* Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbPe, sich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Hezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funk„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 5 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. herhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt, werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Senmiggs von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftletzung, gußer Mittw#### und Samstags, von 16 bis 17 Uhr.— Postscheatonld Vortmund 1760. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag 24. April 1936 43. Jahrgang Nummer 96 Einzelpreis 10 Pf. im Anzelgenzil und in 78 ung Freite 30 bi. im Tertigzs, Fagzliger Svorzeitise gre iäste Hr“##hlg, Nachlaßzstassel.— Schluß der Best v, züx Hie sechsmal wöchentlich frühmo? mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 D• IR NRRRTTT i der Wufte Gesandter von Stohrer aufgefunden und gerettet— Dank und Anerkennung der Reichsregierung für die Nachforschungen dnb Berlin, 23. April. Der deutsche Gesandte in Kairo, von Stohrer, und sein Mechaniker, die am Samstag nachmittag auf der Fahrt von Kairo nach der Oase Baharia in einen Sandsturm geraten waren und seitdem vermißt wurden, sind dank der tatkräftigen Such= und Hilfsmaßnahmen, die unter Einsatz von Militär= und Zivilluftfahrzeugen sowie berittenen Truppen von seiten der ägyptischen und der britischen Amtsstellen getroffen wurden, Donnerstag früh.30 Uhr Ortszeit von Flugzeugen der britischen Luftstreitkräfte in der Nähe von Baharia angetroffen und wohlbehalten nach dem Militärflughafen Heliopolis gebracht worden.(Vergleiche auch die Meldungen an anderer Stelle dieser Nummer). Wie von amtlicher Seite zum Ausdruc, gehracht wurde, gebührt dem Kommando der britischen Luftstreitkräfte höchste Anerkennung dafür, daß es ihm gelungen ist, den deutschen Diplomaten und seinen Begleiter lebend zu bergen, wie der wärmste Dank der Reichsregierung der ägyptischen Regierung, dem englischen Oberkommissar, den ägyptischen Truppen sowie den zahlreichen deutschen und ausländischen Privatpersonen gilt, die sich gleichfalls in selbstlosester Weise an den Nachforschungen beteiligt hatten. Wie Stohrer gefunden wurde Ueber die Auffindung des deutschen Gesandten von Stohrer werden nach Meldungen aus London noch folgende Einzelheiten gemeldet: Der Gesandte von Stohrer gab, als er das Bombengeschwader sichtete, beim Nahen der Flugzeuge Signale mit dem Rückblickspiegel seines Wagens ab. Dieses Blinken wurde zuerst von dem Fliegeroffizier F. Richardson, der zu dem Bombengeschwader 216 unter dem Kommando des Geschwaderführers Mackworth gehörte, entdeckt. Von der Maschine aus konnte gesehen werden, daß der Wagen des Gesandten, der mit einem Staubmantel zugedeckt war, auf einem kleinen Hügel stand, mitten in der Sandwüste, etwa 50 Kilometer von Baharia entfernt. 466.—841:. Geschmah Wenige Minuten nach 9 Uhr landete der Geschwaderführer Macworth seinen Bomber neben den Vermißten. Von Stohrer, in voller Gesundheit, begrüßte seine Retter mit diplomatischer Höflichkeit:„Ich freue mich, Sie zu sehen. Ich war sicher, daß Sie kommen würden!“ Sein Chauffeur wurde von der Freude der Rettung so überwältigt, daß er den Rest des kostbaren Wassers über seinen Kopf ausgoß, als er durch den glühenden Sand auf seine Retter zuging. Er war infolge der Strapazen etwas mitgenommen, gewann aber seine Geisteskräfte sehr bald wieder zurück, als man ihn mit heißem Kaffee, Glukose und Kognak wieder gestärkt hatte. Stohrers Bericht über sein Abenteuer Tchunteren=der Hurt!..,. Die dre. Sirenburgender=Reruc! werden heute eingeweiht— Auslese der Besten der Nation Erziehung zum wirklichen Führertum mittelt. Die Zahl der abgegebenen Stimmen beträgt 45 001 489, womit 99 Prozent der Stimmberechtigten gewählt haben. Gegen die Liste und ungültig waren 540 211 Stimmen, 98,8 Prozent somit für die Liste und damit für den Führer. Zu den 723 Kreissitzen treten 18 Sitze auf den Reichswahlvorschlag, so daß die Gesamtzahl der Abgeordnetensitze im neuen Reichstag 741 beträgt. Belgiens parlament aufgelöst Neuwahlen am 24. Mai dnb Brüssel, 23. April. Durch eine am Donnerstag im„Staatsanzeiger“ erschienene Verordnung sind Kammer und Senat aufgelöst worden. Die Neuwahlen wurden endgültig auf den 24. Mai festgesetzt. Das neue Parlament tritt am 23. Juni in Brüssel zusammen. dub Berlin, 23. April. Am Freitag werden die drei Ordensburgen der NSDAP.: Crössinsee in Pommern, Vogelsang in der Eifel und Sonthofen im Allgäu, die der Erziehung der kommenden Führerschaft der NSDAP. dienen, mit einem feierlichen Akt auf der Burg Crössinsee ihrer Bestimmung übergeben. In diesen neugeschaffenen monumentalen Burgen werden von nun an die nach strenger Auslese als künftige Führer der Partei bestimmten Männer in dreijähriger Schulung zum wirklichen Führertum herangebildet und erzogen. Für die wissenschaftliche Schulung werden die besten Lehrer in Rassenkunde, Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie, Wirtschafts= und Soziallehre zur Verfügung gestellt werden. Für die von Reichsleiter Alfred Rosenberg als Beauftragtem des Fuhr### für die Ueberwachung der weltanschaulichen Erziehung der NSDAP. vorgesehene Heranbildung und Prüfung dieEnzlaner Fiel Tesserre Frirren Deinliche Fragen der Londoner„Times“ an Frankrei### Die Geretteten wurden sodann an Bord des Flugkonder,=gearn“. das sie um 11.35 Uhr in Heliopolis ur. auf dem Wege dorthin sandte Gesandter von Stohrer ein Telegramm an seine Frau, in dem er seine Rettung mitteilte. Stohrer berichtete, daß der Unfall darauf zurückzuführen gewesen sei, daß die Steuerung am Samstag bei einem schweren Sandsturm brach. Er und der Chauffeur hatten dann eine provisorische Ausbesserung vorgenommen und den Wagen auf den Gipfel eines kleinen Hügels gebracht. Hier hätten sie sich dann auf ein längeres Verbleiben eingerichtet. Er habe den Wagen mit einem Staubmantel bedeckt und begonnen, Rauchsignale zu geben, indem er mit Hilfe von Benzin und Kleidungsstücken Feuer entzündet habe. Nachts habe er versucht, durch Abbrennen von Magnesiumlichtern Signale zu geben, ebenso mit Hilfe der Scheinwerfer, in der Hoffnung, daß deren Lichtstrahlen die Aufmerksamkeit der Suchmannschaften erregen würden. Die Lebensmittel seien sorgfältig rationiert worden, jedoch hätten sie zum letzten Male am Mittwoch morgen etwas zu essen gehabt, nämlich eine Büchse Sardinen, die ihren Durst ganz außerordentlich vermehrt und ihre Selbstbeherrschung gegenüber ihrem letzten Rest Wasser auf eine harte Probe gestellt hätten. Sie seien sehr bald gezwungen gewesen, das Wasser aus dem Kühler zu trinken, das sie vor dem Genuß abgekocht hätten. Als sie gerettet worden seien, hätten sie noch etwa 1 Liter fast ungenießbaren Wassers gehabt. Am Donnerstag morgen sah Stohrer nun die Flugdeuge kreuzen. Darauf gab er dann Lichtsignale, die zur Auffindung führten. Man schätzt, daß die Suche nach den Vermißten Tausende von Pfund(ein Pfund nach heutigem Kurs 12,29 RM.) gekostet hat, da mehrere Lutend Flugzeuge und Kraftwagen seit Samstag nach den Vermißten gesucht haben. 741 Reichstagsabgeordnete Das endgültige Ergebnis der Reichstagswahl vom 29. März Berlin, 23. April. Der Reichswahlleiter gibt jetzt nach den Feststelkungen der Kreiswahlausschüsse und des Reichswahlausschusses, das endgültige Ergebnis der ##ichstagswahl vom 29. März amtlich bekannt. Zahl der Stimmberechtigten ist mit 45 453 691 erdnb London, 23. April. Unter der Ueberschrift„Ein besseres Friedenssystem" befaßt sich die„Times“ in einem Leitaufsatz mit der Stellung Frankreichs zum italienisch=abessinischen Streitfall und mit dem bevorstehenden internationalen Verhandlungsabschnitt. g. ga##i.#. Das Blatt sagt, man müsse hoffen, vaß die französische Stellungnahme zu den wichtigsten internationalen Grundsätzen durch die Neuwahlen geklärt werde. Die Frage an Frankreich laute, ob ein nicht herausgeforderter Angriff besonders von seiten eines Völkerbundsmitgliedes gegen ein anderes Mitglied mit den Satzungen vereinbar sei oder nicht und ob Frankreich bereit sei, sich an wirksamen Widerstandsmaßnahmen zu beteiligen. Oder gebe es vielleicht Umstände, unter denen es angebracht sei, die umfassende Vernichtung von Verträgen hingehen zu lassen, die unbequemerweise die Zerstörung und das Blutvergießen, den Bombenabwurf, die Benutzung von Giftgasen und die Besetzung von Gebieten einschränken?„Auf diese Fragen wolle die englische Oeffentlichkeit klare Antworten von Frankreich erhalten. Ein keineswegs geringer Teil der französischen Meinung sei anscheinend entrüstet, daß England so energisch an der Völkerbundssatzung festhalte. Aus der anderen Seite habe Frankreich die Treue Englands zu den in den Generalstabsbesprechungen ausgedrückten Verpflichtungen sozusagen als Garantie angenommen. Die öffentliche Meinung Englands sei durch die Entdeckung, daß die Beachtung der Rechtsgrundsätze durch Frankreich verheerender Einschränkungen fähig sei, in tiefe Bestürzung versetzt worden. Das letzte Wort habe jetzt der französische Wähler. Weder Frankreich noch irgendein anderes Land habe Anlaß, die Stärke und den Umfang des britischen Eingreifens bei einem unverhüllten und so gut wie unentschuldigten Angriffsakt zu bezweifeln. Die„Times“ zieht aus diesen Betrachtungen den Schluß, daß England an seiner bisherigen Stellungnahme gegenüber Italien im abessinischen Streifall festhalten müsse. Auf jeden Fall habe England aus dem abessinischen Abenteuer wertvolle Erfahrungen geschöpft. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn es notwendig sein sollte, sich vom Völkerbund in seiner jetzigen Form abzuwenden, um die Grundsätze der Völkerbundssatzung zu retten. Ein besseres Friedenssystem werde der Leitsatz der öffentlichen Meinung und nationalen Politik Englands bleiben. Neben der abessinischen Frage sei noch ein anderes Werk für den Frieden in größerer Nähe Englands zu leisten, an dem England ein unmittelbares und unzweifelhaftes Interesse besitze. Eine Erläuterung sowohl des deutschen Friedensplanes wie des französischen Gegenvorschlages sei erforderlich. Beide Pläne müßten einer Prüfung unterzogen werden. Die öffentliche Meinung Englands habe ebenso wie die Regierung den Wunsch, bald energische Schritte zu sehen, um die allergrößte Gelegenheit für eine Neuregelung in Europa auszunützen, die sich geboten habe, seitdem die Herbeiführung einer deutsch=französischen Befriedung durch unzulängliche Verträge im Jahre 1919 gescheitert sei. Der erste Marschunstat des Sritten= Neicher Der Feldmarschallstab des Reichskriegsministers Generalfeldmarschall von Blomberg trägt an dem dem anderen Ende„von Blomberg, 16. März 1935“. Die beiden Knäufe des Stabes sind in Gold gehalten, die Inschriften auf Elfenbein; das Mittelstück zeigt auf blauem Grund aowechsennd das Hoheitszeichen und das Eiserne Kreuz. Links unten in der Ecke der Interimsstab, den der eeee Generalfeldmarschall zum kleinen Dienstanzug trägt ser Lehrer ist die Errichtung eines eigenen Ordenshauses der NSDAP. vorgesehen. Die wissenschaftlichen Lehrer, denen der Führernachwuchs in den Ordensburgen anvertraut wird, halten zunächst Vorträge in Form von Kollegs, die dann in Seminaren zu je 50 Mann durchgearbeitet werden. In täglichen Burgappellen wird jedes Seminar einen Sprecher herausstellen, der die Ansicht seiner Kameradschaft über das Gehörte dartut. Am Schluß des Appells faßt dann der Burgkommandant diese Erörterung zusammen und hält eine Kritik.. W6 4 Die für die kommende Fuhrerschan der NSDAP. erforderliche Stärkung des Mannestums bildet den zweiten Teil der nationalsozialistischen Erziehung auf den Ordensburgen, in deren Mittelpunkt der Sport steht. Es soll der Mut, die Entschlußkraft und die Kühnheit des Mannes erprobt und gefördert werden, weshalb zum Beispiel jeder Burginsasse mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug abspringen, alpine Mutproben ablegen und ähnliche Leistungen vollbringen muß. Dieser Teil der Erziehungsarbeit soll die kommenden Führer auch befühigen, wirklich führen zu können, aber auch sich selbst zu beherrschen. Diese Selbstbeherrschung wird auf den Ordensburgen durch Disziplinübungen, wie Enthaltung von Alkohol und Nikotin während einer bestimmten Zeit, ausgebildet werden. Den künftigen Führern ein sicheres und selbstbewußtes Auftreten zu verschaffen, ist eine weitere Aufgabe der großen Erziehungsarbeit in den Ordensburgen., Dre## uit hie. Die Ausbildung der Führerschaft auf biesen Ordensburgen der Partei wird drei Jahre dauern, wobei die Anwärter auf jeder der erwähnten Ordensburgen je ein Jahr zu verbringen haben. Dadurch wird ihnen auch in bunter Folge die Kenntnis von Land und Menschen in drei ganz verschiedenenartig gestalteten deutschen Provinzen— Pommern, Rheinland und Bayern vermittelt... 65en S henshursen. Li,. So werden aus den großen Orvensburgen; die in ihrer mächtigen Ausdehnung an die Sitze der alten Sachsenherzöge erinnern, die Männer hervorgehen, die das deutsche Volk in Zukunft führen sollen. Hier soll eine Auslese unter den Besten der Nation entstehen, eine Auslese, die sowohl den Charakter als auch die körperliche Konstitution, die Führereigenschaft und die rassische Hochwertigkeit betrifft. Alle diese Eigenschaften sind die ersten Voraussetzungen für die Zulassung und die Aufnahme in den Ordensburgen. Dazu kommt noch die Bedingung, daß die ausgewählten Parteimitglieder außer der Dienstleistung in der HitlerJugend und der Ableistung der Arbeitsdienst= und Wehrpflicht auch eine Dienstleistung als Block= oder Zellenleiter bzw. SA.=, RSKK.= oder SS.=Mann, nachweisen können. Auf diesen unerläßlichen Voraussetzungen baut sich dann die dreijährige Führerschulung auf, die wieder nur Anforderungen stellt, denen nur die Besten des Volkes nachkommen können. So wird durch dieses große Werk der NSDAP. dem deutschen Volke eine Führerschaft sichergestellt, die geeignet sein wird, das Werk Adolf Hitlers zu hüten, zu sichern und fest in den Tiefen des Volkes zu verankern. Ueber die Ausgestaltung der Burgen sei noch erwähnt, daß sie mit allen technischen Vollkommenheiten versehen sind, der höchstmöglichen Zweckdienlichkeit entsprechen, schön und wohnlich in Erscheinung treten und überall in die freie Landschaft hineinpassen. Jede der drei Burgen, an denen je drei Jahre lang mit ourchschnittlich 500 Arbeitern gebaut worden ist, faßt 1000 Mann und hat mit dem Personal eine Belegschaft von 1500 Personen. Alle Wirtschaftseinrichtungen und selbstverständlich auch alle Sportanlagen sind vorbildlich. Schweres Erdbeben in China Zahlreiche Tote dnb Schanghai, 23. April. Nach einer Meldung aus Kanton wurden am Donnerstag bei einem schweren Erdbeben im Südwesten der Provinz Kwantung mehrere Dörfer zerstört. Tausende Einwohner sind obdachlos, und es gab zahlreiche Tote. Einzelheiten über die Katastrophe fehlen bisher noch. Der englische Fragebogen an die Reichsregierung Köln, 23. April. Wie sich die„Köln. Ztg.“ von ihrem Londoner Vertreter mitteilen läßt, hat der Pressereferent des britischen Außenministeriums folgende Angaben über den Inhalt des britischen Fragebogens an die Reichsregierung gemacht, den die englische Regierung wahrscheinlich in der nächsten Woche in Form einer Note durch ihren Botschafter in Berlin überreichen lassen wird: 1. Sollen die vom Reichskanzler vorgeschlagenen zweifeitigen Richtangriffspakte mit den Mächten im Westen und im Osten den Bindungen der Völkerbundsatzung unterliegen oder ganz unabhängig von der Völkerbundorganisation abgeschlossen werden? Im ersteren Fall wären die künftigen Sicherheitsverträge den durch die Völkerbundsatzung gebotenen gegenseitigen Hilfszusagen zu unterstellen und würden dann diese Hilfszusagen verstärken. Im andern Fall würden sie Seite 2 Nr. 96° Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 etwalge Verletzung der Völkerbundverpflichtungen durch einen der Vertragspartner automatisch außer Kraft gesetzt werden. 24ung 2. Fühlt sich die Reichsregierung mit Rücksicht auf die bereits unternommenen Schritte zur Aufhebung der durch den Versailler Vertrag geschaffenen Ungleichslage endgültig befriedigt und ist sie der Meinung, ihre Stellung im europäischen Konzert wieder voll eingenommen zu haben, oder ist im Hinblick auf die sowohl in Europa selbst abgetretenen Gebiete wie auf die seinerzeitige Uebertragung der Kolonien an die Mandatsmächte mit künftigen Vorbehalten und aus diesen abzuleitenden weiteren Vertragsrevisionen und Aufhebungen zu rechnen?..„„ 60 3. Was sind hinsichtlich der Forderung zur Wiederherstellung kolonialer Gleichberech= tigung die genauen Wünsche der Reichsregierung? Wird auf die formelle Zurückgabe gewisser oder sämtlicher Kolonien Wert gelegt, oder würde sich die Reichsregierung mit der Ablösung anderer Mächte als Mandatsträgerin zufrieden geben? 1456 Baby=Ausstattungen spendeten die deutschen Beamtinnen zum Geburtstage des Führers anb Berlin, 23. April. Die weiblichen Mitglieder des Reichsbundes der deutschen Beamten haben dem Führer zum Geburtstag als Gabe für hilfsbedürftige und kinderreiche Mütter 1456 vollständig ausgestattete Babykörbe bzw.=bettchen, zur einen Hälfte in Blau für Buben, zur anderen in Rosa für Mädel mit ebenso vollständiger Erstlingsausstattung zum Geschenk gemacht. Die von den Beamtinnen in eigener fleißiger Arbeit angefertigte Spende stellt einen Wert von rund 80000 Reichsmark dar. Sie ist dem Führer mit einem künstlerisch ausgestatteten Begleitschreiben übermittelt worden, in dem es u. a. heißt: „Der so oft von Ihnen ergangene Ruf, daß jeder einzelne Volksgenosse seinen Teil dazu beitragen müsse, um die Wiedererstarkung unseres Volkstums und die Neugestaltung unseres Staates zu erringen, ist auch in die Herzen der deutschen Beamtinnen gedrungen und wird freudig befolgt. Die zur Zeit im Dienst befindlichen Beamtinnen gehören größtenteils der Kriegsgeneration an. Das Schicksal hat ihnen andere Aufgaben als die naturgegebenen der Hausfrau und Mutter zugewiesen. Um so glücklicher sind sie daher bei ihrem Dienst am Volk, auch die bisher vielfach brachliegenden fraulichen Eigenschaften zur Erfüllung andersgestalteter fraulicher Aufgaben einsetzen zu können. Ausgehend von dem Gedanken, daß die Uebereignung dieser Babykörbe an mittellose Mütter Ihnen, mein Führer, eine wirkliche Freude bereiten würde, bitten die deutschen Beamtinnen Sie herzlichst, dieselben als Geburtstagsgeschenk und zugleich als Ausdruck ihrer großen Liebe und Dankbarkeit entgegennehmen zu wollen.“ Was kr inn=Enh Wencheen! Drei tolle Geschichten aus der Meckerstube um eine berühmte Deutsche Im Irrtum befindet sich, wer da glaubt, die Meckerer und Miesmacher, die Gerüchtefabrikanten und Panikmacher seien in Deutschland nun endlich eines sanften gestorben— einfach eingegangen aus Mangel an Stoff. Mitnichten! Noch immer gibt es liebwerte Zeitgenossen, die, wenn schon selbst mit aller Macht kein dankbares Thema mehr für allgemeine Stimmungsbaisse zu finden ist, ein solches einfach höchstselbst aus dem Boden ihrer ebenso fruchtbaren wie schlechten Phantasie stampfen. So ist man denn in den Meckerstuben zur Zeit um ein Menschenschicksal sehr besorgt. Man munkelt und lispelt, hüstelt und guckt um sich, ob auch niemand in der Nähe sei, und teilt es seinem Nachbarn unter dem Siegel der Verschwiegenheit mit— was?! ...— nun,„Das schwarze Korps“ ist in der Lage, darüber Authentisches zu berichten: „Elly Beinhorn ist nicht mehr!" „Die Meinungen über ihre Todesart“, so entnehmen wir der Zeitung der Schutzstaffeln der NSDAP.,„gehen etwas auseinander, aber das Wesentliche, auf das es eigentlich ankommt, stimmt bei allen drei Versionen überein, daß sie nämlich tot ist. Ueber das Meer bei Warnemünde schwebt durch den herrlichen Tag ein rotes Flugzeug, das von Elly Beinhorn gesteuert wird. Zwar gluckst der Motor etwas; aber das kommt davon, daß Elly aus der Kiste mehr herausholt, als in ihr steckt Von Zeit zu Zeit blickt sie sich ängstlich um. Kein Wunder, wenn man in dem kleinen Köfferchen neben sich außer Puderquaste, zwei Schinkenbrötchen und dem Lippenstift noch die gesamten Pläne über das deutsche Flugwesen und technische Zeichnungen von Sturzbombern hat, die nicht nur geräuschlos mit 600 Kilometer dahinrasen, sondern auch keinerlei Betriebsstoff benötigen und überdies noch mit zwei Geschützen, 16 Maschinengewehren und einem Frigidaire versehen sind.„., T. 561 zm Gars. Plötzlich wird sie breich. Sie hat am Horizont eine Jagdstaffel entdeckt. Immer näher kommen die drei Flugzeuge... schon kann sie die erbarmungslos funkelnden Augen der Piloten sehen, die die Daumen am Drücker halten. Kimme, Korn. Elly!!!... Maschinengewehre knattern, der rote Apparat stellt sich auf den Kopf und rauscht ab... Gräßsich.— Ueber dem Festungsgebiet Auenstein in Ostpreußen schwebt ein Flugzeug. Es wird von Elly Beinhorn gesteuert. Zwischendurch klappert es unter ihrem Sitz. Das sind die Kassetten eines Photo=Apparates, mit dem Elly bereits die ganze Gegend geknipst hat, um die Aufnahmen gegen eine horrende Summe an das Ausland zu verkaufen. Ganz hoch schwebt sie. So hoch daß sie kein Geschoß erreichen kann, und in der Nähe der Grenze.„ nicht die geringste Gefahr besteht für sie. Plötzlich versagt die Maschine. Elly bekommt in den Beinen ein Gefühl, als ob sie eingeschlafen wären, und der Kreiselkompaß platzt. Elly fängt zu wanken an. Fühlt, wie ihr die Beine bis zur Brust leblos werden, und mit brechenden Augen denkt sie noch:„Ich bin von Todesstrahlen getroffen!" Der Apparat fängt an zu trudeln und geht ab. Zerschellt in tausend Scherben, davon 258 Stücke von Elly sind... Schauderhaft.—.. Guch--dam amst. In Celle in Hannover machen die Beyorven ernste Gesichter. Zwölf Reichswehroffiziere werden am Nachmittag wegen Landesverrats erschossen und mit ihnen— Elly Beinhorn. Sandhaufen. Davor dreizehn Pflöcke und vor jedem ein Todeskandidat. Elly bittet darum, ihr nicht die Augen zu verbinden. Sie will anscheinend endlich mit eigenen Augen sehen, wie sie zu Tode geschossen wird, nachdem sie von einem Bekannten schon gehört hat, daß sie bereits einmal in Flammen abgeschossen und ein anderes Mal mit Todesstrahlen heruntergeholt worDie Salve kracht. Mit den andern sinkt auch Elly über den Sandhaufen. Der Arzt stellt bei allen den Eintritt des Todes fest, bei Elly sogar zweimal. Himmelschreiend.—.84 zu, Und dabei lebt Elly Beinyorn trotz aller Gerüchte noch immer hoffentlich erleidet sie bei der Lektüre ihres fürchterlichen Schicksals nun nicht doch noch einen Schlaganfall.“ Sockel die Inschrift an mit Frankreich!" mit Farbe besudelt. 7#egracht:,„Nlel.. Außerdem war das Denkmal Leirehiriehführenden neiren Erseige meldet: Weiterer Vormarsch an der Südfront— Addis Abeba berichtet: Alle italienischen Angriffe abgeschlagen Dr. Goebbels spendet für das Dankopfer and Berlin, 23. April. Reichsminister Dr. Goebbels trug sich am Donnerstag nachmittag im Sturmlokal des Horst=Wessel=Sturmes in der Barnimstraße für das Dankopfer der######. Er wurde geleitet von Obergruppenführer von Jugow. Am Eingang des Sturmlokales, wo sich spontan eine zahlreiche begeisterte Menschenmenge eingefunden hatte, wurde der Berliner Gauleiter begrüßt von Brigadeführer Walch. Der Anfall nach der Parade am 20. April Ein Schüler seinen Verletzungen erlegen dnb Berlin, 23. April. Von den vier im Anschluß an die Truppenparade vom 20. April in der Berliner Straße in Charlottenburg verunglückten Schülern ist leider der siebenjährige Wolfgang Nowack im Krankenhaus Westend seinen Verletzungen erlegen.„„ Fomar schan Der Reichskriegsminister Generalfeldmarschau von Blomberg hat durch einen Offizier des Reichskriegsministeriums an der Bahre des ums Leben gekommenen Jungen einen Blumenstrauß niederlegen lassen. Ferner hat er den übrigen verunglückten Kindern, die sich nach Mitteilung der Stationsärzte alle auf dem Wege der Besserung befinden, Geschenke überreichen lassen. Ebenso haben der stellvertretende Kommandeur der 3. Panzerdivision mit seinem Adjutanten sowie ein Offizier im Auftrage des Panzerregiments 6 die Kinder im Krankenhaus besucht und sie durch kleine Gaben erfreut. Die Ursache des Unfalls wird zur Zeit noch untersucht. Wie bisher festgestellt wurde, ist der Unfall darauf zurückzuführen, daß die Kinder hinteren Zuschauerreihen vom Gehweg heruntergedrückt und dabei seitlich von den ausweichenden Kampfwagen erfaßt wurden. Das Brot der Nation gesichert Reichsminister Darré vor den Kreisleitern. anb Berlin, 23. April. Auf der Arbeitstagung der Kreisleiter in der Ordensburg Crössinsee sprach, der NSK. zufolge, am Mittwoch Reichsbauernführer Walter Darré. Er entwarf ein umfasendes Bild der deutschef. Ernährungslage und der nationalsozialistischen politik. Die ernährungspolitische Voraussetzung einer ungebundenen Politik ist durch die Agrarpolitik erfolgreich geschaffen worden. Wir haben in einer schwierigen Ernährungslage neuartige Maßnahmen mit einer nahezu verzweifelten Landwirtschaft nach der Machtübernahme ergriffen, die die NSDAP. einmal vor dem Urteil der Geschichte wird bestehen lassen. Ernährungskatastrophen werden wir in Deutschland unter dem Nationalsozialismus nicht wieder erleben. Deutschland wird durch Hunger nicht mehr in die Knie zu zwingen sein. Wenn wieder einmal wie im letzten Herbst, bei der Butter vorübergehend Marktschwierigkeiten auftauchen sollten, bleibt immer festzustellen: Es ist besser, Deutschland wird stark, als daß es fett wird. Die wiedergeschaffene Wehrhoheit wäre ohne die durch den Nationalsozialismus durchgeführte Ernährungssicherung in ihrem Wert sehr beschränkt worden. Darum galt die ganze Aufgabe dem Ziel, der politischen Führung den Brotkorb der Nation für alle Zukunft fest in die Hand zu geben.“ „Emden“=Offiziere in Washington and Washington, 23. April. Kapitän Bachmann und drei Kapitänleutnante vom deutschen Kreuzer„Emden“ statteten am Donnerstag dem amerikanischen Marineminister und dem Chef des Admiralstabes Besuche ab. Anschließend legten sie einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten nieder. Die Offiziere besuchten dann den deutschen Botschafter, der ihnen zu Ehren am Abend ein Essen gab, an dem die in Washinaton anwesenden amerikanischen Admiräle teilnahmen. dnd Rom, 23. April. Marschall Badoglio drahtet:„An der Somalifront setzt die libysche Division ihren Vormarsch fort. In Auflösung befindliche feindliche Gruppen versuchen vergeblich, sich längs der Karawanenweges von El Fud unserer Verfolgung zu entziehen. Eine Abteilung unter dem Kommando von General Vernet erbeutete eine aus 600 Kamelen bestehende Karawane, die Lebensmittel für die Truppen des Dedschas Abbebe Damto mit sich führte. Unsere Truppen bemächtigten sich ferner einer Anzahl von Kraftwagen mit SanitätsUnsere Abteilungen besetzten Scec Hose im Tal des Faf und Curati. Im Frontabschnitt von Borana erreichten unsere Dubat=Abteilungen, unterstützt von der unterworfenen Bevölkerung des Gebiets, die von El Dere, westlich von Ualca Marre. Abessinische Abteilungen wurden in die Flucht geschlagen. Unsere Luftwaffe hat auf allen Abschnitten der Somalifront die feindlichen Stellungen wirksam mit Bomben belegt. Von der Eritrea=Front liegen keine wichtigen Nachrichten vor.“ dnb Addis Abeba, 23. April. folgen der abessinischen Streitkräfte spricht. Nach diesem Bericht Nasibus ist es den Abessiniern angeblich gelungen, den Italienern in der Schlacht bei Danane schwere Verluste beizubringen. Nasibu meldet, daß alle Angriffe der Italiener abgeschlagen worden seien. Die Gegner hätten dabei mehrere tausend Tote gehabt. Ferner wird von abessinischer Seite eine Meldung bekanntgegeben, die zum mindesten überrascht. In dieser Meldung heißt es, daß die Galla=Stämme die sich im italienischen Vortrupp beim Marsch auf Dessie befanden, jetzt wieder mit den Abessiniern gemeinsame Sache machten. Die Gallas, die ihre Wohnsitze zum Teil in der Danakil=Wüste, zum Teil im Wollo=Gebiet haben, sollen nach dieser Meldung die italienischen Truppen in und um Dessie angreifen. Die Lage an der Nordfront ist immer noch unverändert. Die Reorganisation der abessinischen Armee schreitet täglich fort. Auch hier sollen zwischen Scholamoda etwa 40 Kilometer füdlich von Dessie, und Dessie selbst stärkere italienische Angriffe abgewiesen worden sein. An der Südfront werden die italienischen BeweVon abessinischer Seite wird ein Bericht von der gungen stark durch schlechte Wetterverhältnisse beeinSüdfront verbreitet, in dem General Nasibu von Er= trächtigt. „Eine neue frireiche den wird herannahen Amtlicher Besuch des polnischen Ministerpräsidenten in Budapest Trinksprüche auf die polnisch=ungarische Freundschaft Feierstunden in pilauund Königsberg Endspurt im Reichsberufswettkampf and Pillau, 23. April. Am Donnerstag, 11.30 Uhr, lief der Dampfes „Hansestadt Danzig“ mit den Teilnehmern des Reichsberufswettkampfes an Bord in Pillau ein. Vor der Anlegestelle, von der HJ.=Fahnen und Grußtransparente grüßen, haben die Abordnungen der Verbände mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Um 12 Uhr meldete Oberbannführer Hering dem Gebietsführer Ostland die Eröffnung der Feierstunde zum Empfang der Wettkampfteilnehmer. Nachdem Bürgermeister Dr. Caspar (Pillau) den Wettkämpfern den Willkommsgruß der Stadt entboten hatte, sprach Landrat Graf von der Schulenburg die Hoffnung aus, daß sich die Teilnehmer des Wettkampfes auf ostpreußischem Boden wohl fühlen möchten. Anschließend gab Stadtschulrat Dr. Ulrich einen kurzen Abriß der ostpreußischen Geschichte und zeigte, daß Ostpreußen von jeher ein deutsches Land gewesen sei und daß es sich schon lohne, zu kämpfen. Im Namen des Gauleiters begrüßte abschließend Gebietsführer Boeckmann den Schöpfer des Reichsberufswettkampfes, Obergebietsführer Axmann, und die Vertreter der Verbände und Behörden, insbesondere Gruppenführer von Walthausen vom RSKK., Brigadeführer Adam und SS.=Oberführer Rock. Mit der Führerehrung und den Nationalliedern wurde die Feierstunde beendet. dnb Königsberg, 23. April. Am Donnerstag abend wurde der Reichskampf im Reichsberufswettkampf im Königsberger Schloßhof mit einer Kundgebung feierlich eröffnet. Die 767 Teilnehmer aus allen Gauen Deutschlands, die Prüfer, Ehrenabteilungen der Wehrmacht, der Polizei, der SA., SS., des RSKK. und der HI. marschierten in den Schloßhof ein, der von dichten Menschenmassen umsäumt war. Unter den Ehrengästen bemerkte man den Kommandierenden General des I. Armeekorps, General der Artillerie von Brauchitsch. In Vertretung des Gauleiters Koch verlas der Gauwalter der DAF., Duschön, die Ansprache des Gauwalters, in der dieser die Jungarbeiter aufforderte, sich immer der großen Vorbilder in der deutschen Geschichte bewußt zu sein und ihnen nachzueifern. Fanfaren verkündeten dann die feierliche Eröffnung des Reichskampfes. Die Nationalhymnen beschlossen den Festakt. Tiefer Winter im Erzgebirge dnb Kipsdorf, 23. April. Nachdem es im östlichen Erzgebirge seit Sonntag mit kurzen Unterbrechungen geschneit hatte, setzte in der Nacht zum Donnerstag erneut ein heftiges Schneetreiben ein, das den ganzen Tag über anhielt. In den Abendstunden trat ein kurzes Gewitter auf. Die Waldungen zwischen Zinnwald, Oberbärenburg und Rehefeld, sowie an der böhmischen Grenze sind tief verschneit. Die Waldwege sind kaum passierbar, und die Verkehrsstraßen sind nur mit Vorsicht befahrbar. In den Gärten haben die Nachtfröste vielfach Schähe angerichtet. Die Landschaft hat einen völlig winterlichen Charakter angenommen. Kurz=Nachrichten Empfänge beim Führer. Der Führer und Reichskanzler empfing am Donnerstag den Inspekteur des Sanitätswesens der faschistischen Miliz, Professor Dr. Attilio Catterina, Ordinarius für Chirurgie an der Universität Genua, der am Chirurgenkongreß in Berlin teilgenommen hat, ferner den deutschen Gesandten in Addis Abeba, Dr. Kirchholtes. Antrittsbesuch des neuen deutschen Botschafters in Paris bei Flandin. Der neue deutsche Botschafter in Paris, Graf Welczek, hat am Donnerstag dem französischen Außenminister Flandin seinen Antrittsbesuch gemacht. Dem Präsidenten der Republik wird Graf Welczek sein Beglaubigungsschreiben Laufe der nächsten Woche überreichen. dnb Budapest, 23. April. Der polnische Ministerpräsident Koscialkowski ist am Donnerstag mittag in Begleitung des Unterstaatssekretärs im Warschauer Landwirtschaftsministerium Raczynski sowie mehrerer höherer Beamter des Außenministeriums und der Protokollabteilung zu einem dreitägigen amtlichen Besuch bei der ungarischen Regierung hier eingetroffen. Der polnische Ministerpräsident wurde auf dem Bahnhof vom Ministerpräsidenten Gömbös, sämtlichen Mitgliedern des Kabinetts, dem Oberbürgermeister von Budapest und den Spitzen der Militär= und Zivilbehörden feierlich empfangen. Ministerpräsident Der polnische legte gleich nach seinem Eintreffen einen Kranz am ungarischen Heldendenkmal nieder. Nachmittags stattete der polnische Ministerpräsident dem Reichsverweser Horthy dem Mide #iteerennren. vem beichrbetwes, 9 9113%, Vmgg nisterpräsidenten Gömbös und dem Außenminister von Kanya Besuche ab. Ministerpräsident Gömbös überreichte dem polnischen Ministerpräsidenten die Insignien des Großkreuzes des Ungarischen VerdienstAm Abend gab der ungarische Ministerpräsident Gömbös zu Ehren des polnischen Gastes ein Essen. In seinem Trinkspruch gedachte Gömbös der vielen gemeinsamen Kämpfe, die die beiden Nationen in den veriderten zum Schutze Euro ition auszufechten hatte daß es nie ernstere Gegensätze zwisch beiden Völkern gegeben habe. Die polnische und die ungarische Nation seien immer in der Liebe zur Freiheit einig gewesen. Die Freiheitshelden der einen Nation hätten bei der anderen immer freundliche Unterstützung und Aufnahme gefunden.„Dieses Gefühl der Solidarität“, so fuhr der Ministerpräsident fort,„lebt auch heute noch im Herzen des Ungarntums, das die Auferstehung Polens mit aufrichtiger Freude begrüßt. Obwohl die Wunden der nahen Vergangenheit noch nicht geheilt sind und sich am Himmel Europas neue Wolken türmen, so will ich doch glauben, so schloß der ungarische Ministerpräsident, daß diese nicht den Anbruch neuer kriegerischer Zeiten ankündigen wollen, sondern das Herannahen einer neuen friedlichen Zeit, in der die neue auf Gerechtigkeit beruhende europäische Zusammenarbeit entstehen wird, welche jeder Nation den ihr in der Familie der Völker gebührenden Platz sichert.“ Ministerpräsident Koscialkowski dankte für den warmen Empfang und hob ebenfalls die gemeinsame Rolle hervor, die die beiden Nationen im Laufe der Geschichte in der Verteidigung der westlichen Kultur im gespielt haben. Das auferstandene Polen wolle diese kostbare Erbschaft sorgfältig hüten. Polen und Ungarn glaubten an die Konsolidation Europas. Sie seien fest überzeugt, daß diese nur verwirklicht werden könne, wenn alle Staaten jene selbstverständliche Wahrheit erkannt hätten, daß die für ein Land lebenswichtigen Fragen nicht ohne seine Teilnahme und Zustimmung verhandelt und gelöst werden könnten. Nur unter dieser Bedingung könne das für die friedliche Zusammenarbeit der Völker unerläßliche Vertrauen wiederhergestellt werden. Polen und Ungarn könnten glücklich feststellen, daß sie in ihren gegenseitigen Beziehungen immer von größtem Vertrauen und aufrichtiger Verständigung erfüllt gewesen seien. Sie bildeten somit in diesem Teile Europas ein bedeutendes Element der Stabilität und des Gleichgewichts. Reichsehrenmal Tannenberg Das Kuratorium prüft die Pläne für die Ausgestaltung des Geländes and Berlin, 23. April. Am 22. April hielt das von dem Reichsminister des Innern einberufene Kuratorium für das Reichsehrenmal Tannenberg unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Pfundtner seine erste Sitzung ab; erschienen waren außer den beteiligten Behördenvertretern und Sachverständigen der Kommandierende General des ersten Armeekorps, General der Artillerie von Brauchitsch, für den verhinderten Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen Vizepräsident Bethke und Ministerialdirektor Dr. Vollert vom Reichs= und Preußischen Ministerium des Innern. In eingehender Aussprache und anschließender Besichtigung wurden die Pläne für die Ausgestaltung des umliegenden Geländes und für die Verlegung der Reichsstraße nebst Zufahrtsstraßen geprüft. Die Arbeiten an der Reichsstraße werden sofort, die anderen Arbeiten demnächst in Angriff genommen. Schändung eines Gefallenendenkmals im Pariser Justizpalast dnd Paris, 23. April. Am Donnerstag nachmittag ist von unbekannten Tätern das Denkmal für die gefallenen Kriegsteilnehmer aus dem Justizdienst im Pariser Justizpalast verstümmelt worden. Das Schwert, das die Denkmalsgestalt in der Hand hält, wurde zerschlagen und am Die Vertrauensräte im Saargebiet. Durch ordnung vom 17. April 1936 sind nunmehr auch die Vorschriften des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit über Vertrauensräte und über Betriebsordnungen im Saarland in Kraft gesetzt, so daß jetzt Saarland das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit in vollem Umfange gilt. „Graf Zeppelin“ in Sevilla gestartet. Nach einem Aufenthalt von zehn Stunden in Sevilla setzte das Luftschiff„Graf Zeppelin" um 16.20 Uhr MEZ. seine Heimreise nach Deutschland fort. Das Strafmaßnahmen gegen das„Memeler Dampfboot“. Das„Memeler Dampfboot“ und die im gleichen Verlag in litauischer Sprache erscheinende„Lietuvischka Ze tunga“ sind auf Befehl des Memeler Kriegskommandanten zu je 5000 Lit(etwa 2100 Reichsmark) Strafe oder bei Nichteintreibung Verurteilung der verantwortlichen Redakteure zu entsprechender Gefängnishaft bestraft worden, weil die Blätter hetzerische Artikel verbreitet hätten. Unfall des französischen Generals Niessel. Niessel, der früher Mitglied des Obersten französischen Kriegsrats war, wurde am Mittwoch bei einem Aut unfall verletzt. Er erlitt schwere Quetschungen am und mußte vorübergehend in ein Krankenhaus übergeführt werden. Weitere polnische Kommunisten ins lager eingeliefert. In das Konzentrationslager von Bereza Kartuska(Polen) wurden am Donnerstag wei tere 39 kommunistische Agitatoren eingeliefert. Hauptschriftleiter: Dr. Paul 2 treter: Hans Schulte. Verantwortl. Sgnczagz#nd Stadttellei Volates: Dans Schulte Ku Dr. Josef Sch terichs(abwesend) Sea## itwortl. s. Politik: Rud. Fer At und Stadtteile: Adolf Peddingvang, 9 Sc c. A ggetir und gch Dr. Josef Suwermann, Wirzsoaft; Friz, Gerichtsvienst und Briefrasten: Mar wleget.„änzsch Hans Hornderg, Anzeigen: Kurt Higgg##### v Vosarizporss Böndosstraße 19 Anrus Karlsdorst G3tu. Berlin=Nage oori,„Herfregungg# mpe“ Herliu; Berliner unzeigenvertrezung:„F. w. wem';, Szeinplat Charlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf O##i 6813. Verlag und Druck: Laupenmüblen 8 Jiz, gr.6 Bochum, Ruf 67551, 52 53.— Zur Zeit ist Preisz, Sprechgültig, Nachlaßstafsel B.— DA III. 36 über 26 500. T4 und Panpstags Schriftleitung wochentags, außer Mitwou, ain. von 16 bis 17 Uhr. Für unverlantgie##g, sendungen keine Haftpflicht. Rücksendung nur dei Rua##. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Nr. 96; Bochumer Anzeiger Freitag, 24. April 1936 Dankopfer der Nation— Lausteine sur ern Fütter zum 22. Mai liegen bei Bochumer SA.=Stürmen die Ehrenlisten für die Einzeichnung in das Kampfbuch der SA. auf Bochumer Nachrichten Geschichten vom Maiabendfest Wer pumpt mir einen Frack?— Der„alte Pursche“ Wieder liegen die Einzeichnungslisten auf, wieder geht das Trommlerkorps durch die Straßen, und wieder nähert sich der Tag des Auszuges der Maischützen. Und aus diesem Anlaß seien einige lustige Schnurren erzählt, wie sie sich früher, nach dem Bericht eines gewissenhaften Chronisten, ereigneten.. Mgisch-eem feit Die weiße Schützenhose ist bei den Maischutzen seit über einem Jahrhundert Tradition. Dazu bürgerte es sich im vorigen Jahrhundert ein, daß Fähnriche und Offiziere im Frack erschienen. Nun hatte aber nicht jeder einen solchen, und so machte die Beschaffung dieses „Möbels“ immer allerhand Schwierigkeiten, und und Anzugverleiher hatten zum Maischützenfest stets Hochbetrieb. Wo sich aber keiner mehr auftreiben ließ, da wußten sich die Schützen auch zu helfen, indem sie einfach ihre Rockkanten nach hinten umschlugen und verhängten und so einen Frack„vortäuschten: Wie sehr man aber darauf versessen war, einen Frack zu Wir machen unsere Leser auf die morgen escheinenbe 28 Seiten starke Sonderbeilage „Zwischen Schacht und Hütte“ aufmerksam An der Dienststelle eines Sturmes der Das Kampfbuch der SA., das in der Morgenstunde des Donnerstags in allen Gruppen, Standarten und Stürmen der SA. aufgelegt wurde, soll nicht erzählen von dem Kampf der SA. um die Erneuerung des Reiches, sondern von der Liebe der Nation zum Erneuerer Deutschlands, von der unverbrüchlichen Treue zum Führer der nationalsozialistischen Bewegung im Kampf um das Dritte Reich, zum Führer des nationalsozialistischen Deutschlands, der seinen Dank an die Alte Garde der SA. in die Worte kleidete:„Alles, was Ihr seid, seid Ihr durch mich; alles, was ich bin, bin ich durch Euch!“ Dem Aufruf des Stabschefs Lutze am 47. Geburtstage Adolf Hitlers zu einem neuen großen Opferwerk des deutschen Volkes, zu einem alljährlichen Dankopfer der Nation, ist gestern die Opfertat gefolgt. Jeder Volksgenosse darf nach der Einzeichnung in die Ehrenliste, und sei es auch nur mit einem Betrag, das Bewußtsein in sich tragen:„Ich habe dem Erneuerer des Reiches mit meinem Opfer einen kleinen Teil meines unermeßlichen Dankes abgetragen und damit dem Führer einen neuen Baustein für seine weitere Arbeit aus freiem Entschluß in die Hand gegeben. Ich habe mit meiner Einzeichnung in das Kumpfbuch der SA. ein Bekenntnis abgelegt für den Führer und die von ihm geschaffene nationalsozialistische Weltanschauung!“ Es würde zu weit führen, hier alle Einzeichnungsstellen der einzelnen Bochumer Stürme aufzuführen. Die Stürme selbst haben ihre Einzeichnungsstellen so schön und würdig ausgestaltet und auch äußerlich durch Transparente gekennzeichnet, daß sie niemand„übersehen“ kann. Auf der Kortumstraße zeigt beispielsweise ein quer über die Straße gespanntes Transparent an, daß sich in der Standarte 17 selbst die Einzeichnungsstellen für die Stürme 1, 2, 3, 41 und für den Nachrichtensturm befinden. Die geschmackvolle Ausschmückung in der Standarte läßt erkennen, daß der große Raum, der die Dienstzimmer der einzelnen Stürme Aufnahmen: 1 O. P. Brandt, 1..-Muthherr Standarte 17. Der Einzeichnungstisch beim Reitersturm 6/67 im Tattersall. beherbergt, bis zum 22. Mai nicht nur Dienst= sondern auch Festraum ist. Von vormittags 9 bis abends 20 Uhr liegen die Einzelzeichnungslisten der genannten Stürme hier auf, und man konnte erfreulicherweise feststellen, daß bereits am ersten Tage die fortlaufende Nummer eine dreistellige Zahl geworden ist. Der SA.=Reitersturm 6/67 hat die Ehrenliste für die Einzeichnung in das Kampfbuch der SA. in einem für diesen Zweck besonders schön und würdig ausgestatteten Raum der Wirtschaft „Zum Tattersall“ aufgelegt. Die Wände sind mit prächtigem Grünschmuck verkleidet, der Tisch, auf dem die Liste liegt, ist von Lorbeerbäumen und zwei Reiterstandarten flankiert. Um möglichst viele Volksgenossen an den Ort der Einzeichnung zu bringen, wird allsonntäglich von 10.30 bis 1 Uhr das Trompeterkorps der Standarte am Tattersall konzertieren, gleichzeitig finden im Tattersall fortwährend reiterliche Vorführungen statt. Gewunig ii del=Girdm del nach den ungewöhnlich starken Niederschlägen „Eine Sechser, bitte!“ Ich habe mal einen Artikel gelesen über Menschenkenntnis nach dem man aus dem Gang, der Sprache, den Gesichtszügen auf die Eigenschaften eines Menschen schließen kann. Das mag ja stimmen, aber weshalb soll ich jemandem nachlaufen, nur um seinen Gang kennenzulernen, und wenn ich stundenlang in sein Gesicht schaue, wird er mich höchst befremdend anschauen und mit dem Finger auf die besagte Stelle an der Stirn tippen. Und ihn zum Sprechen auffordern, geht schon gar nicht oder höchstens mit List. Bei dieser Beobachkung gibt es also einige technische Schwierigkeiten, aber ich bin auf einem anderen Wege zum Ziel gekommen. Ich ging zum Postschalter, um mir eine Freimarke zu kaufen, und da ich nicht der einzige war, der... so mußte ich mich hübsch anschließen. Wie ich die vielen Menschen, die Freimarken verlangen, höre, fällt es mir plötzlich ein: von zehn Menschen verlangen bestimmt sieben auf verschiedene Weise die Marken, und da könnte man doch... Dort der Herr zum Beispiel im Gummimantel mit dem schmalen, scharfen Gesicht:„Eine Achter!“ Das klingt ruhig, aber fest, der weiß sicherlich, was er will. Dann die kleine, rundliche Frau:„Eine Marke zu acht!“ Sie nimmt es von der gemütlichen Seite, ohne Aufregung, freundlich... Ein junges Mädchen:„vier 12er!“, ein wenig schnippisch, sie ist sicherlich an den Verkehr mit Menschen gewöhnt... Eine Frau in mittleren Jahren verlangt:„sechs 121“, warum nur dieses„“, ich muß dann immer gleich an„Retour=Billet“ denken, sie wird sicher am Fahrkartenschalter ein„Revour=Billet" nach Essen verlangen. Der letzte vor mir ist ein Mann von vielleicht 40 Jahren, mit klugem, festem Gesicht:„zehn 12er, bitte!“ isch selbst wollte auch sagen:„eine Sechser“, aber weil das so höflich, aber klar und bestimmt klingt, verlangte ich auch:„Eine Sechser, bitte!" Am Turbinenwerk zwischen Stiepel und Welper gleicht das Tal mehr einem See. erhalten, beweist folgende lustige Geschichte zweier Maischützen, denen der Vater kein Geld zum Kauf eines Frackes bewilligte. Da beschloß der eine von ihnen, den Papagei zu verkaufen. Er schlich sich zum Vogelbauer, um das gute Tier schändlichst zu versetzen. Sein Erstaunen war groß, als er feststellte, daß der Kasten leer war. Sein Bruder wat bereits auf diese Idee verfallen und hatte den Papagei versetzt, um sich von dem erhaltenen Geld einen Frack zu besorgen. Mit den Waffen erging es den Schützen vielfach nicht anders. Auch sie mußten oft ausgeborgt werden, wovon eine Anzeige aus dem Jahre 1842 noch Zeugnis ablegt.„Ein schöner Offiziersdegen ist zum Maiabendfest auszuleihen oder billigst zu verkaufen“, heißt es da. Heute ziehen unsere Schützen mit den Holzgewehren aus, die sich Ende des vergangenen Jahrhunderts einbürgerten. Die blauweißen Mützen, ohne die wir uns heute die Schützen gar nicht mehr vorstellen können, hat es in den Anfängen des Auszuges auch noch nicht gegeben. Da zog man im blauen Kittel und in ledernen Hosen nach Bockholt und trug eine einfache schwarze Seidenmütze. 1888 wurden die blauweißen Mützen erst eingeführt; sie feiern also in zwei Jahren ihr„50.“. Der„alte Pursche“ war vor 50 Jahren der Kapellmeister der Bochumer Maischützenkapelle. Er führte den Namen eines„Kaiserlich=Russischen Divisions=Kapellmeisters". Er hatte die Spezialität, jedem Junggesellenhauptmann einen eigenen Marsch zu komponieren. Er hielt auf allen Festen immer wacker bis zum Schluß aus. Vor dem 548. Maiabendfest Heute 1. Gruppenabend der Junggesellenkompagnie Die Junggesellen Bochums werden auf den heute abend 8 Uhr im Saale Hahnefeld an der Hermannshöhe stattfindenden 1. Gruppenabend der Junggesellenkompagnie zum bevorstehenden Maiabendfest hingewiesen. Für die Junggesellenschützen läuft am Sonntag, 26. April, vormittags 11.30 Uhr, im Ufa=Palast, der große Maiabend=Film der Stadtverwaltung mit Beigabe des Films über die Ereignisse des Jahres 1935 in der Bochumer Stadtgeschichte. Wahlplakate entfernen! Eine Bitte des Polizeipräsidenten Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: „Die Reichstagswahl ist siegreich beendet! Es dürfte nunmehr an der Zeit sein, alle Plakate, die noch auf die Wahl hinweisen, von den Hauswänden, Mauern und Zäunen usw. zu entfernen. Ich richte hiermit an die Bevölkerung meines Präsidialbereichs diese Bitte und erwarte, daß die Wahlpropagandaanschläge in kürzester Zeit entfernt sind.“ Die Feuermelder wieder in Betrieb Durch das Unwetter am Samstag und Sonntag waren bekanntlich alle Feuermeldeanlagen zerstört worden. Den angestrengten Arbeiten der Feuerlöschpolizei ist es inzwischen gelungen, die Anlagen wieder gebrauchsfähig zu machen. Es ist aber noch mancherlei zu tun, um alle entstandenen Schäden restlos zu beseitigen. Doch auch das wird in dieser Woche noch gelingen. Mansarden und Speicher sichern! Vom 20. bis 22. April sieben Mansardenzimmer durch Nachschlüssel geöffnet und beraubt Am 21. April wurden durch unbekannte Täter in dem Hause Fürstenstraße 58 drei Mansardenzimmer mittels Nachschlüssels geöffnet; aus einer Mansarde wurden folgende Sachen entwendet: 1 dicker HertenWintermantel mit Riegel(Marengo), Größe 50 bis 52, 1 blauer in sich gestreifter Herrenanzug, Größe 50 bis 52, 1 schwarzgrauer in sich gestreifter Herrenanzug, Größe 50 bis 52, 1 schwarzgrauer Herrenanzug(Fischgrätenmuster), Größe 50 bis 52 und ein Handkoffer aus Vulkanfiber, Größe 60850 Zentimeter, braun. In der Zeit vom 20. bis 22. April wurden in dem Hause Alexandrinenstraße 16 von unbekannten Tätern vier Mansardenzimmer mittels und folgende Sachen entwendet: 2 Plumeaus, Größe etwa 1108120 Zentimeter, 1 brauner Lederkoffer, Größe ..-Muthherr An der Flußbadeanstalt in Linden=Dahlhausen ist die Breite des Rätselhafte Erkrankungen Die Herzmiegelbung Nierenentzündungen, Gelenkrheumatismususw., läßt sich oftschwer die Ursache feststellen. Nur durch Zufallstellt sich dann häufig heraus, daß die Zähne der eigentliche Krankheitsherd sind. Kranke Zähne vergiften nämlich den Körper, sobald durch sie Krankheitserreger in den Blutkreislauf gelangen. Beweist dies nicht, wie gefährlich es ist, wenn man die Pflege der Zähne vernachlässigt? Jeden Abend und Morgen Chlorodont-das sollie deshalb für alle zur Selbstverständlchteit werdeni Zulöhlorodont dart man ostrolt Vertnaut untn. Seite 4 Nr. 96/ Bochumer Anzeiger7 Freitag, 24. April 1936 etwa 90X50 Zentimeter, und 1 brauner Musterkoffer aus Leder, Größe 50X35 Zentimeter. Wer kann zu diesen Diebstählen Angaben machen? Zweckdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 245. In diesem Zusammenhange wird das Publikum gebeten, Mansarden= und Speicherzimmer gut zu sichern und verdächtige Personen der Polizei zu melden. Neues aus Bochum Bald wild garnicht meii gehart Verkehrsdisziplin in Bochum schon besser— Schärfere Maßnahmen gegen noch vorhandene Unbelehrbare „Am Weitkamp“,— ein neuer Straßenname in Bochum. Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters der Stadt Bochum hat der Polizeipräsident in Bochum dem Weg, der von der neuen Straße„Am Holtkamp“ abzweigt, und zunächst in östlicher Richtung parallel zur Neuling= straße verläuft und dann in einem Bogen nach Süden zu auf die neue Straße„Roomersheide“ in Bochum mündet, den Namen„Am Weitkamp“ gegeben. Bochum in Berlin unbekannt? Die Großstadt Bochum scheint in verschiedenen Gegenden Deutschlands noch völlig unbekannt zu sein. Diese Feststellung haben wir schon des öfteren machen müssen. Jetzt erhalten wir hierzu einen neuen Beweis. Auf verschiedenen Bahnhöfen, so auch auf dem Bahnhof Bochum=Nord, hängt eine von der Reichsbahnzentrale in Berlin für den Reiseverkehr herausgegebene Wanderkarte, die sich „Deutschland, das schöne Reiseland" betitelt. Auf dieser Karte sind die bedeutendsten Orte Deutschlands angegeben, und zwar von unsern Nachbarstädten auch Dortmund und Essen. Hingegen sucht man Bochum vergeblich auf dieser Karte. Die Hersteller dieser Karte haben wahrscheinlich von der Bedeutung Bochums, das erst kürzlich durch den Guß der Olympiaglocke selbst in den entlegensten Teilen des Erdballs bekannt geworden ist, noch nichts erfahren. Oder sollte man Bochum absichtlich übergangen haben? Unfallchronik. Der Lehrling Heinz W. OskarHoffmann=Straße 34, wurde auf seiner Arbeitsstelle durch flüssiges Schmiedeeisen an den Füßen verletzt und mußte mit erheblichen Brandwunden dem Krankenhause zugeführt werden.— Der Werkshilfsarbeiter Hermann., Castroper Straße 74, stürzte von einer Leiter und erlitt Rippenbrüche und Beinverletzungen. Er mußte ins Augusta=Krankenhaus gebracht werden.— Von einer Gerüstbohle getroffen wurde beim Abladen der 42jährige Platzarbeiter Wilhelm Sch., Johanniterstraße 7. Die erhaltenen Verletzungen machten die Ueberführung ins Elisabeth=Hospital erforderlich.— Der 17jährige Dreherlehrling Otto Kl., Vereinsstraße 10, kam durch Fall auf seiner Arbeitsstelle schwer zu Schaden. Er wurde ins Augusta=Krankenhaus gebracht, wo außer einem Fußbruch Quetschverletzungen festgestellt wurden.— Der Revaraturschlasser Walter., AlsenDer Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Die seit einem halben Jahre durchgeführten Maßnahmen zur Bekämpfung des unnötigen Hupenlärms haben zu einer wesentlichen Verminderung des Verkehrslärms geführt, und die Abwicklung des gesamten Verkehrs sicherer gestaltet. Letzteres wird am besten durch den Rückgang der Verkehrsunfallziffern innerhalb des Stadtgebietes und eine wesentliche Besserung der Verkehrsdisziplin aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Fußgänger, bewiesen. Die Maßnahmen werden weiter durchgeführt und so verschärft, daß in einiger Zeit das Abgeben von Warnungssignalen innerhalb des Stadtgebietes völlig unterbleibt. Daß dies möglich ist, haben schon viele Kraftfahrzeugführer durch monatelanges hupfreies Fahren innerhalb des Stadtgebietes praktisch unter Beweis gestellt. Viele Kraftfahrzeugführer haben sich allerdings bis heute trotz zahlreicher Hinweise und Ermahnungen von dem Abgeben unnötiger Warnungssignale noch nicht bekehren lassen. Ob es sich hierbei um übervorsichtige oder unbelehrbare Fahrer handelt, ist nicht festzustellen. Den Uebervorsichtigen sei aber gesagt, daß durch Signalgeben eine Verkehrsgefahr nicht beseitigt werden kann. Verkehrsgefahren kann allein durch vorsichtiges und langsames Fahren vorgebeugt werden. Es ist auch nicht notwendig, daß innerhalb des Stadtgebietes jede Ueberholung durch reichliche Signalabgabe eingeleitet wird. Die zu überholenden langsamen Verkehrsteilnehmer müssen ständig mit dem Ueberholtwerden rechnen, und ihr Verhalten dementsprechend einrichten. Die Unbelehrbaren wird die Verkehrspolizei in der nächsten Zeit unter die Lupe nehmen und, nachdem alle Hinweise und Ermahnungen wenig gefruchtet haben, mit schärferen Mitteln zum sachgemäßen Fahren erziehen. Ansteckende Krankheiten 5 Paratyphus= und 4 Genickstarre=Erkrankungen## Bochum.— Scharlach und Diphtherie fordern vielOpfer. bielz Das Institut für Hygiene und Bakteriologie zu Gellen. kirchen berichtet über den Stand der ansteckenden Kranz. heiten im Ruhrkohlengebiet in der Zeit vom 1. März vi# 28. März 1936(4 Wochen): Maz I6 Nach amtlicher Feststelrochen) 1. Unterleibstvphus lung sind in der diesmaligen Berichtszeit(4 Mochen) 8 Erkrankungen an Unterleibstyphus zu verzeichnen, wäß. rend im Vormonat(4 Wochen) sich 9 Erkrankungen und 2 Todesfälle ereigneten. Eine Erkrankung in Herne; kein Todesfall. 2. Paratyphus: Im Ruhrkohlengebiet kamen dies. in Paratyphus vor, von denen 5 auf mal 9 Erkrankungen an Paratyphus vor, von denen 5 auf Bochum und je 1 auf Hagen, Essen, Mülheim(Ruhr) und Gelsenkirchen treffen. Todesfälle sind nicht gemeldet. 3. Nabrungsmittelvergistzungen: Außer den Paratyphuserkrankungen sind noch 2 Erkrankungen aus Dulsburg und 1 Ertrantung aus Oberhausen an Nahrungsmittelvergistung vorgekommen. 4. Ruhr: Die Zahl der Erkrankungen an Ruhr dat in der Berichtszeit 7 und 1 Todesfall betragen(im Vormonat 1 Erkrankung und keine Todesfälle). In Bochum kein Fall. Albendiagung der Bochamer=Schiosserinnung wurben.— Der niepalraturschlösser Waller., alsenstraße 13, erlitt durch einen Arbeitsunfall erhebliche Kopfverletzungen.— Ebenso wurde der Hammergehilfe Friedrich., Adolfstraße 46, in Ausübung seines Berufes schwer verletzt.— Der Metallsäger Bernhard., Malteserstraße 16, wurde durch einen auf ihn fallenden Eisenblock verletzt. Alle drei wurden dem Elisabeth= Hospital zugeführt. Schwerer Sturz mit dem Fahrrad. Ein Radfahrer befand sich am Mittwoch mittag auf der Fahrt zu ner Dienststelle, als plötzlich auf der Friederikastraße der Vorderreisen platzte. Der Radfahrer kam schwer zu Fall und erlitt neben einer Stirnverletzung einen Bruch der rechten Hand und Beinverletzungen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. In der Senkung festgeraten. Als gestern morgen ein Kohlenfuhrwerk die Rosenstraße befuhr, sank an einer Stelle, die anscheinend unterspült und ausgehöhlt war, das Hinterrad des Wagens ein. Es entstand ein diefes Loch, aus dem der Wagen nur mit Hilfe der Feuerlöschpolizei befreit werden konnte. Der Bodenschaden wurde beseitigt. Ladendiebin und andere Rechtsbrecher festgenommen. Festgenommen wurden: eine weibliche Person wegen Ladendiebstahls, eine männliche Person wegen Diebstahls, eine männliche Person wegen Betruges, zwei männliche Personen auf Grund eines Haftbefehls und eine männliche Person wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Die am Donnerstag abend in der„Uhle" abgehaltene Vierteljahrsversammlung der Bochumer Schlosserinnung war eine Arbeitstagung besonderer Art, da in mancherlei Hinsicht Grundlegendes für die Arbeit des kommenden Geschäftsjahres besprochen und auch beschlossen wurde. Zunächst gab Geschäftsführer Dr. Grünewald nach der Besprechung innungseigener Angelegenheiten einen ausführlichen Verwaltungsbericht über das abgelaufene Rechnungsjahr 1935, in dem er die im Zuge der organisatorischen Entwicklung der Schlosserinnung erzielten Leistungen kurz würdigte und die großen Bemühungen um die Förderung der Arbeitsbeschaffung für das Bochumer Schlosserhandwerk, um die Pflege des Nachwuchses und um die fachliche Fortbildung des Berufsstandes eingehend wertete. Die Innung zählt in den Stadtkreisen Bochum Wattenscheid 60 und Walk=nsche## 60 Mitglieder, die nach Zusammenlegung mit den Innungen von Herne und Castrop=Rauxel 85 Mitglieder haben dürfte. wurden dann die Werbemaßnahmen des Reichsinnungsverbandes des Schlosserhandwerks behandelt, die in diesem Jahre geplant sind und demnächst zur Veröffentlichung kommen. Die diesjährige Reichstagung findet in den Tagen vom 2. bis zum 4. Juni in Heidelberg statt. Auch Bochum wird durch eine Abordnung vertreten sein. Für das Jahr 1937 haben Stadtverwaltung und Innung den Reichsinnungsverband nach Bochum geladen. Nach einem Bericht des Obermeisters Wicking über die in Duisburg abgehaltene Obermeistertagung der Bezirksstelle von Rheinland und Westfalen verbreiteten sich der Vorsitzende des Gesellen=Prüfungsausschusses, Ködding, und Lehrlingswart Flasche über den Verlauf der Gesellenprüfung, die alle Erwartungen befriedigte. Das gleiche gute Ergebnis wurde von der Zwischenprüfung erwartet, die für den Herbst angesetzt ist. Hingewiesen wurde auf die Vorschriften für die Lehrlingseinstellung. Auch hierzu hörte man Grundlegendes aus dem Munde des Geschäftsführers und des Obermeisters. werksmeisters E Obermeister gestellt und einmütig bejaht. Der Senior der Schlosserinnung, Meister Franken, versprach dem Obermeister und der Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft, deren vorbildliche Haltung er besonders rühmend anerkannte, stete Gefolgschaftstreue. Diese soll sich erweisen am 1. Mai, wenn die gesamte Schlosserinnung im Festzuge des Bochumer Handwerks antritt, um dem Gedanken der deutschen Arbeit zu huldigen. Wie Kreishandwerksmeister Esch bekanntgab, wird die Kreishandwerkerschaft auch in diesem Jahre in besonderen Festzugswagen von ihrer großen Idee künden. Weiter bat er um rege Beteiligung an dem Festakt der Verabschiedung der Wandergesellen aus dem Gau Westfalen=Süd. Die Feier findet, wie bereits bekannt gegeben wurde, am kommenden Sonntag, vormittags 10.30 Uhr, im Parkhaus statt. Die Bochumer Kreishandwerkerschaft wird einen alten Brauch wieder zu Ehren bringen, indem sie die Gesellen in zünftiger Art bewirtet und ihnen ein Zehrgeld mit auf den Weg gibt. Mit Musik und einem Ehrengeleit bis zur Stadtgrenze erfolgt der Auszug. Freudig begrüßt wurde der Vorschlag des Obermeisters, sich eine Innungsfahne zu beschaffen. Bereits im nächsten Jahre hofft man soweit zu sein. Mit einem Gedenken an den Führer wurde die Tagung geschlossen. Schutz der deutschen Brieftaube! Vielleicht wird man niemals den merkwürdigen Orientierungssinn der Brieftaube enträtseln können. Wir müssen ihn jedenfalls vorläufig als ein unergründliches Naturwunder hinnehmen und uns darauf beschränken, diesen Sinn zu verbessern und zu höchsten Leistungen zu steigern. Ausgehend von einer bloßen Liebhaberei, einem„Sport“, kann die Fähigkeit der Brieftaube sehr wohl wirklichen allgemeinnützigen Zwecken dienstbar gemacht werden. Um dies zu erreichen, ist der Brieftaubenzüchter aber auf die Hilfe aller Volksgenossen angewiesen. Mit Verlusten muß der Züchter immer rechnen. Wenn es auch selten vorkommt, daß sich ein Vogel verfliegt, so fallen doch Raubwild, Wind und Wetter über die heimkehrenden Tauben her eisters. In Anwesenheit des Kreishand= und zwingen sie vorzeitig zu einer„Notlandung“. Wer sch wurde die Vertrauensfrage für den solche erschöpften Tiere auf seinem Grundstück oder in der freien Natur findet, wird gebeten, sie an den Besitzer zurückzugeben, den man mit Hilfe der Taubennummer und einer Ermittlungsstelle ausfindig machen kann. Es gibt immer noch gefühlsrohe Menschen, die solche ihnen zugeflogenen Vögel in den Kochtopf stecken! 5. Scharlach: Den 951 Erkrankungen und 15 Todez, fällen an Scharlach im Vormonat(4 Wochen) stehen dies, mal 963 Erkrankungen und 14 Todesfälle gegenüber. In Bochum ereigneten sich 147 Erkrankungen, in Dortmund 134, in Essen 108, in Gelsenkirchen 86. in Dutsburg 59. Ennepe=Ruhr=Kreis 57, in Herne 46, in Wattenscheid 34. Die Todesfälle verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf 11 Stadtund Landkreise. 6. Diphtherie: Während im Vormonat(4 Wochen) 1362 Erkrankungen mit 87 Todesfällen zur Meldung gekommen sind, betragen die Zahlen diesmal(4 Wochen) 1382 bzw. 65. Danach ist der Stand der Dipbtherieerkrankungen ungefähr der gleiche geblieben. Dortmund berichtet über 205 Erkrankungen, Bochum über 197, Essen über 131. Dutsburg über 128, Gelsenkirchen über 123, Wattenscheid über 93. Von den Todesfällen tressen 25 auf Dortmund und 13 auf Bochum. 7. Genickstarre: An Genickstarre kamen diesmal 25 Erkrankungen und 12 Todesfälle zur amtlichen Meldung. Davon entfallen 4 auf Bochum, je 2 auf WanneEickel und Witten. 8. Kinderlähmung: Aus Dortmund sind 2 Erkrankungen und aus Recklinghausen=Land 1 Erkrankung amtlich gemeldet. 9 An Kindbettsieber nach regelrechter Geburt erkrankten 13 Frauen(davon 4 in Dortmund, 3 in Gelsenkirchen) und starben 2 Frauem An Kindbettfieber nach Fehlgeburt erkrankten 21(davon 7 in Duisburg, 4 in Wattenscheid) und starben 7 Frauen. 10. Tuberkulose: Während im Vormonat(4 Wochen) 405 Erkrankungen und 258 Todesfälle amtlich Meldung kamen, haben wir diesmal(4 Wochen) chen) über 1. Aus Erkrankungen und 208 Todesfälle zu berichten Aus Bochum sind 27 Erkrankungen und 12 Todesfälle, aus Gelsenkirchen 24 Erkrankungen und 13 Todesfälle gemeldet worden. Aus der Antoniuspfarrei. Die Marianische Jungpfarrei. Die Marianische Jungfrauenkongregation der Antoniuspfarrei kann nunmehr Aergasion gr.chiloniub, auf ein 30jahriges Bestehen zurückblicken. Sie wurde im Jahre 1906 von dem damaligen Pfarrer von Haehling ins Leben gerufen, der sie lange Jahre leitete. Dann übernahm die Leitung der heutige Generalpräses des Zentralverbandes katholischer Jungfrauenvereine, Msar. Klens(Düsseldorf), der damals Vikar an der Antoniuskirche war. Ihm folgten Vikar Eckhardt(jetzt Pfarrer in Langendreer) und Vikar Schnitz(jetzt Bochumer Stadtvikar). Seit etwa drei Jahren leitet den Verein Vikar Förster. Von jeher galt die Tätigkeit der Kongregation der religiösen Betreuung ihrer Mitglieder sowie der karitativen Mithilfe in der Pfarrgemeinde. Die Jubiläumsfeier soll in schlichtem kirchlichen Rahmen begangen werden. Anfang Mai ist zur Vorbereitung auf die Feier eine religiöse Woche vorgesehen, die von einem auswärtigen Priester gehalten wird. Die anderen Pfarrvereine werden sich an der Feier beteiligen. ... und dann Niederschläge Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Nach leichter Schauertätigkeit und Temperaturrückgang bis unter null Grad in den Frühstunden setzte sich heute nachmittag freundlicheres Wetter durch. Bei dem starken Absinken in der Hohe wird es bei klarer Nacht wieder zu leichtem Frost und teilweise zu Nebel in den Morgenstunden kommen. Auch dieser Kaltluftvorstoß aus Norden ist schnell zur Ruhe gekommen und wird einem erneuten Warmluftvorstoß von Südwesten her bei später einsetzender Eintrübung wieder weichen munen.#mh. Wn Aussichten fur Freirag: Schwache Winde aus westlichen, später auf Süd zurückdrehenden und wieder auffrischenden Richtungen, nach klarer Nacht leichter Nebel in den Niederungen, tagsüber wechselnde, im Laufe des Tages wieder zunehmende Bewölkung, am Nachmittag geringe Niederschläge, Tagestemperaturen fünf bis sieben Grad, für die Nacht wieder Frost.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Kühl und wechselnd. Donnerstag, 23. April Barometer24 Uhr: 3118 Thermometer 34 Uhri k 8 Zeiten für Sonne und Mond am 24. April: (Aufg..13, Unterg. 19.44; J Aufg..37, Unterg..06 Wegen Beleidigung unter Anklage n ein=Kawenzinlantt! Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Dn Essen.. Kabler Asten Brocken Berin München Zugspitze Es war in einer Wirtschaft im Stadtteil Langendreer gewesen, als zu nächtlicher Stunde der eine Gast den anderen als Kuwenzmann bezeichnete. Der andere hatte darauf erwidert, dann wären sie alle Kawenzmänner. Da durch die Aeußerung die ganze Partei herabgesetzt werden sollte und jener die Aeußerung nicht zurücknahm, sondern nochmals mit Betonung dabei blieb, kriegte er jetzt eine Vorladung vor den Richter, da der Ausdruck Kawenzmänner offensichtlich in beleidigender Absicht gebraucht worden war. Was ist nun eigentlich Kawenzmann? Kein Mensch wußte es. Der Richter schüttelte den Kopf. Man habe den Ausdruck wohl hin und wieder mal gehört, aber was damit gemeint sei, konnte keiner sagen. Die Schöffen wußten es auch nicht, der Angeklagte verneinte gleichfalls und die beleidigten Zeugen konnten auch keine Aufklärung geben. Ein Schmeichelwort sei es jedenfalls nicht. Schlimm war die Sache aber auch gerade nicht. Also bemühte sich der Vorsitzende um einen gütlichen Ausgleich. Der Angeklagte zahlt 30 Mark an die Winterhilfe und die Akten werden geschlossen. Die Zeugen verzichteten zumeist auf Gebühren. Also ist der Frieden wiederhergestellt. Aber was ein Kawenzmann eigentlich sein soll, fand keine Aufklärung. Wie war doch eine ähnliche Geschichte! Es hatte jemand dem andern zugerufen: Du bist ein.. etcetera. Der also Angeredete hatte nur das Etcetera gehört und entgegnete wutend: Was, ich bin ein Etcetera? Dann bist Du auch einer, und Deine Frau ist eine und alle Deine Kinder sind ebenfalls lauter Etceteras! Ob's aber deshalb zum hochnotpeinlichen Prozeß kam, das ist nicht mehr festzustellen. Bochumer Krieger= und Landwehrkameradschaft, 1. Bezirk. Samstag, 25. April, abends pünktlich 8 Uhr, im Saale des Wirtes W. Hasselkuß. Bochum, Rathausplatz 10, Bezirksappell mit anschließendem heiteren plattdeutschen Abend. eifrig tätig, war bisher aber den Dieben noch nicht auf die Spur gekommen. Jetzt aber gab es ein großes Aufwaschen. In mancher Nacht brachen die Diebe an vier bis fünf Stellen hintereinander ein. Frau K. behauptet, daß eine ihrer Verwandten allein 80 Kaninchen mitbekommen habe. Man kann sich vorstellen, in welchen Massen die Tiere gestohlen worden sein müssen. Der Kostgänger M. wurde wegen schweren Diebstahls in acht nachweisbaren Fällen zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. Der Vater., der den Jungen mit auf Diebsfahrt nahm und ihn somit moralisch verdarb, erhielt anderthalb Jahre Gefängnis. Gegen den Jungen kam das Amnestiegesetz zur Anwendung. Fr. H. wurde von der Anklage der Hehlerei freigesprochen. Staatliches Gymnasium und Realgymnasium Bochum. Mit der Verwaltung der beiden unbesetzten Studienratsstellen der Anstalt sind die Studienassessoren Harms vom Städtischen Gymnasium in Rheine und Mohr vom Staatlichen Gymnasium in Arnsberg beauftragt worden. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Freitag, 24. April. Kreis Bochum. NS.=Frauenschaft Kornharpen. 16.30 Uhr: Verpflichtungsfeier bei Ruwe. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht RSDAP. Kreisschulungsamt. 19 Uhr: Kreisschulungsabend im Rathaus, Zimmer 154. NS.=Frauenschaft Altenbochum. 20 Uhr: Verpflichtungsfeter im Lutherhaus. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. NS.=Frauenschaft Ehrenfeld. 15 Uhr: Frühlingsseler mit der Kinderspielschar im Ernst=Moritz=Arndt=Haus. Erscheinen aller ist Pflicht. Der 9 218 Den Sohn zum Diebstahl verführt Der Familienzwist bringt es an den Tag Stadttheater: 20 Uhr: Totentanz. Der Brückengeist. Ernst=Moritz=Arndt=Haus: 20 Uhr: Plattdeutscher Abend. Parthotel„Haus Rechen“. 20 Uhr: Konzert=Abend. Apollotheater: ab 15.40 Uhr: Kirschen in Nachbars Garten. Capitol: ab 15.15 Uhr: Rendezvous in Wien. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Liebeslied. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Die Pompadour. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Stienka Rasin. eiha Lichtspienhaus; ab 15.30 Uhr: Mazurka. Odeon: ab 15.30 Uhr: Bengalt. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Bengalt. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die selige Exzellenz. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Eine Nacht an der Donau. Durch einen Ehescheidungsprozeß, in dem sich die Gatten gegenseitig schwer belasteten, kam Licht in eine ganze Anzahl von Diebstählen und Einbrüchen, die in Wanne=Eickel und Herne seit 1982 bis 1935 verübt worden sind. Meist handelt es sich um nächtliche Besuche in fremden Ställen, die ein Ehemann., sein Sohn und sein Kostgänger vor der Großen Strafkammer zu verantworten hatten. Die Schwester der., eine Frau H. aus Wanne=Eickel, war als Hehlerin angeklagt. Der junge K. erhob gegen seine Stiefmutter den schweren Vorwurf, daß sie ihn fortgesetzt schon seit früher Jugend zum Stehlen angehalten und zur Beteiligung an den nächtlichen Beutezügen veranlaßt hatte, „sonst bekäme er nichts zu fressen". Die beiden feindlichen Eheleute sind ferner noch in Untersuchung wegen Verbrechens gegen das keimende Leben in einer Reihe von Fällen. Ein geradezu trost= loses Bild! Wie konnte da ein Kind erzogen werden! Die Frau ist übrigens aus Paragraph 218 vor kurzem zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Vor dem Schwurgericht hatten sich mehrere Personen aus Recklinghausen aus Paragraph 218 zu verantworten, der die Verbrechen gegen das keimende Leben bestraft. Die Hauptangeklagte Sophie E. wurde wegen gewerbsmäßigen Verbrechens bei Versagung mildernder Umstände zu drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust verurteilt. Eine Mitangeklagte, die der E. mehrere der Frauen zugeführt hatte, muß wegen Beihilfe in vier Fällen ein Jahr Gefängnis verbüßen. Zwei Frauen erhielten mehrmonatige Gefängnisstrafen. NSG.„Kraft durch Freude“ Melden Sie sich noch heute zu Ihrer Urlaubsfahrt an Vom 9 bis 17. Mai 1936 zur Mosel(Eller), Preis 28.95 RM. An der Mündung des Ellerbachs in die Mosel, am Ausgang des 4200 Meter langen Kaiser=Wilhelm=Tunnels, des größten Eisenbahntunnels Deutschlands, liegt das verträumte Weindorf Eller, das mit seinen altertümlichen Bauten den Reiz der Moselromantik noch lebhaft erht.— Vom 15. bis 23. Mai: 8 Tage zum Schwarswald, Preis 33,35 RM., nach dem im liebreizenden Na; goldtale gelegenen Altensteig.— Vom 27. Mai bis 4. Juni findet eine achttägige Urlaubsfahrt nach Bleichach im gäu statt. Preis 38,60 RM. Anmeldungen für angeführte Fahrten werden umgehend in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 114, sowie in den Dienststellen der DAF. und bei den Orts= und Betriebswarten entgegengenommen. Den Bürgersteig benutzen! Der Tod auf der Straße Als am 25. Februar der Bergmann Ernst Kauer aus Langendreer zur Morgenschicht ging, wurde er von einem Kraftwagen angefahren und flog von der Hauptstraße mitten auf die seitlich abbiegende Stephanstraße. Obgleich man ihn sofort ins Krankenhaus brachte, war er nicht mehr zu retten und starb infolge Schädelbruchs. Hätte er den Bürgersteig benutzt, so wäre das Unheil nicht geschehen. Immerhin trifft den Wagenlenker die Hauptschuld, er hatte seine Kräfte auch nicht alle beisammen, denn er fuhr eine kleine Strecke links statt rechts, also auf der falschen Straßenseite. Er mußte deshalb bestraft werden. Das Urteil lautete auf 150 Reichsmark Geldstrafe. Ein böser Jammer Im Gerichtssaal verhaftet Hatte sich ein Angeklagter K. aus Wiemelhausen am Lohntag im Februar allzusehr angefeuchtet! Er geriet in diesem Zustand auf offener Straße in der Dunkelheit mit einer Familie Pr., die von einer Beerdigung zurückkehrte, in Streit und Handgemenge, da Vater und Sohn Pr. die pöbelhaften Anrempeleien kräftig abwehrten. Nachher aber wurden beide von K. mit einem Messer erheblich verletzt. Die Pr. werden als ruhige Leute geschildert, K. aber als ein leicht reizbarer Stänker. Die Sache nahm für den Messerstecher einen schlimmen Ausgang: ein Jahr Gefängnis bei sotortiger Ver. haftung. Das war ein verhängWegen der vielen Kleintierdiebstähle war die Polizei nisvoller Rausch mit anhaltendem bösen Jammer. Sportamt Bochum Tagesplan für Freitag, 24. April. Kindergymnastik von 16.30 bis 18 Uhr in der Gyngt; kschule in der Kommunalbank, Schützenbahn; von 17 .30 Uhr in der Gymnastikschule, Rottstraße 29. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr, Gymnastikschule in der Kommunalbank, Schützenbahn: von 16.30 bis 18.30 Uhr und von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle des Reformrealgymnasiums BochumDablhausen. Kleinkaliberschießen für Frauen und Männer von 20 22 Uhr, Schießstand des Volkssportplatzes an der Castroper Schachkursus von 20 bis 22 Uhr im Kosthaus=Restauram Stahlhausen, Baarestraße. Das Sportamt gibt bekannt: Der Kursus Montag, i April, von 20 bis 22 Uhr.„Fröhliche Gymegsttz, und Spiele“ findet schon ausnahmsweise in dieser Woche zwar heute, Freitag. von 20 bis 22 Uhr in dem Uebuirg zwar heute, Freitag, von 20 bis 22, Uhr, in dem Ueburg raum der Kommunalbank statt. Die Teilnehmer werden gebeten, sich heute an dem Kursus zu beteiligen. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 12.) Jede uelb „winnt or“„ # 0 G Uauit Seite 5 Nr. Im Sand Tosn! Britisa Kühler Der vermißte nun aufgefundenn unterwegs, wo er Der Landesar des DNB., von Suche nach dem der Nacht in Kain Wie zu der A Stohrer aus Kais der seit Samstag am Donnerstag u schen Luftstreitkri Baharia anget derführer Stor fördert die beider eliopolis. Wohlbehalten Der deutsche chaniker Ernst Uhr, wohlbehalt polis gelandet Poris gerander stark bewacht wu Mitgliedern der danten der Roya lichen Autoklubs Wie sich nun sche Gesandte an sturm die Richtr auf den richtige im Kreis fuhr, ein Ende gesetzt selige Aghöhe bedeckt. Diese 1 geroffizier Rick 30 Kilomet Stohrer erklärt Eine 2 der Ta Der Reich Luftfahrt un haber der L neraloberst E „Tag der L Gatow bei eines Flakge Hch. ingen i# rn viele zu Gelsen. März bi3 „Kochen) nen, wäh. ungen und zerne: kein amen dies. enen 5 auf Ruhr) und eldet. Außer ungen aus an NahNuhr hat (im Vorin Bochum 15 Todes= tehen diesiüber. In Dortmund sburg 89. eid 34. Die 11 Stadt(4 Wochen) ung gekomochen) 1382 rankungen sichtet über aber 131. vattenscheid Dortmund diesmal 25 Meldung. Wanne= sind 2 ErErkrankung Geburt erin Gelsenleber nach , 4 i n W a t nat(4 Womtlich zur ) ü b e r 3 8 5 Aus Bochum Zelsenkirchen WOrben. sche Jungi nunmehr Sie wurde von Haehhre leitete. veralpräses uenvereine, ar an der hardt(jett (jetzt Boleitet den e Tätigiet ihrer Mitder Pfarrhtem kirchNai ist zur Woche vorer gehalten sich an der m Bochum. Studienenassessoren Rheine und nsberg beVerpflichitglieder ist Asschulungtrpflichtungsst Pflicht. rühlingsfeler =Haus. ErSeite 5 Nr. 96„ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Im Sandsturm die Richtung verloren Grsundterren=Eichter JesunleK. Britische Bombenflieger entdeckten die Vermißten dicht bei Baharia Kühlerwasser und Oelsardinen waren die letzten Lebensmittel Begleiter hätten sich nur dadurch an Aus aller Welt Der 70jährige Generaldverst von Seeill dub Kairo, 23. April. Der vermißte deutsche Gesandte von Stohrer ist zun aufgefunden worden. Er ist im Flugzeug nach Kairo . wo er gegen Mittag erwartet wird. Der Landesgruppenleiter für Aegypten und Vertreter DNB., von Homeyer, der hervorragend an der Suche nach dem Gesandten beteiligt war, ist bereits in der Nacht in Kairo eingetroffen. Wie zu der Auffindung des deutschen Gesandten von Stohrer aus Kairo noch ergänzend gemeldet wird, sind der seit Samstag vermißte Gesandte und sein Mechaniker am Donnerstag um.30 Uhr von Flugzeugen der britischen Luftstreitkräfte wohlbehalten in der Nähe von Baharia angetroffen worden. Der englische Geschwaderführer Storrar vom 216. Bombengeschwader befördert die beiden Geretteten in seinem Flugzeug nach Heliopolis. Wohlbehalten gelandet dnb Kairo, 23. April. Der deutsche Gesandte von Stohrer ist mit dem Mechaniker Ernst Markstein am Donnerstag, 11.30 Uhr, wohlbehalten auf dem Militärflughafen Heliopolis gelandet. Er wurde auf dem Flughasen, der ark bewacht wurde, von Vertretern der Regierung, den Mitgliedern der deutschen Gesandtschaft, dem Kommandanten der Royal Air Force und Mitgliedern des Königlichen Autoklubs begrüßt. Wie sich nunmehr herausgestellt hat, hatte der deutsche Gesandte am Samstag dicht vor Baharia im Sandsturm die Richtung verloren. Seinem Bemühen, wieder if den richtigen Weg zu kommen, wobei er mehrmals im Kreis fuhr, wurde durch das Ausgehen des Benzins ein Ende gesetzt. Daraufhin wurde der Wagen auf eine felsige Anhöhe gestellt und mit einem weißen bedeckt. Diese Maßnahme ermöglichte es auch dem Fliegeroffizier Richardson, den Wagen bereits aus 30 Kilometer Entfernung sichten zu können. Stohrer erklärte bei seiner Auffindung, er und sein Begleiter hatten sich nur dadnich um Leben erhalten können, daß sie das vorher sterilisierte Kühlerwasser verbraucht hätten. Am Donnerstag früh hätten sie die letzten Oelsardinen gegessen; auch das Wasser sei nahezu verbraucht gewesen. Wie sich bei der Untersuchung des Wagens herausstellte, scheint auch die Steuerung infolge des harten Bodens gebrochen zu sein. je letzten Suchmaßnahmen dnb Kairo, 23. April. Auch am Mittwoch hatten die Nachforschungen nach den Vermißten, die von der ägyptischen Regierungpsach wie vor unter Aufbietung aller nur denkbaren durchgeführt wurden, zu keinerlei Ergebnissen geführt. Die am Mittwoch früh gestarteten Wagen der verschiedenen Suchexpeditionen sind noch unterwegs. Es mehrten sich aber die Gerüchte, daß die Vermißten gesehen worden sein sollten. Ein Teilnehmer an dem Internationalen Autorennen in Baharia, der mit seinem Wagen eine schwere Panne hatte und erst Mittwoch abeno zurückkehrte, gab an, daß er Stohrer am Samstag mittag etwa 75 Kilometer von Baharia entfernt gesehen Angesichts dieses Zeitpunktes und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten über den Verbleib des vermißten Gesandten wurden dann am Donnerstag noch weitere besondere Nachforschungen durchgeführt, bedenen man von der Mutmaßung ausging, daß seitlich an der Oase Baharia vorbeigefahren war. Er sollte dann jedoch nicht sehr weit gekommen sein, da nur für etwa 500 Kilometer Benzin mit sich führte. Spitzengruppe der Suchexpeditionen, die der Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros in Kairo, Homeyer, führte, erreichte am Mittwoch mittag nach ergebnisloser Suche Baharia und kehrte von dort in Richtung Kairo Ein schwerer Sandsturm ließ übrigens am Mittwoch die Suche ins Stocken geraten. Seit Tagesanbruch waren rund 60 Flieger, 60 Lastkraftwagen Her, Frezzez verwaltung, 30 Privatkraftwagen und 100 Kunnrkeiter Am 22. April konnte, wie wir bereits berichteten, der Schöpfer der deutschen Reichswehr, Generaloberst von Seeckt, bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag in der Reichshauptstadt begehen. Der Führer hat aus diesem Anlaß Seeckt zum Chef des Infanterie=Regiments Nr. 67 ernannt. Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg überbrachte dem General= obersten, vor dessen Haus Doppelposten als Ehrenwache aufgezogen waren, die Glückwunsche der Wehrmacht. Eine Ehrenkompagnie des Infanterie=Regiments 67 erwies militärische Ehren. Unser Bild zeigt Generaloberst von Seeckt vor seinem Haus in der Lichtensteinallee im Gespräch mit dem Reichskriegsminister Genes ralfeldmarschall v. Blomberg. Scherl-Bilderdienst Eine Waffe der Tafimacht Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, am „Tag der Luftwaffe“ in Gatow bei Besichtigung eines Flakgeschutzes. Hch. Hoffmann. unterwegs. Trotz dieses ungewöhnlichen Aufgebots konnte am Mittwoch keine Spur Stohrers gefunden werden. Da die nähere Umgebung Kairos im Norden und die seinen großen Dünen. Der ungarische Graf Almassi ging dabei einer Einzelspur nach, die er am Dienstag etwa 180 Kilometer seitwärts der gewöhnlichen Strecke verfolgte. Die gleiche Fahrt hatte Almassi zu Ostern mit Stohrer unternommen. Kindesmörder hingerichtet dub Stuttgart, 23. April. Die Justizpressestelle Stuttgart teilt mit: Der vom Schwurgericht in Ravensburg wegen Mordes zum Tode verurteilte Johann Biehler .30 Uhr hingerichtet worden. Riehler der wegen Körperverletzung mit Todesfolge, wegen schwereg ververletzung und wegen Eisggptzoperergegn vorbestraft ist, hatte am 18. Orlo####### ein uneheliches Kind erdrosselt und ins Wasser geworfen, um sich des Kindes zu entledigen. Vollstreckung eines Todesurteils in Stendal anb Berlin, 23. April. Am 23. April ist in Stendal der am 8. März 1897 geborene Andreas Voge hingerichtet worden, der vom Schwurgericht in Stendal wegen Aco##r, zum Tode verurteilt worden war. Voge hatte am 3. Dezember 1935 seine Braut, die 33 Jahre alte Meta Appel, im Walde bei Stendal gewaltsam erstickt, um sich ihrer und des zu erwartenden Kindes zu entledigen uno ihr erheblichen Ersparnisse zu erhalten. Das Einsturzunglück am Tiergarten Ausseilatg.aa Jng.... Der zehnte dnb Berlin, 23. April. In der Donnerstagsitzung des Bauunglücksprozesses wurde zunächst noch einmal die Frage der Aushubtiefe und der Aussteifung gestreift. Bauleiter Noth stellte erneut fest, ihm sei nicht bekannt gewesen, daß der Boden in der Baugrube vorschriftswidrig tief ausgehoben worden sei. Auch in der Frage der Aussteifung will er ordnungsmäßig verfahren sein. Erst nach dem unglück habe er erfahren, daß die Reichsbahn keine gestoßenen Steifen in der Baugrube haben wollte. Statt der gestoßenen Steifen will Noth überwiegend sogenannte Konsolen verwendet haben, das sind Eisenhilfskonstruktionen, die er für betriebssicher hielt. Auch gegen die Anwendung der Konsolen sollen weder von der Berlinischen Baugesellschaft noch von der Reichsbahn Bedenken erhoben worden sein. Noth will zu diesen Hilfskonstruktionen gegriffen haben, weil die Beschaffung neuer Steifen mindestens drei Wochen gedauert hätte und der Baubetrieb nicht so lange aufgehalten werden durfte. Weiter wurde die technische Bedeutung der Andreaskreuze erörtert. Das sind kreuzweise angebrachte, innerhalb der verschiedenen Steifenlagen ruhende Verschwertungen, die etwaige in den Mittelwänden auftreiend Längskräfte abfangen sollen. In der westlichen Wittelwand waren diese Verschwertungen nach Noths dungen bereits angebracht. Bei der östlichen Mittelwand, der Unglückswand, sei man dabei gewesen, die Verschwertungen einzubauen, als der Einsturz allen weiteren ArAm 14. August setzte so starker Regen ein, daß die Bauarbeit vorübergehend eingestellt werden mußte. Während in der Zeit vom 1. bis 10. August nur 1,4 Millimeter Regen gefallen waren, regnete es in der Zeit vom 11. bis 20. August in so ungewöhnlichem Ausmaß, daß eine Gesamtmenge von 64,9 Millimeter errechnet wurde. Noth bemerkte, daß der Regen an den Böschungen der Baugrube Ausspülungen hervorgerufen und den Boven Sodann äußerte sich Roth über seine„Zusggrgeg: Vor allem ist Noth nicht mit dem zufrieden gewesen. Dieser Statiker habe sehr schwere Unterlassungssünden begangen. Noth meinte, bei richtiger Erkenntnis der Sachlage hätte ein unglück solchen Umfanges verhindert werden können.„ Ueber sein Verhältnis zu dem Reichsvaynrar Weyher sagt Noth, Weyher sei aalglatt gewesen und in„sachlicher Beziehung niemals zu fassen,„Leig, Sicher: heit der Arbeit habe dadurch gelitten, daß Weyn## seine Anordnungen häufig widerrufen habe. Der Mitangeklagte Schmitt sei nur das Sprachrohr Weyhegz, gergseg. Anschließend wurde die Sicherung des gers erörtert, dessen Entfernung aus der Einsturzstelle große Schwierigkeiten bereitet hatte. r von 20 bis der Castroper 18=Reftauran Er liebt Steigungen! Trotzdem! Strepazlöses Bergfahren ist für seinen Motor kein Hindernis; denn er fährt das Markenoel, das durchhält. Darum jetzt. die verbesserten 3c % * Suche aus deutschen Fabriken! E: Seite 6 Nr 96/ Bochumer Anzeiger 7 Jreitag, 24. April 1936 Kunst und WWissen 66 „Küniende Jusle Erstautführung im Stadttheater Das von Karl Lerbs bearbeitete Lustspielchen „Zahlende Gäste“ von Ivor Novello ist das, was man eine„Klamotte“ zu nennen pflegt. Es kann sich nicht so recht zum Schwank entschließen, daran hindert es seine gebildete Konversation, auch wenn diese nur als Abführmittel gedacht ist. Man sollte diese letzte Gänsehaut vor dem Schwank ruhig beseitigen und den Dreiakter ganz unbekümmert auf die ausgelassene Linie hinspielen. Vernünftiges geschieht sowieso nicht viel, es sei denn, daß ein verstaubter und verkitschter Herzogsprunk, der sich im feinen Ton und in Gipsbildungen von zweifelhafter Herkunft verschanzt, gründlichst ausgeräumt wird und auf den Kehrichtbaufen wandert. Die vier Bilder, die Dr. Harry Mänz auf den Nenner eines verlogenen Gründerzeitstils brachte, werden von folgendem Einfall gespeist: eine unmögliche und barbarische Neureich=Familie fällt in London bei den verarmten Herzoginnen Bedworthy ein. Die guten Leute die Pidgeon heißen und aus Mutter, Tochter und Sohn bestehen, sind für den Geldbeutel der adligen Herrschaften das gefundene Fressen, für ihre Nerven aber das reine Gift. Ihre Rauhbeinigkeit, Ungelecktheit, ihre fatalen Sitten rufen in der vornehmen Atmosphäre des Hauses ein Wetterleuchten und endlich ein erlesenes Gewitter hervor, das alle zarten Liebeskeime zwischen Lady Lilian und Tom Pidgeon einerseits und dem Herzog Tim Crabbe und Una Pidgeon anderseits zu ertöten droht. Amor aber mit dem Füllhorn der brasilianischen Millionen erweist sich als Sieger, und rechnet man noch den hochherrschaftlichen Diener Ludlow und die Sekretärin Miß Swaine hinzu, so bedecken zum Schluß drei glückliche Verlobungspaare die zum Glück unblutige Szene. Viktor Ahlers inszenierte das Lustspiel, ohne den Schwank darüber zu vergessen, er horchte auf die manchmal entzückenden Stichworte der Konversation, hielt aber auch die gröberen Töne gut und geschickt zusammen. Das an sich originelle Mißverständnis, das den ersten Akt ungebührlich und bis zur Erschöpfung beherrscht, müßte allerdings stark eingestrichen werden, um ihm die doch wohl nicht gewollte Peinlichkeit zu nehmen. Heidi Kuhlmanns Begabung für die kunstmäßige Form der Exaltiertheit kam ihrer Lady Lilian glänzend zustatten. Sie hat, um in der Sprache der Pidgeons zu sprechen, diese überkandidelte Vornehmtuerei, hinter deren kühler Fassade doch ein rechtschaffener und heißblütiger Mensch steckt. Der reiferen Lady Mary nahm sich Adele Schönfeld mit der Sicherheit und humorigen Ueberlegenheit der großen Dame an, ohne, was immerhin nahe lag, einen Sandrock=Typ daraus zu machen. Einen smarten, recht auf englisch gezogenen Tim Crabbe steuerte Ernst Schröder bei. Johanna Koch=Bauer entfesselte in der Rolle der draufgängerisch derben und von allen Geistern des guten Knigge verlassenen Mrs. Pidgeon Heiterkeitsstürme von Format. Auch Inge Thiesfelds brasilianische Pomeranze Una Pidgeon schloß sich in ausgezeichneter und einfallsreicher Charge an den gemäßigt burlesken Aufführungsstil an. Sie hat für das tapsige Gänschen und das aus ihm allmählich sich entwickelnde Schwänlein gute Charakterisierungsmittel einzusetzen. Den Landsknecht Tom Pidgeon mit dem goldenen Herzen und der gefüllten Brieftasche lenkte Willy Mayenknecht gewandt auf den urwüchsigen Schwerenöter. Einen gescheiten und spruchbegabten englischen Diener nach Art Oscar Wildescher Domestiken machte Adolf Schneider, blaß und unauffällig, ein abstraktes Wesen mit Hornbrille und glattem Scheitel, Gudrun Christmanns Miß Swaine, endlich Magda Reichardts Kaffeetante und Salonschlange Lady Strawholme. Das gut besuchte Haus quittierte freundlich über die mit wechselndem Tempo und gutem Schmiß gebotene Unterhaltung. Dr. Stf. Der alte Chriltian Rohlts Eine Ausstellung im Märkischen Museum(Witten) Das Märkische Museum in Witten beherbergt eine Ausstellung von Werken des Altmeisters deutscher Malkunst, des in Hagen lebenden 87jährigen Christian Rohlfs, die von der immer noch unheimlich lebendigen künstlerischen Kraft der letzten Jahre zeugen. Wie ein Wunder muten diese Arbeiten, die die Jahreszahlen 35 und 36 tragen, an, so köstlich und brennend ist die Fülle der zur Selbstdarstellung neigenden Farbe, und so traumhaft sicher vollzieht sich die Eingliederung des Koloristischen in den Grundriß der Linie. Aus der Fülle von Aquarellen, aus der geschlossenen Thematik seiner Blumendarstellungen, seien nur die eindringlichsten und das Dekorative ins Mystische verwandelnden Blätter genannt, eine rote Canna auf blauem Grund, gelbe Kelche ohne nähere Bezeichnung, die sich wie hinströmend in einem dichten Filigran von kaum durchgezeichneten Grün und Blau behaupten. „Ihr glücklichen Augen, was je ihr geschaut.. möchte man vor diesen Schöpfungen, die nicht nur aus Umriß und Farbe bestehen, in denen der große Pan selber zu leben scheint, ausrufen. Das Material der Blätter mit der ausgeprägt groben und filzigen Maserung dient übrigens wie ein zwar zubereiteter, aber noch lebendiger Pflanzenstoff in hohem Maße der künstlerischen Ausdruckssteigerung. Stärker noch als in diesen Blumenstücken empfindet man das Nachlassen der zeichnerischen Energie und das Anwachsen der durch Farbe vermittelten seelischen Ausdruckswerte in den Berg= und Seenlandschaften, vornehmlich aus dem Jahre 1935. Und endlich scheint auch das Kolorit der immateriellen Gesetzlichkeit des Auges, der Schau, nicht mehr zu entsprechen, und so erleben wir die grandiose Auflösung alles Gegenständlichen in ein zartes Braun und Grau(„Der Blitz"), in einen geisterhaften Lichtbogen(„Brücke in Tessin") und in ein schemenhaft ausgespartes Braun=Grün in symbolistischen Formen („Tod, wo ist dein Stachel?"). In diesen drei Arbeiten, die aus dem Jahre 1936 stammen, scheint sich die letzte Entwicklungsstufe des Meisters anzudeuten: ein Auslöschen in der transzendierten Farbe. Von historischem Interesse sind die in Schaukästen untergebrachten Frühzeichnungen des Meisters, die zum Teil auf die Anfänge in Weimar(1875) zurückgehen: figürliche Studien, Landschaftszeichnungen und farbig angelegte Zeichnungen aus Soest(1901), aus Hagen (1902), aus der Rhön(1906) usw. Dr. Stf. Kantiernaltkabena der Nrus Kaurten. Nur eine so ausgeglichene und geistig so in die Tiefe drängende Kammermusikvereinigung wie das StrubQuartett vermag zwei in ihrer Form und in ihrer seelischen Struktur so verschiedenartige Quartette wie Regers Opus 109 und Beethovens Opus 127 zu erschöpfen. Die Gegenüberstellung der beiden Werke zeigt offenkundig, welche Wandlung die Freiheit der harmonischen Funktion im vierstimmigen Satz bei Reger im Vergleich mit dem in seinen letzten Quartetten in neue Ausdrucksgebiete vorstoßenden Beethoven erfuhr. In Beethovens Es-Dur=Quartett läßt der Meister, der die Neunte Sinfonie bereits geschaffen hatte, seine schmerzentrückte Heiterkeit in der Klarheit der klassischen Formen aufleuchten. In Regers erstem Satz seines Es=DurQuartetts mit den scharfen Kontrasten zarter Empfindungen, durch den Sehnsuchtszug seines Melos gekennzeichnet und in den erregten, stark dissonanten Leidenschaftsausbrüchen mit dem Abstieg in resignierende Ruhepunkte zeigt sich der Subjektivist, der in seinen polaren Gefühlsspannungen nur durch die Beachtung formaler sematik bewahrt seinem grotesken seinen rhythmischen Reichtum gekennzeichnete Larghetto und die meisterhaft gearbeitete Fuge mit der Vereinigung des burschikosen Themas mit dem ersten gehören zu den über Regers Eigenart aufschlußgebenden Schöpfungen, die zugleich für den Meister des polyphonen Satzes zeugen. Das Quartett, das neben dem sein Solistentum im Dienste des Ganzen abstreifenden Max Strub von den ausgezeichneten Kammermusikern Jost Raba, Walter Trampler und dem bekannten Cellisten Ludwig Hölscher gebildet wird, vereinigt Klangschönheit und eine hochwertige dynamische und rhythmische Präzision, die, frei von Willkürlichkeiten, bei aller Werktreue den Geist der Komposition erschließt. Die Kontraste in Regers erstem Allegro, das dynamisch fesselnde Presto, das in allen Stimmen plastische, dem Effektwechsel entsprechend abgetönte Larghetto mit wundervoll ausgeführten ppp und die die Einheitlichkeit der Phrasierung peinlich sauber beachtende, glänzend gesteigerte Fuge ließen in der Wiedergabe des schweren Werkes keinen Wunsch offen. Die edle Tönung des ersten Allegros in Beethovens Opus 127, die Feinheit der melodischen Konturen in dem langsamen Satz mit dem durchsichtigen Figurenwerk im Andante con moto, das rhythmisch prägnante Scherzando mit dem beschwingten=moll=Presto, das kraftvoll gesteigerte Finale waren echter, blutvoller Beethoven in prachtvoller Durchsichtigkeit und Auflockerung des Satzes. Stürmischer Beifall der großen Zuhörerschaft feierte die vier Künstler. Eine äußere Störung des Konzerts im ersten Reger=Satz wurde durch eine taktvolle Pause behoben. Erich Klede .5 90 84 TLL Der Kölner Theaterkapellmeister, der nach dem prachtvollen Mozart=Abend nun auch als Dirigent des Rossinischen„Barbiers“ verdienten Erfolg hatte Ein großes Werk des„Naumburger Meisters“ gefunden. Wir beugen uns vor der Kraft des Schönen, die aus den Steinfiguren des Naumburger Domes zu uns spricht. Lange war das Hauptwerk des Meisters dieser Steinbildnerei verschollen. Dr. Schnitzler(Köln) hat das bedeutsamste und aufschlußreichste Bildwerk vor kurzem entdeckt. In der Bassenheimer Pfarrkirche im Rheinland ist dieses stolze Reiterbild, das neben dem Reiter im Bamberger Dom das bedeutendste des Mittelalters ist, gefunden worden. Geschichtstafel 24. April. 1796 wurde der Dichter Karl Lieberecht Immermann in Magdeburg geboren. Von seinen mannigfaltigen, einst vielgelesenen Dichtungen sind die Dramen Zeiterscheinungen geblieben, während der humoristisch= sattrische Roman„Münchhausen“ mit dem reizvollen, auch für sich erschienenen Idyll„Der Oberhof“ sein Andenken wachhält. Bcht M W### wurde der plattdeutsche Dichter Klaus Groth in Heide geboren, dessen„Quickborn“ über die engere heimat hinaus bekanntgeworden ist. wurde das vom Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz erworbene südwestafrikanische Küstengebiet von Angra Pequena, nach ihm Lüderitzland genannt, unter deut schen Schutz gestellt, als Kern der späteren Kolonie Deutsch=Südwestafrika, die seit dem Weltkrieg von der Buren vorläufig als Mandatsgebiet besetzt ist. 1819 1884 Ande udert " Oin bistiger Koman von Mitz Niardicze 28 Ihre anfängliche Angst vor dem Filmen hatte sich rasch gegeben, ja, es machte ihr Spaß, machte ihr Freude, die Rolle zu verkörpern. Sie hatte etwas von der Unbefangenheit eines Kindes an sich, und Kinder sind immer gute Schauspieler, wenn es gilt, eine Rolle mit ihrem eigenen Wesen zu füllen. Freilich, Schminken, Pudern, das waren ihr alles neue Dinge, an die sie sich schwer gewöhnte, aber da waren Fachleute da, denen sich Tante Anna willig überließ, und die sehr nett zu ihr waren. Sie lernte überhaupt den Berliner schätzen und hatte auch dafür gesorgt, daß Petermann eine kleine Rolle in dem bekam. Es war eigenartig, Tante Annas große Ruhe wirkte bei allen Aufnahmen aus. Es war nicht der übliche Hexensabbat mit viel Lärm und viel Aufregung, sondern alles ging seltsamerweise glatter denn je. Natürlich saß nicht jede Szene sofort, aber das alte Mädchen war willig, ließ sich belehren, und da sie über ein Organ verfügte, um das sie mit Fug und Recht zu beneiden war, das bei aller Mächtigkeit biegsam und reich an Nuancen war, erfüllte sie die Wünsche des mit viel Feinheit leitenden Regisseurs recht gut. Paul war als seriöser Regisseur bekannt, um Gottes willen keinen Kitsch machen, das war für ihn immer der Leitgedanke. Er ließ die Zügel nicht aus der Hand, er schuf ein ergreifendes Volksstück mit viel Humor und Lebensfreude, ging aber jeder triefenden Sentimentalltät aus dem Wege. Die lag Tante Anna gottlob nicht. Wie ein rohes Ei wurde Tante Anna behandelt, um so mehr, da man hoffte, sie zu weiteren Filmen verpflichten zu können. Bisher hatte sie beharrlich abgelehnt. Die Aufnahmen neigten dem Ende zu. Nubbermann war allerbester Laune, denn eben hatte Tante Anna die letzte Szene mit einer Herzlichkeit gespielt, daß alle nach Beendigung in ein begeistertes Klatschen ausbrachen. Tante Anna brauchte ein Weilchen, bis sie sich wieder zur Wirklichkeit zurückfand. Sie sah verlegen auf Schiefelbein, der, einen großen Strauß Rosen in der Hand, vor ihr stand. „Mein gnädiges Fräulein, nach diesen letzten, wohlgelungenen Szenen— ich glaube nicht, daß wir noch etwas nachholen müssen— erlaube ich mir, Ihnen als Zeichen unserer großen Verehrung diese Kinder Floras zu überreichen.“ Ganz verlegen dankte Tante Anna, dann sagte sie aufgeregt zu der kleinen Schauspielerin Tina Röthen= bach, die in dem Film die Rolle einer munteren Liebhaberin innehatte: „Nee, nee, nee, das freut mich aber! Na ja, ist gut! Du hast nun deinen Kurt...!“ Aber da unterbrach sie sich, denn sie stellte fest, daß sie Schein und Wirklichkeit miteinander verwechselte. „Ach so, das war ja... nur so'n Spiel. Du=lieber Herrgott, und ich habe immer gedacht... daß alles so richtig ist! Und du lieber Buz, du warst mir so ans ohl!“ und... alle.. alle anderen auch! „still standen jetzt alle, als das alte Mädchen Aller Augen hingen an ihrem Munde. alles so überlege“, fuhr Tante Herz Jawol Ganz „Wenn ich mir das aurs jo überlege“, fuhr Anna leise fort,„daß es alles nur ein Spiel war, dann will mir das nicht in den Kopf. Ich habe immer gedacht... daß es... wirklich so wäre!“ „Und das ist unser Glück!“ fiel Hilfsregisseur Donner schneidig ein.„Frau Laurenz... das war das große Glück für den Film. Und wir haben alle den Wunsch, Sie noch recht oft hier zu sehen!" Tante Anna schwieg dazu, sie war so weich geworden, daß si weder ein Ja noch ein Nein sagen konnte. Sie drückte allen recht herzlich, beinahe schmerzhaft die Hand, und dann fuhr sie mit Nubbermann nach Hause. Unterwegs fragte sie Nubbermann ernst:„Johann, und... und... wenn du mit mir jetzt hier fortgehen sollst? Dann... wird dir das wohl sehr schwer fallen?" „Nein, Anna nie wäre es mir schwer gefallen. Und jetzt.. erst recht nicht, denn ich weiß, du wirst nie wieder filmen, weil du es nicht kannst. In diesem einzigen Film von dir, da hast du den Muschen ein Schicksal vorgelebt, so ähnlich, wie es deins selber war. Und darum hast du das vermocht!" „Ja, Johann, so ist's gewesen. Wenn ich mir das alles so beschaue, dann kommt's mir wie ein Traum vor. Als wenn mir das Leben zum Schluß noch eine besondere Freude schenken wollte. Irgendwie gleicht es doch immer aus!“ Sie hielten sich an den Händen, bis das Auto vor der Villa in der Tiergartenstraße hielt. „Das Kind hat Fieber!“ sagte Wolfgang, als Tante Anna jetzt die Diele betrat. Tante Anna erschrak. Fieber! Um Gettes willen, wenn es nur nichts Ernstliches war. So rasch sie konnte, ohne sich umzukleiden, suchte sie das Kind auf, das in Wolfgangs Zimmer in der Wiege lag. Ja, es stimmte, Linchen hatte Fieber. Tannte Anna wurde ganz aufgeregt, als sie das bestätigt fand. Nach wenigen Minuten standen alle Hausinsassen um das Bettchen herum und beratschlagten, was da zu tun sei. Grit ahnte das Richtige. Sicher stimmte es mit dem Stuhlgang nicht. Sie schickte Eginhard in die Apotheke und ließ ein Hausmittel holen. Das wurde dem Kinde eingeflößt. Und dann wartete man ab. An diesem Tage brannte Tante Anna zum ersten Male das Mittagessen an, und sie war ganz untröstlich, denn sie hatte sich schon so auf die gelben Erbsen und Sauerkraut gefreut. Wolfgang fand sie in Tränen als er in die Küche kam, und er tröstete sie.„Das ist doch nicht schlimm, Tantchen“, sagte er herzlich,„Hauptsache, daß bei unserem Linchen das Fieber wieder weggeht!“ ja!“ Tante Anna trocknete ihre Tränen und beugte sich mit Wolfgang über die Wiege. „Was macht denn das Kind?“ fragte sie jetzt angstvoll den Neffen. Das Baby blies die Backen auf, als wollte es einen Parademarsch blasen. „Es drückt!" erklärte Wolfgang schlicht. Und von Mund zu Mund ging die Nachricht darüber, und wiederum war die ganze Schar um das sehr tätige Kind beschäftigt. Bis es wieder ganz still wurde. Da packte man es aus, und Tante Anna rief triumphierend:„Es hat genützt!“ Nubbermann aber, der am Herd stand und in die gelben Erbsen starrte, meinte nachdenklich:„Ich glaube Anna, die Erbsen sind verdorben. Die riechen ja entsetzlich!“ Da hatte Tante Anna ihre gute Laune wieder. Sie lachte herzlich und sagte:„Johann, hier... hier.. dreh dich mal herum, das riecht. Aber unser Kindchen ist jetzt fieberfrei!“ Kopfschüttelnd meinte Nubbermann:„So ein kleines Kindchen... und soooviel!“ Die Beendigung des Films wurde am Abend gefeiert In beredten Worten gab Nubbermann noch einmal einen Rückblick auf die Ereignisse, und er fand dankbare Zuhörer. „Wir warten noch, bis der Film zu Weihnachten aufgeführt wird, und dann... ja, dann geht's heim!“ so schloß er.„Anna wird ebensowenig wie ich, jemals wieder filmen. Jetzt wollen wir einen schönen Lebensabend in der Heimat verleben!" „Aber du darfst niemand sagen, daß ich gefilmt habe! Ich muß mich ja zu Tode schämen!“ erklärte Tante Anna, und Nubbermann schwur tausend feierliche Eide. „Nach der Premiere ist eine große Feier Tante", meinte Wolfgang,„in deren Mittelpunkt du stehen wirst. Da kommen die ganzen hohen Herrschaften aus der Filmbranche, und sie werden dir tausend gute Worte geben, daß du weiter filmst!“ „Nee, nee, nee, einmal und nicht wieder! Schön war’s schon, aber noch einmal könnte ich's doch nicht. Ja, wenn man noch jünger wäre.“ Grit nahm jetzt das Wort: „Tante Anna, und jetzt müssen Sie uns etwas erlauben!“ „Was denn, Grit?“ fragte Tante Anna freundlich. Daß wir ein elegante Frau Ihnen machen!" „Daß wir ein elegante Frau aus Ihnen machen!“ Tante Anna glaubte nicht recht gehört zu haben. „Was wollt Ihr aus mir machen?“ „Eine elegant angezogene Frau!“ „Ja, das verstehe ich nicht! Bin ich denn zum Gespött herumgelaufen?“ „Das nicht, Tante Anna, das wäre nie möglich. Aber zu unmodern! Die Zeit ist doch nicht stehen geblieben. Vieles hat sich verändert, und die Frauen von heute ziehen sich anders, schöner an. Ich und Helene wollen Ihnen ein Kleid machen, das Sie gern tragen werden, und in dem Sie viel, viel eleganter aussehen Auch zwei Kleider für alle Tage machen wir Ihnen. Sie werden sich wundern, Tante Anna, was Sie da für eine Frau vorstellen.“ „Ja“, nahm Tante nachdenklich das Wort,„altmodisch mag ja mein Kram sein, aber... für eine alte Frau „So alt bist du noch nicht, Tantchen!“ warf jetzt Helene eifrig ein.„Nein, das bist du noch nicht. Wir wollen dir auch keine hypermodernen Kostüme zusammenschneidern, sondern etwas, das du gern trägst. Nicht etwa kniefrei und tief ausgeschnitten, nein, nein, Tante, da mache dir keine Sorgen!“ „Dann schneidert mir nur etwas zusammen. Wenn man hübscher aussehen kann, warum nicht. Nicht wahr, Johann?" Nubbermann lachte ihr lustig zu.„Richtig, Annal Die sollen in Groß= und Klein=Pritschen staunen, wenn sie die Anna Laurenz wiedersehen!" „Wenn Mutter nur nichts erfährt!“ schloß Tannte Anna angstvoll. Etwa zu dieser Zeit saß Schiefelbein mit den Getreuen seiner Gesellschaft bei Obermeyer und brach einer Flasche nach der anderen den Hals. Er war nicht wiederzuerkennen, der steife, hochmütige Herr, der sich sonst immer für einen kleinen Herrgott hielt. „Kinder“, sagte er gutgelaunt,„dieser Film, ich sage euch, verlaßt euch auf mein Urteil, der wird eine internationale Sache! Dreitausend Lichtspielhäuser in Deutschland! Schaffen wir! Und die nordischen Staaten werden einen netten Zuschuß bringen. Von Oesterreich und Tschecho gar nicht zu reden. Ich denke sogar, daß wir ihn gut in Amerika unterbringen. Wenn es nur möglich wäre, diese Anna Laurenz vertraglich zu verpflichten.“ „Das werden Sie kaum können, Herr Direktor!“ meinte Donner mit großem Bedauern in der Stimme, wandte sich dann an Regisseur Paul und sagte zu ihm: „Heute können wir ja reine Farbe bekennen, was? Also hören Sie gut zu, meine Herren! Frau oder besser Fräulein Anna Laurenz ist die Tochter der Gutsbesitzerin Grete Laurenz, die, vierundachtzig Jahre alt, noch auf ihrem Gut in Klein= oder Groß=Pritschen lebt. Fräulein Anna Laurenz hatte bis vor wenigen Monaten nichts gekannt als ihr Gut, das Dorf, und war ein paarmal in Neustettin. Sie hat nie auf einer richtigen Bühne gestanden, und kein Sprach= oder Schauspielprofessor hat sie etwas gelehrt. So, das ist die Wahrheit!" Schiefelbein war bei der sensationellen Meldung wie erschlagep... g.41 Ham, umster „Und das erfahre ich erst jetzt. Vonnerwekter! Das wäre doch eine Reklamemöglichkeit gewesen!" „Ist es auch heute noch!“ meine Donner rasch. werde alles weitere veranlassen!“ „Tun Sie das! Also nicht vom Bau! gefilmt oder Theater gespielt! Herrschaften, der, wie wir es nie wieder erleben! Wie Anna die Rolle hingelegt?“ Tähstnakt“ bekannten alle ehrlich. „Stimm., bemerkte Donner,„aber die Frau„al die Rolle nicht gespielt... sondern gelebt! und das geht nur einmal. Denn es war beinahe ihr eigenes Schicksal, was sie uns vorgespielt hat. Darum konnte sie es! Und zusammen mit Nubbermann, mit dem sie in ihrer Jugend wohl beinahe verlobt war, und den sie jetzt auf das Gut in die Heimat zurücknimmt. Das ist des Rätsels Lösung. Nein, die Hoffnung dürfen wir nicht hegen. Tante Anna... das ist eine einmalige Sache, die kommt nicht wieder. Aber ich meine freuen wir uns darüber, daß das Schicksal diese famose Frau nach Berlin geführt hat. Hunderttausenden wird sie Freude schenken und... der Citro=Filmgesellschaft gus Kassen. Und darauf einen kräftigen Schluck!" 7. Der Dezember warf viel Schnee auf die Erde. Gan Berlin wurde wie von einem weißen Tuch eingehüllt. Aber nicht lange währt in dieser nimmermüden Stadt dieses stille Märchenbild. Tausend fleißige Hände regen sich um den Schne zu entfernen. Und auch vor der Villa Laurenz Tiergarten ist ein Mann eben damit beschäftigt, der Schnes weazuräumen. Iwortsetzung foigt. Seite 7 Einer alte Dieweil man u die der übrigen 2 sich dieser hartgeso Erde zu rühmen d tum, daß unser ir die Vlamen, dem Stamm der Germa oft bewitzelten, ab gend nicht viel na Wiewohl es durch wohlgesinpte was dem Erzahler Aufgabe vielleicht könnte, sei voch oi Noch nie ein Wunhat Frau hat aus dem unveran Laune, sondern— demonstrieren, das seine Migränen 1 barn und Mitme daran— eseichse Oberflächlichkeit 1 leichtsinnig lebend nauer und haars Geraden regle. 1 schön ausgeklüge bleiben braucht, gend erweisen kan ietzo 250 Jahren bei der flandrisch bet„ Dort hatte de überaus wichtige des dazumal sch ordnung erlassen, Abends nach acht dürfe. Wer dawil Gulden zahlen. Mandat sowohl Stammtischen, di schätzte Oeffentlich wärts— getan n was die jungen eins, die erst rech verderben imstan verständlicherweis den Schenken### städtischen Gebot Feierabendleben groß, daß die 1 für die altvläm man redete und Miene— wiee schieht— das: rung und gab si standes das Pri lichen Freiheit, schluß, der das( entband, ohne schuldig wurde. An dem Abe gingen die alten den Schenken un 10 Erz Nach diesen wenige Männe vor der löweng ßen nicht mehr Zuges mit der Geröllzunge de welche Kraft ir und herspringe Mexikanerschäd lichem Zorn ir nen. Es sind Mann außer sammeln. „Rasch, hi gute Deckung. sich die Stein Sofort beginn bis der letzte Steinbrocken aber vorsichtig Von unten sehen euch, ihr und seid verrü holen euch do tanaroo!“ so mandorufe ert taya lächelt, sieht er die dri merwirrwarr Ein gutes klommen, als einhersteigt. Alte, die, mit ringe Spuren uns Pitaya?“ „Oben ist es angelegt!“ wissend!" Sie blickt einmal kichert her, daß ich nicht hier, ab der Azteken! gehauene Sti Berg ware verwundert: den wir sie b Nach ein der Treppe! " Die Juar gurch Brustn bekannter Vi Nr. 96 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Anterhaltung Seite 7 Das Tateinenmandat Liner altolämiseken Zegebenkeit nackerzählt von F. Fahnemann man uns Westfalen manche Mär nacherzählt, die der übrigen Welt dartun soll, welchen Eigensinns sich dieser hartgesottene Volksstamm seit Erschaffung der Erde zu rühmen die Ehre hat, ist es ein bekanntes Faktum, daß unser im Nordosten angrenzendes Brudervolk, die Blamen, demselben kräftigen und unverwüstlichen Stamm der Germanen entsprossend wie wir, uns in dieser Ift bewitzelten, aber im stillen allerorts beneideten TuPer Wiewohl es nicht angeht, solch stures Venehmen durch wohlgesinnte Worte zu preisen und hochzuzüchten, was dem Erzähler als Verkennung seiner pädagogischen Aufgabe vielleicht mancherorts übel angerechnet werden könnte, sei doch dies Geschichtlein verplaudert; nicht nur dem unverantwortlichen Vergnügen an behaglicher Laune sondern— und zwar in erster Linie— auch zu demonstrieren, daß solg, WEigemr iner, P ächt., aple zu. bstehte, und bestellt waren. Ein jeder trug eine Laterne bei sich, wie es das Mandat befahl; aber es war kein Licht darin. Die Stadtsoldaten hielten die Bürger an; die erklärten wortgerecht das Mandat, und man wagte keinen zu verhaften. Da erließ gleich am folgenden Tage der genarrte Rat ein neues Mandat, daß jeder Bürger ein Licht in der Laterne tragen müßte. Aber die Schläue der Oudenarder war größer als das gewichtige Gehaben ihrer Obrigkeit, die sich nach dieser Korrektur stolz und sicher ihres gebietenden Berufes einbildete, ein Genüge getan zu haben. Die Stadtsoldaten hielten in den Abendstunden wiederum die Herren an, die da dunkel über die Gasse gingen. Aber man zeigte die Laternen vor, die alle eine hagelneue Kerze enthielten. Wo und mit welchen Worten sei verordnet worden, daß sie ein brennendes Licht in den Laternen mit sich tragen müßten? seine Migränen und Rankünen zum Aerger der Nach= Abermals wurde keiner abgeführt. barn und Mitmenschen auszuleben, sondern daß sich Am anderen Morgen erschien der Stadthauptmann vor dem Rat und berichtete von der neuerlichen Blamage mit denen die„burghers“ sie am gestrigen Abend überlistet. Am Mittag kam das zum zweiten Mal berichtigte Mandat heraus und zwar in einer Tonart, die offensichtlich den peinlichen Aerger der Ratsherren vermuten ließ, der auch die Strafe auf das Doppelte erhöht hatte für diejenigen, die nicht in den Abendstunden nach acht Uhr ein brennendes Licht in der Laterne trügen. Wenn sie sich auch nicht ausdenken konnten, wie es den Oudenardern möglich wäre, sie diesmal wiederum hereinzulegen, so waren sie doch, zwar nur ein jeder für sich, nicht ganz ihrer Mandatserneuerung gewiß und eigentlich im stillen nochmals auf eine Ueberraschung am Abend und neuerliche Ratssitzung am folgenden Morgen gefaßt. Und darin sollten sie nicht getäuscht werden. daran— gleichsam wie an einem Widerstand— die Oberflächlichkeit und Unbedenklichkeit allzu sorglos oder leichtsinnig lebender Menschen oder gar nicht ganz genauer und haarscharfer Behörden korrigiere und zum Geraden regle. Und daß dieser Zweck nicht nur ein schön ausgeklügelter, und optimistisch, aufgestellter zu bleiben braucht, sondern sich in Wirklichkeit nutzbringend erweisen kann, sei das wiedererzählt, was sich vor setzo 250 Jahren in dem kleinen Orte Oudenarde, nahe bei der flandrischen Stadt Brügge gelegen, zugetragen Dort hatte der hochwohlweise Rat eines Tages eine überaus wichtige und mit allen Zöpfen und Schnörkeln des dazumal schon heiligen Bürokratius gezierte Verordnung erlassen, kurz des Inhaltes. daß niemand des Abends nach acht Uhr ohne Laterne über die Gasse gehen dürfe. Wer dawider handle, müsse eine„Pön“ von zehn Gulden zahlen. Die vlämischen„burghers“, denen dies Mandat sowohl die allabendlichen Kneipgänge zu den Stammtischen, die oft besser mit Rücksicht auf die geschätzte Oeffentlichkeit im Finsteren— wenigstens heimwärts— getan werden mußten, als auch ganz besonders, Denn die Einwohner, oder wenigstens die pfiffigsten unter ihnen, hatten auch in diesem dritten Verbot doch ein Loch entdeckt, das ihnen erlaubte, ohne die unangenehme und auffällige Beleuchtung ihrer„fremdgehenden" Persönlichkeit dem altehrwürdigen Gewerbe des Nachttrunks und der Abendliebe nachzugehen. Als man sie arretieren wollte, da sie ohne brennendes Laternenlicht die Gassen bevölkerten, schlugen sie ihre Mäntel und Umhänge zurück... und siehe da! Dahinter trugen sie wohlgeschützt und ungesehen die leuchtenden Laternen, wie das Mandat es befahl. Die Stadtsoldaten hatten längst ihr Mordsgaudi daran wie die Bürgerschaft ihre Obrigkeit narrte, die trotz feierlich ernster Sitzungen und mehr irritierenden als ausdeutender Zusätze und Verbrämungen ihrer Mandate die hartnäckige Freizügigkeit ihrer Untergebenen nicht einzuengen oder mürbe zu machen vermochten. Die nächste Ratsversammlung tagte bis fast in die Abendstunden hinein; und das Kichern und das Gelächter der Oudenarder, das vom Marktplatz heraufscholl, schürte den Aerger, aber auch die Gewissenhaftigkeit der hochwohllöblichen Herren, die längst unter ihren dicken Alonverücken jämmerlich zu schwitzen angeangen hattev. Große Wäsche; gewaschen und nun——.“ Um ein Haar wäre dieser Abend vogelfrei verlaufen Da kam im letzten Augenblick das Mandat— in vierter, redigierter Auflage— heraus. Der Stadthauptmann hatte fast eine Viertelstunde an der Peraamentrolle zu lesen und die Intelligenten unter der Menge spürten lächelnd, wieviel Mühe und Schweiß diese genaue und wahrhaftig unumgängliche Firierung die bedauerlichen Pedanten gekostet haben müßte. Soviel die„burghers“ auch tüfteln und deuteln mochten.—„die Laterne war... frei, öffentlich und unverdeckt mit dem brennenden Licht zu tragen“. Ihre Schalkheit, die lange genug obgesiegt hatte, war nun doch zu Ende. Denn zu guter Letzt müssen ja doch Verstand und Vernunft, sofern sie nur ernstlich, klar und gewissenhaft benutzt sind stärker sein als Einfall und Laune, die jenen nur als Ursache und Anregung zu dienen gut tun. ten Morgen kaum erwarten, aber auch da fehlte die Wiege mit dem Kinde. Statt dessen bemerkte ich verhangene Fenster. Sollte ein Unglück geschehen sein? War das Kind ernstlich erkrankt? Am Morgen des zehnten Tages schritt eine Frau mit einem Kranz, wie man solchen als letzten Gruß einem Toten auf den Sarg legt, dem kleinen Hause zu. Da war es um meine Beherrschung geschehen. An der nächsten Station stieg ich aus, fuhr zurück, um mich nach dem Schicksal des Kindes zu erkundigen. Mit bangem Herzen, als ob es sich um mein eigenes Kind handelte, schritt ich zu Fuß dem Hause zu. Durch den Garten schritten Trauergäste. Also doch! Kurz entschlossen betrat ich das Haus, ging eine Treppe hoch und——. was wollte ich überhaupt hier? Was wollte ich sagen? Auf mein Klingelzeichen öffnete ein schwarz gekleideter Mann. Ergriffen streckte ich dem Fremden meine Hand entgegen. Er dankte, sichtlich bewegt von so viel fremder Anteilnahme. Dann wagte ich zu fragen:„Wie ist denn das so rasch gekommen?“ „Ich kann es selbst noch nicht begreifen“, antwortete vor zwei Wochen noch hat sie gesund und fröhlich Um ein Kind7 Von Wieen Delugseie verderben imstande war, waren über diesen Ratbeschluß verständlicherweise wenig erbaut; sie versammelten sich in den Schenken und beratschlagten, wie sie trotz dieses städtischen Gebotes ihr gewohntes und liebgewonnenes Feierabendleben fortsetzen könnten Die Empörung war groß daß die Verwaltung der Stadt so wenig Sinn für die altvlämische Gemütlichkeit aufbringen konnte: man redete und schimpfte, verschwieg hinter ernster Niene— wie es oft und wohl immer geschah, und. geschieht— das persönliche Mißbehagen über diese Störung und gab sich gegenseitig als Grund ihres Widerstandes das Prinzipielle, die Beschneidung der bürgerlichen Freiheit, kund. Endlich kam man zu einem Entschluß, der das Gesetz achtete und doch gleichzeitig davon entband, ohne daß einer aus Ungehorsam der Strafe An dem Abend, an dem das Mandat in Krait, trat, zegen nicht nach der Wiege gesehen zu haben. Fehlte sie aber einmal, dann hatte ich einen unruhigen Tag und war heglückt, sie wenigstens am nächsten Morgen wieder zu Wer könnte behaupten, daß der tägliche Gang oder die Bahnfahrt zur Arbeitsstelle vollkommen ohne Reiz ist? Das wäre nicht richtig. Im Gegenteil! Zwei erleuchtete Fenster, eine Baumgruppe oder ein bestimmter Garten können uns täglich erneut tiefstes Interesse abIch selbst konnte nie an einem bestimmten, neuerbauten kleinen Haus vorüberfahren, das mit seiner Rückseite zum Bahnkörper lag, ohne nicht einen Blick hinüber gesandt zu haben. Und wenn einmal„mein Platz“ in 3g beris beicht vgr, damn blieh lic eizsoc losbu.,. Hüdchen, dann ein Haricher. und, GHlästz. lange rezen, bis ich dem kleinen Haus weinen, V grnterz lich der sseine Oherkörper des Kindes uber den Rand ars abiowviert hatte, Warum dos unerkärtiche, Veter her peisen Wiege und sah mit großen Augen verwandert in die Welt. Von da ab konnte ich ununterbrochen das prächtige Gedeihen des Kindes auf der offenen Veranda beobachten. Freude und Interesse von einer Stärke keimte in mir auf, als ob das Kind mein eigenes gruß ahsolviert hatte. Warum das unerk esse? Ich weiß mir darauf keine Antwort zu geben. Tatsache ist, daß ich schon das tägliche Wachstum des Rohbaues aufmerksam verfolgte. Und als das Häuschen fertig und bezogen war, da lachte mir eines Tages von der offenen Veranda der weiße Korb einer Wiege entgegen. Sieh mal einer an! Bub oder Mädel? Was und Mädchen Aber ich mochte und konnte nicht vorbeifahren, ohne ### Stpe 4 die SELITTUN, 7) Nach diesen Kämpfen sind von den Yaquis nur noch wenige Männer übrig, aber die Mexikaner erschrecken vor der löwengleichen Tapferkeit der Indios! Sie stoßen nicht mehr so schnell vorwärts, und die Spitze des les mit dar elten Juana hat eben jene klaffende Die Mutter des Kindes bemerkte ich selten, täglich aber, bei Regen und Sonnenschein, nahm das kleine Geschöpf seinen Platz auf der Veranda ein, die bald von blühenden Geranien umsäumt wurde. Der Herbst kam— und selbst im Winter gab es nur wenige Tage, an dem es der Mutter für ihr Kind draußen zu kalt war.— Dann kamen Tage, da streckte Ich ergriff seinen Arm, begann langsam zu verstehen.„Verzeihung— und— das Kind?“— gesund und munter.“—„Darf ich's einmal sehen?“ Das Sonderbarste meiner Bitte mochte dem Manne wohl in seinem Schmerze entgangen sein. Aber gern“, antwortete er,„bitte“, und ließ mich ins Kinderzimmer eintreien.. J.488 Da lag das Kerlchen in seiner weißen Korbwiege— ein Junge— und strampelte vergnügt mir seine Beinchen entgegen. Der fühlte nicht, was um ihn herum vorging, mußte nicht, daß der Herzschlag seiner Mutter zum Stillstand gekommen ist.— Gewiß, meine Anteilnahme an dem Tod der jungen Mutter war aufrichtig aber ich muß bekennen: die Freude über den lebensfrohen, gesunden Bengel da in der Wiege war stärker. Der Tod ist unerbittlich, nicht weniger aber das pulsierende Leben, das seinen Platz an der Sonne, trotz mancher Wolkenschatten, beansprucht. Ich nahm das strampelnde Leben in meine starken Hände und hob es lachend empor— über mich selbst hinaus. wäre. Eines Tages aber fehlte die Wiege. Am nächsten Tage wieder. Ich wurde unruhig und konnte den dritAnekdote Unnötige Klühe Der englische Dichter Swift wollte ausgehen und verlangte seine Stiefel. Sein Bedienter brachte sie ihm. „Warum sind sie nicht reingemacht?“„fragte Da Sie die Stiefel, doch gleirz,g Pe gi, hntezwege schmutzig machen, so dachte ich, daß es sich der Mühe nicht lohne, sie zu putzen, Herr Swift.“— Gleich nachher forderte der Bediente von seinem Herrn die Schlüssel zum Speiseschrank.„Wozu?“ fragte Swift. frühstücken.“„Ach,“ erwiderte der Dichter,„es ist nicht der Mühe wert, jetzt zu essen; nach zwei Stunden wirst du ja doch wieder hungrig sein.“ ese= hescdoe emnengne enizaishsches eane un e ien leischschelstestes haselscheihe eSe ue e ue eue, Haun e u n#. aal en. eie aul e aP ar ab aer- Säien. Prauner, erstickender Staub wogt am Fuße des, Abeno pust gepedgs Bechten“.#ie Behefalten Dännes Wimmern tönt durch die Dunkelbeit, irrt hin und her. Benito sucht seine Mutter! Als er die Geröllbahn hinabglitt, verließen ihn seine Sinne, und er vernahm nicht mehr das Sausen und Krachen der Zuges mir ver agren„Juana hat eben jene klaffende Geröllzunge des Tafelberges erreicht. Da zeigt sich, welche Kraft in dem langbeinigen Pitaya wohnt! Hinund herspringend, schmettert er seinen Folben auf die men, der Soldat Verklagrschädetz, rreibt ihre, Vorhu, in übermersch=]Pgakt, Gagn, inen lichem Zorn in die Büsche und eilt wieder zu den Seium hinter ihrer Biegung zu verschwinden. Dann der letzte Mann. Pitaya hat die Breitschultrige, deren Gesicht seit der letzten Nacht wie versteinert ist, samt dem kleinen, in Schweiß gebadeten, vor Müdigkeit leise weinenden Benito zurückgehalten.„Bleibt. Euch haben sie den Ernährer getöket, dafür sollt ihr zusehen, wimein Berg sich rächt! Paßt auf!“ Er begibt sich zu einer Anzahl riesiger, rund geschliffener Steine, die dicht nebeneinander auf dem Geröll balancieren. Die Rechte auf die Steine legend, über ihm weahüpiten, 9 altizchellen. Jegt sind mit den acht Krankenträgern noch zwei rig, die sich um die Frauen vertastet er sich durch die guirlende Zäehertb per gKtr, ierge bengte er lch horchend hinob, Nahepagutjzeine ganze die Hüften in weichen Schut. ven der Sohoten. Do veng, Fe vozig fr. shie sleinen Burschen, der seit frühen Nerge, nichtz, ger Kraft gegen einen„Stein. Er leucht, dick treien diessleinen unjäglich schwer Er rrabbelt auf alen nen. Mann außer ihm übrig, „Rasch, hier den Berg hinauf. Die Blöcke bieten gute Deckung. Und Vorsicht! Sonst, vor Diosl setzen sich die Steine in Bewegung und zermalmen uns!“ Sofort beginnen sie zu klimmen. Pitaya wartet noch, bis der letzte ein gutes Stück weiter oben hinter den Steinbrocken verschwunden ist, dann steigt er hastig, aber vorsichtig den Fuß aufsetzend. nach. Von unten brandet lautes Geschrei zu ihnen:„Wir sehen euch, ihr Hunde! Ihr habt keine Patronen mehr und seid verrückt, diese Bergwand zu ersteigen, denn wir holen euch doch. Ins Quintanaroo sollt ihr! Quintanaroo!“ so brüllt es in einer Art Singsang. Kommandorufe ertönen, und die Verfolgung setzt ein. Pitava lächelt, blickt aber oft besorgt zurück. Manchmal steht er die drillichgekleideten Soldaten durch das Trümmerwirrwarr nachlletersz.—.Ju zen Mass 18 Ein gutes Drittel des gewaltigen Weges ist erklommen, als er wieder an der Spitze neben der Juana einhersteigt. Voll scheuer Bewunderung betrachtet er die Alte, die, mit der schweren Steinurne bepackt, nur geringe Spuren von Müdigkeit zeigte.„Wohin führst du uns Pitaya!“ fragte sie nach einer Weile. „Oben ist Wasser, Gras und ein Maisfeld. Ich habe es angelegt!“ antwortet er.„Ich dachte, du seiest allwissend!“ Sie blickt sich um, strengt die Augen an, und auf einmal kichert sie dem Erstaunten zu:„Es ist so lange her, daß ich es beinahe vergaß. Ich war zwar noch nicht hier, aber ich weiß Bescheid. Dies ist die der Azteken! Bald müssen links vor uns in die Wand gehauene Stufen beginnen, die nach ohen führen. Der Berg war eine Festung der Azteken.„Bitagg ruft verwundert:„Ja, die Stufen sind da, und gleich werden wir sie betreten."...—=1tsrts Gesat Nach einer Viertelstunde zeigt er seitwärts.„Folgt der Treppe! Ich habe hier noch etwas zu tun!“ Die Juana verläßt die Geröllhalde und biegt in eine durch Brustwehren geschützte Treppe, die der Fleiß unbekannter Völker, lange bevor es Tenochtitlan gab, in Adern aus seinen Schläfen. Langsam bewegt sich der gossen hat, un###g, schwer.# Wie zögernd sinkt er erst in seine alte Lage Sazgsgu zevest, 16, der wosen, durch das Steinlabprinng. Um Hilfe, rut. er zurück, dann rollt er mit einem Ruck vorwärts. Der Paqui rettet sich über das unter ihm fortgleitende Gerölfeld an die Seite der Frau, die den Knaben an der Hand hält. In großen Sprüngen hüpft der Stein bergab, stößt krachend an andere, die ebenfalls ins Rollen kommen. Ein vielstimmiger Schrei wird laut und erstickt sofort in dem donnernden Rollen. Sausen und Schmettern, mit dem ein Teil der Halde phantastisch schnell nach unten rutscht. Die Breitschultrige hält sich die Ohren entsetzt zu. Ein Luftzug drückt die drei Menschen gegen die Brüstung, dann peitschen braune dichte Staubwolken empor, die alles einhüllen. Es ist plötzlich, dunkel wie bei einer Sonnenfinsternis, und immer noch brandet das Echo tosend in der Runde wider, wird ganz langsam schwächer und geht erst nach langen Minuten in der fernen Bergwelt zur Ruhe. Der Pitaya umklammert die Hände der Frau und des Knaben.„Rührt euch nicht!“ schreit er durch den quirlenden Staub. So warten sie lange, bis es wieder hell wird, und dann starren sie in die Tiefe, wo immer noch ein brauner See wogt. Der Knabe tritt auf die letzte Stufe, beugt sich weit vor. Es ist totenstill da unten. Er bückt ckt sich, will einen Stein ergreifen, den er wohl in die Tiefe schicken will da verliert er das Gleichgewicht und stürzt den wirbelnden Se der Staubmasen. Ueber den Heulen, und einige, der alaten Bahn denzgkrangbgeg gnach. und wocht eine Eizt hettachztet se unse b4ch, voch pu..,j—des Mienenspiel huscht über das bstürzen. Der große Daqui perthr##ge sie begegtich. Wechselndes, Mienenspiel„huscht„über, das Gesicht der Breitschultrigen, einmal lächelt sie. stürzen befreiende Tränen aus ihren Augen, und sie beginnt geduldig die Treppe emporzusteigen. Vieren durch das Steinlabyrinth. nicht mehr. Ein paarmal hebt er lauschend den Kopf, denn es war, als ob in weiter Ferne jemand schrie. Ja, da ist's wieder! Menschenlaute, die seltsam dünn durch die dichten Schwaden dringen. Hoffnungsvoll kriecht der Junge weiter. Manchmal fühlt Benito Gras unter den Sandalen, und eine Strecke legt er rasch zurück. Abermals hemmt Felsenbarriere seinen Pfad, er muß wieder klettern Kaum ist er oben angelangt, da verlassen ihn plötzlich die Kräfte. Er rutscht mit hellem Aufschrei einige Meter tiefer, landet auf weichem Sande. Klagend Ein Schatten taucht plöslich dicht vor ihm auf. Eine harte Hand umklammert seinen Arm, und jemand sagt auf Spanisch:„Bleib, oder mein Messer fährt dir in die Kehle!" Laut wimmert Benito, versucht aber gleich darauf, seine Zähne in die Hand des Mannes zu schlagen. Leicht wehrt dieser den ohnmächtigen Angriff ab und betastet den Kleinen. Er pfeift durch die Zähne:„Caramba, ein Kind! Ein Yaquijunge! Haben se dich berloren!“.—4, Triche nicht uns Benito versteht die fremde Sprache nicht und zerrt an der Faust, die ihn hält. Der Mann lacht kurz, darauf setzt er sich neben Benito und hält hustend die freie Rechte vor seine Augen. Weiter senkt sich der Staub. Der Wind jagt nur noch hier und da Tromben empor, bläst sie gegen die Wand des Tafelberges, wo sie prasselnd zerstieben. Immer deutlicher tritt die Die beiden berachten sich jetzt mistrauisch. Bexte sieht einen großen Mann vor sich. Er trägt rote Sergeantenlitzen am Aermel, neben IZv, hezet, iszia, Gergzer Wasse und Mensch sind über und über bestgubt. Der Sergeant erschaut verwundert einen kleinen Jungen in zerrissenen Hosen und einem Hemd, das nur einen Aermel besitzt. In den Augen des Knaben sitzen die Sandkörner derart dicht, daß er nur mit Schmerzen, blinzeln kann. Und das ganze Kerlchen sieht aus, als ob es ein Bad in Senfpulver hinter sc, 267, Da nimmi der Mann die Biegsigsche, von der Hüfte sehen aus wie schwarze Streifen, deren Ränder im Sonnenschein leicht schimmern. Drohend ragt der graue Klotz des Tafelberges zum Himmel. Stumm betrachtet Jimenez die riesenlange, aus Steinbrocken gebildete Zunge, die von der Straße der Azteken“ aus weit über die Hochebene reicht. Er schüttelt sich:„Mein Gott! Da drunten ligen sie alle zu Staub zerquetscht. Fünf Kompagnien und soundsoviele Vaqueros nebst Papagos. Das ist ein Geschehnis, über das man noch lange reden wird. Komm!“ fordert er Benito auf nimmt das Gewehr und wandert langen Schrittes, den Jungen mit ziehend, dem Rande der Hochebene zu. Der Kleine sträubt sich wie eine gefangene Katze. Er zappelt, beißt, kratzt und versucht, nach dem Tafelberg chen. Aber die Hand, die ihn hält, läßt nicht locker, und als er sich hinwirft, schleift sie ihn über den rauhen alls Fimenez innehält, verlegt sich Benito aufs und wäscht Benitos Augen sorgfaltig aus. Kaum hat Bitten.„Mama! Mama!“ sagt er und deutet auf den Berg. Die Augen des alten Soldaten werden verdächtig feucht, mit sich im Zweifel steht er sinnend da.„Nein, es geht nicht!“ murmelt er barsch, er redet auf den Jungen ein und versucht, ihm mit ausdrugegolen Gesten den Sinn der Worte zu erklären.„Siehst du, Söhnchen, ich hätte gar nichts dagegen, dich zu deiner Mama zurückzuschicken. Aber die Sierra ist groß, und es ist ein verflucht weiter und gefährlicher. Weg, für einen einzelnen Soldaten bis nach Ures. Ueberall in diesen Bergen wohnen zerstreut deine Stammesbrüder, und wenn die mich erwischen, so ziehen sie mir die Haut lebendig ab, um eine Trommel damit zu bespannen. Aber wenn ich dich bei mir habe, so bleibt mir eine Chance, denn ich bin gut zu dir. Wusch ich nicht deine Augen vorhin? Du sollst auch zu essen und trinken bekommen, wenn wir erst eine Strecke von diesem Teufelsberg entfernt sind. Uff! Deucht mir doch, als ob ich die Gespenster der Kameraden zwischen den Steinen Benito hat von den Worten des Mannes nicht viel verstanden, doch dunkel dämmert ihm der Sing auf. Sehnsüchtig schaut er nach der steilen Mauer des Tafelberges, als ob von dort das Wunder seiner Befreiung kommen müsse. Endlich ergibt er sich, mit dem Stoizismus seiner Rasse, dem Willen des Schicksals und läßt sich auf die Schultern des Sergeanten setzen. Eiligen Schrittes, sich oft umsehend, wandert José Jimenez durch die Dunkelheit. Don Pedro Carasco, Schweinezüchter, Großgrundbesitzer, mehrfacher Millionär, sitzt dem Kommandanten von Ures in dessen Zimmer gegenüber. Lebhaft, schließt der Oberstleutnant seine Erzählung:„Fünf Kompag= nien, Don Pedro! Und zwanzig Vaqueros nebst etlichen Papagos.(Fortsetzung folgt.) Sie wollten doch etwas für Ihre Gesundheit tun- also: RadrihErwriennslohosrt Seite 9 Nr. 96 Seite 8 Nr. 96# Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Turnen und Sport Das Wochenende der Turner Zwei Großkämpfe im Kunstturnen Die Lüdenscheider Schützenhalle ist am Sonntag der Schauplatz eines großen Kunstturntreffens zwischen der Hamburger Turnerschaft von 1816, dem neuen Westfalenmeister TuS. Hamm 59 und dem TuS. Grünewald=Lüdenscheid. Alle drei Mannschaften treten in stärkster Besetzung an. Aus der Hamburger Mannschaft ragen Stebens, Pfeiffer und Huck hervor, die wiederholt schon beim größten deutschen Städtekampf Berlin— Hamburg—Leipzig mitgewirkt haben. Hamms Hauptstützen sind Klingenberg, Reinhardt und Stracke II, während in der Lüdenscheider Riege Sessinghaus, Münnich und Ranfft als die besten Turner zu nennen sind. Im Remscheider Schauspielhaus treffen die Kunstturnmannschaften des Iv. Eichen und des Tv. Remscheid=Hasten aufeinander. Hier haben sich zwei Gegner gefunden, welche schon seit Jahren im Kunstturnkampf Rheinland—Westfalen eine große Rolle spielen. Lehrarbeit im Turnkreis Bochum Der Turnkreis Bochum führt am Sonntag in Bochum für die Vereinsfachwarte fünf Lehrgänge durch. Es treffen sich die Männerturnwarte in der Turnhalle an der Fahrendeller Straße, die Frauenturnwarte in der Turnhalle an der Bleichstraße, die Volksturnwarte auf dem Sportplatz an der Krümmede, die Jugend= und Kinderturnwarte in der Turnhalle der Oberrealschule an der Goethestraße und die Spielwarte in der Turnhalle an der Feldsieper Straße. Kreisturntag am 17. Mai im Parkhaus Der diesjährige Kreisturntag des Turnkreises Bochum, der zugleich der letzte ist, findet am 17. Mai im großen Saale des Bochumer Parkhauses statt. Mit der Vorbereitung des Turntages, der besonders feierlich gestaltet werden soll, wird sich der erweiterte Kreisführerstab in einer Sitzung am Freitag abend befassen. Nationaler Boxabend in der Tonhalle Orientierungslaut in Auswahlmannschaft Duisburg gegen Box-Sport-Klub Bochum 19 Mit einem wirklich erstklassigen Programm überrascht der BSK. 19 am heutigen Abend seine Anhänger, indem er die Kampfstaffel der Duisburger Ardeitsgemeinschaft Astoria=Heros=BV. Hütte Ruhrort ale Gegner verpflichtete. Diese kombinierte Mannschaft ist augenscheinlich eine der stärksten des Gaues Nieder= rhein, denn in ihren Reihen befinden sich die besten Kämpfer obengenannter Vereine, unter anderen die vorjährigen Gaumeister Scholten und Pruß, sowie der bekannte Olympiateilnehmer Berger der trotz seines Alters noch immer einer der beweglichsten und technisch vollkommensten Boxer ist. Aber auch die übrtgen Kämpfer dieser Auswahlmannschaft gehören zu den Besten der Großstadt Duisburg=Hamborn und führen fast alle den Titel eines Stadtmeisters ihrer Gewichtsklasse. Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß Fliegengewicht treffen sich zwei Stadtmeister, und zwar Bockting(.) und Lehrke(.), die sich einen flotten Kampf liefern werden. Im Bantamgewicht hat Petermann(.) Gelegenheit, zu beweisen, daß er keinen Gegner scheut, denn sein Partner Taczkowski ist ebenfalls Stadtmeister. Im Federgewicht treffen zwei Rechtsausleger aufeinander, die über eine sehr gute Technik verfügen. Besonders Disselbeck(.) befindet sich augenblicklich in guter Form und dürfte gegen Scholten (.) von der angenehmen Seite überraschen, Im Leichtgewicht trifft Batz(.), 2. Bezirksmeister, auf den 2. Deutschen Meister Jakubowski(.) Batz verlor schon einmal gegen Jakubowski und brennt darauf, für diese Niederlage Revanche zu nehmen. Jaschk(.) trifft auf Golawski(.), der ebenfalls ein ausgezeichneter Techniker ist. Stadtmeister Distelrath(.), der seine letzten der BSK. 19, um einer sonst unvermeidlichen Nieder= Kämpfe alle gewinnen konnte, steht diesmal vor einer lage zu entgehen, seine Reihen erheblich verstärken muß und einige Kämpfer aus anderen Vereinen für diesen Kampf verpflichtete. So u. a. Disselbeck(PolizeiSportverein Bochum), Jaschk(Siegfried LothringenGerthe), Pries(Schmeling Wanne) und Jungkunst (Wattenscheid). Obwohl die Bochumer Kampfstaffel vor einer sehr schweren Aufgabe steht, dürften ihre Siegesaussichten durch die vorgenommene Verstärkung erheblich gestiegen sein. Jedenfalls verspricht der heutige Kampfabend harten und spannenden Sport. Den Reigen der Kämpfe eröffnen die JugendWeltergewichtler Normales(.) und Grimm(.) Im bedeutend schwereren Aufgabe, trifft er doch auf den vorjährigen Gaumeister und diesjährigen Bezirksmeister Pruß(.), der als Fighter bekannt ist. Ein weiterer Mittelgewichtskampf findet zwischen Matuschewski(.) und Gaumeister Pries(.) statt, den Pries auf Grund seiner ausgezeichneten Technik für sich entscheiden dürfte. Im Halbschwergewicht wird Junakunst(.) trotz seiner Tapferkeit kaum gegen Berger(.) aufkommen können. Im Schwergewicht stellt sich Fünfzia(.) zum ersten Male dem Bochumer Boxsportpublikum vor und hat gegen Demkowski(.) gleich eine harte Prüfung zu bestehen. Zweikumpt Westialen- gegen-Miittenhemmeistel Der zweite Gang in der Deutschen Handball-Meisterschaft Frauen-Schauturnen des Turn= und Sportvereins Bochum=Hamme 1883 Der Turn= und Sportverein Bochum=Hamme 1883 veranstaltet Sonntag, 26. April, in der Kaiseraue ein Frauen=Schauturnen. Vorführungen aus dem Gebiete lfen. der Körperschule, Gymnastik und Tanz, werden sich mit den Darbietungen der Rollschuhabteilung abwechseln und Zeugnis ablegen von der innerhalb der Abteilung geleisteten Arbeit. Die Leistungssteigerungen, die bisher in der Leibeserziehung der noch jungen Frauenabteilung erzielt worden sind, werden für einen vollen Erfolg des Abends bürgen,. Wirft man einen Rückblick auf die immer gut besuchten Veranstaltungen des Vereins, so ist wohl auch diesmal zu erwarten, daß die Vorführungen in werbender Hinsicht ihren Zweck nicht verfehlen werden. Schedler und Scelenbinder Die neuen Meister im Amateur=Ringen Die letzten Deutschen Meisterschaften im griechisch= römischen Ringen, die Titelkämpfe der Mittel= und dichtler wurden in Berlin beendet. Hindenburg Minden— TVgg. Obermendig Der zweite Sonntag der Gaugruppenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaft bringt in den vier Gruppen zwei Treffen von überragender Bedeutung, da in ihnen jeweils die beiden Tabellenführer zusammentreffen.„So stehen sich in Gaugruppe 1 MTsA. Leipzig und Berliner SV. 92 gegenüber, während in Gaugruppe, 3 Hindenburg Minden gegen die Turnvereinigung Obermendig anzutreten hat. Aber auch die beiden Spiele der Gaugruppe 4 sind von größter Wichtigkeit, da nach den unerwarteten Ergebnissen des ersten Sonntags hier weitere Ueberraschungen keineswegs ausgeschlossen sind. Hierbei steht dem Niederrheinmeister Rasensport Mülheim in Kassel eine keineswegs leichte Aufgabe bevor, wenn auch Kurhessen in Darmstadt geschlagen wurde. Die acht Spiele im zweiten Gang zur Deutschen Meisterschaft bringen folgende Paarungen: Gruppe 1: Oppeln: Post Oppeln— MSV Hindenburg Bischofsburg: Leipzig: MTSA. Leipzig— Berliner SB. 92. Gruppe 2: Hannover: Post Hannover— MSV. Magdeburg: Stettin: KTV. Stettin— Oberalster Hamburg. TV. GeislinHalbschwergewichzter, wurden in Varlin beendet.,[Gruppe 3: Fürth:„SpBgg. Fürth— TB. GeislinIm Mittelgewicht hatte Lindner(Netzschrau); gen; Minden: Hindenburg Minden— großes Pech. Bis zu seinem letzten Kampf war er ohne Fehlerpunkt und hatte fünf Schultersiege errungen. In der ersten Minute der Begegnung mit Schedler(Halle) kam er bei einem Ueberwurf so unglücklich auf dem Mattenrand zu Fall, daß er sich eine schwere Genickverletzung zuzog und aufgeben mußte. Er konnte auch zum Schlußkampf gegen den Titelverteidiger Laudien(Wilhelmshaven) nicht mehr antreten. Schedler (Halle) kam mit drei Fehlerpunkten zum Titel vor Laudien(Wilhelmshaven) mit vier Fehlerpunkten und Lindner(Netzschkau). Im Halbschwergewicht erfocht Werner Seelenbinder(Berlin) zum zweiten Male den Meistertitel. Den letzten Kampf gegen Ehret(Ludwigshafen) verlor er allerdings mit:1 Punkten. Mit zwei Fehlerpunkten siegte Seelenbinder vor Siebert(Darmstadt) mit 5 Fehlerpunkten und Ehret(Ludwigshafen) mit fünf Fehlerpunkten. Schleinkofer in Bucnos Aires k. o. Der Münchener Berufsboxer Schleinkofer traf auf seiner Südamerikareise in Buenos Aires auf den chilenischen Leichtgewichtsmeister Simon Guerra, von dem er eine schwere Niederlage einstecken mußte. Nach zwei wuchtigen Kinnhaken wurde Schleinkofer nach 2,20 Minuten ausgezählt. Perry tschechischer Tennismeister Bei strömendem Regen fiel am Donnerstag in Prag die erste Entscheidung zu den Internationalen Tennismeisterschaften der Tschechoslowakei. Fred Perry traf in der Schlußrunde des Männereinzels auf den Tschechen Hecht, den er nach durchweg ausgezeichnetem Spiel:2,:3,:6,:1 schlug. Unter den Zuschauern befand sich auch der Staatspräsident der Tschechoslowakei, Dr. Benesch. TVgg. Obermendig. Gruppe 4: Darmstadt: MSB. Darmstadt— SV. Waldhof: Kassel: Kurhessen Kassel— Rasensport Mülheim. Minden oder Obermendig? Der glänzende Start des Mittelrheinmeisters Turnvereinigung Obermendig hat die übrigen Meister der Gruppe 3 aufhorchen lassen. Ist der:=Sieg auch etwas zu hoch ausgefallen, so kommt ihm doch gegen eine so routinierte Elf wie die der SpVgg. Fürth besondere Bedeutung zu, zumal er auf neutralem Platz in Koblenz erfochten wurde. Man wird sich beim Westfalenmeister vorsehen müssen, denn daß am Mittelrhein ein wesentlich besserer Handball gespielt wird als in den letzten Jahren, haben die Soldaten bereits auf ihrer Österreise erfahren. Minden konnte zwar gleichfalls seinen ersten Kampf siegreich gestalten, aber der:7= Erfolg in Geislingen fiel recht knapp aus und zeugt von keiner allzu sattelfesten Abwehr. Zu Hause sollte Hindenburg Minden zwar eine leichte Favoritenstellung einnehmen, aber ein Erfolg der mittelrheinischen Gäste dürfte nicht als Ueberraschung anzusehen sein, die dadurch eine klare Favoritenstellung erlangen würden, die vor Beginn der ersten Spiele allgemein dem Westfalenmeister eingeräumt wurde. Um den„BA.“-Handballpokal Wer übernimmt die Führung? Der dritte Spielsonntag um den„.=.“=Handballpokal bringt wieder auf der ganzen Linie interessante Kämpfe. Nachdem der vergangene Sonntag zahlreiche Spielausfälle brachte, geht es am Sonntag wieder frisch ans Werk. Die Terminliste bringt für Sonntag folgende Spiele: Gruppe Bochum=Wattenscheid: TuS. Bochum— MBV. Linden TG. Bochum=Ehrenfeld— Polizei SV. Bochum V/B. Gerthe— Westfalia Bochum BC. Hordel— Germania 06 Bochum Wattenscheid 09/30— TV. Friesen Bochum Gruppe Wanne=Eickel— Herne: Jahn Holsterhausen— Union Günnigfeld TuS. Holsterhausen— Spog. Röhlinghausen Reichsbahn TuS. Wanne— Tkl. Wanne Westfalia Herne— TB. Eickel Tkl. Herne— Tv. 83 Röhlinghausen Die Gruppe Bochum bringt sehr interessante Paarungen. TuS. Bochum wird gegen die Lindener einen sehr schweren Stand haben; nach den bisherigen Leistungen der Gäste sollte man mit deren Sieg rechnen. Die Ehrenfelder sind zur Zeit sehr spielstark und werden dies gegen den PSV. Bochum unter Beweis stellen. Die Gerther werden sich gegen die Bochumer Westfalen so leicht nicht geschlagen geben. Die Germanen und die Friesen sollten indessen die Punkte nach Bochum brizgen..„eislaiuns mirh Vahn HalftarkIn der anderen Spielgruppe wird Jahn Holsterhausen mit einem klaren Sieg aufwarten. Das Treffen des Bezirksklassenmeisters Spyg. Röhlinghausen gegen Kreisklassenmeister Tus. Holsterhausen findet Wie überall, so steht auch die heimische Leichtathleti kurz vor ihrer Saisoneröffnung. Auch in diesem Jahre gehen dem eigentlichen Betrieb auf der Aschenbahn einige amtliche Veranstaltungen voraus, deren Abwick, lung vornehmlich außerhalb der Sport= und Spielplätze vor sich geht und damit gewissermaßen in der Oeffentlichkeit die nahende Saison ankündet. Im Kreis Bochum erlebten wir die erste Veranstaltung dieser Art mit dem 25=Kilometer=Gepäckmarsch und dem 25=Kilometer=Gehen im Monat März. Leider mußte der für vorigen Sonntag geplante Orientierungslauf in Herne wegen des schlechten Wetters auf den 26. April verlegt werden. Die Verlegung auf den kommenden Sonntag hat übrigens insofern noch eine erfreuliche Bedeutung. als noch mancher Verein seine Meldung für diese Veranstaltung abgegeben hat. U. a. hat auch der Turnverein 48 Bochum noch gemeldet und trifft damit erstmalig in diesem Wettbewerb mit seinem stärksten Bochumer Rivalen, TuS. Bochum, zusammen. An dem Ausgang dieses Zusammentreffens wird viel Anteil genommen. Eine weitere amtliche Veranstaltung bringt dann der zweite Sonntag im Monat Mai. TuS. Bochum führt an diesem Tage im Auftrage des Kreisfachamtes den diesjährigen Bahnstaffeltag durch, der für Männer, einschließlich Militär, SA., SS., Arbeitsdienst und Polizei, sowie für Frauen und Mädchen und die männlichen Jugendjahrgänge 18/19, 20/21, 22 und jünger ausgeschrieben ist. Außer verschiedenen Staffeln ist für alle Teilnehmer noch ein Dreikampf ausgeschrieben, der das Programm abwechslungsreicher gestaltet.„„„ 9 Die Kämpfe um die Deutsche Vereinsmeisterschaft werden im Kreis Bochum sehr wahrscheinlich schon am 16. und 17. Mai aufgenommen. Die Ausschreibung, die den in Frage kommenden Gemeinschaften bereits zugestellt wurde, sieht vor, daß die Vereine der Sonderklasse vor eine sehr schwierige und umfangreiche Aufgabe gestellt werden, aber auch die kleinste leichtathletische und volksturnerische Gemeinschaft in den entsprechenden Klassen im Mannschaftskampf in Erscheinung treten kann. den Unsere Voraussagen Saint=Clond, 24. April 1. Rennen: Marcel— Moon Stone. Carcassone„„Asperella. 3. Rennen: 2. Rennen: Tyr— Dame du Turf. 4. Rennen: Almée— Cérzaliste. 5. Rennen: La Blottière— Dupleir. 6. Rennen: Love Apple— Drigna. 7. Rennen: Caracalla— Dark Normand. Auteuil, 22. April 1. Rennen: 1. Cuenca(Gleizes), 2. Farceur X. 3. Sorastro. Toto: Sieg 62. Platz 33, 20. Ferner: Neptung, Harold Haut Brion. Caro. gatg„##menig 9. 2. Rennen: 1. Jaseur(Bates), 2. Cornebiche, 3. Lionceau. Toto: Sieg 22, Platz 19, 34. 36. Ferner: FrisBatailleur IV. Islette, Gayal, Janana, Jourgrößtes Interesse. Röhlinghausen wird hier schon ganz große Leistungen zeigen müssen, um den stark aufkommenden Rivalen zu schlagen. Tkl. Wanne ist als sicherer Sieger zu erwarten, dagegen wird der TB. Eickel in Herne so leicht nicht zu Punkten kommen. Der Tv. Röhlinghausen müßte in Herne zu einem knappen Sieg kommen. Gau Mittelrhein— Irland Die Nationalelf des Irischen Freistaates, Freistaates, die am 2. Mai in Budapest gegen Ungarn und am 9 Mai in Luxemburg gegen Luxemburg spielt, tritt am Mittwoch, 6. Mai, in Köln gegen eine Mittelrhein=Gaumannschaft an. quette II, 3. Rennen: 1. Gama(Maubert), 2. Savarin II, 3. Tite. Toto: Sieg 208, Platz 50, 21, 20. Ferner: Lili Eder. Le Gros Capucin. Sardanapa, Licketv Split, Rebenti, Duke of Lancaster, Rustic, Frivonnet, Genevoise. 4. Rennen: 1. Bonifacio(Bates), 2. Short Reigny, 3. Le Grand Saut. Toto: Sieg 40 Platz 14, 26, 12. Ferner Kélaoun, Carton, Parthénon II. Magnol, Sympathie. 5. Rennen: 1. San Marco(Bates), 2. Tonia, 3. Toto: Sieg 116, Platz 51, 106, 51 Ferner: Rodolpbe, Pett Diable,'Arbre Broys. Quarreuil, Kirdul, Prince Domino, Folle, Mon Amour III, Archeméde II, Le Conscrit, Montfort, Rosier, Clain, De Beers. 6. Rennen: 1. Loup de Mer(Howes), 2. Grand Val 3. Négrestan. Toto: Sieg 114, Platz 36, 49, 43. Femer: Maestro, Potentate, Horizon, Rhamni. My Lord, due 'Anjou. Valsine,'Orage Vimar, Scienter, Diamon, Croß, Hardol, Le Titien II, Insoumise, Florival. 7. Rennen: 1. Alcindor(Le Fur), 2. Théophile de#### voie, 3. Fierabras. Toto: Sieg 31, Platz 14, 12, 23. Ferner: Pen and Ink, Beau Luron, Jcaria, Rose Reine, Herdrule, Saint=Germer. „Cup-Fieber“ in England Fußball-England im Zeichen des 61. Pokal-Endspiels Seit Beginn der Woche steht Englands Fußballwelt bereits im Zeichen des 61. Pokal=Endspiels, das am Samstag im Londoner Wembley=Stadion die Mannschaften von Arsenal London und Sheffield United zusammenführt. Das„Cup=Finale" ist, wie schon seit Jahren, bereits vorzeitig restlos ausverkauft, und wenn alle Interessenten Platz= und Sichtmöglichkeit erhalten könnten, es würden Hunderttausende kommen, um diesem größten Fußballereignis des Inselreiches beiwohnen zu können. So werden es aber kaum mehr als 95000„Auserwählte“ sein, die sich rechtzeitig Karten besorgten und damit das große Glück genießen, Zeuge eines Kampfes zu sein, der seinen Vorgängern sicherlich nicht nachstehen wird. Mit dem FC. Arsenal London und Sheffield United, Spitzenmannschaften der ersten und zweiten Liga, treffen zwei ruhmreiche Vereine des englischen Fußballsportes zusammen. Arsenal, die erste Mannschaft, die mit dem viel umstrittenen=System an die Oeffentlichkeit Kreiomeistel Gönlen Bohrkengioten-werden trat, stand dreimal im Pokal=Finale, schaffte aber nur TG. Bochum-Ehrenfeld spielt in Herbede, Börnig auf eigenem Platz Von 6 Bewerbern Iteigen 3 auf Endlich ist das Feld der Bewerber um den Aufstieg zur Bezirksliga vollständig, die TG..=Ehrenfeld sicherte sich am letzten Sonntag den Gruppensieg und vervollständigte somit das bereits aus den Vereinen SV. Herbede, Union Haspe, Viktoria Dortmund=Derne, Hombruch und PfB. Börnig bestehende Bewerberfeld. Zunächst sei festgestellt, daß von den sechs Bewerbern um den Aufstieg nur drei Vereine aufsteigen. Während im vorigen Jahre nach Punktwertung im Einrundensystem gespielt wurde, finden die diesjährigen Aufstiegsspiele im Zweirundensystem, als mit Hin= und Rückspiel, statt. Welchen Bezirksligagruppen die drei aufsteigenden Vereine zugeteilt werden, ist noch nicht entschieden. Anzunehmen ist allerdings, daß die Ehrenfelder, sofern sie zu den ersten drei Mannschaften der Aufstiegsspiele zählen, der Bochumer Bezirksligagruppe was auch bei Börnig der Fall sein zugeteilt werden, dürfte. Bis dahin fließt aber noch recht viel Wasser durch das Ruhrbett, und es wird bei der Ausgeglichenheit der sechs Bewerber manche heiße Schlacht geschlagen werden müssen, bis am letzten Junisonntag die drei aufsteigenden Vereine ermittelt sind. Von den beiden am letzten Senntag angesetzten Spielen fiel das Spiel Union Haspe gegen VfB. Börnig dem Unwetter zum Opfer, während der SV. Herbede, der diesmalige Gegner der Ehrenfelder, sich unerwartet klar die ersten Punkte aus Dortmund heimholte. Das mag für die Ehrenfelder schon eine deutliche Warnung sein, den kommenden Die Meisterschaft gewannen die Hasper fast unangefochten und es ist damit zu rechnen, daß sie auch in diesem Jahre wieder mit vorn sein werden. Ehrenfelds Aussichten sind dennoch nicht so schlecht, denn es ist eine alte Erfahrung, daß die Aufstiegsspiele beileibe nicht so schwer sind, wie die letzten Meisterschaftsspiele in einer Gruppe, in der man seit drei Jahren um den Gruppensieg kämpfte und wo jeder Spieler den anderen genau kennt. So sind die Aufstiegsspiele für die Mannschaft am leichtesten, die einmal unbekümmert in den Kampf zieht und die zum anderen immer mit dem notwendigen Ernst bei der Sache ist. Die beiden Gruppensieger des Kreises Bochum, TG. .=Ehrenfeld und VfB. Börnig, haben Gelegenheit, am Sonntag die ersten Punkte heimzubringen. Börnig ist insofern glücklicher daran, als die Mannschaft auf eigenem Platz gegen Viktoria Dortmund anzutreten hat. Sind die Börniger nicht gar zu sorglos, weil Viktoria Dertmund am letzten Sonntag bereits die erste Niederlage eingesteckt hat so müßten sie den Kampf gewinnen können. Wesentlich schwer hat es die TG. Bochum=Ehrenfeld, die einmal in Herbede spielen muß, zum anderen wegen Verletzungen einiger Spieler in den letzten Meisterschaftsspielen nicht mit kompletter Elf antreten kann Wenn die Ehrenfelder dem guten Beispiel in den Meisterschaftsspielen folgen, so hat es jeder Gegner schwer, bei der guten Hintermannschaft der Ehrenfelder Lorbeeren zu ernten. Die Fahrt nach Herbede ist unter diesen Umständen zwar nicht leicht, Dingen nicht zu optimistisch entgegenzusehen Es muß aber sie ist durchaus nicht aussichtslos. Das dritte vor allen Dingen daran gedacht werden, daß die Hasper Spiel findet in Dortmund=Hombruch statt und sieht Union der ernsteste Bewerber um den erneuten Aufstieg Hombruch und Union Haspe im Kampf. ist Vor zwei Jahren schon haben sich die Hagener Vorstädter mit Erfolg geschlagen und sich den Aufstieg erkämpft. Sie machten in der Bezirksliga sogar eine famose Figur, bis plötzlich durch Svielerverluste der jähe Sturz in die Tiefe kam, der mit dem Abstieg endete. Die Spiele: PfB. Börnig— Viktoria Dortmund SV. Herbede— TG. Bochum=Ehrenfeld Hombruch— Union Haspe einmal den Sieg, und zwar 1930 mit:0 über Huddersfield Town. Umso erfolgreicher waren die Londoner in den letzten Jahren in der Meisterschaft. Dreimal hintereinander errangen sie den Titel 1933, 1934 und 1935, und erst in diesem Jahre ließen sie einer anderen Mannschaft—. Sunderland— den Vortritt. Als Pokalmannschaft müßte Sheffield United höher einzuschätzen sein. In den Jahren 1899, 1902, 1915 und 1925 holten sich die Sheffielder den„Cup“, und ein weiteres Mal, 1901, standen sie im Endspiel, das, allerdings erst in der Wiederholung, gegen Tottenham Hotspurs verlorenging. In der Meisterschaft sieht es nicht so günstig für Sheffield United aus, da die Mannschaft in der zweiten Liga steht. Sie nimmt hier jedoch einen Platz in der Spitzengruppe ein und macht sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg zur obersten Klasse. Da Arsenal einer höheren Klasse zugeteilt ist, gilt die Mannschaft natürlich als Favorit. Der Klassenunterschied ist jedoch im englischen Fußball nicht so schwerwiegend und fällt in den letzten Runden des Pokalkampfes kaum noch ins Gewicht. Beide Mannschaften haben sich ausreichend auf den Entscheidungskampf vorbereitet. Fest steht, daß beide Mannschaften in prächtiger Form sind und daher ein großes Spiel zu erwarten ist. Die„Papierform“ spricht für den Fs. Arsenal, der auch weit mehr Internationale in seinen Reihen hat und dessen Angriff wieder von dem schußgewaltigen Drake geführt wird. Arlenal stellt lechs Spieler Englands Elf für Wien und Brüssel England wird Anfang Mai zwei Länderspiele auf dem Kontinent austragen. Am 6. Mai spielen die Engländer in Wien gegen Oesterreich unter der Leitung von Langenus(Belgien) und am 9. Mai in Brüssel gegen Belgien; hier wird der Holländer van Moorsel als Unparteiischer fungieren. Englands Fußballelf wurde bereits jetzt aufgestellt und ist ohne Zweifel sehr spielstark ausgefallen. Der Meister der letzten Jahre, Arsenal, stellt nicht weniger als sechs Spieler, so daß sich die Mannschaft sehr schnell zusammenfinden sollte. Die Aufstellung lautet: Sagar(Everton); Male, Hapgood(beide Arsenal); Crayston(Arsenal), Barker Derby County), Copping(Arsenal); Coks(Derby County), Bowden(Arsenal), Camsell Middlesbrough), Bastin(Arsenal), Hobbis(Charlton Athletic).— Ersatz: Barkas (Manchester City), Joy(The Casuals) und Cunliffe (Everton). Zanderhamprepamen Bomlahdnd Diesmal stehen lich in Barcelona die Tennistpieler gegenüber Die diesjährigen Kämpfe um den Davispokal sind für Deutschland sehr aussichtsreich. Noch nie haben wir eine bessere Chance gehabt, in die Herausforderungsrunde gegen England zu kommen, dessen Spitzenspieler Fred Perry auch mit einem Finale England—Deutsch= land rechnet. Der Weg bis zum Endkampf in Wimbledon wird sehr schwer sein. In der Vorrunde gegen Spanien und in der ersten Runde gegen Ungarn, das übrigens in Düsseldorf antreten wird, sollten wir uns glatt behaupten. Dann aber wird die Lage kritischer werden. Frankreich, USA oder Australien müssen zum Schluß geschlagen werden. Zunächst gilt es, von Samstag bis Montag auf dem Meisterschaftsplatz des Tennis=Club Turo Barcelona einen Sieg zu erringen. Es sollte uns gelingen, mit den Einzelspielern von Cramm und H. Henkel schon die drei notwendigen Siegpunkte zu machen. In beiden Lagern ist die Besetzung des Do offen. Möglich, daß Deutschland mit Cramm—Lund Im Notfalle kann auch die Paarung Alonso oder Maier—Blanc antreten. Auch hier solllt ein deutscher Sieg zu erwarten sein, obwohl es recht fraglich ist, wie stark das deutsche Davisvokaldoppel in diesem Jahre sein wird. 1928 siegte Deutschland im Davispokalspiel gegen Spanien:2. Das war auf Berliner Boden. Im nachsten Jahre brachte uns das Los abermals gegen Spanien. Diesmal gewannen wir:1. Bei aller Unsicherheit im Ausgang sportlicher Kämpfe scheint der deutsche Sieg nie gefährdet zu sein. (Sport-mlender) doppels Heute abend im Tonhallen=Varieté, Bongardstrat“ Nationaler Boxabene antreten wird. Im Rotfalle kann auch die Pggrung„#ationaler Boxab Cramm—Henkel genommen, werden, während Denker Duisburger Auswahlmannschaft— Box=Sport=Pg## Klasse am Sa. Cramm—Henkel genommen werden, wahrend Denker vorläufig für die Davispokal=Doppelspiele noch nicht zur Verfügung steht. Spanien wird entweder mit Maier— Der Reichsfinan Anordnungen die D ten aus Anlaß der cher Härteausgleich lichen Anleihen vor durch Annahme des troffen wurden. die einmalige Kapi eineinhalb Jahre, bis Ende Juli 193 stimmungen über di mit Wirrung vom Mie Mittel des lage von den an anstalten usw. auf der Reichshauptkass er führt die Bezei Zinsermäßigung". Gewährung einer tümer=Nachweis an zurück, daß der An vorangegangenen Teil" aus den Er bestritt. Der Mini falls für gegebene der Zinssenkung stens 20 bis 40 P haben. Die Ausza ämtern übertragen träge und die Fes nachrichtigung der fürsorgeverbande Benzol=3 Für die deuts heimischen Rohstof ein Plan von groß rung der deutscher sung des Rohstoff Arbeiten des N schaftsgruppe Gas Deutschen Gemein daß den Gaswerk Jahreserzeugung Benzolanlage nah Die„Zeitschri hierzu, es sei zu Werke mit über gung zur Benzo aber auf Grund schaftsgruppe fest größte Teil aller die Benzolgewinn die kleineren We hierzu aufgeforde nung in deut in den letzten dre Jahre 1933 auf gesteigert werden. teren Steigerung zahl Anlagen im führung gelanger Mannes Wiederaufna „In der Ast.=( Jüsseld Düsseldorf wurde vorgelegt. Der R vortrag aus den mark und ao. Reichsmark auf gesamten Unkost ziale Abgaben 1 stige Unkosten, e mark. Der verbl lionen Reichsma auf Anlagen u (.55) Millionen gewinn einsch Reichsmark ergi einzuberufenden gesetzlichen Rese die satzungsgem mit insgesamt die Vorzugsakti# zugsaktien Litr 4741 254(0) R dende zu verte und Tilgung vo Rest von 2678 Das neue C das Berichtsjah gung im ersten tragseingana i 40 bis 48 Pro des Vorjahres. jahres erhöhte Rh.-Wes Mitgetei Fortlaufende 23. Div. IAnf Kuxe Steinkohlen 23. 4. 9•5 CareluseN. 4150/4400 Const..6 Deutschl. Schwerin Heiarich 6409 420 6800 45 8800930 Langb1 1 200 11700 (verstärkt).— Beste Einlaß 19 Uhr. Westdeutsche Anfang 20.15 lerne ichtathletik sem lschenbahn n Abwick. Spielplätze r Oeffentis Bochum t mit dem eter=Gehen gen Sonnri verlegt Sonntag Sheutung, diese VerTurnvererstmalig Bochumer Ausgang iommen. dann der hum führt amtes den und Mäd19, 20/21, rschiedenen Dreikampf ungsreicher leisterschaft schon am eibung, die reits zugeonderklasse ufgabe geetische und sprechenden na treten 2. Rennen: Dame du kennen: La — Drigna. X, 3. So: N e p t u n g, se, 3. Lionner: Frissana, JourII, 3. Tito. li Eder, Le iti, Duke of ri Reigny, 12. Ferner pathie. 1, 3. Curry. olphe. Pett ce Domino, erit, MontGrand Bal. 3.„Ferze: Loxd, zu Diamom, al. hile de S# 23. Ferner: e, Herdrule, sten Klasse. ilt ist, gilt er KlassenI nicht so unden des ide Manntscheidungsannschaften '8 Spiel zu r den FT. in seinen dem schuß);„Male, al), Barker by County), astin(Arseitz:„Bartas d Cunliffe ber hier sollte hl es recht aldoppel in spiel gegen . Im nächsegen Süe er Unsicherder deutsche Seite 9 Nr. 96° Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Mssche. Sechurorr nnrgesentierWeripapirer Reichsfinanzminister hat in Rundschreiben und Anordnungen die Durchführung der Milderung von HärAnlaß der Zinsermäßigung erläutert. Ein solcher Härteausgleich war bei Zinsermäßigung der öffentlichen Anleihen vorgesehen für bedürftige Personen, die durch Annahme des Angebots auf Zinsherabsetzung betroffen wurden. Da der Zinsausfall allgemein durch die einmalige Kapitalentschadigung von 2 Prozent für eineinhalb Jahre, also für die Zeit vom 1. April 1935 bis Ende Juli 1936 ausgeglichen wird, treten die Bestimmungen über die Gewährung von Härtebeihilfen erst mit Wirkung vom 1. Juli 1936 in Kraft. : Mie Mittel des Härtefonds werden durch eine Umlage von den an der Herabsetzung beteiligten Kreditanstalten usw. aufgebracht. Der Härtefonds wird bei der Reichshauptkasse gebildet und von dieser verwaltet; er führt die Bezeichnung„Härtefonds aus Anlaß der Zinsermäßigung". Zu den Voraussetzungen für die Gewährung einer Härteheihilfe gehört gußer dem Eigentümer=Nachweis an den Papieren bis 31. Dezember 1934 zurück, daß der Antragsteller seinen Lebensunterhalt im horangegangenen Kalenderjahr„zu einem wesentlichen Teil“ aus den Erträgnissen zinsgesenkter Wertpapiere bestritt. Der Minister will das je nach Lage des Einzelfalls für gegeben erachten, sobald die Einkünfte aus den der Zinssenkung unterworfenen Wertpapieren mindestens 20 bis 40 Prozent der Gesamteinkünfte betragen haben. Die Auszahlung der Beihilfen wird den Finanzämtern übertragen, während die Entgegennahme der Anträge und die Festsetzung der Härtebeihilfen sowie Benachrichtigung der Antragsteller Aufgaben der Bezirksfürsorgeverbände sind. Benzol=Basis wird verbreitert Für die deutschen Bestrebungen auf Stärkung der sung des Po stostegenprosukten=Ausschusses der WirtArbeiten des„Neoen der Wirtschaftsgruppe Gas= und Wasserversorgung und des Deutschen Gemeindetages in Kürze damit zu rechnen, daß den Gaswerken mit über 2,5 Millionen Kubikmeter Jahreserzeugung von zuständiger Stelle der Bau einer Benzolanlage nahegelegt wird. Die„Zeitschrift für öffentliche Wirtschaft" erklärt hierzu, es sei zunächst beabsichtigt gewesen, daß alle Werke mit über 10 Millionen Kubikmeter Jahreserzeugung zur Benzolgewinnung verpflichtet würden. Da aber auf Grund einer Rundfrage der genannten Wirtgrößte Teil aller Werke über 10 Millionen Kubikmeter in den letzten drei Jahren von rund 19000 Tonnen im 1933 auf rund 80000 Tonnen im Jahre 1985 gesteigert werden. In diesem Jahre ist teren Steigerung zu rechnen, weil noch eine größere Anzahl Anlagen im Bau sind oder Bauvorhaben zur Ausführung gelangen werden. Mannesmannröhren 3 prozent Wiederaufnahme der Dividendenzahlung nach vier Jahren der Mannesmannröhren=Wexie und gegenüber dem letzten Vierteljahr 1935 um 17 Prozent. Damit nimmt die Gesellschaft, die zu Beginn der Krisenzeit als letzter der Montankonzerne für das Geschäftsjahr 1980 noch eine Dividende von 6 Prozent verteilt hatte, nunmehr nach vier dividendenlosen Jahren die Dividendenzahlung in vorsichtiger Weise wieder auf. Kurze Nachrichten Nachdem die Harpener Bergbau AG. in Dortmund vor kurzem die Kokerei auf der Schachtanlage Hugo 2 wieder in Betrieb genommen hat, wird auch auf der mit ihr in Verbindung stehenden Ammoniakgewinnungsanlage der Betrieb wiederaufgenommen werden. der Gesamtabsatz des Deutschen Kalisyndikats in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf 6,7 Millionen Doppelzentner geschätzt werde, gegenüber 6,64 Millionen Doppelzentner in derselben Zeit des Vorjahres. Bei der Gesellschaft selbst hat die außerordentlich starke Steigedes Absatzes im Januar einem Rückgang deren Abschreibungen und 77499(232 425) RM. Sonderabschreibungen und„Abschreibungen„zuf kurzlebige Wirtschaftsgüter verbleidr einschließlich 270 769(267626) Vortrag ein Reingewinn von 712.431 Der Zusammenbruch der österreichischen„Phönix“. Versicherungsgesellschaft hat in Oesterreich zahlreiche Gerüchte ausgelöst, gegen deren Verbreitung die Behörden mit schärfsten Maßnahmen vorgehen. So wurden am Dienstag, wie amtlich bekanntgegeben wird, zwei bekannte Persönlichkeiten aus Oberösterreich wegen„wirtschaftlicher Gerüchtemacherei“ verhaftet und in das Konzentrationslager Wöllersdorf gebracht. In nächster Zeit beginnt der Wintershall=Konzern mit dem Neubau einer Fabrik für künstliches Benzin. Der synthetische Treibstoff soll nicht aus der Steinkohle, sondern durch unmittelbare Vergasung von Braunkohle gewonnen werden. Durchgeführt wird die Fabrikation von einer mit 500000 Reichsmark neu gegründeten „Mitteldeutsche Treibstoffe und Oelwerke AG.“ in Kassel. Gesellschaften berichten Wintershall AG. in Berlin=Kassel. In der Generalversammlung, die die Verteilung von 5 Prozent Dividende beschloß(i. V. 4 Prozent), wurde mitgeteilt, daß rung des Absatzes im Janggg,einem Ruatugg in den Monaten Februar bis April Platz gemacht. Die Landwirtschaft hat also Düngemittel in erheblichem Umfange im voraus bezogen.— Agrippina LebensversicherungsAG. in Berlin. 1935 wurden 8311 Versicherungen über 15,5 Millionen Reichsmark abgeschlossen(i. V. 2706 Versicherungen über 12,08 Millionen Reichsmark). Wieder 12 Prozent Dividende. Außerdem werden 682000 Reichsmark für die Versicherten=Dividende abgezweigt. — Ban den Berghs Margarine AG. in Berlin. 6(5) Prozent.— Wanderer=Werke AG. Schönau bei Chemnitz. Nach Abschreibungen von 2,30(i. V. 1,86) Millionen Reichsmark und nach Rückstellung von 400000 Reichsmark für Ferienbeihilfen verbleibt einschließlich Gewinnvortrag von 0,31 Millionen Reichsmark ein Reingewinn von 1,98(1,4) Millionen Reichsmark. Der Aufsichtsrat beantragt, nach Verteilung der satzungsmäßigen„Dividende von 6 Prozent auf die Voxzugsaktien eine Dividende von 8 Prozent in bar(1. V. 6 Prozent in bar und 2 Prozent an den Anleihestock) auszuschütten. Die Unterstützungsrücklage soll für soziale Zwecke um weitere 100000 Reichsmark auf 800000 Reichsmark und das Fortbildungsstivendium für die Gefolgschaft von 40000 auf 100000 Reichsmark erhöht werden. 750000 Reichsmark sollen für die durch die Geschäftsentwicklung bedingte Fabrikerweiterung zurückgestellt und 0,85 Millionen Reichsmark vorgetragen werden.— Kammgarnspinnerei Stöhr& Co. AG. in Leipzig. 7(6) Prozent.— Frankfurter Maschinen= bau AG. vorm. Pokorny und Wittekind, in Frankfurt a..: Wieder 6 Prozent Dividende.— Hannoversche Portland=Cementfabrik AG.: Wieder 6 Prozent Dividende auf 2,7 Millionen Reichsmark Aktienkapital. Dolerit=Basait A0% ig, Köln:„Der erzielte„Roh, gewinn von 185 679(i. V. 253754) RM. soll mit 178 500 (240047) RM. zu Abschreibungen verwendet werden. 7178(13707) RM. sollen auf neue Rechrung vorgetragen werden.— Glas= und Sviegel=Manufaktur AG. in Gelsenkirchen=Schalke: Nach Verrechnung aller Unkosten und Aufwendungen und bei 51 421(84473) RM. Anlageabrechnungen sowie bei 78 935(107 995) RM. anReichsmart„Soxrrag ein veingewinn, von 712431 (618 429) RM. Hieraus wird, wie bereits gemeldet, eine auf 10(i. V. 8) Prozent erhöhte Dividende ausgeschüttet, von der 8 Prozent an die Aktionäre ausgezahlt werden, während wieder 2 Prozent dem Anleihestock der Deutschen Golddiskontbank zugeführt werden. Nach Zuweisung von wieder 20000 RM. an den Beamten= und Arbeiter=Unterstützungsfonds verbleiben noch 276 165 Reichsmark zum Vortrag. Neue Bestrlungen del der Sehnsummenstener Auch Erstattungsanträge zulässig vortrag aus dem Vorsappon etrog 8. 1080)“ Pillonen Reichsmark auf gesamten Unkosten, umfassend Löhne und Gehälter, soe Pe ecece-e auf Anlagen und andere„Vexmögenswerte um 14 (7,55) Millionen Reichsmark, so daß sich ein Rein gewinn einschließlich Vortrag vose, Be 3pHh Gerin zuasaktien Litra B) auszuzahlen,.4A3—Pp; zugsaztien„Litzg, B) auszuzahlen, 3(). Prozent mit dende zu verteilen. und Tilgung von Genußrechten zu verwenden und den Rest von 2678616(2 969 619) RM. vorzutragen. das Berichtsjahr begonnen. eschest e echeice Aacher Sche del Vorsahfres, Gegerzikg, Her, Ausrischrit des Vorjahres erhöhte sich die Roystaulerzeugung um ein Drittel Von der Lohnsummensteuer in Preußen bleiben auf Grund einer„Verordnung über Befreiungen bei der Lohnsummensteuer“ vom 80. März 1936 bestimmte Zahlungen an die Arbeitnehmer steuerfrei, sofern sie auch bei der Lohnsteuer der Arbeitnehmer nicht zu berücksichtigen sind. In zahlreichen Fällen werden die Betriebsführer bereits die Lohnsummensteuer von diesen Zuwendungen, wie Weihnachtsgeschenken, Jubiläumsgeschenken usw. nicht abgeführt haben. Aber auch soweit die Lohnsummensteuer schon entrichtet ist, kann bis zum 80. Juni 1936 Erstattung beantragt werden. Die Lohnsummensteuer ist von sämtlichen Löhnen und Gehältern als Lohnsumme zu berechnen, welche an die im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer gezahlt werden. Bei Betrieben, deren Lohnsumme 18000 Reichsmark im Rechnungsjahr nicht übersteigt, werden 6000 Reichsmark steuerfrei abgezogen. Die steuerbefreiten Zahlungen Ausdrücklich von der Lohnsummensteuer befreit sind nunmehr, da sie auch mit der Lohnsteuer nicht zu versteuern waren, folgende Zahlungen an die Arbeitnehmer: 1. Jubiläumsgeschenke. Jubiläumsgaben an die Arbeitnehmer sind, wie von der Lohnsteuer, nunmehr auch rückwirkend vom 1. April 1934 an von der Lohnsummensteuer befreit, wenn sie bei einem Arbeiterjubiläum von 25 Jahren sechs Monatsbezüge bis höchstens 8000 Reichsmark. von 40 Jahren neun Monatsbezüge, höchstens 4500 Reichsmark, von 50 Jahren 1 Jahresgehalt, höchstens 6000 Reichsmark, bei einem Firmenjubiläum von 25 oder 50 Jahren oder einem Mehrfachen von 25 Jahren einen Monatslohn des einzelnen Arheitnehmers nicht übersteigen. Höhere Jubiläumsgeschenke sind in vollem Umfange steuerpflichtig. 2. Heirats= und Geburtsbeihilfen: Zur Förderung der Eheschließungen sind an Arbeitnehmerinnen beim Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis Heiratsbeihilfen steuerfrei, sofern die Auszahlung frühestens 1 Monat vor dem Austritt erfolgt. Die Arbeitnehmerin muß dem Arbeitgeber ihre bevorstehende, Verheiratung durch Uebergabe der standesamtlichen Bescheinigung über das Aufgebot glaubhaft machen. Die Eheschließung muß grundsätzlich innerhalb eines Monats nach dem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis vollzogeg erhen Geburtsbeihilfen, die ein Gefolgschaftsmitglied vom Arbeitgeber erhält, sind steuerfrei, wenn Gefolgschaftsmitglied keinen höheren Verdiensr als 520 Reichsmark monatlich oder 120 Reichsmark wöchentlich hat. Für die Lohnsummensteuer gilt die Befreiung der Heirats= und Geburtsbeihilfen rückwirkend vom 1. April Z. Weibnachtsgeschenke 1934 und 1935. Weihnachtsgeschenke an Arbeitnehmer zu Weihnachten 1934 sind befreit, wenn die Zuwendungen im Monat Dezemhar 34124 sher den vartraglich ham tgriflich Börsen sest Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf An der Börse war nach den Vortagsabschwächungen, die sich lediglich als kurze Unterbrechung der Aufwärtsbeweeung am Aktienmarkt erwiesen haben, wieder eine einheitlich feste Linie festzustellen. Das Geschäft nahm jedoch im allgemeinen keinen größeren Umsang an, doch genügte die kleine Nachfrage die Kurse zu befestigen, da Angebot nicht vorlag und die Kaufaufträge der Bankenkundschaft auf leere Märkte stießen. Bemerkenswert war, daß auch der Renten: markt festere Kurse aufzuweisen hatte. Obwohl auch hier das Geschäft sich im kleinen Rahmen bewegte, zogen die Kurse auf den verschiedensten Marktgebieten leicht das als Zeichen dafür ansehen, daß außerhalb der Börse. Anlagetätigkeit anhält. Am Aktienmarkt lagen M tanwerte wieder fast einheitlich fester. Hoesch eröffneten ½ Prozent höher 98¾ und zogen im Verlauf weiter auf 99 an. Ver. Stahlwerke 86 3/8(plus 5/ Prozent) bei lebhafteren Umsätzen Harpener Bergbau plus 1 Prozent, Mannesmann plus ¼ Prozent, nur Rheinstahl um 1 Prozent nische Braunkohlen um 2 Prozent aus Zufallsangebot hin gedrückt. Fest lggen, auch wieder Faxkghgtzien,„die, um ¼ Prozent auf 165¾ anzogen. Den größten Umsatz hatten Wintershall von Kaliaktien, die erkl. Dividende mit 111%(minus ¼ Prozent) einsetzten und im Verlauf auf 12½ sich erhöhten. Elektrowerte ruhig und wenig verändert. Am Kurenmarkt wurden von Steinkoblenkuren Heinrich und Deutschland etwas höher bezahlt, Constantin unverändert bei kleineren Umsätzen. Im Verlauf Aktienmarkt zunächst weiter anziebende Kurse. Infolge. Nachlassen des Geschäfts konnten sich später die Tagesgewinne nicht ganz behaupten. Berliner Börse Die Börse war freundlich gestimmt und verkehrte, auf alten Marktgebieten wieder in einer festen Haltung. Die Geschäftstätigkeit beschränkte sich nicht nur auf den Aktienmarkt, sonUmsätze waren allerdings nicht besonders groß. Der Markt festverzinslichen Werte trat mehr in den Vordergrund. Von öffentlichen Anleihen war die Reichsaltbesitzanleihe im Hinblick auf die in einigen Wochen stattfindende Ziebung ber 1934 über den vertraglich bzw. tariflich gezahlten Arbeitslohn hinaus gezahlt sind, sofern der vereinbarte jährliche Arbeitslohn des Arbeitnehmers 3960 Reichsmark seinerzeit nicht überstieg. Weihnachtsgeschenke an Arbeitnehmer zu Weihnachten 1985 bleiben wie von der Lohn= auch von der Lohnsummensteuer frei, wenn die Zuwendung in der Zeit vom 25. November bis 24. Dezember 1935 über den vertraglich bzw. tariflich gezahlten Arbeitslohn hinaus an Arbeitnehmer gewährt ist, deren vereinbarter Arbeitslohn nicht mehr als 8960 Reichsmark jährlich betrug. Die Weihnachtsgeschenke können in bar oder in Sachen gegeben sein; auf die Höhe kommt es nicht an. 4. Sonderzahlungen zum Tage der nationalen Arbeit 1935. Sonderzahlungen(Zehrgelder) zum Tage der nationalen Arbeit am 1. Mai 1935 waren als übliche Gelegenheitsgeschenke lohnsteuerfrei, wenn sie 2 Reichsmark nicht überstiegen, andernfalls in voller Höhe steuerpflichtig. Diese Befreiung wird auch für die Lohnsummensteuer gewährt. Erstattung überzahlter Lohnsummensteuerbeträge. Die Zahlungen auf die Lohnsummensteuer erfolgen im allgemeinen lediglich in Form auszahlungen, ohne daß nach Schluß des Rechnungsjahres(1. 4. bis 81..) eine Veranlagung zur Lohnsummensteuer stattfindet. Jedoch kann jeweils bis zum 30. Juni für das vorhergehende Rechnungsjahr von dem Steuerpflichtigen(wie von der beteiligten Gemeinde) ein Antrag auf Vornahme der Veranlagung gestellt werden, sofern ein berechtigtes Interesse an der Veranlagung dargelegt wird. Für die nunmehr zum großen Teil nachträglich von der Lohnsummensteuer befreiten Zahlungen(vergleiche oben!) kann der Antrag auf Veranlagung, wie ausdrücklich bestimmt ist, nunmehr sowohl für das Rechnungsjahr 1934 wie 1935 noch bis zum 30. Juni 1986 gestellt werden. Hat eine Veranlagung bereits stattgefunden, so muß der Betriebsführer Berichtigung des Veranlagungsbescheides beantragen. Um die Erstattung der auf die steuerfreien Zahlungen entrichteten Lohnsummensteuerbeträge zu, erreichen, muß also stets ein Antrag auf Vornahme einer Veranlagung zur Lohnsummensteuer bzw. eine Berichtigung der Veranlagung zur Lohnsummensteuer für das betreffende Rechnungsjahr, in dem die Ueberzahlung erfolgt ist (1934 oder 1935), bis zum 80. Juni bei dem Vorsitzenden des Gewerbesteuerausschusses eingereicht werden. dann erfolgt auf Grund des Veranlagungsbescheides die Erstattung der überzahlten Lohnsummensteuer. Dr. Wuth. Reichsschuldbuchiorderunggn. gleicglalls, gefragt und eiwas erhöbt. dagegen Zinsverautungs####e vernachlässietz, gn kursmäßig wenig verändert 92¼ in der Mille.„Die mschuldungsanleibe der Gemeinden blieb bei 87 in der Mitte ruhig. Von Währungsanleihen Young=Gulden 93½(vlus ¼ Prozent) und Eschweiler=Gulden etwa 97¼(plus ¼ Prozent). Preußen=, Giro=Dollar bei 66¼ bis 66½ unverändert. Am Aktienmarkt führten von chemischen Werten Farbenaktien, die bei 165¾(165⅛) eröffneten und im Verlauf schmibk 112 GBüs 26 prozen,)„Feigeis 1. bius&4; Prg; 10533 befesigt. Von Versorgzungswverten Eierächangesbeiete zent): Mannesmann im Hinblick ruhig. Von Montanwerten wurden Hoesch und Stahlverein in 3 Vroienl Veschtak. um Gekd mlae Pt Piris nan Ven Blankotagesgeldsatz unverändert 2½ bis 2¾, teilweise auch andert 12.29, Dollar 2/45(.489), holländischer Gulden 168.92 OE Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. An der Abendbörse zeigte sich erneut etwas Kaufneigung für Aktien. Publikumskäute waren jedoch nur in geringem sich das Geschäft auf wenige Spezialwerte. Die Auslandsbörsen Newyork: Stetia. London: Zuversichtlich. Amsterdam: Schwächer. Paris: Behauptet. Brüssel: Widerstandsfähig Zürich: Uneinheitlich. Wien: Lustlos. Mailand: Gut behauptet. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten ner 1000 ka, sonst per 100 ko Roggenm.(.397. a4 S.## 55 Viktoriaerbsen 34.37 033.0 380 Soeiseerbsen 32.-36-0s32 0 35.0 Futtererbsen.. 124.-26.0s24.-260 Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) Berliner Elektrolytkupfernotierung vom 23. April 1936: 53 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, in Blöcken 144, Aluminium, Walz oder Drabt: 148 Reichsmark. Rh. Westf. Börse, Düsseldort, 23. April esecil un Albichn Alhern. uschenenth. Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen Altbesitz. 8% Hoesch RMl. 5% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn ..Farbenind. Feldmöhle. Felten& Suille Goldschmidt arpon... Koesch-Köln Kall-Aschersl. 23. 4. 33, 4. 23. 4. P2, Div, Anfang Schlus Kassa 1Schlugt. Ar 111.95—.— 111. 87 111.50 104.0010 104.50 104.50 104. 60 104 25 104 00 104.25/104 25/104.00 103 75 4 103 37/104.00 5116.50116.50 6114.50 4119.75|119.75 125.87/126.00 7/165.79 6/128.87 124.25 112.00 124.00 98.75 166.37 129.38 124.75 125.50 99.75 193.90 104 123— 116 00s116 50 116 00 119 13119.50 128 00/125 37 165.87/165.50 129.25|129.05 124.62|123.87 112 12— 125.62|123.00 98.75 98.25 5s129.62/129.37|129.25|129 00 Kuxe Steinkohlen 94.62 3 87.00 0 90.00 12 1835 50 r Mannesmann Masch. Untern. Reichsbank 12/185 50 Rhein. Braun k. 12/230.00 Rhein, Stahlw. 4/122.37 Rh.-.-Elek. 6/128.75 Salzdetfurth /72 Schucker& C. 4 Siemens&Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregein Wintershall Zellst.Waldhoff 23../23. 4. 129. 4. Antang Schlus Kasse 95.90 139.50 185.67 87.50 90 50 231.00 123.25 128.50 187.30 133 50 185.87 86.62 0 37.25 5/129.12 87.00 37.50 129.25 86.73 90ss.Hosk.-Ge. 89. 1200s3. Masch.8 „81.75 Dmamit A. Nob. 181. Jzchw. Berg. 9 95.00 87.12 89.75 185 501181.79 231 25/232.00 122.62 128. 25 187 00 51111.75|112.37 122. 4 Industrieaktien(Einheitsk.! Div.[23. 4. 22 4. olonia,.-.K. 0 5 6 Balcke Masch. Berg. 6. Dahl. V Zonner 8g. u. H. 3öso. Walzw. Braunk Zuk. 122. 4 Bruckd.-Wietl. Schlussurbach Kal. 46 Oortm. Ritterbr. 133 23hgtaseh. 129.01/35;. Goach.49 139.50138.62 jallesche Salz. 185.87 100 12 86.75 37.508 Gestsie Deutschl. Schworg Heinrich Brucko.-N.—— Westa. 91008800 8900— Bernharem. 1325/1375/13001375 Kall Beienrode Burbach GuteHoffn. sonhar0 3600 9200 Ssonbiegu 020 ggetten 00 11800 12400Bellerh. 183.621ochtief 46. —.—(abelw. Rheydt 86.00ali-Chemie 37.500 37 g2 4Ohelm. Berg 129 054126 09 khein. Metall 112331532 Boln. SJogg Roddergr. Brak. Isacht. 16. 8gt. sSsches-Oetres Holikere„„ Schleg Scharp. 23. 4. 22. 4. Naggonf.Uerd. #1 S1G8 Basderv. Sels Prauaschu..90.-630. 000. 630. Pronsschn HOCAbpfet 330 920) 900, 949Einigkeit— 3800 4050 3700 395 9Erichsse 9 330934 50 3 30 4150/4400(150 445%an. Stacf. 6400 6800 S400680-Zlegfe sut.i— 6200 420 455 420) 45%intersh. 5600 10000 9800900op soclssoofersosssd greiverkene Hienge“ Le k11oh 130o 11809... Managl. Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe Draunkohlenf 23. 4. 1 22. 4. 61 5 ansbher Gane 6S161 B8-Heusoist 5000 5300 50503331ansoacr 600— 690— eicheld. 75 hüring .— Habigh. 2609/2802 320 0 eimbold. 2600 2800 0 289— 790.5820 2605 2650 3000 28.9 190 5820 11855 45502750255 47592850 63 0 89.030onia Rückv. 135.0125 0Nadd. Feuerv. 126.0125.0(öln. Hagelv. 126.9/142. ög. Lvd A. V 23./22. 4. 40 133.0 170.0 90.0 249.02400 120.0120 80.0 80.0 135.0 170.0 90.0 Berliner Börse, 23. Auril 815 —." Rentenwerte 103.6/102 65 Rhw..-Cr.Ghyp.101.7/6 Pfd. 3. 4. 6. 12. 10 96.5 58.0) dto. Oto..1 BUg dto. dto. S. 11(102 2 5 dto. Gold.-Kom 1928. 1927 S.—8 95.0 ½a Md. Bod. Gpfd. 6—. 117.16 Oto. Em. 3. 9s12. 14 95.7 117.2 Freiverkebrs-Aktien 23. 4. 22. 4. 5* 5 Bankaktien 330Noge### 2750 86.3 1630 116 2 11 41 123 7/123.8 185.0s164.0 Adler K. 133 2/3urb. K 51s8 C. sw.-Kb. L Joedh. h ann. K. 52 9, 108132%00 103 5110 Aoihrig. 87.0“. Aothr. 6. 165 5181 Sas. 41sch. Kr 96.0 97.0 111 1n. Sere 91.0 91.0 83.2 27500. Bank u..-6. Dresdner Sank #n. W. 8d. Cr. B. 3230 62t0..-4 2730 Vereieberungeaktien 2750— 80 480 M2530 2750MAach.-Münch.F 32 1165 1163 45292845/2625 2850ach. Rückvers 14.8/235 0/235 450/3650/3159 365 Mgripp.,., FI.L1—(385.|385.0 —- 390|4#.-.Stuttg.#.#7147.0 400— 420l.-.84.--4.4/.92 132.00 96.5 102.6 95 0 15 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Ainheltakurse Industriewerte 23..22,4. 12 185.0184.0 0 50.3 50.0 36 8 36 5 97.0 94.7 92.9 91.2 gkkumplateren I Aku 4. E. 6. Anhalter Kohle Ischaff. Zeilst. Rb. 11ne1 #I. Diaa. 76.0—.0 57.5 59.5 57.0 59.5 114.111 01 95.5 123.0 95.0 82.5 63.0 57.6 73.0 155.0 98.5 98.5 94.2 128.9s123 0 60.0 98.0 85.5 70.9 73.8 96.5 99.5 93.5 95.0 82.5 69.0 56.0 730 155.9 94.5 97.21 127.0 98 0 85.5 70.5 760 95.5 90.0 93.0 83.9 89.2 120 1120.2 900— Stnereeteehg3 u.# anlig ab f. 4. 1990 103.1 I. 4. 19m. 1107.1 I. L 1n I. 4. ian I. t. 190 Mitgetellt, von der Commerz- und Privat-Gank.-., Fillale Bochum Olttmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. "„ Union-Brau odrener Metall Oyckersh. Widm. Basalt Sayr. Metoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berf. Karler. Ind. Kr. u. Lcht Maschinend. Buderus 6030. Masen Chem. Gelsenk. Conti Gummi Jlektr. Lieferg „ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 69.5 68.0 .7 10.3 6131.9130.5 8. 850 835 6 22 1130. 91549/13.2 Feinjote gebhardt& Co. O German. Cem. Jes. f. el. Untern. 3lldemeister 3ladb. Wolle Jruschw. Textl Juanowerke 84111111. .41 11/180.5 Pa ben: Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle! " Conti 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kad. Eisennand 60 0105.2/104.7 6/117.0 152.0152.5 132.0131.8 9 145.9 81172.2170.8 8/144.5145.0 7—.— 4127.7127.3 0 49.5 10163.0 12—. 6—. 6134.9 6/125.1 142.5 95.0 109.2 50 5 okswerke 1 Kölner 6es krefft W. Kromschroeder Kronorinz Mstall Küppersbusch ahmeyer I Laurahötte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz G. 130.0 142.0 94.7 103.2 111.7 1117 4113.5 434.5 7/134.0 39108.0 94.0 ega e Hageda Hamb. Elektr. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärte Hoheniohewerke Hoizmann Pn. Hotelbetr.-Ges. aximf. Hôtte Miag ulmoss Aülheimer Berg. 117.5 112.5 133.5 133.4 89 133. 109.5 139.0 119.0 34.— 30 9135.0132.0 411.9113.2 vise Bergbag diee Ganos bsenbeck Brau. lbunghans Gebr. 90.0 69 915 68.0 88 6/129.1 3 78 5 0 79 5 100.2 75/153 0 6—. Siem.& Haleke Stollberg. Zink 123.6313 78.5131 79.4 100. 2/rhöringer 6as Tuch Aachen 152.0 115 Inion chem. 711342 0 25.5 0 98.2 8 152.0 8 45 6—. 0 901 10|144.7 133.2 24.5 97.9 renst. amp; Koppell## Osnabr. Kupfen 6 6 Zahn 3 Jonein. 05.0 96.2 Pongs hein. El. Werke 6 1 Rhein.-WV. Kalt Ziebeck Montan ZOtgerswerte sechsonuut! 5i0 Sarott Oschlege .#schles. Berg. u. Z. " Berg. Beuth. Elekt. u. 6as 4Schub. 4 Saizer .Aschultheis-Patz. Segersdoder. V. siemens Glas 11111.0 er. Dtsch. Nieke! Ver. Glanzst. 151.9Ver. Ultramarin 153.0ogel Draht 1agner& Co. M Wandererw. Warsteiner Grub. Vestfalen Draht Vickdler Brau. 39.0 142.0 138 5 81.0 81.3 131.5 6/126.0 .2108.0 6/129.5 28/283.0 5—. 51108.5 45.7 93.0 143.2 133.0 108.2 958 95.6 185 8/185.3/1 Möhlb.-Ruhr Anl.—. 1 Ruhrverbd. Anl. 36 ##Pr Ldof. A. Pfa. 97. 97.0 #145 Ldbk. Westf. Pfd. 94 94.5 I5 P e E. on 93.5 94.0 140t.Komm.Goldanl. 91. 0 94.1 —. 111.“Vestt. ldsch. Pfd. 98 3 96.8 #pf. Avo. B. Bin. Pfd. 95.2 95.2 #Pr. Centr.bod. Pfd. 95.2 96.5 ###Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 96.C 96.5 3 Basalt Obl. 87 0—. ; Concord. Berg Obl. 103. 5/103.0 ; Daimler Benz Obl. 106. 7/106.2 92.15 Köcknerw. Obi. 103.0102.9 57.51 Mont Cenis Obl. 103.7/103.7 68.5½ Ver. Stahl 60( 92.|—. V.#s Ver. Stahl 47131 93 5 93.5 99 5— 3 Siem. u. H. Odr. 169.0169.0 ; Farbenbonds 132-7/133.3 umsch. Anleibe 86.0 86.6 A. 6. für Verkehr Soch. Gelsenk. danb. Amer. Pak. .Ostamd. Südamer Oordd. Loye Rentenwerte .5/45 Ot. R. Schatz. 41 „01 Ot. R. Anleihe 44 Git O. R. vounganl. -. 1½ Reichsbahn Sch. 93.1Vestfalen Altossitz ## Bochum Anl. .015 Ouisburg. Anl. e. 1116 Oüsseld. Anl. 6. 7/½ Elberteld. Anl. 115.0 14.5 28.0 15.2 95.845 Essen Anl. 91.1 7. Schuldb. F. 88 3. Schuldd. F. 38 3. Schuldb. F. 40 3. Schuldb. F. 42 98.3/3. Sohuldd. F. 43/8 .3 97.8/1 Essen Steink. 42 .01102.8/15 Harpener 40 93.8115 R. N. E. 32/8 111.36 R. N. E. 50 —. Fs Runrenemie 43 83.855 Ruhrgas 53 92 5lc5 Ruhrwasser 83 91. 2/45 Runrwonng. 59 91 315 v. E. W. 52 23../23.4. Seid Brief 99 8 99.9— 98.2 99.1 98.11 98.8 100.0—. 95.0 93.0 91.5 109.9— 93.2 94.7 94.7 96.0 92.0 93.0 93.2 94.0 91.7 93.0 Westtalenbank Austanrung samtilen .-G. Bochum Sankgesenatte * Gurgüälige Ausübrung aler beghnädgen Geschäüe Deuische Bank u. Dis Filiale Bochum Wilhelmsplatz 5a. Tel. 8055 Seite 10 Nr. 96/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Die Geschichte des Regiments in dem von Fritz H. Chellus. Wir hatten den Befehl, das Dorf zu nehmen. In schneidigem Anlauf drangen wir mit geringen Verlusten in Montécouvé ein und machten eine Anzahl Gefangene. Unter„Pardon Monsieur!“ kamen sie uns ohne Gewehr und Seitengewehr mit erhobenen Händen entgegen und aus den Kellern hervor. Wir schickten sie ohne Begleitung„Richtung Fesselballon Allemagne!“ Durch die Einnahme von Montécouvé war der Widerstand des Feindes gebrochen. Die Verluste der Franzosen waren schwer, außerhalb des Dorfes lagen ganze Reihen von Gefallenen, Mann an Mann, niedergemäht von unserer Artillerie und den schweren Maschinengewehren. Von Montécouvé ging es sogleich weiter über das Höhenplateau nach la Carrière, wo die Kompagnie 40 Gefangene machte. Einige Meter vorm Feind lagerten wir in der Nacht im Freien. Der Mantel, der mich deckte, war tagüber durchschossen worden, ohne daß ich es gemerkt hatte. Am Fronleichnamstage, dem 30. Mai 1918, vormittags 9 Uhr, gingen wir wieder in eine mit Schilf und Sträuchern bewachsene Schlucht. Drüben von der Höhe schlug uns Infanteriefeuer entgegen. Mit meiner bis auf 30 Mann zusammengeschmolzenen Kompagnie stürmte ich die besetzte steile Anhöhe. Unser Vorwärtsstürmen war zu rasch, trotz häufigen Abschießens roter und weißer Leuchtkugeln feuerte die eigne Artillerie wiederholt in uns hinein; in meiner nächsten Nähe schlug ein Volltreffer eines deutschen Geschützes in ein schweres Maschinengewehr der 3. MG.=Kompagnie, zersetzte das Gewehr und tötete die Bedienungsmannschaft. Mit einem Schlage setzte um die Mittagszeit auf der Höhe ein französischer Gegenangriff ein. Meine Kompagnie zählte kaum 25 Mann, nach rechts hatten wir bereits zurück. Schon war der Feind, geführt von Offizieren mit gezogenem Degen, bis auf 50 Meter an uns herangekommen. Stehend forderte ich meine Leute auf, zu feuern und auszuhalten. Von der zurückgehenden Nachbarkompagnie eroberte der Feind ein schweres MG. und wollte die Schützen zwingen, auf uns zu feuern. Jeder meiner Leute schoß, was die Gewehre hergeben wollten. Nach zweistündigem Kampfe war meine Kompagnie Herr der Höhe und unter schweren Verlusten zogen sich die Franzosen zurück. Nachmittags 3 Uhr kam endlich Verstärkung, dann ging das Ganze vorwärts Richtung Ferme St. Légon und Vezaponin. Auf den Höhen von Vozaponin konnten wir ganze Knäuels zurückflutender feindlicher Artillerie, Munitionskolonnen und Fuhrparks sehen. Um 3 Uhr nachmittags vereinigten wir uns mit den Truppen des 18. AK. An der Spitze der kämpfenden Truppen drang als erster unser Regimentskommandeur Major Freiherr von Tubeuf mit seinem Adjutanten in das noch von feindlichen Maschinengewehren besetzte Vezaponin ein.“ Soweit der tapfere Kompagniefeldwebel Eichinger, der für sein vorbildliches Verhalten nicht nur das ., sondern auch die silberne Tapferkeitsmedaille erhielt. Aber was konnten alle diese Erfolge noch nutzen, wenn der Gegner von Tag zu Tag an Material überlegener wurde. So hervorragend und ruhmvoll diese lokalen Erfolge auch für die einzelne fechtende Truppe war, an dem Gesamtergebnis vermochte sie nichts mehr zu ändern. Die„Lister“ hatten getan, was in Menschenkräften stand, mehr konnte auch der oberste Kriegsherr nicht von ihnen verlangen. Die Materialschlachten der Westfront, die ungeheure Ueberlegenheit der Gegner an Menschen und Waffen, besiegten die heroische Tapferkeit des deutschen Heeres, die Maschine triumphierte über den Soldaten. So rückte das traurige Ende immer näher. Zum letzten Male warf man die„Lister" nach Flandern, zum fünften Male marschierten sie in den gleichen Gefilden auf, die ihre ersten Blutopfer gesehen hatten, aber kaum zwanzig Mann sind noch beim Regiment, die zum fünsten Male mit dem Regiment diesen Boden betreten. Der 14. Regimentskommandeur während dieses Krieges, Oberst Baligand, führte die„Lister" zum letzten Male nach Comines. Trotzdem es im Grunde schon allen klar ist, daß an dem Schicksal dieses Krieges nichts mehr geändert werden kann, halten die„Lister“ in Treue aus bis zum bitteren Ende. Ob auch Divisionen rechts und links zurückweichen, die„Lister" stehen, wo der Befehl der Heeresleitung sie hingestellt hat. Bis Mitte Oktober 1918 verteidigten sie den blutgetränkten Boden bei Messines, der schon 1914 das Blut der Freiwilligen getrunken hat. Einer der allerletzten Kämpfer des alten Regimentes, der auch jetzt wieder treu und unverzagt seinem Dienste nachgeht, ist der Gefreite Hitler. Immer schwieriger wird die Lage, immer dünner die Linien der„Lister". Am 12. Oktober wagen sie noch ein Bravourstück. Offizierstellvertreter Reichl geht mit einem Unteroffizier und vier Mann auf Patrouille über die Lys und greift trotz vielfacher Ueberlegenheit die englische Feldwache an. Dem überraschten Feind wird so zugesetzt, daß ein Dutzend Mann auf dem Platze bleiben, die übrigen, die in Bestürzung und Aufregung zu hoch schießen, ergeben sich den tapferen Angreifern im Handgranatenkampf. 18 Gefangene führt die sechs Mann starke Patrouille dem Regimentskommandeur voll Stolz in Comines vor. Der Geist, der die„Lister" 1914 beseelt hat, lebie noch. Aber der folgende Tag schon, der 13. Oktober 1918, sollte für sie ein schwarzer Tag werden. Der Engländer deckte Comines und damit die„Lister“ mit Gelbkreuzgranaten zu. Die Wirkung des äußerst giftigen Gases war verheerend. Nicht nur große Teile des Regimentes mußten daran glauben, auch der Regimentsstab hatte schwere Verluste. Unter ihnen auch den Gefreiten Hitler. Die Augen und die Lungen aufs schwerste gefährdet, mußte er mit ganzen Gruppen seiner Regimentskameraden nach der Heimat geschafft werden. Nur Bruchteile des Regiments blieben auch bei diesem fünften Angriff in Flandern intakt. Der Krieg war für das Regiment beendet. Nur drei Mann des ganzen Regimentes war es vergönnt, den ganzen Krieg vom ersten bis zum letzten Tage unversehrt in den Reihen des Regiments zu erleben. Als dann die Novemberrevolte dem alten stolzen Heere den infamen Dolchstoß versetzte, gekärte das IR. 16 zu den ganz wenigen Regimentes die in vollkommener Ordnung und Manneszucht in die Heimat zurückgeführt und aufgelöst werden konnten. Was das Regiment geleistet hatte, erhellt auch daraus, daß allein seine Toten im Weltkriege genau so zahlreich waren wie die der ganzen bayrischen Armee im Kriege 1870/71. Das Regiment hatte unsterblichen Lorbeer an seine Fahnen geheftet und nicht schöner konnte die Anerkennung für alle Leistungen zum Ausdruck kommen als in dem letzten Regimentsbefehl, den Oberst von Baligand am 12. Dezember 1918 erließ: Regimentskameraden! Vom glänzenden Sturm auf Gheluvelt, das vom jungen Regiment„List“ mit fliegenden Fahnen genommen, wobei mit dem Regimentskommandeur so viele Tapfere den Heldentod fanden, bis zu den heißen Kämpfen dieses Jahres bei Montdidier an der Marne und zuletzt wieder auf blutgetränkter flandrischer Erde hat das Reserveregiment 16 ein Ruhmesblatt nach dem andern seiner Geschichte eingefügt. Zahlreich sind die kühnen Heldentaten, durch die sich seine Angehörigen unverwelklichen Lorbeer errungen haben. Das Regiment, das sich frei von Schuld an dem unseligen Ausgang des Krieges weiß, kann immer mit Stolz auf seine Leistungen zurückblicken. Ich spreche allen denen, die ihre Pflicht getan haben, Dank und Anerkennung aus, heißen Dank allen, die mehr als ihre Pflicht getan haben. Heilig sei uns immer das Andenken der Helden, die ihr Leben freudig eingesetzt und hingegeben haben! Treuester, werktätiger Kameradschaft sei jeder gewiß, besonders diejenigen, welche im Kampfe zu Schaden gekommen sind. Ihr tretet nun in Eure staatsbürgerlichen Pflichten. Erfüllt sie so gut, als unsere Helden ihre Pflicht auf dem Schlachtfeld getan! Ihr, die Ihr dem Tod so oft ins Angesicht geschaut habt, Ihr werdet Euch immer als freie Männer bewähren! Nicht um vieles gäben wir die stolze Erinnerung an die tausendfältigen Gefahren, denen wir trotzten, an die Opfer, die willig gebracht, an alles, was wir erduldet! Laßt Euch nimmermehr zu Torheiten hinreißen, die mit Eurem Pflichtbewußtsein in Widerspruch stehen! Bleibt den strengen deutschen Grundsätzen frei! Haltet die Unantastbarkeit und Reinheit des Familienlebens heilig! Nur auf der Grundlage gesunder Familien kann ein gesunder Staat erblühen! Ende. 1— Eie werren erwurtel zu einler tastigen=Parkke Der neue musikalische Lustspielerfolg mit: Dorit Kreysler, Wolfgang Liebeneiner, Ida Wüst, Leo Siezak. Ein leichtbeschwingtes und lustiges Spiel um eine romantische Liebesgeschichte— eines verarmten Prinzen und einer feschen Geigerin- das die Herzen und die Lachmuskeln in freudige Begeisterung versetzt. Außerdem das reichhaltige Beiprogramm! Täglich.15,.45, 8 Uhr LUUTTT TERRR“ tadt. theater BOCHUM Freitag, 24. April, 20 bis geg. 22.30 Uhr, Außer Vormiete: 3. Veranstaltung d. Jungen Bühne: Totentanz von A. I. Lippl. Der Brückengeist von J. M. Becker. Preise von 0,40 bis 2,20 Mark. Vormieter und NS.=Kulturgemd. 50% Ermäßigung. Samstag, 25. April, 19.15 bis gegen 23.30 Uhr, Vormiete B 26: Faust I. Zum 1. Mai noch ein kleiner Saal ca. 150 Personen, 165 in Bochum=Laer. B. L. 93007 Anz. rantgeflechte. Weldendrähte, Stacheldrähte Bindedrähte billigst! Große Läger Röster& Lönne Drahtwerk Bochum, Redemptoristenstraße 28/30. Nähe Bahnhof Präsident u. Filiale Wattenscheid Aufpolstern von Matr., Sofas, Chaiselongues. Brandt Dorstener Str. 23. Ruf 63904 u. 64397 Käthe v. Nagy Leo Siezak OWilly Eichberger Die Pompadour Der Füm größter Ausstattung Wie eine ungekrönte Königin ihr Herz verliert. „Spanische Bilder und Klänge“ Kulturfilm e Wochenschau Ab Dienstag neues Programm! S G Man muß sofort an Sie denken, wenn Bedarf eintritt. Das erreichen Sie am besten durch regelmäßiges Inserteren im Bochumer Anzeig.k. Leupin-Creme u. Seife Dein Geschäft ist ohne Feuer?? — da ist guter Rat nicht teuer, inserier“, und Deine Zeitung Abernimmt die Funkenleitung! vorzügl. Hautpflegemittel, selt über 20 Jahren bestens bewährt bei autjucken-Flechte Ausschlag. Wundsein usw. Stadt=Drog. B. Altmikus. Vongardstraße 12 Drogerie Fischer. Kortomstraße.##e Rottstr. Westsalia=Drog. hw. Wivvermand, hattinger Straße 34. Drogerie Frings, Kortumstraße 97 In Bochum=Linden: Drogerie A. Feuerstein. In Werne: Bismarc=Drogerte Td. Levening Geflechte Gewebe Zäune# Tore1 Stifte Selle Weide- und Stacheldraht Zaunpfosten usw. Bechumer Drahtwaren und Oitterbau Buhr u. Birkenteld Nacht. Fernruf 630 70 Altenboozumer Str. Unterrichtsanzeigen im, B. R. Kapitalien sos. ohne Vorkosten 15—20 Monatsr. Außerdem sof. für RM. 1000.— mo. natl. Rückzahlg. RM. 20,83, verm. August Wolff, Herne(Westf.), .=Göring=Str. Rendezvous in Wien Die große Tonfilmoperette mit Magda Schneider, Wolf Albach Retty, Leo Slezak, Adele Sandrock, Lizzi Holzschuh, Georg Alexander, Fritz Odemar, Rudolf Carl u. viel andere. Dazu ein fabelhattes Beiprogramm Täglich ab.15 Uhr SAPYYSL des großartigen, neuen Spitzenfilmwerks der„Terra 66 #. 5 Der große Abenteurer-Film Eine sensationelle Reiterromanse aus dem Fernen Osten In dentscher Sor######. Hauptrollen: Gary Cooper, Francnot Tone Verontrir Raorie *•* EINBILDUNG MACHT STARK! Bin Bomben-Lustepie! KUITUREIN O WOCHENSCHAUS SPORTIRM Sonntag 3 Uhr greße Kinderverstellung Setse Naturreine Weine „Zur Postkutsche“ Inh. Jesef Blum, Bochum, Vikterlastr. 7, gegenüber der Post Im Ausschank: Orig.-Winzerkrug 1934er Trittenheimer Laurentlusberg, Wachstum ½ 35.3 Geschw. Nummer.. Ltr. Ein spannender und packender Groß-Eilm In der großen Besetzung: Hans Adalbert von Schlettow als „Stjenka Rasin“, weiter Heinrich George, Wera Engels, Olaf Bach, Anton Pointner, Philipp Manning, Rudolf Platte. Die leidenschaftliche Geschichte von einem Kosakenführer, der einen heldenhaften Kampf gegen die Willkür der Bojaren führt— und seine leidenschaftliche Liebe zu einer russischen Fürstentochter. Den wundervollen Gesang Im Fllm bestreitet: Der weltberühmte Don-Kosaken-Chor unter Leitung von Serge Jaroff. Ein Filmwerk, das man sehen Täglich ab.15,.45 und 8 Uhr Der Praktikus Bechum spricht: Farbenmüller bleibt auf alle Falle für Farben und Lacke die gute Quelle! Farbenmüller Bochum Humboldtstraße 48, Dorstener Straße 16, Tel. 67019 Seite 11 Nr. 96 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Peesteteet abee htectre Dunings Hiei een Moto nicht zu Hassumer Mordprozeß lebenslängliche Gefängnisstrafe beantragt Urteilsverkündung in 14 Tagen Goch, 23. April. Am Mittwoch wurde in sHertogenbosch(Holland) die Verhandlung gegen den des Nordes an dem Sparkassenrendanten Janssen aus Hassum(Niederrhein) angeklagten Matthias Vül lings beendet. Der Präsident des Gerichts richtete an Büllings nochmals die Frage, ob er die Tat zuDer Angeklagte verneinte dies. Auf eine erer während der sch aber heraus, daß für die Betgpsgingg grzet nicht nachts eine Lücke offen bleibt, die Vuuingo vorerst.. erklären kann. Als ihm aber vorgehalten wird, daß es doch sehr verdächtig sei, wenn er sich immer derart verstockt verhalte und daß gerade in dieser Zeitlücke der Mord geschehen sei, kommt der Angeklagte plötzlich zu der Einlassung, er habe in dieser Zeit wegen gewisser Geschäfte mit einem Beamten in Goch verhandelt. Auf die weitere Frage, weshalb er dann den Mann, der ihn retten könne, nicht nennen wolle, gebrauchte der Angeklagte allgemeine Ausflüchte. Der Anklagevertreter ging in seiner Anklagerede nochmals kurz auf die Daten des in Hassum begangenen Mordes ein. Für ihn komme nach der Beweisaufnahme als Täter einzig und allein Vüllings in Frage! Für den Angeklagten gäbe es keine Milderungsgründe. Er müsse aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Aus diesem Grunde bitte er den Präsidenten und das hohe Gericht, auf lebenslängliche Gefängnisstrafe erkennen zu wollen.,„ geähruingen guf Der Verteidiger ging in seinen ausfugrungen auf die einzelnen Beweispunkte des Staatsanwaltes ein, die er nicht in allen Fällen für stichhaltig hielt. Er bat um Freispruch.— Der Angeklagte selbst betonte in seinem Schlußwort nochmals seine Unschuld und ersuchte das Gericht um sofortige Freilassung. Nach kurzer Beratung verkündete das Gericht folgenden Spruch:„Das Gericht hat keine gesetzliche Handhabe, dem Angeklagten in seinem Antrag zu folgen, und muß ihn daher ablehnen. Die Verkündung des Urteils findet in vierzehn Tagen vor der gleichen Rechtsbank statt.“ Undei dei Welwaslung Die Nachwirkungen des Anwetters in Westdeutschland— Große Waldschäden Köln, 23. April. Aus den Höhengebieten der Eifel, des Westerwaldes und aus dem Bergischen wird jetzt ein schnelles Schmelzen der gewaltigen Schneemassen gemeldet. Nur hier und da, wo Verwehungen den Schnee allzu hoch aufgetürmt hatten, wird es noch etwas länger dauern. Der Rhein, das große Sammelbecken für all die kleinen und mittleren Flüsse, hatte glücklicherweise in den letzten Tagen verhältnismäßig niedriges Wasser, so daß eine Erreichung oder gar Ueberschreitung der Hochwassergrenze kaum zu befürchten Nachdem die Straßen fast alle wieder schneefrei und passierbar und die umgestürzten Bäume überall beseitigt worden sind, haben nur noch die Telegraphenarbeiter der Post zu tun, um die an den Postleitungen angerichteten Schäden zu beseitigen. In den Wäldern, die nun auch wieder zugänglich sind, läßt sich jetzt der große Schaden übersehen, der durch den orkanartigen Sturm angerichtet worden ist. Es wird berichtet, daß in der Eifel ganze Schonungen zehn= bis fünfzehnjähriger Tannen entwurzelt und sogar schwere Stämme wie Streichhölzer umgeknickt wurden. In den Staatsund Gemeindeforstbezirken sowie in den Privatwaldungen allein in der Umgebung von Adenau wird der Windbruch auf rund 10 000 Festmeter geschätzt. Aehnlich verheerende Folgen sind im Westerwald und im Sauerland zu verzeichnen. Auch die auf dem Hunsrück angerichteten gewaltigen Schäden lassen sich nicht in etwa übersehen, da sich immer wieder neue Einzelheiten ergeben. Die Wiederherstellung der zum größten Teil durch umgestürzte Bäume zerstörten Fernsprechleitungen und elektrischen Stromleitungen erfordert noch immer den Einsatz zahlreicher Arbeitskräfte. Das Wasserwerk Emmelshausen z. B. war völlig stillgelegt, da fast die ganzen Masten auf der über 1000 Meter langen Stromleitung, die hauptsächlich durch Wald führt, zum neuen Pumpwerk zerstört waren. Die Staats= und Gemeindewaldungen auf dem Hunsrück, besonders die zusammenhängenden Fichten= und Kiefernbestände, bieten zum großen Teil ein Bild der Verwüstung. Es ist damit zu rechnen, daß Tausende von Festmeter Holz aufgearbeitet werden müssen. Man schätzt allein den in den Forsten des Kreises St. Goar angerichteten Schaden auf über 300 000 Reichsmark. Zwei Opfer eines Messerbelden Schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht Heeßen, 23. April. In der Mittelstraße, gerieten ein Mieter und ein Vermieter in einen Wortwechsel, der schließlich so scharfe Formen annahm, daß der Mieter einen Dolch ergriff. Zwei Söhne des Hausbesitzers, die in den Streit eingriffen, trugen einen Messerstich im Leib davon, der ihre sofortige Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich machte. Ihr Zustand ist ernst. Einbrüche am laufenden Band Hohe Zuchthausstrafen für die Täter Essen, 23. April. Die Gegend um Dorsten wurde im Jahre 1935 von einer Einbrecherbande planmäßig heimgesucht, die zum Teil in außerordentlich frecher Weise bei ihrem verbrecherischen Treiben vorging. Fast jede Nacht wurden ein Bauernhof oder ein Gehöft aufgesucht und Wäsche, Kleidungsstücke, Lebensmittel in rauhen Mengen, Hühner, Kaninchen, Getreide, sogar Kunstdünger gestohlen. Im November konnte den Burschen endlich das Handwerk gelegt werden, und nun hatten sie sich vor der Essener Großen Strafkammer zu verantworten. Das Haupt der Bande war der erst 26 Jahre alte Johann Bechter und mit ihm saßen noch weitere sieben Angeklagte, die fast alle vorbestraft sind, auf der Anklagebank. Die Angeklagten waren vollauf geständig. Nach zweitägiger Verhandlung verkündete das Gericht folgendes Urteil: Die Angeklagten Johann Bechter, Nieland und Schwarz werden wegen Bandendiebstahls verurteilt, und zwar Bech tier wegen eines solchen in 60 Fällen und wegen dreier versuchter Diebstähle zu vier Jahren, Zuchthaus, Nieland wegen eines solchen in 48 Fuurn und dreier versuchter Diebstähle zu drei Jahren Zuchthaus, und Schwarz in zwölf Fällen in strofgzscherfenzggg Rückfalle sowie wegen Hehlerei zu zwei Io##.###8 Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte Vaier wechter wird gemäß dem Antrage des Staatsanwalts wegen vier schwerer und drei einfacher Diebstähle und wegen gewohnheitsmäßiger Hehlerei zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus, der Angeklagte Memmer zu zehn Monaten Gefängnis, der Angeklagte igte Bogoczek wegen Hehlerei zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte Glock mußte auf Kosten der Staatskasse freigesprochen werden. Den Angeklagten Vater und Sohn Bechter, Nieland und Schwarz wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt und ferner gegen sie die Polizeiaufsicht angeordnet. Kleine provinz=Nachrichten Nähe der Forsterei an der Landstraße zwischen Goch und Kleve von dem Lastwagen einer Gocher Firma überfahren und sofort getötet. Ein weiteres Todesopfer einer Bluttat. Vor einem Monat hatte in Dülken ein 24jähriger Mann seine ehemalige Braut, die das Verhältnis zu ihm gelöst hatte, ferner die Mutter des Mädchens und schließlich sich selbst durch Pistolenschüsse schwer verletzt. An den Fole gen der Verletzungen starb die Mutter eine Woche naucch der Tat. Jetzt ist auch das Mädchen seinen schweren Verletzungen erlegen. Todessturz vom Pferd. Ein Landwirt aus Altendaal machte auf seinem Pferd einen Ausritt. Als er nach längerer Zeit nicht zurückkehrte, suchte man nach ihm und fand ihn schließlich tot neben dem Pferde liegend auf. Anscheinend war das Tier mit seinem Reiter gestürzt, der dabei einen doppelten Schädelbruch erlitt. Das Pferd konnte man nur mit Mühe von der Leiche seines Herrn wegbringen. Lackierofen in die Luft geflogen. In einer Gevelsberger Lackfabrik explodierte am Dienstag vormittag der Lackierofen. Ein 18jähriger Arbeiter wurde sofort getötet eine Arbeiterin mußte mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus geschafft werden. Dem energischen Eingtgisen dür Henrr: W Eingreifen der Feuerwehr gelang es, den durch die Expiosion entstandenen Brano auf seinen Herd zu beschränken. Nur Tage □ G 10 19 #0 0 EitE S 900 z" E ∆ Sonntag 2 Uhr: br. Jugendvorstellung mit Congorilla ∆ stei mit Paul Hörbiger, Rudolf Platte, Alessandro Zillanl u. Carola Höhn bazu: Zimmer zu vermieten mit Margarete Kupfer, Ernst Behmer u. Jupp Hussels. KULTURFILM- DKULIO-WOCHE KEEE SEI TEE aschnate n des Bechsmer Anzelger e Bochum: Hauptgeschäftsstelle Rathausplatz 8. Filialen: Adele Jünke, Schreibwaren,„Essener Straße 12; Frau Friedrich. Kilbsch Schreibwarenbdlg. Herger Str 259: G. Langenstück, Schreibwarenhdig., Hattinger Str. 20; Karl Regelmann, Hattinger Str. 14. .=Altenbochum: Georg Lillpopp Wittener Str. 241 .=Dahlhausen: G. Kipper Eiberger Straße 4. .=Gertbe: Buchdruckerei Zülch Castroper Hellweg Nr. 417; August Reuter. Lothringer Straße 18. .=Hamme: Franz Grummet, Dorstener Str. 171. .=Grumme: Frau Heinr. Pohl Zigarrengesch., Josefinenstraße 59. .=Höntrop: Robert Bauditz Am Bahnbof B. Langendreer: Robert Stalleiken Kaiserstr. 165,Buchhandlung Hagemann, Kaiserstr.11. Hattingen: Carl Alberti, Bahn hofstraße 3. .=Werne: Fritz Gärtner, Zur Werner Heide 42; Joh Gräwe. Zur Werner Heide Wanne=Eickel: Jos. Arntz. Zigarrengeschäft, Hindendurgstr. 7. Wattenscheid: Buchhandl. Lohn, Hochstr. 12: Wild. Schoppmeier, Hochstraße 34. .=Linden: Oduard Beg Marienstraße 14. Ruf 34338 Will! Forst's 60 13 1 . Sognn! SITT Unger Straße Sonntag, den 26. April, vormittags 11.80 Uhr Festvorstellung der Maischützen! für jedermann mit dem städtischen B O C M U MER EEEEE T einschließlich der Jahreskronik der Stadt Bochum Eintritt frell Jugend hat Zeiritt Zer becheng der Unkesten werden 20 Pl.erheben Tonhallen-Lichtspiele Sanitäre Anlagen Badeeinrichtungen Seit 1972 Paul Wagner Viktoriastraße 01—59 Telephon 67##0# Zum 1. Malvom freien Rhein: Ahr-Rotwein seit altereher bekannt, frans. Bordesus welt überlegen! Arstlich empfohlen bei Orippe Blutarmut, Nervenerschöptung. Stoffw.- und Iniehtionekrankheiten, unentbehrlich für Zucher- und Magenhranhe Aus Deutschlands größtem geschl. Rotweingebiet direkter Versand von 3. 6. oder 9 Flaschen per Post. oder 12. 20. 25, 30. 50 Flaschen per Bahn.— Beliebte Qualltätsmarken: 9Wer Walporzheimes 0. 95 angenehmer Tischwein 1933er Walporzheimer Berg Spätdurgunder.05 blumig, mild, herzhaft.....4 1971erährburgunder Dohlorg 75 prachtvolle weichs Burgunderart a 192 3 Preise per Flasche ohne Glas(—.10) und Kiste ab hier Nachnahme. Bestellen Stenoch heute und verlangen Sonderangebot auch v. Khein- u. Moselweinen ab.80 per Flaschen St.Apollinaris-Weinhellerel Remagen am Rhein ap; S Für KleinAnzeigen privater Art im„.A. ermäßigter Millimeterpreis Das ganze Haus biegt sich vor Lachen über den neuen Bomben=Lustspielschlager nach der Komödie von Rudolf Dresber mit Lien Deyers, Wolfgang Lebeneiner, Eugen Hilde Hildebrand, Walter Steinbeck, Ed. v. Winterstein. Der größte Lacherfolg der Saison! Hierzu ein überaus lustiges Beiprogramm! Auf der Bühne: Persönliches Gastspiel! des original=russischen Tänzerpaares vom ehemaligen kaiserlichen Ballett Kalana Michanswa Voris Bejaistl Außerdem überrascht die jugendliche Spitzentänzerin IT a dat Publikum mit ihren entzückenden Tanzschöpfungen Ab heute, Freitag, täglich.30,.20, 8 Uhr „ Lichtspiele— Sochum— Telephon 63831 RLI Cih Kinner, Ellern, Großpapa, alle lläfet diän B..! unschön- werden schneil und sicher über 0) Nacht durch beseiligt. 160,.00..90 feizt auch 8 extra verslärkt in Tuben RM.93. Gegen Pickel, Milesser Venus Stärke A. Arztlich emplohlen. Stadt-Droperie, Bondardstraße 12. Drogerte Kneider. Or. Beckstr. 10 Die Vereinigung für Helmatkunde ladet zum Besuch der volkstumlichen plattdeurschen Hochu Im Ernst-Morits-Amndt-Haus, Königsallee, am Preitag. d. 24. Aurll, 20 Uhr, ein. Mitwirkende: Vortragemeister Walter Kuhlmann und Knabenchor der OoetbeOberrealschule. Eiatrittspreis für Nichtmitglieder 30 Pl. Seite 12 Nr. 96 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 24. April 1936 Kleine Aneldungen aus ven=Stadnenen Stadtteil Weitmar Totenglocke. Ein achtbarer Mitbürger unserer Mark, der seit vielen Jahren in den frühen Morgenstunden den ganzen Bezirk mit Milch belieferte, ist in der Frühe des Donnerstags einem Schlaganfall erlegen. Wilhelm Graß war ein beliebter und stets aern gesehener Einheimischer, der sich insonderheit wegen seiner Geradheit und Aufrichtigkeit die Sympathie der Weitmarer im vollsten Maße erworben hatte. Evangelisch=Kirchliches. Von der Bekenntnisgemeinde Weitmar wird uns mitgeteilt, daß der Bevollmächtigte der Finanzabteilung des Evangelischen Konsistoriums in Münster nach wie vor seine Rechte in der Evangelischen Gemeinde Weitmar ausübt. Kirchenmusikalische Feierstunde zum Besten bedürftiger Konfirmanden. Zum Besten der bedürftigen Konfirmanden der evangelischen Gemeinde BochumWeitmar veranstaltete der Männergesangverein„Liederfreund“. Wattenscheid=Eppendorf in der Weitmarer evangelischen Kirche eine kirchenmusikalische Feierstunde. Dem Veranstalter, der sich selbstlos in den Dienst einer guten Sache stellte, hätte man gern einen besseren Besuch gewünscht, zumal der Leiter der Chorgemeinschaft, Musikdirektor Hermann Esser(Essen), sich für weniger bekanntes musikalisches Gut einsetzte und damit den anwesenden Freunden der geistlichen Musik eine aufrichtige Freude bereitete. Man hörte Werke von Georg Böttcher(„Glaube") und Wilhelm Rinkens („Abendlied",„Ausklang") für vierstimmigen Männerchor mit Chorsopran a cappella in einer ausgeglichenen Wiedergabe. Den Höhepunkt bildete die doppelchörige Bach=Motette„„Singet dem Herrn ein neues Lied", bei der der NS.=Volkschor Bochum mitwirkte. In der Sopranistin Irene Rust(Bochum) hatte man eine Solistin gewonnen, die gediegenes musikalisches und gesangliches Können mit einer inneren Anteilnahme am anvertrauten Werk verband. An der Orgel saß Walter Paul(Essen), der in Werken von Bach(„Präludium und Fuge in=moll“) und Reger(„Phantasie und Fuge über———“) eine sachverständige und werkgerechte Registrierung zeigte. Zwei Radfahrerunfälle. Dem Krankenhaus zugeführt wurde Mittwoch abend der im Stadtteil Querenburg beschäftigte Tiefbauarbeiter Richard., Hattinger Straße, der sich mit dem Fahrrad auf der Heimfahrt befand. Unweit des Weitmarer Bahnüberganges wurde er von einem Lieferauto überholt, wobei er durch einen Windsturm gegen das vorüberfahrende Auto geworfen wurde. B. erlitt nicht unerhebliche Bein=, Arm=, Handund Kopfverletzungen.— Mit einem Armbruch und einer Kopfwunde dem Elisabeth=Hospital zugeführt wurde gestern nachmittag der Geschaftsvertreter Albert K. aus Wattenscheid, der von einer Geschäftsfahrt aus Hattingen und Weitmar nach hier zurückkehrte. Beim Befahren der Engelsburger Straße versagte plötzlich die Steuerung, so daß er gegen den Bordstein mit seinem Motorrad plötzlich die Steuerung, so daß er gegen den Bordstein mit seinem Motorrad fuhr und recht böse zum Sturz kam. Ein hiesiger Autofahrer nahm sich seiner an und schaffte ihn ins Hospital. Stadtteil Stiepel Im Berufe verunglückt. Gestern erlitt auf seiner Arbeitsstelle der Querenburger Straße 92 wohnende escschese herni hie eaicshe bercke lschehe Ueberführung ins Elisabeth=Hospital erfolgen mußte, wo arge Bein= und innere Verletzungen festgestellt wurden. Stadtteil Querenburg Schwimmlehrstunde. Der Turnverein„Jahn" e. V. hält am Sonntag, 26. April, nachmittags von 8 bis 5 Uhr, in der städtischen Schwimmanstalt eine Schwimmlehrstunde ab. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Stadtteil Linden=Dahlbausen Ehrentafel des Alters. Bei bester geistiger und körverlicher Rüstigkeit konnte am Mittwoch die„Auf dem Holte" in Bochum=Dahlhausen wohnende Frau Ida apovilla im trauten Familien= und Bekanntenkreis ihren 74. Geburtstag feiern.— Den 71. Geburtstag feierte ebenfalls am Mittwoch Wilhelm Schmieding, Bochum=Linden, Hattinger Straße 573.— Ihren 75. Geburtstag beging am gestrigen Donnerstag im trauten Kreise ihrer Kinder und Enkel bei körperlicher und geistiger Frische Frau Witwe Mathilde Krampe, geborene Grote, von der Straße Am Hesterkampf in Bochum=Linden. Feierliche Ueberweisung der Pimpfe in die HI. Die HJ. von Linden=Dahlhausen hatte am Dienstag abend auf dem Horkenstein in Bochum=Dahlhausen eine besonders schön verlaufene Feierstunde, in deren Mittelpunkt die Ueberweisung der Pimpfe in die HJ. stand, bei der auch Oberbannführer Hans Strube anwesend war. Stammführer Abramowski hielt eine Begrüßungsansprache. Dann sprach Oberbannführer Hans Strube. Die Pimpfe wurden durch den Oberbann= führer feierlich in die HJ. überwiesen. Verdiente Ehrung eines aktiven Sängers. Die Sängervereinigung Bochum=Oberdahlhausen nahm Veranlassung, in ehrender Weise eines aktiven Sängers zu gedenken, der seit mehr als einem Vieteljahrhundert im Chor der Sängervereinigung mitwirkt. Der Jubilar war der Sangesbruder Hermann Altmicks, dem der Chor des Vereins zu seinem 25jährigen Sängerjubiläum ein Ständchen brachte. In Verbindung damit konnte dem Jubilar ein Diplom überreicht und ihm mit anerkennenden Worten der Dank für seine Treue abgestattet werden. Stadtteil Wiemelhausen Hohes Alter. Am 24. April feiert der Fördermaschinist Otto Lemmler seinen 78. Geburtstag. Im Jahre 1873 trat er als Bergmann auf Zeche„Dahlbusch“ ein. Dort wurde er dann Fördermaschinist, welche Tätigkeit er 37 Jahre ausübte. Insgesamt arbeitete er 51 Jahre und 9 Monate ununterbrochen auf derselben Zeche. Mit 17 Jahren trat er schon in Rotthausen in den Gesangverein„Harmonie“ ein, den er später 86 Jahre führte. Vor 18 Jahren starb seine Gattin, worauf er zu seinem ältesten Sohne zog. Hier trat er sofort in den Gesangverein„Einigkeit" Stiepel ein, bei dem er heute noch aktiver Sänger ist, nachdem er bereits die goldene Sängernadel verliehen bekam. In diesem Jahre kann er auf ein 60jähriges Sängerjubiläum zurückblicken. Sein Baß rollt heute noch wie in der Jugendzeit. Seit 4 Jahren wohnt Opa Lemmler in Wiemelhausen und gehört hier auch dem Lotterieklub„Ich warte dein" an. Auch ist er ein eifriger Taubenzüchter und hat schon manchen Preis errungen. Sonst ist er frisch und rüstig, allgemein beliebt und arbeitet noch gern im Garten. Jubiläum. In diesen Tagen konnten auf Zeche Prinz=Regent der Maschinist Paul Hoeft, geboren am 17. August 1885, Wiemelhauser Straße, und der Maschinist Wilhelm Menke, geboren am 1. Oktober 1876, Prinz=Regent=Straße 75, auf ihr 25jähriges Arbeitsjubiläum zurückblicken. Beide sind seit 1911 ununterbrochen auf„Prinz=Regent" tätig und erfreuen sich allseitiger Achtung. beizuwohnen, um auch Anteil zu nehmen an der Arbeit des Vereins. Nach mühevollem Schaffen wurden die Mitglieder mit ihren Damen reichlich entlohnt. Mehrere Stunden wurde die Gemütlichkeit gepflegt. Zum Schluß wurde des Führers gedacht. Opfer seines Berufes. Auf seiner Arbeitsstätte wurde der Volksgenosse Fritz Nölle durch einen Unfall so schwer verletzt, daß er nur als Leiche geborgen werden konnte. Stadtteil Altenbochum Die letzte Fahrt des SS.=Kameraden Alois Meier. Der durch Unglücksfall aus dem Diesseits abberufene SS.=Kamerad Alois Meier, Laerstraße, wurde am Donnerstag unter starker Beteiligung auf dem Zentralfriedhof zur letzten Ruhe gebettet. Dem ums Vaterland und die Bewegung verdienten Mann gab eine große Trauergemeinde— zahlreich waren die SS.=Kameraden vertreten— das letzte Geleit. Am Grabe nahm Vikar Wiemann von der Liebfrauengemeinde die Einsegnung vor. Zum ehrenden Gedächtnis legten die SS.=Kameraden, die einen treuen und bewährten Kämpfer auf tragische Weise verloren, einen Kranz nieder. Eine Fülle von Blumen bedeckte den Sarg. Mit erhobenen Armen nahm man Abschied von dem toten Kameraden, dem man ein ehrendes Andenken bewahren wird. Stadtteil Laer Dritte Filmvorführung. Trotz des schlechten Wetters war am Mittwoch abend der große Langbeinsche Saal wieder überfüllt. Vorgeführt wurde der Tonfilm „Bengali“, eine Reiterromanze aus dem Fernen Osten. Stadtteil Werne Bund Deutscher Osten. Die Bundesgruppe Werne hielt im Vereinslokal ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab, die vom Gruppenleiter Schütz eröffnet und geleitet wurde. In seiner Begrüßungsansprache gedachte Schütz der verstorbenen Landsleute des verflossenen Jahres. Aus dem erstatteten Jahres= und Kassenbericht ist ersichtlich, daß die Gruppe im Vorjahr eine rege Tätigkeit entfaltete und die Kassenverhältnisse auf gesunder Grundlage beruhen. Dem Vorstand wurde das Vertrauen ausgesprochen.— Nach dem Bericht der Frauengruppe steht sich diese auch günstig. Die Handarbeitsstunden finden alle 14 Tage statt. Im kommenden Jahre wird die Frauenhilfe neben Vorlesungen und Theaterstunden Ausfluge in die Umgebung unternehmen, um auch die neue Heimat gründlich kennenzulernen. Stadtteil Langendreer Hochbetagt. Gestern feierte Frau Witwe Elisabeth Schulte=Somborn, geborene Lenninghaus. Somborner Straße Nr. 123, bei guter Gesundheit ihren 76. Geburtstag. Reichsoffiziersbund. Die Kameraden des Reichsoffiziersbundes im Reichsverband deutscher Offiziere hatten sich Mittwoch zu einem Kasinoabend im Hotel Heckert in Langendreer eingefunden, an dem auch viele Bochumer Kameraden teilnahmen. Der Abend wurde vom Kameraden und Ortsgruppenführer Wünnenberg geleitet. Nach einer Begrüßung wurden nur kurz die Eingänge besprochen und erledigt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Abschiedsfeier des Kameraden Kuhlmann, der infolge Versetzung seinen Wohnsitz nach Minden verlegt. Der Leiter der Versammlung widmete dem Scheidenden herzliche Worte des Abschiede und stellte den Kameradengeist des Scheidenden besonders heraus. In weiteren Reden wurde dem Scheidenden alle Anerkennung zuteil. Kamerad Kuhlmann dankte ergriffen seinen Kameraden und versprach immerwährende Treue und Kameradschaft. Körperbehindertenabend. Samstag abend 8 Uhr findet bei Thomas, Ecke Haupt= und Kaiserstraße, eine Zusammenkunft aller Körverbehinderten statt. Kommunalfriedhof und Bismarckhain in vollem Schmuck. Vor einiger Zeit berichteten wir über die großen Verschönerungs= und Umarbeiten auf dem Kommunalfriedhof und im Bismarckhain. Diese beiden Anlagen, Hauptziele der Langendreerer Spaziergänger, befinden sich jetzt in tadelloser Verfassung. Städtische Norstandsarbeiter setzten die Wege in besten Zustand und bauten noch unvollendete Strecken neu aus. Nunmehr sind auch die Bänke wieder an ihre Plätze geschafft worden. Der Bismarckhain, der in den letzten Jahren sehr verwildert war, dadurch aber eines gewissen urwüchsigen Reizes nicht entbehrte, ist vollkommen neu umgestaltet worden. Es wurde eine grundlegende Neuaufteilung der einzelnen Partien des herrlich auf der Höhe des Westerberges gelegenen Parkes vorgenommen. Stadtteil Harpen Neue Straßendecke. Die Straße in der Siedlung „Auf dem Knust" erhält eine feste Straßendecke. Nachdem der größte Teil der Straße schon vor längerer Zeit mit einer Packlage versehen worden war, wird jetzt auch das Anschlußstück zum Harpener Hellweg mit einer Packlage befestigt. Die ganze Straße erhalt alsdann eine feste Teersplittdecke. Stadtteil Grumme=Böde Geburtstagsfeier der NS.=Frauenschaft. Die NS.= auenschaft Vöde hielt aus Anlaß des Geburtstages unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler eine schöne Geburtstagsfeier im Wichernhaus ab, das festlich ausgeschmückt war. Frauenschaftsleiterin Frau Kahde hielt eine dem Rahmen des Ganzen angepaßte Ansprache und ermahnte zu weiterer Treue zum Führer. Mancherlei Darbietungen umrahmten den Abend, in dessen weiterem Verlauf wichtige Bekanntmachungen erfolgten. Stadtteil Gertbe 105 Pimpfe wurden zur HJ. überwiesen. In feierlicher Weise fand am Mittwoch abend in dem festlich mit den Fahnen der Staatsjugend und des Reiches geschmückten Kalthoffschen Saale die Uebernahme von 105 schulentlassenen Pimpfen aus Gerthe, Hiltrop und Harpen in die Hitler=Jugend statt. Fähnleinführer Otto Brust richtete Abschiedsworte an die scheidenden Pimpfe und bat sie, die Treue, die sie dem Jungvolk erwiesen hätten, auch der Hitler=Jugend zu bewahren. Fanfarenmärsche, Sprechchöre und gemeinsam gesungene Lieder leiteten über zu der Ansprache des Gefolgschaftsführers Stahlschmidt. Er bezeichnete die Ueberführung vom Jungvolk in die Hitler=Jugend neben der Schulentlassung und dem Ausscheiden aus dem kirchlichen Unterricht als einen neuen wichtigen Schritt ins Leben. Inzwischen traf auch der Führer des Standortes Groß=Bochum der HI., Oberbannführer Hans Strube, ein, der vorher schon eine Uebernahme in Langendreer vollzogen hatte. Nach der Meldung des Gefolgschaftsführers Stahlschmidt:„105 Pimpfe zur Ueberweisung angetreten, dazu eine Ehrengefolgschaft und ein Ehrenfahnlein", sprach Oberbannführer Strube. Er führte aus, daß auf Anordnung des Reichsjugendführers am Geburtstage des Führers die Aufnahme in das Jungvolk und die Ueberweisung in die Hitler=Jugend erfolge. Es gelte, eine Jugend heranzubilden, die würdig ist, das Erbe des Nationalsozialismus anzutreten. Mit der nachfolgenden Vereidigung wurde die Uebernahme der 105 Pimpfe in die Hitler=Jugend vollzogen. Luftschutzdienst. Am Dienstag abend fand der erste diesjährige Ausbildungskursus im Sanitätsdienst des Luftschutzabschnittes Bochum=Nord, der an sechs aufeinanderfolgenden Dienstagabenden in der Aula der hiesigen Oberrealschule abgehalten wurde, seinen Abschluß. Nach Pfingsten wird die Ausbildung in Teilkursen durch den Stadtarzt Dr. Frank fortgesetzt werden. Wohnungsinstandsetzungen. Einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Arbeitsbeschaffung leistet die Bergbau=AG. Lothringen seit nunmehr zwei Jahren dadurch, daß sie einen großen Teil ihrer Wohnhäuser einer gründlichen Instandsetzung unterziehen läßt. Seit Mai 1934 sind einige Unternehmer mit der Ausführung der Maurer=, Schreiner=, Zimmerer=, Klempner=, Dachdeckerund Anstreicherarbeiten beschäftigt. Nachdem die Häuser an der Langelohstraße. Auf dem Kray, am Castroper Hellweg, Sodinger und Holthauser Straße. Im Dorf Hiltrop, Carl=Ernst=Straße und an der Hiltrover Landwehr wieder in bestem Zustand versetzt worden sind, werden augenblicklich die Häuser an der Bethanien=, Turn= und Brandenbuschstraße in Angriff genommen. Bis zu 40 Bauarbeiter haben jetzt schon zwei Jahre hindurch durch diese Maßnahme Beschäftigung gefunden, von denen ein Teil vordem lange Zeit arbeitslos war. Neue Grünanpflanzungen. Die Stadt Bochum hat bei der Schaffung von Grunanlagen schon Vorbildliches geleistet. Nachdem in den letzten Jahren schon zahlreiche Baum= und Strauchaupflanzungen in Gerthe gemacht wurden, die das Gesamtbild wesentlich verschönt haben, sind nunmehr neue Anpflanzungen gemacht worden. An den hohen kahlen Abhangen der ehemaligen Kalkteiche der Chemischen Werke Lothringen wurden rund 500 Pappeln, 100 Ahornbäume und eine große Anzahl Weißdornbüsche angepflanzt. Schachlamlagen=tonnenschen sein der Arbeit“ auf Gerther Personalnachrichten Die Herren Arnold Jäger Friederikastraße#### und Theodor Kessen, Christstraße 42, können heute auf eine 25jährige Tätigkeit als Beamte bei der Knapp, schafts=Berufsgenossenschaft, Sektion 2 Bochum, zuruck, blicken. Den allseitig beliebten Jubilaren sind aus die, sem Anlaß seitens der Gefolgschaft mancherlei Ehrun, gen zugedacht. Insbesondere gedenken wir bei dieser Gelegenheit des Oberinspektors Herrn Jäger, der sich in seiner Eigenschaft als Leiter der Fachschaft der Sei. tion 2, sowie als Gausachbearbeiter der Fachschaft 8. Körverschaften des öffentlichen Rechts des Reiches ver, dient macht. Die Knappschafts=Geschäftsführer Löns B. Schmidt und Dr. Zorn wurden zu Abteilungs. direktoren bei der Ruhrknappschaft ernannt. Der technische Reichsbahninspektor Adolf Vogtn von Bochum=Nord nach Dortmund versetzt. Die Meisterprüfung im Klempner= und Installateurhandwerk bestand Peter Krekel jun., Sohn des Klempnermeisters Peter Krekel. vorteilhaft verändert hat. Nichts ist hier mehr zu merken vin dem gefährlichen Holzstaub. Von der Kreissäge, Bandsäge, Hobel=, Bohr= und Fräsmaschine werden Sagemehl und Hobelspäne durch eine neuangelegte Exhaustoranlage sofort angezogen und in ein außenstehendes Silo befördert. Auch der feine Holzabfall an den Hebelbänken kann schnell durch besondere Ansauglöcher weggeschafft werden. Gleichzeitig bewirtt die Exhaustoranlage aber auch durch das ständige Ansaugen eine dauernde Frischluftzuführung. Wände sind jetzt in Uebersockelhöhe mit Holz verkleidet, die oberen Wönde und die Decke wurde mit einem freundlichen. abwaschbaren Farbanstrich versehen. Geräumige Spinde sind für die Handwerker in der Holzverkleidung eingebaut. Traditionsecke gegeben. Am 28. Juni d. J. findet in Korpsappell des Haeselerbundes statt; nimmt hieran teil. Der diesjährige auf den 2. August festgesetzt, er erfolgt dem Sängerleben. Der MGV. Liedertafel hatte am verflossenen Sonntag seine Mitglieder zu einer außergewöhnlichen Probe eingeladen. Gleichzeitig hat= noch mehr Schönes zu schaffen.,„Die, in der,#eere ten die Damen des Vereins zu erscheinen und der Probe schinenhaus vorgelagerten Grünantage ehemaln störend Die Schreinerei auf Lothringen 1/2— eine Musterwerkstätte. phot.: Vaginer. Das neue Zielstreben nach„Schönheit der Arbeit“ tritt auch bei der Bergbau=AG. Lothringen in erfreulichem Maße in Erscheinung. Von je her ist es das Bestreben der Leitung gewesen, die kahlen Industrieanlagen durch Grünanlagen zu verschönern. Wohl kaum noch einmal findet man in der ganzen Umgebung bei Industrie= werken so nette, an den Hauptstraßen vorgelagerte Grünanlagen, wie bei den Lothringer Schachtanlagen 1/4 die schon vor Jahrzehnten dort erstanden. In ständiger järtnerischer Pflege hieten diese Schmuckplätz gartnerischer Pflege vieren biese Schmugblätze„gerade im Frühjahr und Sommer einen freundlichen unblick. In den letzten Jahren hat man sich mit Erfolg bemüht, noch mehr Schönes zu schgffen. Die in. betea ie fzzrenz wirkende Transformatorensäule ist durch ein schmuckes Transformatorenhäuschen ersetzt worden. Im sauberen Gewande zeigen sich auf Schacht 1/2 jetzt wieder, das Verwaltungsgebäude, die Fördermaschi rengebäude, das Magazin und die Steigerstube, die zusammen die ganze Vorderfront nach der Lothringer Straße bilden. Auch die gegenüber dem Zecheneingang liegenden Wohnhäuser zeigen einen frischen Farbton. Auch im Inneren des Betriebes wurde die verschönende Hand angelegt. Die Lagerplätze wie überhaupt das ganze Zechengelände tragen den Stempel der Ordnung und Sauberkeit. Auch in den Werkstätten ist noch manches verbessert worden. Ein besonderes Beispiel hierfür gibt die Schreinereiwerkstatt, die sich gegen früher besonders Kriegerkameradschaft Westwacht„Graf von Haeseler“ Am Sonntag hielt die Kameradschaft Westwacht„Graf von Haeseler“ im Kameradschaftsheim August Balkenhol, Klosterstraße 33, ihren Monatsappell ab. Kameradschaftsführer Soddemann konnte eine recht stattliche Anzahl Kameraden begrüßen. Eingangs widmete er dem verstorbenen Kameraden Josef Rudolph einen Nachruf. Sodann wurden die Eingänge und die Anordnungen der Parole bekanntgegeben. Am 28. Juni d. J. finver in Essen=Borbeck der statt; die Kameradschaft Familienausflug ist mit dem Schiff auf dem Herne=Ems=Kanal nach Olfen. In würdiger Weise wurde des Geburtstages unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler gedacht. Bochumer Verbände und Vereine Die Vorromäusvereinsbewegung in der Erzdiözese Paderborn. Die Jahresübersicht des Borromäusvereins der Erzdtözese Paderborn für das eben abgelaufene Geschäftsjahr 1935 zeigt ein weiteres Anwachsen der Bewegung, die im Laufe des Berichtsjahres eine Zunahme von sechs Vereinen und 6349 Mitgliedern erfuhr. Dem Borromäusverein gehören jetzt 649 Vereine mit 30 930 Mitgliedern an. An der Aufwärtsbewegung sind, die Großstadtdekanate Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamm, Herne und Wattenscheid am stärksten beteiligt. In der Bochumer Kolpingsfamilie, die jetzt als eine selbständige Organisation gilt. sowie in der Pfarrei Hiltrop=Bergen konnte die Vereinsbewegung neu belebt werden. Auch die katholische Gemeinde in Bochum=Stiepel wird sich in allernächster Zeit der Borromäusvereinszentrale anschließen. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Die dritte Veranstaltung der Jungen Bühne am heutigen Tage bringt außer Vormitte zwei Werke zeitgenössischer Autoren: der„Totentanz“ nach mittelalterlichen Motiven in sprachlicher Neugestaltung von Alois Johannes Lippl, dem bekannten Verfasser der „Pfingstorgel"(gleichzeitig Uraufführung für die Berusbühne), und der„Brückengeist", ein Spiel von Julius Maria Becker. Die Spielleitung beider Stücke hat Walter Thomas. Die musikalische Leitung des„Totentanz“ liegt in den Händen von Emil Peeters. In den Hauptrollen des „Totentanz“ wirken mit: Gudrun Christmann, Ilse Daun, Hidde Ebert, Heidi Kuhlmann, Willi Bittern, Horst Caspar, Josef Dornseif, Demetrius Galbierz, Heinz Holthupsen, Ernst Schröder. Die Darsteller des„Brückengeist“ sind Gudrun Christmann, Willi Bittern, Alfred Schieske. Die Faust==Vorstellung am Samstag abend wird wie die beiden vorbergehenden Veranstaltungen dieser Spielzeit, das allgemeine Interesse des Publikums finden. Das nächste Tanzgastspiel der Kölner Oper folgt am kommenden Montag: es vermittelt ein neues Programm, und zwar sind Rossinis„Zauberladen“ und eine Folge von Kammertänzen zu erwarten. RS.=Kulturgemeinde. Als nächste Pflichtdorstellung der Serie C findet am Montag, 27. April, 20 Uhr, das Tanzgastspiel der Kölner Oper statt. Der Vorverkauf bezinnt heute. Gleichzeitig gilt dieses Tanzgastspiel als Wahlvorstellung für die Serie A und B.— Jugendgruppe: Am Dienstag, 28. April, 20 Uhr, findet für die Einzelmitglieder der Jugendgruppe „Der Totentanz“ und„Der Brückengeist“ statt. Die Eintrittskarten sind in der Geschäftsstelle der NS.=Kulturgemeinde, Lueghaus, Zimmer 1, zu haben. Vereinigung für Heimatkunde. Heute abend(24.), 20 Uhr, begeht die Vereinigung ihren Hauptvortragsabend im Ernst=Moritz=Arndt=Haus an der Königsallee in großer Form als„Heiterer plattdeutscher Abend“. Sechs neue SchnelltriebwagenVerbindungen ab 15. Mai Der am 15. Mai in Kraft tretende Sommerfahrplan, bringt einen wesentlichen Ausbau der Schnellverkehrs der Deutschen Reichsbahn. Neben der bereits vorhandenen Schnelltriebwagen=Verbindungen Hamburg—Berlin, Köln—Essen—Berlin, Frankfur' am Mein— Erfurt— Berlin und Köln—Altona, de ren Fahrpläne zum Teil geändert werden, werden sechs Köln—Wuppertal—Hagen—Berlin eingerichtet. Zwischen Köln und Berlin wird neben dem bereits n Schnelltriebwagen Köln— Essen= Berlin ein zweiter über Wuppertal— Hagen gefahren, der mit dem ersten zwischen Hamm und Verlin gekuppelt läuft. Fahrplan: Ab Köln.00, ab Düsseldorf.26, ab Duisburg.45, ab Essen.01, ab Dortmund.23— und ab Köln.20, ab Wuppertal.52, ab Hagen.40 und weiter zusammen ab Hamm.44, ab Hannover 10.06, an Berlin Bhs. Zoo 12.08, an Berlin, Bhf. Friedrichstraße 12.19 Uhr; zurück ab Berlin Bhf. Friedrichstraße 19.11, a# Bhf Zoo 19.22, ab Hannover 21.19, an Hamm 22.39, an Hagen 23.15, an Wuppertal=Elberfeld 23.34, an Köln.05 und an Dortmund 22.58, an Essen an Düsseldorf 23.51, an Köln.17 Uhr. Der Schnelltriebwagen Köln— Altong,### bisher über Münster— Wanne=Eickel— hausen— Duisburg lief, wird künftig über Münst — Hamm Dortmund— Essen— Duisburg geleitet; zwischen Köln und Hamm läuft er dann i dem Schnelltriebwagen Köln— Essen— Dortmund Berlin vereinigt. Fahrplan: Ab Köln 7, ab He .42, ab Münster.03, ab Osnabrück.33, an Bremen 10.35, an Hamburg Hbf. 11.35, an Altona 11.43 zurück ab Altona 19.36, ab Hamburg Hbf. Bremen 20.51, an Osnabrück 21.54, an Munster an Hamm 22.43, an Köln.24 Uhr. Der Herr über Leben und Tod nahm heute nachmittag plötzlich und unerwartet meinen lieben Mann. unsern guten Vater. Schwiegervater. Großvater, Bruder. Schwager und Onkel, den Fahrhauer i. R. RenwiarjOTENET“ im Alter von 69 Jahren zu sich in die Ewigkeit. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Jöllenbeck geb. Benneke und Kinder .-Eickel(Magdeburger Straße 84). EssenWerden, Bochum. Düsseldorf, den 22. April 1936. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 25. April 1936. Uhr. vom evangelischen Krankenhause Wanne-Eichel aus statt. Trauerteier eine Vierteistunde vorher. Am 22. d. M. starb plötzlich der frühere Fahrhauer unserer Schachtanlage Hannibal Wir bedauern den Tod dieses Mannes, der uns während seiner 45jährigen Tätigkeit ein tüchtiger Beamter und wertvoller Mitarbeiter war. Durch sein aufrichtiges Wesen war er bei seinen Vorgesetzten und Arbeitskameraden gleich beliebt. Seit dem Jahre 1926 lebte er im Ruhestande. Wir werden dem Dahingeschiedenen allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Bochum-Hordel, den 23. April 1936 Der Führer des Betriebes und die Gefolgschaft der KruppschenVerwaltung der Zechen Hannover und Hannibal Statt jeder besonderen Anzeige! Donnerstag morgen.30 Uhr ist plötzlich und unerwartet nach langem, schweremn, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann. unser guter Vater, Großvater. Schwiegervater. Onkel und Vetter, der wohlachtbare Herr Heinrien Beuber im 74. Lebensjahre sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Frau Maria Deubel geb. Wender nebst Angehörigen Bochum und Erfurt, den 23. April 1936 Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag.30 Uhr vom Trauerhause, Dannenbaumstraße 44, aus statt. Trauerfeier daselbst um 2 Uhr Nur Arbeit war dein Leben, Nie dachtest du an dich, Für deine Lieben streben. War deine höchste Pflicht. Der Herr über Leben und Tod nahm Mittwoch morgen 6½ Uhr meinen innigstgeliebten Mann, unsern meinen lieben Sohn, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Bartling im Alter von 63 Jahren, nach kurzer schwerer Krankheit zu sich. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Frau Heinrich Bartling geb. Hellmich und Kinder Bochum-Laer und Querenburg, den 22. April 1936 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 26. April 1936, nachmittags 3¼ Uhr. vom Trauerhause, Bochum-Lser, LaerholsStrabe 23, aus statt. Trauerteter ½, Stunde vorher.„ 1##een betSollte jemand aus Versehen keine Nachticht ernarten naben. eo diene diese als solche Plötzlich und unerwartet starb heute morgen 6 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater. Bruder. Schwiegersohn, Schwager und Onkel Milchhändler Willeni Sran Im Alter von 50½ Jahren infolge Herzschlages. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Angehörigen Bochum-Weitmar, den 23. April 1936 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 26. April. nachmittags um.30 Uhr. vom Sterbehause. Karl-Friedrich-Straße 33. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zusing. diene diese als solche. Adeh eit OAMPANRPPPT Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen Mittwoch nachmittag 4½ Uhr entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit unsere innigstgeliebte Mutter. Schwiegermutter. Großmutter. Urgroßmutter. Schwester und Tante WIWEACGMTKGIN, Berta geb. Schwanke infolge Herzschwäche nach einem langen und arbeitsreichen Leben, gestärkt durch das hl. Abendmahl, im Alter von fast 74 jahren. Ihr Leben war nur eine Sorge für die Ihrigen. Um stille Tellnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Königstr. 20). Düsseldorf. Hamburg, Berlin und Koblenz, den 23. April 1936 Die Beerdigung findet Samstag, den 25. April. nachm. 2½ Uhr. vom Freigrafendamm, Eingang Friedhof, aus statt. Trauerfeier nachm. 1¼ Uhr im Hause MORA Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, treusorgende Schwester, Schwägerin und Tante, die Jungfrau zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. Sie starb nach einem kurzen, sch weren Krankenlager heute morgen um 2 Uhr im Alter von 35 jahren, versehen mit den Sakramenten de kath. Kirche. Ihr Leben war treuste Pflichterfüllung und Aufopferung für die Ihrigen. Sie wird uns unvergeßlich sein, und wer sie gekannt hat weiß, was wir verloren haben. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Wilhelmstr. 11), Fehndorf, Essen, den 23. April 1936. Die Beisetzung erfolgt am Montag, dem 27. April 1936. 10 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes an der Blumenstraße. Das Levitenamt ist vorher um 8 Uhr in der St.-Marien-Kirche. KO W M Kath. 23jähr. Beamtentochter, ehne Beruf, sucht V. L. 92965 Anz. Stammtisch sucht modernes Aut To.— Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Heimgange unseres innigstgeliebten und unvergeßlichen Schnes und Bruders antgegengebracht wurden, sprechen wir hlermit unseren tiefempfundenen Dank au. Familie Georg Quanz Bochum, 23. April 1936 Freiligrathstraße 24 Sonntag mit Schalte 04 nach Dortmund 4 Person 1,20 Mk. Anmeldungen Herm. Tenten, Henriettenstr. 39, Ruf 63500. Abfahrt 13.30 Uhr ab Wilhelmsplatz. 12— 15 Personen fassend, z. 6. u. 7. Juni für eine Ausflugsfahrt, ca. 500 Klm. Angebote mit Preis W. A. 92997 Anz. Autofahrten bis 3 Tonnen, sowie Umzüge führt billig aus Franz Janke Osk.=Hoffm.=St.87, Ruf 62680. Familien= Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen—= Gevoren: Knabe: Zammz„Albert Hasse(unneliese Burgeneister). Mädchen: Dortmund: Werner Dethof(Martha Röttgerding). Gelsenkirchen: Architekt Ferdinand Mindt(Klara Maslo). Verlobte: Düsseldorf: Toni Weingarten„mit Charlotte Selle. Hagen: Dr. Johannes Malz mit Isa Kumbruch. Gestorden: Dortmd.: Cornelta Kraushaar geb. Neese, 80 J. Clemens Gutermann, 55 Jahre. Adolf Oberwinter jun., 40 Jahre. Friedrich Zeiger, 65½ Jahre. Dutsburg: Emmy Brünner geb. Brüggemann. Jean Poblig, 71 Jahre. Essen: Christine Ackermann geb. Höwel. Gelsenkirchen: Fritz„Schmidtmann, 91 Jahre. Hagen: Johann Tolksdorf, 46 J. Münster: Ferdinand Wostmann. FamillenAnzeigen finden im„B..“ große Verbreitung Scharpey fährt Sonntag um 14.30 Uhr zum S pIe! Schalke n. Dortmund Pr. 1. 20, mit Eintrittekarte.10, Rut 61110.11 NC Berdingung. ode Verdingungsunterlägen ure chum, Rathaus, Zimmer 300, erabend, den 2.„Mg1,.1936,11 Uhr, bei der vorgenannten Roteilung, Zimmer 369, abzugeben und werden in Gegenwart etwa erschienener Bieter geöffnet. Verspätet eingebende Angebote finden keine Berücksicht gung mehr. Bochum, den 22. April 1936. beginnt die 1. Klasse der Preuß.-Süddeutschen Masschieitorie Lose in allen Abschnitten sind bei mir noch vorrätig s tos Kur's hint. für jede der 5 Klassen Hauptgewinne! 1 Million Hll. 3000s0m. 50000 m. 3000 m. 50000fu. und viele andere Gewinne Fast die Hälfte der Lose gewinn! Kaufen Sie jetzt zur 1. Kl. ein Los, bei spät. Eintritt muß nachgezahlt werden Staatliche Nas3 Laheris-Bonahm: Bochum, Wilhelmsplatz Ke Badeeinrichtaheeh!! dann zu dem ältesten Fachgeschäft, das schon 1872 Badeeinrichtungen selbst anfertigte. Da finden Sie jede Ausführung und Preislage und die Apparate werden im Gebrauch vorgeführt Gasbadeöfen 85,Kohlenbadeöfen Schnellwassererhitzer 45,-, 52,-, 55,- RM. Gußeil. porz. emaill. Badewannen 68,- RM. Viktoriastr. 51.53 Montage billige: Paufwaghe! Tel. 679 06 Nicht am Essen- nein Bolm-Eillkauf-Spuren! West. Schweinebacken Westl.Plockwurst. Westl. Cervelatwurst 51.88 13..39 ¼ ug.05 Welzenmehl Txpe 79o.. 13 18 0, I Welzenmehl Auss Type 40813 440, 2 Sulianinen...... Ke.27 belbe Erbsen..... J. L..25 bröne Erbsen..... 1. ke.29 Linsen..... 4, 1e.10 braupen gros... 4, Le 0, 5 Schnitnudeln Criesw. 13 Le.27 Poddingpulver loss..9 K..35 Markenbutter...4. Le.58 Feine Molkereibulter u. Le.55 Otsch. Schweineschmalt Le.05 Cocosaus-Weichl. ugEg-Pak..53 Nierenfelt... 4ke Paket.50 Masthöhner..... 9. e.08 Lipp. Landmeitwurst.. 9. Le.39 Westl. Bauernplockw. 6. 4 139 Westt. Schinkenspeck. 1,141.48 Harzerkäse Jose...., Le 0. 35 Limb. Stangen käse, ooso. 15 18 0. 5 Hilsiter Käse 2o...42 be.79 Mark.-Emmenthal. 4s%.13 L8. 29 Butterkäse so%... 4 16. 0 Briekäse 45 o...1, ke.90 Heringssalat.....1. Le.60 Flelschsalat.....9. re.90 Majonnalse....9, ue.10 Fettheringe I. Tomst. dr. Dose.32 Räucheraal..... 9. be 2,60 Jung Schnitbohnen I, Dos..47 bemüse-Erbsen..4. Dose.4 Lieferung frei Haus! S ammeikasse: Fernruf Sa.-Nr. 68051 TVNUPNE Für einige Stunden Samstags Putzfrau sofort gesucht. Arthur Schneider, Friederikastr. 148. Gesuche Tüchtiger Kruner 23 Jahre, der bereits Büfett auf eigene Rechn geführt hat, sucht z. 1. 5. od. später Stellung Kaution kann gestellt werden. Alex Heiduck UnnaKönigsborn, Friedrichstraße 12. Vermistung Off. Stellen Keine Orig.=Zeugn. einsenden! Auf d. Rückseite von Zeugnisabschrift. Lichtbildern usw. stets volle Anschrift des Bewerbers ( toreiben für Metzgerei ges. Viktoriastraße 9. Ghuter Pianist mit Tangoharmo= nika, ab Mai für —2mal in der Woche, für Juni tägl. gesucht, mit Motorrad bevorz. V. W. 92944 Anz. Persekte Karosserieklempner und Autolackierer stellt sof. in Dauerstellung bei höchst. Lohn ein Kroll, Karosseriefabrik, Düsseldorf, Schloßstr. 52/54. Ordentliches Hausmädchen erfahren in allen Hausarbeiten, Wäschebehandlung u. Servieren, wird für sofort oder später für Villenhaushalt nach rheinischer Stadt gesucht. Kochkenntn. nicht erforderlich. Bewerbungen mit Bild und Zeugnisabschriften Bohnetbesen wollbesen Haarbesen Schuhputz alle Farben, 101 garn. reine Terpentinware Handteger..... von 35 han Kokosbesen... von 28 an Straßenbesen.. von 393an Zur Möbelpflege: 30. Centralin-Balsam Tube von Fensterieder... von 20 an Rutnehmer..... von 18 an Fußmatten..... von 38 Jan alle Bohnerwachs Farben 250 APaket 1D Pllo-Wachs Chellack lprolin Dose 35 1 Liter 93.3 Dose von 25 J80 Kernseite Itenl. Riegel Er Seitenpulver###„ Paket 300 Sellentlocken ca. 80% Fettgenalt, Soda....4 Brückstraße 31,-rienstr. 16, Hattinger Straße 47, Alleestraße 125, Becham-Werne, Rolandstraße 34 Für Geschhsteblro wird ein Fräulein mit guter Schulbildung im Alter von 16 bis 20 Jahren gesucht. L. O. 8510 Anzeig. Stenotypistin p. sof. ges. Angeb. mit Geh.=Anspr. S. F. 92994 Anz. Volontarin f. kaufm. Büro p. sof. gesucht. Angebote.Geh.=Anspr. V. M. 92995 Anz. Suche sofort zum 1. Mai oder Gasth. Zur Post“ Inh. Frau Emil Lüttringhaus, Schwenke, Teleph.Halver 132. Griscafe 1. Kraft, sofort in Dauerstellung ges. Angeb. m. Altersang. u. Gehaltsansprüchen an Salon Sucres. Langenberg(Rhld.) Fleißig. u. durchaus ehrliches Mädchen f.% Tag sof. ges. Alleestraße 34. Nach Krefeld ein kinderlieb., fleißig. Kädchen für Küche und alle vork. Hausarb. z. 1. 5. gesucht. Morgenmädch, vorhd. H. L. 8398 Anzeig. Sanb. Mädchen für Tage sofort oder 1. 5. gesucht. Gr. Beckstr. 13, II, Seiteneingang. Junges Mädchen gesucht z. Anlern. für Haushalt und Büro. Angeb. mit kurz. Lebenslauf u. Schulzeugn.=Absch. L. 188 Anzeiger. Ordtl., ehrl., saub. Madchen nicht unter 18., für sofort oder 1. Mai gesucht. Café=Restaurant Dorsschenke Haßlinghausen, Tel. 2215 Gevelsbg. Tüchtiges - und nicht unter 25., gesucht.(a8508 Walter Humpert, Wirtschaftsbetriebe Boch.=Hauptbahnh. Mäochen sauber u. ordentl. (½— Tage), für kl. Haushalt zum 1. Mai gesucht. Freigrafendamm Nr. 17, 1. Etg. r. 6 Räume mit Zubehör, in guter Wohnlage, Gartenbenutz., Friedensmiete 75 M. z. orm. R. A. 92985 Anz. =Zimmer=Wohng. am Stadtpark, z. 1. 7. zu vermieten. Bergstr. 75, 1. Et. Kleine=.=Wohn. z. 1. 5. zu vermiet. Zu besichtigen ab 2 Uhr.(93011 Augustastr. 21, pt. =Zimmer=Wohng. (Altbau), abgeschl., 2. Etg., Nähe Marienkirche, in g. Hause, zum 1. 7. preiswert durch uns zu vermieten. Zentral=Wohnungs=Nachweis, Kortumstraße 74, Fernruf 67171. 2 leere Zimmer mögl. an berufstät. Dame abzug. Neustraße 1. I. Läden Ladenlokal mit Lebensmittelgesch., noch in Betrieb, eventl. als Wohng. zu verm. L. L. 93006 Anz. (Zmmer Bergstraße 73, I, 1mal schellen, besser möbliertes Zimmer m. Zentralheiz., fl. Wasser, Schreibtisch usw., zu vermiet. Besichtigung nur zw. 15 u. 19 Uhr. Elsaßstr. 20,1 Trpp. saubere Schlafstelle frei. Kortenpfad 6,1..r. Schlumnenestei Moltkemarkt 41,II. .möbl. Zimmer m. Kochg, bill. z. vm. Junges Mädchen, gewandtes, nicht unter 18., als Lehr= fräulein für Kondit. und Café, bei 2jährig. Lehrzeit, für sof. od. später gesucht. Heinr. Sadler, Bielefeld, Oberntorwall 23c. =Zimmer=Wohnung (Neubau) im ausgeb. Dachgeschoß mit all. Komfort u. Heizung, Nähe Milchhof, zum 1. Juli zu vermiet. M. N. 93008 Anzeiger. Osk.=Hoffm.=St. 38, .Et., bess. möbliert. Zimmer zu verm. Zu Mitte Mai möbliert. Zim ner an alleinst Frau od. Mädchen als Vergüt. für leichte Hausarb. abzugeb. G. A. 93017 Anz. Wir sind Anschluß-Firma der KUNDEN·KREDIT G. m. b.., Dortmund sodaß Sie Zahlungserleichterung bei uns in Anspruch nehmen können. Auskunft an unserer Sammelkasse im Parterre Miets-Gesuche Wir suchen für sofort für unseren Inspektor PU U. •-1. evtl. mit kl. Garten, v. Beamt. n .=Riemke gesucht. B. R. 92913 Anz. Aelteres Beantenehepaar sucht -=.=Wohn. in ruhig. Hause. S. S. 92948 Anz. Ja. Ebepaar sucht =Zimmer=Wohng. zum 1. oder 15. 5. d. L. 92748 Anz. Ig. Ebepaar sucht per sofort schöne 2 Zimmer. Sich. Mietezahler. F. A. 93916 Anz. Garage od Unterstellraum mit Einfahrtsböhe von wenigstens .30 Mtr. gesucht. Fritz Spöler, Wittener Str. 50, Ruf 66070. Tausche meine=ZimmerWohnung, evt. m. Mansarde, im Ehrenfeld, geg.—4= Zimm.=Wohnung, Ehrens. od. Stadtm. T. A. 92966 Anz. (Smmer Ehepaar sucht 2 möbl. Zimm. mit Kochgelegenb. Nähe Boch. Verein. B. A. 93019 Anz. Verkäufe in ruhiger Lage in der Nähe der Vödestraße Bergbau=Museum, Vödestraße Telephon 685 17 Von ruhig. Ehepaar werden für— evtl. 6 Monate 2 möblierte Zimmer nach Möglichk. m. Garage, geg. gut. Mietspreis in nur gut. Hause ges. F. G. 8504 Anz. od. Ruf 62904 Kaufmann sucht für möglichst so ort 2 gut moblierte Zimmer mit Bad. Separater Eing. erwünscht. Stadimitte oder Ehrenfeld bevorzugt. Si. 92954 Anzeiger Meyzere. Ettrichtung ganz i Marmor gebalten, Marmorund Glastheken=Aufsätze, 2 Hauklötze. Mettkutter, Fleisch= und Wurstgehänge, verchromt, ein großer Eisschrank usw. zu verkaufen. Die Einrichtung ist in tadellosem Zunand und fast fabriknen. Interessenten melden sich unt. V. S. 8224 Anzeiger Mass. Haus, 13., mit kl. Lebensmittelg., Luftkur= u. Solbad, t. Lippe, St. Vlotho 123.) ninl f. 12 000, Anz. 6000. K. z. verkauf Groß. Obstu. Nutza Bes. geeign. für pension. Beamte usw. C. Steiner, Makler, Humboldtstr. 34. Zweckmäßig u. praktisch sind vor allem Metellbetten. Lassen Sie sich eine Auswehl zeigen bei Helland Kortumstreße 120 Das machtSpaß wenn man das Baby spazieren fahren kann in einem hübschen Kinderwagen von Heiland Kortumstraße 120 Kleiderschrank 14 M Bettst. m. Aufl. 16.K, Herd m. Rohr 12.K. Plüschsofa 15 M. Flurgarder. 12 M. Kinderwagen 8 Ofen m. Rohr 7 M zu verkauf.(93003 Nottscheid Wilhelmstraße 12. 4flammiger Gashers (Küppersbusch) m. Backofen, wie neu, billig zu verkaufen. Bergstr. 73. part. Herren= u. Damenfahrr. sehr bill.z. vk. Pütz, Fahrräder, Marienstraße 2. Fahrradhandlung I. u. gebr. und neu, zu verkaufen.(92907 Berke Boch.=Steinkuhl, Markstraße 93. Damen=Ballonrad zu verkauf.(92987 Altenbochum, Buselohstr.85, 4. St. 2tür. Kleiderschrank f. 10.# zu verkauf. sochum, Richardstr. 2,2.., b. Rückrin Küchen Monatsrate 10.— RM. an. Schlafzimm. Monatsrate 15.— RM. an. Geringe Anzahlg auch in Raten. Wilh. RehlinBochum, Wittene Str. Ecke Trank gasse. Ruf 61281. echt Kirschbaum. Bütett 170cm. Anrichte. Tisch, 2 Stühle, 1 Handtuchhalter 340.- RM. Möbelhaus V. Beling Clemensstrabe 6 1#ln. vom 5iht. Schal Eimmer ap. Modell, kompiett. m. Auflagen 393.- RM. Möbelhaus V. Beling Clemensstraße 6 1 Min. vom Hibt. 2 Betten. 1 Büfett, 1 Osen, 1 Anrichte, 1 Tisch, Bilder, 1 Eisschrank, 1 Vertiko billigst abzugeben. Rosenstr. 8, 1. Etg. Halbrenn. u..= Rad billig z. verk. Paesgen, Alleestr. 16, Fahrradh. Damenfahrrad zu verkaufen. Koch Kortumstraße 68, Hinterer Anbau. Kl. Kinderwagen sehr billig zu verk. Pilgrimstraße 41. Gut erhalt., mod. weißer ZwillingsSportwag. preiswert zu verkaufen. Wirtschaft Brauer, Bochum=Weitmar, Blumenfeldstr. 46. Pierd mit Flachwagen (Schimmel 1,70 gr.) verkauft Brand, Blumenstraße 43. Boedt Loatel. Herrenfahrrad zu kaufen gesucht. G. P. 92911 Anz. von einem Großwirtschaftsbetr, zu vergeben. Angeb. mit Preisangabe Ch. 8399 Anzeiger. Dreiradbieferwagen Hinterlader, Pritschenaufbaulänge 180 cm, neuwert., günstig zu verkf. Otto Hägele, Herne, Schulstraße 67. Helles Complet, Gr. 44/46, billig zu verkf. Tewes, Augustastr. 12, III. Kaufgesuche Mürken Rlager kaufen gesucht. F. 93000 Anz. Gut erhaltener Küchenherd zu kaufen gesucht. Alleestraße 34. Gebrauchte Geschaftswaage bis zu 5 Kilogr., zu kaufen gesucht. Ausk. Anz.(a8592 Neue Bett=, Leibw. usw., aus Privathand z. kaufen gesucht. O. P. 92959 Anz. 2 gedrauchte Kuchenschränke zusammen für 15 Mark zu verkf. Löbkerring 117. Gut erhalt, Kleider und Mantel, Gr. 42, Kinderkleider bill. z. vrk. Kortumstr. 84, 1.., Eingang 82. Aufstellbare für jeden Schrebergarten passend, billig zu verkaufen. V. W. 92963 Anz. Gebr. Waschmasch., Kleiderschrank, 1tNr., zu verkauf. Hattinger Str. 48, Hof. links. Königssee, 1,26X1,10, Sportwagen u. versetzbar. Taubenschlag bill. abz. OskarHoffm.=St. 71,prt. r. Kaufe getrag. Herr.Anzüge, -Paletots, -Hosen Heinz Richarz Kronenstraße 2 Telephon 65713 Gobeebeebeeeeer Vicronis 30 JAHRE QUALIAT! VOTURIA MOTORRAD öckott vort Mk 465-#t. VICTORIA.WERKE AG. NURNBERG-O /90 Kleine Anzeigen gibt man da auf, wo man sie zu suchen gewohnt ist, im Bochumer Anzeiger Mit Recht stolz auf Ihr Fahrrad aus Deutschlands größter Automobil- und Fahrradtabfik! Denn es ist unter den gleichen Präzisions- und Kontrollmethoden gebaut wie das OPELAutomobil, es hat daher die gleiche unbedingte Zuverlässigkeit und dast deshalb auch das gleiche Zeichen tragen mit gutem Grund das meistgekaufte deutsche Fahrrad. Ab RM 97.“ Hans Scherzek, Sttsßenbahnverwaltg.)