Gi" Vereinsanzeigen(die nicht der 8 Bi=Anzelgen im Vereins, oder 9 8 JPu.„Atzegug, im Vereins= Odgf „ Auskunft= und Zistergebühren 25., Altig, Nachlaßstaffel B.— Schluß. al wöchentlich frühmorgens erscheinende ges. Für den richtigen Abdruck fernann keine Gewähr übernommen werden. ausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 43. Jahrgang Nummer 52 Samstagsausgabe 15 Pf. mit„Bochumer Illustrierte“... 20 Pf. mit Botenlohn:.15 RM, monatlich oder 1. Hagonigngilich. Samstag Sonntag ./8. März 1936 Die Sitzung wird auf alle deutschen Sender übertragen and Berlin, 6. März. Der Reichstag ist auf morgen, Samstag, mittag. um 12 Uhr. zusammenberufen worden. Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Die Sitzung wird auf alle deutschen Sender übertragen. Neuer Locarnovertrag? Diplomatische Erwägungen in London Berlin, 5. März(Eig. Drahther.) Unter dieser Ueberschrift bringt heute die„Deutsche Allgemeine Zeitung“ den Bericht ihres ständigen Londoner Vertreters, in dem die britischen Betrachtungen zur zukünftigen Entwicklung der europäischen Diplomatie und der allgemeinen Lage untersucht werden. Der Artikel geht von der Bestätigung aus, daß Mussolini tatsächlich mit der Aufkündigung der Locarnogarantie gedroht hat, falls sich Frankreich auf die Seite der verschärften Sanktionspolitik stellen sollte. Der Korrespondent gibt oie englische Auffassung folgendermaßen wieder: „Europa steht am Vorabend einer außerordentlich bedeutsamen Entwicklung, von der es abhängt, ob der Locarnovertrag erhalten bleiben wird oder ob der Friede Europas auf eine andere, neue Grundlage gestellt werden muß... Zwei Fragen tauchen auf: Erstens, bleiben die Verträge trotzdem in Kraft? Undwenn diese Frage bejaht wird, kann der italienische Beistand als Garantiemacht für den Fall eines Krieges in Westeuropa durch eine Erweiterung der englischen Verpflichtungen ersetzt werden?...“ fort, Flandin habe verlangt, daß der Apparat von Locarno, der eine Entscheidung des Völkerbundsrats im Falle eines Angriffs auf einen der beteiligten Staaten vorsieht, durch besondere Abmachungen zwischen Frankreich und England ergänzt wird, wonach sich England zu genau festgelegten, sofort wirksam werdenden militärischen Pflichtaktionen verpflichtet, falls Frankreich angegriffen wird. In England sei man sich darüber klar, daß Deutschland derartige einseitige Abnachungen, die den Grundsg#in#., Localr. nos verfälschen und praktisch ein Mittarbündnis zwischen Frankreich und England darstellen, nicht würde dulden können. Schon bei Beginn der Sanktionen gegen Italien habe man aus diesem Grunde darauf verzichtet, die Frage der Hilfeleistung im Mittelmeer mit besonderen militärischen Abmachungen hinsichtlich der französischen Ostarenze zu verbinden. Es sei klar, daß sich durch ein Ausscheiden Italiens als Locarno= Garantiemacht das Gleichgewicht endaültig zuungunsten Deutschlands verschieben würde. Man habe darum Grund zu der Annahme, daß das britische Kabinett in Anbetracht dieser Sachlage das Ziel verfolge, einen neuen Locarnovertrag abzuschlie sen, daß aber der Abschluß eines solchen Paktes durchaus nicht leicht sei. Ein Engländer getötet durch italienische Fliegerbombe— Englischer Protestschritt in Rom lienischen Bombenflugzeuges panikartiger Schrecken. Aus allen Stadtteilen bewegten sich die Einwohner in fieberhafter Hast in großen Scharen in die Umgebung. Ein amtlicher abessinischer Bericht teilt mit, daß das abessinische Hauptquartier die italienischen Meldungen von einem großen Sieg bestreite. Es sei noch eine große Schlacht mit außerordentlich hohen Verlustziffern auf beiden Seiten im Gange. Der Ausgang dieser Kampfhandlungen sei noch unbestimmt. Nach einer weiteren amtlichen abessinischen Mitteilung haben italienische Flieger die offene Stadt [DebraMarkos mit Bomben belegt, wobei eine große Anzahl von Häusern und drei Kirchen zerstört worden seien. Da in der Stadt gerade Markt abgehalten wurde, seien die Verluste unter der Bevölkerung sehr groß. Auch die offene Stadt Guinir in der Provinz Bali sei von den italienischen Fliegern mit Bomben belegt und völlig zerstört worden. dnb Rom, 6. März. Marschall Badoglio telegraphiert u..: Auf dem Frontabschnitt des ersten Armeekorps haben eritreische Abteilungen am Donnerstag Korbeta südlich des Amba Aladschi besetzt. Das 3. Armeekorps hat mit seinem Vormarsch in südlicher Richtung auf Fanaroa und Samre begonnen. Hch. Hoffmann Die Zulassungsfahrt Kire AisN Dchtf,, das wir zemals in den Zingden hatten Dr. Eckener, Kapitän Lehmann und Knut Eckener über die Fahrt dnb London, 6. März. Reuter meldet aus Addis Abeba, daß der englische Major Burgoyne, der sich als Leiter einer abessinischen Roten=Kreuz=Abteilung bei der Nordarmee befand, bei einem italienischen Fliegerangriff durch eine Bombe getötet worden sei. Die Roten=Kreuz=Transporte hätten sich offenbar auf dem Rückzug vom Amba Aladschi nach Koram südlich vom Aschangi=See befunden. Major Burgoyne war 62 Jahre alt. Er war der Transportleiter des Lazaretts. Schon auf dem Wege nach der Nordfront wurde seine Sanitätskarawane einmal mit Bomben belegt. Dabei wurde das Zelt Burgoynes vernichtet. Burgoyne war gebürtiger Ire und gehörte früher als Offizier einem englischen Kaballerieregiment an.#glerun= ih Wie verlautet, hat die britische Regierung ihren Botschafter in Rom Sir Eric Drummond, angewiesen, bei der italienischen Regierung gegen die Bombardierung der britischen Sanitätsabteilung in Abessinien Protest einzulegen und um eine sofor#ige Untersuchung zu bitten. Flieger über Addis Abeba italienischer Vormarsch— Addis Abeba bestreitet noch immer italienischen Sieg dnb Addis Abeba, 6. März. Zum ersten Male seit Ausbruch des Krieges umkreiste am Freitag zwischen 12 und 12.30 Uhr ein grodes dreimotoriges italienisches Flugzeug die abessinische Lauptstadt. Bomben wurden nicht abgeworfen. Die Stwohner der Stadt erfaßte beim Erscheinen des itadnb Friedrichshafen, 6. März. Die für Freitag vormittag geplante dritte Ausfahrt des„LZ 129“ wurde wegen des im Bodenseegebiet herrschenden schlechten Wetters— Regen und Schneegestöber wechselten miteinander ab— auf den Nachmittag verschoben. Das Wetter hellte sich gegen Mittag zusehends auf, so daß um 13.15 Uhr das Luftschiff in Marsch gesetzt werden konnte. Um 13.25 Uhr erfolgte der Start. Der heutigen, wieder unter Führung von Dr. Eckener stehenden Fahrt kommt insofern eine erhöhte Bedeutung zu, als es sich dabei um die behördliche Zulassungsprüfung handelt, die von den aus Berlin eingetroffenen Mitgliedern der Prüfungsstelle für Luftfahrzeuge im Reichsluftfahrtministerium, an ihrer Spitze Oberstleutnant Breithaupt, abgenommen wird. An Bord befinden sich dem Vernehmen nach nahezu 100 Personen, darunter wieder sämtliche Luftschifführer, Ingenieure und das ganze Personal. Nachdem zunächst daran gedacht worden war, u. a. auch die schwäbische Landeshauptstadt anzusteuern, kommt dies nach den jüngsten Plänen nicht mehr in Frage, zur Verfügung stehende Zeit zu rein technischen Prüfungen benötigt wird. Das Luftschiff wird daher lediglich über dem Bodensee und seinen Randgebieten kreuzen. Dabei sollen wiederum alle technischen, meteorologischen und physikalischen Versuche, wie Steuereigenschaften, Peilungen, Wind= und Geschwindigkeitsmessungen wiederholt, ferner auch die Neukonstruktion der Landeräder erneut durchgeprüft werden. Das Luftschiff landete nach fast dreieinhalbstündiger Fahrt um 16.38 Uhr auf dem Werftgelände glatt. Die Landung erfolgte bei strömendem„Regen. Es war ein phantastischer Anblick, als das Luftschiff ourch die Regenwolkenwand durchstieß und wie ein Nebelgespenst plötzlich über dem Werftgelände erschien. liegen, was insofern erfreulich ist, als sie hinten am Schiff die am meisten beanspruchten Teile sind.“ „Was halten Sie, Herr Dr. Eckener, von der Bezeichnung„Fliegendes Hotel“? „Ich möchte dazu feststellen, daß auch die Passagier= räume nicht mehr von zu starken Geräuschen und Erschütterungen erfaßt werden. Sie sind außerordentlich ruhig, viel ruhiger als der beste Schlafwagen", setzte er lächelnd hinzu.„Abgesehen von der fast absoluten Geräuschlosigkeit aber ist besonders hervorzuheben sowohl die ruhige Lage in der Luft als auch die hervorragende Steuerfähigkeit des Schiffes" „Hatten Sie bereits Gelegenheit, das Luftschiff bei ausgesprochen böigem Wetter auszuprobieren?" Dr. Eckener meinte hierzu, daß das Wetter während der letzten Tage nicht gerade schön gewesen sei. „Wir hatten für kurze Zeit mit einigen Böen zu tun. Ein ausgesprochen böiges Wetter mit starker Turbulenz der Luft war jedoch nicht vorhanden. Diese Probe aufs Exempel wird das Schiff noch zu bestehen haben.“ Ueber die Geschwindigkeit befragt, betonte Dr. Eckener u..:„Die Geschwindigkeit scheint sehr gut zu sein. Genaue Zahlen hierüber möchte ich noch nicht bekanntgeben, da noch nicht feststeht, daß die Instrumente bis zur letzten Exaktheit eingestellt sind. Jedenfalls ist die Geschwindigkeit wesentlich höher als wir erwartet haben. Während 20 Minuten Fahrtdauer wurde heute die Geschwindigkeitshöhe gemessen, die ungefähr bei 38 Sekundenmeter liegen dürfte.“ Die Abnahmekommission hochbefriedigt In majestätischer Ruhe liegt das 129“ wieder in der Halle. Auf seinen Probefahrten hat es seine Manövrierfähigkeit bewiesen. Die Abnahmekommission ist hoch befriedigt gewesen. Erst für Mitte nächster Woche ist die nächste Fahrt angesetzt. Möglicherweise wird es schon die große Deutschlandfahrt sein, auf der das stoize Luftschiff unzähligen Volksgenossen gezeigt werden soll. Anschließend an die Zulassungsfahrt, deren Ergebnisse zur interne Besprechungen bestimmt sind, gewährte Dr. Eckener dem nach Friedrichshafen entsandten Vertreter des DNB. eine Unterredung. Auf die Frage, wie er die drei Probefahrten beurteile, erklärte Dr. Eckener mit höchster Befriedigung: „Sie sind über alle Erwartungen gut ausgelaufen. Das neue Schiff ist viel ruhiger, seine Motoren### wesentlich geräuschloser als bei irgendeinem nveren Schiff. Seine Vihration ist kaum zu bemerten, nicht einmal in den Teilen, die den Maschinen am nächsten liegen, also auch nicht in den Maschinengondeln. Besonders bemerkenswert ist, wie ruhig und selbst ohne Vibration während der Fahrt die Stabilisierungsflächen Dr. Eckener als„blinder Passagier“ Zum Schluß teilte Dr. Eckener noch schmunzelnd mit, daß er heute als blinder Passagier die Fahrt mitgemacht habe und sich erst nach einer Stunde zur allgemeinen Ueberraschung in der Führergondel Direktor Kapitän Lehmann erklärte, daß die Navigation fabelhaft geklappt habe und er mit ihr sehr zufrieden sei. Auch die Abnahmekommission sei von dem heutigen Tag hochbefriedigt. Im übrigen seien am Freitag keine neuen Probefanrien veranstaltet worden, sondern nur eine der ersten Fahrten für die Abnahmekommission durchgeführt worden. Das Luftschiff habe zwischen Konstanz und Friedrichshafen gekreuzt und sei über die Bodensee=Gegend nicht hinausgekommen. Während des größten Teiles der Fahrt habe Regen Schließlich stellte Diplom=Ingenieur Knut Eckener, der Leiter der Montageahteilung des Luftschiffbaues mit Begeisterung fest:„Dieses Luftschiff 129“ ist das beste Schiff, das wir jemals in den Fingern gehabt haben. Die Fahrt war trotz des Regens Die Hamburg=Amerika=Linie hat folgendes Telegramm nach Friedrichshafen gesandt: Zur erfolgreichen Probefahrt„LZ 129“ Werft, Reederei, Luftschifführung und Besatzung herzliche Glückwünsche. In alter kameradschaftlicher Verbundenheit Vorstand der Hamburg=Amerika=Linie.“ Zwanzig Jahre nachher war. Ein anderer tauchte im Wirbel des Alltags unter. Ein dritter ist scheu geworden, obwohl er damals in Kraft und Feuer sprudelte. Das Gefühl, zu samen, zittert stets in mir auf, wenn ich im Lautsprecher die Frage höre:„Kamerad! Wo bist Du?... Melde Dich!“... Nach zwanzig Jahren fragt da einer nach dem anderen, der neben ihm lag, stand uno stritt. Nach einem, dessen Name vielleicht auf schlichtem Holzkreuz langsam ganz verwelkt. Nach einem, den die dickbändige Verlustliste nur mit, dem herzlosen„Bermißt“ aus dem Soldatenleben gestrichen har... wir Frontsoldaten einsam geworden?... Frage, an das Schicksal?... Frage ans Leben?... Rechten mit dem Tod?... O nein! Es ist die Frage ans Herz! Denn der wird niemals einsam sein, der Kameradschaft übte und Kameradschaft empfand. Das ist ein kleines Wort und doch ein ewiges Reich. Dort darf der Arme wie der Reiche herrschen. Dort waren Könige und Menschenbrüder. Wir teilten, den letzten, harten Brotkanten. Die letzte Feldflasche geyorte uns allen. Leben und Tod war unser gemeinsamer Besitz und unser aller Verzicht. Jeder von uns war jeder, als wär's ein Stück von mir". Gebt Antwort! War's nicht so?... Meldet Euch, Kameraden, die Ihr noch seid! Bauer aus Pommernland, Wirker aus Schlesien! Du, Bergmann, Du, Student, Gymnasiast und Droschkenkutscher!... Die Lebenden müssen sich finden. Die Gefallenen sind beim Appell unserer Herzen immer zur Stelle, guft in die stillste Nacht hinaus:„Kamerad, wo bist Tu?“.. Wälzt irgendein Buch vom großen Kriege, und jede Seite, mag sie in ihrer Buchstabennüchternheit auch noch so blaß erscheinen, ruft einen Kameraden zurück. Jeder von uns hat jeden der Toten verloren. Dieser Verlust ist unser unerbittlicher Stolz und die Kameradschaft unser Glaube, der uns Verschonte erfüllt... Niemals werden wir, auch nicht vor Gott, auf dieses Vorrecht unserer Vergangenheit verzichten. Zwischen Verschonten und Er füllten ist dieses Recht auf Kameradschaft für ewig ausgemacht. Der lebendige Bund hält. Er ist mit dem Blut unserer Besten gefügt. Es ist kein faustischer Teufelspakt, der Menschen zu Höllensklaven macht. Es ist der mit glühender, blutiger Kriegsfeder unterzeichnete Bund der Vergangenheit mit der Zukunft, der ehrlichste Friede, den es vor Gott und Menschen geben kann. Unseren Söhnen und Töchtern soll dieser Vertrag der Verrräglichkeit gelten. Deutschland forderte von uns allen das Leben. Die toten Kameraden haben es gespendet. Wir Ueberlebenden sind durch ihr Opfer beschämt. Aber wir wissen um den heiligen Mut, der unsere Besten bis zum vaterländischen Golgatha begeistete, wissen um das allzu frühe Sterben und um das ewige Leben, das im Kriegertod beschlossen liegt. Tote Kameraden! Ihr habt ein Recht zu fordern, daß man Euch nicht vergißt, wenn der Alltag seine Stimme erhebt. Nicht jeder kennt Euch so wie wir. Eure harte Schützengrabensprache klingt uns auch heute nach zwanzig Jahren wie Musik im Ohr. Euer Herzblut, das manchem von uns auf den Waffenrock rann, ist unsere vaterländische Reliquie. Ihr müßt fordern, tote Kameraden, wenn unser Mund verstummen muß. Ihr müßt die Jugend mahnen, es Euch gleichzutun, nicht laut zu sprechen und zu prahlen, sondern numm zu sein, zu handeln und zu sterben, wenn Deutschland es will. Wir wurden alt. Oft versteht uns die Jugend nicht mehr, unser Recht, unsere erfüllte Pflicht und unseren Stolz. Aber Ihr Kameraden, in strotzender Ju** % Ne 145 Seite 2 Nr. 57 7 Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag,./8. März 1936 gend vom frühen Tod aus unserer Mitte herausgegrifsen, seid unseren Söhnen und allen, die nach uns kommen werden, eng verwandt. Ihr seid die unsterbliche Jugend Deutschlands, seine Trauer und Freude, der heilige Frühling. Lehrt unsere Söhne sich an diesem Deutschland freuen, bis in den Tod, so wie Ihr, feldgraue Burschen, stille Ahnungen und Kümmernisse mit schneidigen Marschliedern im frischen Morgen versangt: „Lachtet ins Morgenrot, Lachtet dem Tod, als wir gen Kurtand, Frankreich und Flandern schritten und sangen von Liebe und Wandern! Rosen an Helm und Gavehr! Hell die Augen und tränenleer! Und das Tücherwinken von Haus zu Haus! Jubelten alle: Burschen heraus! Euer gedenk ich!“..„. ue 4 Vielleicht tastet in dieser Stunde, wo meine Gebanken zum Worte werden, ein erster verschämter Märzensonnenfinger behutsam über Eure Holzkreuze und klopft bei Euch an, als müßte er Euch wecken, Euch, die ewig wach Deutschlands Schildwache stehen! Törichter Sonnenstrahl! seh ich Euch lächeln. Es ist das gleiche Lächeln, das Euch im Tode treu blieb. Ihr wißt um den letzten Sinn des Soldatenlebens..:„Jetzi sollen wir Lehrmeister sein?“ hör ich Euch fragen, und stille Beschämung schließt mir den Mund. Ihr habt Euer Leben für alle Zeiten deutschen Söhnen vorgelebt, uns Frontsoldaten zum immerwährenden Gedächtnis, der deutschen Jugend zum leuchtenden Vorbild. Deutschland vergißt Euer nicht! Deutschland marschiert! Michael Haupt Kulturkreis der SA. berufen anb Berlin, 6. März. Aus der Erkenntnis heraus, daß nur in einer Zusammenfassung aller gestaltenden und schöpferischen Kräfte innerhalb der SA ihr Wirken auf einer gebundenen Marschrichtung erfolgreich und über die SA. hinaus fruchtbar gemacht werden kann, hat der Stabschef des Führers mit Wirkung vom 19. Februar 1936 den Kulturkreis der SA geschaffen. In diese kulturelle und künstlerische Kameradschaft wurden berufen: Oberführer Franz Moraller(Berlin), Brigadeführer Josef Berchthold(München), Obersturmbannführer Gerhard Schumann(Stuttgart), Obersturmführer Herbert Böhme(München), Oberscharführer Herybert Menzel(Tirschtiegel), Obertruppführer Lembeck(München), Standartenführer Schaudinn(Berlin), Sturmbannführer Götz Otto Stoffregen(Berlin), SA.= Mann Dietrich Loder(München), Truppführer Schloderer(München), Pg. Heinrich Anacker(Berlin), Obertruppführer Hans Duffner(Hugstetten, Breisgau), Obertruppführer Dr. Hans Volz(Berlin), Brigadeführer Giesler(Oldenburg), Truppführer Hans Schlenck (München), Oberscharführer Helmut Hansen(Berlin). Am Samstag, dem., und Sonntag, dem 8. März 1936, findet die erste Arbeitstagung des SA.=Kulturkreises zusammen mit den Presse= und Kulturreferenten der Gruppen in Berlin statt. Reichs= und Landesplanung Die Leiter der Planungsbehörden bei Kerrl dnb Berlin, 6. März. Reichsminister Kerrl hatte am Mittwoch die Reichsstatthalter und Oberpräsidenten zu einer Sitzung in der Reichsstelle für Raumordnung zusammengerufen, an der auch das Reichsinnen= und Reichsarbeitsministerium teilnahmen. Besprochen wurden die Fragen der Organisation der Reichs= und Landesplanung. Durch die Verordnung vom 15. Februar 1936 sind bekanntlich die Oberpräsidenten und Reichsstatthalter Landesplanungsbehörden geworden. Reichsminister Kerrl wies eindringlich auf die Bedeutung der neuen Aufgaben hin. Ueber die organisatorischen Maßnahmen zur Durchführung der Reichs= und Landesplanung wurde völlige Uebereinstimmung erzielt. Die Reichsstatthalter und Oberpräsidenten begrüßten besonders die von den beiden Reichsministern Rust und Kerrl gegründete Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung, durch die nunmehr die einheitliche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis für die Reichsplanung gewährleistet ist. Eine anschließende Besichtigung der Einrichtungen der Reichsstelle für Raumordnung gab eine eindrucksvolle Uebersicht über die Bedeutung und den Umfang der bisher in Angriff genommenen Arbeiten. Die Sühne für den Ueberfall auf den deutschen Gesandten in Columbien dnb Berlin, 6. März Der auf den deutschen Gesandten in Columbien im Sommer vorigen Jahres in der Nähe der Hauptstadt verübte brutale Ueberfall hat jetzt seine Sühne gefunden. Das zuständige Gericht in Bogota hat die Täter zu einer mehrjährigen Strafe schweren Kerkers sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. In den Urteilsgründen wird hervorgehoben, daß der Umstand, daß es sich bei dem Angegriffenen um den diplomatischen Vertreter des Deutschen Reiches handelt, strafverschärfend berücksichtigt worden ist. Frankreich wählt am 26. April dnd Paris, 6. März. Der Ministerrat hat den Zeitpunkt der Kammerwahlen auf den 26. April und 3. Mai festgesetzt. Außenminister Flandin erstattete ausführlichen Bericht über die diplomatische Lage und setzte seine Kollegen über das in Genf beschlossene Vermittlungsverfahren zur Beendigung des italienisch=abessinischen Streitfalles ins Bild. Die Minister haben die zur Wiederherstellung des Friedens im Rahmen des Völkerbundes ergriffene Maßnahme voll und ganz gebilligt. König Eduard in Glasgow dnb London, 6. März König Eduard stattete am Donnerstag dem in den Dockanlagen von Glasgow liegenden neuen englischen Riesendampfer„Queen Mary“ einen Besuch ab. In einem drei Stunden dauernden Rundgang besichtigte er alle Einzelheiten des neuen Schiffes. Der König drückte dabei den Wunsch aus, an einer der Versuchsfahrten dieses Dampfers teilzunehmen.— Am Donnerstag nachmittag besuchte König Eduard die berüchtigten Elendsquartiere von Glasgow. Unangemeldet betrat er mehrere Häuser und unterhielt sich mit den Bewohnern über ihre Lebensverhältnisse. Großfürstin Kyrill in Koburg beigesetzt. Im Beisein zahlreicher in= und ausländischer Fürstlichkeiten wurde in Koburg am Freitag die in Amorbach verstorbene Großfürstin Kyrill von Rußland in der Familiengruft des herzoglichen Hauses Sachsen=Koburg= Gotha an der Seite ihrer Eltern und ihres Bruders beigesetzt. „uo Schuld=der=Nattenl Die Ausführungskestimmungen zum„Jahr dnb Berlin, 6. März. Gemäß der Anordnung des Reichsjugendführers wurden vom Organisationsamt im Einvernehmen mit den anderen zuständigen Aemtern der Reichsjugendführung— dem Reichsjugend=Pressedienst zufolge— die Ausführungsbestimmungen zum„Jahr des Deutschen Jungvolks“ erlassen. 4 Ken# Im Jahre 1936, dem„Jahre des Deurschen Jungvolks“, soll durch die Arbeit der Hitler=Jugend der gesamte Nachwuchs an Zehn= bis Vierzehnjährigen in den Einheiten des Deutschen Jungvolks und der Jungmädel erfaßt werden. Es werden zum DJ. im Laufe des Jahres 1936 alle Jungen und Mädel des Jahrganges 1926 aufgenommen, soweit sie den Grundbedingungen für eine Aufnahme in die HJ. und deren Untergliederungen entsprechen(arisch, reichsdeutsch, erbgesund usw.). Die Aufnahme der Zehnjährigen erfolgt in der Zeit vom 20. März bis 20. April 1936. Bei den früheren Jahrgängen(1925 bis 1922) können Aufnahmen zur Probe vorgenommen werden. Der Jahrgang 1925 kann dabei in der Zeit vom 20. März bis 20. April 1936 ausgenommen werden. Die Anmeldung dazu erfolgt auf allen Dienststellen und in allen Heimen der HJ. und ihrer Untergliederungen sowie bei den DI.=Führern(in der Stadt ab Fähnleinführer, auf dem Lande ab Jungzugführer) und bei den IM.=Führerinnen(in der Stadt ab Jungmädel=Gruppenführerin, auf dem Lande ab JungmädelScharführerin).„ Hung und Wrstrg 5 Nach erfolgter Anmeroung und Ausfuuung des Probe=Aufnahmescheins werden die Jungen bzw. Mädel der für ihre Wohnung zuständigen Einheit zugeteilt, um sich einer Probedienstzeit im Deutschen Jungvolk(DI.) bzw. bei den Jungmädeln(IM.) zu unterziehen. Die Probedienstzeit dauert je nach der Tüchtigkeit des DI.=Anwärters bzw. der IM.=Anwärterin für DI. mindestens zwei und höchstens sechs Monate, für IM. drei Monate. Bei der Zuteilung zu einer Einheit wird auf eine altersmäßig möglichst ausgeglichene Zusammensetzung dieser Einheit gesehen. Es soll damit der Grundstein zu einem jahrgangsweisen Aufbau des Deutschen Jungvolks gelegt werden. Vom Tag des Probedienstantritts an beginnt der Dienst der neu eintretenden Jungen und Mädel, deren Pünktlichkeit, geistige und körperliche Regsamkeit während der Probedienstzeit besonders überprüft wird. Während der Probedienstzeit hat der bzw. die Neueintretende jeden Dienst mitzumachen, wobei nur Krankheit als Entschuldigung gelten kann. Diese Probedienstzeit setzt sich aus wöchentlich einem Heimnachmittag, monatlich in der Regel zwei Fahrten sowie aus monatlich zwei Appellen der DI.= Anwäter bzw. sechswöchentlich einem Appell der IM.= Anwärterinnen zusammen. Die HI.=Versicherung gilt bereits während der Probedienstzeit. Während der Probedienstzeit werden die DI.=Anwärter und IM.=Anwärterinnen ärztlich auf ihre Eignung untersucht. Die endgültige Aufnahme kann nur erfolgen, wenn das Tauglichkeitszeugnis des zuständigen Arztes vorliegt. Nach bestandener Probe dürfen in das DJ. nur die Jungen aufgenommen werden, die im Gesundheitspaß den Vermerk„tauglich“ oder„bedingt tauglich“ tragen. Bei der ärztlichen Untersuchung können Jungen des Jahrgangs 1926 aus gesundheitlichen Gründen (körperliche Schwäche usw.) auf ein Jahr vom Eintritt in das DJ. durch Vordruck bei karteimäßiger Erfassung zurückgestellt werden. Die ärztliche Untersuchung Schleßerei nn Weigrurer=Purkamtenn. Abgeordneter feuert drei Schüsse ab— Auf den Ministerpräsidenten gezielt Niemand verletzt— Anzeichen für eine Verschwörung? dnb Belgrad, 6. März Während einer Rede des Ministerpräsidenten und Außenministers Stojadinowitsch wurden in der Skupschtina heute gegen. 12 Uhr drei Revolverschüsse abgegeben. Im Saal entstand große Verwirrung. Die Sitzung wurde sofort unterbrochen. Verletzt wurde niemand. Als Schütze wurde der Abgeordnete Damian Arnautowitsch von der Saalpolizei festgenommen. Er gehört der Jeftitsch=Opposition an. Hierzu wurden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die Skupschtina=Sitzung galt der Beratung des Staatshaushalts. Die Abgeordnetenbänke waren nicht sehr stark besetzt, um so dichter die Diplomaten= und Journalistenlogen sowie die Galerie. Ministerpräsident und Außenminister Stojadinowitsch beschäftigte sich in seiner Rede zuerst ausführlich mit den Einwendungen der Opposition gegen den Haushaltsentwurf und ging dann auf die Außenpolitik über. Während seiner Darlegungen kam es verschiedentlich zu Störungen durch die wenigen oppositionellen Abgeordneten, die im Saal anwesend waren. Der Vorsitzende mußte mehrere Abgeordnete verwarnen und einen von ihnen ausschließen. Als Stojadinowitsch kaum mit einigen Sätzen auf das Kapitel Außenpolitik eingegangen war, entstand in einem Teil des Saales große Unruhe. Man hörte heftige Zwischenrufe, denen ein Wortwechsel folgte. Plötzlich zeigte der Urheber dieses Auftritts, der Abgeordnete Arnautowitsch, einen Revolver. Zugleich hörte man Stimmen:„Der Mensch ist ja betrunken, führt ihn hinaus!“ In diesem Augenblick fiel der erste Schuß. Bevor die Saalpolizei dem Abgeordneten den Revolver entwinden konnte, feuerte dieser noch zweimal. Bei dem Handgemenge erhielt ein Abgeordneter der Regierungsmehrheit einen wuchtigen Schlag mit dem Kol ben des Revolvers auf die Stirn, so daß er ziemlich schwer verletzt wurde. Nach einer halbstündigen Pause wurde die Sitzung wiederaufgenommen. Ministerpräsident Stojcdinowitsch setzte seine Ausführungen fort. Wie festgestellt werden konnte, hatte Arnautowitsch auf den Ministerpräsidenten gezielt. Ein Abgeordneter schlug im letzten Augenblick den Arm des Revolverschützen in die Höhe, so daß die Kugel über den Kopf des Ministerpräsidenten hinwegging und ganz in der Nähe der Diplomatenloge einschlug. Sie traf die Mauer nur einen halben Meter entfernt vom Kopf des englischen Gesandten. Die nächsten Schüsse gingen in den Fußboden. Die Untersuchung scheint einige Anhaltspunkte für eine Verschwörung gegeben zu haben. chentt Hitlers Appen=Teachtlung! Ein Engländer zu dem neuen Friedensappell des Führers dnb London, 6. März, swerde die dem Frieden dienen wolle. Gewiß müsse man Das erneute Friedensangebot Hitlers an Frankreich svon Hitler fordern, Deutschlands Beitrag zur interhat in England besonders den National Peace Council nationalen Zusammenarbeit auch in die Tat umzusetzen. veranlaßt, in Briefen an die Presse, z. dis. Möglichkeit Denn England übernehme eine große Verantwortung, auf die Möglichkeit hinzuweisen, daraus eine europaische Verständigung zu entwickeln. Der Generalsekretär dieser Bewegung, Gerald Bailey, verlangt in einem Brief an den „Manchester Guardian", daß die englische Regierung sofort dem Appell Hitlers ihre sympathisierende Beach tung schenkt, um eine Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland herbeizuführen. Europa sei dabei, sa sagt Bailey, sich in ein neues wahnwitziges, in der Weltgeschichte noch nicht dagewesenes Wettrüsten zu verfangen. Daher es lebenswichtig, daß jede Gelegenheit, selbst wenn sei es kerenewicht sie auch nur eine geringe Hoffnung aus diesem Prozeß gebe, von jeder Re auf einen Ausweg kegierung ausgenützt denn England übernehme eine große wenn eine derartige Zusammenarbeit nicht auf der [Grundlage gleicher Rechte und Verantwortung angeboten werde und zustande komme. Vor 2½ Jahren habe Hitler angeboten, bis zum letzten Maschinengewehr abzurüsten, wenn auch die übrige Welt das gleiche tue. Heute möge es zwar unendlich schwieriger sein, ein Abkommen auf dieser Grundlage abzuschließen, aber wer würde angesichts der jetzigen Gefahr sagen, man solle nicht wenigstens einmal den Versuch machen. Eine britische Regierung, die Hitlers Geste zur Grundlage für neue Vorschläge zu Abrüstungsverhandlungen zu machen bereit sei, könne die Kriegsgefahr in eine vernünftige Friedenssicherung umwandeln. von. Eender wirdot fur Wentereintten. Amerikas größte Rundfunkgesellschaft stellte ihren gesamten Sendeapparat dem Generalsekretär der kommunistischen Partei zur Verfügung— Starke Erregung in USA. dnb Washington, 6. März. Die Sensation des Tages ist die Tatsache, daß eine der größten nordamerikanischen Rundfunkgesellschaften, die Columbia Broadcasting Company, ihren gesamten Sendeapparat aus ungeklärten Beweggründen der kommunistischen Partei bedingungslos für deren Propaganda zur Verfügung gestellt hat. Vor dem Mikrophon dieser Gesellschaft sprach Donnerstag abend der Generalsekretär der kommunistischen Partei Amerikas, Earl Browder, der Mann, der im Sommer vorigen Jahres auf der Tagung der Komintern in Moskau offen zum Sturz der amerikanischen Regierung und zur Abschaffung der amerikanischen Verfassung aufgefordert hatte. Sämtliche Sender der Gesellschaft waren auf die Propagandarede Browders eingeschaltet. Browder erging sich in seiner Rede in Angriffen auf die beiden großen Parteien der Vereinigten Staaten. Er griff dann das Bankhaus Morgan an. Es folgten die üblichen Angriffe auf die Regierungen in Deutschland, Italien und Japan. Er beschäftigte sich dann mit der Arbeitslosigkeit in Amerika und behauptete, daß die Arbeitslosigkeit nur behoben werden könne, wenn man Moskaus Methoden befolge. Jedoch sei Amerika gegenwärtig für den Kommunismus noch nicht reif. Aber Amerika werde eines Tages schon das„Ideal"(!) erreichen, das in der Sowjetunion bereits verwirklicht worden sei. Die amerikanische Oeffentlichkeit empfindet diesen Vorfall als einen unglaublichen Skandal und ist stark erregt. Im Abgeordnetenhaus ist noch vor der Sendung gegen die Haltung der Sendegesellschaft protestiert worden. Bereits im Laufe des Donnerstags wurde im Rundfunk das Verhalten der Columbia Broadcasting Company scharf gegeißelt. Am Freitag nahm der Frauenverein der Kriegervereinigung, der schon seit Gründung der Vereinigten Staaten besteht, den Beschluß an, alle diejenigen Firmen zu boykottieren, die über die Columbia=Sendegesellschaft ihre Waren anpreisen und dadurch, wie es in dem Beschluß heißt, diesen„unamerikanischen“. Senderdienst erst ermöglichen. Empörung in Washington dnd Washington, 6. März. Die Hetzrede Browders wird hier scharf verurteilt, Man hält mit Ausdrücken der Empörung nicht zurück. daß diese große amerikanische Rundfunkgesellschaft„den traurigen Mut“ haben konnte, sich dem kommunistischjüdischen Druck zu beugen und diesem Haupthetzer gegen die verfassungsmäßigen Einrichtungen der Vereinigten Staaten durch seine Rundfunkansprache die Möglichkeit zur Vergiftung der politischen Atmosphäre zu verschaffen. Man erinnert daran, daß auf der letzten Tagung der Komintern in Moskau unter Mitwirkung Stalins beschlossen worden sei, in Amerika die kommunistische Einder IM.=Anwärterinnen geschieht entsprechend der Da, Anwärter. Eine Zurückstellung der Mädel des ganges 1936 aus gesundheitlichen Gründen kann eben, falls wie bei den Jungen erfolgen. Aufnahmegebühren und Beiträge werden bei Beginn und während der Probedienstzeit nicht erhoben. Erst von dem Zeitpunkt der Aufnahme an gelten uneinge, schränkt die von dem Verwaltungsamt der Reichsjugend, führung festgesetzten Bestimmungen einschließlich der Bestimmungen über Erleichterung der Beitragszahlung Die geldliche Frage wird bei der Probeaufnahmbzw. Aufnahme in das DJ. und die IM. unter keinen Umständen als Hindernisgrund auftreten. Während der Probedienstzeit ist der Pimpf und das Jungmädel berechtigt, den Dienstanzug des DJ. bzw. die Bundestracht der IM. zu tragen, wobei der Pimpf diesen jedoch ohne Fahrtenmesser, HI.=Abzeichen und Schulterstreifen trägt, bis er hierzu auf Grund der abgelegten Pimpfenprobe berechtigt ist. Bedürstige werden mit Hilfe der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eingekleidet. Hierzu erlassen die Gebiete und Obergaue im Einvernehmen mit dem Organisationsamt weitere Bestimmungen. Nach Ablauf der Probedienstzeit werden die D3. Anwärter und IM.=Anwärterinnen feierlich in das DJ. bzw. IM. aufgenommen. Die in das Deutsche Jungvolk und die Jungmädelschaft aufgenommenen Jungen und Mädel bilden jahrgangsweise Einheiten, so daß z. B. zukünftig alle Zehn= und Elfjährigen eines Ortes oder Stadtteils in einer Einheit zusammengefaßt werden. Unmittelbar nach der Aufnahme beginnt der regelmäßige Dienst der Pimpfe und Jungmädel und damit ihr Weg durch die Schule der Nation. heitsfront zu errichten. Nach den Plänen Moskaus sei beabsichtigt, diese Einheitsfront vorläufig als Arbeiter= und Bauernpartei zu tarnen, um sie später von der kommunistischen Internationale übernehmen zu lassen. Notgedrungen nimmt auch die amerikanische Presse von der Rede Browders Notiz, wobei sie jedoch feststellt, daß Browder außer seinen Tarnungsversuchen und der erfolgten Aufhetzung zum Klassenhaß keinerlei greifbare Vorschläge entwickelt habe. Seine Aufforderung zur Syndikalisierung aller Arbeiter könne in Amerika, wie die Blätter weiter ausführen, allerdings nur den Auftakt zu verheerenden Streiks und Unruhen bedeuten. Ziel:„Diktatur des proletariats“ Bündnisangebot der spanischen Kommunisten an die Marxisten and Madrid, 6. März. Die kommunistische Partei Spaniens veröffentlicht einen Aufruf an die sozialdemokratische Partei Spaniens, in dem sie zu einer Vereinigung der beiden Arbeiterparteien und zur gemeinsamen Organisierung der Arbeitermassen in der Stadt und auf dem Lande auffördert. Als Grundlagen für einen politischen Zusammenschkuß bezeichnen die Kommunisten u. a. folgende Punkte: Vollständige Trennung der Sozialdemokratie vom Bürgertum, Anerkennung der Notwendigkeit eines revolutionären Vorstoßes gegen das Bürgertum und Errichtung der Diktatur des Proletariats nach sowjetrussischem Vorbild. In Puebla de Almoradier bei Toledo kam es bei der Beerdigung eines von linksradikalen Elementen erschossenen spanischen Faschisten zu einer schweren Schießerei, wobei zwei Personen getötet wurden. Auch in Madrid wurden drei faschistische Arbeiter beim Verlassen ihrer Arbeitsstätten von Marxisten aus dem Hinterhalt beschossen. Einer von ihnen wurde getötet und zwei wurden verletzt. Auch Hirota gescheitert dnb Schanghai, 6. März Nach Meldungen aus Tokio sind die Bemühungen Hirotas zur Bildung eines Kabinetts als gescheitert anzusehen, da die Armee ihre Mitarbeit versagt. General Terauchi hat die Uebernahme des Kriegsministeriums abgelehnt. Er begründet seinen Entschluß damit, daß er nach seinen Besprechungen mit den zuständigen Männern der Armee in der Zusammensetzung des geplanten Kabinetts keine Erneuerung der Staatspolitik sehen könne, wie sie von der Armee gefordert werde. Fürst Starhemberg beim König von Italien. Zu Ehren des österreichischen Vizekanzlers Fürst Starhemberg, der z. Z. in Rom weilt, fand am Freitag eine Parade der Schwarzhemden statt im Beisein des italienischen Staatssekretärs im Kriegsministerium Baistrocci. Fürst Starhemberg wird am Samstag vom König von Italien empfangen. Wahl des griechischen Kammerpräsidenten. Im zweiten Wahlgang wählte die griechische Kammer gestern den Führer der Weniselisten Sophoulis mit 158 gegen 137 Stimmen, die auf den Antiweniselisten Vozikis entfielen, zum Kammerpräsidenten. Das Ergebnis löste bei den Antiweniselisten lebhafte Protestrufe aus, die sich äußerst erregt darüber zeigten, daß Sophoulis seinen Erfolg den Stimmen der Kommunisten zu verdanken hatte. Roosevelt bewirbt sich erneut um die Präsiventschaft. Präsident Roosevelt hat bekanntgegeben, daß er sich erneut als demokratischer Kandidat um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten bewerben wird. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf PeddinghausLokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung Dr. Josef Schwermann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Hans Hornberg, Anzeigen: Kurt Schold„n# in Bochum. Berliner Schriftlettung: Michael### 540. Berlin=Karlshorst, Dönhoffstraße 19, Anruf Karlshork Pin; Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, Anplagz Charlottenburg, Uhlandstraße 194. Anruf O L8c in 6813. Verlag und Druck: Laupenmüblen&a# Tist, Hr. 6 Bochum, Ruf 67551, 52. 53.— Zur Zeit ist Preis!“#reche gültig, Nachlaßstaffel B.— DA II. 36 über 26 500. stunden der Schriftleitung wochentags, außer Samstags, von 16 bis 17 Uhr. Für unverlarzgze##ig. sendungen keine Haftvilicht. Rücksendung nur bei.—. Die heutige Rummer umfaßt 30 Seiten Bbeiäche 3 Nr. 57* Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 Aufnahme: Feldmüller Das Mahnmal des BV. bei Nacht Den toten Kameraden Jun S. Marh Den Soldaten des großen Krieges Sie haben höher gelitten, als Worte sagen. Sie haben Hunger, Kälte und Wunden schweigend getragen. Dann hat man sie irgendwo gefunden: verschüttet, zerschossen oder erschlagen. Hebt diesen Toten hoch zum Gruß die Hand! Sie sind so fern vom Vaterland gefallen, die Türme aber ihrer Treue ragen uns allen, allen mitten im Land. Baldur von Schirach. Morgen, am 8. März, wird sich das deutsche in Gedenkstunden zusammenfinden und im Geiste einen, um eine Ehrenpflicht an den Helden des großen Krieges zu erfüllen. Allüberall im deutschen Lande und jenseits unserer Grenzen auf den großen Gräberfeldern und den Soldatenfriedhöfen werden deutsche Männer und Frauen zusammentreten und im Geiste bei denen weilen, di fremde oder deutsche Erde deckt, weil sie die höchste Pflicht erfüllten: für das Vaterland zu Das deutsche Volk in seinen geistig und sittlich gesunden Teilen hat nie die Opfer der Helden des Weltkrieges vergessen. In den unglücklichen Jahren Reiches von 1918 bis 1933 hat kein Hindernis und keine Schwierigkeit sie hemmen können in der Durchsetzung des Wunsches, das Gedächtnis der Toten wachzuhalten und auf spätere Zeiten ihr Opfern und Sterben zu überliefern. So, wie wahrhaft deutsche Dichter den Geist von Langemarck besungen haben, so sind von deutsch Denkenden durch die vielen bitteren Jahre der Nachkriegszeit wirkliche Opfer gebracht worden im Gedenken an die toten Helden, deren Vermächtnis auf die jungen Generationen kommen mußte, wenn anders ihr Heldentod nicht vergeblich gewesen sein sollte. Sicher: ein Denkmal aus Erz und Stein ist kein Dank für höchste Opfer, Dank aber ist die die nicht ruht, bis das im Herzen Geborgene auch den äußeren Ausdruck gefunden hat als Mahnmal für die späteren Geschlechter. Bochum, unsere Heimatstadt, ist manchem, der den tnneren Wert oder Unvert neuzeitlicher Entwicklung in hren Uebertreibungen nicht zu burgtschang geue(g. in den Zeiten des Niederganges ofr wenig fortschrt lich erschienen. Sei dem, wie es wolle. Aber eins hat dies Volk hier, das Eisen zu Stahl wandelte und schmiedete, selbst gehärtet in der großen Schmiede der Arbeit, nie vergessen. Und das wiegt mehr als manches Aeußere. Zum Ernst geschult durch das Leben, zum Ernst der Lebendaufasung, die Plichterfülurgg geatg gie hoße Einsatz heißt, hat dieses Volk hier sich steis die hohe Achtung vor der Pflichterfüllung bewahrt, von der die höchste die gegen das Vaterland ist. Es ist deshalb kein Zufall, daß hier bei uns, in den weiten Reihen unserer Volksgenossen, der soldatische Geist eine ständige, große Pflegestätte hatte. Der Bochumer Ehrenfriedhof, die wuchtigen Denkmäler, die in unserer Heimatstadt den Manen der Helden von 1914 bis 1918 geweiht wurden, sind Zeugen dafür, daß deutsche Gesinnung in unserer Stadt auch dann ihre Heimat hatte, als vieles im Taumel der Nachkriegszeit unterging. So können wir am Heldengedenktag 1936 zu den Gräbern der toten Kameraden treten mit dem Vorsatz, weiter im Herzen ihr Vorbild der Pflichterfüllung zu tragen, wie wir das Gedenken an sie unverrückbar durch die Zeiten mit uns trugen. Die Teilnahme der an der Heldengedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof Am Sonntag, 8. März, treten folgende Ortsgruppen der RSKOV. zur Teilnahme an der Heldengedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof wie folgt an: Altstadt:.00 Uhr, Albertstraße Ehrenfeld:.30 Uhr, Fürstenstraße Felsenburg:.00 Uhr, Ecke Friedhof= und Witteder Straße Der Heldengedenktag in Bochum auf dem Ehrenfriedhof— Weihe Im Mittelpunkt des Heldengedenktages am 8. März steht in Bochum, wie schon berichtet, die Gedenkfeier auf Die Telnehmer marschieren in zwei Zügen nach tadtheater in der Reihenfolge 5KOV., PL., HJ. Technische Nothilfe, SS. Stadttheater in der Reihenfolge#., SAl.=Einheizen, De. Technische Hothufe, WSe. marsch.45 Uhr durch Westfälische Straße Hermannshöhe Ferdinand=, Wittener, Wrangelstraße, Lohbergbrücke, Harpener Straße, Südeingang zum EhrenfriedZug 2: Antreten auf dem Schulhof des Gymnasiums Bismarckstraße in der Reihenfolge: Ehrenhundert9 45 Uhr durch Rheinische Straße, Schwanenmarkt, Blumenstraße zum Ehrenfrieoyof., dam Ehrenfriedhof 10.30 Uhr: Gedenkfeier auf dem Strentieghof mit der Rede des Gauinspekteurs Pg. Meister. Nach der Feier Abmarsch. Zug 2 schließt sich Zug 1 an durch Harpener Straße, Krümmede, Ziegel=, Castroper, C. cilien=, Kurfürsten=, Bergstraße zum Vorbeimarsch und Weihe des Kriegerdenkmals von 1870/71 am Eingang des weuen Stadtvont, sund päntlich einzuhalten. Spiel Die Ahmarschzeiten sind. pünktteu##engr#te Spiel wird auf Hin= und Rückmarsch nicht gerührt. Die Kameradschaften des Kreisverbandes Bochum des Deutschen Kriegerbundes„Kyffhäuser" treten um .45 Uhr auf dem Schulhofe des Staatlichen Gymnasiums an der Bismarckstraße an. Diese Vorverlegung des Antritts gibt den Kameraden die Möglichkeit, am Rundfunk die große Heldengedenkfeier in Berlin mitAn den Ehrenmalen und Kriegerdenkmälern stellen die Kameradschaften des Kreisverbandes Bochum„Kyffhäuser“ am Heldengedenktag, vormittags von 9 bis 12 Uhr, die Ehrenposten, so am Ehrenmal an der KönigsBochimn=Aödse und en Zugzsäiher chise de schaften des Kreisverbandes Bochum an den übrigen in ihrem Bereich liegenden Eyrenmalen. In den einzelnen Bochumer Stadtteilen finden besondere Gedenkfeiern statt, deren Termine der„B..“ bereits veröffentlichte. Väter Jünglinge saßen in dem Todesschacht. Als unter den Wartenden bekannt wurde, daß die deutschen Rettungsleute angekommen waren, ging ein sichtliches Aufatmen durch die Menschenmenge. Kinder sprangen die westfälischen Knappen an und riefen nach ihrem Vater,### baten um ihren Mann, Mütter um ihren Sohn.„He zerreißende Szenen spielten sich ab. Auf den Riddendorf kam ein erarauter, anrge gae 2000 speisen auf dem Rathaurriah be büc e, Se Aun ur ha eg e nhane n in Baunrz a. S aih Stades der Stanbatte in den Räumen der Standarte Einheiten in ihren Standorten, beziehungsweise Sturmlokalen, zusammenfinden. Eine Ausnahme bildet der öffentliche Eintopftisch des Sturmbannes I/17 auf dem Rathausplatz, der Sonntag vormittag auf dem Rathausplatz unter des Musizuges der Standarte statinher, Zu dem Eintopftisch, der für 2000 Personen vorgesehen ist, stellen der Sturmbann I/17 zwei Doppelküchen, der Sturm I/17 ein Feldküche und die Stürme 40 und 41/17 zusammen eine weitere Feldküche. Der gemeinsame Eintopftisch für SA. und Zivilpersonen des Marinesturmbannes I/9 ist Sonntag mittag 12.30 Uhr in der Verwaltungsakademie. So wird der 8. März nicht allein im Zeichen des Das Winterhilfswerk des deutschen Winterhalbjahr 1935.36, das mit dem 31. Pärz setzen Abschluß nimmt, bringt am 8. März den lepten Wieder werden in alen deuschen, Familen, 1/g 55 füir ihn die SIu. Adolf Hillers bereitsitellt. Ueberal in den Einrzescheg der Gensein. Hemd verbindet. Die SA.=Standarte 17 und der Marine. D. wirz Puruuuny Einiopi(Eintopfes, sondern zugleich in dem der Verbundenheit rusen. In der Standarte 17 findet der Eintopftisch des zwischen Sc. und Bevöllerung stehen! Griesenbruch und Moltkemark“ Weitmar=Nord:.15 Uhr, ltkemarkt Grumme=Vöde:.00 Uhr, Kurfürstenstraße Hamme:.00 Uhr, Bahnhof. Präsident Wiemelhausen:.15 Uhr, Ecke WasserWiemelhauser Straße. Die Ortsgruppen marschieren zum Westfalenplatz (Fürstenstraße). Von dort Abmarsch zum hof.45 Uhr.— Im Anschluß an die Heldengedenkfeier Vorbeimarsch am alten Kriegerdenkmal(Eingang zum neuen Stadtpark). Die Ortsgruppen Altenbochum, Dahlhausen, Gerthe, Harpen, Hiltrop=Bergen, Hordel, Laer, Langendreer, Linden, Querenburg, Riemke, Stiepel, Weitmar und Werne nehmen an den Veranstaltungen ihrer Ortsgruppen teil. Die Teilnahme an der Heldengedenkfeier ist Ehrenpflicht für alle Mitglieder der RSKOV. Die gehbehinderten und schwerbeschädigten Kameraden. s. die Hinterbliebenen begeben sich sofort zum 9os. Dort haben sie gegen Vorzeigung ihres Ausweises Zutritt zu den für sie bestimmten Plätzen. Anzug: Dienstanzug. Die RSKOV. stellt in der Zeit von 9 bis 12 Uhr Ehrenmal an der Königsallee eine Ehrenwache. Vor 30 Jahren: Die Ruhrknappen in Courrieres rfüllt von dem Heldenmut der Westfalen Die ganze Welt war ersan von dem Velrenmal der Westsclen b. un. Mal, bah Jsche MAbein-elbe in Gelegirchen licht Rauer. In diesen Tagen jöhrr“;„Hten Grubenunglück die mehrleute und von der Zeche„Shamrock“ in Herne Weat erschallerte dm Worgaen des 6. Mirz, 5g, par“, Man untez, Führung von. Djetiesz,=Iäästfralt. u bechou ein. Liesen eole Mant Sast, mi den iuse. Bianiheise, eiseisr. ammen nicht erfaßt redung gebabt, ging die Fahrtigutenakionalen Zug. Am eschenutgg gog. der Betailterung, Helonggegese boih Bohen Bückerdlenat Zur„Woche der Polizei“ Zur Aufklärungswoche der Deutschen Polizei vom 15. bis 21. März und zum Sammeltag der Polizei am 21. und 22. März wird von der Volisgig Plakat veröffentlicht, das in eindruchzpgt die Verbundenheit von Volk und Polizei zeigt. Courrieres eine ston erfalgt. Ver von den, Rlagursgurisinie escht wurde, kam in den giftigen Schyge gwpigleit ian. Nach einem Bericht des Pfarrers von Billy Montigny betrug die Zahl der Toten 1158. Wegen der giftigen risch, möglicgh, zusähren. Erst am Rachmnitag gelane geze szaeligfeße edn bede ice Aeasgnichesten egreiden eidie Krck ekonsdent unzeg, Sie alteichge, Weie. sc ener eacheue ese ae each haieien, Ausie eschselce e. und wechselten schichtweise. Am Schacht lagen zehn Kohlenzüge mit zehn schwarzverbrannten Pferden und zehn Jungknappen. Auf ihnen lag ein großer Berg Steinen, Holz, Eisen und Kohlen. Der Berg stand noch in Flammen. Ueber Leichen ging es weiter in die Strecken hinein. Was keiner englischen, franzälischen und belgischen Mannschaft gelungen war, schafftign. Deutschen. Schon waren sie 800 Meter weit vorges drungen. Ja lagen 120 Leichen, der Bitte um sofortige Hüfe. Sofort wurden von der derte #R Seite 4 Nr. 57 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 und eine Steintafel auf der Zeche in Frankreich nennt die Namen der deutschen Helden. Die Bergung der Leichen nahm drei Wochen in Anspruch. Gegen die Leichenpest wurden die Bergungsmannschaften mit Gummihandschuhen ausgerüstet. Am 28. März kehrten die Rettungsmannschaften aus Westfalen nach Deutschland wieder zurück. In der Heimat war alles auf einen Empfang vorbereitet. Jedoch machten die Retter einen Umweg und fuhren direkt zur Zeche. Es lag den Westfalen nicht, umjubelt zu werden, denn ihr Erleben war zu schaurig und zu ernst gewesen während der drei Wochen. Am 80. März traf die Nachricht ein, daß noch 13 Bergleute lebend geborgen werden konnten. Sie hatten sich von Pferdefutter und Stroh genährt und Sumvfwasser getrunken. Ihr Leben verdankten sie nur den Deutschen und sie sandten ein Telegramm nach Herne, worin sie den wackeren Knappen für ihre hingebungsfreudige Tat dankten. Der Sagenschatz unserer Heimat Die„Wittewiewerkuhle" und andere Sagen Es war ein recht interessanter Abend, den die Vereinigung für Heimatkunde gestern abend einer großen Hörerschar vermittelte. Denn in einem fesselnden Vortrage führte Rektor Kleff seine Gemeinde in den reichen Sagenschatz unserer Heimat ein. Westfalen ist ja besonders reich an uralten Sagen, die tiesen Einblick in die Volksseele gestatten. Der Westfale ist ein mehr innerlicher Mensch, das lassen auch die Sagen, ältestes Volksgut, erkennen; doch entbehren manche Sagen nicht derber Komik. Unter Ausschaltung von Spukgeschichten, die man sich noch zu Großmutters Zeiten in der Schummerstunde erzählte, gab Rektor Kleff eine Auslese heimischer Sagen, die einen mythologischen oder kulturellen Hintergrund haben. So deutete er die„witten Wiewer“, die in der Kuhle auf dem Tippelsberg bei Riemke hausten, als Schicksalsgöttinnen. Die Sage ist in ihrer ältesten Fassung über tausend Jahre alt. Heute ist die „Wittewiewerkuhle“, kaum noch zu erkennen, von dem Gehölz und der Quelle ist nichts mehr zu sehen. Der Sagen von„witten Wiewern“ gibt es in Westfalen bis nach Holland hinein eine ganze Menge; sie gelten als Hüter der Unterwelt, in der die Toten ruhen. Man muß sich gut zu ihnen stellen, sonst rächen sich die weißen Frauen. Wöchnerinnen werden von den witten Wiewern in ihr unterirdisches Gelaß geholt, um Hunde zu säugen. Diese Hunde sind die Hüterinnen der unterirdischen Schätze, oftmals Weihegeschenke für die Toten. Die Sage hängt also zusammen mit dem Ahnenkult der Altvordern. Der Tippelsberg ist gewiß eine alte Kultstätte gewesen. Die„weiße Frau von Rechen" oder auf„Haus Dahlhausen“ sind ganz anderer Art als die witten Wiewer es sind Künderinnen künftiger unerfreulicher Ereignisse. Der Vortragende erzählte dann von„Bollermann" und„Bullemann“, von Zwergen in Steinkuhl, von Sagen aus dem Bergbau, vom wilden Jäger(er wird auch Wöle genannt— sollte davon die Bezeichnung„Weilenbrink" herrühren? Nach anderer Deutung ist„Wöle" die weise Frau, die Hebamme). Von Riesen erzählen der Tippelsberg bei Riemke. der Hünenberg bei Kemnade, der Machtenberg bei Kray, der Horkenstein(hier wurde der Riese zum Teufel umgewandelt). Eine plastische Wiederaabe erfuhr die plattdeutsche Geschichte vom„starken Hiärm“, Rektor Kleff verstand es meisterlich, den Gehalt der Sagen zu deuten und zu erschöpfen. Der gern gezollte Beifall war schlichter Lohn.— Das Vorstandsmitglied Palussek wies noch auf den bevorstehenden Plattdeutschen Abend hin mit Kuhlmann als Vortragendem. ap. Die Familie im neuen Deutschland Feierstunde im Reichsbund der Kinderreichen. Der Reichsbund der Kinderreichen Deutschlands zum Schutze der Familie e.., Landesverband WestfalenSüd, Kreisverband Bochum, hatte seine Mitglieder am Freitag abend zu einer schlichten Feierstunde in das Ernst=Moritz=Arndt=Haus eingeladen. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Kreiswart Fern und Wetter wird schlechter Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim, um 21 Uhr, Ein breiter Strom maritim=subpolarer Kaltluft hat sich in den Nachmittagsstunden des Berichtstages in Westdeutschland durchgesetzt und teilweise zur Auflösung des umfangreichen Nebelgebie es geführt, das in den letzten Tagen unser Wetter bestimmte. Die jetzt einsetzende Wetterberuhigung wird aber nur von kurzer Dauer sein, denn ein kräftiger Vorstoß maritim=subtrepischer Warmluft hat bereits Anlaß zur Bildung einer Störung gegeben, die am Samstag schon Irland erreichen wird. Sie wird später auch uns erneut Wetterverschlechterung bringen. ssichten für Samstag: Nach verbreitetem Frühnebel meist wolkig, nur im Berglande noch geringfügige Niederschläge, Tagestemperaturen um sechs Grad, nachts bei Aufheiterung in der Nähe des Gefrierpunktes, schwache Winde aus Nordwest.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Im Laufe des Sonntags einsetzende Eintrübung, später einzelne Niederschläge. Frel’ag, 6. März Barometer 4 Uhr:.#8 Thermometer 2. öhri t Zeiten für Sonne und Mond am 7. März: ( Aufg.34, Unterg. 17.49; 3 Aufg. 17.26, Unterg..52 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Wohin gehen wir Sonntag 19.30 Uhr: Saousnraunr; Sontag i0 Uor, Ade. Egmont. Städtische Gemäldegalerte: Sonn= und feiertags bei fretem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Bödestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Eintritt: Sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Feiertagen geschlossen.) Geologisches Muscum der Bergacwerkschaftskasse, Hernei Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Samstags von 15.30 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm. und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr: Familienbad. Capitol: 15.15 Uhr: Kreuzweg einer Liebe. Gloria=Palast: 15.30 Uhr: Die blonde Carmen. Hammer Lichtspiele: 15.15 Uhr: Liebesleute. Lichtburg: 15.15 Uhr: Fährmann Maria. stelhaus: 15.15 Uöhr: Me einigen von einer Jungmädel=Spielschar dargebotenen Liedern und Sprechchören, die eindrucksvoll den Willen der Jugend, am neuen Deutschland mitzuarbeiten, bekundeten, hielt Landesleiter Spengemann einen Vortrag über die Bedeutung der Familie im neuen Deutschland. Mit einem Hinweis auf den Heldengedenktag am 17. März vorigen Jahres, wo Deutschland durch den Führer nach jahrelanger Knechtschaft wieder stark und frei wurde, begann der Redner seine Ausführungen. Wehe dem deutschen Volke und wehe der deutschen Familie, wenn wir diese Freiheit durch unseren Führer nicht wieder bekommen hätten. An diesem Heldengedenktag traten wir vor unsere gefallenen Helden und meldeten ihnen, daß Deutschland wieder gefestigt dastehe und daß Deutschland durch die auf dem Reichsparteitag in Nürnberg verkündeten Gesetze einer sicheren Zukunft entgegegengehe. In diesem Zusammenhang gedachte er des durch einen Unglücksfall verstorbenen Hans Schemm und des feige durch einen Juden dahingemordeten Landesleiters Wilhelm Gustloff. Den Gefallenen werde man zurufen, daß sie weiter leben werden, denn tot sei nur der, den man vergesse, und nur dann, wenn die Kette des Heldentums abreiße, sterbe ein Volk. Ausführlich erklärte der Redner den Staatsgedanken in Verbindung mit der deutschen Familie und betonte mit Nachdruck, daß die Familie die kleinste, aber wertvollste Einheit im Gefüge eines Staates darstelle. Im weiteren Verlauf der Feierstunde sangen die Spielschar einer Jungmädelgruppe und der Kammerchor Bochum unter der Leitung von Paul Folge. Reichsbahnbeamte im neuen Staat Zu der Gemeinschaftskundgebung der DAF. und der Fachschaft Reichsbahn des Reichsbundes für Beamte hatten sich Mittwoch so viele Teilnehmer eingefunden, daß der große Hörsaal der Verwaltungsakademie dicht besetzt war. Nach dem Fahneneinmarsch eröffnete Kreisamtsleiter Pg. Brunswick die Versammlung mit einem Grußwort. In aufschlußreichem Vortrage verbreitete sich dann Stellenleiter I des Hauptamtes für Beamte Pg. Peppmöller(Berlin) über die Stellung des Reichsbahnbeamten im nationalsozialistischen Staate; er unterstrich darin, daß der Reichsbahnbeamte wie jeder Beamte dem Staate und dem Volke zu dienen verpflichtet sei. Ueber den Sinn und Zweck des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit sprach dann Gaubetriebsgemeinschaftswalter Böke: er verstand es, den etwas spröden Gegenstand leicht verständlich zu machen. Aus der katholischen Gemeinde. Der religiöse Einkehrtag, der am morgigen Sonntag in der Kapelle des Elisabeth=Hospitals für die Jungmädchen der Propsteikirche stattfindet, wird gehalten von Pater Johannes Mühlen aus dem hiesigen Redemptoristenkloster. Am Sonntag, 15. März, ist in der Propsteikirche die diesjährige Aufnahmefeier, verbunden mit einer Festandacht.— Der Lourdesverein veranstaltet auch in diesem Jahre wieder verschiedene Wallfahrten nach den süddeutschen Marien=Pilgerorten. Die erste dieser Wallfahrten ist im Mai nach Altötting und Beuron vorgesehen. Wenn ein Vater die Seinen verleugnet... Ein Schn minmt eine Biulschuls auf sich Der Fall Jablonski vor dem Bochumer Schwurgericht Am 6. November hatte sich in einem Hause am Löbkerring ein Familiendrama ereignet. Der alte Jablonski war von seinem jüngsten Sohne nach einem Handgemenge mit den Resten eines zertrümmerten Stuhles derart niedergeschlagen worden, daß der Vater an den Folgen dieser Verletzungen nach einigen Stunden starb. Jetzt hatte sich das Schwurgericht unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Wüstenfeld mit der an Totschlag grenzenden Tat des Sohnes Otto Jablonski zu befassen. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Kuhnert, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Heidemann I. Es waren mehrere Sachverständige und viele Zeugen geladen. Das Bild, welches sich durch die Vernehmung des Angeklagten als auch nach Aussage der Zeugen über die Zustände in der Familie Jablonski dem geistigen Auge darbot, konnte geradezu mit Entsetzen erfüllen. Obwohl die Frau dem Gatten elf Kinder schenkte von denen sieben noch leben, hatte sie unter den wüstesten Beschimpfungen und Mißhandlungen des Mannes zu leiden. Die Kinder wurden ebenfalls oft erheblich geschlagen. Sie gingen auch meist so schnell als möglich aus dem Hause. Der jüngste Sohn konnte schon lange diesen elenden Zustand nicht mit ansehen, blieb aber zum Schutze seiner Mutter, obgleich ihn der Vater auch aus dem Hause ekeln wollte. Alle Kinder hatten sich vom Vater abgewandt. Eine verheiratete Tochter mußte sich ihr bißchen Recht auf Aussteuer gerichtlich erkämpfen. Der Alte gönnte der Frau und den Kindern nichts und vermachte lieber sein Geld und Gut fremden Leuten. Er soll da einer Sekte Zuwendungen gemacht haben, so daß die Familie den Vater unter Zwangsverwaltung seines Vermögens stellen wollte. Der jüngste Sohn hatte sich der SA. angeschlossen. Obwohl der Vater nicht eben Kommunist war, befehdete er dieserhalb seinen Sohn und es kam zu schwerem Kampf und Zwist. Als im November der Vater wiederum an der Mutter sich vergreifen wollte, kam der seit langem angehäufte Zündstoff zur Entzündung. Der Sohn trat dazwischen, glaubte sich durch das lange Messer des Vaters bedroht und schlug so lange zu, bis der Vater zu Boden sank und kein Glied mehr regte. Er war so zerschlagen, daß der ärztliche Sachverständige erklärte, in seiner Praxis noch niemals einen derart zugerichteten Menschen gesehen zu haben. Es ist dann dem Vater auch niemand aus der Familie zu Hilfe gekommen. Man kümmerte sich auch im Krankenhause nicht um ihn. Wie der Staatsanwalt hervorhob, habe man ihm sogar die letzte Ehre verweigerte Noch näher auf die unleidlichen Zustände hier eingehen wollen wir uns vorsagen. Dieser Vater verzugehen„Fwollen wir uns verfagen. diente offenbar den Ehrennamen Vater auch nicht und in den Kindern konnte sich Liebe und Ehrfurcht nicht entwickeln. Schließlich wird unter solchen Umständen sogar verständlich, daß die Kinder ihn in Schutzhaft bringen und entmündigen lassen wollten, um von den Ersparnissen und dem Hausbesitz etwas zu retten, „bevor alles von dem Vater„verschoben“ wurde.“ Als der Ankläger fünf Jahre Zuchthaus gegen den Angeklagten beantragte, hob er besonders hervor, daß selbst in dieser Gerichtsverhandlung der Sohn kein Wort des Mitleids am Tode seines Vaters, kein Wort der Reue für sein Tat gefunden habe. Der Verteidiger bat um äußerste Milde für den Sohn, der seiner Mutter habe beispringen müssen und faßte das Bild der hochgradigen Familienzerwürfnisse zu einem düsteren Gemälde zusammen. Das Urteil lautete wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge auf drei Jahre Gefängnis unter Annahme mildernder Umstände. Das Gericht sei den Bekundungen des Sohnes und der Mutter gefolgt. Zuerst habe sich der Sohn in Notwehr befunden, als der Vater das Messer aus der Tasche zog. Als er es aber hatte infolge der Abwehr des Sohnes fallen lassen müssen, habe der Sohn keine Veranlassung mehr dazu gehabt, so unmenschlich auf den Vater loszuschlagen, hier sei die Notwehr überschritten worden. Das Gericht habe die sonstige sehr gute Führung des Sohnes in Betracht gezogen. Mit diesem Fall endete die laufende Schwurgerichtsperiode. Der Vorsitzende sprach den Geschworenen den Dank und die Anerkennung der Justizverwaltung für ihre verantwortungsvolle und angestrengte Mithilfe bei der Rechtsfindung aus. Der schöne Eugen und seine Schwindeleien Ein Radorilei der Tirdr Vier Jahre Zuchthaus für einen Volksschädling übelster Sorte Ein Mädchenverführer und Heiratsschwindler von ungewöhnlichem Ausmaße wurde nach zweitägiger Verhandlung vor der Großen Strafkammer zu schwerer Kerkerstrafe und Ehrverlust verurteilt. Der Staatsanwalt hatte fünf Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust beantragt. Es handelte sich um den erst 33 Jahre alten Eugen Wingen aus Gelsenkirchen, gegen den achtzehn Strafhandlungen zur Beratung standen, davon acht Betrugsfälle, weiter Nötigung, Erpressung, Diebstahl usw. Neben ihm saß auf der Anklagebank seine geschiedene Frau, mit der er auch nach der Scheidung weiter zusammenlebte. Diese Frau befand sich völlig unter seinem Einfluß und er benutzte sie zur Helferin bei einigen seiner Abscheu erregenden Betrügereien an anderen Frauen. Der Angeklagte ist ein hochgewachsener Mann mit ansprechenden Manieren und von hoher Intelligenz. Er wußte seine Talente spielen zu lassen. Erwerbsloser glaubte er so etwas wie ein Recht zu haben auf Kosten leichtgläubiger und liebedürstiger Mädchen und Frauen, die er zum Teil auch durch Briefe auf Heiratsanzeigen kennenlernte, sich Vorteile zu verschaffen.„Man muß sich nur solche Mädchen und Frauen in festen Stellungen aussuchen, die dann den Skandal scheuen.“ Das ist der„Typ Wingen“, sagte der Staatsanwalt.„Waren sie erst in seine Klauen geraten, dann wurde er an ihnen Lichtspielhmgg.„19.15 nhr: Vergißzmeinnicht. Oveon: 15.30 Uhr: Verlieb dich nicht am Bodensee. Skala=Lichtspiele: 17.00 Uhr: Verlieb dich nicht am Bodensee. Tonhalle: 15.30 Uhr: Anna Karenina.= Weltlichtspiele: 15.15 Uhr: Schwarze Rosen. Apollotheater: ab 14 Uhr: Der gestiefelte Kater. 15.30 Uhr: Der höhere Besehl. Gasthaus Wagener: Tanz. Der Charakter war dafür um so schlechter und eine ganze Reihe Mädchen und Frauen beklagen die Bekanntschaft mit diesem Manne, der ein gemeingefährlicher Raubritter auf dem Felde der Liebe war. Die Mädchen fielen ihm zum Opfer, weil sie seinen Liebesbeteuerungen glaubten, vertrauter ihm in Erwartung der Ehe Geld. Ringe und Schmucksachen an und wo er nicht im Guten zum Ziele kam, da nahm er ihnen den Ring— einer sogar den Verlobungsring eines anderen— einfach vom Finger als Faustpfand der Liebe, aber nur der Liebe, wie er sie verstand. Die Verhandlung förderte die unglaublichsten Dinge zutage. Dieses Spiel mit Mädchenherzen trieb er seit 1931; Pfingsten 1935 wurde er endlich verhaftet; seitdem sitzt er in Untersuchungshaft und hat sich ein ganz raffiniertes Verteidigungssystem ausgeklügelt, in der Annahme, daß man ihm gar nichts anhaben könne. Nicht er, sondern die Mädchen seien allein schuld. Er hatte seine zarten Beziehungen in Wanne=Eickel, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, ja sogar in Soest. Auf Bahnfahrten, in Kaffeehäusern, in Gesellschaftslokalen, überall machte er seine„Bekanntschaften". Als zum gemeinen Erpresser, dem die niedrigste Tat nicht zu schlecht war.“ So schwirrte er umher im Liebesgarten als ein gefährlicher Schmetterling, als Konzertmeister, Musikpädagoge, Bankrevisor, Novellenschreiber, und wer weiß was alles. In einem Falle hat er sein Opfer seelisch und moralisch fast zugrunde gerichtet, obgleich diese Frau ihm in Liebe blindlings vertraute. Man muß sich wundern, daß selbst Menschen von Bildung und Lebensart sich über seinen Charakter so täuschen ließen. Bevor sie ihn richtig erkannten, waren sie ihm schon verfallen. Nur bei einem ganz jungen, hlonden deutschen Mädel aus dem Vest Recklinghausen holte sich der schöne Eugen einen gehörigen Korb. Sie hatte ihm als Prüfstein seines Wesens ein Buch über die Frau zu lesen gegeben. Sie bekam es zwar auch nicht wieder, aber sie verbat sich dann sehr energisch alle weiteren Annäherungsversuche. Das Gericht sowohl wie auch der Staatsanwalt bezeichneten diesen Mann als einen Volksschädling der übelsten Sorte. Er trat die Frauenehre gewissenlos in den Schmutz. Nicht die Einzelfälle seien zu beurteilen, sondern seine charakterlose Gesamthaltung in der Vielheit der Fälle und seine gewissenlose Ausbeutung und Unterdrückung seiner Opfer. Es müßte eine abschreckende Strafe verhängt werden, die den Angeklagten für lange Zeit unschädlich mache. Das Gericht kam dabei zu einer Zuchthausstrafe von vier Jahren und fünf Jahren Ehrverlust. Von mildernden Umständen könne keine Rede sein. Die Mitangeklagte kam mit sieben Monaten Gefängnis davon. An alle Rechtssiudenten, Gerichtsreferendare und Assessoren Seite 5 Nr. 5 Am Freitag, 13. März, 20.15 Uhr, findet im gelbräu, oberer Saal, ein von der Gaugruppe Jungjuristen im BNSDJ. veranstalteter Werbeabend für den Eintritt von Jungjuristen ins Reichsheer als Offizierz. anwärter(Fahnenjunker) statt. Für alle Mitglieder der Gruppe Jungjuristen im Bezirk Bochum(Referendare und Assessoren) ist Erscheinen Pflicht. Die Rechtz, studenten fordere ich ebenfalls auf, zu der Veranstaltung zu erscheinen. Der Bezirksgruppenleiter Jungjuristen. pfund= und Brockensammlung in der Ortsgruppe Griesenbruch. Ab Montag, 9. März, findet die letzte Pfund= und Brockensammlung im diesjährigen Winterhilfswerk statt. Wir bitten, die Spenden bereit zu halten und unsern Helfern zu übergeben. Getragene noch brauchbare Kleidungsstücke und Schuhe, sowie Lebensmittel werden dankend angenommen. Jede, auch die kleinste Gabe trägt dazu bei, die Not unter den Hilfsbedürftigen zu lindern. Unser Appell richtet sich insbesondere an die in Arbeit und Brot stehenden und vor allen Dingen an die begüterten Volksgenossen, für die die Abgabe ihrer Spenden wirklich kein großes Opfer bedeutet. Trage jeder dazu bei, das Werk unseres Führers zu vollenden. Ortsgruppe Felsenburg der NS.=Volkswohlfahrt Die Pfundsammlung für den Monat März findet am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag kommender Woche statt. Es handelt sich um die letzte Sammlung des Winterhilfswerks 1935/36. An alle Volksgenossen ergeht daher die Bitte, zum Abschluß des Winterhilfswerks nochmals gern und reichlich zu spenden, um auch die letzten Hilfsmaßnahmen erfolgreich durchführen zu können. Wir bitten, die Pfundspenden zum Abholen bereitzuhalten. Ein Bochumer Alpinist erzählt Einen interessanten Lichtbildervortrag hielt Kammermusiker Krabbat vom Städtischen Orchester in der Lichtbildnergemeinschaft des Bochumer Vereins. Der Vortragende ist als Bergsteiger bekannt und berichtete an Hand herrlicher Aufnahmen über die in den Jahren 1934/35 durchgeführten Graubünder Wanderungen. Die Bergeller Berge mit ihren granitenen Urformen und die Berninagruppe mit ihren Eisriesen in 4000 Meter Höhe bildeten den Gegenstand der fesselnd vorgetragenen alpinen Erlebnisse, mit denen jeder Bochumer Naturfreund bekannt gemacht werden müßte. Fragen des Berufes Ortsmusikerschaft Bochum In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Haus der Stände(Pielken) verbreitete sich der Landesfachschaftsleiter Pg. Timmermann(Essen) als Redner über das Thema:„Die Notwendigkeit der Schulung und Umschulung der Privatmusiklehrer.“ Vor einem großen Zuhörerkreis entwickelte der Vortragende in fesselnder Weise die Probleme, die den Privatmusiklehrer augenblicklich beschäftigen. Fünf Millionen Volksgenossen sind wieder in den Arbeitsprozeß eingegliedert, aber im Musiklehrerstand ist noch keine Besserung zu spüren. Um hier eine Aenderung zu erzielen, wies der Redner folgende Wege auf: 1. Jeder Musiklehrer muß helfen, Schwarzarbeiter und Doppelverdiener, die dem notleidenden Hauptberufler das Brot nehmen, namhaft zu machen und darüber Beschwerde an die Landesleitung zu führen. 2. Der Musiklehrer soll lernen, sich den veränderten Verhältnissen unserer Zeit anzupassen; er muß sich in die neuen Gebiete einarbeiten, zum Beispiel das Spielen von Volksinstrumenten und Leiten von Chören und Singscharen. Unter den Volksinstrumenten=Lehrern (Laute, Guitarre, Schifferklavier, Blockflöte) sind noch viele Nebenberufler beschäftigt, die durch Fachkräfte ersetzt werden können. Um dem Musiklehrer die notwendige Umschulung zu ermöglichen, werden von der Landesleitung Essen Schulungskurse eingerichtet, die durch äußerst geringe Teilnehmergebühr es jedem Musiklehrer gestatten, sich daran zu beteiligen. Die Kurse, die von ersten Fachkräften geleitet werden, sollen laufend durchgeführt werden, so daß jeder Teilnehmer dauernde Anregung und einen tatsächlichen Erfolg haben kann. Die überzeugende und ungemein anregende Art des Vortragenden fand lebhafte Anteilnahme bei allen Zuhörern, so daß gleich zu dem ersten Kursus„National= und kulturpolitische Schulung in Form einer Arbeitsgemeinschaft“ eine große Anzahl Anmeldungen eingingen. Im Anschluß an den Vortrag fand unter Leitung des Fachschaftsleiters Rudolf Hoffmann die Monatsversammlung statt. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) RSG.„Kraft durch Freude“. Kreisamt Bochum Wochenendfahrten des Kreisamtes. Sonntag, 8. März, führt das Kreisamt„Kraft durch Freude“ eine Tagesfahrt zum schönen Ittertal(Solingen=Wald) durch. Der Fabtpreis für diese Fahrt beträgt pro Person.50 RM. Am selben Tage wird gleichzeitig eine Halbtagsfahrt nach Werden an der Ruhr unternommen. Der Fahrpreis hierfür beträgt 1,55 RM. Beide Fahrten werden in Omnibussen durchgeführt. Anmeldungen nimmt umgehend die Verkaufsstelle, Kortumstraße 114, entgegen. Nach Oberbayern und Norwegen! Für die Fahrt vom 24. April bis 2. Mai nach Oberbayern zum Preise von 39,45 RM. und vom 26. April bis 2. Mai nach Norwegen zum Preise von 50,10 RM. werden Anmeldungen in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 114, entgegengenommen. Varieté=Veranstaltung am 9. März im Vereinshaus. Um allen Volksgenossen noch einmal Gelegenheit zu geben, das am 4. März im Tonhallen=Varteté so erfolgreich aufgeführte Varieté zu sehen, findet am kommenden Montag, 9 Mär), um 20 Uhr dieselbe Vorstellung im Vereinshaus, Mühlenstraße, statt. Es hat somit jeder noch einmal Gelegenbeit, ein paar vergnügte Stunden durch die RSG.„Kraft durch Freude“ zu verleben. Sichern Sie sich einen guten Platz für die Carl=Napp= kärz. Kai Abende am 24., 25. und 26. Märg. skarten für, 95 ggf. anstaltungen sind zum Preise von—,60,—,90 und.20 in der Verkaufsstelle, Kortumstraße 114, sowie bei auen Orts= und Betriebswarten zu haben. Zögern Sie nicht sondern besorgen Sie sich noch heute einen guten Platz. Sportamt der NSG.„Kraft durch Freude“ Tagesplan für Samstag, 7. März Körverschule nur für Männer von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle des Resormrealgymnastums in Bochum=Linden= Dablbausen.„„„„6 f.— Hallentennis in Herne ab 15 Uhr, Tenntshalle auf ber Schachtanlage Von der Heydt, Herne.(Haltestelle der Linied: Bahnhof Herne.) (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 5 und 14, Ko Wichti Vom Die Zahl der präsidialbezurk 2 wieder erheolich fälle sind in der rücksichtslos formale Geschwi Reichs=Straßenv aber in der Au „Die Geschwind falls rechtzeitig stimmung wird Rücksicht auf d wird das Einh Zuhilfenahme de Mißbrauch Unsicherheit und die Quelle viel können im Inte gesamten Verke zumal es prakti deutscher Städte kung der Sian sichere Abwicklu Ich sehe mic in Zukunft mit gehen. Auf die ten Bestimmun a) An Stelle beamte o geben von b) Das Abge wendung nerhalb di ) An übersi Abgabe v fälle zu b Allgemeind schriftsmäßigen ist zu berucksich durch Hera keit vorzuben nicht gleichz schieht bzw. be liche Benutzun sichtslos bestra Weiter mu werden, die 2 Nachtzeit, unterlassen. C teilnehmer(F Verhalten viel Signalgebens gegangen. Bo für das Für Don neister Dr. 9 an, für die a Haushaltssatz setzt ist. Bier= Wie der# steuerordnung Form unvera Hundesteueror gen Form bi sc6 Am 6. 2 meister ein 2 tels ausgab Beisein abge betreffenden damit in die weiteren Bes Bote dann z aus, daß ma war. Der 2 bis 40 Jahr schmales, ble art. Bekleid Glacshandsch weiteren Fa dem Betrug Personen, nähere Anga Polizeipräsik Nr. 80, vor In der nachdem sie die auf den stehende Ve ser 13 neu# Genossensch zum 21. F 25 Stück n Zweckdie stellen und präsidium, Wunsch we Rundfu Titel„Di täglich dur dem 18. M Hof des H tiert die unter der hagen. Seite 5 Nr. 57 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März Bothumer Leben Kampf dem Lärm! Wichtig für alle Fahrzeugführer! Vom Polizeipräsidium wird uns geschrieben: Zahl der schweren Verkehrsunfälle im„Polizei: präsidialbezirk Bochum hat in den letzten gzeger un wieder erheblich zugenommen. Die Ursachen dieser unfälle sind in der Hauptsache auf zu schnelles und rücksichtsloses Fahren zurückzuführen. Eine formale Geschwindigkeitsbeschränkung gibt es nach der Reichs=Straßenverkehrs=Ordnung nicht mehr. Dafür ist aber in der Ausführungsanweisung zum§ 25 gesagt. Die Geschwindigkeit ist so einzurichten, daß notigenfalls rechtzeitig angehalten werden kann.“ Diese Bestimmung wird in der gröbsten Weise mißachtet. Ohne Rücksicht auf die Straßen= und Verkehrsverhältnisse wird das Einhalten höchster Geschwindigkeiten unter Zuhilfenahme der Signalinstrumente erzwungen. Der Mißbrauch der Signalinstrumente bringt Unsicherheit und Gefahren in den Verkehr und ist damit die Quelle vieler Verkehrsunfälle. Diese Auswüchse können im Interesse der Sicherheit und Leichtigkeit des gesamten Verkehrs nicht mehr länger geduldet werden, zumal es praktisch schon in einer ganzen Anzahl großer deutscher Stadte erprobt ist, daß bei größter Einschrantung der Signalabgabe eine bedeutend leichtere und sichere Abwicklung des gesamten Verkehrs erzielt wird. Ich sehe mich daher gezwungen, gegen diese Unsitte in Zukunft mit besonders scharfen Maßnahmen vorzugehen. Auf die Einhaltung der nachstehend aufgeführten Bestimmungen weise ich ganz besonders hin. a) An Stellen, an denen der Verkehr durch Polizeibeamte oder Signale geregelt wird, ist das Abgeben von Warnungszeichen unstatthaft. b) Das Abgeben langgezogener Signale und die Verwendung übermäßig lauter Signalinstrumente innerhalb der Stadt ist verboten. ) An übersichtlichen Straßenkreuzungen pp. ist die Abgabe von Warnungssignalen auf Ausnahmefälle zu beschränken. Allgemein dürfen nur kurze Signale mit den vorschriftsmäßigen Instrumenten gegeben werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß den Gefahren in erster Linie durch Herabminderung der Geschwindigkeit vorzubeugen ist. In allen Fällen, in denen dies nicht gleichzeitig mit dem Signalgeben geschieht bzw. bereits geschehen ist, liegt eine mißbrauchliche Benutzung des Signalinstruments vor, die rücksichtslos bestraft wird. Weiter muß von jedem Fahrzeugführer versucht werden, die Abgabe von Warnungssignalen in der Nachtzeit, von 22 bis 6 Uhr, möglichst völlig zu unterlassen. Gegen die langsamen übrigen Verkehrsteilnehmer(Fußgänger, Fuhrwerkslenker usw.), deren Verhalten vielfach die Ursache des übermäßig vielen Signalgebens ist, wird bereits seit längerer Zeit vorgegangen. Bochums Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1936— Sitzung der Gemeinderäte Für Donnerstag, 12. März, kündigt Oberbürgerneister Dr. Pielum eine Sitzung der Gemeinderäte an, für die als einziger Punkt der Tagesordnung die Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1936 festgesetzt ist. Bier= und Hundesteuerordnung verlängert. Wie der Oberbürgermeister bekanntgibt, ist die Biersteuerordnung der Stadt Bochum in der bisherigen Form unverandert bis zum 31. März 1938 und die Hundesteuerordnung der Stadt Bochum in der bisherigen Form bis zum 31. März 1937 verlängert worden. Besteaungsbeirager schädigte Bochumer Metzgermeister Am 6. März erschien bei einem hiesigen Metzgermeister ein Mann, der sich als Koch eines hiesigen Hotels ausgab und Fleischwaren bestellte, die in seinem Beisein abgeliefert werden sollten. Vor der Küche des betreffenden Hotels nahm er die Waren an sich, ging damit in die Küche und schickte den Boten mit einer weiteren Bestellung in das Geschäft zurück Als der Bote dann zu dem Hotel zurückkehrte, stellte es sich heraus, daß man einem Schwindler in die Hände gefallen war. Der Mann wird wie folgt beschrieben: Etwa 35 bis 40 Jahre alt, ungefähr 1,70 Meter groß, schlank, schmales, blasses Gesicht, blonde Haare, hiesige Mundart. Bekleidung: Heller Slipon, grüner Hut, braune Glacéhandschuhe. In einem bisher bekannt gewordenen weiteren Fall blieb es bei einem Betrugsversuch. Vor dem Betrüger wird gewarnt. Weitere Geschädigte oder Personen, die über die Persönlichkeit des Täters nähere Angaben machen können, werden gebeten, bei dem Polizeipräsidium in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer Nr. 80, vorzusprechen. 38 Säcke gestohlen In der Nacht zum 4. März sind unbekannte Täter, nachdem sie ein Fenster gewaltsam geöffnet hatten, in die auf dem Güterbahnhof des Hauptbahnhofs Bochum stehende Verkaufshalle eingestiegen und haben aus dieser 13 neue Säcke mit der Aufschrift„Westf. ZentralGenossenschaft, Münster i..“ entwendet. In der Nacht zum 21. Februar wurden auf dieselbe Art und Weise 25 Stück neutrale Säcke gestohlen. Zweckdienliche Angaben nehmen alle Polizeidienststellen und die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 246, entgegen. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. Rundfunk=Konzert aus Bochum. Das unter dem Titel„Die Werkpause“ vom Reichssender Köln täglich durchgeführte Mittagskonzert wird am Mittwoch, dem 18. März, vom Bochumer Verein, und zwar vom Hof des Höntroper Walzwerks, übertragen. Es konzerkiert die Bochumer Schutzpolizei=Kapeile unter der Leitung von Polizei=Inspektor Rungenhagen. Bochumer Künstler im Bild. Im Stadttheater ist zur Zeit im Foyer und Wandelgang des 1. Ranges eine Ausstellung des Bochumer Kunstmalers Richard Sprick zu sehen mit Porträtzeichnungen der Mitglieder des Bochumer Schauspiels. Die Ausstellung entspricht dem Wunsche zahlreicher Theaterfreunde, die Köpfe der Bochumer Schauspieler einmal gesammelt zu sehen. Ein neuer Rinderspleixiat, imn Riestelviertel Letzte Ziehnng der polizeitombola Ausspielung am 5. März.— Ohne Gewähr. Serie„Rot“ 386i 5988 6136 bave Pzf Füög 7189 7291 735s 755s 4 7683 643s 5855 7bi 1950 7355 8319 8323 8425 8485 8490 8804 8857 8901 8907 9041 9061 9319 9326 10907 10931 11053 11090 11509 11976 12906 13332 11135 15127 2567 336 4375 5793 6658 7679 8455 9509 10326 11341 11749 12444 13205 13682 14780 15596 16555 17261 18304 18926 19622 Man muß es der Bochumer Stadtverwaltung hoch gnrechnen, daß sie sich bemüht, deggiceoggrgggg## Stadtinnern ein schöneres und gefanigeres Gesicht zu geben. Die vor Jahresfrist unternommene Umgestaltung des Moltkemarktes ist noch in bester Erinnerung. Was der Moltkemarkt für das Griesenbruch ist, soll der Kaiser=Friedrich=Platz für die Bewohner des Klosterviertels werden. Nachdem bereits im vergangenen Jahre hier eine Bedürfnisanstalt und eine Trinkhalle erstanden sind, geht man jetzt daran, einen Kinder11342 11880 12595 13208 13758 1489 15771 16639 17451 18321 19031 19646 13 11890 12782 13316 13809 14929 15846 16760 17545 18325 19051 19804 11420 11952 12 13331 14087 15027 15881 16884 17593 18387 19065 19971 16940 17789 18392 19100 19984 11571 12019 13014 13398 11350 15275 16193 16956 17816 18470 19225 11578 12067 13016 13477 14372 15395 16371 17024 17841 18534 19441 1160 12187 13087 13530 14516 15118 16408 17094 17909 18761 19456 11610 12271 1309 13672 14536 15577 16523 17211 17917 18849 19555 ..-Muthherr Eifrig ist man damit beschäftigt, den Spielplatz herzurichten spielplatz zu schaffen, der den Wünschen der Anwohner in jeder Hinsicht entgegenkommt. Die Jugend wird sich hierüber ganz besonders freuen. Der Spielpl## commt unmittelbar hinter den Gebäulichkeiten zu liegen, also weitem schon als solche zu erkennen ist. 9661 9795 9809 9812 10658 10749 11347 11547 12169 12270 12728 12770 13250 13269 13669 13679 14626 14764 15317 15601 16001 16165 16627 16661 17512 17621 17865 17866 18373 18382 18689 18708 19363 19374 Die hir Ze Wandlung unseir. Mrin.a! Vom Ackerbauland zum Industriegebiet— Ein Jahrhundert der Arbeit Die Rückwirkung auf Berufsleistung und Berufsausbildung 10782 11590 12447 12913 13282 13753 14819 15614 16203 16692 17671 18029 18422 18738 19461 Serie„Grün“ 6 811 1088 1105 1213 1367 1398 1608 1670 1959 2129 215° 2315 2732 2816 2831 2859 2917 3155 3783 3827 3878 3907 4012 4106 4588 4656 4704 4733 4786 4796 5466 5516 5465 9853 5961 6935 6926 5523 6663 6730 6738 6799 6947 7323 7358 7417 7451 7528 7534 7959 7968 8177 8181 8241 8252 8566 8600 8650 8688 8720 8780 9050 9120 9202 9217 9351 9455 9915 9962 10026 10192 10330 10420 10820 11570 12482 12939 13•98 13792 14873 15630 16316 16720 17727 18053 18490 18786 19529 10822 11613 12515 13023 13304 13898 14942 15699 16329 16701 17736 18131 18558 18919 19735 10899 10961 11614 11831 12547 13039 13324 14058 14945 15824 16486 16780 17772 18154 18641 19032 19803 12548 13053 13417 14320 15008 15832 16595 16860 17791 18196 18645 19044 10987 1206 12562 13113 13435 14549 15176 15881 16591 16982 17810 1820 18655 19256 11247 12114 12690 13165 13612 14594 15211 15954 16625 17165 17857 18315 18656 19326 Serie„Gelb“ Nr. 447 596 803 874 875 936 963 1105 1305 1318 1358 1359 1383 1642 1660 1799 1864 1895 1929 2068 2117 2135 2180 2223 2421 2600 2607 2706 2766 2857 3007 3020 3054 3156 3175 3198 3400 3434 3545 3596 3623 3658 3773 3833 3881 3883 3949 4001 4050 4071 4131 4178 4191 4239 4361 4619 4684 4695 4817 4818 5250 5267 5296 5324 5360 5397 6246 6305 6366 Pz3 Fzz P635 F430 P4z1 7751 7834 7909 8768 8776 8777 8812 8892 8851 8896 9121 9138 9263 9313 9443 9449 9456 9458 9553 9604 9622 9626 9691 9733 9753 990° 9975 10012 10178 10216 10218 10259 10263 10296 10402 * 10605 10632 10643 10658 10830 10844 10925 10935 11092 11264 11298 11399 11452 11820 12178 12258 Von den gewaltigen Veränderungen in unserem engeren Lebensraum bekommt man eine ungefähre Vorstellung, wenn wir die Wirtschafts= und Sozialgeschichte der Heimat in einigen gewichtigen Zahlen zu uns sprechen lassen: Noch im Jahre 1750 bildete das Ackerbaustädtchen Bochum eine Siedlung von rund 1500 Seelen. Unbedeutend sind Gewerbe und Handel. Von Tuchmachered und Weberei, Schmiedehandwerk, Kaffeemühlenfachila##on. Brauereien und Bäckereien berichtet der Chronist. Insgesamt soll die Zahl der Gewerbetreibenden und Krämer etwa 80 betragen haben. Bescheiden sind auch um diese Zeit Umfang und Ergiebigkeit des Bergbaues. Auf 21 Zechen des Bochum=Stiepeler Gebietes finden 138 Knappen Arbeit und Brot. 6½ Jahrzehnte müssen vergehen, bis 1815 endlich die Einwohnerzahl Bochums auf 2100 Köpfe gestiegen ist. Ein Beweis dafür, daß sich in diesem langen Zeitraum grundsätzliche strukturelle Aenderungen in der Wirtschaft unseres Heimatbezirkes nicht vollzogen haben. Die große und entscheidende Wende von der ruhsamen Vergangenheit zur hastenden Gegenwart Aus den in kurzen Strichen aufgezeichneten Strukturwandlungen der Wirtschaft mußten sich zwingende Rückwirkungen nicht nur auf die Berufsgliederung, sondern auf die Berufsleistung und damit auf die Berufsausbildung ergeben. Die überkommenen wirtschaftlichen und handdazu nicht mehr aus. Eine besondere Fachschulung 10576 11083 12438 12678 13365 14040 14295 beginnt etwa 1850. Männer stärkster Eigenprägung, zumeist ideenreiche, zähe Erfinder, organisatorisch begabte kühne Unternehmer, wagemutige Kaufleute in einer Person sind die Schrittmacher in die neue Zeit. Jakob Meyer, Kühne, Harkort, Krupp, Grillo, Baare und andere leiten durch ihre fungen jene tiefgreifende und einzigartige Entwicklung ein, die zur Entstehung des größten europäischen dustriegebietes im rheinisch=westfälischen Raum geführt hat. Auf der Grundlage von Kohle und Eisen wuchs es empor. Zechen, Fordertürme, Hochöfen, ragende Schornsteine, wachsende Fabrikanlagen, raumgreifende Großsiedlungen, ein engmaschiges Verkehrsnetz, weichende Bauernhöfe und Felder, Tausende werkender, entwicklung, ,i. ,,„ Hathrerzaßl“ Bachums von 1850 bis kraft stieg die Einwognterhuug Bochume ug 160.000. 1914, also wiederum in 6½ Jahrzehnten, auf 100000. Es bedurfte in der Nachkriegszeit nur der dung der vor den Toren Bochums liegenden größerer und kleineren Siedlungen, um eine Großstadt von gegenwärtig 315000 Seeten entstehen zu lassen. Im zirk der Industrie= und Handelskammer Bochum, die einen Raum von 454 Quadratkilometer mit den Städten Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Wanne=Eickel, Witten, Wattenscheid, Hattingen, Blankenstein und Herbede umfaßt, wohnen zur Zeit 1015 000 Menschen,„Dapon waren 1934 rund 75000 in Bergbaubetrieben tatig. Sie förderten 26 600000 Tonnen Steinkohlen, das sind 22 vom Hundert der Gesamtsteinkohlengewinnung Deutschlands. Mit 83 vom Hundert der Roheisen= und 64 Hundert der Robstablersczentischen Gaue. Erbebbilden. Seit 1851 hat unsere Heanegrteadge geu chesaß gber äanferin der heutigen Goetseadberrealschule. 5g der schult. Die Bäuerliche Werkschule betreut das zukunftige werktätige Bauerntum, und in der seit 1926 bestehenden und Verückenmacherbagoryze Grenzen Bochums hinaus belannt sind de Märtische Verwaltungsschug, uud die Beamtentums. Kaufmann werden. Schon 1888 hat der Bochuger Kauf12453 12512 12536 12547 12686 12750 12816 12929 13406 13497 13589 13630 14047 14079 14091 14136 14374 14383 14460 14620 15032 15088 15115 15180 15310 15833 15916 15938 16152 16159 16343 16373 16648 16749 16765 17134 17154 17187 17201 17262 17454 17542 17559 17596 17649 18084 18268 18329 18548 18688 18930 18976 19024 19130 19395 19812 19903 gerie Nr. 34 55 173 207 227 281 325 332 366 534 669 823 853 964 1104 1140 1239 1264 1266 1295 1309 1368 1386 1401 1449 1493 1497 1594 1608 1636 1706 1808 1853 1888 1902 2036 2088 2119 2315 2363 2427 525 9590 9664 9676 976 9810 9883 9974 10044 10048 10008 10078 10141 10179 10292 10331 10447 10456 10515 10694 11372 11619 11683 11720 11757 Iyduytre, u Heute stellen die Kaufmännischen Schulen in Bochum einen Anpassung an die Bedürfnisse der Wirtschaft alle Bildungs= und Erziehungsmöglichkeiten für kaufmännischwirtschaftliche Berufe entwickelt hat. In der Lehrlingsund Drogistenfachschule finden Schuler und Schülerinnen die fachwissenschaftliche Ergänzung zur praktischen Lehre. Der Vorbereitung auf die spätere kaufmännische Betätigung dienen die einjährige Einzelhandelsschule, die zweijährige Handelsschule und die Höhere Handelsschule mit zwei= und einjährigem Lehrgang. Die Einzelhandelsschule vermittelt den zukünftigen Verkäufern und Verkäuferinnen eine sorgfältige Berufsausbildung und schafft die Grundlage wirtschaftliche Stellungen, besonders für die eines selbständigen Einzelhändlers. Die zweijährige Handelsschule, aufbauend auf der Volksschul- oder der OIIIReife, bereitet auf die Tätigkeit auf den Büros der kaufmännischen Betriebe und der Verwaltung vor. Dabei wird neben der Vermisgl gesordert, daß allen Schüllern. 12583 12999 13853 14185 14702 1532 16172 16800 17272 17764 187 19523 12616 12621 12643 13100 13182 13961 13978 14246 14256 14726 14757 15443 15517 16221 16300 16868 16898 17280 17356 17820 17859 18745 18820 19552 19659 13291 13901 14288 14864 15678 16309 16997 17374 1805 18919 19676 2552 2643 2746 2758 2765 2809 2840 2849 2903 3010 3190 3253 3302 3340 3402 3563 3664 3749 3753 3769 3909 4039 4050 4103 4122 4195 4275 4294 4362 4451 4558 4572 4635 4669 4683 4720 4821 4873 4984 5073 5367 5474 5532 5556 5614 5773 5817 5865 5949 6081 6095 6097 6144 6256 6260 6377 6427 6436 6473 7709 7775 7920 8011 8174 8270 8480 8621 8780 8928 9245 9255 jMjh, Jägug soggs sggrs 10141 10279 10292 11349 11959 12579 13478 14409 15437 16003 16791 17489 17946 18797 19635 12189 12771 13609 15026 15611 16175 16868 17560 13291 12777 13622 15146 15613 16182 16987 17625 18069 19173 12387 12924 13691 15163 15674 16312 17087 17744 18068 19331 10882 1176 12473 13161 13899 15172 15690 16131 17199 17779 10928 11789 12480 13306 14036 15205 15893 16507 17348 17781 18319 18591 19341 19434 11162 11913 12482 13449 14349 15211 15983 16534 17460 17810 18747 19494 12054 12087 12607 12767 13500 13599 14834 14979 15470 15541 16090 16122 16814 16855 17518 17558 17948 18053 18067 18919 18990 19115 19780 19924 Die Ausgabe der Tombola=Gewinne findet auch am Samstag, 7. März, in der Zeit von 8 bis 16 Uhr statt. Rücksichtsloser Kraftwagenfahrer. Am 5. März wurde auf der Hattinger Straße ein Motorradfahrer von einem Lastkraftwagen angefahren. Der Motorradfahrer und sein Soziusfahrer wurden verletzt und erhielten im Bergmannsheil einen Notverband. Der Führer des Lastkraftwagens bemühte sich nicht um die Verletzten, sondern setzte mit verschärfter Geschwindigkeit seine Fahrt fort. Postoen ginte, Oode aser der Iuntel der Industrie Plrdhischenehohacheng itlung Hinen=, Pgudzustrie, mit 2300, des Baugew Arbeitskräften. Im reinen Handelsgewepie Pgepoßtigg Produktionskraft, des„Kammerheztr., bewegen hat. Reichsbahn bewältigte 1934 250000 Häfen der Industrie= und Handelskammer Bochramn erGleichzeitig stieg die Zahl der im Eisenbahnpersonenverkehr verkauften Karten auf 6¼ Millionen. —— die die Abschlußprüfung bestehen, auch die mittlere Reife zuerkannt wird. In der Höheren Handelsschule nimmt neben der wirtschaftlichen Schulung auch die sprachlich=praktische Weiterbildung einen bevorzugten Platz ein. Es sollen unsere Wirtschaftsschulen erziehen zum deutschen Menschen mit hoher Berufsleistung und damit zur Bereitschaft für den Dienst am Volk. Unfall bei der Montage. Am Donnerstag ereignete sich auf einer hiesigen Schachtanlage in der Mittagschicht ein Unfall bei Montagearbeiten. Der Schlosser Karl Le. erlitt so schwere Verletzungen, daß er ins Bergmannsheil gebracht werden mußte. Betriebsunfälle. Schwer zu Schaden kam auf seiner Arbeitsstelle der Adolfstraße 5 wohnende 40jährige Hammerschmied Hermann L. beim Bearbeiten einer Welle setzte plötzlich der Hammerzug zurück, so daß der Aermste von dem zurückschnellenden Rammbär am Hinterkopf getroffen wurde. Der Schwerverletzte wurde der Augusta=Krankenanstalt zugeführt.— Der 28jährige Johann., Gustavstraße 24, erlitt durch einen Unfall auf seiner Arbeitsstätte schwere Brandwunden, die seine Ueberführung ins Augusta=Krankenhaus erforderlich machten. Unglücklich vom Baum gefallen. In einem Hofe auf der Herner Straße war am Donnerstag nachmittag der acht Jahre alte Fritz Kr. auf einen Baum geklettert. Als er auf einen zu schwachen Ast trat, verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Er zog sich bei dem Sturz einen Armbruch und eine erhebliche Verletzung am Kopfe zu. Jugendliche Taschendiebe. Am 3. März, gegen 18.55 Uhr, wurde einer Ehefrau vor dem Hause Bongardstraße 15 eine braune Geldbörse mit blankem Verschluß und 30 RM. Inhalt entwendet. Bei den Tätern soll es sich um zwei Burschen von etwa 13 Jahren handeln. Beschreibung der Täter: etwa 1,40 Meter groß, trugen blaue Schirmmütze mit blankem Schild, melierte Pullover mit Reißverschluß und kurze Hosen. Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 242. Ihr Heim erhält eine persönliche Note durch Möbel, Teppiche und Fensterbehänge NOTT EINRICHTUNGSHAUS TERNT ESSEN AM RATHAUS Seite 6 Nr. 57 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, T. 8. März 1936 VON K. SCHULZE-RIKART Opiumschmuggel ist nichts Neues, in aller Welt kämpft man dagegen. In den meisten Kulturstaaten ist die Gefahr zum größten Teil gebannt. Stärker aber als der Schmuggel mit Rauschgift ist in dem räumlich größten Kulturstaat der Welt der Schmuggel mit zweibeiniger Ware. Phantastische Erzählungen über das„Paradies“ der neuen Welt, die für die letzten Jahre nicht ein Fünkchen Berechtigung mehr an sich haben, sind noch heute weit verbreitet in einer Form, wie wir sie einmal auch in Deutschland hörten..„„„„„ Auch bei uns lobte man einmal das„Land der unbegrenzten Moglichteiten, als ein Land, in dem für jeden ein Fortkommen möglich sei, in dem jeder Stiefelputzter und Liftboy bereits das Generaldirektoren=Patent in der Tasche habe. Wie grauenvoll anders die moderne Wirklichkeit aussieht, haben wir inzwischen gelernt. Andere Völker erzählen sich darüber jedoch noch heute Märchen und drängen nach Amerika...,„. audwie-der wann si. Die USA. haben ihre Grenzen gesperrt für jeden, der auch nur irgendwie oder wann einmal der Oeffentlichkeit zur Last fallen konnte. Es gibt also praktisch keine Einwanderungsmöglichkeit mehr. Deshalb haben sich schwungvoll arbeitende Trusts aufgemacht, deren Geschäft„Menschenschmuggel“ heute noch ebenso oder noch mehr blüht wie vor einigen Jahren. Hunderttausende und Millionen Mark rollen wöchentlich durch ihre Hände— für die schmutzigsten und gemeinsten Geschäfte, die man sich denken kann. Selbst für die Gangster in den USA. sind die Banden der Menschenschmuggler ein verwerfliches Gesindel. Fünfzehntausend eingeschmuggelte Einwanderer werden jährlich von der Polizei der USA. aufgegriffen und umgehend in ihre Heimat zurückgebracht. In Wirklichkeit kommen wenigstens zehnmal mehr im Jahre heimlich über die Grenzen nach den Staaten. Menschliche Ware wartet auf Sahlung der Fracht Zwei der schnellen amerikanischen Polizeiwagen lagen auf der Landstraße. Es war Nacht. Ihre hellen Scheinwerfer sprangen, bissen sich grell über die einsame Chaussee. Wie Gespenster flitzten links und rechts die Räume vorbei. Hinter den beiden Autos her brausten vier Lastwagen mit Soldaten. Sie kamen von Philadelphia. In den beiden ersten Autos saßen Beamte des Rauschgiftdezernats und studierten die Karte. Sie hatten einen schmutzigen Zettel neben sich liegen, auf dem mit unbeholfener Hand die Wege eingezeichnet waren. Ein Dorf endlich war mit einem blauen Kreuz kenntlich gemacht. Zehn Uhr nachts. Noch immer weiter ging die Fahrt. Man sah schon unruhig auf die Uhr. Da endlich hatte man die richtige Kreuzung erreicht. Die Geschwindigkeit wurde langsamer, die Chausseen schlechter. Dann verloschen die großen Scheinwerfer und man fuhr nur noch mit Positionslichtern. Neben hohem, kahlem Gesträuch blieben die Wagen am Straßenrand stehen. Letztes Kommando. Die Lichter verloschen ganz. Schritte entfernten sich und bald schien der ganze Spuk verschwunden zu sein. Dann funkelten wie Glühwürmchen nur noch die glühenden Zigaretten zweier Wächter, die an der Wagenreihe auf= und abgingen. Inzwischen hatte die Polizei die Ruine einer alten Bäckerei umstellt, deren Existenz sich in diesem weltverlassenen Winkel vielleicht niemals gelohnt hatte. Entsprechend der Nachrichten, die man über Spitzel erhielt, wurde alles in dem alten, baufälligen Gebäude von oben nach unten gekehrt. Aber was man fand, waren nur Spuren, daß hier einige Kisten mit Rauschgift aufbewahrt worden waren. Der leitende Kommissar H. I. Anslinger untersuchte den Platz, photographierte ihn mit seinen Leuten und ließ Einzelheiten aufzeichnen, als einer von den Soldaten Meldung erstattete. „Herr Kommissar, wir haben da etwas entdeckt, im Keller... es ist aber kein Rauschgift!" „Nun, und...?“ Da schleppte man schon einen riesigen TrinidadNeger nach draußen, einen wilden vertierten Gesellen, mit rohen und gemeinen Gesichtszügen Zwei Revolver in den Fäusten, hatte er in einem versteckten Kellerverließ siebzehn hart gefesselte Chinesen bewacht. Siebzehn ausgemergelte Gestalten, deren gelbe Gesichtsfarbe schmutzig=grau geworden war. Zerfetzt und zerrissen hingen ihnen die Kleider vom Korper. Was sie an Nahrung erhalten hatten, oder später bekommen sollten, sah man noch. Da standen zwei Tonkrüge mit dünnem, kaltem Tee, in denen Fliegen und Schmutz schwammen. Da war eine Schüssel voll Wasserreis, in die der Neger, wenn er die Nahrung verteilte, jeweils mit seiner großen Hand hineingefaßt und so seinen Gefangenen die Mahlzeit zum Munde geführt hatte. Man schnitt den siebzehn Leuten die Fesseln durch. Da versuchten sie zu fliehen. Sie waren lieber gefesselt in ihrem Kellerverließ, als aus demselben befreit und in den Händen der Polizei. Und warum? In einigen Tagen würden sie wieder auf ein Schiff gesetzt und nach dem Fernen Osten zurückgebracht werden. Auf diese Weise kämen sie trotz all der gehabten Anstrengungen und Entbehrungen, und trotz der hohen Geldzahlungen wieder dahin, wo sie hergekommen waren. Ihr Ziel war ja Amerika, das Land der„unbegrenzten Möglichkeiten", das Land, in dem sie hofften, Fürsten zu werden— diese zerlumpten, heruntergekommenen, scheuen, bis aufs Blut gefesselten Menschen. Sie waren nur zum geringsten Teil der englischen Sprache mächtig, vollkommen ohne jedes Wissen, vollkommen unerfahren, vollkommen ohne alle Mittel. Unglückliche Opfer einer verhängnisvollen Propaganda. Sie alle hatten einem Trust“ von Menschenschmugglern in China hohe Geldbeträge gezahlt, damit sie hier in die Vereinigten Staaten eingeschmuggelt würden. Aber die Chinesen waren auch gleichzeitig vorsichtig. Sie zahlten, als sie ihre Reise antraten, nur einen Teil des vereinbarten Betrages, den Rest beglichen die Verwandten des Ausgewanderten erst, wenn der Betreffende am Ziel seiner Sehnsucht war— in Amerika. Hier wurden nun die„Reisenden“ von den Schmuggelunternehmern festgehalten, in dumpfen, schmutzigen Kerkern, in der beschriebenen Weise, solange bis der Rest des Reisegeldes eingetroffen war. Achtunddreißig waren es einmal hier. Bis auf diese siebzehn hatten alle auch den Restbetrag bereits entrichtet. Für diese erwartete das Konsortium der Menschenschmuggler die Ueberweisung noch. Geduldig hielten die siebzehn Chinesen die Wartezeit aus, immer in dem Gedanken an die goldene Zeit, der sie entgegengehen würden, wenn endlich auch die letzten Formalitäten erledigt wären. In wenigen, kurzen Zeilen konnte man diese Tatsache in der großen amerikanischen Tagespresse finden, Einzelheiten daruber wurden jedoch der Oeffentlichkeit vorenthalten. Einzelheiten sind es jedoch, die immer wiederkehren, die aber doch so fürchterlich sind, daß man sie gern für ein Märchen halten möchte. Und doch war diese Zufallsverhaftung ein kleiner Fall im Verhältnis zu dem, was man sonst täglich aufdeckt. Bei Regei Sam in Kreuzberhol Der Trinidad=Neger, der seine Zähne fletschte wie ein gefangenes Raubtier, wurde schon auf der Fahrt sehr sorgfältig von den siebzehn Chinesen getrennt. Er bekam Zigaretten und Knüffe, je nachdem wie es angebracht erschien, und immer mehr verwickelte man ihn in eine Unterhaltung. Sam hatte wohl einen sehr großen Körper, aber keinen sehr großen Geist. Auf dem dunklen Hof des Polizeigebäudes in Philadelphia wurde Sam wieder etwas unsanfter angepackt. Man zerrte ihn über den Hof. Dann wurden die Soldaten von einigen handfesten Polizeibeamten abgelöst und Sam merkte wieder, was er eine Zeitlang vergessen hatte, daß es verdammt ernst mit ihm bestellt war. Eine Minute später stand er schon an einer weißgekälkten Wand, vor drei untersuchenden Kommissaren. Helle Lichter bissen ihn von allen Seiten und spiegelten sich in seinen tierischen Negeraugen. „Nun, Sam, du hast ja unterwegs genug Zeit gehabt zum Ueberlegen. Erzähle, was du uns vorlügen willst!“ Der Schwarze fletschte die Zähne und schwieg. Das Ueberlegen, das hatte er unterwegs vergessen. „Hör' zu, Sam! Wo sind die anderen achtzig Chinesen, die zu den siebzehn gehören, die wir gefunden haben? Jeder, der nicht gefunden wird, kostet dich ein Jahr Gefängnis!“ „Achtzig!“ sagte Sam und blinzelte gegen das beißende Licht,„es waren überhaupt nur—— nur neununddreißig.“ „Neununddreißig“, notierte der Kommissar.„Dann sind also zweiundzwanzig von ihnen tot?“ Sam merkte, daß er das erste Mal zuviel gesagt hatte und weißer Schaum trat ihm vor den Mund. Er sah aus wie eine Bestie. Im Nebenzimmer verglich man inzwischen Sams Fingerabdrücke und suchte in Kartotheken. Zwei andere Beamte hockten bei den siebzehn schweigenden, resignierten Chinesen, denen man zunächst einmal etwas Eßbares brachte. Dann unterhielt man sich mit ihnen. „Wieviel seid ihr denn gewesen? So 49! Wo denn? Als ihr von der Trinidad=Insel abfuhrt? Und mit welchem Dampfer? Wie sah er denn aus? Wo habt ihr euch aufgehalten? Auf Deck, in Kartoffelsäcken? Ach so!“ Inzwischen hatten die drei ersten Kommissare den Sam in eine enge Zange genommen, drei, die das Fragen verstanden. „So, Sam, du hast vor zehn Wochen in New Jersey einen Polizeibeamten ermordet?— und was war das eigentlich mit den Kartoffelsäcken?— Woher hast du die Chinesen?— Und dein Auftraggeber? Wo stammen die Revolver her?" Die Fragen folgten einander fast schneller, als sie zu beantworten waren. Jede Frage strafte die vorherige Antwort des Negers Lügen., Das ging zwei Stunden oder drei. Dann stürzte der Neger Sam brüllend auf die hellen Lampen zu und zerschlug sie mit seinen braunen Fäusten. Wärter sprangen herbei, fesselten ihn und brachten ihn in eine Zelle. Die Kommissare aber hatten erfahren, was sie wissen wollten.. Wieder, wie so oft, hatte man einen der kleinen Helfer und Helfershelfer gefaßt, der für einige lächerliche Dollar seine Haut zum Markte trug. Die Großunternehmer in Sachen Menschenschmuggel sitzen ja im Ausland wo man ihnen nichts tun kann, wegen einer verzwickten Gesetzgebung. Als Folge dieser Vernehmung ging ein Polizeifunk aus Philadelphia an alle Küstenstationen: „Neger Sam wurde in dieser Nacht verhaftet. Das angeblich mexikanische Schiff„Mary II“, 2000 Bruttoregistertonnen, hat ständige Menschenfracht an Bord. Umladen in kleine, schnelle Küstenmotorboote ca. 40 Kilometer südlich von Atlantik=City, an der Hoheitsgrenze.“ Nun liegen die amerikanischen Küstenwachtboote unter Dampf und warten auf ihre Beute. Man wird diesem elenden Kasten„Mary II“, diesem Vagabunden unter den Schiffen, bald den Garaus machen. Wenn, ja, wenn es in amerikanisches Hoheitsgebiet kommt. Das aber ist die große Frage. Die Kapitäne dieser Schmuggelschiffe kennen die Grenzgesetze und ihre Kniffe besser als mancher Jurist. Und dann: Man hat die „Mary II“ ja schon manchesmal aufgebracht ohne nur einen kleinen Beweis ihrer dunklen Tätigkeit gefunden zu haben. Die Offiziere der Küstenwachtboote könnten darüber manche Geschichte erzählen. 50 Neger an einer Ankerkette Die Nachricht des Polizeifunks aus Philadelphia war der Besatzung auf den Zollkreuzern nichts Ueberraschendes. Wenn sie an die„Mary II“ dachten dann ballten auch die Leute von der Küstenwache die Fäuste. Mit Flugzeugen und Schnellbooten sind sie schon hinter dem Schoner her gewesen. Immer waren seine Papiere in Ordnung. Bald fuhr er Kaffee und bald fuhr er Baumvolle, und niemals fand man einen Menschen bei ihm, der nicht zur Besatzung gehörte. Man wird ihn noch monatelang beobachten müssen— aber der Erfolg bleibt fraglich. Zur Erläuterung sei der Fall eines„Sklavenschiffes" erwähnt, dessen Maßnahmen auch die Menschenschmuggler gern übernehmen. Monatelang beobachtete man bereits ein Schiff, gegen das dringender Verdacht des Sklavenhandels bestand. Niemals konnte man jedoch Kapitän oder Mannschaft überführen. (Fortsetzung folgt) Aus dem Nachbargebiet Rulsheirensthung in Wannk=Eidlel Am Donnerstag, 5. März, fand unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Günnewig im RathausSitzungssaale eine längere Arbeitstagung unserer Ratsherren statt. Zunächst gedachte der Oberbürgermeister des tödlich verunglückten Notstandsarbeiters Pg. Salacki, dann gab er bekannt, daß der Haushaltsplan 1936 Gegenstand der Beratung in einer besonderen Sitzung der Ratsherren sein solle, die er Mitte März einberufen werde. Zweck der jetzigen Sitzung sei die Erledigung aller übrigen Angelegenheiten, die bereits zur Beratung mit den Ratsherren vorlägen. Die Ratsherren erteilten zu sämtlichen Vorlagen der Verwaltung ihre Zustimmung. Demgemäß werden die Berufsschulbeiträge der Gewerbetreibenden für 1936 auf 55 Prozent der Grundbeträge der Gewerbesteuer von der Lohnsumme festgesetzt werden. Die Getränkesteuerordnung wird in der bisherigen Fassung auch für das Rechnungsjahr 1986 Geltung behalten. Die Gebührenordnung für die Benutzung des städtischen Schlachthofes und der dazu gehorigen Einrichtungen wird ebenfalls unter Beibehaltung der bisherigen Gebührensätze auch für das Rechnungsjahr 1936 in Kraft gesetzt werden. Die Kanalgebührenordnung wird für 1936 eine neue Fassung erhalten, im übrigen aber die gleichen Gebührensätze des Vorjahres aufweisen.— Ein erfreuliches Zeichen weiterer Belebung der Bautätigkeit in unserm Stadtgebiet ist die dann weiter beratene Abgabe einer ganzen Reihe von Bauplätzen aus dem städtischen Grundbesitz zu Wohnbauzwecken. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde festgestellt, daß sich die Ausgaben des Rechnungsjahres 1934 im Rahmen eines Mindestbedarfs eines ordnungsmäßigen Gemeindehaushalts bewegt haben, daß also der Grundsatz der Sparsamkeit auf allen Gebieten der Verwaltung oberstes Gesetz der Gemeindeführung gewesen ist. Zum Schluß konnte der Oberbürgermeister den Ratsherren einige hoffnungsvolle Mitteilungen über noch schwebende Angelegenheiten machen. Auf Grund der Verhandeunaen unserer Stadt mit der Stadtverwaltung Bochum über den geplanten Ausbau der Hordeler Straße, die ein wichtiges Verbindungsstück im Verkehr unserer Stadt mit der Stadt Bochum darstellt, führt die Stadt Bochum zur Zeit die Kanalisationsarbeiten dieser Straße durch, die die Voraussetzung für den im Jahre 1937 durch Bochum geplanten Ausbau der Straße bilden. Heldengedächtnisfeiern. In Eickel treten am morgigen Sonntag um 15.30 Uhr die Gliederungen der Partei sowie die Verbände auf dem Adolf=Hitler=Platz an, um gemeinsam zum Eickeler Ehrenfriedhof zu marschieren. Kreisleiter und Bürgermeister BönnebruchAlthoff spricht in Eickel zu den Eickelern, Holsterhausern und Röhlinghausern. Auf dem Waldfriedhof findet die Feier ebenfalls um 16 Uhr statt. Hier spricht Oberbürgermeister Günnewig. Die Niederlegung von Kränzen am Ehrenmal ist für Sonntag vormittag, zwischen 9 und 10 Uhr, festgesetzt. Hohes Alter. Am Freitag feierte Friedrich Kretschmar, Vereinsstraße 17, den 75. Geburtstag. Frau Niederschirp, Magdeburger Straße 46, wurde 70 Jahre alt, Frau Ahland, Dorstener Straße Nr. 113, 75 Jahre. Reichsbahnpersonalien. Reserve=Lokführer Parske wurde zum Lokführer, Signalwerkführer Lohmann zum Signalwerkmeister befördert, ferner die Hilfsvetriebsassistenten. Cox., Dzielak, Honkhaus, Weil und Czerwonka zu Reichsbahnbetriebsassistenten. Hilfslokheizer Schlettmann zum Lokheizer und Assistentenweichenwärter Nowoczyn zum Weichenwarter. ng. Unter dem Vorsitz studiendirektor Potthoff fand am Donnerstag die Abschlußprüfung für die Abiturienten der Oberreal= schule statt. Die Prüfung bestanden: Cegla(Gut), Hackforth, Demtröder, Litzkow(Gut), Lohaus, Löhr (Gut), Probner(Gut), Rumberg, Schmalacker, Siekmann(Gut) und Stapelmann. Seinen Verletzungen erlegen. Der Bücherrevisor Fritz Evertz, der, wie berichtet, auf einer Autofahrt nach Haltern gegen einen Baum fuhr und schwer verletzt wurde, ist im Krankenhause gestorben. Stadt Gelsenkirchen Betrunkener aus dem Fenster gestürzt. Der Kaffeeenkir hausbesitzer Robert Tietze aus Gelsenzirchen wurde von Hausbewohnern im Hofe seines Hauses in einer Blutlache aufgefunden. Tietze, der sofort dem Marienhospital zugeführt wurde, starb einige Stunden nach der Einlieferung, ohne die Besinnung wiedererlangt zu haben. Wie die polizeilichen Feststellungen ergaben, war der Verunglückte in betrunkenem Zustand aus dem Fenster seiner im dritten Stockwerk gelegenen Wohnung gestürzt und hatte sich dabei einen doppelten Schädelbruch zugezogen. Tuttenschoien Kamfekrichte Heldengedenkfeier in Günnigfeld. Im Stadtteil Günnigfeld wird der Heldengedenktag am Sonntag vormittag um 10 Uhr mit dem Aufziehen der Ehrenwache, die von der Alten Kriegerkameradschaft gestellt wird, am Denkmal eingeleitet. Um 15 Uhr sammeln sich die Formationen und Vereine auf dem Marktplatz, von wo der Zug sich zum Friedhof in Bewegung setzt. Nach der Feier auf dem Friedhof geht es zum Denkmal. Hier hält Pg. Husing(Bochum) die Gedenkrede. Die Musik wird von der Bochumer Reiterstandarte gestellt. Die Volksgenossen, die nicht marschieren können, werden gebeten, sich zum Denkmal zu begeben, wo für ausreichende Sitzgelegenheit gesorgt ist. Hochbetagt. Der Reichsinvalide Karl Zabrowski, Bochumer Straße 194, vollendet heute sein 81. Lebensjahr. Er werde geboren zu Allenstein in Ostpreußen. Seit 39 Jahren ist er in Wattenscheid ansässig. Seinen Lebensabend verbringt er bei seiner ältesten verwitweten Tochter Josephine. Außer seinen sechs noch lebenden Kindern können dem Jubilar auch 14 Enkelkinder und ein Urenkel ihre Glückwünsche darbringen. Evangelisch=Kirchliches. Am mocgigen Sonntag ist im Hauptgottesdienst in der Friedenskirche um 10 Uhr Konfirmation durch Pastor Heuser.— Die Gedenkfeier für die Gefallenen findet im Fruhgcttesdienst um 8 Uhr statt, den Pastor Bonne halt.— In den kommenden Wochen finden in der evangelischen Kirche zu Günnigfeld Passionsgottesdienste der Bekenntnisgemeinde statt. Es werden insgesamt vier solcher Gottesdienste gehalten und zwar Donnerstag um 20 Uhr, der erste am 12. März; Prediger ist Vikar Westerkamp. am Die erste Konfirmation der Bekenntnisgemeinde wird mm Sonntag, Lätare, 22. März, um.30 Uhr, in der che gofeiert. Die Nrüfung ist am Sanntag varher Kirche gefeiert. Die Prufung ist am Sonntag vorher. Abendmahlsfeier ist für die Neukonfirmierten und für die gesamte Gemeinde angesetzt für Sonntag, 29. März. Die Feier findet um 18 Uhr ebenfalls in der Kirche statt. — Kinder, die ab Ostern den Katechumenenunterricht besuchen wollen, sind bei Herrn Tewes anzumelden. Evangelisationsvorträge werden vom Evgl.=luth Gebetsverein Günnigfeld vom 8. bis einschließlich 15. März, um 20 Uhr, und an beiden Sonntagen, um 18 Uhr beginnend, im Kruppschen Saal(frühere Lohnhalle), Kruppstraße 27a, veranstaltet. Der Verkehrsverein gibt Rechenschaft. In der Generalversammlung des Wattenscheider Verkehrsvereins gab der Vorsitzende Pg. Zink den Jahresbericht. Danach ist die Mitgliederzahl des Vereins im Jahre 1935 um ein geringes zurückgegangen. Die Tätigkeit des Vereins beschrankte sich vornehmlich auf die Aufrechterhaltung des Verkehrsbüros, dessen Tätigkeit immer mehr in der Bevölkerung anerkannt wird. Im vergangenen Jahr wurden für rund 17·000 Mark Eisenbahnfahrkarten verkauft, der Verkauf von Straßenbahnfahrkarten steigerte sich von 8800 Mark auf 12000 Mark, Post=Briefmarken werden monatlich im Gesamtwert von 500 Mark umgesetzt. Weiterhin vermittelte das Büro die Ausstellung von Paßvisa, Flugscheine, Auto= und Dampferfahrten. Nicht weniger als 355 Jugendherbergs: ausweise wurden ausgestellt. Nach einem Vertrag mit der Stadt Wattenscheid betreut das Verkehrsbüro auch die städtische Bibliothek. Das Vermögen des Vereins brauchte nicht angegriffen zu werden. Die Kassenverhältnisse stehen bedeutend günstiger als im vergangenen Jahr. Aus der Versammlung heraus wurden dann eine Reihe von Wünschen vorgebracht. Dieselbe befaßten sich vornehmlich mit Verbesserungen auf postalischem Gebiet. Den zweiten Teil der Versammlung nahm ein Vortrag Dr Dählers vom Verkehrsverband ein. Dr. Dähler beschäftigte sich mit modernen###; kehrsfragen und besonders mit der Notwendigkeit Reichsautobahnen. Die Wattenscheider Freilichtbühnen. Das RheinRuhr=Theater, das schon im vergangenen Jahr die Höntroper Waldbühne bespielte, ist für die kom mende Freilicht=Spielzeit von der Stadtverwaltung Wattenscheid mit der Bespielung der beiden Watten“ scheider Freilichtbühnen, der Höntroper Waldbühne wie auch des Festspielplatzes in Wattenscheid selbst, beauftragt worden. Das Rhein=Ruhr=Theater steht unter der Leitung von C. Coffelt, Gelsenkirchen. 7 Nr. 31 Samstag Die Der Der den sich! Mit dem H die bekanntlich deutschland zur halben in den mit besonderem Gauvertreter bi So herrscht au Nachdem berei ihre Meister err ausscheidungen dustrie in wiederum die Industriegebiet Zweifellos wit bekommen, de wird seine Schützenhof w anhänger aus die Gelegenhei kämpfe zu seh setzten sich erw dings gab es daß mancher früh ausscheid Erfreulich Amateurboxer sie den nicht nen Ring un sind ihre Au durchweg mit Jedenfaus we oder dem Ge fliegenden Fo und hoffen, d ein möge, de bisherige Mi Von den Sandhoff im durchsetzen. Federgewicht in den Vor gewicht und und Drewutz keine Meldur der Nachwuc Amateurspor Photos: Fachamt Boxen den sich bel der Endrunde um die Vorbezirksmeisterschaft einen svortlich hochstehenden Kampf liefern. nne ee.. Maisterschasten, Die Raarungen: Mit dem Herannahen hig Deutser, pri in Westdustrite it Münstes ud Bosun,Jngheseg Zweifellos wird man hervorragenden Sport zu, sehen bekommen, denn ein derartiges„Poperfehlen Der biep eine And spiseperune hag Ziel zahlreicher Vor Umgegend werden, die sich Seite 7 Nr. 37# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 samstag abend um Schutzenhot Seihleder geg.„ Pie wc Acht Meiltertitel zu vergeben schon über manche schwere Klippe hinweg. Wir halten diesen Kampf für vollkommen offen. Der Höhepunkt, des Abends dürfte wohl die Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Meister Schmedes(DBS. 20) und Jakubowski(Bochum) sein. Lechult Verigen, werden sch, egen Kaus. sir, 66 Amateurborsportes anstürmie, st auch nicht bar jseder Aussicht. Für„Jaku“ gibt es nur einen Weg zum Sieg; Halbdistanz und Kampf auf Biegen oder Brechen, denn auf langer Distanz ist er Schmeoes nicht gewachsen. Außerdem besitzt Schmedes gegenüber dem untersetzten Jakubowski den Vorteil der Reichweite. Nur nach allerhärtestem Gefecht wird sich der Sieger vorstellen, der voraussichtlich Schmedes heißen wird (Schmedes ist selbstverständlich am Start.)„# Im Weltergewicht wird es zwischen Kuviak (Herne) und Kaisler(Polizei Bochum) ebenfalls eine schwere Auseinandersetzung geben. Kubiak, der, uir. F gangenen Jahr nur knapp gegen Schmepes untertag, versucht es diesmal im Weltergewicht. Er gehört zu unseren hoffnungsvollen Nachwuchskämpfern und ist technisch sehr gut. Diese Vorteile seines Gegners gleicht und verfügt Kaisler itert vzrodenen aber um so wirsameren Kon Außerdem serven und bitiert weiteg“ bosa berp vo, sa wiersaneren Konter Kubiaks in acht nehmen. Diesen Kampf halten ebenialt ossgz,# im mite#ewicht bestreiten Den Enooayund Stratmann(Sodingen). Prieß, Kampf für vollommen osien, dalten wir auch diesen Sschesche R S alosg eee besserte und einen eindrucksvollen Sieg gegen Jegus bosfnungsvolen Schwergepichlers Bahst(align), groben Lawpf hiesert, abe sollte sich aßer beileibe nicht teilen, ist Babski kaum zu bezwingen. Werne 30— Lacr 33 66l, Gerge 30. Die Varungen sind wie falg: aeschce chce Das Sport... aflichtet wurdon.— Ein araßes sportlich 11 af mancher der hoffnungsvollen Nachwuchskämpfer zu rüh ausscheiden mußte. ben. wit isherige Mühe zu erringen. den Voremützte ins Mittesgwicht starten. Latußke Amateursport ist diese Tatsache besonders zu begrüßen. —.—„ (Bös. 19) auf den vorsährigen Meif (VfL. Dortmund). In technischer Hinsicht sind sich beide vollkommen gleichwertig, wobei man Manczyk noch eine gute Beinarbeit als Plus hinzurechnen kann. Dagegen ist Sandhoff härter im Nehmen und Geben und dürfte als Favorit gelten. Im Bantamgewicht treffen sich zwei hoffnungsvolle Nachwuchskämpfer, die über eine kolossale Schlagkraft verfügen. Schmitz(Barop) hat in letzter Zeit viel von sich hören lassenz zzletzt noch durch setzzn dürfte nur durch einen Siege kommen. Wir erwarten Schmitz als Meister. Im Federgewicht muß sich Piotrowski(Linebenfalls mit einem Rechtsausleger abfinden. Buringen) besitzt Jugend, Härte und Technik für Ein„eseinige egägepunkte wie die internationalen giebig auf ihre Kosten kommen wieder die v. Lederballes, denn die Meisterschaftskämpfe, deren Entscheidung jetzt immer näher rückt— in einigen Gauen stehen die Meister bereits fest—, dürften nach wie vor großes Interesse auslösen. Der internationale Terminkalender verzeichnet neben dem Gastspiel des VfB. Stuttgart in Metz und den englischen Ligaspielen noch einen Länderkampf Frankreich—Belgien in Paris.— Der rpflichter wurden.— Ein großes sporniiches Ereignis erspricht das Hellensportfest vern verst Hallen! zu werden, das am Samstag in der Frankfurter Festhalle abgewickelt wird. Im Mittelpunkt stehen die lei athletischen Wettbewerbe, die sehr gut gesetzt sind, da u a. Borchmeyer, Hornberger, Welscher, Leichum, Meyner und Neckermann an den Start gehen werden. Eine Boxstaffel des Gaues Württemberg erwidert Ende der Woche den Besuch italjenischer Amateurboxer mit zwei Starts in Rom und Mailand. Am Freitag treten die Württemden) egengaus mit einem, vr##ger soth(Sodtzozeht Platropfti Fap ürie und Technik fi sich. Somit stehr Pioiro####t vor einer sehr schweren Aufgabe. Pio“ zählt zwar nicht mehr zu den JüngSchwimmsport Zeichen der großen internationalen Veranstaltungen in Duisburg am Samstag und in Düsseldorf am Sonntag. Mit besonderer Spannung sieht man vor allem Kavsimmingsklub Stachalm an den Start gebtzg. von den Wasserfreunden Hannover aufgezogen, während in Paris ein„Internationates holliggzighen Eechpich. dem u. a. auch die bekannten Sey inpia-Hern. PLeipzig Ausscheidungsturnen für Flailand denen dann die acht Besten als Länderngnsgkieoie Eirladung, nach Leibzisg zu kommen, erbieltenz, gar, München), Volz(Schwabach), Stadl(Konstanz). Gönig (Mainz), Münder, Betzler(beide Göggingen), Weischedel(Stuttgart), Lüttinger(Ludwigshafen). Gaugruppe West: Sich, Seeligmann(beide Düsseldorf), Schneider(Remscheid), Sandrock(Immigrath), Fink(Marburg), Frey(Bad Kreuznach). Gaugruppe Nord: Lorenz(Hannover), Steffens Gaugruppe Ost: Tölke, Mock(beide Berlin), Schwarz= (Wünsdorf), Kleine, Müller,(beide Leuna), Lim: lmateurboxer mit zwei Starts in Am Freitag treteg oie Wurktemberger in Rom und am Sonntag in Mailand an.— Radrennen sind in Berlin, Hamburg, Paris und Antwerpen vorgesehen. Die Deutschlandhalle veranstaltet Steherrennen. für die Lohmann, Möller Ehmer, Stach, Lemoine und der Italiener Minardi verpflichtet wurden.— Die europäische Berufsfahrerelite trifft sich in Paris. Der Deutsche Meister Albert Richter und der Weltmeister Scherens kreuzen dort erneut die Klingen.— Der Wintersport steht noch in voller Blüte. An größeren Ski= und eissportlichen Veranstaltungen gibt es am Wochenende die norwegischen Meisterschaften in Koningswinger, den schlesischen 50=Kilometer=Lauf in Schreiberhau, den schwäbischen 50=Kilometer=Lauf in Königsbronn, Ski=Wettläufe bei München, einen Sprunglauf in Johanngeorgenstadt, ein internationales Springen in Planica, die Salpausselka=Spiele in Lathi, Kunstlaufen mit Maxie Herber— Ernst Baier in Berlin, ein nales Eisschnellaufen in Hamar und die Deutschen Eis=Segelmeisterschaften in Angerburg. Sonntag keine Jugendspiele Aus Anlaß des Heldengedenktages fallen am Sonntag sämtliche Jugendspiele des Kreises Bochum der Fachschaft Fußball aus. P. Keßler. Gegen den Fußball-Weltmeilter Deutschland— Italien am 15. November. In Mailand fand eine Vorstandssitzung des Italienischen Fußballverbandes unter Vorsitz von General Vaccaro statt. Es wurde bekannt, daß Italien für dieses Jahr zwei Länderspiele abgeschlossen habe. TE0 T □ OPEL· Typ Olympiae- Neuzeitliche Form, neuzeitliche Bauweise. Hervorragende Leistung, unübertroffene Fahreigenschaften, erstaunlich niedriger Verbrauch.:OPEL SynchronFederungs, zugfreie Enflüftung, geräuscharmes Getriebe und die vielen anderen einzigart-□E00 KM genOrEi-vorzuge. ES5 O Ohbwerk Machen Sie eine unverbindliche Probefahrt! Lassen Sie sich auch den OPEL s6t zeigen! In allem ein Großer, nur nicht in Preis und Verbrauch. Schon von RM 3250 an ab Werk. .-VERKAU BOCRER A WTTE RRAFTFAHRZEUS-VERTRIEG BOCHUM, ALLEESTRASSE 28, TELEPHON Seite 8 Nr. 57„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,.08. März 1936 Am 5. April geht es in Zürich gegen die Schweiz und am 15. November soll die schon länger geplante Begegnung mit Deutschland vor sich gehen. Die Nachbargaue Im Gau X(Niederrhein) steigen vier Begegnungen. Der neue Gaumeister Fortung Düsseldorf besucht den Duisburger 3V. 08. Der VfL. Benrath muß ebenfalls mehr zeigen als an den letzten Sonntagen, wenn er Union Hamborn trotz Platzvorteil schlagen will. Für Union Hamborn dürfte nach einem neuerlichen Verlust endgültig nichts mehr zu erhoffen sein. Neben Union Hamborn und Borussia Gladbach ist auch noch Schwarz=Weiß Essen in Gefahr. Sollte den Essenern jedoch im Spiel gegen Rot=Weiß Oberhausen wenigstens ein Unentschieden glücken, dann werden sie den Verbleib in der Gauliga sicher haben. Hamborn 07 und VfL. Preußen Krefeld sind sich gleichwertig. Ebenfalls vier Spiele weist das Programm im Gau XI(Mittelrhein) auf. Tura Bonn will den ersten Platz durch einen Sieg in Trier über Westmark verteidigen. Die Bonner können aber hier ebenso enttäuscht werden, wie der mit ihnen gleichauf stehende CiR. Köln, der beim Kölner SE. 95 zu Gast peilt. Denn auch die„99er“ machen sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Meisterschaft. Auch der Mülheimer SV. macht noch Aussichten geltend, dagegen ist sein Gastgeber Bonner FV. aus dem engeren Wettbewerb ausgeschieden. Nicht zu unterschätzen ist Sülz 07. Der Gaumeister BfR. Köln wird als Platzverein aber ein kaum zu nehmendes Hindernis für die Sülzer sein. Man sieht also, daß die fünf Meisterschaftsanwärter sämtlich vor sehr schwere Aufgaben gestellt werden und wahrscheinlich wieder Punktverluste hinnehmen müssen. Weitfälische Fußball-Gauliga Lilkelleidung Arder-Abmegerrage. Tus. Bochum im Schlußlpiel gegen Weitfalia Herne Was machen Erie und Weitfana tierne! Nach wie vor steht die Abstiegsfrage im Gau Westfalen im Mittelpunkt des Interesses. Es scheint, daß erst der letzte Sonntag die endgültige Entscheidung darüber bringt, wer der unfreiwillige und wenig beneidenswerte Weggenosse von Union Recklinghausen sein wird. Von den vier Spielen des Sonntags (Germania Bochum und Union Recklinghausen pausieren) sind wiederum drei für die Abstiegsfrage von besonderer Bedeutung. Das Spiel gegen Westfalia Herne bietet dem TuS., der durch die überraschenden Punktverluste von Höntrop und Westfalia Herne gegen Erle und Preußen Münster am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurde, zum letzten Male die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft heraus den Verbleib in der Gauliga zu sichern. Erkämpft er sich beide Punkte, droht ihm dann nur noch in dem Falle Gefahr, wenn Erle seine beiden letzten Spiele gegen Herten und Münster gewinnt und dann das Divisionsverfahren entscheiden müßte. Ein Sieg Erles über Münster würde aber bedeuten, daß Münster, das Sonntag vor dem schweren Kampf gegen den Spielverein Höntrop steht, evtl. auf 18 Punkten hängenbleiben würde. Da darüber hinaus der Protest des TuS. gegen das Spiel Münster—TuS. noch nicht entschieden ist, ist die Entwicklung der Dinge noch nicht abzusehen. Die TuS.=Anhänger können aber in dem Falle Sonntag abend mit einem Seufzer der Erleichterung ihr Saisonschluß=Bier trinken, wenn es gelingt, den Vorsprung vor Erle auf 8 Punkte auszudehnen. Die Spiele: TuS. Bochum— Westfalia Herne SB Höntrop— Preußen Münster SpVgg. Herten— Erle 08 Schalke 04— Hüsten 09 Tus. Bochum— Westsalia Herne Wiederum steht vor einem Spiel der TuS.=Mannschaft auf eigener Kampfbahn das Motto:„Um Sein oder Nichtsein!" Diesmal aber ist die Situation ernster denn je. Nachdem die Möglichkeit, sich durch einen Sieg über Erle in Sicherheit zu bringen, seinerzeit mit dem Verlust dieses Spieles verlorenging, heißt es, im Schlußspiel der Saison zum letzten Male alle Kräfte aufzubieten, um unter Ausschaltung aller theoretischen Berechnungen, die(siehe den Vorsonntag) durch die rauhe Praxis leicht durchkreuzt werden können, aus eigener Kraft das rettende Ufer zu erreichen. Beide Mannschaften haben am Vorsonntag keine überzeugenden Leistungen zeigen können, wobei allerdings die Niederlage der Westfalen gegen Münster überraschender kam als der Punktverlust des TuS. Im ersten Spiel holte sich der TuS. in Herne einen Punkt, wenn ihm das auch diesmal gelingt, würde das seine Situation wesentlich verbessern. Entscheidende Bedeutung, ob der Sonntag einen Erfolg oder einen Mißerfolg bringt, kommt dem Sturm zu, der in der Verfassung des Vorsonntags wohl kaum das als sehr stark bekannte Herner Bollwerk überwinden kann. Aus Kampfgeist und Siegeswillen heraus ist schon manche überragende Leistung geboren worden, und wenn wir uns jenes Spieles gegen den VfB. Bielefeld auf dem TuS.=Platz erinnern, so in der Hoffnung und Erwartung, daß wir die gleichen Eigenschaften, die damals den Tus. eine entscheidende Schlacht gewinnen ließen, auch diesmal in der Elf der Bochumer vorfinden werden. SV. Höntrop— Preußen Münster Für Münster bedeutete der Sieg über Herne wahrscheinlich den Verbleib in der Gauklasse, aber man möchte doch gern auch in Höntrop beweisen, daß man die Gauklassenzugehörigkeit auch vollauf verdient. Aber diesen Beweis durch einen Sieg über die Höntroper Rothosen zu führen, wird mehr als schwer fallen. Der Höntroper Angriff mit Prezetak als Sturmführer war zwar gegen Erle 08 keine Offenbarung, aber er müßte doch die für einen Enderfolg nötigen Treffer herausholen. Allerdings hat die Preußen=Hintermannschaft und besonders Gappa im Tor zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt, so daß auch hier die Torausbeute nicht groß werden wird. Schalke 04— SuS. Hüsten 09 Drei Schalker Stürmer werden am 15. März in der deutschen Nationalelf stehen, die in Budapest gegen Ungarn kämpft. Ein Grund mehr für den Schalker Angriff, sich am Sonntag im Spiel gegen Hüsten von der besten Seite zu zeigen. Hinzu kommt, daß aus dem Hinspiel noch eine kleine„Rechnung" zu begleichen übrig bleibt, so daß vielleicht wieder eine hohe Torquote fällig ist. SpVgg. Herten— SV. Erle 08 Der Platzverein war am ersten Märzsonntag in hervorragender Verfassung, besonders der Angriff hatte sich auf frühere Zeiten besonnen. Es wird zwar am Sonntag am Hertener Katzenbusch ein hartnäckiges Ringen geben, aus dem aber doch der Gastgeber als Sieger hervorgehen sollte, um als Inhaber des sechsten Tabellenplatzes doch noch durch weitere zwei Punkte die letzte praktische Sicherung vor dem Abstieg zu erreichen. nig verheißungsvoll ist. Ist Strezelewski zur Stelle und verliert der Neuling die Nerven nicht, so könnte es trotzdem zu einem Sieg langen. FC. Schwelm— SC. Dahlhausen Dahlhausen ist sich der Bedeutung des Kampfes sicherlich bewußt und wird mit schwerstem Geschütz die Reise ins Südwestfälische antreten. Die Tatsache aber, daß der ehemalige Tabellenführer Witten 92 in Schwelm mit:0 geschlagen wurde, kennzeichnet die Schwere des Kampfes für die Dahlhauser am besten. Sportring Gevelsberg— Hattingen 04. Nach Lage der Sache scheint uns die Fahrt für die Hattinger nach Gevelsberg ziemlich aussichtslos zu sein. Gevelsberg würde die Rolle von Hattingen übernehmen müssen, wenn das Spiel auf eigenem Platz verloren ginge. Die Tip-Ecke Diogenes& August Schrömmel In Anbetracht der in der Abstiegsfrage der westfäll, schen Gauliga wichtigen Spiele und der Vorentscheidung in der Bochumer Gruppe der Bezirksliga haben Dioge, nes& August Schrömmel sich wieder in uralter Frischzusammengefunden. Unser alter Schwede Krampe, der in den meisten Fällen den richtigen Riecher hatte, scheint diesmal eine optimistische Brille aufgesetzt zu haben. Der TuS. wäre ihm allerdings ebenso dankbar, wenn die Spiele den von ihm prophezeiten Ausgang nehmen würden, wie die Preußen ihm die vorhergesagte Nieder, lage in Witten verübeln würden. Lassen wir diesma unsere bewährten Hauspropheten urteilen: Diogenes meint: Gauliga: TuS. Bochum— Westfalia Herne:2 SV Höntrop— Preußen Münster:2 Schalke 04— Hüsten 09•0 Spog. Herten— Erle 08:1 Bezirksliga: MBV. Linden— Tura Altenvoerde:0 ExV. Werne— Wattenscheid 09/30:1 Witten 92— Preußen Bochum:2 XC. Schwelm— SC. Dahlhausen:1 Sportring Gevelsberg— Hattingen 04:1 Und August Schrömmel? Gauliga: TuS. Bochum— Westfalia Herne:1 SV. Höntrop— Preußen Münster:1 Spog. Herten— Erle 08:2 Schalke 04— Hüsten 09:1 Bezirksliga: MBV. Linden— Tura Altenvoerde:1 STV. Werne— Wattenscheid 09/30:1 XC. Schwelm— SC. Dahlhausen:1 Sportring Gevelsberg— Hattingen 04:2 Witten 92— Preußen Bochum:2 Gedenkerunserer- Feiden. Vorentscheidung in der Bochumer Bezirksliga Preunen Bschumsder Will Der Ausgang des Spiels kann die Gruppenmeisterschaft entscheiden Wie in der Gauliga, so kommt auch in der Bezirksliga dem zur Debatte stehenden Meisterschaftssonntag vorentscheidende Bedeutung zu, allerdings geht es im Bezirk um die Meisterfrage, die Sonntag mit dem Punktespiel Witten 92 gegen Preußen Bochum in ein entscheidendes Stadium tritt. Die Lage, die in dieser Saison eine überraschende Wendung zugunsten der Bochumer Preußen genommen hat, während die alten„Veteranen" Westfalia Bochum und MBV. Linden schon vorzeitig aus dem engeren Wettbewerb ausgeschieden sind, sieht bekanntlich so aus: Preußen Bochum führt mit 18 Spielen und 25 Pluspunkten vor Witten 92 und dem sich überraschend gut schlagenden Neuling Wattenscheid 09/80, die beide aus 18 Spielen je 23 Punkte herausgeholt haben. Der Punktabstand des Spitzenführers Preußen zum Tabellendritten SC. Dahlhausen beträgt 8 Punkte, die Differenz zu dem ein Spiel im Rückstand liegenden MBV. Linden 4 Punkte. Da noch vier Spiele vor dem Endziel liegen, ist immer noch eine Ueberraschung von dieser oder jener Seite möglich, sofern nicht der Sonntag so verläuft, wie es die Preußen und mit ihnen die Bochumer Fußballer sehnlich erhoffen. Und diese Hoffnungen sind: Der eigene Sieg über Witten 92 und die Schrittmacherdienste von Werne und Schwelm in ihren Spielen gegen Wattenscheid und Dahlhausen. Wird Sonntag aus dieser Hoffnung Wirklichkeit, läge Preußen mit 4 Punkten vor Witten 92 und Dahlhausen und braucht dann nichts weiter mehr zu tun, als seine Position in den restlichen Spielen gegen Schwelm, Linden und Wattenscheid zu halten, wobei selbst ein Verlust gegen den MBV. Linden die Spitzenstellung nicht mehr bedrohen würde. Anderseits hat Witten 92 alle Trümpfe in der Hand, wenn es Sonntag an Preußen, das im ersten Spiel mit:2 iegreich blieb, Revanche nehmen würde. Zwar steht der ununterbrochenen Siegesserie der Bochumer Preußen in der zweiten Serie der Meisterschaftssaison die in dieser Zeit schwächere Form der Wittener gegenüber, aber auf dieser Theorie seine Siegeshoffnungen aufzubauen, ist nicht ratsam. Der Kampfplan der Mannschaft liegt in ihrer Stellung begründet: Witten wird mit dem Mute der Verzweiflung stürmen, um die Siegeskette der Preußen zu zerreißen, und die Bochumer werden sich nicht minder verzweifelt einsetzen, um sich die Anwartschaft auf den Gruppensieg und auf die Teilnahmeberechtigung an den schon rein wirtschaftlich bedeutungsvollen Aufstiegsspielen zu erhalten. Mutmaßungen über den Ausgang des Spieles sind müßig, wir haben aber das Vertrauen zu der Preußenmannschaft, daß sich jeder Spieler der Schwere der Aufgabe und ihrer Wichtigkeit für den Verein und für Bochum bewußt ist; denn es muß Ehrensache für Bochums Fußball sein, auch in diesem Jahre in der heimischen Bezirksligagruppe den Gruppensieger zu stellen. Fest steht, daß das Wittener Spiel Sonntag sicherlich den diesjährigen Rekordbesuch in der Bochumer Bezirksliga bringen wird. Für den Ausgang des Spieles werden entscheidend sein: Die Tagesform und die Nerven. Ein Unentschieden ist nicht unmöglich. Die übrigen Kämpfe: MBB.„Linden— Tura Altenvoerde Die Gäste der Lindener haben am letzten Sonntag kaum zu erwarten ist, daß die Lindener im Handgalopp gewinnen werden. Immerhin müßten die größere Erfahrung und der schußgewaltige Lindener Sturm selbst die hervorragende Deckungsarbeit der Altenvoerder Hintermannschaft überwinden können. STV. Werne— Wattenscheid 09/30 Die Werner haben Rescher wieder zur Verfügung und haben die Punkte bitter nötig. Auf der AmaliaKampfbahn gelang in der zweiten Serie lediglich den Westfalen ein knapper Sieg, alle anderen Mannschaften mußten Federn lassen, was für die Wattenscheider weDer Sonntag ist der Heldengedenktag des deutschen Volkes. Auch die große Sportgemeinde wird ihre Toten ehren. Alle Spiele werden 10 Minuten nach der Pause unterbrochen, und eine Minute lang werden Spieler und Zuschauer schweigend der toten Kameraden gedenken. Die Fahnen auf den Kampfplätzen werden auf halbmast wehen. Die Nachbargruppen: Gelsenkirchen: VfB. Bottrop— SC. 07 Gelsenkirchen; Spog. Röhlinghausen— SV. Rotthausen; Schw.= Gelb Gladbeck— TB. Eickel; Union Gelsenkirchen— SC Hassel; Castrop 02— BV. 12 Gelsenkirchen; Westfalia Buer— Horst=Emscher. Dortmund: Borussia Dortmund— TuBV. Mengede; DSC. Hagen— Alemannia Dortmund: Sportfreunde Dortmund— Dortmund 95; Arminia Marten— BV. Brambauer; VfL. Wetter— BC. Bövinghausen. Minden: Teutonia Lippstadt— SuS Herford; Spog. Beckum— SV. Schildesche; Union Herford— Borussia Lippstadt; Arminia Bielefeld— Bfs. Salzuflen; VfB. Bielefeld— Spog. Hamm; Westfalia Brackwede— Bielefeld 06/07. Zwei Gesellschaftsspiele Westfalia Ahlen— Westfalia Bochum Hagen=Eppenhausen 73— Rasensport Bochum. Westfalia Bochum benutzt den zwangsläufig freien Meisterschaftstermin— der sonntägliche Gegner Witten 07 ist gesperrt und muß die Punkte kampflos abgeben— um sich bei dem Namensvetter in Ahlen als Gesellschaftsspielgegner vorzustellen, während die zur 1. Kreisklasse aufsteigenden Bochumer Rasensportler am Sonntag in Hagen=Eppenhausen beim Gruppensieger der zweiten Kreisklasse weilen. Deutsche Erfolge in St. Moritz Die St. Moritzer Skiwettbewerbe, die mit, den Kämpfen um das„Weiße Band von St. Moritz“ eingeleitet wurden, schlossen am Freitag mit dem„Kilometer lancé“, einem Schnelligkeitswettbewerb über einen Kilometer. Der starke Schneefall in den letzten Tagen hatte die Oberfläche hart gemacht, so daß die Höchstgeschwindigkeiten des vergangenen Jahres nicht erreicht wurden. In der Klasse der Touren= und Sprung=Skiläufer siegte der Schweizer Vultior, der eine der den-Sulschschun-in dor Meienldses TG. Bochum-Ehrenfeld vor einem schweren Hindernis In den Kreisklassen geht es allmählich dem Ende entgegen. In der Gruppe A der ersten Kreisklasse steht der VfB. Börnig vor dem Gruppensieg. Der sonntägliche Lokalgegner Constantin Herne ist stark von Abstiegssorgen geplagt, dürfte aber in Börnig wenig Aussichten auf Aufbesserung seines Punktekontos haben. Germania Herne ist zwar der Terminliste nach Platz= verein, muß aber zum Gegner VfB. Gerthe, weil die verhängte Platzsperre noch nicht abgelaufen ist. Unter diesen Umständen haben die Gerther die Möglichkeit, wenigstens einen Punkt zu retten, was allerdings sehr schwer sein wird. Phönix Bochum hat Aussichten, die Verlustserie der letzten Wochen durch einen Sieg über Rasensport Herne zu unterbrechen, zumal das Spiel in Marmelshagen stattfindet. Teutonia Riemke befindet sich nach dem Verlustspiel gegen Germania Herne in allerschwerster Abstiegsnot. Herne=Süd, ebenfalls mit Platzsperre bedacht, aber auch noch in der Gefahrenzone hängend, wird sich verzweifelt wehren und den Riemkern den Sieg recht sauer machen. Preußen Wanne, in den Pokalspielen mit großen Erfolgen tätig, hat sich auf eigenem Platz des Lokalgegners Holsterhausen zu erwehren, müßte aber nach hartem Kampf Sieger bleiben können. Sodingen wird Wanne 11 wohl sicher die Punkte abnehmen, wodurch die Wanner keine Aussichten mehr haben, vom letzten Platz fortzukommen. Die Spiele: Phönix Bochum— Herne=Süd Teutonia Riemke— Rasensport Herne VfB. Börnig— Constantin Herne SV. Sodingen— Wanne 11 Preußen Wanne— SV. Holsterhausen VfB. Gerthe— Germania Herne Eine aufschlußreiche Entscheidung dürfte auf dem Platz am Lohberg ausgesochten werden. Die Bochumer Polizisten, die in den letzten Wochen kraftvoll nach vorne strebten, haben den Anwärter auf den Gruppensieg, TG. Bochum=Ehrenfeld, zu Gast. Es steht außer Zweifel, daß die Ehrenfelder am Sonntag ihren schwersten Gegner der noch ausstehender Syiele s; besiegen der Lindener haben am letzten Sonntag oaß die Ehrenfelder am Sonntag ihren schwersten Gegzen Preußen eine recht gute Figur gemacht, so daß ner der noch ausstehenden Spiele zu besiegen haben,“ was noch nicht so ohne weiteres feststeht. Der SC. Altenbochum, der am Sonntag spielfrei ist, ist am meisten an dem Ausgang interessiert, da er im Falle eines Verlustspieles der Ehrenfelder ein gutes Stück auf dem Wege zum Gruppensieg vorwärtskommen würde. Weitmar 09 empfängt auf eigenem Platz die Bochumer Reichsbahner und wird sauer um die Punkte zu kämpfen haben. In Langendreer steigt der Lokalkampf 07— 04, der den 04ern den„Gnadenstoß" versetzen könnte. TuS. 26 Altenbochum hat auf eigenem Platz Union Günnigfeld zu Gast. Die Spiele: TuS. 26 Altenbochum— Union Günnigfeld Polizei Bochum— TG. Bochum=Ehrenfeld Langendreer 07— Langendreer 04 Weitmar 09— Reichsbahn Bochum 2. Kreisklasse: In der Gruppe A nur ein Spiel, das in Gerthe stattfindet und dem Spu Sp. zwei weitere Punkte aus dem Kampf gegen Rasensport Wanne bringen müßte. In der Gruppe B sieht es ebenfalls recht mager aus. Tura Fortuna Weitmar streitet sich auf dem Platz an der Landwehr mit dem Bochumer Verein um die Punkte und Concordia Bochum muß zum Zechenplatz von Carolinenglück. Die Spiele: SpuSp. Gerthe— Rasensport Wanne Tura Fortuna Weitmar— Bochumer Verein Carolinenglück— Concordia Bochum 3. Kreisklasse: Drei Spiele nur in der Gruppe B. Während im ersten Falle die Gäste sichere Sieger bleiben müßten, dürften in den beiden anderen Spielen wohl die Platz= vereine die Punkte einheimsen. Die Spiele: Edelstahl Bochum— Germania Querenburg Borussia Bochum— Kortum Bochum Laer 87— Germania Kaltehardt Geschwindigkeit von 118/8 Stundenkilometer„Freißhte vor Lawrenee(England) mit 113.7, Hafper(Deutchland) 111 und Zuber(Schweiz) mit 110,5.— In der Klasse der mit Spezial=Skiern Ausgerüsteten— die Skier waren bis zu 40 Kilogramm schwer— belegte Jack Lackner(Deutschland) mit 117,9 Stundenkilometer den ersten Platz vor dem österreichischen Vorjahrssieger Lucke 104 und dem Schweizer Küster 102,8 Stundenkilometer. Am S. April „Tag des deutschen Rudersportes“. Schon seit drei Jahren wird die neue Ruderzeit mit großem, Erfolge mit dem„Tag des deutschen Rudersportes“, dem gemeinsamen Anrudern der 650 deutschen Rudervereine, eingeleitet. Das Anrudern 1936 wurde mit Rücksicht auf eine große Veranstaltung des Reichsbundes für Leibesübungen vom 19. auf den 5. April vorverlegt. Das Festjahr des Rudersportes— die Ruderer begehen ihr 100. Jubiläum— wird mit einer Reichssendung von Hamburg aus eröffnet. Hoch hinaus Ein Stadion für 200 000? Kürzlich wurde aus Stockholm gemeldet, daß eine gigantische Sporthalle für 50000 Zuschauer gebaut werden soll. Jetzt hören wir, daß AIK. Stockholm in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Fußballverband den Bau eine Stadions für 200000 Zuschauer plant. Dieses Stadion soll mit anderen sportlichen Anlagen(Schwimmbad, Tennisplätze usw.) verbunden werden, 2. Straßenrennen des Radfahrervereins Westfalia 1895. Sonntag um 9 Uhr„gehen„die Rennfahrer des Vereins wieder an der Wirtschaft Diederichs in Marmelshagen an den Start. Die=Klasse fährt 65 Kilometer bis Forsthaus Freudenberg, die=Klasse 50 Kilometer bis Dorsten und die=Klasse 30 Kilometer bis Buer=Mitte. Tennissport Beim Internationalen Tennisturnier in Mentone wurde der Kieler Kaj Lund nach seiner überraschenden Niederlage im Einzel auch im Gemischten Doppel um den Pokal der Nationen geschlagen. Mit der jungen Berlinerin Stein verlor Lund gegen das englische Paar Stammers—Sankey mit.:1,:6.:6. Im offenen Wettbewerb hingegen traf Lund zusammen mit der polnischen Meisterin Jadwiga Jedrzejowska auf Borron— Crosby und kam mühelos mit:0,:1 eine Runde weiter. Schröder in USA. besiegt Der derzeit beste europäische Hallentennisspieler „Kalle“ Schröder(Schweden), wurde bei den amerikanischen Meisterschaften in Newyork geschlagen. Im VierAchtung! Achtung! Samstag abend 20.15 Uhr im Schützenhof Bochum Endkämpfe der Bezirksmeister schüften in Voxen Es kämpfen u.: Schmedes— Jakubowfki, Kaisler — Kubiak, Piotrowski— Burgath, Schmitz— Ordziniak. nlaß Einlaß 18.45 Uhr. Anfang 20.15 Uhr. Billardsportverein Bochum 1925 Samstag, 7. März, spielen im Lokal Neuhaus, Alleetraße S Grond, Wattenscheio u. wens, Bochum eine Partie auf kleinem Brett frei bis 600 Punkte Beginn 8 ühr. Um die Handball=Bezirksmeisterschaft Spog. Röhlinghausen Sonntag vormittag 11 Uhr, Westfaliaplatz, Hofsteder Steaßr. Das wichtige Gauliga=Meisterschaftsspiel Tus. Bochum— Westfung Herr. Sonntag nachmittag Castroper Straße. 15.30 Uhr, TuS=Stadion, Seite 9 Nr. 57# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 Westfalen und unterlag der Skandinavier dem Amerikaner Howden glatt mit:6,:6. Im Wettbewerb der Frauen als einzige Vertreterin(uropas die Französin ew tin mit einem:7,:2,:=Siege über Brunie üSA.) in die Vorschlußrunde, die außerdem noch Ryan, Hirsch und Taubele erreicht haben. Im Männerdoppel * Schröder zusammen mit Hall zu einem leichten Siege in der ersten Runde über Kirkbride—Warriner mit:0,:0. Natürlich Bremcn Neue deutsche Schwimmrekorde Bei einem Trainingsabend unternahm der Bremische Schwimmverband unter offizieller Kontrolle im Hansabad Rekordversuche in den Rückenstaffeln über 10X50 Meter und 10X100 Meter. Die beiden Bestleistungen, die vor zehn Tagen erst von Magdeburg 96 aufgestellt worden waren, konnten jeweils beträchtlich unterboten werden, obwohl das Bassin nicht ganz gefüllt war, wodurch das Wenden recht schwierig wurde. * Bremer schafften über 10X50 Meter mit.49.2 (.57,5) Minuten und über 10X100 Meter mit 13,14,2 (13,83) Minuten neue Rekordmarken. Blau-Weiß Bochum in Paderborn In einem Vereinskampf treffen am Sonntag der 1. Paderborner Schwimmverein, der sein 25jähriges Bestehen feiert, und der SV. Blau=Weiß Bochum zusammen. Vom Billardsport Samstag abend spielen im Lokal Neuhaus, Alleestraße 61 Grond(BSV. Wattenscheid) und Hens.(SP. Bochum 25) auf kleinem Brett frei eine Partie bis 600 Hens nimmt ab 19. d. M an der in Köln stattfindenden Deutschen Meisterschaft der ersten Klasse(kleines Grond wurde bei der vor einer Woche in Wattenscheid ausgetragenen Deutschen Meisterschaft der zweiten Klasse(kleines Brett frei) Zweiter. Das Wochenende der Turner Großes Schauturnen der Tura Hattingen unter Mitwirkung der Kreisriege Zum Besten der Winterhilfe veranstaltet der Verein für Turn= und Rasensport Hattingen Samstag abend im Gemeindehaus ein großes Schauturnen. Im Vordergrund der Vorführungen wird das Turnen der Kreisriege stehen, die in der Besetzung von Gebrüder Platzek, Gebrüder Kargol Löffert, Wittko, Seibel und Jenning antritt. Vervollständigt wird die Riege noch durch einige Turner der Turngemeinde Welper. Schulungsturnen der Bezirksriege in Bochum Das nächste Schulungsturnen der Industriebezirksriege findet Sonntag morgen in der Turnhalle an der Fahrendeller Straße statt. Die Leitung hat der Bezirksschulungsleiter Hüttemann(Hagen). Trabrennen zu Gelsenkirchen Nach dem wohlgelungenen Auftakt am letzten Sonntag setzt der Gelsenkirchener Trabrennverein am kommenden Sonntag sein Eröffnungs=Meeting fort. Die einzelnen Rennen weisen wieder eine gute Besetzung auf, so daß mit interessantem Sport zu rechnen ist. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: David Bingen— Palmetto Lee— Karl L. Rce escäe Loktie D.— Patschull. 7. Rennen: Vogel— Dirigent— Loni Watts. Weitere Voraussagen: Enghien, 7. März 1 Rennen: Verni II— Royal II. 2. Rennen: Pop— Le Sarrazin. 3. Rennen: Negrestan— Syram. 4. Perimige— Glitter. 5. Rennen: Aprés Nous— Liort. 6. Rennen: Clackson— Cerasus. Auteuil, 8. März 1. Rennen: Le Conscrit— Mirabeau. 2. Rennen: Chanzy— Cordial. 3. Rennen: Cerealiste— Care Walk. 4. Cipo— Rochy Conde. 5. Rennen: San Marco— Trie Troc. 6. Rennen: Bon Jus— Cambyse. DrU Mondte für einen berüchtigten Villen=Einbrecher se 4. 1, Sch Peischer e, Esegehories Hilerzungen wusden dei den unglick shper, ede e u. s ebrüche zu insgelahe tzr a, et Verie tinglich alein Faher des Kratihrige Heinrich Schneider aus Essen=Voter. wegen neun schwerer Viueneinrtuche zu insgesamt 22½ Jahren Zuchthaus verurteilt. Seit November 1935 bis Mitte Januar 1936 wurde die Bevölkerung Krefelds durch fortgesetzte Villeneinbrüche in Aufregung gehalten. Die Einbrüche erfolgten regelmäßig in den späten Nachmittagsstunden oder an Sonn= oder Feiertagen. Hauptsächlich hatte es der Täter auf Bargeld abgesehen; er ließ aber auch Schmucksachen und Kleidungsstücke mitgehen. Den Erlös verpraßte er in liederlicher Gesellschaft. Mitte Januar konnte der Bursche von der Krefelder Kriminalpolizei festgenommen werden. Bei seiner Festnahme fand man einen geladenen Revolver vor, den er stets bei sich zu tragen pflegte. Weiter wurde festgestellt, daß Schneider auch von der Essener Staatsanwaltschaft wegen zehn verschiedener Einbrüche gesucht wurde. In der Verhandrung gestand Schneider zehn Einbrüche ein, bei denen ihm Werte in von als 10.000 Rok. in die Hände gefallen andere leicht verletzt. Die Ermiulungen ergaben, daß die Schuld an dem unglug auein den Fahrer# des Kraftwagens traf. Um seine Fayrlässigkeit zu fühnen, hatte sich die Bielefelder Strafkammer unter Vorsitz von LandMinden) wegen fahrlässiger Tötung, fahrläissieer ververletzung und Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung stattfand. Der Vorsitzende stellte fest, daß der Angeklagte schon vor einiger Zeit einen tödlichen Verkehrsunfall hatte, bei dem ein neunjähriger Junge aus Minden ums Leben kam. Das Verfahren wurde damals eingestellt, da dem Koch ein Verschulden nich nachgewiesen werden konnte. Es wurden nunmehr zahlreiche Zeugen vernommen. und nach der Beweisaufnahme stellte Staatsanwaltschaftsrat Lucan fest, daß der gope e. dar nicht betrunken, aber auch nicht nuchSchneider zehn Einhrüche ein, hei, denen ihm Werte, In Rngellagte zwe 124 Lstrunken, aber auch nicht, näche bbe uod beog horses tastist, ern gevesen sel. Immerhin bäte er ein grezeieuen. wierden ihm mildernde Umstände versuge. Der An= lum Alohol geneim, Wule waren. Da der Angeklagte wiederholt oe wurven ium miibernde Umstände versagt. Der A geklagte wird nunmehr nach Essen übergefuyrt, wo er sich wegen ähnlicher Straftate zu verantworten haben wird. Reichsgericht bestätigt Todesurteil gegen den Raubmörder Seibert Koblenz, 6. März. Das Reichsgericht hat am 5. März die von dem 26 Jahre alten Artur Seibert aus Bad Kreuznach gegen das Urteil des Schwucgerichts Koblenz vom 19. Dezember 1935 eingelegte Revision als unbegründet verworfen. Damit ist der Angeklagte wegen Mordes in Tateinheit mit Raub zum Tode und zum dauernden Ehrenrechtsverlust und wegen Notzucht zu fünf Jahren Zuchthaus rechtskräftig verDer Angeklagte hatte am 6. Juli 1935 die Ehefrau Brandenburger in ihrer Wohnung ermordet. Der Kraftfahrer hatte die Schuld an dem Verkehrstinglück, das den Tod eines Hitlerjungen verursachte. Minden, 6. März. Eine Gruppe von etwa 20 Jungen der Gefolgschaft I/15 der Mindener Hitlerjugend, die von einem Geländespiel am Weseralacis kam, wurde Ende November v. J. auf der Portastraße von einem Kraftwagen angefahren. Der 14jährige Hitlerjunge nerhin hätte er ein grof tum Alkohol genossen. Wäre der nüchtern gewesen, hätte er in dem gefährlichen Augenblick nicht überholt. Die Folgen des unsinnigen, Fahrens des Angeklagten seien grauenerregend. Der### anwalt beantragte ein Jahr und drei Monate Gefangvis. Das Gericht verurteilte den Arggrgtgr### fahrläissiger Tötung in Tateinhbeit mit Heijehegra gange ververletzung und Uebertretung der Rreichostrußeaperkehrsordnung zu einem Jahr Gesingnis, Havon geite drei Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt. Die Urteilsbegründung stellte fest, daß den Angeklagten die volle Schuld an dem tragischen Unglück treffe. Die Frau mit dem Käsemesser Angegriffener Zollbeamter mußte Schutz suchen. Bocholt, 6. März. Bei den üblichen Revisionen der Zollbehörde in von verdächtigen Personen bewohnten Häusern stürzte sich eine allein anwesende Frau mit einem langen Käsemesser auf den durchsuchendn Zollbeamten, der jedoch noch rechtzeitig dem Anschlag entgehen konnte. Dem Zollbeamten blieb nichts anderes übrig, als polizeilichen Schutz zu holen. Die rabiate Frau konnte festgenommen werden. Im Keim erstickt Rechtzeitig erwischte Falschmünzer Essen, 6. Mäz. In den letzten Tagen konnten die Beamten der Falschgeldstelle nach längeren Beobachtuni ReichsWeitun.“, *9 hat mit ihren Einz der Bartei in erster Linie der Beförderung Die Motorstandarte 65 hat mit ihren Einheiten mit gutem Erfolge fünf Hauptabschnitte des Reichswettkampfes des Nat.=Soz. Kraftfahr=Korps gerade erledigt und es wird schon wieder überall eifrig an den Vorbereitungen für den neuen Kampf„Einsatzübungen im Rahmen des Kolonnendienstes“ gearbeitet. An diese Prüfung, die der besonderen Eigenart des Korps entspricht, wird mit besonderer Freude heranEinsatzübungen im Kolonnendienst, das heißt schärfste Prüfung der Fahrer und Männer auf und Nieren, schärfste Anspannung jedes Einzelnen, auf 1. Rennen; Nizza, 8. März Fille Rovale— Zacharie. 2. Rennen: Reichswettkaf ...21. Tapri— Le Menser. 3. Rennen: Chuchoteur— Stall Lueinge. 4. Rennen: Tibi— Quick Aethel. Enghien, 6. März 1. Rennen: 1. Montaudin(Cames), 2. Gaffé 3. Vorallée. Toto: Sieg 18, Platz 12, 19. Ferner: Rapidoto, 2. Rennen: 1. Ferdinand(Reel), 2. Sot Gille, 3. La Louvière. Toto: Sieg 45, Platz 18, 15. Ferner: Guidon, 3. Rennen: 1. Kelaoun(Signoret), 2. Mahama, 3. Kitalt. Toto: Sieg 262, Platz 43. 13, 22. Ferner: Kousor, Intérim, Gold Rush, Baoule, Byzantine, Hasty, 5 Rennen: 1. Charley, B,(Maußery), 2. Art, Mistgigse, 3. Figeac. Toto: Sieg 45, Piay 29, 21. Ferner: Castel6. Rennen: 1. Grain de Cass(Haes) 2. Tanganika, 3 Atbsna. Toto: Sieg 34, Platz 12, 20, 19. Ferner: Eadapth, Fair Boy, William ihe Conquggex.„Sabi Clair II, Vertigineux, Clos de Hilde, Le Resuttat. Nizza, 6. März 1. Rennen: 1. Arellius(Allemand), 2. La Rencontre, „„Serifontaine. Toto: Sieg 16, Platz 11, 12. Ferner: 2. Pennen: 1. Caresse(Rosso), 2. La Chiffa II, 3. Le Deauville. Toto: Sieg 46, Platz 28, 23. Ferner: Zacharte, La Dauphine III„La Chouette, Ladv Traquet." gglgg, 3. Rennen: 1. Ptoly Buzz(Chöret), 2. Tibi, 3.# Aigle Royal. Toto: Sieg 22, Platz 21, 19, 22. Ferner: Fyrouvan, Orony, Larigol, Bonne Espérazergggganz#lda. 4. Rennen: 1. Philippg, of Hainaull(##gglan.), 2. Manteau Roval, 3. Montenotte. Toto: Sieg 27, Platz 21, 15. Punier: Bilantoh, Hdento. GE 90 Aufnahme: Innhoffen (Witten) seinem bestimmten Platz als Kolonnenführer, als rer bei den Lastkraftwagen der Kolonne, aber auch exakte Arbeit des Beifahrers und des Meldefahrers. Der Kolonnendienst ist der eigentliche Ausbildungszweck in den Einheiten des Korps, dem ganz besondere Bedeutung zukommt. Das Nat.=Soz. dient neben der Beweglichmachung der Gliederungen der Patiel in erster Einie der Besotlrligzp von Wenschen— verletzten wie unverletzten—, Tieren, Fahr zeugen, Verpflegung und anderem mehr. Bei plötzlichem Alarm, bei entretenden Katastrophen, Unglücksfällen, Waldbränden, Dammbrüchen usw., muß die Einsatzbereitschaft jeder Einheit gewährleistet sein. Die im Rahmen des Reichswettkampfes gestellten Aufgaben dienen in erster Linie der Prüfung von Führern und Männern über praktische Kolonnenausbildung und über die erforderlichen theoretischen KenntIn letzter Zeit wurde die Oeffentlichkeit über diesen Zweck der Tätigkeit unterrichtet. Bei dem entsetzlichen Explosionsunglück bei Reinsdorff zum traf die Wittenberger Motorstaffel III/M37 bereits 15 Minuten nach dem ersten Alarm in Stärke, von drei Motorstürmen mit ihren Fahrzeugen an der Unfallsteue ein und begann ohne Rücksicht auf die noch gefährliche Lage mit dem Bergen der Verletzten und ihrem Abtransport in die Krankenhäuser der umliegenden Städte. Hierbei gelangten 140 Personen und 70 Lastkraftwagen zum Einsatz. Auch bei dem großen Eisenbahnunglück am Heiligen Abend bei Groß=Heringen konnten Einheiten des Korps, die sofort#luc dem Alarm zur Stelle waren, erste Hilfe leisten. Ebenso sind die Leistungen des Korps auf dem Reichsparteitag der Freiheit bekannt geworden. Die gesamte Wagengestellung für den Reichsparteitag erfolgte im Rahmen der Organisationsleitung durch das Referat„Kraftfahrwesen des NSKK.“. Allein 120 000 Lastwagenkilometer mußten zurückgelegt werden, um das notwendige Material an Ort und Stelle zu schaffen. Diese wenigen Beispiele aus den letzten Monaten geben schon einen Ueberblick über die Wichtigkeit der Es werden heute, wie auch in der Kampfzeit, von den Einheiten des Korps gerade im Kolonnendienst größte Opfer und Einsatzbereitschaft bewiesen. Dieser Einsatz des RSKK hat nicht zuletzt zum Aufbau der Bewegung beigetragen. Mancher RSKK.=Mann kann aus der Kampfzeit von seinem aufreibenden Dienst, der nicht allein seine Person voll und ganz beanspruchte, sondern auch durch die Gestellung seines Fahrzeuges besondere materielle Opfer erforderte, berichten. Eingeworfene Windschutzscheiben, zerschnittene Reifen, Wasser im Tank, von der Polizei beschlagnahmte Fayrzeuge, waren damals an der Tagesordnung. Ueber den Erfolg der Prüfung und die Lösung der außerordentlich interessanten Aufgaben wird demnächst aus den Einheiten berichtet werden. Der Motorstandarte 69 wird voller Erfolg bei der Abhaltung der Prüfung gewünscht etrehnen und damit die Alsfsährung eizhggfschg, brauchbare Stempel stellung von geprägten„Falschstücken an Schwierigkeiten bereiter hatte. Militärische Gedenkfeier Die Truppenteile des Standorts Dortmund am gedenktag Zu der morgen im Volkspark westlich der Westfalenesbeonpeov, Aridstraße, Owal, Sspegergs, bsch, eoie Ssghehesesi. 6u. Ju. sowie in Lünen an dem Ehrenmal einen Kranz niederim zehn Uhr wird die militärische Gedenkfeier, zu d: Bevöllerung von Groß=Dortmund einPartel und der Verbände in dem Polspark westlich Ehrnnal Kalserhaln Ktatfinden Zuschagg, t, 846 hier Gelegenheit gegeben, den Vorbeimarseh zu sehen. Dr. Ley in Essen Beim Richtfest des Hauses der Arbeit. Essen, 6. März. Am Samstag, 7. März, 15.30 Uhr, findet das Richtfest des Hauses der Arbeit statt. Alle Männer, die an diesem Bau gearbeitet haben, werden in Gemeinschaft mit Dr. Ley den Augenblick erleben, wo die Richtkrone auf das Dachgewölbe aufgesetzt wird. Im Anschluß an diesen Festakt versammeln sich die Arbeitskameraden zu einem Gemeinschaftsessen im Städtischen Saalbau. Auch hier wird der Reichsorganisationsleiter mitten unter seinen Werkskameraden weilen. DAz.=Kundgebung in Soest am 29. März.— Gauleiter Wagner und Gauwalter Stein sprechen. 4 Soest, 6. März. Am Samstag, 29. März, findet unter Beteiligung der Kreise Hamm, Unna, Iserl Altena, Lüdenscheid. Arnsberg, Meschede, Brilon und Lippstadt eine Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Soest statt, auf der Gauleiter Pg. Josef Wagner und Gauwalter Pg. Stein sprechen werden. Die Kundgebung findet in der großen„Deutschlandhalle“ in Soest statt. An diesem Tage wird die Stadt Soest wieder einmal Tausende von Arbeitskameraden und Arbeitskameradinnen in ihren Mauern beherbergen. Gedenkfeier vor dem Ehrenmal in Steele=Horst. Am Sonntag(Heldengedenktag), 11 Uhr, findet am Ehrenmal für die Kämpfer der westdeutschen Freikorps, Reichswehr und Polizeiformationen in Steele=Horst in Anwesenheit des Generalleutnants a. D. Freiherrn von Watter eine kurze Gedenkfeier statt, bei der alle alten Ruhrkämpfer willkommen sind. Steuersteckbrief und Vermögensbeschlagnahme. Gegen die Witwe des Kaufmanns Julius Heineberg, Emma Heineberg geborene Bendix, zuletzt wohnhaft in Brakel, Thystraße 8, zur Zeit unbekannten Aufenthalts in Südamerika, ist vom Finanzamt Höxter wegen Reichsfluchtsteuer in Höhe von 5812 RM. ein Steuersteckbrief erlassen worden. Es ergeht hiermit die Aufforderung, diese Steuerpflichtige, falls sie im Inland betroffen wird, vorläufig festzunehmen und unverzüglich dem Amtsrichter des Bezirks, in dem die Festnahme erfolgt, vorzuführen. Vom Baum erschlagen. In Gladbeck wurde beim Fällen von Bäumen am Stadion der 49jährige Breitzke von einem fallenden Stamm getroffen. Mit schweren Verletzungen wurde der Verunglückte dem Krankenhaus zugeführt, wo er bald nach seiner Aufnahme verschied. Breitzke hinterläßt Frau und vier Kinder. *" Fur1otemry * Zenko besorgt das Einweichen der Wäsche, das Weichmachen des harten Wassers, die Putz= und Scheuerarbeit in Auche und Haus. Drum nütze Zenko gründlich aus! N 106 1133 G sepebieer Huandrnorrunn Vorodt: gibt den Haaren die ehemalige Farbe wieder. Wrehlferden ausgescalessen EITROPAL stöchtsoch dentteerwreha, begettgt kaniech a. 4 Pe eraustall. Kopischuppen N..80 M.— und haarausfall. la Pechgeschälten. Prospekt kostenlos: Stadt-Drogerie, Bongardstr. 19 Seite 10 Nr. 57 Bochumer Anzeiger" Samstag Sonntag,./8. März 1936 Tichirurg.„Halkirlun!. Martel Deng une. FAt.k. d Karennna Sybille Schmitz ur Die ernsten künstlerischen Grundsätze, die in der Filmschöpfung„Fährmann Maria“, einem Werk des Regisseurs Frank Wysbar, verwirklicht wurden, verdienen die Aufmerksamkeit kunstliebender Kreise in höherem Maße als irgendein beliebiger Unterhaltungsfilm. Neue Wege sind beschritten worden, einen Legendenstoff unter Zuhilfenahme realistisch angewandter Mittel der landschaftlichen Bildgestaltung, gestraffter Menschendarstellung und einer auf seelische Vorgänge abgestimmten Musik, in eine Fülle allegorischer Beziehungen hineinzustellen. Wysbar nennt den Film eine Sinfonie, und tatsächlich ist ein ungemein inniger Zusammenklang aller dem Film mittelbar oder unmittelbar dienenden Kunstelemente erreicht worden. In der traumhaft gegenständlichen Landschaft der Lüneburgischen Heide spielt die in knappen Linien angedeutete Handlung, die nicht mehr ist als ein Motiv: Ueberwindung des Todes durch die Kraft der Liebe. Sybille Schmitz zeigt als Mädchen Maria ein Antlitz von gesammelter, unendlich beschwörender Kraft, von einer dunklen verwunschenen Melancholie, in deren Tiefe sich Leben und Schicksal im Schein der Gnade begegnen. Kühn und neuartig, mit alten Ueberlieferungen brechend. die männlich verführerische Gestalt des Todes in der Darstellung von Peter Voß, außerdem regielich glänzend eingesetzte. Schauspieler, wie Aribert Mog und Carl de Vogt. Auf dieser Linie filmischen Kunstschaffens weiterzuarbeiten ist ein Ziel, großen Einsatzes und herzlicher Bejahung würdig. Der Film sei hiermit allen denen angelegentlichst empfohlen, die überhaupt einer inneren Beziehung zum Kunstwerk fähig sind. An alle wendet sich aber auch diesmal das ausgezeichnete Beiprogramm der Lichtburg, deren Leitung es mit dem Goethewort hält:„Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“ Stf. Capitol:„Kreuzweg einer Liebe“ Man muß schon die ganze Skala der menschlichen Gefühle kennen, um begreifen und verstehen zu können, was dieser Film im letzten will. Das Leben, eingefangen in dem funkelnden Kaleidoskop der Liebe, wird zum schillernden Gewande, mit dem ein junges, unerfahrenes Menschenkind sich schmückt, um der Eintönigkeit ihres menschlich=einsamen, arbeitsamen Alltagslebens zu entrinnen. Alle Höhen und Tiefen des irdischen Daseins lernt es kennen. Ihm bleibt nichts erspart, die Not nicht wie die Verlassenheit. Doch am Ende des Kreuzweges steht das Kind: Symbol des Glückes, das ein allgütiges und allweises Schicksal dem zur Frau erwachten Mädchen nicht vorenthalten will, weil es grenzenlos geliebt hat. An Hand eines allgemein=gültigen Schicksals will der Film, der polnischer Herkunft ist, eine Kritik an der Gesellschaft sein. Die Regie zeigt eine Vorliebe für düstere, lastende Stimmungen, die an die Schwermut slawischer Volksballaden erinnern. Selbst die Liebesszenen erhellt kein lichter Ton. Aus unmittelbarer Lebenswirklichkeit heraus ist das Gretchenschicksal gestaltet, mit sicherem Blick für das Typische im Milieu. Eine ergreifende Verkörperung des fraulichen Leides ist Inge Andrzejewska. Von den übrigen Darstellern interessiert am meisten Irene Eichler. Welt=Licht:„Schwarze Rosen“. Der finnische Freiheitskampf um die Jahrhundertwende ist der historische Hintergrund des filmischen Geschehens. Die Parallelen zur Gegenwart drängen sich von selbst auf beim Anblick der großartigen und hinreißenden Szenen vom heroischen Lebenskampf eines Volkes, der mit allen erdenklichen Mitteln filmischer Kunst gestaltet ist. Eine glänzende Regieleistung wird noch übertrumpft durch eine meisterhafte Kameraleistung. In der Rolle der Tänzerin erscheint zum ersten Male Lilian Harvey, bezaubernder denn je in der Grazie und Beschwingtheit ihrer Tanzkunst, aber auch darstellerisch ernster und gereifter, eine Erscheinung, die auch bei Willy Fritsch festzustellen ist. Willy Birgel als Gouverneur hat sich selbst übertroffen. Die Musik als Umrahmung und Verbrämung der Handlung verdient uneingeschränktes Lob.— Kulturfilm und Wochenschau runden das Programm gefällig ab. Apollo:„Der höhere Besehl“. Ein Film vom deutschen Hoffen und Lieben, erschütternd von der ersten Szene bis zur letzten, ein Kampf um die höchsten Güter, die ein Volk sein eigen nennt, um Vaterland. Treue und Ehre. Ereignisreich die Handlung, ein Musterbeispiel dafür, wie mit den einfachsten filmischen Mitteln die größten Wirkungen erzielt werden können. Karl Ludwia Diehl ist und bleibt der Schauspieler dieses Films. Der deutsche Geist eines Aufrechten, der hier verherrlicht werden soll, findet in ihm seinen idealsten Ausdruck. Lil Dagover und Heli Finkenzeller sind Frauen von Blut und Leben, die aus ihren Rollen etwas zu machen verstehen.— Das ausgezeichnete Beiprogramm verdient besondere Beachtung durch den vaterländischen Kulturfilm„Unsere Wehrmacht.“— Am Samstag, Sonntag und Montag finden nachmittags um 2 Uhr Sondervorstellnugen für Kinder statt, in denen der bekannte Märchenflm„Der gestiefelte Kater“ gezeigt wird. Lichtspielhaus:„Vergiß mein nicht“ Benjamino Gigli, der gottbegnadete Sänger, und Magda Schneider, eine Künstlerin von hohen Graden, sind die Gipfelpunkte dieses Films, der durch seine Lebensnähe und Wahrheitstreue weit über dem Niveau der sonst üblichen Sängerfilme steht. Der Rhythmus vereinigt die sprachlichen, bildlichen und musikalischen Bestandteile der Handlung zu einem großen Ganzen, phot.: Terra ind Peter in dem das an sich schon tief ergreifende Spiel von den Irrungen und Wandlungen einer großen Liebe in gewissem Sinne noch dramatischer gestaltet wird durch die Lieblichkeit eines Kindes(Peter Bosse). Kostproben aus den berühmtesten Tenorpartien der bekanntesten Opern sind geschickt eingeflochten. Das Wunderbare der Stimme Benjamino Giglis bleibt das große Erlebnis. — Das Beiprogramm ist, wie immer, ausgesucht und sehenswert. Gloria:„Die blonde Carmen“ Der letzte, höchst erfolgreiche Film Martha Eggerths vor ihrer schon wieder beendeten Reise nach Hollywood. Eine lebensprühende, übermütige Filmoperette, die durch das belustigende Spiel von Ida Wüst und Leo Slezak ihre köstlich erheiternde Note und durch die bezaubernde Darstellung und herrliche Stimme der Eggerth ihren ganz besonderen Reiz und ihren künstlerischen Wert erhält. Ein frohes und fröhlich machendes Spiel, dem der Zuschauer eine genußreiche und freudige Stunde verdankt.— Das Beiprogramm mit Kulturfilm und Wochenschau wird durch das Lustspiel„Der verliebte Gondoliere" erweitert.— Am Heldengedenktag läuft der ernste, gewaltig eindrucksvolle Film Luis Trenkers „Der verlorene Sohn“ mit Maria Andergast in der weiblichen Hauptrolle. Man hat dieses letzte Werk der Garbo nicht nur als den besten amerikanischen Film des Jahres bewertet, sondern in ihm auch die reifste und stärkste schauspielerische Leistung der in der ganzen Welt bekannten Künstlerin gesehen. Das deutsche Filmurteil stimmt dieser amerikanischen Meinung im letzten Punkt unbedingt zu. Greta Garbo war nie so gesammelt und eindringlich im Spiel, nie so lebensnah und überzeugend wie hier. Darum findet auch dieser Garbo=Film überall stärksten Anklang und ein zahlreiches, interessiertes Publikum. Odeon und Skala:„Verlieb Dich nicht am Bodensee“ Helge Roswaenge, der bekannte Tenor der Staatsoper Berlin spielt in diesem Film zum ersten Male eine Tonfilmrolle. Er bezaubert mit seiner glanzvollen Stimme die Zuschauer. Man hat für ihn eine lustige Rolle gewählt und durch sein launiges Spiel mit dem beliebten Hermann Speelmanns als Partner entstand ein Volksstück im wahrsten Sinne des Wortes.— Ein abwechslungsreiches Beiprogramm mit der neuen Tonphot.: Metro Greta Garbo und Frederte March woche leitet den Hauptfilm ein.— Am Sonntag zeigen beide Theater den großen Arnold=Fanck=Filme:„SOS. Eisberg“ mit Leni Riefenstahl und Ernst Udet.— Samstag und Sonntag wird in Sonder=Jugendvorstellungen der neueste Märchentonfilm„Der gestiefelte Kater“ gezeigt. Hammer Lichtspiele:„Liebesleute" Deutsche Farmer flüchten aus Kanada zurück in die Heimat. Die jahrelange Dürre hat sie vertrieben. Unter ihnen Dorothea Reiner(Renate Müller). Sie halten auf einer kleinen Station im Niederdeutschen. Der Gutsbesitzerssohn Hermann von Goren(Gustav Fröhlich) bringt ihnen Brot zur Stärkung. Dorothea geht mit aufs Gut. Ihre Liebe bringt den Konflikt zwischen alt und jung. Hermann verläßt mit Dorothea das Haus. Sie gehen durch das Inferno der Großstadt und— am Ende wird alles gut. Ein reichhaltiges Vorprogramm eröffnet dieses wahrlich gute Programm. „Schwarzbrot und Ripfel“ Erstaufführung im Bochmmer Stadttheater chwarzbrot und Kipfel“ das ist eine kurze und bündige Formel, nicht gerade für eine österreichisch=preußische Verständigung auf politischer, wohl aber auf einer gastronomisch=menschlichen Grundlage, die der butterweichen Bindung nicht entbehrt. Der als Romanschriftsteller und Bühnenautor bekannte Werner von der Schulenburg spricht gewissermaßen durch die Blume des Gleichnisses, wenn er das gute pommersche Schwarzbrot mit dem schmackhaften österreichischen Kipfel, den wir„Brötchen" zu benamsen pflegen, vereinigt und damit eine Kombination empfiehlt, die den Gaumenkünsten der bewährten Henriette Davidis noch um ein bedeutendes überlegen ist. Die pommersche Gutsbesitzersfamilie, die, in ihren preußischen Unnahbarkeitspanzer gehüllt, in die Berchtesgadener Sommerfrische einbricht und hier auf einen außersten Gegensatz in Gestalt entzückend formloser und lebendiger Oesterreicher trifft, muß sich eine im Spiel wunderbar und elegant entwickelte Belehrung gefallen lassen. Sie ist etwa damit zu umschreiben, daß zwar nicht alles Gold ist, was glänzt, daß aber auch nicht alles dem an sich hochachtbaren Stande der Holzhändler angehört, was mit dem in Pommern beheimateten Gesellschaftskodex wenig zu tun hat. Den Pommern widerfährt das Mißgeschick, den Fürsten Ausberg nebst Schwester und den Grafen Honsky=Miklas für hergelaufene Bürgerliche mit schlechten Umgangsformen und anfechtbaren moralischen Grundsätzen zu halten. Diese Fehldiagnose ergibt, ohne daß es zu einer festgebauten Handlung käme die vergnüglichsten Situationen, in denen sich die leichte, geistvolle, im ganzen natürlich unverbindlich lustspielmäßige, Konversation mit der schönsten Selbstverständlichkeit behauptet. Endlich also ein Stücklein, daß auch ohne grobdrähtiges Geschehen auskommt, ein Spiel, das mit dem Weberschiffchen eines geschwinden blitzenden Dialogs die Atmosphäre herstellt, in der preußische Krautjunker mit österreichischen Fürsten gemeinsam atmen können. Und nicht nur gemeinsam atmen, sondern auch lieben können, denn wie das Schwarzbrot zum Kipfel, so muß auch das pommersche Jungfräulein Charlotte Valeska von DrotzkowKlein=Dubberow zum Fürsten Ferdinand Ausberg kommen, um die rechte Mischung zu erzeugen. Fur ein Lustspiel reicht diese Verbindung aus, dem Autor ernsthaftere und den Spielbereich ausweitende Absichten zu unterstellen, könnte zu Geschmacklosigkeiten führen. Viktor Ahlers stellte die Inszenierung rechtens auf den Kern des Dreiakters, auf die Konversation, ab ohne dabei die mannigfachen Möglichkeiten situationskomischer Auflockerung außer acht zu lassen. Ausgezeichnete Sprecher die für den Salon und den besonderen Stil gesellschaftlicher Auslassungen wie geboren scheinen, standen ihm dabei zur Verfügung. Mit der etwas müden und fatalistischen Haltung des alten österreichischen Adels stattete Demetrius Galbierz seinen Fürsten aus, sehr apart und nervig Ilse Dauns Fürstin Pauline, ein sehr beweglicher fescher und mit allen Oelen Ungarns gesalbter Graf Miklas war Willy Szenenbild aus„Schwarzbrot und Kipfel“. „BA“-Muthherr Von links nach rechts: Ilse Daun als Fürstin Ausberg, Willy Mayenknecht als Graf Miklas, Demetrius Galbierz als Fürst Ausberg, Heidi Kuhlmann als Charlotte Valeska, Heinz Holthuysen als Wirt Loshuber, Willi Schröder und Johanna Koch=Bauer als das Ehepaar von Drotzkow=Klein=Dubberow. Mayenknecht in überaus gewandter Diktion. Auf preußischer Seite fochten mit Auszeichnung: Willi Schröder mit seinem aufs feinste charakterisierten pommerschen Gutsbesitzer Eberhard von Drotzkow=KleinDubberow, Loden und preußischer Gehrock, ein Kerl, der sich auf Haltung und Schweinezucht versteht. Luise, seine Frau, aus einer Pastorenfamilie gebürtig, in der überwältigend komischen, dabei sorgsam gesteuerten Darstellung von Johanna Koch=Bauer eine erstklassige Leistung von unfehlbarer Geschlossenheit. Ihr hat der Dichter die köstliche Sentenz in den Mund gelegt„Was in Oesterreich die Toleranz ist, ist in Preußen die Diskretion". Frisch, gut aussehend, ohne Vorurteil mit beiden Beinen auf der Erde stehend, ob sie nun KleinDubberow oder Wien heißt, Heidi Kuhlmanns Charlotte Valeska. In Nebenrollen, sicher in die Spiel= und Konversationslinie einbezogen, Ernst Schröder(Ludwig von Dahlen), Gudrun Christmann(Komtesse Wenerhof), Heinz Holthuysen als polteriger und das Berchtesgadener Wirtsgewerbe geradezu diskreditierender Gastrat Loshuber, endlich Heinz Willecke, Wilhelm Grimm und Josef Dornseif. Die hübschen ansprechenden Bühnenbilder in dreierlei Milieu entwarf Dr. Harry Mänz, in der technischen Einrichtung von Georg Pescheck aufs beste unterstützt. Der Beifall des Hauses war stark, und auch wir können nur sagen: wiederum ein Wertzuwachs unseres Spielplans im Bezirk der heiteren Kunst. Dr. Emil Strodthoff Der Kirchhof als Schon vor längeren Jahren hat das Evangelische Landeskirchenamt die Kirchengemeinden darauf aufmerksam gemacht, wie durch planmäßige Anpflanzung geeigneter Hecken und Bäume auf Kirchhöfen nicht nur der landschaftliche Eindruck gehoben, sondern auch unserer Vogelwelt günstige Nistgelegenheiten gegeben werden könnten. Ein Flugblatt der staatlich anerkannten Versuchs= und Musterstation für Vogelschutz, welche bekanntlich von dem Freiherrn v. Berlepsch begrundet worden ist, gab Veranlassung, erneut die Kirchengemeinden auf ihre Mitwirkung an einem stärkeren Naturschutz hinzuweisen und eine Umfrage zu halten, was im einzelnen in der Landeskirche auf diesem Gebiete geschehen sei. Dabei hat sich gezeigt, daß die Vorschläge, unserer heimischen Vogelwelt auf den Kirchhöfen eine Schutzstätte zu bieten, von fast allen Kirchenvorständen mit Verständnis ausgenommen worden sind. Der Hinweis hat Veranlassung gegeben, daß besonders der Baum= und Buschbestand geschont worden ist, ferner aber auch, daß weitgehend neue Anpflanzungen von Hecken und Bäumen erfolgt sind, um Meisen, Stieglitzen, Finken, Rotkehlchen und den Nachtigallen einen Unterschlupf zu gewähren. So sind z. B. in einer Gemeinde nicht weniger als 300 Rottannen angepflanzt. Die Hecken werden, um das Absterben der Blätter und das Nadeln des unteren Teiles der Hecke zu verhindern, vorschriftsmäßig oben schmal und unten breit geschnitten, und zwar erst nach der Brutzeit. Vielfach sind Nistkästen angeschafft, vor allen Dingen die von der Kniggeschen Forstverwaltung im Steinkrug am Deister empfohlenen. Auch Trink= und Badestätten sind aufgestellt. Nur noch wenige Gemeinden stehen abseits, aber auch sie werden gewiß zu gegebener Zeit den richtigen Weg finden, um unserer Vogelwelt zu helfen. Mit wenig Mitteln läßt sich auf den Kirchhöfen leicht Buschund Baumwerk anpflanzen. Dadurch werden die nüchternen Kirchhöfe in Schmuckstätten verwandelt und unsere Landschaft gewinnt auf diese Weise ein stimmungsvolles, andächtiges Bild. Dankbar anzuerkennen ist auch der Vogelschutz, den die Stadt Bochum auf ihren kommunalen Friedhöfen und in ihren Parkanlagen ausübt. Nr. 37 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 Mn: Frage nach der Seelenwanderung im Ameisenleben, forsche nach der Anwendung des Konjunktivs in der Trommelsprache der Mtussi, aber frage nicht nach den Gründen, welche die Menschen zum 1. April und zum 1. Oktober zu Nomaden machen! Das Umzugsfieber ist dieselbe unruhe des Blutes, die zu Zeiten, als es noch keine Möbelwagen gab, zur Völkerwanderung ausgeartet ist. Es hat keine Gründe, sondern außere und oft nur vorgetäuschte— Anlässe, aber es ist ungeheuer ungefährlich, weil man zu seiner Beseitigung ein in schon dort ein Theater gründen, oder man müßte dieser Stelle mit Fünfmarkstücgz, urt sich werfen beiden Fällen hätte man die Gewißheit, daß sich ““ dieser Stelle etwas ereignen wurde, veive Sie ziehen um? dde haben wir nichts mehr von der Stadt gebört und Und alles so unbequem, keine Straßenbahn, keine Zerstreuung, es ist wie auf einer unbewohnten Insel. Und dann die Plackerei mit den Hühnern...! Wir werden glücklich sein, wenn wir erst in der Stadt wohnen: Wir ziehen um. Denken wir darüber nach, warum die Zugvögel auf ihrer Reise in wärmere Länder kein Bockbier trinken, aber versuchen wir nicht lendenlahme zu geben für so geheimnisvolle Vorgänge, wie beispielsHenken wir nicht über die Ursachen nach, sondern um! Das Packen beginnt, der MarmorLante vom Bücherschrank lzaz schon in der guige gbet mit jenem Ruf, durch den die Berliner Fußballfreunde die Meisterschaft für ihren Verein erzwingen: Hinein...! □ 2 5 1544gr sollkommen unfehlbares Serum zur Hand hat: die neue Wohnung. Wie es mit der zeitlichen###samkeit dieses Mittels bestellt ist, mag eine andere Frage sein. Es ist damit wie mit jenen Gebräus, die manche Teute den Mut haben, Tee zu nennen, und mit benen sie sta, ihren Schnupfen erstaunlich sicher vertreiben. Aber im gleichen Augenblick, da die Nase wieder zur ihrer normalen Aufgaben dienlich ist, sehnen sie fast wieder einen neuen Schnupfen herbei, nur um zu beweisen, daß die Wirkung ihres Tees keine zufällige war, sondern eine stetige und unerschöpfliche. So ist es also auch mit dem Umzug, dem Schauplatzwechsel unseres, täglichen Tuns und Handelns. Der Schauplatz, auf dem sich eine Geschichte ereigner, hat immer etwas Geheimnisvolles. Geheimnisvoll des halb, weil es ihm nicht anzusehen war, daß auf ihm, gerade auf diesem Fleck, eine v au„#. spielen würde. Deswegen kann man sich auch nicht irgendwo aufstellen, um zu sehen, wie plöszlich aus eigen Nichts ein Schauplatz wird, denn in diesem Faue mugte dann even an bugtr Sttur ezrur trgm, würde, beide Möglichkeiten scheitern aber sehr oft an wirtschaftlichem Detugen i as mest der, Zesch aus hel=hase Wier schiogen vht um, Horide, du Möbelwagn, hallo, ihr blaubewämsten starken Männer! Aber warum ziehen wir den eigentlich um? naun den eiek der Pane vun Feisler He säag, vi. klein unsere Wohnung war, Aubespeme, grauchen wir die Kinder größer, ein Schlafzimmer Rrauche auch. Warum also ziehen wir um? Wir sind es jetzt leid, immer in Parterrewohnungen zu hausen. Jeder Vorüberkommende kann einem i simmer das Radte hausen eint wie beim Platzkonzert wohnung, Sie können sich darauf Und warum ziehen Sie um, Frau Dings? Ich will jetzt endlich mal zu ebener Erde und einnal wird es dech schleslich guHader, Sanfe. mütigste leid, in einem Starenkasten#„Aufen. Wir ziehen um. Schlezsch wieds, sa auch Lag sie pel Zeize site der Stadt heraus zu commen. Täghu. Tag, Nachtf Nacht den Straßenlärm in den de, gat Her Perven auch schließlich einen nervös, der., der Nerve Kaße und Abdgeschedenfeit des Mohgenz, der Stadt. Wir werden kaum not, uusgehen, eirz, pagr Hühner werden wir haben, ein kleines Schi vielleicht... Die Fachgruppe Möbel in der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Ortsgruppe Bochum, hielt in der SchlegelGaststätte ihre erste Versammlung in diesem Jahre ab. Wie immer war auch diese Versammlung rege besucht. Der große Saal war überfüllt. Pe, Kurt Schmiedeknecht eröffnete die Sitzung. er vegrüßte unter den Erschienenen besonders den Geschäftsführer der Bezirksfachgruppe Möbel in Westfalen, Pg. Dr. Barth (Hagen). Pg. Dr. Barth sprach nach einleitenden Worten über wichtige Fragen des Möbelhandels. Er gab einen Ueberblick über die bisher geleisteten Arbeiten und auch die zukünftig noch zu erledigenden wichtigen Auf: gaben des Möbelhandels, und betonte, daß„. Zusammenarbeit aller Beteiligten den organischen Aufpen gerwährleisten voppurch reag, Wistgarpest zür den Pno. nicht bestehe, jeder Möbelhändler mitarbeiten müsse, damit die Fachgruppe das Ziel, das sie sich gesteckt habe, Dam sprach der Diplonkaufmnann (Bochum) über das Thema:„Was ist bei Abgabe der diesjährigen Steuererklärungen besonders zu heachtenk Er gab einen Ueberblick über die neuen Richt#en des Reichsfinanzministers. Eingehend berichtete er über die Bewertung des Warenlagers. In der anschließenden Aussprache konnten noch viele Zweifelsfragen geklärt Pg. Kurt Schmiedeknecht sprach über die kulturellen Aufgaben des Möbelhandels. Er behandelte dieses F Hinweis auf das Siedlungsprogramm des Führers und das Gesetz über Ehestandsdarlehen. Zum Schluß wurden noch wichtige interne fragen erörtert. Pg. Kurt Schmiedeknecht bat alle Mitglieder, auch in Zukunft recht taträchzis, egernezgrfhg am Aufbau des Standes und der Vorcsgem„ Er schloß die Sitzung mit einem Sieg=Heil auf den Führer. Durch Einsatzbereitschaft zum Erfolg Ende dieses Monats wird das Winterhilfswerk 1935/36 abgeschlossen. Durch die Opferbereitschaft aller Bevölkerungskreise ist es möglich gewesen, unseren Hilfsbedürftigen den Lebenskampf fühlbar zu erleichtern, Um auch die letzten Hilfsmaßnahmen erfolgreich barchfuhren zu können, wird am kommenden Sonntag erneut an die Hilfsbereitschaft aller Volksgenossen appelliert. Auch der letzte Eintopfsonntag muß ein Beweis vorbildlichen Opfergeistes werden, ja, er muß alle bisherigen Ergebnisse übertreffen. Auch bei dem Hilfswe.. der früheren Jahre hatte der letzte Eintopfsonntag das beste Ergebnis. Gibt doch ein erfolgreicher Abschluß des Winterhilfswerks aller Welt ein Beispiel unverbrüchlicher Volksgemeinschaft und lebendigen nationalsozialistischen Tatwillens. Mit Stolz muß am Abschluß jeder Deutsche bekennen können, daß das Gelingen der Hilfsaktion des vergangenen Winters auch sein Werk daher nicht beschämt abseits stehen will, wird auch am kommenden Sonntag, der als Gedenktag der Gefallenen ein Ehrentag der Nation ist, gern und nach Kräften seine alis Gußeres Zeichen der Volksverbundenheit wird, wie an den früheren Eintopfsonntagen, wieder eine Ansteckblume, ein Veilchen, zum Preise von 10 Pfennig gefördert, sondern auch den Heimarbeitern in deutschen Notstandsgebieten Hilfe gebracht. Gewiß, es kommt ganz auf den Geschmack an, aber— die Tapete, die Sie für Ihr Zimmer wählen, muiß auch zu der Einrichtung passen. Es„st, u# Reichhaltigkeit unseres Lagers doch nicht das Richtige zu finden. Sehen Sie sich nur unsere neuen Musterkarten an oder lassen Sie sich unsern Räumen venz—geigen, Sie, werden von der entsprechende Tapeten.#en. Sie Weluch ven Qualität und Preiswurdigkeit uberrascht sein. Sehredera Baun Fernruf 61351—52/ Kortumstr. 50, gegenüb. d. Reichsbank Größtes Tapetengeschäft Deutschlands Der Mobelumzagt. von und nach Bochum beauftragt den möbelspediteur! Möbelspediteure in Bochum sind: ZamSmzisrten hört mehr-l. nur der## Joseph Adams, Bochum, Adolfstr. 25, Ruf 61046 r Str. 44, Ruf 685 Aud err! Ruf 815 84 Waschmasallken Wringer, Wassermotore etc. empfiehlt zu billigen Preisen und kulanten Zahlungsbedingungen Michael Paefgen Am Kalser- Friedtich- Platz E Bochum, Kortumstraße 101 Tel. 64662— Im Hause Restaur. Ritter h die Qualitätswaren in Ruhebetten, Couches, Sesseln, Matratzen, Metallbetten jeder Art, sowie Polstermatertal, Bindläden, Drell, Stollbezug, Alpengras, Roßhaar usw. nur von Polsterei A. Thiel Bochum, Humboldtstraße 52 Rochum, Rlemker Str. 73. Heinrich Reichenbach, Bochum, Wittener Str. 48, Rut 89133/34 Spedition Scharpey, natloger Nir 733. Franz Timmer, vorm. X. Timmer Wwe. Bochum, Spichernstrase 381, Rut 8947! Wilhelm Togpgug, ilt. au ziss .-Langendreer, Hauptse. 185, Ruf 7116 genelt monl ars Nur dermöbelwagen Da merkt man erst, daß da noch ein nettes Kleinmöbelstück hingehört, und dort fehlt eine passende Dielengarnitur. Ja, mit dem Herd und dem Cie. ist es auch so eine„Geschichte“.— Besuchen Sie uns bitte. Sie finden in unseren Spezial-Abteilungen eine reichhaltige Auswahl an netten Kleinmöbeln und natürlich auch geschmackvolle billige Zimmer-Einrichtungen, Herrenzimmer, Speisezimmer etc. sowie auch den„richtigen“ Ofen und Herd. H. HeilandAstroh Inh. Wilh. Astroh Das Haus der guten Ausstattungen Bochum, Kortumstraße 120 PIANO- FLUGELMOBEL-TRANSPORTE Ollo Petereit Nacht. Paul Storch Friedrichsburg 21 Werkstat für sollde F. Kappius Poistermöbel Olbergstraße 9 Fachmägnische Beratung Versäumen Sie nicht... sich vor der Wahl von Tapeten— meine neuen Musterkarte vorlegen zu lassen. Sie finden derin eing„Zpzagmenstellung Seschmäck srichtung gerecht wird. Carl Bohlmann Bochum, Kortumstraße 107 von Bochum spricht: Farbenmöllere Farbe und lack zum Sireichen Farbenmüller Bochum Humboldtstraße 48, Dorstener Straße 16, Tel. 6761 Vor Kauf b. mir Preise ansehen Sie sparen Geld Garl Jansen Parben Brückstr. 48 Ruf 64302 Lich e 7 tch Die neuesten Modelle zu billigsten Preisen Am Rathaus Das Spezial-Fachte schäft für Kinger, wagen u. Korbmövel Für die neue Wohnung Sicherheltsschigs aus dem Spezial-Geschäft A. RUMBERG Jetzt wird’s gemütlich bei uns zu Hause! Jetzt werden wir mal unser Heim recht froh u. heiter gestalten WunderschöneTapeten sind ja so billig bei austaviiegse. Bochum, Kortumstr. 122 Amzüge billigst durch F. Spöler Wittener Str. 50, Rut 66070.— Tapoten so wie Sie sie wünschen geschmackvoll preiswert finden Sie vug limmer bei sebn enen„ Rube UUhe er in Ha. Für — Betten Metallbetten Kleiderschränke Bettiedern Inleits Steppdecken Kinderwagen gut und billig. in großer Auswahl! Heinrich Heiland Inh.: W. Astroh Bochum, Hertumstraße 120 Wir waschen ihre wäsche dae Pfund für 15 Plennig. Wäscherei Merten, Fillale Bochum Horet-Wossel-Straße 22 uund vorgessen Sie nicht, uns rechtzeitig Ihre neue Adresse anzugeben. Bochumer Anzeiger Opelon, Io. m kaufen Sie preiswe.A „Botala“ Rottstraße 9— Ruf Ka 1 Seite 12 Nr. 57„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 „Dei Erziant mardeiGemenschaft Gefolgschaftsversammlung auf Constantin 8/9 Betriebes seit dem Krisenjahr 1932 melden. So sei z. B. die Förderung um 40 Prozent gestiegen. Die Belegschaft habe man um 46 Prozent vermehren können. Mancher Volksgenosse sei dadurch wieder in Arbeit und Brot gekommen. Auch das Einkommen eines Hauers befinde sich in aufsteigender Linie. So betrug dasselbe im Jahre 1932 monatlich 177 RM., 1933 176 RM., 1935 202 RM. Die Verbesserung des Einkommens sei eine Folge des fast gänzlichen Wegfallens von Feierschichten. Erfreulicherweise seien auch die Unfälle um 37 Prozent zuFür die Gefolgschaft der Schachtanlage 8/9 fand am Mittwoch nachmittag 5 Uhr eine Belegschaftsversammtung in der Waschtanr statt. Das Pedium erstrahlte im Lichte brennender Grubenlampen. Mit einem Sprechlung in der Waschkaue statt. Das Podium erst Lichste Vrennender Grübentampen. Mit einem chor der Werkschar wurde die stark besuchte Versammlung eingeleitet. Der stellvertretende Führer des Betriebes, Pg. Bergassessor Müller=Klönne, gab in leicht verständlicher Weise der Belegschaft einen Einblick in den derzeitigen Stand des Betriebes. An Hand von Zahlen konnte er eine stete Vorwärtsentwicklung des rückgegangen. Dieses sei eine Folge der Einführung des Unfalldezernats. Die Kameraden wurden gebeten, willig den Anordnungen der Unfallsteiger Folge zu leisten, um sich somit selbst vor Schäden zu schützen. Pg. Bergassessor Müller=Klönne bat zum Schluß die Gefolgschaftsmitglieder, weiterhin durch Pflichttreue und Fleiß an dem weiteren Aufbau der Gewerkschaft mitzuhelfen, um sich somit auch letzten Endes den Arbeitsplatz zu Anschließend sprach Kreiswalter Pg. Meiner Auch er griff zurück auf die Zeit vor der Machtübernahme Adolf Hitlers und stellte demgegenüber, die Betriebsgemeinschaft im nationalsozialistischen Geiste. Vom Führer des Betriebes bis zum letzten Arbeiter umschließe alle das Band der Gemeinschaft. Würde heute ein Arbeitskamerad von Schicksalsschlägen getroffen, so stände er nicht mehr allein, sondern helfend springman ihm bei. Heute herrsche in den Betrieben der#. zialismus der Gemeinschaft, für alle und nicht für ein, zelne Gruppen, wie es die Prediger des Sozialismus vor der Machtübernahme verstanden hätten. Gewiß bleihnoch manches zu wünschen und gerade der Bergmann bedürfe am ehesten der Aufbesserung. Und es sei gewiß. betonte der Redner unter starkem Beifall, dem Berg, mann werde geholfen, das müsse Aufgabe des gesamten deutschen Volkes werden. Besonders auf knappschaftlichem Gebiet würden Verbesserungen eintreten und unsoziale Härten beseitigt. Diese Worte fanden ein starkez Echo. Ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer sowie das Horst=Wessel=Lied gaben der Gefolgschaftsversamm. lung den Abschluß. Unterricht C Kaufmannische Schaten der Industrie- und handelskammer Bochum, Bismarckstraße 13„ Witten, Nordstraße 19 Fernruf 66484 Fernrit 2190 I. Höhere Handeisschule )mit einlehrigem Iehrgeng nur für Inhaber des Reitezeuznisses, beronders für Landjahr- und Arbeitsdienstentlassene bi mit zweijenrigem Lehrgeng für Inhaber der Obersekunda- oder der mittleren Reite II. Handelsschule a) mit zweiléhrigem Lehrgeng. Abschlußzeugnis der mittleren Reite für Zeitlinge der Votsschule oder der O I b) einjährie Einzelhandelstechschule für Reitlinge der Volksschule oder der O Il III. Lehrlingsabtellung IV. Drogistenfachschule(mit neuzeitlichen übungsäumen für Chemie und Lichtbildnerei) V. Freiwillige Abendlehrgänge In rung, Rechnen, Betriebswirtschaftsiehre, Fremdsprachen, Kurzschrift, Maschinenschreiben Anmeldeschluß für die Handels- und Einzelhandelstachschule 10. März, für die Höh. Handelsschule 2. Aprll. Plène durch die Direktion. Geschäftszeit 10—13, 16—18 Uhr (außer Sonnabend) Wen.— so ist es doch mit dem Zuviel en Gewicht, des alle Kerpulenlen aud Schritt und Tritt mitschleppen müssen. Abwerten kann men diesen unnöligen Ballest leider nicht, aber sich allmählich devon beireien, des gehl, Goll sei Dank, durch den altbekennten Dr. Richters Frühstückskräuiertee: er bekämpll des überllüssige Fell, sorgt für einen gesunden Korper, sielen Stoltwechsel, trische Blutzirkulelion.— Packung RM.80 und.25.— Auch els Orz-Tebletten erhälllich Dr. ärnst Richlers Frühstückskräuferte. KII I Bei Rheuma, Nervan- u. Erkältungsschmerzen braucht man das biologische Kräuterdestillat MANAXOL Es schafft schnelle Hilfe Flasche.75,.20,.10 RM. Erich Platttaut, Retorm- u. Kräuterhaus Bochum, Viktoriastraße 3. Ruf 66382 Wafmkars der vorzügliche Gartendünger. Weißbranntkalk gemahlen zum Düngen, garentiert 85% Kreft& Blum, Bochum Wiemelhauser Str. 220, Tel. 66151 Maschinen-Strickerei Anfertigung mod. Strickkleidung W. Böhner, Tel. 322½ Ingenieurschule siektretechnik. Maschnens Automobllbau Flugreugbatt um Alorumgeben Autetecbrd. Landw Masch Raclotechnik Bauschule Stend gnorkenne v. brchtsiche Flechen A Eisenbetor. Staht Tortrchmere P Kalkuhische Oberrealschule, oberkassel-Bonn. Astnahme is alle Klassea. Sorviältige Erziebung e. Fürderung im eig. Internst. Beste Verpllegung. Beaulsichtigung der Arbeiten. Prülung a. d. Anstalt. Zeugalsse alt Berschtigung(Obersekunda-Bochschalrellel, Parkanlagen: Badchans. Spert. Nuzlk. Lateln wahllrel.- Prospek! Olrekter Dr. Heel. (Golen Sie ein Hotter Stenograph (werden? Dann beteiligen Sie sich an meinen Lehrgängen in der Deutschen Kurzschrift. Kurse für Anfänger u. Fortgeschritt. Beste Unterrichtserfolge. else Zander. Bülowstr. 5 geprüfte Stenograph.-Lehrerin Tahrschals Kitelih Bochum, Viktoriastr. 51(gegenüb. d. Marienkirche) Telephon 62324 dründliche Fahrausbildung in allen Klassen auf neuzeitlichem Fahrzeug Fenn Frauenteden und sich heute darüber einig sind, daß Dr. Burchard's Blut= und Darmreinigungs-Perlen so mild abführend wirken, dann sollte jeder eine Gratisprobe fordern. Drogerie Fischer, Kortumstraße; Drogerten Reinhardt, Molttemarkt 39 und Brüderstraße; Drogerie Feuerstein, Bochum=Linden Seit 30 Jahren batte ich mit Flechten zu tun. Sprätin beseitigte sie. O. Meyer, Melbeck. Auch bei Hautsucken, Verletzung u. Ausschlag weit, schöne Leistung, 51, Gx. Pack..75, 100 Gr..50. Alte upothere, Rosenstr. Deamtenkreuite kurz= u. langfristig ohne Vorkosten. van Forst, Westfälische St. 23 2500 RM. zur 1. Stelle auf prima Objekt, bei hoh. Zins. gesucht. St. 88283 Anzeig Beamten=Witwe sucht Junl- Miart zu leihen v Privat.(Sicherheit vorhanden.) J. K. 6898 Anzeig. 600.- RIII. gegen Zinsen und Sicherheit bei monatl, Rückzahlung zu leihen gesucht. R. A. 88328 Anz. Ludwig Kleesatte! Agentur der Deutschen Hypothekenbank (Meiningen) Hypotheken kapital für Bauvorhaben zu zeitgemäß. Bedingungen verfügbar. Essen, Fernsprecher 401 47 sabellastraße 33 Bau=Interessenten! In best L. Stadtt. Weitmar, unm. Nähe Haus Weitmar, soll.-=Fam.=Wohnherrichtet werden. 1. u. 2. Hypothekdarl. 5% Zinsen. 1% Tilgung, werden nachgewiesen. Interessent. mit—10 Mille Eigentapital erhalten Auskunft durch Baugeschäft Schmieding, Emscherstr. 18 Ruf 69864 Vermischtes Enge und auch kurze Schuh“, Längen, weiten wir Im Nu— „Da wo die Uhr“ Sohlerel„Fortschritt“ A. Melies Bochum, Hellweg 20, Ferneprecher 66482: Bochum-Hamme, Reichsstraße 2 Anzeigen finden weite Verbreitung durch den„B..“ Das Bochumer CchneirerhwereererT ist kür Ottern 1936 gerültet und bittet hökl. um recht baldige Auktragserteilungen, damit dieselben zu Ihrer Zutriedenheit ausgekührt werden können. Verrenschneider-Innung, Bochum Miele K ul ernsienten und uruicttem deche Gate Modell 1936 Das ideale Verkehrsmittel für alle Berufe in Stadt und Land. Bernhard Lücking Bochum-Weltmar Neulingstraße 64 Kohlen O Hoks# Brikeits Anthrazit 1880 Langenbrahm 1933 Tel. S9122 Sustav Gräfe Rottst. 12 Düie den Umzug! Gardinen und Bekorat. neu und ändern. Polstermöbel und Matratzen. Paul Leibling. Hattinger Str. 67, Alsenstraße 6, Ruf 66013. Ihre NERVEN brauchen PhknOzLUUL. bewährt bei Rheuma, Erkältungen, Husten. Flasche.75, Probefl. 50 Pf. Reformhaus Walter Hattinger Straße 23 (Eckhaus Clemensstraße) S Genn Oz Bochum, Kronprinzenstraße 16, Fernruf 68183 Eisenschrott— Rohprodukte— Metalle An den Geschäftsmann! Der Ehemann, der Junggeselle, die junge Frau, die Omama durchstöbern morgens alle schnelle die Kleinanzeigen des B. A. Drum inseriere auf der Stelle, daß man es weiß: Du bist noch da 3000,- RIII. aus Privathand geg. gute Verzinsung u. gute Stcherheit auf herrschaftl. Zweisamilienhaus gesucht. 8201 V N. N. 889 unz. ae „Mensch, gucke mal, wie der loslegt. Ja, der hat bei Berge gelernt“Sicher Auto fahren lehrt ihnen die Fahrschule Berge Jetzt Harmoniestr. 2, Telephon 65621 Beschoanbou Golriobauissanechaten Elektrotechnlkl Automobll- u. Flugtechnik W W S W Spansch Enoich Französisch (Auslandspr. und Zeugn.) erteilt Finkler, Herne. Shamrockstr. 26, III 46. Preuß.=Süddeutsche Staats=Lotterie 5. Klasse 23. Ziehungstag Vormittagsziehung 5. März 4 Gewinne zu 10000 M. 111955 231585 4 Gewinne zu 5000 M. 90824 107818 8 Gewinne zu 3000 M. 136488 150429 304802 822855 28 Gewinne zu 2000 M. 9425 60650 72507 117091 161550 256405 263563 265004 277666 291011 304623 329803 380744 394560 62 Gewinne zu 1000 M. 951 16253 18269 30074 32125 38312 39826 62511 65354 73069 79273 87478 153155 156559 170451 194098 211831 226943 237654 289302 295843 300408 313848 323646 329260 340641 358334 873856 102 Gewinne zu 500 M. 14877 47477 47576 59061 64107 66962 76725 83444 91364 92878 98859 99520 137003 150006 154651 156668 164251 171535 172039 180866 193100 194635 203659 209847 216756 230191 234208 245139 246841 248131 252317 259296 273842 287158 307918 309565 315090 323919 351627 355433 355859 361585 362622 370585 374104 374424 378739 381114 383660 385448 396833 374 Gewinne zu 300 M. 7772 8263 9409 9665 10545 10811 11202 17188 17664 18332 19420 20131 24916 28129 29578 30896 33991 41825 43070 44868 45267 50829 61038 63477 64310 71401 77792 78193 85577 86639 88206 89364 90971 92665 99614 102306 103518 107130 108975 109738 111134 111272 112702 114404 115671 119010 120806 127840 128999 131125 134618 135008 135845 140278 140804 141560 143540 144441 145873 146655 #ogs 152580 154009 159470 160522 174191 181713 190986 191020 106033 199259 202205 204958 206149 206343 207237 20776 215503 220857 222252 227315 229856 230485 230930 233549 238308 239847 242984 244045 244365 245251 245377 248325 249061 249695 252263 252372 252778 255671 259790 261551 261983 262078 264756 266627 267268 273202 274359 275148 279020 279112 279418 287390 289038 290358 292916 293585 295802 297665 302820 304306 305316 308002 312844 313033 313871 314811 317793 318738 323574 328783 330894 335890 337114 340181 340460 343566 345058 346741 346928 347612 348806 354237 358830 359310 360194 361317 362504 370889 372010 374303 377293 377709 378514 382116 383686 385491 386840 387432 387819 388791 390973 391247 391907 395052 398213 Nachmittagsziehung 150980 15240 157748 159014 166094 172594 186043 187085 194640 195233 147839 148843 154537 15555 161425 165893 184590 185369 191203 191768 204236 204314 207769 215231 die in Deutschland'erscheinenden Zeitungen ihrem Aussehen, ihrem Inhalt und ihrer Größe nach sind, Den geeigneten Lehrer für Nachhilfestunden findet man durch die Unterrichtsanzeige im „Bochumer Anzeiger“ Pomer aus naturreinem Apfeldicksaft spendet Ertrischung. Wohlgeschmack und Gesundheit. Wilhelm Kegel Nacht. 7 Rut 61116 RiformaBlutkreislaufTee verschafft ruhigen Schlaf, ist erprobt bei Verkaltung, Beklemmung, Atemnot, Herzklopfen, Kopswed. Schwindel, Unfädigkeit flar zu denken, Gemuteverstimmung, auch daknausscheidend. Allein echt im Wörishofener Reinhold Marnach, Bochum, Kortumstraße 31 2 Gewinne zu 30000 M. 78360 4 Gewinne zu 5000 M. 130099 338903 2 Gewinne zu 3000 M. 71785 16 Gewinne zu 2000 M. 201851 262230 275215 835891 338748 365818 387145 391487 38 Gewinne zu 1000 M. 16828 21787 27055 58143 86456 132219 182392 206054 229570 238081 244978 248278 256107 281083 283062 328013 364490 381646 399622 86 Gewinne zu 500 M. 39502 60489 51214 57978 68655 67528 68883 72855 77948 96519 102326 104932 108785 113355 159773 194619 199550 199936 220404 222291 228216 233288 238870 255245 264338 269057 284301 290004 297015 308068 310896 329005 329072 337848 341424 343579 346442 379905 381855 383066 386222 386464 398197 276 Gewinne zu 300 M. 2460 3320 6396 9944 12502 14170 16447 19364 22739 24950 28124 28139 29130 32217 44292 44903 46072 47018 48535 53941 56275 57288 60260 60612 61007 66314 66499 69232 69470 70248 70383 74998 76090 76773 77002 81536 84393 87196 94864 95594 95645 99515 101711 108227 115124 116139 126137 127570 129466 133237 137712 139350 139642 140411 141774 147952 150501 151988 157821 168319 169327 170888 175763 177233 178909 180821 180840 184171 184499 189617 192992 196652 196352 201570 209646 212785 215428 217824 224987 226379 234041 246764 250037 252691 254546 257415 259915 266126 267951 270084 273829 276898 277326 281697 283017 283832 284115 285096 292107 292892 294423 294796 299604 303342 303385 305789 307682 307877 309575 315457 320280 340422 341513 341652 343399 345911 347224 348018 349948 353479 354405 359430 360853 367426 369462 371212 371687 371919 373041 382267 385539 387262 387670 891311 392234 393149 394720 396980 sind sie durch die Erfüllung ihrer großen politischen und kulturellen Aufgaben: sie leisten gewissenhafte Aufklärungsarbeit an den deutschen Volksgenossen. Sie geben auch einen zuverlässigen Ueberblick über Aufbau und Entwicklung unserer Wirtschaft, nicht zuletzt durch ihre Anzeigenteile, die ein Spiegelbild des wirtschaftlichen Geschehens darstellen. Sie halten die Aufmerksamkeit der Verbraucher wach für das zwangsläufige Wechselspiel zwischen Bedarf und Herstellung. In ihrer Verschiedenartigkeit nach Leserkreis und Größe ermöglicht die deutsche Presse dem Werbungtreibenden, wie ein Stratege die für seine AnzeigenFeldzüge passenden Blätter auszuwählen und den Streukreis seiner Werbung teils auf bestimmte Landstriche, teils auf bestimmte Käuferschichten zu begrenzen. So wird die Zeitungs=Anzeige zum rationellsten Werbemittel! das bevorzugte Insertionsorgan Offene Stellen gane Orsginalgengnsste einsenden verblüllende Neuhei!! Für Stadt und Kreis Bochum vergebe an in der Autobranche eingef. Firme Alleinvertr. für eig. Rechnung von 1 5 4 GS neuartige, stets weich blelbende Händereinigunge- und Hautpflegepaste in der Tubel Probetube gegen 6O Pf. Voreinsendung Angebote mit nur Ia Referenzen erbeten. D. VASEN Hamburg 26, Kentzlersweg4s Vertreter gesucht für den Bezirk Hattingen welcher in der Bäcker= u. Fleisch= warenbranche best. eingeführt ist. U. A.(355 Anzeig. Verikent od. Grossisten zum Verkauf erstklass. Kaseschlager sof. gesucht. Angebote unter 6435 an Anz.=Mittler A. Baumgarten, .=Barmen. Suche für sofort Schöne, abgeschlossene einen tüchtigen=Zimmer=-Parterre=Wohnung Herren= und((5 Zimmer, 1 Küche), m. eingebaut. Bad u. Elagenheiz., m. od. ohne Garage, a. Damen=Friseull f. Praris gut geeignet, in Altenvochum, der perfekt schnei=[Wittener Str., z. 1. 4 od. spät. zu verm. den, ondulieren u. Zu erfragen: B. Krüsemann, Bochum, 20 Wasserwellen leg. kann. Kost u. Wohnung im Hause. Zuschr, mit Bild. Gnten Pohunn* (Sauerland). Schützenbaon 5 Abgeschlossene Etage Zuschr, mit Bilv. hochpart., 4 Zimmer, Diele, Bad, Salon Johann Ho Speisek., Balk., 2 seuer, in mod. berg, Altenhundem Zweisam.=Haus in Altenbochum an h. Mieter, ält. Ehepaar, z. 1. 4. 36 tor od. später bis 1. 5. 36 zu verm. Gr. Neue gewonlutel Garten, Straßenb.=Haltest. Angebote bgebaut.Beamter, mit genauer Angabe der Verhältnisse auch andere mit unter E. F. 88184 Anzeiger gut. Auffassung u. Herrschaftliche od. später gesucht. 3 Zimmer=Wohnung Für den Außendienst suchen wir zielbewußten tuchtigen Beamten mit Vertausperfaht.. und technischem Verständnis, oer sich eine Existenz gründen will. Geboten wird Fixum, Provision und Reisespesen. Vorläufig nur schriftl. Bewerbungen mit Bild und Zeugnisabschriften an Telephonbau und Normalzelt AG., vuumaer Stnose 19. Steitate Kaffergro grosterki Malz= und Kornkaffee=Werk, in Bochum eingeführt, sucht einen bei der einschlägigen Kundschaft bestens eingeführten arbeitsfreudigen Dauerverdienst! Durch Ausbau uns. Arbeitsgemeinsch. erh. wieder viele erren angen. Existenz bei sof., be0 men. Beruf gleich. Ausk. kostenlos. Vulkos=Keramik, Koblenz 87. L. Z. 88303 Anz Malerlehrling m. gut. Schulzeugniss. u. Zeichentalent gesucht, mögl. aus Stadtm. ZeugnisSch. 88318 Anzeig. ginn. hoh. Eincom=„Lgl1 südlicher Stadtteil, mit Diele, Bad, Speisekammer, fließendem Wasser, Zeniralbeizung, zum 1 April 36 zu verm. Angeb. F. L. 7362 Anzeiger Suche z. 15. 3. o. 1. 4. einen saub., kräftigen Lehrling für Metzgerei. A. R. 4002 Anzeig. für Drogerie und Photo mit.=.=Reise, gesucht. Bew. mit Lebenslauf erbet. N. S. 7343 Anz. Weiblich Günstige Gelegenheit ohne Risiko regelm. u. steigend zu verdienen, bietet sich Damen u. Herren mit guten Beziehg. durch Uebernahme und Aufbau einer gewerbsmäßigen Hevtriebsstelle für uns bek. Bremer Röstkaffee, Tee u. Kakao. Bewerbung. an Bremer Kafsee=Versand Schröder& Co., Bremen S. 41, Gastfeldstr. 61 Tageszeitung sucht Aeltere Putzfrau 49n g1 f. 1/ Tg. gesucht. Zu vermieten ab 1. 4. 1936 schöne große Büroräume, Verrstantraume, heizbäre Garagen elektrisches Licht. Heizung, Wasseranschluß, in günniger Lage der Stadt, ganz oder geteilt zu vermieten. Zuschriften erbeten unter V. W. 7144 Anzeiger Labembrat an der Dibergstraße, besonders für Lebensmittelgeschäft geeignet, Josort günstig zu vermieten. Arthur Wolf#, Bochum, Arndtstraße 9, Tel. 61385 Kortumstr. 11, 2. Et. möbliert. Zimmer zu vermiet.(88255 Kortumstr. 931r. sof. gut möbliert. Zimmer mit voller Pension zu vermieten. Kortumstr, 12, II frdl. möbl. Zimmer, fließ. Wasser, auch m. 2 Bett., z. vm. Kreuzstr. 15, 2. Eig. schön. mbl. Zimmer a. berufst. Hrn..v. Kronenstr. 51, prt. gut möbl. Zimmer .od.ohne Verpfl., sos.prsw..vermiet Parkstr. 16, 2. Et., in schönst. Lage am Stadtpark, behagl möbliertes Wohnund Schlafzimmer mit Heiz. u. BadKronprinzenstr. 19 Ig. Ehepaar sucht Schlafstelle zum 1. April zu vermiet.(88234 Weiherstr. 48,.Et. gut mbl. Zimmer i. ruh. H. sof. od. später zu vermiet. Frdl. m 25 Mansard.=Zimm. separ. gelegen, in besser. Hause des Stadtparkviertels, m. voll. gut. Verpflegung oder mit Frühstüc u. Mittagessen, preiswert an berufst. Dame od. Herrn zu vrm. N. F. 88291 Anz. Einf.möbl. Zimmer Nähe Grümerbaum, zu vermiet. K. O 88143 Anz. Mol. Wohn= u. mit Wohnung. L. F. 88194 Anz. Reparatur. werkstatt od. geeign. leerer Raum.Einfahrt, in gut. Lage, ab 1. 4. zu miet. gesucht. Angeb mit Preis und Größe P. H. 88121 Anz. 1536 zu vermiet. Schlafzimmer Poststraße Nr. 48 einf. mbl. Zim. zu vermiet.(88246 Rottstraße 57, II gut möbl. Mans. Zimmer in rubig#. PPgeschfr z Sg Haus frei.(88268 cust. Anz.(88353 (Doppelzimmer), zu vermieten, evn. an zwei Person. Farnstraße 45. Freundl., separat. möbliert. Zimmer m. Licht u. Wass., purt., zu vermiet. Läden — Miets-Gesuche Sumten u. Herren Es wird nur auf eine allererste Kraft reflektiert. Angebote mt Angabe von Referenzen unter V. 655 Anzeiger (Wäsche außerh.) madehiokal od ohne Wohn. in best. Lage p. zu verm. Näh. Wittener Sti Ladentdrat 9 Herrschaftliche Wohnung □ 5 Räume nebst Küche, Mansarde und Zubehör, in sonniger Lage, mit Balkon oder Veranda nach Süden oder Westen. Gartenmitbenutzung, mögl. auch Garage. von höh. richterlich. Beamten (Dauermieter) mit kleiner Familie sofort oder später gesuwt. Möglichst Ehrenfeld. O. U. 7164 Anzeiger Suche in Bochum bakenloßal geeign. f. Konditorei u. Casé m. Backstubenmöglichkeit. J. J. 87791 Anz. Rittergut 800 Morg. in Bayern(500 Morg. Landw. u. 300 Morg. Wald), rentabl. Nebenbetrieb, gute Gebäude, mit tot. leb. Inventar und Vorräte, eigene u. Fischerei, schöner Besitz, s. RM. zu verk. Anzahlung 80—100 000 RM. A. M. Klon zu verlaufen. Das gute Kapiialanlage. Hnzahlung. Angeb. mit Angabe d. Anzuhlungsmöglichkeit unt S. S. 7353 Anze Fana itte ein gut verzinsliches Wodnungen. ganz od. geteilt, im Hause Markiplatz 10. Ecke Bongardstr. zu vermiet. Haartamp. Querenburger Straße 40. Ruf 66417 Herrsch.=.=Wohnung, hochpart., modern einger., mit groß., sonn. Loggia u. all. Bequemlicht., z. 1. 4. zu vermiet. Oskar=Hoffm.=Str. Rosenstr. 2, 1. Et. Nr. 166, 2. Etg. r. Wettannahme. Gewuczsareit sucht fleißigen, tüchtigen Vertreter für den Verkauf ihrer Backaromen und Gewürze an Bäcker und Konditoren.— Z. A. 7340 Anzeiger Röstkaffee a Qualitäten, erhalten reelle Verteiler bei Thöchstem Verdienst I. Komm. Werbeunterstützung Großrösterel„Kadelbach“ Bremen, gegr. 1863. Postf. 475 für Bezieherwer— bung geg. Firum Sottdes, ehrliches ur Se. Previh a Mädchen Ala, Essen. ffür Büfett und hte Hausarb. v. auswärts gesucht. W. Uphoff, / Alleestraße 55. mit ruh., sicherem Weg. Heirat mein. Auftreten, für ein setzigen älteres, seit ca. 10 J. ein= erfahr, sauberes tel gesucht. Bewerfür alle Hausarb. gesucht, Tenhaeff jun. Hellweg 41 Tüchtige Werdr dume bung. m. Gehaltsansprüchen E. F. 88324 Anz. =.=Wohn. * aEweihung mit Badezimmer, mögl. Stadim., von 3 erwachs. Personen zum 1. 7. oder früher zu miesen gesucht. 0) 9 Berufst. Herr sucht gut möbiertes Zimmer Nähe Poststr. Elkt. Licht Bedingung. A. P. 88225 Anz. Komb. WohnSchlafzimmer in nur gut. Hause, zum 1. 4, 30 von berufst. Dame ges. U. H. 88252 Anz Berufst. Dam.sucht mot. Fimmer mögl. m. Mittagstisch, Näbe Rathaus 3. A. 88230 Anz. Auslunst Anzeiger Einsanmiehrug Stockwerte mit se vier Räumen nebst Lausen. G. K. 86270 Anzeiger. vel.. Slhlsche uind Fowt. abfr, ps. Llangor-Schaff für allete Dame, billig zu verkaufen. Wasserstraße 268. u. V. 8830, Anzeiger mit Garage„(3- oder-Limm.-Redbauwoung. zum 1. 4. zu orm. Brantropstraße 73. schöne, abgeschloss. =.=Wohng. (., Etg.) mit all. Zubeh. u. Bequemlicht., außerh. Bochums, zu vermiet. V. K. 88155 Anz. 2 leere Zimmer auf Wunsch auch möbl., z. 1. April t. Ehrenf. z. orm. W. E. 88266 Anz. Für verschiedene Bezirke werden fleißigen Herren als selbständigen Bezirksveltkekern auf ihre eig. Rechg. zum Vertrieb erstklassiger, preiswerter Massen=Brourfsurikel die nubegrenzt in jedem Hause, Ladengeschäft., Gaststätten usw. verkauft werden können, ansehnliche Verdienst Chancen geboten. Einige hundert Mark bar für Auslieferungslager notwen dig. Ausführl. Angeb. unter P. R. 7016 Anzeiger Jlngere,4e9 Kontoristin“##.# kein tücht. Anfängerin, sofort Braschen gesucht. Ausführl. das sämtl. landw. Angebote u. J. K. Arbeit, verrichten 88388 Anzeiger.—#unn Galt Prodl. Junge gute Geigerin gesucht, G. A. 88362 Anz. In frauenl. Haushalt passende B g Wohnung mit Bad, 1. Etg., im Neubau Bochum, Velsstr. 16, zum 1. 4. 1936 zu vermieten.(88302 F. A. Schmidt, Steuer= und Wirtschaftsberater, Bochum, Alvertstraße 25. .t ein. Etg.(Koönigsallee) z. 1. 4. 2 Zimmer an alleinst. Dame zu vermieten. F. H. 88359 Anz. beste Wobnlage, breiswogr. pe ,ol, Köct; Plätten stellung zu verkaufen. Auch##gig Vittortastluge 9,— bocum, Am Legepggztsg Peiurich Debl. Mehr, gebrauchte[Kaufgesuuse Alteingesübries...2. Nähmaschinen— in guter Lage unter günstigen Be=Reuter, Eigzorzrze# in dute: Eube, enne: v zahltal. Nähm.=Leinur, dingungen an tüchtigen, AApeter“(Herfaufegen träftigen Fachmanr, zu verkausen od. Vertauf.“ Uhr. Jung. Mann sucht möbl. Zimmer Angeb, mit Preis L. L. 88092 Anz. (stebend) Fahrradgrugung Schotoladen=Automaten„Krrrn) Kurze, Brabernt. trankveitshalber sofort an kurz ent= Neumarkt. schlessene Käufer günstig abzugev. ∆ Fahrrad, Sichere Kapttalggrgggz gsort Ver= 8. u.—. verzauf. Sniune un un g 8829, Anzeiger Büs, Fabrräder, D..### Marienstraße. (Nähe Straßenbahndepot) z. 1. April L. L. 88092 oder spater von jungem Ehepaar 3U Höherer Beamter mieter###aneg### mit Preis“ sucht1—2 unter P. K 88211 Anzeiger kann Gute Behdl. u. Dauerstellung. Bauer Beckmann, Deilinghofen Brockhausen Kr. Iserlohn. Mehrere Frau sur gent uen gesucht. Rentnerin u. 18., gesucht. bevorzugt.„[Westf. Waffelfabr. S. O. 7008 Anzeig. Spicker, Weitmar, nicht unter 20., Hausschneiderin das waschen und f. Knab.=Gard. ges. bügeln kann, zum Bongardstr.3,.E. Restaurant Ahr, gesucht.(88241 Heubr dosiönerioEiistonz. Suche gegen außergewöhnlich hohe Provisionssätze fleißigen Miitarbeiter zum Vertrieb erstklassiger Autoöle zu niedrigsten Preisen. Kraftwagen mit Fahrer bei Bedarf zur Verfügung. Wirkungsvolle Unterstützung durch vorzüglich eingespielten Kundendienst. Angeb. unt. D. O. 7186 an Ala Anzeigen .=., Dortmund. Heubruch—4,[Laas, Hegget Sleik Mädchen Lauigäihihen. V.—.Zaüse schliaf,#obertstraße 49. Für begehrie Haushaltgeräte(DR.), Lkf.-15 RM. Schlager I. Ranges luchtige Alleinvertreier für versch. Bezirke b. hoh. Verd. gesucht. Einige 100 RM. für Lagerbaltung erforderlich. Ausführl. Zuschrift an 3. Cotenee. Frankfurt., Zimmerweg: d. zu Humfe„olaf. Roberts. kann, sof. gesucht. Königsallee 24. nicht unter 16., Tücht., zuverläss. mögl. mit StenoMädchen graph.= u. SchreibAbechen masch.=Vorkenntn., für Küche u. sämt= für Büro u. auch liche Hausarb. in Laden gesucht. kinderl. Geschäfts= A. V. 7342 Anzeig. haush. nach aus melden" Bochum, Jung. Mädchen Lortzingstr. 1, bei find. frdl. Aufn. Kleine,.12—5 Uhr. z. Erlernung d. f. Fleiß. u. ehrliche Küche u. Haush. u. Erbolung. ZuHutzfrau(zahl. 50 Mk. mon. für ein= bis zwei= Haus Viktoria, mal wöch. gesucht.] Bad SodenSchubertstr. 4 11.1 Allendorf. Stellen-Gesuche Oule Errsteng wird Hausbesitzer(in) mit eigenem Laden und Verkaufstalent durch Errichtung einer Rirdertage von Hausverwaltungen und fachliche Beratung tbernimmt und fachliche Beratung übernimmt zu günstigen Bedingungen K. Becker, Marschnerstraße 26 Zuverl. Fräulein, gehgten. Ausstellungsherde werden u nommission gegeben. Einarbeitung erfolgt durch das Werk. Angebote mit Angabe der bisberigen Tätigkeit Anter T. 43153 Anzeiger Tüchtige, redegewandte für Manufakturwarengeschäft(Teilzahlung) zum Besuch von Privatkunoschaft für Bochum und Umgeb. per sofort gesucht. Angeb. mit Angave der bisherig. Tätigkeit und des Aliers unter K. H. 87964 Anzeiger * S Tüchtiger, junger Damen= und Herren=Friseur sucht Stellung War 3½ J. Gehilfe, in einem Geschäft. S. F. 88286 Anz Wöhnung mit Bad, parterre, im Neubau Bochum, Velsstr. 16, zum 1. 4. 1936 zu vermieten.(88301 F. A. Schmidt, Steuer= und Wirtschaftsberater, Bochum, Albertstraße 25. Abgeschlossene =.=Wohng in besserem Hause. 1. Etg., in Hofsiede. Pr. 44.K. d. Zufall an ruh., sich. Mietez.....orm. V. S. 88335 Anz. =.=Wohn. und Küche im Einfam.=Haus, Stadtparkviertel, Zentralheizg. und Balkone zu verm. O. P. 6873 Anz. Ss. z. vrm.: Abgschl. 1. Etg., 3., Bodenr., Waschk., 2 kl. Kell, 1 Stall. Mon. i. v. 16 J. (f. Rentn.) Licht, Wass. Gartld. ertr. Wwe. L. Niederkrüger, Herrentrup 51(Lippe). Neubau, sonnige 3 Zimmer, Bad, Küche u. Zubehör, Preis 45.4, schöne Lage, günst. Bahiund Straßenbahnverb., zum 1. od. 15 April zu verm. Ostar Schierenberg Horn(Lippe), Bahnhofstraße. 5- Zmmmer= Wohnung zu vermieten. S. S. 7315 Anzeig. 2 Zimmer zu vermieten. S. S. 88308 Anz. 1 gr. leer. Zim. mit elektr. Licht für sof. zu verm. G A. 88242 Anz. Groß. Zimmer an ordtl. alleinst. Person z. verm. Näh Müblenstr. 41, 1. Et. 1 Zimmer an alleinst. Frau oder Fräulein sof. zu verm. Wiemelhauser Str. 26 1II mieten gesucht. Angebote Antes K. R. Voait Andeiget U FETwolng. in Stadtmitte od. Nähe Betriebsbahnhof od Ehrenfeld od. Nordbahnbof zum 1..1936 von jg. Ehepaar(Festangestellter) gesucht. R. S. 1004 Anzeiger Ig. Ehepaar(sich. Mietezeyler) sucht zum 1. 6. 36 oder später abgeschl. B 73 Iui Wehln. Angebote unter F. E. 1417 Anzeiger sucht—2 mnot. Fimmer 1. Ehrenfeld, zum 1. April. Gefl. Angeb. m. Preisang. H. B. 88316 Anz. Ig. Kaufm., zur Zeit stellungslos, sucht zum 1. 4. möbl. Zimmer auch geg. Mitarb., Beitr. v. Büch. pp. J. K. 88356 Anz. Großes Frontzimmer Kronenstr., 3. Abstell. v. Möbeln, auch einf. möbl., zu vermiet. Auskunft Anz.(88366 Burbraum 1— 2 Büroräume oder Ladenlotal##ume Stadimilte, sucht Großhandlung per 1. 7. zu mieten. R. Z 88299 Anzeiger Dipl.=Ing. sucht, Abgeschlossene zum 1. Juli 4- bis 4½=Zimm.= Wohnung mit Bad, Nähe Stadtpark od. Ehrenfeld.Genaue Preisangebote W. 88223 Anz. Abgeschlossene 6 Zimmer mit Baderaum v. pünktl. Mietezahl. (Staatsbeamt.) 1.., evtl. früher, i. Ehrenfeld oder Stadtmitte, gesucht. 3 Zimmer können getausch„werden. schrank#urtenstraße Mittl., herrschaftl., 3tü,,Ke lder gran. Halbrenner und -.ELES W. Oes, Nachischr“ Herrenrad ohnheun waschk., Nachtschr, billig zu verkauf. 2 Stühle, Gasbaahaube vill. zu vrf. polg., Alleestr. 16. mit klein. Garten, enth. 8 Zimm. m. 2 Mansarden und Zubeh., Zentralheizg. u. all. Bequemlichk., preiswert zu verkaufen. Cb. 88256 Anzeig. Schöne Bauplätte von je 38 Ruten, N. Südp., z. verk. Postf. 232 Bochum Dut mobl. Zimmer z. 15. März ges. Ehrenfeld bevorz. D. A. 88340 Anz. Frdl. möbliert. .2„Mahng, Munf.=Zimm. -.-Woyng, sep. Eing,, glektr. (Mansard.) in Al=Lich m. Lag. od. Werk=L. P. 88190 Anz statt, auch einz., Aelt. Ehepaar sucht Nähe Hbf., Kor-..4. od..10.sonn. zu vermieten.“=.=Wohn. In Stadtmitte Ch. 88240 Anzeig. 55 am groß. hell. tenboch. o. nächst. Nähe für sof. od. später zu mieten gesucht. L. L. 7378 Anzeiger. Kfm. Angest. sucht -=ZimmerWohnung z. 1, 4. Nähe Eis.= .Hüttenw. bevorz. E. H. 88133 Anz Abgeschlossene =Zimmer=Wohng. (3 Pers.) gesucht. Sich. Mietezahler. t. 88369 Anzeig. Ticht, 3. 19. 5. ges Preisangeb. unter H. S. 88408 Anz. Herner St. 53,1“, Truhe, eichen, billig zu verkaufen. Dorstener St. 115, 1. Etage rechts. Gut erhaltenes Bauplatz in südlicher Lage oder Weitmar zu kaufen gesucht. S. 88193 Anz. Schrebergurten auch ohne Laube, zu kaufen gesucht. A. B. 88239 Anz, Gebr., gut erhalt. Kleinelbngsaiue mit Koffer gegen Kasse zu kauf. ges. Preisangebote u. A. F.(361 Anz. Motor=Fahrräder, Ersatzteile. A. Gregor, Fahrradhandlung ##rrluger Str. 50 Raum mit Kraftanschl., als Lager oder Werkstatt z. 1. 4. zu verm. Toreinfahrt s. Auto vorh. E. E. 7370 Anz. Großer gewerblicher Raum zu vermiet. Näh. Mühlenstr. 41,.Et. Garagen zu vermieten. Gewerksch. Pluto, Horst=Wessel=St. 40. Ruf 60801. Garage z. 1. 4. zu verm. Blau=WeißGaragen, Wittener Str. 39. Telephon 64462. =.=Wohng. von kl., ruh. Famil. z. 1. 4. oder spät. z. miet. ges. Sich. Mietezahler Miete bis 55 Mk E. R. 88312 Anz. 2 ruh. Ehep. such. Etage v. 4 bis 5 Zimm. mit Baderaum. Sich. Mietezahler. U. F. 88378 Anz. Ig. Ehepaar sucht z. 1. 4. oder 1. 5. eine schöne=Zim mer=Wohn., Nähe Eisen= u. Hüttenw. o. Grumme bevorz. F. E. 88317 Anz. Alleinsteh. Dame Büroangest., sucht =.=Wohng. Sch. 88272 Anzeig. börtnergehilfe z. Z. Arb.=Dienst, sucht Stellg. zum 1. 4. in Bochum oder Umgegend. J. F. 88368 Anz. m. Haush.= u. Näh Mahn kenntn.,.selbständ. J.# beste Lage Ehrenfelds, z. 1. April .verm. Miete 40.4. W. A. 88267 Anz. In ruhig. Hause schöne=ZimmerWohn. m. Gartenland, zum 1. 4. 36 zu verm. an kleine Fam. Preis 45. L. M. 88298 Anz. Stellung für ½ Tg.od. Stunden. Keine Wäsche. A. B. 88119 Anz. Perfekte Kaffeeköchin sucht Stell. s. sof. V. A. 88355 Anz. M f 801 i Kolonig)““““ alt, möglichst schon im soforta nbetrieb gearbeitet, zum „eiligen Eintritt gesucht. Vorzuvellen Samstag von 10 bis 12 Uhr Edeka, Ehrenseldstraße 34 muß sofort an Sie denken. ern Bedarf eintritt. Das erreichen besten durch regelmäßiges Inserteren im Bochumer Anzeiges. Meibich) Vermietung -Mohzua. sof. od. später zu vermieten. Nüber. Ig. Mädchen vom Lande, 19., kath., sucht Stell. z. Erlern. d. Küche u. d. Haush. m. Famil.=Anschl. i. kath. Haus. Etwas Tascheng. erwünscht. T. E. 88287 Anz. Flinkes, freundl., 24jährig. Mädchen sucht Stellung für nachmitt. od. abds. gl. welch. Art. J. P. 88269 Anz. Modern eingericht. Viktortastr. 65, II. =Zimmer 2 h. Wohn. Wohnung in.=Weitmar, an der Markstr., mit Bad, Loggiasgn junge Ebeleute 15. 4. Jubebör u B. 9. 8e351 Anz. vermiet. Anfrag, 2,Z.=Wohn. DeutscherHeimbau, Freigrasendamm 11 Gestelchel an der Hattinger Str. im Ehrenfeld, geeignet für Kurzwaren usw., auch als Büro sof. od. später zu vermiet. H. S.(195 Anzetg. Labentotal Mittelp. d. Stadt, auch f. Büro geeignet u. 3 Zimm. z. 1. 4. an ruh. Mieter zu verm. Humboldtstraße 31 Festangestellter, sicherer Mietezahler sucht =ZimmerWohnung Angebote mit Preis u. R. S. (350 Anzeiger Ig. Ehepaar sucht 2 kleine od. 1 gr. Zimmer Sich. Mietezahler. H. L. 88279 Anz. Aelt Ehev. sucht =.=Wohna. E. F. 88185 Anz. Ig. Ehepaar sucht =.=Wohng. Sich. Mietezahler. F. 88183 Anz. Junges Ebepaar sucht schöne =.=Wohng. J. K. 88180 Anz. Telephon 66714. PInnner 2. Etg., 65 Mark, z. 1. 4. zu verm. Brückstraße 4. Näbe Marienstr. z. 1. 4. zu verm. O. P. 88360 Anz. Ehrenfeld. 3 Zimmer m. Zubeh. an zahlungs 1g. Ehep. z. verm. 8. A. 88326 Anz. Immer Brückstraße 21, I, Ruf 68278, möbl. Frontzimmer zu vermiet.(88116 Ewaldstr. 1, IV, r. gut möbl. Mans.= Zimmer zu verm. Hermannshöhe„7, hochpart., frennol möbliert. Zimmer z. 15. 3. zu verm. Herner Str. 29, Bauer, srdl. möl. Erkerzimmer zu vermieten. Juliusstr. 3, Bäckerei Theod. Maurer, gr., freundl. möbl. Mank=Zimm. an sol. Pers..verm. =3immer Wohnung und Küche, Bad, in gutem Hause, z. 1. 4. von ruh. Mieter(Mutter u. Sohn) gesucht. Angebote m. Preis D. 2233 Anzeig. 3½—4½ Zimmer, Küche, Bad. Balkon, Heiz., z. 1. 7. gesucht, Ehrens.od. Stadtp. Preisang. J. K. 88258 Anz. Ig. Ehep., sicherer Mietezahler, sucht zum 1. Juli 36 -.-Wohng. H. N. 87684 Anz. Abgeschlossene -Zimmer=Wohng. f. sof. od. später, mögl. Ehrenf., v. ält. Ehep. gesucht. Pünktl. Mietez. P. H. 88382 Anz. Ruh. Ehep., Mietez., sucht zum ., 5. oder später =.=Wohn. W. S. 88376 Anz. Beamter sucht sofort oder später =Zimmer=Wohng. mit Bad. Ch. 88385 Anzeig. Zum 1. April 23 Aimmer Ig. Mann aus gt. Hause sucht per 22. 3. od. 1. 4. Angeb. unt. C. 778 an Ala, Dresden=A. 1. Sausia g an d. Badeanstatt in Werne zu verkaufen.„Langendreer, Eislebener Straße 13, 1. Mehrere Bauplätze im südl. Stadtteil Bochums zu verkf. S. G. 88304 Anz. Bauplätze im Ehrenfeld, Etagenhäuser in all. Stadtteilen. Kotten v. Hattingen, Stiepel und Bommern, Gut von 57 Morgen bei Elberfeld sehr billig verkauft W. Bonzek Immob., Hypothek. Osk.=Hoffm.=St.10 Schlafzimmer und Küche auch sonst versch. Haltinger Str. 50. Möveltücke billg Bequeme Ratenz. chlafzimmor versaufen. Souou Herner Str. 23. Sominten 3; Seielt, Lan- Schwerz billig gegen bar zu verkaufen. Dipl.=Ing., Dauermiet., sucht z. 1. 4. -2 mobi. Zimmer in gut. Hause, ev. m. Garage. Preisangeb. u. S. W. 88415 Anzeiger. Tauschoeluche Möbellager Tecklenburg, Fahrendellerstr. 20 Kuiier Co.rhem 38 P8, 1,af. ab. 90 Zustande, bi ug zugeben. Schreibtisch, Gas= S. S. 7014 Anzeig heizosen m. Rohr Tannen=H billig zu verkaufen. Putzgeschäft, Wittener Str. 20. Gebr. Herde von Bochum zu kaufen gesucht. P. S. 6879 Anz. Konzertzither, gutes Instrument, zu kaufen gesucht. S. A. 88314 Anz. Chaiselongue zu kaufen gesucht. Bauer, Herner Str. 29. tich. Bucherschrk. zu kaufen gesucht. Wiemelhauser Str. 13, 4. Etg. I. PTonnen=HansaLloyd= Pritschenwag. 1600.4, 14/60·PSGebr. Herde Ovel. Pull.= Lim. Kleiderschränke, 350.4,18=PS=DKW.Küchenschränke, wagen, SportmoSchreibtische, dell, 750.4, HorchStühle, kompl. Wagen,—tsitzig, Schlafzimmer, steuerfrei, 600 u. v. a. bill. z. vrr. mit Zahlungs=ErMöbel Breuer, leichterung abzug. Malteserstraße 34. Opelhaus, Bochum, Modernes, schwer Ruf 64714. eichenes Gut erhaltenes Herrenrad zu kaufen gesucht. Spichernstr. 28 pt. Thelen mit Glasaufsätzen zu kaufen gesucht. Droste, Brückstr. 39 Telephon 66768. Weißer -.=Wohnung z. 1. 4. od. früh. zu miet. gesucht. Sich. Mietezahler. Miete k. 3 Mon i voraus gez. w. D. E. 88350 Anz. Tausche 2 große Frontzimmer m. Balkon, Stadtmitte, gegen 3 bis 3½ Zimmer. G. A. 88196 Anz. Werkswohnung in Altenboch., besteh. aus 2 durchgeh. u. 1 ar. Einzelzimm., bill. Miete, gegen -Zimmer=Wohng. zu tauschen. Ausk. Anz.(88293 Tausche schöne, ger.=Zimmer=Wohn.,„Zentrum,renov., Miete 31.50 RM., gegen sich. gl.—5 Zimmer (evtl. m. Garten), Lage gleich, O. F. 88331 Anz. Tausche =.=Wohn. g. 2½-3 Z. mögl. m. Bad. Stadtm. W. S. 88358 Anz. Alleinsteh. Witwe mit Pension sucht -.=Wohnung Miete kann im voraus gez. werd. K. A. 88341 Anz. Alleinst. Frl. sucht ein leer. Zimmer. St. 88278 Anzeig. 2 Schwest. suchen leeres Zimmer B. B. 88375 Anz. Ein großes oder zwei kl. Zimmer lofort getacht. H. W. 8839. Anz. Bochum=Riemke! Zahnarzt sucht z. 1. April im obig Stadtteil geeignete Praxisräume v. sicherem Mietezahler gesucht.]„„ H. L. 88294 Anz. Z. d. 88411 unz. Verkäufe) Gesch.-Haus m. langj. best. EdekaGesch., bei 10000.Anzahlung. Oesch.-Haus 2 Läden. 18000.- bei 10000. Anzahlung, Mod. Wohnh. beste Lage. 27000.-. Zinshaus Gart. u. Baupl. 15000.5000.. Anzahlung. -.-Haus mit 1 Morten Land 2000.-, zu verhaufen. L. Kult Vickoriastr. 21 1 bebensmitel Gechel an einer Siedlung gelegen, umständh. zu verk. ode. Daublah Nähe Bülowplatz, Ehrenf., schön geleg., bill. z. verk., etwa 30 Ruten, 17 Meter Front. B. G. 88352 Anz. Bauplatz s. Eigenheim in Altenbochum bill. zu verkaufen. Sch. 88371 Anz. Kleiner Garten am Milchhof. abzugeben.(.374 Ausk. Anzeiger. Ein Zimmer, das man gesehen haben muß, um über die Preiswürdigkeit urteilen zu können. Schwer eichenes Schlafzimmer Schrank 2 Meter, 4türig, komplett, nur 395.— Ich zeige gern! Mobellager Tecklenburg, Fahrendellerstr. 20 Nähe KaiserKriedrich=Platz. Gebrauchtes Schlafzimmer billig zu verkauf. .=Hoffm.=Str. 117 4. Etg. I78. Eich. Speisez. (auch geteilt) vreisw. zu verkf. K. 8. 88332 Anz. Hanomag= DieselStraßenzug= maschine, 36/40 PS, betriebsfertig, tadellos erhalt., bilAnhänger umständeh, besonders billig abzug. Möbellager Tecklenburg, Fahrendellerstr. 20 Svortrgagren. lig abzugeben. ziu verg. Pg##pi O. P. 7015 Anzeig. deller Str. 40, pr.=915 Ans Kinderwagen,„ Einachsiger fast neu, zu verkf Boch.=Gerthe, Schwerinstr. 49. Fast neuer Kinderwagen bill. zu verk. Hermannshöhe 27 pt. ast neue Geige zu verkauf.(88259 Boch.=Weitmar, An Steinknapp 31. Für Sammler! Zinn= u. Messing= geräte billig zu verkauf. M. M. 88363 Anz. Gutes Perd Flachwagen, Pferdekarre, Geschirre billig zu verkaufen. Stock, Stiepel. zu kaufen gesucht. M. N. 7380 Anz. Gut erh., steuerfr. Wagen nicht unter 6 PS, gegen Kasse zu kaufen gesucht. W. Riebold, .=Eppendorf, Metzgeret. Gut erhaltener Perlonenagen 281 Weterper fläche, gut bere:., Angeb, mit kauf“„ kerner mebe Hotbrtausch rere fteue u. geor. Drehstrommotor, 3 PS, 380/220 Volt, Deden geg. stärkeren 6 PS 18X5.25 u. 18X5. Ehrenfeldstr. 26. Castroper St. 209, Telephon 64207. Gute alte Fiegeisteine gesucht. Anzeig. ..... wird ungelauft. Glasmalerei Engels, Wielandstraße 6. in Wohn= Kache echt Nußzbaum, komplett nur 295.— Mark Möbellager Tecklenburg, Fahrendellerstr. 20 bedond nur Soen. Wilinnne er zu 2 Küchenschränke, Miete noch gut erhalten, (a7381 bill. zu vrk. Besseeine und Läufer jeder Größe PSOpE offener 4sitzer und .-otorrad 3. Spottpreis zu gesu verkf. E. Aleland, R. S. 7011 Herbede(Ruhr). Iltblet Am Marktplatz 3.„####auft. 13 üDer FordLimcufine Lieferwagen als Lieserwag zugelassen, binl. zu verk. Bes. Sonntag vorm. Friederikastr. 16. Garage, Telephon 61669. Gebrauchter Dreiradwagen Goliath“, steuerzu verkauf. Stall Haus Weitmar. 2rädr. Karre, leere Vortstraße 25. Hermannshöhe 10. 1,6 Liter CitroEn= Limousine 4tür., ca. 4600 km gelaufen, Lwischenrähter elektr., stets billigst in allen Stärken abzugeben. F. Schröer, Mettmann(Rhid.), Brückchen 7. Gut erh.=Röhr.= Radio-Heiz-Hpp. kauft Puppendoktor Hollenbach Dorstener Str. 77. 2650.— RM. „Egro“ Gebrüder Hoppe, Hansa=Steyr=VerSüllerbachft ggt Delgemälde Volisempfänger Herkausene Phiele. m. Sperrkreis um u ständeh. bill..verk. Shreielb sl.94, 9. E. Newßz 30/G A. 88338 Anz.#. gestreift., fast — Peig genraua ans e Kaufe a. Montag, 9. März, i. Boch., Königstraße 9, bei Lasch. v..30—4 Uhr jeden Posten Kanarienhähne und=weibchen. Geichte. Wer hat Schalen und Spül abzugeb.? Litzner, Hiltroper St. 361, Allia zu verkaufen bilvermieten. 50 Mark,(a7381 bill. zu vrk. Besse=sblung zu Lellaufen. lig zu Ausk. Anzeiger. merstr. 35, 1. Et. r. Kortumstr. 94, 11. Blelostr. 2. part, zu Leitausen. 19.zu vexkaufen. Tüchtiges Personal ist das Wichtigste in jedem Unternehmen. Darum sucht man erstklassige Kräfte durch eine Anzeige im „Bochumes Anzeiger“. Seite 14 Nr. 57 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, T. 8. März 1936 Nachrichten aus Groß-Bochum Kleine Aneirungen aus den=Siadnenen Stadtteil Linden=Dablbausen 90 Jahre. Witwe Karoline Hübel, Lindener Straße 36, feiert am Donnerstag, 12. März, ihren 90. Geburtstag. Die ganze Gemeinde nimmt Anteil und wünscht der Hochbetagten einen sonnigen Lebensabend. Im goldenen Myrtenkranz. Ihre goldene Hochzeit feiern am Montag die Eheleute Heinrich Wins in Dahlhausen. Die feierliche Messe ist morgens 7 Uhr. Der Jubelbräutigam war von 1894 bis 1927 bei der Firma Dr. C. Otto beschäftigt. Seiner Ehe mit Greta Busch entsprossen 15 Kinder, von denen noch 10 leben. Die Jubelbraut ist am 24. 9. 1860, der Jubelbräutigam am 12. 12 1861 geboren, beide stammen aus dem Kreise Rees. Im Silberkranz. Die Eheleute August Gernhardt, .=Dahlhausen. Am Sattelgut 80, begehen am Sonntag, 8. März, das Fest der silbernen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Katholisch=Kirchliches. In der St.=Michaels=Pfarrgemeinde in Niederdahlhausen beträgt die Zahl der Kinder, die in diesem Jahre am Weißen Sonntag zum ersten Male zum Tisch des Herrn gefuhrt werden, 70 (39 Knaben und 31 Mädchen). Im vorigen Jahre waren es 58 Kinder(35 Knaben, 23 Mädchen). Reichsbetriebsgemeinschaft Eisen und Metall. Am Donnerstag abend wurde im Kestermannschen Saale der Kursus für Fachschulung der Metallarbeiter eröffnet. Es nehmen 30 Kursisten teil, die 15 Wochen lang in je vier Stunden unter Leitung des Betriebsingenieurs Bierwirth unterrichtet werden. NS.=Frauenschaft Dahlhausen. In feierlicher Weise wurden am Donnerstag nachmittag auf dem Horkenstein durch die Kreisleiterin, Frau Goebbels, eine Anzahl Kameradinnen neu aufgenommen und verpflichtet. Ein schönes Rahmenprogramm gab der Veranstaltung einen vertieften Inhalt. Beim Verladen verunglückt. Schwer zu Schaden kam auf seiner Arbeitsstelle der Lagerarbeiter Heinrich Br. Kassenberger Straße. In der Freitagnachtschicht wurde er von einen plötzlich zurücksetzenden beladenen Werkswaggon gegen die Laderampe gedrückt. Er erlitt schwere innere Verletzungen und einen Oberschenkelbruch und mußte in ein Bochumer Krankenhaus gebracht werden. Stadtteil Weitmar In hohem Alter. Der Reichsrentner Josef Kaesala, Wasserstraße 432, feiert heute in seltener und geistiger Frische seinen 73. Geburtstaa. Durch sein stets freundliches Wesen hat sich der Jubilar zahlreiche Freunde erworben. Stadtteil Wiemelhausen Auf der Straße vom Tode ereilt. Der Invalide., Borgholzstraße, erlitt gestern vormittag, als er auf dem Wege nach Bochum war, auf der Wiemelhauser Straße in der Nähe der Petrikirche einen Herzschlag, der seinem Leben ein Ziel setzte. Stadtteil Stiepel NS.=Frauenschaft Stiepel=Haar. Eine recht stattliche Besucherzahl konnte die Gruppenleiterin Frau Kröger am Mittwoch nachmittag zu frohen Feierstunden willkommen heißen. Den poesieumrankten Vortrag der Kulturreferentin Frau Fischer über den Vorfrühling umrahmte der Spielkreis mit netten Darbietungen. Frau Olert erfreute durch plattdeutsche Vertellkes. Stadtteil Langendreer NSKOV. als Frontsoldatenbund. Die Entwicklung der neuen Ortsgruppe geht weiter aufwärts. Eine ganze Reihe Frontkämpfer sind der Formation als Mitglieder beigetreten. Die Werbetätigkeit wird bis zum Ende des Monats fortgesetzt. Letztes Ziel ist, alle Frontkämpfer für die RSKOV. zu werben. Sie ist der große Soldatenbund aller Träger des Ehrenkreuzes, auch wenn sie nicht verwundet waren. Sie ist mehr als eine Formation zur Pflege der Kameradschaft und des soldatischen Geistes, sie hat als Gliederung der Bewegung ebenso wie die Parteiorganisation kämpferische und politische Aufgaben zu lösen. Aufnahmeformulare sind beim Kassenwart Kothe. Im Krebsfeld 5, und bei allen Zellenwarten der NSKOV. zu haben.— Zu dem Frontsoldatentreffen am Samstag, 14. März, im Köppeschen Saale ladet die RSKOV. schon jetzt herzlich ein. Aus der NS.=Frauenschaft. Im Vereinsheim Grollmann hielt am Donnerstag die NS.=Frauenschaft ihre Pflichtversammlung ab, eingeleitet durch eine Lieddarbietung des Frauenchores. Frauenschaftsoberleiterin Frau v. Döhren sprach herzliche Worte der Begrüßung und erläuterte anschließend die Aufgaben der Frauen in der heutigen Volkswirtschaft. Humorvolle Momentbilder und eine Gesangdarbietung des Frauenschaftschores leiteten über zu einem Vortrag der Gaureferentin für Volks= und Hauswirtschaft, Frau Kniever. Eingliederung der NS.=Arbeitsopferversorgung in die DAF. Mit dem 1. Januar 1936 ist die NS.=Arbeitsopferversorgung in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert. Die Deutsche Arbeitsfront hat die Mitglieder dieser Organisation zur öffentlichen Eingliederung in die Ortsgruppe Langendreer eingeladen. Diese erste Veranstaltung der Deutschen Arbeitsfront in Verbindung mit der NSG.„Kraft durch Freude“ gestaltete sich zu einem Erlebnis. Das Gau=Varieté hatte seine besten Kräfte nach Langendreer entsandt. Ortsgruppenführer Vg. Stein(Werne) eröffnete den Tag und legte die Gründe dar, die die Ueberführung der Arbeitsopfer in die DAF. erforderlich machten. Darauf ergriff Kreiswalter Meinert das Wort. Es sei, so führte er aus, eine Ehre für jeden deutschen Menschen, der in der Deutschen Arbeitsfront zusammengeschlossenen Gemeinschaft aller Schaffenden anzugehören. Wichtiger als augenblickliche wirtschaftliche Sorgen sei die große volitische Linie und seien die großen vordringlichen Probleme insbesondere der Arbeitsbeschaffung.„Als Sie arbeiteten“, so führte er aus,„haben Sie mitgeholfen. den Staat zu bauen, dafür garantiert Ihnen der Staat einen gesunden Lebensabend. Erfreuen Sie sich froher Stunden; denn wir wachen über Ihre Zukunft.“— Im gemütlichen Teil, der sich an die Kundgebung anschloß, sorgte das Gau=Varieté für Stunden des Frohsinns und der Unterhaltung. Zum Abbruch bereit. Die Brücke die bisher dem Zechenanschluß der Zeche„Robert Müser" diente, stellte wegen ihrer engen und unübersichtlichen Lage eine besondere Gefahr für den Verkehr dar. Jetzt sind die Grundmauern der Brücke vollkommen freigelegt, so daß in den nächsten Tagen mit dem vollkommenen Abbruch des Brückenmauerwerks begonnen werden kann. Da das Anschlußgleis vollständig außer Betrieb ist, sind bereits fleißige Hände dabei, den Boden des Bahndammes ackerbaulichen Zwecken dienstbar zu machen. Stadtteil Werne Heldengedenkfeier in Werne. Auch in diesem Jahre wird der Heldengedenktag in unserm Ortsteil wieder von der NSDAP. und den militärischen Verbänden gemeinschaftlich begangen. Das Programm gestaltet sich wie folgt: 11.15 Uhr: Abmarsch der Organisationen vom Werner Markt zum Denkmal, Kranzniederlegung. umrahmt durch einen Gesangvortrag der vereinigten Männerchöre von Bochum=Werne. Anschließend Schweigemarsch zum Heldenfriedhof, wo eine würdige Feier mit einer Rede des Ortsgruppenleiters Parteigenossen Ernst Müller stattfindet. Die Ausgestaltung der Feier auf dem Heldenfriedhof liegt in Händen der örtlichen Hitler=Jugend, Gefolgschaft 2/III/67. Folgendes Programm wird sich dort abwickeln: Kranzniederlegung der Organisationen, Ehrensalve der militärischen Verbände, Darbietungen der Hitler=Jugend. Ansprache des Ortsgruppenkeiters, Abmarsch. Vom Standesamt. Stadtamtmann Ganteför ist zum 2. Stellvertreter des Standesbeamten für den Standesamtsbezirk Bochum=Werne auf Widerruf ernannt und in sein Amt eingeführt worden. Die Bestellungen des Stadtoberinspektors Bald und des Stadtinspektors Vetter zu stellvertretenden Standesbeamten für diesen Bezirk sind erloschen. Schulungsabend des Genealogischen Vereins Bochum Untergruppe Bochum=Werne. Im Lokal der Witwe Heinrich Wortelmann, Bochum=Werne, Werner Hellweg, findet am 10. März, 20 Uhr, die Zusammenkunft der Familienforscher statt. Baumeister Kösler, spricht über:„Literatur und Hilfsmittel in der Familienforschung.“ Wichtige Hinweise, die für jeden Forscher unerläßlich sind. Anschließend eine Aussprache über die Ausstellung:„Rasse. Sippe, Siedlung“ in Bochum. Jeder Volksgenosse sollte die Ausstellung besuchen, um einen Einblick in die Arbeit zu bekommen, die zum Wohle unseres Vaterlandes, der Rassenreinheit und =pflege geleistet wird. Verunglückt. Als Donnerstag nachmittag der Kraftwagenfahrer Josef Schr., Heinrich=Gustav=Straße wohnhaft, von einer Lieferfahrt aus dem Rheinland über Wuppertal=Barmen die Sprockhöveler Straße befuhr, wurde er von einem überholenden Fernlastzug unweit Hattingen vom Fahrdamm abgedrängt, wobei er einen Chausseebaum streifte und hierbei mit dem Kopf und dem rechten Arm in die Fahrerschutzscheibe stürzte, so daß er außer einem Armbruch arge Schnittverletzungen davontrug. Er wurde dem Augusta=Hospital in Bochum zugeführt. Stadtteil Laer NS.=Volkswohlfahrt. Die Mitgliedskarten der Mitglieder, die den von der Reichsführung festgesetzten Eintrittstig vom 1. März 1934 tragen, sollen gegen Mitgliedsbücher eingetauscht werden. Die in Frage kommenden Mitglieder wollen die Karten auf der Geschäftsstelle der NSV., hinter der Schillerschule, unter Beifügung eines Lichtbildes 45 mal 55(Paßbild) und einer Ausfertigungsgebühr von 1 RM. einreichen oder ihren Blockwaltern mitgeben. Stadtteil Altenbochum 80 Jahre alt. Eine bekannte und geschätzte Volksgenossin, Frau Witwe Freese, Wittener und Wasserstraße Ecke, feierte gestern ihren 80. Geburtstag. Trotz des hohen Alters ist die Hochbetagte noch körperlich und geistig sehr frisch. Sie liest noch täglich mit Interesse ihre Heimatzeitung. Dem Geburtstagskind wurden zahlreiche Glück= und Segenswünsche zuteil. Die Frauenhilfe erfreute ihr langjähriges Mitglied durch ein schönes Blumenangebinde. Deutsches evangelisches Männerwerk, Gemeindegruppe.=Altenbochum. Am Heldengedenktage spricht in der Abendfeier um 20 Uhr in der Kirche der Landesleiter Pfarrer Esch(Altenbögge) über das Deutsche Evangelische Männerwerk. Alle evangelischen Männer der Gemeinde sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Stadtteil Harpen Elternabend. Die Eltern der Volksschulen des Ortsteils Kirchharpen waren am Donnerstag abend zu einem Elternabend in den großen Saal des Städtischen Verwaltungsgebäudes geladen worden. Schulleiter Jost vom System der evangelischen Bockholtschule begrüßte die Erschienenen und begründete, aus welchem Grunde die Schulkinder monatlich 20 Rpf. zur Beschaffung von Schmalfilmen beitragen müßten. Danach erfolgte die Vorführung des Films„Heimatbilder aus der nächsten Umgebung der Großstadt Bochum“ sowie des Films, der beim Aufbruch der Nation die feierliche Handlung in der Potsdamer Garnisonkirche zwischen dem Reichspräsidenten von Hindenburg und dem Reichskanzler Adolf Hitler behandelt. Der Abend wurde mit einem Gedicht sowie abwechselnden Reigen des BDM. und Liedern von Schülerchoren ausgefüllt. Aus der Heiliggeist=Pfarrvikarie. Die Weihe des neuen Taufsteins für das Harpener Kirchlein ist nunmehr auf Karsamstag festgesetzt worden. Die Weihe findet im Rahmen der am Karsamstag üblichen Weihen der kirchlichen Gebrauchsgegenstände statt. Der neue Taufstein wird in einer Marmorwerkstatt in Grevenbrück(Sauerland) hergestellt. Die Haube des Taufsteins wird aus Messing angefertigt. Stadtteil Gertbe Hochbetagt. Der Invalide Martin Bachmann, Castroper Hellweg 614, vollendete gestern in voller Frische sein 76. Lebensjahr. Er hat 45 Jahre treu als Bergknappe gearbeitet. Haus= und Grundbesitzerverein Bochum=Gerthe. Im Mittelpunkt der bei Siebert abgehaltenen Mitgliederversammlung stand die neue Einheitsbewertung. Vereinsleiter, Diplomkaufmann Pantring, hielt einen ausführlichen Vortrag über die Einheitsbewertung der Grundstücke, in dem er die gesetzlichen Bestimmungen und den Gang der Bewertung der Grundstücke darlegte. Der Vortrag war so ausführlich gehalten, daß jedes der anwesenden Mitglieder sich selber errechnen konnte, ob sein Einheitswert richtig ermittelt worden ist. Unklarheit bestand noch über den Aufschlag bzw. Abschlag wegen besonderer Eigenart des Grundstückes. Hierzu wurde besonders ausgeführt, daß auf Grund der Ausführungsbestimmungen die Finanzbehörde berechtigt ist, zu der allgemeinen Bewertung einen Aufschlag bei werterhöhenden Umständen festzusetzen. So insbesondere z. B. wegen zu großen Hofraumes. Auch der Hofraum stellt Grundvermögen dar, der bei der Bewertung mit zu erfassen ist. Wertmindernde Momente sind z. B. das Alter, die Bauart, Schwamm, die Lage des Grundstückes usw. Auch diese wertmindenden Umstände werden auf Antrag hin bei der Bewertung berücksichtigt. Dieser Aufschlag bzw. Abschlag geht bis zu 30 Prozent. Die Mitglieder mögen, bevor sie Einspruch erheben, die Beratungsstelle des Vereins in Anspruch nehmen. Stadtteil Hiltrop Barietéabend. Die im Winterhalbjahr 1935/86 überaus rührig gewesene Ortsgruppe Hiltrop=Bergen der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" veranstaltete am Donnerstag in der Turn= und Festhalle in Bergen einen ausgezeichneten Varietéabend, der so recht nach dem Geschmack des Publikums war. Die Ansage des Abends lag bei Walter Matern in guten Händen. Er war es auch, der als Pantomime die letzten Lachreserven hervorzauberte. Die Tänzerin des Abends, Ille Laeis, erntete für ihre Darbietungen „Polonaise".„Ungarischer Tanz",„Walzer“ und die Tanzstudie„Kirchweiherlebnis“ reichen Beifall. Willi Armand stellte sich zunächst mit seinem„kleinen August" als Bauchredner vor. Spontaner Beifall aber erhob sich im Saale bei der nachfolgenden Darstellung berühmter deutscher Persönlichkeiten, wobei er sich mit wenigen Handgriffen auf offener Buhne in die Größen deutscher Geschichte verwandelte. Eine Glanznummer des Abends war das Auftreten Jansly Jansens mit seinen sechs dressierten Hunden. Auch die Schlußnummer, das Auftreten der beiden Akrobaten Barry und Britton, die Höchstleistungen der Bodenakrobatik zeigten, fand ungeteilten Beifall. Stadtteil Bergen Radler vom Lieferauto erfaßt. Donnerstag abend kehrte der Zechenarbeiter Clemens Gr., aus der Constantin=Kolonie, mit seinem Fahrrad von seiner Arbeitsstelle über die Bergener Straße zu seiner Wohnung heim. Unweit der Schultenstraße wurde er plötzlich von einem nach Herne fahrenden Lieferauto erfaßt. Er geriet mit seinem Fahrrad zwischen Kotflügel und Hinterrad und wurde auf den Fahrdamm geschleudert. Mit Kopfwunden, Arm= und Beinverletzungen mußte er in seine Wohnung geschafft werden. Eie Vol=Nachsche Tigel ful das Wicherihhaus in Grumme=Böde Nach langen Bemühungen ist es der„Bochumer Vereinigung zur Pflege alter Haus= und Kammermusik“ gelungen, sich eine Orgel zu beschaffen, die die Summlung altklassischer Musikinstrumente im Besitze pno:.8 Muthherr. Die neue Orgel im Bau. der Vereinigung um ein wertvolles Stück bereichert hat. Es ist keine Orgel im gewöhnlichen Sinne, wie man sie hierzulande meist vorfindet, ein pneumatisches oder elektrisch betriebenes Werk, sondern eine sogenannte mechanische Orgel, die nach Vorbildern altnordischer Orgelbaumeister aus der Vor=Bachschen Zeit von dem in Vlotho=Wehrendorf tätigen Orgelbaumeister G. Steinmann nach einem Entwurf des Bielefelder Architekten W. Heidemann hergestellt wurde. Wegen ihrer künstlerisch gediegenen Ausführung und ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeit auf dem Gebiete des Musikinstrumentenbaues, namentlich in Bezug auf die Wiedergabe klassischer Orgelmusik, ist sie eine Neuerung von allergrößter Bedeutung. Die alte Schleiflade ist beibehalten. Hierdurch wird eine unerreichte Klarheit des Tones und ein vollendetes harmonisches Zusammenklingen der einzelnen Klangfarben gewährleistet. Die aufgestellte Kleinorgel hat wohl die kleinsten Ausmaße, die man sich bei einer Orgel mit sieben Registern und 459 klingenden Pfeifen nach den bisher im Orgelbau gewohnten Begriffen kaum noch vorstellen kann. An Raum benötigt sie nur eine Fläche von zwei Quadratmeter. Im großen Saale des Wichernhauses hat dieses Wunderwerk neuzeitlicher Orgelbaukunst seine Aufstellung gefunden zur Freude der Bochumer Vereinigung alter Haus= und Kammermusik, zur Freude und Erbauung der gesamten evangelischen Gemeinde des 10. Pfarrbezirks Grumme=Vöde, die am kommenden Montag sich mit den Freunden der Kammermusik zu einer festlichen musikalischen Feierstunde versammeln wird, um das neue Instrument seiner schönen Bestimmung zu übergeben. Aus der Liboriuspfarrei. Die Liboriuspfarrei.= Grumme begeht am morgigen Sonntag ihren diesjährigen Missionssonntag. In allen Gottesdiensten hält ein Pater, der praktische Erfahrungen in der Missionsseelsorge hat, die Predigten über Missions= und Diasporaarbeit der Kirche. Schwerer Unfall auf dem Bauplatz. Dem AugustaHospital zugebracht wurde der 56jährige Steinmetz Rudolf., Rottmannstraße 2. Er befand sich mit einigen Arbeitskollegen auf einem Bauarbeitsplatz, wo Baumaterialien abgeladen wurden. Infolge Ueberschlagen einer Ladevorrichtung wurde M. derart unglücklich von einen schweren Bordstein getroffen, daß er neben einem Mittelfußbruch Zehenbrüche und empfindliche Quetschverletzungen erlitt. Stadtteil Riemke „Züchterstolz“. Am Mittwoch abend hielt der Kleintierzuchtverein„Züchterstolz“ seine vom Vereinsleiter Berke geleitete Generalversammlung ab. Aus dem vom Schri tführer Langer erstatteten Jahresbericht ist zu ersehen, daß der Tierbestand der Mitglieder sich im letzten Jahre erhöht hat. Die Kassenverhältnisse sind befriedigend. Der Vereinsleiter wurde erneut in seinem Amt bestätigt. Er ernannte zu Mitarbeitern Schriftführer Langer, Stellvertreter Truzinski, Kassenwart Pruß, Stellvertreter Grabach, Beisitzer Lupaschewski, Personalnachrichten In verhältnismäßig guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit und Frische konnte der Pensionär FranLehmköster, Hattinger Straße 84, seinen 70. Ge, burtstag begehen. Im Schmuck der goldenen Morte Heute begehen, wie in der gestrigen Nummer unter „Stiepel“ mitgeteilt, die Eheleute August Nettel, beck, Hulsbergstraße, ihr goldenes Ehejubilaum. Kramer und Grillert. Das Arbeitsprogramm für dieser Jahr wurde eingehend durchsprochen. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Bestandene Prüfung. Die Gehilfenprüfung als Klempner und Installateur bestand der Sohn Wilhelm des Arbeiters Karl Müller, Dorstener Straße. NSDAP. Im Josef=Wagner=Heim auf der Poststraße fand eine Ortsgruppenversammlung der Ortsgruppe Hofstede=Riemke der NSDAP. statt, die der Ortsgruppenleiter Caspers leitete. Es wurden zu. nächst eine Reihe neuer Mitgliedsbücher ausgegeben und verschiedene Anordnungen der Partei bekanntgegeben. Stadtteil Hamme Die Ehrenmalsfeier in Hamme. Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Vereinigung zur Errichtung eines Kriegerehrenmals in Bochum=Hamme findet am Dienstag, 10. März, um 19.30 Uhr, in der Wirtschaft Schulte auf der Von=der=Recke=Straße statt. Immer die gleiche Unsitte. Die Ehefrau des Arbeiters Karl D. aus der Von=der=Recke=Straße benutzte am Freitag morgen zum Anzünden des Herdes Petroleum, das sie auf das schon glimmende Holz goß. Plötzlich schlug aus der offenen Ofentür eine große Flamme hervor, die die Frau arg verbrannte. Auch die Kleider hatten Feuer gefangen. Der auf die Hilferufe herbeieilende Sohn konnte Schlimmeres verhüten. Stadtteil Hordel Heldengedenktag. Für die Heldengedenkfeier am Sonntag ist folgendes Programm festgelegt: Sämtliche an dieser Feier teilnehmenden Vereine und Parteigliederungen versammeln sich um.45 Uhr auf dem Hofe des Parteiheims an der Fichtestraße. Von hier bewegt sich der Zug über die Hannover=, Röhling= hauser und Günnigfelder Straße zum Kriegerdenkmal, wo durch die beiden Kriegerkameradschaften je ein Kranz niedergelegt wird. Dann marschieren die Teilnehmer an dieser Feier über die Hannover= und Hüllerbachstraße zum Ehrenfriedhof auf dem Hordeler Friedhof. Die Feier am Ehrenmal wird durch einen Gesangvortrag des Hordeler MGV. eingeleitet. Nach einem Prolog wird der Kameradschaftsführer der Krieger= und Lanwehrkameradschaft Dr. Straßen, eine Ansprache halten. Einem weiteren Gesangvortrag und Prolog folgt eine Gedenkrede des Ortsgruppenleiters der NSDAP., Pg. Niedringhausen. Hierauf folgt die Kranzniederlegung durch die NSDAP. und die NSKOV., während von der Musikkavelle das Lied vom guten Kameraden gespielt wird. Die Gewehrgruppe stellt die Krieger= und Landwehrkameradschaft. Um 12 Uhr ist Gemeinschaftsempfang der Uebertragung des Staatsaktes in Berlin. Mit dem Absingen der Nationalhymnen findet die=Gedenkfeier am Ehrenmal ihr Ende. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Verdis Große Oper mit Ballett „Aida“, geht heute abend in der großen neuen Inszenierung der Kölner Oper im Bochumer Hause erstmalig in Szene (Brauner Ring und freie Besucher). Sonntag aus Anlaß des Heldengedenktages„Egmont". Kein Werk dürfte berufener sein, die Idee des Opfers und des nationalbewuß: ten Heldentums schöner und würdiger zu verherrlichen als dieses Goethe=Trauerspiel mit der großen Musik von Beethoven. Die morgige Aufführung bietet die letzte Gelegenheit, das Werk im Bochumer Schauspiel vorerst zu sehen, und zwar in der großen Einrichtung, die seinerzeit für die Goethe=Woche und für das Ehrengastspiel in Wetmar geschaffen wurde. Montag zum letzten Male Volks: vorstellung„Drach im Hinterbaus“. Diesmal dürfte es sich endgültig um die letzte Aufführung handeln. Die NS.=Kulturgemeinde. Am Donnerstag, 12. März, 20 Uhr, findet für die Mitglieder der Serie B als nächste Pflichtvorstellung das Lustspiel„Schwarzbrot und Kipfel“ statt. Der Vorverkauf beginnt am Samstag. 7. März, in der Geschäftsstells. Für die Mitglieder der Serie B. Mitgliedsnummern 251 bis 400 findet gleichzeitig am Mittwoch. 11. März, der Tanzabend„Die heilige Fackel“ statt. Der Vorverkauf beginnt heute.— Jugendgruppe: Als nächste Pflichtvorstellung für die Einzelmitglieder der Jugendgruppe findet am Sonntag. 15. März, 15.30 Uhr, das Schauspiel„Der Prinz von Homburg“ statt. Die Eintrittskarten sind ab Montag. 9. März, in der Geschäftsstelle der NS.=Kulturgemeinde, Bochum, Lueg=Haus, Zimmer 1, zu haben. Musikfeier in der Christuskirche. Am morgigen Sonntag(Heldengedenktag), abends—7 Uhr. veranstaltet der Pauluskirchenchor mit 100 Damen und Herren nebst Knabenstimmen unter Berthold Schmiedeknechts Leitung in der Christuskirche eine Musikalische Feierstunde, deren zweiteilige Vortragsfolge im 1. Teile auf das Heldengedenken abgestimmt ist. Rudolf Loos spielt als Uraufführung ein Solo für Violine und Orgel,„Reminiszere“ von Schmieh knecht. Als Gesangssolistin wirkt die hiesige Sopranistin Gertrud Walter=Alsdorf in der Konzertstunde mit, an der Orgel Hermann Schneck. Aerztliche Fortbildungsgemeinschaft in Bochum. Auf den am Mittwoch, 11. März, 20 Uhr, in der Verwaltungsakademte Bochum stattfindenden Vortrag des Herr Fi## fessors Dr. Brandes, Leiters der ortbopädischen## der Städtischen Krankenanstalten in Dortmund, über n spinale Kinderlähmung und die orthopädische Besantringg. ihrer Endstadten“ wird nochmals hingewiesen.gend karten sind noch vor Beginn des Vortrages an ver Abendkasse zu haben. Städtische Gewerbeschule Bochum. Am 15. April beginn an der Städtischen Gewerbeschule Bochum ein neuer Kursuzur Vorbereitung auf die Handlungsgehilfenprüfung. Ei alls Mitte April beginnt ein Abendkursus für grapyische Techniken, und zwar für Radierungen(Kaltnadel# Aetzung), Steinzeichnung, Holz= und Linolschnitt. Kursus soll die technischen Voraussetzungen und die Dar stellungsweisen vermitteln. Anmeldungen und Auskunft: Geschäftsstelle der Städtischen Berufsschule Bochum, gasse 5. Eingang A. Zimmer 20. Eigenheim=Modellschau. Am Samstag,., PBürgerSonntag, 8. März, findet in Bochum, Restaurant gesellschaft", Wilbelmstraße 9, eine Eigenheim=Modellschau der Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot, Lu# wigsburg(Württemberg), statt. 9 Die Verlobung unserer Tochter Teddy mit Herrn Ludwis Göb beehren wir uns hierdurch anzuzeigen Heinrich Kneider u. Frau Elisabeth geb. Hörling Bochum, den 8. März 1936 Maltheser Hol Ihre Verlobung geben bekannt: Teddy Kneider Ludwig Göb Bochum Wattenscheid Wilhelm Kettling Anne Kettling geb Rollenbach Vermählte Dortmund, den 7. März 1936 Wilgeimstraße 49, Hospi: Vereinshaus FamillenAnzeigen finden im„B. A. große Verbreitung Heute morten wurde mein lieber Mann, unser treusorgender Vater Wilhelm Möller Im Alter von 50 jahren, von seinem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden durch einen santten Tod erlöst. In tiefer Trauer: Frau Wwe. Hedwie Möller geb. Klich: Brunhilde Möller Hans Günther Möller Winfried Möller Bochum, den 6. März 1936 Die Beerdigung findet am Montag, dem 9. März. um 14.30 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes Freigrafendamm aus statt.— Die Trauerteier tst um 14 Uhr in der Leichenhalle. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Heute morgen 2 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater, Bruder, Schwaßer und Onkel Im Alter von 67 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Anna Krämer geb Karthaus Willi Krämer u. Frau Mimi geb. Lenz Willi Riese u. Frau Johanna geb. Krämer Bochum(Moltkemarkt 20), Lünen a. d. Lippe, Essen, Wetter a. d. Ruhr, den 6. März 1936 Die Beerdigung findet statt am Montag nachmittag 3 Uhr vom Freigrafendamm nach dem Zentraltriedhof. Allen denen, die aus Versehen keine Nachricht erhalten haben, diene diese als solche Keine Hilfe, keine Hoffnung war hier für mich. nur Jesus Christus erlöste mich. Gott dem Allmächtisen hat es in seinem Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante, die geb. Stock nach kurzem, schwerem Krankenlager, im Alter von 53 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefem Schmerz: Die frauernden Hinterbliebenen Bochum, Bielefeld. Hohenhausen, Lemgo und Münchehagen, den 5. März 1936 Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 7. März 1936, um 14.45 Uhr. vom Trauerhause, Emscherstr. 26, sum Friedhof Hamme statt. Trauerfeler um 14.15 Uhr. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugegangen ist, diene diese als solche Wie unerbittlich und geschwind Hat uns der Tod entrissen Dich, unser Glück und Sonnenkind. Unstillbar unsere Tränen sind. Die um Dein Sterben flieben. Donnerstag morgen 5 Uhr entschlief nach und Bruder, unser unvergebliches Eakelktind Werher im Alter von 7 Jahren. In tiefer Trauer: Michael Morrosch u. Frau Berta geb. Naujokat und Kinder Bochum, den 6. März 1936 Die Beerdigung findet Montag, den 9. März. nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Wattenscheider Straße 79, aus statt Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die Kransspenden beim Heimgange unserer lieben Mutter, Großmutter sprechen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Klose für die trostreichen Worte, unseren herzlichsten Dank am. Familien Ulrich Fehl und Ludwig Hach Bochum. im März 1936 Für die Beweise herzlicher Tellnahme beim Hinscheiden melner lieben Frau und treusorgenden Mutter sagen wir unsern innigsten Dank W. Hoischen und Kinder Bochum, Im März 1936 Des 30lägige Seelenamt findet am Sonntag, dem 8. März 1936, morgens um 7 Uhr, In der St.-Meinolphus-Kirche statt, wozu herzlich eingeladen wir d. Moderne Ontonnreme für die Dame Strick-Kleider Pullover, Röcke Westen“-ggsheng unsere Spezialität seit 68 Jahren Letzte Neuheiten Erstklassige Fabrikate! Niedrige Preise Ausstellung Grabenstraße„Bongarchaus“ erlene Söhne— Verkauf: Bongardstraße am Hellweg Aur S X Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Vaters danken wir herzlichst Familie Lübbert im März 1936 Bochum-Weitmar. Bochum-Wiemelhausen, Für die Beweise herzlicher Teilnahme anläblich des Todes unseres guten Vaters sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus. Geschwister Schmidt Bochum-Harpen, im März 1936 Heiraten — Familien= Nachrichten aus anderen Zeitungen übernommen— Geboren: Knab.: Hagen: DiplomIng. Otto Droste (Liselotte Goebel) Witten: Chefarzt Dr. Grün u. Frau Vermählte: Blankenstein: Kurt Kumpmann m. Irmgard Diergardt. Dortmund: Fritz Boschma mit Wilhelmine Klemp. Fritz Schmidt mit Hedwig Glevingbagen.„4n Hagen: Paul Ditzel mit Hildegard Picken. Felix Rüggeberg m. Elli Reuter. Witten:„ Herm, Merten mir Manr Utermann. Gestorben: Dortmd.: Hedwig„ Deutmann geb. Würz, 77 J. Paul Koebcke, 58 J. Kameradschaft Bochum Monatsappell, Sonnabend, den 7. März 1936, 20 Uhr,„Bochumer Hof“. Sonntag, 8. März, Antreten zur Heldengedenkfeier .30 Uhr, Ecke Arndi= u. Bleichstraße. Vollzahttozicher sczg ist kameradschaftliche Pfichl. Alleinstehende PerGelsenkirchen: /sonen(DauermieWilhelm Paschen, ter), auch Erho53 J. Friedrich tungsbedürft., find. Krautmann, 74 J. Hagen: Gustav Lambrich, 55 J. Adam Graß. .=Eppendorf: Wwe. Wilhelmine Friedr, Schlüter, Wegener geborene 54 Jahre. Therese! Ickhöner, 83 J. Reinwartb, 68 D; parß vt=Erlemever, Emil Wiegand, 80#ld Einmeher, Jahre. 187 Jahre. frdl. Aufnahme bei guter Verpflegung, in ruhigem Landhaushalt, 20 Minuten von Bad Oeynhausen. Prs. 2,50 Mark täglich. Aufrag. an Frau Sofic Sander Gohfeld, Flagenstraße 303. Frl., 32., möchte kathol. Beamten kennenlernen, zw. Heirat! Gute Aussteuer, =.=Einricht. und Ersparnisse vorhd. K. 88406 Anz. Frl., 37., evgl., i. Haush.(Köchin), häusl., groß, gesund, gutes Aussehen, tadell. Vergangenh., g. Ausst, sucht sol. Eheramerad.,.liebst. mittl. Beamt. Nur ernstgem. Zuschkiften D. K. 88296 Anz. Geschäftsfrau, Witwe, 28., kathol., ang. Ersch., eig. Geschäft u. spät. Verm. sucht anst., solid. Herrn bis 40 J. kennenzul. zw.spät. Heirat.(Beamt. in fest. Stell. bevorz.) Zuschr. mit Bild M. 88235 Anz. Frl., 44., evgl., möchte zwecks Heirat charakterf. Herrn in sicherer Stell. kennenlernen. R. K. 88146 Anz. Zum Hauspulz! Reinigt, färbt, entmotte Gardinen, Portieren, Teppfene Lindackers Färberei und enam Reiolounn. But vteoo u. 61616 VOCHZ Warum kaufen Sie Stoffe für Ihre Oberkleidung von auswärts? Sie können bei mir mindestens so günstig kaufen und finden die schönsten Stoffe zum Durchtragen für Sommer-, Sportkleidung usw. in großer Auswahl. TUCHLADER KARL HOFmanN CR. Bongardstraße 4, Rathaus, Mühlenstraße gegenüber Secchdllergst.§ 1 und 14g-10 Unr Kein Mann warf mehr als einen Blick auf mich. Ich beneidete andere Mädchen um ihre Einladungen zum Tanz, um ihre Liebeleien und um ihre Heiratsanträge. Solche Dinge waren mir niemals zugedacht. Ich kannte den Grund, denn, infolge von Mitessern und erweiterten Poren hatte ich einen schrecklichen Teint. Da riet mir eine Freundin zur weider, feftscher und beller. Nach einiwurde meine Haut frische. und hrurt.. In ger Zeit verschwanden erweiterte Poren und Mitesser und mein Teint wurde rein, zart und glatt. Jetzt sagt man mir Schmeicheleien, und ich bin nicht mehr eifersüchtig auf andere. Die weiße Creme Tokalon enthält hautstartenve und aufhellende Bestandteile. Diese dringen in die Poren ein und beseitigen tiefsitzende Verunreinigungen, die Wasser und Seife niemals erreichen können. Andere wertvolle Zusätze nähren und verjüngen die Haut und verengen die Poren. Jede Frau, selbst vorgeschrittenen Alters, sollte die weiße Ereme Tokalon versuchen, um eine frische, klare und liebliche Haut zu erlangen, auf die jede junge Mädchen stolz sein würde. Packungen von 50 Pie. aufv. Küchen und Schlatzimmer 890 1 Einzelmöbel, Polstermode. Federbetten, Herde billig und gut im Möbelhaus W. Beling Bochum, Clemensstraße 6 Die vornehme, für reell bekannte Eheanbahnung, Großinstitut Zoelung Sitzung der Gemeinderäte am Donnerstag, dem 12. März 1936, 17 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses, Eingang D, Brunnenhof baben schon viele! Einziger Punkt der Tagesordnung: Eheanbahnungs IauSazssatzung für das Rechnungs woll. Sie es nicht Der Oberbürgermeister tonhaus KE Zentrale Mülheim(Ruhr), Kettwiger Str. 35, auch auf diesem Telephon 41605. Wege versuchen Dortmund, Tausende VormerBettfede Betten Bettiedern Inletts Zum Hausputz -Reinigung Für die Beweise liebevoller Teilnahme beim Heimgang unserer teuren Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank Geschwister Sieberg Bochum, Im März 1936 Ig. Mann, 26 J. alt, 1,76 gr., evg., wünscht d. Bektsch. ein. lieb., einfach. Mädch., d. Liebe z. Sport hat, zwecks pät. F. 88249 Anz. Herzenswunsch. Kaufm.. Beamter, 50., ev., verw., o. Anh., sucht die Bekanntsch. e. pass., nicht unvermög. Dame zw. späterer Heirat. Witwe o Anb. n. ausgeschl. Zuschr., mögl. mit Bild, d. a. Wunsch zurückges. wird, u. W. H. 88248 Anz. Witwer, berufst., Handw., Mitte 40, möchte mit kath. Fräul, od. Wwe. o. Anh., mit guter Verg. u. gesundem Ausseh., pass. Alters, in Briefw. treten zwecks Beirat Selbstg. Darlegung der Verhältn. m Adr. u. Bild(zurück). Verschwiegenheit zugesichert. D. E. 88262 Anz Standesamt Bochum=Werne Der Stadtamtmann Ganteför ist **„Harge 4 Tuufene durch Verfügung des Herrn RegieAuf dem Berte 4. kungen, darunter##rungspräsidenten in Arnsberg vom Frl., 20erin, 50 000 Einheiraten, Be= 30. Januar 1936 zum 2. StellverMark bar u. spal. amten= sow. ver treter des Standesbeamten für den gr. Vermög.;Walse mögende Partien Standesamtsbezirk, Bochum=Werne 30erin, 3 Hauser, usw. Besuchszeit auf Widerruf ernannt und in sein Grundbesitz u. Mo- auch Sonntags. Amt eingeführt worden. natseink. 200 Mi.;(## Aoronstorff. Die Bestellungen des StadtoberFrl. 42 3, 2 86u= Loy vos vnuun(totg-Veiter Paut zelberkretenden SlienAlles 10 Pf. Zahnpasta..... Zahnbürste Borste Hautcreme Giyzerin Champoon.. Doppelpackung Ssetlik, 1Sauigie Belick-sgheicel beirat. Hunderte Berufstät. Nähh., Partien. Beamte 21 Jahre, vorgem. M. G. 88313 Anz. vorgem. Sprechz auch Sonntags. Sundeseu, Hochhu der Stao. Sochun Der Oberbürgermei TnUn Persteigerung rabe 103 . 1 0 Dose 10. 10 Kamm mie Btul Herren-Kamm Fehlern 10. mit kleinen 10 der Stav. Souur.#### Die Hundesteze=prittggug iu der Fassung der Nachträge vom 12. Juni Nahe am Markt in Witten(Ruhr) 1920, 16. April 1921, 31. März 1922, Johannisstr. 6, gel. Geschäfts= und 30. November 1922, 24. April 1923, Wohnhaus mit Seitenflügel, alles 17. Juli 1923, 27. September 1923, dreistöckig und unterkellert, Lagerr. 17. Januar 1924 und 19. März 1934) u. Werkstatt, soll am 25. März 1936, (veröffentlicht in den Bochumer Ta=svormittags 9½ Uhr, an dortiger Geungen am 4. Mai 1916, frichtsstelle, Zimmer 18, versteigert 19. Juli 1920, 19. Mai 1921, 2. April(werden. Größe 5,62 Ar, Geb.=Nutz922, 1. Februar 1923, 25. Mai 1923, wert 5564 RM. Seit 65 Jahren 15. August 1923, 3. Oktober 1923, Kolonialwaren=, seit 40 Jahren Ko22. Januar 1924 und 12. April 1934) slonial=, Drogen=, Photo= und Radioist bis zum 31. März 1937 verlängert Handlung. ase die Verlünggrugg der Gelgeneymig Haarbl....... Flasche 10 Haarpomade...... Stange 10 Rasterselle..... Stange 10 Rasterpinsel........ 10 Wilherrm. Mitglied der Wirtschaftsgruppe Privatversicherung Untall-, Haftpflicht-, Auto-, Kautlona-, Einbruch-Diebstahl-, Lebens-, Renten-, Kinder-, Aussteuer-, StudlengeldVersicherungen Prospekte und Auskünfte bereitwilligst Generalagentur Dortmund Göringstr. 2— Telephon 22679 — Mitarbeiter überall gesucht Sonntag, den 8. März ### die Verlanggenße Verfügung Fahrt in den kommenden Frühling tungsdauer gen##geng, Cetinsute Preis.— Mk. Abfahrt 14 Uhr ab Hotel wird nachstehend zur kenntnis ge- Forstenhof. „Genehmigt für die Zeit bis zum 31. März 1937. Konkurrenzselle. Palmölselle.... Anstd Mann, 29 Jahre, evgl., in Arbeit steh., Hauseigentüm.,=Zimmer=Wohn, vorb., wünscht mit einem anständ. Mädchen evgl., im Alter v 25—30 Jahren in Verbind. zu treten Heirat Aussteuer u etw Vermög.erwünscht. S. e9. 88163 Anz Heirat Welch. seinsinn., naturlieb. Dame, bis zu 35., k. m. Kameradin f. Leben sein? Bin Jungges., Handw., 39 Jahre. Piskr. zuges. Ernstg. Zuschr. Sch. 88322 Anzeig Ehevermitllung Fortuna Frau B. Wusockl — setzt— Ehrenfeldstraße 36 Gegr. 1913. Arnsberg, den 24. Januar 1936. Der Regierungspräsident IKI 215. J. A. gez. Dr. Martinius.“ Wird veröffentlicht. Bochum, den 5. März 1936. Der Oberbürgermeister. Scharpeg. Rut 61110011 Heißmangel Zchlegsheet. Heinr. Brennecke Nacht. Wäschereimaschinenfabrik Hannover, Kniestr. 18 Biersteuerordnung der Stadt Bochum Die Biersteuerordnung der Stadt Bochum vom 31. Juli 1930 in der Fassung der Nachträge vom 30. Januar 1931, 28. Januar 1932 und 21. April 1932(veröffentlicht in den Bochumer Tageszeitungen am 1. August 1930, 31. Januar 1931, 29. Februar 1932 und 25. Mai 1932) ist unverändert bis zum 31. März 1938 verlängert worden. Die diese Verlängerung der Geltungsdauer genehmigende Verfügung wird nachstehend zur Kenntnis gefie Die Genehmigung wird für die urz 1938 verSo unbeengte und bequeme Lage aller Zehen sichern stets die fußge#schten, bequemen, schön geformten THALTEIA„Vrr. Erneurg. gungn Zeit bis zum 31. Mär lande 9n 98 G ngert." 102• Arnsberg. ven 28. Januai 1930. Der Regierungspräsident Im Auftrage: 1K 1 218 gez. Unterschrift.“ Wird veröffentlicht. Bochum, den 5. März 1936. Der Oderbürgermeister „La Caoba“-Zigarre für •∆ Dg gar. mit Havanna-Einlage, 1OPT. jetztwieder zu hab.bei Fritz Jansen Brückstraße 48, Kortumstr. 93 u. 23 Einzelpaare zu herabgesetzten Preisen im REFORMHAUS FUCHS Wilhelmsplatz Rheinkrone.... 4 stack 10. Roistern.... 2 Stack 10. Rotbart.. 2stack 10# 10 Stück 4 Stack 10. Brückstr. 51 Straße 41# " Merienstr. 16„ Hattinger Allsestr. 125, Rolandstr. 34 Wasserdichte WagenAutoWaggonBudenMarkisen Oartenschirme Verlangen Sie unverbindl. Offerten. Rheinische Zeite- u. Deckenfabrik O. m. b.., Wiehele, Moers-Rhld., Telephon 135 Auch Sie können so wohnen! Besuchen Sie deshalb die Eigenheim-Schau der Bausparkasse Malnz Akt.-Oes. Bochum, Bongardstraße 14 Telephon 9010 Durchgeh. v.-19 Uhr geöffn. Eintritt frei. Hostenlose u. unverbindl. Beratung Verlangen Sie die wichtige Baumappe mit 30 Eigenheimen für.— am. Bei Vereinsendung durch die Post.40 RM. städtisches Orchester Bochum Vormiete 6. Konsert Donnerstar, den 12. Mürz 1930. 20 Uhr, Im Ernat-Moritz-Arndt-Haus, Königsallee Kamiherorchoster konzer! J. 8. Bach: Suite Nr. 2,-moll. Solo-Flôte: Otto Schneeberg K. von Wolturt: Konzert für Klavier und Orchester. op. 25 W. Egk: Solostücke für Klavter W. Fortner: Konzert für Streichorchester Solo-Violine I. Curt Hotmann; Solo-Violine II! Rudolt Loos 7 Solo-Vloloncello: Otto Kassler Alle Werke zum ersten Male Dirigent: Protessor Leopold Reichwein Sollst: Udo Dammert(Kavier) Preise: 15 Bpf. bis 1. 80 n M. Karten eind an der Konzerlkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkautsstellen zu haben. Schülerkarten zum Preise von 50 und 75 Rpf. werden nur an der Konzertkasse ausgegeben. Vorbestellungen unter Nr 61051 VLle! Bezirk Groß=Bochum Abteilung Bochum e. V. Am Dienstag, dem 10. März, 20 Uhr, im großen Saal des Darthauses, außerordentlicher Vereinsabend sGelat unte Wändeen Jeder Natur= und Heimatfreund ist willkommen. Freunde und Bekannte mitbringen. Eintritt frei! cheatel BOCHUM Samstag, 7. März 19 bis gegen 23 Uhr, Brauner Ring 8: Gastspiel der Kölner Oper Aida Oper v. G. Verdi. Sonntag, 8. März, 19.30—22.30 Uhr, Außer Vormiete: Zum letzten Male! Egmont Trauerspiel von Goethe. Preise von.30 bis.50 Mark. Montag, 9. März, 20—22.15 Uhr, Außer Vormiete: Krach im Hinterhaus Preise von 0,30 bis 1,50 Mark. Dienstag, 10.März, 20 bis gegen 22.30 Uhr Vormiete B 21: Zum letzten Male! Markuren Tragikomödie von Bergman. Mittwoch, 11. März, 20 Uhr Vormiete A 20 u. RSK., Serie B, Nr. 201—350: 6. Gastspiel der Tanzgruppe der Kölner Oper Die heilige Fackel Der Kaiserwalzer Bayrische Tanz bilder. Donnerst., 12. März 20—22.30 Uhr Vormiete C. 20 u. NSK., Serie B: Schwarzbrot und Kipfel Lustspiel von W. von der Schulenburg. Freitag, 13. März, 20—22.15 Uhr Roter Ring 5: Spiel um Angelika Lustspiel von Peteant und Köller. Samstag, 14.März, 20—22.30 Uhr Außer Vormiete: PrinzFriedrich von Homburg Schauspiel von H. von Kleist. Preise von 0,30 bis.50 RM. Sonntag, 15.März, 15.30—18 Uhr. Geschl. Vorst. f. d. RSK., Jugendgruppe: PrinzFriedrich von Homburg 20—22.30 Uhr Außer Vormiete: Schwarzbrot und Kipfel Preise von.40 bis.20 RM. Auspolstern von Matr., Sofas, Chaiselonques. Brandt Dorstener Str. 23 Ruf 63904 u. 64397 Kleiderablage 10 Pf. □∆ Die wirtschaftlichste Zugmaschine für alle Zwecke ist und bleibt der Hanomag-Diesel Schnelltransporter Auskunft durch die Generalvertretung: Walter Heinert Maschinenfabrik Soest, Telephon 1556 Radio Rührup ktoriastraße 5, gegenüber der Hau post, hat immer eus Krurste Meie Sta 58•0 135. 2M4. 14 täg. Pouscholkur RM 125.bsauger Lieferung durch die Fachgeschäfte. Hautkrankheiten hoffnungslos? Nein! Mixtura Vonderbecke hellt sämtl. Hautkrankheiten, auch in verzweifelten Fällen! Wollen Sie geheilt werden, kaufen Sie heute noch Mixtura Vonderbecke in der nächsten Apotheke. Verlangen Sie kostenlos Prospekte b. Chemischen Laboratorlum Essen, Grusonstr. 1 Pianos- Flügel neu— gebraucht— zur Miete. Große Auswahl, Zahlungserleichterung. Planchaus Marks, Bochum Kaiser-Wilhelm-Straße Gasthaus Wagener Weitmar, Karl-Friedrich-Straße 8 Heute. ab TUrrIAEEET Kapelle ARTUR MERTENS Spielt KEN Lehrreich auf unserem Krefft=Blume=Gasherd am 11 März nachm. 4 Uhr wür oie alle M einladen. Eintrittskorten werden an unferer Katfe kobtenter Atgenehen W Pragene m Reel Neue e Bezugsquelle Gänsefedern mit Daunen, ungerissen, doppelt gereinig Pfd..-, allerbeste Qualität.50, weilHalbdaunen.50,.- u..50, gereinigte gerissene Federn mit Daunen.25 u..25 hochpr..25, allerfeinste.25, Ia Volldaunen.- u..-. Für reelle, staubfreit Ware Garantie. Vers. geg. Nachn. ab 5 Pfd portofrei. Pa. Inlette mit Garantie billigst Nichtgefall, auf meine Kosten zurück Willy Manteuttel, Gänsemästere Neutrebbin 55 d(Oderbr.) Größtes Bettiedern-Versandgeschäft des Oderbruches. Stammhaus gegr. 1858. Privatdetektiv Hüning, Kriminal=Wachtm. a.., Bochum, Kortumstraße 93. Ermittlungen, Beobachtungen in Ehescheidungs= u. Unterhaltssachen, Spezialauskünfte für Verlobte. Langjähr. prakt. Erfahrungen. Beste Referenzen. Streng vertraulich. Telephon 66224. Dianos neu und gebraucht, preiswert und Zahlungserleichterung. Synen, seputsren und modamidern , lano-Vieth atrase 2 BLUNIENKENPER Mlpina.-Uhren Str Ihre Schühe längt, weitet und repariert Herm. Kaiser Bochum, Ecke Brück= und Wielandstraße. Filiale Pieperst.29 Kartg wonl. Steuer-, Rechts-u. Versicherungsbüro Cranachstr. 36 (Wiesental) Ruf 81824 Getriebelett Staufferfett, Hochdruckschmierfett. Treibriemenwachs liefert preiswert Karl Stemmer, Querenburger Str. 34, Tel. 61204. Wirtliche Freudr bereiten Sie zur Konfirmation und Kommunion den jungen Menschen mit der Oipina=Ahe aus dem altbekannten Uhrenund Goldwarengeschäft jetzt nur Bochum Kortumstraße schräg gegenüber Café Döhmann ig Was gibt es Neues?— Solange diese Frage Interesse hat, wird man täglich Zeitungen lesen, und solange die Kundschaft solches tut, ist sie auch von dieser Seite für Ihr Geschäft zu gewinnen. er tagsüber reisen muß, kennt den ewigen Verdruß: das Ge dränge durch die Menge und Gezwange durch die Gänge. Muß das sein? Rein! Also zum Verkehrs=Verein! DARUM In allen Fenstern unseres Hauses erwartet Sie der Frühling 1936— mit einer reichen Auswahl aller Neuheiten, die die Salson in geschmackvoller Damen-, Herren- u. Kinder Kleldung und was dezu gehört, geschaffen Und wie insden Fenstern, so sind ab Montag auch alle Modeab. teilungen Innerhalb unseres Hauser gerüstet und zelgen in dekorativem Rahmen ihre Leistungen. Im Parterre, im 1. Stock u. im 2. Stoch wird viel Interessantes zu besichtigen sein und alle, die gut angezogen sein wollen und den Wunsch haben, Ihr Heim geschmackvoll für den Frühling auszustatten werden auf ihre Kosten kommen. SONNTAG FENSTER BESICHTIGENI * UND MONTAG FRUHJAHRS. MODENSCHAU 100 Wer will im Frühjahr ein neues Fahrrad kaufen?? Heute schreiben! Wir machen Ihnen einen Vorschlag, der Ihnen sofort gefallen wird. E.& P. Stricker, Fahrradtabrik, Brackuede-Bielefeld Bankdirektor a. U. Heinz Baecker Fernsprecher: Bochum 681 60 für Orts- und Fernverkehr.— Bochum, Farnstraße 48 Sothaer Feuerversicherungsbank a. S.— Gothaer Kraftfahrzeug-.Transportversiche rungsbank.-S. Hauptgeschäftsstelle Bochum Versicherungen aller Art C EE ###e M Pracht-Wurst gmd Goerngre 4% Bäckch.# bsorten Mk. 4,50 unangeschnittene Würste Jede eine Delikatesse Rückrhhme Garantie C. Ramm, Wurstfabrik, Nortorf(Holst.) 45 Hotel Fürstenhof = unter neuer Leitung Heute, Samstag, den 7. März, abends 20 Uhr: VORHungsreler Zum Eintopf-Sonnlag Dicke Bohnen mit Speck Erbsen mit Mettwurst Grüne Bohnen m. Mettwurst Huhn mit Reis Enten mit Erbsen-Purree Brechbohnen-Ptd.-Dose 0,44 Schnittbohnen.Pfd.-Dose 0, 4 2 Dicke Bohnen-Pfd.-Dose 0,70 Sauerkraut..... Pfd..10 Rinoll. I. eig. Sall Dose 0, 75 u. 1,50 Nur Roustrade, Ecke Viklorlastraße Hühner Pfd..10 Enten Pfd..30 Echt Eichen= 180 u. 200 cm br., z. Spottpreis von RM. 250—290 Lieferung u. Lagerung kostenl. Die Zimmer,„werden auch auf Teilzahl. bei kurzfrist. Zahlung ohne Aufschlag verkauft. Anfr. erbeten an Althoff Dortmund=Derne, Postfach 22. mit Konzert Für Küche und Keller ist bestens gesorgt! Verlängerte Polizeistunde Hermann Siebeck Tischbestellungen erbeten unter Ruf 67366 Am morgigen Heldengedenktag abends 6 bis 7 Uhr: Mäsnseiermder Shetstartirche Ausführende: Der Pauluskirchenchor nebst Knabenchor unter Berthold Schmiedeknechts Leitung# Gertrud Walter-AlsdorfBochum(Sopran)/ Konzertmeister Rudolf Loos(Violine) Studienrat Hermann Schneck(Orgel) Vorverkaufspreis 30 Pf., an der Kasse 40 Pf. Runkein verkauft pro Ztnr. 0,90 Mk. ab Hof. W. Dreyer, Kornharpen. Preiswerte Polstermöbel Werkstattarbeit Ledertuchsofa von 35,— Mk. an Couch von 39.— Mk. an Chalselongue von 19.50 Mk. an Bessel in jeder Preislage kauft man nur im Fachgeschäft Polstermöbel Westtalla Bochum Augustastr. 12 Aut Wunsch Zehlungserleichterung Velsphonisul können Sie jederzeit Anzeigen für den B..“ autgeben Rufen Sie 67531 an „Lieber s0 schrieb Elli letztens an ihren Freund „nimm es mir nicht übel, daß ich gestern nicht kam, ich mußte unbedingt die neuen Stoffe für die Frühjahrsmode sehen, und Du weißt, das geht nicht so schnell. Die Auswahl Ist nämlich so groß bei Kortum Straße 75 eldengedenktag 1939 Aes Wer Von Karl Purkert ihre Schritte x mmmeen 1944—191 15FRDEETE (fiese Geschichte trug sich im dritten Jahre des ) großen Krieges an der Westfront zu; somit — zu einer Zeit, wo auch draußen in den Schützengräben die Sehnsucht nach allen den gütigen und tröstlichen Dingen, die man von früher her noch leise in sich schwingen fühlte, allmählich groß wurde. Es läßt sich heute nicht mehr leicht feststellen, in welche Gegend die Geschichte verlegt werden muß, denn die kleine Kapelle, in der sie sich abspielte, war schon damals mehr ein Wunder als eine Möglichkeit, und ist dann auch im weiteren Verlauf der Ereignisse vollständig vom Erdboden verschwunden. Aber dortmals war sie noch vorhanden. Sie lag in einer nicht sehr breiten, waldigen Talmulde, umfriedet von alten Linden, und von den beiden Fronten her, die diesseits und jenseits auf den Waldhöhen verliefen, sah man bei einiger Sicht da und dort das helle Gemäuer aufschimmern. Die Kapelle war zweifellos ein Gnadenort, wid hüben wie drüben hegte man sicher immer wieder den Gedanken, wie schön es wäre, wenn man sie unversehrt in Händen hätte. Aber unter den gegebenen Geländeverhältnissen war dies wohl nicht möglich. In der Mulde konnte sich keiner der beiden Gegner festsetzen, ohne völlig nutzlose Verluste zu erleiden. Und dann hätte ja gerade der Mulde das Verhängnis jäh heraufbeschworen. Denn dann hätten die Kanoniere, die doch immer mit einiger Streuung rechnen, mit dem besten Willen für die Kapelle nicht mehr einstehen können. Nur im Niemandsland war die Kapelle denkbar. Nur hier konnte sie— wer wußte es, wie lange noch— ihr Dasein fristen.— Einer von denen, die sich in Gedanten fort uno fort mit der Kapelle da drunten beschäftigen, ist der Unteroffizier Wegis. Wenn er den grauen Feldrock, in dem er jetzt schon so lange steckt, eines Tages ausziehen dürfte, wäre er wieder Organist und Chorregent in einem kleinen fränkischen Städtchen. Ol ihm das lieber wäre? Es hat vorläufig keinen rechten Sinn, auf diese Weise zu fragen. Man steht nun einmal da draußen und muß da aushalten, ob es einem lieb oder leid ist. Ja, es ist wohl keiner in der Kompagnie, der so oft nach der Kapelle Ausschau hält wie er. Halbe Stunden lang kann er, den Blick nach dieser Richtung, an der Bärme lehnen, und es wird ihm dabei nie die Zeit lang. Er hört eine Orgel, bildet er sich manchmal ein. Der Wald summt leise von ihrem Getön.„Hörst du es auch?“ Er fragt es eines Tages den Gefreiten Bächler, einen kleinen Bauern aus dem Donauland, der da gerade im Graben als Posten steht. Nein, der Bauer hat nichts davon gehört. Aber die Kapelle hat auch er ins Herz geschlossen. Er meint, sie trägt einen Trost in sich. Er denkt sich aus, wie da drinnen eine Mutter Gottes von einem Altar herniederblickt, und wie es schön wäre, wenn man hin und wieder ein Wörtlein mit ihr reden Der dritte ist der Fabian, ein Stubenmaler. Seine Sehnsucht ist bescheiden. Er hat,Bisch, Pest, nicht Kind und auch sonst keine großen. ,. Hjgicg wäre schon zufrieden, wenn ihn die Lau### hur###h in Frieden ließen und wenn er wieder einmal eine sauber gemalte Wand zu sehen bekäme. Aber im Grunde stimmt er mit den beiden andern gut zusammen. m„ hon meh Es ist an einem der letzten Marztage, schon mehr gegen Abend, als sie durch den Draht gehen. Karfreitag müßte sein, wenn man heute daheim wäre. Aber hier draußen— wer denkt da schon daran? Es ist vor einer Stunde ein starker Nebel eingefallen; der Kompagnieführer möchte die Gelegenheit benutzen, wieder einmal eine Tagpatrouille ins Vo gelände zu schicken, und die drei haben sich dafür gemeldet. Was sie eigentlich im Sinn haben, verschweigen sie. Sie wissen zuvor: der Hauptmann würde nicht einwilligen. In sackdickem Nebel schreiten sie den Hang hernieder. Kaum zwanzig Schritte können sie vor sich sehen. Aber sie fühlen sich plötzlich so frei, als wenn sie jetzt immerzu fortmarschieren dürften. Als wenn es hinter ihnen keinen Graben mehr gäbe und vor ihnen keinen Feind. un 2 Sie spüren, daß sie auf junges, weiches Gras treten, und das tut ihnen wohl. Sie gelblodernde Primelwiesen. Sie sind umspült vom weißen Schaum der Anemonen. Sie stehen auf einmal vor einer blauen Woge von lauter Wildveilchen und sind ganz betroffen. Gott, wie lange mag es her sein, daß sie so was nicht mehr gesehen haben! Ab und zu stutzen sie einen Augenblick, verheben den Schritt, wollen schon nach dem Gewehr greifen. Aber es ist nichts. Es ist nur wieder so ein Wacholder, der im Nebel wie ein Mensch aussieht. Beruhigt gehen sie weiter. In der lauschenden, so schwermütigen Stille versinken ihre gedämpften Worte. Nun haben sie drunten den Talgrund erreicht. Noch keine halbe Stunde sind sie unterwegs. Der Musiker sieht nach der Uhr. Erst Fünf, sie haben noch Zeit. Ein Stück laufen sie einen schmalen Luch entlang, Palmweiden und Butterblumen gibt es da, dann stehen sie vor der Kapelle. Wie auf Befehl bleiben die drei mit einem Male kehen. Ein seltsames Gefühl überkommt sie, über das im Augenblick keiner sich Rechenschaft zu gehen vermag. Ist es die feierliche, fast unirdische die, hier dicht vor dem Feind etwas Neues, nie Erlebtes, sich beklemmend auf ihr Herz legt? Ist der langst ungewohnte Anblick des Kirchleins ihnen so emd geworden, daß sie an der Pforte der kleinen, schlichten Kapelle verstummen und send schaut den andern an, und doch fühlt ein jeder die seltsame Scheu seiner Kameraden. Und sind es auch nur Sekunden, die sie dort verharren, wie ein langer Augenblick der Ewigkeit erscheint allen das stille Verweilen. Endlich gibt Wegis sich einen Ruck und schüttelt die merkwürdige Stimmung mit äußerlicher Bewegung ab, ohne sich aber im Innern ganz frei machen zu können. Seine Hand ergreift den kühlen Drücker. Das Tor kreischt ein wenig in den Angeln, aber es läßt sie ein. Mlan Der Stubenmaler sieht fürs erste nichts ais Blau und Gold. Die Kapelle stammt aus der Barockzeit und lebt in diesen Farben. So still und verschollen lächelt das einen an. Der Stubenmaler kann sich schier nicht satt sehen. Er wundert sich, daß der Bächler so gar keine Augen dafür hat. Aber er begreift es auch wieder. Ein Bauer hat eben mit solchen Sachen nichts zu schaffen, und ein Mensch ist nicht wie der andere. Nach einer Weile spürt der Stubenmaler, wie ihn jemand am Rock zupft. Es ist natürlich der Wegis. Er zeigt mit dem Finger nach der Empore. Zinnpfeifen blitzen da oben. Also eine Komm!“ sagt der Musiker leise. Und nun gehen sie. Es hat der Musiker vielleicht vorher noch gar nicht gewußt, ob er auch wirklich spielen will. Es ist doch immerhin etwas kühn, wo der Franzman da oben in den Wäldern sitzt. Aber wie er dann die vielen Register vor sich sieht, Violon, Terzflöte, Lieb lich Gedackt, Salizional und wie sie alle heißen, da geht es eben nicht mehr anders.„Geh, Fabian, bittet er,„mach' mir ein bißchen Wind!“ Und nun fängt er ganz leise an zu präludieren. Anfangs weiß er selbst noch nicht, wo es damit hinaus will. Ihm ist, wie wenn er in einem Nebel ginge und er seinen Weg nicht finden könnte. Er sucht in seinem Gedächtnis. Ein Choral muß es sein, soviel ist ihm gewiß. Ein Choral, wie ihn der alte Vater Bach ausgesetzt hat. Aber Welcher von all denen, die er in den Fingern hat? Da fällt ihm wieder ein, was heute für ein Tag ist. Daß er das vergessen konnte! Haben sie nicht erst vorhin davon geredet? Aber freilich— dieser Und nun weiß er, welcher Choral es sein muß. Nun gibt es keine Wahl mehr. O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller O Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron!... Der Musiker hat nur einige ganz sanfte Register gezogen, und in einem unendlich weichen Tonstrom ergießt sich der Choral in das Schweigen der kleinen Kapelle. Es ist wie das Sausen des Sommerwindes im Föhrenwald. Und doch ist es wieder ganz anders. Viel heiliger ist's. Es ist, wie wenn die strömenden Orgeltimmen aus unerdenkbaren,ngen herkämen und in unerfaßbare Fernen.... würden. In ihnen schwingt eine Ewigreit. Sie sagen von der Not und Angst des Menschensohnes. Sie sagen von der Schuld und dem Lei# bieses Lebens. Sie sagen aber auch von der Erlösung durch das Opfer des Blutes und von dem Triumph der Liebe über den Tod. Und die drei Menschen, die sich hier im Gotteshaus zusammengefunden haben, vernehmen das alles. und sie erschauern bis in die tiefste Seele. Es ist ihnen, als wenn sie leise zerschmelzen würden. Wi ist ihr kleines Menschen=Ich geblieben? Der tiefe Strom des Chorals muß es mit fortgetragen haben. Sie können nur noch ein Wir denken. Jenes Wir, das ihr ganzes Volk umschließt. Sie wissen nicht mehr, daß sie es gewesen sind, die noch gestern fragen konnten: wozu das nun alles und für wen? Sie fühlen in dieser Stunde zum erstenmal, daß dies harte, friedlose und sehnsuchtsvolle Leben da draußen in den Gräben einen Sinn hat. Einen göttlichen und ewigen Sinn. Sie glauben nun auch zu verstehen, warum all das Blut und warum die vielen, vielen Toten. Die Choralstrophe ist jetzt verkluggefgren# in den Steinwölbungen hat sie sich verloren. Nie ist eingegangen aus der Zeit in die Ewigkeit. W alles, was einmal lebte und webte, zuletzt in die Ewigkeit eingeht. In den drei grauen Männern schwingt sie noch eine Weile traumhaft fort: Drunten der Bauer kniet noch wie vorhin bei seinem Betstuhl. Reglos wie ein Holzbild, die Hände hart ineinander geschlossen, so kniet er. Seine Blicke hängen dort am gekreuzigten Heiland.„Weil es dein Wille ist!“ sagen ohne Ton seine Lippen. Der Musiker sitzt still vor der Orgel. Den Kopf zurückgelehnt, die Augen zugetan, als ob er einem entflohenen Klang nachlausche.„Weil die Liebe stärker ist als der Tod!" Das geht als eine tröstliche Gewißheit durch seine Seele. Dem Stubenmaler hinten am Windbalg läuft es auf einnal naß über de poatze pag mit ihm ist. Wangen. Er wundert sich ja, was dur mir chm.. Heulen? Er wüßte nicht, wann ihm das passiert wäre!— Im Grunde fühlt er wohl das gleiche wie die beiden andern. Dann klappt der Musiker die Orgel zu. Gedämpfte Schritte auf einer Holzstiege und auf den Steinfliesen. Zum andernmal ein rostiges Knarren von einem Tor. Dann wird es drinnen in der Kapelle wieder Es war der letzte Choral, der in ihr gespielt wurde. BetusVa Heinz Wienecke Nur dies: Wir wissen von euch, Kameraden, Die ihr draußen auf fremder Erde, In fernen Meeren Sehnrh H 24 5 Ihr waret Huter des Reiches In schwerster Stunde. Nichts galt euch das eigene Leben, Alles das Vaterland. Nur dies: Wir wissen von euch, Kameraden, Die ihr zur großen Armee Der Ewigkeit Geoten. K 4 Ihr starbt als Hutel des Reicher Im freudigen Glauben An eures Volkes ewige Größe, Ehre und Unvergänglichkeit. Nun wisset von uns, Kameraden, Die wir das heilige Erbe Eures opfergekrönten Glaubens Anzutreten bereit sind, Dies: Wir werden eure Taten, eure Opfer Als Weiser nehmen Für jedes unserer Beginnen. Mahnmal sollen sie uns sein Für den rechten einzigen Glauben, Den ihr uns lehrtet: Alles für Deutschland! „Wer Tod ilt im Sieg!“ Aus Kriegsbriefen Auf ewig gehört der deutschen Geschichte an, was aus Kriegsbriefen gefallener Studgreng, zun spricht: Begeisterung, Heroik und fre. Opfer. Sie haben den Tod erlitten, diese jungen#nschen, wie einen Sieg, wie eine Krönung— und in diesem Sinne auch gedenken wir Nachlebenden all der# lionen Helden, die für Deutschlano fielen. Artur Meeß, geb. 28. Mär,,jeun„ zu Kaisersie 24. Juli)5 bei1g. Gtoher 1914. Euer Schweigen in den letzten Tagen sowie das Ausbleiben von Nachrichten von Walter machten mich bang. Heute hörte ich, daß das 23. Infan tie=Regiment fast vollständig aufgerieben sei; g rade wollte ich mich hinsetzen, um Euch auf das Allerschlimmste gefaßt zu machen, da fand ich den Eilbrief mit Deiner Schrift, liebe Else— un wußte genug. In dem Moment empfand ich so recht, wie mir der treue, liebe Kerl ans Herz gewachsen. Ach, wie gern hätte ich ihm nochmals die Hand gedrückt! Doppelt lieb sind mir jetzt die Stunden, die ich mit ihm in Berlin zusammen war. Aber trauern, Herrgott, ja, es ist ein Riß im Herzen, aber jetzt, wo unser teures Vaterland in Not, mehr als vor hundert Jahren, ist da nicht jeder Tropfen Blut geheiligt, ist unser geliebter Walter nicht den schönsten, herrlichsten Tod gestorben, den man sich denken kann? Herrgott, wie ich ihn beneide, wie stolz ich auf ihn bin, wie ich mich da nach sehne— verzeihe mir— auch fürs heißgeliebte Vaterland, für Kaiser und König bluten zu dürfen! Ihm ist das Glück zuteil geworden, sein letzter Gedanke war bei uns, und so wollen wir ihn im Herzen weitertragen als unseren Stolz, den. Euch aber rufe ich zu: Kopf hoch, büickgun Euch, das Heiligste gilt es, dafär, ist, begg. als Opfer gerade gut genug; den Stbiz im Annig, die Trauer im Herzen. und eines wollen wir hoffen, das haben Walter und ich in Berlin uns beim Abschied gesagt:„Siegen, ja nur siegen! * Heinz Pohlmann, stud. phil., Berlin, geb. 14. Februar 1896 in Berlin, gef. am 1. Juni 1916 vor Verdun:„ M. 1916 Im Felde geschrieben, 25. Mai 1910. Innigst geliebte Eltern! Wenn Ihr diese Nachricht von mir erhaltet, dann ist wohl herbes Leid über Euch gekommen; denn dann bin ich nicht mehr in dieser kann es verstehen, aber um eins bitte ich Euch: beklagt mich nicht. Trauert um mich, aber seid ruhig und gefaßt; zeist, dob Zeiuticgh, Eitern die die das Leid tragen können. Deulsch. Eittrn, das Wertvollste, was sie besitzen, hingeben für da Wertvolste, unser herrliches Voteglachtichtegnngaube aller trüben Erfahrungen und Nachricht, glau ich doch noch an eine Zutunft. Für das neue, größere, bessere Vaterland gebe ich gern mein junges Leben. Ich gehe ganz gefaßt in den Kampf und zittere nicht, dem Tode ins Angesicht zu blicken; denn ich fühle mich geborgen in Gottes Hand. Jesus Christus, den ich nach langen Irrungen als meinen Erlöser ersahren durfte, ist aushju1g, nligt die Auferstehung und das Leben.— Vien 16 Ihr nicht meine Ueberzeugung, aber ich habe ein treffliches Wort in meinem Buche von Lhotzky gelesen:„Von den Menschen führen vielemug.## Gott, aber von Gott nur einer zu den Menschen. Noch eins: Wenn ich Euch früher kränkte und weh tat, so verzeiht es mir. Ich war eigensinnig oft und habe oft einen unrechten Weg eingeschlagen, aber ich habe es bereut, glaubt es mir, und verzeiht mir. Und nun bleibt mir nichts mehr als Euch allen trotz allem zuzurufen: Auf WiedersehenEuer Heinz. ucf 5 *% 5 K Aa Brenr, ein helbitthes Frauenoito 7 s. k. p. schmutziges Dorf in Russisch=Polen. Eine (, ganz goldene Kirche ist darinnen, die eigentlich gar nicht hierher paßt. Heiß wurde um das Dorf gestritten, doch schließlich haben es die Märker genommen. Jetzt weht die Flagge des Roten Kreuzes vom Kirchdach. Heu ist in der Kirche aufgeschüttet und reines Stroh. Wenn man's nicht wüßte, wo man ist, könnte man vielleicht an den Stall von Bethlehem denken. Das Kirchgestühl liegt draußen auf einem Anger. Weißes Linnen ist über das gelbe Stroh gebreitet. Aber nicht immer ist es noch ganz weiß. Da und dort ist ein großer Blutfleck zu sehen, oder die trübe Spur von einem Schmierstiefel. Verwundete Soldaten liegen da, zwei lange Reihen. Wimmern und Stöhnen hört man, und bisweilen hört man ein Fetzlein von einem Gebet. Hier lächelt einer im Halbschlummer. Dort sinken einem die Augen traurig zu. Und nach einer Weile liegt er da, feierlich und groß, wie ein gefallener König, und sein Antlitz gehört schon der Ewigkeit an. Altäre gibt es in dieser Kirche mit schlanken, goldenen Leuchtern vor verräucherten Heiligenbildern. Sanfte Madonnen lehnen in den blauen Nischen, und sie haben Blütensträuße, bald frische, bald welke, zu Füßen liegen. Ein deutscher Arzt tut seine schwere Pflicht in der Russenkirche. Tag und Nacht sicht er wider den Tod. Glieder sägt er, verbindet Wunden. All das junge, brausige Leben möchte er retten. Die Schmerzen sucht er zu lindern, so gut es gehen will. Den Schlafenden blickt er prüsend ins Gesicht, und zu den Wachen spricht er mitunter ein munteres, ein scherzendes Wort. Ein deutscher Pfarrer mit einem schönen, greisen Einsiedelbart geht zwischen den Lagern der Soldaten umher. Weilt hier, weilt dort. Beugt sich hin zu einem flüsternden Mund. Oder kniet gar und kritzelt einen Brief auf einen Block. Einen Brief, der ihm mit matten Lippen hingehaucht wird. Manchmal, wenn vorne die Kirchpforte sich öffnet, rühren ein paar alte Wallfahrtsfahnen, traumhaft bewegt, ihre seidenen Quasten. Doch was wäre das alles ohne Irene? Irene ist ein junges Mädchen von der preußischen Grenze und ist zur freiwilligen Krankenpflege hierher gekommen. Sie hat wunderschöne, gerstengelbe Haare. Sie hat einen kleinen süßtraurigen Mund. Ihr Herz ist ein stilles, gramvolles Kämmerlein, aber eine Menschenliebe funkelt darinnen wie lauteres Gold. Die Soldaten sehen zu ihr empor wie zu einer Heiligen. Um Irenes Schläfe duftet immer ein Frühling mit blauen Veilchensträußchen und gelben Primeln. Ein unsichtbarer, heimlicher Frühling. Ein Frühling, den man nur ahnen kann. Ihre Schritte sind leise wie Vogelschritte. Man glaubt kaum, daß ihre Füße den Boden berühren. Sie scheint nur immer zu schweben. Fort und fort hat Irene zu tun. Sie rückt Kissen, trägt Speisen herbei, scheucht die Fliegen, mißt Temperaturen, ordnet Verbände und verrichtet noch hundert andere Dinge. Auch Briefe muß sie bisweilen schreiben. An die Bräute der Soldaten. Briefe mit Küssen darinnen. Mit so vielen heißen Küssen, als man dem alten Pfarrer denn doch nicht auftragen möchte. Daneben läuft sie noch hinaus zu den granatenzerwühlten Dorfgärten und holt todernde, lachende Blumensträuße herein. Für die Soldaten und für die Heiligen. Irene hier, dort und überall. Irene bei Tag und Nacht. Wann schläft Irene? Einmal, zu später Nachtstunde fragt sie wieder der Arzt:„Irene, wie wär's? Wollen Sie jetzt nicht schlafen gehn?“ Lächelnd bewegt sie den schönen Kopf.„Nein“, soll das heißen,„ich bin gar nicht müde.“ Nun, das ist wohl nicht wahr. Man sieht es ihr an, wie sie erschöpft ist. Ihr Gesicht ist blaß wie der Mondschein, der durch die hohen Fenster der Kirche geistert. Und ein Leutnant von der Petersburger Garde liegt da, und er hat es gehört, was der Arzt soeben gesagt hat. Er hat einen schlimmen Schuß weg und ungeheure Schmerzen toben in ihm. Aber er schämt sich, zu wimmern; knirscht nur leise mit den Zähnen. Der sah schon eine ziemliche Weile nach dem müden Mädchen hin. Und jetzt winkt er stumm dem Arzt. Der Arzt tritt zu ihm, fragt ihn nach seinem Begehr. Der Offizier rückt ein wenig den Kopf, müht sich um ein paar leise Worte. „Das Mädchen“, sagt er.„Das arme Mädchen— es ist für heute genug!“ Da zupft der Doktor das Mädchen am weißen Mantel.„Sie haben es gehört, Irene? Ich muß dem Herrn Leutnant recht geben.— Gute Nacht denn!“ Da schreitet sie noch einmal durch die Reihen der Verwundeten, lächelt hierhin und dorthin, grüßt mit ihren weichen Blicken alle, die noch wach sind, segnet im Herzen die Schlafenden, und dann entschwindet sie wie ein Hauchbild durch den Spalt der Kirchpforte. In einer kümmerlichen Lehmhütte, nicht weit von der Kirche, schläft Irene in einer kahlen Kammer. Die Sterne mit ihrem Frieden wandeln in währender Nacht über die Hütte, aber Irene hat mitunter doch schreckvolle Träume. Von Dörfern träumt sie, die zum Nachthimmel fackeln. Von betrunkenen Kosaken, die den Hausrat zerschlagen. Von einer Frau im Schulbrunnen, die die Züge ihrer Mutter trägt. Von ihrem Vater, der mit verglasten Augen auf dem blutbesudelten Teppich in der kleinen Lehrerstube liegt. Und dem der Ringfinger fehlt. Der Ringfinger— oh! Angstvoll stöhnt Irene im Traum. Wenn des Morgens die Sperlinge in den Kirchlinden zu schilpen beginnen, ist Irene schon wieder munter. Dann tätig wie alle Tage. Heute hilft sie, drei Tote begraben. Sie legt ihnen frische Blumen auf den Hügel. Alle Tage geht es mit einem oder mehreren zu Ende. Der Doktor weiß es ungefähr, wer jeweils mit dem Sterben an der Reihe ist. Irene weiß es so ziemlich auch. Kummervoll tritt sie heute an das Lager von Aljoscha. Aljoscha ist ein Kosak. Seit gestern abend liegt er so da, nur noch bei halbem Bewußtsein; ißzt trinkt nicht, spricht nicht, starrt nur fortwähempor zu den Wölbungen des Kirchenschiffes. Jüngste, Gericht ist dort oben dargestellt, eine grelle Maierei. Schon ein paarmal schien es Irene, als ob der Kosak nach ihr hingesehen hätte, aber wenn sie dann zu ihm trat, blickte er sie wie besinnungslos an, und auf keine Frage erhielt sie eine Antwort. Seit fünf Tagen nun liegt der Kosak auf Leben und Tod, und noch immer will er sich nicht fügen. Freilich, solch ein Riese, bis der endlich klein beigibt! Jetzt lehnt Irene schon eine ganze Weile an einer Steinsäule, und fort und fort schaut sie zu ihm hinüber. Schwere Gedanken bewegt sie dabei in ihrem Herzen. Ihr ist, als ob all ihr Menschenvertrauen in diesen Gedanken versinken müßte. Aber noch wehrt sie sich dagegen.„Nein“, sagt sie sich, „es ist nicht möglich! Nein, Alsoscha tat das nicht. Er hat so gute Augen. Fast Augen wie ein Kind!“ Aber rätselhaft bleibt er ihr dennoch. Er ist der einzige unter all ihren Pfleglingen, über den sie sich nicht ins reine kommen konnte. Hartnäckig hält er sein Inneres gegen sie verschlossen. Er weiß, daß sie die Sprache seines Landes beherrscht, aber noch keinmal hat er verlangt, daß sie einen Brief für ihn schreibt. Warum das wohl? Hat er nicht einen Trauring an der Hand, und sollte man da nicht denken—? Auf dem Stroh, links neben dem Kosaken, liegt der Gardeleutnant. Nur ein Schemel dazwischen, darauf eine kleine Madonna in Porzellan. Mit dem Kosaken hat der Offizier bis da noch kein einziges Wort gesprochen. Diese Kosaken hat er schon immer verachtet, und nun, da er um Irenes traurige Geschichte weiß— er weiß sie vom Pfarrer— haßt er sie. Er schämt sich für sie. Oh, wie tief er sich schämt! Er war so stolz darauf, daß ihm die Deutschen seinen guten Degen, der da neben seinem Lager an der Wand lehnt, ehrenhalber belassen hatten; aber seit der Pfarrer mit ihm gesprochen hat, glaubt er, er müßte sich niemals wieder an seinem Degen freuen können. Gegen Abend wird Aljoscha unruhig. Der Arzt weiß, es ist das Letzte. Irene weicht nicht mehr von des Sterbenden Seite. Beständig haften seine großen, jetzt angstvoll blickenden Augen droben am Deckengemälde, das schon halb von der Dämmerung verschluckt ist. Dicke Schweißtropfen stehen ihm auf der Stirn, rinnen ihm in die strauchigen Brauen. Der Pfarrer spricht zu ihm. Aljoscha hört kaum danach hin. Seine Augen scheinen zu sagen: Laß das!— Aber an dem Trauring fingert er jetzt herum, ruht nicht, bis er ihn los bekommen hat, und dann schleudert er ihn, als wäre er glühend, mit einer hastigen Bewegung von sich. Irene bückt sich danach, hebt ihn einen Augenblick zwischen den schlanken Fingern, erkennt eine Schrift auf seiner Innenfläche, und dann sinkt sie plötzlich mit einem leisen Schrei zu Boden. Der Leutnant, der die ganze Szene stumm, doch sehr aufmerksam verfolgt hatte blitzrasch die Zusammenhänge erfassend, hebt sich jetzt mit einem Ruck aus den Kissen, reißt den Degen samt der Scheide an sich, holt aus und will den Kosaken ins Gesicht schlagen. Der Hieb geht zu kurz. Nur die kleine Madonna trifft er, schlägt sie klirrend in Stücke. Und jetzt entsinkt der Degen dem Arm. Kraftlos, mit einem Aechzen fällt der Offizier in die Kissen zurück. Noch einmal schlägt er schmerzvoll die Augen auf. Dann ist es mit ihm Schluß. Am andern Morgen gibt es zwei frische Russengräber. Die Heimkehrer, Von Walter Erich Schäter Von dieser Feld Stelle am m 18. Dezember 1918 kamen dreißig Landwehrleute aus der Gemeinde Bischofshofen heim von einem Reserve=Infanterieregiment, das in seinem Standort demobilisiert worden war. Man hatte nicht viel von dem Regiment gehört. Es war nie im Tagesbericht erwähnt worden, hatte kein Fort und keine Stadt erstürmt, es war nicht in Serbien und Italien gewesen, oder in Kurland und in den Waldkarpathen, wie das aktive Regiment aus der Gegend. Es war nur eben an der Somme gewesen, dann in Flandern, dann wieder an der Somme, dann gingen sie im Hindenburg=Rückzug zurück, und nach der großen Schlacht im Frühjahr 1918 saßen sie wieder an der alten Somme und bei ihren alten Friedhöfen, wo so viele lagen. Auch von den Männern hatte man nicht viel gehört, so gut wie nichts. Das waren keine Helden. Da hatte keiner das Eiserne erster Klasse, es hatte keiner eine Fahne erobert, wie die Verwundeten aus den ersten Kämpfen, von denen man das in den Wirtsstuben hören konnte, und es konnte keiner von sich solche Sachen erzählen, wie der letzte Veteran von 70, der beim Todesritt von Mars=la=Tour einen General total gespalten hatte. Die Landwehrmänner waren stille Leute, stille Helden, von denen keiner unter vier Kindern hatte, und es war keiner von ihnen zum Spaß in den Krieg gegangen. Sie fragten in ihren sparsamen Feldpostbriefen, wann die Kuh kalbt und wie der Haber steht. Sie schrieben: Hier ist nichts Besonderes los. Wir sind an der Somme. Einen schönen Gruß. Sie mochten sich nicht gern freiwillig melden, und aus Patrouillen machten sie sich nichts. Aber wenn der Tommy in drei Tagen Trommelfeuer jeden Erdbrogen dreimal umgedreht hatte und man meinte, jetzt kann nichts mehr da sein, dann waren sie da. Dann hockten sie in Trichtern, dann standen sie hinter ihren Maschinengewehren, so ruhig wie an ihren Gsottmaschinen, und die Garben saßen wie nach der Schnur. Sie waren da, als in den letzten Wochen Stadtregimenter neven ihnen zerbrachen, sie schossen sich mit Amerikanern und Negern und Indern, Buren und schottischen Garden herum. Und sie kamen heim, wie sie ausgezogen waren, ohne Blumen, still, zäh, nur müde und gebückt. Nun waren sie da. Sie stiegen aus dem Zug, mit dem sie aus der Stadt gekommen waren; nicht alle zusammen, sondern da einer und dort ein paar, denn der lange Personenzug war mit Mannschaften aller Truppenteile besetzt. Und so gingen sie auch durch die Sperre hinaus, da einer und dort ein paar, grad wie sie kamen, und marschierten die Staatsstraße nach Bischofshofen zu. Es war am Morgen. Die Sonne schien gelb und matt. Auf dem Boden lag ein weißer Nebel, die dunklen kleinen Waldstücke standen darüber und die Ebereschen an der Chaussee, wo sie über einen Hügel lief. Die Soldaten zogen in lockeren Gruppen, wie ein Verein, der seinen Ausflug macht. Aber wie die Station verschwunden war und wie sie in das offene Land marschierten, das so ungewiß im Nebel lag, da begannen die Vorderen kurz zu treten und die, die hinten waren, schoben sich vor und ohne daß einer die Hand gehoben hätte, schlossen sie sich zu zwei Reihen zusammen, eine rechts und eine links auf der Straße, jeder in richtigem Abstand und nah bei der Deckung, wie sie vier Jahre lang auf vielen Straßen in Frankreich drüben zur Front gezogen waren. Die Bärte waren den Männern wieder gewachsen, seit sie zuletzt eine Gasmaske umgehabt hatten, sie trugen Grabenstöcke und kleine Mützen und ihr Zeug in Pappschachteln und Paketen. Brotbeutel und Tornister hatten sie nimmer, aber sie schoben alle die Schultern vor und gingen gebückt und schwer mit steifem Kreuz, so als ob sie noch die Affen schleppten und das Gewehr am Hals, Gasmaske, Stahlhelm, die scharfe Munition und all ihren Kram. Sie marschierten einen schweren, rollenden Tritt und schienen alle scharf nach vorne zu horchen, so wie wenn sie in der großen Stille bald Ins zogen August das Feldlägerbataillon 8. 1914 36 Ofliziere und 1222 Soldaten. Getallen sind 36 Ofliziere und 1221 Soldaten das seltsame Flattern hören müßten, das eine neue Lage Granaten ankündigt. Ueber eine Stunde marschierten sie so, und es wurde kein Wort dabei gesprochen. Die Sonne fraß allmählich den Nebel auf, sie sahen die Saat und die nackten braunen Aecker, und die Halme waren vor Nässe weiß Als dann hinter der Einöd Nieder= ham die Straße stieg, da blieb der Dunst dahinten und das Land war auf einmal aufgetan mit seinen Hopfengärten und Waldparzellen, und ringsherum zog sich der schwarze Forst. Drüben lag Broich auf einer kleinen Höhe, daneben Rettbach und die Mittermühle, die hatte, scheints, ein neues Dach bekommen, das leuchtete ganz rot und hell herüber. Auf der anderen Seite über den Forst weg lag der Fluß, das kannte man an den Nebeln, und die Höhen, die ganz durchsichtig waren, waren schon die Höhen von anderen Ufer, Zell und Hadeln und Kathrinenberg, und manchmal, wenn sich die Nebel ein bißchen bewegten, dann schimmerte irgendwo ein weißes Haus. Den Lechmaier Caspar, der der zweite rechts war, riß es auf einmal, und es sah so aus, als wollte er stehen bleiben und nimmer weiter, denn der Acker da, das war sein Acker und geradeaus, wenn man über die Chaussee visierte, das war der alte Kirchturm von Bischofshofen, und das Storchennest war auch noch drauf. Die Landwehrmänner packten die Stöcke fester und marschierten rascher, sie hoben die Köpfe hoch und rochen den Wind, der immer um Mittag aus den Forsten kam. Sie maßen nicht mehr den Graben mit ihren Augen, ob er auch gut zur vollen Deckung sei, sondern sie sahen das Land, das ihnen gehörte, die Wintersaat mit Fehlern und Mäuseplatten, die krummen Furchen und die Löcher im Weg, und sie hörten jetzt das Mittagläuten von den Törfern am Fluß, denn die Luft kam von Osten. Die alten Soldaten marschierten in Schritt und Tritt, es dröhnte richtig auf der harten Straße, und immer mitten zwischen Schritt und Tritt klapperten die eisernen Spitzen der Stöcke. Sie schlossen auf und rückten dichter zusammen und drangen so, ein mächtiger grauer Hausen, gegen das Dorf, das still unterm Mittag lag. Ein paar Minuten hätte man denken können, daß den friedlichen Ort ein Schaudern ergriff vor dieser unvermuteten Erscheinung des Krieges. Denn als die Soldaten in den Straßen marschierten und als ihr Schritt von den Häuserwänden zurückschlug, da hörten die Kinder auf mit ihren Spielen, steckten die Finger in den Mund und starrten, die Mägde blieben bei den Misthaufen stehen, hüben und drüben gingen die Fenster auf, die Hunde bellten nicht mehr wie auf ein Kommando, und die Tauben hoben sich von den Schlägen und flatterten aufgeregt über den Dächern herum. Aber die Männer zogen immer geradeaus, wie durch einen Ort, den keiner kannte, bärtig, mager, grau und ohne Blick. Und man merkte es kaum, wie da und dort einer abschwenkte und in ein Haus verschwand. Aber mit einmal war der letzte verschluckt, Türen gingen, die Kirchenuhr schlug halb eins, und das Dorf lag wieder in seinem Frieden, die Kinder spielten, die Hunde bellten wieder, und aus vielen Schornsteinen stieg ein Rauch, der ganz fein vor dem blaßblauen Himmel stand. Kurz nach zwei Uhr traten schon wieder ein paar von den Landwehrmännern aus ihren Stuben, den Schaffschurz um, und gingen zu ihrem Stall, der Schreiner Maier saß vor der Hobelbank und zog sich alle seine Stemmeisen ab, die ihm der krumme Geselle verdorben hatte. Und als die Sonne wieder matt und gelb war, da zogen der Lechmaier und der schwarze Raith mit ihren Pflügen aneinander vorbei, Furche um Furche, und sahen gemächlich zu, wie die fette Erde am Streichbrett zerbrach, und keiner schaute von seinem Gerät auf, gerade so, als ob sie nicht vier Jahre lang zusammen unter dem Tod gestanden wären und als ob nicht viel mehr, wie heute heimgekehrt sind, weit weg in Flandern und in Frankreich liegen Gederbsteln ken deutichen Kärnten Ser gei Rahm Von Friedrich Bubendep D ae nüte, imner wieder de Mauader aufzureißen, die der Krieg uns geschlagen hat indem er uns unsere liebsten Angehörigen unsere Freunde und Kameraden entriß? Gar manche fragen so, wenn alljährlich am Sonntag Reminiszere zum Gedenken der Toten aufgerufen wird. Wäre es nicht an der Zeit, so fragen jene weiter, den Schmerz und die Trauer über unserDahingegangenen mannhaft zu unterdrücken, damit die uns geschlagenen Wunden vernarben können? Die so fragen und denken, wissen nicht, daß sich die Bedeutung dieses Sonntags gewandelt hat, daß aus einem Volkstrauertag, wie man ehemals diesen Tag nannte, ein Heldengedenktag der ganzen deutschen Nation geworden ist. Daß wir diesen Tag nicht dem persönlichen Schmerz, nicht der persönlichen Trauer über Verlorenes weihen wollen, sondern dem ewigen Ruhm deutscher Helden. Wir wollen unserer Helden gedenken! Das soll das erste an diesem Tage sein. Und wir wollen ihrer mit Stolz gedenken! Es gab eine Zeit, da galt der Held in Deutschland nicht viel. Eine Zeit, in der es eine Untugend war, tapfer, mutvoll, ehrenhaft zu sein, zu denken und zu handeln. Eine Zeit, in der man dem deutschen Stahlhelm einen Fußtritt versetzte und glaubte, damit alles ausgelöscht zu haben, was in unserer deutschen Seele brannte. Bestenfalls sollte in jener Zeit der Volkstrauertag dazu dienen, die Schrecken des Krieges wieder wachzurufen, um damit eine heranwachsende Jugend auf immer von allem Soldatischen und Kriegerischen fernzuhalten. Heute sind wir durch das tiefe Tal der Erniedrigung hindurchgeschritten und haben wieder die lichte Höhe betreten, von der aus wir den Sinn des Krieges, wieder deuten können und deuten müssen. Und „eute, wo ein Jahr neuer deutscher Wehrmacht zu Lande, zur See und in der Luft hinter uns liegt, wissen wir, daß diese Wehrmacht nicht aus einer drückenden Wehr pflicht entstanden ist, sondern daß es das Wehrrecht des freien deutschen Opfert wie wir, und sollt ihr vergehn: „Deutschland muß immer und immer beltehn.“ Karl Bröger Mannes ist, das uns die Wehrmacht und die Wehrfreiheit wiedergab. Die Kraft zu dieser neuen Wehrmacht aber schöpfen wir aus dem Stolz, mit dem wir der Toten des Krieges und der Toten der Bewegung gedenken. Doch ein zweites muß hinzukommen: wir müssen uns der Opfer erinnern, die diese Toten uns und dem ganzen deutschen Volke darbrachten. Denn das Dahingeben von Leib und Seele, das freiwillige, freudige Scheiden von dieser Welt hat diese Toten ja erst zu Helden gemacht. Sie wurden in den großen Schicksalskampf um Sein oder Nichtsein der Nation hineingestellt. Und nun sollte es sich erweisen, was größer war: die Liebe zum eigenen Ich oder die Liebe zu Volk und Vaterland! Hier in diesem Kampfe mußte jeder mit dem Einsatz seines Lebens beweisen, ob er echt war. Hier in diesem Kampfe ging es nicht um Worte und Begriffe, hier ging es um das letzte, um die eigene Persönlichkeit. Wie im Kriege, so war es auch in der Kampfzeit, die das Dritte Reich schuf. Auch in der Kampfzeit ging es nicht um Worte, um Begriffe, sondern um Stellung, Vermögen, Familie und Leben, wie die lange und bange Reihe der Toten der nationalsozialistischen Bewegung aufzeigt. Dieses Erinnern an das Opfer der Toten soll uns Lebenden in das Gedächtnis rufen, daß wir ständig und fortwährend in einen Schicksalskampf um das Dasein unseres Volkes gestellt sind, der nicht immer erfüllt zu sein braucht vom Klirren der Waffen und vom Ballen der Fäuste, und der doch ein Kampf ist, in dem wir nicht müde werden dürfen und von dem wir nicht ablassen dürfen, um uns bequem und satt auszuruhen Und noch ein letztes soll dieser Heldengedenktag in uns aufsteigen lassen: das Wissen, daß diese Toten des Weltkrieges und der Bewegung trotz allem leben! Dieses Wissen um das Weiterleben der Dahingezogenen hat der Denker Arthur Schopenhauer in ein dichterisches Wort gekleidet:„Wer für sein Vaterland in den Tod geht, ist von der Täuschung frei geworden, welche das Dasein auf die eigene Person beschränkt: er dehnt sein eigenes Wesen auf seine Landsleute aus, in denen er fortlebt, ja, auf die kommenden Geschlechter derselben, für welche er wirkt— wobei er den Tod betrachtet wie das Winken der Augen, welches das Sehen nicht unterbricht.“ Es ist heute noch manchem schwer, zu erkennen und inne zu werden, daß der Tod nur ein körperliches Getrenntsein ist, daß die Abgeschiedenen aber in uns weiterleben Unsere nordischen Ahnen waren erfüllt von dem Gedanken, daß der Tod nichts anderes ist wie das„Winken der Augen, welche das Sehen nicht unterbricht". Sie wußten, daß Besitz stirbt, daß Sippen sterben, daß jeder von ihnen einmal sterben muß, aber sie wußten, daß ewig lebt: der Toten Tatenruhm. Dieser Tatenruhm der Toten, dieser Heldenruhm der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung läßt uns auch heute wissen, daß sie alle noch leben, und nicht etwa in ein leeres Nichts zerfallen sind, denn:„sie marschier'n im Geist in unsern Reihen mit“! So aber kann dieser Tag niemals zu einem düsteren Trauertag werden! Kann niemals werden zu einem Tag des Schmerzes, der doch nichts anderes als etwas Ichsüchtiges wäre! Nein: dieser Tag kann nur ein stolzer Tag des Gedenkens, des Erinnerns, des Wissens sein? So ruft auch einer der Großen unter diesen Helden, der Dichter Walter Flex, uns zu:„Gebt euren Toten Heimrecht, ihr Lebendigen, daß wir unter euch wohnen und weilen dürfen in dunklen und hellen Stunden. Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu reden! Macht, daß die Freunde ein Herz fassen, von uns zu plaudern und zu lachen!“ Darum sei der Heldengedenktag ein helle: Tag, an dem wir künden wollen von dem ewigen Ruhm derer, die für das deutsche Volk gefallen und, indem wir ihnen ein Heimrecht unter uns Lebendigenn geben, auch wieder auferstanden sin) Brenr, ein helditthes Fraurnoits X s. k. p. in schmutziges Dorf in Russisch=Polen. Eine ganz goldene Kirche ist darinnen, die eigentlich gar nicht hierher paßt. Heiß wurde um das Dorf gestritten, doch schließlich haben es die Märker genommen. Jetzt weht die Flagge des Roten Kreuzes vom Kirchdach. Heu ist in der Kirche aufgeschüttet und reines Stroh. Wenn man's nicht wüßte, wo man ist, könnte man vielleicht an den Stall von Bethlehem denken. Das Kirchgestühl liegt draußen auf einem Anger. Weißes Linnen ist über das gelbe Stroh gebreitet. Aber nicht immer ist es noch ganz weiß. Da und dort ist ein großer Blutfleck zu sehen, oder die trübe Spur von einem Schmierstiefel. Verwundete Soldaten liegen da, zwei lange Reihen. Wimmern und Stöhnen hört man, und bisweilen hört man ein Fetzlein von einem Gebet. Hier lächelt einer im Halbschlummer. Dort sinken einem die Augen traurig zu. Und nach einer Weile liegt er da, feierlich und groß, wie ein gefallener König, und sein Antlitz gehört schon der Ewigkeit an. Altäre gibt es in dieser Kirche mit schlanken, goldenen Leuchtern vor verräucherten Heiligenbildern. Sanfte Madonnen lehnen in den blauen Nischen, und sie haben Blütensträuße, bald frische, bald welke, zu Füßen liegen. Ein deutscher Arzt tut seine schwere Pflicht in der Russenkirche. Tag und Nacht sicht er wider den Tod. Glieder sägt er, verbindet Wunden. All das junge, brausige Leben möchte er retten. Die Schmerzen sucht er zu lindern, so gut es gehen will. Den Schlafenden blickt er prüsend ins Gesicht, und zu den Wachen spricht er mitunter ein munteres, ein scherzendes Wort. Ein deutscher Pfarrer mit einem schönen, greisen Einsiedelbart geht zwischen den Lagern der Soldaten umher. Weilt hier, weilt dort. Beugt sich hin zu einem flüsternden Mund. Oder kniet gar und kritzelt einen Brief auf einen Block. Einen Brief, der ihm mit matten Lippen hingehaucht wird. Manchmal, wenn vorne die Kirchpforte sich öffnet, rühren ein paar alte Wallfahrtsfahnen, traumhaft bewegt, ihre seidenen Quasten. Doch was*..* Irene ist ßischen Grenz pflege hierher gerstengelbe H rigen Mund. Kämmerlein, nen wie laute empor wie zu Um Irene mit blauen V Ein unsichtba ling, den man leise wie Vog Füße den Bo zu schweben. Fort und Kissen, trägt mißt Tempera Freilich, solch ein Riese, bis der endlich klein beigibt! Jetzt lehnt Irene schon eine ganze Weile an einer Steinsäule, und fort und fort schaut sie zu ihm hinüber. Schwere Gedanken bewegt sie dabei in ihrem Herzen. Ihr ist, als ob all ihr Menschenvertrauen in diesen Gedanken versinken müßte. Aber noch wehrt sie sich dagegen.„Nein“, sagt sie sich, „es ist nicht möglich! Nein, Alsoscha tat das nicht. Er hat so gute Augen. Fast Augen wie ein Kind!“ Aber rätselhaft bleibt er ihr dennoch. Er ist der einzige unter all ihren Pfleglingen, über den sie sich nicht ins reine kommen konnte. Hartnäckig hält er sein Inneres gegen sie verschlossen. Er weiß, daß sie die Sprache seines Landes beherrscht, über noch keinmal hat er verlangt, daß sie einen Brief für ihn schreibt. Warum das wohl? Hat er nicht einen Trauring an der Hand, und sollte man da nicht denken—? Auf dem Stroh, links neben dem Kosaken, liegt der Gardeleutnant. Nur ein Schemel dazwischen, darauf eine kleine Madonna in Porzellan. Mit dem Kosaken hat der Offizier bis da noch kein einziges Wort gesprochen. Diese Kosaken hat er schon immer verachtet, und nun, da er um Irenes traurige Geschichte weiß— er weiß sie vom Pfarrer— haßt er sie. Er schämt sich für sie. Oh, wie tief er sich schämt! Er war so stolz darauf, daß ihm die Deutschen seinen guten Degen, der da neben seinem Wir Heilnarhrer? m 18. Dezember 1918 kamen dreißig Landwehrleute aus der Gemeinde Bischofshofen heim von einem Reserve=Infanterieregiment, das in seinem Standort demobilisiert worden war. Man hatte nicht viel von dem Regiment gehört. Es war nie im Tagesbericht erwähnt worden, hatte kein Fort und keine Stadt erstürmt, es war nicht Lager an der Wand lehnt, ehrenhalber belassen hatten; aber seit der Pfarrer mit ihm gesprochen hat, glaubt er, er müßte sich niemals wieder an seinem Degen freuen können. Gegen Abend wird Aljoscha unruhig. Der Arzt weiß, es ist das Letzte. Irene weicht nicht mehr von des Sterbenden Seite. Beständig haften seine großen, jetzt angstvoll blickenden Augen droben am Deckengemälde, das schon halb von der Dämmerung verschluckt ist. Dicke Schweißtropfen stehen ihm auf der Stirn, rinnen ihm in die strauchigen Brauen. Der Pfarrer spricht zu ihm. Aljsoscha hört kaum danach hin. Seine Augen scheinen zu sagen: Laß das!— Aber an dem Trauring fingert er jetzt herum, ruht nicht, bis er ihn los bekommen hat, und dann schleudert er ihn, als wäre er glühend, mit einer hastigen Bewegung von sich. Irene bückt sich danach, hebt ihn einen Augenblick zwischen den schlanken Fingern, erkennt eine Schrift auf seiner Innenfläche, und dann sinkt sie plötzlich mit einem leisen Schrei zu Boden. Der Leutnant, der die ganze Szene stumm, doch sehr aufmerksam verfolgt hatte blitzrasch die Zusammenhänge erfassend, hebt sich jetzt mit einem Ruck aus den Kissen, reißt den Degen samt der Scheide an sich, holt aus und will den Kosaken ins Gesicht schlagen. Der Hieb geht zu kurz. Nur die kleine Madonna trifft er, schlägt sie klirrend in Stücke. Und jetzt entsinkt der Degen dem Arm. Kraftlos, mit einem Aechzen fällt der Offizier in die Kissen zurück. Noch einmal schlägt er schmerzvoll die Augen auf. Dann ist es mit ihm Schluß. Am andern Morgen gibt es zwei frische Russengräber. Von Walter Erich Schäter das seltsame Flattern hören müßten, das eine neue Lage Granaten ankündigt. Ueber eine Stunde marschierten sie so, und es wurde kein Wort dabei gesprochen. Die Sonne fraß allmählich den Nebel auf, sie sahen die Saat und die nackten braunen Aecker, und die Halme waren vor Nässe weiß Als dann hinter der Einöd Nieder= ham die Straß= stien da blieb der Dunst noch hundert bisweilen schr Briefe mit K Küssen, als m auftragen mö zu den granc lodernde, lach Soldaten und Irene hie Irene bei Wann sch Einmal, z der Arzt:„I nicht schlafen Lächelnd b soll das heiße Nun, das an, wie sie er der Mondsche Kirche geistert Und ein liegt da, und gesagt hat. E ungeheure Sc sich, zu„w Zähnen. Der dem müden 2 dem Arzt. Der Arzt Begehr. Der Offiz sich um ein: 22 8 8 5 2— " 5 □ = Drucksache An den Bochuntel Anzeiger Bochum „Das Mi chen— es ist Da zupft, Mantel.„Si dem Herrn T denn!" Da schrei: der Verwunde mit ihren we segnet im He schwindet sie der Kirchpfort In einer von der Kirch mer. Die S währender N. mitunter dock träumt sie, di trunkenen K Von einer Frau im Schulbrunnen, die die Züg ihrer Mutter trägt. Von ihrem Vater, der mit ver glasten Augen auf dem blutbesudelten Teppich der kleinen Lehrerstube liegt. Und dem der Rin finger fehlt. Der Ringfinger— oh! Angstvoll stöhnt Irene im Traum. Wenn des Morgens die Sperlinge in den Kirc linden zu schilpen beginnen, ist Irene schon wiede munter. Dann tätig wie alle Tage. Heute hilft si drei Tote begraben. Sie legt ihnen frische Bli men auf den Hügel. Alle Tage geht es mit einer oder mehreren zu Ende. Der Doktor weiß es ung fähr, wer jeweils mit dem Sterben an der Reihe i Irene weiß es so ziemlich auch. Kummervoll trit sie heute an das Lager von Aljoscha. Aljoscha ist ein Kosak. Seit gestern abend liee er so da, nur noch bei halbem Bewußtsein; i nicht, trinkt nicht, spricht nicht, starrt nur fortwäl rend empor zu den Wölbungen des Kirchenschiffes Gericht ist dort oben dargestellt, ein grelle Malerei. Schon ein paarmal schien es Iren als ob der Kosak nach ihr hingesehen hätte, abwenn sie dann zu ihm trat, blickte er sie wie besit nungslos an, und auf keine Frage erhielt sie ei Antwort. Seit fünf Tagen nun liegt der Kosak auf Lebund Tod, und noch immer will er sich nicht füge Es war am Morgen. Die Sonne schien gelb und matt. Auf dem Boden lag ein weißer Nebel, die dunklen kleinen Waldstücke standen darüber und die Ebereschen an der Chaussee, wo sie über einen Hügel lief. Die Soldaten zogen in lockeren Gruppen, wie ein Verein, der seinen Ausflug macht. Aber wie die Station verschwunden war und wie sie in das offene Land marschierten, das so ungewiß im Nebel lag, da begannen die Vorderen kurz zu treten und die, die hinten waren, schoben sich vor, und ohne daß einer die Hand gehoben hätte, schlossen sie sich zu zwei Reihen zusammen, eine rechts und eine links auf der Straße, jeder in richtigem Abstand und nah bei der Deckung, wie sie vier Jahre lang auf vielen Straßen in Frankreich drüben zur Front gezogen waren. Die Bärte waren den Männern wieder gewachsen, seit sie zuletzt eine Gasmaske umgehabt hatten, sie trugen Grabenstöcke und kleine Mützen und ihr Zeug in Pappschachteln und Paketen. Brotbeutel und Tornister hatten sie nimmer, aber sie schoben alle die Schultern vor und gingen gebückt und schwer mit steifem Kreuz, so als ob sie noch die Affen schleppten und das Gewehr am Hals, Gasmaske, Stahlhelm, die scharfe Munition und all ihren Kram. Sie marschierten einen schweren, rollenden Tritt und schienen alle scharf nach vorne zu horchen, so wie wenn sie in der großen Stille bald von den Schlägen und flatterten aufgeregt über den Dächern herum. Aber die Männer zogen immer geradeaus, wie durch einen Ort, den keiner kannte, bärtig, mager, grau und ohne Blick. Und man merkte es kaum, wie da und dort einer abschwenkte und in ein Haus verschwand. Aber mit einmal war der letzte verschluckt, Türen gingen, die Kirchenuhr schlug halb eins, und das Dorf lag wieder in seinem Frieden, die Kinder spielten, die Hunde bellten wieder, und aus vielen Schornsteinen stieg ein Rauch, der ganz fein vor dem blaßblauen Himmel stand. Kurz nach zwei Uhr traten schon wieder ein paar von den Landwehrmännern aus ihren Stuben, den Schaffschurz um, und gingen zu ihrem Stall, der Schreiner Maier saß vor der Hobelbank und zog sich alle seine Stemmeisen ab, die ihm der krumme Geselle verdorben hatte. Und als die Sonne wieder matt und gelb war, da zogen der Lechmaier und der schwarze Raith mit ihren Pflügen aneinander vorbei, Furche um Furche, und sahen gemächlich zu, wie die fette Erde am Streichbrett zerbrach, und keiner schaute von seinem Gerät auf, gerade so, als ob sie nicht vier Jahre lang zusammen unter dem Tod gestanden wären und als ob nicht viel mehr, wie heute heimgekehrt sind, weit weg in Flandern und in Frankreich liegen Da gee Von Friedrich Bubendep was ist es nütze, immer wieder die Wunden aufzureißen, die der Krieg uns geschlagen hat indem er uns unsere liebsten Angehörigen unsere Freunde und Kameraden entriß? Gar manche fragen so, wenn alljährlich am Sonntag Reminiszere zum Gedenken der Toten aufgerufen wird. Wäre es nicht an der Zeit, so fragen jene weiter, den Schmerz und die Trauer über unsere Dahingegangenen mannhaft zu unterdrücken, damit die uns geschlagenen Wunden vernarben können? Die so fragen und denken, wissen nicht, daß sich die Bedeutung dieses Sonntags gewandelt hat, daß aus einem Volkstrauertag, wie man ehemals diesen Tag nannte, ein Heldengedenktag der ganzen deutschen Nation geworden ist. Daß wir diesen Tag nicht dem persönlichen Schmerz, nicht der persönlichen Trauer über Verlorenes weihen wollen, sondern dem ewigen Ruhm deutscher Helden. Wir wollen unserer Helden gedenken! Das soll das erste an diesem Tage sein. Und wir wollen ihrer mit Stolz gedenken! Es gab eine Zeit, da galt der Held in Deutschland nicht viel. Eine Zeit. in der es eine Untugend war, tapfer, mutvoll, ehrenhaft zu sein, zu denken und zu handeln. Eine Zeit. in der man dem deutschen Stahlhelm einen Fußtritt versetzte und glaubte, damit alles ausgelöscht haben, was in unserer deutschen Seele brannte. Bestenfalls sollte in jener Zeit der Volkstrauertag dazu dienen, die Schrecken des Krieges wieder wachzurufen, um damit eine heranwachsende Jugend auf immer von allem Soldatischen und Kriegerischen fernzuhalten. Heute sind wir durch das tiefe Tal der Erniedrigung hindurchgeschritten und haben wieder die lichte Höhe betreten, von der aus wir den Sinn des Krieges wieder deuten können und deuten müssen. Und heute, wo ein Jahr neuer deutscher Wehrmacht zu Lande, zur See und in der Luft hinter uns liegt, wissen wir, daß diese Wehrmacht nicht aus einer drückenden Wehr pflicht entstanden ist, sondern daß es das Wehrrecht des freien deutschen ihnen einmal sterven muß, aber sie wußten, daß ewig lebt: der Toten Tatenruhm. Dieser Tatenruhm der Toten, dieser Heldenruhm der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung läßt uns auch heute wissen, daß sie alle noch leben, und nicht etwa in ein leeres Nichts zerfallen sind, denn:„sie marschier'n im Geist in unsern Reihen mit“! So aber kann dieser Tag niemals zu einem düsteren Trauertag werden! Kann niemals werden zu einem Tag des Schmerzes, der doch nichts anderes als etwas Ichsüchtiges wäre! Nein: dieser Tag kann nur ein stolzer Tag des Gedenkens, des Erinnerns, des Wissens sein? So ruft auch einer der Großen unter diesen Helden, der Dichter Walter Flex, uns zu:„Gebt euren Toten Heimrecht, ihr Lebendigen, daß wir unter euch wohnen und weilen dürfen in dunklen und hellen Stunden. Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu reden! Macht, daß die Freunde ein Herz fassen, von uns zu plaudern und zu lachen!“ Darum sei der Heldengedenktag ein helle: Tag, an dem wir künden wollen von dem ewigen Ruhm derer, die für das deutsche Volk gefallen und, indem wir ihnen ein Heimrecht unter uns Leben digenn geben, auch wieder auferstanden sind Breir, ein helbitthes Frauenolts? s. k. p. ( 1- in schmutziges Dorf in Russisch=Polen. Eine , ganz goldene Kirche ist darinnen, die eigentlich gar nicht hierher paßt. Heiß wurde um das Dorf gestritten, doch schließlich haben es die Märker genommen. Jetzt weht die Flagge des Roten Kreuzes vom Kirchdach. Heu ist in der Kirche aufgeschüttet und reines Stroh. Wenn man's nicht wüßte, wo man ist, könnte man vielleicht an den Stall von Bethlehem denken. Das Kirchgestühl liegt draußen auf einem Anger. Weißes Linnen ist über das gelbe Stroh gebreitet. Aber nicht immer ist es noch ganz weiß. Da und dort ist ein großer Blutfleck zu sehen, oder die trübe Spur von einem Schmierstiefel. Verwundete Soldaten liegen da, zwei lange Reihen. Wimmern und Stöhnen hört man, und bisweilen hört man ein Fetzlein von einem Gebet. Hier lächelt einer im Halbschlummer. Dort sinken einem die Augen traurig zu. Und nach einer Weile liegt er da, feierlich und groß, wie ein gefallener König, und sein Antlitz gehört schon der Ewigkeit an. Altäre gibt es in dieser Kirche mit schlanken, goldenen Leuchtern vor verräucherten Heiligenbildern. Sanfte Madonnen lehnen in den blauen Nischen, und sie haben Blütensträuße, bald frische, bald welke, zu Füßen liegen. Ein deutscher Arzt tut seine schwere Pflicht in der Russenkirche. Tag und Nacht sicht er wider den Tod. Glieder sägt er, verbindet Wunden. All das junge, brausige Leben möchte er retten. Die Schmerzen sucht er zu lindern, so gut es gehen will. Den Schlafenden blickt er prüsend ins Gesicht, und zu den Wachen spricht er mitunter ein munteres, ein scherzendes Wort. Ein deutscher Pfarrer mit einem schönen, greisen Einsiedelbart geht zwischen den Lagern der Soldaten umher. Weilt hier, weilt dort. Beugt sich hin zu einem flüsternden Mund. Oder kniet gar und kritzelt einen Brief auf einen Block. Einen Brief, der ihm mit matten Lippen hingehaucht wird. Manchmal, wenn vorne die Kirchpforte sich öffnet, rühren ein paar alte Wallfahrtsfahnen, traumhaft beweat ihre seidenen Quaston Doch was Irene ist ßischen Grenz pflege hierher gerstengelbe rigen Mund. Kämmerlein, 6 nen wie lauter empor wie zu Um Irene mit blauen Vi Ein unsichtbat ling, den man leise wie Voge Füße den Bol zu schweben. Fort und Kissen, trägt mißt Tempera noch hundert bisweilen schr Briefe mit Ki Küssen, als m auftragen mö zu den granc todernde, lach Soldaten und Irene hie Irene bei Wann sch Einmal, der Arzt:„I nicht schlafen Lächelnd k soll das heiße Nun, das an, wie sie e der Mondsche Kirche geistert Und ein liegt da, und gesagt hat. E ungeheure Se sich, zu w Zähnen. Der dem muden 2 dem Arzt. Der Arzt Begehr. Der Offisich um ein „Das M chen— es is Da zupft Mantel.„Si dem Herrn: denn!“ Da schrei der Verwund mit ihren we segnet im H schwindet sie der Kirchpfor In einer von der Kirc mer. Die S währender 9 mitunter do träumt sie, k trunkenen Kosaten, die den Hausrat zerschlagen. Von einer Frau im Schulbrunnen, die die Züge ihrer Mutter trägt. Von ihrem Vater, der mit verglasten Augen auf dem blutbesudelten Teppich in der kleinen Lehrerstube liegt. Und dem der Ring= finger fehlt. Der Ringfinger— oh! Angstvoll stöhnt Irene im Traum. Wenn des Morgens die Sperlinge in den Kirchlinden zu schilpen beginnen, ist Irene schon wieder munter. Dann tätig wie alle Tage. Heute hilft sie, drei Tote begraben. Sie legt ihnen frische Blumen auf den Hügel. Alle Tage geht es mit einem oder mehreren zu Ende. Der Doktor weiß es ungefähr, wer jeweils mit dem Sterben an der Reihe ist. Irene weiß es so ziemlich auch. Kummervoll tritt sie heute an das Lager von Aljoscha. Aljoscha ist ein Kosak. Seit gestern abend liegt da, nur noch bei halbem Bewußtsein; ißt nicht, trinkt nicht, spricht nicht, starrt nur fortwährend empor zu den Wölbungen des Kirchenschiffes. Das Jüngste Gericht ist dort oben dargestellt, eine grelle Malerei. Schon ein paarmal schien es Irene, als ob der Kosak nach ihr hingesehen hätte, aber wenn sie dann zu ihm trat, blickte er sie wie besinnungslos an, und auf keine Frage erhielt sie eine Antwort. Seit fünf Tagen nun liegt der Kosak auf Leben und Tod, und noch immer will er sich nicht fügen. Freilich, solch ein Riese, bis der endlich klein beigibt! Jetzt lehnt Irene schon eine ganze Weile an einer Steinsäule, und fort und fort schaut sie zu ihm hinüber. Schwere Gedanken bewegt sie dabei in ihrem Herzen. Ihr ist, als ob all ihr Menschenvertrauen in diesen Gedanken versinken müßte. Aber noch wehrt sie sich dagegen.„Nein“, sagt sie sich, „es ist nicht möglich! Nein, Aljoscha tat das nicht. Er hat so gute Augen. Fast Augen wie ein Kind!“ Aber rätselhaft bleibt er ihr dennoch. Er ist der einzige unter all ihren Pfleglingen, über den sie sich nicht ins reine kommen konnte. Hartnäckig hält er sein Inneres gegen sie verschlossen. Er weiß, daß sie die Sprache seines Landes beherrscht, aber noch keinmal hat er verlangt, daß sie einen Brief für ihn schreibt. Warum das wohl? Hat er nicht einen Trauring an der Hand, und sollte man da nicht denken—? Auf dem Stroh, links neben dem Kosaken, liegt der Gardeleutnant. Nur ein Schemel dazwischen, darauf eine kleine Madonna in Porzellan. Mit dem Kosaken hat der Offizier bis da noch kein einziges Wort gesprochen. Diese Kosaken hat er schon immer verachtet, und nun, da er um Irenes traurige Geschichte weiß— er weiß sie vom Pfarrer— haßt er sie. Er schämt sich für sie. Oh, wie tief er sich schämt! Er war so stolz darauf, daß ihm die Deutschen seinen guten Degen, der da neben seinem Lager an der Wand lehnt, ehrenhalber belassen hatten; aber seit der Pfarrer mit ihm gesprochen hat, glaubt er, er müßte sich niemals wieder an seinem Degen freuen können. Gegen Abend wird Aljoscha unruhig. Der Arzt weiß, es ist das Letzte. Irene weicht nicht mehr von des Sterbenden Seite. Beständig haften seine großen, jetzt angstvoll blickenden Augen droben am uchige Der Pfarrer spricht zu ihm. Aljoscha hört kaum danach hin. Seine Augen scheinen zu sagen: Laß das!— Aber an dem Trauring fingert er jetzt herum, ruht nicht, bis er ihn los bekommen hat, und dann schleudert er ihn, als wäre er glühend, mit einer hastigen Bewegung von sich. Irene bückt sich danach, hebt ihn einen Augenblick zwischen den schlanken Fingern, erkennt eine Schrift auf seiner Innenfläche, und dann sinkt sie plötzlich mit einem leisen Schrei zu Boden. Der Leutnant, der die ganze Szene stumm, doch sehr aufmerksam verfolgt hatte blitzrasch die Zusammenhänge erfassend, hebt sich jetzt mit einem Ruck aus den Kissen, reißt den Degen samt der Scheide an sich, holt aus und will den Kosaken ins Gesicht schlagen. Der Hieb geht zu kurz. Nur die kleine Madonna trifft er, schlägt sie klirrend in Stücke. Und jetzt entsinkt der Degen dem Arm. Kraftlos, mit einem Aechzen fällt der Offizier in die Kissen zurück. Noch einmal schlägt er schmerzvoll die Augen auf. Dann ist es mit ihm Schluß. Am andern Morgen gibt es zwei frische Russengräber. Die Heimkehrer, von Walter Erich Schäter m 18. Dezember 1918 kamen dreißig Land— wehrleute aus der Gemeinde Bischofshofen * heim von einem Reserve=Infanterieregiment, das in seinem Standort demobilisiert worden war. Man hatte nicht viel von dem Regiment gehört. Es war nie im Tagesbericht erwähnt worden, hatte und keine SStadt erstürmt es war nicht das seltsame Flattern hören müßten, das eine neue Lage Granaten ankündigt. Ueber eine Stunde marschierten sie so, und es wurde kein Wort dabei gesprochen. Die Sonne fraß allmählich den Nebel auf, sie sahen die Saat und die nackten braunen Aecker, und die Halme waren vor Nässe weiß Als dann hinter der Einöd Niedergibt Ihnen ein Bild von dem, was der Bochumer Anzeiger bietet.— Nicht nur heute— sondern täglich ist er überaus reichhaltig. Auch Sie sollten das Blatt zu dauerndem Bezuge bestellen. Bitte füllen Sie die Rückseite dieser Karte aus Staalsstraße nuch Bischosphofen zu. Es war am Morgen. Die Sonne schien gelb und matt. Auf dem Boden lag ein weißer Nebel, die dunklen kleinen Waldstücke standen darüber und die Ebereschen an der Chaussee, wo sie über einen Hügel lief. Die Soldaten zogen in lockeren Gruppen, wie ein Verein, der seinen Ausflug macht. Aber wie die Station verschwunden war und wie sie in das offene Land marschierten, das so ungewiß im Nebel lag, da begannen die Vorderen kurz zu treten und die, die hinten waren, schoben sich vor und ohne daß einer die Hand gehoben hätte, schlossen sie sich zu zwei Reihen zusammen, eine rechts und eine links auf der Straße, jeder in richtigem Abstand und nah bei der Deckung, wie sie vier Jahre lang auf vielen Straßen in Frankreich drüben zur Front gezogen waren. Die Bärte waren den Männern wieder gewachsen, seit sie zuletzt eine Gasmaske umgehabt hatten, sie trugen Grabenstöcke und kleine Mützen und ihr Zeug in Pappschachteln und Paketen. Brotbeutel und Tornister hatten sie nimmer, aber sie schoben alle die Schultern vor und gingen gebückt und schwer mit steifem Kreuz, so als ob sie noch die Affen schleppten und das Gewehr am Hals Gasmaske, Stahlhelm, die scharfe Munition und all ihren Kram. Sie marschierten einen schweren, rollenden Tritt und schienen alle scharf nach vorne zu horchen, so wie wenn sie in der großen Stille bald wie auf ein Kommanoo, und die Tauben hoben sich von den Schlägen und flatterten aufgeregt über den Dächern herum. Aber die Männer zogen immer geradeaus, wie durch einen Ort, den keiner kannte, bärtig, mager, grau und ohne Blick. Und man merkte es kaum, wie da und dort einer abschwenkte und in ein Haus verschwand. Aber mit einmal war der letzte verschluckt, Türen gingen, die Kirchenuhr schlug halb eins. und das Dorf lag wieder in seinem Frieden, die Kinder spielten, die Hunde bellten wieder, und aus vielen Schornsteinen stieg ein Rauch, der ganz fein vor dem blaßblauen Himmel stand. Kurz nach zwei Uhr traten schon wieder ein paar von den Landwehrmännern aus ihren Stuben, den Schaffschurz um, und gingen zu ihrem Stall, der Schreiner Maier saß vor der Hobelbank und zog sich alle seine Stemmeisen ab, die ihm der krumme Geselle verdorben hatte. Und als die Sonne wieder matt und gelb war, da zogen der Lechmaier und der schwarze Raith mit ihren Pflügen aneinander vorbei, Furche um Furche, und sahen gemächlich zu, wie die fette Erde am Streichbrett zerbrach, und keiner schaute von seinem Gerät auf, gerade so, als ob sie nicht vier Jahre lang zusammen unter dem Tod gestanden wären und als ob nicht viel mehr, wie heute heimgekehrt sind, weit weg in Flandern und in Frankreich liegen Se IA Rahin Von Friedrich Bubendep Das e nübe, imnmer wieder die Bhuader aufzureißen, die der Krieg uns geschlagen hat indem er uns unsere liebsten Angehörigen unsere Freunde und Kameraden entriß? Gar manche fragen so, wenn alljährlich am Sonntag Reminiszere zum Gedenken der Toten aufgerufen wird. Wäre es nicht an der Zeit, so fragen jene weiter, den Schmerz und die Trauer über unsere Dahingegangenen mannhaft zu unterdrücken, damit die uns geschlagenen Wunden vernarben können? Die so fragen und denken, wissen nicht, daß sich die Bedeutung dieses Sonntags gewandelt hat, daß aus einem Volkstrauertag, wie man ehemals diesen Tag nannte, ein Heldengedenktag der ganzen deutschen Nation geworden ist. Daß wir diesen Tag nicht dem persönlichen Schmerz, nicht der persönlichen Trauer über Verlorenes weihen wollen, sondern dem ewigen Ruhm deutscher Helden. Wir wollen unserer Helden gedenken! Das soll das erste an diesem Tage sein. Und wir wollen ihrer mit Stolz gedenken! Es gab eine Zeit, da galt der Held in Deutschland nicht viel. Eine Zeit. in der es eine Untugend war, tapfer, mutvoll, ehrenhaft zu sein, zu denken und zu handeln. Eine Zeit, in der man dem deutschen Stahlhelm einen Fußtritt versetzte und glaubte, damit alles ausgelöscht zu haben, was in unserer deutschen Seele brannte. Bestenfalls sollte in jener Zeit der Volkstrauertag dazu dienen, die Schrecken des Krieges wieder wachzurufen, um damit eine heranwachsende Jugend auf immer von allem Soldatischen und Kriegerischen fernzuhalten. Heute sind wir durch das tiefe Tal der Erniedrigung hindurchgeschritten und haben wieder die lichte Höhe betreten, von der aus wir den Sinn des Krieges, wieder deuten können und deuten müssen. Und seute, wo ein Jahr neuer deutscher Wehrmacht zu Lande, zur See und in der Luft hinter uns liegt, wissen wir, daß diese Wehrmacht nicht aus einer drückenden Wehr pflicht entstanden ist, sondern daß es das Wehrrecht des freien deutschen ihnen einmal sterben muß, aber sie wußten, daß ewig lebt: der Toten Tatenruhm. Dieser Tatenruhm der Toten, dieser Heldenruhm der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung läßt uns auch heute wissen, daß sie alle noch leben, und nicht etwa in ein leeres Nichts zerfallen sind, denn:„sie marschier'n im Geist in unsern Reihen mit“! Re So aber kann dieser Tag niemals zu einem düsteren Trauertag werden! Kann niemals werden zu einem Tag des Schmerzes, der doch nichts anderes als etwas Ichsüchtiges wäre! Nein: dieser Tag kann nur ein stolzer Tag des Gedenkens, des Erinnerns, des Wissens sein? So ruft auch einer der Großen unter diesen Helden, der Dichter Walter Flex, uns zu:„Gebt euren Toten Heimrecht, ihr Lebendigen, daß wir unter euch wohnen und weilen dürfen in dunklen und hellen Stunden. Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu reden! Macht, daß die Freunde ein Herz fassen, von uns zu plaudern und zu lachen!“ Darum sei der Heldengedenktag ein helle: Tag, an dem wir künden wollen von dem ewigen Ruhm derer, die für das deutsche Volk gefallen und, indem wir ihnen ein Heimrecht unter uns Leben digenn geben, auch wieder auferstanden sin Int Kaice der Sraut WOCHEN-BEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ 2. BLATT 10. WOCHE „Liebe deine Frau— und schüttle SNe Wie Eirlell Obstsauh! Frauenleben im Sprichwort aue eiche Bungeschuste e b de aue. ble se easchen estene escsiche. Sleanung der Acderach der Neau wesen wolt, ud Wen nen des ud, huashengend seit Veut der Leitedasetn., Be./e, Sstgeulsen es 9 besd in Von ve,“ De zuschisbenan Lunder Hal elteig st muh men seinen Aidt aich Bzesg dr 3 Sit has Katen ein. Went nan den AustSprchporte geben eit einen üisen Epblck in de ene robe, Wene zetgen, Laur gunp aucd basr Aud) /93 ader Versndais und Oftegsest entegeshrlst. und Seaie deh Valie, Lehensanshanungen bonnen zur Micht iun ener Grasl ger sicht erst sonen. Und ek st vern es selbst osen seine Anligen und Fragen vorSetug, kltiurele, Abenut, ube.—2 Bono, Vn) seagir ersaunlsch, wis leicht ud verninsig Aunger, ide biges,. dart, so st ein Maulen von vorn herein ausen nn eaee a ea e e un e u.. Mentaltäkt der euschen Frau st auch andern alb. Den Kinde vich einuos unteriogt, Laxrein saurf iGh halen; en ist iumer mur ein Unternigen, Se aist du Pakhzsen, de ich Bisad bai hoen dout acht. De anmgaten Hilg, Schegalschese ie. Sazt. De ezishelels Raite bics bene hast du zu gehorchen und nicht zu fragen:„Warum?“ maulendes Kind kennen. russischen Volksmund kennt man das Sprichwort: Liebe deine Frau wie deine Seele Und schüttle sie wie einen Obstbaum! Zärtlich ist das nicht, aber doch noch nicht so unhöflich wie ein anderes russisches Sprichwort, das auch Eingang zu anderen Ländern gefunden hat: Wenn der Teufel einen guten Boten braucht, Dann schickt er ein listiges Weib! Da ist der Engländer doch höflicher! So schrieb Sheridan einmal: Auf der geistigen Kultur der Frauen Beruht die Weisheit der Männer. Der Franzose legt in seinen Worten über die Frau immer das Liebesmotiv zu Grunde. Ein Wort Jean Pauls ist in Frankreich Sprichwort geworden, und es hat vielleicht auch seine Richtigkeit: Die weibliche Eisersucht wird immer einige Tage älter als die weibliche Liebe! Bekannt ist auch sein bissiges Wort: In den Augen einer Frau ist ihr Lobredner anfangs ein gescheiter Mann— und später ein besonders hübscher Mensch! In Ungarn sind die Frauen feurig— und dem Sprichwort nach nicht immer treu. So kennt der Ungar das Sprichwort: Eine Frau, die treu sein will, Ist wie die Sonne im April! Man kann also mit ihr Glück haben— oder nicht! Der Araber vergleicht seine Frau gerg mit dem Pferd, denn das Pferd ist ja für ihn das A und O. So sagt der Araber: Langmähnige Pferde sind schwer zu behandeln, So schwer, wie die langmähnige Frau! Da der Araber aber keine Frau mit Bubikopf kennt, so heißt es, daß alle Frauen schwer zu behandeln sind. Auch das deutsche Sprichwort und Zitat beschäftigt sich gern mit der Frau. Mal sind die Worte derb— mal fein empfunden. Je länger das Haar, Desto kürzer der Verstand, eren lassen dürften, es stammt aber wahrscheinlich aus die. WVIerits Verderberriessern. Vür. Der gensseate Speiseschrank— Düste, die sich nicht „Das geht dich gar nichts an!“ Von der Mutter ist dies natürlich nur eine Geste der Bequemlichkeit; denn die WVIertes VETchcIE sen„blinden Geborsam“, der einer stlavischen Unterw.,, Der gepflegte Sxgsescren;(einmichelpapi figkeit, gleichkommt, kann sie von ihrem Kinde nicht wol. vertragen— Das gefährliche Einwickelpapier len. Tas Kind aber reagiert auf diese Abweisung bo. Dat rich einen Blick in deinen Speiseschrauk tun, mit, daß es sich in einen Winkel zurückgieht und den Ve.„Caß wicyzud ich will dir sagen, ob du die Veranebigten pielt. Es zmauke. Venn man ihm aber eine sunge VPrav, uet gusen Haustat host oder rucige und bestimmte Erlärung albt, sio wird e. bch) Znuts man sagen. Der Speiseschrank ist nämlich meist der beseren Einicht verchlieben und bich mit Seigegt nur ein beguemes, Versteck für noch nicht zubereitete aep oen noent. Ein Mouten konmt ale vo.—.,. esen ader zur de. Reie, Da logen, Lerist, Selat, Das Maulen hat als Hintergrund immer ein Unnur ein beguemes Versteck für noch Fächt. zzu Speisen oder fur die Reste. Da liegen Gemüse, Salate, auch Fleisch und Wurstwaren, in Papier gehüllt, fried c6 Ebgneirund zn Töpfen ein trauriges Dasein. Da Bo im Selenleben des Kindes eine lich Fessern und in Töpfen ein trauriges Dasein. Da überschritten worden auf Tellern und in Tös Leiuter Eintonfannntart Darum gebtdoppelt Deutsche Haustrauen! Pscht! und da hat Lottens Püppchen ein so großes Stück Scherl-Bilderdienst Kuchen genascht. Was haben Brautleute vom„ehegesundHertherteil Geselz Ets 2u Sedchken! escu a####. shen, Aashet brthict osht Beun liegt Käse in Schachteln und strömt durchdringenden Geruch aus. Da findet sich eine daneben eine geöffnete Büchse Sardinen. Dg. gtehen Kaffee= und Teebüchsen mit Fischresten in bedrohlicher Später einmal wird man streng darauf halten, daß die Speisen unter großen Vorsichtsmaßregeln, zubexeitet werden. Man wird stark Riechendes, Pile,katser germe. findliches legen, man wird die fertige Rrasepiatt, herme tisch verschließen, bis sie aufgetragen wird, und, man wird der Kaffeebereitung größte Sorgfalt widmen. Wenn dann alles doch durchaus keinen Wohlgeschmack hat, der dieser Sorgfalt entspricht, so ist daran schuld: der vernachlässgte Speischrant!.„gfindlichen GenußZunächst einmal: die teuren, emprrun zzäzsich giche mittel wie Kaffee und Tee gehören grundsätzlich nicht in Tüten oder schlecht schließende Büchsen, sondern sie werden in den glatten hygienischen Vorzellgndosen mit festem Sicherheitsverschluß oder in den modernen, geruchlosen Blechbüchsen mit Schraußdege, aufberahrt. Dennoch gehört in ihre Nähe kein Käse oder sonst ein Käse wird bielnehr, sofern er nicht sofort geruchsichere Glocke getan wird, in einem hohen, sauberen Steintopf aufbewahrt, der mit einem verschlosen ist. Er hält sich dort lange, frisch, Schoko: lade und Rauchwaren gehören natürlich nicht in den Speiseschrank. Schokolade soll nicht einmal im Geschirrschrank oder Büfett aufbewahrt werden, weil seine Sorten auch Holzgeschmack annehmen. Man tut gut, Scho: kolade, die nicht sofort genossen werden soll, in ein gut schließendes Porzellangefäß umzufüllen. Blechdosen mit Büchsengemüsen, Sardinen, Kompott oder Vorgerichten sollen niemals geöffnet stehen bleiben, weil in fast allen Fällen der Blechgeschmack auf die Nahrungsmittel übergeht. Es ist eine kleine Mühe, den Speisenrest in eine Porzellanschale umzufüllen. Banille wird im Glasröhrchen, von Zucker umgeben, frisch erhalten, während Gebäck, das sich knusprig halten soll, in den geräumigen Blechkasten geschichtet und warm gestellt, niemals seucht oder kalt aufbewahrt wird!„„ 6 Besonders empfindlich ist Butter. Schon in der Nähe stark riechender Lebensmittel verliert sie ihren frischen Geschmack, Butter braucht also ein gesondertes Secherse, rischen Geschnack, Butter braucht also ein, sämtliche JahresSds ban en an u a enen en eaee esne gaereen ege ees a e, Di, at uast e e a a ee e eed in aaus ewpia Weibliche opv,Pout, Ioht 19 best ,oeif, Htg Hofiganzen, der in Laus der Zeit war daun ein falscher Sin, ein UnDas ewig Weibliche antwortlich, fuhlt sich at## dex wig der Sinn hineingetragen worden. 8. Zieht uns hinan! Alle diese Grundregeln, die für sämtliche Henach eir hekandere Erweiterune1 Der Speii n zeiten gelten, erfahren in der warmen Jahreszzet,getug e-.a, Kiht ich albs Teilenast Volsgangen, der inr Lag der Zeit vor benn en brlsche v. sic uoch eine vegouber= Erezgerung. Der Sizesegen. sagt Goethe in seinem„Faust“. Auf derselben Linie Srishangen herauds die Geandige der Bousite, de. u— Gauach hante nan Gbends dos liche Tiechen zict, Hurchfeacheten der Bishtngziecgssericskreih Ute Ehe. Eine kurze Uebersicht über den Wortlaut des Geliegt sein Wort: Willst du erfahren, was sich ziemt, So frage nur bei edlen Frauen an! Doch auch derbkomische Sprichworte gibt es, meist geboren aus dem Volkswitz und der Volksseele. Sprüche an Bauernhäusern melden uns davon. So las ich einmal in Westfalen: Ein tüchtig Weib im Haus zu haben, Das ist die köstlichste der Gaben. Doch geht das tücht'ge Weib mal aus, Wird's erst gemütlich hier im Haus! be. Sine P 1, hrige ader gaugen Wortaut dbes Ge., sch unhegen, um es am nächlen Morgen kalszhsite zu benehri, die Fcrigsehenerer„4len und Une beine, Booenge voe Zun gede, Seehg Maden Zesden Gndes Bhe s9 bezch weigz oie de gu. 9, Ge, Kricht mit Gosdelgseit vertaipt ie die er eute Sete u e e, gag, Bosligzele u, en euiel gelsdte Sechantlich das Mlagte diche ud knatenichz, Sreiskeung zu berset. dos„eheosubestge e sterelungen eine Ehe Londe lum. Vehingad zui den selbstversändlichen Ve. Ein wenig lieherlegung und Sorgat, und die veraneder Frauen, schon mit dem feinen wortungspolle Hausfrau braucht nichts unkommen zu Birds erst gemütlich, bier im Haug!, Nachkommen befürchten läßt, Man hat also vor den allzu tüchtigen Frauen doch entmisnhigt zist oder pntak“ “:: Iahrscheinlich kommt es auch daher, daß staißt wenn einer der Verle er tun, istes noch längst e e. Sechee aun eue e ee aue se ete ae e Sner der Verlodten an einer Eiktaukeit in Sinz. des Lel driden muten, iaten 6 aud Protenwern onz u dit. Behzfist, orrg, Setgasd esder Gooberich soeskelt leidet, die eine grhebliche Schar Unterschiedz wenn zwei das gleiche zun, It Gerg u ge lassen. eder ebren Eid unr Ner 1ad, Aaugue. Gir De Aüdhen, Nran urend uen unid Diansteg Gibts Fisch läßt, wenn einer der Settovur: Spinnstuben— den vesten Betcarererzeurzag,###... und Dienstag gibt's Fisch nier veriliusger Vornundfo zi gener Tage— bergnigt am Spinnrogschzuser g ot. zu dem seit Jahren eingehaltenen Fischtag geselt Verlodten, ohne entmühzgt Zu. Hollsleder sangen und den Buschen, 95/8. Pogen.a Hen ein zweiter in der Woßhe oder dar ein deiter das Wort üder bung u nu zeun De Valtsgnascask usegg, Hetg l eieg Peaienz de aher schen wealer Sgpansroke ie Seir Behaseck grtegadiet eic. B5 3 35 in Kaselan. Mäinnern ungeheutet wurde dahin, daß eine Freau in Iun leteren Falle gesatet die Unfruchbarteit des aur LSpingen am Vorger“ In Zutaursft wich Frau Matbug sadi uud beshalb delent pie 6 mit den der Esetaglchskeitzenguich einen Zeugnis dei Gelud,.)Alishe), Jasz auisgertähnel ui bieten Tag alies esde e!„ Hesenushz ian Sschshensenich brszgisgz k. hr. Geuichk doacz uich dut an eien Siaicsetzt, haunten ist, 3asz a uit gude Vegesteung unge de sie Gun Bue den eunhaheh ohehgntg se ab udhenzghgies der vur Ghal d uad akr and der Ader daust, ainz dur aunsen un. be panche: Die Biche, bude, bose, Zuasgeor setz. Pich dos hiamt aichz, Die Veisek. uod Holk.3sd. Frieiszger ,Senizsi.s eiset Oesede zun Aosiand„Stalsangaste de uid den in Vezgagng sgazg, Auch das simmt M6g, De Viessezan Hesziautov, Perzen De grozen. Blalter vickeitslage konn vur, besxzeft gerhält die entgegen den Redensart Kaugt,. hhglgem Vurersiez Puffackern, 8 Jenommen und abgebrüht. Der, Fischztesg, wird in die Das Kind den, Müchwirtentzzsgsseiet Ehe„Zurch einen späteren liß nachts ein Streicholz an— erses deuf Ganerzeden Buiäter eingerollt und gevungen, ein Flacher Topf wird Das Kind„mault“ Eigentlich müßte die Ueberschrift heißen: ## gict cun vin Maulon des Kind bde be be eboy.. e.4 haurf en. Bestimnungen geschlosege ege durcg einen spateren Feind sah den Lichtschein—, er reichte den Kameraden mault nicht.“ Denn ein Maulen des Kinder vur= Fhehindernisses. das Hölzchen zum Anbrennen weiter— wieder stammg entach nicht geben. Das darf man gur nicht ert auf, Vorfoal.,),„.Hon namenloses Unglüick gegeben, es auf, und der Feind zielle. Der brite nahn es auch ue bier un ben g###n eige aie der heishen Belcdter nuicht, best zuch, im setze, Bigarctz, aesken, de Scot. de. e das auch nicht, denn Naulen it keine Veranlagung, wie oft. Vupnicht erHgsund war und hat se unendliches Feind—, er hate sa genüigend Zeit zum Zielen gehabtl kondern die Folge eines Ergiebung;(Fichzt zu wie jedem die Pawilte phzeservoestghe gebracht. Aber nicht nur" Diese keine, Geschichte ist nicht lusig, aber wahr. Per eun e. e ee n e ashsche Batel er ue Gchnde und Fraus Bacher baucnt an Paungnte ihtrcht, Eeracienen: Dot Bedt aut butihnung Vber eine Boy, einen vetn besguhernt guch zuege vot ischen: Erse, zitern, wen sch die drei erwachigeg. Kirzer ui. rahme die maon, mit Vezug auf es getrofen, hot, Ee it heitsnachwesz, ozur, aucH einen vein ggne Heov;, ez einen Streichholz hre Ziggxetten anzugen. Imn Geeie bauta der Fal, daß das Aiad unsere Notrahnen gesuden wiakt eine Ebesandsseihite, Lyg, de V uich zenteil se solle sich freien, daß se sos parsam fad. ihm gegenüher, auch beim Strafen, nicht verstebt, und es meisten Fälln an Herat gar nicht zu denken ist. Uno br. 6z, Fizt immer noch gerissene Leute, die mit ist sich der Tragweite seiner Missetat gar nicht bewußt, nun kann also geheiratet werden. sich der Trgengeicht zum ziaße Hinge gans klar Da bat man die Pflicht, ihm diese Dinge gang klar vor Augen zu führen. Es muß wissen, wofür und warum es gestraft wird. Es muß sich auch verantworten dürfen, ohne daß man seine Ausführungen und Entschuldigungen als„freche Widerreden“ oder„dumme Ausreden" kurzerhand von sich weist. Bei einem Kind, das den Grund und die Gerechtigkeit der über es verhängten Strafe eingesehen hat, kann es kein„Maulen“ ebgenommen und abgebebündente gein Focher Topf wsie Blätter eingerollt und gebunden. Ein flacher Topf wird mit Speckscheiben ausgelegt und mit Brühe übergossen die Rollen müssen bedeckt sein), mit Tomatenscheiben belegt und gut zugedeckt aufs Feuer gebracht und langsam gar gekocht. Zuletzt wird die Tunke mit Mehl gedickt. Fischragont. 667—5 Zwei Pfund Fisch werden gewaschen, gesalzen und von Haut und Gräten befreit. Drei Eßlöffel Fett., wer: den geschmolzen und die kleinggschritzegern, Zu#grein darin geschmort. Dazu kommt Mehl, das mit klarem Wasser und mit Fischwasser klargerührt wird. Die kurz aufgekochte Tunke wird vom Feuer genommen, und eine kleingehackte Gurke, Kapern, Perlzwiebeln, Zitronensaft, Zucker und Fleischwürze dazugegeben. Dann legt man den Fisch hinein und läßt ihn gut durchziehen. Dagu gibt man Salzkartoffeln oder auch dickgekochten Reis. Es giegmmer noch gerissege Zeute, die mit der „Dreimel Holz und„Ksais, Kashäsche idi Aschlshe chaice Seon, Boge, in ir I Zaustzgtrad zul seim, schellerk.:Jchistenschasft zu vom hohen. Den Mischem und Stücke geschniterz, Pater und Neikt werden, geinetez, eie de ber e., aue fborlschriliche densche Haustang, zu seinz, Hegen mit Pisenschast zu un basen, Den Pischer. und Stüicke gelchgten, Batskr, och, Res. wersean gesfieseh Stote eneieten doetz kunn e ueun oueg u aun bem alten Hegozun Vherauben. Dos Volsorsährerg pied dos Sebenr aus. dieser Gureilen. ur de uied ercuig un ue Bunhg ue us eu anben urden e. Mind Be Gundign, Huit over gemechz, Fihigern Sieriche Das Maulen ist eine Form der Verstocktheit. Und zum Fensterbrett. Gottlob, man hat's erreicht. Nun kann's besser brauchen! hnitten, Butter und Mehl werden geknetet, die Hälfte auf den Boden eines Topfes gelegt und mit zwei bis drei Eßlöffeln Petersilie überstreut, die Fischstücke daraufgegeben und der Rest des Teiges dazu gelegt. Der Topf wird geschlossen und in ein kochendes Wasserbad gestellt. Nach einer halben Stunde wird der •8 Jarbeie um Sumwbekter!! Von Lindu Bettina meinte, es sei heute Abend die beste Gelegen= Während das Oel einzog, was meiner Meinung nach heit, ihre Skier in Ordnung zu bringen, ihre Eliern recht langsam geschah— wir hätten wohl doch das vorHier hast bu die Relerschlüssel, hole sie einmal herauf“ einem„Lehrouch für Stiläuste“ Petina aus nach ich sole auch gleich das wweite Poor Ih braucht, kenf Spork ur zi seiner Erholung zu betreiben gedenkt. mir dann keine neuen zu kausen! Dem Anfänger und mittleren, Läufer wird ein etwas Ich hatte einige Schwierigkeiten, den Keller zu fin= kürzerer und dafür breiterer Ski ein größeres Gefühl Am Toto Wettfachmann:„Das alte Vieh dürfen Sie nicht wetten, mit dem sind schon ganze Völkerschaften verarmt!“ Im Zoo „Sagen Sie, der Elefant ist wohl recht böse?“ „I wo, den können Sie um den Finger wickeln!" Gemacht Auskunft Ein kleiner Junge sitzt vor einer Haustür. Ein Mann fragt ihn: „Ist deine Mutter zu Hause?“—„Ja.“ Der Mann drückt die Klingel, noch und noch. Nie mand öffnet. „Du hast doch gesagt, deine Mutter ist zu Hause?!“ „Ist sie auch, aber wir wohnen ja gar nicht hier!“ Gold und Silber „Johann, heute abend, wenn wir Besuch haben, „Jawohl— und wie soll ich den gnädigen Herrn Frau Kurz vei inter Nuchbarin. Lem unjänger und mittleren, guuget wird ein etwgs nennen““....pa, im letzten Sommer hat er sprechen gelernt, und „Idiot!“ „Werde ich besorgen!“ „Spricht Ihr kleiner Sohn schon?“ erkundigt sich bei ihrer Nachbarin hat er sprechen gelernt, und uns, ihm das Schweigen beizuden, aber schließlich paßte der Schlüssel doch. Die Skier der Sicherheit verleihen...“, worauf Bettina fand, daß standen ganz hinten in der Ecke. Beim Klettern über ihre Bretter zu lang seien. Da sie keine Wettbewerbe eine Kiste blieb ich mit meiner Hose an einem Nagel bestreiten wollte konnte es nichts schaden, wenn wir die hängen und war daher nicht gerade in der besten Laune, Sicherheit, selbst auf Kosten der Schnelligkeit, etwas Schon im Treppenaufgang fiel mir ein scheußlicher Das Holz war aber doch bedeutend härter, als wir Geruch auf; jetzt kam mir Bettina aus einer bläulichen es uns vorgestellt hatten. Wir mußten lange suchen, Wolke entgegen und flehte mich an, das Skiwachs von bis wir ein Werkzeug fanden, mit dem wir es schafften. der Herdplatte zu nehmen, wohin sie es gestellt hatte, Hätte Bettinas Vater in seinem Ordinationszimmer um es dünnflüssiger zu machen. Als ich den Tiegel nicht eine wunderbar vernicktelte Säge gehabt, wären unter Husten und Spucken gerettet hatte, war er schon wir mit dem zähen Holz kaum fertig geworden. fast ausgelaufen, was sich aber nicht weiter als schlimm Bei der Gelegenheit fanden wir auch noch einige erwies weit Bettina aus Versehen eine Büchse mit schöne Riemen, die, wie Bettina meinte, völlig unnütz Gänseschmalz von Weihnachten her erwischt hatte. am Operationstisch herumhingen, denn heutzutage, wurde Wir hatten überhaupt kein Glück mit dem Wachs, doch nur in der Marrose operiert! Und ein Stitäufer Lou##e nun wirklich etwas davon verstehtz deng zie za. bereizs unangenehas, Wir hatten im. Fisgr, des Gesscztsznicht vertreter, 12. Tonart, 14. Die Erfolgszweimal in Oberschreiberhau gewesen und hat vort schon genau achtgegeven und von zwei Sriern je 20 Fcüll; ursache, 16. Teil des Auges, 17. Nieeinen Pris beionnen, I3ch ersuhr ee, boster, bop e Moter abg=iggt, Lisge Preiter ausen zu müissen, wurde derafung, 19. beingsigender Traumdadurch natürlich hipfillig.„Beztizna hatte sich außerr zustand, 21. Flegelet, 22. Fettart, 24. Achseigns vor auch ein Leiacl in Haus, vir mußz, den bestig mit ihes Vaters Rastermeser geichnisten, Gstia, 26. bitlische Mämtergestelt. ten das Maschinenöl nehnen, Cel ist schließlich Oel— als sie die Riemen verkürzen wollte, so daß ich schließ: au Mzschemnenauf alle Fälle läßt es sich viel besser auftragen als lich ein Machtwort sprach und die Unglücksdinger wie= 27. jetzt bemühen wir bringen.“ FOYAASIEEE EE Kreuzworträtsel Waagerecht: 1. Eisentor, 4. Gegen8. Mädchenname, Wachs. Kachligtaus Die schönlien Uhren Als ich den Keller verschloß, fiel mir ein kleines Senkrecht: 1. Schilf, 2. Schild an der Tür auf... zu allem Pech hatte ich die Ausstrahlung(Reichenbach), 3. Fluß in Rheinland, 5. Himmelswesen, 6. Flächenmaß, 7. Ton, 9. Bildungsstätte, 13. Zeitmesser, 15. Kosmischer Begriff, 17. Musikinstrument, 18. Silberart, 19. Lungenarbeit, 20. Durch ein Bauwerk bekannte südeuropäische Stadt, 23. Tonart, 25. Benennung in der Elektrizität. Schild an der Tür auf... zu allem Pech, hatt Skier noch aus einem fremden Keller geholt!!! Kann man mir es verdenken, wenn ich um Tauwetter bete?! aber wahr 1 Eine eigenartige Schönheitskonkurrenz fand dieser Tage in Paris statt. Dort sollte diejenige Frau festgestellt werden, die die schönsten Ohren bot, Lsez swpar, an seiner Arbeitstätte in Sühllamien erreicht Mas die aus Malern und Bildhauern zusgmmengesetzt, war, an seine, ungogestage in Südslawien erreicht. We nicht leicht, da sie insgesant 943 Bewerberinnen zu rücklassens Kurz entschlossen bepackte er seig. Eselskuhr: trug schließlich den ersen Preis davon. Außer der reich und Nähren. Leider währte die Reise eine, Woche aus sehr werivollen Perlen bestanden. pete Aber mun sei er doch da und melde sich gehorsar K0 70 14 73 76 72 788 26 20 3 nete. Aber nun seiter doch da und melde sich gehorsamst zur Stelle. Der Oberst war ein verständiger Mann. Er belobte den Roh für sein Verhalten, sorgte für das Unterkommen der Familie und des Eselsgespanns und ließ den Reservisten bald wieder losfahren, da ihm die Staatssicherheit auch ohne diesen genügend beschützt schien. Silbenrätsel Der deutsche Standpunkt ba Ausländliche Runde werden gebillen zu der Worfolge gelesen, ein GoeiheWort wiebergeben, Eine seltene, Erfahrung konnten die„Lapstähter das den deutschen, Standpunkt genauestens wiedergibt ichen, die sich kurzlich Funde aus Lonzgg, 200 an der(ch ist ein Buchstade:)— Bedeutung der Worter: Ein Elesant, der Amok läuft Eine Schreckensszene spielte sich kürzlich in den Straßen von Bangkok ab. Ein weißer heiliger Elefant hatte sich aus seinem Stall losgerissen und tobte durch die Straßen. Da es verboten ist, das heilige Tier zu töten oder auch nur zu verletzen, waren die Einwohner dem Wüten des offenbar toll gewordenen Tieges,[Pzepz, Eine feltene Erfahrung konnten die Kapstäd os ausgelefert., per Elesau,„chaufensterscheiben, an machen, die sicg aurzuch Hunde us Londag, 200 an der lch ist ein Buchtabel) sonen, zertrümmerte, mehrere, Schaufensterscheihen, an Zahl, hatten kommen tassen. Obwohl diese Hunde—(ch ist ein Buchstabe.) denen er sich verleßie, und kam schließlich bei einem Seotchterrier— den südafrikanischen Hunden äutertich Zusammenstoß mit einem Lastauto, das er angriff, um, aufs Haar gleichen, werden sie von diesen doch auf Bienenzüchter Schritt und Tritt angekläfft und gebissen. Die südafrikaDer„ideale Haile" nischen Hunde merken anscheinend an der Sprache, daß Eine große Tageszeitung aus Chikago hatte ihre sie es mit„Ausländern“ zu tun haben. Leserinnen, soweit sie noch nicht verheiratet waren, ge= beten eine Schilderung des„idealen Gatten“ zu geben, wie sie sich ihn wünschten. Die Antworten, die zu Tau= Die neue„Perle“ Hauzkrgu;,„Sind Sie auch in kalter Küche ersehen oder gar Flimschauspieler sein. Seine Frau müßte Mädchen:„Und ob, gnädige Fraul Ich war er großzügig behandeln und ihr jeden Wunsch erfüllen. Jahre in einer Stellung, da war die Küche so kalt, daß Nur in zwei Antworten wurde verlangt, daß der ideale ich Frostbeulen an die Zehen bekommen have!“ Gatte auch klug sein müsse. Spaß muß sein! ba— din— e— em— em— en— en— 1— Im— kau— kei— ker— kus— land mar— mich— mo= mos— ne— ne= pe Po— pos— re— rel— r1— r0— r0 88— 3al— 81— sk— sta— ta— ter— t1 tiv— tri— tu— vi— wan— war Aus den vorstehenden 43 Silben sind 18 Wörter zu bilden, deren Anfangs= und Endbuchstaben, beides Evangelist Die alte„Kreml“=Stadt Der Eroberer von Lüttich im Weltkriege Getrocknete Weinbeere Zwölfjähriger gewinnt das „Coldene Schachbiett“ In Hartford der Hauptstadt des Staates Connec= heut, fand ein Schachturnier um das„Goldene SchachDer Herr Professor mußte nach der Anmeldung noch einen Augenblick warten. Unruhig ging er auf und ab. Als er dann aufgerufen wurde, stürzte er sofort ins Sprechzimmer.., er indem er sich Ros und „Herr Doktor, sagte eg, indem er sich,„ Rock und Russischer Männervorname Das einzige Mittel! Ans Wort mit w mit ihm!— Er hob voll Trutz Die h frech wider Vaterlandes Schutz! Beides muß vereint sein! O O O O O 0 O O O***„„** 0 O**„„„** O O O O O O O 0 O aaa bbbb dd eeeeeeee h ill k 1mne 6 rrrs ti u Aus diesen Zeichen sind, links beginnend und von oben nach unten gelesen, folgende Begriffe zu bilden: Akademikertitel(abgekürzt), Meeresbucht, südwesteuropäischer Fluß, die Mundschenkin der olympischen Götter, Hauch, Zerkleinerungsmittel, Züchtigungsstock, Vorname, Lebewohlgruß, heftiger Windstoß mit Regen. Die auf die Sterne treffenden Buchstaben ergeben, Waagerechte nach Waagerechter gelesen, ein einprägsames Wort. Gitteraufgabe o Hauptstadt von Ceylon e Kirchengesangstück * 0 Distanz zu deutsch aaaa bb cc dd eee II mmmm u 0000o ss tttttt Die aus diesen Buchstaben zu bildenden Wörter sollen waage= und senkrecht gleich lauten. Mosaikaufgabe steut, fand ein Schachturnier um das„Goldene Schach=„Herr Doktor, sagte er, invem er sich, oroa und brett“, einen wertvollen Ehrenpreis, statt, an dem sich Weste auszog,„ich bitte um Ihren ärztlichen Rat, unterdie besten Schachspieler des Landes beteiligten. Zur suchen Sie mich bitte gründlich! Sie glauben nicht, allgemeinen Ueberraschung wurde das„Goldene Schach= wie fürchterlich zerstreut ich bin— Sie glauben es einbrett“ von dem zwölfjährigen Robert Gwynn, dem Sohn fach nicht!“ eines Rechtsanwalts, mit 14½ Gewinnpunkten bei 15„Doch, Herr, ich glaube es! Kein Mensch kann so Partien gewonnen. Robert Gwynn, der als ein Schach überzeugt davon sein! Aber nun ziehen Sie sich wieder an! Sie sind hier im spanischen Generalkonsulat!“ in der Steinzeit Partien gewonnen. Robert Gwynn, der als ein Schachgenie bezeichnet werden muß, geht natürlich noch zur Schule und ist ein durchschnittlich begabter Schüler, der nur in der Mathematik besondere Leistungen aufzuweisen hat. 9 Jahre alt und 214 Ttund schwer Der kleine Pierre Lebeau, Sohn eines Drogisten aus Namur, hat alle Aussicht, einmal der dickste Mann der Welt zu werden. Der Kleine ist erst neun Jahre alt und wiegt bereits 214 Pfund. Noch läßt sich gar nicht absehen, wann die Zunahme seines Körpergewichtes aufhören wird. Die Aerzte haben die Behandlung der krankhaften Fettleibigkeit, die auf eine Störung der inneren Sekretion zurückzuführen ist, bereits aufgegeben. Ein Familienvater wird eingezogen Das 3. tschechoslowakische Infanterieregiment in Kremsler hielt eine Waffenübung ab, zu der die Reservisten der Truppe einberufen wurden. Der Einberufungsbefehl traf auch den Reservisten Franz Roh. Dieser war jedoch am Termin nicht zur Stelle und fehlte auch die ganze erste Woche hindurch. Dann traf er endlich ein. Durch das Tor der Kaserne zog ein Eselsfuhrwerk, schwer beladen mit verschiedenem Hausrat, einer Frau und mehreren Kindern, und auf dem Bock thronte der lang vermißte Reservist Franz Roh. Der Fall wurde dem Obersten gemeldet, und dieser schnaubte den Roh gehörig an; denn es stand fest, daß er das Militär hatte verunglimpfen wollen. Roh protestierte heftig, soweit dies im Rahmen der Subordination möglich war. Ihm lag nichts ferner, als dem Militär einen Possen zu spielen. Vielmehr habe er sich als hraver Soldat gezeigt. Der Einrückungsbefehl hätte ihn„Und deine Liebesbriefe kannst du auch wiederhaben.“ Vorrichtung zum Aufstellen von Instrumenten Italienische Hasenstadt Muse Denkmalsuntersatz Teezubereitungsapparat Teil der Kirche Wahrdeichen Premens Büasschrans Hochtal im Kanton Graubünden Das britische Weltreich Zweizeiler von Anastasius Grün. Tauschrätsel Durch Austauschen eines Buchstabens in den nachfolgenden 16 Wörtern durch einen anderen sollen neue Wörter gebildet werden. Miteinander verbunden, nennen diese Buchstaben ein Frühlingsblümchen. Patte Eld Kaln Mord Rabe Halle Lake Feld Hacke Pater Leder Esel Elder Lene Sahne Ural Versrätsel Mit Interesse les' ich„“. ne schwere Krankheit ist der„“. Im„k“ kann man geruhsam sitzen. Wer Eil' hat, muß die„b“ benützen! Auflösungen aus der vorigen Nummer Lustige Bochumer Erinnerungen: Waagerecht;.,2½, 6. Grobokamaba, 10. Lob, 11. mau. 12. Bar, 13. Ju, 14. Ehre. 16. rot, 19. etwa, 21. Leo, 24. Nota, 25. Stumpf, 27. Tea, 29. ja. 30. Linden, 34. Thor, 35. Xaver. 38. Pierrot, 39. Bad, 40. Ehe, 41. Ott, 42. Adelheid.— Lukas. 2. Domino. 3. Raute, 4. Faber, 5. Narren. 6. Glossen, 7. Roy, 8. Ober, 9. Bahn, 15. Esel, 16. Raa, 17, tosen, 18. S. a. D. 37, Sbel. Seelord Sandringham Assuan Vormacht Rhodes Weltstadt Flandern Klute. 20. Toga. 23. Opa, 26. Bier, 31. Depp, 32. Tor, 33. Eva, 36. A, Weltreich 1 Verhinderktsel: Sevila. Antenne. Romade. Degezef, ne Bei richtiger seitlicher Verschiebung torte. Jrade, Najade, Gamasche, Hekuba, Arosa, dieser Wörter untereinander nennen Glben=Aning=agazle FFeigeP= Zossen Phrss. zwei benachbarte parallele Senkrechte, Klabser, Pasmund Ausag, Banzer, Flieger, Ergus, Nachbeide in der Wortfolge gelesen, den bar.— Fastnachtskrapfen. neuen Beherrscher des britischen Welt= pigtest bez Gagens reiches. Kätfel: Monument— Nu— Moment. Seite 21 Nr. 57 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./8. März 1936 Wie die Olympia=Kämpferinnen wohnen AasVrterter. ist der Falent=Eerrvien! Aus aller Welt „L. Z. 130“ schon im Bau Berlin, 6. März. Girlanden von Halle nach Leipzig Wenn sich im Sommer zur Olympiade die Vertreter aller Erdteile in Berlin treffen, dann wird die Reichshauptstadt eine einzigartige prächtige Kulisse für dieses Fest der Jugend der Welt abgeben. Die Straßen und Häuser werden einen Schmuck angelegt haben, wie er in dieser Feierlichkeit noch nie ein internationales Ereignis 9 Sug ent zitefläche also, mit der man beinahe snbefliche Zierde für die Häuserfronten sind EichenSchöbung postzich Fnnte man dennach damit lückenlos Zur Zeit der Olympiade, wird es dann Berlin wohl kein Haus geben, in dem nicht eine gastfreundliche Fröhlichkeit herrscht. Bei einem davon wird ein seltsames Schild zwischen gewundenem Eichenlaub Ki:isteskeles helschesteshäle ihren männlichen Kameraden für die Ehre ihres Landes Schon lange wird an dem Ausbau des olhmpischen Dorfes gearbeitet, das den männlichen Olympioniken Unterkunft bietet. Die Damen, die wir als Sportgäste bei uns begrüßen können, sollen es aber nicht schlechter haben— im Gegenteil. Deshalb wird das für sie bestimmte Haus, das in Kürze seiner Vollendung entgegensieht, mit einer besonders umsichtigen Sorgfalt ausgestattet. Kaum tausend Meter von der Hauptkampfbahn entfernt liegt dieser gewaltige, hufeisenförmige Bau, dessen Leiterin Freifrau von Wangenheim ernannt worden ist.„Nach den bisherigen Meldungen werden 350 Sportlerinnen zu den Olympischen Spielen nach Berlin kommen", erzählt uns die organisationserfahrene Dame,„wir haben das Frauenheim aber vorsorglich für 500 Gäste eingerichtet. Wie in einem Bienenstock Wabe an Wabe liegt in den drei Geschossen Zimmer neben Zimmer, von denen zwei Schränke und einen Schreibtisch enthält. Die Einrichtung ist völlig einheitlich, doch wird den deren Bedürfnissen der einzelnen Nationen bis ins letzte Rechnung getragen.“ Die Bibliothek der Modehefte Die Wünsche, die von den einzelnen Länderkomitees für ihre Damen angemeldet wurden, sind außerordentlich mannigfacher Art. Das ist verständlich, denn natürlich verstehen die Inderinnen unter der häuslichen Behaglichkeit, die sie hier doch finden sollen, etwas ganz anderes als vielleicht die Amerikanerinnen oder Holländerinnen. Deshalb wird jeder Nation eine Stewardeß des Norddeutschen Lloyd beigeordnet, die vollkommene Kenntnisse in der Sprache zud Lehenspeise des ihr zugeteiter Landes besitzt. Die griechtz schen Sportlerinnen werden demnach von einer Kraft betreut, die seit vielen Jahren auf den großen Passagier= dampfern die Mittelmeerlinie befahren hat, den asiatischen steht eine Bedienung zur Verfügung, die auf der deutsch=ostasiatischen Strecke gearbeitet hat und den Sportamazonen von der Neuen Welt wird eine Stewardeß der Amerika=Linie alle Wünsche von den Augen abzulesen versuchen.„Mit der Hausordnung werden wir uns möglichst an die Bestimmungen halten, nach denen sich auch die männliche„Konkurrenz“ im olympischen Dorf zu richten hat“, erzählt uns Freifrau von Wangenheim.„Wir wollen es hier im Frauenheim den Gästen nur vielleicht ein bißchen gemütlicher machen. So hängen in jedem Zimmer Originalgemälde deutscher Künstler und die Bibliothek enthält Bücher in zwölf Sprachen, die besonders von Damen gern gelesen werden, aber auch— Modehefte. Gewiß, Weltrekordlerinnen sind alles andere als Modepuppen, aber auch sie iztergsüiegen Hicher sehr dafür, was ihre Schwesterg in Japan, Brasilien, Spanien oder Schweden zur Zeit gerade als„schik“ finden. jedem ihrer Zimmer steht eine elektrische Waage, in jedem Wohnraum der Engländerinnen aber eine Teemaschine, die allen Bedarf in ihrem Nationalgetränk deckt. So wird alles getan, um den tapferen Sportmädeln solange ihre häusliche Behaglichkeit zu ersetzen, bis die Flagge mit den fünf Ringen wieder eingezogen wird. 40 Arbeiter lebendig begraben Rom, 6. März Ein entsetzliches Unglück wird von den Dodekanes=Inseln gemeldet, auf denen die Italiener gegenwärtig mit Beschleunigung Befestigungsanlagen bauen. Bei dem Bau einer Kasematte auf der Insel Leros stürzte das Erdreich plötzlich nach und begrub 40 griechische Arbeiter, Bewohner der Insel, unter sich. Eine Rettung war nicht möglich. Die Ursache des Unglücks soll darin zu suchen sein, daß die Arbeiten an den Kasematten und anderen Befestigungswerken zu überstürzt durchgeführt wurden. Wickelkind im Kino vergessen In einem Kino in Hampshire(England) erschien nachts ein junges Paar und klopfte den Geschäftsführer aus dem Bett. Das Paar war sehr aufgeregt und sagte, es habe einen„Wertgegenstand“ im Kino vergessen und müsse ihn sofort suchen. Der Geschäftsführer ließ die beiden ein und traute seinen verschlafenen Augen kaum, als seine nächtlichen Besucher zwischen den Sitzreihen ihren Wertgegenstand fanden und damit nach Hause gingen— es war ein Wickelkind. Scherl-Bilderdienst Vur bove dest voepeiue hiesenhalse set ferigesell ede. Dit dem Freibgden, der ersetget nicht wie bieher aueschleslsch in der Halle, sonrdern de Zelgsrsigsech chiskfichsehese eien. Pretzisorischer, Woutgeehalen, eiten ver Schiffsringe für„L. Z. 130“. Mit Nacht gebt man an die Arbeit. tiert. isorischen Montagehallen Unser Bild zeigt bereits man an A 15. Malz Roz.=Slatt nach Anadeila Begegnung mit der Kriegsmarine dnb Berlin, 6. März. Die diesjährige Madeira=Flotte der NSG.„Kraft durch Freude“, die aus den Dampfern„St. Louis“, „Der Deutsche",„Sierra Cordoba“ und „Oceana" besteht, geht am 15. März 1936 10 Uhr, vom Hamburger Hafen aus geschlossen in See. Der Start wird, wie die Deutsche Arbeitskorrespondenz meldet, zu einem großen Ereignis für Hamburg und darüber hinaus für ganz Deutschland werden.„Wie im Vorjahr wird die Hamburger, Arbeiterschaft ihre Kameraden, die aus sämtlichen Gauen unseres Vaterlandes kommen, zu ihrer einzigartigen Südreise verabschieden. Bei der großen Startfeier spricht auch ReichsDie Kriegonarne, die keit Veriher gese. P Fr RSG.„Kraft durch Freude“ hewiesen hat, wird ceschtl ehäach bnrche lie an. ishch Kreuzer mit der KdF.=Flotte auf der Höhe von HelgoDie diesjährige Madeira=Fahrt wird ein kulturell stark ausgeprägtes Gesicht erhalten. Außer einer Volkstanzgruppe von Moselwinzerinnen und der bekannten pommerschen Spielschar der HJ. haben sich eine Reihe namhafter Künstler und Dichter uneigennützig zur Verfügung gestellt, um den Arbeitskameraden unterwegs die Fahrt zu verschönen und auch den Auslandsdeutschen in Lissabon und auf Madeira eine Ueberraschung zu bereiten. Neue Kirchenschändungen in Spanien In der alten spanischen Universitätsstadt Alcala de Henares zündeten Linksradikale die Inneneinrichtungen von zwei Kirchen an, vernichteten Heiligenbilder und verbrannten Särge. Der Sachschaden ist bedeutend. da die zerstörten Kunstgegenstände zum großen Teil unersetzlich sind. Der Negus schrieb an einen schlesischen Jungen. Breslau, 6. März. Ein Schüler aus Schweidnitz wird seit einigen Tagen von seinen Mitschülern beneidet, weil er einen Brief vom Kaiser von Abessinien bekommen hat. Der Junge war auf den Einfall gekommen, den Negus zu bitten, ihm doch einmal eine abessinische Zeitung zu schicken, damit er sich genau über die Zustände in Ostafrika unterrichten könne. Der Kaiser erfüllte auch prompt die Bitte des schlesischen Jungen und schickte ihm mit einem freundlichen Begleitschreiben ein Eremplar der in Addis Abeba erscheinenden Zeitung„Der Morgenstern“. In dem Schaufenster eines Blattes in Schweidnitz kann es von allen Einwohnern, die perfekt Abessinisch lesen, studiert werden. Bluttat eines Sechzehnjährigen Den Arbeitskameraden im Streit erstochen. Regensburg, 6. März. In einem Betrieb in der Engelburger Straße gerieten der 16 Jahre alte Anton Fumy und der 15jährige Johann Lichtl wegen einer Arbeit, die keiner verrichten wollte, in Streit. Fumy warf mit einem Holzscheit nach dem Arbeitskameraden. Es kam zu einem Handgemenge zwischen den beiden, in dessen Verlauf Fumy plötzlich zu einem sogenannten Dreikant=Stahlschaber griff und damit dreimal mit aller Wucht auf Lichtl einstach. Der Junge wurde in die Herz=, Lungerund rechte Nierengegend getroffen und so ghwer verletzt, daß er schon wenige Minuten nach seiner Einlieferung in das Evangelische Krankenhaus an innerer Verblutung verschied. Der Messerheld wurde sofort verhaftet. Teure Liebeserklärung Wenn sich ein Autofahrer bemerkbar machen will. London, 6. März. Der Versuch, die Bekanntschaft einer jungen Autofahrerin zu machen, ist einem 20jährigen jungen Engländer sehr teuer zu stehen gekommen. Außer einer Woche, die er in Untersuchungshaft verbringen mußte, wurde er zu 225 RM. Geldstrafe und zur Entziehung des Führerscheines verurteilt. Der jugendliche Autofahrer bemerkte in einem anderen Wagen eine junge, hübsche Dame. Um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, fuhr er vor ihren Wagen und machte alle möglichen Kunststücke. Die junge Dame geriet verschiedene Male in Gefahr, der sie nur durch scharfes Bremsen entgehen konnte. Der Polizeirichter war über diesen Autofahrer so außer sich, daß er ihn erst einmal acht Tage in Untersuchungshaft sitzen ließ, ehe er zur Verhandlung schritt. 10 vor der Eröffnung Blicke in die Welt Der Bürgermeister von Haarlem wegen fahrlässiger Tötung verurteilt Der Bürgermeister von Haarlem(Holland) Marschalk, wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 4200 Mark verurteilt. Ferner wurde ihm der Führerschein auf ein Jahr entzogen. Er hatte im April vorigen Jahres in der Nähe von Haarlem mit seinem Wagen einen schweren Zusammenstoß mit einem Motorradfahrer. Der Bürgermeister hatte die falsche Straßenseite benutzt. Unmittelbar nach dem Zusammenprall starb der Motorradfahrer an den Folgen des Unglücks. Newyorker Hausbesitzer bitten um Einsatz der Nationalgarde Wasserwellen auf achterlei Arten Am 20. April 1336. Da werden die Filine als Grundlage für die Ausbildung von Kindergärtvorgeführt, die am Tage von den Wettkämpfen aufge= nerinnen, Kinderpflegerinnen, Hortnerinnen, Haushaitsnommen wurden, bedeutende Künstlerinnen geben pflegerinnen, Säuglingsschwestern, Krankenschwestern, Konzerte, Schriftstellerinnen lesen aus ihren Wer= Diätschwestern usw. Wi aet ae a ken vor und schließlich wird sogar ein eigens für die Die Mädelreferentin im Sozialen Amt der RIF., Olympia=Kämpferinnen geschriebenes Theaterstück auf= Untergauführerin G. Kunzemann, führte vor echtce sce al eice haec helscheisce hises eschecie unter der Obhut der Freifrau von Wangenheim nicht nalsozialistisch ausgerichtet ist. und den weniger wohlfühlen, als ihre Kameradinnen aller anderen der Jugenderziehung####cht.„Die Schulen lieger Rationen. Es ist sa für ales gesorgt, wos einem konn. Rheiusands-Pilttemnberg, Baden Bazern, Sachsen und lchen Wesen das Dasein nur angenehm machen, Pay. Wheizseal e n und untersteben einbeitlich dem Sozialen Die Kanadierinnen haben sich als Zimmerschmuc Kar=l2s est/9. gg.e Tiimtsiche, Anmeldungen, die Einzieten ausgesucht und deshalb finden sie unter ihren Fen=[Amt der.30.—Verpfsegungsgelder und die Eindern die seltensten Zichtungsergebnisse aus der gröbten herntung in die einzeinen Schulen erfolgen durch diese ssoemite Kleiderbägel fsür der Ralional, Kkaiten, die aus der nesezelsezetuiche Zise Pieken. Heiszlasftraum., Por, Die Damen scheinen„Liniensorgen" zu haben, denn in wollen den ganzen jungen Menscher schen und weltanschaulichen Haltung erfassen und ihm außerdem eine lebenswahre Erziehung zur praktischen Hausarbeit vermitteln, so wie sie zum Aufbau einer Familie tatsächlich erforderlich ist. Es gibt heute noch eine Anzahl Haushaltungsschulen, die ein rein gewerbsmäßiges Unternehmen darstellen. und für Unterkunft, Verpflegung, Betreuung und Schulgeld eines Mädels monatlich bis 150 Reichsmark fordern und auch erhalten. Wir sind der Meinung, daß die Erziehung zur Familie nicht lediglich die Frage einer Existenzmöglichkeit der Unternehmer sein darf. Wir haben den monatlichen Beitrag für Wohnung, Verpflegung. Betreuung und Schulgeld auf 45 bis 80 Reichsmark festgesetzt Dieser Satz richtet sich nach eigener Unkostenberechnung der einzelnen Schulen, die überall verschieden ist. Wir werden es trotz dieser niedrigen Sätze möglich machen, in jeder Schule noch einige Freiplätze zur Verfügung zu stellen. Wir wissen genau, daß es heute noch Gesellschaftskreise gibt, die glauben, daß nur„standesgemäße“ Pensionate in der Lage sind, Töchter zu„gesellschaftsfähigen“ und damit brauchbaren„jungen Damen“ zu erziehen. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, daß ein Mädel über die notwendigen Umgangsformen verfügt, wir sind aber der Meinung, daß diese äußere Haltung entspringen muß aus einer klaren, sauberen und zielbewußten inneren Haltung, die nicht erlernt werden kann, ewußten inneren Haltung, sondern erlebt werden muß. Eine Anzahl von Mietern und Hausbesitzern im Gebiet der streikenden Fahrstuhlführer hat Gouverneur Lehmann in Albany telegraphisch um Einsatz der Nationalgarde oder um erhöhten Polizeischutz ersucht. Der Gouverneur hat die Gesuche an den Newyorker Polizeichef weitergeleitet. Nach den zahlreichen Streikunruhen am Mittwoch herrschte am Donnerstag im Streikgebiet verhältnismäßig Ruhe. Drei englische Offiziere von einer Lawine begraben Wie aus Jammu(Kaschmir, Hinterindien) gemeldet wird, sind drei britische Offiziere des Königlichen Bengali=Pionier=Regiments beim Skilaufen in den Bergen von Kaschmir zusammen mit eingeborenen Trägern von einer großen Schneelawine begraben worden. Erste Hilfe für die Bewohner der niedergebrannten chilenischen Stadt Castro Durch das Großfeuer. das, wie gemeldet, die Stadt Castro auf der Insel Chiloe an der südchilenischen Küste heimgesucht hat, wurde die Innenstadt vollkommen vernichtet. Menschenleben sind anscheinend nicht zu beklagen, weil sich die Einwohner rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Die Regierung verlangte von den Kammern als erste Hilfe für die durch den Brand Geschädigten den Betrag von 500000 Mark. Herz und Herven schonlen.„ RadrtaMrEE FrfaCnsiolok Seite 22 Nr. 57/ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, T. 8. März 1936 Kuitst und Wihsen Relalsdle Mällung ais Cölbia 70. Geburtstag von Jaul krnst am 7. Mürz Im Harzstädtchen Elbingerode wurde als=Sohn eines Bergmanns am 7. März 1866 Paul Ernst geboren, der als Mensch wie als Dichter und Philosoph zu einer Einheit und Uebereinstimmung gelangte, deren sich nur wenige große Geister des Jahrhunderts rühmen können. Er ist kein poetisch getarnter Verführer, kein Subjektivist der Empfindung, sein künstlerischer Gestaltungstrieb erschöpft sich nicht in der Darstellung der tatsächlichen, der romantisch vorgezauberten Lebensfülle und ihrer psychologisch erweiterten Lebensbeziehungen. Die Antriebe seines Schaffens liegen in dem Willen, bewußt zu leben, die reine nackte, heilig=nüchterne Form im Sinne Hölderlins zu erobern, ohne die das Leben zu einem sinnlosen chaotischen Spiel, dem die naturwissenschaftliche Erfahrungslehre gewisse Regeln anmerken könnte, entarten müßte. Früh sucht er daher, die naturalistische Richtung, die Regenwurmperspektive, als Dramatiker zu überwinden.„Lohnt es denn die unendliche Mühe“, so schreibt er,„eine Mühe, die frühere Künstler nicht geahnt haben, all dieses elende, triviale Zeug, das uns im Leben schon so anwidert, auch noch kunstlerisch darzustellen?“„4.5 Die klarste Errenumis, vaß Kunst Form sei, und daß sich höchste Sittlichkeit nur in den Formen der Kunst darstellen lasse, wurde ihm um die Jahrhundertwende in Italien, wo er das Kunstwerk an sich in Gestalt der altitalienischen Novelle kennenlernte. Hier erfuhr er den für sein späteres, vorwiegend dramatisches Schaffen wesentlichen metaphysischen Ordnungsbegriff der„Notwendigkeit“, d. h. der Uebereinstimmung von Mensch und Schicksal. Und das wiederum ist nichts anderes als die Forderung an den Helden, sich selbst treu zu sein, die Forderung aber auch außerhalb des Kunstbezirks an jeden Menschen, tragisch zu leben. Im tragischen Helden, der am Zusammenstoß von Schicksal und Wirklichkeit zugrunde geht, um sein höheres, unzerstörbares Ich zu bewahren, sind die letzten Hemmungen, die diesen Akt beeinträchtigen oder unmöglich machen könnten, beseitigt. Darin erblickt Paul Ernst die Aufgabe des Dramatikers, des Tragikers, die um der Treue willen entstehenden Konflikte so klar und rein, auf einer gewissermaßen mathematisch durchkonstruierten Grundlinie auszutragen, daß im Schicksalsnetz auch nicht die kleinste Lücke geöffnet bleibt. Dieser Deutung des Tragischen, nach der dem untergehenden Helden im Tode noch der Sieg zufällt, dieser Deutung, die mit dem aristotelischen Schuld= und Sühne=Schema unvereinbar ist, hat Paul Ernst in seinen Dramen, dem„Demetrios“, dem Weltherrschaftskonflikt zwischen Heinrich IV. und dem Papste Gregor Canossa“, der Nibelungentragödie„Brunhild“, die Treue geUeber die persönliche Tragik hinaus gibt es für ihn noch eine letzte Steigerung, einen Zustand, vor dem auch diese Tragik wesenlos wird, das ist der Zustand der Gnade oder der Verwerfung. Und in diesem religiösen Bereich vollzieht sich die Wendung von der mit menschlichen Maßen zu messenden Tragödie zum nur mit göttlichen Maßen zu messenden Erlösungsdrama. Die Sünderin„Ariadne auf Naxos“ findet Gnade vor Dionysos, während der tragische Held Theseus verworfen wird. Nicht die Selbstgerechtigkeit des ethischen Menschen findet ihren Lohn, der kämpferisch Strebende vielmehr, in dem das Edle den Dämonen als Raub zufällt, ist der erbarmenden Liebe würdig. Hier münden die vielfachen Anregungen der russischen Literatur, Tolstois und Dostojewskis, befruchtend in die Schaffensbahn des Dichters ein. Der Weg dieses dem tragischen Lebensgefühl in einer armseligen und öde materialistischen Epoche wieder zum Durchbruch verhelfenden Dichters konnte nicht anders anbieten konnte, das„Kaiserbuch“ eine tief eindringliche, nicht lediglich historische, Weltschau des deutschen Wesens, entstand in Jahren langer klösterlicher Abgeschiedenheit auf seinem oberbayerischen Besitztum. Um die großen dramatischen und epischen Mahnmale seines Schaffens geschart, stehen die vielen kleineren Werke, die Romane„Der schmale Weg zum Glück",„Die selige Insel“,„Saat au Hoffnung" usw., die herrlichen, in meisterhaft kristallener Form geschriebenen Novellen„Prinzessin des Ostens“, die Lustspiele, unter ihnen die im vergangenen Jahre auch im Bochumer Stadttheater aufgeführte Verwechslungskomödie„Pantalon und seine Söhne“ und vieles andere mehr. Am 13. Mai 1933, mit 67 Jahren, starb der Dichter, der noch das Morgenrot der deutschen Freiheit erleben durfte, nachdem er wenige Tage zuvor in die Preußische Dichterakademie berufen worden war. Sein im Werk gestaltetes Wesen, groß, heldisch und germanisch, in den Blutkreis unseres Volkes umzusetzen, ist die höchste Pflicht, die es an diesem Dichter und— was wesentlicher ist— am deutschen Schicksal zu erfüllen gilt. Dr. Strodthoff 6 Rigoletto. Freitag 20 Uhr: Towarisch. Samstag 20 UhrDrei alte Schachteln. Buiggurg Stadttheater: Samstag 19.30 Uhr: Die Zauder, flöte. Sonntag 20 Uhr: Fidelio. Montag 20 Uhr: Die drei Eisbären. Dienstag 19.30 Uhr: Die Zauberflöte. Mittwoc 19.15 Uhr: Polenblut. Freitag 20 Uhr: Polenblut. Samz, tag 19.15 Uhr: Lohengrin. Düsseldorf Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Der Freischüt. Sonntag 19.30 Uhr: Aida. Montag 20 Uhr: Don Juan Dienstag 20 Uhr: Die Boheme. Freitag 19 Uhr: Siegfried. E chäuspielbaus! Samstag 20 Udr: Pastor Gesg, Sonzugsandal#lz., Beez, Gpnt. Dienstgg,#30 Uhr: SAR Das Rätlel des künltlichen Gummis Autoreifen aus synthetischem Kautschuk. Auf dem Ausstellungsstand der Wehrmacht, die in diesem Jahre erstmalig auf der Internationalen Automobilausstellung zu Berlin vertreten war, wurden Kraftfahrzeugbereifungen aus synthetischem Kautschuk gezeigt, die sich bei groß angelegten Versuchen mit Fahr— zeugen der Wehrmacht so bewährt haben, daß sie zur allgemeinen Verwendung bei der Truppe freigegeben werden konnten. Der deutschen chemischen Industrie ist es gelungen, ausgehend von Kohle und Kalk, also von reichlich im Lande vorhandenen Rohstoffen, synthetischen Kautschuk zu gewinnen, der nicht nur einen Ersatz für Naturkautschuk darstellt, sondern sich in wichtigen Echengmten wesentlich günstiger als dieser verhalt, Panamastandat. Mitwoch 20 Uhr: Pastor„Geesch. Donnerstag 20 Uhr: Panamaskandal. Freitag 20 Uhr: Schwarzbrot und Kipfel. Samstag 20 Uhr: Pastor Geesch. Köln Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Die toten Augen. Sonntag 17 Uhr: Lohengrin. Dienstag 20 Uhr: Der Freischütz. Mittwoch 20 Uhr: Boheme. Donnerstag 20 Uhr: Der Barvier von Sevilla. Samstag 19.30 Uhr: Sternensevo. Gelsenkirchen Mariä Magdalene: 20 Uhr: Die Heimkehr des Matthias Samstag 20.15 Uhr: Leichte Kavallerie. Sonntag 15 Uhr: Bruck. Montag 20.15 Uhr: Leichte Kavallerie. Dienstag 20 Uhr: Menaka. Mittwoch 20.15 Uhr: Erischer Wind aus Kanada. Samstag 20.15 Uhr: Ein ver spekuliert. Handschrift Boccaccios für 240 000 Frank versteigert. ##langte dieser Tage die herühmte Kunst. In Paris gelangte bieser Tage die veruhmte Kunstsammtung der unnhuutm Denn zur Versteigerung. lung der Antiquarin Belir zur Versteigerung. Hierbei ging eine Handschrift Boccaccios für 240000 ik ab. Die Handschrift stammt aus den Jahren um 1450 und enthält 76 kostbare Miniaturen. Der Raub der Bazillen. Auf tausend Menschen rech*. s 4t Jahren in Deutschland jeweils Der Raub der Bazillen. Auf tausend Menschen rech nete man in den testen Vaoren rund 700000 Versta Eigenschaften wesentlich günstiger als zum Beispiel einen um 10 bis 30 Prozent geringeren Abrieb hat und gegen Treibstoffe und Oele, sowie gegen Hitze beständig ist. Ueber tausend Reifen laufen bereits Gieg, Lestandig ist. Ueber tausent, Reisen(ausen Ferents an Fahrzeugen der Wehrmacht im praktischen Betrieb zur Zufriedenheit und beweisen, daß das Problem der Reifenherstellung aus synthetischem Kaukschuk von der deutschen Chemie und den deutschen Reifenfabriken einwandfrei gelöst worden ist. fast 11 Todesfälle. Von diesen and 100 000 Verstorbenen pro Jahr sind, wie Professor H. A. Gins vom Preußischen Institut für Infektionskrankheiten„Robert Koch“ mitteilt, nicht weniger als 150000 ansteckenden Krankheiten zum Opfer gefallen. Bei dem hohen Stand der vorbeugenden Hygiene in Deutschland ist dieser Raub, den die Medizin den Bazillen überlassen mußte, überraschend hoch. Geschichtstafel als in der Ebene des Volkes verlaufen. Sein gegen Kriegsende veröffentlichtes Buch„Der Zusammenbruch des deutschen Idealismus“ war der Jugend gewidmet. Als Politiker hat er sich für die sozialen Nöte seines Volkes eingesetzt und— nach der Erkenntnis— zu seinem Teil an der Aufdeckung der „marxistischen“ Lüge mitgeholfen. Einem so wesentlichen Menschen wie Paul Ernst konnte die Schamlosigkeit dessen, was sich hinter der Kulisse„Demokratie“ verkroch, auf die Dauer nicht verborgen bleiben. In der Kunst fand er für die Verkündung seiner sittlichen Forderungen das Instrument, das ihm niemand verstimmen konnte, dem er seine Liebe zu Deutschland, seine zu höchsten Kunstleistungen spornenden Enttäuschungen, in einer ewigen und gültigen Sprache anvertraute. Treu leben, heißt tragisch, heißt mit der Gnade zusammen, leben, denn erst ein solches Leben gewährleistet den Bestand des Volkes und der Rasse, die Größe der Nation. Das köstlichste Geschenk, das Paul Ernst seinem Volke Theater und Kunst in den Nachbarltädten Die Spielpläne der kommenden Woche Essen Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Der Bettelstudent. Sonntag 19 Uhr: Aida. Montag 20 Uhr: Zar und Zimmermann. Dienstag 20 Uhr: Oberon. Mittwoch 20 Uhr: Die Regimentstochter. Freitag 20 Uhr: Zar und Zimmermann. Samstag 20 Uhr: Friedemann Bach. Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr: Die drei Eisbären. Sonntag 15 Uhr: Die Heimkehr des Matthias Bruck: 20 Uhr: Gefreiter Schwaak. Dienstag 20 Uhr: Der goldene Kranz. Mittwoch 20 Uhr: Amphitrvon. Donnerstag 20 Uhr: Gefreiter Schwaak. Freitag und Samstag 20 Uhr: Der Sprung aus dem Alltag. Dortmund Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Die Weiber von Redditz. Sonntag 19 Uhr: Lohengrin. Montag 20 Uhr: Maria Stuart. Dienstag 20 Uhr: Flammendes Land. Mittwoch 20 Uhr: Die Weiber von Redditz. Donnerstag 20 Uhr: 7. März 1138 erfolgte in Koblenz die Wahl des ersten Hobenstaufen als Konrad III. zum Deutschen Kaiser gegen Heinrich den Stolzen von Bayern und damit der Auftakt zu dem für Deutschlands Macht und Einheit folgenschwer gewordenen Kampf der Hohenstausen und Welsen.#. an 96.2 Tran: Gra 1807 wurde der Zeichner, Dichter und Mustter Franz Graf von Pocci als Sohn eines italienischen Edelmanns in München geboren, wo er bis zu seinem Tode am 7. Mai 1876 gelebt und gewirkt hat. Besonders bekannt wurde er durch satirische Beiträge wie„Der Staatsbämorrhidarius“, lustige Studenten=, Jägerund Soldatenlieder, namentlich aber durch seine Pupbenipieig.,„ffer Nan amp;. u ft 96 Gahn eine 1866 wurde der Schriftsteuer Pam Ernn uis Sohn eines Bergmanns in Elberingerode geboren. 8. März 1823 Der ungarische Staatsmann Graf Julius Andrassy in Kaschau geboren(gestorben 1890). Rassenforscher und=hygieniker 1887 Der Russenforscher und cyyglentiel Fritz Lenz in Pflugrade in Pommern geboren. 1935 Litauischer Generalstaatsanwalt beantragt gegen Memelländer Deutsche fünf Todesurteile. 60 Johanne Wellingtons Erstaunen über das Fernbleiben Gersons war groß. Sie kannte ihn als Menschen, der immer seine Zusagen einhielt und niemals Anlaß gab, als unpünktlich oder unbeständig zu gelten. Nun waren bereits drei Tage seit ihrer Rücklehe nach London verflossen, ohne daß er sie aufgesucht oder ein Lebenszeichen gegeben hätte. Schließlich wähnte sie ihn krank und beschloß, ihm zu schreiben. Sie wollte aber, um den Anschein des Sichausorungens zu vermeiden, noch einen oder zwei Tage warten. Heute hatte Onkel Chester geschrieben; er kündigte für nächste Woche seine Uebersiedlung an und teilte ihr mit, daß er ein Immobilienbüro um Beschaffung einer geeigneten Wohnung beauftragt hätte. Dieses Schreiben wollte sie Gerson zeigen. Sie machte sich zum Ausgehen fertig, da sie einige Besorgungen erledigen wollte, und hoffte dabei im stillen, wie dies schon einige Male der Fall war, plötzlich Gerson an ihrer Seite auftauchen zu sehen. Ihre Gefühle für ihn hatten sich nicht geändert. Sie sah in ihm den aufrichtigen Freund, dessen heiteres, ja manchmal jungenhaftes Wesen, ohne seiner zielbewußten, energischen Natur Abbruch zu tun, ihr gefiel. Sein trockener Humor stellte ihn in die Reihen jener Menschen, die sowohl nachdrücklichen Ernst wie auch geselligen Frohsinn glücklich vereinigen. Sah sie in ihm überhaupt einen Freund? Sie prüfte ihr Herz und fand, daß es nicht schneller schlug, sie dachte an ihn, ohne zu erröten, und erachtete diese Beweise für genügend. Es wäre ihr schrecklich erschienen, für Gerson mehr zu empfinden. In diesen Betrachtungen wurde sie durch ein Klopfen gestört... Mist#. 4 Verwundert, um diese Zeit, es war Mittag, Besuch zu bekommen, öffnete sie die Tür. Der Besucher trat mit kurzem Gruß ein. Es war Gibbs. „Fräulein Wellington, wir kennen uns ja schon“, sagte er.„Wenn Sie den Grund meines Besuches erfahren, werden Sie sicher entschuldigen, daß ich einfach hier hereinkomme. Aber es handelt sich um meinen Chef, und da würde ich selbst beim König anklopfen.“ „Bitte, nehmen Sie Platz!“ Mit feinem Lächeln fügte sie hinzu:„Wenn es in meinen Kräften steht, will ich Ihnen den anderen Weg gern ersparen!“ Gibbs' Miene blieb unbewegt. „Eine arge Sache, Fräulein Wellington. Captain Gerson verließ vor drei Tagen Scotland=Yard und ist seither nicht zurückgekehrt. Ich befürchte das Schlimmste. Er hatte etwas vor, und ich konnte ihn nicht davon abbringen. Wenn er in die Hände dieses Verbrechers gefallen ist, dann..“ seine Stimme schwankte. Er starrte düster vor sich hin. Johanne, die sich ihm gegenübergesetzt hatte, verspürte ein eigenartiges Gefühl. War es Bangigkeit oder Sorge, oder tiefe Angst?— Sie wußte es nicht und dachte auch nicht darüber nach. „Der Captain fuhr mit Ihnen nach Hamburg und Amsterdam. Diese Reise war meines Erachtens bestimmt maßgebend für sein letztes Vorgehen. Wenn Sie mir Ihre Erlebnisse genau schildern würden, bestände vielleicht die Möglichkeit, etwas zu erfahren, was uns auf seine Spur bringt“, hörte sie Gibbs weitersprechen. Sie raffte sich zusammen. „Ich will Ihnen alles der Reihe nach erzählen" bemerkte sie willig,„und wenn ich dadurch beitragen kann, Ihnen zu helfen, wird mir das eine große Freude sein.“ „Ich kenne Will Gerson erst kurze Zeit“, beendete sie ihre Ausführungen,„aber ich kenne ihn so weit, daß ich Ihre Sorge nicht teilen kann!" Das sagte sie, obwohl sie es selbst nicht glaubte. „Wäre es so, wie Sie denken, niemand würde froher sein als ich. Es gibt Ahnungen, Fräulein, die sich prompt erfüllen, und so eine Ahnung hatte ich, als der Captain wegging", versicherte der Inspektor in trüber Stimmung. „Kann ich weitere Nachrichten von Ihnen bekommen?" fragte Johanne, als Gibbs Anstalten traf, zu gehen.„ S„ 4 9 „Rufen Sie mich an— Scotland=psaro—, und verlangen Sie Zimmer siebzehn. Ich werde Ihnen von dort Bescheid sagen, wahrscheinlich das gleiche wie heute!“ Er ließ das Mädchen mit schweren Gebanken zurück. Die nächsten Tage fiel die Stimmung Gibbs' auf den Nullpunkt; er war gegen seine Kollegen unfreundlich und kurz angebunden und manchmal auch grob. Tagsüber befand er sich außerhalb Londons, mit seltener Beharrlichkeit und Zähigkeit eine bestimmte Gegend durchstreifend. Selbst Mary, seine Braut, die er sonst in allen Dingen respektierte, mußte erkennen, daß ihre Liebe zu ihm in diesen Tagen zweitrangig behandelt wurde und die sonst von ihr erwartete übliche Erwiderung vermissen ließ. Bis in die tiefe Nacht hinein saß er im Yard: er grübelte viel und lauschte auf jeden Schritt, der draußen hörbar wurde. Dieser Zustand endigte mit einem Schlag, als von der Bezirkspolizei Poplar nachts 11 Uhr ein telephonischer Anruf erfolgte. Hastig griff Gibbs nach dem Hörer. „Ist dort Internationaler Polizeidienst?— Hier denn weit konnte er mit diesen schweren Wunden nicht mehr laufen!" „Haben sich Tatzeugen gemeldet?“ „Niemand!— Hier ist alles unbebaut und menschenleer. Die Schüsse können auch aus einer Schalldämpferpistole gekommen sein, das ist ja heute für Verbrecher die große Mode geworden“, entgegnete Inspektor Beach. Die Gruppe stand an der Böschung des Bahndammes. Im gelben Schein des Mondes schimmerten die todbringenden Geleise; weiter zurück versank alles in schwärzliche Undurchsichtigkeit. „Sie müssen die Mordkommission verständigen, ein Unglücksfall ist hier ausgeschlossen“, meinte der Polizeiarzt. Beach gab sogleich die nötigen Anordnungen. Während die anwesenden Männer flüsternd ihre Meinungen über den Fall austauschten, umkreiste Gibbs wie ein Jagdhund den Tatort. Er entfernte sich immer mehr von der Mordstelle und verschwand bald gänzlich im Dunkel der Nacht. Nur hie und da blitzte der Schein seiner Taschenlampe auf. Inzwischen traf die Mordkommission ein und nahm ihre Arbeit auf. Der Polizeiphotograph waltete seines Amtes, blendend stach das Blitzlicht in die Augen der Anwesenden. Hierauf setzte die Ermittlungstätigkeit ein. Inspektor Beach!“ „Jawohl, Inspektor Gibbs am Apparat!“ Der Anrufer schwieg einen Moment. „Ich habe Ihnen eine Meldung zu machen Inspektor, die mir ziemlich schwer fällt. Auf dem Geleise der Blackwall=Eisenbahn wurde vor einer halben Stunde die Leiche eines Mannes gefunden, der so unglücklich unter die Räder kam, daß sein Gesicht nicht mehr zu erkennen ist. Wir fanden bei ihm einen Polizeiausweis auf den Namen Gerson und die silberne Münze des Internationalen Polizeidienstes. Auch die sonstigen Papiere identifizieren den Toten einwandfrei als Kommissar Gerson. Es wird gut sein, Inspektor, wenn Sie sogleich herkommen, denn ein Selbstmord erscheint uns, die wir Ihren Chef kannten, ausgeschlossen!" Zu weiteren Mitteilungen kam Beach nicht; er hörte einen Knacks, dann war die Verbindung unterrochen.#a- ber Leich Eine Viertelstunde später stano Gioos vor der Leiche des Captains. Gerson trug dieselbe Kleidung, in der er Scotland=Yard verlassen hatte; er lag nun als stiller Mann vor ihm besiegt von dem Grauen, mit stummen Lippen, ausgelöscht von einer mörderischen Hand. In Gibbs stieg es siedend heiß auf. Er schämte sich der Tränen nicht, die ihm in die Augen traten. Was er befürchtete, war eingetroffen. In seinem Innersten erschüttert, verharrte er schweigend vor seinem toten Vorgesetzten. Der Polizeiarzt, der rücksichtsvoll auf die Seite getreten war, wandte sich nun an ihn. „Der Kommissar hat zwei Schußverletzungen am Körper, die tödlich waren. Er muß auf dem Geleise oder in dessen nächster Nähe angeschossen worden sein, Seltsamerweise ließ sich Inspektor Gibbs nicht mehr sehen. Er kam erst nachts gegen 2 Uhr in den Yard und begab sich sofort auf das Zimmer. Zuvor hatte er der Bezirkspolizei Limehouse telephonisch einen Befehl erteilt dessen Ausführung er nun abwartete. Ungefähr eine Stunde später führten zwei Männer ein Mädchen die Treppe hinauf und schritten mit ihm den Gang im ersten Stockwerk vor. Gibbs nickte beifällig, als sie zu ihm kamen. „Schnelle Arbeit!“ lobte er.— Als er mit dem Mädchen allein war, lud er es zum Sitzen ein. „Ich habe Sie verhaften lassen, Lucy Sillborn weil die Polizei verhüten will, daß Sie des gleichen Todes wie Grimsbay sterben. Sie kommen in Schutzhaft!“ Die rote Nelke hatte sich seit dem Tode ihres Geliebten sichtlich verändert. Sie sah verfallen und krank aus. Man vermißte in ihrem Gesicht die Schminke und in ihrem Wesen die ihr zur zweiten Natur gewordene Koketterie. Und noch etwas fiel bei ihr auf. War sie früher redselig gewesen, so schien jetzt das Gegenteil eingetreten zu sein. „Diese Maßnahme ist natürlich nicht gegen Sie gerichtet, sondern gegen den Mörder Grimsbays. Hätten Sie damals, als Sie hier waren, mehr gesprochen, dann wären die Dinge bestimmt anders gekommen. Der Graue ist schlüpfrig wie ein Aal!“ „Mir ist das Leben verhaßt, aber um John zu rächen, möchte ich selbst das Greisenalter erreichen. Wenn Sie mich hierbehalten, kann ich nichts für Sie tun!“ antwortete Lucy leise. „Hier sind Sie sicher. Sagen Sie mir, was Sie wissen, und lassen Sie uns für Sie handeln. Glauben Sie mir, meine Rechnung mit dem Grauen ist nicht kleiner als die Ihrige!“ „Ich hätte gesprochen, aber Ihr Chef kam nicht, und so dachte ich, es ist besser, wenn ich meinen Weg allein gehe!" Captain Gerson ist tot!— Auch er wird auf die große Rechnung gesetzt!“ Gibbs zitterte vor Wut, als er das sagte. Das Mädchen nickte gedankenschwer. „Vielleicht sind Sie der nächste.— Kennen Sie Tom Wardsfield?. Er gehört zur Garde des Grauen!" „Was verstehen Sie unter Gardes“ „Irgendwo um London sind eine Anzahl Verbrecher zusammen. Es sind die zuverlässigsten Leute des Grauen, und das ist seine Garde. John wußte davon, obwohl er nicht dazugehörte,„...„„ 6 „Und wo hat die Garde des Grauen ihren Sitz?“ fragte Gibbs in gespanntester Erwartung. „Auf einer Ziegelei. Sämtliche Arbeiter sind Helfershelfer des Grauen. Ich weiß nur, daß diese Ziegelei außerhalb der Stadt im Norden liegt", gab Lucy bereitwilligst Auskunft. „Und wer der Graue ist, wissen Sie das?“ Gibbs konnte kaum seine Genugtuung über die Mitteilung des Mädchens verbergen. „Das weiß niemand!“ Der Inspektor setzte das Verhör längere Zeit fort, ohne indes noch Wichtiges zu erfahren. Nachdem das Mädchen abgeführt worden war, warf er sich todmüde auf das im Zimmer befindliche Feldbett. Er schlief sofort ein. Ein Traum führte ihn zu dem Grauen, den er ohne Maske vor sich stehen sah. Als er sich das Gesicht näher betrachten wollte, wachte er auf. Das Klingeln des Telephons hatte ihn aus dem Schlaf gerissen. Johanne Wellington teilte ihm mit, daß ihr Onkel in London eingetroffen sei und bei ihr weile, um sie in die neue Wohnung zu führen. Sie gab ihm die Adresse Haben Sie schon die Morgenzeitung gelesen, Fräuleins“ erkundigte sich Gibbs, sie mit wenig Geschick auf den Tod Gersons vorbereitend. Es war bereits 8 Uhr früh, wie er sich überzeugte. Johanne wagte nicht, sich über Gerson zu vergewissern. Sie erwartete, daß Gibbs von selbst darauf zu sprechen kam, und war erstaunt, die ihr belanglos erscheinende Frage wegen der Zeitung zu hören. Sie verneinte. „Nehmen Sie die Zeitung in die Hand, Fräulein, und wenn Sie den Namen Gerson lesen, werden Sie erfahren, was ich Ihnen nicht zu sagen wage!“ Er hängte unvermittelt ein und fuhr sich aufatmend über die Stirn. Dann suchte er längere Zeit im Schreibtisch des Captains, bis er endlich ein Stück Papier an das Tageslicht förderte. Was Gibbs im Schreibtisch des Captains fand, war in Telegamm. Er erinnerte sich der Worte seines Chefs, vieses Telegramm im Falle seines Todes sofort aufzugeben. Langsam las er die Adresse.... 6. Marian „Dr. Chadwell, Norwich, Grafschaft Norfolt. Der Adressat war Gersons Kollege und Englands zweiter Vertreter im Internationalen Polizeidienst. Gibbs zerriß das Papier und warf die Fetzen in den Papierkorb. des aber Papierkorb.„„ Wc 4 „Und jetzt, grauer Strolch, werde ich im Schatten Captains deinen Fuchsbau ausräuchern. Dir r wird nicht der lebende, sondern der tote Kommissar die Fesseln um die Hände legen!“ Er schlüpfte den Mantel, setzte den Hut auf und verließ festen Schrittes das Zimmer. Major Georg Chester, der sich in Islingten in## stöckige Major Georg Chester, der sich in Jslingtgu Croßstreet eine einstouige Villa zu binigem Preis y: mietet hatte, lebte seit einigen Tagen mit seiner zusammen. Er hatte sich ein behagliches Heim fen und schien durch die Gegenwart des Mädche aufzuleben. Im Gegensatz zu ihm trug Johann=u stilles, gedrücktes Wesen zur Schau; sie war ernst, ihre Augen zeigten manchmal Spuren vergossener nen.(Fortsetzung folgt) Seite 23 Nr. Der Nachdem die in Düsseldorf fü fene Geschäftsig lich kann auf G Dividendenzahlu men werden— Produktionshele zerns gibt. Die Diridendenverte als auch in den Geschäftsjahres, endet, die gute hat. Die Gesar jahr 1934/85 b triebsgesellschaft hervor: Steinkohler Roheisener Rohstahler; Lohn= und Gesetzliche Freiwillige Allgem Für den gemeine Zuna kennzeichnend, hat. Die Ro des Konzerns um etwa 37 J der Eisenseite bei denen ein um 12 Prozen schäftigung de Linie auf den und Stahl zu Geschäftsjahre zugleich den Dieser fast u keineswegs n geführt, sonde lich von der ste regung sich al wirtschaft, zal dustrie, den L breitete und führte. Auch sich eine allge und Stahlerz m. b. H. als Konzerns be Es haben Gesamtausfu europäischen europäischen der Anteild rend die Auderen Ueber amerika, ein Zusammenhe den Export gegenüber de ten jüngeren gen sich infe schrankunger gel an entsp mache. Der mit den and der Welt hä achtung un schaftlicher Aufgaben n Kohle= und sammengefo Bergbau= u sonderem A und Verbr In erster Steigeru Eine 2 Betrieb ge arbeiten fi Erzgruben satz an sich durchgeführ forderten d Sicherstellu Entnahme lich verstät der auch in erzverbrau Zur E und zur 91 auf den führt. Ausbau investiti serunge Maschin gesellsch stiegene samtwir gen gür nehmlich guch de Betrieb guf der Feiersch mäßig bessere liche A Mitarb der W Mange zern w jugend gen tec men. terbil! der B Stelle wähnt. tersuck Verfei 68 000 als 3 bei be auf 6 Deutsche Seite 23 Nr. 577 Bochumer Anseiger, Samsto= Conntag, 7. 68. Mön 1930 Tcerhser. a lohhafte Beschäftigung Nuch im neuen Geschäftdsaht KrgastSeschafgero abgelaufenen Geschäftsjahr ist folgendes der lich kany auf, Jngy pke gaitz Prozert wieder aufgenomOhonpy, gichzlo u. vit zie Hrazent Pieder gzigegen. aes hehei o e end ece Die bcgeldong laldie, ertig s hee sahr 198485 bei den Ver. Stablwerser, zap, ga. 1 6 triebsgesellschaften geht aus folgenden Ziffern deutlich hervor: Oktober 1934 Ortober, 19 370 bis September 1935 19 489 140 To. 4782 314 To. 5 198 213 To. 313981 000 RM. 35 495 000 RM. 9 640000 RM. war eine allennzeichnend, wenn sich auch der Auftriep pertcgisarzunt näherer Erläuterung der bereits genannten AufwendunSteinkohlenförderung Roheisenerzeugung Rohstahlerzeugung, Lohn= und Gehaltssumme. Gesetzliche soziale zpganen Freiwillige soziale Leistungen Allgemeine Zunahme der Erzeugung Für den Verlauf der Berichtszeit emeine Zunahme von Erzeugung, ztrize, vperlangsamt hat. Die Rohstahlege F. auf den Werien um etwa 87 Prozent gestiegen. Diese Entwiclung auf esecl escesce eceice heiche ib e escsch se eice Sescheshie sescelt Sschaich aie ausf die Sischlicheg, lsigfe saäise lhce helcheschschee Staslerszeugnisen, die der SichlunsgoncExgert G. m b. 5. als Trägerin der Eisenausfuhrinteresseg des Konzerns besonders bedeutsame Aufgaben prachte. Die Ausfuhrentwicklung Es haben lich vgrisen und Ttaßreeporer dentv tpgesen. aufweisen. Im amerika, eine dentich der Hetgnung der Notwendigkeit, Susammertesoxgfältig zu pflegen, wird erwähnt, daß ses niber be= Zahkreisten füir de Aaslandsnscherlesigr, Sräinüungen füir Dertisaieien, ungen Keler gellens wache Der erfolgrei2) Weitbewerb deutschen Stahls osde, De, erzschrnish hoß entwicelten Eisenlänhern mit den, anderen, technfin## ab von dauernder Beobder Welt hänge im wesentlichen achtung und Verbesserung der Bütz,perz, hreige, Piege Austgaben wurden von den Ver. Stahlwerken in der sanmengefaßt, in der die gesamte Forschzungsarheist der Steigerung der inländischen Eisenerzförderung. Eine Anzahl stilliegender Grnger warder Piedepgin Betrieb genommer, werden; ervginer-Reiße, weiterer e an sic vuir beshzeische, Kislteischleheseten ere Sicherstellung des vermehrten Frobedezchizhoz regoge ger Sicherstellung des vergesthrtgn, Ersbedeschicho here poese pt. Entnahme aus Lagerbestäzrhgn pauptfsächtich gezggtragen, lich verstärkte Verbrauch inlän) Eteigerung am Gesam esderbrauch der Büllenwerie in Ersheilung pitz. größere betriebliche Verbesserungen alse al uescheseice lis hechesehche eschschesce e iesescecs e e. en günsiger sind als Aimsagsteigerung, zugleich aber Ae se Alsce P eaecerehsce e sche Mäerschichteng eumd zitraarbeit, nyr ngh we, wäßig geringem Umfane sichter wiederum, eine statt. bessere Beschäftigung, ermöglichte hiederum, eine liche Anzahl von Neueinstellungen, darunter viele Wote wode, Ppashaghestern geilent Zersiür nen. Auch für die Betrenung und die algemeig. Wei. men. auch fur brrg###ey aufmännischen Lehrlinge terbildung der zahlreichen Laufmanniichen. der Betriebe und Verwaltungen wurde eine besondere Stelle eingerichtet. In diesem Zogg Purezögzührien Hähnt, daß nach einer Anfang 1935 duxcgeführten Un Ferschung von den auf den Güttep, Lästisglenen upd dei bei einzelnen Geselschoften deser,„rzer gek. 842 lichen. der forschreitendeszahfe Hers gelesteten urbeitstunden asche esehese seichschche e bei den Hüttenverten und Verseinezog im enisbrehtengegenüber 201.8 im Forlahr, gsgz; der Stundenden Zeitraum bez, Jahres, Lisch ganz gering geaus fall ist mithzin Prak““ Herief die Entwickluing im Steinkohlenberghau. versceshand ien betrng, schr de, Säschergzsel auf etwa ein Dritel. Die Einkomm; vers u Feinterungsherteben, de infolge der Zegghine vv„rohuktionsleistungen zum Teil auch Erbopung jahr 1631/82, hat das men je Arbeiter bei der Gelsen,fche der Hiterfeite er sobh sch eine durchschnitgisge, Fehieng bsesez, bes 9ger einzeiner Hhachanalsizierter Fachatetz Beginn der Berichtszeit, konnte die August=Thyssen=Hütte AG. in Duisburg=Hamborn, uuf der h ve, untd ezinge weitere Feinstraße wieder iu ein Ptarimper,—. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Betrieb nehmen. eozz Pgrozent, die Rohstahlerzeuohsed ene od Prszent und die Valzesenerteigung sien aen eas ee ce us en ebsegeg e„ere bicher Al. sahie sich der Absäid bei ansehenden Preisen.„Die eb, elepebe,„ahere Baber Al. Kehse h der Tächd, Beisgussenen, Bezisen. Die soe Büiche de Suteutengg# Aigistasen gutse Wiehßz, mit eizeszihchten Ge: liegender Kaliosendaterten und einer neven Poterte pinz von 27.40(21.), Bellionen Peschsmert. e5ape: enien rachen enen Fichengen, Aerzeis Ver dit aus Pick Aläche Ker. Autau der Kolterien und Schattonlsgerz nezen beinen Pä=egigg, gaeserseilz Voräte mie Brb G1.35, Hor. tgang. Erwähnt wird die im Gana befindliche Er. 48,21.12, 2n1d Flüßige Mittel mit.08(.94) und Beteiwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist folgendes zu entnehmen: Bei der Sschichen unun unr bereie mußte die Kohlenförderung hinter der Absatzentwicklung wieder zurückstehen, da ein Teil der Nachfrage vom Lager, besonders von den Kokslägern, gedeckt wurde, die sich bei im wesentlichen gleich bleibenden Kohlenbeständen um mehr als die Hälfte der zu Beginn des Geschäftsjahres vorhanden gewesenen Koksvorräte verminderten. Insgesamt stiegen Förderung und Erzeugung bei Kohle um 11,69 Prozent, bei Koks um 18,98 Prozent, bei Briketts um 11,14 Prozent, bei Teer um 16.27 gen für Löhne, Gehälter und Jsiosenzige Ppäaßnahmen imn Interse der Gei=Zisferi, öche Rhageteitang be eis vortanbener Autenihguir Zusgenensehseilk nit den Verkswohnungsgesellschaften des Konzerns vorgesehenen Wohnungsbauten. obereden und Logn gang zesohutze gen ii3s(Gi3, gaherseih, Voreie, K F7 85, A1 35, Hor. Fortgans, Erwähut wird die im gtsgig von Hanse, derungen und flüsige Mitzel mit 108(.80, u. Bade Peset adierest PoaesteranuZe Ferder ernmalg mit Ooi Billon Reichsmark. Untosten ergibt, Kch. g17. P.m gen ver TSichlwpersen stze. die Millionen übernommer. Die Betriebsgesellschaften der Betriebsgesellschaften sowie deren= zinunge# Dochut! errtettt für Gußstahtsabrial.“ Uc. in Rokkablerzengung 750522 Tonnen. Abey= Reißerneug. Tondugtähse, fiür anerhächste Bansor. Die Deutsche Eisenwerke AG. in Mülheim=Ruhr, ###schäftigt, wenn auch die vier lest, Lal, Sicr, dasi metlseslchgef T. hnsicen as es es cecheee bebische, bisgnisene Hu Greagen und beim Bazmete 925 zielt werden. Aktiva Im Soberhache, d Glgershat uad Bleltou, aschzes dant sch aucd dieg, Petishgese tait vent daut. wurde zwecks, Einsparung teurer Legierungen eine Anneuer Stähle zu schon vorhandenen entwickelt. Der 1989.45) uhiersentrechnung des VoBillanz sowie Gewann= und Verlustrechnung des Bochumer Vereins). der Arbeiten zur WeiterBilanz zum 30. September 1935 satelgug Stard am i. Oktober 1834 Umiaufevermögen Vorüle) Roh-, Mits- und Betriebsstofte Halbferige Erzeugnisse Fertige Erzeugnisse... Vertoaplege...: Aktivhypotheker Geleistete Anzahlunges Forderungen auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen Forderungen an Konzerngesellschaften... Soneige Forderuggen;. Scheebe(..pluss 110 fu Wechsel...554 Kassen- Reichebank-u Postscheckbestand Posten, dieder RechnungsIbggengung denon 9 882 240 566 325 45 134 640 10664 55 047 545 34 077133 Grundkapltel Verschiedene Röckstellunven f,.4g.....: Verbindlichkeiten Anzahlungen von Konden Verbindlichkeiten auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen. Veröndichteiten gegen, öberkonzerggesellschaft. Sonstige Verbindichtelten Soarguthaben von Rertsangehörigen..... Verbndlichkeiten aus der Annahme von gezogenen Wechseln.... Antelige noch nicht beachlte Stever Löhne. Ge. hälter, Soziale Abgaben Posten, die derRechnungsabgrenzung dienen. Wecheeloblige 3008 117 Ru. (I. V. 6396 610 Rü) 7814 31 691 273 Passiva .# semm 1 335 067 T60e: R4 10000 000 210 872 43 450135 202 342 55 947 545 24 209 611 231 090 34 631 273 rie ut der Vertagte Sichlusrte 46. Ar.-Trndeias-Kreie zur Vertigung gertalt * Zwischengeschäftsjahr vom 1. April 1834 bis 32. September 193 Aufwendungen vom 1. Aoril 1834 bis3 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 1934 bis 30. September 1935 5 1e9 Deutsche Röhrenwerke AG. in Düsseldorf erfuhr das Auslandsgeschäft in sämtlichen gEßzenggieg einen starken Auftrieb.„Im Rahmen der Erhöhung des Auftragseingangs um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr haben die Bestellungen aus dem Ausland um 80 Prozent, aus dem Inland um 10 Prozent zugenom: men. Es wurde ein abzuführender Gewinn von 13.92(.85) Millionen RM. erzielt.„Aus der Bilanz: Grundkapital 10,0 Rückstellungen.65(.90), Verbindlichkeiten 12.67,(.08), anderseits Forderungeg„und flüssige Mittel 12,74(2,20), Vorräte 18,69(11,89) Millionen RM.— Bei der Hüttenwerke Siegerland AG. in Siegen, hat sich das Inlandsgeschäft, besonders bei Schwarzblechen und verzinkten Blechen weiter belebt. Der Anteil der Ausfuhr am Gesamtabsatz konnte, wenn auch unter erheblichen Preisopfern, auf fast, gleicher Höhe ashalten werde.n„Auf verschiedenen Werken, wurden stilliegende Betriebsabteilungen wieder in Gang gebracht. Der an die Ver. Stahlmexke gehende Gewinn beträgt.22(.25)„Millionen RM. Aus der Bilanz: Grundkapital.5, Rückstellungen.12(0,11), Verbindlichkeiten.78(.27), anderseits Forderuggen und flüssige Mittel.49(2,63), Vorräte 11,28(10,41) Millionen RM.— Bei der Westsälische Union AG. für Eisen= und Drahtindustrie in Hamm, sind die Versandziffern in Drahterzeugnissen gegerzüher dem Vorjahre um etwa 20 Prozent gestiegen. fuhr hat nicht unerheblich zugenommen. Es wird ein Gewinn von.11(.28) Millionen RM. ausgewiesen. Bilanz: Grundkapital.0, Verbindlichkeiten Löhne und Ochälter... voziale A gaben Gesetzliche Abgaben.. Freiwilige Autzsendungen Andere Abschreibungen Zinsen, sowelt eie die Ertrais szinsen übersteigen Steuer Besitzstevem.... ändere Steuern u. Abgaben Sonstige Aufvendungen Abrschnung mit der Vereinigte Stahlwerke.8. Düsseldorf, auf Grund der getroffenen Vereinbarung ober die deschäfts- u. Betriebsfüh. (zus diesem Betrage verden bei der Vereinigte Stahlworte Aktiengesellschaft noch antelige Abschreibungen auf die unserem Betriebe dienenden. Im Eigentum der Vereinigten Sichlwerke stehenden dnlagen somie die anteligen Aasen v. Sieuem gedeckt) .# 94 .7 35 813 224 3 701 741 197 997 1 439 239 219 150 2 688 484 10991 019 18 623 031 1 895 875 313 911 2 025 313 939076 445 979 Ertrag gemäß HoS S 261 6 U, 1 Verschiedene Einnahmen.... Anbererdentliche Erträge... Erträge #.## beder .7 38 580 920 519 887 29 393 233 194— SSUggsos m üir de Laht uon f. bnner 1804 dir B. Aostanber 990 Auf den Rohstoffbetrieben der Ver. Stahlwerke G. m. b. H. in Dortmund Arteltern wege den Wersen litg wparen, Vo.swaren die frdersätüigen fnländischen Griben 64 Prozent ansteigt. Gleichzeitig mit der betrachr= stungsfähigkeit beansprucht. Die Rohspatförderung stieg 29 154 061 84 006 135 170 29 399 235 auf 658 538(592 855) Tonnen, die Rostspaterzeugung auf 417347(384.064) Tonnen. Neben größeren, der technischen Entwiclung der Grube dienenden Betriebserneuerungen, und Verbesserungen wurden, neue Aufschluß= und Untersuchungsgrpetten zur Erhaltung und Erweiterung der Erzbauis durchgefuhrt. Daneben wur* 4 ** ub 246 5 M Aus der Bilanz: Grundkapital.0. Verbindlichkeiten .48(.97), anderseits Faorderungen und flüssige Mittel .88(.34). Vorräte.69(.64) Millionen RM. Bei der Bandeisenwalzwerke AG., in Dinslaken, stieg der Gesamtversand mengenmäßig um etwa, 40 Prozent,„Der erzielte Gewinn beträgt.10 (.27) Millionen RM.— Bei der„Wurag" Eisenund Stahlwerke AG., in Hohenlimburg, hat sich in den Haupterzeugnissen(kalt gewalztes Bandeisen, Stabstahl, Wellen, geschweißte und gezogene Rohre) im Werke Hohenlimburg um rund 12 Prozent, im Werk Wickede um etwa 17 Prozent gehohen. Es wurde ein Gewinn von.59(.55) Millionen RM. erzielt.— Bei der Dortmunder Union Brückenbau AG. in Dortmund konnten Brückenbau und Hochbau aus der günstigen Geschäftsentwicklung Nutzen ziehen. Im Auslandgeschäft wurden weitere Fortschritte erzielt. Gewinn .10(.08) Millionen RM.— Bei der Siegener Eisenbahnbedarf AG. in Siegen erhöhte sich der Umsatz um fast 70 Prozent. Der AnKerdben Beloine.5e alf Prlster Biat 2 Kihen die anberen Beleingungen wird u. a. berichtet, daß die Wohnungsgesellschaften am Ende des Geschäftsjahres einen Besitz von 55 780 Wohnungen in 19 268 Häusern hatten. Das umfangreiche Bauprogramm, in dem der Pflege des Siedlungsgedankens besondere Beachtung„geschenkt wird, ist vorläufig auf die Errichtung von insgesamt 720 Siedlungsstellen und Stockwerkswohnungen abgeenden Betriebs= stellt. Die der Stahlverein GmbH. für Bergrden neue Auf= bau= und Industriewerte in Berlin, angeErhaltung und schlossenen Beteiligungen haben sich durchweg zu Daneben wur= stellend entwickelt. Mehreren Beteiligungen war die 68 #e 7 Seite 24 Nr. 57„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,.8. März 1936 Ausschüttung einer Dividende möglich, einige kleinere Beteiligungen konnten verkauft werden. Bei der Ruhrstahl AG. in Witten haben In= und Auslandsgeschäft eine Besserung erfahren. Das Ergebnis wurde von den Ver. Stahlwerken mit 1,05 Millionen RM. auf Grund des Gemeinschaftsvertrages übernommen. Die Stahlwerke Bruninghaus AG. erzielte einen Gewinn von 0,13, die Friedrich Thomée AG. von 0,09 die Eisen=Industrie zu Menden und Schwerte von 0,08, die Bergbau und Hütten AG. Friedrichshütte von.47 Millionen RM., die auf Grund der Gemeinschaftsverträge sämtlich von den Ver. Stahlwerken übernommen werden. Bei den Inland=Eisenhandelsgesellschaften werden sich die für 1935/36 zur Verteilung gelangenden Dividenden im Rahmen des vergangenen Jahres halten. Bei der Deutsche Edelstahlwerke AG. in Krefeld ist, wie schon bekannt, mit der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung zu rechnen. Bei der Stahlunion=Export GmbH. konnte der Gesamtabsatz wert= und mengenmäßig um etwa 10 Prozent gegen das Vorjahr gesteigert werden. Kufraf zur Einstellung den=Echenngen Ueber die allgemeine Geschäftsentwicklung im neuen Geschäftsjahr wird im Bericht noch mitgeteilt, daß Bestellungseingang und Abruftätigkeit bis in die letzte Zeit hinein lebhaft waren. Bei gegenüber dem Durchschnitt des Jahres um etwa ½ erhöhten Auftragsbeständen sind die Werke mit Arbeit auch für die nächsten Monate im allgemeinen gut versehen. Macht Lehrstellen und Ausbildungsplätze verfügbar Getragen von der Erkenntnis der Bedeutung einer geregelten Berufsarbeit für die deutsche Jugend, die Ostern 1936 die Schule verläßt, und erwachsen aus der Sorge für die Sicherstellung eines ausreichenden und leistungsfähigen beruflichen Nachwuchses für die deutsche Volkswirtschaft, haben die zuständigen Reichsministerten sowie der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, der Reichsjugendführer und der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung der fast unverändert mit 36¾ lag. Prozent und SieFester waren dagegen Schuckert plus ½ Prozent und Siemens bei 170(plus 1¼ Prozent), so daß dieses Papier seinen Vortagsrückgang wieder ausholen konnte. Elektrische Licht u. Kraft 1 Prozent höher. Größeren Umsatz hatten folgenden Aufruf erlassen: „Auch in diesem Jahre möchten die Östern zur Schulentlassung kommenden Jugendlichen pünktlich am 1. April ihre berufliche Ausbildung beginnen. Viele wollen später als tüchtige Facharbeiter. Gesellen oder Meister in Handwerk und Industrie tätig sein, viele wollen im Handel und in der Verwaltung von Sonderwerten nur Schlesische Zink bei 46¾(plus ¼ Prozent). Von Montanwerten waren Mannesmann etwas beachtet bei unv. 83½. Ver. Stahl auch etwas gefragt bei 83½(plus ¾ Prozent). Von Schiffahrtsaktien Hapag ¾ Prozent höher, Nordd. Lloyd 17½. Versorgungswerte uneinheitlich. Fest waren bei einem kleinen Umsatz von 4000 Mark Wasser Gelsenkirchen, die 2 Prozent gewannen. RWE. plus 3/ Prozent, Charlottenburger Wasser plus ¼ Prozent. Dessauer Gas dagegen minus ¼ Prozent. Im Verlauf gab die Börse nach und auch der Schluß war abgeschwächt. Am Geldmarkt Tägliches Geld 2¾ bis 3½8 Prozent. Am Devisenmarkt notierten:„Pfund, unverändert 12,28, Dollar 2,461(2,462), Gulden 169,13(169,08). Erwin P. Ein Nießbrauch hängt meist mit einem sammen. Es wird z. B. verfügt, daß einHandwertkiammtel=Tentage von privaten und öffentlichen Betrieben arbeiten, viele Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. auch die Hand an den Pflug legen.. enüber dem Alle wollen sie einmal als Arbeiter der Stirn oder Die Handwerkskammer zu Dortmund teilt mit: Nachdem der Vorstand der Handwerkskammer zu Dortmund den vorgelegten Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 1936/37 angenommen hat, steht die Umlage der Handwerkskammerbeiträge fest, vorbehaltlich der ministeriellen Genehmigung des Haushaltsplanes und der Haushaltssatzung. Die Zahl der Handwerksbetriebe hat eine Veränderung nicht erfahren. Die Beiträge konnten jedoch gegenüber dem Vorjahre ermäßigt werden, durch Herabsetzung der Zuschläge auf die Gewerbeertragssteuer=Grundbeträge. In den Etatsjahren 1933/34 und 1934/35 wurde bereits der Grundbetrag auf schließlich 5 Mark pro Jahr und pro Betrieb herabgesetzt. Zu dieser Erleichterung tritt im kommenden Geschäftsjahr 1936/37 die Ermäßigung bei der Berechnung der Handwerkskammerbeiträge nach den Gewerbeertragssteuer=Grundbeträgen, und zwar entfällt nach der neuen Haushaltssatzung auf 1 Mark Gewerbeertragssteuer=Grundbetrag(statt im Vorjahre 0,60 Mk.) 1936/37 nur 0,42 Mark. Auslandsschulden müssen angemeldet werden Alle Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland müssen erneut bei der Anmeldestelle für Auslandsschulden nach dem Stichtag vom 29. Februar angemeldet. werden. Anmeldepflichtig ist: 1. ohne Rücksicht auf die Höhe der Verpflichtungen jeder Schuldner, der von der Anmeldestelle für Auslandsschulden unmittelbar durch Zusendung von Vordrucken zur Anmeldung aufgefordert wird: 2. im übrigen jeder Schuldner, insbesondere auch jeder im Saarland ansässige Schuldner, dessen Gesamtverpflichtungen gegenüber dem Ausland im Nennwert oder Gegenwert 5000 Mark oder mehr betragen. Die zur Anmeldung zu verwendenden Vordrucke sind bei der Anmeldestelle für Auslandsschulden, Berlin SW. 111, Bruderstraße 5/6, oder bei einer Reichsbankanstalt anzufordern. Diejenigen Verpflichteten, die eine Anmeldung nach dem Stand vom 28. Februar 1935 vorgenommen haben, erhalten die Vordrucke unmittelbar von der Anmeldestelle für Auslandsschulden zugesandt. Sollte bis zum 5. März keine Zusendung erfolgt sein, so sind die Vordrucke von der Anmeldestelle unmittelbar(nicht von einer Reichsbankanstalt) anzufordern. der Faust ihrem Volke dienen. Alle wünschen daher nichts sehnlicher als Lehrstellen und Ausbildungsplätze, in denen sie sich auf diese Arbeit für Staat, Volk und Wirtschaft vorbereiten können. 6 4# Soll dieses gesunde Drängen der deutschen Jugeno nach beruflicher Ausbildung nicht vergeblich sein, dann ist es notwendig, daß Betriebeführer, Lehrmeister und die verantwortlichen Stellen der öffentlichen Verwaltung alle geeigneten Lehrstellen und Ausbildungsplätze verfügbar machen und sie schnellstens den Berufsberatungsstellen der Arbeitsämter melden. Dann ist zu hoffen daß jeder Jugendliche den ersehnten Lehrplatz findet und daß für jeden Beruf und jeden Betrieb der notwendige und geeignete Nachwuchs sichergestellt wird. Im Zusammenwirken der Arbeitsämter mit Eltern Schule und Staat, mit Hitler=Jugend. Deutscher Arbeitsfront, mit Vertretern der Berufe und Betriebe ist durch Monate hin eine gewaltige vorbereitende Arbeit geleistet worden. Trotzdem ist der Bedarf an Lehrstellen noch nicht gedeckt. An die gesamte deutsche Wirtschaft, an die Bauernschaft und die maßgebenden Behörden wenden wir uns daher mit der Aufforderung, auch auf diesem Gebiete ihre Pflicht zu tun.“ Franz Seldte, Reichs= und preußischer Arbeitsminister. Dr. Hialmar Schacht, Präsident des Reichsbankdirektoriums, mit der Führung der Geschäfte des Reichs= u preuß. Wirtschaftsministers beauftragt. R. Walter Darré, Reichs= und preußischer Minister für Ernährung und Landwirtschaft. Dr. Syrup, Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Dr. Robert Ley, Leiter der Deutschen Arbeitsfront. Baldur von Schirach, Jugendführer des Deutschen Reiches. Die Abendbörse eröffnete ungefahr gegenuber dem Mittagsverkehr behauptet. Es herrschte fast völlige Geschäftsstille. Auch im Verlauf der Börse vermochte sich das Geschäft nicht zu beleben, und die meisten Notierungen trugen nominellen Charakter. Die Abweichungen gegenüber dem Berliner Schluß hielten sich in sehr engen Grenzen. Testament zusammen. Es wird z. B. verfügt, daß eine bestimmte Person die Zinsen eines Vermogens oder die Mieteinnahmen aus einem Haus für sich verbrauchen darf, solange sie lebt. Nach ihrem Tode aber gehört dann nicht nur das Vermogen, sondern auch die daraus stammenden Zinsen einer anderen im Testament festgesetzten Person. Der Nießbrauch erlischt also mit dem Tode des Berechtigten. Aber nicht nur leibhaftigMenschen, sondern auch juristischen Personen kann man einen Nießbrauch übertragen. Es kommt z. B. vor, daß eine Aktiengesellschaft den Nießbrauch an irgendeinem Vermögensgegenstand besitzt. Löst sich die Aktiengesellschaft auf, dann war nach dem bisherigen Recht der Nießbrauch zu Ende; er konnte also nicht an eine andere Gesellschaft übertragen werden. Durch neues Reichsgesetz ist eine Aenderung geschaffen. Kunftig kann unter bestimmten Voraussetzungen der Nießbrauch an eine andere Gesellschaft übertragen werden. Von Bedeutung ist diese Möglichkeit insofern, als in unserer Zeit die Umwandlung von Aktiengesellschaften in andere Unternehmungsformen begünstigt wird, wobei das nach dem bisherigen Recht damit verbundene Erlöschen des Nießbrauchs ein Hindernis bildete. Getreidegrohmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 Fragen aus der Natur. Sch. Frage: Wie ist der Wandertrieb der Weizen märk. Roggen märk. ndustriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. .820 Asche) I178153 6 135 12.-13.012.-13 0 Zugvögel zu erklären?— Antwort: Der Wandertrieb unserer Zugvogel findet, dem Wissenschaftler Lucanus zufolge, eine befriedigende Erklärung in einem dem Vogel angeborenen Trieb, der das Fortziehen im Herbst veranlaßt. Dieser Wandertrieb erfährt im Frühjahr eine Verstärkung durch den zu dieser Zeit erwachenden Fortpflanzungstrieb. Da die Zugvögel im Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 6. März: 51,25 Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, Bl.: 144 Reichsmark. Aluminium, Walz o. Dr.: 148 Reichsmark. „Wentsenger Moidl Ein bemerkenswerter Erlaß der italienischen Regierung URassenes Versen FFaler nachgerent Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Gefeaschäften Terichten Hackethal Draht= und Kabelwerke AG. in Hannover. Der GV. wird die Verteilung einer Dividende von 6½ Prozent wie im Vorjahre vorgeschlagen. Die Dividende wird in voller Höhe ausgeschüttet.— Die C. girus AG. in Ulm beantragt für 1935 die Verteilung von 3 Proent Dividende und schlägt an Stelle des bisherigen Interessengemeinschaftsvertrages mit der Humboldt=Deutz=Motoren AG. nunmehr eine Vollfusion mit diesem Unternehmen vor.— AG. für chemische Industrie in Gelsenkirchen=Schalke. Wieder 4½ Prozent auf Grund des IG.=Vertrages mit Sachtleben.— HubertusBraunkohlen=AG. in Brüggen=Erft. Der Aufsichtsrat beschloß, die Verteilung einer Dividende von wieder 8 Prozent für das Geschäftsjahr 1935 auf die Stammaktien vorzuschlagen.— Eisenbahn=Verkehrsmittel AG. in Berlin. Eine a. o GV. ermächtigte den Vorstand, die Triebwagen= und Waggonfabrik Wismar mit Wirkung ab 1. Februar 1936 in eine mit einem Grundkapital von 3,25 Millionen Mark unter der Firma „Triebwagen= und Waggonfabrik Wismar AG“ neu zu gründende Gesellschaft einzubringen gegen Gewährung von 3 Millionen Mark Aktien der neuen Gesellschaft. In erster Linie mitbestimmend für eine Trennung ist die Entwicklung, die die Fabrik in den letzten Jahren genommen hat. Die Börse verkehrte in einer etwas freundlicheren Haltung als an den Vortagen, wenn auch das Geschäft klein blieb. Am Markt der festverzinslichen Werte ergaben sich fast keinerlei Veränderungen. Fast alle Kurse lagen gut behauptet. Etwas rückgängig war nur die Altbesitzanleibe des Reiches, die ¼ Prozent niedriger notierte (110⅝) ohne Umsatz zum ersten Kurs. Am Aktienmarkt kam die Geschäftsstille auch dadurch zum Ausdruck, daß zahlreiche Werte ohne erste Notiz blieben. Lebhafteren Umsatz hatten wieder mit etwa 60 000 bis 70000 Mark Vereinigte Stahlwerke bei 83⅝8(plus 5 Prozent), im Verlauf schwankend. Die übrigen Montanwerte ruhig, aber gleichfalls fester. Buderus plus 1 Prozent, Deutsche Erdöl plus ½ Prozent(110), Harpener plus 1 Prozent, Mannesmann unverändert 83½, nur Rheinstahl minus ¼ und Hoesch minus ½ Prozent. Auch Farbenaktien erhölten sich um ¾ Prozent auf 15178. Elektrowerte ohne Geschäft, aber fest. Schuckert plus ¼ Prozent, Siemens plus 1½ Prozent. Von Kaliwerten wurden Wintershall bei 101¼ Prozent ¼ niederiger bezahlt. Der Kurenmarkt lag gut gehalten. Von Kohlenkuxen wurden Constantin, Heinrich und Langenbrahm höher gesucht. Braunkohlenwerte wenig verändert. Auf dem Kalikuxenmarkt war die Haltung freundlicher. ∆ Ma. Von Aschersleben=Werten waren Habiahorst, Heimboldsbausen und Ransbach höher gesucht, Neu=Sollstedt wurden etwas besser bezahlt: auch für Wintershall bestand höhere NachIm Freiverkehr waren auf dem Kaliaktien= frage. markt Burbach etwas leichter. Der Kohlenaktienmarkt war sehr still, Interesse zeigte sich für Niederrbein. Bergbau, die ungefähr 2 Prozent höher im Verkehr waren. Die übrigen Werte lagen behauptet. Unter lebhaften Umsätzen(ca.s für den Treibstoff ergeben. 100 Mille) gaben Ver. Stahl im Verlaufe gegenüber demssur den Steiestenfeeg Anfangskurse ¾ Prozent nach. Zu Umsätzen kam es außerdem in Siemens und Schuckert, die sich gut behaupteten, RWE. waren ¼ Prozent gedrückt. Die Börse schloß leichter. In Deutschland besteht schon seit langem der sogenannte Beimischungszwang für Treibstoffe, das heißt, die Antriebsflüssigkeit für den deutschen Motor ist nicht etwa reines Benzin, sondern ein Benzin, das bis zu einem gewissen Teil Kartoffelsprit enthält. Heute, wo es besonders gilt, Devisen zu sparen und wo der Treibstoff gerade viel vom Ausland eingeführt wird, denkt natürlich kaum noch jemand daran, daß die Einführung des Spritbeimischungszwanges damals auf ziemliche Schwierigkeiten gestoßen ist, heute dafür aber um so zweckvoller ist. Länder, die über wenig oder gar keine eigenen Erdölvorräte verfügen, werden sich, wenn sie in eine ähnliche Lage wie Deutschland geraten, ebenfalls nach einem Streckmittel für den kostbaren Treibstoff umsehen. In dieser Hinsicht ist, wie die„...“ schreibt, ein Erlaß der italienischen Regierung interessant, der bestimmt, daß die italienischen Weinvorräte genau errechnet werden sollen. Es steht wohl außer Zweifel, daß der Zweck dieses Vorgehens darin zu suchen ist, den Wein als Streckmittel für das Benzin zu verwenden. Allerdings muß er dann noch einen gewissen Prozeß durchmachen, der ihn zum gebrannten Wein macht. Natürlich werden die italienischen Automobilisten im ersten Augenblick nicht sonderlich erfreut von einer derartigen Anordnung sein, da bekanntlich durch die Beimischung von Alkohol sich der Treibstoffpreis erhöht. Der chemisch=technische Prozeß der Herstellung, ebenso wie die Verwendung, bietet allerdings keinerlei Schwierigkeiten mehr. Der Motor wird also künftighin in Italien mit einem gewissen Schuß Wein gespeist werden, ebenso wie sich die verschiedenen Tankstellen zu Speichern für Alkohol entpuppen. Natürlich darf das nicht so aufgefaßt werden, als ob nun die Tankstellen zu Ausschankstätten für guten „Chianti“ usw. werden und der Motor froh ist, daß einmal etwas anderes als seine gewöhnliche Petroleumkost bekommt. Die Frage ist für Italien natürlich um so brennender, als Petroleumfunde in Italien selbst überhaupt nicht gemacht worden sind und eine wenig ergiebige Petroleumquelle vielleicht noch Albanien sein kann. Zwar ist die Frage der Erdölsanktionen im Augenblick weniger akut, aber eine vorsichtige Politik schöpft auch hier bereits alle Möglichkeiten aus, die sich durch eine Verwendung von gebranntem Wein als Beimischungsmittel Ariensenrio:, uug aEintopfte. adntentenntegrcrien puriosk-eiertservtr---inhnggngen Oetinienterntesb uten ugghhe PrtosCuberben-Tonfengund erssonntogru. ...„ 0 allgemeinen das Bestreben haben, zum Nisten dorthin zurückzukehren, wo sie selbst aus dem Ei geschlüpft sind, geht unter der Wirkung der beiden Antriebe die Heimreise oft viel schneller vonstatten als die Abwanderung im Herbst. Daß ein solcher angeborener Wandertrieb vorhanden ist, will man daraus ersehen, daß auch der Jungvogel, der ja einen Winter in der Heimat noch nicht erlebt hat und von Kälte und Naahrungsmangel aus Erfahrung noch nichts weiß, ebenfalls zieht, und zwar meist zu einer Zeit, in der Nahrungsmangel noch nicht vorhanden ist. Da der Zugvogel auch auf der ersten Reise und ohne Führung alterer Artgenossen die Winterherberge seiner Art findet, muß auch der Richtungstrieb angeboren sein. Verschiedenes. Frage: Können Sie mir einige geBerliner Börse Nach dem Rückgang am Vortag wies die Börse eine erholende Tendenz auf. Die Umsatztätigkeit erfuhr aber keine Belebung. Am Rentenmarkt lagen nur kleine Kaufaufträge vor. Die kursmäßigen Abweichungen waren gering. Etwas fester lagen die Umschuldungsanleihen der Gemeinden sowie Zinsvergütungsscheine. Reichsbahnvorzüge waren bei 123 3/8 (plus ½) Prozent gefragt. Die Altbesitzanleihe des Reiches bei 110% unverändert. Länder= und Provinzanleihen ¾ Proverändert. Länder= und Provinzanleihen ¾/ Pro= ftpigkugifon ergänzt werdzent höher. Am Aktienmarkt konnten sich die Kurse#strierreisen erganzt werden. teilweise erbolen. Der AEG.=Abschluß blieb auf den AEG.= Hugo Ratzmann. Die Gesellschafterversammlung des seit über fünfzig Jahren bestehenden Bankhauses Hardy& Co., G. m. b. H. in Berlin beschloß, um für die aus der Zeit der Bankenkrise stammenden zweifelhaften Engagements ausreichende Rücklagen vorsehen zu können, das Kapital auf 3 Millionen Reichsmark herabzusetzen. Es wird dann zur Vermehrung der Betriebsmittel wieder um 7 Millionen Reichsmark erhöht, wovon 1 Million Reichsmark zur Bildung eines Reservefonds bestimmt sind. Der Aufsichtsrat soll durch Persönlichkeiten aus Indi Neuer Geschäftsführer ist Martin S. Frage: Können Sie mir nauere Daten geben über die historische Jungfrau von Orleans, von der man letzthin wieder mehrfach las?— Antwort: Die Jungfrau von Orleans hieß Jeanne 'Arc, wurde am 6. Januar 1412 in Domrémy, einem Flecken in der Landschaft Champagne, geboren, kämpfte für Frankreich gegen die Engländer, entsetzte im April 1429 Orleans und führte den Dauphin— den französischen Kronprinzen— zur Königskrönung nach Reims, die dort am 17. Juli stattfand. Nachdem sie im Dezember 1430 von den Burgundern an die Engländer ausgeliefert worden war, wurde sie am 30. Mai 1431 zu Rouen als Hexe verbrannt. Im Jahre 1450 wurde sie für unschuldig erklärt und im Jahre 1920, am Gedenktag ihrer Hinrichtung, die am 30. Mai stattfand, heilig gesprochen. Schillers großes Drama„Die Jungfrau von Orleans" dürfte Ihnen bekannt sein. Ihr Schicksal ist von zahllosen Dichtern gestaltet worden, zuletzt noch von dem Engländer Shaw. Rh.-Westf. Börse, Düsseldort, 6. März Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 vortlaufende Notierungen 6. 3. S, 3. 6..1 S. 3. 3a Schlus Div. Anfang Scaluß Kassa Div. Aübonin. %Hosseh.t. 6% Krupp KM. 6% Mittelstah! 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn I. 6. Farbenind. Feldmöhle Felten& Guille Goldschmidt Harpen.. Hoesch-Köln Nali-Aschersi. 110.62 110.62 103.25 104.50 103.87/103 75 103 50/103.50 96.00 113.00 95.00 110.75 102 87 104.50 103 75 103.50 95 50 112 50 109.37 123.50s123.25 151.75 119.25 112.50 110.00109.50 123.37/123.37 151.87/151.37 119.62/119.00 4—.—.0 5—.——.— 105 00 01111.37/111.50 111.75 3 89.87 86.75 88.75 5—.——.- 124.50 104.75 8 00 109.50 151.12 112.12 195 00 110.25 89.50 Klöckner-W. 31—.— Mannesmann— 83.12 Masch. Untern.— 83.37 Reichsbank 12/186.50 Rhein. Braun k. 12/219.00 Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& C. Siemens& Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall Zellst.Waldhof 6. 3. 6. 3. 6. 3. Antang Schlus Kassa 81.50 114.25 6/127.55 75 4/132.50 82.50 83 00 186.50 114.00 127.75 132.25 170.12/169.50 5 9362 92.57 31.09 31.00 82 83 00 186 50 219 0 114.00 127.6 132.50 169.50 95 50 83 25 31.30 97 ae—.— 120 00 4/101.25 101.00 101 00 101.50 khein. Spieges S. 3. 83.12 Kuxe Beichehler Woste. Bernharetn. 6. 3. B 5 Srstehofn. 8700— spooissserger. Leonhard—--- Westfalen Wiche— 11500]— 11600 Sellerh. 3400/3800 — 8890— 18890 1230 1300 1250|1325 Brauaschu., 5803-61929, 9890 610 00 T4074——— 3800/3900 3600 390ricnsse 9 31593350 31 5/3375 .6 6000 6400 5900 G2oe.-Stadt.———####lsbign. 280027 hl. 00 sa5 SM0gtr..!1— 62001— Okvymheimol 26592) rin neren 0 o 480091 89000andl lisenbura s. 3. Koi 8 Beienrode Garolustl. 3900 4 10/3900 4 100 Gurbach Const. d. Destacht Schwerin 3100 Heinrich soonn Prolverkahr Langb l1 1500 12000 11400 11900 Presverkehr pdartagl. Steinkehlen- u. Braunk.-Nuxe!Warie Graunkohlen 6. 3. S. 8. Kallkure 6. 3. 60 Industrieaktien(Einheitsk. Div. 16. 3. S. 3. — 67.5 68.2 5[130.0135 0 Balcke Masch. Berg. 6. Dahl.V. Booner Bg. u. H. Böso. Walzw. Braunk Zuk. Bruckd.-Nietl Schlussurbach Kal. 46 — Oortm.Ritterbr. 83.12/9uss. Hoef.-Br. 83.12/Düss. Masch. 8 186. 37Oynamit A. Nod. Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. 127.238luckauf- B. A0 —.—ebr. Goedh.A6 132.25Hallesche Salz. 168 50Hochtiet A6. Kabelw. Rheydt Kali-Chemie Wülheim. Berg. Zhein. Metal 6 118.0116 0(öln. Hagelv. 101.5103.0 Roddergr. Brnk. Sachtl.46. Sgt. Schleß-Detries Schleg. Scharp. Naggonf.Uerd. Nasserw. Geis Bankaktien Zolonia,.-V. K. 2olonia Rückv. lladb. Feuerv. Oiv. 5 Köln. Lioyd.V. 131.0130 5 Köln, Rückv. gr. öln. Rückv. kl. 6..1 5. 3. 126.0s126.0 242.0244.0 765 0765.0 96.0 96.0 233.0233.0 122 0123.0 81.0 81.3 95.0 95. 25 373 87.50 79.2790 Rentenwerte Bhw..-Cr. Ghyp.Pfd. S. 4. 6. 12. 10 dto. dto. S. 1 1022 102.0 94.0 94 0 95.7 dto. dto. S. 11 295 0/299.06 dto. Gold.-Kom 1926.1927 S.—6 1½ Wd. 80d. 6pfd. 6—. dto. Em. 3. 9/12, 14 95.7 Freiverkehre-Aktien 6. 3. 5. . 6" 6 Adier K. 64 0, 66.0 64.0 68 0 3urd. K. 56.0 51.0 56 0 57.5 sa C. 108.0/111.0108 0111.0 #.-Kö. 1 89.0 92.0 89 5 92.5 Soedh. h 120 2/123.0120 0 Hann. K. 58.0—. 58.0— —. 1198.5 113.01140 —. 113.0 203 0/2050 132.7 121 3 — 88 435.0435 95.5 95.2 195.3—. Berlin. Hand. 6. 8n. W. 80. Cr. B. Westd. B..-A. 117 2117 2 92.7 92.5 93.2 93.0 93.2 93.0 122 1/122 60rek. Wie pisenburg 299— 289— 2275/2425/2250 2450 Vereieberungeaktien darie L.[2279/4425/2250/2450 3M. a.. 1. F Par. 2375/28002 400 259sch.-Münch.F 70 11951195 O5s•1 Meusollst. 2550 2700/250e 2709ach. Rückvers 14. 4/439 5239. 4590 4700 4590 463ansbach 3425/35893390 350 Mgripp.., Fl. L— 400 400 900— 490— echelg.— 309— SoMu.uStaltz, 3 Thüringen 390 420 300 42Na-.S4-1. S. 8198.0 96.5 96.5 1umb. 0M Kothrin. 84.0 86.0 80.0 A2 C 450 g5 g- otarm. 80.0 92.0 80.3 „. 150.othr. 6. 67.9 68. 5 67.0 danst. 42nch. Kt 4rn. Ber 9 83.0 85 0 80.9 82 0 52.0 55 0 52.0 77.0 74.0 70 0 #n. Linel. 150.0—. 150.0 Vf. Dien. Eis. Hott. 87.0 99.0 87.0 90.0 46.7 43.2 43.0 48.9 Steuergetschein: 6.., S. 3. 193.71103.7 107 71107 111.2111.2 tillig as f. 4. 1994 I. 4. 1925 I. 4. 1926 I. 4. 1977 l. e 132 Berliner Börse. 6. März 1 Kale Kölner Gas schestee Commerz- und Privat-Bank.-., Fillale Bochum Krefft W. romschros 1er Kronorinz Metall KOopersbusch 0 5/100.0 75/149.7 Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einhaltskurse Indusutrieerte .S 318. 3. ##umelateren[12 175.9175.0 Ofttmann Neuh. 0—.—. Otmd. Akt.-Brau. 10—.—. Union-Brau 12 196.0198 0. Dörener Metal Dyckersh. Widm — A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilst. Basalt Bayr. Motoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berl. 50.3 50.7 35.8 36.3 89.0 89.0 84.5 85.5 Plektr. Liesterg. Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 67.5 68.2 .11 6/119.7119.0 93.7 93.7 123.0—. 94.2/940 119.5 Karlsr. Ind. 9118.8 Kr. u. Licht 1O141.0 „ Maschinenb. 3111.5 3uderus 141.1 ahar. Wasser U Chem. Geisenk.## 95.5 591107.7 Cont Gummi 183.7 111.5111.3 1I.9/110. P dem Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Conti 823 " Kabel " Linoleum Steinzeug Tel. u. Kab. " Eisenhand 97.0 97.5 112.1 136.3137.1 127.0 95.0 107.2 134.0 —. 131.0 ahmeyer Laurahötte Leoooldsgruben indes Eis ingnerwerke LOrenz C. S120.2 119.6 7135.0s134.5 87.2 87 8. 6/105.01105 Feiniste 61090 gebhardt& Co. U German. Cem. Ses. f. el. Undern Gildemeister Sladb. Wolle Gruschw. Textil Juanowerke 8105.0 4102.0 6/127.3 123.0 10 65/108.0 311008 104.7 102.5 128.5 127.0 #ckethal Draht S9126. Hageda 183.2 126.6 9191.3 9161.2 130.0 6139.0 118.0 Hamb. Elektr. Hipert Masch. Hindr.-Aufferm. Hottmann Stärke Hohenlohswerke Holzmann#. Hotelbetr.-Ges. 147.7 141.7 101.7 137.9 118.0 6/113.7 9133 2 6/110.0 61/129.0 99 anmh. Hôtte n 90 Mlag Aimosa Hülheimer Berg. Arenst.& Koppei Osnabr. Kupfer Jongs& Zahn 61119.7 119.“ 78.7 Siem.& Halske Stollberg. Zink 6/118.0 1492 Thöfinger 6as 1 Transradio 1180 Tuch Aachen 169.6 127.5 0 23.0 0 97.0 7 140.0 153.5 15 Inion chem. 140.2 133.0 8 132.5 93.5 77.0 14 phein. El. Werke N Rhein.-W. Kalb Niebeck Montan üdgemnocke 6/126.7 6 .2102.5 /121.9 ∆ 9 129. 113.0 135.0 129.0 120.0123.0 95.9 95.6 90.9 sechsonupt Sarott Schlege Schles. Berg. Berg. Beuth. Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Stegersdorter W. Stemans Glas Alee Bergbau Ase Gends osenbeck Brau. ##nphens Behs. 6/456.9/158.0 121.0/127.6 84 80.5 20 s /100 5 22.5 1Sapts eh. Wiete ver. Glanzst. Ver. Ultramarin logel Draht U Nag. 6o Wandererw. 83 9 Varsteiner Grub. Vestfalen Draht 133 9 Vekdler Brau. 76.0 180.5 75 5 114 Möhlh.-Ruhr Anl 91.81 Ruhrverbd. Anl. 361100 2 #Pr. Lopf. A. Pfd. 97.0 15 Ldbk. Westf. Pfd. 4½L dbk. Westf. Kom. 1440t. Kom m. Goldanl. 44Westf. ldsch. Pfd. 44 Dt. Hyp. B. Bin. Pfd. 44 Pr. Centr. bod. Pfd. #Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 139.91130.0 Sasalt obi. 61131 0/131.0/: Concord. Berg Obt 103.5 3 Daimter Benz Obl.108.4 3 Klöcknerw. Obl. 102.21 3 Mont Cenis Obl. 112.|1120 103.5 142.5 136 0 90.7 91.1 146.0 125 6—.— 76.7 101.0 120.2 47. 88 8/145. 10|121. 4 98.7 5 90.3 87.21 122. 99.0 90.5 Verhchranerte 94.0 93 0 91.0 95.7 95 5 95.5 95.7 91.5 100.1 97.0 94.0 93.0 94.0 64.5 64.|½5 Ver. Stahl 80 41 Ver. Stahl 47151 Siem. v. H. Od. 1 Farbenbonds Imsch. Anleihe 95.5 95.5 95.7 103.5 106.0 102.3 103.5 93.2 94.7 99 5 160.5/160.5 126.8/121.0 86.8 95.7 93.2 95 0 99 6 Nestennorte 45 Ot. R. Schatz. 41 100.9/ Of. R. Anleihe 44 105 055 O. R. Youngan 46.61½ Reichsbahn Sch. Westfalen Altbesitz 98.8 97.2 Schuldb. F. 28 Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 Schuldb. F. 42 98.8/3. Schuldd. F. 4 3/8 Essen Steink. 42 97.2 103.0 102. 8/½5 Harponer 40 146.0½ Bochum Anl. 54%5 Quisburg. Anl. .0445 Oüsseld. Anl. 515 Elberfeld. Anl. 99.545 Essen Anl. 99.0 110.2 91.6 99.8 93.5 92.0 92.3 99.1 99 R. W. E. 82/3 110.05 R. W. E. 30 45 Ruhrchemie 48 90.7 Ruhrgas 52 93.51½5 Ruhrwasser 52 55 Ruhrwohng. 38 45 V. E. W. 52 Westtalenbank.-G. Austahrung sümtlIeher Ban 6..1 6. 8. Seid Briet 99 7/100.3 99.7 99.1 97.5 96.6 97.5 101.71101.0 95.0—. 93.2 94.7 Es liegt was Es liegt was ahnung von Asph gartenzauber. 1 Frühlingsstil vor Vorfrühling auf frühling in der menwelt. Einige aktuellen, die es jsetzt ein exzentris Madonnenscheitel len pressen. Als ich neul hatte ich plötzlich derbaren und se duftete bezauberr der Frühling au Bald wird man Kegel auf seinen zahlreichen Berl den Bauch schei Niemand kann liner, der Gefan große Erlebnis, ist immer wiede Gott seit unden aber immer wiel festliche und gla Zirkusmelane Der berühn Eltern und Gr wird im April seinem ehrwürd Zirkus ist alt u eine strahlende atemberaubende sationen. Viel nachweinen und danken die Han gik darin, daß Aber wir wolle Zirkus hatte so von baupolizeil den dann iste Zukunft hat de Fernöltliche In Berlin in japanischen häutigen Mädd Tango tanzen. Berlin eine ja Schüler und E terrichtet werd aufzuweisen h steht, wie bei Staatsbürgerki seinem geeilt starke tausend oder sei Führer 9t d Grafen teilung steht si Uhr et den## Gäule alles v zosen kleine lassen. Spiel, erklär licher durch leucht Straf betre aus, Die ihm men 93.5.7 95.21 97.0 92.293.7 94.5 92.7 9. Bochum Rgesehafte ten 44640 einem saß eine as oder verbrauiber geauch die estament also mit ibhaftige inn man B. vor, „irgendsich die sherigen nicht an Durch Künfer Nießwerden. „als in Uschaften d, wobei dene Ertrieb der Wandernschaftler in einem iehen im im FrübZeit ersogel iun 10 19 ten dorthin hlüpft sind, die Heimwanderung Landertrieb iß auch der heimat noch ungsmangel zieht, und nangel noch auf der erzenossen die h der Rich; einige geingfrau von fach las?— sjieß Jeanne cémy, einem ren, tämpfte ste im April - den franönung nach chdem sie im e Engländer 9. Mai 1431 1450 wurde 920, am Geai stattfand, „Die Jungsein. Ihr worden, zuhr An 91.80 Anl. 36/1002 Pfd. 97.0 f. Pfd. 94 0 .Kom. 93 0 oldan. h. Pfd n. Pfd. d. Pfd. k. Ptd 91.0 95.7 95 5 95.5 95.7 Ob 103.8 n2 0bl.[108.4 bl. 1933 103.5 93.2 94.7 Obl. 60 4775 a 5 Nhe F. 30 F. 38 F. 40 F. 42 F. 43/8 nk. 42 40 82/3 0 nie 43 33 ser 53 ng. 88 97 25 Nr. 57„ Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, T. /8. März 1936 Unterhaltung 91.5 100.1 97.0 94.0 93.0 94.0 95.5 95.5 95.7 103.5 106.0 102.3 99.2 95 0 dem Unterricht folgen. id gesit Jeder von ihnen scheint uns ein rschül Jekeiner Dei,P Vng Es liegt was in der Lust... Es liegt was in der Luft, eine leise und blasse Vorahnung von Asphaltfrühling, von unbeschreiblichem Tiergartenzauber. Ueberall Modeschauen, die den neuen Frühlingsstil vorführen, Vorfrühling in den Auslagen, Vorfrühling auf den Gesichtern der jungen Leute, Vorfrühling in der modischen Phantasie der Berliner Damenwelt. Einige sind darunter, die voreiligen und überaktuellen, die es nicht erwarten können, und sich schon jetzt ein exzentrisches Frühlingshütchen auf den koketten Madonnenscheitel oder auf die platinblonden DauerwelAls ich neulich die Potsdamer Straße hinaufging, hatte ich plötzlich, weiß der Teufel woher, einen wunderbaren und sehr lyrischen Geruch in der Nase: es duftete bezaubernd nach Flieder. Es scheint, als käme der Frühling auf freundlichen Zehenspitzen nach Berlin. Bald wird man wieder quietschvergnügt mit Kind und Kegel auf seinem Balkon sitzen oder in irgendeinem der zahlreichen Berliner Vorgärten und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. als wäre es zum erstenmal. Niemand kann so frühlingshungrig sein wie der Berliner, der Gefangene des Asphalts. Für ihn ist er das große Erlebnis, eine Offenbarung, eine Sensation. Es ist immer wieder das gleiche Stück, das vom lieben Gott seit undenklich langer Zeit in Szene gesetzt wird, aber immer wieder wirkt es neu und erregend wie eine festliche und glanzvolle Uraufführung. Zirkusmelancholte sehr artiger und gesitteter Muster####er zu sein, im Gegensatz zu uns. Diese kleinen Japaner machen im allgemeinen einen sehr seriösen und„zielbewußten“ Eindruck: sie sitzen aufmerksam und mit ernsten Gesichtern auf ihren kleinen Stühlchen, und wenn der Lehrer, in auszeichnen konnte, die Klasse tritt, machen sie dreimal eine echt japanische Verbeugung, bei der sie die Arme über die Brust verschränken. Die Frau ohne Alter Damit kann natürlich nur eine gemeint sein, nämlich die unverwüstliche, ewig junge, dämonische und rassige Pola Negri, jene rätselhafte Frau, die auch heute noch das Publikum aller Erdteile durch die geniale Ursprünglichkeit ihrer Kunst fasziniert. Sie ist man Sie lieben muß, und den auch Sie liebgewinnen, so wäre mir das eine große Freude.“ Einige Jahre vergingen; man hörte, daß der Oberleutnant v. M. eine sehr gute Laufbahn begonnen hatte. Dann kam der Krieg; wi. hatte das Glück, daß er sich daß er on eine Stelle kam, wo seine einem Nebenraum auf original japanisch getanzt und gespielt. 6 ames 6 m. Man bekommt formich Lust, ein zweites Mal in die Schule zu gehen, wenn man sieht, mit welcher Aufmerksamkeit und Konzentration die kleinen exotischen Schüler in ihrer vom Direktor der„Seala“ für ein großes intergationales Programm verpflichtet worden und spielt die Hauptrolle in einem eigens für sie geschriebenen Skeich. Die „Scala“ hat wieder ihre große Zeit, die Zeit der endlosen Autoschlangen und des menschenwimmelnden Foyers. Im Mittelpunkt steht Pola Negri, die Frau ohne Alter, hinreißend in ihrem Temperament, einmalig schauspielerischen Intensität und Besessenheit. M. hatte auszeichnen konnte, dug er un eine Steur!“ Hugr Fähigkeiten gebraucht wurden; so stieg er in turzer Zeit in einer sonst im Heer unerhörten Weise. Aus dem Feld schrieb er an Fräulein v..: Sie wissen werden, habe ich nun einen Grad erlangt, bei dem die Befürchtungen Ihres Vaters nicht mehr zutreffen. Haben Sie noch die alten Gesinnungen, garf ich nun nochnals vor Ihren Voteger gzeeur Ihre Hand oitten. Sie weinte, als sie diesen Brief erhielt; dann antwortete sie:„Ich stehe, nun, im achtunh: zwanzigsten Jahre; aber wenn Sie wouen, so geyen Si nochmats zu meinem Vater.“ Herr v. M. war im Divisionsstab und kam beständig mit Herrn v. R. zusammen. Er ging zu ihm, und +•%.: Von Taul Einl Die Veleinten zum 70. Geburtslag des Dichters Der Oberleutnant v. M. galt bei seinen Kameraden für einen Gelehrten und Frauenfeind. Das Regiment hatte einen neuen Obersten bekommen, einen Herrn v.., einen Witwer mit einer Tochter, die etwa fünfundzwanzig Jahre alt sein mochte; man erzählte sich, daß der Sohn hatte nach Amerika geschickt werden müssen, und daß die Mutter darüber vor Gram gestorben war. In einer Gesellschaft wurde Oberleutnant v. M. neben Fräulein v. R. gesetzt. Das übliche Gespräch begann, darüber, wie sich die Herrschaften in der neuen Garnison einleben würden, über den angenehmen Ton im Regiment, über die landschaftlichen Schönheiten der Gegend. Plötzlich sah Fräulein v. R. ihren Herrn an und sagte:„Weshalb sprechen wir eigentlich so? Das ist, doch uns beiden alles gleichgültig. Herr v. M. erberühmte Zirkus Busch, der Zirkus unserer Eltern und Großeltern, der letzte Zirkusbau Berlins, wird im April abgerissen. Der Zahn der Zeit hat an seinem ehrwürdigen Gemäuer schon zu sehr genagt. Der Zirkus ist alt und grau geworden, mit ihm aber versinkt eine strahlende und abenteuerliche Welt, eine Welt der atemberaubenden Romantik und der schillernden Sensationen. Viele Berliner werden ihm eine echte Träne nachweinen und der lieben Frau Paula Busch in Gedanken die Hand schütteln. Es liegt eine gewisse Tragik darin, daß ein alter Zirkus seine Seele aushaucht. Aber wir wollen nicht sentimental werden. Der brave Zirkus hatte schon lange die Gicht, und wenn ihm jetzt von baupolizeilicher Hand die Augen zugedrückt werden dann ist es nur ein Gebot der Nächstenliebe. Die Zukunft hat das Wort, nicht die Vergangenheit. Fernöltliche Schule In Berlin leben bekanntlich zahlreiche Japaner, die in japanischen Lokalen japanisch essen und mit weißhäutigen Mädchen manchmal sehr gern einen waschechten Tango tanzen. Interessant ist die Tatsache, daß es in Berlin eine japanische Schule gibt, in der japanische Schüler und Schülerinnen von japanischen Lehrern unterrichtet werden, die unbekannteste Schule, die Berlin aufzuweisen hat. Im Vordergrund des Unterrichts steht, wie bei den Japanern nicht anders zu erwarten, Staatsbürgerkunde. Während der Pausen wird ist doch uns beiden alles gleichgültig. Herr v. M. er= meines Namens zu retten. Wenn widerte, das gnädige Frautein habe gewiß vielseitige heiraten, dann sind Sie durch das Elend eines armen Bildungsinteressen; es geschehe doch auch immer häu= Offiziershaushaltes gefesselt und können nicht die Entfiger daß Damen aus den Offizierskreisen studierten, wicklung nehmen, die Sie müssen.“ Er begann das neue Gespräch ebenso gleichmütig, wie er das frühere geführt hatte; Fräulein v. R. biß sich auf die Lippen und sah auf ihren Teller, dann erwiderte sie, sie habe sich wahrscheinlich unpassend ausgedrückt; die Bestrebungen, von denen er spreche, seien ihr fast gleichgültig; es war deutlich, daß sie sich gekränkt fühlte durch die Art des Oberleutnants, und daß sie schwieg, weil sie fürchtete, mißverstanden zu werden. Es schien ihm einen Augenblick, als seien ihre Augen feucht. Hier geschah es, daß er plötzlich jenes eigentümliche Gefühl verspürte, das uns mit einem Male einen anderen Menschen so nahe bringt, daß wir keine Schranke mehr empfinden und ganz vertraut mit ihm zu sein glauben. Eine Befangenheit kam über ihn, und er hätte am liebsten geschwiegen, mit jenem Schweigen, welches zwei Menschen vereinigt; aber er sagte sich, daß ein Schweigen unpassend wäre, und indem er sich überwinden mußte, antwortete er, daß er um Entschuldigung bitte, wenn sein Ton nicht angenehm gewesen sei. Sie sah ihm ins Gesicht, er ihr, und in diesem Blick wurde beiden ihre Gemeinsamkeit klar. Sie erröteten beide. Sie kamen in der Folge bei den verschiedensten Gelegenheiten oft zusammen und hatten immer viel zu besprechen; es war das so, daß der Oberleutnant ihr von seinen Gedanken und Absichten erzählte, und daß sie anmutig schwieg. Er sagte ihr, er sei bereichert durch sie, und sie fragte sich innerlich erstaunt, wie das denn in sein könne. orinmmen,.eg ging on tym, Herr v. R. umarmte ihn; die Tränen standen dem älteren Mann in den Augen. Dann sagte er: kannst keinen Urlaub erhalten, aber ich lasse sie kommen, Ihr werdet im Felde getraut, und sie fährt wieder zurück.“ Herr v. M. erwiderte:„Darum wollte ich bitten; denn ich weiß ja, daß wir so oder so zusammengehören, und wenn ich falle, dann ist sie meine Frau.“ Fräulein v. R. kam in einem Selbstfahrer; ein junger Leutnant begleitete sie. Er hatte ihr die Nachricht an die Bahn gebracht, daß ihr Verlobter schwer verwundet sei und im Feldlazarett liege. Der half ihr aus dem Wagen; aus der Tür der Baracke kamen Pfleger, die einen Verwundeten fortschafften; das Lazarett mußte geräumt werden, denn es wurde von den Franzosen beschossen. Der Leutnant fragte, Herr v. M. war noch nicht fortgebracht. Sie fand ihn im Bett liegen; er konnte sich nicht bewegen, aber ein Lächeln verklärte sein Gesicht. Seine Hand lag auf der Decke; sie beugte sich und küßte die schmale, talte Hand. Ein feindliches Geschoß heulte heran, krachte. Sie zitterte. Soldaten kamen ins Zimmer, um den Verwundeten fortzutragen. Er fragte leise, ob die andern schon in Sicherheit gebracht seien. Der große Saal war noch nicht geleert, und er befahl, erst die leichter Verwundeten zu retten. Sie sah ihn fragend an, er lächelte. Die Frage war:„Bist du so schwer verwundet?“ Und das Lächeln bedeutete:„Tödlich.“ Sie nahm den Hut ab, legte ihn auf den rohen Tisch, zog die Handschuhe aus und legte sie neben den Hut, und setzte sich dann auf einen Stuhl, nahm seine Hand in ihre Hände und sah ihn an, dessen Augenlider 49te, 902 9tug,„: Enthehrun= sich leicht schlossen. Eine neue Granate heulte heran. der Geliebten erhoffe, werde ihn, übrg keine.utwregru., Sie bezwang sich, nicht zu zittern, damit der Entschumnkräftig Su tende nicht ihre Anase: Der Oberleutnant ließ sich in Helm und Schärpe bei seinem Obersten anmelden und hielt um die Hand der Tochter an. Der Oberst erwiderte ihm:„Wären Sie nicht gekommen, so hätte ich Sie zu mir gebeten. Ich habe wohl gemerkt, daß Sie und meine Tochter eine Neigung für einander haben, und ich sehe ein, daß ein Schritt getan werden muß. Ich wüßte niemanden, dem ich mein Kind lieber geben würde wie Ihnen, denn ich schätze Sie als Menschen wie als Offizier. Aber ich muß meine Einwilligung versagen. Sie sind ein Mann, der nicht in den unteren Stellen bleiben darf: Sie müssen dem Vaterland einmal auf einem hohen Posten Dienste tun. Ich habe mein Vermögen hergeben müssen, um die Ehre meines Namens zu retten. Wenn Sie meine Tochter Herr v. M. sagte, das Glück, das er an der Seite der Geliebten erhoffe, werde ihn über kleine Entehrungen hinwegtragen, und er denke s# spangk bleiben, daß er die Erwartungen seiner Vorgesetzten erfüllen werde, wenn dieses wirklich in seinen Kräften liegen sollten und nicht durch eine besonders gütige Gesinnung des Obersten verursacht sei. Der Oberst runzelte die Stirn und rief seine Tochter aus einem andern Zimmer herbei. Sie kam still und bedrückt. Er erzählte ihr die Werbung und seine Antwort. Sie legte die Hand aufs Herz und atmete schwer. Er schloß seine Rede, indem er sagte:„Kannst du einen Mann achten, der dir das Opfer seiner Zukunft bringt?“ Sie sprach mit bebenden Lippen:„Nein.“„Sie haben die Antwort meiner Tochter gehört“, sagte der Oberst und entließ den Bewerber. Herr v. M. wurde in eine andere Garnison verfetzt; er schrieb an Fräulein v. R. einen Abschiedsbrief, in welchem er sagte:„Ich weiß nicht, ob ich zu Ihnen die stürmische und leidenschaftliche Liebe habe, von der uns erzählt wird; aber ich weiß, daß Sie die einzige Frau sind, die ich kennen gelernt, mit der ich als meiner Gattin hätte leben können; mit jeder anderen, von der ich weiß, wäre ein Leben schändlich. Fassen Sie es so auf, wenn Sie hören, daß ich unvermählt bleibe, und denken Sie nicht an eine sentimentale Romantik. Wenn Sie selber einen Gatten finden, der Sie so liebt, wie mernde nichtihre Angst spuren soulte. Die Granate schlug mitten in das Lazarett ein und vernichtete auf der Seite, wo Herr v. M. und seine Braut waren, alles Lebende. (Aus dem Buch„Deutsche Geschichten“, Verlag Langen(Müller, München.) De stehe Werner Beumelbuurg 99 5 99 6 160 S15 126.8121.0 86.8 85.7 ..1 6. 3. Beih Grief 99 7/100.3 99.7 99.1 91.3— 96.6 97.5 101.7/101.0 95.0 93.2 94. 99.5 91. 95.21 97.0 92.2 93.7 94.5 92.7 M. Copyright: L. Staackmann, Verlag. Leipzig, 1933 15 Wahr ist dies. Der kaiserliche Hauptmann, der seinem von Koblenz nachrückenden Detachement vorausgeeilt ist, hat unterwegs in Cochem erfahren, daß eine starke französische Abteilung, man spricht von zweitausend Mann Infanterie und Kavallerie, vor fünf oder sechs Tagen von Saarlouis aufgebrochen ist. Ihr Führer ist der Brigadier seiner Allerchristlichsten Majestät, der Chevalier de Belle=Isle, Bruder des Herrn Grafen, der zur Zeit in Trier quartiert. Diese Abteilung ist in Eilmarschen über das Gebirge gerückt und steht sicheren Nachrichten zufolge seit heute morgen fünf Uhr etwa vier Wegstunden von Trarbach entfernt auf den Bergen. Der Hauptmann ist geritten, was die Gäule hergaben. Eine Stunde vor Trarbach wird ihm alles von vertrauenswürdigen Leuten bestätigt, die Franzosen haben sich im Laufe des Vormittags in mehrere kleine Abteilungen geteilt und ihren Lagerplatz verlassen. Kein Zweifel darüber, was sie planen. Trommler rücken durch die Stadt. Sie rühren ihr Spiel, die Leute sammeln sich, der Kommandant läßt erklären, daß Gefahr im Verzuge sei. Gemäß Kaiserlicher Kriegsordnung befiehlt er daß jeder Bürger bei beginnender Dunkelheit den Platz vor seinem Hause durch Fackeln und Lampen zu erleuchten und diese Beleuchtung die ganze Nacht zu unterhalten habe. Bei Strafe des Lebens ist es verboten, die Stadt ohne die Erlaubnis des Kommandanten zu verlassen oder sie zu betreten. Wer den Befehl mißachtet, setzt sich der Gefahr aus, füsiliert zu werden. Keinem Soldaten darf geistiges Getränk verabreicht werden, im Namen des Kaisers! Die Bürger werden gebeten, kaltes Blut zu bewahren. Der Wurmbrand tobt. In Koblenz haben sie ihm immerfort Scherereien gemacht mit der Ausrüstung seines Detachements. Einmal waren keine Mousqueten 2a, ein andermal keine Schuhe, das dritte Mal keine Kleider das vierte Mal kein Geld für die Löhnung. Jetzt ist die Schweinerei glücklich perfekt. Sein Detachement ist noch anderthalb Tagemarsch von Trarbach entfernt, wenn die Franzosen, wie zu erwarten, noch in dieser Nacht etwas unternehmen, dann kommt das Detachement zu spät und ist obendrein selbst in der größten Gefahr. Auf sein Drängen hat man ihm immer wieder gesagt, die Franzosen lägen in Trier und dächten nicht daran, etwas zu unternehmen, man dürfte sie nicht durch Truppenbewegungen reizen. Mit den Fransosen in Saarlous hat niemand gerechnet. Man hat geglaubt, daß sie zu Noailles in der Pfalz stoßen würden. Der Kommandant, der Hauptmann Wurmbrand, der triersche Hauptmann Boudonville, der Amtmann und Stunden der Regierungsrat von Savigny stehen in fortwährenden brochen. Beratungen, sie bilden eine Art mobile Feldkriegskommission. Aus den Nachbarämtern kommen Nachrichten, die den Sachverhalt im ganzen Umfange bestätigen. Der Kommandant ist ein wenig bleicher als sonst, aber er hält sich sehr gefaßt. Der Wurmbrand kann sich immer noch nicht beruhigen, er schimpft gottessämmerlich auf den Erzbischof und das ganze Kapitel. Der Regierungsrat ist freundlich und sanft wie immer, at seine schön gestärkten Manschetten noch nicht abnach dem Hauptmann Wurmbrand aufge* Kommandant bricht das dicke Siegel auf und liest. Dann wird er blaß wie ein Leintuch und reicht das Papier dem Hauptmann Wurmbrand. Es steht darin, was sie alle schon wissen, daß die Franzosen ganz plötzlich und unerwartet von Saarlouis aufgebrochen sind und daß sie ohne Zweifel einen Ueberfall auf Trarbach planen. Weiter steht darin, daß nun auch in Trier umfangreiche Vorbereitungen zu beobachten seien, daß bereits schweres Geschütz auf der Mosel eingeschifft da Was er sagt, hat Hand und Fuß. Der Amt= werde, und daß neue Spezicapfrezcgg ho, Peingetroihen nehmen. Wird ohne weiteres zugesichert, warum auch nicht. Mitten während der Beratungen läßt sich die Frau Kommandant melden. Was mag sie denn wollen? Man bittet sie natürlich, einzutreten, wenn auch der Wurmbrand allerlei in seinen Bart murmelt, was nicht gerade als besonderer Freudenausbruch zu bewerten ist. Madame ist noch bleicher als der Herr Gemahl, ein Kenner wie der Herr Regierungsrat sieht sofort, daß in diesem Herzen allerlei zusammengebrochen ist, daß aber schon wieder Kräfte daran sind, das Zusammengebrochene neu aufzurichten. Eine tapfere Frau, das geht selbst dem Wurmbrand auf. Sie erklärt, daß sie unter allen Umständen ihren Gemahl auf die Festung begleiten werde. Der Kommandant springt auf, er ist furchtbar erregt. Das ist unmöglich, das geht ganz und gar nicht, das gibt es nie und nimmer. Er sieht sie an, ma Mignonne, flehen seine Augen, es ist Krieg, es ist nun einmal anders gekommen, als wir dachten, die französischen Kugeln werden keine Rücksicht auf dich nehmen, ich dulde es nicht, nein, ich dulde es nicht! Der Wurmbrand schwankt, Donnerwetter, das ist zwar ein großer Blödsinn, aber sie hat Courage, parbleu, hat die Courage!.„.. g,. z6 mun aau: gesast B. Die Baronin lächelt, sie in nun ganz gefaßt, sie weiß, was sie will, das wird sie auch durchsetzen. Der Herr Regierungsrat fängt ihren Blick. Er steht auf und sagt mit seiner schönen Stimme, man müsse den Entschluß der Frau Baronin respektieren, wenn er auch außergewöhnlich sei, ja, vielleicht gerade deshalb, es gebe genügend Beispiele in der Geschichte und so weiter. Die Baronin sieht ihn mit einem dankbaren Blick an. Der Kommandant knirscht mit den Zähnen, er ist in einem bitteren Kampf. Sie sieht es und nimmt seine Hand. Sie sagt nichts dabei, aber er versteht sie schon. Cocolo, sei hübsch verständig, du wirst doch deine arme poulette nicht allein fortreisen lassen, nein, das wirst du nicht, wo wir nun schon einmal soweit sind, da wollen wir auch zusammenbleiben, hörst du? Es ist nichts zu machen, sie ist eine außergewöhnliche Frau, jetzt erst beginnt man zu sehen, was in ihr steckt. Es wird beschlossen, daß sie bleiben soll. Sie nimmt an den weiteren Beratungen teil, als sei das Zeit ihres Lebens ihr Metier gewesen. Eine halbe Stunde später kommt eine Eilstafette aus Koblenz an, von Seiner Eminenz persönlich abgefertigt, streng geheim, nur für den Kommandanten, sie ist wenige stück dem Regierungsrat. Der Kommandant stöhnt. Der Regierungsrat liest den Befehl mit leiser Stimme vor, einmal muß sie es doch erfahren, und er glaubt, daß sie jetzt tapfer genug ist. Madame lächelt schwach und ein wenig hilflos. „Das ist Seiner Eminenz Hochzeitsgeschenk“, sagt sie leise. Marie steht an der Kaserne. Die Wache sagt ihr schon zum drittenmal, daß niemand herein kann, das ist eine besonders dumme, Herr Gott, fällt es der schwer, zu deutsch zu verstehen. Die Sotdaten machen drinnen ihre Sachen fertig, sie müssen auf die Festung hinauf. Marie rührt sich nicht vom Fleck. Es kommt eine dicke Frau heraus mit einem Säugling auf dem Arm, die heult und schluchzt, das Wasser läuft ihr über die Backen, das Kind plärrt. Warum heult sie denn nur? Dann kommt ein Soldat aus dem Gebäude heraus, geht ans sie, die ist gewiß sehr traurig, wer weiß was er ihr versprochen hat. Warum muß sie denn fort und was ist das wohl mit dem Schiff'„fergghufe, Wanhemn Dann kommt ein Reiter, die Pfervehufe klappern auf dem Pflaster, es gibt Funken. Der Reiter trägt eine blanke Stahlhaube und hat eine mächtige Pistole an der Seite. Die Wache salutiert. Der Reiter springt vom Pferd und geht ins Haus. Ein Signal wird geblasen. Dann kommen die Soldaten einzeln aus dem Haus und stellen sich auf dem Hof in Reihen auf. Viele von ihnen sind durch irgend etwas erregt, das kann man deutlich merken. Viele sind auch stumpf und gleichgültig. Es sind auch welche da, die lachen und machen rohe Späße. Unterdessen wird oben auf der Burg ein neues Das sind viele Soldaten, denkt Marie, ich hätte gar nicht gedacht, daß es so viele gibt, wo mögen sie nur alle herkommen? Aber sie hätten das Mädchen eben nicht schlagen sollen, das war nicht recht von ihnen. Und dann sieht sie ihn endlich aus der Türe kommen, einem Augenblick, wo sie ganz vergessen hat, daß nur ihn, ihn ganz allein, erwartet. Er trägt den Kopfhsehl in die Höhe und spahr mit ftechen Angen umher. Es ist ihm aber nicht wohl zumute, seine Haut schimmert noch gelber als sonst, doch er bemüht sich offenbar, gelassen und ruhig zu erscheinen. Sein schwarzer Schnauzbart ist pechgezirbelt und steht waagerecht nach der Seite. Langsam geht er mit latschenden Schritten und auswärts gestellten Fußspitzen. Hin und wieder reibt er sich mit der flachen Hand über den Rücken, einmal auf, einmal nieder, das ist so eine Gewohnheit von ihm. Marie starrt ihn an, und ihre Lippen zucken. aus, daß sich die Besatzung mit Gottes Hilfe zu Nutzen und Frommen des Heitigen Römischen Reiches mit Leib und Seel einsetzen werde, Seine Eminenz würden nicht unterlassen, ihr mit Gebet und Segen täglich beizustehen. Schließlich— und das allein ist es, was den Kommandanten so mitgenommen hat— enthält die Staffette den gemessenen Befehl, daß sofort und unver= just in einen Außenerte, irt si „die Frauen der Herren Offiziere nicht ausgeschlossen“, den Kopf sehr in die Höhe und späht mit frechen Augen auf dem Flußwege nach Koblenz abzuschieben seien. Der Herr Graf räuspert sich und gibt das SchriftHofgitter und spricht mit einer jungen Frauensperson. Die Junge starrt den Soldaten mit großen Augen an, dann heult auch sie los. Er zuckt die Achseln. Sie strekken beide ihre Arme durch das Gitter, sie wollen sich aneinander drücken, aber das Eisen ist mitten zwischen ihnen. Sie küssen sich zwischen den Stäben hindurch, und dabei heult sie immerfort. Dann zuckt er wieder mit den Achseln und geht fort. Da schreit sie wie ein Tier und beißt in die Eisenstäbe. Er sieht sich gar nicht mehr um, drinnen lachen ein paar, die es sehen, wie sie sich aufführt. Die Wache geht schließlich zu ihr und sagt, sie solle machen, daß sie fort kommt, aufs Schiff mit ihr, es ist nicht mehr lange Zeit. Sie aber fletscht die Zähne wie ein Hund, der beißen will. Da nimmt die Wache den Mousquetenschaft und haut ihr damit eins aufs Fell, daß es nur so klatscht. Marie sieht das Weib an, es ist nicht recht, daß er sie Er geht zu seiner Korporalschaft, er sieht sie nicht, obwohl er ihr ganz nahe kommt. Er ist stiller als sonst, er fürchtet sich vor irgend etwas. Jetzt sagt er was zu seinen Leuten, ein Dicker antwortet ihm, einige lachen. Er selbst will auch lachen, aber es kommt ihm nicht richtig aus dem Halse. Erschrocken vor seiner eigenen Stimme sieht er sich um und schaut geradenwegs Marie ins Gesicht. „Caspar“, sagt sie leise,„ich bin zu dir gelaufen, es ist alles ans Tageslicht gekommen, die Trina hat dein Bandelier in meinem Zimmer gefunden. Wir müssen fort, hörst du? Wir müssen... wir müssen... nach Italien, hörst du?“ Sie hat die Zähne aufeinandergebissen, die klappern nur so. Was ist denn das? Er sieht sie doch an? Oder sieht er sie nicht? Er hat ihr doch mitten ins Gesicht gesehen? Oder hat er nicht? Rüber 4 Das war zu laut, sie hatte teiser sprechen müssen, o Gott, jetzt hat die Wache etwas gemerkt, da kommt sie schon. „Was machst du noch hier?„Alle sind schon zum Schiff herunter, du wirst noch zu spät kommen.“ „Ich... ich... da ist doch mein Mann, der sieht mich nicht...“ „Wer ist dein Mann?“ Sart br be..: ulg sochum Feschatte 788 4441-4 *.5 4 P 4 1 e UIESNEN CAUPLNCHEE Vom 8. bis 10. März 1936“ Gleichbleibende Tageseintellung: .55 Wetterbericht für den Landwirt .00 Morgenruf und Frühkonzert .45 Leibesübungen .00 Wiederholung des Morgenrufs. Zeit, Wetter. Nachrichten .15 Morgenkonzert .15 Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen .20 Frauenturnen 10.00 Zeit, Wetter, Nachrichten 13.00 Mittagsmeldungen 1 14.00 Mittagsmeldungen II 15.30 Wirtschaftsmeldungen 18.40 Vom Tage 18.50 Wirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter Nachrichten — 20.00: Die Treue. Eine Erzählung.— 21.00: Meisterkonzert I. H. Bullerian dirigiert.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Abendmusik zum Heldengedenktag(Von Hamburg) Hörfolge von .00 Hafenkonzert an Bord des Dampfers„Übena“ .05 Feierstunde. Streichquartett=moll von Johannes Brahms. Der Dichter Ernst Wiechert spricht zu seinen gefallenen Kameraden. Streichquartett Esdur, von Max Reger(Das Peter=Quartett) 10.00 Heldische Feier(Von Stuttgart) 10.30 Blasmusik und Lieder der Bewegung. Das Musikkorps des Bahnschutzes der Reichsbahndirektion Köln(Josef Franken). SA.=Chor der Unterführer des Nachrichtensturmbannes IV/136(Hermann Kloß). 1. a) Festfanfare(Fürst), b) Große Zeit, neue Zeit, Marsch(Brase). 2. a) Es zog ein Hitlermann hinaus, b) In München sind viele gefallen(A. Wagner). 3. a) Die Fahnenkompagnie, Marsch(Lehnhardt), b) Schneidige Truppe, Marsch (Lehnhardt). 4. a) Als die gold'ne Abendsonne (K. H. Muschalla), b) Brüder in Zechen und Gruben. 5. a) Parademarsch der„langen Kerls(Roland), b) Mussinan=Marsch(Carl). 6. a) War einst ein junger Sturmsoldat, b) Wir tragen stolz das Hakenkreuz(Fr. Müller). 7. a) Fehrbelliner Reitermarsch(Henrion), b) Wallensteins Lager (Becker). 8. Der Gott, der Eisen wachsen ließ(E. M. Arndt). 9. a) Argonnermarsch(Männecke), b) Märkische Heide, Marsch(Büchsenschütz Lincke). 10. Vom Barelte schwankt die Feder(Heinz Thum). 11. a) Armeemarsch Nr. 7, b) Preußens Gloria, Marsch(Piefke). 12. Nun pfeifts von allen Dächern (Hädelmayr). 13. a) Alte Kameraden, Marsch (Teike), b) Zum Städtel hinaus(Meißner). 14. Wir traben in die Weite(Jahn=Buschhorn). 15. a) 16.00 Nette Sachen aus Köln. Christel Schmidting(Sopran); Peter Anders(Tenor); Hans Haaß(Cembalo); Walter Schneiderhan(Violine); Albert Steinmann(Cello); Willi Weiler(Klavier); Willi Jansen(Harmonium); das verstärkte Kleine Orchester des Reichssenders Köln(Leo Eysoldt) 18.00 Dämmerstunde auf den alten Höfen von Dalarne Ein Bild aus der Landschaft alten schwedischen Bauerntums des Toreadors aus„Carmen“(G. Bizet). z Ouvertüre zu„Die Landstreicher“(C. M. Zieß, rer). 6. Neapolitanische Tarantelle(G. Becce) 7. Ungarische Tänze(Nr. 18 und 21)(J. Brahme). 8. Intermezzo aus„Cavalleria rusticang" Mascagni). 9. Volksmelodie mit zwei Variationen(L. Delibes). 10. Romanze,=moll(P. Tschai, kowsky). 11. Schlau, schlau, Galopp(J. Strauß), 12. Ouvertüre zu„Die Entführung aus dem Se. rail“(W. A. Mozart). 18. Polonase, As-dur, für Klavier(Fr. Chopin). 14. Terzett aus„Der Rasenkavalier"(R. Strauß). 15. Im Kahn(Cl. Debussy). 16. Tarantelle aus Venezia e Napoli. für Klavier(Fr. Liszt). 17. Liebeslied(H. Kaun). 18. Ouvertüre zu„Tankred"(G. Rossini) 19.00 Abendmusik. 1. Lied der Magd(Hermann Unger). 2. Sonate As=dur für Klavier(Ludwig van Beethoven). 3. Vier ernste Gesänge(Johannes Brahms). Johanna Marie Unkel(Alt); Egbert Grape (Klavier) 19.45 Sportvorbericht Funkappell alter FrontBayrischer Defilier=Marsch(Schertzer), b) Deutschlands Ruhm, Marsch(Schroeder). 16. Es braust ein Ruf durchs weite Land(Pierson Weninger). 17. a) Ein Manneswort, Marsch(Pollack), b) Badenweiler=Marsch(Fürst) 21.45 Heldengedenktag(Von Berlin). Staatsakt in der Staatsoper Unter den Linden. 1. Trauermarsch aus der Dritten Sinfonie(Beethoven). 2. Gedenkrede(Reichskriegsminister von Blomberg). 3. Lied:„Ich hatt' einen Kameraden.“ 4. Deutschland= und Horst=Wessel=Lied 14.00 Für große und kleine Kinder Die Goldkiste. Ein Kasperlspiel von Max Radestock 14.30 Der Ahn pflanzt einen Baum 20.00 Wo bist du, Kamerad? soldaten 20.20 Konzert am Heldengedenktag. Helene Fahrni(Sopran): Lore Fischer(Alt); Friedrich Eugen Engels (Tenor); Johannes Willy(Baß); Hans Hilgers (Orgel); das Große Orchester und der Kammerchor(Generalmusikdirektor Eugen Papst). 1. Unvollendete Sinfonie Nr. 8=moll(Franz Schubert). 2. Requiem(W. A. Mozart) 22.30 Unterhaltungskonzert(Von München). Unterhaltungsfunkorchester(Erich Kloß); Walter Carnuth (Tenor); Rosl Schmid(Klavier). 1. Ouvertüre zu „Die unbewohnte Insel“(Haydn). 2. Romanze in =dur(Beethoven). 3. Zwei kleine Sonaten(Scarlatti). 4. Szenen aus„Die Walküre"(Wagner). 5. Wenn der Freude Tränen fließen, aus„Die Entführung aus dem Serail"(Mozart). 6. Adagio aus dem Septett(Beethoven). 7. Adagio(Mozart). 8. Musik aus„Ariadne auf Naxos"(R. Strauß). 9. Selig sind, die Verfolgung leiden, aus„Der Evangelimann"(Kienzl). 10. Andante, Air polonaise und Rondo(v. Weber). 11. Zwei Stücke a) Intermezzo, b) Capriccio(I. Brahms). 12. Abendlied(R. Schumann). 13. O wie ängstlich, o wie feurig, aus„Die Entführung aus dem Seaus„Die Geschöpfe des EE 10.15„Und draußen hungern die Tiere“ Dr. Fritz Nothardt 10.45 Was brachte der Sportsonntag?(Richard Heinemeyer) 11.50 Hier spricht der Bauer 12.00 Die Werkpause. Was sich die Arbeiter des westfälisch=niederrheinischen Industriegebietes wünschen(Werkorchester) 13.15 Schloßkonzert. Das Niedersächsische Sinfonieorchester(Otto Ebel von Sosen). 1. Akademische Festouvertüre(Brahms). 2. Intermezzo und Scherzo(Manuskript)(Gillmann). 8. Abendlied aus der„Calenberger Suite"(O. E. v. Sosen). 4. Sonnenkind und Wolkenmann(S. B. Clemus). 5. Krönungsmarsch aus„Austin"(Marschner) 14.15 Lustiger Rätselfunk des Reichssenders Köln 16.00 Der Erzähler. Zwei Stunden Plauderei und Musik. Otto Sturm(Violine); Hans Schumacher(Klavier); Tilli Steinkrüger 18.00 Fröhlicher Alltag(Von Stuttgart). Ein buntes Konzert. Das Rundfunkorchester; Paula Kapper (Sopran); Gerd Niemann(Tenor); die Stuttgarter Volksmusik: Roman Schimmer(Violine); Otto Berco und Hilde Seipp; ein Mandolinenorchester (Gustav Görlich) 19.45 Kleine Bücherkunde des Reichssenders Köln 20.10 Montag=Abendausgabe. I. Westdeutsche Wochenschau, zusammengestellt von Hermann Probst.— II. Lachendes Varieté. Ein Streifzug durch die westdeutschen Varieté=Theater. Willi Bolesko, Heinrich Kohlbrandt, Karl Napp(Hermann Probst) 22.30 Das Schatzkästlein enthält:„Erfüllte Liebe“, Gedichte von Ruth Schaumann, gesprochen von Ingrid Fernolt und die Sonate=dur für Klavier von Johannes Brahms, gespielt von K. Seemann 23.00 Tanzmusik(Will Glahe)(Uebertragung aus der „Kaskade" in Düsseldorf) 14.15 Kleine Musik. Die Funkschrammeln(Hans Vries. Zither) 16.00 Literaturwissenschaft als Dienst am Volke. Da. zwischen: neue Musik des jungen Komponisten Otto Römer und zum Schluß eine Cellosonate von Hans Pfitzner. H. Münch, Holland(Cello) und Hans Haaß(Klavier) 18.00 Unterhaltungskonzert des Großen Orchesters(Otto Julius Kühn). Rudi Rhein(Violine); Alfred Sauerteig(Flöte); Willi Weber(Horn); Karl Delseit(Klavier). Alte und neue Werke für Kammerorchester. 1. Aus galanter Zeit, Tanzsuite(J. Klaas). 2. Konzertstück für Horn und kleines Orchester(W. Weber). 8. Konzert,=dur, für Klavier und Orchester(J. Haydn). 4. Zwei lyrische Stücke: a) Abend im Hochgebirge; b) An der Wiege(E. Grieg). 5. Zwei Impromptus (Franz Schubert). Am Klavier: Karl Delseit. 6. Rondo capricciosa für Violine und kleines Orchester(H Unger). 7. Aus dem Konzert für Flöte und Streichorchester(Fr. d. Gr.) Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend! — 20.10: Liebe und Fröhlichkeit. Melodien aus Operetten.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik.— 23.00: Wir bitten zum Tanz! Rob. Gaden spielt rail"(Mozart). 14. Musik aus Prometheus"(Beethoven) Deutschlandsender: 16.00: Musik am Nachmittag.— 17.30:„Und wir tragen im Herzen die Heimat... — 18.00: Als wir hinauszogen. Lieder, Märsche und Bilder.— 19.25: Heroische Suite(H. Windt). BZLETEEE 10.15 Deutsche Bauern in Bessarabien(Von Breslau) Hörszenen 11.50 Hier spricht der Bauer 19.45 Momentaufnahme 20.10 Abendmusik. 1. Unter dem Sternenbanner, Marsch(Sousa). 2. a) Frühlingslied(Schürmann); b) Bleisoldaten(Kockert). 8. Melodien aus„Clivia“(Dostal). 4. Bauern=Galopp(Pachernegg). 5. Im Schiffchen, Walzerlied(Kowalski). 6. a) Ich weiß, daß wir uns wiedersehn(Eysoldt); b) Nachtigalls Liebeslied(Borchert). Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt).—„Des Vaters Hände". Eine Erzählung von Peter Dörfler.— Aus dem deutschen Volksliederhort. R. Rick(Mezzo=Sopr.); Liselotte Mann(Alt); Heinz Hoersch(Tenor); Ida Gille(Gitarre); Willi Meyer(Akkordion) 22.20 Zehn Minuten Schach(Dr. A. van Nüß) 22.30 Englische Unterhaltung(Dr. Hildegard Schmidt, Dr. Jäger) 12.00 Mittagskonzert(Von Leipzig). Es spielt das Funkorchester(Theodor Blumer); Walter Bohle (Klavier). 1. Heil Europa, Marsch(Blon). 2. ’schichten aus dem Wiener Wald, Walzer(Joh. Strauß). 3. Zug der Zwerge(E. Grieg). 4. Lied 22.45 Französische Unterhaltung 23.00 Funkstille. Deutschlandsender: 19.00: Wir besuchen den Wintergarten und die Wilhelmshallen am Zoo.— 20.10: Wir bitten zum Tanz! Kapellen O. Dobrindt und R. Gaden.— 22.30: Eine kleine Nachtmusik. — 23.00: Wir bitten zum Tanz! R. Gaden spielt Sentereiennt der rogi. Gememnden Sonntag, 8. März 1936 (Ohne Gewähr.) Sammlung für die Kriegshinterbliebenen und Kriegsgräberfürsorge, in dem Einsegnungsgottesdienst für bedürftige Konfirmanden. Christuskirche..45: Schmidt 2; 11.15: KGD., Matthien; 15: Taufseier. Hardt. Lutherkirche..45: Matthien; 11: KGO., Schmidt,;, 12: Tauffeier, Schmidt 2; 16: Prufung, Schmidt 2. Do 20: Passionsgottesdienst mit Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls, Hardt. Friedenskirche..30: Klose; 11: KGD., Winnacker; 12.15: Taufseier, Winnacker; 15: Prüfung, Winnacker. Do 20: Passionsgottesdienst m. Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls, Jeismann. Pauluskirche. 8: Matthien;.30: Einsegnung, Schneider, m. Vorbereitung u. Feier des hl. Abendmahls; 15: Prüfung, Dr. Ehrenberg; 17.15: Klose. Fr 20: Passionsgottesdienst mit Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls Scherler. Johanneskirche. 11.15: KGD., Henrict. Mi 20: masur. Passionsandacht, Schneider. Kranken! runtenhauskapelle. So.30: Dr. Ehrenberg. Herberge zur Heimat. 8: Scherler. 7. Bezirk(Jugendheim). Di 19.30: Bibelstunde für die weibl. Jugend. Fr 20: Bibelstunde. 10. Bezirk(Wichernhaus). Mo 20: Bibelstunde. 6. Bezirk(Gemeindeheim). So 11.15: KGD., Ehrenberg(Männer= dienst). Mo u. Di 16: Jungbibelschar. Mi 20: Wochengottesdienst. Do 20: Jugendbibelstunde. Stadtmission Bochum, Joachimstr. 8. So 14: Sonntagsschule: 17: Bibelstunde. Do 20.15: Bibelbesprechstunde.—.=Engelsburg, Betsaal: Di 20: Bibelstunde.—.=Hamme, Glückaufstr. 33: Fr 16: Bibelstunde für jedermann. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde: 18:30: Evangeltsationsstunde. Altenbochum. So.30: KGD., Christiansen; 10: Hauptgottesdienst, Brühmann: 11.15: KGD., Sup. Niederstein: 12.15: Taufen, Sup. Niederstein: 20: Heldengedenkgottesdienst, Esch(Altenbögge). Mo 16: Bibelschar 1: 17.30: Bibelschar 2: 18: Knabenbibelschar; 20: Bekenntnisbibelstunde auf der Prinz. Di 18: Bibelschar 4; 20.15: Bibelstunde für die weibliche Jugend. Mi 20: Passionsgottesdienst in der Kirche, Christiansen. Do 18: Bibelschar 5; 20: Bibelstunde für die männliche Ingend. Fr 17: Bibelschar 3; 20: Passionsgottesdienst, Brühmann. Wiemelhausen, Melanchthon. So 8: Engelbert: 10: Dr. Klein; 11.30: KGD. und Kirchentaufen. Fr 20: Passionsgottesdienst. Engelbert. Bergmannsheil. Di 19.30: Sassenberg. Petrikirche. So 10: Gottesdienst (anschl. Abendmahl), Niedermeter: 11.30: KGD., Nöllenburg; 12.30: Kirchentaufen, Niedermeier. Mo 19.30: Jungmännerbibelstunde; 20: Jungmädchenbibelstunde. Di 17: Bibelstunde bei Kellerverg, Niedermeter. Mi 20: Bibel= und Bekenntnisstunde im Paul=Gerbardt=Haus, Niedermeier. Do 17: Bivelstunde in der Querenburger Schule, Markstr., Niedermeier. Fr 20: Passionsgottesdienst. Niedermeier. Weitmar. So 8: Frühgottesdienst, P. Sassenberg:.45: Hauptgottesd., P. Kraemer: 11: KGD.; 12: Kirchentaufen. Fr 20: Passionsgottesdienst. P. Görtz. Mi 20: Bibelstunde im Kindergarten an der Schützenstraße. — Blaukrenzverein Wettmar: So 15. — Eppendorf: So 14.30: Evangelisationsstunde.— Bärendorf=Süd: So 17: Männerbibelkreis in d. Schützenstraße(Kindergarten). Bibelstunde im Vereinshaus KarlFriedrich=Straße. Do 15.30: General= versammlung d. Frauenhilfe Eppendorf; 19.30: weibl. Gemeindejugend im Vereinshaus Karl=Friedrich=Str.; 20: Gemeinschaftsstunde im Gemeindesaal neben der Kirche. Fr 19: Bibelstunde bei Schmitz; 20: Bibelstunde bei Hill. .=Engelsburg. So.30: Gedächtnisgottesdienst für die gefallenen Helden; 11: KGD.; 12: Taufen; 18: Blaukrenzverein. Mi 19: Passions= gottesdienst. Do 19: Blaukreuzstunde. Gerthe. So 10: Heldengedenkgottesdienst m. Beichte u. hl. Abendmahl, Strümpfel; 11.30: KGD. Mo 17: Bibelstunde für Mädel von 12 bis 14.; 20: Bibelstunde für die weibliche Jugend im Jugendheim u. für die männliche Jugend im Pfarrhaus. Di 19.30: Bezirksbibelstunde für das Mittelfeld und den Krav. Mi 20: Gemeindebibelstunde im Konfirmandensaal. Do 15.30: Bibelstunde für die Mädel von 10 bis 12.; 17: Bibelstunde für die Jungen im Jugendheim; 19.30: Bezirksbibelstunde für Klüsenerstraße: 20: Jugendchor in Bethanien. Fr 20: Passionsandacht in der Kirche. Harpen. So.45: Gottesdienst, Prädikant Schunke, anschl. KGD.; 10: Heldengedenkgottesdienst: 11.15: KGD.: 11.30: Heldengedenkfeier auf d. Friedhof, Paulmann; 12: Taufe, Paulmann. Di 20.15: Passions= andacht bei Kaspar. Kornharpen. Mi 20.15: Passionsandacht bei Paschoff, Kirchbarpen: 16: Jugendbibelstunde bei Berghaus. .=Hamme. Frühgottesdienst an d. Maarbrücke 8: Schroer; im Gemeindehaus 8: Simon: Hauptgottesdienst in der Kirche.30: Kraemer (Konfirmation); in Wegescheid.45: zimon; KGD. in der Kirche 11.10: Kraemer; im Gemeindehaus 11.15: Bach: Taufstunde in d. Kirche 12.15: Kraemer: im Gemeindehaus 12: Bach. Prüfung der Konfirmanden des 3. Bezirks: 15 Uhr in d. Kirche, Bach. Passionsgottesdienst in der Kirche: Do 20: Bach: in Wegescheid: Do 20: Kraemer. Bibelstunden: Mi 20: an der Maarbrücke.— Blaukreuzverein: So 16.30: im Kirchsaal. Männl. Gemeindejugend: Mo 20: Bibelgruppe(Jungvolk). Di 17: Bibelscharstunde.— Weibliche Gemeindejugend: Di 17: Bibelscharstunde(10—14jährige). Hiltrop. So.30: Gottesdienst (Kirchenchor, Posaunenchor), Fortmann: 10.45: KGD.; 11.45: Taufen. Mi 17: weibl. Bibelschar. Fr 20: Passionsgottesdienst, anschl. Beichte und hl. Abendmahl. Hofstede=Riemke. So.30: Mühge; 10: unter Mitwirkung des Kirchenchors, Mühge: 11.15: KGD., Mühge: 12: Taufstunde. Fr 20: Passions= gottesdienst mit Beichte und Abendmahlsseier, Mühge.— Männl. Jugend: Mi und Fr 17.30: Jugendbibelschar.— Weibl. Jugend Hofstede=Riemke: Mo 20: Jugendbibelstunde.— Weibl. Jugend Marmelsbagen: Di 20: Jugendbibelstunde.— Blaukrenzverein: So 15. Do 20. .=Hordel. So 8: Gottesdlenst. P. Abendroth:.30: KGD. im Gemeindebaus, P. Abendroth; 10: Gottesdienst. P. Höfker: 11.15: KGD. in der Kirche. P. Höfker: Taufen im Gottesdienst. Do 20: Passions= gottesdienst in der Kirche, P. Abendroth: 20: Passionsgottesdienst im Gemeindehaus, P. Höfker. Stiepel. So.30: Gottesdienst im Lutherhause, Husemeyer; 11: KGD.; 10: Gottesdienst in der Kirche. Lohmever: 11.15: KGD.; 10: Gottesdienst in Buchholz. Altena: 11 KGD. Mi 20: Passionsgottesdienst in der Kirche und Abendmahl: 20: Passionsstunde im Lutberhause. Lichtbilder: Die Passion Jesu. Di 16: Frauenhilfe Haar im Lutherhause, Vortrag von Missionar Nolting über die Arbeit der Rhein. Mission.— Uemmingen. Hauptgottesd..30: unter Mitwirkung des Frauenchors der Frauenhilfe; 11: Kirchentaufen; 17: Passionsandacht, Kromberg. Mi 18: Bibelstunde in Uemmingen; 20: Jugendbibelstunde. Fr. 20: Bibelstunde in Laer. Linden. So.30; Gedenkgottesdienst an die Gefallenen im Weltkriege(Kirchenchor), Bäumer; 11: KGD.; 12: Tausen. Mi 17: Taufen, Bäumer. Mo 20: Bibelstunde für Bäumer. Fr 20: Passionsgottesdienst, junge Männer. Di 19.30: Bibelstunde für junge Mädchen. Dahlhausen. So.30: Gedenkgottesdienst für die Gefallenen des Weltkrieges, Neuhaus; 11: KGD.; 12: Taufen. Mi 20: Passionsgottesdienst, Neuhaus; 15: Blaukreuz= verein. Di 20: Bibelstunde. .=Langendreer. Lutherkirche:.45: Morgenwache;.30: Gottesdienst, Schilling. Fr 20: Passionsgottesd. mit Feier des hl. Abendmahls. Sa 20: Betstunde.— Christuskirche: 10: Gedächtnisgottesdienst(Kirchenchor Dorf), Menzel; 11: Feier des hl. Abendmahls, Menzel; 11.15: KGD.; 12: Kirchentaufen. Mi 20: Passions= gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls, Lichtenthäler.— Pauluskirche: 10: Gedächtnisgottesdienst (Kirchenchor Krone), Lichtenthäler; 11: Abendmahl, Lichtenthäler: 11.15: KGD.; 12: Kirchentaufen. Mi 20: Passionsgottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls. Dieckhoff.— Kaltehardt: 11: KGD.— Krankenhaus: .45: Gottesdienst, Lichtenthäler.— .=Werne. So.45: Gedächtnisgottesdienst, Schmerkotte: 11.15: KGD.; 12.15: Taufen; 17: Bibel= u. Gemeinschaftsstunde; 19: Blaukreuzstunde; 20: Jugendpassionsfeier in der Kirche, Schloemann Mi 20: Bibelbesprechstunde im Gemeindehaus: 20: Bibelabend im Oberlinhaus. Do 20: Bibelstunde in der Vollmondschule. Kreta. So 10: Gottesdienst; 11.30: Kindergottesdienst. Wanne. Christuskirche: So.30: Frühgottesdienst, P. Liz. Naunin; 10: Hauptgottesdienst, P. Weidmann; 11.30: KGD.; 12.30: Taufen; 15: Prüfung d. Konfirmanden, P. Weidmann. Fr 18: Passionsgottesdienst, P. Engel.— Lutherkirche: So 10: Hauptgottesdienst, P. Liz. Naunin; 11.30: KGD.; 12.30: Taufen; 14: masur. Gottesdienst, P. Liz. Naunin (im Konfirmandensaal); 15: Prüfung der Konfirmanden, P. Bunte. Do 15.30: Taufen. Fr 16: masur. Gottesdienst, P. Liz. Naunin; 18: Passions= gottesdienst, Vikar Hellmann. Eickel. Johanniskirche: 8: Frühgottesdienst, P. Maennel; 10: Hauptfestgottesdienst zum Heldengedenktag (DC.=Chor)), P. Kurras; 11.30: KGD., P. Kurras; 12.30: Taufgottesdienst, P. Maennel.— Evgl. Krankenhaus: 10: Gottesdienst in d. Kapelle, P. Maennel. Röhlinghausen. So 8: Frühgottesdienst, P. Tigges;.30: Festgottesdienst zum Heldengedenktag(Kirchenchor), Sup. Krahn; 11: KGD., Sup. Krahn; 12.30: Taufen. Fr 17: Passionsgottesdienst, Sup. Krahn. Wattenscheid. Friedenskirche: 8: Frühgottesdienst: 10: Hauptgottesdienst, 14: KGD.; 15: Taufen.— Alte Kirche: 9: masur. Gottesdienst. — Evgl. Krankenhaus: 10: Hausandacht.— Kapelle zu Höntrop: .30: Hauptgottesdienst.— Gemeindehaus Leithe: 10: Hauptgottesdienst. St. Anna,.=West..45: Gelegenheit zur hl. Beichte;.30: hl. M. m. Gesang u. Pr.: 9: Kindermesse m. Gesang u. Pr.; 10.30: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht; 15: Taufgelegenheit. St. Franziskus,.=Riemke..15: hl..;.15: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Neuen Schule, der Kolpingsfamilie und des Jungmännervereins;.30: hl. M. m. Pr.; .30: Hochamt m. Pr.; 11: hl. M. m. Pr.; 14.30: Kreuzwegandacht; 15: Taufen. Dreifaltigkeit, Bochum. 7: hl..; 8: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jünglinge und aller Knabenklassen der Volksschule: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre und Fastenandacht und gemeinsames Glaubensbekenntnis m. Gebet. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Gemeinschaftsmesse;.20: Austeilung der hl. Kommunion;.30: Bei=Singmesse m. Pr.;.45: Hochamt m. Pr.: 10: Kindermesse mit christl. Unterricht; 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre; 15.15: Taufen; 18: Fastenpredigt und Leidensandacht. Liebfrauen,.=Linden. Ab.15: Der kun. Geinemden Bekenntnisgemeinde Weitmar. So Jugendschar Haar: Di 19.30; Dorf: 9: Gottesdienst im Vereinshaus KarlFriedrich=Str., P. Jungcurt: 10.15: KGD. im Vereinshaus Karl=Friedrich=Str.: 17: Männerdienst im Gemeindesaal neben der Kirche. Mi 20: Di 19.30: Buchholz: Df 18— Bibelschar: Knaben: Mo 15. Mi 16.30; Mädchen: Mi 15. Fr 15— Frauenchor Dors: Di 18: Haar: Mi 17.— Kirchenchor: Do 20. Sonntag, 8. März 1936 (Ohne Gewähr.) Propstei. 6: hl..;.45: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungmänner;.45: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Frauen u. Mütter sowie der 1. u. 2. Mädchenklassen; 9: hl. M. m. Pr. für Gymnasium u. Oberrealschule; 10: feierl. Levitenamt; 11.15: hl. M. m. Pr.; 14.30: Christenlehre mit Aussetzung des Allerheiligsten u. Segen, danach stille Anbetung; 18: Festandacht zu Ehren der hl. Perpetua u. Felicitas mit Reliquienprozession. Christ=König(Franziskanerkloster). 6: hl. M. ohne Pr.; 7: hl. M. m. Pr. u. Gemeinschaftskommunion der Jungmänner;.15: Kindermesse mit Predigt und Gemeinschaftskommunion der Jungschar„Immerfroh"; .30: Hochamt m. Pr.; 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre mit kurzer Andacht; 20: zweite Fastenpredigt mit Fastenandacht: 19.45: wird die Leidenslitanei gesungen. St. Marien. 7: hl..;.15: Frühmesse m. Pr.:.30: hl. M. m. Pr.; .30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Andacht mit sakr. Segen: 16: Andacht mit Predigt für alle Mütter und Frauen. St. Joseph..15: hl.., gem. hl. Kommunion der Jungmänner;.30: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Josefsschule;.45: hl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 11.15: hl. M. m. Pr.; 13.30: Andacht m. Pr. für die Jungmänner; 14.30: Andacht mit Ansprache an die Kinder und Opfergang für den Kindheit=JesuVerein: 16: Andacht m. Pr. für den Mütterverein. St. Antonius..30: hl.., gem. hl. Kommunion der Jungmänner; 8: Frühmesse m. Pr., gem. hl. Kommunion der Knaben;.30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.; 14.30: Fastenandacht. Klosterkirche der Redemptoristen. 5. 6: stille hl..; 7, 8: Singmessen m. Pr.: 9: Gottesdienst für die höh. Mädchenschulen: 10.30: voln. GottesWerktagen: 6, 7, 8: stille hl. M. Montags 8: Segensmesse zu Ehren des hl. Gerhard; 20: Segensandacht. Dienstags und Donnerstags 8: Gemeinschaftsmesse. Dienstags u. Freitags 18.15: Rosenkranz; 18.30: Kreuzwegandacht. St. Meinolphus. 6: hl..; 7: Gemeinschaftsmesse; 8: Schülermesse: 9: Kindermesse: 10: Hochamt; 11.30: hl. .: 15: Christenlehre; 18: Fastenpredigt. St. Johannes,.=Wiemelhausen. 7: hl. M. m. gem. hl. Kommunion aller Jungmänner der Gemeinde: 8: Frühmesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Kinder der 2. Klasse .15: hl. M. m. Pr.: 10.30: Hochamt m. Pr.: 17.30: Kreuzwegandacht, Fastenpredigt und Segen. St.=Marien=Wallfahrtskirche Boch. Stiepel..35: Frühmesse; 10: Hochamt; 15: Kreuzweg; 16: Fastenandacht. Wochentags.35: hl. M. Mitwoch 10: hl..; 14—18: Anbetung; 15: Kreuzweg: 16.30: Passionsfeier: 17: Fastenpredigt. St. Liborius,.=Grumme..30: Gelegenheit zur bl. Beichte; 7: hl. M. m. Pr.: 8: Austeilung der hl. Kommunion;.30: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungmänner und der 2. und 3. Knabenklasse: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Fastenandacht. In allen hl. Messen wird ein Pater über die Mission predigen. Hl. Kreuz..30: Austeilung der hl. Kommunion; 7: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jungmänner:.30: hl, M. m. Pr. u. gem. bl. Kommunion der Knaben: 10.30: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre: 18: Fastenandacht u. Fastenpredigt: 17.50: Kreuzweg. Herz Jesu,.=Hordel..30: hl. M. 8: Frühmesse m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr.: 19.30: Fastenandacht m. Pr. Herz Jesu,.=Hamme..20: Austeilung der hl. Kommunion:.30 hl..:.30: Austeilung der hl. Kommunion: 8: hl. M. m. Pr. .30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre. Gedienst: 16.10: Rosenkranz. Fasten=Imeinsame hl. Kommunion der Jungpredigt für alle und Andacht mit frauen und der 3. Klasse. 16: Ansakramental. Segen; 19: Rosenkranz, dacht für den voln. Rosenkranz, daFastenpredigt und Segen für die nach Versammlung im SchwesternMänner von der hl. Familie. An haus. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Frühmesse;.15: Kindermesse; 10: sochamt; 14.30: Christenlehre mit segen: 17: Fastenpredigt mit Segen. St. Gertrud, Wattenscheid. 6: hl. .; 7: hl. M. m. Pr., hl. Kommunion der Jünglinge und des Jungmännervereins; 8: hl. M. m. Pr., hl. Kommunion der Kinder der Gertrudisschule; 9: hl. M. m. Pr. für die höh. Schulen: 10: Hochamt m. Pr.: 11.30: hl. M. m. Pr.; 14.30: Christenlehre mit Andacht; 15.15: Taufe: 19.30: Fastenpredigt. Sonstige Gemeinden Gelegenheit zur hl. Beichte:.50: Austeilung der hl. Kommunion an Männer, Frauen und Jungfrauen; 7: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Jungmänner; Gelegenheit zur hl. Beichte;.05: hl. M. m. Ansprache für die Kinder, gem. hl. Kommunion der Kinder der oberen Klassen: Gelegenheit zur hl. Beichte; 9: Hochamt m. Pr.: 10.30: bl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre; 15.15: hl. Taufe. St. Michael,.=Dahlhausen..30: Frühmesse m. Pr., gem. hl. Kommunion der 2. Klasse, der Gesellen und Jünglinge: 10: Hochamt u. Pr.; 16: voln. Andacht: 18: Fastenpredigt. St. Engelbert,.=Dahlhausen..30: Frühmesse, gem. hl. Kommunion der ganzen Gemeinde, insbesondere aller Männer u. Jungmänner; 10: Hochamt m. Pr.; 14: Taufe; 14.30: Kreuzwegandacht; 18: feierl. Schluß der Eucharistischen Woche. Fronleichnam,.=Laer. Ab.30: Beichtgelegenheit;.30: Frühmesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Jünglinge und Jungmänner;.45: Hochamt: 14.30: Kreuzwegandacht; 15.15: hl. Taufe. Liebfrauen,.=Altenbochum..30 Frühmesse m. Pr. u. Austeilung der hl. Kommunion; 8: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Jungmänner und der Knaben aus der Liebfrauenschule;.30: Hochamt mit Pr. u. Austeilung der hl. Kommunion: 11: hl. M. ml. Pr.: 14.30 Christenlehre mit Segen: 15: Taufe 18: Fastenandacht mit Fastenpredigt und Segen. Herz Jesu..=Werne..45: hl. M. .15: hl. M. m. Pr.; 10.15: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre 15.15: Taufe; 16: Fastenandacht mit Predigt und Segen. St. Marien,.=Langendreer..30 hl..; 8: hl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre u. Andacht: 15.30: voln. RosenkranzBruderschaft: 18: Fastenandacht mit Pr. Vor der Fastenandacht wird der Rosenkranz gebetet. St. Bonisatius,.=Langendreer. .30: hl..: 8: Frühmesse m. Pr. und Gemeinschaftskommunion der Jungmänner:.15: Kindermesse mit Pr. u. hl. Kommunion der Schulknaben: 10.15: Hochamt m. Pr. 14.30: Christenlehre und Kreuzwegandacht. Hl. Geist,.=Harpen..30: Gemeinschaftsmesse m. Pr., gem. hl. Kommunion der Schulkinder: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre und Andacht. St. Elisabeth,.=Gerthe. 7: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion aller Jungmänner:.30: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Knaben des 7. u. 8. Schuljahres der Schule an der Gerther Straße; 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre: 18: Fastenpredigt mit Andacht u. Segen. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühmesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Jungmänner und der Knaben des 4. und 5. Schuljahres: 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre mit Andacht. S e n h W WH WE E Kn ch P. Molenaar& Co. Kindermehl 6. m. b. A. Wilhelmsheven ein erprovter und beliebter Haustee gegen Husten, Heiserleit, Versch' imung. Asthma usw., schweißtreivend, schleimlösend, beruhigend, Pakei .50,.90 Mk. J. Kneider. Drogerie, Bochum Gr. Beckstraße 10. Sonntag, 8. März 1936 (Ohne Gewähr) Ev.=Luth. Kreuzgemeinde Bochum. Kreuzkirche, Gahlensche Straße 146: So.30: Frühgottesdienst, Pfarrer Stallmann; 10: Hauptgottesdienst, Pf. nerle; 11: Taufen; 11.30: KGD. Mi 20: Passionsgottesdienst, Pf. Kerle.— Gemeindeheim, Lutherhof: So 15: Jugendstunde. Di 20: Kirchenchor. Do 15: Frauenstunde; 20: Jugendstunde. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science Society), Bochum, Emscherstr. 20. So 10: Gottesdienst; Lektionspredigt der Christl. Wissenschaft, Thema: Der Mensch. 11.15: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst (Zeugnisversammlung). Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science), Bochum, Rottstraße 29. I. Etg. So 10: Gottesdienst. Altkatholische Pfarrei Bochum. So .15: Deutsche hl. Messe mit Predigt in der Johanneskirche am Weilenbrink. Neuapostolische Gemeinde. Bochum, Rheinische Str. 7: So 9, 16; Mi 20. .=Langendreer, Wallbaumweg 58: So 9, 16; Mi 19..=Linden, Kesterkamp 49a: So 9, 16; Mi 19.30..= Weitmar, Kellermannsweg 51. So 9, 16: Mi 20..=Weitmar: An der Landwehr 65: So 9, 15.30; Do 19. .=Riemke, Auf dem Dahlacker 42: So 9, 16; Mi 19..=Gerthe. Am Südblick 8: So 9, 16: Mi 19..= Kornharpen, Auf der Prinz 135: So 9, 16; Mi 20. Wanne=Eickel, Königstr. 21: So 9, 16; Mi 18..=Röhlinghausen, Füsilier= und Kurfürstenstr.=Ecke: So 9, 16; Mi 18. 1. Baptistengemeinde, Immanuelskirche, Hermannshöhe 21: So.30: Bibelstunde, Pred. Dr. Mundhenk; 11: Sonntagsschule; 16: Taufgottesdienst, Pred. Janssen; 17.30: Abendmahlsfeier. Mi 20: Gebetsstunde, Pred. Janssen.— Gemeindesaal.Hamme, Hofsteder Str. 131: So .30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule: 17: Gottesdienst, Pred. Dr. Mundhenk; 18.30: Jugendstunde. Do 20: Bibelstunde. Pred. Dr. Mundbenk.— Gemeindesaal.=Bärendorf, Goldhammer Str. 17: So.30: Bibelstunde, Pred. Janssen; 11: Sonntagsschule: 20: Evangelisation. Do 20: Bibelstunde, Pred. Janssen.— .=Laer, Werner Hellweg 19: Di 19: Bibelstunde.“—.=Harpen, Kornharpener Str. 241: So 11: Sonntagsschule.— Gemeindesaal Wattenscheid, Bochumer Str. 36: So 9: Bibelstunde, Pred. Milbredt(Herne); 10.30: Sonntagsschule: 19.30: Evangelisation, Pred. Milbredt(Herne). Mi 20: Bibelstunde, Pred. Dr. Mundbenk.— Gemeindesaal.=Werne, Am Born 10: So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst. Di 20.15: Bibelstunde. 2. Baptistengemeinde,.=Weitmar, Am Steinknapp 56: So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Evgl. Gemeinschaft, Auferstehungskirche. Alleestr. 48: So 8: Uebung des Männerchors;.30 und 18: Predigt und Heldengedenkseier, Prediger Haug; 11: Sonntagsschule: 19.30: Jugendstunde: 15: in Witten. Auzustastr. 47: Predigt. Di 15: Bibelstunde in Riemke, Herzogstr. 13: 20: Bibelstunde in Wattenscheid, Bismarckstraße 34. Mi 15.30: Religionsunterricht. Alleestr. 48: 20: Bibelstunde, Auferstehungskirche. Do 15.30 Uhr: Frauenstunde: 20: Uebung des Gem. Chors; 20: Bibelstunde in Witten, Augustastraße 47 Zu haben In Dro gerten. Apotheken u einschl. Geschäften Ikabutee Nr. 3 Lelbbinden Bruchbänder Gummistrumple liefert Sanitäts=Drogert Kortumstraße Ecke Rottstraße Kohlen Koks Briketts Chr. Ostermann fr. Wittener Str. 44-469 Telephon 65546 Hoffer Taschen Mappen sowie a. Reparaturen und Ersatzteile Chem. Lederfärberei Kortumstr. 43 (Ecke Rottstraße listert schsell ans preiswert Mecbadorte Fenalachell ender Geieh Bechem Herlunof Fernruf 63448 Stundenlang w srückte. Die ein, und die Füße hrannte auf uns weiter. Ein ganze nach, der neue Sch Egon, er war pohl deswegen ein seinem leichten, fe 2 Bisweilen u wandte er sich um „Ich weiß nicht, so schön laufen n schauend, schritte tauchte.„Endlich Aber es täusch und es war noch dann wurden die den, größer und ins Dorf ein. D Gang war fest ur nun haltgemacht wir waren den uns neue Kraft. Das Dorf la Berg, zu dem es " döchste des ganze Wir machten über die Karte, „Wir könnter noch hinaufsteige Wir schmisse Straßengraben, müde zu dem Be vor uns lag.— Dorette ü. Und nicht ei eigentlich ein Schmuck der rette wußte, hing. Die wü die konnte sie die Reinert b Eilig ver sie bis zum gar nicht ein wohl doch da der Reinert wiederkommer zu dem Schi Sie muß noch. Sie ha tel mußte be deres übrig, Und wai sich ja doch wieder Schm recht überleGeschmeide gen, daß ihr bleiben müß auch nicht hatte, daß Erwägung Vaters, der unermeßlich Jetzt mi zu verschaffe wieder zu v Aber— etwas von Scheidungs ihm sofort standen zu gen Verlass lassen, zu Aber— er Man konnt er nicht zu Richard Es mu gen! Es g hielten, we delte. Da wußte ja frauenfeind Sie lie einer Liebe ganz frei, zum Empf wie sild Dorett Wildleder Nicht mals ertr 9 er 7. MARZ 1936 NUMMER 10 Der Affe Steine hrückte. Die Tragriemen schnitten sich tief ins Fleisch und die Füße waren wundgelaufen. Die Sonne rannte auf uns herab. Aber wir liefen unentwegt weiter. Ein ganzes Stück weiter hinten hinkte Karli nach, der neue Schuhe anhatte, die rieben. Egon, er war der Aelteste von uns und fühlte sich ihl deswegen ein wenig als unser Führer, klotzte in seinem leichten, federnden Gang vorweg. Bisweilen Er ging auf der Straße hin und her, bis ihm einfiel, daß noch einzukaufen sei; denn der nächste Tag war ein Sonntag. Drei von uns schickte er ins Dorf, die auch bald mit allerlei Tüten und Päckchen wigdgrgmeg. Die beiden Jungen mit den eingeholten#ernemtteln gingen nun daran, diese in die Affen der Meute zu verteilen. Jeder bekam etwas zu tragen, auch Egon. Plötzlich kam Egon zurück und rief mit jugendlichstarker Stimme, daß es an der Zeit sei, aufzubrechen. Wir hatten die Tornister alle schon auf, als Egon den seinen anfaßte:„Oooo, ist der aber schwer! „Ja“, gab einer zurück,„wir haben dir ein paar Kartoffeln hineingetan. Wir haben jeder auch etwas zu tragen. Und übrigens, wie du gebaut bist, du wirst es ja gar nicht merken, die paar Pfund.“ „Das freilich nicht!“ meinte Egon nicht ohne Stolz, aber mir war es nicht entgangen, daß er sein Gesicht ein wenig verzog, als er den Affen aufgebuckelt hatte. Es war bestimmt sauer, mit dem Tornister über allerlei Geröll den Berg hinauf. Aber wir wunderten uns doch sehr, daß Egon an letzter Stelle kam und auf seiner Stirn viel Schweiß zu sehen war. Wieder war ein Stück Wegs bezwungen. Die ersten warteten ein Weilchen, bis die anderen herangekommen ; waren. Egon übrigens zuletzt. Noch nie hatten wir Wir flegen schneller; denn wir wollen bald oben ankommen. Auch wurde es Abend und die längst untergegangen. Da rief Egon von weit unten herauf:„Wartet doch einmal!" Wir setzten uns nieder und sahen zu, wie Egon sich den Zerg herauf abquälte. Es hatte ihn arg mitgenomnzen. Das Hemd war zerschwitzt und zerdruc und sein Be„Was hast du denn?“, fragte einer.„Ach, weiter nichts" erwiderte Egon recht kleinlaut und gedrückt, aber es wäre vielleicht besser gewesen, wenn wir im Dorf geblieben wären und dort übernachtet hätten. spät.“— Es zing weit nun ist es wohl zu spul.— Es ging Teiter. Um uns war es dunkel geworden.„Wird Zeit“, knurrte einer. Egon trottete stumm hinterdrein. Uns fiel es auf, daß er gar keinen Wert mehr darauf legte, unseren Führer zu spielen. Er sagte nichts zu dem Zeltplatz, den wir gefunden, sondern warf nur seinen Affen nieder und und legten die Affen geben, was er an Aufstrich besaß. Egon erhob sich und ivg vu,. zuen gräßlichen Fluch aus dem Zel horten wir einen glaptchen, grag.„ Belt. Und dann noch einen. So sahen wir nach iym.&a hatte die Taschenlampe angeknipst, leuchtete in seinen Tornister, dessen Kasten mit nichts anderem gefüllt Wir blickten uns an. Ich bemerkte, wie zwei sich zuzwinkerten und lächelten. Da mußten wir anderen hell auflachen. Aber Egon wurde zornig. Ging von uns, lief in den Wald. Gegen Morgen hörte ich,— wir hatten schon lange geschlafen,— wie jemand ins Zelt hereinkroch und sich still niederlegte.— Es war Egon. Pförtnerhäuschen zu verlassen. Man versuchte es Schmeicheln, aber ohne Erfolg, auch als man ihn schlug, rührte er sich nicht vom Fleck. Nun blieb dem Pförtner nichts anderes übrig, als den Hund zu behalten. reute ihn auch nicht, denn so ein wachsames Tier konnte er in dem großen Krankenhaus gut gebrauchen. Einmal, es war an einem warmen Sommertag, lief Asta frei in den Anlagen des Hospitals herum. Plötzlich blieb er vor einer der Terrassen stehen, auf ken in Liegestühlen sonnten. Er spitzte seine Ohren, hatte er nicht eben eine bekannte Stimme vernommen? Da huschte auch schon ein grauer Schatten über die Treppen der Veranda, und an der Reihe nen Kranken vorbei, bis er an einen Liegestuhl kam, dem ein alter Mann mit bleichen Wangen ruhte. Der alte Jakob richtete sich gerührt auf, als er das bekannte Gebell seines Hundes hörte, der ihn in toller Freu#### umsprang, sich dann vor seine Füße legte und sich von seiner weißen, zitternden Hand streicheln ließ. ganzen Nachmittag saßen sie so zusammen, Hex Atenz schlohweißen Haar und sein treuer Hund.“ Des Abends konnten ihn die Pflegerinnen Zehen“ ,achmittag nun, Pförtnerhäuschen, bringen. Jede. Nachmtting, nun, wenn die Sonne schien, sah man einen grauen Schäterhund die Terrasse hinauf jagen. Doch allmähligh. der alte Jakob und bald konnte er mit seinem Astu ge. rück in sein bescheidenes Stübchen ziehen. Nun fing wieder sein bekümmertes Leben an. Der arme Blinde mußte die Mahlzeiten eingenhändig zubereiten. Doch die Einkäufe machte der Hund. Einmal hatte der alte Jakob ihn wieder fortgeschickt, damit er etwas für das Mittagsmahl hole. Er mußte in kurzer Zeit wieder zurück sein, denn das Geschäft lag ganz in der Nähe. Abeder blinde Mann wartete schon eine gerauzme,„Zeit, An der Quelle Bisweilen wandte sich Egon um und lächelte pandte er sich um und meinte ein klein wenig spöttisch: „Ich weiß nicht, was ihr habt. Noch nie ließ es sich so schön laufen wie heute!“ Und vergnügt dreinschauend, schritt er weiter. Bis weit vorn ein Dorf aufauchte.„Endlich“, gab Karli von sich. Aber es täuschte: Das Dorf kam nur langsam näher und es war noch ein tüchtiges Stück bis dahin. Aber dann wurden die Häuser, darum vereinzelt Bäume stanen, größer und deutlicher, und bald marschierten wir ins Dorf ein. Wir schritten wieder aufrecht und unser Gang war fest und sicher. Und alle glaubten wir, daß nun haltgemacht und im Dorf übernachtet würde, denn wir waren den ganzen Tag über getippelt. Das gab Das Dorf lag am Fuße des Gebirges, und der erste Berg, zu dem es hinter dem Ort anstieg, war wohl der r machten halt. Egon beugte sich sachkundig noch hinaufsteigen!“ sagte er sehr sicher. schmissen uns für eine kurze Pause in Straßengraben, lagen wie geprellte Frösche und sahen müde zu dem Berg hinauf, der in seiner ganzen Größe vor uns lag.— Egon fühlte sich frisch und munter. Der viinde Janob und sein=Gand * en Auegen Kameradschaft verband die beiden unze Der alte Jakob ist blind. In seinen beiden Augen ist das Sehlicht für immer erloschen. Nicht immer war es so gewesen, nein, einmal hat er die Sonne und den blauen Himmel sehen dürfen, früher, als er noch der glückliche Bauer war. Aber als seine Frau, starg und er sich krank danieder legte, wurde es anderr. Lunge hat er mit dem Tod gekämpft, und als er dann„g wieder aufstehen durfte, war er nicht mehr der länige Mann von einst. Seine Wangen waren eingefallen u sein Rücken war gebeugt. Doch das Schlirmste, wgr, er konnte nicht mehr sehen. Nun ging der##n di Hände des Sohnes über, einem leichtfertigen Burschen. Der alte, blinde Vater mußte nun miterleben, daß es mit dem Hof immer mehr abwärts ging und scht### versteigert wurde. Jetzt wußte er nicht, wo er den#### bensabend verbringen sollte. neichts war ihm geblieb als die monatliche Rente und Asta, sein vierbeiniger Freund, der mit zwei treuen Hundeaugen Aug in die Welt guckte. Von seiner Blindheit an, war iym dieser immer ein guter Kamerad gewesen, der ihn getreulich auf allen Wegen fuhrte. So zog sich der Bauer in ein kleines friedliches Städtchen zurück, wo er mit seinem Hund in noch engerer Gemeinschaft lebte. Eine innige Kumerabschaft Verband die beiven ungertrennlichen Freunde. Einmal, bei einem Spaziergang, stolperte der alte Jakob und brach sich ein Bein. Alle der aufzustehen, waren zwecklos, er blieb stöhnend auf der Erde liegen. Asta legte sich neben ihn, und als er das Stöhnen seines Herrn hörte, brach er in ein jämmerliches Geheul aus. Davon angelockt, kam eine Gruppe Ausflügler auf die Unglücksstätte zu. Als sie den alten Mann am Boden liegen sahen, fanden sich schnell einige hilfsbereite Burschen, die dafür sorgten, daß der blinde Jakob, in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Hund schlüpfte bei einem Bauern unter. Es war am darauffolgenden Tag, als man an der Krankenhauspforte leises Winseln vernahm. Als der Pförtner öffnete, sah er einen großen vor stehen. Er erkannte ihn als den Hund, der gestern seinen Herrn nach dem Krankenhaus begleitet hatte und sich dann mit seiner ganzen Kraft sträubte, ihn zu verlassen. Der Pförtner dachte: Das Tier hat Hunger“ und er nahm es mit in sein Pferinerstühghen und sorgte dafür, daß er etwas zu essen beium. eiber der Hund rührte nichts an und selbst die größten Leckerbissen verschmähte er. Er war auch nicht mehr zu bewegen, das C. Habernoll, 16 Jahre WNEEE D RONAN VON GERT ROTHBERG. Dorette übergab der alten Getreuen den Schmuck. Und nicht einmal kam ihr der Gedanke, daß es doch eigentlich ein Risiko sei, diesen schönen, wertvollen Schnuck der kleinen buckligen Person auZegirgrg,## rette wußte, mit welch fanatischer Liebe Regina un in# hing. Die würde diese heikle Angelegenheit regein. Auf die konnte sie sich verlassen. Dorette erhob sich jetzt, und die Reinert brachte sie hinaus bis an die Treppe. Eilig verließ Dorette das Haus. Und eilig schritt sie bis zum nächsten Droschkenhalteplatz. Es wäre ihr gar nicht eingefallen, mit der Stadtbahn zu fahren, oowohl doch das viel billiger gewesen wäre. Sie hatte mit der Reinert vereinbart, daß sie am nächsten Abend wiederkommen wolle, um zu hören, was der Engl zu dem Schmuck gesagt hatte. Sie mußte Geld haben. Sonst verhaftete man sie noch. Sie hatte nichts mehr, und die Rechnung im Hotel mußte beglichen werden. Also blieb ihr nichts deres übrig, als sich von dem Schmuck zu trennen. Und was tat es schließlich auch! sich ja doch eines Tages ändern, und dann hatte sie ja vieder Schmuck in Hülle und Fülle. Wenn sie es sich recht überlegte, dann war ihre Anhänglichkei Geschmeide wohl schon immer dem Gedanken entsprungen, daß ihr diese Perlen einmal als letzte Rettung verbleiben müßten. Denn wenn sie den Zusammenbruch auch nicht in diesem Umfang fur mog., gehatten hatte, daß er einmal kommen könne, hatte sie stets i Erwägung gezogen. Dafür war sie die Toch Vaters, der auch arm gestorben war und doch als ein unermeßlich reicher Mann gegolten hatte. Jetzt mußte sie vor allem danach trachten, sich Geld zu verschaffen und dann— sich so schnell wie möglich wieder zu verheiraten. Aber— Robert lebte noch! Wenn er eiwas von sich hören lassen würde, damit sie dann die Scheidungsklage gegen ihn einreichen könnte! Sie würde ihm sofort schreiben und ihn bitten, sich damit einversänden zu erklären, daß sie die Klage wegen böswillien Verlasens einreiche, Ste wswpirp, sich weigern zsen, zurückzukommen, und er wourte##n#rr. aber— er hatte eine enorme Schuldenlast hinterlassen. Man konnte das schließlich als Grund annehmen, wenn er nicht zurückkam. Es war doch zu ärgerlich! gelingen. Sie mußte ihn Frgftan; den! Es gab ja Männer genug, die eine eiserne######z slelten, wenn es sich um die Frau eines andern hanveite. Das mochte in seinem Fall so sein. Denn## wußte ja ganz genau, daß dieser Mann nicht kühl un frauenfeindlich war. sanz frei, damit er sich ihr nähern konnte. Und b uim Empfangstag der Gräfin Ulbert mußte sie wissen, die sie sich Hohenberg gegenüber zu verhalten Dorette schlang die feinen Hände, die in elegantem Wübicher Hedten, inetnache:. Nicht arm sein! Ich könnte ein zoichen Leben niemals ertragen. Lieber tot! Vor dem Hotel stand der alte grauhaarige Portier. Er sah seltsam verfallen aus und blickte sie scheu an. Aber Frau Dorette war es nicht gewöhnt, sich wegen eines Angestellten den Kopf zu zerbrechen. Sie hatte mit ihrem eigenen lieben Ich genug zu tun. In der Halle kam ihr der Direktor entgegen. „Gnädige Frau, wenn ich bitten dürfte, sich einen Augenblick in das Direktionszimmer zu bemühen? Dorette erschrak. Was wollte man von ihr? Wollte man etwa Geld!. Denn schließlich konnte man ig ixzwischen erfahren haben, daß sie die Frau des geftuchteten Großkaufmanns Andergrupp war. Sie halt ihren Namen nicht verheimlicht, aoer Andergrupps gab is noch mehr, und wie sollte jemand wissen, daß sie die Gattin des Mannes war, der so viele kleine und große Firmen geschädigt hatte? Oder war doch etwas durchgesickert? Und wie sollte sie sich dann helfen? Dorette richtete ihre große, schlanke Gestalt hoch auf. Sie nahm sich vor, diesem Mann durch eine hoheitsvolle, tief beleidigte Miene zu imponieren, sobald Danke, ic bin in Eie“ sage sie kurz, Habe nochz Kiorz Die Kleine aus dem Fenster gesgrät##.. „Wer? Viola? Mein kleines Maochen— das— ist— mein Gott— wo ist das Kind?“ Der Direktor fingerte an seiner Halshinde Er sah sehr schlecht aus, der sonst„7 fhr korrekte, Frau, ich bitte, sich zu fassen. Das Kind Seräbdige „Tots“ schrie Dorette auf. Jetzt sank Dorette doch in den ihr bereitgestellten Sessel. Ein ehrlicher Schmerz war in ihr. Das Mädchen wurde gerufen. Es kam, an allen „Jch halte schon dreinal nach der Kleiueg, gfeien. ab und zu einmal nach meiner Tochter sehen.“ Dorete in her, Verserpsesen hatte. Ruam traf vier. Dienst sie jetzt dem Hotel erwiesen, hatte.#iun traz#. mand eine Schuld. Richt das Versono. axßptich, wer tion! Und es würde kein Schadenersatz bean#####cht Doreite erhob sch. She danumeltz zubd br, Persiger stätzte sie, selbst noch ausgewühl“ zmmer. Mit lerem Man brachte Dorette auf ihr Zunn.. Höglsch haltBlick sah sie sich um. Und dann weinte sie pir....#„altlos. Vielleicht war es ein fassungsloser Mutterschmerz. Vielleicht war es auch das Trostlose einer Erkenntnis, daß alles anders kam, daß irgendein hartes Schicksal sich ihr immer wieder entgegenstellte. „Wo ist mein Kind?" Der Direktor gab Auskunft. Man hatte die Kleine nach dem Friedhof gebracht. Der Direktor stellte sich zur Verfügung. Er wollte alles veranlassen, was die gnädige Frau nur wünsche. Dorette winkte müde ab. „Ich danke Ihnen! Ich möchte zunächst eine Stunde Gewiß, gnädige Frau. Sehr wohl! Ich werde veranlassen, daß gnädige Frau nicht gestört werden und daß sofort Bedienung da ist, wenn gnädige Frau etwas Eine tiefe Verbeugung. Der Direktor war gegangen.„ 6, Dorette starrte vor sich hin. Die Gedanken verwirrten sich. Dorette war nicht fähig, irgend etwas zu beschließen. Ihr Blick fiel auf den Schreibtisch. Dort lag die Post. Nach einer Weile erhob sie sich, ging hinüber und sah die Postsachen durch. Ein Brief von ihrer Mutter. Ach, die würde das Kind abholen wollen! Mein Gott, Mama würde auch zu Tode erschrecken! Dann waren einige Briefe aus Kurorten, wo man schon einige Male gewesen war. Die Leute baten, wieder zu ihnen zu kommen. Und dann Aus Pariss Waren Bekannte dortk War— war etwa Hastig riß Dorette das Schreiben auf, las es. Es war von einem Unbekannten und lautete: „Sehr geehrte gnädige Frau! Robert Andergrupp war ein Freund von mir. War! Denn er ist nicht mehr! Gestern kam er bei einem Automobilunglück ums Leben. Er hatte sich zu mir geflüchtet, als alles um ihn zusammengebrochen war. Ich wollte ihm helfen. Ich hätte es getan, aber nun griff ein unerbittliches Schicksal ein. Schwerverletzt brachte man Robert Andergrupp in eine Klinik. Dort ist er nach zwei Stunden gestorben. Aber er hat mir einige Kleinigkeiten übergeben. Einige Andenken. Die soll ich an den. Robert wünscht, hier in Paris beigesetzt zu werden. Ich hätte ihn gern nach Deutschland überführen lassen, aber ich ehre seinen Wunsch. Er mag mit im Erbbegräbnis der de Lorniers ruhen. Sollten Sie sich in Not befinden, dann, bitte, schreiben Sie mir. Oder soll ich kommen? Ist irgend etwas w ochnen! In herzlicher Teilnahme und Vereyrung Ihr Gaston de Lornier.“ Dorette stand noch immer am Schreibtisch. Las und las Am heutigen Tag fiel alles von ihr ab, was sie ei d Ramen Anbergrupp verburzeg, atte, anie Schlckfel batr es ale. Fegnd heg Mautes, immt. Du wor PloPi,f, 4 Z. be Zele sei dieier Goston! Er vogeich war. Das war die Rettung! Bahrscheinlich botte-.6 ,war nun beksit, Hr Hand und Name zu bieten. Und seinen ganzen großen Reichkommen, sobald sie ihn rief. Das war ein Rückhalt, der unschätzbar war. Das bedeutete einfach alles.. 17 Dorette dachte nun auch an iyren Gatten, der in Paris verunglückt war. Gott, der arme Robert! Für ihn war’s natürlich das Beste. Solch verfehlte Exist zen waren am besten im Dunkel aufgehoben. Und es war auch gut so, nun sie wußte, wo er war, als immer in Angst leben zu müssen, daß er irgendwo ein kärgliches Dasein fristete. Vielleicht wäre es dahin nicht gekommen, aber dann hätte er doch auch nur von der Gnade seines Freundes gelebt. Hoch gekommen wäre er nicht mehr. Robert war kein guter Geschäftsmann gegab bessere! Es gab Männer, die ihre Frau niemals in solch klägliche Situationen bringen würden, Michaod Hostertern) Der nicht Des Beisehziar ne Dorette Andergrupp schritt zum Fenster, schauderte Vur Piolal Der Name war wie ein leiser Schrei im Zimmer auf sie eingestürmt, daß sie tief bemitleidet Sie wollte sofort klingeln. Das Telegramm an Mama mußte aufgegeben sen um das Kind, nur halb wahnsinnig 7. Kapitel. „So, so! Die Perlen gehören Ihrer Dame, die sich Geldverlegenheit befindet. Ja, Sie werden aber nirDer alte Engländer lehnte Jetzt fuhr sie empor. Unwilkürlich griff sie nach dem Sberi Der Lorn oume. „Unter zwanzigtausend darf der Schmuck nicht verUnd wieder lächelte der Lord freundlich. Dann „Zwanzigtausend? Wenn der Schmuck echt wäre, — echt: Waos wosen„gehaßt, unechten boch— die Doue Zur'sg lepter Zeit hat se Unsollte der Schmuck —— e A 8 5 % 05 . 88% 40 1 F* AINI * 2 # #was geschehen sein? Da wurde die Tür aufgeklinkt, der alte Jakob schreckte zusammen. Aber da hörte er den Schritt des kleinen Nachbarbuben, der sich von ihm so gern Märchen und Geschichten erzählen ließ. Der Knabe erzählte ganz aufgeregt:„Da unten auf der Straße haben sie den Hund, den Asta, überfahren. Ganz laut aufgeheult hat er. Als sie ihn dann unter den Rädern hervorgezogen haben, war er ganz von Blut überlaufen, und nicht mehr gerührt hat er sich.“ Der alte Jakob saß da, bleich, jeder Tropfen Blut war aus seinem Gesicht gewichen. Zwei große Tränen rollten aus seinen armen, blinden Augen. Nun hatte er niemanden mehr, der ihn verstand und der ihn liebte und ihm treu Marianne Glodowski. dich wie ein Säugling, der in Seidenpapier eingewickelt Teufel: Erlaube dir keine Frechheiten, du halbe Portion! Kasper: Was bin ich? Teufel: Eine halbe Portion! Kasper: schlägt auf den Teufel los): Das war eine ganze Portion!.(Teufel verschwindet.) Kasper(zu den Kindern): Das war aber genau so, wie ich geträumt hatte!(Vorhang fällt!) Horst Senff, 13 Jahre. Allerlei Kunterbunt Kontersei von Flüssen und Gebirgen erblickt, die tief unten, sichtbar seinem Blick, auf der Erdoberfläche vorhanden sind. Es müssen allerdings verschiedene günstige Umstände zusammentreffen, um dieses eigenartige Schauspiel zustande zu bringen: vertikale Luftströme zum Beispiel, Windstille und dergleichen mehr. Immerhin aber ist es hochinteressant, solche Erscheinungen zu beobachten, die ein Gegenstück in der Tatsache haben, daß sich eine geschlossene Wolkendecke in der Nacht über Großstädten sehr oft aufzulösen pflegt, weil starke Licht= und Wärmestrahlungen günstige physikalische Vorbedingungen dafür bieten. chen denken. Aber so ganz ohne Frühlingswetter doch nicht so recht...„ Kunt dur.... Albert Hirnstein: Vieren Bank für das Gedicht lich ist's auch jetzt noch reichlich lang. Aber ich winiz mal mitnehmen, damit Du siehst, daß ich Deine Arbeses Wini Emil Lomd: Eure Geschichten sind recht neu„ worden. Vielen Dank. 60 Lenchen Quisbrock, Erna Meier, Werner Ohnsora: Rätsel kann ich teilweise gut gebrauchen. Aber Ihr mdl: mir nun nicht auch noch Rätsel zu lösen aufgeben. richtigsten schickt Ihr die Lösung mit ein.“ Au Für Kasperlfreunde Achtung! Achtung! Große Kasperlevorstellung! Beginn um 3 Uhr! Eintritt frei! Wir zeigen:„Der Traum“ So stand es auf einem Plakat geschrieben. Scharenweise strömten die Kinder zum Vorstellungsraum. Wer einen Sitzplatz erhaschte, der setzte sich. Die anderen standen. Alle Augen waren auf die Bühne gerichtet. Plötzlich klingelte es, und der Vorhang ging in die Höhe. Der Traum Personen: Kaspar, Tod und Teufel. Im Hintergrund Wald. (Der Vorhang hebt sich.) Kasper(auf die Bühne tretend): Den ganzen Tag schwer gearbeitet. Nun will ich mich aber einmal ausruhen.(Er legt sich hin und schläft ein. Der Tod weckt ihn.) Tod: Ich wünsche recht gut geschlafen zu haben. Kasper: Du Jeck! Warum störst du mich im Schlafe? Ich hatte so schön geträumt, und du Kamel mußt mich wecken. Tod: Erzähle doch mal deinen Traum. Kasper: Eigentlich ja nicht!" Aber weil er so schön war, sollst du ihn hören. Paß auf, er fängt so an: Ich begegnete einmal dem Teufel. Dieser wollte mich mit in die Hölle nehmen. Da konnte er aber mal meine Kräfte spüren. Hui, was hat er da gepiepst und mit dem Ziegenschwanz gewackelt. Tod: Sag' mir mal, wer ist eigentlich der Teufel? Kasper: Das ist genau so ein Kamel wie du. Bloß, er ist schwarz und hat zwei rote Hörner, einen Ziegenschwanz und einen grauslichen Pferdefuß. Tod: Dann muß er aber gefährlich sein. Kasper: Das ist er auch; aber er ist auch feige. Wenn er Klopperei hat, dann holt er seine Mistgabel. Tod: Dann verdrück' ich mich schon, sonst kommt er gleich und verbläut mich.(Tod verschwindet. Teufel kommt auf die Bühne.) Teufel: He! Du da mit der roten Nase, hör' mal! Ich nehme dich mit in die Hölle, wenn du nicht hören kannst, du winziger Wicht, ich habe alles mit angehört. Kasper: Wie war das? Sag' das bitte noch einmal! Teufel: Ich nehme dich mit in die Hölle. Kasper: Du? Na, dann aber mal langsam und nicht so gefährlich! Es ist überhaupt nicht gut für solche, die eine Schraube loshaben. Teufel: Ich hab' keine Schraube los! Kasper: Das scheint mir aber so. Du benimmst Kraftquellen, die man nicht vermutet Vor einiger Zeit geschah im Hafen von Marseille ein Unfall, dessen Ursache fast als ein Wunder bezeichnet werden muß, obgleich er auf ganz einfachen physikalischen Gesetzen beruhte. Ein eiserner Dampfer nämlich, der mit Sojabohnen beladen war, barst auseinander und sank. Warum? Die Bohnen waren aus irgendeinem Grunde naß geworden, waren gequollen und hatten den Rumpf buchstäblich gesprengt. Ein anderes Beispiel: die bis an den Rand gefüllte Bierflasche, die fest verschlossen dem Frost ausgesetzt wird. Sie zerspringt.— Noch ein Beispiel: Ein feuchter Kiefernzapfen, auf dem man ein Kilogewicht gestellt hat, hebt beim Trocknen dieses immerhin beträchtliche Gewicht um mehrere Zentimeter. Landkarten in den Wolken Dem Flieger ist ein eigenartiges Phänomen bekannt, das wie ein Spuk anmutet. Wenn er bei Windstille über einer geschlossenen Wolkenbank dahinfliegt, kann es vorkommen, daß er in der Wolkendecke das Jugendfreund-Beiefkasten Liebe Jungen und Mädel! Nun sind die Tombolalose der Polizei alle sein säuberlich ausgeteilt, und ich wette. Eure Hoffnungen sind in alle Winde geflattert, denn wo blieb das Auto, die beiden Motorräder und die Hitlerbilder, um Eure Heime auszuschmücken? Wieviel Träume sind von Euch umsonst geträumt worden und wieviel Nasen wurden für nichts und wieder nichts an den Schaufensterscheiben platt gedrückt, hinter denen all die Wunderdinge ausgestellt waren. Ja, so ist das nun mal im Leben, daß die Dinge, die man sich am sehnlichsten wünscht, niemals einem zu eigen werden, daß man immer nur davon träumen darf. Wo wollten wir auch hin, wenn sich alle Wünsche erfüllen würden, ich glaube, wir würden recht bald das liebe Leben satt, denn schließlich können wir ja nicht täglich mit dem neuen Luftschiff fahren, mit einem Motorrad herumkutschieren oder Kuchen und füßen Pudding essen. Seid zufrieden mit dem, was Ihr habt und erfreut Euch an dem lieben Sonnenschein, an den bunten Butterblumenwiesen und den vielen Dingen, die der liebe Gott uns schuf, daß wir uns daran froh und gesund machen dürfen Es grüßt Euch Eure Jugendfreundin Erika. Silbenrätsel Aus den nachfolgenden 19 Silben sind neun Wörtezu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, ein großes Ereignis dieses Jahres gebeg, Die Silben sind: aa— chen— da— e1— 1— lam— ma— mei me— ne— Ot— pern— prie— po— re sern— ster— t0— D Die Wörter bedeuten: Männlicher Vorname Beleuchtungskörper Schlachtort in Flandern Krankheit H. Keuntje. Mit dem ersten warmen Sonnenstrahl und# dem frohen Vogelgezwitscher werde ich an das hübsche Bild. Eiame Weiblicher Vorname Stadt in Deutschland Brettspiel Ro==7 Tussel-Spiel Nehmt schnell eine Schere zur schneidet die Figuren aus und einmal zu, was sich aus diesem Kunterbunt für ein lustiges und possierliches Wesen zaubern läßt. Hildegard Burkat, 9 Jahre. Magisches Quadrat glatte Fläche Reinigungsgegenstand Saure Flüssigkeit Rest, Ende Geistwesen Die einzusetzenden Buchstaben sind: bb eeeeeeeeeee ggg 11 l unnn sse Horst Senff, 13 Jahre. Auflösungen aus der vorigen Nummer Versteckrätsel: Bademeister. Versteckrätsel: Troubadour. Silbenrätsel: Hindenburg, Elevation, Larve, Falke, Tembe, Henlein, Eichendorff, Lissa, Fiume, Eselstreppe, Restor— Helft helfen. Besuchskartenrätsel: Studienrat. werden. Ich kenne den Schmuck schon jahrelang. Denn meine junge Herrin bekam ihn einst von ihrem Vater, der damals einer der reichsten Männer im Lande war und es ganz gewiß niemals fertiggebracht hätte, seiner vergötterten Tochter einen unechten Schmuck zu schenken. Ich verstehe das einfach nicht. Euer Lordschaft müssen sich irren! Es ist gar nicht anders möglich!“ Die Erregung der alten, buckligen, häßlichen Frauensperson war echt, das sah der Lord sofort. Und was sie da soeben gesagt hatte. das trug auch unverkennbar den Stempel der Wahrheit. Wie aber war dann dieses Angebot zu verstehen, bei dem man offenbar versuchte einen groß angelegten Schwindel in Szene zu setzen? Oder— hatte die Besitzerin der Perlenkette keine Ahnung, daß sie einen falschen Schmuck, ein wertloses Geschmeide getragen hatte? Hatte man ihr den echten Schmuck gegen den unechten einmal umgetauscht, und sie war völlig ahnungslos und glaubte noch heute, ein Vermögen in Gestalt dieses Schmuckes zu besitzen? „Ja— ich muß Sie hier festhalten, so leid es mir tut. Die Angelegenheit muß geklärt werden. Ich weiß ja nicht, ob Sie nicht schon mit der festen Absicht hierhergekommen sind, mir diesen wertlosen Schmuck als echt verkaufen. „Ganz gewiß nicht!" beteuerte Regina Reinert ängstlich. Der Lord schwieg. Aber er beobachtete die Frau scharf. Nach einer Weile meinte er: „Wäre es nicht möglich, daß die Dame, der der Schmuck gehört, durch Sie hat versuchen wollen, ob der Streich gelingt?“ „Nein! Niemals! Meine junge Herrin hat genau so wenig Ahnung gehabt wie ich“, beteuerte Regina Reinert. Und nach einer Weile setzte sie hinzu:„Wo doch dieser Schmuck ihre letzte Rettung bedeutet! Wenigstens vorläufig. „Sagen Sie mal, ist es eine alleinstehende Dame, um die es sich handelt?“ Regina Reinert sah den Lord mißtrauisch an. Warum fragte er das? Sie mußte nun wohl doppelt vorsichtig sein. Man konnte es ja mit einem Erzgauner zu tun haben, der bloß herausbekommen wollte, ob es leicht sei, sich in den Besitz des Schmuckes zu setzen. Und der Schmuck würde auch gar nicht falsch sein. Ganz gewiß nicht. Der Gauner wollte ihn nur umsonst in die Hände bekommen, daher der Trick mit den falschen Perlen. Aber sie wollte ihm schon zeigen, daß sie ihn durchschaut hatte. Mitten in ihre Gedanken hinein sagte der Lord: „Ich werde jetzt den Herrn Hoteldirektor zu mir bitten. Der erhält von mir den Auftrag, einen ehrlichen Juwelier mit altem, gutem Namen hierher zu beordern, der den Schmuck abschätzen wird. Hier, in Ihrer Gegenwart! Sie denken doch jetzt, ich bin ein Gauner und habe die Sache mit den unechten Perlen als einen Trick gebraucht, um so schnell wie möglich in den Besitz der Perlen zu kommen und nichts dafür zu zahlen, nicht wahr? Nein, meine Liebe. Ich bin wirklich ein alter Sammler, der nur kein Interesse daran hat, sich einen unechten Schmuck aufschwatzen zu lassen. Das klang so bestimmt. Und der Lord war solch ein feiner alter Herr. Und— mein Gott— ja— Frau Dorette hatte doch gestern plötzlich, als sie bei ihr war, gesagt, diese Perlen hätten so wenig Glanz. Das mache wahrscheinlich die enge Stube und das matte Licht. Wenn— wenn die Perlen nun wirklich falsch wären? Regina fing an zu zittern. „Bitte, lassen Sie mich fortgehen! Ich habe wirklich nicht gewußt, daß die Perlen falsch sind. Und ich will nichts mit der Polizei zu tun haben.“ „Nein, warten Sie ruhig ab, was der Juwelier dazu sagen wird. Weshalb soll das nicht geklärt werden?“ „Die Dame ist noch verheiratet. Aber der Mann ist im Ausland. Und nun hat sie kein Geld und muß sich welches verschaffen. Sie ist noch sehr jung und schön und wird sicherlich aus der augenblicklichen traurigen Lage wieder herauskommen. Aber inzwischen braucht sie eben etwas Geld, und da wollte sie den Schmuck verkaufen. „Ach so!“ Blitzschnell kombinierte der Lord, daß der Gatte wahrscheinlich den Schmuck vertauscht hatte, um sich über Wasser zu halten. Die Dame hatte keine Ahnung davon gehabt und hatte gewiß geglaubt, aus dem ganzen Zusammenbruch einstiger Herrlichkeit wenigstens diese Perlen für sich gerettet zu haben. So war es sicher gewesen. Und nun hatte die Dame diese häßliche Person hierher geschickt, weil sie selbst im Hintergrunde zu bleiben wünschte. Und es wäre ja auch alles sehr gut gegangen, wenn eben diese Perlen echt gewesen wären. Was nun? Da er die Gedanken der Person hier erraten hatte, die ihn im geheimen verdächtigte, ein Gauner zu sein, so war der von ihm gemachte Vorschlag der beste. Er wollte gern den herbeigerufenen Juwelier bezahlen. Aber dann hörte diese Frau hier wenigstens gleich, was mit den von ihr angebotenen Perlen los war. Und das konnte sie dann auch daheim ihrer Dame berichten. Es war natürlich für beide Teile sehr bedauerlich, diese ganze Sache. Die Dame bekam kein Geld und er— er kam um eine schöne, alte Seltenheit. Denn wenn die Perlen echt wären, wie schon gesagt, er hätte gern den doppelten Preis dafür bezahlt. Seine Hand drückte auf den Klingelknopf am Schreibtisch. Der Zimmerkellner erschien. „Bitten Sie den Direktor zu mir!“ „Ich wohne nämlich schon seit zehn Jahren hier in diesem Hotel, wenn ich in Berlin bin. Man kennt mich hier ganz genau. Damit Sie beruhigt sind, erkläre ich Ihnen das.“ Der Lord hatte es zu Regina Reinert gesagt, und dan vertiefte er sich wieder in die Betrachtungen des falschen Schmuckes. Nach kurzer Zeit kam der Direktor, und er versprach, gleich einen ihm sehr gut bekannten Juwelier zu schicken. Regina Reinert war beruhigt, wenigstens über eine Sache. Es war wirklich ein Lord, denn der Direktor des Hotels kannte ihn seit langem. Nun blieb nur die eine, die furchtbarste Sorge: Was sollte jetzt geschehen? Dorette brauchte doch notwendig Geld! Wenn sie nur selbst mit dem alten Engländer verhandelt hätte! Sie war so schön und jung. Der Mann hätte sich dann vielleicht erweichen lassen und hätte die Polizei aus dem Spiel gelassen. Denn war es nicht schon genug des Schreckens, wenn plötzlich die Perlen, auf die Dorette ihre letzte Hoffnung gesetzt hatte, falsch sein sollten? Der Lord wollte erst schweigen, dann aber besann er sich doch eines andern. Solche Fälschungen hatten meist einen sehr dunklen Hintergrund. Und es war besser, er sah da so klar wie möglich. Und vielleicht bekam er aus der alten Person etwas heraus. Vorsichtig stellte er seine Fragen. Er ließ durchblicken, daß er, wenn er erst wußte, mit wem er es eigentlich zu kun hatte, von einer Anzeige absehen wolle. Denn dann könne er ja bestimmt annehmen, daß die Dame tatsächlich keine Ahnung von der Fälschung gehabt und daß er nicht etwa das Opfer eines dummen Schwindels habe werden sollen Regina Reinert schluckte. Aber sie mußte dem Herrn recht geben. Es würde also doch das Beste sein, sie bekannte einfach Farbe. Noch ein kurzes Zögern, dann erzählte Regina Reinert die ganze Wahrheit. Der alte Engländer hörte aufmerksam zu. Regina wußte noch nichts von dem Unglück im Hotel, sie wußte nicht, daß Dorette Witwe geworden war. Sie hatte weiter keinen Wunsch, als ihre vergötterte Dorette zu schützen und ihr eine Unannehmlichkeit fernzuhalten. Freilich was sollte werden, wenn sie ihr kein Geld aushändigen konnte und die Nachricht brachte, daß der Schmuck wertlos sei? Die Szene war nicht auszudenken! Und Regina Reinert ahnte auch bereits, wer den Umtausch vorgenommen hatte. Herr Andergrupp natürlich, der plötzlich kein Vermögen mehr besaß. Es war ein entsetzlicher Schlag für Dorette. Aber es würde auch wieder anders kommen. Wenn doch dieser Mann hier noch nicht gar so alt und abgeklärt wäre! Wie schön es wäre, wen er sich für Dorette interessieren könnte! Denn wer Schmuck zum Sammeln kaufte, alten, teuren Schmuck, der hatte Geld. Der hätte auch Dorettes Wünsche und Bedürfnisse erfüllen können. Endlich kam der Juwelier, ein Herr in mittleren Jahren. Er sah flüchtig auf Regina, dann sprach er mit dem Lord. Der ließ keinen Verdacht aufkommen. Kurz, sachlich sagte er: „Eine gute Bekannte hat mir eben ihre Vertraute geschickt. Sie hat den Verdacht, daß man ihr ihre Perlen gestohlen und dafür unechte in den Kasten gelegt hat. Ich bin der Ansicht, daß es sich tatsächlich um eine wertlose Nachahmung handelt, wollte aber nicht ohne einen Sachverständigen ein Urteil abgeben. Bitte, nehmen Sie Platz, Herr Lorchner.“ Der Juwelier nahm einige Gläser zur Hand und prüfte sehr genau; dann legte er den Schmuck auf den Tisch zurück und lächelte. „Der Schmuck ist falsch. Aber eine sehr geschickte Fälschung. Immerhin, tausend Mark ist allein die Arbeit wert, die man sehr kunstvoll ausgeführt hat.“ „Danke! Danke recht sehr! Was darf ich Ihnen für Ihre Bemühungen auszahlen lassen?“ Der Juwelier nannte den Betrag. Dann klingelte der Lord. Sein Sekretär erschien. „Lieber Ahrens, zahlen Sie dem Herrn diese Summe aus.“ Ahrens nahm den Zettel vom Tisch und winkte dem Juwelier. Regina Reinert und der Lord waren wieder allein. Jetzt stand der Engländer auf. Ein paarmal ging er hin und her, dann sagte er: „Ich sehe also von einer Anzeige ab. Aber die falschen Perlen werde ich behalten. Ich zahle dafür fünftausend Mark. Auch ein Sammlerwert! Lassen Sie sich das Geld auszahlen. Die Sache ist hiermit erledigt. Regina Reinert knickste ein über das andere Mal. Als sie endlich wieder hoch kam, sah sie, daß der Lord das Zimmer verlassen hatte. In ihrer Hand befand sich der Zettel. Damit mußte sie also wohl zu dem Herrn gehen, der vorhin den Juwelier mit hinausgenommen hatte. Im selben Augenblick öffnete sich eine Seitentür, und eine Stimme sagte: „Hier, bitte, das Geld! Unterschreiben Sie diese Quittung, dann ist alles in Ordnung.“ Während das bucklige Wesen mit dem häßlichen gelhen Gesicht die Quittung durchlas und dann unterrieb, sah Paul Ahrens angelegentlich zum Fenster hinaus. Er hatte keine Ahnung, daß er jetzt nur hätte zuzupacken brauchen, um der Jugendfreundin zu helfen, ihren makellosen Namen wiederzuerhalten. Er brachte dann die häßliche Person noch bis zum Fahrstuhl. Und während er auf das Gitter sah, hinter dem der Fahrstuhl lautlos in die Tiefe fuhr, besann er sich plötzlich, daß er als Junge ein Märchenbuch besessen hatte, in welchem von einer bösen Hexe die Rede war. Genau so wie diese alte Hexe im Kinderbilderbuch hatte die bucklige Person ausgesehen. Und in die Tiefe war sie auch gefahren, wie die Hexe damals in die Hölle fuhr. Da mußte Paul Ahrens lachen. Ganz laut und herzlich lachte er, und das Stubenmädchen Käte sah ihm verliebt nach. Da er mit seinem Herrn den ganzen Tag unterwegs gewesen war und beide sich mit niemand unterhielten, wußten sie noch nichts davon, daß das Kind einer Dame zum Fenster hinausgestürzt war. Die Hoteldirektion war froh, wenn recht wenige Gäste davon erfuhren, und das Personal hatte Anweisung, zu schweigen. Die Leute wußten genau, daß es gleichbedeutend mit Entlassung war, wenn jemand gegen dieses Gebot verstieß. Da der Lord mit seinem Sekretär auf seinen Zimmern zu speisen pflegte, so lebten sie ziemlich abgeschnitten von allem. Und das gerade gefiel dem alten Engländer. Er hielt es fast überall so. So wußte er nicht einmal, daß Frau Dorette Andergrupp mit hier in seinem Hotel wohnte. Ihm tat diese Frau leid. Sie war wohl eine von den vielen, die eine reiche Heirat über jedes andere Interesse gesetzt hatten und nun doch die Armut kennenlernten. Nun, er hatte ihr geholfen. So vornehm geholfen, daß sie diese Hilfe nicht zu bemerken brauchte, wenn sie es nicht wollte. Denn welcher Sammler kaufte eine wertlose Nachahmung? Die hatte doch bloß Wert für den gehabt, der sich die echten Perlen angeeignet hatte! Er hatte der Frau etwas Geld in die Hande gespielt. Es kam ja auch wirklich nicht auf diese paar Mark an, und der Frau war vielleicht doch ein wenig geholfen, wenn sie natürlich auch mit einer ganz anderen Summe gerechnet hatte. Aber das konnte er nicht ändern. An dieser Enttäuschung war er schuldlos.„. Lord Hormans vertiefte sich in seine Zeitungen. Er saß in einem hohen Lehnsessel und rauchte dabei eine gute Zigarre. Als Paul Ahrens später ins Zimmer kam, sagte er:" 906 „Wir packen wieder aus, vielmehr, wir pachen#r letzte gar nicht erst ein. Wir bleiben noch einige Wochen hier in Berlin.“.... Namen uncd Der Lord aber notierte sehr sorgsam Kumen und Angaben der Regina Reinert. Auch den Namen Andergrupr.„„„ 1 8 So! wean tonnte nicht wissen, wozu es gut war. Die Notizen übergab er seinem Sekretär. Der überlat sie flüchtig und legte sie dann in eine Mappe. Er h in den Sachen seines Herrn gut auf Ordnung, sofort zu wissen, wo sich dies und jenes befand, wei ein Herr etwas wünschte.—— Regina Reinert wartete und wartete. Aber Dor; kam nicht zu ihr, wie doch ganz fest vereinbart wercht; war. Nun, vielleicht hatte die ganze Perlengeschic inzwischen schon eine andere Lösung gefunden, der Lord hatte sich doch mächtig für die schöne Frau teressiert, die so unschuldig ins Unglück gekommerung und ihre Perlen hatte verkaufen wollen. Und volle zur Märtyrerin wurde sie durch den Umstand, daß mand ihr diese Perlen in wertlose umgetauscht hatte. Vielleicht war doch der Weg ins Hotel zu dem reich alten Engländer nicht ganz umsonst gewesen..146 (Fortsetzung Der Eigentü pirkungen, die vr und die die Ben wesentlich beeintri natürlich, daß sol führung von Ruß, A nach den örtlicher Lage ungewöl die unter den g können, hat die ten, Taube stand, anstößi Asche, Funk der Anstrich räusch, von einer Anlage aus, so Einstellung des Herstellung von schließen, oder S Der Eige nicht der M dem Nachbargri gehalten werden sehen ist, daß unzulässige Ein hat. Als solche Straßenan Stauwerk, Klosettanl chlag bezeich Diese auf Vorschriften mi weit solche An denn das Vol der nur ein T geht, während das Gesetz vor lichen Ansprück wegen ihrer be tigung vom Ri den sind. Geg bar weder die kann er verlat den, die eine mildern. Vor triebs muß al fahren, erhebli Allgemeinheit nachbarter Gr Im allge Vorbereitung Arbeit begin dem Hof. 2 und es muß unfall oder wird. Jede wird, bringt Drillmaschin feder bis au ist eigentlich ist auch, da gesäubert wi körner sitzen, genügt auch reinigt wird muß durch sollte sich ei leicht gemei kräftigste S aus. Das wäre ohne mit eine Ve sollte man halten. Es einen große saat ist nich aber die rie Alle die durchdacht die Gefli rade darun anschaffen sie nicht ge lich, genau futter st lein sehr z Leistung d De ein Nachbar die Herstellung von EEzupitung aus. Untergang des EigentumSsch cz, Käischäsis eaict sies posekhals von hanfaugen nehmigung des Reichsminizers ve), henen Echug. Eine neue grundsätzliche Reichsgerichtsentscheidung durch erhalten be den im Geses vorgesic, Pehentung der Das Reichsgericht befaßte sich mit der Frage, ob Anstalt für die Vollsgesundheit klarstell, kann auch für Tankeinrichtungen, die bei Erichtung einer schon bestehende Anstalten erteilt werden, und damit eingebaut werden, zu den wesentlichen Bestandteilen d können auch diese Anstalten unter den Schutz des Ge Gebäudes gehören. Das ist nämlich in bezug auf Eige de eict verden. Gernsiut est ver Sioenu, zunsparkehalte nicht beschler Segzes,., Pirz. Sind erst die Sachen zu wesentlichen Bestandteilen einer Uunterstüzung bedürstiger Eitern Grundhstück geworden, se leznu her veischgersenl 63os Die Söhne knd, soweit es ihnen ohne Gefährbung Eioentunzvotrigen, bei anderen Verschnelzungen mit bres boud ense uchen, Aungerhot, no gsternfe unter der Hauzsache: Rest wied zu Prot und lann nichzt meche erisidt urdetang urden, Bune eagng unes e Sesche Guredue un ue undunun aun eahanenge ang echeun ueg ege Sseschcsce ecece elich li e 0* 0 oo Das Reichsgericht hat diese Klage abgewiesen, geprüft werden, ob den Betroffenen mit Rücksicht auf den Wert, den der Betrieb für die Volksertüchtigung hat, zuzumuten ist, solche Nachteile zu dulden. Unter Umständen kann dem Nachbarn eine Entschädigung gewährt werden. Solche Einschränkungen des Nachbarrechtes werden durch das Gesetz vom 18. Oktober 1935 auch aut An: statten und Einrichtungen ausgedehnt, die für, die, Vo. “ dheit von besonderer Bedeutung sind, z. B. Kran— Heilanstalten, Gesunzungsheime, Bade= und Kuranstalten. Dus Gesetz gilt aber nicht für Privatanstalten, sondern nur für solche, die von Reich, Land, Gemeinde oder einer Körverschaft des öffentlichen Rechts betrieben Anstalten dürfen nicht dadurch gefährdet sentümer eines Grundstücks kann Einie von einem Nachbargrundstück ausgehen Benutzung seines Grundstücks nicht unwesentlich beeinträchtigen, verbieten. Voraussetzung ist natürlich, daß solche Einwirkungen, wie z. B. die Zuführung von Ruß, Wärme, Geräusch, Erschütterungen,.71 den örtlichen Verhältnissen bei Grundstücken dieser gesunopeit Lage ungewöhnlich ist. Als solche Einwirkungen, kenhäuser die unter den genannten Umständen verboten werden hei können, hat die Rechtsprechung u. a. bezeicht u Tauben, Kugeln aus einem Der 6 virkungen, as aut. s. escse ece ech Einstellung des Betriebs, sondern nur Anspruch auf Herstellung von Einrichtungen, die das Geräusch ausschließen, oder Schadenersatz. Der Eigentümer eines Grundstücks, also Der Arbeiter kann nach§ 113 icht der Mieter, kann auch verlangen, daß auf seinem Abgang ein Zeugr dem Nachbargrundstücke nicht Anlagen hergestellt oder seiner Beschäftigung forrern. gehalten werden, von denen mit Sicherheit vorauszu: Verlangen des Arbeiters auch sehen ist, daß ihr Bestand oder ihre Benutzung eine seine Leistung auszudeynen. In unzulässige Einwirkung auf sein Grundstück zur Folge der Handlungsgehilfe nach§ 73 hat. Als solche Anlagen hat die Rechtsprechung z. B. fordern. Auch jeder andere, der in einem Straßenanschluß an einen Privatweg, Dienstverhältnis gestanden hat, kann ein Zeugnis wie Stauwerk, Graben, Teiche, Kanäle, der Arbeiter verlangen. Klosettanlagen, Bienenkörbe, Taubden. Der Inhalt dieses Zeugnisses ist für den„Achelt: Stag berichnet.. pehner bei kernzschegender gex um einegpen ge##. stelle oft von entscheibendet Tepeutung., Dem ReichsDiese auf überalstischer Aufasung beruhenden ar b Zie. Worte enthzielfk.„Seine Führung war— chDen Sals Ooeltse dl, obher dlae de. Slshzelie, Sethilase lisen 2 ezwaghsel. Der Kchese den Arshrüche gegenrcher Verieben engescheint, de abszer tng, Tager der Beschäitung verlangen. Wen pegen ihrer besonderen Bebdentung für die Volikertüch, Ddie Art Haraher binaus ein weiteres Zeugnis haben tgung vom Reichsminister des Inniern genehpigt,vor: er aber, untu.,“..g ein wahrbeitsgetreues den sind. Gegenüber soichen Betrieben kann der Nach= wolte, so muß bize, Be##zftigten geßen. dar weder die Einstelung des Betriebes forderv, noch Ein pestere, Teilzeugnis, das sich neben den Angaben aonn er verlangen, daß Einrichtungen bergeste)t ver, Her. Art und Dauer der Beschäftgung nur über die den, die eine nachteilige Einvirktung ausschleven wver vo.“, oder die Führung kußern sol, kann nicht vermidern. Vor der Genehmigung eines solchen Ver Leistung..„Iste der Gefolgsmann der Meinung, tiebs nuß aber geprüft werden, ob der Betrieb Ger langt verden Zeugnig unwesentliche Vorkommnisse zu schren, erhebliche Nachtelle oder Belätigungen für die daß in dem zet wporden sind, kann er im Klagewege Algemeinbeit oder für die Eioentume, vb g, rüß guch die Alustellung eines anderen Zeugnises verlangen. Aus der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte fordern. Des=, Iexährung und einer Vertrauensstellung als Meisser begange ie au gleicher Weise kann durste dies im. Zeugnis nicht verschwiegen HGB. ein Zeugnis(..G. 164/35). be e In einem anderen Falle hatte der Arbeit Zeugnis über die Leistungen des Gefolgsmar gestellt, es aber unterlassen, sich auch über rung zu äußern, damit gab sich der Gefolgsm zufrieden, er verlangte ein Zeugnis auch i Führung. Diesem Verlangen muß der Arbeit sprechen, auch wenn insoweit das Zeugnis arve, Falke, Eselstreppe, n zu helfen, och bis zum er sah, hinfuhr, besann schenbuch beexe die Rede kinderbilderUnd in die damals in iz laut und käte sah ihm g unterwegs unterhielten, Kind einer e Hoteldirekon erfuhren, weigen. Die id mit Entbot verstieß. seinen Zimemlich abgeel dem alten Dorette Anohl eine von andere Inmut kennenvornehm gelen brauchte, mmler kaufte h bloß Wert i angeeignet i die Hände if diese paar h ein wenig ganz anderen dieser Enteitungen. Er e dabei eine ins Zimmer packen das einige WoNamen und Namen Anes gut war. Der überlaß pe. Er hielt rdnung, um sefand, wenn Aber Dorette ibart worden rlengeschichte unden, denn öne Frau inkommen war Und vollends and, daß jeauscht hatte. dem reichen ung folgt) 9h, bop b= läßt sich nur sagen, daß die Blatte Glieder= und PeitGeueurgen Vienensand neu zu er, Zasäige, die, auch bei den anderen Kalten, völlg lein ae aber bedenken, daß in hie= gestoßen werden. Grunde solte zpeinal im aus dem Topf entfernt werden. Sie läßt sich leichter nach zwei Tagen angegossen. Stehen die K Blüte dann wartet man mit dem Umtopfen. tracht ein. Dort geht unter fütterung die Entwicklung leic unweigerlich im Schwarm en Die meisten Imker werden allerdings weniger zu viele Weiden als über zu wenige noch gerade Zeit, hier helfend ein oder laß dir die Stecklir ein gut gedüngtes Beet. Pflanzen bereits soweit ge werden können. Hier und da werden Besitzer Gärten daran denken, einen Biei richten. Der Anfänger möge siger Gegend mit einer Re werden kann. Aus diesem fänger Bauten anschaffen, die er einJahre in günstigere Trachtgebiete schaffen kann. weltgebendfr ekäihetrsebes.4ehr, schmachen Füßen, man eines Bienenzuchtoetriever steis auf seourg. Von Bauer rüstet zur Lande die den Bienen bevorzugt aufgenommen wird. Jede Tränke zu lzeit. Die ist wöchentlich gründlich zu säubern. k G e g e n E n d e d e s M o n a t s s o l l b e i g u t e m W e l t e r d i e Reizfütterung einsetzen. Jedes Volk erhätt Abend für Abend ein viertel Liter recht warme Honiglösung. Wird in längeren Zeitabständen gefüttertz so sind entsprechend größere Portionen zu geben. Gesüttert wird von unten, möglichst heiß, natü ie Erträge. Daß eine gekochte Bienen,.—:„Bei und mit einer Gänse= zu beachten, daß ausgewischt sein muß, wegen des größeren 2 tändlich. Nicht minder wichtig der Vorräte eintritt. aatsaa von beiden Seiten her Voraussetzung. i in den Ecken noch Roggen= Menn die man Saatweizen hineintut. Es enigt auch vicht, dop zur Llusaat gelangt, Getreide reinigt wird und dann zur Aursgat gelangt. muß durch den Triör gehen, und wer keinen hat, der sollte sich einmal dafür interessieren, daß man sich vielleicht gemeinsam einen anschafft. Der Triör holt das kräftigste Saatkorn heraus und alles andere sondert er aus. Das gibt dann noch gutes Geflügelfutter. Es wäre ohne Triör im Acker verdorben und bedeutete dasollte man sich überhaupt immer allgemeinen beginnen nun auf dem Vorbereitungen des Bauern für die Bestell Arbeit beginnt aber nicht auf dem Acker, sondern auf dem Hof. Die Maschinen müssen nachgesehen werden, und es muß dafür gesorgt werden, daß jeder Betriebsunfall oder Aufenthalt in der Bestellzeit vermieden wird. Jeder Tag, den die Bestellung früher fertig wird, bringt höhere und bessere Erträge. Daß Prillmaschine sauber sein muß und feder bis auf das letzte Körnchen aus ist eigentlich selbstverstunlich, ist auch, daß der###sack gesäubert wird, damit nicht in körner sitzen, wenn genügt auch n nuturlich nicht, so, daß es gibt. Bei jeder Reizfutterung ist dadurch keine Vermehrung, sondern Bruteinschlages eine Verminderung Ausreichende Vorräte sind also Wenn die Reizfütterung auch im allgemeinen nur Nutzen stiftet durch verschärfte Volksentwicklung, so gibt ““ es auch Fälle, wo sie eben dadurch Schaden anrichtet. langt. Gelreide Das tritt leicht auf Ständen mit sehr reicher Weidenkeinen Jur,„„ Wie soll die Fruchtfolge im Hemüsegarten n Acker gerdorben ugd,„behruteze,. da: Am einfachsten ist die Einteilung des Gemüsegartens mit eine Verschwendung. Das Wort„Verschwenvung in frischgedüngtes und altgedüngtes Land. Das frischolte man sich überhaupt immer etwas nahe vor Augen gedüngte Land erhält dann im Herbst keinen Dünger halten. Es ist nicht wahr, daß gute Ernten immer und wird zum altgedüngten Land, das einen großen Einsatz bedingen. Die Menge der Aus. Land erhält im Herbst Dünger und wird dadurch zum eut ie nicht entschedend für die Höhe der Ernte, voy. ,ischgehingten Land. Auf diese Weise wird stets geder de richtige Austwahl und fergsichtge Ardoei, pechselt. Außerdem gibst es Dauerguartiere für mechrAlle diese Fragen müssen vor der Bestelheifz wgz: jährige Pflanzen, Spargel, Rhabarber, Sauerampfer, Purchdacht werden. Auf vielen Bauezhriserg ber her ausdauernde Küchenkräuter. Eine regelrechte Frucht" Gestüg=sucht nicht viel Hest Höhnerwagen folge läßt sich im Kleingarten aber nicht immer einsde darum folte won bch deort einerz, stellen wenn halten, denn wir müssen möglicht viel ernten und se bosten und ibn u cgeöhngt iste weid, eist schließe.—., wenn es gebt, Vor= und Hauptftucht, oder 6, genau auszurchnen, wie das mit den B4eh; Haupfeucht und Nachfrucht, vielleicht auch noch ene sutter steht, und ob es nicht gut ist, ein kleines Stua= Zwischenfrucht, so daß wir im Laufe des Jahres drei ein sehr zeitig mit Grünfutter zu bestellen, damit die„der vier Gemüsearten auf dem gleichen Beet hatten. So Leitung des Milchstales nicht zurückgeht. kann man die Bete, auf denen Weißkohl gesetzt werden soll, zuvor mit Spinat oder Salat ausnutzen und dem Der Dienenstand imn Mderz, Hescisesseickessäseshälcet 9lcse bine De ane e ee hee se ce rbeichalstung von Baser, daos h. unz vie Hon, heu, Nagrung, giengzage gAtige, arrete u Fid Blütenstaub im Stoc aufgespeichert wird. Der Im.., wertpok, da man nich, steis Lünger geben dar este den Boenen bur H Gunutcheseg.“ Die Audzjäh, oder zur Hand hat. Durch seine einsache Anpenzunge Sin, vutin wartet man Winke übern Fartenzaun Sind die Bäume trotz Anlegens von Drahtgeflecht ae easchese heäice chche hese e bragende Ziegen üchterkreisen wird das Durchmelken der liere vielfach als ein Zeichen hoher anbedingt basit, gesgzstz verden, daß und an einer schatigen Stele einzuschränken, gleichzeitig wird das Mel= kosen= und Pfirsichspaliere gegen die Sonnenbestrahlung st die Ziege einige Tage lang nur mit die Ziege, einige, Tags,lang Nur mit scheiße mit Dung belegt. Bei. den Haselnüssen. Hiegt isser zu ernähren, die Milch wird dann man einjährige Zweige in die Erde, um Wurzelbudung egen. Von verschiedenen Seiten ist auch zu veranlassen. e bune un ud unue. an unne er Aurgee ge pe Rakteen im Frühjahe Güngu perpenden."Peik dem klangen im Frühjahr neue Erde. Jüngere Nährstoffe in den Boden eingeführt. Ein paar Woche en sich jedes Jahr zum Umsetzen an, die läßt man den Rasen ruhen, um ihn dann kreuz und se sind zu vermneiben, auch die sleinen Die Namenschlochen, die setzt vielfach in sie trochen, nämlich zu schnel aus. Die zu haben sind, werden am besten an verziriten.# fe aus dunkelrotem von wirken nicht nur Draht in einer Astgabel aufgehängt, und zivur mögdern sind auch am brauchbarsten. Die lichst lose, damit der Draht nicht einwächst Weiß Ferdl ein „müder Theodor“ in dem gleichnamigen Film, dessen Aufnahmen in Berlin begannen. Was ist„Donogoo Tonka“? In dem gleichnamigen Film ist Heinz Saliner (Prot. Truhadek) über die Frage Anny Ondra: (Josette) sehr ratlos Foto: Syndicat Folo Ue Weiß Ferdf plaudert Neteiten Mar kartädtelta, aber“... Der bekannte Münchener Komiker Weiß Ferdl, der soeben zu Filmaufnahmen in Berlin eingetroffen ist, um mit der Hauptrolle in dem Lustspiel„Eine tolle Nacht“ seinen bisherigen Triumphen einen neuen anzufügen, erzählt uns hier von den Leiden und Freuden, die der Ruhm mit sich bringt. „Den Strafzettel schicken wir Ihnen dann gleich in die Wohnung, Herr Weiß!“— Donnerwetter, mich hat's richtig zusammengerissen, als ich vor ein paar Wochen mit meinem Wagerl über den Marienplatz in München gefahren bin und mir ein Schutzmann diesen Satz nachgebrüllt hat. Sie dürfen's mir glauben, daß ich höchstens dreißig Kilometer, ganz bestimmt aber nicht mehr als 65 draufgehabt habe, aber schon hat mich das Unheil in Gestalt des pickelhaubenbedeckten Gesetzeshüters erwischt. Sehen Sie, das ist ein Beweis, wie unangenehm manchmal die Popularität sein kann. Einem Herrn Hintermeier oder Vorderhuber wäre der Strafbefehl erspart geblieben, selbst wenn er noch rascher gefahren wäre als ich, weil ihn die Pickelhaube nicht erkannt hätte, und zum Feststellen der Personalien ist am Marienplatz in München keine Gelegenheit. Da kennen ie unseren Rathausplatz schlecht... Wie der Jünger Sie unseren Rathausplatz schlecht... Wie der Jünger der heiligen Hermandad aber mein Gesicht gesehen hat, wußte er sofort, daß es dem Weiß Ferdl gehört und so hab' ich halt zahlen müssen. Ja, Sie sehen mich immer nur lachend, aber, auf mein Wort, es ist gar nicht so leicht, schon in der Frühe mit einem Witz aufstehen und sich abends mit einer Pointe niederlegen zu müssen. Da habe ich manchmal schon Augenblicke gehabt, wo ich lieber Schriftsetzer hätte sein wollen, denn diesen Beruf habe ich in meiner Heimatstadt Altötting eine Zeit lang erlernt Er hat mir aber gar keinen Spaß gemacht, weil ich schon immer das Singen im Kopf gehabt habe. Mit der Schriftsetzerei war's also nichts.„Wie wär's dann, wenn wir den Ferdl Schrift steller werden ließen?“ hat meine Großmutter oft besorgt gefragt. „Na, na“, habe ich darauf erwidert,„dann schon lieber gleich Schrift leger.“ Da es diesen Beruf aber nicht gibt, ist mir mein Wunsch schließlich doch noch in Erfüllung gegangen und ich bin Volkssänger, Komiker, Filmschauspieler geworden. Es ist vielleicht ganz interessant, daß ich von dem Zeitpunkt ab, da mein erster größerer Film gelaufen ist, mein Häuserl vergrößern mußte. Nicht jedoch für mich, oder für meine Tiere— drei Hunde habe ich, ohne die beiden Seehunde—, sondern für die Stöße von Zuschriften, die ich mit jeder Post erhalte und in denen ich um die Beantwortung der schweinedümmsten Fragen gebeten werde. Also, ich sage Ihnen, wenn ich heute schon einen sehr breiten Scheitel auf dem Kopf hab', dann sind nur diese Briefe daran schuld, die einfach zum Haarausreißen waren. „Ist es wahr, daß Sie nicht einmal Tennis spielen können? Sammeln Sie Vasen? Welche Quersumme hat Ihre Telephonnummer? Fahren Sie ein Auto? Wenn ja, wieviel Raten sind davon bezahlt? Soll ich lieber Sonnenblumen oder Kakteen auf meinem Balkon ziehen? Wie groß sind Sie, 1. nackt, 2. in Kleidern? Farbe der Haare? Wenn keine, warum? Lesen Sie Shakespeare? Warum tragen Sie keinen Siegelring?“ Das ist nur eine kleine Auslese der Schreiben. Aber man kann sich schon einen Begriff davon machen, wie schnell es geht, bis diese Papiere alle im Feuer liegen. Und dann die Herren Drehbuchautoren! Wenn ich alle Manuskripte, die mir ins Haus geschickt werden, lesen müßte, dann würde mir wahrhaftig am Tag keine Stunde mehr übrigbleiben zum Essen oder Schlafen. Die Rollen, die mir da freundlicherweise„auf den Leib“ geschrieben werden, reichen genau von Zeus bis zum „eisernen Gustav". Sie glauben gar nicht, wie das Oeffnen der Briefe so anstrengend ist. Ich hab' mir jetzt zwar neuerdings eine elektrische Briefaufschneidemaschine mit automatischer Kupplung und Kompressoranlage konstruieren lassen, aber solange die Post nicht auch elektrisch gelesen werden kann, sehe ich durchaus schwarz. Wenn ich stundenlang in den papiernen Fluten der Zuschriften herumgeschwommen bin, dann steige ich manchmal an Land, das heißt, in den Garten, und spiele zur Erholung mit meiner„Ossy". Beine hat die! Wir beide verstehen uns ausgezeichnet, nur manchmal beschwert sie sich halt darüber, daß ich so wenig Zeit für sie übrig habe. Da muß ich ihr dann gut zureden, muß recht lieb zu ihr sein und ihr eine schöne Reise versprechen. Das ist schon wirklich ein Prachtkerl, diese Ossy, meine— drahthaarige Hündin. Für sie gibt es kein größeres Vergnügen, als wenn sie im Flugzeug fahren, das heißt, fliegen darf, seitdem ich sie einmal in der„Ju 52“ von Berlin nach München mitgenommen. Das Tier ist ja sooo gescheit! Man sagt, daß Hunde gibt, die klüger sind als ihre Herren. Ossy ist so ein Hund. Wie gesagt, Reisen ist ihre größte Freude. Wegen der Ossy bin ich übrigens auch noch nie nach Afrika gekommen, obwohl ich sonst schon in vielen Ländern, in Amerika, Italien, Arabien und in Berlin war. Aber Afrika werde ich nie sehen, denn dort ist doch die Wüste Sahara, und in der Sahara gibt es hunderte Kilometer lang keine Bäume, und wenn die Ossy keinen Baum findet....... Sgram und Jv. 4. So hat man eben seine Sorgen auch als Humorist, wie jeder andere Mensch. Nur liegt die Tragik darin, daß wir sie wohl den anderen austreiben können, aber nicht uns selbst. Lilian auf Erholung Lilian Harvey ist vom Berliner Flughafen aus ma vöchentlichen Erholu der„Ju 52“ zu einer dreiwochenlichen Erholungs= und Urlaubsreise gestartet. Die Reise wird über Zürich, Genf und die Schweiz nach Juan=les=Pins gehen, wo Lilian Harvey bekanntlich eine Besitzung hat, In ihrer Begleitung reisen als ihre Gäste mit ihr der Regisseur Paul Martin und R. A. Stemmle. Denn der dreiwöchentliche Aufenthalt in Südfrankreich soll nicht allein der Erholung der Künstlerin, sondern auch den Vorbereitungen zu ihrem neuen Ufa=Film. einem heiter=musikalischem Lustspiel, dienen. Lilians Partner wird wieder Willy Fritsch sein. Der Film wird in deutscher und französischer Fassung hergestellt werden. Kleine Silmpost Erich Waschnecks neuer Film. Anfang April geht der Film der Rota„Escapade“ mit Renate Müller in der Hauptrolle ins Atelier. „Maria, die Magd". Veit Harlan führt nach „Kater Lampe“ abermals Regie. Für diesen neuen Film„Maria, die Magd“ schreibt er gemeinsam mit Eggebrecht das Manuskript. Greia Garbo treibt Winterlport Greta Garbo ist in diesen Tagen zum Wintersport nach dem bekannten schwedischen Wintersportort Aake in Jämtland gefahren. Sie wohnt in einer abseits gelegenen Villa bei ihren schwedischen Freunden Graf und Gräfin Wachtmeister. Greta Garbo wird etwa vierzehn Tage in Aake bleiben und Ski laufen. Die Ankunft der Filmschauspielerin hatte natürlich zur Folge, daß seitdem sämtliche Hotels in Aake voll besetzt sind. Luise=Ullrich=Film. Kommende Woche beginnen in Wien die Aufnahmen zu dem neuen Luise=Ullrich=Film „Schatten der Vergangenheit". Luise Ullrich spielt hier eine Wiener Konzertgeigerin, die im Ausland auf Grund vager Indizien zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Gleichzeitig spielt sie ihre eigene Schwester, eine Wiener Revueschauspielerin. Der Partner der Ullrich ist Gustav Dießl. Die katholische Filmzensur in Holland hat den Film „Dieklugen Frauen“ zur Vorführung im katholischen Teil Süd=Hollands freigegeben. Pola Negri wird nach ihrem Gastspiel in der Berliner Scala auf eine Tournee durch Dänemark, Holland und Belgien gehen. Wdstasgellwode Jchrt Aus dem Jagenzsclah der Heimal Die Sespenstermühle im Rauendahl bei Bockum Von dem früher wildromantischen Rauendahl heißt es, daß es im Herbst und im Winter etwas Schauerliches an sich habe und sich dort zur Abend= und Nachtzeit Hexen und Gespenster sehen ließen. Früher soll dort die Burg Rauendahl gestanden haben, die den Hardenbergern gehörte. Weil diese aber als Raubritter die Gegend unsicher machten, sei sie vom Grafen Eberhard von der Mark so gründlich zerstört worden, daß kein Stein auf dem anderen geblieben sei. Nur bei niedrigem war das Tier auch schon in der Nacht verschwunden. Der mutige Bursche hob die abgeschlagene Tatze auf und bemerkte zu seinem nicht geringen Erstaunen, daß er eine menschliche Hand mit einem Trauring am Finger in seinen Händen hielt. Am nächsten Morgen zeigte der Geselle seinem Meister die Hand. Zu seinem Entsetzen erkannte dieser sie als die Hand seiner Frau und mit einem Wehlaut sank er, vom Schlage getroffen, tot zu Boden. Der Müllergeselle aber machte dem Gericht AnWasserstand der Ruhr sind noch Ueberreste der Mauer zeige, wer das Gespenst gewesen sei. Schon am nächsten zu sehen, ebenso Stufen einer Steintreppe, die ins Wasser führen. Man sagt aber auch, hier sei in uralter Zeit eine altgermanische Opferstätte gewesen, und Veleda, die Tage wurde die Müllersfrau in der Ruhraue als Hexe verbrannt. Die Mühle im Rauendahl aber geriet in Verfall. Seschicktlickes von der Dorstener Straße Auf eine bereits 160jährige Geschichte blickt die Dorstener Straße zurück. Die 1874 erfolgte Aufhebung der Chausseegelderhebung hatte belebend auf den schon immer regen Verkehr auf dieser Straße gewirkt, die schon unter Friedrich dem Großen als Gahlenscher Kohlenweg angelegt worden war und auf dem die bei Bochum gewonnenen Kohlen mit Pferdefuhrwerken nach dem bei Gahlen eingerichteten Lippehafen gebracht wurden. Von 1849 bis 1854 wurde die Straße völlig umgebaut und chausseemäßig ausgerichtet. Die erheblichen Kosten hatte der Staat getragen, soweit sie nicht durch freiwillige Beiträge gedeckt wurden. Von Gut Nosthausen aus führte durch Eickel nach Crange zur Dorstener Straße ein 3000 Meter langer, vier Meter breiter, teilweise gepflasterter, im übrigen mit Kies und Schlacke befestigter Kommunalweg, die heutige Hindenburgstraße in Wanne=Eickel. Auch heute noch hat die Dorstener Straße besondere Bedeutung. timmern. As hä dat äiste Briätt herutreit, schloug dat Aenne dovan ine Fensterschiewe. Ower nich blous dä Schiewe gink kaputt, ouk dä Rahmen gink in Brocken. Miene Frau wur splitterdull. Do meinte Willem ganz geloten:„Nu, dat is ja kein Beinbruch, das mach ich alle schön wieder fertig. Zur Vorsicht will ich aber doch lieber den andern Flügel rausnehmen.“ Datt doh hä dänn ouk. Dat Papier mät dä Moote harr hä vörhär all gesocht, hä konn et ower nich wier finnen. Lanksam waß et nu Middag gewurn un Willem woll no Huse gohn tem Eäten. Miene Frau nöidigte äm ower an usen Disch. Sä harr Angst, hä wör gar nicht wier gekommen. So is denn doch noch de Arbäit fährig gewurn. As ek owens no Hus käm un freig Willem wiägen dä naten Brier, do meinte hä:„O, datt is nich schlimm, wenn wirklich Risse kommen, die kann man mit Kitt ausfüllen.“ Datt waß ne schöine Sake. Dä Rieknung, dä hä schicken, waß ouk nich van Pappe. Miene Frau hätt mie nohär noch fake geuzt mät mienen Sangesbroer, un ek dachte bie mie, äimol un nich wier. Fromme Fränzken. Düt un Dak in Baukumskem Platt Nien Fründ Wann me sou as ek öwer fättig Johr im Gesangsliäwen stäiht, kümmt me doch met allerhand Lü binäihn, (Nich nohdrücken.) niähmen wöll, sagg hä:„Kleinigkeit. Wird gemacht. Un wiegen de Kosten brauchste keine Angst ham, ich mach das ganz billig.“ Willem Kieper küren blous houchdütsch. Drei Wiäken gängen rüm un mien Willem leit sik nich seihn. Op äimol kam hä doch an, owens üm achte un vull as ne Hubitze. Hä woll doch äis mol dä Moote niämen. As hä dän Tollstock rutkräig, fäll hä fortens ine Knie. So moch datt wuoll biätter gohn. Dä Moote schreiw hä oppen Blatt Papier un versprok, Hä käm berühmte Seherin des Brukterervolkes, habe in Rauendahl in einem Turme gewohnt und dem Volke ihre Orakelsprüche mitteilen lassen. Wie dem auch sei, etwas Wahres ist daran. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts stieß man nämlich bei der Errichtung einer Kohlenniederlage im Rauendahl beim Bau der Mauern auf eine wo me sser kscket aburner zue: allerhand Zi binäißr, Grabstätte mit Urnen, Gerätschaften und Knochen. Auch###„sien blohel Wunner oran erliäwen kann. In ein mit keltischen Runen gezeichneter großer Stein wurde Apelhülsen waß ek ouk mol in en Verein mät dän dabei gefunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist damals schoinen Namen„Heiderösken", wo ek lange Johre hier eine Grabstätte des Sugambrervolkes aufgedeckt miene holde Stimme häw ertönen loten. Et käm do worden. In der Nähe dieser Mauern lag an der Ruhr zich so vüöl og Leistungen gn, et gink gwer ganz plä= zi Moote schreiw hä opren Bigt Parieggr, ge eine Kornmühle. In derselben spukte es und kein Müller= särlik tau, un ek häw do vuölle schoine Stunnen gehatt. um annern Dag antefangen. Hä käm ouk richtig an geselle hielt es länger als einen Tag bei dem Rauen= Nu harr ek do ouk en Sangesbror nomens Willem Kie= mät ne Kohr vull Bräer, et waß ower all wier late und dahlmüller aus. Die meisten wandernden Gesellen, die per, en ehrsamen Schrienermäster. Watt hä van sien dänn harr hä ouk sien Wärktüg vergiäten. En Dagg von der Gespenstermühle hörten machten einen großen Handwerk verstonn, do will ek nix van vetällen, hä harr dropp söll et nu färig wärn. Dat Holt brachte hä oppen Bogen um das Rauendahl. Endlich kam ein beherzter ower leiwer Klempner wärn sölln, dat Löten verstunn Huoff, wo et tem Unglück nachts örndlick nat riägente. Bursche der angab, keine Furcht zu kennen. Der Müller hä utem ff. Dodrin socht hä sienen Mäster, niämlick Pünktlich am annern Morgen waß Willem ouk do. nahm ihn in Dienst, schärfte ihm aber noch besonders am Bärdisch. Wänn dä Gesangstunn für us ut waß, Miene Frau ruock ower, datt hä all einen gehatt harr. ein, auf keinen Fall die Mühle nachts laufen zu lassen, dann fänk se bie äm äs an. Aeimol hät siene Frau, Sä harr noch watt ine gudde Stuowe te dauhn, un as Die Neugierde ließ jedoch dem Gesellen keine Ruhe. Er üm äm te tiärgen, en Henkelmann int Wätshus ge= se nohär hängink no Willem te kieken, waß dä ine Kambewaffnete sich mit einem großen, scharfen Messer und bracht. Et hätt ower nix gebatt. Süß waß mät setzte eines Abends, als der Müller abwesend war, das Willem gudd ümgohn. Mahlwerk in Gang. Ohne Furcht harrte der Bursche Nu wörn bie uß ine Küöcke de Dielen schlecht geauf das Nahen der Geisterstunde. Schlag zwölf Uhr wurn und ek woll mienem Fründ dä Arbäit taukommen öffnete sich die Tür und eine große, schwarze Katze, so loten. Miene Frau harr glieks Bedenken:„Datt sall groß wie ein Mensch, schlich zur Tür herein. Das grim= mie watt nettes giewen, dä is jo mäist im Trohn.“ mig fauchende Tier erhob seine Tatzen gegen den Ge= Se leit mie ower gewährn, weil ek meinte, vör mie as sellen, der aber blitzschnell sein Messer zückte und der ollen Bekannte döh Willem dä Sake billig maken. As dach miene Frau,„datt kann jo guett wörn Willem Katze eine Tatze abhieb. In dem gleichen Augenblick ek äm am annern Sunndag fräig, ow hä datt ower= mok datt denn ouk sou un gaw sik nohär ine Küöcke an't Dam Liewen De Welt is at en Dullenhus— Do ännert nüms wat dran. Wat die ouk taustött, noch so krus, Niemm alles lachend an. Wör't Liewen jäben nich so krus, Wie't Liewen nu mol is, Dann wör dat ganze Liewen Schmus, Dat is nu mol gewiß. Sou af un tau am Liewenspatt Mol an son Blaimken ruken Sou af un tau en däftigen Stout, Dän kann me guet gebruken. De Wessel iewen brenkt Geschmack An't Liewen— un regt an. Un wä dat nich begriept, västäiht, Dat is en armen Mann! Franz van de Ahlbieke. mer dran, groute Liöcker in Diele te buhren.„Kieper", reip sä,„watt sall datt dänn bedühn?"„Ich mach ers Löcher un reiß dann mit en Haken die Bretter raus“, sagg Willem.„Dä schlächten Brier sind doch ine Küöcke un nich hier“, sagg sä.„Oh“, sagg Willem do, dat is nich so schlimm. In die Löcher hau ich Holzpinne, dann is alles wieder in Butter.“„Nä“, Tleine Vertellkes Im dütschen Unnerricht behannelt de Schoulmester de Satzbildung. De Blagen söllt Sätze maken, wo dar Wort neidisch drin vüörkömmt.18 De kleine Wilm, de Junge vam Schniedermester Twän, büört den Finger op. „Run, Wilhelm'“. Bs. or 8. „Mien Vadder het in siene Wärkstier äinen Neiy disch.“ !“ G bei fant 5 Bl. bei fünf Gterigie 9eüig von 11 und Samstags, v Samstags Verlag und D Das E bund a Zuraaf paris Beschlü Die große Reichstage hat tischen Themei grund gerückt. Brüssel, in C Europas und tag nur ein: Die französisch ratungen eing rat zusammen minister Flan Den We Reichstagssi Samstag n haben, find das der heu beteiligten### matischen Vi Tschechoslow= Besprechunge Am Son Ministerrat ausgegeben „Die Mi Elysée unter Lebrunv dem Ministe gebracht, die rat hat die unanneh Beschluß gel Pakt den 2 Beratun Locarno ratung wir Kriegsmini die Sicherh an durchge Regierung ermächtigt, Luftfahrtm reiten, die teilung wir ginn der#