— Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich, Selbstabholer 1,85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. s“':„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. FunkBezugspreis zur die tschrift„vör mit m Ze 15 zeitschrift„vör mit mir“ 45 Pf, monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Montag T. Oktober 1933 (Gilbhardt) c Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite.5 M. im Anzeigenteil und in 78 wm Breite 50 Pf. im Textteil. Familien42 Jahr=an= anzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Bahrgung Wirtschaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(StellenNummer 233 Einzelpreis 10 Pf. angebote, Anzeigen privater Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Textteil 10 Pf. Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gültig, Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftssielle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Des deutschen Volkes Erntedankfest Sir Sraurart auf dem=Säulrerry Heerschau der Bauern und Heerschau der Wehrmacht dub Auf dem Bückeberg, 6. Oktober. Ein klarer, heller sonnendurchleuchteter Morgen ist angebrochen. Ueber den abgeernteten Feldern und den grünen Wiesen liegt eine festesfrohe, erwartungsvolle Stimmung. Auf den Landstraßen bewegen sich seit Tagesanbruch unübersehbare Marschkolonnen. Zu Hunderttausenden sind die deutschen Bauern aus allen Teilen des Reiches und mit ihnen Volksgenossen aus allen Berufsständen mit Sonderzügen nach dem Herzen Deutschlands gekommen, um hier sich um den Führer zu scharen und den Tag des Erntedankfestes feierlich zu begehen, um aufs neue ein machtvolles Bekenntnis für den Nationalsozialismus, Deutschland und seinen Führer abzulegen. Alle Straßen, alle Häuser, alle Höfe und alle Brücken sind festlich geschmückt, und immer wieder sieht man die Erntekrone, das Sinnbild dieses Hohetags der deutschen Nation. In einem Umkreis von mehreren hundert Quadratkilometern herrscht dieses bunte Leben nun bereits seit 24 Stunden. Stadt und Land haben sich wieder verstehen gelernt. Zum Zeichen der Verbundenheit von Nährstand und Wehrstand reichen an diesem Tage die Bauern ihre Hand den jungen Männern des Volkes, die die Waffen zur Verteidigung des heiligen deutschen Bodens führen. Darum ist mit der Heerschau der Bauern auch eine Heerschau der deutschen Waffenmacht verbunden. In den Kirchen der Städte und Dörfer sowie unter freiem Himmel im Feldgottesdienst danken am frühen Morgen bereits die Bevölkerung und die Gäste Gott für den Segen der Ernte. Dann marschieren die unübersehbaren Kolonnen bei prachtvollem Herbstwetter zu der Stätte, die der Inbegriff des Erntedankfestes geworden ist, zum Bückeberg, zum heiligen Berg, zu der alten deutschen Kultstätte. Thingstätte des deutschen Bauerntums Von dem Gipfel des Berges aus, der die große Tribüne der Ehrengäste trägt, bietet sich wieder das jetzt schon so gewohnte, aber trotzdem immer wieder hinreißende, wundervolle Bild: Liebliche Talniederungen mit malerischen Dörfern und stolzen Bauernhöfen, grüne Wiesen, rauschende Wälder, ragende Berge und inmitten dieser wunderbaren Landschaft stehen heute schätzungsweise über Hunderttausend die Abgesandten aller deutschen Stämme, die Vertreter der geeinigten deutschen Nation. Dazu kommen noch weitere Hunderttausende, die die Anfahrts= straßen des Führers umsäumen. Ueber diese ungeheuren Menschenmengen über Wiesen, Felder und Berge schweift der Blick über Landschaften, zu den hohen Flaggenmasten mit den Hakenkreuzfahnen, die zu beiden Seiten in vierfacher Reihe den 500 Meter langen Weg einrahmen, den heute der Führer nimmt. Tausende von Fahnen stehen rings um die Tribüne der Ehrengäste oben auf dem Berge sowie an der Rednertribüne am Fuße des Berges. Massenchöre und Musikkorps, Vorführungen von Spiel und Tanz sorgen für die Unterhaltung der immer stärker anwachsenden Menschenmenge. Auf zwei hohen Schaugerüsten spielen, tanzen und singen Trachtengruppen aus allen deutschen Gauen und künden von deutschem Brauchtum. Dreitausend Trachtenträger sind hier versammelt. Auf einem besonderen Platz vor der Ehrentribüne haben 800 Opfer der Arbeit Platz gefunden. Nun sind die Stunden des Aufmarsches und des geduldigen Ausharrens der Menge beendet. Eine gewaltige Spannung packt alle. Die Blicke richten sich zu der Straße, die der Führer nehmen muß. Die große Tribüne hat sich bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Ehrengäste sind in großer Zahl erschienen, auch die Vertreter der fremden Staaten, Botschafter und Gesandte, haben sich eingefunden. Anfahrt des Führers Kurz vor 12 Uhr wird der Wagen des Führers auf der Straße von Hameln her sichtbar. Die Massen richten sich aus, eine Ehrenkompagnie Infanterie sowie eine Ehrenbereitschaft des Arbeitsdienstkommandos präsentieren. Grenzenlos ist der Jubel, der nun über das Feld hinwegbraust. Die Artillerie hat 21 Salutschüsse abgefeuert, aber die Heilrufe übertönen den Donner der Geschütze, ein Geschwader von 17 Flugzeugen ist dem Führer entgegengeflogen. In Hakenkreuzform zieht es am Himmel seine Schleifen. Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg,“ der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, General der Artillerie Freiherr von Fritsch der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Raeder sowie der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Göring, begrüßen am Fuße des Berges den Führer. Dann steigt der Führer, allen sichtbar, den etwas höher gelegenen Weg zur Ehrentribüne hinauf. Immer wieder nimmt der Führer aus den Händen der nächststehenden Bauern und Bäuerinnen die Früchte des Feldes sowie Blumensträuße entgegen. Nur langsam geht es den Berg aufwärts. Die Musikkorps spielen den Badenweiler=Marsch. Auf der Ehrentribüne angelangt, begrüßt der Führer die dort versammelten Ehrengäste und Diplomaten. Die Erntekrone für den Führer Drei Knallbomben künden den Beginn des Staatsaktes an. Eine Abordnung der Kreisbauernschaft Dannenberg, bestehend aus einer Jungbäuerin, einem Jungbauern, einer Landarbeiterin und einem Landarbeiter, tritt an den Führer heran und überreicht ihm die Erntekrone. Die Jungbäuerin richtete dabei an den Führer folgende Worte: „Mein Führer! In treuer freudiger Arbeit haben wir geerntet, was die Kraft der Sonne und des Bodens auf unserer Scholle wachsen ließ. Wir wissen und sind Weltbild Die Träger einer ruhmreichen Tradition Wie gemeldet, wurde vor kurzem die 1. Front Unterseebootsflottille in Dienst gestellt, die stolz den Namen Otto Weddigens trägt. Presse-Bild-Zentrale. Die Wehrmacht auf dem Bückeberg Vor den Hunderttausenden auf dem Bückeberg am Sonntag zeigte die Wehrmacht eine große Schauübung, an der alle Waffengattungen vertreten waren. Unsere Aufnahme gibt einen Ueberblick über die aufgefahrenen motorisierten Verbände am Sonntag früh. stolz darauf, daß Sie, mein Führer, das Bauerntum aus jahrhundertelanger seelischer Unfreiheit herausgehoben und es wieder seiner großen völkischen Bestimmung verpflichtet haben. Der Väter Erbe, Blut und Boden, ist uns heilig. Wir wollen es hüten und wahren. Unsere Dankbarkeit zu Ihnen ist ehrliche Liebe und immerwährende Treue. Zum Zeichen unseres Vertrauens und in Dankbarkeit überreiche ich Ihnen die Erntekrone des deutschen Bauerntums.“ Der Führer nimmt die Erntekrone, sichtbar bewegt, entgegen und dankt der Jungbäuerin mit herzlichen Worten. Tausend Einwohner Hamelns, Männer, Frauen und Schulkinder, tragen sodann den Chorgesang„Segnung" von Kapellmeister Otto Meyer (Hameln) vor. Eine kraftvolle Dichtung von volksliedhafter Schönheit und Innerlichkeit, ein dichterisches Bekenntnis zum Führer. Dr. Goebbels spricht Daräuf nimmt Reichspropagandaminister Dr. Goebbels das Wort zu einer Ansprache, in der er u. a. sagt: Mein Führer! Das deutsche Bauernvolk steht in dieser Stunde um Sie versammelt, um mit. Ihnen gemeinsam das Erntedankfest des deutschen Volkes feierlich zu begehen. Eine Million Bauern aus dem Niedersachsenlande stehen auf dem Bückeberg und an den Anfahrtsstraßen nach Goslar aufmarschiert, um Sie, mein Führer, zu begrüßen und Ihnen ihre Huldigung und ihre Dankbarkeit zu Füßen zu legen. Die deutschen Bauern haben ein schweres Jahr hinter sich. Eine schlechte Ernte im vergangenen Jahre hat SchwierigSonntag vormittag von italienischen Truppen besetzt Auch Adigrat eingenommen— Abessinier suchen Entscheidungsschlacht im Südosten Berlin, 6. Oktober. Der Sonntagvormittag hat die Entscheidung über das Schicksal der im Norden Abessiniens gelegenen Stadt Adua gebracht, um die seit drei Tagen erbittert gekämpft wurde. Nach einer amtlichen italienischen Mitteilung ist die Stadt Adua Sonntag vormittag 10.30 Uhr von den italienischen Truppen besetzt worden. Mussolini hat diese Nachricht sofort telephonisch dem König von Italien auf seinen Landsitz San Rossore mitgeteilt, und an den Oberbefehlshaber der italienischen Truppen in Ostafrika, General de Bono, ein Telegramm gerichtet, in dem er erklärt, die Einnahme von Adua erfülle die italienische Volksseele mit Stolz. Sonntag abend wurde vom Ministerium für Presse und Propaganda folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: „In der Morgenfrühe des 6. Oktober haben die Truppen des 2. Armcekorps den Vormarsch wieder aufgenommen und sind um 10.30 Uhr in Adua eingezogen. Die hohe Geistlichkeit und ein Teil der Bevölkerung haben sich zum italienischen Kommando begeben und ihre Unterwerfung angezeigt. Ein von Debra=Sinna ausgehender feindlicher Versuch ist abgeschlagen worden. Auf der neuen Linie ist die Verbindung zwischen den drei Armeekorps bereits hergestellt.“ Bereits am Samstag waren Nachrichten im Umlauf, daß die Italiener die Stadt den Abessiniern entrissen hätten. Eine ebenfalls im Laufe des Samstags eingetroffene Meldung besagte dann, daß die Abessinier Adua nach hartem Kampf zurückerobert hätten. Beide Meldungen wurden dann Sonntag früh von den Italienern amtlich dementiert. Die vorstehende Meldung schafft nunmehr Klarheit. Weiter melden die Italiener amtlich, daß sie auch die nördlich von Adua gelegene Stadt Adigrat den Abessiniern entrissen hätten. Das Fort Adigrat mußte am 18. Mai 1896 von den Italienern aufgegeben werden. Von dem östlichen Kriegsschauplatz wird gemeldet, daß die italienischen Truppen von Harrar aus Gerlogubi, nicht weit von Ual=Ual, in der Provinz Ogaden eingenommen haben. Hier gehen also die Italiener direkt südlich vor, um mit den nördlich in der Provinz Ogaden operierenden italienischen Truppen zusammenzustoßen. Die Abessinier scheinen die Gefahr an dieser östlichen oder besser gesagt südöstlichen Front erkannt zuhaben, denn ein UP.=Telegramm aus Addis Abeba berichtet, daß der Oberbefehlshaber der abessinischen Streitkräfte Ogaden, der augenblicklich mit seinen Truppen südlich von Djigdjiga steht, einen kaiserlichen Befehl erhielt, unverzüglich die Feindseligkeiten aufzunehmen. 50 000 der wildesten und tapfersten Krieger marschieren gegenwärtig nach Djigdjiga, das 80 Kilometer südöstlich von Harrar liegt. Alles deutet darauf hin, daß die Abessinier hier den Italienern äußersten Widerstand leisten wollen und man erwartet schon in nächster Zukunft den Beginn einer wichtigen Entscheidungsschlacht in diesem Gebiet. 100 000 Abessinier sind bereits in der Umgebung von Djigdjiga konzentriert und sollen sich in äußerst günstigen Stellungen verschanzt haben. Rings um die Stadt wurden Schutzgräben angelegt und auch sonst deuten zahlreiche Befestigungsanlagen in und um Djigdjiga darauf hin, daß die Abessinier nicht gewillt sind, die Stadt leichten Kaufes preiszugeben. Die Zusammenziehung aller hier verfügbaren Streitkräfte soll in fünf Tagen durchgeführt werden. Der abessinische General Nesibu wird sein Hauptquartier in der Nähe von Djigdjiga selbst aufschlagen. Er hat die Absicht, die italienische Armee unter General Graziani aufzuhalten und womöglich zurückzuschlagen. Weitere Meldungen vom Kriegsschauplatz siehe Seite 5 Seite 2 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, T. Oktober 1935 keiten auf dem Gebiete der Nahrungsmittelversorgung des deutschen Volkes hervorgerufen. Trotzdem ist es dem deutschen Bauerntum gelungen, die Einfuhr von Lebensmitteln nach Deutschland von 2½ Milliarden auf eine Milliarde durch Intensivierung der Landwirtschaft herunterzudrücken. Was das für die Ankurbelung der Arbeitsschlacht bedeutet, das weiß nun gerade auch jeder Arbeiter in Deutschland. Bauer und Arbeiter haben im Zeichen des Nationalsozialismus verstanden, daß wahre Lolksgemeinschaft und Freiheit der Nation nach innen und nach außen nur erreicht werden kann durch Zusammenwirken der Stände, wie Sie, mein Führer, es das deutsche Volk gelehrt haben. Und nicht umsonst bestreitet die wiedererstandene Volksarmee am heutigen Mittag einen großen Teil des Programms unseres Bauern= und Erntedankfestes. Denn das Bauerntum stellt den besten Teil seiner Söhne für die junge deutsche Volksarmee zur Verfügung und die junge deutsche Volksarmee wurde von ihnen, mein Führer, nicht geschaffen, um Kriege zu führen oder Kriege zu provozieren, Sie wurde geschaffen, um den Maschinen deutscher Arbeiter und den Pflügen deutscher Bauern den Schutz zu gewähren, auf den sie Anspruch haben und der für sie nötig ist, um das deutsche Volk zu ernähren und zu kleiden. Deshalb steht auch dieser Bauerntag im Zeichen der deutschen Freiheit, und es ist vielleicht das schönste Symbol dieser letzten großen Volksdemonstration dieses Jahres, in dem Sie, mein Führer, dem deutschen Volke die Wehrfreiheit zurückgegeben haben, daß Arbeiter, Bauer und Soldat Hand in Hand zusammenstehen, um dem Volke sein täglich Brot zu geben und dem Reiche seine Freiheit zu sichern(Heilrufe). In diesem Sinne, mein Führer, grüßen die Arbeiter, Bauern und Soldaten, grüßt Sie das geeinte deutsche Volk. Adolf Hitler: Sieg Heil! Volksernährung zu sichern. Ebenso kam es darauf an, der Auswirkung einer eventuellen Mangellage auf dem preispolitischen Gebiet frühzeitig entgegenzutreten. Das war der volkswirtschaftliche Sinn der Marktordnung. Nationalsozialistische Zähigkeit und der Wille, ein dem deutschen Volk dienendes Werk zu tun, haben es möglich gemacht, das Versprechen vom vorigen Jahre einzuhalten und auf dieses vor uns liegende Jahr auszudehnen. Der Brotpreis wurde stabil gehalten. Dem deutschen Landvolk hat die Durchführung dieser Maßnahme Opfer auferlegt, jedoch sind diese Opfer gern getragen worden. So konnten wir an einer entscheidenden Stelle des Wirtschaftslebens den nationalsozialistischen Grundsatz, daß Gemeinnutz vor Eigennutz gehe, wahr machen, und das deutsche Landvolk ist stolz darauf, daß es sich hier als dienendes Glied seines Volkes hat bewähren können. Und nicht nur beim Brot ist der Preis stabil gehalten worden, sondern ebenfalls bei Milch, Butter, Margarine, Zucker. Der Kartoffelpreis ist in diesem Jahr sogar gesenkt worden. Und dort, wo infolge von Frostschäden— wie bei Obst und Gemüse— Preiserhöhungen in diesem Jahre zunächst stattfanden, oder wie beim Fleisch eine zeitweilige Mangellage aus der Futternot des letzten Jahres zu ungerechtfertigten Preiserhöhungen führte, sind das Zeiterscheinungen, die durch bereits eingeleitete, wirksame Maßnahmen der Reichsregierung zurückgedämmt werden. Man vergleiche einmal die Lebensmittelpreissteigerungen in den anderen Ländern, die über unbeschränkten Raum verfügen, die durch die Devisenlage nicht eingezwängt sind, um zu erkennen, was hier durch ein nationalsozialistisches Wirtschaftsprinzip geschaffen wurde. Der Reichsbauernführer erinnert weiter daran, daß die nationalsozialistische Bauernpolitik es auch fertig gebracht hat, das in einem Jahrhundert aufgerichtete Zollmauernsystem auf landwirtschaftlichem Gebiete niederzulegen und auf diese Weise den alten Interessengegensatz zwischen Ausfuhrindustrie und Landvolk aus dem Wege zu räumen. Darré wendet sich dann an die Städter, und hier gerade an die wohlhabenden Städter, daß, wenn sie bei der notwendigen Einfuhrdrosselung nicht alle Genußmittel kaufen könnten und bei zeitweiliger Verknappung ihren Verbrauch um ein geringes einschränken müßten, das ihr Opfer, ihr Beitrag zum Gelingen des Gesamtwerkes seien. Weiter wendet sich der Reichsbauernführer an die Arbeiter und sagt: Arbeiter und Landvolk sind Arbeiter an der Zukunft ihres Volkes und gehören zusammen kraft des gleichen Blutes. Darré weist dabei auf das Abkommen zwischen Reichsnährstand und Arbeitsfront hin(siehe es an andrer Stelle), durch das die Verbundenheit des Arbeiters in der Stadt und des Arbeiters auf dem flachen Lande sinnfällig zum Ausdruck kommt. Darré fährt fort: Wenn wir heute zum dritten Male das Erntedankfest des deutschen Volkes feiern dürfen, dann gilt unser Dank in erster Linie dem Allmächtigen, der uns eine Ernte bescherte, die uns gestattet, vertrauensvoll in das nächste Jahr zu schauen. So darf ich am heutigen Tage, Ihnen, mein Führer, melden, daß die Ergebnisse der Erzeugungsschlacht bei weitem das übertr ofsen haben, was wir im vorigen Jahre erwarteten. Wir werden uns aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden geben. Ich fühle mich verpflichtet, an die dem Landvolk verbundenen landwirtschaftlichen Industrien, Gewerbe und Handwerke den Appell zu richten, sich ihrerseits einzugliedern in die Front des Landvolks und mitzuhelfen, an ihrem Teil, die zweite Erzeugungsschlacht siegreich zu schlagen Ebenso richte ich einen Appell an die Verbraucherschaft. Die Geschichte wird uns nicht danach messen, ob wir in den gewaltigen Jahren der deutschen Freiheit, die wir heute durchleben, so und so viele Pfund Butter mehr gegessen haben, sondern sie wird uns ausschließlich danach bewerten, ob wir den Willen hatten, unter allen Umständen, gegebenenfalls auch mit einigen Opfern uns die Freiheit zu ertrotzen. Das deutsche Volk muß wissen, daß in dem ihm gegebenen Klima und auf dem beschränkten Raume seines Vaterlandes keine Wunderernten von Hexenmeistern hervorgezaubert werden können. Was wir schaffen können, ist die ausreichende Versorgung des deutschen Volkes, und zwar so, daß kein Mensch in Deutschland zu hungern braucht. Diese Aufgabe läßt sich aber nur erfüllen, wenn das ganze deutsche Volk, durchdrungen von der Notwendigkeit, sich seine Freiheit zu bewahren, nunmehr auch die erforderliche Disziplin und die soziale Rücksicht auf die Minderbemittelten aufbringt. Wie jeder Bauer und Landarbeiter, wie jeder Unternehmer und Arbeitnehmer in den mit der landwirtschaftlichen Produktion zusammenhängenden Industrien und Gewerben ein Soldat der Erzeugungsschlacht ist, so ist auch jetzt jede deutsche Hausfrau ein kämpfendes Mitglied an diesem Kampf um die Erhaltung der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes geworden. Zum Schluß dankte der Reichsbauernführer im Namen der Bauern dem Führer, daß er dem deutschen Volke die Wehrfreiheit wiedergegeben habe. Die Schauübung der Wehrmacht Und nun beginnt die große Schauübung der Wehrmacht, bei der alle modernen Waffengattungen zum Einsatz kommen. Die Uebung hat nicht so sehr das taktisch und technisch richtige Handeln der Truppen und ihrer Führer zum Ziel, sie ist mehr darauf angelegt, den Zuschauern möglichst viel von den einzelnen Waffengattungen und ihrer Arbeit zu zeigen. Am Fuße des Berges ist der Ort„Bückedorf“ aufgebaut worden, ein kleiner Ort von vielleicht einem Dutzend Wohnhäusern und Nebengebäuden. Hier verteidigen sich die roten Kräfte gegen den andringenden blauen Feind, der in überholender Verfolgung über Voremberg — Hastenbeck vorgeht, um den Weserübergang seiner Hauptkräfte zu ermöglichen und dem Gegner den Rückzug nach Westen abzuschneiden. Insgesamt sind mehrere tausend Mann Infanterie, Pioniere, Kraftfahrschützen, Reiterei, Artillerie, 100 Kampfflugzeuge und 120 Tankwagen an dem Gefecht beteiligt. Auf beiden Seiten werden alle Waffenarten in den Kampf verwickelt. Alle Häuser von Bückedorf gehen in Flammen auf. Eine halbe Stunde dauert dieses militärische Schauspiel, das von den Zuschauern mit gewaltiger Spannung verfolgt wurde. Das Hauptinteresse gilt begreiflicherweise den modernsten Waffengattungen, Fliegern, Flakbatterien und Panzerwagen. Der Führer spricht den Offizieren der Wehrmacht Worte des Dankes und der Anerkennung für die gezeigten Vorführungen aus und verläßt dann gemeinsam mit dem Reichsbauernführer, den Reichsministern und Reichsleitern sowie dem sonstigen großen Gefolge die Ehrentribüne, um sich nach der unteren Rednertribüne zu begeben. Nur langsam, sehr langsam kommt der Führer vorwärts. Immer wieder muß er viele Hände schütteln und manches Wort der Freude und Anerkennung bekommen die Trachtenträger von ihm zu hören, die beiderseits des Weges stehen. Die Zurücklegung dieses Weges erfordert weit mehr Zeit, als in dem Programm vorgesehen ist, denn immer wieder kommt die Liebe und Begeisterung der Massen zum Ausdruck. Nach beiden Seiten hin verteilt der Führer Händedrücke. Die allgemeine Freude auf dem großen Festplatz ist um so größer, als der Wettergott die Veranstaltung in einer alle Erwartung übertreffenden Weise begünstigt hat. Darrés an Erzeuger= und Verbraucherschaft Von der Tribüne aus spricht dann Reichsbauernhrer Darré. Er weist zunächst auf die Bedeutung der Veranstaltung auf dem Bückeberg für das deutsche Volk hin. Jenes erste nationalsozialistische Erntedankfest des Jahres 1933 erhielt sein besonderes Gesicht dadurch, daß es dem deutschen Volke, aber auch der Welt die neue Stellung zum Bewußtsein brachte, die das Reich Adolf Hitlers dem deutschen Bauerntum zumaßt. So stand das erste deutsche Erntedankfest entscheidend unter dem Gesichtspunkt der Neuwertung des deutschen Bauerntums im Rahmen der Volksgemeinschaft. Das Bauerntum selbst erlebte jenes Erntedankfest 1933 aber noch aus einem zweiten Grunde mit besonderer Freude. Hatte doch dieses Jahr der HitlerRevolution— gleich als ob uns der Allmächtige in jener schweren Zeit sichtbar seinen besonderen Segen hätte geben wollen— dem deutschen Bauern eine besonders ergiebige Ernte gebracht. Heute stehen wir am Beginn des dritten nationalsozialistischen Erntedankfestes. Wenn die ersten beiden Erntedankfeste in erster Linie ihr Gesicht zum Bauern wandten so dieses dritte zum ganzen deutschen Volk. Denn heute weiß jeder Volksgenosse, daß, wenn ein höheres Geschick die Arbeit des Bauern segnet, wir alle daran teilhaben dürfen, daß aber, wenn einmal das Umgekehrte eintritt, wir alle auch die Sorgen gemeinsam tragen müssen. Erst jetzt auf dem dritten Erntedankfest wird daher auch die nationalsozialistische Agrarpolitik nicht nur vom Bauerntum in ihrer ganzen Tragweite erkannt, sondern nunmehr von dem gesamten Volke. Das gesamte Volk weiß heute, daß ohne ein stabiles Bauerntum die Ernährungsgrundlage des Volkes nicht gesichert wäre. Der Reichsbauernführer kommt dann auf die Erzeugungsschlacht zu sprechen und sagt: Heute sieht nun das ganze deutsche Volk, daß jenes Ziel— Rettung des deutschen Bauerntums—, das der Führer sich gestellt hatte, kein Sonderziel nur für das Bauerntum war, sonvern eine notwendige Aufgabe sein mußte, wenn nicht der Freiheitskampf des deutschen Volkes an der nicht ausreichenden Ernährung scheitern sollte. Es kam der Reichsregierung aber nicht allein darauf an, die landwirtschaftliche Erzeugung zu steigern, um damit die Führers Erniedank=Parole an die Nation: Dus Nechts kun, und niemnans scheuen! Dann spricht unter atemloser Stille der Führer. Seine Rede, die immer wieder von dem Jubel der begeisterten Massen unterbrochen wird, gipfelt in der Erntedank=Parole an die Nation:„Das Rechte tun und niemand scheuen!"— Deutschland und das deutsche Volk werden niemand etwas zu Leide tun, aber auch von niemand ein Leid erdulden!"— Im einzelnen sagt der Führer:„Deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen! Deutsche Bauern! Zum dritten Male treffen wir uns hier auf diesem Berg. Es gibt in der ganzen Welt keine Kundgebung von so gewaltigem Ausmaße. Wer kennt die Demokratien der anderen Länder, in denen es möglich ist, daß Volk und Führung, Nation und Regierung in solcher Art geschlossen neben= und beieinander stehen?!— Zwei Empfindungen beherrschen uns: 1. Wir alle wissen es, auch im kommenden Jahre wird Deutschland, wie im zurückliegenden, Dank der Arbeit unserer Bauern und damit unseres Volkes, die Sicherheit der Ernährung, unser tägliches Brot, besitzen. Und 2.— wir alle wissen es—, wir sind nun auch im Besitze der Sicherheit des Reiches(stürmischer Jubel!). Sicherheit des täglichen Brotes und Sicherheit für dessen Grund aber sind die Voraussetzungen der Freiheit. Dieses sind die Garanten der Unabhängigkeit und der Freiheit eines Volkes. Deutschland steht jetzt wieder vor uns, wie es durch Jahrhunderte in seiner Geschichte stand, unabhängig und frei.(Tosender Beifall der Hunderttausende!) Das war noch vor wenigen Jahren anders. Als wir die Macht übernahmen, war das Reich nach außen ohnmächtig und nach innen in wirtschaftlichem Ruin. Kennzeichnend war hierfür vor allen Dingen der Zusammenbruch des deutschen Bauern. Damals haben viele Deutschland aufgegeben, viele von denen, die es heute nicht wahr haben wollen, daß die Rettung Deutschlands eine geschichtliche Rettung war und ist. Deutschland befindet sich in einer schwereren wirtschaftlichen Situation als andere Länder. Unsere Probleme sind schwerer zu lösen als die von Rußland, Amerika, England oder Frankreich. Wir haben nicht den Lebensraum, die Rohstoffe, die Kolonien, die diesen Nationen gegeben sind, und die internationalen Verbindungen, die diesen Nationen gegeben sind. Und trotzdem, wir haben die Probleme zu lösen versucht und haben sie gelöst, besser als viele Staaten mit reicheren Voraussetzungen als Deutschland.(Jubelnde Zustimmung; bei Schluß der Redaktion lag der weitere Wortlaut der Rede noch nicht vor.) Immer wieder unterbrechen Beifallsstürme die Worte des Führers, und der Beifall am Schluß der Rede hält minutenlang an. Horst=Wessel=Lied und Deutschlandlied ertönen, von einer Million Menschen mitgesungen. Der Staatsakt auf dem Bückeberg hat damit sein Ende erreicht. Der Führer verabschiedet sich und tritt die Weiterfahrt nach Goslar unter neuen begeisterten Kundgebungen an. Auch der diesjährige Erntedankfesttag war wieder ein Zeichen der Schicksalsgemeinschaft von Stadt= und Landbewohnern, ein Beweis für den unerschütterlichen Glauben an den Führer und für den unbeugsamen Willen zur Sicherung des Reiches nach innen und außen. Der Abmarsch und Abtransport der gewaltigen Menschenmenge vollzog sich in der bei allen Kundgebungen gewohnten Ruhe und Ordnung. Vielfach finden in den einzelnen Orten am Abend noch Volksfeste und Belustigungen aller Art statt. Der Erntedanktag 1935 ist zu einem Erlebnis heiliger Gemeinschaft geworden, zu einem Ausdruck der Kraft der geeinten deutschen Nation. Er wird Saat sein zu neuer Ernte. Der Führer in Goslar Empfang der Bauernabordnungen Vom Bückeberg begab sich der Führer im Auto nach Goslar. Wieder waren es Hunderttausende, die auf der ganzen, über 100 Kilometer langen Strecke ein ununterbrochenes dichtes Spalier bildeten. Die Orte prangten im reichsten Flaggenschmuck. Höhepunkte der Begeisterung der Massen bildeten die alte Rattenfängerstadt Hameln und die Domstadt Hildesheim. Der Führer legte den größten Teil des Weges im Wagen stehend zurück, immer wieder grüßend und dankend. Wagen um Wagen füllte sich mit Blumen und Früchten, die dem Führer zum Geschenk gemacht wurden. Am Ende eines Ortes knallte es wie Maschinengewehrfeuer. Die Reiter hatten sich an der Straße aufgestellt und knallten mit ihren Peitschen. Gegen Abend erreichte die Wagenkolonne des Führers Goslar. Die Straßen und Häuser waren durch Scheinwerfer angestrahlt. Wundervoll das tausendjährige Rathaus. Unter den Bogen war rotes bengalisches Feuer entzündet. Auf dem Marktplatz standen Goslarer Bergleute mit ihren brennenden Grubenlampen. Vom Stadtanfang bis zur Kaiserpfalz war die Stadt ein einziges Lied. Die vielen Zehntausende sangen während der Turchfahrt des Führers das Niedersachsenlied. Kurz nach 8 Uhr langt der Wagen des Führers vor der Goslarer Kaiserpfalz an, die genau so wie die Stadt und die Dörfer vorher im Schmucke von tausend Lichtern brennt. Aus den Fensterbogen der Kaiserpfalz leuchten in mattem Rot die Wandteppiche der großen Halle, die Wappenteppiche des Reichsnährstandes. Der Kommandeur der Goslarer Jäger meldet dem Führer die Ehrenkompagnie. Unter den Klängen des Deutschlandliedes schreitet der Führer die Front der Ehrenkompagnie ab. Dann begibt er sich hinauf in den großen Saal der Kaiserpfalz. Der Oberbürgermeister von Goslar überreicht mit einer kurzen Ansprache dem Führer die künstlerisch gefertigte Ehrenurkunde der Stadt. Dann begrüßt Reichsbauernführer Darré den Führer in der Reichsbauernstadt mit einer kurzen Ansprache und bringt Denken und Fühlen des Landvolkes zum Ausdruck, wenn er sagt, daß der Führer Anfang und Ende des Lebens sei. Darauf läßt der Führer sich die Angehörigen des Stabes des Reichsbauernführers und die Bauernabordnungen aus allen Teilen des Reiches vorstellen. Es sind Bauern darunter, deren Geschlechter seit tausend Jahren auf ihrem Hofe sitzen. Und es sind Landarbeiter und Bauern dabei die mehr als 30 Kinder ihrem Volke geschenkt haben. Lange verweilt der Führer im Kreise der Bauernabordnungen und spricht mit ihnen über ihre Sorgen und Nöte. Die Leiterin der Frauenschaft des Gaues Südhannover=Braunschweig überreicht dem Führer eine große künstlerische Truhe mit je einer Gabe der 32 Gaue Man sieht darunter 5000 bis 7000 Jahre alte Beile Knüpfarbeiten, ein Gefäß mit Goslarer Gold= und Silbererz, die Nachbildung eines alten Pfluges in Silber, ein mehr als 200 Jahre alter Fayence=Teller und zahlreiche andere Gaben mehr Außerordentlich herzlich ist der Dank des Führers an die niedersächsischen Frauen. Um 21 Uhr begann vor der Kaiserpfalz in Gegenwart einer riesigen Menschenmenge der Große Zapfenstreich durch das Jägerbataillon Goslar des Infanterieregiments Göttingen. Der Führer Ehrenbürger von Königsberg. dnb Königsberg, 6. Oktober. Der Führer war Freitag mittag nach seiner Triumphfahrt durch Königsberg, wie gemeldet, bei Gauleiter Erich Koch zu Gast, wo ihm im Kreise der engsten Mitarbeiter vom Oberbürgermeister der Stadt Königsberg, Dr Will, der Ehrenbürgerbrief der ostpreußischen Provinzialhauptstadt überreicht wurde. Der Führer nahm die Urkunde mit herzlichen Worten des Dankes für diese Ehrung entgegen. Reichskirchenausschuß gebildet Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche dnb Berlin, 6. Oktober. Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerrl, hat auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche am 24. September die erste Verordnung erlassen. Paragraph 1 betrifft die Bildung eines Reichskirchenausschusses und lautet: Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten bildet aus Männern der Kirche einen teichskirchenausschuß. Der Reichskirchenausschuß leitet und vertritt die Deutsche Evangelische Kirche und erläßt Verordnungen in den innerkirchlichen Angelegenheiten. Er bestimmt besonders die Grundsätze für die Arbeit der Dienststellen der Deutschen Evangelischen Kirche und gibt sich eine Geschäftsordnung. Die Ernennung und Entlassung der Beamten der Deutschen Evangelischen Kirche erfolgt durch den Reichskirchenausschuß im Einvernehmen mit dem Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten. Für die Beziehungen der Deutschen Evangelischen Kirche zu ihren außerdeutschen Teilen und zu den Kirchen des Auslandes bleibt das Kirchliche Außenamt der Deutschen Evangelischen Kirche zuständig. Nach§ 2 bildet der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten für die evangelische Kirche der altpreußischen Union aus Männern der Kirche einen Landeskirchenausschuß und Provinzialkirchenausschuß. Der Provinzialkirchenausschuß verwaltet den Provinzialsynodalverband und wirkt an Stelle des Provinzialkirchenrates bei der Verwaltung der Kirchenprovinz mit. Die Befugnisse der Finanzabteilungen beim evangelischen Oberkirchenrat und den Konsistorien bleiben unberührt. Nach§ 4 wird bei der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei eine Finanzabteilung gebildet. Sie vertritt die Deutsche Evangelische Kirche unbeschadet der Rechte des Reichskirchenausschusses in vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Die Verordnung gilt längstens bis 30. September 1937. Für deutsche Art und Rasse Gauleiter Streicher sprach im Berliner Sportpalast dnb Berlin, 6. Oktober. Zum zweiten Male innerhalb weniger Wochen sprach Gauleiter Julius Streicher in Berlin. Wieder war der größte Versammlungsraum der Reichshauptstadt überfüllt. 20 000 Volksgenossen wollten Aufklärung erhalten über den Sinn des nationalsozialistischen Kampfes für die Reinerhaltung des deutschen Blutes. Bereits eine Stunde vor Beginn mußte der Sportpalast polizeilich gesperrt werden. Streicher führte u. a. aus: Die Judenfrage wird im Dritten Reich Stück für Stück auf gesetzlichem Wege gelöst. Wer sie in ihrem Kern und in ihrem ungeheuren Ernst erkannt hat, wird sich nicht zu einem lächerlichen Treiben hergeben. Wir schlagen keine Schaufenster ein und schlagen auch keinen Juden nieder. Wir haben das gar nicht nötig. Wer sich für Einzelaktionen solcher Art hergibt, ist ein Staatsfeind, ein Provokateur oder gar ein Jude. Der Jude brauchte diese Lüge, um das Volk gegen uns aufzuhetzen. Man sage: Nur die Deutschen seien gegen die Juden. Nun, es gäbe in allen Ländern der Welt Beweise genug dafür, daß die Juden selbst den Haß und die tiefe Abneigung zugäben, die in allen ihren Gastvölkern gegen sie bestünden. Wenn der Jude aber Deutschland haßt, so rief Streicher unter stürmischem Beifall aus, so deshalb, weil er weiß, hier hat der Nationalsozialismus den Staat erobert und eine organisierte Staatsmacht geschaffen, die auf gesetzlichem Wege das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden zu lösen vermag. Mit scharfen sarkastischen Worten wandte sich der Redner sodann gegen jene Pharisäer, die unter Mißbrauch des geistlichen Gewandes sich anmaßten, dem deutschen Volk scheinheilige Verhaltungsmaßregeln zu erteilen, denen sie selbst nicht Folge leisten. Wenn man weiß, so fuhr der Frankenführer fort, welche ungeheuren Schädigungen des Volksgutes durch Bastarde entstehen, dann begreift man, warum der Nationalsozialismus auf dem Reichsparteitag der Freiheit das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre geschaffen hat. Ist es nicht unser gutes Recht, die deutsche Frau zu schützen? Gerade damit beweisen wir die Kultur, die die Juden eben aus demselben Grunde uns unehrlicherweise absprechen. In 100 oder 200 Jahren wird das deutsche Volk ein neues Volk geworden sein, weil wir fremdes, schlechtes Blut von ihm ferngehalten haben. Der Reichsbeauftragte für die Getreide= und Mühlenwirtschaft, Herbert Daßler, ist vom Reichs= und preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft, R. Walther Darré, zum Präsidenten der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse berufen worden. (Weitere politische Nachrichten auf den Seiten 5 und 6) Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Haus Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Feuilleton: Dr. Emil Strodtbofk, Wirtschaft: Fritz Schmidt, Gerichtsdienst und Briefkasten: Mar Flegel, Sport: Hans Hornberg, Provinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen: Kurt Schold, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haupt, Berlin Sw., 68. Wilhelmstraße 98. Anruf: Jäger 4115 und Karlshorst 0340 Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, Berlin=Charlottenburg, Ublandstraße 194. Anruf O 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 67551, 52. 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 güitig, Nachlaßstaffel.— DA. IX. 35: über 25000. Sprechstunden der Schriftleitung von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Nr. 235# Bochumer Anzeiger" Montag, T. Oktober 1933 Der Erntekranz weht... So hörte man in Weitmar die Führerrede —.„„* Ver ** Wie Groß=Bochum das Fest seiner Bauern beging Das ist die größte Eigenart unserer Stadt, daß vor ihren Werken und Fabriken zur Erntezeit sich gelbe Aehrenfelder wiegen. Der Wind weht breit die Rauchfahnen der Arbeit über unsere Häuser und wispert doch auch in den reifenden Halmen. Bei uns geht der Arbeiter und der Bergmann neben dem Bauern durch die Straße. Das ist das Schönste in unserer Stadt, daß in ihr keine Trennung zwischen Stadt und Land, zwischen Werksmann und Bauer besteht. Denn weil man rund um Bochum so viele Volksgenossen findet, die beides— Schaffen an der Maschine und am Stückchen Ackerland— miteinander verbinden, darum begeht auch die Bauernschaft des Kreises Bochum ihr Erntedankfest in jedem Jahr in freudiger Mitfeier der ganzen Stadt. Es ist klar, daß auf dem Asphalt und in den dichten Häuserzeilen der Innenstadt ein Tag, der dem Menschen hinterm Pflug gewidmet ist, nicht so Widerhall finden kann, wie draußen unter dem Rund des Himmels. Dort, wo die frisch gebrochenen Furchen neben den Straßen und Wegen liegen. Deshalb beging die Kreisbauernschaft Bochum ihre Erntedankfeste außerhalb des Stadtkerns, dort, wo die mächtigen Schatten der Zechenburgen über die Stoppelfelder fallen. Viele, viele Bochumer zogen hinaus in die Außenbezirke, um hier die Festzüge der Bochumer Bauern zu sehen. Und niemand, der draußen war, wird den Anblick der bunt und festlich geschmückten Festwagen der Trachtengruppen und Marschkolonnen vergessen, die an ihm vorüberzogen. Unter einem Himmel, der von weißen und grauen Wolken zwar stets überspielt war, aber dennoch immer wieder mit sieghafter Bläue durch die Wolkenschleier drang, und so den schönsten Vorhang für die fröhlichen Erntebilder gab, in denen unsere Stadt das Erntedankfest beging. Fröhliche Fahrt durch Lindens Straßen phot.: B..-Muthherz Fahnen und Erntezeichen in der Innenstadt Wenn auch die Erntefestzüge mit nur einer einzigen Ausnahme die Hauptstraßen der Bochumer Innenstadt nicht berührten, so standen diese dennoch ganz im Zeichen des Erntedanktages. Von allen Häusergiebeln grüßten die Hakenkreuzfahnen in leuchtendem Rot. In Schaufenstern und Häusernischen sah man auch in der Innenstadt überalb den Erntekranz und den Erntestrauß. Die Menschen auf den Straßen trugen das Festabzeichen des Erntedanktages, und immer wieder tauchten auch mitten in der Stadt der blaue Kittel eines Bauern oder das buntfarbige Kleid einer Bäuerin auf. Großes Gedränge entstand in den Nachmittagsstunden, als der Festzug der Ortsteile Hofstede=Riemke, Hamme und Grumme=Vöde die Kortumstraße durchzog, und manch lustiger Zuruf flog zu den Wagen empor, als diese stolz geschmückt den sonntäglichen Verkehr durchrumpelten. In allen Bochumer Gotteshäusern fanden am Morgen die Erntedankgottesdienste statt, die auf die besondere Weihe des Tages abgestimmt waren. Die Bochumer Stadtmission veranstaltete am Sonntag ein Erntedankfest, das mit einem Kinderfest verbunden war. Am Abend entwickelte sich in vielen Lokalen und Gaststätten der Innenstadt das gleiche lustige Treiben eines tanz= und musikbeschwingten Volksfestes wie in den Außenbezirken. Und da für die Nacht vom 6. zum 7. Oktober für den engeren Polizeibezirk die Polizeistunde aufgehoben worden war, dauerte das fröhliche Fest bisweilen bis in die frühen Morgenstunden. Großer Festzug in Grumme=Böde Der Festzug aus Anlaß des deutschen Erntedankfestes für die Ortsgruppen Hofstede=Riemke, Hamme, Marmelshagen, Hordel, BochumAltstadt und Grumme=Vöde nahm auf dem Amtsplatz in Hamme seinen Ausgang. Hier hatten sich schon lange vor Abmarsch des Zuges viele Volksgenossen eingefunden, um an dem Erlebnis teilzuhaben. Aus allen Richtungen kamen die einzelnen mit prächtigen Feldfrüchten beladenen und frischem Grün geschmückten Erntewagen, die bei der Menge lebhaften Beifall hervorriefen. Man sah viele Bauern in ihrer kleidsamen Tracht, dem blauen Kittel und dem malerischen roten Halstuch. Pünktlich setzte sich der Festzug unter Vorantritt der Kapelle der Landesfliegergruppe Westfalen in Bewegung. Es ging über die Dorstener, Kortum=, Kaiser=Wilhelm= und Bergstraße bis zur Kaiseraue. Ueberall standen Volksgenossen dichtgedrängt auf den Bürgersteigen. Auf dem Hof der Kaiseraue sprach Bauer Eucken kurz über die Bedeutung des deutschen Erntedankfestes. Im Saale fand anschließend ein Bauern= und Volksfest statt, das umrahmt wurde von vielen musikalischen Darbietungen der Fliegerkapelle. Altenbochum und Laer unterm Erntekranz Die Stadtteile Altenbochum und Laer waren übereingekommen, in diesem Jahre das Erntedankfest gemeinsam zu begehen. Dementsprechend war auch die Beteiligung. Ein Riesenfestzug, an dem sich die Gliederungen der Partei mit den vaterländischen Vereinen und Organisationen beider Stadtteile beteiligten, bewegte sich nach dem Anhören der Bückeberger Feierlichkeiten von dem Aufmarschplatz an der Laerstraße unter dem Jubel der spalierbildenden Bevölkerung durch das Fahnenmeer der Wittener Straße zum Sportplatz„Am Pappelbusch“, wo sich im Rahmen eines großangelegten Festprogramms die eigentlichen Erntedankfeierlichkeiten abwickelten. Massenchöre der Erntedankfeierlichkeiten abwickelten. Massenchöre und Sprechchöre der Schulkinder, die fast durchgehends in der Tracht der Hitler=Jugend und der BDM.=Mädel erschienen waren, kündeten von der nationalen und volklichen Bedeutung des deutschen Erntedankfestes. Es folgten Tänze und ein Erntereigen, die begeisterten Beifall auslösten. Ein Volksfest in den Räumen des Lokales Senft an der Laerstraße bildete den eindrucksvollen und zugleich fröhlichen Abschluß des großen Tages. Querenburgs Bauerntag Einen erhebenden Verlauf nahm das Erntedankfest im Ortsteil Querenburg. Die Uebertragung der Feier auf dem Bückeberg hörten sich die Teilnehmer in den verschiedenen Lokalen an. Um 15.30 Uhr versammelte man sich Auf der Hustadt zum Festzug, an dem neben einer Abordnung der SA. und Amtswalter, die Feuerwehr und andere Verbände und Vereine teilnahmen. Die Ortsbauernschaft hatte bei der Ausgestaltung des Festzuges keine Arbeit und Mühe gescheut. Die Anteilnahme der Bevölkerung ging aus dem reichen FlagVorbei an Steinhalden, Aeckern und Fabriken zieht Altenbochums Bauernjugend ihren Wagen Das Erntedankbild unserer Stadt: Erntewagen vor Zechenbauten Ein Festkonzert der Werkskapelle„Robert Müser“ in Werne So sieht ein kleiner„Erbhofbauer“ aus C L Aehrenleserinnen im Festzug auf den Höhen von Sundern Vier kleine Harpener Mädel vertreiben sich die Zeit bis zur Abfahrt Seite 4 Nr. 235„ Bochumer Anzeiger„ Montag, T. Oktober 1933 genschnuck hervor, in dem die Häuser prangten. Ueberall standen Gruppen von Leuten, die zum Teil aus der Innenstadt gekommen waren, und bewunderten den Festzug, der sehr originelle Wagen zeigte. Herzlich belacht wurden auch die lustigen Plakate, z. B. bei einer Mistfuhre. Nach der Auflösung des Festzuges auf dem Sportplatz ging man zur Stärkung nach Hause. Am Abend feierte man dann ein Erntefest im Hahneschen Saale. In echter Volksgemeinschaft begingen hier Stadt und Land eines der schönsten Feste des deutschen Volkes. Erntedank in Wiemelhausen Ein Beweis echter Volksverbundenheit war das Erntedankfest der Ortsbauernschaft Oberwiemelhausen= Brenschede= Steinkuhl. Gemeinsam mit den Bauern feierten die Arbeiter, Angestellten und Handwerker dieses Volksfest. Ueberall sah man die Fahne des neuen Deutschlands mit dem Erntekranz geschmückt. In den Mittagsstunden marschierten unter klingendem Spiel die Formationen der Partei und die Vereine zum Grunewald, um gemeinsam der Uebertragung der Feierlichkeiten vom Bückeberg zu lauschen. Der geräumige Saal konnte die Zahl der Teilnehmer kaum fassen, der ein Bild deutscher Volksverbundenheit bot. Da saß der Bergmann in seiner schmucken Uniform neben dem Bauern, in seiner althergebrachten Tracht, dem blauen Kittel.— Anschließend an die Uebertragung fand dann ein Festzug durch die Ortsteile der Bauernschaft statt. Ein mit dem Erntekranz geschmückter Kornwagen führte den Festzug an. Es folgten SA., Amtswalter, HJ., Jungvolk, Kriegervereine und die anderen Vereine. Dazwischen waren einige festlich geschmückte Festwagen der Bauernschaft eingeschoben, die sinngemäß auf das Leben und Arbeiten des Bauern und seine Erzeugnisse hinwiesen. Am Abend fand das Volksfest bei Musik und Tanz statt, das einen schönen und eindrucksvollen Verlauf nahm. Festzug in Eppendorf Ganz Eppendorf war zu diesem Erntedankfest auf den Beinen. Nicht nur die Beteiligung an dem Festzug war außerordentlich groß, sondern der festlich geschmückte Troß bewegte sich auch ohne Unterlaß durch ein dichtes und breites Spalier schaulustiger Volksgenossen, die Art und Aufmachung der Wagen lebhaft besprachen. Da waren auf einem Wagen Rotkohlköpfe mächtig zuhauf geschichtet, da lenkten Bauern im blauen Kittel die Rosse der Erntewagen, auf denen Schnitter und Schnitterinnen ihre Lieder sangen. Auch die Jüngsten wollten im Festzug nicht fehlen. Sie hatten ihre Handwagen nicht weniger hübsch und sorgfältig geschmückt, als ihre Väter die großen Pferdewagen. Der Zug bewegte sich durch die Straßen des Ortsteiles Epvendorf zum Steigerplatz, der mit Fahnen, Girlanden und dem Erntekranz auf hohem Mast prächtig geschmückt war. In einem weiten Viereck marschierten die Festzugsteilnehmer dort zu einer Kundgebung auf. Eine fleißige Kapelle stellte ihr Licht nicht unter den Scheffel, so daß die rechte Stimmung für die Kundgebung rasch geschaffen war. Dann nahm Ortsgruppenleiter Konrads das Wort zu einer Ansprache, in der er auf die Verbundenheit des ganzen Volkes mit dem deutschen Bauerntum hinwies. Nach Beendigung der Kundgebung löste sich der Festzug auf. Der Festtag in Langendreer—Werne Auch in Langendreer und Werne beging man das Erntedankfest in festlicher Weise. Die Stadtteile leuchteten vom Rot der Hakenkreuzfahnen, die auch von den Langendreer=Werner Schachtanlagen weit ins Land hineinwehten. In vielen Fenstern und von manchen Eiebeln sah man den Erntekranz oder den Erntestrauß. Mittags hörten die Volksgenossen die Uebertragung der Bückeberg=Feier am Lautsprecher daheim oder in den Gaststätten. Zur Verschönerung des Tages spielte von 11 bis 12 Uhr in Werne die Werkskapelle der Zeche„Robert Müser“ auf dem Platze bei Jungermann. Am Abend fanden in den größeren Sälen der Stadtteile fröhliche Feiern statt, bei denen mit Musik und Tanz der Tag beschlossen wurde. Gerthe und Hiltrop am Erntedanktag In Gerthe und Hiltrop wurde die Erntedankfeier gemeinsam durchgeführt. Gegen 12 Uhr marschierten die einzelnen Formationen und Verbände zu dem alten Bauerndorf Hiltrop, wo sich auf der Dietrich=Benking= Straße die Teilnehmer zum Festzug gruppierten. Der Spielmannszug der SA. und die Bergkapelle„Lothringen" bildeten mit den Fahnenabordnungen der Politischen Leitungen der Ortsgruppen Gerthe und Hiltrop=Bergen die Spitze des Festzuges. Er folgten der SA.=Sturm 51/457„Paul Paßmann“, Hitler=Jugend, Jungvolk, Politische Leiter, Parteiangehörige, Ne.=Lehrerbund, RS.=Kriegsopferversorgung, Werkskapelle„Constantin 10“ und die Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront. Den berittenen Jungbauern folgten die bunt geschmückten Erntewagen, denen sich wieder die Kriegerkameradschaften aus Gerthe, Bergen und Hiltrop, der Löschzug Bergen, der Schützenverein Gerthe, Bund der heimattreuen Ostund Westpreußen und der Männergesangverein„Einigkeit" Bochum=Gerthe anschlossen. In der vorgesehenen Marschrichtung marschierte der Festzug durch die Hauptstraße Hiltrops und Gerthes zu dem Festplatz am Castroper Hellweg. Nach dem Liedvortrag„Deutscher Frühling 1933“ des Männergesangvereins„Einigkeit" wurde durch Lautsprecher der Staatsakt vom Bückeberg übertragen, mit dessen Beendigung die örtliche Kundgebung ihren Abschluß fand. Am Abend fand im Saale Kalthoff das Erntedankfest statt. Ernejahnen ader denKahthohen Volks= und Bauernfest in Stiepel Von allen Stadtteilen der Großstadt Bochum hat sich Stiepel sein altes ländliches Gesicht wohl in reinster Form bewahrt. Das Erntedankfest geht darum in Stiepels Fluren jeden einzelnen Bewohner an, und wer am Sonntag draußen auf den Ruhrhöhen weilte, wohnte einem Volks= und Bauernfeste bei, wie es wohl selten gefeiert wurde. Mit stillem Ernst und freudigen Herzen lauschten in den Mittagsstunden im Saale Frische die Bauern Stiepels der Uebertragung der Führerrede vom Bückeberg. Die Stiepeler Bauern setzten ihre Ehre und ihren Stolz daran, um den Gästen einen Festzug zu bieten, der jedem Zuschauer in Erinnerung bleiben wird. Wohl an 15 Wagen sah man im Zuge und jeder einzelne Wagen war mit großer Sorgfalt geschmückt und ausgestattet. Die Wagen des Festzuges zeigten das deutsche Bauernleben in seinem Tiefstand, die Not des Bauern vor der nationalsozialistischen Erhebung und das Aufblühen und Gesunden des Bauern unter der Führung Adolf Hitlers. Die malerischen Trachten, das Lachen froher Jugend schufen im Verein mit allem Gezeigten ein starkes, schönes und eindrucksvolles Bild zugleich. Die Hauptfeier vereinigte Bauern und Städter im Saale bei Frische, der wegen Ueberfüllung geschlossen werden mußte. Erntedankfest in Linden Zum ersten Male feierten in diesem Jahre die aufs engste verbundenen Stadtteile Linden und Dahlhausen ihr Erntedankfest getrennt. Reicher Flaggen= und Grünschmuck in den Straßen und sinnvolle Aufbauten mit der Ernte der bäuerlichen Scholle gaben überall das außerliche Gepräge dieses Volkesfestes. In Linden hörten im Lokale Lutz die Parteiformationen, die SA., die SS. und die vaterländischen Vereine die BückbergUebertragung, während die übrigen Verbände in ihren Vereinslokalen zusammengekommen waren. Nach der Rede des Führers zog man geschlossen zum Marktplatz. Die prächtigen sieben Festwagen stellten sich in der Ferdinand=Krüger=Straße auf. Bald schon war die Umgebung des Platzes mit der aufs stärkste Anteil nehmenden Bevölkerung gefüllt. Als dann um 15 Uhr der Festzug die Hauptstraßen Lindens durchzog, zeigte sich ein Bild einmütigster Geschlossenheit aller Volksgenossen, die am Wege standen und die im Zuge schritten. Der Wagen mit den Erzeugnissen des heimischen Bergmanns inmitten der mit reicher Ernte der Heimatscholle und dem lachenden Gesinde beladenen Wagen Lindener Bauern legte ein beredtes Zeugnis einer starken Volksverbundenheit ab. Von der Wirtschaft Baulig auf der Hattinger Straße ging es durch die Lindener Straße hinauf zum Hohwege bis zur Wirtschaft Lomberg. Nach dem Rückzug loste sich der Zug auf dem Marktplatz wieder auf.— In den Lokalen feierte man abends das Fest des deutschen Bauern weiter, die Ortsbauernschaft beging ihr Fest in der Gaststätte Schwager. Dahlhausens Erntefeier Im Stadtteil Dahlhausen gestaltete sich das Erntedankfest nicht weniger eindrucksvoll. Auch hier nahm die gesamte Bevölkerung lebhaftesten Anteil an der Führerrede, die auf dem Marktplatz durch Lautsprecher übertragen wurde. Dort hatten sämtliche Parteiformationen, Vereine und die übrige Bevölkerung Aufstellung genommen. Pg. Hoppe eröffnete dann das Erntedankfest in Dahlhausen. Aus den jungen Kehlen des HI.=Sprechchores erscholl dann„Für Deutschland wollen wir mähen...“ Ein Trutzlied der Singund Spielschar folgte. Dann sprach Ortsgruppenleiter der NSDAP. Kechel über den Sinn des Erntedankfestes. Ein starkes Bauerntum sei für die Zukunft geschaffen worden. Anschließend an die Rede hörte man die Uebertragung vom Bückeberg. Um 15 Uhr bewegte sich dann der Festzug mit sechs Festwagen durch die Hauptstraßen Dahlhausens bis nach Wibbecke in Oberdahlhausen. Nach der Auflösung des Zuges rüstete man sich zum Volksfest, das abends bei Wibbecke mit Musik und Tanz begangen wurde. Zwei Festtage in Sundern Auch der Stadtteil Bochum=Sundern hatte sein eigenes Erntedankfest, das in allen Teilen im Geiste echter Volksverbundenheit verlief. Die Feier am Samstag wurde im Festzelt mit schneidigen Fanfaren= und Paukendarbietungen der Sing= und Spielschar des Jungvolks eingeleitet. Dann trug ein HJ.=Kamerad einen Prolog vor, der auf den Erntedankfesttag Bezug nahm, Anschließend überreichte Ortsbauernführer Pg. Haarmann dem Ortsgruppenleiter der NSDAP. Sundern, Pg. Risse, den Erntekranz, der sodann im Festzelt aufgehängt wurde. Pg. Risse sprach einige kurze Einführungsworte und erteilte hierauf dem anwesenden Gauorganisationsleiter Pa. Hein Diehl (Bochum) das Wort, der in seinen klaren, und oft vom Beifall unterbrochenen Ausführungen den Weg zeichnete, den der deutsche Bauer seit der Machtübernahme durch den Führer Adolf Hitler gegangen ist. Der Chor der RS.=Frauenschaft Sundern unter der Leitung von Pg. Lehrer Born sang einige Lieder, die dankbaren Beifall fanden. Dann umrahmten HJ. und Jungvolk die weiteren Stunden des Zusammenseins durch verschiedene Darbietungen.— Die Feier am Sonntag wurde morgens mit einem Dankgottesdienst im Festzelt begonnen. Nachmittags formierten sich die einzelnen Organisationen auf der Festwiese an der Weitmarholzstraße zu dem traditionellen Festzug durch die Straßen des Stadtteils. Fast sämtliche heimischen Berufe waren durch eine Wagengruppe vertreten. Bauern, Arbeiter, Bergleute und die übrigen Volksgenossen, die PO. und übrigen nationalsozialistischen Organisationen nahmen an dem Festzug teil, der von dem Ortsbauernführer Haarmann eröffnet wurde. Nach dem Festzug marschierten die Volksgenossen wieder ins Festzelt, wo eine schöne Feier stattfand. Wie Weitmar den Feiertag beging Einmütig und geschlossen feierte Weitmars Bevölkerung das Erntedankfest. Die Uebertragung der Führerrede erfolgte durch Lautsprecher auf dem Sportplatz „An der Landwehr: Die Gesamtleitung der Festveranstaltung und des Festzuges lag in den Händen von Ortsgruppen=Provagandaleiter Herberholz und Ortsbauernführer Knoop. Bei dem Aufmarsch der Formationen auf dem Sportplatz boten die Gruppen des B2M., des Jungvolks und der NS.=Frauenschaft ein besonders malerisches Bild. Der große Festzug der Weitmarer Bauernschaft erweckte die Freude aller Zuschauer, die sich zu einem Teile auch aus der Stadtmitte eingefunden hatten. Den Zug eröffneten die Kolonnen der SA.(7/17 und 11 R. 17), die Politischen Leiter, HJ. und Jungvolk. Ihnen folgten die Vereine. Nur selten sah man solch herrlich geschmückte, mit so viel Liebe und Geschmack zusammengestellte Erntewagen und Gruppen. Landhelfer und Landhelferinnen verkörperten das enge Band, das im nationalsozialistischen Deutschland zwischen Bauern und Städtern geknüpft wurde. Der Wagen„Maisernte“ fand ebenfalls den Beifall aller Zuschauer. Der Feftzug nahm seinen Weg nicht nur durch Weitmars Straßen, sondern er konnte auch in einigen Straßen Ehrenfelds bewundert werden. Die Hauptfeier im Lokale Backwinkel sah so viele Gäste, daß der große Saal kaum für alle Besucher Platz bot. Die Bauernschaft Weitmar beging das Fest geschlossen in dem prächtig geschmückten Backwinkelschen Saale. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 9 und 12.) Stadttheater: 17 Uhr: Wilhelm Tell. Apollotheater: ab 15.15 Uhr: Barcarole. Capitol: ab 15 Uhr: Wenn die Musik nicht wär“... Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Lockvogel. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Das Erbe von Pretoria. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Natascha. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Bengali. Odeon; ab 16.30 Uhr: Liebeskommando. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Liebeskommando. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Ich liebe alle Frauen. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der Schlafwagen=Kontrolleur. BIALOUN Heiterer- Roman, von, Friede Rirkner„Na— wie steht es? Kann man konkurrieren?" „Der kleine Tilden in der Westentasche?“ „Goldkind, man kann doch nicht auf allen Gebieten ein Weltmeister sein. Ich stehe meinen Mann in meiner Fabrik, und damit glaube ich genügend für meine Unsterblichkeit zu tun.“ „Praline erfinden... auch ein Ehrgeiz.“ „Sag das nicht so spöttisch... es ist gar nicht so leicht, immer eine neue interessante Füllung zu erfinden. Mit den Pralinen ist es so, wie Ben Akiba angedeutet hat— es ist alles schon einmal dagewesen.“ „Auch’ne Wichtigkeit bei Pralinen, die doch kein Mensch mehr ißt, der auf Linie hält.“ „Die Linie ist wichtig, was— wenn auch soundso viel Arbeiter durch euren Schlankheitsfimmel arbeitslos werden, wie?". Wulle war wirklich einen Augenblick wütend, und Helen sah ihn ganz erstaunt an. „Himmel, Wulle, dich kann man ja aus der Ruhe bringen?" „Schwer, aber wenn— dann ordentlich.“ „Schade.“ Helen sagte es, nachdem sie Wulle lange angesehen hatte. „Was ist schade?“ „Daß du so gar keinen Schwung hast— keine Persönlichkeit bist— nichts Interessantes— Besonderes. — Ich könnte nie einen Mann lieben, der glatter Durchschnitt ist.“ „Aber sonst bist du gesund, was?— Na— dir haben sie ja ulkige Sachen eingetrichtert in deinem College. Wulle sprach es betont wie„Kollitsch“ aus. „Wenn ein Mann tüchtig ist und arbeitet und ehrlich — das genügt nicht, was— Weltmeister im Stabhochsprung oder Ozeanflieger muß der gute Junge mindestens sein, was?“ Helen warf den hübschen Kopf in den Nacken, schnitt ihm eine allerliebste Grimasse und summte eine rhythmische Melodie, machte einige Tanzschritte und sah Wulle lachend an. „Nur keine Alltäglichkeit mein lieber Wulle— um alles in der Welt nicht. Wir modernen Mädchen sind nicht mehr die kleinen Zuckerpüppchen, die anbetend vor dem Manne in all seiner Mittelmäßigkeit knien. Wir sind selber Persönlichkeiten, haben schon etwas Tüchtiges geleistet und können demzufolge Ansprüche stellen. „So— was haste denn schon geleistet?“ „Ich war im College die Erste im Rückencrawlen, Tennis, Nationalökonomie und habe eine sehr anerkennenswerte Arbeit über die russische Innenpolitik geliefert. Auch weiß ich, wie man einen Revolver in die Hand nimmt und wie man einen Ertrunkenen rettet.“ „Was selbstverständlich alles Dinge von unsagbarer Wichtigkeit für eine Frau sind, die doch schließlich und endlich mal heiraten will.“ „Woher nimmst du diese altmodische Vermutung?" „Falls du nicht einen neuen Weltrekord in der freien Liebe aufzustellen gedenkst, wird dir wohl nichts anderes übrigbleiben.“ „Da sieht man es mal, wie ihr Männer zäh an Althergebrachtem klebt. Du zum Beispiel wärest niemals imstande, irgend etwas aus dem Rahmen Fallendes zu tun, etwas Interessantes, Neues.. irgend etwas Romantisches oder Abenteuerliches.— Du bist ja viel zu pomadig und unmodern.“ Helen sah ihn mit spöttischem Lächeln an, und ihre Stimme hatte wieder den kühlen, tiefen Ton, der ihn so erregte. „Jedenfalls muß ich es mir wohl schon als ein Plus anstreichen, daß du dich wenigstens über mich ärgerst und nicht einfach zur Tagesordnung übergehst, was?“ Wulle stand vor ihr, die Hände in den Taschen, und sah lächelnd auf sie herunter. Unbeherrscht in ihrem Temperament schüttelte sie ihn mit beiden Fäustchen an seinen Rockaufschlägen und schimpfte: „Nichts kann dich aus deiner Ruhe bringen— gräßlich ist das.“ Jetzt mußte Wulle aber doch lachen und faßte die beiden Händchen mit seiner Rechten zusammen und drückte sie ein wenig— nur ein ganz klein wenig, aber schon quietschte sie auf und befreite sich wütend. „Hab' ich dir weh getan?“ „Grobian— Kräfte hast du wie ein Bär.“ „Hm— bin aber ebenso faul und phantasielos wie ein Bär.“ „Es lohnt nicht, sich mit dir in Debatten einzulassen.“ Sie winkte ab und sagte dann sachlich: „Spielst du?“ „Biuard?" Geistreich— glaubst du vielleicht, ich frage dich im Billardzimmer, ob du Weltmeister im Rugby bist?“ „Nee— das bin ich nicht— aber Billard spiele ich ein bißchen.“ „Gut, dann los— aber bitte gesammelt, ich liebe belanglose Spiele nicht.“ „Ganz richtig— möcht auch wissen, warum so was Spiel heißt? Köpfe muß so ein Match kosten, sonst ist kein Vergnügen dabei.“ Wulle murmelte dies so „beian“, daß Helen nichts dazu sagen konnte.— Aber in zwei Minuten wußte Helen, daß sie einem ganz gefährlichen Spieler gegenüberstand, und strengte sich heftig an, doch sie war und blieb besiegt. Wulles Hand schien eine mathematische Maschine zu sein— die schwierigsten Karambolagen führte er aus, ohne lange zu zögern. Er beobachtete sie aus dem Augenwinkel und konstatierte, daß sie sich wütend ärgerte, ihn als Meister über sich zu haben. Als er glaubte, sie genug geärgert zu haben, legte er seine Queue beiseite und dehnte sich wieder einmal. „So— ich hab' nun genug von dem Quatsch— wollen wir wieder nach oben gehen?“ „Bitte— bin auch müde.“ Aus ihrem kleinen Abendtäschchen nahm sie ihr goldenes Zigarettenetut und reichte es ihm mit betont männlicher Geste hin. Wulle mußte sich beherrschen, nicht laut aufzulachen. Dieses süße kleine Kind wirkte wahrhaft erheiternd, wie es da einen schwer nachdenklichen Mann kopierte. Lächelnd lehnte er ab.„Du rauchst nicht— merkwürdig?“ „Was wirst du erst sagen, wenn ich schamvoll eingestehe, daß ich lieber Milch als Bier trinke?“ „Chacun à son goüt.“ „Oder man könnte auch sagen„Chacun à son mauvais goüt“!“ „Witzig?“ „Nicht übermäßig— aber man tut, was man kann.“ * Am nächsten Morgen kam Ernst zu Wulle ins Büro und erledigte die Angelegenheit mit dem Tresor. Sichtlich erleichtert atmete er auf, als die wichtigen Papiere wohlverwahrt darin lagen. „So— nun gib mir, bitte, einen Bleistift, ich habe keinen bei mir— will das Schlüsselwort notieren.“ „Hier, nimm bitte meinen Federhalter— da liegt Papier.“ Wulle schrieb indessen selber und achtete nicht auf Ernst; aber als dieser sich wieder aufrichtete und den eben beschriebenen Zettel auf dem Löschpapier abdruckte, sah Wulle lächelnd auf faßte Ernst fest am Aermel und deutete auf das Löschblatt. „Unvorsichtig, mein Lieber.“ „Wieso— was?“ Ernst sah ihn fragend an. Stillschweigend nahm Wulle seinen kleinen Taschenspiegel aus der Westentasche, stellte ihn neben das Wort, das Ernst auf dem Löschblatt abgedruckt hatte, und Ernst konnte das Schlüsselwort lesen, auf das er den Tresor eingestellt hatte.„Das ist— ja— du bist doch ein Teufelskerl.“ „Wulle.. schau mal, wie nett— meinen Namen hast du als Schlüsselwort genommen.— Na, nun begib dich bitte nochmal an den Kasten und stelle ihn neu ein, so geht das nämlich nicht, wenn jeder hier auf der Schreibunterlage lesen kann, was los ist.“ „Du bist ja der reinste Detektiv, Wulle.“ „Nur Westentaschenformat mein Lieber— das wird dir Helen sofort sagen.“ Wulle lachte herzlich, und Ernst verschloß den Tresor noch einmal, steckte die Schlüssel ein und wollte sich dann verabschieden.„Halt— wieder unvorsichtig.“ „Aber wie denn... jetzt habe ich doch nichts abgelöscht.“ „Nein— aber kein neues Wort aufgeschrieben, weswegen mit neunundneunzig Prozent Sicherheit darauf zu rechnen ist, daß du es bei demselben Worte belassen hast wie vorhin.“ Ernst starrte Wulle einen Augenblick wie entgeistert an. „Das ist ja unheimlich, Junge— mir wird ganz angst. Kannst du Gedanken lesen?" „Nee— alles, aber das nicht.— Hab' bloß viele Detektivschmöker gelesen, und da lernt man so'n bißchen was.“ „Also ich bin in solchen Dingen furchtbar dumm.“ „Dafür wirst du in anderen Dingen deinen Mann stellen, mein Junge, sonst hätte man dir eine so wichtige Sache, wie sie dort eingeschlossen ist, nicht anvertraut.“ „Durch die kleinen Dummheiten jetzt werde ich ganz nervös. Man hat mir auf dem Ministerium nahegelegt, die Papiere in den dort befindlichen Tresor nicht einzuschließen, da man sie im Ministerium jedenfalls zuerst suchen würde.“ „Wer ist dieser„man“, der sich dafür interessieren würde?“ Puder beseitigt und verhôtet Wundsein kleiner Kinder, Billig und sparsam „Die Regierung, als deren Vertreter Baron Berküll hier ist.“ „Aha— na, man soll von einem Vertreter nicht auf die Regierung schließen— aber der Junge ist mir nicht sympathisch. „Mir— mir auch nicht— es ist mir durchaus nicht lieb, daß man ihn so oft in der Gesellschaft trifft — er tanzt sehr viel mit Marina.“ Widerwillig hatte Ernst das gesagt. Wulle zuckte nicht mit einer Wimper. „Tanzen ist auch eine nutzbringende Beschäftigung. Na gut, dann können wir ja über diesen Herrn zur Tagesordnung übergehen“, murmelte Wulle und beschäftigte sich mit seiner geschäftlichen Post.„Und nun mach den Kasten endlich zu!“ Ernst beschäftigte sich wieder mit dem Verschluß des Tresors, buchstabierte mit den Lippen das Schlüsselwort, was er sich ausgedacht hatte, und atmete dann befriedigt auf. „So, nun hab' ich es.“ Wulle drehte sich herum, sah ihn lächelnd an und fragte: „Wort gemerkt?“ „Ja doch... ich hab'.. „Ruhe.. ich will es necht wissen— sonst mußt du noch einmal drehen.— Grüß Marina— und Helen, das ertüchtigte Collegegirl.“ „Danke— danke. Etwas geistesabwesend verließ der Herr Ministerialrat das Büro. „Na, wenn das man gut geht... ich sehe es schon kommen, daß wir den Tresor aufschweißen lassen müssen. Wulle lachte vor sich hin, aber dann arbeitete er fleißig weiter, diktierte, verhandelte und disponierte wie ein kleiner Feldherr. Gerade als er einen kurzen Rundgang durch die Fabrik machen wollte, wurde ihm ein Besuch gemeldet. Er nahm die Karte und las überrascht den Namen „Geoffrey Berküll“. Einen Augenblick sah er die Karte nachdenklich dann, drehte sie hin und her und sagte dann zu sich selber:„Es kann ja ein reiner Zufall sein... aber...“ Dann gab er dem Boy Bescheid:„Ich lasse Herrn Baron bitten.“ Bald stand der elegante, schöne Mann vor ihm und reichte ihm liebenswürdig die Hand, die Wulle auch ergriff, aber sehr schnell wieder losließ. „Verehrter Herr Becker, verzeihen Sie mir, daß ich Sie hier an Ihrer Arbeitsstätte aufsuche— aber ich komme als Bittender zu Ihnen, und zwar gewissermaßen im Namen meiner Regierung.“ Hätte Wulle die Hundeeigenschaft gehabt, die Ohren zu spitzen, er hätte es jetzt getan, so aber rief er alle seine Sinne wach und bot seinem Gast liebenswürdig einen Sessel neben seinem Schreibtisch an. „Womit kann ich Ihnen und Ihrer Regierung dienen, verehrter Baron?“ Der Baron legte ein Bein über das andere zupfte seine Beinkleider zurecht und lächelte Wulle an, der ihm sehr gern eine gut bayrische Watschen gegeben hätte was aber leider nicht anging. „Ich komme gewissermaßen als Auftraggeber, Herr Becker. Die Sache ist folgende: Am fünfzehnten dieses Monats gibt unsere Gesandtin ein Gartenfest— wofür ich die Ehre habe, Ihnen hiermit eine Einladung zu überreichen.“ Er beugte sich vor und schob Wulle die große Einladungskarte hin, worauf sich dieser dankend verneigte. Dann fuhr der Baron fort:„Exzellenz gedenkt nun, eine Art Preisspiel zu veranstalten, um das Fest ein wenig zu beleben... Preistanzen, Miniaturgolf und so weiter, und hat sich ausgedacht, dafür reizende Bonbonnieren zu stiften. (Fortsetzung folgt.) Seite 5 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger# Montag, I. Oktober 1933 Man spricht von 3000 Toten Sld Uruderoper WursT Erbitterte Nahkämpfe mit Dolchen und Bajonetten— Der abessinische Kaiser begibt sich an die Nordfront UP Addis Abeba, 6. Oktober. Wie hier zu der Einnahme Aduas durch die Italiener mitgeteilt wird, wurde Adua nach schweren blutigen Kämpfen, in denen die Italiener mit allen zur Verfügung stehenden modernen Kriegsmitteln angriffen, und unter schweren Verlusten auf beiden Seiten besetzt. Es wurde mit größter Erbitterung gekämpft. Es kam zu furchtbaren Nahkämpfen, die in der Hauptsache mit Dolchen und Bajonetten geführt wurden. Man spricht bereits von insgesamt 5000 Toten. Bei Adigrat leisteten die Abessinier ebenfalls erbitterten Widerstand Bei Adua hatten die Italiener am Samstag ihre Tanks, die der stürmenden Infanterie den Weg zu dem ersten nwichtigen Ziel der italienischen Offensive bahnen sollten, in langen Reihen auf den Höhen von Adua bereitgestellt und stießen in der Nacht vor, unterstützt von schwerer Artillerie. Von abessinischer Seite wird erklärt, daß in die Kämpfe an der Nordfront bisher nur ein kleiner Teil des abessinischen Heeres eingegriffen hat. Die abessinischen Führer sind der Ansicht, daß die Italiener sich sehr viel von ihren ständigen Flugzeugangriffen versprechen. Die Flugzeug=Geschwader lösten sich ununterbrochen ab, um die abessinischen Stellungen ständig unter Bomben= und Maschinengewehrfeuer zu halten. Von den Abessiniern wird versichert, daß sich diese Flugzeugangriffe nicht als sehr wirksam erwiesen hätten, und daß sich die abessinischen Krieger recht schnell an die Flugzeuge gewöhnt hätten. Weiter wird berichtet, daß sich der Negus an die Nordfront begeben werde. welche Schwierigkeiten bei dem Vormarsch auf Adua zu überwinden waren. Lange Züge von Schwarzhemden und Askari bewegten sich unter Gluthitze der abessinischen Sonne auf engen Esels= und Kamelpfaden. Ihnen folgten Tausende von Pionieren und Arbeitern, die den Pfad verbreiterten und für Lastwagen fahrbar machten. 9 Kilometer waren die Tagesleistung. Artillerieabteilungen mit Feldgeschützen hatten inzwischen den Belesa=Fluß erreicht. Maultiere, mit schweren Maschinengewehren und Zubehör bepackt, stolperten mühsam den unebenen Pfad entlang. Zusammen mit den Truppen wurden Viehherden mitgeführt, um den Lebensmittelbedarf sicherzustellen. Vor der Ueberquerung des Belesa=Flusses sah ich Pioniere in langer Kette Steine von Hand zu Hand reichen, um eine feste Furt durch den Fluß zu bauen. Der Wasserstand war niedrig und das Flußbett nur etwa 30 Meter breit. Wir überquerten den Fluß auf der neugebauten Furt im Auto und erreichten die gegenüberliegende AsamoEvene, die von Hyänen, Schlangen und Schakalen bevölkert ist. Die Abessinier in den Dörfern und Eselskarawanen, die uns begegneten, nahmen keine Notitz von uns. Die eingeborene Zivilbevölkerung findet sich voller Gelassenheit mit der Situation ab. Der einzige Gefühlsausbruch liegt in ihren weitaufgerissenen erstaunten und neugierigen Augen. Ich sah junge Mädchen in weißen Gewändern, die ruhig Wasser aus dem Fluß schöpften, wenige Schritte von den arbeitenden Pionieren entfernt. Die Truppen sind von der Sonne fast schwarz gebrannt. Die Wegearbeiter verrichten ihre Arbeit mit nacktem Oberkörper. Der italienische Vormarsch im Norden erstreckt sich über eine Front von rund 70 Kilometer. General Santini befehligt das sogenannte erste Korps im Osten, General Biroli befehligt Eingeborenentruppen in der Mitte und General Maravigna die Truppen im mittelwestlichen Sektor. Insgesamt stehen etwa 110000 Mann unter dem Oberbefehl von General de Bono zur Verfügung.(Die Verbindung zwischen den drei Armeen soll bekanntlich nach dem amtlichen römischen Bericht jetzt hergestellt sein. dnb Rom, 6. Oktober. Das von Graf Ciano dem Schwiegersohn Mussolinis, geführte Bombenflugzeug ist von abessinischer Artillerie beschossen worden. Zwei Geschosse trafen einen Flügel des Flugzeuges. Das Flugzeug konnte ohne besonderen Schaden für die Besatzung landen. bringen die Bauern der Umgebung seit zwei Tagen kaum noch Lebensmittel in die Stadt. Kein Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Abessinien dnb Rom, 6. Oktober. " Der italienische Gesandte Graf Vinci hat am Freitag abend auf Umwegen über Dschibuti der italienischen Regierung Nachrichten zukommen lassen können. Danach befindet er sich noch in Addis Abeba, das er im Einvernehmen mit der italienischen Regierung erst nach Abreise auch des letzten Italieners zu verlassen gedenkt. Bis jetzt sind, so wird von Regierungsseite dieser Mitteilung hinzugefügt, die diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Abessinien auf keinen Fall als abgebrochen zu betrachten, schon auch deswegen, weil es sich bei dem Vorrücken der italienischen Truppen nach hiesiger Darstellung lediglich um einfache militärische Operationen handelt. Rückberufung ausländischer Ausbildungsoffiziere dnb Stockholm, 6. Oktober. Der schwedische Kriegsminister hat die Aufenthaltserlaubnis für die fünf schwedischen Offiziere, die sich seit längerer Zeit als militärische Instrukteure in Abessinien befinden zurückgezogen. Falls diese Offiziere trotzdem in Abessinien bleiben sollten, müßten sie aus der schwedischen Armee ausscheiden. dnb Brüssel, 6. Oktober. Die belgische Militärmission, die sich seit dem Jahre 1930 in Abessinien zur Ausbildung der abessinischen Armee befindet, wird nach Belgien zurückkehren. Zwischen dem Negus und der belgischen Regierung ist seinerzeit vertraglich festgesetzt worden, daß im Kriegsfalle sofort nach Eröffnung der Feindseligkeiten die Mission Abessinien zu verlassen hat. Die Mission steht unter dem Kommando eines Infanteriemajors und setzt sich aus 12 Offizieren zusammen. Roosevelt erklärt Waffenausfuhrverbot nach Italien und Abessinien Wus piunen di beiden=Gegner! Die Musikkapelle der Leibgarde des Kaisers Haile Selassie begleitet an die Front marschierende Truppen aus Addis Abeba Abessinien legt seine Nordfront voraussichtlich 100 Kilometer zurück Italiens Ziel: Addis Abeba UP Im italienischen Hauptquartier, 6. Oktober. Vom Sonderberichterstatter Webb Meller. Man erwartet im italienischen Hauptquartier, daß außerhalb von Adua heftige Kämpfe stattfinden werden. Nach den Berichten italienischer Erkundungsflugzeuge haben sich die Abessinier außerhalb der Stadt verschanzt, außerdem sollen ihnen auch zahlreiche Feldgeschütze und Maschinengewehre zur Verfügung stehen. General de Bono macht sich allem Anschein nach jene Erfahrung zunutze, die von der englischen Armee in dem gebirgigen Gebiet in Nordwestindien gesammelt wurde. Er hat seine Askaris, die besonders geeignete Gebirgstruppen sind, auf die beiden Flanken geworfen. Die Aufgabe dieser Eingeborenentruppen ist, den Vormarsch des Gros der italienischen Armee möglichst reibungslos zu sichern. Diese Eingeborenentruppen sollen als starke Vorpostenketten den gefährlichen Kleinkrieg der Abessinier vereiteln. Während ich die italienische Armee auf ihrem Vormarsch begleitete, hatte ich Gelegenheit zu beobachten, Addis Abeba, 6. Oktober. In Addis Abeba verlautet, daß die Truppen der Nordfront um etwa 100 Kilometer ins Innere des Landes zurückgenommen werden sollen, wie es im Feldzugsplan von vornherein vorgesehen gewesen sei. Die abessinischen Truppen hätten bei Adua nur Widerstand geleistet, um den Italienern„nicht die offene Tür zu zeigen". Man ist aber davon überzeugt, daß die abessinische Widerstandslinie im Gebirge, die von Makale nach Westen über Attaba nach Masfini führt, nicht so leicht von den Italienern durchbrochen werden kann, weil hier der Einfatz schwerer Waffen ziemlich unwirksam sein würde. Der italienische Feldzugsplan Wie von englischer Seite erklärt wird, seien die Grundzüge des italienischen Feldzugsplanes den militärischen Geheimdiensten Europas schon seit längerer Zeit bekannt. Das Ziel des Vormarsches vom Norden wie vom Süden sei die Hauptstadt Addis Abeba. Von Osten her kommt eine mittlere Gruppe, die hauptsächlich Sicherungszwecke hat. Diese mittlere Gruppe soll möglichst bald an die Eisenbahn Dschibuti— Addis Abeba herankommen und an ihr entlang nach Addis Abeba marschieren. Mangel an Aerzten und Pflegepersonal In Kreisen der ausländischen militärischen Beobachter in der abessinischen Hauptstadt ist man pessimistisch. Die abessinische Munition, so sagt man hier, reiche günstigstenfalls zwei Monate. Außerdem verfüge die abessinische Armee nur über 150 000 moderne Gewehre. In den von der Front eintreffenden Telegrammen wird über den Mangel an Aerzten und Pflegepersonal geklagt. Am Samstag verließ der fahrplanmäßige Zug mit zahlreichen Ausländern, vor allem Italienern und Franzosen, Addis Abeba. Aber auch viele Zeitungsberichterstatter versuchen, mit diesem Zug die südöstliche Front bei Harrar zu erreichen. Allgemein glaubt man, daß der Zug der letzte gewesen ist, der die abessischen Hauptstadt verließ, denn bis zum Dienstag, an dem der nächste Zug abgehen wird, werden voraussichtlich die Italiener die Bahnlinie besetzt haben. .Wilfred Barber, der Vertreter der„Chicago Tribune", starb als erstes Opfer der Journalisten in Addis Abeba an Schwarzwasserfieber=Lungenentzündung. Verbot italienischer Funkmeldungen aus Addis Abeba Die abessinische Regierung hat der italienischen Gesandtschaft die Benutzung der direkten Gesandtschaftsstation zur Sendung von Telegrammen nach Rom verboten und lediglich den Empfang gestattet. Die Bewegungsfreiheit des Gesandtschaftspersonals ist etwas erleichtert worden. Die Mitglieder der Gesandtschaft dürfen diese verlassen, jedoch nur in Begleitung von je zwei Mann der kaiserlichen Garde, so daß der Eindruck einer halben Gefangenschaft bestehen bleibt. Infolge von Gerüchten über Fliegerangriffe auf Addis Abeba UP. Washington, 6. Oktober. Präsident Roosevelt hat nunmehr den Kriegszustand zwischen Italien und Abessinien für gegeben erklärt und daraufhin das vorgesehene Waffen= und Munitionsausfuhrverbot nach beiden Ländern erlassen. In der vom Staatsdepartement verkündeten Erklärung werden alle amerikanischen Staatsbürger vor jeglichen Transaktionen mit einem der am Kriege beteiligten Länder gewarnt sowie festgestellt, daß jeder, der dieser Warnung zuwiderhandelt, dieses auf eigenes Risiko tue. Große Landungsmanöver der britischen Flotte im Hafen von Alexandrien dnb London, 6. Oktober. Wie aus Alexandrien gemeldet wird, ist für Montag ein Massenlandungsmanöver von allen im Hafen der Stadt liegenden britischen Kriegsschiffen geplant. Die Landungskommandos werden sich sofort den britischen Truppen in Alexandrien anschließen. Später findet ein großer Parademarsch durch die Hauptstraßen von Alexandrien statt, an dem 11000 Soldaten, Matrosen und Seesoldaten teilnehmen. Hohe Marine= und Militärbeamte werden auf einem öffentlichen Platz der Stadt den Vorbeimarsch abnehmen. Die Veranstaltung soll offenkundig eine Demonstration sein, die ihren Eindruck auf die ägyptische Bevölkerung nicht verfehlen wird. Henry de Jouvenel dnb Paris, 6. Oktober. Der frühere französische Botschafter in Rom, Henry de Jouvenel, ist in der Nacht zu Samstag an einer Gehirnblutung im Alter von 59 Jahren gestorben. Gegen Mitternacht sahen Polizeibeamte, wie ein Unbekannter auf der Champs Elysees von einem Unwohlsein befallen wurde. Sie bemühten sich um ihn und begleiteten ihn in einer Kraftdroschke ins nächste Krankenhaus, wo der diensthabende Arzt nur noch den Tod feststellen konnte. Bei der Durchsicht der Ausweise entdeckte man, daß der Tote Heury de Jouvenel war. Seit Jahren gehörte Henry de Jouvenel zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des französischen politischen Lebens in der Nachkriegszeit. In Deutschland ist er der breiteren Oeffentlichkeit durch seine Mitarbeit am römischen Viererpakt und durch sein Eintreten für eine Verständigung mit dem Dritten Reich bekannt geworden. Der dtirg un Wiler Presse-Bild-Zentrale sind Astaritrrs.. Italiens im Kamrs, gegen Abessinien. fiis Asturikcuppen, die trotz moderner Ausrüstung schwarzen Helfer Italiens i —######truppen, die trotz moderner Ar barfuß marschieren. Die Truppe wird ampf wie die abessinischen Krieger von italienischen Offizieren geleitet Das Problem des italienisch=abessinischen Feldzuges ist die Wasserbeschaffung, die sich außerordentlich schwierig gestaltet. Auf abessinischer Seite haben sich die kriegsunfähig sind, freiwillig für die Wasserbeschaffung zur Verfügung gestellt. Wie auf unserem Bild zu sehen ist, wird das begehrte Naß den Truppen auf Eseln zugeführt Se ite 6 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, T. Oktober 1933 Völkerbundsrats=Ausschuß stellt fest: Angeesse sohri?.S Heute Entscheidung des Ratsausschusses— Völkerbundssitzung am Mittwoch Genf, 6. Oktober. Die öffentliche Sitzung des Völkerbundsrates begann am Samstag nachmittag kurz vor 6 Uhr. Am Ratstisch hatten Aloisi und auf die Aufforderung des Ratspräsidenten auch der abessinische Vertreter Tecle Hawariate Platz genommen. Der Ratspräsident legte den Bericht des Dreizehnerausschusses vor mit dem Bemerken, daß die Abstimmung über den Bericht nicht vor Montag stattfinden soll. Die Feststellungen des Dreizehnerausschusses In dem Bericht des Dreizehnerausschusses heißt es, daß nach einer Mitteilung der abessinischen Regierung Italien in abessinisches Gebiet einmarschiert, und daß eine Schlacht im Gange sei. Abessinien stellt ferner fest, daß der Völkerbundspakt durch Italien gebrochen sei. Der Bericht geht dann noch einmal auf die Vorgeschichte des italienisch=abessinischen Konfliktes ein und stellt dann zum Schluß fest, daß der Völkerbundsrat jetzt eine Entscheidung fällen müsse. Der Ratspräsident erklärte, daß der Rat die Pflicht habe, zur Achtung des Völkerpaktes aufzufordern. Der Rat müsse jetzt feststellen, wer den Völkerbundspakt verletzt habe. Erklärungen der beiden Gegner Die Vertreter der beiden streitenden Parteien gaben darauf die Erklärung ab, daß sie noch keine Zeit gehabt hätten, den Bericht des Dreizehnerausschusses zu prüfen. Der italienische Vertreter Aloisi verlas dann eine längere Erklärung, in der sich Italien darüber beschwert, daß der Völkerbund es abgelehnt habe, eine Prüfung der Zustände in Abessinien vorzunehmen. Auf diese Prüfung müsse Italien auch heute bestehen. Italien, so erklärte er, sei das Opfer eines abessinischen Angriffs geworden. Die italienische Regierung habe im Bewußtsein ihrer Verantwortung lediglich Maßnahmen, die durch Abessinien provoziert wurden, und die auch im Rahmen des Völkerbundspaktes berechtigt seien, ergriffen. Er beantragte dann nochmals den Ausschluß Abessiniens aus dem Völkerbund. Der abessinische Vertreter beantragte, daß Italien unter Verletzung des Völkerbundspaktes zum Krieg geschritten sei, und daß demgemäß Sanktionen gegen den Angreifer in Anwendung gebracht werden müßten. Der Völkerbundsrat müsse Italien auffordern, die militärischen Operationen einzustellen. führen könnte. Italien schlägt dann vor, daß die beteiligten Parteien alle im Mittelmeer getroffenen Maßnahmen gleichzeitig rückgängig machen sollten. In diesem Fall würde sich Italien verpflichten, nicht aus dem Völkerbund auszutreten., Nach englischen Blättermeldungen hat Mussolini dem englischen Außenminister noch versichert, daß er die Feindseligkeiten nur auf„eine koloniale Expedition“, beschränken werde. Sir Samuel Hoare soll dem italienischen Botschafter erwidert haben, daß Italien die Haltung Englands in verhängnisvoller Weise mißverstanden habe. Auf die italienische Anregung, gemeinsam und gleichzeitig die militärischen Vorbereitungen im Mittelmeer rückgängig zu machen, soll Hoare überhaupt nicht eingegangen sein. 946 Suofars In politischen Kreisen erklärt man, daß Englano auf den italienischen Vorschlag keine formelle Antwort geben werde, da von britischer Seite nicht die Absicht bestehe, die Drei=Mächte=Besprechungen erneut zu beginnen. England ist der Ansicht, daß sich der Streit in den Händen des Völkerbundes befinde, und daß die britische Regierung nicht beabsichtige, ihn dem Völkerbund zu entziehen. Laval vermittelt von neuem Heute Veröffentlichung der französischen Antwort an England. UP Paris, 6. Oktober. Während der Wochenendruhe in Genf unternahm Frankreich, wie zuverlässig verlautet, einen neuen Vermittlungsversuch im abessinisch=italienischen Konflikt. Ungeachtet der englischen Zurückweisung der Initiative Mussolinis, die auf die Wiederaufnahme von DreiMächte=Verhandlungen hinzielten, versuchte Laval, wie von zuständiger Seite versichert wird, seine Vermittlerrolle zwischen London und Rom wieder aufzunehmen. Es heißt, daß er neue Richtlinien eines Uebereinkommens zur Beilegung des Konfliktes ausgearbeitet habe. Mit diesen Bemühungen Lavals soll es auch zusammenhängen, daß er seinen Erholungsaufenthalt in der Auvergne aufgab, wohin er sich vor Wiederbeginn der Arbeiten in Genf zurückgezogen hatte. Er ist telephonisch mit Mussolini in Verbindung getreten. Man glaubt in maßgebenden Kreisen zu wissen, daß die gegenwärtige Lage für das Zustandekommen eines Uebereinkommens günstiger sei als irgendein Zeitpunkt der Vergangenheit.(Wir müssen die Richtigkeit dieser Information der United Preß selbst überlassen.) dnb Paris, 6. Oktober. Die Antwort auf die letzten englischen Fragen über die Haltung der französischen Regierung im italienischabessinischen Streitfall hinsichtlich der Anwendung gewisser Sühnemaßnahmen soll nach Ansicht gut unterrichteter französischer Kreise am Montag abend gleichzeitig in Paris und London veröffentlicht werden. Die Antwort wurde am Samstag in London überreicht. und Landarbeiterabordnungen im Georgen-Garten Eine große Gruppe des B2M. hatte auf der Terrasse vor den Fenstern des Saales Aufstellung genommen und im Sprechchor verlangten die Mädels Dr. Goebbels zu sehen. Als der Reichsminister dem Ruf der begeisterten Schar Folge leistete, drang es ihm herzlich aus hundert Kehlen entgegen:„Wir gratulieren!" Blumen wurden dem Minister gereicht und die Hände streckten sich ihm entgegen. Und dann gabs strahlende Gesichter, denn Dr. Goebbels versagte sich nicht den vielfältigen Bitten um seinen Namenszug, der bald auf vielen Blättern in die Hände der deutschen Mädels wanderte. Der Reichsnährstand in der dnb Berlin, 6. Oktober. Zwischen dem Reichsbauernführer und dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront ist folgende Vereinbarung getroffen worden: 1. Der Reichsnährstand ist körperschaftliches Mitglied der DAF. und tritt an die Stelle der Reichsbetriebsgemeinschaft XIV. Jetzt erst Mitte der Woche Weitere Verzögerung in der Ermittlung des litauischen Wahlergebnisses dnb Kowno, 6. Oktober. Wie die litauische Telegraphenagentur meldet, wurde am Freitag abend die Zählung der Umschläge, die die Stimmzettel der Memelwahlen enthalten, beendet. Samstag früh begann die zweite Runde des Auszählungsgeschäftes mit je 100 Zählern der Litauer und der Einheitsliste. Es werden jetzt die Stimmzettel aus den zwei gemeinsamen Behältern, in die sie aus den Wahlumschlägen gelegt worden waren, herausgenommen und in Zehnerbündeln zusammengepackt. Diese Zählung wurde erst Sonntag abend abgeschlossen. Jetzt erfolgt die Sortierung nach Namen der Listen. Es ist somit damit zu rechnen, daß das Ergebnis vor Mitte nächster Woche nicht ermittelt werden kann. 2. Die Sachbearbeiter für die sozialpolitische Betreuung werden vom Reichsbauernführer im Einvernehmen mit dem Leiter der DAF. ernannt. Die Kosten für die Besoldung der Sachbearbeiter sowie die sachlichen Verwaltungsbedürfnisse trägt der Reichsnährstand. 3. Mitglieder des Reichsnährstandes, die in den Genuß der Leistungen der DAF. gekommen sind oder kommen wollen(Unterstützungseinrichtungen,„Kraft durch Freude"), zahlen ein besonderes Entgelt an die DAF., dessen Höhe noch festgesetzt wird. „Wir gratulieren!“ B2M. und Dr. Goebbels dnb Hannover, 6. Oktober. Ein reizvoller Zwischenfall ereignete sich am Samstag nachmittag während des Empfanges der Bauern4. Die Organe des Reichsnährstandes(Reichsbauernführer, Landesbauernführer. Kreis= und Ortsbauernführer) treten in die Selbstverwaltungsorgane der DAF. bzw. des Arbeitsordnungsgesetzes(Reichsarbeits= und=wirtschaftsrat, Reichsarbeitskammer, Gauarbeits= und=wirtschaftsrat, Gauarbeitskammer usw.) ein. Die Rechtsberatungsstellen der DAF. stehen den Mitgliedern des Reichsnährstandes zur Verfügung. Ueber die Beteiligung an den Kosten der Rechtsberatungsstellen wird zum 1. März 1936 durch den Reichsbauernführer und den Leiter der DAF. eine Regelung erfolgen. 5. Diese Vereinbarung tritt sofort in Kraft. Ueber die Ueberführung der Einrichtungen der bisherigen Betriebsgemeinschaft XIV auf den Reichsnährstand ergeht besondere Anweisung. Flugzeugabsturz in Berlin Der Bericht des Sechserausschusses Dann bildete der Rat einen Ausschuß von sechs Mitgliedern. Dem Ausschuß gehören England, Frankreich, Dänemark, Rumänien, Portugal und Chile an. Der Ausschuß, der die Frage der Schuld am Ausbruch der Feindseligkeiten prüfen soll, hielt abends unmittelbar nach Abschluß der Ratsverhandlungen eine kurze Sitzung ab, die Sonntag fortgesetzt wurde. Sonntag aber wurde der Bericht fertiggestellt, der feststellt, daß Italien des Angriffs schuldig sei. Italien wird in dem Bericht der Verletzung der Artikel 12, 13 und 15 beschuldigt. Weiter wird festgestellt, daß Italien einen Akt unprovozierten Angriffs gegen Abessinien begangen habe. Der Bericht wird den Ratsmitgliedern morgen vormittag unterbreitet werden. Der Rat versammelt sich um 5 Uhr nachmittags. Daß der Bericht über die Schuldfrage noch am Sonntag fertiggestellt wurde, ist vor allem auf das Drängen Edens zurückzuführen, der darauf Wert legte, daß schon am Montag eine Entscheidung des Völkerbundsrates herbeigeführt wird. Dementsprechend herrscht auf englischer Seite große Zufriedenheit über den raschen und eindeutigen Abschluß der Kommissionsarbeiten. Keelhatt Zwei Tote, fünf Schwerverletzte. dnb Berlin, 6. Oktober. Am Sonntag nachmittag gegen 17 Uhr ereignete sich in Berlin=Neukölln ein schwerer Flugzeugunfall. Das dem privaten Flugzeughalter Klutke gehörige Flugzeug„.=OKOP.“ befand sich unter Führung seines(Figentümers mit sechs Passagjeren auf einem Die Jragödie aL VON MARGRET WALBROEL TFLOREANA nes Eigentümers mir sechs Passagieren auf einem Rundflug über Berlin. Aus noch nicht völlig geklärter Ursache stürzte die Maschine auf das Dach des Hauses Pflügerstraße 20 an der Ecke der Nansenstraße. Von den Insassen kamen hierbei der Flugzeugführer Klutke und der Fluggast Kesselring Drei Menschen werden vermißt Von militärischen Sühnemaßnahmen nicht mehr die Rede Der Genfer Sonderberichterstatter der halbamtlichen französischen Nachrichtenagentur Havas erfährt zum Verlauf der Genfer Verhandlungen am Samstag, daß von militärischen Sühnemaßnahmen oder einer Blockade, die ebenfalls unter militärische Sühnemaßnahmen zu zählen sei, nicht mehr die Rede sein könne. Es sei lediglich damit zu rechnen, daß wirtschaftliche und finanzielle Maßnahmen gegenüber Italien angewandt würden, aber auch hierzu seien, nach dem Verlauf der Samstagsitzung zu urteilen, langwierige Verhandlungen notwendig. Ein weiterer Lagebericht stellt fest: Es haben sich recht deutlich zwei Tendenzen herausgebildet; die eine, die hauptsächlich von England, Sowjetrußland und der Kleinen Entente vertreten wird, geht dahin, daß die ursprünglich beabsichtigten Empfehlungen, d. h. Vorschläge zur friedlichen Schlichtung und sachlichen Regelung des italienisch=abessinischen Konfliktes, angesichts der neuen Lage gegenstandslos geworden seien, und daß es die wichtigste und vordringlichste Aufgabe des Rates sei, den Angriff und den Angreifer festzustellen. Dem steht das französische Bestreben gegenüber, das Verfahren weniger förmlich zu gestalten und durch eine Aussprache über die Empfehlungen den Zeitpunkt, an dem Sühnemaßnahmen rechtsmöglich werden, hinauszuschieben. 24. August 1934. Den ganzen Monat hatte es nun geregnet. Am 21. August war Dr. Ritter bei uns oben und brachte Post, welche der„Christobal“ tags zuvor bei ihm abgegeben hatte. Unter dieser Post war eine Mitteilung des Herrn Blomberg aus Santa Cruz. Blomberg schrieb, daß Lorenz und der Norweger Nuggerud sowie ein Indio seit sechs Wochen vermißt würden. Als sie seiner Zeit von hier auf der Fahrt nach Santa Cruz waren, haben sie unterwegs den„Christobal“ gesichtet. Lorenz habe nun darauf gedrängt, daß Nuggerud ihn am folgenden Tag nach Chatam bringen möchte, damit er den Christobal“ dort noch erreichen könne. Andernfalls müsse er vier Wochen auf das Wiederkommen des„Christobal“ warten. Trotz der erregten See seien Nuggerud, Lorenz und ein Indio abgefahren. In Chatam sind sie aber nicht angekommen. Es muß nun angenommen werden, daß der Motor versagte und das Schiff abgetrieben ist, weil keine Segel an Bord waren. Höchst wahrscheinlich seien Schiff und Menschen verloren.. Je 815 65. Diese Nachricht war sowohl für uns als auch für Dr. Ritter niederschmetternd. Wir konnten es nicht fassen, daß Lorenz tot sein sollte. Und dann wäre auch die ganze Post mit vielen Photographien wieder einmal verloren. Es war ein recht trauriger Tag für uns. Mr. Taylor soll hauptsächlich gekommen sein, um Frau Bousquet kennenzulernen. Durch das Buch über die Reise des„Blue Delphin“ sei er auf diese Frau aufmerksam geworden. ums Leben. Fünf Fluggäste wurden schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Bergwerksunglück in der Tschechoslowakei Die Völkerbunds=Einberufung Im Zusammenhang mit dem italienisch=abessinischen Streitfall ist die Völkerbundsversammlung auf Mittwoch einberufen worden. Wie verlautet, soll ihr vorgeschlagen werden, einen sogenannten Koordinationsausschuß (Nebenausschuß) für die Sühnemaßnahmen einzusetzen. Dieser Ausschuß soll ein Programm für fortschreitende Sühnemaßnahmen aufstellen und seine Durchführung verfolgen. Jagd auf nicht vorhandenes Wild 2 6. August 1934. Wieder Besuch. Diesmal drei Deutsche, welche einige Wochen auf der Insel bleiben wollen. Sie haben die Absicht, das nach ihrer Meinung hier nach„Tausenden" zählende Wild abzuschießen, um die Felle zu verwerten. Sie hoffen auf diese Weise ein gutes Geschäft zu machen. Sie werden aber kein Glück haben, denn es sind meiner Schätzung nach höchstens 150 Stück Rindvieh vorhanden. Dr. Ritter leidet 11. Oktober 1934. Am 6. Oktober hatte Rolf plötzlich hohes Fieber, 41 Grad. Senff und Tremel haben Dr. Ritter hiervon benachrichtigt. Dr. Ritter kam sofort mit zu uns und untersuchte Rolf, doch Bestimmtes konnte er nicht feststellen. Grete und Harry haben schon seit acht Tagen starke Halsentzündungen gehabt. Rolfs Fieber hielt sich einige Tage fast auf gleicher Höhe, heute ist es gefallen, und er fühlt sich wieder wohler. Dr. Ritter selbst machte einen sehr leidenden Eindruck. Er sah sehr zusammengefallen und gealtert aus, sagte, er fühle sich sehr unglücklich und möchte am liebsten die Inseln verlassen. Er habe hier eine Enttäuschung über die andre. Von den drei Deutschen ist Heinlein Jockei von Beruf, Senff Mechaniker und Tremel ist in einem kaufmännischen Betrieb tätig gewesen. Bei Dr. Ritter waren die drei bereits gewesen. Dr. Ritter hatte gleich erklärt, daß sie bei ihm nicht wohnen könnten, und sie sollten nur zu uns gehen. In der alten Piratenhöhle wollen sie sich häuslich einrichten. An Lebensmitteln haben sie Zucker, Reis und Bohnen mitgebracht. Die Schritten Dr. Ritters Kalte Schulter für Mussolini Ein Versöhnungsversuch des Duce bleibt in London unbeachtet London, 6. Oktober. Wie offiziell mitgeteilt wird, überreichte der italienische Botschafter dem englischen Außenminister eine Botschaft Mussolinis. Darin fordert Mussolini England auf, mit Italien und mit Frankreich zusammenzugrheiten, um den Krieg auf Afrika zu beschränken... F- gierberget, weussolini erneuerte ferner sein Versprechen, alles zu sind sie vermeiden, was zu einer Ausweitung des Krieges ihren Lebenslauf. 10. September 1934. Sonntag#aren wir bei Dr. Ritter. Tags zuvor hatte ich ein Kalb geschossen. Wir nahmen einen bereits fertig gebratenen Schinken und die Weltenbummler einige Pfund Reis mit. Wir hofften, daß dies für unsre Beköstigung ausreichen würde. Dr. Ritter kannte die drei noch nicht und gierig, über deren Absichten auf dieser Insel Näheres zu erfahren. Nachdem Frau Körwin hörte, daß Tremel für amerikanische Zeitungen schreibe, war sie sehr begeistert von ihm. Nach dem Essen wollte das Gespräch interessant werden, als plötzlich noch ein weiterer Besucher hereinkam. Mister Taylor, der Besitzer der Jacht„Aldebaran“(dieses Schiff gehörte früher Meerwaller trinkbar? 15. Oktober 1934. Gestern war ich wieder bei Dr. Ritter und habe ihm, weil er Rolfs wegen zu uns gekommen ist, einen jungen Hahn, Otoi. Gurken und Bohnen gebracht. Rolf ist nun wieder in Ordnung. Auf der Streife nach Vieh bin ich auf sechs Aquakatenbäume gestoßen, die von früheren Siedlern stammen. An verschiedenen Stellen lag noch der Draht, mit dem die Siedlung eingezäunt war. Eine Wasserstelle konnte ich hier nicht finden, wohl aber eine kleine Quelle. Ob diese aber das ganze Jahr läuft, ist eine große Frage. Die drei Vagabunden sind immer noch hier. Ihre mitgebrachten Lebensmittel sind nun restlos aufgezehrt, und nun sind sie ganz auf uns angewiesen, da ihre Jagdergebnisse gleich Null sind. Außer einigen Enten und einem kleinen Schwein haben sie nichts geschossen. Heinlein und Senff sind nun ins Blockhaus an der Bai gezogen, um dort auf ein Schiff zu warten. Die Wasserfrage wird dadurch gelöst, daß sie Meerwasser in einem Tank zum Kochen bringen, den Dampf auffangen und abkühlen lassen. Auf diese Weise haben sie gutes Trinkwasser bekommen. Lebensmittel holen sie sich bei uns. Herr Tremel wohnt noch bei uns, weil er schmerzende Geschwüre an Armen und Beinen hat, so muß er vorläufig bleiben. der Jacht„Aldebaran“(dieses Schiff gehörte unter dem Namen„Meteor" dem Deutschen Kaiser), und sein Freund waren bereits in unsrer Wohnung gewesen. Da Harry ihnen erklärte, daß wir bei Dr. Ritter seien, kommen. Frau Körwin erzählte ihnen dnb Prag, 6. Oktober. Im Kohlenschacht Prokop zwischen Turn und Teplitz=Schönau ereignete sich in der Nacht zum Sonntag eine schwere Grubengas=Explosion. Zur Zeit der Explosion waren in der Grube 13 Bergleute. Sieben konnten sich retten, während die sechs anderen verschüttet wurden. Die sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten blieben erfolglos. Die beiden Besitzer des Schachtes wurden verhaftet. Bauchtyphus in einer sudetendeutschen Stadt dnb Neustadt(Oberschlesien),! Oktober. In der sudetendeutschen Stadt Olbersdorf ist eine Bauchtyphusepidemie ausgebrochen. Bisher sind 29 Personen erkrankt. Wie die Untersuchung ergab, ist die Epidemie in der Hauptsache auf die Verwendung des Wassers der Goldoppa in die der Spitalkanal mündet, zurückzuführen. Für das Gebiet der Stadt Olbersdorf wurden Märkte, Feste und Versammlungen sowie der Hausierhandel bis auf weiteres verboten. Die Seuche bedroht auch die Umgebung von Olbersdorf, darunter auch die Stadt Jägerndorf. Frauenmörder festgestellt Wien, I. Oktober. Der Mord an der Frau Farcasanu, derei Leiche auf der österreichischen Strecke der Linie Bukarest—Paris aufgefunden worden war, ist nunmehr aufgeklärt. Als Mörder wurde ein rumänischer Staatsangehöriger namens Trajan Teodorescu festgestellt, der wegen Eisenbahndiebstählen schon wiederholt mit den internationalen Kriminalbehörden in Konflikt geraten war. Er hat sein Opfer offenbar ganz plötzlich angepackt und mit großer Wucht durch das Zugfenster geschleudert. Der Tod der Frau muß durch den Sturz auf den Bahndamm eingetreten sein. Dem Mörder gelang es, französischen Boden zu erreichen. Von Lorenz und Nuggerud keine Spur 22. Oktober 1934. Nun sind die drei Vagabunden doch endlich fort. Der„San Cristobal“ war gestern nochmals in der Bai, um dort verschiedene Sachen aus dem Blockhaus zu holen. Professor Voegelli und Herr Blomberg von Santa Cruz waren bei uns zu Besuch. Von Nuggerud und Lorenz hat man nichts mehr gehört. Herr Blomberg erzählte über das Leben auf Santa Cruz. Dort herrscht auch ewiger Zank zwischen den Norwegern und Herrn Kübler. Jeder versucht, dem andern so viel zu schaden, wie er kann. Es ist geradezu beschämend, daß die Menschen sich nicht vertragen können. Herr Tremel ist mit abgefahren, weil er, wie Professor Voegelli sagt, in Guayaquil wieder Stellung bekommen hat. (Fortsetzung folgt) Die Deutsche Kolonie in London beging die Erntedankfeier durch eine große Kundgebung, wobei Staatssekretär Dr. Freisler in lebendigen Worten über die Aufbauarbeit des Dritten Reiches und über die gewaltigen Eindrücke des Parteitages der Freiheit in Nürnberg sprach. Botschafter von Bübbentzek. HF, Gen, Trritsg Gancen, kau eingetroffen. Er begad sich abenos nach Lancut, wo er als Jagdgast des Grafen Alfred Potocki bis Sonntag früh bleiben wird. In Stuttgart wurden zwei Händler wegen Ueber schreitung der vom Reichsnährstand festgesetzten Höchst preise für Schweine in Schutzhaft genommen. Die Fest genommenen haben neben den festgesetzten Höchstpreisel ein hohes Trinkgeld bezahlt. TURN. U DES„BO Welt GUr! Die drei W hol=Gautiga b nisse. Germ seines:=Sieg führer nennen begehrenswerter halten. Der knappen Sieg Schalke 04 Toren. Als ein her unschlagbat Gegentor. Germania SV. Höntr Preußen M C C „Vandage spi seggt de Lüe, Jahres die Kol geöffneter Ordr ren. Diesmal die Castroper S sonst.„Grund: ersten Male wie Mauern.„Ga hieß die Parol hatte schon ein der Fußballbör Ergebnisse noti die Papiere des Fußball=Gaulig # tig gelegen; der Sieg die beider Tabellenführung # klasse. Die Ue # schen 3 und 4 allerdings das geschlagen und erwartete. 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Popp minute zum S genebdarten. r Terrasse genommen Dr. Goeb1 Ruf der im herzlich atulieren!“ die Hände strahlende nicht den der bald en Mädels TURN- UND SPORTBEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ V MONTAG, 7. OKTOBER 1933 Rktober. dem Leiter reinbarung iches Miter Reichsitische Bem EinverDie Kosten die sachkeichsnähr. ie in den sind oder n,„Kraft selt an die (Reichsund Ortsungsorgane s(Reichsitskammer, eitskammer A F. stehen Verfügung. Rechtsberaden ReichsRegelung ift. Ueber erigen Beand ergeht ste. Oktober. r ereignete zeugunfall. e gehörige ührung seiauf einem nicht völlig das Dach der Nander Flugsselring der verletzt lowakei Oktober. Turn und zum Sonnir Zeit der te. Sieben erenvermenen Retden Betet. den Stadt Oktober. s dorf ist Bisher sind sung ergab, Verwenpa, in die ür das GeFeste und is auf weiUmgebung Jägerndorf. g die Ernteobei Staatsen über die r die gewaleit in Nürnitag in Kranach Lancut, NRotock! bis vegen Ueber etzten Höchten. Die Fest Höchstpreisel Weltfälische Fußball-Gauliga Germania Bochum behält die Tabellenführung Tus. Bochum im Lokalkampf:2 geschlagen— Höntrop liegt mit dem gleichen Relultat über Recklinghaufen—:0 für Schalke Die drei Meisterschaftsspiele der Westfälischen Fußhall=Gauliga brachten durchweg die erwarteten Ergebnisse. German ia Bochum darf sich auf Grund seines:=Sieges gegen den TuS. weiterhin Tabellenführer nennen und wird sich bemühen, recht lange den begehrenswerten Beinamen„Spitzenreiter“ zu behalten. Der SV. Höntrop meldet den gleichen knappen Sieg über Union Recklinghausen, Schalke 04 tat es in Münster nicht unter fünf Toren. Als einziger Verein ist der in diesem Jahre bisher unschlagbare Meister ohne Verlustpunkt und ohne Gegentor. Die Ergebnisse: Germania Bochum— TuS. Bochum:1 SV. Höntrop— Union Recklinghausen:1 Preußen Münster— Schalke 04:0 Die Spiele am 13. Oktober: In Stettin: Bundespokalspiel Niedersachsen— Westfalen Gauliga: Erle 08— Westfalia Herne Hüsten 09— Germania Bochum Union Recklinghausen— SpVgg. Herten Preußen Münster— Tus. Bochum Das ebenfalls für den 13. Oktober vorgesehene Spiel Höntrop— Schalke wurde wegen des in Hannover stattfindenden Bundespokalspieles abgesetzt. Man darf daher annehmen, daß Schalke 04 erneut in kompletter Besetzung die Belange des Westfalengaues vertritt.1 Die Tabelle: Far-Knapper Certhahen-Cieg Germania Bochum gegen Tus. Bochum:1(:0)— 7000 Zuchauer an der Caftroper Straße— Torschützen: Philipp, Poppenlicker, Safranck „Bandage spillt Schalke“, seggt de Lüe, wenn an einem Sonntagnachmittag des Jahres die Kolonnen der Bochumer Fußballanhänger in geöffneter Ordnung über die Castroper Straße marschie. ren. Diesmal spielte Schalke nicht. und dennoch war die Castroper Straße um die Fußballzeit bevölkerter als sonst. Grund: Seit der Spielzeit 1931/32 stieg zum ersten Male wieder ein Gauliga=Lokalkampf in Bochums Mauern.„Gauliga=Veteran gegen Gauliga=Neuling", hieß die Parole, Germania gegen TuS! Der Kampf hatte schon einige Zeit eine lebhafte Beunruhigung an der Fußballbörse verursacht. Auf Grund der letzten Ergebnisse notierte sie aber Germania=Aktien höher als die Papiere des neuen Teilhabers an der westfälischen Fußball=Gauliga. Die Germania=Wetter haben richtig gelegen; der Veteran holte sich mit einem knappen Sieg die beiden Punkte und hält damit weiterhin die Tabellenführung in der obersten westfälischen Spielklasse. Die Ueber=Optimisten, die Tordifferenzen zwischen 3 und 4 Treffer kolportierten, müssen dem TuS. allerdings das Zugeständnis machen, daß er sich besser geschlagen und aus der Affäre gezogen hat, als man erwartete. Die Mannschaft fand sich nach schwachem Beginn erst in der zweiten Halbzeit richtig zusammen. Die spielerische Ueberlegenheit, die Germania bis auf wenige Momente während der ganzen ersten Halbzeit aufzuweisen hatte, wurde nun nicht nur vorübergehend vom TuS. unterbrochen. Germania konnte seinen dem Spielverlauf der ersten Halbzeit gerecht werdenden:0= Vorsprung nicht ausdehnen, sondern mußte dem TuS. ein Gegentor überlassen, das die Niederlage für den Gauliga=Neuling recht ehrenvoll gestaltet. Es gab Spielphasen in der zweiten Halbzeit, in denen es eher nach einem Ausgleich für TuS., als nach einer Erhöhung des Germania=Sieges aussah. Auf Grund der größeren spielerischen Reife, die ihre Ursache in der Läuferreihe hat, muß der Sieg der Germanen als verdient bezeichnet werden. Daß bei etwas Glück der TuS. aus der Schlacht hätte einen Punkt ziehen können, ist allerdings ebensowenig abzuleugnen. Etwa 7000 Zuschauer sahen einen lebhaften Kampf, der in der zweiten Halbzeit seinen Höhepunkt erreichte und erfreulicherweise durchaus fair blieb. Germania spielte in bester Besetzung, während der TuS. durch die Erkrankung seines Rechtsaußen Ananias zu einer Umstellung gezwungen war. Man sagt ja im allgemeinen, daß ein Unglück selten allein komme, der Tus. hatte aber im Unglück das Glück, daß fünf Minuten vor zwölf der bereits im Spiel gegen SchwarzWeiß Essen ausprobierte Arbeitsdienstler Safranek freigegeben wurde, so daß für ihn in Zukunft die Mittelstürmerfrage gelöst ist. Pristulla, der bisher mehr schlecht als recht den Sturm führte, vertrat Ananias als Rechtsaußen. Bei strahlendem Herbstsonnenschein stellten sich die Gegner in folgender Aufstellung dem gut leitenden Schiedsrichter Döring: Germania: Lasarski; Fischer, Trawny; Lasar, Kölling, Andreas; Poppensieker, Kalinka, Philipp, Schneider, Picht. TuS.:(in völlig weißer Tracht spielend): Kuskowitz: Potthast, Hannemann; Rosendahl, Mense, Kestermann; Pristulla, Marsmeier, Safranek, Menski, Gockel. Germania hat Anstoß und hält das Spiel die ersten 45 Minuten in der Hand. Das gute Zusammenspiel der Germania=Läuferreihe, in der Kölling, Andreas und Lasar(ganz ohne„Rauhbeinigkeiten", aber warum böse wegen des gutgemeinten Rates?) hervorragend in Form sind, läßt den TuS.=Angriff nicht zur Entfaltung kommen. Zudem tat Mense kaum etwas für den Spielaufbau. Es sah mulmig aus für den TuS., als Germania in der fünften Minute durch Philipp mit:0 in Führung gehen konnte. Popbensieker hatte den Ball steil zu Kalinka durchgelegt, der weiter zu Philipp schob und diesen den Rest besorgen ließ. Im Tus.=Sturm sah man lediglich gute Aktionen von Menski, der einmal von Lasar nahezu samacae Hossen wurde. Gockel hatte seine typische Rögig##### Halbzeit und Pristulla kam auf Rechtsaußen noch schlechter zurecht als in der SturmFttz Hätte nicht der TusS. in Hannemann und Hotthast zwei schlagsichere und aufopfernd kämpfende e hesft sles ei e beie i ise minute zum Schuß gekommen. Kuskowitz hielt zwar den flach gese Ssprechlich geschossenen Ball, ließ ihn aber unter dem Unaussprechlichen hindurch ins Tor rollen. Kurz vor dem Abpfiff knallte Menski einen Ball gegen die Latte des in diesem Moment leeren Tores. In der Halbzeit schien der TuS.=Mannschaft ein Aufmunterungstränklein verabreicht worden zu sein. Sie kommt zusehends auf und drängt den Gegner zeitweise in die Defensive. In der zwölften Minute führt die erste TuS.=Ecke der zweiten Halbzeit zum Gegentreffer. Pristulla legte famos zur Mitte, wo Safranek bereitstand und mit Kopfstoß einsandte. Lasarski schlug in der Abwehr den Ball gegen die Latte, von dort aus sprang er ins Netz. Im Gegenstoß verschießt Poppensieker. Der zweiten Ecke für TuS., die Safranek gegen Trawny erzielte, folgte die dritte. Wieder hatte Pristulla gut hereingegeben, und wieder köpfte Safranek in Richtung Tor. Lasarski konnte aber diesmal den Ball ins Aus schlagen. Germanias Angriffe ergaben außer zwei Ecken nichts Zählbares. Kuskowitz hatte Gelegenheit, seinen Schnitzer aus der ersten Halbzeit wettzumachen, als er einen aus nächster Nähe von Schneider abgefeuerten Schuß im Fallen hielt. Die Ecken=Ausbeute hielt an, die allein seeligmachenden Tore jedoch blieben aus. TuS. bringt es auf 5. Germania auf 3 Ecken in der zweiten Spielhälfte. Kurz vor Schluß überlief Lasarski einmal in der Abwehr mit dem Ball die Strafraumbegrenzung. Den dafür verhängten Freistoß schoß Mense gegen die Germania=Abwehrmauer. Es bleibt beim:1! Hervorragenden Anteil an dem knappen Sieg hat Germanias Läuferreihe. Lasar, Kölling und Andreas waren schlechtweg ohne Fehler. Wenig unterschiedlich in ihren Leistungen die Schlußdreiecke. Daß Kuskowitz beim zweiten Tor das Malheur passierte, sollte man ihm nicht allzu sehr ankreiden. Ein wenig Glück gehört nun einmal zum Spiel, und das hatte er bei dieser Abwehr ebensowenig wie Lasarski, als er den Eckball von Safranek gegen die Latte schlug. Potthast lieferte ein gutes Spiel. Picht konnte sich selten gegen ihn durchsetzen. Hannemann hatte es dagegen gegen den stark verbesserten [Poppensieker schwerer. Trawny in der Germania=Verteidigung besser als Fischer. Mense hielt sich in der ersten Halbzeit zu stark zurück, in der zweiten trat er besser in Erscheinung. Der Germania=Sturm ist stärker geworden, das sei anerkannt. Kalinka und Schneider fehlt es allerdings noch an der ruhigen Ueberlegung im gegnerischen Strafraum. Eine gute Situation verdarb beispielsweise Kalinka dadurch, daß er den Ball in einem Falle dem herausstürzenden Kuskowitz in die Arme schoß, anstatt ihn über Kuskowitz hinweg ins Tor zu heben. Safranek dürfte für den TuS.=Sturm eine hochwillkommene Verstärkung bedeuten. Er bringt alles mit, was ein guter Mittelstürmer braucht: einen stämmigen Körperbau, gesunden Schuß und gutes Kopfspiel. Menski ließ nach gutem Auftakt etwas nach, Marsmei er wurde durch Pristullas schwaches Spiel in Mitleidenschaft gezogen, Göckel gab gegen Fischer glatt die erste Halbzeit ab, war aber in der zweiten umso besser bei der Sache. hbg. Sie Kählfeh, fällelf, neglei... Preußen Münfter—FC. Schalke 04:S(0: 2) Schalke 04 zeigte sich in der westfälischen Universitätsstadt als der große Kassenmagnet, der seinen Gastgebern stets volle Häuser bringt. In Münster war nicht nur das übliche Fußball=Stammpublikum zur Stelle, sondern ein ungeheurer Wagentroß bewies deutlich den Zustrom aus dem ganzen Münsterland. Im ganzen genommen, brachte das Spiel naturgemäß die überragende Leistung der deutschen Meisterelf, die mit deutlichem Torausdruck gewann, ohne allerdings nicht hier und da zu energischen Kämpfen genötigt zu werden. Besonders in der zweiten Spielhälfte schienen die Münsteraner nicht mehr so viel Respekt vor dem Können ihres großen Gegners zu haben. Der Angriff der Gastgeber arbeitete nur zu unentschlossen, sonst hätte leicht doch noch der eine oder andere Gegentreffer fallen können. In diesen kritischen Augenblicken stand auch das Verteidigungsdreieck der Knappen“ seinen Mann. Mellage, der frühere Münsteraner, war durchaus auf dem Posten, und auch das Verteidigerpaar Bornemann— Schweißfurth arbeitete zuverlässig. Ueber Läuferreihe und Angriff der Schalker sind wenig Worte zu verlieren. Bei Münster war ebenfalls das Schlußdreieck mit Gappa, Hülsmann und Neumann in hervorragender Form. In der ersten Halbzeit langte es für die Knappen zu zwei Erfolgen. Nach einer halben Stunde krönte Pörtgen ein schönes Zusammenspiel Szepan— Kuzorra mit einem wuchtigen Kernschuß. Etwa zehn Minuten später erhöhte der wieselflinke Urban aus einem Gedränge heraus auf:0. Die restlichen drei Treffer fielen in der letzten Viertelstunde der zweiten Spielhälfte. Kuzorra erzielte den dritten Treffer nach schönen Kombinationszügen seines Partners, und einen Fehler des rechten Läufers der Preußen=Elf nutzte Urban zum vierten Tor aus. Zwei Minuten vor Schluß war es dann Kallwitzki, der das Endergebnis herstellte. Fünf Spieler und ein Ball! „.-.“-Aufnahme. Interessanter Kampf im Strafraum des TuS. in der ersten Halbzeit. Otto Kuskowitz, der Torwart des TuS., faustet schließlich den Ball aus dem Gedränge. Sellwache Starierichlungen SV. Höntrop— Union Recklinghaufen:1(:0) Wenn man den Höntropern diesmal einen glatten Sieg über Recklinghausen zugetraut hatte, so sah man sich im Spiel schwer enttäuscht. Was nützt alle taktische und technische, zeitweilig sogar erdrückende Ueberlegenheit der Rothosen, wenn die im Feldspiel sehr gute Stürmerreihe im gegnerischen Strafraum versagt. Um den Sturm durchschlagskräftiger zu gestalten, hatten die Höntroper anstelle von Wegmann diesmal Chudziak auf Halblinks gestellt, der aber keineswegs den Erwartungen entsprach. Da auch Stein wieder das Höntroper Tor hütete, war die Mannschaft komplett zur Stelle, während Recklinghausen mit Ersatz für den Torwart, rechten Läufer und Halbrechten Kampf bestritt. Recklinghausens Ersatzhüter Jankowski war überaus fangsicher und bannte durch sein entschlossenes Handeln manche Gefahr. Die Verteidigung Makowiak— Schacki war Recklinghausens Stärke, gegen die Höntrops kleine Stürmer meistens vergeblich ankämpften. Höntrops Läuferreihe war der des Gegners weit überlegen, besonders Przetak und Ochs waren in guter Verfassung. Das Höntroper Schlußdreieck war ziemlich sicher, wenn auch Timpert durch einen Abwehrfehler den Recklinghäusern kurz vor Schluß zum Ehrentor verhalf. Es war nicht rkennen 1 Abschnitt Varteile zu verrennen, oaß Union im ersten Abschnitt Vorteil und auch die besten Torchancen hatte, dagegen schnürte Höntrop den Gast in der zweiten Hälfte fast völlig ein. Nur selten kamen die Recklinghäuser während dieser Zeit über ihre Hälfte hinaus. Von der Sonne geblendet, kamen die Höntroper sehr schlecht in Fahrt, und die erste Viertelstunde sah sehr böse für sie aus. Recklinghausens Außenstürmer verpaßten zwei Torgelegenheiten, frei vor dem Tore stehend; während kurz darauf Stein einen Moment nur noch durch Fußabwehr klären konnte. Bei Höntrop war es Chudziak, der durch seine Unentschlossenheit eine gute Torgelegenheit ausließ. In der 43. Minute aing Höntrop in Führung, als Claus Timpert ein Vorlage Eckerts aus der Luft annahm, und mit Bombenschuß das Leder an die Innenseite des Pfostens setzte.„Nach dem Seitenwechsel erhöhte Recklinghausen das Eckenverhältnis auf:3 zu seinen Gunsten. Dann aber kam Höntrop besser in Schwung, immer wieder füttert Claus Timpert seine Nebenleute mit brauchbaren Vorlagen, die aber daneben gingen. Bei einem Alleingang wurde Timpert dann zweimal hintereinander unfair gelegt.„Den kurz vor der Strafraumgrenze gegebenen Strafstoß setzte Claus durch die Recklinghäuser Deckungsmauer hindurch ins Netz. Was jetzt kam, glich bald einem Trainingsspiel der Höntroper, die das Eckenverhältnis auf 10:7 stellten. Tore aber verstand Höntrops Sturm trotz großer Ueberlegenheit nicht mehr zu erzielen. Bei einem Gelegenheitsvorstoß der Recklinghäuser war Timpert I bei der Abwehr sorglos. Der Gästelinksaußen Meinberger erwischte den Ball und erzielte mit scharfem Schuß das Ehrentor. Die bisherigen Leistungen der Höntroper, besonders die im letzten Spiel, halten kaum einen Vergleich mit denen des Vorjahres aus. Jedenfalls müssen sich die Rothosen vom Hellweg noch gewaltig strecken wenn die Tradition des„Tabellenzweiten“ in diesem Jahre nicht unterbrochen werden soll. V. Wales—Schottland:1 40 000 in Cardiff. Der zur Länder=Meisterschaft zählende Fußballkampf zwischen Wales und Schottland ging in Cardiff bei schönem Herbstwetter und in Anwesenheit von 40000 Zuschauern vor sich. Es war die erste Begegnung der neuen Saison, die mit:1(:1) unentschieden ausging. Die Schotten übernahmen durch den Linksaußen Duncan(Derby County) die Führung, die aber Wales noch vor der Pause durch den Rechtsaußen Philips(Wolverhampton Wanderers) wettmachte. Trotz großer Anstrengungen beider Parteien blieb der Siegestreffer aus. Ein Gaukampf Sachsen— Württemberg:1(:). Der Fußball=Freundschaftskampf der Gaumannschaften von Sachsen und Württemberg stand unter keinem günstigen Stern. Stundenlanger Regen, der auch während des Spieles anhielt, hatte zur Folge, daß keine besonderen Leistungen geboten wurden, daß sich auch nur 2000 Zuschauer eingefunden hatten. Wie schon gesagt, enttäuschten beide Mannschaften, vor allem Sachsen, das nur dank der Schußkunst seines Angriffsführers Schön zu einem glücklichen Erfolg kam, da die Gäste zumeist eine mehr oder weniger klare Ueberlegenheit zu verzeichnen hatten. Dabei mußte Württemberg die Stuttgarter Böckle und Koch ersetzen; die Halbstürmer Schädler und Gröner erfüllten aber nicht ganz die Erwartungen und so blieben den Württembergern leicht mögliche Erfolge versagt. Die Gäste waren in der 7. Minute in Führung gegangen, aber Schön schaffte durch zwei Treffer noch vor der Pause Ausgleich und Fübrung für Sachsen. Er war es auch, der nach dem Wechsel den Einheimischen durch einen dritten Erfolg den Endsieg sicherstellte. Niederrheinelf-Südwelt Für den Bundespokal=Vorrundenkampf gegen den Gau Südwest am 13. Oktober in Frankfurt a. M. hat der Gau Niederrhein folgende Mannschaft aufgestellt: Buchloh(VfB. Speldorf); Mehl(Fortuna Düsseldorf). Busch(Duisburg 99); Zielinski(Union Hamborn), Münzenberg(Alemannia Aachen), Bender(Fortuna Düsseldorf); Winkler, Stermsek(beide Schwarz=Weiß Essen), Hohmann, Rasselnberg(beide VfL. Benrath), Kobierski(Fortuna Düsseldorf). Europameister Leo Effer startet am 27. Oktober in Bochum. Das Programm des am 27. Oktober in der Bochumer Badeanstalt vom Schwimmverein Blau=Weiß=Sparta und dem Bochumer Anzeiger zur Durchführung gelangenden Amerikaner=Schwimmfestes hat durch die feste Zusage von Leo Esser, dem Deutschen Europameister im Kunstspringen, eine wertvolle Bereicherung erfahren. Keine Gaufelte im Olympia-Jahr Das Jahr der olympischen Spiele und die Beteiligung der Deutschen Turnerschaft an den Weltspielen erfordert so große Vorbereitungen, daß an eine Austragung der restlichen sieben Gaufeste des Reichsbundes für Leibesübungen nicht zu denken ist. Erst 1987 wird die Reihe der in diesem Jahre erstmalig ausgetragenen Gaufeste fortgeführt werden können. Seite 8 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, T. Oktober 1933 Die Rochluntg A* 0 Allmählich scheidet sich in der Bochumer Gruppe der Bezirksliga die Spreu vom Weizen. In den drei Spielen, die auf dem Terminkalender standen, erlitten die drei Neulinge im Kampf gegen die alten Mannschaften der Gruppe glatte Niederlagen. Nach dem vorDrei Punktekämpfe in der Bochumer Bezirksliga Ohne Punkte Fußball im Reich Brandenburg: Hertha=BSC.— VfB. Pankow:0, Tennis=Borussia— Berliner SV. 92:3. SV. Nowawes 03— Minerva 93:3. SC. Wacker 04— Blau= Weiß:1. Viktoria 89— Spandauer SV.:0. Schlesien: FV Breslau 06— Spogg. Breslau 02 :1. Vorwärts Breslau— Ratibor 03:2. sonntäglichen knappen Sieg der Hattinger bei Abbruch des Spieles Hattingen 04— SC. Dahlhausen glaubte man allgemein an eine Ueberraschung durch die Platzleute. Die Dahlhauser haben es ihnen diesmal aber tüchtig heimgezahlt. Einen ergebnismäßig klaren, aber durchaus nicht so leicht erfochtenen Sieg landete MBV. Linden in Wattenscheid gegen die Sportgemeinschaft, während der FC. Schwelm durch seinen ersten Sieg in der neuen Spielzeit die Schwächen des Neulings Altenvoerde aufzudecken wußte. Zwei Gesellschaftsspiele vervollständigten das Programm. STV Werne unterlag den Dortmunder Alemannen knapp und Preußen 07 Bochum erzielte in Menden nur ein Unentschieden. Gesellschaftsspiele: Alemannia Dortmund— STV. Werne:2 Menden 09— Preußen 07 Bochum:1 Die Spiele am 13. Oktober: Witten 92— STV. Werne XC. Schwelm— Westfalia Bochum SC. Dahlhausen— Sportring Gevelsberg Preußen 07 Bochum— Hattingen 04 Tura Altenvoerde— Witten 07 Der Tabellenstand: Die Ergebnisse: Wattenscheid 09/30— MBV. Linden:3 Hattingen 04— SC. Dahlhausen:6 FC. Schwelm— Tura Altenvoerde:0 Menden 09— Preußen 07 Bochum:1(:). Eine herzliche Aufnahme fanden die Bochumer Preußen beim sauerländischen Bezirksligisten. Vor gutem Besuch trennten sich die beiden Gegner unentschieden, das schon bei der Pause feststand. Die Platzleute stellten eine gut eingespielte Elf, die ihre größte Stärke im Schlußdreieck hatte. Nach etwa 15 Minuten Spielzeit bekamen die Preußen einen Handelfer zugesprochen, den Glatz dem Torwart in die Arme schoß. Ueberraschend kamen die Platzleute durch ihren Rechtsaußen zu ihrem ersten und einzigen Tor, das Glatz aber in der 36. Minute ausgleichen konnte. Nach dem Wechsel waren die Preußen größtenteils tonangebend, scheiterten aber an der glänzend aufgelegten Mendener Deckung und an der eigenen Unentschlossenheit. Sachsen: Fortuna Leipzig— BC. Hartha:0. Wakker Leipzig— SC. Planitz:0. Mitte: Spielvgg. Erfurt— Sportfreunde Halle:0. Viktoria 96 Magdeburg— SC. Erfurt:1. Dessau 05 — 1. FC. Lauscha:0. Wacker Halle— Cricket=Viktoria Magdeburg:2. SV. 08 Steinach— 1. SV. Jena:2. Nordmark: Viktoria Hamburg— Altona 93:1. SV.:., Sperher Ha.“ Union Altona— Hamburger SV.:3. Sperver Ham— LBV. Phönix Lübeck:0. Holstein Kiel— MSV. Hansa Hamburg:3. Polizei Lübeck— Eimsbüttel:6. Di Aalbzei-Brachfe derr sieh Sportgemeinschaft Wattenscheid 09/30—MBV. Linden:3(:1) Die Ergebnilfe der Nachbargruppen Gruppe Dortmund: Borussia Dortmund— Spfr. Dortmund:0. Arminia Marten— SC. Hörde:0. VfL. Wetter— BV. Brambauer:4. TuBV. Mengede — DSC. Hagen:3. Alemannia Dortmund— STV. Werne(Ges.):2. Gruppe Gelsenkirchen: Union Gelsenkirchen— VfB. Bottrop:1. SC. Hassel— SpVg. Röhlinghausen:1. BV. Gelsenkirchen 12— Gelsenkirchen 07:0. Castrop 02— Horst=Emscher:0. Westfalia Buer— SV. Rotthausen:0. Gruppe Minden: Bielefeld 06/07— VfB. Bielefeld :2. SpVg. Hamm— VfL. Salzuflen:1. SpVg. Beckum— Borussia Lippstadt:3. Niedersachsen: Arminia Hannover— RSV. 06 Hildesheim:1. Eintracht Braunschweig— SV. 96 Hannover:3. Borussia Harburg— SV. 1911 Algermissen:1. Werder Bremen— VfB. Komet Bremen:2. Nordhessen: Germania Fulda— Hanau 93:1, Hessen Hersfeld— VfB. Friedberg:0. Südwest: Phönix Ludwigshafen— Wormatie Worms:3. Opel Rüsselsheim— Eintracht Frankfur :3. FSV. Frankfurt— Kickers Offenbach:0. 3V. Saarbrücken— Union Niederrad:0. FK. Pirmasen Borussia Neunkirchen:3. Baden: VfL. Neckarau— SV. Waldhof:3. VfR Mannheim— Borussia Fulda(Ges.):1. Württemberg: 1. SSV. Ulm— Sportfreunde Stuttgart:3. Stuttgarter SC.— 1. FC. Pforzheim:1. Bayern München—Spielvgg. Fürth:2 FC. München— Wacker München:4. 1. FC. Nürnberg— 1860 München:0. ASV. Nürnberg— BC. Augsburg:5. 1. FC. Bayreuth— Schweinfurt 05 :2. Das Erscheinen der Ruhrhusaren beim Bezirksneuling hatte etwa gut 1000 Zuschauer angelockt, die von den Leistungen der Wattenscheider enttäuscht wurden, aber auch von Linden nicht viel besseres sahen. Das Versagen der Platzherren ist auf den Ausfall des Mittelläufers zurückzuführen. Dadurch wurde die Hintermannschaft arg überlastet. Linden stellte gegenüber den Wattenscheidern die körperlich stabilere Mannschaft. Mit Ersatzleuten traten die Ruhrhusaren für die beiden Außenstürmer und den linken Verteidiger an. Mit Wattenscheids Mittelläufer waren die Lindener Ersatzleute die schlechtesten Spieler auf dem Platz. Die Hauptstützen hatten die Gäste im Innentrio mit Mertes, Mann und Antek, dem rechten Verteidiger Bärwald und Schäfer im Tor. Bei den Wattenscheidern fehlte der restlose Einsatz. Das Spiel beginnen die Wattenscheider mit dem Wind als Bundesgenossen. Sie kommen aber nur bis zum Lindener Strafraum. Dann trägt Antek das Leder in die andere Hälfte. Seine Vorlage schießt Mann scharf auf das Wattenscheider Tor. Der Hüter wehrt leichtsinnig mit dem Fuße ab, Antek stoppt ab und erzielt in den ersten Spielminuten den Führungstreffer. Wattenscheid findet sich zusehends besser zusammen, arbeitet schöne Ausgleichsgelegenheiten heraus, aber Bärwald und Schäfer sind nicht zu schlagen. Etwa fünf Minuten vor der Pause erfolgt ein Durchspiel des Wattenscheider Halbrechten Dohm mit dem ehemaligen Höntroper Strcezlewski, der die Verteidigung umspielt und dann unhaltbar zum Ausgleich einsendet. Die zweite Halbzeit spielt Linden mit Wind. Man glaubte schon an einen hohen Sieg der Gäste, jedoch sah man von dem Wattenscheider Schlußdreieck ein aufopferndes Spiel, so daß vorerst die Erfolge ausblieben. Immer deutlicher zeigte sich der Ausfall des Wattenscheider Mittelläufers Rest. Mehrere Ecken werden von den Wattenscheidern erzielt, die aber Schäfer stets ins Mittelfeld faustet. Ungefähr zehn Minuten vor Schluß wechseln die beiden Lindener Außenstürmer ihre Posten, und als die Gäste zu einem schnellen Endspurt ansetzen, fehlt den Wattenscheidern der letzte Einsatz. Eine Vorlage von Mann trägt Wolff als Linksaußen in den Wattenscheider Strafraum, täuscht die Verteidigung und schießt zum zweiten Erfolg ein. Noch nicht ganz vom Schreck erholt, kommt Linden durch das kurze Paßspiel des Innentrios wieder vor Wattenscheids Tor. Diesmal ist Man der Torschütze, damit seiner Mannschaft den Sieg sichernd. Eine laftige Revanche SV. Hattingen— SC. Dahlhausen:6(:). Die 1500 Zuschauer, die bei bestem Herbstwetter zu der Neuauflage des am Vorsonntag abgebrochenen Meisterschaftsspieles am Hattinger Wasserwerk erschienen waren, kamen aus der Verwunderung über die großartige Leistungssteigerung der Dahlhauser nicht heraus. Konnte der Hattinger SV. dem benachbarten Rivalen in der voraufgegangenen Begegnung großen Widerstand leisten, so war er gestern überhaupt nicht maßgeblich an dem Geschehen beteiligt. Die Dahlhauser spielten ein ganz vorzügliches Spiel, waren im Eifer nicht zu überreften und im Tachnischen; eine anze Klasse hasse treffen und im Technischen um eine ganze Klasse besser als der Neuling. Als Folge des ungleichen Kräftevergleiches notierte man am Schluß einen:=Sieg der Dahlhauser, der selbst in dieser Höhe verdient ist. Für Umstellung des Sturmes war eine glänzende Lösung. Walodtka hatte die Sturmführung übernommen, und Scholz stand auf halblinks. An dem Dahlhauser Stürmerspiel war gestern nicht das geringste auszusetzen. Auch die übrigen Mannschaftsteile der Gäste schlugen sich hervorragend, und es ist nicht übertrieben, wenn man feststellt, daß der SC. Dahlhausen in dieser Form erste Chancen hat. Die Hattinger mußten den Gästen gleich vom Anstoß weg das Kommando überlassen. Dahlhausens Vorteile waren sofort recht deutlich, und man zweifelte nicht, daß die Platzleute diesmal nicht die große Vorsonntagsrolle spielen würden. Nach 17 Minuten schoß Walodtka den Führungstreffer, aber die Freude des stark vertretenen Dahlhauser Anhanges war kaum verstummt, da schoß der Hattinger Eisenhardt den Ausgleich. Bis zur Pause holten die Dahlhauser bei überlegenem Spiel den Vorsprung wieder heraus. Schon in der ersten Minute des zweiten Abschnittes erhöhte Rechtsaußen Gräwe auf:1. Das vorzügliche Spiel der Gäste stellte weitere Erfolge in Aussicht, und tatsächlich gelang es ihnen, noch drei weitere Tore durch Gräwe und Donczyk zu erzielen. garif. r. Die Länderkämpfe des Sonntags Das zum Wettbewerb um den Europa=Pokal zählende Länderspiel zwischen Oesterreich und Ungarn wurde am Sonntag vor 40 000 Zuschauern im Wiener Stadion ausgetragen und endete nach torreichem Kampfverlauf mit:4 unentschieden. Bis zur Pause führten die Ungarn schon mit:2. Auf beiden Seiten, besonders aber bei den Oesterreichern, die ihren famosen Verteidiger Sesta durch Pawlicek von Admira nicht vollwertig hatten ersetzen können, machten die hinteren Reilen eine unsicheren Eindruck. Der ungarische Halblinke Toldi brachte die Ungarn in Führung, doch sofort nach dem Wiederanstoß sorgte Oesterreich für den Ausgleich. Nach weiteren zwei Minuten lagen die Seberraldlungen-Ha Wemaleh-Kanaban MSV. Münfter und Preußen Paderborn geschlagen In der Westfälischen Handball=Gauliga brachte der Sonntag zwei kräftige Ueberraschungen. Zwei der in der vergangenen Spielzeit führenden Mannschaften mußten Niederlagen einstecken, so daß die Tabelle schon jetzt ein wesentlich anderes Bild aufweist. In Bielefeld verlor der MSV. Münster völlig unerwartet gegen den Neuling Grünweiß mit:6. Das zweite unerwartete Ergebnis gab es im Treffen Preußen Paderborn gegen Schalke 04, das die Knappen durch einen ganz famosen Endspurt mit 14:12 gewannen. Die Dortmunder Eintrachtler holten zwar gegen den VfL. Hagen im Endergebnis einen überlegenen 12:5= Sieg heraus, der aber nicht dem Spielverlauf gerecht wird. Die Ergebnisse: Eintracht Dortmund— VfL. Hagen 12:5(:3) Preußen Paderborn— Schalke 04 12:14(:1) Grünweiß Bielefeld— MSV. Münster:5(:3) Die Tabelle: Herner sicher ab. Der Turnerbund Eickel vermochte den bisher ungeschlagenen Tv. Friesen Bochum in letzter Minute beide Punkte zu entreißen. Westfalia Bochum fertigte den MBV. Linden überzeugend ab. Der Neuling Jahn Holsterhausen holte sich beim Nachbarverein, dem Tkl. Wanne, beide Punkte. In der Kreisklasse Bochum gab es nur ein Spiel, TuS. vermochte erneut ein Unentschieden gegen den Polizei=SV. Bochum zu erzwingen. Bezirksklasse. SpVg. Röhlinghausen— Westfalia Herne:2 TB. Eickel— Tv. Friesen Bochum:4 Tlkl. Wanne— Jahn Holsterhausen:12 BV. Westfalia— MBB. Linden 10:4 Die Tabelle: D SC. Hagen Schalke 04 Eintracht Dortmund Arminia Bielefeld Grünweiß Bielefeld Preußen Paderborn Hindenburg Minden MSV. Münster MSV. Dortmund VfL. Hagen 3 3 3 2 3 3 3 3 2 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 2 2 23:14 41:31 26:14 14:14 18:25 18:30 :0 :0 :0 •2 :4 :4 2 0 0 0 :6 16:24 10:23 •2 :4 :4 den verletzten Mittelstürmer Gevelmann hatten die Dahlhauser Scholz aufgestellt. Die dadurch erfolgte Handball im Kreis Bochum In den gestrigen Punktespielen gelang es Röhlinghausen, seine Führung zu behaupten. Es fertigte die BV. Westfalia Bochum— MBV. Linden 10:4(:). Die Mannschaft der Platzleute findet sich immer besser. Die neuen Leute passen sich dem Mannschaftsgefüge gut an. Insbesondere der Sturm, der über gute Torschützen verfügt, versteht sich durchzusetzen. Die Gäste bestritten das Spiel mit nur zehn Mann. Besonders in der ersten Halbzeit sah man ein fleißiges Angriffsspiel, so daß bald eine klare:=Führung erzielt wurde. Dann erzwang Linden den ersten Gegentreffer. Nach der Pause spielte Westfalia verhalten, so daß das Spiel ausgeglichener wurde. Die Platzmannschaft sicherte sich aber den klaren Torvorsprung. Polizei=SB. 1. Kreisklasse Bochum Bochum— TuS. Bochum:7 Ungarn, diesmal durch den Halbrechten Vincze, erneut in Front, doch schon wenig später glich abermals der österreichische Angriffsführer Bican aus. Die Gäste erkämpften sich aber noch bis zur Pause durch zwei weitere von dem Mittelstürmer Scarosi und [Vincze erzielten Treffern eine aussichtsreiche Führung. Nach dem Wechsel wurde der verletzte österreichische Tormann Platzer durch Raftl von Rapid ersetzt. Es gelang den Gastgebern, die drohende Niederlage durch zwei Gegentreffer, die Bican in der 14. und der Mittelläufer Hoffmann in der 21. Minute erzielte, noch in ein Unentschieden abzuändern. Polen schlug Oesterreichs B:0 Zu dem fälligen Länderkampf gegen Polen hatte Oesterreich eine=Mannschaft nach Warschau entsandt, die mit:0 geschlagen, die Heimreise antreten mußte. Dänemark— Finnland:1 Die Nationalmannschaften von Dänemark und Finnland trafen sich am Sonntag in Kopenhagen vor 25 000 Zuschauern. Während die Dänen eines ihrer besten Spiele lieferten, enttäuschten die Finnen, die besonders die notwendige Schnelligkeit vermissen ließen. Der hohe Sieg der Dänen mit:1(:1) entsprach daher durchaus dem Kampfverlauf. Und die Nachbargaue? Gau Niederrhein Fortuna Düsseldorf— Turn Düsseldorf:2(:1) Borussia.=Gladbach— VfL. Benrath:1(:1) Hamborn 07— Rot=Weiß Oberhausen:0(:0) Preußen Krefeld— Union Hamborn:0(:0) Duisburger FV. 08—Schwarz=Weiß Essen:3(:3) Die Tabelle: Das diesjä zum, Albschluß sport=Rennzeit Erlebnis. Wa siebenjährige Bergrennen 25 nicht weniger a nis von dem f motorsportliche Augenblick war rerrede durch d Horst=Wessel=Lie das Heulen de 12 Kilometer I sten hatten. Die beste 3 dem Auto=Unic lingsbereifung Leistung war ü nähernd von ei reicht werden, berg=Bestzeit, d nicht so schwier Nach Stuck maund seiner Ne einem Sieg in Halbliter=Klasse und damit diez Dank der Rennen der 180 gewickelt. Star Uebertragung v Einen besondere als letzter Mei neuen Titelträg wagenklasse brat Meisterschaften der Nürnberger noch Titelträger In der Kla Arthur Geiß sei einem eindrucksv und sieggewohnt nahm er den Ki gefährten E. Klu geholt hatte. Steinbachs auch ein zweifack allerdings in de Meisterschaft zu # mann und Petri ## der Halbliter=Kle Hier fehlte zwar □ Bauhofer, aber feld, dem Mün Schweden Ström mann mußte St # dann in der sch Schwede Ström als Fleischmann Fleischmann sch Zweiter geworde In der leicht # berger NSU.=Fo ## doch noch Meister (Miesbach) auf Braun(Karlsrul Geispeneniee Teiwagenklasse, Mit 94.28 Stu Kölner SC. 99— TuS. Neuendorf:1(:0) Tura Bonn— Eintracht Trier:0(:0) Westmark Trier— Bonner FV.:1(:0) Meit 94 9 liche Leistung Platz. Lebiglich w a g e n= u n d R e n rer war Berg(A der 93.55 Stun BMW., Adler=2 # wagen in den ## war, daß unser #ich schneller ge Sieger der Klaf Sieger der=Li terschied. .. Außer der die allen Zuscho Lobby Kohl MG. die Massen Eisenacher auf meter heraushol Fahrer und den Nuschonverschebungen-in der-Kreisklasse Der Tabellenstand In der ersten Kreisklasse gab es einen überraschungsreichen Sonntag. Es wäre verkehrt, mit der Wahrheit um den Berg zu halten. Die Bochumer Mannschaften sind nicht so schlagstark wie im vorigen Jahr. In beiden Gruppen haben sie die Tabellenführung an die Konkurrenz aus den Nachbarstädten abtreten müssen. In der Gruppe A hat V fB. Börnig sich an die Spitze der Rangordnung gesetzt. Möglich war das einmal durch den eigenen Sieg über Holsterhausen, zum anderen durch die Niederlage des SV. Sodingen im Kampf gegen Germania Herne. Phönix Bochum litt im Spiel gegen die stark verbesserten Preußen aus Wanne unter einer unglaublichen Schußunsicherheit seiner sonst so gefährlichen Stürmer und büßte auf eigenem Platz einen wertvollen Punkt ein. Die größte Ueberraschung aber brachte P fB. Gerthe zuwege. Herne=Süd wurde von den Gerthern auf eigenem Platz geschlagen, wodurch die Bochumer Vorstädter den letzten Tabellenplatz mit Wanne 11 vertauschen konnten, das mit dem knappsten aller Ergebnisse gegen Rasensport Herne unterlag. Teutonia Riemke machte auf eigenem Platz gegen Constantin Herne nur unentschieden und befindet sich wieder im Mittelfeld der Tabelle BfB. Börnig Die Ergebnisse Phönix Bochum— Preußen Wanne:1 Teutonia Riemke- Constantin Herne:1 Herne=Süd—. BfB. Gerthe:3 Germania Herne— SV. Sodingen:1 Wanne 11— Rasensport Herne:1 BfB. Börnig— SV. Holsterhausen:0 Germania Herne SV. Sodingen Phönix Bochum Rasensport Herne Constantin Herne Teutonia Riemke Herne=Süd Sv. Holsterhausen Preußen Wanne BfB. Gerthe Wanne 11 „In der Gruppe B gab es gleich einen ganzen Sack voll von Ueberraschungen. Der bisherige Tabellenführer Stiepel 04 wurde durch das Unentschieden gegen T G. Bochum=Ehrenfeld entthront und ist auf den dritten Platz gerutscht. Der Tabellenzweite Langendreer 07 hätte beinahe seine erste Niederlage bezogen. Buchstäblich im allerletzten Augenblick gelang es ihm gegen Tu S. 26 Altenbochum, wenigstens einen Punkt zu retten. Einen bösen Reinfall erlebte der SC. Altenbochum beim Tabellenletzten Wattenscheid 19. Klar geschlagen lagen die Altenbochumer bis zur Pause mit drei Toren im Rückstand. Es gelang zwar, zwei Tore aufzuholen, aber die Punkte waren futsch. Westfalia Weitmar eroberte sich durch einen 2·0=Sieg über die Bochumer Polizisten den zweiten Tabellenplatz. Union Günnigfeld kam gegen Langendreer 04 über ein mageres Unentschieden nicht hinaus, während SuT. Harpen von Rheinelbe Leithe auf eigenem Platz klar geschlagen wurde. Die Ergebnisse: TG. Bochum=Ehrenfeld— Stiepel 04:2 TuS. 26 Altenbochum— Langendreer 07:2 Westfalia Weitmar— Polizei Bochum:0 SV. Wattenscheid— SC. Altenbochum:2 Langendreer 04— Union Günnigfeld:1 SuT. Harpen— Rheinelbe Leithe:5 In der Gruppe A der zweiten Kreisklasse konnten sich die beiden Bochumer Vertreter erfolgreich behaupten. SpSp. Gerthe festigte seine Position durch einen Bombensieg über Wattenscheid=Ost. Auch BC. Hordel blieb siegreich und erreichte gegen Viktoria Herne ein :=Ergebnis. Die Ergebnisse der Gruppe A: Fortuna Herne— Hansa Herne:1 Reichsbahn Wanne— Rasensport Wanne:5 Fortung Wanne— Schwarz=Weiß Herne:1 BC. Hordel— Viktoria Herne:1 Wattenscheid=Ost— SpSp. Gerthe:6 In der Bochumer Gruppe war das Programm an sich schon mager. Von den drei Spielen fiel eins deswegen aus, weil die Mannschaft des Bochumer Vereins zum Kampf gegen Preußen 11 Bochum nicht antrat. Einen großen Erfolg verbuchte Corcordia Bochum durch seinen Sieg über den noch ungeschlagenen Tabellenführer Rasensport Bochum. Damit setzt sich Corcordia als einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt an die Spitze. Langendreerholz schlug Carolinenglück und verbesserte damit die Tabellenposition ebenfalls. Die Ergebnisse der Gruppe B: Concordia Bochum— Rasensport Bochum:0 Preußen 11 Bochum— Bochumer Verein(ausgef.) Carolinenglück— Langendreerholz:3 3. Kreisklasse: In der Gruppe A siegte im Lokalkampf der beiden Bochumer Mannschaften BV. Gerthe=Hiltrop gegen Constantin Bochum der Platzverein unerwartet hoch über die Gäste. Die Ergebnisse der Gruppe A: BC. Gerthe=Hiltrop— Constantin Bochum:1 Wanne 89/92— VfL. Herne:2 Herne 16— TuS. Hannibal:4 In der Gruppe B sind die Ergebnisse bis auf den Ausgang DSC. 31— Postsportverein Bochum recht dünn ausgefallen. Ueberraschend kommt hier der knappe Sieg von Teutonia Stiepel über den Tabellenletzten, Edelstahl Bochum. Kortum Bochum scheint absolut einen Rekord in unentschiedenen Spielen aufstellen zu wollen. Diesmal mußte der Tabellenführer Laer 87 einen Punkt abgeben. Unentschieden ging auch der Kampf der beiden„Hochgebirgler“ aus. Germania Kaltehardt und Germania Querenburg trennten sich ebenfalls mit einem:1. Die Ergebnisse der Gruppe B: Laer 87— Kortum Bochum:1 Teutonia Stiepel— Edelstahl Bochum:1 DSC. 31 Bochum— Postsportverein Bochum:1 Germanis Kaltehardt— Germania Querenburg 11 Seite 9 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, 7. Oktober 1935 h Pankow:0. SV. Nowa04— Blau= V.:0. Breslau 02 2 a:0. Wak. de Halle:0. Dessau 05 sicket=Viktoria V. Jena:2. na 93,2:1. perber Hamtein Kiel— eck— EimsSV. 06 Hil* V. 96 Han1911 AlgerBremen:2. nau 93:1. Wormatie ht Frankfur ch:9. FP. . Pirmasen :3. BfR eunde Stuttzheim:1. Fürtb:2 FC. Nürnberg— BC. weinfurt 05 30000 Bellreidbergreinen Kianiseldenfamriccnorasen Steinbach Schnelllter der Motorräder, zweifacher Sieger und Meilter Ergebnisse: Feldbergre so großartigen deutschen Motorrgrennen im Taunus wurde incze, erich abermals aus. Die Pause durch arosi und sreiche Führletzte österI von Rapid sohende Nieean in der der 21. Miuändern. Polen hatte au entsandt, en mußte. k und Finnvor 25 000 hrer besten ie besonders eßen. Der sprach daher 2 :2(:1) :1(:1) :0(:0) 10(:0) Das diesjährige zum Abschluß der so großartigen deut sport=Rennzeit noch zu einem gewaltigen sportlichen Erlebnis. Waren im vergangenen Jahre zu dem nach siebenjährige Pause erstmals wieder aufgenommenen Bergrennen 25000 Menschen erschienen, so legten heute nicht weniger als 50 000 Deutsche ein begeistertes Zeugnis von dem fortschreitenden Interesse des Volkes für motorsportliche Veranstaltungen ab. Ein unvergeßlicher Augenblick war, als nach der Uebertragung der Führerrede durch die Taunuswälder das Deutschland= und Horst=Wessel=Lied schallten, ehe wieder aus der Tiefe das Heulen der Motoren zu hören war, die auf der 12 Kilometer langen Strecke eine schwere Arbeit zu lei# sten hatten. Die beste Zeit des Tages fuhr Hans Stuck auf dem Auto=Union=Bergspezial=Rennwagen mit Zwillingsbereifung mit 112,91 Stundenkilometer. Diese Leistung war überragend, denn sie konnte nicht nur annähernd von einem anderen Fahrer oder Fahrzeug erreicht werden, sie übertraf auch die vorjährige Feldberg=Bestzeit, die auf einer 4 Kilometer kürzeren und nicht so schwierigen Strecke herausgeholt worden war. Nach Stuck machte der junge Steinbach seinem Namen und seiner NSU.=Maschine alle Ehre, als er nach einem Sieg in der 350=Kubikzentimeter=Klasse in der Halbliter=Klasse 104,85 Stundenkilometer herausfuhr und damit die zweitbeste Leistung des Tages schuf. Dank der guten Organisation wurde das große Rennen der 180 Bewerber schnell und reibungslos abgewickelt. Start auf Start erfolgte, und nur bei der = Uebertragung vom Bückeberg ruhte der Sportbetrieb. Einen besonderen Reiz hatte das Rennen, da es uns als letzter Meisterschaftslauf der Motorradfahrer die neuen Titelträger auf Solomaschinen und in der Beiwagenklasse brachte. Hier schnitt Steinbach mit zwei Meisterschaften am besten ab, während Arthur Geiß, der Nürnberger Schumann und der Karlsruher Braun noch Titelträger wurden. In der Klasse bis 250 Kubikzentimeter bestätigte Arthur Geiß seinen ihm schon sicheren Meistertitel mit einem eindrucksvollen Sieg auf der kleinen, aber schnellen und sieggewohnten DKW. Mit 100,6 Stundenkilometer nahm er den Kurs und siegte knapp vor seinem Stallgefährten E. Kluge, der 99,47 Stundenkilometer herausgeholt hatte. Steinbachs Wagnis mit einem Doppelstart wurde auch ein zweifacher Erfolg. Der NSU.=Fahrer hatte es allerdings in der 350er Klasse leicht, sich Sieg und Meisterschaft zu sichern, da seine besten Gegner, Mellmann und Petruschke, nicht am Start erschienen. In der Halbliter=Klasse hatte er dann schärfere Konkurrenz. Hier fehlte zwar nach seinem Sturz der DKW.=Fahrer * Bauhofer, aber mit dem bis dahin führenden Mansfeld, dem Münsinger Kurvenspezialisten Roth dem Schweden Strömberg und dem Markengefährten Fleisch# mann mußte Steinbach stark rechnen. Er schaffte es dann in der schon erwähnt guten Zeit, während der Schwede Strömbera seine Husquarna etwas schneller als Fleischmann(NSU.) ins Ziel brachte, nachdem Fleischmann schon in der 350-Kubikzentimeter=Klasse Zweiter geworden war. In der leichten Beiwagenklasse genügte dem Nürnberger NSU.=Fahrer Schumann der dritte Platz, um gech, Meister zu werden. Sieger wurde Toni Babl Witenug auf Douglas mit 93.73 Stundenkilometer. schiedeng garlsruhe); der sich auf Horer schon durch verBeiwagenflasse aupfohlen hatte, konnte in der schweren sich den Titel durch einen Sieg sichern. Stundenkilometer schuf er eine sehr beachtHihe Leistung und verwies Schumann auf den zweiten Lediglich national waren die Rennen der Sportwagen= und Rennwagen besetzt. Bester Sportwagenfahzer 33r, Berg(Altena) auf einem Mercedes=Benz SSK., Stundenkilometer herausfuhr. NSU. Foat, BMW., Adler=Trumpf waren noch weiter als Siegerwagen in den einzelnen Klassen zu sehen. Erfreulich war, daß unsere kleineren und mittleren Sportwagen noch schneller geworden sind. So lagen zwischen dem Sieger der Klasse bis 1100 Kubikzentimeter und dem Hissira der=Liter=Klasse nur 6 Stundenkilometer UnSolo=Motorräder, Klasse bis 250 Kubikzentimeter: 1. Arthur Geiß=Chemnitz(DKW.):09.2= 100,6 Stundenkilometer; 2. Ewald Kluge=Zschopau(DKW.) :14.02; 3. Schön=Frankfurt a. M.(Bückerjaps):34,4. — Klasse bis 350 Kubikzentimeter: 1. Steinbach=Nekkarsulm(NSU.):01,1= 102,56 Stundenkilometer; 2. Fleischmann=Nürnberg.(NSU.):03,2; 3. PetruschkeBerlin(Rudge):18.— Klasse bis 500 Kubikzentimeter: 1. Steinbach=Neckarsulm(NSU.):52= 104.84 Stundenkilometer(beste Zeit aller Krafträder); 2. Strömberg=Schweden(Husquarna):52,1; 3. FleischmannNürnberg(NSU.):58·4. Motorräder mit Seitenwagen, Klasse bis 600 Kubikzentimeter: 1. Toni Babl=Miesbach(Douglas):40,3 75a9]9,„Stundenkilometer: 2. Rahmann=Zschopau (DKW.):54,2.— Klasse über 600 Kubikzentimeter: 1. Braun=Karlsruhe(Horex),:38,1= 94,28 Stundenkilometer(beste Zeit aller Seitenwagen): 2. SchumannNürnberg(NSU.):56,1. Sportwagen, Klasse bis 1100 Kubikzentimeter: 1. Brendel=Frankfurt a. M.(NSl.=Fiat):42= 82,76 Stundenkilometer: 2. Beyrer=München(Fiat):49.— Klasse 1100 bis 1500 Kubikzentimeter: 1. Illmann39,1 Stundenkilometer; 2. Sauerwein=Mainz(Adler=Trumpf):05,3.— Klasse über 2000 Kubikzentimeter: 1. Berg=Altena(Mercedes=Benz) :41,4= 93,55 Stundenkilometer(beste Zeit aller Sportwagen): 2. Stolze=Ennigerloh(Bugatti):44,2. Rennwagen, Klasse bis 1100 Kubikzentimeter: 1. Kohlrausch-München(MG.):05,3= 101.5 Stundenkilometer; 2. Bammer=Bünde(Austin):18,3.— Klasse 1100 bis 1500 Kubikzentimeter: 1. Steinweg=München (Bugatti):31,4= 95,61 Stundenkilometer; 2. SeibelDietz(Bugatti):50,4.— Klasse 1500 bis 3000 Kubikzentimeter: 1. Wimmer=Kappelrodeck(Bugatti):12.1 = 99,55 Stundenkilometer: 2. Brudes=Breslau(Bugatti):18,1. Klasse über 3000 Kubikzentimeter(Alleingang): Hans Stuck(Auto=Union):22,3= 112,91 Stundenkilometer. Stangarier-Malers überlegen Die„Erlatz-Leichtathletikkämpfe“ in Stuttgart Die offenen Wettkämpfe die am Samstag an Stelle de# Endkampfes um die Deutsche Vereinsmeisterschaft in Stumgart durchgeführt wurden, brachten den KickersLeichtathleten schöne Erfolge. Der vorjährige Vereinsmeister, München 1860, hatte es vorgezogen, den Kämpfen fernzubleiben, so daß die Veranstaltung sich zu einem Zweikampf Stuttgarter Kickers— Berliner SC. gestaltete. Insgesamt gewannen die Süddeutschen sieben von den acht ausgetragenen Wettbewerben. Die beste Leistung vollbrachte Borchmeyer im Dreisprung mit 14,37 Meter. Die wichtigsten Ergebnisse: 200 Meter: 1. Borchmeyer 21,6 Sek.; 2. Samser(Stuttgart) 21,9 Sek.— 800 Meter: 1. Dompert(Stuttgart):57 Min.; 2. Rößler Stuttgart):59,2 Min.; 2. Paul(Stuttgart):59,6 Min.— Kugelstoßen: 1. Schröder(Berlin) 14,58 Meter; kers II:29,8.— Hammerwerfen: 1. Blask(BSC.) und Rosler liefen die Kickers die neue Rekordzeit von heraus. Die alte Rekordmarken des SC. Berlin wurde damit um 2 Sekunden unterboten. Die Ergebnisse: 110 Meter Hürden, 1. Lauf: Schulz BSC.) 16,3. 2. Lauf: 1. Huber(Stuttgart) 15,9: 2. Schmidendorff(BSC.) 16.6; 3. Werkmeister(BSC.) 16,7.— 400 Meter: 1. Rinck(BSC.) 50,5.— Schwedenstaffel: 1. Kickers I:55,4(deutscher Rekord): 2. Berliner SC.:57,6(50 Meter Vorgabe): 3. Kickers II :59,0(50 Meter Vorgabe).— 1500 Meter: 1. Dompert (Stuttgart):06,6.— Diskuswerfen: 1. Schröder 46,96 Meter: 2. Reymann(BSC.) 43,58 Meter; 3. Blaask(BSC.) 42.88 Meter.— Stabhochsprung: 1. Schulz(BSC.) 3,70 Meter.— Viermal=100=Meter: 1. Kickers. Stuttgart I:18.0: 2. BSC.:27,7: 3. Kik2. Großfengels(Berlin) 14.43 Meter.— Hochsprung: 1. Hohlbein(Stuttgart).68 Meter.— 5000 Meter: 1. Schile(Stuttgart) 16:07.6 Min.— Sveerwerfen: 1. Huber(Stuttgart) 57,04 Meter.— Dreisprung: 1. Borchmeyer(Stuttgart) 14,37 Meter.— Viermal=100Meter: 1. Stuttgarter Kickers 42,4 Sek.: 2. Berliner SC. 43,8 Sek. Neuer Schwedenstafselrekord Stuttgarter Leichtathletik am Sonntag. Am zweiten Tage des Leichtathletikfestes der Stuttgarter Kickers warteten die Stuttgarter mit einer neuen deutschen Bestleistung in der Schwedenstaffel auf Mit der Mannschaft Sumser, Borchmeyer, Tripps 47,18 Meter. Meter. Weitsprung: 1. Grampp(BSC.) 6,83 Italienischer Sieg Oesterreich mit 78:54 Punkten geschlagen. Vor dem Fußballkampf Oesterreich— Ungarn trugen Oesterreich und Italien im Wiener Praterstadion, vor 40000 Zuschauern einen LeichtathletikLänderkampf aus. Die Italiener feierten mit 78:54 Punkten einen recht überlegenen Sieg. Ueber 800 Meter lief Eichberger mit:54 eine neue österreichische Bestleistung heraus. Der Sieger schlug in diesem Rennen Italiens Europameister Cerati. Sekrusbktenvers 820.10: die anlser Zer prächtigen Fahrt von Hans Stuck, uten Zuschauern ein Erlebnis war, begeisterte wch die Foblrausch mit seiner kleinen englischen Eisenacher Es war staunenswert, daß der Turacher auf diesem Wägelchen 101,5 Stundenkilometer herausholen konnte, eine Leistung, die für den Fahrer und den Konstrukteur spricht. Der erste Tag des Düsseldorfer Oktobermeetings, der mit dem Erntedankfest zusammenfiel, nahm in jeder Hinsicht den erwarteten, interessanten Verlauf. Der Publikumszuspruch war ebenfalls recht gut. Das HauptRennen in Dülfeldorf Toio: Sseg##a. Kfns 3 e Bougnat, Laus, Feudak, Lova. Toto: Sieg 84, Platz 31, 22, 33. ###Rezusti. I. 1. Eichholz Fir(Wenzel), 2. Melle, 3. Selim, ferner: Gräfin Mariza, Dublette, Thuribert, Tannengrün. Toto: Sieg 33, Platz, 14, 1o, 13.— II. 1. Pletzers Sextus der völlig, so daß auch der Besuch der Rennen sehr zu wünschen übrig ließ. Die zweijährige Nereide des Gestüts Erlenhof spielte auch bei ihrem fünften Start in diesem Jahre eine großartige Rolle und gewann das Ratibor=Rennen im Kanter. Hoppegarten, 6. Oktober. 1. Rennen: 1. Haniels Travertin(Zehmisch). 2. Schwarz= liesel, 3. Grenadier, ferner: Horchaus. Toto: Sieg 12, Platz 10, 10. 2. Rennen: 1. Erlenhofs Skuld(Lacina), 2. Zentaur, 3. Kanzlist, 4. Hofoper, ferner Martini, Friedberg, Periander, Egmont, Frauenode, Madrilene, Citadelle, Aurikel. Toto: Sieg 131, Platz 20 14. 24, 25. 3. Rennen: 1. Stohffs Sopran(Ludwia), 2. Ideolog, 3. Sisi, ferner Fiduzia, Heimfahrt, Perlenschnur, Marquis, Mandsee. Toto: Sieg 59. Platz 17, 24, 18. 4. Rennen: 1. Erlenhofs Nereide(Grabsch), 2. Wahnfried, 3. Papst, ferner: Xylophon. Toto: Sieg 11, Platz 10. 11. 5. Rennen: 1. Vierlandes Mitternacht(Zehmisch), 2. Bovalis, 3. Origenes ferner Arabeske, Tantris, Maiflieder, Scävolam. Toto: Sieg 66. Platz 17. 16, 20. 6. Rennen: 1. Stall W' Winifred(Schlegel), 2. Loe, 3. Alpenstrauß, ferner: Goliath, Vera., Landeskrone, Grasblüte, Altgesell. Die Tat. Toto: Sieg 27, Platz 14, 17.28. 7. Rennen: 1. Kucklicks Schloßherr(Zuber), 2. Jagdsprung 3. Alma mater, ferner: Paul Feminis, Peloponnes, Silberlinde Gleisner. Willeburg, Peter, Rolanda. Toto: Sieg 139, Platz 35, 32, 33. Trabrennen in Gelsenkirchen. Hexenmeister gewinnt den Großen Westdeutschen Zuchtpreis. Die Ergebnisse: 1 Rennen; 1. B. Lacimanns Morgenfried(K. Gillar), 2. Circe, 3. Diabolo, 4, Barfrau. Toto: Sieg 66. it. 37. Platz 21, 12, 15, 14. Ferner: Günther Morgan, Palmetto Lee. Der Erste von Gescher, Marsilius., Karl., Freda Axworthy. 2. Rennen: 1. H. v. Mindens Danae(St. Kornberg), 2. Benno Lec, 3. Freton. 4. Elsbeth. Toto: Sieg 30, it. B, Platz 18, 14, 29. 52. Ferner: Leopard(disqu.). Mia., Peter., Jan Wellem, Patschuli, Landjunge, Maria., 3. Rennen: 1. E. Speckmanns Baronetz Dugout(Bes.), 2. Major Jackson, 3. Pern. Toto: Sieg 17, it. 48, Platz 13, 15, 15. Ferner: Dirigent. Maikönig, Alpha, Toornkaat. 4. Rennen: Großer Westdeutscher Zuchtpreis: 1. J. Middeldorfs Hexenmeister(I. Frömming), 2. Peter Breit, 3. Batazzo. Toto: Sieg 11, it. 26, Platz 11, 31. Ferner: Duck (disqualifiziert). „ 5. Rennen: 1. H. v. Mindens Leopard(H. Keienburg, 2. Erda, 3. Dina. Toto: Sieg 31, it. 33, Platz 27, 24, 12. Ferner: Daisy(angehalten), Landjunge, Terra(angehalten), Abenteurer(angehalten). Grafschaft(disqualifiziert). 6. Rennen: 1. J. Middeldorfs Volo Druien(J. FrömSeschs hece ine äche 2 Juitasnnen: 1. E. Gerbaulets Mallorea(2. Gillar), Fiatz“ 13„Schwester, 3. Bernstein. Toto: Sieg 67, 1t. 46, Karf Gup. 5, 14. Ferner: Graf Geßler, Terra, Paul Sieg=Doppelwette: Hexenmeister— Volo Duten 28:10. Longchamp, 6. Oktober. 1. Rennen: 1 Hennessys Bon Alliage(Brethes). 2. Zem Zem. 3. Ptoly Butz, ferner: Valpuisaux, Arellius, Dutremer, Orichalque, Frisquet, Lord Motley, Cotinga. Tamino, Violiste Tessé. Toto: Sieg 75, Platz 21, 15. 49. 2. Rennen: 1. Goudchaux' Come In(Brethes), 2. Goodly, Eleres, ferner: Broom, Ironsiede, Valetta, Stratosphère. Toto: Sieg 26, Platz 16. 35. Bgungsii a sthans Lively Rari(Bretbes), 2. MereeFauuing BUa lemer: Sweet Miß, Tabou, Cimar, Consine, Alda, Willis Bird, Chat et Rat, Sakoumsonsiaine„Pongz, Parure, Mazit, Eh enaug, Mietis cbel“ Tole½9. 4. Renne 3. Corrida, Prake, Sa Parade, Pompeiro, Ping Pong, William of: lence, Kant. Toto: Sieg 199, Platz 50, 51, 32. 5. Rennen: 1. Sterns Horncastle(Duforez), 2. Rinth Pomms, Sa.7Tersz serner: Grd. Manitou Plaphov, Sue de pat Trick, Méridienne. Toto: Sieg 37, Platz 14, 2. Margaringn: 1: Cartwriabts Philometer(Billecoutt), ###c II, 3, Lagon, fernex; Dean Swift, Amontilado, pito. Sarn, Maximali, Passeflame, Kern II. Göld Ring, Manly, Frsvent. Toto: Xudan. Great Sapphixe, Celeri, Sieg 49, Platz 21, 38, 79. Unsere Voraussagen 1. Keume:„Saint Cloud, 7. Oktober., Rennen: Ambush—. La Porallée. 2. Rennen: Giozinszeg Goody. 3. Rennen: La Saga— Rebuffade. ., Rennen: Limac— Fastnot. 5. Rennen: Ar Stall Porte. 6. Rennen: Verjus— Urfé. Brooklyn— Siegreiche deutsche Ringer geionisz, Hai. Graße, Düseldorser Lagprenen über 40(GBage), 2. Spung, 3. Vererzauber, serder) Vostaste II Der Herurnurz, Hertng und Meter, führte mit Ausnahme des„Billard“ über den Paramour, Vivat, Finor. Toto: Sieg 110. Platz 23. 19, 48, aus Nurnberg holten sich dwei Turnierl Ghr ser iertenhe Haßessg, urs. Zwei Pferde blieben geröig, egnen: 1. Bedez Nenvers(N. Schmidt), 2. Valast, Rang in ihren Gewichtsklassen. Das Internationale Ringerturnier in Stockholm klang mit recht erfreulichen deutschen Erfolgen aus. Münchner Hering und Kurt Hornfischer rsiege, Schwarz= besetzten den zweiten Nur der Berliner hwergewicht den großen Angewachsen und besetzte besicar Sraice Gieidet gaecies Kaishesches ben.k Kalis k. Leshasbtan Gieunen Gusung. 2. Champagner, 3. Livius. ferner: Arglist, Machsavel. Lösegeld,„Greystoke, Fidella, Wiltrud. Toio: Sieg 32, Platz 16, Ernst=Bischoff=Rennen über 2400 Meter, erlitt der heiße Favorit Palander eine Niederlage. Renvers siegte sicher vor Palastherold und dem Favoriten. Die Doppelwetten von Fir auf Renvers bzw. Sextus auf Renvers zahlten 152:10 bzw. 820:10. Düsseldorf, 6. Oktober. 1. Rennen; 1. Wedes Gratianus(M. Schmidt), 2. Frühlingssee, 3. Blackberry, ferner: Chryska, Balladea. Toto: Sieg 16, Platz 11, 11. 2. Rennen: 1. K. Schule=Hannovers Schwertbieb(Hasse), 2 Dummkopf, 3. Brabant, ferner: Bambus, Dennoch. Toto: Sieg 16. Platz 17. 3. Rennen: 1. Dillmanns Missouri(Varga), 2. Elmar 3. Urbino, ferner: Gemse, Peladores, Renate. Toto: Sieg 21, Platz 15. 18, 20. 4. Rennen: 1. Mydlinghovens Feldsoldat(Hauser), 2. Juinkt an die ück und verm•0 (ausgef.) der beiden trop gegen vartet hoch im•1 Deundles Renerpeal in-Warralau Italiener-Sieg im Preis der Nationen 11 chum:1 senburg 11 Warschau, 6. Oktober. 1.Bei herrlichem Wetter und vor über 10000 Zuschau# in Marschaan... 928 Internationale Reitturnier ##lens Haupistadt der Ze immer, so fesselte auch in Voabschließendes Ir scampf im Preis der Nationen als hatten die Heut. die Zuschauer. Leider Preis der Faihepen Reiter diesmal biel Pech, denn im den Sieg streitig a un die italienischen Reiter Reiter wurden im awi9 efolgreichen deutschen sie am Schluß des ersten Gaux.... Agelegen hatten Sg mußten6 Punkten uagen die Deutschen mit 16 Wrend dig Zta. zweiren Platz vorlieb nehmen, wähtionen gewannen. it 1 Puntten den Preis der NaBund Polen mit 84 Koßiser mit 80—34, Lettland mit 32 #Plätze ein. H. Tanzingerricgten nahmer die nächsten der einzigg, doro eu Prandt auf Baron war Ugegen holten sich m ersten Umlauf fehlerlos blieb, daGraben, Oberleutnant I. Fas. siprunggestell und Oberse. Tora am Hochsam dreifachen.. au Wange die Italiener mag.“ Aber auch gar durch Stur..... besser. Erispa schied sowurden ebenfalls mit vier Fehe““ Ronco und Bufalina Wie gute Leistung Barons Bezigr u de Durch batte, Deutschland f. werteten Pferden Fehlern vor Italien chrung mit Anlauf, der die Entscheidung Prsedie Der oweite die Italiener von der besten Seite. Alle drei Reiter erledigten fehlerlos den zweiten Umlauf und konnten damit ihre bisherige Punktzahl halten. Nachdem Baccarat einen fehlerlosen Parcours zeigte, hatten Tora und Wange wieder Pech. Am Hochsprunggestell und am dreifachen Sprung wurden sie mit je vier weiteren Fehlern belegt. Alle deutschen Hoffnungen, noch zu einem Stechen mit Italien zu kommen, gingen dahin als der letzte deutsche Reiter, Oberleutnant Brandt auf Baron, am letzten Sprung eine Stange abwarf, wodurch Italien als Sieger im Preis der Nationen hervorging. Ergebnis: 1. Italien: Nasollo(Maior Filliponi), Bufalina(Major Lequio), Renco(Oberleutnant Bonivento), 12 Fehler 2. Deutschland: Baron 4(Oberleutnant Brandt). Baccarat(Rittmeister Momm), Tora(Oberleutnant K. Hasse), 16 Fehler. 8. Ungarn: 80—K, 4. Lettland 82, 5. Polen 84 Fehlerpunkte. Beste Einzelleistung: Kikimora(Major Lewicki, Polen), 0 Fehler. Am Samstag holte sich Deutschland durch Oberleutnant Brandt auf Derby den Sieg in einem Jagdspringen, das unter der Bezeichnung„Preis der fremden Heere“ gestartet wurde. Damik schaffte der deutsche Oberleutnant den vierten Sieg innerhalb von vier Wettbewerbstagen, bei der hervorragenden Besetzung des Turniers eine ausgezeichnete Leistung. 150 Sie Toppelwettg;„5. und 6. Rennen: Fix— Renvers 152:10. Sextus— Renvers 820:10. Nereide Kanterliegerin in Hoppegarten Der Erntedanktag in Hoppegarten, der ein besonders freundliches Wetter verdient hätte, verregnete leiFedergewicht: ierendstand: 1. Hering(München), 2. E. Nielson Fed (Schweden). Leichtgewicht: 1. Olasson(Schweden), 2. Schwarz= kopf(Koblenz). Weltergewicht: 1. Svedberg(Schweden), 2. W. Schäfer(Schifferstadt). Mittelgewicht: 1. H. Nielson(Schweden), 2. Laudin (Wilhelmshaven). Halbschwergewicht: 1. J. Johannsen(Schweden), 2. Cadier(Schweden). Schwergewicht 1. Hornfischer(Nürnberg), 2. Nyman (Schweden). Rund undehkäufper! Radrennen in Halle abgebrochen Die letzten Rennen auf der Radrennbahn Halle wurden durch das regnerische Wetter etwas gestört. Nachdem die Rennen wegen zu großer Feuchtigkeit der Holzbahn schon um eine Stunde ausgesetzt waren, mußte sich die Rennleitung entschließen, das Stundenrennen um den Erntedankpreis 17 Minuten vor Schluß abzubrechen. Nach wechselvollem Verlauf— Möller und Lohmann hatten nacheinander durch Reifen= und Motordefekte die Führung eingebüßt— lag zu diesem Zeitpunkt der Hallesche Nachwuchsfahrer Kirmse vor Krewer und Neustädt in Front. Erntedankpreis, nach 48 Minuten abgebrochen: 1. Kixmse 49 Kilometer, 2. Krewer 110 Meter. 3. Neustädt 160 Meter, 4. Möller 200 Meter, 5. Lohmann 2150 Meter zurück. Westsalia=Rennen auf der Radrennbahn. Der Himmel, der sich dem Radsportverein„Westkglia“ am letzten Sonntag so ungnädig zeigte, daß die Meisterschaften abgebrochen werden mußten, hat seine Unartigkeit wieder gutgemacht. Vor einem in Anbetracht der Erntedankfeiern ganz ansehnlichen und interessierten Zuschauerkreis konnten gestern die noch ausstehenden Vereinsmeisterschaften sportlich und meteorologisch einwandfrei erledigt werden. Durch Einfügung der Meisterschaft über 1 Kilometer hatte die um die Zuschauerbedürfnisse liebevoll besorgte Rennleitung ein neues, den Nachmittag füllendes Programm geschaffen, das hübsche Leistungen zeigte und seinen Werbezweck nicht verfehlen konnte. Ein wertvolles Markenrad, das später unter den Programminhabern ausgelost wurde und das, für alle Fußgänger sichtbar, zum Eintritt lockte, dürfte in Bunde mit der großartigen und viel 8. Molenda.46.4 seitigen Schallvlattenmusik doch einige vom geplanten del.52,20 Std. Ausfluge in die Ränge der Radrennbahn abgelenkt.06 Std. 8. Sie haben. Die Vereinsmeisterschaft über 1 Kilometer holte sich in präctiger Fahrweise Hoffmann vor Schlegel. An der Meisterschaft über 5 Kilometer für Jugendliche nahmen elf Fahrer teil. Kempa siegte in allen drei Wertungen und gewann in überzeugender Sicherheit den Titel vor Sabrowski, Herick und Grobmeier. In der Meisterschaft über 1 Kilometer für Jugendliche ließ Golz sich trotz heftiger Konkurrenz von Schmidt und Markhoff nicht fassen und ging als erster über das Band. Den Abschluß und Höhepunkt bildete dann nach kurzer Pause das 50=Kilometer=Mannschaftsrennen, das 24 Fahrer auf die Bahn brachte. Die große Ueberraschung dieses Kampfes, der tadellos und ohne ernstliche Stürze abrollte, war Baumgärtner, der sein erstes Mannschaftsrennen überhaupt fuhr und sich nach Hoffmann als stärkster Mann des Feldes erwies. Das Ergebnis: 1. Hoffmann=Grobmeier, 25 Punkte, 2. Baumgärtner=Kempa, 14 Punkte, 3. HenkeGolz, 12 Punkte. Sieger der Verlosung war ein 13jähriger Junge, der sich über den unerwarteten Gewinn eines Fahrrades dermaßen freute, daß er gleich eine Ehrenrunde unter lautem Beifall zum Besten gab. Vereinsmeisterschaft des RV. Sturmvogel 04 Bochum. „Auf der Strecke Bochum=Freudenberg und zurück (65 Kilometer) wurde am Sonntag morgen der zweite Lauf zur Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Bremer, der mit Gutzek im toten Rennen die beiden ersten Plätze belegte, führt nun in der Gesamtwertung mit einem Punkt im Vorteil vor Gutzek, gefolgt von Molenda und Krause. Die Sieger benötigten für die Strecke 1,45,40 Stunden. Mit einer Minute Rückstand folgte Molenda, während Krause über drei Minuten zurücklag. Des Ergebnis: 1. und 2. Bremer und Gutzek 1,45,40 Stunden, 8. Molenda.46,40 Std. 4. Krause 1,49,05 Std. 5 Sei6. Mundt(Handbreite). Sieberg. 7. Sauer Seite 10 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger„ Montag, 7. Oktober 1933 Eröffnungs-Kampfabend in der Rheinlandhalle Werler Sehes erne Miederidge Eine Kopfverletzung zwang ihn im Kampfe gegen Baerlund nach der erlten Runde zur Aufgabe— Domgörgen gegen Bölck unentschieden P. B. Köln, 5. Oktober. Es konnte für den Eröffnungs=Kampfabend der Rheinlandhalle keine bessere Zugnummer geben, als den Namen des großen blonden Finnen Gunnax Baerlund, des Schwergewichtlers, der sich im Laufe weniger Monate in die Reihe der erstklassigen Schwergewichtler Europas gearbeitet hat, es wäre aber auch nicht möglich gewesen, für Vaerlund in Deutschland einen Gegner zu finden, der mit größerer Aussicht in diesen unerhört schweren Kampf gegangen wäre, als Werner Selle, den prächtigen niederrheinischen Jungen, der aus 25 Kämpfen seiner berufssportlichen Laufbahn ohne Niederlage hervorgegangen war. Das also war eine Paarung nach dem Herzen des Publikums: Baerlund gegen Selle, ein Kampf, den sich einfach keiner aus der großen sachverständigen Boxsportgemeinde Kölns entgehen lassen konnte. So kamen sie denn in hellen Scharen, unaufhörlich füllten sich die Reihen der Rheinlandhalle, ein Zuschauerring nach dem andern zog sich um das Seilviereck, und als das Gong zum ersten Kampfe rief, war vielleicht die größte Zuschauermenge um den Ring versammelt, die man seit Jahren bei einer Vorsportveranstaltung Westdeutschlands beisammen gesehen hat. Genau drei Minuten hat der Kampf gedauert, der dieses Wunder an Anziehungskraft vollbracht hat, in einer einzigen Runde war das Schicksal des jungen deutschen Schwergewichtlers Selle besiegelt. In der Pause zur zweiten Runde brach der Ringrichter auf Anordnung des Arztes das Treffen ab, von dem Selle glaubte, daß es für ihn ein Sprungbrett in die Reihe der besten' europäischen Schwergewichtler hätte bedeuten können. Eine gewaltig blutende Kopfverletzung, die er sich kurz nach Beginn des Kampfes zugezogen hatte, machte seinem Traum ein Ende. Zugegeben, dieser rasche Abbruch des Hauptkampfes war für die Zuschauer eine arge Enttäuschung, aber die Pfiffe, mit denen die Entscheidung„blockweise“ ausgenommen wurde, waren überflüssig, es ist nicht anzunehmen, daß sie von Männern angestimmt worden sind, die jemals Boxhandschuhe an den Fäusten hatten. Werner Selle hat in den drei Minuten mehr gezeigt, als man von ihm erwartet hatte. Er schlug eine linke Gerade von einer Wucht und Genauigkeit, wie sie kein Boxlehrer am Sandsack vollendeter zeigen kann. Der Junge hat zudem für einen Schwergewichtler unerhört schnelle Beine. So geschieht bei ihm der Uebergang von der technisch glänzend gemachten Abwehr zum ** ollen Angriff ganz unmerklich und ohne Uneventraftvollen ungren mns mimertlich und ohne Unevenheiten, denn seine fabelhafte Linke ist als wirksame Konter= wie als raumschaffende Angriffswaffe gleich gut. Das sind Vorzüge, die einen Mann mit Herz eine Menge Kämpfe gewinnen lassen müssen. Es ist aber durchaus fraglich, ob diese Waffen gegen Baerlund— auch ohne Handikap der Kopfverletzung— ausgereicht hätten. Der Finne hat in diesen drei Minuten eine Auswahl seiner Kampfmöglichkeiten sehen lassen, die alles in den Schatten stellen, was man bisher an Wunderdingen über den Europameister von 1934 gehört hatte. Manches in seinem Kampfstil erinnert, sehr an Walter Neusel, insbesondere die Nahkampfansätze und die Wendigkeit in den Hüften, die es ihm gestattet, bei schweren Angriffen ohne wesentliche Verstärkung der Deckung auszukommen. Diese Eigenart war es auch, die ihm gegen Selle wahrscheinlich den raschen Sieg gesichert hat. Selle befand sich etwa in der zweiten Minute des Kampfes auf dem Rückzug in einer neutralen Ecke des Ringes. Um sich aus der Zange zu befreien, ließ er in rascher Aufeinanderfolge mehrere linke Gerade und im Anschluß daran einen rechten Haken zum Kinn los. Er hatte offenbar damit gerechnet, daß Gunnar Baerlund mit der Parade dieser Attacke für einen Augenblick genügend beschäftigt sein würde, aber der Finne brachte sich durch eine glänzende Körperdrehung in eine erstklassige Schlagstellung und traf den Deutschen oberhalb des Auges derart schwer, daß das Blut sogleich in Strömen aus der Wunde schoß. Im Nu war auch der Oberkörper Baerlunds stark mit Blut bedeckt. Der Finne setzte großartig nach, wurde aber durch das Gong gestoppt. Die Pause wurde zu einer ärztlichen Untersuchung der Verletzung Selles benutzt. Als die zweite Runde begann, gab der Ringrichter ein Zeichen, daß Baerlund in seiner Ecke sitzen bleiben möge und verkündete, daß der Arzt die Fortsetzung des Kampfes untersagt habe. Damit war Baerlund Sieger durch technischen.o. geworden, in einem Zeitraum, der nur einen Bruchteil der langen Vorbereitungen dieses Kampfes(Handschuhwahl und dergleichen) ausgemacht hatte. Der sympathische Finne wurde bei seinem Abgang stürmisch gefeiert. Der Kampf Hein Domgörgen gegen den Hamburger Fred Bölck brachte eine einzigartig schöne Gegenüberstellung der gereiften technischen und strategischen Meisterschaft des großen Kölners gegen das mitreißende Draufgängertum Bölcks. Der Hamburger führte den Kampf, darüber gab es keinerlei Zweifel, aber dann geschah es wieder streckenweise, daß der alte Hein ein Blitzfeuerwerk seiner unerschöpflichen Boxkunst, Leuchtraketen herrlicher Schlagkombinationen, abschoß, daß das verkündete Unentschieden vollkommer verdient war...„ Unter ähnlichem Vorzeichen stand der Kampf Dubbers gegen Katter, nur daß hier meisterhafte Strategie Kölner Schule mit der unerhörten Schlagkraft des Gegners zu ringen hatte. Auch hier bedeutete das Unentschieden einen Triumph der alten Kölner Meisterklasse. Nach diesem Kampf gab es noch ein lustiges Zwischenspiel dadurch, daß während des Kampfes ein Boxfreund für den Sieger einen goldenen Kranz gestiftet hatte. Nun das Treffen unentschieden ausgegangen war, wurde guter Rat gesucht. Die beiden Boxer halfen sich dadurch, daß sie den Kranz abwechselnd in die Kabine trugen.— In einem ausgezeichneten Einleitungskampf siegte Dan Schink über Esser nach Punkten. kämpfen, werden die Reise nach Süddeutschland mit folgender Mannschaft antreten: Strangfeld(Herten) oder Kaiser(Gladbeck), Wagener(Hamm), Disselbeck(Bochum), Jakubowski(Bochum), Radomski(Schalke), Blum(Altena) oder Amelung(Münster), Wessoly(Buer), Drewutzki(Dortmund). Bochumer Amateurboxer kämpften mit Erfolg in Braunschweig gegen die verstärkte Staffel von Leu Braunschweig, die mit 14:6 Punkten geschlagen wurde. Für Bochum waren u. a. Röttger, Kaiser und Gerz siegreich, dagegen mußte sich Disselbeck mit einem Unentschieden begnügen. Dubois bleibt Europameister Der schweizerische Europameister im Bantamgewicht Maurice Dubois verteidigte in Genf seinen Titel mit Erfolg gegen den Franzosen Emile Pladner. Dubois lieferte einen ausgezeichneten Kampf und kam zum haushohen Punktsiege. Hagen 1910— BFK.„Schmeling“ Wanne 13:5. Bei dem Samstag abend in der Hagener Stadthalle stattgefundenen Kampf stellten die Gäste auf Wunsch der Gastgeber nicht die beste Staffel. So kam es zu einer erheblichen Niederlage der Wanner, aus der sie sicherlich Lehren ziehen werden. Den schönsten Kampf den Abends lieferten sich Henke(BSK. 19 Bochum) und Henke(Hagen). Der Kampf war flott und technisch gut. Das Endergebnis war unentschieden. Die übrigen Kämpfe: Schüler: Pries III(WE.)„ Quabeck(.): Punktsieger Quabeck: Feder: Pries u (WE.)— Krüger II(.): unentschieden: Leicht kämper(.): Punktsieger L Schweika(WE.)— Linenkämper(.): Punktsieger nenkämper: Welter: Kontor(WE.)— Kruhwedel(.); Punktsieger Kruhwedel: Fliegen: Stach(WE.)„ Meier(.): Sieger Stach durch Disqual. von Meiert Leicht: Wentzek(WE.)— Krüger I(.): Punktsiege Krüger: Mittel: Juschkewitz(WE.)— Belighow(.) unentschieden; Leicht: Becker(WE.) Krämer(.): Si, ger Krämer durch Aufgabe von Becker. Amcrikanische Endlpiele Die Hallen=Weltmeisterschaften der Tennislehrer. Die Hallen=Weltmeisterschaften der Tennislehrer, die in London zur Durchführung gelangten, sind nunmehr abgeschlossen. Es kam zu rein amerikanischen Schluß. runden. Im Einzel erreichte William Tilden durch einen:=,:=,:=,:=Sieg über den Deutschen Hans Nüßlein die Endrunde. Der Amerikaner Vines besiegte in der Vorschlußrunde seinen Landzmann Stoefen mit:6,:2,:8,:1,:7 und gewann schließlich das Endspiel gegen Tilden mit:1, :3,:7,:6,:3. Seite 11 Nr. 23 * Der Mit der Entscheidung im Doppel wurden die Weltmeisterschaften beendet, Tilden/Vines erwiesen sich dabei dem guten Paar Stoefen Lott klar mit:4, :4,:5 überlegen. Deutschlunds-Hundbuher-Siesen-Wweistonig im Länderspiel gegen die Schweiz— 17:9(:4) Unter den 5000 Zuschauern auch Bundespräsidenf Motta Hans Schönrath.-.-Sieger Waren es in der letzten Woche im Spichernring die Kämpfe der leichten Gewichtsklassen, die die Zuschauer begeisterten, so waren diesmal die Schwergewichte die Helden des Abends. Hans Schönrath(Krefeld) und der Tscheche R. Ambrosz lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen, den schließlich der Westdeutsche eindrucksvoll gewann. In der fünften Runde stellte sich zwar Ambrosz noch einmal seinem Gegner, aber dann setzte ihm der Deutsche so stark zu, daß er vollkommen erschöpft aufgab. Welttalens Amateure Gegen Bayern und Südwest. Die westfälischen Amateurboxer, die am 19. Oktober in Würzburg gegen den Gau Bayern und am 21. Oktober in Frankfurt gegen den Gau Südwest Bern, 6. Oktober. In der Bundeshauptstadt der Eidgenossen, in Bern, kamen am Sonntag Deutschland und die Schweiz in ihrem zweiten Handball=Länderkampf zusammen. In der ersten Auseinandersetzung hatten wir im Frühjahr die Eidgenossen mit 14:6 bezwungen, und nun stellte sich in der Neuauflage wieder ein deutscher Sieg ein. Obwohl sich die Schweiz zweifelsohne in der Spielstärke verbessert hat, fiel der Sieg mit 17:9(:4) noch deutlicher aus als der erste. Unsere Sportfreunde in der Schweiz verstehen es schon, ein sportliches Großereignis entsprechend aufzumachen. Man maß dem Länderspiel mit Deutschlands Handballern eine so große Bedeutung bei, daß sich zu den 5000 Zuschauern auch der Bundespräsident der Schweiz, Motta, einstellte. Man spielte mit den vorgesehenen Mannschaften; nur unsere Elf war auf einem Posten geändert. Im deutschen Tor stand der Westfale Körvers(Hindenburg Minden), der aber den Aachener Kreuzberg famos ersetzte und seine Aufgabe ausgezeichnet löste. Die Stärke der Deutschen war ihr ausgezeichnetes Zusammenspiel, das sich vor allem in der letzten Viertelstunde deutlich auswirkte. Und da zudem unsere Stürmer mit beiden Händen scharf warfen, war für die Eidgenossen die Niederlage nicht aufzuhalten. Durchbruchsversuche der Schweiz mußten sich aus dem überlegenen deutschen Spiel ergeben. Aber auch damit hatten die Gastgeber nicht viel Glück." Immer wieder scheiterten sie an der ausgezeichneten Zerstörungsarbeit und der glänzenden Torwartsleistung von Körvers in der deutschen Deckung. Es war sicherlich verfehlt, daß die Eidgenossen in der letzten Viertelstunde das fehlende Können durch eine deutliche Härte zu ersetzen versuchten. Freiwurfe für Deutschland waren der Erfolg, mehr aber auch nicht. Die deutschen Torschützen waren die Mindener Rötger(4) und Roß(), Theilig(), Hamler (), Dossin(2) und Spengler(). In der Elf der Unterlegenen tat sich vor allem die mit der undank. barsten Aufgabe belastete Verteidigung hervor, sie zog sich in allen Ehren aus der Affäre. Der Linksaußer war der Schweiz bester Stürmer. Die Schweren Männer Essen 88 Deutscher Meister im heben. MannschaftsgewichttVor 150 J Komponist Met Weisen in de eingegangen sit Eine schläfrige S ir eine kleine, unr #und her. Vor dem hohen ##nd, saß Kantor Stadtilm. Er lächelt #blreichen Kinder, a ## seinen Füßen saß Der Kantor beschä #schwerlichen Schult Abend für Abend we #gangen und hatte a ## kleine Bursche da, nn auf seinen Knien aufmerksam zugehl rhändig spielen kon Am heutigen San tesdienst, wollte der e Musik vorführen. Seine Frau war eim gegangen: de ###ille in dem geräumi Es war noch eine ies Gottesdienstes, un ### müde, daß ihm de Nie war di. Kir ##se. Nach den war d# Pfarrers, klang di Besias auf. Ergriffen lauschten #chleitung zu dem Re din Felde und die uit tiefer Andacht aufe Was aber die musi überraschte, war n verhaltene Leiden hen Raum mit ihrer Sie kannten ihren „In Augsburg wurde am Samstag vor 1200 Besuchern im Ludwigsbau die Deutsche Meisterschaft in Mannschaftsgewichtsheben entschieden. Der zehnfache Titelmeister 1860 München, Essen 88 und August Augsburg waren die Gegner. Erwartungsgemäß gab es einen überaus hartnäckigen Kampf, der sich im Ver laufe schließlich zu einem Zweikampf Essen— München zuspitzte. Hatten die Münchner im beidarmigen Drütken eine Führung von 100 Pfund herausgeholt, so konnten die Essener im Reißen 70 Pfund mehr erreichen als die Münchener, die also nach zwei Uebungen noc mit 30 Pfund im Vorteil lagen. Buchstäblich das letzte Gerät und der letzte Mam entschieden die Meisterschaft. Straßberger(München hatte im beidarmigen Stoßen gleich 285 Pfund genom men, ein Gewicht, das er nicht mehr einwandfrei zu Hochstrecke brachte. Bierwirth(Essen) dagegen gelan es, mit 295 Pfund soviel herauszuholen, daß sein Mannschaft noch in letzter Minute in Vorteil kam und siegte. Deutscher Meister wurde so Essen 88 mit 3650 Pfund vor 1860 München mit 3625 Pfund und Augusta Augsburg mit 3435 Pfund. ###hatte alle Schranke Als der letzte Ore stor gemessenen Schr em Organisten ein Aber der Kantor h Pfarrer kam ebe hörer zu spät. Nachdenklich schritt eitszimmer des Ke Auf dem dunklen F unbeweglich stehe ise zu hören. Er klopfte an die 2 Keine Antwort. Vorsichtig drücktee sich ihm bot, war Der Kantor Methfe rtelstündchen drüben tagen hatte, saß da st und— schlief. „Mein lieber Meth ksam. Da fuhr der en Blick auf die Uhr „Lieber Herr Kanto „das werden wir I „Ich bitte um En „ vigkeit hat mich „Ha, ha“, lachte de noch! Seien Sie se Musik macht, der en einnicken!" Das 75jährige Jubiläum des Staatlichen Gymnasiums und Realgymnasiums „. Hslante des Herantsmus und Heri del Feierstunde in der Aula— Festkommers im Parkhaus Erinnerungen eines„Ehemaligen“ ... und entläßt ihn mit den besten Wünschen für seine Zukunft." Das waren die letzten Worte auf tapfer erstrittenem Reifezeugnis, das war der letzte kameradschaftliche Schlag auf die Schulter, ehe man die Schicksalspforten an der Bismarckstraße zum letzten Male durchschritt und die weiße Mütze für immer zu den übrigen Requisiten einer neun= oder— unerforschlichem Konferenzratschlusse gehorchend— zehn= und mehrjährigen Bildungsära versammelte. Es lag so etwas von Vergeben und Vergessen darin— auf Gegenseitigkeit—, etwas von guter Freundschaft für die Zukunft, die bekräftigt sein wollte. Denn es hat keinen humanistischen Musensohn gegeben, um dessen Person nicht im Laufe der Jahre auch andere Sätze zu Papier gebracht worden wären. Sie hatten meist stereotype Fassung und wurden wohl„nach Formular“ erledigt, ohne daß die Emportheit der Anklage unter dem hektographierten Vordruck gelitten hätte. Sine ira blättert man in seinen„Asservaten":„Ihr Sohn Karl(0 ll b) hat trotz des ausdrücklichen Verbotes der Schule ein Wirtshaus...“,„ teile ich Ihnen mit, daß die Flamme Ihres Sohnes Aenne heißt...“, „.. mit zwei Stunden Arrest, weil er den groben Unfug eines Mitschülers...“,„... wiederum mit zwei Stunden Arrest. Die Gründe sind der Mutter bekannt." Wie gramlos doch damals so leidvolle Begebenheiten heute als liebe Erinnerungen, durch Zeit und Vernunft gemildert, an die Oberfläche perlen, wie unzerreißbar selbst sie die Fäden knüpfen, die ein altes Pennälerherz an seine Schulräume und den in ihnen gepflegten Geist binden. Als lägen nicht Jahre und Jahrzehnte dazwischen... So wandert man diesen Sonntagmorgen, für einen Tag mit seinen Gedanken wieder in buntbemützte Jugendzeit zurückgekehrt, auf vertrauten, unveränderten Wegen, auf denen strahlende Oktobersonne liegt, über den Alten Markt, die Bleichstraße, der Stätte seiner heimischen alma mater zu, die sich heute anschickt, das stolze Lebensalter von 75 Jahren festlich zu begehen Ein Lebensalter, zu dem auch wir neun inhaltsvolle Jünglingslenze beisteuerten. Es ist ein wundersames Gefühl, eine alte Schule wieder zu betreten, deren Hindernisse man, urkundlich bestätigt, mit Erfolg genommen hat. Mit lauter Beruhigtheit möchte man den alten Gefährten ins Ohr flüstern:„Paul, Hans, Hermann, Pulcher und ihr andern Kameraden von damals, das hätten wir hinter uns! Hier kann uns nichts mehr passieren..., hier nicht mehr!" Unvergleichlicher Genuß die Begrüßungen, die Händedrücke mit jenen Männern— mancher ist nicht mehr darunter—, deren geistige Pfleglinge wir dereinst waren, und die auf unsere Zukunft nach den gebotenen Intelligenzproben meist keinen Pfennig zu setzen wagten. Wie wunderlich, wie wohltuend: statt„Setzen Sie sich hin, Baals, das war fünf!", statt der rhetorischen Frage:„Was aus Ihnen einmal werden soll?"... nur nette Worte. Man male sich das aus, nur nette Worte. Man möchte den ganzen Vormittag hingehen und Händchen geben. Alte Schüler haben mit kriminellen Uebeltätern eins gemeinsam: es zieht sie unwiderstehlich an alte Tatorte. Noch ist der Bau menschenleer. Verloren hallt der Schritt über den langen Flur. Zur Linken liegt das „Vorzimmer des Direktors“(„Eintritt ohne Anklopfen"). Stätte unseres Leibwehs. Das Ohr glaubt des guten Entian Stimme wieder zu vernehmen:„Ach Herr Professor, Brümmer und Schüßler sollen zum Herrn Geheimrat kommen.“ Die Südtreppe hinauf. Damals war ihre Benutzung verboten. Damals! Da liegt die alte Untersekunda b. Ihre Tür trägt heute ein anderes Schild. Für uns bleibt sie Untersekunda d. Alles ist so unverändert, sogar die Blumchenscheiben im unteren Teil der Fenster. Es riecht wie zu unserer Zeit nach ölgetränktem Fußboden, nach Tafellappen und dem Schweiß der Edlen. Und drüben, hinter den Bäumen, liegt immer noch das Lyzeum. Glückhafte Nachbarschaft. Drüben schloß der Unterricht mittags fünf Minuten später. Nicht zufällig. Wir hätten in dieser Zeitspanne weit weg sein können! Hätten können! Conjunctivus irrealis. Der letzte Blick gilt der alten Oberprima. Eine Zeit, so meilenfern, wird wieder lebendig. Die Bänke sind leer, und doch sieht man sie alle wieder hier sitzen wie dazumal. Hier war Deichmanns Platz, der so gut Griechisch konnte und dem wir nur eine kräftigere Handschrift gegönnt hätten. Hier saß Schönmüller, da vorne Henne, und hier, hier saß man selbst. Magisch angezogen, zwängt sich der Körper in die Bank.„Etwas eng geworden. Mühsam kommt man zum Sitzen. Die rechte Hand öffnet und schließt probeweise das Tintenfaß, die linke greift unter die Bank und überzeugt sich, daß auch heute nicht alle Bücher mit nach Hause geschleppt werden. Wie damals auch. Bücken in der Bank, einst beliebtes Mittel, in Gefahrmomenten drohender Fragestellung Erkältungsausbrüche kundzutun, ist heute gänzlich ausgeschlossen. Die Zeiten ephebenhafter Schlankheit— schöner Geist im schönen Körper— sind vorbei. Mit ihr die Jahre, wo man hierher gehörte. Vielleicht ist es doch ein wenig Wehmut, mit der man aus dem Raume schleicht, der ein Stück schönsten Daseins umschließt. Man scheidet mit der leisen Erkenntnis, daß man hier für immer ein Eckchen seines Herzens ließ und verlor an diese Hallen, in denen weiter die Sonne Homers lächelt, und an die Kameraden, mit denen man in wackerer Gemeinschaft Freund und Kummer getragen. Manchen werden wir gleich und heute abend umärmeln. Nach wieviel Jahren! Und wenn die Frende des Wiedersehens begossen ist, dann soll das nächste Glas erhoben sein auf das Wachsen, Blühen und Gedeihen dieser trauten Stätte, auf den Idealismus, den unvergänglichen Griechengeist, mit einem Wort, auf das Wohl unseres Bochumer Gymnasiums, und es soll geschehen, um beim Anfang zu schließen,„mit den besten Wünschen für seine Zukunft!" Dr. Karl Baals. Dei Zestanti dei Auta Nach altem Schulfeierbrauch eröffneten am Vormittag Festgottesdienste für die alten Schulangehörigen den Jubiläumstag. Ehemalige Schüler hielten die Festpredigten, in der Lutherkirche Pfarrer Kraemer (Weitmar), in der Propsteikirche Studienrat Dr. Hellmanns. Als gegen 11 Uhr aus allen Richtungen die „Ehemaligen“ der Bildungsstätte ihrer Jugend zustrebten, empfing sie das alte, vertraute Gebäude in würdigem Festgewand. Grünschmuck am Treppenaufgang, die wehende Reichsfahne im Turm gaben auch nach außen Kunde vom denkwürdigen Ereignis. Auf den Fluren die ersten freudigen Wiedersehensüberraschungen. Lautstärke und Herzlichkeit beweisen, daß Schulbankbündnisse über Entfernungen und Zeiten hinweg für ein Leben halten. Die Aula prangt in Laub= und Fahnenschmuck. Unter dem Kronleuchter erglänzt goldgelb, mit bunten Bändern geziert, das Symbol des Erntedanks, ein wuchtiger Aehrenkranz. Vor dem Rednerpult steht auf einem Sockel die Bronzebüste des Führers, ein Jubiläumsgeschenk der Vereinigung der ehemaligen Abiturienten an die Anstalt. Der große Saal ist voll besetzt, als das Schülerorchester unter seinem Leiter, Musiklehrer Haarmann, mit dem Feierlichen Marsch von Händel den Festakt einleitet. Oberstudiendirektor Schilling heißt darauf die Festversammlung, die Vertreter der Partei, der staatlichen Behörden, der Stadtverwaltung, der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Groß=Bochums, die Direktoren der übrigen höheren Lehranstalten, der Berufs= und Fachschulen, die Schulräte sowie die früheren Abiturienten und Schüler des Gymnasiums herzlich willkummen. Das erste Gedächtnis der Versammlung gilt den 30 Schülern, die von 182 aus der Schulbank in den Welkrieg gezogenen Streitern nicht mehr zurückkehrten. Oberprimaner Deisenroth spricht Stefan Georges Verse„An die Toten". Oberingenieur Bering, 2. Versitzender der Abiturientenvereinigung, widmet dem frühen Opfergang dieser jungen Helden Worte ergreifenden Gedenkens. Während sich die Versammlung erklingen noch einmal ihre nen Lehrers. Unter dem zu stillem Gedächtnis erhebt, Namen und der des gefalleLiede vom„guten Kameraden“ wird ein Lorbeerkranz an der Gedenktafel niedergelegt. Der Chor aus der Bach=Kantate Nr. 142 und der Choral„Lobe den Herrn", vom Schülerchor und Orchester kraftvoll und klangschön zu Gehör gebracht, leiten zur Festansprache des Anstaltsleiters über. Oberstudiendirektor Schilling nahm das Erntesymbol den Aehrenkranz, zum Gleichnis für die feierliche Stunde.„Auch Sie, meine Gäste, sind zu einem Erntedankfest geladen. Reich ist die Ernte, die das Gymnasium in den 75 Jahren seines Bestehens in seinen Scheuern geborgen hat.“ In großangelegten Ausführungen gab der Redner sodann ein Bild von Entstehung und Wirken dieser Anstalt, über deren Werdegang wir bereits in unserer Freitagnummer ausführlich berichteten. Er schilderte die Aufbau= und Erziehungsarbeit, die frühere tatkräftige Schulleiter in vorbildlicher Verantwortungsfreude und Zähigkeit leisteten, beleuchtete den Kampf, den die Schule um die Erhaltung ihrer humanistischen Bildungsidee siegreich führte und konnte mit berechtigtem Stolze ihren unübertroffenen ethischen Wert erweisen an den Früchten dieser Arbeit, an dem aus der Antike geschöpften Geiste des Idealismus, mit dem zu allen Zeiten die Schüler des Gymnasiums im späteren Leben für Volk und Gemeinschaft ihre Pflicht erfüllten. Mit der Versicherung, daß das Bochumer Gymnasium auf dieser Grundlage auch die vom Führer gestellte Erziehungsaufgabe. die Formung des neuen deutschen Menschen zum Menschen heroischen Geistes und soldatischer Haltung, mit Freude und sicherem Erfolge zu Wohl und Segen des Vaterlandes erfüllen werde, schloß der Redner seine leidenschaftlichen, von tiefer Berufsliebe getragenen Ausführungen. Anschließend entboten Stadtrat Stumpf selbst alter Schüler des Bochumer Gymnasiums, für die Stadtverwaltung, Oberstudiendirektor Dr. Scheidi für die übrigen höheren Schulen, für die Handelsschul Direktor Lucke und im Auftrage des Kreisleiter Riemenschneider ein Vertreter des Nationalsozialistischen Lehrerbundes der Schule die besten Wunsche für ferner segensreiche Arbeit. Als Sprecher der Elternschaft pries Landgerichtsdirektor Schulte in begeisterten Worten## das vorbildliche Zusammenwirken zwischen Lehrern und Eltern. In enger Verbundenheit mit den Eltern werde das Gymnasium im Sinne seiner in 75 Jahren erprobten Tradition der Jugend auch weiterhin die unsterblichen Worte klassischen Geistesgutes vermitteln. Dies sei sein Wunsch. In lannigen, vom Beifall der„Ehemaligen" mehr#n fach unterbrochenen Worten ließ Professor Dr.=In Herbst die Erinnerung an die Tage wachwerden, A# man mit der Antike zu Bette ging und wieder aufstan wo man für die Schwächen und Fehler seiner Lehre ein feines Auge hatte und dafür in ihrer Meinun gegenüber früheren Jahrgängen ein„kümmerlicher Engone“ blieb. Sein dankbares Lob galt der ewigen Ge dankenwelt, die uns das Bochumer Gymnasium verm telte. Namens aller früheren Schüler wünschte er d# Anstalt fruchtbringende Jahre weiteren Wirken „Möge das Gymnasium weiter bleiben, was es bisha war, ein Hort vaterländischer Gesinnung und Pflege stätte des Idealismus!" Nach Verlesung der Glückwünsche des Oberpräsiden ten der Provinz Westfalen, des Oberbürgermeisters d Stadt Bochum und des langjährigen Direktors## Schule, Geheimrat Dr. Schwarz, den Krankheit an der Festteilnahme verhinderte, nahm die denkwürd## Feierstunde mit den Nationalhymnen ihren Ausklang. Anne Karine schnitt ##en, Tannenzweigenf weki als „Erst probieren“, ko Karine mußte sich Der Festkommers am Abend im Parkhause, staltete sich zu einem eindrucksvollen Erlebnis. berichten darüber in der morgigen Nummer. Festabend der ehemaligen Schülerinnen des Staatlichen Hildegardis=Oberlyzeums fnne Na ung v „Jetzt ich!“ Die Generalin schürz auf den Sitz. De als er ihre fle in streckte sie zwei sol ken heraus, und los Langsam und sicher sah sich vergnügt ne um, die in vo was riser„Mama, schnarrte eine #en Hügels her. auf— die Zuchtr Da standen zi purtbäirichen=owsten un den“; er stan um den Zeigefinger. und Beikul der 7 Wien Blick uin antw sneser, uach der 5se, ist geradegu Im Rahmen der 75=Jahr=Feier des Staatliche Hildegardis=Oberlyzeums fanden sich Samstag nachm tag die ehemaligen Schülerinnen der Anstalt und## Schule zu einem gemütlichen und zwanglosen Tresse in den Sälen des Parkhauses ein Vor allen Din#ndere war höhe wurde von den ehemaligen Schülerinnen der Ans##einen runden, di die anläßlich des Festes ins Leben gerufene Gründu#######schen grau an den der„Vereinigung ehemaliger Schüler!##einem bläulichen S nen des Staatlichen Hildegardis=Obel# braune Augen. lyzeums“ begrüßt, und die gehobene Stimmung######d und Beirat der nur zu gute Kunde über die Freude dieser Neugr#ie Generast der dung, deren Hauptziel es ist, die Verbindung über Schulzeit hinaus mit der Anstalt lebendig zu erhen Vor allem war es die ehemalige Schülerin der Fräulein Hünnebeck, die sich für diese Neugrh##s ist geradezu ufer mit ihrer ganzen Kraft einsetzte. In herzlichen####es ausdenken kann gedachte sie der alten Schülerinnen, die gleich ihr##iert an ganzem Herzen, an dieser, ihrer alten Schule hang# gra: den Pdvoka und gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese neu Leben gerufene Vereinigung das Band der Liebe alten Schule enger knüpfen möge. Im Anschluß dar begrüßte der komm. Direktor der Anstalt Stra##n mann die ehemaligen Schülerinnen aufs wärmste. Wie auch am Vorabend fanden die ChorOrchestervorträge dankbare Aufnahme. Vor alleg es das entzückend gespielte Tanzmärchen vom### brödel, das wahre Stürme der Begeisterung bei den##n schauerinnen zu entfachen wußte. Nach einem sehr schen Volkstanz, von den ehemaligen Schülerinnen geführt, blieben die Teilnehmerinnen noch einige den bei Musik und Tanz beisammen, gab es de#### allem bei den älteren Schülerinnen, manche erinnerung auszutauschen. Noch lange wird dieser Festabend in der Erinnerung der ehemaligen Sch rinnen wach bleiben. her Adoos A0pota Freuns: kat Remer = oteunoin hinüber. Provo, Generalin! slein vamm wandte Wenn glloden schiefe Perigte ur wäre das Feuerten Parien wod cden e Buristen waren bald leicht“ antmartet muß usvortere Wen in Threr doch n Cousinen, die Komt II r: Pries 1 den: Leicht nktsieger Li hwedel (WE.)— von Meierz Punktsiege lighow(H. r(.): Siteite 11 Nr. 235# Bochumer Anzeiger 7 Montag, T. Oktober 1933 Ainlerhunuug Der KLeine Organist7Von Werner Klähn ele nislehrer. iislehrer, die nd nunmehr hen Schluß. lden durch n. Deutschen Amerikaner inen Lands:7 und geen mit 611, in die Weltrwiesen sich ir mit 634 Vor 150 Jahren wurde am 6. Oktober der Komponist Methfessel geboren, dessen volkstümliche Weisen in das Liedgut des deutschen Volkes eingegangen sind. Eine schläfrige Stille lag über dem ganzen Raum, eine kleine, unruhige Fliege summte ziellos hin ### Vor dem hohen Notenpult, das nahe beim Fenster #nd, saß Kantor Methfessel, der Schulmeister von Stadtilm. Er lächelte versonnen auf das jüngste seiner #blreichen Kinder, auf den kleinen Albert, herab, der ### seinen Füßen saß und in einem Notenbuch blätterte. Der Kantor beschäftigte sich seit Wochen neben seiner chwerlichen Schultätigkeit mit Händelscher Musik. send für Abend war er in die Stadtkirche hinübersangen und hatte auf das fleißigste geübt. Und die##kleine Bursche da, der erst zehnjährige Albert, hatte Inn auf seinen Knien gesessen und mit kullernden Augen aufmerksam zugehört, daß sie dann und wann gar erhändig spielen konnten. Am heutigen Samstag nun, beim festlichen Abendtesdienst, wollte der Kantor den Stadtilmern HändelMusik vorführen. Seine Frau war mit den andern Kindern zum eim gegangen: deshalb herrschte eine ungewohnte Sille in dem geräumigen Hause. Es war noch eine gute Stunde hin bis zum Beginn Gottesdienstes, und der Kantor war müde, so schreck5 müde, daß ihm der Kopf vornüber sank. Nie war di. Kirche voller gewesen als an jenem ge. Nach den warmen, zu Herzen gehenden Worten —. Pfarrers, klang die göttliche Musik des Händelschen ie Mindener###ssias auf. zi#ei# Ergriffen lauschten die Zuhörer auf die Pastoralder undani,p##tung zu dem Rezitativ.„Es waren Hirten auf vor, sie zu Felde“ und die darauf folgende Kavatine wurde Linksaußer tiefer Andacht aufgenommen. Was aber die musikverständigen Stadtilmer am meiüberraschte, war neben der Sicherheit des Vortrages verhaltene Leidenschaft, die gleichsam den ganzen sen Raum mit ihrer Glut durchzitterte. Sie kannten ihren alten Schulmeister nicht wieder, hatte alle Schranken zerbrochen. Als der letzte Orgelton verklungen war, ging der Astor gemessenen Schrittes, innerlich seltsam beschwingt, ###em Organisten ein Wort des Dankes zu sagen. Motta Er klopfte ihm freundlich auf die Schulter und wandte sich zur Tür. „Gute Nacht denn, Herr Kantor; ich werde dafür sorgen, daß sich die Behörde an Sie erinnert.“ Mit einem vielversprechenden Augenzwinkern verschwand er. Der alte Methfessel griff sich an den Kopf. Mein Gott, träumte er denn? Er hatte die Abendandacht verschlafen— und nun lobte man ihn noch! „Sei nicht bös’, Vati“, sagte eine kleine, schüchterne Stimme hinter ihm,„du hast so schön geschlafen, da wollte ich dich nicht erst wecken. Und weil ich doch das Stück so oft hab' spielen hören, dachte ich, das würde ich wohl auch können. Schnell bin ich zur Kirche hinübergelaufen und habe mich an die Orgel gesetzt. Und wie ich zu Ende war, bin ich gleich wieder fortgerannt.“ Der Kantor legte wortlos die Hände auf den Wuschelkopf des Kleinen; die Tränen standen ihm in den Augen. Und für Minuten ahnte er heimlich, daß dieser Junge einmal eine große Mission erfüllen würde. Und er hat sie erfüllt— neben vielen andern Werken schenkte er seinem Volk die unsterblichen Melodien: er Gott, der Eisen wachsenließ“,„Hinaus in die Ferne“,„Stimmt an mit hellem hohen Klang"... Dei Jeheussee arrer Weiskeit E. v. ktollander-Losson F aftsgewichts. letzte Mam r(München fund genom wandfrei zu zegen gelang a, daß seine teil kam und it 3650 Pfund ugusta Augssem Organisten ein Wolk des Bankes zu sagen. Aber der Kantor hatte seinen Platz schon verlassen. #r Pfarrer kam ebenso wie mancher der dankbaren ##hörer zu spät. r 1200 Besterschaft in er zehnfache ind Augus sgemäß gab sich im Ver — München migen Drü######ussich schritt holt, so konn### Nachdenrlich schritt er zum Schulhause hinüber. Das ehr erreiche###eitszimmer des Kantors war erleuchtet. bungen noc### Auf dem dunklen Flur blieb der Pastor einen Augen## unbeweglich stehen. Kein Ton war im ganzen ##use zu hören. Er klopfte an die Tür des Arbeitszimmers. Keine Antwort. drückte er die Klinke nieder. Das Bild, ## sich ihm bot war höchst seltsam. # Der Kantor Methfessel, derselbe, der noch vor einem erteistundchen drüben in der Kirche den Messias vortagen hatte, saß da unbeweglich an seinem Notenst und— schlief. „Mein lieber Methfessel", begann der Pfarrer be## g. Da. fuhr der Kantor verdutzt hoch. Er warf #n vla uuf die Uhr und wurde ganz weiß. „Lieber Herr Kantor", setzte der Pastor von neuem „das werden wir Ihnen nie vergessen!“ Zeheite u— Entschuldigung, Hochwürden, aber 60., dat mich so blöslich überfalen. lachte der Pfarrer,„jetzt entschuldigt er e.„Seien Sie unbesorgt, mein Guter. Wer En einnickensaht, der darf schon mal ein paar Mir. Scheidi Handelsschule Kreisleiter sozialistischen se für ferner rnschaft pries erten Worten Lehrern und Eltern werde ahren erprobdie unsterbtitteln. Dii ligenz mehr sor Dr.=Ing ichwerden,# der aufstan seiner Lehre rer Meinung nerlicher Er r ewigen tsium verm inschteer# en Wirkendas es bisha und Pflege Oberpräsiden rmeisters d Direktors Krankheit an denkwürdi Ausklang. Be. Parthaube u lebnis. r. Der Sultan Abdul Hamid III. hatte Audienz gehalten. Sie waren zu ihm gekommen mit allen möglichen Bitten und Anliegen. Er hatte Strafen angedroht und Gnade walten lassen, und viele, viele verließen befriedigt seinen Palast. Aber die Stirn des Sultans war umwölkt. Er wandte sich zu seinem Großwesir. „Ihr hattet den Derwisch Nadir al Raza, den man den Weisen, nennt, herbringen wollen. Ich sah ihn nicht bei der Audienz!" Tief verneigte sich der Großwesir.„Der weise Derwisch wird erscheinen, wenn ihm ein Sack mit Gold zugesagt wird. Dafür will er Eurer erhabenen Majestät den Schlüssel zu aller Weisheit einhändigen, wie er sagt!“ Der Sultan strich sich bedächtig den Bart.„Einen ganzen Sack voll Gold? Und dafür den Schlüssel zu aller Weisheit?“ Es war, als wäge er in seiner Seele die beiden Dinge gegeneinander ab. Für einen Sack voll Gold konnte man viel kaufen: Edelsteine, Brokat, kostbare Gewebe, Elefanten und seltsame Dinge mancherlei Art. Aber der Schlüssel zu aller Weisheit... war er nicht viel mehr noch wert? Konnte sich der Herrscher eines Landes nicht glücklich preisen, wenn er diesen Schlüssel besaß? „Schafft mir den Mann herbei!“ befahl er kurz. „Sein Angebot ist angenommen. Stellt den Sack voll Gold bereit— er soll mir den Schlüssel der Weisheit ausliefern!“ Nadir al Raza erschien vor dem Sultan. Ungeduldig sah dieser ihm entgegen.„Nun, guter Nadir, so übergib mir denn den Schlüssel, den du mir versprochen hast“ Der Derwisch lächelte hinter seinem langen Bart. „Meine Träger warten vor den Toren des Palastes. Laßt ihnen den Sack voll Gold einhändigen, großmächtiger Herr, dann werde ich Euch mein Geheimnis anvertrauen und der Schlüssel zu aller Weisheit soll Euer sein!“ Einen Augenblick zögerte der Sultan. Aber seine Begierde, das Geheimnis des Weisen zu erfahren, war größer als seine Vorsicht. Er gab seinen Höflingen einen Wink. Der Sack mit Gold wurde den Trägern des Derwisches ausgeliefert. Bald hörte man das Geklapper ihrer Holzschuhe auf dem Wege sich entfernen. Erwartangsvoll beugte sich der Sultan vor.„Nun weiser Nadir, dein Geheimnis?“ Der Derwisch verneigte sich so tief, daß der Rand seines Turbans den Boden berührte: Großmächtige Majestät! Der Schlüssel zu aller Weisheit sei Euer! Merkt auf: Was Ihr auch tut, bedenket, was Ihr tut!" Es blieb nur eine kleine Weile still. Verdutztheit malte sich auf allen Gesichtern. Dann aber lachte der Großwesir schallend auf, so daß sein dicker Bauch zu wackeln begann, und einer der Höflinge nach dem andern stimmte in das Lachen ein. Daß der Graubart so ein Spaßvogel sein würde, hatte keiner gedacht. Aber die Stirn des Sultans runzelte sich. Verweisend blickte er zu den Höflingen hinüber. Der Bauch des Großwesirs hörte auf zu wackeln, das meckernde Lachen der Höflinge verstummte. Die Schadenfreude in ihren Mienen erlosch, denn einige hatten in ihren Gedanken den vorwitzigen Graubart, der den Sultan selber zur Zielscheibe seines Witzes genommen, schon am Galgen baumeln sehen. Aber die Miene des Sultans ließ erkennen, daß sein Zorn sich nur gegen die Lacher richtete, nicht gegen den weisen Derwisch. Wie durften diese Narren sich einbilden, auf seine Kosten lachen zu können? Nie und nimmer würde er zugeben, daß er sich von einem listigen Schlaukopf hatte übertölpeln lassen! Jetzt mußte gute Miene zum bösen Spiel gemacht werden.„Ihr Dummbärte“, sagte er verächtlich, „ihr seid zu töricht, um die Weisheit dieser Worte zu erfassen! Aber ihr sollt sehen, wie euer Herr und Sultan das Geheimnis des Weisen zu ehren weiß!“ Und er gab Befehl, die Worte: Bedenke, was du tust!" mit goldenen Lettern an die Wände seines Palastes zu malen. Kein Raum war so klein, daß er nicht diese leuchtende Inschrift bekommen hätte. In Schüsseln und Tellern wurde das Weisheitswort eingegraben— es gab bald keinen Gegenstand im ganzen Schloß mehr, der leer ausgegangen wäre. Den Derwisch beschenkte der Sultan reich und erwies ihm besondere Gnade. Gegen die Höflinge aber, die gemeint hatten, über ihn lachen zu können, war er streng und unduldsam und machte sich viele von ihnen zu Feinden. Und so kam es, daß einer von ihnen für erlittene Unbill sich zu rächen beschloß und unter den Unzufriedenen im Lande Anhänger und Mitverschworene warb. Sie beschlossen, den Sultan aus der Welt zu schaffen. Während sie berieten, wie die Tat auszuführen sei, kamen sie auf den Gedanken, den Barbier des Sultans zu bestechen, der eines Tages bestellt wurde, um dem Herrscher Blutegel zu setzen. Der habgierige Barbier ließ sich den klingenden Lohn für die geplante Tat auszahlen. Dann betrat er mutig und entschlossen den Palast. Aber von der Wand des ersten Gemaches, das er betrat, leuchteten ihm in goldener Schrift die Worte entgegen:„Bedenke, was du tust!" Der Barbier erschrak. Was mochte das zu bedeuten haben? Er kam packte ihn Entsetzen. Es konnte wohl nicht anders sein, als daß der Plan verraten war! Sicherlich wußte der Sultan alles! Das einzige, was ihn vielleicht noch retten könnte war ein freimütiges Geständnis. Er stürzte zu dem Sultan, warf sich ihm jammernd zu Füßen und bekannte, daß er die Hand gegen die erhabene Majestät hätte erheben wollen. Der Sultan begnadigte ihn, ließ die Verschwörer hinrichten und gab dem Derwisch einen hohen Ehrenposten, denn das eigene Leben ist mit einem Sack voll Gold nicht zu teuer bezahlt! Ein Fisch schläst leit vier Jahren Bei dem afrikanischen Lungenfisch ist die Schwimmblase so eingerichtet, daß sie als Lunge funktioniert, wenn der Fisch außer Wasser ist. Sobald die Trockenzeit herannaht und viele Gewässer austrocknen, gräbt sich der Lungenfisch in den Schlamm ein und verfällt in Erstarrung. Dieser„Trockenschlaf“ dauert für gewöhnlich ein paar Monate, bis zum Beginn der Regenzeit. Um nun zu erforschen, wie lange man diesen Schlaf künstlich verlängern kann, hat man im medizinischen Laboratorium der Universität Newyork ein interessantes Experiment angestellt. Einen Lungenfisch, der sich vor vier Jahren in den afrikanischen Schlamm eingegraben hatte, hat man bis heute unter den gleichen Feuchtigkeits= und Temperaturverhältnissen gehalten, und der Fisch hat sich vollkommen auf diesen Dauerschlaf eingestellt. Er ist bis heute noch nicht aufgewacht, eine stete Beobachtung ergiht aber, daß er noch am Leben ist. schottisch Ein Schotte wurde gefragt:„Nun, und was macht der edle Fußballsport?“ „Unsere Stadt hat ihn aufgegeben.“ Ihre Stadt hatte doch eine fabelhafte Fußballmannschaft! Haben Sie denn vollkommen die Begeisterung verloren?“ „Die Begeisterung nicht, aber— den Fußball!“ Zuchstalen-Doppeltätsec ab deeee g 1 I mmm nn o rrrrrr un Aus vorstehenden 24 Buchstaben sollen acht aus je drei Buchstaben bestehende Wörter gebildet werden. Dieselben bezeichnen: Nebenfluß der Drau Getrünk Artikel Artikel Wasse Biblischer Name Stadt in Italien Göttin in ein zweites Gemach und las auch hier die gleichen! Setzt man vor jedes dieser Wörter zwei der nachWorte.„Bedenke..“ Sollte das nur ein Zufall stehend angegebenen Buchstaben, so entstehen Hauptsein, daß diese Worte hier an der Wand standen? Als wörter, deren richtig geordnete Anfangsbuchstaben einen znne Karine Torvin ihm aber dann ein Gefäß gereicht wurde, das er für seine Hantierung brauchte, und er auch auf diesem Ges fäß die gleichen Worte las„Bedenke, was du tust!“, da görter, deren richtig geordnete Anfangsbuchstaben einen Komponisten nennen.— Die vorzusetzenden Buchstaben aaa c ce hh mm unn s t u 2 äh ung von Barbra Ring staatlichen Staatlichen Stag nachnit stalt und di# losen Treffen allen Dinae der Anstah ne Gründun Schülerin #.- Obe timmung ser Neugry uund Aber. u zu erhauen n der Schul Neugründun lichen Wort gleich ihr m chule hange siese neu der Liebe nschluß, dar alt Stratt wärmste. e Choror allem vom Asctz abei der un nem sehr lerinnen nH einige es Be up janche rd dieser ligen Schu schnitt und schleppte zusammen, was ###aurerzweigen finden konnte, und häufte es auf „Erst probieren“, kommandierte die Generalin, und Karine mußte sich setzen. Das Bündel trug sie Jetzt ich!“ s. Heueralin schürzte die Röcke und setzte sich rittAnen als an 6. Der, Reisighaufen sank kläglich zuiun streckte sie zmei fleischvolle Persönlichkeit empfing. Nen heraus uan solide, hellgraue Waden zu beiden nen Fraus, und los ging's. Fszssam und sicher rutschte sie den Hügel hinab. Une um zierenügt und triumphierend nach Anne um, die in vouem Lauf ihr nachgesprungen eaßer schngrrte. soll denn das nur wieder Vien Hägels her.“ Harse Stimme von Gipsel bes Pauf. Da standen Anne Karine und i blassen is zwei Herren. Ein schlanker mit zur bärichen Lesicht und einem ganz kleinen um den Zeigesingern d und drehte seinen Klem#fandere war höher gewachsen, breitschultrig, mit Wtischen arau. un“. Lopf, kurzgeschoren und ###inem bräutn den Schläfen. Er war glattrasiert, D braune Rugen, Schimmer am Kinn und hatte Bud und Beirat der&a; war Advokat Remer, der Wie Generalin 0gens. fen Blick nach grtrafe“e nicht, schoß bloß einen Kneiser.— ver saztanken, eleganten Gestalt mit hles ausbenken, kann. Prau Mama De Ghaedea Posatet, d u Freundin hinüihzer. oen Hut zu seiner Bravo Generalin! Besser brotlos als ratlos“ flein Zar'n wandte er sich mit seinem seinen, ein Wenn alled'g, shiesen Lächeln Otar sserigkeiten 9 graddurch und unbeirrt durch alle wäre das gteuerten wie Ihre Frau Mutter,— Puristen mns sehr viel leichter zu leben. Und Lohren aren bald überftüsig. leicht= nachlten Angehörigen macht sie's wahrlich r, untwortete Otar bitter.„Ein Atom Rücker 15 Se sinen, derben Wesen zu leiden haben. Von mir selbst gar nicht zu reden.“ Advokat Remer sah auf. Er sah amüsiert aus. „Immer ruhig Blut, mein lieber Mogens. Sie sehen ja doch, wie beliebt Ihre Mutter hier oben in viesen paar Tagen bereits geworden ist trotz ihres— das räume ich ein— etwas gefährlichen Mundwerkes. Und Ihre Karriere ist ja doch gesichert. Als Sekretär im Auswärtigen Ministerium sind Sie vorgemerkt für eines der besten Konsulate, sobald eins frei wird.“ Das Lächeln des Advokaten wurde noch ein klein wenig schiefer und die braunen Augen noch freundlicher. Aber Mogens sah das nicht, denn der Advokat war bereits ein gutes Stück weiter unten, um der Generalin den Hügel hinaufzuhelfen. Er bot ihr den Arm. Otar kam nach, und die Generalin stellte die Herren Anne Karine vor. „Corvin? Ich hatte neulich das Vergnügen, für ein Fräulein Corvin ein Waldgeschäft zu ordnen.— Vermutlich Ihre Tante, mein gnädiges Fräulein?“ sagte Advokat Remer.„Das ist die kurzangebundenste Dame, die ich mein Lebtag getroffen habe. Man merkt sofort, daß sie ein langes Leben durch befohlen und regiert hat.“: Er wandte sich an die Generalin und Otar. „Hören Sie ist das nicht das Ideal eines Geschäftsbriefes: Ich kaufe den Lonnwald, wenn ich ihn für den und den Preis kriege.“ Name drunter. Punktum.“ Alle lachten. Anne Karine sah den Advokaten an mit Augen, die vor Vergnügen tanzten. ## Jg, Briefe schreiben tut sie nicht gern, die Tante“ rüchte sie. Dun= Matthias Corvin hat doch gar keine Schwest..“ fing die Generalin an.„Au, mein Fuß, Kind, Sie treten mich.“ Otar Mogens sah ihn neugierig an. Er hatte Remer sescen i Pats Herr...: Dame in dem Alter bemühen Herr Advorat interessierte sich überhaupt nicht sehr für Damen. Er stand sogar im Verdacht, ein ttein wenig Weiberfeind zu sein. " Otar selbst war über die Maßen liebenswürdig gegen Fräulein Corvin— die Erbin von Näsby. Otar Mogens konnte die alten Fingern aufzählen—„ damit her.“ Familien des Landes an den sagte Anne Karine unschuldig. % 44 „Wirklich? Pardon“, sagte Anne Karine un „In meinem Beruf lernt man Damen, die sich kurz id bündig ausdrücken, schätzen“, fuhr Onkel Remer fort.„Ich würde wirklich der Dame gern mal hochachtungsvoll die Hand drücken.“ Anne Karine zögerte ein Weilchen. Dann schnappte sie nach den Fingern des Advokaten. ga Pittschön“, sagte sie.„Ich bin nämlich meine Es dauerte ein Weilchen, ehe der Advokat sich von seinem Erstaunen erholen konnte. Er sah voll Interesse dieses achtzehnjährige Backfischchen an, das auf eigene Faust Wälder kaufte. „Mein Gott, sö'n kleines Häppchen. Das Geld hatte ich von meinem Onkel gekriegt, als er seinen Hof verkaufte.„Wälder sind sichrer als Banken“, s ote N Karine ruhig und erfahren. danten“, fügle Anne Paul Remer plauderte weiter mit der jungen Dame. Er besaß eine Art von Beredsamkeit, die seine Zuhörer ganz vergessen machen konnte, was sie selbst eigentlich sagen wollten. Jetzt amüsierte es ihn diese Beredsamkeit man doch weniastens auf das Schickliche ihm aing, sch eutalten, das da neben in ihrer Stellung. Sie sehen ja selbst, wie Augen und wi edm voroengte und mit klaren, klugen aubnen die Komtesn Wind, unter ihrem allzullauschie. neinen, verständnisvolen Venertunden #„Mein Sohn ist unparteisch. Er macht allen den J.### ohne Rücksicht, auf Alter oder Aussehen—, wenn sie bloß den höchsten Rangklassen angehören— oder mit dem Auswärtigen Minister vervettert sind“, pflegte die Generalin zu sagen. Aber die Generalin sagte ja so manches ings ihren Sohn Otar kränkte. Somn Otar erbot sich, Fräulein Corvin mit den Komtessen Wind bekannt zu machen. maunsch dauke: Fräulein Corvin hatte nicht den „Sind das nicht die beiden Bramaputrahühner, die immeg gn„Essen, berumstochern? Und Gesichter machen, 118.00 schiecht schmeckte? Dankte für Obst. Ich bleibe überyaupt nur ein paar Tage hier— bloß Vater zuliebe. Vater ist nämlich selber nie auf'nem SanaEr stellt, sich darunter gewiß, was furchtbar Amüsantes vor. Danre. Ich will am liebsten Pit.„Ihrer Mutter zusammen sein— und Advokat gehören der vornehmsten dänischen Aristokratie an. Ich schätze mich glücklich, sie Cousinen nennen zu dürfen", antwortete Ota Mogens stei und vornehm. 4 Mogens " Daß ein Sanatoriumsgast abschlug, zwei lebendigen zromtessen vorgestellt zu werden, das war in seiner Praxis noch nicht vorgekommen. Das ging über seinen Horizont. Außerdem sollte eine Corvin doch die rechten sozialen Begriffe haben. Da war natürlich wieder Mama mit ihrem Mundwerk um die Wege gewesen. Das den Komtessen und ihrer Tante war nenmen nicht eigentlich eine Busenfreundschaft zu Die Komtessen waren entsetzt, so wie Tante Rosa nur den Mund öffnete. Und Tante Rosa pflegte zu die beiden Windspiele erinnerten sie an zwei Rasiermesser; alles, was ihnen in handgreifliche Nähe kam, zerschnitten sie in tausend Stücke. Form der Konversation ist, sich zu mokieren. Und##. machen sie nicht mal amüsant, sie sticheln nur. pfur Deuvel“, sagte Tante Rosa. ., Jesnesuhrte die Unterhaltung auf den Grimshof, das #####t# Onkels, und Anne Karine gab sachverständig Bescheio über Land und Waldbesitz. Aber von Peter Suilen wollte sie nichts wissen. „Das einzige Mal, daß ich mit ihm sprach, log er Beben ii Leuig wo sie es gar nicht nötig ugen zehnmal so toll, wenn sie was zu verhehlen haven, vurauf können Sie Gift nehmen“, sagte Anne Karine altklug.„Na ja, Sie werden's ja selbst rauskriegen, daß da was mulmig ist. Mannsleute lügen so dumm, wissen Sie.“ Advokat Remer ging mit der Generalin hinterher. Er sah immerzu die biegsame junge Gestalt da vor sich— und in die braunen Augen kam ein ganz klein „Wenn ich doch zehn Jahre jünger wäre“, sagten es war weiß Gott nicht weitsbewußt, daß se was sagten. Advokat Remer hatte auf dem Zimmer der Generalin eine Unterredung mit ihr und Otar gehabt. Er hatte ihnen mitgeteilt, daß auf seinem Bureau in der Stadt die Nachricht eingetroffen war, daß Barten Mogens in Rom ganz plötzlich gestorben war. Und er, Advokat Remer, habe das Testament in Verwahrung. Barten Mogens hatte den Grimshof und all sein Besitztum— wovon übrigens herzlich wenig übrig war— seinem Schwestersohn, Nils Barten Mogens Petersen vermacht, der von seinem zehnten Jahre an als Waise im Haus der Generalin Mogens gelebt hatte bis er vor zwei zug See ging. Er sollte das Erbe antreten unter der Beoingung, daß er sich nur Mogens nenne und festen Wohnsitz auf Grim nehme. Denn Barten Mogens hatte einen Riecher davon bekommen, daß Snilens Finger von der Sorte waren, was an denen leicht was kleben blieb. Wenn Nils nicht auf Grim wohnen wollte, dann sollte das Gut lieber gleich verkauft und das Geld unter die Erben verteilt werden. Otar war wahnsinnig enttäuscht. Er ging mit langen Schritten in seinem Zimmer auf und ab, der Klemmer schnurrte in rasendem Tempo um den Zeigefinger. Er hatte Onkel Barten Aufmerksamkeiten erwiesen, wie sie sonst nur den höchstgestellten Personen zuteil wurden. Durch lange, entsetzliche Konzerte hatte er sich an seiner Seite durchgeödet. Sogar Vegetarianer war er acht Tage lang gewesen— bloß um Onkel Barten zu gefallen. Der Grimshof war in all seinen Zukunftsplänen immer der sichre, solide Hintergrund gewesen. Und nun hatte dieser Onkel ihn recht und schlecht um sein rechtmäßiges Eigentum betrogen. Hatte es Nils er.bloß als kleinen blöden Dicksack gekannt hatts Vils, der nur in den Ecken rumdrückte und Nägel Jute., Das tat er übrigens noch. Und der sollte nun als neprasentant der Familie Mogens gelten. Ziagetgr WeT, schuag den Lehnstuhl. Er steckte eine wak“ Est war... u is überlegen, was zu tun ihm völlig klar, daß der vermeintliche Erbe des Grimsyofes im gesellschaftlichen Leben eine ganz andere Persönlichkeit war als der arme Ministerial= kretär.— Wenn er auch zehnmal der Sohn des Generals Mogens und Protegé des Ministers war. reiche Partie? Selbstverständlich. Aber wen? Vielleicht das Provinzgänschen mit der gellenden und den Stirnlocken— und der halben Milion? Nein, Gott sei Dank! So tief brauchte man denn doch noch nicht zu steigen. Der arme Leutnant Melborn mußte sich ja mit ihrer Schwester und ihren ordinären Manieren schleppen— ein abschreckendes Beispiel. (Fortsetzung folgt.) Seite 12 Nr. 235 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, T. Oktober 1935 aus Groß=Bochm ite 13 Nr. 233 Ausnahmesonntag Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Auf Grund des§ 105 d Absatz 2 der Reichsgewerbeordnung wird für die zum Polizeipräsidialbezirk Bochum gehörigen Städte, umfassend die Stadtkreise Bochum, Wattenscheid, Herne, Wanne=Eickel, Castrop=Rauxel und Witten, der 27. Oktober 1935 (Sonntag vor Allerheiligen) allgemein als Ausnahmesonntag bestimmt. Der Geschäftsverkehr ist an diesem Tage von 14 bis 18 Uhr zugelassen. Opfer des Verkehrs Am 4. Oktober wurde auf der Dorstener Straße ein Schüler von einem Personenkraftwagen beim Ueberschreiten des Fahrdammes angefahren und zu Boden geworfen. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und wurde in das Elisabethkrankenhaus eingeliefert. Am gleichen Tage wurde auf der Wittener Straße ein Mädchen von einem Personenkraftwagen angefahren und etwa 5 Meter mitgeschleift. Es erlitt hierbei Verletzungen am rechten Knie und rechten Unterarm und eine Gehirnerschütterung. Es mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Sturz von einem Einen folgenschweren Srure Fahrrade machte am Samstag mittag auf der Fahrendeller Straße der Buchhalter Albert H. Infolge eines Vorderradschadens stürzte er über den Lenker hinweg auf die Straße und fiel dabei so unglücklich, daß er sich außer erheblichen Verletzungen das rechte Auge derart verletzte, daß es auslief. Platzkonzert für das WHW. Eine große Zuhörermenge fand sich Sonntag mittag auf dem Rathausvorplatz ein. Das Trompeterkorps des 15. Reiterregiments aus Paderborn, das Samstag das Festkonzert der ehemaligen 8. Husaren auf dem Schützenhof bestritt, konzertierte dort zu Gunsten des Winterhilfswerks. Auch hier wurden die prächtigen Marschweisen begeistert angehört. Volkswallfahrt nach Stiepel. Rund 1000 Pilger fanden sich mit wehenden Bannern und Wimpeln am Gnaden'irchlein ein, das sich in seinem schönsten Festschmuck zeigte. Beim Festhochamt hielt die Festpredigt Redemptoristenpater Averesch vom Bochumer„MariaHilf"=Kloster. Der Mittagspause folgten marianische Gebetsübungen, deren Anschluß eine Sturmandacht mit jakramentaler Lichterprozession bildete. In Prozessionsordnung, wie man gekommen, ging es wieder heimwärts. Eine Dankstunde mit Tedeum in der Klosterkirche beendete den Pilgergang. Geschäftseinbruch. Am 28. September, zwischen 13.30 und 14.30 Uhr, wurde in dem Geschäft Eickmann an der Bongardstraße eingebrochen und aus der Kasse durch Erbrechen derselben ein Geldbetrag entwendet. Kleine Aeirungen aus ven=Siadnenen Stadtteil Hamme chum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 242, von jeder Polizei= und Gendarmeriedienststelle und Im Silberkranz. Am Sonntag begingen die Eheleute Bernard Brakes und Frau, Franziska geb. Völker, Heidestraße 112, ihr 25jähriges Ehejubiläum. Schwer verbrüht. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich in einem Hause an der Maarbrücke am Samstag vormittag. Während die Großmutter mit Waschen beschäftigt war, betätigte sich die Frau des Arbeiters mit Reinigungsarbeiten. In einem unbewachten Augenblick fiel das dreijährige Kind in einen mit kochendem Wasser gefüllten Eimer, der von der Mutter in die Küche gestellt worden war. Das Kind erlitt erhebliche Verbrennungen am ganzen Körper, besonders an den Händen, so daß es dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Stadtteil Riemke Hohes Alter. Seinen 76. Geburtstag feierte am Sonntag in Frische und Rüstigkeit der bei seiner Tochter auf der Herner Straße wohnende Reichsinvalide Peter Radeck. Reichsbetriebsgemeinschaft Druck. Die Deutsche Arbeitsfront, Reichsbetriebsgemeinschaft Druck(Kreis Bochum) hielt am Samstag nachmittag im Lokal Hahnefeld, Hermannshöhe, eine gut besuchte Versammlung ab. Nach kurzen Begrüßungsworten des Kreisbetriebsgemeinschaftswalters Jenke sprach Pg. Hanwar (Gerthe) in längeren Ausführungen über Wesen, Aufbau und Ziele der Deutschen Arbeitsfront. Zum Punkt Lohntariffragen, die der Redner in seinem Vortrage gestreift hatte, sprach auch Jenke noch einige Worte. Fachschaftswalter Hohmann gab alsdann das Programm für die Winterschulungsarbeit bekannt, das eine Menge von Kursen vorsieht. Aus der Mitte der Versammlung vorgebrachten„Würschen, nahm, sich Prgie; betriebsgemeinschaftswaler Jenre wiuig an. einem Sieg=Heil und dem Horst=Wessel=Lied schloß die Versammlung. Elternabend. Der Christliche Verein Junger Männer veranstaltete am Sonntag in Anwesenheit des Bundesgauwartes Porsch aus Solingen einen Elternabend. der durch vielerlei Darbietungen ausgefüllt war. Im Mittelpunkt des Abends stand die Einfuhrung des neuen Stadtteil Hofstede=Marmelshagen SA.=Fest in Marmelshagen. Der Sturm 12/457 der SA. veranstaltete am Samstag abend im Saale Bergmann einen Kameradschaftsabend, der sich eines guten Besuches erfreute und mit verschiedenen Märschen und Soldatenliederpotpourris seine Einleitung fand. SA.= Mann Fronz sprach mit guter Betonung einen Prolog, wahrend Obertruppführer Wiemers die Begrußungsansprache hielt. In bunter Folge wechselten dann musikalische und gesangliche Darbietungen des MGV.„Einigkeit". Ausschießen einiger Gegenstände und ein gemutliches Beisammensein beschlossen den in allen Teilen schön verlaufenen Abend. Stadtteil Bergen Wirtschaftseinbruch und versuchte Brandstiftung In der Nacht zum 4. Oktober drangen Diebe nach Beschmieren mit Schmierseife und Eindrücken einer Fensterscheibe in die Wirtschaft Karl Feierabend, Bergener Straße 139, ein und entwendeten etwa 1300 Zigaretten der Marken Ulmenried, Ova, Güldenring und vom Geschädigten selbst entgegengenommen. Stadtteil Harpen Hochbetagt. Die Ehefrau des Invaliden Wilhelm no Elisabeth geb. Münzel Im Prattort 9. Harinn, echweng, Ig., Mungen, Im Fralzut9, Geschichtstafel 7. Oktober. uftschiffbaui 1794 wurde der Dichter Wilhelm Müller als eines Schneidermeisters in Dessau geboren. A# riker trat er zuerst mit den„Müllerliedern“ ben die jedoch ihre Volkstümlichkeit, wie z. B. Brunnen vor dem Tore" wesentlich Schubertz tonung verdanken. Seinen eigentlichen Ruhm gründeten mehr die Griechenlieder in einer der Griechen Freiheitskampf alle Welt bewegte. 1862 wurde der Schriftsteller Otto Ernst(eigentlicho Schmidt) in Ottensen geboren, 1883—1900 Voltzi# lehrer in Hamburg und bekannt seit 1901 durch Komödien„Flachsmann als Erzieher“ und spätn „Asmus=Semper=Romane“. Personalnachrichten Ihre silberne Hochzeit feiern heute der Straßenbkontrolleur Adolf Beermann und seine Anna geborene Herbig, Hofsteder Straße 55. Ihre silberne Hochzeit feierten gestern die Johannes Odenbach, Blücherstraße 11. vollendet heute ihr 74. Lebensjahr in beneidenswerter geistiger und körperlicher Frische. Sie wurde am 7. Oktober 1861 zu Wolveshausen, Kreis Hersfeld in Hessen, geboren. Ihr Ehemann ist auch bereits 76 Jahre alt und ebenfalls noch recht rüstig und gesund. Vor drei Jahren konnte das Ehepaar die goldene Hochzeit feiern. Von den neun Kindern leben noch vier, fünf sind gestorben. Zwei Töchter, zwei Söhne und acht Enkelkinder können der Hochbetagten ihre Segenswunsche überbringen.— Die Ehefrau des Invaliden Ferdinand Lipka, Grüner Weg 29, wurde am Freitag 72 Jahre alt. Ihr Ehemann ist 71 Jahre alt und ebenfalls recht rüstig und gesund. Seit dem Jahre 1896 ist das Ehepaar in Harpen ansässig und wohnt über 25 Jahre ununterbrochen bei dem Hausbesitzer Maihöfer. Ein fiel im Weltkriege. Drei Töchter, drei Söhne und zwölf Enkelkinder übermitteln der„Oma“ ihre Glückwünsche. Beide Ehepaare sind mehr als 30 Jahre Bezieher des „B..“ und verfolgen in ihm die neuesten Nachrichten mit größter Aufmerksamkeit. Die Eheleute Fritz Reeschke, Metzstraße 8, heute, Montag, ihre silberne Hochzeit.— Frau Rees ist 15 Jahre Botin am„B..“. Der Kontrollbeamte der Sektion II der Kna## schafts=Berufsgenossenschaft, VerwaltungsoberinspetPaul Peters, Hildegardstraße 36, begeht heute## 25jähriges Dienstjubiläum. Dem allgemein belie### und wohlverdienten Beamten sind seitens seiner# waltung und seitens seiner Kollegenschaft manche# Ehrungen zugedacht. Stadtteil Laer In hohem Alter. Bei bester körperlicher und geistiger Frische und Gesundheit konnte am Sonntag der Rentner Heinrich Becker sein 72. Lebensjahr vollenden.— Der Rentner Ludwig Bandilla, Uemminger Straße 40, feierte am Freitag seinen 80. Geburtstag. Alva Gold in Zehner=, Fünfer= und Sechserpackungen, Mittelput Vorsitzenden Beckers. Mit dem Tretroller schwer verunglückt. Als ein neunjähriger Schüler aus der Diekampstraße am Samstag nachmittag mit seinem Tretroller die Humboldtstraße befuhr, machte er plötzlich eine Kurve, stürzte hierbei plötzlich nach hinten herüber und schlug mit großer Wucht auf die Straße auf. Ein hinzugerufener Arzt stellte eine schwere Schädelverletzung fest. Der Zustand des Verunglückten ist ernst. 30 Bochumer Volkswallfahrt nach 80. Male zog am gestrigen Sonntag Stiepel. Zum die Bochumer etwa 30 Tafeln Schokolade der Marken Burkbraun, Stollwerck, Mauxion und Novesia, etwa 50 Pf. in Kupfermünzen und ein Herrenfahrrad Mondia der Mielewerke, Nr. 241170, mit Dynamo und hinterem Gepäckträger. Das Publikum wird gebeten, nach den Tätern mitzufahnden, zumal es sich um Burschen handelt, die versucht haben, in der Wirtschaft Feuer anWo ist in den letzten Tagen von verdächtigen Personen gelbe Schmierseife gekauft worden? Wer hat in der Nacht zum 4. Oktober, nach 1 Uhr, verdächtige Personen oder auch eine Person mit einem Fahrrade mit Gepäckträger in der Bergener Straße gesehen? Wer kann sonst irgendwelche sachdienliche Angaben zum Diebstahl machen?„„. g.., Hartranfich babAngaben, die auf Wunsch streng vertraulich behandelt werden, werden von der Kriminalpolizei in BoLetzte Fahrt. Am Samstag nachmittag wurde der auf so tragische Weise auf Zeche„Engelsburg" ums Leben gekommene Hauer Konrad Schmidt, ClausGroth=Straße 9, zur letzten Ruhe geleitet. Die Urne mit den sterblichen Ueberresten des Verblichenen war bereits kurz vor der Trauerfeier in die Leichenhalle des neuen Friedhofs in Havkenscheid übergeführt worden. Hierselbst fand eine kurze Feier statt, die durch eine Kapelle stimmungsvoll umrahmt wurde. Ein großer Teil der Belegschaftsmitglieder und zahlreiche Verwandte und Bekannte hatten sich eingefunden. Bei der Beisetzung sprach ein Mitglied des Bestattungsvereins. Mit dem von der Beramannskapelle gespielten Liede vom guten Kameraden fand die Feier ihren Abschluß. 35. Grundungesestund Zadnarehrung der Kameradschaft der Dioniere und Verkehrstruppen zu Bochum Von echtem Zusammenhalt der Schwarzkragen legte die am Samstag abend in der Bürgergesellschaft abgehaltene Feier beredtes Zeugnis ab. Der große, stimmungsvoll geschmückte Saal vermochte kaum alle Gäste zu fassen. In seiner Begrüßungsansprache gab der Kameradschaftsführer M. Overhoff seiner Freude darüber Ausdruck. Er gedachte dann der vor 35 Jahren erfolgten Gründung des Vereins, gab einen kurzen Ueberblick über die Vereinsgeschichte, pries den Geist echter Kameradschaft und lenkte dann die Blicke auf den Führer, der Deutschland die Wehrhoheit wiedergab. Das Sieg=Heil auf den Führer fand brausenden Widerhall und machtvoll erklangen die deutschen Hymnen. In tief empfundenen Worten widmete der stellvertretende Kameradschaftsführer Fr. Asbrock den zwei Millionen gefallenen Helden einen Immortellenkranz ehrenden Gedenkens und gedachte auch der im letzten Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder. Die Ehrung der Jubilare stand im Mittelpunkt der Feier. Der Ehrenführer des Kreis=Kriegerverbandes Bochum, Kamerad Hilgenstock, nahm sie vor. Er freue sich, inmitten der alten Kampfkameraden weilen zu dürfen. Kein anderer Truppenteil habe sich so entwickelt wie der der Pioniere und Verkehrstruppen, aus denen die Eisenbahnregimenter, die Funker, Kraftfahrer und andere technische Truppen hervorgegangen seien. Unter Hinweis auf das leuchtende Vorbild, das Generalfeldmarschall von Hindenburg gegeben, pries der Redner die Soldatentreue der Jubilare, die mehr als ein Vierteljahrhundert der Kameradschaft angehören. Folgende Kameraden erhielten Auszeichnungen: Kamerad Elschner das Kyffhäuser=Ehrenzeichen 1. Klasse; die Kameraden Overhoff, Asbrock und Schröder das KyffhäuserEhrenzeichen 2. Klasse; in Umbeleihung das KyffhäuserEhrenzeichen 1. Klasse Kamerad Nenzel, 2. Klasse Kamerad Jakobi; das Jubiläumsabzeichen für 25jährige Mitgliedschaft die Kameraden Lompa, Kuhn, Brand und Mariak. Das auf die Jubilare ausgebrachte Hurra fand ein kräftiges Echo. Die Vereinsgründer Kameraden Droege, Elschner, Michaelis Pack und Teitz wurden mit einem kleinen Angebinde erfreut. Die Festrede hielt das Ehrenmitglied Oberst a. D. Rückbeil Er verband mit einem Dankeswort an die Kameradschaft und ihren Führer, seinem ehemaligen Adjutanten Overhoff, seine Genugtuung darüber, daß auch er auf eine 85jährige Zugehörigkeit zu den Pionieren und Verkehrstruppen zurückblicken könne. Bochum sei eine Stadt, die immer die alten soldatischen Traditionen hochgehalten habe, ein besonderes Verdienst habe sich Kamerad Hilgenstock darum erworben.„In unserer Einsatzbereitschaft soll uns niemand übertreffen.“ Die kernige, vom Vertrauen zum Führer getragene Ansprache klang aus in einem Sieg=Heil auf Bochum und die Kameradschaft. Kamerad Hilgenstock dankte dem Oberst und überreichte ihm als Gabe der Kameradschaft eine BergEin Vertreter der Kameradschaft Uerdingen überreichte dem Oberst und dem Kameradschaftsführer Overhoff ein Bild des Denkmals der 8. Pioniere Koblenz und ein Vereinsbild; der Schatzmeister des übermittelte dessen Glückwünsche Stadtteil Werne Goldenes Ehejubiläum. Das schöne Fest der goldenen Hochzeit feierten am Sonntag die Eheleute Berginvalide Gustav Albert Rose und Frau, Auguste Ida geborene Heinrich, Werner Hellweg 497. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, von denen noch fünf heute leben. Dem geschätzten Jubelpaare gingen viele Glückwünsche zu. Jubilarehrung auf der Zeche„Robert Müser",.= Werne. Folgende Werksangehörige konnten auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken: Von der Schachtanlage„Arnold=Jakob“:“ Andreizak, August Bierbach, Herbert Dapprich, Gustav Kopka, Anton Nowitzki, Johann Rinner, Konrad Waldschmidt, Michael Wolf; von der Schachtanlage„Ama lia": Ferdinand Oberbössel, Wilhelm Leppke, Ludwig Becker, Karl Begiebing und Ewald Hans. Herr Bergassessor Schulze=Hoing beglückwünschte die Jubilare und überreichte ihnen die Ehrengeschenke. unter besonderer Hervorhebung der Verdienste Overhoffs; ein Vertreter der Wattenscheider Kameradschaft übergab einen Schanzkorb als Vereins=Sparbüchse. Groß war die Zahl der Glückwunschschreiben, darunter ein solches vom Kreisführer Bering. Die ausgezeichnete Damenrede des Kameraden Vogelsang beendete den Reigen der Ansprachen. Bereichert wurde die Feier durch die trefflichen Darbietungen der Musik und des Quartettvereins Hansa 1910 und die unübertrefflichen turnerischen Vorführungen der Turnerinnen und Turner vom Turnverein Ehrenfeld, die verdienten stürmischen Beifall fanden. Dann spielten die Instrumente zum Tanz auf. Ein musikalischer Frühschoppen am Sonntag morgen beim Kameraden Paul Elbracht beschloß das Fest, das in der Geschichte der Bochumer Kameradschaft einen Ehrenplatz einnehmen wird. ap. Husaren=Erinnerungen Konzert= und Deutscher Abend im Schützenhof Grundsteinlegung des neuen Schießstandes. Die ursprünglich für den letzten Samstag vorgesehene Grundsteinlegung für den neuen Schießstand des Burgerschützenvereins ist auf einen anderen Zeitpunkt verlegt worden. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten am Sat tag die Eheleute Johannes Odenbach und##### Bernhardine geb. Klaus, Blücherstraße 11.— Auch Eheleute Josef Stratmann und Frau, Klara# Völker, Grabenstraße 58, konnten am Sonntag das der silbernen Hochzeit begehen. 40 Jahre im Staatsdienst Am Montag, 7. Oktober, feiert Herr Heinrich Schmidt,„ Dorstener Straße 13a, Bankgeldzählermeister der Reichsbank, sein 40jähriges Jubiläum im Staatsdienst. Zum Militär kam er am 7. Oktober 1895 und trat beim Dragonerregiment Nr. 21 in Bruchsal in Baden ein. Er wurde dort Oberfahnenschmied Nach beendeter Militarzeit kam er 1910 nach Bochum an die Reichsbank als Kassendiener, wurde 1920 Obergeldzähler und 1932 Zählermeister. Am 15. Januar 1935 beging Herr schmidt sein 25jähriges Von amerikanischer Ffahrzeugrar g. s halbstarre Luftschi Die Deutsche Luft nkmann u. Co. In Luftfahrzeugbau 2 ich Umwandlung ine neue Firma übergeg karbeiten hat man Effbau begonnen. #de März 1936 seine Wie der Chefkonstru enach, vor ein te, wird das Spey en System des frü auch von Basenach Länge wird 110! er und die Gesamt orgen drei durch B er, von denen zweis cht sind. Das Luf und enthält drei #tsäcke zur Ausgleich Saltung der Starre. Amerika in Auftrag Luftschiffes soll zu werden. Die Luftsc ht bestimmt. Inger elektrische Anlagen Luftschiffes werden pen angebracht, so der durch das Luftsch Luftschiff wird et #uchtungsanlage 65 Fraßenbahnut Zwei To Dienstjubiläum bei der Reichsbank. den letzten Platz besetzt, als die Kameradschaft 1. Kompagnie mit der Fahne, die aus dem Hause Vereinsfuhrers abgeholt wurde, einmarschierte. flotter Marsch leitete die Feier ein, woran anschließ Vereinsführer Krapf die Begrüßungsansprache# Der Film„Unsere Reichswehr" fand allgemeinen fall. Kamerad Eisenburger, in Sergeantenuniso weihte die neuen Rekruten in das Militarleben ein. Im Freitag abende de des Wagenbi ißenbahnungluck. 2 er abschüssigen Kurv en dann etwa 28! stürzten nach weiter kannte Passantin, d #id, wurde von den sickt und war sofort etzt und starb bald weiteren Schwerv zu bestehen. Ins mehr oder weniger röffnung der Jahre Bäcker= un Hotelier=, Stadtteil Linden=Dahlbausen Der Tote stammt aus Bochum. Wie der am Samstag berichtete, wurde aus der Ruhr, in Rosso für mittelbarer Nähe von Dumberg, eine männliche#####e Messe ft gelandet, deren Personalien noch nicht festgestellt wan####, Jetzt wurde der Tote in dem 42 Jahre alten ver rateten W. H. ermittelt. Er wohnte Bochum,# stener Straße. Persönliches. Am heutigen Montag kann eine ältesten Bürgerinnen des Stadtteils Dahlhausen, die der Scharpenseestraße wohnende Frau Witwe Elisat Kampmann, bei bester geistiger und körperl## Rüstigkeit ihren 82. Geburtstag begehen. 80 Jahre alt wurde am Samstag der Inda## Heinrich Lenz von der Steinigerstraße in Boch# Linden, der ebenfalls sich noch einer verhältnisn guten Gesundheit erfreut. Die silberne Hoch konnten am Sonntag im trauten Familien= und kanntenkreise die Eheleute Theodor Winkelmat 0 Rekrutenabschiedsfeier. Schon lange vor Beginn der und Frau, Emma geborene Fricke, in Bochum## eranstaltung war der Jungermannsche Saal bis auf hausen, Am Trappen, wohnhaft, feiern. Aus dem Nachbulgerkel Stadt Watienscheid Wattenscheid feierte auf der Höntroper Waldbühne Mudaa=Verberdes „Im Zeichen der allgemeinen Wehrpflicht" stand der Deutsche Abend, den der Verein ehemaliger 8. Husaren am Samstag abend im Schützenhof veranstaltete. Man hatte das Trompeterkorps des 15. Reiterregiments aus Paderborn zu einem Militärkonzert nach Bochum gebeten. Fleißige Hände hatten den Schützenhofsaal in ganz außergewöhlich schöner Weise ausgeschmückt. Die Bühne zumal bot mit ihren Fahnen, Lampen, Emblemen, Lorbeerbäumen, ihrem frischen Grün und ihrer Blumenzier eine entzückende Augenweide. In der Mitte das große Bild des Führers. Zu beiden Seiten der Bühne riesengroße Grubenlampen. Ueber dem allen leuchtete in vielen Lampen das Hakenkreuz. Der Saal war in hunderten Fähnchen und Soldatenzeichen ausgerichtet, Zeichen lebendiger Kameradschaft. Und bei den achten Husaren ist's ja so: In mancher Familie haben Großvater, Vater und Sohn bei dem gleichen Regiment gedient, und jetzt dient das jungste Geschlecht wieder bei den Paderbornern. Man konnte sich schon wundern, daß es dem doch verhältnismäßig schwachen Verein ehemaliger 8. Husaren gelungen war, den Riesensaal des Schützenhofes mit einer so großen Zahl von Gasten zu füllen. Wenn ein Deutscher Abend veranstaltet wird gilt der erste Gedanke natürlich den Gefallenen. Der erste Vorsitzende des Waffenringes der deutschen Kavallerie, Kamerad Theodor Schröder, wußte in einer ebenso kraftvollen wie auch poetisch=schönen Form die toten Helden des Weltkrieges und die im Kampfe für das Dritte Reich gefallenen Brüder zu ehren. Sväter faßte er in einer packenden Ansprache alle soldatischen Gedanken der Vergangenheit und der wieder wehrhaft gewordenen Gegenwart zusammen zu einem Dank an den Fuhrer und schloß mit dem Ausdruck unverbrüchlicher Treue zum Führer, zu Volk und Vaterland. Der als Redner vorgesehene Kölner Rundfunkintendant Kamerad Dr. Glasmeier, war am Erscheinen verhindert, da er zum Bückeberg befohlen worden war. Das Konzert war ein einziger Ohrenschmaus, dessen Hauptstück wohl der Große Kavallerie=Zapfenstreich mit Gebet, unter Mitwirkung des Spielmannszuges der Kriegerkameradschaft Bochum, des altdeutschen Fanfarenmarsches mit Benutzung von Heroldstrompeten und Kesselpanken, war. In Wattenscheid versammelten sich um 11 Uhr vormittags die Formationen der Partei menden Vereine und Verbände auf dem Adolf=Hitler= und marschierten unter Anführung mehrerer Lebhafter Betrieb bei der Herbstkirmes. Die jährige Herbstkirmes brachte einen lebhaften Be# mit sich. Sicherlich half das gute Wetter mit, das Gertrudisplatz an diesem Tage das Ziel Tausender Menschen war. In Halle I am Ka sittag die Jahressch er= und Konditoren er Vertreter der Bel Wirtschaftszweige m Namen der Rei Dr. Maretzky auch Vertreter Naretzky hob hervor, 5200 Bäckereien u zu 30.000 Beschäfti r 527 Hotels und u An Gaststätten i 38 Niederlassungen Statistik mit rund 1 Gewerben in Berlit Nachdem dann der #e, Gaststätten= und sen über den h Platz Musikkapellen nach Höntrop. Hier schlossen sich die Höntroper dem Festzug bis zur Waldbühne an. Die zahlreichen Erntewagen zeigten vielfach die Früchte des Ackers. Einige tausend Volksgenossen hatten sich anschließend bei dem Festakt auf der Waldbühne eingefunden. Unter den Klängen des Badenweiler=Marsches, von der HJ.=Kapelle gespielt, erfolgte der Fahneneinmarsch. Der Festspielplatz inmitten der Waldbühne zeigte in einem Aufbau wiederum in anschaulicher Weise den Segen der diesjährigen Ernte. Nach einem Vorspruch von Pg. Gilly und einem Lied des Männergesangvereins„Glückauf“, Höntrop, ergriff Ortsgruppenleiter Pg. Hoffmann das Wort und begrüßte die zahlreich erschienenen Volksgenossen aus der Stadt, unter denen man u. a. Oberbürgermeister Petri, Kreisleiter Kleschies, Bürgermeister Gesenberg sah. Es erfolgte dann die Uebertragung der Reden vom Bückeberg. Nach Beendigung der Führerrede ergriff Ortsbauernführer Pg. Beckmann das Wort und wies auf die Arbeit des Reichsnährstandes hin. Nach Schluß des Festaktes bewegte sich der Festzug noch einmal durch die Straßen Höntrops. Am Abend fanden sich in vielen Gaststätten die Volksgenossen zu einer fröhlichen Erntedankfeier ein. Aus der ASDAp. (Nach amtlichen Bekanntmachungen der Partel.) Montag, den 7. Oktober. Wer ist RSDAP. Hamme. 20 Uhr: Schulung im#. Alle dazu befohlenen Amtsleiter haben zu erscheinen. NSDAP. Weitmar. 20 Uhr: Schulung der Leiter bei Jäger. Schulungsbrief. 3. Folge, mitbringet RSDAP. Wiemelhausen. 20 Uhr: Schulung bez est, Es ist Pflicht aller politischen Leiter und Amrswann Gliederungen, zu erscheinen. RS.=Frauenschaft Bochum=Vöde. Dienstag, 8. Om 4 Uhr nachmittags: Erntedankfeier mit Kaffeetrinken. Sportamt der RSG.„Kraft durch Freude“ Hohes Alter. Ihren 75. Geburtstag feiert am Montag die auf der Wattenscheider Straße in Günnigfeld wohnende Witwe Berta Killmann, geborene Schuch. Sie wurde in Bochum geboren. Aus ihrer Ehe gingen zehn Kinder hervor, von denen noch sechs leben. ist körperlich und geistig noch sehr frisch. Städtische Büros geschlossen. Wegen der Vorbereitung der diesjährigen Personenstandsaufnahme bleiben sämtliche Büros der Stadtverwaltung— mit Ausnahme der Stadtsparkasse und des Schlachthofes— am Dienstag, 8. Oktober, geschlossen. Kursusplan für Montag, 7. Oktober. Allgemeine Körperschule für Frauen und Mähzerfgig bis 22 Uhr. Turnhalle des Freiherr=bom=Stein=Oberluie Bleichstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen# bis 22 Uhr, Turnhalle des Staatlichen Gymnastums, marckstraße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen## bis 22 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule in der munalbank, Schützenbahn. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen# bis 22 Uhr, Turnhalle des Reform=Realgymnastumt, Langendreer, Unterstraße 73. Reichssportabzeichen für Frauen und Manner von 22 Uhr, Turnhalle der Drusenbergschule. Schwimmen nur für Männer von 21.15 bis 22. Städtische Badeanstalt. Rollschuhlaufen für Krauen und Männer von die 1. gbuschuhlausen für grauen und 22 Uhr, Turnhalle der Oberreatschule II, Königsallt. Verlegung des Rollschuhkurfus! Das Sportamt macht darauf aufmerksam, daß schuhkursus, der bisher Freitags in der Turnhalle Oberrealschule stattfand, ab heute in die Turnhalle voalschule II an der Königsallee verlegt worden Wiener Polizei en=Hotels einen v# den die Personalbe zutrifft, nach der tapler handelt. D schreiben kann und #uuf den Namen A. Den Kriminalbehörd wonach er in A sei, der amerik ##ang Al Capon( Re-cmger Eech# weiter, er kechen der Chikagoe der wegen Steuerh Dollar Geldstraf die einer Beschla eteichkam, zu entge nich Vermittlung se Paß bekommen en aus seinen ange in Verhaftete preis Beschauß er über Oescheid weiß. die Wiener Polizei ###eptisch gegenüber Werhoft u9h handelt, Peentite wegen ein giefert Steuerhinter, rlsich, werden könnt ##lichceit um einen auf dem Kerbhol Aus aller Welt lie 13 Nr. 235# Bochumer Anzeiger# Montag, T. Oktober 1933 uftschiffbau in Speyer er als oren. 2ld jedern" der e., 8. Schuverts sen Ruhm einer Zeu, bewegte. egenzche 1900 Volksi 1901 duc und stüh Straßenba seine#### e 55. n die Ehela .* straße 8, sen# Frau Reest der Kna# ggsoberinigel seht heute mein belie## as seiner# aft manche sten am En ch und### 1.— Auch au, Klara inntag das enst K imeradschaft dem Hause arschierte. ran anschließ sansprache## llgemeinen geantenuniich arleben ein sie der„ r Ruhr, in männliche### estgestellt warh re alten ver# Bochum, g kann eine h lhausen, die Witwe Elisat## und körperl g begehen. ag der Inbc### aße in Boc### verhältnisme rne Hoc milien= und Winkelma n Bochum= 1 rmes. Die ebhatten Beil ter mit, daß #l Tausender (p. der Partei.) nstag, 8. Kaffeetrinten. rtas! sam, daß urnhalle Pgz Taurnhalle worden is. A Truestl,? A Annertru Speyer, 6. Oktober. Von amerikanischer Seite sind bei der Deutschen ffahrzeugbau=Gesellschaft Otto Brinkmann u. Co. halbstarre Luftschiffe in Auftrag gegeben worden. Die Deutsche Luftfahrzeugbau=Gesellschaft Otto inkmann u. Co ist die Nachfolgerin der Deutm Luftfahrzeugbau AG. Speyer, die am 1. Oktober ich Umwandlung in eine offene Handelsgesellschaft in neue Firma übergegangen ist. Nach umfangreichen karbeiten hat man jetzt mit dem eigentlichen LuftUfbau begonnen. Das erste dieser Luftschiffe soll e März 1936 seine Werkstättenfahrten aufnehmen. Wie der Chefkonstrukteur der Gesellschaft, Ingenieur senach, vor einer Betriebsversammlung ausste, wird das Speyerer Luftschiff nach dem halbden System des früheren Militärluftschiffes„M4“, auch von Basenach konstruiert worden war, gebaut. Länge wird 110 Meter betragen, die Breite 23 er und die Gesamthöhe 20 Meter. Den Antrieb orgen drei durch Benzinmotore angetriebene Proer, von denen zwei seitlich und einer am Heck angecht sind. Das Luftschiff faßt 20 000 Kubikmeter und enthält drei durch Ventilator regulierbare säcke zur Ausgleichung der Druckunterschiede und altung der Starre. Bis jetzt sind zehn Luftschiffe Amerika in Auftrag gegeben. Nach dem Bau des Luftschiffes soll zur Serienherstellung übergeganwerden. Die Luftschiffe sind für Reklamezwecke bei ht bestimmt. Ingenieur Gerstler hat dazu besonelektrische Anlagen erfunden. Auf beiden Seiten Luftschiffes werden je 51 Buchstaben mit 15 000 pen angebracht, so daß ganze Sätze und Spruchser durch das Luftschiff ausgestrahlt werden können. Luftschiff wird etwa zehn und bei abmontierter #uchtungsanlage 65 Fahrgäste aufnehmen können. kraßenbahnunglück in Stuttgart Zwei Tote, 45 Verletzte Stuttgart, 6. Oktober. Am Freitag abend ereignete sich in der absteigenden e des Wagenburg=Platzes ein schweres #ßenbahnunglück. Zwei Straßenbahnwagen waren er abschüssigen Kurve aus den Schienen gesprungen, sen dann etwa 28 Meter auf dem Pflaster weiter stürzten nach weiteren vier Meter um. Eine noch kannte Passantin, die sich gerade an dieser Stelle #nd, wurde von den stürzenden Straßenbahnwagen sickt und war sofort tot. Ein Mann wurde schwer etzt und starb bald darauf im Krankenhaus. Bei weiteren Schwerverletzten scheint Lebensgefahr zu bestehen. Insgesamt wurden etwa 45 Persomehr oder weniger schwer verletzt. de Resse für die Feinschmecker röffnung der Jahresschau für das Gastwirts=, otelier=, Bäcker= und Konditorengewerbe, Berlin dnb Berlin, 6. Oktober. In Halle I am Kaiserdamm wurde am Samstag nittag die Jahresschau des Gastwirts=, Hotelier=, Ver= und Konditorengewerbes in Anwesenheit zahlger Vertreter der Behörden und Organisationen und Wirtschaftszweige feierlich eröffnet. Im Namen der Reichshauptstadt begrüßte Bürger#er Dr. Maretzky die stattliche Gästeschar, unter sich auch Vertreter aus dem Auslande befanden. Maretzky hob hervor, daß es in der Reichshauptstadt 5200 Bäckereien und Konditoreien mit zusammen #zu 30000 Beschäftigten gibt. Die Zählung führt F,527 Hotels und über 2600 Pensionen und Heime ie anaststätten im weiteren Sinne habe man B8 nieverlassungen ermittelt. Insgesamt rechne Statistik mit rund 100 000 Beschäftigten in diesen Gewerben in Berlin. #lachdem dann der Reichswalter der WirtschaftsWde Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe Fritz gesen über den hervorragenden Anteil, den die Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe an dieser Jahresschau habe, gesprochen hatte, hielt der Reichshandwerksmeister Wilhelm Georg Schmidt die Eröffnungsansprache. Die Jahresschau habe zunächst einmal ihre Bedeutung als Leistungsschau für einen großen Teil der Wirtschaft. Eine der nächsten Aufgaben sei es, ausländische Besucher für Deutschland zu werben. Diese Ausstellung sei die letzte ihrer Art vor der großen Olympiade, zu der im nächsten Jahre nach Berlin und anderen deutschen Städten eine Fülle von Ausländern strömen werde. Wir danken es unserem Führer, daß unsere Gäste dann nicht mehr — wie etwa 1932— auf dem vulkanischen Boden eines vom Bürgerkrieg bedrohten Landes träten, daß sie nicht mehr unter Menschen kämen, die sich aus politischer Verblendung gegenseitig zerfleischten, daß ihnen nicht mehr überall die Zeichen der Massenarbeitslosigkeit, der Verzweiflung und der Erniedrigung entgegenstarrten. Wir danken es ferner dem Führer, daß wir uns auf jene Wochen, in denen sich die Augen der ganzen Welt auf Deutschland richten werden, in planvoller, einheitlicher und großzügiger Weise vorbereiten könnten. Wir wollen dem Aufbauwerk des Führers dadurch dienen, so schloß der Redner, daß wir das große Stelldichein der Völker in Deutschland durch Leistungen und Opfer würdig gestalten. Massenvergiftungen im japanischen Heer Einer Agenturmeldung aus Tokio zufolge sind während der japanischen Manöver über 300 Mann eines Regiments an den Folgen einer Nahrungsmittelvergiftung schwer erkrankt. Drei Mann sind bereits gestorben, 20 befinden sich in Lebensgefahr. Das Regiment wurde aus den Manövern zurückgezogen. Westfalen und Rheinprovinz Eeriesten dines Brandbamttes Neues Anglück auf„Mont Cenis“— Herne, 5. Oktober. Von einem neuen Unglück wurde am Samstag, noch ehe man den letzten Toten des Unglücks vom Freitag geborgen hatte, die Zeche„Mont Cenis" betroffen: Am Samstag früh gegen 7 Uhr wollte der Betriebsführer Overhagen zusammen mit dem Bergassessor Neddermann sich von dem guten Zustand eines Branddammes im Revier 2 der sechsten Sohle überzeugen. Kurz nachdem sie das Ort 3 betreten hatten, auf dem sich übrigens kein Betrieb mehr befindet, ereignete sich eine Explosion hinter dem Branddamm, die diesen zertrümmerte. Beide Personeu wurden von der Stichflamme erfaßt. Die kurz danach eingefahrene Rettungstruppe konnte die Verunglückten in kürzester Zeit bergen. Noch in der Grube angestellte Wiederbelebungsversuche unter Leitung der Aerzte Dr. Reckendorf und Dr. Zümbusch waren leider ohne Erfolg. Der Unfallausschuß des Oberbergamts Dortmund zu den Explosionen auf Mont Cenis Das Oberbergamt teilt mit: Am Samstag vormittag trat der Unfallausschuß für den Oberbergamtsbezirk Dortmund aus Anlaß der beiden Grubenexplostonen, die sich am 4. und 5. Oktober auf der Schachtanlage„Mont Cenis“ in Herne=Sodingen ereignet haben, zu einer Beratung an Ort und Stelle zusammen. Die von den Explosionen in Mitleidenschaft gezogenen Baue sind noch nicht befahrbar, so daß weitere örtliche Feststellungen, als sie durch die Tagespresse schon bekanntgeworden sind, nicht getroffen werden konnten. Die erste Explosion, durch die sechs Bergleute getötet und weitere fünf verletzt worden sind, hat sich in der zweiten östlichen Abteilung ereignet. Für eine Erklärung der Entstehungsursache fehlt vorläufig jeglicher Anhalt. Das Ergebnis der im Gange befindlichen bergbehördlichen Untersuchung muß daher abgewartet werden. Festzustellen ist jedoch schon, daß auch in diesem Falle das Gesteinsstaubverfahren sich wieder gut bewährt hat. Die zweite Explosion, bei der zwei Beamte der Zeche ihren Tod gefunden haben, steht mit der Explosion vom 4. Oktober in keinem Zusammenhang. Sie ist in einem Ortsquerschlag der sechsten östlichen Abteilung entstanden und hat sich auf diesen Querschlag beschränkt. Es wird vermutet, daß es sich um eine Entzündung von Brandgasen in einem abgedämmten Brandfeld handelt. Die aus Anlaß dieser Explosion zu treffenden Maßnahmen wurden mit der Betriebsleitung eingehend erörtert. Der Reichs= und preußische Wirtschaftsminister hat anläßlich des Grubenunglücks auf Zeche„Mont Cenis“ in Herne=Sodingen dem Betriebsführer, der GefolgDer Fremde aus Kanada Wer ist der geheimnisvolle Mann mit dem großen Scheck? sie Wi m„.. Wien, 5. Oktober. In.##er Polizei hat in einem der ersten Ring= echolets einen verdächtigen Fremden verhaftet, den die Personalbeschreibung ausländischer Steckzutrifft, nach der es sich um einen internationalen ##ler handelt. Der Verhaftete, der weder lesen schleiben kann und einen gefälschten kanadischen #' den Namen Alex Sycowski bei sich trug, in Kriminalbehörden eine phantastische Geschichte wonach er in Wirklichkeit der berüchtigte„Kid kang I der amerikanische Gangster=Bankier, der den Alra, Cavone und Jack Diamond mit den vholschmuggel nötigen Geldern ausstattete. et.weiter, er habe zwar mit den blutigen Echen der Chitagoer Bande direkt nichts zu tun, er wegen Steuerhinterziehung mit achtzig MilDollar Geldstrafe belegt worden. Um dieser die einer Beschlagnahme seines riesigen Vermö%am, zu entgehen, sei er geflüchtet, nachdem i Raß####tlung seines Rechtsanwalts den kana„pup verommen hatte. Noch viele weitere Einer Herbgeten angeblichen Gangster=Verbindungen ist Zatz““ preis, aus denen immerhin zu entBescheid meig die Chilagoer Verbrecherwelt FeRiener Polizei steht diesen Erzählungen zuen Ra##9 gegenüber. Sie vermutet, daß es sich handelt, ein Alibi zu konstruieren, weil henen E. vesen einer in den Vereinigten Staaten giefert warge zinerziehung weder verfolgt noch #rklichteix könnte. Man nimmt an, daß es sich auf##n einen Verbrecher handelt, der andere 41 dem Kerbholz hat. Man fand bei ihm überaus kostbaren Schmuck und einen Scheck über 100 000 Schweizer Frank. Telegraphische Rundfragen bei den europäischen Polizeibehörden ergaben bis jetzt, daß in Spanien und Portugal ein Sycowski verfolgt wurde, der sich auch als russischer Fürst Ramanow ausgab. Ferner wird von den Danziger Behörden ein Sycowski gesucht, der 16000 Danziger Gulden unterschlagen hat.— Alle europäischen Polizeibehörden sind um Mitarbeit an der Aufklärung des Falls gebeten worden. Deutscher Schoner gesunken Amsterdam, 6. Oktober. Bereits vor einigen Tagen wurden in Holland Befürchtungen geäußert, daß bei dem kürzlichen Nordweststurm an der holländischen Nordseeküste bei der Insel Vlieland ein deutsches Schiff mit Mann und Maus untergegangen sei. Diese Befürchtungen sind durch Nachforschungen, die am Freitag von dem holländischen Schleppdampfer„Oceaan unternommen wurden, nahezu zur Gewißheit geworden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß man es bei diesem Schiff mit dem deutschen Schoner„Else Zühlke“ aus Glückstadt zu tun hat, der am 24. September bei Vlissingen gesichtet wurde, als er sich auf der Fahrt nach Dänemark befand. Die Besatzung bestand aus fünf Mann, die alle bei dem Unglück ums Leben gekommen sein dürften. Es wird angenommen, daß drei Leichen, die in den letzten Tagen an der holländischen Nordseeküste angespült wurden, Mitglieder der Besatzung waren. schaft und den Hinterbliebenen seine herzlichste Anteilnahme ausgesprochen sowie den Verletzten baldige Genesung gewunscht. Das letzte Opfer auf Mont Cenis geborgen Beisetzung am Dienstag Am Samstag, um 19.10 Uhr, wurde das letzte und sechste Opfer des ersten Explosionsunglücks auf der Zeche„Mont Cenis" geborgen. Es handelt sich bei dem Toten um den 32 Jahre alten Hauer Karl Kram, Vater von zwei Kindern. Die Beisetzung der Toten der beiden Explosionsunglücke findet am Dienstag um 15 Uhr statt. Die Trauerfeier ist auf Schacht 2 in Herne=Holthausen. Der am Samstag mit zu Tode gekommene Bergassessor Neddermann wird nach seiner Heimat WuppertalElberfeld übergeführt. Arteil im Kölner Separatistenprozeß Drei Jahre Zuchthaus für Lechtenfeld Köln, 5. Oktober. Der in Köln tagende Volksgerichtshof sprach am Samstag mittag im Prozeß gegen den Separatisten Heinrich Lechtenfeld das Urteil. Der Angeklagte wurde wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu drei Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Weiter wurde auf Zulässigkeit der Polizeiaufsicht erkannt. Damit ist gegen den Angeklagten die höchst zulässige Strafe ausgesprochen worden, da Lechtenfeld bereits im Dezember 1933 festgesetzt und das Gericht somit rechtlich daran gebunden war, den Strafrahmen des alten Strafgesetzes anzuwenden, während die schärferen Strafbestimmungen erst am 1. Mai 1934 in Kraft getreten sind. In der vorhergehenden Schlußverhandlung wurde zunachst die Beweisaufnahme wieder ausgenommen, um dem Angeklagten Gelegenheit zu geben, noch verschiedene Widersprüche aufzuklären und sein abgelegtes Geständnis in der Freitagverhandlung zu vervollständigen. In seinem letzten Wort führte der Angeklagte Lechtenfeld seine langjährige Arbeitslosigkeit an und erklärte, daß er von dem Tage ab, da er wieder Arbeit gefunden habe, sich auch von den separatistischen Bestrebungen abgewandt habe. Er bat um Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft. Nach der Beratung verkündete dann der Volksgerichtshof das bereits angeführte Urteil. In der Urteilsbegründung betonte eingang der Vorsitzende, daß die Verhandlung gegen Lechtenfeld das erste separatistische Verfahren sei, in dem der Volksgerichtshof erkannt habe. Der Senat habe sich infolgedessen eingehend mit dem Charakter und Wesen des Separatismus befassen müssen, der als Unkraut aus Deutschlands Not nach dem Kriege gewachsen sei. Der Vorsitzende entwarf dann noch einmal ein eindrucksvolles Bild von dem schändlichen Treiben der Separatisten in der Leidenzeit des deutschen Westens und umriß damit das Charakterbild derjenigen Leute, zu denen auch Lechtenfeld zu zählen ist. Wegen sittlicher Verfehlungen an Jugendlichen verurteilt Aachen, 5. Oktober. Vor der ersten Großen Strafkammer in Aachen hatte sich der frühere katholische Pfarrer von Grotenrath bei Geilenkirchen, Lambert Kremer, zu verantworten. Der Angeklagte hatte sich in den 1932 und 1934 an zehn Mädchen von 8 bis 12 Jahren in sehr vielen Fällen vergangen. Der Vorsitzende bezeichnete zu Beginn der Verhandlung die Verfehlungen als grauenhaft und auch der Staatsanwalt betonte in seinen Ausführungen, er habe in den zehn Jahren seiner Praxis noch nie etwas derartiges erlebt. Der Angeklagte, der sein Priesterkleid übrigens freiwillig nach der Aufdeckung seiner Vergehen abgelegt hat, war im großen und ganzen geständig. Der Vertreter der Anklage bezeichnete die Machenschaften des Angeklagten als einen schamlosen Mißbrauch des seelsorgerischen Amtes und beantragte vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Das Urteil lautete auf drei Jahre und sechs Monate Gefängnis. In der Begründung hieß es, daß das Gericht keine Bedenken gehabt hätte, eine Zuchthausstrafe zu verhängen, wenn man nicht auch die Person des Angeklagten hätte berücksichtigen müssen. Er sei Psychopath und deshalb habe man ihm verminderte Zurechnungsfähigkeit und damit mildernde Umstände zugestehen müssen. Zur Aufklärung der Hintergründe dieser Tat sei mehr der Arzt als der Richter berufen. * Hauptschriftleiter Andreas Müller gestorben. Der durch seine nimmer rastende Tätigkeit für die Belange des Bauerntums in ganz Rheinland und Westfalen allgemein bekannte Hauptschriftleiter Andreas Müller ist, wie die„Westd. Land=Zeitung" in ihrem Nachrufe schreibt,„einem tückischen Leiden zum Opfer gefallen, das wohl mit zurückzuführen ist auf seine unermüdliche Rednertätigkeit.“ Andreas Müller gehörte mit als eine der kernigsten Erscheinungen im Landesverband der rheinisch=westfälischen Presse. Der Führer der Landesbauernschaft Rheinland, Freiherr von Eltz=Rübenach, ..., erkennt ausdrücklich in seinem Nachrufe Müllers Verdienste an. Andreas Müller war zuletzt Schriftleiter der„Westdeutschen Land=Zeitung" in Bonn. Arlaub für Soldaten Vom zweiten Dienstjahr ab 14 Tage dnb Berlin, 6. Oktober. Der Reichskriegsminister hat mit Wirkung vom 1. Oktober den Soldatenurlaub in der Wehrmacht neu geregelt. Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Urlaub nicht, jedoch soll den Soldaten in der Regel Erholungsurlaub gewährt werden. Soldaten im ersten Dienstjahr können Sonderurlaub, zum Beispiel an Feiertagen, zugebilligt werden. Für die länger dienenden Soldaten darf alljährlich Erholungsurlaub gewährt werden, der vierzehn Tage im zweiten Dienstjahr beträgt, 21 vom Beginn des dritten ab, 28 Tage vom Beginn des neunten Dienstjahres ab, und er steigt bis zu 45 Tagen im 21. Dienstjahr. Für Offiziere beträgt der Urlaub je nach Dienstgrad und Lebensalter 21 bis 45 Tage. Jeder Soldat darf aus dienstlichen Gründen vom Urlaub zurückgerufen werden und muß dafür sorgen, daß ihn während des Urlaubs Befehle erreichen können. Als Belohnung für gute Leistungen, zu sportlicher Betätigung, Wiederherstellung der Gesundheit und in verschiedenen anderen Fällen kann Sonderurlaub gewährt werden. Sonntagsurlaub gibt es für die Zeit von Samstag nachmittag nach beendigtem Dienst über Sonntag. Die Mannschaften im ersten und zweiten Dienstjahr müssen beim Zapfenstreich zu Hause sein, Mannschaften mit mehr als zwei Dienstjahren und Unteroffiziere dürfen bis 24 Uhr ausbleiben. Bewährten Mannschaften mit mehr als sechs Dienstjahren kann ständiger Nachturlaub bis zum Wecken erteilt werden, den auch Unteroffiziere vom siebenten Dienstjahr ab und Soldaten vom Unterfeldwebel an aufwärts haben. Ueberschwemmungen in Oberkärnten Wien, 6. Oktober. Starke Regengüsse haben in Oberkärnten große Ueberschwemmungen verursacht. Die Gail stieg auf drei Meter über Normalstand. Es wurden mehrere Brücken weggerissen und schwer beschädigt. Die Straßen sind stellenweise unter Wasser. Auf der Bahn mußte der Verkehr eingestellt werden. Die Anlagen der Holzindustrie wurden stark in Mitleidenschaft gezogen und aus den Seitentälern der Gail wurden etwa 1000 Festmeter Holz herausgeschwemmt. Im Maltatal wurde die Lage so bedrohlich, daß 40 Mann vom Gebirgsschützen=Bataillon aus Spittal an der Drau entsandt werden mußten. Besonders stark scheint das Hochwasser im Mölltal gewütet zu haben. Die Telephonverbindung mit dem oberen Meltal ist unterbrochen. Die Straße ist nur bis Oberferlach fahrbar. Zahlreiche Brücken sind zerstört. Heiligenblut kann nicht erreicht werden, weil die Seitenbäche der Möll zwischen Winklen im Mölltal und Mörtschach allein drei Brücken weggerissen haben. Gebirgsschützen aus Spittal an der Drau und Pioniere aus Villach sind in das Mölltal abgegangen. Unter der Einwirkung des starken Ansteigens ihrer Zuflüsse führt auch die Drau Hochwasser. Wien, 6. Oktober. Ueber den Bergen in der Umgebung Gasteins sind außerordentlich schwere Regengüsse niedergegangen. Die Gasteiner Aache ist aus ihrem Bett getreten und hat bei Böckstein Häuser fortgerissen und den Bahnhof überflutet. Große Ueberschwemmungen werden auch aus Bruckfusch, dem Ausgangspunkt der Glocknerstraße, gemeldet, wo ebenfalls mehrere Häuser von den Fluten zerstört wurden. Das Hochwasser hat einen Stand von zwei Meter erreicht. Die Feuerwehren der ganzen Umgegend wurden eingesetzt. Petroleum in Milchkannen Zunehmende Streikunruhen in den Vereinigten Staaten Newyork, 6. Oktober. Aus verschiedenen Landesteilen wird eine Zunahme der Streikunruhen gemeldet. In verschiedenen Bezirken drohen neue Ausstände. In New Orleans kam es wiederum zu blutigen Unruhen streikender Hafenarbeiter. Dabei wurde eine Person getötet. Zahlreiche Personen trugen Verletzungen davon. In Illinois und Wisconsin versperrten streikende Milchfarmer vielfach die Landstraßen, um die Milchzufuhr nach den Großstädten zu verhindern. Auf zahlreichen Milchfarmen gossen die Streikenden Petroleum in die Milchkannen, um diese unbrauchbar zu machen. Bei Kenosha(Wisconsin) versuchte eine Farmergruppe, mehrere Milchlastwagen anzuhalten. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Farmer getötet. Das Ziel des Streiks ist eine Erhöhung der Milchpreise. Schnaps aus dem Jenseits Paris, 6. Oktober. Bei Aufräumungsarbeiten auf dem alten Friedhofe eines Dorfes in der Nähe von Limoges fanden die Arbeiter in einem Sarge mehrere Schnapsflaschen, die sich ein vor 110 Jahren verstorbener Gemeindevorsteher mit ins Jenseits hatte geben lassen. Die Arbeiter beratschlagten nur wenige Sekunden— dann wischte der erste mit dem Handrücken über die erste bereits geöffnete Flasche und setzte an. Die anderen Arbeiter folgten schnell seinem Beispiele. Drei Arbeiter tranken zusammen vier Flaschen Jenseits=Schnaps, der mindestens 110 Jahre alt war. Am Abend waren die Arbeiter noch nicht zu Hause. Angehörige forschten nach und fanden sie auf dem Friedhofe schnarchend, die„Uralt"=Flaschen geleert neben sich. Der Kater währte drei Tage. Am vierten Tage gingen die Arbeiter wieder mit großem Eifer an die Arbeit. Aber neue Schnapsflaschen haben sie nicht mehr gefunden. Hochwasser der Wolga Moskau, 6. Oktober. Wie die Blätter aus den Bezirken am Oberlauf der Wolga berichten, ist dort in den letzten Tagen ein außergewöhnliches Ansteigen des Flusses zu beobachten. In Rybinsk ist der Stand des Wolgawassers 5,28 Meter über normal. Die Regierungsbehörden haben einen besonderen Hochwasser=Abwehrausschuß eingesetzt, der in ständiger Zusammenarbeit mit dem Militär und der Miliz steht. Verschiedene Stadtteile sind bereits überschwemmt. Die Schiffahrt ist lahmgelegt. 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Gesellenhaus, 20 Uhr Montag, 7. 17—19.30 Schüler= u. vorstellung Wilhelm Schauspiel Fr. vor 1 Preise:.30 Dienstag, 8 90—2 Vormiete Ke 7 s cC- und Die hung Tage ZMCZNSIDNCGMIEINENLENZNCCNEENSNMIESHCCE .:" pttabar sees e Gleichbleibende Tageseintellung: vom V. Oktöber 1935 .55 Wetterbericht für den Landwirt .00 Morgenruf und Frühkonzert 645 Leibesübungen.. Mgraanruge.it .00 Wiederholung des Morgenrufs. Zeit, Wetter, Nachrichten .15 Morgenkonzert, .15 Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .20 Frauenturnen 10.00 Zeit, Wetter, Nachrichten 13.00 Mittagsmeldungen I 14.00 Mittagsmeldungen II 15.30 Wirtschaftsmeldungen 18.40 Vom Tage„„ 15 Spartggrherich 18.50 Wirtschaftsmewungen und Sportoolbelich 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten Veriäaste.—) In schönster Lage des Ehrenfelds ist ein über den Sender in Dingsda. Warum befürchten Sie eigentlich, daß seine Weisheit mit einem langen Bart ausgestattet sei? Sie wollen ihn auf keinen Fall hören? Nun, auch gut. 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Das Zuckerrübenlaub als Eiweißquelle(Dr. Küpper) 12.00 Eröffnungskundgebung für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1935/36 aus dem großen Saal der Kroll=Oper in Berlin(Vom Deutschlanosender) 13.15 Musik am Mittag. Das Westdeutsche„Kammerorchester(Herm. Hagestedt)., I. Vorsp#### zu„Die vier Haimonskinder(Balse). 2. a) Madrigal (Schmalstich), b) Ständchen(Schweitzer). 3. Dritte kleine Suite(Micheli). 4. a) Anatolischge, Tanz (Weninger), b) Ungarisch(Wassil). 5. Wien, Walzer(Wetzel). 6. Marionetten=Wachtparade(Kuhn). 7. Melodien aus„Farinelliye(Rs: meti). 8. Indische Romanze(Döring). 9. Abene lied(Blume). 10. Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust, Walzer(Jos. Strauß). 11. Ich träume immer von dem Einen, Lied und Csardas(Grothe). 12. In dulce jubilo, Marsch(Knümann) 15.00 Jungmädelstunde. Habt Ihr schon mal Kasperlefiguren gebastelt? 16.00 Wir treiben Famtlienforschung 16.15 Die Klaviersonaten Schuberts. Sonate Nr. 6 eemoll(komponiert 1817).„„ 9— 16.40 Die Welt im Buch. weutsche Romane(Dr. Karl Blume) 17.00 Buntes Unterhaltungskonzert(Von Frank## Lilly Sedina(Sopran): Udo Vietz(Klar### Max Weydner; Kapelle Franz Hauck: Das sunkorchester(Hans Rosbaud) 18.30 Deutsche in Uebersee. Die zweitätzt Ansiedlung in Brasilien ffeiert ihr 90jahrige 19.00 Mozartstunde. Das Orchester des Reichsse## Köln(Dr. Wilhelm Buschkötter). Solistin:, Hansen(Sopran), 1. verenade Dodut meine Ahnung, Arie für Sopran. 3. 19.50 Achtung Verkehr! Zehn Minuten für Jeder 20.15 Stunde der jungen Nation(Vom Deutst sender). Das Jahr im Wes..###.#e 20.45 Soldaten! Kameraden! esotoalen der Arbei Tag bei den Männern des Axbeitsdienstez, 22.15 Olympiadienst(Von Berlims. Nachrichten uum 22.30 Nachtmusik und Tanz. Das Städtische#### Witten(Hugo Fliegner) und das Kleine (Leo Eysoldt). 1. Für Freeiheit und Ehre.## (Blankenburg). 2. Goldreegen, Walzer teufel). 3. Zwei Tänze. 4. Ouvertüre zu meister“(Joh. Strauß). 5. Heinzelng Heimkehr, Marsch=Interm ezzo(Xgrgnic Tänze. 7. Lied im Volksrnund, Imp.zu (Kick=Schmidt). 8. Varietés, Charaktgn, Kletzki). 9. Zwei Tänze. 10. Alm(Siede). 11. Unteg„zöiliggihng (Dreyer). 12. Zwei Tänze, 15.„Hvruu termezzo(Siede). 14. Hef'degold, Brav.„ (Bülow=Schlichting) Deutschlandsender: 19.00: schlandsender: 19.00: Und jetzt fsr, F# Aus axesden). vom Hund ertsten zur D 20.45: Lachender Funk(Aus, Franziug## Eine kleine Nachtmusik. r. 23.00: Pl Andromeda. Oratorium(#ändel) 55 Bezugspreis mit monatlich, Selbsta Bezugspreis für zeitschrift„vor m 55 Pf. bei fünf Zeitung durch störung u. dgl. werden.— Geschä Sonntags von 11 16 bis 17 Uhr( Verlag und D De von Die Regiern Adigrat an an der Südfron auf beiden keine Gefechte a vinz Wolkait sei bei jedem Angri gen von der S Truppen eine! der Linie Dolo unterstützung ei kräfte stehen mit und mit dem li Höhenzügen. 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