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Anntktarrschen=Gunsrieuru=Viltr. Eiiglische Ertundigungen dei den Millenneermachten dnb London, 20. Dezember. Wie verlautet, hat die britische Regierung mit mehreren Bölkerbundsstaaten Fühlung genommen, um festzustellen, bis zu welchem Grade die Staaten bereit seien, ein angegriffenes Land nicht nur mit dem Mittel wirtschaftlicher Sühnemaßnahmen, sondern auch militärisch zu unterstützen. Reuter glaubt annehmen zu können, daß in erster Linie Mittelmeermächte wie Spanien, Jugoslawien und Griechenland befragt worden sind. In amtlichen Kreisen werde in dieser Angelegenheit große Zurückhaltung beobachtet. dnb Paris, 20. Dezember. Die Pariser Presse bringt eine längere Meldung aus London, nach der England bei den Mittelmeermächten angefragt habe, ob sie im Hinblick auf die durch die Anwendung der Sühnemaßnahmen„mögliche Entwicklung die erforderlichen militärischen Maßnahmen zu Lande und zu Wasser getroffen hätten und ob sie im Falle eines Angriffes auf die englische Flotte bereit seien, die im Absatz 3 des Artikels 16 der Völkerbundssatzung vorgesehene gegenseitige Unterstützung een, Lscham uefitischen Preisen mar uach nis In französischen politischen Kreisen war noch nicht bekannt, ob bereits eine solche englische Anfrage auch in Paris erfolgt ist. Man beschränkt sich auf den Hinweis, daß die französische Regierung bereits im Oktober in zwei Noten diese Frage behandelt habe. Im übrigen verweist man darauf, daß Baldwin im Unterhaus erklärt habe, von der französischen Regierung seien Zusicherungen gemacht worden, die die französische Unterstützung in dem erwähnten außerordentlichen Falle gewährleisten. Baldwin beim König dnb London, 20. Dezember. Ministerpräsident Baldwin wurde am Freitag vormittag vom König in Privataudienz empfangen. Anschließend fand ein Kronrat statt, der jedoch nur wenige Minuten dauerte. Nach seiner Rückkehr aus dem Buckingham=Palast hatte Baldwin in der Downingstreet eine Unterredung mit dem Ständigen Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Sir Robert Vantttart. pariser Verstimmungen dnb Paris, 20. Dezember. Nachdem der Pariser Versöhnungsplan für den italienisch=abessinischen Streitfall endgültig begraben worden ist, herrscht in gut unterrichteten Pariser Kreisen um Freitag abend die Meinung vor, daß nunmehr eine Zeit des„Abwartens“ beginnt, die mindestens drei Wochen dauern dürfte. Inzwischen werde sich die Kammer am 27. Dezember über die Politik der Regierung Laval ausgesprochen haben und inzwischen werde am 3. Januar der amerikanische Kongreß zusammentreten, dessen Haltung in der Frage der Oelsanktionen von beträchtlichem Einfluß auf die Weiterentwicklung sein könne, nachdem die englische Regierung zu verstehen gegeben hätte, daß Vorbedingung der erweiterten Sanktionen die vorherige Zustimmung aller beteiligten Länder und die Unterstützung der übrigen Länder sei. Man verhehlt sich auch in bestunterrichteten Pariser Kreisen nicht, daß man zur Stunde für eine Regelung des italienisch= abessinischen Streites keine Lösungsmöglichkeiten seht.„„2.14 20 fmh. anb Paris, 20. Dezember. „Temps“ beschäftigt sich eingehend mit den Ausführungen Hoares und Baldwins im englischen Unterhaus. Niemals sei ein so edler Gedanke wie die Pariser Versöhnungsvorschläge durch so schwerwiegende Fehler zunichte gemacht worden, und dies lediglich zu Gunsten einer öffentlichen Meinung, die allzu wenig von den Zusammenhängen der internationalen Politik begreife. Anderseits aber seien auch die Worte Mussolinis in Pontinia zu scharf gewesen, und die italienische Presse habe Fehler begangen. augenblickliche Krise, so schließt das Blatt, deren weitere Entwicklung nicht abzusehen sei, habe besonders dem Ansehen der Genfer Einrichtung geschadet. Die nationalistische„Liberté“ fragt sich, ob man am Vorabend eines neuen Waffenganges stehe und ob der sinnlose Fall eintreten sollte, daß sich die Völker Europas wegen eines Barbarenkönigs gegenseitig totschlagen. Wenn die englischen Staatsminister in der Tat derartige Pläne hätten, müsse ihnen so schnell wie möglich beigebracht werden, daß Frankreich nicht mittun werde. Rom lehnt die Verantwortung ab and Rom, 20. Dezember. In hiesigen politischen Kreisen wird die durch die Unterhausdebatte entstandene vollständig neue Lage mit der größten Zurückhaltung betrachtet. Auch amtliche Kreise vermeiden jede Stellungnahme. Die römische Abendpresse beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Frage der Verantwortung an dem Scheitern der letzten englisch=französischen Vermittlungsaktion. Uebereinstimmend bringen die Blätter zum Ausdruck, daß die Schuld keinesfalls auf Italien oder gar auf die letzte Rede Mussolinis in Pontinia gechoben werden könne.„Lavoro Faseiste“ sagt, niemand in Italien werde den französisch=englischen Vorschlägen nachweinen, wohl aber werde Italien seine kriegerische Aktion in Abessinien fortsetzen. „In neun Minuten begraben“. Unzufriedenheit in Paris über den Völkerbund dnb Paris, 20. Dezember. In der Morgenpresse liegen ausführliche Besprechungen der französischen Berichterstatter in Genf vor, die dem verunglückten Vermittlungsversuch und der Rückkehr in den Völkerbundsrahmen gewidmet sind. Unzufriedenheit herrscht in französischen Kreisen, daß der Völkerbund Frankreich und England nicht größere Dankbarkeit für ihren mißlungenen Vermittlungsversuch bezeigt habe, als er die Sache wieder in die eigene Hand genommen habe. Der„Matin" erklärt: Der Völkerbundsrat hat in neun Minuten, der Sanktionsausschuß in drei Minuten den Regelungsentwurf begraben. Der Genfer Berichterstatter des„Petit Pari= sien“ führt eine Bemerkung an, die in Genf gefallen sei. Mussolini habe durch seine Rede in Pontinia nicht nur alle Brücken abgebrochen, sondern außerdem noch auf die Brückenbaupioniere geschossen. In Genf sei man überzeugt, daß Italien eine prachtvolle Gelegenheit verpaßt habe, bei der es zum billigsten Preise seine Kolonialpläne hätte verwirklichen können, eine Gelegenheit, die kaum noch einmal wiederkehren würde. In der Entschließung des Völkerbundsrates enthalte der dritte Satz eine mißbilligende Spitze gegen England und Frankreich, denn die Vermittlungsbetätigung werde diesen beiden Ländern aus der Hand genommen und dem Dreizehner=Ausschuß gegebenenfalls anvertraut. Heelb aurener brapse an der abessinischen Nordfront— Hauptziel der Abessinier: Aksum und Adua dnb Berlin, 20. Dezember. Hier liegt ein Funkspruch des Kriegsberichterstatters des DNB. bei der italienischen Nordarmee vor, der folgendes besagt: „Am Donnerstag wurden von der italienischen Luftwaffe drei Flüge in die Gegend südwestlich von Selaklaka ausgeführt, wobei abessinische Infanterie und Reiterei mit Bomben belegt wurde. Selaklaka liegt etwa 40 Kilometer nördlich vom Takazze=Fluß. Dennoch ist, wie hier betont wird, eine Bedrohung der italienischen Frontlinie ausgeschlossen, da die Verteidigungsstellungen der Truppen stark ausgebaut sind. Abgesehen vom Setitabschnitt, nehmen die militärischen Operationen ander gesamten Nordfront ihren Fortgang. Es ist vorläufig noch nicht ersichtlich, an welchem Frontabschnitt es zu einer entscheidenden Schlacht kommen wird.“ Der neueste italienische Heeresbericht lautet: „Unsere Abteilungen haben gestern nach heftigen Kämpfen eine Gruppe abessinischer Krieger südlich von Abbi Addi(Tembien) geschlagen und zerstreut. Auf unserer Seite sind ein Unteroffizier und ein Askari gefallen. 15 Soldaten der Heimatarmee wurden verwundet. Die feindlichen Verluste sind beträchtlich. Die Luftwaffe hat von neuem feindliche Truppenzusammenziehungen zubeiden Seiten de#####.## u. h. 8 in der Umgebung von Mai Timchet mit Vomben belegt. Nach abessinischen Meldungen werden die Kämpfe an der Nordfront, vor allem im Takazze=Gebiet, mit großer Heftigkeit weitergeführt. Die Kampfhandlungen entwickeln sich auf breiter Linie. Die Truppen machen unter erbitterten Kämpfen langsam weitere Fortschritte. Das Hauptziel ihrer Anstrengungen richtet sich auf die Heilige Stadt Aksum und auf Adua. Die Verluste sind auf beiden Seiten groß. Die Italiener verwenden zu ihrer Verteidigung vor allem Tanks und Flugzeuge. An der Südfront wurde das abessinische Hauptquartier von Dschidschiga nach Dagabur verlegt. Die abessinischen Truppen rücken in mehreren Abteilungen täglich bis 25 Kilometer vor. Einspunnung in Harke Laval aus Genf zurück— Aussprache mit dem Präsidenten Lebrun dnb Paris, 20. Dezember. Ministerpräsident Laval ist am Freitag vormittag aus Genf in Paris eingetroffen. Nach einer kurzen Unterredung mit dem Kriegs=, Innen= und Postminister begab sich Laval zum Präsidenten Lebrun ins Elysée, um mit diesem die politische Entwicklung und die gegenwärtige Lage im italienisch=abessinischen Streitfall zu besprechen. Die Besprechung hat etwas über eine Stunde gedauert. Laval gab Lebrun zunächst einen Bericht über die letzte Völkerbundsratssitzung in Genf. Anschließend fand eine Aussprache über die gegenwärtige innenpolitische Lage statt. Laval lehnte es nach der Besprechung mit dem Präsidenten ab, irgendeine weitere Erklärung abzugeben. Die weitere Entwicklung der innerpolitischen Lage wird in der Umgebung des Ministerpräsidenten erheblich anders und hoffnungsvoller beurteilt, als in den von Gerüchten durchschwirrten Wandelgängen der Kammer. So sieht man der Kammerabstimmung am kommenden Freitag mit betonter Ruhe entgegen und gibt zu verstehen, daß sich die Lage für die Regierung weder durch das Scheitern des Pariser Planes noch durch den Rücktritt Herriots vom Vorsitz der radikalsozialistischen Partei entscheidend geändert habe, soweit die Kammer gegenüber der Regierung in Betracht komme. Ebenso ruhig sieht man in Regierungskreisen der Aussprache des Senats am Montag über die Frage der Kampfbünde entgegen. In den Wandelgängen der Kammer hat sich im Laufe des Freitags eine gewisse Entspannung bemerkbar gemacht, die mit auf die Haltung der hinter der Regierung stehenden Gruppen zurückzuführen ist. Von verschiedener Seite wird aus dem Regierungslager betont, daß die einzelnen Gruppen im Falle einer Regie(rungskrise nicht noch einmal an einem neuen Kabinett der nationalen Konzentration teilzunehmen beabsichtigen und auf diese Weise der Minderheit in der Kammer die Aufgabe einer Regierungsbildung überlassen wollen. Anderseits verlautet, daß eine große Anzahl von Abgeordneten der Linken im Falle eines Regierungssturzes nicht als von der öffentlichen Meinung eines fremden Staates beeinflußt erscheinen möchten. „Herer maß seinlen Urbensptah sinden Reichsarbeitsminister Seldte über die deutsche Sozialpolitik Berlin, 20. Dezember. Der Reichs= und preußische Arbeitsminister Seldte hatte Donnerstag abend Vertreter der Presse zu einem Empfang eingeladen, bei dem er eine Darstellung der umfassenden Arbeit gab. die in den vergangenen Jahren auf dem Gebiete der Sozialpolitik geleistet worden ist. Er führte u. a. aus: Eines wissen wir bestimmt: Will der Nationalsozialismus seine Mission nach innen hin vollenden, so muß er sozialistisch sein. Deshalb habe ich stets die Eingliederung des deutschen Arbeiters in Staat und Gesellschaft als meine wichtigste biete schon früher als anderswo Bahnbrechendes geleistet worden ist. Dem alten Kaiser und Bismarck hat die deutsche Arbeiterschaft unendlich viel zu verdanken. Nach dem Tode dieser beiden großen Deutschen aber begann eine Periode, die die immer stärker zur Lösung drängende soziale Frage nicht in ihrem Ernste übersah. Die durch den Marxismus entstandene Klassenscheidung konnte nur überwunden werden, wenn das deutsche Volk lernte, nicht mehr klassen=, sondern volksmäßig zu denken. Es war eins der schwersten Probleme, die der Nationalsozialismus anzupacken hatte. Vordringlich war zunächst die Rettung des deutschen Arbeiters von der Geißel der Arbeitslosigkeit. Neben der Schaffung großer Arbeitsbeschaffungsprogramme kommt es darauf an, den Arbeitsstrom nach bevölkerungs= und nationalpolitischen Zielen zu lenken. Das ist nur durch planvollen Arbeitseinsatz möglich. Der Anfang ist mit dem Gesetz vom 5. November 1935 gemacht worden, das die Arbeitsvermittlung, die Berufsberatung und die Lehrstellenvermittlung bei der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung konzentriert. Eebenso wie der Nationalsozialismus sich daran begibt, die nationale Wirtschaft planvoll zu lenken und zu leiten, so hat er sich auch zum Ziel genommen, eine Arbeitsordnung des Volkes aufzurichten, in der jeder seinen Arbeitsplatz sindet.“ Der Minister betonte, er sehe seine wesentlichste und dringendste Aufgabe darin, mitzuhelfen, daß dieses Ziel auch durch die neue Arbeitsordnung erreicht werde, wie sie das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934 aufstellte. Ein schlechter Dienst Im britischen Unterhaus hat man in diesen Tagen sehr viel Worte über die Notwendigkeit des„FriedensKollektivismus" zur Wahrung internationaler Rechte gesprochen. Das Urteil über die Notwendigkeit solcher kollektivistischen Systeme steht jedem Europäer frei. Wie Deutschen haben unsere eigene, Anschauung über kollektivistische Mittel. Niemals haben wir aus ihr ein Hehl gemacht. Dagegen hat die Gegenseite uns immer wieder den Kollektivismus schmackhaft machen wollen. Gewiß ließe sich auch über diese Frage reden, aber dazu wäre es notwendig, daß die Gegenseite den praktischen Beweis erbringt, schon bestehende internationale Abmachungen, wie sie in den Friedensverträgen verankert sind, nun auch zu respektieren und grundsätzlich zu erfüllen. Das wäre die geringste Forderung. Der Lauf der Dinge hat uns Deutsche vom Gegenteil überzeugt. Wir glaubten, die einseitige Auslegung des Versailler Rechtes könne zu den Akten gelegt werden. Wir haben uns getäuscht. Wenn sich„Gesetze wie eine Krankheit forterben“, so trifft dies gewiß auf die einseitige Auslegung des Friedensvertrages durch die Siegermächte, noch mehr aber auf die Klitterung durch gewisse Vertragsstaaten zu. Anlaß zu dieser Feststellung ist für uns das Urteil und die Ausweisung deutschstämmiger Eupen=Malmedyer aus dem belgischen Staatsgebiet. Dieser Vorfall hat in Deutschland und besonders in den Grenzbezirken eine, gelinde gesagt, Enttäuschung, wenn nicht geradezu Empörung ausgelöst. Hier steht der Schulfall zur Debatte, wo sich nicht allein der Politiker, sondern noch mehr der empfindende Mensch die Frage vorlegt, wie ein solches Urteil gefällt und eine solche Maßnahme überhaupt getroffen werden konnten, nachdem den Eupen=Malmedyern in Artikel 36 des Völkerbundspaktes unwiderruflich dieselben Rechte zugesichert wurden, die den altbelgischen Staatsbürgern zustehen. Der Einwurf gewisser Auslandspressen, es handele sich hier um eine innerbelgische Angelegenheit, ist recht wenig stichhaltig. In seiner Bedeutung und in seinen Auswirkungen ist dieser Fall ein außenpolitisches Problem erster Ordnung. Es berührt ebenso die Vertragstreue der Gegenseite wie das Problem jeder nationalen Minderheit Europas. Der Fall der vier Männer aus Eupen=Malmedy könnte kennzeichnend werden. Er ist es fast heute schon geworden, denn hier wurde ein Sonderrecht vom belgischen Staate geschaffen, das ebensowenig mit den Bestimmungen des angezogenen Artikels 36 der VölkerbundsIekans wie mit dem jergz, zagtionalen Minderheit zustandenen innerlichen Gesetze von Treue und Zuneigung zum angestammten Volkskörper übereinstimmt. Den belgischen Gerichten blieb es vorbehalten, diese schönste Regung nationaler Menschen, die ihre Treue zum Staat, in dem sie leben, dennoch bewahrt haben, unter Strafe zu stellen. Soll sich dieser Brauch in Europa fortsetzen? Hier ist ein Menetekel aufgestellt. Die Welt,„aufgeklärt“ durch die geheiligten Versprechungen der Versailler Sieger und der Völkerbundsmächte, hat ein feines Ohr und ein noch feineres Gefühl für solche Rechtsverdrehungen. Ganz besonders wir Deutschen, die immer wieder die schönen Lobreden auf die kollektivistische Rechtswahrung uns anhören müssen, aber in jedem Falle, wo es sich um das Recht deutscher Männer handelt, haben feststellen müssen, daß dieser Kollektivismus des Rechts nur einseitig ausgelegt wird. 8 I. 25m— Im Sran. Wenn man heute auf belgischer Seite oder in Frankreich versucht, den Rechtsbruch mit dem Hinweis auf die Ausweisung von Emigranten aus Deutschland zu vergleichen, so dürften solche Parallelen keinen nationaldenkenden Menschen auch jenseits der Grenzen überzeugen. Der Kampf, den wir Deutschen im vorliegenden Falle für verbrieftes Recht durchfechten, ist nicht allein eine rein deutsche Angelegenheit, sondern ein Kampf um die Moralität bestehender Verträge, gleichgültig, ob sie für Deutschland oder für eine andere unter gleichen Verträgen leidende Nation in Frage kommen. Gewiß fällt es uns schwer, in diesem Punkte den Versailler Vertrag jetzt als Rechtsnorm anzurufen. Die Gegenseite hat uns aber diesen Kampf um den Friedensvertrag aufgezwungen. Eupen=Malmedy ist ein Anfang. Wir fürchten Weiterungen, denn wir haben ein feines Empfinden für Rechtsverdrehungen, wie sie die belgische Sondergesetzgebung gegen die Heimattreuen aus Eupen=Malmedy vorexerzierte. Wir wollen ein freundnachbarliches Verhältnis zu Belgien. Das müßte aber Belgien seinerseits die gleiche Bereitwilligkeit auferlegen. Belgien gehört zu den Vertretern jener Anschauung, die den Kollektivismus des Friedens im eigenen Lande und im Völkerbunde vertreten. Hier aber, wo ausnahmsweise das Recht heimattreuer deutscher Männer zur Debatte steht, der Schulfall, wie gesagt, für eine kollektivistische Nutzanwendung, schlägt man das internationale Recht glatt in den Wind. Und wer meldet sich von den übrigen Vertragsunterzeichnern zum Wort?... Keine Stimme!... Glaubt man tatsächlich, mit dieser zwischen Theorie und Praxis wankenden Einstellung dem deutschen Volke die Notwendigkeit kollektivistischer Rechtssicherungen schmackhaft machen zu können? Wir glauben, der Vorgang in Eupen=Malmedy war ein schlechter Dienst an der kollekAusgleich in Mitteleuropa. M. H. Eupen=Malmedy war ein schlechter tivistischen Idee und am Ausgleich Jährliche Reichskriegertage in Kassel and Berlin, 20. Dezember. Wie der Kyffhäuserbund mitteilt, hält der Deutsche Reichskriegerbund(Kyffhäuserbund) e. V. von nun an in jedem Jahr einen Reichskriegertag, und zwar in Kassel ab. Diesem Großaufmarsch alter Soldaten wird in Zukunft stets eine Arbeitstagung vorausgehen. Als Veranstaltungsort wurde die Stadt Kassel ausersehen, weil sie wegen ihrer zentralen Lage und infolge ihrer günstigen Aufmarschplätze hierfür besonders geeignet ist. Seite 2 Nr. 299 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 21.=22. Dezember 1933 Ar.? Re Trpil. Von Rriegsberichterstatter Georg IK. Wendel Gegend von Dessie, Anfang Dezember 1935. Eine Reise liegt hinter uns, die in ihrer Art an die abenteuerlichen Reisen vergangener Jahrhunderte erinnert. Harar wurde vor drei Monaten geräumt— angeblich wegen der Spitäler. Der Grund kann nicht ftichhaltig sein— da sich in Harar selbst nur ein Rotes=Kreuz=Spital befindet. Man erzählt sich in Kreisen, die dem Hof nahestehen, daß der Kaiser seine Heerfühper näher an die Front bringen wollte. Sei dem wie immer— wir wanderten. Von Diredaua mit der Bahn nach Auasch— den Fluß entlang auf Straßen, Saumund Ziegenpfaden nach Dessie. Ins Hochgebirge, nach „17 Tagen tauchte erst der Gipfel des 4000 Meter hohen Abouya Myeda auf. Bei Tag von Fliegen zerfressen— bei Nacht von Schakalen umschwärmt. von den Eingeborenen mißtrauisch betrachtet.. 100 Kilometer von der Bahn entfernt waren Leute irgendeines Stammes drauf und dran uns anzugreifen. Sie schoben uns die Schuld an den unangenehmen italienischen Fliegerangriffen zu... sie unsere Freunde sind“ und so weiter. Wenn doch alle Abessinier diese Verordnung läsen! Aber leider ist dies nicht der Fall. Die Leute sind auf uns Europäer noch immer scheußlich schlecht zu sprechen. Ins abessinische Lager kann man allein überhaupt nicht mehr gehen. Die Gardesoldaten respektieren uns zwar noch — die haben das in Addis Abeba gelernt—, aber die Gebirgsleute sind unberechenbar. Letzthin war ein amerikanischer Arzt allein ausgeritten. Als er nach neun Stunden nicht zurückkam, suchte man ihn und fand ihn — in einem Gebüsch versteckt. Krieger hatten ihn erwischt und zu mißhandeln gedroht. Tagtäglich muß die Polizei gegen die eigenen Leute einschreiten, weil sie gegen Weiße vorgehen. Unter diesen Umständen glaube ich nicht, daß unseres Bleibens lange sein wird. Wir haben ja keine Angst, aber die Ratgeber des Kaisers drängen in neuerer Zeit selbst die Europäer aus Abessinien hinauszubekommen. Besonders seit Oberst Virgin— der zweite Kaiser, wie man ihn allgemein nannte— das Land verlassen hat. Ehrenvolle Berufung anb Berlin, 20. Dezember. Im Einvernehmen mit dem Reichsministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung haben zwei der bekanntesten deutschen Spezialisten für Unfallmedizin, der Direktor der ersten chirurgischen Universitätsklinik, Professor Dr. Magnus, und Professor zur Verth, eine Berufung in das permanente internationale Komitee für Studium der Unfallmedizin in Zürich angenommen. Der Präsident des Komitees ist Professor Zollinger(Zürich). Professor Dr. Magnus war in früheren Jahren als leitender Arzt der chirurgischen Abteilung im Bergmannsheil in Bochum tätig, dem Krankenhaus, das in Deutschland vielleicht die meisten Unfallverletzten zu behandeln hat. Die Schriftleitung. Andronung des Keicherirchennistere De'chen fer die fartschreitende Versühnung und Be Richtlinien für 1936 Der Kaiser fliegt... Trotz aller gegenteiligen Gerüchte ist es nunmehr Tatsache, daß sich der Kaiser für die Fronten zu interessieren beginnt. Ich habe mit einem französischen Kollegen in dessen Privatflugzeug den Kaiser bei einem Flug an die Südfront begleitet, gesprochen. Es war sehr mühevoll. Der Kaiser will nur mit einem einheimischen Piloten fliegen... der einheimische Pilot aber weigerte sich, bei Nacht zu fliegen..., der Kaiser weigerte sich, bei Tag zu fliegen. Besonders nach dem Erscheinen italienischer Flugzeuge in der Gegend von Dessie... Drei Tage herrschte grenzenlose Ratlosigkeit im Hauptquartier. Endlich schlug ein Schwede einen Ausweg vor—„um niemand zu kränken“. Der Kaiser flog um 4 Uhr früh ab— das Flugzeug ging auf 3000 Meter Höhe und machte einen Bogen nach Süden— und geriet in Lebensgefahr. Der Pilot nahm nämlich die Route des Auasch=Flusses und— in die Nähe der Bahn gekommen, wollte er niedergehen. Als sich das Flugzeug ungefähr auf 800 Meter befand, schlugen Kugeln in die Tragflächen. Zum Glück bewahrte der Pilot seine Ruhe— er stieg sofort und nahm Kurs auf Diredaua. Und— wer hat geschossen? Aethiopische Hilfstruppen irgendeines Ras aus dem Gebirge. Die Leute beschießen jedes Flugzeug. Als man ihnen vorhielt, sie hätten fast den eigenen Kaiser erschossen, meinten sie:„.., warum fliegt er auch? Nur die Feinde fliegen...“ Mißglückte Offensive wegen eines— Zeltes Der Kaiser hat nunmehr sein Hauptquartier in der Gegend von Dessie bezogen. An dem Ort liegt weder eine Stadt noch ein Dorf, so schlug man Zelte auf. In der Mitte der anderen Zelte steht das Kaiserzelt— ein weißes, großes Prunkzelt. Dann flatterten Gerüchte über eine große abessinische Offensive an der Nord= und Südfront auf. Offen gestanden, glaubten wir nicht daran. So viel man unterderhand erfuhr, bestand bei den abessinischen Heeresgruppen weder die Lust noch die Möglichkeit zu einer großangelegten Offensive, und nur eine solche konnte irgendeinen Erfolg zeitigen. Immerhin erhielten sich die Gerüchte und eines Tages kamen sogar Nachrichten über den Beginn der Offensive... und dann— nichts. Die Offensive, wenn eine solche stattgefunden hätte, blieb stecken. Nun, wir maßen dem weiter keine Bedeutung bei, bis ein Gerücht kolportiert wurde. ... die Offensive, wurde erzählt, habe stattgefunden und soll einen kleinen Erfolg gehabt haben. Dann aber seien drei oder vier Stammesfürsten erschienen und hätten alles als eine Kriegslist bezeichnet. Sie redeten solange herum, bis die Truppen selbst daran glaubten — hier ist das Gerücht—: Sie seien vorher beim Kaiser gewesen und hätten sich persönlich überzeugt, daß Seine Majestät zu einer Offensive keine Lust habe. Denn— seit uralten Zeiten ist es ungeschriebenes Gesetz, daß der Kaiser, wenn er einen Angriff befiehlt, ein— blutrotes Zelt bezieht. Und der Kaiser wohnte in einem— weißen Zelt. Also will er nicht... Daß der Kaiser wegen der italienischen Flieger von einem blutroten Zelt nichts wissen will, ist aber eine andere Sache... Ein— Angriff Das Leben im Hauptquartier von Dessie(eigentlich heißt die Gegend anders) ist ziemlich„verloren“. Schon in Addis Abeba und auch in Harar waren wir so ziemlich von aller Welt abgeschnitten; hier hat man das Gefühl, im großen Abessinien ganz allein zu sein. Ab und zu kommt irgendein Fitaurar oder ein Degatsch oder sonst ein Beamter und erzählt einem, was ihm gerade einfällt. Ich mache den Leuten keinen Vorwurf — sie werden von allen Seiten bestürmt, und da sie nichts sagen können— vielleicht auch nichts sagen dürfen—, erfinden sie phantastische Dinge. So erzählte ein Fitaurar vor drei Tagen ganz ernsthaft, die Abessinier hätten die halbe Kolonie Erythräa besetzt und näherten sich dem Meere... Wenn ich sagte, das Leben im Hauptquartier verlaufe„eintönig“, so stimmt das nicht ganz. Unterhaltung haben wir genug. Erstens stehen immer viele höhere Offiziere und Beamte den ganzen lieben Tag herum, halten riesige Trieder vor die Augen und suchen den Himmel ab nach italienischen Flugzeugen. Und gestern gegen 9 Uhr gab es beinahe einen scheußlichen Aufruhe... Jemand hatte ein„Flugzeug“ erspäht. Natürlich heulte er die Nachricht hinaus und alles begann wild „durcheinander zu laufen. Die Krieger schleppen ihre „Weiber und Kinder überallhin mit— die Weiber und Kinder ersetzen den europäischen Armeetrain. Natürlich befolgen beim ersten Alarmruf alle Eingeborenen die ihnen eingehämmerten Befehle— sofort in die Büsche und auseinander. Tiere wurden in rasender Eile abgetrieben— Männer trachteten ihre„Verstecke“ zu erreichen— dabei kamen ihnen Weiber und Kinder zwischen die Beine... Leute der Garde suchten Ordnung und Raum zu schaffen, stießen jedoch auf wenig Verständnis, so kam es zu einer riesigen Prügelei... Und als alles vorbei war, waren die feindlichen Flieger“ gar keine Flieger, sondern— Adler... Unseres Bleibens wird nicht lange sein Gestern— seit Beginn des Krieges zum erstenmal — las ich eine Verordnung des Kaisers an seine Krieger.„... die Fremden, die noch im Lande weilen, finden sich hier, weil es der Kaiser wünscht und weil dnb Berlin, 20. Dezember. Der Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerrl, gibt gemäß§ 2 der fünften Verordnung vom 2. Dezember 1935 zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche folgendes bekannt: Bei der Deutschen Evangelischen Kirche, der evangelischen Kirche der Altpreußischen Union und ihren Kirchenprovinzen, mit Ausnahme der Kirchenprovinzen Rheinland und Westfalen, der evangelischlutherischen Landeskirche Sachsen, der evangelischen Landeskirche Nassau, Hessen und der evangelischen Landeskirche Kurhessen=Waldeck sind auf Grund des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 24. September 1935 Organe der Kirchenleitung gebildet worden. Insoweit ist daher die Ausübung kirchenregimentlicher und kirchenbehördlicher Befugnisse durch die Organe kirchlicher Vereinigungen und Gruppen, insbesondere also für das Gebiet der Deutschen Evangelischen Kirche durch die„vorläufige Kirchenleitung“, für das Gebiet der genannten Landeskirchen (in der evangelischen Kirche der Altpreußischen Union mit Ausnahme des Geltungsbereichs der Kirchenordnung für die Provinz Westfalen und die Rheinprovinz) durch die„Bruderräte" unzulässig. Fünf provinzial=Kirchenausschüsse gebildet dnb Berlin, 20. Dezember. Auf Grund des§ 2 Absatz 1 der ersten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 3. Oktober 1935 ernannte der Reichs= und Preußische Minister für die kirchlichen Angelegenheiten Kerrl, die Mitglieder der Provinzial=Kirchenausschüsse für die Kirchenprovinzen Pommern, Sachsen, Mark Brandenburg, Ostpreußen und Schlesien. Mit der Bildung der Provinzialausschüsse ist ein weiterer Schritt zur Ordnung innerhalb der Deutschen Evangelischen Kirche getan. Die Provinzial=Kirchenausschüsse sind im vollen Einvernehmen mit dem LandesKirchenausschuß gebildet worden. Soweit die Ausschüsse noch nicht ihre vollständige Mitgliederzahl besitzen, sollen sie aus den Gruppen der Deutschen Christen und der Bekenntnisfront ergänzt werden. In den übrigen Ausschüssen sind alle Gruppen vertreten, ein erfreuliches Zeichen für die fortschreitenbe Versohnung und Befriedung innerhalb der Deutschen Evangelischen Kirche. Die Mitglieder der Provinzial=Kirchenausschüsse sind weit über die engeren Grenzen ihres Berufes hinaus bekannte und geachtete Persönlichkeiten. So gilt der dem Provinzial=Kirchenausschuß Pommern angehörende Suverintendent von Scheven als Fachmann auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung. Superintendent Zitzke, Parteigenosse und Redner in vielen kirchlichen Versammlungen, besitzt großes Ansehen in Pommern. Superintendent Engel ist Führer des Pommerschen PfarrerDer bekannte, jetzt in den Provinzial=Kirchenausschuß Mark Brandenburg berufene Generalforstmeister von Keudell hat sich auch in kirchlichen Kreisen einen Namen gemacht. In der evangelischen Kirche Bayerns ist Ministerialrat Engert als ehemaliges Mitglied der bayrischen Landessynode bekannt. Aus dem bayrischen Justizdienst wurde er, der alter Parteigenosse und Träger des Goldenen Ehrenzeichens ist, als Ministerialrat ins Reichsjustizministerium berufen. Ministerialdirektor Dr. Dr. Conze war früher Präsident des Evangelischen Bundes, Superintendent Riehl ist Verbandsführer der Preußischen Pfarrervereine und Suverintendent Klein der Leiter des Bundes evangelischer Pfarrer im Dritten Reich. Er hat 1983 kommissarisch die Geschäfte des lutherischen Mitgliedes des geistlichen Ministeriums wahrgenommen. Erklärung der pfarrer=Vereine dnb Berlin, 20. Dezember. Die kirchenamtliche Pressestelle der Deutschen Evangelischen Kirche teilt mit: „Der Reichsbund der Deutschen Evangelischen Pfarrervereine, durch den rund 16000 evangelische Pfarrer vertreten sind, hat an den Reichs=Kirchenausschuß ein Schreiben gerichtet, in dem er es begrüßt, daß der Führer durch das Gesetz vom 24. September d. J. dem Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten die Vollmacht zur Sicherung des Bestandes der Deutschen Evangelischen Kirche und zur Herbeiführung einer Ordnung gegeben habe. Der Reichsbund habe auch dem Reichs=Kirchenausschuß durch seinen Bundesführer am 14. November d. J. die Bereitwilligkeit der evangelischen Pfarrerschaft erklärt, nach Kräften mithelfen zu wollen, damit dieses Ziel erreicht werde. Alle deutschen evangelischen Pfarrervereine seien demgemäß zu verantwortungsvoller Mitarbeit aufgefordert worden.“ bei ie runn aus Anrect Necht Werden. Eine Stellungnahme der Landsmannschaften Eupen, Malmedy, Monschau zur Ausweisung der vier heimattreuen Eupen=Malmedyer dnb Köln, 20. Dezember. Die Vereinigten Landsmannschaften Eupen, Malmedy, Monschau veröffentlichen folgende Stellungnahme zu der belgischen Ausweisung der vier heimattreuen Eupen=Malmedyer Joseph Dehottay, Peter Dehottay, Heinrich Dehottay und Paul Foxius: „Mit verhaltener Leidenschaft haben wir und mit uns das ganze deutsche Volk den Verteidigungskampf verfolgt, den unsere abgetrennten Volksgenossen in Eupen=Malmedy vor den Schranken des belgischen Gerichts in Lüttich führen mußten. Heimattreue und Rechtsliebe beseelten sie. Nur weil sie der Heimat treu waren und Vertragserfüllung forderten, wurden sie zu Angeklagten und„Verbrechern“ gestempelt. Mit dem Urteil von Lüttich, das unseren Volksgenossen die belgische Staatsbürgerschaft nahm, eine Staatsbürgerschaft, die ihnen durch internationalen Vertrag„endgültig und von Rechts wegen“ zuerkannt worden war, setzte sich Belgien leichten Herzens über die von ihm freiwillig angenommenen völkerrechtlichen Verpflichtungen hinweg. Das Urteil stand nicht zuletzt im schärfsten Gegensatz zu der öffentlichen Behauptung des gegenwärtigen belgischen Ministerpräsidenten, Belgien gewähre den EupenMalmedyern„so wie allen Belgiern den Genuß unserer großen Verfassungsfreiheiten“. Und es stand nicht minder im Gegensatz zu der Auffassung des gegenwärtigen belgischen Justizministers, der in der belgischen Kammer zu denen gehörte, die das belgische Ausbürgerungsgesetz als völkerrechts= und verfassungswidrig verdammt hatten. Nicht genug damit, daß man Männer, die nicht ihre staatsbürgerlichen Pflichten verletzt, sondern sie vielmehr ehrlich und aufrecht erfüllt haben, zu„Staatenlosen“ und so in ihrer Heimat, mit der sie durch Generationen verbunden sind, rechtlos machte, der Ausbürgerung folgte nun auch die Ausweisung! Männer, die sich der Liebe und der Achtung aller ihrer Mitbürger erfreuen, wurden von Polizei gewaltsam über die Grenze gezerrt, und in ihrem Schicksal fühlt sich die heimattreue Bevölkerung Eupen=Malmedys ausnahmslos und mit ihr das ganze deutsche Volk verletzt und beleidigt. Mit der Durchführung des Ausweisungsbefehls übernehmen nunmehr die belgische Regierung und der belgische Staat die volle Verantwortung für den Ausnahmezustand, in dem sich die Eupen=Malmedyer seit dem Inkrafttreten des Ausbürgerungsgesetzes befinden. Die gewaltsame Vertreibung heimatgebundener und heimattreuer Männer von Haus und Hof ist ein Beweis dafür, wie wenig Belgien auch nach 15 Jahren aneiner wahren Befriedung der Verhältnisse gelegen ist, obwohl die Eupen=Malmedyer und das deutsche Volk sich immer wieder verständigungsbereit zeigten und keine Möglichkeit vorüberließen, für die Besserung der deutsch=belgischen Beziehungen ehrlich einzutreten,„. 44.H„5 Niemals kann aus Unrecht Recht werden niemals vergißt das deutsche Volk, daß Unrecht Wiedergutmachung heischt. Die moralische Verbundenheit mit dem Reich gibt den Eupen=Malmedyern die Kraft, Willkür zu ertragen und unerschütterlich und zäh auf dem Recht zu beharren. Das gute Gewissen ist auf ihrer Seite.“ Glaube und Können Der letzte Appell zum Reichsberufswettkampf— Selzuer und Axmann vor den Gauwettkampfausschüssen dnb Berlin, 20. Dezember. Vom 19. bis 21. Dezember findet in den PharusSälen in Berlin eine Arbeitstagung von mehr als 400 Gauwettkampf=Ausschußmitgliedern aus dem ganzen Reiche statt, auf der vor der Durchführung des Reichsberufswettkampfes, der deutschen Jugend nochmals die grundsätzlichen und praktischen Richtlinien einheitlich festgelegt werden. Am Freitag vormittag sprachen zu den DAF.=, HJ.= und BDM.=Referenten, die für die ordnungsmäßige Durchführung des Wettkampfes in ganz Deutschland verantwortlich sind, der Leiter des Hauptorganisationsamtes der NSDAP. und DAF., Klaus Selzner, und Obergebietsführer Artur Axmann. Dieser betonte, die deutsche Jugend der Stirn und der Faust, die einst durch den von beiden Seiten geführten Klassenkampf getrennt war, sei auf der Ebene der Leistung wieder zu einer Einheit zusammengeschmiedet worden. Das äußere Zeichen dafür sei die Durchführung des Reichsleistungskampfes der Studierenden im Rahmen des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend. Hauptamtsleiter Selzner gab in großen Zügen einen Ueberblick über die Schulungsarbeit der NSDAP., beginnend mit den ersten Sprechabenden der Kampfzeit, und kündigte an, daß am 1. April 1936 zum erstenmal 1500 Männer der Bewegung im Alter von 25 bis 36 Jahren ohne Ansehen des Bildungsganges und der Parteitätigkeit für einc einjährige politische Ausbildung auf die drei Schulungsburgen der NSDAP. einrücken würden. Bestimmend für die gesamte Schulung der NSDAP. und der DAF. sei stets gewesen, daß der Glaube allein nicht genüge, sondern daß erst Glaube und Können gemeinsam den Menschen befähigten, die nationalsozialistische Gesinnung in die Tat umzusetzen. Der Reichsberufswettkampf werde nicht auf die Jugend beschränkt bleiben, sondern auch die Gesellen und Meister sollten in Ideal=Konkurrenz miteinander treten. Der Redner schloß mit einem begeistert ausgenommenen Appell an das soziale Führerkorps der Jugend, durch den Berufswettkampf und die fachliche Fortbildung die Arbeitskräfte der Jugend und damit des kommenden Deutschlands bis zur höchsten Vollendung zu steigern. Londoner Flottenkonferenz auf 6. Januar vertagt. Die Londoner Flottenkonferenz hat sich auf den 6. Januar vertagt. Eine Einigung über die britischen Vorschläge ist bisher nicht erzielt worden. Die Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten Ministerpräsident Göring dnb Berlin, 20. Dezember. Im preußischen Staatsministerium fand am Freitag nachmittag eine Oberpräsidenten= und Regierungspräsidenten=Konferenz statt, in der Ministerpräsident Göring im Beisein des Reichs= und preußischen Innenministers Dr. Frick und des preußischen Finanzministers Professor Dr. Popitz sowie der Staatssekretäre Körner, Landfried, Pfundtner und Grauert den höchsten Beamten der preußischen Provinzen und Regierungen richtunggebende Weisungen für ihre Arbeit im kommenden Jahre gab. Revision der Friedensverträge fordert ein Antrag im englischen Unterhaus.— Das englische Parlament bis 4. Februar vertagt dnb London, 20. Dezember. Die beiden Häuser des englischen Parlaments haben sich am Freitag nachmittag bis zum 4. Februar vertagt. In der Schlußsitzung des Unterhauses brachte die Arbeiteropposition, da nur wenige Regierungsanhänger anwesend waren, überraschend einen Antrag ein, nach dem das Unterhaus bereits am 21. Januar wieder zusammentreten sollte. Als Grund wurden der drohende Bergarbeiterstreik sowie der Umstand angegeben, daß die Regierung im Hinblick auf ihre außenpolitischen Fehler in jüngster Vergangenheit nicht länger als einen Monat ohne Aufsicht des Unterhauses bleiben könnte. Die Regierungseinpeitscher konnten eine sofortige Abstimmung über den Antrag verhindern, indem sie die Aussprache in die Länge zogen, so daß in der Zwischenzeit eine genügende Anzahl von Anhängern der Regierungsparteien fernmündlich und telegraphisch ins Unterhaus gerufen werden konnte. Der Antrag wurde dann mit 103 gegen 81 Stimmen abgelehnt. Unter Führung des nationalen Arbeiterpartei=Abgeordneten Mabane haben 13 Abgeordnete im Unterhaus folgenden Antrag niedergelegt: „Nach der Ueberzeugung des Unterhauses sollte die Hauptaufgabe der Außenpolitik Englands die sein, den Weg zu bahnen für eine Revision der Friedensverträge von 1919 und 1920. Sobald die Lage es gestattet, möge der Völkerbundsversammlung vorgeschlagen werden, auf Grund des Artikels 19 der Völkerbundssatzungen solche Aenderungen der bestehenden Verträge zu beschließen, durch die die bestehende Unzufriedenheit beseitigt und zur Befriedung der Welt beigetragen wird.“ Lebenslänglich Zuchthaus wegen Landesverrats dnb Berlin, 20. Dezember. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit:„Von dem Volksgerichtshof in Berlin wurde der 28jährige Richard Bergmann aus Tilsit wegen Landesverrats zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt; gleichzeitig wurden ihm angesichts der durch seine Tat zum Ausdruck gekommenen ehrlosen Gesinnung die bürgerlichen Ehrenrechte für Lebenszeit aberkannt.“ Kurz=Nachtichten Der belgische Staatsminister Pitbaud:. Der belgische Staatsminister Baron Emile Pitbaud ist plötzlich in einem Pariser Hotel im 70. Lebensjahre gestorben. * Der letzte männliche Nachkomme des„Ritters mit der eisernen Hand“ gestorben. Wie das christlichsoziale „Neuigkeits=Weltblatt“ in Wien meldet, ist in Wien Freiherr Reinhard Götz von Berlichingen im 83. Lebensjahr gestorben. Mit ihm ist die Linie des berühmten Götz von Berlichingen, der im Jahre 1504 seine rechte Hand verlor und sie durch eine eiserne ersetzte, im Mannesstamm erloschen. * Abschnittsweise Durchführung der Wehrpflicht in Oesterreich. Im österreichischen Bundestag sprach bei der Haushaltsaussprache der Stabschef der neugegründeten Miliz, Generalmajor Kubena, der u. a. erklärte, daß Oesterreich infolge Mangels an Mitteln gezwungen sei, die allgemeine Wehrpflicht abschnittsweise durchzuführen. * Masaryk erhält Präsidentengehalt weiter. Das Prager Abgeordnetenhaus hat einstimmig den Gesetzentwurf angenommen, der die Ueberlassung des Schlosses Lana an den ersten Präsidenten der Republik, Masaryk, und die Weiterzahlung des Präsidentengehaltes an diesen vorsieht. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Roest. Kummunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte. Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Feuilleion: Dr. Emil Strodtdofs. Wirtschaft: Fritz Schmidt. Gerichisdienst und Briefkasten: Max Flegel, Sport: Hans Hornverg, Provinz: Kurt Törnemann, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Nichael Haupt, Berlin SW. 68. Wilhelmstraße 98. Anruf: Jäger 4115 und Kartsdorst 0340 Berliner Anzeigenveriretung: E. W. Pempe, Berlin=Charlottenburg. Uhlandstraße 194 Anruf C 1 Steinplatz 6813. Druck: Laupenmähten& Dierichs in Bochum. Ruf 67551. 52, 53.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 güitig, Nachlaßstaffel.— 35: üder 25 700. Sprechstunden der Schriftleitung 17 Uor(außer Samstags). Für unverlangte DA von XI. 16 von 16 bis 1. U0 Ju#pgg, V Einlendungen teine Haspilon pugienvung nür bei Mlschorie. Die heutige Nummer umfaßt 28 Seiten Seite 3 Nr. 299, Bochumer Anzeiger, Samstag Sonntag, 21./22. Dezember 1933 Sibchessse 4985 Goldener Sonntag.— Bochum im Weihnachtsglanz. Von alten Bräuchen und vom Thommes=Yesel. Weihnachtswetter, Weihnachtsfreude. „Dreimol wät wi nu noch wach, Heißa, dann es Wiehnachtsdag!“ Hänsken singet et un Stienken, Fritzken auk un uese Mienken. Wat dat Chriskind brengen fall Mülken plappert et im Schwall. Vadder Mudder meit sik sputen Intehalen vüör dä Puten. „Goldnen Sunndag“ muorgen es Un et es am allerbeß, Wänn me no de Stadt gäiht rin Un, wat fählt noch, köipet in. Alle Ladens pinnevull, En Gedränge at wi dull, Doch bedeint wät jäider guet, Off et viell es, off ne Stuet. Baukum brenget jäidem wat, Liäsen kann met hier im Blatt, Wat do alles es te koupen In kleinem at in grauten Haupen. Liebe Weihnachtseinkäufer! Wenn ich Euch einen guten Rat geben darf, dann leset heute den Anzeigenteil des„B..“ gut durch— dann fällt es Euch nicht schwer, zu finden, wo und was Ihr am Goldenen Sonntag, dem Haupteinkaufstag vor dem Christfest, beim Weihnachtsmann bestellen sollt. Nichts ist verdrießlicher, als wenn man nicht recht weiß, was man schenken soll. Da ist der Anzeigenteil der beste Wegweiser. Goldener Sonntag! Er soll den„Silbernen“ noch übertreffen. Es hat in diesen Tagen Geld gegeben, Löhne und Gehälter sind meistenteils schon ausgezahlt und so mancher durfte erfahren, daß er noch etwas mehr zu Weihnachtseinkäufen verwenden darf. Wer das Gewimmel am letzten Sonntag gesehen hat, weiß, daß er morgen seine Ellbogen zu gebrauchen hat, um durch die Geschäftsstraßen zu kommen. Er weiß aber auch, daß Bochums rührige Geschäftswelt Vorsorge getroffen hat, auch dem stärksten Andrang gerecht zu werden. Bleibt nur noch zu wünschen, daß das Wetter gut ist, damit man so recht das prächtige Bild, das Bochum im Weihnachtsschmuck bietet, zur Geltung kommt. Ich habe letzten Sonntag Gelegenheit genommen, einige große Nachbarstädte zu besichtigen und kann mit Befriedigung feststellen, daß keine so schön und so reichlich sich herausgeputzt hatte, wie unser liebes Bochum. Die einheitlich durchgeführte Ausschükkung mit Tannenkranz und Grubenlicht, die Beleuchtung hervorragender sekraler und profaner Gebäude und dann die fortgesetzt von Heimischen und Auswärtigen bewunderte Olympiaglocke vor dem Rathaus— ei, das sieht man nirgend so wieder! Daß dieser Umstand auf den Zuzug von auswärts eine starke Anziehungskraft ausübt, ist nicht zu bezweifeln. Bochum hat gezeigt, was Einigkeit und geschlossener Wille vermag— es wird das nicht nur jetzt, sodern auch künftig in Erscheinung treten. Ich denke da an Karneval und an das im nächsten Sommer zu feiernde Bochumer große Schützenfest. Man tau! ist unser Losungswort. Man tau zu einträchtigem Wirken in allen Dingen, die Bochum den ihm gebührenden Platz an der Sonne sichern sollen! Thommes Desel es vandage, As ik was ne kleine Blage, Dähn wi es dän Lehrer foppen Un jähm Hei int Mule stoppen. Doch dä Mann verstont kein'n Jux. Un verplästert ues de Bux. Dat kam, weil hä van buten was Un nich kannt dän ollen Spaß. Der heutige Thomastag ist der kürzeste Tag im Jahre. Da war es früher in der Grafschaft Mark Sitte, dem, der zuletzt im Hause aufstand, zur Schule oder zur Arbeitsstätte kam, ein Bündchen Heu vor den Mund zu halten, auch wohl hineinzustopfen. Der, dem solches geschah, wurde der Name„Thommes=Desel" gegeben. Als ich so ein Abcschütz war, fiel es mir ein, dem erst kürzlich aus anderer Gegend gekommenen und daher der Sitte unkundigen, zuletzt in der Klasse erscheinenden Lehrer ein Händchen voll Heu vor den schnurrbartbewehrten Mund zu halten und mit der ganzen Klasse„Thommes=Yesel" zu schrein. Der Lehrer aber griff zornig zum Bakel und zog mir ein paar über den Körperteil, der da anfängt, wo der Rücken gingen noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts junge Burschen von Hof zu Hof, sangen Adventslieder und wurden dann von den Bauern bewirtet. Meist erhielten sie eine„Micke“, einen kleinen Stuten, weshalb man sie auch„Mickesänger" nannte. Keiner von den Hordelern wäre damals eher zu Bett gegangen, als bis die„Mickesänger“ ihren Weihnachtsgruß gesungen hätten. Heute ist von diesem Brauch nichts mehr bekannt. Dafür aber prangen auf den öffentlichen Plätzen und auf Zechentürmen hell leuchtende Lichterbäume und werden hervorragende Gebäude angestrahlt— Weihnachtspoesie der modernen Großstadt. Auf dem Lande aber lebt noch der eine oder der andere alte schöne Brauch— wir wollen am guten Alten in Treue halten und am schönen Neuen uns erfreuen! Das schafft Gemütswerte. * Wie wird das Wetter zu Weihnachten? Eine Frage, die viel gestellt wird. Man wünscht sich leichten Frost mit Schnee, damit auch der äußerliche Festesschimmer unser Auge entzückt. Aber was sagt dazu die Statistik? Mein Freund Bählamm hat sich Aufzeichnungen seit 1920 gemacht und festgestellt, daß es nur ein einziges Mal rechtes Weihnachtswetter gab mit Frost und Schnee und nur drei Weihnachten, wo es etwas winterlich aussah. Elfmal aber hatten wir grüne Weihnachten". Hoffen wir dennoch, daß 1935 uns rechtes Weihnachtswetter beschert. Wir können ja nicht alle nach Winterberg und Meinerzhagen fahren, um dort auf Schneeschuhen zu laufen oder zu rodeln. Und die Schlittschuhe wollen doch auch untergeschnallt werden, nicht nur an einem Tage, wo die Herrlichkeit nur Stunden währte. Doch sei ihm wie ihm wolle— wir können Weihnachten feiern in Frieden und Freude. Auch in die ärmsten Stuben fällt ein Strahl der Weihnachtssonne. Die Volksgemeinschaft hat sich wiederum in hellem Licht gezeigt. Und noch zuguterletzt, hat sich die Hitlerjugend in den Dienst der Volkswoylfahrt gestellt und das Liebeswerk der Großen zu einem guten Abschluß gebracht. Der Bedürftigen, ob klein ob groß, ist wieder in wahrer Volksgemeinschaft gedacht worden. Und zu der öffentlichen Spende ist noch so manche Guttat gekommen, die im Verborgenen geübt wurde. Wenn die Weihnachtsglocken das Fest der echt deutsche Familienfest einläuten, dann soll uns alle umschlingen das Band einigender, immerdar, helfender, erfreuender Volkszusammengehärigkeit. In diesen inne wünscht allen lieben, treuen Lesern des„B..“ ein gesegnetes Christfest Euer Gottlieb vom Tippelsberg. Haversichtiicht Pearienung der Tage Bochums Ratsherren tagten am Freitag— Günstige Finanzentwicklung Die Stadtverwaltung teilt unter dem 20. Dezember mit: In der heutigen Sitzung der Gemeinderäte wurde die bereits bestehende Hauptsatzung der Stadt Bochum gemäß§ 3 der Ersten Anweisung zur Ausführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 22. März 1935 den Ratsherren nochmals zur Beratung unterbreitet Einige Nachbewilligungen zum Voranschlag für das Rechnungsjahr 1935 wurden gutgeheißen. Der Ueberblick über das erste Halbjahr 1935 zeigt eine günstige Entwicklung der städtischen Finanzlage Gegenüber dem Haushaltsplan weist der Finanzbericht ohne die Fehlbeträge aus Vorjahren eine Verbesserung des Fehlbetrages für 1935 um rund 2,6 Millionen Reichsmark aus. Der Fehlbetrag aus Vorjahren wurde bei Aufstellung des Haushaltsplanes noch auf 9,8 Millionen Reichsmark beziffert. Nach der Haushaltsrechnung 1934 ist auch dieser Fehlbetrag um 2,2 Meiuionen Reichsmark gesenkt. Die Verminderung des Gesamtfehlbetrages von 17,2 Millionen Reichsmark nach dem Haushaltsvoranschlag auf 12,3 Millionen nach dem Finanzbericht beträgt nach dem Stande vom 1. Oktober 1935 somit 4,9 Millionen Reichsmark. In dieser Entwicklung kommt die anhaltende Besserung der Wirtschaftslage zum Ausdruck. Die Unterstützungen für Erwerbslose konnten um 2 2 Millionen Reichsmark niedriger als zu Beginn des Haushaltsjahres veranschlagt werden. Allerdings verminderte sich die Reichswohlfahrtshilfe gleichzeitig um 1,2 Millionen Reichsmark, so daß mehr als die Hälfte der Verbesserung vom Reich in Anspruch genommen wird. Der Sonderplan wesen weist gegen den Haushaltsplan einen Mehrüberschuß von 1,1 Millionen Reichsmark aus, der in der Hauptsache auf Steuermehreinnahmen zurückzuführen ist. Es wird damit gerechnet, daß bei Gleichbleiben der Wirtschaftslage und vorsichtiger Ausgabenwirtschaft der für 1935 noch verbleibende Fehlbetrag beim JahresLormund), Wilten ud Bere auds welah der lonnusnalen Neugliederung im rheinisch=westfälischen Industriegebiet vom Jahre 1929 zustimmend Kenntnis. Sodann wurden verschiedene Grundsinsengerz und =verkäufe und die Festsetzung von Fluchtlin., beraten. gewählt worden, um Bevorzugungen und Nachteile einzelner wie sie früher bei Paketen mit verschiedenem Inhalt nicht zu vermeiden waren, von vornherein ausDie Weihnachtsspende, die in diesem Jahr wesentlich reicher für die noch zu betreuenden Volksgenossen ausfällt, und im Rahmen der Sonderaktion zur Ausgabe kommt, dürfte einen Wert von 2 000 000 Reichsmark besitzen. Aber damit ist die Sonderaktion noch nicht erschöpft, vielmehr werden alle zur Zeit beim hilfswerk lagernden Pfundspenden, sowie die bei der Weihnachtssammlung hereingenommenen Se Lebensmittel, Spielzeug usw. in der Weihnachtswoche zur Verteilung gebracht.„ 43ier dum Christ Da bei einer richtigen Weiynachtsfeier der## baum nicht fehlen darf, hat das Winterhilfswerk auch hieran gedacht. Im ganzen Gau Westfalen=Süd werden insgesamt über 30 000 Bäume zur Verteilung kommen. Weiter wird das Winterhilfswerk durch eine große Sonderaktion auch derjenigen gedenken, die noch immer als Notstandsarbeiter in den verschiedenen Kreisen des Gaues tätig sind. Für die Notstandsarbeiter sind besondere Weihnachtspakete zur Verfügung gestellt worden, die neben kleinen Weihnachtsgaben vorwiegend Kleidungsstücke, Schuhe und Wäsche enthalten. für diese Aktion belaufen sich auf über 100 000 ReichsUm den im Winterhilfswerk und besonders auch bei dieser Weihnachtsaktion verwirklichten Gedanken nationalsozialistischer Volksgemeinschaft zum Ausdruck kommen zu lassen, werden am Sonntag, 22. Dezember, im ganzen Gau Westfalen=Süd in allen Städten und Dörfern in geschlossenen Sälen Weihnachtsfeiern für die Kinder er vom Wy##, betreuten Vousgenosseng statt; finden, die von den zuständigen Ortsgruppen der in Verbindung mit der NS.=Volkswohlfahrt veranstaltet Im Gau Westfalen=Süd werden 592 Weihnachtsfeiern für Kinder durchgeführt und in diesen werden über 228000 Kinder mit einer Weihnachtstüte beschert. Die mit der Durchführung des Winterhilfswerkes betraute NS.=Volkswohlfahrt wird sich jedes deutschen Volksgenossen annehmen, der von sich aus nicht imstande ist, sich einen Weihnachtstisch zu decken. Was der Einzelne zum Weihnachtsfest an Opfern bringt, wird mit Zins und Zinseszinsen dem deutschen Volke zurückerstattet, denn der Segen, der aus schaft quillt, ist viel gewaltiger und viel nützlicher, als das Opfer des Einzelnen. So erleben wir heute das dritte deutsche Weihnachtsfest im nationalsozialistischen Staat und überall werden glückliche Menschen und leuchtende Kinderaugen allen denen Dank sagen, die mit dazu beigetragen haben, was das Winterhilfswerk wahr Seusc„Keiner soll hungern und frieren!“ 300000 Tebensimteiurtie, 30000 Baume W' tephilfzwerks im Gen Westfalen=Süd im Sau Westsaten=Eur seit Wochen mit den Vorbereitungen für die Weihnachtssonderaktion beschäftigt. Bei den einschließlich der Familienmitglieder im Gau Westfalen=Süd zum Winterhilfswerk erfaßten rund 700 000 Hilfsbedürftigen, ist gerade hier eine ungeheure Arbei zu leisten, wenn niemand vergessen werden soll. Wie feststeht, wird im Gau Westfalen=Süd nicht nur jedem vom Winterhilfswerk Betreuten, sondern darüber hinaus Die Weihnachtsaktion des Winerhifsckeris im Gau Wesisolen=Ear Wie im ganzen Reiche ist auch das Winterhilswerk noch einer gargier Erperhekosiakest verfiefet kurzer Zeit deur Weitalen=Sid seit Wochen mit ben..4 wieder in Arbeit siehen, zu Weihrachten ein einheitliches Im ganzen Gau kommen mehr als 300.000 solcher Der Weihnachlrmann in Ponzeiprasteint.. phot...-Muthherr. Freitag nachmittag hatte der Kameradschaftsbund der aus Bochum(100), Witten(25) und Wattenscheld StHDEN seinen ehrlichen Namen verliert. Diese Mißachtung eines alten Brauchs rief in der ganzen Klasse eine tiefe Entrüstung hervor. Als dann der Lehrer von einem älteren Kollegen aufgeklärt wurde, machte er zwar gute zum nicht bös gemeinten Spielz, meige Kummzxkatzeg aber wurden dadurch nicht geglätter. Weshalb ich bur erzähle? Man weiß heute alte Volksbräuche wieder zu verstehen und sucht sie wieder zu beleben. So gehen im Stadtteil Bochum=Hamme wieder die Kurrendesänger an den Adventstagen durch die Gemeinde und erfreuen durch Weihnachtsweisen. Im Stadtteil Hordel aber mit Kuchen und ging es mit dem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht zum festlich geschmückten großen Sitzungssaal. tsoch einer Ihauptmann Hänsel das Wort. Er begrüßte Polizeipräsidenteg, iePolizei Daluege eingeführte Weihnur, so großen Anklang gefunden daß sie in diesem Jahr wiederholt worden sei. Die Kinder sollten in den Polizeibeamten immer ihren Freund und Beschützer sehen. Regierungsrat Claus übermittelte die Grüße des dienstlich verhinderten Polizeipräsidenten. Auch in diesem Jahre habe die Polizei den Kindern eine Freude bereiten wollen. Sie sollten als Dank dafür sich im kommenden Jahr zur Freude der Eltern, Lehrer und Polizeibeamten sich als brave Kinder erweisen und tüchtige deutsche Jungen und Mädchen werden. Des Führers gedachte man mit einem Sieg=Heil. Im Auftrage der Kreisleitung der NSV. dankte Ortsgruppenamtsleiter Römer der Bochumer Polizei für die schöne Feier. Dann erfolgte die Bescherung. Ein jedes Kind erhielt neben Süßigkeiten nützliche Wollsachen im Werte von mehreren Mark. Die Feier wur umrahmt von gesanglichen Darbietungen des Kinderchores der Oskar=Hoffmann=Straße unter Leitung von Lehrer Vogt und eines Quartetts der Schutzpolizeikapeue. Wintersonnenwende Am 22. Dezember, 20.25 Uhr, erreicht die Sonne in ihrer scheinbaren jährlichen Bahn am Himmel die größte südliche Abweichung vom Himrgezngengtag Gleichzeitig überschreitet sie damit den 270. der Ekliptik und tritt in das Tierkreiszeichen des Steinbocks, womit der astronomische Winter beginnt. „Lux crescit“(das Licht wächst), heißt es in der alten Liturgie, die das Werden des Heilandes mit dem Wiedererwachen der allbelebenden Sonne vergleicht. Unseren Vorfahren war der Tag der Wintersonnenwende, das Julfest, ein höchster Festtag, da die Wiederkehr der lebenspendenden Sonne den nordischen Völkerschaften Immer ist dieser Tag der Sonnenwiederkehr für uns Bewohner der nordischen Halbkugel hochbedeutsam. Der Südpol der Erde ist der Sonne zugewendet und hat noch ein Vierteljahr währenden ewigen schein, der Nordpol hat seit dem 23. September ewige Nacht gehabt, die noch bis zum 21. März dauert. Bei dem tiefen Stand der Sonne am Himmel ist selbst die höchste Mittagshöhe des Tagesgestirns sehr gering und dementsprechend ist auch die Sonnenscheindauer sehr gering. 63jähriger Mann angefahren Der Fahrer will geblendet worden sein Am 19. Dezember, um 17.45 Uhr, wurde Hauptstraße in Bochum=Langendreer vor vem Hause Nummer 53 ein 63 Jahre alter Mann, als er mit einem Handwagen die Hauptstraße in Richtung Bahnhof Langendreer befuhr, von einem Lastkraftwagen angefahren und schwer verletzt. Kurz darauf ist er gestorben. Der Führer des Lastkraftwagens will von einem ihm entgegenkommenden Lastkraftwagen geblendet worden sein. Das alte Uebel... Auf die Verbindungsstange gesetzt, abgestürzt und schwer verletzt. Am 18. Dezember, gegen 12.30 1 Jahre alter Schüler, der sich auf dem Schulhofe der Augusta=Schule an der Amtmann=Falke=Straße auf die Verbindungsstange eines fahrenden Lastkraftwagens mit Anhänger gesetzt hatte, unter den fahrenden Anhänger. Er erlitt Verletzungen am linken Auge, an der linken Kopfseite und anscheinend innere wurde dem evangelischen Krankenhaus in Bochum=Linden zugeführt. Lebensgefahr besteht nicht. 12„Hasenbraten“ entwendet Kaninchendiebstahl in der Hofsteder Straße In der Nacht zum 19. Dezember wurden von der Tenne des Hauses Hofsteder Straße 236 von unbekannten Tätern zwölf Kaninchen entwendet. Es handelt um 3 ausgewachsene Chinchilla=Kaninchen und ein ausgewachsenes weiß=braun=geflecktes Kaninchen, ferner acht Kaninchen im Alter von 3½ Monaten, darunter zwei hasengraue, 2 weiße mit grauen Flecken und vier weiße mit braunen Flecken. Am Tatort blieb eine von den Tätern zurückgelassene Kreuzhacke mit einem etwa ½ Meter langen Stiel zurück. Sachdienliche Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 245. Die Angaben werden auf Wunsch vertraulich behandelt. Eine Stunde Advents= und Weihnachts=Choralmusik auf dem Rathausvorplatz. Die evangelischen Posaunenchöre, die schon an den vergangenen Adventssonntagen in aller Frühe die Bewohner des Ehrenfelds, Griesenbruchs und des Stadtteiles Hamme mit ihren Adventsliedern auf das kommende Fest der Liebe und der Freude hinwiesen, werden am Sonntag nachmittag von 17.80 bis 18.80 Uhr auf dem Rathausvlatz Advents= und Weihnachtschoräle im Dienste der Volksgemeinschaft erklingen lassen. Möge auch dieser Dienst dazu beitragen. die Festesstimmung zu erhöhen. Seite 4 Nr. 299# Bochumer Anzeiger, Samstag, Sonntag, 21./22. Dezember 1933 Noch zu jung und noch zu leicht... SausedineT Hulle=Echten Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Wenn Jugend zu früh Selbständigkeitsgelüste spürt, geht die Sache selten gut. Man muß sich schon den Wind um die Nase wehen lassen und erst einen gefestigten Charakter erworben haben, man muß erst wirklich dienen gelernt und Erfahrungen im Leben gesammelt haben, man muß erst ein ganzer Kerl geworden sein bevor man es wagen kann, sich auf eigene Füße zu stellen. Wie oft wird gegen diese Grundsätze verstoßen und dann wundern sich die Leute wenn der Laden nicht klappt. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. In manchem Jungen steckt schon der ganze Mann steckt Umsicht, Energie, Tatkraft, und es wächst der Mensch mit seiner größeren Aufgabe. Solche Ausnahmen aber bestätigen nur die Regel. * Der Angeklagte Br., rechtschaffener Eltern Kind, war aber eine solche Ausnahme nicht. Er kam nach der Lehrzeit nicht so recht in ein Arbeitsverhältnis. Für die eigene Werkstätte war er noch viel zu wenig fachlich und jewerblich ausgebildet, kannte auch viel zu wenig von sen Schwierigkeiten des Lebens, als daß der Versuch hätte glücken können. Der junge Mann suchte sich dann auf andere Weise durchs Leben zu schlagen und kam wohl auch nicht in die rechten Hände, die ihn hätten sicher führen und leiten können. Menschen, die die Unerjührenheit, die Torheit und den Leichtsinn anderer ausnutzen, hat es leider immer gegeben. So wurde Fritz Sausewind auf eine Laufbahn geworfen, auf der er schmachvoll zu Fall kam. * Der junge Mann stellte sich am Standesamt auf und knüfte geschäftliche Beziehungen zu jungen Ehepaaren an, die sich gerade ihr eigenes Heim gründen wollten. In Möbeln hatte er ja einige berufliche Kenntnisse, und so nahm er als Vertreter, oder gar als „Generalvertreter“„größerer Möbelfirmen“ Bestellungen auf, ließ sich Vorschusse und schöne Anzahlungen geben, gedachte auf diese Weise ins Geschäft zu kommen und scheiterte dabei kläglich. Mit den„Fabrikverbindung" war es Essig. Der erst 24jährige Angeklagte hatte sich seine Empfehlungskarten drucken lassen und versetzte die Leute in den falschen Glauben, daß er selbst über ein größeres Fabriklager verfüge und daß sie bei ihm besonders günstig kaufen könnten, was gar nicht der Fall war. Auf diese Weise machte er„Geschäfte“ in Bochum, Wanne=Eickel, Wattenscheid, Gelsenkirchen usw. Er besaß weder Geld noch Ware, sondern arbeitete mit Katalogen. Die Firmen lieferten aber nur bei erheblichen Anzahlungen. Diese aber flossen unter seinen Händen dahin. Er lieferte nicht und die Leute fühlten sich gemein betrogen. Unter den Geschädigten waren auch junge Ehepaare, die auf solche Weise um ihr Ehestandsdarlehen kamen. Das war denn doch ein gar zu niederträchtiger Streich. Fünfzehn Betrugsfälle durch angeblichen Möbelverkauf standen zur Aburteilung. Die Sache wurde dadurch noch schlimmer, daß der junge Mann sogar im Auto vorgefahren kam, um einen besseren Eindruck zu schinden. Dieses Auto, das ihm von einer Dortmunder Firma zur Benutzung geliehen war, weil er vorgab, ihr Kunden zuzuführen, verkaufte er, und auch noch ein zweites Auto brachte er auf diese Weise unter den Hammer. Er machte sich dabei der Unterschlagung und der Urkundenfälschung schuldig, da er die Papiere auf falschen Namen ausstellte. So entstand ein Schaden, der mehr als 3000 Mark betrug. Fritzchen Sausewind, dem die Sache über den Kopf gewachsen war, versuchte zu entfliehen, aber das ist heute auch nicht mehr so leicht. Jetzt stand er vor dem Richter als geständiger und reumütiger Sünder. Und die Verteidigung konnte nur so viel zu seinem Schutze vorbringen, daß er mehr oder weniger auch durch die Schuld anderer so tief in sein Unglück hineingeschliddert war. Das Gericht hat für derlei„Geschäftsbetrieb" in heutiger Zeit kein Verständnis mehr, besah die lange Reihe der Geschädigten und den Bruder Sausewind, der sich auf Kosten anderer Leute, die selbst nichts haben, ein gutes Leben antun wollte. Es schloß sich der Kennzeichnung des Angeklagten durch den Staatsanwalt an, sah in ihm einen Volksschädling übelster Art und verurteilte ihn zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. In einigen weiteren Betrugsfällen wurde er freigesprochen. Viele seiner Kunden sind aber um ihr Geld gekommen und können nur unter weiteren Opfern zu ihrem Rechte gelangen. Achtung! Achtung! steigr ein heiler Possenspiel mt Hugo Hurrle, dem großen Komödlanten, mit Stephan von der Wieden, seinem Kameraden und elgentlichen He den des Stückes, mit Porzellanbr gitte und Schluckebler, mit dem Elefantenfärber Fablan Fox, der schönen Baronesse Bettina und Ihrem liebenswerten Vater. Ein versbleites, ein romantisches Stück, ein Märchen, Ie— mit dem Zauber und der Sübe und der Treuer der deutschen Landstraßen, ein Spielvoll seitsamer Käuze und Ganoven und fragwürdiger Elemente, ein ganz unzetgemäßes Stück, gewiß— Aber wohl uns, wenn wir den Sinn dafür nicht ganz verloren haben, wenn wir uns noch einmal hemmung slos verlleren können an den schönen Zauber dieser Welt aus Schminke und Waldruch, aus Torhelt und Liebe und Sehnsucht. Ein liebenswertes Stück, das gegen den Strom schwimmt und das ernste Leben wieder heiter nimmt, ein Roman, zu rechter Stunde allen denen geschenkt, die so gern einmal dem Trott des Alltags entflichen möchten. Ihnen allen macht Roland Beisch es leicht, sie alle werden Ihm dankbar sein für ein paer schöne und seellg verschwimmende abendliche Stunden, die unser heute beginnende Roman allen Lesern bescheren wird. Die Werht.. AUFZEICHNUNGEN EINES KOMODIANTEN Weihnachtswetter Bericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim. Vorhersage für Samstag: Bei schwachen Winden westlicher Richtung meist neblig oder trübe, bedeckt, leichte Schneefälle, Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt, nachts mäßiger Frost.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Mit Winddrehung auf Süd bis Südost zunehmende Bewölkung mit weiteren Niederschlägen. Später Temperaturen leicht ansteigend. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 9, 10, 12 und 14.) Wohin gehen wir heute Stadttheater: Samstag 17 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen: 20.15 Uhr: Krach im Hinterhaus.— Sonntag 15 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen; 18 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen. Städtische Gemälvegalerte: Sonn= und feiertags bei freiem Elntritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Udr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Conn= und fetertags von 10 bis 18 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Bödestraße: Besichtigungszeiten: Werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, an Mittwochund Samstag=Nachmittagen bei freiem Eintritt: Sonntags von 10 bis 13 Uhr.(An Felertagen geschlossen.) Geologisches Museum der Berggcwerkschaftstasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Samstags von 15.30 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt frei. Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr Familienbad. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Einer zuviel an Vord. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Kampf um den Piratenschatz. Capitol: ab 15 Uhr: Eine Seefahrt, die ist lustig. Glorta=Palast: ab 15.30 Uhr: Ebestreik. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Bengalt. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der Mann mit der Pranke. Lichtspielhaus: ab 15 Uhr: Du bist entzückend. Rosmarte. Odeon: ab 16.30 Uhr: Großreinemachen. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Sie und die 3. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Maddalena. Unterhaltungs= und Gaststätten Konzerthaus Glaubitz Tonhallen=Varleté Gaststätte Neuhaus Restaurant Schütte Tonhallen=Diels. Union=Palast=Gaststätte Tonhallen=Gaststätte Restaurant Zum Wiesental Set ece. Wchr gn Koman von. rgang Ilarken. 1. Der dicke Müller saß kurz nach Büroschluß der „Exina“ noch in seinem Büro und rauchte ruhig eine dicke Zigarre. Das tat er nicht oft, er war im Rauchen sehr sparsam, denn er hielt auf seine Gesundheit. Aber heute mußte er rauchen, denn er hatte über verschiedene Dinge nachzudenken. Der dicke Müller, das war Hans Müller, Generaldirektor der„Exina“, einem Exportunternehmen von rund hundert Leuten vorstehend, der wütend werden konnte, wenn ihn einer Generaldirektor schimpfte. So war nämlich sein Vorgänger tituliert worden. Hans Müller war groß, eine stattliche Erscheinung, vierzig Jahre alt, mit sehr jungen und energievollen Augen, aus denen Kraft und Sachffensfreude nur so sprühten. Er war das absolute Gegenteil von blasiert, hatte keine Generaldirektoreigenschaften nach dieser Richtung hin, er war lebhaft, von beweglichem Geist, und ein unermüdlicher Arbeiter. Aber er war dick, das ließ sich nicht leugnen. Gewiß, bei seiner Breite wäre auch, wenn kein Bäuchlein vorhanden gewesen wäre, ein stattliches Gewicht zusammengekommen, aber so wog er genau 250 Pfund. Hans Müller war tief in Gedanken versunken, als seine langjährige Privatsekretärin Fräulein Rosel Schmitz eintrat. Die Schmitz war auch nicht mehr die allerfüngste, sie zählte schon achtundzwanzig Lenze, aber sie war ein entzückendes Geschöpf. Groß und schlank, hatte ein richtiges Spitzbubengesicht, immer verschmitzt und guter Laune, als wolle sie jeden Augenblick auf Aepfelstehlen ausgehen. Und dabei eine Arbeitskraft von Format, die konnte Müller Schritt halten. Sie war wirklich eine Perfekte und es war ideal, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie brachte die letzten Briefe zum Unterschreiben. Hans Müller sah sie mit einem seltsamen Blick an, unterschrieb die Post— bei ihm konnte man den Namen wirklich lesen— und dann tat er eine Frage, die Fräulein Schmitz aus allen Wolken fallen ließ. „Sagen Sie, Fräulein Schmitz... warum bin ich ein Trottel?“ Ganz ruhig, gar nicht böse im Ton, sprach es Direktor Müller aus. Ein wenig Staunen und auch Traurigkeit lag in den Worten. Fräulein Schmitz war nicht so leicht in Verlegenheit zu bringen, aber jetzt rang sie um ihre Fassung. „Herr Direktor... ich weiß nicht, was Sie meinen!“ Hans Müller lachte leise auf.„Schwindeln Sie doch nicht! Haben Sie nicht vor einigen Stunden zu Geheimrat Schuller gesagt:„Der Chef ist ein Trottel?“ Die Verlegenheit von Fräulein Schmitz stieg. „Aber Herr Direktor!“ „Lassen Sie mal den Direktor weg! Also stimmts?“ Jetzt hatte sich die Schmitz wiedergefunden und der spitzbübische Zug erschien wieder auf ihrem Gesicht. „Ja, ich habe das gesagt!“ Hans Müllers Augen strahlten befriedigt auf, er war nicht böse oder beleidigt. „Schön!“ sagte er vergnügt.„Aber Strafe muß sein! Jetzt müssen Sie begründen, warum ich ein Trottel bin! Sie werden zugeben, daß mich das im höchsten Maße interessiert!" Fräulein Schmitz wand sich vor Verlegenheit.„Aber Herr Direktor... verzeihen Sie mir... ich... ich ... möchte Ihnen nicht wehe tun?“ „Wehe tun? Aber warum nehmen Sie das an? Ich glaube, das Gegenteil wird der Fall sein!“ Seine Stimme wurde mit einem Male ganz erst und eindringlich.„Fräulein Schmitz, wie lange arbeiten wir jetzt zusammen? Hm... elf Jahre! Ich sehe Sie jetzt noch vor mir, wie Sie damals als kleines Mädel bei Mering& Co. eintraten, wo ich Geschäftsführer war. Sie hatten damals dasselbe Spitzbubengesicht und arbeiten konnten Sie. Hat nicht lange gedauert, da hab' ich's gemerkt und Sie sind meine Privatsekretärin geworden. Und wir haben doch gut zusammengehalten. „Ach ja, Herr Müller!“ „Na, sehen Sie an!“ Befriedigt lehnte sich der dicke Müller zurück.„Sie waren zuverlässig, fleißig, gewissenhaft, und darum ist es für mich von ganz besonderer Bedeutung, zu erfahren... warum ich in Ihren Augen ein Trottel bin!“ „Weil Sie sich ausnützen lassen!“ kam die Antwort schnell. „Sok Ausnützen? Hm! Möglich! Aber das passiert ja nicht mir allein, sondern vielen Menschen, die arbeiten. Wer nutzt mich denn aus?“ „Der Herr Konsul!" „Mein Schwiegervater? So... hm! Interessant! Aber nun weiter!“. Er sah sie mit einem vergnügten Lächeln an und winkte ihr zu.„Jetzt setzen Sie sich einmal und dann reden Sie mal ganz offen! Ich weiß, missen! Und schön waren auch die weiteren Aufgaben! Immer hat man Sie von den Unternehmen weggenommen, wenn Sie wieder in die Höhe gearbeitet waren, hat Ihnen neue, immer schwerere Aufgaben aufgebürdet. Das war so bei der Germania, bei der Rebinger Glas... bei allen war es so! Ja, man hat Sie sogar fest an die Familie gebunden, als Sie damals das erste Angebot von Geheimrat Schuller beinahe annehmen wollten, man hat Sie.. ich meine... Sie haben die Tochter des Herrn Konsuls geheiratet...!“ „Halt! Stop! Sie wollten sagen: man hat mich mit der Tochter des Konsuls verheiratet!“ Müllers Züge waren ernster geworden. „Es lag mir so auf der Zunge, Herr Müller. Aber ich zweifle keinen Augenblick, daß bei Frau Brigitte die Liebe den Ausschlag gab.“ „Das... glauve ich auch!“ entgegnete Hans Müller nachdenklich. „Und nun sind wir hier gelandet! In der Exina! In dieser früheren ausländischen Firma„Export internationale“! In diesem ärgsten Schwindelunternehmen, das ich je kennengelernt have!“ Erstaunt sah sie Hans Müller an. „Das haben Sie auch schon weggekriegt!“ „Ja! Das ist doch ein reines Betrugsunternehmen gewesen, es ist wie ein Kartenhaus, es wird finanztechnisch songliert, solange bis Ihre Tüchtigkeit den Ein neuer Marken-Roman ganzen Jahre Schreibtischarbeit haben Sie dick gemacht! Dieses dauernde Schuften am Schreibtisch ließ Ihnen keine Zeit, einmal an sich zu denken! Früher waren Sie, wie Sie mir einmal sagten, ein Sportler! Das hat Sie schlank und gesund erhalten! Und jetzt... nein, nein, Herr Müller... Sie müssen mal an sich denken!“ „Wollen Sie mich nach Karlsbad schicken?“ „Nein, nein, das ist nicht das Richtige!“ „Was soll ich dann tun?“ „Hier Schluß machen! Dem Herrn Konsul den Auftrag zurückgeben! Mal Ihr Leben auf eine ganz andere Basts stellen! Das müssen Sie tun, wenn Sie sich nicht in der Arbeit, im Geschäft um Ihr eigenes Leben betrügen wollen! Auch um Ihrer beiden lieben Kinder willen! Und um Ihrer Frau willen!" „Warum um meiner Frau willen?“ fragte er langsam, eindrucksvoll. Sie zögerte mit der Antwort, schließlich sprach sie es aber doch aus. „Weil ich als... Mädchen mir vorstellen kann daß eine so gefeierte schöne Frau, die als bekannte Weltfliegerin Gitta Romanus in der Gesellschaft eine so große Rolle spielt, unter Umständen... verloren gehen kann!“ Hans Müller blieb nachdenklich am Schreibtisch stehen, dann strich er sich über das gelockerte Haar, was immer ein Zeichen von Erregung war. Er schien mit einem Entschluß zu ringen. Plötzlich sagte:„Sie——— können recht haben. Fräulein Schmitz! Ich will mir alles das einmal gründlich überlegen! Eine andere Basis! Was für eine andere Basts?“ „Ich meine, Herr Müller, Sie haben immer nur für it! Sie müssen einmal etwas für sich mancher Mensch steht manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Vielleicht gehöre ich zu den Menschen! Also sprechen Sie!" Es dauerte ein Weilchen, bis sich Fräulein Schmitz gesammelt hatte. Dann begann sie, energisch, kräftig, wie es ihre Art war. „Herr Müller, Sie waren bei Mering& Co. Geschäftsführer! Die Firma kam hoch durch Sie!“ „Das hat mir der Konsul selbst bestätigt, ergo haben Sie recht! Ich weiß aber auch, wie ich dort gewürgt habe! „Ja! Und als der Laden stand, da ließ man Sie nicht ausruhen, da ließ man es Ihnen nicht etwas wohler werden, nein, da stand schon eine neue Aufgabe für Sie bereit!“ „Eine schöne Aufgabe, Fräulein Schmitz! Haben wir bei der Porzellanfabrik Röttenbach nicht groß zusammen gearbeitet? Wenn ich denke dieses hoffnungslos verkrachte Unternehmen wieder hochzubringen, wie schwer das war, wie man sich regen mußte! Das war eine wundervolle Zeit!" Der dicke Müller war ehrlich begeistert. „Ja, ja, Herr Müller, ich möchte die Sieg davongetragen hat bis Sie aus dem Unternehmen ein gutes Ertragsgeschäft gemacht haben! Und dann schickt man Sie vielleicht an den Nordpol, daß Sie dort Erdbeerenkulturen schaffen!“ In heftige Erregung hatte sich das Mädchen geredet. Hans Müller erhob sich und ergriff ihre Hand, die er herzlich drückte. „Zunächst einmal herzlichen Dank! Jetzt weiß ich wenigstens, warum ich ein Trottel bin!“ Rosel Schmitz wand sich vor Verlegenheit. „Herr Müller..! Ich bitte Sie, nehmen Sie es nicht so tragisch! Ich meine es als Ihre Mitarbeiteri# so gut mit Ihnen!“ „Das glaube ich Ihnen! Ich bin Ihnen wirklich nicht böse!“ Ihr Gesicht zeigte eine Entlastung, ihre Augen waren frei von der Sorge, als sie weiter sprach:„Herr Müller... Sie sind ausgenutzt worden! Und das mit der Exina setzt allem die Krone auf. Das war eine Unfairneß des Herrn Konsuls wie sie in meinen Augen nicht schlimmer sein kann! Werfen Sie ihm doch den Krempel vor die Füße! Vergessen Sie doch nicht, daß hier Ihr guter Ruf mit auf dem Spiele steht. Und dann denken Sie auch mal an sich! Haben Sie es denn nicht mal satt gekriegt?“ „Das schon!“ entgegnete Direktor Müller nachder lich.„Ja, ja, ich würde gern einmal ausspannen!“ „Sie verlieren sich im Geschäft! Schauen Sie doch einmal in den Spiegel! Was waren Sie einst für ein stattlicher Mann! Und heute...?“ „Heute bin ich der dicke Müller, stimmt!“ Es kam etwas bitter heraus. „Ja, das sind Sie! Aber Sie haben eine schöne Fraul Und drum müssen Sie mal etwas tun! Die andere aufgebay.„en muten zmmar enser ga; I. selber aufvauen: Machen Sie einmal einen unfang: Und wenn es ein Haus ist, das Sie sich selber aufbauen, an dem Sie mitschaffen, das Ihnen die richtige notwendige Bewegung gibt, daß Sie wieder der strafse Mensch von früher werden! Ich stelle mir vor, daß es Ihnen viel, viel Freude machen würde!" „Ein Haus?“ Der dicke Müller sank in seinen Sessel und dachte nach. Vergangene sehnsüchtige Wünsche kamen wieder aus dem Herzen empor. War es nicht immer die Sehnsucht nach einem eigenen Heim gewesen, die ihn von Kind an bewegt hatte? Ein Haus mit einem schönen Garten, in dem Rosen, Nelken und tausend andere bunte Blumen blühten. Ein Haus, ein richtiges Haus in der Sonne!“ Die Schmitz sah, wie das Leuchten in seinen Augen aufkam. Sie liebte die Augen, die so klar und gut in die Welt blickten, sie verehrte den Mann, der abseits aller Eitelkeit ging, der keinen Geltungstrieb besaß, dessen ganzes Herz von der Freude am Schaffen ausgefüllt war. 9# 1bume 12121 (Fortietzung folgt.) Seite 5 Nr. 299 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag, Sonntag, 21./22. Dezember 1933 Aus aler Wen Dar Echif Der 200 Bralllr London, 20. Dezember. Vor Jahren wanderten viele Engländer nach Westzustralien aus. Die Mehrzahl der Auswanderer waren Junggesellen. Einige verheirateten sich drüben mit schwarzen Frauen. Die englische Regierung beschloß, dagegen eine Aktion einzuleiten, die allerdings etwas seltsam anmutet.„ „Frauen gesucht.“ Diese ueberschrift prangte in dicken Lettern auf den Plakaten, die auf den Straßen der englischen Städte angeklebt waren. Man wandte sich an alle Frauen zwischen zwanzig und fünfunddreißig Jahren, die Lust hatten, einen englischen Siedler in Australien zu heiraten. Verlangt wurden ein guter Charakter, beste Lebensführung und eine kleine Aussteuer, die von der Königin selbst ergänzt werde. Ein ähnlicher Aufruf wurde zur gleichen Zeit in Australien erlassen, nur daß sich hier die Männer melden sollten, die bereit waren, zu heiraten. Entsprechend der Anzahl der Nachfrage wurden die Bräute ausgesucht, die ihr Leben von nun an in Australien verbringen sollten. Nun hat wieder ein derartiges„Verlobungsschiff“ England verlassen. Vorher fand noch ein offizieller Empfang bei der Queen statt. Sie bedankte sich bei den zweihundert Frauen, die die Aufgabe übernommen hätten, Wegbereiter der Kultur zu sein. Sie hätten damit dem Vaterland einen guten Dienst erwiesen. Unzählige Menschen hatten sich am Hafen eingefunden, um den 200 Bräuten das Geleit zu geben. Die neuen Ehemänner in Australien schmückten indessen ihre Häuser, kauften die fehlenden Wirtschaftsgeräte ein und warteten mit Ungeduld auf ihre Frauen. Oft waren es tagelange Reisen, die sie unternahmen, um nach Sydney zu kommen, wo das Schiff mit den 200 Bräuten an Bord eintraf. Sie bildeten am Kai Spalier, hatten sich Nummerntafeln umgehängt und schauten nun nach den Lebensgefährtinnen aus, die ihnen der Dampfer brachte. Mit stürmischem Hallo wurden die englischen Bräute, die sich ebenfalls mit Nummerntafeln bewaffnet hatten, empfangen. Und nun begann eine eigenartige Massentrauung. Der Sheriff rief zwei nüchterne Zahlen. Der Mann und das Mädchen, denen diese Nummer zugeteilt war, erschienen vor dem Traualtar, der in diesem Fall ein einfacher Holztisch war. Zwei Fragen wurden gestellt, zwei Unterschriften gegeben und die Ringe, die die Braut als Hochzeitsgeschenk der englischen Königin mitgebracht hatte, wurden getauscht. Menschen, die sich vor einer Viertelstunde noch völlig fremd waren, verließen nun Arm in Arm das Schiff, um ein gemeinsames Leben aufzubauen. Die Trauung auf dem Schiff war notwendig, da das Gesetz vorschreibt, daß keine unverheiratete Frau den Boden Westaustraliens betreten dürfe. Berlin im Winterkleid Starke Schneefälle in den bayrischen Bergen dnb Berlin, 20. Dezember. Am Freitag früh setzte in Berlin lebhafter Schneefall ein, der auch am Mittag noch anhielt. Um 11.30 Uhr waren bereits 10 Zentimeter Schnee gefallen. In den Außenbezirken hat sich die Schneedecke dadurch erheblich erhöht. Leichter Frost verhindert auch im Innern der Stadt ein sofortiges Tauen, so daß, zum ersten Male in diesem Winter, das ganze Berliner Stadtgebiet ein einheitliches weißes Kleid trägt. Die Straßenreinigung setzte außer ihren 3400 Stammarbeitern noch 1260 Hilfskräfte zur Beseitigung der Schneemassen ein. Gleichzeitig wurden sämtliche Schneepflüge eingesetzt. Während das Forträumen des Schnees in diesem Winter bis einschließlich Donnerstag rund 19 250 RM. Kosten verursacht hat, rechnet man allein für den heutigen Tag mit 19 500 RM. Unkosten. Eine Meldung aus München besagt, daß es im bayrischen Oberland seit Mitternacht ununterbrochen schneit. In München war die Schneedecke am Freitag vormittag gleichfalls zehn Zentimeter hoch. In den Bergen ist über 50 Zentimeter Neuschnee gefallen. Im Allgäu war der Verkehr heute früh fast völlig lahmgelegt. So wird aus Kempten gemeldet, daß der Kraftwagenverkehr vollständig ruht. Fernsehsender Witzleben Berlin, 20. Dezember. Der große Brand auf der Berliner Funkausstellung hatte auch den Fernsehsender Witzleben zerstört. Den Bemühungen der Deutschen Reichspost ist es nun gelungen, in kürzester Zeit die Sendeanlage wieder erstehen zu lassen. Diese Neuanlage ist soeben fertig geworden und wird noch vor Weihnachten am 23. Dezember, in Betrieb genommen. Aus diesem Anlaß ist am Montag 20 Uhr eine kurze EröffnungsWeihnachtsfeier in der Kanzlei des Führers feier, in der Oberpostrat Diplomingenieur Flanze vom Reichspostministerium„die Anlage dem Reichsministerium für Volrsaufttärung und Propaganda, vertreten durch Ministerialrat Demann, zum Betrieb durch die Reichsrundfunkgesellschaft zur Verfügung stellen wird. Lebensretter Rundfunk Ein Irrtum, der beinahe das Leben gekostet hätte Wien, 20. Dezember. Bei der Wiener Rundfunkstation rief kürzlich abends ein Apotheker an und bat dringend darum, eine Warnung durch den Sender zu geben, daß eine von ihm vor einigen Minuten an ein junges Mädchen ausgehändigte Medizin nicht verwendet werden möge, weil infolge eines Irrtums eine tödliche Dosis Gift in die Flasche gelangt war. Der Ansager unterbrach sofort die gerade laufende Tanzmusik und verkündete die Warnung. Zehn Minuten später kam bereits die erfreuliche Nachricht, daß die Lebensrettung erfolgreich gewesen war. Der Arzt, der das Rezept verschrieben hatte, war zufällig unter den Hörern gewesen. Er konnte sofort seine Patientin telephonisch verständigen. Dabei ergab sich, daß die Patientin selbst die Rundfunkwarnung nicht gehört hatte, sondern gerade im Begriff stand, die Medizin, die ihre Hausgehilfin ihr besorgt hatte, einzunehmen. Wenige Minuten später wäre sie tot gewesen. Hch. Hoffmann. Am Mittwoch hatte der Führer seine engsten Mitarbeiter zu einer schlichten Weihnachtsfeier geladen. Unser Bild zeigt den Führer inmitten seiner Gäste. Rechts nehen dem Führer der Leiter der Kanzlei, Reichsleiter Bouhler, gegenüber Reichsamtsleiter Bormann. Meinional aus unglacklichtl Tirer Die Tochter der Jugendfreundin als Erbin— Ein Streit um Millionen Rom, 20. Dezember. In Turin tobt gegenwärtig ein Erbschaftsstreit um 12 Millionen Lire(100 Lire= 20 RM.), dessen Hintergründe ebenso merkwürdig wie interessant sind. Der Mann, der die Millionen hinterließ, ist der vor einiger Zeit verstorbene italienische Erfinder Gino Pallgolani. Er ist, wenn man so sagen darf, Millionär aus unglücklicher Liebe geworden. Als junger Dachs war er als kleiner Angestellter in einer Fabrik tätig und verliebte sich in eine Französin, die die Erzieherin der Tochter seines Chefs war. Zwar wurde seine Liebe erwidert, doch der junge Mann kam im Beruf nicht vorwärts und war außerstande, die materiellen Vorbedingungen für eine Ehe zu schaffen. So heiratete seine Erwählte schließlich einen anderen, sie, die zwei Jahre seine Braut gewesen war, wurde die Frau eines höheren Beamten. Pallgolani ist über diesen Schicksalsschlag nie recht hinweggekommen. Er verbrachte sein Leben einsam, und was ihm als jungen Menschen nicht glücken wollte erreichte er als Vierzigjähriger: Er kam durch eine Reihe von erfolgreichen und bedeutsamen technischen Erfindungen zu Ehren und Reichtum. Gerade der Schmerz, den ihm die Trennung von der geliebten Frau bereitete, ließ ihn unaufhörlich Tag und Nacht arbeiten und basteln, er betäubte sich im Schaffen. Fabriken nahmen sich seiner Patente an, schließlich übertrug man ihm selbst die Leitung von großen technischen Werken. Mit 50 Jahren war er Millionär. Einer Frau hat er sich nicht mehr zugewandt, bis zu seinem 70. Lebensjahr war er unermüdlich tätig. Beinahe 50 Jahre hatte er nichts mehr von seiner einstigen Jugendliebe gehört. Nun stellte er Nachforschungen an und mußte erfahren, daß sowohl die Frau, die einst seine Braut war, als auch ihr Gatte, schon vor Jahren in Rom gestorben waren. Nur eine 18jährige Tochter lebte, der es als Waise nicht sonderlich gut ging. Pallgolani ließ das junge Mädchen kommen und erkannte in ihr voll wehmütiger Erinnerung das Abbild der einst so geliebten Frau. Er nahm sie bei sich auf und das junge Geschöpf pflegte ihn mit rührender Sorgfalt, bis er vor mehreren Monaten, eben 80 Jahre alt geworden, die Augen schloß. Er hatte in seinem Testament sein Vermögen von zwölf Millionen Lire seiner jungen Pflegerin, der Tochter der einstigen Jugendliebe, vermacht. Nun haben aber entfernte Verwandte des Erfinders das Testament Gino Pallgolanis anzufechten versucht. Sie bezichtigen die Pflegerin der Erbschleicherei und behaupteten, Pallgolani sei bei der Abfassung des Testaments nicht mehr bei klarem Verstand gewesen. Das gehe vor allem auch daraus hervor, daß er sich in seinen letzten Lebensjahren in seinem Privatlaborato= rium sogar mit Goldmacherei beschäftigt habe. Dagegen behaupten die von der Erbin benannten wissenschaftlichen Sachverständigen, daß die technischen Aufzeichnungen des Verstorbenen bis in seine letzten Lebenstage hinein außerordentlich klar und einwandfrei gewesen seien und vom wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet sogar auf eine geradezu erstaunliche geistige Lebendigkeit des Verfassers schließen lassen. In den nächsten Wochen werden die Gerichte den Erbschaftsstreit von Turin entscheiden. Vom Elefanten zertreten Hamburg, 20. Dezember. Aus dem Tierpark Hagenbeck in Stellingen bei Hamburg brach gestern morgen ein Elefant aus, als er in Begleitung seines Wärters den üblichen Morgenspaziergang machte. Obwohl das Tier bisher niemals Zeichen von Unruhe gegeben hatte und seinem Wärter immer ruhig gefolgt war, setzte es sich gestern ohne erkennbare Ursache plötzlich in Trab. Auf die Hilferufe des Wärters lief das ganze im Garten beschäftigte Personal zusammen und nahm sofort mit Spitzhacken und langen Stangen die Verfolgung auf. Unter den Bewohnern der angrenzenden Straßen entstand eine Panik. Alles flüchtete in die Häuser, während der Elefant nun seinen Weg wild brüllend durch einen Schrebergarten nahm. Was sich ihm in den Weg stellte, zerschlug er mit seinem Rüssel oder zertrampelte er unter den Füßen. Schließlich rannte er sich in einem schmalen Gang zwischen einem Hause und einem Bretterverschlag fest. Ein Mann, der gerade aus der Haustür kam, wurde von dem Elefanten mit dem Rüssel hochgeschleudert und dann zertreten. Der Elefant riß den Bretterverschlag um und raste dann den gekommenen Weg zurück. Entsetzt flohen seine Verfolger und die Passanten. Vor dem Garten angekommen, lief er geradewegs vor das Elefantenhaus und in seinen Käfig, wo er gefesselt werden konnte. Raubüberfall in paris dnb Paris, 20. Dezember. Ein dreister Raubüberfall wurde am Freitag morgen auf einen Lieferwagen verübt, in dem der Kassierer einer Firma und die Hauptbuchhalterin Platz genommen hatten, um die Löhnung für die Angestellten auf die einzelnen Filialen des Geschäfts zu verteilen. Ein Privatwagen, in dem fünf Verbrecher saßen, druckte den Lieferwagen hart an den Bordstein. Dann sprangen die fünf Burschen aus dem Wagen und stürzten sich mit vorgehaltenem Revolver auf ihre Opfer. Die Buchhalterin erhielt einen Schuß in den Mund. Dem Kassierer entrissen sie den Geldsack mit fast 16 500 Reichsmark Inhalt, und schon wenige Sekunden später waren sie mit ihrem Wagen verschwunden. Massenabschießen von Elefanten in Belgisch=Kongo Nach Meldungen aus Belgisch=Kongo wurden im Laufe dieses Jahres in Uganda 2100 und im Distrikt Mengo 500 Elefanten abgeschossen. Dorfkrieg um eine Entführte Belgrad, 20. Dezember. In einem von Albanern bewohnten Dorf des Kreisches Novi Bazar war ein albanisches Mädchen von ihrem Geliebten entführt worden, da sie einen ihr von ihrer Familie aufgezwungenen Bräutigam nicht heiraten wollte. Die Familie des Mädchens und die Freunde der Familie, insgesamt etwa 30 Personen, belagerten das Haus des Entführers. In einem furchtbaren Kampf wurden drei Personen getötet und sechs schwer verletzt. Das Mädchen trug bei dem Handgemenge ebenfalls schwere Verletzungen davon. Mit paprika umgebracht Budapest, 20. Dezember. Wie lebensgefährlich Paprika sein kann, wenn er in großen Mengen genossen wird, davon hatten einige Gymnasiasten keine Ahnung, die in Debreczin in der Wohnung eines Mittelschülers Studenten spielten und Rotwein tranken. Als sich der 14jährige Johann Somlyay, Sohn eines Stationschefs, auf kurze Zeit aus dem Zimmer entfernte, füllten die anderen sein Glas statt mit Wein mit Wasser, in dem sie soviel roten Paprika auflösten, bis das Getränk die Farbe des Rotweins hatte. Zurückgekehrt, leerte der ahnungslose Knabe auf studentisches Kommando das Glas und brach sofort zusammen. Er starb noch am selben Tage im Krankenhaus. Fliegerzwischenfall in Argentinien Der Staatspräsident greift ein dnb Buenos Aires, 20. Dezember. Während einer militärischen Fliegerübung, die in Anwesenheit des argentinischen Staatspräsidenten, des Kriegsministers und anderer führender Persönlichkeiten über dem Fliegerlager von El Palomar abgehalten wurde, ereignete sich ein aufsehenerregender Vorfall. Ein Zivilflieger unternahm unter Mißachtung aller gesetzlichen Vorschriften und der allgemeinen Rücksichtnahme zwischen der exerzierenden Staffel tollkühne Kunststücke und brachte dadurch die ganze Staffel in äußerst gefährliche Lagen. Dieser unverständliche Vorgang veranlaßte die Luftfahrtbehörde zu einem scharfen Eingreifen. Der Staatspräsident hat persönlich angeordnet, daß dem Flieger die Flugerlaubnis entzogen wird. Todesurteil gegen einen 26jährigen Mörder Das Schwurgericht in Bad Kreuznach verurteilte den 26jährigen Seibert aus Bad Kreuznach, der die Ehefrau Brandenburger in ihrer Wohnung in Bad Kreuznach ermordet hatte, wegen Mordes in Tateinheit mit Raub zum Tode. Bergwerksunfall in der Tschechoslowakei Auf dem Pluto=Schacht bei Wiese im Bezirk Brüx riß das Seil einer Förderschale, auf der drei Arbeiter in den Schacht einfuhren. Die Förderschale sauste 300 Meter in die Tiefe. Die drei Arbeiter wurden zerschmettert. ** „„— Bochum, BongardstraßteI1 S Seite 6 Nr. 299„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 21./22. Dezember 1935 m Jahre 1659 kam die erste Schokolade nach Deutschland Auf den weihnachtlichen Gabentisch gehört auch Schokolade! Diese süße Speise ist uns längst nicht mehr nur ein Genußmittel, sondern eine kräftigende und erfrischende Nahrung. Schokolade gehört zum eisernen Bestand der Langstreckenflieger, der Forscher in unbekannten Welten und des Soldaten. Man mag daran den Nährwert der Schokolade erkennen. Die ersten Europäer, die Schokolade genossen, waren die Spanier des Cortez, denen am Hofe des Königs Montezuma im neu entdeckten Amerika ein gesüßter kalter Schokoladentrunk gereicht wurde. Sie brachten die Kakaobohne nach Europa, und mit ihr einen ganz neuen Geschmack, der mit den Geschmäcken der im alten Erdteil üblichen Speisen in keiner Weise zu vergleichen war. Da inzwischen aus dem Orient der Gebrauch des Rohrzuckers in Europa bekannt geworden war(während man vordem nur mit Honig oder Süßholz zu süßen verstand), entstand bald aus der Verbindung von Kakao und Zucker und Milch die Trinkschokolade. Nach Deutschland, und zwar nach Berlin, brachte der Churfürstlich=Brandenburgische Hofarzt und Chirurgus Bontekoe, ein Holländer, im Jahre 1659 zuerst die Schokolade. Die erste deutsche Schokoladenfabrik wurde 1786 vom Fürsten Wilhelm von Schaumburg=Lippe in Steinhude errichtet; die erste Schokoladenfabrik mit Dampfbetrieb war die des Potsdamers Miethe, die 1828 erbaut wurde. Heute gibt es im Reich etwa 200 Schokoladenfabriken, darunter nur wenig Groß=, meist sogar Kleinbetriebe. Die meisten Betriebe hat die Reichshauptstadt, eine große Erzeugung haben noch Köln, Leipzig und Dresden, weiter Halle, Magdeburg, Stuttgart, Hamburg und Breinen. Der Verbrauch an Schokolade ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, dann aber nach dem Kriege ziemlich stabil geblieben. 1870 wurden 1900 Tonnen Kakaobohnen eingeführt, 1911 waren es 48000 Tonnen, im Durchschnitt der Jahre 1924 bis 1933 jährlich 75000 Tonnen, und diese Menge entspricht auch unserem heutigen Bedarf. Angesichts der drohenden Einfuhrbeschränkungen wuchs freilich die Einfuhr an Kakaobohnen 1934 auf über 100 000 Tonnen an; mit knapp 60 000 Tonnen in den ersten zehn Monaten ist sie aber 1935 wieder zum gewohnten Maß zurückgekehrt. Um eine gleichmäßige Verteilung der eingeführten Kakaomengen auf die einzelnen Betriebe vornehmen zu können, wurde im Jahre 1934 ein Treuhänder für Rohkakao bestellt, dessen Amtspflichten inzwischen die im Frühjahr ins Leben gerufene Hauptvereinigung der deutschen Süßwarenwirtschaft ubernommen hat. Nach den Ergebnissen der Erhebung vom März 1934 waren in der Süßwarenindustrie rund 25 000 Arbeiter beschäftigt, über 19 000 davon waren Frauen. Es handelt sich hierbei nicht lediglich um Schokoladenarbeiter, sondern auch um die Hersteller von anderen Süßwaren, wie Bonbons, Marzipan und Dauergebäck. Der Umsatz der gesamten Süßwarenindustrie beläuft sich auf rund 600 Millionen Reichsmark. Die Hauptgeschäftszeit der Schokoladen= und Süßwarenindustrie liegt in den Monaten Oktober bis Dezember. Dann verlassen alle die Weihnachtsmännchen mit den geschulterten Christbäumchen, all die Entlein und Gänslein, all die Soldaten und Engelchen die Fabriken, um über vieltausende Geschäfte den Weg auf unseren Weihnachtstisch zu gehen. preiswerte Arbeit Das Handwerk an der Jahreswende Zur Jahreswende 1935/36 veröffentlicht der Reichsstand des Deutschen Handwerks einen Rückblick und Ausblick. Es werden die wichtigen Ergebnisse aufgezeigt, die beim Aufbau des Handwerkerstandes bisher erreicht werden konnten. Die organisatorische Arbeit ist mit der Errichtung der 50 Reichsinnungsverbände und ihrer Bezirksstellen beendet. Nunmehr kommt es darauf an, die Organisation mit kraftvollem Leben zu erfüllen und immer leistungsfähiger zu gestalten. Auch der letzte Handwerksmeister im Lande soll spüren, daß er ein Glied einer erfolgreich vorwärtsschreitenden Wirtschaftsgruppe von anderthalb Millionen Betrieben ist. Der neu eingeführte Große Befähigungsnachweis hat dem gefährlichen Zustrom ungeeigneter Menschen in den Handwerkerstand ein Ende bereitet. Für die Neugestaltung der Meisterprüfung wurden 1935 umfangreiche Vorarbeiten geleistet, so daß sie im kommenden Jahre durchgeführt werden kann. Leistungssteigerung, unmittelbare Arbeitsbeschaffung und Werbung sind die Aufgaben des Handwerks, für das nach wie vor der private Auftraggeber und Käufer entscheidend ist. Abschließend wird betont, daß der einzelne Handwerker durch gute, preiswerte, pünktliche und zuverlässige Leistung Kunden gewinnen und festhalten könne. Das Ziel der Arbeit ist die Schaffung eines leistungsfähigen und gesunden Handwerksstandes. Steinkohlenförderung arbeitstäglich weiter erhöht Im November hat die deutsche Steinkohlenförderung zwar mit 13,020(Vormonat 13,287) Millionen Tonnen — einschließlich Saargebiet— einen kleinen Rückgang erfahren, doch erhöhte sich arbeitstäglich die Förderung auf 0,532(.493) Millionen Tonnen. Im Steinkohlenbergbau bringt der November in der Regel einen besonders guten Auftragseingang. Die Entwicklung im Ruhrgebiet entspricht der im Reich. Hier hat die arbeitstägliche Förderung mit 0,863 Millionen Tonnen einen Hochststand im laufenden Jahre erreicht. Erfreulich ist eine weitere Abnahme der Haldenbestände auf 6,55(6,97) Millionen Tonnen. Gefeuschäften Verichten Bürgerliches Brauhaus, AG., Duisburg, vormals Gebrüder Werth(im Besitz der Schlegel=ScharpenseelBrauerei in Bochum). In der GV. wurde die Kapitalherabsetzung in erleichterter Form im Verhältnis:1 genehmigt. Der erzielte Buchgewinn wurde zum Ausgleich des Verlustvortrages und zu Abschreibungen verwandt. Der Jahresabschluß, in dem die Kapitalherabsetzung bereits berücksichtigt war, wurde einstimmig genehmigt und dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Der Absatz der Gesellschaft ist in gleichem Rahmen, wie bei den übrigen Brauereien des Industriebezirks gestiegen. Auch im neuen Geschäftsjahr hielt die Absatzsteigerung an.— Dierig=Konzern. Die Hauptversammlungen der Deutschen Baumwolle AG. in Osnabrück, der Christian Dierig AG. in Langenbielau und H. Hammersen AG. in Osnabrück genehmigten die Verschmelzungs= und Umwandlungsantrage einstimmig. Das Vermögen der Debag geht auf die Christian Dierig AG. über. Dierig erhöht zu diesem Zwecke das AK. um .5 auf 23.5 Millionen Reichsmark. Einschließlich.20 Millionen Reichsmark Vortrag wurde ein Gewinn von .69 Millionen Reichsmark erzielt. Den freien Aktionären von Hammersen wird eine Barabfindung von 150 Prozent angeboten, unter der Voraussetzung, daß die Aktien bis 31. März der Dierig AG. angeboten werden. Die Organisationsgesellschaft wurde unter der Firma F. H. Hammersen AG., Textilfabrik in Osnabrück, inzwischen mit 5 Millionen Kapital gegründet und eingetragen.— Farbwerke Franz Rasquin AG. in Köln=Mülheim. Die GV. genehmigte den bekannten Abschluß. Der Umsatz im neuen Jahr konnte weiter gesteigert werden.— J. Pohlig AG. in Köln. Die HV. beschloß, den Verlust von 686647 RM. vorzutragen— Gebr. Junghans AG., Uhrenfabriken in Schramberg. Die HV. beschloß, aus dem Reingewinn von rund 473600 RM. 400000 RM. der gesetzlichen Rucklage zu überweisen und den Rest von 73000 RM. vorzutragen. Die gesetzliche Rücklage beträgt jetzt 1 Million Reichsmark, womit das gesetzliche Hindernis für eine Dividendenauszahlung im kommenden Jahr weggeräumt ist. Auto=Union AG. in Chemnitz. Das am 81. Oktober abgelaufene Geschäftsjahr brachte einen Umsatz von 180 Millionen Reichsmark. Export günstig. Belegschaft auf über 16000 gestiegen; sie wird auch während der Wintermonate in Arbeit gehalten.— Westfälisch=Anhaltinische Svrengstoff AG., Chemische Fabriken in Berlin. In der Generalversammlung wurde der Opfer des schweren Explosionsunglücks vom 13. Juni gedacht. Zum Wiederaufbau des Werkes wurde Kapitalerhöhung genehmigt. Die neuen Aktien werden den Aktionären im Verhältnis von:1 zum Kurse von 100 Prozent angeboten. Kurze Nachrichten Der WHD. meldet die Wiederinbetriebnahme von Kokereien im Konzern der Ver. Stahlwerke. Nachdem bereits im Oktober die große Kokereianlage auf der Zeche Nordstern der Gelsenkirchener Bergwerks=AG. mit einer täglichen Kokserzeugung von 1000 Tonnen den Betrieb aufnehmen konnte, wird jetzt auch die Kokerei Westhausen bei Dortmund mit einer voraussichtlichen Tagesproduktion von etwa 700 Tonnen Koks wieder angeSPüibecksparkassek Verschiotkden Die Bedeutung des neuen Reichsgesetzes heizt. Außerdem wird in diesen Tagen die Kokerei Zollverein wieder in Betrieb genommen werden; hier rechnet man mit einer Tageserzeugung von etwa 500 Tonnen Koks. Das Institut für Konjunkturforschung sagt in seinem neuesten Wochenbericht über die Investitionstätigkeit im Jahre 1935, daß sie weiter rasch zugenommen habe und die Trägerin der gesamten Wirtschaftsbelebung sei. Der Wert der Sachinvestitionen für 1935 wird mit gut 11 Milliarden Reichsmark veranschlagt(i. V..4 Milliarden Reichsmark). Das Institut sagt, das Investitionsvolumen müsse den Stand von 1928 erreicht, vielleicht sogar etwas überschritten haben. Die Uebersiedlung des Reichsnährstandes nach Goslar hat begonnen. Der erste Vortrupp ist bereits in die Reichsbauernstadt eingezogen. Bis spätestens April bzw. Mai wird die gesamte Reichshauptabteilung 1 ihre Uebersiedlung nach Goslar vollzogen haben. Einzelne Firmen der Kaffee=Ersatz=Industrie haben versucht, Preisabreden und preisregelnde Vereinbarungen für den Verkauf von Malzkaffee zu treffen. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat seine Zustimmung zu derartigen Abmachungen nicht erteilt; sie sind daher nichtig. Börsen ehsel Nachgevend Rhein.=Westfälische Wertpapierbörse zu Düsseldorf Angesichts der bevorstehenden mehrtägigen Unterbrechung bewegte sich der Verkehr an der Börse in ruhigen Bahnen. Der Aktien= und der Rentenmarkt wiesen leichte Kursrückgänge auf, anscheinend wurden Glattstellungen vorgenommen. Von den fortlausend notierten Werten war der Montanaktienmarkt leichter. Die Kursabbröckelungen betrugen jedoch größtenteils nur Prozentbruchteile. Auf den übrigen Märkten gingen die Veränderungen nach beiden Seiten über 1 Prozent nicht hinaus. Die Kuxenmärkte lagen weiterhin sehr still. Nur Steinkohlenkuxe hatten etwas mehr Geschäft. Die Notierungen waren unverändert. Gesucht wurden Graf Schwerin, Langenbrahm wechselten zu erböhten Preisen den Besitzer, Constantin der Große wurden nachbörslich zu niedrigeren Kursen gehandelt. Braunkohlenkuxe geschäftslos. Von den Kalikuxen hatten nur Beienrode, die mit 650 bezahlt wurden, kleines Geschäft. Im Freiverkehr konnten sich am Kohlenaktienmarkt Ewald und König Ludwig nur knapp behaupten. Bergbau Lothringen waren hingegen unverändert bezahlt. Von den Kaliaktien waren Burbach gedrückt. Die Börse nahm einen stillen Verlauf. Nachfrage zu erhöhten Kursen bestand für Harpener. Der Kassamarkt hatte nur unbedeutende Umsätze. Für Ankerwerke=Bielefeld=Aktien soll am 21. Dezember versucht werden, die Notiz mit 70 Prozent wiederaufzunehmen. Der Bankenmarkt hatte nur geringe Veränderungen. Versicherungen hatten einige Umsätze. Die Börse schloß still bei nur geringfügigen Kursveränderungen. Wie gemeldet, hat die Reichsregierung ein Gesetz erlassen, durch das die bestehenden Zwecksparkassen aufgelöst werden. Neue Zwecksparunternehmungen dürfen nicht mehr errichtet werden. Die aufgelösten Unternehmen können auch nach Aenderung des Gegenstandes des Unternehmens nur mit Zustimmung des Reichskommissars für das Kreditwesen fortgesetzt werden. Wenn eine Sparkasse, die Sparguthaben einer Zwecksparunternehmung auf Ersuchen des Reichsbeauftragten ausgezahlt hat, zum Liquidator bestellt wird, so wird die Auseinandersetzung zwischen der Sparkasse und der Zwecksparunternehmung von dem Reichsbeauftragten nommen. Berliner Börse guthaben nach einer in einem weiteren Paragraphen festgelegten Bestimmung auszuzahlen haben. Das Ersuchen ist in der Regel an eine Sparkasse zu richten, an deren Die Sitz die Zwecksparunternehmung ihre Hauptniederlassung hat. Hierbei sind der Name des betreffenden Sparers, seine Anschrift und die Höhe seines Sparguthabens anzugeben. Das Ersuchen darf nicht gestellt werden, solange die Zwecksparunternehmung überschul= zum großen Teil gar nicht notiert. An den Aktienmärkten det ist. Die Auszahlung über die Sparkasse erfolgt dann kam es in Montanaktien zu Abbröckelungen von ¼ bis war nach wie vor ziemlich lustlos und auf den meisten Gebieten mit wenig Ausnahmen schwächer, teilweise veranlaßt durch die etwas schwächere Haltung auf dem Anleibemarkt. Die Altbesitzanleihe bröckelte um fast ½ Prozent ab, ebenso im gleichen Ausmaß die Kommunale Umschuldungsanleihe. Pfandbriefe und Kommunalobligationen zum Teil uneinheitlich. Stadtanleihen sehr ruhig und Für den Zwecksparer ist es besonders wichtig, zu wissen, was aus seinen laufenden Sparverträgen wird, auf die noch kein Darlehen ausgezahlt worden ist. Hier ist die Bestimmung getroffen worden, daß die Sparer nach dem Verhältnis ihrer reinen Sparguthaben ohne Rücksicht auf erfolgte Kündigungen oder gegebene Terminzusagen und ohne Vorrang voreinander befriedigt werden, auch wenn der Sparvertrag nichtig oder anfechtbar ist. Der Sparer kann mit diesem Anspruch nicht aufrechnen. Rechte, die ein Sparer zur Sicherung der aus dem Sparvertrag sich ergebenden Leistungs=, Schadenersatz= oder Bereicherungsansprüche erworben hat, erlöschen. Wichtig ist ferner, daß auch die SparguthabenZinsen nicht mehr vergütet werden. Die Rückzahlung der Guthaben erfolgt unbeschadet einer im Paragraphen 7 des Gesetzes festgelegten Vorschrift im selben Umfang, wie es die jeweils flüssigen Mittel zulassen. Allerdings werden die Kosten der Abwicklung vorher abgezogen. Ist, wie bei Vorfinanzierungs=, Staffel= oder Kettenverträgen, ein zugeteiltes Darlehen nicht bar ausgezahlt, sondern als Leistung auf einen anderen noch nicht zugeteilten oder ausgezahlten Sparvertrag desselben Sparers verrechnet worden, so gilt die Zuteilung als nicht erfolgt. In diesem Fall sind die Tilgungen, die auf das zugeteilte Darlehen geleistet worden sind, in Sparleistungen umzurechnen. In dem vorhin erwähnten Paragraphen 7 wird bestimmt, daß die öffentlichen Sparkassen den Sparern einer Zwecksparunternehmung auf Ersuchen des Reichsbeauftragten die Spar¾ Prozent. Höher an den übrigen Märkten u. a. Atlanten mit 1 Prozent. Der Verlauf brachte keine Veränderungen. Montanaktien ließen eher nach. Die Börse schloß sehr still, De= aber ziemlich gut gehalten. Der Geldmarkt blieb noch ziemlich leicht.„Tägliches Geld 3 bis 3¼ Prozent. Am Devisenmarn notierten: Pfund unverändert 12.26. Dollar unverGulden 168.45(Vortag 168,36), Lira unverin der Weise, daß dem Sparer sein Guthaben ohne Abschlag auf ein Sparkassenbuch gutgeschrieben wird. vorge= Diese Einlage bleibt bei der Sparkasse bis zum 31. zember 1936 gesperrt. Verzinst wird das Guthaben markt natiert vom 1. Januar 1937 an. Der Reichsminister der Fi= ändert.488, nanzen wird ermächtigt, eine Ausfallbürgschaft bis zum ändert 20,00. Betrage von 2 Millionen Reichsmark gegenüber den Sparkassen für die Verluste zu übernehmen, die sie durch Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. den Ausfall ihrer Forderungen an die Zwecksparunternehmungen erleiden. Interessant ist nun die Feststellung, daß von der Untersagung 51 Zwecksparkassen mit etwa 100 leitenden Beamten, 650 Angestellten und 1900 Werbern betroffen werden. Abgesehen davon werden bei den noch tätigen Zwecksparunternehmungen etwa 107000 Sparer um ihre Anwartschaft auf ein Darlehen gebracht, obwohl sie für das Darlehen bereits Kosten, in der Regel von nicht unerheblichem Umfange, aufgewendet haben. Wenn man aber die große Zahl der Sparer berücksichtigt, die in der Vergangenheit außerstande waren, im Sparen durchzuhalten, und sich vergegenwärtigt, wieviel Kassen zum Schaden der Sparer während der Wartezeit zusammengebrochen sind, so bedeutet der Verlust der Anwartschaft für die Sparer in Wirklichkeit im allgemeinen keine materielle Einbuße, sondern eine Maßnahme, die sie vor weiteren drohenden Verlusten bewahren soll. Diesen Sparern soll zudem in der Weise entgegengekommen werden, daß sie verhältnismäßig rasch in den Besitz ihrer Sparguthaben gelangen. Darüber hinaus wird die gesamte Allgemeinheit die neue gesetzliche Regelung schon aus dem Grunde begrüßen, weil mit ihr Erscheinungen verschwinden, die nicht dazu angetan waren, den gesunden Sparwillen des deutschen Volkes zu fördern. Bei freundlicher Grundstimmung eröffnete die Abendbörse sehr still. Die Aktienmärkte waren jedoch nabezu geschäftslos, die Kurse erwiesen sich aber gegen den Berliner Schluß als behauptet. Eine Geschäftsbelebung war auch im Verlauf nicht zu verzeichnen. Die Schlußnotierungen waren gegen den Berliner Schluß nur unbedeutend nach beiden Seiten verändert. Die Auslandsbörsen Newyork: Stetig. Amsterdam: Freundlicher. Paris: Gebessert. London: Unregelmäßig. Brüssel: Uneinheitlich. Zürich: Widerstandsfähig. Wien: Schwächer. Mailand: Stetig. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 ko * Berliner Elektrolytkupfernotierung vom 20. Dezember: 50(Vortag 49,75) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium 98 bis 99 Prozent in Bl. 144 Reichsmark. Aluminium Walz o. Dr. 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse. Düsseldorf, 20. Dez. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Portlaufende Notierungen 20.12./20.12./20.12 Div. Anfang Schluß Kassa Atbesite 9s 5% Hoesch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn ..Farbenind Feldmühle Felten& Guille Geldschmidt Harpen. Hoesch-Köln Kall-Aschersi. 19.12. Schlus 20. 12./20. 12. /20.12. Div. Anfanglschlus Kasse 77.73 17.25 Wisiche Masch. Unter n. Reichsbank Rhein. Braun k. Rhein. Stahlw. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schuckert& C. Siemens a Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufn. Westeregela 8 Wintershall# Zeilst.Waldhof— - 76.59 76.37 — 69.37 69.12 12 176.75170 12/209.59 101.751101.50 6/129.75/130.00 75 175 60176 00 118.62 118.62 164.37/164.25 72.12 25.12 71.37 76 00 69.12 177.00 87.12 71.75 71.87 24 87 24.87 Balcke Masch. Berg. 6. Dahl. V. Bonner Bg..H. Bösp. Walzw. Brannk Zek. Bruckd.-Nietl Schluslsurbach Kal. 46 77.30 OOrtm. Ritterbr. 76 87120ss. Hoof.-Gr. 70 37]0033. Masch. s 177.00 Ornamit A. Rod. 19.12 115.50 116 50 116 50114.75thein. 93.00 92.75 92.75 94.25/ Ihein. Spiege Kuxe Steinkohlen 20. 12. 119. 12. 118 8 CarolusM. 4000 4200 4000 4253 Const..6/6200 6500 6200 Deutschl. 385 385 360 Schwerin 32003400 3200 Heinrich 1930019100 9200 Wosta Bernharetn. Kall Beienrode Surbach 6500Neu-Staßt. Sechhogsigrah. Le10 12400 11700/12300 braankehlen Bruckd.-N.—— GuteHloffn. 3600 3900 Leonhard—! Wichel— 11200 3450 9100 toddergr. Brnk. I 1 S s c h t l. 4 6. S g d. Schieß-Defries Kallkure„(Schleg. Scharp — 1350|1200— 20. 12.1 19. 12. Haggost.bers. Wasserw. Geis brasnsche. 3230 S600)32505800 Sankaktien — Ercasse 9 3250 3450 8250 3800 Serin. Hand. 61 Habign. 2239 2409/2308 2500%0m.- u. Pr.-B. 630 670 640 Heimbold. 2250— mwintersn.[84008800 8300 889Mope. 4209 #senburg 28 Froiverkehr Mariagl. Steinkehlen- u. Braunk.-Kuxe Marie L. 19. 12. Iue 2300 250 2300124502300 2450 Vereicherungsaktien 230024502300 2450#4. " ger..[2250 24282300 245Mseh.-Mönch. F 70 1145/1143 Meusollst. 2250 24002250 2450lach. Rückvers 1 4. 4/215 0/415 0 Diergardt— 4559— 1455ansbach 2900 31092959, 3130Agnpp..,FI.— 400.0400 Mestfalen 600— 6001— Meicheld.— 510— S104I.-.Stuttg. 9 12.9s2 18.0 248.0 — siz209Bellern. 3430 S5S0/34Sp8T5OThüringen 310— 340— lli.-.84.--7..6196.0s133.0 Industrieaktien(Einheitsk.) 211 501209. 25/13ch w. Berg. V. 101 501102.00 130.00130.12 176 00——Jebr. Boedh.46 119.12sallesche Salz. 164.251164.31ochtiet 46. 7 59- abelw. Rheyog 72.75/tali-Chemie 25.00 4ülheim, Berg. Div. 20.1219.12 66.1 132 0132.0 106.0 99.0 0. Bank u..-6. 200 45904350 489- H. C 6 7 289 310 290 S1#.# — 1..-A S 20.1319.13 115.0s115.0 230.0s230.0 760.0760.0 96.01— Zolonia,.-.K. Zolonia Rückv. jladb. Feuerv. 40 (öln. Hagelv 99.6(Oln. Lloyd A. V. : Köln, Rückv. gr. (öln.Rückv. kl. Rentenwerte 92.35 Rhw..-Cr. Shyp.6 Pfd. S. 4. 6. 12. 10 56.0 dto. dto. S. 1 77.65½ dto. dto. S. 11 s dto. Gold.-Kom 1928.1927 S.—8 940 94.0 139 8/140 0½ Wd. Bod. Gpfd. 6 jas 0/195.3/1 610. Em. 3, 9s12, 14 95.5 95.5 Freiverkehre-Aktien 20. 12. 19. 12. 92.0 57.0 79.1 129 0 99U 1050 108 0 107 5 199.5/199.0 Adler K. .3— Surb. K. 136 3s5198 C. Ew.-Kö. Lu Joe0h. .,105 Aotbeia. an 0ig3 Rethria, 125.0125.0 84.9 84.0 96.0 96.0 adine 3 19. 63.0—. 63.0 42.0 43.5 42.5 103.0 105.0192.0 80.0 83.0 80.5 h 108 S 111.S1070 1100 57.0—. 56.0 58.0 74.5 77.5 74.5 77.5 79.9 81.2 78.0 81.0 6 40 83.0 66.0 68.0 66.0 68.0 46.0—. 45.0 70.0—. 150.0—. 11500 70.0 970 —4P108 Pothr. 6. — Manst. dasch Kr urn. Bers 93.3 S1.04. U59.:3: g#.ae 82.5 82.5/T7. Dian. 89.91 BI O 85 5 83.5 83.3813. HoR.— 118 0/118 GOrek. Wie 44.0 46.0 24.5—. 99.8 90.6 Stouergutscheine 20.12 19.12 #lllg eb i. f. 1994 103.7 103.7 1. 4. 1938 1. 4. 1938 1. 4. 1937 I. 4. 1938 107.71107.7 110.3/110.5 109.3/109.0 108.41108.4 Berliner Börse, 20. Dez. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Rank.-., Fillale Bochum okswerke Kölger 6as Krefft W. Kromschroster ronprinz Metall (üppersbusch Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheltskurse Induentrieerte 20.1219.12 12/166.01168.0 Dittmann Neuh.1 0—. Otmd. Akt.-Brau.10—. 189.2 Union-Braus 12189.0—. HPgsnvisteren AKU A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilst. Basalt Bayr. Motoren Semberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. " Kr. u. Licht 10 187.8 „ Maschinenb. 51107.6 Buderus 9 92.2 0 50.5 50.7 34.7 34.8 Dürener Metall Dyckersh. Widm lektr. Lieferg. .2 0.6.3 6—. 117.5 100.5100.6 6114. 2143 77.5 0—. .113.0 ohafl. Wasser 6 Chem.Geisenk. Conti Gummi DPau Benz Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Cont 6a3 " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Eisenhand. 55 107.8 42— 139.2 93.0 113.2 133.0 107.5 93.2 107.5 15 o. 86.6 87.3 6—. 6/129.2129.7 118.0119.3 6/138.5s140.0 8/135.3s136.0 6124.|123.7 9101.—. ahmeyer Laurahütte Leopoldsgruben 89.73 Kindes Eis " 199.4 125.51255 Lingnerwerke Lorenz C. 109.21.5 Lichtu. Kr. 6 8 125. 7/126.9 Hôtte Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinjute gebhardt& Co. U German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke 4 80.0 101.2 103.0 90.0 92.0 123.5 — 711710 Ss. 80.2 Mgazimfl. M Miag Mimosa Nülheimer Berg. 7/119.7 0— 0 94.0 127.5 8 45 8/165.0 0 81.5 142.5 6,1 13.0113.1Siem.& Haleke 82.71 80 hüringer Gas 75—. 1130.0 Transradio 6/113.01—. Tuch Aachen Union chem. 119.3 19.8er, Otech. Niekel 91.00 Ver. Glanzst. 127.3er. Ultramarin 156.0Vogel Draht 106 Meoneg& Co. m Wandererw. Warsteiner Grub. Westfalen Draht Nicküler Brau. 89.0 91.2 123.3 I Hegese 92.0 35/119.5 Nagen Hamb. Elektr. Milpert Masch. Hindr.-Aufferm..8 Hoffmann Stärke## Hohenlohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 1“ Gersbes Aise Genus Ssenbeck Brau. Junghans Gebr 119.0 6/107.|107.0 129 12ge vpst. ae Koppel Osnabr. Kupfer Jongs amp; Zahn hein. El. Werke Rhein.-W. Kalk Riebeck Montan Rütgerswerke P Sat Sarott 14 0—. 48.2 9105.0—. —. 1121.0 0 66.0 66.0 4 85.0 88.4 0 80.8 80. 2125.8 Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. Elekt. u. 623 Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens 6las 73.0 1750 113.0 111.3 233.0 98.0 91.3 83.2 131.0 100.0 81.8 84.51 143.2 Verkehrewerte Rentenwerte 73.2 111. 298.0/15 Ot. R. Schatz. 41 96.71 Ot. R. Anleihe 44 105.0 O. R. Vounganl. 31.54 Reichsbahn Sch. 83.0westfalen Altbesitz V5 Bochum Anl. 132.2/8 Ouisburg. Anl. 100.5 Oüsseld. Anl. 81.3/45 Elberfeid. Anl. 97.945 Essen Anl. 164.2/164.5/15 Mühlh.-Ruhr Anl. Ruhrverbd. Anl. 36 Ldpf. A. Pfd. 123.5/123.0/4 Lobk. Westf. Pfd. 103.2/105. 0 4 4 0. Komm. Goldenl. 110.5/112. 910. Hyp. 8. Sin. Pfc. 125.0/125.7/4#P. Centr. bod. Pfd 130.0—.#Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 125.0s124.015 Basalt Obl. 124.0s124. 2/8 Concord. Berg Obl. 3 Daimler Benz Obl. 90.0 86. 714 Klöcknenv. Obl. 139.|139.0 Mont Cenis Obl. 60.7 61.2/45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47151 „ Siem. u. H. Obl. 3 Farbenbonds Umsch. Anleihe 97.6 93.5 92 3 94.0 96.0 95 0 95.0 95.0 1000 97.0 93.5 92.3 93.8 96.1 95.0 93.0 95.0 .5925 104.5104. 101.11102 102.51026 92.0 92.2 93.9 93.0 93.1 124.5124.8 86.9 87.6 20.1220.12 45 I Schuldb. F. 38 f. Schuldb. F. 38 k. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 97.0 97.05 Essen Steink. 42 101.511022 Harpener 49 99.0 99.515 R. W. E. 52/3 109.31109.|5 R. W. E. 50 99.0—. i Ruhrchemie 48 88.11—. 115 Ruhrgas 53 92.0 91. 24%5 Ruhrwasser 63 —.I—.#5 Ruhrwohng. 58 90.8—. 15 v. E. W. 52 Geld 101.0 99.1 98.8 99.2 96.7 97.6 96.6 97.5 96.5100.0 92.7 93.2 99.5100.0 93.7 91.7 94.7 92.7 76.0 T. Westtalenbank.-G. AustünrungsAmtllener ean Bochum kgesehat1e ArIUNFGTTS reichen sich zum Wiederaufbau die Hand.— Bisher zinslos brachliegende Gelder mössen auf dem Wege über die Banken der Wirtschaft zugeführt werden. Wir stehen zu vertraulicher Beratung gern zu Ihrer Vertügung. Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Wilhelmsplatz-4, Fernspr. 60031 Nr. 299# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 21./22. Dezember 1933 Turnen und Sport Jatdine Wira-Kanspfent-Miilen SV. Höntrop—Schalke 04, das einzige Plcifterschaftsipiel in der weltfälischen Gauliga Am Goldenen Sonntag" stehen Fußballspiele nicht hoch im Kurse. Es soll bereits am Silbernen Sonntag“ das Unerhörte passiert sein, daß einige der sogenannten Unentwegten um die berühmte Fußballzeit nicht vom Sportplatzfieber erfaßt worden sind. Und das will was heißen. Man läßt es, zumal Schalke inzwischen ebenfalls bis auf vier Spiele die Stufenleiter der ersten Serie erklommen hat, langsam gehen. Am „Silbernen“, stand das Spiel TuS. Bochum— Schalke vereinsamt auf dem Meisterschaftsprogramm, am„Goldenen“, ist es der Kampf Höntrop— Schalke 04 am Höntroper Hellweg. In den zurückliegenden zwei Jahren der westfälischen Fullball=Gauliga war diese Begegnung schlechtweg das Spiel des Jahres. In diesem Jahre hat sich zwar Germania Bochum dazwischen geschaltet, aber der Reiz dieser Begegnung hat darunter nicht gelitten. Höntrop hat nach schlechtem Start immer bessere Leistungen gezeigt und ist gewillt, auch in diesem Jahre den Schalkern auf eigener Kampfbahn den traditionellen Kampf auf Biegen und Brechen zu liefern, in dem Schalke bisher jeweils mehr oder weniger dicht an den Rand einer Niederlage geriet. Die Bilanz der beiden letzten Spieljahre beweist deutlich, daß Schalke in dem SV. Höntrop stets seinen gefährlichsten Gegner besessen hat. Wer das:=Spiel aus der Saison 1933/34 in Höntrop gesehen hat, vergißt es so leicht nicht.:0 in Führung liegend, verloren die Höntroper damals schon nach 15 Minuten ihren guten rechten Läufer Ochs. In einem heldenmütigen Kampf setzten die Rothosen den Schalkern so arg zu, daß sie lediglich ein Unentschieden retten konnten. Im Rückkampf in Schalke holte sich dann der Meister mit einem:=Sieg seine Ehre wieder. Im Vorjahre brachte Höntrop dann die große Ueberraschung zustande, die Knappen in Gelsenkirchen mit:0 hereinzulegen.:1 für Schalke lautete das Ergebnis der Revanche in Höntrop. Inzwischen hat die Mannschaft vom Höntroper Hellweg eine Krise mit durchgemacht, die eine notwendige Folge der radikalen Verjüngung des überalterten Sturmes war. Die drei eingestellten Jugendlichen Knust, Wegmann und Höpper haben aber inzwischen die Hemmungen, die ihre Einstellung in die erste Mannschaft nach sich ziehen mußte, überwunden und gewinnen immer mehr an Spielhärte und Erfahrung. Schalkes spieltechnische Ueberlegenheit wird in diesem Spiel selbstverständlich nicht zur Debatte stehen. Uns scheint aber, als ob die Knappen im Augenblick überspielt sind. Jedenfalls war der Gesamteindruck des Spieles gegen den Tus. nicht überwältigend. Ob das lediglich noch eine Auswirkung der Niederlage gegen den 1. FC. Nürnberg war, wird uns der Sonnzeigen. Fest steht, daß Schalke gegen die Höntrobessere Leistungen zeigen muß als gegen den TuS., gewinnen zu können. So leicht, wie ihnen die .=Deckung am Vorsonntag zwei Tore schenkte, wirk die Führung gegen Stein, Timpert und Fünferreihe(Claus Timpert Eckert, Knust, Wegmann und Höppner) sich gegen die geschickte Strafraumabriegelung der Schalker durchzusetzen versteht. Wenn sie so schwach spielt wie gegen Germania Bochum, wird nicht viel zu„erben“ sein. Der einzige Meisterschaftskampf in der westfälischen Gauliga ist jedenfalls ein Spiel, in dem„alles drin“ ist. Weltdeutscher Gauliga-Fußball Das westdeutsche Fußballprogramm ist für den letzten Sonntag vor Weihnachten recht mager ausgefallen. Im Gau Mittelrhein ist die erste Serie bereits beendet, hier wird erst am 29. Dezember die Meisterschaft wieder aufgenommen. Im Gau X(Niederrhein) steigen drei Meisterschaftsspiele. Der VfL. Benrath muß vor dem großen Entscheidungskampf mit Fortung Düsseldorf am 29. Dezember, mit dem die beiden Düsseldorfer Spitzenmannschaften die erste Serie beschließen, noch gegen Rot[Weiß Oberhausen antreten. Der Duisburger F V. 08 muß gegen die wieder recht gut spielenden Krefelder Preußen viel zeigen, wenn er zum Erfolg kommen will. Das erste Spiel der zweiten Serie führt Turn Düsseldorf mit Union Hamborn zusammen. Bei der augenblicklich schwachen Verfassung der Gäste wird es einen sicheren Turu=Sieg geben. Fortuna Düsseldorf nutzt den spielfreien Sonntag mit einem Treffen gegen Warta Posen aus, dem Dritten der polnischen Landesmeisterschaft. Borussia Gladbach hat den westfälischen Gauligisten Westfalia Herne zu Gast. Auslananate Fahbangune in Boulaht Privataufnahme Das ist die Mannschaft der Luxemburger. Jeweils von links nach rechts. Sitzend: Kayser, Hopp, Victor, das Schlußdreieck. Stehend: Müller, Hubert, Bauler, Duhr, Werth, Marlin, Klar, Federspiel. Es fehlen allerdings einige Spieler, die gegen Bochum mitwirken. tung so oder so immer darstellt, nicht zuläßt. Alse bleibt man hübsch im Lande und nährt sich von den Erträgnissen der terminmäßigen Meisterschaftsspiele. Das Risiko ist zu groß! Unter diesen Gedankengängen steht auch der Fußballsport an den Weihnachtstagen. Die Rangen können, wenn Frau Holle ihnen den Gefallen tut, auf den meisten Fußballplätzen ein lustiges Schneetreiben veranstalten. Die Fußbälle haben ebenso Weihnachtsferien wie die Spieler. Und es ist ja auch mal nett, das stimmungsvollste Fest des Jahres hübsch im Kreise der mehr oder weniger großen Familie zu verleben, damit man, wenn nach den Festen die Punktejagd wieder losgeht, gegen alle ehelichen Meckereien den Einwurf bereit hat, wie brav man Weihnachten war... Aber ganz ohne Fußball geht es nun nicht. Germania Bochum startet als einziger Verein des Kreises Bochum ein internationales Treffen. Daß man dazu den zweiten Feiertag gewählt hat, ist begrußenswert und läßt erhoffen, daß die Luxemburger den Eindruck mit nach Hause nehmen werden, daß Bochum eine fußballfreudige Stadt ist. In Union Sportive stellt sich der älteste Fußballverein des Großherzogtums vor, der siebenmal Landesmeister war und auch in diesem Jahre wieder als der große Meisterschaftsfavorit gilt. Union Sportive besitzt die einzige Fußballgroßanlage Luxemburgs, auf der die deutsche Nationalmannschaft 1934 vor den Weltmeisterschaften die luxemburgische Nationalelf mit:1 recht unsanft hereinlegte. Union Sportive, spielte international in den letzten Jahren meistens in Frankreich und konnte hier bemerkenswerte Ergebnisse erzielen. Es spielte gegen Union [Sochaux:2, gegen Union Amiens:3 gewann gegen Union Lorient:1 und gegen Union Charleville:1. Daß die Leute etwas können, beweist uns ihr:=Sieg gegen Union Böckingen. In der Mannschaft stehen zahlreiche luxemburgische Internationale. Der bekannteste ist neben dem Torwart Hopp der linke Verteidiger Reiners, der beste Luxemburger im Spiel gegen Deutschland. Eine große Verstärkung bedeutet der neue Mittelläufer Klar der in diesem Jahre von der Berufsspielermannschaft Straßburg nach Luxemburg gekommen ist. Der Halblinke Hubert ist mit 28 Jahren der älteste Spieler der Mannschaft. Union Sportive, spielt am ersten Weihnachtstag gegen den VfB. Bielefeld und kommt am zweiten Festtag nach Bochum. Um den luxemburgischen Gästen einmal ein deutsches Weihnachtsfest zu zeigen, führt Germania Bochum zusammen mit ihren Gästen im Anschluß an das Spiel im Parkhaus ihre Weihnachtsfeier durch. Luxemburg mit verstärkter Mannschaft Germania Bochum teilt mit, daß die Luxemburger ihre Deutschlandreise mit verstärkter Mannschaft antreten, und zwar werden zwei Spieler mitwirken, die ebenfalls gegen Deutschland gespielt haben, der Mittelläufer Fischer und der Mittelstürmer Mengel, der für Luxemburg das Ehrentor erzielte und einer der besten Spieler Luxemburgs überhaupt ist. Neue Verträge für Walter Lohmann und Willi Bremer Ueber mangelnde Beschäftigung brauchen unsere Bochumer Berufssteher sich im Augenblick nicht zu beklagen. Für Walter Lohmann war das nach seinen großen diesjährigen Erfolgen selbstverständlich, Ihre Freude- Ihr Stolz sind die schönen Unsere Auswahl ist riesengroß Läufer Bellumrandungen verbindungsstücke gut und billig Cleslak, Hortumstr. 94 geg. Café Döhmann Einzel- Hlein- u. Polstermöbel -Borgmann Bochum, Brückstraße 59—63 KA Fisch Aquarien Otensilien Prima vogelfutter Sie suchenein Weihnachts-Geschenk welches wirkl. Freude macht? Schenken Sie ein schönes Bild! 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Januar in Dortmund bildet er ebenfalls mit Slaats zusammen eine Mannschaft. Daß Walter Lohmann am 2. Weihnachtstag erneut auf den derzeitigen Weltmeister Lacquehay trifft, dürfte bekannt sein. Am 28. Dezember ist ein Start in Antwerpen vorgesehen, am 29. Dezember in Paris, am 4. Januar in Berlin(Deutschlandhalle), am 12. Januar in Stuttgart, dann am 18. Januar„Die Nacht“ in Dortmund mit dem Kölner Rausch als Partner. Während die„Stahlrösser“ Lohmanns und Bremers also ihren Winterhafer verdienen, steht die Maschine Guzeks beschäftigungslos im Stall. Der junge BoLwerrühkteipfele MrDezik Werne muß gegen Altenvoerde vorlichtig sein lich lokalen Charakter tragen, hat Westfalia Bochum sich als einziger Verein der Innenstadt entWeihnachts-Sportbetrieb mittcilen! Die Turn= und Sportvereine werden dringend gebeten. Sonntag abend in der Zeit zwischen 18—20 Uhr unter Nr. 67551—53 der Sportredaktion ihren Weihnachts=Sportbetrieb bekanntzugeben. Nur bei Einhaltung dieser Vorschrift können wir für eine ordnungsmäßige Vorschau garantieren. chumer Dauerfahrer, der sich als einer der besten Fahrer aus der Elberfelder Steherschule herausschälte, hat seit Monaten keinen Vertrag mehr bekommen. Man kann es unter diesen Umständen Guzek nicht verdenken, wenn er kein allzu großes Interesse mehr am Stehersport hat und im nächsten Jahre zur Straße zurück will. Der Grund für die mangelnde Beschäftigung der Nachwuchsfahrer liegt darin, daß Rennen für die=Klasse kaum ausgeschrieben werden. Wir sind der Ansicht, daß es nicht konsequent ist, junge Fahrer zunächst durch eine Steherschule auszubilden, um sie dann ihrem, wie man an dem Beispiel Guzek ersieht, wenig erfreulichen Schicksal zu überlassen. Welcher Veranstalter hat den Mut, den jungen Fahrern den Weg zu höheren Ehren zu ebnen? Er wird sicherlich gleichzeitig damit das Verdienst für sich in Anspruch nehmen können, für den deutschen Stehersport vielleicht das eine oder andere große Talent zu entdecken, das unter den jetzigen Umständen unweigerlich verkümmern muß. Aus dem Boxerlager Der BSC. 33 Laer veilte in Wickede an der Ruhr und erzielte gegen die schlagstarke Mannschaft ein Unentschieden. Die Laerer varen durch Korte(Polizei) verstärkt, der gegen Leibold (Wickede) kämpfte.... g, N. /626.) asest.. Die einzelnen Ergebnisse: Binkte(Taer) erzielle im Jugendfliegengewicht gegen Brandenbusch einen hohen Punktsieg. Röttger(Laer) wurde kampflos Sieger, da der Gegner nicht antrat. Obwohl im Federgewicht Kortes Sieg nicht in Frage stand, bekam er nur ein Unentschieden. Beckmann(Laer) verlor gegen Bischhoff nach Punkten, aber ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Schmidthaus wurde von Angel nach Punkten geschlagen. Ein Kampf auf Biegen und Brechen war das Weltergewichtstreffen zwischen Nawrocki(Laer) und Lange(Wickede), das unentschieden endete. Bäcker (Laer) gab gegen Weistermann im Mittelgewicht den Kampf noch vor der Zeit auf. Schneider(Laer) erschütterte seinen Gegner Vennemann(Wickede) in der ersten Runde mit harten Schlägen so arg, daß er einen hohen Punktsieg landete. Das Treffen endete:8. Um die Keglermeisterschaften Der zweite Gang der Bochumer Stadtmeisterschaft brachte für die Favoriten eine Enttäuschung, als sie auf der dritten Bahn meistens ungeahnt ungunstig abschnitten. Dadurch brachte die Spitzengruppe ein anderes Bild, wenngleich die führenden Leute immer noch um einige Holz auseinanderliegen... 1928" g. 1. Dahmen 1368 Holz, 2. Hoischen 1368, 3. Nowakowski 1367, 4. Busch 1365, 5. Ebeling 1364, 6. Greulich 1354, 7. Ritz 1352, 8. Vogt 1352, 9. Bremer 1349, 10. Koch 1342.„ M 5 In der Klubmeisterschaft fuhren„Sportfreunde mit 4061 vor„Vereinigte“ 4033,„Eintracht“ 4031 und„Biedermeier“ 3952.„00.167 Gar satl Am Sonntag findet der dritte 100=Jugel=Gang start. Ursprünglich war zwischen der ersten und zweiten Serie der Bezirksliga=Meisterschaftsspiele eine Ruhepause von drei Sonntagen vorgesehen, wenn alles wie am Schnürchen geklappt hätte. Es hat aber nicht geklappt. Der 27. Oktober verregnete total, einige andere recht regenschwere Sonntage brachten Ausfälle, so daß selbst die drei Reservesonntage nicht ausreichen, um bis zum 29. Dezember, dem Beginn der Rückspiele, mit der ersten Programmhälfte fertig zu werden. Zwei rückständige Spiele werden am Sonntag gestartet, die aber auf die Tabellenführung keinen Einfluß haben. Lediglich den dritten Tabellenplatz kann der BV. Linden noch erreichen, was ihm gar nicht einmal so leicht fallen wird, da Gevelsberg mit seinen 10 Verlustpunkten noch eine reelle Chance hat, in die Schlußkämpfe um den Gruppensieg mit einzugreifen. Diese Chance werden die Gevelsberger zu wahren versuchen, werden auf eigenem Gelände dem MBV. Linden gehörig zusetzen, sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach dem wieder vorwärtsstrebenden MBV. zum guten Schluß beugen müssen. Sollte es aber wider Erwarten umgekehrt kommen, so würden die Gevelsberger sich in der Rangliste zwischen Linden und Preußen Bochum einschieben, also den fünften Platz besetzen. Einen verzweifelten Kampf führt der STV. Werne am Sonntag auf eigenem Platz gegen den Neuling Tura Altenvoerde durch. So leicht wie im verregneten Spiel am 27. Oktober, wo es nach zwanzig Minuten schon:1 für die Platzleute hieß, werden es die Werner diesmal nicht haben. Einmal sind sie in ihrer Leistungsfähigkeit zurückgegangen, zum anderen hat Tura Altenvoerde in den letzten Spielen eine durchaus respektable Form gezeigt. Und wenn man weiter berücksichtigt, daß die Südwestfalen am letzten Sonntag den SC. Dahlhausen um den so sicher gewähnten Herbstmeistertitel brachten, würde es nicht einmal überraschen, wenn auch die Werner sich mit einem Unentschieden begnügen müßten. Die Spiele: STW. Werne— Tura Altenvoerde Sportring Gevelsberg— MBV. Linden Die Gesellschaftsspiele Der goldene Adventssonntag, der alles in seinen Bann zieht, hat begreiflicherweise in die Fußballfront eine Lücke geschlagen, die sich deutlich in dem ganz bescheidenen Spielbetrieb des Sonntags widerspiegelt. Bescheiden ist eigentlich gar kein Ausdruck für die neun uns gemeldeten Gesellschaftsspiele der Bochumer Vereine, wenn man dabei berücksichtigt, daß Groß=Bochum rund 50 erste Fußballmannschaften in der Meisterschaft Ruhepause wird den Mannschaften vor Beginn der Rückkämpfe in der Meisterschaft recht gut tun. Außer einigen Spielen in den unteren Klassen, die vornehmschlossen, die Kräfte mit einer Mannschaft zu messen, die sich in den letzten Jahren in Bochum recht rar gemacht hat. Es handelt sich hierbei um den Bezirksligisten der Nachbargruppe Gelsenkirchen, TB. Eickel. Germania Bochum weilt beim FC. Schwelm den in der Bochumer Gruppe der Bezirksliga bestens bekannten Südwestfalen, und dürfte mit einem klaren Siege heim. kehren, wenngleich berücksichtigt werden muß, daß die Spielstärke der Schwelmer gegenüber dem Beginn der diesjährigen Meisterschaft beträchtlich gestiegen ist. Preußen 07 Bochum hat sich dem vorjährigen Meisterschaftsgegner VfB. Gerthe zur Verfügung gestellt und wird sich. nachdem die Gerther endlich aufgetaut sind, schon gehörig strecken müssen, um auf der Kampfbahn„Ehrenmal“ nicht Schiffbruch zu erleiden. Der LFC. Laer hat sich Langendreer 07 zu einer Privatpartie eingeladen und wird an der Gastmannschaft einen auten Gradmesser für die eigene Leistung haben. Am Pappelbusch treffen sich der SC. Altenbochum und der voraussichtliche Gruppensieger der zweiten Kreisklasse, Concardia Bochum. Man darf gespannt sein, wie die Wiemelhauser bei dieser Begegnung abschneiden werden. Preußen 11 Bochum empfängt an der Krümmede die recht tüchtige Elf von Constantin Bochum und wird schon mit besseren Stürmerleistungen aufwarten müssen, um keine Enttäuschung zu erleben. Die Bochumer Polizisten haben sich mit Constantin Herne zusammengefunden. Werne 19 und Germania Querenburg bilden den Schluß des Sonntagsprogramms. Die Spiele: Westfalia Bochum— TB. Eickel FC. Schwelm— Germania Bachum VfB. Gerthe— Preußen 07 Bochum Langendreer 07— Germania Kaltehardt LFC. Laer—- Langendreer 04 SC. Altenbochum— Concordia Bochum Preußen 11 Bochum— Constantin Bochum Constantin Herne— Polizei Bochum Werne 19— Germania Querenburg Westfalia Bochum— TB. Eickel Die Westfalen benutzen den Sonntag, um ihre Mannen vor Beginn der zweiten Serie noch einmal gegen einen schlagstarken Gegner der Nachbargruppe einer besonderen Prüfung zu unterziehen. Die Eickeler Turnerbündler haben sich genau wie im vorigen Jahre im ersten Abschnitt der Meisterschaftskämpfe im Mittelfelde gehalten. Also auch der Gegner legt gesteigerten Wert auf eine Generalvrobe vor dem zweiten Akt. Besinnt Westfalia sich endlich und kämpft nicht nur dann. wenn es dringend wird, so müßte ein Sieg dabei herausspringen. Motorlportrückblick 1935 I5 Erone Prene fielen an Deutschland— 8 internationale Motorraderfolge— Was gibt es 1936? gehen, die in der Motorsportwelt einen Namen haben. Bei den Krasträdern wird neben DKW. und Neu, auch BMW. und die neue 1000 ccm.=Zündapp die deutschen Farben vertreten. Besonderer Wert wird auf die Beteiligung bei der englischen TT. gelegt. Dem Nachwuchs, der allein die Fahrer der schnellen Rennwagen hervorbringen kann, wird ein reichhaltiges Programm an Rundstreckenrennen und Bergrennen zur Verfügung stehen. Dabei soll den kleinen Rennwagen und den Sportwagen besondere Aufmerksamkeit gelten. Die Entwicklung des Sportwagens macht erfreuliche Fortschritte, dagegen ist die Zahl der in Deutschland vorhandenen kleinen Rennwagen sehr klein und die Fahrzeuge sind zudem zum größten Teil veraltet. Der Kraftfahrgeländesport wird auch 1936 eine ganz besondere Förderung erfahren. Die vier deutschen Groß=Veranstaltungen werden beibehalten. Die Kraftfahrzeug=Winterprufung erhält Langstreckenfahrtcharakter; sie führt von Harzburg über Bayreuth(erster Taa) nach Heidelberg(zweiter Tag) und weiter nach dem Titisee. Die Drei=Tage=Mittelgebirgsfahrt wird nach Schlesien, ins Eulengebirge, Riesengebirge und das Glazer Bergland verlegt. Die Ostpreußenfahrt findet nach den Witterungserfahrungen erst im Mai statt und den Abschluß bildet wieder die Brandenburgische Geländefahrt. Die Internationale Sechstagefahrt 1936, bei der Deutschland die Internationale Trophäe und die Silbervase verteidigt, führt die ONS. abermals in den bayrischen Bergen durch. Mit mindestens zwei geländesportlichen Veranstaltungen wartet auch jede Motorbrigade des RSKK. auf, zu denen noch die Fahrten des DAC. kommen. Die Bestimmungen und Termine für die Deutschen Kraftfahr=Meisterschaften wurden in der Sitzung der ONS. ebenfalls niedergelegt. Dabei wurden verschiedene Aenderungen gegenüber der bisherigeen Austragungsweise vorgenommen. Wintersport-Sonderzüge verkehren Aber nur Sonntag Die Wintersport=Sonderzüge zum Sauerland verkehren zum Wochenende nur am Sonntag, und zwar nach Meinerzhagen um.38 Uhr ab BochumNord, nach Willingen, Usseln, Winterberg um.03 ab Bochum Hauptbahnhof. Janien ist dabei Die Gewichtheber in Benneckenstein Die Mitglieder der Olympia=Kernmannschaft der Gewichtheber sind für die Zeit vom 6. bis 18. Januar 1986 zu einem Lehrgang nach Benneckenstein berufen worden. Es nehmen folgende Leute teil: Federgewicht: Walter(Saarbrücken), Schäfer (Stuttgart), Liebsch(Düsseldorf), Schmitz(Köln), Renfer (Augsburg) und Wagner(Stuttgart). Leichtgewicht: Jansen(Wanne=Eickel), Schwitalle(Breslau), Wölpert(München), Kolb(Schifferstadt), Mühlberger(Frankfurt), Schubert(Welzow), Mittelgewicht: Ismayr(Freising), Gottschalk (Essen), Wagner(Essen), Opschruf(Trier), Stanislawski(Dusseldorf), Schmidt(Köln). Halbschwergewicht: Deutsch(Augsburg), Leopold(Erfurt), Duschka(Welzow), Bierwirth(Essen), Menze(Hörde), Klüh(Wilhelmshaven). Schwergewicht: Manger(Freising), Straßberger(München), Wahl(Möhringen), Schattner(Berlin), Jägle(Kuhbach). Rund um den Sonntag Der letzte Sonntag vor dem Weihnachtsfest ist für die Anhänger des Sports kein„goldener“, sondern ein „stiller“. Sonntag, da sich das Programm auf einige wenige Veranstaltungen beschränkt. Im Turf sollte die diesjährige Saison mit zwei Renntagen in Mülheim am 22. und 29. Dezember beUnter dem Vorsitz von Korpsführer Hühnlein hielt die Oberste Nationale Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt eine Sitzung ab. Nach Begrüßungsworten gedachte Korpsführer Hühnlein der acht Toten des Kraftfahrsportjahres 1935 und erhob von neuem die Forderung, besondere Vorsicht bei der Anfahrt zu den Veranstaltungen und auf dem Rückweg walten zu lassen, denn gerade hierbei gab es eine Rihe von Todesstürzen. Erfreulich war, daß die Zahl der tödlichen Unfälle in Deutschland im Vergleich zu den früheren Jahren und zum Ausland ganz erheblich zurückging. Nicht zuletzt war dies den von der ONS. getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu verdanken. In einem Rückblick auf 1935 stellte der Korpsführer fest, daß der deutsche Kraftfahrsport erfolgreich war wie kein anderer deutscher Sport. Unsere großen Rennwagen gewannen zwölf der dreizehn Großen Preise, bei den internationalen Motorradrennen waren deutsche Fahrzeuge und deutscher Fahrer achtmal siegreich. Dabei tat sich die 250 ccm.=DKW. besonders hervor. Sämtliche Deutschen Kraftfahrmeister errangen sich den Titel auf deutschen Maschinen. Zum drittenmal erkämpften BMW. für Deutschland bei der Internationalen Sechstagefahrt der Krafträder die Internationale Trophäe, zum erstenmal siegte Deutschland mit DKW. im Kampf um die Silbervase. Was den Geländesport anbetraf, so starteten 10 000 Teilnehmer— zwei Drittel von ihnen auf eigenem Fahrzeug— in den 40 geländesportlichen Veranstaltungen. Frühere Jahre brachten höchstens 3000 Geländefahrer. Die Versuchsfahrt mit einheimischen Treibstoffen verlief derart zufriedenstellend, daß der Plan auftauchte, sie im kommenden Jahr als Wettbewerb auszuschreiben. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Deutschen Kraftfahrsport=Terminkalenders 1986 wurden die Richtlinien für die neue Rennzeit erörtert. Da der Sportbetrieb in Deutschland 1936 voll und ganz im Zeichen der Olympischen Spiele stehen wird, liegt der Schwerpunkt des Kraftfahrsportes— der nicht zu den olymvischen Wettbewerben zählt— im Ausland. Unsere großen Rennwagen, die Sportwagen und die Krafträder werden dabei die Aufgabe haben, die erkämpfte Vormachtstellung zu verteidigen und zu festigen. Nicht zuletzt mit Rücksicht auf die deutschen Spitzenfahrzeuge wurde der internationale Rennkalender so aufgebaut, daß zwischen den großen ausländischen Rennen jeweils 14 Tage Abstand liegt, so daß die Firmen leicht von einem Rennen zum anderen fahren können. In der großen Rennwagenklasse werden Mercedes=Benz und Auto=Union in allen Veranstaltungen an den Start Fer dem Warikreis... MSV. Münfter— Preußen Paderborn Auch im Handball nur ein Gauklassenkampf. Nur ein Treffen kommt bei den westfälischen Handballern am Sonntag vor Weihnachten zum Austrag. In einem Nachhutgefecht sind die Paderborner reußen Gaste beim MSV. Münster. Münsteraner haben sich langsam zu ihrer vorjährigen Form zurückgefunden, in der sie in der letzten Spielzeit sogar die Mindener Pioniere zu bezwingen vermochten. Am Sonntag wurde Schalke 04, besonders durch die hervorragenden Sturmleistungen der Münsteraner. mit 12:8 geschlagen und auch die Paderborner werden in der westfälischen Universitatsstadt die Ueberlegenheit des Platzvereins anerkennen müssen. Handball in Bochum Das Programm im Bochumer Handballsport ist Sonntag recht mager. Zum Teil gönnt man den Mannschaften den letzten freien Sonntag vor der neuen Meisterschaftsserie, anderseits sind durch den verkaufsoffenen Sonntag zahlreiche Spieler verhindert. Zwei Spielabschlüsse sind gemeldet, die guten Sport zu bringen versprechen. BV. Westfalia— TuS. Bochum Germania 06 Bochum— TB. Eickel Die Begegnung an der Hofsteder Straße das Interesse. der Bochumer Handballer Gästemannschaft stellt zur Zeit eine spielstarke Elf, wie es der Erfolg über Eickel am letzten Sonntag bestatigte. Die Westfalen dagegen kämpften letzthin mit wechselvollem Erfolg und haben alle Veranlassung, ihren guten Ruf im Handball=Lager zu wahren. Da beide Mannschaften mit den besten Leuten antreten, ist ein schöner Kampf zu erwarten, dessen Ausgang wir offen lassen. Germania 06 Bochum— TV. Eickel. Die Germanen haben den vorjährigen Gruppenmeister der Bezirksklasse Bochum verpflichtet. Um ehrenvoll zu bestehen, werden die Bochumer mit besseren Leistungen aufwarten müssen als am letzten Sonntag. Sonntag nur die Fuß= und Handballer durch, so daß sich wenigstens die Anhanger des Lederballes nicht zu beklagen brauchen, da die Terminliste zahlreiche interessante Begegnungen aufweist. Von den Veranstaltungen im Rugby dürfte lediglich der Länderkampf zwischen Wales und Neuseeland in Cardiff interessieren. Infolge der schlechten Beschaffenheit der Plätze fällt auch das Spielprogramm im Hockey sehr mager aus Rühriger sind die Eishockeyspieler, da außer den bayrischen Meisterschaftsspielen auch zwei Hallenveranstaltungen vorgesehen sind, so in Hamburg, wo am Samstag die neue Kunsteisbahn eröffnet wird, und in Düsseldorf wo am Wochenende eine Berliner Auswahlmannschaft zwei Spiele gegen den Brüsseler Eishockeyklub austrägt.— Die Freunde des Tennissportes wird es vielleicht interessieren, daß Hans Nüßlein in Düsseldorf einige Schaukämpfe austrägt.— Der Radsport legt bis zu den Weibnachtstagen eine Pause ein. Nur in Brüssel und Paris finden zwei größere Veranstaltungen statt. In Brüssel wird ein Sechsstunden=Mannschaftsrennen ausgefahren, für das auch Zims—Küster verpflichtet wurden, während im Pariser Sportpalast ein Rennen der Bahnfahrer gegen die Straßenfahrer ausgetragen wird. Dies ist nur möglich, wenn die beste Mannschaft zur Stelle ist und mit dem notwendigen Kampfgeist gegen den besseren Gegner aufgewartet wird. Ringertreffen Weitfalen-Mittelrhein Rückkampf am 19. Januar in Hohenlimburg Mit Rücksicht auf die umfangreichen Olympia=Vorbereitungen, die vom Fachamt Schwerathletik in den ersten Frühjahrsmonaten durchgeführt werden und an denen westfälische Ringer in hervorragendem Maße beteiligt sind, findet das alljährlich übliche Treffen Westfalen— Mittelrhein bereits am 19. Januar in Hohenlimburg statt. Der letzte Kampf endete mit einem :=Ergebnis, so daß die Ringervertretung Westfalens diesmal besonders sorgfältig ausgewählt werden wird, um an die früheren Erfolge wieder anschließen zu können. Und da kam der Weihnachtsmann Weihnachtsfeier in Hohenlychen Eine freudige Weihnachtsüberraschung erlebten die im Sanatorium Hohenlychen(Harz) untergebrachten Sportler, als völlig unerwartet der Reichssportführer von Tschammer und Osten in Begleitung des Fußball=Bundestrainers Otto Nerz zu einer schlichten Weihnachtsfeier erschien. Bei der Feier hielt der Reichssportführer eine kurze Rede und verteilte anschließend die Geschenke, die jeder sich selbst gewünscht hatte. Bei einem Rundgang durch die Säle der schwerer verletzten Sportler fand er für die ans Bett gefesselten Sanatoriumsinsassen humorvolle und trostreiche Worte und macht ihnen durch ein persönliches Geschenk noch eine besondere Freude. Rheinland-Weitfalen der Turner Am 22. November 1936 in der Westfalenhalle In der Dortmunder Westfalenhalle steigt am 22. November 1986 die 18. Wiederholung des Kampfes Rheinland— Westfalen im Geräteturnen. Damit ist die Westfalenhalle zum dritten Male der Schauplatz dieses traditionellen Kampfes. Sterkiamrt zarShmpiäde Avus-Rennen fällt aus— Deutscher Kraftsport-Terminkalender 1936 Die ONS. stellte in ihrer letzten Sitzung den deutschen Kraftsport=Terminkalender für 1936 auf. Das Jahr wird mit zwei Winterwettbewerben, einer Langstreckenfahrt Harzburg—Titisee und dem Eisrennen auf dem Titisee, eröffnet. Den Auftakt der Straßenrennzeit bildet wieder das internationale Eilenriede=Rennen am 29. März. Die Ostpreußenfahrt wurde vom April auf den.—9. Mai verlegt. Die ONS. führt im kommenden Jahr auch wieder den großen Motorradpreis von Europa durch(5. Juli). Neu ist die internationale Sternfahrt zur 11. Olympiade Berlin für Wagen und Räder, die auf den 30. Juli fällt. Dagegen fehlt das Avus=Rennen, das in erster Linie wegen des Umbaus der Bahn nicht durchgeführt werden kann. Die internationale Alpenfahrt, die 1935 nicht stattfand, ist wieder vorgesehen. Nachfolgend der genaue Terminkalender: .—6. Februar: Kraftfahrzeug=Winterprüfung; .—9. Februar: Winterfahrt Titisee: Hochleistungseisrennen; 29. März: intern. Eilenriede=Rennen; 26. April: Kölner Stadtwald=Rennen;.—9 Mai: Ostpreußenfahrt; 17. Mai: intern. Solitude=Rennen; 21. Mai: Wiesbadener Motorsportkämpfe: Deutschlandfahrt und Hochleistungsprüfung;.—5. Juni: DreiTage=Mittelgebirgsfahrt; 14. Juni: intern. Eifelrennen; 5. Juli: Großer Preis von Europa; 26. Juli: Großer Preis von Deutschland; 30. Juli: intern. Sternfahrt zur 11. Olympiade Berlin; 2. August: Hockenheimer, Motorradrennen; 19.—26. August: intern. Alpenfahrt, ONS. Mitveranstalter; 30. August: Großer Bergpreis von Deutschland; 6. September: Schleizer Dreiecksrennen; 17.—22.September: intern. Sechstagefahrt: 4. Oktober: Marienberger Dreiecksrennen; 11. Oktober: Brandenburgische Geländefahrt. Des Königs Jockei tritt ab J. Childs machte Abschiedsaudienz im Buckingham=Palast Zwölf volle Jahre war Joe Childs als erster Jockei des Rennstalles des Königs von England mit guten Erfolgen tätig. Mit dem Schluß der Flachrennsaison wurde er anläßlich seines Abtretens von der Rennbahn vom König in Privataudienz empfangen. Bei dieser Gelegenheit überreichte ihm der König eine wertvolle Ehrengabe. Vor 35 Jahren ritt Joe Childs seinen ersten Sieger. Dreimal konnte er das Derby gewinnen. Der Nachfolger von Childs wird Fred Fox sein. Spont-Snlender) Großkampf am Höntroper Hellweg So.pentep Schaltror Der einzige Meisterschaftskampf der westfälischen Gauliga. Sonntag nachmittag.30 Uhr. BV. Westfalia Platz: Hofsteder Straße. Sonntag, 22. Dezember, vormittags 11 Uhr: Handballspiel Westfalia— TuS. Bochum Nachmittags.30 Uhr: Fußballspiel Westfalia— 2V. Eicke Voranzeige Am 2. Weihnachtstage spielt der siebenfache Luxemburger Meister Anion=Sportive Luxemburg in stärkster Aufstellung gegen Germania 06 Bochum Vorverkauf: Geschäftsstelle Hutmacher, Große Beckste. Seiie 9 Nr. 299„ Bochumer Anzeiger„ Samstag=Sonntag, 21./22. Dezember 1935 Das Ks unsnr Lant„. hag.... Die Elternabende der Landjahr=Jungen und Mädchen Nun sind unsere Landjahrkinder wieder daheim bei daran denken. Je nach der wirtschaftlichen Lage der Bochumer Leben bonnte. Vu ef, Bachamer Schulen feanden die Heimniche, keiern statt. Abe= Herichterropen Schule an der Mühlenstraße eingefunden hatten. Man brauchte diese Jungen nur zu sehen, wie sie tanden, ine asz ganze Kerle in die Welt blickten, um estauselen, daf dier eine anberg, kealse Per iereze bek. mit idrem Können den Vortragstzieper Geizngene gutz Aus Sprechschören, Hipoteigr Pig,ntg der 3 Wor Deutschland des Führers. Das war kein Li bekenntnis, sondern dieses Beferigen strämute, gus. iungen grissenbeilt, aber Stolz, daß ihre Linder das und Svrechchören erklang das Erlebnis der jungen Mendie einen tiefen Blick in das größere Deutschland gewonnen haben. Die Jungen lernten den deutschen Östen aus eigener Anschauung kennen. Sie wissen, wie die deutschen Brüder an den Grenzen um ihr Deutschtum kämpfen und auch dafür zu sterben wußten.„Wir wollen das Vermächtnis von Langemarck erfüllen und uns gilt nichts als Deutschland!" stand als Leitspruch über der Feierstunde mit den Eltern. Die Fahnen der sich zum Deutschtum bekennenden Volksgenossen von Schleswig=Holstein, von Ostpreußen, von Kärnten, von Oberschlesien marschierten auf und zuletzt die Fahne des jungen Deutschlands, den herrlichen Abstimmungssieg im Nach dieser prächtigen Darbietung der Jungen sprach der Lagerführer. der die Kinder acht Monate lang betreute, zu den Eltern und Jungen. Als vor acht Monaten die Jungen und Mädchen vom Schützenhof zum Bahnhof marschierten, war es sicherlich manchem Vater und mancher Mutter schwer ums Herz. Eine große Verantwortung lag auf den Schultern des Lagerführers, der die Jungen zu betreuen hatte und ihr Vorbild zu jeder Lebensstunde sein mußte. Gern stehe er jetzt Rede und Antwort, und die besten Zeugen, wie alles war und verlief, sind die Kinder selbst. Niemand ist mit Samthandschuhen angefaßt worden, aber alle sind gleich kameradschaftlich und gerecht behandelt worden und aus dem Ich wuchs jedes Kind in die Gemeinschaft des Wir hinein und das ist es, was jeder Deutsche zu begreifen hat: Das Wir vor dem Ich! Schwer falle es dem Lagerführer, sich von seinen jungen Kameraden trennen zu müssen, die jetzt in die Hitler=Jugend eintreten, aber, das betonte er ausdrücklich, er ist stolz auf seine Jungen, die ihm und dem deutschen Volke jederzeit Ehre eingelegt haben. Und am Schluß steht oie Bitte, das Erlebnis nicht zu vergessen und weiter zu arbeiten im Geiste des jungen nationalsozialistischen Deutschlands, Ein Vertreter des Oberbannführers Hans geld gewährt werden. Die Dauer der Aufnahme zu bestimmen, liegt selbstverständlich im Ermessen der aufnehmenden Familien. Hoffen wir, daß sich an diesem sozialen Hilfswerk, einem Werk wahrhaft christlicher Nächstenliebe und volkhafter Verbundenheit, recht viele beteiligen. Helft unseren Waisenkindern und bereitet auch ihn deutsch= Tamilie! ren Waisenkindern und bereitet auch nachtsfreude in der beutschen Famili ihnen eine Weih„Heimat und ihren Angehörigen begehen werden, als Gäste eingeladen sind. Das Gebiet Rhein=Weser des Hilfsbundes hat für diese Landsleute eine Weihnachtssammlung durchgeführt, die ein sehr gutes Ergebnis hatte, so daß es auch in Bochum möglich sein wird, den Landsleuten eine Weihnachtsfreude zu machen. Die österreichischen Gäste treffen um 14 Uhr am Kaiser=Friedrich= Platz ein und marschieren mit einem Ehrensturm und dem Musikzug der Standarte 1/17 zum Rathausplatz, wo der Standartenführer den Vorbeimarsch abnimmt. Anschließend Marsch durch die Stadt zum Bergbaumuseum. Nach dem gemeinsamen Abendessen findet in der Panzergrotte die Julfeier statt unter Mitwirkung eines Fanfaren= und Sprechchores der Hitler=Jugend. Musikalische Darbietungen, Julrede und Uebergabe der Julpakete an die österreichischen Landsleute werden den Abend ausfüllen. auf dem Rathausplatz Platzkonzerte am Samstag und Sonntag Anläßlich der Ausstellung der Olympiaglocke findet heute, Samstag, 18 Uhr, auf dem Rathausplatz ein Konzert der Werkskapelle der Eisen= und Hüttenwerke statt. Folgendes Programm ist vorgesehen: Neues Deutschland, Marsch von Merkert: Dichter und Bauer, Ouvertüre von Suppé; Wein, Weib und Gesang, Walzer von Strauß: Der alte Berner Marsch, Charakterstück von Schmeling; Historisches Marsch= potpourri Fridericus Rex von Rhode; Bayrischer Avanciermarsch von Scherzer. Die Leitung haben Franz Merkert und Max Kattanek.„„ Am Sonntag von 11 bis 12 Uhr veranstaltet die Werkskapelle des Bochumer Vereins ebenfalls ein Platzkonzert. Es beginnt mit dem Marsch„Deutschlands Ruhm". Ferner gelangen zum Vortrag die FreischützOuvertüre von Carl Maria von Weber, eine Fantasie aus Verdis Opern, der Florentiner Marsch von Fucik und der Großherzog-von=Baden und der BadenweilerAim Nachmittag von 5 bis 7 Uhr bläst von, Vorhau des Rathauses ein Posaunenchor die alten beutschen Weihnachtslieder. Ferner erklingt am Samstag= und Sonntagnachmittag vom Glockensviel des stimmungsvoll geschmückten Ratshofes halbstündlich ein Weihnachtslied. 100 österreichische Landsleute als Gäste bei der Julfeier der Ortsgruppe Bochum des Hilfsbundes der Deutsch=Oesterreicher. Der Hilfsbund der Deutsch=Oesterreicher, Ortsgruppe Bochum, veranstaltet am Sonntag, 22. Dezember, in der Panzergrotte eine Julfeier, die eine besondere Note dadurch erhält, daß zu dieser Feier hundert österreichische Landsleute, die ihre Feiertage fern von ihrer Zahlen aus dem Wohlfahrtsamt st c bch Davon entfallen auf: Kriegsbeschädigte und=hinterbliebene 86 HUE. mit 113., Sozialrentner 2873 HUE. mit 6267., Kleinrentner 473 HUE. mit 704 K. Blinde 56 HUE. mit 83., Armenpfleglinge 2392 HUE. mit 4 226., Oeffentlich nicht Unterstützte (Mietbeihilfen) 17 HUE. mit 32., Wohlfahrtserwerbslose 6256 HlE. mit 16.322., Zusätzlich Unterstützte des Arbeitsamtes(Mitbeihilfen) 73 HuE mit 221.„ Die Zahl der Zusatzrentenempfanger betrug 1853 UE. mit 2878 K.(im Vormonat 1858 mit 2889.). Milchgutscheine wurden an 2101(im Vormonat 2166) Personen ausgegeben. In der Wochenfürsorge wurden 66(im Vormonat 72) Anträge gestellt.„„„ In der geschlossenen Fursorge(Anstaltsfürsorge) waren untergebracht: In Krankenhäusern 689 Pers., im Vormonat 663 Pers.; in eigenen Pflegeheimen 262 Pers., im Vormonat 275 Pers.; in Bochumer nichtstädtischen Altersheimen 174 Pers. im Vormonat 173 Pers.; in Waisenhäusern 153 Pers., im Vormonat 152 Pers.; in Provinzialheilanstalten 1090 Pers., im Vormonat 1092 Pers.; in sonstigen Anstalten 35 Pers., im Vormonat 35 Pers.; in Familien= pflege 278 Pflegekinder, im Vormonat 279 Pflegekinder.„.„,„S marem In der halooffenen Fursorge waren untergebracht: In der Herberge als Wanderer täglich nach dem Wochendurchschnitt 16 Personen, im Obdachlosenheim täglich nach dem Wochendurchschnitt 2 Personen, in den Familienasylen 399 Familien mit 1911 Köpfen (im Vormonat 407 Familien mit 1917 Köpfen). Der Gesamtfürsorgeaufwand betrug 849 088,22 Mark(im Vormonat 852 498,99 Mark). Hane Werk und Siaolbelwanung von Diplom=Volkswirt Hans Zuchhold, Bürgermeister der Stadt Pyrmont Deutschlands. Ein Vertreter des Oberbannführers Hans Ueber die Bedeutung des Handwerks braucht im Strube verpflichtete die Jungen durch Han,, aus, daß nationalsozialistischen Staat kein Wort verloren zu die Hitler=Jugend, und er sprach die Gewibber, mgcht,8 werden. Städte wie Nürnberg, Hildesheim und viele, die neuen Kräfte niemals razeg, und ruhen muozegn. piele andere zeugen von Hausperk und Handwerkern, die neuen Kräfte niemals rastenz# eu, dig., um alle deutschen Jungen und Maochen für die stolze Idee des Führers mitzureißen. Sodann begrüßte ein Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Bochum, Dr. Piclum, die Kinder und danach ein Vertreter des Arbeitsamtes Bochum, der auch die Richtlinien für die Einstellung der Kinder in die Berufe erläuterte. Jeder Junge und jedes Mädchen erhielt den Landjahrpaß und ein Buch mit Erinnerungen an die schöne Schulungszeit im Landjahrlager überreicht. Mit einem Treubekenntnis zum Führer und seiner Idee fand die Feststunde der Bochumer Landjahrkinder ihren Ausklang. In gleicher Weise verliefen auch die anderen Veranstaltungen, zu denen sich die Eltern mit ihren Landjahrkindern vollzählig eingefunden hatten. Wie kann ich Weihnachtsfreude bereiten? Weihnachten, das schönste aller deutschen und christlichen Feste steht vor der Tür. Alle Väter und Mütter sind bemüht, ihren Kindern und ihrer Familie Freude zu bereiten. Wie dankbar leuchten die Augen der Kinder, wenn sie den strahlenden Lichterbaum und die Gaben des Weihnachtstisches schauen dürfen. Wie warm wird aber auch das Herz der Erwachsenen, wenn ihnen aus den Augen ihrer Kleinen die helle Freude entgegenlacht und dann ihre Gedanken in die eigene Kindheit zurückschweisen.„.... g772 uttcheen Ju e. Viele mussen aber dieses Gluck entehren, obwohl so manche Gelegenheit dafür vorhanden ist. Eine solche Möglichkeit ist die..... Aufnahme eines Waisenkindes in die Familienpflege. Das städtische Jugendamt(Rathaus, 2. Obergeschoß, Zimmer 226) ist in der Erkenntnis, daß die Familien= pflege gegenüber der Anstaltspflege den Vorzug verdient, bestrebt, elternlose Kinder, namentlich zu Weihnachten, in Haushaltungen unterzubringen. Zahlreiche erbgesunde und brave Kinder warten auf gute Pflegeeltern. Insbesondere die kinderlosen Familien sollten viele andere zeugen von Handwerk und Handw die ihrer Zeit für immer den Stempel auforuckten. In allen Städten spielt das Handwerk auch heute noch eine Rolle. Der Handwerker, ganz gleich, ob Tischler, Maler, Schlosser, Schlachter, Bäcker usw., kommt heute wie einst mit vielen Bürgern in Berührung. Ihn, der mit seinen Händen schafft, interessiert das Wohl und Wehe seiner Heimatstadt von jeher ganz besonders. Wer Gegelegenheit hatte, in irgendeinem Handwerkerverband für das Handwerk und seine Menschen tätig zu sein, der schätzt diese Männer, die alten Sitten und Bräuchen und ihrer Arbeit durch Jahrhunderte hindurch treu blieben. Nur wer wirklich Einblick in zünftige Handwerkerfamilien und ihre Werkstätten gehabt hat, weiß, welche wahrhaft völkische Kraft in ihnen lebt. Diese Kraft nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu fördern, ist eine dankbare Aufgabe, die im Interesse der Allgemeinheit liegt. Wie ist das möglich? Und noch eine Frage: Ist das überhaupt nötig? Die erste Frage beantworten, heißt die zweite bejahen. Als ich als Bürgermeister die Geschäfte meiner Gemeinde übernahm ging ich mit der NSDAP. vollkommen einig, als ich die Obermeister der bestehenden Innungen bat, mit mir alle vier bis sechs Wochen zusammenzukommen, damit wir uns über die Nöte und Sorgen des Handwerks und der Allgemeinheit ausspreche n könnten. Willig sagten sie zu und nicht einer fehlte. Was sollte erreicht werden? Nach dem Gesetz ist der Leiler einer Gemeinde verpflichtet, die Bevölkerung über seine Verwaltungsmaßnahmen aufzuklären und auf dem laufenden zu halten. Leiter einer Gemeinde sein, heißt, sich stets als ihr Betreuer und Sachwalter zu fühlen. Will ich als Nationalsozialist und Pg. meinem Amte gerecht werden, dann werde ich den Wunsch haben, recht oft und recht klar der gesamten Bevölkerung darzulegen, was getan wurde, warum es geschah und was in Zukunft getan werden soll. Die aufklärende Arbeit durch die Presse genügt in den meisten Fällen nicht. In völligem Einverständnis mit Partei und Aussichtsbehörde bin ich deswegen dazu übergegangen, einmal im Jahr wenigstens den Bürgern in einer Bürgerversammlung darzutun, was getan wurde und was noch getan werden muß. Wahre Selbstverwaltung gibt den Bürgern nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, in erster Linie die Pflicht, die Sorgen, die der Leiter der Gemeinde hat, zu kennen und sie mit zu tragen. Nicht immer wird es möglich sein, auf solchen durchaus notwendigen Versammlungen alles zu sagen, da das Gremium zu groß ist. Anregungen, die NSDAP. und Gemeinderäte geben sollen und werden, können ruhig durch Anregungen aus der Bevölkerung ergänzt werden. Schon oft kamen gute Ideen aus Kreisen, die mit der Stadtverwaltung weder direkt noch indirekt zu tun hatten. Wer hört und sieht nun viel? Wer kommt mit vielen Volksgenossen zusammen? Die Handwerker! Deswegen rief ich die Obermeister zusammen. Sie sprachen frei und offen zu mir. Ich hörte dies und das, ließ das Nichtige fallen, griff das Gute auf. Ich hörte, daß diese und jene meiner Maßnahmen nicht verstanden wurden. Ich konnte an Ort und Stelle aufklären, wissend, daß sie weiter darüber sprechen und damit aufklären würden. Ich hatte aber vor allem die Möglichkeit, in der Presse oder in der nächsten Bürgerversammlung Zweifelsfragen und Verständnislosigkeiten entgegenzutreten. Ich erreichte dazu ferner, daß die Obermeister vor ihre Innungen traten und ihren in den vergangenen Jahren durch die liberalistische Zeit täuschten Berufskollegen sagen konnten:„Wir sind nicht nur zum Steuerzahlen da, nein wir gelten wieder etwas. Wir werden gehört und hören selbst.“ Und sie alle helfen, allen Volksgenossen zu beweisen, daß der nationalsozialistische Staat nicht Selbstzweck, sondern ein lehendiges Gebilde aller Deutschen ist, in dem jedem Volksgenossen mitzuarbeiten genügend Gelegenheit gegeben ist. Weihnachts- und Neujahrsdienst bei der Bochumer Post Der Dienst beim Bochumer Postamt ist für die kommenden Feiertage wie folgt geregelt: Sonntag, 22. Dezember, erfolgt der Dienst wie an sonstigen Sonntagen. Paketannahme bei den Postämtern I und II von 8 bis 19 Uhr, bei den Zweigstellen von 8 bis 9 und von 11 bis 12 Uhr. Die Briefmarkenschalter sind geöffnet beim Postamt I von 8 bis 20 Uhr, beim Postamt II am Bahnhof von 8 bis 19 Uhr. Die Ortsbriefzustellung erfolgt gleichfalls wie an gewöhnlichen Sonntagen, eine Ortsgeldzustellung unterbleibt. Die Ortspaketzustellung erfolgt wie werktags, Paketabholer der Ausgabe können ihre Paketkarten bis 19 Uhr abholen. Für die Landbezirke: Einmalige Brief= und Paketzustellung einschließlich Pakete mit Nachnahme.„ Mittwoch, 25. Dezember: Schalterdienst wie Sonntags, Paketausgabe beim Postamt l von 8 bis 10 Uhr. Es erfolgt eine einmalige Zustellung aller Arten von Briefsendungen, dagegen findet eine Ortsgeldzustellung nicht statt. Paketzustellung wie üblich. Abholer der Ausgabe können ihre Paketkarten bis 10 Uhr abholen. Landbezirke: Einmalige Geldzustellung(ohne Nachnahme und Postaufträge) und einmalige Zustellung von Zeitungen sowie Briessendungen und Paketen mit und ohne Nachnahme. Donnerstag, 26. Dezember: Schalterdienst wie sonst. Ortsbriefzustellung und Geldzustellung sowie Landzustellung fallen an diesem Tage aus. Sonntag, 29. Dezember: Dienst wie Sonntags. Die Briefmarkenschalter sind geöffnet beim Postamt I von 8 bis 21 Uhr, beim Postamt II von 8 bis 19 Uhr, Ortsbriefzustellung wie sonst, Geld= und Paketzustellung fallen aus. Die Landzustellung erfolgt wie an Sonntagen. Mittwoch, 1. Januar 1936: Schalter= dienst und Ortsbriefzustellung wie sonst, für die Landbezirke einmalige Briefzustellung. Ortsgeld= und zustellungen finden nicht statt. Die Eil= und Telegrammzustellung erfolgt an sämtlichen Tagen wie an Werktagen. Am Heiligabend werden die Schalter um.6 Uhr geschlossen. Beim Postamt I sind zur Führung von Ferngesprächen und Auflieferung von Telegrammen die Schalter 18 bis 21 geöffnet. Werkscharmänner, herhören! Am 1. Weihnachtsfeiertag, am 25. Dezember 1935, vormittags von 10 bis 10.45 Uhr, überträgt der Deutschlandsender eine Morgenfeier: „Wir glauben, daß der Liebe Kraft uns in die fernste Zukunft trägt!" Diese Morgenfeier wird ausgeführt von den Werkscharen der Deutschen Arbeitsfront. Es spricht der Amtsleiter der RSG.„Kraft durch Freude", Präsident der Reichsrundfunkkammer, Pg. Dreßler=Andreß. An alle Werkscharmänner im Gau Westfalen=Süd ergeht die Aufforderung, diese Sendung abzuhören. Beim Fensterputzen abgestürzt. Dem Krankenhaus zugeführt wurde die 16jährige Hausangestellte Irmgard B. von hier, die in der Alexandrinenstraße in Dienst steht. Beim Reinigen der Fenster wurde sie von einem Schwindelanfall befallen und stürzte aus dem Fenster, so daß sie einen Bruch des linken Oberschenkels, Kopfund Rückenverletzungen erlitt. Langholzwagen vom Hof gestohlen. Am 14. Dezember wurde einem Fuhrunternehmer vom Hofe des Hauses Wiemelhauser Straße 11 ein Langholzwagen entwendet. Beschreibung: Wagen rot gestrichen, die Räder sind 3 Zoll dick, am Wagen befinden sich vier ungefähr zwei Meter lange Ketten. Wäsche gestohlen. In der Nacht zum 17. Dezember wurde der Waschkeller des Hauses Wielandstraße 11 aufgebrochen. Folgende Sachen wurden entwendet: 3 Mako=Herrenhemden und 2 Mako=Herrenunterhosen mit dem Firmenstempel„Baltz“, 3 weiße Hemdhosen mit dem Firmenstempel„Helona“, 3 Unterziehschlüpfer, 1 Unterziehjäckchen und 2 Damenhemden. Wer kann zu diesem Diebstahl Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 245. Wem fehlt ein Oberbett? Am 18. Dezember, gegen 17.30 Uhr, wurde im Tunnel„Emschergenossenschaft“ an der Wattenscheider Straße ein neues Oberbett(roter Bezug) mit etwa vier Pfund Bettfedern gefunden. Wer hat dieses Oberbett verloren bzw. wem ist es gestohlen worden?— Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer Nr. 242. 1466 *„„„ wintr ooch aus hertn„ ein Cropfchen Freude und ein Schlucrchen Crost. S 90 5EFROST! Wen wäre uohl Schaumwein nichl wilkommen, gerede zu, Welhngchlen, dem schönslen, dem fröhlichsten Fes um zahre! Sie erhelten in allen Weinhandlungen und Feinkostgeschäften die ganze Flasche Schaumwein für RM.50,.—,.50 usw., je nachdem, welche Sorte Sie wählen. SCHAUM WEIN aust fürr Dich Seite 10 Nr. 299 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 21./22. Dezember 1935 Tichtr urg. Dei Mann nin der Pramtk Es steckt bei weitem mehr in diesem Film als es der„Weltliteratur, die unsterblich sind wie der Hang des auf Edgar Wallace und kleine kriminalistische Effekte deutende Titel auch nur ahnen läßt. Dieser Bildstreifen hat ein echtes und tiefes seelisches Problem zum Gegenstand. Was ihn aus der Ebene von Filmschöpfungen gleicher Stoffquelle heraushebt, ist hier neben den feinen Nillemn des Handlungsaufbaues und der klaren Folgerichtigkeit, mit der Thea von Harbou die routinierte Drehbuchverfasserin und Rudolf van der Noß als Spielleiter die Lösung entwickeln, die außerordentlich glückliche Verkörperung der Hauptrollen. Paul Wegener, der„Mann mit der Pranke", erfüllt die Gestalt des kalten, brutal=egoistischen Erfolgsmannes, der in einer tiefen Zuneigung zu einer Frau sein wahres Menschentum entdeckt, sprachlich und darstellerisch mit der nur ihm eigenen Meisterschaft, die das ganze Spiel überschattet und bestimmt. Es spricht für die künstlerische Reife von Rose Stradner, die man gern häufiger sehen möchte, daß sie neben dieser von suggestiver Kraft erfüllten Gewaltfigur die zarte, feinnervige Gestalt der im besten Sinne unverstandenen Frau zu ebenbürtiger Geltung bringt. Um diese beiden tragenden Figuren gruppieren sich in dankbaren Nebenrollen Johannes Riemann, Grete Weiser, Kurt Vespermann und Hilde Weißner. Die neueste Wochenschau und ein Film mit prachtvoll photographierten Bildern aus dem fröhlichen Sport der Segelfliegerei vervollständigen dieses erstklassige Weihnachtsprogramm. bs. Capitol:„Eine Seefahrt, die ist lustig“ Kein schlechter Gedanke, mit den Kinobesuchern eine Seefahrt zu machen, in der die Wellen des Frohsinns so hoch schlagen, daß das Schiff wie eine Nußschale auf den Schaumkronen des Lachens tanzt und die Pärchen sich nur so in die Arme fallen. Nur Paul Henckels, einer der Mitreisenden, ist nicht ganz zufrieden, denn er sucht Emma! Das Schiff aber, auf dem diese lustige Seereise stattfindet, hat die Eigenschaft, daß innerhalb seiner Bordwände die Frauen alle aussehen, als ob sie Emma hießen. So erscheint es wenigstens Paul Henckels, und damit ist dann auch gleichzeitig der Stoff für eine unerhörte Filmkomödie gegeben, an der das ganz besonders Schöne die Tatsache ist, daß sie völlig ohne Stars im üblichen Sinne gedreht wurde. Und dennoch sind zwei strahlende Sterne echten Humors darin, Filmbeispiele liebenswürdigster Filmfröhlichkeit: Ida Wüst und Paul Henckels. Es ist nicht zuletzt das Verdienst des Autors F. B. Cortan, daß diesen Künstlern eine so außerordentliche Entfaltungsmöglichkeit gegeben ist und daß sie trotzdem die übrigen Darsteller nicht an die berüchtigte Wand spielen. So ist Ida Wüst in diesem Film in einem Fahrwasser wie selten vorher. Ihre frauliche Spitzfindigkeit glättet oft die Sturzwellen brausenden Lachens, die den Zuschauerraum durchfluten und schafft auf dem Wasser der Stimmung jenes leichte Kräuseln, das so nachhaltig in der Erinnerung bleibt. Paul Henckels strahlt Lustigkeit aus allen Knopflöchern, es ist der von innen kommende Humor eines ausgewogenen Charakters. Das sind also die Vertreter der älteren Jugend. Das„junge Volk" steht aber nicht hinter ihnen zurück, ob es nun die blonde Hilde Krüger ist, der sympathische Fritz Genschow oder Erich Fiedler. Ein Sonderlob für Paul Heidemann, den heldenmütigen Abwehrkämpfer gegen Pleitegeier und Seekrankheit! Die Musik zu diesem Film ist ausgezeichnet, es bleibt in dem ganzen Bildstreifen kaum eine Spur von jenem humorlosen Schlager, dem er seinen Namen verdankt. In der Wochenschau fallen die schönen Bilder von der Parade der Reichsbahn in Nürnberg auf, die die unerhörte Entwicklung des Dampfrosses mit erstaunlicher Sinnfälligkeit vor Augen führen. b. Tonhalle:„Maddalena“ In der Tonhalle läuft noch bis einschließlich Montag der ausgezeichnete Film„Maddalena“ mit dem Erfolg, den man ihm bei seinem ersten Ablauf in Bochum am Mittwoch voraussagte. Martha Eggerth ist die Trägerin der Hauptrolle des prächtigen Bildstreifens.— Von besonderer Bedeutung für Bochum ist die Tatsache, daß in der Wochenschau bereits Bilder von der Ueberführung der Olympia=Glocke vom Bochumer Verein auf den Rathausplatz gezeigt werden. Apollo:„Kampf um den Piratenschatz“— tanze nur für Dich“ Ein echter Abenteurerfilm, das Gegebene für Freunde der Sensationen. Richard Talmadge, Amerikas berühmtester Sensationsdarsteller, im Kampf um einen alten Schatz, der auf einer weltverlorenen Insel des Ozeans verborgen liegt. Es gelingt ihm naturlich, den Schatz zu holen und dazu ein bildhübsches Mädchen, das ebenso „abenteuert“ wie er. Die tollsten Situationen müssen gemeistert werden. Aufregende Jagden zu Wasser und zu Lande, alles muß herhalten, um Talmadge als den ungekrönten König der Abenteurer zu zeigen.— Tänzerische Spitzenleistungen bringt der mit großem Aufwand gedrehte Revuefilm„Ich tanze nur für Dich“. Was bisher im Reiche des Tanzes, des Rhyth= mus und der Einstellung der Kamera gezeigt wurde, wird hier noch um ein beträchtliches überboten. Es ist die Geschichte eines kleinen, ehrgeizigen Mädels, dessen einziger Wunsch es ist, Tänzerin zu werden. Joan Crawford spielt ihr eigenes Leben. Ihr Partner ist Clark Gable. Kulturfilm und Wochenschau vervollständigen das sehenswerte Weihnachtsprogramm. Lichtspielhaus:„Du bist entzückend, Rosmarie“ „Der Graf von Monte Christo“ Daß sich ein amerikanischer Multimillionär in eine bayrische Bauerntochter verliebt, ist echt filmisch gedacht. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung mag für einen Logiker nicht aufgehen. Trotzdem werden die besten Publikumswirkungen erzielt. Denn die schönen Landschaften um den Traunsee— daher auch der Untertitel des Films„Die Ros'l vom Traunsee"—, die wirkungsvoll aufgezogenen bäuerlichen Feste, die von Saft und Kraft strotzenden urwüchsigen Typen haben es in sich, um den von Herzen sich freuenden Beschauer in ihren unterhaltenden Bann zu ziehen. Der Brennpunkt der Heiterkeit ist Herta Worell, das schelmische, energische, schüchterne und vergnügte„Moidl“.— Der weltberühmte Roman von Alexander Dumas„Der Graf von Monte Christo" gehört zu den Schätzen der Menschen zu Romantik und Abenteuer. Vertrauend auf diese Wahrheit, haben die Amerikaner den Stoff zu ungezählten Malen hervorgeholt, um ihn jetzt in der Tonfilmfassung dem Publikum schmackhafter zu machen. Von den Darstellern interessieren besonders der sympathische englische Schauspieler Donat und die zarte, reizende Elissa Landi. Welt=Licht:„Einer zuviel an Bord“ Den Autoren Ph. L. Mayring und Kurt Heuser ist es gelungen, den gleichnamigen volkstümlichen Roman von Fred Andreas mit Hilfe des Verfassers zu einem Drehbuch zu verarbeiten, das an Spannung dem Original in nichts nachsteht. Die Handlung, die sich um das geheimnisvolle Verschwinden des Kapitäns eines Dampfers dreht, ist stark veräußerlicht, aber in dramaturgischer Hinsicht ausgezeichnet aufgebaut und konsequent entwickelt. Die Hafenszenen sind von einer ungewöhnlichen Bildkraft, auf welchem Gebiet überhaupt die Kamera Hervorragendes leistet. Nicht minder wertvoll ist die Darstellung. An der Spitze der männliche René Deltgen als erster Offizier und der durch die Sicherheit und Natürlichkeit seines Sviels imponierende Willy Birgel. Der„Held" Albrecht Schoenhals ist der Typ des selbstgefälligen„schönen“ Mannes. Die Musik Werner Bochmanns gefällt durch eine einfühlsame Melodik.— Als reizendes Beiprogramm das Lustspiel „Unter vier Augen“, eine amüsante Liebesidylle mit Harald Paulsen und Curt Vespermann in tragenden Rollen. Die hochaktuelle Wochenschau mit dem Kulturfilm wird nicht minder interessieren. Gloria:„Ehestreik“ Was der oft verbildete, leicht blasierte Stadtmensch vielleicht— falsch— als„heikel“ oder„delikat" empfinden könnte, das stellt sich in der freieren Welt des unkomplizierter denkenden und fühlenden Bewohners des offenen Landes als selbstverständliche Lebensäußerung dar, wie es dieses entzückende Luststück zeigt. Die Hauptrollen werden durch Paul Richter, Trude Marlen, Oskar Sima und Heli Finkenzeller überzeugend dargestellt. Ein ganz entgegengesetzter Film ist:„Menschen ohne Nerven". Man sieht Sensationen wie selten Doubles vollbracht werden, welche Gefahren sie zu bestehen haben und daß sie tatsächlich Burschen sind, die den Tod nicht fürchten und es mit dem Teufel aufnahmen. Die Hauptrolle spielt W. Boyd, der bekanntlich vor Jahren erfolgreich die Rolle des Wolgaschiffers spielte. Dazu läuft noch die Wochenschau und ein prachtvolles Lustspiel, sowie ein lehrreicher Kulturfilm. Skala:„Sie und die 3“ Das Weihnachtsprogramm steht im Zeichen einer köstlichen Frohlaune. Zunächst ist es Charlotte Susa, die in der unterhaltsamen Kriminalposse„Sie und die 3“ das Publikum begeistert. Szöke Szakall zeigt sich in der großangelegten Humoreske„Muß man sich scheiden lassen?" von seiner liebenswürdigsten Seite und weiß auf diese Kardinalfrage einer nur vom Glück begünstigten Ebe die richtige Antwort zu geben. Odeon:„Großreinemachen“. Dieser Film scheint nur für Anny Ondra geschrieben zu sein. Mit ihrem unverwüstlichen Humor spielt sie sich in die Herzen des Publikums hinein. Kein Spiel für Grillenfanger, aber für solche, die das Lachen nicht verlernt haben.„Annis“ Partner ist der zu allen tollen Robinsonaden aufgelegte Albach=Retty.— Die Freunde von Sensationen und Abenteuern kommen in dem Kriminalfilm„Polizeiakte 909“ ganz auf ihre Kosten. Liane Haid und Viktor de Kowa sind unstreitig die Hauptträger des Erfolges. Hammer Lichtspiele:„Bengali“ Mit„Bengali“ haben die Hammer Lichtspiele einen Film eingesetzt, wie er besser nicht sein kann Abenteuer und Romantik, der ganze mystische Zauber Indiens, wie es Feste feiert und kämpft— handfester Humor und echte Kameradschaft einer Handvoll Männer, die das Schicksal in den brodelnden Hexenkessel einer Verschwörung an der indisch=afghanischen Grenze geworfen hat, geben diesem packenden Film das Gepräge. Einzig schildert dieser Film das Hohelied der Kameradschaft. Ein Spitzenfilm, den man gesehen haben muß. Gary Cooper, Franchot Tone und Richard Cromwell spielen die Rollen der drei jungen Offiziere, deren Schicksal dieser Film dramatisch schildert. Im Beiprogramm läuft ein köstliches Lustspiel mit den unverwüstlichen Karl Valentin und Lisl Karlstadt. erinnerlich, hatte das Bielefelder Schwurgericht am 2. Dezember d. J. die 18jährige Ehefrau Schneider von der Anklage des versuchten Giftmordes freigesprochen, und zwar wegen erwiesener Unschuld. Die Anzeige war damals von der Frau Wölm, der Schwägerin der Frau Schneider, erstattet worden, die behauptete, Frau Schneider hätte sie mit Kleesalz vergiften wollen. Frau Wölm war in den dringenden Verdacht geraten, den Giftbecher selbst gemischt und die Anzeige aus Rache erstattet zu haben. Während sie das in der Voruntersuchung noch bestritt, Der Weltkries im Bilde Eine Ausstellung in der Städtischen Gemäldegalerie In der Städtischen Gemäldegalerie wurde dieser Tage vom Kunstdezernenten Stadtrat Stumpf eine Ausstellung eröffnet, die zu besuchen auch denen herzlichst anzuempfehlen ist, die der Mal= und Zeichenkunst an sich nur durchschnittliches Interesse entgegenbringen. Gauschulungsleiter Dr. Schwarzschulz widmete der Ausstellung(Skizzen, Studien und Bilder aus der Kampflinie von Otto Engelhardt=KyffhäuWestfalen und Rheinprovinz ser), die wir übrigens auch seiner Anregung verdanken, einen Vortrag, in dem er sich mit dem Volkhaften in der Kunst allgemein, insbesondere aber mit dem Kriegserlebnis Engelhardts und seinem künstlerischen Niederschlag auseinandersetzte. Die aus etwa 270 Arbeiten bestehende Sammlung, die als eine Ehrung der alten Armee gedacht ist und der Jugend zeigen soll, wie ihre Väter vorn in der Front gelebt, gekämpft und Kameradschaft gehalten haben, gehört in der Tat zu den seltensten und eindringlichsten Dokumenten des großen Krieges. Aus der unmittelbaren Begegnung mit dem tatsächlichen und dem geistigen Antlitz der Front sind diese Bilder, diese ungeheuer spontanen und lebendigen Bilder, gemalt, Kriegserlebnisse, wie wir sie aus den erschütternden Briefen gefallener Studenten kennen, nur daß sie sich hier in Form und Farbe umsetzen. Wichtig ist, wie Engelhardt=Kyffhäuser den deutschen Soldaten und seine Kriegsarbeit gesehen hat. Nicht unter der Brille irgendeiner Tendenz, sondern groß, stark, heroisch und schicksalhaft, phrasenlos, mit einer Realistik, die sich nicht an Einzelheiten verzettelt. Es ist nahezu unmöglich, hier von einem Einzelbilde zu sprechen, man muß die Arbeiten, die teils zu außerordentlich starken künstlerischen Formgebungen durchstoßen, insgesamt gesehen haben, um zu wissen, was der Kriegsmaler Engelhardt, der kein Kriegsberichterstatter war, für uns bedeutet. Der tapfere und kameradschaftliche Geist der Mannschaft ist es, der aus den flüchtig hingeworfenen Skizzen und kräftiger ausgemalten Oelbildern zu uns spricht. Immer wieder taucht es auf: das harte und gesammelte Profil unter dem Stahlhelm, in der Trichterwüste Flanderns, in den Gräben der Champagne und auf den Kriegsschauplätzen des Ostens. Neben Bildern von dunkler beschwörender Gewalt, ins Visionäre gesteigert, stehen kleine humorvolle Randbemerkungen, die uns erinnern, daß es außer dem furchtbaren Ernst auch den lustigen Krieg gab, das Grabenidyll, den Unterstands=Feiertag mit„Drahtverhau und Piepenschmöken". Kurzum, eine prächtige Ausstellung für alle, eine wahrhafte„Volksausstellung", die nicht zu besuchen geradezu eine Sünde wider den heiligen Geist unserer gefallenen Kameraden wäre. Dr. Stk. Sie Pragien falsche Junsmall,laut Bottrop, 20. Dezember. Die Kriminalpolizei nahm die Brüder Julius und Bernhard Bussen aus Bottrop wegen Falschmünzerei fest. Schon im Jahre 1932 sind die Brüder, wegen vorbereitender Handlung zum Münzverbrechen zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach Entlassung aus dem Gefängnis nahmen sie sofort ihr Gewerbe wieder auf und richteten regelrechte Werkstätten für Falschmünzerei ein. Sie prägten falsche Fünfmarkstücke, die auf der Vorderseite die Garnisonkirche von Potsdam aufwiesen. Die Prägung sowie das Material und der Klang waren verhältnismäßig gut, so daß die Falschstücke schwerlich als unecht zu erkennen waren. Ehe die Falschmünzer aber die Falschmünzerbande festgenommen Falschstücke in größerem Umfange in den Verkehr bringen konnten, war die Kriminalpolizei dahinter gekommen. Ein Teil der Falschmünzerei wurde in Bottrop, ein anderer Teil in zwei Werkstätten in Essen gefunden. 1½ Jahre Gefängnis für wissentlich falsche Anschuldigung.— Nachspiel zum Bielefelder Giftmordprozeß Bielefeld, 20. Dezember. In einer Sondersitzung der Großen Strafkammer Bielefeld hatte sich am Donnerstag die 26 Jahre alte Ehefrau Martha Wölm aus Werske(Kreis Minden) unter der Anklage der wissentlich falschen Anschuldigung zu verantworten.— Wie Willst du zu den wenigen gehören, die abseits stehen? Wenn nicht, dann werde heute noch Mitglied der NS.=Volkswohlfahrt! legte sie kurz vor der Hauptverhandlung ihrem Verteidiger gegenüber ein Geständnis ab, das sie auch am Donnerstag vor der Strafkammer wiederholte. Die Strafkammer verurteilte Frau Wölm zu einem Jahr, sechs Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. Der Frau Schneider wurde die Befugnis zuerkannt, das Urteil auf Kosten der Angeklagten zu veröffentlichen.— Der Vorsitzende betonte in der Urteilsbegründung, daß klar erwiesen sei, daß die Angeklagte die falsche Anzeige aus Rache erstaltete, um ihre Schwägerin unmöglich zu machen. Das unschuldige Opfer des Racheaktes hatte in der Untersuchungshaft schwere seelische Qualen erleiden müssen. Das Verhalten der Angeklagten sei so häßlich und kaltherzig, daß eine milde Strafe nicht in Frage kommen konnte. Frau Wölm nahm das Urteil an. Grubeninspektor in Schutzhaft genommen Soziales Ehrengerichtsverfahren eingeleitet. Essen, 20. Dezember. Wegen Gefährdung des Arbeitsfriedens und wiederholter Verstöße gegen die soziale Ehre nahm am Mittwoch die Geheime Staatspolizei in Duisburg im Einvernehmen mit dem Treuhänder der Arbeit den Grubeninspektor Zellerhoff von der Schachtanlage 2/5 der Gelsenkirchener Bergwerks AG., Gruppe Hamborn(Gruppenleiter Hueck) in Schutzhaft. Die am Abend im Lokal Terbrüggen in Hamborn versammelte Gefolgschaft wurde durch den Gauwalter der DAF., Pg. Johlitz,..., ermahnt, durch Ruhe, Besonnenheit und vorbildliche Disziplin die Ordnung der Betriebsgemeinschaft zu erhalten und den Gang des durch den Treuhänder der Arbeit beantragten sozialen Ehrengerichtsverfahrens zu erleichtern. Beim Rodeln überfahren Velbert, 20. Dezember. Am Donnerstag mittag wurden auf der Schulstraße in Velbert zwei Kinder im Alter von 8 und 9 Jahren, die auf der Straße rodelten, von einem Lastkraftwagen angefahren und so schwer verletzt, daß sic dem Krankenhaus zugeführt werden mußten. Hier ist das achtjährige Mädchen inzwischen seinen Verletzungen erlegen. Der Schlitten wurde vollkommen zertrümmert. Schließungen wegen preisüberschreitung Köln, 20. Dezember. Der Polizeipräsident teilt mit: Auf Anordnung des Regierungspräsidenten wurden im Stadtbezirk Köln in den letzten Tagen verschiedene Metzgereien polizeilich geschlossen, weil deren Inhaber die durch Anordnung vom 27. September 1985 festgesetzten Höchstpreise für Rind= und Schweinefleisch überschritten haben. Im Anschluß an diese Schließungen ergeht nochmals an alle Metzgereien und Fleischverkaufsstellen die ernste Mahnung, die festgesetzten Höchstpreise nicht zu überschreiten, da jeder Verstoß gegen die obengenannte Anordnung schärfstens geahndet wird. Tod infolge Unachtsamkeit. Der 16jährige Sohn Edgar des Reichsbahnsekretärs Salomon in Menden (Sauerland), verletzte sich an der Hand und ließ dies unbeachtet. Nun trat Blutvergiftung ein und in kurzer Zeit der Tod des Verletzten. Theater und Kunst in den Nachbarltädten Die Spielpläne der kommenden Woche Essen Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Der Bettelstudent. Sonntag 20 Uhr: Die Regimentstochter. Mittwoch 19 Uhr: Rosenkavalier. Donnerstag 15 Uhr: Der Postillon von Lonsumean; 20 Uhr: Der Bettelstudent. Freitag 20 Uhr: Tosca. Samstag 20 Uhr: Alkestis. Schauspielhaus: Samstag 15.30 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen; 20 Uhr: Gefreiter Schwaak. Sonntag 14.30 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen; 18.30 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen. Donnerstag 15.30 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen; 20 Uhr: Krach im Hinterhaus. Freitag 20 Uhr: Uta von Naumburg. Samstag 18 Uhr: Brüderchen und Schwesterchen. Dortmund Stadttheater: Samstag 15.30 Uhr: Die Schneekönigin: 20 Uhr: Die Zaubergeige. Sonntag 15.30 Uhr: Die Schneekönigin; 19.30 Uhr: Lohengrin. Montag 16 Uhr: Die Schneekönigin: 20 Uhr: Krach im Hinterhaus. Mittwoch 15 Uhr: Die Schneekönigin; 19.30 Uhr: Der Rosenkavalier. Donnerstag 15.30 Uhr: Die Schneekönigin; 19.30 Uhr: Aida. Freitag 16 Uhr: Die Schneekönigin; 20 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Samstag 20 Uhr: Die Zaubergeige. Dutsburg Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Polenblut. Sonntag 15 Uhr: Peterchens Mondfahrt; 20 Uhr: Krach im Hinterhaus. Montag 20 Uhr: Krach im Hinterhaus. Donnerstag 17 Uhr: Die Meistersinger von Nürnberg. Freitag 20.15 Uhr: Polenblut. Samstag 15 Uhr: Peterchens Mondfahrt; 19.30 Uhr: Carmen. Köln Opernhaus: Samstag 20 Uhr: Tiefland. Sonntag 15.30 Uhr: Hänsel und Gretel; 20 Uhr: Zar und Zimmermann. Mittwoch 19 Uhr: Der Rosenkavalier. Donnerstag 16.30 Uhr: Lohengrin. Freitag 19.30 Uhr: Aida. Samstag 20 Uhr: Die heilige Fackel, Der Kaiserwalzer, Bayrische Tanzbilder. Weszensiu# Gelsenrirchen Stadttheater: Samstag 20.15 Uhr: Schach dem König. Sonntag 14.30 Uhr: Frau Holle. Montag 20.15 Uhr: Das Dorf ohne Glocke. Mittwoch 14.30 Uhr: Frau Holle: 20.15 Uhr: Schach dem König. Donnerstag 14.30 Uhr: Frau Holle: 20.15 Uhr: Die lustige Witwe. Freitag 20.15 Uhr: Das Dorf ohne Glocke. Samstag 20.15 Uhr: Das Dorf ohne Glocke. Seite 11 Nr. 299 7 Bochumer Anzeiger 7 Samstag Sonntag, 21./22. Dezember 1933 Kameradschaftsabend und Jubiläumsfeier Moritz Fiege, Herr Moritz Knühl=Fiege, aus AnHoiht iu einemn geseligen Kameraodshgtigeri, Jiser bei einem echt westfalischen Pfeffertothaftglle g### Der mütlichste. Musikvorträge verschönerten die Obmann des Betriebes hiett eine kern:gg, grag en den Jubilar und gelobte, daß die Gefol##schaft hiur# ihm stände und Hand in Hand an dem Aufbau der groken Volksgemeinschaft gemeinsam mitarbeiten werde. Ortsgruppenwalter Hilker überbrachte die Glückwünsche der Arbeitsfront und knüpfte an seine Worte den Wunsch, daß das gute Einvernehmen zwischen Führer und Gefolgschaft immer so bleiben möge. Der Jubilar dankte allen für die Glückwünsche, welche man ihm übermittelt habe und für die treue Mitarbeit der ##olgschaft, Er gelobte, daß das####inverneomen Musizieren und Singen an, daß es eine belle Freude war. Geigensolo, Flotensolo, Einzelgesang, Chöre, begleitet von Studienrat Schneck am Flügel, bereiteten die Stimmung vor für das Krippenspiel„Das Kind von Bethlehem". Die Weihnachtsgeschichte zog in überaus schönen und edlen Bildern an den Augen vorüber: Maria und Josef auf dem Wege zur Zählung: die Hirten auf dem Felde und die Verkündigung der Heilsbotschaft: die Anbetung des Jesuskindleins durch die Hirten; die Ankunft der Heiligen Drei Könige und die Entzündung des Lichtes der Liebe in allen Menschenherzen. Deklamation und Gesänge waren aus Chorälen und Volksweisen prachtvoll zusammengestellt, die Darstellung malerisch nach alten Meistern. Es war eine erhebende Stunde, für die man der Schule ehrlich dankbar sein kann. Diesen Dank und den Dank für die Spenden der Schule sprach die Kreisleiterin Frau Goebbels bleiben sollte. Nur allzu gute E schnell verliefen die im Namen der RSV. aus. Nach dem gemeinsamen Gesang eines Weihnachtsliedes besichtigte man, was fleißige Hände zur Bescherung angefertigt und bereitgestellt hatten, an Wäsche und Kleidungsstucken aller Art. 516 neue Teile, 166 sehr schön hergerichtete Sachen, Spielwaren, N..## ohendrein noch 113 Meihnachtshackchen hergerichtete„Sachen, Spielwaren, Puppen und obendrein noch 113 Weihnachtspaachen für den Magen. Furwahr, eine ganze Ausstellung. Jetzt wandern die Sachen dorthin, wo sie so nötig gebraucht werden. Mögen sie viel Segen stiften helfen! Aus der evangelischen Gemeinde. Am Heiligen Abend um 7 Uhr ist in der Petrikirche Christvesper für Erwachsene und Kinder.— Sonntag, 29. Dezember, abends 6 Uhr, findet in der Melanchthonkirche eine geistliche Abendmusik statt. Ausführende sind: Karl Wolff(Tenor) und Musikdirektor Mehrmann(Orgel). Auf dem Programm steht weihnachtliche Musik. schönen Stunden bei Musik, Gesang und Vorträgen. Im Laufe des Abends erhielt jedes Gefolgschaftsmitglien als Anerkennung ein besonderes Geschenk. Es auch eine Sammlung für die Winterhilfe abgehalten und der Betrag an das Winterhilfswerk abgeliefert. Kind von Bethlehem Im Freiherr=vom=Stein=Oberlyzeum an der Arndtstraße versammelten sich gestern die Schülerinnen und die Elternschaft zu einer sinnigen Weihnachtsfeier unterm strahlenden Christbaum. In Grußworte betonte Oberstudiendirektor Dr. Lotz, daß diese Veranstaltung nicht die schöne Weihnachtsfeier in der Familie vorwegnehmen wolle, letztere solle vielmehr das schönste Erlebnis sein und bleiben. Die Feier in der Schule aber habe den Sinn, Schülerschar, Lehrerschaft und Elterngemeinde als eine große, zusammengehörige Familie aufzuzeigen. Solche muüsse sie sein, wenn das Erziehungswerk an der Jugend gelingen solle. Es sei auch der großen deutschen########## familie gedacht worden. Ein Teil der Arbeit habe in diesem Dienst gestanden, wovon Kenntnis zu nehmen er die Eltern bat, damit sie sähen, was ihre Kinder Schönes und Praktisches zugleich gearbeitet hätten, um andern Kindern den Weihnachtstisch decken zu helfen. Für die Opfer, welche die Eltern dabei brachten, sagte er allen herzlichen Dank. Und dann hub ein Spielen, Bochumer Verbände und Vereine Der neu gegründete Bauverein„Bochum=Oft“, Sitz Bochum, hielt seine erste Werbeversammlung in der Wirtschaft Menze, Wittener Straße, ab. Eingangs begrüßte der Vereinsleiter, Pg. Gustav Kuchkowit,„### zahlreich. Krschienenen. Ueber den Zweck und die Zielr des Vereins sprach anschließend der Schatzmeister des Vereins, Karl=Heinz Isermann. Es ist die Errichtung von größeren und kleineren Häusern beabsichtigt, um auch den minderbemittelten Volksgenossen die Errichtung eines Eigenheimes## ermöglichen. Gleichzeitig soll durch die Tätigkeit des verins erreicht werden, daß Arbeit geschafft und zugleich neue Wohnungen errichtet werden. Nach den kam es zu einer allgemeinen Aussprache, die das lebhafte Interesse" der Anwesengen an dem Bauvegggg#gigggte. Gleichzeitig machte der Dienststellenleiter der Pg. Hobinder, sehr interessante und aufschlußreiche Ausführungen über die Errichtung von Eigenheimen. Bochamter Veranstänungen Stadttheater Bochum. Die beiden großen Serienerfolge in dieser Spielzeit,„Krach im Hinterhaus“ und das Wethnachtsmärchen", werden in diesen Tagen den Spielplan bestreiten. Während das Weibnachtsmärchen heute von 17 Uhr bis 19.30 Uhr zur Aufführung„gelangt, wird es mozggg zweimal in Szene gehen, heute, abend für den Roten„Ring und als Wahlvorstellung für alle Ringe:„Krach im Hinterbaus... 9a3 Ttadtehsater am Montag. 23., und Dienserbereitung unser gramms otelbt vas Stadtiheater am tag, 24. Dezember. geschlossen, um am 25. mit Goethes „Egmont“ in der Musik von Ludvig van Beethoven wieder den Festtagsbesuchern seine Tore zu öffnen. Städtische Gemäldegalerie Bochum. Die durch ihr beroisches Soldatentum ausgezeichnere., Bogizogeteg Vorn“ des Malers Otto Engelbarot=Rungaler Staute wegen ihrer packenden Erlebniskraft von jedem Fron## kämpfer, von den Heimatkämpfern und der Jugend besucht werden.— Die Städtische Gemöldegalerie, Kaiser=WilhelmStraße 24, ist täglich von 10 bis 4 Uhr, Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 1 Uhr geöffnet. Wiedereröffnung des Tonhallen=Varietés Das Tonhallen=Vartets in den oberen Räumen der Tonhallen wird nach längerer Pause am 1. Weibnachtstag seine Pforten wieder öffnen und damit Bochum eine Kleinkunststätte und einen Ort der Pflege guter artistischer Kunst zurückgeben. Für die Eröffnung, die sicher allseitigen Beifall finden wird, ist eine große Revue vorgesehen, die in 21 Bildern unter dem Titel„Drunter und Drüber“ eine „lustig gemixte Angelegenheit“ bieten wird. dieser Revue, für die als Gastspieldirektion Schäfer=Dollynoff Königsfeld verantwortlich zeichnen, sind der beliebte Filmstar und Tausendkünstler Gustl der bekannte rheinische Komiker Bernd Königsfeld. 3 Hel las, Iimmy und Partner, Heint Jansen, Wily Förster, Lu Friedl, Fred Palto, Erna Balasus, Ria und Mia und ferner die Kolhelrts sod die weiteren Autuwirtenden. Zur letzten Ruhesiät Unter stärkster Anteilnahme der Beamten des Bochumer Post= und Telegraphenamtes gab man gestern vormittag dem verstorbenen Oberpostrat Meyer das letzte Geleit. In der Dienstwohnung des Verstorbenen fand im Kreise der Anverwandten, Freunde und Vertreter der Beamtenschaft die Trauerfeier statt, bei der Pfarrer Lotz Worte des Trostes an die Hinterbliebenen richtete. Während der Trauerfeier im Hause marschierten draußen die Abordnungen der Post= und Telegraphenverwaltung und die Amtswalter der Ortsgruppe Altstadt der NSDAP. auf. Unter den zahlreichen Trauernden waren auch zwei Vertreter der Oberpostdirektion Dortmund. Eine Fülle herrlicher Kranzspenden gab Zeugnis von der großen Verehrung, die der Verstorbene bei seinen Untergebenen besaß. Unter den Trauerklängen der Kapelle der Polzieibeamten setzte sich der lange Trauerzug in Bewegung. An der Castrover Straße nahm dann die Trauergmeinde Abschied von dem Toten, der nach seiner Heimat bei Hameln überführt wurde. Mit dem Lied vom guten Kameraden und dem deutschen Gruß, grüßte man zum letzten Male die sterblichen Ueberreste eines echten deutschen Mannes und vorbildlichen Beamten. Aus dem katholischen Leben. Der heutige Samstag ist dem Apostel Thomas gewidmet, der im Volksmunde den Namen„ungläubiger Thomas“ führt. Der Thomastag gilt von jeher als kürzester Tag, denn nach dem Kalender geht an diesem Tage die Sonne erst um .08 Uhr auf, um schon um 15.47 Uhr langsam wieder zu verschwinden. Bis zum Dreikönigstage am 6. Januar sollen die Tage wieder um„einen Hahnenschrei“ zunehmen. In der hiesigen Propsteikirche ist morgens eine Festmesse zu Ehren des heiligen Thomas.— Um den Früharbeitern, die am Sonntag wegen der Weihnachtsfeiertage arbeiten müssen, Gelegenheit zum Besuch einer Sonntagsmesse zu geben, ist in der Antoniuskirche bereits in der Frühe um 5 Uhr eine Messe. Bei der Arbeit verunglückt. Empfindlich zu Schaden kam auf seiner Arbeitsstätte der Zurichter Friedrich Feldsieper Straße 180. Er stürzte bei seiner Berufsarheit von einer Leiter, wobei er einen Bruch des linken Unterschenkels und andere Schäden davontrug.— Der Händler Karl., Kronprinzenstraße 6, brach unter einer Traglast zusammen, wobei er u. a. einen Fußbruch davontrug. Der Verletzte mußte dem Krankenhause zugeführt werden. 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Was die NSV., was die Hitler=Jugend, was alle treuen Förderer für das Winterhilfswerk geleistet haben, das verdient höchste Anerkennung. Weihnachtsfeier für die Bergjungleute der Zeche„Engelsburg". Als letzte der von der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft, Gruppe Bochum, veranstalteten Weihnachtsfeiern für die Bergjungleute aus ihren Anlernwerkstätten, bei denen etwa 560 Bergjungleute beschert wurden, wurde die Weihnachtsfeier für die jüngsten Belegschaftsmitglieder der Zeche„Engelsburg“ Freitag nachmittag in der Wirtschaft Floren an der Normannenstraße begangen. Eine Kapelle der Bergjungleute leitete die Feier mit flottgespielten Marschweisen stimmungsvoll ein. Nach dem gemeinsamen Lied:„O du fröhliche“ folgte der von Bergjungmann Doser vorgetragene Vorspruch„Christnacht" von Hanns Johst. Wie bei den vorhergehenden Feiern wurde auch diesmal in einer Ansprache des stellvertretenden Ausbildungsleiters der Anlernwerkstätten hervorgehoben, daß den Gefolgschaftsführern das Wohl und Wehe und die Zukunft ihrer Bergjungleute besonders am Herzen liege. Im Anschluß an die Ansprache wurden etwa 140 Bergjungleute beschert. Wie bei allen Weihnachtsfeiern der oben angeführten Zechen, wurden die folgenden Durbietungen von den Bergjungleuten ausgeführt. Sie waren von tiefem Ernst, Willen, Lust und Liebe getragen und erfüllten voll und ganz den Zweck, nicht nur den Gefolgschaftsführern und ihren Mitarbeitern, sondern auch den Eltern Freude zu bereiten. Besonders gut gefielen neben den Gedichtvorträgen und den Theateraufführungen die turnerischen Uebungen am Reck und Barren. Gefolgschaftsführer Bergassessor Kersken schloß die Weihnachtsfeier mit einem Dankwort. Altenfeier im Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz. Einer alten, lieb gewordenen Gepflogenheit getreu, lud auch in diesem Jahre der Vaterländische Frauenverein Bochum=Altstadt die von ihm betreuten alten Leute zu einer Christfestfeier ein. Rund 90 betagte Frauen und Männer waren gestern nachmittag Gäste im kleinen Saal des Evangelischen Vereinshauses, dem zwei brennende Lichterbäume und sinniger Tischschmuck weihnachtliches Gepräge gaben. Der Vorstand des Vaterländischen Frauenvereins und die Samariterinnen sorgten dafür, daß die alten Leute sich gleich von Anfang an wie zu einer großen Familie gehörig fühlten— waren unter ihnen doch manche, die schon seit zwanzig Jahren dabei waren. Ein gemeinsam gesungenes Weihnachtslied und ein gut aufgesagtes Gedicht leiteten über zu der von Schwester Alma vorgelesenen Weihnachtsgeschichte. Die Vorsitzende Frau Schulte=Oestrich begrüßte die Ehrenvorsitzende Frau Geheimrat Baare und wünschte allen, daß von dieser Feier ein Schimmer der Weihnachtskerzen in ihre Herzen dringen und sie in ihr stilles Altenheim begleiten möge. In trefflichen Worten sprach eine alte Frau ihren Dank aus für die Hilfe, die in Liebe und Treue der Vaterländische Frauenverein nun schon seit so langen Jahren den alten Leuten angedeihen lasse. Freudig stimmten alle zu. Es ist vornehm, im wirtschaftlichen Kampfe den Schwächeren zu unterstützen! Und es ist vorteilhaft, den besten und redlichsten Lieferanten mit Bestellungen zu betrauen! An der Leistungsfähigkeit des deutschen Gewerbes und des deutschen Handels ist seit Jahrhunderten der Handwerker führend und deshalb ist es auch nur recht und billig, wenn deutscher Sinn verlangt, im Zeichen des nationalen Aufbaues gerade dem Handwerk seine Lebensfähigkeit zu sichern. Zu dieser Aufgabe aber sind wir alle berufen, die wir wissen, daß der deutsche Handwerker der Urvater neuzeitlicher Kunst, Kultur und Handelswirtschaft gewesen ist. Schöpft doch die Industrie mit all ihrem Aufgebot von Maschinen unentwegt aus dem Borne deutschen Gewerbefleißes und deutscher Erfindergabe, den der geistig wirksame und noch nicht „am laufenden Bande ermattete“ Handwerksmann der nationalen Wirtschaft rein und klar erhalten hat. Durch die weltwirtschaftliche Entwicklung der letzten 100 Jahre wurde zwangsläufig auch das deutsche Volk einem sozialpolitisch oft bedenklichen Unternehmertum in die Arme getrieben. Wir haben die Folgen gesehen und es liegt im Rahmen des deutschen Aufbauprogramms, wenn wir den heimischen Kleinbetrieb als den Kern des Mittelstandes wieder zu Kräften bringen. Dazu bietet uns ganz besonders Weihnachten, das Fest der frohen Volksgemeinschaft, Anlaß! Laßt uns einmal bei unserem Gang durch die festlich hellen Straßen auch in die schlichten Gassen gehen, wo der werktätige Mann seinen Arbeitsplatz und sein kleines, aber gut bestelltes Warenlager hat! Laßt uns wieder die Beziehung zum„Meister“ suchen, die noch unsere Vorfahren hatten! Statt uns durch Serienware blenden zu lassen, wollen wir einmal an der Arbeitsstätte selbst uns vom Fachmann beraten lassen. Da wird, dann statt Allerliebst waren die Aufführungen der Kleinschar des Kindergartens Stahlhausen. Liebliche Gesänge der Samariterinnen wechselten mit Gedichtvorträgen adventlicher Art und gemeinsamen Gesängen. Der in der Kaffeepause gebotene Kuchen mundete, und fleißig wurde ihm und dem„Köppken Trost" zugesprochen. Zum Schluß kam dann die Verteilung der Weihnachtspakete. Außer dem, was sie sich an Wäsche usw. gewünscht hatten, bekam jeder Gast ein wertvolles Lebensmittelpaket, die Männer erhielten auch Rauchmaterial. Dankbar wurden die Gaben ausgenommen, und Weihnachtsfreude kehrte in die Herzen der alten Leute ein, denen diese Feierstunde im Vaterländischen Frauenverein ein Erlebnis ist, das sie noch lange im Innern bewegt. Mit einem Weihnachtslied fand dann die mit warmem Gemüt vorbereitete Veranstaltung ihren stimmungsvollen Ausklang. lockender Gelegenheitsangebote uns ein so treffliches Stück Ware vorgelegt oder angemessen, daß wir gleich sehen: dauerhafte Wertarbeit übertrumpft jeden flüchtiggefälligen Serienschlager! Zu persönlichem Bedarfe angefertigte Ware oder aus einem Lager guter Handarbeiten erwählte Gegenstände wirken auch persönlich. Deshalb aber sind sie besonders zu Geschenken geeignet! Denn ein Geschenk soll nicht eine beliebige Anschaffung, sondern eine Gabe mit höchstpersönlicher Beziehung sein. Da wird gewiß mancher, der von dem Vorzuge deutscher Handwerksarbeit vollkommen überzeugt ist, fragen: „Wie schenke ich denn einen Gegenstand, der zwar aus guter Meisterhand kommt, aber doch eine Ueberraschung sein soll, also nicht erst— wie ein Kleidungsstück vielleicht— nach Maß oder nach Probe angefertigt werden muß?"— Nun, dafür hat der Reichsstand des Deutschen Handwerks gesorgt, denn er bringt als Weihnachtsneuheit kunstvolle Gutscheine heraus, die bei den Handwerkern selbst oder in Papiergeschäften zu kaufen sind. Diese Weihnachtsgutscheine für alle Geschenkarten enthalten eine Angabe der Ware und Ausführungsart und die Zeitangabe, in der sich Meister K oder Y verpflichten, diese geschenkte Ware zu liefern! Liefern aber kann jeder deutsche Handwerksmeister! Und also kannst du, lieber Volksgenosse, auch alles, was du zum Weihnachtsgeschenk wählst, schenken. Du kannst deiner Frau, Braut oder Schwiegermutter Dauerwellen schenken, wenn du einen darauf lautenden Gutschein erwirbst! Du kannst Schuhe, Möbel, Hausgeräte oder Kunstwerke spenden; ja selbst Instandsetzungen oder Installationen; den Neujahrsbraten, einen Pelzkragen oder einen Wintermantel! Der handwerklichen Weihnachtsmänner ist Legion; sie warten nur auf dich! Christfestfeier des Evangelischen Frauenvereins Rechen Das war das Köstliche an der Weihnachtsfeier des Evangelischen Frauenvereins Rechen, daß sie getragen war von dem Geiste der gebenden Liebe, des Friedens und der inneren Zusammengehörigkeit. Die Ansprachen bezeugten es, die von der Frauenvereinsvorsitzenden Frau Schrader und von Pfarrer Dr. Klein an die im Ernst=Moritz=Arndt=Haus unter dem strahlenden Lichterbaum versammelte Gemeinschaft. Die Gemütswerte der„Deutschen Weihnacht" brachte das Krippenspiel„Hosianna" erhebend zum Ausdruck. Daß nur Kinder mitwirkten mit der Liebe und Hingabe, die nur ihnen eigen ist, machte das Spiel besonders reizvoll. Die Einstudierung hatte Frau Busch übernommen. Sie konnte mit ihren kleinen Künstlerinnen den verdienten Dank entgegennehmen. Allen mußte auch das Weihnachtsmärchenspiel gefallen, das in der wirkungsvollen Umrahmung von Liederdarbietungen des Frauenchores, den Fräulein Schwarz dirigierte, eine glanzvolle Aufführung erlebte und mit dem lebenden Bilde „Christi Geburt“ zu einem eindrucksvollen, die ganze Weihnachtsfeier krönenden Abschluß geführt wurde Im Scheine der Adventskerzen Im Kreise ihrer zahlreich erschienenen Freunde und Gönner feierte die Hausgemeinschaft des Evangelischen Zufluchtsheimes„Am Stadion“ am Donnerstag abend Advent. In Gedichtvorträgen und gemeinschaftlich gesungenen Liedern wurde des bevorstehenden Weihnachtsfestes gedacht. Pfarrer Hardt sprach zu den„Heimchen“ beherzigende Worte und dankte in diesem Zusammenhange den Wohltäterinnen des Hauses für die in diesem Jahre erwiesenen Guttaten. Mit einem sinnigen Adventsspiel bezeigten die Schützlinge ihren Dank. Ein gemütliches Beisammensein ließ die Feier froh verklingen. Weihnachtsfeiern im St.=Elisabeth=Hospital. Zu frohen Stunden im Licht der Weihnachtskerzen hatten auf gestern nachmittag 4 Uhr die Gefolgschaftsführung, Aerzte und Schwesternschaft des St.=Elisabeth= Hospitals die Kranken und Verletzten eingeladen. In herrlich geschmückten großen Knappschaftssaal fanden sich nach der Besuchszeit die Insassen ein. Die Ausgestaltung der Feier hatten wie in jedem Jahre die Schwestern übernommen. Eingeleitet wurde die Feier durch musikalische Darbietungen. Dann sprachen kleine Engelchen die Begrüßung, wobei am Waldessaum Rotkäppchen und spater die Weihnachtszwerge erschienen, die all die vielen Erschienenen herzlich begrüßten. Gemeinsam wurden dann die Lieder„Es ist ein Ros' entsprungen" und„Alle Jahre wieder“ gesungen. Nach Reigentänzen erschien das Christkindlein das allen „Fröhliche Weihnachten“ wünschte. Es folgten noch einige Lieder und musikalische Darbietungen, worauf nach einem Reigentanz ein lustiges Puppenspiel„Beim Puppendoktor“ aufgeführt wurde. Volkstänze wechselten mit Weihnachtsliedern. Zum Schluß wurden Bühnenstücke„Beim Kronenwirt" und„Hampelmann beim Doktor“ aufgeführt. Nach einem Schlußgedicht fanden die Bescherungen statt.— In gleicher Weise werden u. a. auch die Heimkranken wie die anderen Stationen in diesen Tagen bedacht. us Weihnachtoinunit ce Schulte-Oestrich& Hilgenstock G. m. b. A. Asphal Ilt- u. Plattierungsgeschäft Fernruf 68151/52 A Se Ernst Dönneweg Rathausplatz 10, Ruf 62316 Auto— Licht— Zündung H. Gohres Wittener Straße 111, Ruf 692 69 Auto# Licht Zündung August Kämper Str: 28, Rarsss#: Auto- Reparaturwerkstatt für sämtliche Wagen Röhr-Kundendienst, Garagen, Tankstelle Motorrad- Reparaturen Schüler& Co. 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Dezember 1933 Nachrichten aus Groß=Bochum Kieinle Meirungen aus den=Siadnenen Stadtteil Baak=Sundern Adventsfeier der Evangelischen Frauenhilfe BaakSundern. Die„Evangelische Frauenhilfe Baak=Sundern" veranstaltete am Donnerstag im Lokal Dellmann in Rauhendahl eine Adventsfeier. Die Leitung lag in Händen der Vorsitzenden Frau Dellmann. Mit dem gemeinsamen Lied„Macht hoch die Tür" wurde die Feier eröffnet. Dann wurde Kaffee getrunken. In den nun folgenden bunten Teil sang der Chor der Frauenhilfe Lieder. Gedichte wurden vorgetragen und Fraulein Liebeskind und ihr Lautenchor spielten und sangen Weihnachtslieder. Weiter wurden gemeinsame Lieder gesungen und Pastor Radicke sprach Worte zum Weihnachtsfest. Dann erschien der Weihnachtsmann mit einem großen Krabbelsack und jeder bekam etwas Schönes. Zwei Engelein gingen mit einem großen Korb Spekulatius durch den Saal und auch hier bekam jeder sein Teilchen. Mit Segenswünsche für das neue Jahr fand die schöne Feier ihr Ende. Stadtteil Linden=Dablbausen Feierliche Verpflichtung der neuen Samariterinnen. Die Ortsgruppe Linden=Dahlhausen vom Roten Kreuz fand sich in der Gaststätte Wolf in Bochum=Linden zu einer schlichten Feierstunde ein, in deren Mittelpunkt die feierliche Verpflichtung der neuen Samariterinnen stand. Frau Selma Wolf eröffnete die Feierstunde mit herzlichen Grußworten. Die Feierstunde wurde mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken eroffnet, dann nahm die ebenfalls anwesende Kreisführerin Frau SchulteOestrich das Wort zu eingehenden Ausführungen und ehrte im Verlaufe der Ansprache vor allem die beiden verdienten Mitglieder Frau Schnier und Frau Berger, die bereits seit langen Jahrzehnten der Ortsgruppe Linden=Dahlhausen des Roten Kreuzes angehören. Die feierliche Verpflichtung der neuen riterinnen nahm die Kreisgruppenfuhrerin Frau Stodt vor. Adventsfeier. Zu einer schönen Feierstunde kamen Mittwoch nachmittag im Westfälischen Hof in BochumDahlhausen die Frauen der Deutschen Christen von Linden=Dahlhausen zusammen. Gemeinsame Lieder und sonstige Darbietungen umrahmten nach einer Ansprache der Vorsitzenden die Feier. Dann vereinte eine gemeinsame Kaffeestunde die Frauen. teils Kirchharpen und im Saale des Wirtes Ruwe, für die des Ortsteils Kornharpen die Weihnachtsfeier statt. Es kommen nur solche Kinder in Frage, deren Eltern von der Winterhilfe betreut werden. Am Freitag sind bereits allerlei Lebensmittel an die bedürftigen Familien in die Wohnungen gebracht werden. wesene Weihnachtsfeier in den Monat Januar verlegt, da gegenwärtig ein großer Teil der kleinen Besucher erkrankt ist. Stadtteil Hamme Stadtteil Hiltrop In hohem Alter. Invalide Nikolaus Kellner, Auf der Hiltroper Landwehr 13, wurde gestern 72 Jahre alt. Er wurde am 20. Dezember 1863 zu Römerode, Kreis Witzenhausen, im Hessenlande geboren. Seinen ruhigen Lebensabend verbringt er bereits seit dem 2. April 1930 im Altersheim der katholischen Kirchengemeinde in Gerthe. Stadtteil Grumme=Böde Hohes Alter. Alter. Frau„Lit. feierte in bester Gesundheit ppe. Rottmannstraße ihren 74. Geburtstag. 22, Stadtteil Riemke Im Dienste des Winterhilfswerks. Ein öffentliches Weihnachtskonzert veranstalteten die Schachtkapelle und der Spielmannszug der Zeche„Constantin“ in der Constantin=Kolonie. Hier war ein großer erleuchteter Weihnachtsbaum aufgestellt worden. Nach dem Vortrag einiger Weihnachtslieder spielte die Kapelle ein Weihnachtspotpourri mit Glockenbegleitung. Die zahlreichen Besucher, die durch dieses Freikonzert in die rechte Weihnachtsstimmung Beifall. versetzt wurden, kargten nicht mi Hochbetagt. Der Invalide Johann Kerven Bochum=West, Goldhammer Straße 12, geboren am 22. Dezember 1860 in Wehlen bei Bernkastel an der Mosel, wird am Sonntag, 22. Dezember, 75 Jahre alt. Kinderbescherung. Bei der morgigen Weihnachtsfeier der NSV. und HJ. bei Höcke, Dorstener Straße Nr. 213, werden 485 Kinder beschert. 1748 1853 Noch eine Weihnachtsfeier im Kindergarten, Der Verschobene Weihnachtsfeier. Der evangelische Kindergarten Riemke hat seine für gestern vorgesehen geNoch eine Weihnachtsfeier im Kindergarten. Der evangelische Kindergarten an der Von=der=Rece=Straße vereinte am Freitag nachmittag bei seiner Weihnachtsfeier im Gemeindehause an der Amtsstraße eine große Kinder= und Elternschar. Nach dem mit Gesang erfolgten Einmarsch der Kinder und dem gemeinsamen Gesang„Vom Himmel hoch“ sprach F. Ohmenzetter mit guter Betonung das Begrüßungsgedicht„Wir grüßen Euch". Nach weiteren Liedern erzählte Schwester Hanna den Kindern in anschaulicher Weise die Weihnachtsgeschichte. Trudchen Lipko sprach hierauf das Gedicht„Nun liegt er in der Krippe hart", während sieben kleine Mädchen die„Sternenreise" boten. Hierbei gefiel besonders das Schlußbühnenbild. Die dreizehn Kleinsten fanden mit ihrem„Christkindlein, ich bin noch klein" starken Anklang. Pastor Simon legte seiner Ansprache ein Wort aus Hesekiel 34 zugrunde und betonte, daß die Tätigkeit des Christkindes„suchen, wiederbringen, verbinden und warten" sei. Heinz= Hölscher überreichte mit einem passenden Vers Pfarrer Simon den gefüllten Missionsneger. Kleine Spiele vom Winter, von der Himmelsküche, Lieder und Gedichte schlossen sich an. Den Abschluß der von Schwester Hanna recht schön ausgestalteten Feier bildete die Bescherung. — Die übrigen Weihnachtsfeiern der NSV. am Sonntag finden statt bei Raeder, Gahlensche Straße, Schulte, Von=der=Recke=Straße, und Goßmann, Von=der=ReckeStraße. Herrr. Stadtteil Stiepel Letzte Fahrt. Der Invalide W. Schmidt von hier, Krockhausstraße, wurde Mittwoch unter großer Teilnahme der Stiepeler Bevölkerung zu Grabe getragen. Die Mitglieder des Bürgerschutzenvereins von 1888 und der Knappenverein„Gute Hoffnung“ Stiepel gaben ihrem toten Kameraden das letzte Geleit. Am Grabe sprach Pfarrer Husemeyer. Von der Wallfahrtskirche. Auch in diesem Jahre ist in der Heiligen Nacht, wie in den früheren Jahren, in der Wallfahrtskirche eine Krippenfeier vorgesehen. Diese beginnt abends 11 Uhr, daran schließt sich das feierliche Levitenhochamt. Diese mitternachtliche Feier in dem Wallfahrtskirchlein wies in den früheren Jahren immer einen starken Besuch auch aus der Umgebung auf. Weihnachtsfeier der NSDAP. Morgen(Sonntag) findet im Saale Rumberg, Kemnader Straße, eine Weihnachtsfeier für die durch die NSV. betreuten Volksgenossen mit ihren Kindern statt. Um 19 Uhr wird von den im Saal anwesenden Kindern ein Fackelzug zusammengestellt, an dessen Spitze hoch auf seinem Esel der Weihnachtsmann reitet. Der Zug geht von der Wirtschaft Schreier über die Gräfin=Imma= und Kemnader Straße nach Rumberg. Voraussetzung für den Umzug ist natürlich klares und trockenes Wetter. NSKOV. Stiepel. Die NS.=Kriegsopferversorgung Stiepel veranstaltet am 2. Weihnachtstag. nachmittags 18 Uhr, bei Emil Rumberg, einen großen Theaterabend. Der Lindener Theaterverein für Bühnenkunst wird den Militärschwank„Regimentsfest" aufführen. Kameradschaftliches Beisammensein mit Tanz schließt sich an. Haus= und Grundbesitzerverein Stiepel. Bei Wengeler, Krockhausstraße, findet Sonntag nachmittag 5 Uhr eine wichtige Versammlung statt. Stadtteil Weitmar Aus der evangelischen Gemeinde Weitmar. Der Kindergottesdienst veranstaltet seine Weihnachtsfeier am Sonntag nachmittag 4 Uhr in der Kirche. Die Kinder versammeln sich um.30 Uhr im großen Gemeindesaal.— Der Kindergarten Weitmar=Mark feiert morgen nachmittag um 5 Uhr Weihnacht.— Direktor i. R. Wilhelm Goebel aus Wuppertal=Barmen wird am Sonntag, 29 Dezember. nachmittags 3 Uhr, in der Kirche für die Ortsgruppen des Blauen Kreuzes von Bochum und Umgegend sowie für alle Freunde der Sache einen wichtigen Vortrag halten über das Thema: „Unsere Aufgabe im Dritten Reich." Der Eintritt ist frei. Weihnachten im Kindergarten der NS.=Volkswohlfahrt. Freitag nachmittag fand im Hordeler Kindergarten der NS.=Volkswohlfahrt im Gemeindehause auf der Hannoverstraße die diesjährige Weihnachtsfeier statt. In großer Zahl nahmen neben den Kindern auch die Eltern an der sehr stimmungsvollen Feier teil. Die Kinder hielten mit dem Gesang des Liedes„Ihr Kinderlein“ ihren Einzug in den weihnachtlich erhellten Saal. Die Leiterin des Kindergartens, Fräulein Sauer, sprach einen Prolog. Großen Anklang fanden auch die verschiedenen musikalischen Darbietungen. Mit klangreiner Stimme sangen Fräulein Kortmann und Baschek mehrere Lieder, die ebenfalls sehr ansprachen. Aber auch die Kleinen gaben Beweise ihres Könnens. Ein Fingerspiel, Gedichte, Flockentanz und Sternenreigen fanden die stärkste Aufmerksamkeit. Groß war die Ueberraschung der Eltern bei der Weihnachtspost, als die Kleinen den Eltern selbstgefertigte Geschenke überreichten. Frau Goebbels von der Bochumer NSV.sprach herzliche Worte. Bei der Bescherung erhielten die annähernd 70 kleinen Besucher neben Schürzen und Spielsachen noch eine Tüte voll Leckereien. * Persönliches. Invalide Knopf, Koloniestraße 22, vollendete in bester Gesundheit sein 71. Lebensjahr.— Ihren 75. Geburtstag feierte Frau Schöneberg, Kruppstraße 49.— Frau Klein, Magdeburger Straße Nr. 119, beging ihr 25jähriges Berufsjubiläum als Hebamme.— Auf eine 45jährige Tätigkeit im Dienste der Firma Krupp blickt in der nächsten Woche der Vorsteher der Buchhaltung Oskar Stodiek zurück. Jubilarehrung. Der Evangelisch=kirchliche Männerdienst Hordel, der 1937 bereits sein 50jähriges Bestehen feiern kann, begeht seine Weihnachtsfeier am zweiten Weihnachtstag im Hordeler Saalbau. Damit verbunden ist die Ehrung der diesjährigen Jubilare. Gleichzeitig soll die Feier auch ein Liebeswerk für die Kinder der Rettungsanstalt Overdyk in Hamme sein, die an diesem Tage vom Verein beschert werden. Gemeinde=Adventsfeier. Die Adventsfeier der Bekenntnisgemeinde beginnt morgen nachmittag 5 Uhr und ist um 7 Uhr beendet. Die Ansprache hält Superintendent i. R. Sassenberg. Wackere Knappen. Das Grubenwehrerinnerungszeichen für 15jährige vorbildliche Tätigkeit in der RetStadtteil Laer tungstruppe der Zeche„Hannover" und„Hannibal“ wurde durch den Ersten Bergrat Cabolet vom Bergrevier Bochum 1 in Anwesenheit der Direktion und des Grubenbetriebsführers den Gefolgschaftsmitgliedern Kikuth und Freese verliehen. Wir gratulieren. Weihnachtsfeier im Kruppschen Kindergarten. Freitag fand im Kruppschen Kindergarten an der Barbarastraße die diesjährige Weihnachtsfeier statt. Der Raum war sehr schön ausgeschmuckt. Unter dem brennenden Weihnachtsbaum wurde dann ein schönes Programm zur Abwicklung gebracht, das Schwester Domana mit den Kindern eingeübt hatte. Die Lieder und Gedichte oder das kleine Spiel von dem armen Geschwisterpaar, das Hannelore Timm und Gert Neurath vortrugen, gefielen ebenso, wie alle anderen Darbietungen. Pastor Fröhlich hielt eine Ansprache. Zum Schluß wurden die Kinder beschert. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen NSDAP., Ortsgruppe Hofstede=Riemke. Die Weihnachtsfeier der NSDAP. findet am Sonntag für die Ortsgruppe Hofstede=Riemke in folgenden vier Sälen statt: 1. Förster, Herner Straße, für die Volksgenossen, die westlich der Herner Straße bis zur Meßmannstraße, nördlich bis zur Herner Stadtgrenze und südlich bis zum Dahlacker wohnen; 2. Lutherhaus, Herner Straße, für die Volksgenossen, die nördlich bis zur Herner Stadtgrenze, östlich bis zur Zillertal: südlich bis zur Herner Straße 240 wohnen; 8. Ju.# Wagner=Heim, Poststraße, für diejenigen Volksgenossen, die nördlich bis zur Herner Straße 238, südlich bis zur Herner Straße 120, westlich bis zur Hofsteder Straße und östlich bis zur Bergstraße wohnen: 4. Wirtschaft Mansfero, Herner Straße, für die Volksgenossen, die nördlich bis zur Herner St Nr. 118, südlich bis zur Herner Straße 53 und östlich bis zum Gersteinring. wohnen. Beginn der Feier 10 Uhr: Ab 19 Uhr wird die Berliner Feier durch den Rundfunk übertragen. Die Kinder, welche von der NSV. zur Bescherung eine Einladung erhalten haben, werden in dem Saal beschert, der auf der Einladung angegeben ist. Weihnachtsfeier der NSB. Für den Stadtteil Marmelshagen findet die Weihnachtsfeier der NS.=Volkswohlfahrt Sonntag abend bei Bergmann auf der Riemker Straße statt. 1819 1822 1916 Geschichtstafel 21. Dezember wurde der Dichter Ludwig Hölty zu Mariensee# Hannover als Pfarrerssohn geboren, studierte in Go# tingen, wo er dem Hainbund angehörte, und stan schon am 1. September 1776 in Hannover. Von seinen meist schwermütigen Oden, Balladen, Elegien, Lieden usw. ist noch„Der alte Landmann“ volkstümt#g. dessen Anfang„Ueb immer Treu" und Redlichkeit geflügeltes Wort geworden. wurde die seinsinnige und formschöne Dichterin Isolde Kurz als Tochter des Schriftstellers Hermann Kun in Stuttgart geboren, lebte jahrelang zu Florenz in Kreise Böcklins und Adolf Hildebrandts und seit 1915 8 in München. Die Stoffe zu ihren fesselnden, das Wal. ten der ewigen Lebensmächte betonenden Erzählungen von denen wohl„Florentinische Novellen“ am bekanntesten geworden sind, hat sie meist Italien und der Renaissancezeit entnommen. 22. Dezember wurde der Komponist Franz Abt in Eilenburg voren, erst Kapellmeister in Bernburg und Zurich, 1852—1882 Hofkapellmeister in Braunschweig; er stard am 31. März 1885 in Wiesbaden. Von seinen außer. ordentlich beliebten Liedern und Männerchören sind manche, wie„Früh morgens, wenn die Hähne kräh'“, volkstümlich geworden. ist der Erfinder des=Bootes, Wilhelm Bauer, in Dillingen a. d. Donau geboren und am 18. Juni 1875 in München nach einem Erfinderleben voller Enttäuschungen gestorben. Während des SchleswigHolsteinschen Krieges von 1848 kam er auf den Gedanken des Brandtauchers, den er mit Genehmigung des schleswig=holsteinschen, Generalkommandos in Kiel ansertigte und, ovwohl mit ungenügenden Mitteln noch unvollkommen durchkonstruiert, am 1. Februar 1851 im Hafen probierte. Um 9 Uhr morgens tauchte er unter und blieb auf dem Grund liegen, so daß er schon als verloren galt. Er konnte sich jedoch mit seinen beiden Gefährten aus dem Brander befreien und, um 3½ Uhr nachmittags unter dem Jubel der Zuschauer wieder auftauchend, gerettet werden. Nach diesem verunglückten Versuch blieben Bauers Bemühungen bei verschiedenen Regierungen um Verwertung seiner Erfindung erfolglos. wurde der Hartmannsweilerkopf, welchen die Franzosen Tags vorher genommen hatten, zurückgewonnen, und Präsident Wilson bot seine Dienste als Friedensvermittler mit 14 Punkten an, die aber, als Deutschland darauf eingehen wollte, nicht gehalten wurden. personalnachrichten Heute begeht die Witwe Luise Grunwald, geb. Stuckmann, Bochum, Hofsteder Straße 12, in geistiger und körperlicher Gesundheit ihren 83. Geburtstag. Sie wurde am 21. Dezember 1852 zu Hohenlimburg geboren und ist seit 1887 Witwe. Seit 30 Jahren ist sie Bezieherin des„B..“ und nimmt regen Anteil an die täglichen Geschehnisse. Alter Franz Weyer, OskarHoffmann=Straße 77, feiert am 22. Dezember seinen 80. Geburtstag. Aus dem Nachbargebiet Wanns=Cilkeiet=Tiath.... Evangelische Gemeinde Uemmingen. Auf die Christfeier am Heiligen Abend um 6 Uhr in der Kirche wird noch besonders hingewiesen. Zum erstenmal soll auch in der Kirche ein schlichtes Krippenspiel unter dem brennenden Weihnachtsbaum zur Darstellung kommen. Verschiedene Chöre, Lauten und Blockflöten wirken mit. Die Kinder nehmen die vordersten Plätze im Kirchenschiff ein. Weihnachtsfeier. Der Evangelische Frauenverein Laer veranstaltete am Donnerstag nachmittag im Saale der Witwe Möller eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier. Pfarrer Kromberg begrüßte nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes„Vom Himmel hoch, da komm ich her“, die zahlreich erschienenen Frauen. Nach dem von Frl. Ries vorgetragenen Eingangsgedichts und einem Liedervortrag des Frauenchors fand das gemeinsame Kaffeetrinken statt. Die über 60 Jahre alten Mütter wurden nach einer Ansprache von Frau Brenne mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Pfarrer Kromberg hielt eine tiefgründige Ansprache. Gedichte, Reigen, Lieder und Vorführungen, wechselten in bunter Folge. Lebhaften Beifall ernteten die Vorführungen„Die Wirtschaftsankurbelung" und „Drei Schwestern im Walde". Mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes„Nun danket alle Gott“ erreichte die Feier ihr Ende. Stadtteil Harpen Ehrentafel des Alters. Reichsinvalide Dietrich Nöthe, Maischützenstraße 101, vollendet am Sonntag sein 72. Lebensjahr in alter Frische. Er wurde am 22. Dezember 1863 zu Harpen geboren. 45 Jahre hat er seine Schichten auf den Harpener Zechen verfahren bis zu seiner Abkehr im Jahre 1926. Eine Tochter, drei Söhne und vier Enkelkinder können dem Betagten ihre Glück= und Segenswünsche überbringen. Das Geburtstagskind ist ein deutscher Mann vom alten Schrot und Korn. Möge ihm ein noch langer und sonniger Lebensabend beschieden sein. NS.= Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Harpen. Sonntag abend.80 Uhr findet im großen Saale des städtischen Verwaltungsgebäudes für die Kinder des OrtsFriedrich von Schiller:„Kabale und Liebe.“ Wie schon so oft, wurde Schillers großes Werk „Kabale und Liebe" Donnerstag abend bei der Aufführung durch das Westfälische Landestheater in der Stadthalle etwa 500 Wanne=Eickelern zu einem ergreifenden Erlebnis. Die Aufführung war vor allem unter Berücksichtigung der Bühnenverhältnisse sehr gut, die Handlung ging flott dahin und auch der Szenenwechsel wurde reibungslos durchgeführt. Intendant Josef Hamblocks wie immer bewährte Leitung hielt das an das Ensemble oft schwierige Aufgaben stellende Spiel ausgezeichnet zusammen. Die Bühnenbilder Hummel halfen an ihrem Teil mit, den Gesamteindruck zu steigern. Die Leistungen waren durchweg gut. Durch die Erkrankung Aenne Naus waren nicht weniger als vier Umbesetzungen notwendig. Durch ihr Spiel drückten vor allem Marianne Wehmer als Luise, Gerhard Schubert als Ferdinand, Gert Tellkampf als Präsident Walter, Walter Hache als Haussekretär Wurm, Karl Sumalvico als Miller, Helmut Koch als Hofmarschall und Frau Tillmann als Lady Milford der Gesamtleistung ihre Note auf. Starker. herzlicher Beifall belohnte die Auffuhrung. Der NS.=Kulturgemeinde gebührt Dank, daß sie ernsthaft bemuht ist, wieder Leben in die Wanne=Eickeler Kulturpflege zu bringen. Persönliches. 25 Jahre als„Storchentante“ haben jetzt die beiden Hebammen Frau Wilhelmine Lattek, Karlstraße 3, und Frau Wilhelmine Klein, Magdeburger Straße 119, gewirkt.— Das Fest der Silberhochzeit feierten die Eheleute Adam Paniewaß aus der Bergstraße 31a.— Seinen 70. Geburtstag feierte der Stellwerksmeister i. R. Johann van Baal,, Hindenburgstraße 182.— 75 Jahre alt wird Frau Schöneberg, Kruppstraße 49. Altersehrentag in Röhlinghausen, Freitag nachmittag hatten sich im Röhlinghauser Gemeindehaus über 200 im Lebenskampf ergraute Frauen und Männer eingefunden. Der Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz bewährte sich auch hier als Gastgeber, denn beim Schein des Weihnachtsbaumes und beim Glanz der auf den Tischen leuchtenden Adventskerzen verlebte man frohe Stunden. Die Vorsitzende Frau Reimann sprach herzliche Grußworte. Röhlinghausens Schulen opferten. Röhlinghausens Schulen marschierten Donnerstag im Goebbels=Haus auf, um durch eine Eintragung ins Opferbuch für WHW. die Opferbereitschaft unter Beweis zu stellen. Freudig opferte die Jugend für das große Werk des Führers. Vermißt. Seit dem 18. Dezember wird die Haustochter Hildegard Strankhöner, am 2. September 1897 zu Wanne geboren, zuletzt Wanne=Eickel, Dorstener Straße 602, wohnhaft gewesen, vermißt. Beschreibung. Etwa 1,46 Meter groß, schlank, dunkelblonder Bubikopf, ovales blasses Gesicht, blaue Augen, dünne Lippen, lückenhafte Zähne, rehbrauner Filzhut, Wollmantel, braunes Hauskleid, braune Strümpfe, schwarze Spangenschuhe. Wer kann über den jetzigen Aufenthalt der Vermißten Angaben machen? Verkehrsunfall. Am 19. Dezember, gegen 12 Uhr, wurde auf dem Glückauf=Platz ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren und zu Fall gebracht. Er kam mit einigen leichten Verletzungen davon. Stadt Wattenscheid Mitternachtsmesse. Wie im vergangenen Jahre findet auch wieder am Weihnachtsfeste in der Theresienkirche in Eppendorf die Mitternachtsmesse statt. Das Gotteshaus wird nicht vor 11.30 Uhr geöffnet. Die Weihnachtsfeiern des WHW. Am 22. Dezember, abends 7 Uhr, finden in der Ortsgruppe WattenscheidWest in folgenden Sälen Weihnachtsfeiern statt: im Saalbau Marxmeier; hier hat der Zellenleiter Pg. Fritz Drewes die Leitung der Feier. Es wirken mit: NS.=Frauenschaft Ortsgruppe West und die Altstadtschule. Im Saalbau Sonnenschein. Die Leitung hat Kreisobmann des NSLB. Wollenweber. Es wirken mit: Gertrudis= und Johannisschule. Im Saalbau Kampmann. Die Leitung hat der Kreisschulungsbeauftragte der NSV. Dr. Imeier. Mitwirkende Melanchthon= und Heribertschule. Reichsbund der Körperbehinderten, Kreis Wattenscheid. Im Lokale Weindorf=Pütz fand eine Versammlung statt, der auch Gauwalter Flores(Hagen) und stellvertretender Gauwalter Kreiswalter Nußbaum(Bochum) beiwohnten. Gauwalter Flores legte in einem langeren aufschlußreichen Referat Zweck und Ziele des RKB. dar. Er dankte dem scheidenden Kreiswalter Lübbert für seine bisherige mustergültige in Wattenscheid geleistete Arbeit, gab jedoch der Hoffnung Ausdruck, daß er auch weiterhin seine Kraft zur Verfügung stellen werde. Er ernannte dann zum neuen Kreiswalter den Gefährten Schlüter, den bisherigen Schriftführer des Kreises Wattenscheid, und führte ihn in sein Amt ein. Der Kreiswalter Nußbaum(Bochum) gab dann in kurzen Ausfuhrungen noch einige Winke und Ratschläge für den Aufbau der Arbeit in Wattenscheid. Von der Städtischen Bücherei. Die Städtische Bücherei ist vom 24. Dezember bis zum 2. Januar 1936 geschlossen. Die letzte Buchäusaabe findet am Montag, 23. Dezember, statt.— Das Büro des Verkehrsvereins wird Dienstag nachmittag geschlossen. Stadt Gelsenkirchen Altes Ehepaar durch Kohlenoxydgas betäubt. Wie die Untersuchung ergab, sind die schweren Vergiftungserscheinungen des Ehepaares Bukzinski, das, wie mitgeteilt, 78 und 75 Jahre alt ist, auf ausströmendes Kohlenoxydgas zurückzuführen. Uebrigens hat sich der Zustand der beiden alten Leute so weit gebessert, daß Lebensgefahr nicht mehr besteht. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Sonntag, 22. Dezember 1935 NS.=Frauenschaft Querenburg. 18.30 Uhr: Die Frauenschaft nimmt geschlossen an der Wethnachtsfeier der NSDAP bei Hahne teil. Der Eintritt ist frei. Achtung, Allgäufahrer! Der genaue Fahrplan des Sonderzuges vom 21. Dezemder 1935 bis 2. Januar 1936. Die NS.=Gemeinschaft Kraft durch Freude“ des Gaues Westfalen=Süd teilt mit: Der Allgäu=Zug in der Zeit vom 21. Dezember 1935 bis 2. Januar 1936 hat durch die Anordnung der Reichsbahn im Fahrplan eine Aenderung erfahren. Nachstehender Fahrplan gilt. Somit ist die Abfahrtszeit um 40 Minuten früher gelegt. Ab Düsseldorf 20.18 Uhr, an Sonthofen 11.42 Uhr. Durch diese Bekanntmachung in den Tageszeitungen verfallen sämtliche Ansprüche bei Verfehlen des fahrplanmäßigen Zuges. Achtung, Harzfahrer! Die Fahrt zum Harz findet mit dem Autobus statt, und zwar am 29. Dezember, vormittags.30 Uhr, ab Bochum Hauptbahnhof. Der Fahrpreis beträgt jetzt 21 RM. und ist bis heute, Samstag, mittags 12 Uhr, auf der Verkaufsstelle. Kortumstraße 114, einzuzahlen. Sollte semand von der Fahrt zurücktreten, so ist dies auch umgehend zu melden. Die Ausgabe der Fahrkarten usw. wird wahrscheinlich am 27. Dezember erfolgen. Sportamt der RSG.„Kraft durch Freude“ Ausfall der Sportkurse in der Weihnachtswoche! Das Sportamt der NSG. Kraft durch Freude“ gibt bekannt, daß in der Zeit vom 22. Dezember 1935 bis 1. Januar 1936 sämtliche Kurse ruhen. Beginn ist der 2. Januar 1936. Die Fahrkarten und Quartierscheine für die Fahrt zum Harz vom 21. Dezember 1935 bis 2. Januar 1936 können heute, Samstag und Montag in der Zeit von 10 bis 1 Uhr beim Kreisamt„Kraft durch Freude", Kortumstraße 114 abgeholt werden. EI K Ce B W WLTE hum zu Mariensee# studierte in Göt hörte, und stan per. Von seine# Elegsen. Steden 1" volkstümtig und Redlichkeit“ Dichterin Isolde Hermann Kur# g zu Florenz in bis und seit 1915 einden, das Wal. den Erzählungen vellen“ am be eist Italien und In Eilenburg ge# urg und Zürich, schweig; er stard son seinen außer. ännerchören sind ie Hähne kräh'“, elm Bauer, in im 18. Juni 1875 eben voller Entdes Schleswig. er auf den Genit Genehmigung ilkommandos in genügenden Mittiert, am 1. Fe9 Uhr morgens Grund liegen, so konnte sich jedog em Brander beunter dem Jubel gerettet werden. eben Bauers Beungen um Verkopf, welchen en hatten, zurück. bot seine Dienste ten an, die aber, lte, nicht gehalten nwald geb. 12, in geistiger seburtstag. Sie imburg geboren hren ist sie Be1 Anteil an die er. Mitwirkende Kreis Watteneine Versamms(Hagen) und : N u ß b a u m( B o s legte in einem ck und Ziele des den Kreiswalter tige in WattenHoffnung Aust zur Verfügung m neuen Kreisden bisherigen und führte ihn ußbaum(Boigen noch einige u der Arbeit in Städtische Bü2. Januar 1936 det am Montag, Verkehrsvereins betäubt. Wie ren Vergiftungsdas, wie mitgeströmendes Kohhat sich der Zut gebessert, daß p. Partei.) 35 Uhr: Die. seier der e FrauenNSDAR F! vom 21. Dezemder reude“ des Gaues in der Zeit vom hat durch die Anne Aenderung erSomit ist die Abt. Ab Düsseldorf rch diese Bekanntlen sämtliche Anin Zuges. Autobus statt, und Uhr, ab Bochum etzt 21 RM. und auf der Verkaufssollte semand von gebend zu melden. wayrscheinlich am urch Freude“ lhnachtswoche! Freudes, albt beer 1935 bis 1. Joun ist der 2. Jaür die Fahrt zum mnuar 1936 cönnen von 10 bis 1 Uhr Kortumstraße 114 Mabel WUhgman Heinz Koetz Verlobte Doneaster(Engl.) Bochum-Werne z. Z. Stoke— 0n— Trent(Engl.) 22. Dezember 1935 am 11. 12. 1935 goldene Nadel, aus Trauring angetertist. Jegen Belohnung abzug. v. Sobbe, Overhoffstr. 16. I. Anhänger ein. Brillant=Ohr= ringes verloren Geg. Belohn, abzugeb. Fundbürg. Rathaus.(81967 Statt besonderer Anzeige Sellg eind die Heimweh haben. Denn sie sollen nach Hause kommen Heute morgen.15 Uhr gine mein lieber Mann. Schwager und Onkel Diakon 1 R. Otto Klein in Frieden heim. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Klein geb. Severing Altenbochum, Honnef. Köln, Wuppertal, den 19. Dezember 1933 Die Beerdigung findet am Montag, dem 23. Desember 1935, nachmittags um.45 Uhr. vom Trauerhause, Bochum, Glockengarten 56, aus statt. Trauerteier ½ Stunde vorher Heinz Unterhinninghofen Elisabeth Unterhinninghofen geb. Burgmann Vermählte klagen Siegen W ##### KE KE W rammte Heute nachmittag 3¼ Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber, unvergeßlicher Mann, mein guter Vater, unser Bruder, Schwager und Onkel, der Prokurist WieniBemner Im Alter von 51 Jahren. Mieze Dettmar seb. Kobs Willi Dettmar Bochum, den 19. Dezember 1933 Fernstraße 13 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 23. Oezember, 3¼ Uhr. vom Eingang des Friedhofs am Freigrafendamm. Trauerfeler um 2 Uhr in der Kapelle der Augusta-Kranken-Anstalt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen Heute morgen 9½ Uhr entschlief ganft unser lieber Vater. Schwiegervater. Großvater, Urgroßvater und Onkel, der Rentner Dudwig Paufas im Alter von 82 Jahren In tiefer Trauer: Theresia Paulus nebst Angehörigen Bochum, München und Hattingen. 20. Dez. 1935 Die Beerdigung findet am Montag, dem 23. Dezember 1935. vormittags.30 Uhr, vom Trauerhause, Hattinger Strabe 171, aus; das Seelenamt daran anschließend in der Franziskuskirche. Bochum-Weitmar, statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuting. diene diese als solche. Für alle Liebe und Ehrungen, die unserem geliebten Entschlafenen zutell wurden, sowie für die innige Teilnahme sagen wir von ganzem Herzen Dank Familie H. Neurath Bochum, im Dezember 1933 W kvangelische Kirchengemeinde Bochum Heute starb an den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von 71 Jahren der Diakon 1. R. Herr Otto Klein Er hat in den Jahren 1906—1932 sein Amt als Krankenpfleger in unserer Gemeinde mit großer Treue geführt und sich viel Vertrauen, Liebe und Achtung erworben. Seine beiden einzigen Söhne sind ihm auf dem Felde der Ehre in den Tod voraufgegangen. Wir werden seiner stets als eines treuen deutschen Mannes und ernsten Christen in Dankbarkeit gedenken. Bochum, den 19. Dezember 1935 Das Presbyterium Lie. Alb. Schmidt. Pfarrer TE Berannimachung Die Kirchensteuersätze der evangelischen Kirchengemeinden Bochum=Weitmar und BochumEngelsburg für das Kirchensteuerjahr 1935 sind von der kirchlichen und staatlichen Aufsichtsbehörde in der veranlagten Höhe genehmigt worden Der vorläufige Kirchensteuerbescheid ist somtt als endgültig anzusehen. Bochum, den 19. Dezember 1935. Kirchensteuerstelle des Finanzamts Bochum Kanalisterungsarbeiten Die Kanalisterungsarbetten auf der westlichen Seite der Königsallee zwillschen Königsallee und Wasserstraße sollen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei der Kanalbauabteilung des Stadtbauamtes, Rathaus, Zimmer 311, solange der Vorrat reicht, erhältlich. Zusendung durch die Post erfolgt nicht.„ Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift verseben bis Sonnabend, den 28. Dezember 1935, bei der Kanalbauabteilung einzureichen. Verspätet eingehende oder ungenügend ausgefüllte Angebote bleiben unberücksichtigt. Bochum, den 19. Dezember 1935. Der Oberbürgermeister Zwangsversteigerung 14 K 26/34. Gemarkung chum, Grundbuch Bochum, Band 21, Blatt 924, Flur 31, Nr. 465/34 etc., groß 4,19 Ar, Nr. 331134 etc., groß 0,31 Ar, a) Wohnhaus mit Hofraum, Kaiserring 35. Einheitswert vom 1. Januar 1931: 34 500 RM. Eigentümer: Witwe Kaufmanns Hermann Meyer, Jenny geb. Landauer, Bochum, Kaiserring 35, in fortgesetzter westfälischer Gütergemeinschaft mit ihren Kindern a) Martin, b) Luise jetzt Frau Nathan Oppenheimer, c) Felix lebend. Versteigerungstermin am 4. Januar 1936, 10 Uhr, an Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 52. Das Amtsgericht in Bochum 0— RADIO-STACH Haus für Rundfunk Clemensstraße 2 am Hauptbahnhof Heute 23 Uhr entschlief sanft und unerwartet mein lieber Mann. unser guter Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder und Onkel Heinrich Schlüter Inhaber des Verdienstkreuzes I. und II. Klasse und anderer Auszeichnungen im Alter von 70 jahren. Ae mumnten Uabetückanen Bochum, Essen und Düsseldorf, den 19. Dezember 1935 Die Beisetrung findet am Montag, dem 23. Dez. pünktlich 14.15 Uhr. vom Trauerhause, Bochum, Kronenstraße 10, aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht suging, diene diese als solche 3000 Welhnachtsböume Nrr aus eigenen Beständen, am Stamm oder ab Lager lieferbar. Hermann Eckes (Inh. Max Eckes), Telephon 3213 Gevelsberg. Am 22. Dezember 1935 nehme ich meine Srazis wieder auf. Dr. med. Hessel Auguslastraße 19 Rutobus.Weihnachtstanrten I. und II. Felertag, 8 Uhr nach Meinerzhagen 3 Mark. II. Felertag, 14 Uhr nach Rummenohl 2 Mark. Abfahrt Wilhelmsplatz. Anmeldung Autobus-Centralbüro R. 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April 1932 war sie als Rektorin der Mädchenmittelschule tätig. Mit der Dahingeschiedenen hat die Mädchenmittelschule einen großen Verlust erlitten. Ausgestattet mit reichen Geistesgaben hat sie in treuer und unverdrossener Arbeit ihre ganze Kratt der Schule gewidmet. Als Lehrerin und Erzieherin war sie den ihr anvertrauten Kindern und als Leiterin ihrem Lehrerkollegium ein Vorbild. Ihr Andenken wird in Ehren gehalten. Bochum, den 19. Desember 1935. Der Oberbürgermeister Frl., 35., gr., bld., tücht. Hausfr., aus g. kath., bürg. Hause, sucht, da es ihr an pass. Bekanntsch.fehlt, kath. Herrn in sich. Lebensstell, zwecks Heirat kennenzulern. Witwer m. Kind nicht ausgeschl. Ausst., einige 100 Kl Vermög vorhd. Nur ernstgem. Zuschr., wenn mgl. m. Bild. unt. W. W. 100 postlag. Castrop= Rauxel 2.(a5711 Solid., bäusl. Mädchen, 26., evgl., möchte mit anst., sol. Herrn b. 30 J. (in fest. Arbeit), k. Verbind. tret. zw. Heirat 74 Anz. Daunen-Decken— Steppdecken—. 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Nur übersah der Gute dabei, daß Dionys nicht nur Dionysos, sondern auch Rappenglück hieß. Was man dem Lehrer aber verzeihen muß. Denn da des Jungen Vater Roßhändler war, wie schon sein Großvater und Urahne, so schien dem Schulmeister der Name Rappenglück genügend ausgedeutet. Ein Roßtäuscher ist noch niemals verhungert. Wenigstens nicht in jenen Zeiten, in denen noch Pserde und nicht Maschinen über die Landstraßen liefen. Darum war auch Vater Rappenglück ein Mann, der seinen Sohn studieren lassen konnte. So wurde Dionys ein dionysischer Student, raufte und soff etliche Jahre an den Universitäten herum und wurde schließlich Doktor der Rechte. Welchem Berufe er sich aber zuwenden sollte, das wustte er, von der Hochschule heimgekehrt, selber noch nicht. Fürs erste war ein täglicher Besuch in irgendeiner Weinschenke alles, was er tat. Weil aber darüber mehr Zeit verging als man auch einem Doktor nach anstrengendem Studium zubilligen konnte, so meinte Vater Rappenglück, daß es bei diesem Beruf nicht bleiben könne. Da er auch merkte, daß diese Vorliebe zum Traubensaft zu einem Unglück führen könnte, so hielt er seinem Sohne des öfteren vor, daß der Wein zwar eine Gabe Gottes sei wie das tägliche Brot, doch mit Unmaß genossen, leicht zu einem Instrument des Teufels werde. Was freilich nichts fruchtete. Denn wann hätten jemals die Jungen auf den Rat der Alten gehört? Darum erkannte Rappenglück der Aeltere— als ein Roßhändler in allen Schlichen des Lebens erfahren—, daß hier nur eines noch helfen könne. Und er spießte seinen Sohn als Köder an die Eheangel, mit der man Mütter schöner Töchter fängt. Dieser Fang war nicht schwer. Denn erstens war der Dionys als der Sohn des Rappenglück ohnehin eine begehrte Partie, und zweitens— wie sich das bei seinem Vornamen geziemte— ein großes, schönes Mannsbild, dessen Anblick allein schon allen Weibern die Köpfe verdrehte. So dauerte es nicht lange, bis man vernahm, daß der Doktor die Tochter des Landrichters heiraten werde, der als ein wohlhabender Mann in einem nahen Städtchen am Rhein amtierte. Wenn dieses Gerücht auch den Tatsachen vorauseilte, so war es doch schon so, daß Dionys und die Lieselotte ineinander verliebt waren, wie junge Leute es nur sein können. Und auch Vater Rappenglück und der Landrichter hatten sich über die Angemessenheit dieser Verbindung schon lange geeinigt. So schien alles seinen wohlgeordneten Gang zu nehmen. Um so mehr, als die schlanke Lieselotte mit ihrem schwarzen Haar ein so schönes und dabei handfestes Frauenzimmer war, daß der Dionys wahrhaftig plötzlich vom Weine ließ. Es fehlte nichts weiter mehr, als daß der junge Doktor in seinem schönsten Sonntagsstaat nach dem drei Stunden entfernten Rheinstädtchen reite, um dort die Eltern der Lieselotte um deren Hand zu bitten. Was zwischen den beiden Vätern für einen Sonntag im Mai auch beschlossen wurde. Dieser Tag war mäßig warm, und so ließ es sich prächtig auf der Landstraße traben, die zwischen einer Allee von Obstbäumen, deren Blütenschnee schon fiel, zum Rhein führte. In einem scharlachroten Rock, einer grünen Weste, gelbledernen Hosen und mächtigen Kanonenstiefeln, dazu auf dem schönsten Pferd seines Vaters, einem schweren, doch edelblütigen Rappen, war Dionys auf dieser Brautfahrt prächtig anzusehen. Und weil der Mittag heiß geworden war, hatte er den Dreispitz an die Satteltasche gehängt und ließ seine blonde Mähne im Winde flattern. Dazu pfiff er sich eins, denn er sah ja an diesem Tage den Himmel voller Geigen. So kam er fast bis an den Rhein. Eben als die Straße sich über einen Höhenzug senkte, in der Tiefe schon der Strom und ferne das Städtchen zu sehen waren, wohin es ihn zog, überholte er vor einem Dorfe an der Biegung der Straße drei preußische Grenadiere die mißmutig rheinwärts marschierten. Wie alle dionysischen Temperamente war er ein freundliches Menschenkind. Darum rief er den Grenadieren, als er an ihnen vorüberritt, einen lustigen Gruß zu. Das ist sein Unglück gewesen. Denn der Aelteste, ein Feldwebel, dessen Gesicht nur aus einem Schnauzbart zu bestehen schien, hatte kaum den langen prächtigen Kerl auf dem schönen Rappen gesehen, als er schon seinen einen Kameraden grinsend in die Seite stieß und dem Reiter zurief:„He, Freund, wißt Ihr den besten Wein im Ort?“ Das war nun gerade das, was man den Dionys nicht fragen durfte. Denn es war sein Ehrgeiz, auf zehn Meilen im Umkreis jede Schenke und jeden Wein zu kennen. Darum antwortete er auch gleich lachend:„Doch, Herr Feldmarschall, marschiert mir nur nach!" Dann ritt er wie ein siegreicher Feldherr an der Spitze seines Heeres vor den Grenadieren her durch das Dorf, das schon auf halber Höhe des Hanges lag. Bog dann auf einen Feldweg ein, der zwischen den Reben wieder hügelan führte, und hielt bald vor einer windschiefen, verrauchten Steinhütte, vor der zwei wacklige Tische standen, neben denen schwarz wie ein Höhlenloch die Kellertür in die Tiefe des Berges führte. Dort rief er:„Hier gesegne Euch's Gott!" wandte sein Pferd und wollte zur Straße zurück. Doch der Feldwebel vertrat ihm den Weg. „Warum so rasch, Junker? Gebt uns doch die Ehre, für Euren guten Rat ein Glas Wein mit uns zu leeren. Auf des Königs Wohl!“ Nun wollte Dionys nicht. Doch weil er zu höflich war, um abzuschlagen, vielleicht auch selbst gerade Durst verspürte, sprang er aus dem Sattel und sagte:„Auf ein Viertelstündchen nur. Ich muß heute noch freien.“ Und dann saßen sie zu viert vor dem Kellerloch. Rappenglück zwischen den beiden Grenadieren, die wie eine Wache neben ihm hockten. Ihm gegenüber der Feldwebel, über seinem Schnauzbart mit den Augen funkelnd. Doch weil der junge Wein so duftete— es war der, der damals so trefflich geraten—, der Gaumen trocken vom Ritte war, Dionys von seiner Liebsten erzählen mußte, so wurden aus der einen Viertelstunde zwei. Und da er hastig trank, denn er wollte doch weiter, aber des Weines fast entwöhnt war, so kam es, daß ihm der Zweck seines Rittes bald nur mehr als ein fernes Erinnern vorschwebte und selbst dieses rasch gänzlich erlosch. Freilich wunderte es ihn, daß, obgleich die Dorfuhr doch eben erst drei geschlagen, über dem Tale schon das Abendläuten schwang, und gleich darauf der Mond silbern über dem schwarzen Dach der Hütte stand. Doch eigentlich auch gar nicht über der Hütte, sondern durch sonderbare Stäbe schien, die sich mit ihm, dem Dionys, knarrend fortbewegten. Und gänzlich ungereimt kam es ihm vor, daß wieder nur einen Augenblick später die pralle Sonne ihm auf die Nase brannte. Das begriff er nicht. Bis er sich erheben wollte. Da freilich merkte er, daß er gebunden wie ein Kalb auf einem Leiterwagen lag, ein wenig Stroh unter sich hatte, über seinen Füßen auf einem Brett die Grenadiere von gestern saßen, und hinter dem rumpelnden Gefährt angehalftert der Rappe lief. Eben, als Dionys ein wenig stöhnte, weil ihm die Glieder schmerzten, drehte sich der Schnauzbart, der gerade mit der Peitsche nach den Pferden geschlagen, halb nach ihm BOCHUMER ANZEIGER 22. Dezember 1935 Sämann der Heimat antwortete, weil ihm sein Unglück zu dämmern begann, fauchte ihn der Feldwebel an:„Maul halten!“ und schob ihm einen Wisch unter die Nase, auf dem er, wie der andere sagte, lesen könne, daß er König Friedrichs II. Rekrut sei und die Kriegsartikel beschworen habe. Was er, wie er wohl nicht leugnen werde, mit seiner Unterschrift„Dionys Rappenglück" bestätigt habe. Womit für ihn der Wein nun wirklich zu einem Instrument des Teufels geworden war. Damit wäre eigentlich die Geschichte zu Ende. Denn da den preußischen Werbern so leicht keiner wieder entkam, und der Eid auch galt, wenn er im Rausche geschworen, so war es mit der Lieselotte nun nichts. Doch alles im Leben hat zwei Seiten, und wenn einer ein Glückskind ist, kann ihm das Pech nichts anhaben, auch wenn er mitten darinnen sitzt. Darum kam auch Dionys nicht zu des Königs Grenadieren, sondern samt seinem Rappen zu den Dragonern, wo es schon lustiger herging. Doch weil er bei den Preußen nicht avancieren konnte, es dort auch für sein Temperament zu nüchtern fand, desertierte er zu den Oesterreichern, wo es ihm schon ein wenig dionysischer zuzugehen schien. Dort hat er es bis zum Obristen gebracht. Allein seine Lieselotte konnte er nicht vergessen, so daß er unbeweibt blieb. Dreißig Jahre vergingen, bis er wieder zum Rhein kam. Da war er schon ein eisgrauer Haudegen mit einem so schönen Schnauzbart wie ihn der Feldwebel der Werber besessen. In dem Städtchen, wo er sein Glück verloren, schritt er ein wenig wehmütig zum Hause des Landrichters. Dort saß nun freilich schon längst ein anderer drin. Doch weil dieser, selbst schon bei Jahren, als ein Witwer ein einsames Leben führte, lud er den Obristen in seinen Garten zum Abendbrot. Und wie der Wein schon die Zungen löst, so erzählte Rappenglück dem Richter, als das Windlicht am Tische stand und die Mücken dran schwärmten, von seinen Abenteuern, und wie die Lieselotte nun wohl eine alte Jungfer geworden. Da seufzte der andere, drehte nachdenklich an seinem Glase und sprach:„Ja, Obrist, daran war der Teufelswein schuld, den man damals zum ersten Male trank, und der hier vor Euch steht. Lang ist's her. Doch eine alte Jungfer, wie Ihr meint, ist die Lieselotte nicht geworden. Die ist sechsundzwanzig Jahre lang meine Frau gewesen und hat mir das Leben sauer gemacht. Dort drüben ruht sie. Gott hab' sie selig!“ Da lachte der alte Obrist Rappenglück fröhlich wie ein Junger, strich den weißen Schnauzbart nach Soldatenart, hob das Glas, daß das Windlicht golden darin funkelte, und rief:„Nun denn, dann soll der preußische Werber leben und dieser Teufelswein dazu!“ Eik über: Aufsprung Beverle-Verleg Von Wilhelm Lennemann (0 der Bauer Heinrich Enders war kein reicher ) Mann; aber nun war ihm auch noch sein * Weniges genommen worden. Vor mehr als hundert Jahren waren seine Urahnen als Kolonisten aus dem Altpreußischen eingewandert in das polnische Land, das nun deutsch werden sollte. In fünf Geschlechterfolgen hatten sie aus Sumpf und Brachland fruchtbaren Weizenboden geschaffen, mit vielen anderen Bauern die Provinz eingedeicht in den festen Bestand des preußisch=deutschen Landes. Aber der Krieg war gekommen und das Friedensdiktat; was galt da den Herren ehrliche deutsche Arbeit die Jahrhunderte hindurch! Sie zerrissen den Osten, wie ihnen Willkür und Haß das geboten. Der Korridor entstand; deutsches Land und deutsche Arbeit gingen verloren. So faßte der Bauer Enders den Entschluß, wieder in das Land seiner Väter zurückzuwandern. Er gab Aecker und Eigen für ein Weniges hin; nur das Notwendigste, das mit der Lust und dem Leid seines Geschlechts innig verknüpft war, packte er auf einen Wagen, setzte Weib und Kind darauf, spannte den Braunen davor und machte sich zum Aufbruch bereit. Schon wartete sein Weib darauf, daß er abfahren werde, da ging er noch einmal in seine Hütte. Er sah sich mit schmerzenden Augen um, als müsse er gewaltsam in sein Gedächtnis schließen, was der Wagen nicht fassen konnte. Dann löste er mit der Brechstange einen schweren Stein aus dem Boden und hob ihn mit äußerster Kraft auf den Wagen. Ebenso schleppte er als letztes Eigen einen prallen Sack herbei und verstaute ihn zwischen Pflug und Stein. Sein Gesicht war hart und eisern, als er diese Arbeit getan. Aber es hatte sein müssen, und nun war er dessen froh. Ein matter Glanz kam in seine wehen Augen. Es huschte über sein Gesicht wie Triumph und Sieg. Nun glaubte er, seine Heimat und sein Geschlecht versöhnt zu haben. Ihm bangte nicht mehr um das Glück seiner zukünftigen Tage; denn er nahm die Heimat und das Erinnern an seiner Väter Wirken mit in das neue Land. Sie waren an die Wunderdinge gebunden die er gläubig mit sich führte.—— „Hü, Liese!" Das Pferd zog an; der Bauer Enders verließ das Land seiner Väter. Stumm und schwer schritt er neben dem Tier dahin. Zu Boden sah er, als er an seinen ehemaligen Aeckern vorüberfuhr. Ein heißes Weh drohte in ihm aufzusteigen. „Hü, Liese!“— wie ein erstickter Schrei klang es. Das Dorf lag hinter ihm. Sie fuhren durch weite, flache Felder. Der würzige Duft der gebrochenen Schollen umfloß sie weich und schmeichelnd. Der Bauer fühlte etwas von der gärenden Kraft, die dem Boden entstieg und der Saat harrte. Und er freute sich, daß er diese Schöpferkraft seiner Heimat eingefangen hatte und mit sich führte. Und er hob seine Augen, und sein Herz wurde stark und froh. So fuhr er dem alten Mutterland Deutschland zu. Nach Tagen erreichte er es. Es wurde ihm warm ums Herz. Sein Blick hellte sich auf, eine Kraft, die fast zerschlagen war, wollte wieder lebendig werden. In dem Lande, das er sich gedacht, und in dem Dorfe, das ihm gut dünkte, erstand der Bauer einige Hufen gerodeten Waldes. Als er nun mit allen einig geworden war und sein Zukünftiges abgesteckt hatte und der Maurermeister schon die Schnur zog, wo die Hauswände stehen sollten, hielt ihn der Bauer an und fuhr auf seinem Karren den großen schwärzlichen Stein herbei. Er maß mit bedächtigen, ernsten Schritten den Raum ab, von links nach rechts, von vorn nach hinten. Nun hielt er an und machte ein Zeichen: dahin wälzte er den Stein und legte ihn fest. Lange stand er vor ihm, wie im Gebet.„Hier, Meister, soll das Herdfeuer sein. Auf diesem Stein, den mein Urahn gelegt, soll es brennen. Und nun baut das Haus um den Stein herum, Gott gebe seinen Segen!“ Dann schritt er hinaus auf sein Land. Er überschaute es, und sein Auge teilte es in Wiesen und Aecker. Da wogte die Saat, da blühte das Korn, da blinkte die rasche Sense durch die wogenden Halme, und die Wagen fuhren vor und knarrten schwerbeladen auf den Hof. Der Bauer holte den Pflug. Er spannte das Pferd vor den Pflug, er setzte das blanke Eisen in die Erde und zwang es mit tiefem Schnitt durch den Boden, den noch keines Bauern Eisen durchwühlt hatte, über den noch keine Wünsche und Hoffnungen, keine Not und keine Erntefreuden dahingegangen waren. Es war jungfräuliche Erde, die seinem Geschlechte dienstbar werden sollte. Hoch und ernst ging der Bauer mit steifen Schritten hinter dem Pfluge; Furche um Furche zog er. Sein Herz wurde warm, seine Augen lohten auf in tiefer Freude. Und dann wurde es wieder ganz still in ihm. Zum zweiten Male trat er an den Wagen und tat in das umgehängte Saattuch von der braunen Erde, die in dem mitgebrachten Sack war. Schwerer wurde sein Gang. Feierlich trat er auf die Schollen, griff eine Handvoll heimatlicher Erde und warf sie wie kostbare Saat in weitem Bogen über die Aecker hin. So mag Gott in Schöpfungstagen mit gereckter Hand die Sterne über den Himmel dahingestreut haben. Und er schritt und säte den Heimatgrund über das Neuland, das es ihm seine Gnaden und Güten verleihe und der Segen der Heimat ihm wiedererstehe, seiner Saat und seinem Geschlechte, seinem Hofe und seinem Namen. Mit feierlicher Gebärde säte er seine braune Saat bis an des Ackers Ende. Und ein heiliges Feuer brannte in ihm und verzehrte, was noch kleinmütig und ängstlich in ihm gewesen war. Er wollte die Fremde zwingen durch die Kraft der Heimat. Die Sonne umstrahlte ihn in goldenem Glanze. Der Acker dampfte, und tausend Schollen riefen ein jubelndes Amen. So nahm der Bauer Enders seine Aecker in Besitz und wandelte sie in Heimatland. FP a en E P Jeltsames Mexciko— Köflichkeit noch vor der Jodessalve Resende, die vor einiger Zeit in Merke ankamen hat ein Mann vor kurgem eine Mänze gefunden“ Ratür auf diese Art boszutergug. Sie päct Hestngo den der. Phoreszieren zwpeier Raßzenangen in einem Baum, PlsbGed wechseln wollen, losein Kleingeb. Der Feso auf ihn keinen beso.,“,, er udruck zu machen, heiratet spielt eine Rolle in der Geselschaft, lich schoß Don Panon, sc hate, ich,„wenn man ihr doch so etwas nichts gesehen, aber er sagte, er hätte zwei große Lichter teiß= Eu„Man konnte es sa nicht be, blinken gesehen. Wir gingen in der Richtung des itzen Räuberbande, weisen“, war die gleichmütige Antwort,„auch ist es ja Schusses und fanden, auf dem Boden liegend, ein sterhoch dafür bezahlen ließ, daß er und seine Leute schon ein paar Jahre her.“ Nacht auf hn einen vegonders großen Eindruc zu.,.g,„Wiesghe ftagte ich eine hatte einen ziemlich hohen Silbergehalt, und als es Hegy. Merkwürdige Menschen habe ich auf dieser Reise Schreglsiches zumutets herumsprach, daß die nordamerikanische Regierung Sit- kennengeler ber aufkaufe, zu einem Preis, der den Handelswert der kannter Ba bendes Maultier, daneben kauerte ein Mann, der uns sprachlos vor Schreck anstarrte. Don Ramon hatte offensichtlich das Maultier des armen Teufels erschossen. Die rikanischer Besannter war Dan Sache war dem stolzen Merikaner furchtbar peinlich, er mexikanischer Bekannter war Von zog seine Geldtasche, bezahlte dem blassen, zitternden Ihre Schubd, wenn Sie nich nicht bezahlen können“, secht durchaus respektabel aus. Von einer sehr schönen Ranon, ein alter Haziendado, der vor der Revolution Menschen das geisiete Maultier und Leg mich schnel sagte der Mann mit höflichem Ernst, verneigte sich und Frau, die uns mit entzückender Gastfreundschaft auf= über unermeßliche Gebiete verfügte.„Jetzt ist es nichts fort. Wir hatten einen ziemlich weiten Weg bis zum wollte geben. Wir gaben ihm amerikanisches Geld, er nahm, erzählt man, es sei ziemlich sicher, daß,sie dem mehr“, sagte er geringschäßig. Mir schien es noch imme. Hause. Als wir in die Nähe kamen, liefen uns Diener sah es nicht an, steckte es ein, wir hätten ihm ebensogut Banditen verraten habe, wann und welchen Weg ihr so groß, Prärieland, Weiden, Wälder und Felder, ein schreiend entgegen. Ein Maultier war gestohlen worden, nochmals mit Grandeza und giung ab. Gelazung der Vohearbeitr, saben wplche. Dis war und Mndern. Don Ranon st ein berühnter Ziger, Zstzesger reih vielicht einen Mann geiethen, der Nicht sonntags kämpten damit zu fahren. Von der schönen Frau Concha sagte erbt: Indianer und Spanier. Das Menschenleben gilt den Räubern den Wink gegeben hätte, um ihren Mann gar nichts, aber nichts kann den Mexikaner mehr überaschen aid genise Kgaugn easter 4dt hr ioten. Boude Ps.112#1 f.- fI. f. Visla, der Herühnte, Landenführer, der im Auzlend als J Au11 724 Lfapd hoftot uue wichte! geschickter Kämpfer bewundert wurde, war in Mexiko bei seinen Anhängern wohl sehr beliebt, aber er galt nicht als Gentleman, weil er am Sonntag kämpfte. In den jahrelangen Kämpfen zwischen Staatstruppen, Revolutionären und ausgesprochenen Räuberbanden verletzte keiner sonst dieses ungeschrievene, Gesetz; nach einem siegaere, ase eais oan li es. kämpfen, auch wenn der Stieg am Samstos,artez Heist betriebes der Welt):„Sie polln Pockfeler=Bulhing ten technischen Auspand, jede größere ,Veranstaltugg, Umtausch jederzeit gestattetl“ war und durch den Ruhetag der anderen Pgxt; Her.(das ist die Radio=City) besichtigenk— Dann, bitte, jedes Hotel, jedes Nachtlokal, die Bahngog und Die pegeben wurde, 1g,°, ovve.„..„—, richten, Sie sich auf eine seyr gusgedehnte Wanderung Häfen„abgrasen“, gwig auf. der,„Jagd nach, der mit deite, war, gewiß tüchtso, aber kein Caballero,. zi, eini= lächelt er geschmeidig, Und dann, ohne Uebergang, 5,10,oder auch 20 Dolar honorierten„großen Sensa= Weiter, weiter. Eine weltbekannte JazkapelFal der Ort Son Ildre erodert vur g bogtenxteist schmurt er plößlich sein Wisen heranter, wie ein Autv, von Preten Sie niherf misr Frien ung Sie begrißen proziert eine Pelanesendung, für einen Vergzigungs. Osisiter, de Klegzguetgugen, u Jun Todve Eade ef Katreit e Pogid un„Freieg, Sie uet Woit iuutr ggr, ur u. zenen dat in Lang Island; in einen„Gostzinger genewürden, nicht darüber daß ibr Leben vun vu Eyyg;,—, Rockseller=Bulbing ist 836 Fuß hoh(ein Fuß— zu könnenl“ steht an alen diesen Pporügegalt, Jos riert eine riesige Hornbeile vor dei kurzsichigen Augen, der die beichwrten ich Alter, dat die Stadt un, de.u5 Lansihurter und dat 50ch Panser= sein Rashrom Kandig Ief, Seite gu. heierse terigen bezser sigei.(8g;: ein Gelchter seten Vortag, ser den eübereagenden „Rurg Kätlora kofter uns srätts! Beluch im größten Jendebetrieb der Welt— Rundtunk-kauber in AHR.— Kinter den Kulillen von RBC sund gelacht haben, dann danken Sie bitte diese köstlichen Minuten dem ABC.=Warenhaus in dem Sie dort Ihren Bedarf decken.“ Umtausch jederzeit gestattet!" sich erholen. Villo, der anders ban.“o.u gie sich auf eine sehr gusgedehnte Wanderung Häfen„abgrasen“, ewig auf der Jagd nach der mit„Komische Leute leid ihr da drüben!“ e 9, Bschpete, Io Fsegr. bo), de eog.e. 305 Zeninete und dat 504 Feuserz ei Rihpraum Lzig Eer, Seilt Verbsetealte Pernisenan dier Tlst) Lise ein Helchite sel. Vbenphimmerung angegriten uge, os des gusen betrigt igegesant 2 113000 Cuadrufut, daovon hat die Shld.„Eishaben riesige Fenster gus schalböchien Oles, Wer“ irgendeiner Hautnährwatur. bstice Seude und odnzich Petglalondere entschaf. Abck alein rund 40dono Cuadratsuß genietet. Im Rurwpöhde Kesachzerspen nicht Zutrikt.se doch minde Kultur.7 Natonalpoltische Belchrung und AnPouei. g1. De, beohoder der Veozauge enichn, Jause gbt en 34. Vstz, die zulangen Künzisch Aisto se bod der Aodzerten Eiladick seist in die schnischen leitung.:.5 Statsitken über Zatzt und Zusanmenote e ue ale, boenz e te brz, geng#e ar om 324 Meter zuriclegen, Ion ungen, Stathos hretzer 350 Peitslungen der Rack, hat. Mas wolen Sies= ar. setung der Hörrschaft. 1— Der elegeste, udtelP,o eo peie din rzser. Eadtebicben, d. hast, Pikrgpbon, muit 88 Melen Kavzu, 335 Lestihse nietre gugn, der ABC., het.„Was wolen Siel“. v. satgehef sent ab. Dasire peigt er, sichericg ene einbe De guu en Bichk Hur Tolearobue u. endegug des d engael zur Keant fir der Blin. walg, Gniczug, De Gesegungr. unbd be Brich. er den Beien dur Togesaut:. seinen 78X192 Huß der größte Sendesal der Well“„I3c= hat nichts zu verbergen!“ Iust=Anage. Jedem mitrophonfrengen Sprecher deut Dann erst gab luft=Anlage. Jedem mikrop NBC. ein nach jedem nur erdenklichen Geschmack, in aekdie delenene bag. L, adasckerben u— eigeleigz der ktem weageilsben.„ Iun Gegental, nvc, pizichtseger sehe bhaisge hesd seden zur edentlichen Eil engrigere Zirmericzen Leute, die zwanzig Jahre Revolution in Mexiko mit: Diese Großartigkeit der technischen Einrichtungen, zu= der Zuschauer„nähertritt“. Da sitzt zum Beispiel, sehr zur Verfügung, in dem er sich eingewoynen und in aller nacht haben, erzählen Geschichten, die uns sehr komisch sammengedrängt auf den doch sehr engen Raum eines schlank und sehr elegant, eine Frau mit großen Kinder= Ruhe sich auf seinen Vortrag vorbereiten kann, ehe die anmuten. Eine verbürgte Schilder ein gutes Operetzer hen Repolutlonären halten wirde, war ein ganzer Dornenkrang in den betriehel amerkanschen Sender kud Pe.v).g Pensergum erinert. u den, Hst- mist einer Standengschwindigkeit von 15 Relen Stadt befanden sich mehrere Lokale, wo man ente Gee Unlere Rklionäre wollen verdienen! tränke bekam, wo es Musik gab und viele, viele Frauen, haute, Den Stackatnupen, de. Peiez.A sgo, Fleschse, ewpescken Pe eiger bid chgeten muit eiuen Befüich rten, wässert einen„Sendexgum erinnert..., Gbg t luft mit einer Srundengeschwindigreit von 15 „Mary Pickford!“ flüstert, ersterbende Hochachtung durch das ganze Haus preßt. in der Kehle, der Führer.„RBC. muß sehr viel Geld Am Ende steht man, erschlagen von all den Einhaben“, entgegnet semand.„wenn es Stars wie die drücken einer wirklich vorbildlichen technischen EinrichPickford bezahlen kann!“ Die Antwort ist verblüffend: tung, wieder am Ausgang und fragt:„Na und..““ eden Wend Brogte.o sigen Pagesder wied aberten uit eien boticg„uber. 93, uczin Heoentell Gest se von Szschans Der Führ beozest,pichz, Heiligeie Aen, icheler Lärm herüberllingen hörzen, wässerte der Aznd, Scgliep= tronischen Achselzugen.—, uns etwask.— Im Gegenteil Seit sie von Fairhanks Aufbau im Rundfunkbetrieb interenteren ihn nicht. Sein lich schickten sie zu den Revolutionären: Würden ihnen Pfeifsend saust der Erpreßlist mit uns nach oben, geschieden, flmt sie nicht mebr, sondern steht im Dienst Unternehmen it allein auf dem Reklame=Etat aufgebaut. die Herren die Stadt für eine Nacht überlassen? Die zahllose Flure, öffnen sich wie in einem Labyrinth nach einer großen Automobilfabrik, für die sie über unsere alsg wird Reklame gesandt auf Tod und Leben. Daß Staatstruppen würden sich ehrenwörtlich verpflichten, allen Seiten. Unzählig sind die Räume, die wir durch Mikrophone Reklamestetches spricht! Das ist für uns es drüben, auf der anderen Seite des Ozeans, staatliche keinem Einwohner der Stadt ein Haar zu krümmen, nicht wandern: pompöse Verwaltungsräume, komplizierte ein glattes Geschäft und hat außerdem den Vorteil, daß Stellen gibt, die erbarmungslos jede Riveaulosiakeit. zu plündern oder zu rauben, sie wollten nur tanzen, Schalt= und Abhörboxen, die Rischen der Tonmixer mit wir unseren Hörern ihre Lieblinge„bringen“ köngen!“ jede Unkaltur im Rundfunk unterbinden, versteht er nicht. trinken, Musik hören. Am Morgen würden sie wieder hervorragend eingerichteten Abstimmanlagen, die Zim= Ein paar Türen weiter großes Hallo: mit Begei.„a bleibt denn da das busineß?“ fragt er verden Ort verlassen. Der Wunsch schlen der anderen Partei mer, in denen die rund.8 Millionen jährlich aus der sterung begrüßen auch in Deutschland beliebte Clovns, gest, und ratlos siebt er vor der Tatsache, daß völlig begreiflich. Es wurde ein Vertrag aufgesetzt, die Hörerschaft einlaufenden Briese bearbeitet und Stück für(wohl, die teuersten Artisten der Welt) alte Bekannte. V# einen Sendebetrieb aufzseben und halten kann nach Revolutionäre zogen am Abend auf einer Seite der Stück beantwortet werden. Der Sprecher, das Mikrophon auf einem Lederläßchen btcheren als privatkapitalistischen Gesichtspunkten.„KoStadt heraus, während bald darauf die Regierungs. Es folgen die Büros der Sendeleitung, die in einem vor die Brust gebunden, hebt die truvren von der andereg Hevezer sgtlsiche Unterhal, eipigen Johr prehr gals 350 0 perschse, Fenbuper Verenhaus isn Ehilag hak es'f Dos, Velschmen sassen, Fraendwo im Hause heust ein Lautsprecher, einen tungslokale, und, Dis Zänzeslsper, vig Waref geregze„Starsucher“, deren einzige Aufgabe darin bestehbt, se. für den heutigen Nachmittag die berühmtesten Clowns sentimentalen Sone in dem die Reinkelt der Duft und Eeltendenmtersseerö hlich mit der einen Poxtei gesent den neu aufgegangenen. Stern a. hatten, unterhielten sich nun ehensogut mit der„Gegen= himmel, jeden berühmten Besucher partei. Es muß ungeheuer fidel zugegangen sein in dieser Nacht, denn man erzählt noch heute davon im ganzen Land. Am nächsten Morgen marschierten die Staatstruppen aus der Stadt hinaus, worauf die Revolutionäre zurückkehrten und ihre Quartiere wieder in Besitz nahmen. Die Geschichte ist wahr, so unwahrscheinlich sie uns klingen mag, jeder in Mexiko kennt sie und findet sie ganz in Ordnung. Um die Musikkapelle! Das bekannte ABC.= sich nicht nehmen, hansenz,.nz iugendwo Lm. Hguse heult ein Lautsprecher, eineg die beruhmtesten Clowns sentimentalen Song, in dem die Reinheit, der Duft und Wenn Sie, liebe Hörerinnen der„seidige Schaum“ einer neuen Toilettenseife geprieSpäße krank und wieder ge sen wird.—— in der vorher:„Starsucher;, deren einzige. Ausgahe, darin beseht, se für den heutigen Nachmittg di Partei grdecht den neu aufgegangenen Stern am Theater= und Film= der Welt zu verpflichten. Wenn mit der Gegen= himmel jeden berühmten Besucher aus anderen Ländern und Hörer, sich über ihre Späß P3 Rllilölten=Voital=Jallatgela in3 Jältlen Die Jerie der amerikanischen Geldtälschungen est belannte Kapithn Carbaial in ,, sten fünf Jahren J. 4ise,, sien Falsche jährigen Kererstrasen verurtestz——99— lung, ten Falschgesdez in den Versechr brachte. So volendet Der oegen einer Lozeriziz, esonnte Koptag, Garhoatgel in. den epesimzegeheg iun Umerik erzeigen, aischz schrien Kerkertosea vrartelt. wagen die Nachehmungeg, aiß seget die eschernten hatte eine berühmte Musiklapele, die ihm, einmal von geldes zu bestimmen. Dennoch hat der Geneimoteny Tglschgeldiabrük— im Gelängnis Kassierer der Rotenbanken sie nicht anders erlennen den Auständischen weogesangn. wurde. Carbgsol ver: der Bundezxoiernng in Wostzygaß ug Fernd des vo. uuu,pun. v.„. e Sag beschäftiate ebenfalls vor konnten, als daß sie die Serienzisser B 27 723 486 4 suchte alles mägliche, um seine Kapele wiederzuberommen. lizgslichen„zearerials,„errechner,„daß in Der. Zeit von Ein absondertlaer, Fau, geschäftigte gehenfalls vor gutzwenzig ferpten, sie Vergebens! Die Aufständischen waren sich Ihrer Ueber. 1529 bis 1934 wenigstens 75 Millonen Dollar Falsch= kurzem den Washingtoner Geheimdienst. Plöslich tauch= AusFeg; Wonate dmerten die seberbasten Nachsermacht berwußt und wehrten ale Angrifse Vberlegen ab. geld in Verkehr gesett wurde. Tausende von Guez, ten meisterhafte Fälshu ggfchzer Mafer gaß' Ke csrige, schungen des Geheimdiensteh, bis endlich die Druckerei Mußter, iunz, Falen und sich Haren Ter guitem dem Frger smst, ergansierte Banden in 50000=Dokar=Paketen in nementlch die Restagten, davon überslutet wurden. Der drezesa Prag, Kanzen hie Kriminalbeanten unter den ub S, 9 o, ewven sch dann van weitem dem Lager umlauf gesetzt werden, bis zu. Käglichen Versuchen, sind dort Bäume fallen und sich dann von weitem dem Lager Umlauf ge der Revolutionäre nähern, indem sie die langen Baum= in dieser" stämme binter sich herschleiften. Das ergab eine fürchterliche Staubwolke auf der Landstraße. Die Aufständischen nahmen an, daß da ein großes Heer heranziehe, gegen das sie nicht aufkommen konnten. Panikartig ergriffen sie die Flucht, und im Nachtrab fing Carbajol seine geschätzten Musiker wieder ein. namentlich vie Weststagten, Badyn#r Murgan## Fal war um so räütselhafter, als die Verbreiter der kal, Fersiegn der Fälscherwerstätte, die sich in Quens, schen Roten, von denen zahlreiche festgenommen werden esnem fleinen Ort des Staates Nepyork, befand, ohnkonnten, anscheinend weder Bediepgiesten.-Hoch ander einzuhringen, obwohl ste wußten, daß deinnen in jeder besonders findigen Kommissar fiel es auf, daß jeder der Stunde, die verstrich, 5000 falsche Dollars erzeugt iu Amerka zubiek gesaubt. Sonland Hacd berdieut von Nep Frseh in Trerten giesesen, Pgtei.„2 ses Nazsk aber 9lske den Sagenkranz, des Gehezggsetz und des großen stand unter dem sogenannten„modernen geesgiser, Das buge“.igetmahnung in Brooklyn. Dort erst fanden Kampfes gegen Verbrecher aler Art, der es umgFrjzden heißt, die Sträöflinge gerossen sehr viele Freihesteg und die Peamten, was sie suchten. Ohne die Beschlagnahme Wastzinetoner Gedeimdienst bat bagegen im Drigs, durfen sowohl Fußball spielfg, als auch Gues per Zetg der Reinen, feingeästen Platten, die dort aufbewaher bebAun nn ude, n a. ee eschelgesen guten deur gur aH,esestetieihe ene Zeit aufgedeckt worden. Der Fall Rubano Ueber den Geheimdienst der Bundesregierung wird Banditen, Lold und Fablo. und im Krieg nur zpei Aufgaben: die Während unserer kurzen Reise durch das Land hatten cherheit ves Präsidenten zu verbürgen wir einen eingeborenen Diener mit, der besonders ruhig aus dem Verkehr zu ziehen. und verläßlich erschien. Nur als wir uns in Risito aufhielten, wurde Pablo nachlässig, war nicht zu finden, a# er verschwand einfach spurlos.„Wo steckt denn Pablo immerforts“ fragte ich den Chaufseur.„Er sucht Gold', Vor einiger Zeit kand ein, age gtggzshesznanf, lt, wurden den vor ihrer Entlassung stehe antwortete er.„Wask“ rlef lich.„Gibt es denn hier scher, von denen eineg, Hexspgige, Ieinanzser Iin einem genen verkauft, und der Erls wurde versteckt, um einen Goldadern?“„Holdadern gab es keine, aber ein ganzgr lantg, verlassen hatte, einen, wiuigen Eingxoter in einem geplanten großzügigen Gefängnisausbruch zu finangemünzter Goldschatz mußte hier irgendwo in der Gegend gewissen John Rubano. Diese Gruppe hatte sich zum Ferle verstreut sein. Vor ungefähg sehn Jahren hatten zupeit Ziel gesetzt, für 2 Mill,getzäng ehpütder ai, Seine hher##e. uu 4 e von hier Banditen einen Zug, von dem sie erfahren scheinen zu erzengen. Venogr„lte fae seine Einlage Die„unericopnliche“ Jerie hatten, daß er viel Goldmünzen für Bezahlungszwecke„Hau mit sich führte, in die Luft gesprengt. Sie hatten es zu gut gemeint und zu viel Pulver verwendet. Die Explosion zerstörte nicht nur Lokomotive und Wagex,„und Die Aast und hradte ie weit, weit benomn., Wlae wanen ale n de Hande der Volsek. Beizn n A- geigen Eir. Aalalf gest veien. Tae Ase Zeindelenoter uns Fgefunden worden, Jehr viele aber nicht, obwohl biele darauf satfget, trot Bubono, Kronzeuge auf. Er war gen die Serlenbezeichnung B 27 725 486 A. Die Bank= ag nichen danach gelucht und gegrabez, boten. Ste voren, Ppent.5 Maschirctoger Zeheimndienstes und sagte häuser in Boston, pouagelphsa, Chlagg und auch in i gangen waren. Der Plattengraveur, Harl. Wills hatte keine Ahnung, wo sich die Fabrik befand und wer seine Auftraggeber waren. Auch der Mann, der die Druckmaschine bediente. John Teal, hatte seinen Arbeitsort nicht gekannt; jedesmal, wenn ihn ein Abgesandter der Bande in die Werkstatt führte, wurden ihm am Weg die Angen verbunden. Ein geringfügiger Fehler hatte Sricn verwischt. Grund dieser entdecken und durch vierwöchentliche Beobachtung ein Bandenmitglied zu agnoszieren, das allnächtlich die Platten in die Druckerei brachte. Die„Big, Siz; wurden zu, zwanzig, Jahren berscden bege esirähen wporhpberz, outen, Ste wporeg, bonnen, be. A szaionier Gekeimndienses und seote ver Puser i, Bosonr, Wanovelzilg, Shlages und aucz in hrachte. Die„Blg. Sizx, wurden P1 guig, e u. d: Lep, get, be, dez Waldes In dem p u eeg—, die Fälscher ans Werk ge. Eurova forderten immer wieder ein energisches Ein= Kerker verurteilt. Der Geheimdienst hat jetzt Ruhe Bach, uunter Baumpurzein, des Waldes„Iin dem Vald der Barre genau aus, wie die Vatsiyr..—.—.. P„I„ en diesen gesährlichen Fälscherring, der ans bis zur nächsten Fälscheraffär. da drüben steckt Pablo“, sagte der Chauffeur.„Dort gangen waren. schreiten geger SAOSeeSreeee WOCHEN-BEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ 2. BLAIT 31. WOCHE schon, gehört, Schubert hat nämlich unter mehreren Stücken ein Duo vierhändig hinterlassen, was Diabelli jetzt gedruckt und mir gewidmet hat. Dies erschütterte mich sehr, ich kann mir kaum selbst sagen warum. Es ist doch eigen, wie reizbar ich jetzt bin, ich kann mir kaum selbst sagen, warum. Ich komme mir zuweilen sentimental vor....“ Aus alter Zeit... Faderwieizeir Schheisenl Weinichtspilere Mutter Goethe macht ein Weihnachtsgedicht— Weihnachtsbonbons für das Enkelkind— Frau von Stein schickt eine Weihnachtspyramide— Charlotte von Schiller und Clara Schumann schreiben. Wir Menschen unserer schnellebigen Zeit haben es sehr zarten Aufmerksamkeit gegen mich hast Du wohl Wir, greisen schon gehört, Schubert hat nämlich lieber schnell einmal zum Telephon oder schiaen ein Telegramm, das immer noch rechtzeitig ankommt, wenn voir vielleicht einmal vergessen haben sollten, zu schreiben. Nur zu Weihnachten kommt für uns alle noch einmal im Jahr die Blütezeit des Briefschreibens, denn der Weihnachtsbrief läßt sich nicht durch ein Telephongespräch ablösen, und das noch so herzlich gehaltene Telegramm läßt gerade in den Weihnachtstagen ein leeres Gefühl in unseren Herzen zurück. Zum Weihnachtsfest gehört der Brief— so ist es heute, und so war es auch früher Mit Freuden liest man die„klassischen" Weihnachtsbriefe, wie sie Goethes Mutter schreibt oder auch Charlotte von Schiller. Traurig ist der Sehnsuchtsbrief Clara Schumanns am Heiligen Abend, abgeklärt und versöhnend der Brief der Frau von Stein an Goethe, mit dem sie ihm eine Weihnachtspyramide überschickt. Ueber all diesen Briefen aber liegt der Zauber der Weihnacht..... Frau Rat Goethe an ihren Sohn, 2. Dezember 1803: Lieber Sohn! Dein liebes Schreiben vom 21. November hat mir viel Freude gemacht; es herrschte so ein froher Geist darinnen, der mir wohlthat.— Oepegepe, Shehtiph; lein! Künftigen Montag, den 5. December, geht oas päckgen mit dem Postwagen an Euch ab, ich hoffe, Freude damit zu bereiten— öffne es allein, damit der Spaß dem Christtag nicht entzogen wird— vor meinen lieben August war die Sache etwas unbestimmt angegeben— Blau Tuch, aber nicht zu hell und zu dunckel—, da aber hir kein Mensch hellblau trägt, so kommt dunckelblau—; ferner war nicht bestimmt zu was, ob zum Kleid oder Ueberrock oder sonst was— ich nahm daher ein Mitteltuch—, im Fall es nicht recht ist, so wasche ich meine Hände in Unschuld. Meine Dicde Toter„Heried vie veusich, Sot, da hat nuan braten durch de Weihnachtstag, da gab e. ur. gri., Venilezuger, wein, Zucker, Sitronersg Lorputenz, die bteipe, purpen.„9 brinat zwey schöne(egenmügrige tein Iutrgutge, ge abgesiefert.— warmt, die geweichte Gelantige duro das Chritindlein dovor gelseg un, die Farbe Egyp. Tage vor Weibnachten wurde sie aogezefert, die Gans, gefügt. Fertig. wird die Spene in ei weie Kleider, dos eine von„ossen„rtreflich waschen sein säuberlich gerapft, eigens dazu geboren, am Weih. Giaschisset gegeben uugutt#tete. nachtstage in die Pfanne zu wandern. Mit=Masronens heoren,„tm gi Die Wohnung im Winter.. macht doch manchem Kummer. Draußen ist es ungemütlich, regnerisch und kalt, eisiger Wind fegt die letzten Blätter von den Bäumen, und in den Wohnräumen will es gar nicht richtig warm werden. Unser Bedürfnis nach Gemütlichkeit und Geborgenheit ist in Herbst= und Winterzeiten stets besonders groß. Die langen Abende verführen zu Plauderstündchen am warmen Ofen, man liest oder handarbeitet. Aber wenn es durch alle möglichen Ritzen zieht, wenn der Ofen nicht genügend Wärme spendet, wenn der Fußboden trotz der Teppiche immer Kälte ausströmt? Das sind Sorgen, die einem das Leben schwer machen können. Man heizt ein, man läßt die Zimmertüren fest verschlossen, aber es wird nicht wärmer. Da gibt es zur Abhilfe solcher Nöte manche prakgibt es zur Abhilfe solcher Nöte manche prak= lichen Di tischen kleinen Ratschläge. Zunächst wird der Ofen, be= und behaglich anmuten. vor er angeheizt wird, einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Er muß ganz frei von Asche und Ruß sein, denn diese Ueberreste speichern Wärme auf und entziehen sie auf diese Weise dem Zimmer. Der Ofen sollte übrigens auch nicht zu dicht an der Wand stehen, weil die Wärme dann sofort der Wand abgegeben wird und auch hier dem Raum verloren geht. Stimmt es mit dem Ofen, dann hapert es sicher mit den Fensterritzen, durch die es so unangenehm zieht. Der Schreinermeister hat zwar das Fenster überprüft, aber durch Witterungsumschläge verziehen sich die Holzrahmen immer wieder. In diesem Falle nimmt man ein großes schweres Tuch, Plüsch oder ähnliches, näht Zeitungspapier hinein— weil dieses Material besonders warm hält— und hängt dieses Tuch vor die Fenster. Es muß lang herunterhängen und an den Seiten etwas überstehen. Das sieht gar nicht häßlich aus, wenn man es auch zunächst glauben möchte, im Gegenteil— geschickt angebracht, strahlt dieser Fensterbehang sozusagen Wärme und Gemütlichkeit aus. Uebrigens kann Zeitungspapier auch in mehreren Lagen übereinander unter die Teppiche gelegt werden. Auf diese Weise wird die Kälte, die von unten durch den Fußboden dringt, abgehalten. Wenn man auf solche Art die Kälte bekämpft, wird bald die Ungemütlichkeit verschwinden. Es darf aber nie vergessen werden, daß selbst an sehr kalten Tagen das Zimmer gut gelüftet werden muß. Man öffnet am besten die oberen Fenster, weil dann die verbrauchte Luft schnell entweicht. Gut gelüftete Räume lassen sich auch viel schneller wieder erwärmen. Bekanntlich wird durch Erhitzung die Luft trocken und reizt zum Husten. Darum darf im Winter nie vergessen werden, in den Wohnräumen Gefäße mit frischem Wasser aufzustellen Das verdunstete Wasser erfrischt die Luft. Werden alle diese kleinen, scheinbar so nebensächlichen Dinge beachtet, dann wird jedes Heim gemütlich neue Kleider, das eine von Taffend,#k. Pa tische Erde und einen Catun, der sich vortrefflich waschen läßt— und den Jedermann vor Seidenzeug ansieht—, mit einem Wort schön. schön.— In das kommende päckgen habe auch auf Dein Begehren einige Comedienzettel beigelegt— künftig sollen sie alle Monatye,ordentlich erscheinen.... Die Castanien werdet Ihr erhalten haben— und damit Gott befohlen! Grüße Deine Lieben Haußgeister von Eurer treuen Mutter Goethe. N. S. Daß zu rechter Zeit prächtiger Christags Confeckt erscheinen wird— darauf gebe ich Euch mein Ehrenwort. Weihnachtsgedicht an Louise von Göchhausen, Weihnachten 1802: Geliebtes Fräulein, Die Mode es ist,.. 1 gbrit Daß frommen Kindern der heilige Christ, wann sie das Jahr hübsch brav gewesen, manch schöne Gabe hat auserlesen: Torten, Rosinen, Gärten mit Lichtern, Herren und Dammen mit höltzern Gesichtern, Aepfel und Birnen, Geigen und Flöten, Zuckerwerk, Ruthen, Mandeln, Pasteten, Reuter mit Pferden, gut ausstaffirt, nach dem ein jedes sich aufgeführt. Da nun Frau Aja wohlgemuth— den alten Gebräuchen ist herzlich gut Und Fräulein Thusnelde in diesem Jahr gantz außerordentlich artig war, so schickt sie hier ein Bildnüß fein, Das Ihnen wohl mögte kentlich seyn. Und bittet es zum Angedenken an Ihren Schwanenhals zu hencken.... Doch ist Frau Aja auserkohrn in einem guten Zeichen gebohrn, kent brave Leute, des ist sie froh und singt In dulce jubilo. Und freut sie sich herzinniglich, das sie kan unterschreiben sich Dero wahre Freund und Dienerin, die ich gewiß von Hertzen bin.„ * Frau von Stein an Goethe, 24. Dezember 1811: „Mir deucht, es wäre so ein altes Recht, daß Sie, bester Geheimrath, auch einen Wachsstock von mir zum Weihnachtsgeschenk haben.— Hier brennt mein Stöckchen also gantz dehmütig, da ich eigentlich nichts sinnigeres zu geben weiß, das Ihrer würdig wäre, es ist doch noch immer ein Flämmchen, das auf dem Ihnen errichteten Altar lodert.... Es Sent Gdeh Urnte Ganseriaten Bochums Hausfrauen helfen mit, den Küchenzettel für die Weihnachtstage zu gestalten Ja unsere Mütter und Großmütter die hatten's bis 100 Gramm Zucker, drei bis vier Blatt rote und Ju, unsere Mutter un,(nusprigen Gänse= weiße. Gelantine, etwas abgersehene Zitronenschale, vier leicht, die„halferzn sich mit einem knufßrige:. Eßlöffel Zitronensaft, nach Belieben etwas Rum oder braten durch die Weihnachtstage, da gavs kein Ueber: Panillezucker. Wein, Zucker, Zitronensaft werden erssen kein fürsorgliches Sichvorbereiten. Wenige wärmt die geweichte Gelantine durch ein Sieb hinzuin eine ausgespülte Apfelsinenstückchen oder speise wird mit VanilleAber heute, da heißt es sich einen Plan machen, alles bis ins kleinste vorzubereiten, damit es zum „Besonderes“ gibt, einen Festschmaus, der Rücksicht nimmt auf die Wirtschaftskasse und nicht außer acht läßt, daß es so manches, was man früher an Zutaten für .## Kopfzerbrechen doch noch Glasschüssel gegeben und mit mir Marronen verziert. Die tunke oder Rahm zu Tisch gegeben,.ehang Se. Erster Feiertag abends: Verschiedene Salate (Rote Beete, Möhren, Mischgemüse mit einfacher Salattunke oder Mayonnaise. Dazu je nach Marktlage: Hartgekochte Eier oder gemischter Aufschnitt oder Fischkonserven.. s,.uns(II. B. unbedingt notwendig erachtete, fortfallen lassen muß. Zweiter Feiertag: Dunkle Suppe(als ResteUnd dennoch wird mit ein wenig Kopfzerbrechen doch noch verwertung vom Hasen), Schinkenbrumenkohlauflauf, ein Weihnachtsessen von unseren Hausfrauen gebraut nach Belieben Kartoffeln als Zugabe, Apfelsinenkrem. e# Mat hat den Festessen anderer Dunkle Suppe: Dunkle Mehlschwitze mit Wildbrühe auffüllen, gut durchkochen lassen mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, etwas Rotwein und geriebenem Käse abschmecken und als Einlage Makkaronihörnchen, die in Salzwasser gargekocht.— Schinkenblumenkohlauflauf: Ein großer Blumenkohl fast garkochen, helle Mehlschwitze aus Butter und Mehl und etwas Zwiebeln und drei viertel Liter Flüssigkeit(ein Teil Blumenkohlbrühe, ein Teil Milch). Ein viertel Pfund Schinken wird klein geschnitten mit einem Eigelb abgezogen, Salz, eine Prise Zucker, zwei Eßlöffel geriebenen Käse und einige Butterpflöckchen. Große Blumenkohlrosen werden in eine gefettete Auflaufform gegeben, mit kräftig abgeschmeckter Tunke übergossen und mit Käse und etwas Panier= mehl überstreut und im Backofen überbacken.(Backzeit eine halbe Stunde.) Zweiter Feiertag abends: Kartoffelgericht, grüner Salat, Aufschnitt vom Vortage(Käse, Aufschnitt, Hasenreste). Dazu Tomatenkartoffeln aus drei Pfund Pellkartoffeln und drei viertel Liter Tunke. Margret Oldermann werden, daß nicht Noi hat, vor den Festessen anderer Zeiten zurückstehen zu müssen. Kochen ist eine Kunst, vor allen Dingen zu den Festtagen. Einige Vorschläge und Rezepte tüchtiger Hausfrauen zeigen, daß es auch ohne den traditionellen Gänsebraten 1. Weihnachtsspeisefolge: Bescherabend: Gekochter Fisch, Petersilienkartoffeln, geriebener Meerettich, Apfeltorte, Käseplatte mit Petersilienkartoffeln: Kleine Pellkartoffeln abziehen, nach Belieben in etwas Butter schwenken und mit gewiegter Petersilie überstreuen.— Geriebener Meerrettich: mit etwas Rahm, Salz und einer Prise Zucker Erster Feiertag: Selleriesuppe, Hasenbraten. Kartoffeln, Apfelmus, Weingelee, Weihnachtsbackwerk Selleriesuppe: 150 Gramm Sellerie, etwas geschnittene Zwiebel in Fett schwitzen, 40 Gramm Mehl überstreuen und mit einem bis zwei Liter Flüssigkeit auffüllen, mit Salz abschmecken, beim Anrichten in Fett geröstete kleine Semmelwürfel und Petersilie darüberStunden ziehen gelassen. Der fertige gekochte Schinken findet als Aufschnitt oder als Gemüseauflauf Verwendung. Zur Verwendung von salzigen und süßen Gerichten wird ein Quarkblätterteig hergestellt aus drei viertel Pfund. Mehl, drei viertel Pfund durchs Sieb gestrichenem Quark, drei viertel Pfund Butter oder Margarine, eine Prise Salz. Die wie Mürbeteig zubereitete Masse wird kühl und trocken bis zur Verwendung aufbewahrt. Daraus lassen sich herstellen: Gefüllte Blätterteigtaschen mit abgeschmecktem Fleischteig (aus gesammelten Fleischresten, Eier, Semmel und Gewürzen oder gemischtem Hackfleisch). Aus dem Teig gerollte Rechtecke werden mit Fleisch belegt, zu einem Dreieck zusammengeschlagen, mit Eigelb bestrichen und heiß am Heiligabend oder an einem der Festtage als Vorspeise mit einer Tasse Brühe gereicht. Hinterher eine kalte Platte, auf der jeder seine Lieblingsspeise Erster Feiertag: Brühe, Wildbraten, Rosenkohl, Mokkakrem(für etwa sechs Personen): Vier Eigeld werden mit vier Eßlöffeln Zucker schaumig gerührt, ein achtel Pfund Kaffee zu einem viertel Liter Kaffee verarbeitet, in dem vier Blatt weiße Gelantine aufgelöst werden. Unter die erkaltete Masse wird die Eiermasse gerührt und wenige Stunden vor dem Anrichten wird der Eischnee darunter gemengt. Alles wird in Gläsern Erster=Feiertag abends: Schinkenrölchen mit einem Kartoffelgericht, Käsebroten und Tee. Zweiter Feiertag: Dunkle Suppe aus Wildresten, Schinkenblumenkohlauflauf, Salzkartoffeln und Fruchtsalot, 1. Tpfelfigen einige Bask. und KeiFruchtsalat: Apfelsinen, einige Nüsse und Feigen werden mit Zucker bestreut und nach Belieben mit einem Teelöffel Rum oder Kirschwasser abgeschmeckt. Zweiter Feiertag abends: Kalte Platte und Der übrige, noch nicht zur Verwendung gekommene Quarkteig wird mit etwas Zucker nochmals verknetet und zu zwei Kuchen ausgerollt, von dem einer mit Streußel bedeckt wird, der zweite wird mit einem viertel Pfund Quark und dünnen, in Scheiben geschnittenen Aepfeln, die mit Zucker, Mandeln und Rosinen gemengt, belegt und ergibt so einen feinen Kaffeekuchen. Paula Doberer 3. Weihnachtsspeisefolge Heiligabend:„Gemischte Salate, gefüllte Eier oder Aufschnitt oder kalte Fischgerichte, Aprikosenkompott, Weihnachtsbackwerk aus dem Vorrat. Einige mürbe Aepfel werden in Scheiben geschnitten und mit etwas Wein übergossen. Ein Kopf Sellerie, einige gekochte Rote Beete ebenfalls in Scheiben geschnitten werden lagenweise in eine Glasschüssel gefüllt und Wall= und Haselnüsse dazwischen gestreut. Die Masse wird mit einer einfachen Salattunke abgeschmeckt und mit einem viertel Pfund Mayonnaise überstrichen. — Kartoffel=Selleriesalat: Zwei bis drei Pfund Kartoffeln und ein bis zwei Sellerieknollen werden mit einer Salattunke übergossen oder zwei Pfund Kartoffeln, ein Pfund Möhren, ein Apfel, zwei Gewürzgurken, werden mit einer Salattunke vermengt.— Ein halbes Pfund gedörrte Aprikosen werden eingeweicht. Zum Wasser wird ein Stück Zimt, ein Stück Zitronenschale gegeben. Die Brühe wird mit Kartoffelmehl gedickt, mit Zucker und nach Geschmack mit Vanillezucker oder Rum abgeErster Feiertag: Brühe mit Einlage, Zungenragout verziert, Vanilleäpfel.„. gre; giarte Zungenragout: Zwei Pfund Zunge, drei viertel Liter Grundtunke aus 60 Gramm Fett, 80 Gramm Mehl, Gewürzgabe, Zungenbrühe, Salz, etwas Rotwein und etwas Zitronensaft. Die Zungenscheiben werden in die fartig ahgeschmackte Tunko gagahen und angerichtet. 2. Weihnachtsspeisefolge: (Vorbereitungen für das Weihnachtsgericht) Ein beliebig großes Stück Schinken wird in reichlich Minuten, ältere Hasen eineinhalb bis zwei Wasser gelegt und am nächsten Tage in frischem Wasser Stunden.— Weingelee: Ein halbes Liter Wasser, 80 langsam zum Sieden gebracht und langsam einige Ersier-Narikesen Wollen wir nicht ganz ehrlich sein, haben wir nicht immer mit einer leisen Wehmut auf das altmodische Nähtischchen geschaut, an dem unsere Großmütter für uns die molligen Unterröckchen strickten und all die tausend Dinge arbeiteten, die unsere Kinderaugen rund und strahlend machten? Und auf einmal kam eine Zeit, die von all dem nichts mehr wissen wollte, die sich nicht mehr erinnern konnte an solch ein mungsvolles Arbeitsplätzchen in der Wohnung der Großmütter, an das mit handwerklicher Liebe gearbeitete Nätischchen der achtziger Jahre, dessen gedrechselte Säulchen und geschnitzte Kanten von der Wichtigkeit es Möbels zu plaudern wissen. Es ist „altCharlotte von Schiller an Fritz von Dezember 1804: „.. Schiller grüßt Sie herzlich, lieber Freund, und bittet Sie, dieses kleine Andenken—(gemeint ist der Wilhelm Tell)— auf den Tisch Ihrer lieben Frau Gemahlin zu legen, und ihr dabei zu sagen wie sehr wir beide sie lieben und ehren, und welche Rechte der Freundschaft wir auf ihr Herz auch legen, dadurch daß sie Ihre Frau ist und daß sie Sie glücklich macht. Nehmen Sie den einfachen Sohn der Schweiz auf... Wir waren beide krank in den letzten Wochen, seit ich Ihnen schrieb, und Schiller hat noch einen hartnäckigen Husten....“ dieser Meooets gu. pillggge, wigen. Es ist eigentümlich, daß wir diesem Worte modisch“ mit einer versteckten Zuneigung begegnen, mit einer kleinen Liebe, die auch jene Zeit nicht zu verschütten vermochte. Es liegt unbedingt im Zuge der Zeit, daß gerade heute, da auf die Betonung der handwerklichen Arbeit soviel Wert gelegt wird, auch in der Frau die Freude an der Handarbeit wieder wachgerufen wird. Dieser eine Platz im Hause, die Nähecke, die einzig und allein der Frau gehört, wird dazu beitragen, daß Handarbeiten wieder mehr bedeutet als monotones, unpersönliches ferlig abgeschmeale Tunke gegebeng, uns, angerichter. Dazu werden Kartoffelklöße, Kartoffelbrei, Grießklöße gegeben und als Gemüse Blumenkohl oder auch Reisrand mit Tomaten.— Vanilleäpfel: Vier bis sechs mittelgroße Aepfel werden durchstochen und in Zuckerwasser vorsichtig weichgekocht, auf eine Glasplatte gesetzt, mit Makronen und Marmelade gefüllt und mit einer dicken Vanilletunke übergossen und mit Makronen und Marmelade verziert., Erster Feiertag abends: Kartoffelpuffer mit grünem Salat, Käsebrote und Tee. Zweiter Feiertag: Grünkernmehlsuppe mit gerösteten Brötchenwürfeln, Kasseler Rippesper, Rosenkohl, Kartoffeln, Biskuitchen, Weinschaumtunke oder bei Kindern Schokoladentunke. 30 Gramm Fett, 60 Gramm Grünkernmehl werden mit Suppengrün und Zwiebeln geschwitzt, mit einem viertel Brühe aufgefüllt und mit Brötchenwürfeln angerichtet.— Der Biskuitteig muß sehr locker sein. Drei ganze Eier, drei Eischwer Zucker, etwas Vanillezucker, drei Eischwer Mehl, etwas Zitronenschale, etwas Kartoffelmehl oder Mondamin, ein Eßlöffel flüssige abgekühlte Butter, nach Belieben etwas Rum und ein Teelöffel Backpulver. Die ganzen Zutaten werden gemengt, gut verrührt und teelöffelweise in Förmchen gefüllt und bei Mittelhitze hellgelb gebacken. Aus einem viertel Liter Wein, einem achtel Liter Wasser, einem Stück Zitronenschale und 40 bis 50 Gramm Zucker, einem Teelöffel Mondamin und etwas Zitronensaft, einem Ei und etwas Vanillezucker wird im Wasserbad eine dickschaumige Tunke gekocht. Zweiter Feiertag abends: Frikadellen, Rote Beete mit Butterbroten.. Johanna Daehnecke Ein geräumiger Nähkasten, geeignet, alle Handarbeiten Nänutenslllen autzunehmen. und Clara Schumann an Robert Schumann, am Christabend 1839: „Wie soll ich den Christabend schöner feiern, als mich mit Dir zu unterhalten, ich war heute sehr traurig, keinen Christbaum erblickt mein Auge. Wo magst Du jetzt sein! Ob Du recht glücklich bist! Doch ja— Dir brennt ja der Baum der Liebel.. mpersönliches Be= ist alles wohl geordnet. Und das Schönste an diesem sticken einer unkünstlerischen Vorlage, daß wieder weib= Nähkasten ist die Zweckmäßigkeit der nach beiden Seiten und ein erbietet es der Raummangel, daß jede gleichen Holz der Zimmereinrichtung gearbeitet sein, es Frau einen solchen Platz ihr eigen nennen darf. Nun, ist ja viel reizvoller, ihn recht farbig als Einzelmöbel der wähle einen Nähkasten, den es in den verschiedensten, wirken zu lassen. Fächer, in denen die Stopf= und Flicksachen bequem Ich habe davon gehört, daß es Männer geben soll, atz finden, eine zweite Lade ist nach Belieben in die die Ordnungsliebe der Ehefrau oder der Braut durch Fächer geteilt, in denen die verschiedensten Garne, wohl einen heimlichen Blick in den Nähkasten festzustellen verDoch ja— geordnet, eingeräumt werden können. In einem Fach mögen. Halten wir Ordnung, damit wir die Prüfung Von einer liegt das Strickzeug, im zweiten die Stickereien, und so alle mit„Gur bestehen. Schlafanzug oder Nachthemd? Man darf nicht verkennen, daß auch die Wäsche, insbesondere die Leibwäsche für die Frau, der Mode unterworfen ist. Wir erinnern uns noch der Zeiten, da der Schlafanzug das gute, solide und bewährte Nachthemd verdrängte. Ohne Schlafanzug ging es nicht mehr. Man fühlte sich angezogener. Und nun auf einmal kommt das Nachthemd wieder zu Ehren. Es sieht ganz anders aus als früher. Es ist reizvoller und mit Bildern an den Aermeln und an dem Halsausschnitt geschmückt. Dazu kommen lange, weite Aermel, die als Abschluß von einer Spitze eingefaßt werden. Gerade Spitze wird besonders gern wieder verarbeitet, sie paßt gut zu den leichten, zart getönten, waschseidenen Stoffen der Nachthemden. Aber der Schlafanzug wird sich nicht ganz verdrängen lassen. Auf Reisen, im Hotel, ist er unentbehrlich. Noch zwei Dinge streiten sich um den Vorrang: Hemdhose und Hose und Hemd. Wir finden Hemdhose und auch Hose und Hemd bei den Kollektionen nebeneinander; und es werden gewiß sowohl die Hemdhose wie auch Hemd und Hose gemeinsam ihren Platz behaupten. Die Hemdhosen sind einfach und praktisch, aus anschmiegsamen Stoffen und mit zarten Spitzen. Wichtig ist noch das Unterkleid, das oft allzu wenig beachtet wird. Es muß gut anliegen und darf keine Falten werfen. Das Kleid darüber verliert an Wirkung, wenn das Unterkleid ungeschickt und zu weit ist. Es muß vor allen Dingen bei der Auswahl des Unterkleides darauf geachtet werden, daß es sich ganz der Figur anpaßt. Besonders praktisch als Material ist Kunstseide, matte oder glänzende; sie bedarf nur bei der Wäsche einer sorglichen Behandlung, wie überhaupt alle Leibwäsche der Frau beim Waschen vorsichtig zu behandeln ist. A Geren,, M Amerika, das Wunderland, Das Land der Möglichkeiten, Das tausend neue Dinge fand Und stets die Konjunktur erkannt, Zeigt immer neue Seiten. Es baut jetzt Straßen keinesfalls Wie wir aus Pflastersteinen, Es baut, mir stockt das Wort im Hals, Die Straßen jetzt aus reinem Salz, Das muß doch seltsam scheinen. Bis jetzt ließ man bei uns Asphalt Auf Großstadtstraßen walzen, Jedoch der Vorgang ist zu alt, Davor macht USA. nicht halt, Jetzt muß man Straßen salzen. Besonders, wo es aufhärts geht, Auf steilen Serpentinen, Wo dauernd„Achtung, Kurve!" steht, Braucht man mit Virtuosität Das Salz aus den Salinen. Daß solch ein steiler Weg bergan Mit seinen vielen Kehren Von vornherein für jedermann Als stark gepfeffert gelten kann, Scheint niemand zu belehren. Das Schicksal stellt uns stets ein Bein, Wir sind ja nicht im Himmel, Und hat man schon den Führerschein, So muß der Weg versalzen sein, Sonst kriegt man einen Fimmel! S. B. Sosort „Müller, warum ist Ihre Arbeit hier immer noch nicht getan?“ fragte der Chef erregt.„Mindestens vor einem Monatt sollte sie schon gemacht sein!“ „Verzeihung, ich habe sie ganz vergessen.“ „Das ist ja allerhand! Ich möchte mal sehen, was Sie sagen würden, wenn ich vergäße, Ihnen das Gehalt aussuzahlen......, 5g24 f23en und nicht ars uach „Dann würde ich es sofort sagen und nicht erst nach einem Monat Krach machen!" Auch etwas „Haben Sie etwas zur Unterhaltung der Gäste bei„Leider! Ich bin rausgeschmissen worden!“ Erst im Bilde Mister Mommer:„Wie konnten Sie sich nur einen so jungen Rechtsanwalt nehmen?“ Mister Sommer:„Ja, wissen Sie, mein Prozeß kann sich sehr in die Länge ziehen!“ In Gedanken „Wenn ich das Laboratorium betrete, muß ich jedesmal husten!“ „Ist das Vorschrift?“ Vorspiegelung „Huber, machen Sie nicht so ein schlaues Gesicht, sonst lasse ich Sie wegen Vorspiegelung falscher Tatsache einsperren.“ WOTAASEK EUNE Ein ruhiiges Gemüf /Von ditt gen, da war es ihr plötzlich, als habe im Zimmer etwas geknistert oder geknackt. Es dauerte eine Weile, bis ihr das Bewußtsein zurückkehrte, schließlich jedoch öffnete sie die Augen. Zu ihrem Schrecken sah sie einen fremden Mann, der offenbar durchs Fenster eingestiegen war, in ihrem Kommodenschub herumkramen. Jeder andere Mensch wäre nun mit einem Ruck hochgefahren, hätte geschrien oder sonst eine Dummheit gemacht. Nicht so unsere Frau. Sie sagte sich: wenn ich jetzt Lärm schlage, dann schießt der Kerl vielleicht auf mich, und was habe ich schon vom Inhalt meiner Kommode, wenn ich tot bin? Nein, ich werde ihn ruhig weiterwühlen lassen. Ich stelle mich einfach schlafend, und erst, wenn der Mann wieder draußen ist, rufe ich um Gedacht, getan. Die Frau stellte sich also schlafend. Sie machte das wunderbar echt. Sie zeigte ein so harmlos zufriedenes Gesicht wie ein Säugling nach der Flasche. Sie kniete sich so gründlich in diese mimische Meisterleistung hinein, daß sie... ... am nächsten Morgen um ½9 Uhr inmitten einer völlig ausgeplünderten Wohnung aufwachte. Sie war nämlich wirklich wieder eingeschlafen. Sehen Sie: das nennt man„Phlegma“! aber wahr die Gattin des Leuchtturmwächters, die seit drei Tagen in dem tobenden Sturm an der Seite ihres toten Gatten ausgehalten hatte. Er war durch den Sturm vom Turm hinuntergeweht worden und in ihren Armen verschieden. Aber soweit ging ihre geistige Umnachtung nicht, daß sie ihre Pflichten als Leuchtturmwächterin versäumt hätte. Nacht für Nacht brannten die Notlampen hell über das Meer, während ihr Geist längst verdunkelt war. Wissen Sie, was man unter Phlegma“ versteht? Wenn Sie es nicht wissen, dann können Sie natürlich im Lexikon nachsehen. Sie werden dort folgendes finden:„Phlegma(griech.), Schleim; besonders vermeintlicher Schleim im Blut als Grundlage des phlegmatischen Temperaments(1..) 56116 ig.61 1 Wenn Sie es, was ja immerhin moglich ist, jetzr auch noch nicht wissen, dann bleibt es Ihnen unbenommen, das„s..“ welches„Siehe dort!“ heißt, zu befolgen, und, wie ein Rössel auf dem Schachbrett, im Lexikon herumzuhopsen. Einfacher aber ist es, sich die Sache an einem praktischen Beispiel erklären zu lassen. Da hat sich nämlich umlängst folgende Geschichte zugetragen: Eine Frau, deren Mann viel auf Reisen ist, legte sich eines Abends still und allein schlafen. Eine Weile noch hörte sie durchs offene Erdgeschoßfenster draußen im Garten die vom Wind berührten Bäume säuseln, dann schlummerte sie ein. Sie träumte gerade so schön von Crspe de Chine und anderen lebenswichtigen DinKaum glaublich „Verkehrsverbrecher“ Los Angeles. Seit sich die Zahl der Verkehrsverbrecher in Los Angeles immer mehr aus den Kreisen der großen Filmstars zusammensetzte, sannen die Richter vergeblich darüber nach, wie sie diese Verkehrssünder, die oft mit 70 und 80 Stundenkilometer Geschwindigkeit durch die Straßen brausten, ernsthaft zur Vernunft bringen könnten. Alle vorgesehenen Geldstrafen wurden lächelnd bezahlt und nutzten natürlich gar nichts. Jetzt hat man das Ei des Columbus gefunden: Man malt auf die Windschutzscheibe auf Kosten des Bestraften ein schönes, buntes Zeichen mit der Inschrift „Verkehrsverbrecher“. Um der Bevölkerung zu beweisen, daß man es wirklich ernst meine mit dieser Neuerung, verdonnerte man als erste den Filmstar Miß Blane. Da sie aber Besserung gelobte, braucht der Schmuck der Windschutzscheibe nur 45 Tage dort zu bleiben. Wenn eine Millionen-Erbin einkauft... Kalkutta. Wie die Millionärin Doris Cromwell nach Hause kommen will, das ist auch den indischen Weisen ein Rätsel. Diese Doris Cromwell ist niemand anders als die Millionen=Erbin Doris Duke, deren Papa mit mehr oder weniger gutem Tabak seine Gelder verdiente. Sie hal jetzt in Indien das berühmte Kauffieber bekommen und unter anderem zwei mächtige Türflügel aus Marmor erworben, die genau nach dem Modell des berühmten Grabmals Tadsch Mahal in Agra nachgebildet sind. Ferner verstand der gleiche Händler, ihr einen angeblichen Götteraffen von zwei Meter Höhe aus dunklem Stein anzuhängen: Gar nicht zu reden von den tausend Kleinigkeiten, die sich bisher schon in 19 großen Kisten stapeln.. 6ige 4t. Doris Duko wird ein Extra=Schiff chartern müssen, wenn sie nach Florida zurückreisen will. Und der Zoll an der amerikanischen Küste wird seine helle Freude haben, wenn Doris Duke=Cromwell seufzend ihr Scheckbuch zückt, um für die Türflügel à la Tadsch Mahal und für den dicken Affen aus Stein den Zoll zu bezahlen. Renotypillin 10 Jahre Stockholm. Jeder Betroffene wird sich empören. Aber es steht ihm ja frei, an der Richtigkeit dessen zu zweifeln, was der dänische Psychologe errechnete. Dieser hat nämlich festgestellt, daß die Menschen meist geistig viel jünger , als der Geburtsschein ausweist. Jedenfalls ist nach seiner Ueberzeugung eine durchschnittliche Stenotypistin geistig nicht älter als 10 Jahre, ein Geschäftsführer bringt es knapp auf 18 Jahre, ein Bibliothekar bringt es gar auf 20 Jahre, ein Rechtsanwalt„zählt“ nur 17 Jahre und ein Arzt 19 Jahre. Der Himmel Also, Herrschaften, Ihr habt jetzt die letzte Chance, mag wissen, welches Grundmetermaß oder Jahresmaß Euch einen Regenschirm zu kaufen! Ich werde sogleich der Psychologe anlegte.— Vielleicht gar sich selbst“ die Markise hochziehen!“ Kryptogramm Von einem bestimmten Buchstabense d in gleichmäßigen Zwischenräumen fortschreitend, erhält man den Anfang eines Weihnachtsliedes. Einsatz=Rätsel Zwischen die unter A und C nachstehend angegebenen Wörter soll je ein Hauptwort gesetzt werden, das in Verbindung mit den angegebenen Wörtern, neue Hauptwörter bildet. Zum Beispiel: A Uhr, B 2, C Tag= Uhr Werk— Tag. Die Anfangsbuchstaben der zu ergänzenden Wörter unter B nennen eine Oper von Marschner. 1* A Nebel Stein Herbst Rock Kammer Wein Korallen Morgen Haus Wall Rosen C Vieh Orden Frost Tier Mann Aether Reich Wirt Stadt Häher Laube — Silbenrätsel Chinesische Weisheit a—8— ach— be— bol— born— chor da— do— dor— e— er— 1lo— ge— gnaz ham— hemd— ho— 1— 1— 1— ke— kel laub— In— In— ma— mi— na— nau ne— ner— 10— pat— Ta— re— rI schau— 3e— sok— 50r— spar— aym— ta — thi— tiv— tow— ur— wan— war Aus diesen 51 Silben sind 21 Wörter zu bilden, deren End= und Anfangsbuchstaben, letztere von unten nach oben gelesen, ein chinesisches Sprichwort wiedergeben.— Bedeutung der einzelnen Wörter: Dezember=Wetterregel Raffinement Faustrecht Tantieme Hutten Peinlichkeit Obacht Geschenk Heuriger Heldenehrung Aquarell Riemen Mittenwald Hindukusch Anklage Tesching Heuwagen Tannenbaum Jedem Worte drei, dem letzten jedoch nur zwei aufeinanderfolgende Buchstaben entnommen, ergeben, zusammenhängend gelesen, eine alte Dezember=Wetterregel. Der reichlte Indianer der Welt Muskogee(Oklahoma). Die Steuerbehörden haben bisher immer nur den weißen Krösussen in den USA. nachgespürt. Jetzt aber Opernkomponin rückt man auch jenem Indianer Enos Wilson zu Leibe, der sich als einer der reichsten Männer Amerikas über= haupt, jedenfalls als der reichste Indianer der USA. Hinierlassenschaft Enos ist ein Creek=Indianer. Man fand ihn vor 30 Jahren, als Säugling ausgesetzt, vor der Tür eines Sherifs. Später schenkte ihm die Reglerung nicht nur den schönen Namen Wilson, sondern auch ein Stück Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf Land, damit er es für sich bewirtschafte. Er ließ es jedoch für sich bohren: man fand Petroleum! Heute gehören ihm ein paar Millionen Dollar, und noch immer rieselt sein Reichtum aus der Erde.— Das ist der Werdegang des reichsten Indianers der Welt. aa b ee d Füllaufgabe eeeeeee h 11 1 p rrs tt an Nussischer Männervornane Geistliches Amtskleid Kummer und Leid Sprichwörtlich anspruchslose Grlechen der Antike Nuhezeit Biblischer Ort Hauptstadt von Hawal Findel man an Denkmälern Tell des Wagens 8 K Europäischer Strom Preisstadt in Abland Feuerwerkskörper Männlicher Vorname Neben dem tolen Leuchtturmwächter Clinton(USA.). Von der Küste her hatte man seit drei Tagen beobachtet, daß die Notflagge aufgezogen war auf Duck Island. Irgendetwas mußte mit dem Leuchtturmwächter nicht in Ordnung sein. Aber der schwere Sturm verhinderte, daß man an die Insel herankam. Bald stieg an dem Leuchtturm selbst noch eine zweite Notflagge hoch. Jetzt gab es für die mutigen Helfer keinen Halt mehr. Sie arbeiteten sich durch die wilden Fluten hindurch und fanden— eine wahnsinnig gewordene Frau, Der Punkt Haudssadt von Volen Fritzchen:„Papa, sieh mal, muß ich hier hinter dem Satz einen Punkt oder ein Komma machen'“. Bezsinatlonssall Vater(mit einem schüchternen Blick zu seiner Ehehälfte):„Mach lieber einen Punkt, Fritzchen. Nicht wahr, es ist dir doch recht, Marthak" Biblische Frauengestalt Auch eine Erklärung „Dein Aufsatz Unser Hund“ ist nur eine halbe Weiblicher Vorname Seite lang! Wußtest du wirklich nicht mehr über ihn „Wir haben ihn erst drei Tage, Herr Lehrel“ Sinndld(Prendworh kk nnnn 000 V Mit obigen Buchstaben sind die Felder der vorstehenden Figur so zu besetzen, daß die waagerechten Reihen Wörter von folgender Bedeutung ergeben: 1. ein Tonstück, 2. Gefäße, 3. einen Strom in Sibirien, 4. eine Braunkohlenart zu Schmuckzwecken, 5. eine Farbe, 6. eine Muse 7. ein Haustier.— Die senkrechte Mittelreihe bezeichnet ein türkisches Nomadenvolk. Buchstaben=Versetzungsrätsel Tripel Gelß Sigel Spee Arno Oberst Koran Tegel Relm Hunte In vorstehenden zehn Wörter sind die Buchstaben zu versetzen, so daß neue Wörter entstehen, die in ihren Anfangsbuchstaben, verbunden, eine Naturerscheinung ergeben. Zusatzaufgabe Baum—, Storch—. El—. Drei—. Mal—. Pech—. Wenn man an Stelle der Striche Hauptwörter setzt, die in Verbindung mit den obigen neue bilden, so ergeben die zu suchenden Wörter in ihren Anfangsbuchstaben den Namen einer Landschaft in SchleswigHolstein. Ergänzungs=Rätsel Elland Kull Ute Taler Leis Opal Bier Elle Achse Pik Acht Aus jedem der vorstehenden elf Wörter soll durch Anfügen eines weiteren Buchstabens am Anfang ein neues Wort gebildet werden. Die Buchstaben selbst, “ aneinandergereiht, ergeben ein weihnachtliches Gebäck. Auflösungen aus der vorigen Nummer Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Margarine, 6. Roman, 8. Ast, 10, Heu, 12. Tor, 13. Alte Liebe, 14. Gbr, eh,;; — 16. Li. 17. See, 19. Salve, 20. Standarte.— 1. Michaelis, 2. Goa, 3. Amselfeld, 4. Rat, 5. Eberesche, 7. Delhi, 9. Hoboe, 11. Ute, 12. Tee, 17. San, 18. Eva. Wer kennt die Mädchen? Elise, Dora, Isabella, Thekla, Hermine.— Edith. Silbenrätfel: Weddigen, Ignaz,„Siam, Getter, Elster, Neige, Ohnet, Hiese, Naseweis, Esse. Geibel, Erwin.— — Wissen ohne Gewissen ist Tand. Magische Ecke: Dresden. Reiter. Eisen, Steg. den, er, u. Verschiederätsel: Leckeres Mahl. Nun in es wieder auf die Welt gekommen: Dante. Angebinde. Sonate. Choral, Hallelusa, Rassael, Islam. Seminar. Tannengrün, Kirche, Inserno, Nazareth, Domizil.— — Das Christkind. Diagonale: Omphale— Richard. Adventsbeilage des„Bochumer Anzeiger“ Sonntag, 22. Dezember 1935 voN Karl* Burkert. Es ist die Eisenbahn wohl eine feine Sache. Aber wo sie eben nicht hinkommt, da ist die Erfindung umsonst. Zum Glück sind dahinten die Wäldler auf ihre Gnade nicht angewiesen. Sie haben ja den Kaspar und sie haben seinen Schimmel. Jahraus, jahrein rädelt und schlittet der Botenmann auf dem verlorenen Sträßlein, zwischen dem Walddorf und dem ehemaligen Reichsstädtchen, hin und wider. Und darum: auf den Botenmann hält man große Stücke. Bei alt und jung ist er geachtet und beliebt. Dazu kommt noch: trotz aller Weltläufigkeit ist er ein richtiger Wäldler. Ein wenig langsam, ein wenig herzig, pfiffig dabei und einem Schnack nicht abhold. Obschon er immerweile die Nase am Neuesten hat, bleibt er doch stets beim Alten, bei den bewährten Dorfsitten. Er trägt das gleiche Gewand wie alle, er geht in den gleichen Stiefeln. Er raucht den gleichen Knaster wie die andern, und des Jahres ein paarmal hat er gemeinsam mit den Bauern den gleichen braven Rausch. Und doch, in einem Punkt will der Kaspar mit dem Dorfbrauch nicht übereinstimmen, da macht er einfach nicht mit.'s ist zwar nur eine Kleinigkeit, allein man hängt sich dran und nimmt es dem Kaspar für übel. Ein Weihnachtsbaum mehr oder weniger im Dorf, was macht das schließlich aus! Doch die Wäldler nehmen es anders. Ein Christenmensch mehr oder weniger, sagen sie, so müsse man das ansehen! Nicht gleich bleibe es, worauf sich einer hinausspiele., Für einen rechten Heiden sieht man den Kaspar an, allimmer zwischen Heiligabend und Stephanstag. Und es ist ganz seine Schuld. Man hat sich Mühe genug mit ihm gegeben. Allen Bekehrungsfleiß hat man eine Zeitlang an ihn gewandt. Einmal hatten die Dorfburschen sich einen Jux erlaubt. Hatten auf Grund einer Wette, die sie unter sich eingegangen waren, dem Kaspar, indes er den Schimmel fütterte, einen brennenden Lichterbaum in die Stube praktiziert. Der Botenmann machte kurzen Prozeß. Er packte den Baum, so sein er war, stellte ihn hinaus auf die freie Schneewiese und riegelte knurrend seine Tür. Anderer Leute Kurzweil und Dummheiten, sagte er, gingen ihn nichts an. Und dann kommt wieder einmal ein Heiligabend. Der Kaspar ist schon an die Siebzig heran, doch noch alleweil gut beim Zeug. Noch recht wacker Lrrake kutschiert er auf seinem Sträßlein herum, man kann nicht anders sagen. Für heute freilich hat er sich bereits den Feierabend gemacht. Allein, wie es dann geht. Dem Hahnenwirt ist plötzlich der Kirschgeist schmal geworden. Er kommt noch rechtzeitig drauf. Kommt also ganz verschnauft zum Botenmann gelaufen: so und so stünd’ es um ihn, den Wirt! Mittag ist bereits vorbei, langes Besinnen hat keinen Wert. Springt also der Kaspar stracks in die hohen Rohrstiefel, zerrt sein Schlittlein, dieweil es gute Schneebahn ist, aus dem Schopf, und kaum daß der Hahnenwirt erst wieder richtig zu Hause ist, saust ihm der Schimmel auch schon an der Nase vorbei, und das Schellenbandelier klingt so lustig im Tag. Mordierisch tubakt der Kaspar aus der Pfeife. Je wie sein Tempo, das er vorhat, sind nämlich auch stets die Rauchwolken, die er ausstößt und hinter sich läßt. Schnee war die letzten Nächte eingefallen, Wind war dabei gewesen, und nun liegen da und dort die breiten Wächten über die Straße. Der Schimmel hat es nicht keicht, aber sonst ist das Wetter gut. Der Kaspar ist in bester Laune. Kurz zuvor war ihm auf der freien Landstraße ein Frauensmensch begegnet. Man konnte meinen, sie hatte nichts Rechtes am Leibe. Wenigstens nichts für einen Gang über winterliches Land. In ein Wolltuch hatte sie was eingehüllt, was aussah wie ein Kind. Der Kaspar hätte sie angerufen, doch da war sie ihm plötzlich aus dem Weg getreten. Den Rücken ihm zugewandt, schaute sie hinein in die Aecker. Jetzt hinterher fällt ihm was ein:„Die hast du doch gekannt!“ sagt er sich. Die Angelika ist eine aus dem Walddorf. Ihre Mutter war bei der Schneckenbäuerin die Großmagd gewesen. Einmal war sie bei dem Kaspar— sein Weib lebte damals noch— war sie bei dem Kaspar auf der Stube gesessen. Auch just an einem Christtag ist's gewesen. Kurz hernach kam die Angelika zur Welt. Die ging noch in die Schule, als ihr die Mutter hinstarb, und jetzt ist sie etliche Zwanzig und steht im Dienste bei der Roßwirtin. Verunglückt ist der Mann und das Bübel ist bei drei Jahren. Sie kann das Kind nicht bei sich haben, wie sie's wohl gerne möchte. Die Roßwirtin duldet es nicht. So muß die Angelika ihr Bübel zu fremden Leuten in die Kost geben. Das frißt ihr den ganzen sauren Lohn. Nein, die Angelika hat nichts zu lachen! Solche Gedanken gehen dem Kaspar fort und fort im Kopf herum. Beinahe bringt er sie mit der Litanet der Krämerin durcheinander, doch treiben sie ihn auch vorwärts. Noch keine halbe Stunde ist vorbei, da hat er alles beisammen. Dem Stadttor fährt er schon wieder zu. Nur bei der Roßwirtin will er auf einen Augenblick anhalten. Die Roßwirtin, man kennt es auf den ersten Blick, ist schlechter Laune. Sie macht vor dem Kaspar kein Hehl daraus, denn er ist der einzige Gast in der Stube und ist außerdem jetzt bloß auf dem Stehfuß da. Kaum ein Wörtlein hat er gesprochen, da legt sie schon kräftig los: Kein Verlaß sei mehr aufs Dienstvolk. Nicht einmal die Wäldler täten noch was taugen. Da habe man gemeint— die Angelika! Ja, da sehe man's nun, was man an einer solchen habe. Die Kinderstrümpfe habe sie ihr gestohlen, wer weiß, was außerdem. Das mit den Strümpfen wäre einstweilen am Tag. Natürlich aus dem Hause habe sie das liederliche Mensch sofort Der Kaspar hat seinen Nickel für den Schnaps auf den Tisch geklappt, und so, daß man's nicht überhören kann. Dann geht er mit geräumigen Schritten zur Türe. Dort kehrt er sich auf dem Hacken:„Roßwirtin“, spricht er,„ich kenn' die Angelika auch. Besser vielleicht denn Ihr. Die lumpigen Kinderstrümpf'— weiß nicht, was etwa dran ist. Aber was die Not ist, die harsche Not, selb weiß ich. Zum wenigsten kann ich mir's denken. Und weiter weiß ich, ein liederliches Mensch ist die Angelika noch immer nicht. Und zum letzten sag' ich: Christnacht ist heut'. Wenn's die Roßwirtin nicht ganz vergißt— nur gut kann's einmal für die Seel' der Roßwirtin sein!" Es war das Längste, was der Kaspar je und je gesprochen. Die Roßwirtin kommt gar nicht zum Wort. Ehvor sie den Mund auftut, ist der Kaspar aus der Stube, sitzt er im Schlitten, ist weg. Der volle Mond ist unterwegs, seine sanfte Helle ergießt er übers Land. Die nahen Dinge kann man so ziemlich unterscheiden. Unter den fransigen Brauen späht der Kaspar hervor, es kann ihm nichts entgehen. Dort, wo der Fluß am nähesten an die Straße herantritt, reißt er plötzlich am Zügel. Weiden wachsen drüben am Flußufer, der Botenmann kennt sie genau. Vier waren es sonst. Jetzt schaut es her wie fünfe. Kann nicht stimmen. Mit einem Satz ist der Kaspar vom Schlitten. Zwanzig Schritte über die schneeige Wiese und dann ist er am Fluß. Wußte er's doch, hier bei den Weiden stund ein Mensch. Und jetzt legt er die Hand ihm auf die Schulter.„Angelika“, spricht er,„hier hast du nichts zu suchen. Du kommst jetzt mit mir!“. Und so faßt er das Mädchen und zieht es mit sanftem Zwang zu seinem Fuhrwerk. Der Schimmel hat inzwischen ein bißchen verschnauft, nun legt er sich wieder tüchtig in die Stränge. Der schlanke Trab scheint ihm zu behagen, er läuft ganz ohne Peitsche. Der Kaspar hat der Angelika eine rauhhärene, warme Decke umgetan, sitzt still an ihrer Seite und sagt ihr weiter kein Wort. Ueber eine Weile kommt er in ein gewaltiges Sinnieren hinein. Gedanken, schier wunderliche, regen sich in seinem Kopf. Zwanzig Jahre jünger wenn er wäre, er wüßte wohl, was er täte! Nun, es geht auch so. War man auch kein Bauer mit einem schweren Geldsack, man konnte sich doch schließlich jemand eintun, wo einem das Haus besorgte auf seine alten Tage. Eine warme Stube, wenn er künftig mit seinem Schlitten heimkommt, ist besser denn eine kalte. Und der kleine Feldbau mit der Kuh braucht schon längst ein paar junge Arme. — Jetzt wird er's endlich besser kriegen, der Kaspar. Wird ihn freuen. Schon lange hätt' er da drauf denken können. Nur gut, daß er allendlich ans Richtige anrannte. Nun weiß man doch auch, wohin mit seinem Sächlein, wenn's mit einem zu Ende geht. Gottlob, daß man's weiß!..... Der Kaspar haut mit der Peitsche eins in vie Luft. Der Wald holleint, ein alter Uhl fällt schier vom Aste. Aufgeräumt ist der Kaspar, mächtig aufgeräumt! Er hat wieder mal seinen guten Tag. Hinter dem Kasparhäuslein steigt ein Waldbuckel mit schönem Jungwuchs empor. Indes die Angelika in der Küche die Nachtsuppe bereitet, das Büblein in der breiten Bettlade sich wieder erwärmt und dabei ein Stücklein vorweg schläft, ist der Kaspar um ein Tännlein fortgeschlichen, und, wahrhaftig, nun grünt's im Stubenwinkel. Und jetzt nestelt der Kaspar mit seinen groben, fürs Feine allzu tapsigen Fingern, den bunten und flittrigen Kram daran, der von früher her noch vorhanden ist, und die Angelika muß ihm ein wenig beistehen. Unter diesem stillen Geschäfte kann der Kaspar ihr langsam auslegen, wie er sich alles denkt. Die Angelika hört ihn schweigend an, und immer wieder muß sie sich die nassen Augen wischen. Seltsam ist ihr im Herzen. Leid, Freude und Dank— wunderbarlich fließt es zusammen. Ihr ist, es wäre ein Trotrn. Als es soweit ist, daß die Kerzen orennen, wear man sanft das Bübel. Ei, was für Augen! Es ist sein erster Weihnachtsbaum. Und nun spricht die Angelika das erste Wort, wie's der Kaspar endlich hören möchte. Ob es künftig immer beim guten Großvater bleiben möchte, fragt sie schüchtern das Bübel.— Ei, was denn sonst? Wo da so liebliche Dinge sind! Ja, das Bübel will bleiben. Aber den Fensterladen gegen das Dorf zu hat der Kaspar vorher ganz dicht verschlossen. Die da drunten brauchen für heute noch nichts zu wissen. heut' will er seine Freude noch ganz für sich haben. Desto schöner grüßt der Wunderbaum hinüber nach dem feierlich stillen, schneebehangenen Wald. Alle Tannen sind heilig. Alle Tannen singen. C A 4. Seite 22 Nr. 299# Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag, 21./22. Dezember 1935 Berlin im Zeichen des Bockbierzaubers Frost, Nerr Sambrinus! Vor einigen Tagen stand Berlin im Zeichen eines sensationellen Ereignisses, das alle alkoholischen Herzen in freudiger Erwartung höher schlagen ließ: der heilige Gambrinus, von allen Heiligen zweifellos der beliebteste, hielt seinen Einzug. Oder richtiger ausgedrückt: er kam sieghaft angerollt im schäumenden Zeichen des Bockbiers. Nun hat er überall seine musikklingenden, feuchtfröhlichen Zelte aufgeschlagen. In den Straßen Berlins sah man die geschmückten Brauerwagen in endlosen Kolonnen und die geborenen Antialkoholiker waren gezwungen, angesichts dieser gewaltigen Sintflut von dunkelbraunem Bier verschämt ihr Antlitz zu verhüllen, sonst wären sie zweifellos geblendet worden. Nun werden die Berliner wieder wie jedes Jahr mit Kind und Kegel zu ihrem beliebten Wallfahrtsort pilgern— in die Hasenheide, wo die riesigen Pforten der Neuen Welt geöffnet sind. Wer Berlin nicht so gut kennt wie seine eigene Westentasche, kann sich schwerlich einen Begriff davon machen, wie es hier um die Bockbierzeit zugeht. Wir wollen nicht übertreiben, aber es scheint, als ob halb Berlin in eine originalbayrische Gebirgslandschaft umgewandelt worden sei. Ueberall ist süddeutsch Trumpf. In der Neuen Welt ist der urwüchsige Klamauk mit Radiduft, Jodlern, Schuhplatt= ler und Salzstangen große Mode. Wer sich da einbildet, daß der Berliner ein temperamentloser und langweiliger Geselle ist, braucht nur einen flüchtigen Blick in eines der zahllosen Bockbierlokale zu werfen, von denen an jeder Ecke mindestens eines zu finden ist. Es ist, als hätte sich der Berliner plötzlich entschlossen, mit einem Ruck seine reservierte und nüchterne Haltung über Bord zu schleudern. Er zeigt unter den schmetternden Fanfarenklängen einer schrillen und ohrenzerreißenden Blechmusik ohne Scheu sein inwendigstes Innenleben, ohne dabei aus der Rolle zu fallen. Es jodelt zum Firmament Ein Fremdling, der unvermutet in eines der Berliner Bockbierparadiese hineingeschneit kommt, würde sich vor Verwunderung an den Kopf greifen: man sieht zunächst nur eine wogende, dröhnende musizierende Staubwolke. Der Geist des Bockbiers schwingt seine Peitsche, und Jung und Alt dreht sich stampfend und singend im Kreis während auf dem Podium die echt bayrischen Musiker mit den Jodlerhütchen und den„Krachledernen“ ein Höllenkonzert zelebrieren. Es hat eine Zeit gegeben, da wurde in Berlin um diese Zeit der größte Bayernkitsch in Szene gesetzt, den man sich überhaupt nur vorstellen kann. Süddeutschradebrechende Asphaltpflänzchen mit geschminkten Lippen und einem Monokel im Auge, die mit fadem Gegrinse und lieblichem Getue den urwüchsigen Radi verkauften. Es war ein künstlich zurechtgeschneidertes und aufgewärmtes Bayern, ein Bayern von der Stange, hergestellt am laufenden Band nach den bewährten Fabrikmethoden der Berliner Konfektion. Die Jodler waren parfümeriert= und die Lederhosen hatten— bildlich gesen— messerscharfe Bügelfalten. Diese Harlekiniade, die mit den originellen Besonderheiten eines deutschen Volksstammes skrupellos hausieren ging, hat gottlob aufgehört. Die Fröhlichkeit von heute ist urwüchsig und ungeschminkt und die Bayern, die jetzt in Berlin auftreten, sind absolut echt. Abellinier als Spielzeug Der Berliner ist immer sehr aktuell gewesen, aber manchmal geht diese Aktualität etwas zu weit. Da sind zum Beispiel diese kleinen Abessinier, die man mit einem Schlüssel aufziehen kann und die nach Wunsch exerzieren oder sonst etwas echt Abessinisches servieren. Gerade in der letzten Zeit hat die Technik eine Reihe sehr hübscher und reizender Spielzeugscherze auf den Markt geworfen, die von den Berliner Straßenhändlern den kleinen und großen Passanten unter dem Aufgebot ihrer ganzen Stimmbänderkraft vorgeführt wurden: ein kleines, modernes Auto, das wie ein Wiesel im Kreis herumläuft, ohne auch nur einmal über den Tischrand zu fallen, eine musizierende Miky=Maus, ein bellenden Skotchterrier und viele andere Dinge. Da wäre es wohl nicht unbedingt nötig gewesen, auch die armen Abessinier, die sich ihrer Haut wehren, auf solche Weise zu verniedlichen. Aber von dieser kleinen Entgleisung abgesehen, ist der Berliner Weihnachtsmarkt eine große Sehenswürdigkeit. Er entfaltet alle Poesie und allen Zauber des deutschen Weihnachtsfestes, wie es aus der guten alten Tradition hervorgegangen ist. Ein singendes und klingendes Paradies mit hunderterlei Ueberraschungen und märchenhaften Offenbarungen, ein Eldorado nicht nur für kleine Kinder, sondern auch für Männer mit grauen Schläfen, die sich noch einen Funken kindlichen Gemüts erhalten haben. Hoch klingt das Lied vom braven Ratsherren Protze, der sich für die Berliner immer mehr als ein echter gemütsvoller Weihnachtsonkel entpuppt. laßt Schallplatten sprechen! Das Christkind ist heute sehr modern. Offenbar werden seine Flügel von einem Benzinmotor allerneuester Konstruktion betrieben. Es hat sich dem technischen Zeitgeist in jeder Hinsicht angepaßt und neue Geschenke erfunden, die unsere Urgroßaltern in sprachloses Staunen versetzt hätten. In Berlin ist jetzt die Schallplatte, die von irgend einem Familienmitglied entweder„besprochen" oder„besungen" wird, letzte Mode. Die Geschäfte, die solche Aufnahmen machen, sind überfüllt. Fräulein Ursula schenkt ihrem Verlobten zu Weihnachten ihre sanfte Nachtigallenstimme, in einer Schallplatte verewigt, und irgend eine alte Mutter überrascht ihren Sohn im fernen Afrika mit ein paar liebevollen Segensworten. Das Christkind wird von Jahr zu Jahr moderner. Wer hätte das vor wenigen Jahren gedacht, daß heute ein junger Mann die süße Stimme seiner Freundin so mir nichts dir nichts unter den Arm nehmen kann, um sie nach Belieben auf einer klangreinen Platte abschnurren zu lassen. Es lebe der Fortschritt! glaubt, daß der Krieg ihm die Liebe von Germaine und damit erst sein Leben zerschlagen habe, dann ist das so, weil er eine kurze Zeitlang nicht mehr imstande war groß und klein zu unterscheiden. Abschließend noch ein Wort zu Reinhold Conrad Muschlers„Nofretete"(Paul Nuff=Verlag, Berlin). Nach dem großen Erfolg seiner„Unbekannten de la Seine“ scheint ihn das Geheimnis des herrlichen Bildes der ägyptischen Königin Ansporn zu einem neuen gewesen zu sein. Man kann aber nicht, wie Muschler es in beiden Fällen tat, dem steingewordenen Rätsel eines Menschenantlitzes damit gerecht werden, daß man eine Handlung aus Stimmungen und Worten zusammenbaut, die diesen Bildern dann überstülpt wird. Es wäre wohl richtiger, sich eingehend mit dem Wesen, Sinn und der Sprache der Kultur zu beschäftigen, aus denen ein Kunstwerk wie Nofretete entstand, ehe man vom Schreibtisch aus eine Geschichte„drum rum" zusammenbastelt.(Dabei besteht doch nicht einmal die Gefahr, daß er auf einer gedanklichen Fälschung aufbauen mußte, wie bei der„Unbekannten“, die bekanntlich eines Tages ertrunken aus der Seine gezogen sein soll, in Wirklichkeit aber nach einem lebenden Modell geschaffen wurde.) Muschlers Sprache überschlägt sich in dieser„Nofretete" einmal in ein singendes Pathos, und zum andern in unmögliche neuzeitliche Vergleiche und Begriffe, die er auf die Zeit Amon Ras anwendet. K. D. „Der geniale Narr“ So überschreibt Wolfgang Loeff seinen Zeppelin=Roman, in dem er die markanten Lebensetappen des großen Grafen in packenden Schilderungen und mit flüssiger Feder aufzeichnet. Der Kampf dieses Genies, der das Schicksal aller großen Erfinder teilte, unter seinen Zeitgenossen als Narr verschrien zu sein, gegen höfische Intrigen, die Voreingenommenheit der Sachverständigenkommissionen und der militärischen Stellen, die den kühnen Patrouillenführer und Generalstäbler von 1870, Ferdinand Graf von Zeppelin, mit besonderer Bitterkeit erfüllen mußte, lebt in der Aufzeichnung dieser Episoden auf. Dieser wirklichkeitsechte Roman zeigt uns Einsatz, Aufgabe und Vollendung des durch ein Meer an Enttäuschungen, Geldnot, Lug, Trug und Verzweiflung gehenden einzigartigen Lebensweges eines großen Deutschen.(Goten=Verlag, Herbert Eisenraut, Leipzig.) H. H. Neue Romane (Verlag Leine Dacher..? In der Fülle der Neuerscheinungen, die von deutschen Verlagen alljährlich auf den Weihnachtstisch gelegt werden, fällt eine Anzahl immer durch ihre Form und Größe auf. Es handelt sich um die schmalen Bändchen, in denen Novellen, Erzählungen und Dichtungen bekannter und unbekannter Verfasser auf wenigen Blättern eingefangen, aber oft mit großer Sorgfalgt ausgestattet, der großen Lesergemeinde als Geschenk angeboten werden. Und manchmal findet man irgendeine unbekannte Kostbarkeit unter ihnen. „Eine Pilgerfahrt nach Lübeck“(Verlag Holle&., Berlin) nannte Hans Franck seine Bachnovelle, die einen Dank für klingende Stunden darstellt, und schildert, wie der zwanzigjährige Organist zu St. Bonifatii von Arnstadt im Thüringer Lande, ein gewisser Johann Sebastian Bach, zum„Vater Burtehude" in Lübeck, dem großen Orgelspieler seiner Zeit wallfahrtet. Die Absicht aber durch Heirat dessen eulenschnabeliger Tochter Anna Margareta, die OrganistenNachfolgestelle zu St. Marien in Lübeck zu erkaufen, läßt er in seiner Erkenntnis ihres reinen Menschentums und seiner eigenen Schuld fallen und geht den Weg zu den peinlichen Verhören und Quängeleien des Consistorii seiner alten Kirche zurück. Von dort aber führt ihn sein Weg über die junge Liebe seiner Base Maria Barbara zur Unsterblichkeit. Aus dem Verlage Schönemann seien diesmal drei erzählende Bücher aufgeführt: Wilhelm Schmidtbonn„Lebensalter der Liebe". Hier macht der Verfasser den Versuch, in drei in sich abgeschlossenen Darstellungen das Wesen des Gefühles zwischen Mann und Frau in den drei Stufen Jugend, Reife und Alter zu schildern. Die drei Bilder sind in einer Spannungshandlung geschrieben und rühren auch von fern an ihr großes Ziel. Die erste Erzählung„Der Baum im Wasser“ ist tiefer empfunden und farbiger, mit kleinen Strichen hingesetzt.—„Leute an der Bucht“ nennt sich das Bändchen, in dem Alma Rogge das Leben der Menschen an einem großen Strom mit zwölf Geschichten so einzufangen suchte, daß sie in jeder einen sich aus der Landschaft und einen durch sie gestalteten Wesenszug der Menschen als Grundthema behandelt. Man glaubt, bei irgend jemand in diesem Dorfe an der Bucht zu Gast zu sein, und ihn erzählen zu hören.— Arthur Maximilian Miller schildert in„Martin und Marlene“ eine Liebesgeschichte aus den süddeutschen Bergen, in der sich die Sagemüllers Tochter den Holzfällerbuben allen Widerständen zum Trotz als Gatten holt. Was dieses Buch aus der Menge heraushebt, ist die Kraft der Wälder, das Stampfen der Wassermühlen und der Himmel über diesen Menschen, die von ihren Höfen gehen und doch immer auf ihren Höfen bleiben werden. Im Verlag Hugendubel ließ Rudolf Brede „Germaine"(Aus einem Kriegstagebuch) erscheinen. Diese Episode eines Frontsoldaten während einer kurzen Zeit, da er zur Etappe abkommandiert wird, ist mit feinen, pastellfarbigen Stimmungen vor das ungeheure Geschehen des großen Krieges gemalt. Und wenn Unteroffizier Brand schließlich den Tod sucht, weil er Henrik Herse:„Das Fähnlein Rauk.“ Friedrich Vieweg& Sohn, Braunschweig.) Dieser Roman ist aus dem gleichen Stoff aufgebaut wie der Erfolgsroman Hans Falladas„Kleiner Mann, was nun". Er behandelt wie jener den Weg und Kampf zweier junger Menschen. Keine am Schreibtisch erdachten Menschen schlagen sich in diesem Buch durch die täglichen Bitternisse und Schmerzen, sondern ein paar lebensnahe Menschen, wie sie auf der Straße neben uns einhergehen. Wir sehen wie sie mit ihren großen und kleinen Sehnsüchten und dem Schicksal fertig werden, tapfer und jung, eine kleine Lebensgemeinschaft, ein Fähnlein im Alltag. Und weil in unserem Dasein neben den großen holzschnittartigen Eindrücken auch die stillen, natur= und einsamkeitsverwehten Augenblicke und Stunden nicht fehlen, deshalb gehören in dieses Buch auch die mit einer verschwiegenen Liebe vom Verfasser hingetuschten Naturbeobachtungen und lyrischen In der Heimat, in der Heimat... Roman von Otto Erich Kiesel. 309 Seiten. Verlagsbuchhandlung Broschek u. Co., Hamburg. Auch der Kieselsche Roman zeigt die andere Front in der Heimat, die Front der Frauen, der Kreuztragerinnen. Aus dem Vorkriegsidyll entwickelt sich das blutige Gespenst des Krieges. Es dringt in ein Hamburger Mietshaus ein, und keine Partei bleibt verschont. Wir erleben die Hungertragödien des deutschen Volkes, den aufreibenden Kampf der Frauen um Bror, Fett, Milch und Kohlen. Aus der Streithölle des Mietshauses, wo man hinter Turen und auf Treppenstufen über den lieben Nachbarn tuschelt und wispert, wird eine Notgemeinschaft, eine Familie, die sich die Lasten aller aufbürdet, um sie gemeinsam und leichter zu tragen. Im Mittelpunkt des mit Herztönen geschriebenen Romans steht die junge Frau Berckholtz, eine tapfere Frau und Mutter, die trotz schwerster Prüfungen den Weg ins gesunde und gläubige Leben zurückfindet. Die Der Ausrrtent Roman von Roland Betlch 1 Der Kollege Hurrle hat recht Es macht den Eindruck, als wollte unser Direktoc, der in Leid ergraute Komödiant, die Ritterstiefel anziehen. Aus Spielplanverzweiflung hat er eine alte Posse neu inszeniert und das ist schon fast ein Akt der Notwehr. Sein Theater, bekennen wir es offen, sein alter Musenstall wackelt wie ein fauler Zahn; der Kuckuck geht um, Gott weiß es, daß ich recht habe. Der Kollege Hurrle, altes Roß und Charakter= komiker, Kreatur unter diesen Sternen, die schon mit allen widrigen Winden gesegelt ist, Kollege Hurrle und ich, ein junger Kerl mit Baßgeigen am Himmel, wir haben die Hauptrollen: zwei Handwerksburschen; zwei Pennbrüder und Kornhasen. Lustige Rollen und immer noch gut hinzulegen, wenn man auch nur ein Stück Leberkäse im Magen hat. Beim Satan, der Stall ist gut besetzt; es wimmelt nur so in Logen und Rängen. Ich glaube, das Völkchen wittert eine neue Hinrichtung. Wissen sie am Ende, daß wir schon seit Wochen keine Gage mehr gerochen haben, daß der Fundus gepfändet ist und die Vollstreckungszündschnüre überall glimmen?„Es gibt Wunder“ meint treuherzig unsere Naive und heult in die frische Schminke hinein,„glaubt mir, es gibt Wunder. Denkt an die Auferweckung des Lazarus. Und Jesus hat aus Wasser Wein gemacht, und mit einem Brot viele Tausende gespeist. Es gibt Wunder.“ Man sieht, unsere Naive ist bibelfest. Der Direktor ist beachtlich nervös. Er steht in der ersten Gasse und schluckt Aspirin. Er ist sehr nervös, sage ich; seht nur, wie ihm der Schweiß ausbricht. Oh, es ist furchtbar, wenn einem diese Sorte Schweiß ausbricht. Was sind Tod und Untergang, was sind Auflösung und Agonie gegen solche Qualen! Herr Direktor, Kopf hoch, will ich sagen, aber er ist nicht mehr da; er ist hinter einem Prospekt verschwunden. Ich selbst bin gar nicht so niedergeschlagen und verzagt. Nun ja, ich bin noch fung und kann Püffe vertragen. Ich bin noch nicht wund gerieben und noch nicht so verkommen vor Elend, wie die andern. Nein, ich habe Mut. Hört nur, wie es braust und summt hinterm Jammersetzen. Das ist Publikum. Das sind die Theaterbesucher; die Premiertiger; die Sensationshungrigen. Schön ist dieses Sausen und Brausen wie von fernen Wasserfällen. Mir wird ganz wohl dabet und ich bin wahrhaftig aufgeräumt und guter Dinge. Zum Beispiel gehe ich mit festen Schritten zum Vorhangauge und schaue hinaus in den Zuschauerraum. Nein, so viele Menschen; überall Menschen, gut angezogen und fröhlich erwartungsvoll. Und satt sehen alle aus; satt und gewaschen und bürgerlich versorgt. Nur still, ich weiß, daß sie ohne Mitleid sind. Menschen im Theater sind mühsam gebändigte Bestien. Sie brechen gerne aus; sie lauern darauf, zerfleischen zu können; sie sind, ich schwöre es, bis in die letzte Seelenfaser erbarmungslos. Ich widerrufe, was ich gesagt habe; zerknirscht schwöre ich es ab; denn seht nur: da steht jemand aufrecht und schlank in der zweiten Parkettreihe. Da steht jemand und leuchtet fast magisch heraus aus dem brodelnden Brei. Es ist eine junge Dame, ein Mädchen, ein göttliches Geschöpf. Sie steht da, sage ich, und läßt mich plötzlich alles vergessen, was ringsherum lauert. Seht nur, so steht sie da: ein wenig gegen die RückenHeute beginnt ein heiteres Spiel lehne des Klappsitzes gebeugt, den Kopf aufrecht, und kindhaft verwundert Umschau haltend. Sie hat strohgelbes Haar und ein lustiges Gesicht mit einer sogenannten Stumpfnase. Ich beteure ausdrücklich, daß ich nie in meinem Leben etwas gegen Stumpfnasen gehabt habe. Wie mag es kommen, daß diese junge Dame, fremd und Gott weiß, woher, daß diese junge Dame, zufällig hier wie eine ahnungslose Blume mitten in der drohenden Katastrophe blühend, wie mag es kommen, daß sie mich so seltsam bewegt; daß ich plötzlich so dankbar bin, zu leben und Komödiant zu sein und überhaupt hier durch das geheime Vorhangauge schauen zu dürfen? Jetzt, o Himmel und Hölle, wendet sie den Kopf und ihr forschender Kinderblick trifft das Vorhangauge, hinter dem ich hinausspähe. Unsere Blicke tauchen ineinander, mir geht ein Läuten durch den Kopf, und ich weiß plötzlich, daß ich nicht umsonst gelebt habe. Vielleicht, so denke ich, bin ich geboren worden, um diese Sekunde zu erleben. Ein solcher Tor bin ich und Tollpatsch! Ein Glück, daß jetzt Kollege Hurrle kommt; Hugo Hurrle, altes Roß und Charakterdarsteller; Kreatur, die schon mit allen Winden gesegelt ist. „Mensch, mach, daß du am Fetzen wegkommst, es geht los.“ „Einen Augenblick, Hurrle“, sage ich,„nur eine Sekunde!" Schon ruft jemand: Bühne frei! „Hurrle", flüstere ich hastig,„schau mal raus! Siehst du das strohgelbe Mädchen?“ Er schaut hinaus und lacht, hat ein Feixen, für das ich ihn ohrfeigen könnte. „Komm“, sagt er,„komm! Ich glaube, du bist vor Hunger schon sentimental geworden" Wir gehen durch die zweite Gasse von der Bühne. „Du wirst nicht ableugnen wollen, daß sie——“ „Man muß rauchen, immerfort rauchen.“ „Du sollst mir antworten. Ich meine, es gibt Beziehungen im Strudel des Daseins——“ „Der Alte gefällt mir nicht. Dieser Abend nimmt ein säuerliches Ende.“ „—— will sagen, manchmal treffen zwei Menschen aufeinander,—— ich meine, unter den Millionen zweibeiniger Wesen, die durch die verlausten Tage stolpern, gehören manche zwangsläufig paarweise zusammen——“ „Du bist krank. Deine Nerven haben zu wenig Fett. Du mußt wissen, wenn man zu wenig Fett——“ „Mir steht der Sinn keineswegs nach Bett, mein Ehrenwort. Hurrle kehnt sich gegen einen frisch geleimten Apfelbaum.„Das ganze Mädchen mit allen gelben Haaren und Haarwurzeln sei dein, wenn du mir zwei Mark pumpst. „Hugo, ich habe nur noch zwanzig Pfennige, schlag mich tot!“ „Sie ist gerichtet!“ „Du sollst jetzt nicht zitieren. Es steht dir schlecht zu Gesicht, in solcher Stunde zu fachsimpeln.“ „Das stinkt hier ordinär nach Leim. Geh mal zum Vorhangzieher, ob er eine Zigarette hat. Jetzt ist schon alles egal.“ „Wir kriegen Gage. Die Zentralstelle hat Tagesinkasso. „Schwärmer!" „Wir kriegen bestimmt Gage, Hurrle.“ „Du bist und bleibst ein Kind. Ich will gehen und dir einen Sandhaufen suchen.“ Er schlurft in seiner Vagabundenmaske im Kreis herum. Dann bleibt er vor mir stehen, schlenkert mit den Armen und setzt seine melancholische Fratze auf. „Das sind wir. Hier, bitte! Vagabunden. Jawohl, Vagabunden. Und obendrein haben wir noch einen zweifelhaften Charakter. Das Theater verdirbt jeden. Mir steht's manchmal bis da!“ Mit der flachen Hand macht er eine Bewegung quer über den Hals. Die alte Posse steigt. Nur Mut, Freunde! Habt alle Mut! Beim ersten Auftritt zittere ich. Nie habe ich so gezittert. Vor mir die schwarze Höhle, der furchtbare Rachen, in dem es leise und untergründig brodelt. Mir tun die Lampen in der Fußrampe weh. Hoppla, die Menschen lachen; der große, gähnende Rachen, der Brei im Rachen kichert und kollert. Mitten im Spiel denke ich an die strohgelbe Dame. Irgendwo sitzt sie in dieser wahnsinnigen Höhle. Vielleicht lacht auch sie. Jetzt bin ich nur noch eine gezogene und gezerrte Marionette. Da kommt Hurrle; oh, wie ausgekocht er ist, wie abgestumpft! In allen Sätteln gerecht. Da kommt er in die Szene gestolpert und wirkt wie eine Bombe. Es dröhnt im dunkeln Raum draußen. Und im großen Dialog mit mir, während er alle Register seines burlesk komischen Könnens zieht, sagt er zwischendurch leise zu mir: Bruder in Apoll, das ganze Haus duftet aus allen Löchern nach Pleite.“.. Und spielt weiter. Gibt mir ein falsches Srichwort und ich schmeiße um ein Haar die große Szene. Aber er, der routinierte Hund, der durchtriebene Rampenrutscher, er rettet spielend, mit einem satt überlegenen Behagen die Szene und redet mir zwischendurch wieder ins Konzept. „Bei jedem Satz schlägt mir der Magen gegen's Zwerchfell. In Alaska haben wir Renntieraugen gefressen. Gib mir ein einziges Renntierauge!" Es gibt viel Beifall nach dem ersten Akt. „Macht Vorhänge!" ruft jemand von hinten. „Schindet Vorhänge! Fetzen rauf! Runter! Rauf!“ Wenn der Jammerfetzen hochgeht, sehe ich jedesmal die junge Dame in der vorderen Parkettreihe. Sie sitzt fröhlich im Sessel und klatscht in die lieben Hände. Ich taumle in meine Garderobe und stelle mich vor den Spiegel. Wenn du dich abschminkst, denke ich, bist du ein ausgeschlupfter Landstreicher. An dir ist wahrhaftig nichts Unechtes. Mit diesen Lumpen am Leib, mit diesen Schuhen, mit diesem speckigen Hut könntest du ohne weiteres fechten gehen. Jetzt kommt Hurrle. „Du“, sage ich und bin frohen Mutes,„es schlägt „Was schlägt ein! Der Blitz?“ „Der Mist, den wir spielen.“ „Findest dus“.„ 4.„ „Na, wenn die Zuschauer heute auf den Händen sitzen, sind wir verloren.“ „Teile nur bitte vorher kein Gemüse aus.“ Kaum hat er das gesagt, stürzt unser Ohrenbläser in die Garderobe. Er ist hell entsetzt und jammert uns eine Schauernachricht in die Ohren. „Kinder, Dalles! Der Talentpächter ist mit der Abendkasse auf und davon. „Wie bitte?“ meint Hurele und feixt niederträchtig. „Der Direktor ist durch die Lappen. Ab mit Rückenbind(Fortsetzung folgt.) L E Vom 22. bis 24. Dezember 1933° Cleichblelbende Tageseintellung: .55 Wetterbericht für den Landwirt .00 Morgenruf und Frühkonzert .45 Leibesübungen„„„ .00 Wiederholung des Morgenrufs. Zeit, Wetter, Nachrichten .15 Morgenkonzert .15 Zeit. Wetter, Wasserstandsmeldungen .20 Frauenturnen 10.00 Zeit, Wetter, Nachrichten 13.00 Mittagsmeldungen 1 14.00 Mittagsmeldungen II 15.80 Wirtschaftsmeldungen 18.40 Vom Tage 18.50 Wirtschaftsmeldungen und 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten Sportvorberich! 14.15 W .00 .00 .30 *# am Sonmaggneigen., Tar guptender=Trio. l. Rondo(Haydn). 2. Pratudium(Hander). 8. Vaniationen(Corelli). 4. Arie(Bach). 5. Tambourin .15 .45 10.00 10.30 10.50 11.30 12.00 14.00 14.45 15.10 16.00 dasenkonzert an Bord des Dampfers„Ussukuma“ Praktische Anregungen für den Bauern Musik Sonntae morgen. Das Faßber 1. Ro (Gossee).„., Adagio(Mozart). 7. Chanso triste TTschatlblosch). o. Slawischer„Tanz(Dvora.). 9. Perpetuum mobile(Weber). 10. Deutscher Tanz (Dittersdorf). 11. Walzer(Brahms). 12. Rondo Heiland reiß die Himmel auf. Ansprache: Professor Dr. Steffes(Münster); Altsolo: Anni Bernards (Köln); an der Orgel: Hermann Schroeder; Chorgemeinschaft Duisburg Was so in den Zeitungen steht Morgenfeier der HJ.(Von Königsberg). Sterne über den Hütten Begegnung mit Bäumen der Heimat. Die Tanne, der deutsche Lebensbaum(Harald Torp) Deutsche Volkslieder. Kammerchor(Josef Breuer); Walter Schneiderhan(Violine); Begleitung: Egbert Grape. 1. a) Frühlingsgruß an das Vaterland(Klein); b) Was ist des Deutschen Vaterland (Reichardt). 2. Menuett(Haydn). 3. a) An der Saale hellem Strande(Fesca); b) Aus der Jugendzeit(Radecke): c) Es ist so still geworden, Volksweise. 4. a) Rondo(Haydn); b) Walzer (Hummel). 5. a) Der Mond ist aufgegangen (Schulz); b) Was schimmert dort auf dem Berge (Kreutzer). 6. a) Gavotte(Gluck); b) Menuett EsDie Streichquartette Beethovens(). Quartett Es=dur. Das Streichquartett des Reichssenders Musik am Mittag. Das Kleine Orchester Köln (Leo Eysoldt). 1. Ouvertüre zu„Martha"(Flotow). 2. a) Traumlied; b) Italienisches Standchen(Micheli). 3. Melodien aus Werken von Godard(Godard). 4. Liebeslieder, Walzer(Strauß). 5. Konzertstück über das Lied„Rosemarie' (Blume). 6. a) Der verklungene Ton(Sullivan); b) Bib und Bob(Demaret). 7. Gardejäger zu Pferde, Marsch(Lincke). 8. Melodien aus„Der Troubadour“(Verdi). 9. a) Frasquita=Serenade (Lehar); b) Rokoko=Liebeslied(Meyer=Helmund). 10. Melodien aus„Paganini“(Lehar). 1½Teepuppen=Parade(Noiret). 12. Sizilietta(Bion). 18. Freundschaftsmarsch(Zeh) Ich muß euch sagen, es weihnachter sehr. Ein fröhliches Spiel für unsere Kinder Der lustige Rätselfunk des Reichssenders Köln Unser ist das Land. Reifkälte umspinnet die Tannen.— Gustav Schütt: Paul de Lagarde und der bäuerliche Gedanke— Die Herdweihe Nette Sachen aus Köln. Elisabeth Höngen(Mezzosopran): Henk Noort(Tenor); Josef Metternich (Bariton): August Kreuter(Violine); Heinz Appelmann(Kontrabaß); Alfred Sauerteig und Adolf Kehl(Pikkoloflöten); Fagottquartett: Peter Scheidt, Fritz Lindemann, Richard Kunze, Arno Scheidt; Erich Rummel(Klavier); der Kammerchor(Josef Breuer); das Große Orchester(Otto Wo bist du Kamerad? Funkappell alter Frontteote: in Kalduweit. Ein bedenkliches und aufführung. Ver(Theodor Rocholl); Esser(Kurt Ehrhardt); Horpipe(Paul Apel); Sommer(Hanns Aug. Herten); Bong(Paul Henn); Schellhase (Willi Stassar); Irma(Erika Raaf); Frau Kommerzienrat(Martha Walter); Zofe(Marita Marx); Kommissar(Otto Tickardt); Ehrhardt(Fritz Leo Liertz); Stadtrichter(Walter G. Pastor); Ausrufer(Ludwig Gürtler); Erster Gast(Walter 19.00 Zur Unterhaltung. Das Kammerquintett spielt. Amoretto(Bullerian). Kubelik=Serenade(Drdla). Moment musical(Schubert). Ländler(Pachernegg). 2 Stücke: a) Erwartung; b) Entsagung(Schöneck). Gavotte(Henning). Frühlingstag am Oeresund (Gaude=Sevalk). Liebeslied(Samartini). Humoreske(Dvorak). König Laurin, Andante sinfonico (Rust). Slavischer Tanz Nr. 6(Dvorak) 19.45 Sportvorbericht ,„ 20.00 Weihnachtssingen der ungsvurger Singschule. Ein Kinder=, ein Frauen= und ein gemischter Chor der Städt. Singschule; Kammerorchester, von Singschulfreunden; Karl Wunsch(Orgei)(Prof. Otto Jochum) 21.00 Meisterkonzert(6)(Von Stuttgart: Reichssendung.) Richard Trunk dirigiert eigene Werke. 1. Serenade für Streichorchester. 2. Weihnachtslieder für Sopran und Orchester. 8. Haralds Tod, Ballade für Männerchor, Baritonsolo und Orchester Maria Trunk(Sopran); das Orchester; der Rundfunkchor(Der Komponist),„gms uchener Tanz. 22.30 Nachtmusik(Von München). Das Munchener Tanzfunkorchester und die Münchener Funkschrammeln. Mimi Thome(Alt); Ludwig Schmidmeier(Klav.) 15.00 16.00 16.10 16.40 17.00 Gr 18.30 19.00 Deutschlandsender: 15.15: Zigeunermusik(Aufnahme aus Budapest). 15.45: Musikalische Kurzweil. G. Haentzschel und W. Stech an zwei Flügeln. 16.00: Musik am Nachmittag. 18.00: Das blaue Licht. Auslandsdeutsche Weihnachtsgesänge. 19.30: Weihnachtsoratorium von Bach. 21.00: B. v Geczy mit seinen Solisten. 22.50: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir bitten zum Tanz! Mit den Kapellen B. von Geczy und A. Lutter WSRE 10.10 Wir und die Welt. Weihnachten unter fremden Sonnen(Klär Hoffmann),„„„ 11.00 Was brachte der Sportsonntag:(Richard Heine12.00 Schloßkonzert. Das Niedersächsische SinfonieOrchester(Otto Ebel von Sosen), das Niedersächsische Vokalquartett. 1. Orchester=Suite aus dem Ballett„Der Nußknacker"(Tschaikowsky). 2. Musik aus der Pantomime„Das Wunder“(Humperdinck). 8. Drei Lieder mit Streichquintett, bearbeitet von Richard Grimm: a) Leise rieselt der Schnee, b) ihr Hirten erwacht, c) Kommet ihr Hirten. 4. Hirtenmusik zur Weihnacht(Niemann). o. a) Schönstes Kindlein, b) Fröhliche Weihnacht (Volksweisen). 6. Aus der deutschen MärchenSuite(Dressel). 7. Einleitung zweiter Akt „Königskinder“.(Humperdinck). 8. Drei Lieder mit Streichauintett, bearbeitet von Richard Grimm: a) Es ist ein' Ros' entsprungen, b) Susanni, c) Auf dem Berge da weht der Wind. 9. Reigen aus„Peterchens Mondfahrt“(Schmal10. Traumbilder=Fantasie(Lumbye). 11. Kö22.20 22.35 23.00 Die Funkschrammeln spielen. 1. Mit Mut und Kraft, Marsch(Blon). 2. Schatz=Walzer(Joh. Strauß). 8. Alpenveilchen, Polka=Mazurka(Schamann). 4. Erinnerungen an Wien, Melodienfolge(Jansen). 5. Rokoko=Liebeslied(MeyerHelmund). 6. Münchener Bilderbogen(Hans Gulden) Das Lied in der Weihnachtsstube. Wanderung auf Brettern. Weihnachtsferien im westdeutschen Stigepiet; iinn u Kammermusik. 1. Sonate für zwei Violinen und Klavier(Gluck). 2. Sonate eemoll für Klavier (Haydn). 8. Sonate=dur für Violine und Klavier(Mozart). Isabella Schmitz—. Margarete Klatt(Violine); Ilse Mühlen(Klavier) Ein Kasperldirektor erzählt. Erlebnisbericht von Heinrich Maria Denneborg Nachmittagskonzert. Landesorchester Gau Württemberg=Hohenzollern(Julius Schröder); Margarete Wetter(Sopran), 1. Vorspiel zu„Hänsel und Gretel“(Humperdinck). 2. Wenn ich im Wald so bin, Lied aus„Das Christelflein“(Humperdinck). 8. Aus der Tondichtung„Das letzte Märchen".(Grimm): a) Ins Marchenland— das Zwergvölklein, b) Am Königshofe, c) Prinzeß Goldina, d) Der letzte der Sieben, e) Erinnerungen. 4. a) Wiegenlied(Humperdinck), b) Lied an den Mond, aus„Rusalka"(Dvorak). 5. Kinderspiel=Suite(Bizet): a) Trompeter und Trommler, b) Die Puppe, c) Der Kreisel, d) Kleiner Mann, kleine Frau. 6. Melodien aus„Die Puppenfee“ (Bayer) Eberhard Wolfgang Möller liest: Kantate auf einen großen Mann Musik zum Feierabend. Das Kammerquintett spielt. 1. Serenade(Cortopassi). 2. Steyrische Tänze(Lanner). 3. Liebestraum(Döring). 4. Die frechen Spatzen(Löhr). 5. Mondnacht in Venedig (Brase). 6. Tintoretto, spanisches Intermezzo (Kockert). 7. Zigeunerlied(Boldi). 8. Die Glocken von Saint Cyre, Gavotte(Schmalstich). 9. Kleiner Walzer(Douglas). 10. Meine schönsten Lieder sing' ich für Dich, Serenade(Lautenschläger). 11. In meinem alten Märchenbuch(Cowler). 12. Pußta=Klänge(Ferraris) Momentaufnahme Westdeutsche Wochenschau Klaviermusik(Hans Haaß). Abendstern(Wagner=Liszt). (Gounod=Lisat)„„ H Gen Achtung! Kölner Hanneschen=Theater:(Dr. Beovah). E. Jurspillche von Wilhelm Schneider=Clauß mit einer kleinen Musik von Reinhardt Fritsche. Ursendung. Gappgans(Rudolf Therkatz); Avollonia(Agnes Achnitz); von Niemann(Paul Henn); Bestevah(Hanns Aug. Herten); Hännesge (Hans Berschel): Köbes(Willi Stassar); Tünnes (Karl Urbach); Marizebell(Elisabeth Samblowski) Abendmusik(Hermann Zilcher). Weihnachtslieder für Sopran und Streichquartett: O Maria, meine Liebe— Maria ging hinaus— Ach wie hübsch und fein— Die Hirten in der Weihnacht— Ein gar alt fröhlich auch andächtig Weihnachtsliedlein. Gerda Schüler=Rehm(Sopran); das Streichquartett Deutsche Erzähler— alte Meister. Gottfried Keller: Frau Regula Amrain und ihr Jüngster Musik zur guten Nacht. Orchestergemeinschaft der Landesmusikerschaft Schlesien(Friedrich Weißhaupt) Deutschlandsender: 19.00: Vorweihn.= und Weihnachtslieder aus aller Welt. 20.10:„Das Christelflein". 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Musik zur Guten Nacht(Von Breslau) 14.15 15.00 15.30 16.00 19.50 20.10 20.45 21.00 1. 2. Lied an den Faust=Walzer ESZTEEE 10.10 Kindergarten 10.30 Musik unserer Zeit. Sonate=dur für Viola und Klavier von Kurt Beythien. Berta Volmer (Viola); Mary Jansen=Füssel(Klavier) 11.00 Weihnachten im Norden(Pimpfenstunde) 11.30 Deutsche Erzähler— alte Meister. 1. Johann Peter Hebel: Zwei Anekdoten. 2. Wilhelm Raabe: Was Großmutter von Anno 1806 und 1813 erzählt 12.00 Musik am Mittag(Von Breslau). Die Funrtanzkapelle(Karl Rau). 1. Weihnachtsmarsch (Koedel). 2. Melodien aus„Hanneles Himmelfahrt"(Graener). 8. Idylle(Niemann). 4. Liebesgruß(Elgar). 5. Zwei kleine Stücke: a) Märchen, Elfentanz(Heykens). 6. Schneeballen(Ziehrer). 7. Melodien aus„Troubadour“(Verdi). 8. Erotischer Marsch(Heinecke). 9. Frohliche Weihnachten(Koedel). 10. Stundenwalzer und Musik der Automaten(Delibes). 11. Ekstase(Ganne). 12. Annenpolka(Joh. Strauß). 13. Wenn's Christkind kommt(Lindemann). 14. Eine Muh, eine Mäh(Lindemann).. Semtscfans Allerlei von Zwei bis Drei(Vom DeutschlandLieb' Nachtigall wach auf.. BDM.=Mädels singen und erzählen zur Weihnacht, 14# Rund um den Weihnachtsbaum. Das Zeitfunrmikrophon auf Weihnachtsfahrt Nachmittagskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). Leo Eysoldt, Walter Wielsch(Klavier). 1. Prinzeß Goldschuh, Märchen=Ouvertüre(Rust), 2. Intermezzo aus„Cavalleria rusticana' (Mascagni). 8. Melodie aus„Hansel und Gretel“ (Humperdinck). 4. a) Vineta=Glocken(LindsayTheimer), b) Baby spielt Soldat(de Micheli). 5. Herbstweisen, Walzer(Waldteufel)., 6. Vorspiel: Szenen aus„Der Evangelimann(Kienzl). 7. a) Scherzo, b) Schlummerlied, c) Glocken, aus „Weihnachtsbaum“(Liszt). 8. a) Die Glocken von St. Chre(Schmalstich), b) Spieluhr(Blaauw). 9. Aus der Suite„Dornröschen"(Tschaikowsky): a) Tanz der Fee Lila, b) Die Bootfahrt zum Schloß, c) Walzer. 10 Aus einem Märchenbuch (Kark). 11. a) Volksliedchen, b) Märchen(Komzak). 12. Großmütterchen(Langer). 13. Kinderlieder, Marsch(Ziehrer). 14. WeibnachtsfestOuvertüre(von Blon). 15. Eine Svieldose(Liadow). 16. Lied der Zwerge aus„Schneewittchen“ (Humverdinck). 17. Engelreigen(Wolf=Ferrart). 18. Petersburger Schlittenfahrt(Eilenberg). Am Heiligen Abend. Es ist ein' Ros' entsprungen. Die Glocken unserer Heimat rufen die Weihnacht ins Land....„ 449 M Die Orgel spielt alte schöne Weinnachtslieder. Wir singen mit(an der Orgel Prof. H. Bachem). Hirtenmusik auf alten Instrumenten Weihnachtsmusik alter Meister. 1. Corelli: Weihnachtssinfonie=moll. 2. S. B. Bach: Cembalo= konzert=moll. 8. G. F. Händel: Hirtenmusik aus dem„Messias". 4. W. A. Mozart: Motette exultate, jubilate. Hilde Wesselmann(Sopran); Walter Kunkel, Josefa Kastert(Violine); Karl Hermann Pillney(Cembalo) und ein Kammerorchester Weihnachtsansprache des Stellvertreters des Führers, Pg. Rudolf Heß(Vom Deutschlandsender) Deutsche in aller Welt feiern Weihnachten. Wir grüßen sie mit ihren Liedern Kinderszenen: Von fremden Ländern und Menschen— Kuriose Geschichte— Haschemann— Bittendes Kind— Glückes genug— Wichtige Begebenheit— Träumerei— Am Kamin— Ritter vom Steckenpferd— Fast zu ernst— Fürchtemachen— Kind im Einschlummern— Der Dichter spricht(Robert Schumann). Am Klavier: Karl Delseit„, Hi3Hriaten von Gasth. 22.00 Wir lesen in alten Weinnachtsoriesen von Gberhe, Jean Paul, Friedrich Hebbel, Theodor Storm, Emil Frommel, Carl Hauptmann und Rainer Maria Rilke. Musik für Cello und Klavier(Ludwig Hölscher und Karl Delseit) 22.50 Die fünfte Sinfonie von Anton Bruckner(Zur Feier dieser Nacht). Das Große Orchester(Heinrich Knapstein). .00 Ausklang 18.00 19.00 19.55 21.00 21.20 21.40 Deutschlandsender: 15.30: Bunt. Weihnachtsteller. füllt von B. v. Geczy. 17.30: Nun zünden Gewir Konigswusterhäuser er Teugahandgg frohes Fest! 20.00: die Lichter an... Der K Landbote kommt. 19.00: Der Deutschl. pünscht seinen Hörern ein(koher Grg###-, Im Glanz der Weiynachtskerzen.— Musik und frohe Herzen! 21.20: Aus Otto Dobrindts Spielzeugschachtel. 22.00: Eine kleine Nachtmusik von W. A. Mozart. 22.40: Weihnacht auf hoher See. 23.00: Heut' soll niemand einsam sein... B. v. Geczy mit seinem Orchester. 24.00: Vom Himmel in die tiefsten Klüfte ein milder Stern herniederlacht liefert ihnen Ruhebetten, Couchs. Sessel und Matratzen jeder Art, sowie Polstermaterial, Bindfäden, Drell, Stoftbezug, Alpengras, Roßhaarusw. Beachten Sie meine Schaufenster, Qualität und Preise. Besichtigung jederzeit unverbindlich ist selt altersher sehr beliebt. Jede Hausfrau weiß, daß sie am Wilhelmsplatz gute Ware günstig kauft, vor allem den köstlichen Trass-Kaffee Kadte-Kunfax hat immer das Neueste. Sie haben zu Welhnachten bei mir die größte Auswahl. Bequeme Tollzahlung! Viktorlastraße 5 an der Post Aöchife Len! 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Lutherkirche..45: Scherler; 11: KGD., Schmidt 2; 12: Tauffeier, Schmidt 2. Pauluskirche. 8: Scherler;.30: Schmidt 2; 17.15: KGD.=Weihnachtsfeier, Dr. Ehrenberg. Johanneskirche. 11.15: Kindergottesdienst, Henrici. Krankenhauskapelle..30: Klose. Montag 16.15 Uhr: Weihnachtsfeier, Winnacker. Kirchlich evgl. Gemeinschaftsverein, Bochum, Adolfstraße 20. So 17.15: Evangelisation. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. So 15: Kinder=Weihnachtsfeier; 18.30: Evgl. Stunde. Stadtmission Bochum, Joachimstr. 8. So 14: Sonntagsschule; 17: Bibelstunde. Christl. Verein Junger Männer, E.., Bochum, Oskar Hoffmann Straße 14. Jungmännerkreis(junge Männer über 18 Jahre): So 20: Weibnachtsfeier mit Angebörigen. Altenbochum. So.30: Frühgottesdienst, Vikar Dummer;.45: Hauptgottesdienst mit Chorgesang, P. Christiansen; 11: KGD., P. Christiansen; 12.45: Tausen, Sup. Niederstein: 14: KGD., Sup. Niederstein; 20: Gemeinschaftsstunde. Wiemelhausen, Melanchthon. So 10: Dr. Klein; 11.30: KGD. und Kirchentaufen. Petrikirche. So 10: Gottesdienst, Nöllenburg: 11.30: KGD. .=Weitmar. So 8: Frühgottesdienst. P. Sauer;.45: Hauptgottesdienst, P. Görtz; 11: K6D.; 12: Kirchentaufen: 16: Weihnachtsfeier der KGD. in der Kirche, P. Görtz. Bekenntnisgemeinde Weitmar. So 9: Gottesdienst i. Vereinshaus KarlFriedrich=Str., P. Jungcurt: 10.15: KGD. im Vereinshaus Karl=Friedrich=Straße: 17: Männerdienst im Vereinshaus Karl=Friedrich=Straße. .=Engelsburg. So.30: Gottesdienst, P. Dieckhoff; 12: Taufen; 17: KGD.=Weihnachtsseier; 18: Blaukreuzverein. Gerthe. So 9: Beichte und bl. Abendmahl für die Jungkonsirmierten von Ostern 1934 u. Ostern 1935; 10: Weihnachtsfeier des KGD. mit Gemeinde; 11: Taufen. Bekenntnisgemeinde Gerthe. So 10: Weibnachtsfeier des KGD. mit der Gemeinde. sichtsschützer. Schüler& Co. Herner Str. 22 Geräte in großer Auswahl .=Hamme. So Gottesdienst an d. Maarbrücke 8: Simon, im Gemeindehaus 8: Bach; Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Simon, in Wege=schuhe, Hauben scheid.45: Bach; KGD. in d. Kirche Lederjacken, 11.10: Kraemer, im Gemeindehaus Gamaschenho11.15: Bach: Taufstunde in d. Kirche sen, Beinbleche 12.15: Kraemer, im Gemeindehaus Knleieder, Ge12: Bach; 20: Gemeinde=Weihnachtsseter im Gemeindebaus. Hiltrop. So.30: Gottesdienst, anschl. Vorprüfung der Konfirmanden und Katechumenen, Fortmann. Danach kurze Besprechung mit dem Presbyterium und der Elternschaft. 17: Weibnachtsseier im KGD. Hofstede=Riemke. So 10: Mühge; 11.15: KGD., Mühge; 12: Taufstunde."„. Wle .=Horoel. So 8: Gottesolenst, P. Kurras;.30: KGD. im Gemeindehaus. P. Abendroth: 10: Gottesdienst mit Abendmahlsseier(Anschreiben nach dem Gottesdienst),.#1„ b.##m Höfker: 11.15: K6D. in der Kirche. Wm Stiepel. So.30: Gottesdienst im Tumberg Lutberhause, Husemever; 11: KGD.: Essener Str. 43 10: Gottesdienst in der Kirche, Loh= seter der Sonntagsschule.— Gemever: 11.15: KGd.; 10: Gottes= meindesaal Wattenscheid, Bochumer dienst in Buchholz, zur Nieden; Str. 36: So 9: Bibelstunde; 10.30: 11: KGd.„*#gigang. Sonntagsschule.— Gemeindesaal B. Uemmingen. So.30: Haupigoltes= Werne, Am Born 10: So.30: Bidienst, Kuhlmann; 10.45: Kirchentaufen: 11: KGD; 17: Weihnachtsseier im Eval. Männerdienst. Linden. So.30: Bäumer; 11: KGD.: 12: Tausen. Dahlhausen. So.30: Neuhaus; 11: KGD.; 12: Taufen. .=Langendreer. Christuskirche: So 10: Hauptgottesdienst, P. Menzel; 11: KGD.; 12: Taufen.— Paulus= kirche: So 10: Hauptgottesdienst, P. Dieckhoff: 11: KGD.; 12: Taufen.— Kaltehardt: So 10.30: KGD. Mo 17: Weibnachtsfeier des KGD.— Krankenhaus:.45: Gottesdienst, P. Dieckhoff.— Dorf: So 20: Kirchl. Gemeinschaftsstunde.— Lutherkirche: So.45: Morgenwache, anschl. Beichte u. Feier des hl. Abendmahls;.30: Gottesdienst, P. Schilling: 11: KGD. .=Werne: So.45: Hauptgottesdienst, P. Schmerkotte: 11.15: KGD.; 12.15: Taufen; 17: Bibel= und Gemeinschaftsstunde; 19.45: Adventsgottesdienst, P. Schloemann. Kreta. So 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottesdienit,# Wanne. Christusurche. So 8: P. Weidmann(Weibnachtsfeier des Kindergottesdienstes); 10: P. Weidmann; 11.15: Taufen.— Lutberkirche: 8: P. Engel(Weihnachtsfeier des KGD.): 10: P. Engel; 11.15: Taufen; 14: masurischer Gottesdienst. Eickel. So 8: P. Abendroth(.= Hordel); 10: Vikar Gossing: 10: Krankenbaus, P. Kurras; 11.30: KGD.; 12.30: Taufen. Röhlinghausen. So 9: Beichte; .30: Gottesdienst mit Abendmahl. .=Harpen. So 10: Adventsgottes= Sup. Krahn; 11: Taufen: 17: Weihdienst und KGD.=Weihnachtsseier; nachtsfeier im K6D Sup. Krahn. 11.30: Taufe, Pf. Leich; 12: Taufen; Günnigfeld. So.30: Gottesdienst, 16: Kindergarten=Weihnachtsseier.(P. Koch; 10.45: K/62. Bollesvienst der kum Semeiken Sonntag, 22. Dezember 1935. (Ohne Gewähr.),„ Propstei. 6: hl..;.45,.25, 9: dl. M. m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr.: 11.15: hl. M. m. Pr.; 14.30: Aussetzung des Allerheiligsten und kurze Andacht, danach stille Verehrung des allerheiligsten Altarssakramentes; 18: Adventsandacht.„ W4Wal# Christ=König(Franziskanertloner). 6: hl..; 7: hl. M. m. Pr.:.15: Kindermesse m. Pr. u. gem. Kommunion aller Kommunionkinder beider Schulen;.30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.; 20: allgemeine Adventsandacht mit Adventsklageliedern.„„ St. Marien. 6: bl..,.15: Frühmesse m. Pr.;.30: bl. M. m. Pr.; .30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Adventsandacht mit sakramentalem Segen. St. Joseph..15: hl..;.30, .45: hl. M. m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr.: 11.15: bl. M. m. Pr.; 14.30: Christenlehre und Andacht: 15.30: Taufe: 20: Adventsandacht mit Complet. St. Antonius. 5: hl..;.30: hl. ., gem. hl. Kommunion des Müttervereins: 8: Frühmesse m. Pr.: .30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Adventsandacht; 16: Müttervereinsandacht. Klosterkirche der Redemptoristen. 5, 6: stille hl..: 7, 8: Singmessen m. Pr.: 9: Gottesdienst für die höheren Mädchenschulen: 10.30: voln. Gottesdienst: 16.40: Rosenkranz, Pred. u. Andacht mit sakr. Segen: 19: Rosenkranz, Predigt u. Segen für die Erzbruderschaft der hl. Familie.— An Werktagen: 6, 7, 8: stille hl. M. Montags 8: Segensmesse zu Ehren des hl. Gerbard: 20: Segensandacht. St. Meinolphus. 6: hl..; 7: Gemeinschaftsmesse; 8: hl. M. für die höb. Schulen; 9: hl. M. für die Volksschulen: 10: Hochamt: 11.30: bl. M. m. Pr.; 15: Christenlehre; 18: Adventsandacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. 7: hl. M. m. gem. hl. Kommunion aller Frauen; 8: Frühmesse m. Pr. und gem. hl. Kommunion der Kinder der 4. Klasse;.15: hl. M. m. Pr.: 10.30: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre mit Segen. Wallfahrtskirche,.=Stiepel..35: Frühmesse m. gem. hl. Kommunion der Mütter und Gemeinschaftsmesse; 10: Hochamt; 16: Adventsandacht. St. Livorius,.=Grumme. 7: hl. M. m. Pr.; 8: Austeilung der hl. Kommunion:.30: bl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion des Paramenten=Müttervereins und der 3. Mädchen= und 4. Knabenklasse; 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Adventsandacht: 15: Taufe. Hl. Kreuz..30: Austeilung der dl. Kommunion; 7: hl. M. m. Pr. u. gem. bl. Kommunion der Frauen und Mütter:.30: bl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Mädchen; 10.30: Hochamt m. Pr.; 14.30: Andacht. Herz=Jesu,.=Hamme..20: Austeilung der bl. Kommunion:.30: bl..:.30: Austeilung der hl. Kommunion: 8: hl. M. m. Pr..30: Hochamt m. Pr.: 11: hl. M. m. Pr.; 14.30: Adventsandacht. Herz Jesu,.=Hordel..30: bl..; 8: dl. M. m. Pr.: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Adventsandacht. St. Anna,.-West..30: bl. M. m. Gesang u. Pr.: 9: Kindermesse m. Gesang u. Pr.: 10.30: Hochamt m. Pr.: 14.30: Christenlehre. Adventsandacht und Segen: 15: Taufen. St. Franziskus,.=Riemke..15: dl..:.15: bl. M. m. Pr., gem. dl. Kommunion d. Hofsteder Schule: .30: dl. M. m. Pr.:.30: voln. velstunde: 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst. 2. Baptistengemeinde:.=Weitmar, Am Steinknapp 56: So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Ev.=Luth. Kreuzgemeinde, Bochum, Kreuzkirche, Gahlensche Straße 146: So.30: Frühgottesdienst, Pfarrer Stallmann; 10: Hauptgottesdienst, Pf. Kerle; 11: Taufen: 11.30: RGD. — Gemeindeheim, Lutherhof: So 15: Jugendstunde. Mo 20: Kirchenchor. Evgl.=Luth. Gemeinden in Bochum. 1. Gemeinde, Dibergstraße 52: So .15: Predigt, Sup. Ziemer. Di 17.30: Christvesper, Hilfspred. Krüger.— 2. Gemeinde, am Hindenburgplatz: So.30: Predigt, P. Greve. Di 18: Christvesper, P. Greve. Neuapostolische Gemeinde. Bochum, Rheinische Str. 7: So 9, 16; Mi 20. .=Langendreer, Wallbaumweg 58: So 9, 16; Mi 19..=Linden, Kesterkamp 49a: So 9, 16; Mi 19.30..= Weitmar, Kellermannsweg 51: So 9, 16: Mi 20..=Weitmar, An der Landwehr 65: So 9, 15.30; Do 19. .=Riemke. Auf dem Dahlacker 42: So 9. 16: Mi 19..=Gertbe. Am Südblick 8: So 9, 16: Mi 19..=Kornharpen. Auf der Prinz 135: So 9. 16; Mi 20. Wanne=Eickel, Königstr. 21: So 9. 16; Mi 18..=Röblinghausen. Füsilier= und Kurfürstenstr.=Ecke: So 9. 16: Mi 18. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science Society) Bochum, Emscherstr. 20. So 10: Gottesdienst, Lektionspredigt der Christl. Wissenschaft, Thema: Hat sich das Weltall, einschließlich des Menschen, durch atomische Kraft entwickelt? 11.15: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst (Zeugnisversammlung). Christlich=wissenschaftl. Vereinigung m. Pr. u. gem. hl. Kom=(Christian Science), Bochum, Rottmunion der voln. Pfarrangehörigen; straße 29, I. Etg. So 10; Gottes11: hl. M. m. Pr.; 14.30: Christenlehre und Adventsandacht; 15: Dreisaltigkeit, Bochum. 7: hl..; 8: hl. M. m. Pr.; 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Adventsandacht. St. Franziskus,.=Weitmar..15: Frühmesse;.20: Austeilung der hl. Kommunion;.30: hl. M. m. Pr.; .45: Hochamt m. Pr.; 10: Kindermesse m. christl. Unterricht: 11: hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre; 18: Adventsandacht,„ Dahlhausen 7.30: St. Michael,.=Bahlhausen...0 Frühmesse m. Pr., gem. bl. Kommunion der Mütter und der 4. Kl.: 10: Hochamt m. Pr.: andacht.— Wochentags.40: SchulLiebfrauen,.=Linden..50: Austeilung der hl. Kommunion an Männer, Jünglinge und Jungfrauen: 7: hl. M. m. Pr., gem. hl. Kommunion der Mütter:.05: hl. M. m. Ansprache für d. Kinder, gem. hl. Kommunion der Kinder der unteren Klassen; 9: Hochamt m. Pr.; 10.30: bl. M. m. Pr.; 14: Taufe; 14.30: St. Engelbert,.=Dahlhausen..30: Frühmesse m. gem. hl. Kommunion aller Frauen; 10: Hochamt m. Pr.: 14: Taufen; 14.20: Adventsandacht. Fronleichnam,.=Laer..30: Frühmesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Mütter und Frauen; 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Adventsandacht m. sakr. Segen, anschl. kirchliche Versammlung der Mütter und Frauen; 15.30: hl. Taufe. Liebfrauen,.=Altendochum..30: Frühmesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion aller Männer; 8: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Erstkommunikanten des letzten Jahres:.30: Hochamt m. Pr. u. Austeilung der hl. Kommunion: 11: hl. M. m. Pr.; 14.30: Adventsandacht, Pr. m. Segen; 15: Taufen. Herz=Jesu,.=Werne..45: hl..; .15: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Frauen und der Kinder des 4. und 5. Schuljahres der Deutschen=Reichs= u. HarpenerWeg=Schule; 10.15: Hochamt m. Pr.: 14.30: Adventsandacht; 15: Taufe. St. Marien,.=Langendreer..30: bl..: 8: hl. M. m. Pr. u. gem. hl. Kommunion der Frauen u. Mütter sowie der Mädchen des 4. und 5. Schuljahres: 10.15: Hochamt mit Pr.: 14.30: Adventsandacht. St. Bonisatius,.=Langendreer. .30: hl..; 8: Frühmesse m. Pr.: 10.15: Hochamt m. Pr.; 14.30: Andacht mit Ansprache. Hl. Geist,.=Harpen..30: Frühmesse m. Pr., gem. hl. Kommunion für die Frauen und Mütter: 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Adventsandacht. St. Elisabeth,.=Gerthe. 7: bl. M. m. Pr.:.30: hl. M. m. Pr.; gem. hl. Kommunion der Leoschule; 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Adventsandacht. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühmesse m. Pr. u. gem. hl. Kommunion des Männervereins und der Knabenoberklasse: 10: Hochamt m. Pr.: 14.30: Andacht zur hl. Familie. St. Theresien,.=Eppendorf. 7: Frühmesse:.15: Kindermesse mit Gemeinschaftskommunion der Schulkinder: 10: Hochamt m. Pr.; 14.30: Christenlehre mit Andacht; 17: Andacht mit Predigt. St. Gertrud, Wattenscheid. 6: hl. .; 7: hl. M. m. Pr.: 8: hl. M. m. Pr., dl. Kommunion der Kinder der Swidbertschule und der kath. Hilfsschule: 9: hl. M. m. Pr. für die höh. Schulen; 10: Hochamt m. Pr.: 11.30: hl. M. m. Pr.: 14.30: Christenlehre und Andacht: 15.15: Tause. dienst. Evgl. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Alleestr. 48. So 8: Uebung des Männerchors;.30: Predigt, Prediger Haug; 18: Bescherung der Sonntagsschule; 15: Bescherung der Sonntagsschule in Witten, Augustastraße 47. VogelFahrradständer for alle Reifen. Garagen und Wellblechbauten aller Art. Stahldächer Tore= Fenster Kleiderschränke k. Vogel Dahlbruch I. W. 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Am andern Morgen untersuchte er den geheimnisvollen Mechanismus. Dabei entdeckte er Deit um 1900,(= stand unweit los— meinetwegen, je eher, je besser. Dann trat er einen Stollen, der zur Höhle des schwarzen Karls aus86 war in der Hei um 190v. Du sung unge ah, und öffnete. Vor ihm stand der Frende lief., Dann ging er ins Dorf zum Gendarm. Der der Lineburger Hebde ein altes Schoß. Von dem aus aus dem Walde. Franz stecte die Pistole rasch in die Gendarmn, benachrchigte die nahegelegege Kasege, Er de Gelschichte aus, daß ein berüchtigter Räuberhaupt. gof,.p#..., den Frenden mit einer forderte Soldaten an, die helsen„sotten. Wieselven nann mit seiner Bande sich dort niedergelassen hätte. Tosche. Dann sorderte e und mitzuessen. Der rückten am andern Morgen an. Sie umzingelten die Ihr Anführer nannt sich der„Schwarze Karl“. Er Fremher schwig, auf, einzutreten u.—.—., sagte Höhle und drangen vor. Die Verbrecher setzten sich hefsose botute, ong s.„rungen, Dieb. Preuu, owngz lange, sah den Knaben an und lagte sig zur Wehr, Franz sleg, mit einen seichten Gewehe haite schon viete Wtenscgenteven, Sp..„Mensch vann: Ich will dich in meiner Bande haben, du bist und einer Pistole bewaffnet, zum Stollen. Kaum war sechte, Einbrüiche, kurz, abes, wox ein Ps=Hgx.— ein mutiger, Knabe, du gefälst mie, ich, wil bein zwei Franz an Oet und Stell, da trachte die erse Salbe. tun und denken kann, auf dem Gewissen. In dem be, ter Vater sein.“ Franz sah seinem Gegner furchtlos Es begann eine wilde Schießerei. Auch Franz schoß. nachbarten Dorse S. war eine Schmiede. Der Sohn an und sagte:„Solange ich noch atmen und mich weh. Als die Verbrecher bemerkten, daß sie auch von hinten des Besitzers war ein mutiger Knabe von 14 Jahren, ren kann, komm ich nicht zur Bande, und einen zwei Feuer bekamen, ergaben sie sich. Franz fesselte alle. Eines Tages ging der Franz in den nahen Wald, ten Vater brauch ich nicht, weil ich meinen Vater zu Dann führte er sie hinaus. Die Verbrecher erhielten ganz in Gedanken versunken, stand er an einen Baum= sehr liebe.“ Da sah ihn der schwarze Karl zornig an ihre gerechte Strafe. Alles schaute mit Hochachtung tomm gelepzu:, Du. Pprte e,„en Hussthog dip=Zeier brachte sich durch einen Sprung in Sischerheit. Schnel auf zel- Pferdes. Im selben uugenvuic bog der Reiter hrachte sich durch einen Sptung in Sicherheit.„Slangen, schwarzgen Volbart und stechende schwarze Augen hatte und auf einer pechschwarzen Stute saß. Im Gürtel trug er zwei Pistolen und ein dolchartiges Messer. Unwillkürlich mußte Franz an den schwarzen Karl denken. Als der Reiter Franz sah, hielt er sein Pferd an.„Wo willst du hin, Kleiner?“ fragte er. „In den Wald“, antwortete Franz kurz, dem die Begegnung mit dem unheimlichen Fremden nicht paßte. „Hast du den schwarzen Karl schon mal gesehen?" fragte der Fremde weiter.„Nein", entgegnete Franz unwillig, weil er immer wieder an den schwarzen Karl denken mußte. Der Fremde stieg vom Pferde und fragte Franz:„Was würdest du tun, wenn ich der schwarze Helmut Uhlenbruch, 15 Jahre. Win######tun Vo##tk#n gis Zum..-Ve##nonttönnon#es#uskun sitz vor Liebe Jungen und Mädel! nacht zu bescheren, an die das Christkind vielleicht Ja, die Schlacht ist geschlagen, und gleich zwei auf nicht dachte, die werden mit einem schönen Buche beeinen Streich, das will schon etwas heißen. Aber gemessen an dem Bombenerfolg des„tapferen Schneiderleins", das gar sieben auf einen Streich fertigbrachte, hwarze zeins“, Karl wäre.“ Franz aber antwortete mutig:„Das ist uns die Arbeit ja nur eine Kinderei. Aber halt, das machte mir nicht viel aus, denn ich habe keine Angst waren ja nur sieben armselige Fliegen, die zuckerlüstern vor dem schwarzen Karl.“ Der Fremde sagte weiter: um einen Apfel strichen, und bei uns gehörte zu dem „Aber ich bin der schwarze...“. Im gleichen Augenblick sprang Franz ihn an, daß ihm Hören und Sehen verging. Im selben Moment schwang er sich auf das „zwei auf einen Streich“ doch oft recht viel Mühe und Liebe und manche Stunde Arbeitszeit. Das war ein lustig Treiben auf der Redaktion, da kam, blauweiß kalohnt werden. Und da ihr sicherlich auch alle gern einmal sehen möchtet, was so in heimlichen Stunden die stille Konkurrenz schuf, so werden Samstag, 21., und Sonntag, 22. Dezember, die Arbeiten in den Schausenstern des „Bochumer Anzeiger“ ausgestellt werden. Alle die Kinder, die ich nachfolgend aufzähle, holen verging. Im selben Moment schwang er sich auf das lustig Treiben auf der Redaktion, da kam, blauweiß ka= ng am wantag ne Berd— und fort var er. In ensendemn Galop eit riert,„Her Junbo“ an, und als ich ihn danm fragt,.gn ab zund die Baslelarbeiten wandern darn zum er ins Dorf bis zur Schmiede.. sich verlautfen und nicht lioher gen Hamhurg gil. Lohn ab, und die Bastelarbeiten wandern dann zum Am folgenden Morgen in aller Frühe nahm er eine Decke und Eßwaren für drei Tage mit Außerdem Lohn ab, und die Bastelarbeiten wandern dann zum Vaterländischen Frauenverein und werden von dort zu hilfsbedürftigen, armen Kindern gebracht, um ihnen ein ob er sich verlaufen und nicht lieber gen Hamburg pilgern wolle, da gab er mir zur Antwort, daß er nun eine Decke und Eßwaren für drei Tage mit. Außerdem schon einmal hier wäre und nun auch bleiben möchte.““ eine Pistole und eine Menge Kugeln. Als er mittags Und dann stellte ich ihn mitten hinein in Burgen, Pup frohes Weihnachtsfest zu bese im Schloß ankam, richtete er sich sofort für die Nacht ein, penwiegen, Bauernstuben, und ich muß schon sagen, daß Helmut Uhlenbruch, Fritz Kattner, Dann untersuchte er den Raum. Auf einmal war es es ihm recht gut hier gefiel in dieser lustigen Gesellschaft. Ursula Jugo, Willi Mingo, Buntbemalte, noch feuchte Eisenbahnwagen mußten bei Ingrid Stech, Inge Horst, ihm, als wenn er ein Geräusch gehört hätte. Als er sich umdrehte, sah er mitten im Zimmer ein großes Loch. verschwunden. mus entdeckt. Alles, was: dieser Stelle gelegen hatte, war mir noch trocknen, bis der quittegelbe Lack fast von den Diethild Stech, Hermann Klein, 8les, was auf prese„inte, Leimen anachaniz, Dächern sprang. Ja, in der weihnachtlichen Werkstatt Ethelbert Brüggerhoff, Hermann Holtme Franz hatte einen geheimen MechanisInzwischen war es Abend geworden. mir noch trocknen, bis der quittegelbe Lack fast von den Diethild Stech, Hermann Dächern sprang. Ja, in der weihnachtlichen Werkstatt Ethelbert Brüggerhoff, Hermann Holtmeler, Abend geworden, war es sicherlich nicht bunter und lustiger als in meinem Gerti Knoop, Heinz Renoldi, Auf einmal klopfte es an die Tür. Franz zog seine Zimmer. Und all die fleißigen Buben und Mädel, die Lothar Benzig, Rudi Koch, Pistole und dachte bei sich, jetzt geht der Tanz schon gern und freudig mithalfen, auch denen eine frohe Weih= Klärchen Diederich, Werner Slomzinsky. K Wir gehen auf den Weihnachtsmarkt, Hurra, wie ist das schön. Die feinsten Sachen auf der Welt, Die gibt es da zu sehn. Zuckerwaffeln, Pfefferkuchen, Alles kann man da versuchen. Gleich auf dem Kirchplatz nebenan, Sind Buden aufgebaut. Von weitem klingt herüber schon, Der Blechtrompeten Laut. Puppen, Spielzeug, Eisenbahnen, Soviel Pracht kann keiner ahnen. Den ganzen Abend laufen wir, Die Gassen kreuz und quer. Und haben wir auch viel gesehn, Es gibt noch immer mehr. Glitzernd unter der Laterne, Silberfäden, gold'ne Sterne. Doch müssen schließlich wir nach Haus, Verging so schnell die Zeit. Fast wird die Trennung uns zu schwer Von dieser Herrlichkeit. Hoffentlich von all' den Dingen Wird das Christkind uns was bringen. Der neue Osen In einem Laden stand ein wunderschöner Ofen, Er und seine Kameraden waren alles hübsche Kerle, aber so schön wie er war, war keiner. Eines Tages kam ein reicher Herr. Er ging in den Laden, sah sich die Oefen an und kaufte dann den stolzen Ofen den schönsten von allen. Dieser Ofen wurde in ein Schloß gebracht, wo er in das Wohnzimmer kam. Hier, in diesem Zimmer, ging es ihm wohl. Er bekam im Winter viel zu fressen, meist war es Koks und Briketts. Dafür wollte er sich auch dankbar zeigen, indem er soviel Wärme schickte, wie er nur konnte. Als er jahrelang seine Dienste getan hatte, wurde er müde und schickte nicht mehr soviel Wärme. Das sollte er aber stark büßen, denn er wurde in den Hof gestellt und mußte hungern. Hier rostete er jedesmal, wenn es regnete, und er wurde immer häßlicher und einmal kam ein alter, schmutziger Mann nahm ihn mit, warf ihn in glühendes Feuer und er wurde dann zu etwas anderem verschmiedet. Winfried Scheler, 12 Jahre. sen Park. Seit sie die beiden Töchterchen des Chauffeurs gesehen hatte, tummelte sie sich mit den Kindern auf dem Rasen unter den Bäumen. Sie war mit ihnen Schlitten fahren gegangen, sie hatten Schneeballschlachten geführt, und nun, da der Frost gewichen war und die ersten warmen Strahlen der Sonne die Erde wachküßten, hatten sie Schneeglöckchen und Himmelsschlüsselchen gesucht. Voll Freude und Harmlosigkeit hatte sie mit den Mädelchen herumgetollt und all ihr Leid vergessen. Da war sie von Hartmut angerufen worden. UeberIELMAN• rascht schaute sie ihn an. Wie vom Himmel gefallen, stand er vor ihr. Freudig hatte sie sich an seinen Hals gehängt. Er wollte mit ihr dem Hause zugehen. Da Hartmut Janssen forderte, daß Eva auf alle Fälle schließlich alle lebenslustige junge Frauen, wir sind gern guf Hie beißen Kinderszugestärzti sie zum Abschied nochzu Hause sei, wenn er in seinem Hause weilte. Er einmal unter uns; aber dein Mann— sei mir nicht masg zu kusfen alss konnte höchst ärgerlich werden, wenn er seine Frau nicht böse—, aber bei euch, da traut man sich ja nicht zu men maste hatte er sich von ihr ahgewandt:“ vorsand. Er ließ keine Enschulbigung gellen, wenn sie lachen.„ Die Haupfsache, Eochen, Ist, daß du glüchich men wolte, hatte er sch von ihr abgevandt: von einem Ausgang verspätet zurückkehrte. Eva wußte bist. Wir wünschen es dir ja alle von ganzem Herbeim besten Willen nicht, wie sie es anstellen sollte. Es zen!“ elbstverständlichkeit, de 100 war für sie eine Selbstverständlichkeit, oaß sie zu Hause Eva hatte tüchtig geweint, als sie allein war. Irmwar, wenn Hartmut normalerweise vom Büro zurück= gards Ausspruch schmerzte sie, die Meinung ihrer kam. Aber er erschien mitunter auch zu einer ganz un= Freundinnen tat ihr weh. Hartmut gegenüber ließ sie eewohnten Stunde, und auch dann, geriet,zer in Harnisch, davon nichts verlauten. Ach, er hätte dafür guch kein Ogerstber Hartm.,„„auben ihnen einen ordentlichen wenn sie nicht zu Hause war., Was sollte sie machen? Verständnis gehabt höchstens geantwortet:„Kindchen. Tstern mußt du mir exlauben, ihnen einen ordentlichen Komm ins Haus!“ Betreten von seiner Schroffheit und seinem finsteren Gesicht, war sie beklommen neben ihm hergegangen. Im Hause fragte er sie streng, wie lange sie schon diese Kinderei hinter seinem Rücken betreibe. „Aber Hartmut, es sind doch goldige Kinder. Und wenn sie nicht zu Hanse war. War sonlesie machen: Sollte sie das Haus überhaupt nicht verlassen? Ihr Leben kam ihr merkwürdig vor. So recht glücklich konnte sie nicht sein. Sie hatte sich ihre Ehe so ganz anders gedacht. Es kam ihr vor, als Verstandnis gehabt, hochstens geantwortel:„Kinochen, verschone mich doch mit diesen Albernheiten!“ So schwieg Eva still und fügte sich seiner Macht. Ach, es war ja so vieles, was wünschte. Wenn er zu Hause war, so Osterhasen zu schenken.“ „Mal sehen! Aber ich wünsche solche Vertraulichhartmut nicht keiten mit meinen Angestellten nicht!“ durfte sie nicht„Aber Hartmut!“ sei sie nur ein Spielzeug, nach einmal lesen, In seiner Vegezmngt„durste ste, keine jolche Zärtlichkeit zwischen dir und den Kindern nie dem es ihren Mann gelüstete, wenn er dann und wann Handarbeiten verrichten. Ja, einmat war er, während wieder seben! Das schickt sich nicht. Ich verbiete dir Ich will eine nie sie beim Sticken war, wütend geworden und hatte die hiere;, Auahraich diese Bekanntschaft fortzusetzen.“ eine Teil= reizende Stickerei direkt zum Fenster hinausgeworfen.“Pa war sie, flammend vor Zorn und Wut, hochnohme an den Interchenhat, ziageren gah es vicht. Sie. se, Jogt, sichersg Hummer Arbeiten wegen gänzlich gefahgen und hatte voll Exregung laut ausgerusen:. Vollte Eva— und higghatte, dies des österen schon nicht, daß De. haß, Ip, gu gereg,#belten wegen Hörung.„Ich bin nicht deine Sklavin, und ich lasse mir das Paskardgt gotrsaeh visier Gezuahse vur sie Kanund ur Gnzuagzge, uicht geshiatenl. Du Last an Recht, uie dot aunze das Verlangen danach hatte. Eine Gemeinschaft, eine Kameradschaft, Interess tastend versucht— an seiner Berufbarben keinneynten, kumnirre. Lumats war sie, ichmgunger###. Empörung, dann schwieg Hartmut. Er beantwortete solche Fra= aufgesprungen und hatte nach Worten gesucht, aber keine gen nicht, lächelte vielmehr überlegen=spöttisch und strich gefunden. Zwei Tage war sie böse mit ihm gewesen, ihr über die Stirn. Einmal meinte er: „Mit so etwas brauchst du dein Hirn nicht zu belasten, Eva. Du sollst dich mit nichts anderem beschäftigen als mit deinem Manne.“ Gereizt erwiderte sie: „Dann laß mich doch für meinen Haushalt sorgen, dann aber gab sie von selbst nach. Sie wußte, daß Hartmut nicht zu ihr kommen würde. Er war stahlhart. Er gab unter keinen Umständen nach. Wie ein goldener Käfig dünkte sie ihre Ehe. Ach, dachte sie Leben zu vergällen! Dies soll ich nicht, und das soll ich nicht! Das ist ja schlimmer als Tyrannei! Oh, hätte ich geahnt, daß du dich so entpuppen würdest— nie hätte ich dich geheiratet!“ „Du hist nun aber einmal meine Frau; also mußt goldener Käfig, dünkte sie ihre„Ehe.„Ach, dachte Fe zu dich fügen. bitter am liebsten verböte mir Hartmut auch noch die" Rein und abermals nein! fügen!“ täglichen Besuche bei der Mutter. An diese Besuche klammerte sie sich. Ich werde mich nicht Mit beflügelten damit ich auch einen Wirkungskreis habe. So aber weiß Schritten eilte sie täglich zu der geliebten Mutter, froh, ich wirklich nicht, womit ich mich beschäftigen soll.“ die schöne Villa hinter sich zu haben, vor der ihr all„Das ist eine Ausrede. Du willst nur, daß Fräu= mählich graute. Sie fürchtete sich allein in den großen lein Klarissa aus dem Hause verschwindet. Ein für allemal: schlage dir dies aus dem Sinn! Es bleibt, wie es ist— du kennst meine Meinung.“ Konnte sie dagegen rebellieren? Von ihren Wünschen nahm Hartmut keine Notiz. Fühlte er denn nicht, wie sie unter der Leere ihres Lebens litt? Tyrannisch es kam er Ibr bex.„, Leiner Regle Sie sollte die Villa nur in seiner Segleitung ver= tung; .p ele he. hie gelv. Sepur in haßen Ole. Pashabme Grsi Räumlichkeiten, in denen es so still, so totenstill war. Klarissa und Jakob waren lautlose Menschen. Wie „Es wird dir wohl nichts anderes übrigbleiben“, war seine lakonische Antwort. „Nein! Nein! Nein!“ sagte sie außer sich, mit dem Fuße aufstampfend, aufs äußerte gereizt. „Deinen Trotz werde ich zu brechen wissen! Ich bin der Mann, der weiß, wie man eine störrische Person .: Lann Hüte dich Ena' Mäßige dich, und Gelpenster kamen sie Eva vor, und ef, grl stags be, wenn Firxe riegen kann. wure pieg, Spat Bignige vin, und eines von den beiden unerwartet vor ihr stand. erst wenn du wieder vernünftig bist bin ich bereit, Zwar— bedachte sie es recht— bo=zirtschafferin mit dir zu unterhalten. Solch alberne, trotzige Kin6 über den alten Diener, noch über die Wirtscaßgehe dereien kann sich gu meiner Frau nicht leiden.“ klagen. Sie waren ihr gegenüber voll devote. So##nn. Energisch, aber völlig ruhig, hatte er zu ihr gesproSie, sollte die Blug, nur in keiger wegieltung ver= tung;, sie. xespektierten in ihr die Frau des Hauses..—“ Dann war er aus dem Zimmer gegangen, ohne lassen. Sie durfte keine Freundin haben. Die Teitnahme Fräulein Klarissa war von zuvorkommender Freundlich:„ die in einen heftigen Weinrrampf verfiel, zu en einem Kränzchen duldete er nicht. Einmal waren keit, wenn Eva in das untere Stockwerk kam; sie be= sich um sie, wei Freundinnen dagewesen. Ein zweites Mal hatte antwortete alle Fragen der tungen Frau mit der größ= veksgeste ziegem Tage herrschte im Hause eine schmüle Ia niemand blicken lassen. Irmgard, Isggzuch gufexzne ten Höflichkeit. Und doch schien es Exo, gls sübe Ne Atmosphäre Ihr Mann behandelte sie, als sei nicht gn. traf ste einige Wochen nach dem Bezuch, gus, der es gern, wenn sie wieder ging. Es blieb bei der kühlen dag geringste vorgefallen. Aber gerade, weil er so über Straße. Irmgard war sichtlich erfreut, sie wiederzu Förmlichkeit zwischen den beiden, die von Anfang an das Zexwürfnis hinwegging, und die Art, als sei er den, oder dann sogte be: geberrscht batt.. dr Gäriner uch der Chauffeur=bolkommen in seinem Recht, steigerten ihren heimlichen „Eva, nimm es uns nicht übel, wenn wir dig nicht„„Dann waren da noch ver#g,„Der uind vs: Pygpuggt: Groll gegen ihn immer mehr.— Daran mußte heute bleder besuchen, Aber dein Mann Ist schrecklich, er mog zgifch Pre,gomitlen; diese, Menschen die üirfache. Eva denken, als sie in ihrem reizenden Zimmer saß. Neähs elcticen Keaic scheseil lichelisce ece siehlchen schesech Dds nich Ssef- Belsche dnr vund wur se al. du C.);: Desunge Herin des Hauhe wor bur g,.x s. der Zakzausl ruszs, sden Aigrane m Tis bemue, segen ale unsere Freundinnen. Ach, Eva, wie sind doch oft stundenlang satz, nicht mehe fesselke. Sie liedte dier aber sie ging nicht hinunter, ihn zu empfangen. Rein, er sollte auch einmal fühlen, was es hieß, eine Frau zu kränken. Tränen des Zorns saßen ihr in den Augen. Hastig wischte sie sie ab... Und wenn ihre Ehe zerbrach, sie würde sich nicht fügen! In ihr zitterte alles vor Erregung. Im Hause galt Hartmuts eiserner Wille, und sonst nichts. Oh, wie recht hatte doch Tante Gertrud gehabt, als sie von dem Manne sagte: Doktor Janssen behandelt seine Frauen schmählich; er knechtet sie und zwingt ihnen seinen Willen auf. Sie hatte es nicht hören wollen, damals— und nun? Ach, liebte Hartmut sie überhaupt noch? War seine Liebe zu ihr nicht nur ein Rausch gewesen? Ihr Herz sprach noch immer für den Mann ihrer Liebe, und doch saß ein weher Zorn in ihr und beherrschte sie völlig. Ein inneres Empfinden warf sie hin und her.. Gewiß liebte er sie noch! Es konnte nicht sein, daß sie ihm schon gleichgültig war nach kaum sechsmonatiger Ehe. Freilich, seine bisherigen Ehen waren alle so kurz gewesen! Wie nun, wenn Hartmut überhaupt nicht imstande wäre, eine Frau ein Leben lang liebzuhaben? Wenn er den Wechsel liebte? Wenn er es vielleicht als Erleichterung begrüßte, daß eine gütige Vorsehung ihm die Frauen durch den Tod nahm?! Eine quälende Angst befiel Eva... Da— da war es wieder, jenes Unheimliche, Düstere. das lauernd neben ihr herging, und das von allem Anfang an einen dunklen Schleier über ihr Glück gebreitet hatte. Was war das nur? Sie konnte es nicht sagen, aber es befiel sie stets, wenn sie ins Grübeln kam. Und wann grübelte sie nicht? Jeden Morgen beim ersten Augenaufschlag, jeden Abend, sobald sie ins Schlafzimmer trat, fiel ihr Blick auf die verschlossene Tür, die ins Nebenzimmer Dort hinten, hinter jener Tür, barg sich das Geheimnis! Und das war es, was neben ihr ging auf Schritt und Tritt. Was immer mehr aufgestachelt wurde durch die versteckten und offenen Fragen der Tante. Sie war Hartmut Janssens Frau und wußte nicht, was jene zwei Zimmer in sich bargen. „Leere Räume!" erwiderte kurz Fräulein Klarissa, als sie mit Herzklopfen fragte. Und ihr Mann, den sie gleich in den ersten Tagen gebeten hatte, doch die Tür aufzuschließen, damit sie sähe, was drinnen sei. hatte sie lächelnd an sich gezogen und mit komischen Blicken angeschaut:..4#char pach kommen mein# 8. „Der Tag wird schon noch kommen, mein Herz, da du diese Räume betrittst." „Laß es jetzt gleich sein, Hartmut!“ „Jetzt?— Evilieb, noch ist es nicht an der Zeit. Kleine, süße Frau, bezähme deine Ungeduld! Unsere Ehe ist ja so jung, und eine lange, lange Zeit liegt noch vor uns!“ A 8 Rätselhaft hatte es gerlungen. Und weiter hatte sie nichts aus ihm herausbekommen können. Es kränkte sie und machte sie immer wieder stutzig. Und hätte sie nicht eine geheime Scheu davon abgehalten, so wäre sie schon längst der Versuchung erlegen und hätte mit irgendeinem Schlüssel zu öffnen versucht.———— „Ev!“ Mit einem Aufschrei fuhr Eva in die Höhe und starrte entsetzt auf ihren Mann, der dicht neben ihe stand und mit seiner Hand ihre Stirn berührt hatte, „Aber Kind, was hast du denn? Du siehst ja ganz verstört aus!“ „Ich— bin— so— erschrocken... „Vor mir, deinem Mannk“ An alle Teilnehmer des Preisausschreibens: „Mohm käßl dun Jüsenn Nun ist sie dick, rund und prall, die blaue Mappe für die vielen, vielen Aufsätze der Preisaufgabe: Warum läßt der Führer Reichsautobahnen bauen? Oft wurde mir angst und bange, wenn immer wieder so ein blauer, weißer, grüner gewichtiger Brief mir auf Schreibtisch flatterte. Aber ihr Teilnehmer der dr du un. Frus u: 154 vus—. vn vo Heu ziur Galb, siu. Fageu, Kaluen Bint Alber= Zistagrez„5e Lseisk=Bates Erszten. und in die wein Weit geben Herz seger bestalt nach mit eimner runden, heinen Virn. Grön: Lannenzweig und Scpeist. Bungelgelb: Inneren Die Here aber lagte:„Nein, mein Junge, das darff zu vergteichen. Strahlenkranz des Lichts, paare des Engleins.„Rotz den Preisaufgabe, ihr müßt euch bis nach dem Weihnachts17 Wturnte genn er Generginspelte feste gedulden, denn der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen. Dr.=Ing. Todt zeigt ein so starkes Interesse für eure Arbeiten, daß er sie selbst sehen möchte. Und wie ihr euch doch sicherlich denken könnt, wird Dr. Todt viel, sehr viel zu arbeiten haben, da müssen eure Aufsätze etwas zurückstehen. Also nur Geduld bis nach den Feiertagen! Wenn der Winter kommt Die Hexe aber sagte:„Nein, mein Junge, das darfft du nicht. es wird dir schwer gelingen.“ In der Zeit war auch der König gekommen, aber die Hexe sperrte es ein. Es gelang aber dem König, der Hexe den Zauberstab fortzunehmen und den Stall aufzumachen. Da fiel ihm sein Sohn um den Hals, und sie weinten vor Freude. Der König und sein Sohn gingen nun nach Hause. wo große Freude herrschte. Es wurde ein schönes Fest gefeiert, zu dem alle Bekannte und Verwandte eingeladen wurden. Es wurde viel getrunken und getanzt. Plötzlich ging die Tür auf. und herein kam die garstige Hexe mit ihrem Mann. Da holte der König den Zauberstab hervor, verwünschte das Hexenpaar. Da wurden sie zu Staub. Und es wurde weiter gefeiert. Als die Gäste aber später einmal nach dem Staub guckten, sahen sie mit Staunen, daß die Staubkörner zu purem Gold geworden waren. Nun lebten sie alle glücklich zusammen, und wenn sie nicht gestorben wären, so lebten sie noch heute. Erna Meier, 12 Jahre. Prstigen.„ Strahlenkrang des Lichts, Haare des Engleigs.„Rotz Bei den menschlichen Krochen„t die Zuoleckioket Gaum und Kragen ver„ugellruge, Eexrinet Eige um fünfzig Prozent höger als bei partholz. Klügel Die Verlagen kännen auch in Auntpanierflebe Weihnachts-Närtchen des Engelkleides. Hellblau: Engelzflügel. Die Vorlagen können auch in Bunkpapiertlede. arbeit oder Linoldruck ausgeführt werden, wenn ihr diese Arbeitsarten beherrscht. gin Silbenrätsel Es hatte die ganze Nacht geschneit. Weiß und weich. Nun lag auf den Dächern eine dicke, weiße Schneedecke, und die Zäune und Bäume und Sträucher, sogar der spitze Kirchturm, alle hatten sie über Nacht weiße, warme Schlafmützen über die Ohren gezogen, als wollten sie nun auch einen Winterschlaf halten.— So sah es bald aus, als Franz am Morgen vor die Haustür trat. Es war so heimlich still. Fast konnte er hören, wie ganz leise und still die dicken Flocken vom Himmel fielen. Wie an unsichtbaren Schnüren standen sie in der Luft, eine unter der anderen. Da, wo der Spatz hergehüpft war, zeichneten sich drei Strahlen im hellen Schnee. Dort, das konnte man gut unterscheiden, war eine Drossel gehüpft, denn die drei Strahlen waren viel größer. Franz aber blieb nicht lange bei diesen stillen Gedanken. Da hockte er schon nieder und drehte an einer großen Kugel. Immer dicker wurde sie, wie ein Ballen Watte. Schon hüpfte auch seine Schwester mit einem hellen Jauchzen aus der Haustür, und sie rannten in großen Kreisen über die Straße, Bello hinterdrein. kleine Hund wußte nicht so recht, was denn nun los war.— Patsch, da hatte Franz von Elisabeth einen Schneeball an der Mütze kleben. Gut gezielt saß er da. Nun ging die Balgerei im Schnee los. Hin und ber flitzten die Bälle. Ssst, der ging vorbei! Hei, Franz klatschte vor Freude in die Hände, den hatte sie wieder! Bald bekam Franz einen Treffer, und bald die Schwester. Nun mußten sie zur Schule. Schade. Da rief auch schon die Mutter. Wie brannten die Hände und die Backen waren frischrot geworden. Ruth Schanderwitz, 13 Jahre. Das merken wir uns Boxhandschuhe waren bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bei den Engländern in Gebrauch, freilich ausschließlich beim Training. Ihre eigentliche Einführung erfolgte dort erst um das Jahr 1890 herum. Bis dahin wurden die Boxkämpfe noch mit nackten Fäusten ausgetragen. In Deutschland sind die ersten Schreibmaschinen vor etwas mehr als vierzig Jahren aufgetaucht. S 935 935 Aus den nachfolgenden 30 Silben sind 13 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, eines der heißumstrittensten Forts des Weltkrieges ergeben.— Die Silben lauten: am= ball— bus— an—*— luß— hu kar— ke— 11— mark— ment— m0— mur na— ne— ne— n1— 0mn— o9— 0t— pei ru— tan— to— te— ten— 41— 9— un Die Wörter bedeuten: Edorigerdd Männlicher Vorname Fächenman Berlin verbraucht täglich 592000 Brote, eine Million Liter Bier, 450000 Kubikmeter Wasser und 1 480 000 Kubikmeter Gas, Verwandss Die Form, in der wir das menschliche Herz abzubilden pflegen, hat mit der wirklichen Form unseres Ein Geschenk gewinnt sehr, wenn ihr es schön in Seidenpapier einschlagt und mit Gold= oder Silberfäden verschnürt; unter die Schnur steckt ihr noch Tannenzweiglein, und an diesem befestigt ihr ein Festkärtchen, für die wir euch die Vorlagen abbilden. Paust Land in Europa die Zeichnung hübsch sauber auf weißem Karton in glatten Linien nach, füllt den Untergrund schwarz und Weiblicher Vorname Nachtboget Welerchtungskürher Proschar Dee Rönig und die Hexe Es war einmal ein mächtiger König, der hatte eine schöne Frau. Sie waren glücklich zusammen und kannten keine Sorgen. Nun geschah es, daß sie ein Kind bekamen und das Kind war so schön, daß sie sich alle freuten, vor allem natürlich die Königin selber. Als nun das Kind größer war, verirrte es sich im Walde. Da war die Königin sehr betrübt. Der König schickte viele Boten aus, die das Kind suchen sollten. Aber es war vergebens; und im ganzen Lande herrschte große Das Kind aber war zu einer bösen Here geraten, die das Kind aufnahm. Da es nun eine geraume Zeit Feilabschnick Beförderungsmittel 980 S Stadt in Frankreich Teil des Bauernhauses Helmut Uhlenbruch, 15 Jahre. Auflösungen aus der vorigen Nummer wer knuspert an meinem Häuschen! Ingeborg Horst, 12 Jahre Zahlenrätsel: Magdalene, Ade. Guinea, Dose, Basel, Ursula, Rasen, Gertrud— Magdeburg. Besuchskartenrätsel: Paris, Imker. Else, W KA Aengstlich kam es „Ich hörte dich nicht kommen.“ von ihren Lippen. „Was ist nur mit dir los, Eva? Ich kenne dich gar nicht wieder, so gereizt bist du jetzt immer.“ „Ich bin nicht gereizt", erwiderte sie aufbegehrend; sie hatte einen trotzigen Ton in der Stimme. „Eva, soll das das ganze Leben so weitergehen? Du bist auf dem besten Wege, eine ständig widersprechende, zänkische Frau zu werden!" „Ich?! Du bist es, der den Unfrieden, den Zank in unsere Ehe bringt!„Alles und jedes, was ich tue, ist dir nicht recht. Du willst mich zu deiner Sklavin machen. Ich aber lasse mir das nicht gefallen! Ich bin eben anders als deine Frauen vorher, und ich lasse mich nicht so behandeln!“..4. 4 ueckm ge. Seicht hat Hartmut Janssen, der sich erst neben sie gesetzt hatte, stand plötzlich auf und maß seine Frau mit verächtlichen Blicken. Feste Entschlossenheit stand auf seiner Stirn und langgedehnt fragte er: „Du weißt, ich liebe es nicht, daß dieses Thema angeschnitten wird, das dich anscheinend mehr interessiert als alles andere. Ich möchte aber doch wissen, gern hören, wie ich wohl nach deiner Ansicht meine verstorbenen Frauen behandelt habe?“ Eva, gereizt durch seinen Ton, fuhr heftig auf: „Ach, als ob du das nicht selbst wüßtest! Leider hört man nur allzuviel davon sprechen. Ueber dich und deine vergangenen Ehen! Du meinst, du könntest nun auch mich knechten, tyrannisieren, einsperren... Ich— ich aber lasse mir nichts von dir gefallne!— Au, Mit einem Wehlaut brach sie ab; ihr Mann hatte dor an He nicht was du spricht. Cva. Hüte Lichl Und stelle meine Geduld nicht auf eine allzu harte Probe! Du verrennst dich da in irgendeine Torheit, die durch böse Einflüsterungen deine lebhafte Phantasie noch unterstützt. Wenn das so weitergeht, dann muß ich mit anderen, schärferen Mitteln gegen dich vorgehen. Hörst du?! Ich will Nachsicht üben und nichts gehört habne. Schluß damit! Bitte, jetzt wollen wir zu Tisch „Ich kann nichts essen. Neinl“ „Du wirst jetzt mit mir zu Tisch gehen und dich bezwingen, du Trotzkopf!“ befahl er mit energischer Stimme und ergriff ihre Hand. Eva aber stieß diese Da packte er sie bei der Schulter und schüttelte sie voller Zorn hin und her. Ein schriller Aufschrei brachte ihn zur Besinnung, und er bedauerte plötzlich, daß er sich so hatte hinreißen lassen, als er Evas weißes Gesicht und ihre entsetzt aufgerissenen Augen sah. Co!— Aber Eochen,.m,d, Sem mi ud. Erschrocken fing er die taumelnde Frau auf und trug ste hinüber ins Schlafzimmer. Bleich war ihr Gesicht, die Augen hielt sie geschlossen, krampfhaft waren die ssen, Lippen zusammengezogen. Als Hartmut bemerkte, wie rasend ihr Herz schlug, befiel ihn Angst. Er nahm Tuch und legte es ihr auf die Brust. Jäh kam sie zu sich, und sogleich stürzten die Tränen über ihre Wangen. „Aber Lieb, so komm doch zu dir!“ g „Mutti! Ich— will— zu meiner Mutter!“ „Eva!“ Hartmut Janssen rief es voll Entsetzen. Dann aber legte sich wieder ein harter Zug um seinen Mund. Er mühte sich stillschweigend um die Frau, die sich wie verzweifelt gebärdete. „Hartmut! Hartmut!“ schrie Eva; konvulsivisch wurde ihr Körper hin und her geworfen, Hartmut hatte sich zu ihr gesetzt und Frau, die jetzt aufrecht saß und bitterlich schluchzte, „Du— liebst— mich nicht mehr! Du liebst mich nicht mehr!“ ,, 4.„, Mge L. „Ich hab' dich lieb, Eva— du weißt es doch“, sagte er vollommen ruhig,.g Laum Hämmtech u. vig „Wenn du mich lieb hättest, dann könntest du nich s zu mir sein!“. 7,.3farg 9ch Juk„Bin ich anders zu dir als früher: Ich glaube nicht. Du willst mich und meine Art nicht verstehen. Sieh her, Kind, eine Frau muß sich doch ihrem Mann anpassen; denn sonst, Eva— sonst zerbricht das Eheslück „Nein, nein— oh nein!“ „Also dann sei vernünftig!“„ Mag— „Ich bin ja, will ja vernünftig sein. Mach es mir aber doch nicht so schwer pigg a.#. a fzlch ve „Ich mache dir doch nichts schwer. Du selbst verbitterst dir dein Leben, indem du dich gegen mich sträubst. Evilieb, besinne dich!“ Sie ließ sich in die Kissen zurückfallen und schaute ihn unter Tränen an. Also sie wäre die allein Schuldige? Hartmut meinte, nur an ihr liege es?! Unendliche Leere fühlte sie in sich und machte sie todtraurig. Hartmut verstand sie nicht, sonst hätte er nicht so sprechen können. Und er wollte sie auch nicht verstehen, nur um sich nichts zu vergeben!— Er war ein Mensch mit eisernem Willen. Selbst vor der Frau, die er liebte, konnte er in nichts nachgeben. „Bleib liegen, ich gehe allein zu Tisch! Ich hatte gehofft, du würdest am Nachmittag mich abholen kommen, aber leider bist du ja nun unpäßlich. Es ist auch besser für dich, wenn du dich ausruhst.“ Er küßte ihre Stirn und verließ das Zimmer. Eva schüttelte sich. Hartmut zürnte ihr! Sein Kuß entbehrte jeder Herzlichkeit. Kein liebes Wort— wie litt sie unter dieser Kühle, die von ihm ausging, und die er in der letzten Zeit so oft an sich hatte! Jetzt saß er nun allein im Speisezimmer und dachte mit Groll an sie, die sich nicht fügen wollte... Eva erhob sich plötzlich. Es war ihr schwindlig, und doch trieb sie ihr Inneres zu Hartmut. Schnell fuhr sie sich mit dem Schwamm über das verweinte Gesicht und wechselte das Kleid. Dann eilte sie in das Erdgeschoß. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie in das Speisezimmer trat. Eine jähe Röte jagte ihr über das Gesicht, als der kalte Blick des Stamm nahm sie ihren Platz ein und löffele die Suppe, die Jakob gebracht hatte. Wie auf glühenden Kohlen saß Eva da und lauerte auf ein Wort ihres Mannes.„ gan#r..etae „Das Telephon, Herr Doktor!“ Hastig sprang Hartmut auf und ging hinaus. Eva quoll der Bissen im Munde. Sie aß vom Braten und dem Gemüse, ohne irgendeinen Genuß dabei zu Wo nur ihr Mann bliebf Noch hatte er vom Nachtisch nichts genommen. Fragend, schaute sie zu dem Diener, der sich am Büfett zu schaffen machte: „Wo bleibt mein Mann, Jakob?“ „Der Herr Doktor sind in seinem Arbeitszimmer, gnädige Frau, und lassen sich entschuldigen. Der, Hexr Doktor hätte noch eine wichtige Besprechung am mittag und müßte noch einiges erledigen. Gnädige Frau solten sich bei Tisch nicht störenzglig. Eva nickte stumm. Das Würgen, sun ior in der Kehle; scheu mied sie den Blick des Dieners und löffelte mechanisch den Pudding. Es war das erste Mal, daß sie nicht zusammen zu Mittag aßen. Hartmut war ihr böse; sonst wäre er zurückgekommen, um ihr selbst das zu sagen, was er ihr durch den Diener hatte bestellen lassen. Wie entsetzt fuhr Eva plötzlich in die Höhe, als sie draußen das Auto vorfahren hörte. Hartmut ging, ohne sich zu verabschieden? Sie wurde ganz blaß, Mühsam erhob sie sich und ging in die Diele. Mit ihrem Mann zugleich, der die Treppe herunterkam, trat sie in die Diele. Ein erstaunter Blick ging über sie weg. Wären sie allein gewesen. so wäre sie zu ihm gekommen und hätte sich an ihn geschmiegt, ihn um Verzeihung bittend. So aber verhinderte sie die Anwesenheit von Jakob, der Hut und Mantel brachte, an dem, was ihr das Herz vorschrieb. „Ich weiß nicht, wann ich zurückkomme, Eva. Warte mit dem Abendessen nicht auf mich! Auf Wiedersehen, Schatz!“ Warum fand sie kein Wort? Warum versagte ihr die Zunge? Ihr Herz krampfte sich zusammen, als er flüchtig ihre Stirn berührte. Ihr Blick, der ihm folgte, war wund und weh. Hoch aufgerichtet in seiner stolzen Männlichkeit schritt er aus dem Hause. Das Auto war längst weggefahren, als Eva endlich langsam die Treppe hinaufging, um ihr Zimmer aufzusuchen. Unendlich traurig war ihr zumute... Und sie liebte doch Hartmut von ganzem Herzen. Er war ja der einzige Mann in ihrem Leben und würde bis in alle Ewigkeit der einzige Mann bleiben, dem ihr ganzes Herz gehörte. Still und ge Fleet des alten Pemmenden, Buc saum. Rauch er rorbei, g, Würst Umit plötzlichem Vein paax Fläm spiegeln sich in ster, die den 9 machen als er el Das Herdfer des häuslichen Hausfrauen Am auf daß es unge den germanischer besondere kultisch Sinnbild des e sagen, daß er sich geäußert hatte, sie habe sich als seine Frau zu fügen. Und sie vollendete leise: „... er ist im Bösen fortgegangen.“ „So ein Nickel! Ja, ja, so habe ich mir den herrlichen Mann vorgestellt!“ Mit wahrer Genugtuung sagte es die Frau Justizrat. Frau Geheimrat Kahlenberg aber beschwichtigte liebevoll ihre Tochter: „Gräm' dich nicht, Evchen! Es wird schon alles wieder gut. Es gibt in jeder Ehe solche kleinen Störungen, es kann nicht immer Sonnenschein sein. Die Männer sind nun einmal so, mein Kind.“ „Nun, du machst ja ein so miesepetriges„Gesicht, Evik An dir ist, man das nicht gewöhnt. Das heißt, von früher her. Die letzte Zeit gefällst du mir ja schon lange nicht“ 4. Mit diesen Worten wurde sie von Tante Gertrud empfangen, als sie eine Stunde später ihre Mutter besuchte. Eva war unliebsam berührt, als sie die Tante bemerkte; eine plötzliche Röte überflutete sie bei den Worten der Frau Justizrat. weiß nicht. Tante, was du damit sagen willst“, antwortete Eva.„Ich habe durchaus keinen Es stimmt wohl was nicht in beiner Ebefgruteg „Na, na, so himmelhoch jauchzend, wie du vor beiner Ehe warst, hist du längst nicht mehr. Gelt, er“— sie redete von Doktor Janssen mei, „hat so seine Mucken? Er. der Herrlichste von allen!“ „Du bist abscheulich, Tante!" Schon rollten ihr wieder die Tränen aus den Augen. liebe Hartmut ja so sehr und leide darunter, wenn man ihn mir verunglimpfen will“, schluchzte Eva herzzerbrechend. Die beiden Schwestern sahen sich erschreckt an; der Ausbruch Evas kam so unerwartet und mußte wohl einen tieferen Grund haben. „Aber Kind, was hast du denn?“ „Evi, jetzt sei mal offen und sag, was es gegeben hat! Du hast dich mit deinem Mann gezankt?“ „Ja ja— ach nein, Tante— gezankt eigentlich nicht. Nur— nur— Hartmut will mich nicht verSie hielt inne. Ach nein, das konnte sie doch nicht Die sichere bier„schon den Vätern schen zur S und Kasse“ Sonne untergi Feuer, als Al Stirb und We keit und Urspi 9 nur selbstve es Bauerntu „Evi, nun zeige, daß du ihm parieren kannst! Nur nicht nachgeben! Sollst mal sehen, wie er dann selbst klein beigibt. Mein Anton brachte mir jedesmal zur Versöhnung irgend etwas Schönes mit, bloß damit ich ja wieder gut war. Aber sich ja nicht darüber freuen Sonst bilden sich die Männer sonst was drauf ein!“ „Trude, ich bitte dich, gib doch nicht so törichte Ratschläge! Jeder Mensch ist anders geartet, Eva muß ihren Mann nehmen, wie er ist. Dein Vater, Evchen, wäre auch nie als erster gekommen. Der hatte einen viel zu starren Trotzkopf.“ „Na, den hätte ich ihm aber ausgetrieben. Das ist mir ja das Neueste, Otti. was ich da von dem seligen Kahlenberg höre! Ein Mann muß stets als erster reumütig zur Frau zurückkommen, dafür ist er der Stärkere und der Klügere. Mir sollte Anton einmal einen Trotzkopf aufsetzen— ich wollte es ihm beweisen! Und wenn ich ein Jahr schweigen sollte, ich finge nie zu„Na nun sei aber so gut!“ lachte Frau Kahlenberg auf.„Ein Jahr schweigen? Das möchte ich erst mal an dir erleben.“ „Zweifelst du an meiner Energie, Ottilie? Ich würde es dir beweisen, aber mein Anton war gottlob ein viel zu vornehmer Charakter sein ganzes Leben lang. Bei ihm liegt auch sein ganzer Lebensweg klat vor einem, was man ja leider von anderen Menschen nicht behaupten kann. Anton hätte es wagen sollen, vor mir ein Geheimnis zu haben! Beizeiten hätte ich ihm die Geheimnistuerei ausgetrieben. Und ich begreife dich nicht, Evi, daß du als junge, hübsche Frau so wenig Macht über deinen Mann hast. Es liegt doch wirklich nur an der Klugheit der Frau, einen Mann um den Finger wickeln zu können. Wenn ich an deiner Stelle wäre— schon längst wäre ich hinter seine Heimlichkeiten gekommen, hätt mir Klarheit verschafft über das Leben mit seinen ersten Frauen. Bei mir hätte er das Reden schon gelernt! Ich finde es höchst eigenartig, daß er von seiner Vergangenheit niemals sprechen will. Im höchsten verdächtig! Längst hätte ich mir die Zimmer geöffnet... Jawohl mit Gewalt, wenn es nicht anders geht. Als Frau steht dir das Recht dazu offen! Und ese Klarissa wäre längst geflogen! Ich verstehe dich nicht. Evi, wie du diese Person im Hause behalten kannst; die untergräbt dir ja jede Autorität. I7 Grunde genommen ist be die Hate, Her Szr ir Hedrug keine Nummer. Nein, nein, ich hätte oa langse Oronang Es war mäuschenstil nach den eirigen Worten de Eva saß da blaß und verstört. Das ging nun jedek, mal so, wenn sie mit der Tante zusammenkam. Es wat ein Bohren und Bohren— ein Schüren und Schürt — und das riß alles an ihren Nerven, machte sie u ri, greitzt, unglückigh,(Forsetzung Die Vorti schen lichttecht u. a. mit der Ansichten auch keit entwickelt lage, so sag ten Arbeitsschaffende Me sagt der Gen Volksgesundh dringende No Patentant sehr aufschluf Anschauungen sichtigkei keit, abgesehe Form, ihre hafter Beleuc den Anstoß fi hygiene gegel Verbesserung der Stärke d noch Meßger in Untersucht erstenmal so erste brauchb Aus der Leu worden. Di bildeten bis Bemessung d briken un Leitsätze der wurden, die vorgang ents Die Na ist nämlich: ärzte nicht a gesprochen n kunde findet sichtigkeit im von Veranle theorie wurd Augenärzten meist die An sondern allGrad der K wird ferner, lchen 900 Alter gemeine Kra Hieraus erg vererbter Ve verlichen Se standskraft leuchtung ne Die Entmickl Kexzenslgzume, Engelchens. gelb: Innerer gleins„Rotz band. Blau: blau: Engelsintpapierklebe. mu, wenn ihr id 13 Wörter in oben nach en Forts des en: uB— bu 10— mur o1— pei 9— un Lauer und Seho Am heiligen Herdfeuer aet des alten Rledersachsenhauses, Leise knacken die am. de, um damit bas Herdfeuer des sungen #limmenden Buchenscheite, ein paar Funken geistern im Paares am Hochzeitstage zu entfachen. saum. Rauch erhebt sich träge, steigt langsam auf, zieht Zuspruch und Verlobung fanden nur im Angesicht vorbei an Würsten und Schinken, und stiehlt sich dann des lodernden Feuers statt und ebenso hatte der Brautmit plötzlichem Ruck durch das Uhlenloch ins Freie, werber an der Herdflamme gesessen, als er seine WerEin paar Flämmchen züngeln ab und zu empor und bung vorbrachte. Würde dem lungen Paare ein Kind spiegeln sich in den Butzenscheiben der nidrigen Fen= geschenkt, so trat der Vater gemessenen Schrittes mit sier, die den Raum und das Feuer noch heimliger dem Säugling an die Herdflamme, um durch diese sinnmachen als er es an sich schon ist.„„„„ bildhafte Handlung den neuen Erdenbürger in die Das Herdfeuer bildet den natürlichen Mittelpunkt Hausgemeinschaft aufzunehmen. des häuslichen Lebens des deutschen Bauern. Der Die Anstellung eines Knechtes oder einer Magd erhausfrauen Amt war es, sich um das Feuer zu sorgen, folgte, durch Handschlag und Versprechen am auf daß es ungewollt nimmer ausgehe. Immer hat für offenen Feuer der Fleet. Hatte der Bauer den germanischen und deutschen Bauern das Feuer eine wichtige Verhandlungen zu führen, so fanden diese besondere kultische Bedeutung gehabt, galt es doch als ebenfalls am Feuer statt, und manche schwere schicksalSinnbild des ewig sich erneuernden Lebens. Wie die hafte Entscheidung ist hier gefällt worden. Wenn Nach*. karn ader andere Gäste heim Rauern varsprachen 15 Jahre. Nummer a, Dose. Else, ra. se sich als seine mir den herrie Frau Justiz= r beschwichtigte ird schon alles he kleinen Stöchein sein. Die * ten kannst! Nur er dann selbst r jedesmal zu; bloß damit ich darüber freuen! as drauf ein!“ licht so törichte gartet, Epa muß Vater, Evchen, der hatte einen rieben. Das ist von dem seligen s als erster, reust er der Stäron einmal einen beweisen! Und h finge nie zuFrau Kahlenberg chte ich erst mal Ottilie? Ich ton war gottlob ganzes Leben Lebensweg klat nderen Menschen es wagen sollen, eizeiten hätte ich sind ich be ze, hübsche Frau k. Es liegt, doch au, einen Mann Jungbauer aus Westfalen auf dem Reichsbauerntag in Goslar 1935 6 1# barn oder andere Gäste beim Bauern vorsprachen, so wurden sie eingeladen, sich um das Feuer zu setzen, Peusliebige Personen wurden gar nicht aufgefordert, sich am Feuer niederzulassen. Die Weihe der Herdstätte gab die Gewähr, daß lautes Geschrei und Gezank unterblieb, wie man es später, als die Aussprachen vielfach im Wirtshaus durchgeführt wurden, manchmal hat erleben müssen. Nach der harten Tagesarbeit saß der Bauer mit seiner Familie und all seinem Gesinde noch einige Zeit am Herdfeuer, diese und jene Anordnung treffend für die morgige Arbeit, manch guten Ratschlag erteilend. So wuchs die Werkgemeinschaft des Bauernhofes, in der es kein hoch und niedrig gab. in der jeder einzelne seine Arbeit hatte und seinen Platz im bäuerlichen Familienleben. Das Jungvolk aber erlebte hier— oft vielleicht unbewußt— manche Erziehungsstunde, wenn Mutter oder Großmutter von vergangenen Tagen erzählten, von Sitte und Brauch und von Recht und Gesetz des Bauerntums. Und im feuerbeschienenen Raum wurden die Gestalten der uralten Sagen und Märchen wieder kebendig. Wer weiß, wieviel Sagen, Lieder und Weisheiten verlorengegangenen wären, wenn nicht das trauliche Herdfeuer so verlockende Stimmung verbreitet hätte, die geradezu zum Erzählen anregte. Diese schöne Sitte ist der breiteren Oeffentlichkeit wieder bekannt geworden, als bei der Einweihung des Dorfes Neu=Westeel die Nachbarn aus den umliegenden Gemeinden mit am eigenen Herdfeuer entzündeten Fackeln die Herdflammen der Neubauernfamilien anbrannten. böswillig ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, aus ihrer Mitte verschwinden. In erster Linie sind es also die durch den Kreisbauernführer ausgeführte Standesaufsicht und Standeszucht, die unredliche Bauern zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zwingen, schutzwürdigen Gläubigern zu ihrech Recht verhelfen und bedrängten Bauern in ihrer Notlage Beistand leisten. Die Neubildung deuschen Bauerntums Die Neubildung deutschen Bauerntums weist heute immer größere Fortschritte auf. Auch in den übrigen Jahren der Nachkriegszeit wurde in Deutschland gesiedelt. Doch besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den Methoden von früher und heute. Entsprechend der nationalsozialistischen Auffassung von der Bedeutung eines gesunden Bauernstandes für Volk und Staat ist es das Ziel der Agrarpolitik, durch die Neubildung deutschen Bauerntums die bäuerliche Grundlage des deutschen Volkes zu verbreitern. Erbhöfe sollen geschaffen werden, deren Bestand für ewig gesichert ist. Es kommt nicht darauf an, nur in möglichst kurzer Zeit eine Aufnahme: Reichsnährstand=Folkerts. Die sichere Würde des freien Bauern drückt sich hier schon aus. Haltung und Tracht wurde von den Vätern übernommen und ist dem jungen Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden.(Aus„Volk und Kasse“, I. F. Lehmanns Verlag, München.) Sonne unterging und wieder aufstieg, so verkörperte das Feuer, als Abbild der Sonne, das ewige Gesetz des Stirb und Werde, dem der Bauer in seiner Natürlichkeit und Ursprünglichkeit verschworen war. Und so ist s nur selbstverständlich, wenn in Sitte und Brauch es Bauerntums dem Feuer eine entscheidende Rolle Bauernreat und Bauernzucht! Das Reichserbhofgesetz will das Bauerntum als Blutquelle des deutschen Volkes erhalten. Der Erbhof ist keine Handelsware mehr, er soll vielmehr dauernd als Erbe der Sippe in der Hand freier Bauern bleiben, daher darf er nicht zum Gegenstand einer Zwangsvollstreckung gemacht werden. Hiermit ist aber keineswegs gesagt, daß der Bauer die von ihm übernommenen Verpflichtungen nicht zu erfüllen habe, also insbesondere seine Schulden nicht zu bezahlen brauche. Der Zwangsvollstreckung ist lediglich der Erbhof als solcher entzogen. Zu ihm gehören neben den Grundstücken und Gebäuden das Hofzubehör, insbesondere das auf dem Hof für die Bewirtschaftung vorhandene Vieh, Wirtschafts= und Hausgerät und die der Bewirtschaftung dienenden Vorräte an landwirtschaftlichen Erzengnisen.„ägrugfet hasteht demnach I. Eine Vollstreckungsmöglichkeit besteht demnach in das gesamte sonstige Vermögen, also auch in Forderungen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder aus der Verpachtung von Grundstücken. Von der Vorschrift des Paragraphen 38. Absatz 2, des Reichserbhofgesetzes, daß in die auf dem Erbhof gewonnenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse nicht vollstreckt werden darf, macht der Paragraph 39 zu Gunsten der Steuern und Abgaben eine bedeutsame Ausnahme, die einstweilen durch die Uebergangsvorschrift des Paragraphen 59 auch für jeden anderen Gläubiger gilt. Einstweilen kann also jeder Gläubiger in die auf dem Erbhofe gewonnenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse vollstrecken, soweit diese nicht zum Zubehör(siehe oben) gehören und nicht zum Unterhalt des Bauern oder Von Justizoberinspektor Fuchs in Neuß seiner Familie bis zur nächsten Ernte erforderlich sind. Die Zwangsvollstreckung darf erst beginnen, wenn der Gläubiger einen Monat vorher den Kreisbauernführer benachrichtigt hat. Hierdurch ist gegenüber einem böswilligen Schuldner die Möglichkeit gegeben, den Zwang der Staatsgewalt durch den Druck der Standesgewalt zu ergänzen. Anderseits kann der bauernführer einem bedrängten Bauern den ihm gebührenden Schutz angedeihen lassen, indem er mit Ermächtigung des Reichsnährstandes die Schuld für diesen übernimmt, so daß der Bauer einstweilen dem Druck des Einzelgläubigers entzogen ist und nur noch mit seiner ständischen Organisation zu tun hat. Der Reichsnährstand kann sich natürlich nicht mit jeder geringfügigen Schuld befassen, die Vermittlung des Kreisbauernführers soll nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es sich um eine Forderung von mehr als 150 Reichsmark handelt. Ehrbarkeit und die Fähigkeit, den Hof ordnungsgemäß zu bewirtschaften, sind die Voraussetzungen für die Bauernfähigkeit. Ein Bauer, der seinen Schuldverpflichtungen nicht nachkommt, obwohl ihm dies bei ordnungsgemäßer Wirtschaftsführung möglich wäre, kann „abgemeiert“ werden, d. h. ihm wird die Verwaltung und Nutznießung des Erbhofs auf Antrag des Landesbauernführers durch das Anerbengericht entzogen. Weil der Hof unbelastbar ist, beruht der Kredit des Bauern hauptsächlich auf dem Vertrauen, auf das er nach seiner Ehrbarkeit Anspruch erheben kann. Daher hat der ganze Bauernstand ein Interesse daran, daß Standesgenossen, die gegen Treue und Glauben verstoßen und Die Deubildung deufschen. Bauerntuumns 991 uk 1 028 IR SO GE) 1028 Soseeh 1933 113 Du. möglichst große Anzahl von Siedlungsstellen einzurichten, die auf die Dauer nicht lebensfähig sind, sondern Bauernstellen zu schaffen, die für immer die Lehensgrundlage der bäuerlichen Familie bilden können. Schon heute ist die Gewähr dafür gegeben, daß die Neubildung deutschen Bauerntums nach diesen Grundsätzen in den nächsten Jahren große Fortschritte machen wird. Die Größe der für Siedlungszwecke erworbenen Landfläche ist im letzten Jahr schon weit größer als sie es in den vergangenen Jahren war. Neue Te des Secer Volksgesundheitliche Wie enthtem Rurzsientigkeit:? Aufklärung *.—#####. Fardauung einer gnten Beleuchtung hat de Die Vortragsreihe„Schone dein Auge“ der Deur schen lichttechnischen Gesellschaft in Berlin befaßte sich u. a. mit der Kurzsichtigkeit, über deren Entstehung die Ansichten auch heute noch sehr geteilt sind: Kurzsichtigkeit entwickelt sich nur auf angeborener Grundlage, so sagt die klassische Medizin.— Unter schlechten Arbeits= und Beleuchtungsverhältnissen wird der schaffende Mensch innerhalb weniger Jahre kurzsichtig, sagt der Gewerbearzt auf Grund seiner Erfahrungen. Volksgesundheitliche Aufklärung ist auch hier eine dringende Rotwendsgregt.„., u) pohankiste i. J Patentanwalt Dr. Lux(Berlin) behandelte in einem sehr aufschlußreichen Vortrag das Thema Wandel der Anschauungen über die Entwicklung der Kurzsichtigkeit. Die Anschauung, daß die Kurzsichtigkeit. abgesehen von ihrer ausgesprochenen krankhaften Form, ihre Hauptursache in der Naharbeit bei mangelhafter Beleuchtung habe, hat in den achtziger Jahren den Anstoß für die Entwicklung der Schul= und Fabrikhygiene gegeben, wobei besonderer Nachdruck auf eine Verbesserung der Beleuchtung gelegt wurde. Die Messung der Stärke der Beleuchtung, für die weder Unterlagen noch Meßgeräte vorhanden waren, wurde erst möglich in Untersuchungen an der Universität Breslau, wo zum erstenmal solche Unterlagen geschaffen und auch der erste brauchbare Beleuchtungsmesser entwickelt wurde. Aus der Leuchttechnik war die Beleuchtungstechnik geworden. Die damals aufgestellten Mindestforderungen bildeten bis vor kurzem noch die Grundlagen für die Bemessung der Beleuchtung in Schulen, Fabriken und auf Straßen, bis sie durch die neuen Leitsätze der Deutschen lichttechnischen Gesellschaft ersetzt wurden, die den neuen Erkenntnissen über den Sehvorgang entsprechen...as—.uat. Die Naharbeit bei mangelhafter Beleuchtung ist nämlich nach der heutigen Anschauung der Augenärzte nicht allein von der Bedeutung, die ihr früher zugesprochen wurde. In der holländischen Augenheilkunde findet sich erstmalig die Theorie, daß die Kurzsichtigkeit immer erblich und wenigstens in Form den Veranlagung, angeborg Jei. Diese, Aesebichen theorie wurde durch spätere Arbeiten von schn Aagenärsten„gestüßzt. Heute ist in drztlichen. Forderung einer guten Beleuchtung hat demnach auch bei der heute zum Teil gewandelten Anschauung über die Frage der Kurzsichtigkeit größte Bedeutung. Verstauchung und Veerenkung Ein kleiner ungeschickter Tritt— und man mit einem Schmerzensschrei um. Man hat sich das Was ist geschehen“ Die Gelenkenden der Knochen sind auseinandergewichen, und beim Zurückspringen haben sich die Gelenkbänder ausgezerrt oder sind sogar eingerissen. Das Blut füllt das Gelenk an und bringt es zur schmerzhaften Schwellung. Schlimmer ist es, wenn man sich durch vorsichtigkeit eine Verzerrung zugezogen hat. zerreißen die Gelenkbänder, und die Gelenkenden der solche Unhat. Dabei Knochen bleiben in ihrer verschobenen Lage. Dann ist es dem Verletzten auch unmöglich, das Glied zu bewegen. Die gleiche Verletzung kann sich im Handgelenk ereignen. Handelt es sich nur um eine Verstauchung, dann wird das entkleidete Gelenk ruhig gelagert und mit kalten Umschlägen bedeckt, bis die Bewegungen nicht mehr schmerzen. Dann gibt man dem Gelenk mit einer fessen, Zinde einen Halt, Später reibt man es mit Arnikatinktur oder Campferspiritus ein und massiert den Bluterguß zu verteilen, Lasse nach, dann gehe man zum Arzt. Bei einer Verrenkung unterlasse man jeden Versuch der Selbstheilung, und hole den Arzt auf jeden Fall. Bis zu seiner Ankunft kühle man das verletzte werden, und schließlich, ist es nicht ausgeschlossen, doß dertisegzeperenrperiz,—.Phhpanisposlek Frrtum sein Paus das Glied für immer Schaden nimmt. einen Halt. Später reibt man es mit katinktur oder Frampferspiri#s ein und massiert es, um Bluterguß zu verteilen. Lassen die Schmerzen nicht Im Zeichen des Ichnupfens keit. Noch während des Schlafzustandes geht die Rückwanderung der Kalk=Kationen in umgekehrter Richtung vor sich und diese Rückwanderung ist gleichhedeutend mit einem allmählichen Uebergang des Schlafer ue#### Wachzustand. Daneben ist die weitere wichtige., Denstellung gemacht worden, daß ein bloßer Ruhezustand zur Herbeiführung dieser Rückwanderung nicht ausreicht, woraus sich wieder ergibt, daß lediglich der Schlaf eine Erholung im ureigenen Sinne darstellt. Zibt es Wachskumsschmerzen? Wenn Kinder über unbestimmte Schmerzen in den Gliedern klagen, so sprechen die Eltern oft von Wachstumsschmerzen, die vollkommen unwichtig seien und lediglich mit der Dehnung der Muskulatur zusammenhingen. Eine ärztliche Behandlung wird als über4sh die Schmerzen mit der Zeit Daß diese Absicht in vielen Fällen ein schwerer und verhängnisvoller Irrtum sein kann, berichtet die„Umschau in Wissenschaft und Technik“ (Frankfurt a..). Bei Kindern, die an WachstumsBedeutung der Mundoslege für die Sesundheit Die Mundpflege ist wichtig zur Förderung der allgemeinen Volksgesundheit. Der Mund als die Haupteingangspforte des menschlichen Körpers muß instandgehalten werden. Bei den Einatmungskrankheiten, zu denen auch der Schnupfen gehört, ist die Aufmerksamkeit auch auf die Nase Hände zu richten. ise Vererbungsweigrichen ratlichen Kreisen Verschnupfte sollten niemandem die Hand reichen. Die Mundhöhle wird leicht zum Sitz von Krankheiten, die von Bedeutung für den ganzen Körper werden könnten. Das trifft vor allem für die Zahn: erkrankungen zu. Zahnwurzeleiterungen können auch die Ursache von Erkrankungen des Herzens, der Nieren, des Verdauungsappgrates werden. Es hat sich gezeigt, daß solche Krankheiten zuweilen über Erwarten heilbar würden, wenn kranke Zähne geheilt würden. In diesem Sinne müssen Eltern auch die Erkrankung von Milchzähnen der Kinder beachten, die nicht nur den Milchzahn und deln entfernen. Abneigung von Patienten oder Eltern dagegen ist unbegründet. Denn irgendwelche Schädigungen durch das Herausnehmen der Mandeln sind nicht bekannt geworden. Auch bilden sich die Mandeln mit zunehmendem Alter zurück. Man weiß dagegen, und Mund berührenden daß die schlimmen Folgen wiederholter Mandelentzündungen durch Umschläge und Gurgeln nicht wirklich heilen sind. zu Der medizinische Fortschritt Röntgenuntersuchungen in neuerer Zeit haben bewiesen, daß dem Gurgeln nicht immer die hohe Wirkung zukommt, die man ihm früher zugeschrieben hat. Man fand, daß die beim Gurgeln verwandte Flüssigkeit häufig nur den Gaumenbogen oder auch den obersten Pol der Mandeln erreicht, während die Mandeln selber und die hintere Rachenwand von der Flüssigkeit gar nicht bespült werden. Bei Mandelentzündungen sollte man deshalb den heilkräftigen Tee in kleinen Schlucken langsam trinken. Die desigstgigenden, Pesgenäroten„geffütht. Heute Ist ziu ärztlichen Freisen Kinder beachten, die nicht nur den Milchzahn und Schlucken langsam trinken. Die. desinft meist die Ansicht vertreten, daß nicht äußere Umstände, den auf ihn folgenden Zahn krank machten, sondern auch bletten behält man auf der Zunge, bi# sondern allein die ererbte Keimanlage den den Kiefer und innere Organe krankhaft beeinflußten. und sich auflösen. zsichtigkeit bestimmt. Von vielen Seiten aie Dehnfleischentzündung“4 Lackerung der — * Tazerfallen Brad der Kurzsichtigreit venimmr. Von vielen Se pird ferner betont, paß außeroem gerade beim Entng mit Logerung der„Zähne digung für den ganzen Korper. rigen Worten der s ging nun jedes: imenkam. Es war iren und Schür“ en, machte sie W setzung folgt.) Die Zahnfleischentzungugg Pieod ferner, betzghr, tanf der Khuxzsichtsafeit im zegend= führt meist zu einer Schaoigung für den ganzen Körper. Im Mittelpunkt ausgede Eiden und Vortsgreteg ner Kurzichgose, m., gas. Jeder Schmerz an einem Zahn, auch der scheinbar letzten Monaten der, Phar sdn bue Gelsen 319: Hugestliche felen, nur durch eie betimmie Spese austretende, nuß zun het, Fagh. der, Zustand bes. rsine Pranbeiten mit beran;w g 1#ten Zahnarzt führen; denn nur ein kranter Zahn zu wed, der Zurend. desz Ernützung. sten Erkrankungen der Mundhöhle gehört Eintritt, einer Kaltvexarmung der Rerven, e Mandelentzündung. Sie ist zwar meist hängt. Während der Muskelerregungen beobachtete man Folge von anderen Kranhelten. Wo schwere Erkankung der Mandeln eingetreten ist, muß man die Man= zwar vollzog sich die Abwanderung in die BlutflüssigKrankheiten mit veranzwogtl### seien. Hieraus ergibt sich, daß bei einzelnen Menschen mit dererbter Veranlagung für Kurzsichtigkeit oder mit körverlichen Schwächen und dadurch geminderter Widerstandskraft auch die Naharbeit bei ungenügender Beleuchtung naturgemäß einen bestimmenden Einfluß auf Aie Entmicklung der Kurzsichtigkeit ausüben kann. Die Im Mittelpunkt ausgedehnter Versuche, die in den Monaten der Pharmakologe Cloetta angestellt ustand des Schlafes. Cloetta fand, daß Ermüdung und Erschöpfung mit dem Nerven zusammenHeantsart u..y: Ber nigeen, die ungWachrilmeschmerzen litten, konnte eine Neigung zur Venenentzündung an den Beinen festgestellt werden. Auch die entzündlichen Herzerkrankungen, die man häufig bei wachskumskranken Kindern findet, stehen mit der Neigung zur Venenentzündung in Zusammenhang. Auf dem Blutwege gelangen die Bakteriengifte aus den entzündeten Beinvenen ins Herz und verursachen schwere Störungen. Es ist also falsch, die sogenannten Wachstumsbeschwerden leichthin zu übergehen. Die Racium-Slucke Bei der Krebsbehandlung mittels Radium kommt es häufig vor, daß die verwendeten kostspieligen Radiumnadeln verloren gehen. Um sie wiederzufinden, benutzt man nach einem englischen Bericht seit kurzem ein Instrument, welches man„Radium=Glucke“ getauft hat. Dieses Gerät sieht einer kleinen Gießkanne ähnlich, nur befindet sich im Innern der„Brause“ eine Neonlampe, welche von einer Hochspannungsbatterie gespeist wird, ohne allerdings im Ruhestand zu leuchten. Sobald die Gießkanne“ aber in der Nähe der Nadel vorbeigeführt wird, wirkt die Strahlung des Radium=Elementes derart auf die Hochspannung ein, daß sie genügend gesteigert wird, um die Neolampe zum Aufleuchten zu bringen, so daß nunmehr der lektrische Strom fließen kann. Seine Intensität ist aber nicht gleichmäßig, sondern abwechselnd stark und schwach, was auf das Zusammenwirken der Lampe mit dem Radium zurückzuführen ist. Die Wechsel erfolgen rhythmisch kurz nacheinander. Dieser Strom wird auf bekannte Weise, d. h. über Kopfhörer oder Lautsprecher hörbar gemacht. und da die Stromstärke abwechselnd ansteigt und absinkt, so tun die erzeugten Schallwellen dasselbe, und dieses Geräusch hat eine erstaunlich Aehnlichkeit mit dem Lockruf einer Glucke, weswegen man dieses Instrument eben„Radium=Glucke“ benannt hat. Falem aleikum Was aus dem Traumland unserer Jugend grüßte, was alt und jung seit langem schon entbehrte, das Reiseabenteuer„Durch die Wüste" erscheint im Film! Karl May wird neu geehrt, Und wieder werden junge Wangen glühen, und alles freut sich kühner Mannestat. Ein riesiger Erfolg belohnt das Mühen..., Ich danke,— denn jetzt hat man den Salat! Der Zweite will nicht mehr Jazmakdschi werden, der Kaufmannslehrling macht ihm keinen Spaß, und er verschafft sich heimlich, mit Beschwerden, den Budjeruldu, seinen Reisepaß. Die Tochter, kurz vor der Ewlenma, Ehe, nennt Hanneh oder Amschah sich fortan, Ihr Bräutigam, wie ich im Geiste sehe, der betet sie nur noch arabisch an. Es breitet sich Karl May zu Nutz und Frommen des ganzen Landes wie ein Fieber aus. Selbst Oma wird uns noch arabisch kommen, Mit Salem tritt der Jüngste in das Haus. Nach Kiahat und Tirscheh langt er nimmer, wie man für Tinte und für Feder sagt.... Er liest bis nachts versteckt beim Kerzenschimmer wie Kara heldisch Abu Se—if jagt! Dein dunkles Auge glänzt wie Nur el Kamar (das heißt bei uns soviel wie Mondenlicht) Und deine Wange leuchtet wie die Zehar,— (so sagt er, wenn er von der Blume spricht). Bald wirst den Jaschmak du, den Schleier, tragen. Bülbül singt schluchzend ihre Melodie. O Hanneh, meine schnellen Pulse jagen so wie die schlanke Wunderstute Rih! Und meine Frau verlangt Mabuhzechinen ihren Dauerwellenbubikopf für ihren Dauerwellenburnopf Ich sage Kismet und mit trüben Mienen hol ich mit Dattelsaft den vollen Topf. Verzweifelt nasch ich Lagmi, und beflissen trink ich mir einen Rausch von Großformat! Das alles aber hat auf dem Gewissen das gute Deutsche Lichtspiel=Syndikat! Ellinor Hamsun, eine Tochter des berühmten norwegischen Dichters Knut Hamsun, weilt in Berlin und will, wie sie erzählt, zum Film Puck. * Hatten wir uns in der Jugend bei der Karl-MayLektüre die Reise „Durch die Wüste“ Scher! nicht gefahrvoller und abenteuerlich, vorgestellt? Der Füm wird aber wohl noch andere Erlebnisse zeigen als ein Stelldickein„am Fuße“ des Reittiers Ein neuer Kemp-Film „Der schüchterne Casanova“ neuer Paul=Kemp=Film, den die Tobis heißt nach ein dem Strobelschen Roman„Aber, Innocenz“ herstellt. Lothar Mayring schrieb das Drehbuch, das Carl Lamac inszeniert. Neben Paul Kemp wurden bisher Fita Benk“' Gertrud niert. Neben Paul Kemp wurden bishe hoff, Charlott Daudert, Claus Pohr, und Edith Meinhardt verpflichtet. Wolle Volksstück von Karl Morré und Musik nach Motiven von Vinzenz Gertl inszenieren. Carl Lamac wird bei dem Lehár=Film„Wo die Lerche sing!“ Regie führen. Johannes Riemann wurde für „Die Schwarzen Orchideen" nach der Oper von'Albert als Spielleiter verpflichtet. Außerdem wird ein großer Prinz=Eugen=Film vorbereitet. R „Die Enltührung“ Geza von Bolvary wird als nächsten Film ein Drehbuch von Ernst Marischka„Die Entführung" inszenieren. Die Außenaufnahmen für diesen in deutscher und französischer Fassung erscheinenden Film beginnen Anfang Dezember in Biarritz. Bisher wurden Olga Tschechowa und Theo Lingen engagiert, die männliche Hauptrolle spielt wahrscheinlich Gustav Fröhlich. Kleine Silmpost ... oder als eine zärtliche, verliebte Reise„hoch zu Kamel“(Gretl Waura und Heinz Euelt) * ∆ Folo: Syndicat „Kolportage“ wird verfilmt Georg Kaisers Lustspiel„Kolportage“ gibt den Stoff für einen Film der Rota. Ernst Hasselbach, Per Schwenzen und Felix Eckardt lieferten das Drehbuch. Unter der Regie von Dr. Fritz Wendhausen spielen Käthe Haack Ellen Frank, Walter Janssen und Walter Steinbeck. Für die Rollen des falschen und des echten Grafen Stjernenhö wurden zwei Nachwuchsschauspieler, Kurt Jürgens und Heinz ' verpflichtet. Die Nufnahmen he Rippert, verpflichter. Die Aufnühmen haben begonnen. Filme in Wien Die Thekla=AG., Bern, und die Atlantis=Film, Wien, bereiten die Produktion einiger neuer Filme vor, die in den Wiener Ateliers zur Herstellung gelangen werden. E. W. Emo wird„'s Nullerl“ nach dem Heinrich George wurde für eine Hauptrolle des neuen Films der Europa„Wenn der Hahn kräht" verpflichtet, mit dessen Aufnahmen Carl Froelich Anfang Januar beginnt. Käthe Haack und Maria Krahn wurden für den Film der Rota„Erik kontra Erik" verpflichtet. Olga Tschechowa spielt die weibliche Hauptrolle in dem Tonfilm„Versuchung" und hat mit dem Produktionsleiter E. v. Keyserlingk Deutschland verlassen, um an den Außenaufnahmen, die in Italien gedreht werden, als Partnerin von dem italienischen Tenor der Mailänder Scala Nino Piccaluga teilzunehmen. Max Gülstorff wurde für die Rolle des Professors Gollwitz in dem Froelich=Film„Der Raub der Sabinerinnen“ engagiert. Katherine Hepburns nächster Film wird nach verschiedenen Dementis doch„Maria Stuart“(Mary of Scotland) sein. Ralph A. Roberts wurde für eine Hauptrolle des Films„Engel mit kleinen Fehlern" verPflichter.... 4. F K I, Simkesgrchun. Leni Riefenstahr hat sich zu Filmvesprechungen nach London begeben. Wsckachelou Scatt Illumm ne wohre Seschickte van Jusiao Singerkoff, Bockum Fritz Reiwenstrunk un Kal Roggenkamp ut Stiepel möken moll’ne kleine Reise op dä Issenbahn in't Münsterland herin. Unnerwiägens im Zuge kämen dä beiden bolle met äinem früemden Manne, dä sick as Landwirt Mümmelmann bi Posemukel bekannt mok, in't Gerede, un dä sick anschinend dorin gefoll, dä beiden Stiepeler Jungens nich ganz füör vull te hollen un sä te veräppeln. „Stiepel?“ freig hä,„ist das nicht so'n Kaff an die Ruhr, wo die dickste Kartoffel wachsen?" „Jo“, sagg Fritz Reiwenstrunk,„do hett It wuoll rächt; ower wann It hiermet op dat olle Sprückwort „Dä dümmsten Buren hett dä dicksten Erappeln“ anspiellen wellt, dann sall dat doch wuoll vüell biätter op Posemukel as op Stiepel passen! Wat meinst du, Ga Kals „Jo“, sagg Kal!„Eck gläuwe, datt bi Posemukel herüm ouk noch dä gröttsten Schopsköppe wasset", un dann föngen dä beiden sau hatt an te lachen, datt Mümmelmann gän sine Froge wier trügge nuommen härr, wann dat mä blauß muöglik wiäst wör. Mümmelmann miärkede, dat hä in dä beiden Stiepeler Jungens en paar Käls vüör sick harr, dä nich op dän Kopp gefallen wören, ower dorüm woll hä doch sin Spiell nich verluoren giewen un deshalb sagg hä no kuottem Bedenken:„Meine Frage vorhin nach die dickste Kartoffel war von mich nicht so gemeint als Ihr sie ausgenommen habt, und darum nichts vor ungut! Aber, meine junge Freunde, behauptet man nicht im allgemeinen von die Stiepeler Kappsbauern— nehmen Sie dieses Wort nicht übel—, daß diese wohl tüchtig „Mumm“ in die Knochen, aber um so weniger in den Kopf hätten?“ „Auk dat, Härr Mümmelmann“, nahm nu Kal Roggenkamp dat Wort,„könnt vi as Stiepelsche Jungens, dä met Ruhrwater gedofft sind, nich op us sitten loten! Dat beste wör wuoll, wann It us äinmoll dän Gefallen döen, us in Stiepel to beseiken, dann soll Ink hierüöwer wuoll bolle'n anner Lecht opgohen Ower villichte finnet sick hierfüör auk noch op usse Reise’ne passende Geliägenheit! Fritz". sagg hä dann to sinem Frönne,„eck mau woll'nen Augenblick no„Tante Meier“.— domet knäip hä Fritz'n Auge tau un gong in dat leßzte Afdäil no däm Klosett. Friß harr dat (Nich nohdrücken.) Augentauknipen richtig verstohn un gong dorüm auk kuott nohiär ächter Kal herin auk in dat leßte Afdäil; hier flüsterten dä beiden unner ständigem Lachen'n paar Minuten tehaupe un kämen dann äiner no däm annern wir an jähren ollen Platz terügge. „Sie haben, junger Freund“, fong Mümmelmann nu vam frischen met Kal an,„mir sehr begierig auf Ihre Beweisführung gemacht, und zwar um so mehr, als Sie eine solche wohl nicht gelingen wird!“ Kal dä, as wann hä gar nicks hort härr, knäip Fritz wier as vüörhenn'n Auge tau. trock sick ut dä äine Tasche sine Mutzpipe, sat düesse in Brand, leit sick dann tiegen Mümmelmann op dä Bank dale fallen un gaww sick dann met fiwuntwintig PS sau kräftig an't Qualmen, as wann dä hunnertunvettig Meter hauge Schuottstäin op„Lothringen“ wier am Utstauten es. „Näi!“ reip nu Fritz,„Kal, dat es ower nich schäun van di; do maut mä doch'n Fenster uoppen maken, süs erstickt mä noch in dinem Dunst un Qualm! Meint It nit auk, Härr Mümmelmann?“ freig hä dann düessen. „Bin ganz Ihrer Meinung.“„.s, „Dann well eck moll“, sagg Frit,„n Darfenster uoppen maken, dat din Qualm un Gestank dodüör aftrecken kann.“: Un domet gräip hä no däm issernen Handgriepp, dä buowen im Wagen unner dä Diecke herunnerhong, un stallt sick sau wane an, as wann hä dä ganze Diecke herunner riten woll.„Donnerbessen, eck kann dat verrostete olle Fenster nich los kriegen; wost du et nich moll verseiken, Kal? Du büst doch stärker as eck.“ 5 Kal ower leit sta dumm dunren un hou sick düchtig widder am Dempen.„..54 „Ja, ja!“ reip nu owwer Mümmelmann,„oa siehl man doch wieder klar und deutlich, daß die Stiepeler ebensowenig„Mumm“ in die Knocken wie auch in die Köpfe haben! Passen Sie mal auf, meine jungen Freunde; das ist vor mich nur eine Kleinigkeit!" Domet sprung hä op, hong sick met ganzem Liwe an dän Griepp un räit düessen wuoll'nen halwen Faut lang herunnen, bis dat et nich mä widder gong. Dä Zug schlinnerde noch enigge Meter widder, dann gaw et'n starket Bremsen un met äinem Moll stond hä midden op dä Strecke stuppstill. Kal räit met äinem Schwung dä Wagendüör uoppen un hä un Fritz sprüngen as dä aisten ut däm Wagen; intüschen stönnen ower auk all an alle Wagen van däm ganzen Zuge dä Düören uoppen un dä äine freig dän annern:„Was ist los? Was ist passiert?“ Do kam auk all'n Schaffner met däm Zugführer an un beide bliewen an däm Wagen stohen, ut däm Fritz un Kal gerade herut gesprungen wören.„Was ist hier vorgegangen und wer hat die Notbremse gezogen?“ freig dä Zugführer un domet stönnen auk beide all im Wagen. Alle Augen van dä Reisenden wören in äiner Richtung no Mümmelmann hen gerichtet, dä met äinemmoll op sine Bank inäingesunken do sat, as so'n Häupken Elend.„Haben Sie die Notleine gezogen und aus welchem Grunde haben Sie dies getan?“ ranzte im dä Zugführer an. „——s! Ich die Not—lei—ne ge—zo—gen?“ biewerde et ut sine Fauerluke herut;„nein, ich habe da oben nur den Fenstergriff gezogen, damit der Pfeifenqualm abziehen konnte, aber von die Notleine ist mich mit dem besten Willen nichts bekannt! Ich habe das Dings da oben vor einen Fenstergriff gehalten und bin mich darum auch keine Schuld bewußt!" „Unkenntnis des Gesetzes schützt nicht vor Strafe“, sagg dä Zugführer,„und diese beträgt in diesem Falle dreißig Mark! Wollen Sie diese hier gleich entrichten, sonst müsien Sie auf der nächsten Station aussteigen und werden dann dort der Bahnhofswache vorgeführt! Entschließen Sie sich schnell! Wir haben hier auf offener Strecke nicht Zeit zu langen Unterhaltungen! Darum— entweder oder!“.„" ang, Wat sall eck nu widder noch lange verteuen: weummelmann ut Posemukel trock met'n paar solterigge Druoppen in dä Augen sinen linnenen Bül ut dä Tasche, lagg däm Zugführer diättig Mark in dä rächte Hand: Fritz un Kal kläterten wir in und in Tid van fiw Pännige susede dä Zug wier widder. Op dä nöchste Statiaun stiegen usse beiden Stiepeler Luftikusse ut un Fritz sagg noch to Mümmelmann im Utstiegen:„Vi wünschet Ink, Här Mümmelmann,'ne guedde Reise! It wät nu doch wuoll miärken hewwen, datt dä Stiepeler Kappesburen nich alläine„Mumm“ in täre Knuocken, sonnern auk im— Koppe hett. Ower härren It mär im Koppe as in dä Knuocken hatt, dann härren It auk noch Inke— diättig Mark im Bül! Op bolle Wirseihn, Härr Mümmelmann! Vi gläuwet, datt It noch'ne Tid lang an us denkt!" Ek dach, du wörs all lange dout. Nu sägg mie blous un mak käin Schmus, Wie gäiht et die denn, ollet Hus?“ „Wie sallt mie gohn?“ sagg nu dä Fründ, „Op beiden Beinen ganz geschwind. Häß du denn all mol watt geseihn, Watt anners gäiht as op de Bein?“ „Eck häw“, sagg Pitter Stöllmes do, „Ne Wäckuhr noch van ultimo. Ganz dull is domet dä Geschicht', Dat Luder gäiht blous, wänn se liggt.“ F. Fromme Jedenktafeln für Hausnamen Erbhofbauern, die einen Hausnamen führen, sollten an ihren Häusern„Gedenktafeln" anbringen, damit auch der Hausname und sein Ursprung für spätere Geschlechter nicht in Vergessenheit gerät. In unserer Gegend reichen die vorkommenden Hausnamen in den meisten Fällen nicht über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. Der größte Teil der Hausnamen ist, wie aus Urkunden ersichtlich ist, erst im 17. und 18. Jahrhundert entstanden. Der Hausname läßt sich dadurch erklären, daß in früheren Jahrhunderten, wenn ein neuer Stamm auf den Hof verpflanzt wurde, dieser seine alte Bezeichnung verlor, indem der erste des neuen Geschlechts den Namen seines Stammhofes auf das von ihm erworbene Anwesen übertrug. Haus= und Familiennamen waren ursprünglich sehr oft gleichlautend. Nicht nur Zu= oder Schreibnamen der Familien wurden zur Bildung von neuen Hausnamen verwendet, in vielen Fällen gaben auch die Vor=, Rufund Taufnamen Veranlassung dazu. Das mag besonders bei Errichtung von neuen Anwesen durch Güterteilung der Fall gewesen sein. Hausnamen wie z. B. Nieder=Schulte, Ober=Schulte, Niederhagemann, Oberhagemann, Nieder=Westermann, Neubaue., Hofkleit, stermann, Neubauer, Hoffleit, deuten bestimmt auf Anwesensleitungen hin. Auch von der Lage des Anwesens stammen oft Hausnamen Schulte=Vels(in den„Felsen), Schulte=Langen, her: Schulte=Vels(in den Felsen), Schulte=Langen, Oveney, Langewiesche usw. Manche Hausnamen lassen erkennen, daß die früheren Anwesensbesitzer sich neben der Landwirtschaft mit Handwerken beschäftigisnamenbezeichnungen wie Meier, Holtgräve, Dä olfe WDäcker „Ei, kiek mol an, mien leiwe Dölmes“, Sagg äines Dages Pitter Stöllmes, As hä gerad met siene Aenne Spazären gink mol op de Renne. „Wo kümmste här, potz saperlout, Stockgräve, weisen auf ehemalige nisse von geistlichen oder weltlichen Herrschaften hin. „Gräve“ bedeutet soviel wie Aufseher, also HolzWaldaufseher. Man könnte aus unserer Gegend noch manche Beispiele ähnlicher Art anführen über die Entstehung von Haus= und Familiennamen; so ist z. Püttmann der Mann am Brunnen, Friemann der Freie Mann usw. a0 4— Bezugspreis monatlich, S zeitschrift„b 55 Pf. bei Zeitung dur störung u.! werden.— 6 Sonntags vo 16 bis 17 U Verlag un Bas Der let herangefüh sozialistisch Fest am k Gemüts u offenbart. schöner zu der wie d Eintreten Gesetz erhe den in S stalteten 3 lionen Vo denkens gr Weihnacht gekommen, Leben hab Noch tägigen S Reich in brachte de Hitlerjung mädelschaf tätigkeit. vor dem großen S HJ. noch genommen Ausgestalt feiern der waren niBerlin fe Ehe 0 Plätzen T spielt von derungen Die 3 Im 2 Gaupropa Friedrichs durch die Dr. Goeb schen Kin Sender i Präch Große S Christbäu Umrahmr deren Hé Tischen 1 und mit Kinder Weihnach hatte, bet bels, der Feier ein. Nac Lied von zu seiner das ganz gezählte habe, um nachtliche einen Al Feste. T mit Glü im ganze geblieben des Jah der Min Elend legen ist ganz wir alle unserer meinsam machen. Millione sammeng Dr. 1933, w den Kin here Pe tern. 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