Terptecteenl gezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbtlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funk#schrift„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und settich bei fünf Sonntagen im Wonat— Wenn das Erscheinen der 55 Pf. bei 14n7, Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der zeitung durch höhere Gewalt, Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. wird, könne Donnerstag 20. Februar 1936 Postscheckkonto außer Mittwochs und Samstags). Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Nummer 43 Einzelpreis 10 Pf. Zur Zei Anzeigenannahme— Zeitung um 16 Uhr der mündlich aufgegebener Anzeigen Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz eite.5 Pl. " Familien= 4 nicht der zen(Stellenkereins= oder Uhren 25 Pf. — Schluß der is erscheinende Abdruck fernmmen werden. 15 51, 52, 53 Saur Cchfenerf! an der derfsntschen Surfront Neue Offensive der Italiener— Abessinische Gegenangriffe— Noch keine Entscheidung i R. der Einten in Spanten Gerüchte über einen Militärputsch werden als falsch bezeichnet UP Addis Abeba, 19. Februar. Im östlichen Teile der Südfront tobt seit Samstag morgen, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, eine große Schlacht zwischen den Truppen des Ras Nasibu und den vom Süden her anrückenden Italienern. Das Schwergewicht der Kämpfe liegt südlich von Anale, wo seit nunmehr vier Tagen vom Morgen bis zum Abend Angriffe und Gegenangriffe aufeinander folgen, ohne daß es bisher zu einer Entscheidung gekommen wäre. UP Rom, 19. Februar. In militärischen Kreisen Roms wird die Nachricht verbreitet, daß der im Süden Abessiniens kommandierende General Graziani in den heutigen Morgenstunden mit seinen Truppen einen neuen großen Vormarsch begonnen hat, und zwar von den Stellungen nördlich von Gorahai aus nordwärts in Richtung auf Sassabaneh und Harrar. Damit hätte der italienische Befehlshaber in Südabessinien, nachdem er die seinem linken Flügel von den Truppen des Ras Desta drohende Gefahr durch den kühnen Vorstoß von Dolo nach Negelli beseitigt hat, die Offensive im Fafan=Tal auf dem rechten Flügel wieder dort aufgenommen, wo sie seinerzeit nach dem Fall von Gorahai zum Stehen gekommen war. Hier wird jetzt vielfach die Ansicht vertreten, daß Graziani unbedingt Harrar und damit die Herrschaft über die nahe an dieser Stadt vorüberführende Eisenbahnlinie Dschibuti— Addis Abeba in die Hände bekommen will, ehe anhaltende Regenfälle weiteren Operationen einen Riegel vorschieben. Nach Meldungen von der italienischen Südfront in Abessinien ist Ras Desta, der Führer der von Graziani geschlagenen abessinischen Südarmee, vor kurzem von Abgesandten des Negus in der Provinz Sidamo aufgespürt worden. Ras Desta, dessen Hände an die seiner Wächter gekettet wurden, soll sofort im Flugzeug nach Dessie in das Hauptquartier des Negus geschafft worden sein. Der Negus soll ihm wegen seiner Niederlage die schwersten Vorwürfe gemacht und ihn auf einen Berg in der Nähe von Dessie in die Verbannung geschickt haben. Ras Desta soll für Lebenszeit an seine Wächter gefesselt bleiben. „Eine bringliche Tage entstanden“ dnb London, 19. Februar. Der diplomatische Mitarbeiter des„Daily Telegraph“ berichtet, daß sich das englische Kabinett demnächst wieder mit der Frage einer Oelsperre befassen werde. Wahrscheinlich werde man vorschlagen, den Zusammentritt des Sanktionsausschusses in Genf bereits auf den 2. März anstatt, wie ursprünglich vorgesehen, auf den 9. März festzusetzen. In Regierungskreisen sei man der Ansicht, daß durch die abessinische Niederlage südlich von Makalle eine dringliche Lage entstanden sei. Zudem wisse man, daß die Nahrungsmittel in Abessinien knapper würden. Der Eindruck, daß die Widerstandskraft der Abessinier abnehme, werde auch durch die Anzeichen eines neuen italienischen Angriffes an der Südfront verstärkt. Unter diesen Umständen müsse die britische Regierung gemeinsam mit den Regierungen der anderen Völkerbundsstaaten erwägen, welche weiteren Schritte erforderlich und möglich seien, um dem„Opfer des Angriffes" beizustehen. Wahrscheinlich werde Außenminister Eden beschließen, der Sitzung des Achtzehner=Ausschusses persönlich beizuwohnen. Sollte der Ausschuß entscheiden, daß eine wirksame Oelsperre gegen Italien nicht auferlegt werden könne, dann würden sicherlich andere Maßnahmen erwogen werden. Pariser Schritt in Washington wegen Verminderung der Tonnage für Schlachtschiffe— Londoner Flottenkonferenz vor dem Ende dnb London, 19. Februar. Wie Reuter berichtet, hat die französische Regierung äußerhalb der Londoner Flottenkonferenz unmittelbare Verhandlungen mit der amerikanischen Regierung in der Schlachtschiff=Frage aufgenommen. Sie hat durch ihren Botschafter in Washington die amerikanische Regierung ersuchen lassen, einer Verminderung der Tonnage der Schlachtschiffe zuzustimmen. Dieser französische Schritt ist eine Folge der letzten Verhandlungen der Flottenkonferenz, die den franzöbschen Botschafter Corbin veranlaßten, nach Paris zu fähren, um weitere Anweisungen zu erbitten. Falls man in Washington jedoch hartnäckig bleibe, so werde Frankreich, wie Reuter wissen will, voraussichtlich nachgeben und dem amerikanischen Vorschlag einer Höchsttonnage 35 000 Tonnen und 42=Zentimeter=Geschützen für Schlachtschiffe zustimmen. Das Ende der Flottenkonferenz steht damit so gut die endgültig fest. Man nimmt an, daß die technischen Abmachungen über die qualitativen Begrenzunden und den Austausch von Benachrichtigungen in der ersten Märzwoche paraphiert werden. Im Anschluß an dieses Uebereinkommen, so beriche Reuter weiter, werde ein Protokoll abgefaßt werden, in dem grundsätzlich festgelegt werde, daß andere Mächte eingeladen werden sollen, dem Flottenvertrag beizutreten, der dann im Herbst unterzeichnet werden würde. Der Zeitraum bis dahin solle für zweiseitige Besprechungen mit den anderen Mächten benutzt werden, denen man Abschriften der im März paraphierten Vereinbarung zugehen lassen werde. Wie Reuter ferner berichtet, neigt Frankreich der Ansicht zu, die Zeitspanne zwischen März und dem Herbst für Besprechungen zwischen den Locarnomächten über die Luftflotten zu benutzen. Dem Vernehmen nach habe dies Flandin mit dem Botschaftsrat bei der britischen Botschaft in Paris besprochen. Das Flugzeugunglück im Kanal Wie der einzige Ueberlebende gerettet wurde. dnb London, 19. Februar. In einer Meldung aus Le Havre wird bestätigt, daß ein Mitglied der Besatzung des im Aermelkanal verunglückten britischen Flugzeuges(siehe auch die Meldung an anderer Stelle), der Fliegerleutnant Page, gerettet worden sei. Das Bombenflugzeug ist nach dieser Meldung 800 Meter von der Küste entfernt auf das Wasser niedergegangen, und zwar an einer flachen Stelle. Der gerettete Fliegeroffizier hat daher an Land schwimmen können, allerdings mit Hilfe eines Rettungsgürtels. Der Fliegeroffizier habe erzählt, daß sämtliche vier Insassen des Flugzeuges gleichzeitig versucht hätten, das Ufer schwimmend zu erreichen, nachdem sie über 20 Minuten an Bord des Flugzeuges geblieben seien, das nur noch wenig aus dem Wasser geragt hat. Die drei anderen Mitglieder der Besatzung seien jedoch durch die starke Drift auf das Meer hinausgespült worden und dort ertrunken. Ein Franzose habe versucht, in einem leichten Sportboot die Flieger zu retten, sei aber dabei um ein Haar selbst verunglückt. Er habe von dem Kanu aus zwei Leute im Wasser gesehen und einem der beiden einen Rettungsgürtel zugeworfen, der Page gerettet habe. Da kein zweiter Rettungsgürtel vorhanden gewesen sei, sei der Franzose an Land zurückgekehrt, um einen zweiten zu holen. Bei seiner Rückkehr sei jedoch keine Spur mehr von dem zweiten Schwimmer zu sehen gewesen. Das Kanu selbst sei zu klein gewesen, um mehr als einen Mann aufzunehmen. dnb Madrid, 19. Februar. Der spanische Landwirtschaftsminister teilte nach Beendigung einer Besprechung sämtlicher Minister mit dem Staatspräsidenten mit, daß die Regierung auf Grund der bis jetzt vorliegenden Wahlergebnisse zurückgetreten sei. Am Mittwoch um 19 Uhr wurde der frühere Ministerpräsident und Linksrepublikaner Azana vom Staatspräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragt. Ministerpräsident Azana gab am späten Abend die neue Kabinettsliste bekannt. Die neue Regierung setzt sich aus zehn Linksrepublikanern, zwei Vertretern der Republikanischen Union und einem Parteilosen zusammen.,. 4#.#u. Htieheit 8. Die Regierung bestreitet die nichtigreit der Gerüchte über einen angeblichen Militärputsch mit dem Ziel, die Machtübernahme durch die Linke zu verhindern. Die Generale Franco und Goded(die nach Gerüchten mit anderen Offizieren verhaftet sein sollen. Schriftleitung) hätten ihr Ehrenwort gegeben, daß sie eine umstürzlerische Bewegung nicht beabsichtigen und hinter der Regierung stünden. Der Führer der katholischen Volkspartei, Gil Robles, hat die Leitung der Parteigeschäfte bis auf weiteres niedergelegt, um einen, wie es heißt, mehrtägigen Urlaub anzutreten. An seine Stelle tritt der frühere Landwirtschaftsminister Gimenez Fernandez. Die Beurlaubung des Ceda=Führers gilt als eine Folge der Niederlage bei den Wahlen, für die die verfehlte Politik von Gil Robles auch von der Rechten verantwortlich gemacht wird. Hinter der Maßnahme vermutet man Herrera, den Präsidenten der Katholischen Aktion. Kirchenschändungen in Spanien In die Gemeindekirche von Alcanadre drangen unbekannte Täter ein, zerstörten einen Teil der Kircheneinrichtung, stahlen einige wertvolle Schmuckgegenstände und hinterließen ein beleidigendes Schreiben an den Geistlichen. In Herrera bei Sevilla versuchten Unbekannte die Kirche in Brand zu stecken. Zwei Altäre wurden von den Flammen erfaßt. Durch das sofortige Eingreifen der Einwohner konnte die Einäscherung des Gotteshauses verhindert werden. Der Schaden ist erheblich. Moskaus Hand in Spanien dnb Moskau, 19. Februar. Das Ergebnis der spanischen Wahlen wird in Moskau begreiflicherweise mit großer Genugtuung aufgenommen. Das Blatt der Komintern, die„Prawda“, Sebuuung in der Gemeinee neugeregen Einheitliche Rechtsgrundlage geschaffen— Verordnung von weittragender Bedeutung dnb Berlin, 19. Februar. Der Reichsarbeitsminister hat unter dem 15. Februar 1936 auf Grund des Gesetzes über einstweilige Maßnahmen zur Ordnung des deutschen Siedlungswesens eine Verordnung erlassen, die für die bauliche Entwicklung und Gestaltung der Gemeinden von weittragender Bedeutung ist. Die Verordnung schafft eine einheitliche Rechtsgrundlage für die Regelung der Bebauung in den Gemeinden und beseitigt die vielfachen Hemmungen, die dieser Regelung in dem zersplitterten, den heutigen Anforderungen zum Teil nicht mehr entsprechenden Länderrecht bisher entgegenstanden. Die Verordnung behandelt zunächst die Frage der Ausweisung von solchen Gebieten, die planmäßig aufgeschlossen werden sollen. Im Gegensatz zum Außengebiet, das nicht planmäßig erschlossen wird, werden diese Gebiete als Baugebiete bezeichnet. Im Baugebiet werden nach der zulässigen Nutzung unterschieden: Kleinsiedlungs=, Wohn=, Geschäfts= und Gewerbegebiete. Für jedes Gebiet sind die in ihm zu errichtenden Arten von Bauten festzulegen. Auf diese Weise wird der bauliche Organismus der Gemeinden im großen gegliedert. Auf die Erhaltung und Förderung einer gesunden aufgelockerten Siedlungsweise ist Bedacht zu nehmen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß es bisher noch nicht in allen Ländern möglich war, Flächen für eingeschossige Bebauung, für Kleinsiedlungen oder dergleichen auszuweisen. Die Verordnung gibt hierzu die Ermächtigung. Sie gestattet auch, Vorschriften über die Mindestgröße von Baugrundstücken zu erlassen, die für eine einwandfreie Erschließung von Siedlungsgelände heute nicht mehr entbehrt werden können. Von besonderer Bedeutung sind die Bestimmungen über die Regelung der Bebauung im Außengebiet. In den Jahren nach dem Kriege entstand allenthalben, besonders in der Umgebung größerer Ortschaften und an den Chausseen und Landstraßen bis weit in das platte Land hinein, eine wilde und häßliche Splittersiedlung, die dem gesunden Siedlungsgedanken Abbruch getan, die Landschaft verschandelt und der Allgemeinheit, besonders in finanzieller Hinsicht, unermeßlichen Schaden zugefügt hat Erst das vom Reichsarbeitsminister vorgelegte Wohnsiedlungsgesetz vom 22. September 1933 sowie die erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über einstweilige Maßnahmen zur Ordnung des deutschen Siedlungswesens vom 5. Juli 1934 haben für bestimmte Fälle die Möglichkeit gegeben, hier ordnend einzugreifen. Darüber hinaus bestimmt die vorliegende Verordnung allgemein, daß die Genehmigung für bauliche Anlagen versagt werden soll, wenn ihre Ausführung der geordneten Entwicklung des Gemeindegebietes oder einer ordnungsgemäßen Bebauung zuwiderlaufen würde. In Abkehr von dem liberalistischen Grundsatz der unbeschränkten Baufreiheit wird damit die Unterordnung der Wünsche des einzelnen unter die Belange des Volksganzen gefordert. Die Vorschrift soll auch eine Handhabe geben, das Außengebiet der Städte und das platte Land in ihrem landschaftlichen Charakter zu erhalten und vor wesensfremder Bebauung zu schützen. In einem Begleiterlaß hat der Reichsarbeitsminister die wichtigsten bei Durchführung der Vorschriften zu beachtenden Gesichtspunkte hervorgehoben. Besondere Erwähnung verdient hier der Hinweis auf die Bedeutung der Kleinsiedlung, zu deren Förderung bei Ausweisung der Baugebiete ausreichende, nach einheitlichen Grundsätzen zu erschließende Geländeflächen vorgesehen werden sollen. Der Minister wendet sich mit allem Nachdruck gegen die übermäßige Ausnutzung von Grundstücken, besonders auch durch vielgeschossige Bauten, wie sie nach den Bauordnungen zahlreicher Städte noch immer zugelassen, mit den Anforderungen der Volksgesundheit und des Luftschutzes aber in keiner Weise vereinbar ist. Er hat deshalb auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Flachbauweise weitgehend zu fördern Mehr als drei Wohngeschosse sollen an Wohnstraßen grundsätzlich nicht mehr zugelassen werden Die viergeschossige Banweise ist auf die wichtigen Geschäftsstraßen größerer Städte zu beschränken. Eine höhere Ausnutzung darf nur im Geschäftsgebiet von Großstädten und Städten mit großstädtischem Charakter zugelassen werden, soweit die örtlichen Verhältnisse dies erfordern. Der Erlaß enthält ferner eine Zusammenstellung der wichtigsten Grundsätze, die bei Anordnung und Abgrenzung von Baugebieten zu beachten sind. behandelt die politische Entwicklung in Spanien ausführlich und kommt zu der Feststellung, daß der Wahlausgang ein Sieg der von den Komintern ausgegebenen Einheitsfront=Parole sei. Begeistert verzeichnet das Blatt die„starke Linksentwicklung der spanischen Massen“. Die„Prawda“ mißt dem Sieg der Volksfront in Spanien größte Bedeulung für die internationale proletarische Bewegung bei und erteilt ihren spanischen Genossen gute Ratschläge, wie durch eine Verwirklichung des Programms der Volksfront dieser Sieg fest verankert werden könnte. Als besonders wichtige Maßnahmen schlägt das Blatt vor die sofortige Enteignung des Großgrundbesitzes und die sofortige Freilassung aller Gefangenen. Daß es dabei auf eine mehr oder weniger starke Einmischung in die spanischen Verhältnisse nicht ankommt, ergibt sich aus der weiteren dringenden Empfehlung des Blattes an die spanischen Kommunisten, sich mit diesen Maßnahmen nicht zufrieden zu geben. Es sei vielmehr erforderlich, weiter für die„demokratische Revolution“(!) zu kämpfen und in Dorf und Stadt die Aktivität der werktätigen Massen zu entfalten. Anverständlicher Schweizer Eingriff Zum Verbot der Landesleitung und der Kreisleitungen der NS DAP. in der Schweiz. dnb Berlin, 19. Februar. Der Schweizer Bundesratsbeschluß, wonach die Landesleitung und die Kreisleitungen der NSDAP. der Schweiz verboten werden, wird von den Berliner Blättern aufs schärfste mißbilligt. Der„Völkische Beobachter“ schreibt u..: „Mit dem Verbot der Organisation der NSDAP. macht sich Bern die marxistischen Mordargumente zu eigen. Die Schweizer Regierung wird damit zu einem Werkzeug der marxistischen und jüdischen Propaganda gegen Deutschland, deren Behauptung immer darauf hinausgelaufen ist, daß die Anwesenheit von Nationalsozialisten in der Schweiz eine Provokation der Gegner des Nationalsozialismus sei. Der Bundesrat beweist durch sein Verhalten aber auch eine Auffassung von seinen Pflichten, die angesichts des bis jetzt schon angerichteten Unheils unverständlich sein muß. Das Deutsche Reich jedenfalls vertritt die Ansscht, daß es die Aufgabe einer Regierung ist, einem Mörder die Ausführung seiner Tat durch vorbeugende Maßnahmen unmöglich zu machen. Nicht aber etwa dadurch, daß man nun sämtliche möglichen Opfer eines Mörders der Freiheit beraubt. Durch eine solche Handlungsweise wäre praktisch allen Gewalttaten Tür und Tor geöffnet. Es dürfte auch der Schweizer Regierung nicht unbekannt sein, daß das Deutsche Reich heute von seinen Angehörigen im In= und Auslande erwartet, daß sie sich in aktivster Weise— und das bedeutet vor allem in der NSDAP. und ihren Organisationen— am Bestehen ihres Volkes beteiligen. In der Schweiz haben bisher alle Fremden das selbstverständliche Recht zu einer solchen Betätigung gehabt, so lange sie natürlich eine Einmischung in die inneren Verhältnisse der Schweiz vermieden haben. Da es dem Bundesrat nicht möglich sein wird, auch nur den geringsten Beweis für eine solche Einmischung beizubringen, stellt das Verbot also nichts weiter dar; als die Aufhebung des Rechtes der Reichsdeutschen, die Pflichten gegenüber ihrem Heimatlande zu erfüllen. Es muß also festgestellt werden, daß die Schweiz versucht, politischen Einfluß auf die in ihrem Gebiet wohnenden Reichsdeutschen zu nehmen, ein Vorgang, der wohl einzig dastehen dürfte. Der Förderung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten dürfte dieser Eingriff am allerwenigsten dienen.“ Rechtfertigungsversuch des Schweizer Bundesrats Zu den Kommentaren der deutschen Presse zum Beschluß des schweizerischen Bundesrats, nach dem eine Landesleitung und Kreisleitungen der NSDAP. nicht mehr zugelassen seien, wurde nach der Schweizerischen Depeschen=Agentur im Berner Bundeshaus bemerkt, daß diese Kommentare zum größten Teil von grundfalschen Voraussetzungen ausgingen. Der Beschluß des Bundesrates sei in ruhiger Ueberlegung und nach reiflicher Prüfung gefaßt worden. Er werde von dem Schweizer Volk sozusagen einmütig gebilligt. Mit Entschiedenheit würden die Behauptungen deutscher Kreise zurückgewiesen, als hätte der Bundesrat seinen Beschluß irgendwie unter dem Druck marristischer Kreise oder unter dem Einfluß der Emigranten oder anderer Kreise gefaßt Maßgebend seien einzig und allein die bestehenden schweizerischen Gesetze und das Bestreben, eine Entwicklung der Dinge zu verhüten, die das gute Einvernehmen mit den Nachbarländern zu stören geeignet sein könnte. Hetzkundgebungen Schweizer Marristen anb Bern, 19. Februar. In Bern fand eine Protestversammlung gegen die „nationalsozialistischen Umtriebe“ in der Schweiz statt, die von den Sozialdemokraten und dem Gewerkschaftskartell einberufen worden war. Kennzeichnend für die Tendenz der Versammlung war die Behauptung des Seite 2 Nr. 43 7 Bochumer Anzeiger,, Donnerstag, 20. Februar 1936 Nationalrats Robert Grimm, die deutschen Auslandsorganisationen seien das„Instrument der Ausdehnungs= politik des gegenwärtigen deutschen Regimes“. In einer von der Versammlung angenommenen Entschließung wird das sofortige Verbot aller nationalsozialistischen und faschistischen Organisationen von Ausländern in der Schweiz gefordert. Dasselbe geschah durch eine im Volkshaus von Zürich am Dienstag abend stattgefundene sozialdemokratische Kundgebung, die außerdem noch den Rücktritt zweier Bundesräte verlangte. Schweizer Prefsestimmen Zur Frage eines völligen Verbotes der nationalsozialistischen Organisationen äußern in erster Linie die „Basler Nachrichten“. Bedenken wegen der Schwierigkeit, ausreichende Kontrollmaßnahmen durchführen zu können. Die Basler„Nationalzeitung“ macht geltend, daß die Vereinsfreiheit ihre Schranken „in rechtswidrigen oder staatsgefährlichen Zwecken“ finden müsse. Die„Neue Zürcher Zeitung" ist von der in der deutschen Presse angedeuteten Forderung nach einem Verbot schweizerischer Vereinigungen in Deutschland offenbar stark betroffen. Sie meint schon jetzt auf das entschiedenste den Versuch zurückweisen zu müssen, diese Vereinigungen so zu behandeln, wie die Organisationen der NSDA P. in der Schweiz behandelt werden. In ähnlichem Sinne äußern sich die schon oben angeführten„Basler Nachrichten“, die behaupten, daß auch nach den Beschlüssen des Bundesrats die Reichsdeutschen in der Schweiz nicht schlechter gestellt seien als die Schweizer in Deutschland. Den Reichsdeutschen sei in keiner Weise(?!) das Recht genommen, ihre Pflichten gegenüber ihrem Heimatlande zu erfüllen. Die Genfer„Suisse“ schreibt, es sei tatsächlich sehr richtig, wenn man sich gegen die unerträglichen Uebergriffe gewisser ausländischer Regierungen schütze. Man denke bei dieser ganzen Angelegenheit zu wenig an andere Gefahren, die unendlich stärker seien, im besonderen an die kommunistische Gefahr. Es sei daher zu wünschen, daß die Bundespolizei der Regierung bald einen Bericht und Vorschläge über die Bekämpfung des Bolschewismus vorlege. In einem Brief aus Bern, der„Marxistische Strategie“ überschrieben ist, legt sich das„Journal de Genéve“— leider einige Tage zu spät— darüber Rechenschaft ab, daß sich die marxistische Presse des Davoser Mordes in paradoxer, aber recht geschickter Weise für ihre besonderen Zwecke bedient habe. Die sozialistisch=kommunistische Bewegung in der Schweiz habe auf die Machtergreifung nicht verzichtet. Die Linksopposition glaube, daß der Fall Gustloff einer der besten Trümpfe für ihre Wühlarbeit sei. Die sozialdemokratische Presse bezeichnet die Beschlüsse des Bundesrates als„ungenügend" und fordert die totale Auflösung aller NSDAP.=Gruppen in der Schweiz. Alte unarbeien. Die Durchführung der Reichs= und Landesplanung Wehrmachtfeiern am 8. und am 16. März Berlin, 19. Februar. Für den Heldengedenktag am 8. März und für den Gedenktag an die Wiederherstellung der Wehrhoheit am 16. März sind jetzt Richtlinien des Reichskriegsministers und des Reichsinnenministers an die Wehrmacht erlassen worden. Danach findet am 8. März um 12 Uhr in der Staatsoper in Berlin ein feierlicher Staatsakt statt, bei welchem der Reichskriegsminister die Ansprache halten wird. An den Staatsakt schließen sich die Kranzniederlegung und der Vorbeimarsch von zwei Kompagnien des Heeres und je einer Kompagnie der Kriegsmarine und der Luftwaffe an. Mit der Durchführung der militärischen Ordnung des Staatsaktes ist der Kommandierende General und Befehlshaber im Wehrkreis 3 beauftragt. Zeitlich getrennt davon finden in allen Standorten der Wehrmacht militärische Gedenkfeiern statt, zu denen die Deutsche Arbeitsfront, die Bevölkerung, die Behörden, die Organisationen der NSDAP., der Kyffhäuserbund, der Reichstreubund, der NS.=Marinebund, der Reichsverband Deutscher Offiziere und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in weitem Umfange herangezogen werden. Die Kriegsopfer und Hinterbliebenen werden bevorzugt behandelt. Der 16. März wird als Gedenktag an die Wiederherstellung der Wehrhoheit durch die Wehrmacht feierlich begangen. In allen Standorten findet militärisches Wecken, dann am Vormittag Appell mit kurzen Ansprachen der Truppenkommandeure und abends großer Zapfenstreich statt. Jagdbesuch Görings in polen anb Warschau, 19. Februar. Ministerpräsident Göring und Frau Göring trafen am Mittwoch kurz vor 10 Uhr mit dem Verliner Schnellzug auf dem Warschauer Ostbahnhof ein. Ministerpräsident Göring, der sich zu einem mehrtägigen Jagdaufenthalt in den polnischen Staatsforst von Bialowiesch begibt, ist begleitet von Staatssekretär Körner, Oberlandesforstmeister Dr. Hausendorff, dem Adjutanten Oberstleutnant Bodenschatz und Oberjägermeister Menthe. Ministerpräsident Göring machte Mittwoch vormittag einen Besuch beim Ministerpräsidenten Koscia= skowski. Um 12 Uhr hatte er eine Audienz beim polnischen Staatspräsidenten. Anschließend besuchte Ministerpräsident Göring den Außenminister Beck bei dem dann ein Frühstück zu Ehren des Ministerpräsidenten Göring und seiner Frau stattfand. Am Nachmittag reiste Göring im Sonderzug nach Bialowiesch, wo er einige Tage zur Jagd bleiben wird. Mit dem Ministerpräsidenten reisten der Botschafter von Moltke sowie der Chef der Westabteilung des polnischen Außenministeriums, Graf Potocki, und die mit dem Ministerpräsidenten Göring aus Berlin gekommenen Herren. Dr. Leh in Danzig dnd Danzig, 19. Februar. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley traf am Mittwoch um 10 Uhr im Sonderflugzeug zu einem Besuch in Danzig ein; er wurde auf dem Flugplatz vom stellvertretenden Gauleiter Senatspräsidenten Greiser sowie zahlreichen Vertretern der Danziger Parteiorganisation und der Behörden empfangen. Dr. Ley begab sich zunächst zur Adolf=Hitler=Führerschule der Danziger NSDAP. in Jenkau auf der Danziger Höhe, wo er vor den Politischen Leitern des Landgebietes und vor verschiedenen Lehrgängen der Danziger NSDAP. Nachmittags besichtigte Dr. Ley die Danziger Schichau=Werft. Nach einer stürmischen Begrüßung durch die Volksgenossen sprach Dr. Ley von dem erfolgreichen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im Reich und von den sozialen Einrichtungen, dnb Berlin, 19. Februar. Die Reichs= und Landesplanung will die Lebensäußerungen des deutschen Volkes durch Anpassung an den Raum zur größtmöglichen Kraftentfaltung steigern. Der nationalsozialistische Staat konnte nach den Ergebnissen der liberalen Entwicklung das notwendige zusammenfassende Planen für ein größeres Gebiet nicht der zufälligen Initiative einzelner Behörden oder Verbände überlassen, vielmehr mußte er die Reichs= und Landesplanung zu einer Hoheitsaufgabe des Reiches erklären und die Regelung der raumpolitischen Fragen selbst in die Hand nehmen. Das geschah durch die Einrichtung der Reichsstelle für Raumordnung als oberste Reichsbehörde. Sie soll die der Volksgesamtheit dienlichen Ziele der Raumgestaltung und den zweckmäßigen Einsatz aller Kräfte ermitteln und durchsetzen. Neben, den gesetzlichen und verwaltungsmäßigen Handhaben wird die Organisationsform mitbestimmend sein für die Verwirklichung der als richtig erkannten Ziele. Welche Planungsräume sollen nun gewählt werden? Sie müssen den Charakter einer Landschaft mit stammverwandter Bevölkerung tragen und müssen ferner groß genug sein, um Ausgleichsmöglichkeiten zu bieten. Die späteren Reichsgaue werden diese Erfordernisse erfüllen. Bis dahin können nur die Reichsstatthalterbe= zirke und in Preußen die Provinzen als Planungsräume in Frage kommen. Die landschaftlichen Planungsaufgaben werden allgemein in der Verwirklichung der nach nationalsozialistischen Grundsätzen von der Reichsstelle für Raumordnung aufzustellenden Richtlinien bestehen. Im einzelnen werden zunächst einmal der augenblickliche Zustand des Raumes und seine Entwicklungsmöglichkeiten festzustellen und auszuwerten sein. Diese Bestandsaufnahme bezieht sich, abgesehen von den natürlichen Bedingungen wie Boden=, Bewässerungs= und klimatische Verhältnisse, auch auf die Bevölkerungszusammensetzung und=entwicklung, auf Wirtschafts=, Siedlungsund Wohnzustände sowie das Verkehrswesen. Aufgabe der gestaltenden Planung ist es dann, bei der sich ständig ändernden Beziehung von wohnenden und wirtschaftenden Menschen zu dem Raum eine für die Allgemeinheit schädliche Raumausnutzung zu verhindern und ordnend die Entwicklung nach großen allgemeinen von der Reichsstelle für Raumordnung gegebenen Zielsetzungen zu lenken. Die Gestaltung eines planvollen Landschaftsorganismus erfordert unter der Führung des Staates die lebendige Mitarbeit aller Teile der Bevölkerung. Jedes Lebensgebiet wird von dem Raum her beeinflußt. Wo Wohnsiedlungen errichtet werden, ist für die Landwirtschaft und die Industrie gleichermaßen bedeutungsvoll. Wie Verkehrswege angelegt werden, ist entscheidend nicht nur für den späteren Wohnungsbau, sondern auch für die Richtung, nach der sich das Gewerbe entwickeln kann. Wo Industrieanlagen errichtet werden, ist nicht nur für alle Gewerbetreibenden, sondern für die ganze Bewohnerschaft einer Gegend von Bedeutung. Luftschutz und Lebenssicherung gehen die Gesamtheit wie jeden einzelnen an. Nur in Gemeinschaftsarbeit werden deshalb die planenden Erwägungen angestellt werden können. Als Grundsätze für die Organisation der Reichsund Landesplanung sind also aufzustellen: 1. Nur größere Landschaftsräume können den nötigen Ueberblick und die erforderliche Ausgleichsmöglichkeit bieten. 2. Die Weitergabe der von der Reichsstelle für Raumordnung aufzustellenden großen Richtlinien und die Durchsetzung der Planung muß in der Hand der zentral ausgerichteten staatlichen Verwaltung liegen. 3. Alle vorbereitende Tätigkeit für die Planung mit dem Ziele einer Verständigung der Beteiligten ist durch eine Gemeinschaft, die alle Kräfte der Landschaft umfassen soll, zu leisten. Sie muß unter Aufsicht und Mitwirkung des Staates arbeiten und in enger Verbindung mit der Verwaltung stehen. 4. Die planerische Einzelarbeit muß möglichst nahe an die Landschaftszelle, d. h. an die Gemeinde herangelegt werden; jeder Zentralismus ist zu vermeiden. 5. Diesen Grundgedanken ist die Verordnung gefolgt, die am 15. Februar 1936 der Leiter der Reichsstelle für Raumordnung, Reichsminister Kerrl, erlassen hat. Sie bestimmt als Planungsräume die Reichsstatthalterbezirke sowie das Saarland, in Preußen die Provinzen, die Hauptstadt Berlin sowie den Bezirk des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk. Sie unterscheidet zwischen Planungsbehörden und Planungsgemeinschaften. Planungsbehörde in Preußen ist der Oberpräsident. Er soll für die Durchsetzung der Richtlinien der Reichsstelle für Raumordnung in der Provinz sorgen und kann auch die Regierungspräsidenten anweisen, im gleichen Sinne zu arbeiten. Für jede Provinz wird ferner eine Landesplanungs=Gemeinschaft unter Aufsicht und Leitung des Oberpräsidenten gebildet. Diese Arbeitsgemeinschaften haben die Aufgabe, alle Planungsvorarbeiten zu leisten, eine vorausschauende, gestaltende Gesamtplanung der Provinz auszuarbeiten, einen Ausgleich der verschiedenen Interessen herbeizuführen und die Planungsbehörden zu beraten. An der Landesplanungs=Gemeinschaft sind möglichst alle in der Landschaft tätigen Kräfte zu beteiligen und zu einer fruchtbaren Gemeinschaftsarbeit zusammenzuführen. Der Kunst des Geschäftsführers dieser Gemeinschaft, des Landesplaners wird es gelingen müssen, überall als sachkundiger Ratgeber zu gelten, der die Belange aller Gruppen gleichermaßen betreut. Ihm zur Seite steht ein Beirat in dem alle führenden Persönlichkeiten der Landschaft vertreten sind und der dem Landesplaner seine schwierige Aufgabe lösen hilft. Die Planungsarbeit soll aber nicht zentral für eine ganze Provinz geleistet werden. Sie ist aufzugliedern nach kleineren Bezirken. In diesen— in der Regel die Regierungsbezirke— werden Außenstellen der Planungsgemeinschaft tätig sein, als Bezirksstellen, die ein Bezirksplaner leitet. Auch ihn wird ein Beirat unterstützen, den der Regierungspräsident führt, damit er für die Beachtung der planerischen Ergebnisse im Rahmen einer wichtigen Verwaltung und bei den seiner Aufsicht unterstehenden Gemeinden sorgt. Auf diese Weise dürften praktische Möglichkeiten geschaffen sein, die Reichs= und Landesplanung mit ihren großen völkischen Zielen überall durchzusetzen. Reue brampse der Maratte Die Italiener erbeuteten Generalsuniform, Orden und Marschallstab des Ras Mulugeta— Mulugeta schwer verwundet? dnd Addis Abeba, 19. Februar. Von amtlicher Seite wird zur Schlacht bei Makalle mitgeteilt, daß die italienischen Kriegsberichte übertrieben seien. Von der Armee des Ras Mulugeta seien nur einige tausend Mann an den Gefechten beteiligt gewesen. Weiter stellt man ausdrücklich fest, daß weder an der Nordfront noch an der Südfront europäische Offiziere an den Kämpfen teilgenommen hätten. Sämtliche in Abessinien weilenden europäischen Offiziere würden nur als Instrukteure auf den verschiedenen Ausbildungsplätzen verwendet. Einige seien den abessinischen Heerführern als Militärberater beigegeben worden. Die abessinische Artillerie sei an den Gefechten überhaupt nicht beteiligt gewesen, da die geringe Anzahl verwendungsfähiger Geschütze ausschließlich in den Festungen Verwendung finde. Abessinische Frontberichte melden, daß in den Abendstunden des Dienstags die Kämpfe östlich und südöstlich von Makalle erneut aufgeflammt seien. An der Nordfront werden neue Sperranlagen gegen Tanks errichtet. Wie United Preß meldet, begaben sich heute hohe Regierungspersönlichkeiten im Flugzeug nach Dessie, um mit dem Negus die Lage auf dem nördlichen Kriegsschauplatz zu beraten. Man bestreitet hier noch immer ganz energisch die italienischen Berichte von einem großen Siege am Amba Aradam. Bei den italienischen Siegesnachrichten, so erklärt man, handle es sich nur um Stimmungsmache. dnb Rom, 19. Februar. Das italienische Propagandaministerium veröffentlicht den nachstehenden, von Marschall Badoglio gedrahteten Heeresbericht Nr. 130: „Unsere Luftwaffe setzt den Bombenabwurf auf den in südlicher Richtung fliehenden Feind fort. Truppen des III. Armeekorps erreichten die Gegend von Gaela auf der Verbindungslinie zwischen Tembien und Socatohne auf feindlichen Widerstand zu stoßen. Sie von der Bevölkerung freundlich empfangen.“ and Asmara, 19. Februgr. (Vom Kriegsberichterstatter des DNB.) Die Presseberichterstatter haben heute die neuen uig. lienischen Stellungen zwischen Belasa und Antalo dem Schlachtfeld von Amba Aradam besichtigt. Die Ar. tillerie feuert noch vereinzelt auf kleinere abessinischGruppen, die südwärts ziehen. Auf dem Schlachtfeld findet man nur mehr vereinzelt die Leichen von Abessiniern. Die meisten sind inzwischen schon beerdigt oder verbrannt worden. Zuverlässige Ziffern über die Verluste fehlen noch immer auf beiden Seiten. Es hat aber den Anschein, daß die Italiener geringere Verluste erlitten haben, als ursprünglich angenommen wurde. Belasa, Antalo und andere in der Gegend von Argdam gelegene Ortschaften sind auf Befehl des Ras Mulugeta von den Abessiniern geräumt worden, die auf ihrem Rückzug die meisten Ortschaften in Brand gesteckt haben. Wie von italienischer Seite erklärt wird, sollen verschiedene Bewohner dieser Gegend den Räumungsbefehl nicht befolgt haben. Sie wurden, wie weiter verlautet, wegen Befehlsverweigerung von den im Rückzug befindlichen abessinischen Streitkräften erschossen. Pressevertreter hatten Gelegenheit, die Generalsuniform, die Orden, Ehrenzeichen und den Marschallstab Mulugetas, die bei Aradam von den Italienern erbeutet wurden, im italienischen Hauptquartier zu besichtigen. Der italienische Sieg bei Aradam hat den Rückzug der Armee des Ras Seyum und des Ras Kassa zur Folge. * Nach Meldungen, die in Berlin vom abessinischey Kriegsschauplatz einlaufen, soll der abessinische Führer der Nordarmee, der ehemalige Kriegsminister Mulugeta schwer verwundet worden sein und bereits den Oberbefehl über die Nordarmee niedergelegt haben. Eine italienische Enthüllung Angebliches Gutachten eines englischen Ministerial= ausschusses zur Abessinienfrage dnb Rom, 19. Februar. In sensationeller Aufmachung veröffentlicht das halbamtliche„Giornale'Italia“ am Mittwoch abend Auszüge aus dem schriftlichen Bericht, den der von der englischen Regierung im Frühjahr 1935 eingesetzte interministerielle Ausschuß unter dem Vorsitz von Sir John Maffey zur abessinischen Frage am 18. Juni vorigen Jahres erstattet hat. In diesem Bericht, der in unterrichteten römischen Kreisen als eine politische Enthüllung von größtem Interesse betrachtet wird, vertritt der fragliche Ausschuß die Ansicht, daß die englische Regierung mit dem DreiMächte=Abkommen über Abessinien vom Jahre 1906 „fast ganz Abessinien als zur Einflußsphäre Italiens gehörend anerkannt hat“, und ferner, daß„in Abessinien und in seinen Nachbargebieten keine lebenswichtigen englischen Interessen bestehen, die solcher Art wären, daß die englische Regierung sich einer Eroberung Abessiniens durch Italien widersetzen müßte". Vom allgemeinen Standpunkt einer besseren Grenzverwaltung wäre es nach dem Bericht sogar zu begrüßen, wenn Italien in Abessinien zur Macht käme, vorausgesetzt, daß eine Verständigung über die Weideplätze in den Grenzgebieten von Englisch=Somali erreicht würde. „Die Bedeutung dieser Feststellung braucht", so fügt„Giornale'Italia“ hinzu,„nicht erst unterstrichen zu werden.“ Der Bericht gehe aber noch weiter und lege im Hinblick auf einen möglichen Zusammenbruch Abessiniens dar, welche Grenzberichtigungen England für diesen Fall ins Auge fassen müßte. Danach sollten Englisch=Somali jene Gebiete einverleibt werden, die den englischen Somali=Stämmen als Weideland dienen. Für Kenya werden Grenzberichtigungen zwischen dem 38. und 40. Längengrad unter besonderer Berücksichtigung der wasserreichen Gebiete und für die Sudangrenze die Einverleibung des südwestlich vom Blauen Nil liegenden Beni=Schangel=Gebietes vorgeschlagen. Der Ausschuß faßt dann seine Stellungnahme und Schlußfolgerungen zusammen, in denen es u. a. heißt: Vom Standpunkt der Verteidigung des englischen Weitreiches wäre ein unabhängiges Abessinien einem italienischen Abessinien vorzuziehen. Allein die Gefahr für die englischen Interessen scheint ferner und wäre nur in Verbindung mit einem Krieg zwischen England und Italien zu sehen, der vorerst erst recht als unwahrscheinlich gelten könne. Kurz Nachrichten Schwedische Kriegsschiffe in Kiel. Am Mittwoch nachmittag traf der schwedische Flugzeugkreuzer„Gotland“, der unter dem Kommando des Kapitäns z. G. Rudberg steht, nach einer Fahrt durch den Nordostseekanal im Kieler Hafen ein. Das schwedische Kriegsschiff wird acht Tage im Kieler Hafen bleiben. „Völlige Uebereinstimmung.“ Der italienische Unterstaatssekretär des Auswärtigen Suvich traf am Mittwoch in Florenz ein, wo er mit dem dort weilenden österreichischen Außenminister Berger=Waldenegg die allgemeine Lage und besonders die Beziehungen zwischen Italien und Oesterreich und den anderen Donauländern einer Prüfung unterzog. Nach dem amtlichen Bericht stellten die beiden Staatsmänner eine„völlige Uebereinstimmung der Ansichten und Interessen ihrer beiden Länder" fest. Der Besuch des Königs Boris in Belgrad beendet. König Boris von Bulgarien, der zwei Tage beim jugoslawischen Prinzregenten zu Besuch weilte, reiste Mittwoch nachmittag im Sonderzug nach Sofia ab. Die Presse und die maßgebenden Stellen waren bemüht, seinen Aufenthalt als privat zu betrachten. Trotzdem zweifelt man nicht, daß das jugoslawische und das bulgarische Staatsoberhaupt die Gelegenheit zu einer bedeutungsvollen Aussprache über alle Fragen benußt haben, die ihre Länder berühren. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: HanSchulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf KoenKommunalpolitik und Stadttelle: Adolf Peddin. 9,56.1ng: Lokales: Hans Schulie, Kulturpolltik und Ugegggr, l. V. Kurt Dörnemann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Hans Hornberg, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haufiz Berlin SW. 68, Wilhelmstraße 98. Anruf: Jäger und Karlshorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: 6.#n; Pempe, Berlin=Charlottenburg, Uhlandstraße%3, ruf C 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: mühlen& Dierichs in Bochum. Ruf 67551, 52, 53. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 gültig. Nachlaßstaffel B. ba I. 36 über 26 300. Sprechstunden der Schriftleltung wochentags von 16 bis 17 Uhr, außer Mittwochs Samstags. Für unverlangte Einsendungen keine### pflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die beutige Nummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Nr. 43 7 Bochumer Anzeiger„ Donnerstag, 20. Februar 1936 Sitbgpereete 6es.. Das gibt'nen Spaß! Sonntag Empfang des Bochumer Prinzen Karneval am Rathaus— Ein Fest für alle Der Bochumer Karneval geht seine eigenen Wege! und das in einer Form, von der niemand behaupten ann, daß sie anderen nachgemacht wäre. Ein Fest für alle steht in diesem Zusammenhang für Sonntag abend Es ist nicht zu viel versprochen worden, als bewurde, daß der Karneval in Bochum 1936 groß würde. Jetzt schwingt Prinz Karneval, Willi., der Sanftmütige, überall sein Zepter. Inmitten einer großen, glänzenden Hofgesellschaft wird er Sonntag, 23. Februar, zu einem festlichen Empfang im Rathaus erscheinen, zu dem alle Bochumer, Nagren und Närrinnen eingeladen sind. Ja, ein solcher Kalmit vorgelagertem Versammlungsplatz und für festliche Gelegenheiten besonders geeignetem Ratshof hat keine andere Stadt, einen solchen Empfang des Prinzen Karneval kann daher auch keine Nachbarstadt bieten, heißt sie nun Essen, Düsseldorf, Korn oder Münster. Seine Tollität hat bereits mit den verschiedensten amtlichen Stellen die erforderlichen Vereine lieber welche Hilfstruppen ,verfügt Willi I. nicht Er braucht nur den Telephonhörer in die Hand zu nehmen, gleich ist alles da. Sogar die Polizei wird mit Pauken und Trompeten zur Stelle sein. Ja, in Bochum muß eben alles mitmachen, dann können wir auch unsere Vaterstadt zur Geltung bringen. Ein Bravo dem Prinzen, der sich so mannhaft für dieses große Ziel mit seinen Beratern einsetzt. Laßt die Herzen höher schlagen! Willi., dem Sanftmütigen, und seinem Gefolge ein dreimaliges kräftiges„Man tau!“ Das Programm für den Empfang ist wie folgt vorgesehen: 18.00 Uhr: Auf dem Rathausplatz karnevalistisches Konzert der Polizeikapelle. 18.30 Uhr: Ankunft des Prinzen Willi I. mit großem Hofstaat und Gefolge. Begrüßung und kurze Ansprachen des Prinzen und Karls des Kühnen, des Präsidenten des Elferrats. Anschließend närrisches Treiben mit Tanzdarbietungen des närrischen Hofballetts und öffentlicher Tanz aller Bochumer Narren und Närrinnen. 19.30 Uhr: Abmarsch zum Maskenball der Großen Bochumer Karnevalsgesellschaft im Parkhaus und zu den in allen anderen Gaststätten der Stadt stattfindenden Bällen und närrischen Treiben. Während der Veranstaltung auf dem Rathausplatz ist Gelegenheit zum Erwerb der Tombola=Lose des Polizeifestes am 29. Februar gegeben, um die große Nachfrage nach diesen Losen zu befriedigen. Bekanntlich gibt der Erwerb der Lose jedem die Gelegenheit, ein Auto, Wohnungseinrichtungen und unzählige sonstige Gebrauchsgegenstände zu gewinnen, so daß lang gehegte Wünsche erfüllt werden können. Adelheid I. und Willi I. Die Prinzessin„Venetia“ des Bochumer Karnevals 1936 erkoren Bochums neuer Karneval hatte am Mittwoch wieder einen bedeutungsvollen Tag mit der Wahl der Prinzessin„Venetia“ für 1936. Prinz Karneval Willi I. erkor sich zur Venetia Adelheid., Frau Ernst Straßburger. Bochum vertreten auf großen deutschen Ausstellungen. Unsere Heimatstadt Bochum wird in ihrem Streben, sich immer mehr den ihr gebührenden Platz zu erkämpfen, sich in diesem Jahre auf einer Reihe bedeutender deutscher Ausstellungen zeigen. So werden auf einer großen Reise=Ausstellung, die im März in Düsseldorf stattfindet, mehrere photographische Großaufnahmen und auch eine Anzahl kleinerer Bilder Bochums zu sehen sein. Weiter wird Bochum auch auf den großen Reichsausstellungen„Deutschland" und„Die deutschen Gemeinden" vertreten sein, die vom Juni bis zum August in Berlin stattfinden und schon durch die riesigen Mengen von Fremden, die zu den Olympischen Spielen nach der Reichshauptstadt kommen, auf stärksten Besuch rechnen können. Zeel zeigies sich dem Beschauet Das alte Kriegerdenkmal nach dem Neuaufbau im Stadtpar. 44401 Die Mauer ist gefallen, die Gerüste sind fort, die das neu aufgebaute alte Kriegerdenkmal die alte Form des Denkmals, die nicht zineingepaßt hätte Richt hinleingepafe hatte Bochums Fasnichte Grsicht 700 Gaststätten und Cafés— 135000 hl Jahresverbrauch an Bier Schwerer Arbeitsunfall. Der Werksarbeiter Heinrich., Bessemerstraße 81, erlitt durch einen Unfall Fußquetschungen und einen Knöchelbruch. Der Verletzte wurde dem St.=Elisabeth=Hospital zugeführt. In den Zeiten wirtschaftlichen Niederganges hatte auch das Bochumer Gaststättengewerbe einen schweren Kampf um seine Existenz zu führen. Die ersten Anzeichen einer beginnenden Wiederbelebung zeigten sich erst in den letzten Monaten des Jahres 1933, um dann in den Jahren 1934 und 1935 weiter anzusteigen. Sichtbaren Ausdruck fand diese Wiederbelebung in einer begrüßenswerten Verjüngung des Bochumer Gaststättengewerbes. Diese Verjüngung besteht darin, daß, namentlich in der Innenstadt, viele Gaststätten neu aufgemacht worden sind, mit anderen Worten, aus zum Teil alten und nicht mehr sehr schönen Gaststätten wurden durch Umbauten, Vergrößerungen usw. moderne Gaststätten geschaffen. In dieser Beziehung dürfen die Bochumer Gaststätten heute wieder mit Recht von sich sagen, daß sie einen gemütlichen Aufenthalt bieten. Zur Zeit sind in Bochum 700 Gaststätten und Cafés konzessioniert. Darin enthalten ist allerdings auch die kleine Anzahl von Wartehallen und Trinkstuben, die jedoch nicht sehr ins Gewicht fällt. Von den Bochumer Cafés nun können wir dasselbe sagen wie von unseren Gaststätten, sie sind zum Teil sehr groß, behaglich eingerichtet und genügen den in einer Großstadt an sie gestellten Anforderungen.„„„ Auch die Hotelfrage hat in Bochum eine sehr günstige Lösung gefunden. Wir haben 15 Hotels bzw. größere Gaststätten mit 375 Betten zu verzeichnen, von denen als das modernste das Parkhotel„Haus dem gastlichen Gesicht Bochums seinen Stempel aufdrückt, das auch weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus Untersuchen wir nun noch den Bierverbrauch, so stellen wir fest(was übrigens eine feststehende Tatsache ist), daß der Bochumer durchaus nicht zu den „Kostverächtern" zählt. Im abgelaufenen Jahre 1935 wurden in Bochums Gaststätten und Hotels 134934 Hektoliter(13 493 400 Liter) Bier ausgegeben. Das sind, in ½0 Gläser umgerechnet, etwa 55 Millionen Glas Bier. Erfreulich dabei ist, daß sich die heimischen Biererzeugnisse der größten Beliebtheit erfreuen. Sie nehmen mit rund 83000 Hektoliter vor den sonstigen auswärtigen Bieren mit 50000 Hektoliter weitaus den ersten Platz ein. Für ausländische und auch bayrische Pilsbiere scheint sich der Bochumer nicht so sehr zu begeistern, wenn man die Zahl von nur 934 Hektoliter in einem Jahr davon ausgegebenen Bieres besieht. Rechnen wir den Bierverbrauch in Bochum auf den Kopf der Bevölkerung um, so kommen wir auf 40 Liter Bier, bzw. 160 ½ Krüge jährlich. Zum Vergleich sei hier noch der Milchverbrauch angeführt, der eine bedeutend höhere Zahl erreicht. In Bochum werden jährlich mehr als 21 Millionen Liter Milch getrunken, was einem Durchschnitt von etwa 72 Liter Milch pro Kopf der Bevölkerung entspricht... 9. Werfen wir nun noch einen Blick auf die Arbeitslage unseres Gaststättengewerbes. Die Gaststätten, Hotels und Cafés beschäftigen mehr als 2000 Personen, sie sind darüber hinaus Großabnehmer unserer Fleischer, Gemüsewarenhändler usw. Alles in allem: ein wichtiger und bedeutungsvoller Wirtschaftszweig unserer Stadt. Neugestaltung der„Schmechtingwiese“. Für die vielen fremden Besucher unseres Bochumer Bergbaumuseums machte bisher die ziemlich verwahrlost daliegende Schmechtingwiese zwischen der Vöde= und der Freiligrathstraße einen recht unschönen Eindruck. Die Stadtverwaltung als Eigentümerin dieses Gelandes will nun die Schmechtingwiese zu einer Grünanlage umgestalten, zu der hin ein zu beiden Seiten von Grünanlagen eingefaßter Promenadenweg führen soll. Hinter dieser Grünanlage sollen dann die Kleingärten als Daueranlage in planvolle Ordnung versetzt werden. werden. Eine Grünanlage entsteht. Gestern wurde der alte Bretterzaun an der Ecke Weilenbrink und Bleichstraße niedergelegt. Gleichzeitig wird dieser freie Platz in eine Grünanlage umgewandelt. Damit erhält die Altstadt eine weitere Grünanlage, in der einige Ruhebänke aufgestellt werden sollen. Schwerer Sturz eines Radfahrers. Auf der Hellwegstraße stürzte am Dienstag abend ein junger Mann mit seinem Rade so schwer, daß er sich an den Händen und im Gesicht empfindliche Verletzungen zuzog. Nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus wurde noch ein Schädelbasisbruch festgestellt. Dr. Ley spricht in Bochum DAF.=Großkundgebung am 26. Februar Am Mittwoch, 26. Februar, wird der Reichsorganisationsleiter Parteigenosse Dr. Ley Bachum einen Besuch abstatten, um einige Betriebe zu besichtigen. Um 20 Uhr spricht Dr. Ley in einer DAF.=Großkundgebung vor 35000 Volksgenossen in der Straßenbahnhalle an der Wiemelhauser Straße. 2900 portionen täglich Die Speisungen der NS.=Volkswohlfahrt. Das Kosthaus Stahlhausen des Bochumer Vereins ist uns schon im Kriege und in der Nachkriegszeit und dann in den letzten Jahren für die ASV. als Zentrale der Speisungen für bedürftige ältere Volksgenossen und für die heranwachsenden Kinder zu einem Begriff vaterländischer Hilfsbereitschaft geworden. Hier können wir täglich an den Gesichtern vieler Menschen ablesen, wie froh sie sind, daß ihnen für die Wintermonate die Sorge um ein kräftiges Mittagessen abgenommen worden ist, hier sehen wir jeden Mittag(außer Sonn= und Feiertagen) eine muntere Schar kleiner Kinder, die recht„kräftig reinhauen“ und sich das Essen gut schmecken lassen. Sie werden hier in bezug auf ihr Körpergewicht regelmäßig kontrolliert und es sind bis jetzt schon recht schöne und achtbare Erfolge erzielt Wie groß diese einzigartige Hilfsmaßnahme der NS.=Volkswohlfahrt ist, kann man am besten durch Zahlen veranschaulichen. Das Essen wird in der Küche des Bochumer Vereins zubereitet. Die Einkäufe. die Berechnungen— denn solche Massenausgabe erfordert natürlich eine genaue Kalkulation— macht ehrenamtlich die Geschäftsstelle des Vaterländischen Frauenvereins. Jeden Mittag von 11.30 bis gegen 1 Uhr stellen sich im Kosthaus zwei Helferinnen der NS.=Volkswohlfahrt und zwei Mitglieder des Vaterländischen Frauenvereins für die Essenausgabe der älteren Volksgenossen zur Verfügung. Die Kinder dagegen werden jeden Mittag betreut von den Vertreterinnen der NS.= Frauenschaft und den jungen Samariterinnen des Vaterländischen Frauenvereins. Man muß einmal miterlebt haben, welch ein Band herzlicher Kameradschaft die Gäste und die Helferinnen verknüpft, die sich in den langen Monaten bestens kennengelernt haben. Zu diesen Betreuerinnen kommen dann noch diejenigen, die in allen anderen Ortsgruppen der NS.=Volkswohlfahrt, die sich regelmäßig das Essen vom Kosthaus abholen und in Räumen innerhalb ihrer Ortsgruppe zur Abgabe bringen, treue und unermüdliche Helferinnen der NS.=Volkswohlfahrt sind. Froh erfüllen diese Frauen, die zum größten Teil zu Hause auch einen Haushalt zu versorgen haben, Tag für Tag ihre Pflicht. Wieviel Arbeit hier geleistet werden muß, mag daraus hervorgehen, daß jeden Tag rund 2300 Portionen Essen für die Kinder und 600 Portionen Essen für die älteren Volksgenossen hergestellt werden müssen. Im übrigen ist die Essenausgabe seit ihrem Beginn am 4. November 1935 ständig im Anwachsen begriffen. Ein Beweis dafür, daß sich diese Speisungen größter Beliebtheit erfreuen. Im November wurden 51 989 Portionen für die Kinder und 11417 Portionen für die Aelteren ausgegeben, im Monat Dezember waren es bereits 54 474 Portionen für die Kinder und 16365 Portionen für die Aelteren. Im Januar dieses Jahres stieg die Zahl auf 59 094 Portionen für die Kinder und 17611 Portionen für die Erwachsenen. Das sind zusammengerechnet bis heute rund 250000 Portionen Essen. HoUnl!... Der Tod auf der Kreuzung Herner Straße=Löbkerring— Motorradfahrer getötet, Beifahrerin schwer verletzt An der verkehrsreichen und in der Unfallstatistik Bochums so außerordentlich oft genannten Straßenkreuzung von Löbkerring und Herner Straße ereignete sich am Mittwoch abend, kurz nach 18 Uhr, wieder ein tödlicher Verkehrsunfall. Ein von Hamme kommender, auf dem Löbkerring fahrender Lastkraftwagen aus Brackwede wollte die Herner Straße in dem Augenblick kreuzen, als auf der Herner Straße ein in Richtung Herne fahrender Motorradfahrer mit Beifahrerin auf der Kreuzung war. Der Beiwagen des Lastzuges fuhr das Motorrad an. Der Motorradfahrer wurde sofort getötet, die Beifahrerin mußte mit schweren Verletzungen ins Elisabeth=Krankenhaus gebracht werden, nachdem ein Arzt die erste Hilfe geleistet hatte. Die Verunglückten stammen aus Recklinghausen. Die verletzte Frau hat einen Ober= und Unterschenkelbruch sowie eine schwere Gehirnerschütterung davongetragen. Radfahrer flüchtete nach Verursachung eines Verkehrsunfalles Am 19. Februar wurde auf der Wohlfahrtstraße ein Fußgänger von einem Radfahrer von hinten angefahren und zu Boden geschleudert. Er erlitt leichte Verletzungen und konnte seinen Weg fortsetzen. Der Radfahrer ist unerkannt entkommen. Plamper=Schwinder Betrügerin treibt ihr Unwesen— Wer kennt die Frau? In letzter Zeit treibt eine Betrügerin im Bochumer Stadtbezirk ihr Unwesen. Sie erschien in einem Kino und fragte die dort tätige Kassiererin, ob eine Kinokarte für sie abgegeben worden sei. Da dies nicht der Fall war, ging sie fort. Nach einer Weile erschien sie wieder und fragte die Kassiererin, ob sie ihr nicht mit vier Reichsmark aushelfen könnte, da sie noch eine dringende Besorgung zu erledigen hätte. Der Betrag wurde ihr auch gegeben. Als Pfand ließ sie zwei Päckchen zurück. Die Frau versprach, den Betrag zurückzugeben, wenn sie mit ihrem Ehemann am gleichen Tage die Abendvorstellung besuchen würde. Da die Frau nicht erschien, wurden die Päckchen geöffnet. In dem einen befand sich ein mittelgroßer Stuten, in dem andern Wäscheklammern und mehrere Bogen Einwickelpapier. Am gleichen Tage(14. Februar) suchte dieselbe Betrügerin eine Filialleiterin auf, die sie ebenfalls um einen Geldbetrag auf die gleiche Weise schädigte. In diesem Falle hat sie der Geschädigten eine Tüte von der Wäscherei„Altplätt“, in der sich wertlose Sachen, darAufnahmen: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG., Bochum(Kurt Ksinsik) des Bochumer Vereins vor und nach Durchführung der Bestrebungen zur„Schönheit der bereits in der vorigen Woche wurde in Wort und eild ausführlich berichtet, wie stark auf dem Bochumer verein gearbeitet wird, um dem Gedanken„Schönheit Arbeit“ zum Siege zu verhelfen. Leider war es eicht möglich, alle davon gewonnenen Eindrücke sofort giederzugeben. Sehr überzeugend wirkt auch das hier abgebildete Beispiel, das einen Teil der Eisenkonstruktionen am Hochofenwerk zeigt, so, wie sie waren, bevor im Sinne des Gedankens„Schönheit der Arbeit" vorgegangen wurde, und so, wie sie Bild links sieht man, wie alle Eisenteile einzeln auf kleinen Sockeln befestigt sind, so daß viele Ecken und Winkel entstehen, in denen sich Staub und Schmutz festsetzen können. Später wurden, wie das Bild rechts zeigt, all die vielen kleinen Sockel zu einem großen Sockel vereinigt, was natürlich nicht schwer zu erreichen war. Die Schmutzecken verschwanden. Es war nun leicht, Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz durchzusetzen. Rezept bei Erkältung, Grippe! Man rühre je einen Eßlöffel voll„KlosterfrauMelissengeist" und Zucker in einer Kaffeetasse gut um. Dann gieße man kochendes Wasser hinzu und trinke möglichst heiß. Zwei Tassen dieses wohlschmeckenden Gesundheits=Grogs(Kinder die Hälfte) vor dem Schlafengehen einnehmen. Darauf schläft man wunderbar, wacht wie neugeboren auf und freut sich: Erkältung und Grippe verschwinden rasch. Holen Sie deshalb sofort rau=Melissengeist". Große Flasche.95 RM., Flasche 1,75 RM., kleine Flasche 0,95 RM. Gitte ausschneiden!) Seite 4 Nr. 43 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 20. Februar 1936 unter auch ein Gesellschaftsspiel„Die Taucher" befanden, zurückgelassen. Beschreibung: Etwa 40 Jahre alt, etwa 1,68 Meter groß, dunkles Haar, mageres eingefallenes Gesicht, große vorstehende Augen. Sie trug einen schwarzen Hut, dunklen Mantel mit Pelzbesatz und eine schwarz=weiße Glashalskette. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, im Polizeipräsidium in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 80, vorzusprechen. Frohe Kinderschar zur Deutschen Frauenkultur geladen. Die Deutsche Frauenkultur im Deutschen Frauenwerk, Ortsgruppe Bochum, hatte am Montag nachmittag eine frohe, muntere Kinderschar zu Gast, um in buntem Kreise einer Königshochzeit beizuwohnen, bei der all die kleinen Ritterfräulein, Edelknaben, Bauern und Bäuerinnen aus Stadt und Land erschienen waren. Hereinstolziert kamen die Braut und der Bräutigam mit dem prächtig geschmückten Hochzeitszug, zierliche Hoffräulein und Edelknaben tanzten und spielten, daß es eine Lust war, ihnen zuzuschauen. Und wie es bei so festlichen Gelegenheiten üblich, war auch für das leibliche Wohl vollauf gesorgt, und süße Getränke, Kuchen und Backwerk mundeten der kleinen Festschar vorzüglich. Aber als dann die bekannten und bei unseren Kindern so beliebten Märchengestalten als Schittenspiele über die Leinwand huschten, da nahm der Jubel kein Ende, und die leuchtenden Augen und die roten Bäcklein waren Zeugen davon, wie fein der Nachmittag bei der Königshochzeit gewesen war. Iin Tienste der ro. Audiane= Weutschiains Jahresfest des Gustav=Adolf=Vereins F Vertielt! Der Frühling läßt nicht mehr lange auf sich warten Der Wochenmarkt In der Krimm gab das für die mittleren Wochentage ruhige Bild. Die Preise zeigten den hohen Stand der Vorwochen an, bedingt durch das Frostwetter. Schon bald wird der an sich reichhaltig beschickte Gemüsemarkt mit den ersten, frischen Frühlingsgemüsen, bereichert werden. An den Blumenständen ist der Frühling mit seinen Tulpen, Hyazinthen, Mimosen, Krokus, Narzissen und Österblumen bereits eingetroffen. Es notierten die Preise am 12. Februar Möbren......... 8s8 393 Schwarzwurzeln Psv. 25 L Endiviensalat Sick. 25 J Kop salat Aevsel............ Bsb. 33—59 Pirstns.......: Bs. 15-134 Weitziodi......... Bl. 19- 12 3 Ro kohl Psb. 12—15 L Grünkobl.... Pld. 15 Rosentobl 25-30 Spinat Pid. 12—15 Cellerteknollen........ Stück 10-30 J Nüsse Pid. 20—50 J Feigen Pfd. 20 J Steckrüben.......... Pid 8 3 Kartoffeln 10 Pfd. 45 S Bananen Psd. 35 L Tomaten Psd. 25 J Zwiebeln Pfd. 12 J Apfelsinen Sick.—7 3 Zaronen. 3 Stück 10 J Eier Sahnekäse Pfd. 50—70 J Quartkäse Psd. 25 J Rindfleisch Pfd. 90—110 S Schweinefleisch.... Pfd. 100—110 J Kabelsau 4fb. 20 Schellfisch Pfd. 25 30 L Seelachs..... 4. 25 Fiscafilet Pfb. 30—50 J Rotbarsch P8sd. 30 J Heilbutt 98sb 60 L 19. Fedruar Pid 10 3 Pfd. 30 J Stück 25 5 15—25 L 60—80 A Pfd 20—50 S 25- 35 J Psd. 15—18 S Pfd. 12 J Pid. 15 S Pid. 15 S Pld. 30 J Pfd. 12—15 J Stück 20 Z Pld. 20—50 S Pfd. 20 Pid. 8# 10 Pid. 45 A Psd. 30-35 L Pid. 30 J Pfd. 12 J Stuck-7• 3 Stück 10 B Stck. 9½-11 L Pfd. 50—70 Pfd. 25 J Pld. 90—110 Pfd. 100-110 A Pfd. 20 Pfd 25—30 Pd. 25 5 Psd. 30 50 J 1fd. 30 J Pfd. 60* Keine Wetteränderung! Mitgeteilt vom Reichswetterdienst Essen=Mülheim um 21 Uhr. Mit Druckanstieg strömten heute frischere Luftmassen über Westdeutschland, die zeitweise Aufreißen der Bewölkung brachten. Anderseits aber konnten sich kräftige Haufenwolken bilden, die vereinzelt Schauer mit sich führten. Durch den anhaltenden Wechsel warmer und kalter Luftmassen kann sich jedoch keine durchgreifende Wetterberuhigung einstellen, vielmehr müssen wir weiter mit einzelnen Schauern rechnen. Aussichten für Donnerstag: Mäßige, zeitweise auffrischende Winde aus Südwest bis Sud, bei verbreitetem Dunst wechselnde Haufen= und Haufenschichtwolken mit vereinzelten Schauern, Temperaturen nur wenig verändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei zeitweise auf Nordwest drehenden Winden keine Aenderung. Mittwoch, 19. Februar Barometer 24 Uhr: 558 Thermometer? Zeiten für Sonne und Mond am 20. Februar: (Aufg..39, Unterg. 17.50; C Aufg..16, Unterg. 14.57 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags — S Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, Westfalenhaus, Brückstraße 44: Oeffentlicher Vortrag über:„Falsche und richtige Ernährung.“ 86588 Stadttheater: 20 Uhr: Thomas Paine. Westsalenhaus(Bolapük): 20.11 Uhr: Kostümfest. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der schüchterne Casanova. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Variets. Odeon: ab 15.30 Uhr: Liedesleute. Stala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Liebesleute. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Der Ammenkönig. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Klosterjäger. Apollotheater: ab 15.15 Uhr: Krach im Hinterhaus. Capitol: ab 15.15 Uhr: Es flüstert die Liebe. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Poamalion. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Episode. Tropfsteingrotte: Faschingstrubel. Altdeutsche Bierstuben: Gröffnung. Café Industrie: Heiterer Abend. Konzerthaus Strauch: Altweiber=Fastnacht. Tonhallen=Gaststätte: Karnevalistischer Abend. Eines der hervorragendsten Liebeswerke der evangelischen Kirche ist der Gustav=Adolf=Verein, der auch in Bochum eine treue, zu allen Opfern bereite Helfergemeinde von evangelischen Frauen hat, wie es das von ihm am Mittwoch nachmittag im Evangelischen Vereinshaus an der Mühlenstraße veranstaltete, im großen Rahmen aufgezogene Jahresfest bekundete. Unter den vielen Gästen waren der Alte Evangelische Frauenverein, eine Abordnung des Herner GustavAdolf=Vereins und Vertreterinnen des Vereins für das Deutschtum im Ausland, denen allesamt der besondere Festgruß des Pfarrers Henrici galt. Den großen und den kleinen Gaben, die aus allen Kreisen der evangelischen Bevölkerung kamen, ist es vornehmlich zu danken, daß der Bochumer GustavAdolf=Verein auch im vergangenen Jahre seine Treupflicht gegenüber den 67 evangelischen Diasporagemeinden Westfalens erfüllen und darüber hinaus auslandsdeutschen Kirchengemeinden in den galizischen Orten Stanislau und Horacholina ein treusorgender Berater sein konnte. Der von der Vorsitzenden Frau Lange erstattete Jahresbericht meldete außerdem noch namhafte Spenden, bestehend aus Kleidungsstücken, an das St.= Petri=Stift in Höxter, an das St.=Johannes=Stift in Paderborn und an das Friedrich-Wilhelm=Stift in Hamm, Unterstützungsgelder zur Förderung des evangelischen Deutschtums in Spanien, Liebesgaben an das„Frauenliebeswerk" in Leipzig, an die Patenschaftsgemeinden in Siebenbürgen, an den Kindergarten in Wickede a. d. Ruhr, an die Schule in Olsberg und endlich an das Gemeindehaus in Reckenfeld. Die Gesamtsumme der Ausgaben betrug 1675,41 RM. Vereinnahmt wurden 1990,98 RM. Die Vorsitzende stellte fest, daß die Einnahmen nicht unbeträchtlich gestiegen seien, so daß bei dem augenblicklich zu beobachtenden stetigen Wachsen der überdies schon großen Mitgliedergemeinschaft ein weiteres fruchtbares Arbeiten zum Besten des evangelischen Deutschtums im Inland wie im Ausland zu erhoffen und zu erwarten sei. Den Höhepunkt der Feier bildete ein Erlebnis= und Tatsachenbericht des als Gast erschienenen Hunsrückpfarrers Petri aus Talfang bei Trier über das evangelische Deutschtum in Jugoslawien, das mit seinen rund 100 000 Seelen unter 14 Millionen Einwohnern in der evangelischen Kirche eine Treuhänderin seiner angestammten Eigenart und seines völkischen Wesens gefunden hat, was nicht zuletzt auf die vorbildliche und uneigennützige Betreuungsarbeit des Gustav=AdolfVereins zurückzuführen ist. Die für das Deutschtum im Auslande bestimmte Verlosung„brachte einen ungeahnten Erfolg, der auch dem Weihespiel„Der Festgast“ beschieden war, mit dem das Jahresfest nach voraufgegangenem Gebet und Segen seinen schönsten Ausklang nahm. Aus den katholischen Pfarreien. Für die Kinder der Propstei= und Marienpfarrei, die zu Ostern aus der Schule entlassen werden, wurden in der Kavelle des Elisabeth=Hospitals besondere Schulentlassungs=Exerzitien gehalten. Der Exerzitienmeister, Studiendirektor a. D. Heite, gab in seinen Vorträgen den Kinvern, die in großer Zahl an den religiösen Uebungen teilnahmen, beherzigenswerte Ausführungen über die religiösen Werte und deren praktische Auswirkung im späteren Leben mit auf den Weg. Die religiösen Tage wurden mit einer feierlichen Dankandacht geschlossen.— Im Antoniussaale hielt der Elisabethverein der Antoniuspfarrei seine Jahreshauptversammlung ab, wozu die Mitglieder äußerst zahlreich erschienen waren. Nach einem Grußwort des Präses Pfarrer Simon hielt man Rückschau über die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres. Die elisabethanische Liebestätigkeit und die Pflege echten Karitasgeistes im Dienste der bilfsbedürftigen Pfarrangehörigen stand als Leitmotiv über der Vereinsarbeit. Die Darlegungen und Berichte wurden mit regstem Interesse verfolgt. Die Mitgliederzahl beträgt rund 400. Nach dem beratenden Teil der Versammlung kam auch die Unterhaltung zu ihrem Recht, in deren Mittelpunkt ein Kaffeetrinken stand. Für die Unterstützung bedürftiger Kommunionkinder wurde der Ertrag der Veranstaltung verwandt. abet Pr0Ss Kumleraben im Kreisverband Bochum des Deutschen Reichskriegerbundes vereinigt— Im März Weihe der neuen Fahnen Die Kameradschaftsführer des Kreisverbandes Bochum des Deutschen Reichskriegerbundes„Kyffhäuser“ waren am Dienstag abend mit den stellvertretenden Führern und den Schriftwarten zu einer Versammlung im großen Saale des Parkhauses versammelt. Nach einem Grußwort des Kreisführers Bering wurde vom Kameraden Bultmann der Geschäftsbericht über das Jahr 1935 gegeben. Das Jahr brachte die Verschmelzung des Bezirksverbandes Bochum=Stadt mit dem Bezirksverband Bochum=Land zum Kreisverband Bochum, der danach jetzt 92 Kameradschaften mit weit über 14000 Kameraden zählt. Dem Kreisverband gehören auch acht Kameradschaften des früheren Bezirksverbandes Hattingen mit 1563 Kameraden an. Neu aufgenommen wurden drei Kameradschaften. Der Bericht gedachte der verdienstvollen Tätigkeit des früheren Kameradschaftsführers Bergwerkdirektor Hilgenstock, der sein Amt niedergelegt hat und nunmehr der Ehrenkreisführer des Kreisverbandes ist. An seine Stelle wurde berufen Kamerad Major a. D. Bering. In den Beirat des Kreisverbandes gelangten die früheren Bezirksführer Dr. Schieferecke(Langendreer) und Diplomingenieur Ernst Wolff(Linden) sowie die Kameraden Westrup und Neuhaus. Sodann erinnerte der Bericht an den Westfälischen Abgeordnetentag und an die 64. Führertagung des Landesverbandes Westfalen des Deutschen Reichskriegerbundes„Kyffhäuser“ in Bochum, an den Deutschen Reichskriegertag in Kassel und an die Weihe des Ehrenmales der 67er im Stadtpark zu Bochum. An der Kundgebung des Landesverbandes Westfalen des „Kyffhäuser“ in der Westfalenhalle in Dortmund vor dem Bundesführer Oberst a. D. Reinhard nahmen aus dem Kreisverband Bochum weit über 1000 Kameraden teil. Der Kreisführer gab dann einen kurzen Bericht über die Landesführertagung des Landesverbandes in Dortmund. Die Einweihung der neuen Fahnen des Kyffhäuser“ in Rheinland und Westfalen erfolgt im Monat März. An der Heldengedenkfeier am 8. März in Bochum wird sich der Kreisverband geschlossen beteiligen. Hierauf nahm der Kreisführer die Verpflichtung einiger Kameradschaftsführer vor. Kamerad Pfeilsticker konnte über eine sehr ersprießliche Tätigkeit der Fechtleiter im Kreisverband berichten. Kamerad Klüting machte Mitteilungen über die in diesem Jahre abzuwickelnden Schießwettkämpfe, die für die Kameraden in Langendreer=Werne in Langendreer und für die in Linden=Dahlhausen in Linden stattfinden werden. Kamerad Kaup berichtete über die Erfolge im Propagandawesen des Kreisverbandes, Kamerad Bultmann über Kassen= und Unterstützungswesen. Zum Schluß der Versammlung wurden den Kameradschaften die neuen Fahnentücher übergeben. Kurzschriftprüfung der Industrie= und Handelskammer zu Bochum. Am 7. März findet eine Kurzschriftprüfung statt, die von dem Prüfungsamt für Kurzschrift und Maschinenschreiben der Industrie= und Handelskammer zu Bochum abgenommen wird. Geprüft wird in Geschwindigkeiten von 160 Silben an. Außerdem findet eine Vorvrüfung über 120 Silben statt. Ueber die bestandene Prüfung stellt die Industrieund Handelskammer ein Zeugnis aus. Meldungen sind auf den dafür vorgesehenen Vordrucken umgehend an die Industrie= und Handelskammer in Bochum zu richten. UNSERNEUER KONAN! Wir müssen uns darüber klar sein: Hätten Seine Eminenz der Herr Erzbischof von Trier sich nicht zu Eingang dieser Geschichte in einer äußerst unangenehmen, um nicht zu sagen scheußlichen Stimmung befunden, so wäre Madame, die Gräfin Elisabeth von Dhaun nie imstande gewesen, ihren Plan durchzuführen. Gewiß, der Herr Obrist von Stein hätte seine Bemerkung wohl trotzdem gemacht, aber Seine Erzbischöfliche Gnaden wären niemals darauf verfallen, gerade Ihrer Eminenz allerschönsten und allerärmsten Kammerherrn, den Ludwis von Hohenfeld. auf die Feste Grevenburg zu schicken. Niemals hätten wir von den zwölf Aposteln des Grafen Belle-Isle erfahren, vom Kuckuck über dem Wolfer Berg und von der guten, dicken Wolke, die vor Schreck die Luft verlor, ohnmächtig zur Erde herabsank und mit dem Hinterteil gerade noch auf die Starkenburger Höhe fiel, als Aber das hat so viel mit dem langen Caspar Aloysius Stanislaus Zechlinski. Korporal in kurtrierschen Diensten, beim blauen Bataillon, mit dem frommen Wenzel und seiner PeterMarie zu tun, daß man wahrhaftig befürchten muß, so verdutzt dazustehen, wie der Lämmle im letzten Kapitel. Oder wie der Hauptmann Wurmbrand, als der judas und der jakobus ihm die Bresche in sein Schanzwerk gehauen hatten, die Pechkränze den Franzosen ins Gesicht flogen und der Herr von Savigny sich zierlich und elegant vor ihm verneigte.... Damit einem so etwas nun nicht passiert, erlebt man am besten die ganze entzückende RokokoOperette mit, die WERNER BEUTTLEBURU um die Geschichte der kleinen Reichsgräfin schrieb, die ihren Liebsten zum Festungskommandanten macht und ihn dadurch ungewollt den Hundertpfündern aussetzt. die eine französische Belagerungsarmee auf die Grevenburg hinaufschickt. Vorkachden und uis-Zwon. Mosstol K heißt der neue Roman, den wir heute veröffentlichen und in dem ein Dichter, den wir bislang nur von seinen ausgezeichneten Kriegsbüchern kannten, eine Anekdote aus der Zeit der Kirchentürsten. Hofleute. Musketiere und Soldatenliebchen erzählt. Drollig und bunt, herzensfröhlich und auch wieder ernst. aber immer von hellen Farben und silberblauem Duft durchzogen, wie jene Zeit. als Seine Eminenz noch jung waren.. K Muinachalilihanilihudihnndl Vermächtnis der Front als Verpflichtung! Aufruf an alle Frontkämpfer des Weltkrieges Der Reichskriegsopferführer Oberlindober hat ange, ordnet, allen Frontkampfern des Weltkrieges, die in der Zeit vom 15. Februar bis 15. März 1936 RSKOV. beitreten, die Aufnahmegebühr zu erlassen Aus diesem Anlaß wird erneut darauf hingewiesen daß die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung nicht nur eine Organisation der Kriegsopfer darsten sondern daß in ihr der Nationalsozialistische Bund der Frontsoldaten des Weltkrieges zur Wahrung soldati, scher Ehre, zur Pflege der Tradition und zur Förde, rung echter und wahrer Kameradschaft verkörpert ist Seit ihrer Gründung stehen in den Reihen der NSKOn# neben den Kriegsverletzten auch diejenigen Frontsolda, ten, die als Mitkämpfer für das nationalsozialistische Deutschland im Bewußtsein der gemeinsamen Leistun, gen und Opfer des Krieges der Frontgeneration die gebührende Achtung und Ehre wiedererrungen haben Kriegsopferversorgung war für diese Kämpfer niemalz ein Vroblem, sondern galt ihnen stets als eine selbst, verständliche Aufgabe der Gesamtnation, an der mitzuwirken sie sich eingedenk ihres Gelöbnisses an die sterbenden Kriegskameraden in erster Linie berufen fühlten. So vereinigt die RSKOV. die Hinterbliebenen der toten Helden sowie die Kriegsverletzten und darüber hinaus alle Frontsoldaten zu einer Gemeinschaft, die in unwandelbarer Treue zum Führer und im unerschütterlichen Glauben an sein Werk die ihr zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen sucht. Sie hat vor allem als ein heiliges Vermächtnis das Glaubensbekenntnis zu wahren und kommenden Geschlechtern zu vermitteln, das die gefallenen Helden des Weltkrieges in Treue zu Volk und Heimat, in Liebe zu Deutschland mit dem Tode besiegelten: „Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!" Im Geiste dieses Vermächtnisses wird die RSKOB. auch weiterhin für die deutsche Zukunft wirken und alle Frontkämpfer in ihre Gemeinschaft aufnehmen. die sich aus innerer Ueberzeugung und ehrlichem Herzen zum Deutschland des Nationalsozialismus bekennen und bereit sind, der Parole des Reichskriegsopferführerz zu folgen: Treu zum Führer. Einsatzbereit für das deutsche Volk Und einig in wahrer Kameradschaft! Heil Hitler! NSDAP. Kreis Bochum, Amt für Kriegsopfer. NSKOV. Bochum Deuschle, Kreisamtsleiter. Neue Wege der Arbeitsbeschaffung Arbeitstagung der Bochumer Klempner= und Installateurinnung. Die am Dienstag abend im„Bochumer Hof" abgehaltene Arbeitstagung des Bochumer Klempner= und Installateurgewerbes ging weit über den Rahmen der üblichen Zusammenkünfte hinaus. Neue Wege der Arbeitsbeschaffung wurden gesucht und gefunden dank der vorbildlichen Tätigkeit des Innungsvorstandes, der sich bereits im vergangenen Jahre großer Erfolge auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung rühmen konnte. Wie Kreishandwerksmeister Esch und Geschäftsführer Dr. Bielefeld mitteilten, ist dem Bochumer Klempner= und Installateurhandwerk die Möglichkeit gegeben, durch die Lieferung von Heißwasserbereitern sich eine gute Einnahmequelle zu sichern Die Arbeitsbeschaffungsbank GmbH. in Wuppertal=Barmen hat der Herstellerfirma Vaillant in Remscheid einen Zwischenfinanzierungskredit zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe die Werbung für Warmwasserbereiter durchgeführt werden kann. Die Innungsversammlung zeigte sich über diesen neuen Weg der Arbeitsbeschaffung sehr erfreut und befaßte sich in eingehenden Beratungen mit der Art und Weise der Finanzierung. Die Bezahlung des Heißwasserbereiters, für dessen Aufstellung die Innung die Verantwortung übernimmt, ist so gedacht, daß bei Anbringung des Apvarates eine Anzahlung in geringer Höhe geleistet werden muß, während der Rest in 24 Monatsraten, die je nach Größe des Apvarates zwischen 4 und 6 Reichsmark liegen. getilat wird. Nach Erledigung der Tagesordnung übermittelte Kreishandwerksmeister Esch dem Innungsmitgliede Kasvar Dövp die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 75. Geburtstag und zum 50jährigen Geschäftsjubiläum. Blutvergiftung. Dem Elisaheth=Hospital zugeführt wurde gestern die Haustochter Elisabeth Sch Hellwegstraße. Sie zog sich eine kleine Wunde am Ringfinger der rechten Hand zu, die sich derart entzündete, daß Blutvergiftung eintrat, die spezialärztliche Krankenhausoperation notwendig machte. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Donnerstag, 20. Februar BRSDJ., Zelle 10(Haus Rechen). 20.30 Uhr: Mitgliederversammlung bei Hahnefeld, Hermannshöhe 2. Es spricht Referendar Wunderlich über„Das Arbeitsrecht". NS.=Frauenschaft Hamme. 20 Uhr: Verpflichtungsfeier im Gemeindesaal am Hindenburgplatz. Gäste sind herzlich willkommen. NS.=Frauenschaft Wiemelhausen. 20 Uhr: Heimabend dei Niedballa. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. REDAP. Linden. 20 Uhr: Zusammenkunft der Politischen Leiter im Parteiheim. NS.=Frauenschaft Gerthe. 19 Uhr: Fröhlicher Abend bei Kalthoff(großer Saal) Kaffeetassen und Zubrot mitbringen. RS.=Frauenschaft Hiltrop=Bergen. 16 Uhr: Ueben der Sinaschar bei Punge. RSDAP. Ehrenfeld. 20 Uhr: Schulungsabend der Polltischen Leiter und Amtswalter bei Horstmann, Oskar=Hoffmann=Straße 55a. RSDAP. Hamme. 19.30 Uhr: Schulungsabend der Polltischen Leiter und der DAF. bei Finke, Gahlensche Straße. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Hofstede=Riemke. 20.15 Uhr: Zellenabend der Zelle 7(Eichler) bei Kerkmeier, Hofsteder Straße. Deutsche Arbeitsfront Achtung, graphisches Gewerde! Heute abend 8 Uhr Filmveranstaltung im Evangelischen Vereinshaus. Müblenstraße, veranstaltet von der Deutschen Buchdrucker=Berufsgenossenschaft, Leipzig. in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront, Kreisbetriebsgemeinschaft Druck, über das Thema„Mensch und Maschinen“. Außerdem ein unterhaltender, lehrreicher Verkehrsfilm. Betriebsführer und Gefolgschaften erscheinen zu dieser Veranstaltung geschlossen Sportamt Bochum Tagesplan für Donnerstag, 20. Februar Iin=Jitsu für Frauen und Männer von 19.30 bis 21. Uhr, Uebungsraum des Bergmannsheils, Hattinger Straße. Die Teilnehmer werden gebeten, pünktlich um 19.20 Uhr vor dem Portal des Bergmannsheils zu erscheinen. Froyliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 18 bis 20 Uhr in der Gymnastikschule Kommunalbank, von 20 bis 22 Uhr in der Gymnastikschule Rottstraße 29, von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle des Reform=Realgymig; siums, Bochum=Langendreer, Unterstraße 73, von 20 bis 24 Uhr im Saale Vogt, Altenbochum, Wittener Straße 243. Schwimmen nur für Frauen von 20 bis 21.15 und von 21.15 bis 22.30 Uhr in der Städtischen Badeanstalt, Marten“ Reiten für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr im Tattersall. Die sportärztliche Beratung findet heute abend in der Privatpraxis des Sportarztes Dr. Lennemann, BochunJahnstraße 9, statt. Die Beratung ist kostenlos. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 12.) 5 Nr. 437 Bochumer Anzeiger 4 Donnerstag, 20. Jebrnor 1930 Neuer Geschwindigkeitsrekord TOS=Stunden=bentdineter mit einem dieselelektrischen Schnelltriebwagen bei Reichsbahn Aus aller Welt Berlin, 19. Februar. Vorgestern nachmittag gegen 17 Uhr wurde mit einem dreiteiligen dieselelektrischen Schnelltriebwagen neuester Bauart der Deutschen Reichsbahn auf der Strecke Hamburg— Berlin die 200=Stundenkilometer=Grenze überschritten. Diese Tatsache ist um bemerkenswerter, als es sich bei dieser Rekordfahrt nicht um einen präparierten Versuch handelt, sondern die Geschwindigkeit von 205 Kilometer in der Stunde mit einem Schnelltriebwagen erreicht wurde, der mit Wagen gleicher Bauart und auch solcher mit dieselhydraulischem Antrieb im Sommerfahrplan dieses Jahres auf der Strecke Breslau—Berlin eingesetzt perden wird. Durch diese Fahrt ist der im letztez. Johr aufgestellte Geschwindigkeitsrekord der Stromlign### motive von 194 Kilometer in der Stunde überboten Es stellt deutscher Werk= und Geistesarbeit das beste Zeugnis aus, daß es gelang, diese hohe Geschwindigkeit mit einem Fahrzeug zu erreichen, dessen Konstruktions= geschwindigkeit gleich der der bekannten zweiteiligen Schnelltriebwagen nur 160 Kilometer in der Stunde beträgt. Da keinerlei Rekordfahrt beabsichtigt war, sondern lediglich die erreichbare Geschwindigkeit pro Leistungseinheit festgestellt werden sollte, waren keine Vorkehrungen zu einem festlichen Empfang des Rekordfahrzeuges getroffen. Jeder sein eigener Verkehrsschupo Selbstbedienung der Verkehrsampeln Berlin, 19 Februar. In Berlin wird demnächst ein aufsehenerregender Versuch gewagt, Verkehrsprobleme auf andere Weise zu lösen, als dies bisher üblich war. An der Charlottenburger Chaussee, die einen besonders starken Kraftwagenverkehr aufweist, gibt es zurzeit nur vier Uebergänge für Fußgänger. Da diese zu weit anderliegen, sollen nun zwei weitere Uebergänge eingerichtet werden, für die aber keine Verkehrsschupo aufgestellt werden. Wer die Straße überqueren will, kann durch einen Druckknopf die Verkehrsampel auf „Rot“ umschalten und damit die Kraftwagen zum Halten bringen. Durch eine Sperrvorrichtung wird allerdings verhindert, daß„spaßhafte" Leute auf den Gedanken kommen, sich an den so viel gehaßten Automobilisten zu rächen und allzuoft und allzulange Verkehrsschupo zu spielen. Frühestens alle drei Minuten wird es demnach nur möglich sein, für sich selbst grünes Licht zu„bestellen". Falls dieses Experiment befriedigend ausfällt, ist damit zu rechnen, daß die Selbstbedienung der Verkehrsampeln durch Fußgänger an anderen Stellen und vielleicht auch außerhalb lins eingeführt wird. Doppelmord eingestanden dnb Nürnberg, 19. Februar. Die Justizpressestelle teilt mit: Der wegen Doppelmordes an seinen vier= und sechsjährigen Enkelkindern verhaftete Georg Würr(Nürnberg) hat vor dem Untersuchungsrichter ein Geständnis abgelegt, wonach er die Kinder am 2. Februar 1936 nachts mit Vorsatz und Ueberlegung durch Leuchtgas getötet hat. Würr kehrte am Abend dieses Tages in seine Wohnung zurück, in der die Kinder schliefen, und öffnete in der Küche den Gashahn, so daß das Gas in das Schlafzimmer eindringen konnte. Dadurch wurde der Tod der Kinder herbeigeführt. Würr wollte einen Unfall vortäuschen. Durch diese Tat glaubte er, in den Besitz einer vorher für die Kinder abgeschlossenen Versicherung von 10000 RM. zu gelangen. Diese Summe wollte er für die Ausstattung seiner Töchter verwenden. Letzte Sachverständigen=Gutachten im Seefeld=Prozeß anb Schwerin, 19. Februar. In der Dienstagabendsitzung im Mordprozeß SeeSeefeld sei ein lebensuntüchtiger und asozialer Mensch mit ausgesprochen infantilem, rührseligem und hysterischem Einschlag. In Uebereinstimmung mit den Gutachten des Obermedizinalrats Dr. Fischer stellte der Sachverständige fest, daß bei Seefeld eine Geisteskrankheit nicht vorliege und die Voraussetzungen für den Paragraphen 51 nicht in Frage kommen. Eltern, schützt Eure Kinder! Diese Forderung hob Professor Dr. Müller=Heß in seinem Gutachten besonders eindrucksvoll hervor; er betonte, daß der Angeklagte bei der ungenügenden Aufklärung und Warnung der Kinder durch die Eltern und einer leichtfertigen Sorglosigkeit gegenüber dem angeblichen„guten Onkel" leichtes Spiel hatte. Seine Opfer seien bedauerlicherweise nur zu selten der ihnen in sittlicher und körperlicher Beziehung drohenden Gefahr entgangen. Diese traurige Erfahrung zeige sich leider in den meisten Fällen von solchen Kapitalverbrechen. der Dienstagabendsitzung im Mordpr eld erstattete als letzter in der Reihe der Sachverständigen Professor Dr. Müller=Heß der Leiter des Instituts für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin, sein Gutachten. Zur Frage der Tötungsart der Kinder stellte Professor Müller=Heß auf Grund seiner langjährigen Praxis und umfangreichen Erfahrungen als Gerichtsmediziner fest, daß als Todesursache Erwürgen bzw. Erdrosseln in Frage komme. Aus Seenot gerettet Mehrere amerikanische Küstenwachschiffe sowie eine Anzahl anderer Dampfer mußten dem südöstlich von Norfolk in Seenot befindlichen griechischen Frachtdampfer „Stefanos Costomenis" zu Hilfe eilen. Der Kapitän funkte, daß der Dampfer bei schwerer See stark lecke. Der amerikanische Rettungsdampfer„City of Newport“ erreichte nach 24stündiger Fahrt über den stürmischen Ozean den sinkenden griechischen Frachtdampfer. Wie der Funkspruch des Rettungsdampfers besagt, ist es gelungen, die in Seenot befindliche Mannschaft an Bord zu nehmen. Der reingefallene Goldhamsterer Das Versteck in Newyork ausfindig gemacht dnb Newyork, 19. Februar. Im Stahlfach einer Newyorker Bank entdeckte die Bundes=Geheimpolizei 10000 Stück münzen, die ein Goldhamsterer dort versteckt hatte. Der augenblickliche Marktwert des gefundenen Goldes wird auf 338 600 Dollar geschätzt. Nach polizeilicher Mitteilung soll es sich bei dem Hamsterer um einen gewissen Zeilik Josefowitz handeln, der angeblich in Lausanne in der Schweiz ansässig ist. Man vermutet, daß Josefowitz bis zu zwei Millionen Dollar Gold in anderen amerikanischen Banken unter verschiedenen Namen niedergelegt hat. Josefowitz soll kürzlich, nachdem er von der Untersuchung Wind bekommen hatte, 200 000 Dollar nach der Schweiz verschoben haben. Er wird jetzt von der amerikanischen Polizei gesucht. Der Goldhamsterer hat eine Strafe in doppelter Höhe des gehorteten Betrages oder Gefängnis bis zu zehn Jahren zu gewärtigen. Eigiischei Nachir rineri ur gestatzi Zwei schwere Verluste der britischen Luftstreitkräfte auch BerLondon, 19. Februar Die britischen Luftstreitkräfte haben in der Nacht zum Mittwoch zwei schwere Verluste erlitten. In den frühen Morgenstunden stürzte in der Grafschaft Susser ein Nachtbombenflugzeug ab und ging in Flammen auf. Von den vier Insassen wurden drei getötet, während der Flugzeugführer, ein Unteroffizier, schwere Verletzungen erlitt. Die Maschine wurde fast vollständig ein Opfer der Flammen. Das zweite Flugzeugunglück trug sich in der Nacht über dem Aermelkanal zu, wo ebenfalls ein britisches Flugzeug aus noch unbekannten Gründen niederging und versank. Drei Mitglieder der Mannschaft werden als vermißt gemeldet: sie dürften wahrscheinlich ertrunken sein. Dem vierten Flieger gelang es, schwimmend die Küste zu erreichen. Zweimal Zwillinge und ein Würzburg, 19. Februar. Eine Geschichte, die ihresgleichen suchen dürfte, swird in der„Mainfränkischen Zeitung" berichtet. In einem Würzburger Entbindungsheim wurden am gleichen Tage zwei Mädchen von je zwei gesunden Töchtern entbunden. Beide Mütter kamen auch in dasselbe Zimmer zu liegen. Als sie sich freundschaftlich nach dem jeweiligen Vater erkundigten, stellte sich zum größten Erstaunen heraus, daß es beide Male derselbe war. Die miteinander verglichenen Photographien, die die Mädchen bei sich hatten, ließen jeden Zweifel verstummen. Die Ueberraschung war so groß, daß sich beide Mädchen in die Haare gerieten. Sie wurde aber noch größer, als die beiden Mädchen erfuhren, daß der „glückliche". Vater dieser vier Kinder schon lange verheiratet ist. wieder zu erhöhen. Soeben werden die Verdienstmedaillen geprägt für Mütter mit mehr als sechs Kindern. Das war für die Eitelkeit. Die dazugehörigen Haushaltungsvorstände, die seit 1930 Vater von fünf Kindern geworden sind, erhalten Beträge von 700 Mark. Vater und Großvater innerhalb weniger Stunden Belohnung für kinderreiche Väter in der Türkei Ankara, 19. Februar. Die türkische Regierung hat sich zu eingreifenden Maßnahmen entschlossen, um endlich die Geburtenziffer London, 19. Februar. Ein Polizeibeamter in Cedar Grove(New=Jersey) wurde nachmittags um 2 Uhr in das Zimmer seines Vorgesetzten gerufen, der ihm gratulierte und sagte, daß er ihm eine Stunde Urlaub gebe, um seine Frau zu besuchen, die soeben einem Sohn das Leben geschenkt hatte. Der Vater ging und kehrte nach einer Stunde mit glücklichem Gesicht und einer Handvoll Zigarren zurück, die er unter seine Kameraden verteilte. Sie wurden mit Dank angenommen, und dem Polizeibeamten wurde darauf gesagt, daß der Vorgesetzte ihn nochmals sprechen wollte. Der Kommissar erhob sich und erklärte dem erstaunten Beamten:„Ich glaube, es ist besser, Sie nehmen Urlaub für den ganzen Tag. Vor zehn Minuten hat Ihr Schwiegersohn angerufen; Ihre Tochter hat Ihnen eine Enkelin geschenkt!" Die Kältewelle in Amerika wandert nach Osten dnb Washington, 19. Februar. Die Kältewelle bewegt sich vom mittleren Westen auf die Atlantik=Küste und nach dem Süden zu. Die Stadt Little Fall(Minnesota) meldet 43 Grad Celsius unter Null. Das ist die niedrigste Temperatur, die seit 50 Jahren in dieser Gegend gemessen wurde. Sturm und Nebel legten die Schiffahrt an der Küste von Neu=England lahm. Fünf Schiffe liefen an der Küste von Massachusetts auf. Ein Küstenwachschiff rettete die 21 Mann starke Besatzung eines Fischerschoners, der gestrandet war. Die Schiffbrüchigen waren die ganze Nacht über in ihren Rettungsbooten auf dem Meer umhergetrieben worden. Hinrichtung eines Mörders Die Justizpressestelle Königsberg i. Pr. teilt mit: Am 19. Februar 1936 wurde in Insterburg der am 15. November 1899 geborene Martin Ennulat hingerichtet. Ennulat war vom Schwurgericht in Insterburg am 28. September 1935 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden, weil er am 28. November 1934 die 41jährige ledige Bäuerin Helene Poetschat hinterrücks erschossen hatte, um sich der Strafverfolgung zweier bei ihr begangener Getreidediebstähle zu entziehen. Erdbeben in Oberösterreich In Windisch=Garsten in Oberösterreich wurde in der Nacht zum Dienstag ein Erdbeben verspürt, das ungefähr eine Minute andauerte. Die Erschütterung war ziemlich heftig. Auch im oberösterreichischen Ennstal, besonders in Admont, war das Beben stark wahrnehmbar. Kraftfahrerstreik in Athen In Athen ist ein Streik aller Verkehrsmittel wegen der Erhöhung des Benzinpreises ausgebrochen. Man befürchtet die Ausdehnung des Streiks auch auf die Provinz. Unterirdische Leuchtgas=Explosion Die Hauptgeschäftsgegend der Stadt Utica im Staate Newyork wurde in große Aufregung versetzt. An etwa fünfzehn Stellen ereigneten sich weithin hörbare unterirdische Explosionen. Zwei Häuser wurden in Brand gesetzt. Durch hochfliegende Verschlußstücke von Rohrleitungen wurden zwei Personen verletzt. Wie später festgestellt wurde, sind die Explosionen auf entwichenes Leuchtgas zurückzuführen. Neuer Termin für Hauptmanns Hinrichtung. Wie aus Trenton(New Jersey) berichtet wird, hat der Richter Trenchard als neuen Termin für die Hinrichtung Hauptmanns die am 30. März beginnende Woche festgesetzt. Der Erzbischof von Guadalajara gestorben. Am Dienstag abend starb der Erzbischof von Guadalajara(Jalisco, Mexiko), Orozcoy Jimenez, im Alter von 72 Jahren. Sein Nachfolger wird automatisch Jose Garibi Rivera. Der verstorbene Erzbischof ist vielfach als geistiger Leiter des seinerzeitigen Cristero=Aufstandes bezeichnet worden. Nachdem er im Jahre 1932 von der Regierung ausgewiesen und im Flugzeug nach den Vereinigten Staaten gebracht worden war, kehrte er erst vor kurzer Zeit auf Grund einer besonderen Genehmigung des Präsidenten Cardenas nach Mexiko zurück. Großfeuer äschert in Nordamerika Versammlungshalle ein. In Columbus im Staate Ohio ist die alte Versammlungshalle der in Amerika weitverbreiteten Vereinigung„Orden der Columbus=Ritter" durch ein Großfeuer vollkommen eingeäschert worden. Fünf Feuerwehrleute sind durch einstürzende Wände geItötet, zwölf Feuerwehrleute schwer verletzt worden. Onder Somt We.. Eich Hoffmann(3) Anläßlich der Internationalen Autom=abss. und Motorradausstellung, die gegenwärtig in Berlin stattfindet, hatten, wie gemeldet, Reichsminister Dr. Goebbels Frau zu einem Empfangsabend im Provagandaministerium geladen. Unser Bild Iinks zeigt,Dr. Goebbeils bei der Unterhaltung mit dem amerikaBotschafter Dodd und Frau, während sich auf dem Bilde rechts der Führer, der sich unter den Gästen des Abends befand, mit dem schwedischen nischen Votchaßer Pod# und Broau, wohreg ss y der Mitte zeigt den preutzischen Ninisterpräsidenten Hermann Göeing mit seiner Gattin auf Seiandten et Wiesen uuterbut.— vn„zinem Besichtigungsrundgang durch die Autostände der Automobilausstellung Seite 6 Nr. 43 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 20. Februar 1936 und Wissen# eu.4 „Adie, du schnöde Welt...! 66 Zum Todestag von Andreas Hofer am 20. Februar Mit einem starken. vollen Gesicht, dunklen Augen und einem riesenlangen Bart, aus dem, wie sich die Leute erzählen, das welsche Pack Andenken geschnitten haben soll, lebt der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der todesmutige, kaisertreue und fromme Sandwirt aus dem lieblichen Passeiertal, in unserer Erinnerung. Auf dem Sandhof an der alten Straße, die von Innsbruck über den Brenner führt, wurde er als einziger Sohn alemannischer Bauern am 22. November 1767 geboren. Bevor die gegen Italien marschierenden Truppen Napoleons 1796 den Kriegslärm in die friedlichen Täler trugen, hat der Hofer schwer arbeiten müssen, um das arg verschuldete väterliche Erbe zusammenzuhalten. Nach der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz wurde Tirol bayerisch, ohne den franzosischen Bedrücker, der noch über dem König regierte, loszuwerden. Es verschwand nicht nur der Name Tirol, auch die alten Freiheiten wurden zerrissen, die Bischöfe abgesetzt und vertrieben und das Land mit schweren Steuern und Abgaben gedrückt. Im Frühjahr 1809 griffen die Tiroler Bauern, durch österreichische Versprechungen ermutigt, zu den Waffen, an ihrer Spitze Andreas Hoser, vertrieben die Bayern und Franzosen, eroberten Innsbruck zurück, mußten starken französischen Kräften weichen und errangen am 13. August einen glänzenden Sieg am Berg Isel über den General Lésébores. Hofer, der die Seele des Freiheitskampfes gewesen, wurde zum Oberkommandanten Tirols ernannt und hielt sein Bauernregiment in der Hofburg zu Innsbruck. Wie ein treuer Hausvater hat er für seine Bauern gesorgt, wenn er auch nicht viel hielt von Administration und geschwollenem Kanzleistil.„Die Herren sollen so deutsch schreib'n, daß es die Bau'rn verstehn; seitdem dös hochdeutsch Wesen aufkemmen ist, werd'n die Zeiten alleweil schlechter." Der Friede indessen sollte nicht lange vorhalten. Während die Tiroler ihrem Kaiser die Treue mit dem Blutsiegel hielten, wurden in Wien andere Siegel getauscht, die das Land ohne Wissen seiner Kinder an Napoleon verschacherten. Acht Tage nach dem Wiener Frieden(14. Oktober 1809) schrieb Hofer an den Kaiser:„Unsere Lage ist schrecklich. Ich sehe mich und mein Vaterland bereits von allen Seiten verlassen, ohne Hilfstruppen, ohne Geld und ohne alle Unterstützung. Man hört nichts als vom Frieden. Der Gedanke, daß E. M. uns bei Abschluß des Friedens vergessen haben soll, läßt sich nicht denken.“ Und doch war es so, nicht nur vergessen, verraten hatte der Kaiser seine Tiroler. Dank vom Hause Habsburg.... Aber noch ist der Hofer nicht am Ende, nun haben seine Landsleute nur ihn, den Speckbacher und die eigene Kraft. Am 12. November ruft er, nach anfänglich schwankender Haltung zum Aeußersten entschlossen, noch einmal zu den Waffen.„Wenn wir nachgeben", schreibt er,„ist Glaube, Religion, Volk und alles dahin.“ Bei Meran schlagen die Vintschgauer und Oberinntaler am 16. November den Feind mit Lawinen und Steinschlägen in die Flucht. In St. Leonhard, des Hofers Taufort, gibt es die letzte und erbittertste aller Schlachten, die die Adern leer blutet. Dann überschwemmen Bayern, Franzosen, Sachsen und Italiener das Land, jeder Widerstand wäre Wahnsinn. Auf einsamer Almhütte im Walde fand Andreas Hoser mit Weib und Kind und seinem Freunde eine Zuflucht. 1500 Gulden standen auf die Ergreisung des Sundwirts, und der Judas, sie zu verdienen, war nicht sern. Anton Rasfl verriet den Italienern seinen Aufenthalt, und eines Nachts wurde er von 600 Soldaten aufgehoben und nach Mantua gebracht, wo am 19. Februar das Standgericht zusammentrat. Auf Befehl Napoleons wurde Hofer für schuldig befunden. In seinem Abschiedsbrief wenige Stunden vor seinem Tode schrieb er:„Adie, du schnöde Welt; so leicht kommt mir das Sterben vor, daß mir nicht einmal die Augen naß werden. Geschrieben um fünf Uhr in der Früh und um neun Uhr reis' ich mit Hilf' aller Heiligen zu Gott.“ In dieser männlichen Haltung ist er am 20. Februar 1810 vor die Gewehrläufe des italienischen Pelotons getreten.„Es blutete der Brüder Herz, ganz Deutschland, ach, in Schmach und Schmerz, mit ihm sein Land Tirol!“ Dr. Stf. Reinz Steguweit:„Der Nachbar zur Linken“ Urauftührung im Mannkeimer Nationaltheater Man soll nicht gegen den Chauvinismus zu Felde ziehen wenn man ihm ungewollt neuen Zündstoff liefert. Das möchte man dem etwas allzu rührigen Heinz Steguweit zurufen, wenn er in seinem neuen Schauspiel„Der Nachbar zur Linken“ zwei ehemalige Frontsoldaten, den deutschen Major a. D.„Vater Gurlitt“ und den früheren französischen Leutnant Fénélon, in Berlin die Friedenswaffen kreuzen und schließlich die durch ein Mißverständnis(d. h. eine Lüge der französischen Presse) gefährdete Freundschaft neu besiegeln läßt. Der„offizielle Moniteur“ von Paris hat nämlich die Nachricht verbreitet, Fénélon sei bei der Regimentsfeier von den Deutschen überfallen und mißhandelt worden und läge schwer verletzt im Invalidenhaus. Es bedarf einiger Mühe, um die alten Kriegsgegner zu überzeugen, daß die Schuld an der neuen Entfremdung allein die Presse treffe. Als Fénélon den Irrtum nach seiner Rückkehr im Rundfunk klarstellen will, wird er daran durch die französischen Behörden gehindert. So holt er sich fünf Schul= und Kriegskameraden, die mit ihm nach Berlin fahren und seine Unschuld beweisen müssen. Wenn das Stück auch nicht in allen Szenen überzeugen wollte, gab die soldatische Gesinnung doch den Ausschlag, zumal die flotte Inszenierung durch Hans Becker die rhetorischen Höhepunkte der vier Akte kräftig unterstrich und die beiden Hauptdarsteller Hans Finohr(Vater Gurlitt) und Erwin Linder(Fénélon) alle Register zogen. Es gab außer nachdenklichen Zuschauern viel lauten Beifall, der auch dem Dichter zahlreiche Vorhänge brachte I. V. H. D. Köln erwarb die Jammlung Carliansen für das Wallraf=Richartz=Museum Die Kölner Ratsherren gaben in ihrer letzten Sitzung die Zustimmung zum Erwerb der Sammlung Carstanjen, die 1928 als Leihgabe von München her nach Köln gekommen war. Das Wallraf=Richartz= Museum erfährt mit dieser Sammlung eine großartige Bereicherung, sind in ihr doch u. a. Albert Cuyp mit drei herrlichen Stücken, van Dyck mit einem erschütternden Damenbildnis, Franz Hals mit drei Meisterwerken seines flirrenden Pinsels und der späte, bekennende Rembrandt mit drei für die Ewigkeit gemalten Bildern vertreten. Von zuständiger Stelle wird auf Anfrage darauf hingewiesen, daß die Gründe, die zum Ausscheiden des Professors Gustav Havemann aus seinen Funktionen in der Reichsmusikkammer führten, in keiner Weise ehrenrühriger, sondern rein sachlicher Art waren. Die jüngste Statistik des Rundfunks ergibt, daß in Europa 23 Millionen Empfänger gezählt werden, in Amerika 26,2 Millionen, in Südamerika 1,5 Millionen und in dem riesigen Asien nur 2,5 Millionen. Afrika kommt erst viel später mit 200000 Empfängern. Scribe, der Dramaliker Zu seinem 75. Todestage am 20. Februar. Obwohl fast ein Jahrhundert seit Scribes vergangen ist, können wir nicht behaupten, daß er unz nichts mehr zu sagen hätte: das Staatstheater in Verlin hatte mit seinem„Glas Wasser“ das Zugstück der vorigen Saison, und das Stück gehörte zu denen, die der Berliner einfach„gesehen haben mußte" Scribe, der am 24. Dezember des Jahres 1791 Paris geboren wurde, also mitten in den Gärungen der Revolution, studierte, als er die Schule hinter sich gebracht hatte, die Rechte, begann dann aber Stücke für die Bühne zu schreiben, da dieser innere Drang in ihm lebendig war. Es ging ihm jedoch auch nicht anderz als den meisten Bühnenschriftstellern: selbst die Erst, lingswerke eines Scribe fielen mit Pauken und Trompeten durch und hatten im Grunde auch kein viel besse. res Schicksal verdient. Sein erster Erfolg stellte sich Jahre 1816 ein, als er gemeinsam mit einem andern das Stück„Eine Nacht der Nationalgarde" verfaßte. In den folgenden Jahren schrieb er allerlei kleine Lustspiele und Szenen für Varietés und fand großen Beifall. Erst in den Jahren von 1837 ab kamen die wirklich wertvollen Arbeiten Scribes heraus, darunter vor allem das„Glas Wasser". Als Librettist war Scribe ebenfalls sehr erfolgreich und produktiv und versorgte dreißig Jahre lang alle Pariser Opernbühnen mit Texten, natürlich auch wieder in Gemeinschaft mit seinen Mitarbeitern. Unter anderm stammen von Scribe die Terte zu„Fra Diavola“,„Robert der Teufel“„Hugenotten",„Propheten" und zu mehr als fünfzig anderen Opern. Sogar Novellen und Romane hat er geschrieben. Mit siebzig Jahren starb er in Paris, einer der eifrigsten, fleißigsten und erfolgreichsten Schriftsteller, die wir überhaupt kennen. Wenn man die Zahl der unter seinem Namen herausgebrachten Dramen auf 350 schätzt, so dürfte das noch niedrig gegriffen sein. Seine gesamten Werke umfassen 76 Bände. Wirkung des Rauchens: Kalte Finger Wieder einmal hat man eine Folge des Rauchens festgestellt. Nach Dr. Wright und Dr. Moffat tritt nach Nikotingenuß eine Abkühlung der Fingerspitzen und Zehenspitzen ein, die sich bis zu 3,6 Grad steigern kann. Diese Abkühlung beruht auf einer Zusammenziehung der feinsten Hautblutgefäße, die sich infolge der Nikotingifte krankhaft zusammenziehen. Für Podagra=Kranke wäre deshalb das Rauchen nicht zu empfehlen. Sie verschlimmern damit nur ihren Zustand. Nach der politischen Sonderschau„Entartete Kunst“ wird das Haus der Kunst in Dortmund die Frontbilderausstellung„Vorn“ in der Zeit vom 20. Februar bis zum 15. Marz bringen. Die Preffestelle der Universität Heidelberg teilt mit: 1—..— Der Führer und Reichskanzler hat die vom 27. bis 80. Juni stattfindende 550=Jahr=Feier der RuprechtKarls=Universität Heidelberg als reichswichtig erklärt Geschichtstafel 20. Fedruar: 1482 starb der italienische Bildhauer Luca della Robhia in Florenz(geb. 1399). 1790 Kaiser Josepy II. in Wien gestorben(geb. 1741). 1810 Die Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer und Peter Mayr standrechtlich erschossen(geb. beide 1767). 1751 wurde der Dichter Joh. Heinrich Voß in Sommersdorf in Mecklenburg geboren und studierte in Göttingen, wo er auch dem Hainbund angehörte. 1792 wurde er Rektor in Entin, dem Schauplatz seiner Idylle„Luise“, die jedoch nicht so nachhaltig für seinen Dichterruhm gewirkt bat wie seine klassische, noch unerreichte Homer=Uebersetzung. Herist est ee Josef Kohlhofer 9 26) Passanten hatten die Mäntelkragen hochgeschlagen und die Hände in die Taschen vergraben; ihre Köpfe duckten sich auf die Hälse und ihr Atem kam wie ein seines weißes Pulver aus den Mund. Da war es in der warmen Stube doppelt angenehm, und wenn die Glut im Ofen ihren rötlichen Schein verbreitete und die Wärme den Körper umschmeichelte, dann war jene träumerische Stimmung geschaffen, die den Menschen vorübergehend von aller Erdenschwere befreit. Wie lange Johanne in Gedanken versunken dagesessen war konnte sie nicht sagen. Die Klingel des Telephons schreckte sie aus ihrem Sinnen auf und brachte sie jäh in die Wirklichkeit zurück. Sie berührte den Schalter; die plötzliche Helle griff schmerzhaft in ihre Augen und erschien ihr wie ein aus dem Dunkel gekommenes, tausendäugiges Phantom, das mit seinen grellen Blicken hungrig die Schatten des Zimmers verschlang. Sie kannte den Rufer. Fröstelnd nahm Sie den Hörer in die Hand. „Fräulein Wellington, ich frage Sie nun heute zum drittenmal: Wollen Sie schweigen? Sie kennen meine Bedingungen!“ fragte eine tiefe, kalte Stimme. „Ich sollte es nicht tun, Herr Best, denn Sie sind schlimmer als der schlechteste Mensch. Wenn ich schweige, so nur um der einen Person willen, und wenn ich Ihr Versprechen habe daß Sie mit dieser Person England verlassen!“ gab Johanne gefaßt zurück. „Sie sind die einzige Zeugin, die gegen uns auftreten kann; bleiben Sie stumm, wird man auch Milton freilassen müssen. Wer gibt mir aber die Gewähr, daß Sie Ihr Wort halten?" „Wenn Sie daran zweifeln, warum äußern Sie dann dieses Verlangen?" „Ich glaube Ihnen, und wenn Sie nicht wankelmütig werden, wird jede Belästigung ihrer Person aufhören. Wie steht es mit den Briefen?" „Geben Sie mir eine Adresse, und ich sende sie dorthin", erklärte sie und griff nach einem Bleistift. Ihr kam dieser Handel unsagbar schmutzig vor. .B. B. 100, hauptpostlagernd!“ diktierte Best. „Noch etwas, Herr Best! Ich habe alles, was ich im Hause in der Charlesstreet hörte und was mir durch Herrn Milton und Sie widerfuhr, aufgeschrieben und bei einem Notar hinterlegt. Sollte mir etwas zustoßen, wird dieses Schriftstück sofort der Polizei übergeben. Sie wußte nicht, ob diese Drohung einen Sinn hatte; es war mehr eine augenblickliche Eingebung, die sie die Worte sprechen ließ. Best war offenbar verdutzt, denn seine Antwort kam erst nach einer Weile. „Das hätten Sie nicht tun dürfen“, rief er zornig, „das ist gegen die Abmachung. Sie werden Ihre unüberlegte Handlung wieder rückgängig machen!" „Auf keinen Fall werde ich das!“ „Gut, es bleibt mir nichts anderes übrig, als einverstanden zu sein.“ „Bevor ich das Gespräch beende, Herr Best, möchte ich Ihnen noch einiges sagen: Ich wunsche nicht mehr angerufen zu werden und Sie nicht mehr zu sehen Wenn Sie in meine Nähe kommen und nur ein Wort zu mir sprechen, werde ich alle Vereinbarungen vergessen. Mir graut vor Ihnen und Ihrem schändlichen Charakter!" Nach dieser Mitteilung hängte Johanne einfach ein. Hatte sie recht getan, einen Verbrecher der Strafe zu entziehen? Diese Frage quälte sie noch lange, und sie fand erst ihre innere Ruhe wieder, als sie daran dachte, daß es um ihrer toten Mutter willen geschah. Niemand konnte sie deshalb verachten. Sie ging in die Küche, um Teewasser aufzusetzen und einige Brötchen zu streichen. Johanne hantierte geschäftig mit Topf und Messer und lenkte durch diese frauliche Arbeit ihre Gedanken in eine andere Richtung. Sie breitete eine weiße Serviette über den Tisch im Salon und stellte die Teekanne darauf. Der Kopfschmerz war verschwunden, dafür verspürte sie Hunger, und das war ein gutes Zeichen. An diesem Abend sollte sie noch einen weiteren Besuch empfangen, denn sie hatte sich kaum niedergesetzt, so ertönte der Türklopfer. Johanne war sich unschlüssig, ob sie öffnen sollte. Sie vermutete in dem Einlaßbegehrenden ihre Wirtin, weshalb sie aufstand. Diesmal erhielt sie Herrenbesuch— Will Gerson. Er trat mit einem freundlichen Gruß ein. „Hm, wie das Tischlein deck dich. Fehlt nur noch der Knüppel und der Esel. Hoffentlich halten Sie mich für den Knüppel!“ äußerte er sich besorgt. In England ist der Begriff Dame so unantastbar, daß man nichts Unschickliches darin sieht, wenn ein Herr ein alleinstehendes Mädchen besucht. Die Dame genießt auch den Schutz der gesamten Oeffentlichkeit, und es wird als großes Vergehen angesehen, als Unbekannter ein Mädchen anzusprechen oder zu belästigen. Johanne war überrascht. Diesen Besuch hatte sie nicht erwartet. Sie bat Gerson, abzulegen, und fragte ihn, ob sie ihm eine Tasse Tee bringen dürfe. Erfreut rieb sich Gerson die Hände. „Bitte sehr, aber eine große, wenn ich nicht unbescheiden bin. Meine Knochen sind steif wie Poloschläger, und wenn ich jetzt daran denke, wie dann der heiße Trank in meinen eisigen Körper fließen wird, fühle ich bereits, wie das Starre und Unbeholfene daraus entweicht.“ Er legte ab und ließ sich zufrieden am Tisch nieder. „Wie im Schlaraffenland!“— Er griff hinter sich. „Was suchen Sie auf Ihrem Rücken?" fragte das Mädchen erstaunt. „Ich sehe nur nach, ob ich keine Gabel und kein Messer darin stecken habe. Im Schlaraffenland laufen nämlich die..., er fing plötzlich zu husten an „Donnerwetter“, murmelte er,„wie ungeschickt bin ich doch. Ihr Tee ist ausgezeichnet und sehr nahrhaft. Ich kenne ein Gedicht...“ Johanne hob erschrocken die Hände und sah ihn strafend an. Diese Gelegenheit benützte Gerson, um ihr tief in die Augen zu schauen. Er verglich ihren blauen Schimmer mit Saphiren und anderen Edelsteinen, ohne jedoch einen Vergleich zu finden, der standhielt. „Sie sitzen an der Tischecke, Johanne!— Schrecklich, Sie bekommen sieben Jahre keinen Mann!“ Er nahm sich einen zu großen Schluck aus der Tasse und verbrannte sich dabei die Zunge. Sein mitleidheischendes Gesicht ignorierte das Mädchen vollkommen. „Das war die Strafe!“ belehrte es ihn.„Ich bin für Sie Fräulein Johanne.“ „Richard Löwenherz...“ „Hören Sie auf, es ist zwecklos!“ „JJohanne.. „Herr Gerson!“ Will griff gekränkt nach dem Ei.„Lassen Sie mich doch aussprechen. Ich meinte Johanne Gerson, meine Kusine...“ „Sie lügen, Gerson, Sie werden rot wie eine Mohnblume. Schämen Sie sich!" tadelte Johanne. Er seufzte melancholisch.„Gestern träumte ich von einer Schwiegermutter und einem Storch“ fuhr er frivol fort, ohne zu achten, daß Johannes Gesicht mit einer glühenden Röte übergossen war.„Dazu gesellten sich zwei nachtschwarze Manner mit riesigen Blumensträußen und ein Dutzend Kellner, die sich zehnmal vor mir verbeugten und einen gemischten Chor sangen. Am Schlusse drückten sie mir die Hand und riefen: Gute Nacht, Herr König!— Die Schwiegermutter aber umarmte mich und schluchzte: Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch...“, er faßte sich an die Stirne, „jetzt bin ich in ein deutsches Märchen geraten; schade, ich hätte so gerne gewußt, was die Schwiegermutter sang!— Nun, Sie sagen ja gar nichts!“ Das Mädchen schüttelte entsetzt den Kopf. Die heitere Art Gersons gefiel ihr; sie wollte ihm diese Stunde schenken, und wenn sie abgelaufen war, sollte er erfahren, daß sie jede Demütigung auf sich nahm, um nicht in eines anderen Schuld zu stehen. Zu diesem Entschluß hatte sie sich durchgerungen und dabei ihre innere Ruhe wiedergefunden. Was nachher kam, daran wollte sie nicht denken. Liebte sie Gerson? Sie verneinte die Frage. Sie fühlte, daß sie ihm gut war; ihre Zuneigung entbehrte aber der Stärke, um von Liebe sprechen zu können. Wenigstens schien ihr das so. Wie es um sie stand, wußte sie selbst nicht; in ihr war alles unklar und zwiespältig. Sie war in diesen Dingen scheu und empfindlich. „Warum so still und nachdenklich?" erkundigte er sich. „Verzeihen Sie, ich bin eine nachlässige Hausfrau!" Sie füllte Tee nach und brachte Gebäck auf den Tisch. Gerson verwandte keinen Blick von ihrer biegsamen Gestalt. Er stieß einen tiefen Seufzer aus. „Welch trüben Gedanken sind Sie nachgegangen? Das war ein sehr schwerer Atemzug." Johanne, die wieder Platz genommen hatte, sah ihn fragend an. „Ich dachte soeben an Sie“, erklärte der Besucher kaltblutig,„und bedaure, daß ich nicht König bin!“ „Es gibt auch unglückliche Könige. Der Wert des Menschen zeigt sich nicht in der äußeren Lebensstellung, sondern muß innerlich zum Ausdruck kommen. Ich kann Ihnen leider nicht verbieten, an mich zu denken, aber ich muß Ihnen sagen, daß es schade ist um die Zeit die Sie dabei vergeuden!" In ihre Wangen stieg ein sanftes Rot. „Als zur Zeit der Christenverfolgung Kaiser Nero unter den Gläubigen wütete...“ „Es gab schon bei den Eiszeitmenschen Männer, die so unnütze Gedanken pflegten“, fiel ihm Johanne schnell in das Wort. „In der Tat, Sie haben recht" pflichtete ihr Gerson höflich bei.„Damals wurden die Mädchen geraubt, die Männer ritten auf Mastodonten und schlugen mit dicken Schachtelhalmen um sich. Ich glaube, daß unsere ganze Familie von einem Eiszeitwüterich abstammt“, ergänzte er unverfroren. „Sie sind ein großes Kind Gerson, und Kinder sind immer unbescheiden in ihren Wünschen. Man muß viel Geduld mit ihnen haben; denn sie verlangen unmögliche Geschenke." „Ich weiß, Trompeten, Schaukelpferde und Eisenbahnen. Auch ich war ein Kind mit lockigem Haar und denke oft an meine Großmutter, wenn ich mich in Ihrer Gesellschaft befinde.“ Ein entzückendes Kompliment!" stellte Johanne entrüstet fest. „Ich meine dabei Ihre Güte und Liebe und Ihr freundliches Wesen.“ Gerson zog eine Zigarre heraus. „Darf ich sie anzünden?“ „Gewiß!" Johanne war froh, über etwas anderes sprechen zu können.„Ich liebe sogar den aromatischen Duft einer Zigarre.“ „Hm— tja—!“ er zog mächtig daran, das Stück kostet zehn Pfennig, eine ausgezeichnete Sorte. Sie können nicht ahnen, Fräulein Johanne, wie wohl ich mich hier fühle. Das Junggesellendasein ist eine unverdiente Strafe für mich. Wie schön muß das sein, wenn man abends vom anstrengenden Dienst nach Hause kommt und von der lieben Frau mit einem Kuß empfangen wird.“ Er hatte nicht den Mut, anders zu ihr zu sprechen; ihre Gegenwart legte ihm Hemmungen auf, die er sonst nicht kannte, und daraus entsprang auch seine Flucht in das Spöttische. Er raffte sich zusammen. „Einmal muß ich Ihnen das sagen. Ich kenne nur ein Mädchen in London, das ich fragen würde, ob sie mich für das ganze Leben haben möchte, und dieses Mädchen...“ „Sprechen Sie nicht weiter Gerson!" rief Johanne angstvoll. Hören Sie!— Ich schulde Ihnen so viel Dank, daß ich nicht weiß, wie ich ihn abstatten soll. Gerade deshalb bitte ich Sie, es mir zu ersparen, in Ihnen etwas anderes als einen Gentleman zu sehen. Sie hätten mir ein guter, ehrlicher Freund sein können — ich gebe das gerne zu—, und ich sah auch in Ihnen einen uneigennützigen Kameraden. Von diesem würde ich die Dienste, die Sie mir erwiesen haben, bedenkenlos ohne Gegenleistung annehmen. Von Ihnen kann ich das nun nicht mehr.“ Mit blassem Gesicht sprach sie weiter, und ihre Worte klangen jetzt eintönig und wie einstudiert:„Wenn Sie mich lieben, Gerson, dann verlangen Sie von mir nicht das Opfer, Sie wiederzulieben; es wäre zu groß. Sie haben mich aus den Händen schlimmer Menschen gerettet und meine Dankbarkeit verdient. Aber es ist etwas zwischen uns, was uns trennt.“ In ihren Augen schimmerten Tränen: mit beiden Händen bedeckte sie das Antlitz und die bebenden Lippen. Schweigend hatte ihr Gerson zugehört. Nun nahm er ihre Hände fort und sah sie mit seinen klugen grauen Augen forschend an. Sie er; widerte den Blick ohne Scheu und wartete zitternd zuf seine Antwort. Ich bin Ihnen nicht böse, Fräulein Johanne,### Sie so sprechen“, sagte er ernst.„Die Ereignisse Sonntags haben Ihre Nerven angegriffen und in Ihnen einen Zustand krankhaften Heroismus erzeugt. Auch ein anderes Mädchen hätte darunter gelitten. Was ich für Sie tat, war meine Pflicht, und lediglich, daß ich n großer persönlicher Sorge um sie war, hatte mit diese Pflicht nichts gemein. Fräulein Johanne“, Stimme klang jetzt rauh,„ich weiß nicht, warum so zu mir sprachen; aber ich fühle es daß Sie noch etwas anderes bestimmt hat. Auf Ihre Worte näher einzugehen, erübrigt sich. Ich wollte Ihnen ein Freund sein ohne Eigennutz, und Sie haben# dafür gekränkt; aber lassen wir es dabei: es ist## Wille, und er soll gelten!" „Verzeihen Sie mir!“ Ihre tränenfeuchten Augen richteten sich in stummer Bitte auf ihn. Gerson brachte verlegen seine Krawatte in Ore“ nung; wenn sie ihn so ansah, war er hilflos. (Fortsetzung folgt) 9 Man zählte das überstürzten sich in rajewo! In der§ auf, die kurze Zeit ganz Europa verbre Der Bauer Her Kotten. Trotz aller sich mit seinem gan gen. Gerade hatte nacht, als seine To kam.„Vater hier, von weitem entgege bung befohlen. durch den Kopf. N er in den letzten: würde es doch einen Tod und Verderbe haben, seinem deut sen. Möge kommen, der Bauer Herberh Besprechung. Scho Notdürftigste zusan Ruhrgebiet fahren. in den Reihen der nen Landsleute, ge es da drüben Fah seinem Volk in de war es nur eine 4 land gebot. Gerad Unterredung an, aufzusuchen, als gestoßen wurde. 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Das Muster meiner Schlafzimmertapete kenne ich so eine Pflicht, oie iom vie Lieoe zum Butt.=)—, auswendig, wie mein kleiner Reffe seinen, StruwelGerade schickte man sich nach dieser ernsten##t.—.., zst sie an manchen Stellen schon recht Man zählte das Jahr 1914. Aufregende Ereignisse führten sie dem„Sleger“ verstürzten sich in der Weltpolitik. Fürstenmord in Sa er nur erhuschen, konnte. der Ferne schon leuchtete die Brandfackel auf, die kurze Zeit später Grauen und Entsetzen über Europa verbreiten sollte. * D e r B a u e r H e r b e r h o l z b e s a ß i m E l s a ß e i n e n k l e i n e n gotten. Trotz aller Manöver der Franzosen fühlte er sich mit seinem ganzen Herzen zu Deutschland hingezoGerade hatte er auf dem Felde Feierabend gemacht, als seine Tochter ihm aufgeregt entgegengelaufen „Vater hier, ein Extrablatt“, rief sie ihm schon von weitem entgegen.„Deutschland hat die Mobilmagung befohlen.“ Dem alten Bauern ging es wie wild den Kopf. Nun war es doch wahr geworden, was den letzten Tagen bange gefürchtet hatte. Nun mürde es doch einen Kampf geben mit dem Erbfeind auf sod und Verderben. Und er würde jetzt Gelegenheit seinem deutschen Vaterland die Treue zu beweisen. Möge kommen, was da wolle. In dieser Nacht hatte der Bauer Herberholz mit Frau und Tochter eine ernste sprechung. Schon am nächsten Tage wollte man das Rotdürftigste zusammenraffen und zu Verwandten ins Ruhrgebiet fahren. Herberholz wollte auf keinen Fall in den Reihen der Franzosen kämpfen gegen seine eigenen Landsleute gegen sein eigenes Land. Mochten sie es da drüben Fahnenflucht heißen, wenn er eilte, um seinem Volk in der größten Not beizustehen. Für ihn war es nur eine Pflicht, die ihm die Liede zum Valerland gebot. Gerade schickte man sich nach dieser ernsten Unterredung an, noch für einige Stunden das Lager aufzusuchen, als plötzlich heftig gegen die Haustüre gestoßen wurde. Herberholz selbst ging hinaus. Da standen zwei französische Soldaten und versuchten ihm im kauderwelschen Deutsch ihr Verlangen klarzumachen. Endlich hatte der Bauer begriffen, er mußte sein Pferd abgeben, seine Liese, an der er hing als an sein eigen Weib und Kind. Die Soldaten wiesen einen Requisitionsschein vor, aus dem hervorging, daß die Soldaten befugt waren, mit Gewalt vorzugehen, falls ihrem Verlangen nicht stattgegeben wurde. Was half es da. Er mußte sich in das Unvermeidliche schicken. Und dann schritt er den Soldaten voraus in den Pferdestall. Seine „Liese" wieherte freudig auf, als sie ihren Herrn zu später Nachtstunde noch kommen hörte. Aber dem standen die Tränen in den Augen. Jetzt galt es Abschied zu nehmen.„Arme Liese“, so einst gedacht, mich nimmer mehr von dir trennen zu brauchen. Und nun mußt du hinaus in die mörderische Schlacht. Mußt deinen Reiter tragen gegen die Reihen derer, die meine Brüder sind.“ Die Soldaten wurden bereits ungeduldig, als Herberholz endlich das Tier löste und mit ihm aus dem Stall hinaustrat. Noch einmal klopfte er den Hals des Tieres, noch einmal steckte er seiner„Liese“ ein Stück Zucker zu, das er ständig in der Tasche trug. Und dann trabten die beiden Fremden mit seinem Pferd in die dunkle Nacht hinein. Noch einmal vernahm er von Ferne ein Wiehern, aber es klang nicht so freudig, wie er es sonst wohl gewohnt war; es klang mehr als ein letzter Abschiedsgruß. Der Werltkrieg war zu Ende. Er hatte für unser Vaterland einen unglücklichen Ausgang genommen. Bauer Herberholz war zweimal verwundet worden. Er hatte sein Leben eingesetzt für Deutschland, wenngleich auch der Tod ihn seiner Frau und Tochter nicht entrissen hatte. Die Revolution brauste über deutsches Land daher. Eine Horde verlumpter marxistischer Elemente hatte sie angezettelt, hatte den tapferen Kriegern die Fahne aus der Hand und die Achselstücken von den Und wieder einige Jahre später rollten unaufhörlich lange Güterzüge durch die deutschen Gauen. Riesenberden von Vieh aller Art, von Materialien und Kohle zu, der alles mit nahm, was nur erhaschen konnte. Aber schon bald zeigte sich Deutschlands Unfähigkeit zur Leistung der Reparations= pflichten. Da marschierte Frankreich unter Bruch jeglichen Völkerrechts in das Herz des deutschen Vaterlandes ein. Bauer Herberholz hatte sich umgestellt, er hatte auf einer der vielen Zechen Arbeit gefunden. Inzwischen hauste die fremde Macht im Lande. Deutsche. Menschen Männer und Frauen wurden von den Eindringlingen angespiehen und geschlagen. Man hetzte Menschen auf Deutsche, die in ihrem eigenen Lande mit Mißachtung und Geringschätzung betrachtet wurden. Gesindel aus Paris durfte junge Deutsche mißhandeln. An einem Augustabend des Jahres 1923 machte Herberholz noch einen kleinen Spaziergang durch die abendliche Stille, die nur zuweilen von dem Marsch= tritt fremder Soldaten unterbrochen wurde. Da gewahrte er plötzlich auf einem freien Platz zehn, elf und mehr Pferde. Sie standen sattelfertig. Wahrscheinlich sollte in wenigen Minuten ein französischer Ausritt stattfinden. Nach alter Gewohnheit trat Herberholz an die ungeduldig stampfenden Tiere heran. Der Posten lehnte müde und verdrossen in einer Ecke. Da, als er eins der Tiere streichelte und auf den Hals klopfte, schnupperte das Pferd plötzlich nach seiner Tasche, als suche es etwas. Da ging ein freudiges Leuchten über das Gesicht des Mannes, genau so war er es einst von seiner Liese gewohnt. Plötzlich kam es über ihn und formte sich zu dem einen Wort„Liese". Freudig wieherte das Pferd auf. Es war sein Pferd, seine Liese, das ihn nach den langen Jahren noch wiedererkannt hatte. Da merkte er am linken Bein des Tieres noch die Narbe einer Verletzung, die es sich einst an seiner Egge zugezogen hatte Jetzt konnte kein Zweifel mehr sein. Das war seine „Liese". Die Freudentränen standen dem Manne in den Augen. Schnell lief er hinüber auf die andere Seite wo er in einem Kolonialwarengeschäft schnell eine Tüte mit Zucker erstand. Aber als er zurückkam, war der Platz bereits leer In den wenigen Minuten seines Fortseins waren die Reiter hinausgetreten und davongeritten. Noch oft stand Herberholz abends an dieser Stelle, aber seine„Liese“ hat er seit diesem Tage nicht wiedergesehen. Ickuster, Cleis bei deinem Leisten! peter. Außerdem ist sie an manchen Stellen schon recht verschossen, so daß ich nicht leichtsinnig zu nennen bin, wenn ich hier eine kleine Veränderung vornehme. Wie wäre es denn einmal mit gestrichenen Wänden? Bei Schmitzens war ich doch neulich restlos begeistert davon! Im übrigen ist das Streichen bestimmt viel billiger als das Tapezieren, und man kann es vielleicht sogar selber machen. Gedacht, getan! Ich entscheide mich für leuchtend gelb und besorge das nötige Material. Vom Inhaber des Farbladens lasse ich mir genaue Anweisungen geben und dann geht die Sache los. Erst muß das zu streichende Zimmer ausgeräumt werden. Das hört sich sehr einfach an, aber die Ausführung macht dann doch einige Schwierigkeiten. Schließlich ist man nicht Möbelträger, sondern nur Büroangestellte, also fehlt einem schon die nötige Kraft und Uebung, um alles so fortven in bez,„Augen, Jebt galz e, sch poch jiügn die wötige ziue Schrammen und sraßer davonstee ze oot,ägt. Nach einstündiger schwerer Arbeit.äuft mir der tlug:. Nach einstündiger schwerer Arbeit läuft mir der Schweiß in Bächen vom puterroten Gesicht, aber der Kleiderschrank, das Bett, die Nachtkonsole und sonstige Möbelstücke befinden sich nun wohluntergebracht im Wohnzimmer, das seinen wohnlichen Charakter vorläufig allerdings eingebüßt hat. Jetzt müssen die überflüssigen Nägel aus der Wand entfernt und die zurückbleibenden Löcher vergipst werden. Ich hole mir also Leiter und Kneifzange und begebe mich an vie Arbeit. Nachdem der erste Nagel, ein ziemlich langer Kerl, mi List und Tücke heraus ist, steige ich wieder herab auf sicheren Boden, um die Leiter an den nächstfälligen Nagel zu ziehen. Da fällt mir plötzlich mit lautem Gepolter etwas sehr Schweres, sehr Hartes auf die Nase. Erschrocken bedecke ich mein Gesicht mit beiden Händen um mich vor weiteren Ueberraschungen von oben zu schützen. Als aber alles ruhig bleibt, wage ich, mich nach der Ursache umzusehen. Zu meinen Füßen liegt ich möchte sagen höhnisch grinsend, die liebe Kneifzange die ich vorhin auf der Leiter vergaß. Das entsetzlich blutende Nasenbein wird eine halbe Stunde gekühlt, dann gehe ich wieder mit frischem Mut, aber bedeutend vorsichtiger an's Werk. Meiner Meinung nach können mit Gips nur Akkordarbeiter oder Herenmeister umgehen, mir wird er jedenfalls unter der Hand hart und und nur mit Mühe schaffe ich mein Pensum. Endlich ist nun der große Augenblick gekommen! Mit der Andacht einer Vierjährigen, die in einer großen Pfütze Sand zu Kuchenteig verrührt, menge ich die Farbe. Erst Kreide mit Wasser, dann Chromgelb, ein wenig Grün, und zum Schluß, wenn alles gut verteilt ist, Leim dazu. Mit einem Quast, zart wie Frauenhände(von meinen kann ich es im Augenblick allerdings nicht behaupten) beginne ich zu streichen. Mir wird dabei ganz leicht um's Herz und vergnügt trällere ich vor mich hin. Wie das patscht und spritzt! Ich streiche immer kreuz und quer aus Freude an Und wie schnell das geht! Daß der Boden, die Türen und der Fensterrahmen auch eine kräftige Portion der leuchtenden Farbe mitbekommen, bedrückt mich keineswegs. Wasser und Seife werden diese Spuren schon wieder vertreiben. Mit verliebten Blicken betrachte ich später meine vollendete Arbeit. Vorläufig kann man ja nicht viel sehen. Die Wände sind klatschnaß, und die Tapete hat durch die Nässe richtige Sorgenfalten bekommen. Ich habe nun noch Arbeit in Hülle und Fülle. Mit Schrubber, Aufnehmer und Seifenwasser gehe ich der verspritzten Farbe zu Leibe. Nachdem der an sich braune Boden aber nach dem zwanzigsten Eimer Wasser immer noch stark gelblich schimmert, gebe ich es für dieses Mal auf und räume, mich wiederum schrecklich quälend, die Möbel an ihren alten Platz. Inzwischen ist es Abend geworden und todmüde sinke ich ins Bett. Mein letzter Gedanke gilt natürlich dem neuangestrichenen Schlafzimmer und selbstzufrieden lächelnd, verfalle ich dem Schlummer. Das Erwachen ist fürchterlich! Ein Muskelkater ohnegleichen hat meine armen Glieder gepackt und die noch schlaftrunkenen Augen werden von grasgrünen, scheußlich verschmierten Wänden. geblendet. Zu allem boden auch noch mit handbreiten Kratzern, die vom Möbelrücken herrühren, bedeckt. „Gelernt ist gelernt“, denke ich bei mir.„Und darum sollte auch keiner dem andern in's Handwerk fuschen.“ Mein Frühstück esse ich ohne jeden Appetit, und dann gehe ich fort, um kleinlaut den Anstreicher zu bestellen. Schlott. Wieekommenet stockzeitsgast Als Maria Borewitsch, eine Bürgerin des jugoslawischen Städtchens Sanski Most, ihre Hand in die ihres Bräutigams legte und der Priester das junge Paar segnete, weinte sie ein bißchen, teils vor Glück und teils, weil sie beide sehr arm waren und einen schweren Stand im Leben haben würden. Ihre Tränen wurden aber rasch getrocknet, denn... ... vor der Kirche trat ein alter moslimischer Bauer auf sie zu und gab ihr freudestrahlend ein Säckchen mit lauter großen Goldstücken. Sofort wurde er von der Hochzeitsgesellschaft umringt und ausgefragt, und da erzählte Bego Mujitsch, so hieß der alte Mohammedaner, eine wunderbare und rührende Geschichte. Er sei mit dem Vater der Btaut sehr befreundet gewesen, und dieser habe ihm bevor er in den Weltkrieg zog, diese Dukaten zur Aufbewahrung gegeben. Sollte er nicht mehr aus dem Felde zurückkommen, dann waren die Goldstücke für die kleine Tochter bestimmt, die damals schon keine Mutter hatte. Aber das Mädchen Maria sollte das Geld erst an ihrem Hochzeitstage bekommen. Getreulich hatte der Mohammedaner diese Freundespflicht erfüllt. Es ging ihm zwar ab und zu sehr schlecht, aber die Dukaten waren in seinen Händen sicher, und so hatte er aus der Ferne den Lebenslauf der heranwachsenden Tochter seines Freundes, die nun, nach dem 1916 erfolgten Tode ihres Vaters, ganz zur Waise geworden war, verfolgt, bis er von der bevorstehenden Verheiratung hörte. Da hatte er sein Dorf verlassen und war nach Sanski Most gepilgert um ihr gerade im rechten Augenblick die unverhoffte Mitgift zu überreichen. Das wurde natürlich nun eine besonders fröhliche Hochzeit, und der alte Muselman machte mit, so gut er es bei seinen Jahren noch konnte, um sich dann, hochbefriedigt über die Erledigung seiner Pflicht, wieder auf den Heimweg zu machen. die Anekdote, Sutes Geschäft Ein geiziger Millionär hatte seit 13 Jahren keinen neuen Mantel gekauft. Richt ihm aber seiner gerauft. Nicht ihm, über seiner Frau war das Ding schließlich zu schlecht. Unter dem Vordas Ding schließlich zu schlecht. Unter dem Vorde daß ein außergewöhnlicher Gelegenheitskauf zu zen sei, lotste sie ihren Mann in ein Pelzgeschäft, Warf kaufte er einen Gehvelz der in wande, machen sei, lotste sie ihren Mann in. selzge und für 60 Mark taufte er einen Gehperz, der in Wirtlichkeit 800 kostete. Den Rest bezahlte sie hinterrücks. Am Tage danach ging er aber schon wieder mit seinem schäbigen Fetzen aus.„Aber, Mann“, fragte die unglückliche Gattin,„warum ziehst du denn nicht deinen schönen Pelz an?“ „Denk dir, Kind, mit dem habe ich ein gutes Geschäft gemacht! Ein Freund auf der Börse hat mir hundert bare Mark dafür gegeben.“ Kalt. 5 gegen spröde Haut □ Werner Beumelbuurg Copyright: L. Staackmann, Verlag, Leipzig, Seine Eminenz befanden sich sein dem gestrigen Nachmittag in einer äußerst unangenehmen, um nicht zu sagen, scheußlichen Stimmung. Der Leibarzt hatte vollständige Ruhe, Zurückgezogenheit von den Geschäfken, leichte Lektüre, gelinde Zerstreuungen gesellschaftlicher Art und zugezogene Vorhänge gegen die immerein noch recht frische Märzenluft verordnet. Außerdem empfahl er Seiner Eminenz eine gewisse Zurückhaltung gegenüber dem Genusse des allzu beliebten Kaffees, dessen abträgliche Wirkungen auf das menschliche Nerdensystem zwar noch nicht wissenschaftlich ermittelt, aber durch Erfahrungen doch immerhin schon bestätigt schienen. Besonders in der Form, in der Seine Eminenz das Getränk mehrere Male im Laufe des Tages und im Verlaufe wichtiger Staatssitzungen einzunehmen serühten— ein Lot auf zwei Tassen Kaffee, mit einem Clom Milch und ganz ohne die anerkannt ausgleichende Lirkung des Zuckers:— zumal in dieser Form mußte das Allgemeinbefinden in Mitleidenschaft ziehen. Aber Seine Eminenz schoben die Brauen hoch. dogen die Stirn in Falten, seufzten und legten nach ihrer Gewohnheit die rechte Hand flach auf die Brust. Aon cher“, sprachen sie,„wenn wir für alle Beschwerden, die uns bedrücken jederzeit eine so einfache und rasche Lösung zur Hand hätten wie die gelehrten derrn medici— welches plaisir möchte es sein, unsere Untertanen zu regieren!“ Sprach's, seufzte zum zweiten Nale und trank eine weitere Tasse Kaffee ohne Zucker und mit einem Atom Milch. Der Oberhofzeremonienmeister im Vorzimmer vorierte fast vor Nervosität. Blieb es unter diesen Umlanden bei dem Abendprogramm? Mußte der Musikgal geheizt werden oder nicht? Mußten die Einsbungskarten ausgegeben werden? Welche Livreen für die Dienerschaft? Welche Etikette? Großes oder kleines eschester? Ballett oder nicht? Wer übernahm die Lladrille? Welche Lieder für die italienische Sängeiin: War es möglich, daß alle diese Fragen um diese Stunde, um es genau zu sagen, um elf Uhr vormitlags, noch nicht gelöst, ja, nicht einmal besprochen waren! Lieber Freund“, wandte sich der Bedauernswerke flehend an einen griesgrämigen Kammerherrn und Hofrat, den Leiter des Kriegsdepartement Seiner Eminenz,„bei allen Heiligen, lieber Freund, ich beschwöre Sie! So geht es nicht! Ich muß jegliche Verantwortung ablehnen, mögen diejenigen sie übernehmen, die Seine Eminenz nun schon den ganzen Morgen mit wer weiß welchen Bagatellen aufhalten, während die wichtigsten Dinge.— mon Dieu, mon Dieu, wohin sind wir geraten.... 8 512 Der Herr Hofrat, der einen mächtigen Folianten in den Händen trug, sah den Armen aus trüben, übernächtigten Augen an. Er schien durchaus nicht bei der Sache.„Aber so hören Sie doch, lieber Freund", wimmerte der Würdenträger, ergriff mit der Rechten den Arm seines Freundes und tupfte mit dem Spitzentüchlein in der Linken die kleinen Schweißperlen von seiner Stirn,„kann ich denn nicht wenigstens zehn Minuten mit Seiner Eminenz die allerwichtigsten Fragen... wenn ich wenigstens wüßte, die Livreen... nein, nein, nein, mein Freund, ich muß es nun wissen, tout à ’heure, ob wir die Perserteppiche aus der Galerie... Ein Klingelzeichen. Der Hofrat schrak zusammen und fuhr sich mit der freien linken Hand über die Stirn. Sein grauer Blick wurde wesenlos. Die schmalen Lippen murmelten hastige Worte.„Aber, mein Lieber Sie sind abwesend", jammerte der Oberhofzeremonienmeister,„so sagen Sie mir doch wenigstens...“ Ein zweites Klingelzeichen unterbrach ihn in seinen Gedanken. Ein Lakai ging vorüber mit gehämmerten Tablett, darauf eine Tasse aus chinesischem Porzellan, ein Kännchen aus Silber und ein niedliches, handbemaltes Schälchen mit einem Atom von Milch. „Ich benutze die Gelegenheit“, flüsterte der Oberhofzeremonienmeisteg,„ich dringe bei Seiner Eminenz ein .. in dieser Lage gilt mir meine Pflicht nahr als meine Stellung... mag er mich entlassen...“.. „Zurück...“ murmelte der erwachende Hofrat mit Schicksalsstimme.„Unseliger, wenn Sie wüßten! Sorgen Sie, daß man den pfälzisch=birkenfeldschen Regierungsrat nicht aus den Augen läßt, achten Sie darauf, mit wem er spricht! Gehen Sie hinter ihm her, wenn er die Toilette aufsucht, ob er nicht geheime Briefe empfängt. Seien Sie auf dem Posten, wean Ihnen Ihr Leben lieb ist! Es spinnen sich Dinge an, mein Lieber... wir alle sitzen auf Pulverfaß... jeden Augenblick kann alles in die Luft fliegen. Wenn Sie wüßten, was ich weiß... Sie gingen in Ihr Zimmer und beteten. Lassen Sie mich zu Seiner Eminenz...... eeinem#. Damit verschwand er mit samt seinem Folianten. „Mon Dieu. mon Dien.“ stöhnte der Zurückgebliebene und lehnte sich an die Wand,„ich habe es geahnt, ich habe es geahnt...“ Eine Weile verharrte er im Zustande einer schrecklichen Apathie, während derer fürchterliche Bilder an seinem geistigen Auge vorüberzogen. Er sah das Schloß brennen, er vernahm das wilde Krachen der Kartaunen und der Zwanzigpfünder. Er sah sich mit einem Degen n der Hand durch die brennende Galerie eilen... o Gott, mit einem Degen! Wo war der Feind? Wenn ihn der Feind nun mit einem Degen in der Hand sah mußte er ihn nicht seinerseits dann auch für einen Feind halten! Vielleicht, wenn er den Degen fortwarf, wenn er sich auf Unterhandlungen einließ... vielleicht war auf diese Weise noch einiges zu retten! Zu spät! Husegetrappel auf dem Schloßhof! Sie kommen! Erbleichend sah er hinaus und bewegte mit einer gewaltsamen Anstrengung seine Knie. Noch ging es, noch horchten sie ihm. Eine Trompetenfanfare... drei Karossen hintereinander. seine Augen weiteten sich, und er begann du beversgucgter Gast noch nichtgder Feind, aber irgendein########## aus weiß Gott welchem Winkel des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sein musse. Auf den Posten! Auf die Schanze! Auf den Hof! In diesem Augenblick kam hochroten Gesichtes mit schwerem, sporenklirrendem Schritt der kaiserliche Feldhauptmann Graf Wurmbrand aus dem Beratungszimmer Seiner Eminenz, Kriegskommissarius Seiner Kaiserlichen Majestät in Koblenz. Den Zeremonienmeister für einen Lakaien haltend, voll Grimm über das miserable Ergebnis seiner Verhandlungen mit Eminenz, forderte er schroffen Tones in unverfälschtem süddeutschem Dialekt ein Glas Wasser. „Daß mersch e bissel rasch geht! I hab net Zeit, mich mit eurem gottverfluchten Schlendrian hier abzugebe. Wenn's nach euch ginge, ihr Schlampe, dann säße der Pabscht, der Kaiser, der allerchristlichste König und die ganze Reichsständ schon längscht auf dero hochwohllöbliche allerhöchschste Hintere vielmehr gekommen, um diesem allen zu entfliehen, um sich in der erbaulichen Ruhe des Schlößchens, fern von Allonperücke und Staatsgewändern, der Lektüre einiger reizvoller Bücher zu widmen, ganz zu schweigen von den witzigen Pamphleten dieses geistreichen Spötters Voltaire, die in den Pariser Salons soeben große Mode wurden. Mon Dien, es gibt ohne Zweifel Bücher, die vor andern Leuten zu lesen man sich scheut, die aber nicht gelesen zu haben, noch bei weitem peinlicher ist. Der kaiserliche Hauptmann und Kriegskommissarius Graf Wurmbrand verstand nichts von diesen Dingen und ihrer imponderabilen Berechtigung. Er reiste zwei Stunden nach der Abfahrt Seiner Eminenz von Koblenz ab, überholte unterwegs den bischöflichen Wagenzug und empfing Seine Eminenz bereits bei dero Ankunft in Montabaur. Den pfälzisch=birkenfeldschen Rezierungsrat von Savigny, der im Namen der Trarbacher Bürgerschaft nach Koblenz gekommen, nahm er kurzerhand mit, und, wie man sich denken kann, nicht nur zu seiner Unterhaltung während der Reise. Der feine Spötter Voltaire zog sich einstweilen in die Bibliothek zurück, und Seine Eminenz klagten schon am ersten Tage über Kopfschmerzen. Keineswegs— das muß unbedingt festgehalten werden!— keineswegs waren Seine Eminenz in diesem überraschend schönen Vorfrühling des Jahres 1734 von ihrer Residenz zu Koblenz am Rheine auf ihr allerliebstes Jagdschlößchen zu Montabaur im Westerwald übergesiedelt, um sich hierselbst die Ohren vollblasen zu lassen von kaiserlichen Hauptleuten und Kriegskommissarü, von Gesandten des Reichstages zu Regensburg, von Petitionären des Trierer Kapitels, die sich vor einem französischen Ueberfall fürchteten, oder von pfälzisch=birkenfeldschen Regierungsräten aus der Sponheimischen Stadt Trarbach, welche an einer entzückenden Biegung der Mosel gelegen ist. Nein, im Gegenteil! Eminenz waren, wenn man es recht betrachtet, Kurzum, der Hauptmann behauptete in seiner schroffen Art, es sei sozusagen erwiesen, daß die Franzosen unter Belle=Isle bei Saarlouis rüsteten, um den Hauptstoß des Marschalls Berwick gegen den Oberrhein zwischen Freiburg und Karlsruhe durch einen Parallelstoß in der Nordflanke über Trier moselabwärts zu unterstützen. Kurzum, Seine Kaiserliche Majestät habe ihn, den Hauptmann Wurmbrand, zum Führer eines Detachements ernannt, das sich in wenigen Tagen in Koblenz versammeln werde. Kurzum, gemäß Reichskriegsordnung seien Quartier, Verpflegung und was an Ausrüstung mangele— im Vertrauen gesagt, sei der letztere Posten nicht gering— für zweihundert Mann mit sämtlichen Chargen und Bagagen bereitzustellen. Es sei, gelinde ausgedrückt, eine schlimme Brüskierung Seiner Kaiserlichen Majestät, wenn Seine Erzbischöflichen Gnaden mit den Preußen insgeheim Pulvergeschäfte betrieben, denn ganz abgesehen von der Rechtslage gehöre seiner Meinung nach unter den obwaltenden Umständen das Pulver nicht in die Mark Brandenburg, wo seines Wissens zur Zeit keine Franzosen lägen, sondern an den Rhein, wo der allerchristlichste König der Franzosen zwei starke Armeen gegen den Kaiser und das Reich aufmarschieren lasse, deren Bestimmung sicherlich nicht darin bestehe, die Ostermesse im Stephansdom zu Wien zu singen. Ob nun Herr Stanislaus Leszcinski daran schuld sei oder Seine Majestät von Sachsen, ob der deutsche Kaiser lieber diesen oder der allerchristlichste König lieber jenen auf dem polnischen Thron sehe— Tatsache sei, daß Reichsgebiet bedroht werde und daß die Reichsstände binnen kurzem ihre Absage nach Paris schicken müßten, wenn sie es nicht vorzögen, sich nacheinander von den Franzosen verspeisen zu lassen die bekanntermaßen über keinen schlechten Appetit verfügten. (Fortsetzung folgt) . A4 * * * SA 4 Seite 8 Nr. 43 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 20. Februar 1936 Turnen und Sport Seite 9 Nr. 43 Olympiaverdächtig 5,0 Min. Briele Pursee-Verngesprache? Nyess-Volegrummhe Auch die Reichspolt leiftete Rekordarbeit in Garmisch) Partenkirchen Die Olympischen Winterspiele in Garmisch=Parten; en für kirchen brachten für die Post gewaltige Aufgaven mit sich. Seit mehr als einem Jahr hatte man daran gearbeitet, die technischen Anlagen für den zu erwartenden Andrang auszubauen. Was in langer Vorbereitungszeit geschaffen worden war, mußte in den verflossenen elf Tagen vom 6. bis 16. Februar seine Probe bestehen. Gleich mit Beginn der Spiele setzte der Verkehr mächtig ein; schon am 6. Februar wurden 1700 Ferngespräche über das Handfernamt und rund 2500 Ferngespräche über den Wählverkehr abgewickelt. Die Zahl der Telegramme erreichte an diesem Tage 900. An den Postschaltern herrschte eine sehr starke Nachfrage nach den von der Deutschen Reichspost herausgegebenen Olympiamarken. Der Tagesabsatz vom 6. Februar an diesen Wertzeichen betrug über 20000 Mark. Von Briefmarkensammlern lagen an diesem Tage 5000 Einschreibbriefe vor, die mit dem Stempel des Eröffnungstages zu versehen waren. Die folgenden Tage brachten ein weiteres Anschwellen aller Verkehrszahlen. Die Spitze des Fernsprechverkehrs traf auf den 14. Februar mit über 2700 handvermittelten und rund 3500 über den Wählverkehr abgewickelten Ferngesprächen. Der Telegrammverkehr erreichte seine Höchstzahl erst am 15. Februar mit insgesamt 2100 Telegrammen. Der Briefverkehr brachte stetig wachsenden Versand von Ansichtskarten, der am 16. Februar infolge der großen Besuchermassen riesige Ausmaße annahm. An diesem Tage mußten 30„fliegende verkäufer" eingesetzt werden, um die Nachfrage nach Postwertzeichen zu befriedigen. den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allge. meinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen 2. bei der pflichtmäßigen Aushebung die bevorzugte Ein, stellung als Reiter oder Fahrer. Ort und Zeit und weitere Einzelheiten werden iu der Tagespresse und durch Anschlag bekanntgegeben. Als Beauftragter des Reichsinspekteurs für Reit, und Fahrausbildung zur Abnahme der Prüfungen ist für den Bereich der SA.=Gruppe Westfalen der Führer der Gandienersignöggle 100, wiurmnnnzührer Spalhe. Die vorläufig ermittelten Gesamtzahlen für die Zeit vom 6. bis 16. Februar betragen: handvermittelte Ferngespräche 25 000, Ferngespräche über den Wählverkehr 26.000, Telegramme 14000, Bildtelegramme 400, Briefverkehr, und zwar abgehende Sendungen 3,5 Millionen, ankommende Sendungen 1,8 Millionen. der SA=Reiterstandarte 166, Sturmbannführer SpathAhlen, Kampstraße 16, eingesetzt. Samtliche Anfragen bezüglich der Prufungen sind an die Anschrift des Beauftragten zu richten. Heimkehr der Sieger Für.De-Kark Eine Snladerahung Skilaufen ist in Japan sehr billig— Japan haf S Millionen Wintersportler Scherl-Bilderdienst Auch in Brasilien trainieren die Sportmädel eifrig für die Berliner Olympiade. Unser Bild zeigt Sportlerinnen des Deutschen Sportklubs in Rio de Janeiro(kenntlich an dem Turnerwappen) und eines brasilianischen Klubs in einer Ruhepause während der Ausscheidungskämpfe für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Berlin. Munkert für Haringer Aenderung der deutschen Mannschaft für Barcelona. In der deutschen Fußball=Länderelf gegen Spanien wird der Nürnberger Munkert für den verletzten Munchner Haringer als rechter Verteidiger mitwirken. Die Leute blieben stehen und bewunderten Caracciolas Mercedes=Benz=Wagen Der berühmte deutsche Rennfahrer Caracciola ist am Dienstag auf der deutschen Botschaft in Washington empfangen worden.. Bei seiner Weiterfahrt nach Detroit zur Besichtigung der Ford=Werke blieben die Leute überall stehen und bewunderten seinen eleganten MercedesBenz=Wagen. Selbst die Straßenpolizisten hielten den Verkehr an und bestaunten den Wagen. Diesmal:2 für Kanada Eishockey=Länderspiel in München Das Münchener Prinzregenten=Stadion stand auch am Dienstag im Zeichen einer großen Eissportveranstaltung. Hatten am Vortage zwei kanadische Mannschaften gespielt, so stand diesmal ein Eishockey=Länderkampf zwischen Deutschland und Kanada auf dem Programm. Diese Begegnung übte eine große Anziehungskraft aus. Mit rund 12000 Zuschauern war das Stadion restlos ausverkauft. Die Kanadier siegten in einem wundervollen Kampf klar mit:2(:0,:1,:), also mit noch zwei Treffern mehr als beim Olympiaturnier. Die Deutschen zeigten sich auch diesmal von der besten Seite, waren aber dem unerhörten Tempo, das die Gäste vorlegten, nicht gewachsen,„##x Besetzung u. Das Länderspiel wurde in folgenoer besetzung beDeutschland: Egginger; Jgenecke, von Bethmann Hollweg; Trautmann, Ball, George; Lang, Dr. Strobl. Schenk. Kanada: Nash: Murray, Milton; Farquharson, Farmer=Horn, Neville; Haggerty, Friday, Thomson. In Wattenscheid Deutsche Billardmeisterschaft in Wattenscheid. Der Gauführer Fischer(Gelsenkirchen) erwirkte die Durchführung der Deutschen Meisterschaft der 2. Klasse für den Stadtverband Wattenscheid. In der Zeit vom 27. Februar bis 1. März wird nun im Saalbau Marxmeier, Adolf=Hitler=Platz, das Turnier durchgeführt. An der Meisterschaft nehmen Teil: Grond jun.(Wattenscheid), Greitemeier(Gelsenkirchen), Nachbarschulte (Gelsenkirchen), Dorn(Mittweida), Kaiser(Plauen), Rebensburg(Wuppertal), Wachtelborn(Leipzig), Weiß (Berlin). Graf Baillet=Latour, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, wird sich im Anschluß an die Olympischen Winterspiele in Garmisch=Partenkirchen nach Japan begeben, um die sportlichen Verhältnisse in Japan einem Studium zu unterziehen. Japan bewirbt sich bekanntlich um die Durchführung der Olympischen Spiele 1940, so daß der Informationsreise des Grafen Baillet=Latour nach Japan eine sehr große Bedeutung Es war bisher wenig bekannt, daß in Japan auch für den Wintersport ausgezeichnete Sportmöglichkeiten vorhanden sind. Japans Rolle im Wintersport ist noch nicht alt, aber wie der Verlauf der Winterspiele in Garmisch=Partenkirchen gezeigt hat, haben die Söhne des Ostens auch auf diesem Gebiete innerhalb kurzer Zeit große Fortschritte erreicht. Japan steht heute, was die Verbreitung des Skisports anbetrifft, wahrscheinlich an der Spitze aller Nationen..„ 166 Der„Völkische Beobachter“ veröffentlicht einen Bericht seines Vertreters in Tokio über eine Unterredung mit dem Generalsekretär des japanischen Skiverbandes, in der über die Verbreitung des Skisports in Japan gesagt wird, daß Japan heute rund 5 Millionen Skiläufer hat. In den Volksschulen wird dort das Skilaufen gelehrt. Ueber die Kosten der Skiausrustung erklärte Generalsekretär Ogawa dem„V..“=Verrreter: „Die Skiausrüstung ist in Japan billiger als sonstwo auf der Welt, dabei ganz auf der Höhe moderner Neuheiten. Japan exportiert sogar Stier nach den Vereinigten Staaten. Bei uns ist die Anschaffung von Skiern so billig, daß es auch den Kindern unbemittelter Familien ohne weiteres möglich ist, mit gutem Material Ski zu laufen. Skier aus Kiefernholz mit Lederriemen für kleine Kinder sind schon für einen geringen Betrag zu haben. Rechnen Sie die Gummistiefel, die unsere Bauernkinder zum Skilaufen tragen, da sie in ihren Holzgettas nicht laufen können, und alles übrige zusammen, und ein halbwüchsiges Kind kann bei uns mit der Kapitalanlage von etwa 1,20 Mark auf gutem Material laufen.“.. uamischem Zantravek. In den höchsten Lagen der japanischen Zenrralaipen beträgt die Schneedauer über ein halbes Jahr von Mitte November bis Mitte Juni. Die beste Skisaison ist die Zeit von Dezember bis Mitte April. Von Tokio und anderen großen Städten aus laufen Sonderzüge nach den Skigebieten. haben sich im Vergleich zu den letzten Kampfspielen, die im Oktober vergangenen Jahres vor fast 200000 Zuschauern in Schanghai ausgetragen wurden, erstaunlich Durch eine großzügige staatliche Unterstützung wird die„China Nationale Amateur=Athletic=Federation“ in der Lage sein, eine 100 Mann starke Expedition zu den Olympischen Spielen nach Berlin zu entsenden. Um die Mannschaft nach neuzeitlichen Grundsätzen vorzubereiten, hat der Verband, dessen Präsident übrigens der frühere Außenminister C. T. Wang ist, ein Olympia=Trainingslager in Tsingtau eingerichtet. Nach und nach werden die aussichtsreichsten Sportter der verschiedenen Sparten hier zusammengezogen, um unter der Leitung fähiger ausländischer Sportlehrer ein hartes Training durchzuführen. So hatte Dr. Ladewig die fünfzig besten Leichtathleten zu schulen, einen ningskursus für etwa 20 Korbballspieler zu leiten und ein Sportschulungslager für Lehrer und Lehrerinnen an höheren Lehranstalten abzuhalten. Feierliche Begrüßung der Olympiasieger in Oslo Die norwegische Hauptstadt Oslo war Mittwoch morgen festlich geschmuckt. Die siegreichen norwegischen Olympiakämpfer kehrten heim. Ein ungewohnt großes Polizeiaufgebot hatte schon eine Stunde vor Ankunft des Auslandszuges den Ostbahnhof und seine Umgebung abgesperrt. Der Verkehr stockte hier vollständig. Auf dem Bahnhof hatten sich die Vertreter des OlympiaAusschusses und des Norwegischen Schlittschuhklubs neben zahlreichen Vertretern der Presse eingefunden. Als der Auslandszug schließlich infolge der Schneeverwehungen mit drei viertel Stunden Verspätung einlief, stieg die Spannung und Begeisterung aufs höchste. Ivar Ballangrud wurde aus seinem Abteil herausgetragen. Dann begann der offizielle Begrüßungsakt. Oberst Fougner vom Norwegischen Olympiaausschuß begrüßte die Sieger, und Ivar Ballangrud dankte und gab gleichzeitig die norwegische Flagge zurück. Nachdem die Divisionsmusik die norwegische Nationalhymne gespielt hatte, begrüßte ein Vertreter des deutschen Gesandten in Oslo die heimkehrenden Sieger. In feierlichem Zuge wurden dann die Olympiasieger durch die Stadt geleitet. Schlechtes Urtcil über Joc Louis „Erst wenn er Schmeling schlägt, werden wir vor Louis den Hut abnehmen.“ Wichtig für Jungreiter Ein bemerkenswertes Urteil über die Lage in der internationalen Schwergewichtsklasse, fällte der Boxsportmitarbeiter der„Newyorr weralo Tribune“. Es heißt Die Prüfungen für den Reiterschein im Bereich der SA., Gruppe Westfalen Die von dem Reichsinspekteur für Reit= und Fahrausbildung, SA.=Obergruppenführer Litzmann angeordneten Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheines werden in dem Bereich der SA.=Gruppe Westfalen von dem zuständigen Beauftragten in den Monaten März und April abgehalten. In jedem Wehramtsmeldebezirk wird mindestens eine Prüfung abgehalten werden. Dieser Prüfung können sich alle jungen deutschen Männer unterziehen, die den Jahrgängen 1911—1918 angehören. Es ob der betreffende Angehöriger der SA., SS. oder eines ländlichen Reitervereins ist. Verlangt werden bei dieser Prüfung nur geringe Anfangskenntnisse im Reiten und Fahren. Für diese Bewerber sind die SA.= und SS.=Reiterformationen die gegebenen Vorbildungsstätten, daher ist auch für die SA.=Reiterei die Aufnahmesperre aufDer Besitz des Reiterscheins gewährleistet 1. bei freiwilligem Eintritt in das Reichsheer die Einstellung in in einer der letzten Ausgaben u. a. „Der frühere Weltmeister im Schwergewicht, Gene Tunney soll sich kürzlich geäußert haben, daß nach seiner Ansicht Jack Dempsey die heutige„Boxsensation“ Joe Louis in wenigen Runden geschlagen haben würde. Vielleicht ist Tunneys persönliche Ansicht in dieser Hinsicht richtig. Ohne Zweifel darf Joe Louis als der Beste in der heute minderwertigen Gesellschaft der Schwergewichtler gelten. Aber von dem Sechs=Runden=Sieg über Carnera und dem Vier=Runden=Erfolg über den Clown=Champion Max Baer abgesehen, zeigt der Rekord von Louis wenig. Der arme ausgebrannte Paolino ging vier Runden mit dem Neger. Die erste reelle Prufung für Louis wird Schmeling trifft. Erst wenn er eindrucksvoll über Schmeling gewonnen asz, werdezinem verichtiggehenden henen ie er als dle ien Gesen Gesche es je gegeben hat, erzählte uns dasselbe im vergangenen Jahr über Max Baer. Es ist Boxsportgeschichte, was Jimmy Braddock, den man:1 wetten konnte, mit Baer machte, als er von ihm den Welttitel gewann.“ 100 chinelische Sportler kommen zur Berliner Olympiade Nach seinem langen Aufenthalt in China plauderte der frühere deutsche Hochsprungmeister Dr. Wilhelm Ladewig über seine Erfahrungen und Beobachtungen als Sportlehrer im Fernen Osten. Noch sind die chinesischen Sportler erst bei der Vorarbeit. In den wenigen Jahren, die ihnen bisher zur Verfügung standen, gab es für jeden Europäer kaum begreifliche Hindernisse zu überwinden. Die Leibesübungen sind noch nicht in den Lehrplan der Schulen aufgenommen. Die meisten Chinesen machen also erst auf den Universitäten Bekanntschaft mit Turnen und Sport. Wie außerordentlich talentiert aber gerade die Chinesen für den wettkampfmäßigen Sport sind, zeigten einige vorolympische Prüfungskämpfe, wo im 100=Meter=Lauf und Diskuswerfen nicht weniger als neun Landesrekorde aufgestellt wurden. Durchweg aber lassen die erzielten Leistungen noch keinen Vergleich mit denen der Japaner, Amerikaner oder Europaer zu. Gewiß, die Zeiten und Weiten Aus den Furk- und Sperrvereh Mittelgewicht: ReichUm die WallerballBezirksmeilterichaft hardt Westfalen Dortmund— SB.„Blau=Weiß". Bochum“. Die Wasserballmannschaft des SV. Bochum fährt heute abend nach die Mannschaft des SV. Westfalen Dortmund das letzte Spiel der Winterrunde um die Bezirksmeisterschaft des westfälischen Industriebezirks auszutragen. Der Sieg wird der Bochumer Mannschaft, die das erste Spiel mit :1 Toren überlegen gewann, kaum zu nehmen sein. Selbst im Falle einer Niederlage dürften die BlauWeißen durch ihr hervorragendes Gesamttorergebnis als Bezirksmeister feststehen. In SV. Münster 01, Paderborner Schwimmverein und SV.„Neptun" Lüdenscheid stehen die übrigen Bezirksmeister bereits fest. Die Spiele um die Gaumeisterschaft finden demnächst in Erkenschwick im Rahmen eines Wasserballturniers statt, bei welchem jeder gegen jeden spielen muß. in der dritten Runde gewann, Nulihe###“ biemard (.) blieb Punktsieger über Feldmann(.).— kauf(.) machte Unentschieden gegen Preuß(.) Halbschwergewicht: Fehl(Linden) verlor n. P. gegen Küpers(.). Kurz und bündig Neue Rekorde der„Nixen“. Wettkampf Rellitab-Sämisch Bisher trugen die beiden bekannten Berliner Meister acht Partien aus. Jeder gewann drei, während zwei unentschieden endeten. Nachfolgend machen wir unsere Leser mit einer der interessantesten, der sechsten Partie des Wettkampfes, bekannt. Rellstab gewann durch feines Opferspiel und zeigte im allgemeinen einen lobenswerten Kampfwillen. Zwei Figurenopter Schwarz: Rellstab Weiß: Sämisch 1. d4 c5 2. d5 e5 Eine äußerst schwierige, wenn nicht bedenkliche Eröffnung für Schwarz. 3. e4 d6 4. g3... Gut kann hier sofort Ses geschehen, wonach Schwarz jedenfalls nicht, wie nach dem geschehenen Zuge, f5! antworten kann. 4.... g6 5. Lg2 Lg7 6. Sge2 Se7 7.—0—0 8. Se3 Sd7 9. 13 f5 10. Dei Sf6 11. Khl Ld7 12. a4 Es ist kaum möglich, der schwarzen Stellung beizukommen. Auch der geschehene Zug tut dem Gegner nichts. 13.... Obs 14. 64 a6 15. Sbe3 De7 16. h3... Sofort f4 hätte die spätere Schwächung der Königsstellung durch g4 vermieden. 16.. TI7 17. 141 Se4: 18. Se4: Undvergleichlich besser war hier 18. fel Leb: 19. Sei: fe 20. Tf7: nebst Besetzung der-Linie. Dann hätte Weiß diktiert und der Gegner mußte sich verteidigen. Jetzt kommt es umgekehrt. 18.... fe 19. fe Tf1: 20. Dfl: Tf8 21. Del Le5 22. g4 Des 23. Lg5 Tf7 24. Sc3 Besser war Dh4, um hauptsächlich die Opferdrohung auf g4 zu parieren. 24.... hé 25. Lh4 Nötig war Lef:, denn nun bricht der Sturm los. 25.. Lgt:! 26. hg Zunächst Lef: ging nicht, wegen List 26.. Dgt: 27. Lei: Danach entsteht das Hauptspiel. Alle anderen Entgegnungen hätten aber auch nichts geholfen. Zum Beispiel: 27. De4: Tf4 28. Lef: Dhöt usw. oder 27. Set: St5 28 Lf2 Dh5+ 29. Kgl Dh2t. 30. Kf1 Sast. 31. Sgö: Lgs: nebst Li2:. Stellung vor dem 27. Zuge von Schwarz: Schwarz: Rellstab K 44 #L M un a in iltch Der Schwimmverein„Blau=Weiß“. 1896 Bochum hielt im Schlegel=Haus seine Jahreshauptversammlung ab, deren wichtigstes Ergebnis die Rückkehr zum alten Namen SV.„Blau=Weiß" von 1896 ist. Der Antrag wurde einstimmig, unter Zustimmung der anwesenden ehemaligen Spartaner, angenommen. Aus dem Geschäftsbericht des Vereinsführers Rechtsanwalt Koch II ging hervor, daß das verflossene Jahr für den Verein sehr erfolgreich war. Aeußerst rührig war man als Veranstalter. Die beiden Winterhilfe=Schwimmfeste, das Langstreckenschwimmen in der Ruhr, das Wasserballturnter der Olympia=Kernmannschaften Niederrhein und Niedersachsen und besonders der Start der Amerikaner waren Veranstaltungen von großer Bedeutung, die weit über Bochums Grenzen hinaus Interes fanden. Der Kassierer konnte berichten, daß die Kasse weiterhin an Bestand zugenommen hatte. Dem Vereinsführer und seinen Mitarbeitern wurde Entlastung erteilt. Rechtsanwalt Koch II wurde einstimmig zum Vereinsleiter wiedergewählt. Er bestimmte zu seinen Mitarbettern fol gende Mitglieder: Stellvertretender Vereinsleiter und Dietwart M. Schütza, 1. Schriftwart K. Schäfers, 2. Schriftwart und Werbewart P. Hartmann, 2. Werbewart und Pressewart H. Hornberg, sportlicher Leiter W. Kreß, stellvertretender sportlicher Leiter und Wasserballwart W. Cremer, Jugendschwimmwart H. Oelrich, stellvertretender Jugendwart und Zeugwart E. Ratte. Zu Kassenprüfern wurden für das laufende Vereinsjahr H. Steenken und F. Behnel bestimmt. Zu seinem 40jährigen Jubiläum, das der Verein im Herbst begeht. ist eine Veranstaltung ganz großen Formats geplant. Der bisherige stellvertretende Vereinsleiter Wilhelm Sussieck wurde eingangs der Versammlung für seine Verdienste um den Bochumer Schwimmsport zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Im Charlottenburger Stadtbad unternahm Nixe Charlottenburg einige Rekordversuche, die von Erfolg gekrönt waren. Knuth, Fritsche und Engelmann verbesserten über 8X100 Meter Brustschwimmen ihren eigenen deutschen Rekord auf 4,33,5 Minuten. Dann stellten die „Nixen" noch zwei neue deutsche Bestleistungen auf. In der 6X50=Meter=Kraulstaffel benötigten sie nur 3,172 und waren damit 14 Sekunden schneller als die Staffer von Düsseldorf 98. Den Rekord über 3X100 Meter Rückenschwimmen drückten die Charlottenburgeringg# Wiebalk, Halbsguth und Ahrendt von 4,32,1 auf 4,19,4 Minuten. Ein 200=Meter=Brustschwimmen für Männer gewann Wittenberg(Poseidon Berlin) in 2,53,8 Minuten. Weiß: Sämisch 27.... g5 Das ist die Pointe. Schwarz schlägt den Läufer gar nicht wieder, sondern droht einfach Matt durch Dhö+ nebst Dh2. Es gibt keine Verteidigung mehr. 28. Des Lg3 29. Dg3: Dg3: 30. Laé:... Schwarz droht Tf2 und deshalb kann Weiß den Läufer nicht nach ds ziehen. 30.... Daß: 31. Se4: Dfé 32. Tdl Te7! 33. d6 Tel: 34. 07 Tel“! Einfach und am besten, da dadurch die Türme getauscht werden und Weiß die Dame gegen Läufer behält.„„ M M Hereinfallen konnte er noch mit etwa 34. Td4f, worauf natürlich folgen würde: 35. Td4: Dd4: 36. Ld5+ nebst d8D. 35. Tel: Dh4t. Weiß gab auf. Richter startet in Paris. Sonntag wird der Deutsche Meister Albert Richter in Pariser Wiptgrgelodgom einen Fliegerkan., pan Scherens, Michard, Gerardin, Falk=Hansen, Jezo, vat Egmond, Faucheux, W. Kaufmann. Beaufrand, Arler und van der Linden. Für ein Tandemrennen de besten Flieger wurde Richter mit dem Schweizer Kaufmann gepaart. Die Polizeiboxer fiegen BC. Duisburg 33— Polizei=SB. Bochum:11. Bearbeitet vom Westfälischen Schachmeister Hanns Herr mann Bochuß Die Bochumer Polizeiboxer weilten in Duisburg zu Gast und konnten einen neuen Sieg buchen. Die Bochumer mußten infolge der Bezirksmeisterschaft, auf ihre vier besten Leute verzichten und hatten dafur Grimm(19), Fehl und Piotrowski 8(Linden) mit bei der Partie. Die Kämpfe: Papiergewicht: Stanior(.) blieb Punksieger über Vermoelen(.); Fliegengewicht: Woyke(.) unterlag gegen Lommert(.) n..; Federgewicht: Weitkämper ((.) siegte in der zweiten Runde durch K. o. über Sand(.); Weltergewicht: Grimm(19) wurde Punktsieger über Gudd(.); Leichtgewicht: Piotrowski 8 (Linden) unterlag gegen Bohnhagen(.) n.., während Gaenserich(.) über Schaeve(.) durch tech. K. o. Ein Journalisten=Ski=Abfahrtsrennen fand am Montag in Garmisch statt. Etwa Presseleute hatten sich am Start eingefunden. Die beste, Zpherhug der Münchner H. A. Hirth mit.39 Minrz pegerin Hervorzuheben ist auch die Leistung der Norwese Frau Oestbye, die in 6,46,2 weitaus schneller war der größte Teil ihrer Berufskameraden. Vom Turf Unsere Voraussagen Auteuil, 20. Februar 1. Rennen: Kislar— Belfort; 2. Rennen: Troun zF; 'Nir— Le Conscrit: 3. Rennen: Cubacan—. Pommga#pe 4. Rennen: Aprés Nous— Larringes; 5. Rennen: Pulsaye—'Orage; 6. Rennen: Prince Domino Marco. Cannes, 19. Februar ): 2 Prinegsse Seno½2. F4Pz. Gusliert Toig: 1. Rennen:., Artel II(Cadot); 3. Prince des Tenebres. Toto: Ferner: Cavalier Seul, Fouyou, Kenous, Sac’st, Lustucru. 2. Rennen: 1. Pop(Davy); 2. Feu Sacre;#6 Lagoon. 5to: S. 36: Pl. 19, 20. Ferner: Véto, Normarl, Hende3. Rennen: 1. Spirote(Pinoteau); 2. Tr Fpezre. Huvre lion. Toto: S. 25: Pl. 14, 14. Ferner: P·Oeil Mme. de Sevigné, La Frogtgg.gug; z. Le Trac 4. Rennen: 1. Brother(Oller): Zzmgutiers, Sweei and Toto: S. 37; Pl. 18, 30. Ferner: Vimoutiers, S Lovely. Wohin marschie ler? Man muß ve eben geht. Sich d die Indios anzünd die man schon einm Heldentod eine Am Abend, ma bricht sich die Eng fühlt sich sehr scht kann. Der Anfall mag sie sich zu er Schatten der große sieht, sitzt sie an ein Herzen steckt ein## Lod vor, sie wollt nur zu gut wußte, behindern, mit den ga. schraslich. Die schreaticher und die Unruhe h sie, nachdem die tr einschliefen. Die? der Nacht wurden verwaisten Kinder sich schließlich in Aus dem schwe die Siedler zu eine genwart. Wie soll viel Mut gehabt, Seuche morgen erg hatte, die gleiche man es möglich n Kranken von den etwa die von der zurücklassen? Der Beute. Rovera n gnädige Kugel zu grausam oder bar die Sache näher, können. Die von wiß hart, aber z davon nichts wisse und unerfahren i saßen weder genuc Verlauf und Aus lichen Einzelheiter Der Ausweg, ist im Grunde rei sondere Trage ba befördert werden ken gepackt werder Köhler, der e dung naht, ist geer die Männer zu Jeder der Jäger genommen ist ma Rücken des Feuer die Brände jetzt scher, sein. 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Sich durchschlagen, durch die Wälder, die die Indios anzünden, zurück durch die Sumpfgebiete, die man schon einmal durchwandert hat... Ach! Heldentod einer Frau Am Abend, man sitzt eben um das Lagerfeuer, erbricht sich die Engländerin. Krämpfe schütteln sie, sie sühlt sich sehr schwach. Man hilft ihr, so gut man ann. Der Anfall geht vorüber, nach einer Weile vermag sie sich zu erheben und setzt sich abseits in den Schatten der großen Bäume. Als man später nach ihr sieht, sitzt sie an einen Baum gelehnt, reglos. In ihrem Herzen steckt ein Messer. Die tapfere Frau zog diesen Lod vor, sie wollte durch die Krankheit— von der sie Rserans Tod nur zu gut wußte, daß sie unheilbar war— jene nicht behindern, mit denen sie so lange Freud und Leid geDie schrecklichen Szenen der letzten Tage, die Angst und die Unruhe hatten die Kolonisten so erschöpft, daß sie, nachdem die traurige Zeremonie beendet war, sofort einschliefen. Die Ruhe des Waldes und das Schweigen der Nacht wurden manchmal von dem Schluchzen der verwaisten Kinder unterbrochen. Aber auch sie weinten sich schließlich in den Schlaf. Aus dem schweren Schlaf der Erschöpfung erwachten die Siedler zu einer hoffnungslosen und furchtbaren genwart. Wie sollte das enden? Die Engländerin hatte viel Mut gehabt, aber durfte man von jenen, welche die Seuche morgen ergreifen konnte oder schon jetzt ergriffen hatte, die gleiche Aufopferung verlangen! Wie wollte man es möglich machen, auf einem solchen Marsch die Kranken von den Gesunden abzusondern? Sollte man etwa die von der Seuche Befallenen hilflos im Busch zurücklassen? Den wilden Tieren oder den Indios zur Beute. Rovera meinte, es sei das Klügste, ihnen eine gnädige Kugel zu geben. Dieser Ratschlag mag vielen grausam oder barbarisch erscheinen, betrachtet man aber die Sache näher, so wird man Rovera nicht verurteilen können. Die von ihm empfohlene Maßnahme war gewiß hart, aber zweckmäßig. Köhler allerdings wollte davon nichts wissen. Und die Kolonisten, einfache Leute und unerfahren in allem, was solche Dinge betraf, besaßen weder genug Wissen noch genug Phantasie, um sich Verlauf und Ausbreitung einer Seuche mit allen schrecklichen Einzelheiten vorstellen zu können. Der Ausweg, den man endlich zu finden glaubt, ist im Grunde recht unbefriedigend: Man will eine besondere Trage bauen, die mühelos von zwei Maultieren befördert werden kann. Auf diese Trage sollen die Kranken gepackt werden. Ein transportables Sterbezimmer. Köhler, der erkennt, daß die Stunde der C dung naht, ist gefaßt und ruhig. Nach dem Essen ruft er die Männer zusammen, um sich mit ihnen zu beraten. Jeder der Jäger äußert seine Meinung. Im Grunde genommen ist man einig. Man wird versuchen, in den Rücken des Feuers zu kommen. In jenen Gebieten, die die Brände jetzt verwüsten, wird man vor der Seuche sicher sein. Der Feind, der dort wartet, ist nicht halb so schlimm wie der schleichende Tod. Dort herrscht der Hunger. Noch hat man ja Vieh, Maultiere und schließlich— all diese Jahre haben die Siedler gelehrt, Entberungen zu ertragen.„„ gelangenf Wie einfach In den Rücken des Feuers gelangen! Wie einfach sagt sich das. Ach, es ist schwer. Hatte man denn Flügel? Wer kann durch brennende Wälder marschieren? Die Sonne brennt heiß genug, und je mehr man sich schwer und heiß wie flüssiges Blei. Das Gewehr auf der Schulter drückt alles macht so müde. Der Seufzer, der eigene sowobl wie der des Nebenmannes, legt sich wie ein Stein aufs Herz. Das Azueblau des Himmels wird oft durch große Rauchwelten getrübt, die der Wind vor sich hertreibt. Manchmal regnet es Asche. Seltsame Vögel, die man noch nie gesehen fliegen in gleichmäßigem Flug gen Süden. Sie halten in den Lüften eine Art Marsch= ordnung ein. Ihr Geschrei klingt traurig. Ja, die Natur flieht. Sie flieht das Feuer. Am Morgen weht ein kühler Wind, fröstelnd erhebt man sich. Drei Jäger und ein Mestize bleiben in ihre Decken gehüllt am Boden liegen. Ihre Leiber sind steif, ihr Atem geht rasch und stoßweise. Ein Feuer wird entzündet, man ist beschäftigt, eine Mahlzeit zu bereiten. Alles spricht vom Fieber, von diesem schlimmen Feind, dessen man sich kaum erwehren kann. Doch niemand glaubt seinen eigenen Worten. Das ist kein Fieber! Die Kranken verlangen nicht nach Wasser, mit starren, verglasten Augen träumen sie in den Morgen hinein. Zu Mittag sind sie tot. Man bestattet sie nicht. Die Flinten liegen noch neben den Toten, man läßt sie ihnen. Die Bauern ziehen die Hüte.„— zu uns komme Dein Reich.“ Ade Kameraden! Ni=ran, welche die seltsame Furchtlosigkeit der Indios besaß, diese natürliche Tapferkeit, die weder Schrecken noch Tod zu brechen vermag, sagte am Abend, als man gerade damit beschäftigt war, den Maultieren ihre Lasten abzunehmen, leise zu Rovera:„Nun werde ich bald von dir gehen und euch alle verlassen. Die Götter des Todes haben ihre Hand auf mich gelegt.“ Sie hüllte sich in ihre Decke, verweigerte Speise und Trank, und es schien, als schliefe sie. So lag sie da, an ihrem Körper war nichts mehr lebendig als die großen, dunklen Augen und die Lippen, die sie manchmal bewegte, wie um zu seufzen. Rovera saß neben iht, reglos, die Augen auf die Sterbende gerichtet. Er hielt ihre Hände und schwieg. Niemand wagte, diese beiden Menschen zu stören, welche durch die Größe ihres Charakters und die Anmut ihrer Herzen jedermanns Gunst und Zuneigung gewonnen hatten. In der Nacht sahen die Wächter Rovera zu den Maultieren gehen, dort lagen seine Waffen. Nachher saß er wieder neben der Sterbenden, den Kopf leicht gesenkt, als würde er fernen Geräuschen lauschen. Etwa eine Stunde später fiel ein Schuß. um Naum Am Morgen fand man Rovera, an einem Baum lehnend den Blick emporgerichtet zum Himmel, der langsam heller wurde. Sein Gesicht schien noch schmaler als sonst und hatte einen furchtbaren Ausdruck, so daß die Jäger nicht wagten, zu fragen, was mit Ni=ran geworden sei. Sie blieben in einiger Entfernung stehen, verlegen und hilflos, bereit, ihre Anteilnahme irgendwie zu bekunden. Endlich bemerkte sie Rovera, der bis dahin seinen Blick vom Himmel nicht abgewandt hatte, und er sagte, einfach, wie es seine Art war:„Sie mußte uns verlassen.“ Sonst nichts. In dieser Nacht holte der Tod zwei Männer, und am Morgen lag ein Jäger, der die letzten Stunden der Nacht Wache gestanden, am Boden, von Krämpfen geschüttelt und dem Sterben nahe. Sein starker Körper wehrte sich gegen den Allbezwinger. Solange er noch Kräfte besaß, sprach er von der Zukunft und der Heimat. In seinen Fieberphantasien lebte der Arme in seinem Dorf, und dies waren die letzten Worte, die er sprach:„Die Braune wird bald kalben.“ Paraupeba. Doch nur sechs Männern war dies beschieden. Fünf waren dem Fieber zur Beute gefallen Dei Dod sienEchudacht Köhler und Rovera, so hat der letzte Ueberlebende ging Rovera allein in den Busch, um, wie er sagte, irberichtet, zeigten keine Furcht vor der schrecklichen Krank= gendein Tier zu erlegen; denn man heit, und es schien, als hätte ein grausames Schicksal von den Vorräten etwas mitzunehmep, nme ihre Leiden verlängern wollen. Von den Indianern war bisher nichts zu sehen gewesen, und die wilden Tiere hatten sich vor dem Feuer zurückgezogen. Das Lager war Friedhof, Spital und Schlafraum in einem. Der Tod stand Schitowache. Die Tage vergingen quälend und langsam. Man hatte eine Grube ausgehoben, sieben Schritte lang, sieben Schritte breit und sieben Schuh tief. Ueber die Toten schaufelte man ein wenig Erde, aber nicht zuviel,— um den Nächsten noch Plas zu lassen... G ckan und Sterkh. So lebte man dahin, neben Leichen und Sterbenden, umweht vom Geruch der Verwesung, in einer einzigen, grenzenlosen Trostlosigkeit. Bald hatte man nicht mehr Kraft genug, um die Toten zu bestatten. Nur Rovera widerstand dem Fieber und der Seuche und nachdem man acht Tage in diesem Lager des Todes verbracht hatte, ohne Hoffnungen, ohne Arzneien, ohne Trost und ohne richtige Pflege, forderte der Spanier am Morgen des neunten Tages den Aufbruch.„Du darfst", sagte er zu Köhler,„die Lebenden nicht den Sterbenden zum Opfer bringen.“ Und er belud die Maultiere. Drei wählte er aus. Kola, die kräftige große Stute, und zwei kleinere, aber sehr ausdauernde Tiere. Von den Vorräten nahm er das Pulver und ein kleines Fäßchen Branntwein, Salz und Wasser, Decken und einen kupfernen Kessel mit. Dann sammelte er die Ueberlebenden um sich. Elf Mann und ein Kind. Jene, die man zurückgelassen hatte, sahen ihnen nicht nach. Ihre Augen waren verglast, ihr Blick gebrochen. Alle zwei Stunden mußte man rasten. Bei der dritten. Rast zeigte sich das Maultier Kola unruhig, das Kind auf seinem Rücken war gestorben. Man nahm den Korb mit der kleinen Leiche und stellte ihn neben einen Baum. und viele Maultiere hatte man zurückgelassen. Rovera war ganz allein gegangen. Die andern hatten auf sein Geheiß ein Feuer entzündet und warteten auf Essen— oder auf den Tod. Es schien ihnen gleich. So vergingen Stunden. Rovera aber kehrte nicht zurück, und als einer der Jäger aufbrach, um ihn zu suchen, fand er ihn, hundert Schritte vom Lagerplatz entfernt, einen indianischen Pfeil im Herzen. Der letzte Ueberlebende Aus den verworrenen Erzählungen des letzten Ueberlebenden— jenes Trenkler, der auf wunderbare Weise gerettet wurde, um später doch dem Fieber anheimzufallen— läßt sich entnehmen, daß nach Roveras Tod eine Wanderung begann, wie sie ihresgleichen nicht hat. Unvorstellbar, wie diese Männer lebten von Hunger und Fieber gepeinigt, den Tod vor Augen, stets von Gefahren bedroht. Ihr Schlaf war dünn und schlecht. Die Angst vor Ueberfällen ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Wild war nirgends zu sehen, und man hätte auch nicht wagen dürfen, die Aufmerksamkeit der „kleinen Krieger“ auf sich zu ziehen. Geschwächt von Entbehrungen, gelangten die Flüchtlinge an jenen Fluß, den sie schon einmal übersetzt hatten, damals, als es noch dem Glück entgegen ging. Nach langem Suchen fand sich eine Stelle, die zum Durchwaten geeignet schien. So gelangte man einige Tage später in jene sumpfigen Wälder, welche schon so viel Unglück gesehen hatten. Von dem Feuerschein, welchen man des Nachts oft beobachtet hatte, war nun nichts mehr zu sehen. Die Gewalt der Brände mußte sich erschöpft haben. Die Zwergvölker hatten den Urwald verlassen, auch sie hatte vor der Seuche vertrieben. So kam man nach dem großen Feuer nähert, desto schwerer wird die Luft, Für Zeremonien war keine Zeit. war einmal„Fort Hessen...“ Eines Morgens, als die Flüchtlinge erwachten, müde vom schlechten Schlaf, erschöpft von der Hoffnungslosigkeit, die sie in ihre Träume mitgenommen hatten, konnten sie feststellen, daß sie die Sumpfwälder hinter sich gebracht und die vom Brand zerstörten Gebiete erreicht hatten. Die Gegend glich einer riesigen Feuerstelle. Ringsum war das Schweigen des Todes. Um die zwölfte Stunde des Tages erreichte man ein Tal. Verbrannte Bäume streckten ihre verstümmelten Arme zum Himmel die Stille ringsum war so groß, daß man das Rauschen des Paraupeba deutlich hören Nach einiger Zeit bemerkte man einen Platz, welcher durch die Farbe des Bodens besonders auffiel. Asche und verdorrte Zweige lagen umher, dazwischen Blätter, von der Hitze verkrümmt und verfärbt. Und zwischen all dem entdeckte man Pfähle, vermodert oder verkohlt, die in gleichmäßigen Abständen in den Boden gerammt waren. Das Erstaunen war groß. Da setzte sich plötzlich ein junger Jäger auf den Boden. Er lächelte, und über seine Wangen liefen Tränen.„Fort Hessen“, sagte er. Ja, diese Ruine war einmal Fort Hessen gewesen. Glück, Heimat, das alles lag jetzt weit zurück, vernichtet vom Feuer, eine Beute des Moders. Gab es denn auf dieser Welt überhaupt glückliche Menschen? An dieser Stelle, geheiligt durch jene Kämpfe, die hier stattgefunden, und teuer durch die Erinnerung an so vieles Glück und Leid, stand man nun wieder, um dem verlorenen Leben nachzutrauern. Köhlers Heldentod Zwanzig Stunden später vermochte sich Köhler eines Morgens nicht mehr zu erheben. Der Marsch wurde unterbrochen. Man hoffte, daß dieser Schwächeanfall vorübergehen werde— doch hoffte man vergebens. Köhler siechte dahin, nur sein Geist blieb klar. Alles, was er vor seinem Tode sprach, zeigte, daß diese große Seele auch angesichts eines schrecklichen Endes keine Furcht kannte. Einmal betrachtete er nachdenklich die goldenen Geräte, welche man bisher mitgeschleppt hatte, dabei lächelte er seltsam:„Ja, wenn das nicht gewesen wäre.“— Als man eine Bahre zimmerte, um ihn zu tragen, sagte er:„Laßt nur, ich brauche nichts mehr. Nachdem ich so viele habe sterben sehen, hat der Tod für mich keine Schrecken. Wenn ich nur glauben könnte, daß auch ihr keine Angst empfindet, so würde ich leichter sterben... g. 4. Lenannen hi. ams. Bei diesen Worten begannen die Männer zu weinen. Alles, was ihnen auf dieser Welt noch lieb und teuer war, ging mit dem Leben dahin, das sie verrinnen sahen. Das Schicksal hatte bestimmt, daß Köhler des Nachts sterben sollte. Als der Mond aufging, zeigten sich am östlichen Horizont schwere Wolken, später begann es zu regnen. Die drei Hessen kauerten neben. dem Sterbenden, notdürftig durch eine zerlumpte Decke geschützt. Nach Mitternacht wurde der Himmel klar. „Also“, sagte der Kranke leise,„jetzt sind wir so weit.— Ich bin am Ziel, nun heißt es Abschied nehmen.“ Er gab jedem die Hand und blieb dann ruhig, nur manchmal unverständliche Worte murmelnd. Als es im Osten. langsam heller wurde, starb er. Jene, welche ihn überlebten, haben ihn bestattet. Wo und wie, davon wurde schon berichtet., Huser.st Ei. stolDas Fieber hielt seine Opfer fest. Sie stolperten, durch den Busch, litten Hunger, und oft sangen sie schauerlich, denn ihre Sinne waren verwirrt. Trenkler wurde von Jägern aus Para aufgegriffen. Er war wohl vorausgeeilt, um Hilfe für seine Kameraden zu holen, die er im Busch zurückgelassen. Aber es ist auch möglich, daß er. sie verlor, ohne dies zu bemerken, und nur durch einen Zufall den Rand des Urwalds erreichte. Der Kranke konnte sich nie auf die letzten Tage seiner Wanderung besinnen. Alle Pflege, die man aufwandte, war umsonst, sie vermochte nichts gegen den Tod Er starb. P 8. Dies ist die Geschichte von„Fort Hessen", der Bericht von einem deutschen Kolonisationsversuch im braA Kn Snnm Won K M I. 4 Tokt-Moter, mit StahlReud e eiech eeche beuse braucht, schon die -Se Be- eaichche baenie er enten ercche e. #l Barscmer Moter, POPEL“).,„eräumig— und Se n Auich-eetene. I der erstaunlich „sess-gaen ger biane ndbd u ud-Aun. Aun. bn n an e e de un ee en ue ue e. ue ee „* GE WIN 2, achicht wanig! er verbrauah weing! Preise ob Wert Rüsselsheim a 1. -ehmwen ee ne u Og MLERKAE BUCKER& WITTE, KRAFTFAHRZEUS-VERTRIEBI 0PET.AL9,M E. E, S E R 4. BOCHUM, ALLEESTRASSE 28, TELEPHON 62280 SCHKOMMODAU& FEIX, BOCHUM, HAITINGEK STR., TELEPHON 64714 #FAG * A „K # 40 5 Seite 10 Nr. 43 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 20 Jebruar 1936 Wer erromm=Warikbeihnsen aus Anlaß der Zinsermäßigung? Nach der 5. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über Zinsermäßigung bei den öffentlichen Anleihen vom 7 Februar 1936 können, wie schon kurz gemeldet, natürliche Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die im Inlande ihren Wohnsitz haben und das Angebot auf Zinsherabsetzung nach dem Gesetz über die Durchführung einer Zinsermäßigung bei Kreditanstalten vom 24. Januar 1935 und nach dem Gesetz über Zinsermäßigung bei den öffentlichen Anleihen vom 27. Februar 1935 angenommen haben, auf Antrag eine Härtebeihilfe erhalten, wenn sie nachweisen, daß a) sie mindestens seit dem 31. Dezember 1934 Eigentümer der im Zins gesenkten Wertpapiere sind, d) der Gesamtbetrag ihrer Einkünfte im Sinne des Paragraphen 2 Abs. 3 und 4 des Einkommensteuergesetzes vom 16. Oktober 1934 im vorangegangenen Kalenderjahr den Betrag von 1200 RM. nicht überstiegen hat, und c) sie ihren Lebensunterhalt im vergangenen Kalenderjahr zu einem wesentlichen Teil aus den Erträgnissen von Wertpapieren bestritten haben, deren Zinsen auf Grund der genannten Gesetze ermäßigt worden sind. und das angenommene Angebot über Zinsermäßigung beizufügen. Das Angebot auf Herabsetzung des Zinssatzes erstreckt sich nicht auf: a) Aufwertungs=Schuldverschreibungen, b) im Ausland begebene Schuldverschreibungen, c) Schuldverschreibungen und Schatzanweisungen, bei denen der noch ausstehende Gesamtbetrag der Ausgabe in voller Höhe oder zu mehr als 50 v. H. in den Kalenderjahren 1935, 1936 und 1937 fällig wird oder hinsichtlich deren die Fälligkeit infolge Ablaufs eines Stundungsabkommens im Kalenderjahr 1938 eintritt, d) Schuldverschreibungen und Schatzanweisungen von Ländern, Gemeindeverbanden und Gemeinden, für die das Angebot auf Umwandlung in Schuldverschreibungen des Umschuldungsverbandes deutscher Gemeinden(Gemeinde=Umschuldungsgesetz vom 21. September 1933) abgelehnt worden ist. Für diese Schuldverschreibungen und Schatzanweisungen bleibt eine besondere gesetzliche Regelung vorbehalten, e) Schuldverschreibungen und Schatzanweisungen, die bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes zur Rückzahlung im Kalenderjahr 1935 ausgelost worden sind. Aus Anlaß der Aenderung des Zinssatzes einer Schuldverschreibung oder Schatzanweisung auf Grund der Annahme des Angebotes werden vom Reich, von den Ländern und sonstigen öffentlich=rechtlichen Korverschaften Steuern und Abgaben nicht erhoben. Die Entschädigung, die nach Paragraph 4 des Gesetzes über Zinsermäßigung bei den öffentlichen Anleihen vom 27. Februar 1935 zu zahlen ist, unterliegt nicht der Einkommensteuer, Gebühren für die aus diesem Anlaß notwendig werdenden Grundbucheintragungen werden nicht erhoben. Das Angebot auf Herabsetzung des Zinssatzes auf 4½ Prozent erstreckt sich auch auf die in einem öffentlichen Schuldbuch eingetragenen mit 6 v. H. oder höher verzinslichen Schulden der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände. Starke Zunahme im Briefverkehr Die Deutsche Reichspost veröffentlicht den Bericht über das dritte Viertel des Rechnungsjahres 1935 (Oktober bis Dezember). Danach hat sich der Verkehr in den meisten Betriebszweigen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gehoben. Wesentliche Steigerungen zeigen der Briefverkehr(plus 117 Millionen Stück), der Paketverkehr(plus 5,5 Millionen Stück), der Barverkehr(plus 5,9 Millionen Stück Einund Auszahlungen), der Postscheckverkehr(plus 11,1 Millionen Buchungen) und der Fernsprechverkehr(plus 44,0 Millionen Gespräche). Die Zahl der Postscheckkonten betrug Ende Dezember 1067 469. Ausgeführt wurden im Berichtsvierteljahr 218 Millionen Buchungen über 34,7 Milliarden Reichsmark, von denen 28,8 Milliarden Reichsmark (82,8 v..) bargeldlos beglichen wurden. Im Schnellnachrichtenverkehr wurden 5,1 Millionen Telegramme befördert und 629 Millionen Gespräche vermittelt, gegenüber 5,2 Millionen Telegrammen und 585 Millionen Gesprächen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Sprechstellen ist um 31 157 gestiegen und belief sich Ende Dezember auf 3232 Millionen gegenüber 3076 Millionen Dezember 1934. Die Verkehrsleistung im Funkauslandsverkehr(Europa und Uebersee) betrug 507 700 Telegramme und im öffentlichen Funkverkehr der deutschen Küstenfunkstellen mit Seefunkstellen 33580 Telegramme und 706 Funkgespräche. den konjunkturellen Hochstand des Jahres 1928 überschritten oder doch beinahe erreicht. Belegschaft am Gewinn beteiligt der In einer Gefolgschaftsversammlung der Kron prinz AG. für Metallindustrie in SolingenOhligs teilte die Verwaltung mit, daß das Unternehmen auch in diesem Jahr wieder eine angemessene Dividende zahlen werde. Die Gesellschaft hat sich entschlossen, die Gefolgschaft an dem Gewinn teilnehmen zu lassen. Gesellschaften berichten A. Borsig GmbH. in Berlin. An die Gläubiger der Gruppe E, an die bereits eine erste Quote von 5 Prozent zur Auszahlung gelangt war, wird eine zweite Quote von 5 Prozent verteilt.— Schokoladenfabrik Riquet& Co. AG. in Leipzig. Wieder 5 Prozent Dividende.— Engelhardt=Brauerei AG. in Berlin. Die GV. genehmigte einstimmig den dividendenlosen Abschluß und beschloß, eine Million Reichsmark im Eigenbesitz befindliche Stammaktien einzuziehen, wodurch sich das AK. entsprechend von 12,1 auf 11,1 Millionen Reichsmark ermäßigt. Der sich aus der Einziehung ergebende Buchgewinn wird für Abschreibungen auf Anlagen bereitgestellt. In den abgelaufenen vier Monaten des neuen Geschäftsjahres hat sich der Absatz verhältnismäßig günstig gestaltet. Kurze Nachrichten Die Gesamteinnahmen betrugen 454, die Gesamtausgaben 438 Millionen Reichsmark gegenüber 449 und 430 Millionen Reichsmark im gleichen Zeitraum 1934. Im abgelaufenen Jahr 1935 hat sich der Verkehr bei der Reichspost im ganzen zwar weiter belebt, aber der Auftrieb war nicht mehr ganz so stark wie 1934. Nur der Briefverkehr und die Personenbeförderung mit Kraftposten entwickelten sich besser. Immerhin haben am Jahresende eine Reihe von Verkehrszweigen bereits Die Deutsche Bank und Disconto=Gesellschaft hat vor dem amerikanischen Berufungsgericht einen Prozeß gewonnen, in welchem ihr Rückgabe von während des Krieges beschlagnahmten Vermögenswerten in Höhe von 650 000 Dollar zugesprochen wurde. Die sowjetrussische Organisation Torgsin, die zum Zweck der Devisen=Gewinnung den Handel mit den Ausländern vermittelte, hat nach einer Meldung aus Moskau ihre Tatigkeit eingestellt. — In Anwesenheit des Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht wurde in Hamburg die konstituierende Sitzung der Wirtschaftskammer für den Wirtschaftsbezirk Nordmark eröffnet. Der Präsident der„Reichsanstalt“ weist darauf hin, daß Arbeitskräfte, die nicht rechtzeitig ein Arbeitsbuch beantragt haben, nicht entlassen werden sollen, und daß Die Härtebeihilfe wird mit einem Hundertsatz desjenigen Betrages gewährt, um den sich die Zinseinnahmen des Berechtigten aus den im Zins gesenkten Wertvapieren durch die Annahme des Angebotes auf Zinsherabsetzung im vorangegangenen Kalenderjahr vermindert haben Die Höhe des Hundertsatzes wird vom Reichsminister der Finanzen im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministern festgesetzt. Als Härtebeihilfe darf höchstens der Unterschied zwischen dem Betrag von 1200 RM. und dem darunterliegenden Gesamtbetrag der Einkünfte gewährt werden. Sind Ehogatten und Kinder vorhanden, so tritt an die Stelle des Betrages von 1200 RM. der sich dadurch ergebende höhere Betrag. Die Härtebeihilfe wird vom 1. Juli 1936 an bis zu einem vom Reichsminister der Finanzen im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministern zu bestimmenden Zeitpunkt gewährt. Sie wird im voraus in zwei gleichen Teilbeträgen jeweils am 1. Juli und 2. Januar ausgezahlt. Ergibt sich ein Teilbetrag von weniger als 1 RM., so gelangt er nicht zur Auszahlung. Die Zahlung wird eingestellt, wenn der Berechtigte am Tage der Auszahlung verstorben ist, oder die deutsche Staatsangehörigkeit nicht mehr besitzt, oder seinen Wohnsitz in das Ausland verlegt hat, oder die im Zins gesenkten Wertpapiere veräußert hat. Der Antrag auf Gewährung einer Härtebeihilfe für die Zeit vom 1. Juli 1936 bis 30. Juni 1937 ist im Monat Februar 1936 und für die späteren Jahre jeweils bis zum 28. Februar zu stellen, und zwar bei dem Bezirksfürsorgeverband in dessen Bezirk der Antragsteller wohnt oder sich nicht nur vorübergehend aufhält. Wird der Antrag erstmalig in einem späteren Jahre gestellt, so wird die Härtebeihilfe mit Wirkung ab 1. 7. des betreffenden Jahres gewährt. Die Anträge auf Gewährung von Härtebeihilfen auf Grund des angenommenen Angebots über Zinsermäßigung bei den öffentlichen Anleihen können bis zum 29. Februar 1936 auf dem Wohlfahrtsamt, Rathaus, 2. Obergeschoß. Zimmer Nr. 249, gestellt werden. Für die Stadtteile Langendreer, Werne, Gerthe, Harpen, LindenDahlhausen, Stievel, Laer und Querenburg sind die Verwaltungsstellen zuständig. Dem Antrage sind die Ausweise über die im Besitz befindlichen Wertpapiere Eisenb ahn und Krustwugen Verkehrstagung der Bezirksgruppe Westfalen der Reichsgruppe Industrie In Düsseldorf fand unter dem Vorsitz von Dr. Helmut Poensgen die gemeinsame konstituierende Sitzung der Verkehrsausschusse der Bezirksgruppe Westfalen der Reichsgruppe Industrie und der Bezirksgruppe Nordwest der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie statt. Anschließend sprach vor einem größeren Zuhörerkreis Ministerialrat Dr. Hein vom Reichs= und preußischen Verkehrsministerium über die Durchführung des am 26. Juni 1935 von der Reichsregierung beschlossenen Gesetzes über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen. Nach einem kurzen Rückblick auf die früheren gesetzgeberischen Versuche zur Lösung der Wettbewerbsfrage Eisenbahn — Kraftwagen erläuterte er den grundsätzlichen Unterschied zwischen dem neuen Güterfernverkehrsgesetz und dem noch geltenden Notverordnungsrecht vom Jahre 1931. An Stelle einer Drosselung habe sich das neue Gesetz eine Förderung des Güterfernverkehrs zum Ziele gesetzt. In seinen weiteren Ausführungen erorterte der Redner die mit der Einführung des neuen Reichskraftwagentarifs am 1. April im Zusammenhang stehenden Streitpunkte zwischen den beiden Verkehrsmitteln. Die im Gesetz vorgesehenen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Reichsbahn und dem Reichskraftwagen=Betriebsverband seien im Gange und würden voraussichtlich Anfang März abgeschlossen werden. Besondere Schwierigkeiten verursacht die Ordnung der Entgelte für Nebenleistungen, so die Frage der Rollgelderhebung, der Spediteur=Leistungsvergutung usw. Diesen Fragen werde von der Reichsbahn im Hinblick auf den künftigen Fortfall der von ihr bisher gewährten fallweisen Zuschusse besondere Bedeutung beigemessen. Voraussichtlich werde für die ganzen mit dem Kraftwagentarif zusammenhangenden Fragen eine vorläufige Regelung getroffen werden, bis ausreichende Erfahrungen eine endgültige Lösung ermöglichten. Zum Schluß wie auch in einer anschließenden lebhaften Aussprache berührte der Redner eine Reihe von Fragen, die im Gesetz selbst noch offen gelassen sind und in der demnächst zu erwartenden Durchführungsverordnung und in weiteren Reichs= und Verwaltungsverordnungen entschieden werden. Erörtert wurden u. a. die Regelung der Konzessionierung, die Errichtung eines unter Hinzuziehung von Wirtschaftsvertretern zu bildenden Tarifbeirats, die Frage der Versicherung usw. Besonderes Interesse erweckten die Ausführungen Dr. Heins über die bedeutsamen Aufgaben des bereits errichteten Reichskraftwagen=Betriebsverbandes und den vom Gesetz nicht erfaßten Werkverkehr. Ueber„Gedanken zur organischen Eisenbahngütertarifreform" sprach anschließend Dr. Ahrens. In einem Schlußwort gab Dr. H. Poensgen der Auffassung Ausdruck, daß angesichts der gegenwärtigen Reichsbahnfinanzlage eine vorzeitige weitgehende Gütertarifreform die Gefahr schwerwiegender Mehrbelastungen der Wirtschaft in sich schließen konnte. Es sei zu wunschen, daß mit der Durchführung des Güterkraftfernverkehrsgesetzes eine Synthese zwischen Eisenbahn und Kraftwagen geschaffen werde, die beiden Verkehrsträgern zum Besten des Ganzen einen ausreichenden Lebensraum sicherstelle. Bäcker=Einkaufsgenossenschaft Ein befriedigendes Geschäftsjahr. Die diesjährige Generalversammlung wurde Dienstag abend im Ständehaus abgehalten. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Ehrenobermeister Märker erstattete Geschäftsführer Flaskamp den ausführlichen Jahresbericht und erläuterte die Jahresrechnungen nebst Verlust= und Gewinnrechnung. Er setzte sich dann in großen Zügen mit den gegenwärtigen marktpolitischen Verhältnissen auf dem Mehlmarkt auseinander und betonte auch für die Genossenschaften die Notwendigkeit der Anerkennung als Großhandelsfunktion. Die Marktordnung zeige leider im Augenblick einige Unebenheiten, die, hervorgerufen durch Preisaufschläge auf Mehl, für kleine Abnehmer sich unangenehm bemerkbar machen. Die Genossenschaften lehnen grundsätzlich Unterstützungen irgendwelcher Art ab, sondern verfolgen auch im heutigen Deutschland mehr denn je das notwendige Prinzip der Selbst= und Eigenhilfe. Es sei nicht notwendig, daß Großhandel und Genossenschaft gegeneinander arbeiten, vielmehr sei ein Nebeneinanderarbeiten ebenso gut denkbar, wenn beiden Parteien gleiche Rechte und Pflichten auferlegt würden. Das Geschäftsergebnis war als sehr gut zu bezeichnen. Der gesamte Ueberschuß wurde bis auf einen geringen Betrag zur weiteren Stärkung der schon ansehnlichen Reserven verwandt. Die Bilanz schließt in Aktiva und Passiva mit 440000 RM. ab. Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Der satzungsgemäß ausscheidende Vorsitzende des Vorstandes eyer wurde, ebenso wie die Aufsichtsratsmitglieder Keinhorst, Lotze und Müller, einstimmig wiedergewählt. Ferner wurde beschlossen, daß der Vorstand künftig nur noch aus einem Vorsitzenden und drei Beiratsmitgliedern bestehen soll. Abschließend wurde noch manche Fachfrage erörtert und geklärt. Feierlich wurde der im Jahre 1935 verstorbenen Kollegen gedacht, denen Ehrenobermeister Märker einen herzlichen Nachruf widmete. Stehend hörte die Versammlung ein Trauerlied, dargeboten von der Gesangabteilung der Innung, an. Im Anschluß an den offiziellen Teil vereinigten sich die Versammelten zu einem kameradschaftlichen Beisammensein. Rh.-Westf. Börse. Oüsseldorf. 19. Feb. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Portlaufende Motierungen 9 Div. Anfangl Schluß Kassa Mübenin 5% Hoesch RM 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. Rm. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn ..Farbenind Feldmöhle Felten& Guille Goldschmidt Harpen Hoesch-Köln Kali-Aschersi. 111.10 103.12 104.75 103.50 103 50 107.12 111.87 111.00 122.75 151.00 119.78 41114.50 107.75 115.12 3 88.87 111.12 110 87/110 87 103.30 103 00103.12 104.75 103 62 103.50 193.37 10712 112.00 111.00 150.75 119.00 114.50 107.50 88.87 103.50j103.37 96 50 107.12 111.00 122.75 151.00 114.67 89.00 18. 2. Schluß Div. 19../19../19../18. 2. Antang ISchlus Kassa Schludlsurbach Kal. 46 Industrieaktien Div. Balcke Wasch. Berg. 6. Dahl.V. Zonner Bg. u. H. Bösp. Walzw. Braunk Zuk. Bruckd.-Nietl. 103 50 107.50 111.50 111.50 122.75 150.75 119.25|119.50 115 50 107 501107.50 115.00s115 00 89.00 3 85.34 Uüekgar=K. Mannesmann— 81.121 Masch. Unter n.— 79.87 Reichsbank 12/186.50 Rhein. Braun k. 12 Rhein. Stahlw. 4/112.87 Rh.-.-Elek. 6/126.87 Salzdetfurth 75 Schucker& C. 4 Siemens& Hal. 7 Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregein Wintershall Zellst.Waldhoft 5/126.00126.00126.00 Kuxe Westa. /830018600— 18850 Steinkohles Peraharemn. 12301325/1250 1328 19. 2. 118. 2. Kal 6 1S 161 8 Beienrode 1 680 710 680 CarolusMl. 4000 4200 4000 420. Burbach Const..6/ 6100 6359 G200 640-“. gie h gr## 1 6200 3900 nteren. So 9100 183.00 130.37 174.50 82.25 31.12 85.12 80.00 186.75 127.90 130.25 174.25 82.25 31 50 85.50 83.03, Oortm. Ritterbr. ## gol gr valllües Hoef-Rr 0R 02 80. 091 8. Siguuss, musch. 6 187 00 221 25 112.12 127.00 130.12 96.75 82.12 31.50 120.00 120 00 120 501121.5 93.75 99.37 99 25 36.75/Düss. Hoef.-Br. 91 5 90d-" Masch.Rl Oynamit.Nod. Eschw. Berg. V. 113.00 3as- u. Sp. S. 127.37 /8lückauf- B. 40 Gebr. Goedh. 4A6 131. O0tallesche Salz 174.0174.0 ochtief 46. Deutschl. 390 919 390 Schwerin 3659/3800 3650 Reinrieh Torbofstyogegr 2 hag Bruckd.-A.—-— GuteHoffn. 3750 3950 3800 4000Olergardt 4459 Leonhard— 19200— 9250Westtalen! 690 Wiene ot 1ooen 10Bellere. 3530 — Erichsseg — Habigh. 6204 Heimbold. 932 Hope Heigrich 8T09100810010„# Visendurg Langb 1 1750 12250 11750/12250 Preiverkonr Mariagl. Steinkehlen- u. Braunk.-Koxe Marie Braunkohlen 19. 2. 18. 2. Mane l. 1 S 1 8 1·8 An tellbune Praunschr. 58.0 S..) S60. 620. 720/Einigkeit—-—— 3350 3550 3350 3550 Sertlin. 330 273923233. ge 2380 2750 2550 2rgggggg 4800 S000 4300M. 299— 280— Pfl. w. o0. UT. b. sach raou a Westd. B..-A. Neusellst. 7830 2300 2330 2400250 2500 265 650/ 45 e= Paszee..0 4gge e 8 37501— Issodlfbönagen— 420— aad.-##.4199. Kabelw. Rheydt 83.00 Kali-Chemie 31.64Mülheim. Berg. Rhein. Metall Thein. Spiegel Roddergr. Brnk. Sachtl. 46.600 Schieß-Oefries Schleg. Scharp. Naggonf.Verd. Nasserw. Gels. Bankaktien (Einheitsk. 19..118 2. 70.7 129.0 111.0 103.0 130.0 97.5 110.5 110 5 78.7 110 2 111.5 114 0 208 0 126 6 135.0 92.8 Zolonis,.-.K. #olonis Rückv. 9 iladb. Feuerv. Köln. Hagel v. (öln. Lioyd A. V. Köln, Rückv. gr. Köln.Rückv. kl. 78 109.7 112.0 114.0 20.0 126 5 Rentenwerte Rhw..-Cr. Ghyp.6 Pfd. S. 4. 6. 12. 10 dto. dto. S. 1 5½ dto. dto. S. 11 s dto. Gold.-Kom 1926.1927 S.—6 1½ Wd. Bod. Gpfd. 6 dto. Em. 3. 9/12, 14 133 0/138 0 127.8 87 8. 1350 93 105. 8/105.0 85 0 149 01330 91.7 92.0 99.0 90.5 122.5 S 2450/2350 2500 Versicherungeaktien 2450/83502450 314. 2400 500ach.-Münch. F. 70 1199 400.0 256.0 Aouc 19..|18.2. 126.0126.0 242.9242.0 765.0/765 0 94.0 94.0 233.9230 0 120 01200 80.9 80 0 Berliner Börse. 19. Febr. 96.5 96.5 101.7/1020 94.0 94.0 95.7 95.: Freiverkehrs-Aktien Adter K. Surd. K. 51#8 C. zw.-Kö.I 19. 2. * 3 62.0—. 46.5 48.0 108 5110.0 89.5 92.5 Joedh. n1 17 0/120.0 jann. K. 58.0— #mb. Du 83.91 85.0 Lothrin. 81.5 84.0 Lothr. 6. 66.0 68.0 danst.—.—. dasch. Kr 49.0—. #m. Berg 89.0 12.0 Rb. Linel. 150.0. 150.0 Dian. 58.0 81.0 82.0 66.0 48.0 111.0 92.5 121.0 49.0 69.0 83.0 84.0 68.5 71.5 “. #eis. Mott. Opek. Wie 88.0 90 0) 83.0 90.9 ———]— 47.0 50.0 48.0 Steuergatscheine 19.2. #lig ab f. 4. 1994 I. 4. 1925 I. 4. 1926 I. 4. 1977 l. 4. 132 50.7 103.7 107.7 111.1 110.6 110.4 18.2. 193.7 107.7 111.1 110.6 110.0 Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Hank.-., Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Einheltskurse Indusutrieerte 19.2. Akkumdlatoren[12/173.5 I1 Aku 0 51.8 A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilst. „Oittmann Neuh. 01—. Dtmd. Akt.-Brau. 101 f3.5 Union-Braus12 290. 0 18.2 0eBasalt 3ayr. Motoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Kr. u. Licht Maschinend. Suderu: ahar. Wasser GU Chem. Geisenk. Conti Gummi 0 38.5 0 91.2 0 85.5 70.5 70.7 9..2 6/121.5 9 91.1 6/123.0120.0 96.2 3 10139.5 3110.5 96.— gesnier Sem Otsch. Atlant Otsch. Baumwolle " Conti 6a: Kabel Linoleum Steinzeug Tel. u. nab. „ Eisenhand 100 8/113. 124.0 6/147.4 8130. 136. 416. 52.1 40.0 91.2 Flektr. Lieferg. IK„ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 102.5 111.6 138 125.0 148.5 151.2 117.1 Dürener Metall Dyckersh. Widm Feinjute gebharst& Co. V German. Cem. Jes. f. el. Untera Sildemeister Sladb. Wolle Jruschw. Textll Juanowerke d se nageda Hamb. Elektr Milpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoftmann Stärke Hohenlonewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 6/110.5 6/136 5 119.6 133.0 0 88.5 6/106.0 se Bergbau Aise Genuß Ssenbeck Brau. Junghans Gebr. 105.0 103. 129.5 128.0 118.0 101 130 Jahmeyer II Laurahdtte I. soooldsgruben indes Eis -ingnerwerke orenz C. 1030 103.0 194. 129. 116. 125.3s125.3 113.0114.8 131 3/135.2 112.0 128.5 103.010 91.0 W. 86.3 160.0— 6/129.0129.5 9— 73.0 96.7 91 Vokswerke I Kölner 6as (refft W. (romschroster (ronprinz Metall (üppersbusch Hütte garimfl. I Miag Mimosa Aülheimer Berg. Terst. 4 Hoppel usnabr. Kupfer Jongs: Zahn hein. El. Werke Rhein.-W. Kals MRiebeck Montan Riühgemnore Nachsenwerk Sarotti Schlege Schles. Berg. u. L. Berg. Beuth. " Elekt. u. 6a3 Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas sich deshalb auch Einstellungen nicht verzögern solle, Notfalls soll die Ausstellung von Ersatzkarten erfolgen Wer jedoch bei der Beschaffung des Arbeitsbuches bög. willig„gebummelt“ hat, setzt sich der Gefahr einer Bstrafung aus, gleichgultig, ob es sich um Betriebsführer oder Gefolgschaftsangehorige handelt.er Im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsministe, rium und dem Werberat der deutschen Wirtschaft vom„Ausstellungs= und Messeausschuß der deutschen Wirtschaft“ auf der Internationalen Messe in Mailand vom 12. bis 27. April eine„Auskunftsstelle der deutschen Wirtschaft“ errichtet, an der sich deutsche Fi— auch wenn sie selbst in Mailand nicht Aussteller sind — durch Kataloge und Prospekte gegen maßige Gebühren beteiligen können.e GeDas Vergleichsverfahren über das Vermögen dee Owin=Radio=Apparatefabrik Hannover, ist nunmehr eröffnet worden. Der Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag ist auf den 10. März vom Amtsgericht Hannover anberaumt. Borsen Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Im Laufe des Verkehrs traten keine wesentlichen änderungen ein. Das Geschäft war weiterhin sehr ruhig, da die Aufträge der Bankenkundschaft nach wie vor stark eingeschrumpft sind. Infolge von Glattstellungen ließen sich Rückgänge nicht vermeiden. Am Aktienmarkt bröckelten die Kurse infolge der Geschäftsstille überwiegend etwas ab. Die Rückgänge hielten sich aber weiterhin in kleinem Rahmen von ¼ bis ½ Prozent. Montanwerte waren allgemein etwas gedrückt. Ver. Stahl minus ¾ Prozent. Dahlbusch minus ½ Prozent, Hoesch minus ¼ Prozent. Mannesmann minus ¾ Prozent. Rheinstahl konnten ihren Anfangsverlust von ¼ Prozent im Verlause aufholen. Gut behauptet lagen Harpener(plus ½ Prozent). FarbenAktien zu Beginn etwas gefragt und ¼ Prozent höher. Von Elektrowerten gingen Siemens um ¼ Prozent. Schuckert um ¾ Prozent zurück. Felten 114½(115½). Der Kurenmarkt lag vollkommen geschäftslos bei wenig veränderten Kursen. Von Kohlenkuren lagen Constantin und Graf Schwerin etwas leichter. Braunkohlenwerte nicht einheitlich und wieder ohne Geschäft. Auf dem Kalikurenmarkt kam an den in den letzten Tagen bevorzugten Aschersleben=Werten etwas billigeres Angebot heraus; doch blieben die Kurse nur genannt. Der Rentenmarkt war gut gehalten. Altbesitz zu letzten Kursen gefragt. Im Freiverkehr kam es auf dem Kohlenaktienmarkt bei behaupteten Kursen zu einigen Umsätzen in Ewald—König Ludwig und Niederrheinische Bergbau. Kaliaktien gut gehalten, aber geschäftslos. In der Geschäftstätigkeit trat im weiteren Börsenverlauf keine Belebung ein. Vereinzelt ergaben sich weitere kleine Kursrückgänge. Die Kassawerte waren teilweise rückläufig. Die Umsatztätigkeit blieb auch hier äußerst beschränkt. Wasserwerk Gelsenkirchen verloren 2 Prozent. Die Börse schloß still. Auf Beschluß des Börsenvorstandes fällt am Rosenmontag die Rheinisch= Westfälische Börse aus. Berliner Börse Die Börse hatte nur eine geringe Umsatztätigkeit zu verzeichnen. Die Zurückhaltung hat sich verstärkt. So hatten einige Aktienwerte merkliche Rückschläge aufzuweisen, nachdem man die Dividendenhoffnungen etwas niedriger geschraubt hat. Sonst hielten sich die Kursabschwächungen in kleinen Grenzen und waren hauptsächlich auf die gänzlich fehlenden Aufträge zurückzuführen, so daß der berufsmäßige Handel Glattstellungen vornahm. Daimler=Auto gingen auf 100½(102⅝) zurück, nachdem die Dividendenschätzung von 6 auf 4 Prozent gesunken ist. AEG. auf Grund der vorangegangenen Aufwärtsbewegung auf 38¾(39⅜) rückgängig. Montanwerte ¼ bis ¾ Prozent niedriger. Von Maschinenwerten Bayrische Motoren, Berlin=Karlsruher je minus ½ Prozent, Orenstein minus 7/8 Prozent und Muag minus 5 Prozent. Auch Versorgungswerte nachgebend. Charlotten Wasser minus ¼ Prozent, Dessauer Gas minus ¾ Prozent. Gesfürel behauptete 129¾8. Freundlicher lagen Chemiewerte unter Führung von Farben, für die angeblich Sperrmarkkäufe vorlagen. Farben 151 1(150), Goldschmidt behauptet 107¾, nur Kokswerke minus ¾ Prozent. Metallgesellschaft auf den Bericht in der GV. gefragt und etwas fester. Der Markt der festverzinslichen Werte wies im Gegensatz zum Aktienmarkt eine freundliche und gut behauptete Haltung auf bei kleineren Kaufaufträgen der Bankenkundschaft. Die Altbesitzanleihe lag eher etwas niedriger. Zinsvergütungsscheine unverändert. Provinz= und Länderanleihen ruhig. Für Stadtanleihen hielt die eher festere Tendenz an. Geldmarkt weiterhin sehr flüssig, Blankotagesgeldsatz 2½ bis 2¾ Prozent. Am Devisenmarkt notierten: Amtlicher Pfundkurs 12,29 (12.28), Dollar 2,464(.462), Gulden 168,99(169.02), französischer Frank unverändert 16.44. Lira unverändert 19,78. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Auch an der Abendbörse herrschte weiterhin größte Geschäftsstille, da die Orders der Kundschaft fehlten. Anderseits lag aber kein Angebot mehr vor. Die Kursentwicklung war gegen den Berliner Schluß nicht einheitlich, doch betrugen die Abweichungen nur Bruchteile eines Prozentes und neigten eher nach unten. Die Auslandsbörsen Newyork: Fest. London: Uneinheitlich. Amsterdam: Uneinheitlich. Paris: Unregelmäßig. Brüssel: Erholt. Mailand: Ruhig. Wien: Behauptet. Zürich: Fester. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 ko Weizen märk. Roggen märk. ndustriegerste Hafer märk. Weizenm. Auszm. 10.820 Asche) 21.10 10 18..20 29.220 17.-18.5 18 0 190 12.-13.-s12.5135 Berliner Elektrolytkupfernotierung vom 18. Februar 1936: 51,50(Vortag 50,75) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium 98 bis 99 Prozent Bl.; 144 Reichsmark Alumi(Vortag 50.75) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminiuin, 30 bis 50 Prozent, Dr.. 143 Keichomart, Alami“ nium Walz o. Dr.: 148 Reichsmark. 15 119.61120 77.0 82.5 1490 127.0 21.0 98.0 142.5 150.0 19 88.5 145.0 136.0 77.0 1760 6/127.6 6/117.7 42—. 120 290.0 98.2 103.7 41.7 86.5 145.5 130.0 99.7 96.8 100.3 08 Siem.& Halske Stollberg. Zink 1463 119 rhüringer Gas II Transrad 9luch Inion chem. 1er. Otsch. Wiekel Ver. Glanzst. Ultramarin Draht 0fer 5slogel 99.0 7. 125.0 102.7 121.7 (ransradio Aachen Nagner& Co. * Wandererw. Warsteiner Grub. Vestfalen Draht Nicküler Brau. 174.7 130.0—. 111.2 142.5 129.0 133.2 112. 133 94.5 148. 68. 1½ Möhlh.-Ruhr An 1 Ruhrverbd. Anl. 36 ##Pr. Lopf. A. Pfd. 1# Ldbk. Westf. Pfd. #Ldbk. Westf. Kom. 440t. Komm. Goldanl. 4 Vestf. Idsch. Pfd. 44 Dt. Hyp. B. Bin. Pfd. ½ Pr. Centr. bod. Pfd. ##Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. Basalt Obl. 3 Concord. Berg Obl. 1 Daimler Benz 051./195 1 Klöcknerw. Obl. 192. Mont Cenis Obl. ½5 Ver. Stahl 60 I# Ver. Stahl 47131 Verschranorte A. 6. für Verkchr Doch. Gelsenk. damb. Amer. Pak. tamb. Südamer Vordd. Lioye 106.6 34.0 13. 17.1 Neutennerte /5 Ot. R. Schatz. 41 2/4 Ot. R. Anleihe 44 65s O. R. Vounganl. 3½5 Reichsbahn Sch. AWestfalen Altbesitz .0% Bochum Anl. 7/U5 Ouisburg. Anl. 0145 Düsseld. Anl. 9/45 Elberfeld. Anl. 9/5 Essen Anl. 134 Siem. u. H. Odl. 1 Farbenbonds Imsch. Anleihe 125. |100 .0 97.0 0 94.0 93.0 0 94.0 5 95.5 6 95.6 .5 95.3 .5 95.3 86 7 103.7 81105.7 .1102.1 .5103.2 .8 92.1 94 2 .2/990 [162.0 8126 5 .9 86 19..19.2. Sriel 3. Schuicd. F. 88 3. Schuldb. F. 38 k. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 97.5/5 Essen Steink. 42 15 Harpener 49 45 R. W. E. 82/5 109.75 K. W. E. 30 91.51 Ruhrehemie 48 90.2/5 Ruhrgas 53 92.75 Ruhrwasser 53 94.7/45 Ruhrwohng. 38 92 845 V. E. W. 52 Geld 99 7 99.7 99.0 99. 97.5 93.2 96..97.5 99.5101.0 95.0 96.0 93.5.7 93.0 95.2 92.5 93.5 92.7 Westtalenbank Austöhrung sAmtllen .-G. Bana * Bochun Seite 11 Nr. 43 Aus Westfal Sadel 19. Fe der interessantesten bestand schon seit diesem Bergland ir bild zu erhalten. 2 kunde im Süderla sitzenden, Landrat tena), ist es zu ver Verwirklichung nal der Burg Altena Ausstellung seit M wird das Geologie Jahres der Oeffen Die erste Anreg Dr. Schmidt au Instituts der Uni deutsamen Unterne schaftliche Hilfe ur auch erreichte, daß schaft den Hauptte teren Mitarbeiter Kreises Altena ur sachlichen Kosten is Regierung und d zu erwähnen. Der junge Geo hat mit einigen wi gesamten Materials ist alles Wesentlich kästen sind die ver gen der Erdkruste sichtstafeln, u. a. für die Folge der dieses Museum be bedeutsamen Unte schauungsmaterial liches und einpräg fangreichen Samn Sauerlandes, das gische Struktur die Urteil Vielefeld, 19. Kruse aus Löhr stadtsekretär der G in amtlicher Eige hindurch, nämlich und für persönlic bearbeiter der Ar entfernte er berei chern und verwer sich von den Verst Da die Versicheru träge erhalten hal nehmern an Kru sicherung unterbr. in vielen Fällen mationskarten un gen und zur Verd Aufdeckung dieser und hat seit Jah Das Bielefeld der in auskömm! Gewinnsucht gehe die viele Versiche Jahre hindurch am 22. Oktober gung, Urkunden Straftaten zu dr ren Ehrverlust urteilt. Außerde kleidung öffentlich Dieses Urteil ist der Angeklagte mit einer für de im Schuldspruch Revision rechtskr Schlimme Duisburg, kommt es imn blindlings frei burg hat sich net, dessen Au Ljähriges Mä Freundin Kai Ruiserberg bes der Einladung Autofahrt gefe chen angeblich Fahrtrichtung zweiter Mann Duisburger W din gelang, u. springen, wurk hindert. Mit tiefer in den Orientierung das Mädchen Tanzpartner geiten ein „der wurde die Kriminalp nehmen konnt Der Dri als Mittätel Geite 11 Nr. 43 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 20. Jebruar 1936 Aus Westfalen und Rheinland Sadenndisches=Geeir hie Innseam=engerichtel Eröffnung auf Burg Altena in diesem Sommer Altena, 19. Februar. Weil das Sauerland eins der interessantesten geologischen Gebiete Deutschlands ist, bestand schon seit mehreren Jahren der Wunsch, von diesem Bergland in geologischer Hinsicht ein Gesamtbild zu erhalten. Dem Verein für Orts= und Heimatkunde im Süderlande mit seinem allbekannten Vorsitzenden, Landrat a. D. Geheimrat Thomee(Altena), ist es zu verdanken, daß dieser Plan jetzt seiner Verwirklichung nahegebracht wurde. In einem Saal Burg Altena wird diese sauerländische GeologieAusstellung seit Monaten eingerichtet. Voraussichtlich wird das Geologie=Museum noch im Sommer dieses Jahres der Oeffentlichkeit übergeben. Die erste Anregung zu diesem Werk ging von Prof. Dr. Schmidt aus, dem Leiter des Paläontologischen Instituts der Universität Göttingen, der diesem bedeutsamen Unternehmen nicht nur seine fachwissenschaftliche Hilfe uneigennützig zuwendete, sondern es auch erreichte, daß die Nothilfe der deutschen Wissenschaft den Hauptteil der persönlichen Kosten der weiteren Mitarbeiter übernahm. Neben der Beihilfe des greises Altena und der Provinz Westfalen zu den sachlichen Kosten ist das rege Interesse der Arnsberger Regierung und des Sauerländischen Gebirgsvereins zu erwähnen. Der junge Geologe Dr. Pfeiffer aus Bochum hat mit einigen wenigen Mitarbeitern den Aufbau des gesamten Materials durchgeführt. In übersichtlicher Form ist alles Wesentliche zusammengestellt. In vielen Schaukästen sind die verschiedenen sauerländischen Ablagerungen der Erdkruste zusammengetragen. Mehrere Ansichtstafeln, u. a. für den Kreislauf der Gesteine und für die Folge der geologischen Zeitabschnitte, machen dieses Museum besonders für die Schuljugend zu einer bedeutsamen Unterrichtsstätte. Durch das reiche Anschauungsmaterial erhalten alle Besucher ein eindringliches und einprägsames Bild. Ein Hauptstück der umfangreichen Sammlung ist ein großes Erdprofil des Sauerlandes, das einen klaren Einblick in die geologische Struktur dieses Berglandes gibt. Amtsgelder unterschlagen Urteil vom Reichsgericht bestätigt Bielefeld, 19. Februar. Der jetzt 43jährige Karl Kruse aus Löhne i. W. hatte seine Stelle als Oberstadtsekretär der Gemeinde Bünde dazu mißbraucht, ihm in amtlicher Eigenschaft anvertraute Gelder elf Jahre hindurch, nämlich von 1923 bis 1934, zu unterschlagen und für persönliche Zwecke zu verwenden. Als Sachbearbeiter der Angestellten= und Invalidenversicherung entfernte er bereits entwertete Marken aus alten Büchern und verwendete nochmals diese Marken, die er sich von den Versicherungspflichtigen voll bezahlen ließ. Da die Versicherungsträger in diesen Fällen keine Beiträge erhalten haben, obwohl sie von den Versicherungsnehmern an Kruse bezahlt worden sind, ist die Versicherung unterbrochen worden. Außerdem hat Kruse in vielen Fällen die Verwaltungsgebühren für Legitinationskarten und Kraftwagenführerscheine unterschlagen und zur Verdeckung die Kontrollisten gefälscht. Bei Aufdeckung dieser Machenschaften brach Kruse zusammen und hat seit Jahr und Tag die Sprache verloren. Das Bielefelder Landgericht stellte fest, daß Kruse, der in auskömmlichen Verhältnissen lebte, aus reiner Gewinnsucht gehandelt und seine Verfehlungen, durch die viele Versicherungsnehmer geschädigt wurden, viele Jahre hindurch fortgesetzt hat. Der Angeklagte wurde am 22. Oktober 1935 wegen schwerer Amtsunterschlagung, Urkundenbeseitigung, Betruges und anderer Straftaten zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust sowie zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. Außerdem wurde ihm die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf drei Jahre aberkannt. Dieses Urteil ist nunmehr vom Reichsgericht, an das der Angeklagte sich beschwerdeführend gewandt hatte, mit einer für das Strafmaß belanglosen Berichtigung im Schuldspruch durch Verwerfung der unbegründeten Revision rechtskräftig bestätigt worden. Im Auto entführt Schlimmes Ende eines Tanzvergnügens Duisburg, 19. Februar. Trotz aller Warnungen kommt es immer wieder vor, daß sich junge Mädchen blindlings fremden Männern anvertrauen. In Duisburg hat sich kürzlich wiederum ein solcher Fall ereignet. dessen Ausgang als Warnung dienen sollte. 17jähriges Mädchen aus Neudorf hatte mit seiner Freundin eine Tanzlustbarkeit in einem Lokal am Kaiserberg besucht. Die Mädchen waren anschließend der Einladung des Tanzpartners zu einer nächtlichen Autofahrt gefolgt. Der Mann wollte die beiden Mädchen angeblich nach Hause bringen, doch wurde die Fahrtrichtung bald geändert. Unterwegs stieg noch ein zweiter Mann ein, worauf der Kraftwagen in Richtung Luisburger Wald davonfuhr. Während es der Freunoin gelang, unterwegs aus dem fahrenden Wagen zu springen, wurde das andere Mädchen an der Flucht gehindert. Mit erhöhter Geschwindigkeit ging es immer tiefer in den Wald hinein, so daß die Entführte jede Orientierung verlor. Als der Wagen endlich hielt und das Mädchen zu flüchten versuchte, wurde es von seinem Lanzpartner eingeholt, der dann an der BedauernsHerten ein schweres Sittlichkeitsverbrechen verübte. Leider wurde die Anzeige nicht sofort erstattet, so daß die Kriminalpolizei erst jetzt ihre Fahndungen aufnehmen konnte. Der Dritte im Falschmünzerkleeblatt als Mittäter zu einer Zuchthausstrafe verurteilt Düsseldorf, 19. Februar Die Große Strafkammer verurteilte den am 10. Februar 1879 geborenen, meh#e Male, auch einschlägig, vorbestraften Philipp ##.5##r wegen Münzverbrechens zu zwei Jahren und sichs Monaten Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und telung unter Polizeiaufsicht. Er war der Dritte im dunde eines Falschmünzerkleeblattes, das Anfang 1935 X“ fmarkstücke hergestellt und in den urteilte ihn daher als Mittäter der beiden anderen zu der oben erwähnten Strafe. Kaviar für Fettverbilligungsscheine Hohe Gefängnisstrafe für Veruntreuungen. Duisburg, 19. Februar. Als früherer Wohlfahrtspflichtarbeiter und späterer Angestellter hatte Friedrich Ohlwein es verstanden, Fettverbilligungsscheine in großen Mengen zu veruntreuen und in seinem eigenen Haushalt zu verwenden. Lange hatte er seine Veruntreuungen verschleiern können und bereits durch Empfehlungen eine gut bezahlte Stellung als Personalchef bei einer Berliner Firma angetreten, als seine noch nicht lange bestehende Ehe in die Brüche ging und die von ihm geschiedene Ehefrau selbst die Anzeige gegen ihn erstattete. Nach Angabe der Ehefrau soll die Menge der entwendeten Fettverbilligungsscheine ganz enorm gewesen sein. Sie habe mit ihnen den ganzen Haushalt bestreiten müssen, da sie keinerlei Haushaltungsgeld von ihrem Manne erhielt. Für die Scheine seien nicht nur Fettigkeiten, sondern auch alle anderen Lebensmittel, Getranke, Zigaretten, ja sogar Kaviar gekauft worden. Der Angeklagte gab zu, mindestens 1000 Scheine veruntreut zu haben. Das Gericht stellte eine schwere Schädigung einer Wohlfahrtseinrichtung fest und verurteilte den noch unbestraften Ohlwein zu einem Jahr zehn Monaten Gefängnis. Seine frühere Frau erhielt wegen Hehlerei und Urkundenfälschung acht Monate zwei Wochen Gefängnis, während ein dritter Angeklagter mit 100 RM. Geldstrafe davonkam. 20 000 Liter Benzin gestohlen Gelsenkirchen, 19. Februar. Im Oktober 1935 wurden bei den Olex=Werken in Gelsenkirchen=Rotthausen größere Fehlmengen festgestellt. Genaue Nachprüfungen der Werksleitung ergaben, daß fortlaufend größere Mengen Benzin entwendet wurden. Die Diebe aber konnten nicht ermittelt werden, bis schließlich in der Nacht zum 14. Februar Kriminalbeamte in der Nähe des Werkes einen mit mehreren Personen besetzten Kraftwagen beobachteten, der vor dem Werk hielt. Die mitgebrachten leeren Kannen wurden mit Benzin gefüllt. Als die Diebe davonfahren wollten, wurden sie von den Kriminalbeamten gestellt und festgenommen. Der Hauptanführer konnte allerdings zunächst entkommen, wurde aber am 17. Februar in Essen festgenommen. Er ist bereits wegen ähnlicher Diebstähle im Jahre 1935 bestraft worden; er hatte im Jahre 1934 über 6000 Liter Brennstoff in Essen gestohlen. Es wurde festgestellt, daß die Diebe zwei= bis dreimal nachts auf Diebsfahrt gingen und jedesmal 500 bis 600 Liter Benzin stahlen. Der Brennstoff wurde dann in Essen bei Hehlern abgesetzt. Nach den bisherigen Ermittlungen sind bei den Olex=Werken rund 20000 Liter Brennstoff gestohlen worden. eines Falschmünzerkleeblattes, das Anfang 193. va 200 falsche Funfmagzcuue geegeseut un in den Verkehr gebracht hatte. Die beiden anderen, der 52 Pifr“ alte Laurenz Esser und der 38 Jahre alte Vilhelm Hechlein wurden am 5. November 1935, der erste zu fünf, der zweite zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Damals war Sesker flüchtig und konnte een jetzt abgeurteilt werden. Die Beweisaufnahme erdes, daß er den Raum, in dem das Falschgeld hergeselt wurde, gemietet und auch einen Teil des Materials berauft hatte. Erschwerend war auch, daß er sofort nach der Festnahme des Esser den Tatort vollständig ausscumte und die Flucht ergriff. Er erklärte, er habe von der ganzen Sache nichts gewußt und in dem betreffenRaum sei nur Spirituslack fabriziert worden. Das eennie ihm die Strafkammer nicht glauben und verMilch und Sahne zum halben preis Den Erlös in die eigene Tasche gesteckt— Unterschlagungen beim Düsseldorfer Milchhof Düsseldorf 19. Februar. Zu den in letzter Zeit vielfach laut gewordenen Gerüchten über Unterschlagungen bei dem Düsseldorfer Milchhof ist, um Falschmeldungen vorzubeugen, folgendes festzustellen: Der Düsseldorfer Beauftragte des Milchversorgungsverbandes Industriegebiet, der seinen Sitz in Essen hat, hat im Einvernehmen mit der Leitung der Düsseldorfer Milchverwertung eGmbH. Anzeige gegen verschiedene bei dem Milchhof beschäftigte Personen erstattet. Die ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei haben ergeben, daß der Betriebsleiter sowie verschiedene Gehilfen und Arbeiter des Milchhofes, die von der früheren Düsseldorfer Milchversorgung GmbH. übernommen worden waren, seit Jahren Milch und Sahne zum halben Preis verkauft und den Erlös in die eigene Tasche gesteckt haben. In das Verfahren sind zahlreiche Milchhändler verwickelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist gegen die Verdächtigen die gerichtliche Voruntersuchung eröffnet worden. Der Untersuchungsrichter hat gegen 35 Angeschuldigte Haftbefehl erlassen. Todesurteil rechtskräftig Trier, 19. Februar. Das Reichsgericht hat die von dem 24 Jahre alten Angeklagten Peter Pint gegen das Urteil des Schwurgerichts Trier vom 23. Oktober 1935 eingelegte Revision als unzulässig verworfen. Der Angeklagte ist durch diese Entscheidung wegen Mordes rechtskräftig zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden. Pint hatte mit der 22jährigen Susanne Dietrich die zusammen mit ihm in der Burbacher Mühle beschäftigt war, ein Liebesverhältnis unterhalten, das nicht ohne Folgen blieb. Als das Mädchen ihm sagte, daß die Pflegemutter mit einer Heirat unter diesen Umständen nicht einverstanden sein würde, beschloß Peter Pint, das Mädchen zu beseitigen. Auf einem Spaziergang am Abend des 18. September 1935 unternahm er zunächst einen Versuch, das Mädchen in einen Weiher zu stoßen. Dieser Versuch mißlang aber und das Paar setzte seinen Spaziergang fort. Später hat dann der Angeklagte die Susanne Dietrich durch Erwürgen bewußtlos gemacht und das Mädchen dann in den Weiher geworfen, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Das Schwurgericht kam zu der Feststellung, daß die Tat vorsätzlich und mit Ueberlegung ausgeführt worden ist und daß der Täter voll verantwortlich sei. Kleine provinz=Nachrichten Schmuggler angeschossen. Zur Nachtzeit stießen Beamte des Zollkommissariats Geldern an der Sperre bei Walbeck auf zwei verdächtige Männer. Während der eine festgehalten werden konnte, versuchte der andere auf dem Fahrrad zu entkommen. Da die Haltrufe der Beamten unbeachtet blieben und auch der Diensthund den Flüchtigen nicht stellen konnte, wurde von der Waffe Gebrauch gemacht. Schwer getroffen von einem Pistolenschuß im Rücken sank der Flüchtige vom Rad. Man stellte in ihm einen schon neunzehnmal vorbestraften Schmugaler fest. Das Schmuggelpaket bestand aus 12 Pfund Kaffee, 1 Pfund Feinschnittabak, 1 Pfund Kakao und 100 Gramm Tee. Schließung einer Biehagentur in Essen. Die Regierungsstelle in Düsseldorf teilt mit: Der Regierungspräsident(Preisüberwachungsstelle) hat in Essen mit sofortiger Wirkung die Viehagentur des Wilhelm Hitzbleck für zwei Monate geschlossen, weil dieser ungeach: tet aller öffentlichen Warnungen und der erst unlängs erfolgten Bestrafungen anderer Agenturen, in erheblichem Maße Ueberpreise für Großvieh gefordert un damit seine Unzuverlässigkeit bewiesen hat. Die Verfahren gegen die Vieheinsender und alle in die Angelegenheit verwickelt sind, sollen beschleunigt durchgeführt werden. Schneiden Sie sich diese Zusammenstellung aus u. bewahren Sie diese beim Apparat auf. spohen Zeitvenn. Jie uns###e durck FelnMbee ortae Anzoigen— Natürlich in das Bochumer Heimat- und Familienblatt B7551 Antoigen=. Bochumer Anzeiger.................. Ruto-Droschken-Gentrale Huto-Bereitung eder Fehwvestiut verieh,., u, ung 65700 Größtes Lager am Platze. Herner Straße 77(81721) Seytert& Co., 63475 Ruto-Fahrschule H. 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Bestellungen Trel Haus. 63230 68475 Pogsere für einen gunstigen Kaufabschluß ist die SAA•* Seite 12 Nr. 43 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 20. Februar 1936 Nachrichten aus Groß=Bochum Kleine Aneidungen aus den=Siadnenen Stadtteil Grumme=Böde Totenglocke. Im Alter von 46 Jahren wurde der Heckertstraße 82 wohnende Rendant des JosephsHospitals, Theodor Groß, durch den Tod von langem und schwerem Leiden erlöst. Annähernd 12 Jahre lang hat er treu und gewissenhaft die Bürogeschäfte des Krankenhauses verwaltet. Ortsgruppenversammlung der NSDAP. Im großen Saal der Kaiseraue hielt die Ortsgruppe GrummeVöde der NSDAP. am Dienstag abend ihre Mitgliederversammlung ab. Zu Beginn der Versammlung bot die Hitler=Jugend einige beifällig ausgenommene Musikdarbietungen. Dann erfolgte der Fahnenenimarsch. Die Hitler=Jugend erntete mit dem Lied„Die rote Fahne brennet im Wind“ und dem Sprechchor„Wie das Echo wächst" wiederum starken Beifall. Der Provagandawart der Ortsgruppe verlas dann ein Rundschreiben des Gauleiters Stürtz. Der stellvertretende Ortsgruppenleiter, Parteigenosse Wohlgemuth, richtete Mahnworte an die Kameraden. In Zukunft wird jeden Abend von 19 bis 21 Uhr einer der politischen Leiter der Ortsgruppe auf der Geschäftsstelle anwesend sein. während den ganzen Tag über ein Hitlerjunge hier den Dienst versieht. Vom 1. März an wird die Geschäftsstelle durch ein weiteres Zimmer vergrößert werden. Sodann gedachte der stellvertretende Ortsgruppenleiter in ehrenden Worten des ermordeten Parteigenossen Gustloff. Ein interessanter Lichtbildervortrag über „Finnland, Land und Leute“ fand die größte Aufmerksamkeit. Dann folgte die Ausgabe einer Reihe von Mitgliedsbuchern. Bunter Abend der NS.=Frauenschaft. Am Dienstag abend wartete die NS.=Frauenschaft Vöde bei Burrack auf der Castroper Straße mit einem fröhlichen Abend auf, der für die Frauen einige Stunden der Entspannung bedeutete. Die Ortsgruppenleiterin Frau Kahde sprach eingangs Worte der Begrüßung und wies auf den Zweck des fröhlichen Abends hin. Dann wickelte sich ein recht unterhaltsames Programm ab. Stadtteil Bergen Straßenausbesserung. Im weiteren Verlauf der Straßenausbesserungen im Stadtteil Bergen wird nunmehr auch die seit Jahren in äußerst schlechtem Zustand befindliche Schultesche Heide gründlich überholt. Der Fahrdamm erhält eine neue Steinpacklage mit Teersplitt. Auch die Bürgersteige werden in Ordnung gebracht. Stadtteil Gertbe Pfund= und Brockensammlung der NSV. Die Ortsgruppe Gerthe der NS.=Volkswohlfahrt veranstaltet heute in ihrem ganzen Bereiche eine Pfund= und Brockensammlung, die von den Helferinnen und Helfern der NSV. durchgeführt wird. Alle Volksgenossen werden gebeten, die Sammlung nach besten Kräften zu unterstützen. Filmvorführung für Hilfsbedürftige. Am kommenden Sonntag, vormittags um 11 Uhr, findet im UnionTheater auf der Hiltroper Landwehr eine kostenlose Filmvorführung für die Hilfsbedürftigen der NS.= Volkswohlfahrt statt. Die kostenlosen Eintrittskarten sind auf der Geschäftsstelle in der katholischen Volksschule an der Gerther Straße abzuholen. Die Ausgabe der Karten für die bei der ersten Filmvorführung nicht berücksichtigten Hilfsbedürftigen erfolgt am Freitag vormittag, für die anderen am Freitag nachmittag. Kaninchenzuchtverein„Vorwärts“., Bochum=Gerthe. Im Vereinslokale Cöppencastrov hielt der Kaninchenzuchtverein„Vorwärts“ seine Monatsversammlung ab. Durch sieben Neuaufnahmen konnte der Mitgliederbestand auf 41 erhöht werden. Auf der kürzlich stattgefundenen Gemeinschaftsschau errang der Verein einen Ehrenpreis, vier., acht 2. und fünfzehn 3. Preise. Zur Deutschlandschau in Leipzig hatten die Züchter Cöpvencastrop und Österholt je ein Tier geschickt. Eine rege Aussprache über Zuchtangelegenheiten wurde eingeleitet, bei der die älteren Zuchter manche Anregung und Auskunft erteilten. Um die Mitglieder vor Schaden zu bewahren, ist der Verein der Schutzkasse des Reichsverbandes Deutscher Kleintierzüchter beigetreten. Eine Sammelsendung von Fellen soll nach der vorgenommenen Veredelung in Leipzig in den Nähstunden der Frauengruppe zu Pelzstücken verarbeitet werden. Mißgeschick. Der Invalide Georg., Hiltroper Landwehr, wollte in seinem Garten einen zur Erde gefallenen Nistkasten wieder an einem Ast anbringen. Hierbei senkte sich der Ast, an dem der Nistkasten befestigt werden sollte, so daß F. abglitt und zur Erde stürzte wobei er einen Unterarmbruch und arge Bein= und Rückenverletzungen erlitt, die ärztliche Behandlung erforderten. Stadtteil Harpen Hohes Alter. Witwe Elisabeth Goßmann, geb. Salzmann, Rosenbergstraße 50, feierte ihren 71. Geburtstag in voller Frische. Vier Töchter, vier Söhne und zwölf Enkelkinder konnten der Betagten ihre Segenswünsche überbringen. Bestandene Prüfung. Der Schmied Walter Schulte, Harpener Hellweg, hat seine Prufung zum Nachweis der Befähigung des Hufbeschlaggewerbes vor der Prüfungskommission vor der staatlich anerkannten Lehrschmiede in Herne mit„Gut" bestanden. Frauengruppe des Ost= und Westpreußischen Arbeiter= und Unterstützungsvereins Harpen. In der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Stratmann=Kost gab Vereinsleiterin Frau A. Marmulla einen kurzen Rückblick auf das verflossene Geschäftsjahr 1935. Die Mitgliederzahl betrug 38. Der von Frau Karla erstattete Kassenbericht ergab einen guten Ueberschuß. Leiterin der Frauengruppe bleibt Frau Auguste Marmulla, Stellvertreterin Frau Auguste Wallendrath, erste Schriftführerin Frau Olga Schimmel, zweite Frau Kuszewski, erste Kassenwartin Frau Helene Oborski, zweite Frau Badeda. Vertrauensfrau für Kirchparpen ist Frau Skonetzki, für Kornharpen Frau Friederich. Das Vereinslokal wurde beibehalten. Ausbesserungsbedürftig. Man schreibt uns: Im schlechtesten Zustande von allen Harpener Straßen befinden sich der Prattort und die Dellenstraße. Bei dem nassen Wetter der letzten Tage sind sie vollständig in Schlamm und Pfützen verwandelt. Auch dem Gersling geht es ähnlich so. Auch hier wäre eine gründliche Ausbesserung sehr nötig. Stadtteil Laer NS.=Volkswohlfahrt. Am Samstag, 22. Februar, und die folgenden Tage wird im ganzen Stadtteil die fund= und Brockensammlung für den Monat Februar durchgeführt. Spende jeder nach Kräften! Evangelische Schulgemeinde. Im vollbesetzten Klassenzimmer der Schillerschule hielt die evangelische Schulgemeinde am Dienstag abend die Jahreshauptversammlung ab die der Schulleiter Rektor Schönhals leitete. Kreisleiter Lehrer Schöning(Bochum) hielt einen Vortrag über das Thema:„Was sagt uns das Alte Testament zur Erziehung unserer Kinder.“ Die Kinder müssen zur Gottesfurcht erzogen werden. Der Schriftwart erstattete einen ausführlichen Jahresbericht und der Kassierer den Kassenbericht. Am Schulentlafsungstage, dem 27. März, findet am Abend eine Entlassungsfeier der Kinder, deren Eltern der evangelischen Schulgemeinde angehören, bei Kuhweide statt. Die Kinder erhalten wieder, wie im Vorjahre, ein Geschenk. Die Leitung besteht aus: Rektor Schönhals als Leiter, Theodor Eggemann Stellvertreter, Alfred Finger als Schriftwart, Frau Ruschenburg Stellvertreter und Karl Hofmann als Kassenwart. wird. Hingewiesen wurde ferner auf das Konzert im Fredenbaumsaal in Dortmund, wo der Verein ein neues Chorwerk„Hymne an die Arbeit" von Kranzhoff zur Uraufführung bringt. Stadtteil Wiemelhausen Stadtteil Langendreer Hochbetagt. Die Ehefrau Fr. Häcker Helene geb. Gätke, Mansfelder Straße, wurde gestern 71 Jahre alt. Erfolgreicher Reichswettkampf des RSKK. An dem für die Standarte 69 angesetzten Reichswettkampf des RSKK. der Gruppe Technik beteiligte sich der Langendreerer Sturm 13/A1 69 mit ausgezeichnetem Erfolg. Die Prüfung erstreckte sich sowohl auf praktische wie auch auf theoretische Kenntnisse. Die einzelnen Trupps des Sturms 13/M 69 erzielten folgende Leistungen: Trupp I: Schriftliche technische Prüfung 900 Punkte, praktische technische Prufung 1200 Punkte Trupp II: 600 und 880 Punkte: Trupp III: 900 und 1680 Punkte. Die ehemaligen Kolonialkrieger tagten. Im Vereinslokal Reul fand am Sonntag für die Kameradschaft der Kolonialkrieger der fällige Monatsappell statt, der gleichzeitig als Vortragsabend ausgestaltet war. Kameradschaftsführer Krahwinkel sprach Begrüßungsworte. Dem offiziellen Teil folgte ein Vortrag des Kameraden Göbbelsmann über:„Diamanten in Deutsch=Südwestafrika." Der Vortragende schilderte in packenden Worten und interessanten Darstellungen die Auffindung von Diamanten in den deutschen Kolonien. Für seine Worte wurde ihm am Schluß einstimmiger Dank der Kameraden zuteil. In alter Kameradschaft verbrachte man noch einige Stunden bei froher Unterhaltung. Kameradschaftsabend der Pioniere. Die Kameraden mit ihren Frauen verlebten im Gasthof Wollenweber einen gemütlichen Abend Kamerad Fresdorf feierte in seiner Begrüßungsansprache die Kameradschaft. Der geschäftliche Teil wurde glatt erledigt. Dann folgte der gemütliche Teil, durch ein gemeinsames Essen eingeleitet. Vorträge ernster und heiterer Art, Musik, Preisschießen und Verlosung schufen rechte Frohlaune. Kamerad Denger erntete mit seinen Vorträgen verdienten Beifall. Ein flottes Tänzchen beschloß den schönen Abend. MGV.„Niegedacht“. In der Jahreshauptversammlung gedachte nach einem Grußwort der Vereinsführer Brinkmann der verstorbenen Sangesbrüder in ehrender Weise. Aus dem anschließend gegebenen Jahresbericht ging eine umfassende Vereinstätigkeit hervor. Besondere Erwähnung verdient, daß der Verein bei dem Wertungssingen des Kreises, an dem 23 Vereine teilnahmen, 2 Chorwerke vortrug, denen das Prädikat„Sehr gut" erteilt werden konnte. Kassierer Härtling erstattete den Kassenbericht. Nach 35jähriger Führung des Vorsitzes legte der Vereinsführer Brinkmann sein Amt nieder. Zum neuen Vereinsführer wählte die Versammlung den Sangesbruder Mai. Alle übrigen Vorstandsmitglieder blieben in ihren Aemtern. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde das Sängerfest in Breslau besprochen, an dem sich der Männergesangverein„Niegedacht" geschlossen beteiligen Aus der NSDAP. Die Zelle 6 der Ortsgruppe Wiemelhausen der NSDAP. versammelte sich unter der Führung des Zellenobmanns Wältermann bei Kersten. Pa. Lehrer Best aus Linden=Dahlhausen behandelte das Thema:„Freimaurertum.“ In mehr als zwei Stunden verstand er es, durch seine klaren Ausführungen, die Versammlungsbesucher in Spannung zu halten. Ortsführer Pa. Winkler dankte dem Redner. Großen Beifall fanden auch die gezeigten OriginalSteh=Lichtbilder. Berufsunfall mit tödlichem Ausgang. Wie wir in Nr. 39 berichteten erlitt am Freitag der 29jährige Lehrhauer Theodor Schomberg, Wiemelhauser Straße 354, auf seiner Arbeitsstelle einen folgenschweren Unfall. Er trug einen Beckenbruch und schwere innere Verletzungen davon und wurde dem AugustaHospital zugeführt. Leider verschlimmerte sich am Wochenanfang sein Zustand derart, daß er Dienstag nachmittag verschied. Der auf so tragische Weise Verunglückte war als fleißiger Mann bekannt. Den hart betroffenen Eltern, deren Ernährer der Bedauernswerte war, wird herzliche Teilnahme bezeigt. Stadtteil Weitmar In hohem Alter. Konrektor i. R. Karl Hustadt vollendete in körperlicher und geistiger Rüstigkeit sein 75, Lebensjahr. Herr Hustadt ist noch ein Zeuge der alten vierklassigen Schule am Böckenberge, die vor fast 50 Jahren den Anforderungen nicht mehr genügte und zu Wohnungen umgebaut wurde. Jetzt stehen„in der Mark“ zwei große Gebäude mit 16 Klassenräumen nebeneinander, an denen das Geburtstagskind noch fast 40 Jahre in Segen gewirkt hat. Herr Hustadt hat nur in„Weitmarmark" amtiert. Tragisches Geschick. Von einem herben Schicksalsschlage wurde die Familie des Drogeriebesitzers Richard Grasedieck im Ortsteil Weitmar=Nord, Essener Straße, betroffen. Die einzige Tochter der Familie, die mit einem Rechtsanwalt auswärts verheiratet war, befand sich mit ihrem Gatten auf einer Autofahrt in Süddeutschland. Das Fahrzeug verunglückte und die junge Frau erlitt hierbei derart schwere Verletzungen, daß sie kurze Zeit darauf starb. Auch der Ehemann der Verunglückten erlitt schwere Verletzungen. Die Leiche der Frau wurde auf Veranlassung ihrer Angehörigen ins Elternhaus übergeführt, von wo aus sie in heimatlicher Erde bestattet wird. Den auf solch traurige Art vom Schicksal schwer betroffenen Angehörigen bringt man allseitige Anteilnahme und tiefes Mitgefuhl entgegen. Die Verunglückte hinterläßt ein Kind von einigen Monaten. Schamverletzer überführt. Anfang Februar wurde ein junges Madchen aus.=Weitmar des Nachts vor seiner elterlichen Wohnung von einem Manne in schamverletzender Weise belästigt. Der Täter konnte jetzt in der Person eines jungen Mannes aus.=Weitmar auf Grund des von der Belästigten ausgesprochenen Verdachts überführt werden. Er wurde festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Sieriung„Seirsihisse in Prenschert phot...-Muthherr. Eine schmucke Siedlung ersteht an der Brenscheder Straße durch den Bauverein„Selbsthilfe". Sieben Doppelhäuser zu je vier Wohnungen sind bereits bezogen. Am Montag ist mit den Arbeiten für weitere vier Doppelhäuser zu je vier Wohnungen und vier Einzelhäusern zu je vier Wohnungen begonnen war. Diese 24 Wohnungen sollen Ende Juni bezugsfertig sein. Der Stadtteil Brenschede gewinnt durch diese freundlichen Wohnstätten an Ansehen. Eirze Vauretharen in Bochum=Werne Auf dem Baumarkt wird sich in diesem Jahre eine größere Bautätigkeit entfalten als im Vorjahre. Während im vergangenen Jahre nur zwei Neubauten zur Durchführung gelangten, sind für dieses Jahr größere Bauvorhaben in Aussicht genommen. Hier wäre zunächst das Bauprojekt des Eigenheimbundes„Kameradschaftliche Selbsthilfe" zu nennen, der bei günstiger Witterung im nächsten Monat mit dem Bau von elf Doppelhäusern, denen 17 weitere folgen werden, beginnen will. Mit den Ausschachtungsarbeiten wird in der nächsten Woche begonnen. Hierfür sind schon für die ersten Bauten die Ziegelsteine von abgebrochenen Kaminen usw. herangeschafft worden, die auf dem Baugelände am Norrenbera lagern. Zwei Doppelhäuser wird der Spar= und Bauverein am Bauernkamp errichten, für die die finanzielle Frage schon gelöst ist. Auf dem Gelände am Schießstand an der „Vollmond“ sind durch die Harpener BerabauAG eine große Anzahl Häuser projektiert. Sollte dieses Vorhaben auch noch in diesem Jahre zur Durchführung kommen, dann kann das heimische Baugewerbe das sehr unter dem Mangel an Bauvorhaben zu leiden hatte, befriedigt in die Zukunft schauen. Die Arbeiten am Ehrenmal sind auf geraume Zeit eingestellt. Die Anschüttungsarbeiten sind vollendet. Wege sind angelegt, Anpflanzungen von Sträuchern und Platanen vorgenommen worden. Zu beiden Seiten des Mals wurden die Treppenstufen eingebaut, ebenso sind an den Sockeln Muschelkalkplatten angebracht. Der große Platz vor dem Ehrenmal ist mit Packlage belegt. Auch sind die Einfassungsplatten für die gesamten Anlagen herbeigeschafft. Die offizielle Einweihung ist für den Monat Mai gedacht. Stadtteil Stiepel Massenkundgebung der NS.=Volkswohlfahrt. Die RSV. hat in den wenigen Jahren ihres Bestehens bewiesen, daß sie befähigt ist, die ihr gestellten Pflichten und Aufgaben zu erfüllen. Zunächst ist das Hilfswerk „Mutter und Kind“ ein wichtiger Teil nationalsozialistischer Wohlfahrtspflege. Viele Mütter und Kinder unserer Gemeinde konnten erstmals in ihrem Leben durch die NSV. einen längeren Landaufenthalt verleben. Die Kinderspeisung die in den Schulen durchgeführt wurde, hat unseren Kleinen große Freude gemacht und wird auch sicherlich zur Kräftigung mancher Kinder beitragen Die größte soziale Aufgabe aber ist das Winterhilfswerk, durch das auch in unserer Ortsgruppe zahlreiche in schlechteren Verhältnissen lebende Volksgenessen unterstützt wurden. Zu weiteren Aufgaben der NSV. gehören Siedlungswesen, Wohnungshilfe, Tuberkulosehilfe und Schadenverhütung. Ueber alle diese Fragen, die sicherlich alle Volksgenossen interessieren, wird am Samstag, 29. Februar, abends 7 Uhr, im Saale des Wirts Emil Rumberg, Kemnader Straße, der Reichsredner Pa. Husing sprechen. Es darf erwartet werden, daß die Veranstaltung zu einer Massenkundgebung werden wird, zumal der Eintritt frei ist. Personalnachrichten Nach vorausgegangener dreitägiger schriftlicher Prüfung fanden am Montag, 17. Februar, unter dem Vorsitz des Staatsministers a. D. Professor Dr. Dr. h Drews, Präsidenten des Preußischen Oberverwaltungsgerichts, die mündlichen Kommunaldiplomprüfungen statt. Es bestanden die Kommunaldiplomprüfung die Herren Brennecke(Witten), Fränzer und Meise(Bochum), Rehkopp(Hagen) und Thiez, lauk(Dortmund). Reifeprüfung am Städtischen Lyzeum II mit realgymnasialer Studienanstalt Am Städtischen Lyzeum II mit realgymnasialer Studienanstalt am Waldring fand Mittwoch, 19. bruar, unter dem Vorsitz des Oberschulrates Dr. Ites die mündliche Reifeprüfung statt. Allen Oberprimanerinnen, die sich zur Prüfung gemeldet hatten, wurde das Reifezeugnis zuerkannt. Es sind dies: Marianne Asbrock Renate Doeleke, Erna Fieseler Mathilde Grewel, Barbara Leidenroth, Paula Ochs, Elisabeth Ohme Ruth Stemmann Johanna Winnacker. Vier von ihnen haben die Prüfung mit„Gut" bestanden. ters und Knappschaftsältesten Wilhelm Hoose statt. Die Gesangabteilung der Zeche„Dahlhauser Tiefbau“ sang am Hause des Toten eine Trauerweise. Hierauf wurde der Sarg aus dem Hause zum Leichenwagen getragen und der Leichenzug setzte sich in Bewegung. Vorauf gingen die Amtswalter der Partei und der Horauf, ungen pie umlswalter Der Partel und der Arbeitsfront sowie die SA. und SS. Pfarrer Weber nahm die Beerdigung vor. Er widmete dem Verstorbenen einen warmen Nachruf. Zum letzten Male senkten sich die Fahnen über der offenen Gruft, während die Musikkapelle das Lied vom guten Kameraden spielte. Betriebszellenobmann Hohmann von der Zeche „Dahlhauser Tiefbau“ gedachte zum letzten Male seines Mitarbeiters und Kameraden und legte einen Kranz an der offenen Gruft nieder. Dazu sang nochmals die Gesangabteilung der Zeche eine Trauerweise von Schubert. Hohes Alter. Witwe Theresia Bock, Hattinger Straße 770, feierte ihren 84. Geburtstag. Sie ist noch körperlich wie geistig frisch. Ihren sonnigen Lebensabend verbringt sie bei ihrer Tochter, Frau Bellgardt. Bunter Abend der Linden=Dahlhauser Stenographen. Die Ortsgruppe Bochum=Linden=Dahlhausen der deutschen Stenographenschaft versammelte in ihrem Vereinsheim Kumpmann die Mitglieder zu einem Bunten Abend, der den Besuchern einige frohe Stunden vermittelte. Mit einer kurzen Begrüßungsansprache des Ortsgruppenwarts Karl Bärwald wurde die Veranstaltung eingeleitet. Im Mittelpunkt des Abends stand die feierliche Ehrung der Sieger aus dem Vereinswettschreiben. Viel Beifall fanden die schmissigen Darbietungen der Kapelle, wobei besonders die Kameraden Hilgenstock und Altenscheidt starke Anerkennung fanden. Konzertveranstaltung der Lindener Musikschüler. Im Saalbau Scheidtmann warteten am Dienstag abend die Lindener Musikschüler, die unter der Leitung von Musiklehrer Miebach, K. Herrmann, W. Drescher und Karl Altenscheidt stehen, vor gutem Besuch mit einem Konzert auf, bei dem die Schüler im großen und ganzen gute und abgerundete Leistungen zeigten. Mit großem Interesse verfolgten die Eltern der Schüler die Leistungen ihrer Kinder. Bochamer=Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Johsts Werk„Thomas Paine“ eines der bedeutendsten der neuen Dramatik, gelangt heute abermals zur Aufführung. Die bisherigen Vorstellungen ernteten reichen Beifall. Die heutige Vorstellung hat wieder Premierenbesetzung.(Vormiete A und freie Besucher.) Die NS.=Kulturgemeinde. Als nächste Pflichtvorstellung für die Serie B findet am Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, die Tragikomödie„Markurell“ statt. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.— Jugendgruppe: Am Sonntag, 23. Februar, 16 Uhr, findet für die Einzelmitglieder der Jugendgruppe das Lustspiel„Der Hochtourist" als Pflichtvorstellung statt. Die Eintrittskarten sind in der Geschäftsstelle der NS.=Kulturgemeinde, Bochum, Lueg=Haus, Zimmer 1, zu haben. Bochumer Verbände und Vereine Evangelisch= Kirchlicher Männerdienst Ehrenfeld=Rechen. Die Jahreshauptversammlung fand am 16. Februar im Ernst=Moritz=Arndt=Haus statt. Mit Dank gegen Gott für die bisherige Führung und Leitung wird die neue Arbeit begonnen, fürbittend vor ihn getreten, daß er das Werk des Führers und Reichskanzlers segnen möge. Der Vorsitzende erstattete Bericht über die Vereins= und Verbandstätigkeit. Das verflossene Jahr sei für den Verein von besonderer Bedeutung durch die Eintragung der im Jahre 1934 beschlossenen Verbandssatzung in das Vereinsregister nach Genehmigung des Ministeriums. Die kirchlichen Verbände seien unter Leitung des Pfarrers Kalle(Hamm) zu einem Männerdienst zusammengeschlossen und dieser sei als die alleinige Männerorganisation der westfälischen Kirche anerkannt. Rege Beteiligung habe der Verein am Volkstag der Inneren Mission gezeigt und erreicht, daß der Melanchthonbezirk im Ortsverband Bochum mit den besten Erfolg zu verzeichnen habe. Zu dem Erholungsheim in Hilchenbach sind auf Vereinskosten 18 Mitglieder entsandt, 21 Mitglieder seien auf eigene Kosten dort gewesen, ein Beweis, welcher Beliebtheit sich das Heim erfreut. Bei der goldenen Jubelfeier des Vereins Lütgendortmund war der Verein stark vertreten; den Höhepunkt bildete die Teilnahme an dem Evangelischen Männertag der Synode Bochum am Verhängnisvoller Sturz. Schwer zu Schaden kam am Dienstag abend auf der Kemnader Straße die auf der Hattinger Straße wohnende Ehefrau des Werksarbeiters Robert., die sich mit ihrem Fahrrad auf der Heimfahrt von ihren Eltern befand. Nachdem sie einem Autofahrer ausgewichen war, steuerte die Bedauernswerte gegen einen Bordstein und stürzte so schwer, daß sie eine Gehirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch und eine Schulterauskugelung erlitt. Sie mußte dem Augusta=Krankenhaus zugeführt werden. Stadtteil Linden=Dahlbausen Amtswalter Wilhelm Hooses letzte Fahrt. Unter starker Beteiligung der Bevölkerung von Linden=Dahlhausen fand am Nachmittag die Beisetzung des auf so tragische Weise aus dem Leben geschiedenen Amtswal20. Oktober 1935, der unter dem Motto stand:„Du bist gerufen." Der Verein zählt zur Zeit 379 Mitglieder. 13 Sterbefälle waren zu verzeichnen. Der Kassenbestand beträgt 1823,26 Mark. Leider sind eine Anzahl Austritte zu beklagen. Um weiteren Störungen vorzubeugen, sind durch eine Vertretung des Verbandes in Berlin direkte Verhandlungen mit der Reichsorganisationsleitung der Deutschen Arbeitsfront geführt worden, die für die kirchlichen Arbeiten volles Verständnis zeigte. Die Besprechungen„Argten## einem voll befriedigenden Ergebnis. Den Angehorigen der Deutschen Arbeitsfront steht der Weg in den kirchlichen Männerdienst offen, dem es selbstverständliche Pflicht ist, bei steter Hilfsbereitschaft in Treue und Liebe zu stehen für Volk und Kirche. Große Aufmerksamkeit wurde dem Berscht des Herrn Urlaub über die im Ruhrlandheim gehörten Vorträge gezollt. Weitere Schulungskurse finden im Ruht“ landheim am 8. März und im April statt. Anmeldungen zur Teilnahme sind rechtzeitig im Ernst=Moritz=Arndt=Halz oder bei Herrn Schulz, Mozartstraße, abzugeben. Une großer Spannung folgte die Auslosung für einen holungsaufenthalt in Hilchenbach. Frohe Gesichter bei den Gewinnern, unter denen wohl zur Freude aller auch Milglieder waren, denen es sonst nicht vergonnt ist, sich einmat weit vom Getriebe der Stadt in der freien Gottesnatur eine Erbolung zu leisten. Eine Anregung aus der Mitse der Versammlung, einen Weg für die Auslosung einer größeren Anzahl zu finden, um die Mitglieder nicht aufu lange auf die Auslosung warten zu lassen, wird vom Vorstand geprüft. Zum Schluß der Versammlung Generalsekretär Martin herzliche Worte des Dankes an den Verein für die erwiesene treue Gefolgschaft und erging sich dann weiter noch über die Aufgaben des kirchlichen Männe! dienstes, der in seiner bisherigen Eigenschaft als Arbeiter verein einen Zweig seiner früberen Arbeit an die Arbesi, front abgegeben habe und nun ganz frei geworden sei den Dienst an der Kirche. Alle Kräfte seien einzusetzen, hierzu den Mann zu mobilisieren. Wir wollen sieden dem, was von dem Ausschuß innerhalb der Kirche auf Boden der Bibel und des Bekenntnisses als richtig besunden wird. Traditionsecke Regimentsappell der Hacketäuer 1936. Der Regimetig appell der Kameradschaft„Hacketau 16er“ findet in dieser Jahre am 13., 14. und 15. Juni in Krefeld statt. Nr. 4: Reich Kl. 1000. 1. Re der Verlichepon ger der infolgigg##r ernd invatttg ist. ist, daß die Warteze rechterhalten ist. E gen erfüllt, dann w Bedürftigkeit des Ve private nebenei tigt, weil die reichs Fürsorgeeinrichtung freiwillig, weiteroer wie die u martscha bei ihrem Ehei endung des 65. Leb Sinne der RVO. i lange der Mann Einkammen des Ek Egefrau hleib Mann selbst Ren Rentenanspruch au Ehefrau. Nur i Ehemannes er nur die höchste R liche Witwenrente Auszahlung gebrac jedoch höher als di es Mannes, dani Versicherung gewäl im Rathaus, Zim: A. O. Watten gegenüber den Kin sind, sich selbst zu stellung behalt den tellung als der eigene Arb Unterhalts reicht. A. L. 1. Die Arbeitsamt, sofern Unterstützungsfalle — Ihre Verm Bochom(Plleme Gest schwere Vetter. im Alte Dies Hinterb Fami Westfälls Boc Die 22. Feb der Bli Trai kapelle Go lichen R melnen Sohn, S und Or HAe nach k den En Kirche, zu neh Um Oe 13½ Uh Das Sei All diene 4 Für 4 die uns bi Mannes gebracht Boch Keine glbt man da a Nr. 43 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 29. Februar 1936 Mündliche, kostenlose Auskunft für die Bezieher unserer Zeitung nur nachmittags(außer Mittwochs und Samstags) von 4 bis 5 Uhr in unserer Schriftleitung. Reichsinvalidenversicherung. el. 1000. 1. Reichsgesetzliche Invalidenrente erhält Versicherte, der das Alter von 65 Jahren vollendet infolge von Krankheit oder anderen Gebrechen dauurnd invalide ist. Voraussetzung des Rentenanspruchs daß die Wartezeit erfüllt und die Anwartschaft aufhterhalten ist. Sind die vorstehenden Voraussetzunerfüllt, dann wird die Rente ohne Rücksicht auf die Gedürftigkeit des Versicherten gezahlt, besonders bleiben Frivate Nebeneinnahmen, vollkommen unberücksichtigt, weil die reichsgesetzliche Invalidenversicherung keine Fürsorgeeinrichtung ist. 2. Wenn die Ehefrau sich auch freiwillig weiterversichert und die Wartezeit erfüllt sowie die Anwartschaft aufrechterhalten ist, besteht, genau bei ihrem Ehemann, ein Rentenanspruch mit Vollendung des 65. Lebensjahres, oder wenn sie invalide im Sinne der RVO. ist. Die Rente der Ehefrau wird, solange der Mann lebt, unverkürzt gezahlt. Etwaiges Einkommen des Ehemannes oder sonstiges Einkommen der Ehefrau bleibt unberücksichtigt. Auch wenn der Mann selbst Rente bezieht, besteht der unverkürzte Rentenanspruch aus der eigenen Versicherung der Ehefrau. Nur im Todesfalle des versicherten Ebemannes erhält die hinterbliebene Witwe stets nur die höchste Rente ausgezahlt. Ist die reichsgesetzliche Witwenrente höher, dann wird der Betrag zur Auszahlung gebracht, ist der Betrag der eigenen Rente jedoch höher als die Witwenrente aus der Versicherung Mannes, dann wird die Rente aus der eigenen Versicherung gewährt. Sie sprechen am besten einmal im Rathaus, Zimmer 13(Versicherungsamt), vor. Unterhaltspflicht. A. O. Wattenscheid. Die Unterhaltspflicht besteht gegenüber den Kindern solange, wie diese außer Stande sind, sich selbst zu unterhalten. Ein Kind in Lehrlingsstellung behält den Unterhaltsanspruch in dem Umfange, als der eigene Arbeitsvertrag nicht zur Bestreitung des Unterhalts reicht. Unterstützung. A. L. 1. Die Arbeitslosenunterstützung zahlt das Arbeitsamt, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen des Unterstützungsfalles vorliegen. 2. Eine gesetzliche Unterhaltspflistt gegenüber Geschwistern besteht nicht. 8. Eine rechtliche Verpflichtung zur Bestreitung von Krankheitskosten für die Schwester besteht nicht. 4. Falls keine Vorfahren oder Abkömmlinge vorhanden sind, die in erster Linie zur Tragung der Kosten herangezogen werden müßten, ist das Wohlfahrtsamt zur Vorlage der Krankenhauskosten für Ihre Schwester zuständig. Erbschaft. H. K. Sofern kein Testament vorhanden ist, erben alle Kinder zu gleichen Teilen. Falls Ihnen mit Rücksicht auf die den Eltern geleisteten Unterhaltszuschüsse ein größeres Erbteil vermacht werden soll, als den übrigen verheirateten Geschwistern, müssen die Eltern dieses in einem Testament genau bestimmen und festlegen. F. V. B. H. Sch. Jedes Kind beerbt nur den eigenen Vater oder die eigene Mutter, wenn kein Testamen vorliegt, das anders bestimmt. Berufsfragen. W. S. 1000. In München ist eine kleine Schrift erschienen„Das Heilpraktikerstudium, herausgegeben vom Heilpraktikerbund Deutschlands Reichsverband, Giselastraße 4. Dort ist alles genau enthalten. Vorgeschrieben ist zweijähriger Lehrgang, daran ein Jahr Fachschule in München, Berlin oder Köln, ein Jahr Assistentenzeit bei Heilpraktikern oder Biologischem Arzt. Kosten fürs erste Schuljahr 1000 Mark ohne Lebensunterhalt, dazu Literatur 150 Mark und Instrumente 50 bis 60 Mark. Steuerfragen. E. B. Wenn Sie laufend öffentliche Fürsorgegelder beziehen, so sind Sie frei von der Bürgersteuer. (Näheres auf dem Bürgersteuerbüro Bochum Rathaus.) Verschiedenes. H. A. Herne. Der Straßenbahnverkehr zwischen Bochum und Herne ist am 23. November 1894 eroffnet worden. Kreuz=Bube im Skat! Es kommt zuweilen vor, daß aus der Höhe, bis zu der zwei Spieler gereizt haben, der dritte Spieler, der noch nicht gereizt hatte, Schlußfolgerungen auf den Inhalt des Skats ziehen kann. So wird man manchmal, wie auch in Ihrem Falle, mit guten Gründen aus der Reizung annehmen dürfen, daß im Skat ein Bube liegt. Wenn Sie diese Vermutung haben, so ist es Ihr gutes Recht, daraufhin weiter zu reizen. Denn, wenn Ihre Annahme nicht stimmt, tragen Sie ja auch für Ihren Optimismus den Schaden. Die Behauptung Ihres Gegners, Sie hätten nicht höher reizen dürfen. als dies nach den Karten möglich war, die Sie auf der Hand hatten, ist in jedem Falle unzutreffend. Es steht jedem Spieler frei, so hoch zu reizen, wie er lustig ist. Er muß ja auch zahlen, wenn er das Spiel nicht vollhalten kann. Und außerdem: Wie oft reizt man einen Null=ouvert, ohne ihn zunächst in der Hand zu haben, nur weil man auf einen günstigen Skat rechnet. Wenn Ihr Gegner Recht hätte, dürfte das ja auch nicht gelten. Schließlich hat aber Ihr Gegner auch folgendes nicht bedacht, womit seine Annahme widerlegt wird: Es ist ja überhaupt kein Spieler verpflichtet, Rechenschaft darüber abzugeben, was im Skat gelegen hat! Andernfalls ergäbe sich folgendes: Da nämlich nie beim Reizen feststeht, ob der Reizende auch wirklich das reizt, was er mit den 10 Karten in der Hand riskieren darf, so müßten ja— hätte Ihr Gegner Recht— die beiden andern Spieler, die das Spiel nicht bekommen haben, billigerweise zur Kontrolle verlangen können, daß er auch vorher den Skat zeigt, denn wie wollen sie sonst wissen, ob er wirklich nicht auf den Skat hin gereizt hat. Das würde eine schöne Schererei geben. MEE 10.15 Achtung! Hier spricht der Berufsberater! Autoschlosser oder Schlosser? 11.50 Bauer merk auf! 12.00 Die Werkpause. Was sich die Arbeiter des westfälisch=niederrhein. Industriegebietes wünschen. Das Westdeutsche Kammerorchester(H. Hagestedt) 1. Fliegermarsch(Urbach). 2. Hofballtanze, Walzer (Lanner). 3. Die lustigen Marionetten(Fetras). 4. Backfisch=Parade(Lincke). 5. Lieder=Potpourri (Kochmann). 6. Meine schöne Nachbarin, Marsch= lied(Kneip). 7. Champagner=Galopp(Lumby). 8. Heil der Zukunft, Marsch(Frantzen) 14.15 Allerlei von zwei bis drei(Vom Deutschlandsend.) 16.00 Eine Schwedenplatte zum Nachmittag. Mit den fröhlichen Fünf und anderen launigen Leuten.— Rund um klassische kölsche Karnevalslieder;„Ich spreche mit mir selber.. warum eigentlich Eine Plauderei zum Selbstgespräch.— Zwischenspiel in der Straßenbahn. Eine wahre Geschichte.— Und nun im Ernst: Etwas über das Arbeitoou#ch. Und zum Schluß: Prinzessin„Haben". Das Märchen von einem törichten Kinde 18.00 Musik zum Feierabend. I. Fröhliche Weisen. Philipp Goepelt, Walter Goetze, Helmut Radelow; Leipziger Sinfonie=Orchester(Theodor Blumer). 1. Liebesgeständnis aus den Faschingsbildern von Jena(L. Nicode). 2. Kölnische Karnevalstänze für Violine und Gitarre: Jubelwalzer— Reigen Redoutenwalzer. 3. Rondo u. Tarantella(’umbrosio). 4. Tänze aus einem alten Musikantenbuch für Violine und Gitarre: Alleman#— Ländler— Im Zweischritt— Quadrille. 5. Die Werber, Walzer(Lanner). 6. Pizzikato=Polka (Joh. Strauß). 7. Bauernlieder für Bariton, Violine und Gitarre(Duis): a) Freut euch, ihr Bauersleut, b) Sensentengellied. c) Die lustige Großmagd. 8. Wanderliedermarsch(Lindemann).— II. Ouvertüren: 1. Die verkaufte Braut(Smetana). 2. Marionetten und Masken (Walter). 8. Marinarella(Fucik). 4. Der lustige Krieg(Joh. Strauß). 5. Flotte Bursche(Suppé) 19.45 Momentaufnahme gtenseben.. 20.10 Soldaten— Kameraden. Solatenieven— ja, das heißt lustig sein. Kamerad Humor stellt sich vor 22.20 Theater im Westen.„ 448em2 23.00 Unterhaltungskonzert des Landerorchesters Gau Württemberg=Hohenzollern(Georg., Fipping). 1. Melodien aus„Madame Butterfiy 2. Sinfonisches Intermezzo(Pipping). 8. Ouvert. zu„Rosemarie"(Pipping). 4. Walzer aus„Margarethe“(Gounod). 5. Melodien aus„Tiefland“ ('Albert). 6. Vorspiel zu„Zigeunerliebe“(Lehar), 7. Einzug der Olympiakämpfer, Marsch(Blume) Deutschlandsender: 18.15: Enrico Mainardi spielt. 19.00: Und jetzt ist Feierabend! Fröhliche Weisen und Ouvertüren. 19.45: Sammeln! 20.10: Wir bitten zum Tanz! 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir bitten zum Tanz! W. Krüger Ihre Vermählung geben bekannt: Paul Maleck Anne Maleck geb. Flasche Bochum(Wiemelhauser Straße 89), den 20. Februar 1936 Hinlast für Strecken Hamburg. Bremen, Kassel Frankfurt a. M. für Möbel und Lasten. M. L. 86601 Anz. Statt besonderer Anzeige Gestern nachmittag entschlief nach langem und schwerem Leiden unser guter Bruder, Onkel und Vetter, unser lieber Freund Rechnungsführer i. R. Wirlienn Beimaln im Alter von 64 Jahren. Dies zeigen in tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen an Familie G. Klöne Rob. Dellmann Westfällsche Strabe 17 Am Gerstkamp 13 Bochum und Nassau a. Lahn, am 19. Febr. 1936 Die Beerdigung findet statt am Samstag, dem 22. Februar, nachm. 3 Uhr, auf dem Friedhof an der Blumenstraße. Trauerfeier ½ Stunde vorher in der Friedhofskapelle. Ein treues Mutterhers hat aufgehört zu schlagen Der Herr über Leben und Tod nahm gestern unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Urgroßmutter und Tante Frad Wye.Totel Hiener Wilhelmine geb. Richmann nach kurzer, schwerer Krankheit, infolge eines Schlaganfalles, im Alter von fast 82 Jahren zu sich in den Himmel. Geschwister Nickel In tiefer Trauer: Bochum-Querenburg, Bochum, Rünthe, Hannover, Münster und Essen, den 19. Februar 1936. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 22. Februar 1936, 15 45 Uhr, vom Trauerhause,.-Querenburg. Buscheystr. 127, statt. Sonderangebot! Echtes eichenes 200 cm breit sehr reich und schwer gearbeitet 545.- RM. Oen Wittener Str 30 K 9. Den geeigneten Lehrer für Nachhilfestunden findet man durch die Unterrichtsanzeige im „Bochumer Anzeiger“ schterie gantich Frischer Gof dem Allmächligen hat es In seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute vormillag um 11½ Uhr meinen lieben Mann, unseren guten, treusorgenden Valer, Sohn, Schwiegersohn, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Scholz nach kurzem, schwerem Leiden, wohlvorbereltei durch den Empfang der hl. Sterbesakramente der röm.-kalh. Kirche, Im Aller von 44 Jahren, zu sich in den Himmel zu nehmen. Um stille Tellnahme bitten: Frau Therese Scholz und Angehörige Bochum, den 19. Februer 1936 Alsenstraße 11 Die Beerdigung findet statt am Samstag, dem 22. Februar 1936. 13½ Uhr. vom Eingang des Zentraltriedhofes am Das Seelenamt ist morgens um 8½ Uhr in der Chrtar-König-Kirche. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche WE Frische Bückinge.. Plund.25 Sprotten........ Plund.50 Sprotten..... Hleine Kiste 0. 20 Bratisch........ Pland 0, 22 Schelllisch o. K. G. sanz) Pfund O, 28 Fisch im Schnitt 4 Pf. mehr Kabeljau o. K. d. sanzen) Plund U, 19 Rotbarsch....... Pund 0, 29 Filetfisch........ Pund 0, 30 Schiller-Locken... Pkund 0, 90 bachsheringe.... Pkund 0, ber. Seelams.... Plund U. 30 der. bccudf...... Pfund U, TU Muscheln 10 Pfund Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme, die uns bei dem so plötzlichen Tode meines lieben Mannes, unseres treusorgenden Vaters entgegenGebracht wurden, sagen wir allen Beteillgten unsern herzlichen Dank Frau Max Guder und Kinder Bochum, den 19. Februar 1936 Heiraten Stadtleihamt Bochum. Die Versteigerung der verfallenen Pfänder aus dem Monat Juli 1935, Pfandnummern 505 218 bis 511 368, bestehend in Trau= und sonstigen Ringen, Brillantsachen, silbernen und goldenen Damen= und Herrenuhren, Gold- und Silberwaren und anderen Wert= und Gebrauchsgegenständen, Musikinstrumenten, Wäsche, Kleiderstoffen, Bekleidungsstücken aller Art, Schuhen, phot. Apparaten, Näh= und Schreibmaschinen, 1 elektr. Haarschneidemaschine, Staubsangern, 1 Dauerwellenapparat„Mirakel". 1 Schuster= und 1 Schneidermaschine, findet am Donnerstag, dem 5. März, Donnerstag, dem 12. März, und Donnerstag, dem 19. März 1936, vormittags von 8½ Uhr ab, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, statt. Der Leihbetrieb ist an diesen Tagen geschlossen. Personen, die bei Goldwaren den Zuschlag erhalten, müssen sich über Namen und Anschrift ausweisen. Die Versteigerung von Alt= und Bruchgold wird noch zurückgestellt, bis die nach§ 2 der Anordnung der Ueberwachungsstelle für Edelmetalle vom 28. 12. 35 erforderlichen Genehmigungen allgemein erteilt Die bei den Versteigerungen etwa erzielten Ueberschüsse können nach dem Verkauf innerhalb Jahresfrist bei der Leihamtskasse in Empfang genommen werden. Nach Ablauf dieser Frist verfallen sie zugunsten der ArmenDie Einlösung dieser Pfänder ist noch bis zum 4. März 1936, vormittags, zulässig. Im übrigen werden Erneuerungen bei Ueberschreitung der sechsmonatigen Beleihungsfrist eine Woche vor der ersten Versteigerung grundsätzlich abgelehnt. Die bei den Versteigerungen nicht abgegangenen und vom Stadtleihamt gemäß§ 10 des Gesetzes vom 17. 3. 81 erworbenen Gegenstände können nach der Versteigerung während der üblichen Verkehrsstunden im Stadtleihamt freihändig gekauft werden. Bochum, den 15. Februar 1936. Zam heschmentagszug nach Köln.50 RM. und Düsseldort.50 RM. Abfahrt ab Wilhelmsplatz 8 Uhr. Anmeldung: Autobus-Centralbüro R. Genieser, Kortumstraße 60 Ruf 680 72/73 neu und gebraucht, preiswert und Zahlungserleichterung. Stiihie und mödernisteren. MalteserStraße 21 Stimmen, reparieren und moder Piano-Vieth Karnevalskostüme in allen Ausfübrungen. leihweise Renstr. 5, am Neumarkt, Ruf 61514 Für Wiederverkäufer Markenzigareiten zubilligsten Preisen Neuhaus, Herner Str. 2 Vamradel Orig.-Marken- und Spezial-Räder empfiehlt wie seit über 40 jahren Michael Paefgen Am Kaiser-Friedrich-Platz Der Anzelgentell des Bochumer Anzeigers ist für den Prlvatmann ebenso wichtlg wiefürden Geschäftsmann. Die kleinen Anzeigen ImHeimat blett vermitteln allen alles Allst. Handwerker, .63 m gr, kath. 27., erwerbslos w. Beksch. e. berufstät. Mädchens nicht über 25., zwecks Heirat. Zuschr. mit Bild (w. zurück) unter B. H. 86549 Anz. Diskret, zugesich. 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