. Vor einem halben Jahrhundert gab es noch einen Kaffeemühlenmacher im Weilenbrink. Glaser und Uhrmacher gab es fruher nicht. als im August 1615 die Turmuhr an der Propsteikirche repariert werden mußte, ließ man einen Uhrmacher aus Buer kommen. Im Jahre 1726 benötigte man ein neues Turmuhrseil; es mußte von Dortmund geholt werden und kostete 2 Taler 22 Stüber 6 Pfg. Davon erhielt der Bote, der Hanf und Draht von Dortmund geholt hatte, 22 Stüber 6 Pfg. Bringerlohn.(Ein ber nach heutigem Wert 4 Pfg.) 1598 aber schon ließ. sich in Bochum ein Goldschmied nieder. Von Bedeutung war in Bochum früher auch die Lohgerberei und der damit verbundene Lederhandel. Die Gerber wohnten in oder nahe der Gerberstraße, durch die früher ein offener Bach floß, der heute siert ist. Ueber 200 Jahre alt ist auch die Tabakfabrikation in Bochum, deren Erzeugnisse damals wie heute weithin in die Lande gehen. Und daß es schon Seite 26„Zwischen Schacht und Hütte" Sonderbellage des Bochumer Anzeigers 1 25. April 1936 1321 in Bochum eine Brauerei gab, die ihren Absatz über die Stadt hinaus fand— die Bürger brauten ihr Bier meist selbst, wozu die Stadt die Braupfanne leihweise gegen Entgelt zur Verfügung stellte— sei nicht unerwähnt, ist doch Bochumer Bier auch heute ein Produkt, das selbst in Uebersee geschätzt wird. Der Salzhandel war ehedem auch eine besondere Sache; noch vor einem halben Jahrhundert zeigten Hackert am Altenmarkt und Steffen am Hellweg an, daß sich bei ihnen eine„Salzniederlage" befinde. * In den letzten hundert Jahren hat sich die Bevölkerungszahl Bochums fast verhundertfacht. Dabei ist freilich zu berücksichtigen, daß sich sein Umfang durch die 1904, 1926 und 1929 erfolgten Eingemeindungen verzwanzigfacht hat. Die Altstadt in ihrem früheren Umfang hat ihre Bevölkerung in dieser Zeit etwa um das siebenundzwanzigfache gesteigert. Eine Folge der Eingemeindungen war es, daß die Bevölkerungszunahme hauptsächlich den angrenzenden Außenstadtteilen zu gute kam, indessen die Innenstadt sich mehr und mehr zur Geschäftsstadt entwickelte. * Wenn wir nur ein halbes Jahrhundert zurückdenken und dann einen Vergleich mit der Gegenwart ziehen— wie hat sich da das Bild gewandelt! Die Hauptgeschäftsstraßen waren damals die Obere Markt=, die Bongard= und die Hochstraße. Es waren recht bescheidene Geschäftshäuser an diesen Straßen, von denen das an der Ecke der Schützenbahn und jetzigen Bongardstraße noch stehende alte Haus sowie das jetzt im Abbruch befindliche Fringssche Haus an der Buddenberg=(jetzt Wittener) Straße ein anschauliches Bild gibt. Die Obere Marktstraße und die Bongardstraße waren enge Straßen. Am Marktplatz, Ecke Pariser Straße, war eine Destille, an der sich die Gilde der Eckensteher allmorgendlich ein Stelldichein gab. Die Kortumstraße— zwischen Bongard= und Brückstraße— war erst im Entstehen; hier wurden dann die ersten modernen Geschäftshäuser erbaut. Die Hochstraße, jetzt der Teil der Kortumstraße zwischen Vongardstraße und Wilhelmsplatz, änderte ihr Gesicht vollkommen. Wo früher kleine, zweistöckige Ladenhäuser standen, wuchsen große Verkaufspaläste empor. Auch die Friedrichstraße, jetzt Kortumstraße zwischen Wilhelmsplatz und Bahnhofstraße, trug den Erfordernissen der Neuzeit Rechnung, auch die Brückstraße gestaltete sich zu einer breiten Geschäftsstraße mit stattlichen Gebäuden. Die Heinrichstraße erstand; im Griesenbruch wurden Marien= und Königstraße ebenfalls Geschäftsviertel. Ganz besonders aber entwickelte sich die Hattinger Straße im Ehrenfeld. Je mehr die Stadt wuchs, desto mehr blühte der Handel auf; auch in den anderen Stadtteilen entstanden viele Geschäftslokale. * Machen wir heute einen Gang durch die innere Geschäftsstadt mit ihren neuzeitlich aufgemachten Verkaufsläden, so tritt uns deutlich vor Augen, daß Bochum nicht nur eine Stadt der Kohle und des Eisens, sondern auch des Handels ist. Es gibt schlechterdings nichts mehr, was man in Bochum nicht ebenso gut und ebenso vorteilhaft einkaufen könnte, als in irgend einer anderen Stadt. Davon überzeugt ein Blick in die Schaufenster der stattlichen Geschäftshäuser, die sich wie Perlen an einer Schnur aneinanderreihen. Wenn abends die Bogenlampen diese Geschäftsstraßen taghell erleuchten, die farbigen Reklameschilder magisch aufglühen, dann ist es ein Vergnügen, durch die Innenstadt zu pilgern und zu beaugapfeln, was Bochums rührige Geschäftswelt zu bieten hat. Elf Krämer vor zweihundert Jahren! Und heute über 1700 Einzelhandelsgeschäfte, die der Vereinigten Kaufmannschaft angeschlossen sind! Das sagt mehr als Worte. Sehen wir uns einmal an, wie sich dieser Einzelhandel in Fachgruppen gliedert. Da finden wir: Nahrungs= und Genußmittel 776 Mitglieder Tabak und Tabakwaren 162„ Textil=Einzelhandel 151„ Schuh=Einzelhandel 46 Leder= und Schuhbedarfsartikel 30 Kohlen 66 Eisen=, Stahl= u. Metallwaren, Hausrat 43 Glas= und Porzellanwaren, Hausrat 16 Sport= und Jagdartikel 3 Spielzeug, Korbwaren, Kinderwagen 2 Lederwaren, Kunstgewerbe, Galanteriewaren 12 Zoologische Artikel, lebende Tiere 6 Gesundheits= und Körperpflege, chemische optische und chirurgische Artikel 85 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugbedarf 20 Garagen= und Tankstellenbetriebe. 26 Landmaschinenhandel 3 Nähmaschinenhandel 1 Fahrräder 11 Büromaschinen= u. Organisationsmittel 4 Möbel 47 Tapeten und Linoleum 23 Juwelen, Gold= und Silberwaren, Uhren 23 Klaviere, Musikinstrumente und Musikapparate 7 Altwaren 4 Bestattungsbedarf 2 Rundfunk 9 Papier= und Schreibwaren, Bürobedarf 62 Beleuchtung und Elektrogerät, sanitäre und Kühlanlagen 13 Zu diesen Geschäftsunternehmen sind seit der letzten Aufstellung noch weitere hinzugekommen, so daß die Zahl 1700 überschritten sein dürfte. Nicht hinzu gerechnet ist der ambulante Handel und der Handwerksbetrieb; auch die zahlreichen Filialgeschäfte sind außer Betracht geblieben. Vom Großhandel, der in unserer Stadt eine nicht zu unterschätzende Stellung einnimmt, soll an dieser Stelle nicht die Rede sein. Es sollte hier nur einmal aufgezeigt werden, aus welch bescheidensten Anfängen sich der Bochumer Einzelhandel zu beachtenswerter Höhe aufgeschwungen hat. Bochum hat als Handelsstadt einen Platz erobert, den weiter auszubauen und zu festigen das Bemühen einer rührigen Geschäftswelt ist, die ihren Kundenkreis weit über die Grenzen der Großstadt hinaus erbreitert hat. Geschäftseingang Kortumstraße 50 SCFTRÖDER& BAUH Eine soiche große Auswahl an Tapaten, findet man tatsächlich sehr selten. Da ist es also kein Wunder, daß der Kundenkreis immer größer wirc. Tür Buchhaltung und homrenur belten Pult-Addier- und Saldier-Maschinen In vielen Modellen Erzeugvisse der Wanderer-WerkeAG. CONTINENTAL BuchungsMaschinen mit dem neuen RapidusKontenBlattEinwerter Ausstellungsraum Kortumstr., Ecke Rottstr. 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Aber dieweil solches nicht wohlgelitten werden konnte und überdem der Gießbrändt nach allerhand verdächtigen Sachen roch, verfuhr man mit ihm nach dem Recht, ließ ihn durch die Hand des dasigen Turmknechts mit der Farrensehne Stücker fünfundzwanzig über den Rücken messen und zum Beschluß wollte man ihn ein bißchen aufAllermaßen aber um diese Zeit der römische Kaiser auf einer Fahrt durch seine Lande begriffen war, morgen oder längstens andermorgen in seiner lieben und getreuen Reichsstadt erwartet werden konnte und man der Majestät— der Galgen ragte nicht weit vorm Tor— und man der Majestät zur ersten Begrüßung nicht just einen Geschenkten sehen lassen wollte, so mußte sich der Gießbrändt wohl oder übel noch ein kleines gedulden und sperrte ihn vorderhand in das Unholdenloch. Es war aber das Unholdenloch ein gar schauerlich Verließ, und wer einmal da drinnen stak, der war von der lieben, lichten Welt durch Eisen, dicke Mauern und noch dickere Finsternis geschieden, und an ein Darauskommen war mit keinem Gedanken zu denken. Es sei denn, der Turmknecht, so die Schlüssel bewahrte, hätte von selber das Mittel dazu geboten, doch da drauf war noch am allerletzten zu Der Turmknecht, den die Bopfinger selbigesmal hatten— Michael Spähnkuh wird er sich geschrieben haben— hat sich's denn auch hart überlegt, ob er's wagen sollt, mit einem solchen Hauptschelm, wie der Gießbrändl schon war. Aber dieweil sie doch seinen Herzbruder, den Totengräber, mit dem er Tag für Tag droben im Wächterstüblein gekärtelt hatte, dieweil sie den Totengräber gestern unter dem Erdboden getan und ihn, den Spähnkuh, nur selten die lange Zeit plagte, schlug er allabendlich sein Gewissen in den Wind, stieg hinab zum Unholdenloch und ließ den Gießbrändl ein wenig herausschlüpfen. „Da riegelst dich her an den Tisch da!" donnerte er ihn an, als er ihn glücklich heroben im Wächterstüblein hatte.„Und wo du mir deinen Hosenboden vom Stuhlbrett lupfest“, rollte er weiter und sah drein wie gehacktes Eisen,„so hau ich dir eins mit dem nackten Säbel über den Grind. Schau, auf der Bank da liegt er. Verstanden! „Da müßt ich schon ein hautschlechter Kerl sein, wo ich so viel Gutheit nit ästimieren wollt“, sagte voll Demut der Gießbrändle.„Aber wenn du meinst, kannst mir zur Vorsorg den Hachsen an den Stuhlfuß anschließen!" „Braucht's nit“, knurrte abweisend der Spähnkuh.„Hab, Gott sei's gedankt, noch flinke Augen. Und einen guten Schlag führ ich auch. Ist's nit so?“ „So ist's. Es hat mir's noch keiner so scharf geheizt wie du. Darf man's wissen, was es dir eingetragen hat, das Geschäft an meiner Hinterschanz?“ „Für einen jeden Streich hab ich einen Kreuzer“, brummte etwas unwirsch der Turmknecht. „So bist du schlecht entlohnt. Ich schätz, das Dreidoppelte gut und gern wär ein jeder wert gewesen.“ „Es ist das seit alters her der Satz“, sagte der Spähnkuh.„Für's Hängen hernach hab ich einen blanken Gulden.“ Der Gießbrändl langte jetzt unwillkürlich nach seinem Halskragen. Zwinkerte der Turmknecht kleinwenig mit den Augen.„'s hat noch Zeit damit!“, sagte er sodann herrgottsruhig.„Geh, mach dir derwegen keine Gedanken. Anheut schnaufst noch, selb ist die Hauptsach. Wollen anjetzt ein bißlein kärteln mitsammen. Weißblätteln kannst es?" „Ich denk's, gab gleichmütig der Gießbrändl dawider. „Zwickzwack und Hupfeldrei wirst am End auch können?"„ 5* Der Gießbrändl nickte. Ei ja, er war zu Hause in mancherlei Spiel. „Ist gut“, sagte befriedigt der Spähnkuh.„Alsdann heben wir's an. Weißblättel sticht. Hast deinen Kreuzer schon gesetzt?“ Kreuzer? Das war gefehlt beim Gießbrändl. Nicht einen Heller hatte er in seinem lächerichten Sack. „So will ich dir einen Kreuzer vorschießen", ließ sich der Turmknecht herbei.„Kannst ihn mir wieder heimzahlen hernach. Ich geb aus.“ Und so fingen sie an mit Kärteln. Erst Weißblättl, dann Hupfeldrei, dann Zwickzwack und Motschekuh. Dann Kornmanndl, dann Muckmuck— und wer weiß, was noch. Erstan spielten sie ganz dusam und degenmäßig, geruhig legten sie Blatt um Blatt aus, und ohne viele Worte zog man seine Stiche an sich. Nämlich der Gießbrändl dachte noch immer an den Säbel und an das, was der Turmknecht prophezeiht hatte. bis sie aber dann zum Zwickzack kamen, hatte er das längst verschwitzt. Erst sorglos, dann keck lupfte er ein und anderes Mal den Hosenboden und schier heftig haute er zwischenhinein auf den Tisch. Fast noch lauter tümmelte der Spähnkuh. Der krumpfte, daß das Fenster schepperte.„Heraus mit der Laubsau!“ schrie er jetzt. Und dann wieder: =Schau, du Wichling, deinen lausigen Schellenkönig, den kann ich mit dem Trumpfneuner!" Aber es nutzte ihm alles nichts, er verspielte ein mi, um das andere. Seine schönen Kreuzer, allemeinander, desertierten sie zum Gießbrändl hinüder und zusehends geriet er mehr in Hitze. Er gehub sich überlaut.„Fickrament, wie gehl das zu! Schlag mich der Blitz und Hagel!“ fluchte er empor„Willst mir wohl gar die Haut vom lebendigen Leib schinden?“ Er warf sein letztes Geld auf den Tisch, wild wie ein Teufel mischte er die Karten, ließ abheben und gab wieder aus. Und wieder droschen sie aufs nußbaumene Holz. „Da hast ein Laub!“„Und da wupf über meinen Trumpfzehner, wenn du kannst!“— Kann ich zwar nit, aber ich stich dir jetzt deine Grassau, hahaha! „Grassab?— Der Spähnkuh schnellte auf einmal von seinem Sitz wie Pulver. Der Stuhl schoß hinter ihm fort, krachte zu Boden. Feuer und Schwefel spritzte er aus den Augen.„Die Grassau willst mir wegstechen?“ gelte er.„Mit was denn, frag ich. Mit dem Trumpfsiebener? Ha, Männdle, hab ich dich jetzt? So ein grundschlechter Kerl Au, da komm ich dir nun auf deine Sprüng! Glaubst, ich wär der Hans Dapp im selbigen Kalender? Du Hundskopf, sag ich! Einen Trumpf hast mir vorhin unterschwiegen, du Satan, du falscher! Mir mein gutes Geld abtrügen? Hei, ja, das wär so dein Sinn, du Auswürfling, du! Und das auf meiner ehrlichen Stub. Aber tu stet, ich werd dir's weisen!" So plärrte der Turmknecht, plärrte sich krebsrot, und jetzt tat er einen wilden Satz. Die Stubentür riß er auf, riß sie schier aus dem Angel, mit seinen haarigen Pratzen packte er den Gießbrändl beim Kragen, und so schmiß er ihn in einem Schwung, daß er sich mit allem Willen nicht mehr erfangen konnt und alsogleich Hals über Kopf die steile Wandelstiege herniederrumpelte. „Gelt's Gott, Turmknecht, gelt's Gott!“ sagte voll Danks der Gießbrändl, als er sich drunten wieder errafft hatte. Und nun machte er sich auf den schnellen Fuß. In die nächste Gasse— es war allbereits an Zudunsten— flitzte er hinein, und beim erstbesten Tor wischte er aus der unguten Es rannte der Gießbrändl den Wäldern entgegen. Er flog dahin wie ein Hirsch. Das Herz wollt' ihm schier aus dem Leib heraus. „Gelt's Gott?“ keuchte er mit seiner letzten Luft, als er dann in das Föhricht hineinsprang. *.„* laßtt die feigen klagen und sammern, laßt sie sich an die Sorgen klammern! Unser herz schlägt im kakte der zelt: wir sind bereit! Niemals noch half dem Stolzen die Klage. Freihelt wächst nur mit dem Hammerschlage. Zttert die Welt auch und dröhnt sie im Streit: wir sind bereit! nlur in der Kraft ruht lächelnd der frieden. nie war dem Feigen die Zukunft beschieden. Wersich nicht aufgibt, zwingt Stunde und zeit: Volk, sei bereit! Blüten im April Der Wunderschimmel im jechiten 310cK Grofeske von Heinz Steguweit (“ Yas war erst vor einigen Tagen, als mir der 1) einst so vernünftige Achaz in die Füße lief. Er hatte es sehr eilig, er grüßte abwesenden Geistes, ja er schien mir in einem Zustand unirdischer Ekstase über den Asphalt zu schweben. Da Achaz ein Sterndeuter aus Fanatismus war, ewig unrasiert und halb verhungert, hielt ich ihn fest: „Wohin, Achaz? Komm, wir essen zu Mittag, ein Süppchen und sonst noch was, natürlich bist du mein Gast!“ Nein, Achaz winkte entrüstet ab, er habe es sehr eilig, er müsse zur Betstunde in die Sekte vom Heiligen Hafer!— In meiner Seele geschah ein lautloser Einsturz. War Achaz irrsinnig geworden? Vor sieben Monaten war er noch, seine horoskopischen Bemühungen nicht eingerechnet, durchaus bei Vernunft, doch heute galt ihm ein Kurpfuschertum mehr als ein warmes Mittagessen?— Er lächelte nicht ohne Verklärung, er beschwor mich, ebenfalls ein Bruder dieser Gemeinde zu werden, und ich willigte ein. Freilich nur aus Neugier; wissen wollte ich, wie die Gottheit vom Heiligen Hafer beschaffen sei, die erst vor sieben Tagen in leibhaftiger Form vom Himmel herabgestiegen war; so behauptete nämlich Achaz, der halb verhungerte Sterndeuter. Wir liefen schweigend durch die Straßen und tauchten dann in einer Gasse unter, die mitten im Sündenviertel am Fischdamm lag. Die„geweihte“ Mietskaserne sah nicht eben sauber aus, im Treppenflur roch es nach Petroleum und keimenden Kellerkartoffeln. Fünf Stockwerke kletterten wir über knarrende Holzstiegen, endlich standen wir im sechsten und letzten Geschoß vor einer verwahrlosten Tür, auf deren Füllung mein Freund Achaz ein rätselvolles Klopfzeichen laut werden ließ. Und eine heisere Frauenstimme fragte: Wer klopft?“— Achaz antwortet:„Ein Gläubiger vom Heiligen Hafer und ein Pilger, der bekehrt werden möchte:— Der bekehrungswütige Pilger war ich! Während die Tür sich öffnete, stieß mir ein verHeinrich Claus mummtes Weib mit einer Büchse vor den Bauch. Auf der Büchse stand feierlich geschrieben:„Opfert das letzte für das Wunder vom Heiligen Hafer!" — Ich gehorchte und fand in der Westentasche noch einen Knopf, der laut in das versiegelte Gefäß polterte. Darauf traten wir entblößten Hauptes in den Flur, wo es bis zum Ersticken nach Ackerbau und Viehzucht duftete. Ich bezwang meinen Hustenreiz und durfte das„Heiligtum“, dieses seltsamen Tempels betreten. Welches Mirakel! In einem engen Zimmerchen stand, von Kerzen feierlich beleuchtet, ein.. Pferd! Eine riesigs, stampfende Schimmelstute! Ringsumher knieten Gläube", teils weinend vor Ekstase, teils zerknirscht und völlig hingegeben. War ich bei den Zulus? Draußen schlug eine Turmuhr, die„Priesterin“ musterte uns, ihre schlohweiße, fast indisch anmutende Maskerade stand ihr nicht schlecht, auch sah diese Dame wohlgenährt und gar nicht aszetisch mager aus. Sie predigte und erzählte, welches Heil ihrer dürftigen Wohnung widerfahren sei. Vor sieben Tagen erst habe sich dieses Pferd auf übernatürliche Weise hoch oben im engen Kämmerlein des sechsten Stockwerkes aus dem Nichts gebildet. Für Zweifelnde und Ungläubige fügte sie— nicht ohne mißtrauischen Seitenblick auf mich— hinzu: Dieses Haus besitze keinen Aufzug, das Pferd sei größer und breiter als alle Türen und Fenster, und jeder vernünftige Zeitgenosse wisse von selber, daß solch ein riesiges Geschöpf weder über die schmale Holztreppe noch über die teilweise mit Glas bedeckten Dächer der Nachbarschaft hätte herbeigaloppieren können. Nach dieser verwunderlichen Ansprache suchte jeder wieder nach Almosen, nur ich ließ mich von der weißen Pythia dreimal zur Ordnung rufen und gestand errötend, ich sei noch nicht restlos bekehrt, vorläufig müsse ich mich weigern, sowohl inmitten eines Pferdestalles im sechsten Stockwerk demütig niederzuknien, als auch ein Almosen für diesen wohlgenährten Schimmel zu opfern. Da meine Worte eine nackte Lästerung der„Gemeinschaft vom Heiligen Hafer" bedeuteten, ergriff die Priesterin“ eine Handglocke, worauf zwei muskulöse Kerle den„Tempel" betraten, um mich an meine Pflichten zu erinnern. Eine Abwehr wäre zwecklos gewesen, ich ließ mich gegen ein Lösegeld von fünf Mark an die Luft setzen. Achaz folgte mir wütend, unsere Freundschaft, schrie er, sei von nun ab ein Trümmerhaufen! Dennoch lud ich Achaz zum Essen ein, es gab Linsensuppe mit gepfefferter Blutwurst. Mit vollem Magen aber ließe sich besser reden, meinte jetzt der arme Sterngucker, und er beschwor mich solchermaßen:„Wie soll dann das heilige Pferd in die enge Kammer auf dem sechsten Stockwerk gekommen sein? Kein Aufzug in der Nähe, kein Lift im Haus, die Treppe schmal wie eine Leiter, die Türen und Fenster eng wie Kellerlöcher? Dreihundert Gläubige zählt schon unsere Gemeinde, ist das nichts?"— Ich fragte meinen Achaz, ob er außer seinen Sternen auch schon andere Dinge gesehen habe, zum Beispiel ein Fohlen? Nun, ein Fohlen sei klein wie ein Ziegenbock, und solch ein Fohlen sei transportabel, ein starker Mann könnte es bei Nacht und Nevel lautlos ins höchste Dachgeschoß und ins höchste Stübchen tragen. Man brauche das Pferdchen nur gut zu füttern, mit Milch und später mit „Heiligem Hafer“, hernach werde es groß und stark, mindestens so groß und stark, wie die weiß vermummten Herrschaften, die ihr Geschäft nicht schlecht verstünden!—— Achazens Mund war ein gewaltiges, staunendes Loch:„Du glaubst also nicht?...“— Rein, Achaz!“..5 Darauf gingen wir versohnt zur Polizei, venn ich wollte mein Lösegeld zurück haben, Achaz seine Foto Maurittue Almosen von sieben Tagen SOSSM, SS RELOMEBETAS S PPTU Das Raus, das Deutschland mit der Welt verbindet— Ein Rundgang durch das Auswärtige Amt Eingeschachtelt in das große Geschehen des Tages, liest man dann und wann einen kurzen Satz in der Zeitung, daß Deutschland ein neues Abkommen mit diesem oder jenem Staat getroffen habe. Die knappen Worte der Meldung lassen nicht erkennen, welche Unsumme von Arbeit aufgebracht werden mußte, bis die verantwortlichen Diplomaten ihren Namenszug unter das Dokument setzen konnten. Wochen= und monatelang vorher waren zahllose Konferenzen abgehalten worden, Telegraph und Telephone spielten. Sachverständige saßen über dicken Werken, Kuriere eilten von Hauptstadt zu Hauptstadt— mit einem Wort: der ganze diplomatische Apparat war aufgeboten worden. In der Wilhelmstraße in Berlin steht ein altes, schlichtes Haus, das die Nummern 74—76 trägt. Hier, vom Auswärtigen Amt aus, spannen sich die Fäden der deutschen Außenpolitik um den ganzen Erdball, in diesem Bau ist Bismarck ein= und ausgegangen, und in diesen traditionserfüllten Räumen sind Jahrzehnte hindurch Entschlüsse von schwerwiegendster Bedeutung gefaßt worden. Das Auswärtige Amt ist die Stelle, die den außenpolitischen Ideen des Führers Leben einhaucht und sie zur Tat werden läßt. Das deutsche diplomatische Korps im Ausland zählt heute 14 Botschafter und 21 Gesandte, zu denen sich noch 34 Generalkonsuln. 90 Konsuln und über 400 Wahlkonsuln gesellen. Diese Männer sorgen dafür, daß die Interessen des Deutschen Reiches in allen Ländern der Erde gewahrt werden, sie sind die Repräsentanten ihrer Heimat und die Beschützer der Deutschen, die jenseits unserer Grenzen leben. Mag es der Botschafter in Washington, der Gesandte in Addis Abeba oder der Konsul in Singapore sein, jeder einzelne Mann des diplomatischen und konsularischen Dienstes steht ständig in engster Verbindung mit dem Auswärtigen Amt. Eine Selbstverständlichkeit, daß ihnen dazu die modernsten Errungenschaften der Verkehrstechnik zur Verfügung stehen eine Selbstverständlichkeit aber auch, daß die Bürde der Verantwortung groß ist, die auf ihren Schultern lastet! sieben= bis achtmal kommt. Sechs Herren der Eingangs= tionen ist heute Französisch keineswegs mehr die ausstelle sind ständig mit nichts anderem beschäftigt, als schließlich Diplomatensprache. Wir sind immer mehr mit dem Oeffnen und Sortieren der angekommenen, dazu übergegangen, unsere eigene Sprache zu gebraumeist schwer versiegelten Briefe. Päckchen oder Pakete, chen, deren sich darauf im Briefaustausch mit der Reichsdie täglich bis zu 600 und 700 Stück betragen. Ihr regierung sogar auch andere Länder bedienten. Bei Inhalt wird in zahlreiche Eisenkästen verteilt, die in sehr bedeutsamen Verträgen legen wir trotzdem aber einem großen Drahtregal stehen und die Nummer des eine englische oder französische Uebersetzung bei, um betreffenden Referates an der Stirnseite aufgemalt ha- Ungenauigkeiten zu vermeiden. ben. Wird eine dieser Kassetten in das Büro des zu:„rupmax, 4ig in hrendart ständigen Herrn getragen, schließt sie sich beim Heraus= Männer, die in hundert Zungen reden nehmen aus dem Drahtregal automatisch und ist dann Diese Uebertragungen anzufertigen, ist Aufgabe des nur im Zimmer des Referenten mit einem Spezial Sprachendienstes des Auswärtigen Amtes, dem naturschlüssel zu öffnen. Der Verkehr geheimer Aktenstücke gemäß überhaupt eine gewichtige Bedeutung zukommt. von Zimmer zu Zimmer geht in der Weise vor,ssch, daß Ihm obliegen alle mündlichen und schriftlichen Ueberdie Tokumente in einer festverschlossenen Metallschachtel setzungen, er bildet die Dolmetscher heran, die, wie überbracht werden, die nur vom Empfänger aufge= heute Legationsrat Dr. Schmidt, dann bei den Verschlossen werden kann. Bei der Wichtigkeit aller Schriftstücke, die hier kursieren, ist diese Vorsichtsmaßregel verständlich, denn dadurch sind unter allen Umständen mißbräuchliche Einblicke ausgeschaltet. handlungen des Führers oder der Reichsregierung Ditlomaten F irtruugtignalen Kon Im safe der Naatsdokumente denen Fremdsprachen mit der gebotenen Genauigkeit ins Deutsche übersetzte, ist die Behauptung nicht zu kühn, daß diese Abteilung rein durch nichts in Verlegenheit zu bringen ist. 500 Uebersetzungen im Umfang von einer bis hundert Seiten werden von ihe durchschnittlich im Monat angefertigt. Mag es auch noch so eilen, zum festgesetzten Zeitpunkt ist die Uebertragung aus einer anderen oder in eine andere Sprache fertig! Das Meisterstück bedeutete es, als die große Rede des Führers vom 21. Mai vorigen Jahres, die 80 Schreibmaschinenseiten umfaßte, innerhalb von 27 Stunden in sieben verschiedene Sprachen übersetzt und gedruckt war. Nur dadurch, daß jeder einzelne seiner Arbeit ganz gehört, ist das Auswärtige Amt zu dem Instrumen geworden, dessen die Außenpolitik des Führers bedar. Und deshalb erkennen wir am Ende unseres Besuches in der Wilhelmstraße 74—76 die Wahrheit der Worte, die uns Herr Legationsrat Dr. Mayr beim Emzfang sagte:„Jeder Schreibtischstuhl, der hier steht, erfordert einen Mann, der in seinem Amt aufgeht.“ Carl Otto Hamann. 6 mit ausländischen Diplomaten, bei internationalen Konferenzen oder Einzelbesprechungen, anwesend sind. Im Bewußtsein der Tatsache, daß der Sprachendienst des Auswärtigen Amtes einen Dolmetscher in seinen Reihen zählt, der schon amtliche Schriftstücke aus 53 verschie„Stete Bereitschaft, ist das eine Motto, das über der ganzen Arbeit des Auswärtigen Amtes steht.„Schlagkraft“ das andere. Zu jeder Stunde weiß man, wo der Reichsaußenminister, oder in dessen Abwesenheit der Staatssekretär zu erreichen ist. Wenn eine hochwichtige Meldung an die deutschen diplomatischen Vertreter im Ausland gegeben werden sol. dann hat sie der Gesandte„, /, Mgungr Dusstzihrung wor 4ag Tahr= FLamdgl uum divo anltjähigg“ in Kabul kaum eine Stunde später, als— der Vor= Die erlie Wwagner-Ruffunrung vor 100 ganren— Skandal um eine„anltößige“ Oper haster in Paris. Ein bis ins Lette durchorgansterter 6 ge.: ae, e ete, Bichech Bilen Der tait aue ureiches Mateller anf u. A. Nachrichtenapparat sorgt dafür. Im Frühjahr 1836 saß der junge Kapellmeister Richard dieser Oper tritt ein russisches Bataillon auf in einer Im höchsten Stockwerk des Auswärtigen Amtes lie= Wagener— der später weltberühmte Meister Richard Verschwörungsszene. Wagner verstärkte dieses Bagen die Räume, die die Nachrichtenstelle beherbergen. Wagner— dem Direktor des Magdeburger Theaters taillon durch Soldaten der Magdeburger Garnison. Der Im Zimmer ihres Leiters hängt eine riesige Welkarte, gegenüber und belagte sich bei ihm bitter über die Theaterhuektor gogtgz,Rserzicher Eiegeeg., Pebhmun Schnüre die Wege gesemzeichnet Richtauszahlung der vereinbarten Gage. Der junge der Bühge“:. Der künslerische Essek,par, Hellonner, Stitelts=Kort auf„Ledewberdel auf der durch weiße Leider waren „Diplogerma“ in fünf Eidteilen „Wir sind die einzige deutsche Behörde, die ihre meisten Beamten nicht im Inland, sondern im Ausland hat", erzählt uns Legationsrat Dr. Mayr vom Auswärtigen Amt, der die Liebenswürdigkeit hatte, uns einen Einblick in das innere Getriebe dieser„Präzisionsmaschine der Diplomatie“ werfen zu lassen.„Aufgabe des Auswärtigen Amtes ist es, die deutsche Außenpolitik nach den vom Führer und Reichskanzler gegebenen Richtlinien durchzuführen, und deshalb erfordert jeder Schreibtischstuhl, der hier steht, einen Mann, der in seinem Amt aufgeht.“ „Auswärtig" steht auf vielen Telegrammen, die Tag für Tag im Berliner Telegraphenamt eintreffen. Sie sind für das Auswärtige Amt bestimmt, das sich diese in der ganzen Welt bekannte Drahtanschrift zugelegt hat. Die Telegramme, die an unsere Botschafter und Gesandten hinausgehen, werden mit„Diplogerma“ adressiert, die an die Konsulate gerichtete dagegen mit„Konsugerma“. Selbst der größte Industriekonzern wird nicht alltäglich mit einem Briefeinlauf in diesem Umfange überschwemmt, wie das Auswärtige Amt. zu dem der Postbote nicht drei= oder viermal am Tage, sondern sind, welche die Nachrichten des politischen Dienstes in Musiker hatte auch andere Geldforderungen an den Di= die Kritik der alle Welt hinaus nehmen. Fernschreiber, Funk und rektor des Theaters, das bedenklich an eine Schmiere auf der Bühne mehr Leute als im Zuschauerraum. Ueberseekabel stehen dazu zur Verfügung. Selbstver= erinnerte. Vor einem Jahre war der Kapellmeister in Dem„Lestoca“ sollte nun Wagners„Liebesverbot“ zandlich sind, alle Mitteilungen chiffriert. Eine ganze Zeutschland, hexumgereist, auf eigene Kosten, um gute folgen. Jetzt stelten sich aber unerwartete Schwierig. Wissenschaft ist um diese Geheimkunst erstanden, die Kräfte für die Theatergrüppe ausfindig zu machen. Der keiten ein. Vor allem: die Polizei erklärte, daß der dazu dient, Nachrichten nach bestimmten Systemen für findige Theaterdirektor schlug nun dem kunstbegeißerten„,,, gzabgemgrhafs anfiäßig unberufene Augen unlesbar zu machen. Mit mathema= Kapellmeister vor,„zur Entschädigung seiner Reise= Jltel„Das Lievesverbot“ anliötzig tischer Genauigkeit und Schärfe werden die Geheim= kosten ihm eine Benefizvorstellung zu bewilligen. Nun wäre. Wagner mußte im Magistrat erscheinen und Erschlüssel von unseren„Chiffreuren“ erdacht, trotzdem hatte Wagner ganze zwei Opern in seinem Koffer. Es klärungen über den Inhalt der Oper geben. Die aber beaustragt man Eilkuriere, wenn es sich darum waren die romantische Oper„Die Feen“— die erst Grundlage des Textes war aber die weltbekannte Kohandes“, Toknmarte vor besanders weitragender Na. nach dem Tode des Meisters das Licht der Rampe, er= mödie Shakespeares„Maß für Maß“. Der Beant, blicken sollte— und die komische Oper„Das Liebes= der die Sache zu bearbeiten hatte, wußte nichts von handelt, Dokumente von besonders weittragender Bedeutung zu befördern. Und die Ergebnisse all dieser von den einzelnen Abteilungen in Tagen und Nächten vollbrachten Arbeit? In den Safes des Auswärtigen Amtes ruhen sie— Dokuimente, Abkommen, Staatsverträge. In diesen besiegelten und verschnürten Papieren sind gleichsam alle Anstrengungen, Mühen, ist alle Hingabe und Aufopferung verbot“. Da Wagner selbst eine Oper für seine Bene= Inhalt der Oper. Glücklicherweise gab er sich mit der fizvorstellung wählen durfte, bat er den Direktor, das Erklärung, daß es sich bloß um eine Bearbeitung eines „Liebesverbot“ anzunehmen, was dieser auch tat. keineswegs anstößigen Shakespeare=Stückes handelt, zu verkörpert. Sie sind die Bänder, die Deutschland wurden, neben Opernaufführungen, Gast der Welt draußen vereine.. Wir unterhalten mit Pariser Tänzerin angesetzt, die auf dem Ländern der Erde diplomatische Beziehungen, tanzen verstand. Auch Wagner gab sich gengswegs unstopigen Die Lage des Magdeburger Theaters schien damals frieden. verzweifelt gewesen zu sein; da man vor nichts zurück. Dennoch mußte der Titel geändert werden. Mau schreckte, die Gunst des Publikums zu erwerben, so einigte sich auf die nichtssagende Bezeichnung„Du Gastspiele, einer Novize von Palermo“. Drayisei 8u. Von Anfang an schwebte ein böser Stern über de allen Ländern der Erde Hiplonatische Beziehungen, ganzen verstand. Auch Wagner, gab, sich, die, größte Aufsührung. Ein Theaterunternehmen von Anno dur mehr als 50 verschiedene Sprachen umschwirren die Mühe,— allerdings unter einem rein künstlerischen mal kannte nicht die Probenarbeit von heute. Ee Vertreter des Deutschen Reiches, die im Ausland ihren Standpunkt—— die recht dürftigen Vorstellungen des mußte man sich für das Einstudieren eines immerhin Dienst versehen. Die Dokumente, die hier verwahrt Magdeburger Theaters zu vervollkommnen. komplizierten Werkes mit großen Ensembles und schwie liegen, sind aber längst, nicht alle in der Sprache des So brachte Wagner beispielsweise eine interessante rigen Solovartien mit der heute lächerlich Sprache des So brachte zugner eispietsweise, eine iierenunte rigen Solopartien mit der heute lächerlich erscheinender Landes abgefaßt, mit dem der Vertrag abgeschlossen Erstaufführung heraus, die erst vor kurzem in Paris Zeit von nur zehn Tagen begnügen. Das Personal wurde, sehr viele von ihnen vielmehr in Deutsch. Im aus der Taufe gehobene Oper„eines der erfolgreichsten hatte jetzt die Hände voll zu tun, da der Komponst schriftlichen Verkehr Deutschlands mit den anderen Na= Komponisten der damaligen Zeit, Aubers„Lestocg“. In trotz seines jugendlichen Alters— er zählte noch keine 23 Jahre— an die Darsteller für die damaligen Beie gerhörte Forderungen stellte nicht nur. was Geim Cloyn * C 7 Eine Stunde mit Lrock privat griffe unerhörte Forderungen stellte, nicht nur, musikalische Präzision betraf, sondern auch dramatisches Einleben in die Rolle. Hat man jemals so was von einem Opernsänger verlangt!— brummten die Mitglieder der Magdeburger Truppe. Sogar Nachtproben mußten angesetzt werden! Die letzten zwei Jahre sind, aus der Perspektive des Varietés betrachtet, eine„Zeit ohne Grock“ gewesen. Ja, das Lachen der Welt klang siebenhundert Tage hindurch gedämpft, als hätten wir einen„verlängerten Winter unseres Mißvergnügens“ gehabt. Das Interregnum der Lachbühne ist aber nun vorüber; auf die Litfaßsäulen gepinselt und aus Neonröhren geformt, prallen die fünf Buchstaben wieder in Millionen Großstadtaugen. Nimmt man die Flächen, die all die Grock=Plakate einnehmen, mal zusammen, ich glaube, wir könnten Städte darauf gründen. Es ist immer wieder schön, den Großen der Bühne auf jenem Scheidewege zu begegnen, der das Berufliche vom Privaten trennt, das Offizielle vom Persönlichen. Ich hatte das Glück. in Grocks Garderobe empfangen zu werden, es ist der gleiche Raum in der„Scala“, der kürzlich Pola Negri angewiesen worden ist. Er schließt sich, was ein Kurlosum in der Architektonik eines Bühnenhauses ist, unmittelbar an die Bühne an. Und da der Clown es sich sehr gemütlich im blau=gelb drapierten Zimmer gemacht hat, so läßt sich behaupten: es ist nur ein Schritt von seiner Häuslichkeit ins Rampenlicht. Der Weg ist zu kurz, als daß er Zeit hätte. unterdes den privaten Menschen restlos abzustreifen. Darin liegt seine Stärke und Einmaligkeit: er verleugnet sein Selbst nicht, bleibt immer der gute Hadrian Wettach, der er ursprünglich gewesen, der Schullehrer aus der Schweiz. die Wiege Gelegten gleich. Dieser Clown beginnt die Gestaltung seines zweiten Antlitzes an der Stelle, wo das erste, natürliche, aufhört. Er macht es etwa so zurecht, wie die Natur es gestaltet hätte, wenn sie gnädiger gewesen wäre, als sie ohnehin schon war. Umgekehrt erscheint, wenn der Komiker abschminkt, das Gesicht des Alltags wie ein Fragment des theatralischen Gesichts. Ich beobachtete dies, als mich die Worte Grocks im Stich gelassen hatten und der Meister für eine Weile stumm wie ein Fisch geworden war. Mal schien es, als habe er mich vollständig vergessen. Die Fähigkeit, zu verblüffen, haftet also dem Privatmenschen genau wie der Varieté=Persönlichkeit an. So wie er mich jetzt, Auge in Auge, behandelte, hatte Grock sich zuvor auf der Bühne zu seinem Partner verhalten, etwas trotzig, eigenwillig, irgendwie Opposition gegen die Umgebung treibend. Ich gab die Sache schon verloren, schwieg doch der große Clown, mitten in der„Unterhaltung“. sage und schreibe— eine halbe Stunde! Gewiß, Gelegenheit, Können ilt selbstverltändlich „Es gibt Clowns, die in der Maske mindestens ebenso originell sind wie ich“, meinte Grock, der mich nach der letzten Vorstellung um Mitternacht in Unterhosen empfing,„auch solche, die so gut wie ich musizieren mögen und hinter meiner Behendigkeit nicht zurückstehen. Das Können dieser Leute ist groß— und trotzdem konnten sie nie recht populär werden. Woran liegt das? Sehen Sie.„Können“ allein ist eine verflixt undankbare Sache. Es fällt nur dann auf, wenn es nicht vorhanden ist.. Können ist das Selbstverständliche. kaum der Rede wert. Das Pech vieler Menschen und Künstler ist, zu glauben, mit der Technik allein sei es schon getan. Großer Gott, da fängt es doch erst an.. Sie darf nicht mehr sein als Vermittler zwischen den Leuten im Zuschauerraum und meiner Persönlichkeit, sie garantiert mit, daß all das, was ich sagen will, auch gesagt werden kann, und daß meine Kunst vom Publikum so aufgefaßt wird, wie sie beabsichtigt ist.“ ihn kennen zu lernen, bot er mir auch als„Stummer von Portiel“... Und damit erschienen, zu allem Ueberfluß, drei alte gute Bekannte in der Gatderobe, schnell wurden es sechs, zum Schluß zählte ich ein Dutzend... Grock schlüpft deshalb keineswegs schneller in Rock und Hosen, als er es mutterseelenallein tun würde.„Bon soire, monsleur Grocke— Good evening.“ Und von jetzt an spricht man in allen Sprachen der „Welt. Ich fühlte mich in die Umwelt eines Zolaschen Romans versetzt, es erschienen Typen im Künstlerzimmer, die ihre Vorläufer in„Nana“,„Travatl“ und „Rougon=Marequart“ haben. Es war ein schöner Zufall, daß Grock währenddem gerade mir von seiner großen, unbeschreiblichen Freude erzählte, die er vor zwei Jahren bei einem Besuch des Führers erlebt habe. „Er hat mir Blumen und ein Bild schenken lassen!“ Es ist noch nicht lange her, da saß ich im Buckingham=Palast und schminkte mich für den nun verewigten Georg V. zurecht. Dabei bin ich immer von seinem Hund scharf ins Auge genommen worden, dem anscheinend meine Maske so gut wie seinen Herrn gefiel. Sie wissen, es ist dasselbe Tier, das den Tod des Königs nicht überleben konnte und nun auch gestorben ist. Daß der damalige Prinz von Wales sehr viel Zeit für mich hatte, wird Sie nicht verwundern. Und jetzt? Ich weiß nicht, ob seine Wandlung zum König ihm genug Muße lassen wird, auch weiterhin zu meiner„Kundschaft" zu zählen— Lloyd George lachte mir zu, aber so laut und schallend wie Mussolini, der mir eine goldene Medaille schenkte, konnte er es nicht. Und Sie hätten mal den König von Spanien bei meiner Rutschbahn=Szene erleben sollen— selten ist ein Mensch aus dem Häuschen geraten, ich dachte, man muß die Komik dämmen, sonst platzt der Landesvater noch— Viktor Emanuel, das italienische Staatsoberhaupt, hat mir in einem langen Schreiben gedankt und noch viele Wochen nach meinem Besuch von meinen Einfällen gesprochen; das gleiche gilt vom Prinzen vom Piemont...“ Die Handlungen. mit denen er seinen Bericht bekleidete, entsprachen kaum der Würde und Erhabenheit des Gesagten. Machte sich der Clown bei Erwähnung des Fürsten Sowieso an einem Hosenknopf zu schaffen, dann bückte er sich bei der„Königs=Erzählung“, nicht aus unstillbarem Drang, Ehrfurcht zu dußern, sondern „Ein verehrtes Tublikum...“ Endlich kam der Tag der Uraufführung.— Was sollte werden? Die Sänger waren zwar ermüdet, aber kaum fest in ihren Partien. Das Publikum hatte sich vollzählig eingefunden. Es wurde aber aus dem Inhalt der Oper nicht klug. Erstens, weil die Textaussprache der Sänger viel zu wünschen übrig ließ und zweitens, weil keine Textbücher vorhanden waren, zum Druck von Textbüchern fehlten wohl die Mittel! Das Publikum verließ offenbar enttäuscht das Theater. Nur eine Vorstellung war, da die Saison zu Ende ging, noch möglich. Die zweite Aufführung sollte zugleich die Benefizvorstellung sein. Der arme Musiker, dessen finanzielle Lage wegen Nichtauszahlung der Gage geradezu verzweifelt war, erließ eine Anzeige folgenden Inhalts:„Ein verehrtes Publikum gebe ich mie hiermit die Ehre zu benachrichtigen, daß die von mit komponierte Oper„Die Novize von Palermo“ zu mei nem Benefiz und zugleich als letzte Darstellung unseret Oper aufgeführt wird und bitte daher ein hochzuverehrendes Publikum um eine gütige Teilnahme, wozu ganz ergebenst einladet Richard Wagner, Musikdirektos des Magdeburger Stadttheaters.“ zwecks— Zusammenschnürens der Schuhe, die Hadrian alltäglich einmak mit„Schwimmhäuten“ zu verkauschen Wiert „Ich bin also, wie Sie sehen, König der Clowns und— Clown der Könige...“ Nur kein Blödlinn Es interessierte mich, wie die Clown=Majestät ihre Freizeit verlebt, ich wende mich, nachdem der Meister sich in ein Separs zurückgezogen, an die Gattin. „Er lebt genau so, wie Sie und ich und wir alle. Richt ein einziges Mal sab ich meinen Mann am Schreibtisch sitzen und neue Tricks austifteln; er schafft Vost nit dem französischen in, einem Frieden kex; aus der Improvisation, an jedem Abend bringt er neue einen soll. Ich bitte ihn, der mehr und mehr gesell Nuancen. Nur der Rohbau seines Programms bleibt schaftsfähig wird und bereits beim Schlips angelangt gleich, die Arabesken sind immer andere Tagsüber arist, von all den vielen Persönlichkeiten zu erzählen, die beitet er lediglich für den musikalischen Teil. Wohin er ich geht, was immer er treiben mag: stets summen ihm Clown der Könige Ein Mann, der, wie dieser Künstler, von Geburt her französische Art besitzt und dabei Deutschland aus tiefstem Herzen liebt, ist wahrhaft berufen, zu seinem Teil an dem großen Band mit weben zu helfen, das unser Volk mit dem französischen in einem Frieden verGelicht und Maske in seinem Leben eine Rolle gespielt, von den Berühmtheiten, die ihn aufgesucht, geliebt und gedankt haben. „Es waren die Größten der Erde“, beginnt er eine kleine Ansprache an uns gewöhnliche Sterbliche, der auch die unermüdliche Gattin, in Erinnerungen versunken, folgt...„Es war ein erschütternder Augenblick, kehr und mehr schält sich vor dem leicht zersprun= als Albert., der König der Belgier, mir vor drei JahSpiegel das Zivilgesicht aus der Maske. Man ren, als ich in seinem Palast spielen durfte, mit genicht so Ohartei=bar ist wie vieffach wisser Wehmut, versicherte, er werde nie wieder so lachen können... Rückschauend könnte man fast glauben, der Monarch habe seinen baldigen Tod— er verunglückte 1934— vorausgeahnt.—. Und dann habe ich in meinem Leben die drei englischen Könige erfreuen dürfen. Mehr enen„Spiegel, das Zivilgesie erkennt, daß die gar nicht so übertrieben ist, wie vielfach angenommen wird. Grocks Larve, das war mein bestimmter Eindruck, ist nur die Fortsetzung und Uebersteigerung dessen, was die Natur diesem Gesicht gegeben hat, sie kommt der riesenhaften Projektion des in Melodien im Kopf. Er komponiert, und es gibt kein Instrument, das er nicht spielt.“ Ich gehe mit den Herrschaften noch ein Stück Wegs, bis mich der„königliche Clown“ dann verabschiedet: „Ich bin ein Clown, der nur eins auf der Welt haßt: den Blödsinn! Ich habe vielleicht den ernstesten Beruf, den es gibt. Bin lustig, lebe gern und freue mich an allem— nur Alberei bleibe mir vom Leibe! Sie wollten wissen, worin meine Kraft liegt? Schreiben Sie Ihren Lesern; ich liebe die Menschen...“ Kurt Künkler. „Die szene wird zum Tribunal...“ War die erste Aufführung recht flau, so endete die zweite mit einem Theaterskandal, wie ihn die„Magye burger noch nicht erlebt hatten. Das Parkett war freilich leer, der Komponist bemerkte im Saal etwa dre Personen, seine Zimmerwirtin mit ihrem Mann und einen polnischen Juden im Kaftan. Der Skandal brac hinter den Kulissen aus. Der Mann der der Darstellerin der Isabella, einer Madame Pollert, erfuhr kurz vor der Aufführung, daß seine Frau dart liche Beziehungen zu dem Tenor unterhielt. Der eifersüchtige Ehemann stürzte sich auf den Tenor Schreiber, der den Claudio sang, und verprügelte ihn so. daßd unglückliche Liebhaber stark blutend in die Garderobe weggetragen werden mußte. Nun stürzte sich die G tin auf ihren Gemahl und zerkratzte ihn, wonach, sie, Ohnmacht fiel. Das ganze Sängerpersonal teilte sich in zwei Parteien, die einen für den Ehemann, die deren für die ungetreue Gattin. Es entstand eine wüste Schlägerei, bei der alle Beteiligten in einen Zustand s“ rieten, der die Aufführung unmöglich machte. Ein Inspizient erschien vor dem Vorhang und klärte den wenigen Zuschauern im Theater, daß Aufführung wegen unvorhergesehener Zwischenfälle nicht stattfinden könne. So wurde die zweite Aufführung eines Jugershihge, kes des größten Meisters der deutschen Opernbrz, verhindert. Erst nach Wagners Tode erscheer n„Liebesverbot“ auf den Brettern, die die Welt beder“ len. Dabei ist die Oper keineswegs eine dilettantic Talentprobe, sondern ein reifes Werk, das heute den Spielplan unserer Opernbühne in angenehn SPT Das Sie saßen Stunden, in d schönsten. Es und meist das ander zu sager schwingen, das Der ist klus weiß. Wem n die immer an sagten? Daß kluge glaubt daß er nicht d Antwort gibt, irgend etwas paßt. Er gla nichts zu sage Dann aber sein, das drü Ein Schweige Geschwistern u bange um den klemmt. 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Es muß nicht alles gesagt werden, vieles und meist das Schönste und Größte, was Menschen einander zu sagen haben, kann in solch einem Schweigen schwingen, das zwischen ihnen liegt. Der ist klug, der im richtigen Moment zu schweigen weiß. Wem wären nicht Menschen im Leben begegnet, die immer an der unrichtigen Stelle etwas Dummes sagten? Daß sie geschwiegen hätten! Nur der Unkluge glaubt beweisen zu müssen, beweisen zu können, daß er nicht dumm sei, dadurch, daß er auf alles eine Antwort gibt, und seine Meinung kundtut. Eben irgend etwas daher sagt, was vielleicht gar nicht dahin paßt. Er glaubt, Schweigen sei ein Zeichen, daß man nichts zu sagen wisse. Wie arm! Dann aber kann ein Schweigen zwischen Menschen sein, das drückend wird und schwer auf ihnen lastet. Ein Schweigen zwischen Mann und Fräu, zwischen Geschwistern und zwischen Nahestehenden, das den, der bange um den Schweigenden herumlebt, bedrückt und beklemmt. Auch mit allem Bemühen kann er den Weg nicht finden, der zu seinem Herzen führt. Ein solches Schweigen zu brechen, ist hohe Frauenkunst. Hier den Schlüssel zu finden, das erlösende Wort. Ein Mensch, der so beharrlich schweigt, fühlt sich bedrückt, ihn quält etwas, man spürt es, wie sein Inneres arbeitet und sucht, und wie sein Gehirn sich selbst martert. Und es gibt Menschen, Männer meist, die in einer solchen Zeit nicht reden können, die keinen Ausweg finden, als die Flucht in die Schweigsamkeit. Eine Schweigsamkeit, die nicht nur die anderen, sondern sie selber am bitterDa trifft man, zumal bei Geselligkeit, doch auch sonst zuweilen Menschen, die sehr stolz sind auf ihre Redegewandtheit, und die, wie sie glauben, es ausgezeichnet verstehen,„Konversation“ zu machen, wie man es nennt. Ihr ganz großer Ehrgeiz aber ist es sehr„gebildet" zu erscheinen. Gebildet, o herrliches Wort und noch herrlicherer Begriff! Sie sind sich meist sehr wohl bewußt, daß es mit ihrem Geist, mit ihrem Wissen, nicht so weit her ist. Sie üben scharfe Selbstkritik, doch sie halten die anderen für dümmer. Sie glauben, wenn man nur fließend von gescheiten Dingen zu reden weiß, darauf komme es an. Wie sie das machen, und woher sie das haben, wovon sie reden, das sei ihre Sache. Sie lesen, sie hören mit offenen Ohren zu, wo man sich gescheit unterhält. schnappen überall ein paar Brocken auf, und suchen sich möglichst viel davon anzueignen. Zu behalten wäre hier besser gesagt, denn aneignen, im wahren Sinne des Wortes sich zu eigen machen, aufnehmen und verarbeiten, das können sie meist gar nicht, halten sie auch nicht für nötig. Sie haben meist ein glänzendes Gedächtnis. Und da glauben sie denn: die Hauptsache sei, wohlgeformte Sätze, die man gleichsam auswendig gelernt, nachzuplappern und geschickt hier und dort anzubringen, was man anderweit gelesen und gehört. Arme kleine Wesen! Sie fühlen es nicht, wie lächerlich e vnd.„.# mtgkaften i.#. Hineinreden, während andere sich unterhalten, in den Satz eines anderen, noch bevor dieser geendet, seine eigene Meinung und meist nichtssagende Gedanken hineinzuwerfen, ist eine üble Angewohnheit, für die man Kindern auf die Finger klopfen sollte. Erwachsenen, die kein Gefühl dafür haben, wie wenig gute Form es ist, jemanden zu unterbrechen, während er spricht, hat man in ihrer Jugend, das ist deutlich sichtbar, zu wenig auf die Finger, besser noch auf den Mund geklopft. soll ich noch mit meinen Gedanken, mit meinem Wort, wenn man mich mittendrin unterbricht? Was man sagen wollte, hat seinen Sinn verloren, und es ist, als ob ein Bild, das man zu malen, zu entwickeln, im Begriff stand, mitten durchgeschnitten sei mit einer Schere. Ein Stück Mißachtung, vielfach unbewußt, liegt darin, dem anderen das Wort abzuschneiden. Es heißt soviel wie: Du brauchst gar nicht weiter zu sprechen, was Du sagst, ist ganz falsch, ich weiß es besser und meine Meinung ist die richtige. Wieviel Unhöflichkeit und welchen Mangel an guter Erziehung, an Takt und Feingefühl, man durch Hineinreden beweist, darüber gibt sich der, der in diesem Augenblick gerade so gescheit sein will, nur selten Rechenschaft. M. Forschungsreise in den Frühling Ver 60 Jahren starb Henziette Davidis Die Frau, die das„man nehme“ erh and Ein westhälisches Pßarterstöchterchen wird Kochkünstlerin und selbstverständlich bekommst Du zur Ausstuer das Praktische Kochbuch“ von Henriette Davidis“, sagten unsere Mütter und Großmütter, und sie hatten das Gefühl, daß nun in der Ehe kein Unglück mehr passieren konnte— wenigstens was die Küche anbetraf! Generationen haben nach der guten Davidis gekocht, sie haben sich auf sie verlassen bei Taufen und Hochzeiten, bei Begräbnissen, Konfirmationen und„steifen Diners“— und sie sind nicht schlecht dabei gefahren! Deshalb wollen wir heute, wo sich der Todestag Henriette Davidis zum 60. Mal jährt— im April 1876 nahm der Tod der fleißigen Frau den Kochlöffel aus habe. In dem großen Garten, der zur Pfarre gehörte, zog sie die Küchenkräuter selber, mit Gemüseanbau und Obstkulturen wußte sie ganz genau Bescheid. Sie hat auch neben dem Kochbuch Schriften und Bücher herausgegeben, die sich mit der hauswirtschaftlichen Ausbildung junger Mädchen befassen. Ihu Buch„Der Beruf der Jungfrau“ wurde von unseren Großmüttern gern gelesen, und mancher gute Tip für die Hausfrau ist hierin zu finden. 60 Jahre sind vergangen, seit man die fleißige Köchin Henriette begrub. Dankbar Frauen haben ihr ein seltsames Denkmal gesetzt: der Kaminsims ihres Herdes der Hand— ein Gedenkblatt in unser Wirtschaftsbuch wurde in ein,piesere gzigenhogeischeregeroene ggt#. Scherl-Bilderdienst. sonstigen Bedürfnisse verrichten kann. Auch das Frühstück soll in Ruhe und ohne Hetze eingenommen werden. Kinder ohne Frühstück in die Schule gehen zu lassen, weil sie angeblich„jetzt noch keinen Hunger haben", ist völlig falsch, denn das Kind kann mit nüchternem Magen nur kurze Zeit dem Unterricht folgen. Eine Tasse Milch oder Kakao mit einem Brötchen oder einem Stück Brot, auch eine Tasse Malzkaffee genügen völlig. Mehr ist sogar bei manchen Kindern vom Uebel, da der Magen dann überlastet wird. Allerdings ist das Alter zu berücksichtigen, denn ein vierzehnjähriger Junge, der gesund und kräftig daherkommt, wird zum ersten Frühstück mehr essen müssen, als ein kleines Mädelchen auf der Abc=Schule. Das Frühstücksbrot, das man in die Schule mitgibt, sei nicht zu umfangreich, verhungert ist noch kein Kind während der Schulstunden. Obst wird immer gern genommen, oft lieber als Butter oder anderer Brotaufstrich. Ein Stück Brot und ein Apfel oder eine Apfelsine dazu, ein besseres Frühstück für ein Kind kann es kaum geben. Frau die das„man nehme des Denkmal! Brigitte Lühr. Lelbstsucht Die Selbstsucht gehört zu den übelsten Eigenschaften, die ein Mensch haben kann. Stets stellt der Selbstsüchtige seine eigene Person in den Vordergrund, immer will er das erste Wort haben und kein anderer Mensch gilt neben ihm etwas. In der Regel ist die Selbstsucht keine Charakteranlage, die etwa durch Vererbung dem Menschen auf die Welt mitgegeben wird, sondern meist wird die Selbstsucht erworben durch eine falsche Einstellung und Erziehung der Kinder, die die Eltern ihnen angedeihen lassen. Schon in frühester Jugend fängt es an. Das Kind, freudig begrüßt von den Eltern, verwöhnt von Onkels und Tanten, bekommt, kaum daß sich die ersten Regungen seines kleinen Verstandes offenbaren, jeden Wunsch erfüllt. Verzichten und Entsagen kennt es nicht und schon in wenigen Wochen hat man sich aus einem durchaus bildungsfähigen kleinen Menschenkind einen Quälgeist erzogen, der nicht nur den Eltern das Leben schwermacht..en##nd tum sel Und vom eigenwilligen Kind zum selbstsüchtigen Menschen ist gar kein so weiter Weg. Alle seine Mitmenschen nützt er aus, immer weiß er seinen Vorteil herauszuschlagen und nur in den seltensten Fällen tritt einmal jemand gegen ihn auf. um ihm seine Unarten vorzuwerfen. Dann ist der Selbstsüchtige beleidigt, er zetert und schimpft und macht den anderen Menschen das Leben noch schwerer. Deshalb achte man schon beim Kind darauf, daß es sich in die Gemeinschaft der Menschen ohne selbstsüchtige Ziele schickt, denn der Widerstand und die Zurechtweisung, die zu spät kommen, nützen gewöhnlich nicht mehr viel. Otto Burgel. Alle Lahre wieder... Kampf gegen Sommersprossen Sommersprossen lassen sich niemals gänzlich verkreiben, wohl aber entfärben. Feingeriebener Meerkettich in einer Glasflasche mit scharfem Weinessig übergossen und so 24 Stunden wohlverpfropft stehengelassen, wird mit Erfolg angewendet. Bestreicht man die Sommersprossen hiermit vor dem Schlafengehen, so werden dieselben nach etwa 14tägigem Gebrauch fast Shig perschwunden sein. Zum Vorschein kommen die Sommersprossen alle Jahre wieder, weshalb man die Kur jeweils wiederholen muß. der Frauen hat die Selbstverständlich soll das Kind gut ausgeruht und erfand, ein bleiben= ausgeschlafen zur Schule kommen. Deshalb zeitig zu Bett am Abend und vor allem auch regelmäßig, nicht an dem einen Abend um sechs Uhr und an dem andern vielleichit erst um zehn Uhr. Kinder vom sechsten bis zehnten Lebensjahr müssen mindestens zehn Stunden schlafen, vom zehnten bis Von Dr. med. F. Moser. zwölften Lebensjahr genügen neun Stunden, für ältere Sehr wichtig für das Verbalten in der Schule ist Kinder sind mindestens acht Stunden Schlaf erforderArt, wie das Kind die Zeit vom Aufstehen bis lich. Schlafen sie mehr, um so besser! Je ausgeruhter zum Eintreffen im Schulhaus verbringt. Vor allem ein Kind zur Schule kommt, um so leichter wird es sorge die Mutter für rechtzeitiges Wecken, damit das lernen. Unaufmerksamkeit während des Unterrichts hängt Kind sich in aller Ruhe waschen und anziehen und seine oft mit mangelhaftem Schlaf zusammen Das Kind vor der Schule Henriette Davidis ist die Frau, die das man nehme..“ erfand, die es zu einem festen Begriff in der Küchensprache machte. Man lächelt heute oft über deses„man nehme“, aber damals, als das erste Mal ihr „Praktisches Kochbuch“ erschien, atmeten die deutschen Hausfrauen auf. Man kannte ja ein klar geschriebenes Rezeptbuch gar nicht, die meisten Kochrezepte aus der damaligen Zeit waren in einem so verschnörkelten Stil geschrieben, mit so vielen französischen Ausdrücken gespickt, Seur wichtig für das Verhalten in daß man sich nur schwer durchfinden konnte. Daher der die Art, wie das Kind die Zeit vom Bombenerfola Henriette Davidis, die ein Kochbuch von zum Eintreffen im Schulhaus verbring über 700 Seiten herausgab, das jede Köchin verstehen Und noch heute kann man nach der„Davidis“ kochen, die Grundlagen der guten Küche haben sich nicht geändert, wenn man auch nicht mehr so schwer und füllig kocht wie damals, und wenn auch die„Diners“ mit den 20 Gängen restlos verschwunden sind. Erneuert und#s umgearheitet ist Henriette Davidis' Kochbuch auch heute noch aktvel... g, Figigt oscn Li. Eit Wer war nun diese fleißige Köchin, die mit einem wahren Fanatismus sich der Kochkunst verschrieben hatte? In einem Pfarrhaus ist sie aufgewachsen, als zehntes Kind eines Landpfarrers wurde sie in Wengern vielen Geschmistern auf. Da sie in der Jugend sehr zart. Es ist bekannt, daß die Zeit des Essens eine kör auf, freut sich der Blümchen, die darauf stehen und— war, wurde sie ganz besanders liebevall von der Mutter verliche und seelischg, Fitigennnge grferherlich,#gcßt, man weiß, wofür man arbeitet, für ein behagliches betreut und hing der immer an Mutters Schürzen: Hasig genommene vighlzeiten„Drugen, und veriedi. Heim! händel. Die gute Frau Bfarrer Davidis war eine tüch= gen nicht; ist dagegen die gesamte Atmosphäre, die über Und mittags ist es genau so: bei aller Bescheidentige Köchin, und die kleine Henriette hatte schon als dem Essen liegt, ruhig und harmonisch, dann sind, Gau= heit will man nach einer Reihe von Arbeitsstunden eine Kind brennendes Interesse an allem, was mit dem Koch= men, Magen, Herz und„Stimmung“ gut versorgt! Man angenehme Ruhepause einschieben, die dem Körper und tovf zusommenhing. Sie wurde die ideale Haustoch= steht auf mit einem gewissen„Vollgefühl“, das Behagen dem Geist neue Spannkraft verleiht. Da soll dann ter, und ihr größter Wunsch war, einen eigenen Koch= verbreitet und uns gegen kleine Unbilden gefeit sein läßt, nicht ein häßlicher Topf voll Suppe aufgetragen werberd zu hesitzen. Dieser Herzensmunsch wurde Henriette Vor allem ist es der Frühstückstisch, der für die gute den, sondern man möchte auf weißem Tischtuch, mit Großvater erfüllt, sie bekam oder schlechte, Laupe des Tages den Grund legt,„ einem anständigen und kompletten Service ohne ScherGesicht" des Tisches Geheimnisse der guten Laune Konfirmotion von ihrem Großvater erfüllt, sie bekam gder schlechte Laupe des Tages den Grund legt,„I einem anständigen und kompletten Servie ohne. für die damaligen Nerhältnisse, ganz modernen soll daher mit besonderer Lieve und Fürsorge gedegt ben und Kuckuckseiern unter den Tassen und Teuern bescu sein; dabei kommt es gar nicht so sehr auf seine Reich= haglich plaudernd esen. Dazu gehört aber neben einem Psche et zite ich, daß mein Lehen haltigkeit an, sondern viel mehr auf sein„Gesicht“: sorgfältig gedeckten Tisch auch eine Hausfrau, die Zeit u Kochberd geweiht war,; schrieb sie in ihren Er. Tassen ohne Henkel, Teler mit Sprüngen, abgestoßene genug hatte, Haare, Hände und Kleid in Ordnung innerungen, die sie leider nicht als Buch herausgab, Kannenschnäbel und unvollständige oder scheckige Ser= bringen, sondern nur in Form von einzelnen Briesen der Nachwelt vices sind der Tod der guten Laune; zgr p,nige gesggs. Die Mahlzeiten sind pielsach die einzige Zeit der hinterließ. täglich und sagen so ungefähr:„Sei ftilt ,uz“, igesggß Zusammenkunft aller Familienmitglieder und zugleich Henriette Davidis sammelte Kochrezepte, wo sie sie den,„denn zu etwas Besserem reicht es ber Dir Do9) die einzige Zeit ihrer Entspannung. Es ist also nicht nur bekommen konnte. Aus alten Chroniken schrieb sie nicht!“. Diese stillen Mahner verbittern unnötig; denn unwesentlich, auf welcher kulturellen Höhe sie stehen. sie ab, Rezepte aus Klöstern und Schlössern wurden von der Eesatz für solche Scherben, fgstet so wenig, daß er Darum sollte sich keine Hausfrau die oft erprobte Weisihr sorgfältig gesammelt und umgearbeitet. So ent= meist gar nicht der Rede werk Iy. womäglich ein heit entgehen lassen, daß der hübsch gedeckte Tisch außerkand nach und nach ihr berähmtes Kochbuch, das ihr. Ein auhHhas gag Auge erftente=Zazu alls andere ordentlichen Einfluß auf das Bebagen und die Laune erschienen, Generationen von Hausfrauen kochten nach vassend, wos Zäsegloge, Fiehecgher— das sind Zinge allen Scherben und Einsedlern im Porzelangeschir: □) Seite 21 Nr. 91 Steisgekro krz Uonize Vor 50 Jahren veranstalteten die„Münchener Neuesten Nachrichten“ eine große„Witz=Konkurrenz". Es war eine geruhsame Zeit. An Witzblättern erschienen neben den„Fliegenden" der„Kikeriki“, die „Bombe", der„Floh“ und der„Schalk". An Witzbüchern waren u. a. vorhanden:„500 Witze zum garantierten Totlachen",„Der flotte Witze=Erzähler“ und der„Witzige Damenfreund". Leutnants= und Schwiegermütter=Witze erfüllten die mit Markartssträußen und Ritterrüstungen vollgestopften„Salons". An den Stammtischen aber wurden schon die Mikosch=Witze flüsternd erzählt.„ Nun setzten die„Münchener Neuesten Nachrichten insgesamt 1000 Reichsmark für Witze aus! Dabei gab es 150 Reichsmark für den besten Witz! Das war viel Ein Sturm setzte ein, den die Schriftleiter nicht vorausgeahnt hatten. Tausende von Einsendungen flatterten in das aufgescheuchte Haus, das bald von Lachen widerhallte. Einige Bewerber wollten ganz sicher gehn: Sie schickten, wie festgestellt wurde, 80 und 100 Witze ganz Die Menschen von damals hatten ja auch so viel Es gab poetische, moralische und sogar zweifelhafte Witze, wie die Herren Preisrichter feststellten. Sie arbeiteten redlich tage= und wochenlang, so daß ihnen „endlich der kalte Schweiß auf der Stirn stand.“ Ganz München war in Spannung gehalten, bis dann endlich, im Mai des Jahres 1886, das Ergebnis des Preisausschreibens bekannt gemacht wurde. 1. Preis: 150 Reichsmark. .: Hältst du es für möglich, was mir Freund N. jüngst erzählte, daß er bei klarem Wetter vom Brocken aus Frankfurt an der Oder liegen sah? .: Für ganz unmöglich, denn wie will der Mann bei der Entfernung unterscheiden können, ob es Frankfurt am Main oder Frankfurt an der Oder ist? 2. Zwei Preise zu je 100 Reichsmark. Ein Herr stolpert auf der Straße und stürzt durch das große Auslagefenster eines Bankgeschäftes in den Laden. Bankier:„Gott der Gerechte: So ist noch keiner bei mir reingefallen!" Eine Dame, die ihr ganzes Leben lang aus Furcht vor Dieben und Mördern unter ihr Bett geleuchtet hatte, entdeckt einen Handwerksburschen, der sich eingeschlichen hatte, darunter und ruft aus:„Ah, da sind Sie ja endlich!“ 3. Drei Preise zu je 50 Reichsmark. Der Herr Bürgermeister im Städtchen D. hält so strenge Diät, daß er nicht einmal die Achtung seiner Mitbürger genießt. Faule Ausrede Lehrer: Aber, Müller, in deinem Aufsatz über die Ermordung Julius Cäsars sind mehr als zehn Tintenspritzer! Wie kommt das?“ Müller:„Meine Feder hat sich eben gegen diese Schandtat gesträubt!“ Lang, lang ist's her Im Speisesaal sitzt Onkel Eugen und wartet. Der Pikkolo eilt vorbei und Onkel Eugen fragt: „Ach Verzeihung—, sind Sie nicht der Pikkolo von früher?“ „Aber gewiß doch, mein Herr—. Sie haben mir doch das Schnitzel bestellt!“„.derehannt „So, so— ich hätte dich kaum wiedererlannt.— Was bist du seitdem gewachsen!" Junge Ehe Sie:„Du zeigst überhaupt kein Interesse mehr für das, was ich tue!“ Er:„Aber, Schatz, wie kannst du das nur behaupten? Dabei habe ich die ganze Nacht wachgelegen und darüber nachgedacht, was du wohl gestern in den Auflauf getan haben magst!“ Au „Der Teich hier ist voller Flöhen!“ „Schrecklich! Die Fische können sich doch nicht kratzen!“ Liebe „War es eine Liebe auf den ersten Blick?“ „Nein, als er sie zum ersten Male sah, da wußte er noch gar nicht, daß sie viel Geld hatte!“ FOTAASEEE Kreuzworträtsel Stritzow:„Na, hören Se, Astronomie! Da bin ich Ihnen nu wieder mal jroßartig über! Forschen Se man, so viel Se wollen!" Huber:„Kennen Sie den großen Bären? Stritzow:„Jroßer Bär! Na, hören Se! Jesehen hab ich ihn noch nich, aber sein Jebrüll hört man bei klarem Himmel bis nach Potsdam hinaus.“ Kaumglaublich sie führen noch immer Krieg! Istanbul. Einem türkischen landwirtschaftlichen Sachverständigen, der in San Marino landwirtschaftliche Methoden studieren wollte, wurde die Einreise verweigert, weil noch immer zwischen der Türkei und dieser kleinen Republik Kriegszustand besteht. Als nämlich die Friedensverträge von Sévres und Lausanne abgeschlossen wurden, hat offenbar niemand daran gedacht, daß San Marino an der Seite Italiens gegen die Türkei im Kriege gestanden hatte. Der zwölfjährige Reld Turin. Bei der Abfahrt eines neuen Truppentransportes nach Abessinien fand man auf der Station Porta Nuova einen 12jährigen Avantgardisten namens Bartolomeo Graziani, der von Hause ausgerückt war, um in Afrika für sein Vaterland zu kämpfen. Er hatte sich auf das Schiff als blinder Passagier geschlichen und harrte tagelang im Gepäckraum aus, bis ihn der nagende Hunger zwang, sein Versteck zu verlassen und sich beim Kapitän zu melden. Der junge„Krieger“ wurde schnellstens wieder nach Hause geschafft und wird sich nun wohl noch einige Jahre gedulden müssen, bis er das Kriegshandwerk ausüben darf. Mutter tötet ihren John Newyork. Ein merkwürdiger Mord hat sich in Santa Barbara(Kalifornien) abgespielt. Frau Dorothea Livermore tötete ihren 16jährigen Sohn Harry, weil er sich dem Alkohol ergeben hatte. Frau Livermore, die Witwe eines Millionärs, hatte ihren einzigen Sohn abgöttisch geliebt und war verzweifelt, als Harry schon mit 15 Jahren zu trinken begann. Kein Gegenmittel half, keine Strafe, keine Drohung vermochte den Jungen von seinem Laster abzuhalten. Er scheute sich nicht, Geld zu stehlen, um sich Whisky kaufen zu können. Als er vor kurzem wieder einmal sinnlos betrunken nach Hause kam, erdrosselte ihn die Mutter im Bett und stellte sich dann selbst der Polizei. Dieser Student ist auf ein Quart geeicht und faßt doch gut seine zehn Maß. Die Prüfungskommission, die diese Witze mit den ersten Preisen bedachte, hat sicher sehr viel Sinn für Humor gehabt. Vielleicht haben sie sich auch gegenseitig gekitzelt, um lachen zu können. Vielleicht haben sie viel gähnen müssen. Das kann man alles heute nicht mehr feststellen.. gg., V. 112 8. Behntaut e#. Wenn diese Witze aber aus den Zeyntausenven die besten waren, so können wir verstehen, daß die vielgepriesene gute, alte Zeit mehr als traurig gewesen ist. Waagerecht: 1 Der Führer, 6 Kunstschriftfedersorte, 7 Umstandswort, 9 Nationalsozialisten, 11 französ. Schlachtort 1870/71, 12 Pferdekrankheit, 14 Augenblick, 15 Strom in Rußland, 16 Gruß, 18 Verhältniswort, 20 Spielkarte, 22 Vorwort, 23 Vereinigung, 25 Schmutzteilchen, 27 Schweizer Kanaber wahr klarmachte, daß er sein Blut fremden Männern gegeben habe, und daß diese für alle Zeiten seine Sklapen geworden seien. Bei dem Umsturz verlor der alte Häuptling von Lasomba sein Leben. ton, 28 deutscher Strom, 29 altgermanisches Schriftzeichen, 30 nordische Rasse, 31 Ringkämpfer. Senkrecht: 2 deutsches Kanonenboot(Tsingtau), 3 unvergeßbarer deutscher Kreuzer(Weltkrieg), 4 großer Heerführer, 5 Schlachtort in Ostpreußen, 6 himmelblaue Farbe, 8 abessinische Stadt, 10 Flächenmaß, 13 Bestattungsgesellschaft, 17 Faßbrett, 19 Wehlaut, 20 gewandt=sauber, 21 Himmelskörper, 24 jetzt, 26 türkischer Titel. Kanonenboote gegen Eisberge Eine interessante Maßnahme wird Amerika in nächster Zeit zum Schutz seiner Handelsmarine ergreifen. Sowie ein Eisberg in der Nähe der regelmäßigen Fahrstraßen gesichtet wird, wird ein Kanonenboot in die Nähe fahren und den Eisberg so lange mit Schüssen bearbeiten, bis er in kleine und ungefährliche Trümmer zerborsten ist. Man hofft auf diese Weise die Eisberggefahr in Zukunft ganz ausschalten zu können. Verschieberätsel Urenkel Trumeau Bei richtiger seitlicher VerSigismund schiebung dieser Varus Senator Razzia Wörter untereinander nennen drei benachbarte parallele Senkrechte, alle von oben nach unten gelesen, drei verschiedene Regententitel. Alter Adel Silbenrätsel „Eine alte Familie, diese Mönkebergs, nicht wahr?“ „Ja, deren Stammbaum geht bis auf die Zeiten zurück, wo sie drauf wohnten!" Ihr Gedanke Der Festzug. „Wie herrlich muß es gewesen sein, von so einem Ritter geliebt zu werden!“ „Ja, aber stell dir vor, immer so auf den hartgepanzerten Knien zu sitzen!" Ermahnung bor— ce— cha— char— chem— co— dan del— di— droh— hán— hut— 1— 11— in klet— lan— ler— 11— me— ne— ne— ne ne— ne— ni— non— 0— or— ru— schrift 81— st0— te— te— un— ving— vor Aus diesen 38 Silben sind 15 Wörter zu bilden, deren erste und vierte Buchstaben, beides von oben nach unten gelesen, ein Schiller=Wort wiedergeben.— Bedeutung der Wörter: Sport im Spiel Keller Stele Selma Kefir Mache Kaln Basar Reling Gebet In vorstehenden 9 Wörtern streiche man die letzte Silbe und füge an den Anfang der sich ergebenden Bruchstücke eine der nachfolgenden Silben an, so daß neue Wörter entstehen. Die so gewonnenen Wörter ergeben, wenn man deren Anfangsbuchstaben aneinanderreiht eine große sportliche Zeitbestimmung. Al— Dar— En— In— Lei— Mar— On Pri— Ts Grammatik „Man kann also nicht sagen: Ich liebe Ihnen!, Fräulein?“ Sprachtehrerin:„Nein! Aber wenn Sie es ehrlich meinen, will ich's durchgehen lassen. Sunda=Iysel Ausländischer Afrikareisender früherer Zeit Etwas, was man an Denkmälern findet Der vollkommentte Diamant Rio de Janeiro. In der brasilianischen Mine von Boavista hat man den vollkommensten weißen Diamanten gefunden, der in den letzten 30 Jahren zu Tage gefördert wurde. Es handelt sich um einen 50karätigen Edelstein, der einen Wert von 120000 Mark besitzt. Der glückliche Finder ist ein junger Mann, der von der Gesellschaft eine stattliche Prämie für seine Entdeckung erhielt. Die Diamantengräber von Boavista müssen sich übrigens täglich nach Beendigung ihrer Arbeit einer eingehenden körperlichen Untersuchung unterziehen zur Kontrolle, ob alle Funde abgeliefert wurden. Eine sich an Kleidern festhängende Pflanze Sowjet-Juliiz Leningrad. Von hervorragendem„Sowjethumor“ zeugt die folgende Geschichte aus Leningrad, über die Menschen mit einigem Rechtsempfinden allerdings nur den Kopf schütteln können, ohne sie sonderlich„komisch“ zu finden. Vor 25 Jahren verurteilte der Präsident des Petersburger Tribunals, Souschkin, einen Revolutionär namens Birnstein wegen antizaristischer Umtriebe zu 10 Jahren Kerker. Nun ist derselbe Herr Birnstein Richter geworden und als er in Erfahrung brachte, daß sein ehemaliger Richter noch als Privatmann in Leningrad lebte, ließ er ihn verhaften und verurteilte ihn ohne besondere Beweisaufnahme zu 15 Jahren Kerker wegen„konterrevolutionärer Umtriebe“. Seinen Urteilsspruch schloß er mit dem Satz:„So, jetzt sind wir quitt. Fünf Jahre gelten als Zinsen. Flat Justitia! Ein ganz Schlauer Herr Kuschke(beim Hundekauf): ,. Lund.— „Ich hätte gern einen etwas unruhigen Huno, einen Weinbaustadt an der Mosel von der Sorte, daß meine Frau öfters sagen muß: Emil, ich glaub, du mußt mal mit dem Hund nach draußen!" Der richtige Name Auf der Polizeiwache wurde der Festgenommene nach seinem Namen gefragt. „Schmitz!“ lautete die Antwort. „Geben Sie gefälligst Ihren richtigen Namen an!“ blietß es streng.„ D. Wan Sohaun Walf, „Na, denn schreiben Sie man Johann Wolfgang Ggeche!“ „Sehen Sie“, meinte der Beamte,„oas klingt schon glaubwürdiger, auf den Blödsinn mit dem Schmitz fallen wir nicht rein!“ Marschsicherung einer Truppe Füllaufgabe Die leeren Felder der Figur sind so mit den Buchstaben 4 a, 4b, 2 c, 1 d, 6 e, 3 i, 1 k, 11, 6 n, 4 o, 2 p, 7r, 3 s, 2 t, 2 u auszufüllen, daß die senkrechten Reihen folgendes bezeichnen: 1. einen alten englischen Tanz, 2. eine Stadt in Baden, 3. eine Stadt in Sachsen, 4. eine Hafenstadt in Schottland, 5. einen Nebenfluß der Römisches Fürstengeschlecht Leine, 6. eine Stadt der Kirgisenrepublik, 7. einen Heiligen, 8. eine Stadt in Thüringen. Burgüberreite Berühmter italtenischer Dichter Der Besuch des Geschäftsreisenden 28. Donauzufluß Liebreiz(Fremdwort) 2 Deutscher Komponist Lortzing=Oper Blullpender wird Negerhäuptling Der Neger Mgombo, der einige Zeit in Kapstadt bei einem Krankenhaus„gearbeitet“ hatte, kehrte in sein Heimatdorf Lasomba in Rhodesien zurück und stürzte durch einen Staatsstreich den bisherigen Negerhäuptling. Mgombo gewann bei den Eingeborenen vor allem dadurch gewaltigen Einfluß, daß er ihnen Sichgehenlassen(Fremdwort) Rätsel Des Geistes leibhaft' Kind bin ich, Bin zu derselben Stunde An manchem Ort und fess'le dich Mit stets beredtem Munde. Dich kann mein aufgeschloss'ner Sinn Ergötzen und entzücken; Stets bringt's dir segnenden Gewinn, In meinen Grund zu blicken. Bin ich auch nicht von Irrtum frei, Ist Wahrheit doch mein Streben. Und ob dem Alltagseinerlei Dich himmelan zu heben. Zweisilbige Scharade Siehst du die erst' auf weißem Grunde liegen, Entsteht die schwarze zweit' aus ihren Zügen. Mit höh'rer Kunst mußt du das Ganze lesen, Dann blickst du wohl in eines andern Wesen. Nichtstuer(Uebertragung aus dem Tierreich) „J... ich reise... „Na schön— ich will Sie nicht aufhalten!“ Auswechselrätsel In den nachfolgenden 18 Wörtern soll je ein Buchstabe durch einen andern ausgewechselt werden. Diese neuen Buchstaben müssen, miteinander verbunden, einen deutschen Volksfesttag ergeben. Karton Borke Messe Geest Namen Hansa Gnu Harm Viola Maus Klaus Schall Lena Rondo Blut Kasse Buche Schlaf Auflösungen aus der vorigen Nummer Kreuzworträtsel: Waagerecht: Bö, Ski, Talar, in, Ode, Fete, Eger, Dürer, Eli, da, Emu, Ra, Arad, Bug, Pirol, Pik, Laon; senkrecht: Iris, Salat, Rute, ber, Narbe, Gnom, Ek, Rakete, Papagei, du Ansagerz##ng: Silbenrätsel: Gemme, Erate, Winde, Ists, Nahe, Innung, Spiegel, Tochter, Sahib, Eutin, Gustav, Tigen, Neisse, Wieland, Echo, Nelke, Notiz— Gewinn ist wenn man ihn nicht stiehlt. Füllaufgabe: Earmen, Tauber, Undine. Füllaufgabe: Examen, Tauber, Undine. gmalst Fest=Telegramm: Hesiod, Blume Konserve, Muehle, Gregor— Heil unserm Fuehrer..## ga##. Magisches Quadrat in Silden: Amati, Maria, Flucht vor Ter 1— Seltsamer Atemraubende in denen nicht nu schlag der Zuschau Varieté lebt. Ab auf einer großen 2 dem Programm, e in jahrelanger Arb die unvermutet die Vor dem gese etwa zehn Meter h Klängen der Kape auf die Bühne un zur Spitze der Per er Abend für Abe schwindelnder Höh daß dieser, aus B ausschlug und hi machte einen Han sich schließlich sog mer, am oberen Kopf. Als er da brausten unaufhör Kein Zweifel, de Wege eine Attra Wege, werden. Er hörte nicht a An einem der sehr Merkwürdige ner Stange, wied die elastische Gest chend, die halsb Minuten standen ser Nummer zur zehn Minuten ve Artist weiter.# fängt an, unruhi Darbietung vorg denn auch sie wi zehn Minuten! turnt und turnt. schon von vorne eine einzige Auf Seitenkulisse und gen den Artisten bemächtigt sich ei daß irgend etwas Auf der Bül heildrohend der sind nun schon Spiel mit dem alle Zeichen nich Rufe aufgeforder pfeilgeschwind w sich im Kletterst sich nicht wie ar beifallklatschendet messenen Schritt Des Rätsels L Und nun he derobe erwarten — zwei Krimin Gesterr burgen Dr. L die Fe Seite 21 Nr. 97# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 25./26. April 1936 Aus aller Welt Flucht vor dem Steckbrief Zwrrschon,.. umn Barketo Seltsamer Vorfall auf einer Berliner Bühne— Eine Sensation, die nicht auf dem Programm stand Berlin, 24. April. Atemraubende Situationen, Sekunden und Minuten denen nicht nur die Musik, sondern auch der Herzschlag der Zuschauer aussetzt— das ist es, wovon das Pariets lebt. Aber der Vorfall, der sich dieser Tage einer großen Berliner Bühne zutrug, stand nicht auf dem Programm, es war keine Sensation, die ein Artist jahrelanger Arbeit einstudiert hatte, sondern eine, für die unvermutet die Wirklichkeit sorgte. Vor dem geschlossenen Vorhang war ein riesiger, etwa zehn Meter hoher Mast aufgebaut: Mit den ersten Klängen der Kapelle trat ein junger. eleganter Künstler auf die Bühne und kletterte dann flink wie ein Wiesel Spitze der Perchstange hinauf. Dort oben vollführte er Abend für Abend die waghalsigsten Kunststücke. In schwindelnder Höhe stellte er sich senkrecht zum Mast, so daß dieser, aus Bambus bestehend, weit nach der Seite sschlug und.hin und her schwankte; der Künstler machte einen Handstand nach dem anderen, und stellte sich schließlich sogar noch, Höhepunkt der ganzen Nummer, am oberen Ende der Stange freihändig auf den Kopf. Als er dann pfeilschnell den Mast herunterglitt, brausten unaufhörliche Beifallsstürme durch das Haus. Kein Zweifel, der junge Mann war auf dem besten Wege, eine Attraktion für alle Weltstadt=Varietés zu werden. Er hörte nicht auf An einem der letzten Abende begab sich nun etwas sehr Merkwürdiges. Wieder arbeitete der Artist an seiner Stange, wieder verfolgten die Augen der Zuschauer die elastische Gestalt, die, aller Schwerkraft widersore: chend, die halsbrecherischsten Tricks ausführte. Acht Minuten standen nach der Vorschrift des Regisseurs dieser Nummer zur Verfügung. Jetzt waren aber schon zehn Minuten verstrichen, und immer noch turnte der Artist weiter. Zwölf Minuten... Der Kapellmeister fängt an, unruhig zu werden. Die Musik, die für die Darbietung vorgesehen ist, ist längst zu Ende gespielt; denn auch sie währt genau nur acht Minuten. Fünfzehn Minuten! Der Mann im weißen Leinenanzug turnt und turnt. Zum zweiten Male hat die Kapelle schon von vorne begonnen. Hinter der Bühne herrscht eine einzige Aufregung. Der Regisseur steht in einer Seitenkulisse und versucht durch lebhafte Armbewegungen den Artisten zum Ende zu bewegen. Der Zuschauer bemächtigt sich eine unbestimmbare Unruhe. Man ahnt, daß irgend etwas nicht in Ordnung ist. Auf der Bühne aber schwankt unheimlich und unheildrohend der hohe Mast weiter. Zwanzig Minuten sind nun schon verstrichen und noch immer geht das Spiel mit dem Tode dort oben weiter. Endlich, als alle Zeichen nichts nützen, wird der Artist durch laute Rufe aufgefordert, seine Vorführung abzubrechen. Nicht pfeilgeschwind wie sonst, sondern ganz langsam läßt er sich im Kletterschluß von der Stange herab, verbeugt sich nicht wie an den vorhergehenden Abenden vor dem beifallklatschenden Publikum, sondern verschwindet gemessenen Schrittes sofort hinter dem Vorhang. Des Rätsels Lösung Und nun hellt sich das Rätsel auf. In seiner Garderobe erwarten den Artisten— ein Franzose übrigens — zwei Kriminalbeamte, die einen Haftbefehl gegen ihn vorzeigen. Der Mann hatte sich in Frankreich verschiedene Betrügereien zuschulden kommen lassen, derentwegen er nun steckbrieflich gesucht wurde. In dem Augenblick, da er die Bühne betrat, hatte er gesehen, wie die beiden Beamten dem Inspizienten ihre Ausweise vorzeigten und nach ihm fragten. Um sich nun noch möglichst lange der Freiheit zu erfreuen, war er zwanzig Minuten statt acht auf seiner Stange umhergeturnt. Korrespondenz„Zeitberichte“. Gips, Sand und Farbstoff Kokain= und Salvarsan=Fälscher vor Gericht dnb München, 24. April. Seit Kriegsende tauchten in verschiedenen deutschen Städten Fälschungen von Kokain und Neosalvarsan auf, die allem Anschein nach aus einer bestimmten Fälscherwerkstätte herrührten. Das„Kokain" dieser Fälscher bestand aus Natron, das„Neosalvarsan“ wurde aus Gips, Sand und einem Farbstoff zusammengemischt. Die Packungen waren mit falschen Etiketten versehen. Im vergangenen Sommer gelang es in München, mehrere Personen festzunehmen, die an der Herstellung der Fälschungen beteiligt waren oder die sie vertrieben hatten. Wegen dieser Straftaten hatten sich nun neun Personen zu verantworten, die fast durchweg einschlägig vorbestraft waren. Einer der Angeklagten erhielt ein Jahr zwei Monate Zuchthaus unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre, drei Angeklagte wurden zu zehn Monaten Gefängnis und einer zu acht Monaten verurteilt. Drei Angeklagte mußten wegen Mangel an Beweisen freigesprochen werden. während das Verfahren gegen eine Angeklagte auf Grund des Straffreiheitsgesetzes eingestellt wurde. Fliegeroberst Aber, der bekannte deutsche Kriegs= und Kunstflieger, begeht am 26. April seinen 40. Geburtstag. Scherl-Bilderdienst Ein Wenig galamtel Spaßergei Fünf Damen mit roten Halstüchern Warschau, 24. April. An der Straßenbahnhaltestelle auf dem Dreikreuzeplatz in Warschau erschienen pünktlich zur selben Zeit fünf junge Damen, die alle rote Halstücher mit weißen Tupfen trugen. Es stellte sich heraus, daß jede einzelne von dem gleichen unbekannten Kavalier auf Grund einer zärtlichen Korrespondenz dorthin bestellt worden war. Das Erkennungszeichen sollte ein rotes Halstuch mit weißen Tupfen sein. An diesem Erkennungszeichen erkannten sich die Damen zunächst einmal als Rivajlinnen, und als ihnen das Warten auf den wenig galanten Spaßvogel zu lange dauerte, begannen sie sich mit ihren Regenschirmen zu bearbeiten. Das taten sie so gründlich, daß schließlich auch das Auge des Gesetzes auf die roten Halstücher aufmerksam wurde. Nun haben sie zum Spott auch noch den Schaden, denn jede wurde Der Balghef der Schulungreuig Togeisung Hch. Hoffmans Hebern grselate die, feierliche, viebergeße, der drei neu erichteten Heriorzzeschzgrgansentzgssester burgen Erössinsee, Vogelsang in der Eifel und Sonthofen durch den#er#rgrz####consleiter Dr. Ley an den Führer auf Burg Crössinsee bei Falkenburg in Pommern... berichten über die Feier ausführlich im politischen Teil. Unser Bild zeigt den Burghof der Schulungsburg Vogelsang vom 50 Meter hohen Burgturm aus gesehen. wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu einer Geldstrafe von fünf Reichsmark verdonnert. Sich selbst gerichtet Raubüberfall auf eine Bankzahlstelle dnb Frankfurt a.., 24. April. In Kronberg im= Taunus betrat am Donnerstag abend ein junger Mann die Büroräume einer Bankzahlstelle mit einer schwarzen Gesichtsmaske und vorgehaltenem Revolver und forderte die beiden weiblichen Angestellten auf, die Hände hochzuhalten und sich herumzudrehen. Zugleich schnitt er die Fernsprechleitungen durch und raubte aus dem Kassenschrank nahezu 1700 Mark. Unter Drohungen verließ er darauf den Raum und fuhr mit einem Fahrrad davon. Kurz darauf erschien der Räuber ohne Maske wieder in der Zahlstelle und wollte 20 Mark auf ein Konto einzahlen. Die mittlerweile von dem Ueberfall verständigte Polizei kam in diesem Augenblick hinzu und verhaftete den von den Angestellten als Täter sofort wiedererkannten Mann. Die geraubte Summe trug er noch vollzählig bei sich. Als der Räuber am späten Abend vernommen werden sollte, fand man ihn in seiner Zelle erhängt auf. Der elfte Verhandlungstag im Bauunglücksprozeß anb Berlin, 24. April. Zu Beginn des elften Verhandlungstages wurden weiter die Photographien erörtert, die die Berlinische Baugesellschaft zu Werbezwecken kurz vor dem Einsturzunglück hatte anfertigen lassen. Dabei kam es über technische Einzelfragen zu ausgedehnten Erörterungen, bei denen auch die Sachverständigen an die Angeklagten zahlreiche Fragen stellten. Bei dieser Gelegenheit wies Professor Halter an Hand der Photos darauf hin, daß in der Hermann=Göring=Straße nicht die Konstruktion der sogenannten Spann=Riegel benutzt worden sei. Dazu erklärte der Angeklagte Noth, er hätte diese Konstruktion nicht benutzt, weil ihm eine hinreichende Sicherung durch anderweitige Maßnahmen gegeben schien. Von der Verteidigung und auch von Sachverständigen wurde gefragt, ob Noth Gelegenheit gehabt habe, auf der Baustelle mit dem Statiker über diese Dinge zu sprechen. Der Angeklagte Noth verneinte diese Frage und erklärte, er habe mit dem Statiker nur über die endgültige Konstruktion des Tunnels und nicht über die ganze Aussteifung beraten. In der Nachmittagssitzung des Bauunglückprozesses wurden zunächst die Tagesberichte verlesen, die bis zum 20. August reichen und einen Ueberblick über das Fortschreiten der einzelnen Arbeiten geben. Sie bestätigen, daß am 14. und 15. August ein so starker Regen niedergegangen ist, daß der größte Teil der Belegschaft die Arbeit einstellen mußte. Anschließend, gab Bauleiter Roth von der Berlinischen Baugesellschaft einen ausführlichen Bericht über seine eigenen Wahrnehmungen während des Einsturzes. Einige Widersprüche, die sich in seinen Angaben, die er kurz nach der Einsturzkatastrophe gemacht hatte, und seinen jetzigen Darstellungen finden, erklärt Noth damit, daß er bei seiner damaligen Vernehmung von der Katastrophe noch derart mitgenommen war, daß er keinen klaren Gedanken hätte fassen können. Die Verhandlung wurde dann auf Dienstag vertagt. 100000=Mark=Gewinn gezogen dnb Berlin, 24. April. In der heutigen Vormittagsziehung der PreußischSüddeutschen Klassenlotterie fiel ein 100000=MarkGewinn auf die Losnummer 281 539. Das Los wird in Viertelteilen im Saargebiet und in Achtelteilung in Baden gespielt. Bei der weiteren Ziehung am Freitag fiel ein 50 000Mark=Gewinn auf die Losnummer 270 744. Das Los wird in Vierteln in Württemberg gespielt und in Achteln in Lippe. Ein weiterer Gewinn in der Höhe von 25000 Mark fiel auf das Los Nummer 306 688. Dieses Los wird in Achteln in Hannover und in Vierteln in Baden gespielt. Der letzte Gruß Flaschenpost eines gesuntenen Schiffes nach 2½ Jahren angespült London, 24. April. Wie„Daily Herald" berichtet, wurde an der irischen Küste eine Flaschenpost angespült, die von dem letzten Kampf der Besatzung des im November 1933 im Atlantik gesunkenen englischen Dampfers„Saxilby“ Kunde gibt. Durch einen Zusall wurde die Flaschenpost kaum eine Meile von dem Heimatort des Seemanns, der sie abgefertigt hatte, an die Küste gespült. Die Angehörigen erkannten die Handschrift ihres Sohnes und Bruders und erhielten auf diese Weise nach mehr als zwei Jahren die letzten Grüße. Die erste Reichsgartenschau 1936 eröffnet Am Freitag mittag wurde die erste Reichsgartenschau 1936 in Dresden durch den Reichsbauernführer Reichsminister Walter Darré eröffnet. Der Reichsund preußische Ernährungsminister R. Walter Darré hat zur Förderung des Leistungswettkampfes einen Preis gestiftet, der als höchste verleihbare Auszeichnung nur auf der alljährlich stattfindenden„Reichsausstellung des deutschen Gartenbaues" verliehen werden darf. Neue Brücke über die Elbe Am Donnerstag wurde die Dömitzer Elbbrücke in Dömitz(Mecklenburg) durch den Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen Dr. Todt feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Neun Tage nach der Tat zum Tode verurteilt Das Schwurgericht Halle verurteilte den 23jährigen Heinz Kleeblatt wegen Mordes zum Tode. Kleeblatt hatte am dritten Osterfeiertag dieses Jahres die gleichaltrige Hausangestellte Else Hemmann mit einem Revolver erschossen, weil das Mädchen, mit dem er früher in Beziehungen stand, sich von dem haltlosen und leichtsinnigen Mann losgesagt und sich geweigert hatte, zu ihm zurückzukehren. Gucklucke kostet nur wenige Pfennige und schont Ihre Krawatten. Schnellbinder Ruck- Zuck NUR in Ladengeschäften erhältlich lneh inasptte.,„All Vrol Schrikrunk dergzerl. Gersebelnsep e P 207 7/36 Seite 22 Nr. 97/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 25./26. April 1936 Kunst und Wissen Kleist's„Trinz von Komburg“ Das Westsälische Landestheater in Herne Mit der Aufführung von Kleists Schauspiel„Prino von Homburg" verabschiedet das Westfälische Landestheater die Spielzeit 1935/36, wahrend deren es sich in den ungezählten kleinen Städten seines volkskünstlerischen Wirkens viele Freunde erwerben konnte. Es ist heute so notwendig denn je, die am Theaterleben der Nation bisher in nur geringem Umfang teilnehmenden Volksgenossen an die seelenformenden künstlerischen Werte des klassischen Dramas heranzuführen. Dieser zugleich erzieherischen und schenkenden Aufgabe hat sich das von Josef Hamblock geleitete Westfalische Landestheater mit nie erlahmendem Einsatz unterzogen und damit eine kulturelle Saatbestellungsarbeit geleistet, die um ihrer selbst und um des Kommenden willen von größter Bedeutung ist. Es erübrigt sich fast, anzudeuten, daß die bühnenkünstlerische Wiedergabe einer so tragisch umwitterten. an die tiefsten Fragen menschlichen Seins rührenden, Dichtung wie Kleists„Prinz von Homburg“, den materiellen, technischen und darstellerischen Mitteln der Bühne jeweils entsprechend, eine relative ist. Das Westfälische Landestheater löst die zumal fur ein Wandertheater bestehenden Schwierigkeiten einer solchen Aufführung auf der Linie größter Widerstände. Dazu bedarf es des Mutes zu Kompromissen und dazu bedarf es einer gewissen künstlerischen Selbstverleugnung, Opfer, die in diesem Falle nicht vergebens gebracht werden, denn auf ihnen baut sich die Volkstheatergemeinschaft der Zukunft auf. Die Aufführung, die wir dieser Tage im Herner Saalbau vor Mitgliedern der NS.=Kulturgemeinde sahen, nutzt die gewiß unzulänglichen Raumverhältnisse und technisch behelfsmäßigen Einrichtungen der Bühne in denkbar erfinderischer Weise, ohne natürlich die Szene ihrem geistigen Gehalt nach entsprechend gliedern zu können. Die Spielleitung Josef Hamblocks beschränkt sich daher auf die einfachsten Anweisungen im Szenischen und im Arrangement. Seinem Kurfürsten gab Hamblock streng geschlossene Haltung, die vielleicht noch einer wärmer vermittelnden Urbanität bedarf. Den Prinzen charakterisierte Walter Teelen leider recht äußerlich, ohne durch Tempo= und Stimmverstärkung das Glühende und grandios Verzauberte dieser Natur deutlich zu machen. Ihm wäre anzuraten, vornehmlich das stumme Spiel reicher und verinnerlichter aufzubauen. Ein wenig blaß und unbeteiligt wirkten Aenne Nau(Kurfürstin) und Marianne Wehmer (Prinzessin Natalie), während Gerd Tellkampf bei entschieden angesetzter sprachlicher Zucht seinen Graf Hohenzollern in den Grundzügen befriedigend anlegen könnte. Alles das aber, was hier auf der Debetseite zu buchen wäre, erscheint als so wesentlich nicht. Wesentlich vielmehr ist, und das erst gibt den Bemühungen des Westfälischen Landestheaters die eigentliche Resonanz, daß das Kleistsche Werk den Besuchern zu einem Erlebnis wurde und die herzlichste Aufnahme kand. Dr. Stf. Internationale Filmprelletagung in Rom Im Zeichen der Völkerbefriedung. Auf der Tagung des Internationalen FilmpresseAuf der Tagung des Internationalen Filmpresseverbandes an der bekanntlich eine starke deutsche Deleaation teilnimmt, wurde ein erfreulicher Schritt zur Völkerbefriedung getan durch die Gründung einer Internationalen Vereinigung der Wochenschauleute. Gründer und Präsident dieser neuen internationalen Organisation im Rahmen der Fivresci(Fédération Internationale de la Presse Cinématographique) ist der Belgier Henri Piron zum Vizepräsidenten wurde der Vizepräsident der Reichsfilmkammer, Hans Weidemann, bestellt. Als Grundlage der Verfassung der neuen Vereinigung sind den Statuten in Form einer Präambel auf deutsche Anregung hin Bestimmungen vorangestellt, durch die die Mitglieder verpflichtet werden, alles zu tun, um das Verständnis der Völker untereinander zu fördern. Da die ursprünglich nur für die Wochenschauoperateure vorgesehene Mitgliedschaft auch auf die Redakteure, die Wochenschausprecher usw. ausgedehnt wurde, wird zukünftig in der Abwehr von Hetzprovaganda bei der aktuellen Filmberichterstattung keine Lücke mehr zu finden sein. Beim Zentralbüro der Fivresci in Brüssel wird auf deutschen Vorschlag schließlich eine Stelle geschaffen, die alle von Mitgliedern des Verbandes gemeldeten Verstöße gegen die Präambel zu untersuchen und für die Abstellung derartiger Uebelstände zu sorgen hat. Flughäfen im Stadtzentrum Der Flugverkehr zwischen deutschen Slädten wird uug durch.## S □ J. in seiner Entwialung burch die Kurze der Streuen und die lange Zubringezeit gehemmt. Auch der begeisterte er berechnet, daß er bis zum Leipziger Flughafen Schkeuditz 40 Minuten braucht und von dem Flughafen Tempelhof weitere 40 Minuten, um in die Innenstadt Berlins zu gelangen. In der gleichen Gesamtzeit kann er ohne Umsteigen Berlin mit dem Schnellzuge erreichen. Ing. G. A. Langen schlägt nun in der Zeitschrift Wissen und Fortschritt“(Frankfurt a..) vor, einen Flugplatz im Mittelpunkt Leipzigs anzulegen. Für diesen Zweck würde es genügen, den Hauptbahnhof Leipzig mit einem flachen Dache zu überdecken. Man könnte auf diese Weise einen Flughafen mit einer Fläche von 100000 Quadratmeter gewinnen, die für den An- und Auslauf der Flugzeuge vollkommen ausreicht. In Berlin könnte der Flughafen durch Ueberbauen der Verschiebegleise am Anhalter Bahnhof geschaffen werden. Dann wird der Flugverkehr Berlin—Leipzig tatsächlich nur 40 Minuten beanspruchen. „Faust“— Uraufführung in türkischer Sprache. Als Beweis für die künstlerische Höhe des jungen nationalen türkischen Theaters kann die in diesen Tagen erfolgte Istambuler Uraufführung des„Faust“ in türkischer Sprache angesehen werden. Das große Werk Goethes ist dem türkischen Leserkreis bereits in einer türkischen Uebersetzung bekannt gewesen. Aufbruch der Frobenius=Expedition nach Nordspanien. Nachdem mit der 12. Reise im vergangenen Jahre die erste Periode der Frobenius=Expedition abgeschlossen war, die der Erforschung der afrikanischen Kultur galt, sind jetzt zum ersten Male die Wagen der neuen Expedition, die sich die Erforschung der Weltkulturen zum Ziele gesetzt hat, zu einer Forschungsreise aufgebrochen. Der besondere Zweck dieser Fahrt ist das Studium und die Aufnahme vorgeschichtlicher Felsbilder in den Höhlen Nordspaniens. der nicht enden will, nur schwache Aeußerung des Dan, kes ist, der alle für einen unerhört großen und unsäglich schönen Abend erfüllt. Dr. Sch. Am 2. Mai Uraufführung im Stadttheater Bochum. „Wasser für Canitoga“, ein Stück von Georg Tur, ner, wurde vom Stadttheater Bochum zur Uraufführung angenommen. Der Termin der Uraufführung is der 2. Mai. 144448 8 Anerkennung der Bühne in Bochum.„Die Bochu= mer Bühne hat unter Dr. Schmitts Leitung eine Kultur vertreten, die man für das deutsche Theater vorbildlich nennen darf“— mit diesem Satz schließt die neueste Ausgabe der„Münchener Illustrierten“ einen ausgezeichneten Bildbericht über die Arbeit der Bochumer Bühne, insbesondere die Einstudierung der Demetrius=Aufführung von Hebbel, ab. Neben der für Bochum in allen Teilen Deutschlands werbenden Wir, kung dieses Artikels stellt die Beurteilung eine Anerkennung der künstlerischen Arbeit unseres Stadttheaters dar, auf die jeder, der daran schafft, stolz sein kann. Vehkauete. Bnnzenenniunt Furtwängler und seine Thilharmoniker in Ellen Ernst Schröder wird zum Ende der Spielzeit unsere Bühne verlassen, um einem Engagement als jugendlicher Held an das Stadttheater Bielefeld zu folgen. Bochumer Künstler im Rundfunk. In der vom Kölner Sender am Sonntag morgen übertragenen Schlußfeier der„Wittener Musiktage“ wirkt auch das Bochumer Köhler=Streichquartett mit. Ein Quartett Köhlers kommt dabei zum Vortrag. Die Tiger haben gesiegt! Die Regierungs=Forstkommission der indischen Provinz Bengal berichtet aus Kalkutta die Bilanz des Jahres 1935. 45 Menschen wurden in diesem Zeitraum von Tigern getötet, dagegen konnten die Jäger nur 40 Tiger erlegen. Ein hochfestlicher Abend. Aeußerlich und mehr noch innerlich. Das letzte verfügbare Eckchen des großen Essener Saalbaus besetzt und noch Nachfrage für mindestens ebenso viele Plätze— das bringt wohl nur Wilhelm Furtwänglers in unseren Tagen einmaliges Künstlertum und die unerreichte Qualität seiner Philharmoniker zuwege. So sieht man äußerlich schon ein Bild, das nicht ohne Eindruck auf die Erwartungsfreude und gespannte Aufnahmewilligkeit der Tausende bleibt— und die atemlose Stille und fast hörbare Hochspannung der großen Menge steigert den Abend zu einem Erleben, das man vergeblich in Worte zu kleiden sucht. Wenn den Konzertbesucher, der das Klangwunder der Philharmoniker und Furtwänglers unsagbar eindringliche Gestaltung aus notwendiger Entfernung auf sich wirken ließ, der Zufall in unmittelbare Nähe des einzigartigen und in seiner Haltung und Zeichengebung ungeheuer fesselnden Dirigenten führt, wird für die Talsache, daß weniger wünschenswert klar das Klangbild zu ihm dringt, durch das Erlebnis aus direkter Nachbarschaft vollgültig entschädigt. Man muß es sehen, wie Furtwängler, dessen helles Auge eben noch das Publikum leuchtend überflog, mit einem ganz nach innen gekehrten, fast visionären Blick zu seinen Musikern sich neigt und mit dem Heben des Taktstocks in die Welt des Kunstwerks versinkt, wie er sichtbar erst wieder zurückfindet, wenn der Nachhall des letzten Akkordes verweht ist. Man entflieht selbst der Wirklichkeit, wenn man gepackt und schauernd fühlt, mit welcher Inbrunst und innersten Leidenschaftlichkeit der Dirigent um den echten, verzehrenden Ausdruck ringt und seine Künstler um letzte Größe der Darstellung und klangliche Intensität beschwört. Man begreift das Unfaßliche nicht, wie ein Dirigent es wagt, seinen Willen soweit aufgibt, daß er einen verklingenden Akkord ohne jede Zeichengabe aus dem Orchester behutsam gleichsam wachsen läßt. So aber entsteht jenes verhauchende piano, das nur noch zu ahnen ist und doch in dunkler Sattheit klingend bis in den letzten Winkel sich ausbreitet. Und demgegenüber diese Besessenheit in der thematischen und klanglichen Verwirklichung, diese mitreißende Temperamententladung voll Ekstase und höchster Disziplin zugleich, wie in der zur unheimlichen Grausigkeit belebten, naturalistisch überwältigend gezeichneten„Holländer"=Ouvertüre oder dem bacchantischen, zur Wildheit fast gesteigerten und dennoch unerhört sauber geführten Taumel im Finale der„Beethovenschen„Siebten“. Einzelheiten, die, wie die unvergeßliche Andacht im Händelschen Grave, aus dem übergangslos Furtwängler das ganz kostbar musizierte Menuett erblühen läßt— wie die herrlich und farbenreich gezeichneten Idyllen des Siegfriedpoems, wie die vielen aufrüttelnden Momente der Sinfonie, nicht zuletzt des meisterhaft geformten Allegrettos, sich einordnen in das Bild eines wahrhaft einmaligen, begnadeten und an jeder Stelle und jedem Ort mit höchster künstlerischer Verantwortung arbeitenden Dirigenten, eines Orchesterführers, der die Größe seiner Persönlichkeit auf seine Musiker derart bezwingend überträgt, daß an Hingabe und künstlerischem Ernst, an Spielkultur und Disziplin, an Können und Klangschönheit sie nicht mehr übertroffen werden können—, und der auch Publikum so zu sich reißt, daß der Begeisterungssturm, Geschichtstatel 25. April 1533 wurde der Erbstatthalter der Niederlande Wilhelm I. Graf von Nassau in Dillenburg geboren, der als Befreier der damals noch zum Deutschen Reich gehörigen Niederlande vom spanischen Joch eine große geschichtliche Gestalt geworden ist. 26. April 1787 wurde der Dichter Ludwig Uhland als Sohn des Universitätssekretärs in Tübingen geboren. Obwohl ihm als Epiker Schillers Pathos und als Lyriker Goethes Anmut fehlen, haben doch wenige deutsche Dichter seine Volkstümlichkeit erlangt, die er besonders der Wahl deutscher Stoffe verdankte, mit deren poetischer Verklärung er auf Gemüt und Freiheitssinn wirkte. Von seinen Balladen und Liedern sind viele nicht bloß durch Schullesebücher allbekannt, wie„Graf Eberhard, der Rauschebart",„Der blinde König“, sondern auch Volkslieder geworden, wie„Der gute Kamerad",„Der Wirtin Töchterlein“ u. ä. 1812 wurde der Industrielle Alfred Krupp in Essen geboren, der die von seinem Vater in kleinen Verhältnissen begründete Gußstahlfabrik seit 1848 mit hober Führerbegabung zur größten Geschützfabrik der Welt entwickelte, in der bei seinem Tode 1887 schon 21.000 Menschen beschäftigt wurden. 1829 wurde der Chirurg Theodor Billroth in Bergen auf Rügen geboren, 1859 Professor in Zürich, 1867 in Wien, und starb am 6. Februar 1894 in Abbazia. Er war berühmt als Operateur, besonders auf dem Gebiet der Kriegschirurgte(Entfernung des Kehlkopfes), Fachschriftsteller und Urheber der Mischnarkose von Chloroform und Aehter). WN 13• B4 S 4 Ein ühsniger Koman von Mitx Niardicke Amtee Edeer 29) Es ist Eginhard, der schwitzend und manchmal leise schimpfend diese ihm durchaus unsympathische Arbeit ausführt. Als er damit fertig ist, begibt er sich aufatmend zurück in das warme Tuskulum, wo er bereits alle beim Morgenkaffee findet. „Ihr habt's gut!“ sagte Eginhard und mimt den Schwerbetroffenen.„Ihr sitzt in der warmen Ecke und singt unserem Kind ein Eiapopeia! Ich dachte, du würdest mich ablösen kommen, Grit. Deine muskelstarken Arme hätten das doch leicht geschafft.“ „Aber Eginhard“, entgegnete das Mädchen,„ich will dich doch nicht bei deiner Arbeit stören. Die ist gesund und bedeutet für dich ein Training für deine schlappe Muskulatur.“ „So! Na und ich bin nicht schlecht auf meine Muskulatur gefallen!“ spricht Eginhard trocken und nimmt am Tische Platz. Maihnsctstes „Acht Tage trennen uns noch vom Weihnachtsfest!“ beginnt jetzt Wolfgang nachdenklich.„Am ersten Weihnachtsfeiertag steigt die große Premiere des Films „Tante Anna'!“ „Ja“, stimmt Tante ein.„Und dann... dann werde ich dich verlassen, Wolfgangchen!" „Wenn's durchaus nicht anders geht, Tantchen!" seufzt Wolfgang.„Es wäre undankbar, dich halten zu en. Du hast dich die paar Monate so um mich bemüht, daß ich es nie vergessen werde. Jetzt hast du Heimatsehnsucht, Tante Anna?“ Das alte Mädchen nickt ernst.„Ja, mein Junge, richtiggehende Heimatsehnsucht. Und immer... ich denk's wenigstens... immer würde mir im Winter die Heimat am meisten fehlen. Zum neuen Jahre will ich mit Nubbermann zu Hause sein. Das heißt... ein bißchen Kampf gibt das noch mit Mutter!“ „Tante“, lacht jetzt Wolfgang,„eine Frau wie du hat Angst? Vierundachtzig Jahre alt ist deine Mutter! Schönes Alter. Und ich verstehe, daß man einer so aktiven, tüchtigen Frau wie deiner Mutter alle Hochachtung entgegenbringt, aber schließlich bist du mit deinen vierundsechzig Jahren doch durchaus erwachsen. Und jetzt solltest du mal das Regiment in die Hand nehmen. Tante, jetzt mußt du einmal so energisch werden wie im Film Jawohl, das mußt du!“ Tante Anna sah zu Nubbermann hin, dann meinte sie, als er ihr zugenickt hatte:„Ob ich's einmal probiere? Eigentlich... kann ich doch auch mal meinen Kopf gussetzen!“ „Das mußt du geradezu, Tante! Jetzt setze dich einmal durch! Wenn dir deine Mutter nicht jetzt einmal das Kommando überläßt, dann bekommst du es nie. Und du bist doch jetzt eine Persönlichkeit!" „Eine Persönlichkeit! Hm... das klingt gut! Also muß ich aber energisch sein, wenn ich eine Persönlichkeit bin!“ „Natürlich, Tante! Auftauen mußt du einmal, daß die Wände wackeln, und ich garantiere dir, daß es sofort anders wird.“ „Ja, ja, du hast gut reden. Du hast nie unter der Fuchtel gestanden wie ich. Ich habe mein ganzes Leben lang vor meiner Mutter Angst gehabt. Ich habe ja kein eigenes Leben gelebt, sondern immer so, wie es Mutter mir vorschrieb!" „Und das war schön, Tante?“ „Nee, nee, nee, das war oft fürchterlich. Je älter Mutter wurde, um so schlimmer wurde es. Na, wenn sie erfährt, daß ich gefilmt habe, dann kann ich mich auf was gefaßt machen!" „Weißt du...“ nahm Nubbermann jetzt das Wort, „du sagst deiner Mutter, daß du achttausend Mark wirklich ausbezahlt gekriegt hast, dann wird sie keinen Laut mehr sagen. Mutter Grete hat vor zwei Dingen Respekt: vor dem lieben Herrgott... und... vor dem Geld! Stimmt es, Anna?“ „Ja, das stimmt, Johann. Also, auftauen muß ich schon, das sehe ich. Und gehen wird es auch. Wenn ich nur erst den ersten Satz heraus habe.“ „Ich gebe dir das Stichwort!“ schloß Nubbermann gutgelaunt.„Neugierig bin ich aber, was sie antwortet, wenn ich deiner Mutter sage, daß ich... heiraten will!" Tante Anna fuhr hoch und bekam einen roten Kopf. „Nubbermann... was... was hast du gesagt? Heiraten? Mich altes Mädchen heiraten?“ stotterte sie. „Ja, natürlich, Anna!“ sagte Nubbermann lächelnd. „Was dachtest du denn? Ich kenne doch die Leute in unserem Dorf! Und da könntest du hundert Jahre alt sein, wenn du mit einem unverheirateten Mann zusammenwohnst, dann würden sie reden. Und das wollen wir von vornherein unterbinden. Ich heirate dich! Einverstanden, Annak“ „Ach... ja, Nubbermann!“ seufzte Tante Anna verschämt. „Was schenkst du mir denn zu Weihnachten, Schwesterchen Helene, die bei einer Handarbeit saß, war aufgefahren und sah sich um, denn eben war Wolfgang unbemerkt zu ihr getreten. „Dir? Was soll ich dir schenken? Du hast doch deinen heiligen Christ schon weg!" „Ach so, das Kind! Hm... stimmt schon. Dann häkle wenigstens... meinem... Kinde ein Paar Strümpfchen. Ich will gern auf alles verzichten. Doch eine kleine Bitte hätte ich noch. „Und die wäre?“ „Daß du etwas netter zu mir bist! Das habe ich doch nicht um dich verdient!" „Sok Wenn du mich so enttäuschst?“ „Ich dich? Womit denn? Wie kann dich ein wildfremder Mensch, der zufällig mit deinem Bruder befreundet ist, enttäuschen!" „Wildfremder Mensch?. Na ja... recht hast du schon. Bist mir ja eigentlich ein wildfremder Mensch. Aber.. ich... ich hatte eben eine so gute Meinung von dir. Und dann mußte ich feststellen... „Daß ich der Vertreter deines Bruders bin, nicht wahr?“ Sie sah ihn verständnislos an. „Was willst du damit sagen?“ Und da kam ihr jählings ein Gedanke, der sie zwang, den Atem anzuhalten, so sehr erschrak sie. „Deit dem... dem Kinnd... ist... ist das etwa ... meines Bruders Kind?" „Aber was denn, das hat doch niemand gesagt!“ Helene wurde von einer großen Aufregung erfaßt. „Wolfgang, ich bitte dich, jetzt sage mir einmal die Wahrheit! Das Kind... ist nicht dein Kind?“ „Auf Ehrenwort, es ist nicht mein Kind!“ „Du hast die Ilonka nicht gekannt?“ „Nein, ich habe sie nicht gekannt!" „Aber mein Bruder?“ „Ja! Aber er hat mir ehrenwörtlich gesagt, daß er hier einem Betruge zum Opfer fällt. Und das glaube ich ihm. Sie wußten, daß er vermögend ist, und da haben sie ihn einfach hineingelegt. Da er in angeheiterter Stimmung Quartier in der Wohnung des Stallmeisters für eine Nacht genommen hatte, und da es die anderen beschwören wollten, war er geliefert. Er mußte zahlen, sonst wäre er verurteilt worden. Das ist ja die große Gemeinheit!“ „Das mag schon sein. Aber jedenfalls war mein Bruder Wolfgang ein so loser Junge, daß... es ihm zuzutrauen gewesen wäre!" „Das kann ich nicht sagen.“ „Du deckst ihn, Wolfgang... sei mir nicht mehr böse. Ich dummes, dummes Mädel. Nein, daß ich so was von dir denken konnte. Nicht wahr, du bist mir nicht mehr böse?“ Ganz zerknirscht sah sie ihn an. „Nein, bestimmt nicht!“ Dankbar und sehr glücklich sah sie ihn an, und als er jetzt nach ihrer Hand faßte, da überließ sie ihm die schmale Rechte willig. Alles Blut stieg ihr bei der Berührung zum Herzen. Eine süß=selige Verwirrung bemächtigte sich ihrer. „Weißt du, daß ich noch einen Kuß von dir guthabe?“ „Ja, das weiß ich!“ entgegnete sie leise und sah vor sich nieder. „Den beanspruche ich jetzt!“ Ganz behutsam bog er ihr Köpfchen herunter und küßte sie ganz zart. Nur einmal küßte er sie, dann hob er das Köpfchen hoch und sah sie voll an:„Und wenn du nicht die Tochter des reichen Laurenz wärst, dann... ich glaube, dann hätte ich dir tausend Küsse geben müssen, du lieber, lieber Kerl!“ Noch einmal sah er sie mit strahlenden Augen an, und dann war er schnell aus dem Zimmer. Helene saß ganz still. Sie spürte seinen Kuß noch auf den Lippen. Nur langsam wich die Verwirrung von ihr. Er liebte sie, das hatte sie jetzt erfahren, das schönste Liebesgeständnis hatte eben ihr Ohr vernommen. Sie war sehr glücklich und traurig. Doch dann lächelte sie versonnen, und ihre Lippen flüsterten:„Du lieber... du dummer... dummer Junge!“ Und da überlegte sie, was ihn zu Weihnachten recht reuen könnte Aber sie fand heute noch nicht das das kleine, liebe Kerlchen von früh bis spät, und ihn Män nimmermüde Sorge ergriff auch die Munner. Das in den Mit nittelpunkt, alles kreiste erfreuen wonnte. über fie fans heuts nau, nich. das nichtige. Alle im Hause umfing die weihnachtliche Stimmung. Jeder hatte Wünsche und Hoffnungen, jeder wollte dem anderen eine Freude bereiten. Und obenan stand überall bei allen Tante Anna. Die wollte jeder am reichsten beschenken. Und dann kam das Kind. Grit arbeitete ebenso eifrig für das kleine Mädelchen wie Tante Anna und Helene. Alle drei umsorgten Kind kam immer mehr um das Kind. Eginhard und Grit hatten sich in den Tagen sehe verändert. Sie zankten sich nicht mehr, was allen sehr auffiel. Wenn Eginhard einen Wunsch hatte und Grit um etwas bat, dann tat er das ganz zart und sanft, und Grit antwortete in der gleichen Weise. Manchmal schien es allen, als bahne sich zwischen den beiden schlanken, hübschen Menschen etpas an. Und es war auch so. Eginhard war sich über seine Gefühle zu Grit ins Reine gekommen. Er wollte ihr Weihnachten die entscheidende Frage vorlegen, denn er hatte Angst vor dem smarten Sportlehrer, dem Dr. Pfeifer, der ein Rekordläufer war. Am Ende lief ihm die Grit mit ihm auf und davon, und nie wieder würde er ein so feines, prächtiges Mädel bekommen. Also nahm er sich vor, am Heiligen Abend die entscheidende Frage zu tun. Mutter Grete Laurenz fehlte die Tochter sehr. Und sie war herzlich froh, als sie einen Brief von Anna erhielt, in dem diese ihr mitteilte, daß sie am Silvesterabend heimkehren werde. Der Heilige Abend war nun herangekommen, und es war recht einsam um sie. Das Gesinde war, getrei der Tradition auf dem Gute, sehr reichlich beschenkt worden. Das hielt sie weiter so, wie ihr vor dreißig Jahren verstorbener Mann.„ 15 Als vom Dorfe gegen 6 Uhr die Glockenione herüberklangen, die die Dörfler zur Christmette riefen, da blieb sie ganz allein im Hause. Sie saß bei einer Tasse guten Kaffee, den sie über alles gern trank, und dachte an die Anna. Nun, die paar Tage mußten eben noch so vergehen, und dann würde Anna wieder da sein und ihr viel erzählen. Zuhören tat sie zu gern. Und als zwei Stunden später Gäste kamen, der alte Lehrer mit seinem jungen Kollegen, da freute sie sich ehrlich und war zugleich sehr erstaunt, denn der Besuch war doch eine Ueberraschung.. 1. Sante „Sie werden erstaunt sein“, begann der alte Kanior Scholz,„daß wir Sie am Heiligen Abend überfallen, Mutter Laurenz! Aber mein Kollege Gerstenberg eine so sensationelle Zeitungsmeldung in einer Berliner Zeitung gelesen, daß wir nicht umhin können, Ihnen herzlich zu gratulieren!„„„Kannt. „Gratulieren?" lachte meutter Laurenz erstaunt, „aber zu was denn, Herr Kantor?" „Nun, zu Ihrer Tochter Anna!"" an u „Ja, was ist denn mit der Anna los?“ Mutter Laurenz staunte immer mehr und schüttelte den Kopf„Ihr Tochter filmt doch?“. 43168 Doch da sah ihn Mutter Laurenz verstandnistos an. „Ja, wenn Mutter Laurenz nur davon eine hätte!" lachte Lehrer Gerstenberg.„Lieber Kantor, Mutter Laurenz ist bestimmt noch nicht in ein Kn gekommen, „Kino: Ist das... wo... so tevende Bilder sind?“ fragte Mutter Laurenz nachdenklich. „Ja, Mutter Laurenz, das ist es. Und in so einem Film spielt Ihre Tochter mit!"“ Die Wirkung war eine äußerst starke.. 3uem „Meine Anna... die... die spielt in so ert, Film? Ja... aber... nee, nee, Sie wollen mich## Frau zum besten halten. Wie soll meine Anna können? Die kann doch nicht Komödie spielsnt.g, Ganz verdattert war die Greisin, sie schut#elle mal um das andere Mal den Kopf..74 (Fortsetzung folgt.) ReiseJetzt öffnen alle angelweit ihre blüter dienen, die da mül Seele! Tausende he um den Deutschland den darf— sprude Zusammensetzung ar birge, beit, Zahrtazse siegbarer Funr. U näre lagerten und schen Heilquellen. brennende Kerzen, damit die Quellgötti Großes Geschrei übe Quellen rief im Mit Länder herbei. Kai wandelten hernach promenaden. Und tausend deutscher K von seinem ärmsten baren Heilkraft! „Moorbäder sin Rheumapatienten. 2 Schwefelschla berg oder Driburg Bad Oeynhausen n in Frage,„Von er Welt stärtsten zwe und Brambach, bei alt und weltbekann den=Baden, Wiesbo wechselkrankheiten, gen, Kreuznach, La ahr, Pyrmont, St Den deutschen Leiden AlexanderbElster, Flinsberg, hausen, Pyrmont, Tölz, Wildungen, „Verjüngungsbau die nicht so funkti Heilkuren Wunder Harzburg, Kissing Lustkurot Hotel Wiedscher# Bahnstat. Enger Postautoverbind. dir. a. Walde, T bad. Pensionsp von.50 an. Gasthos=Met neu einger. Zit schöner Gar egcten, 4 Mahl: Pensit ## Burgbroh Angenehmer Ar Snobtgat. Zim sichi,„Garten u .50 4. 41 Pension Kre 19 Acltestes wiese, Kurhau RM. 5. 14 15g. Cemae Un Samstag, 25. April 1936 so ist das deutsche Land nicht dort oben, hoch über der lauen“(der Name des Berges na) stehen feierliche weiße rühlingszeremoniell schon beat sich auf den Frühling und den #ufarbig eingestellt. Es atmet alles Freude, neue Hoffnung. schon über das Gemäuer der Ato iu aug ihr Tischrg ind Güten „Rundweg,, also sind Blüten nur ein Beiichen, nicht sparlich Die„albr,, sind, gar nicht zu id ware, wurde sie riechen. n der Poesie der Landschaft erdafür dieses Beispiel: da war grünen Herzland Thüringens, sei es am romantischen Rhein und seinen Seitentälern, im Schwaben= oder im schönen Sachsenland— überall und allerorten beglückt den Kurgast eine Landschaft voll deutscher Innigkeit, deren Frieden allein schon Genesgrogrecge Htaumann. Häuser, in denen das gonnen hat. Alles hu. nahenden Sommer hell neues Leben, neue Fi Die Eidechsen ,eilen. ug Schloßruinen, Also Faltex gaufein uber dem„Rut da. nicht va und dort nur ein Veilcher verteilte„Schlussele“... Die Farben sink übersehen, und wer olind wäxe, Wie ein Mensch von der griffen werden kann, dafür d Karl Blumental(Wildbad) Wildbad im Schwarzwald. Blick vom Panoramaweg des Harzes, DIREKTAM RHEIN TELEFON·ANT BROHL 246 u. 247 u. M. 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Die Mutter dachte, dem ist was zugestoßen, die Kinder fürchteten, um den Verstand für den Vater beten zu müssen. Er aber sah nicht nur vernünftig aus, frohgelaunt war er, wie sie ihn lange nicht mehr gesehen hatten. Neue Höhenstrasen um Freiburg Mancherlei Seeßahrten auß der Ostsee Also nahmen sie die Sache von der lustigen Seite und krochen in das„Pferd". Nächtlich dunkel wurde es ringsum. Das Roß rollte davon, das trojnnische Pferd von heute. Allmählich schliefen sie bis auf den Roßlenker Welche Uelerraschung, als das Pferd hielt und sie aus dem Bauche krochen, im Ort der schönen Helena, der Quellnymphe Diana Abnoba, im Nest des Frühlings, in Badenweiler! Da konnte er, der den guten Einfall hatte, den andern an die Stirn tippen und fragen:„wer hatte den erleuchtenden Gedanken?" Und sie mußten ihm nicht nur recht geben. Jetzt sind sie es, die immer, wenn der Winter stirbt, trojanisches Pferd spielen und in den Frühling fahren wollen Wieder ist es soweit! Sch. Freiburg im Breisgau, berühmt durch kilometerlange, herrliche Wald= und Bergstraßen in nächster Umgebung, eröffnete eine neue Höhenpromenade von besonderem Reiz. Die etwa 2½ Kilometer lange Straße steigt in Windungen vom Villenviertel Herdern zur halben Höhe des sog. Sommerberges südlich von den höheren Erhebungen des Roßkopfes und Röthebucks und zieht dann fast eben in etwa 250 Meter Höhe zum Dorf Zähringen hinüber. Eine zweite, noch 50 Meter höher liegende Straße, die einen einzigartigen Blick über die Rheinebene gewähren wird und als höchste Villenstraße Freiburgs gedacht ist, befindet sich noch im Bau. Von Ministerialrat Dr. Bodo Ebhardt, Beaustragter des Reichsverkehrsministers für den„Seedienst Ostpreußen“. wird der Turbinendampfer„Tangrößte Schiff des„Seedienstes Lubiläum der Rheinschißßahrt Frühjahrskuren emplohlen Bad Eilsen In Bad Eilsen hat der Kurbetrieb überraschend früh und sehr lebhaft eingesetzt. Die Schlamm= und Schwefelbäder bei Rheuma, Ischias, Gicht und Frauenleiden sind berühmt. Daneben bietet das reizvolle Bad durch seine landschaftlich schöne Lage in den Weserbergen auch Erbolungssuchenden angenehmsten Aufenthalt. Auch die Einrichtung der Vergünstigungskuren hat Eilsen viel Freunde zugeführt. Die Kurtare ist bis 15. Mai außerdem erheblich ermäßigt, was ein wesentlicher Vorzug der Frühjahrskur ist. Am 13. Mai wird die„Damfpschiffahrtsgesellschaft für den Nieder= und Mittelrhein“, eine der beiden Vorläuferinnen der heutigen„Köln=Düsseldorfer", hundert Jahre alt. Bereits im Jahre 1926 beging die „Köln=Düsseldorfer“, ein ähnliches Jubiläum, die Hundertjahrfeier der„Preußisch=Rheinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft" in Köln. Seit 1853 sind beide Gesellschaften vereinigt.— Das Jubiläum wird am 13. Mai mit einem Festakt gefeiert, der an Bord eines Rheindampfers stattfindet. Ihm folgt eine Festjahrt auf dem Rhein, und eine Flottenparade aller Düsseldorfer Dampfer bei festlicher Beleuchtung der Stadt Düsseldorf beendet die Jubiläumsfeier. Kleines Reisemerkbuck Auf der Strandbahn am Hengsteysee bei Hagen wird die Reichsbahn in der Zeit vom 15. Mai bis 30. September wieder einen Triebwagen=Pendelverkehr einrichten. Der Wagen wird an allen Sonn= und Feiertagen in Abständen von 15 Minuten verkehren. Bad Oeynhausen Schon lange bevor in Bad Oeynhausen die eigentliche Hauptsaison einsetzt, entwickelt sich das Kurleben des Bades bereits zu beachtlichem Ausmaße. Auch in dem über 500 Morgen großen Park des vornehmen Bad Oeynhausen beginnt ein neues Leben und Treiben und überall fängt es an zu Grünen und zu Blühen, Tausende von Menschen aus allen Teilen Deutschlands suchen und finden in Bad Oeynbausen Heilung bei Krankheiten des Herzens und der Nerven, bei Rheumaund Frauenleiden sowie Stoffwechselerkrankungen. Bekanntlich ist eine Frühjahrskur besonders erfolgreich, da die Natureindrücke auf den Kurgast nach dem langen Winter besonders einwirken und dadurch der Wille zu neuem Leben auch bei ihm geweckt wird. Schon in den ersten Monaten des Jahres hat die Zahl der in Oeynhausen weilenden Kurgäste die Tausend weit überschritten. Im„Roten Ochsen“, in Heidelberg=Handschuhsheim, einer allen Heidelberger Studenten bekannten Gaststätte wurde ein„Tante=Felix=Zimmer" eingerichtet. Bilder vom alten Handschuhsheim und Erinnerungen an die feuchtfröhliche Vergangenheit der Studentengaststätte zieren das Zimmer. R Bad Soden im Taunus konnte seine Besucherzahl in den beiden letzten Jahren wieder erheblich steigern. Auch in diesem Jahre dürfte dies der Fall sein. Die Zahl der Anfragen nach Prospekten ist seit dem 1. Januar bis jetzt fast doppelt so groß wie in der gleichen Zeit des Vorjahres. Seit dem 17. April, ist der Schwetzinger Spargelmarkt eröffnet. Der Fiedler hat seine Dolden schon in der ganzen Größe hervorgestreckt und die wohlige Frühjahrssonne wird seine üppigen Blüten in kurzer Zeit zur Entfaltung bringen und dadurch den Schwetzinaer Begriff„Svargel und Flieder" vervollständigen. Das Schwetzinger Spargelfest wurde auf den 23., 24. und 25. Mai festgelegt. Es wird in diesem Jahr wiederum mit einer größeren Aufführung im Schloßgarten verbunden. Dresden steht im Zeichen der Reichsgartenschau, die am 24. April eröffnet wurde. Täglich laufen Anmeldungen von Sonderzügen und Gruppenfahrten ein. Außerdem sind vor allem zahlreiche Verkehrs= und Verschönerungsvereine, Touristenklubs und Studentenverbindungen mit Anmeldungen vertreten. Schon zur Eröffnung haben sich z. B. geschlossene Gärtnerverbände aus Belgien und Polen angesagt, ebenso aus der Tschechoslowakei. Die Schau dauert sechs Monate. Urlaubstahrten nach Ostpreusen An der Weser Genesung von Rheuma, Gicht, Ischias, Hautleiden, Nieren und Frauenkrankheiten findet man in dem Moor= und Schwefelbad Senkelteich bei Vlotho an der Weser. Schwefelbäder, Moorbäder, Schwitz= und Trinkkuren bilden die hauptsächlichsten Kurmittel, die tausenden von Kurgästen die sehnlichst erwünschten Heilerfolge brachten. Durch die in direkter Verbindung mit dem Badehaus stehenden Kurhäuser durch einen Tunnel sind Frühjahrskuren mit„Bädern im Haus“, bei denen sich der Patient nicht der kühlen Außenluft auszusetzen braucht, ärztlich besonders empfohlen. Mithelfend wirken das entzückend schöne Landschaftsbild und die wohltuende Ruhe dieses paradiesisch anmutenden Fleckchen Erde auf die verbrauchten Nerven des gehetzten Großstadtmenschen. Ab 1. Mai wird eine Verbesserung bei der Urlaubsund bei der Ostpreußen=Rückfahrkarte eintreten. Die Zahl der auf der Rückfahrt möglichen Fahrtunterbrechungen wird auf vier erhöht, und für die Rückfahrt kann ein Umweg gewählt werden, der gegenüber dem Hinweg um die Hälfte länger ist. Bisher waren nur drei Unterbrechungen und ein um ein Drittel längerer Umweg gestattet. Die Urlaubskarten und auch die Ostpreußen=Rückfahrkarten erfreuen sich bei den Reisenden großer Beliebtheit. In ihrer jetzigen Form wurden sie im Mai. 1935 eingeführt; ihre Ermäßigung beträgt bei der Ostpreußen=Rückfahrkarte 40 Prozent und mehr, je nach der Entfernung, bei der Urlaubskarte beträgt sie bei einer Entfernung bis zu 400 Kilometer 20 Prozent und steigert sich auch hier bei wachsender Entfernung. Von der Möglichkeit, auf der Rückfahrt Umwege zu machen und dabei die Fahrt zu unterbrechen, wird stets viel Gebrauch gemacht. Am 2. Mai genberg das größte Schiss, des„Seedienstes Ostpreußen", seine diesjährigen Fahrten aufnehmen. Bis zum Beginn des Pfingstverkehrs, Ende Mai, wird die„Tannenberg" den Verkehr nach Ostpreußen allein bedienen und dabei ab 9. Mai auch die Fabrten über die westliche Ostsee ab Kiel aufnehmen. Von Psingsten an wird der Fahrplan so verstärkt, daß— außer den Fahrten ab Kiel oder Travemünde, Warnemünde und Binz— zwischen Swinemünde— Zoppot— Pillau täglich mindestens ein Schiff, zeitweitig sogar mehrere Fahrzeuge verkehren werden. Am 26. Mai wird außerdem das Motorschiff„Preußen“ seine erste Auslandsfahrt nach Helsingfors in Pillau antreten. Mancherlei sind die Gründe, aus denen ein Reiselustiger eine Seefahrt antritt. Sei es nur, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen: will er gen Osten nach dem schönen Ostpreußen und dem deutschen Danzig— er fahre einen Weg über See; der„Seedienst Ostpreußen" stellt ihm den Reiseweg als Erholung zur Verfügung. Sei es, um die bunten Bilder vieler Häfen und Küstenplätze zu schauen— der„Seedienst Ostpreußen" besucht Kiel, Travemünde, Warnemünde, Binz(Rügen), Swinemünde, Zoppot bei Danzig, Pillau am Frischen Haff, Memel am Kurischen Haff, Libau, das alte Reval und die weiße Stadt Helsingfors. Sei es, daß man die Ruhe langer ununterbrochener Seereisen sucht: Der„Seedienst Ostpreußen" befährt, besonders im Juni und September, die Strecken Kiel— Swinemünde(12½ Stunden), Travemünde — Zoppot(24 Stunden) und Pillau— Helsingfors(40 Stunden) in ruhiger Fahrt ohne Zwischenhalt. Alle diese Fahrten bieten die Fülle der Abwechslung. Kiel, die wiederaufblühende Stadt der Kriegsmarine, die Fahrt über die westliche Ostsee zwischen Laaland Falster und Moen im Norden und dem mecklenburgischen Hügelland im Süden, Travemünde und Warnemünde mit den lustigen Seebädern und der lebendigen Fliegerei, dann der Fernblick auf die königlich am Horizont thronende Hansestadt Rostock, schließlich das vielgestaltige Rügen mit der vorgelagerten Hiddensee und den romantischen Kreidefelsen unter üppigen Buchenwäldern. schließlich die Hügelreihen von Usedom und Wollin— das ist der erste Tag. Das Lichterspiel der leuchtturmbesäten pommerschen Küste, die„Wollsäcke", die hohen Sanddünen, das ist die Nacht, durch die wir der in unbeschreiblicher Pracht dem Meere entsteigenden Sonne entgegenfahren. Die Steilküste von Rixhöft, die lange Halbinsel Hela und die einladende Einfahrt in die weitgestreckte Danziger Bucht— das ist der Morgen. Ihn kront Zovpot, das elegante Seebad mit seinem lockenden Kranz von buchenbestandenen Hügeln; fern grüßen der kampferprobte Turm der Danziger Marienkirche und der riesige Schichaukran, zwei Symbole deutscher schöpferischer Geistesarbeit. Jetzt kommt die freie See. Der schmale Streifen der malerischen Nehrung tritt weit zurück, hoch schaut die liebliche Elbinger Haffküste über Haff und Dünen. Pillau kündigt sich oft genug mit täuschender Fata Morgana schon aus großer Ferne an. Sorgsam wird die schwierige Hafeneinfahrt bewältigt, unendlich weit dehnt sich das Haff, fern grüßen Brandenburg und Balga. Am Bollwerk neben dem Liegeplatz der Seedienst=Schiffe steht auch der Zug nach Königsberg bereit. Memel— breit öffnet sich im Seetief das rauhe Kurische Haff, Heide duftet von der Nehrung herüber, mächtiger Rauch entquillt den Riesenschornsteinen der Zellstoffabrik, in Massen stehen Schaulustige am Kai. Hier wird die Ankunft des Seedienst=Schiffes schon zum Ereignis. Flach zieht der Strand sich hin nach Libau, der Stadt mit dem riesenhaften Kriegshafen und mit Leucht. feuern in allen Farben. Dann kommt eine lange strecke; die Fahrgäste genießen die breiten Decks, schwel, gen in Sonne und Seeluft: sanft wiegend fahren wir an dem hohen Hügel von Steinfort vorbei, quer durch die belebte Damyferstraße, die te Dampferstraße, die nach Riga führt. Oesel, die Insel, auf der Walter Flex sein idegl, erfülltes Leben opferte, liegt flach zur Rechten, in der Sonnwendwoche wird die„Preußen" hier vor Arenz, burg die junge Mannschaft ausbooten, die zu Fuß und zu Rad zum Grabe des Dichters wallt. Lebhafter Schiffsverkehr, eingehend Kohle, ausgehen) Holz, kündigt den Finnischen Meerbusen an. In feierlicher Schönheit erhebt sich Reval mit seinen ehrwürdigen Türmen auf hohem Ufer; durch ein unwahrscheinlich kleines Loch, gezogen von einem noch kleineren Schlepper, geht es in den Hafen, in dem das Drehmanöver zur Kunst wird. In Autos besichtigen wir unter kundiger Führung die Schönheiten der alten Stadt Jetzt geht es nordwärts, am Feuerschiff kommt der stille freundliche Lotse an Bord, weiß leuchten die Türme un Häuser der aufstrebenden Großstadt des Nordens; ein vortrefflicher Hafen nimmt uns auf: Helsinki=Helsingfors ist erreicht. B 9 Seedienst Ostpreußen: Dampfer„Tannenberg". und Motorschiff„Hansestadt Danzig“ am Vollwerk von Swinemünde phot.: Vogt(Stettin) „Wenn es dem Seedienst Ostpreußen gelingt, mit seinen drei schönen Schiffen„Hansestadt Danzig",„Tannenberg" und„Preußen", die von drei unserer angesehensten Reedereien betrieben werden. Menschen zu so durchgeistigten Reisen vom Reiche und vom Auslande her in den Osten Norddeutschlands zu bewegen, dann hat ein gerütteltes Maß liebevoller Kleinarbeit und nicht gerade sorgenlosen Planens seine Aufgabe erfüllt: Dienst lam deutschen Osten! wiche Bol Lufikurort Schieder Altenbeken—Hannover. Herrl. Hochweld. Großer Kurpark. 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Das war das Lied, das vor wenigen Tagen mit dem innersten Brustton der Tatsächlichkeit und abgründigem Baß ein einsichtiger Kollege unter uns Berliner Pressevertretern anstimmte, als wir hinausgefahren waren, sozusagen die Saison in Werder unserm Stammort der berühmten märkischen Baumblüte zu eröffnen. Diese Eröffnung durch die Berliner Presse ist alte Tradtion, und tatsächlich hat sich seit langem schon Herr Petrus brav, gefügig und in milder Altersweisheit eingefügt und gerade uns Mannen von der Feder — Verzeihung, von der Schreib= und Rotationsmaschine— noch immer gut Wetter beschert. Nur diesmal zwinkerte er listig mit den umfalteten Augen, trich sich den Wollewolkensack unterm Kinn und entschloß sich zu einer Ueberraschung uralter Gepflogenheiten, einem absoluten Novum—: er wartete auf mit einem höchst aprilmäßigen Wechsel zwischen Sonneblitzen und Hagelschauern, zweibeides aber leider untermalt von einer beträchtlichen Kälte, so daß schon ebenso beträchtliche Mengen guten Werderschen Obstweines dazu gehörten, den inneren Frost aus den Gebeinen der Besucher zu vertreiben. So denn kam es daß, in Abwandlung des alten Soldatenwitzes:„Bei schlechtem Weiter findet der Krieg im Saale statt!“, die erste offizielle Werdersche Obstblüte sozusagen im tiefen Keller stattfand, zumindest aber das Kredenzen der farbigen Flaschen und dito Flüssigkeit an besagte Mannen aus Berlin, die dann aber trotz des faulen Petruswitzes alsbald gar fröhlich beisammen saßen. Antlug von Weiß Anschließend an diesen Besuch der Berliner Presse sind dann auch schon die ersten Scharen traditionsgefesteter Berliner und Berlinerinnen nach Werder geeilt, vorfreudig auf das kommende Volksfest das diesjährige Blütenwunder zu bestaunen. Tatsächlich hat sich denn auch die Natur, obschon sie diesjährig von Petrus einfach faschingsmäßig dirigiert wurde, in ihren Bemühungen, einen halbwegs anständigen Werderschen Frühling auf die Beine zu stellen, nicht abhalten lassen. Die Pfirsichbäumchen sind wirklich schon rosig überhaucht, und auch die Kirschen, die Birnen, die Pflaumen gaben alles getan, um wenigstens mit einem Anflug weißen Blütenschimmers paradieren zu können. Und wer auch nur eine einzige Flasche des wunderwirkenden Verderschen Obstweines sich zu Gemüte führt, sieht jedoch, trotz aller Petrusmätzchen, die ganze Welt rosenvt. Und außerdem kann es sich nur noch um ein paar richtige Sonnenstündchen handeln, lieber Alter hoch droben im Rauschebart, bescher sie uns!— und das Frühlingsmärchen wird sich auch in Werder vollenden. Dennoch am 1. Mai In überfüllten Zügen, in Autos und Bussen, pedaltretend und Schusters Rappen bemühend, werden die Heerscharen aus der Reichshauptstadt nach Werder strömen, den schönen großen Festplatz bestaunen, eine landschaftlich wie architektonisch gleich vollendete Anlage, die am 1. Mai durch den Gauleiter Kube eingeweiht werden wird, und werden die Blütenwochen genießen, daß es nur so eine Lust ist. Schon ist alles vorbereitet, um den Hunderttausenden den Aufenthalt in der Blütenstadt zum höchstmöglichen Genuß zu machen und ihnen zur höchstmöglichen Bequemlichkeit zu verhelfen. Und dazu gehört viel— denn ein Werdersches Blütenfest ohne Werderschen Obstwein ist keine richtige runde Sache— tja, und die Natur hat es nun einmal so eingerichtet, daß der Obstwein so füffig durch die Kehlen rinnt, daß fanatische Liebhaber es gar nicht recht merken, wenn sie des Guten ein wenig zu viel getan haben bis sie sich erheben und zum Heimweg sich entschließen. Da beginnt ein geheimnisvoller Kreisel im Gehirn zu rotieren, der Richtungssinn will plötzlich auf höchst seltsame Art sich betätigen, die Beine entwickeln ein selbständiges, vom Hirn nicht mehr recht zu kontrollierendes Leben, den allzu pflichtgetreuen Zechern wird auf einmal so wunderlich und absunderlich— und da müssen dann die Helfer für alles, müssen die braven Schutzleute eingreifen bei allen, die urplötzlich Schlagseite erhalten haben. Tolizei und Fundbüro Aus diesem Grund hat man schon jetzt, um die Berliner in getreueste Hut zu geben, sechzig Polizeibeamte in Werder stationiert... Am Bahnhof wird auch wieder das Fundbüro errichtet— eine sehr nötige Einrichtung, die sogar Lagerstätten enthält! denn es soll, wollen böse Zungen wissen, schon vorgekommen sein, daß selige Eltern im Märchenland Blüten=Werder nicht nur ihre Kinder, sondern sogar ihr eigenes Ich vergessen und verloren und nun ohne Identität waren, so daß sie auf besagtem Fundbüro abgeliefert werden und betreut werden mußten bis zum nächsten Morgen, da dann der Alltag und ein harrsträubendes Katertier den Verlorengegangenen ein neues Bewußtsein vom eigenen Ich gaben... Wer lacht da— wer faltet da finster die Brauen? Es ist schon so: wer ein unheilbarer Spießbürger und Phlister ist, der hat im Märchenland Blüten=Werder nichts zu suchen; aber noch nie ist diese turbulente Obstweinfröhlichkeit ausgeartet, sie wandelte sich nur immer zu einem großen Gemeinschaftsfest und einer strahlenden Verbrüderung aller. So wird es auch in den kommenden Tagen sein. In diesem Sinne: Prost! Die Sauberin von Flozenz Von ttans Gethge Es gab keinen Zweifel, daß sie die Schönste war. Ganz Florenz lag ihr zu Füßen. Man verehrte sie nicht, man vergötterte sie. Rosaura Montalboni bezauberte alle. Zeigte sie sich auf dem Balkon ihres Palastes, so blieben die Leute in Scharen stehen, um staunend zu ihr emporzublicken. Schritt sie durch die Straßen, so wogte die Menge wie eine lange Schleppe hinter ihr her. Wo sie einkaufte, da kauften auch die anderen ein, wenn sie lächelte, war alles beglückt, zeigte sie eine Miene der Trauer, so waren alle, die sie sahen, in schwermütiger Stimmung. Sie hatte goldblondes Haar. Wenn sie es löste, flutete es wie ein goldener Mantel um sie her. Sie ging fast immer in Brokat. Sie war schlank wie eine junge Zypresse, in ihren blauen Augen schien der Glanz des Himmels eingefangen zu sein. Sie wohnte auf der rechten Seite des Arno. In der Umgebung ihres Palastes entstanden viele neue Häuser, da alles in ihrer Nähe wohnen wollte. Die Fischer, die auf der linken Seite des Flusses hausten, zogen auf die rechte Seite hinüber, um ihr nahe zu sein. Die jungen Adeligen der Stadt wetteiferten voll Ehrgeiz um ihre Liebe. Sie liebte keinen. Ein Jüngling aus der Familie der Strozzi, der Stolz seiner Eltern, warf sich verzweifelnd in den Arno, da er von Rosaura nicht erhört wurde. Den jungen Lorenzo della Spina fand man eines Nachts mit erstarrten Gliedern ihrem Palaste gegenüber tot auf der Straße— er hatte Gift genommen, da Rosaura den. machtvollen Anstrum seiner Gefühle zurückwies. Eine Zeitlang schien es, als ob sie dem jungen Andrea di Credi freundlich gesinnt war. Er selbst schwelgte schon in Träumen des Glücks. Da kehrte er eines Tages von einem Ritt nach Settignano nicht zurück. Man fand ihn erstochen in einem Pinienwald. Seine Neider hatten ihn Es gab Ehemänner, die ihr Hab und Gut verschwendeten, sie kauften Edelsteine und Perlen oder nahmen auch die Schmucksachen ihrer eigenen Frauen und schickten sie Rosaura Montalboni zu, in der Hoffnung, sie auf diese Weise zu gewinnen. Es gab junge Leute, denen das väterliche Erbe nichts bedeutete, wenn es galt, es für Rosaura fortzuwerfen. Es war alles umsonst. Rosaura erhörte niemand. Sie brachte ganz Florenz in Verwirrung. Die Eltern irregeführter Söhne klagten sie vor Gericht an, daß sie zu schön sei. Das Gericht wies die Anklage als unmöglich zurück. 8 Tage der Hungersnot kamen über die Stavt. Das Volk schrie nach Brot. Es wußte und empörte sich darüber, daß im Palast Rosauras bei Tisch noch immer die herrlichsten Leckerbissen aufgetragen wurden. Es wußte, daß Rosaura Montalboni noch immer abwechselnd in Milch badete und in Wein, daß selbst ihre Hunde besser genährt wurden als die Burger der Stadt. Der Unwille des Volkes wuchs schließlich wild empor wie ein tobendes Meer, und eines Tages stürmte man den Palast. Man schlug das Tor ein, die Diener wurden überwältigt, das Volk drängte lärmend in dichter Masse auf den Hof. Da stieg Rosaura in goldrotem Brokat, sanft lächelnd, die breite Freitreppe hinab. Das Volk hielt ein und starrte beglückt zu ihr empor. Alle Mienen wurden heiter. Die lautesten Schreier neigten sich am tiefsten vor der wunderbaren Erscheinung. Alles flutete in Demut zurück, bezaubert durch ihr Lächeln — und hungerte weiter. B72 Dann aber kam etwas, was ihrem Dasein in Florenz ein jähes Ende bereitete. Etwas Fürchterliches. Giovanni, einer der angesehensten Männer aus der berühmten Familie der Pazzi, war seit langem Säckelverwalter der Stadt. Er genoß das unbedingte Vertrauen aller Florentiner. Eines Tages stellte sich heraus, daß er den größten Teil des städtischen Besitzes veruntreut hatte, um Rosauras willen Giovanni erhängte sich, als es ruchbar wurde, an einem Zitronenbaum seines Gartens..... 752— Mas Nun zögerte das Gericht nicht langer, Rosaura vor die Schranken zu rufen. Man verurteilte sie zu einem eingebrannten Schandmal auf die Schultern und zur Verbannung aus Florenz. Die Richter hielten krampfhaft die Hande vors Gesicht, als das Urteil verkündet wurde, damit sie nicht schwankend würden, wenn sie sie anblickten. g0#4 bthauß Auf dem schönen weiten Platz vor dem Staothaus stellte man Rosaura an den Pranger. Man verhüllte ihr Gesicht mit einer schwarzen Maske, damit das Volk sie nicht befreite, bestochen durch ihre Schönheit. Der Henker kam, um ihr das Brandmal aufzudrücken. Er riß das Kleid vom Nacken, hob das glühende Eisen— und ließ es schnell wieder sinken, ganz ergriffen von der vollendeten Schönheit ihrer weißen Schutter. Er neigte sich, und statt des glühenden Eisens drückte er einen glühenden Kuß auf ihre blumenhafte Haut. Er weigerte sich auch in Zukunft, Rosaura zu brennen. Er mußte seine Weigerung mit dem Tode büßen. Es fand sich niemand, der gewagt hätte, das Eisen gegen sie zu erheben. Man schaffte sie, immer die schwarze Maske vor dem Antlitz, auf einem Wagen zur Stadt hinaus. Die Fahrt durch die Straßen von Florenz glich einem Triumphzug. Alles winkte ihr seligen Auges zu, die Jünglinge folgten dem Wagen in flammender Erregung und sangen Liebeslieder. Man brachte sie in die Nähe von Siena, wo sie auf einem Landgut bei Verwandten Wohnung nahm..—6 Sie durfte nicht nach Fiorenz zurück. Man hatte Angst vor ihrer Schönheit. Eine Mutter stirét Von Walter von Molo Seit langen Jahren wußten sie es: nun würgt das Geschehen die Seelen. Die Mutter liegt im Sterben, sie mißt mit herumirrenden Fingern die Decken ihres Bettes. Das Antlitz sucht zu lächeln. Sie will ihren Kindern keine üble Erinnerung hinterlassen an die Stunde, in der sie schied. Fünfmal hat sie geboren. Fünfmar war sie dem Tode nahe; vier Jünglinge steyen en Totenbett; den Erstgeborenen hat die Mutter begraben, als Kind. Das bleichte ihr Haar, seither tat das Herz so angstvolle Schläge, daß es ruhigen Gang nicht mehr Den Gatten hat sie begraben, die Knöchel hat die Not vergeblich wund gepocht; sie kam nicht über die Kinder, die Mutter wehrte sie ab. „Mutter?" flüsterte der Aelteste. Sie streichelt seine Hand die leichtsinnig ihr blutig erarbeitetes Geld verwarf, die nun ernster Arbeit dient. Der Jüngling hält der Mutter Puls. Starr stehen die Zwillinge; das Weib des einen will Mutter werden. „Noch nichts?“ fragt ängstlich der Sterbenden Blick. „Noch nichts!“," Mull Das Ende ist da. Der Mutier Hand sinkt kraftlos. Mit tiefer Rührung hören sie die Mutter beten; was ihnen Schwäche dereinst schien, feiges Festhalten an leerer Form, jetzt hat es Leben und Blut. Zu ihres toten Kindes Bild sieht die Mutter. Dreißig Jahre sind es, daß der Siebenjährige starb; sie hat ihn nie vergessen..(einen S. „Er muß jedes Jahr... seinen Kranz auf seinem ... Grab... haben...“ Ja, Mutter....1.„ Und ich liege— nehen Vare.... Ja, Mutter?!.. Eine Tür klappt auf, atemlos bringt eine Stimme „Großmutter!“ flüstert glücklich der junge Vatek, er weint.„Großmutter! Mein Kind ist da! Selig lächelnd sinkt der Kopf der Mutter zur Seite: den kraftvollen Schall des Lebens, die Tritte, mit denen ihre lebenden Kinder zu ihrem Totenbette stürzten, hört Leher sie als letztes vom Leben. Wnie I — erändio unddie SSuhe Mutter kann, so will ich mit dir ziehen!" Er legt aravitätisch seine kleine Hand in die des Schweinezüchters. Mann und Kind schauen sich in die Augen. Stumm wird ein Pakt geschlossen, den der Yaqui bis zum Tode des Erwachsenen halten wird. Kopfschüttelnd betrachtet der Offizier die ihm unbegreifliche Szene. Alle Soldaten liegen unter den Steinen begraben. Sergeant Jimenez kehrte als einziger mit einem Yaqui= gran Higtungg echrle als einzigrr mir enn, knaben zurück. Dios, das würde den Major in Magdalena einen Rüffel aus der Hauptstadt kosten, wenn er auf Befehl Don Porphirios nicht schon abgesetzt und eingesperrt wäre.“ Der beleibte Millionär, dessen rundes Gesicht die vure Gutmütigkeit selbst ist, fragt interessiert:„Wie sieht der Junge aus, kann ich ihn mal sehen?" Der Oberstleutnant drückt auf die Klingel und befiehlt der eintretenden Ordonnanz:„Den Yaquiknaben!“ Nach einer Weile wird Benito herbeigeführt. Die dunklen Augen des Indiojungen wandern melancholisch zwischen den beiden Männern hin und her.„Laßt mich zu meiner Mutter!— Wo ist der Pitaya?“ spricht er schüchtern. Der reiche Mexikaner antwortet beschwichtigend in der Yaquisprache:„Sie ist weit weg von hier in der Sierra, kleiner Mann, und ich fürchte, daß du sie vorläufig nicht sehen kannst!“ „Ich will aber zurück. Warum hat mich der Mann hergebracht?“ Der Kommandant fällt ein:„Hat er dich nicht gut behandeltf„„„„„ Widerwillig kommt die Antwort:„Er wusch den Sand aus meinen Augen, gab mir zu essen, und wenn ich müde war, trug er mich!" S Don Pedro wendet sich an den Offizier:„Was wollen Sie denn nun mit ihm anfangen?„Ich weiß nicht! Ihn wahrscheinlich einer der ansässigen Yaquifamilien übergeben, obwohl diese Burschen auch von Zeit zu Zeit das Heimweh packt und sie dann in die Hochevene davonlaufen!", Mg.„„ sein#m DahNachdenklich fingert der Miulionar an seinem Dopden Balg machen, Senor. Aber wenn Sie durchaus wollen, so nehmen Sie ihn nur. Hoffent später nicht in die Hand, die ihn aufzog!“ Der Beleibte schüttelt den Kopf:„Sie stammen aus den Zentralstaaten, sonst würden Sie das nicht sagen. Die Yaquis sind treu, wenn sie jemand lieben! Der Offizier lacht:„Liebt er Sie denn, Senor? Fragen Sie ihn doch mal!“ Don Pedro wendet sich an den stumm dastehenden Zungen:„Hör mal zu, zu den Deinen kannst du voraufig nicht zurück. Was willst du nun? Hierbleiben bei den Soldaten, damit du später selbst einer wirst, oder magst du mit mir in mein großes Haus kommen? dentto schaut von einem zum anderen, lange schweigt E. 9i6 er plötzlich herausschluchzt:„Wenn ich nicht zur Im Garten eines Palacios im schimmernden Hermosillo, der Hauptstadt Sonoras, kniet ein brauner, gutgekleideter Mexikanerknabe auf einem anderen Jungen, dessen Hautfarbe noch dunkler ist, und schlägt mit beiden Fäusten auf ihn ein. „Wehr dich doch! Oder bitte um Gnade. Wimmere doch, Yaquibalg: keucht er. Benito, der unten liegt, rührt keinen Finger und starrt seinem Peiniger haßvoll in die Augen. Wieder hämmert dieser auf ihn los. Endlich läßt er müde die Arme sinken und weint vor Wut:„Warum verteidigst du dich nicht, braunes Ferkel?“ gmar4. Benito knurrt:„Selber braun!" Der kleine Mezikaner, der an einem wunden Punkt getroffen, schreit entrüstet:„Mein Ahne war ein Konquistador, vor dem die Indios niederknien mußten, wenn er ausritt!" Der Yaquiknabe, der seit vier Jahren im Hause des Schweinezüchters wohnt und den Unterrichtsstunden der Lehrer sehr aufmerksam folgt, höhnt:„Aber einmal, in der„traurigen Nacht“ ist dein Vorfahr vor den Indios gelaufen, was er nur konnte!“ Wieder trommeln des andern Fäuste auf sein Gesicht, da schallt eine strenge Stimme von dem mit grünen Gewächsen uverhangenen Balkon:„Franzisco, steh sofort auf und laß den Benito Mißmutig erhebt sich der Junge von seinem Opfeer. Benito schnellt elastisch hoch und geht stumm ins Haus. Don Pedro Carasco, dessen Schläfen seit dem Tage, als er den Verwaisten aus Ures heimbrachte, stark ergraut sind, empfängt ihn im Salon:„Was war das wieder?“ Benito erwiderte respektvoll:„Wir sprachen über Mexikos Vergangenheit, darüber kamen wir in Streit. Er geriet in Zorn, warf mich hin und schlug mich. Aber es tat nicht weh.. Mostats= „Wenn ihr euch doch nur besser vertragen woonlel! seufzt der alte Herr. Dem Indianerknaben schießt das Blut in die dunklen Wangen. Unbewegt bleibt sein Gesicht und verrät nichts von dem, was sich in seinem Benito reckt sich, es sieht aus, als ob er in kindlichem Stolz mit der Stärke seiner Muskeln prahlen will. Dann sinkt er wieder in sich zusammen, und sein Blick ist der eines treuen Hundes, als er stockend erwidert:„Franzisco ist dein Sohn, und was wäre aus mir geworden, wenn du mich nicht den Soldaten fortgenommen hättest!" Stumm streichelt ihm der Mann über das schwarze Haar. Dann murmelt er mit abgewandtem Gesicht: „Indianertreue!" Gütig fragt er den Knaben:„Sag, soll ich dich zu den Deinen schicken?" Die dunklen Augen Benitos leuchten, seine Brust hebt und senkt sich. „Zur Mutter!" flüstert er. Fast tonlos kommt über seine Lippen:„Vater, ich tue, was du für recht hältst!" Wieder fährt Don Pedros Hand über seinen Scheitel.„Den Deinen will ich dich nicht vorenthalten. Aber noch ist es nicht so weit. Ich habe Großes mit dir vor, Benito! Ich weiß, wie leicht das Lernen dir fällt, deine Lehrer halten viel von dir. Darum habe ich beschlossen, dich und Franzisco auf eine amerikanische Schule nach Kalifornien zu schicken, damit du zum Besuch der Universität vorbereitet wirst. Und wenn aus dir was geworden ist, woran ich nicht zweifle, so kannst du deinem Stamm viel Gutes erweisen, indem du zwischen Yaquis und Regierung vermittelst. Was sagst du dazu?“ Benito bleibt lange Minuten stumm. Er sieht das schöne, ihm vorgesteckte Ziel in leuchtenden Farben vor sich und begräbt das Heimweh in seiner Brust.„Ich will!“ sagt er einfach. Don Pedros und Benitos Wunsch hat sich erfüllt. Nach langem tränenreichen Abschied Franziscos von seiner Mutter begleitete der Gatte die Knaben nach der Hafenstadt Mazatlan, von wo sie der Dampfer nach San Franzisko bringt. 8 Franzisco ist während der siebentagigen Fayrt des kleinen Dampfers fast immer seekrank. Benito, der Franzisco wie eine Amme betreut, ist lich froh.'s des Schiff endlich ins„Goldene Tor“ uf herzlich frog, als vur Schi eintäuft und gleich darauf im Hafen von San Franauszuschreien, wie ungerecht er von der Mutter Franziscos behandelt wird und wie Franzisco bei jeve: Gelegenheit die scheelsüchtige Dienerschaft gegen den „Indianerbalg“ aufhetzt. Und wie Franzisco ihn oft hinterlistig überfällt, ihm Tinte in die sauberen Schulhefte gießt und jeden sonstigen Schabernack spielt. Aber er will diesem gutmütigen Mann, der wie ein Vater an ihm handelt, nicht Schmerzen bereiten, deshalb antwortet er: Wir vertragen uns meist sehr gut! Don Pedro schüttelt den Kop.:„Eines kann ich nicht begreifen. Warum läßt du dich, ohne dich zu wehren, von ihm schlagen? Schon oft habe ich das bemerkt. Du könntest ihn doch sicher mühelos verprügeln!“ zisko Anker wirft. Ein langer, feierlich schwarz gekleideter Mann mit glattrasiertem Gesicht ersteigt würdevoll die Landungstreppe und ruft mit lauter Stimme:„Wo sind die beiden jungen mexikanischen Gentlemen, die zur BerkeleySchule wollen?“ Einer der Schiffsoffiziere macht ihn auf die Knaben aufmerksam, die an der Treppe des Promenadendecks neben ihren Koffern lehnen. Er begibt sich zu ihnen und sagt in geschraubtem Spanisch, ohne eine Miene seines hageren Gesichtes zu verziehen:„Junge Herren, ich bin der Unterprofessor Mr. Wilkins, ich habe die Ehre, Ihrer Klasse den. Geschichts= und Sprachunterricht zu erteilen. Der Direktor sandte mich, um Sie abzuholen. Sie sind doch die jungen Caras= Benito nickt bejahend, Franzisco dagegen schnaubt: Ich bin Don Franzisco Carasco, der Sohn des reichsten Mannes von Hermosillo! Dieser hierl...“ verächtlich zeigte er auf den Yaqui,„ist nur ein aufgelesener Indio von den Yaquis. Mr. Wilkins betrachtet den Sprecher mit befremdetem Stirnrunzeln.„Sie sind uns beide als die Söhne von Mr. Carasco angemeldet. Daß der junge Gentleman indianische Gesichtszüge trägt, bemerkte ich natürlich sofort. Also ein echter Indianer, noch dazu von den berühmten Sonorayquis, ist der junge Gentleman? Höchst interessant. Wirklich äußerst interesseerregend!" Er winkt einem Gepäckträger und fährt fort:„Und nun, Gentlemen, wollen wir sozusagen unsere Lenden gürten, um, bildlich gesprochen, den Staub der„Schönheit des Pazifik', wie dieses prächtige Schiff treffend genannt ist, von uns zu schütteln und terra firma zu betreten!“.... g Msug 8. Also geschieht es, daß Der. Wiltins die beiden jungen Leute in den herrlich gelegenen, nach der berühmten Universität Kaliforniens genannten Berkeley=Campus begleitet.„„ I. Der Campus ist ein riesiger Purr, er liegt an einem sandigen Küstenstreifen des Pazifischen Ozeans. Ein halbes Dutzend größerer und kleinerer Gebäude beherbergen die Lehrkräfte und etwa zweihundert Zöglinge. Die Schüler sind sämtlich Söhne reicher Eltern im Alter von zwölf bis zu neunzehn Jahren. Jeder Neuankommende wird vom„Rat der Alten“ seiner Klasse eingeschätzt. Franzisco erlebt dabei die größte Ueberraschung, als der Klassenälteste Jim, ein junger hochgewachsener Viehzüchterssohn aus Arizona, ihn nach den ersten Unterrichtsstunden vor den versammelten Knaben ins Verhör nimmt. „Also ein Mexikaner bist du?“.... 5 Franzisco wirft sich in die Brust:„Weein Vater ist der reichste Mann von Hermosillo. Don Pedro Cavohed! „Was dein alter Herr sein mag, ist mir verteufelt schnuppe, mein Sohn! Auch sein Reichtum! Schau dir diesen sommersprossigen Rotkopf an der da mit dem Kaugummi im Munde hinter dir steht. Dessen Vater ist der Stahlkönig von Pittsburg, der ebenso viele Millionen hat wie ich Cents in der Tasche! Und so gibt es viele hier!“ Zur Erläuterung mit den Geldstücken klimpernd, fährt der schlanke Jim fort:„Kannst du reiten, rudern und schwimmen, be'“.. gt. Oi, Marsanes.h Franzisco ruft stolzgeschweul.„Die Mexikaner sino sie besten Reiter der Weit! Rudern? Nein. Und schwimdie besten Nr.„„ E. men? Meine Dutter vervot mir, im Riv zu baben. Das schickt sich nicht für einen Caballero!“ Homerisches Gelächter ist die Antwort. Jim fährt fort:„Wir sind lauter weiße Amerikaner hier. Als braungeborener Spaniermischling solltest du daher bescheidener sein, verstehst du. Eigentlich sollten wir beim Direktor Krach schlagen, denn du bist der erste deiner Rasse, der nach Berkeley=Campus kommt. Hier ist Elite. Du bist unter weißen Gentlemen, also benimmm dich. Im ersten Semester sollst du übrigens für mich„faggen Was das bedeutet, darüber wird man dich noch aufklären. JFortsetzung folgt.) 16.0 18.00 Unterhaltungskonzert(Von Stuttgart). (Juli Das Rundfunkorchester(Julius„Schröder), Anita Gura(Sopran). 1. Ouvertüre zu„Raymond“ (Thomas). 2. Suite aus„Der Rosenkavalier" (Richard Strauß): a) Aufzug des Rosenkavaliers, b) Ochs=Walzer, c) Arie des Tenors, d) Frühstücksszene, e) Terzett, s) Duett. 3. Anita Gura singt„Er schläft", Arie aus„Der Waffenschmied"(Lortzing). 4. Espana(Chabrier). 5. Anita Gura singt.„Ach den, kalten Spitzen.,„Arie aus„Manon Espaze .00 Hafenkonzert .00 Funk ins Blaue .15 Unser Leben in festen Händen(Pfarrer Beckmann, Elberfeld). Elberfelder Kurrende 10.00 Vom Glauben der jungen Gemeinschaft. Eine Morgenfeier der Hitler=Jugend. Reichsrundfunkschar und Großes Orchester 10.30 Männer=Chorkonzert(Uebertragung aus Leverkusen). Männergesangverein Wiesdorf(Willi Brouwers) 11.10 Deutsche Erzähler der Gegenwart. Der Haudegen (Wilhelm Schmidtborn) 11.25 Wittener Musiktage.— Neue Musik in der Ruhrstadt(Uebertragung aus dem Lichtsaal des Markischen Museums in Witten). Ausführ.: Heinz Geissen(Klavier), das Köhler=Quartett: Otto A. Köhler, Josef Zbik, Hedwig Kamm, Gustav Schütte, der Markische Kammerchor, Leitung: Rovert Ruthenfrang„gnigung dar Mackt, 12.00 Musik am Mittag. I. Musikrorps der Wachrruppe Berlin(Obermusikmeister Friedr. Ahlers). 1. Hermann=Göring=Marsch(Gerlach). 2. Einleitung zum 3. Akt und Brautchor aus„Lohengrin“(Wagner). 3. Ein Morgen in Sanssouci(Kockert). 4. Ouvertüre„Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“(Suppé). 5. Zwei Heeresmärsche: a) Armeemarsch 2, Nr. 62; b) Armeemarsch 2, Nr. 206 (Trenkler). 6. O schöner Mai, Walzer(Johann Strauß). 7. Ouvertüre„Flotte Bursche(Suppé). 8 Wir sind ein Volk der Treue, Marsch(Linscheid) 13.00 Ein Wort an die Hörer„.„„ 986 13.15 Musik am Mittag(Von Berlin, Forts.). ausf.: Hans Bund und sein Orchester 14.00 Kleines Frühlingskonzert. Für unsere Kinder 14.45 Lustiger Rätselfunk 16113 Eumiherig. 15.25 Zum Tag des deutschen Kannsports. Funrbericht 15.40 3. Reichssieger=Ausstellung des Reichsverbandes für das deutsche Hundewesen in Köln. Funkbericht 16.00 Nette Sachen aus Köln. Johanna Voß(Sopran); Liselotte Mann(Alt); Hubert Kirsch(Bariton); Walter Sommerfeld(Xylophon); Kurt Schäffer (Violine); Albert Steinmann(Cello); Theo Hombach(Posaune); Begleitung: Egbert Grape; das Kleine Orchester(Leo Eysoldt) 18.00 Wo bist du, Kamerad? Funkappell alter Frontsoldaten 18.30 Kleine Musik aus der Jugend 19.30 3. Deutsche Meisterschaft im 35=Kilometer=Gepäckmarsch(Von Leipzig) 20.05 Wagner— Liszt— Tschaikowsky(Otto Julius Kühn). Hans Haaß(Klavier). 1. Venusbergmusik aus„Tannhäuser“(Wagner). 2. Waldweben aus „Siegfried"(Wagner). 3. Zwei Stucke aus„Wanderjahre": Il Pensieroso: Sposalizio(Liszt). 4. Konzert in Es=dur für Klavier und Orchester (Liszt) 5. Aus der Serenade für Streichorchester: Elegie: Walzer(Tschaikowsky). 6. Francesca di Rimini(Tschaikowsky) 22.30 Unterhaltungskonzert(Von München). Münchener Tanz=Funk=Orchester(Bruno Aulich). Die Münchener Funkschrammeln Deutschlandsender: 16.00: Musik am Nachmittag. Heiterkeit und Fröhlichkeit. 18.00: Melodie und in den, kalten Spitzen.,„Arie aus„Manon Lescaut"(Puccini). d. Fixsternleuchten, Konzertwalzer(Dennemarck) 19.00 Schöne Stimmen auf Schallplatten 19.45 Kleine Bücherkunde des Reichssenders Köln 20.10 Die Westdeutsche Wochenschau(Dr. Ernst) 21.00 Unterhaltungskonzert. Das Kleine Orchester (Leo Eysoldt); Hubert Kirsch(Bariton): Willi Jansen(Akkordion). 1. Vorspiel zur Operette „Indigo"(Joh. Strauß). 2. a) O bella amorosa, Serenade(Dostal), b) Sizilianischer Wein, Walzer aus„Die Vielgeliebte“(Dostal). 3. Kostümball, Suite(Fassunge): a) Pierrette, b) Pierrot, c) Pantalon, d) Rokoko=Menuett, e) Harlekinade. 4. a) Heimat, Grenzlandlied(Strecker), b) Heimat, du Inbegriff der Liebe(Kollo). 5. Pittoresker Tanz(Ortleb). 6. a) Harmonika=Walzer (Alex),). Fips und Faps, Intermezzo(Alex). 7. Ich träume immer nur von dem einen, Lied und Csardas(Grothe) 22.30 Das Schatzkästlein enthält Lieder und Stücke für das Cembalo von Georg Philipp Telemann. Friedrich Eugen Engels; am Cembalo: Erika Schütte 16.00 Musik unserer Zekt. 1. Zwei Volkslieddu=tie: g bet: Der Schnitter Tod(Anton Schäfers). 2. fonische Variationen für Cello u. Klavier, Werk 24 (Ulrich Hildebrandt). 8. Vier Phantasien für Kla. vier: Serenade; Wetterleuchten: Im Traum: Tarantelle(Hermann Unger). 4. Agrion und die Raubfliege, eine Libellengeschichte(Werner Hei, nen). 5. Zwei Volksliedduette: Wahrsagung der Zigeunerin: Der Kosak und sein Mädchen(Anton Schäfers). Lisa Kessemeier(Mezzosopran); Roli Pfarr(Bariton): Anton Schäfers(Klavier); FranFaßbender(Cello): Erich Rummel(Klavier) 16.45 Aus Volkstum und Heimat. Darin: Das rheinische Landesmuseum in Bonn öffnet seine Pforten. Bunte Seide zur Freude der Frauen.— Sauerländer Bilderbogen.— Von der Schreibmaschine zum Melkeimer 18.00 Blasmusik(Von München). Das Musikkorps des Infanterieregiments 61(Musikmeister Kohmünch). 1. Schneidige Truppe(Lehnhardt). 2. Ouvertüre zu„Alessandro stradella"(Flotow). 8. Der Lenz. Lied(Hildach). 4. Orchideen, Konzertwalzer (Schönian). 5. Ein Fest in Aranjuez, spanische Phantasie(Demerssemann). 6. Zwei Märsche: a) Tritt gefaßt; b) Prinz Eugen(Schifferl) 19.00 Schach dem Zaren. Eine Stunde weltgeschichtlicher Entscheidung. Dramatische Szene von Wilhelm Müller=Scheld. Personen: Alexander, Kaiser von Rußland(Josef Kandner); Stein(Alb. Oetterz. hagen); eine alte Exzellenz(Paul Apel); ein französischer General, der Gesandte Napoleons I.(Kurt Ehrhardt). Zeit: 1812; Ort: Petersburg 19.30 Kleine Musik 19.45 Momentaufnahme Rhythmus. Tanzorch. Joost. 20.00: Gruß a. d. 23.00 Nachtmusik. Uebertragung aus dem„Kaffee Schwabenländle. 20.30: Musikexpreß. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir bitten zum Tanz(O. Joost) GSIE 10.00 Verkehrsunfall! Wer trägt die Schuld....? 10.30 Was brachte der Sportsonntag?(Richard Heinemeyer) 11.50 Bauer merk auf! 12.00 Die Werkpause. Was sich die Arbeiter des Sendegebietes wünschen 13.15 Schloßkonzert(Aus Hannover). Das Niedersächsische Sinfonieorchester(Otto Ebel von Sosen); das Niedersächsische Vokalquartett. 1. Ouvertüre „Frühlingsluft" von Joh. Strauß(Reiterer). 2. Paraphrase über das Volkslied„Der Lindenbaum“(Weninger). 3. Zwei Lieder für Vokalquartett und Streichorchester(bearb. Sosen): a) Vaterlandsliebe, b) Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald. 4. Einquartierung— Hannoversche Post(Lange). 5. Die Werber, Walzer (Lanner). 6. Flamme empor, Konzertouverture (Zimmer) 14.15 Kleine Musik. Die Funkschrammeln und Franziska Hamacher(Sopran) Wien" in Düsseldorf. Die Kapelle Leo Prümper 20.10 Unterhaltungskonzert. Hermann Neidenhoff(Balalaika). 1. Liebestraum nach dem Ball(Czibulka). Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend! 20.00: Rückblick a. d. Olympischen Winterspiele in Garmisch. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir bitten zum Tanz!(O. Joost) BEEEE 10.00 Hier ruft Deutschland(Von Stuttgart) 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Die Werkpause. Was sich die Arbeiter des Sendegebietes wünschen 13.15 Unterhaltungsmusik(Von Leipzig). Billy Golwyn und Friedbert Sammler(Klavier); Margarete Stahl und Albert Lampe(Harfe); Emde=Orchester u. das Funkorchester(Theodor Blumer). 1. Ouvertüre zu„Abu Hassan“(Weber). 2. Thüringer Waldsuite: a) An der Werraquelle; b) Im Schwarzatal; c) Nächtlicher Spuk am Rennsteig; d) Auf der Wartburg(Ortleb). 3. Wikingerfahrt, Phantasie für zwei Harfen(Poenitz). 4. Phantasiestück(Urauffuhrung)(Wennig). 5. Ungarische Tänze(Brahms) 14.15 Konzert auf der Welte=Mignon=Orgel(Josef Bachem) 2. Frühlingsserenade(Douglas). 8. Tango(Albeniz). 4. a) Ukrainische Skizze(Andreff); b) Lesginka, Tanzlied(Andreff). 5. Die frohen Spatzen(Löhr). 6. Moosröschen(Bosc). 7. a) Altes Wolgalied (Andreff); b) Der Mond scheint(Andreff). 8. Se. renade(Rachmaninoff). 9. Zwei Gitarren(Ferrais). 10. a) Csardas(Nassonow); b) Kujawiak, Mazurka(Wieniawski). 11. Lachendes Leben (Kockert„„„ 21.00 Junge Mannschaft. Werke von Heinrich Spitta. Das Große Orchester und die Reichsrundfunkspielschar.„Wir sind die junge Bauernschaft". Feierliche Musik für Orchester.„Von der Arbeit“, eine kleine Kantate, Partita für Orchester. Kanon„Ungezählte Hände sind bereit", für Orchester und Chor, Blasertrio(Flöte, Oboe, Fagott).„Heilig Vaterland". für Orchester und alle 22.20 Kurzschriftdiktat(Ferdinand Sonntag) 22.30 Englische Unterhaltung. Ein Engländer reist durch Deutschland, von Ingeborg Hesse. Sprecher: Ingeborg Hesse, Dr. Kirsch 22.45 Spanische Unterhaltung(Carmen Müller=Zuleika, Dr. Beinhauer) 23.00 Funkstille Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend! Grock gibt eine Vorstellung! 20.10: Wir bitten zum Tanz(O. Joost). 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Beliebte Melodien Gollesvienst der ergi. Gememnden 11.15: Hardt. Jung11.15: Sonntag, 26. April 1936 (Ohne Gewähr.) Sammlung für die evangl. Heilund Pflegeanstalten. Christuskirche..45: Winnacker: K62. 11.15: Hardt; 15: Tauffeier: Hardt. Do 20: Rüstgottesdienst, Friedenstirche..30: Klose: 11.15: Winnacker: 12.15: Tauffeier: Winnacker. Do 20: Rüstgottesdenst, Lutherkirche..45: Henriei K69. 11: Schmidt II; 12: Tauffeier, Schmidt II. 2 Lunig. 1 Pauluskirche. 8: Henrict,.30: Dr. Ehrenberg;.15: Klose. Johanneskirche. 9: masurischer Gottesd., Schneider; KGD. Henrict. Krankenhauskapelle..30: Herberge zur Heimat. 9: Cur„..(emeinsen. 6. Bezirr(Gemeindeheim). KGD., Scherler: Mo und Di 16 bis 18: Jungbibelschar; Mi 8: Wochengottesdienst: Do 8: Jugendbibelstd. Fr 8: Bibellesestunde. 7. Bezirk(Jugendheim). Di.30: Bibelstunde für die weibl. Jugend; Fr 20: Bibelstunde. 10. Bezirk(Wichernhaus). Mi 20: Bibelstunde; Do 8: Rüstgottesd. Stadtmission Bochum, Joachimstr. Nr. 8. So 149 Sonntagsschule: 17: Bibelstunde: Mi 15.30: Frauenstde.; 20.15: Jugend; Do 20.15: Bibelbesprechstunde. Bochum Engelsburg, Betsaal. Jeden Dienstag 20: Bibelstunde. Bochum=Hamme, Glückaufstr. 33. Fr 16: Bibelstunde für jedermann. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde; 18.30: Evangelisations= stunde: Di 16: Frauenstunde; Do 8: Bibelstunde.„„### Jugendbund fur enrschiebenes Christentum, Königsallee 163. So 2: junge Männer, Jugendbundstde.; 16.15: junge Mädchen, JugendbundZweigst. Konfirmandensaal„Weilenbrink“(Johanniskirche). Mei 20: Evangelisationsstunde. Kirchlich=evangel. Gemeinschaftsverein Bochum, Adolfstr. 20. So 10: Sonntagsschule: 13.30 bis 15: Posaunenchor: 15 bis 17: Gemischter Chor: 17.10: Evangelisation: Mi 15: Frauenstunde: Do 20: Bibelstd. Altenbochum. So.30: Frühgottesdienst, Vikar Dummer;.45: Hauptgottesdienst, Christiansen: 11: KGD., Christiansen: 12.45: Tausen, Sup. Niederstein; 14: KGD., Sup. Niederstein: 16: Oesterl. Gemeindefeier im Lutherbaus: 20: Gemeinschaftsstunde; 20.15: Bibelstunde für die weibl. Jugend. Mi 20: Gemeindebibelstunde im Lutherhaus: Do 17.30: Bibelschar 5; 20: Bibelstunde für die männl. Jugend: Fr 18: Bibelschar 3. Weitmar. So 8: Frühgottesd. P. Sassenberg:.45: Hauptgottesd. P. Sauer: 11: KGD.; 12: Kirchentaufen. Bibel=, Gemeinschafts= und Vereinsstunden in Wettmar: Mi 20: Bibelstunde im Kindergarten an der Schützenstraße: Do 20: Gemein= schaftsstunde: Fr 20: Gemeindebibelstunde im Gemeindesaale an der Kirche.— Blaukrenzverein Wettmar: So 15: Vereinsstunde. Weitmar=Mark: Mi 17: Reichskirchl. Frauenhilfe Wettmar=Mark, bei Meßmann. Eppendorf:„So 14.30: Evangelisationsstunde: wi 20: Gemeinschaftsstunde: Do 15: Reichskirchliche Frauenbilfe, anschl. Ueben des Frauenchors. Bärendorf=Süd: So 17: Männerbibelkreis in der Schützenstraße(Kindergarten). Bekenntnisgemeinde Weitmar Gottesdienst im Vereinsbaus KarlFriedrich=Str., P. Jörgens(Unna) .=Engelsburg..30: Gottesdienst, Dieckhoff; 11: KGD.; 12: Tausen; 18: Blaukreuzverein. Di 20: Stadtmission: Mi 20: Gemeindebibelstde.; Do 19: Blaukreuzstunde. .=Wiemelhausen. Melanchthon: 8: Bertelsmann;.45: Engelbert; 11.30: KGD. und Kirchentausen, Engelbert. Do 20: Rüstgottesdienst zum Tag der nationalen Arbeit. Helferkreis: nach dem Hauptgottesdienst am 3. Mai evtl. kurze Besprechung im Ernst=Moritz=Arndt= Haus.— Petrikirche: 8: Frühand. (Christenlehre), Niedermeier;.30: Gottesd., Bertelsmann; 11: KGD. und Taufen. Mo 20: Jugenbibelstunden: Di 15.30: Frauenhilfe (Niedermeier): Mi 20: Bibelstunde im Paul=Gerhardt=Haus fällt aus: Do 20: Gottesdienst am Vorabend des Tages der nationalen Arbeit, Nöllenberg. .=Harpen. Kirche Harpen: So .30: Hauptgottesdienst; 10.45: Kindergottesdienst: 11.30: Tause(Pf. Leich); 10: Gottesdienst, Schunke; anschl. KGD. Di 20.15: Bibelstde. in Kornbarpen: Mi 20.15: Bibelstd. in Kirchharpen; Do 20: Rüststunde für den Tag der nationalen Arbeit; Fr 20: KGD.=Vorbereitung. .=Gerthe. So.30: Gottesd. 10.30: KGD.; 15: Bruder Wolk spricht in Lobetal. Mo 17: Bibelstunde für Mädels von 12 bis 14 Jahren; 20: Bibelstunde für die weibliche Jugend, im Jugendheim: Di 7: Frühandacht in der Kirche: 19.30: Bezirksbibelstunde für das Mittelfeld und den Kray. Mi 20: Gemeindebibelstunde im Konfirmandensaal: Do 15.30: Bibelstunde für die Mädel von 10 bis 12 Jahren; 17: Bibelstunde für die Jungen im Jugendheim; 19.30: Bezirksbibelstde. für Klüsenerstraße. Fr 7: Frühandacht in der Kirche. Sa 19.30: Gebetsgemeinschaft. Di 19.30; Bibelschar=Knaben: Mi 16, Bibelschar=Mädchen: Mi 15, Fr 15; Frauenchor Haar: Mi 17; Kirchenchor: Do 20. .=Uemmingen..30: Kromberg; 10.45: Kirchentaufen: Mi 20: Jugendbibelstunde in Querenburg. .=Linden. 8: Bäumer:.30: Weber: 11: KGD.; 12: Taufen; Gottesdienst im Krankenhaus: Bäumer. Mi 17: Taufen, Bäumer. Di 19.30: Bibelstunde für junge Mädchen; 19.30: Bibelstunde der Jungschar des Wartburgvereins. Mi 20: Bekenntnisbibelstunde für Hohwege; Do 20: Bibelstunde für junge Männer. .=Dahlhausen..30: Neuhaus: 11: KGD.; 12: Taufen. 15: Blaukreuzverein. Mi 20: Bibelstunde; Do 20: Bibelstunde des Blaukreuzvereins. .=Langendreer..30: Morgenwache;.30: Gottesdienst, Evangel. Wolk; 11 KGD.; 20: Letzter Evangelisationsabend: Sa 20: Gebetsst. .=Werne..45: Hauptgottesd. mit Nachkonfirmation(Schloemann), 11.15: KGD.: 12.15: Kirchentaufen. Mo 20: Bibelbesprechstunde im Gemeindehaus: Mo 20: Bibelstunde i. Oberlinhaus: Do 20: Bibelstunde in der Vollmondschule; Sa 20: Gebetsstunde. Kreta. 10: Gottesdienst: 11.15: K60. Wattenscheid. Friedenskirche: 8: Frühgottesidenst; 10: Hauptgottesd. 14: KGD.; 15: Taufen.— Evgl. Krankenhaus: 10: Hausandacht.— Kapelle zu Höntrop:.30: Hauptgottesdienst.— Gemeindehaus Leiihe: 10: Hauptgottesdienst Jeden Donnerstag abend Bibelstunde der reichskirchlichen Gemeinde in der Alten Kirche., 166226 8. Wanne. Christuskirche: 8: Frühgottesdienst, P. Bunte;.45: Hauptgottesdienst, Hilfspr. Dr. Franz; 11.30: KGD.; 12.30: Taufe. Do 20: Gotesdienst am Vorabend des nationalen Feiertages, P. Lic. Naunin. Organistendienst: Konrektor Lutberkirche: 19.45: Höhrmann.— Lutherkirche:.45: Hauptgottesdienst. P. Bunte: 11.30: KGD.: 12.30: Taufen; 14: masurischer Gottesdienst, P. Naunin. Organistendienst: Lehrer Dietz. Amtswoche: P. Bunte. Eickel. Johanniskirche. 8: Frühgottesdienst, P. Kurras; 11.30: Kindergtttesdienst, P. Kurras; 12.30: Taufgottesdienst, P. Kurras. Evg. Krankenhaus: 10: Gottesdienst auf der Inneren Frauenstation. P. Kurras. Freitag, 1. Mai(Tag der Arbeit): Gotte.dienst in der Kapelle, P. Kurras. Röhlinghausen. 8: Frübgottesd., Sup. Krahn:.30: Hauptgottesd., P. Tigges; 11: KGD., Sup. Krahn; 12.30: Taufen. Freitag 19.30: Gemeindebibelstunde. .=Hordel. 8: Gottesdienst, Vikar Quarz aus Crange;.30: KGD. im Gemeindehaus; 10: Gottesdienst, P. Abendroth; 11.15: KGD. in der Kirche; 12.15: Kirchentaufen. Vollesvleist der lath. Gemnemden Sonntag, 26. April 1936 (Ohne Gewähr.) Propstei. 6: hl..;.45: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Österkommunion des Vinzenzvereins u. der., 2. u. 3. Knabenklasse..45: hl. M. m. Pr.: 9: hl. M. für Gymnasium alse und Oberrealschule; 10: Hochamt m. . Hocha Pr.: 11.15: hl. M. m. Pr.; 14.30: .=Hamme. Frühgottesdienst an der Maarbrücke: 8: Kraemer; im Gemeinedhaus 8: Simon: Hauptsottesdienst in der Kirche.45: Kraemer(Jahresfest der weibl. Gemeindejugend); in Wegescheid.45: Simon; KGD. in der Kirche 11.10: Kraemer; im Gemeindehaus 11.15: Bach; Taufstunde in d. Kirche 12.15 Kraemer: im Gemeindehaus 12: Bach. Bibelstunden: Mi 20: an der Maarbrücke: Mi 20: in Wegescheid; Do 20: im Gemeindehaus. Vorbereitung zum K6D Fr 20; im Gemeindehaus: Fr 20: in Wegescheid. Blaukrenzverein: So 16.30: im Kirchsaal: Do 20: in Wegescheid. Evang. Gemeindejugend: a) männl. Mo 20: Bibelgruppe(Jungvolk): Di 17 bis 19: Bibelscharstunde: Di 17: Bibelscharstunde(10= bis 14jährige). Christenlehre, danach stille Anbetung: 20: Sakramentsandacht mit Segen.— An den Wochentagen ist jeden Mittag 14 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und danach stille Anbetung. 19.30 Uhr: Komplet, Segen und Repositio. Im Maimonat ist die Schlußandacht mit der Maiandacht um 20 Uhr verbunden. Hiltrop. So.30: Gottesdienst: 10.45: KGD.; 11.45: Taufen. Mi 20: im Gemeindehaus Gemeindebibelstunde: Do 20.15: im Gemeindebaus Gemeindejugendbibelstunde; Mo 17 bis 19: weibl. Bibelschar im Kindergarten: Di 20: weibl. Jugendschar im Kindergarten. .=Hofstede=Riemke. 8: Mübge: 10: Pitsch: 11.15: KGD., Pitsch: 12: Taufstunde. Mi 20: Bibelstunde im Lutherhaus, Mübge; 20: Bibelstde. im Kindergarten an der Riemker Straße, Pitsch. Do 20: Rüstfeier für den Tag der nationalen Arbeit, Pitsch. Männliche Jugend: So 15: Jugendbibelstunde: Mi u. Fr 17.30: Jugendbibelschar. Weibliche Jugend Hofstede=Riemke: So 15: Jugendbibelstunde: Mo und Di 17.30: Jugendbibelschar; Mo 20: Jugendbibelstunde. Weibl. Jugend Marmelsbagen: Di 20: Jugendbibelstunde; Kirchenchor: Di 20.30. Blaukreuz= 10.15:KGD. im Vereinshaus Karl=]verein: So 15, Do 20: Friedrich=Str.; 17: Männerdiens,.„ 889. Ameslng Gemeindesaal neben der Kirche. Mi.= Stiepel..30: Gollesolenn in 20: Bibelstunde im Vereinsbaus der Kirche, Lohmeyer; Karl=Friedrich=Str.: Do 15: Frau11: KGD.: .30: Gottesdienst im Lutherbaus, Husemeyer; 11: KGD. 10: Gottesdienst in Buchholz, Altena; 11: K60. Frauenbilfe Dorf: Do 16: ): Bibelstunde Versammlung bei Wallbruch, Gräin Eppendorf bei Schmidt: Fr 20: fin=Imma=Str.; Jugendschar Dorf: Bidelstunde. in Eppendorf bei Hill. Di 19.30: Buchholz: Di 18; Haar: enhilfe Bärendorf=Süd: 15.30: Frauenhilfe Eppendors=Heide: 20: Gemeinschaftsstunde im Gemeindesaal neben der Kirche; 20: Bibelstunde Christ=König(Franziskanerkloster). 6: hl. M. ohne Pr.; 7: hl. M. mit Gemeinschaftskomm. der Vinzenzvereine und des Frauen= und Müttervereins St. Hedwia, Predigt; .15: Kindermesse m. Pr. und Gemeinschaftskomm. aller Kommunionkinder aus beiden Schulen;.30: Hochamt m. Pr.; 11: letzte hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre über Frage 47: Zweck der Menschwerdung Christt: kurze Andacht und Segen: 20: Missionsandacht. St. Marien. 6: erste hl..:.15: Frühm. m. Pr.:.30; dritte hl. M. m. Pr.;.30: Sakramentsprozession um die Kirche, danach Hochamt mit sakram. Segen: 11: letzte hl. M. m. Pr.: 14.30: Osterandacht u. Segen. St. Joseph..15: hl. M. mit gemeinsch. bl. Kommunion der Jungfrauen:.30: bl. M. m. Pr.: bl. Kommunion der Klosterschule:.45: hl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr. 11.15: dl. M. m. Pr.: 14.30: Osterandacht: 15.30: Andacht mit Vortrag für die Jungfrauen. St. Antonius..30: erste dl.., gem. hl. Kommunion des Müttervereins: 8: Frühm. m. Pr.;.30; Hochamt m. Pr.; 11: letzte dl. M. m. Pr.: 14.30: Andacht: 16: Andacht für den Mütterverein. Kapelle des St. Elisabeth=Hospitals. Die Feier der Ewigen Anbetung findet statt von Sonntag, 26. April, 19 Uhr, dis zum Morgen des 27. April, 7 Uhr. Klosterkirche der Redemptoristen. 5 u. 6: stille dl..; 7: Singmesse m. Pr.: 8: Sinam. m. Pr.: 9: Gottesdienst für die böberen Mädchenschulen: 10.30: polnischer Gottesd.: 15: polnische Andacht: 16.40: Bruderschaftsandacht zu Ehren der Mutter von der immerwährenden Hilfe, Predigt m. sakram. Segen; 19: Rosenkranz, Predigt u. Segen für die Erzbruderschaft der hl. Familie. An Werktagen: 6, 7 u. 8: stille dl..; morgens 8: Segensm. zu Ehren d. bl. Gerhard; 20: Segensandacht. Dienstag und Donnerstag 8: Gemeinschaftsmesse. St. Meinolphus. 6: hl..; 7: Gemeinschaftsmesse; 8: Schülerm.; 9: Kinderm.; 10: Hochamt; 11.30: letzte hl..; 15: Andacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. erste hl. M.(Gemeinschaftsmesse) mit gem. hl. Kommu. der Jungfrauenkongregation und aller Jungfrauen sowie gem. hl. Kommunion des Vinzenzvereins der Gemeinde. 8: Frühmesse m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Kinder der 3. Kl. u. der Kommunionkinder von Querenburg;.15: hl. M. m. Pr.: 10.30 Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht m. Segen. Wallfahrtskirche,.=Stiepel..35: Frühmesse: 10: Hochamt; 16 u. 18: Andacht. Wochentags.05: hl. M. Mittwoch 10: Hochamt; von 14 bis 16: Aussetzung und Anbetung. St. Liborius,.=Grumme..30: Gelegenheit zur hl. Beichte; 7: hl. M. mit Pr. 8: Austeilung der bl. Kommunion:.30: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion des Paramenten=Müttervereins: 10: Hochamt m. Pr.: 15: Taufe: 19: And. und Auferstehungsfeier mit Darstellung der Auferstehung durch die Spielschar. Hl Kreuz..30: Austeilung der hl. Kommunion; 7: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Frauen und Mütter:.30: hl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Mädchen: 10.30: Hochamt mit Pr.: 14.30: Sakramentsandacht: 15: Vortrag für die Frauen u. Mütter. Herz Jesu..=Hordel..30: bl. .: 8: hl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht. Herz Jesu,.=Hamme..30: bl. .: 8: hl. M. m. Pr.:.30: Hochamt m. Pr.: 11: dl..: 14.30: Andacht: 16: Andacht für Frauenund Mütterverein. St. Anna,.=West. 7: bl. M. m. Gesang:.30: Kinderm. m. Gesang: 10: Hochamt. In den bl. M. fällt die Predigt aus, dafür wird ein Hirtenwort des Hochw. Herrn Erzbischofs über den Priestersamstag verlesen. 14.30: Andacht m. Segen 15: Taufen: 16: Andacht m. Pr. u. Segen für die Frauen d. Gemeinde St. Franziskus,.=Riemke..15: bI., gem. dl. Kommunion des Müttervereins:.15: hl. M. m. Pr. gem. hl. Kommun'on der Provitzer Schule, auch der zu Ostern aus der Schule Entlassenen u. der Vinzenzkonferenzen:.30: hl..:.30: feierliches Primizhochamt m. Festpr.; 11.15: letzte hl. M. m. Pr.: 15.30: Taufen: 16: feierliche Dankandacht mit Erteilung des Primizsegens. Dreisaltigkeit, Bochum..30: hl. .; 8: hl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Sakramentsand. 15: Taufe. St. Franziskus,.=Weitmar..15 Frühm. als Gemeinschaftsm.;.20: Austeilung der hl. Kommun.;.30: 2. hl. M. als Betsingmesse m. Pr.: .45: Hochamt m. Pr.: 10: Kindermesse m. christl. Unterricht; 11: hl. M. m. Pr.: 15.30: Kindheit=JesuFeier mit Opfergang: 15.15 Taufen; 18: Andacht f. d. ganze Gemeinde. Liebfrauen,.=Linden..50: Austeilung der hl. Kommunion an Männer, Jünglinge u. Jungfrauen. hl. M. m. Pr., gem. hl. Komm. der Mütter, Gelegenheit zur bl. Beichte;.05: hl. M. mit Ansprache für die Kinder, gem. bl. Komm. der Kinder der unteren Klassen, Gelegenheit zur hl. Beichte; 9: Hochamt m. Pr.: 10.30: hl. M. m. Pr. St. Michael,.=Dahlhausen..30: Frühmesse m. Pr.; gem. hl. Komm. der Mütter: 10: Hochamt m. Pr.; 15: Andacht. St. Engelbert,.=Dahlhausen. 7: Frühmesse m. gem. hl. Österkomm. aller Frauen der Pfarrei;.30: Hochamt mit Osterprozession; 14 Taufe: 14.30: Andachi zur österl. Zeit, danach Austeilung der Geheimnisse des lebend. Rosenkranzes. Fronleichnam,.=Laer..30: Frühmesse m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Mütter u. Frauen, sowie der Mitglieder des Vinzenzvereins: 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre und kurze And., daran anschl. sofort kirchliche Versammlung der Mütter u. Frauen; danach(also nicht vor 15.30): hl. Taufe. Liebfrauen,.=Altenbochum..30: Frühmesse m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Mitglieder des Knappen= und Arbeitervereis, des st.=Joseph=Männervereins und der übrigen Männer; 8: hl. M. m. Pr. und Austeilung der hl. Kommun.; .30: Hochamt m. Pr. und Austeilung der hl. Komm.; 11: letzte hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre m. begen; 15: Taufe: 20: feierliche Eröffnungspredigt der eucharistischen Familienwoche. Herz Jesu,.=Werne..45: erste hl..;.15: zweite hl. M. m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Frauen und der Kinder des 7. u. schuljahres der Deutschen Reichsund Harpener=Weg=Schule: 10.15: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht; 15: Taufe. St. Marien,.=Langendreer..30: hl..: 8: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Frauen und Mütter und der Mädchen des 4. u. 5. Schuljahres: 9: hl. M. mit voln. Gesang und Pred.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre und And.: 15.30: Andacht m. Pr. für die Polen: 16.30: Andacht für die Frauen und Mütter. St. Bonisatius,.=Langendreer. .30: bl..; 8: Frühmesse m. Pr. und Gemeinschaftskomm. des Vinzenzvereins und der Frauen:.15: Kindermesse mit hl. Komm. der Schulkinder und Singen der Speyerer Domfestmesse: 10.15: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre u. Andacht: 18.30: Komplet u. Segen. Hl. Geist..=Harpen..30: Frühmesse mit Pr.: 10: Hochamt m. Pr. 14.30: Herz=Jesu=Andacht. St. Elisabeth,.=Gerthe. 7: bl. M. m. Pr.: gem. hl. Kommunion aller Frauen der Gemeinde:.30: hl. M. m. Pr.: gem. hl. Kommun. der Leoschule: 10: Hochamt m. Pr: 11.15: bl. M. m. Pr. und Gesang in voln. Sprache: 14.30: Andacht. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühmesse m. Pr. und gem. bl. Kommunion der Männer und der Knabenklasse: 10: Hachamt m. Pr.: 14.30: Sakramentsandacht. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Frühmesse:.30: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre und Segen; 17: Andacht mit Predigt. St. Gertrud, Wattenscheid..30: hl..:.30: hl. M. m. Nr.: Generalkommunion der Volksschulklassen 1a und 2a 15 und 25:.30: hl. Messe m. Pr.: Generalkommanion der Schulklassen 3 und 4:.30: hl. Messe m. Pr. für die höheren Schulen:.30: Hochamt m. Pr.; 11: bl. Messe m. Pr.: 14.30: vorläufige Schlußfeier d. Kindermission; 15.30: Taufe. Solftige Gemeinden Sonntag, 26. April 1936 (Obne Gewähr.) Ev.=Luth. Kreuzgemeinde Bochum. Kreuzkirche, Gahlensche Straße 146: So.30: Frühgottesdienst, Pfarrer Kerle: 10: Hauptgottesdienst, Pfr. Stallmann; 11: Taufen; 11.30: Kindergottesdienst. Mi 20: Bibelstunde, Pfr. Stallmann; Fr.30: Nationalfeiertag. Pfr. Kerle.— Gemeindeheim, Lutherhof: So 15: Jugendstunde mit Konfirmandenempfang. Di 20: Kirchenchor: Do 15: Frauenstunde. Evg.=luth.(altluth.) Gemeinden in Bochum. 1. Gemeinde, Dibergstr. 52. So 10.20: Predigt(Kand. Bever). 2. Gemeinde, Kirche am Hindenburgplatz: So.30: Predigt, Past. Greve; 11: KGD.; 15: Jungmädchenstunde. Freitag, 1. Mai, 8: Frühgottesdienst. Freie evg. Gemeinde, Rottstr. 34a. .30: Bibelbesprechstunde; 16.30: Jahresfest des Chores: Mo 20: Chorprobe: Di 20: Jugendstunde: Mi 15.45: Kinderunterricht: 20: Bibelstunde.— Gerthe, Gerther Str. 10. So 15: Predigt, Prediger Reich: Di 18: Bibelstunde.— Hordel, Laakenbruch 60. Do 18.30: Bibelstunde. Evgl. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Alleestraße 48. Sa 20: Evangelisationsversammlung für Männer: So 8: Uebung des Männer= chores;.30: Gotetsdienst, Pred. R. Barchet, Tabarz. 11: KGD.; 16: Evangelisationsversammlung nur f. Frauen; 20: Evangelisationsverslg. Di 17: Bibelstunde in Riemke, Riemker Str. 75; 20: Bibelstunde in Wattenscheid, Bismarckstraße: Mi 15.30: Katechetischer Unterricht, Alleestr. 48; 20: Bibelstunde in Bochum, Auferstehungskirche: Do 15.30: Frauenstunde; 20: Uebung des Gemischten Chores; 20: Bibelstunde in Witten, Augustastraße 47. 1. Baptistengemeinde, Immannelskirche, Hermannshöhe 21: So.30: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundbenk; 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Pred. Janssen; 17.30: Gemeindestunde. Mi 20: Gebetsstde. — Gemeindesaal.=Hamme, Hofsteder Str. 131. So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 17: Gottesd., Pred. Dr. Mundhenk; 18.30: Gemeindestunde. Do 20: Bibelstunde, Pred. Janssen.— Gemeindesaal.= Bärendorf, Goldhammer Str. 17. So.20: Bibelstunde, Pr. Janssen; 11: Sonntagsschule: 20: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde, Prediger Dr. Mundbenk.—.=Harpen, Kornharpener Str. 241. So 11: Sonntagsschule.—. Gemeindesaaal Wattenscheid, Bochumer Str. 36.(So 9: Bibelstunde: 10.30: Sonntagsschule. Mi 20: Bibelstunde.— Gemeindesaal.=Werne. Am Born. Se .30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Di 20.15: Bibelstunde. 2. Baptistengemeinde.=Weitmar. Am Steinknapp 56. So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Scienee), Bochum, Rottstraße 29, 1. Etg. So 10: Gottesdienst. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science Society), Bochum, Emscherstr. 20. So 10: Gottesdienst, Lektionspredigt der Christl. Wissenschaft, Thema: Die Probezeit nach dem Tode: 11.15: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst(Zeugnisver= sammlung). nzeigen des Bochumer Razeigen Bochum: Hauptgeschäftsstelle Rathausplatz 8 Filialen: Adele Jünke, Schreibwaren. Essener Straße 12: Frau Friedrich Kilbsch. Schreibwarenbdlg. Heraer Str 239: G. Langenstück, Schreibwarenhdlg., Hattinger Str. 20; Karl Regelmann, Hattinger Str. 14. .=Altenbochum: Georg Lillpopp Wittener Str. 241. .=Dahlhausen: E. Kipper Eiber= ger Straße 4. .=Gertyc: Buchdruckerei Zülch Castroper Hellweg Nr. 417: August Reuter Lothringer Straße 18. .=Hamme: franz Grummet, dorstener Str. 171 Die Insel Juan der Selkirk, der 1 unter den größten Ent sechzig Seemeilen wei Ozean. Sie wurde 1 rer Juan Fernandez nung als Eigentum Seeräuber, welche die später siedelten sich zelne Chilenen dort sie als Verbannungse Robinson, das heißt, foe über den unglü das Eiland Juan Fe den. Es wurde scho Forschungsreisgenr der Universitatsp#### dete und sie eingeyen „Guten Kameraden“ Eiland folgendermat „Nach achtragige endlich die Insel Festung ragt sie aus gute Hafen liegt auf Mitte der Bai erheb dessen Abhang etwa ganze Bewohnerscha lern wechseln hellgr Die Tier= und Pflat amerikas wenig Aeh fremdartiges Gepräc sächlich in den Strö Juan Fernandez vo der südamerikanische ebenso die meisten K tümliche Mellusken dagegen sind auf, hummerähnliche Tie als Verteidigungsn haben. Eebenfalls Meter Länge besitzt hält sich meist in 1 schießt, um ihn her Boote, so wird er erlegt. Die Pflan Farnen, von dener Arten vorkommen; Chile zu finden. nach dem Eilande acht verschiedene 2 und al Schil C Es ist zwölf 1 um. Aber dieses .=Grumme: Frau Heinr. Pohl. Zigarrengesch., Josefinenstraße 59. .=Höntrop: Robert Bauditz. Am Babnboi B. Langendreer: Roberi Stalleiken. Kaiserstr. 165.Buch. handlung Hagemann. Kaisernr.11 Hattingen: Carl Alberti. Bahn hofstraße 3. .=Werne: Fritz Gärtner. Zu Werner Heide 42: Joh Gräwe. Zu Werner Heide Wanne=Eicke! Jos. Arnt,, Zigarrengeschäft. Hindenburgstr 7 Wasserdichte WagenAutowaggonBudenMarkisen Cartenschirme Verlangen Sie unverbindl. Offerten. Wattenscheid: Buchhandl. Lohn Hochstr. 12; Wilh. Schoppmeier, Hochstraße 34. .=Linden: Gduard Beck Hattinger Straße 807. .=Riemke: Rheinieche Zeite- u. Dechenfabrik O. m. b.., Michele, Moers) Rhid., Telephon 133 3) „Doktor schäfer anru Hab' ich wen das ist scheu sen, Ohlsen, wundervoll! zu speisen. nen zu Hal schäfers gefi gesellen. U thischer Ker ten. Der sehr... d lustigt aus herüber. 2 wehrt den „Danke! „Großa Sie auch n Der Hamb Das wäre Er rüc seite, nim schluß und Brasil an. Dutzend de Arzt, einer wortlich, d „„Also sehen mir Spanien, Schlaf, in ternacht u ist doch'n pundert. Tätigkeit stand sei zu beder bitte, n Ich wei recht ge unterla Tage müssen Johann Buchhandlung, Auf dem Dahlacker 45. .=Stiepel: Alfred Berlei, Am Hana Herr holung schwere neuen Sie a1 zum .=Weitmar: Marg, Ftrase#. tinger###oe 200. Burin men. uunf Mit Liedern in den Lanz! Er. 2. Sh. Werl a für Kla. Traum; und die ner Hei. sung der (Anton ); Rolf Pranz heinische orten.— Sauermaschine orps der hmünch). uvertüre der Lenz. extwalzer zpanische Märsche: rl) hichtlicher Wilhelm aiser von Oettersein franI.(Kun off(Bazibulka). Albeniz). Lesginka, (Löhr). Volgalied 8. Seen(FerLujawiak, Leben Spitta. unkspiel". F e i e r eit“, eine non„Unster und „Heilig ist durch er: InZuleika, rabend! bitten NachtB0. 25. April 1936 Die Robinsoninsel 50 siekt sie erans erhellt. Es ist der Leuchtturm aus Die Insel Juan Fernandez, auf der Alexander Urrobinson, von 1704 bis 1709 unter den größten Entbehrungen lebte, liegt dreihundertSeemeilen westlich von Valparaiso im Stillen Szean. Sie wurde 1563 von dem spanischen SeesahJuan Fernandez entdeckt, der sie auch zur BelohEigentu pie eutsegens echt waren es nur erhellt. Es ist der Leuchtturm von Norderney. Ruhig liegt das Meer. Nur ein Frachtsegler zieht still seine Bahn. Da plötzlich bleibt er stehen. Ein Knirschen ertönt. Der Segler ist auf eine Sandbank aufgelaufen. Wie umgewandelt ist auf einmal das Meer. Hoch peitschen die Wellen an den Strand. Der Kapitän des Seglers will ein Rotzesezggeheg, Er giebt Pegeegg siedelten sich auf Wunsch des Eigentümers einzelne Chilenen dort an. Von 1750 bis 1834 wurde sie als Verbannungsort für Verbrecher benutzt. Durch Babinson, das herpt, durch das Buch, bogen(br fällt gegen den Mast. Das Streichholz entfällt seinen Händen, und bald darauf steht das Schiff in hellen Flammen. Seasälce ach e heasaei in, Sesgeae Er giebt, Perroleuef Mann wurden gerettet. Der Segler aber versank um es auf bug### brennend in den Fluten. Willi Lamb, 12 Jahre. E SS PS.8 •„ Gerhard Stachowiak, 15 Jahre. luncn Adele Schreib= Essener Frau Kübsch, enbdlg. Str. 14. #pgpe. tr. 241. Eiber be 4. 30e August Lothrinße 18. ummet, str. 171. Poyl. ch. Joße 59. sauditz. llelsen. Buchsrelt Bahn 7r. u de 42: hob' son beißt durch das Ziuch, das Daniel Deüber den unglücklichen Schiffbrüchigen schrieb, ist Eiland Juan Fernandez dann weltberühmt geworden. Es wurde schon vielfach, von Vergnügungs= und Forschungsreisenden besucht, on neuester Bei, war es ziverstätsprotesor Pate, der auf der Ein gefährliches Versteck nd ich unzertrennliche tobten wir wie Wilde um den Wagen, ve Lohn. Wilh. .Hochb obde. vor, her Schulbank nebeneinander, balbd unter den Wagen, balz, Puzef bez Beugsignr aes edue ene e. aes ase eosce as a ai, eae. durch ein Wunder mit den Leben bovontan. Wa, er gab keine Antwort. Ich dachte, er werde sich drüben Sves Log guf den upe wein Vopolte Hier holen, hinter dem nahen Gebüsch versteckt haben, und mein gen mit binaus aus den Fleacker, er wollte Kle holen, Zuter der nog, werde schon wiederommen, wenn wir Draußen leaten wir mit Hand an und balfen, i. eut forfsahren.“ Zich rief wieder und wieder und sah mich vir konnten. Der Vater mähte Kle, Beizg,trug, ibz legzchogsen, Richtungen um, ob ich vielleicht doch eine auf Hauseg zulangen, und ich warf ihn mit der Gabel vog,—. ihm entdecken könne. Unterdessen machte auf den Wage, pas war für zus ein, Beschaftiguno, mein Bater den Wagen zur Abfahrt fertig. Er nahm derier und Vianguget bet muit der Beitatz Sitz, die usd Dal Vernd= juascher, Alg,der Voater Mi den Zese, und Rechen und stecte de aniter gen Ale auf esige venig beopugr. Heund hierfür legt haupte, Mähen ferig vor,“(Gaßel und sad den Wagen fere den Wagen. Lann nahm er die Sense, und, wie er eneneg# e. e hase haiten Whact, Si elage algz. di, Heaut es Bglich an, Aeig, rechter Bauer läßt kein Futter umkommen. Unterbegen u1cg. Deit Schreken sehen wir, vaß sich der Kle Guten Kameraden“ „Nach achttägiger Fahrt von Valparaiso aus kam die Insel in Sicht. Wie eine gewaltige Festung ragt sie aus dem Wasser empor. Der einzige gute Hafen liegt auf der Nordseite der Insel. In der Mitte der Bai erhebt sich ein steil ansteigender Berg, an dessen Abhang etwa zehn Häuser liegen, welche die ganze Bewohnerschaft der Insel bergen. In den Tälern wechseln hellgrüne Wiesen mit dunklen Wäldern. Die Tier= und Pflanzenwelt hat mit der Westküste Südwenia Aehnlichkeit, sondern besitzt ihr eigenes dem Wagen bewegt und Peter schreiend Mein Vater war schneeweiß im Gesicht. Er kaum hinaufreichen, um Peter herunterzuholen. Ich meinte im ersten Augenblick, Blut zu sehen. Doch. Pe war glücklicherweise nur leicht verleßr.„Mite dem Schrecken, einem Loch in der Hose und einer kleinen Fleischwunde, wo ihn die Sensenschneide geradg, noch berührt hatte, war er heil davongekommen. Meinem Vater wor der Schrecd setzen matzte.“ Zachdem er sich er sich erst ein wenig setzen mußte. Nachdem er sich erholt hatte, gab er meinem Freunde einen Denkzettel, den er nie vergaß. fremdartiges Gepräge. Der sächlich in den Strömungsverhältnissen. Juan Fernandez vollständig die großen Tang der südamerikanischen Küste, ganze Felser, übgreiehen, ebenso die meisten Käfer= und Schneckenarten und eigentümliche Mellusken mit achtteiliger Schale. Einheimisch dagegen sind auf der Insel zum Beispiel Langusten, hummerähnliche Tiere, die aber keine Scheren, sondern als Verteidigungsmittel am ganzen Körper Stache haben. Eebenfalls einheimisch ist der Seelöwe, der drei Meter Länge besitzt und mit der Kugel erlegt wird; er hält sich meist in Uferlöchern auf, in die man hineinschießt, um ihn hervorzulocken. Nähert er sich dann dem Boote, so wird er geschossen oder mit dem Hakenspieß erlegt. Die Pflanzenwelt der Insel ist sehr reich an Farnen, von denen nicht weniger als fünfundvierzig Arten vorkommen; achtundzwanzig davon sind auch in Chile zu finden. Winde haben jedenfalls die Samen nach dem Eilande hinübergetragen. Von Vögeln acht verschiedene Arten vorgekommen, darunter die Schleiereule und auch zwei Kolibriarten.“ Sehiff in Flammen Ein Nordsee=Erlebnis Es ist zwölf Uhr nachts. Tiefe Dunkelheit ringsum. Aber dieses Dunkel wird durch einen Lichtstrahl Fredi, der Rennjahrer Gestern nachmittag fuhr bert und Heinz wollten eine Rollertour machen. Ich machte mit. Wir fuhren zum Wiesental. Im Wiesental veranstalteten wir ein Rennen, obwohl es war. Willi gab das Lommando. Ein schriller„Pfiff, · TRANSPO S„* P. SOVeL I I V SI • So macht's die Familie und so der Junggeselle meint Günter Böhme, 11 Kommando. Ein schriller Pfiff, und wir sausten ab. Jetzt kam eine Kurve; ein kleines Mädchen lief mir in die Bahnzg Weig, Bgopse, gne sagte, und ich fuhr das Mädchen üver. Ich hob es auf und entschuldigte mich bet den Eltern. Seitz, der. Zeit, da mir das passiert ist, fahre ich noch vorsichtigec um be. Fredi Winkelmann, 10 Jahra Die unsüllbare Flasche Ein kleines Zauberkunststück Die Vorbereitungen zu diesem Kunststück sind sehr einfacher Art. Wir setzen auf eine beliebige Flasche einen Kork, den wir vorher zweimal durchbohrt haben. Zum Durchbohren benutzen wir eine glühend gemachte Stricknadel, und das so entstandene Loch erweitern wir, bis es eben die richtige Größe hat, mittels einer runden, vorn spitzigen Feile. Wir machen also in den Kork zwei Löcher: ein großes und ein kleines, das kaum sichtbar ist. In das große setzen wir einen Trichter, so daß er sehr sein darin steckt, also gut schließt. Nun verstöpseln wir die Flasche mit dem Kork un Trichter und behaupten, daß wir allein imstande sind, die Flasche zu füllen, daß sie aber infolge der uns inneFE Sreesch ROMAN VUN KURTKTENTANN 2 C „Doktor Carsten kann mich um halb drei bei Neuschäfer anrufen. Wenn er will, soll er hinkommen. Hab' ich wenigstens Gesellschaft beim Essen, nicht? Ach, das ist scheußlich, diese Mahlzeiten im Gasthaus. Ohlsen, Ohlsen, hüten Sie sich davor. In Ausnahmen... wundervoll! Mal so bei einem Meister der Kochkunst zu speisen. In der Regel jammervoll. Die dicken Bohnen zu Haus haben mir besser geschmeckt wie Neuschäfers gefüllte Pasteten. Ja, ja... so geht es Junggesellen. Uebrigens... dieser Carsten ist ein sympathischer Kerl. Außerordentlich klug, hat beste Aussichten. Der Minister lobte den jungen Mann neulich sehr... das wär doch was für Sie!" Er blickt belustigt aus seinen schmalen Augen zu seiner Sekretärin heruver. Aber Annemarie wird nicht verlegen. Sie wehrt den scherzhaften Angriff gelassen ab. „Danke! Ich bin tabu, Herr Generaldirektor.“ „Großartig!“ lacht Thormeyer.„Sonst könnte ich Sie auch nicht gebrauchen. Ich selber bin's leider auch. Der Hamburger Vertreter soll morgen kommen. So. Das wäre das nächste. Und nun wir zwei.“ Er rückte seinen leergegessenen Frühstücksteller beiseite, nimmt einen kräftigen Schluck Milch, schluß und brennt sich umständlich eine dicke schwarze Brasil an. Das ist sein Laster, er raucht täglich ein Dutzend der schwarzen Gesellen und macht dann seinen Arzt, einen Studienfreund, für das Herzklopfen verantwortlich, das ihn manchmal nachts nicht schlafen läßt. „Also Sie müssen mal ausspannen, Ohlsen. Sie sehen mir ein bißchen mitgenommen aus. Drei Woche Spanien, dann die Pferdekur in Südamerika, fast ohne Schlaf, in England auch jeden Tag bis weit nach Mitternacht und nun sofort wieder in den Betrieb... das ist doch'n bißchen viel für eine Frau. Was?“ „'Ne ganze Menge. Hören Sie gut zu. Sie sind eine verschwiegene Mitarbeiterin. Ja, ja... brauchen nicht gleich aufzufahren! Also das weiß ich, und gerade darum hab' ich Sie für diese Aufgabe ausersehen.“ „Wollen Sie mir nicht genauer klären...?“ „Selbstverständlich. Wir wollen den=Motor, von dem Sie eben sprachen, zunächst auf einem Rennboot ausprobieren. Hält er wirklich das, was Korff sich davon verspricht, können wir mit einem größeren amerikanischen Auftrag rechnen. Dadurch kann die Abteilung mit einem Schlage produktio werden. Bis,jetzt, ist die das nämlich nicht. Sie wissen..:. Iglchzstrpor asen deutet heutzutage'ine ganze Wengger, Menschen Mir tärin Dingen. Arbeit für ein paar hunderr Menschen. Mir Sie persönlich bei allem das Wichtigste.“ „Ist denn der=Motor so etwas Besonderes in seiner Konstruktion, daß sich sogar die Amerikaner für ihn nieresseren“... 4,.rassranftrs. „Korff hat sich da eine besondere Vergaserkonstruktion ausgedacht. Ich verstehe ja von der ganzen Geschichte nicht viel, bin Elektromann gewesen, aber na... wozu ist er Chefingenieur. Er wird's wissen. Erfährt einer etwas von der Sache, von der Konkurrenz drüben, können wir sie begraben. Korff hat also Umschau gehalten, irgendeine kleine Insel in einem märkischen Lonz vut Isas Saxroungesehen sher den Hals nehmen. Kurz und gut: ich möchte Sie bitten, sich sagte Eiland mal ein bißchen genauer anzusehen“ „Aber... ich verstehe doch so gut wie nichts...“ „Pstl Sie sind ein intelligenter Mensch. Deg versteht immer die Hauptsache, worauf es 'rausfährt oder ich etwa, dann weiß es eine e. hgermnüiser, Masersporler, Redimen, Sie J6h be, 4. 15 Annemarie Ohlsens Gesicht wird ein wenig verprndert. Es ist das erstemal in den drei Jahren ihrer als harmloser Wagg#####rk. Langkeit, daß sich Thormeyer um den Gesundheikszu Bräutigam mit, meinetwegen auch den Freund u eir Steitan bergst. Dos bost euno, udong„Her gaer-=Peihschon, Disen. Tahul Mar s. Sadke ia eine Acbet mangehest grlestelt 36 auch mi der Stzi,elrieher Zisene igri Hhermn. Gier Se mir Beiger, Dder Unterlahitzgegen figse ich richz haben Sie die Pgef, Baost werden Sie alse wohl kaum eerde i, Ahzite borgen, Aubeden eungae iu9 ung augazu, fuden, visl Bes Versgug die umgehung an, ssew zuni Gar nichts haben Sz, antregen. Sehen Sie sich bite au 3 ie, wisen sa chon, -knsion, Ohlsenl Unstunz Gar mogs gugen Sir Siedlungen in der NRößg,... M8, Suzustegen unds Süektassen! Aber Sie brauchen ganz einfach ein paar Möglichkeit, einen Weupiechschuppen aufzustellen Lage Ferien... mal richtig'raus aus dem Betrieb weiter. Haben Sie verstanden?“ ed Stei„... Wigie, uchuen„Paltgnnen. Und vomn IG, Palsien eint ewas Ich möchte meinen Urlaub im Winier neymen,„Ja denke... Morgeyieun Sie Dienstag oder Dr Generaldirektor. Stsahren st meine lebse Er. ausgedchntes Wochenende. z. Jch fahre ig doch nach bug, Auterden sechen wie doch setzt im Werk vor Mitwoch zurick fud, gensgzet, und guschseteng habe eerien Aufgabe Die Abtelug Motorenbau vil den Hanburg zu meiner Schweszngersanden, Hosiant: die deuer Bodak a u. Ahrzt usbuen, Bonden, ie Palsiähge, Ga st sche uit von Snien Her Sie an die Herbstrennen! Bis zum Pür in Arbeit Sie an die Herhstrennen! Bis zum Nürburg=Rennen, dum großen Preis der Nationen, soll alles fertig sein. =Stimmt. Sie sind ein kluges Fräulein! Eben darum sollen Sie just ein paar Tage Extraurlaub nehmen. Sie sind doch Wassersportlerin, nicht?“ Annemarie macht große Augen. allerdings... aber was hat das damit zu neraldirektor, mir auf diese Weise etwas Erholung ewver z Fien: Sie sollen Ihr Vertrauen nicht bereuen, „Um Himmels willen nicht! Nur telephonisch und unmittelbar an mich! Verstanden?“ Beser ist beser. Sie ahnen nicht, Ohisen, wie man uns belauert. Ich hab' mehr als eine trübe Erfahrung vemacht. „Ich werde mich danach richten.“ „Na, dann wäre ja auch das erledigt“, seufzt meyer zufrieden.„Hundert Mark Spesen sind Ihnen außerdem bewillgt.“ gerx, Ganmekirer“ Ich danke Ihnen, perr Generalvirerto, gegrmo## Fräulein Dr. Ohlsen geht zur Tür. Thormeyer sieht ihr kopfschüttelnd nach. „He... Fräulein Ohlsen!“ Annemarie bleibt auf halbem Wege stehen. „Bitte, Herr Generaldirektor?“ Er wird leicht verlegen.,.,.4 Si, eiantlich. „Sagen Sie mal... wie alt sinv Sie eigentlich, Fräulein Ohlsen?" Verwundert sieht sie ihn an... undzwaneig“ „Ich werde in diesem Winter noch sechsunggo#### „Freuen Sie sich auf die Tage da draußen in der Fräulein Dr. Ohlsen wundert sich immer mehr über ihren Chef. Aber sie ist gut erzogen, läßt sich das nicht anmerken, sondern antwortet ruhig und klar, daß sie sich selbstverständlich freue, besonders allerdings über den Beweis seines Vertrauens.#.. u6er Sceitt. Thormeyer steht auf und geht ein paar Schritte Nein, nein!“ wehrt er ein wenig ungeduldig ab. „Nicht so die konventionelle Freude, die man aus Anstand zu zeigen hat! Ich meine, ob Sie sich so von Herzen heraus freuen können über Ihren Urlaub. Herrgott, Fräulein Ohlsen, ich glaube, in den drei Jahren, die Sie bei mir arbeiten, haben Sie noch nie „Aber ich bitte Sie, Herr Generaldirektorl...“ „Gelächelt haben Sie, Ohlsen! Pflichtschuldigst gelächelt, aber nie gelacht. Sehen Sie, die Stenotypistinnen draußen, die lachen! Oft und meistens ohne Grund. Aber ob Sie mich für verrückt erklären oder nicht...“ das freut mich. Sonst kann man das doch überhaupt nicht aushalten, zehn Jahre hindurch immer wieder denselben Quatsch zu tippen: Sehr geehrter Herr... und so weiter bis zum Schluß mit der idiotischen ausLachen über jeden Quark, und das hilft ihnen.“ „Bedaure, so stürmische Freude... das liegt nicht „Mein Gott, wenn mir das der Alte so vor dreißig Jahren gesagt hätte: Hundert Mark und fünf Tage Ferien, außer der Reihe! Wissen Sie, was ich gemacht Fräulein Ohlsen lächelt ein wenig verlegen. „Einen Luftsprung hätt ich gemacht und„eg Vor: tier eine Kiste Zigarren gekauft! Jawohl! Zask, Her Genralbfrele). ues Kaif seid doch eine andere Sorte Menschen. Sie sich! Wer nicht jung war, dem geht im Alter ver„Ich kang, nich, nicht anders machen als ich bin, Ousen fuht, sche. Art den Menschen zu ser Mann hat eine eigentümiter. etet, ven Menschen zu erkennen. Den ganzen Menschen. „Lebt Ihre Mutter noch!“.., Rein. Ich hab' sie kaum gekannt.“ we „Richtig. Sie sind ja im Internat aufgewachsen. Ssicht seich elicendg sin „Nein. Ich bin gänzlich unabhängig.“ „Ich auch. Aber auf meine Schwester in Hamburg und ihre vier Göhren freue ich mich wie auf den Weihnachtsmann. Sehen Sie, und so etwas, worauf Sie sich freuen, das fehlt Ihnen. Ohlsen. Ich bin ein Arbeitstier. Bestimmt. Und Sie wissen das am besten. Aber solchen Ausgleich braucht der Mensch. Sonst ist er eines Tages leergepumpt wie ein Akkumulator. Freude füllt wieder frische Kraft auf. Das ist wie Nachtstrorg aut den Akku. Sie müßten heiraten, Ohlsen. Eine Frau wie Sie gehört nicht für ihr ganzes Leben in ein Sekretariat. Hamburg und Pernambuco und die Geschäfte in Ueberseekabeln... dieser ganze Kram, den wir hier täglich schlucken, das müßte Ihnen vollständig schnuppe sein. Kinder kriegen, Bilderbücher aussuchen und Weihnachtslieder mit der Horde am Klavier singen... das müßte eigentlich Ihre Welt sein!“ Annemarie erschrickt. Weshalb, weiß sie selbst nicht. Ihr ganzes Leben?... Hat er nicht so gesagt? Heirat? Sie? Aber das ist doch so lächerlich. Ihr Lächeln ist Ablehnung. „Ich glaube kaum, daß Sie sich um eine neue Sekretärin bemühen müßten, Herr Gene raldirektor!“ versucht sie zu scherzen. „Aus'nem anderen werd' ich's nicht. Ohlsen. ist ja schließlich alles Privatangelenheit. Ihre Sache. Entschuldigung, wenn ich mich da so hineingemischt habe, bös war's nicht gemeint. Also fahren Sie los. Pumpen Sie sich ordentlich voll Luft und Sonne, aber fallen Sie nicht ins Wasser." „Auch recht. Schwimmen Sie meinetwegen. Was ich noch sagen wollte... also ich gehe jetzt zur Reichsbank Telephonieren Sie nach Haus, ich esse um sieben zu Abend, um acht soll Priepagh Hamgges hloßenen Wagen bereit halten. Ich fahr' nach Humpn und um zwölfe reiten die drei Gören auf meinem gebeugten Buckel. Diese Bälger! Uebrigens, die Akten von der Förderbahn in Kalkutta können Sie mir mitschicken. Den Kram mach ich unterwegs fertig. Also viel Ohlsen, und berichten Sie nur an mich, auch Korff braucht Ihren Besuch nicht sofort zu wissen. Zu, Menschen eine Andeutung! Niemand darf erfahren, was Sie sind und woher Sie kommen! Sie verstehen, worum es geht. Weiß erst einer, daß Sie in der sind, etwa gar, daß Sie meine Sekretärin... na, dann weiß er so viel wie ich auch. Nämlich alles.“ „Her Generabvreitgzr gu vienand wer 8 hin und sorgt sein! Von mir ersager niemago, Wr: ie wich wo ich arbeite. Nur... eine Freundin, die mich „Aber selbstverständlich!„Wenn das Frauenzimmer den Mund halten kann...“. „Sie ist meine Freundin!“ „Genügt mir. Genügt mir! Was Sie vorhaben, brauchen Sie ja trotzdem nicht zu erzählen. Ich bin eben verreist und Sie haben frei. Und da wollen Sie eben mal durch die märkischen Seen bummeln. Sie wissen... Werkspionage wird in dieser Zeit groß ge„Fahren Sie ganz beruhigt, Herr Generaldirektort“ „Uebrigens... ein Boot haben Sie doch?“ „In Berlin wohnen und kein Paddelboot haben? Das wäre ja entsetzlich. Ich hab' sogar einen Hilfsmotor an meiner Jolle. Marke Amag.“ „O je! Auch das noch. Da müssen Sie ja unterwegs liegenbleiben. Warum haben Sie kein fremdes Fabrikat genommen? Nun müssen Sie egal auf die eigne Firma schimpfen! Aber na... wird schon schiefgehen! Also machen Sie's gut, Ohlsen!“ aus dieser kleinen Oeffnung nicht auft gerut, wohnenden geheimen Zaubermacht sich von niemand und dabei entwich, aus virser eerineig##intngin sonst füllen lasse. mehr heraus. Die Frasche bleibi mit Luft gefuut, und Trichter, und zwar nicht da nach dem Gesetze der Undurchdringlichkeit niemals Wir. untz langsam, sondern so daß der Trichter zwei Körper gleichzeitig in demselben graume sich beauf einmal fast bis zum Rande voll ist. Das W läuft langsam in die Flasche. Nachdem wir so bewiees bleibt im Trichter stehen! Nun wissen Hir auch, warum wir den Trichter auf einmal füllen mussen; wenn wir nämlich das Wasser langsam an der Innenwand der Flasche herunterlaufen lassen würden, so würde daneben Platz genug sein, um die Luft durch den Trichter selbst entweichen zu lassen. Nun versucht's einmal! Zeisenblasen— noch größer! 40 Zentimeter Durchmesser, das reicht! Wahre Riesenblasen können wir aus der Seifenlösung pusten, wenn wir statt des Strohhalms oder der Tonpfeife Mutter den Emailletrichter aus dem Küchenschrank fortholen und dessen Mundstück lief in die Lösung eintauchen, die wir in eine große Schüssel gegossen haben. Wenn wir den Trichter herausziehen, dann müssen wir ihn ganz vorsichtig zum Munde führen, damit das zarte Seifenhäutchen vor der Mündung nicht platzt, und blasen nun mit voller Lungenkraft hinein. Setzen wir einmal ab, um Atem zu holen, dann halten wir das Trichterende jedesmal mit dem Finger zu, weil sonst die Luft entweicht und die Blase sich wieder zusammenzieht. Nach einiger Uebung werden wir Seifenblasen herstellen können, die 30 bis 40 Zentimeter im Durchmesser haben und 12 bis 13 Liter Luft enthalten. Zum Schluß leisten wir uns noch einen besonderen Knalleffekt: wir halten die Trichtermündung gegen eine Kerzenflamme, und die entweichende Luft wird dann von der sich zusammenziehenden Seifenhaut mit solcher Kraft herausgetrieben, daß die Flamme sofort ins Schwanken gerät, schwächer wird und darauf ganz verlischt. Helga Franzen. Lotte Gilles, Heinz Konetzka:### dankt für die Rätsel. Sei Edith Kischrei: Ist das Rätsel nicht etwas arg sa#das Du da ausgeknovelt hast? Ich glaube nicht, dat* mand es ganz lösen kann in unserer jugendlichen Lesersch, Etwas leichter, Edith ja? Karl Wilmers, Fritz Hausherr: Wo unsere Erika Frühlingsgedicht verschlossen hält, habe ich noch nicht gekriegt. Ich werde aber noch suchen. Euer Aprilgedichn angekommen. Und demnächst versucht doch mal, auf#.# berem Papier zu dichten. Das geht nämlich auch Lisette Kranke, Günter Strunk: Besten Dank für u. Rätsel. Wie wäre es mal mit einer anderen Rätselart Silbenrätseln habe ich keinen Mangel einstweilen, ais andere Rätselarten fehlen fast ganz. Wer fängt ans Ulla und Hanna von der Alsenstraße: Seid Ihr Jugendecke untreu geworden? Und Du, Freund Paul i# gleichen„Wigwam“, Du alter Old Shatterhand=Kenner## wärst doch der gegebene Mann für eine grausliche schichte mit Lagerfeuer und Grizzlybärentatzen... Le damit! Howah! 96 # Eln wenko Jugendfreund-Briefkasten ekh 0 sen haben, daß wir sie zu füllen vermögen, fordern wir unsere Freunde dazu auf: niemandem wird es gelingen, weil wir nämlich heimlich und ohne daß es jemand sieht, auf die kleine Oeffnung etwas Wachs gebracht haben, das wir unter dem Fingernagel verbargen, und das die Oeffnung jetzt luftdicht verschließt. Nun kann die Luft, die vorher durch das Wasser verdrängt wurde Liebe Mädel und Jungen! Einmal wäre es ja bei Euren gelegentlichen Besuchen in unserer Schriftleitung doch herausgekommen, darum will ich es Euch schon lieber gleich verraten: Ohne es zu ahnen, habt Ihr nämlich seit einigen Tagen von Eurer Jugendfreundin Erika Abschied genommen. Ich höre im Geiste Euer Schluchzen und Wehklagen, darum möchte ich mit dem Trost auch nicht länger zurückhalten: In sieben Wochen ist sie wieder da! Bis dahin steckt Erika in Berlin und studiert dicke Bücker. Vor ihrer Abfahrt hat sie mir noch ein Schock Grüße an Euch aufgetragen, das ich hiermit freigebig unter Euch verteile. Bis zum Wiedersehen mit der Erika müßt Ihr nun mit mir vorliebnehmen. Da wir schon vor anderthalb Jahren an dieser Stelle zusammen gewirkt haben, sind wir uns ja nicht fremd. Erneuern wir also die alte Freundschaft und laßt mich jetzt nicht allein hier fuhrwerken, denn ohne Eure hochgeschätzten Rätsel, Abenteuer, Bilder und Gedichte würde unser Gemeinschaftsladen schlecht klappen. Also her mit den Beiträgen! Da höre ich Euch fragen:„Ja, worüber sollen wir denn schreiben, dichten, malen.?“ Ueber Östereier auf keinen Fall! Das ist vorbei. Und über den Frühling? Wenn's sein muß, schön! Aber nur die Mädchen! Verstanden? Wie hat Euch übrigens der Karl=May=Film gefallen? Erzählen, erzählen! Und die Österkirmes mit dem Geisterkarussell? In den Ferien habt Ihr,, wie ich genau weiß, allerhand ausgeheckt und in der Schule habt Ihr doch neulich mal so„schwer Spaß“ gehabt, was war das doch noch?? Seht, was wir für Stoff haben! Und wenn Ihr mir schreibt dann sagt nicht„Sie“ zu mir, sondern„Du“, wie sich das unter Freunden so gehört! Sind wir einig? Gut, dann kann der Spaß beginnen. In diesem Sinne Silbenrätsel Aus nachstehenden 19 Silben sind neun Wörter u Euer Jugendfreund. Willi Lamb: Na, Willi, jetzt stimmt's aber mit dem Namen, nicht wahr? Du siehst, ich habe mich gebessert. Deine kleine Geschichte ist hübsch geschildert. Horst Seuff: Nachträglich für die Östergrüße herzlichen Dank und Heil und Sieg im Landjahr. Vielleicht läßt Du auch von dort einmal von Dir hören. Kurt Tiemann: Fein von Dir daß bei Deinen Rätseln auch die Marine mal zu Wort kommt. Eine Bitte noch: Nächstens gleich die Auflösung beifügen, sonst muß ich erst alles selbst raten, und ich bin doch schon ein geplagter Mann. Hubert Sandkühler: Herzlich willkommen in unserem Mitarbeiterbunde!„„ 16, Kein, 941 Inge Horst: Schönen Dank für Deine Zeichnung. Wie wär's mit einem kleinen Gedichichen dazu? Vier oder acht Zeilen genügen dicke. Josef Engel: Mit Tusche zeichnen, Jüppchen! Und nicht durchpausen! bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, ein großes Sportereignis des kommenden Son, mers bezeichnen. aa— chen— da— ei— 1— lam— ma— me— mel— ne— ot— pe— pern— pri— re— sern— ster— t0— V Die Bedeutung der Wörter ist: Bismarcks Vorname Beleuchtungskörper Schlachtort in Flandern Kinderkrankheit Erste Frühjahrsblume Weiblicher Vorname Stadt der berühmten Printen Brettspiel Sine seltene Aufnahme Diedlicher Rogel Hildegard Burkat, 9 Jahre Besuchskarte Zeichnung: W. Knabe Welchen Beruf hat dieser Herr? Auflösung aus der letzten Nummer: Silbenrätsel: Anton, Nelke, Donau, Regen, Edith Asten. Seide, Hammer, Onkel, Feige, Esel, Rumänien— Andreas Hofer. W Thormeyer ist durch die schmale Hintertür gesnge. Nun, wo seine Stimme nicht meyr im Raum schwingt, seine ewige unruhige, stets vom vielen Sprechen heisere Stimme, nun ist es ganz still. Annemarie Ohlsen steht eine Weile wie unschlüssig. „Ein ganzes Leben...?“.„ Komisch. Wie ein einziges dummes Wort einen Menschen treffen kann. „Ein ganzes Leben.. Das ist ja eine alberne belanglose Phrase. Oder nicht? Schließt dies Wort nicht eigentlich alles, aber auch alles ein? Oh, man kann sich das ganz gut ausmalen! Zehn, zwölf, auch vierzehn Stunden hier zu Haus in der kleinen Wohnung schläft man ja eigentlich nur. Und wenn Monika gerade mal keinen Freund hat, geht man mit ihr zusammen ins Kino. Ach, die kleine Monika! Vielleicht hat sie doch recht...? Hat sie nicht einmal so etwas Aehnliches gesagt, als Annemarie wegen ihrer vielen Freunde Bedenken äußerte?„Auf den Pel zrückt mir nur einer!“ hatte sie damals zur Antwort gekriegt.„Und den heirate ich einmal und kriege sechs Kinder von ihm, oder ich geh' zugrunde. Aber bis dahin kann ich zum Lachen und Fröhlichsein viele gute Kameraden gebrauchen. Ohne die ist das Leben nur halb. Wir treiben Sport, wir spielen Tennis, manchmal saufen wir auch wie eine ganze Horde mit dem Auto ins Grüne... aber bis jetzt hat mir nie einer ein schlechtes Wort gesagt. Na, das verstehst du ja nicht, du fleißiges Mädchen mit dem Arbeitsfimmel!“... Fu, Kächtigek Gurch Annemarie hat es zuerst für fluchtiges Gerede genommen. Monika liebt programmatische Erklärungen mit heroischem Unterton. Aber komisch, heute kommt ihr diese Antwort wieder in den Sinn. Vielleicht fährt Monika mit? Dann könnte man sich freuen darauf, und außerdem spürt Annemarie sehr wohl, daß sie tatsächlich Ausspannung braucht. Es war etwas viel in den letzten Monaten. Woher Dr. Thormeyer die Kraft für das Tempo und die Menge seiner Arbeit nimmt, ist ihr schleierhaft. Er ist doch immerhin sechzig. Vielleicht in Hamburg bei seiner Schwester, die er so sehr liebt? Herrgott, sie muß ja noch die Telephonate aufnehnehmen! Und draußen im Vorzimmer warten auch noch Herren. Dr. Carsten wird wahrscheinlich längst wieder losgegangen sein!..7... SAeusm.. Sie seufzt leise auf und wischt ihre Gebanken beiseite. Arbeit... das ist ihr Element. Und es gibt für sie nur das eine. Nichts anderes. Nein. Nein. Fräulein Dr. Ohlsen hebt den Hörer des Fernsprechers und läßt sich mit der Zentrale verbinden. schmetterte Vater Heinrich die Firststange seines Zeltes aufs Haupt, daß er Funken sah. Da wurde der Wachdienst für besonders bedrohliche Witterung wieder eingeführt. 116 Theif. Fische sind, die bevorzugte Speise der fünf. Sie schmecken gut, sind nahrhaft und kosten nichts. Förster Mennicke hat ihnen Anglererlaubnis gegeben. Darum sitzt Vater Heinrich fast jeden Tag, den ihm Gott schenkt, auf dem selbstgezimmerten Bootssteg oder weiter draußen in seinem Paddelboot und angelt weidEr hat Vertrag mit den Fischen. Sie beißen tatsächlich bei ihm an. Er befördert Schleie, Brassen und Rotfedern, ja mit seinen Grundangeln sogar mehrpfündige Hechte ans Tageslicht. Der Dienst„Küchenhilfe“ sorgt für Zutaten, stellt die Landverbindung her, holt Post und ist der Hansdampf, der allesgmachen muß, wozu die anderen keine Lust haben. Der Doktor, als Vater und Gründer des Staates, ist trotz seines heftigen Protestes von diesen„niederen Diensten" entbunden worden, er hat die Oberaufsicht. „Kümmere du dich ruhig um deine Arbeit und unsere Insel. Die Kartoffeln und die Hechte, das besorgen wir schon. Wozu haben wir dich als Häuptling, wenn du stets alles allein machen willst?“ hatte Vater Heinrich ihm die Rede abgeschnitten. Auf diese herrliche Tageseinteilung, die ihnen geläufig ist wie der Gleichschritt in der Marschkolonne, freuen sie sich ein Jahr, schimpfen sie vier Wochen, nämlich so lange sie sie tun müssen, und würden jeden in Stücke reißen, der sie ihnen stören würde. Thiele Hartmann, in dieser Woche als Küchengehilfe beschäftigt, hat einen Topf mit Wasser aufgesetzt. Das gibt den Begrüßungsgrog. Den hat Vater Heinrich gestiftet...„.7. S u6sm2 bict „Eigentlich soute man solch Teuferszeug gar nicht saufen!“ meint Maxl, als das Wasser zu singen beginnt. Er ist als Sportler allen alkoholischen Getränken abhold, ohne im rauhen Drang des Lebens dieser Abneigung allerdings stets treu bleiben zu können. Vater Heinrich dagegen, in Hamburg groß geworden und Hamburger von den Zehen bis zum=####d =p, verwirft diese Ansicht, mit der Miene eines WeltEin Lagerfeuer ist eine herrliche Sache. Sie haben es wieder auf dem alten Platz angezündet, zehn Schritte von der Blockhütte, inmitten der Zelte von Maxl Hohenstein, Thiele Hartmann und Vater Heinrich. Aber die Wohnung ist eigentlich das einzige, was getrennt ist in ihrem glucklichen Inselleben. In regelmäßigen Abständen wechseln die Aufgaben, die für alle zu erledigen sind. Es ist der„Dienst“, Kochen natürlich die Hauptsache dabei. Dazu gehört schon etwas mehr als nur Bereitschaft und guter Wille, nämlich eine Zunge, die schmeckt, etwas Phantasie, die über Spiegeleier hinausgeht, und Organisationstalent. Thiele Hartmann, sollte als warnendes Beispiel von diesem Dienst ausgeschlossen werden. Seine Kartoffelklöße waren zu fest. Man hatte sie nur brauchen können, um damit nach ihm zu werfen. Es waren Gipsklöße geworden. Wachdienst hatte man zunächst als überflüssig erklärt. Wer sollte wen bewachen gegen was? Sehr richtig. Aber bann kam eine stürmische Nacht und weisen nachsichtig lächelnd. „Was weiß du Knabe von einem Grog oder von altem Korn von Magerfleisch!? Man steht, wohin der übertriebene Sport die jungen Leute bringt. Jetzt will er nicht mal mit dem Doktor einen Grog trinken.“ „Mensch,“ Vater Heinrich, das habe ich doch „Pstt Laß du mich ausreden. Dessen darf ich mich doch wohl noch erfreuen, daß du einen alten erfahrenen Mann ausreden läßt, der weiß, was es mit dem—teifen Grog auf sich hat!“ „Laß ihn Maxl! Da kannst du noch lernen wenn Vater Heinrich seine Grogkenntnisse startet! Auch wenn du in Schulmeister bisti;,„„chz, „Sehr richtig, Schorsch: Das kann er aueroings! Grog schlägt alle Hitze nieder, ist wohltuend für das Gemüt und alle Lebenslagen. In sehr—teifem Zu—tand wird er auch gegen die Kälte dienlich sein. Mein Großvater wurde siebenundneunzig Jahre alt und —tarb nur an seiner Vergeßlichkeit, tjavoll. „Wieso Vergeßlichkeit? Und was hat das mit dem Grog zu tun?" „Ne ganze Menge, Doktor! Er trank sonst jeden Morgen seine zwei, drei Glas. An dem Freitag hat er's vergessen. Tja, und mittags war er schon tot. Der könnte jetzt noch leben, wenn er seinen Grog nicht vergessen hätte!“ Der Beifall läßt warten. Man hört heute nicht so recht auf Vater Heinrichs Schnurrpfeifereien. Liegt das am Wetter oder an dem vielen Neuen, das es zu erzählen gibt? Es ist schwül. Die Sonne taucht blutrot hinter den See. Kein Lüftchen geht. „Das gibt was heute nacht!“ meinte Schorsch und blinzelt in das rote Lichtermeer, das abendsommerlich überm Wald steht.„Riecht wie Gewitter.“ Alles schweigt. Nur das Wasser brodelt leise. Na, Doktor“, unterbricht Vater Heinrich endlich die Stille,„du sagst ja gar nichts? Hast du deinen Berliner Dreck noch nicht vergessen? Oder gefällt dir's nicht mehr bei uns? Dann brauchst du's bloß zu sagen. Wir packen eins zwei drei unsere Sachen und räumen das Feld. Ohlendorff schüttelt den Kopf. „Ach, Vater Heinrich! Was bist du doch ein Schafskopf! Auf der ganzen Erde gibt es keinen Fleck, den ich so gern habe wie unsere Falkenau, und keine Menschen, die so anständige, liebe Kameraden sind, wie ihr es seid. Nein, nein, diesmal ist es etwas anderes. Kein Tagesärger, den man zu Hause läßt, ehe man nach hier fährt.“ „Na, dann erzähl doch mal deine Schauergeschichte. Nachher ist's gleich alles viel leichter und einfacher. Vielleicht können wir dir helfen. Du bist zwar ein Doktor, aber ich bin ein wenig in der Welt herumgekommen. Und wenn ich auch nicht mehr zu den ganz großen Tieren gehöre da unten in Hamburg, so ein wenig zu sagen hat Vater Heinrich mit seinem Zigarrenimport doch noch. Also schieß los!“ „Glaube kaum, daß du mir helfen kannst!" „Ist ja egal! Wenn du's vom Herzen krunterhast, ist schon etwas geholfen,“„.567— „Gut. Ich kann euch die Sache ja mar erzahlen. Der Doktor erzählt ihnen von Hambacher. Er läßt das traurige Schicksal des seltsamen Mannes auferstehen, der so klug war und doch so lebenstüchtig, daß ihn der erste Sturm vernichtete. Heinz Ohlendorff fühlt beim Erzählen, wie es ihm wohltut, sich die Seele freizureden. Eigentlich sollte der Tote jetzt hier sitzen, ein neuer, sechster Gefährte, so hatte er sich das ausgedacht. Nun kann er nur seinen Schatten heraufbeschwören. Der Leib aber schläft auf einem kleinen Bergfriedhof, vergessen und unbekannt... Dunkel ist es geworden. Der rote Abendschein ist hinter die Bäume gekrochen, dicke dunkle Wolken haben ihn vertrieben. Vom See her kommt ein frischer Wind, und in der Ferne donnert es leise. Die fünf sitzen stumm um das erlöschende Feuer. Den Grog haben sie vergessen, niemand hat ihn vermißt. Ein Menschenschicksal ist in ihren Kreis getreten, eines von vielen. Sie alle wissen schon zu viel vom Leben, um dabei nicht stille zu werden. Schorsch bricht das Schweigen: „Dieser Korff muß doch ein großer Schweinehund sein. Schade, daß man dem nicht mal so'ne friedliche Tracht Prügel verabfolgen kann. Das wirkt noch immer prima." „Und dieses Testament des Verstorbenen? Hast du das schon einmal durchgesehen?" Ohlendorff nickt. „Ich hab's bei mir. Er war mitten in den Vorarbeiten zu seiner Vergaserkonstruktion. Vorläufig kann man noch nichts Bestimmtes sagen, ich hab' die Zeichnungen erst flüchtig durchgesehen. Hier in der Stille will ich das Ganze noch einmal durcharbeiten. Vielleicht kann ich's zu Ende führen.“ Schorsch und ich, wir Der Schulmeister wird Junge, Junge, das sind „Und stinten tut sie wie vor Den kleinen Tisch am Fenster mit einigen Büchern, mehreren„g heitsgerät verstaut Doktor!“ „Nacht, Schorsch!“ (Fortsetzung folgt) Spier u Eine Wette lieg winn und Verlust wisse, von einer Sstrittene Behauptun weise". Zum Beis in Berlin. B sagt eine Behauptung a 10 Mark. Erweis wahr, so hat er di Ein Spiel lieg lediglich darauf gewinnen. Zum Bock machen nach einen Skat, teils teils auch zur Unt bestand des SpielSpiel und We gleich behandelt. Durch Spiel nicht begründet. 5 Mark, daß es 1 Wette, er will vo denke nicht daran, Weite ist eine Ver Oder: Im K andern trente e Abend 10000 M bei sich. Die and Tage dem Bankie kann Meyer sagen denn durch das eine Verbindlichke „Und dann wird unser Doktor ein berühmter Erfinder! Junge, Junge!" Thiele Hartmann hat den Nagel wieder auf der Kopf getroffen. Er hat die glückliche Gabe, auch in der Finsternis immer noch einen Lichtschein zu entdecken. So haben seine Worte die gedrückte Stimmung der kleinen Runde schnell hinweggewischt. Sogar der Doktor muß lachen. „Und du wirst natürlich Meister in unserem Riesenwerk, Thiele!“ „Gemacht! Gemacht!... schmeißen den Laden, was? Rektor an der Werkschule... Aussichten!" „Aber vorläufig wollen wir doch erst mal schlafen gehen, Kinder“, schlägt Vater Heinrich vor.„Ich jedenfalls halte es im allgemeinen mit den Hühnern. Wacht denn heute wer? Du, Thiele? Na, dann hol dir man noch'ne gute Zigarre bei mir, damit du nicht einpennst. Heute gibt's noch ein Donnerwetter. Be[—timmt! Ich kenn das. Außerdem rumort mein Herenschuß wieder, und das ist ein zuverlässiger Wetterprophet.“„„„„ 4 Sie sehen noch einmal nach, ob alle Boote richng festgezurrt sind. 4 16 Ger Hin Vom See her macht sich der Wind auf. Der Himmel ist finster, nur im Osten stehen noch zwei Sterne Die werden auch bald verschwunden sein. Jetzt hört man es in der Ferne ganz deutlich donnern. Das Wetter kommt also heran. Nun, mag es! Die Zelte sind dicht und stehen geschützt. Und die Blockhütte reißt kein Sturm um. Ohlendorff und Schorsch richten ihre hölzerne Klause für die Nacht her. Ueber die Strohsäcke kommen die Decken. Die Mundvorräte müssen aus dem Gummisack gepackt werden, damit sie nicht verderben. Wurst, Brot, Butter und Büchsenmilch wandern alse in den kleinen Wandschrank mit den Luftlöchern. Schorsch macht sich mit der Lampe zu schaffen. Es dauert lange, bis er den kärglichen Rest Petroleum auf gestöbert hat, der noch vom vorigen Sommer her in einer bestaubten Flasche unter Spinnweben träumt. Endlicg brennt die Lampe und gibt milden, warmen Schei. Jetzt erst spürt man, daß die große Stadt verschwand. Wo brennt da nicht elektrisches Licht kalt und vor Wind unbewegt? Die Petroleumlampe ist noch lebendig, sie zuckt auf, wenn ein Wind sie streift, und ihr Sche hat etwas Mütterliches, Warmes. Als die Männ Kinder waren, brannte dies Licht in ihre erst Wunschträume. Das ist es vielleghitz, Schorsch .„ 4 F—, die Pest. mnurtt##### Deu urinen Sesey, un Betrg„bedeZeztunggpage und seinem Beutel, in dem sein Arbei#####t perstch ist. Die Wäsche erhält ihren Platz auf den Regal aus ungestrichenen Kiefernblättern, pon denen epo# vorsichtig den Staub kehren muß. Thiele hat das„„ übersehen. Nach und nach beginnt das Häuschen wenig wohnlich zu werden. Prainingsanzug in be Schorsch schlüpft aus seinem Traikingra##.# Schlafhosen. Er ist müde. „Gehst du nicht schlafen Doktor““ ga noch „Nein. Ich möchte die Pläne von Hamn.„6,##4 durchsehen. Das läßt mir doch keine Ruhe. Abe dich nicht stören.“..„„ Hemisde. Nacht, „Tu ich auch nicht. Ich bin hundemubr. Das auf Gri leistete kann nicht eine Verbindlichk Hat einmald spielt oder bei de zu dem anderen Grund etwas ge Rechtes hat er si gabe unbekannt Verstieß der ein Verbotsgesetz und das Geleiste werden. Zum 2 nen Buchmacher Ebenso, wen geschäftsunfähig adschaft Vormunoschaftg zahlt sie auch ge er das Geld nic ger kann er ein trag mit Rechts trag, mit Rechts der Vertrag zwi geben, was er hafte tol beute üb mals vo ten bis Stadt 2 sein, wi gelegenh haften ten, tri Soldat walt. Land nach H Herrei der ol als s. hatter sehen. der F wollt steckte häus den 90 alht unsen ud. Paul. =Kenner. 3 c e n Wörter zu nach unten jenden Son— 1a— pri 9 Jahre d mer: Edith. Asten. e Anduend eder auf den auch in der zu entdeten. stimmung der ar der Doktoe serem Riesenmal schlafen vor.„Ich.ier den Hühnern. dann hol die du nicht einrwetter. Berumort mein rlässiger WetBoote richtig uf. Der Himzwei Sterne. Spiel- und Wettschulden die Meteilioten Ge= FEin: Sui Eine Betrachtung nach§§ 762 fl. des Bürgerlichen Besehbuches Eine Wertz, sie 8e, vor, Ehgngep lasfen, haß eine ger, via Choz, Spiel= oder Wetzschuld kann nur durch wirkEine rechtsmäßige Verbindlichkeit bise, von einerzgung sch als wahr oder unwahe er, nicht, wenn der verlerende Tell zum Zwecke der Ersülweise: Zum Beispiel: A behauptet, Tante Emma ist lung einer Spiel= oder einer Wettschuld dem gewinHerlip B sagt: Nein, sie ist in Hamburg. A stellt nenden Teil, gegenüber eine neue Verbindlichkeit eingutgläubigen C, dieser an D usw. Keiner dieser sogenannten Indossataxe weiß, auf welch einem Rechtsgrunde der Wechsel beruht. H präsentiert am Verfalltage den Wechsel bei A. Hier kann sich der Aussteller A dem redlichen Inhaber gegenüber nicht auf den ursprünglichen Entstehungsgrund des Wechsels(auf diesem steht natürlich nicht, daß die Hingabe des Wechsels für eine Spielschuld erfolgte) berufen. Er muß zahlen. in Berlin. B sagt:, Nein, sie ist in, Hamburg.„A stellt ine Behauptung auf. B bestreitet sie. Sie wetten auf 10 Mark. Erweist sich die Behauptung des A als hat er de Weit gewonnen, ze der, Vartele (Ein Spiel liegt vor, wenn die Aosicht ger. Parteien lediglich darauf gerichtet ist, dem Gegner Geld abzugebe Zum Beispiel: Die Förster Waid, Holz und Bock machen nach der Jggd, halt. Sie veranstalten einen Skat, teils in der Absicht, Geld zu gewinnen, seils auch zur Unterhaltung. Hier haben wir den TatSpiel und Wette werden jedoch nach BGB. völig brHurch Spiel oder Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet. Zum Beispiel: A wettet mit B auf 5 Mark, daß es morgen nicht regnet. A gewinnt die Wette, er will von B 5 Mark haben. B sagt: Ich denke nicht daran, dir die 5 Mark zu zahlen, durch die ee vis ziue Verbindlichkeit für mich, nicht, pegründet. Hder: Im Klub der Harmlosen, eiett Neyer mit andern trente et quarante. Er verliert an Abend 10.000 Mark an B. Er hat nur 2000 Mark bei sich. Die anderen 8000 Mark Bisger, am nächlien geht. Die Gewinner lassen sich meistens einen Wechsel vom verlierenden Teil akzeptieren. Durch das Akzept würde der Bezogene des Wechsels zur Zahlung verpflichtet sein. Zum Beispiel: A hat an B 100 Mark verloren. B stellt einen Wechsel, gezogen auf A, lautend auf 100 Mark, aus. A akzeptiert ihn. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: B gibt den Wechsel nicht weiter. Am Verfalltage erscheint B bei A, Zahlung fordernd. A kann sich B gegenüber auf den ursprünglichen Eutstehungsgrund berufen, Er kann sagen: Selbst dadurch, daß ich den Wechsel akzeptiert habe, ist eine Verbindlichkeit nicht entstanden. Anders liegt die Beurteilung aber im zweiten Falle: B gibt den Wechsel weiter an den Ebenso ist der Fall beim Schuldanerkenntnis. Angenommen, Spieler A, der im Spiele verloren hat, schreibt auf einen Zettel:„Ich erkenne an, dem Buchhalter B 500 Mark zu schulden.“ Ganz abstrakt also, auf den Entstehungsgrund ist nicht eingegangen. Auf Mahnung zahlt A nicht. B klagt. Vor Gericht erkennt A den Anspruch an oder schließzt, dar: über einen gerichtlichen, Vergleich. Durch Vergleich oder gerichtliches Anerkenntnis hat der Gläubiger einen zur Zwangsvollstreckung geeigneten Titel. Auch wenn A jetzt erfahren sollte, daß Spielschulden nicht einklagbar sind, so würde ihm dies doch nichts helsen: Ein Schuldanerkenntnis über eine Spielschuld begründet eine Verbindlichkeit. Er müßte also zahlen. Der Radfahrer und die Gehbahn *"„ Ml anao n.(8on) Grundsätzlich darf die Von Rechlspsleger Otto Meuer(Essen) Gehbahn nur von Fuß= von der Gehbahn ausschließt, wird aber dort nicht gelvnoe Den vonye; Die belounen die 8000 Nar nicht, Hängern benutzt werden. Die Auschreigersgugpeisauisch en wo sein Verhalten nicht verseheihindernd wiekt, v. LH, bot. Se v. ve,. 148 Bounen voeuiber hor, dah bel Teluig einer Streche iu, Fehtbehz, Setr, EazHihelag, Hoisselseag“„Zet oder des Oregz eine Verbindlichkeit nicht begründet. bahn, Radfahrweg, Reitbahn usw. der Verkehr auf den ihm zugewiesenen Teil der Straße beschränkt leistete kann nicht deshalb zurüchgefordert werden, well sc asdene sasce Scs boche sis die schlsche Keheke Grund etwas geleisetz ich verlange es zurück. Dieses Gg ist auch der Radfahrer, der sein Rad an der Rechtes hat er sich— auch wenn es ihm bei der Hin.“ Hand führt, nicht Fußgänger, Schäödgung Veiuderung oder Belitigungg enderer beshalb eine Veldhthusgeposfiunden des gese bersetzen ist. Es würde das Rechtsempfinden des Volkes verletzen und als formalistische Entscheioung mit Recht abgelehnt werden, wenn man den Radfahrer zwingen wollte, nur weil er ein Rad bei sich führt, einen weiten Umweg zu Unfälle bei Aufmärsehen der Befolgsekaft Die soziale Unfallversicherung tritt mit ihren Leistungen bei Betriebs=, Wegeunfällen und Berufskrankheiten ein. Voraussetzung ist in allen Fällen, daß ein innerer Zusammenhang mit dem Betriebe vorliegt. Der Verletzte muß der Gefahr, der er erlegen ist, durch seine Betriebstätigkeit ausgesetzt gewesen sein. Strittig war bisher die Frage, wie Unfälle zu beurteilen sind, die sich beim geschlossenen Aufmarsch der Betrsehsgefelgschaft, hauptsächlich am Feiertage der nationalen Arbeit, ereignen. Die durch gegenteilige Urteile von Oberversicherungsämtern ungeklärte Rechtslage ist jetzt durch die oberste Instanz, das Reichsversicherungsamt, entschieden. Die Entscheidung vom 28. August 1935 stellt fest, daß die Teilnahme der Angehörigen eines der Unfallversicherung unterliegenden Betriebes an den öffentlichen Ve anstaltungen des Feiertages der nationalen Arbeit(1. Mai) in ihrer Betriebsgruppe einer B leichzuachten st. Der Deg des einzelig Be. triebsangehörigen zu und von der Stelle, wo ich die Betriebsgruppe vor der Kundgebung sammelt und nach ihr auflöst, sowie sein Weg innerhalb der Betriebsgruppe vom Festplatz zurück wird ebenfalls, wie„Die en vene ben, Betriebe tätig sind. Alle diesenigen sceg, Berichenr daig iund erdigne, iur aut f. Die fallversicherungsschutz haben, müssen ihn am 1. Ma entbehren. Familiengesellsekaften Wenn Kinder in das väterliche Unternehmen eintreten, ohne eigenes Kapital mitzubringen, und wenn der Vater nach wie vor die Führung des Unternehmens beibehält, obwohl den Kindern als vollberechtigten Gesellschaftern nach Maßgabe der zivil= und handelsrechtden vorstsch ein eigenatiges steuerliches Zwitere Geriagt daos ein an der Hand geichtes Feshrad enscheben Zu.cheisi bersäitz pigelbgeiesk Fahtrad ung. Pedpebhend bus den Ao zr eider ernisen Beläsigang weist Veriältntdnihiae griger sct. alz, eg. Blst teit der beil bier2 P h. chest nischt zurückfordern. Als Geschäftsunfähi= nung hat zseder Teisuehrgr.am gnherens=schädigt oder kehrsteilnehmer estherfchigßgtischen Alameinschaftsaedan= Frenfasls fellen die Gehälter der Kinder u. U. steuereod ue Maltah al. 105 euick erskanr Iu brischde Seser Kion Adan, Vzsaden heischadten gasoeude gishe Geneschastzhelt, Alets eiler die Stise der Siche. u. heuer lich anerkannt werden. eich usd er echnte nchlschen Grund rlang sel. Diser Gaunsetz, der den Fiher ans Fahrades gen in Kais nchnen nisen. Ses le heishese 150000 Jahre jünger als die erstgenanntrun gr 130000 Jahren haben mögen Sie wurden Museum bei Wsch arsgeltwe Weier Der Kaubeiter von Gleunnede m 95 sen MAeschatase ie eh sch, ose.lseiheh tal als Neandertaler bezeichnet wird. Das as eahe ehe ecsce ach, sc bebe e bn, Sg##ss..#.K im Lachnlaud ast en Sieltr uis Kesctegeiten, heitenz eue die Gerichtsobrigkeit im Amte Bochum und die wehr: Ziszeitmensen im Runriante Feihe weiterer„Schaukästen sowohl, Stszegtnienschen nen Aue un un He. San Balg Jahren Kundigaltlr ae ad u, e. ten, trugen die Bezeichnung Amtsschützen, was einem DOr 200000 Juneen zur Anschauung bringt. Fabelhaft wirken die Hrgp####; es aene n. ie sch in eclsig von Seitclalcde r, Leiszase, Parsie Ke lnidhes aishen i. Heimnugh, ser. Vescheeg. u. ie e ee esieir dier eee A u egg##. ihe ie Ahzeheae ee, e sste ees, ade uag ue Gag Sahe esenug i Aichee. Songe Sut gus Banz, eiezen euden, oig, seien Gsenhest. eabet seieg wie de Stesngeitz, larezaznd Leger Pe- nsten,„gz ae Stehug, bu zlenz, vbenernenwetz VSchasloisch der bigen botgeichscht, Verdsetz, Nich setzt war der Neug, Ax, Jasei, Kische: haten es besonders auf das Best, Recklinghauser, gißzer, des Mboerschen, und darunter ein einseitig angekoblter us a etepzge au ds ve, euohegege bes Meastelt, und daranier ein. einseizsg, Avgelohkltgf Eie eiskel Pohest sade Seise-Ver Bichialet en De Bede beogann mit leineren uevtergrinen Mitelfutfnochen PPsatzogalige mitest, Isike Burten, Hezx Porzes entsercheld, sit eine deser alten Arbeit. ezsach raod, Hel esenen Kalatsf und der, De dobdod hn Bet, Hautetgander, Letanden und misen selelt guz iatich, wieke geiseztez.heseriche. kal von Menschenhand gelegte Feuer mit geglühten die Landschaft wiedergbt. bosgerliche der Stchalsder gecheoul wuchen. Lei erlebten sie eine Folterqual nach der anderen und wurden mürbe gemacht. Ihre Freilassung erfolgte erst, wvenn die Recklinghäuser eine Summe Lösegeld geschickt hatten. So verlangte Reinold einmal die Summe von rund 500 Goldgulden für einen festgesetzten vornehmen Bürger „Olle“ bäi mie un sagt:„Nu mach man flott, daß fertig wirst, dem Minna ist krank, du muß mit dem ohte—9 bode), uas gailt dan den Minar: „Dä wäiß ich nicht“, saggt mäin Olle.„Dä kriggt er käine Luft und liggt auf die Bett!“ Ich mak mie schnell fertick, nehm mäine Minna an Hand, un geh nach Spekelazarzt(Spezialarzt).“ Watt waß datt füern Dokter?“ frägt der Steiger, „Spekelazarzt“, sagte„Bolis“ noch mal. „Spezialarzt!“ erwiderte der Steiger. „Na, sagg ich doch Spekelazarzt“, sagte„Bolis“ noch mot.. I E. „Un watt gaff et do?“ frug der Steiger. Wie ich bäim„Spekelazarzt“ komme, fragt er mir, waß sehlt denn die Mädhen““. „Na“, sagg ich,„da wäiß ich nicht, da kriggt käine Luft!“ Der Spekelazarzt nimmt äin Zange, steckt dem Minna in Schnute, dem Minna fängt an zu schräien, und waß mäinst, Stäiger, waß hatt mäin Minna?“ „Ja, watt har dä dann?“ „Hatte mäine Minna polinten am Nase!“(Polypen), Düt un Dak in Baukumskem Platt Bucger.„ 9 M. In einer Nacht hatten zwei Recklinghäuser Bürger einem„Bauern Dirich fünf Pferde gestohlen, die sie in Südlich der Emscher Bolislaus Schoffeinski En Vertellken ut däm Kuollbiärg. sung folgt) du dann gistern, datt es mä jo gar nich an die geAich Stoshger„isx bise ae Rcd ie Kahast= Uun 685 Seouen Bich uiut vienve getohen die ve,n Zach ainer gehen, Peathenhget, von Bilhelm Löpr, v 2Sot,)sagt der Steiger,„Wakt siht. dene Maitke uen Gudegn, Augu, Sese ie euiez aur Bung unrüiuhg, auan ung:. ie ie saiche uerne un Sane. esdue ieie Ta eune uo eeug,. eu## Tust, der vor mehteren Jeprer,„Das lanm ich se schlcht sagen“, albt„Bols= den oelanten Amte Bochum traten die Schützen an dur Bostzigenhung Kariofeln und mit Kind und Regel noch mal zur Antwort. eis aui der Lai de Räabe ichis gemeinsen und aus den Oien uch, den. Kate=siek, Stenensickeite cher,=Zesigch fand man ihn der und schlug Arbeit bebomnnen. au.=9e I, Oeseuhrcgen,„ektpzie Matize pasi.i. Hate sähnse mnie ruisig segenl“ eschece esiaesce hiche Aetrnchln ud de.schich Ae elchi de ie chesce Pis shask u. Aihecne. Plenue Aes aie eun ue ein uise seahen lstehealt eashante sic elteac ente, unge dat is Jis, Busegiat, äice ds Besches d Aaslchast, aeie Khaelal diend auni bantie Aicne essrige, Keschest.s sthächten bisch esde Balics aun. ud ir unr auie hund bud un und ue bun eneg ae ashe ush, aue eaie i uis ue Bae e. Sesans schnrn, Aacseine, Mlich ein Srnn ausd wosd eacher hegen id. Kals eiähil se ue iun uschsich un Schäfluig eie la De Shescheidung Vom ollen Pastor Brüggen dadiert noch manche godde 5e doh fin hielig Werk verstohn, wuß Fürstegggiedem Kam eß tau em ein Ehepaar, bi dem dat Leiwen. Et gong tau vüell no Prübgelnotz, Fezie, volen se De Pastor, de mok ne ernste Miene un sagg ingrimmige Jan un Stine, ihr wolltet auseinandergehn? Das kann doch wahrlich, nicht geschehn. Hans Grimmel, sei du der Gescheite, Reich deiner Frau die Friedenshand, Und störe nicht das heilige Band.“ „Dat geiht nich“„sett Hans Grimmel, „Dat eß uenmöiglik, bi Guott im Himmel. Wie sind us beide gründlich leed, Un wat nu zinmol nich mäh, gäiht, Bi all dem Tärgen un dem Hau'n, Git möt us utenanner daußze, Rann dar sa scheberg Haippgen gobn. Aver“ Un nahm en Bauk, so grout un schwor, un saggr „Du sollst hier, und du sollst dort hintreten, sch will euch auseinanderheten.“ Aß he dä erste Siet geligssen, Kräg Jan enen met nem dicken Stock So midden öwer den Sundagsrock; De twedde, de kam Stine tau. Au, au, wie krümmde sick de Frau, Un aß de drüdde Siet waß ut, Kräg Jan wier enen op dan Hut, So dur'n noch länger dat Manöver; Se fregen beide quet wat dröwer. Aß Jan den tiähnten ha gekriegen, Do doh be doch eß schüchterg frogen: „Durt dat noch lange, Här Pastor?“ „Jawohl“, set de 10 so. M ist schwer, zu trennen zwei vereinte Wesen, Ich muß das Buch zu Ende lesen.“ O leiwe Stine, komm herut, Länger hält dat keen Deuwel ut! Här Pastor, wie wellt us wier verdregen; Wie hät dat Schäien satt gekregen. Dat Schäien fällt us gar te schwohr, Wie blit te hope, Här Pastorl“ Kl. E. Jenny Jugo, eine weitere Darstellerin in dem WillyForst-Film „Allotria“ Besucher einige Worte wechselt, das Buch freudestrahlend vorlegt und einen Bleistift zückt, dann weiß man bestimmt, daß der Gast irgendeine Berühmtheit ist. 140 Namen von Klang, die in allen Erdteilen bekannt sind, sind in dieser seltsamen Autogrammsammlung schon verewigt. 2000 Reichsmark wurden der Verkäuferin schon dafür geboten. Kälhe von Nagu und Sigli Für den Gigli=Film„Maria" wurde nunmehr Käthe von Nagy als Gegenspielerin des großen italienischen Sängers verpflichtet. Die Atelieraufnahmen beginnen Anfang Mai 1936. Der Film spielt in Paris, Südfrankreich und Neapel. Die Kompositionen für diesen zweiten Gigli=Film, der wiederum in Deutschland gedreht, wird, schreibt Alois Melichar, die Regie führt Johannes Riemann. Bisher wurden neben den beiden Hauptdarstellern noch für weitere Hauptrollen verpflichtet: Harald Paulsen und Paul Henkels. Amerikanisches Shirley Temple bereitete sich mit sehr grg, ßem Eifer auf ihren 7. Geburtstag vor, den sie am 23. April beging. Ueber 50 Einladungen wurden versandt. Shirleys Wunschliste ist übrigens praktisch und be, scheiden: nichtknirschende Schuhe, neue Kleidchen und — eine Rechenmaschine. Shirley hat nämlich mit dem Einmaleins ziemliche Schwierigkeiten und kam nun darauf, daß sich dies abstellen ließe. Auch ihre Tiere hat sie nicht vergessen. Für ihre 35 Kaninchen beansprucht sie einen neuen Zaun, da der alte schon zerfressen ist. Leni Riefenstahl ist seit Ostern wieder in Berlin und nimmt die Vorarbeiten für den Olympiade, film auf. Ihr Arbeitsbüro befindet sich wieder au dem Gelände der Geyerwerke. Pola Negri wurde für den in der neuen Saison er scheinenden Film„Konflikt" verpflichtet. Jupp Hussels spielt eine Hauptrolle in dem Syndikat=Film„Moral“. Europe „Boccaccio Haltus=Kolliät füreine Kark Trominente unter lich— Abellinier und Ialiener an einen Tilch „Ist es wirklich wahr, daß Gustav Fröhlich am letzten Sonntag durch Rumpelshausen gekommen ist? Der Wagen hatte die Nummer IA 20 712, der Herr am Steuer, in dem man den Filmstar vermutete, trug einen dunklen Sportmantel mit schwarzweiß=kariertem Schal.“ Was würden die Damen, die solche Anfragen an die Briefkasten=Onkels richten, und all die anderen Filmbegeisterten in Stadt und Land darum geben, wenn sie einmal ihren“ Helden von Angesicht zu Angesicht an einem Tisch gegenübersitzen könnten! Bitte, nichts leichter als das! Es gibt in der Reichshauptstadt eine Gaststätte, in der es zu bestimmten Stunden von Filmstars und anderen Berühmtheiten aus aller Welt geradezu wimmelt. Schon für eine Reichsmark— soviel kostet nämlich ein Glas Bier— kann man dort Gustav Fröhlich nach Herzenslust„genießen". Gegen 9 Uhr abends kommt der Künstler gewöhnlich müde und abgehetzt von der Filmarbeit direkt vom Atelier ins Lokal, läßt seinen Kennerblick über die am Büfett zur Schau gestellten kulinarischen Herrlichkeiten schweifen und zieht sich dann, nachdem er gewählt hat, möglichst unauffällig auf den entlegensten Platz zurück. Trotzdem bleibt er dort nicht lange ungestört. Fast immer sitzt jemand in der Nähe, der„Justav" um ein Autogramm bitten oder ihn in ein Gespräch über Filmfragen verwickeln zu müssen glaubt. Und die Dame vorr? Natürlich, das ist je Olga Tschechowa, die mit ihren Gatten und ihrer Tochter hier ein wenig Entspannung sucht. Manchmal trifft man auch Weiß Ferdl hier an.„Lassen's mi' aus; i' will mei' Ruah ham'! I geb’ jetzt keine Autogramm' net!" Der Komiker meint es nicht halb so schlimm, als es klingt. Der lange Schluck, mit dem er sich sein helles„Münchener“ munden läßt, beweist es. Willi Forst, Peter Kreuder, sein Leibkomponist, Theo Lingen, Ida Wüst, sie alle treffen hier zusammen, wenn in den Filmateliers die Scheinwerfer erloschen sind. Auch der Tennismeister Tilden zählt zu den ständigen Gästen, wenn er seine weiße Kunst auf unserem Kontinent zeigt. Ein großer, runder Tisch ahnt offensichtlich nichts von dem kriegerischen Geschehen in Afrika. Italiener sitzen an ihm, und zwei Abessinier nehmen daran Platz, mit einer Selbstverständlichkeit, als ob es nie ein Adua gegeben hätte. Fast ist es, als ob sich in diesem Lokal die ganze Welt ein Stelldichein gäbe. Da lehnt lässig ein alter Herr in einem Armstuhl, offensichtlich Amerikaner. Der Oberkellner bedient ihn mit einer Aufmerksamkeit, die verständlich wird, wenn man weiß, daß dieser Gast nie aufsteht, ohne fünfzig Reichsmark Trinkgeld gegeben zu haben. Dafür will er aber sein Inkognito strengstens gewahrt wissen. Nur soviel ist bekannt, daß er ein ganz, ganz berühmter und ganz, ganz reicher Industriekönig aus USA. ist. Die Zigarettenverkäuferin, die hier von Tisch zu Tisch geht, hat zwischen ihren Zigarren= und Zigarettenpackungen ein kleines Buch liegen. Wenn sie mit einem Die Rose ist von Boccaccio träumt Fiametta(Heli Finkenzeller) und weiß nicht, daß der Dichter identisch ist mit ihrem Ehemann Petruccio, genannt Willy Fritsch.(Ufa) Ueso-TeGioUnze Orjoigreicher deutscher Mannerkompontzt Rudolf Buek wird 70 Jahre alt Professor Rudolf Buck wird am 18. Mai 70 Jahre alt. Bei der Bedeutung dieses Mannes für die Weiterentwickelung der Männerchorliteratur nach Hegar ist es Pflicht, seiner an seinem Geburtstage besonders zu gedenken. Rudolf Buck erblickte im Jahre 1866 zu Burgsteinfurt in Westfalen das Licht der Welt, studierte unter Wüllner und Radecke in Köln und besuchte später noch das Sternsche Konservatorium in Berlin. 1893 bis 1906 sehen wir ihn in Berlin, wo er als Komponist, Musiklehrer und Rezensent tätig ist. 1906 wurde er als städtischer Kapellmeister der Verwaltung der internationalen Niederlassung nach Schanghai(China) berufen. In Anerkennung seiner Verdienste um die Pflege deutscher Kunst im Ausland wurde er 1910 zum Kgl. preußischen Professor ernannt. Nach seiner Ausweisung aus China 1919 lebte er bis 1921 in Berlin und seitdem in Tübingen, wo er sich in der Hauptsache der Kompositionen von Männerchören hingibt, und einen eigenen Chorverlag errichtet hat. R. Buck, der sich zunächst als Komponist von Sololiedern und Orchestersätzen betätigte, wurde in Westdeutschland erst in den Jahren 1906 bis 1907 in Männerchorkreisen bekannt, und zwar durch eine Komposition, die in ihrer Exposition, in der Kühnheit ihrer Stimmführung und in ihrer dramatischen Illustration damals etwas ganz unerhört Kühnes darstellte. Es war die Chorballade„Wilde Jagd“, ein Chor, der bis heute zu den besten Arbeiten Bucks gezählt werden muß. Ich entsinne mich noch, wie ich in den Jahren den Namen des Chores und des Komponisten zum ersten Male hörte, und zwar von unserm Altmeister Joseph Schwartz, der mir mit großer Freude erzählte, mit welcher Begeisterung er und seine Sänger des Kölner Männergesangvereins das neuartige Werk studierten. 1906 bis 1919 war der Komponist durch seine reiche Auslandstätigkeit als Kapellmeister wohl zeitlich behindert, des öfteren zur Feder zu greifen; jedenfalls hörte man in den Jahren hier in Deutschland nicht viel von ihm, aber seit den letzten 16 Jahren arbeitet der Tonsetzer bis heute in erstaunlicher Frische, und erhält man eine neue Partitur, so weiß man, daß man immer mit einer interessanten Arbeit zu rechnen hat. Die Hauptstärke des Tonkünstlers Buck finden wir da, wo ein textlicher Vorwurf ihn zwingt, dramatisch zu werden. Hier ist er in seiner Ausdrucksweise ein ganz eigener. Zu einem großen Wettstreit in Koblenz ahre 1926 he bilder“ merkt man so recht die unverbrauchte geistige interessiert und beschäftigt hat, dann merkt man in seiner Art der Stellungnahme so etwas von dem, was in seinen Chören an Leidenschaftlichkeit und Temperament mitschwingt. Lange Jahre haben wir in der Musikkommission des DSB. gemeinsam für das Wohl der deutschen Sängersache gearbeitet und auch als Wertungsrichter bei vielen Wettstreiten und BundesverFrische des Tonsetzers. Dramatische Höhepunkte anstaltungen konnte man sich immer wieder an seiner wechseln ab mit herber Lyrik und die Schwierigkeit die= künstlerisch ehrlichen und objektiven Gesinnung erfreuen. ser Chöre geht fast bis zur Grenze des Ausführbaren. Man könnte sich wohl denken, daß ein Franz Curti heute so schreiben würde. Als Mensch ist Buck eine Natur, die jeder großen Aufmachung und Angeberei abhold ist. In der Gesellschaft sitzt er meistens still und kaum beachtet und nur wenn das Gespräch auf etwas stößt, was ihn besonders Buck gehört noch lange nicht zum alten Eisen, er wird uns noch mit vielem Schönen und Neuem überraschen. Die Sänger aus allen Gauen Deutschlands grüßen den Meister an seinem Jubiläumsgeburtstage und wünschen ihm noch viele Jahre künstlerischen Schaffens und Erfolges. Rudolf Hoffmann. 50 Jahre deutscher Sänger! Männergesanges gewidmet und nehmen noch heute, trotz ihres vorgerückten Alters, regelmäßig an den Uebungsabenden teil. Beide Barden erzählen jetzt noch leuchtenden Auges, wie sie lange Jahre unter Altmeister Rebbert singen durften und mit ihm in internationalen Wettstreiten des In= und Auslandes zum Ruhme deutscher Sangeskunst die höchsten Preise erringen halfen. Heinrich Niemeyer ist auch der Mitbegründer des Pauluskirchenchores, dessen Singgemeinschaft er seit 48 Jahren noch heute als geschätzter Bassist angehört. In Kirchenkonzerten, Gemeindefeiern und Gottesdiensten erfreute er oft als Gesangssolist mit seiner klangvollen Baritonstimme. Das Singen im Dienste der musice sacra ist ihm stets verpflichtende Herzenssache gewesen. Der DSB. und der WSB. werden die Jubilare für ihre vorbildliche Treue durch Ueberreichung des Ehrenbriefes für 50jährige ununterbrochene Sangestätigkeit auszeichnen. Möge es ihnen vergönnt sein, noch viele Jahre als deutsche Sänger der Volksgemeinschaft zu dienen! Aus dem Jängerleben Wertungssingen. Das für den 3. Mai vorgeschene 1. Wertungssingen im Sängerkreis Bochum wurde auf Mitte Oktober verlegt, da einige neue Bestimmungen für die Ausführung des Wertungssingens ergangen sind. Der Sängerkreis Dortmund hält sein 1. Wertungssingen am 26. April im Fredenbaum ab. Uebungsräume. Der Herr Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat den Antrag des Amtes für Chorwesen und Volksmusik um kosten“ lose Ueberlassung von Schulräumen an Chorund Laienmusikvereine aus grundsätzlichen Erwägungnicht stattgeben können.#.7. Der Bundesführer des DSB. dankt allen Sänger gau= und Sängerkreisführern bis zum letzten Vereins“ führer, sowie allen deutschen Sängern für die muster gültige Einsetzung zur erfolgreichen Durchführung de Wahlprovagando.# 2 16 7urg Kterb dur 8. Karl Weidt+. In Heivelverg staro der Komponist und Chordirigent Karl Weidt im 79. Lebensjahr. war viele Jahre Bundeschormeister des dischen Sängerbundes und eine der bekanntesten## sönlichkeiten im Deutschen Sängerbund.„„ 67 Jahre Sänger. In dem Dorfe Barede bei nover feierte der Malermeister Hermann Zohirtztag. körperlicher und geistiger Frische seinen Er gehört zu den ältesten aktiven Sängern Heinrich Niemeyer Hermann Schultze „Schlägel und Eisen“ kann in diesem Jahre zwei mann Schultze. Beide haben ein Menschenalter lang Sänger ehren, die 50 lange Jahre in Treue dem mit Begeisterung und unermüdlicher Hingabe ihre Aufgaben des deut im Jagre zvzo hatte Buck den Aufgabechor„Feurige Sänger ehren, Herzen“ geschrieben. In seinem neuesten Zyclus„Heide= deutschen Lied dienten: Heinrich Niemeyer und Her= Sangesfreudigkeit den idealen ganze tischen sonderbeilage des Bochumer Anzelgens 7 25. April 1936 ZUIBEHER R BA.-Archio Ruhrzache bei Hacht „In Rom, Athen und bei den Lappen: da spähn wir jeden Winkel aus, derweilen wir wie Blinde oftmals tappen dakeim im eigenen Vaterhaus“ MAt diesen Worten kennzeichnete der Dichter Simrock(1802—1876) das Erbübel seiner Landsleute. Was aber für seine Zeit zutraf, gilt heute erfreulicherweise nicht mehr. Auch auf dem Gebiet der Heimatkunde hat der Nationalsozialismus bereits Hervorragendes geleistet. Immer stärker werden die Bemühungen, weiten Volkskreisen eine genaue Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der engeren Heimat zu vermitteln. In der Richtung einer Unterstützung dieser heimatkundlichen Bestrebungen sollen die Arbeiten dieser Sonderausgabe llegen, mit denen wir in knapper Form einen Querschnitt durch die Entwicklung Bochums auf den Gebieten von Industrie und Gewerbe geben wollen. Das unerhört schnelle Tempo, das den Aufbau unserer Stadt vorwärtsgetrieben und ihr auch nach außen hin das Gepräge aufgedrückt hat. gestattet es in dem andauernden Wechsel von alt und neu schwerlich, das wirtschaftlich-Gewordene einprägsam ins Gedächtnis zu bringen und so als gute, alte Tradition zu pflegen. Und doch ist gerade die Pflege des Gewesenen und die Beachtung alles überkommenen wirtschaftlichen Geschehens so ungemein wertvoll und bedeutsam für die Festigung unserer örtlichen gewerblichen Grundlagen sowie als unversiegbare Quelle unserer Kraft wie als Born unerschütterlichen Vertrauens. Daher wird diese Sonderbellage des B..“ gewiß allen geborenen Bochumern und auch allen denen, die Bochum als Stadt ihrer Wahl liebgewonnen haben und sie wertschätzen, willkommen sein zur Unterrichtung und zu ernster Erbauung Die Schriftleitung Aufnahme: Bochumer Verein(Kurt Ksinsik) An der Nochnleneninge „zwischen Schacht und Hütte: Sonderbellage, des Bochumer Anzeigers„ 25. Apeil 1936 gobn 86 *" Me Sechei Velldchrettag?. Das Werden des vomkamer= komendergbuder (Bearbeitet von Frih Schmidt) 3400 Einwohner, wenige gepflasterte Straßen, 11 Straßenlaternen, die wie trübe Irrlichter an Ketten über den Straßen hingen und nur die nächste Umgebung beleuchteten, so bot sich rein äußerlich gesehen Kaubaukum dem mit der zweispännigen Fahrpost von auswärts kommenden Reisenden vor nunmehr 100 Jahren dar. Ein Ackerstädtchen mit tausendjähriger Geschichte, in dem zwar Handel und Wandel blühten, das jedoch abseits lag vom großen Verkehr. Man trieb das Vieh auf die Weide oder handwerkte am Tage und trank abends einen selbstgebrauten Schoppen. Trotzdem hatte um diese Zeit Bochums Name draußen in der Welt schon einen guten Klang, und ausschlaggebend hierfür war der gewerbliche Fleiß unserer Ahnen, die sich mühten, ihrer Hände Arbeit draußen in der Welt in gute klingende Münze umzusetzen. Mannigfaltig waren diese Hausbetriebe; nur wenige haben sich in die Neuzeit hinübergerettet. Eine Spezialität Bochums vor 100 Jahren bildeten Kaffeemühlen, die in zehn Werkstätten mit 50 Arbeitern hergestellt wurden. Der Fabrikant Kampmann zog mit seinen Kaffeemühlen bis zur Leipziger Messe. In diese Bocht teren Aufschwung erhielt der Bochumer Kohlenbergbau, in den dreißiger Jahren noch mit der Einführung der Dampfmaschinen und der Tiefbauanlagen. 1843 zählte man im Bergamt Bochum 28 Tief20 zuy bauzechen mit 41 Dampfmaschinen Pferdekräften. und 1220 Inzwischen war mit Erfolg versucht worden, senkrecht durch das Mergeldeckgebirge die Kohlen zu erbohren. 1841 standen allein rund um Bochum ein halbes Dutzend Bohrlöcher in Betrieb. Anfang 1841 wurde auf der Mutung„St. Nikolaus“, später„Präsident" genannt, das erste Kohlenflöz erreicht. Das Gelingen des Tiefbaues führte dann zu einer neuen Entwicklung., Danach erfolgte die Gründung der ersten eigentlichen Zechengesellschaften des heutigen Bochumer Bergbaues, so 1856„Hannibal“ und„Hannover“,„Ver. Engelsburg“, 1853 bis 1855„Karolinenglück“, 1849„Ver. Constantin der Große“, 1864„Ver. Präsident“, 1867 „Friederika“, 1868„Dannenbaum“, 1870„Prinz Regent",„General“ in Weitmar und verschiedene andere. Unaufhörlich schritt das Abteufen weiter. Die zunehmende Industrialisierung des Reviers und des übrigen Deutschlands machte in diesen Zeiten der Gründerjahre eine fortgesetzte Steigerung der Förderung notwendig, der auch die technische Vervollkommnung zugute kam. Der heutige dockämer Vergouu feemühlen gis zur Leipziger Messe. In den dreißiger Jahren steuten biese Bochumer Werkstärten bis zu 10 000 Mühlen jährlich her, die teilweise sogar nach Nordamerika gingen. Ferner fertigte man um jene Zeit mit der Hand geschlagene Blechverzierungen für Särge an und lieferte in den Glanzjahren bis zu 18000 Dutzend jährlich an das In= und Ausland. 1850 bzw. 1860 war diese Art Hausindustrie in Bochum schon verschwunden. Auch eine Tuchfabrik befand sich vor etwa 100 Jahren in Bochum, sie beschäftigte eine ganze Anzahl junger Burschen und Mädchen; feine blaue und grüne Wolltücher galten als Bochumer Spezilatität auf dem Markt. Später übersiedelte dieser Zweig der Bochumer Hausindustrie nach Elberfeld. Strumpfweber, Zeugmacher und Leinenweber waren schon 1818 in Bochum ausgestorben. In Laer hatte 1824 ein kleiner Reckhammer seine Tätigkeit begonnen. Ueber einen handwerklichen Betrieb kam aber auch dieser Vorläufer der späteren Bochumer Großindustrie nicht hinaus. 1825 z. B. wurden 3000 Pfund Eisen von zusammen drei Arbeitern hergestellt. Schließlich blieben noch eine Ziegelei in Altenbochum und eine Kalkbrennerei zu erwähnen. Damit war eigentlich um die Zeit vor 100 Jahren herum die Zahl der handwerklichen Betriebe, die nicht nur für Kaubaukums Einwohner arbeiteten, erschöpft, wenn man den Kohlenabbau— über den in einem folgenden Kapitel die Rede sein soll— außer Betracht läßt. Immerhin erfreute sich unsere Vaterstadt schon um diese Zeit eines gesunden Wohlstandes, nachdem man die schlimmen Jahre der Freiheitskriege überstanden hatte. Daß 100 Jahre später Bochum bereits über 314,000 Einwohner in seinen Mauern beherbergen würde, hat von unseren Vorfahren wohl keiner vorausgeahnt. Kopfzerbrechen über die weitere Entwicklung mag sich damals auch kein Kaubaukumer gemacht haben. Jedenfalls behauptet die damalige Geschichtsschreibung, die Verwurzelung unserer Urväter mit dem Grund und Boden hätte dem Handel und Wandel gegenüber hemmend gewirkt. Nun gut, mag dieses Urteil für Bochums Entwicklung bis zu Beginn des 19. Jarhunderts seine Gültigkeit gehabt haben, für das letzte Jahrhundert trifft es jedenfalls nicht mehr zu. Die Besitzverhältnisse im Bochumer Bergbau haben in der Folgezeit einen ziemlichen Wandel durchgemacht, hervorgerufen zum Teil auch durch die Verbindung der Eisen= mit der Kohleproduktion. Heute stehen in den Bochumer Stadtgrenzen die größten Unternehmungen Westfalens, wie die Ver. Stahlwerke, Krupp, Lothringen, Essener Steinkohle, Gelsenberg, Harpen u. a. als die Armeekorps im Kampfe um die Kohle, während sich die Gruppierung des Bochumer Steinkohlenbergbaues im Bezirk der Industrie= und Handelskammer Bochum wie folgt aufgegliedert. An der Spitze steht als größtes Bochumer Bergbauunternehmen die Gewerkschaft Ver. Constantin der Große, von der betrieben werden die Schachtanlagen 1/2, 3, 4/7, 8/9. 10 und 11. Angeschlossene Gesellschaften sind die Bochumer Kohlenkontor G. m. b. H. in Bochum, die Constantin=Handelsgesellschaft m. b.., Kohlenhandel, Reederei und Düngemittel in Bochum, Mülheim=Ruhr und Frankfurt a.., die Stachelhaus& Buchloh G. m. b.., Reederei und Kohlenhandel in Mülheim=Ruhr und Mannheim sowie die Gerhard Mosebach G. m. b. H. in Köln., Als nächstes Bochumer Unternehmen folgt die Bergbau AG. Lothringen, mit den Schachtanlagen Lothringen 1 bis 4, Präsident, und— bei maßgeblicher Beteiligung— die Gewerkschaft Herbeder Steinkohlenbergwerke in Bochum, die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Graf Schwerin in Bochum, die Gewerkschaft Heinrichssegen in Bochum(i. Liquid.), die Eisen= und Hüttenwerke AG. in Bochum, die Eisen=AG. Lothringen in Hannover, der Hiby& Schroer AG. in Bergisch=Gladbach sowie die Tochtergesellschaften Hellinghausen& Co. in Bochum und Continentale Handels=AG. in Zürich. Weiter betreibt in Bochum die Gewerkschaft Hausbach die Zeche Flora. Selbständig arbeiten außerdem Mathias Erbstollen und Ver. Klosterbusch. Dann unterhält die Gelsenkirchener Bergwerks AG. in Bochum eine Gruppenverwaltung, der folgende Schachtanlagen unterstehen: Prinz Regent(einschließlich Julius Philipp und KarlFriedrich), Engelsburg, Dannenbaum 1/2. Ver. Carolinenglück, Friedlicher Nachbar=Baaker Mulde, Bruchstraße und Friederika. Zum Interessenbereich von Krupp gehören auf Bochumer Gebiet die Zechen Hanvom hausbrand zur Industriekohle Zurückschauend dürfen wir heute wohl feststellen, daß der Kohlenbergbau in erster Linie dazu beitragen konnte, aus dem geruhsamen Ackerstädtchen eine Stadt mit wachsendem industriellen Einschlag werden zu lassen. Will man den Entwicklungsgang des Bochumer Kohlenbergbaues zu seiner heutigen Bedeutung aufzeigen, so kann man bis zum 16. Jahrhundert zurückgehen, wenngleich auch damals die Kohle im Wege des Raubbaues lediglich für den häuslichen Bedarf gewonnen wurde. Im Jahre 1735 zählte das Amt Bochum 25 solcher„Kohlenpütten", nibal 1 und Hannover 1/2. Die Mansfelder Bergbau=AG. betreibt die Zeche Mansfeld, während die Zeche Ver. Dahlhauser Tiefbau von der [Essener Steinkohlenbergwerks=AG. betrieben wird. Zu der Klöckner AG. gehört die Zeche General. Schließlich greift noch die Harpener Bergbau AG. auf Bochumer Gebiet hinüber, und zwar mit den Zechen Robert Müser. Neu=Iserlohn und Siebenplaneten. Annähernd 40 Millionen Tonnen Kohlen werden jährlich von den in Betrieb befindlichen Schachtanlagen des Bochumer Kammerbezirks gefördert, das sind rund 31 Prozent der Steinkohlenförderung des rheinisch=westfälischen Industriegebiets. Steigt man in die Geschichte des Bochumer Bergbaues während der letzten 100 Jahre hinein, so erfährt man auch die interessante Tatsache, daß noch mancher Name im deutschen Bergbau, der zu Glanz und Ansehen kam, in Bochum aus der Taufe gehoben wurde. Ihre Gründung im Bochumer Bezirk erlebten z. B. die Gewerkschaft Ver. Constantin der Große, die Gelsenkirchener Kohlen=Gruben=Gesellschaft(später Rheinelbe und Alma), die Bergbaugesellschaft Holland, die Magdeburger Bergwerks=AG., die Bergbau=AG. Glückauf, die AG. Vollmond, die Bergbau=AG. Pluto, die AG. Hannibal, die Gewerkschaften Hibernia, Shamrock und Erin. Weiter in Bochum aus der Taufe gehoben wurden die Bochumer Bergwerks=AG., der Lothringer Hütten= und Bergwerksverein sowie die Deutsch=Luxemburgische Bergwerks= und Hütten=AG. (Stinnes). Vor nunmehr 90 Jahren wurde der erste Spatenstich zur Schachtanlage Hannibal am südlichen Rande unserer Stadt getan. 1846 hatten sich mehrere Privatpersonen zur Gründung einer Gesellschaft zusammengefunden. Das Ergebnis der ersten Ausbeutungsversuche der Kohlenfelder war ein recht befriedigendes und die Arbeiten wurden deshalb emsig vorangetrieben. Infolge des Fehlens technischer Einrichtungen wie wir sie heute besitzen, war es natürlich nicht möglich, die Schachtanlage sozusagen„aus der Erde zu stampfen“. Zudem machte die Beschaffung der notwendigen Gelder noch erhebliche Schwierigkeiten. Im Jahre 1848 war dann aber soweit, daß mit der Errichtung der Anur.7 Egge begonnen werden konnte. Ines lagen uver Tage pegongen werden konnte. Immerhin dauerte es noch sechs Jahre, bis die Förderung ihren Anfang nahm. Das geschah am 15. November 1854. 1856 kam es zur Gründung einer Gesellschaft im heutigen Sinne. Die Erwartungen der neuen Zechenbesitzer wurden weit übertroffen. Hannibal erwies sich außerordentlich gutes Kohlenfeld. Immer mehr Arbeiter wurden benötigt und in Verfolg der Zuwanderung aus anderen Landesteilen entstand der heutige Stadtteil Marmelshagen. Als die Firma Krupp im Jahre 1870 die Zeche Hannover erwarb, wurde auch der Ankauf von Hannibal ins Auge gefaßt. Es dauerte aber noch 29 Jahre, bis Hannibal 1899 in den Besitz von Krupt überging und anschließend die Schachtanlagen Hannover und Hannibal gebildet wurden. Das hervorstechendste Merkmal dieser modernen Schachtanlage ist der Förderturm mit der in aller Welt bekannten Koepe=Förderung, die von hier aus ihren Weg in die Welt genommen hat, wobei daran erinnert sei, daß ihr Erfinder der Bochumer Bergwerksbesitzer Koepe war. Auf ein 80jähriges Bestehen kann die Zeche Mansfeld in BochumLangendreer in diesem Jahre zurückblicken. 1856 erfolgte die Gründung. Auch hier gab es eine längere Anlaufzeit bis zur Förderung, die auf Grund der hohen Qualität der Kohle dann ein schnelles Wachstum erfuhr. Im Laufe der weiteren Jahre wurde das Steinkohlenbergwerk Glück und Segner Erbstollen, die Felder Eleonore, Emilie und Helene umfassend, in der Gemeinde Querenburg erworben. Im Jahre 1901 kamen die westlich und südwestlich markscheidenden Grubenfelder Hermann und Haltern in der Gemeinde Langendreer=Papenholz hinzu, wodurch die Verbindung mit den Feldern Mansfeld und Haltern hergestellt wurde. Auf ein 60jähriges Bestehen kann die im Jahre 1872 gegründete Zeche Lothringen I in Gerthe zurückblicken. Von jeglichem Eisenbahnanschluß lag die Zeche weitab. Die Kohle mußte mit Fuhrwerk zum Bahnhof Merklinde(heute Bövinghausen) gefahren werden, und erst 1880 konnte auf einem eigenen Anschlußgleis verladen werden. Im Jahre 1886 wurde die Brikettfabrik angelegt und im Jahre 1889 eine Kokerei aus 50 Koksöfen. Interessieren dürften in diesem Zusammenhang auch einige Daten aus der Entwicklung des größten reinen Bergbauunternehmens in Bochum, der Gewerkschaft Ver. Constantin der Große. Sie würde im Jahre 1849 gegründet. Ihre weitere Ausdehnung erfolgte einmal durch Lösungsvertrag(1870) mit der Gewerschaft Rudolf an der südwestlichen Markscheide der Zeche Ver Constantin der Große, durch den diese Gewerkschaft das Recht der Ausbeutung ihres Feldes an letztere übertrug, alsdann durch die Ende 1892 getätigte Angliederung der mit ihrem Felderbesitz von Süden und Nordosten einschneidenden.=G. Herminenglück=Liborius, dem jetzigen Schacht 3 der Gewerkschaft Constantin, nach der Stammeszeche noch in unseren Tagen im Volksmunde„Ritterburg“ genannt. Sämtliche Felder der beiden Gewerkschaften mit allem Zubehör wurden als neugeschaffenes Bergwerk unter dem Namen Ver. Constantin der Große konsolidiert. Innerhalb der Constantiner Gerechtsame hat die Erschließung und der Ausbau in folgender Weise stattgefunden: Nach stellung des Eisenbahnanschlusses an Herne— damals der nächsten Eisenbahnstation— im Jahre 1861 wurde das 1858 begonnene Abteufen des Schachtes 2 eifrig gefördert und der Schacht 1865 fertiggestellt. Nach der Vereinigung der Gerechtsame von Constantin und Herminenglück=Liborius im Jahre 1892 folgte im nördlichen Feldesteil in der Gemeinde Herne die Abteufung von denen die„Alte Steinkuhle“ mit zwölf Mann Belegschaft die größte war. 1737 erfolgte die Einrichtung des ersten preußischen Bergamtes in Bochum. Um diese Zeit trieben die Bochumer schon lange Handel mit Kohle nach auswärts, u. a. auch durch die Verschiffung auf der Ruhr. Immer aber handelte es sich bei den„Pütten" um Tages= bzw. Stollenbetriebe, die bis etwa 1830 mit wenigen„Kumpels“ arbeiteten. Beim Transport spielten die Kohlentreiber eine äußerst wichtige Rolle. Sie schafften die Kohlen zu den entlegenen Hammerwerken und verfügten als Eigentümer eines kleinen Kottens über drei bis vier Pferde. Auf jedes Pferd luden sie einen mit zwei bis drei Zentner gefüllten Sack, und nun zogen sie, oft zu kleinen Karawanen vereinigt, weit ins Sauerland hinein, zu den Hammerschmieden. Unter Flüchen und derben Redensarten wurde der Transport ausgeführt, so daß die Kohlentreiber als die gröbsten Menschen galten. Bergwerke im alten Sinne waren um jene Zeit im Bergamt folgende:„Friederika“ auf dem Gelände hinter dem heutigen Milchhof,„Bonifacius“ an der Chaussee von Bochum nach Hattingen beim Holtkampe,„Kirschbaum“ und Neuemark“ ebenfalls beim Holtkampe.„Vollmond“ bei Havkenscheid,„Glücksburg“,„Neue Mißgunst" bei Brenschede,„Urbanus" bei Kleinherbede,„Vereinigte Engelsburg“ in Eppendorf.„Schwarze Junge“ bei Dahlhausen,„Geitling“,„Vereinigte Altesackberg“ und Alte Aproche“ zu Altendorf. Diese vier letzteren entstanden 1830, 1832 kamen die Gruben„Alte Mann“ 1 und 2 hinzu, die 1869 mit„Prinz Regent“ vereinigt wurden, 1834 entstand die Mutung„Glücksauf“ sowie die Grube„Neue Erfindung“. An tiefen Stollen, die mehreren Zechen gemeinsam zur Förderung sowie zur Abführung der Wasser und Zuführung der Wetter dienten, traten 1820 bis 1830 der Hasenwinkel= und Himmelskroner Erbstollen" bei Dahlhausen, die 1825 durch Vereinigung der Zechen„General“ und Erbstollen Nr.“,„Große= und Nebenbank“,„Silberbank" und der unter dem Namen„Harmonie“ vereinigten Mutungen gebildet waren. Um 1830 verband man die Stollenmündungen durch Schleppbahnen, auf denen die von Pferden gezogenen Förderwagen liefen, mit den Absatzpunkten. Weiter wären aus dieser Zeit zu erwähnen die Zechen„Christiane“ und„Hülfe Gottes“ bei Weitmar sowie die Zeche„Treue" bei Stiepel. Einen weivon Schacht 4, de wurde, und daran Schacht 5, wo men wurde. In Schacht 6 und 7 Gemeinde Grumm gonnen 1910 in anlage 10(begon Hiltrop und 191. 1922 wurde im Spatenstich zu ei# 1926 fertigorgelt Kokereien wurde rend man 1892 überging. Bergmännische Doch nicht i triebe und Zeche tionsbasis im Kas sondern auch in licherseits. Die E amtes in Bochum Die Eröffnung d 1738 duch den B Francke im alten bald konnte Boc Königen Dank d Stelle gesetzt zu kriegen Anfang d westfälischen Lan befindliche Ober mußte, hielten di ten die Treue 1 kümmerlichen Ue schützende Obhut. aus durch die und Bochum=Sü Ausbildung des Linie der 2 schaftskasse Schulen, wissens zufällt. Die we Bergbaumu man kann ruhig stab des westdeut hat. Hinzu tri die Knappsch sowie die Ruhr bäude an der P Ueberblickt n Kampf um die n daß sich zwar die Stadt Bochi nach Norden ver gewicht der eig in Bochum, son falens liegt, da Etappe bleiben und mit siegreid Hochosenanlage des Bochumer Vereins, von der Gahlenschen Straße aus gesehen Linolsohnitt von Johann Kurpjuht Schacht und hütte“, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Apeli 1936 Seite 3 Kurnfuhe Per Bochumer Verein blickt auf ein mehr als 90jähriges Schaffen als Qualitätswerk der Stahlindustrie zurück. Die großen Stahlguß= und Schmiedestücke durchziehen als Schiffsschrauben, Wellenböcke, Steven und Kurbelwellen mit den Ozeanriesen die Weltmeere. Gewaltige Gehäuse, Turbinenräder, Preßzylinder usw. legen Zeugnis ab von den Leistungen unserer Werkstätten. Bochumer Tokomotiv= und Wagenradsätze rollen über unsere Schienen und Weichen durch alle Erdteile; dem zunehmenden Schnellverkehr tragen die neuen Leichtradsätze mit Hohlachsen Rechnung. Für Straßenbahnen werden Rillenschienen gewalzt und Weichen sowie Kreuzungen gebaut. Weitere Erzeugnisse: Tragfedern, Spiral= und Schraubenfedern, Gesenkschmiedestücke und Preßteile, Stähle für Messer, Scheren, Werkzeuge, Rasierklingen, Uhrsedern usw. Unsere Gußstahlglockengießerei, die bisher über 90000 Glocken lieferte, stellte die große, fast 200 Zentner schwere, Olympiaglocke her. für Gußstahlfabrikation Aktiengesellschaft Bochum Schmb! chenbesitzer sich als r Arbeiter erung aus Stadtteil ahre 1870 Inkauf von iber noch von Krupp Hannover rstechendste er FörderFörderung, mmen hat, Bochumer ähriges n Bochum1856 erne längere der hohen chstum erdas Steindie Felder n der Gehre 1901 scheidenden Gemeinde Zerbindung hergestellt i kann die ingen I Eisenbahn= mußte mit e Böving= konnte auf rden. 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Der Betrieb eigener Kokereien wurde im Jahre 1881 aufgenommen, während man 1892 zur Gewinnung der Nebenerzeugnisse überging. Bergmännischer Generalstab in Bochum Doch nicht nur durch seine„Pütten“, Stollenbetriebe und Zechen ist Bochum von altersher Operationsbasis im Kampf um die Kohle Westfalens gewesen, sondern auch in der bergmännischen Verwaltung staatlicherseits. Die Einrichtung des ersten preußischen Bergamtes in Bochum im Jahre 1737 wurde schon erwähnt. Die Eröffnung des neuen Amtes fand am 31. Januar 1738 duch den Bergdirektor Kriegs= und Domänenrath Francke im alten Rentamte zu Bochum statt. Schon bald konnte Bochum zeigen, daß es den preußischen Königen Dank dafür wußte, an so bedeutungsvolle Stelle gesetzt zu sein. Als nämlich in den Unglückskriegen Anfang des 19. Jahrhunderts die Franzosen die westfälischen Lande besetzten und das damals in Essen befindliche Oberbergamt seine Tätigkeit einstellen mußte, hielten die Bochumer Bergleute und Bergbeamten die Treue und nahmen am 23. März 1807 die kümmerlichen Ueberreste des Oberbergamtes in ihre schützende Obhut. Heute übt der Staat die Oberaufsicht aus durch die beiden Bergrevierämter Bochum=Nord und Bochum=Süd, während der Hauptanteil an der Ausbildung des bergmännischen Nachwuchses in erster Linie der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in Bochum mit ihren zahlreichen Schulen, wissenschaftlichen Anstalten und Laboratorien zufällt. Die weltberühmte Bergschule und das Bergbaumuseum stehen hier an der Spitze und man kann ruhig sagen, daß der bergmännische Generalstab des westdeutschen Bergbaues in Bochum seinen Sitz hat. Hinzu tritt gewissermaßen als Sanitätskolonne die Knappschafts=Berufsgenossenschaft sowie die Ruhrknappschaft, die in dem Riesengebäude an der Pieperstraße untergebracht sind. Ueberblickt man so die Bedeutung Bochums in dem Kampf um die westfälische Kohle, dann kann man sagen, daß sich zwar die Kampffront, durch die und in der die Stadt Bochum mit groß geworden ist, immer mehr nach Norden verschieben wird, d.., daß das Schwergewicht der eigentlichen Kohlengewinnung nicht mehr in Bochum, sondern in den nördlichen Bezirken Westfalens liegt, daß aber Bochum immer die bedeutsame Etappe bleiben wird, ohne die der Kampf erfolgreich und mit siegreichem Ausgang nicht geführt werden kann. Vol meiter zur„intenn. 100 Jahre moderne Rohsherstellung im Bochumer Revler 7(Bearbeitet von Dr. Hempel, Bochum) In welcher Zeit die Bochumer Koksindustrie entstand, läßt sich mit Bestimmtheit nicht feststellen. Koks wurde zwar schon im hiesigen Bezirk Ende des 18. Jahrhunderts hergestellt, aber die Mengen, die in dieser Zeit erzeugt wurden, waren kaum beachtenswert. Die Herstellung des Kokses fand damals noch in Meilern statt, aber die Mängel, die diesem Verfahren anhafteten, verhinderten eine weitere Ausbreitung der Koksgewinnung. Erst das Aufkommen der modernen Verhüttungsverfahren und der Eisenbahnen machten den Weg für die moderne Koksindustrie frei. Soweit Nachrichten vorliegen, wurde im Bochumer Stadtgebiet zuerst auf der Zeche„Hasenwinkel" nach der Mitte der 1830er Jahre Koks dargestellt. Diese Erzeugung geschah nicht mehr in Meilern, sondern bereits in sogenannten Backöfen, den Vorläufern der heutigen Kammeröfen mit Seitenwänden und quadratischen Oeffnungen zum Zwecke des Entweichens der Luft bei dem Verbrennungsprozeß. Einen mächtigen Auftrieb erhielt aber die Koksindustrie, als um die 1850er Jahre die sogenannten Feldöfen, auch Schaumburger Oefen genannt, zur Einführung kamen. Diese fanden wohl deshalb schnell Eingang, weil in ihnen verhältnismäßig viel Koks gebrannt werden konnte und ihr Bau sich rasch ausführen ließ. Der erste Ofen dieser Art wurde in Westfalen im Jahre 1847 durch den Berggeschworenen Alberts auf der Zeche „Präsident“ aufgestellt. Welchen bedeutenden Umsang aber die Bochumer Koksindustrie in wenigen Jahrzehnten annahm, geht aus den Mitteilungen der„Zeitschrift für das Berg=, Hütten= und Salinenwesen im preußischen Staate“ hervor. Diese berichtet für das Jahr 1854 über die Koksindustrie im Bochumer Revier wie Abendliche Silhouette am Bochumer Verein B..-Archiv folgt:„Man sieht, daß die Koksfabrikation in vortigem Bezirke in immer größerem Umfange betrieben wird; die Anzahl der Oefen konnte auf 82 und die Erzeugung auf 826 482 Zentner gesteigert werden.“ In der Hauptsache ging der Koks, der nicht von den Eisenbahnen aufgekauft wurde, nach den Hütten und Gießereien zu Kunstwerk Dülmen, Wetter, Bochumer Gußstahlhütte, Britania=Hütte bei Mülheim sowie sonstigen westfälischen und hessischen Hütten. Vom Jahre 1867 ab gelangten an die Stelle der Schaumburger Oefen die belgischen Copée=Oefen in Westfalen zur Aufnahme und damit ging die Koksfabrikation in die Betriebsperiode der Neuzeit über. Diese Periode zeichnet sich durch eine beträchtliche Produktionssteigerung aus, entsprechend dem gewaltigen Aufschwung der beiden Großeisengewerbe, dem Steinkohlenbergbau und der Großeisenindustrie. Nicht nur stieg die Zahl der Oefen ganz bedeutend, sondern auch das Verfahren des Koksbrennens und vor allem die Konstruktion der Oefen erfuhren wesentliche Verbesserungen. Es war besonders die Bochumer Firma Dr. C. Otto& Co., die sich bei der Ausbildung und weiteren Ausgestaltung des Coppée=Verfahrens große Verdienste erwarb. Das Verkoken wurde zu Anfang durchweg nur von Privatunternehmen auf eigenen Anstalten in der Nähe der Zechen ausgeführt. Später, etwa seit den 1860er Jahren, übernahmen die Bergbauunternehmen mehr und mehr selbst den Betrieb der Kokereien. Im Bochumer Gebiet waren die bedeutendsten Kokereiunternehmen die Firmen Endemann, Schultz usw. Im Jahre 1853 betrieb allein die Firma Endemann auf der Zeche „Engelsburg“ zwölf englische und drei Schaumburger Oefen, auf der Zeche„Isabelle“ neun englische und drei Schaumburger Oefen sowie auf der Zeche„Präsident“ sechs Schaumburger Oefen. Außer diesen Schachtanlagen betrieben noch in diesem Jahre die Zechen„Louise", „Friederika“ sowie„Maria Anna und Steinbank“ die Koksdarstellung. Auch in neuerer Zeit nimmt die Koksfabrikation einen bedeutenden Faktor im Bechumer Wirtschaftsleben ein. Durch weitere Fortschritte, wie Zentralisation der Erzeugung, durch die Benutzung der Abhitze der Koksöfen zur Dampferzeugung, zur Beheizung der Hochöfen, Stahl= und Walzwerksanlagen, aber auch durch die Gewinnung der Nebenprodukte und die Ausbildung der Ferngasversorgung ergaben sich weitere produktionstechnische und wirtschaftliche Vorteile. In der Gegenwart wird die Herstellung des Kokses in der Hauptsache auf den Großanlagen„Robert Müser“(Harpener Bergbau AG.),„Bruchstraße" und„Carolinenglück"(Gelsenkirchener Bergwerks=AG.), nibal“(Fried. Krupp AG.),„Mansfeld“, „Lothringen", und„Constantin der Große“ ausgeübt. zeshon 86 Won PA-si see 6 533 33 A ut cibbisie eie iht, Cizgeei iS Aeie Aichn au K K Wesel „So rufen n Bergischen Obstk heißt es am Sch ein liebenswürdi verein in diesen slattern, läßt. während wir an Donnerbüchlgr, Brennstoff=Gemis lassen, werden d baumblütenselige sichbäumen, wie vor dem Ferienk plötzlich vor dem tafel zum Spieg dem die Gleicht bekannten gleich furchten. Nur Ferientzaumerei blüten=Vision an eine Wandtafel, blieben ungestill wenigen Stunde zehn Liter Brei uns dazu verhel So wird di Vorhalle der Re den Männern zu unserer Kraftw. versorgen, haber Männern zu de kräften der Nat Männer, im Schlote, der da nen, nehen uns jener Schnellig Kraftwagen befl sie die Erfüllun nicht Grund, ik Vor der„ridh Wir haben der die Fäden sen, der den ar was der Ruhrl gibt. An der Friedgof erheb verdeckt, eine wir in den Bo räumig wie dann sind wir angelangt, d Geographie mi net, an jener Labung zuteil In diesen seinen Geschwi Vereinigung u Stickstoff=Synd und neuerding gesellt. Eine siebt. Und w Angestellte geh einem gewalti ungeheuer wic nung der den der Wittener. sehen lassen ke Familiengesch Familiengesch rischer und on schlichten Auf tenen Schilde deutet werden nigstens einie hört langen 1 Deutschlas besitzt im Bei nicht nur mei Schacht und Hütte“, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers, 25. Apeil 1936 Seite 3 .-ARAL Dee Denzt! Mi zeinen„Geschwifterl. Wesen, Umfang und Bedeutung der Rbco-Verbände So rufen wir Sie denn in den Mittelpunkt der Bergischen Obstkammer zum Fest der Baumblüte", heißt es am Schluß der freundlichen Einladung, die n liebenswürdiger Verkehrs= und Verschönerungsverein in diesen prächtigen Frühlingstagen in die Welt flattern läßt. Sein Wunsch sei uns Befehl. Und während wir an„unserer“ BV.=Tankstelle der braven Donnerbüchse“ eine Wochenendnahrung von zehn Liter Brennstoff=Gemisch für Zweitakter zu Gemüte führen lassen, werden die Tankstellensäulen im Licht unserer haumblütenseligen Vorfreude zu Kirsch= und Pfirsichbäumen, wie es früher in den letzten Schulstunden vor dem Ferienbeginn zu geschehen pflegte, wenn sich plötzlich vor dem Quartanerauge die alte brave Wandtafel zum Spiegel eines mächtigen Sees weitete, auf dem die Gleichungen zweiten Grades mit einer Unbekannten gleich stolzen Segelschiffen die Fluten durchfurchten. Nur ein Unterschied ist zwischen der VorFerienträumerei jener Quartanerzeiten und der Baumblüten=Vision an der Tankstelle: Die Wandtafel blieb eine Wandtafel, und die Reisesehnsüchte jener Zeit blieben ungestillt, dieweil die Tankstellen=Vision in wenigen Stunden blühende Wirklichkeit sein wird; jene zehn Liter Brennstoff=Gemisch für Zweitakter werden uns dazu verhelfen. So wird die schlichte blau=weiße Tankstelle zur Vorhalle der Reisesehnsucht,— haben wir nicht Grund, den Männern zu danken, die sie bauten, die die Tanks unserer Kraftwagen und Motorräder mit Nahrung versorgen, haben wir nicht Grund, insonderheit den Männern zu danken, die solche Nahrung aus den Urkräften der Natur formen? Bei uns schaffen diese Männer, im Ruhrbezirk, im Lande der rauchenden Schlote, der dampfenden Essen und zischenden Maschinen, nehen uns. um uns. Sie machen die Kohle zu jener Schnelligkeit, die die Kilometerzähler unserer Kraftwagen beflügelt, aus schwarzen Diamanten machen sie die Erfüllung kühnster Reisesehnsucht. Haben wir nicht Grund, ihnen dankbar zu sein? Vor der„richtigen Schmiede“ Wir haben keinen weiten Weg zu jener Stelle, an der die Fäden des mächtigen Apparates zusammenlaufen, der den größten Teil dessen in den Handel bringt, was der Ruhrberabau an Kokereinebenerzeugnissen hergibt. An der Wittener Straße, gleich hinter dem alten Friedhof erhebt sich, durch eine Häuserreihe etwas verdeckt, eine umfangreiche Gebäudegruppe, und wenn wir in den Vorraum eingetreten sind, schlicht und weiträumig wie die Halle eines englischen Landhauses, dann sind wir auf unserem Forscherwege an jener Stelle angelangt, die der Volksmund in etwas wirrer Geographie mit Vor der richtigen Schmiede" bezeichnet, an jener Stelle also, da unserem Wissendurst Labung zuteil werden soll. In diesen Gebäuden wohnt der Benzolverband mit seinen Geschwistern, der Deutschen Ammoniak=VerkaufsVereinigung und dem Cumaronharzverband. Auch das hat hier eine Niederlassung errichtet, und neuerdings hat sich noch die Derop AG. hinzugesellt. Eine ansehnliche Bergbaufamilie, wie man sieht. Und wie steht's mit dem Kinderreichtum? 700 Angestellte gehen hier täglich ein und aus, 700, die an einem gewaltigen Werk mitschaffen, deren Arbeit ein ungeheuer wichtiges Rad in der wundervollen Verzahnung der deutschen Volkswirtschaft bedeutet. Hier an der Wittener Straße wohnt also eine Familie, die sich sehen lassen kann, und es ist gut und nützlich, in der Familiengeschichte dieses Hauses zu blättern. Diese Familiengeschichte schließt eine Kette technisch=schöpferischer und organisatorischer Großtaten ein, die in der schlichten Aufzählung und der im Telegrammstil gehaltenen Schilderung an dieser Stelle nicht einmal angedeutet werden können. Begnügen wir uns damit, wenigstens einige Meilensteine zu setzen auf einem unerhört langen und schweren Weg der Entwicklung. Deutschland, als ein von Natur erdölarmes Land, besitzt im Benzol eine eigene Kraftstofferzeugung, die nicht nur mengenmäßig, sondern auch hinsichtlich der (Von Daul Borhe) Qualität für die deutsche Wirtschaft von außerordentlicher Bedeutung geworden ist. Die Entwicklung des Benzol-Verbandes Als um die Jahrhundertwende mit dem Anwachsen der Eisenindustrie und der dadurch bedingten vermehrten Kokserzeugung auch die verfügbaren Benzolmengen sich steigerten, schlossen sich die deutschen Benzolerzeuger zu einer Verkaufsorganisation zusammen. Das war— um im Bilde zu bleiben— die Gründung des Hausstandes. Dem Benzol=Verband obliegt der Absatz des Benzols und seiner Verwandten. Man verwendet es vorzugsweise als Motorentreibstoff, aber auch in Farbenfahriken und in der Sprengstoff=Industrie. Das Benzol ist in seiner Erzeugungsmenge an die Koksherstellung gebunden, die wiederum an die Eisengewinnung gekoppelt ist. Während des Krieges, als ausländisches Benzin nicht zur Verfügung stand, hat das Benzol als Treibstoff eine ungeheuer wichtige Rolle gespielt, und man erkannte damals, daß Benzol gar nicht der Ersatzkraftstoff“ für Benzin war, für den man es gehalten hatte. Hier setzte die Arbeit des BenzolVerbandes ein, der die im Kriege gemachten Erfahrungen immer weiter ausbaute und schließlich nach langjährigem Zusammenarbeiten von Chemikern und Ingenieuren in Laboratorien. Prüfständen und im praktischen Fahrbetrieb sein BV.=Benzol zu dem besten überhaupt bekannten Kraftstoff entwickelte. Die Arbeit wurde gekrönt durch die Normung des Benzols, die verbürgt, daß man BV.=Benzol an allen Orten in stets gleichbleibender Qualität kaufen kann. Neuerdings hat der Benzol=Verband auch den Vertrieb von Treibaas nommen. Auf der Suche nach einem Ersatztreibstoff aus heimischem Rohstoff ist es gelungen, Gase des Ruhrbergbaues für den Motorbetrieb nutzbar zu machen. Die sogenannten Reichgase— Ruhrgasöl, Propan, Butan usw.— eignen sich für diesen Zweck in hervorragender Weise. Aber auch das Methan des Koksofengases kann für diese Zwecke benutzt werden. Im vorigen Jahre ist die Derop(Deutsche Vertriebsgesellschaft für russische Oelprodukte AG.) vom Benzol=Verband übemnommen worden. Dadurco har der Verkauf von Gasöl und Schmieröl neben dem bedeutenden Benzinhandel eine Stärkung erfahren. Oben sprachen wir schon von den Tankstellen, die wie ein dichtes Netz ganz Deutschland überspannen und treibstoffdurstige Kraftwagen und Motorräder in ihren Maschen fangen. Sie sind die weit vorgeschobenen Vorposten dieser Treibstoffront, deren Führung an der Wittener Straße ihren Ort hat. Sie sind die sichtbaren Firmenschilder des mächtigen Unternehmens, und der Tankwart, der die besagte 10=Liter=Mischung in die Vorratskammer unserer kleinen Maschine gießt, sie sind, Das Verwaltungsgebäude des BenzolAufnahme: Benzol-Verband Verbandes an der Wittener Straße sei es in Passau, sei es in Hamburg, wichtige Bindeglieder von der Wittener Straße in Bochum zur bayrischen Ostmark, zur Wasserkante, zum Verbraucher im ganzen Deutschen Reich. Sehen wir uns nun aber die Männer an, die, im Vergleich zu ihm, im Verborgenen schaffen! Fassen wir Posten am Eingang des Verwaltungsgebäudes an der Wittener Straße, sehen wir uns den Einmarsch der 700 Angestellten zu ihrer Arbeit an! Und hinein strömen 700 Gesichter in diese hellen, lichten Säle der Arbeit, junge und alte, solche, in die die Erfahrung eines langen Lebens ihre Runen tief eingedrückt hat und solche, die noch zu jung sind, als daß das Leben viel hätte in sie hineinschreiben können. Sie strömen in diese Säle wie befruchtende Flutung der Arbeit, wie der Blutkreis in die Herzkammern. Und vom selben Augenblick beginnt der Körper dieses mächtigen Verwaltungshauses zu leben und zu atmen, schöpfend und wirkend. Gehen wir mit ihnen hinein in die hellen hohen Räume, schauen wir ihnen über die Schulker, während sie schreiben und rechnen, während sie die Maschine in wenigen Stunden Ergebnisse feststellen lassen, zu deren Errechnung es ehemals Wochen und Monate brauchte. Hier ist nirgendwo Leerlauf, nirgendwo Pause, hier ist die Mathematik willige Dienerin— denken wir doch daran, wie sie uns früher in der Schule unbarmherzig beherrscht hat. mittel ist daher für die gesamte Bodenkultur von einem Nutzen, der kaum überschätzt werden kann. Die ...V. nun vertreibt die Stickstofferzeugung des Ruhrbergbaues, vornehmlich das schwefelsaure Ammoniak, und schaltet sich damit als ein ganz entscheidender Faktor in die Bestrebungen zur Ertragssteigerung der deutschen Landwirtschaft ein. Gewonnen wird das schwefelsaure Ammoniak sowohl im Kokereibetrieb als auch in den synthetischen Anlagen. Bei der Verkokung der Steinkohle wird das entweichende Ammoniakgas aufgefangen und mit Schwefelsäure gebunden. Bei diesem Prozeß fällt das schwefelsaure Ammoniak als Salz an. Laboratorium und Acker— ein eigentümliches Bündnis auf den ersten Blick und doch unerhört wertvoll; wer wollte es bestreiten! Dieses Haus beherbergt— wir sagten es oben— eine familienähnliche Gemeinschaft. Beschauen wir nun den Hausrat! Das Kellergeschoß beherrscht den Fahrbetrieb, die kraftfahrttechnische Abteilung, die Unterrichtsräume und das Laboratorium. Auch in die elektrotechnische Abteilung wollen wir einen Blick werfen, in die Fernsprechzentrale mit ihren 24 Amtsleitungen und 190 Hausanschlüssen. Halten wir uns nicht bei den Laboratorien im Ostflügel der Gebäudeanlage auf, sie sind dem Laien ein Buch mit sieben Siegeln und wer die Sprache der Chemiker nicht beherrscht, dem sind ihre Worte eine Art von chilenischem Platt. Es bedarf keiner Erläuterung, daß in diesen Laboratorien eifrigste Forschungsarbeit getrieben wird, welche die stetige Entwicklung der Verwertung bergbaulicher Erzeugnisse erfordert. Wir wittern Morgenluft. Versuchsfelder, von der landwirtschaftlichen Abteilung angelegt, man höre und staune, Versuchsäcker, die unter ständiger Ueberwachung stehen. Hier wird sogleich die Probe aufs Exempel gemacht, was in den Forschungsstuben ersonnen, was in den Laboratorien erprobt wurde, das muß sich hier im Feuer ber praktischen Anwendung bewähren. Sozusagen im Vorbeigehen lernen wir, daß die künstliche Düngung den Bodenertrag Deutschlands seit etwa 70 Jahren um das Vierfache gesteigert hat. Unsere Pferde und Kühe werden es uns sicher nicht übel nehmen, daß Chemiker ihnen ins Handwerk pfuschen.,.. I. ohuchin“. Die Pferde und Kuye wurden es ja vynehin beim besten Willen nicht allein schaffen, denn die Düngung mit Stallmist ist nach heutigen Begriffen völlig unzureichend. Der Boden braucht als Organismus zur Gesunderhaltung gewisse Nährstoffe; die zwar im Stallmist vorhanden sind, jedoch nicht in einem Ausmaße, das ausreichend wäre, den Boden so ertragreich zu gestalten wie es die moderne Bewirtschaftung verlangt. Die Entdeckung und Anwendung künstlicher DüngeEine der charakteristischen B0.= lankstellen Aufnahme: Benzol-Verband Photographisches Atelier, vorbildlich in seiner Anlage, mit einem Archiv, in dem unzählige Aufnahmen aus dem Geschäftsbereich der Verbände aufbewahrt werden, Briefordnung, Bauabteilung, Tankdienst, Oelabteilung, Vortragssaal, das sind die letzten Stationen unserer Umschau. Und dann harrt des Besuchers noch eine nahrhafte Ueberraschung: Erfrischungsraum! Täglich versammeln sich hier an die 300 Angestellte zum gemeinsamen Mittagsmahl. Freilich, mit Alkohol ist's hier nichts, und alle Wünsche bezüglich Kirsch mit Rum und Kümmel sind fehl am Platze. Das Mittagessen wird der Gefolgschaft zum Selbstkostenpreis geliefert. Die Gliederung der Verbände, hinsichtlich ihrer Büroorganisation, ist außerordentlich übersichtlich. Zählen wir keine Einzelheiten auf! Wir kennen— hier im Herzen des Industriegebietes— die großen industriellen Unternehmungen mit ihren gewaltigen Verwaltungskörpern. Die Büros im Verwaltungsgebäude an der Wittener Straße sind mit den modernsten technischen Einrichtungen ausgerüstet. Alle Neuerscheinungen auf dem Gebiete der Büroeinrichtung und=organisation werden geprüft und im Falle der Bewährung zur Anwendung gebracht. Es ist Wert darauf gelegt, daß der große Apparat so reibungslos wie möglich arbeitet, um auch der kleinsten nutzlosen Energieverschwendung vorzubeugen. Wir kommen durch die Personalabteilung, in der die innerbetrieblichen und sozialpolitischen Fragen dieses Riesenorganismus bearbeitet werden, durchschreiten die Verkaufs= und Versandabteilungen, in denen der Versand der verschiedenen Erzeugnisse in alle Teile des Reiches geregelt wird. Staunend sehen wir die moderne Maschinenbuchhalterei und die Hollerith=Abteilung, welche die wirtschaftlichen Vorgänge in der Organisation buchhalterisch und zahlenmäßig erfassen. In den Rechnungsabteilungen und in den Nachverrechnungen laufen die Rechnungen auch der kleinsten Lieferung und eine geradezu unvorstellbare. Menge von Zahlenmaterial zusammen, Einkaufsabteilung, Abteilung Statistik, Vertragsabteilung, sie reihen sich aneinander wie Perlen einer Schnur, jede für sich lebenswichtiger Teil einer feingliedrigen Organisation, in der Kaufleute, Volkswirtschaftler, Juristen, Techniker und Chemiker im besten und edelsten Sinne„an einem Strick ziehen". Die Organisation des Außendienstes ist zu umfangreich, als daß hier ein Ueberblick möglich wäre, Es wird jedenfalls kein Mittel ausgelassen, um der Kundschaft näher zu kommen, und eine große Anzahl von Wissenschaftlern befindet sich zu diesem Behufe stets unterwegs. Von Zeit zu Zeit finden in Bochum Konferenzen statt, in denen die gesammelten Erfahrungen ausgetauscht und die Beteiligten mit neuen Informationen ausgerüstet werden. Der Leiter der Verbände ist Dr. Ruperti. Dieser Name ist nicht nur in den Wirtschaftskreisen des ganzen Reiches bestens bekannt, sondern hat auch im deutschen Sprtlehen einen guten Klang; besonders im deutschen Rudersport ist der Name Dr. Ruperti ein fester Begriff. Ein Mann anfangs der Fünfziger, Jurist, der zum Kaufmann wurde. Mit einem Stab tüchtiger Kaufleute, die er sich selbst gewählt hat, führt er das mächtige Unternehmen, die Arbeit der Schaffenden dieses Werkes verbindend mit der Gesamtheit der deutschen Wirtschaft. 700 arbeiten an einem Werk, 700 geben einem Hause das Gesicht. Sie formen ihr Leben nach den Gesetzen der Arbeit, die sie lieben und die ihnen teuer ist wie jedem, der im Bewußtsein seiner Notwendigkeit den Platz ausfüllt, auf den ihn das Leben gestellt hat. Schlegel-Scharpenseel-Brauerei R.., Bochum Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. April 1936 Schacht und Hütte“ Die Wagen fahren Bochums Bier hinaus nach Nord, Süd, Ost und West tausend Fässer auf Stiegen und Plätzen, in und Wagen, da heben hunderttausend Hände ein Glas Bier zum Mund! Und jeden Tag sieht man die schweren falben Pferde vor ihren blauen Wagen mit dem weißen Zeichen durch Torbögen und um die Ecken stampfen; dicke, wuchtige Männer sitzen auf dem Bock, mit lustig zwinkernden Augen im roten Gesicht. Holpernd und bullernd brummeln dicke Lastkraftwagen in aller Herrgottsfrühe heraus auf die großen Ausfallstraßen Bochums nach Westen, Süden, Norden und Osten. In ihrem Innern gluckert im wohlgerundeten Bauch der Fässer ein köstliches Getränk. Man trifft es in den Zügen, die unsere deutschen Gaue durchkreuzen, trinkt es auf den weißleuchtenden Ueberseeschiffen, die in alle Welt hinaus fahren, im Urlaub steht es plötzlich auf dem Tisch des Hotels am Der Werdegang des Bieres beginnt mit der Malzbereitung. Die ankommende Braugerste wird in der Gersten=Putzerei von Sand, Staub, Unkrautsamen, kleinen und halben Körnern usw. befreit und dann auf trockenen Böden geStoffe, um. Gleichzeitig nimmt die Hefe von den Eiweißkörpern die leichtverderblichen Teile in sich auf. Das Erzeugnis der Bottichgärung heißt Bier. Die Nachgärung bis zur Trinkreife vollzieht sich in zwei bis sechs Monaten in riesigen Lagerfässern oder in Tanks aus Alumnium oder innenemailliertem Stahl bei Temperaturen, die nicht viel über dem Gefrierpunkt liegen. Von einem bestimmten Zeitpunkt an wird der Lagerbehälter gespundet und hierdurch die Kohlensäure gebunden. Das nach Abschluß der Lagerzeit vollkommen ausgereifte Bier wird blank gefiltert und auf sorgsam gereinigte Fässer und Flaschen. abgefüllt. Dann ist das Bochumer Bier fertig zum Verbrauch und nimmt seinen Weg, der es seiner Zweckbestimmung zuführt: unseren deutschen Volksgenossen zu Nahrung und Genuß wie zu Erfrischung und Entspannung zu dienen. Es trägt hierbei den Namen Bochum als Bierstadt hinaus in alle Gaue und in fremde Länder, gibt Kunde von Bochumer Industrie und Wirtschaft! Wenn wir aber draußen den blauweißen Farben und Zeichen unserer Heimatstadt begegnen, dann sind wir stolz darauf, dach nicht nur Kohle und Eisen, Guß und Stahl von Bochums Kraft sprechen. Auch quellender Gerstensaft ist Mittler vom rastlosen Schaffen unserer Stadt. Sudvorganges. Das fein zerkleinerte Malz wird im Maischbottich mit warmem Wasser„eingemaischt". Durch wiederholte Kochungen von Teilmengen in der Maischpfanne, wodurch die Temperaturen im Maischbottich allmählich bis zu 75 Grad Celsius ansteigen, werden unter der Einwirkung der natürlichen Abbaukräfte die wertvollen Inhaltstoffe des Malzes, Stärke und Eiweiß, abgebaut und in Lösung gebracht. Die erhaltene Lösung heißt Malzextrakt. Im Läuterbottich werden die unlöslichen Bestandteile des Malzes, die als eiweißreiches Futtermittel bekannten Biertreber, von der Würze getrennt. Die Würze erhält in der Würzekochpfanne(Sudbottich) durch zweistündiges Kochen mit Hopfen die beliebte sfeine Bittere des Bieres. Die heiße Bierwürze wird auf dem Kühlschiff, einer flachen Wanne mit sehr großer Oberfläche, schnell heruntergekühlt und läuft von dort durch kupferne Berieselungskühler, die die Temperatur weiter absenken, vor der wuchtigen, glatten Außenwand, den das Wahrzeichen der Brauerei, der Schlegelturm, als trutzfester Wächter Bochumer Bieres überragt, mit lauter Stimme erklärt:„Hier wird das Schlegelbier gebraut! Das Bier, das Bochums Namen auch draußen bekannt macht.“ Gewißlich geht man dann hinein in irgendeine Weaice Sämtliche Aufnahmen: Werkphotos Im Gärkeller Hier wird die Temperatur des Bieres gemessen Schönheit der Arbeit: Erholungsstunde der Gefolgschaft auf dem Dachgarten des Hochbaues Schönheit der Technik: im Kesselhaus der Schlegel=Brauerei „Zwtschen Schacht und Fütte“, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Apen 1936 W„uschen Scha Dee weg der ehsenstadt zn vomümel Mochirie (Bearbeltet von Frih Schmidt) Hatte schon das Gelingen des Tiefbaues dem Bochumer Bergbau mit Beginn der dreißiger Jahre neuen Auftrieb gegeben, sowie die Einführung der Dampfmaschinen, so setzte die eigentliche Entwicklung zur Stadt der Kohle und des Eisens mit der Umstellung des Verhüttungsprozesses von Holzkohle auf Steinkohle ein, und zwar etwa zu Beginn der 50er Jahre. Gleichzeitig wirkte auf das Wirtschaftsleben befruchtend die verkehrstechnische Erschließung der Mark durch die Eisenbahnen. Die Eisenindustrie näherte sich den Fundorten der Kohle. Die Zeit der getrennt liegenden Hämmer hatte ihr Ende erreicht. Die bisherigen Werkstätten wurden zu Walzwerken umgearbeitet. Aus der Kleinindustrie wuchs die Großindustrie heraus. Die Zeit der Hochöfen war gekommen. Nur kurz erwähnt sei bei dieser Gelegenheit, daß auch die Zeche Friederika 2 in Bochum noch um 1890 mit rund 600 Tonnen Tagesförderung größtenteils auf Erz eingestellt war. Verkehrstechnisch gelangte Bochum mit den ersten Pfiffen der Lokomotive der Köln=Mindener und Bergisch=märkischen Bahn(1845 bis 1848), in den industriellen Mittelpunkt, während die Stadt selbst erst 1862 an das Eisenbahnnetz im Ruhrgebiet direkt angeschlossen wurde, und zwar mit der Strecke nach Mülheim=Ruhr, mit der nach Dortmund und mit der nach Essen. Inzwischen war 1842 in Bochum der Grundstein zu seiner Entwicklung nach der industriellen Seite mit der Gründung des heutigen Bochumer Vereins gelegt worden. Der Württemberger Jakob Mayer war von KölnNippes, wo er einen kleinen Betrieb sein eigen genannt hatte, nach dem Kohlenpott gekommen und verband sich in Bochum mit dem Magdeburger Eduard Kühne. Die Gußstahlfabrik Mayer& Kühne entstand. Alte Nachrichten melden, daß die Bochumer Ackerbürger damals mißtrauisch den Kopf geschüttelt hätten, als die beiden Fremden an der Landstraße nach Essen einige Morgen Land zum Preise von fünf Talern die Rute kauften. 1843 konnte der Betrieb aufgenommen werden. 1850 zählte er bereits etwa 20 größere und kleinere Werkstätten. Eine sechspfündige Kanone war das erste Gußstahlerzeugnis. Der Ausspruch des damaligen Rektors Volkhart, daß das neue Unterwerde, erwies sich bald als falsch. Das Gegenteil trat ein. Bochums Bevölkerung wuchs rapid, neue Unternehmen taten sich auf, der Stadtsäckel profitierte an nehmen der Stadt Bochum keine Vorteile bringen ihnen. 1851 entstanden die Mayersche Eisengießerei. ferner eine Drahtzieherei, eine Tapetenfabrik sowie 1857 zwei Dampfkesselfabriken, sodann eine Zinkhütte. 1865 einer Glashütte durch Dickmann hersch fand die Gründung einer Glashütte, burch, Di & Co. statt. 1866 war von der Mayerschen Eisengießerei ein neues Bandagenwalzwerk zur Herstellung von Eisenbahnräder=Bandagen in Betrieb gesetzt worden. 1864 wurde das Werk bedeutend vergrößert, 1865 das Bessemerstahlwerk in Betrieb gesetzt, die Kanonenwerkstätte und das Hammerwerk gebaut. Die Zinkhütte, später Bochumer Eisenhütte(Heintzmann& Dreyer), erhielt 1866 auf der Dubliner Weltausstellung eine lobende Anerkennung. Die Drahtzieherei von Vennemann hatte 1855 die Pariser Ausstellung beschickt. Aufträge für das Unternehmen kamen 1861 sogar aus Südamerika und Australien. Die Zinkhütte im von Würfel war schon 1863 namhaft. Sie lieferte damals u. a. Ornamente für das königliche Schloß in Hannover und für den Kursaal in Wildungen. Im Jahre 1858 zählte man 39 Fabrikgebäude in Bochum. Auch das Braugewerbe hatte um diese Zeit bereits einen kräftigen Aufschwung zu verzeichnen, bedingt natürlich mit durch den Zuzug von Arbeitern. Die meisten von ihnen kamen um diese Zeit aus Sachsen, aus den Ackerbaubezirken Westfalens, aus Hessen und Waldeck, dann auch aus dem Osten, besonders aus Posen. Hatte die Bevölkerung Bochums um 1835 rund 3500 betragen, so war sie 1860 fast auf das Dreifache gestiegen und betrug rund 9000. Im Gegensatz zu den neu zugezogenen Familien nannte der Volkswitz die Alteingesessenen„Indianer“, daher noch die heutige Bezeichnung„Urindianer". Unaufhaltsam ging die Aufwärtseztriclung„Bochums weiter. Aus der ehemaligen Ackerstadt war in Verbindung von Kohle und Eisen eine Industriestadt geworden, die in diesem Zweiklang fortgesetzt aufwärts marschierte. Neue gewerbliche Unternehmen entstanden, der Ausbau, städtebaulich gesehen. schritt fort, die Bevölkerungszahl wuchs in schnellstem Tempo, kurz, Bochums Name gewann immer Reinfluß in den Martinosen B..-Archiv mehr an Klang. Vor 50 Jahren besaß Bochum bereits über 80 000 Einwohner. Der Bochumer Verein beschäftigte damals annähernd 5000 Arbeiter. Die Gesellschaft für Stahlindustrie war noch ein selbständiges Unternehmer und wurde durch August Thyssen beherrscht. Neben den Firmen Eickhoff, Eisenhütte Westfalia, Metallgießerei Flottmann und Seippel waren die Bochumer Eisenhütte, Heintzmann& Dreyer, Fahrendeller Hütte, Hartmann& Würzburger(später Winterberg# Hüres und mit der Bochumer Eisenhütte verschmolzen), die Drahtzieherei Grimberg& Chr. Hilgert sowie Mummenhoff& Stegmann ein bedeutendes Aktivum in der Bochumer Eisenindustrie. Der Aufschwung Bochums zu einer Stadt mit rein industriellem Charakter hatte bereits 1856 die Gründung einer Industrie= und Handelskammer zur Vertretung der gesamten Industrie=, Handels= und Verkehrsinteressen notwendig gemacht. Im heutigen Bezirk der Industrie= und Handelskammer Bochum, die einen Raum von 454 Quadratkilometer mit den Städten Bochum, Gelsenkirchen, Herne, WanneEickel. Witten, Wattenscheid, Hattingen, Blankenstein und Herbede umfaßt, wohnen zur Zeit 1 015 000 Menschen. Davon waren 1934 rund 75 000 in Bergbaubetrieben tätig. Sie förderten 26 600 000 Tonnen Steinkohlen, das sind 22 vom Hundert der Gesamtsteinkohlengewinnung Deutschlands. Mit 83 vom Hundert der Roheisen= und 64 vom Hundert der Rohstahlerzeugung steht Rheinland=Westfalen an der Spitze aller deutschen Gaue. Erheblich ist auch im Kammerbezirk der Anteil der Industrie der Steine und Erde mit 1700, der Fertigung von Eisen, Stahl und Metallwaren mit 11 000, des Maschinen=, Apparate= und Fahrzeugbaues mit 7000. der chemischen Industrie mit 2200, des Baugewerbes mit 5000, des Nahrungs= und Genußmittelgewerbes mit 8000 Arbeitskräften. Im reinen Handelsgewerbe des Bezirks sind rund 13 000 Arbeitskräfte kätig. Der gewaltigen Produktionskraft des Kammerbezirks entsprechen die Leistungen des Verkehrs, der die erzeugten Güter zu bewegen hat. Die Reichsbahn bewältigte 1934 250 000 Tonnen Stückgüter und Wagenladungen in Höhe von 23,5 Millionen Tonnen. Der Güterumschlag in den Häfen der Industrie= und Handelskammer Bochum erreichte im gleichen Jahre fast 10 Millionen Tonnen. Gleichzeitig stieg die Zahl im Eisenbahnpersonenverkehr verkauften Karten auf 6¾ Millionen. Die industrielle sowie gewerbliche Aufwärtsentwicklung Bochums von den Anfängen des heutigen Bochumer Vereins an bis zur Gegenwart firmenmäßig restlos festzustellen, erscheint kaum möglich. Jedenfalls zählt Bochum heute in seinen Mauern über 9000 gewerbliche Betriebe, davon etwa 200 Großbetriebe, etwa 3500 Handwerksbetriebe und etwa 3500 EinzelhandelsMaschinenbau-Aktiengesellschaft SS SUcUS Bochum und Frankenthall Ptalz Wasser-Rückkühlanlagen Kühltürme, Gradierwerke, Ventilatorkühler Kondensations-Anlagen Wärme-Austauscher, Olkühler, Dampfstrahlpumpen Aufbereitungs-Anlagen für Kosselspeisewasser, Brauchwasser, Trinkwasser Heizungs- und Lüttungs-Anlagen Waschkauen, Abdampf-Verwertungsanlagen, Wärmespeicher Gasteuerungen und Olfeuerungen für Dampfkessel und Industrieöten Kolben- und Kreiselpumpen Kolben-Kompressoren-Vakuumpumpen Feuerlöschpumpen und Motorspritzen riele Poete, oegeb Spitze.„Die Grün, 1642 wurde bereit Formmasse herzust Stahl gegossen wer Mayer im Jahre 1 ig: Bescheizignn Sprengversuchen i denen der Kruppst geltung aber erhi mit dem erfolgreic datiert als Gebur mit ihr wurde das und beliebig zu gehütet, Um die ließ Mayer persö ausstellung(1854 gesellschaft umgen gen, damit sich je Glocke auch tatsä Mayers Verdienst höchste deutsche A den preußischen König den FrieHe ee e Nayer& Kühne technischer Direkt Louis Baare Direktor. In s# dann Mayer, Ba rates Jean Mari chumer Gußstahl und Stahlwerke# der Bochumer V werk Deutschland ter beschäftigt. M Leiter 1897 in Generaldirektor 2 Wiederaufbau ne im Jahre 1921 vertrag mit der verlor seine Vor 1926 die Grün folgte, in die de (Gußstahlfabrik stahlabteilung— —, ein Stahldie Bergbauabt verschiedenen Ei land und bei B Seite 9# zwischen Schacht und hünter, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers 2 T3. Kpell 1936 Die einzige Möglichkeit die großindu=sschaften und Unternehmen. Ihre Geschichte, wenigstens z und gewerkliche Entwicklung Bochums aufzu= in den wesentlichen Merkmalen, ist zugleich die der rten hietet wohl am ehesten ein Ueberblick über die Werdung unserer Vaterstadt, vom unbekannten Kaubauhabenden Gesell= Ikum zu ihrer heutigen Größe. für Gußstahlfabrikation A6., Bochums größte industrielle Anlage heute in Bochum Sitz Ar Böchamer=Geren der Ausbau bis vum Joyer ovo.., J. u J, Hergpertis.Ae, und der deusch=Lurenhuglichen, Berg. werks= und Hötten=AG., Der Name Bochumer Verein s42 wurde bereits ervzi Zahre fsgz vi hag Getzezimnig des Aufstiegs lag in der Lösung der technischen Aufdie des, Stahlozegnguses, d. v. einz hpergesfläßige Po be e herzastellen, in vie, der schwere, 44/.8. gegossen werden konnte. Diese Erfindung gelang Sog Jahre 1847. Die sechspfündige, Kanone war erste Gußstahlerzeugnis. Die preußische Militäriltung stellte der Firma Mayer 4mp; Kühne die amtGescheinigung nach erfolgreichen Schieb; und Sprengversuchen in Bochum aus, daß ihre Geschütze Kruppschen Fabrik ebenbürtig seien. Welt; even grhielt das Bochumer Unternehmen erst it dem erfolgreichen Guß von Gußstahlglocken. 1851 en I3 Geburtsjahr der ersten Gußstahlglocke, und mit ihr wurde das Geheimnis des Stahlgusses in festeg ehültet. Um de. Dveist=zeß, auf Her Parser Well5 Moyer, 1854 hatte er sein Werk in eine Aktiengesellschaft umgewandelt) eine Gußstahlglocke zerschlagen, damit sich jedermann überzeugen konnte, daß die Rases Geadseaste in Gi. den Friedrichsorden. Ausländische Ehrungen bigeh. Noch berzu eine Allengesenschaft Blieb Mayer ud Ve zat Zahelangemn Zusenenarsellen n eschlsce Aat sech eic ain esch ecie Leiter 1897 in den Ruhestand. Gegenwärtig leitet Generaldirektor Borbet das Riesenunternehmen. Der Sescheshsche —, ein Stahl= und ein Röhrenwalzwerk in Höntroy, die Bergbauabteilung Bochum mit drei Zechen und verschiedenen Eisensteingruhzen in Schweden, im—.exland und bei Bückeburg) einbrachte mit alleiniger auswerrs= und Hullenzach. Der Name Bychung! Helein blieb nur in der Firmenbezeichnung„Ver. Stahlwerke AG.— Bochumer Verein" erhalten. Jetzt ergab sich ein Aufbau, bestehend aus: der Gußstahlfabrik Bochum, der„Stahlindustrie" in Bochum, dem Werk Höntrop, dem Werk Weitmar, dem Werk Steele(Schraubenfabrik) und dem Werk Grüne(Kettenfabrik). In den Jahren 1927 bis 1930 gehörte das Werk„Stahlindustrie“ zu der Deutschen Edelstahlwerke=AG. mit dem Sitz in Bochum, jetzt in Krefeld, die in erster Linie die Edelstahlinteressen der Ver. Stahlwerke wahrnahm. Dann wurde es wieder in die Werkgruppe Bochumer Verein eingegliedert. Das letzte Ereignis gründung der„Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG.“ in der außerordentlichen Generalversammlung der Ver. Stahlwerke am 29. November 1933. Ihr Aktienkapital beträgt heute 10 Millionen RM. Ihre Einzelwerke sind die Gußstahlfabrik, die Stahlindustrie, das Werk Höntrop und das weiter ging die Geschoßfabrik in den Besitz des Bochumer Vereins über, die bisher zu Gelsenberg gehört hatte. Mit dieser Rückgliederung ist der Bochumer Verein von neuem ein vollgültiges Bochumer Werk geworden und gehört wieder ganz zu der Stadt. Inzwischen beteiligte sich der Bochumer Verein maßgehlich bei der Neugründung der Hanomag AG. in Hannover. Links: Franz Dinnendahl, der große Industrie= pionier, der 1800 das heutige Werk Dinnendahl der Westsalia=Dinnendahl=Gröppel AG. Bochum gründete. Das Werk ist somit die älteste Maschinensabrik Westdeutschlands Unten: Werk Westsalia Hauptverwaltung der WestsaliaDinnendahl=Gröppel AG. Bochum Werk-Photo. Westzane Bumen...=Vohlich maschinenfabriken für kusbereitung und Bergbau ad Fabrikneubauten ersetzt und mi Hier haben wir es abermals mit einem alten Bochumer Unternehmen zu tun. Das Stammwerk der Geselschaft, die„Eisenhütte Westfalia Bogetem„äfczipen: vor aus der im Jahre 1872 gegrundeten fabrik Brandenburg& Lämmerhirt, die in erster Linie Erzeugnisse für den heimischen Bergbau lieferte. Nachdem diese Firma im Jahre 1873 in eine AG. mit dem Namen„Westfälische Eisenhütte" umgewandelt worden war und letztere im Jahre 1881 in Liquidation trat, erfolgte kurz danach in demselben Jahre die Gründung einer neuen Aktiengesellschaft unter dem Namen Eisenhütte Westfalia". Seit etwa 1900 nahm die Firma, die auch weiterhin in erster Linie für den heimischen Bergbau arbeitete, einen kräftigen früheren Anlagen wurden zwischenzeitlich sämtlich durch moderne Faorirneubuuleg ersetzt und mit neuzeitlichen Maschinen ausgestattet. Im Jahre 1922 entstand durch Angliederung der R. W. Dinnendahl AG. an die Eisenhütte Westfalia AG. zu Bochum die fusionierte Firma „Westfalia=Dinnendahl AG.“, die im April 1930 nach Uebernahme der in Zahlungsschwierigkeiten gegatenen Firma Maschinenfabrik Fr. Gröppel C. Lührigs Maschinenfabrik für Bergwerks= und Aufbereitungsanlagen zu Bochum, ihre Firmenbezeichnung in„Westfalia=Dinnendahl=Gröppel AG. Bochum“ änderte und Die Re. W. Dinnendahl AG., das heutige Werk Dinnendahl, wurde im Jahre 1800 von dem bekannten „Mechanikus“ Franz Dinnendahl gegründet und ist somit die älteste Maschinenfabrik Westdeutschlands. Franz al e der Erbauer der ersten Wasserhaltungs= und Fördermaschinen an der Ruhr die von ihm gegründete„Kunstwerkerhütte“ ist seit vielen Jahrzehnten aufs engst der Entwicklung des Ruhrbergbaues verknupft. Das Werk wurde schon im Jahre 1818 von Steinkohlengas beleuchtet. Die alte Dinnendahlsch Hütte hat im Laufe der Jahrzehnte mehrfach ihren Besitzer gewechselt; im Jahre 1900 wurde das Werk in eine AG. umgewandelt. Im Jahre 1922 erfolgte die Angliederung an die Eisenhütte Westfalia in Durch einen Brand im Jahre 1924 wurde ein Teil der Werksanlagen eingeäschert. Die im Anschluß an den Brand und später erbauten neuen Werrshauen wurden nach neuzeitlichen Gesichtspunkten ausgeführt und mit modernen Werkzeugmaschinen eingerichtet. Die frühere Maschinenfabrik Fr. Gröppel C. Lührigs Nachf. in Bochum, das jetzige Werk Gröppel, führt ihren Ursprung zurück auf das im Jahre 1867 von C. Lührig gegründete Konstruktions=Büro für die Ver„ Aulbereitung ven koins und Ei Flotation nach AXIo###-Verfahren * Siebereien Naßwäschen: Luftwäschen Brikettierungsanlagen Kokereimaschinen: Anlagen: Schlammpumpen Saugtilter Flotationsanlagen Klär- und EindickZerkleinerungs-Apparate· Transportanlagen e Gruben-Ventilatoren Förderhaspele Förderkörbe- Seilscheibene Zahnradgetriebe Stahlbauten jeder Art K K Si 920 4 9 8 448 F L S * 4 te SC K „Zwichen Schacht und hütte“, Sonderbeilage des Bochumer Anzeigers, 25. Apeil 1936 Seite 1 „Zwischen Scho wertung von Erfindungen und Verbesserungen für Erzund Kohle=Aufbereitung. C. Lührig war einer der ersten Wegbereiter und bahnbrechenden Ingenieure auf dem Gebiete der Kohle=Aufbereitung. Die Aufbereitungsindustrie verdankt ihm sowohl in der Erzaufbereitung wie auch auf dem Aufbereitungsgebiet der Kohle wertvolle Erfindungen und Anregungen. Die von ihm erbauten Kohlenwäschen arbeiteten nach vollkommen neuen Methoden. Im Jahre 1882 hatte die Zahl der von Lührig erbauten Kohlenwäschen bereits 100 erreicht. In späteren Jahren wandte sich Lührig wieder mehr der Erz=Aufbereitung zu und hat auch auf diesem Gebiet eine große Anzahl Anlagen im In= und Ausland ausgeführt. Nach seinem Tode im Jahre 1893 übernahm sein langjähriger Mitarbeiter Franz Gröppel auf Grund besonderer Ermächtigungen die Firma und errichtete im Jahre 1897 in Hofstede bei Bochum eine Fabrikationswerkstätte, die sich in kurzer Zeit zu einem umfangreichen Werk erweiterte, das in normalen Zeiten rund 1000 Beschäftigte zählte. Das Werk ist in erster Linie auch heute noch beschäftiigt als Spezialfabrik für Aufbereitungsanlagen und gilt auf dem Gebiete der Aufbereitungstechnik als eine der führenden Firmen. Im Jahre 1921 gründete Gröppel in Verbindung mit der Firma Beer, Sondheimer& Co., Frankfurt a.., eine Tochterfirma, die„Ekof“ Erz= und KohleFlotation G. m. b.., Bochum, öse, wie ihr Name schon sagt, das Gebiet der Schwimm=Aufbereitung bearbeitet und auf diesem Gebiete auch bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen hat. Die Westfalia=Dinnendahl=Gröppel AG. besitzt 100 Prozent des Stammkapitals der„Ekof". Das Arbeitsgebiet der Gesellschaft umfaßt den Bau von Aufbereitungsanlagen für Kohle, Koks, Erz, Flotationsanlagen für Erz und Kohle nach dem Ekof=Verfahren, Brikettfabriken Kokereimaschinen aller Art, Förder= und Verladeanlagen, Zerkleinerungs= und Siebereiapparate, Saugfilteranlagen, Förderkörbe und Förderhaspel, große und kleine Grubenventilatoren, Ventilatoren zu Ent= und Belüftungen für alle Industriezweige, sowie Entstaubungsanlagen jeder Art.— Die Erzeugnisse der Gesellschaft sind im Inlande und Auslande als erstklassig und führend anerkannt. Die Arbeitsgebiete, die zunächst nur den heimischen Bergbau betrafen, sind im Laufe der Jahre weiter ausgebaut worden und erstrecken sich heute in erster Linie auf den Kohlen=, Kali= und Erzbergbau, die Hüttenindustrie, die chemische Industrie u. a. An der Spitze des Gesamtunternehmens steht heute Generaldirektor Gustav Möl lenberg. Blechwalzwerk der Eisen= und Hüttenwerke Werk-Photo Der Lotnenigen Kong““ Auch hier wieder ein auf Bochumer Boden gewachsener Pionier unserer heimischen Großindustrie. Wenn auch sein Geburtsjahr bis 1872 zurückreicht, so handelt es sich doch um eine der jüngsten Bochumer IndustrieGründungen in Gesellschaftsform, d. h. in Gestalt einer Aktien=Gesellschaft. Hier ist, im Gegensatz zu anderen Bochumer Unternehmungen, die Verbindung von Kohle und Eisen geblieben. Der Name Bergbau=.=G. Lothringen— die Form als.=G. wurde ab 1. Januar 1921 gewählt— zählt mit zu den überaus zahlreichen klangvollen des rheinisch=westfälischen Wirtschaftsraumes. Hervorgegangen ist die Bergbau-.=G. Lothringen in Bochum aus der Gewerkschaft des Steinkohlenberg= werks Lothringen in Gerthe. An der letzteren war von Anfang an eine größere Anzahl von Gewerken beteiligt, die zu den bekanntesten Unternehmerpersönlichkeiten des Ruhrbergbaues gehörten. Genannt seien hier Friedrich Funke, F. W. und Karl Waldthausen, Wilhelm Schürenberg und Heinrich Grimberg, die den Grubenvorstand bildeten. Die Gründung der Gewerkschaft und der Beginn des Abteufens der ersten Schachtanlage fallen in das Jahr 1872, während sich die Aufschlußarbeiten bis zur Aufnahme der Kohlenförderung bis 1880 hinzogen. In den 1920er Jahren, also nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, verschmolz Lothringen mit sich folgende Unternehmen: Die Bergbau=.=G. Präsident in Bochum, die Gewerkschaft Freie Vogel und Unverhofft in Dortmund, die Gewerkschaft Ver. Schürbank u. Charlottenburg in Dortmund, die Harzer Werke zu Rübeland u. Zorge in Blankenburg am Harz sowie die Mathildenhütte=AG. für Bergbau= u. Hüttenbetrieb in Bad Harzburg. Ganz oder zum größten Teil befinden sich im Besitz von Lothringen folgende Unternehmungen: Die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Graf Schwerin in Bochum, die Gewerkschaft Herbeder Steinkohlenbergwerke in Bochum und die Eisen= und Hüttenwerke.=G. in Bochum. Die Kohlengruppe des Konzerns besteht aus sichs in Betrieb befindlichen vollständigen Schachtanlagen, die mit Doppelschächten, Kokereien einschließlich Nebengewinnungsanlagen, einer Teerdestillation, Benzolreinigungsanlage, Gasreinigungsanlage, Holzränkeanlage sowie einer Brikettfabrik ausgerüstet sind. Die Eisengruppe wird gebildet von den zu Lothringen selbst gehörigen Gießereibetrieben im Harz und der Eisen- und Hüttenwerke Ab. in Bochum. Auch bei diesen Unternehmen handelt es sich um eine Gründung aus neuerer Zeit. Auf dem Höhengelände nordöstlich von Bochum, an der Straßnach Castrop und Dortmund, wo ehedem Lehmgruhen Aecker und Wiesen die frühere Maschinenfabrik Elsat .=G. und die ihr angeschlossene Drahtseilfabrik umgaben, wurde 1925 mit dem Bau der Stahl= und Walzwerke der Eisen= und Hüttenwerke AG. begonnen Weithin sichtbarer Blickpunkt der Anlage ist der 80 Me ter hohe Gasbehälter, der einen Rauminhalt von 120 000 Kubikmeter hat, eine Menge, die zur Gaspersorgung einer mindestens mittelgroßen Stadt auzreichen würde. Der Gasbehälter dient zur Aufnahm des für die Beheizung der Schmelz= und Glühöfen notwendigen Koksofengases. Es wird in der Kokerei auf Schacht 4 der Zeche Lothringen in Castrop erzeugt und dem Behälter durch unterirdische Rohrleitungen zu. geführt. Das in dreijähriger Bauzeit nach den mdernsten Grundsätzen erbaute Werk stellte sich vorwiegend in den Dienst der damals beginnenden Entwicklung der Kraft= und Verkehrswirtschaft(Elektro. Kraftfahrzeugindustrie, Präzisionsmaschinenbau usw.) mit dem Ziel einer ausgesprochenen Qualitätserzeugung und widmete sich in der Hauptsache der Herstellung von Qualitätsblechen, Edelstählen und Schmiedestücken. Außerdem liefert es aus den angegliederten Betrieben der bereits erwähnten früheren Maschinenfabrik saß". AG. Stahlgußteile roh und bearbeitet bis zu den größten Ausmaßen und Drahtseile für den Grubenbetrieb sowie für alle anderen Verwendungszwecke. Stahlwerk, wo in Siemens=Martin= und Elektroöfen die Stahlsorten erschmolzen werden, über die Gießerei, das Hammerwerk, das Blockwalzwerk, das Blechwalzwerk durchläuft die Erzeugung in ununterbrochenen Fluß alle Stufen ihrer Entwicklung bis zu den Sertier= und Versandstellen, wo Bleche, Stäbe, Formstücke, Gußteile und Drahtseile verladen werden, um ihre Reise zu den Verbrauchern im In= und Auslande anzutreten. Halle reiht sich an Halle. 15 640 Quadratmeter Flächenraum umfaßt allein das Blechwalzwerk, das Kernstück des Werkes. Hier werden die Platinen wieder auf Walztemperatur gebracht und anschließend auf den verschiedenen Gerüsten je nach den späteren Verwendungszwecken auf die verlangte Qualität und Größe gewalzt. Dann setzt die Nachbehandlung ein: Glühen, Kaltwalzen, Richten, Schneiden, Reizen, Putzen, Prüfen und Sortieren. Alle Arbeitsgänge sind in jahrelanger Tätigkeit erprobt und festgelegt, in der Stufe der Erzeugung werden Proben genommen und in der Versuchsanstalt auf ihre Gütewerte untersucht. EHW-Qualitätsbleche Qualifätsbleche, warm- und kaltgewalzt Dynamo- und Transformatorenbleche Sonderstahlbleche Edelstahlbleche EHW-Edelstähle Schnellarbeitssfähle Werkzeugstähle, legiert und unlegiert Bausfähle für Einsatzhärtung u. Vergütung EHW-Schmiedestücke in Qualitätsausführung Stabmaterial, Scheiben, Ringe, Formstücke EHW-Stahlguß ..- und Elektrostahlguß roh und bearbeitet Stahlguß hoher Feuerbeständigkeit Elektro-Mangan-Hartstahlguß Walzen hochwertiger Automobilbleche EHW-Drahtseile für Bergbau, Industrie, Schiffahrt Pressenständer aus EHW-Stahlguß EISEN-UND HUTTENWER AKTIENGESELLSCHAFT BOCHUN Hier haben wi Unternehmen zu ti neuere Zeit faut. schon auf ein 40 Gründung erfolgte Bau von Kondenso die Gesellschaft zu barem Zusammen! der Dampfiechnik. Zeit in großer Za wicklung, befindlick jenigen der öffent Kraftwerke von B stigen invustriellen Kondensation des hierbei spielte di Fällen eine wesen wasser aus Flüsse Menge zur Verfüec herein auch der dierwerken, und solchen Nuckruhla auch men in eine Aktie Folgezeit außero eektrischem„H5deg ungeheure Aovan kondensieren, eine gewaltigem umfa in der Regel dur anlagen beschafft und ausländisch von Kühltürmen finden. Inzwise Kühlung von B nen des Balckefällen auch des A arten ermöglichen größere Wasserm kühlen. Auch di steinbildung in mänteln von Ga Balcke=Impfanla funden. Berann verwertungsanla triebe, in der W Abdampf nutzba Abdampfturbiner bereitung. Im solchen dampf Beheizung von der Betriebe, in einrichtungen un Der betriebl densation und K ständig wachsend besonderen Aus im Hinblick auf Die modernsten der Benutzung Oestillierverdam EDELSTAHLWERK/ BLECHWALZWERK/ STAHLGIESSEREI DRAHTSEILFABRIK sene 1 Seite 1 der Straß, ehmgruben, brik Elsatz lfabrik umund begonnen. der 80 nhalt von ur GasverStadt ausAufnahme ühöfen notKokerei auf erzeugt und lungen zu ch den mosich vorenden Entt(Elektro=, bau usw.) tserzeugung stellung von niedestücken. i Betrieben fabrik„Elbis zu den in Grubenzwecke. Von Elektroöfen ie Gießerei, Blechwalzerbrochenem u den SorFormstücke, n ihre Reise anzutreten. tmeter Flädas Kernwieder auf d auf den äteren Verund Größe in: Glühen, sutzen, Prüd in jahreer Stufe der in der VerRchelicheidK. Menle Socham haben wir es wieder mit einem Bochumer einzichtungen übergegangen, die der Ve. an KesHier haben wir es wieder mit einem Bochumer Unternehmen zu tun, dessen Gründungstag schon in die Zeit fällt. Immerhin konnte es vor zwei Jahren ein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Die Gründung erfolgte im Jahre 1894 als Gesellschaft zum Bau von Kondensationsanlagen. Zunächst widmete sich barem Zusammenbgs handelte sich daum, die In jener bichlung beffndlchen Dampstraftzentraler, Jewohl die jenigen der öffentlichen Elektrizita#swerte als auch der Kraftwerke von Bergwerken, Eisen=, Hütten= und sonstigen industriellen Werken mit Einrichtungen für die Kondensation des Maschinenabdampfes zu versehen. Hierbei spielte die Wasserbeschaffung in zahlreichen Fällen eine wesentliche Rolle, indem sehr häufig Frischwasser aus Flüssen oder Bächen nicht in ausreichender boser au; Verfügung stand. Ees wurde alsg von vornherein auch der Bau von Wasserrückkühlantagen, Gradierwerken und Kühltürmen gepflegt. Im Bau von solchen Rückkühlanlagen errang sich die Firma denn Weltruf. Im Jahre 1904 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die in der Folgezeit außerordentlich gesteigerte Erzeugung von elektrischem Strom brachte infolge der Notwendigkeit, ungeheure Abdampfungen bei tiefer Temperatur zu kondensieren, einen Verbrauch an Kühlwasser von ganz gewaltigem Umfang mit sich. Dieses Kühlwasser muß in der Regel durch den Bau der genannten### anlagen beschafft werden. Die der Firma durch veutsche und ausländische Patente geschätzten„Konstruktionen von Kühltürmen sind heute in der gur### Welt zu finden. Inzwischen werden die für besonvers tiefe Kühlung von Betriebswasser entwickelten Konstruktionen des Balcke=Rieselflächen=Kühlers und in Sonderfällen auch des Ventilatorkühlers versandt. Diese Bauarten ermöglichen es auf gedrängtem Raum wesentlich größere Wassermengen in kurzer Zeit als früher zu kühlen. Auch die Anlagen zur Verhütung von Wasserunden. Bekannt kind, gersghscgz..te.nd, Damafhe. verwertungsanlagen für periovisch urbeilende Dampfbetriebe, in der Wärmespeicher den sonst verlorengehenden Abdampf nutzbar machen zwecks Kraftgewinnung in Abdampfturbinen oder für Heizungen und Warmwalserbereitung. Im Zusammenhang mit der Verwertung solchen Abdampfes baut die Firma Einrichtungen zur Beheizung von Werkstätten und Verwaltungsgen der Betriebe, in denen Abdampf anfällt, Waschraueneinrichtungen und dergleichen. Der betrieblich enge Zusammenhang zwischen Kondensation und Kesselanlage führte die Firma infolge der ständig wachsenden Ansprüche an die Kesselleistungen zur besonderen Ausgestaltung der Kondensationswirtschaft im Hinblick auf die Schaffung besten Kesselspeisewassers. Die modernsten Kraftbetriebe sind mehr und mehr zu der Benutzung der von der Firma Blacke entwickelten Oestillierverdampfer, der Entgasungs= und Gasschußeinrichtungen übergegangen, die der Verhütung von Kesselschaben durch Steinansug und Korrosionen dienen. Neuerdings findet auch die auf den neuesten wissenschaftlichen Erfahrungen der Wasserreinigungstechnik aufgebaute Kesselspeisewasser=Aufbereitung nach dem Ba=Ra=Stu=Verfahren vielfache Anwendung. Es werden mit diesem Verfahren Reinwässer von 0 Grad Härte bei geringstem Salzgehalt im Wasser erzielt. Auch auf feuerungstechnischem Gebiet betätigt sich die Firma durch die Lieferung von Gasfeuerungen, im besonderen von Preßgasfeuerungen und Oelfeuerungen. Unterstützt wird die Güte der Erzeugnisse durch deren Herstellung in eigenen Maschinenfabriken in Frankenthal und Neubeckum. Das Fabrikationsprogramm der Pumpenfabrik in Frankenthal umfaßt Kreiselpumpen von den kleinsten bis zu den größten Leistungen, Kolbenpumpen für Wasserwerke, Kesselspeisepumpen mit Turbinen= oder Motorantrieb Preßpumpen, Vakuumpumpen, Motorfeuerspritzen sowie Kompressor aller Art für Luft und Gas in feststehender und fahrbarer Anwendung. Die Ausrüstung der größten deutschen Kraftwerke mit den Erzeugnissen der Maschinenbau AG. Balcke beweist, daß ihre Leistungen auf den ihr bearbeiteten Sondergebieten seitens der erfahrensten Werksleitungen Anerkennung und Würdigung finden. Auch die Lieferungen nach dem Ausland haben von jeher eine besondere Pflege bei Balcke erfahren. R.& C. Rscheuer Bochum Maschinen- und Armaturenfabrik, Metallgießerei und kupferschmiede In direkter Erbfolge ging das Geschäft von dem Kupferschlägermeister Ernst Wilhelm Treetz, der schon vor dem Jahre 1790 in dem Hause Nr. 205 an der Bongardstraße vor dem Bongardtore, später Bongardstraße Nr. 26 und jetzt Nr. 7. ansässig war, auf dessen Tochter Henriette, die mit einem Ascheuer verheiratet war, über. Deren Söhne August und Gustav führten das Geschäft, das zwischenzeitlich von dem Stiefvater Grillmeier geleitet worden war, ab 1877 unter ihrem Namen weiter, der Firma A.& G. Ascheuer. Der Kupferschmiede war bereits 1870 die Metallgießerei und Dreherei angegliedert, die später noch erweitert wurden. Ein wichtiger Arbeitszweig ist außer den in der Firmenbezeichnung aufgeführten Betätigungen die autogene Schweißung. Der Fabrikzugang wurde 1896 von der Bongardstraße nach der Mühlenstraße Nr. 2 verlegt. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß, bevor die Städtische Gasanstalt errichtet worden war, die Firma bereits Beleuchtungsanlagen für Oelgas ausführte, wie z. B. in dem früheren Hotel Velten=Wulff. Maschinenfabrik G. Wolff fr. in Bochum-Linden ** Werken die nach im! Hülemule“, denn der neue Besitzer hatte den DampfUnter den wenigen industrielen Werren, die noch in Stadtteil Bochum=Linden sind, ist die Maschinenfabrik G. Wolff jr. die bedeutendste Fabrikanlage. Ihr Geburtsjahr ist das Jahr 1854. Damals gründeten W. Bellwinkel, Röber, Hestermann und Metzger Frie unter dem Titel„Bellwinkel& Comp.“ eine kleine Gießerei. Bellwinkel mit seinen Söhnen und ein paar Arbeitern machten den ganzen Betrieb. Das Gebläse für die Gießerei war zuerst ein einfacher Handbetrieb, der dann durch einen Göpel, den ein Pferd zog, ersetzt Der Göpel machte ein weithinschallendes, heulendes Geräusch und der Volksmund fand daraus den Namen „Hülemule". Es bedeutet„heulender Mund“. Und diese Bezeichnung ging auf das Werk über die sich lange Zeit bei Lindener Bürgern erhälten hat. Die Firma Bellwinkel& Comp. verkaufte in den siebziger Jahren das kleine Werk an Jonas in Hattingen, der es 1881 an Gustav Wolff sen., den Großvater der jetzigen Besitzer, verkaufte. Zunächst blieb der Betrieb in alter Weise bestehen. Als jedoch Wolff sen. die Fabrik an seinen Sohn Gustav übertrug, wurde bald manches anders. Im Jahre 1884 verstummte dann plötzlich die „Halemute„Wenn der neue Besigrt halle betrieb eingefuhrt, mit dem alle mechanischen Einrichtungen, auch das Gebläse, verbunden wurden. Durch die rasche Entwicklung des Bergbaues im Ruhrgebiet mußte die Fabrikation auf den Bergbau Man verfertigte Bergwerksmaschinen und Kokerei=Armaturen. Naturgemäß mußte auch eine Vergrößerung der Gießerei erfolgen und eine Abteilung für Eisenkonstruktion war notwendig geworden. Da das, Perk Jei; nen direkten Bahnanschluß hatte und im Laufe die Anlagen zu klein wurden, kaufte man 1913 das von der Deutsch=Luxemburgischen Bergwerks= und HüttenAG. stillgelegte Brikettwerk in Dahlhausen. Hier war Bahnanschluß. Die Gebäulichkeiten wurden vergroßert und eine moderne Eisenkonstruktions=Werkstatt(Werk 2) entstand. Rückschläge, die Krieg, Inflation und Nachkriegszeit mit sich brachten, konnten im Laufe der Zeit überwunden werden. Mit dazu beigetragen das Herausbringen einer neuen Koksofentür mit der Abdichtung„Eisen auf Eisen“, die sich bereits seit einigen Jahren im Betrieb sehr gut bewährt hat. 30 JAHRE Scelkachmu Abt. I. Hoch-, Tief- und Eisenbefonbau Abt. II. Gesenkschmiede u. Eisenkonstruktionen Abf. III. Ziegeleien B S U Wa H. Wiemelhauserstraße 228 Fernruf 61151, 67588 Snven. G. m. O. 11. Sochum-Einden Seit 1892 Wilh. Wahmann, Bochum Sa.-Nr. 71841/42—Ges. für Tief- u. Eisenbahnbau m. b. H. Tief-, Beton-, Eisenbeton-, Eisenbahn- u. Straßenbau EisengieBerei, Maschinenfabrik und Eisenkonstruktionen Werk 1: Spezialfabrik für Kokereiund Bergwerksmaschinen Selbstdichtende Koksofentüren, Eisen auf Eisen, eigenes System D. R. P. Koksofentüren mit Lehmschmierung Koksausdrückmaschinen Koksofentür-Hebevorrichtungen Füllwagen mit elektrischem Antrieb Absauge-Armaturen Intensiv-Kühler für Ammonlak Armaturen für Generatoren und Wärmeöfen Hochofen- und Cowper-Armaturen Schlägermühlen für Hartzerkleinerung Werk 11: Eisenkonstruktionen Koksofenverankerungen Komplette Vorlagen für Betriebs- und Leuchtgas Gleisanlagen für Koksausdrückmaschinen und Füllwagen Dachkonstruktionen, Fachwerke und Säulen Kranbahnen Bühnen Separationen und Verladeanlagen Transportbänder Becherwerke Autzüge Telegramm-Adresse: Maschinenfabrik Wolff Bochum-Linden 7 Fernruf: Amt Bochum 81451, Hattingen 3589* Sirokonto: Commerz- und Privatbank Essen-Ruhr Reichsbanknebenstelle Hattingen-Ruhr; Postscheckkonto: Amt Dortmund 8140 Gegründet 1854 „Zwischen Schacht und hütte“ Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Apeii 1936 Seite 1 Wilhelm Seippel Smbf. in Bochum Grubenlampen aus Bochum kennt heute der gesamte in= und ausländische Bergbau. Sie stammen hrik Wilhel, Seippel G. von der Grubenlampenfabri Wilhelm Seippel G. m. b.., die auf ein Bestehen seit 1858, der Zeit des Beginns des technischen Zeitalters für das Ruhrgebiet, zurückblicken kann. Der Gründer, Wilhelm Seippel, geboren in Herford, eröffnete 1858 in Bochum eine Eisenwarenhandlung, der er einen Schlossereibetrieb angliederte. Instinktsicher erfaßte er die Ausbaumöglichkeiten des begonnenen Unternehmens und verlegte sich nach kurzer Zeit auf die Herstellung und den Verkauf von Grubenlampen. Der Erfolg blieb nicht aus, und sein Haus lieferte schließlich Grubenlampen an alle bergbautreibenden Länder der Erde. 1901, wenige Jahre vor seinem Tode, konnte Seippel noch einen Fabrikneubau aufziehen, die heutige sogenannte alte Fabrik. 1908 wurde das Unternehmen, bis 1919 unter der Leitung des Sohnes Robert stehend, durch einen weiteren Neubau vergrößert. Man hatte inzwischen auch die Großfabrikation von Azetylenlampen für den Kali=, Erz= und Schieferbergbau ausgenommen. Als sich 1919 nach Beendigung des Krieges der deutsche Bergbau zur Einführung elektrischer Grubenlampen anschickte, ging die Firma unter gleichzeitiger Umwandlung der Gesellschaftsform als Wilhelm Seippel G m. b. H. eine enge Verbindung mit der ConcordiaElektrizitäts.=G. in Dortmund ein und konnte dadurch in großem Umfang an der Umstellung des Bergbaues auf elektrische Grubenlampen mitwirken. Im Laufe der Zeit konnte das Fabrikationsprogramm ständig erweitert werden. So wurde der Bau von Zubehör und Hilfsmaschinen für Reinigung und Instandsetzung aufgenommen. In den letzten Jahren nahm die Firma auch an der geschäftlichen Entwicklung und am Vertrieb von Feuerlösch= und Luftschutzgeräten, die von der Concordia=Elektrizitäts=.=G. gebaut werden, entscheidenden Anteil. Schließlich lieferte die Firma Wilhelm Seippel G. m. b. H. ganze Lampenstuben mit vollständiger Einrichtung. 1905 begann sie Lampenwirtschaften in Generalgedinge zu übernehmen, d. h. sie richtete die Lampenstuben ein und besetzte sie mit eigenen Leuten, die die Lampen dauernd instand hielten. Diese Einrichtung erwies sich als vorteilhaft, und heute unterhält Seippel auf etwa 35 Schachtanlagen solche Lampenwirtschaften. Die eigentliche Geschichte des Werkes läßt sich im Besprechungszimmer der Firma Seippel ablesen von der Reihe der Diplome über Auszeichnungen, die sie erhielt, läßt sich erforschen aus den mehr als 100 Urkunden über Patente und Musterschutzrechte, die ihr zugeteilt wurden, und erhellt vor allem aus der Sammlung sämtlicher Grubenlampenmodelle, die das Haus im Laufe von 75 Jahren gefertigt hat. Ohne Uebertreibung kann man sagen, daß die Geschichte dieses Bochumer Werkes die Geschichte des Grubengeleuchtes schlechthin geworden ist. Pe. Dr.-Ing. H. Flottmann und sein Werk Der Name Flottmann ist seit zwei Generationen mit dem Bergbau aufs engste verbunden. In allen Revieren des In= und Auslandes, wo bergmännische Bohrund Gewinnungsarbeiten betrieben werden, findet man Maschinen und Geräte mit dem rühmlichst in der Welt bekannten Fabrikzeichen der Flottmannwerke. Aus der 1871 erfolgten Gründung in Bochum hervorgegangen, entwickelte sich das anfänglich kleine Unternehmen zunächst langsam in ständiger Verbindung mit den Kohlengruben der engeren westfälischen Heimat. Mit Einführung der druckluftbetriebenen Gesteinbohrmaschinen gewann die Firma ein erweitertes Arbeitsfeld und ein größeres Absatzgebiet. Den bedeutendsten Aufschwung erzielte jedoch der nach dem Tode des Begründers zur Leitung berufene älteste Sohn, der heute noch als Führer der Flottmannwerke an der Spitze steht, durch die Erfindung des Bohrhammers mit Kugelsteuerung und selbsttätiger Bohrerumsetzung, ein damals neuartiges Druckluft=Werkzeug, das eine vollständige Umwälzung der Gesteinsbohrtechnik in der ganzen Welt. hervorrief. So entstand um die Jahrhundertwende im Süozipfei des Herner Stadtgebietes eine umfangreiche Arbeitsstätte rege schaffender Menschen. Die für die damalige Zeit imposanten Werksanlagen, die Architektur und geschmackvolle Form der verschiedenen Gebäude mit ihren wuchtigen Fassaden, dazu die Ordnung in den einzelnen Halten, auf den sauber gepflasterten Straßen und Plätzen, haben oft bei Fachleuten und sonstigen Interessenten Aufsehen und Staunen erregt. Der Steinkohlen= und Erzbergbau, Steinbruchbetriebe und chemische Werke, die verschiedenen Zweige der Bauindustrie, Eisenbahnund Konstruktionswerkstätten, sowie Eisen= und Stahlgießereien zählen zu den Verbrauchern von FlottmannFabrikaten. Die Durchführung des vielseitigen Arbeitsprogramms erfordert naturgemäß neben einem großen Stab technischer und kaufmännischer Spezialisten entsprechende Werkseinrichtungen, erstklassige Maschinen und Apparate mit allem, was dazu gehört. Nur dadurch ist es möglich geworden, Erzeugnisse bester Qualität zu liefern und den Absatz im In= und Auslande zu behaupten. Einen scheinbar nebensächlichen, für die Güte der Erzeugnisse jedoch wichtigsten Betrieb bei der mehr und mehr geforderten Höchstleistung von Druckluftwerkzeugen, bildet die Werkstatt der Warmbehandlung, die Härterei und Vergütungsanstalt. Mit besonderer Sorgfalt ist dieser Betrieb mit allen erforderlichen Oefen, Kumpels auf dem Wege zur Schicht B..-Archiv Instrumenten, Kühleinrichtungen und Prüfgeräten ausgerüstet. Unter persönlicher Leitung Dr. Flottmanns selbst wurden hier die Einrichtungen durchgeführt. Er verfehlte dabei nicht, eigenhändig im blauen Kittel mit seinen Spezialarbeitern sich gerade in diesem Betriebe selbst zu betätigen, um die wichtigsten Vorbedingungen hochwertiger Qualitätserzeugnisse ausfindig zu machen, zu überprüfen und festzulegen. Für das soziale Empfinden des Werksinhabers zur Gefolgschaft spricht auch der Umstand, daß er bereits vor zirka dreißig Jahren die damals allgemein übliche Arbeitszeit um eine Stunde kürzte, ohne den Verdienst des einzelnen zu schmälern. Infolge der sozialen Einstellung des jetzigen Werksinhabers nimmt es kein Wunder, daß sich Dr. Flottmann schon sehr früh der Bewegung der NSDAP. anschloß. In zähem Ringen kämpfte die von ihm gefönderte und unterstützte Betriebszelle für den Nationalsozialismus. Heute kann man in diesem Familienunternehmen einen Hort echt nationalsozialistischen Get stes sehen, eine Arbeitsstätte lebensbejahender Vollsgenossen, die sich alle für das eine große Ziel einsetzen, die Idee Adolf Hitlers weiterzutragen und zu befestigen. Cin,S Angar“ aus der Geschienié der zechen Mannsver und Nanmibal Kokskohlenturm und Förderturm Hannibal Die Erfahrungen, die Alfred Krupp A Frangahr1e In Eeben ausgebrechen bei dem Im Frühjahr 187° in Fssen ausgebrochenen Bergarbeiterstreik gesammelt hatte, veranlaßten ihn zum Erwerb des Grubenfeldes der Zeche Hannover am 1. Juli 1872, um den Kohlenbedarf der Gußstahlfabrik sicherzustellen. Infolge der schnellen Erweiterung der Fabrik- und Hüttenanlagen in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vergrößerte die Firma Krupp ihre Kohlenbasis im Jahre 1899 durch den Ankauf des Steinkohlenbergwerks ver. Hannibal. Schon bald nach dem Ankauf der Zeche Hannover I/II wurde der Ausbau der Anlage in Angriff genommen. Im Jahre 1873 begannen die Abteufarbeiten für die neue Schachtanlage Hannover III/IV in Günnigfeld, und im Jahre 1882 wurde auf dieser Anlage die erste Kokereianlage errichtet. Diese Entwieklung wurde empfindlich gehemmt durch den Konjunkturrückschlag in den sog. Gründerjahren, der die Krisis der 70er Jahe einleitete, und in der Geschichte der Krise nur von der übertroffen wurde, die 1930 nicht nur unser Vaterland, sondern auch die ganze Welt erfaßte. Geschäftszusammenbrüche. Arbeitslosigkeit, Feierschichten lähmten die Entwicklung auch von Hannover. Der Hauerlohn, der 1873 4,03 RM. betragen hatte. stand 1878 auf.77 RM. bei vielen Feierschichten, und erholte sich bis 1884 auf .13 RM. Eine Besserung in der Kohlenindustrie setzte erst ein, als im Jahre 1893 das Kohlensyndikat von Emil Kirdorf gegründet wurde. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Ausbruch des Weltkrieges hat der Bergbau eine ruhige Entwickelung durchlaufen. Obwohl die Firma immer darauf bedacht war. die Zeche Hannover auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit zu halten, mußte sie doch in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts wegen der gewaltigen technischen Fortschritte an eine Modernisierung der Anlagen denken. Der umfangreiche Um- und Neubau der gesamten Tagesanlagen wurde im wesentlichen 1908/09 beendet. In den Jahren 1909/10 erhielt auch Hannover III/IV eine neue Koksofenanlage, von der aus auf Grund eines mit der Stadt Bochum abgeschlossenen Vertrages die Stadt mit Leuchtgas beliefert wird. Im Jahre 1911 erhielten alle Kokereien Benzolgewinnungsanlagen. Bemerkenswert ist, daß auf dem Schacht II der Zeche Hannover von dem damaligen Direktor Koepe im Jahre 1878 die erste Koepeförderein richtung der Welt nach seinen Angaben in Be trieb gesetzt wurde. Die gleichen Gründe, die damals Herrn Koepe zwangen, eine Dampffördermaschine oben auf den Schachtturm zu setzen, nämlich Platzmangel, zwingen die Verwaltung bei dem demnächstigen Ausbau des Schachtes II ebenfalls, die Fördermaschine, ebenso wie auf Hannibal, oben auf dem Schachtturm unterzubringen, wobei dann natürlich eine elektrisch angetriebene Fördermaschine gewählt werden wird. Die günstige Entwickelung der Anlagen wurde jäh abgerissen durch den Ausbruch des Weltkrieges, der das deutsche Volk von seiner friedlichen Arbeit auf die Schlachtfelder rief. Es folgte der Zusammenbruch, und es kamen die Zeiten der Unruhe in der Nachkriegszeit. Der Schandvertrag von Versailles zwang den Zechen eine erhöhte Lieferung von Reparationskohle auf und hatte schließlich den vollständigen Verfall der Währung im Gefolge. Im Jahre 1923 kam der Ruhreinbruch und der passive Widerstand, der vorwiegend von der Ruhrbevölkerung und den Werken getragen worden ist. Ale er abgebrochen werden mußte. wurde dieses vielfach als eine Niederlage des deutschen Volkes angesehen. In Wirklichkeit aber war es ein erstes Erstarken des nationalen Selbstbehauptungswillens des deutschen Volkes, an dem auch der Ruhrkumpel großen Anteil hat. Es folgte die Mieumzeit und das Davesabkommen, das nicht verhindern konnte, daß im Jahre 1925/26 der Absatz immer mehr zurückging und statt des bisherigen Kohlenhungers der Absatzmangel in sehr scharfer Form auftrat. Infolgedessen mußte im Jahre 1926 die Schachtanlage Hannibal II stillgelegt werden, da man die von auswärts kommende unerwartete Konjunkturbelebung, die vom englischen Bergarbeiterstreik ausging, nicht voraussehen konnte. Von diesem Zeitpunkt ab datiert die Schein- und Mengenkonjunktur von 1926 bis 1929, die leider durch ausländische Anleihen im wesentlichen finanziert wurde. Die Förderziffern erreichten die Zahlen der Vorkriegszeit und überschritten sie sogar im Jahre 1929, in welchem Hannover-Hannibal.3 Millionen Tonnen förderte. Die Auswertung neuzeitlicher betriebswirt: schaftlicher Grundsätze führte auf HannoverHannibal zu nicht unerheblichen Umwälzungen. Es wurden gebaut der Schacht VI auf der Schachtanlage Hannover III/IV in WattenscheidGünnigfeld, das große Kraftwerk mit Großkokerei auf Hannover'II und die Turmförderanlage auf Hannibal, mustergültige Anlagen, die allen Anforderungen der Neuzeit entsprechen. Kohlengewinnung im Streb Zeche Hannover Aufnahme: Gustav Carrié forderungen der Neuzent entsorcenen. Die falsche Politik der Nachkriegszeit, die Irr. wege der Parteien, die gegen alle Warnungen der produktiven Wirtschaft immer wieder heue Lasten auferlegen zu können glaubten, löste die Weltkrise aus, die die Grundlagen unserer mo dernen Wirtschaft und Kultur in einem Aus maße erschütterten, wie keine Krise zuvor. Es kam der große Zusammenbruch 1930, der alles in den Abgrund zu stürzen drohte. Die Förderung sank immer mehr und erreichte 1932 den Tiefstand von 1 100000 Tonnen. Einschränkungen und Ersparnismaßnahmen auf allen Gebieten mußten ergriffen werden. Die Absatzschwierigkeiten wuchsen von Monat zu Monat, der Verkauf von Kohle und Koks ging immer mehr zurück. Als alle getroffenen Maßnahmen zur Hebung des Absatzes scheiterten und sich auch kein Silberstreifen am Horizont zeigte. entschloß sich die Firma schweren Herzens, der zwingenden Not gehorchend, zu einer größeren Entlassung von alten, treuen Belegschaftsmitgliedern. Die Hoffnung, mit der stark verkleinerten Belegschaft jetzt durch die Krisenzeit hindurchzukommen, erwies eich als trügerisch. Am 1. März 1932 mußte auch noch die Schachtanlage Hannover III/IV als selbständige Förderanlage stillgelegt werden. Von der einst stattlichen Belegschaftsziffer von rund 9000 Mann verblieben Oktober 1932 nur noch 2769. Eine Erlösung aus dieser verzweifelten Lage. ein neuer Aufschwung kam erst mit dem 30. Januar 1933. als Adolf Hitler die Regierung übernahm und die neu gebildete Reicheregierung sich entschloß, unter Einsatz aller Kräfte die große Arbeitslosigkeit zu beseitigen und der Wirtschaft einen neuen Aufschwung zu geben. Auch die Zechen Hannover-Hannibal entschlossen sich, diese Zeit auszunutzen und den Ausbau der Schachtanlage Hannover I/II In Angriff zu nehmen, der nach Stillegung von Hannover III/IV und Uebernahme eines Teiles der Förderung von dieser Anlage nach Hannover I/II und durch den Fortschritt der Technik notwendig geworden und nur infolge der Wirtschaftskrise hinausgeschoben worden war. Seit dem letzte Ausbau der Anlage Hannover I/II waren rund 25 Jahre vergangen, so daß man sagen kanf, daß bei Zechen im allgemeinen in Zwischenräumen von etwa 25 Jahren eine wenn auch n teilweise Erneuerung der wesentlichsten Tagesanlagen notwendig wird. Um auf dem Kohlenmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, wird auf der Anlage Hannover I/11 eine neuzeitliche Kohlenverladung und Siebe mit Wäsche gebaut, die die Verwaltung in di Lage versetzen wird, allen berechtigten Wünschen der Kundschaft zu entsprechen. Zur Erzeugugig der notwendigen elektrischen Kraft wird noch Aufstellung eines 10000-KW-Generators im vorhandenen Kraftwerk notwendig, und die erhöhte Förderung erfordert weiter dringend den Um und Ausbau des Zechenbahnhofes. Nach der Fef tigstellung des Schachtes II als Hauptför schacht mit neuer Turmförderanlage und Al schluß an die neue Verladung und Sieberei wer den auch die Tagesanlagen Hannover dem Bl schauer ein völlig verändertes Bild bieten. D“ Fertigstellung aller dieser Neuanlagen wird eint Zeitraum von 3 bis 4 Jahren erfordern. Ein Werk, das westfälischen Bergbgleichfalls in hervo hat, den Namen Bi lichs bekannt zu mi G. m. b. H. in wenen. Ar rich stellung von Kokslö und Verladeanlage Industrieofenbau u und Klära anlagen und Kläral senerfester Kommanottgesenz Hessenland in den Otto, seinen S Hiby in Sproc Louis Berger Hilhelm Hiby in Franz Gieße i: des Unternehmens dortigen Steinhru gewinnen. gehörte auch bie# Koks, und die erst u. a. auf Zeche gestellt. Mißtrauis Neuerungen gegen Otto seine Erfind daß er die Koksöfe Ein über De kannter Name, m der Worth=Straße in der Hauptsach schmalspurige Spe wurde im Jahre die Beförderungs schaft und im Ba Damals erfolgte! karren, die von 1 oder durch Pfei Bodens erfolgte rungen gestützt, n spurigen Feld= u stießen diese neug rigkeiten; bei gr leute und Bauerr Waldbahnen, da Teil ihres Verdi sich weder Prive der Einführung verschließen. B in der Forst= ur Fabri Berge B0C schen Schacht und hütte: Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Apeli 1936 Seite 13 Der e. ontd Kromg. 9. in. J. 1. Ein Werk, das mit der Entwicklung des rheinischestfälischen Bergbaues eng verknüpft ist und das zleichfalls in hervorragendem Maße dazu beigetragen hat, den Namen Bochum im In= und Auslande rühmlichs bekannt zu machen, ist die Dr. C. Otto& Comp. b. H. in Bochum, die den Bau von Kokereigen, Gaswerksöfen, Nebenproduktenanlagen, Kohlentransport=, Brech=, Mahl= und Mischanlagen, die Herstellung von Kokslösch=, Kokstransport=, Sieb=, Stapelund Verladeanlagen sowie Generatorenanlagen den Industrieofenbau sund den Bau von Entphenolungszen und Kläranlagen betreibt sowie den Absatz von seuerfesten Erzeugnissen pflegt.„Die Gründung als Kommanditgesellschaft erfolgte 1872 durch den aus dem Hessenland in den Kohlenpott gekommenen Dr. Carl Otto, seinen Schwiegerpater„Gutsbesitzer Wilhelm Hiby in Sprockhövel, den Reichstagsabgeordneten er in Witten, den Bergwerksdirektor Hilhelm Hiby in Altendorf und den Hüttendirektor Franz Gieße in Duisburg. Dahlhausen als des Unternehmens wurde gewählt, weil man aus einem dortigen Steinbruch die benötigten feuerfesten Steine gewinnen konnte. Mit zu den ersten Fabrikationszielen ehörte auch die Fabrikation und die Verwertung von Kots, und die ersten Koksöfen wurden im Jahre 1876 u. a. auf Zeche„Dannenbaum II“ in Bochum aufgestellt. Mißtrauisch wie nun einmal der Ruhrkumpel Neuerungen gegenüber immer gewesen ist, konnte Dr. Otto seine Erfindung nur dadurch praktisch verwerten, daß er die Koksöfen auf eigene Rechnung aufstellte und den Koks selbst verkaufte. Die größte Aufgabe jedoch, die die Gedanken von Dr. Otto von Anfang an beschäftigte, war die Gewinnung von Ammoniak und Teer bei der Koksherstellung. Auch diese Aufgabe wurde gelöst, und 1881 kamen die ersten zehn Koksöfen mit Gewinnung der Nebenerzeugnisse auf Zeche „Holland“ in Wattenscheid für eigene Rechnung der Gesellschaft zur Ausführung. Inzwischen wuchs das Unternehmen fortgesetzt, und heute kann man feststellen, daß Dr. Otto für den Koksofenbetrieb mit Gewinnung der Nebenerzeugnisse der Bahnbrecher gewesen ist. Die Geschichte der Koksofenindustrie wird immer mit seinem Namen verknüpft sein. Wesentlich mit zu dem Aufschwung der Firma hat in deren Diensten auch Dr.= Ing. e. h. Hilgenstock beigetragen, und zwar als Erfinder des Unterbrennerkoksofens. Unter Hilgenstock wurden wertvolle Ton= und Quarzitgruben erworben. 1912 wurde mit dem Bau eines Silikasteinwerkes in Bendorf am Rhein begonnen, das durch den Krieg erst 1915 in Betrieb kam. Inzwischen wurde auch das Dahlhauser Werk vergrößert, und als der Krieg ausbrach, hatte die Firma Zweigniederlassungen in England, Frankreich und Nordamerika. 1925 erfolgte die Verlegung der Hauptverwaltung von Dahlhausen nach Bochum, wohin 1926 auch der Sitz der Gesellschaft verlegt wurde. Heute gehört die Firma zur hervorragendsten ihrer Art. In aller Welt baut Dr. Otto und trägt somit in hervorragender Weise zur Stärkung des deutschen Devisenpolsters bei. Die Leitung hat ein Sohn des Gründers, Dr. Carl Otto, inne. brensteinK noppe. Ho.(Werk bomum Ein über Deutschlands Grenzen weit hinaus beannter Name, mit dem Bochum durch das Werk an der Wörth=Straße verbunden ist. In Bochum werden der Hauptsache Feld= und Kleinbahnwagen sowie schmalspurige Spezialwagen hergestellt. Die Firma wurde im Jahre 1876 gegründet, zu einer Zeit, als die Beförderungsmittel in der Industrie, Landwirtschaft und im Bauwesen noch durchaus primitiv waren. Damals erfolgte die Bewegung von Erdmassen in Kippkarren, die von 1 oder 2 Arbeitern gezogen wurden, oder durch Pferdekippkarren. Die Gewinnung des Bodens erfolgte meist von Hand. Auf Auslandserfahrungen gestützt, nahm die Firma den Bau von schmalspurigen Feld= und Industriebahnen auf. stießen diese neuartigen Beförderungsmittel auf Schwierigkeiten; bei größeren Arbeiten sträubten sich Fuhrleute und Bauern gegen die Einführung von Feld= und Waldbahnen, da sie annahmen, daß diese ihnen einen Teil ihres Verdienstes nehmen würden. Doch konnten sich weder Privatunternehmungen noch Staatsbetriebe der Einführung der neuartigen Transportart lange verschließen. Bei umfangreichen Erdarbeiten, ebenso in der Forst= und Landwirtschaft, gewannen die leicht verlegbaren Bahnen sehr bald viele Anhänger. Auch die Forst= und Militärbehörden erkannten ihre Bedeutung sehr schnell und wirkten durch Erteilung von bedeutenden Aufträgen belebend auf die junge Industrie. Von großem Einfluß darauf war auch der Aufschwung der Zuckerfabrikation in Deutschland bzw. die Herstelstellung des Zuckers aus Zuckerrüben. Diese mußten in großen Mengen, zum Teil auf sehr weite Entfernungen, zu den Fabriken befördert werden, wofür die Feldbahnen das geeignete Mittel waren. Für größere Fabriken, Hüttenwerke, Steinbrüche, Ziegeleien und andere Betriebe wurden schmalspurige Bahnen das wichtigste Beförderungsmitter und sind es teilweise noch heute. Der rastlosen Tätigkeit der Firma gelang es, nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland, besonders in überseeischen Ländern, ihr Material einzuführen und den deutschen Erzeugnissen einen guten Namen zu verschaffen. Durch die Hinzunahme der Fabrikation von schwerem Eisenbahnmaterial konnte die Produktion abermals gewinnbringend gesteigert werden. Das Arbeitsgebiet wurde verteilt auf die Werke in Bochum, Drewitz bei Potsdam, Spandau, Nordhausen und Dortmund=Dorstfeld. Hemmiehhmaner Röhren- und Drahtwerk Bochum-Hohenlimburg, Verwaltung: Kortumstr. 34 Rohren und Armaturen Rohrleitungen Drahtgeflechte u. Gewebe Drahtwaren aller Art lester M Fabrik für Förderanlagen und Bergwerksbedarf(unter u. über Tage BOCHUM-DAHLHAUSEN Fernruf 81171 Förderanlagen aller Art Brech-, Sieb- u. Verladeanlagen Sonder-Konstruktionen für den Bergbau Grubenweichen 7 Stapelkörbe Stahl-und Blechkonstruktionen Schäne roste 4K 6. m. b. h. Asphalt- und Plattierungsgeschäft Fernruf 6815 1/52 Kokerei=Löschturm der Zeche Bruchstraße Bochmmer Vereis Kolten und Aonweissc. vorm. 6. Runge C. m. v. F. volnum Das Röhren= und Schweißwerk vorm. G. Kuntze G. m. b.., in Riemke an der Herner Straße gelegen, befaßt sich in erster Linie mit der Herstellung schmelzgeschweißter Stahl=Röhren, die unter der Fabrikmarke„Kuntze=Röhren“ auf den Markt gebracht werden. Die Herstellung der Stahl=Röhren erfolgt durch Spezialmaschinen in den Lichtweiten von 80 bis 3000 Millimeter und mit Wandstärken bis etwa 15 Millimeter. Die Schweißung der Röhren wird maschinell nach eigenen Verfahren durchgeführt, außerdem besitzt die Firma eine Reihe von Patenten über Spezial=Schweißverbindungen, die es ermöglichen, Rohrleitungen in beliebiger Länge für jeden Zweck und in jedem Gelände spannungsfrei und bruchsicher zu verlegen. Diese SpezialSchweißverbindungen, die der Firma durch Patente geschützt sind, haben durch ihre vorzügliche Eignung in der Praxis großen Eingang gefunden und sich bei den schwierigsten Montage= und Bodenverhältnissen außerordentlich gut bewährt. Die Anwendungsgebiete der Kuntze=Stahlröhren sind Gas= und Wasserleitungen (Trinkwasser), sowohl Fernleitungen als auch Ort#urge, Nutzwasserleitungen für Kraftanlagen, Abwasserleitungen, Preßluft= und Versatzleitungen für Grubenbetriebe, Dampfleitungen, Oelleitungen u. a. Durch die Verwendung bester Grundstoffe und infolge der Seterhgre sachgemäßen Herstellung können die Kuntze=Stahllo###### für alle vorkommenden Zwecke und für die höchsten Beanspruchungen angewendet werden. Die Lieferungen erfolgen laufend an Industrie und Behörden des In= und Auslandes. Der Kundenkreis des Werkes erstreckt sich erheblich über den Kontinent hinaus, besonders nach Südamerika, Südafrika und den Kolonien der europäischen Länder. Neben Kuntze=Stahlröhren erzeugt das Werk noch Wetterlutten und Kohlenrutschen für Grubenbetriebe. Auch diese Artikel werden in allen vorkommenden Ausführungsarten hergestellt und nach dem In= und Ausland geliefert. Die zum Schweißen der Produkte erforderlichen Gase, wie Sauerstoff und Acetylen, werden von dem Werk selbst in eigenen Großanlagen erzeugt. Röhren- u. Schweißwerk vorm. S. Kumze 8. m..., BSchaff Fernsprecher: Bochum 621 56/57. Telegr.-Adresse:„Kuntzerohr“ Bochum. Schließfach 42 Kanze Stamohen schmelzgeschweißt, in den Durchmessern von 80 bis 3000 mm, mit Flanschen- bzw. Mutfen-Verbindungen oder mit den uns durch Patente geschützten bewährten Schweißverbindungen, geeignet für alle Zwecke und für höchste Beanspruchungen, z. B. zur Fortleitung von Gas, Wasser(Nutz-u. Trinkwasser), Preßluft, Dampf, Oel usw. Vollständige Rohrleitungen mit oder ohne Verlegung. Bergwerks-Bedarf: Wetterlutten schwarzgebrannt und verzinkt, in allen Durchmessern und mit allen vorkommenden Verbindungsarten. Kohlenrutschen in allen vorkommenden Ausführungen. Sauerstoffwerk Zwischen Schacht und hütte“, Sonderbellage des Bochumer Anzeigers„ 25. Apeil 1936 Gebr. Elckhoff maschinenfabrik und Eisengloßserel Unter den repräsentativen Bochumer Industriefirmen nehmen Gebr. Eickhoff ebenfalls einen Rang in der ersten Reihe ein. Gegründet wurde das Werk im Jahre 1864 als kleine Eisengießerei. Anfangs befand sich der Betrieb in der Alleestraße, gegenüber dem Bochumer Verein, in den großen Fabrikhallen, die 1934 der Braunen Messe Unterkunft boten. 1928 siedelte das ins Große gewachsene Unternehmen auf das mit neuzeitlich ausgebauten Fabrikhallen, Werkstätten, kaufmännischen und technischen Bürogebäuden versehene Gelände an der Hunscheidtstraße über. Gebr. Eickhoff bauen ausschließlich Bergwerksmaschinen modernster Konstruktion. Abnehmer sind nicht nur die deutschen Grubenunternehmungen. Die Firma unterhält auch einen sehr ausgedehnten Export, vor allem nach England, ferner nach Amerika, Japan, China, Australien, Afrika usw. Spezialität ist die Herstellung von Bergwerksmaschinen für Gewinnung und Förderung unter Tage, auf welchem Gebiete Eickhoff Weltruf genießt. kabakverarbeitung in Bochum Nanu wird mancher beim Lesen dieser Ueberschrift sagen. Als Stadt der Kohle, des Eisens und des Bieres ist mir Bochum ja bekannt, aber als Stadt des Tabaks? awohl, es ist so. Auch Bochumer Erzeugnisse der labakverarbeitung besitzen draußen einen guten Ruf. Nicht erst seit wenigen Jahrzehnten. Mehr als 200 Jahre alt ist bereits dieser Zweig der Bochumer Wirtschaft. 1722 schon wird in der Bochumer Stadtchronik ein Bochumer als Tabakhändler und=spinner erwähnt Es war Johann Georg Cramer der Aeltere. Er kam mit den Truppen des Großen Kurfürsten nach Bochum. Blieb hier als Verwundeter liegen und wurde durch Heirat ansässig Mit der Kiepe auf dem Rücken zog er nach Holland, brachte von dort Rohtabak mit und beWerk-Photo. Die große Montagehalle der Gebr. Eickhoff, Maschinenfabrik und Eisengießerei DUVERTLEM'S Grubensicherheitslampen- und Maschinenfabrik S. m. b. H. Gegr. 1858 BOCHUM Gegr. 1858 Siettrische Grübensicherhenslampen Mahneleierteische Grudenlampen mit Preßluftantrieb(DRP.) Grubensicherheitslampen für Benzinu. Lterand Fazeihlen=Grudemämpen Azetylen-Schaffnerlampen sonstige Azetulenlampen und Laternen aller Art Vertrieb der Handfeuerlöscher „Trutmania resp.„Concordla Kolloste-urasemamipen-Taurin- Beuischlunds Erksrrraff, Gmfi.-Beehunt Lack- und Lackfarbenfabrik 7 Ruf 67870, Postfach 301 gegr. 1900 Fabriziert sämtl. Lacke, Lack- u. Olfarben für Industrie u. Handel Als Spezialität seit 36 Jahren: alkalifeste, hitzebeständige und rauchgasfeste Rostschutzfarben. Rostschutzöle für blanke Teile Kokilienlacke, Modellacke Ständiger Lieferant der Reichsbahn, Reichswehr und Reichsmarine Seite „wischen Schack gann eine Tabakspinnerei. Recht und schlecht schlug er sich durch und erst der Besuch König Friedrich Wilhelms., eines Enkels des Großen Kurfürsten, brachte ihm die Mittel, sein Gewerbe auszudehnen. Der königliche Besucher, ein leidenschaftlicher Raucher, hatte nämlich seinen Tabaksbeutel vergessen und Cramer half ihm mit seinen Erzeugnissen aus der Not. Der König fand Gefallen an dem Kriegsveteranen und ließ ihm bei der Abreise einen reichlichen Verdienst zukommen, der es Cramer ermöglichte seinen Betrieb auszubauen. Von der Schüttebahn, der heutigen Schützenbahn, wurde das Geschäft nach der Propsteikirche, dem eigentlichen Cramerschen Stammhause, verlegt. Jetzt konnte man den Rohtabak von Holland bereits auf dem Wasserwege nach Bochum bringen lassen. Aus der sogenannten„Kiepkerei“ war eine regelrechte Spinnerei geworden. Zum größten Teil wurde Strangtabak hergestellt. Später nahm man auch die Fabrikation von Kautabak auf. Ueber Johann Georg Cramer, dem Jüngeren, gelangte die Tabakspinnerei in die Hände des Friedrich Dettmar Cramer, geboren am 22. September 1761, gestorben am 15. Dezember 1821. Dieser letztere war es, der de Cramerschen Tabakspinnerei den Namen gab, den z. noch heute führt, F. D. Cramer. Manche wirtschaft, liche Schwierigkeiten mußten im Laufe der Jahre er, Mit Fleiß und Tatkraft aber wurden Mit der Zeit, wurden die Räume an tragen werden. sie überwunden. Mit der Zeit wurden die Räume an der Propsteikirche zu klein und so erfolgte 1894 die Inbetriebnahme der noch heute benutzten Tabakfabrik an der Kaiser=Wilhelm=Straße. Nochmals wurde der Auschwung durch die Kriegs= und Nachkriegsjahre unterbrochen. Zäher Unternehmer= und Kaufmannsgeist über. wanden jedoch auch diese Zeit und heute kann man wohl sagen, daß das Cramersche Unternehmen mit z den modernen deutschen Tabakfabriken zählt. So werben auch Bochumer Tabakwaren neben Kohle, Eisen und Bier für den Namen unserer Vaterstadt. Fortsetzung der Uebersicht über Bochumer Industriefirmen auf Seite 18 Vocham als dig von Vernaufsberbunden Die„Westzement“-Verkaufsgenossenschaft Westdeutscher Zementwerke in Bochum Mit dem Emporblühen zu einer Industriestadt von Westfälische Zement=Verkaufsstelle", Bochum. Es hanRang wurde Bochum nach und nach auch der Sitz von Verkaufsverbänden, die auch zu ihrem Teil dazu beitrugen, den Namen Bochum in der Welt bekanntwerden zu lassen. An der Spitze dieser Verbände marschieren der Benzol=Verband, dessen Bedeutung an anderer Stelle dieser Sonderausgabe eingehend gewürdigt wird, und die Verkaufsgemeinschaft Westdeutscher Zementwerke,„Westzement". Obwohl die westfälische Portlandzementindustrie in durchaus natürlicher Standortentwicklung mit ihren Produktionszentren territorial im mittleren und nördlichen Westfalen also außerhalb des eigentlichen Industriegebietes beheimatet ist, lag doch seit jeher in Bochum das Schwergewicht ihrer wirtschaftlichen Interessen. Dies kam mit der Bildung des Verkaufsvereins Rheinisch=Westfälischer Zementwerke GmbH.“ in Bochum im Jahre 1903 zum ersten Mal auch äußerlich zum Ausdruck. Allerdings besaß dieser Verkaufsverband bei einer Beteiligung von nur 15 Mitgliedswerken keine genügend feste Grundlage und vermochte sich gegen das zwischenzeitlich auf dem Markt erschienene Außenseitertum nicht genügend durchzusetzen. So kam im Jahre 1905 auf breiterer und festerer Basis das RheinischWestfälische Cement=Syndikat“ in Bochum zustande, das bis 1913 seine Tätigkeit ausgeübt hat. Es mußte dann wiederum infolge zahlreicher außersyndikatlicher Gründungen, besonders aber auch unter dem Eindruck der stetig steigenden belgischen Zementeinfuhr seine Arbeit einstellen. Bald danach, am 1. Januar 1914, wurde nach sehr langwierigen Verhandlungen unter Einbeziehung bzw. kartellvertraglicher Bindung aller bisheriger Außenseiter ein neues Verkaufssyndikat ins Leben gerufen, der„Rheinisch=Westfälische Zement=Verband“ in Bochum, dessen Dauer bis Ende 1925 vorgesehen war. Dieser Verband trat vorzeitig in Liquidation, und zwar Ende 1924 und wurde ersetzt durch die„Rheinischdelte sich hiervei nur um eine Uebergangserscheinung. Mit Beginn des Jahres 1926 wurde der„Westdeutsche Zement=Verband" in Bochum gegründet, der mit Ablauf des vergangenen Jahres in Liquidation trat. Nachfolger dieses Sydikates wurde dann vor kurzem die „Westzement", Verkaufsgemeinschaft Westdeutscher Zementwerke GmbH. in Bochum, die eine zeitgemäße Neuordnung im westdeutschen Verbandsgebiet darstellt. Die Mitgliedswerke wurden in ihrer Leistungsfähigkeit neu eingeschätzt und erhielten dementsprechend neue Beteiligungsquoten. Gleichzeitig wurde ein neuer Verbandsvertrag aufgestellt, der die Billigung des Reichswirtschaftsministeriums erhielt und damit eine Mustersatzung für Kartelle dieser Art darstellen dürfte. Durch Anordnung des Reichswirtschaftsministeriums wurden die Außenseiter, soweit sie früher Mitglieder des Verbandes waren, der„Westzement“ mit gleichen Rechten und Pflichten als Mitglied zwangsweise wieder beigeschlossen. Die übrigen westdeutschen Außenseiter wurden im Absatz festgelegt und dem Syndikatsvertrag in wichtigen Bestimmungen angeschlossen. Außerdem wurde durch gesetzliche Anordnung ein Neubau= und Erweiterungsverbot für die deutsche Zementindustrie, wie es bis Anfang 1935 noch bestanden hatte, wieder eingeführt. Nicht zuletzt ist das Ergebnis der zwischenverbandlichen Verhandlungen noch zu erwähnen, die dem westdeutschen Absatzgebiet eine nicht unwesentliche Absatzzunahme in die Gebiete der übrigen Verkaufsverbände sicherten. ist die westdeutsche Zementindustrie auf ziemlich veränderter Grundlage in eine neue Verbandsära eingetreten, und dies in der Hoffnung, daß die langen Jahre der Unruhe und der Zersplitterung nunmehr zu Ende sind und daß es durch die Neuordnung möglich ist, die Aufgaben, die der Zementindustrie gestellt sind, in neuzeit lichem Geiste zu erfüllen. Bochum aber ist Mittelpunt dieser westdeutschen Zementneuordnung geblieben. AeUr Hausbrauerei R pickung zurückblicke n e nGraute 1 das hier dem der gewerbsmä im größeren 1 fließen die licher. Um 1298 Alten Markt“ enw nerkenswerte„Nach, Mark sogar eine„ trinker" erlassen mi auf einen starken 2 Vermutung aufkomi tan habe, sondern werden, daß der ausgeschenkt oder, #lich geschnitten wur les Maß zapft, der Damals also gabe der Absatz um die die Fortsetzung de Biersteuer für das deutet. Nach dem große Zahl der A richtung eines eiger rat notwendig. Da die Fässer aus Rec gemeinen wird es Zeit um ein leichte das von den Bürg den Braukesseln d wurde. Aus dieser allmählich das B nächst auf eine Ar mit direktem Au schränkte, von den die fortschreitende( gelangten. Die Schlege In ihrer Gesc Geschichte der Bo gen Mitte des 19 hen der Industrie bisher üblichen o nach bayrischer ur ten über vayrische delte sich um Ge burger Art auf den. Dieses Unte marstein gehörig, ging in die Schle Entwicklung und insofern wichtig, tere Gründer der ster tätig war. stammte, eröffnete Seite 13 Seite 1 es, der der ab, den z. wirtschaftJahre ber wurden Räume an 394 die Indakfabrik an de der Ausjahre unterisgeist überkann man men, mit zu . So werEisen und zpischen Schacht und hütter, Sonderbellage des Bochumer Knzeigers=2. Hprl 136 Re aroßs Sochdmter=Sruuros....) chum i. Es hanerscheinung. Westdeutsche mit Ablauf trat. Nachkurzem die eutscher Zegemäße Neusarstellt. Die ähigkeit neu neue Beteir. VerbandsReichswirtine Musterürfte. Durch ims wurden er des Verchen Rechten vieder beigeeiter wurden rag in wichrdem, wurde ind Erweitee, wie es bis e eingeführt. verbandlichen westdeutschen zzunahme in sicherten. So mlich veräneingetreten, n Jahre der u Ende sind ist, die Aufin neuzeitMittelpunk sehen. harte verkörpert durch die Schlegel=ScharpenseelHrauerei AG., die Löwenbrauerei Moritz Fiege und die Hausbrauerei Rietkötter, kann ebenso wie der Bochumer Kohlenbergbau auf rund ein Jahrtausend Entpicklung zurüchlichen, Schon um das Jahr 900 finden sich in alten Bochumer Urkunden Nachrichten über das hier gebraute Bier. Aber erst aus der Zeit, nachden der gewerbsmäßige Vertrieb und damit die Erzeugung im größeren Umfange in unserer Stadt einsetzten, fließen die Nachrichten über das heimische Bier reichsicher. Um 1298 wird u. a. schon eine Schenke am Alten Markt“ enwähnt und 1321 finden wir die bemerkenswerte Nachricht, daß Graf Engelbert von der sogar eine„Verordnung zum Schutze der Biertrinker“ erlassen mußte. Diese Tatsache läßt nicht nur auf einen starken Bierverbrauch schließen oder gar die Vermutung aufkommen, daß man des Guten zuviel getan habe, sondern kann als Beweis dafür angesehen werden, daß der damalige braune Trunk nicht voll ausgeschenkt oder, wie wir heute sagen würden, ziemlich geschnitten wurde. Denn es heißt:„Wer nicht volles Maß zapft, der soll sieben Denare Strafe zahlen.“ Damals also gab es schon geeichte Maße und wie stark der Absatz um diese Zeit gewesen sein muß, beweist die Fortsetzung der Verordnung, die eine regelrechte Biersteuer für das zum Handel erzeugte Gebräu bedeutet. Nach dem Stadtbrand von 1517 machte die große Zahl der Werkleute beim Kirchenbau die Einrichtung eines eigenen Braubetriebes durch den Kirchenrat notwendig. Da Bochum keine Küfer besaß, mußten die Fässer aus Recklinghausen bezogen werden. Im allgemeinen wird es sich bei dem Gebräu der damaligen Zeit um ein leichtes obergäriges Bier gehandelt haben, das von den Bürgern in den leihweise herumwandernsen Braukesseln der Stadt vielfach selbst hergestellt wurde. Aus dieser Heimbrauerei hat sich dann ganz allmählich das Braugewerbe entwickelt, das sich zunächst auf eine Anzahl kleinerer primitiv eingerichteter, mit direktem Ausschank verbundener Betriebe beschränkte. von denen einzelne im Laufe der Zeit durch die fortschreitende Güte ihres Erzeugnisses zu Bedeutung gelangten. Die Schlegel=Scharpenseel=Brauerei AG. In ihrer Geschichte ist im wesentlichen zugleich die Geschichte der Bochumer Brauindustrie verkörpert. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts— mit dem Aufblühen der Industrie— wandelte sich die Herstellung der bisher üblichen obergärigen Biere zu der Erzeugung nach bayrischer untergäriger Art. Die ersten Nachrichten über bayrisches Bier finden wir um 1859. Es, handelte sich um Gebräue, die nach Erlanger und Augsburger Art auf„Haus Overdyk“ hergestellt wurden. Dieses Unternehmen, dem Grafen von Recke Volmarstein gehörig, besteht zwar heute nicht mehr(es ging in die Schlegel=Brauerei auf); es ist aber für die Entwicklung und Entstehung des insofern wichtig, als Joachim Schlegel der spätere Gründer der Schlegel=Brauerei, hier als Braumeister tätig war. Joachim Schlegel, der aus Bayern stammte, eröffnete gm 1. Mai 1854 die„Bayrische Bierbrauerei J. Schlegel“ in der Alleestraße, im Hause der jetzigen Hasselkußschen, Wirtschaft, Die später mit ihr verbundene, von Moritz Scharpenseel ins Leben gerufene Scharpenseel-Brauerei, war schon 1853 in der Hellwegstraße gegründet worden In den Sechziger Jahren war der Betrieb von Schlegel bereits zu klein und man verlegte ihn auf das gegenüberliegende Grundstück(heute Schlegel=Scharpenseel=Braueei AG.). 1899 wurde der Schlegel=Betrieb in eine AG. umgewandelt, und 1918 erfolgte die Verbindung mit der 1903 ebenfalls in eine AG. umgewandelten Scharpenseel=Brauerei. Im Laufe der Jahre wurden dann der Schlegel=Scharpenseel=Brauerei AG. angegliedert die Recklinghäuser Aktien=Brauerei(heute Abteilung Recklinghausen), die Braurechte der RuhrtalBrauerei Brinkmann in Herbede, der HohensteinBrauerei in Werden und die einiger kleinerer Brauefreien, dann die Malzfabrik Giersleben in Anhalt. 1927 erfolgte die Vereinigung mit der Bürgerlichen Brauhaus AG. in Herne. Im Jahre 1928 wurde durch die Verschmelzung die in den 70er Jahren gegründete Victoria=Brauerei AG. in Bochum übernommen, und 1933 erfolgte die Uebernahme der Brauerei Werth. AG. in Duisburg. So stellt heute die Schlegel=ScharpenseelBrauerei AG, das größte Brauunternehmen Bochums dar, dessen Bier nicht nur in unserer Stadt, sondern im ganzen Reiche, auf den deutschen Schiffahrtslinien und im Auslande guten Ruf genießt. Von den gewesenen Bochumer Brauereien wurde die VictoriaBrauerei(früher Castroper Straße) schon erwähnt. eine Auf sie ging die Bergbrauerei an der Castroper Straße über, während die früher ebenfalls an der Castroper Straße gelegene Brauerei von Arnold Fiege durch Uebergang je zur Hälfte auf die seinerzeitige Schlegel=Brauerei und die Victoria=Brauerei verschwand. Heute haben wir in Bochum an Privatbrauereien nur noch die Löwenbrauerei Moritz Fiege, Das Sothähtser Samwesen buie der dunehwenden, Hu,zuiefanl gige, usgre eine Fliale in Bochum ausgemachtz,n Sie, eics 13 saobte auch das Bankgeverbe langsam Bup Iv uuseve, iher„eszerhautes Geschäftshaus am Wilhelmsplatz., 1920 1866 trat schon der, Ttogg Zentar“, Seseder sietz sich die Commerz= und Privatbank AG. Verlin mit einer Filiale am Wilhelmsplatz 10 nieder, während an der Hochstraße das Bankhaus Droste& Tewes seine Schalter öffnete. Ebenfalls 1920 eröffnete der Barmer lassung in die Erscheinung. Am 20. Januar 1866 eröffnete die Preußische Staatsbank in Bochum eine Agentur, die am 1. Januar 1876 Reichsbanknebenstelle und am 1. Oktober 1896 Reichsbankstelle wurde. Ende 1898 siedelte die Reichsbank in ihr heutiges Dienstgebäude an der Kortumstraße, früher Friedrichstraße, über, das im Jahre 1923 einen wesentlichen Erweiterungsbau erhielt und erst jetzt wieder baulichen Innenveränderungen unterzogen wurde. Vor diesem staatlichen Instirut war schon das private Bankwesen seßhaft geworden. Die Bankhäuser Hüttemann& Korte sowie Albrecht Lauffs werden manchem alten Bochumer noch in der Erinnerung sein. Das Bankhaus Hüttemann& Korte hatte seinen Siß im Hause Humboldtstraße 10. Bankier Korte war der Vater des am 10. Mai 1933 gestorbenen Geheimrats Korte, der sich ursprünglich im väterlichen Unternehmen dem Bankfach zugewandt hatte und später auch Mitinhaber dieses hohes Ansehen genießenden Bochumer Bankhauses war. 1897 nahm das Bankhaus den Namen Bochumer Bank an und firmierte später als Rheinisch=Westfälische Disconto=Gesellschaft, Filiale Bochum,(Sitz Aachen). Eines gleich großen Ansehens erfreute sich zu derselben Zeit die Märkische Bank von Albrecht Lauffs am Wilhelmsplatz, die in verschiedenen Nachbarorten Filialen unterhielt. Beide Bankhäuser, Hüttemann& Korte und die Märkische Bank, gingen am 1. Januar 1918 auf die Dresdner Bank AG. Berlin, über, die seit diesem Tage eine Filiale im Hause Humboldtstraße 10 unterhält. Besonders nach dem Weltkrieg vermehrte sich die Zahl der Bankniederlassungen außerordentlich, nachdem sich vor dem Kriege bereits die Essener Creditanstalt mit einer Filiale in der Wilhelmstraße niedergelassen hatte und während des Krieges die Gewerbebank Bochum(heute Mittelstands=Bank) ins Leben gerufen worden war. Gleichzeitig mit der Dresdner Bankverein, Hinsberg, Fischer& Co., in dem früheren Hotel Middelmann am Wilhelmsplatz eine Filiale. 1921 erfolgte die Geschäftseröffnung der Westfalenbank in der Wilhelmstraße. Das gleiche Jahr brachte die Gründung der Amtsbank G. m. b. H. als kommunales Bankinstitut, die am 31. Dezember 1924 liquidierte und ihre Geschäfte der neuen Kommunalbank AG. übergab, die 1929 ihr Heim an der Schützenbahn bezog. Im Jahre 1923 kam die Bankfirma Mahnert& Düppe hinzu, die in späteren Jahren mit der Bank Droste& Tewes der Wirtschaftskrise zum Opfer fiel. Die Reoxganisation des deutschen Bankwesens nach den Inflationsjahren brachte auch für Bochum einige Veränderungen. Da die Essener Creditanstalt auf die Deutsche Berlin, überging, wurde aus der Bochumer Filiale der Essener Creditanstalt eine solche der Deutschen Bank. Als dann später die Deutsche Bank AG. Berlin mit der Disconto=Gesellschaft Berlin fusionierte, wurde die Bochumer Filiale der Deutschen Bank mit der DiscontoGesellschaft am Wilhelmsplatz zusammengelegt(fortan Deutsche Bank und Disconto=Gesellschaft). Durch die Verschmelzung des Barmer Bankvereins mit der Commerz= und Privatbank AG. Berlin wurde aus der Bochumer Filiale des Barmer Bankvereins im Jahre 1932 eine Filiale der Commerz= und Privatbank. Seit einigen Jahren beherbergt Bochum eine Filiale der Bank der Deutschen Arbeit, der Bank der Arbeitsfront. Und daß abschließend bei der Aufzeichnung der Entwicklung des Bochumer Bankwesens die städtische Sparkasse nicht vergesen werden darf, ist eine Selbstygerstänzlsichneig, deren Bier sich in Bochumer Kreisen ebenfalls großer Beliebtheit erfreut, und die Hausbraueret Theodor Rietkötter, die älteste am Platze, mit eigenem Ausschank. Nun aber erhebt sich im äußersten Osten unserer Stadt eine Hochburg des Bieres, den Wirtschaftsraum Bochums jenseits der Grenzen der Innenstadt machtvoll beherrschend: Die Bierbrauerei Gebr. Müser AG., Bochum=Lungendreer Sie wurde in diesem Jahre 70 Jahre alt und ist aus kleinen Anfängen zu einem mächtigen Wirtschaftsgebilde aufgestiegen. Die Langendreerer waren von jeher trinkfrohe Gesellen, und um die„Braukessel=Gerech= tigkeit“ hat in vergangenen Jahrhunderten mancher Streit getobt. So erzählt die Geschichte, daß im 16. Jahrhundert ein Ritter von Steinhausen in Langendreer den von Witten um des Braukessels willen erschlug. Durch das ganze Mittelalter hindurch wurde in Langendreer außerordentlich brav und fleißig Bier getrunken, und erst im 18 Jahrhundert scheint die Hausbrauerei eingegangen zu sein. Das wurde aber in gewissem Sinne anders, als im Jahre 1806 Johann Wilhelm Müser an der alten Landstraße ein Haus erbaute, in dem er eine Gastwirtschaft und eine Brennerei betrieb. Der eigentliche Grundstock zu dem Unternehmen wurde aber gelegt, als Wilhelm und Heinrich Müser auf den ehemals Nottehaumschen Grundstücken eine Bierbrauerei größeren Umfanges unter der Firma„Dampfbrauerei Gebr. Müser“ eröffneten. Der Anreiz zu dieser Gründung wurde durch das damals schon ausgezeichnet entwickelte Dortmunder Brauereiwesen gegeben, nun aber bereiteten die Dortmunder dem„Neuling“ einen scharfen Wettbewerb. Aber die beiden Gründer leiteten ihr Werk mit großer Tatkraft, der Betrieb vergrößerte sich immer mehr und vermochte seinen Platz gegen die Dortmunder Konkurrenten vorzüglich zu behaupten. Nach dem Tode der Gründer wurde das Unternehmen im Jahre 1881 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, deren persönlich haftende Gesellschafter Artur Müser aus Langendreer, der schon bei Lebzeiten der Brüder in das Unternehmen eingetreten war, und August Landefeld waren. Bereits im Jahre 1891 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, und auch in der neuen Unternehmungsform dauerte die günstige Entwicklung der Müserbrauerei an. Schon im Jahre 1905 war der Absatz auf 150 000 Hektoliter gestiegen, ein deutlicher Beweis für den guten Ruf und die Beliebtheit des Müserbieres, das heute weit über die rheinisch=westfälische Heimat hinaus im ganzen Reich einen guten Namen hat. Die stetige Aufwärisentwicklung wurde durch den Weltkrieg und seine Nachwirkungen zwar unterbrochen, doch konnte in den letzten Jahren der Umsatz wieder bedeutend gesteigert werden, und heute steht die Müserbrauerei als eine der größten Brauereien des Industriegebietes stark und gefestigt de der westfälischen Bierbraueret. Fritz Schmidt als eine der Hochburgen Die Günnen sotten und Wollen der Wirtschaftnezen! Genigs Beine Erspurngse der dan, so Misst Baintt umwieverachdau der beutschen=Wirtsmaft! Selmtieiz-undFiar-Balik Kkilengesehlertal, Pihals Beehiuht Deutlche Bank und Disconto-Gelelllchaft, Filiale Bochum Dresdner Bank, Filiale Bochum WelndierlBallk Akiengesemerian, Pechaht Mercedes-Benz- und...- Personen-und Lastwagen Fahrzeug-Werke Sochug Ö BOCHUM FERNRUF 65515 HENRIETTENSTR. 28 Albert Staubach Zentralheirungen Ruf 66251 Gebr. Elspermann Bochum, Fernrut 48431, Posttach 199 Gas- und Siederohre Zinkbleche, verz. u. verbl. Eisenbleche Weißbleche, Walzblei und Bleirohr Uber 145 Jahre in Erbfolge .-.Ascheuer Bochumn Maschinen- und Armaturen-Fabrik Metallgießerei und Kupferschmiede Autogene Schweißanstalt sämtlicher Metalle Lager technischer Artikel Audt errat Tehon in Olltun wvon 75 Juiheeun# Zorlion auLomnnt An ziczlichen Ve##### tachh e h I e SÖEE K Cosy* Spezialfabrik feiner Lederhausschuhe Pfeiter& Keppler Wielandan. 1 PEKA-SCHUHE in jedem maßgebenden Geschäft Sröhling Holzhandlung BOCHUM- Klosterstr. 40- Rut 69310 unterhält großes Lager in sämtlichen Hölzern! Mathieu Crumbach G. m. b. H. Korn-Großbrennerei Bochum-Weitmar Spezialität: UR-CRUMBACH Pongs& Zahn, Textilwerke, Aktiengesellschaft Abteilung: Bochumer Schurzenfabrik Bochum Großfabrikation von Schürzen, Damen-Berufsmänteln sowie Haus-u. Gartenkleidern Sie hat wieder Stellung weil Vater gespart hat Spar=Geld schafft Arbeit! 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